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„Sie gehen in die Himmelfahrts⸗Kirche?“ fragte Carmagnole.
„Haben wir nicht den ſterblichen Ueberreſten eines großen Philanthropen die letzte Ehre zu erweiſen?“ erwiederte Gibaſſier.
„Ganz richtig, und ich lauerte auf Sie bei Ihrem Abgange von Herrn Jackal, um einen Augenblick von unſerer doppelten Sendung mit Ihnen zu reden.“
„Mit großem Vergnügen. Plaudern wir gehend oder gehen wir plaudernd. Die Zeit wird uns nicht lang ſcheinen, mir beſonders.“
Carmagnole verbeugte ſich.
„Sie wiſſen, was wir dort thun ſollen?“
„Ich, ich gehe dahin, um nicht aus dem Geſichte einen Mann zu verlieren, welchen ich an den dritten Pfeiler links angelehnt und mit einem Mönche ſpre⸗ chend finden werde,“ ſagte Gibaſſier, der ſich nicht von ſeinem Erſtaunen über die Genauigkeit, mit der Herr Jackal unterrichtet war, erholen konnte.
„Und ich, ich gehe dahin, um dieſen Mann zu verhaften.“
„Wie, um ihn zu verhaften?“
„Ja, in einem gegebenen Augenblicke; dies Ihnen zu ſagen bin ich beauftragt.“
„Sie ſind beauftragt, Herrn Sarranti zu ver⸗ haften?“
„Nein, Herrn Dubreuil; das iſt der Name ſei⸗ ner Wahl,— er wird ſich nicht zu beklagen haben.“
„Dann werden Sie ihn als Verſchwörer ver⸗ haften?“
„Nein, als Aufruhrſtifter.“
„Wir werden alſo einen ernſten Aufruhr haben?“


