Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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ſtande anzugehoͤren und hatte auch in ihrem Aeußern nichts Bemerkenswerthes. Wohl aber war ihre ſichtliche Aengſtlichkeit ganz geeignet Verdacht zu erwecken. Scheu blickte ſie rechts und links umher, ſah wohl auch zuweilen fluch⸗ tig uͤber die Schulter zuruͤck; bei jedem plotli⸗

chen Geraͤuſche bebte ſie zuſammen und dabei

ſchien es Hernandes, als richte ſie die ſpaͤhen⸗ den Blicke nach der, vor ihr ſtolz in die Wol⸗ ken emporragenden Burg Rungani, als wolle ſie irgend einen heimlichen Zugang zu derſelben erforſchen.

Durch das, was er waͤhrend des letzten

Tages gehoͤrt und ſelbſt erlebt hatte, ganz gegen

ſeine Natur, zum Argwohn gereizt, beſchloß

Hernandez dieſe Frau nicht aus den Augen zu laſſen, und wo moͤglich die Abſicht zu erfor⸗ ſchen, in der ſie hier auf ſo verdaͤchtige Weiſe um die Burg ſchleiche.