wie ſie vermeint, daß er am beſten kleide,
von lieblich⸗wechſelnd, reizendem Geruch
zum frohen Feſt, zum Ringelreihn zu winden:
Man hört in der Ferne eine ſanfte Muſik. Auf Roſen⸗ wolken und von Schwänen gezogen, ſchwebt, von beiden Muſen unbemerkt, Avanture auf einem blumenbekränzten Wagen herab. ſo widert auch des Dichters freiem Sinn das enge kleine Leben; er erkennt nur das Geſetz, das er ſich ſelber gab, nur das Geſetz, das ſeine Freiheit ſtuͤtzt, und tief in ſeiner Bruſt, wie in den Sternen, geſchrieben iſt mit ewig heller Schrift; er raubt ſich aus der Horen Schweſterkreiſe nur Taͤnzerinnen, die ſein Aug' gewannen, verlebt in Augenblicken Mond und Jahr, und, wenn Ihr nicht mit leicht beſchwingtem Geiſt mit ihm durchfliegen moͤgt den weiten Raum, ſo kehrt zuruͤck und ruht am eignen Heerd!
Das ſind nur Tropfen fuͤr das Taggewuͤrm; doch keine Ufer kennt der ew'ge Wille;
nichts hemmt den Fluͤgelſchwung der Phantaſie! Drum muͤßt Ihr auch—
Avanture,
ein junges, üppig blühendes Mädchen in der phantaſtiſchen Kleidung eines Ritterfräuleins, iſt ausgeſtiegen. Ein ſchö⸗ ner Negerknabe und ein Zwerg, folgen ihr als Knappen⸗ Der erſte trägt eine bunte, mit Kränzen und Bändern ge⸗ ſchmückte Lanze und einen Schild mit Deviſe und Sinnbild; der andere ein Hifthorn und einen Schäferſtab. Avanture


