Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

e⸗

9

griffe find, iſt die alte Pedantin, die man die Univerſität Heidelberg nennt. Das Rendez⸗vous, das unſerer harrt, iſt ohne Zweifel ein Duell auf Leben und Tod. In je⸗ dem Fall ſind wir erſt für den 20. berufen. Oh! je mehr ich darüber nachdenke, deſto mehr finde ich, daß es eine wahre Narrheit von uns war, daß wir nicht unter friedlichem Obdach dort geblieben ſind. Doch ſo bin ich nun einmal; ich gebe Dir immer nach; Du gehſt voran und ich folge Dir!

Beklage Dich doch, daß Du mir folgſt, erwiederte

Samuel mit einem etwas ſpoͤttiſchen Ausdruck,beklage Dich

doch, wenn ich es bin, der Dir den Weg bahnt. Wäre ich Dir nicht voranmarſchirt, ſo hätteſt Du ſchon zehn⸗ mal, den Berg hinabrollend, Deinen Hals gebrochen. Auf, laß den Zügel ſchießen und ſtelle Dich auf Deinen ſegtgen feſt, hier liegt eine Tanne, die den Weg ver⸗ perrt.

Während eines kurzen Stillſchwelgens, das nun ein⸗ Jat, hörte nur hinter einander den doppelten Sprung zweier Pf

Hur! machte Samuel. Dann wandte er ſich gegen ſeinen Gefährten um und ſagte:

Nun! mein armer Julius 2

Nun! erwiederte Julius,ich beklage mich fort⸗ während über Deine Halsſtarrigkeit, und ich habe Recht: ſtatt der Straße zu folgen, die man uns bezeichnet, das heißt, ſtatt längs hnſheiehne hinzureiten, der uns unmittelbar zum Neckar geführt hätte, wählſt Du einen Seitenweg mit der Behauptung, Du kennſt die Gegend, während Du, davon bin ich feſt überzeugt, nie hier ge⸗ weſen biſt. Ich, ich wollte einen Führer nehmen.

Einen Führer? wozu? Bah! ich kenne den Weg.

Ja, Du kennſt ihn ſo gut, daß wir nun im Ge⸗ birge verirrt ſind, nicht wiſſen, wo der Süd oder wo der Nord iſt, nicht vorwärts und nicht rückwärts können.