Teil eines Werkes 
3. Bd. (1825) Theaterschriften
Entstehung
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tritt zwiſchen beide Muſen, und häͤngt ſich ſchmeichelnd an

ihre Arme.

Drum, holde Schweſtern! muͤßt Ihr auch verzeih'n, daß ich herniederſchwebe,

und Eure duͤſtern Reih'n

mit buntem Licht und Schein

und Zauberſpiel belebe.

Ihr ſchweigt? Nun wohl! ſo fuͤhre

ich ſelbſt mich ein.

Ich bin die juͤngſte Muſe, Avanture;

der Liebe Wunderland iſt mein.

Ich treibe mit lockenden Toͤnen

den Ritter uͤber Land, uͤber Meer;

mir folgen die zarten Schoͤnen

gewaffnet, wie Maͤnner, zum Heer.

Ich gaukle

und ſchaukle

durch Wolke und Welle,

vom Himmel zur Hoͤlle,

und reiße die trunkenen Sinnen

von hinnen, von hinnen;

mir gilt es gleich, ſei's moͤglich oder nicht; wenn's nur vergnuͤgt, ſo acht' ich keine Schranken; das Ungeſchaffne ruft mein Wort ans Licht; mein Flug iſt ſchnell, wie Blitze und Gedanken.

Klio. Haſt du geendet, junge Schwaͤtzerin?

Avanture. O laß mich, Schweſterchen! hier ſind wohl Viele,