Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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ein; ſuchen Sie mich wohl zu begreifen, mein lieber Chriſtian.

Der junge Mann, der Alles, was der Prinz ſagte, ziemlich logiſch fand, verdoppelte ſeine Auf⸗ merkſamkeit.

Der Prinz fuhr fort:

Es werden alſo zwei Dinge geſchehen: entweder Sie werden vollkommen glücklich ſein, oder Sie wer⸗ den es nicht ſein. Ich entferne die letzte Annahme als unmöglich und undenkbar, weil Sie die Jugend, die Liebe und die Geduld haben; weil Mademoiſelle Ingénue Ihnen nichts zu verweigern hat, und Sie Ihrerſeits ſich wohl hüten werden, die Barbarei ſo weit zu treiben, daß Sie Ihr das verweigern, was Sie Ihnen bewilligen würde. Sie werden alſo vollkom⸗ men glücklich ſein, mein lieber Chriſtian. Sie ſind reich, oder wenn Sie es nicht ſind, ſo ſteht meine Börſe zu Ihrer Verfügung... Wir ſind nun in der That Freunde: zählen Sie auf mich bis zum Betrage von dreihundert Louis d'or, die ich Ihnen von heute an als Jahrgehalt ausſetze; das ſind Ho⸗

norare, die Sie vollkommen verdient haben... Das

Geld macht Alles möglich in der Liebe; ich gehöre nicht zu denjenigen, welche ſagen, mit dem Gelde erkaufe man alle Frauen; nein, ich habe zu viel Er⸗ fahrung hiefür. Hat man aber einmal die Frau, nach der man begehrt, ſo iſt das Geld von ſeltſamem Nutzen, um ſie ſich zu erhalten. Sie bereiten alſo Ingénue ein Feenneſt; Sie geben ihr die Toilette einer Herzogin; ſie hat um ſich, was ſie glücklich machen kann; Sie richten es jedoch ſo ein, daß Ihre Gaben ganz für ſie ſind, daß der Mann vor Hunger

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