— 30— che ihn zu dem heimlichen Ausgange geleiten mußte, der eine gute Viertelſtunde von der Burg, von dichtem Geſtraͤuch umgeben, in das Freie fuͤhrte.
Die Thuͤr, welche den Gang ſchloß, war ſeit einer Reihe von Jahren nicht geoͤffnet wor⸗ den; feſt in ihren Angeln eingeroſtet, wider⸗ ſtand ſie lange Hernandez Anſtrengungen und ſchon glaubte er die Hoffnung aufgeben zu muͤſ⸗ ſen, ſich auf dieſem Wege in Freiheit zu ſetzen, da machte er noch einen Verſuch, raffte ſeine ganze Kraft zuſammen, und krachend flog die Thuͤr auf, die friſche freie Luft wehte ihm er⸗ quickend entgegen und er ſah ſich gerettet.
Mit aller Vorſicht verließ er nun den un⸗ terirdiſchen Gang, verſchloß ihn dann ſorgfaͤl⸗ tig wieder, damit kein Unberufener ihn ent⸗ decke, ſpaͤhete dann uͤberall umher und wagte ſich nicht eher in das Freie, als bis er ſich uͤberzeugt hatte, daß kein Menſch in der Naͤhe ſei.


