Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

96

ſiel Und dieſer Mann, ihr Gatte, ihr Vater, hält ſich für rechtſchaffen!l!! a un de.

Iſt das eine Abendgeſellſchaft? ahnl scrranniit

Soll ich indeſſen wählen, ſo ziehe ich doch die Spiel⸗ Säle vor. Das Spiel iſt doch Etwas; es iſt doch in unſerer Zeit, wo Alles ein Spiel iſt, wo man mit der Oelung wie mit Anleihen, mit Drei⸗Sechſen und Drei für Hundert ſpielt, wo man ſein Gewiſſen für ein Amt und ſein Va⸗ terland für einen Ditel verſpielt, wenigſtens feine ernſte und gemeſſene Beſchäftigung. Ja, ja, ich ziehe den Spiel⸗ Saal vor. Nachts, bei den Ambra⸗Kerzen, mit recht glatten Karten, an der Seite hübſcher Frauen ſpielen, die für Euch wetten, deren heißer Athem, je nachdem es Pigque oder Coeur iſt, ruhig oder bewegt Euer Haar liebkoſt oder in die Höhe treibt; neben hübſchen Frauen, welche Euch mit lieblichem Lächeln danken, wenn Ihr gewonnen, mit Euch grollen, wenn Ihr verloren habt: denn ſie ſind ſchlechte Spieler, die Frauen! Das iſt doch beinahe ein Vergnü⸗ gen zu nennen. 3 190 aln n

Arme Jugend! Politik und Spiel mißbraucht und ruinirt ſie, macht ſie verdrüßlich, eigenſinnig und trocken wie das Alter der Regierung. Seht jene Stube im ſechsten Stock dort, jene von oben erleuchtete Dachſtube; wenn es drau⸗ ßen regnet, regnet es auch ein; ein Bett von gemaltem Holz, eine altmodiſche Kommode, ein Felleiſen, ein Tiſch

und zwei Stühle ſind ihre ganzen Habſeligkeiten: ein Stu⸗

dent, der arme Sohn eines reichen Vaters, welcher ihm befoh⸗