Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1851)
Entstehung
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Zu dieſem Behufe fand er es nöthig, ſeine äußere Perſönlichkeit einer gänzlichen Umgießung zu unter⸗ werfen.

Er begann ſich als alter Junggeſell zu kleiden und nahm nicht blos in ſeinem Weſen jenes würdige und gutmüthige Air an, das einer gewiſſen Klaſſe äl⸗ terer, wohlconſervirter Herren angehört, ſondern er ſuchte auch ſein ganzes Ich dieſem Fortſchritt im Alter einzuverleiben.

Kurz und gut, er wurde ein junger Greis, der den vollen Werth des Flanells, der Fußſocken und der Nachtmütze kannte, und in Ermangelung von Gicht und Rheumatismen that er ſich viel auf die allgemeine nervöſe Schwäche ſeines Körpers zu gut, eine Schwäche und zugleich Reizbarkeit, welche ihren Urſprung ganz natürlich in der unmäßigen Arbeit hatte, die den größ⸗ ten Theil ſeines Lebens ausfüllte.

Das Bedürfniß zu lieben konnte der junge Greis jedoch nicht unterdrücken, ſo wenig als er Runzeln in dieſes Geſicht legen konnte, das in Folge ſeiner ent⸗ haltſamen Lebensweiſe ſeine ganze Jugendlichkeit und ſeine milde Anmuth behielt.

Da es inzwiſchen abgemacht war, daß er niemals ein Weib lieben ſollte, ſo beſchloß er, die freie Zeit des Tages dem Abbild des Weibes zu opfern, den Blu⸗ men, und dieſe Leidenſchaft wuchs binnen Kurzem zu einem ſolchen Grad, daß er beinahe die Erinnerung daran verlor, daß er eine andere gehabt habe.

Wir wollen jetzt eine dritte Schwachheit berühren.

Schon ein Jahr vor dem Wegzuge aus Stockholm hatte ſein Bruder, ein armer Lieutenant in einem Provinzialregiment, ihm ſeine junge Frau und ſeine zwei Soͤhne teſtamentariſch vermacht, und Severin er⸗ wies ſich auch durch reichliche Unterſtützung und freund⸗ liche Briefe als guter Schwager und Bruder.

Aber nachdem er ſich einmal in ſeinem Vaterhauſe niedergelaſſen, mit eigener Haushaltung und eigener