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die guͤnſtig lauſchen meinem muntern Spiele— Du zweifelſt?— Pruͤfen wir's!— mein Mohr! reich' mir den Speer— Zu den Zuſchauern.. ich zaubr' Euch gleich was vor!
Mohr reicht ihr die Lanze. Sie ſchlägt damit an eine Säule des Tempels. Augenblicklich wird die ganze Gegend verfinſtert; der Tempel verſchwindet unter einem
Donnerſchlage, und Ruinen eines alten, halb zerſtörten
Gebäudes zeigen ſich in tiefer Perſpective. Ein Ver⸗ huͤllter mit einer Fackel, und eine weiß verſchlei⸗ erte Jungfrau kommen gegangen. Der Verhüllte ſchlägt die Fackel an einem Felſen aus, und ermuntert die Jungfrau, an die Pforte des Gebäudes zu klopfen. Ein neuer Donner, und man erhlickt das Innere einer dunkeln Höle, nur von einer Lampe erleuchret. Ein Schwarz⸗ kuͤnſtler wirft Kräuter in ein ſonderbar geformtes kupfer⸗ nes Becken. Plötzlich praſſelt mit unterirdiſchem Krachen eine Flamme aus der Erde, entzündet das Rauchwerk. Der Zauberkeſſel verſinkt, und eine dichte ſchwarze Rauchſäule ſteigt aus der Erde. Der Verhüllte tritt vor. Wo der Keſſel verſunken iſt, ſteigt ein Todten geripp, mit der päbſtlichen Tiare bekleidet, aus der Erde, und zeigt dem Verhüllten die dreifache Krone mit der einen, eine Eiſenkette mit der andern Hand. Der Verhüllte ſtreckt die Hand nach der Krone aus, und die Erſcheinung verſchwin⸗ det. Jetzt tritt die verſchleierte Jungfrau vor. Ein ſchöner, ſchwarzgekleideter Genius ſteigt auf, und beut ihr eine königliche Krone. Sie ſchlägt dieſe aus. Der Genius verſinkt. Eine bedeckte Todtenbahre, vor dieſer ein ſchwarz Geharniſchter mit herabgelaſſe⸗ nem Viſir, kommen aus dem Boden. Sie will auf die Bahre zu. Der Geharniſchte warnt ſie mit der Hand. Da ſie gleichwohl ſich nähern will, berührt er das Leichentuch,


