180
„Ißt man?“ entgegnete Pitou. „In Haramont ißt man noch, ja. Ißt man in Paris nicht mehr?“ 3
„Man ißt, wenn man die Thrannen beſiegt hat,“ antwortete Pitou.„Hat man am 14. Juli gegeſſen? Dachte man an dieſem Tage daran, zu eſſen? Nein, man hatte nicht die Zeit.“
„Ahl ah!“ ſagten die Eifrigſten,„das mußte ſchön ſein, die Einnahme der Baſtille.“
„Eſſen!“ fuhr Piton verächtlich fort.„Ah!trinken, da ſage ich nicht nein. Es war ſo heiß, und das Kanonenpulver iſt ſo beißend.“
„Aber was trank man?“
„Was trank man? Waſſer, Wein, Branntwein. Die Weiber hatten dieſe Sorge übernommen.“
„Die Weiber?“
„Ja, herrliche Weiber, welche Fahnen aus dem Vordertheil ihrer Röcke gemacht hatten.“
„Wahrhaftig!“ riefen die erſtaunten Zuhörer.
„Aber am andern Tage mußte man doch eſſen?“ fragte ein Skeptiker.
„Ich leugne das nicht,“ antwortete Pitou.
„Dann,“ verſetzte Boniface triumphirend,„wenn man gegeſſen hat, hat man auch arbeiten müſſen.“
„Herr Bonifare,“ erwiederte Pitou,„Ihr ſprecht von dieſen Dingen, ohne ſie zu kennen. Paris iſt kein Flecken. Es beſteht nicht aus einem Haufen am Her⸗ kommen hängender Landleute, den Gewohnheiten des Bauches ergeben, Obedientia ventri, wie wir Gelehrte
uns lateiniſch ausdrücken. Nein, Paris iſt, wie Herr
von Mirabeau ſagt, der Kopf der Nationen; es iſt ein Gehirn, das für die ganze Welt denkt. Ein Gehirn, das ißt nie, mein Herr.“
„Das iſt wahr,“ dachten die Zuhörer.
„Und dennoch nährt ſich das Gehirn, das nicht ißt, ebenſo,“ fuhr Piton fort.
„Wie nährt es ſich denn?“ fragte Bonifage.
wer cher Kat Sti wäh von war
daß ſtätif
Pito Du, man
Fauſt


