Teil eines Werkes 
3. Band (1845)
Entstehung
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Gott mehr exiſtiren. Religion iſt ein Popanz, erfunden fuͤr das Koͤnigthum, das Schreckensge⸗ ſpenſter braucht, um den murrenden Sklaven ein⸗ zuſchuͤchtern. Die Republik und ihre freien Buͤr⸗ ger brauchen weder Gott noch Koͤnig. Wir wol⸗ len Tribunen, aber keine Kanzel. Geſetz iſt Mo⸗ ral, Gott iſt Vernunft. Die Tempel muͤſſen ge⸗ ſchloſſen, die Kirchenguͤter dem Pfaffengezuͤcht ent⸗ riſſen und Eigenthum der Nation werden.. Ihr, meine theuren Freunde, tragt im Convent auf Abſchaffung der chriſtlichen Religion an, und ich und mein Queue: mein Bruder, St. Juſt, Chaumette, Anacharſis Clvotz, Collot d'Herbvis werden Euern Antrag unterſtuͤtzen... Habt Ihr mich verſtanden?

Ja! ſchrie Chabot und leerte ſein Gias.

Du haſt Recht, Unbeſtechlicher! Fruͤher war ich ein frommer Kapuziner, jetzt bin ich ein Atheiſt. Die Religion genirt, man muß ſie uber Bord werfen, declamirte der beſoffene Père Du⸗ chesne und fing plotzlich zu ſpeien an.

Hebert iſt ein Schwein! rief Robespierre.