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Gottes Staͤrke zertruͤmmert oft unſern Koͤrper und läßt unſere Seele unendliche Qualen erdulden; aber ſeine Liebe wacht auch dann uͤber uns, und der Glaube an ihn giebt uns die Hoffnung: die ſchwer⸗ ſten Gefahren zu uͤberwinden und nach uͤberſtandenen Leiden, die uns ſeine Weisheit geſendet, einzugehen in die Freuden ſeines himmliſchen Reiches. Darum trage, was dir auch auferlegt wird und vom Schick⸗ ſale beſtimmt iſt, in Demuth des Herrn, denn ſeine Liebe iſt unwandelbar! und ſchließe ſtets die Worte unſeres Heilands, des goͤttlichen Sohnes, der fuͤr uns ſein Blut hingab, uns zu erloͤſen von den Suͤn⸗ den, in dein Gebet: Vater, iſt es moͤglich, ſo laß dieſen bittern Kelch an mir voruͤber gehen; doch nicht mein, ſondern Dein Wille geſchehe! und dann wirſt du Ruhe finden in deinem Herzen.— Das andere Symbol, mein Sohn, iſt das eigene Selbſtvertrauen des Mannes! laſſe es nie aus deiner Bruſt ent⸗ ſchwinden. In ihm iſt dir die Kraft deines Lebens, die Liebe und Freundſchaft, und der Glaube an eine Vergeltung verliehen. Verliere nie das Vertrauen an dich ſelbſt, dann haſt du Kraft, die Stuͤrme des Lebens zu tragen und bewahrſt deine Seele vor Verzweiflung; denn vertrauſt du dir, wird deine Kraft, deine Liebe und das hehre Gefühl der Frelnd⸗ ſchaft ſtets leben in deinem Buſen und du wirſt die Ueberzeugung immer feſter gewinnen, daß dieſes Leben blos ein Pruͤfſtein iſt zu einem ſchoͤnern Jen⸗


