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III. Das Urtheil.
Am andern Tage erwachte Roland, der erſt gegen zwei Uhr Morgens eingeſchlafen, um ſieben Uhr.
Als er aufwachte, ſammelte er ſeine zerſtreuten Erinnerungen, rief ſich ins Gedächtniß zurück, was am Tage vorher geſchehen war, und erſtaunte, daß Sir John ihn nicht bei ſeiner Heimkehr aufgeweckt.
Er kleidete ſich raſch an und ging auf die Ge⸗ fahr hin, ihn in ſeinem erſten Schlafe zu ſtören, an die Thüre von Sir John und pochte.
Aber Sir John antwortete nicht.
Roland pochte heftiger.
Die gleiche Stille.
Diesmal miſchte ſich etwas Unruhe in die Neu⸗ gierde Rolands.
Der Schlüſſel ſteckte von außen; der junge Offi⸗ zier öffnete die Thüre und warf einen raſchen Blick in das Zimmer.
Sir John war nicht in ſeinem Zimmer, Sir John war gar nicht nach Hauſe zurückgekehrt.
Das Bett war noch unberührt.
Was war aber geſchehen?
Es galt keinen Augenblick zu verlieren, und bei der Raſchheit der Entſchlüſſe, die wir an Roland kennen, ahnt man, daß er auch keinen Augenblick verlor.
Er eilte nach ſeinem Zimmer, zog ſich vollends


