Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
395
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rakteriſirten ſondern als da Stand⸗ gen wunſcht, Arbeiten die werks zurüd⸗ nen, mit an⸗ ſo nimmt die

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klein, 200 bis höch⸗ lich nur für oon ein Ein⸗ ſren Vdend⸗ zall iſt, kann unbemittel⸗ carriere ſein Romanſchrei⸗ igkeit nöthig ie es fit die reiner zohl⸗ n ſie ein al⸗ alle ihte A⸗ e der Kunſt ang auf die gen Romand Verleger 84

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Vierte Folge. 395

begeiſterten Idealiſten in der Jugendperiode ausgeübt ſter, wenn die Kritik von Zeit zu Zeit wenigſtens werden kann, ſo lange ſie noch für Niemand zu ſor⸗ einen Theil derjenigen Miſéère andeutet, mit der die gen brauchen, auch für ſich ſelbſt nicht mit Aengſt⸗ belletriſtiſche Production unabläſſig zu ringen hat. lichkeit, weil es ihnen noch nicht an der übermüthigen Die meiſten modernen Editionen ſind Opfer, die Elaſticität fehlt, ſich mit den Sturmen des Schickſals dem wüſten Götzen der Quantität aus materiellen leichtblütig abzufinden. Bei den complicirteren Lebens⸗ Rückſichten gebracht werden, und wenn man das bedürfniſſen, die das ſpätere Alter mit ſich bringt, Schaffen der Schriftſteller in ein quantitatives und würden ſie dieſe Hingabe der Aufopferung nicht lange qualitatives eintheilen wollte, ſo würde die letztere aushalten. Die Selbſterhaltung gebietet ihnen alſo, Rubrik der Zahl nach nur ſehr dürftig vertreten ſein. durch Quantität ihrer Arbeiten zu gewinnen, was Beinahe das ganze Beſtreben der mit Recht ſo⸗ ihnen durch Qualität nur ſelten zu Theil wird und genannten kofflichen nterhaltunaslectürs geht auf vielleicht ſchon bei früheren begeiſterten Verſuchen fehl Nanſenhaftegtel Aug und entzieht ſich inſofern ſtreng geſchlagen iſt 1 7 genommen aller ausführlichen Kritik, als es ſich kaum In ſo mildem Licht tellt ſich die eintwort auf Zeit nimmt oder nehmen kann, auch nur den allge⸗

die Frage nach dem Grunde der ungenügenden mo⸗ mei 8 meinſten Anforderungen der Kunſt Rechnung zu tragen. dernen Novellenproduction dar, ſobald man ſich den ſ f 9 t onung z 3

Verlauf der Sache vom geſchäftlichen Standpunkt Deßhalb wird aber in dieſem Gebiete immer aus zu erklären ſucht. manche Production recht wohl geeignet ſein, die Leſer Allerdings kann dieſe Auffaſſungsweiſe niemals in unbefangenen Stunden des légeren Genuſſes zu zer⸗ die der Kritik ſein, welche nicht ein Anwalt der per⸗ ſtreuen, und es wird nie eine Zeit kommen, in der ſönlichen Verhältniſſe und menſchlichen Bedürfniſſe es nicht lebhaftes Bedürfniß wäre, in Zeitſchriften der Schriftſteller, ſondern ein ſtrenger rückſichtsloſer und Büchern auch eine ſolche Lectüre zu finden, bei Verfechter der Kunſtintereſſen iſt. welcher es mehr auf eine amüſante Zeittödtung als Aber es muß jedem Kritiker, auch wenn er nur auf Bereicherung des Geiſtes abgeſehen iſt. halb ſo viel Herz als Kopf hat, wehe thun, den Schließlich ſei noch beiläufig bemerkt, daß der Kampf zwiſchen ſeinem menſchlichen Mitgefühl und erwähnte Novelliſt vonLeicht geſchürzt keineswegs zwiſchen ſeiner Urtheilskraft, alſo zwiſchen ſeiner Sub- zu denen gehört, welche ſich ſchon durch eine Verwech⸗ jectivität und Objectivität den Perſonen und Sachen ſelung zwiſchen Blond und Braun ausgezeichnet haben, gegenüber, ſiegreich durchzukämpfen, eine ſchmerzliche ſondern zu der Gattung jener beſcheidenern, weniger Lage, die ſich immer aufs Neue wiederholt. effectvollen Erzähler, die ihr fertiges Manuſcript Deßwegen iſt es ſicherlich zweckmäßig und eröff⸗ höchſt wahrſcheinlich auch einer eigenen Lectüre und net dem Publicum das literariſche Verſtändniß leich⸗ zwar vor dem Druck unterwerfen.

Feuilleton.

Der Marſchall Peliſſier, Herzog von Malahkoff. Lebensberufs ſelbſt für den Militärſtand und verlangte ohne Fexem in denſelben einzutreten. Seine Schulbildung er⸗

Am 22. Mai ſtarb in Algier in Folge einer Lungenent⸗ langte er im Lyceum zu Brüſſel und wurde im Frühjahr zündung der zeitige Generalgouverneur von Algerien, der 1814 zu der Zeit, wo Napoleon I. noch gegen die Verbün⸗ Marſchall Peliſſier, in dem das jetzige Frankreich ſeinen be⸗ deten kämpfte, in die Artillerieſchule in La Flèche aufgenom⸗ rühmteſten Feldherrn verloren hat. Selten hat ein Krieger men. Nach einer kurzen Zeit trat er in die Militärſchule zu ein bewegteres Leben geführt, und ein kurzer Ueberblick des⸗ Saint Cyr ein, wo er ſich durch ſeine Einſicht und ſeinen ſelben wird ſicher unſern Leſern willkommen ſein. Fleiß ſo auszeichnete, daß er bereits in den erſten Monaten Aimable Jean Jacques Peliſſier, geb. am 6. Nov. des Jahres 1815 aus derſelben austreten konnte, zum Sous⸗ 1794 zu Maromme im Departement der untern Seine nicht lieutenant ernannt und am 18. März 1815, alſo zwei Tage weit von Rouen, der eben jetzt im Alter von 69 Jahren 6 ¾ vor der Landung des von der Inſel Elba zurückgekehrten Monat geſtorben iſt, war der Sohn einer geachteten Pächter⸗ Napoleon in Frejus, in die Artillerie des königlichen Hauſes

familie und zeigte ſchon in ſeiner Kindheit eine ſolche lebhaf- eingereiht wurde. Nach dem Einzuge Napoleon's in Paris

tigkeit und Energie und einen ſolchen Ungeſtüm, daß es ſich wurde Peliſſier in's 57. Regiment verſetzt, das zu den weni⸗

ſehr leicht erkennen ließ, er ſei nur zum Soldaten geeignet gen franzöſiſchen Truppen gehörte, die in dem Feldzuge von

und dazu geboren. Er entſchied ſich bei der Wahl eines 1815 nicht ins Feuer kamen.