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Ein drohendes Gemurmel erhob ſich rings um Roland; die Worte, welche er ſoeben geſprochen, waren gehört worden.
Das war gerade, was nöthig war, um den ungeſtümen jungen Mann zu reizen.
„Ah! ſo ſteht es?“ ſagte er.
Und er legte die rechte Hand an eines ſeiner Piſtolenholfter.
Aber mit einer Bewegung, raſch wie der Ge⸗ danke, ergriff Cadoudal ſeine Hand, und während er vergeblich verſuchte, ſie von der Umfaſſung des Eiſens loszumachen, ſagte Cadoudal:
„Feuer!“
Zwanzig Gewehre wurden zu gleicher Zeit abge⸗ feuert und wie eine träge Maſſe ſank der Biſchof getroffen nieder.
„Ha!“ rief Roland,„was haben Sie gethan?“
„Ich zwang Sie, Ihren Schwur zu halten,“ antwortete Cadoudal,„Sie hatten verſprochen, Alles zu ſehen und Alles zu hören, ohne ſich irgend etwas zu widerſetzen.“*
„So ſoll jeder Feind Gottes und des Königs umkommen,“ ſagte Sabre⸗tout mit feierlicher Stimme.
„Amen,“ antworteten alle Umſtehenden wie mit einer Stimme und mit unheimlicher Einmüthigkeit.
Dann entkleideten ſie die Leiche des prieſterlichen Ornates, den ſie in die Flamme des Scheiterhaufens warfen, ließen die andern Reiſenden wieder in den Wagen ſteigen, ſetzten den Poſtillon auf ſein Pferd und ſagten, indem ſie auseinander traten, um die Diligence durch zu laſſen:
„Geh' mit Gott!“
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