— Leihbibliothek deutſcher, engliſcher und franzöſiſcher Literatur Eduard Ottmann in Gießen, Schloßgaſſe Lit. A. Nr. 256. Leih- und Leſebedingungen 1. Offensein der Bibliothek. Die Bibliot hek ſteht pf fangnahme und Rückgabe der Buͤcher jeden Tag von 7 Uhr bis Abends 8 Uhr offen. 2. Lesepreis. De Rückgabe eines geliehenen Buches wird von jedem Tag 5 Pf. bezahlt. Die Zeit eines Tages iſt zu 24 Stun⸗ den angenommen. 3. Caution. Unbekannte Perſonen müſſen, eines Buches, eine dem Werthe deſſelben hinterlegen, welche bei deſſen Zurückgabe v wird. 4. Abonnement. Daſſelbe muß voraus zur Em Morgens bei Entgege nnahme entſprchende Summe on mir zurückerſtattet bezahlt werden und beträgt: 599 e äg für wöchentlich 2 Bücher: 4 Bücher: 6 Bücher: ——— auf 1 Monat: 1 Mk.— Pf. ——— 1 Mk. 50 Pf. 2 Mk. Pf. „ 2 3 4 Auswärt tige Abonnenten haben der vther auf ihre eigenen Koſten und Gefahr ſelbſt zu ſorgen. 6. Schadenersatz. beſchmutzte, zerriſſene, verlorene und defeete Bücher(namentlich bei ſolchen mit Kupfern ꝛc.) muß der Ladenpreis erſetzt werden.— Iſt das zerriſſene, beſchmutzte, ver⸗ lorene oder defecte Buch ein Theil eines größeren Werkes, ſo iſt der Leſer zum Erſatz des Ganzen verpflichtet. 7. Ausleihezeit. Dieſelbe iſt auf 14 Tage feſtgeſetzt und wird beſonders darauf aufmereſtn gemacht, daß das Weiterverleihen der Bücher nicht ſtattfinden darf, indem Diejenigen, welche die⸗ ſelben von mir geliehen, auch dafür zu ſtehen haben. für Hin⸗ und Zurb ckſ ſendung Brittiſche Dichter⸗Proben. II. Druck und Papier bei Friedrich Vieweg in Braunſchweig. Brittiſche Dichter-Proben. Ne II. Nach Lord Byron un d Georg Crabbe. Leipzig: F. A. Brockhau s. ——ꝛa æêÖô b b Vorwort. Die geniale Kraft und Fuͤlle Lord By⸗ ron's, ſeine Mannigfaltigkeit in Erfindung und Ausſchmuͤckung dichteriſcher Werke, ſind ſo allgemein anerkannt und durch das fortwaͤhrende Intereſſe der brittiſchen Le⸗ ſewelt bewaͤhrt, daß der Ueberſetzer keiner Rechtfertigung zu beduͤrfen glaubt, wenn er deutſchen Liebhabern in dieſer zweiten Nummer der„Proben“, abermals einige Schoͤpfungen jenes Dichters vorlegt. Die hiezu voraus gewaͤhlte poetiſche Erzaͤhlung „die Belagerung von Korinth“ iſt von dem Recenſenten im Edinburgh Review No LIV. von 1816. als eine„prachtvolle Compoſition“ ausgezeichnet worden, und mag durch ungemeine Lebendigkeit der Schil⸗ derung, durch bedeutſame und ergreifende Ruͤckblicke auf eine hohe Vorzeit und durch Tiefe der vorgefuͤhrten Charactere, den uͤbrigens gerechten Vorwurf wohl aufwaͤ⸗ gen, daß der Dichter zu ſichtlich auf Con⸗ traſte und Effect hinarbeitete, und dadurch der Harmonie des Ganzen hie und da Eintrag that.— Wenn jenes Beſtreben ſelbſt in der Verſification und— an ein⸗ zelnen Stellen— in den Wortlauten zu erkennen iſt; ſo traͤgt dies nicht wenig 7 dazu bei, die Aufgabe des Uebertragens zu erſchweren und manchen Mangel des gewagten Verſuchs zu entſchuldigen. Die zugegebenen drei„hebraͤiſchen Lieder“ moͤgen ſich durch ihre eigenthuͤm⸗ liche Naivetaͤt und Zartheit empfehlen. Die ganze, unter dieſem Titel von L. By⸗ ron gelieferte, kleine Sammlung werden Freunde dieſer Gattung in der ſo eben zu Berlin erſchienenen Ueberſetzung Hrn. The⸗ renim's mit Vergnuͤgen leſen. Deutſche Leſer, welche auch die humoriſtiſche Seite unſers Dichters kennen zu lernen wuͤnſchen, koͤnnen wir auf den gleichzeitig zu Leipzig herausgekommenen„Mazeppa,“ uͤberſetzt von Th. Hell, verweiſen. Im Verfolg der urſpruͤnglichen Ab⸗ ſicht, hier zugleich auf den bei den Brit⸗ ten dermalen herrſchenden Geſchmack auf⸗ merkſam zu machen, hat man geglaubt, aus einem, von den vorerwaͤhnten ganz verſchie⸗ denen, poetiſchen Erzeugniſſe eine Probe beifuͤgen zu duͤrfen. Daß die Muſe eines Byron oder Moore eigentlich nur von ei⸗ nem nach Verhaͤltniß kleinern Theile der Leſewelt verſtanden und genoſſen werden koͤnne, geht wohl ſchon aus der Eigen⸗ thuͤmlichkeit dieſer Dichter, aus der Wahl fremdartiger Scenen und der denſelben zu⸗ kommenden hoͤhern, oft phantaſtiſchen Sprache hervor. Gegenſtaͤnde des taͤgli⸗ 1 chen Lebens, Schilderung der Landesſitten und heimiſcher Natur, und der Ton der Einfachheit, koͤnnen ſich uͤberall eine beſtaͤn- —2 ———4. B dige und allgemeine Theilnahme verſpre⸗ chen, und wir finden dies ganz vorzuͤglich bei dem engliſchen Publikum beſtaͤtigt, deſ⸗ ſen Geſchmack uͤberhaupt ſtetiger und deſſen Vorliebe auf die practiſche Seite des Le⸗ bens gerichtet iſt. Daß es daher auch nicht an Schriftſtellern fehlen koͤnne, welche dieſer Neigung huldigen, verſteht ſich von ſelbſt, da ihre Bemuͤhungen eben ſo reich belohnt, als lebendig aufgenommen werden. Unter den neuern Dichtern dieſer Gattung ſind insbeſondere Burns, Wordsworth und Crabbe zu nennen, von denen der erſtere, als Natur⸗ und Volksdichter und als Maler des gluͤcklichen ſchottiſchen Landlebens, die treu und wahr aufgefaß⸗ ten Scenen mit der ganzen Waͤrme und Fuͤlle des Gefuͤhls wiedergiebt; der zweite in das gewoͤhnliche Seyn und Treiben der Menſchen zwar tief eingeht, aber durch Wohlwollen, Weisheit und frommen, troſt⸗ reichen Glauben ſich daruͤber zu erheben ſcheint; der dritte aber pruͤfend und ſtreng alle Tiefen des menſchlichen Her⸗ zens zergliedert, um das darin Verbor⸗ gene Zug fuͤr Zug, in treffenden Gemaͤl⸗ den, darzulegen.(S. Blackwood's Edin- burgh Magazine, No XXVIII. Juli 1819.) Das im verwichenen Jahre, unter dem Titel„Tales of the hall«“, in zwei Baͤnden erſchienene groͤßere Gedicht Crabbe's enthaͤlt in zwei und zwanzig Buͤchern eben ſo viele, beinahe das ganze engliſche Volksleben umfaſſende Schilde⸗ rungen dieſer Art, zu denen das nach jahrelanger Trennung erfolgte Wiederſehen zweier Bruͤder im Vaterhauſe den Faden abgiebt, welchem ſich Mittheilungen von ih⸗ ren eignen Begegniſſen, und von Beobach⸗ tungen der Nachbaren und Freunde, kunſt⸗ los angereiht finden.— Die hier aus⸗ gehobene dialogiſirte Erzaͤhlung„der na⸗ tuͤrliche Tod der Liebe“ macht den Haupt⸗ inhalt des vierzehnten Buchs aus, und ſchien den oben angedeuteten Character des Dichters ganz vorzuͤglich zu bezeichnen. Wenn der Leſer darin den, nur eben am ge⸗ woͤhnlichen Leben hinſtreifenden, Gang und eine gewiſſe, beſonders mit der Gedrungen⸗ heit der voranſtehenden Proben contraſti⸗ 12 rende, Breite mißfaͤllig bemerken ſollte; ſo moͤge er ſich an den, uns Deutſchen bei⸗ nahe ganz fremd gewordenen, Character des Lehrgedichts erinnern und dar⸗ uͤber freuen, daß derſelbe ein, in ſo man⸗ cher bald loͤblichen, bald tadelnswerthen Beziehung, uns ſo weit vorangeſchrittenes Publikum, wie das engliſche iſt, ſeit mehr als hundert Jahren und noch immer vor⸗ zugsweiſe anſpricht. Dresden, im Maͤrz 1820. L. B. Vorerinnerung des Dichters. „Dem im Jahre 1715 unter dem Groß⸗Vezier „ausgeſendeten großen Tuͤrkenheere, welches in das „Herz der Halbinſel Morea ſich einen Weg bah⸗ 4*„nen, und Napoli di Romania, den be⸗ „deutendſten feſten Platz im Lande*), berennen *) Napoli di Romania iſt jetzt nicht mehr der Haupt⸗ platz auf Morea, ſondern Tripolizza, wo der Paſcha ſich aufhält und der Regierung vorſteht. Napoli liegt näher an Argos. Ich habe alle drei Städte bei meiner erſten Durchreiſe durch das Land i. J. 1809, und ſpäter in den Jahren 1810 und 11 beſucht, und den Iſthmus auf meinem Wege von Attika nach Morea, ſowohl in der Richtung des Gebirgs, als in der entgegengeſetzten vom Golf von Athen nach dem von Lepanto, achtmat durchſtrichen. Beide Wege ſind, obſchon in ganz ver⸗ — ſchiedener Art, maleriſch und ſchön; der Weg zur See iſt gleichförmiger, bietet aber, da man das Land nie aus dem Geſicht verliert, und demſelben oft ſehr nahe iſt, eine Menge reizender Ausſichten auf die Inſeln Sala⸗ mis, Aegina, Poro u. a. und auf die Küſten des Feſt⸗ landes dar. „ſollte, ſchien es am gerathenſten, vorerſt Korinth „anzugreifen, und es wurden mehrere Stuͤrme „darauf gemacht. Da die Garniſon geſchwaͤcht „war, und der Gouverneur es unmoͤglich fand, „den Platz gegen die Uebermacht der Feinde laͤn⸗ „ger zu halten, ſo entſchloß er ſich, eine Capitula⸗ „tion anzubieten: waͤhrend man uͤber die Artikel „noch unterhandelte, flog zufaͤllig im tuͤrkiſchen „Lager ein Magazin auf, worin ſich ſechshundert „Faͤſſer Pulver befanden, und es kamen dabei „ſechs bis ſieben hundert Mann um, ein Ereigniß, „welches die Unglaͤubigen in ſolche Wuth verſetzte, „daß ſie jede Capitulation abſchlugen, den Platz „im raſenden Sturme einnahmen und einen gro⸗ „ßen Theil der Beſatzung, nebſt Signor Mi⸗ „notti, dem Gouverneur, uͤber die Klinge ſprin⸗ „gen ließen. Die Uebrigen wurden mit dem Pro⸗ „veditore Antonio Bembo zu Kriegsgefangenen „gemacht.“— History of the Turks. Vol. III. p. 151. 202) I. THE SIEGE OF CORINTH. Die Belagerung von Korinth. Nach Lord Byron. &— I. THE SIEGE OF CORINTII. Die Belagerung von Korinth. Nach Lord Byron. THE sIEGE OF CORINTH. I. Maxr a vanished year and age, And tempest's breath, and battle's rage, Have swept o'er Corinth; yet she stands A fortress formed to Freedom's hands. Thie whirlwind's wrath, the earthquake's shock, Have left untouched her hoary rock, The keystone of a land, which still, Though fall'n, looks proudly on that hill, — 2702 10 Die Belagerung von Korinth. Ging auch der Jahre, der Zeiten Fluth, Des Sturmes Wehyn, der Schlachten Wuth Voruͤber an Korinth; das Fort Der Freiheit ſteht noch immer dort. 1 Die Windsbraut raſ't, die Erd' erzittert, Der graue Fels bleibt unerſchuͤttert, und ſchließt ein Land, das, ob gedruͤckt, Noch ſtolz nach jenem Huͤgel blickt, 16 The land-mark to the double tide That purpling rolls on either side, As if their waters chafed to meet, Yet pause and crouch beneath her feet. But could the blood before her shed Since first Timoleon's brother bled, Or baffled Persia's despot fled, Arise from out the earth which drank The stream of slaughter as it sank, That sanguine ocean would o'erflow Her isthmus idly spread below: Or could the bones of all the slain, Who perished there, be piled again, That rival pyramid would rise More mountain-like, through those clear skies, Than yon tower-capt Acropolis Which seems the very clouds to kiss. — 17 Der Landmark, wo die dunkeln Wellen An beiden Seiten rollend ſchwellen, Als wollten ſie den Damm verſchlingen Und kaͤmpfend an einander dringen. Doch koͤnnte das Blut, das dort gefloſſen,— Seitdem des Bruders Mord beſchloſſen Timoleon, und nach bitterm Hohn Der Perſer Tyrann beſiegt entflohn,—*) Dem durſtigen Boden wieder entquellen; Man ſaͤhe geroͤthet das Meer davon Hoch uͤber den ſchmalen Iſthmus ſchwellen: Und wuͤrden von Allen, die dort erſchlagen, Die Gebeine uͤber einander geſchichtet; Wohl moͤchte die Saͤule, ſo errichtet, Noch hoͤher zum blauen Himmel ragen, Als dort der Akropolis hoͤchſter Thurm Sich bietet dem reißenden Wolkenſturm. *) S. die Anmerkung des Ueberſetzers. II. On dun Cithæron's ridge appears The gleam of twice ten thousand spears; And downward to the Isthmian plain From shore to shore of either main, The tent is pitched, the crescent shines Along the Moslem'’s leaguering lines; And the dusk Spahi’'s bands advance Beneath each bearded pasha's glance; And far and wide as eye can reach The turbaned cohorts throng the beach; And there the Arab's camel kneels, And there his steed the Tartar wheels; The Turcoman hath left his herd, The sabre round his loins to gird; And there the volleying thunders pour, Till waves grow smoother to the roar. The trench is dug, the cannon's breath Wings the far hissing globe of death; II. Bei zwanzig tauſend Speere zuͤcken Die Strahlen von braun Cythaͤrons Ruͤcken, Und laͤngs des Iſthmus Plan hernieder Sieht man von Ufer zu Ufer reichen Der Zelte Reih'n, des Halbmonds Zeichen, Und der Moslem verbuͤndete Glieder; Vollſtreckend der baͤrtigen Paſcha Worte, Zieht vor der Spahi duͤſtre Bande; So weit das Auge reicht am Strande, Draͤngt unter'm Turban ſich die Horde; Hier kniet des Arabers Kameel zur Erde, Dort Tartar'n flinke Stuten wenden, Der Turkoman verließ die Heerde ²) Und guͤrtet den Saͤbel um die Lenden, Und von der Donnerbuͤchſen Sauſen Beſaͤnftigt, ſchweigt der Wellen Brauſen: Geſchoſſe ziſchen aus hauchenden Schluͤnden, Die ſich am Graben rings entzuͤnden; 2* 20 Fast whirl the fragments from the wall, Which crumbles with the ponderous ball; And from that wall the foe replies, O'er dusty plain and smoky skies, With fires that answer fast and well The summons of the Infidel. III. But near and nearest to the wall Of those who wish and work its fall, With deeper skill in war's black art Than Othman'’s sons, and high of heart As any chief that ever stood Triumphant in the fields of blood; From post to post, and deed to deed, Fast spurring on his reeking steed, Where sallying ranks the trench assail, And make the foremost Moslem quail; Or where the battery, guarded well, Remains as yet impregnable, Es ſ Zerſſ Von Dur Zur Von Dockh Es ſpringen, vom gewicht'gen Balle Zerſplittert, die Quadern aus dem Walle, Von wo der Feind aus ſeinem Geſchuͤtze Durch Nebel und Rauch verſendet Blitze, Zur Antwort fuͤr die unglaͤubige Schaar, 5 Von welcher er aufgefordert war. III. Doch Einen erblickt man zunaͤchſt am Walle, Vor Andern wirkend zu ſeinem Falle, Wohl in der ſchwarzen Kriegskunſt erfahren Wie Keiner in Othman's duͤſtern Schaaren, Und kuͤhn, wie je ein ſiegender Held Geſtanden auf Feindes blut'gem Feld: Von Poſten zu Poſten ohne Raſt Spornt er die rauchende Stut' in Haſt; Wo Feinde einen Ausfall wagen, Und ſelbſt die keckſten Moslem zagen, Wo vor beſetzten Batterien Die Rotten ſchon verzweifelnd flieh'n, —ÿõꝛ————— Alighting cheerly to inspire The soldier slackening in his fire; Des e The first and freshest of the host Which Stamboul's sultan there can boast, To guide the follower o'er the field, Vertr To point the tube, the lance to wield, Das Or whirl around the bickering blade;— Zu fi Was Alp, the Adrian renegade! Iſt IV. From Venice— once a race of worth Ven His gentle sires— he drew his birth;* Und But late an exile from her shore, Bis Against his countrymen he bore Juͤr The arms they taught to bear; and now Der The turban girt his shaven brow. Der Tbrough many a change had Corinth passed Im With Greece to Venice' rule at last; Ha And here, before her walls, with those un To Greece and Venice equal foes, 23 Da eilt er hin, den gelichteten Reih'n Des eignen Muthes Kraft zu leih'n; Der friſcheſte unter der Krieger Zahl, Vor Allen geſchickt, nach Sultans Wahl, Vertraute Schaar vorwaͤrts zu bringen, Das Rohr zu richten, die Lanze zu ſchwingen, Zu fuͤhren des funkelnden Stahles Blatt,— Iſt Alp, der adriat'ſche Renegat! IV. Venedig ſah ihn einſt entſprießen Und edler Vaͤter Ruhm genießen, Bis er, von ihrem Ufer verbannt, Juͤngſt gegen die Vaterſtadt gewandt Den Arm, den er erſt dort geſtaͤhlt, Den Turban hatt' um's Haupt gewaͤhlt. Im Wechſel, den Korinth erlitten, Hatt' es Venedig von Griechen erſtritten, Und bei dem Feind, der Beider Reich Mit ſeiner Macht uͤberzog zugleich, 24 He stood a foe, with all the zeal Which young and fiery converts feel, Within whose heated bosom throngs The memory of a thousand wrongs. To him had Venice ceased to be Her ancient civie boast— the Free;" And in the palace of St Mark Unnamed accusers in the dark Within the a Lion's mouth» had placed A charge against him uneffaced: He fled in time, and saved his life, To waste his future years in strife, That taught his land how great her loss In him who triumphed o'er the Cross, „Gainst which he reared the Crescent high And battled to avenge or die. V. Coumourgi— he whose closing scene Adorned the triumph of Eugene Ka⸗ 25 Stand er am Wall hier mit der Gluth Des Neubekehrten in dem Blut, Wenn er im heißen Sinn gedenkt Der vollen Schmach, die ihn gekraͤnkt. Venedig war»der Freiheit Wehr,« Des Buͤrgers Ruhm, fuͤr ihn nicht mehr: Anklaͤger hatten, namenlos, Dort vor St. Markus hohem Schloß, Im Loͤwenrachen, ihn bei Nacht In unloͤsbare Schuld gebracht: Das Leben rettet' er zur Zeit, Damit im Laufe ſeiner Jahre Das Vaterland mit Schmerz gewahre, Stark ſey, der ſich zum wuͤſten Streit Des Halbmonds gegen das Kreuz verbunden, Bis Rach' er oder den Tod gefunden. V. Kaumurdſchi— deſſen letzt' Ergehn ²) Geſchmuͤckt den Siegslauf von Eugen, 26 When on Carlowitz“ bloody plain, The last and mightiest of the slain, He sank, regretting not to die, But curst the Christian's victory— Coumourgi— can his glory cease, That latest conqueror of Greece, Till Christian hands to Greece restore The freedom Venice gave of yore? A hundred years have rolled away Since he reſixed the Moslem's sway; And now he led the Mussulman, And gave the guidance of the van To Alp, who well repaid the trust By cities levelled with the dust; And proved, by many a deed of death, How firm his heart in novel faith. VI. The walls grew weak; and fast and hot Against them poured the ceaseless shot, 27 Als er bei Carlowitz erlag, Der letzte Held, dem blut'gen Schlag, Und, ob zu ſterben ſchnell bereit, Der Chriſten Sieg durch Fluch entweiht,— Kaumurdſchi, deſſen Ruhm und Macht Die Griechen unter's Joch gebracht, Bis, zu befrei'n das geplagte Land, Venedig ein Kreuzesheer geſandt— Wohl hundert Jahre vergingen, ſeit Er neu begonnen der Tuͤrken Streit, Und als er da ihr Heer gefuͤhrt, Hatt' er zum Vortrab Alp erkuͤhrt, Der die verliehene Gewalt Durch manch' erſtuͤrmte Stadt vergalt, Und recht durch blut'ge That bewaͤhrte, Daß ſich ſein Herz zu Mah'med kehrte. VI. Schwach ward der Wall, denn jaͤh und warm Umflog ihn der Geſchoſſe Schwarm, 28 With unabating fury sent So 2 From battery to battlement; Rach And thunder-like the pealing din Und Rose from each heated culverin; Entſt And here and there some crackling dome Da ſ Was fired before the exploding bomb: Unter And as the fabric sank beneath 8 Die The shattering shell's volcanic breath, Und In red and wreathing columns flashed In I The flame, as loud the ruin crashed, Wor Or into countless meteors driven, Its earth-stars melted into heaven; Whose clouds that day grew doubly dun, Impervious to the hidden sun, De With volumed smoke that slowly grew To one wide sky of sulphurous hue. VII. But not for vengeance, long delayed, Alone, did Alp, the renegade, 29 So Batterien wuthentbrannt Nach jenen Zinnen hingeſandt, Und Donner rollten, gluͤh'nde Blitze Entſtroͤmten ringsum dem Geſchuͤtze. Da ſah man hohe Tempelhallen Unter'm Gewicht der Bomben fallen, Die berſtend mit vulkan'ſchem Hauch Und Splittern noch die Truͤmmern fuͤllen; In rothen Saͤulen ſteigt der Rauch, Woraus ſich Flammen bald enthuͤllen, Bald ſpruͤhn, ein glaͤnzend Meteor, Sternfunken aus dem Grund' empor Zum Himmel, welcher dunſtbeſchwert Dem heitern Strahl der Sonne wehrt; So hat der Schwefeldampf verdichtet Sich rings in Wolken angeſchichtet. VII. Nicht nur, um alte Schmach zu raͤchen, Lehrt' Alp, der Renegat, die Schaar, 30 The Moslem warriors sternly teach His skill to pierce the promised breach: Within these walls a maid was pent His hope would win, wichout consent Of that inexorable sire, Whose heart refused him in its ire, When Alp beneath his Christian name, Her virgin hand aspired to claim. In happier mood, and earlier time, While unimpeached for traitorous crime, Gayest in gondola or ball, He glittered lhrough the Carnival; And tuned the softest serenade That e'er on Adria's Waters played At midnight to Italian maid. VIII. And many deemed her heart was Won; For sought by numbers, given to none, 31 Die ſeinem Muth vertrauet war, Sich Breſche in den Wall zu brechen: Ein Fraͤulein, hinter jenen Zinnen Geborgen, hofft er zu gewinnen, Zum Trotz dem Vater, der im Grimm Und Hochmuth ſie verweigert ihm, Da er, noch Chriſt, um ihre Hand Zu werben einſt ſich unterwand; Mit frohem Sinn, in fruͤher Zeit, Als von Beſchuld'gung nicht entweiht Er auf der Gondel und im Saal Glaͤnzend durchſtreift das Carnaval, Und dann an Adria's Geſtaden Gefuͤhrt die ſuͤß'ſten Serenaden, Die je das Ohr ital'ſcher Schoͤnen Getroffen mit den Schmeicheltoͤnen. VIII. und Mancher glaubt' ihr Herz befangen, Weil jung Franziska keinem Freier 32 Had young Francesca's hand remained Still by the church's bonds unchained: And when ibe Adriatic bore Lanciotto to the Paynim shore, Her wonted smiles were seen to fail, And pensive waxed the maid and pale; More constant at confessional, More rare at masque and festival; Or seen at such, with downcast eyes, Which conquered hearts they ceased to prize: Witb listless look she seems to gaze; Winh humbler care her form arrays; Her voice less lively in the song; Her step, though light, less fleet among The pairs, on whom the Morning's glance Breaks, yet unsated with the dance. 33 Sich neigte, dennoch auch den Schleier Der Kirche nicht ſchien zu verlangen. Doch als Lonciotto*) auf den Wogen Zum Heidenufer hingezogen, Da ſchien das Maͤdchen zu verbleichen, Ihr Laͤcheln innerm Traum zu weichen: Man ſah ſie oͤfter in heil'ger Halle, Als bei dem Feſt und auf dem Balle, Und da zur Erde meiſtens blickend, Zwar ſiegreich, aber nicht begluͤckend; Als ob ſie nicht die Freude theile, Und ungern nur beim Putz verweile; Der Stimme Ton war minder ſuͤße, Und minder fluͤchtig der zarten Fuͤße Bewegung, wenn der Morgenglanz Die Andern fand beim muntern Tanz⸗ *) Alp's chriſtlicher Familienname. —— IX. Sent by ihe state to guard the land, Geſa (Which, wrested from the Moslem's hand, 4 Des While Sobieski tamed his pride Inde By Buda's wall and Danube's side, Und The chiefs of Venice wrung away Und From Patra to Eubœa's bay,) Minotti held in Corinth's towers The Doge'’s delegated powers, While yet the pitying eye of Peace Smiled o'er her long forgotten Greece: Des And ere that faithless truce was broke Und Which freed her from the unchristian yoke, Das With him his gentle daughter came; Hatt Nor there, since Menelaus' dame Ein Forsook her lord and land, to prove Da What woes await on lawless love, Und Die Had fairer form adorned the shore Than she, the matchless stranger, bore. 35⁵ IX. Geſandt vom Staate hin zum Schutz Des Landes gegen der Moslem Trutz,—. Indeß der Pohl' ihren Stolz gedaͤmpft Und ſie am Donauſtrom bekaͤmpft, Und von Patra Venedigs Schaaren Bis gen Euboͤg gedrungen waren,— Hielt zu Korinth mit Heeres Macht Minotti fuͤr den Dogen Wacht. Waͤhrend damals die griech'ſchen Fluren Des Friedens kurze Gunſt erfuhren, und ein, doch falſcher, Stillſtand noch Das Land frei hielt vom Tuͤrkenjoch; Hatt' ihn die Tochter herbegleitet,— Ein Fraͤulein wie— ſeit jenen Tagen, Da Helena ſo herbe Klagen Und Leid durch Treuebruch bereitet— Die Ufer dort wohl keins erblickt Mit ſolchem Zauberreiz geſchmuͤckt.— 3* The wall is rent, the ruins yawn; And, with to-morrow's earliest dawn, Und O'er the disjointed mass shall vault Mu The foremost of the fierce assault. Dur The bands are ranked; ihe chosen van Sch Of Tartar and of Mussulman, Der The full of hope, misnamed c forlorn,» Fal Who hold the thought of death in scorn, Die And win their way with falchions' force, Mit V Or pave the path with many a corse, Sic O'er which the following brave may rise, Und Their steppingestone— the last who dies! Sich ¹ XI. „Tis midnight: on the mountain's brown S The cold, round moon shines deeply down; Dri Blue roll the waters, blue the sky Bla Spreads like an ocean hung on high, 37 X. Zerriſſen liegt der Wall in Truͤmmern, Und bei des Morgens erſtem Schimmern Muß es der ſtolzen Schar gelingen, Durch ſeine Luͤcken einzudringen. Schon ſtehn, zu Kampf und Sieg entbrannt, Der Tartarn auserleſ'ne Rotten, Falſch die»Verlornen« zubenannt, Dieweil ſie kuͤhn dem Tode ſpotten, Mit ihrer Saͤbel Kraft den Weg Sich blutig bahnen uͤber Leichen Und— ſelbſt den Folgenden zum Steg Sich bietend— noch im Tod' nicht weichen! XI. „S iſt Mitternacht, des Mondes kalter Schein Dringt in der Berge duͤſt're Schluchten ein, Blau rollt die See, in blauer Luft Webt ſich ein Ozean aus Ouft, 38 Bespangled with those isles of light, So wildly, spiritually bright; Who ever gazed upon ihem shining, And turned to earth without repining, Nor wished for wings to flee away, And mix with ibeir eternal ray? The waves on either shore lay there Calm, clear, and azure as the air; And scarce iheir foam the pebbles shock, But murmured meeckly as the brook. The winds were pillowed on the waves; The banners drooped along their staves, And, as they fell around them furling, Above them shone the crescent curling; And that deep silence was unbroke, Save where the watch his signal spoke, Save where the steed neighed oft and shrill, And echo answered from the hill, And the wide hum of that wild host Rustled like leaves from coast to coast, 39 Und in den Wolkeninſeln bricht Sich wild und geiſteriſch das Licht: Wer ſaͤhe ſie durch den Aether ziehn Und moͤchte nicht der Erd' entfliehn, Und wuͤnſchte nicht ſich leichte Schwingen, Zum ew'gen Strahlenquell zu dringen? An beiden Ufern lagern die Wogen Still, klar und blau wie der Himmelsbogen, Leicht loͤßt ihr Schaum ſich uͤber Kieſeln, Wie bei des Baches lindem Rieſeln. Auf den Wellen ruhn die Winde ſaͤuſelnd, Die Flaggen, nur ſo matt ſich kraͤuſelnd, Sieht man herab von Maſten hangen, Darauf des Halbmonds Zeichen prangen, Und aus der tiefen Ruh' der Nacht Toͤnt hie und da Signal der Wacht, Der wiehernden Roſſe gell'nder Schall, Am Huͤgel verdoppelt vom Wiederhall, Das Gemurmel im Heer von Strand zu Strand, Wie Blaͤttergeraͤuſch uͤber herbſtlich Land— As rose the Muezzin's voice in air In midnight call to wonted prayer; It rose, that chanted mournkul strain, Like some lone spirit's o'er the plain: „Twas musical, but sadly sweet, Such as when winds and harp-strings meet, And take a long unmeasured tone, To mortal minstrelsy unknown. It seemed to those within the wall A cry prophetic of rheir fall: It struck even the besieger's ear With something ominous and drear, An undelfined and sudden thrill, Which makes the heart a moment silll, Then beat with quicker puſse, ashamed Of that strange sense its silence framed; Such as a sudden passing-bell Wakes, though but for a stranger's knell. h) 2 8 G 2 29 Und der mahnende Ruf aus der Muezzin Munde, Zum gewohnten Gebet um die Mitternachtſtunde: Die klagende Weiſ' ertoͤnt und ſchwebt, Wie Geiſterton durch die Oede bebt, Melodiſch ſuͤß und doch ſo bang': Wie aus der Harfe, vom Wind beſtreift, Der ſchwellende Ton ſich hebt und ſchweift Fernhin, ein uͤberird'ſcher Sang. Der Ruf ſchien denen, die im Wall, Anzeichen von dem nahen Fall, Und ſelbſt der Feindesſchar davor Schlug er ſo ſchauerlich an's Ohr, Ein unbeſtimmter, ſchneidender Laut, Vor dem das erſchreckte Herz ergraut, Und bald drauf ſchneller pulſ't vor Scham, Daß ſolch ein Bangen es uͤberkam; Wie graus die Todtenglock' erſchallt', Obſchon ſie nur dem Fremden galt. XII. The tent of Alp was on the shore; The sound was hushed, the prayer was o'er; The watch was set, the night-round made, All mandates issued and obeyed: „Tis but another anxious night, His pains the morrow may requite With all revenge and love can pay, In guerdon for their long delay. Few hours remain, and he hath need Of rest, to nerve for many a deed Of slaughter; but within his soul The thoughts like troubled waters roll. He stood alone among the host; Nor his the loud fanatic boast To plant the crescent o'er the cross, Or risk a life with little loss, Secure in paradise to be By Houris loved immortally: 43 XII. Am ufer dort ſtand Alp's Gezelt;— Es war der Ruf verhallt, vollbracht Das Gebet, er hatte die Runde gemacht Und jeglichen Poſten ausgeſtellt. Voruͤber geht wohl die aͤngſtliche Nacht, und der Morgen mag fuͤr alle Qualen, Worin er manche ſchon durchwacht, Mit Rache ihm und Liebe zahlen. Gern mocht' er kurzer Ruhe pflegen, Zu ſtaͤrken ſich zu blut'gen Schlaͤgen; Doch in ihm rollten Gedanken ſchwer, Gleich Wogen im empoͤrten Meer; Da ſtand er, einſam unter'm Feind; Nicht— wie im blinden Wahn— gemeint Den Halbmond uͤber's Kreuz zu ſchwingen, Und, um des Lebens kleinen Preis, Des Paradieſes Luſt im Kreis Geliebter Huris zu erringen: Nor his, what burning patriots feel, The stern exaltedness of zeal, Profuse of blood, untired in toil, When battling on the parent soil. He stood alone— a renegade Against the country he betrayed; He stood alone amidst his band, Without a trusted heart or hand: They followed him, for he was brave, And great the spoil he got and gave; They crouched to him, for he had skill To warp and wield ihe vulgar will: But still his Christian origin With them was little less than sin. They envied even the faithless fame He earned beneath a Moslem name; Since he, their mightiest chief, had been In youth a bitter Nazarene. They did not know how pride can stoop, When baffled feelings withering droop; 45 Nicht mit des Patrioten Gluth, Wenn er getraͤumter Freiheit Sieg Zu kaufen waͤhnet mit dem Blut, Vergoſſen in dem Buͤrgerkrieg.— Er ſtand allein— ein Renegat, Um ſeines Vaterlands Verrath; Allein— in mitten ſeiner Schar, Wo ihm kein Herz ergeben war: Sie folgte ſeinem kuͤhnen Muth, Denn er erwarb ihr Feindes Gut; Geſchickt der Menge Sinn zu beugen, Sieht er ſie ſich demuͤthig neigen: Doch iſt ſein chriſtliches Entſtehn Vor ihr nicht minder ein Vergehn. Nur Mißgunſt mocht' ihm ſein Gelingen Im Kampf fuͤr Mah'meds Namen bringen, Weil er— ſonſt ein verhaßter Chriſt— Der Erſte jetzt der Fuͤhrer iſt. Sie wiſſen's nicht, wie ſtolzer Muth Sich beugt, wenn theure Hoffnung ihn betrogen, 46 They did not know how hate can burn Sie In hearts once changed from soft to stern; Wer Nor all the false and fatal zeal Und The convert of revenge can feel. So He ruled them— man may rule the worst, Do By ever daring to be first: Die So lions o'er the jackal sway; So The jackal points, he fells the prey, Und Then on the vulgar yelling press, De To gorge the relics of success. Unt XIII. His head grows fevered, and his pulse De The quick successive throbs convulse; Kr In vain from side to side he throws Un b His form, in courtship of repose; Di Or if he dozed, a sound, a start Se Awoke him with a sunken heart. D. The turban on his hot brow pressed, Un The mail weighed lead-like on his breast, — Sie kennen nicht des Haſſes Gluth, Wenn ſtarrer Sinn ein weiches Herz umzogen, Und nicht des falſchen Eifers toll Beginnen, So ein Abtruͤnn'ger Rache will gewinnen. Doch mag es hohem Sinne leicht gelingen, Die ſchlecht'ſte Menge maͤnnlich zu bezwingen: So wird der Schakal vom Leuun beſiegt, Und manches niedre Geſchlecht erliegt Dem Schakal, wenn er heulend ſpringt Und gierig ſeinen Raub verſchlingt. XIII. Der Puls in ſeinem Haupte ſchlaͤgt Krampfig und fieberhaft erregt; Umſonſt mag er das Lager tauſchen, Die Ruheſtaͤtte zu erlauſchen; Schlummert er auch, er faͤhrt erſchreckt Doch auf, von jedem Laut geweckt. Unter'm Turban gluͤht ſein Geſicht, Der Harniſch druͤckt, wie Bleigewicht, 48 Though oft and long beneath its weight Upon his eyes had slumber sate, Without or couch or canopy, Except a rougher field and sky Tbhan now might yield a warrior's bed, Than now along che heaven was spread. He could not rest, he could not stay Within his tent to wait for day, But walked him forih along the sand, Where thousand sleepers strewed the strand. What pillowed them? and why should he More wakeful than the humblest be? Since more their peril, worse their toil, And yet they fearless dream of spoil; While he alone, where thousands passed A night of sleep, perchance their last, In sickly vigil wandered on, And envied all he gazed upon. 49 Die Bruſt, die er ſonſt leicht umſpannt', Als noch der jugendliche Held, Geſtrecket auf das rauhe Feld, Bei Stuͤrmen ſuͤßern Schlummer fand Als jetzt, da in dem milden Land Sein Lager ſanft die Luft umſchwellt. Nicht ruh'n kann er, im Zelte nicht Verweilen bis der Tag anbricht: Er wandelt hin und her am Strand, Wo Tauſenden der feuchte Sand Zum Bette dient;— warum nur kann Jetzt ſchlafen der gemeinſte Mann, Der ſtrengern Muͤhen unbewußt Und traͤumend von der Beute Luſt, Indeſſen er allein die Nacht Raſtlos, in Fiebergluth durchwacht, Und neidend hin auf jene blickt, Die jetzt vielleicht der letzte Schlaf begluͤckt?— XIV. He felt his soul become more light Beneath the freshness of the night. Cool was the silent sky, though calm, And bathed his brow with airy balm: Behind, the camp— before him lay, In many a winding creek and bay, Lepanto's gulf; and, on the brow Of Delphi's hill, unshaken snow, High and eternal, such as shone Through thousand summers brightly gone, Along the gulf, the mount, the clime; It will not melt, like man, to time: Tyrant and slave are swept away, Less formed to wear before the ray; But that white veil, the lightest, frailest, Which on the mighty mount thou hailest, While tower and tree are torn and rent, Shines o'er its craggy battlement; XIV. Ihm iſt, als ob er in der Kuͤhle Der Nacht ſein Herz erleichtert fuͤhle; Zwar ruhig war, doch friſch die Luft, Durchzogen von balſamſchem Duft: Dort hinter'm Lager ſchimmert die See, Sich windend in Lepanto's Buchten, Und uͤber dunkeln Felſenſchluchten Auf Oelphi's Hoͤhen glaͤnzt der Schnee, Den tauſend Sommer licht und heiß Geſchmolzen nicht vom ew'gen Eis, Wo er, den Zeiten trotzend, ſteht, Indeß der Menſch wie Ounſt zergeht,— Wie Dunſt die Sklaven und Tyrannen, Die Alle vor dem Strahl zerrannen; Baͤume verbluͤhten, Veſten zerſtoben; Doch jener weiße Schleier, gewoben Um maͤcht'ger Berge rauhe Zinnen, Mag immer neuen Glanz gewinnen; 4* 52 —xqxqx In form a peak, in height a cloud, In texture like a hovering shroud, Thus high by parting Freedom spread, As from her fond abode she fled, And lingered on the spot, where long Her prophet spirit spake in song. Oh, still her step at moments falters O'er withered fields, and ruined altars, And fain would wake, in souls too broken, By pointing to each glorious token. But vain her voice, till better days Dawn in those yet remembered rays Which shone upon the Persian flying, And saw the Spartan smile in dying. XV. Not mindless of these mighty times Was Alp, despite his flight and crimes; And through this night, as on he wandered, And o'er the past and present pondered, 53 Er ruht auf Felſen im Wolkenreich, Dem flackernden Leichentuche gleich, Das dort die Freiheit ausgehaͤngt, Als ſie, vom Lieblingsſitz verdraͤngt, Am Gipfel weilte, von wo noch lang' Ertoͤnte ihr prophet'ſcher Sang. Noch ſchleicht ſie oft uͤber die Oede hin, Vorbei an eingeſtuͤrzten Altaͤren, Und moͤcht' in der Maͤnner gebroch'nem Sinn Ruͤhmlicher Erinnerung Kraft bewaͤhren. Vergebens,— bis wieder in beſſern Zeiten Die unvergeſſ'nen Strahlen ſich breiten, Die einſt beleuchtet des Perſers Verderben und des Spartaners laͤchelnd Sterben. XV. Der Renegat auch hegt, ob ſchuldbewußt, Der maͤcht'gen Zeit Gedaͤchtniß in der Bruſt;— Indeß er hier am Strand des Morgens harrt, Und der Vergangenheit, der Gegenwart, Their phalanx marshalled on the plain, Und 54 And thought upon the glorious dead Der Who there in better cause had bled, 1 Und He felt how faint and feebly dim Fuͤh The fame that could accrue to him, Nur Who cheered the band, and waved the sword, So A traitor in a turbaned horde;. Mit And led them to the lawless siege, Daß Whose best success were sacrilege. Die Not so had those his fancy numbered, Nich The chiefs whose dust around bim slumbered; Die Whose bulwarks were not then in vain. They fell devoted, but undying; The very gale their names seemed sighing: The waters murmured of their name; The woods were peopled with their fame;— The silent pillar, lone and gray, Claimed kindred with iheir sacred clay; Their spirits wrapt the dusky mountain, Their memory sparkled o'er the fountain; y sp 5 5⁵ Der Helden denkt, die ruͤhmlich hier geſtritten, Und wohl in beſſerm Kampf den Tod erlitten, Fuͤhlt er's, daß ſein treulos Beginnen Nur truͤben Ruhm ihm kann gewinnen, 1 So oft auch Mahmuds wuͤſte Banden Mit ihm den Weg zum Siege fanden; Daß, wenn die Veſte faͤllt, die er berennt, Die Welt ihn doch nur Frevler nennt.— Nicht ſo die Helden, die hier modernd liegen, Die er im Geiſte jetzo uͤberzaͤhlt, Und die, zu Vaterlandes Schutz erwaͤhlt, Den Phalanx angefuͤhrt zu beſſern Siegen. Sie fielen,— doch um laͤnger fortzuleben; Das Luͤftchen nennt ſie ſeufzend den Geſtaden, Und ſtolzer ſcheint der Wald ſich zu erheben, Erzaͤhl'n die Waſſer rauſchend ihre Thaten; Es will der ſtumme, unſcheinbare Stein Von ihrer heil'gen Aſche Zeugniß geben, Es weht ihr Geiſt noch durch den dunklen Hain, Scheint jede Quelle funkelnd zu umſchweben, The meanest rill, the mightiest river Rolled mingling with their fame for ever. Despite of every yoke she bears, That land is glory's still and. theirs! Tis still a watch-word to the earth: When man would do a deed of worth He points to Greece, and turns to tread, So sanctioned, on the tyrant's head: He looks to her, and rushes on Where life is lost, or freedom won. XVI. Still by the shore Alp mutely mused, And wooed the freshness Night- diffused. There shrinks no ebb in that tideless sea, Which changeless rolls eternally; So that wildest of waves, in their angriest mood, Scarce break on the bounds of the land for a rood; And the powerless moon beholds them flow, Heedless if she come or go: 2öͤöSä8 S=S* 57 und— ihren Ruhm ſtets zu erneuen— ſchwellen Des Baͤchleins wie des maͤcht'gen Stromes Wellen! Jeglichem Joch zum Trotz, ſo es getragen, Bleibt ihnen glorreich dieſes Land geweiht Und hoher Mahnung voll fuͤr alle Zeit: Will wo ein Mann an edles Werk ſich wagen, So ſtaͤhlet ihn ein Blick auf Griechenland, Den hoͤhnenden Tyrannen zu verderben; Er fliegt zum Kampf, den Sinn dorthin gewandt, Wenn's gilt fuͤr Freiheit ſiegen oder ſterben. XVI. Alp weilt am Ufer alſo ſinnend Und bei der Nacht um Kuͤhlung minnend, Die See rollt ſonder Ebb' und Fluth) Hier ihre Wogen laͤngs dem Strand, dod, Und kaum benetzt im zorn'gen Muth ood; Ihr ewig reges Spiel das Land; . Sorglos ob ſie hoch, ob klein, Scheint der Mond ſo ruhig drein, Calm or high, in main or bay, On their course she hath no sway. The rock unworn its base doth bare, And looks o'er the surf, but it comes not there; And the fringe of the foam may be seen below, On the line that it left long ages ago: A smooth short space of yellow sand Between it and the greener land. He wandered on, along the beach, Pill within the range of a carbine's reach Of the leaguered wall; but they saw him not, Or how could he scape from the hostile shot? Did traitors lurk in the Christians' hold? Were their hands grown stiff, or their hearts waxed cold? I know not, in sooth; but from yonder wall There flashed no fire, and there hissed no ball, Though he stood beneath the bastion's frown, That flanked the sea-ward gate of the town; 59 Ihm iſt auf ihr Nahen und auf ihr Fliehn Im Meer und der Bucht keine Macht verliehn: Frei ſteht die Klippe, doch feſt im Grund, ot Und ſchauet in den tiefen Schlund; Der trockne Schaum an ihrem Fuß Zeigt nur der Wellen verjaͤhrten Kuß; Ein ſchmaler Streif von gelbem Sand Nur trennt das Meer vom gruͤnen Land.— Fort wandelt Alp am ufer hin Bis in den Bereich der Carabin' Am belagerten Wall, doch ungeſehn, Sonſt konnt' er nicht dem Schuß entgehn; Oder ſchuͤtzt' ihn Verrath in der Feinde Gewalt, War ſteif ihre Hand, ihr Herz ſo kalt? 2d Ich weiß es nicht, doch von dem Wall Zuͤckte kein Feuer und ziſchte kein Ball. Er naht dem befeſtigten Stadtthor ſchon, Wo Feuerſchluͤnde aus Schanzen drohn, 60 Though he heard the sound, and could almost tell The sullen words of the sentinel, As his measured step on the stone below Clanked, as he paced it to and fro; And he saw the lean dogs beneath the wall Hold o'er the dead their carnival, Gorging and eromhing o'er carcase and limb; They were too busy to bark at him! From a Tartar's skull they had stripped the flesh, As ye peel the fig when its fruit is fresh; And their white tusks crunched o'er the whiter skull, As it slipped through their jaws, when iheir edge grew dull, As they lazily mumbled the bones of the dead, When they scarce could rise from the spot where they fed; So well had they broken a lingering fast With those who had fallen for that night's repast- And Alp knew, by the turbans that rolled on the sand, The foremost of these were the best of his band: 61 Er hoͤrt die Stimme, verſteht die Worte Des muͤrriſchen Wachtmanns an der Pforte, Vernimmt ſeine Schritte in dumpfen Toͤnen, Die aus dem Gewoͤlbe wiederdroͤhnen. Er ſieht die magern Hunde am Wall, Um Todte verſammelt zum Carnaval; Zu gierig die Leichname zu benagen, Vergaßen ſie auf ihn anzuſchlagen. Der Tartarnſchaͤdel liegt da entbloͤßt, Wie man die Feig' aus der Schaale loͤſ't. Der weiße Schaͤdel entſchluͤpft dem Zahn,*⁴) Der's manchem Andern ſchon angethan; Und die Gebeine der Todten krachen In den bereits ermuͤdeten Rachen Der Beſtien, die nach langem Faſten Vom naͤchtlichen Mahle geſaͤttigt raſten. Alp erkennt die Tapferſten ſeiner Bande Am roth und gruͤnen Streif der Tulbande, 62 Crimson and green were the shawls of their wear, And each scalp had a single long tuft of hair, All the rest was shaven and bare. The scalps were in the wild dog's maw, The hair was tangled round his jaw. But close by the shore, on the edge of the gulf, There sat a vulture flapping a wolk, Who had stolen from the hills, but kept away, Scared by the dogs, from the human prey; But he seized on his share of a steed that lay, Picked by the birds, on the sands of the bay. XVII. Alp turned him from the sickening sight: Never had shaken his nerves in fight; But he better could brook to behold the dying, Deep in ihe tide of their warm blood lying, Scorched with the death-thirst, and writhing in vain, Than the perishing dead who are past all pain. Alp, Den Die Sich Den in, 63 Die hier zerriſſen liegen im Sande, Und an dem einzelnen Buͤſchel Haar Der Schaͤdel, ³) die er glatt und baar Im Rachen der wilden Hund' erblickt, Wo noch der Schopf die Lefz' umſtrickt. Und weiter hin dort nah am Golf Da zauſet der Geier den hungrigen Wolf, Der, zu menſchlichem Raube herangeſchlichen, Und von den Hunden geſcheucht, entwichen, Nun hier bei den Voͤgeln an der Bucht Sein Theil am gefallenen Roſſe ſucht. XVII. Alp, deſſen Nerv' in Schlachten nie gezittert, Fuͤhlt ſich von dieſem Anblick tief erſchuͤttert; Denn leichter war's ihm, ohne Grauen Die Sterbenden zu ſehn, wenn ſie im Blut Sich wanden, ſchon gedoͤrrt von Todesgluth, Denn die Geſtorb'nen hier zerfetzt zu ſchauen. 64 There is something of pride in the perilous hour, Whate'er be the shape in which death may lower; For Fame is there to say who bleeds, And Honour's eye on daring deeds! But when all is past, it is humbling to tread O'er the weltering field of the tombless dead, And see worms of the earth, and fowls of the air, Beasts of the forest, all gathering there; All regarding man as their prey, All rejoicing in his decay. XVIII. There is a temple in ruin stands, Fashioned by long forgotien hands; Two or ihree columns, and many a stone, Marble and granite, with grass o'ergrown! Out upon Time!l it will leave no more Of the things to come than the things before! Out upon Time! who for ever will leape But enough of the past for ilie future to grieve Sur, rer; air, Laut jauchzend uͤber des Menſchen Fall. 65 Wie ſchreckenvoll des Todes Antlitz war, Der Stolz beſtand die Stunde der Gefahr; Denn die Gefall'nen nennet ja der Ruhm, Und Ehre wachet uͤber'm Heldenthum! Doch iſt's vorbei, ſo muß der Stolz entweichen, Sieht er das Feld voll unbegrab'ner Leichen, Und wie das Gefluͤgel, die Wuͤrmer der Erde, Die Beſtien des Waldes auf grauſiger Faͤhrte Sich um den Raub verſammeln zumal, XVIII. In Truͤmmern dort ein Tempel ſtand, Errichtet von laͤngſt vergeſſ'ner Hand; Zwei oder drei Saͤulen, Marmorgeſtein Und Granit, und druͤber wuchs Gras herein. Opfer der Zeit! ſie ſchont nicht mehr Kuͤnftiger Ding' als der Dinge vorher; Opfer der Zeit! die zum Hohne nur Stets aufbewahrt der Gegenwart Spur, 5 O'er that which hath been, and o'er that which must be: What we have seen, our sons shall see; Remnants of things that have passed away, Fragments of stone, reared by creatures of clay! XIX. He sate him down at a pillar's base, And passed his hand athwart his face; Like one in dreary musing mood, Declining was his attitude; His head was drooping on his breast, Fevered, throbbing, and opprest; And o'er his brow, so downward bent, Oft his beating fingers went, Hurriedly, as you may see Nour own run over the ivory key, Ere the measured tone is taken By the chords you would awaken. Daß bei des Vergangenen Angedenken Die Vaͤter ſich und die Soͤhne kraͤnken, Wenn ſie in den Mahlen hinfaͤlliger Weſen Der eigenen Werke Schickſal leſen! XIX. Die Hand auf ſein Geſicht gelegt, Setzt er ſich auf den Pfeiler hin, Wie einer wohl im tvuͤben Sinn In ſich gebuͤckt zu ruhen pflegt. Indeß das Haupt er ſinken laͤßt Zur Bruſt, die fieberhaft gepreßt, Faͤhrt oft ſein Finger hin und her Ueber die Stirn gedankenſchwer, So haſtig, wie die unſern gleiten, Wenn wir den erſt geſuchten Saiten Mit ſchnellem Griffe nun die vollen, Gemeſſ'nen Toͤn' entlocken wollen. 5* 68 There he sate all heavily, As he heard the night-wind sigh. Was it ihe wind, through some hollow stone, Sent ihat soft and tender moan? He lifted his head, and he looked on the sea, But it was unrippled as glass may be; He looked on the long grass— it waved not a blade; How was that gentle sound conveyed? He looked to the banners— each flag lay still, So did the leaves on Cithæron's hill, And he felt not a breath come over his check; What did that sudden sound bespeak? He turned to the left— is he sure of sight? There sate a lady, youthful and bright! XX. He started up with more of fear Than if an armed foe were near. « God of my fathers! what is here? Schwermuͤthig ſitzt er da und lauſcht, Da ſeufzend daher der Nachtwind rauſcht. Wie? waͤr's im hohlen Geſtein die Luft, ⁰) Die ſo ſanft klagend heruͤber ruft? Er erhebt das Haupt, blickt auf die See,— Ihr Spiegel iſt doch ſo glatt wie je; ; Er blickt auf die Halme— er ſieht ſie nicht wogen;— Woher der Ton, der vorbeigezogen? Er blickt nach den Flaggen— die unbewegt, Wie ſich am Huͤgel kein Blaͤttchen regt; Er fuͤhlt keinen Hauch an ſeinen Wangen, Und ploͤtzlich iſt der Ton vergangen,— Er wendet ſich— mag er den Augen trau'n, Die ein jugendlich prangendes Fraͤulein ſchau'n? XX. Da faͤhrt er auf, erſchrocken mehr, Als ſaͤh' er vor ſich Feindes Wehr. „Gott meiner Vaͤter, wo kommſt du her, 70 «ᷣαᷣ Who art thou, and wherefore sent «So near a hostile armament?„ His trembling hands refused to sign The cross he deemed no more divine: He had resumed it in that hour, But conscience wrung away the power. He gazed, he saw: he knew the face Of beauty, and the form of grace; G It was Francesca by his side, The maid who might have been his bride! The rose was yet upon her check, But mellowed with a tenderer streak: Where was the play of her soft lips fled? Gone was the smile that enlivened their red. The ocean's calm within their view, Beside her eye had less of blue; But like that cold wave it stood still, And its glance, though clear, was chill. „Wer biſt du, wer hat dich geſandt V„Hieher zum feindlich beſetzten Strand?« Der Hand, erhoben zum heiligen Zeichen Des Kreuzes, ſcheint die Kraft zu entweichen; Denn ploͤtzlich mahnt ihn das Gewiſſen, Daß er dem Glauben ſich entriſſen. Er ſtarret hin und erkennt alsbald Das holde Geſicht, die anmuth'ge Geſtalt, Die einſt ſein Herz erwaͤhlt zur Braut,— Franziska iſt's die er hier ſchaut. Noch iſt die Roſ' auf ihren Wangen— Ob milder geroͤthet— nicht verblichen, Allein das Laͤcheln iſt entwichen, Das ſonſt die ſuͤße Lipp' umfangen. Der Ozean iſt blauer nicht, Denn ihrer holden Augen Paar, Und wie die Well' iſt ſtill und klar, Doch auch ſo kalt, der Blicke Licht; Around her form a thin robe twining, Nought concealed her bosom shining; Through the parting of her hair, Floating darkly downward there, Her rounded arm showed white and bare: And ere yet she made reply, Once she raised her hand on high; It was so wan, and transparent of hue, Glaͤ You might have seen the moon shine through. Als XXI. «I come from my rest to him I love best, V„»M cThat I may be happy, and he may be blest. V„De «I have passed the guards, the gate, the wall;„» Je «Sought thee in safery through foes and all.»Di æ'is said the lion will turn and flee„M cFrom a maid in the pride of her purity;„W «And the Power on high, that can shield the good„ Un «c Thus from the tyrant of the wood, Es ſchimmert unter'm leichten Flor Des vollen Buſens Glanz hervor, Des dunkeln Haares Lock' umflicht, Indem ſie niederwallt zum Schoß, Den runden Arm, der weiß und bloß, Und da ſie jetzt, zu ihm gewandt, Beim erſten Wort erhebt die Hand, Glaͤnzt dieſe duftig zart und fein, Als draͤnge hindurch der Mondenſchein. XXI. „Mich trieb's aus der Ruh' dem Geliebten zu, »Daß ich gluͤcklich wuͤrde und ſeelig du. »Ich ging durch die Wachen, die Pfort' und den Wall, »Dich zu ſuchen beim Feinde und uͤberall. „»Man ſagt, daß der Loͤw' umkehrt und flieht, „»Wenn eine ſtolze Jungfrau er ſieht, ¹ » Und der dort oben mit ſeinem Schild »Die Guten ſchirmt vor dem grimmen Wild; «c Hath extended its mercy to guard me as well «From the hands okf the leaguering infidel. I come— and if I come in vain, «ᷣNever, oh never, we meet again! c-Thou hast done a fearful deed ceIn falling away from thy father's creed: c But dash that turban to earth, and sign « The sign of the cross, and for ever be mine; «Wring the black drop from thy heart, a And to-morrow unites us no more to part. «And where should our bridal couch be spread? «In the midst of the dying and the dead? «For to-morrow we give to the slaughter and flame &The sons and the sbrines of the Christian name. None, save thou and thine, l've sworn, Shall be left upon the morn: &⅜But thee will I bear to a lovely spot, «Where our hands shall be joined, and our sorrow forgot. »Er „»Dur „Ich „So „»Zwa „»Wei „ Dock »Mit „»Mag „So » Und „» Wo » Den „» Was „ Ja! „ Ich »Doch me me. OW »Er hat auch mir ſeinen Schutz verliehn, »Durch die unglaͤubige Schar zu ziehn. »„Ich kam, doch kam ich vergebens hieher, „So ſaͤh'n wir uns nie, ach! niemals mehr! »Zwar muͤßt' ich dich ob des Frevels haſſen, „»Weil du der Vaͤter Glauben verlaſſen; „Doch willſt du den Turban hinwerfen, dich weihn „Mit dem Zeichen des Kreuzes, ſo biſt du mein: „»Magſt du dich dem ſchwarzen Flecken entwinden, „So ſoll uns der Morgen auf ewig verbinden.« „ Und hier ſollt' unſer Brautlager ſeyn, „»„Wo die Sterbenden ſich an die Todten reih'n? „»Denn morgendes Tag's wird mit Flamm' und Schwert „Was den chriſtlichen Namen traͤgt verheert,. V „Ja! Dich und die Deinen ausgenommen, „Ich ſchwur's— ſoll Keiner morgen entkommen: »Doch Dich will ich bergen im lieblichen Hain, „Da woll'n wir dem zaͤrtlichen Bund' uns weih'n 76 « There thou yet shalt be my bride, «When once again I've quelled the pride Of Venice; and her hated race &Have felt the arm they would debase, Scourge, with a whip of scorpions, those «Whom vice and envy made my foes. Upon his hand she laid her own— Light was the touch, but it thrilled to the bone, And shot a chillness to his heart, Which fixed him beyond the power to start. Though slight was that grasp so mortal cold, He could not loose him from its hold; But never did clasp of one so dear Strike on the pulse with such feeling of fear, As those thin fingers, long and white, Froze through his blood by their touch that night. The feverish glow of his brow was gone, And his heart sank so still that it felt like stone, „ Und „ Nur „Ven „ Noch »Mit „Dem Da le So le Und b Verm Der ſ Erfaſ Und Erreg Wie In d Das Kalt 77 „ Und in Liebe vergeſſen Sorg' und Harm: „»Nur einmal noch werde der Uebermuth „Venedigs gebeugt im verhaßten Blut; „» Noch einmal ſoll mein geſchmaͤhter Arm „» Mit einer Geißel von Scorpionen „»Dem Neide niedriger Feinde lohnen!« Da legt ſie die weiche Hand auf die ſeine— So leicht, doch drang's ihm durch Mark und Und bei den Schauern, die ihn durchzuͤcken, Vermag er nicht einmal aufzublicken. Der ſanfte Druck, ſo todtenkalt, Erfaſſet ihn mit grauſer Gewalt, Und einer theuern Hand Umfangen Erregte nie wohl ſolch ein Bangen, Wie unter der ihrigen, lang und weiß, In der Nacht ſein Blut gerinnt zu Eis. Das vor'ge Fiebergluͤhen flieht, Kalt wird ſein Herz, dem Steine gleich, 78 As he looked on the face, and beheld its hue So deeply changed from what he knew: Fair but faint— without the ray Of mind, that made each feature play Like sparkling waves on a sunny day; And her motionless lips lay still as death, And her words came forth without her breath, And there rose not a heave o'er her bosom's swell, And there seemed not a pulse in her veins to dwell. Though her eye shone out, yet the lids were fixed, And the glance that it gave was wild and unmixed With aught of change, as the eyes may seem Of ihe restless who walk in a troubled dream; Like the ſigures on arras, that gloomily glare, Stirred by the breath of the wintry air, So seen by the dying lamp's fitful light, Lifeless, but life-like, and awful to sight; As they seem, through the dimness, about to come down From the shadowy Wwall where their images frown; 79 Als er ſie jetzo, ach! ſo bleich, Die Zuͤge ſo veraͤndert ſieht: So ſchoͤn, doch matt, nicht mehr erhellt Vom geiſt'gen Strahl, der ſie ſonſt belebt, Wie Sonnenſchein der auf Wogen faͤllt; Kein Odemzug den Buſen hebt, Ihr Wort ſelbſt ohne Hauch entſchwebt, Die Lippen ſich wie im Tode ſchließen, Und der Adern Blut hoͤrt' auf zu fließen. Es iſt als ob die verloſchnen Blicke Ein grauſiger Schimmer nur durchzuͤcke, So ſtier und wild, ſo ſchaurig kalt, Wie der Nachtwandler in Traums Gewalt; Wie wenn in alten Schloſſes Mauern Die Teppichbilder, von Winterſchauern Bewegt, beim wankenden Lampenſchein Mit ihren leblos duͤſtern Brauen Herab von dunkeln Waͤnden draͤu'n, Daß uns befaͤllt ein ſeltſam Grauen; 8⁰ Fearfully flitting to and fro, As the gusts on the tapestry come and go. ce If not for love of me be given c-Thus much, then, for the love of heaven,— cAgain I say— that turban tear c From off thy faithless brow, and swear «c Thine injured country's sons to spare, 4 «Or thou art lost; and never shalt see Not earih— that's past— but heaven or me. cc If this thou dost accord, albeit ccA heavy doom'tis thine to meet, «That doom shall half absolve thy sin, ce And mercy's gate may receive thee within: cBut pause one moment more, and take « The curse of him thou didst forsake; α And look once more to heaven, and see ce Its love for ever shut from thee. cc There is a light cloud by the moon— *Tis passing, and will pass full soon— „»Wi „»So „ Noc „»Von „»Zu „ So „ Nei „Zwe „»Der „ Do „ Und „ Do »Mi „ Un „»Na „» Du „» Am Wie dort beim ſchaurigen Geiſtertanz Iſt ihrer fliegenden Blicke Glanz. „Willſt mir zu Lieb' es nicht erfuͤllen, »So thu es um des Himmels willen,— »Noch einmal— fort mit dem Tulband »Vom Haupt, und ſchwoͤre mit Mund und Hand, »Zu ſchonen der Bruͤder im Feindes Land, „ Sonſt biſt du verloren, nicht nur hienieden,— »Nein, auf ewig vom Himmel und mir geſchieden. „»Zwar ſo du ſchwoͤrſt auch wartet dein »Der ſchuld'gen Buͤßung ſchwere Pein, „Doch tilgt ſie halb ſchon deine Suͤnden, » Und jenſeits magſt du Gnade finden; „Doch zauderſt du laͤnger, trift dich der Fluch »Mit des vergeſſenen Richters Spruch, » Und zum letzten Male ſchauſt du empor »Nach der Liebe bald verſchloſſenem Thor. „Du ſiehſt das Woͤlkchen das dort leicht ⁷) „Am vollen Mond voruͤbed fleucht— 82 « If, by the time its vapoury sail cHath ceased her shaded orb to veil, «Thy heart within thee is not changed, « Then God and man are borh avenged; «Dark will thy doom be, darker still « Thine immortality of ill.„ Alp looked to heaven, and saw on high The sign she spake of in the sky; But his heart was swollen, and turned aside, By deep interminable pride. This first false passion of his breast Rolled like a torrent o'er the rest. He sue for mercy! He dismayed By wild words of a timid maid! He, Wronged by Venice, vow to save Her sons, devoted to the grave! No— though that cloud were thunder's worst, And charged to crush him— let it burst! 83 —— »„Iſt, ehe noch von Schatten rein »Sich zeigt des Balles heller Schein, »Dein Herz im Buſen nicht gewendet, »So wird die Rache ſchwer vollendet, „Fuͤr Gott und Menſchen hier in der Zeit, » Und dort in alle Ewigkeit.« Alp ſchaute empor und blickte nach Dem Zeichen am Himmel wovon ſie ſprach; 2— Doch ſein Herz war verhaͤrtet von der Gluth Des uͤberſchwenglichen ſtolzen Muth, Und uͤberwogend in ſeiner Bruſt Fuͤhlt' er jen' erſte falſche Luſt. Er, Gnade ſuchen! Er, in Leid, Ob der kuͤhnen Wort' einer ſchuͤchternen Maid! Er, der Venedig Rache geſchworen, Die Soͤhne retten, die ſie geboren! Nein— waͤre mit Blitzen, die Schuld zu raͤchen, Jene Wolke beladen,— eh' moͤchte ſie brechen! 6* 84 He locked upon it earnestly, Without an accent of reply; He watched it passing; it is flown: Full on his eye the clear moon shone, And thus he spake—«Whate'er my fate, «I am no changeling—'tis too late: &The reed in storms may bow and quiver, &Then rise again; the tree must shiver. &What Venice made me, I must be, «&Her foe in all, save love to thee: But thou art safe: oh, fly with meln He turned, but she is gone! Nothing is there but the column stone. Hath she sunk in the earth, or melted in air? He saw not, he knew not; but nothing is there. XXII. The night is past, and shines the sun As if mhat morn were a jocund one. Er blickt hinauf, er ſieht ſie ziehn, Doch mag der Lippe kein Laut entfliehn; Er folgt ihrem Zuge, und ſchon bricht Sich in ſeinem Auge das helle Licht, Da ſprach er—»Was auch bevor mir ſteht, „Feſt iſt mein Wille, es iſt zu ſpaͤt: „Der Sturm, dem ſich die Halme neigen „ Und wieder erſtehn, zerbricht die Eichen; „Was Venedig aus mir gemacht, das bin ich, »Ihr Feind— doch dich, Geliebte, gewinn' ich, „Dich berg' ich: o, laß uns entweichen!« Er ſprachs! und da er den Blick erhebt, Sieht er nur Steine— ſie iſt entſchwebt: Ob Erd' oder Luft ſie aufgenommen, Nicht wußt' er's; doch ihm war ſie entkommen. XXII. Die Nacht iſt voruͤber, die Sonne lacht, Als waͤre der Tag auf Froͤhlich's bedacht; Lightly and brightly breaks away The Morning from her mantle grey, And the Noon will look on a sultry day. Hark to the trump, and the drum, And the mournful sound of the barbarous horn, And the flap of the banners, that llit as they're borne, And the neigh of the steed, and the multitude's hum, And the elash, and the shout,«they come, they come! The horsetails are plucked from the ground, and the sword From its sheath; and they form, and but wait for the word. Tartar, and Spahi, and Turcoman, Strike your tents, and throng to the van; Mount ye, spur ye, skirr the plain, That the fugitive may flee in vain, When he breaks from the town; and none escape, Aged or young, in the Christian shape; While your fellows on foot, in a fiery mass, Bloodstain the breach through which they pass. 87 So leicht und heiter glaͤnzend bricht Durch den grauen Mantel das Morgenlicht: Doch ſchwuͤl wird der Tag und die folgende Nacht. Horch! die Trompete, die Trommel ertoͤnt, Und drein das traurige Horn erklingt, Die Fahnen flattern, vom Winde beſchwingt, Die Stuten ſchnauben, die Menge droͤhnt, Und ſchwirrender Schlachtruf zum Himmel dringt! Die Roßſchweife wehen, ³) die Saͤbel blinken, Und die Reihen harr'n, ob die Fuͤhrer winken. »Die Zelte nieder,— eilt ihr Tartaren, Spahi, Turkoman, in die vorderſten Schaaren, Zu Roß! und geſtreckten Laufes ſucht Die Feinde auf heilloſer Flucht, Sobald ſie ſich zeigen, daß unſrer Gewalt Kein Chriſt entkomm', er ſey jung oder alt; Indeß das Fußvolk in jaͤher Gluth Die Breſche beſprengt mit Feindes Blut!« 88 The steeds are all bridled, and snort to the rein; Curved is each neck, and flowing each mane; White is the foam of their champ on the bit: The spears are uplifted; the matches are lit; The cannon are pointed, and ready to roar, And crush the wall they have crumbled before: Forms in his phalanx each Janizar; Alp at their head; his right arm is bare, So is the blade of his scimitar; The khan and ihe pachas are all at their post; The vizier himself at the head of the host. When the culverin's signal is fired, then on; Leave not in Corinth a living one— A priest at her altars, a chief in her halls, A hearth in her mansions, a stone on her walls. God and the propher— Alla Hu! Up to the skies with that wild halloo! «& There the breach lies for passage, the ladder to scale; 2 6O 8d 0 0 8 1s. Kaum haͤlt die Stuten der feſte Zaum, Das Gebiß bedeckt mit weißem Schaum; Die Maͤhnen fliegen, die Haͤlſe geruͤndet, Gezuͤckt die Speere, die Lunten gezuͤndet, Die Roͤhre gerichtet, bald unter Krachen Den broͤckelnden Wall dort eben zu machen; Die Janitſcharen, die Arme entbloͤßt, Die blanken Saͤbel vom Guͤrtel geloͤſ't, Stehn in den Reihen, Alp voran— Auf ihren Poſten ſind Paſcha und Khan, Und dort der Vezier uͤberſchauet den Plan. »Hoͤrt ihr zum Angriff der Feldſchlange Zeichen, So uͤberſaͤet Korinth mit Leichen, Der Prieſter am Altar und Alles falle Was Leben hat im belagerten Walle— Mit Allah und Mahomed— friſch darauf, Zum Himmel ſteige der Schlachtruf auf! Am Bruche dort legt die Leitern an, 90 «And your hands on your sabres, and how should ye fail? &αHe who first downs with the red cross may crave His heart's dearest wish; let him ask it, and have!o Thus uttered Coumourgi, the dauntless vizier; The reply was the brandish of sabre and spear, And the shout of fierce thousands in joyous ire:— Silence— hark to the signal— fire! XXIII. As the wolves, that headlong go On the stately buffalo, Though with fiery eyes, and angry roar, And hoofs that stamp, and horns that gore, He tramples on earth, or tosses on high The foremost, who rush on his strength but to die: Thus against the wall they went, Thus the first were backward bent; — zh) 8 77o 8 28 55 20) to 91 In der Fauſt den Saͤbel— bald iſt's gethan! Wer zuerſt mit dem rothen Kreuz mir kehrt, Was immer er bitte, es ſey ihm gewaͤhrt!« Kaumurdſchi ſprach's, und ungeheuer Ertoͤnt der frohlockende Schrei durch's Heer, Die Saͤbel klirren, die geſchwungenen Speer', Und»Stille!» ruft er,»habt Acht!« und»Feuer!« XXIII. Wie Woͤlfe, fuͤr Hunger toll geworden, Ausziehn, den ſtattlichen Buͤffel zu morden, Ob ſein Auge ſpruͤht, oder zornig dampft, Mit den Hoͤrnern ſtoͤßt und bruͤllend ſtampft Die Erde, oder ſchleudernd mit Kraft Die Vorderſten ſich vom Leibe ſchafft: So ſtuͤrzen ſie hin, den Sturm zu wagen, So ſieht man die Erſten zuruͤckgeſchlagen, 92²2 Many a bosom, sheathed in brass, Strewed the earth like broken glass, Shivered by the shot, that tore The ground whereon they moved no more: Even as they fell, in files they lay, Like the mower's grass at the close of day, When his work is done on the levelled plain; Such was the fall of the foremost slain. XXIV. As the spring-tides, with heavy plash, From the cliffs invading dash Huge fragments, sapped by the ceaseless flow, Till white and thundering down they go, Like the avalanche's snow On the Alpine vales below; Thus at length, outbreathed and worn, Corinth's sons were downward borne By the long and oft renewed Charge of the Moslem multitude. „— „ — Aρ— 93 Und mancher Buſen, in Erz verſteckt, Die Erde wie broͤckelnd Glas bedeckt, Vom Schuſſe gefaͤllt, der ſelbſt den Grund Entfuͤhrt, worauf der Mann erſt ſtund, Und wie ihr die Halme am Abend ſeht In langen Reih'n von der Senſe gemaͤht; So ſtreckt das Geſchoß die vorderſten Glieder Der Moslem in blutigen Reihen nieder. XXIV. Wie Stroͤw', im Fruͤhling angeſchwollen, Vom Felſen, den ſie unterwuͤhlt, Die maͤcht'gen Bruͤche abgeſpuͤlt, Und toſend nun im Schaume rollen— Wie Schneelawinen im grauſen Fall Hinſtuͤrzen in's niedre Alpenthal; So wurden die in Korinth auf die Laͤnge, Von der ſich ſtets erneu'nden Menge Der Moslem, die das Letzte wagen, Ermuͤdet und darnieder geſchlagen. 94 In firmness they stood, and in masses they fell, Heaped, by the host of the infidel, Hand to hand, and foot to foot: Nothing there, save death, was mute;, Stroke, and thrust, and flash, and cry For quarter, or for victory, Mingle there with the volleying thunder, Which makes the distant cities wonder How’ the sounding battle goes, If with them, or for their foes; If they must mourn, or may rejoice In that annihilating voice, Which pierces the deep hills through and through With an echo dread and new: Nou might have heard it, on that day, O'er Salamis and Megara; (We have heard the hearers say,) Even unto Piræus bay. 95⁵ Fuß bei Fuß und Hand bei Hand Faͤllt die Schaar, ſo wie ſie ſtand, Der Unglaͤubigen Fluth zum Damme: Hier, wo bleicher Tod nur ſchwieg, Miſchten Hieb und Stich und Flamme, Schrei um Schonung, Ruf zum Sieg Sich mit Donnern eiſenſchwer, Daß die Staͤdte rings umher Staunend fragen, ob dem Freunde die Schlacht, Ob ſie dem Feinde Gewinn gebracht, Ob ſie trauern oder jauchzen ſollen, Bei den tiefen grauenvollen Toͤnen, die von Thal zu Thal Dringen im furchtbaren Wiederhall⸗ Ueber Salamis und Megara weit (Uns kuͤndeten's Zeugen aus jener Zeit) Vernahm man das toſende Schlachtgeſchrei Bis unten in Piraͤus Bai. 96 XXV. From the point of encountering blades to the hilt, Sabres and swords with blood were gilt. But the rampart is won, and the spoil begun, And all but the after carnage done. Shriller shrieks now mingling come From within the plundered dome: Hark to the haste of flying feer, That splash in the blood of the slippery street; But here and there, where'vantage ground Against the foe may still be found, Desperate groups, of twelve or ten, Make a pause, and turn again— With banded backs against the wall, Fiercely stand, or fighting fall. There stood an old man— his hairs were white, But his veteran arm was full of might: So gallantly bore he the brunt of the fray, The dead before him, on that day, In a semicircle lay; Zwar ſe Von be Doch de Und bis Aus der Angſtvo Horcht Plaͤtſche Doch l Sich b Halten Theuer Stolz Bis fe So ſte Doch! So te Daß Im 97 XXV. Zwar ſah man die blutverguͤldeten Klingen Von beiden Seiten noch raſtlos ſchwingen; un, Doch der Wall war gewonnen, der Raub begann, Und bis auf's Gemetzel war Alles gethan. Aus dem gepluͤnderten Dome drang Angſtvoller Stimmen gellender Klang: Horcht den fliehenden Tritten jetzt, eet; Plaͤtſchernd durch Straßen vom Blute benetzt— Doch hier und da, wo ein Ruͤckenhalt, Sich bieten mag gegen Feindes Gewalt, Halten verzweifelnde ſchwache Haufen Theuer das Leben zu verkaufen, Stolz ſtehend, ob bedeckt mit Wunden, Bis fechtend ſie den Tod gefunden. white, So ſtand ein Greis mit weißem Haare, Doch ſpottet' des Armes Kraft der Jahre: So tapfer fuͤhrt' er Streich und Schlag, Daß der Todten Meng' an jenem Tag Im Halbkreiſe um ihn lag. Each and all had been ta'en before: 98 Still he combated unwounded, Though retreating, unsurrounded. Many a scar of former fight b Lurked beneath his corslet bright; But of every wound his body bore, Though aged he was, so iron of limb, Few of your youih could cope with him; And the foes, whom he singly kept at bay, Outnumbered his thin hairs of silver gray. From right to left his sabre swept: Many an Othman mother wept. Sons that were unborn, when dipped K His weapon first in Moslem gore, g Ere his years could count a score. 2 Of all he might have heen the sire B Who fell that day beneath his ire: 1 6 For, sonless left long years ago, His wrath made many a childless foe; 99 Noch unverwundet, wich er ſtreitend, Nur der Umringung Gefahr vermeidend. Der Harniſch deckte manche Narb' Von Wunden, die in fruͤh'rer Zeit Er ruͤſtig kaͤmpfend ſchon erwarb, Doch keine war aus dieſem Streit: Der Juͤngern wenige durften's wagen, Sich mit dem eiſernen Greis zu ſchlagen, Der allein mehr Feinden widerſtanden, Als ſich Haare auf ſeinem Haupte fanden. Er ließ den Saͤbel zur Rechten und Linken— So mancher Mutter zum Kummer— blinken, Denn mancher Othmansſohn erlag, Der da noch nicht erblickt den Tag, Als Er— kaum zaͤhlend zwanzig Jahr— Der Schrecken ſchon der Moslem war: Wohl konnt' er der Vater ſeyn von Allen, Die hier vor ſeinem Grimm gefallen; Wie er ſein Kind ſeit Jahren ſchon Beweint, ward manches Feindes Sohn 7* 100 And since the day, when in the strait His only boy had met his fate, His parent's iron hand did doom More than a human hecatomb. If shades by carnage be appeased, Patroclus' spirit less was pleased Than his, Minotti's son, who died Where Asia's bounds and ours divide. Buried he lay, where thousands before For thousands of years were inhumed on the shore: What of them is left, to tell Where they lie, and how they fell? Not a stone on their turf, nor a bone in their graves; But they live in the verse that immortally saves. XXVI. Hark to the Allah shout! a band Of ihe Mussulman bravest and best is at hand: Their leader's nervous arm is bare, Swifter to smite, and never to spare— V K U hore: Zum Opfer von ſeiner Hand erkohren, Seitdem die Dardanellenſchlacht ⁹) Dem Knaben fruͤhen Tod gebracht, Und Rache der Vater ihm geſchworen. Kann Mord den Schatten Frieden leih'n, Mag ſich Patroklus wen'ger freu'n Denn Minotti's Sohn, den der Tod ereilt Wo Aſien ſich und Europa theilt: Er liegt am Strand, der die Heldenſcharen Geborgen vor manchen tauſend Jahren; Was mag uns noch die Stelle bekunden, Wo ſie gekaͤmpft und Ruhe gefunden? Kein Grabeshuͤgel und kein Gebein— Unſterblich macht ſie das Lied allein! XXVI. Hoͤrt ihr den Schlachtruf—»Allah!«— zur Hand Iſt der Muſelmaͤnner erleſenſte Band', Ihres Fuͤhrers nerviger Arm iſt bloß Zum unerbittlichen Hieb und Stoß— Unclothed to the shoulder it waves them on; Thus in the fight is he ever known: Others a gaudier garb may show, To tempt the spoil of the greedy foe; Many a hand's on a richer hilt, But none on a steel more ruddily gilt; Many a loftier turban may wear,— Alp is but known by the white arm bare; Look through the thick of the ſight,'tis there! There is not a standard on that shore So well advanced the ranks before; There is not a banner in Moslem war Will lure the Delhis half so far; It glances like a falling star! Where'er that mighty arm is seen, The bravest be, or late have been; There the craven cries for quarter Vainly to the vengeful Tartar; Or the hero, silent lying, Scorns to yield a groan in dying; 103 Entbloͤßt bis zur ſchwellenden Schulter, dran In der Schlacht ihn Jeder erkennen kann: Moͤgen Andere des Feindes Gier Anlocken durch der Gewaͤnder Zier, Und manche reicher gefaßte Klingen, Doch nicht ſo hochroth verguͤldete ſchwingen; Mag hoͤher ragen mancher Turban,— Alp kennt man am weißen, bloßen Arm: . Dort iſt er im dicht'ſten Feindesſchwarm! Von allen Faͤhnlein am Strand umher Iſt keins ſo vorgedrungen wie er; Kein Halbmond lockt des Heeres Kern, Der Delhi Horden halb ſo fern; Er glaͤnzet wie ein fall'nder Stern! Wo immer der maͤchtige Arm zu ſchaun, Da ſtehn oder ſtanden die Bravſten, traun; Da rufen die Zagenden um Pardon Vergeblich bei der Tartarn Hohn, Da liegt der Held, der ſtolz im Tod' Dem Seufzer Schweigen noch gebot, 104 Mustering his last feeble blow „Gainst the nearest levelled foe, Though faint beneath the mutual wound, Grappling on the gory ground. XXVII. Still the old man stood erect, And Alp's career a moment checked. «YVield thee, Minotti; quarter take, & For thine own, thy daughter's sake. &Never, renegado, never! «&Though the life of thy gift would last for ever. « Francesca!— Oh my promised bride! Must she too perish by thy pride?» &She is safe.—& Where? where?—«In heaven; «&ᷣFrom whence thy traitor soul is driven— Far from thee, and undefiled.» Grimly then Minotti smiled, —— und forſchet, ob dem letzten Schlag, Den er gefuͤhrt, der Feind erlag, Obſchon er ſterbend ſelbſt ſich fuͤhlt, Und in den blutigen Boden wuͤhlt. XXVII. Feſt ſtand der Alte und hielt den Lauf Alp's noch fuͤr Augenblicke auf. » Ergieb dich, Minotti, ergieb dich an mich, „» Um der Tochter willen verſchon' ich dich!«— „» Nie, Renegat, nie! koͤnnt'ſt auch das Leben „Fuͤr ewige Zeiten du mir geben.«— » Und Franziska— einſt durft' ich um ſie werben!— »Soll jetzt dein Hochmuth mit dir verderben?«— „»Sie ging«—»Wohin?«— Sie ging dort ein, »Wo du Abtruͤnn'ger nie wirſt ſeyn, »Fern von dir, makellos und rein.«— Und grimmig lachte Minotti, da 106 As he saw Alp staggering bow Before his words, as with a blow. Oh God! when died she?n— ¾ Yesternight— &Nor weep I for her spirit's flight: «None of my pure race shall be &Slaves to Mahomet and thee— 4 Come on!y— That challenge is in vain— Alp's already with the slain! While Minotti's words were wreaking More revenge in bitter speaking Than his falchion’'s point had found, Had the time allowed to wound, From within the neighbouring porch Of a long defended church, Where the last and desperate few Would the failing ſight renew, The sharp shot dashed Alp to the ground; Ere an eye could view the wound That crashed througb the brain of the infidel, Round he spun, and down he fell; —— Er Alp beſtuͤrzt und wankend ſah, Als erlaͤg' er unter dem Worte ſchon.— —„»O Gott, wann ſtarb ſie?«—»Geſtern Nacht. »Nicht wein' ich, daß ihr Geiſt entflohn: »Stolz ſprech' auch ich den Feſſeln Hohn, »Die du, Verraͤther, mir zugedacht— „»Heran!«— So fordert' er ihn heraus, Umſonſt— mit Alp iſt es ſchon aus!— Indeß Minotti's Zorn ſich kuͤhlte In Worten, die Alp bittrer fuͤhlte, Als haͤtte zu tiefen Todeswunden Des Alten Schwerdt die Zeit gefunden, Drang aus der nahen Kirche Bogen— Wohin der Chriſten Haͤuflein klein Verzweifelnd ſich zuruͤckgezogen, Den langen Kampf ſchwach zu erneu'n— Ein Schuß durch des Abtruͤnn'gen Hirn, Der, ehe man an ſeiner Stirn Das rothe Wundenmal entdeckte, Wirbelnd ihn zu Boden ſtreckte: 108 A flash like frre within his eyes Blazed, as he bent no more to rise, And then eternal darkness sunk Through all the palpitating trunk; Nought of life left, save a quivering Where his limbs were slightly shivering: They turned him on his back; his breast And brow were stained with gore and qdust, And through his lips the life-blood oozed, From its deep veins lately loosed; But in his pulse there was no throb, Nor on his lips one dying sob; Sigh, nor word, nor struggling breath Heralded his way to death: Ere his very thought could pray, Unanealed he passed away, Without a hope from mercy's aid,— To the last a renegade. 1⁰9 Aus ſeinen Augen ſpruͤhten Funken, Als er fuͤr immer hingeſunken, Dann ſtieg die ewige Nacht hernieder, Umhuͤllend ſeine zuckenden Glieder, Die jetzt— des Lebens letzte Spur— Ein leichter Schauer ſchnell durchfuhr: Sie drehten ihn um; an Bruſt und Brauen War Staub und geronnen Blut zu ſchauen; Der Lebensſtrom, von dem Geſchoß Geloͤſßt, der bleichen Lipp' entfloß; Doch ſtockte der Puls in den Adern ſchon, Der Zunge entſchwebte kein Sterbenston, Kein Seufzer, kein Laut aus ſeinem Munde Gab von ſeinem Scheiden Kunde: Eh' er zum Gebet ſich angeſchickt, Ward ploͤtzlich ihm die Seel' entruͤckt, Ohne Hoffnung auf helfende Gnade Verſchied er als ein Renegate.— 110 XXVIII. Fearfully the yell arose Of his fellowers, and his foes; These in joy, in fury those: Then again in conflict mixing, Clashing swords, and spears transfixing, Interchanged the blow and thrust, Hurling warriors in the dust. Street by street, and foot by foot, Still Minotti dares dispute The latest portion of the land Left beneath his high command; With him, aiding heart and hand, The remnant of his gallant band. Still the church is tenable, Whence issued late the fated ball That half avenged the city's fall, When Alp, her fierce assailant, fell: Thither bending sternly back, They leave before a bloody track; Um d Dem Und Strit Noch Von Halb Den Dort Wich 111 XXVIII. Graͤßlich toͤnt von jeder Seite— Hier frohlockend, dort in Wuth— Das Geſchrei; mit neuer Gluth Stuͤrzen ſie zu neuem Streite; Schwerdter klirren, Lanzen ſchwirren, Stoß um Stoß und Schlag um Schlag, Bis der Feind im Staube lag. Trotzend noch Minotti ſtritt Um die Straß', um jeden Schritt, Um den letzten Streif vom Land, Dem zum Schutz er ausgeſandt, Und bei ihm, mit gleichem Muth, Stritt ein ſchwaches Haͤuflein gut. Noch haltbar ſchien der Kirche Thurm, Von wo verhaͤngnißvoll der Ball, Halb raͤchend ſchon Korinthus Fall, Den Alp getroffen beim kuͤhnſten Sturm. Dorthin, die Stirn zum Feind gekehrt, Wichen ſie nun; ein blut'ger Zug And, with their faces to the foe, Dealing wounds with every blow, The chief, and his retreating train, So Join to those within the fane: There they yet may breathe awhile, Sheltered by the massy pile. XXIX. Brief breathing-time! the turbaned host, Dra 6 With added ranks and raging boast, Verf Press onwards with such strength and heat, Daß Their numbers balk their own retreat; Zum For narrow the way that led to the spot Die VVhere still the Christians yielded not; Fuͤh And the foremost, if fearful, may vainly try Ver Through the massy column to turn and fly; Die They perforce must do or die. Sie They die; but ere their eyes could close, Sie V Avengers o'er their bodies rose; Eil 113 Zeigt' ihren Weg, da jedes Schwerdt Noch unablaͤſſig Wunden ſchlug: So kam Minotti mit ſeiner Schaar Bei jener an, die im Thurme war, Um unter dem Schutz der ſtarken Zinnen Friſch athmend Kraͤfte zu gewinnen. XXIX. O kurze Raſt! die Muſelmannen Drangen mit wuͤthigem Schlachtgeſchrei Verſtaͤrkt in ſolcher Zahl herbei, Daß ſie den Ruͤckweg ſich verrannen. Zum Gotteshauſe, wo zuletzt Die Chriſtenſchaar ſich feſtgeſetzt, Fuͤhrt' nur die Straße eng und ſchmal: Vergebens haͤtten— geſchreckt— zur Flucht Die Vorderſten ſich Bahn geſucht— Sieg oder Tod nur galt die Wahl. Sie fielen, doch eh' ſich ihr Auge ſchloß, Eilt uͤber ſie hin der friſche Troß Fresh and furious, fast they fill The ranks unthinned, though slaughtered still; And faint the weary Christians wax J Before the still renewed attacks: And now the Othmans gain the gate; Still resists its iron weight, And still, all deadly aimed and hot, From every crevice comes the shot; V From every shattered window pour The volleys of the sulphurous shower:„ 1 But the portal wavering grows and weak— The iron yields, the hinges creak— Das It bends— it falls— and all is o'er; Die Lost Corinth may resist no more! Und 8 G Darkly, sternly, and all alone, Duͤſ Minotti stood o'er the altar stone: Mir Madonna's face upon him shone, 115 Der wuͤthenden Raͤcher, und ſtets erneu'n Sich die moͤrderiſch niedergeſchmetterten Reih'n, Indeſſen unter des Angriffs Macht Der Chriſten Haͤuflein mehr erſchwacht. Schon gewann der Osman das eiſerne Thor, Das nur durch ſeine Wucht noch hielt, Und noch drang heiß und wohl gezielt Durch jeden Spalt der Schuß hervor; Ein Hagelſchlag und Schwefelregen Stroͤmt aus der bruͤchigen Fenſter Boͤgen; Zum Wanken iſt das Portal gebracht, Das Eiſen weicht, die Angel kracht, Die Pforte ſtuͤrzt,— da hilft kein Widerſtehn, Und um Korinthus iſt's geſchehn!— XXX. Duͤſter, ſtreng, ſteht ganz ganz allein Minotti ob dem Altarſtein, Und auf ihn— im Himmelslicht— g8* Painted in heavenly hues above, With eyes of light and looks of love; Mit And placed upon that holy shrine Wie! To fix our thoughts on things divine, Uns d When pictured there, we kneeling see Wein Her, and the boy-God on her knee, Mit! Smiling sweetly on each prayer Das To heaven, as if to wakft it there. Hinat Still she smiled; even now she smiles, Noch Though slaughter streams along her aisles: Des Minotti lifted his aged eye, Tief And made the sigu of a cross with a sigh, Weih Then seized a torch which blazed thereby; Ergr And still he stood, while, with steel and flame, Und Inward and onward the Mussulman came. Im XXXI. The vaults beneath the mosaic stone Gew Contained the dead of ages gone; 117 Strahlt Madonnens Angeſicht, Mit den Blicken hell und mild; Wie wir vor dem heil'gen Schrein— Uns dem Ird'ſchen zu entruͤcken— Weinend oft der Mutter Bild Mit dem Kind im Schooß erblicken, Das ſuͤß laͤchelnd Gebet und Klagen Hinauf zum Himmel ſcheint zu tragen, Noch laͤchelt ſie, ob zu ihren Fuͤßen Des Mordes blut'ge Stroͤme fließen:— Tief ſeufzend blickt der Greis hinan, Weiht mit dem Kreuz ſich noch einmal, Ergreift die brennende Fackel dann Und harrt, indeß der Muſelmann Im Sturme naht mit Flamm' und Stahl. XXXI. Gewoͤlbe unter'm Marmor wahren Hier Todt' aus laͤngſt verfloſſ'nen Jahren; 118 Their names were on the graven floor, But now illegible with gore; The carved crests, and curious hues The varied marble's veins diffuse, Were smeared, and slippery— stained, and strown With broken swords, and helms o'erthrown: There were dead above, and the dead below Lay cold in many a coffined row; Vou might see them piled in sable state, By a pale light through a gloomy grate; But War had entered their dark caves, And stored along the vaulted graves Her sulphurous treasures, thickly spread 6 In masses by the fleshless dead: b Here, throughout the siege, had been The Christians' chiefest magazine; To these a late formed train now led, Minotti's last and stern resource Against the foe's o'erwhelming force. Die 2 Verhi Die e Des! Sind Mit Todte Sich Ihr Durch Auch Der Nach Der War Seitt Und Min trown 119 Die Namen, eingegraben im Flur, Verhuͤllet jetzo blut'ge Spur, Die ausgehau'nen Wappenſchilde, Des buntgeaͤderten Steins Gebilde Sind beſudelt, ſchluͤpfrig, von Blut befleckt, Mit zerbroch'nen Schwerdtern und Helmen bedeckt: Todte liegen oben, und Todte bergen Sich unten in den kuͤhlen Saͤrgen; Ihr ſaͤhet wohl im bleichen Schein Durch dunkle Gitter die duͤſtern Reih'n:— Auch in die gewoͤlbten Graͤber drang Der Krieg, und ſtoͤrte die Gaͤng' entlang Nach roſtigen Schaͤtzen, die unter'm Gebein Der Verweſ'ten liegen: eben dort War der Belagerten Vorrathsort, Seitdem der Osman ſie in Noth gebracht, Und dorthin fuͤhrte der zuͤndende Pfad, Minotti's letzter kuͤhner Rath Gegen der Feinde Uebermacht. XXXII. The foe came on, and few remain To strive, and those must strive in vain: For lack of further lives, to slake The thirst of vengeance now awake, Wich barbarous blows they gash the dead, And lop the already lifeless head, And fell the statues from their niche, And spoil the shrines of offerings rich, And from each other's rude hands wrest The silver vessels saints had blessed. To the high altar on they go; Oh, but it made a glorious show! On its iable still behold The cup of consecrated gold; Massy and deep, a glittering prize, Brighrly it sparkles to plunderers' eyes: That morn it held the holy wine, Converted by Christ to his blood so divine, XXXII. Der Feind drang an, und Wen'ge bloß Bekaͤmpften ihn noch hoffnungslos. Ob's an Lebend'gen bald gebrach, War doch die Rache noch nicht geſtillt; Die Todten traf jetzt rohe Schmach, Lebloſe Haͤupter ſah man ſpalten, Herunterſtuͤrzen manch Marmorbild; Mit reichen Opfergaben ſchalten Da Raͤuberhaͤnde gierig wild; um Silbergefaͤße, dereinſt geweiht Von heil'ger Hand, gilt hier der Streit. Jetzt nahten ſie dem Hochaltar, Wo noch im herrlichen Strahlenglanz Der geweihte Kelch, von Golde ganz Gediegen, und ſchimmernd zu ſchauen war. Die Pluͤnd'rer blendet ſein lockender Schein:; Am Morgen faßt' er den heiligen Wein, Gewandelt in das goͤttliche Blut, Wie es der Heiland einſt vergoſſen, Which his worshippers drank at the break of day, To shrive their souls ere they joined in the fray. Fruͤl Still a few drops within it lay; Zur And round the sacred table glow Noch Twelve lofty lamps, in splendid row, Und From the purest metal cast; Brer A spoil— the richest, and the last. Aus b Den XXXIII. So near they came, the nearest stretched Und To grasp the spoil he almost reached, Der When old Minotti's hand 2 Da Touched with the torch the train— b Nac „Tis fired! Spire, vaults, the shrine, the spoil, the slain, Ger The turbaned victors, the Christian band, Der All that of living or dead remain, Wa Hurled on high with the shivered fane, Wi In one wild roar expired! 123 und das die Chriſten mit frommem Sinn, Fruͤh ehe begonnen des Kampfes Wuth, Zur Seelenſtaͤrkung da genoſſen— Noch blieben wen'ge Tropfen drin; Und um den heil'gen Altar her Brennen zwoͤlf Ampeln, gegoſſen ſchwer Aus dem reinſten Erze, deren Pracht Den reichſten Theil der Beut' ausmacht. XXXIII. Und naͤher dringen ſie, naͤher heran, Der Naͤchſte den Raub ſchon erreichen kann— Da ſtreckt des alten Minotti Arm Nach dem Pulverpfade die Fackel aus— Es zuͤndet und kracht! Gewoͤlbe, Thurm, Beute und Gotteshaus, Der Chriſten Haͤuflein, der Moslem Schwarm, Was lebend, was todt noch uͤbrig geblieben, Wird mit dem Dom in die Luft getrieben Von grauſiger Macht! The waves a moment backward bent— The hills that shake, although unrent, As if an earthquake passed— The thousand shapeless things all driven In cloud and flame athwart the heaven, By that tremendous blast— Proclaimed the desperate conllict o'er On that too long afflicted shore: Up to the sky like rockets go All that mingled ihere below: Many a tall and goodly man, Scorched and shrivelled to a span, When he fell to earth again Like a cinder strewed the plain: Down the ashes shower like rain; The shattered town— the walls thrown down— Some fell in ihe gulf, which received the sprinkles With a thousand circling wrinkles; Some fell on the shore, but, far away, Scattered o'er the isthmus lay; Von d Gedaͤr Die H Als n Viel In F Vom und Der d Und Durch Wohl Fiel j Zerriſ Und Ein! Mane Des Und Ueber 123 — Von den Truͤmmern der Stadt, den geſprengten Waͤllen Gedaͤmmt, ſieht man die Wogen ſchwellen, Die Huͤgel erzittern auf feſtem Grund, Als wollte die Erde erbeben; Viel tauſend geſtaltloſe Dinge ſchweben In Flammen und Rauch am Himmel droben, Vom furchtbaren Stoß emporgehoben, Und machen den Kampf der Verzweiflung kund, Der dieſe Ufer zu lange bedraͤngt: Und was da unten lag, ſieht man bunt Durch einander in die Luft geſprengt. Wohl mancher Mann, ſonſt ſtattlich ſchlank, Fiel jetzo, eine Spanne lang, Zerriſſen, eingeſchrumpft, darnieder, Und Kohle waren ſeine Glieder: Ein Aſchenregen ſtob herab, Ies Manchem zerſchmetterten Leichnam gab Des Buſens kraͤuſelnde Fluth ein Grab, Und Andre wurden weit und breit Ueber des Iſthmus Plan verſtreut. 126 Christian or Moslem, which be they? Let their mothers see and say! When in cradled rest they lay, And each nursing mother smiled On the sweet sleep of her child, Little deemed she such a day Would rend those tender limbs away. Not the matrons that them bore Could discern their offspring more; That one moment left no trace More of human form or face Save a scattered scalp or bone: And down came blazing rafters, strown Around, and many a falling stone, Deeply dinted in the clay, All blackened there and reeking lay. All ihe living things that heard That deadly earth shock disappeared: The wild birds flew; the wild dogs fled, And howling left the unburied dead; — Moͤg Die Glied Nach Ein e Blieb Hoͤchſt Das h Herab Was Von Das Entfl Ob Chriſt, ob Moslem, die da lagen, Moͤget ihr die Muͤtter fragen, Die einſt, da noch an der Bruſt Ihre Kleinen laͤchelnd lagen, In der Mutterliebe Luſt Nicht gedacht, daß ihrer zarten Glieder ſolche Schlaͤge warten; Vergebens forſchte die Matrone Nach dem im Schmerz gebornen Sohne; Ein einz'ger Moment, und keine Spur Blieb ihnen menſchlicher Natur, Hoͤchſtens zerſchlag'ne Gebeine nur: Das brennende Sparrwerk flog umher, Geriſſen aus der ſtarken Wehr Stuͤrzte, vom Rauch geſchwaͤrzt, Geſtein Herab und drang in die Erde ein. Was Leben hatte, mußt' entweichen Von der erſchuͤtterten Erde Grunde: Das wilde Gefluͤgel, die heulenden Hunde Entflohen von dem Mahl der Leichen; 128 The camels from their keepers broke; The distant steer forsook the yoke— The nearer steed plunged o'er the plain, And burst his girth, and tore his rein; The bull-frog's note, from out the marsh, Deep-mouthed arose, and doubly harsh; The wolves yelled on the caverned hill, Where echo rolled in thunder still; The jackal's troop, in gathered cry, Bayed from afar complainingly, With a mixed and mournful sound, Like crying babe, and beaten hound: Witch sudden wing, and ruffled breast, The eagle left his rocky nest, And mounted nearer to the sun, G The clouds beneath him seemed so dun; Their smoke assailed his startled beak, And made him higher soar and shriek— Thus was Corinth lost and won! Das Der f Den Und j Aengf Im t Der? Indef Der Und Wie Und Der Die Und Der Dem Im Das Kameel riß ſich vom Fuͤhrer los, Der ferne Stier von Pfluͤgers Seil, Den Zaum zerſprengte das naͤhere Roß Und ſuchte das Weite in haſtiger Eil'; Aengſtlicher quakte der Froͤſche Chor Im tiefern Tone aus dem Moor; Der Woͤlfe Geheul aus Hoͤhlen ſchallte, Indeß das Echo nachdonnernd hallte; Der ſich verſammelnden Schakal Schrei'n ¹0) Und Gebell erſchallte jammernd drein, Wie von Kindern, die weinend klagen, Und von heulenden Hunden, ſo geſchlagen: Der Adler, mit eiligen Schwingen, kraus Die Bruſt, verließ ſein Felſenhaus und ſtieg laut kreiſchend auf zur Sonnen, Der Wolke, die das Land bedeckt, Dem beißenden Rauche, der ihn geſchreckt, Im kuͤhnen Fluge ſchnell entronnen.— So ſiel Korinth, und ſo ward es gewonnen! Anmerkungen des Dichters. 1)»„Der Turkoman verließ die Heerde.« Die Turkomanen fuͤhren ein wanderndes, patriar⸗ chaliſches Leben: ſie wohnen in Zelten. 2)»Kaumurdſchi— deſſen letzt Ergehn ꝛc.« Ali Kaumurdſchi, der Liebling dreier Sultane und Groß⸗Vezier unter Achmet III., hatte in einem Feld⸗ zuge den Peloponnes von den Venetianern wieder⸗ V erobert, ward aber in dem folgenden gegen die Deut⸗ ſchen, bei der Schlacht von Peterwardein(in der Ebne von Carlowitz) in Ungarn, toͤdtlich verwundet, indem er ſeine zerſtreuten Horden wieder zu ſammeln ver⸗ ſuchte. Er ſtarb am folgenden Tage an ſeinen Wun⸗ 9*† 132 den. Sein letzter Befehl galt die Enthauptung des Generals Breuner und einiger andrer deutſchen Ge⸗ fangenen, und ſein letztes Wort:»koͤnnt' ich doch alle Chriſtenhunde eben ſo bedienen!« war eines Caligula nicht unwuͤrdig. Er war ein junger Mann von gro⸗ ßem Ehrgeiz und unbegraͤnzter Anmaßung. Auf die ihm gemachte Bemerkung, daß Prinz Eugen, der ihm gegenuͤber ſtand, ein großer Feldherr ſey, erwiederte er:»Auf ſeine Unkoſten will ich ein groͤßerer werden.⸗ 3)»Die See rollt ſonder Ebb' und Fluth.« Es bedarf kaum der Erinnerung, daß der Wechſel von Ebbe und Fluth im Mittellaͤndiſchen Meere nicht wahrzunehmen iſt. 4)»Der weiße Schaͤdel entſchluͤpft dem Zahn.« Einen Anblick, wie den hier beſchriebenen, habe ich ſelbſt gehabt am Walle des Serails zu Conſtantinopel, in den kleinen Hoͤhlungen, welche der Bosphorus in den Felſen gemacht, der wie eine ſchmale Terraſſe zwi⸗ ſchen dem Wall und der See hinzieht. Das Factum iſt, Die richt 5)» ſchor zum 6)„ elf 3 Aehr rid „» Ch nann zehn ſchul der be ich nopel, s in zwi⸗ ctum 133 iſt, wie mich duͤnkt, auch in Hobhouſe's Reiſen erwaͤhnt. Die Leichname waren wahrſcheinlich von einigen hinge⸗ richteten Janitſcharen. 5)»Und an dem einzelnen Buͤſchel Haar Der Schaͤdel—« Dieſes Buͤſchel, oder der Schopf, wird nicht abge⸗ ſchoren, wegen des Wahns, daß Mahomed ſie daran zum Paradieſe hinaufziehen werde. 6)»Wie? waͤr's im hohlen Geſtein die Luft« und w. im Original. Der Dichter geſteht, daß dieſe und die folgenden elf Zeilen eine auffallende, obſchon nicht beabſichtigte, Aehnlichkeit mit einer Stelle des von Herrn Cole⸗ ridge ihm mitgetheilten, noch ungedruckten Gedichts »Christabel« enthalten. Er hofft, daß ihn der ge⸗ nannte Verfaſſer, welcher ſein Gedicht ſchon vor vier⸗ zehn Jahren ſchrieb, doch deshalb keines Plagiats be⸗ ſchuldigen werde, da er daſſelbe erſt nach Entwerfung der angefuͤhrten Zeilen zu Geſicht bekommen, und wuͤnſcht, daß Herr Coleridge ſein Gedicht— wel⸗ chem er ſeinen Beifall zollt— dem Publikum nicht vorenthalten moͤge. 2)»Du ſiehſt das Woͤlkchen das dort leicht⸗ u. ſ. w. Dieſer dem Vernehmen nach von Verſtaͤndigen be⸗ wunderte Gedanke iſt nicht Original, ſondern vielleicht noch beſſer ausgedruͤckt zu finden in der engliſchen Ue⸗ berſetzung des orientaliſchen Romans„»Vatheck,« welchen ich bekenne mit immer neuem Vergnuͤgen wie⸗ der geleſen zu haben. 3)»Die Roßſchweife wehen.« Die auf einer Lanze befeſtigten Roßſchweife ſind bekanntlich die Standarten der Paſchas. 9)»Seitdem die Dardanellenſchlacht.« Hier iſt das am Eingange der Dardanellen zwi⸗ ſchen den Venetianern und den Tuͤrken gefochtene See⸗ treffen gemeint. habe ſetzt. ſeher ſind in 9 135 wel⸗ 10)»Der ſich verſammelnden Schakal nicht Schrein.« Ich glaube mich der poetiſchen Freiheit bedient zu haben, indem ich den Schakal aus Aſien hieher ver⸗ ſetzt. In Griechenland habe ich dieſes Thier weder ge⸗ ſehen noch gehoͤrt: aber bei den Ruinen von Epheſus — 8 in be⸗ ſind ſie mir zu Hunderten vorgekommen, Sie pflegen in Ruinen zu hauſen und den Heeren zu folgen. Da es mancher Leſerin nicht unwillkommen ſeyn moͤchte, die Begebenheiten, auf welche Vers 15 u. f. ſich beziehen, aus einem alten Schriftſteller kennen zu ſind lernen; ſo hat der Ueberſetzer geglaubt, nachfolgende— Auszuͤge beifuͤgen zu duͤrfen. k. 5„»Seitdem des Bruders Mord beſchloſſen Timoleon, und nach bitterm Hohn Der Perſer Tyrann beſiegt entflohn,—*) *)»Da Timophanes, von den Corinthiern zum „Heerfuͤhrer erwaͤhlt, ſich durch Soͤldner in den Beſitz 136 „der Herrſchaft geſetzt, und Timoleon, ſein Bruder, » die Wahl hatte, das Reich mit ihm zu theilen, war „ dieſer ſo weit davon entfernt, Mitgenoſſe ſolches Ver⸗ „brechens zu werden, daß er die Freiheit ſeiner Mit⸗ „buͤrger dem Wohl des Bruders vorzog, und dem »Rufe der Pflicht Gehoͤr gebend, lieber den Geſetzen » des Vaterlandes gehorchen, als ſich zu deſſen Herrn »aufwerfen wollte. In dieſer Geſinnung veranſtaltete „ Ti n, daß der Zwingherr, ſein Bruder, durch »einen Prieſto;, ihren gemeinſchaftlichen Echnagers » umgebracht wurde.⸗— Corn. Nep. Timoleon. C. I. »So geſchah's, daß die Griechen— auf Themi⸗ „»ſtokles Rath— Artemiſium verließen und, Athen „» gegenuͤber, bei Salamis ihre Flotte aufſtellten.— »Xerxes aber, der inzwiſchen den Paß von Thermo⸗ »pylaͤ genommen, ruͤckte gegen Athen vor, und ließ, » da er es unvertheidigt fand, die in der Burg zu⸗ „ruͤckgebliebenen Prieſter umbringen und die Stadt „ »abbrennen. Durch die Flamme erſchreckt, glaubten „»die, ſo auf der Flotte, nicht verweilen zu duͤrfen, „und drangen faſt insgeſammt darauf, daß ein Jeder »nach Hauſe eilen und ſich hinter den Mauern ver⸗ „»theidigen moͤchte; Themiſtokles allein widerſprach, „» und behauptete, daß ſie vereint Widerſtand leiſten „koͤnnten, zerſtreut aber dem gewiſſen Verderben ent⸗ »gegen gehen wuͤrden. Da dieſe Meinung jedoch bei „»Eurybiades, dem Koͤnige der Lacodäͤnaonter elcher „den Oberfehl uͤber die Bundesgenoſſen fuͤhrte, nicht den erwuͤnſchten Eingang zu finden ſchien, ſo ſendete »er einen ſeiner getreuſten Diener bei Nachtzeit zu »Nerxes, mit dem Auftrage, dem Koͤnige woͤrtlich zu „hinterbringen: ſeine Feinde ſeyen auf der Flucht, » und es werde ihm, wenn ſie entkaͤmen, mehr Muͤhe „»und Zeit koſten, den Krieg durch Verfolgung der »Einzelnen zu beendigen, waͤhrend ein unverzuͤglicher »Angriff die Bezwingung Aller auf einmal zur Folge „haben muͤſſe. Hiedurch wurden ſie genoͤthigt, insge⸗ »ſamt Stand zu halten. Denn der Perſerfuͤrſt, der „dieſe Kunde vernahm und ſich keiner Hinterliſt ver⸗ „ſah, entſchloß ſich, am folgenden Tage, an dem fuͤr 138 vihn ungunſtigſten, fuͤr ſeine Gegner aber ganz er⸗ „wuͤnſchten Orte, das Treffen zu liefern, in welchem „er, der Meerenge wegen, die Menge ſeiner Schiffe „nicht entwickeln konnte; und ſeine Beſiegung war da⸗ „her vielmehr der Klugheit des Themiſtokles, als „den Waffen der Griechen zuzuſchreiben.«— Corn. Nep. Themist. C. 3. 4. D A R R N ES S. I had a dream, which was not all a dream. The bright sun was extinguish'd, and the stars Did wander darkling in the eternal space, Rayless and pathless, and the icy earth Swung blind and blackening in the moonless air; Morn came, and went— and came, and brought no day And men forgot their passions in the dread Of this their desolation; and all hearts Were chill'd into a selfish prayer for light: And they did live by watchfires— and the thrones, Ich traͤumte, doch war's auch nicht ganz ein Traum. 3 Verloſchen war der Sonne Glanz, die Sterne Wandelten in den ew'gen Raum hinaus, Verbleichend, bahnlos, und die eiſ'ge Erde nir; Schwang ohne Mond ſich blind und ſchwarz dahin; day Der Morgen kam und ging, kam wieder— ohne Tag, Und uͤber der Veroͤdung Gram vergaß Der Menſch die Leidenſchaften; Aller Herzen Erſtarrten ſelbſtiſch im Gebet um Licht:— Sie lebten bei Wachtfeuern— und der Koͤn'ge 142 The palaces of crowned kings— the huts, The habitations of all things which dwell, Were burnt for beacons, cities were consumed, And men were gathered round their blazing homes To lock once more into each other's face; Happy were those who dwelt within the eye Of the volcçanos, and their mountain-torch: A fearful hope was all the world contain'd; Forests were set on lire— but hour by hour They fell and faded— and the crackling trunks Extinguish'd wich a crash— and all was black. The brows of men by the despairing light Wore an unearthly aspect, as by fits The Hlashes fell upon them; some lay down And hid their eyes and wept; and some did rest Their chins upon their clenched hands, and smiled; And others hurried to and fro, and fed Their funeral piles with fuel, and locked up With mad dis quietude on the dull sky, The pall of a past world; and then again Goldn Die 2 Wurd Und r Die 2 Gluͤck Des Ein? Die? Sie Verle Der Sah' Erhe Das Das Noch Die Mit Den rest niled; Goldne Pallaͤſt' und Throne und die Huͤtten, Die Wohnungen der weilenden Geſchlechter, Wurden zum Brand, die Staͤdte aufgezehrt, Und um ihr lodernd Obdach lagerten Die Menſchen, einmal noch in's Antlitz ſich zu ſchaun. Gluͤcklich, die in der Naͤhe der Vulkane Des Berges Fackel noch im Auge hatten: Ein zitternd Hoffen einzig blieb der Welt; Die Waͤlder brannten— doch ſah jede Stunde Sie fall'n in Aſche— die geſtuͤrzten Staͤmme Verloſchen krachend— und ſchwarz ward's umher. Der Menſchen Brau'n, wo noch Verzweiflung glimmte, Sah'n geiſteriſch, wenn je ſie noch ein Schein Erhellte; Ein'ge lagen da, verhuͤllend Das thraͤnenvolle Auge; Andre ſtuͤtzten Das Kinn auf die geballten Faͤuſt' und lachten; Noch Andre trieben ſich umher, zum Leichenbrande Die Feurung ſuchend, ſchauten kummervoll Mit irrem Blick empor zum dunkeln Himmel, Dem Mantel der vergang'nen Welt, und ſtuͤrzten 144 Winh curses cast them down upon ihe dust, And gnash'd their teeth and howl'd: the wild birde shrick'd, And, terrified, did flutter on the ground, And flap their useless wings; the wildest brutes Came tame and tremulous; and vipers crawl'd And twined ihemselves among the multitude, Hissing, but stingless— they were slain for food: And war, which for a moment was no more, Did glut himself again; a meal was bought With blood, and each sate sullenly apart Gorging himself in gloom: no love was left; All earth was but one thought— and that Was death, Immediate and inglorious; and the pang Of famine fed upon all entrails— men Died, and their bones were tombless as their flesh; The meagre by the meagre were devoured, Even dogs assail'd their masters, all save one, And he was faithful to à corse, and kept I birds it Was flesh; Der, einem Leichnam treu, die Voͤgel, Thiere 145 Dann wieder unter Fluchen in den Staub und heulten zaͤhneknirſchend; das Gefluͤgel Kreiſchte erſchreckt und flatterte am Boden Mit den nutzloſen Schwingen; zagend kamen Und zahm die Beſtien, und die Vipern krochen Und wanden ziſchend, doch nicht ſtechend mehr, Sich unter's Volk, das ſie zur Speiſ' erſchlug. Der Krieg, der fuͤr den Augenblick geruht, Verſchlang ſich wieder ſelbſt;— mit Blute ward Das Mahl erkauft; in ſeinen Gram verſunken, Saß Jeder einſam: Liebe war entflohn; Die Erde war nur ein Gedanke— Tod, Ruhmloſer, unvermeidlicher; der Hunger Nagt' an den Eingeweiden, der Geſtorb'nen Gebein und Fleiſch kam nicht zur Grabesruh'; Denn das Skelett verzehrte das Skelett, Der Hund den Herrn; ſo Alle, bis auf Einen, 46— The birds and beasts and famish'd men at bay, Till hunger clung them, or the dropping dead Lured iheir lank jaws; himself sought out no food, But with a piteous and perpetual moan And a quick desolate cry, licking the hand Which answered not with a caress— he died. The crowd was famish'’d by degrees; but two Of an enormous city did survive, And they were enemies; they met beside The dying embers of an altar-place Vhhere had been heap'd a mass of holy things For an unholy usage: they raked up, And shivering scraped with their cold skeleton hands The feeble ashes, and their feeble breath Blew for a little life, and made a flame Which was a mockery; then they lifted up Their eyes as it grew lighter, and beheld Each other's aspecis— saw, and shrick'd, and died— Even of their mutual hideousness they died, Unknowing who he was upon whose brow ngs hands 147 und gier'gen Menſchen von ihm abgewehrt, Bis Hunger ſie verzehrt, oder den duͤrren Schlund Ein Todtenreſt gefuͤllt; Er ſelbſt enthielt ſich, Druͤckt' unter ſtetem Jammerton und ſcharfem Geaͤchz die Hand, die nicht mehr Antwort gab Durch liebevollen Gegendruck— und ſtarb. Allmaͤhlig ſo war alles Volk verhungert; Nur Zwei aus einer ungeheuern Stadt Athmeten noch, zwei Feinde, die ſich jett Begegneten bei einem Altar⸗Heerd; Wo heil'ge Dinge zu unheiligem Gebrauch gehaͤuft,— da wuͤhlten ſchaudernd ſie Mit ihren duͤrren kalten Haͤnden auf Die Aſch', und blieſen, um ein wenig Gluth, Mit ſchwachem Odem drein, bis eine Flamme Zum Spott nur kam, und da es helle ward Und ſie mit dem erhob'nen Blick einander— Erſchauten, ſchrieen ſie jaͤh auf— und ſtarben— Zugleich erſchreckt vor ihrer Haͤßlichkeit, Nicht wiſſend wer der war, auf deſſen Stirn 10* Famine had written Fiend. The world was void, The populous and the powerful was a lump, Seasonless, herbless, treeless, manless, lifeless— A lump of death— a chaos of hard clay. The rivers, lakes, and ocean all stood still, And nothing stirred within their silent depths; Ships sailorless lay rotting on the sea, And their masts fell down piecemeal; as they dropp'd They slept on the abyss without a surge— The waves were dead; ihe tides were in their grave, The moon their mistress had expired before; The winds were withered in the stagnant air, And the clouds perish'd; Darkness had no need Of aid from them— She was the universe. Der Die Zeitlo Ein Die Nicht Die 6 Und i Den Todt Seitd Die? Die 2 Es il Der Hunger ſolches Feindeszeichen ſchrieb. Die kraft⸗ und lebenvolle Welt war leer, Zeitlos, des Wachsthums und des Lebens baar, Ein todter Klump— ein ſtarres Erdgemeng. Die Fluͤſſe, Seen, der ganze Ozean ſtill, Nichts regte ſich in ihren oͤden Tiefen; Die Schiffe lagen faulend auf dem Meer, und ihre Maſten fielen ſtuͤckweis in Den Abgrund, ohne wieder aufzutauchen— Todt war'n die Well'n, die Fluth darin begraben, Seitdem der Mond, ihr Herr, verblichen war; Die Wind' erſtarben in der ſteh'nden Luft, Die Wolken aufgeloͤſit; denn nicht bedurft' Es ihrer mehr— das Weelltall Finſterniß. 2 η ₰ — Lor d I. T'ug wild Gazelle on Judah's hills Exulting yet may bound, And drink from all the living rills That gush on holy ground Its airy step and glorious eye. Im May glance in tameless transport by:— Ihr II. A step as fleet, an eye more bright, So Hath Judah witnessed there; And o'er her scenes of lost delight— Et Inhabitants more fair. The cedars wave on Lebanon, D But Judah's statelier maids are gone! I. Wohl ſpringt auf Juda die Gazelle Noch froh von Hang zu Hang, und trinket aus lebend'ger Quelle, Die heil'gem Grund entſprang; Im luft'gen Schritt blickt ſtolz und weit Ihr Aug' umher voll Munterkeit. II. So fluͤcht'ge Schritt' und hell're Blicke Sah einſt ſchon Juda's Flur, Eh' dort den Wechſel der Geſchicke Ein ſchoͤner Volk erfuhr: Die Cedern wehn auf Libanon,— Die ſchlankern Maͤdchen— ſind entflohn! More blest each palm that shades those plains Than ISrael's scattered race; For, taking root, it there remains In solitary grace: It cannot quit its place of birth, It will not live in other earth. IV. But we must wander witheringly, In other lands to die And where our father's ashes be, Our own may never lie: Our temple hath not left a stone, And Mockery sits on Salem's throne. Iſraels zerſtreut Geſchlecht beneidet Die Palme, die dort feſt,— Von eigner Anmuth nuür bekleidet, Die Heimath nie verlaͤßt; Sie treibt und bluͤht, wo ſie entſproß, Aus Mutterlandes trautem Schooß. V. Wir wandern fuͤrder welk und matt— Zum Grab' im fremden Land, Nicht, wo die ſtille Ruheſtatt Der Vaͤter Aſche fand: Der Tempel fiel, und auf dem Thron Von Salem ſitzt der bitt're Hohn!— I. I saw thee weep— the big bright tear Came o'er that eye of blue; And then methought it did appear A violet dropping dew: I saw thee smile— the sapphire's blaze Beside thee ceased to shine; It could not match the living rays That filled that glance of thine. II. As clouds from yonder sun receive A deep and mellow die, Which scarce the shade of coming eve Can banish from the sky, Those smiles unto the moodiest mind Their own pure joy impart; Their sunshine leaves a glow behind That ligthens o'er the heart. Un 157 I. Ich ſah dich weinen, die hellen Zaͤhren Entquollen der Augen Blau; Ich ſah es, und vermeint', es waͤren Violen, benetzt vom Thau: Ich ſah dich laͤcheln, und verblichen Schien mir des Saphirs Schein, Denn ſeine matten Strahlen wichen Dem Glanze der Augen dein. II. Wie ſanft und mild der Sonne Pracht Aus dunkeln Wolken ſtrahlt, und ſpaͤt noch durch die ſinkende Nacht Den Himmel purpurn mahlt; So breitet uͤber den duͤſterſten Sinn Dies Laͤcheln reines Gluͤck, und laͤßt— zog auch ſein Glanz dahin— Im Herzen Gluth zuruͤck! „ A L. L. ILS VANTT Wé, SAITH THE PREACHER. I. Fans, wisdom, love, and power were mine, And health and youth possess'd me; My goblets blush'd from every wine, And lovely forms caress'd me; I sunn'd my heart in beauty’s eyes, And felt my soul grow tender; All earth can give, or mortal prize, Was mine of regal splendour. Ru Aus Vor „Alle s i ſt eite l 1⸗ ſpricht der Prediger. I. Ruhm, Weisheit, Lieb' und Macht war mein, Und ich war jung und bluͤhend, Aus vollem Becher ſchluͤrft' ich Wein, Von Liebes⸗Koſen gluͤhend. Von ſchoͤner Augen Glanz beſtrahlt, Ward ſuͤß mein Herz befangen, Was Erde giebt, was Gold bezahlt, Dem Koͤnig mußt' es prangen. II. I strive to number o'er what days Remembrance can discover, Which all that life or earth displays Would lure me to live over: There rose no day; there roll'd nor hour Of pleasure unembittered; And not a trapping deck'd my power That gall'd nor While it glittered. III. The serpent of the field, by art And spells, is won from harming; But that which coils around the heart, Oh! who hath power of charming. Und Der Doch II. und denk' ich noch ſo weit zuruͤck An alle jene Stunden, In denen ich der Erde Gluͤck, Des Lebens Reiz empfunden: Hat mir doch keine je gelacht In Freuden unverbittert, Und ſchimmernd in dem Schmuck der Macht Hab' ich ſo oft gezittert. III. Der Kunſt, dem Zauberwort gelingt, Der Schlange Liſt zu zaͤhmen, Doch kann, was unſer Herz umſchlingt, Kein Zauber von uns nehmen! · . 0 3 2 .2 = 2 8 8 2 2 2 3 8 — 22 = — — Nor music's voice can lure it; But there it stings for evermore The soul that must endure it. 163 Es hoͤrt nicht auf der Weisheit Wort, Auf Schmeicheltoͤn' und Klagen; Es quaͤlt die Seele fort und fort, Und ſie muß es ertragen. IV. THE NATURAL DEATH OF LOVE. Der natuͤrliche Tod der Liebe. Aus»Tales of the Hall« von Geor g CE r a b hb e. dc FoRruxr, dear Richard, is thy friend— a wife «Like thine must soften every care of life, «And all its woes— I know a pair, whose lives «Run in the common track of men and wiyves; 8 «&And half their worth, at least, this pair would give «&Could they like thee and thy Matilda live. «& They were, as lovers, of the fondest kind, With no defects in manner or in mind; «In habit, temper, prudence, they were those «ᷣWhom, as examples, I could once propose; &Now this, when married, you no longer trace, «But discontent and sorrow in the place: a wife 2 lives es; d give „Mein Richard, wohl nenn' ich dein Gluͤck geborgen— »Ein Weib wie dein's verſuͤßet alle Sorgen „»Und Lebens⸗Muͤh'n— ich zeige dir dagegen „»Ein Paar, wie wir ſie meiſt zu ſehen pflegen, » Und das ſein halb Vermoͤgen wuͤrde geben, „»Koͤnnt' es, wie du mit deiner Gattin, leben. ℳ „Wie war einſt ihre Liebe heiß und zart, »So ohne Fehl der Beiden Sinn und Art; „Als Muſter haͤtt' ich ſie dem ganzen Land „»Gezeigt in Denkung, Weiſe und Verſtand: „Doch jetzt, vermaͤhlt, moͤchten ſie, wollt'ſt du fragen, „»Von Unluſt nur und leid'gem Kummer ſagen. 168 « Their pictures, taken as the pair I saw «In a late contest, I have tried to draw;„» So &˙Tis but a sketch, and at my idle time»Nu «I put my couple in the garb of rhyme:„» M & Thou art a critic of the milder sort,»D &And thou wilt judge with favour my report.„ Un «Let me premise, twelve months have flown away,„»St «Swiftly or sadly, since the happy day.„ Zn «&Let us suppose the couple left to spend»De αSome hours without engagement or a friend;„ Ar «&And be it likewise on our mind impress'd,„»D. & They pass for persons happy and at rest; 3»Se « Their love by Hymen crown'd, and all their„» Ur prospects bless'd. &Love has slow death and sudden: wretches prove„»B &That fate severe— the sudden death of love;»V «It is as if, on day serenely bright,„ D «Came with its horrors instantaneous night; a Way, 169 »Wie ich ſie juͤngſt im Streit begriffen fand, „»So malt' ich ſie mit ungewiſſer Hand; »Nur Skizze iſt's, wie ich bei muͤß'ger Weile »Mein Paar gebracht in die gereimte Zeile. »Du biſt ein Kritiker der mildern Sorte, » Und lauſcheſt wohl mit Gunſt dem ſchlichten Worte. „»So merke, daß, ſchnell oder truͤbe, ſchon „Zwoͤlf Monden ſeit dem Hochzeittag entflohn; »Daß, ungeladen, unbeſucht, das Paar »Auf ein'ge Stunden eben einſam war; „Daß ihrem Gluͤcke, Aller Meinung nach, »Seit Hymen es gekroͤnet, nichts gebrach, » Und daß die Zukunft auch Gedeihen nur verſprach. „»Bald langſam iſt, bald jaͤh der Liebe Tod: »Weh! wo das Schickſal dieſen hart gebot; »Da iſt's, als ob bei'm hellen Sonnenſchein »Ein naͤchtlich Graus urploͤtzlich braͤch' herein;— 17⁰ &Others there are with whom love dies away «In gradual waste and unperceived decay; «Such is that death of love that nature finds &Most litted for the use of common minds, «The natural death; but doubtless there are some &Who struggle hard when they perceive it come; &Loth to be loved no longer, loth to prove To the once dear that they no longer love; &And some with not successless arts will strive To keep the weak'ning, fluttering flame alive. &But see my verse: in this I try to paint &The passion failing, fading to complaint. &The gathering grief for joys remember'd yet. The vain remonstrance, and the weak regret: «&First speaks the wife in sorrow, she is grieved &T'admit the truth, aud would be still deceived.» „»Bei „ Und „Ein „ Get „Zw „ Zur »Haꝛ „ Zu » Und „ De „ Do »Di „»De „De „ Du „Fuͤ some ome; ed 171 „»Bei Andern mag die Lieb' allmaͤhlig ſchwinden, „ Und unbemerkt zuletzt ihr Ende finden; „Ein Ende, das wir bei den meiſten Ehen „»Gemeiner Art, und ganz natuͤrlich ſehen. „Zwar ſchickt ſich Mancher, ſieht er ſo es nah'n, „Zum ſchweren Kampf dagegen ernſtlich an; „Hart iſt's, nicht mehr geliebt zu ſeyn, und hart, „Zu zeigen, daß man ſelber kaͤlter ward, „Und Manchem hat ſich das Bemuͤh'n bewaͤhrt, „Der klug die ſchwache Flamme noch genaͤhrt. „»Doch hoͤr' was folgt: es zeiget dir, wie ſich „»Die Klage einſtellt, wenn die Lieb' entwich, „Der Gram entfloh'ner Freuden Bild umflicht, „Der Vorwurf laut, doch nicht zum Herzen ſpricht: „»Du hoͤrſt das Weib, das ungern Wahrheit tauſchte „Fuͤr ſuͤßen Wahn, gern noch der Taͤuſchung lauſchte.« HENRNY AND EMMA. EMMA. Well, my good sir, I shall contend no more; But, ol the vows you made, the oaths you swore . HENRV. To love you always: I confess it true; And do I not? If not, what can I do? Moreover think what you yourself profess'd, And then the subject may for ever rest. EMMA. NYes, sir, obedience I profess'd; I know My debt, and wish to pay you all I owe, Pay without murmur; but that vow was made To you, who said it never should be paid;— Now truly tell me why you took such care To make me err? I ask'd you not to swear, Doch Dich Doch Erint Und Geh 173 Heinrich und Emma. Emma. Wohl, lieber Mann, ich gebe ſchon dir nach; Doch denk' ich, ach! was mir dein Eid verſprach—— Heinrich. Dich ſtets zu lieben— ja, ich geb' es zu; Doch koͤnnt' ich auch dafuͤr, wenn ich's nicht thu'? Erinn're dich vielmehr, was du verſprochen, Und beſſer dann, vom Thema abgebrochen! Emma. Gehorſam hab' ich dir gelobt, wohlan! Ich leiſt' ihn ohne Murren, wie ich kann; Doch du haſt ein Geluͤbde angenommen, Dem du, du ſagſt's, nie willſt entgegenkommen. Warum warſt du zu taͤuſchen mich befliſſen Durch Schwuͤre, die ich dir ja nicht entriſſen: But rather hoped you would my mind direct, And say, when married, what you would expect. You may remember— it is not so long Since you affirm'd that I could not be wrong; I told you then— you recollect, I told The very truth— that humour would not hold; Not that I thought, or ever could suppose, The mighty raptures were so soon to close— Poetic flights of love all sunk in sullen prose. Do you remember how you used to hang Upon my looks? your transports when I sang? I play'd— you melted into tears; I moved— Voice, words, and motion, how you all approved; A time when Emma reign'’d, a time when Henry loved vou recollect? Ich ho Mich Doch Daß n und i Du duͤ Da fr Es we Der L Geden Wie d Wie d Fuͤr S Der Geder Sld; 175 Ich hoffte nur, du wuͤrd'ſt, wenn wir vereint, Mich freundlich leiten, ſo wie du gemeint. Doch ſagt'ſt du ſelbſt— nicht lange iſt es her— Daß mir zu fehlen ſchier unmoͤglich waͤr'; und ich entgegnete, was leider ſchon geſchehn, Du duͤrft'ſt nicht ſtets mit ſolchen Augen ſehn; Da freilich hab' ich nicht geahnt, gedacht, Es werde ſchon ſo bald die Zaubermacht, Der Liebe Dichterflug, in Proſa untergehn. Gedenk', wie deine Blick' an meinen hingen, Wie du beſeligt lauſchteſt meinem Singen; Wie dich mein Saitenſpiel zu Thraͤnen ruͤhrte, Fuͤr Ton und Wort nur Beifall mir gebuͤhrte; Der Zeit, wo du noch liebt'ſt, wo Emma dich re⸗ gierte,— Gedenkſt du ihrer? 176 HENRV. Yes, surely; and then why The needless truths? do I the facts deny? For this remonstrance I can see no need, Or this impatience— if you do, proceed. EMMA. O! that is now so cool, and with a smile That sharpens insult— I detest the style; And, now I talk of styles, with what delight Vou read my lines— I then, it seems, could write: In short, when I was present, you could see But one dear object, and you lived for me; And now, sir, what your pleasure? Let me dress, Sing, speak, or write, and you your sense express Of my poor taste— my words are not correct; In all I do is failing or defect— Some error you will seck, some blunder will detect; And what can such dissatisfaction prove? I tell you, Henry, you have ceased to love. Ich d Waru Indeß Wie k Dein Vom Mocht Und n Fuͤr n Doch Mag Bald Nichte Du ſi Was Als, t write: dress, xpress ect; letect; — Heinrich. Ja, gewiß, doch frage Ich dich, wozu dies jetzt, wozu die Klage? Warum giebſt du den Vorwurf mir zu hoͤren? Indeß gefaͤllt's dir— ſo laß dich nicht ſtoͤren. Emma. Wie kalt dein Wort, und wie noch bitt'rer faſt Dein Laͤcheln hoͤhnt— der Styl iſt mir verhaßt! Vom Style ſprech' ich; ja, bei meinen Zeilen Mocht'ſt du wohl ſonſt oft mit Entzuͤcken weilen, Und war ich bei dir, war's dein ganz Beſtreben, Fuͤr mich, die einzig Theure dir, zu leben. Doch was gefaͤllt dir jetzt? Ich mag mich ſchmuͤcken, Mag ſingen, ſprechen, ſchreiben,— nichts will gluͤcken; Bald iſt mein Wort, bald mein Geſchmack nicht aͤcht, Nichts iſt von allem, was ich treibe, recht, Du ſucheſt Fehler, machſt mir Alles ſchlecht; Was iſt mir nun zu glauben uͤbrig blieben, Als, daß du, Heinrich, aufgehoͤrt zu lieben. 12 178 HENRV. I own it not; but ik a truth it be, It is the fault of nature, not of me. Remember you, my love, the fairy tale, Where the young pairs were spell-bound in the vale? When all around them gay or glorious seem'd And of bright views and ceaseless joys they dream'd; Noung love and infant life no more could give— They said but half, when they exclaim'd,«We live! All was so light, so lovely, so serene, And not a trouble to be heard or seen; Till, melting into truth, the vision fled And there came miry roads and thorny ways instead. Such was our fate, my charmer! we were found A wandering pair, by roguish Cupid bound; All that I saw was gifted to inspire Grand views of bliss, and wake intense desire Of joys that never pall, of flights that never tire; There was that purple light of love, that bloom, That ardent passions in their growth assume, stead. Heinrich. Das ſag' ich nicht; doch ſetzen wir den Fall, Waͤr's Schuld bloß der Natur, die wandelnd uͤberall. Des Maͤhrchens, Lieb', erinn're dich einmal Vom jungen Paar, verzaubert in ein Thal: So luſtig ſchien, ſo hell der ganze Raum, Und Freuden ohne Ziel verhieß ihr Traum; Was konnten Lieb' und Kindheit mehr denn geben— Sie ſprachen's halb nur aus im frohen Ruf,»wir leben!« Wie lieblich ſchoͤn war alles, was ſie ſahn, Kein Woͤlkchen ſchien, kein Ungemach zu nahn; Bis vor der Wahrheit jene Taͤuſchung ſchwand, Und rings der Blick Moraſt und Dornenwege fand. So wurden wir, mein Engel! einſt gefunden, Ein wandernd Paͤrchen, das der kleine Schelm verbunden. Heil kuͤndete, was meinen Blick getroffen, Auf ungetruͤbte Freud' und Luſt mein Hoffen, Zum leichten Fluge alle Wege offen. Das war der Liebe Purpurlicht, die Bluͤthe Der Leidenſchaft, die immer hoͤher gluͤhte, 83 12 180 That pure enjoyment of the soul— O! weak Are words such loves and glowing thoughts to speak! I sought to praise thee, and I felt dis dain Of my own effort; all attempts Were vain. Nor they alone were charming; by that light All loved of thee grew lovely in my sight; Sweet influence, not its own, in every place Was found, and there was found in all things grace; Thy shrubs and plants were seen nev bloom to bear, Not the Arabian sweets so fragrant Wwere, Nor Eden's self, if aught with Eden might compare. vou went the church-way walk, you reach'd the farm And gave the grass and babbling springs a charm; Crop, whom you rode,— sad rider though you be— Thence forth was more than Pegasus to me: Have I not woo'd your snarling cur to bend To me the paw and greeting of a friend? 181 Die reine Seelenluſt— nie wird's dem Worte gluͤcken, Der Liebe Gluthgedanken auszudruͤcken! Dich preiſen wollt' ich; doch der reichſte Spruch— Ich fuͤhlt' es— blieb ein eiteler Verſuch. Nicht dich allein erblickt' ich ſo, es ſchien Ein Zauber alles, was du liebteſt, zu umziehn, Und eine Macht, die nicht den Dingen eigen, Mußt' uͤberall mir neue Reize zeigen. Was du gepflanzt, ſchien ſchoͤner zu entſproſſen, Von ſuͤßern Wohlgeruͤchen noch umfloſſen, Als je Arabia und Eden ſelbſt genoſſen. Gingſt du zur Kirche, kehrteſt du zur Huͤtte, Schien Wieſ' und Bach verſchoͤnt durch deine Schritte; Ein ſtolzer Pegaſus war mir der Gaul, Der dich trug, ging er auch gewoͤhnlich faul: Hab' ich um Gruß und Pfötchen nicht gefreit Bei deines lieben Mopſes Haͤßlichkeit? — That makes you to accustom'd beauties blind; 182 And all his surly ugliness forgave, Because, like me, he was my Emma'’s slave? Think you, thus charm'd, I would the spell revoke? Alas! my love, we married, and it broke! Vet no deceit or falsehood stain'd my breast, What I asserted might a saint attest; Fair, dear, and good thou wert, nay, fairest, dearest, best: Nor shame, nor guilt, nor falsehood I avow, But'tis by heaven's own light I see thee now; And if that light will all those glories chase, „Tis not my wish that will the good replace. EMMA. O! sir, this boyish tale is mighty well, But'twas your falsehood that destroy'd the spell: Speak not of nature,'tis an evil mind Ich ke Ein Die Doch Schar Und Iſt, oke? arest, spell: 183 Vergab ich ihm nicht gern ſein graͤmlich Weſen, Weil Emma ihn, wie mich, zum Sklaven hatt' er⸗ leſen? Wie haͤtt' ich, ſo beruͤckt, den Zauber ſelbſt beſprochen? Da wurden wir vermaͤhlt, und achl! er iſt gebrochen! Ich kann fuͤrwahr mich keiner Falſchheit zeihn,— Ein Heil'ger koͤnnte nicht wahrhafter ſeyn;— Die Schoͤnſte, Liebſte, Beſte wurde mein: Doch jetzo— Trug und Schuld iſt's wahrlich nicht,— Schau' ich dich nur bei'm hellen Tageslicht, Und wenn vor ihm der vor'ge Glanz entflieht, Iſt, ihn zu halten, wohl mein Wunſch umſonſt be⸗ muͤht. Emma. Mein Herr, das Maͤhrchen iſt recht ſchoͤn erdacht,— Den Zauber hat Ihr Trug zunicht gemacht: Natur war's nicht, Sie wollen jetzt erblinden Fuͤr Gaben, die Sie nicht mehr reizend finden, 184 Vou seek the faults yourself, and then eomplain you find. HENRV. I sought them not: but, madam,'tis in vain The course of love and nature to restrain; Lo! when ihe buds expand the leaves are green, Then the first opening of the flower is seen; Then comes the honied breath and rosy smile, That with their sweets the willing sense beguile; But as we look, and love, and taste, and praise, And the fruit grows, the charming flower decays; Till all is gather'd, and the wintry blast Moans o'er the place of love and pleasure past. So'tis with beauty,— such the opening grace And dawn of glory in the youthful face; Then are the charms unfolded to the sight, Then all is loveliness and all delight; Und Das Es l uUnd ſuchen Fehler nur, den Tadel zu begruͤnden. Heinrich. Ich ſuche nicht, Madam; allein die Liebe Folgt wider Will'n dem Lauf der andern Triebe: Wir ſehn die Knospen friſch, die Blaͤtter gruͤn, Und holder Blumen froͤhliches Erbluͤhn; Ein Honigodem weht, die Roſe laͤchelt, Und uns begluͤckt der Hauch, der uns umfaͤchelt; Doch unter'm Schauen, Schmecken, Loben, Lieben, Zerfaͤllt die Bluͤthe, von der Frucht vertrieben, Bis uͤber'm Ort, wo Lieb' und Luſt gehauſ't, Der Winter trauert und der Sturmwind brauſtt. So geht's der Schoͤnheit, dem anmuth'gen Licht, Das aus der Jugend Antlitz ſtrahlend bricht; Es beut der Reiz entfaltet ſich dem Blick, und Lieblichkeit verbreitet Luſt und Gluͤck: The nuptial tie succeeds, the genial hour, And, lo! the falling off of beauty's flower; So, through all nature is the progress made,— The bud, the bloom, the fruit,— and then we fade. Then sigh no more,— We might as well retain The year's gay prime as bid that love remain, That fond, delusive, happy, transient spell, That hides us from a world wherein we dwell, And forms and lits us for that fairy ground, Where charming dreams and gay conceits abound; Till comes at length th'awakening strife and care, That we, as tried and toiling men, must share. EM MA. O! sir, I must not think that heaven approves Ungrateful man or unrequited loves; Nor that we less are fitted for our parts By having tender souls and feeling hearts. Wée in Da ſchlang um ſie befruchtend ſich das Band, Und ach! der Schoͤnheit Bluͤthenreiz entſchwand. So ſchaun wir uͤberall dieſelben Zeichen,— Erſt Knosp' und Bluͤthe, Frucht dann— und Ver⸗ bleichen. Drum ſeufze nicht, man wahrt der Liebe Kraͤnze So wenig, als der Jahre frohe Lenze; Das kurze, theure, ſel'ge Zauberſpiel Schuf ſelbſt die Welt, die uns ſo wohl gefiel, Und macht' uns heimiſch in dem Feenland, Wo uns umzog der Traͤume farbig Band, Bis ploͤtzlich wir erwacht zu Muͤh'n und Sorgen, Die uns erwartet ſeit dem Lebensmorgen. Emma. Nie kann der Himmel Maͤnnern Beifall geben, Die ſich des Danks, den Liebe heiſcht, entheben; Noch mindert es des Weibes ſtillen Werth, Wenn es die ſanfteren Gefuͤhle naͤhrt. 188 HENRY. 1 Come, my dear friend, and let us not refuse Laß, The good we have, by grief for that we lose; But let us both the very truth confess: This must relieve the ill, and may redress. EMMA. O! much I fear! I practised no deceit Das Such as I am I saw you at my feet; If for a goddess you a girl would take, Nahr „Tis you yourself the disappointment make. Iſt's HENRV. And I alone?— O! Emma, when I pray'd Die n For grace from thee, transported and afraid, Dich Now raised to rapture, now to terror doom'd. Haſt Was not the goddess by the girl assumed? Die Did not my Emma use her skill to hide— Verbe Let us be frank— her weakness and her pride? Nicht 189 Heinrich. Laß, Freundin, uns ob deſſen, was entſchwunden, Nicht uͤberſehn, was bleibend ward erfunden; Laß Beide uns der Wahrheit Ehre geben, Und auf Erſatz nur richten das Beſtreben. Emma. Das waͤr' umſonſt! nie hab' ich Trug geuͤbt, So wie ich bin, haſt du mich heiß geliebt; Nahmſt du ein Maͤdchen fuͤr ein hoͤh'res Weſen, Iſt's deine Schuld, die meine nicht geweſen. Heinrich. Die meine nur?— O! Emma, wenn ich eh' Dich angebetet zwiſchen Gluͤck und Weh, Haſt du bei meinem Hoffen, meiner Qual, Die Goͤttin nicht geſpielt nach eigner Wahl? Verbargſt du mir— ſag', ob ich Wahrheit ſpreche— Nicht deinen Stolz, nicht manche andre Schwaͤche? 190 Did she not all her sex's arts pursue, To bring the angel forward to my view? Was not the rising anger oft suppress'd? Was not the waking passion hush'’d to rest? And when so mildly sweet you look'd and spoke, Did not the woman deign to wear a cloak? A cloak she wore, or, though not clear my sight, I might have seen her— Think you not I might? EMMA. O! this is glorious!— while your passion lives, To the loved maid a robe of grace it gives; And then, unjust! beholds her with surprise Unrobed, ungracious, when the passion dies. HRNRV. For this, my Emma, I to heaven appeal, I felt entirely what I seem'’d to feel; Thou wert all precious in my sight, to me The being angels are supposed to be; * Bot'ſt Nicht Ward Die H Wenn Hatt'ſt Gewiß Obſcho Vortr Der Dann Daß i Beim War g Wie ſt So ſa —————— 191 Bot'ſt du die Kunſt, die dem Geſchlechte eigen, Nicht auf, den Engel meinem Blick zu zeigen? Ward der Verdruß nicht oft von dir beſiegt, Die Heftigkeit in Schlummer nicht gewiegt? Wenn ſo dein Weſen mild und ſanft erſchien, Hatt'ſt du nicht einen Mantel nur geliehn? Gewiß, ſonſt haͤtt' ich, du wirſt es geſtehn, Obſchon geblendet, dich denn doch geſehn? Emma. Vortrefflich!— Eure Leidenſchaft verleiht Der Heißgeliebten erſt ein Grazienkleid; Dann ſtaunt ihr, iſt die Leidenſchaft erſtorben, Daß ihr ein ſchlichtes Maͤdchen nur erworben. Heinrich. Beim Himmel! Emma, was ich dir geſtand, War ganz und einzig, was mein Herz empfand; Wie ſich mein Geiſt ein hoͤh'res Weſen malt, So ſah ich dich von Glorien umſtrahlt; And am I now of my deception told Because I'm doom'd a woman to behold? EM MA. Sir! in few words I would a question ask— Mean these reproaches that I wore a mask? Mean you that I by art or caution tried To show a virtue, or a fault to hide? HENRV. I will obey you— When you seem'd to feel Those books we read, and praised ihem with such zeal, Approving all that certain friends approved, Was it the pages, or the praise you loved? Nay, d0 not frown— I much rejoiced to find Such early judgment in such gentle mind; But, since we married, have you deign'd to look On the grave subjects of one favourite book? Or have the once-applauded pages power T'engage their warm approver for an hour? zeal, Zeihſt du mich jetzt des Trugs, der Hinterliſt, Weil ich das Weib nun ſchaue, wie es iſt? Emma. Vermeinen Sie, mein Herr, das muß ich fragen, Mich des Betrugs, der Falſchheit anzuklagen? uUnd glauben Sie, daß mit verſtellten Zuͤgen Ich Fehler barg und Tugend wollte luͤgen? Heinrich. Du willſt's, wohlan— wenn du Gefuͤhl bewieſeſt Beim Buche, das wir laſen, eifrig prieſeſt, Was ein gewiſſer Freund gelobt, war's dann Die Schrift, die dir den Beifall abgewann? O zuͤrne nicht,— dein fruͤh gereifter Sinn, Dein Urtheil, riß mich zur Bewund'rung hin: Doch haſt du nun, ſeit uns die Eh' verbunden, An jenem Lieblingsbuch Geſchmack gefunden, Zieht dich der ſonſt beliebte Studienplan Jetzo auch nur auf Augenblicke an? 13 Nay, hear me further— When we view'd that dell, Where lie those ruins— you must know it well—* When ihat worn pediment your walk delay'd, And the stream gushing through the arch decay'd; When at the venerable pile you stood, Till the does ventured on our solitude, We were so still! before the growing day Call'd us reluctant from our seat away— Tell me, was all the feeling you express'd The genuine feeling of my Emma's breast? Or was it borrow'd, that her faithful slave The higher notion of her taste might have? So may I judge, for of that lovely scene The married Emma has no witness been; No more beheld that water, falling, flow Through the green fern that there delights to grow. Once more permit me— Well, I know, you feel* For suffering men, and would their sufferings heal, But when at certain huts you chose to call, At certain seasons, was compassion all? 195 O hoͤr' mich aus— weißt du noch, wie einmal —* Bei der Ruine wir verweilt im Thal?— Durch alte Bogen ſtuͤrzt der Strom hinab, l; Weiß ſchaͤumend, in das dunkle Felſengrab; Du lehnt'ſt am Pfeiler, warſt, der Welt entruͤckt, Von jener ſchoͤnen Wildniß hoch entzuͤckt; Kaum mahnte uns der Mittagsſonne Gluth Vom Ort zu ſcheiden, wo wir ſuͤß geruht— Gab dazumal dein ſo beredter Mund Die eign' Empfindung meiner Emma kund? Lieh ſie Gefuͤhle nicht, damit den treuen, Bewund'rungsvollen Sklaven zu erfceuen? Faſt ſcheint es ſo, denn Emma, Heinrichs Frau, Sehnt ſich nicht mehr nach jener holden Schau, Verweilt nicht mehr beim Waſſerfall, den gruͤn n. Und friſch die Farrenkraͤuter noch umbluͤhn. 1* Ein Wort noch— Ja, ich weiß es, Emma heilt Gern fremdes Leid, das ſie mitleidig theilt; Doch, wenn ſie ſonſt dem Ungluͤck nachgeſpuͤrt, War's Mitleid bloß, was hin zur Huͤtte ſie gefuͤhrt? 2* 13 I there beheld thee, to the wretched dear As angels to expiring saints appear When whispering hope— I saw an infant press'd And hush'd to slumber on my Emma's breast! Hush'd be each rude suggestion! Well I know, With a free hand your bounty you bestow; And to these objects frequent comforts send, But still they see not now their pitying friend. A merchant, Emma, when his wealth he states, Though rich, is faulty if he over-rates His real store; and, gaining greater trust 3 For the deception, should we deem him just? If in your singleness of heart you hide No flaw or frailty, when your truth is tried, And time has drawn aside the veil of love, We may be sorry, but we must approve; 1 The fancied charms no more our praise compel, But doubly shines the worth that stands so well. —9 Gleichwie der Hoffnung Engel niederſteigt Zum Sterbenden, ſah ich dich mild geneigt Zum Armen, ſah das Kind an Emma's Bruſt Gedruͤckt und eingewiegt in Schlummers Luſt! Fern ſey der harte Argwohn!— denn du ſpendeſt Freigebig aus, ich weiß es wohl, und ſendeſt Dem Duͤrft'gen die erſehnte Labung gern; Doch die mitleid'ge Freundin bleibt ihm fern. Ein Kaufmann, Emma, der, was ihm gehoͤrt, Berechnend uͤberſchaͤtzt, iſt ſtets bethoͤrt Und bruͤchig; wollt' er noch Vertrau'n gewinnen Durch Schein, ſo waͤre ſchuldig ſein Beginnen. Bewahrt'ſt du, wenn die Pruͤfungsſtunde ſchlug, Ein treues Herz mir, hehlteſt keinen Trug; So blieb, anſtatt des fluͤchtigen Entzuͤcken, Das wir vermiſſen, g'nug uns zu begluͤcken; Und hoͤher ſchaͤtz' ich nun, vom Wahn zuruͤckgekehrt, Die ſtille Tugend, die ſich durch die Zeit bewaͤhrt. 198 E MMA. O! precious are you all, and prizes too, 4 Or could we take such guilty pains for you? Believe it not— As long as passion lasts, A charm about the chosen maid it casts;. And the poor girl has little more to do Than just to keep in sight as you pursue: Chance to a ruin leads her; you behold, And straight the angel of her taste is told; Chance to a cottage leads you, and you trace A virtuous pity in the angel's face; She reads a work you chance to recommend And likes it well— at least, she likes the friend; But when it chances this no more is done She has not left one virtue— No! not one! But be it said, good sir, we use such art,. Is it not done to hold a fickle heart, 4 And fix a roving eye?— Is that design Shameful or wicked that would keep you mine? 4 Ihr koſtbar'n Maͤnner! ja, ihr ſeyd es werth, Daß uns ſo ſchuld'ge Muͤh' um euch beſchwert! Doch glaubt es nicht, nur eure Leidenſchaft Leiht der Geliebten kurze Zauberkraft; Das arme Kind thut wenig mehr dabei, Als daß ſie euch nur eben ſichtbar ſey: Ein Zufall fuͤhrt ſie zur Ruine hin, und flugs bezaubert euch ihr Schoͤnheitsſinn; Ein Zufall fuͤhrt zum Strohdach eure Schritte, Und einen Engel ſchaut ihr in der Huͤtte; Sie lieſtt gern, was der Freund zufaͤllig ihr empfahl, und lobt zuwenigſt des Geliebten Wahl; Doch will ſich dies zufaͤllig nicht mehr ſchicken, Wollt ihr nichts lobenswerth an ihr erblicken! Ihr Herren ſprecht von Kuͤnſten, die wir brauchen,— Doch feſſelt man die flatterhaften Augen und Herzen anders? Und war dies mein Plan Mit dir, was hab' ich Arges denn gethan? ₰ 200 If I confess the art, I would proceed To say of such that every maid has need. Then when you llatter— in your language— praise, In our own view you must our valne raise And must we not, to this mistaken man, Appear as like his picture as we can? If you will call— nay, treat us as divine, Must we not something to your thoughts incline? If men of sense will worship whom they love, Think you the idol will the error prove? What! show him all her glory is pretence, And make an idior of ihis man of sense? Then, too, suppose we should his praise refuse, And clear his mind, we may our lover lose; In fact, you make us more than nature makes, And we, no doubt, consent to your mistakes; NYou will, we know, until the frenzy cools, Enjoy ihe transient paradise of fools; 201 Dergleichen Kuͤnſte, wollt ihr ſo ſie nennen, Braucht jedes Maͤdchen, das will ich bekennen. Bei eurem Schmeicheln, ihr zwar heißt es— loben, Fuͤhlt Jede ſich im eignen Aug' erhoben, Und ſucht, dem Bild, das der getaͤuſchte Mann Von ihr gemalt, zu aͤhneln wie ſie kann. Wenn ihr uns Engel nennt und ſo behandelt, Erſcheinen wir uns ſelber faſt verwandelt! Soll, wenn uns kluge Maͤnner blind verehren, Der Abgott ſie vom Irrthum ſelbſt belehren, Die Nichtigkeit gelieh'ner Glorie zeigen, G Und darthun, wie auch Kluge ſich verſteigen? Geſetzt nun, wir benaͤhmen euch den Wahn, So waͤr's um eure Liebe ja gethan; Fuͤrwahr, ihr macht mehr aus uns, als wir ſind, Und wir geſtatten's, ſehen gern euch blind; Ihr ſchwelgt, bis ſich die fluͤcht'ge Gluth verloren, Beſeliget im Paradies der Thoren; But fancy fled, you quit ihe blissful state, And truth for ever bars the golden gate. HENRV. True! but how ill each other to upbraid „Tis not our fault that we no longer staid; No sudden fate our lingering love supprest, It died an easy death, and calmly sank to rest: To either sex is the delusion lent, 3 And when it fails us, we should rest content, „Tis cruel to reproach, when bootless to repent. EMMA. Then wise the lovers who consent to wait, And always lingering, never try the state; But hurried on, by what they call their pain And I their bliss, no longer they refrain; To ease that pain, to lose that bliss, they run To ihe church magi, and the thing is done; A spell is utter'd, and a ring applied, And forih they walk a bridgegroom and a bride, le, 203 Doch iſt das Bild entfloh'n, ſo ſchließt im Nu Die Wahrheit hinter euch die goldne Pforte zu. Heinrich. Ach ja! Doch unrecht iſt's, uns zu verklagen, Da wir die Schuld nicht des Verluſtes tragen; Kein jaͤh Geſchick grub unſ'rer Liebe Grab, Wie ſie ſo leicht verblich, ſank ſie gemach hinab: Zur Taͤuſchung mag ſo Mann als Weib ſich neigen, Drum ſollt' uns ruhig laſſen ihr Entweichen, Wo Reue nutzlos waͤr', iſt's milder wohl, zu ſchweigen. Emmg. O weiſe! die vor lauter Liebesklagen Und Sehnſucht ſich nicht in den Eh'ſtand wagen; Doch Andre treibt— ſie nennen's— ihre Pein, — Ihr Segen iſt's— unaufhaltſam hinein: Jene zu lindern, dieſen in Gefahr Zu bringen, hilft der Magus am Altar; Ein kurzer Spruch, ein Ringlein an die Hand— Und weiter zieht das hochbegluͤckte Paar;— To find this counter-charm, this marriage rite, Has put their pleasant fallacies to flight! 4 un But tell me, Henry, should we truly strive, S May we not bid the happy dream revive?. D HENRV. Alas! they say when weakness or when vice Un Expels a foolish pair from Paradise, Do The guardian power to prayer has no regard,. Un The knowledge once obtain'’d, the gate is barr'd; Bl Or could we enter we shauld still repine, Unless we could the knowledge too resign. Yet let us calmly view our present fate, 3 And make a humbler Eden of our state; With this advantage, that what now we gain, Experience gives, and prudence will retain. EMMA. Ah! much I doubt— when you in fury broke That lovely vase by one impassion'd stroke, 205 Doch ach! als Gegenzauber wirkt das Band, Und ihrer Traͤume ſuͤße Taͤuſchung ſcwand!— Sprich, Heinrich, mag bei ernſtlichem Bemuͤh'n Der ſel'ge Fruͤhling nicht auf's neue uns erbluͤhn? Heinrich. Umſonſt, wir gleichen jenem ſchuld'gen Paar, Das aus dem Paradies vertrieben war, Und, weil es vom Erkenntnißbaum genoſſen, Blieb ſeinem heißen Flehn das Thor verſchloſſen; Nicht minderte ſelbſt Ruͤckkehr unſer Klagen, Wir koͤnnten der Erkenntniß denn entſagen. Doch laß die Gegenwart uns ruhig ſchau'n, Und ein beſcheid'ner Eden drin erbau'n, Wo, was Erfahrung Gutes uns beſchert, Ein kluger Sinn behuͤtet und vermehrt. Emma. Ich hoff' es kaum.— Als den porz'lanen Krug Mir deine Hand im Zorne juͤngſt zerſchlug, 2 06 And thousand china-fragments met my sight, Till rising anger put my grief to flight; 3 As well might you the beauteous jar repiece, As joy renew and bid vexation cease. HENRVY. Why ihen„tis wisdom, Emma, not to keep These griefs in memory; they had better sleep. There was a time when this heaven-guarded isle, Whose valleys flourih— nay, whose mountains smile, Wi Was steril, wild, deform'd, and beings rude Creatures scarce wilder than themselves pursued; Vo The sea was heard around a waste to howl, Und The night-wolf answer'd to the whooting owl, De And all was wretched— Yet who now surveys 2* Der The land, withholds his wonder and his praise? und Laf Come, let us try and make our moral view Improve like this— this have we power to do. 18 207 Sah ich die ſchoͤnen Scherben an mit Gram, Bis mich der Aerger ſelber uͤbernahm— Doch leichter moͤcht'ſt du wohl die Scherben wieder fuͤgen, Als vor'ges Gluͤck erneu'n, den Gram in Schlummer wiegen. Heinrich. Nicht weiſ' iſt's, Emma, immerfort im Herzen Zu hegen, was wir beſſer wohl verſchmerzen. Das theure Inſelland, wo Thal und Hoͤh'n Wir jetzo reich geſegnet, lachend ſehn, War einſt unfruchtbar, rauh, der Aufenthalt Von Weſen, wilder als das Wild im Wald, Und um die Oede heulte rings die See, Des Nachtwolfs Schrei, der Eulen grauſig Weh— Dennoch ergoͤtzt ſich, wer es jetzt erblickt, Und iſt darob verwundert und entzuͤckt. Laß ſehn, es muß uns eben ſo gelingen, Die inn're truͤbe Ausſicht zu bezwingen. 208 EM MA. O! PIl be all forgetkul, deaf and dumb, And all you wish, to hare those changes come. HENRY. And come they may, if not as heretofore, We cannot all the lovely vase restore; What we beheld in Love's perspective glass Has pass'd away— one sigh! and let it Pass— It was a blissful vision, and it fled, And we must get some actual good instead: Of good and evil that we daily find, That we must hoard, This banish from the mind; The food of Love, that food on which he thrives, To find must be the business of our lives; And when we know what Love delights to see, We must his guardians and providers be. As careful peasants, with incessant toil, Bring earth to vines in bare and rocky soil, O ge Brin Den Ein Laß Ball Die Und Gl 209 Emma. O gern vergeſſ' ich Alles, was es ſey, Bringt dies ſo heitern Wechſel nur herbei! Heinrich. Vertraue dem— mag es uns auch nicht gluͤcken, Den Krug ganz herzuſtellen aus den Stuͤcken; Was wir dereinſt geſehn im Zauberſchein Der Liebe, iſt dahin— ach! laß es ſeyn— Ein Trugbild war's, und da es mußt' entſchwinden, Laß uns dafuͤr das wirklich Gute finden: Bald Uebles wird, bald Gutes zugemeſſen, Dies woll'n wir ſammeln, jenes ſchnell vergeſſen⸗ Die Nahrung, die die Liebe kann beleben, Zu finden, ſey uns einziges Beſtreben, Und was der Liebe Luſt und Freude macht, Das werd' ihr ſorglich immer dargebracht. Gleichwie der Winzer rauhen Fels mit Erde Muͤhſam bedeckt, damit er fruchtbar werde, 14 And, as they raise with care each scanty heap, Think of the purple clusters they shall reap; So those accretions to the mind will bring, Whence fond regard and just esteem will spring; Then, though we backward look with some regret On those first joys, we shall be happy yet. Each on the other must in all depend, The kind adviser, the unfailing friend; Through the rough world we must each other aid, Leading and led, obeying and obey'd; Favour'd and favouring, eager to believe What should be truth— unwilling to perceive What might offend— determined to remove What has offended; wisely to improve What pleases yet, and guard returning love. Nor doubt, my Emma, but in many an hour Fancy, who sleeps, shall wake with all her power; And we shall pass— though not perhaps remain— To fairy-land, and feel its charm again. — Und fleißig dann beſchneidet ſeine Reben, Den Purpurtrauben Waͤrm' und Licht zu geben; So laß uns treu den geiſt'gen Boden bau'n, Woraus die Achtung ſproßt und das Vertraun: ret Dann— ob wir mit Bedauern ruͤckwaͤrts blicken— Wird auch die Gegenwart uns noch begluͤcken. Des Einen Wunſch ſey auch der Wunſch des Andern, Als treue Freunde laß vereint uns wandern— id,— Mit ſanftem Rath uns helfen— durch das Leben; Stets wechſelſeitig leitend und ergeben, Gefaͤllig und bereit, das Ohr zu leihn Der Wahrheit, leichten Anſtoß zu verzeihn, Und Mißverſtaͤndniß, wo ſich's zeigt, zu heben; Befoͤrdernd, was dem Gatten wohlgefaͤllt Und was den Sinn der Lieb' in uns erhaͤlt. So, liebe Emma— zweifle nicht— erwacht r; Die Phantaſie wohl oft mit alter Macht, — Und zaubert uns— waͤr' es auch nur auf Stunden,— Zuruͤck in's Feenland, wo wir uns ſonſt befunden. + 14