der Bildhauer getren wiedergegeben hatte. Der goldene Ritterſporn war an ſeiner Ferſe befeſtigt; und zu ſei⸗ nen Füßen ruhte in einem koſtbaren Sarg von ſchwar⸗ zem Marmor, dem nämlichen, von welchem die Statue war, einer„der grauſamſten Ritter, weicher nur je eine Lanze gegen einen ſterblichen Feind eingelegt hatte.“ In ſchwankender Bewegung an der Decke auf⸗ flackernd, fiel die ſchwache Flamme des Lichts hie und da auf die vorher erwähnten menſchlichen Geſtalten, welche dadurch aus der ſie umgebenden Finſterniß her⸗ ausgehoben, ihre dunklen und phantaſtiſchen Schatten den Boden entlang warfen. Ein alter Sarg auf einer Tragbahre, diente, wie wir geſagt haben, dieſem ge⸗ heimnißvollen Paar als Sitz. Zwiſchen ihnen ſtand eine Flaſche und ein Glas; ein deutlicher Beweis, daß, welches auch der eigentliche Zweck ihres heim⸗ lichen Beſuchs ſein mochte, ſie doch nicht ganz außer Angen gelaſſen hatten, für ihre Erquickung zu ſorgen. Zu den Füßen einer dieſer Perſonen lag eine Haue, eine Hornlaterne, aus welcher das Licht genommen worden war, ein Bund Schlüſſel, und einige andere Werkzeuge, welche einen Beruf bezeichnen, den unſere Leſer wohl gleich vermuthen werden. Neben dieſen Geräthſchaften lag ein ſonderbarer alter Dachshund mit lahmem Rücken und eisgrauer Schnautze; einem Kopfe, an welchem ein Ohr fehlte und einem Fuße ohne Taze. Sein Herr, denn als ſolchen wollen wir ihn bezeichnen, war ein alter Mann mit hoher Stirne, welcher mit einer ſonderbar geformten Nachtmüze bedeckt war, und deſſen untere Körpertheile enge, gerippte, grauwollene Hoſen bedeckten, welche, nach der früheren Mode, oberhalb des Kniees aufhörten. Der Ellbogen des alten Mannes ruhte auf dem Stiele ſeines Spatens, ſein Kinn wurde durch die Fauſt un⸗ terſtützt, und ſeine großen Glasaugen, Whe gleich orſchend
Irrlichtern in dem Dunkel leuchteten, ware auf ſeinen Begleiter geheftet. 1


