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„Nun!“ fragte Billot,„was ſoll ich mit dieſem Zettel machen, da weder der Name, noch die Adreſſe desjenigen, welchem ich es übergeben ſoll, darauf ſteht?“
„Was die Adreſſe betrifft, ſo hat der, an welchen ich Sie empfehle, keine; was ſeinen Namen betrifft.. er iſt wohlbekannt. Fragen Sie den erſten, den beſten Arbeiter, dem Sie begegnen, nach Gonchon, dem Mirabeau des Volkes.“ xit„Gonchon, Du wirſt Dich dieſes Namens erinnern,
itou.“ „Goncho oder Gonchonius,“ ſagte Pitou,„ich werde mich erinnern.“
„Zu den Invaliden! zu den Invaliden!“ brüllten die Stimmen mit wachſender Wildheit.
„Vorwärts!“ ſprach Marat zu Billot,„und der Genius der Freiheit gehe Dir voran.“
„Zu den Invaliden!“ rief nun Marat ſelbſt.
ünd er zog, von mehr als zwanzigtauſend Men⸗ ſchen gefolgt, den Quai de Gevres hinab.
Billot nahm in ſeinem Gefolge fünf bis ſechs⸗ mit. Das waren diejenigen, welche Gewehre
atten. In dem Augenblick, wo der Eine am Fluß abwärts zog, während der Andere gegen das Boulevard hinauf⸗
ſtieg, ſtellte ſich der Stadkvogt an ein Fenſter und ſprach: „Meine Freunde, warum ſehe ich an Euren Hüten die grüne Cocarde?“
Das war das Lindenblatt von Camille Desmoulins, das Viele aufgeſteckt hatten, weil ſie es Andere auf⸗ ſtecken ſahen, doch ohne nur zu wiſſen, was ſie thaten.
„Hoffnung! Hoffnung!“ riefen einige Stimmen.
„Ja; doch die Farbe der Hoffnung iſt zugleich die des Grafen d'Artois. Wollt Ihr das Ausſehen haben, als träget Ihr die Livree eines Prinzen?“
„Rein, nein,“ riefen im Chor alle Stimmen und die von Billot über allen.


