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von
Otto Banck.
Einige Eindrücke von Berthold Auerbach's jeſammelten Schriften. Cotta'ſche Buchhandlung.
Sie werden ſich nicht wundern, wenn ich Sie mit etwas Altem überraſche, über deſſen Anerkennung die Welt be⸗ tets mit ſich einig iſt, und Sie werden auch nicht erwarten, daß ich eine Kritik über ſämmtliche Werke verſuche, die nur nus Phraſen beſtehen könnte. Kaum zur genügenden Be⸗ prechung eines einzelnen Bandes fände ſich Raum genug. Aber man greift in der Abgeſchiedenheit der Natur gern ſach dem, was groß iſt und die Nachbarſchaft von der Kraft der Elemente verträgt, ohne ſich in Nichtigkeiten auf⸗ zulöſen. Aber ſein Anblick erweckt ernſte Gedanken, und man kann dabei nicht immer auch jene leichtfüßigen Con⸗ verſationsideen zur Hand haben, welche man heut zu Tage gern lieſt.
Laſſen Sie uns, wie es bei gemeſſener Zeit auf hohem berge zu gehen pflegt, zunächſt einzelne Theile der Land⸗ ſhaft, die ſich dem Blicke entgegenzudrängen ſcheinen, ins AUuge faſſen und übergeben wir es nachher der Erin⸗ ſerung und andern Beſchauern, vom Einzelnen auf das Allgemeine weiterzuſchließen und ſich die Hunderte von Lücken im Gemälde zu ergänzen. Es gehört zu den Eigen⸗ ſchaften aller wahrhaft bedeutenden Natur und Kunſt, daß ihre Betrachtung unerſchöpflichen Beobachtungen und Re⸗ ſferionen Raum gibt, und hierdurch entſchuldigt ſich die Nothwendigkeit, mehr oder minder fragmentariſch zu ſein. Wenige Grundzüge, richtig aufgefaßt, geben oft Anregung zu umfaſſendem Ausbau der Gedanken.
Wenn man auf die vortreffliche Geſammtausgabe Auerbach's blickt,— ein hocherfreuliches Ereigniß, wie es nur wenigen Schriftſtellern bei Lebzeiten ſo rühmlich be⸗ ſchieden iſt,— ſo wird bald klar, daß außer den bekann⸗ ten mit Recht geprieſenen Vorzügen nach beſondere Zauber⸗ fäden vorhanden ſein müſſen, welche das Intereſſe des Publicums ſo nachhaltig feſſeln. Die große Maſſe der Rutſchen Leſer iſt renommirt wegen ihrer gewandten Un⸗ eſtändigkeit, mit welcher ſie ſich gern nach einiger Zeit von aaner verehrten Erſcheinung losreißt, im Fall die Bande nicht unzerreißlich ſind. Wahre Kunſtſchöpfungen haben aher eine längere Dauer, die den Wunſch der Veränder⸗ lichkeit zum Schweigen bringt.
Laſſen Sie uns an manche Seiten der antiken Schrift⸗ ſteller denken, welche im weiteſten Sinne des Worts unſere Muſter ſind und bleiben und für den Geiſt einen ungewöhn⸗ lichen Reiz haben. Dieſe antiken Schriftſteller machen ſchon aüs einem Grunde einen allgemein feſſelnden Eindruck auf us, ſo oft wir ſie wieder leſen: Ihre Denk⸗ und Aus⸗ Rucksweiſe beſitzt nämlich eine abſichtsloſe Pointirtheit und wirkt daher bei aller Schärfe unbefangen, geſund und naiv. Faſt in allen Werken der modernen Welt graſſirt dagegen die beabſichtigte Pointirtheit als ein zwar intereſſanter, aher beklagenswerther Krankheitszuſtand der Geiſter. Je nehr unſere beſten neuen Claſſiker wirklich claſſiſch ſind, diſto mehr weichen ſie von der Koketterie der Dialektik und pikanten Geiſtreichigkeit ab und laufen mit der kindlichen unmittelbarkeit der antiken Autoren parallel. Ich will
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noch hinzuſetzen: je größer und potenter die Geiſter ſind, deſto kindlicher und einfacher werden ſie ſtets ſein. Eine Um⸗ ſchau auf dem Parnaß aller Zeiten und Völker beweiſt uns dies durch die öffentliche und Privatbetrachtung ihrer höch⸗ ſten Producenten. An den erſten Männern der Wiſſen⸗ ſchaft zeigt ſich daſſelbe. Aller Genius iſt ein Kind, in deſſen Locken der Himmelshauch der Offenbarung ſpielt!
Aber noch mehr Tugenden ſtellen uns die antiken Auto⸗ ren als Vorbild auf. So das Ueberwiegen ihres Tiefſinns über den Scharfſinn.
Tiefſinnige Ausſprüche nämlich bewegen, ſcharfſinnige überraſchen den Leſer. Während jene den Sinn verſchließen, bis ſein Einblick auf dem dunklen Urgrund der Seele ver⸗ ſchwimmt, entzücken ihn dieſe durch ihre lichthelle Faßlich⸗ keit, die ohne Vorbehalt iſt. Der Tiefſinn wirkt ſtereome⸗ triſch und erfüllt alle drei Dimenſionen des geiſtigen Rau⸗ mes. Er iſt Production und macht productiv. Der Scharf⸗ ſinn wirkt geometriſch und bewegt ſich nur in zwei Dimen⸗ ſionen, in denen der Fläche. Er iſt Reproduction und macht reproductiv. Daß in der Praxis die Grenzen des Schema's oft gelöſt werden, kann nur bewundern, wer da glaubt, Natur und Menſchengeiſt arbeiten mit Lineal und Reißzeng. Die meiſten Aeſthetiker haben nur Scharfſinn. Es läßt ſich auch mit dieſer geringeren Gabe allein fertig werden, da er als das reflectirend Geiſtreiche eine allſeitige Beſpiegelung gibt. Den Tiefſinn, als das Naiv⸗Geniale, kann wohl ein Aeſthetiker, freilich aber kein Dichter entbeh⸗ ren. Jedoch für ſich allein bleibt er für Beide ſtets unzu⸗ länglich. Aus dem Schacht, den er eröffnet, muß der Scharfſinn erſt das Erz heraufholen, zu Metall verwan⸗ deln und in Formen gießen.
Und nun noch eine Schattengeburt, welche wir in der Antike ſo ſehr gemieden finden: ich meine die Wortſpiele. Wortſpiele ſind die Taſchenſpielerkünſte des Schriftſtellers. Je einfacher ſie ſind und je weniger Apparat dazu gebraucht wird, deſto eher wird ein hervorragender Geiſt von Geſchmack ſie toleriren. Wortſpiele! halten Sie ſich nur an dieſen Na— men ſelbſt, um zu fühlen, was der Genius der deutſchen Sprache, welcher auch der des deutſchen Denkens iſt, für einen beſchränkten Werth auf dieſe Kunſtſtücke legt! Wer ſich auf Wortſpiele einſtudirt, den laſſen ſie nicht mehr los, und er wird ein ſpitzfindiger, formeller Manieriſt. Es geht ihm dann wie einem paſſionirten Turner, der um jeden feſten Gegenſtand eine Welle ſchlagen möchte. Endlich ſteigert ſich der krankhafte Kitzel und es wird um den eige⸗ nen Schwerpunkt ein Rad gewirbelt, wobei man natürlich vielmehr dieſen als das Antlitz zu ſehen bekommt.
Ich will nichts weiter hinzufügen, denn all' dieſe Fra⸗ gen ſind zu bedeutend, und doch könnten wir in ihrer Aus⸗ führung nicht über die Skizze hinausgehen. Aber Alles, was Sie an den alten Schriftſtellern rühmen,— ſo wer⸗ den Sie einwenden,— findet bei den allerbeſten deutſchen ebenfalls ſtatt. Gewiß iſt dies richtig, beſonders bei Leſ⸗ ſing, Goethe und Schiller und noch mehreren Anderen, die ſich ihnen im verjüngten Maßſtabe würdig anreihen. Je⸗ doch eben zu jenen allerbeſten Autoren zu gehören, das iſt die Seltenheit, worauf es gerade ankommt.
Bei Auerbach waltet, wie bei den vortrefflichſten, die ſich an das antike Muſter lehnen, die abſichtsloſe, unge⸗ ſuchte Pointirtheit, die wieder ganz wie in ſchönſter Litera⸗


