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ſcheinen äußerſt
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und ein guter Patriot werde, wie Euer Vetter Jan 2/
„Auch dann nicht,“ verſetzte Doris. und unter keinen Umſtänden!“
„Das macht, weil Ihr Euer Herz an den Bett⸗
„Niemals,
ler, den Vagabunden, den Anführer und Genoſſen
von Schmugglern, dieſen lieben Vetter Jan wegge⸗ worfen habt,“ brach Peter Wilken jetzt wüthend los. Nun denn, wenn Ihr alſo meine Freundſchaft ver⸗ ſchmähet, ſo ſollt Ihr den Feind in mir fürchten lernen!“
Doris antwortete nicht auf dieſen Ausbruch des Ingrimms; der alte Peitmann aber richtete ſich hoch auf von ſeinem Seſſel, und ſtreckte mit ernſter Ge⸗ berde die Hand nach der Thür aus.
„Genug jetzt des Geſchwätzes,“ ſagte er mit feſter Stimme.„Dort iſt die Thür! Geht, und vermeidet ſie von jetzt an. Fort!“
Haß und ohnmächtige Wuth verzerrten Peter's Geſichtszüge, und aus ſeinen Augen funkelte ein Blitz ingrimmigſter Bosheit.
„Gut denn, Ihr ſollt mich kennen lernen, Alle!“ murmelte er mit halb erſtickter Stimme, und wen⸗ dete ſich zur Thür, um zu gehen. Plötzlich aber fuhr er ganz erſchrocken wieder zurück. Die Thür
war von außen geräuſchlos geöffnet worden, und auf der Schwelle ſtand die hohe kraftvolle Geſtalt eines
Mannes in noch jugendlicher Alter, mit gebräuntem
aber männlich ſchönem Geſicht, aus deſſen Zügen
unverkennbar Muth und Entſchloſſenheit ſtrahlten.
Er hielt die Arme über dar breiten, mächtigen Bruſt
zuſammengeſchl ſchaute den über ſein Er⸗
chhei Peter Wilken mit lächeln⸗ dem Ertte
„Wir ken ſchon zur Genüge, mein guter Burſche,“ ſprach er mit einer ungewöhnlich tiefen und klangwichen Stimme.„Spion, Verräther, Krea⸗ tur der ſtanzöſiſchen Despoten, weiche von dieſer Schwelle, und hüte dich, ſie jemals wieder zu über⸗— ſchreiten.“
Peter Wilken mußte ſeine Augen vor dem flam⸗ menden Blicke des jungen Mannes zu Boden ſenken, eine flüchtige Röthe überzog ſein Geſicht, und, einen dumpfen Wuthſchrei ausſtoßend, eilte er aus dem
Gemache. Im Hausflur wendete er ſich noch einmal flüchtig um, ſchüttelte beide Fäuſte gegen den jungen Mann, der ihn von ſeiner Schwelle gejagt hatte und
ſagte mit heiſerer Stimme:
„Das ſollſt du mir bezahlen, Jan Peitmann! Meine Rache wirt 4
W⸗ and er im Dunkel der 3 hlo om die Haus⸗ und Stu⸗
7— à.„„.
zeigee ſeinen Angehörigen ein
hiiges Geſicht.
„Guten Abend, Vater,— guten Abend, Doris,“ ſagte er ganz gelaſſen, als ob nichts Beſonderes ge⸗ ſchehen wäre.„Dieſer unberufene Gaſt wird ſobald nicht wieherkommen, plaudern wir alſo von etwas
Anderem.“
2. Kapitel. Der 5pion.
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Ein zie lich verlegenes Stillſchweigen, das einige
4 Minuten„ dauerte, folgte den Worten des neuen
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Ankömmlings. Jan beachtete es nicht. Er machte es ſich bequem, indem er ſeine regennaſſen Ober⸗ kleider ablegte, und ſetzte ſich dann neben Doris, deren Hand er in die Seinige nahm und herzlich drückte.
„Nun, Bäschen, warum ſo ſtill?“ ſagte er. „Und du auch, Vater? Ihr habt Euch doch nicht gar etwa Eure gute Laune von jenem Schufte ver⸗ derben laſſen?“
„Ich weiß nicht, mir iſt ſo ängſtlich zu Muthe,“ verſetzte das junge Mädchen.„Peter ging im wil⸗ deſten Zorne fort. Vielleicht haben wir doch nicht recht gethan, indem wir ihn ſo ſchnöde behan⸗ delten.“
„Mache dir darüber keinen Kummer, Doris,“ erwiederte Jan.„Er kann froh ſein, daß er noch ſo glimpflich davon gekommen iſt, denn ſeit heute weiß ich mit Beſtimmtheit, was ich ſchon immer ver⸗ muthet habe, daß nämlich Peter Wilken wirklich im Solde der Franzoſen ſteht und ihren Spion macht. Claus Behrens hat es von einem Diener des fran⸗ zöſiſchen Kommandanten erfahren. Hier iſt kein Zwei⸗ fel weiter.“ 3
„Um ſo mehr fürchte ich für dich, Jan,“ ſagte Doris beſorgt.„Schon längſt haßt er dich, weil er weiß, daß wir uns lieb haben und daß ich deshalb ſeine Bewerbung immer zurückgewieſen,— und von heute an wird er dich doppelt haſſen.“
„Daran zweifle ich nicht,“ verſetzte Jan lächelnd. „Indeß, was ſchadet es?“
„Aber er wird dich nicht nur haſſen, ſondern auch dich verfolgen und zu verderben trachten,“ ſagte Doris.„Und wie leicht kann ihm das gelingen! Er kennt dein gefährliches Treiben, er wird dich von Aufpaſſern beobachten laſſen, alle Zollwächter gegen dich hetzen, und dich verfolgen, wie der Wolf ſeine Beute, bis er dich in ſeiner Gewalt hat.“
„Alles das wird er ganz gewiß thun, nur wird er mich nicht in ſeine Klauen bekommen,“ verſetzte der junge Mann unbeſorgt.
„Sei nicht übermüthig, Jan, und poche nicht auf deine bisherigen Erfolge,“ nahm jetzt der alte Peit⸗ mann das Wort.„Der Krug geht zu Waſſer, bis er bricht. Ein heimtückiſcher, hinterliſtiger Feind iſt mehr zu fürchten, als zehn offene Gegner, die dir Auge in Auge gegenüber ſtehen.“
„Oh, ich weiß das wohl, Vater,“ antwortete Jan.„Es iſt auch nicht Uebermuth, was mich ſo ſprechen läßt, ſondern ich denke ganz ernſtlich daran, das Paſchen aufzugeben. Die Franzoſen werden nachgerade gewitzigt, ihre Zollſchiffe bedecken die ganze Elbe und kreuzen ſo dicht geſchloſſen vor der Mün⸗ dung, daß kaum eine Maus zwiſchen ihnen durch⸗ ſchlüpfen könnte, ohne entdeckt zu werden. Dazu iſt Peter Wilken nicht der einzige Spion, der ſo ziem⸗ lich unſere Schliche kennt, ſondern es gibt ihrer noch mehr als ein Dutzend, die um ſchnöden Gewinn ihre eigenen Landsleute an die Franzoſen verrathen. Darum bin ich entſchloſſen, vorläufig, bis die Wach⸗ ſamkeit der Franzoſen wieder eingeſchläfert iſt, un⸗ thätig die Hände in den Schooß zu legen. Nur Ein Schlag muß noch geſchehem, ein Hauptſchlag, zu welchem ſchon Alles vorbereitet iſt. Wenn er ge⸗ lingt, woran ich nicht zweifle, dann, Vatét, dan Doris, können wir der Zukunft getroſten Mutheßig
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