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verborgen haben; der Commiſſär ſieht hierin nur einen Scherz ohne Folgen und ſetzt ſie wieder in Freiheit; doch vor der Thüre finden ſie die Wäſcherinnen des Gros⸗ Faillon mit ihren Bläueln in der Hand. Die Wäſcherin⸗ nen des Gros Caillou ſind, wie es ſcheint, ſehr kitzlig im Punkte der Ehre der Frauen: ſie fallen, erzürnte Dianen⸗ mit gewaltigen Bläuelſtreichen über die modernen Ac⸗ teons her.
In dieſem Augenblick läuft ein Menſch herbei: man hat unter dem Altar des Vaterlandes ein Pulverfaß ge⸗ funden; die zwei Schuldigen waren dort, nicht, wie ſie geſagt haben, um Löcher zu bohren und in die Luft zu ſchauen, ſondern um die Patrioten in die Luft zu ſprengen.
Man brauchte nur den Zapfen des Fäßchens zu ziehen und ſich zu verſichern, daß es Wein und nicht Pulver war, was es enthielt; man brauchte nur zu be⸗ denken, daß die zwei Verſchwörer, wenn ſie Feuer an das Fäßchen legten,— angenommen, dieſes Fäßchen enthielt Pulver,— ſich zuerſt und noch viel ſicherer als die Patrioten in die Luft ſprengten, und die zwei an⸗ geblichen Schuldigen waren gerechtfertigt, ihre Unſchuld hatte ſich erwieſen; doch es gibt Angenblicke, wo man nichts überlegt, wo man nichts bewahrheitet, oder vielmehr, wo man nicht überlegen will, wo man etwas zu bewahr⸗ heiten ſich wohl hütet.
Auf der Stelle verwandelt ſich der Windſtoß in ei⸗ nen Sturm. Eine Gruppe Menſchen erſcheint; woher kommt ſie? Man weiß es nicht.. Woher kamen jene Menſchen, welche Foulon, Berthier, Fleſſelles ge⸗ tödtet, welche den 5. und 6. October gemacht haben? Aus der Finſterniß, in die ſie zurückkehren, wenn ihr Todeswerk beendigt iſt. Dieſe Menſchen bemächtigen ſich des unglücklichen Invaliden und des armen Perückenma⸗ chers; Beide werden niedergeworfen; der Eine von ihnen⸗ der Invalide, erhebt ſich, von Meſſerſtichen durchbohrt, nicht mehr; der Andere, der Perückenmacher, wird unter


