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Die zwei erſten Colonnen enthielten die wort⸗ reiche Erzählung der Ereigniſſe des vorhergehenden Tages. Der Abbé Dominique, der wenigſtens eben ſo gut als ein Journal des Miniſteriums wußte, woran er ſich in dieſer Hinſicht zu halten hatte, überſprang die zwei Colonnen; als er aber zur dritten kam, zog es wie eine Blendung vor ſeinen Augen vorüber; ſein ganzer Leib zitterte, ein Schauer lief in ihm vom Kopfe bis zu den Füßen, ein kalter Schweiß überſtrömte ſeine Stirne: er hatte dreimal wiederholt, ehe er etwas geleſen, ſeinen Namen oder vielmehr den ſeines Vaters geſehen.
Aus welcher Veranlaſſung war der Name von Herrn Sarranti dreimal in den Colonnen dieſes Journals wiederholt?
Der arme Dominique hatte eine Erſchütterung empfunden ähnlich der, welche die Gäſte von Bal⸗ thaſar treffen mußte, als die unſichtbare Hand mit Flammenſchrift die drei tödtlichen Worte an die Wand ſchrieb.
Er rieb ſich die Augen, als blendete ihn ein Blutbild; er verſuchte es, zu leſen, doch die Zeitung zitterte dergeſtalt in ſeinen beiden Händen, daß die Linien ihm blendend ſchillerten wie der Reflex eines Spiegels, den man bewegt.
Endlich breitete er das Blatt auf ſeinem Schooße aus, befeſtigte es auf beiden Seiten mit ſeinen Händen, und las beim letzten Scheine des Tages.
Sie errathen, nicht wahr, was er las? Er las die in die Journale eingerückte entſetzliche Notiz, die wir Ihnen vor Augen gelegt haben; die Notiz, in


