ſcchaft bleibt ſo ziemlich überall dieſelbe, und faſt überall begegnet man denſelben Geſtalten, ſo lange man ſich in V einem gewiſſen Stadium der Rangordnung bewegt. Was aober bei Mabille beſoldete Tänzer thun müſſen, der blaſir⸗ teen Generation einige Fröhlichkeit einhauchen, unnöthig, ſobald man die Seine überſchreitet und ſich in das dunkle Quartier der ſtudirenden Jugend hineinwagt. Hier fällt die Schminke, hier fällt der Schein. In der un⸗ gebundenſten Trunkenheit drängt ſich alles dem Vergnügen zu, hier ſucht man ſich kaum mehr, man findet ſich noch ge⸗ genſeitig; die Liebes⸗Erzählungen beginnen nicht auf dem Balle und endigen nicht nach einem Souper in einem ab⸗ geſchloſſenen Cabinete, hier bilden Student und Studen⸗
tin nur eine einzige große Familie, zuſammengehalten von den Freuden der Jugend und dem gemeinſamen Bedürf⸗ niſſe nach Geſellſchaft. freien pariſer Sitten, und die häufig Jugend und Zuneigung
ſie widerſtehen meiſtens allen
ten Sälen des Paris auf dem anderen Ufer,
bei den Studenten fort von Semeſter zu Semeſter. triaken, rauchen, tanzen und hungern mit dem Studenten wenn der väterliche Wechſel verzehrt iſt, amüſiren ſich
Nordbahnactien zum Frühſtücke, ſie repräſentiren das hei
was von der Freude, wonach jede
jeden Moment ausbeuten; die Cloſerie iſt vielmeh Tempel des Communismus der Liebe,
ſeinem Nebenmenſchen theilt, ein Tempel,
Novelſen⸗Zeitung.
das wird ganz dringt aus der
Hier genießt man ungenirt der Frauen des Quartiers ziehen dem größten Luxus vor: Verſuchungen zu den parfümir⸗. Q3. ſie werden im Lüften herum wie
Quartier Latin geboren, wachſen darin auf und erben ſich Sie
.
gehen in einfachen Kleidern daher, verlangen weder Wagen nigen Polizeiſoldaten noch Pferde, keine Loge in der italieniſchen Oper, noch
tere, leichtſinnige pariſer Völkchen, verlangen nichts als et⸗ Menſchenbruſt ringt, und nehmen dieſe Freude, wo man ſie eben findet. Die„Close- rie des Lilas,“ der Studentenball iſt keine Börſe der Liebe, wo die Courſe ſinken und fallen und geſchickte Speculanten r ein nicht beſſer als die große Menſchheit und genießen die
wo man häufig mit den Gott Amor— die pariſer Sitten erlauben gar Vieles!
fIV. Jahrg. ———
und ſo leben denn die Prieſterinnen dieſes Tempels harm⸗ los dahin, arbeiten bei Tage wie gute Familienmütter, ſpie⸗ len Abends im Café Karten und tanzen zweimal wöchent⸗ lich in der Cloſerie oder im Prado. Schon von fern her Cloſerie ein fröhliches Geſumme, welches in Geheul ausartet, je mehr man ſich dem Orte nähert. Nun tritt man gegen das mäßige Entrée von einem Franc in den Garten; dort iſt alles Luſt, Fröhlichkeit, Liebe. Wo nur ein Eckchen frei iſt, da ſtürzt ſich die Jugend in den wilden Strudel des Tanzes. Aus jeder Laube klirren die Gläſer, aus jeder Bruſt ſtrömt das Vergnügen herauf. Den Hut auf dem Kopfe, die Pfeife im Munde, die Hals⸗ binde nachläſſig geknüpft, ohne Weſte, oft in Pantoffel raſt hier der pariſer Student herum, mit ſeiner einfach geklei⸗ deten Tänzerin, welche nach dem Tanze gerne eine Er⸗ friſchung nimmt, aber auch ohne Murren die leere Börſe ihres Freundes begrüßt, und wenn die erhitzte Schaar mit
dem letzten Takte der Muſik ſtürmiſch den letzten Theil der
Quadrille da Capo verlangt, ſo ſpringen ſie freudig in den beim Anfange des Tanzes, kennen keine Ermüdung, keine Blaſirtheit, reden gerade heraus, was ſie auf dem Herzen haben, und entwaffnen durch ihre komiſchen Geberden oder Reden, oft auch durch heiße feurige Blicke, die Obrigkeit, welche zur Ueberwachung des Tanzes in ei⸗ vertreten, kümmern ſich wenig um Etiquette und kehren nach dem Balle fröhlich und vergnügt in die dunkle Studentenſtube heim, welche durch die Ju⸗ gend und die Freude ein Paradies wird, in welchem ſelbſt der Racheengel nicht fehlt, der am erſten des Monats in Geſtalt der Hauswirthe erſcheint und Adam und Eva ver⸗ abſchiedet. Dann ziehen ſie in ein neues Quartier, pla⸗ gen ſich im Schweiße ihres Angeſichtes, werden aber darum
ſchöne Jugend, ſo weit es die pariſer Sitten zulaſſen, und
ddahingeſtellt, bevor er auf Mabille gänzlich blaſirt ward,—
Ein Brief des Miniſter Colbert.
zu ſein ſchienen, zu ermäßigen. Vögel,
mal zu erwähnen, ſchienen ihm ſo koſtſpielig zu ſein, ſie den Ruin des Cardinals herbeiführen.
den Cardinal richtete:„Wir haben hier in dem Sous Futter freſſen und deren Abſchaffung mir erſcheint.“
Randbemerkung:„Die Hunde ſind beizubehalten.“ Aber Colbert ließ ſich dadurch in ſeinen Sparſamkeits⸗ mühungen nicht hemmen, f V durch die Zuſammenſtellung höchſt komiſche Ermahnung:
und Hunde zu vermindern und⸗ So ſtellte er alſo die Pferde und die Hunde ſo eine Linie mit den Nichten und den Neffen des Cardinals!
mannigfaltiges.
oder dielmehr verarbeitet worden rungen. So hat der franzöſiſche
7 Che Colbert Miniſter wurde, war er Intendant des Cardinal Liebenden vorübergegangen ſind, ſark Mazarin. In dieſer Eigenſchaft ließ er es ſich mit allem Eifer kungen zum Beſten gibt angelegen ſein, die Ausgaben des Cardinals, die ihm viel zu hoch gen 5 3 Aidi
9 ſeltene Thiere, ſelbſt Hunde und Pferde,— der Nichten und Neffen noch gar nicht ein⸗ als müßten
So ſagte er in einem Briefe, den er als Finanzbericht an 1 Stalle von Ew. Eminenz zwei große Windhunde, welche jeder täglich für dreißig
daher räthlich
Der Cardinal antwortete auf dieſe Mahnung durch die 8 Be⸗
ſondern ſchrieb er s die ende 3. 1e ſondern ſchrieb abermals die folgende, Duos, 2 deutſche komiſche Opern,
„Ich beſchwöre Ew. Eminenz darauf zu denken, Ihre Pferde kleinere Werke Ihre Familie nicht zu vermehren.“ Ere Werſe ziemlich in
In Paris iſt Goethe’s„Fauſt“ wiederum einmal aufgeführt worden, und mit weſentlichen Verbeſſe⸗ f Regiſſeur in der Gartenſcene—
ſchen, unglücklichen Liebhaber Gretchens, hinzuge⸗ ſteckt und jedesmal, ſobald die aſtiſche und burleske Bemer⸗
leinen Bauerbur 9 Mfre n fügt, der in einem hohlen Baume
Eine intereſſante ſtatiſtiſche Notiz iſt die Angabe der Geld⸗ ſumme, welche im Jahre 1857 durch die Leipziger Geldbrief ⸗ träger ausgetragen wurde. Dieſelbe beträgt 64 Millionen 959,493 Thlr. Welche Summe Geldes durch recommandirte Briefe, nicht declarirte Werthbriefe, Wechſel und Anweiſungen hierher kam, iſt in Obigem natürlich nicht inbegriffen.
von ſeinem achtzehnten bis ins fünfund⸗ ertüren, 163 Stücke für Violoncello, 20 Divertiſſements für verſchiedene Inſtrumente, 3 Märſche, 24 Trios und 6 Solos für Violine, 15 Concerte für verſchiedene Inſtru⸗ mente, 30 geiſtliche Muſiken, 83 Quintetten, 60 Sonaten, 42 O 5 Oratorien, 365 ſchottiſche
Alſo 1331 größere und
Haydn componirte ſiebzigſte Jahr 113 Ouv
Lieder und 400 Menuetten und Walzer.
Goethe hatte als Weimariſcher Geheimrath in ſpäteren Jah⸗ ren 1800 Thlr. Gehalt und, ehe ſeine Mutter ſtarb, 1400 Thlr.
Revenuen von ſeinem väterlichen Erbtheil.
Der dramatiſche Dichter M⸗ M. in M. 1 haben:„Um eine Tragödie zu ſchreiben, muß man ein halber Held
ſein; um ſie zur Ausführung zu bringen, ein ganzer Lakai.“
ſoll kürzlich geſagt.
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