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Die That einer Nacht : Roman / von Elisabeth C. Gaskell
Entstehung
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Meine Sünden bereue ich alle von Herzen, wie von jeher, wenn ich eine begangen hatte; aber nach Ihnen ſehnte ich mich unbeſchreiblich.

Abermals ſchwiegen Beide. Ellinor wäre gern weg⸗ gegangen, um für ihn zu handeln und ſeine Befreiung zu erwirken, wagte jedoch nicht, ihn zu verlaſſen, da ſie wußte, wie koſtbar ihm ihre Gegenwart war. Er ſprach nur mühſam mit gebrochener Stimme und verfiel immer wieder in ſeinen frühern träumeriſchen Zuſtand; nur hielt er ihre Hand feſt, als fürchte er, ſie möchte weggehen.

Die Stunde verſtrich ohne weiteres Sprechen; Elli⸗ nor weinte ſtill vor ſich hin, ohne genau zu wiſſen, wa⸗ rum. Endlich kam der Schließer, um zu ſagen, daß die für den Beſuch beſtimmte Zeit verfloſſen ſei. Ellinor erhob ſich ſchweigend, küßte die Stirn des alten Mannes und ſagte:

Morgen komme ich wieder. Gott beſchütze und be⸗ wahre Eüch.

Auch der alte Mann erhob ſich mit zitternden Gliedern und legte zum Abſchiede die Hand in gewohnter ehrfurchts⸗ voller Weiſe an die Mütze. Sie verließ ihn, eilte nach Mr. Johnſon's Hauſe zurück, wo ſie dieſem in größter Schnelligkeit und Kürze ihren Plan auseinanderſetzte. Sie ſtellte nur einige nothwendige Fragen an ihn und theilte ihm mit, daß ſie nach London und geraden Wegs zu Richter Corbet fahren wolle.

Als der Eiſenbahnzug ſich in Bewegung ſetzte, reichte ſie Mr. Johnſon noch einmal die Hand mit den Worten: Morgen werde ich Ihnen für Alles danken, heute kann

ich es nicht.