Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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Bretzeln bieten, er blieb bis zur finſtern Nacht in der ermüdenden Stellung, die er bei Tagesanbruch angenommen hatte.

Die Nacht war längſt gekommen; es ſchlug zehn Uhr in allen Kirchen, welche, zu erhaben, um zu⸗ ſammenzuſchlagen, den Vortritt ohne Zweifel der

älteſten ließen.

Dieſe zweite Nacht war noch bewegter als die erſte: der Alp verließ nicht einen Augenblick den ar⸗ men Babylas; ſchlief er ein paar Augenblicke ein, ſo kläffte er ſchmerzlich während dieſes kurzen Schlum⸗ mers, daß man begriff, es wäre für ihn beſſer ge⸗ weſen, wach zu bleiben.

Die Brocante blieb über ſein Haupt geneigt, wie es eine Mutter für ihren Sohn gethan hätte, und ſagte ihm jene ſüßen Worte, welche nur die Mütter allein zu finden wiſſen, um die Schmerzen ihrer Kinder einzuſchläfern. Erſt am Morgen hatte ſie, aufs Aeußerſte beſorgt, die Idee, ihm das große Spiel zu machen.

Er iſt verliebt! rief ſie bei der dritten Karten⸗ tour;Babylas iſt verliebt.

Diesmal hatten die Karten Recht, wie Béran⸗ ger ſagt.

Babylas verließ ſeine Tonne, noch mehr entſtellt durch dieſe zweite Nacht der Schlafloſigkeit, als durch die erſte.

Man tunkte ihm in Milch ein Zwieback, das er mit den Zähnen, und er ließ ſich das Fenſter öffnen, wie am Tage vorher.

Obſchon es am St. Metardustag gere gnet hatte, was vierzig Tage Regen verſprach, regnete