Jahrgang 
01-14 (1862)
Seite
173
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TVIII. Jn Jahrg, gedämpftes don⸗ der Pfere. nſind eigentlic utlich kaunte man die blutdürſtigen

on wilden Pfer cl, ſerden ace ging hier dunch dbensweiſe, Klim verloren, daß die teit mit denen der beielten, ſondern n Pferdes, wie es d Aſiens gefunden ferde, zum Unter⸗ Pferden, mit dem iſt ein kleines, ge⸗ cen Feſſeln, einem übhaariger, unger Haare des ganzen und beſitzen wenig um Kräuſeln und hängende Büſchel ken einfarbig; die Farbe iſt die ſel⸗ ben überwiegend. ngs iſt vodhoht wüt den Vorder⸗ ewalt und Furcht a, üßt ſich ſelten s geſchieht, iſt er it im Laufen wird ochebene der Cordil⸗ uil, dem Vaterland

nach Lima, kreuzte Amazonenſtrome ſuchen, und kebrte aiſo einzuſchiffen. ichſt einen Abſtecher er paſſirend, durh n. In den Cor⸗ eit verbindert und Von hier ſcif Buenos Ayres und durch Uruguah nach er einen Nukepuntt nen zu lernen; dann fſte ſich nach einem Hnach Europa ein.

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Nr. 11.]

Dritte Folge.

gewiß von jedem Racepferd überboten, aber die Ausdauer ſind jetzt ſämmtlich edle Hengſte, mitunter von ſolcher

ſſt erſtaunenswerth; das Thier kaun tagelang, wochenlang, monatlang täglich ven früh bis Abends geritten werden, es wird nicht müde und fällt nicht ab, wenn es nur regel⸗ mäßig des Nachts graſen kann und wenigſtens täglich ein⸗ mal Waſſer findet. die Muſtangs einſtweilen mit Cacteen, indem ſie mit den Hufen die Stacheln abſchlagen; haben ſie Hunger und fehlt das Gras, ſo freſſen ſie trockene Blätter oder nagen an der Rinde der Bäume. Die Ausdauey und leichte Fütterung dieſes Pferdes iſt für die Texaner, die mitunter von Texas bis in das Innere von Mexico, oder von Texas nach Miſ⸗ ſouri oder Kentucky und zurück ohne Raſttag reiten, eine ſehr geſchätzte Eigenſchaft. In den letzten fünfundzwanzig Jahren iſt jedoch eine bedeutende Veränderung mit den Muſtangs vorgegangen, welche den Typus wieder beein⸗ trächtigte und zwar durch eine anfänglich zufällige und ſpäter ſyſtematiſche Veredlung der Thiere.

Nachdein ſich die Bevölkerung von Texas durch Ein⸗ wanderung von Nordamerika vermehrte, wurden nach und nach immer mehr Pferde engliſcher Race importirt, welche vorzugsweiſe als Zugpferde benutzt wurden, weil der un⸗ bändige Starrſinn der Muſtangs ſich dagegen auflehnte. Man ließ die Zugpferde ohne Hirten auf den mit Gras beſäten Prairien herumlaufen und holte dieſelben erſt nach Hauſe, wenn ſie gebraucht wurden. Die unausbleibliche Folge war, daß die Pferde, wenn ſie in die Nähe von Mu⸗ ſtangs kamen, dieſen entweder freiwillig folgten, oder, wie dies auch oft vorgekommien, von denſelben gezwungen, ihre gewöhnlichen Weideplätze verließen und mit den wilden Geſellen davon jagten. Obgleich das Geſetz das freie Herumlaufen der Hengſte verbietet, und dieſe in Ställen gehalten werden müſſen, ſo wurden doch von weggelaufenen Stuten auch edle Hengſte geworfen, und dieſe veredelten nach und nach die Pferde ſo, daß gegenwärtig in Texas der echte Muſtang ſelten, in Mexico und Centralamerika

Fehlt das Waſſer, ſo begnügen ſich

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aber häufig iſt. Die Führer der wilden Pferde in Texas Schönheit, duß vor einigen Jahren für das Einfangen eines Hengſtes 600 und für einen zweiten 1000 Dollars geboten wurden, welche Prämien jedoch, trotz vielen Ver⸗ ſuchen, nicht verdient werden konnten. Alle jetzt in bevöl⸗ kerten Gegenden gefangenen Pferde ſind daher meiſt ver⸗ edelt und werden viel theurer bezahlt, als die Muſtangs. Gezogene Pferde von Halbblutſtuten und edlen Hengſten werden den Vollblutpferden gleichgeſtellt, weil ſie ebenfalls zu allen Zwecken zu benutzen und zu Reitpferden beſſer als Vellblutpferde ſind, weil ſie die Schnelligkeit der engliſchen Race mit der Ausdauer der Muſtangs verbinden, ihre Ge⸗ ſtalt eine zierlichere, die Größe im Allgemeinen eine wenig verſchiedene iſt, ſie das Klima beſſer vertragen und den Starrſinn des Muſtangs vollſtändig verloren haben. Der Nutzen, den die wilden Pferde eigentlich für Texas gehabt, iſt immer ziemlich bedeutend geweſen, jetzt aber ändert ſich die Sache in ſtark bevölkerten Gegenden ſo, daß ein bedeutender Schaden die Folge, wenn wilde Pferde in der Nähe ſind, weil die Deſertion zahmer Pferde zu häufig wird. Die Bewohner ſolcher Gegenden müſſen daher alle Mittel ergreifen, um die wilden Pferde von den Weide⸗ plätzen der zahmen abzuhalten, machen deshalb große Jag⸗ deu, um dieſe Pferde zu verſcheuchen, und wenn dies nicht ausreicht, ſo werden die wilden Pferde, weun die Majo⸗ rität der Bevölkerung des betreffenden Diſtricts damit ein⸗ verſtanden iſt, niedergeſchoſſen, und diejenigen, welche dann lebend davonkommen, beſuchen dieſe Gegend gewiß nicht wieder.

Später beobachteten wir einen Kampf zwiſchen einer Wespe und einer Tarantel, welche Kämpfe zwiſchen dieſen beiden Thieren ſehr häufig ſind. Auf einer etwas ſandi⸗ gen Stelle, die mit wenig Bras bewachſen war, ſaß eine Erdſpinne, eine Tarantel, deren herausfordernde Stellung ſchließen ließ, daß ſie einen Feind erwartete, den ſie in der

das erſte Bändchen der Criminalgeſchichten vor, welche gern ge⸗ leſene Erzählungen darbieten. Man braucht das Publicum nur auf,die Vagabunden,Chriſtian Lammfell undVierzig Jahre aufmerkſam zu machen, um an all die angenehmen Stunden harmloſer Unterhaltung zurückzuerinnern, welche ihnen dieſe und andere Sachen gebracht haben.

Holtei wird der literariſche Hausfreund derjenigen bleiben, die gern bereit ſind,

über eine ungeſchmückte Natürlichkeit künſt⸗

leriſche Vollendung und plaſtiſche Idealität der Durchführung zu

vergeſſen. In dieſer Beziehung iſt ſein Ruf mit ſeinen vorgerück⸗ ten Jahren verdientermaßen geſtiegen, und aus Werke hat ſich ein lebensfähiger Kern beim deutſchen Leſerpubli⸗ cum bleibend eingebürgert. i

der Maſſe ſeiner

wenn ſie ſich in ſtillen Familiencirkeln traulich der Außenwelt

entzögen. Freunde und Angehörige ſind ein gar dankbares

Publicum für einen Sänger von gemüthlichem Geſchmack.

O. B.

Plattdeutſche Dichtungen Bremen, Kühtmann's Buchhandlung.

Seitdem die plattdeutſchen Gedichte von Klaus Groth nicht

nur erſchienen ſind, ſondern auch wegen ihres Gehaltes und weil

es der blaſirten Salonwelt etwas Neues war, mit Recht Beifall

gefunden haben, iſt dieſer Literaturzweig eine Speculation gewor⸗

von Lüder, Woort.

den. Man kann nicht behaupten, daß alle darin jetzt auftretenden

Wie wenig an Wahrheit aus dem

täglichen Leben enthalten dagegen die meiſten modernen Romane,

die meiſt nicht bloß ohne literariſchen Beruf, ſondern auch ohne alle Kenntniß der Wirklichkeit von menſchlichen Treibhauspflanzen geſchrieben ſind! O. B.

Gedichte von Adolph Faber. Braunſchweig, Neuhoff und Comp.

Derr Verfaſſer befindet ſich in der angenehmen Zeit und Stimmung, in welcher jedes Erlebniß, jede Blume anreizt, dieſe Dinge lyriſch zu bearbeiten und zwar im Nothfalle auch mit Humor, wenn ſie ſich einer ernſten, ſentimentalen Betrachtung entziehen. Eine ſolche Periode des Lebens oder der harmloſen literariſchen Anſchauung fördert viel Manuſcript, in welchem die Verwechſelung zwiſchen Inhalt und Gehalt auf jeder Seite eine poetiſche Licenz bildet. Man kann überzeugt ſein, daß ſolche Beſtrebungen von außen her nie eine Störung erfahren würden,

Sänger erſt zu ſolchen durch jene Zeiterſcheinung geworden wären. Es gilt dies nur von den meiſten und vor Allem von ihrem öffent⸗ lichen Auftreten, zu dem ſie früher keinerlei Ermuthigung hatten.

Das war für die häufigſten Fälle ſehr angenehm, denn es iſt in der Regel ein ermüdendes Geſchäft, dieſe in Rhythmen und Reime gebrachte Proſa durchzuleſen. Ein gemachter Humor fehlt darin nie, denn die wirklichen alten plattdeutſchen Lieder haben

die Färbungen und Formen für einen ſolchen Humor als etwas

Stehendes überliefert

Durch ewige Varianten konnte es ihm denn nicht fehlen, ſehr hölzern, plump und geſchmacklos zu werden.

So treten die meiſten plattdeutſchen Gedichte auf und ſind dabei in jenem populären Ton gehalten, der Alles, um es allge⸗ mein verſtändlich zu machen, in's Triviale zieht. Die wenigen Reize des Innigen liegen dabei größtentheils in dem formellen Ge⸗ müthsfond, den die plattdeutſche Sprache birgt.

Der oben genannte Verfaſſer hat in ſeinen Liedern alle nur