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ſie zitterte vor der Gefahr, der er ſich ausſetzte, um ſie zu retten. Ihre Liebe erlangte hiedurch eine neue Stärke, doch ihren Muth zu Hülfe rufend, ſprach ſie mit Feſtigkeit:
„Es iſt unmöglich!“
„Unmöglich!“ rief Marceau,„unmöglich! Das iſt Wahnſinn! welches Hinderniß kann ſich zwiſchen uns und dem Glücke erheben, da Du mir geſtanden haſt, daß Du mich liebſt? Glaubſt Du denn, es ſei dies ein Spiel? Oh! höre doch, höre doch, das iſt der Tod! ſieh! der Tod des Schaffots.. der Henker, das Beil, der Karren!“
„Oh! Erbarmen! Erbarmen! das iſt gräßlich! Doch Du, Du... bin ich einmal Deine Frau, ſo ſtürzt Dich dieſer Titel, wenn er mich nicht rettet, mit mir ins Verderben!“
„Das iſt alſo der Grund, der Dich bewegt, den einzigen Weg der Rettung, welcher Dir bleibt, zu ver⸗ werfen! Nun wohl! höre mich an, Blanche, denn nun habe ich Dir Geſtändniſſe zu machen: als ich Dich ſah, liebte ich Dich; die Liebe iſt zur Leidenſchaft geworden, ich lebe davon wie von meinem Leben, meine Exiſtenz iſt die Deine, mein Loos wird das Deine ſein; Glück oder Schaffot, ich werde Alles mit Dir theilen; ich verlaſſe Dich nicht, keine menſch⸗ liche Macht kann uns trennen, oder wenn ich Dich verlaſſe, habe ich nur zu rufen: Es lebe der König! dieſes Wort öffnet mir wieder Dein Gefängniß, und wir gehen nur noch mit einan⸗ der daraus weg. Nun wohl! es wird immerhin
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