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53. Jh 37
El. Komm' zu mir, kleiner Enkel! hor' ein Wort! (Sie nimmt Arthur beyſeit.)
R. Joh. Komm' zu mir, Hubert.— O mein beſter 3 Hubert!
Wir ſind in deiner Schuld; dieß Haus von Fleiſch Hegt eine Secle, die dich Glaͤub'ger achtet,
Und deine Liebe will mit Wucher zahlen.
Und dein freywill'ger Eid, mein guter Hubert, Lebt ſorgſamlich gepflegt in dieſer Bruſt.
Gieb mir die Hand. Ich haͤtte was zu ſagen, Allein ich ſpar's auf eine beß're Zeit.
Beym Himmel, Hubert, faſt muß ich mich ſchaͤmen, Zu ſagen, wie du lieb und werth mir biſt.
Zub. Gar ſehr verzflichtet Eurer Majeſtät.
R. Joh. Noch, Freund, haſt du nicht Urſach, das zu ſagen,
Doch du bekömmſt ſie; wie die Zeit auch ſchleicht, So koͤmmt ſie doch fuͤr mich, dir wohlzuthun. Ich hatte was zu ſagen,— doch es ſey: Die Sonn' iſt droben, und der ſtolze Tag, Umringt von den Ergötzungen der Welt, Iſt allzuuͤppig und zu bunt geputzt, ſim mir Gehoͤr zu geben.— Wenn die Glocke Der Mitternacht mit ihrer ehrnen Zunge Der Nacht zum traͤgen Laufe vorwaͤrts rief'; Wenn dieß ein Kirchhof waͤre, wo wir ſtehn, Und du von tanſend Kraͤnkungen bedruͤckt; Und wenn der duͤſtre Geiſt, Melancholie, Dein Blut gedoͤrrt, es ſchwer und dick gemacht, Das ſonſt mit Kitzeln durch die Adern laͤuft, Und treibt dem Geck Gelaͤchter in die Augen, Daß eitle Luſtigkeit die Wangen ſpannt,— Ein Trieb, der meinem Thun verhaßt iſt;— oder Wenn du mich koͤnnteſt ohne Augen ſehn, Mich hoͤren ohne Ohren, und erwiedern Ohn' eine Zunge, mit Gedanken bloß, Ohn' Auge, Ohr und läſt'gen Schall der Worte: Dann wollt' ich, trotz dem lauernd wachen Tag, In deinen Buſen ſchuͤtten, wgs ich denke. Doch ach! ich will nicht.— Doch bin ich dir gut, Und glaub' auf Ehre auch, du biſt mir gut.
ub. So ſehr, daß, was ihr mich vollbringen heißt,


