„Verzeihung,“ ſagte Morgan zu Tiffanges,„es bereitet ſich wahrſcheinlich ein Unternehmen vor, zu dem ich gehöre; ich muß Ihnen deßhalb zu meinem großen Bedauern Lebewohl ſagen: nur laſſen Sie mich, ehe ich Sie verlaſſe, Ihre Weſte und Ihre Beinkleider, von denen man mir geſprochen, genau anſehen; es iſt eine Liebhaberneugierde, die Sie hoffentlich entſchuldigen werden.“
„Wie ſo,“ machte der junge Vendéer,„mit dem größten Vergnügen.“
Und er näherte ſich den Candelabern, welche auf dem Kamine brannten, mit einer Eile und Zuvor⸗ kommenheit, die ſeiner Höflichkeit alle Ehre machten.
Weſte und Beinkleider ſchienen vom ſelben Stoffe zu ſein; aber welcher Art war dieſer Stoff? Dieſe Frage mußte ſelbſt den geübteſten Kenner in Verle⸗ genheit ſetzen.
Das Beinkleid war ein gewöhnliches feſtanliegen⸗ des Beinkleid von zarter Farbe, welche zwiſchen Cha⸗ mois und Fleiſchfarbe ſpielte; ſie hatte nichts Be⸗ merkenswerthes, als daß ſie ohne Naht war und doch feſt anſchloß.
Die Weſte hatte dagegen zweierlei charakteriſtiſche Eigenſchaften, welche die Aufmerkſamkeit mehr auf ſie zogen: ſie hatte drei Löcher von Kugeln, welche man nicht zugenäht, ſondern durch einen Karmin noch gehoben, der das Blut täuſchend nachahmte.
Außerdem war auf die linke Seite das blutende Herz gemalt, das den Vendéern als Erkennungszei⸗ chen diente.
Morgan betrachtete die beiden Gegenſtände mit


