Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

216

Nur ward das Herz von Blanche von Zeit zu Zeit beklommen, und es entſtürzten Thränen ihren Augen: ſie dachte plötzlich an ihren Vater. Marceau be⸗ ruhigte ſie; ſodann, um ſie zu zerſtreuen, erzählte er ihr ſeine erſten Feldzüge; wie der Lycäiſt mit fünf⸗ zehn Jahren Soldat geworden war, Officier mit ſieb⸗ zehn, Oberſt mit neunzehn, General mit einundzwan⸗ zig. Blanche ließ ihn ſeine Erzählungen oft wieder⸗ holen, denn in Allem, was er ſagte, war kein Wort von einer andern Liebe.

Und dennoch hatte Marceau geliebt, geliebt mit aller Macht ſeiner Seele, er glaubte es wenig⸗ ſtens. Dann war er bald betrogen, verrathen wor⸗ den: die Verachtung hatte ſich nur mit großer Mühe Platz in einem Herzen gemacht, welches noch ſo jung, daß nur Leidenſchaften darin waren. Das Blut, das ſeine Adern durchglühte, hatte ſich langſam ab⸗ gekühlt, eine melancholiſche Kälte war an die Stelle der Exaltation getreten; Marceau war, ehe er Blanche kannte, nur ein durch die plötzliche Abweſenheit des Fiebers der Energie und der Stärke, die er einzig und allein ſeiner Anweſenheit verdankte, beraubter Kranker.

Nun wohl! alle dieſe Glücksträume, alle dieſe Elemente eines neuen Lebens, alle dieſe Blendwerke der Jugend, welche Marceau auf immer für ihn ver⸗ loren glaubte, lebten wieder auf in einer noch un⸗ beſtimmten Ferne, die er jedoch eines Tags erreichen konnte er ſelbſt wunderte ſich, daß das Lächeln zu⸗ weilen und ohne beſondere Veranlaſſung wieder über ſeine Lippen ſchwebte; er athmete mit voller Bruſt und fühlte nichts mehr von der Schwierigkeit, zu

lebe zehr Sch win

Geſ

dieſ

gen daß der Wo ſein tief err ſie

ich

für

jede unt Na Sc

laſ

ihn abe

ſag me für bet