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und Nationalſchulen wußte man noch nichts, denn dieß Alles lag damals noch im Schehe der Zeit begraben, die noch kein Zeichen von Wehen dieſer Art gab.
Die beiden Männer waren eine Zeit lang, ohne ein Wort zu ſprechen, neben einander herge⸗ gangen, bis endlich Jorrocks das Stillſchweigen mit der Bemerkung unterbrach, daß ihm nicht ganz wohl zu Muth ſei.
„In Betreff des Boots?“
„Nein. Das muß ſchon lang herein und mit ſeiner Ladung ſicher geborgen ſein.“
„Was iſt es alſo, was Bich beunruhigt?“ fragte ſein Gefährte erſtaunt.
„Das Frauenzimmer, das ſeit fünf Tagen re⸗ gelmäßig von Plaxted in den Delphin gekommen iſt, um dort die Ankunft des Kutters, zu welcher Stunde es auch ſei, zu beobachten,“ bemerkte der ältere der Beiden.
„Sie erwartet Jemand?“
„So ſagt ſie.
„Und Du glaubſt ihr nicht?“
„Nein; denn woher ſollte ſie genau die Zeit wiſſen?“
„Wahrſcheinlich hat ſie ſie blos zufällig er⸗ rathen.“
„Pah!“ rief Jorrocks im Tone der Gering⸗ ſchätzung, die Einfalt ſeines Genoſſen „das magſt Du Dummköpfen weiß machen. Ich vermuthe, daß ſie nichts Geringeres, als eine Spionin iſt, die unſer Thun und Laſſen über⸗ wacht. Sollten wir ſie hier treffen,“ ſetzte er mit


