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Lorbeer und Myrte / von Julius Grosse
Entstehung
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tönnen Sie Vertrauen haben. Bei mir ruht Alles wie im tiefſten Brunnen.

Ich verſtehe Sie nicht, Herr Baron, ſagte der junge Künſtler unmuthig.Ihr Benehmen

Scheint ſonderbar, mag ſein, theurer Freund. Es genügt, wenn ich ſage, daß ich an Ihrem Glück den innigſten Antheil nehme.

Bitte, laſſen Sie meine Angelegenheiten aus dem Spiel und rudern Sie weiter! rief der junge Manf und eine flüchtige Röthe färbte ſeine Wangen.

Aber der Baron ließ ſich nicht aus ſeiner Ruhe bringen.

Nicht eher, ſagte er,als bis Sie mir verſpre⸗ chen, die Sache zum Abſchluß zu bringen.

Was wollen Sie damit ſagen?

Nun, mein Gott, thun Sie doch, mein Beſter, als ob die Welt blind und taub ſei. Weiß man doch längſt, daß die ſchöne Angelica von Birkenſtein Ihre Braut iſt.

Nun, und wenn ſie es wäre? erwiderte Walter und ſpannte ſeinen Schirm auf, denn die Sonnenhitze kam ihm ſtechend vor.

Sp folgt daraus, daß die junge Dame auch Ihre Frau werden muß. Sie werden zugeben, daß dieſer Schluß einigermaßen logiſch iſt. Und wenn Sie mir ei⸗