r
26 8 binde zu ſtecken bemüht,„es iſt ein Irrthum; ich verſichere Sie, ich muß das Opfer einer unſeligen Verwechslung ſein... Ich kenne mehr als zwanzig Perſonen, die mir ähnlich ſehen!— Nein, nein! Euch haben wir geſucht... vorwärts jetzt, raſch!— Warum verhaften Sie dieſen Mann?“ ſchreit Sans⸗ eravate, den Johann Ficelle von hinten ſtößt und ihm in's Ohr raunt:„Nimm Dich ſeiner an! prügle ſie durch! Du biſt ja ſtark!— Weil er ein Dieb iſt!“ entgegnet der Polizeibeamte, Labouſſole vor ſich her⸗ treibend.
Nun ſieht Paul Sanscravate an, der blaß und unbeweglich daſteht: das Wort Dieb hat ihn nüch⸗ tern gemacht.
Zweites Kapitel.
Eine Nacht im Atelier.— Ein Fetiſch.— Die Bur⸗ gunderin.
Es iſt ſehr unangenehm, in ſeinen Erwartungen getäuſcht zu werden, aber beſonders nach einem Liebesabenteuer ſchmerzt es am empfindlichſten; man hat ſich das Glück unter den angenehmſten Formen geträumt, die Einbildungskraft hat ſich die zarteſten Gemälde, die ſüßeſten Situationen zum Voraus ge⸗ ſchaffen; dieſe Gedanken ſind Einem in den Kopf ge⸗ ſtiegen, haben Einem den Geiſt erhitzt, wenn man nämlich Geiſt beſitzt, jedenfalls aber die Sinne ent⸗ flammt; und wenn dann aus Allem, was man ſich
A


