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Vierte Folge. 345
Im Abendgottesdienſte glühen Die Bergesrieſen rings umher, Zum Himmel Glockenlaute ziehen Und betend liegt das große Meer.
Und purpurgoldne Wolken ſchweben In ſtiller Feier durch die Luft, Und um die fernen Berge weben Sich Schleier aus azurnem Duft.
Die Lerche eilt mit leichten Schwingen Zum Aether auf in frommer Luſt,
Ihr Abendlied, ſie muß es ſingen, Allvater, Dir aus voller Bruſt.
In tiefer Andacht glühn die Roſen Das düftenſchwere Haupt geſenkt, Die blauen Veilchen ſelig koſen, Von Himmelsthränen mild getränkt.
Die Wälder ruhn im heil'gen Schweigen, Beglänzt vom erſten Vollmondſtrahl,
Die Wipfel nur ſich flüſternd neigen
Im ſanft melodiſchen Choral.—
Einſam ich ſteh' auf lichter Höhe Und ſchau die nachtgeſchmückte Welt, Ich fühle Deine große Nähe, Allvater, der im Arm ſie hält!
Und ſüße Ruhe, Himmelsfrieden Schwebt um dies gottgeweihte Bild, Als wäre jeder Schmerz hienieden, Ein jedes Erdenleid geſtillt.
Literariſche Briefe von Otto Banck.
Von 1815— 1865. Blicke in das Cultur⸗
leben der jüngſten Vergangenheit Deutſchlands.
(Schluß.)
Die journaliſtiſche Thätigkeit unſerer Nation entzieht ſich aber jeder Controle, wenn erwogen wird, daß der Geiſt des Unmuths ſich auch in politiſchen Broſchüren, periodiſchen Zeitſchriften, ja ſogar in größeren Werken ausſprechen kann und konnte, und auch in dieſer Weiſe, ohne der Gefahr der Unter⸗ drückung ausgeſetzt zu ſein, einen nicht unbedeutenden Leſerkreis fand. Ziehen wir einen entfernter liegenden Vergleich herbei. Wenn z. B. von der Dinter'ſchen Bibelerklärung, der freiſinnigſten, die wir beſitzen, in einem Zeitraum von drei Jahren 30,000 Exemplare und von ſeinem Katechismus für Sokratiker 50,000
Exemplare abgeſetzt wurden, oder wenn von den „Wundern der Urwelt“ 19 Auflagen, zuſammen in einer Stärke von 110,000 Exemplaren, verkauft wurden, ſo documentirt ſolche Höhe der Auflagen nicht nur das Verlangen des Volkes nach Schriften ähnlicher Tendenz, ſondern auch zugleich die Ohnmacht der⸗ jenigen, welche etwa im Intereſſe der Kirche gegen die Aufklärung zu Felde zogen und die Autoren ver⸗ folgten. Wohl wurde hier oder dort der Verlag dieſes oder jenes Buchhändlers verboten, Dichter und Denker mit Gefängniß beſtraft, die Cenſur ſcharf geübt, ſogar ſcharfe Controle über Leihbibliotheken eingeführt; aber den Geiſt der Unzufriedenheit vermochte man weder zu erſticken, noch das Volk mit den Regierungshand⸗ lungen zu befreunden. Läßt ſich nun auch nicht be⸗ ſtreiten, daß das conſervative Element nicht minder vertreten iſt in der Preſſe wie in der Wiſſenſchaft, ſo doch nur inſoweit, als es geeignet iſt, dem fort⸗ ſchreitenden diejenige Schwere zu verleihen, die es in den Bahnen ſtetiger Entwickelung erhält. Und weil eben jede Idee ihren Gegenſatz wachruft, ſo iſt gerade durch dieſes gegenſeitige Forſchen und Abwägen die Nothwendigkeit eines ungehinderten Gedanken⸗ austauſches dargethan, wenn überhaupt die nationale Entwickelung nicht ſtocken ſoll. Wird nun von con⸗ ſervativer Seite ein ſchädliches Uebergreifen der frei⸗ ſinnigen Preſſe behauptet und beklagt, ſo findet dieſe theilweiſe wahre Behauptung darin ihren Grund, daß von Seiten der Regierungen der retroagirende Theil der Preſſe bevorzugt, ihr Gegentheil aber unterdrückt wird, ein Verfahren, welches nothwendiger Weiſe das Gleichgewicht verſchieben und die gefährlichſten Folgen wachrufen muß.
Freilich haben wir bisher nur der mehr materiellen Seite des Journalismus gedacht, haben ihn nur geſchildert nach ſeinen oppoſitionellen Momenten gegen Staat und Kirche und ſeinen Einfluß durch die unvoll⸗ ſtändigſten Zahlen anzudeuten geſucht; aber ſeiner höheren, ſeiner wahren Aufgabe iſt noch mit einigen Worten zu gedenken. Denn mit nichten iſt der Jour⸗ nalismus einzig als der Ausdruck wechſelnder Mei⸗ nungen, als eine Colporteuranſtalt neugeprägter politiſcher oder religiöſer Schlagwörter zu betrachten, ſondern vielmehr als ein Erziehungsmittel der Gegen⸗ wart, das ſo ſehr oft verkannt wird. Jener Beruf des Journalismus, die Nation zur Selbſterkenntniß zu führen, als lohnende oder ſtrafende Macht hier Edles und Gutes hervorzuheben, dort das Nieder⸗ trächtige und Verabſcheuungswürdige zu brandmarken, die krankhaften Symptome des Lebens hervorzuheben und Mittel der Geneſung zu ſuchen, das Alles i etwas Secundäres, bezeichnet das Weſen des Jour⸗
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