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Nun, Mathieu taͤuſchte die Wuͤnſche ſeines vor⸗ trefflichen Vaters nicht; er wurde kein Jeſuit, das liebe Kind! 8.
Mit zehn Jahren ſtieß er ſeine Mutter mit Fuͤßen, beleidigte alte Leute, ſtahl Naͤgel, um ſie zu verkaufen, that Nichts in der Werkſtatt, empfing glorreiche Puͤffe von ſeinem Herrn Vater und brachte ganze Tage außer dem Hauſe zu.
Mit zwoͤlf Jahren hatte Mathieu ſchon, wie man ſagt, die Liebe gekannt, Fenſter eingeſchlagen, Waͤchter gepruͤgelt und war einer der Koryphaͤen des Amphi⸗ theaters im Ambigu und den Funambulen geworden.
Solche Abſcheulichkeiten nahmen immer mehr zu, und der Strom ſeiner Ausſchweifungen wurde ſo, daß er Ruf, Ehr' und Habe Jean Guichards zu verſchlingen drohte, der beſagtem Strome vergebens als Damm eine bedeutende Menge ulm⸗ und Eſchenſtoͤcke entgegenge⸗ ſetzt hatte; ſie waren auf Mathieu's Ruͤcken ſaͤmmtlich in Stuͤcke zerſprungen, ohne die geringſte Aenderung in ſeinen Straͤflingsgewohnheiten zu bewirken. Aber gluͤcklicherweiſe entſann ſich Jean Guichard einer naiven Volkstradition, in Frankreich und vorzuͤglich in Paris ſehr gewoͤhnlich, welche darin beſteht, die Marine als eine Art Bagno oder Abzugsgoſſe zu betrachten, in welche man allen geſellſchaftlichen Unrath werfen kann. So, wenn ein Sohn von Familie einen jener entzuͤckenden Streiche begangen hat, die man ungluͤcklicherweiſe nur


