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Man war kaum noch eine Viertelmeile von der Stadt, als Herr Louis von Buuillé, der ſich um⸗
waudte, von fern auf der Straße den durch den
Galopp mehrerer Pferde emporgetriebenen Staub be⸗ merkte. Man hielt an, man wartete.
Als die neuen Reiter näher kamen, glaubte man ſie
zu erkennen.
Bald zweifelte man nicht mehr: es waren die Herren Jules von Bouillé und von Raigecburt.
Der kleine Trupp ritt ihnen entgegen.
In dem Augenblick, wo man zuſammentraf, machten alle Münde von einem der beiden Truppe dieſelbe Frage; jeder Mund des andern gab dieſelbe Antwort.§.
„Was iſt geſchehen?“
Der König iſt feſtgehalten worden.“
Es mochte vier Uhr des Morgens ſein.
Die Kunde war erſchrecklich, um ſo erſchrecklicher, als die zwei jungen Leute, am Ende der Stadt, beim Gaſthofe zum Großen Monarchen, aufgeſtellt, wo ſie ſich plötzlich vom Aufruhr umhüllt gefunden, genöthigt ge⸗ weſen waren, ſich durch die Menge Bahn zu brechen, und zwar ohne eine genaue Nachricht mitnehmen zu können.
So erſchrecklich aber dieſe Kunde war, ſo zerſtörte ſie doch nicht jede Hoffnung.
Herr von Bouillé, wie alle Oberofficiere, die ſich auf eine abſolute Disciplin verlaſſen, glaubte, ohne an die Hinderniſſe zu denken, alle ſeine Befehle ſeien voll⸗ zogen..
War aber der König in Varennes feſtgehalten wor⸗ den, ſo mußten die verſchiedenen Poſten, welche Befehl erhalten hatten, ſich hinter dem König zuſammenzuziehen, in Varennes angekommen ſein.
Dieſe verſchiedenen Poſten mußten beſtehen aus vier⸗


