Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Ton des Chevalier vorgegangen warzer hat ihn verloren! Ach, mein Gott, was ſoll aus uns wer⸗ den? Ich werde in der Stadt herumrennen und das Schloß, vielleicht ſogar die Thüre, verändern laſſen müſſen; denn ich werde wahrlich nicht in einem Hauſe ſchlafen, deſſen Schlüſſel auf den Straßen herumfährt.

Ich habe den Schlüſſel, Marianne, ſagte der Chevalier, der immer ungeduldiger wurde;aber ich habe Gründe ihn nicht zu gebrauchen.

Jeſus, Maria und Joſeph! Welche Gründe, das frage ich Sie, kann ein Menſch, der wirklich ſeinen Hausſchlüſſel beſitzt, haben, um nicht mit ſeinem Hausſchlüſſel hereinzugehen, ſtatt daß er ein armes Frauenzimmer, das ſich halb zu todt ſchaffen muß, nöthigt die Treppen auf und ab und auf den Gängen herumzulaufen. Ah, da fällt mir ge⸗ rade ein, daß mein Eſſen am Feuer iſt. Ach, es verbrennt, es verbrennt, ich rieche es ſchon. 35 haben Sie denn Ihren Kopf gehabt, mein

ott?

Und Mamſell Marianne machte eine Bewegung, um zurückzugehen.

Aber der Chevalier de la Graverie war mit ſei⸗ ner Geduld zu Ende; mit einer gebieteriſchen Ge⸗ berde feſſelte er die Alte an ihren Platz und ſagte in ſtrengem Tone:

Schweigt jetzt einmal und öffnet mir ſogleich, alte Närrin!

Alte Närrin! Ihnen öffnen! rief Marianne, indem ſie krampfhaft ihre Strickerei über ihren Kopf erhob und eine Bewegung machte, wie man ſie bei