phie auszuſtechen, denn nach allem, was ich höre, iſt ſie ein Weib nach meinem Herzen.“
„Glücklicher Weiſe reiſeſt Du ſtatt deſſen zur Ver⸗ ſammlung.“
„Sei ruhig, Bruder— ich komme zurück.“
21. Die Vorſtellung.
Zur ſelben Zeit, wo unſere Freunde ſich trennten, trat Frau Laura in die für Viola beſtimmten Zimmer.
Dieſe Zimmer beſtanden aus einem ziemlich großen Cabinet mit der Ausſicht auf den Hof, und aus einem höchſt niedlichen Schlafſtübchen, deſſen Fenſter ſich in derſelben Richtung befanden und mit friſchen grünen Schlingpflanzen geſchmückt waren.
Schon vor der Ankunft des Doktors hatte Viola ihre Toilette beendet und ſaß jetzt mit hochklopfendem Herzen und einer gelinden Fieberröthe auf den Wangen wartend da.
Auf was wartete ſie?
Nun, auf den Ruf zu ihrem Vormund.
Als Frau Laura den Doktor hinausbegleitete, hatte ſie ja Viola geſagt, ſie würde bei ihrem Schwa⸗ ger das Weitere hören.
Viola hätte gleichwohl am Liebſten alle Formali⸗ täten vorüber geſehen.
Wie entzückt wäͤre ſie nicht geweſen, wenn ihr Vor⸗ mund ganz einfach in das Cabinet getreten wäre, ſie in ſeine Arme geſchloſſen und geſagt hätte:„Willkom⸗
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