4 —— Lee. — 5 1* 8———————y— —*. eeee ſſſn“ — dies wit en derer. Tuis ent. Uuweiger. faulassung Auteil zu eschichts. öm Staate er habe en seiner 2u ver- Leworden eit jenem chen zur rinzipien zu einer men, ein Gesell- fassungs- nen Pro- ine Ver- i solcher in sagen, in ihrer geblieben ensatz zu u Staate nchtliche ein Mann feststand, in ixgend das st ngelische iten der Luther nem Ende htlich Bt abe sieh teil muss liche Ge- etsyricht, den Aus- gel Eot- —= L 73, 7 1 3 7h— 7 3 2 Doꝛ die anbebenden kynder vnd ander zu bichtẽ in der erſten bijcht. ch armer ſundiger menſche ich bekẽnen mich dem allemech ti gen gode vnd vnſet lieben frauwẽ vnd allen gotes eplig? vnd vch pꝛieſter an gotis ſtat daß ich leyder vil geſudiget han czu dem erſtẽ widder die heyligẽ czehen gebot. In dem erſten dab ich got nit han an dechtiglichon ange bet als ich billich ſolt haben gethan. min geſatzt buß dꝛy ta⸗ ge vnderwegen han gelaßen. 8 A Gluaben. Vnd daß ich han geglaubet an ezeubermße zwey male. 27 NiebHaben vber alle creaturẽ.O Vnd daß ich myne vatter vnd muter lieber han gehabt dan got wan von yꝛen wegen han ich zehen male gelogẽ vnd btrogen. Hoffen. Vnd han mee hoffenũge zu yne gebabt daz ſie michvor⸗ ſehen dan zu gote. vnd han mynẽ hut dick mt abgeczogẽ ſo ich m ne heylga kirchẽ bỹ gogãgen Dar nach liber here widder daiß ander gebot Nan ich ley der by got. vnſer lieben frauwẽ. heiligen crutze. werlicz allẽ heilgen ezwẽtzig male geſwoꝛn vnd bñ zehen malen dar czu gelogen vnd auch eyn male geſwoꝛen loyder bi den gliddern criſti lungen heubt æ. Dnd han got dar zu genãt und ich han hundert male bij got dem herẽ geflucht knytẽ knallẽ nbel boiſe iar c᷑.vnd han gar viel getufelt K. — widder daß dꝛitte han ich zwey male an dem ſontag ge⸗ ſehniczt fogelkoꝛb gemacht. fogel gefangẽ vnd Han ſechs ſpertage mt meſſe gehoꝛt vnd alle fiertage pꝛedige verfu⸗ met dꝛu male vnder der meſſe ſchapel gomacht vnd han vij. fyertage gedanczt vnd eyn gancz mure vff gefurt. Du ſalt mt᷑ liegẽ. Exẽpla ponimꝰ nõᷓ ꝙ ita ſit ᷣ nt ſenciẽtes vel vt in alio loto addiſcentes addiſcant ac. ——— GR HISSININ) . Br . 1 1 WBI.IOTHEK 1 — ——— Didder das vierd ban ich zw ey male wieder mß cldern ge kyffelt. widder gebyſſen. gemurmelt angefarn. vnd han it gethan was ſio mich han geleyßẽ. geyn ninen meynſtern Drieltern. rait xren ban ich mit bi czehen malen myne kogel abegezogeen. Lieber her widder das funfft pan jcb mich zweymale myt den bubẽ mit ſnee vnd ſteỹ gewꝛfen vnd vier male gerauſ gefuſt Feſtoßen vnd geſchlagẽé vnd lang zoꝛn. nyd baß fy⸗ entſchafft geyn yne getragẽ vnd zwoy male mit mynẽ ge⸗ ſwiſteiẽ. Ich han den luden yte huner. enten. genß. gewoꝛf⸗ fen Ich ban den keyſer unt eyner ſtride axß zu tode geſlagen Merck das du ware ſag ſt. Oꝓpoñica iuxta ſe poſita magise luceſcunt 7. lieber her widder das vi. ban ich minẽ geſellẽ fedrer bap- Pper hultſchu t ſieben male geſtoln vnd bieren. eppele. nuß. keſe. vnd weck vier male myner muter genommen. A timoꝛe tiio ↄcœæp imꝰ ⁊ ppetimus ſpm.. ſalutis. Innata eſt nobis via admumoꝛibz 27. Ich fand eß heller den gab ich nit widder 17. Bedꝛacht dich gar wol vns juge mtaf. In dem vj. gebodt got neß geklagot han ich mich zw ep male vergeßen mit eynem gemeynẽ turckẽ. Sage ſelbs die zale geſteltemße vnd wiſe clerlichen vnd zuchtiglichẽ heruß. Nit laß dir den pꝛieſter in dine murẽ hauwẽ mit eynẽ ſteyn. bickel das iſt mnit frag en er mochte dir eyn loch odder zwey machen vnd moicht nichts fyndẽ ſo kette er dir dyne muer zuſchanden gemardt vnd er koude das loch nit widder zu gemuren. b Didder das viij. han ieb bi zwenczig malẽ mit liegẽ vnd ſcted lichẽ lugẽ falſehe gezugniße gegebẽ vber vnſer inorbt vnd mayd han geſpꝛocken ſie ſtelẽ vns vnd ſint vns mt ge⸗ tauwe. Ich han dꝛu male myne geſellẽ lugeclichẽ bel wetzt actuſexet at. Ich han ſerhs male die lude Hundo kieden dufels kopf gebeyß en. Ich han mit den cleyrern falſche gezugniße ſegeben an der faſtnacht als were ich eyn meydgẽ ſo ich eß knabe byn geweſt ꝛt was du gethan haiſt das ſage das gœn duſent guldẽ Rau ich dem rait zu franckẽfoꝛt geſtolen. 2. andr laiß vnder wegen. Aieber kere widder daß ix. gebot hat mir dick vnd vil der dufel vnd daz fleyſch ingeblaſen in myne kertze vnkuſche be⸗ girde zu andern hußgenoßẽ die ich nit han vß geſchlagẽ. ¶iebet here ich han bij vier malẽ mynẽ willen gantz dar zu geg eben ym kertzẽ ſette ich eß voꝛ der wornt mogon voln⸗ bꝛengen ich hette das dufelliſch werck volnbꝛacht. Ich han vnkuſlich begirlich geſehen hyn vnd kere ꝛc᷑. vnd getaſt mit den henden vnd armen ꝛk. krin hait mich vnkuſlich angeſe⸗ hen ꝛ. Sage dm ſunde vnd biß mit eỹ verreter m der bicht c. ¶Aiebert here wid der das leſte gebot hait mir der boſe geyſt dick vnd viel ingeblaſen Stele dyner mayd vß yewem budel dꝛn keller. Seke yß nyemãts du wolleſt da eyne gulden ne⸗ men vnd han ſolicke inblaſunge des dufels mt vßgeoſchlagẽ Sunder ich han in minẽ willẽ des kertzẽ bij vi. male gut be⸗ gert unt ſteln Fynden. ſpyln. betriegen 2c. Wie ich mich ſuſt vergehb en han widder die zehen gebedt als got der heie wol weyß vnd ith eß int kan erkennẽ ſo iſt eß nur leyt vnd ruwet mich vnd beg ere gnade vnd ablaß le⸗ re vnd vnderwifung k. 8 Dar nach mag der mentſche voꝛ ſich nemẽ die gemeß ſye⸗ ben lheubt ſunde vnd daruß bichten abe er etwaß dar ynne wiſte das et nit beſchloßen vnd gebichte hette in den zehenn gebodden c. “—————— bereßen. vber. das iſt vber ſin cöõplex eßen das ex yß iit mag verdauwen ber. das iſt vber das gebodt der heyligẽ kyrchen eſſẽ. So man mt hat gefaſt.ſo man hat nulch geſſen ſo man oley ſolt han geſ⸗ ſen. So man nit zu rechter ſtunde Hoffart. iſſet. ſo man vbet zemlich gelob⸗· Gyczikeyt. niſſe iſſet 2c. Soꝛn. ber. das iſt vberig zu viel pa Vnkuſckeyt. durch er ſyn arbet vnder wegẽ Dber eſlen vber dꝛinckẽ. muß laißen. oſſen Nyd haß. ber. das iſt vberig zu vil luſt In gotis dinſt dꝛagkeyt 6 das ewigen leben han ym eſſen. ber. das iſt vberig zu viel da durch er kranck iſt woꝛdẽ. eſſẽ 8 Dber. das iſt vberig zu vil gycz⸗ lich als eyn ſwyne ader ſcheym⸗ perlich eſſen. Dber dꝛincken die vßlegũge iſt quaſi als mit dem vbereſſen dar nach mag er ſehen in die ſunff vßwendige ſynne. Sehẽ bꝛen riechen ſmacken taſten k. Sepe nocet qui multa docet quia vix wtinentur. Excoquit᷑ quicqͥd capitur dum pauca docentur. zwo vnd funffczig wocken. Iglich iare bat lerdeh alb hundert vnd xiin tag. ¶oquendũ ꝛt̃ vt multi.ſenciendũ vew vt pauci ꝛc. JIheſus Maria. Dater vnſer der du zc. Gegrußet ſnſtu ma ꝛc· Ich glaubẽ xc. A— —— — —, 4 * * Eyn got ſaltu anbeden. glauben · liephaben vber alle cratum· dyenen hoffen ꝛc. Pnũ crede deüũ. nec vane iura per ipſum. Sabbata ſancłiſices.habeas i honoꝛe pauentes. Non ſis ocaſoꝛ. mechus.fur.teſtis iniquus. Ilterius nuptã.net tem cupias alienam. Dt tibi ſit vita ſemp ſaligia vita. Juſſio ↄſilium ↄſenſus palpo tecurſus. Participans mutus nõ obſtans nõ mamfeſtans Clamant ad dominũ de terra cuumna quinqz. Dfura zodoma merces homicidaq; pꝛeda. Diſito cibo poto redimo tego colligo condo. Impugnans verũ p̃ſumens ſpemq velmquens. Hme mduratus odienſc fratris amoꝛem. Emendã ſpernens impugnãs pneuma beatum. Dnctio criſma thoꝛus ↄtxicio fons cibus oꝛdo Octo beatitudmes. Paeciſici. mites.lugent infeſtaciones. Eſurtiunt. mun. mis.pau· ſunt het octo beata. acificacio.—— Mintas. Auctus. Octo beatitudines. Pati pſecucionẽ ꝓpteer iuſticiã. Eſuries ⁊ ſitis ꝓ iuſticia. Mundiaa coꝛdis. Miſericoꝛdia. auptas ſpiritu. Sap.·intel. con. foꝛ. ſci · ti.pi wllige dona⸗ 2/ Intellectus. iſus. Conſilium. Auditus. Foꝛtitudo. Quĩq; ſenſꝰ Guſtus. Sciencia. Olefchs. Cimmnoꝛ. Tactus. Doꝛ die zunemende gelertẽ ond dngelerten voꝛſtẽ⸗ digen mentſchken zu bychten 27 Eyn got ſaltu anbeden. gleuben. liephan vber alle cœatum woffen. dyenen. vnd eren. Vnd bij ſynem namẽ nit ſweuen. Fyertag fier. vnd m eren habe d yn eldern. Qyemant mtod ſlagen ſyn leben nym. Vnd vnkuſch werck mt volnbꝛenge. b Nyemãt ſaltu ſtelen. vnd falſch gezugmiß nit goben. Syns andern hußgenoße mt begern lalt. Dnd femde gut in diner begirde mit balt. 2* Didder die woꝛter des erſtẽ gebots thun die nachgeſchlie ben abe ſiꝛ ſchuldig ſint ſollẽ in der bichte allo ſpꝛechen. ch han dufel angebedt arer eyn vnuer⸗ nunfftig creatut als ſon. mane. planeten Syn get. ader geſtirne. adder aptgodde. Ich han dꝛn godde angebedt. Dñ abꝛaham tres vi . it ⁊ vnum adoꝛ auit. Dñ in collcã do ſcã trinitate diat.· Et j potẽcia maieſtatis adoꝛa- r vnitatẽ ⁊t᷑. adoꝛacde lattie at᷑. Ich ban vnſer liebẽ frauwen verbeyßẽ vnd gelobt zu beden ader den lieben bey ligẽ vnd hã das mit volnbꝛacht. Dant vnſer lieben frauwẽ kan man da bn imt zu vil gebeden. Oa ome vetũ vew ſonat. p̃ᷣmo ẽ adoꝛã. da adoꝛ acõe dulia zt. Sʒ an illa dſeq;cia ſit bona maria eſt ado randa adoꝛace dulia ꝛ᷑. exgo adpꝛãda ptinet ad ſcolas ⁊t᷑. Saltu anbeden. Ich kan myn gebedt nit Pater nĩ. Aue maria atee mỹ̃ hoꝛas. Ich verſten das pater nẽ mt. Ich hã mỹ buß ader zijt vnder⸗ wegẽ gelaißẽ. Ich han mt andechtiglichẽ gebedt darvmb ſpꝛichet das woꝛt anbedẽ an. das iſt andechtiglichẽ bedẽ ſeit geknyet als man pᷣces in der faſtẽ ꝛĩ᷑ myn meſſe geleſen verſu⸗ melicken ꝛẽ. nit die warheyt han gepꝛediget t. ene Glauben. eAte! Ich weiß mit waß der glaub ader die zwolff ſtuck des glau⸗ bens ſint. Ich hã mich bekũmert mit vnglaubẽ. ſegẽ. an minẽ augẽ. voꝛ die krangæeyt. kectery. an nuffen den blen geyſt. gluckes werter. wolff. bꝛiefftragẽ. warſagẽ vnd in andern großẽ zaubermße vnd verbodẽ werckẽ võ der heylig ẽ kirch⸗ en. Ich hä verleucket des criſtlichẽ glaubẽs. Itẽ czaubern iſt widð den artikel des glaubẽs zu dem erſtẽ male ich gleub in got vud zum andern widð den artikel ich gleub die heylige hriſtliche kirche wã die heylige kriſtliche kyrcke wirt rege⸗ ver võ dẽ heyligẽ geyſt vnd udt vnd pꝛediget vß der hey⸗ lgẽ ſchꝛiff die belloſſen iſt in der heyligẽ kyrchẽ ſitut otentũ m otinẽte als der wyn in dẽ faß vnd die heylige kircke iſt dỹ muter. darumb biſtu bn eyner dotſund e yw ſchuldig geboꝛ⸗ ſame zu ſyn ſolich werck vnd vnglaubẽ vnder wegẽ zulaßẽ Itẽ Abe ich zu vil ader zu wenig gegleubet kette dan eyn ktil⸗ ten mentſcke ſal were nir leyt ꝛc. Aiephan vber alle creatute. Ich weyß nit warvmb ich yne ſal liepban vber alle creature als zũ erſtẽ das ich von vme gnediglichẽ han ſele vnd inp. krafft vnd macht ond alles gut. wnſheyt. klugkeyt zk. ſe⸗ hen. ꝛẽ. riethẽ ⁊8᷑. vnd an ſin crafft vnd vffenthaldũge nit eỹ augẽblick mocht lebẽ vnd er unr vil ynmger vnd neker iſt dan ich mir ſelbeſt byn. Enter udẽter ðs eſt vbicʒ ſapiẽ⸗ ter. Ome datũ opuimũ ⁊ ome donũ ꝓfectũ ꝛt Lum andern male das got der kere den hỹmel. ſon. mane. pla⸗ netẽ vnd das geſtirne hat geſchaffẽ võ mynẽ ond des mẽt⸗ ſchen wegẽ.· das die ſelbẽ durch vre bewegunge liecht vnd infloß tẽperern die materẽ des mentſchẽ daz ſio enphenglichẽ in der ſele vnd yre vereyniget ſn. homo genẽat hoĩem X ſol. Die ogenantẽ ſchickẽ vnd machẽ daʒz ertrich d as ſie enphẽg⸗ lich ſn der frucht die ſie vns bꝛenget vß yre. Celũ agit in illa inferioꝛa triplici inſtrumẽto motu lumĩe ⁊ influẽcia at᷑. Tum dꝛittẽ male das er die vier elementẽ fuer. lufft. waſſer vnd die erde hat er geſchaffẽ võ mynẽ wegẽ. das fuer das ich da mit ſiede tẽperiere vnd macke myn ſpijſe das ſie mir be⸗ qweme ſn vnd ſie verdauwẽ moge vnd int da võ ſterbe ⁊c. Darch das ſuer tẽperirt vnd macht der mentſche golt ſylber yſen ſtale koyper ⁊c̃ doppẽ hefen vnd kroge ꝛt̃ vnd mancker⸗ ley gezucke das er ſich gebꝛucket ĩ ſinẽ lebẽ. Mo der mẽtſche . 1 das ſuer nit lxtte ſo erfwoꝛe er in dem winter 18. die lufft das er da durch erkult vnd erquicket werde bij ſinem hertzen. Do der mentſche nit fryſcke lufft hỹmczoge zu ſynẽ hertzẽ ſo neme die narurlich hicʒe vber hãt das der mentſcie erſticket Die lufft bꝛanget negen vnd waſſer da durch ecker gar ten vnd wiſſen werdẽ dẽ mentſchẽ fruchtbar ꝛð᷑ waſſer zu ſie⸗ den vnd zu dꝛinckẽ zu veymgẽ vnd weſchẽ ſuſt der mentſche erſtuncke vnd verdurbe ym vnflade vnd kot Das waſſer macot das gancʒ ertach feuchtbar. das waſſer bꝛenget den mentſchẽ zu enner erquickunge vnd ſpißũge ſalmen heung hecht barben kxbß vnd ander fyſchwerck a?. Die erw bꝛẽget dit koꝛn weyß gerſtẽ haffern erbeyßen lynſen vnd aller An⸗ der faicht epp ele.biexen. nuß. kirſen vnd ander obß. Malmeſn vnd wyn rubẽ kuit zwobeln vnd knobelauch peterſe gẽ laub vnd graß herꝛẽ ſtudẽ baume vnd gemeyne hultz ak. Lum vierdẽ male die vernunfftigè tyer kohe.pherde.ſchaffe ſsyne. entẽ. genhe. vnd huner vnd alle vnuernuũfftige tiewe wolff hunde ſlangẽ oẽ Pherde zu ackern vnd zu faren zu nden vnd wandern zc. von den koen haſtu koſe mylch bot tern led⸗ der vnd fleiſch 2c. die wolffo zu verſteon den geyſtliche ſun ne esewã geliũs alß det wolff eỹ ezuckende tyer iſt alſo iſt der falſch ꝓphete vnd der boſe gevſt.vnd als die ſlãge ver gifftiget vnd todet dẽ mẽtſchẽ alſo dut auck der boſe geiſt 27 Die kruder zu eſſen ader zu artenye æ&. Aniſtonles. Io quod tewuus ẽ gracia molioꝛis eſt ꝛt. Lum funff tẽ male das er vns voꝛ liep hat gehabt vnd icʒz, nnt liep hat moe dan wir vns ſelbſt liep han wã von dynẽ wegen durrh ſpyn lieb die er zu dir bat gehabt iſt er komen vo hÿmel vnd hat ⁊ ſyn ſele biß in den dot geoppert.ſaemo tis als ferre du dich ſin entphenglichen machſt dar vnnen be⸗ Koſſꝛn iſt alle ſußikeyt homig ſamnkeyt z?. Demto percipite rgnum k. — . um ſeſten male das er dÿn ſchepper· erloßer bewarer vnd rechter operſter vater iſt der geburt. ſoꝛge zu beſchut zẽ. ſpyß⸗ unge vnd der ere. wo er den mentſchen int hette bewaret der boſe hette yne lang enweck gefurte aꝛ7. Lum ſiebendẽ male das er vns hat gebodẽ das wir yne liep han vber alle ereature vnd die werck der lieb ſint yme behꝛ⸗ gelicken vnd angeneme 2c. Lumachtẽ male wã er iſt das vngoendet gut vnd das vn⸗ geendet volkomen gut. vnd das vng eendet beſto. hubſcht. luſtig erberge gut c. Eỹÿ kellè haſtu liep wan er iſt gut eyn engeliſch noch lieber wã er iſt beſſer dã der heller eyn toꝛ⸗ nohnach vil lieber wã er iſt vil beſſer. Eynen guldẽ nach vil mee lieber wã er iſt vil me beſſer. zehẽ guldẽ nach vil mee lie⸗ ber ꝛd vnd ye beſler eyn ding iſt ye lieber nach diner techten vernunfft du eß haſt ẽ. Der allemechtige got iſt das aller edelſtẽ kohſte luſtig erwerdigeſt volkõmen vngeendet gut darvmb entlichẽ ſal der mẽtſcke liephã got vber alle cwature wã er iſt an entlichẽ beſſer edeler ꝛc. dã die gãtz wernt vnd alle creatute.d as leret vns vnſer eygẽ vernufft vnd die hey⸗ lige ſchꝛifft. Item welcher mẽtſchke helt die zehen gebodt det mag vnd ſal eyn gut getuuwẽ hã er hab got liep vber alle creature vnd ſal. Alſo ſpꝛich in der bicht abe du ſchuldig biſt. Ich hã vater muter kmdere hußfrauwẽ ader mỹ narũg krỹe ader mynẽ bulẽ liebet gehabt dã got wã võ yrer lieb wog ẽ hã ich vber dꝛedẽ die gebot gotis. Ich hã durch wolgefallẽ ader foꝛcht der wernt verſtentlichẽ gebꝛochẽ der gebode eps Ich hã wid detſpꝛochẽ ſiner lieplichẽ gotlichẽ oꝛdenũg. Ich bỹ vngedultig geweſt widð ſin liebe als weiẽ ſine wercke ader ver heng eniß vber nich nit gerecht. Ich hã in den werckẽ mt bewiſet das ich yne liephã vber alle creature als unt bedẽ faſtẽ ⁊t᷑.Dnd mit den ſiebẽ werckẽ der gotlichẽ barmhertzi⸗ keyt vnd indanckẽ yme ſines heyligẽ lidẽs martel vnd blut vergieſſens vnd alles gutes das er nir gegebẽ hat. Ich hã yne gehaſſet ⁊t. . 2 Hoffen. Ich han die boffenũg e des ewigẽ heples geſatzt entlichẽ m 1 M 1 6 eynẽ heyligẽ ader in eỹ creature. Oa ſpes vemio giẽ et ſalutis ponẽda eſt m ſolo deo pᷣs Oꝛaciã ⁊ gtam dabit dñs.ps Stũs vit cuius ẽ nomẽ dei ſpes eiꝰ ⁊ nõ veſp exit ĩ nanitates ⁊ mſam- as falſas. Quãuis ſpes ſuffragn ponenda ſit i ſcis mquantũ fũt amici dei vñ ſpes ẽ certa expectacio et᷑ne btĩtudmis ex grã dei ꝓpꝛns meritis ꝓuenẽs.Ich han mee hoffenũge gehabt zu mynẽ huß wirt c. ader ſnode vergenglichẽ gut dã zu dem allemechtigẽ gode. Ich hã verzwifelt an gotis barmkertzi⸗ keyt. Ich han mich zu vil vermeſſen ader gebuwet ader ge⸗ dꝛuczt vff die barmkertzikeyt vnd hã der gebot nit geacht vnd der gerechtikeyt gotis wã die hoffonũge beſluß et in yre volnbꝛengůge der gerechtikeyt vnd volnbꝛengũge der ge⸗ bot.ut ptʒz ex diffinicde qͥa dici᷑ ⁊ ꝓpꝛiis meritis ꝓuemens et hoc m habentibo vſũ racionis ⁊·cũ diwectõe ſcriphi ⁊t᷑. Dyenen Ich bỹ mee vnd flißiger geweſt zu dienẽ mynẽ fleyſch. fü⸗ den mẽnern. frauwẽ werntlichẽ kerie. graffẽ. furſtẽ zc. Ond der ſund lichẽ wernt dan dem allemerdtigen gode myne gut vnd jeben hã icd gewaget m yuem dienſt ꝛc. · Ondeeren. Ich hã mit alle myne wercke geendet yme ĩ det vernũfft zu lobe vnd ere ſund er mee mir zu kboffart vbermut k. darvmb ich mir ſie hã heyme geſchꝛieben vnd mit got dẽ hern der nur ſie gegebẽ hat. Ich han yne geunert in dẽ das ich yne wiſ· ſentlich hã genõmen vnd entphangen in eyner dotſũdo. Ich hã mỹ kogel ader hut nit abegezogẽ geyn yme ſo ich in ſine gotis huß byn gangen ader mt nydder geknyet mit beyden knyeẽ. Ich bã ſin eylige ſacramẽt vnd kyrchẽ gevnert. Ich hã gevnert ſine heyligẽ die iungfrauwe maria myn eng⸗ el zc. Dnd die bezoycket ſint durch dio geſchnycztẽ gemaltẽ bylde ⁊c. Ich hã die fromen abegezogen võ der ete vnd dmſt gotes durch ſpottern. Ich han võ ſchame wegen vnderwe⸗ gen gelaßẽ das ich yma int zu eie byn nach gegangẽ ſo mã das ſacramẽt hat getragẽ zu den krancken. Ich bã myn km⸗ dewe mt got zu dyenẽ lobe vnd ere gezogẽ ſunder me der wer⸗ net zu eynẽ woleg eſallẽ. Ich han yne gevnert in mynẽ kyn⸗ xer — —— — —— — 1 — 4 4 A . 4 „dore mit pren großen ſteden fluchẽ ſweiĩe c᷑.d aneczẽ ſpelen. vn kuſcheydỹ c᷑. Itẽ du geeſt vnd walſt vber zehen czwent zig ader hundert mylẽ geyn woꝛmß eynſid deln rome acke zu dem fern ſant iacob ꝛc. Ond felleſt nidder vff beyde knye vnd kuſt eyn ſyden duckꝛlin mit großer ynmkeyt vnd andacht vnd ſchꝛieſt vnd huleſt vnd als eỹ nar vnd eÿ eſel wã du kmeeſt mt nydder geyn dẽ heyligẽ ſacramẽt vnd allemerbtigẽ gote vnd duſt kume den hut abe ⁊t. Itẽ wir ſollẽ eren die bylde der heyligẽ nit vmb yre ſelbeſt willen ſunder darvmb wã ſo wir ſie anſehen ſo erzeygen wir ere den dingern die durch ſolicke bylde betudet ſynt nach gewonkeyt der beyligẽ kyrchẽ. An⸗ ders were eß aptgotterij wo man das bylde vmb ſinẽ ſelbeſt willẽ anbedt vnd gleubet das eỹ byl de das da hubſche we⸗ w ader keſſelich nuwe ader alt mee gnade kette. vnd in yme be ſluße et waß ynnerlich gewalt ader gotleyt ak. ₰ Vnd bij ſynem namẽ nit ſworen. Dnd bij ſynẽ namẽ nit murmeln blaſpkemern geloben flucken ader ſweren. Ich han gemurmels widder got warvmb gibt got eynẽ mentſchẽ mee dan dẽ andern. got kan mit offboꝛen 8 mit dem gewidder. wie mag das got gelydẽ. wie hã ich daz vmb got ader vnſer lieben frauwé verdiener c. laſpheme⸗ ren daz iſt leſtern als wo der mentſche got kette etwaß zu ge leyt das yme mt zu zu legẽ were. Ader yme bette etwaß abe⸗ geʒogen das yme nit abezucziben iſt ader eyner creature et waß zu geſchꝛieben daz alleyn got zu zu geben iſt mochte der mentſcke bychten ꝛc. Geloben. Ich bã got gelobniße gethan ader den heyligen vnd bã ſpe— nit gebald ẽ. Ich hã myne zemeliche eyde gebꝛochen. lucken. Ich han geflucht boſe fuchne enlladubbl ſebras Antkoni ges plage. hertʒzꝰknytẽ. peſtilentze c᷑.vnd hã got dar zu ge⸗ nant vnd han eß yme gegũnet ader nit ec᷑. Ich bã vil goduf⸗ ßelt want wan eyner dufelt das iſt vßlegelichen als vil der dufel lelF dir vnd nit vnſer kertegot vnd alſo verdecklichen nympt er got vnnuczlichẽ in ſinẽ mont ym fluchẽ. Sweren⸗ Ich han eynẽ ſalſchẽ eyd gethã vnd den bezuget nit gotes namẽ ader der keyligẽ ader euã geluũ. Ich hã an not wiſſent lichẽ geſwoꝛn n keuffẽ verkeuffẽ vnd in andern minẽ ſun⸗ relicen werckẽ. weyß eß wol in myn gezuck. eß iſt alſo. du machſt eß wol glaubẽ vnd hã got ader vnſer liebẽ frauwẽ. da mit genãt vß boſereer gewõheyt zoꝛn ader mit voꝛdachter vernũfft. Ico hã merlichẽ geſpꝛockhen. Ich hã bn den gelie⸗ dern xo heubt: hucht:. lũget:lebert ꝛc. Ond hã got dar zu ge nãt. Ich hã verſwoꝛẽ gute wercke vnder wegẽ zu laßẽ awor eß boſe ſchedeliche wercke zu vulnbꝛengẽ. Synẽ namẽ hã ich nit geheyliget als ich dã degelich bede m dẽ pat nrĩ̃ geke li⸗ get werde dỹ name In dẽ namẽ iheſus hã ichmt zu dẽ mpſ ten gebeuget die knve des hert 2 in mir vnd in mynẽ vnder⸗ tenigẽ widð ſin keylige woꝛt des euang eliüs hã ich geredt. Iu dieſen. ſtuckẽ han ich mich zehẽ zwẽcz g ader hůdert ma⸗ le ꝛ vargelſen. Secze yme eyn zale qa numeuus aggrauat. Ico vſſio tedet eſſe nuda ⁊ dißᷣteta zt. Vnd ſynẽ namẽ int ytel in den mont nemẽ. Das iſt ytel daz nit got dẽ hertẽ zu lob vnd ere iſt. Itẽ eỹß kỹt funff iar alt ſwoe flucht dufelt furt der dufel vß den ſchoß e vnd armẽ ſynes vaters mit libe vnd ſele enweck foꝛte amma intrauit nach dẽ halße abebꝛechẽ gnũ cœxloꝝ ⁊t. Fyertag fyer. Ich han verbodẽ groh arbeyt Fethan nit farn myſtẽ. pultz haw. ſpꝑnnẽ. nelæn mit keouffe vnd vorkeuffs. dantz. lute ſlagẽ zu dancz. lurern. ſpelẽ. vnd mit andern ſüdlichẽ wercko Ich hã mit meſſę geloꝛt edige vnd byn verſumelicken ge⸗ weſt an dẽ dmſt des allemechtigẽ gotis. Ich han int tue vnd leyt gedabt vber myn ſunde vnd mich mit yme vereymget vnd verſunet darvmb heyßet der ſontag ſontag daz iſt ver ſunerag mit gode · Ich hã myn begirde mt vff gezogẽ zu dem 4 4 14 „ewigẽ leben funder mee zu ſlaffen zu danczẽ zk. Ich bã myn fyere geͤpꝛochẽ mit den nunde fremde fundẽ in mynẽ kyndern eehaltẽ vnd vndertemgẽ mit keyßẽ radẽ willẽ ſmeychelung vnd zu lauffẽ. deylh afftikeyt. ſwigẽ. nit widderſteen vnd nit offenbare. Eỹ yglicker ſage die keylige tage als ſontage an ſant peters tag ader vnſer liebẽ frauwen tag k. dar an er ge ſundet hat wã oyn fyerrag iſt großer dan der ander ꝛ vnd wie dick c. Ich bÿ an dẽ wertage fundlichẽ muſſig gangẽ Dnde cũ duectõe p̊t elici regula a ↄtrauio ſenſu. Sicut ꝓhoſitũ m ꝓpoſito ſic oppoſitũ m oppoſito ꝛt᷑. * Ond in eren babe dyn eldern. b Mynẽ liplichẽ vater vnd muter hã ich angefarn. vbel zu gẽ⸗ ſpꝛochẽ. goflucht. geſlagẽ. ader epwillẽ b gepabt ʒn ſlagẽ Ich bỹ yne vngeloꝛſame goweſt ĩ den gotlichẽ wercks Ien bÿ vne nit zu hulff komẽ mit myner narüge vnd habe ſo ſpe arm ſynt geweſt. Ich hã ſie mt gehebet gefuwt vnd getra⸗ gẽ ſo ſie blynt ſiech ader krangk ſint geweſt. Ich hã pne nit lieplichẽ vnd ftuntlichẽ zu geſpꝛochẽ vnd ſie lieplichen mit mynẽ woꝛtern gedꝛoſt. Ich Hanſie verſmeket vnd mich pre geſchemt. mir hat gegruet vff ſio. Ich Ran yne den doit ge⸗ wonſchet daz mir ir gut werde. yw toſtamẽt mt gebaltẽ. Ich bñ yne mit ʒu hulff komẽ nach vre tode m dẽ fegeſuer Dnde Honoꝛ ẽ exhibicio reuerecie ĩ hgnũ ðtutis ⁊ ſie onoꝛax ãſig. na reueietie exbibẽ ⁊t᷑. Sic p oꝓpoſitũ inho noꝛate ẽ 2c. Itẽ der babſt cardinele bylchoff ꝓherner vnd die pꝛieſter ſynt dyne geyſtliche vetter der geyſtlichẽ geburt ſoꝛge vnd ere. Vã ſie deuffẽ dich fyrmẽ dich. ꝛẽ dich bycht gebẽ dir die horhſte ſpiſe ibm xpᷣm.das heylige euãgeliũ.· heylge oley leſen dir melle vnd han die heylige wnhunge vnd ſint guber vnſets hewn ilelu xpᷣi vnd ſynt an der ſtat xpᷣ aẽ. O& vos audit mo audit et qͥ vos ſꝑnit me ſꝑmt. Dar vmb ſint ſie dyn geyſtlich etter der geyſtlichẽ geburt mit der dauff vnd vetter der lo re vnd ſpifige vnd der ſoꝛg e. Ariſtotiles vin. ethicon Pr eſt qui dat eſſe ri nutrimentũ aut documentũ ꝛ. Ich hã yno ge⸗ flucht. Ich han mt geỹ yna an die kogel ater hut gegriffen.— 2 ͤ Ich han yw lere vnd gebodt zu miek geſchlagen zk. Ich han · myn engel mit geeret 7. Die heylige criſtliche krrckaliſt dyn muter der geburt ſoꝛge ſpiſũge lere vnd der ere ꝛc. Ich hã nit gyachtot vff den banne vnd hã den gebantẽ ludẽ zugekoßt Ich han die faſte tage gebꝛochẽ. Ich han im der faſtẽ mt ge⸗ bicht. Ich hã ſacram ẽt iit eys m dẽ iate entphangẽ ꝛc̃. Der meyſter der dich gelert hat m dmẽ iungetageẽ iſt dyn geiſt⸗ lich vater der lere vnd ſoꝛge ꝛc᷑ Ich bỹ yme fynt geweſt dar vmb das er mich hat gehauwẽ ꝛc᷑.·D ijs mgris ⁊ paietibo nõ p̃t vedd eqͥualens ⁊. Diß daz dir dỹÿ meyſter gibt die geiſt liche lere die mit mag bezalt wer den int golde ader ſylber zr. Oa ad hoe ꝙ aliq̃ ⸗pant᷑ ad muic ↄpacne ꝓpꝛie dca equitit᷑ qy omu icẽt ĩ materia.wã das geyſtlich iſt oil edeler vnd beſ⸗ ſer dan das lnplich. Ober zelen zwenczig ader hüdert iare ſo kanſtu nochſchꝛidẽ vnd leſen und weyſt wie dich din mevſ ter hat gꝛlewet. Ader das golt ſylber das du yme haſt gege⸗ ben hat er indie d eſchen geleyt vnd balde wid deruß gegeben vmd koltz wyn fleyſche ⁊c̃. Itẽ werntlicke ſurſtẽ ꝛc̃.burger⸗ meynſter aaitler. ſcheffẽ zc̃. ſint din vetter der ſoꝛge vnd ere wã ſie ſoꝛgẽ voꝛ lant vnd luͤde vnd gancze gemeße daz die befriedẽt ſi das die poꝛtẽ bew aret ſint das die fynde mt hyn 1, inkomẽ das keyner dẽ andern ſtele. moꝛde ⁊c᷑. Ich bỹ vrẽ ge⸗ 1 lodẽ nit geloꝛſame geweſt Ich hã wid ð ſie gemurmelt Ich hã yre hepᷣlicheyt wollẽ wiſſen. Ich han myn hut mit abege⸗ zogẽ geß yne ⁊t᷑. Ich hã nich wiſer geducht dan ſie ꝛc. Ite die armẽ alten lude ſint din vetter des alders vnd auch an der ſtat xpᷣi. Ich han geſpotte der armẽ vnd der blyndẽ. Ich han ſie nit geeret mit den ſieben werckẽ der keyligen harmkertzi⸗ keyt mit hepſuchen ſpijſen. dꝛenckẽ. cleydẽ. erloß ẽ. beherbet⸗ gẽõ.· vnd begrabẽ nach mynẽ vermogẽ. Ich han ſie angefarn vndlang laßẽ ſten voꝛ myner doꝛe. Ich wolt ſie mit ꝛẽ a vnd ſage wie dick ⁊c. Dater pꝛieſter heilige kyrche. burger meyſter. ſchulm eyſter. arme lude ſint dy eldern ꝛc. vnd griß gua vnd fwnde lure die dich hã erneret vnd gezogẽ ew ſie 2c œa vitã habes ab eis ſis eis obediẽs.onoꝛa qͥa doctainã vcs/ piſti ab eis.ciba qͥa de ꝓpꝛns te nutuuerũt ⁊t. 4 1 0* 4 * Nyemãt in todllageen ſin leben nß mo. b Ieh hã grodet widð got vnd recht vß nyd haß ader võ der gures wegẽ vil mee dan võ der gerechtikeyt wegẽ. Ich ka verradẽ m den dot mit hey hẽ rad? 2c. mit vergifft. Ich bỹ eÿ. vꝛſach geweſt das nir eyn Kynt iſt abegangẽ ader das irb mt entphangẽ han. Ich hã mit abegebꝛochẽ am lybe daʒ ich muſt ſterbẽ Jeh hã ey willẽ gehabt mich ſelbſt zu dodẽ. Mit vberoßẽ vnd vberdꝛinckẽ dyn ich eỹ vꝛſach geweſt das ich bÿ kranck woꝛdẽ vnd villicht muß ſterbẽ. Ich han widder recht gekneget dat ynnẽ vil moꝛderij iſt geſchehẽ. Ich Pan gehauwẽ geſtochẽ gefangẽ widð recht. Ich han unnẽ neſ⸗ ten Ss⸗ hũ gers ſterbẽ. Oa ſeptẽ oꝑa miſcðie ĩ neceſſita te fũt ſub pᷣrœpto. Ambꝛop Si nõ pauiſti occidiſti. Sic ⁊ dhiit de alijs Ich hã geyſtlichẽ getodet nut affwrkoſen yme ſyn gey ſtlich wolgerucht vnd woꝛt võ yme getodet. Oa bona kama hoĩs eſt vita hĩs. Ich hã nyd baß zoꝛn getragẽ vnd fyndſchafft da durch ich mỹ ſele getodet han ac᷑.& odit ſim ſuũ komici⸗ da eſt. vnd ſage wie dick. Ich han moꝛd gebedt. Notand ũ ſi deus ꝓhibuit effectũ vel cauſatũ. ſ.moꝛdẽ ſo bat er auch ver⸗ bo dẽ allos das da durch yß geſchicht ſ.oẽs cauſas ꝓducli⸗ uas illiꝰeffrũs. ſcʒ hauwẽ ſtechẽ. ſteynwerffẽ. ſchieß ẽ. fahen verredern 0̃ zoꝛn. nydhaß. fyntſchafft c. Oa quicqͥd ẽ cau- ſa rauſe eciã eſt cauſa cauſati. Et ex quo effem̃ ꝓᷣhibuit ex oſe- qudti ociã cauſas ꝓductias effcũs. Criſtus dicit dictũ at᷑.qui- eumq; occiderit weus ẽ iudicio t.ego aũt dico voß oĩs qͥ iraſ. citur fratri ſuo zc. Itẽ in der fyndſehafft mag exner alleß eyn willen han yme zuſchadẽ an ſynem gat ſo mag eß ſin wid⸗ de⸗ das czehen gebodt.· Vnd fremde gut in dmer begirde nit halt r. b Vnd vnkuſckhe werck nit volnbꝛenge. Mit gemeyne frauwen. Jungfrauwen genodig et ader mit pie willẽ mit geyſtlichẽ ꝓſonẽ cloſter frauw. pꝛieſtern ader int iinẽ frunden ader eebꝛechẽ ader fuſt ꝛ7ᷣ ĩ der ee. in der heỹ⸗ liehen krangheyt der frauwẽ in dem kint bette. in den heyligen geczidẽ ban ich iß an ſie gebꝛacht. An den gewichtẽ ſteron. gütlchen das dich der pꝛioſt er clerlichẽ verſteen moge. Itẽ mit grnfen ſehen ꝛc̃. ader mit den nun frendẽ ſunden haſtu eß gehepyß ẽ darzu geraden geko ppelt geberbergt ꝛt̃. ſin ytel dot fundo.&a illud qð deo diſplicet nulli debet placere. Nyemant ſaltu ſtelen.. Notandũ furtũ in ꝓpoſito capit generxaliter ꝓut ita deſcuibit᷑. furtũ ẽ vfurpacio vei aliene ĩuiw dño. Steln iſt ep abeſtellũg fʒdes gutes võ ſynẽ nehſtẽ an ſinẽ wolgefelligẽ willẽ wid der got vnd vecht.· daꝛvmdb alleſ vnwecht gut iſt geſtoln gut Ich han geſtoln iij oder x.gulden c̃. geraubet gefundẽ gut. gewuckꝛrt offenlichẽ oder verderklichẽ. Ich hã gewonnẽ gut mit verkeuffẽ duweret võ boꝛgẽs wegẽ dãich eß hette Ronnẽ gegebẽ vmb gerept gelt · zmſe vndergedꝛuckt czehẽ nit gotlitnẽ gegebẽ. Ich hã mt beʒalt eynẽ der it weyß daz ich pme ſchuldig bm. Ich han mynẽé aehalte yſe ſweyßlone abe gebꝛochẽ. Ich hã ſie dick lahẽ dar nach lauffẽ vnd geen Ich han ſie mit voꝛ vndergangk xer ſou bejalt. Dnde moyſes 1 NRon moꝛabitur opus mercænari tui apud te vſq; mane Ich han mynen nehſtẽ int ſnelle beʒalt. Salomon ſe dicas amico tuo vade et reuertere et cras tibi dabo cum ſtatim poſſis date. Irh han iud den gut gekaufft. Ico han gut gewonnen mit dem ſchm des vechtes wid der myne eygen vornunfft vnd wiſſen. Ich han gewõönen gut myt falſch gewichte maß. margſtevn ⁊. Ich han gut iunt falſcher vngetniwer arbeyt ge wonnẽ. jch han gut iit ſpeln gewonnẽ. Ich han den lu⸗ den ſchaden gethan mit kruden graßen fyſe ader duben myt geen riden ader faren ader hurnẽ. Ich han eym verkaufft eỹ Rrangk pherxt vor eyn geſunt phert HNon enim vt ait Can⸗ tellarius patriſienſis. quia ego deceptus ſum aluũ deciperxe poſ- ham. Ich han golt voꝛ meſling gekaufft. Emptwoꝛ tenetur ad . bezaſen reſtitucioiem. Ich ban falſch inoncze gemacht. Ich han das des iint recht zulang verczogen da durch eyner parthy ſchaden iſt 615 35 geſchehen. Ich han eym vß eynem falſchen oꝛteyl ſchaden zu⸗ tirnd geczog en. Ich han vberflußig gut mt gegeben durch gotis ge.35. willen adet armen luden der eß iſt. Quiaillud quod fupeſt aſtuch paupemũ eſt Sundor ich han mich miſſeg ebꝛucht mit frauwen paldt danczen· ſtechen c. Ich han geyſtliche gabe kaufft oder ver⸗ E kaufft. Item das geyſtlich iſt vil edeler vnd beſſer dan das lijplich darvmb mag eß mit kaufft oder verkaufft werden vmb das liplich dar vmb iſt das lijplich fremde gut geyn gsbr dem geyſtlichen. O uia ad boc ꝙ aliqua ⸗pant᷑ ad inuitem cõ- gallä— paratione ꝓpꝛie dcã requirit ꝙ coĩtent m materia et eciã ↄnnt. weilug titur urtũ ex diffmicde furti ꝛc. Oui nõ intrat in ouile ꝛc ille ls wid fur ẽ ⁊ latro ⁊ẽ.Itẽ notand ũ ꝙ in diffimcðe furti qua dicitur. angut Furtum eſt vſurpacio vei aliene ꝛ. li vſurpacio capit᷑ large de gut. generalit᷑ ꝓut extendit ſe ad omnẽ modũ acquiß̃ẽdi illicitum wonne rem alienã t.ſ.ad detẽcionẽ ſpoliationẽ ĩu encionẽ detracõnẽ 5 hrttr otractionẽ ꝛt.Item ſcðᷣm doctoꝛẽ wencz ſolempnẽ pᷣdicatoꝛẽ czeba Furtum eſt otrectacio.i.handelũge vei aliene muitv dño. Item yF da— Keln iſt abeſtellunge ader hand luüg e eÿs andern gutes an ſp⸗ pilone en fryhen wolgefelligen willen widder gotlich recht. Coꝛ d geen Taaamm gefunden gut int wid der geben ꝛc᷑ geraubet gut. ge. woyſes ſpelet gut ð᷑. gewuchert gut. verbꝛãt gut. verderbet gut a ne Ich iſt geſtoln gut vt patet ex diffmicõne ſurti ⁊c.⁊ illa diffinitio anich duonit om dtento ſub diffinito ⁊ facit ipᷣm diffmitũ differre 2 dam. uertitur ſecum 2. en mit.. t vnd Vnd falſche geczugniſſe nit geben. maß. Ich han epᷣ falſche g ectzugmße gegelon nit lieg en an dẽ ge⸗ ““ richt Ich han das recht felſchlichẽ vßg eſpꝛochẽ. Ich bã dick dnlu⸗ gelogẽ vnd betrogen ĩ keuffẽ vnd verkouffẽ ader m and ern nupt wercks. Ich hã felſchlich afftergekoßt. Ich han minẽ nehſtẽ f 9 gemßnert ſỹ gut lob mit falſcheyt der rede yme boß heyt zu — geleyt ad er gemeret mit miner redde · Ich han ſyn heỹ lichꝛ ſure wid ð die bꝛuderliche lieb geoffẽbart yne zuſmobẽ vnd . zu ſchẽdẽ. Ich hã geſpꝛochẽ die gutẽ werck die er thu voiln⸗ bꝛenge er in eyner boſen meynunge. Ich han vetlaacket des gutẽ werckes mynes nekeſten· Ich han ſines guten wercks boßlich verſwegẽ. Ich han mit mynẽ oꝛen falſch gezugmiſe gegebẽ in dem das ich gern falſch gezugnmiße han geloꝛt. M. — Ich han groß dinge von mir geſayt die an mir nit ſint. Ich han glißenern getriebẽ. Ich han geoꝛtelt ander lude an recht Ich han mich ſelbſt gerecot gehaltẽ ader gerumet vnd ge⸗ lobet Ich han eym lieplich zu gekoſet imt eym falſchẽ hertzẽ Ich han ſyn geſpottet in ſiner gebꝛechlichkeyt anfechtunge ader inſſelmgge die yme villicht got in beſunder liebe hait gegaeben · Ich han eynẽ ep narn odet doꝛen geleyßẽ der doch villeht gotlich liebe vnd wiſteyt hat in ſinor ſele. Icd han die lude hunde vnd kreden ct geheyßẽ die doch vernuüͤfftig e mentſchen ſint. Ich han die lude beweget zu zoꝛn da durch yre vernunfft g efelſchet iſt woꝛden. Item mit minẽ ſpitzigen langẽ ſchuſnebeln han ich gegebẽ falſch gozugmhe als hette ich ſolich ſuß vnd zehen 48. Ich han mit den clepdern falſch gezugmbe gegebẽ mn dem das ich mich verſtellet han an der faſtnacht. Item deutrono yn Die frauwen ſollẽ meht mannes cleyder tragẽ noch die menner unt nihts nicht frauwẽ cley⸗ der. Ergo peem moꝛtale ẽ ſic pꝛtate ad vamtates et nequici/ as. Ich han mich gefelſchet nut ferben myne anczlicze. Ich han zweydꝛechukeyt ader kriege geſehet dar vß viel kalſ⸗ heyt iſt komẽ vnd ſecz eỹ zale. Oßer dieſen dingen mercket der mentſcle wol das er int falſch gezugmße ſal geben noch mir gedenckẽ ym kertzen woꝛtẽ ader werckẽ ⁊c. Illud pᷣcep⸗ tum tranſgredit᷑ p detrackoꝛes direcke vel mditecte oeculte vel mamfeſte. detrachio nũ libẽter auditoꝛes· adulatoꝛes.ſufurxro. nes.oꝛen dꝛeger. murmuratoꝛes.murmuler ↄtra deũ ſupioꝛeſ ſpũales à ſecul aæes.Paulus Neqʒ murmuraueritis ſicut qui- dam ⁊ ceriderut vna die vigintitria milia hoĩm quia murmura⸗ uerunt ↄtra moyſen ⁊ aaron at᷑. Durch liegẽ wirt der mẽtſche verun glicket got der warkeyt vnd verglichet dem dufel der meyſter vnd vatter aller logener iſt und todet ſin edel ſele. Os qð mentitur occidit ammã vnd kõmet in die ewige ver⸗ dampnmiſſe.Pexr des oẽs qui loquunt᷑ mendactũ· 11 —— — — — — 28 ——— 1„ nel Kll ercket 2 noch dpxp⸗ lee vel furw⸗ pioꝛeſ uit qu/ rmura- matſchr uffl der nj ſele vet⸗ 8₰ 22 * s andern hußgenoß imt begern ſalt. Ich han ym hertzen mit verhaꝛten willen der vetnufft eynẽ ganczen willẽ gehabt vnkuſch werck zu volnbꝛingen vnd triben mit gemeß frauwẽ iung frauwẽ eeluden a. hette ick eß konnẽ volnbꝛengẽ ich het eß gethan. Ich han die wernt mee gefocht dar vmb ich eß gelaißen han dan got Ich han mit verbaꝛtẽ willen vil vnkuſcker luſt vnd gedenck gehabt in mynẽ kerczen nacht vnd dag vnd han ſie nit vß geſlag en Ich han mich bubſche gemacht zu fundlicker vnkuſcher be⸗ girde geyn andern hußgenoßẽ. Ich han mit mynẽ vß wendi⸗ gen ſynden ſehen loꝛẽ tiochen taſten zukoſen ſmacken vmb⸗ fahung der arme mit bꝛieffẽ ader bodden ꝛd geloydet vnd ge⸗ zogẽ mich vnd andern ꝓſonẽ zu vnkuſther ſundelicher begird Mathei v. O ui viderit mulieiẽ ad ↄcupiſcendũ eã iã methatꝰ eſt eã in coꝛdeſuo. Sic ſikr de alns ſenſibo ommbo exterioꝛibo. Ich han tegelichẽ geſpijſet die eyſchlich fundlich lieb mit ſehen zukoſen ꝛt᷑ ader mit cleyner gabe mit ininẽ langẽ ſpitz· igen ſchuſnebeln unt mynẽ geferbtẽ kruſen haw und ſeent⸗ lichen verhauwẽ nuwen clepdern. Die frauwẽ mit mynẽ ſchuelin hare 7. Ich han vil luſt gehabt in dem hertzen von 27 vnkuſcheyt die ich i mynẽ iungen tagẽ han volnbꝛacht vſid mt eỹ nnſſefallũge vnd ſmertzen das ich groblichẽ han gethan widder die ere myns hỹmelſcken vatters. Item eß iſt zu wißen das ſich der mentſcke voꝛ den boſen gedencken vnd anfechtũge des fleiſchs mt kan gehuden wan das fleiſch iſt geneyget vnd begert lange ſlaffen. vber eßen vber dꝛincken. vnkuſcheyt ð vnd zu eyner zit meo dan zu der andern. Oa caw concupiſcit aduerſus ſpiritum. In ſolichen erſten mfal⸗ lunge vnd gedencken dut der mentſche keyn todſunde So er aber ſinen fryhen willen der ſele dar zu gibt ſo iſt das gebot gebꝛochen vnd die todſunde volnbꝛacht. Quia deus tcapit voluntatẽ ꝓ facko quo ad genus peccati quamuis non quo ad grauitatẽ quia grauius eſt peccate ope ⁊ volũtate cᷓ; ſola voluntate.Itẽ eß iſt zu wißen das vater muter knecht mede kynder phaff. nun vnd allos daz ym huß lebet iſt huß genoße dar vmb get eß alle mentſchen an. frauwen mede knecht ac. Dar vmb ſaltu ſpꝛechẽ eyns andern hueſgenoße it beger⸗ vnd nit ſpꝛech eỹs andern hußfrauwe nit beger anderß yß ging die frauwen vnd mede nit an. wã die mait begert nit eps andern hußfrauwe ſũder eỹs andern knecht ader paff 27 pᷣmo libꝛo moyſi.xij capło. Sicut ꝓꝛĩarch a abꝛahã cum vxoꝛe ſua valde pulchꝛa ſara traxit zoget in egypten dixit vxoꝛi tu es valde pulchꝛa ⁊ egypen ↄcupiſcẽt te ⁊ me interficiẽt dic er. go ꝙ ſis ſoꝛoꝛ mea vt viuã.Et ſic poſtqᷓʒ intrauetunt fuit ſig. mficatũ tegi qualit᷑ quidã hebꝛeus ↄpatuiſſet cũ hebꝛea vxoꝛe palde pulchꝛa.hᷣex pharao miſit pꝰ eos ⁊ abꝛabhã dixit ꝙ eſſʒ ſoꝛoꝛ ſua ⁊ pᷣe duetꝰ ↄcupiſcẽcia illicita quãuis nõ ad opus luxuriꝛ de ducta punitꝰ ꝙ m domo ſua et tota ꝓuincia Aulie- ves fiebãt ſteriles. Et ꝓ angelũ fuit ſibi pharaom intimatũ ꝙ fuiſſet pumtꝰ ꝓpter illã maſã acupiſcenciã. Item abꝛahã dixit vetũ ꝙ ſiuit ſoꝛoꝛ ipᷣiꝰ epᷣthalbẽ ex pte pr̃is ſolũ q illo tꝑe po- tuit ita fieti ↄtractio ꝓpter augmẽtaconẽ fidei ⁊t. Vnd fuemd gut in diner begirde nit halt. Ich han mit verhaꝛtẽ willen der vernunfft begert eyns an⸗ dern gut. habe ſtorck. trafft. kũſt. wnſheyt widder got vnd recht das iſt mit ſtelẽ. rauben. wuckern. fyndẽ ſpeln durſ zu rleỹ maiß. gewicht mit zinſe vnderzudꝛuckẽ. durch begil⸗ de yne zu verderb ẽ. durch liegẽ. betriegẽ. vnd mit ander be⸗ ſeyſſerij. Ich han zu viel ſoꝛgfeldikeyt gehabt zum gude da durch ich gottes vergeßẽ han vnd oberdꝛedẽ ſyn gebot fiertag. ader eynẽ willẽ gehabt die gebot zu bꝛechẽ. Ich bã mich vnderſtandẽ zuwißen vnd begrifen vnd durch grũden die werck. oꝛteyl, vnd gericht des allemechtigen godis. Paulus. Non plus ſape qᷓ; opoꝛtʒz ⁊c. Ich han mich imt laißẽ genugẽ nach mynẽ ſtat dar vmb ich gemurmelt han vnd m mir geſpꝛochen warumb bait der alſo vil vnd du alſo we⸗ mg. Ich han gut begert zu eynẽ boſen ende mieb zu gebꝛu⸗ chen als zu eebꝛechẽ vnd ſtechẽ vnd toꝛnyerẽ ꝛc. uvnd zu an⸗ dern ſundlichẽ wercken. Ich han mỹ vberig gut das der ar⸗ men mentſchen iſt czu viel begert ond geliebdt daz ich mt almuſen han gegeben. Ich ban in aller myner begirde vnd — 7 p. — 1 Iehe nit zu dem erſtẽ geſucht daß rich gottes vnd 3 andrß yf ſoꝛ 1 1 ur begertnt ſyn gerelhtikeyt ſunder mee der wernt ere in mynẽ hertzen. tadr paf Ich ban in myner begirde zů gude mỹ hoch ſt ende geſaczt in dam drong daz ſelbige gut ais der rich der ſyn huß hoff ſchuern gefolt dit dron hatte vnd zu ſyner ſele ſpꝛach nu we vnd raſt lieb ſele zc᷑. des rniiet dre ſele die dufel zu nachts enweg furtẽ. Itẽ ich han eyn munẽ une fut ſo, ader beneficiũ begert des ich mit wirdig bin geweſt võ ge⸗ —— bꝛechlichept der ſchꝛift ec. e„. die zwolff attickel ader ſtuck des glaubens. ne⸗ 5 die ʒwolff arcickel ader ſtuck des glaubés ſint der glaub. Ich de u gleilbe in got vatter almechtigen ſcheper hyemels vnd er⸗ — naai den vnd miheſũ xpm ꝛk. den die criſtẽ mentſchẽ alle ſprechẽ. aha dui Dar vmb beyßer der ſolb glaub die zw olff artickel adet ſtuck ilopep. des glaubẽs daz yne die zwolff iungern vnd apoſteln ſtuck⸗ 1 lichen zu oyn geſaczt han. Die zw olff artikel des glaubens ſint begriffẽ vnd ingeſchoß in dem erſtẽ gebodei dẽ woꝛt glaubẽ. Illa ſcripta fufficiũt ꝓ laicis ⁊ ſimplicibo ꝙ alia ſunt teynsa ſymbola vt ſymbolũ athanaſn. Quicũq; vult ſaluꝰ eſſe c· et Sotond ſymbolũ nyceneñ·ſ. Credo in vnũ teũ ˙. ad que tenent ſa cer pain du 8 dotes. Simiit qͤd diffinitue ſit fides. ſ.fubſtãcia wũ ſperãda⸗ urrd beg um argumentũ non ap arenciũ:᷑. Sikr qͥd ex ꝓte wi ſit ꝓut ander be⸗ diſtmguut contra habitus mtellettuales ⁊ alias tutes theo⸗ 5— da loycales ⁊t᷑. ptinet ad ſcholas fides acqͤſita infuſa creata zt᷑. in gebot beẽ. Icb b Die rufenden ſunde ſint die funff. ob gruden Wuchern. toden. rauben. ſtumme vnd ſwopßlone ab ſchniden godis. die ſint voꝛ got in den byemel vfſchꝛiẽ. Die ſint widder die Hmt luhẽ zeken gebodde clerlichen wuckern. rauben ſchweyßlon abe⸗ than vnd bꝛocken ſint widder daz gebot nyemant ſalt du ſteln. Stũme du alb we⸗ daß iſt die ſtummende funde ſint verbodden offentlich in dem b zu gebꝛu⸗ eyn gebodde zc. an⸗. me die funff vevendige ſonct. da ichmt Sehen. Moꝛen. riorhen. ſchmackẽ. taſten. Mit dinẽ augẽ ſyheſt 2 du. mit den oꝛen hoꝛeſt du · int der naſen neckeſt dn nnt dem giru vnd — monde ſmackeſtu mit dem lijbe taſtu. Taſten beſchlußenn yme griffen mit den henden. Geen ſteen mit den ſußen vnd belßen mit den armẽ c. Smacken beſluß et in yme kuſſen 2. Die lint dem meutſchen gegebẽ daz der mentſehe da mit enphind vnd begriffe die geygenwirtig en dmger vnd doꝛch ſinen frahen verhaꝛten willen mit der vernũfft zyehen vnd lepydẽ die voꝛ genantẽ funff ſynne zu dem das yme nucz iſt zu dem ewig en leben vnd zu fliehen das vbel das yme ſchedelichen iſt zu der ewigen verdãpmißo. Item der mentſche nnt finẽ willen furt er das phert dure hde n zaum den rechtẽ wegk alſo ſal der mẽt ſche fuven den lichnam vnd ſin funff ſynde mit dem zaume der vᷣ nũfft den vechtẽ wegk zu dem wigden leben. Ariſtotileseẽ. ſus exteriores ſũt dati ad ꝓſequendũ vtilia ⁊ ↄuemẽtcia ⁊t. et fugiendũ ⁊t. Itẽ haſtu din goſicht vnkuſlich laßien ſchießẽ hyn vnd kere inandern ꝓſonen. da durch du vnd ander huß⸗ ſeben ſo duſtu widder das x·gelpt eyns andern bußgenoße nit be gern ſalt. Itẽ ſyheſtu am fyertage dantzen vnd komeſt zu vnkuſcher begird ſo duſtu widder das ſelb gebot vnd wid⸗ der daz dꝛitte. fyerta ge fyer 2. hoꝛeſtu mt pꝛedigẽ vnd meſ⸗ ſe an dẽ ſontag vnd an don andern fyertagẽ mt meſſe ſo duſ⸗ ſen die lude beliegẽ vnd pre ete abeſnydẽ ſo iſt eß widder daz acht gebot vnd falſch ezugniſſe nit geben vnd widder das funfft nyemãt mit dot ſlag en ſin leben nỹ me. Hoꝛſtu gern vn⸗ kvſche woꝛter vnd lieder da durch du kõmeſt zu vnkuſcher begirde ſo iſt eß widder das ix. gebot. Grifeſtu vnzemliche da durch du komeſt zu vnkuſcker begirde ader vnk ſchẽ werckẽ Itẽ vmbfehſtu mit den armen da durch du biſt verſetet woꝛ den ĩ der begird ader werrkẽ ſo duſtu auch wid der das nune ader das ſehſt ꝛc. Gꝛijfeſtu die woꝛfele ym ſpele duſtu wid⸗ der das x. eyns fremden gut mt beg ore ꝛc. Des glichen iſt eß mit den andern vß wendigẽ ſynnen. Smacken unt der zungen kuſſen ꝛt. riechen. 7. geben ader ſteen ac᷑.ꝓnd alſo als ep vg⸗ lich mentſche dotlichẽ gefundet bait mit hinẽ funff ſinden hat er offenlichen clerlichen ader vßleg elicken geſundet widder meria z8& hen ſchieße ander buß⸗ bamper ge ubgenofe 70 bomeſt ond wid⸗ vnd meſ⸗ ſee ſo dul⸗ zat wor as nune ſtu wid⸗ den iſt eß r zungen s eprg- nden batk widder 3 7 der zeic gebode eyns 28. Die ſyeben keubt ſunde. Hoffart. gyczigkeyt · zoꝛn. vnd vnkuſcheyt. vbereßen vber⸗ dꝛmckẽ. nyt haß vnd aen gotes dinſt dꝛagheyt. vmt widð die gebot moyſñi der ewigen ſelikeyt.— Hoffart iſt vberwerffunge vnd eyn kokefart vber ſich ſelbeſt vnd das das der mentſcke iſt. zu dem erſten ich han iir die gutkeyt zu geſchꝛieben die ich han an mir als kunſt · wyß⸗ heyt.clarheyt. ſterck. crafft. ader macht als kette ich ſye von nur gelbeſt vnd mt got dem heren zu lobe vnd ere demutiglich da von ich ſye entphangẽ han. Ailſo det lucifer der dufel vnd mercket int das er vß mcht geſchaffen was vnd das yma ſine gabe vmb ſoſt gnediglichen gegeben waren dar vmb er meo got dem heie ſolt demutiglichen danckbar ſine geweſt pyne zu lobẽ vnd eren. Paulus Nam ſi quis eſtimat ſe aliquid eſſe cum nichil ſit ipſe ſe ſedutit xT. Ecia verſus.Ex ſe ꝓ meri⸗ tis zc᷑. Lu dem andern male ich han gancz gehaldẽ in mynem hertzen das ieh alleyn han mit minẽ verdiſtemße alle myn gut tage habe vnd gab vnd iit mee vß der grundeloßen ge⸗ a vnd barmberczikeyt gotis des heten · Dnde non noſtris mexitis ſed tua ſanctiſſuna grada ad pꝛincipium huius diei at᷑. Lu dem dꝛꝛittẽ male ich han mich felſchlichen vberw oꝛffen in glißenern mir heym zu zieken lobe vnd ere die in nur nit ſynt vnder wilen von der gyczihkeyt wegen ader durch ander ſach als durch vnkuſcheyt. Ader ich han die ytel ere in unch geſeczt voꝛ das oberſt ende vnd gut. Ich han gerumet wol⸗ len werdon in den ſundlichen wercken. zu dem vierden male ich han myn nehſten verſmeket vnd geoꝛteylt geỹ den mẽt⸗/ ſehen vnd got. alleyn vßmerkung ſiner gebꝛechlicheyt vnd mich boch vber yne erebet in mir ſelbſt alleyn vßmerkungo myner gutkeyt. Aiſo det der glißenet der ſich ſelbeſt gerecht. fertig et vß ſinen guten wercken vnd merckt nit ſyn gebꝛech⸗ licheyt das er. got hette gegeben die rechtfertigunge vnd merckt nit die guten gotlichen werck des offenbarn ſunders als groß rue. leyt. ſmertzen. des hertz en vber ſyne ſunde. groß. 4 8 4 b„—. 6 ſchame voꝛ gode ſtarcken voꝛſacz nỹmer zu ſunden. große de⸗ mutikeyt. großen voꝛſacze zu buß en. Dñ Ex ſe ꝓ meritis fal. ſo plus omnibus inflant. Oß den vier wyſen vnd maſſen ban ich vildotſundlicher dochter vnd werck geboꝛne vnd polnbꝛacht als vng ehoꝛſamekeyt geyn mynen eldern vnd eygenwillikeyt. wid derſpꝛechung. kyffeln. vnd widderkyf⸗ feln. vffbloſun ge ⁊7̃. das alles iſt widder das gebodt. In eiẽ habe dyn eldern. Oß den vier wiſen kompt kuegen moꝛdern rauben ⁊c. ader nu we ſundlich fyndũge der cleyder hoffart in yurem gaunde iſt widder die liebe gotis vnd lobe vnd exe. Alſo iſt ſie widder das gebodt eyn got ſaltu anbeden glauben ⁊c. Paulus Caritas nõ inflat᷑ nõ ẽ ambicioſa vnd yre dochtern eſten vnd wercken widder die andern gebodt ⁊c. 6 Gyczikeyt. Gyczpkeyt als ſie eỹ dotſuden iſt ſo iſt ſye nichts anders dan ſteln vnd fuemde gut begeĩ darvmb iſt ſie offenelichen widdð das ſiebende gebodt. Nyomants nichts ſteln vnd widder daz zeidende. Vnd fremde gut m dmer begirdemnt halt. N⸗— Dnkuſckeyt. Dnkuſcheyt iſt offeneliche vnd mercklichẽ widder die zwey gebode vnkuſche werck nit trybe vnd wid der das nunde eyns andern huß genoßen nit begern ſalt die verbiedent vn⸗ kuſchept. Eß iſt zu mercken das ctzweyerley vnkuſckeyt iſt die erſte iſt vnkuſcheyt alleyn des herczen. Jam morhatus eſt eam mn coꝛde ſuo. die iſt verboden an dem nunde gebode. die ander vnkuſcheyt iſt vnkuſcheyt des libes vnd hertzen myt eyne die iſt verboden in dem ſeſten gebode · Dnkuſche wercke mt trnbe Notand um ꝙ xps dicit. Multa habeo vobis dicere que modo non pꝛteſtis poꝛtare cum aũt venerit ſpiritus v eri⸗ taus ille vos docebit omnẽ vetitatem t. Modo omnes ſancli —, —— die zwey as nunde edut vn⸗ iſchept iſt Hatus ct bode. die ꝛtzen nyt r werrhe is dice uis ven⸗ es ſanch 8 7 .dcloeVſe; Auguſtinus. herommus 2·Paulus ſeribentes de pᷣceptis deralogi dicũt cy ſimplex ſoꝛnicatio ſit ꝓhibita ibi nõ mechabetis ⁊ ſit percatũ moꝛtale· Dñ vẽitas ait·. Mathei xv. Adulteria ſoꝛnicacõ es furta ⁊c.illa funt que coinquinãt hom nom modo ſolũ peccatũ moꝛtale coinquinat honnnẽ q̃a venia- le ſtat cum caritate ⁊ veſte nupcali. Item adoleſcencioꝛ filius diſſipauit oĩa at.luxurioſe viuendo ⁊E cũ meretticibꝭ ergo xpᷣs dicit foꝛnicacionẽ eſſe pecratũ moꝛtale at᷑. Dꝛagkeyt an gotis dinſt. dꝛagkeyt an gotes dinſt vberdꝛitte die gebodt. Hait eyner ſyn gebedt. buß. Hoꝛas meſſe williglichen vnder wegen ge⸗ laßen ader iit recht gebedt ader nit ny dder geknyet unt bey⸗ den knyeen mn der faſten ſo er ſyn pꝛeces hat geſpꝛocken ader geyn dem ſacrament ſo hat er gethan widder das erſte ge⸗ bodt eyn got ſaltu anbeden ⁊c vnd eren. Ader hat er mt meſſe vnd pꝛedige gehoꝛt an dem ſontag ſo dut er widder das dꝛitte gebot fyertag fyer. Ader hait er lange geſlaffẽ an dẽ „Fyertage vne hait verleßlichen das ampt verſumet ſo iſt eß — widder fyertage fyer. Hat er ſyn faſte tage verle ßlichẽ zu⸗ bꝛocken ſo hat er getan widder ſyn muter die heylig e criſte⸗ lichen kyrche vnd widdeꝛ das vierde gebodt vnd in eren ha⸗ be dyne eldern. Ader mylch ſpiſe ader die ſtunde voꝛkomẽ mit dem eſſen ⁊. Iſt der mentſcke dꝛege geweſt geyn ſynẽ eldern yne mt zu hulff iſt kommen mit der narung e ader ſye mt ge⸗ dꝛoſt ader geeret hait ſo dut er widder das vierde gebodt. vnd in eren habe din eldern.· Ader ſo er nach ſynem vermo gẽ mit almuß en gibt den armen mentſchen ſo iſt eß auch wid der das vierde gebodt vnd mag auch ſyn widdar das ſy ebende · Nyemãt nit ſtelen. Bycht eyner in der faſten nit ſo iſt eß wid⸗ der ſin muter die heylige kyrche vnd widder das vierde ge⸗ bodt. Romet eynet vß dꝛagkeyt in verczwifelunge an dem dinſt gotis ader barmkerczikeyt ſo dut er widder das woꝛt des erſten gebots hoffen Et ſic de alns modis accidie ꝛð 3 1 2—— ddd E 1 X cauſati ⁊t᷑. f 6 Czoꝛn. 2 Dß bewegunge des zoꝛnes mit doerdachtem willen han ich eyn voꝛſacz gehabt mynẽ nehſten ſchaden zu zuziehẽ wid ð recht an ſinen eren lob ader gut ond han das bewiſet das ich myn anczlicz han võ yme gekeret. So iſt eß widder das ge⸗ bodt vnd fyemde gut in diner begirde mt halt ec̃. kereſtu dyn anczlicz von yme ſo ſteleſtu eß võ yme widder gotlich vecht ſo duſtu widder das. nyemant nir ſteln. Ader haſtu yme vbel zu geſpꝛochẽ ader mit yme gekyffelt ſo haſtu getan widder das. vnd bij ſin em namen int ſw eten ader das falſch gezug⸗ mſſe int geben ꝛr. Ich han yme ſchande laſter zu gezogẽ ſo iſt eß widder das vnd ſalſche gezugniße nit geben. Ich byn mt vᷣffgebletem hertzen vnd geſwollen gemurw der byttern ge⸗ denckẽ geyn yme getweden. Da iſt zu wiſſen nach dem als der mẽtſche eynẽ boſen willẽ hat geehabt in der ſelbigẽ geſwolſt yne zu toden ader belieg en ader yme ſchadẽ zu ucziehẽ wid⸗ der got ſo hat er widder das ader diß gebot gethan c. Ich han yne verſmeket in dem zoꝛn das iſt als vil ich hã yne bo⸗ ſer gehalden dan mich ſo er doch villicht m der genaden go⸗ tes iſt geweſt vnd ich villicht in dotſundẽ. So iſt eß widder das acht gebot vnd falſcle gezugniße ſaltu nit geben. Nolite iudicar ⁊t. Ond npñᷣmeſt das oꝛteyl gotis daz alleyn gotis ſt— Sa deus eſt ſerutatoꝛ coꝛ diũ vnd alſo ſteleſtu in dem bertzen gotis oꝛteyl. Quia vſurpas tibi iudiciũ dei vnd nyemant int ſtelen. Czoꝛn iſt wid der die lieb gotis. Paulus Caritas non irritatur nõ cogitat malũ ⁊7᷑.vnd auch widder die liebe des nohſten in ſiner wirrkunge vnd werckẽ Die lieb des nehſtẽ ſt beloſſen vnd mgeknopt in den leſten ſieben geboden. Fyvndſchafft. b b Item nach dem als du in eyner fyndſchafft haſt eynen willẽ eyn zu toden ader yme das ſyn abenemen ader felſchlichen ſyn ere abeſ nyden ſo iſt eß widder das ader diß gebodt. Ot cauſa ꝓduckiua effactus modo quicqͥd ẽ cauſa cauſe eciam eſt᷑ cauſa llen banich. 2— mabẽ widd b Npdhaß. aiſet das uh Mit voꝛd athtem mude han ich mynẽ nehſten ger det vnd das ge⸗ gehaſſet das er beſſer gluck hat gehabt dã ick ſo iſt yß wid henſtudyn der das gebot eyns andern gut mt begere. Item vß haß vnd Jotiicd neht nyd byn ich fwlichen geweſt das yme vbel iſt gegangen pmevhh vnd ich hette yß an mynen ſchaden wol mogẽ wend 6. Itẽ ſo ran widder ich yne hoꝛt loben ſmertzen han ich in myner vernunfft ent⸗ leb gezug, phangẽõ. Jtẽ han yme ſyn ere abe geſnyddẽ vß nyd vnd haß Sogsoſt ader ſchaden gethan ꝛt᷑ · die ſunde iſt widder das funfft ge⸗ ch byn int bodt vnd nyemãt mtodſlagen ſyn leben nỹme f. O un odit ytam ge⸗ fraĩ ſuũ homicida eſt. vnd mn yten wercken widder die dm ls dr andern gebode ꝛc̃ · als der zoꝛn zc. Sſuſ nydbaß vßleßunge. * 1 4 Hyd iſt gutes vergunnẽ vnd vbels gunnen · 27 e.3 HPahß. iſt yme zugeen vnd ziſetzen zu ſchaden. ã yne bo- maden go⸗ aß widder eder. Nohw n gote ſt e— Dbereſſen vber drincken. dem bettzen Ich ban als groß luſt m vbereſſen vberdꝛincken gehabt das pemant mt ich nnt voꝛdachtem willen ewiglichen gern wolt alſo ge⸗ antas non lebt han ſo haſtu gethã widder das erſte gebot das du got ie hehe des nit liep haſt gehabt vber alle cwe ature. OQuoꝝ deus vonter?. des nebſtẽ ſch han die faſt tage gebꝛocken. Item ich han nit zu rech ter pden. ſtunde geſſen. Itẽ ich han mylch geſſen ſo ich oley ſolt eſſen. Item ich byn am ſontag fuu zuder fullerie gang en. han myn pyen will meſſe pꝛedige verſumet ſo haſtu gethã widder das gebodt Huchen yn Vnd in eren habe din eldern wan du biſt vngekoꝛſam geweſt dt.Dr muß dyner muter der heyligen kyrcken ader widder das gebot fp⸗ un eſteauſa ertage fyer. Itẽ ich han zu vil geſſen das ich eß mit verd au⸗ wen mochte ſo diſſtu widder das gebodt · ny emant toden. wan da durch iſt dÿ pſone geſwecht vnd gektencket woꝛ⸗ ben. Jch han zu vil koſtlicke ſpiſe geſſen nach mynẽ ſtat ſo iſt eß widder das gebot mi ſteln. Ich byn willichchẽ dꝛuncha 1 — 8 woꝛden da durchmyn vernunfft geſwecht iſt woꝛden vnd geblendet. Das mag ſin widder das gebot. Nyemãt mdotſla⸗ gen ſin lebẽ nỹ me wan der ſele wirt durch die dꝛückenkeyt gewder ywe recht gedicht vnd oꝛteyl das der mentſch kompt zu ſweid. vnkuſcheyt moꝛdẽ ꝛ. Eß iſt zu wiſſen das vber eſſẽ iſt als vil vber ſin ſtat eſſen. Dbereſſen iſt vber ſyn complexien eſſen. Dbereſſè. vber. das iſt vber das gecot eſſen. Dber eſſẽ. daʒ iſt vœag vnd zu vil luſt han ym eſſen z7. Sic paufoꝛnnt᷑ Alſo mag man lichtlichẽ vßlogã das woꝛt vber dꝛmckẽ zt̃. Dber⸗ eſſen. ber daz iſt zu vil eſſen da dured ich mp arbeit nit mag vo inoꝛꝛngẽ ꝛr. Oberelſen. vber. das iſt vberig zu vil gyrgk vnd hic)liclæ elſè als kund vnd mocht ich mt vol wordẽ ac Die nun kuemde ſunde Hepßen. raden. willẽ. ſmeyckelunge vnd zulauffẽ. weylhaffti⸗ keyt.ſwigẽ imt wid derſteen vnd nit offenbate. Die ſunde ſint die nune fremde. Hey hen iſt als vil das eyner dẽ andern gebudet vnd heyßet vbel thun. Raden das iſt das eyner ſynẽ bꝛuder eỹ ſundlichẽ boſen rait gibt. Dillẽ das eyner ym hertz ẽ ſinen willẽ darzu gibt das ſin nehſter fundet ader mn dem bertzẽ gern ſilet daz ſin vn oerteniger vbel dut. Smeycke ug das iſt daz eyner nit ſmeyc ælerye. liebekoſũge ader zublaſug den andern zucht zu fundẽ a der ſtercker in ſundẽ Lulauffẽ daz eyner mit leufft zu fundẽ ader leßt die boſẽ als moꝛ der. reuber. eebꝛecker ⁊˙. lau ꝓẽ mn ſin huß ſie zu herber gen 25. Deylhaffukept das eyner eyn lon ader deyl nympt võ boſen vnd leßt yß thun. Swigẽ das eyner ſwiget ſo ſyne vn dertemgen ſund an. ſꝛit widderſteen das iſt das er ſynen vndertemgẽ nit wetet vnd widderſteet ſo ſie widder die ex gotis thun. ſdit offenbarn das iſt das er eß nit offenbart vnd yme nit ſaget das yß ſunde iſt ader der kyrchen nit ſaget nach beque ner wiſe vnd gelegenkeyt 2c. Die nune fremde ſunde ſint widd die zehẽ gebot heyßet eyner ds andern am ſontag loltz bauwẽ danczẽ zc. ſo iſt eß widde ——Vʒ—⸗—ꝛ—y——— : 8 ⸗ voden dnd. vas 5 gelot fyertag fver. Ader hep hzet er moꝛden ſo iſt vß nat mdotſſa wid der das funffte nyemant m todſlaken zc. Alſo iſt eß myt dauthen, ven andern. Kaden gibt er rat zu ſteln. rauben. moꝛdon. eebꝛer⸗ neic bompt en ꝛc̃. Alſo iſt yß auch mit dem willen. quia ðs capit volunta⸗ das ddreilö b tem ꝓ facto quo ad genus peccati quãuis non quo ad graui⸗ wmpienen tatẽ· Paulus Id qð dro diſplicet nulli debet placer. Itẽ eß iſt Dar eſ dag zu wiſſen wo eyn huß vater hieß ſyn mapd ader geſynne eunn Jlo ſteln. moꝛdon. vnkuſchen ader ander dotſunde volnbꝛengẽ die Kei Dbe. offenlichen vnd clerlirhen weren widdet die gobode des alle⸗ rt mechng en gons hie ſolden eß mt thun wan mã muß mee ge⸗ * Saf hoꝛſame ſyn dem allemechtigẽ gode dan dẽ mentſcken. Paul? wede Oppꝛtet deo plus obedite q; homimbo. Eß iſt zu wiſlen ſo eyn pſone det et waß widder dynẽ lijplichẽ vater das wid ð ſyn er were yß det dir gar ande vnd du indeſt eß mt. Dil me ſol⸗ len wir eyn unſſefallẽ han vber vnſern bꝛuder ſo er bꝛicht die gebode vnſers oberſten vaters vnd ſollen eß auch iit Inden . ſunder wir ſollen yne dar vnb ſtraffen. Vnde coꝛreclio frat na y ibaffi ꝓ ouementi tpe ⁊ Hoꝛa ⁊t cadit ſub pᷣcepto Id qð deo diſpk⸗ cet nulli debet placere. darvmb duſent vnd aberduſent ſunde werden volnbꝛacht durch die nun fremde ſunde die nummer bpßet mee gebicht werden 1c. Eß iſt zu wiſſen wã dich dyn vater uundlchẽ ℳ etwaß heyßet vnd gebudet dir das ſelbige ehenn thun alle darzu vnd volnhꝛengẽ ſo du oß mt duſt ſo vnerſtu yne vnd verſme Inbet dan heſt yne wan du wilt ſinen willen mt volnbꝛeng en. Alſo iſt erner int eß auch nit eynẽ yeglichen mentſcken das da bꝛicht die ge⸗ zucdt zu bot gotis des herren des oberſten vaters r dut widder ſyn leufft zu ew vnd gloꝛiẽ wan er vneret vnd verſmeket yne m wemdas laufe er ſyn gebodt vnd willen zu rucke ſlacht. vner eyn. vigẽ das dderſteen Sd⸗ die ſcthß ſußto n don heyligen geyſt. Derʒz wifelunge. dꝛuczunge. keſſig vergunuge vnd wid der⸗ — ſtrydunge · Derhartung e vnd nicht voꝛſeczunge zu hußen. b Die ſechß ſynt in den heyligen geyſt ſun de. 0 rö—— 8 Oßlegunge ·. Oerzwifelũge das iſt das eyner verzwifelt an der barm⸗ hert zikeyt gotis. dꝛuczung das eyner zu vil dꝛuczt vff die barmkertikeyt gotis als die die vß eyg ener boßheit ſpꝛech⸗ en der hÿmel iſt gemacht nit den vnuernunfftigẽ tyern vnd wollen mckes geben vff die gerechtikeyt gotis vnd vff ſyn gebot ader awangeliũ. eſſig vergunnũg das iſt keſſig ver gunnũge der gotlichẽ bꝛuderlichẽ gnaden vß eygener boß⸗ heyt als etlich mentſchen ſint ſo boſe das ſie yedermenlicken vorgunnẽ der gotlichen gabe Didderſtrydunge das iſt vß boß heyt widderſtrydẽ vnd widderſpꝛechẽ der erkantẽ war heyt als vil iuden erkantẽ die myrackel wonderzeychẽ vnd warheyt xp̃i noch vß yrer eygener boßheyt wid derſtriden ſie der warheyt. Alſo thũ vil boſer criſtẽ die die etkantẽ war⸗ heyt des ewang eliums ader der keylig en ſchꝛifft vß boßleyt verkeie ⁊t᷑. ader widderſpꝛechẽ ⁊t, Derhartũge iſt das eyner pß boßheyt verhart vnd verſtockt iſt in ſinẽ fundẽ vnd wil ſich nit laßẽ leren vnd vnderwiſen. Nicht voꝛſetzge zu bußẽ iſt das eyner vß boßkeyt nit gleubet das da ſi nach dieſem leben das ewigẽ leben. Darvmb vß ſiner boßkeyt hat er key nen willen vnd voꝛſacze ſyn ſunde zu buben. Da iſt zu mer⸗ ken das die ſunde mden heyligen geyſt ſint große totſunde vnd ſynt auch offenliche ader vßleg elichen widder die zehẽ gebode zu voꝛ an. widder das erſte. widdern glauben. koffen. liebe ader gerechtikeyt gotis die da ſtecket m dem woꝛt kof⸗ fen. Quia ſpes eſt certa expectado t᷑ ⁊ ꝓpꝛijs mexitis xf.in In ꝓpꝛijs meutis tangit᷑ iuſticia quia ſpes pꝛo obiecto habet ꝛuſticlã. Alſo verzwifelunge iſt widder das woꝛt hoffen wã rer der verz wifelt hat keynẽ hoffen zu gods. Dꝛuczunge iſt auch wid der das woꝛt koffen wan der mentſche bofft der eßỹ gut gewiſſe beharrunge hat vß der gnade gotis vnd ſynes ver dinſtmße zu dem ewigen leben· Nu der da dꝛuczt vff die barmkertzikeyt vbet ſich nit in dẽ diſt gotis. Heſſig vergu⸗ nunge iſt widder das gebodt. Nyemãt ſaltu toden. Itẽ wid⸗ derſtrydũge der erkantẽ warkeyt iſt widder die ere des hey⸗ Ligon geyſtes vnd ete gotis. Quia omnis verxitas aquocũc; 1 1„ 2 der da,. dicak᷑ Igu ſantto eſt. Alſo iſt ſie wid ver das erſte gebot. Jtẽ b uezt df da verhartunge in ſundẽ iſt eyner verhart in vnkuſcheyt ſo iſt eſprech, eß widð das gebot Vnkuſche werck mt trybe · Ader iſt ver⸗ tper vnd b bart mmoꝛdern. ſteln. rauben a7. ſo iſt eß widder das ader diß vnddiſyn gebot vnd mag auch ſyn widð ſine muter die heylige kyrch ſt hlig ver das er ſich mt mit der lere leßt weycken vnd wiſen von fun⸗ pgmerdhß, en 2. Item nit voꝛſerzen zu bußen iſt widdern glauben vnd ernencen) wn er ſyn pꝛelaten vnd pherner das er yne mt geboꝛſame tdas iſt dß it zt. eychẽ vnd* derſtuden hant war⸗ dß boßbeyt.* ewgwe die ſeebeniplieten werche de hey⸗ 7o dh b ligen barmbert zikxryt. b etufs Heymſueben. fpiſen. dꝛencken. cleyden. erloßen. belorbergen. 1 vn begraben. 1. bat erhey die ſiebẽ werck der beyligẽ barmhettzikeyt. furen den mẽt⸗ aitumer/ ſchen in die ewig en ſelikeyt. ze wkfunde— Dblegunge.. der di zebẽ Heymſutken das iſt ſo man die armen vnd krangkẽ 5 ſucht uden. Vffen. vnd zu yne geet ꝛc. wan was man yne dut das dut mã xpᷣo nwoꝛt bf⸗ dem berre vnd ſie ſynt auch vnſer eldetn vnd was der mẽtſcke ventis z m zu vil hat nach ſynem ſtat ſt der armẽ. Id quod ſupeſt pau⸗ ecto babet perum eſt. Darvmb iſt er ſchuldig den ariften daz ſelbigẽ vbe⸗ wffen wa rige zu voꝛ an zu geben anders er ſtelet yß von vne vnd det utzungeit widder das gebodt. Ond nyemãt mt ſteln. Erzeyget er ſie in bfft dr eỹ bochſten noden nit ſo zuge eß ſich widder das geboyd. Nye⸗ avnd ynss 34 ſaltu toden. Ambꝛoſius Si non pauiſti occidiſti ⁊c.⁊ ie auczt vf die de alns. oli verdu⸗. In. 1w wdd⸗ a ds ky„ 48 aquoci„ ——,y†— *— 3 1— rß ——y—— 7 Die ſieben heyligen ſacrament. Dauff fyrmunge. bycht. hÿmelſpyſe.oleũ. ee.pꝓꝛieſterſchafft habeheylig. Oßlegunge. Dauff. iſt das helyige ſacrament der oauff. Fyrmung iſt die fyrmeluge da mit man die criſtẽ fyrmet ꝛt᷑· Pÿmelſpiſe iſt das lebendig bꝛot ibeſus xpᷣs vnder der geſtalt des bꝛodes das võ hyỹmel iſt kõ men ⁊t᷑. In der dauff iſt dir abegenõmẽ die erbſunde vnd yn gegoſſen ſchicklich glaube · liebe gotis vnd hoffenũg Haſtu des unſſebaucht dich zu abeglaubé ader vng ee vet ſo duſtu widder das erſte gebot. Item der mentſcke dut vil ſunde vß ſwackeit dar vmb durch die fyrmũg wirt er gefeſt get vnd geſtercket in den voꝛſchꝛieben dogenden. Biſtu abetcunig woꝛden am glaubẽ t̃. ader haſtu eß verſme⸗ het ſo duſtu widder das erſte gebodt. Itẽ bychteſtu mt recht ſo duſtu widder di muter die heylige kyrche vnd niddð die lieb vnd exe gotis wã die bycht iſt eyn artzenr e widder die v olnbꝛachtẽ dot uũdo. Itẽ Dỹᷣ melſyyſe ſt got ſelber wate got vnd mentiche das daiſt eyn artz enye der oberſten bochſten liebe das den mentſcdẽ gegeben iſt widder die ſunde der boß⸗ heyt. haiſtu das heylige ſacrament geunert das du eß haſt entphangẽ in eyner dotſunde haſtu grwoblich geſundet widð das woꝛt ewn. So du got hyn vß an die ſtraße wurffeſtm das kott eß wexe eỹ̃ gruſamlich gwh erſchꝛecklich ſundo. Al⸗ ſo duſtu ſo du yne nõmeſt wiſſentlich in eyner dotſunde mn dỹ vſſeczig vbelneꝛhẽ vnd ſtmckendẽ hertz. Durch das heylge oleum werdẽ dir abegenommẽ die degelichẽ ſunde vnd die nagunge vß der Lſen ge wonheyt zu den ſunden wirt ge⸗ ſwecht vnd der ment ciæ entezunt zu beg eren das ewige le⸗ ben vnd der wegk zu der ewigẽ ſelikeyt wirt bewyt vnd bil⸗ fet den mentſc ꝛen zu dẽ lnplichen leben als ferwe als pme die das erſte gebot. Eỹ got ſaltu anbed en glaubẽ ⁊t᷑.vnd widð das woꝛt glaubẽ zt. Das heylge ſacramẽt der ee iſt dẽ mẽt. ſchon gegeben von got zu eyner artzenye voꝛ eebꝛechẽ vnd 6. —— —————— —— 8 2 ander vnkuſche wercke vnd begire zu andern huß gnoßen. Dnd die gotliche meynũge dieß ſacramẽrs iſt von der arcze. nye wegen. geburt da durch got der herre gelobet vnd ge⸗ etet werde. Paulus Qui habent vxoꝛes ſint tancqᷓ non ha. bentes · Ader vondꝛoſtunge wegen ane alle beroxunge des fleiſches. dar vmb haſtu eỹ ander meynũge ader zuchſt dyn kinder der ee· nit got zu lobe vnd ere ſo duſtu widder gons meynũg vnd ſyn ere vnð widder ſyn erſte gebot Das ſich der mentſch nit moge entſchuldigen vß vnwiſſenkeyt der ſunde ſinteme die pꝛieſter gegeben zu eyner artzenye widder die vnwiſſenheyt der ſunde vnd das ſie den mentſchen leren vnd vnder wiſen in der heyligẽ kyrehẽ an der ſtat xp̃i das keylige ewangelzũ vnd die heylige ſehꝛifft vnd deuffẽ. fyrmẽ. hoꝛen Pychte. berychtẽ. geben oleum. beſließen die ee. leſen meſſe ꝛk. Derſmekeſtu ſie duſtu widder das gebot. Vnd in eren habe dỹ eldern. Qui vos andit me audit qᷓ vos ſpnit me ſpmit at· Die acht ſelikeyt. * Armut ym geyſt. ſenfftmudikeyt. Bewepnunge vnd hungeng begüe zu der gotlichen geiecbti eyt.. Des hertzẽ veymgkeyt · barmkertzikeyt frydſamkeyt. Vnd liden verſolgunge durch gotis gereclatikeyt. das ſynt die achte ſelikeyt. Die erſte armut ym geyſt daz iſt willig armut m geyſt vß vernicht zu ſcheczẽ wegẽ werntlicker babe ere vnd gut geß pme ſelbeſt durch gotis willen als die lieben apoſtelen vnd zwolff baden hattẽ. Die ander ſanfftmudikeyt daz iſt gantze ſanfftmudikeyt vß vnderdꝛuckũge der bewegunge des zoꝛ⸗ nes myt dem geſet der vernũfft. Die dꝛitte beweynũge das iſt andechtig willig bewynunge vß inhitziglichet begire det ewigen ſelikeyt vber ſyn vnd ſines nehſten ſunde vnd ſnods. zu ſchetzen der werntlicken freude. B ee u⅓ 7 b—. Die vierdo. hung erig begirde zu der gotliehen gerechtikeyt. das iſt mhiczig ſnelle hungerig begire zu der gotlichen ge⸗ rechtikeyt zu geben vnd thun. Die funfft barmkerczikeyt daz iſt barmhertzikeyt vber die gebrechlickeyt ſynes nehſtẽ als ſyns ſelbſt. Die ſechſt. des hertzen teymgkeyt das iſt hoke er⸗ clarheyt vnd veymkeyt des hertzen vß beſundet erluchtunge des gotlichen liech tes vnd glanczes. Die ſieben. frydſamkeyt das iſt gancz fndſamkeyt vnd ruheyt m gode võ der ſtarckẽ begirde wegen die er zu gode hat. Die acht. liden verfolgüg durch gotis gererhtikeyt das iſt frolich begyrlich gedalti⸗ kayt in der anfechtunge ader lijden durch die gotlich gerech⸗ nkeyt. 4 . Die ſieben gaben des heyligen geyſtes vß zu ſchꝛiben myt kurczern woꝛtern als ſie dan vnderſchey denlicken ſynt von den dꝛyen gotlichen togendẽ vnd von den vier engeltogen⸗ den vnd von den acht ſelykeyt iſt ſew ſwere ader die gemey⸗ ne woꝛter ſin die nach geſchꝛieben ec. b Die ſyeben gaben des heyligẽ geyſtes. Gotlich foꝛcht. Futikeyt ſtercke · vnd rate. verſtẽteniſſe.· wiß⸗ ſen. ſmackũge hint die ſyeben gabe. Itẽ ſmarkũge iſt mit das ſmackẽ das der mẽtſche nit dè monde ſmacket ſunder ſmack⸗ unge m der gotlichen wiſheyt. Ader ſmacknnge iſt gotlich ſmackhafftigk wiſteyt. 6 Diffinicio peccati moꝛtalis.* In ſecundo ſentencian. Incipit diſtinckio xxxv. Poſt het vid ẽ dum ẽ quid ſit pcem. Peccatũ eſt vt ait ugꝰ omne dickũ vel facũ vel ocupitũ qð ſit contra legẽ dei Jom in li. de duabus ĩabo. Peceatũ eſt volũtas retinendi vel aſequẽdi qd iuſticia verat. In vtraq; aſſignacione de actuali peccat agit᷑ ⁊ moꝛtali — — ſſ 3 „ „non=nali 27. Item alia diffinicio pomitur etiã a doctoꝛib. Peccatum moꝛtale eſt totalis auerſio a bono mcomutabili at ſed m p̃lenti laica lingua maneo cũ duectione cum diffmicone ſancti Augnſtimi. Beſchꝛybunge was dot funde ſn. Dotſunde iſt eyn yeguich woꝛt vnd wergk ader verhoꝛter williger gedanck widder das geſecze gotis offenlichẽ ader vßelicden als dan iſt falſch ſweiẽ. gomeyne onrecht ſwe⸗ wen. verſweren gotliche werck. blaſphemern. vettetn vnd mutern flucken. eynẽ ſyn ere abeſnyden. vnd toden. ſched elich Auge · falſche gezugniß e nit dem monde. anders beden pater nĩ dan eß xpus geſaczt hait. Glauben anders ſpꝛechẽ dan yne die apoſteln geſaczt han. wzn yre iglichs iſt eyn woꝛt das da iſt widder das geſecz gotes das iſt widder die zehen ge⸗ bodde gotis. wan bi dem geſecz gotis verſteet man die ge⸗ bodt gotis Vt patet p hug onem de ſcõ vicloꝛe ſup ps. Beati naculati a?. Dar nach als an dẽ ſontage das gotlich ampt Verſlaffen. offenliche gemeyne dantzen. hultz hauwẽ. myl⸗ ten ſpynnẽ ꝛ. vater vnd muter ſlagen. moꝛden unt den hendẽ liplich ſteln. eebꝛechen. ſlecht vnkuſcke werck. ſtümen de ſü⸗ de ᷑. wan yre yglichs iſt eyn werck das da iſt widder das geſetz gotis. Ais eß dan clerliche iſt eynẽ peglich en der die czaken gebodt weyß vnd verſtoet zc᷑. darmach als vnglau⸗ ben. abglauben ym herteen. verczwifelunge ym hettzen. dꝛut zunge vff die barmbertzikeyt gotis. voꝛſacz vm bertzẽ ey⸗ nen zu toden widder vecht zoꝛn. nydbaß. fyndſchafft bege⸗ runge eßs andern bußgenoßẽ. begern fremdo gut vnd ander boſe willẽ des herczð · wan yre yegliths iſt eỹ verkoꝛter wůlli⸗ ger gedãck widð das geſeez gotis. Eß iſt zu wißẽ das ſich dor mẽtſche võ dẽ esſtẽ ĩfelligẽ gedenckẽ mit kan gehudẽ ſÿt auch nyt dotſũde ſo er ſie vßſlecht vnd keỹ verhoꝛtẽ willẽ mt darzu gibt darumb ſtet geſchꝛebẽ ĩ der beſchꝛibũg williger e—*⅓ 8 4 8ʃ 6 3.„ gedancke das iſt das er ſynẽ fryhen vorbaꝛten wiklän dar wiſede zu gibt ader hat gegeben m dem lertzon. Die ſieben gemeyn heubt ſunde ſint dotſunde. bat ge Die mffenden funde ſint dotſunde. cſte Die ſeße ſunde m heyligen geyſt ſint dotfunde. gatsl Die ix fwemde ſunde ſint dotſunde. danyf Die ſtumende ſunde ſint dotſunde. 1 nantſe Wiſlebꝛuchung der funff vßwendige ſynne widder die ge⸗ geond bodt ſint dotſunde. b gedy Nit bewiſunge der ſieben werck der helig en barmkertzkieyt zen o in no den ſint dotfunde. 4 nagn Wiſſebꝛuchunge der heyligen ſyeben ſaeramẽt iſt dot fundh. quai Dan ſie ſint woꝛter werck ader gedenck widder das geſerz mnrp Sotis offenlich ador vßleg elich. Item eyn pegliche dotſunde bryße doret die ſele von dem ewigen leben das ſio da mit int nicht polni mt mag entph aken das ewige leben dar zu ſie geſchaffen pner iſt. Lu dem andern male ſie ſcheyret den mentſchen võ dem al⸗ aach lemechngen gode ſinẽ heuen ſchepper vnd erloſer vne võ al⸗ get lem bỹñmelſchen kew. Lu dem dꝛittẽ ſie vffſlußet yme die poꝛ- gor ten der ewigẽ qwele vnd pyne des kelliſchen ſuers verdãp⸗. niße der boſen geyſt vnd verd amptẽ vnd zuſlußt yme die poꝛ 4. gr ten des richs der bymmel 27 Lu dem vierden ſie nympt dem—* mentſchen ſin geyſtlich leben gnade liebe zerunge vnd ſmock⸗ d unge des hochʒytlichen cleydes xp̃i. zu dem funfftẽ ſie macht un die byldunge der ſele heßlich blỹt vſſoczig ſwartz vbelriech⸗ 7 en. ſtincken voꝛ dem allemechtigen gode vnd bezeychent yne 8 eñ dyener des dlfels. zu demſeſten ſie dodet dem mẽtſchen 4* alleſine gute werck vnd macht yne eỹ dot glidt der kyrch⸗* en. zu dem ſpobenden ſie macht den mentſchen vnwirdig des bꝛodes vnd aller dinge die got hat geſchaffen von des mẽt aA ſchen wegen 1k. 4 RN 0 me Rue leyt vnd ſmertzen vber die ſunde.— 4 Eß iſt zu mercken bin der ruwe leyt ſmertzen vber die dotſüde 0 4 ——— . * 6 ¹ n wilgdr 8 4 wiſſe das cweyerley liebe gotis iſt. Die erſte liebe gotis iſt. vnerſchaffenlich die got ſelber iſt. da mit er vns liephat vnd hat gehabt als dan die bewiſunge ſteet geſchꝛieben in dem erſtẽ gebode da ſoꝛn vber das woꝛt liephaben. Die ander lieb gotis iſt erſchaffen vnd ingegoßen der ſele des mentſcken dio nder d da reyne iſt von erbſunden vnd dotſunden da durck dan der ge⸗ mentſche wol geczeret vnd geſmocket iſt inw endig an der ſele vnd die ſelbige lebe wirt durch eỹ yeglich dotfunde abe, nnbertzeyt gedylget vnd zubꝛochẽ vnd durch wecht wue leyt vnd ſmer⸗ ein czen dadbyce der ſele wid der gegeben. An die ſelbige lieb eune nSenc an keyne mentſcke m den hỹmel komen ymmo m i 3 erz quatũc hoꝛa homo mgemuorit t. Nolite marg atitas ꝓitete .ehrn Snrorwe ꝛt᷑. Eß iſt zu wiſſen wan dich din vatter etwaß egun t.. n 5 vrd gebudet dir das ſelbige czemlicke zu thun vnd — en volnbꝛengẽ ſo du yß mt duſt ſo vnerſtu yne vnd verſmekeſt 4 dm a yne wan du wüůt ſynen willen mt volnbengen. Alſog‚ſt eß e dõ al⸗. auch mit eynẽ yeglichen matſchen das da bꝛicht die gebod medie e, gotes des hern des oberſtẽ vaters der dut widder ſyn ere ond —— hlonen wan 9 vnarr yne vnde Almeheg yne in dem das er 8 1. vnd rwoillen zu tucke ſlecht. Eß nympt e ₰* mancherley nie leyt vns ſmertzen iſt yme K n Mauha⸗ ond fnoch⸗ ſunde. Die erſte ſo der mentſche mercket vnd verſteet das ſp F he macht dotſunde ſynt widder das dugenthafftig ſy dlich leben ſo kõ· tt vhelgerb, niet yme in ſyne hertze eyn myſſofallen vnd ſmertzẽ vber die — funde das er ſie volnbꝛacht hat Alsĩ vber eſſẽ. ſo er eß wid ð paſhen muß gebẽ. zoꝛn zc Eynẽ ſolichen ſmertzẽ han auch die hex dẽ onch. uden vnd turkeẽ Die andern ſo der mentſche merket vnd pꝛu⸗ Seze fet das er durch die dot ſunte hat verloꝛn vnd verlußet ſyn 2 sr dut lumũt woꝛt vnd gerucht vnder den mentſchen. So kõpt pme rue leyt vnd ſmertzen vber ſyne ſunde wan er hat ſyne gut geruche verloꝛn vnd eyn boſe woꝛt gewonnẽ wan nu ſt er eyn eebꝛecher moꝛder diep 2c. Die dꝛitte ſo der mentſclꝛe mercket das er durch eyn pegliche dotſunde wirt yn das ewig en helliſcbe ſuer kommẽ wirt et dar ynnen gefunden ſo . ir kommet yme eyn ſmertzen in ſyne kertze vber ſyne ſunde die wan ſie bꝛengen yme ein ewigen ver dampniße. Die vierde 6 6 6 6 ſo der mentſche mercket das yme die dotſunde bꝛeupen die verließunge des anblickes des allemechtigẽ gotes vnd des wigen lebens ſo kõmet yme eỹ ſmertzen m ſine kertze vber ſine hunde wan er iſt da durch beraubet der ewigen ſelikeyt. In allen diſſen ſmertzen alleyn zu ſteen ſo ſucht der ment ſche ſyne ere und nutze vnd begert ſyn vnnutz vnbequemekeyt vnd ſchadẽ zu fliehẽ. Dar vmb ſucht er all eỹ ſich lelbeſt vnd mit die ere vnd gloꝛien gotis. Paulus.Pꝛe eßet ader dꝛinck⸗ ot ader waiß yꝛ dut ſult yꝛe ſuchen die ere gotis. Dar vmb eyn peglicher doitſunder ſal vber dieſſe ſmertzẽ merckẽ daß er mit der doit ſunde hait gethaen widder daz hochſt vyge⸗ endet volkõmendẽ erberge luſtig gut den almechtigẽ got ſỹ ſchoxper oberſten vatter vnd erloſer. vnd widder ſyne loch⸗ ſte vnd vnerſchaffenliche vetterlichæ liebe die er zu ym hait gehabt vnd hait vnd widder ſine ere vnd gloꝛiẽ m dem daß er mit der doit ſunde ſine gotliche gebot vnd willẽ gebꝛochẽ hait. So dan der mantſcæ dar Uß eynen ſi mertz en entpheht in ſin hertze vnd ſtarckẽ feſten voꝛſacz nũmer widder ſin got licbe ere vnd gloꝛiẽ zu thun vnd voꝛſacz die ſunde zu bichtẽ vnd pemtencz zu dꝛagen. vnd dan eỹ hoffenũge hait zu der grantloßen barmhertzkeyt gotis vnd zu dem lijden vnſers bheren iheſu xp̃i. So werden yme die dotſunde abegedilget võ ſyner ſele vnd vergeben vnd die erſcaffen lieb gottis wid⸗ der mgegoßen vnd gegeben der ſele da durch dan die ſele wirt hubſchlich geczieret geſmocket vnd gecleydet vnd eỹ tempel gotes. Lu r iuwe vnd leyt ſal ſich eyn gliche mẽt⸗ ſche ſchicken. voꝛ. vnd in der bicht. So aber das unſſeſaln ma vnd leyt int genung iſt das dem mentſchen ſine ſunde verge⸗ ben werden voꝛ. ee er zu dem pꝛieſter kom met darnach voꝛ dem pꝛieſter vß crafft vnd macht des heyligen ſacraments der bichte vnd abſolucze vß den voꝛigen miſſefallen die er hait gehabt voꝛ dor bicht die mt genung ſint geweſt zu der ver⸗ gebunge der ſunde wirt recht ru we vnd leyt da durch dem mentſchen mit der abſolucze vnd ſelbige mue leyt werdẽ ver geben die ſunde vnd wirt mgefurt eyn lebendig glidt der hey ligen kyrcien zc. — 8 Soœtum ee diſplicentia.vi.ſacramenti ofeſſionis abſolutionis fit tricio.i. actus atcioms debite curcũſtãcionatꝰ ⁊c᷑.vnd ſuſt in dem gantzen iare ſo er dotlich ſundet ſo er dan dar an go⸗ dencket ſal er den funfften ſmertzen rie vnd leyt entphaen in ſyne kertze · Abe er dan keynen bicht vatter gehan mocht an ſynẽ leſten ende got der herre wil yme gnedig vnd barm hertzig ſin c. In quacumch hoꝛa ⁊r. Nolite ꝓicete margari- tas ⁊t᷑.olite ſem date ⁊f. Contexi ⁊t eſt pꝛeteptum affirmati⸗ uum oblig ans ad ſemp ſed nõ ꝓ ſemp ꝛk. 0Et ſi õ finis expoſicionũ declaracionũ vulg ariũ decem pꝛeceptox· Item eß iſt vil hatter vnd ſwerer die gebot bꝛechen dan nit bhbꝛeckben vnd balden dar vmb iſt eß vil mee harter dem boſen geyſt dyenẽ vmb die ewigen verdampniß des fuers quale vnd ewigen pyne dan dem allemechtigẽ gote vmb das e⸗ wigẽ leben wan oß iſt vil hertet ſw e Sachen ſchelden. ſpeln doppeln. dantzen. hauwen. ſtechen · moꝛd ẽ. vnkuſchen. liegen betriegen · vater vnd muter vneten ꝛc dan vnderwegen ge⸗ laß en 27. Du mochſt lichliger got liephan vber alle cweatute vnd yne anbeden glauben hoffen eten dan die mentſcken ader tw atuten. Do du fuſt din liebe hyn kereſt ader wendeſt ſo iſt ſie betuegelichen vnſtede falſch vnd voꝛgenglichen vnd du weyſt nit aber mandich wid der vmb liephat ader mit. So du got liep haſt ſo biſtu ſicher das er dich widder vmb liep hat. Suangeliũ Ego diligentes me diligo⸗ „ 4 Oueſtio q̃r ðs nõ recipit pcrõꝛes ĩ ſuũ regnũ celoꝝ it.Reſp õ. ſio ſo eñ edeler hubſcher clarer luterer konig wer deſ gemach vnd wonũg gar hubſch ꝛc̃. were dar in er nach ſynẽ adel 27 alleỹ hubſch edele ziemũg cleyder edelgeſteỹ wurff vnd leyt wan yß were alſo zemelichen vnd geburlichen. eß geburt ſich ye alſo vnd nit anders 27. Eß geburt ſich nit das er daß rleyt daiß ym kot vnd vnflait ac were gelegen daz er das dar in wurff vnd leyt wan iß mecht yme heßlichen ſyn czie⸗ rung vnd iwonũg vnd beſchiſſe ſyn edel geſteỹ k. Nũc ha bes veſponſũ wan iß wer nit zemlich vnd geburt ſich nit ꝛc. vnd docht nicht vnd mit nicht bequeme. b 5 Itẽ alle dyn dyngelich hemde wambaß wock montel ak clep⸗ der vnd alles das du haiſt haſtu gern veyn vnd hubſch ak. vnd du wilt ye heßlich vnfletig vnd boſe ſin vnd nreyn k. Item du verſin oheſt ſehendeſt leſberſt 2P got wan du dieh nit zu yme kereſt vnd machſt dinen engel vnd alle engel dꝛu⸗ rick vnd alle mentſchẽ leſterſtu die ſich ergern an dir. Itẽ die blummẽ roſen hubſcheyt zerũge ſmockung k dyner iogent gibbeſtu dem dufel vnd eỹ aldẽ heßlichẽ ſtickenden toczigen vnflaid vnd eſel dem der toed in augen ſteckt c. wil tu geben dem almechtigẽ got c · quãdo nõ potes peccare. Item alle dyn ſoꝛg bekõmermße angſt noit vnd flyß vnd ar⸗ beyt crafft macht das leben Klayſt ond legſt vff das zitt⸗ liche werntlich ſchnode yrdiſch vergenglich gut wie du da mit hie richeſnſt vnd werdeſt vnd du weyſt nit abe du eß eỹ dag fwlichen mogeſt vnd konſt gebꝛuchẽ ꝛc. ader daz ewig hochſte vng eondet volkõmẽ ricotũ gibt dir wenig zuſibaf⸗ fen wan du arheyts nichts ader gar wenig dar nach k. Item die penitonez vnd buß vber dyn ſunde die yre erafft vnd macht hait vß der hartẽ ac penitencz vnſers kern iheſu xp̃i vß „Wnem heylig en faſten bekũmerniße betrupmße anferhtunge idrdrr⸗ des ine⸗ wie duda eduche daewig 1 uſbal⸗ acb u. Fr vnd röi vß biunge — * P o⸗ ſmacbeyt 2E vnd liden erwirbet dir mee gnade vnd barm· hertzikeyt dan vnſer liobe frauwe vnd alloſ hyemelſche he⸗ e an mue vnd leyt vnd iſt krefftiger vnd mechtiger. Quꝛa qui te creauit cwxauit te ſine te ſed nõ iuſtiſicat te ſine te. a iin- poſſibile ẽ de lege dei ↄmũi ordĩata Iĩeʒ prcõꝛem ĩtrate regnuͦ celoꝛũ ſine otricione ĩadultis zt᷑.Coꝛtel axiũ. bueſt alle rloſ⸗ ter ac. ſine otric õe 2c̃. Coꝛrelariũ bede alles hy emelſche here voꝛ dich ⁊ tu nõ haberes otricionẽ ⁊ ꝓpoſitũ dimitiendi mo⸗ geſt nit mcht komen in den byemel. Eß czemet ſich mt. vt fupꝛa. 2 Der mentſckæ. der ment ſehe der die ezoken gebot elt iſt foome gerecht to⸗ genthafftig goỹ got vnd der wornt vnd yederman hat yne m der veidußt liop vnd wirt von got nůmer mee verlaiden Nuncꝗ́ᷓ vidi iuſtũ derelictũ ꝛc. osdmata sf. 8 8 3 L Sicut ꝓpoſitum in ꝓpoſito.. b Sic oppoſitum m oppoſito. Alſo her wid derumb der ment ſche der ſie bꝛicht iſt heßlich vn⸗ fuber vnd ſwertzer an der ſele dan eỹ kole. patet Tren oꝝ un Denigrata eſt facies eoꝛũ ſup carbones. Vnd bimt. Excerauit eos malicia ꝛc̃ Beflecket vbelriecken vnd ſtincken dẽ voꝛ dem allemechngẽ gow. Matkei xv. Adulterꝛa foꝛnicaches furta a? illa ſunt que comquinãt hoĩem. Similitet C õputtuerũt vt iu- mẽra in ſtercoꝛe ſuo. vnd han das zeycken an der ſele der ewi⸗ gen verd ampmſſe. patz quia pcem moꝛtale ſubiectiue de pſe vel de p acridens oſt in anima. vnd han das zeycken des boſen geyſtes das ſie ſin knecht diener fint. patet Qui ſerutꝰs eſt peccati hᷣuus eſt ⁊ dyaboli Vnd vſſeczig. quia hab ent lepꝛã in amma. vnd ſint getod durch die dotfunde von dem ewigẽ le⸗ ben zc. Das ander ſuch da ſoꝛn bij der beſcꝛihbũg der dotfunde. 6 Item multi bom fructus ꝓtiles ⁊ ꝓficui oꝛi- rent ex frequenti explicatione detð pꝛeceptoꝝ m ambone poſt ſpᷣbolũ apoſtoloy. Pꝛimus poſt bꝛeue tpis ſpaciũ omnis hõ vtriuſq; ſexus ĩ ſin⸗ gulan ⁊ pticulari ſciwt decẽ pꝛecepta vmmo bꝛutũ quus aſi- nus pica ⁊t.lapis ſtudetent ſiue eis placoret ſiue diſpliceret n haberent naturalia inſttumẽta labia dentes?. ⁊ ſcitent loqui diecke à plane ſequẽda materna lmgua pᷣdicatoꝛẽ dicẽdo. Epß got ſaltu anbeden glauben vt ſit eyn got. Eyn got pdicatoꝛ ſaltu anbeden laicus ſilr dicendo ſaltu anbeden. pᷣdicatoꝛ glau⸗ ben. laicꝰ ſequẽduglauben ꝛe vt in ſymbolo apłoꝝ ꝛt̃.ptʒ quia ex actibʒ frequẽter teiteratis generat habitꝰ ⁊ ille habitus de ſui natura ẽ ꝓductiuꝰ noui actus. Illa ꝓpoſicio ẽ vna maxi ma ⁊ pꝛincpiũ Et otra negantẽ pꝛmepia nõ eſt diſpurãdũ a2 Sed qꝙ ſit bonus ⁊?. quia omms ſciẽcaa eſt de numeto bonoꝝ honoꝛabiliũ ⁊2. pꝛimo de anima. Secundꝰ ex pꝛimo ſequẽs in bꝛeui tpe ſcitet quotũ ſeu quoti- tatm.i. ꝛimũ ſecunduũ ⁊᷑. ſextũ ꝛe ex mſtructione ⁊ ſacer dotis ſigmificace patet quia intellcũs eſt quodãmodo oĩa. Et inna- ta ẽ nobis via aamumioꝛibʒz ad difficilioꝛa. Et oĩs hõ natura — 2 — ſcir deſiderat. Et vexacio dat intellectũ. Teraigquaſi omes ſᷣmones clatius ac memoꝛiter ĩ ſin gulari 4 mtelligeret q pᷣcœæpta vocant᷑ iudicia iuſtificacõ es mãdata ler via vertas ᷣmones verbum iuſticta mirabilia equitas zt. vt patʒ ꝑ hugonẽ de ſcõ victoꝛe ſup p̃s. ſeati ĩmaculat ĩ via ⁊8 Modo ĩ omibo ſermomibʒ fit mencio de iuſtica verbo via von⸗ tato mand aus zt᷑.Et p̃ſcrpta noĩa lrãliter otinent in ly meliꝰ me viunt t· m.· man data. e. eloqͥa.l. lex zt. Quartus de anno ad annũ veniret ad artificialẽ mo dũ ofi⸗ tendi ⁊ vtilẽ ꝓ ſe ⁊ ſuis afeſſoꝛibo generalioꝛa ⁊ ↄmuĩoꝛa pec- cata moꝛtalia patet qͥa ex directõe ſingulari p̃dicatoꝛis ĩ am bong ſtuderet ſingul aw et arnficialẽ mo dũ ofitendiꝛ expꝛmnẽ- di oꝛdinatim qͥᷣa intellectꝰ eſt mfinite capacitatis ſubiectĩe. Itẽ iam quaſi oĩm ofeſſio eſt munlis ⁊ nulla.lieber hexe ich bede mt gern ich haſt mt gern ich gee nit gern zu kyrchẽ. Ich fluchen vnd ſcheldẽ vnd ſwelẽ vnd bỹ vnfudlichẽ mit nnnẽ man d5 vnd han vil anfechtũge die muß ich vch clagẽ. myn man iſt zwenczig iare bij mir gew iſt 2c̃. vnd ich byn eyn wytwen geweſt vnd was ich eynen dag thun das thun ich den an⸗ dern als ir dan wol ſehet ⁊c. fabulas 2ĩptinẽcia ac᷑ O uintꝰ veniwt de die ĩ diẽ ad circüſtancias pcca aggrauan- tes ⁊ alleuiãtes ⁊ ad numerũ ⁊ tps ↄdicꝰ es ⁊c̃. Eß iſt fuſt in⸗ dubie quaſi als verloꝛn vnſer ruffẽ ſchꝛyẽ in ambone. Sage wie dick die zale ꝛr. quia ignoꝛat regulas pꝛmcipia at. et ſic ignoꝛant acluſiones. Sextꝰ vemi vt ad intẽſſoꝛes actꝰ ⁊ ſingulates otricõis ſup ſin- gula pecã moꝛtalia patet qͥa m pticulau ⁊ i ſolute poſſʒ expᷣ mẽᷣ ⁊ ofiteri ſane inllitegibilit᷑ 2?. exgo ⁊t qͥa oĩs doctrina ⁊ oĩs diſciplma fit ex pᷣeuſtẽtiↄgnicõe ⁊ tandẽ in extrenns cicius in- traret regnum celon c. Sepum melius ĩtellig eret illa duo pᷣcepta diliges dñm deũ tuũ ex totv coꝛde tuo ⁊t᷑.⁊ ꝓximũ tuũ ſicut teip̃m.· Multi dicũt ſe dilige deũ ex toto coꝛde ⁊t᷑. in afeſſiõe er extra nõ foꝛmantes eis oſciõtias de aſſumpcõe noĩs dei inuanũ iurando maledicn- do ⁊᷑ ſikr de fractõe ſabbati de mẽd acio. de ſimplici foꝛmcace de trãſg reſſiona nom ⁊ decimi p̃eeptoꝛ ÿ̃mo dicũt ꝙ non roſſint „ bile ſit maledcũs ⁊t᷑. Iugũ enĩ meũ ſuaue eſt ⁊t᷑. Itẽ tecẽ pꝛe/ cepta mtellecta ſũt ſpũs illon duoꝝ pꝛetactoꝛũ ꝓꝛeceptoꝝ irã occdit ſpũs vnuficat ergo ꝛt᷑. Itẽ ſcire m genẽ vniuerſali ẽ ſcite cũ equiuocacõibʒ qͥa in genew latẽt equiuocacões aẽ. Ockauus ignoꝛãcia affectata ⁊ neglecta aggrauantes tolle/ vent quia multi affectãt ſe nõ ſcire ⁊ negliguùt tpᷣe oblig acõis ⁊t᷑.Cũ aut᷑ pᷣcepta fʒꝙ;ter ⁊ ſempꝑ poſt ſym bolũ explicaventur oꝓptetet ſeite ⁊ mtelligẽ ⁊t̃.qͥa ex actibʒ freꝙter reiteratis ⁊c. Nonus ĩ olligetet illud ꝛmune dictũ tu habes decẽ digitos vt ſerues decen p̃cepta t᷑.du haſt zelen fynger das du docze⸗ hen gebodt mt ſalt vergeſſen vud du haſt ſie nye gekũt dar vinb haſtu yre mt vergeſſen wan der mentſche vergißt das. das er hat voꝛ gewiſt vnd gekunt. Itẽ digiti nõ mſoꝛmant parficulaĩẽ lig acionẽ cum nõ habent naturalia inſtunẽta lo- quendi at᷑.exgo oꝑtet ꝓ pᷣdicatoꝛes ⁊t᷑ liga in digitis tuis ⁊c Gutta cauat lapidẽ nõ vi ſed ſepe cadendo ⁊c.Nõ obſtantibo oblocutõ ibo rudiũ ⁊ mexptoꝝ laycoꝝ vituperanciũ ac ſtulto/ tum ⁊t᷑.qͥa vituperũ eſt euidentiſſimũ ſignũ ignoꝛancie ⁊ ſtulĩ toꝛum mfimtus eſt numetus. Decimus mtelligeret diffinicõez percati moꝛtalis ſez aug ſtim qua ditit dem factũ ꝛt̃ vt ante:t. quia tũc diffmicio eſſet no⸗ tificatiua diffiniti. Sikr ex ↄgnicõe cauſarum pꝛincipion erx ele- mento ꝛ otin git ſcire cauſata pꝛĩcipiata ⁊ elemẽtata.Tũc vnũ⸗ quo dq; arbitrani ſciw tũ cauſas eius ↄgnoſcimꝰ. Et demõſtra⸗ cio ꝓpter qͥᷣd pocioꝛ ẽ demonſtracione qᷓa eſt Dndoumꝰ pᷣcæpta Nęmiẽt ad pueros ⁊ de pueris ad pueros fu turos geneãdos voluerent᷑ Id qð noua teſta capit ĩueterata ſapit. Illa veuiuiſcũt ⁊c᷑. Qui non aſſueſcit vᷣtuti dum iuueneſ- cit zc̃. Jã quaſi oẽs ſũt neglecłi indurati ⁊ obſtinati. Alt hunt iſt boß bendig zu macken quo ad obßuãciã mandatwon qã̃a m- uolutꝰ malis ↄſuetud mibo qͥa oſuetudo ẽ altera natura tñ polſ fibile ẽ qͥa dſuetudo nõ neteſſitat ⁊ om̃e perm moꝛtale volun/ tariũ ⁊c᷑. Q uãuis alt hũt iſt lichtier bendig zu machẽ quo ad ſcire ĩ ꝑticulau pᷣ̃cepta decalogi ⁊t᷑.qͥa et aclibo freqᷓter ⁊c Duodetimus hõ clarius intelligeret qñ ꝓeccaret moꝛtalter ſuis ſe cauer ⁊ abſtmere. Hernhardus dicere deũ p̃cepiſſe imroſſi⸗ — aninq ſenſibo ext᷑ erioꝛibo.ſ.tactu viſu ⁊t.vt patet ex ĩtrllectu ah nomi decinn pᷣœptoꝝ at᷑. Sitx lueidius intellig eret ptrã ſeptẽ it capitalia cum ſuis ranis ſpeciabo ſiliabo ⁊r᷑.nouẽ perã allena. 1 pccã in celũ clamãcia.opa unſcðᷣie.pecã in ſpm ſanctu ꝛc. cl 3 Tredetim) ſatiffachio ſequere᷑ Exo. Aſcẽt ar᷑ vt docas filic 9 iſtł᷑· Modo modus docendi eſt pꝛioꝛ modo p̃dicandi adnnnus Lachis— pꝛioꝛitate nature.„ ra Decimꝰ qᷓrtꝰ.wligioſi ⁊ oẽs cĩtates venẽiũ monetent᷑ ad ſeqdu 38 veſtigia docttinãdi ĩ mãdatis decalogi ⁊ ĩ ſoꝛma audiẽdi ofeſ ws e ſioẽs.Et merratoꝛes nũdinaꝝ franc foꝛtxñ talia ſuis fupioꝛi nnthe bus ãnũciaiet ⁊ tandẽ bonũ ↄmune ãpliaret᷑ multiplicate᷑ a düt der Iheſus matia ꝓteſtacõe ac cũ duectione ⁊t᷑. das cũ ſop ſenꝑtis vontanbo ewagehas multi mtunt cape colo- umat rem ſe excuſandi a mõ docedi pniculati ac explicãdi p̃ᷣcepta de/ er l zalogi ĩ ambone poſt ſymbolũ apoꝝ lrãti ⁊ curan. Du w eyſt aus wol vt ĩſta ⁊c wã du die zwey keldeſt ſo haſtu gnũg geten. tande Ich weyß wol das ich got ſal liephan vß ganczẽ Kle- minẽ hertzẽ vnd naͤnẽ nehſtẽ als liep als nneb ſcl⸗ eiſkul b bes wã ich die zwey halde ſo bã ich gnug getan. 4 2 er. der das erſte gebodt helt helt ſie alle int eyn⸗ aſbn G ander.. ſn9,.„ XUMagſtu die zohen gobe dt nit lernẽ ſo halt die ge⸗ 9 meyne zwey ſo haſtu alle geſecz volnbꝛacht. vrit—r iſt verflucht ewig ichen der die czeken gebet näte weyß kan dnd iit felt. Jayti. Eß iſt beſſer das eyner die x. gebot nit weyß vnd ,5+ n dan das er ſie weyß kan vnd int kelt. mu ch weyß wol das ich mynẽ neͤhſtẽ ſal thun als ich wolde das er mir det vnd vber hebẽ das das uma, iich wolt das er mic berließe vnd vberhube. b tdunt Ich byn nit ſchuldig zu wiſſen welß das vierde 6un, ader ſeßt ſn ⁊ oſinn libo ꝛc᷑. ac queſtiombo.. tñpo Das iſt eß das ich weyß vnd nit halte. gebẽ. dl·n ieblichen frtlic hen heyß dir die x. gobode gerũg be quo So dor manſche ſaget alle ſyn ſunde die er gethan wxx hat iſt die beſte bycht zc. Sub conſimilibd veritatibus layci ĩtoxicant᷑ ꝑ ĩſpirac es dya. bolicas tales ⁊ ↄſinnles nõ eſt opus te ſtudete mandate d ei m particulari paruipend entes a ſtudio at mtelligẽcia.ſir quoti- tate ſe tetrahẽtes obſtmati ĩdurati.rudes.ceci.ac aſim.aſim aſi⸗ m ĩ ofeſſione apaietes eis oſciẽtias de mille item nnlie peccatis perpetratis otrta legẽ dei nõ foꝛmãtes.Die mentſchẽ vergibt ond vergifft man als dẽ keyſer babſt vnder vnd int dẽ gu⸗ den als ckacker. konig · koſtelicke ſpiſe. Do mẽte cancellarn pa riſienb. Quilibet tenet᷑ ſciwe ⁊ mtellige docẽ pᷣcepta ß nullus p̃t ea intellig ere mů diſcat. Igik᷑ quuq; ſecularis te nef᷑ accedere p⸗ dicacionè aut pᷣdicatoꝛẽ qui eſt doctoꝛ pᷣceptoꝝ ꝛei. Sic ſalua diwxcione curati a ↄtratio ſenſu fũt aſtri cti ad docendũ mãda⸗ ta dei ĩ paruculati Itẽ dñs ðs in pticulan dedit ac ſuo digito ſcripſt igit oblig ant᷑ ſcie docè ꝛt᷑ m ꝓticulari ⁊c. Item dñs dyeit ad moyſen. Aſcende modo ⁊ dabo tibi ꝛc vt do Las ſilios iſrk at. 2 Itẽ dñs ꝓ ꝓphetã dieit liga in digitis tuis ⁊ nullus pᷣ̃t lig are mſi qᷓsĩ paruculati ſciat digiti n⸗ mfoꝛmãt ꝓpticulaie lig acio- nem cũ non poſlint foꝛmaue voces qͥ̃a non habent naturalia in/ ſtuumenta labia dentes c. Itẽ narrabis ea filijs tuis ⁊c᷑.erũtq; ĩmota ante oculos t.fuſ- pendite ea in mambo veſtris. Itẽ nullus pᷣt oꝛõeʒ dñica inwlligẽ nõ intelligẽs mand ata del qᷓ aulã pꝑticulã nõ. ſiat oolũtas tua ſupple Pᷣcœpton Itẽ ſalua duectõe melioꝛi quãuig foꝛte laici nõ ſint aſtricti ad ſciendũ quotitatẽ ſeu quotũ tini cauaꝰ eſt illð nõ pᷣdicaw pub-/ lic q́; pdicate ꝓpter multos faaliter ſtudere potẽtes pᷣmo meo ꝛudicio quaſi o?si poſt ſymbolũ aptoꝝ in ambone explica-/ renk do cerent ꝛc̃ỹmo mdubie mdubie mdubie. Itẽ melius eſt ſciw ĩ ptieulari quotitatẽ qᷓ ſcire ĩ pticulari nõ ſcire quotitatẽ ergo a maioꝛi bono nõ debẽt retrahi et vtilitate.Cu tñ poſſibi⸗ iiter 1 facilit ndubie ĩdubie ⁊t᷑.Si debite inſtruerent᷑ admu⸗ mione ſacramẽu ꝓhiberent᷑ quia ꝓ tũc ⁊ nũc ꝛc᷑ adhibeiet dili⸗ genciã ⁊ꝑ fuccœſſum tpis ſtudeiet ⁊t᷑. Is imt eynẽ kyndelm das mun leret geen hat man pacienciã zum erſten dꝛeyt man aß an den armen dar nach leydet vnd — t „ * —2 „ fuwet man eß an den kendẽ dar nach leyt mã ef an den benck⸗ den. darenach an eynem cleynen weglim vnd lancket eß. So ebt eß dar nach lelbeſt an zu geen vnd ſteen. vnd felt vnd ſchꝛiet vnd weynet vnd ſteet widder vff vnd kebt an zu, geen mit groſf er foꝛcht. vnd geet ſwechliche. vnd felt aber. vnd ſchꝛiet vnd weynet· Dar nach aber unt foꝛch tẽ ꝛc.tandẽ ſo geet eß frolich leufft hupft vnd ſpꝛinget. Sic ex otinuac⸗ one layci vemiet ad at hficialẽ modu ↄfitendi at.ve añ et ali- os multos ſiuckꝰ an zwifel ꝛc· Nõ obſtantibo oblo cucõ ibo mu⸗ dium mexptoꝝ obſtmatoꝝ laicoꝛũ viti ꝓeranaũ quia viti pe- rium ẽ euidentiſſumũ ſignũ ignorãcie vt fupꝛa. Itẽ tural es cõ/ foꝛmaiet ſe ꝛc ·ſir mercatoꝛes nareatet ſuig ĩ ꝓpꝛiijs partibus fuprioubo?. Itẽ racione ignorãcie ĩivmtibilis lay c vemunt excuſandi a quotitate foꝛte illis ĩ noua ciuitate ſetluſis. Item mãd ata dri fũt pꝛincipia quidd cognitis ⁊ ĩtell ectis multa ocluſionès poſſunt deduci ⁊t᷑.⁊ ↄ8 mcõᷣes inter lepꝛam et nõ le⸗ pꝛam ꝛt᷑.quia exa gnitõe tauſeꝝ ꝓꝛincipioꝝ ⁊ elementoꝝ otin- git ſcim cauſa ta pꝛmcipiata ⁊· elemẽtata ⁊t᷑. ix Cmis doctti- na ⁊ omis diſciplma fit ex p̃exiſtẽti ↄgnicione pᷣmo poſtetioꝝ. Vtinã in ommibo ecrleſns ꝓrochialibo ac curatis ꝑlebanus cũ ſuis in ambone poſt ſymbolu aploꝝ pꝛachicatet ⁊ pᷣœpta expli- fcaret᷑ 7. Et ĩofeſſione ſeðm oꝛdinẽ pꝛetepton cũ ſuis capellams ꝓcederet peecata au diendo ⁊ intertog ando ꝛt᷑. Ac ↄcoꝛs cũ veli⸗ gioſis eſſet eos huĩliter inſpꝛmãdo dirigendo tog ando vt ve⸗ imt audite pecã ſedᷣm oꝛdinẽ pᷣcepton Oa demonſtracio pꝛop⸗ ter qᷣd pocioꝛ ẽ demonſtrace quia eſt.quia cercioꝛẽ ⁊ fitnnoꝛẽ ſcienciã generat qͥa taliter ꝓcedendo ꝓcederek a cau ſa ⁊ pꝛinci- pns ad effeclus.i.peccata moꝛtalia ⁊ note cauſalit tis expꝛi- metetur. Similiter vt tectoꝛes ſcolarũ inducer̃ẽt vt fuos ꝓꝛe cepta docerent 28. Itẽ plures alie fuerũt excuſacões que me utraxerũt ae fuſpen- derãt a ꝓticular doctrina decalogi c.* 2* 2 fatilẽ ſvumã docendi ignoꝛaui. 2 uia ĩ particulari p̃epta nõ intelloxi: Qam ſaalem wd uctionẽ quaſi oĩm pececa⸗ toꝝ moꝛtaliũ otra pᷣcepta nõ ſciui. Danõ buaui neo obticui vñ opoꝛtet doc⸗ toꝛẽ eſſe irwep̃ hennbilẽ.turpe ẽ doctoꝛi. a p̃fumpſ laycos ĩtelligere pᷣcepta cum tamẽ nonũ ⁊ tramũ ignoꝛant. uia nolui viteri de negligẽcia. a velectabar ĩ rara fubuli ſpoculatia ma teriaae noua ⁊ allegace ale ſcnntuꝶ vt virer lraͤtus magnus notabilis. a delecrabar m opimombo dockon vnde narrado ſeu rentauo opmionum doctoꝝ in ——— 2 am bone ſacit lubdics biles ifide ci di⸗ ——— rwckone Ptinet ad ſcolas. uia npuliſſem ſubd itos a me ⁊ ex conſa quenti obulos. Oa tpe mei capellanatꝰ nõ deduxiſſem ad effem̃ qᷣx ergo meis laboꝛibo tebuiſſẽ alis futuris p̃fuiſſe ⁊ nim obut᷑ dãpnã ituliſſe. uia opoꝛtuit fucceſſuie ſtudere qͥa nullũ violentũ perpetuum. a nõ habui mamfrſtationẽ cie docẽdi quãuis enmen pdicandit. a mclinatꝰ ſui t᷑ ad ꝓpꝛiũ oqueſtũ ꝛt. Deus ꝓpicius eſto michi peccatoꝛi. Itẽ wo etwaß dageſchꝛiebẽ were das da offẽlich aber vß⸗ legelich mocht ſy wid ð got ader eriſtlichẽ glaubẽ ader hey⸗ lige kyrchẽ ader heylige pꝛieſterſchafft wolre ich Johãnes wolff burtig. võ dẽ doꝛffe kunorſteut ʒu nebſt bn pentrut ge Le zwiſche kreulen ond peimmut. capellan zu ſat zecer zu fratk furt widð nffẽ vnd ſchꝛibẽ vnd wolt eß hã voꝛ keỹ ſchꝛifft Mea culpa et. Deus ꝓpiciꝰ& ꝓtcõꝛi Item modus pᷣdicandi ſubſeroptus videkartificialioꝛ ae ſalu⸗ bꝛioꝛ ↄmuĩ modo iã in vſu oxiſtẽti vt.ſ.poſt infcſſionẽ viuoꝝ 4—— 4 Ar 0 at moꝛtuoꝝ ĩ ambone oꝛões iniũg ant dicente ſub milſa funto iĩtegro hmone · Aacio qͥa pꝑ generalẽ publicã ofeſſionẽ pꝛiꝰ fcᷣam ſubditis incutete᷑ actus otricõis fuffictẽs ad telendũ pccã deo oꝛões ꝓꝛius im pccĩs facte ſolũ eccleſie ſatiſfactoꝛie poſtea Re vent fub ditis meritoꝛie ⁊t᷑.q̃a exiſtentibo in grã. Itein ſo acht duſent ⸗mumicates ĩ feanckẽfurt ader in eyner an dern ſtat ſint vix ſechs hundert ſint dñica plentes in den ſelbi⸗ gen ſermon dar yn man hat gopꝛediget in pticulari von den tzehẽ geboden die andern han yß ader yne alle mt geboꝛt. So gedenckt dan der pꝛediger du haſt nouiter gepꝛediget von den czeken geboden qa hõ delectat in nonis et raug ꝛci prt vi⸗ deri t amoꝛe ꝓpꝛie excellẽcie vnd leßt eß ygen eyn iare ader tzwey vnd die andern capellan vnde religioſ ſpꝛerhen man hat eß m der pharw gepꝛediget. Sa vergeſſen die mentſe hen die yne han goboꝛt vnd die andern wiſſen nichts dar vmb Sader da von ꝛc. Vnd in zweyen iaren vß eynem kalp wirt eyn kuwe. 1 Item m der faſten ſo rff ich geülich ſchelde vnd fecht vif der kanczeln vnd m der bychwe das nyemãts kan werpt bychten⸗ Et ogo ſum ĩ cauſa qͥa nõ doceo ner docui regulas mãdata ad peactica o⸗feſſionis ꝓticular onendas t᷑. Hoc opuſculum induſtria ⁊ arte impꝛeſſoꝛia fieri ordinauit er aſtituit venerabilis vir magiſter iohãnes lupi Caxpellanus cappelle ſcĩ petri m ſuburbio franckfoꝛd enſi pſuos manuſide. les dirigi ſie vt perpetuo maneat ſine alienacõe vbicumq di⸗ rectũ ſuerit apud partochias ſediũ dioceſis magũtinenß. Sit ꝙ vt ꝓ aĩma oſtituẽtis ſedula p̃ᷣæ pꝛoq; ſuis bñfactoꝛibo oꝛe- tux. Ouod apletũ eſt Anno dñn i ceer lxxvin ac. A2 S ee er. e M S- ℳ. A e, 4 e e, o, .— 4 I. Zur Katechese am Ende des Mittelalters. Von Ferd. Cohrs, Pastor prim. in Eschershausen. Professor D. Holtzmann hat in dieser LZeitschrift (S. 1 ff. und 117 ff. dieses Jahrgangs) eine Skizze über die Katechese des Mittelalters veröffentlicht. Näheren Auf- schluss über die Katechese in der römischen Kirche un- mittelbar vor der Reformation giebt uns das sogenannte Beichtbuch des Johannes Wolff, Kapellans zu St. Peter in Frankfurt a. M., vom Jahre 1478(vgl. ob. bei Holtzmann S. 12), das Joh. Geffcken entdeckt, aber seltsamerweise in seinem Bilderkatechismus des fünfzehnten Jahrhunderts I (Leipzig, 1855), S. 26 ff. ¹) nur seinem Anfange nach benutzt hat, während gerade die Schlussabschnitte noch interessante und wichtige Einzelheiten enthalten. Offenbar weil er das Buch nicht bis zu Ende durchgelesen hat, nennt er es auch kurzweg„Beichtbuch“, obgleich dieser Name nur durch den ersten Teil gerechtfertigt wird. Jene Schlussabschnitte teile ich unten in extenso mit, berichte aber zuvor noch über die früheren Partien des Buches, soweit sie uns hier interessieren. Die offenbare Tendenz des Buches ist, den Dekalog in der kirchlichen Verkündigung zu Ansehen zu bringen. Schon der Teil, der der Beichte dienen will, lässt diese Absicht erkennen. Die Beichte Vor die anhebenden kynder und ander hat Geffcken a. a. O. mitgeteilt; sie ist fast ausschliesslich an die zehn Gebote angeschlossen. Auch in ¹) Siehe dort auch die genaue Beschreibung des Druckes(26 Blatt mit 49 bedruckten Seiten in 4, ohne Titel, die Schlusschrift siehe unten). Er trägt in der Universitäts-Bibliothek zu Giessen jetzt die Signatur: W 21810 Inc. Der Grossherzogl. Bibliothek-Verwaltung sage ich herzlichsten Dank, dass sie den seltenen Druck zur bequemen Benutzung mir bereitwilligst zugesandt hat. 19 — 290— der Beichtanweisung für die Erwachsenen Vor die zunemende gelerten ond vngelerten vorstendigen mentschen nehmen sie die Hauptstelle ein ¹)(etwa 16 von 29 Seiten). Wich- tiger aber ist, dass alle anderen Beichtkategorien(siehe über sie o. b. Holtzmann, S. 11 ff. Näheres bei G. v. Zezsch- witz, System der christlich kirchlichen Katechetik II, 1, 2. Aufl., Leipzig 1872, S. 197 ff.) auf den Dekalog zurück- geführt werden, so dass Wolff zuletzt den ganzen der Beichte dienenden Abschnitt so unterschreibt, als hätte er nur über die zehn Gebote gesprochen: Et sic est finis ex- posicionum et declaracionum vulgarium decem preceptorum (Bl. 20a). Schon die zwölf Artikel werden zu den zehn Geboten in Beziehung gesetzt: Die zwolff artikel des glaubens sint begriffen vnd, ingeschloszen in dem ersten gebode in dem wort glauben(Bl. 11a); sodann wird gezeigt, dass die rufenden sunde widder die zehen gebodde sint derlichen (a. a. O.); ausführlich wird das bewiesen von den fünf aus- wendigen Sinnen: hastu din gesicht vnkuslich laszen schieszen hyn vnd here in andern personen, da durch du vnd ander huszgenoszen sint komen zu vnkuscher begird, ader sust schamper gesehen, so dustu widder das ix. gebot.... Item syhestu am fyertage dantzen vnd komest zu vnkuscher begird, so dustu widder das selb gebot vnd widder daz dritte... horestu nit predigen vnd messe an dem sontag vnd an den andern fyertagen nit messe, so dustu widder das dritte... Horestu gern affterkosen, die lude beliegen vnd yre ere abesnyden, so ist esz widder daz acht gebot... vnd widder das funfft... u. s. w.(11 b). Auch die syeben heubt sunde: Hoffart, gyczikeyt, zorn vnd vnkuscheyt, vber- eszen, vberdrincken, nyt, hasz vnd aen gotes dinst dragheyt sint widder die gebot moysi der ewigen selikeyt(12a), was dann auf nahezu 6 Seiten ausgeführt wird. Die nune fremde sunde sint widder die zehen gebot: heyszet eyner den andern am sontag holtz hauwen, danczen etc., so ist ¹) Die Form, in der Wolff die zehn Gebote anführt, verdient mitgeteilt zu werden: Eyn got saltu anbeden, gleuben, liephan vber alle creature, hoffen, dyenen vnd eren, Vnd bij synem namen nit sweren, Fyertag fier vnd in eren habe dyn eldern, Nyemant in tod slagen syn leben nym, Vnd vnkusch werck nit volnbrenge, Nyemant saltu stelen vnd falsch gezugnisz nit geben, Eyns andern huszgenosze nit begern salt, Vnd fremde gut in diner begirde nit halt. emende nehmen Wieh- (iehe Lezsch- . II, 1 zurück- 1T der Atte er nis ex- Rorum n zehn el des ersten ezeigt, lichen f aus- ieszen ander Sust echer r daz ontag idder jegen 1.. feben vber- rheyt 123), nune yner 0 st 1 dient 8 8, — 291— esz widder das dritt gebot... u. s. w.(14 b), nicht minder die sechsz sunde in den heiligen geyst: sie sint grosze totsunde vnd sint offenliche ader vszlegelichen widder die zehen gebode(15 b). Ja nicht nur die vielen verschiedenen Sündenregister, auch die positiven Beichtstücke sind in den zehn Geboten enthalten. So die sieben lyplichen wercke der heyligen barmhertzikeyt: Id quod superest, pauperum est. Darvmb ist er schuldig den armen daz selbigen vberige zu vor an zu geben, anders er stelet ysz von yne vnd det widder das gebodt: Vnd nyemant nit steln. Erzeyget er sie in hochsten noden nit, so zuge esz sich widder das geboyd: Nyemant saltu toden. Ambrosius: Si non pauisti, occidisti etc.(16 a); und sogar die sieben heyligen sacrament: In der dauff ist dir abegenommen die erbsunde vnd yn gegossen schicklich glaube, liebe gotis vnd hoffenung. Hastu des missebrucht dich zu abeglauben ader vngeeret, so dustu widder das erste gebot... u. S. w.(16 b). So wird bei allen auf die zehn Gebote zurückgegangen. Gerade am Ende des Mittelalters zeigt sich auch das Bestreben, diesen ohnehin schon über die Massen ange- wachsenen Stoff noch mehr zu bereichern. So finden wir bei dem Verfasser der Tafel des kerstlyken Levens etwa vom Jahre 1480(abgedruckt bei P. Bahlmann, Deutschlands katholische Katechismen, Münster 1894, S. 61 ff.) 12 Ver- keertheiden in der Werld, daer sick een yewelick guet Kersten gern voer hoeden sal(S. 71) und 9 Punte, von denen es heisst, sie doent een Menschen in Sunden fallen (S. 72), Stücke, die sonst unbekannt sind, die der Verfasser vielleicht selbst zusammengestellt hat, die er aber auch von allen will auswendig gelernt sehen ¹). Wolff aber sucht den buntscheckigen Stoff zu zentralisieren 2). Das wird auch noch aus dem kurzen Abschnitt seines Buches klar, der den für die Beichtpraxis bestimmten Teil abschliesst, der aber selbst nicht mehr für den unmittelbar praktischen Gebrauch bestimmt zu sein scheint. Uberschrieben Diffi- nicio peccati mortalis(17b ff.), stellt er den Begriff der Todsünde fest: Dotsunde ist eyn yeglich wort vnd wergk ¹) Vergl. auch G. Th. Dithmar, Beiträge zur Geschichte des katechetischen Unterrichts. Marburg 1848, S. 20, wo noch andere erst am Ende des 15. Jahrhunderts aufgekommene katechetische Stücke angeführt werden. ²) Vergl Geffcken a. a. O. Beilagen S. 207, wo Savonarolas Wort angeführt wird, dass sich auf die zehn Gebote alle übrigen zurückführen lassen. 19* —- 292— ader verhorter, williger gedanck widder das gesecze gotis offenlichen ader vszlegelichen, d. h. alle Sünden, die sich auf die zehn Gebote zurückführen lassen, sind Todsünden. Damit spricht Wolff etwas Ahnliches aus, wie Luther, als er in den Fasten 1517 im Anschluss an die zehn Ge- bote auch über die Todsünden predigt: nullum est peccatum, nisi quod contra praeceptum sit dei. Dabei stellt auch er den Grundsatz auf: ad illa— scil. decem praecepta— reducenda sunt tam multa genera peccatorum; und polemi- siert aufs schärfste gegen diese zahllosen Sündenregister: Nescio.. an confessuris expediat tot differentiis peccatorum memoriam onerare et sacerdotem fatigare, ut sunt: 1. omissio et commissio, deinde corde, ore, opere, 3. quinque sensus, 4. sex opera misericordiae u. s. w. Obsecro, quid prodest ista confusio et distractio mentis? Ita haec ob- servantur, ut etiam necessarium existiment nomina differen- tiarum et distinctionum numerare, ad perdendum scilicet tempus, ad obtundendum confessorem, ad perturbandum scipsum, ut maiore cura horum memoriam laboret quam contritionem meditetur, item ad alios etiam impediendum. Ex ignorantia docentium iste tumultus cenfessionum natus est, cum confessio debeat esse brevis et aperta, ut cito possit expediri uterque(Weim. Ausg. I, 516 f., Erl. Ausg. op. lat. XII, 209 ff.). Luther hat dann mit diesen Gedanken entschiedenen Ernst gemacht. In der kurzen Erklärung der zehn Gebote (1518) weist er in ganz ähnlicher Weise, wie Wolff, nach, dass alle Beichtstücke im Dekalog sich wiederfinden, dass die fünf Sinne eingeschlossen werden im fünften und sechsten Gebot, die sechs Werke der Barmherzigkeit im fünften und siebenten, die sieben Todsünden: Hoffart im ersten und zweiten, Unkeuschheit im sechsten u. S. w.(Weim. Ausg. I, 254, vgl. 262 und VII, 211 f.; Erl. Ausg. 22, 12 und op. lat. XII, 225). In der kurzen Unterweisung, wie man beichten soll(1519) warnt er den Menschen, der beichten will, dass er die weitläuftigen und mannigfaltigen Unter- schiede der Sünde lasse fahren, dass er sich allein der Gebote Gottes befleisse, sie für sich nehme und übersehe, seine Beichte darauf ordne und kurz mache; denn wenn man die zehn Gebote Gottes recht ansieht, so findet man darin, wie Gott von uns durch allerlei Sünde ist übergeben, verachtet und erzürnt worden(Weim. Ausg. II, 60; Erl. Ausg. 21, 247). Damit hat Luther ein für alle mal jene Produkte der mittelalterlichen Beichtpraxis aus dem reli- 6 gotis le sich sünden. Luther. n Ge- Latum. uch er pta— polemi- gister. atorum M: 1. uinque „ quid ee ob- fferen- scilicet andum quam 'ndum. natus t eito Ausg. ddenen nebote —- 293— giösen Unterrichtsstoff der Evangelischen entfernt. In keinem der ersten evangelischen Katechismen findet sich auch nur eine Spur von ihnen.— Noch deutlicher tritt die Tendenz des Verfassers in den unten abgedruckten Schlussabschnitten seines Buches hervor. Schon der erste ¹), offenbar eine Vorlage für eine Predigt, bezweckt, den hohen Wert der zehn Gebote ins rechte Licht zu stellen. An ihnen hat jeder einen sicheren Wegweiser zur Gerechtigkeit. Der zweite aber will erreichen, dass der Dekalog den alten Patenhauptstücken, dem Gl auben und dem Vaterunser, gleich geachtet werde. Als die Kirche einst(s. oben bei Floltmann. S. 6) den Paten zur Pflicht machte, diese Stücke ihre Patenkinder zu lehren, hatte sie gleichzeitig die Be- stimmung erlassen, sie sollten im öffentlichen Gottesdienst dem Volke vorgelesen oder vorgesprochen werden(vergl. Ant. Linsenmayer, Gesch. d. Predigt in Deutschland, München 1886, S. 20 und 34). Diese Vorschrift wurde seit etwa 1450 durch zahlreiche Synoden erneuert(s. o. Holtzmann, S. 15). Doch wurden neben Glauben und Vaterunser jetzt meist auch Ave Maria und zehn Gebote als Stoff dieser Volksbelehrung vorgeschrieben(1453 in Würzburg, 1466 in Passau, 1471 in Samland, vgl. Jos. Hartzheim, Concilia Germaniae V, Col. 1763, S. 432, 477 und Franz Hipler, Christl. Lehre und Erziehung in Ermland, Braunsberg 1877, 50). Ersteres hatte dieses Ansehen namentlich durch die Bettelmönche, die vornehmsten Förderer des Marien- kultus, bekommen(G. Th. Dithmar, Beiträge zur Geschichte des katechet. Unterrichts, Marburg 1848, S. 18); die zehn Gebote aber gingen aus der Beichtpraxis in den Volks-— unterricht über G o. Holtzmann, S. 13). Doch nicht alle Synoden hatten die zehn Gebote jenem zentralen Stoff beigezählt. Die 1447 und 1453 zu Eichstädt abgehaltenen Synoden hatten zwar angeordnet, dass einmal im Jahre über die zehn Gebote una cum vitiorum correc- tione gepredigt werde, für die regelmässige Verlesung hatte man an den althergebrachten Stoffen festgehalten(Hartz- heim a. a. O., S. 363 f., 434). Die Synoden von Pomesanien (1428 und 1440) und von Ermland(1449) wissen überhaupt ¹) Der leichteren UÜbersicht wegen habe ich die unten abge- druckten Abschnitte mit römischen Ziffern in eckigen Klammern gezeichnet. — 294— nichts von den zehn Geboten(Hipler a. a. 0., S. 25). Für die Mainzer Diözese, zu der ja Frankfurt a. M. gehörte, hatte Erzbischof Adolf im Jahre 1469 ganz abweichend vom alten Gebrauch nicht nur die Verlesung der zehn Gebote, sondern auch anderer Beichtstücke, der fünf Sinne, der sieben Todsünden geradezu an Stelle von Glauben und Naterunser angeordnet(Christoph Moufang, Die Mainzer Katechismen, Mainz 1877, S. 6) ¹). Diese Verfügung ist in Frankfurt jedenfalls auf Widerstand gestossen. Auch Joh. Wolff befolgt sie nicht; er ware ja sonst seiner An- schauung von der universellen Bedeutung des Dekalogs ungetreu geworden; er geht, wie viele der vorhin genannten Synoden, einen Mittelweg, indem er den althergebrachten Stoff für die sonntägliche Verlesung beibehält, den Dekalog aber als gleichwertig ihm hinzufügt ²). Die Verordnung des Erzbischofs Berthold v. Henneberg vom Jahre 1493 hat dann seinen Vorschlag sanktioniert(Moufang a. a. O., §. 7). Auf einen vierzehnfachen Nutzen weist Wolff hin, der aus dem regelmässigen Vorsprechen der zehn Gebote im Gottesdienste sich ergeben würde. Allerlei Gründe, die dagegen geltend gemacht werden, weiss er zu entkräften, seine Position aber durch Schriftstellen und logische Schlüsse zu stützen. Bevor wir seine Ausführungen hören, hier noch einige Bemerkungen, die sich aus jenen für den Volksunterricht am Ende des Mittelalters ergeben. Joh. Wolff hat ja freilich zunächst nur Frankfurter Verhältnisse vor Augen. Doch berechtigt uns schon der uniforme Charakter der römischen Kirche anzunehmen, dass seine Schilderungen auch auf andere Gegenden, ja über- haupt auf die damalige kirchliche Sitte passen. Und ganz gewiss hat es in Frankfurt nicht schlechter, sondern eher besser gestanden, als an manchen anderen Orten. Wenn Wolff hofft, dass von Frankfurt aus die Kenntnis der zehn ¹) Moufang nennt an dieser Stelle unser Buch„gewissermassen einen Kommentar dieser erzbischöflichen Verfügung“; durchaus mit Unrecht. Auch Heinr. Brück, Der religiöse Unterricht, Mainz 1876, S. 8 ff. wird unserem Buche nicht gerecht. 1. ²) Der Ausdruck post symb. apostolorum in der UÜberschrift über Abschnitt[II] unten schliesst nicht aus, dass das Vaterunser gewohnheitsmässig schon vor dem Credo verlesen wurde; vgl. die Reihenfolge in der angeführten Verf. Bertholds v. Henneberg: Vaterunser, Ave Maria, Glaube, zehn Gebote. Vgl. auch die spätere Erwähnung des Vaterunsers. Gebote ns der er das dass in in den war(VL D darin, 6 Ambo wie W 80 Wul eingepr behand hinzuge Anderu nicht in jener 2 verlang Leit fre Fasten uur al ihren! Wolfl: und ex aber 81 weiter, singula göttlich der Lie 18 un macher · das zu mit Uul Soll doe Weise t dass sie schehe 4 Ausdrü- Unterse den Syn deuten Sine, 2n und lainzer aung ist Auch er An- 2kalogs annten achten Dekalog rdnung 2 1493 a. 0. in. der dote im le, die Kräften, Schlüsse n elnlge terricht akturter non der — 295— Gebote sich verbreiten solle(s. unten den letzten Nutzen, der aus der regelmässigen Verlesung sich ergiebt) ¹), so bestätigt er das ausdrücklich. Gilt es doch auch als ausgemacht, dass in Süddeutschland und am Rhein— und namentlich in den Städten— das kirchliche Leben noch am regsten war(vgl. Th. Kolde, Martin Luther I, S. 12 f.). Die Katechese jener Zeit bestand offenbar lediglich darin, dass der Text der Hauptstücke vom Geistlichen vom Ambo aus vorgesagt und vom Volke nachgesprochen wurde, wie Wolff das anschaulich schildert(s. u. den ersten Nutzen). So wurden von alters her Glaube und Vaterunser den Laien eingeprägt²); nun möchte Wolff auch die zehn Gebote so behandelt sehen. Dass diese den alten Patenhauptstücken hinzugefügt werden, das ist sein Ideal; eine wesentliche Anderung der gegenwärtigen Praxis zu fordern, kommt ihm nicht in den Sinn: ein Zeichen, dass es selbst den Besseren jener Zeit ferne lag, eine Auslegung von der Katechese zu verlangen ³). Dazu waren die Predigten da, die in unserer Zeit freilich meist nur die zehn Gebote alljährlich in den Fasten(so die angeführten Synoden v. Eichstädt) oder auch nur alle paar Jahre(so unten Wolff) behandelten. Von ihren Erfolgen für die religiöse Förderung des Volkes denkt Wolff sehr gering. Aus den Ausdrücken explicacio decem preceptorum und explicare möchte man auf eine Erklärung schliessen ⁴), aber sie bedeuten dem ganzen Zusammenhang nach nichts weiter, als die Namhaftmachung der einzelnen Gebote(vgl. in singulari et particulari) gegenüber der Gewohnheit, das göttliche Gesetz nur mit seiner Summe, dem Doppelgebot der Liebe(Matth. 22, 37 ff., Mark. 12, 30 f., vgl. Lev. 19, 18 und Deut. 6, 5), anzuführen. Wolffs Ausführungen machen klar, wie tief dieses, in dem man die neutestament- ²) Vgl. auch unten forte illis in nova civitate seclusis(S. 306), das zu bedeuten scheint, dass Leute aus anderen Gemeinwesen sich mit Unkenntnis entschuldigen. ²) Der Ausdruck im ersten Nutzen ut in symbolo apostolorum soll doch wohl bedeuten, dass das Credo in der dort angegebenen Weise traktiert wurde. 3³) Vergl. Luther in der deutschen Messe: Nicht alleine also, dass sie die Wort auswendig lernen noch reden, wie bisher ge- schehen ist u. s. w. Erl. Ausg. 22, 232.. ⁴) Wenn er von„Erklärung“ sprechen will, scheint Wolff die Ausdrücke exposicio und declaracio— vgl. die vorhin angeführte Unterschrift— zu gebrauchen. Auch praedicare braucht— Z. B. in den Synodalverordnungen— durchaus nicht immer„Predigen“ zu be- deuten, sondern heisst oft einfach„laut Rezitieren.“ — 296— liche Form des Gesetzes gesehen und das man deshalb an seine Stelle gesetzt hatte, dem Bewusstsein des Volkes sich eingeprägt hat. Doch hat es seine Moral nicht vertieft, sondern, ebenso äàusserlich verstanden wie einst in den Tagen der Pharisäer, bedenklich verflacht. Wolff hofft, dass die zehn Gebote, wenn man sie im öffentlichen Gottesdienste vorspräche, auch„zu den Kindern kommen“ würden. Er kann das indirekt gemeint und an die Vermittelung durch den haàuslichen Unterricht gedacht haben. Wahrscheinlicher ist, dass er auf die Anwesenheit der Kinder bei jenen sogenannten Katechesen rechnet. Besonderen kirchlichen Jugendunterricht aber kennt er nicht. Es ist anerkennenswert, dass er überhaupt der Kinder gedenkt— denn das ist in jener Zeit eine Selten- heit ¹)—, aber es ist auch bezeichnend, dass die Rücksicht, auf sie erst an elfter Stelle steht. Wolff weiss, wie wert- voll die Jugendunterweisung ist, und doch kann er nicht unterlassen, ihrem Lob eine Rechtfertigung des Unterrichts der Alten hinzuzufügen(s. u.). Die Hauptsache ist ihm doch der Volksunterricht, von dem dann etwas für die Jugend abfallen mag. Dem gegenüber berührt es seltsam, wenn Heinrich Brück(Der religiöse Unterricht für Jugend und Volk in der zweiten Hälfte des 15. Jahrh., Mainz 1876, S. 13) mit Entrüstung die Feinde der Kirche zurückweist, die sie be- schuldigten, dass sie damals die religiöse Ausbildung der Jugend vernachlässigt habe, und wenn er ihre Gewissen- haftigkeit bei Erteilung des Religionsunterrichts rühmt; oder wenn Peter Göbl in seiner Geschichte der Katechese im Abendlande(Kempten 1880, S. 97) behauptet, dass der Eifer für die religiöse Unterweisung der Jugend und des Volkes, der sich im letzten Jahrhundert vor der Reformation kund gab, vorher und nachher kaum erreicht, jedenfalls nie sei übertroffen worden. Wolff kann ihnen für ihre Lobeserhebungen kein Gewährsmann sein.— Der nachfolgende Abdruck richtet sich durchweg ge- nau nach dem Original. Nur sind die Abkürzungen aufge- löst(die zweifelhaften Faälle sind angemerkt) und die Inter- punktion ist vervollkommnet. Schon dadurch ist das Ver- ständnis erleichtert; hier und da sind noch Anmerkungen ¹) Vergl. z. B. was die Württembergische Kirchengeschichte (Calw. 1893, 8. 235) darüber sagt, dass auf keiner Diözesan-Synode dieses Zeitraums der Klerus ermahnt wurde, sich des Jugendunter- richts anzunehmen. jrrzugef ASungel nicht 2u0 ganzen? lettern Originals ſ le dan nit dem bos fuers qu vmb das schelden. rnkusche dan vno lephan eren, da leebe hy. vnstede. man diel so bistu gelium: suum p hubsches Lar hube hubsch Nan ysz Sch Je er dasz daz er d lehen 8 gesteyn vnd gebt dequeme nd hubs Au vnd; lter d dich: Sh 1 alb an kes sich vertiett. en lagen 1 sie im Kindern und an gedacht Nesenheit rechnet. kennt er aupt der ſe Selten- Rüeksicht wie vert. er nieht aterriehts ist ihm ldung der Gevisen- s rühmt; Katechese dass der und des eformation hweg ge- een aufge- die luter- das Ver- nerkungel ngesehiedte esan-Synode agendunter- — 297— hinzugefügt. Einige Stellen sind ohne Ergänzung der Aus- lassungen bezw. der unvollständigen Zitate im einzelnen nicht zu erklären. Doch wird der Zusammenhang im ganzen verständlich sein. Das Original ist mit Schwabacher Lettern gedruckt. Der Abdruck beginnt auf Blatt 20 des Originals.— [II Item esz ist vil harter vnd swerer die gebot brechen, dan nit brechen vnd halden; dar vmb ist esz vil mee harter dem bosen geyst dyenen vmb die ewigen verdampnisz des fuers quale vnd ewigen pyne, dan dem allemechtigen gote vmb das ewigen leben, wan esz ist vil herter swern, fluchen, schelden, speln, doppeln, dantzen, hauwen, stechen, morden, vnkuschen, liegen, betriegen, vater vnd muter vneren etc. dan vnderwegen gelaszen etc. Du mochst, lichliger got liephan vber alle creature vnd yne anbeden, glauben, hoffen, eren, dan die mentschen ader creaturen. Wo du sust din liebe hyn kerest ader wendest, so ist sie betriegelichen, vnstede, falsch vnd vorgenglichen vnd du weyst nit, abée ¹) man dich widdervmb liephat ader nit. So du got liep hast, so bistu sicher, das er dich widdervmb liep hat. Euan- gelium: Ego diligentes me diligo ²). [20 b]. Questio, quare deus non recipit peccatores in suum regnum celorum etc. Responsio: so eyn edeler, hubscher, clarer, luterer konig wer, des gemach vnd wonung gar hubsch etc. were, darin er nach synem adel etc. alleyn hubsch edele zierung, cleyder, edelgesteyn wurff vnd leyt, wan ysz were also zemelichen vnd geburlichen, esz geburt sich ye also vnd nit anders etc. Esz geburt sich nit, das er dasz cleyt, daisz ³) ym kot vnd vnflait etc. were gelegen, daz er das dar in wurff vnd leyt, wan isz mecht yme hesz- lichen syn czierung vnd inwonung vnd beschisse syn edel gesteyn etc. Nunc habes responsum: wan isz wer nit zemlich vnd geburt sich nit etc. vnd docht nicht vnd mit nicht bequemèe ¹⁴). Item alle dyn dyngelich hemde, wambasz ⁵), rock, mentel etc. cleyder vnd alles das du haist, hastu gern reyn vnd hubsch etc. vnd du wilt ye heszlich vnfletig vnd bose sin vnd vnreyn etc. Item du versmehest, schendest, lesterst etc. got, wan du dich nit zu yme kerest vnd machst dinen engel vnd ¹) Im Original: aber. ²) Sprüche 8, 17.. 3)= das; ähnliche Formen finden sich mehrfach bei Wolff, so gleich vnflait für Unflat, haist für hast. ¹) Wohl zu ergänzen: were. ⁵)= Wams. —- 298— alle engel drurick vnd alle mentschen lesterstu, die sich ergern an dir. Item die blummen, rosen, hubscheyt, zerunge, smockung etc. dyner iogent gibbestu dem dufel vnd eyn alden heszlichen, stinckenden, roczigen vnflaid vnd esel, dem der toed in augen steckt, etc. wiltu geben dem almechtigen got etc. quando non potes peccare. Item alle dyn sorg, bekommernisze, angst, noit vnd flsz vnd arbeyt, crafft, macht, das leben etc. layst vnd legst vff das zijtliche, werntlich schnode, yrdisch vergenglich gut, wie du damit hie riche sijst vnd werdest, vnd du weyst nit, abe du esz eyn dag frolichen mogest vnd konst gebruchen etc. ader daz ewig, hochste, vngeendet volkommen richtum gibt dir wenig zuschaffen, wan du arbeyts ¹) nichts ader gar wenig dar nach etc. Item die penitencz vnd busz vber dyn sunde, die yre crafft vnd macht hait vsz der harten etc. penitencz vnsers hern ihesu christi, usz synem heyligen fasten, bekummer- nisze, betrupnisze, anfechtunge,[21] smacheyt etc. vnd lijden erwirbet dir mee gnade vnd barmhertzikeyt, dan vnser liebe frauwe vnd alles hyemelsche here an rue vnd leyt vnd ist krefftiger vnd mechtiger ²). Quia qui te creauit, creauit te sine te, sed non iustificat te sine te. Quia im- possibile est de lege dei communi ordinata, hominem pec- catorem intrare regnum celorum sine contricione in adultis etc. Correlarium: buest alle closter etc. sine contricione etc. Correlarium: bede alles hyemelsche here vor dich et tu non haberes contricionem et propositum dimittendi, mogest mit nicht komen in den hyemel. Esz czemet sich nit, ut supra. Der mentsche. Der mentsche, der die czehen gebot helt, ist frome, gerecht, togenthafftig geyn got vnd der wernt, vnd yederman hat yne in der vernunfft liep vnd wirt von got nummer mee verlaiszen; Nunquam vidi instum derelictum etc. ³). ¹) Verbessert aus: arheyts.. ²) Vergl. mit diesen Worten gegen die Überschätzung der Marienverehrung die ähnliche Ausserung gegen das Wallfahren auf Blatt 6a: Item du geest vnd walst vber zehen, czwentzig ader hundert mylen geyn wormsz, eynsiddeln, rome, ache, zu dem fern sant iacob etc. Vnd fellest nidder vff beyde knye vnd kust eyn syden duchelin mit groszer ynnikeyt vnd andacht vnd schriest vnd hulest vnd alsz eyn nar vnd eyn esel, wan du knieest nit nidder geyn dem heyligen sacrament vnd allemechtigen gote vnd dust kume den hut abe etc. ³) Psalm 36, 25(Vulg.). mag V extensum nicem co⸗ nunicent 121 K le sich ockung Llichen, Oed in ot etc. dt vnd M vnd Fenglich rud du 1 konst ommen vichts die yre Vsers ummer- te. vud yt, dan ue vd creauit, aia im- im pee⸗- adultis one ete. Ret tu mogest ch nit, * frome, Lerman mmer 9). ng der een auf aundert t iacob uebelin ad alsz eyligen 8 ete. * — 299— Der selbige mentsche komet in hyemel. Der selbige mentsche ist vnsers hergots kynt. Der selbige mentsche ist lustig, hubsch, fyne, clair, juter an siner sele vnd vil hubscher, clarer, dan keyn mentsche lijpliche naturlichen mag vnd kan gesin an sinem libe, wan er ist gecleyt mit dem gotlichen, liechten, claren, geystlichen, hochczijtlichen cleyt gecleydet, das viel edeler, hubscher ist, dan daisz liplich want, dasz geystlich ist, edeler, dan daz lijplich seu extensum etc. quia ad hoc, quod aliqua comparantur ad in— uicem comparatione, proprie dicta requiritur, quod com- municent in materia etc. i). Item got der vater, got der son, got der heylige geyst wonent bij dem selbigen mentschen, als dan stet geschrieben Johannis xiiij ²) capitulo. Si quis diligit me, sermonem meum seruabit, et pater meus diliget eum et ad eum veniemus et mansionem apud eum faciemus. Modo praecepta sunt sermones seu sermo dei etc. Con- fessio et pulchritudo ete. in conspectu eius etc. Item der selbige mentsche ist eyn tempel gotis. Item got der her, vnser liebe frauwe, syn engel vnd alles hyemelsche here etc. han yne liep: Ego diligentes me diligo etc. Gaudium est, angelis super vno peccatore etc. ³). Item er hait daz zeychen der ewigen selikeyt. An das selbe zeychen keyn mentsch kan noch mag komen in das ewige leben: de lege dei com- muni ordinata etc. [21 b] Sicut propositum in proposito. Sic oppositum in opposito. Also herwidderumb der mentsche, der sie bricht, ist heszlich, vnsuber vnd swertzer an der sele, dan eyn kole. patet Trenorum iiij 4): Denigrata est facies eorum super carbones. Vnd blint. Excecauit eos malicia etc. 5). Ge- flecket, vbelriechen vnd stinckenden vor dem allemechtigen gote. Mathei XV⁶). Adulteria, fornicationes, furta etc. illa sunt, que coinquinant hominem. Similiter: Computruerunt vt iumenta in stercore suo; vnd han das zeychen an der sele der ewigen verdampnisse; patet: quia peccatum mortale subiectiue de per se vel de per accidens est in anima; vnd ¹) Der Satz, dessen Wortlaut so zweifellos der von Wolff be- absichtigte ist, wird von ihm jedesmal gebraucht, wenn er leibliche und geistliche Dinge vergleicht. ²) Joh. 14, 23. ³) Luk. 15, 10. 4) Klagel. 4, 8. ⁵) Weish. Sal. 2, 21. ⁶) Matth. 15, 19 f. — 300— han das zeychen des bosen geystes, das sie sin knecht, diener sint. patet: Qui sernus est peccati, seruus est et diaboli¹); Vnd vsseczig, quia habent lepram in anima; vnd sint getod durch die dotsunde von dem ewigen leben etc. Das ander such da forn bij der bescribbung der dotsunde ²). [III Item multi boni fructus vtiles et proficui orirentur ex frequenti explicacione decem preceptorum in ambone post symbolum apostolorum. Primus?): post breue temporis spacium omnis homo vtriusque sexus in singulari et particulari sciret decem precepta, ymmo brutum equus asinus pica etc. lapis studerent, siue eis placeret siue displiceret, si haberent naturalia in- strumenta labia dentes etc., et scirent loqui directe et plane sequenda materna lingua praedicatorem dicendo: Eyn got saltu anbeden, glauben, vt sit eyn got. Eyn got; praedicator: saltu anbeden; laicus similiter dicendo: saltu anbeden; praedicator: glauben; laicus sequendo: glauben etc., vt in symbolo apostolorum etc. patet quia ex actibus frequenter reiteratis generatur habitus et ille habitus de sui natura est productiuus noui actus. IIla proposicio est vna maxima et principium, Et contra negantem principia non est disputandum etc. Sed quod sit bonus etc. quia omnis sciencia est de numero bonorum honorabilium etc. primo de anima. Secundus ex primo sequens ⁴): in breui tempore sciret quotum seu quotitatem, id est: primum, secundum etc. sextum etc. ex instructione et sacerdotis significatione; patet quia intellectus est quodammodo omnia. Et innata est nobis via a communioribus ad difficiliora., Et omnis homo natura[22] scire desiderat. Et vexacio dat intellectum. Tercius?): quasi omnes sermones clarius ac memo- riter in singulari intelligeret, quod praecepta vocantur iudicia, ¹) Hier scheinen zwei Bibelstellen verwoben zu sein: 1. Joh. 3, 8 qui facit peccatum, ex diabolo est und Joh. 8, 34 qui facit pec- catum, servus est peccati. ²) D. i. die oben S. 291 f. erwähnte Diffinicio pecc. mort. vgl. unten Seite 303, Anm. 1. ³) Jeder würde die zehn Gebote„im einzelnen und besonderen“ auswendig lernen, da sie ja schliesslich selbst ein unvernünftiges Ge- schöpf auf diese Weise lernen würde. ⁴) Jeder würde, was eigentlich schon gesagt ist, auch lernen, welches das erste, zweite, dritte.. Gebot ist. ⁵) Man würde alle Predigten besser verstehen, da in allen Pre- digten die Gebote irgendwie erwähnt werden. Das ist schon aus ihren vielen verschiedenen Benennungen zu schliessen, die Hugo v. St. Victor im Anfang seiner Abhandlung: De nominibus praeceptorum Dei, con- tentis psalmo CXVIII et de causis eorundum(b. Migne Patrologie jastifcacio. jasticia, M 5ancio vic dde. Node gerbo, via. jteraliter mandata. Qut modum generalio directione larem et natim, qu ltem iam here ich Lü kyrche vnfridlich die musz mir gewe jch evnen vol Sehe en peccata a condicion vnser ruf quia igno elusiones. 1 knecht, est et a; vnd en ete. unde?). tentur 1 1s homo decem derent. alia in- ecte et icendo: in got; : Saltu llauben actibus tus de cio est rineipia c. quia um ete. empore undum atione: innata omnis ectum. nemo- adicia, 1. Joh. eit pec- unten eren“ ges 6 6- lernen, en Pre- s ihren Victor ei. con- tologie — 301— iustificaciones, mandata, lex, via, veritas, sermones, verbum, iusticia, mirabilia, equitas etc. vt patet per hugonem de sancto victore super psalmum ¹): Beati immacuſati in via etc. Modo in omnibus sermonibus fit mencio de iusticia, verbo, via, veritate, mandatis etc. Et praescripta nomina literaliter continentur in iij ²): melius me viuit etc. m. mandata. e. eloquia l. lex etc. Quartus⁴): de anno ad annum veniret ad artificialem modum confitendi et vtilem pro se et suis confessoribus generaliora et communiora peccata mortalia; patet quia ex directione singulari praedicatoris in ambone studeret singu- larem et artificialem modum confitendi et exprimendi ordi- natim, quia intellectus est infinite capacitatis subiective. Item iam quasi omnium confessio est inutilis et nulla: lieber here ich bede nit gern, ich fast nit gern, ich gee nit gern zu kyrchen. Ich fluchen vnd schelden vnd sweren vnd byn vnfridlichen mit minem man etc. vnd han vil anfechtunge, die musz ich vch clagen. myn man ist zwenczig iare bij mir gewest etc. vnd ich byn eyn wytwen gewest vnd was ich eynen dag thun das thun ich den andern, als ir dan wol sehet etc. fabulas et impertinencia etc. Quintus): veniret de die in diem ad circumstancias peccata aggrauantes et alleuiantes et ad numerum et temporis condiciones etc. Esz ist sunst indubie quasi als verlorn vnser ruffen schryen in ambone. Sage wie dick die zale etc. quia ignorat regulas principia etc. et sic ignorantur con- clusiones. Sextus?): veniret ad intensiores actus et singulares contricionis super singula peccata mortalia; patet quia in particulari et resolute posset exprimere et confiteri sane et intelligibiliter etc. quia omnis doctrina et omnis disciplina fit ex praeexistenti cognicione et tandem in extremis cicius intraret regnum celorum etc. CLXXVII Kol. 628) anführt. Für die verschiedenen Benennungen (vgl. sie in Ps. 118, Vulg., V. 4, 11, 1, 13, 15, 9, 18, 40, 25, 5, 86, 7) führt Wolff einen— vielleicht selbsterdachten— Memorialsatz an; durch das t wird testimonia(V. 2) angedeutet.(Diese Aufschlüsse danke ich der Güte des Herrn Dr. Kück in Rostock). ¹) Psalm 118, 1(Vulg.)..— ², D. i. in tribus verbis. Im Original steht lij statt iij. Gegen unsere Konjektur könnte das etc. sprechen. 1— ²) Die allgemeinen und nichtssagenden Beichten würden aufhören. ⁴) Mildernde und erschwerende Umstände der einzelnen Uber- tretungen, ihre Zahl und dgl. würden vor dem Beichttribunal sich besser feststellen lassen. ⁵) Der Beichtende würde leichter zur Reue, dem 2. Stück der röm. Busse, geführt werden; vgl. unten Seite 303, Anm. 4. — 302— Septimus!): melius intelligeret illa duo praecepta: diliges dominum deum tuum ex toto corde tuo etc. et proxi- mum tuum sicut teipsum, Multi dicunt se diligere deum ex toto corde etc in confessione et extra non formantes eis conscientias de assumpcione nominis dei inuanum iurando, maledicendo etc. similiter de fractione sabbati, de mendacio, de simplici fornicacione, de transgressione noni et decimi praeceptorum, ymmo dicunt, quod non possint[22 b] se cauere et abstinere. Bernhardus: Dicite ²) deum praecepisse impossibile, sit maledictus etc. Jugum enim meum suaue est ete. ²). Item decem precepta intellecta sunt spiritus illorum duorum pretactorum preceptorum, litera occidit spiritus viuificat, ergo etc. Item scire in genere et vniuer- sali est scire cum equiuocacionibus, quia in genere latent equiuocaciones etc. Octauus): ignorancia affectata et neglecta aggra- uantes tollerentur, quia multi affectant se non scire et negligunt tempore ⁵) obligacionis etc. Cum autem praecepta frequenter et semper post symbolum explicarentur, oporteret scire et intelligere etc. quia ex actibus frequenter reite- ratis etc. Nonusé0): intelligeret illud commune dictum: tu habes decem digitos, vt serues decem praecepta etc. du hast zehen fynger, das du de czehen gebodt nit salt vergessen, vnd du hast sie nye gekunt; darvmb hastu yre nit vergessen, wan der mentsche vergiszt das, das er hat vor gewist vnd gekunt. Item digiti non informant particularem ligacionem, cum non habent naturalia instrumenta loquendi etc. ergo oportet per praedicatores etc. liga in digitis tuis?) etc. Gutta cauat lapidem non vi sed sepe cadendo etc. 5). Non obstantibus oblocucionibus rudium et inexpertorum laycorum vituperan- cium ac stultorum etc. quia vituperium est euidentissimum signum ignorancie et stultorum infinitus est numerus. ¹) Das Doppelgebot der Liebe würde besser verstanden werden; vgl. darüber oben S. 295 f. Die zehn Gebote sind für Wolff der„Geist“ jenes Doppelgebots; wir würden eher umgekehrt sagen! ²) Im Original steht: Dicete. 3) Matth. 11, 30. ¹) Man würde sich nicht mehr mit Unwissenheit bei der Beichte entschaualdigen können. ⁵) Vielleicht tempora? ⁶) Das Sprichwort, man habe zehn Finger, um die zehn Gebote zu behalten, würde rechten Sinn bekommen. 7) Sprüche Salomos 7, 3. 8) Properius, Ep. 4, 10, 5. De cilcet 1 ate eic Smiliter torum c- dnc vnt oscimus 20 monstrac VI pueris 3 noua te- Qui non omes 8. bosz ber quia inu altera n. necessita Quamuis scire in frequem D peccaret scilicet praecept septem nouem p Ilsericon Ir b 1 ferweist a Seeundo est, quid sis 8 du 4 wann, et nortalj doetorihn 8. 1 die, ed in w ecepta: proxi- 2 deum Tmantes urando, endacio. decimi 22 b] 8e eCeplsse 1 Suaue spiritus occidit wniuer- latent aggra- cire et aecepta vorteret reite- tu habes st zehen vnd da en, wan gekunt. um non oportet ta cauat tantibus aperan- ssäimum * 4 werden; 4 „Geist Beichte Gebote — 303— Decimusi): intelligeret diffinicionem peccati mortalis, scilicet augustini, qua dicitur dictum[vel] factum etc. vt ante etc. quia tunc diffinicio esset notificatiua diffüniti. Similiter ex cognicione causarum, principiorum et elemen- torum contingit scire causata, principiata et elementata. Tunc vnumquodque arbitramur scire, cum causas eius cog-— noscimus. Et demonstracio„propter quid“ pocior est de- monstracione„quia est.“ Vndecimus:): praecepta venirent ad pueros et de pueris ad pueros futuros generandos voluerentur. Id quod noua testa capit, inueterata sapit. IlIla reuiuiscunt etc. Qui non assuescit virtuti, dum iunenescit etc. Jam quasi omnes sunt neglecti, indurati et obstinati. Alt hunt ist bosz bendig zu machen quoad obseruanciam mandatorum, quia inuolutus malis consuetudinibus, quia consuetudo est altera natura; tamen possibile est, quia consuetudo non necessitat et omne peccatum mortale voluntarium etc. Quamuis alt hunt ist lichtiger bendig zu machen quoad scire in particulari praecepta decalogi etc. qyuia ex actibus frequenter etc. Duodecimus¹): homo clarius intelligeret, quando peccaret mortaliter suis[23] quinque sensibus exterioribus scilicet tactu, visu etc. vt patet ex intellectu noni et decimi praeceptorum etc. Similiter lucidius intelligeret peccata septem capitalia cum suis ramis, speciebus, filiabus etc. nouem peccata aliena, peccata in celum clamancia, opera misericordie, peccata in spiritum sanctum etc. Tredecimus:): satisfactio sequeretur; Exo. Ascende ¹) Man würde besser begreifen, was eine Todsünde ist. Wolff verweist auf die oben angeführte Diff. pecc. mort. Dort heisst es: In secundo sentenciarum Incipit distinctio xxxv. Post hec videndum est, quid sit peccatum. Peccatum est, vt ait Augustinus, omne dictum vel factum vel concupitum, quod fit contra legem dei. Idem in libro de duabus animabus: Peccatum est voluntas retinendi vel consequendi, quod iusticia vetat. In vtraque assignacione de actuali peccato agitur et mortali et non veniali etc. Item alia diffinicio ponitur eciam a doctoribus: Peccatum mortale est totalis auersio a bono incommutabili etc. sed in praesenti laica lingua maneo cum directione cum diffini- cione sancti Augustini. ²) Vgl. oben S. 296.— ³) Die übrigen Beichtstücke(vgl. oben S. 290) würden besser verstanden werden. ⁴) Die„Genugthuung“(3 Stück der röm. Busse) würde folgen. Die angezogene Stelle(Ex. 24, 12: Ascende ad me in montem... da boque tibi tabulas lapideas et legem et mandata, quae scripsi, ut doceas eos) hat im Zusammenhang wohl den Sinn, dass die Genug- thuung Predigt und diese Kenntnis der Gebote bedingt. — 304— etc., vt doceas filios israel. Modo modus docendi est prior modo praedicandi, adminus prioritate nature. Decimus quartusu): religiosi et omnes civitates renensium monerentur ad sequendum vestigia doctrinandi in mandatis decalogi et in forma audiendi confessiones. Et mercatores nundinarum franckfordensium talia suis superi- oribus annunciarent et tandem bonum commune ampliaretur et multiplicaretur etc. Jhesus maria protestacione ac cum directione etc. Cum subscriptis veritatibus ewangelicis²) multi nituntur capere colorem se excusandi a modo docendi parti- culari ac explicandi praecepta decalogi in ambone post sym- bolum apostolorum. literati et curati: Du weyst wol vt infra etc. wan du die zwey heldest, so hastu gnung getan. Ich weysz wol, das ich got sal liephan vsz gan- czem minem hertzen vnd minen nehsten als liep als mich selbes; wan ich die zwey halde, so han ich gnung getan. Der, der das erste gebodt helt, helt sie alle mit eynander. Magstu die zehen gebodt nit lernen, so halt die gemeyne zwey; so hastu alle gesecz volnbracht. Er ist verflucht ewiglichen, der die czehen gebot weysz, kan vnd nit helt. Esz ist besser, das eyner die x. gebot nit weysz vnd hald, dan das er sie weysz, kan vnd nit helt. Ich weysz wol, das ich mynem nehsten sal thun, als ich wolde, das er mir det, vnd vberheben das, das ich wolt, das er mich erliesze vnd vberhube. Ich byn nit schuldig zu wissen, welsz das vierde ader seszt sij et consimilibus etc. ac questionibus. Was ist esz, das ich weysz vnd nit halde. Lieblichen fruntlichen ³) heysz dir die x. gebode genung geben. So der mensche saget alle syn sunde, die er gethan hat, ist die beste bycht etc. Layci. ¹) Die zehn Gebote würden in Lehre und Beichte immer mehr Ansehen gewinnen und auch dem gemeinen Besten dienen. ²) Nun folgen die Ausflüchte, die man gebraucht, um sich der von W. geforderten Belehrung zu entziehen, zuerst zwei von Geist- lichen gesprochen, dann solche, die die Laien ihnen nachsprechen. ³) Wohl zu ergänzen„sein“. per inspit Opus te 8 4 stadio ohstinati. fesione peccatis mentsche under WI. gpise. I scire et jntelliger cedere p praecept sensu Su Item don igitur ob lter et dabo le tuis. et: possint labia. de lte ante ocnl Iter 4 D 4 2 ut jedes js lein Gewiss t prior lritates rinandi es. Et superi- laretur ete. multi Parti- at sym- tt infra n. 82 gan- b liep 30 han alle mit aalt die abracht. mgebot FeyS2 t helt. un, als 8. das vierde mnibus. gebode lie er — 305— [23 b]l Sub consimilibus veritatibus layci intoxicantur ¹) per inspiraciones dyabolicas tales et consimiles: non est opus te studere mandata dei in particulari; parui pendentes* a stadio ac inteligencia. similiter quotitate se retrahentes, obstinati, indurati, rudes, ceci, ac asini, asini, asini, in con-— fessione comparentes, eis conscientias de mille iterum mille peccatis perpetratis contra legem dei non formantes 3). Die mentschen vergibt vnd vergifft man, als den keyser, babst, vnder vnd mit dem guden, als czucker, honig, kosteliche spise. De mente cancellarij parisiensis 4): Quilibet tenetur scire et intelligere decem praecepta, sed nullus potest ea intelligere, nisi discat. Igitur quique secularis tenetur ac- cedere praedicacionem aut praedicatorem, qui est doctor praeceptorum dei. Sic salua directione curati a contrario sensu sunt astricti ad docendum mandata dei in particulari. Item dominus deus in particulari dedit ac suo digito scripsit; igitur obligantur scire docere etc. in particulari etc. Item dominus dixit ad moysen: Ascende modo etc. et dabo tibi etc. vt doceas filios israel etc. Item dominus per prophetam dixit: liga in digitis tuis, et nullus potest ligare, nisi quis in particula sciat; digiti non informant particularem ligacionem, cum non possint formare voces, qui non habent naturalia instrumenta, labia, dentes etc. Item: narrabis ea filijs tuis etc. eruntque immota ante oculos etc. suspendite ea in manibus vestris ⁵). Item ⁵): nullus potest orationem dominicam intelligere, ¹)„werden mit Gift bestrichen“. ²) Vielleicht:„gering halten sie= hält man von.. 24 ³)„Die sich davon zurückziehen, zu wissen, das wievielste Ge- bot jedes ist... machen sich, wenn sie in der Beichte erscheinen, kein Gewissen...“ ⁴) Gerson, vgl. Geffken a. a. O. Beil. S. 35 f. ⁵) Deut. 6, 7; aber ungenau zitiert. Die oben vorhergehenden Stellen s. Seite 302, Anm. 7 und Seite 303, Anm. 4. ⁶) Es folgen den oben angeführten biblischen noch mehrere Gründe, die den Vorschlag Wolffs empfehlen: die dritte Bitte des Vaterunsers würde recht verstanden werden; unvorsichtig würde man handeln, wollte man die Laien von der genaueren Kenntnis dispen- sieren; allmählich müssen sie sie bekommen, wenn man sie leitet, wie man Kinder gängelt u. s. w. Mit den zehn Geboten aber werden ihnen Prinzipien ihres Handelns gegeben. Deshalb der Wunsch, dass der Dekalog in allen Pariochialkirchen verkündigt, in der Beichte zu Grunde gelegt und auch in den Schulen gelehrt werden müsste. Dann wieder Entschuldigungen von Geistlichen, weshalb sie die Verkün- digung unterlassen. 20 — 306— non intelligens mandata dei, quia illam particulam non: fiat voluntas tua; supple: praeceptorum. Item: salua directione meliori quamnis forte laici non sint astricti ad sciendum quotitatem seu quotum, tamen caucius est illud non praedicare publice quam praedicare propter multos faciliter studere potentes ymmo meo iudicio quasi omnes. Si post symbolum apostolorum in ambone explicarentur, docerentur etc. ymmo indubie indubie in- dubie. Item melius est scire in particulari quotitatem, quam scire in particulari et non scire quotitatem: ergo a maiori bono non debent retrahi et vtilitate. Cum tamen possibiliter et faciliter indubie indubie etc. Si debite in- struerentur et a communione sacramenti prohiberentur quia pro tunc et nunc etc., adhiberent diligenciam et per suc- cessum temporis studerent etc. Item mit eynem kyndelin, das man leret geen, hat man pacienciam; zum ersten dreyt man esz an den armen, dar nach leydet vnd[24] furet man esz an den henden; dar nach leyt man esz an den bencken, darnach an eynem cleynen weglin vnd lancket esz. So hebt esz darnach selbest an zu geen vnd steen, vnd felt vnd schriet vnd weynet vnd steet widder vff vnd hebt an zu geen mit grosser forcht; vnd geet swechliche vnd felt aber; vnd schriet vnd weynet. Dar nach aber mit forchten etc. tandem so geet esz frolich, leufft, hupft vnd springet. Sic ex continuacione layci venirent ad artificialem modum confitendi etc. vt antea et alios multos fructus an zwifel etc. Non obstantibus ob- locucionibus rudium inexpertorum obstinatorum laicorum vituperancium, quia vituperium est euidentissimum signum ignorancie, ut supra. Item rurales conformarent se etc. similiter mercatores narrarent suis in proprijs partibus superioribus etc. Item racione ignorancie invincibilis layci veninut excusandi a quotitate, forte illis in noua ciuitate seclusis. Item mandata dei sunt principia, quibus cognitis et intellectis multe conclusiones possunt deduci etc. et cogni- ciones inter lepram et non lepram etc. quia ex cognicione causarum principiorum et elementorum contingit scire cau- sata principiata et elementata etc. Similiter: Omnis doctrina et omnis disciplina fit ex praeexistenti cognicione primo posteriorum. Vtinam in omnibus ecclesijs parochialibus ac curatis plebanus cum suis in ambone post symbolum aposto- lorum practicaret et praecepta explicaret etc. Et in con- fessione secundum ordinem preceptorum cum suis capellanis procederet peccata audiendo et interrogando etc. Ac concors Ex Non: fiat laici non n, tamen raedicare eo iudieio ambone dadie jn notitatem, ¹: ergo a m tamen ebite in- atur quia per sue- peen, hat n armen, henden; n eynem darnach tiet vnd grosser riet vnd 80 geet macione ft antea dus ob- jcorum signum ze etc. artibus s lyci iuitate itis et cogni- nicione re cau- octrina primo bus ac aposto- n coh- gellanis 20nCOTS —— ð — 307— cum religiosis esset eos humiliter informando dirigendo rogando, vt velint audire peccata secundum ordinem prae- ceptorum, Quia demonstracio„propter quid“ pocior est demonstracione„quia est.“ quia cerciorem et firmiorem scienciam generat, quia taliter procedendo procederetur a causa et principijs ad effectus id est peccata mortalia et nota causalitatis exprimeretur. Similiter vt rectores scolarum inducerent vt suos precepta docerent etc. ¹). Item plures alie fuerunt excusaciones, que me retra- xerunt ac suspenderunt a particulari doctrina decalogi etc. [24b] Quia facilem formam docendi ignoraui. Quia in particulari praecepta non intellexi. Quia in facilem reductionem quasi omnium peccatorum mortatium contra praecepta non sciui. e— Quia non seruaui ideo obticui, vnde opor- tet doctorem esse irreprehensibilem; turpe est doctori ²). Quia praesumpsi laycos intelligere praecepta, cum tamen nonum et decimum ignorant. Quia nolui videri de negligencia. Quia delectabar in rara subtili speculativa Excusaciones. materia ac noua et allegacione alte scripture, vt viderer literatus magnus et notabilis. Quia delectabar in opinionibus doctorum, vnde narracio seu recitatio opinionum doctorum in ambone facit subditos debiles in fide, cum directione pertinet ad scolas. Quia repulissem subditos a me et ex con- sequenti obulos. Quia tempore mei capellanatus non dedu- xissem ad effectum, quare ergo meis laboribus debuissem alijs futuris praefuisse et mihi in obulis dampnum intulisse. Quia oportuit successiue studere, quia nullum violentum perpetuum. Quia non habui manifestacionem gracie do- cendi, quamuis tamen praedicandi. ²) In die Schulen hat der Dekalog schnell Eingang gefunden, freilich nicht als religiöser Lehr-, sondern als Lesestoff, vgl. z. B. Joh. Müller, Quellenschriften u. Gesch. des deutschsprachl. Unterrichts. Gotha 1882, S. 329 ff. ²) Die letzten Worte Citat aus: Catonis disticha de moribus ad filium; neueste Ausgabe von Ferd. Hauthal, Berlin, 1869. Dort Buch 1, Dist. 30: Quae culpare soles, ea tu ne feceris ipse: Turpe est doctori, cum culpa redarguit ipsum. 20* — 308= Quia inclinatus fui etc. ad proprium con- questum etc. Deus propicius esto michi peccatori. Item wo etwasz da geschrieben were, das da offenlich ader vszlegelich mocht syn widder got ader cristlichen glauben ader heylige kyrchen ader heylige priesterschafft, wolde ich Johannes wolff, burtig von dem dorffe kunersreut, zunebst bij peijreut gelegen, zwischen kreusen vnd peireut, capellan zu sant peter zu franckfurt, widder ruffen vnd schriben vnd wolt esz han vor keyn schrifft. Mea culpa etc. Deus propicius etc. peccatori. Item ¹) modus praedicandi subscriptus videtur artifi- cialior ac salubrior communi modo, iam in vsu existenti, vt scilicet post intercessionem viuorum[25] ac mortuorum in ambone orationes ikeianter, ²) dicende sub missa, finito integro sermone. Racio, quia per generalem publicam con- fessionem prius factam subditis incuteretur actus contricionis, sufficiens ad delendum peccatum; ideo orationes, prius in peccatis facte, solum ecclesie satisfactorie, postea fierent sub- ditis meritorie etc. quia existentibus in gratia. Item so acht dusent communicantes in franckenfurt ader in eyner andern stat sint, vix sechs hundert sint do- minica praesentes in den selbigen sermon, dar yn man hat geprediget in particulari von den czehen geboden; die andern han ysz ader yne alle nit gehort. So gedenckt dan der prediger, du hast nouiter geprediget von den czehen ge- boden, quia homo delectatur in nouis et raris et cupit videri ex amore proprie excellencie, vnd leszt esz lygen eyn iare ader czwey, vnd die andern capellan vnde religiosi sprechen: man hat esz in der pharre geprediget. So vergessen die mentschen, die yne han gehort, vnd die andern wissen nichts darymb ader davon etc. Vnd in zweyen iaren vsz eynem kalp wirt eyn kuwe. Item in der fasten so ruff ich grülich schelte vnd fecht vff der kanczeln vnd in der bychte, das nyemants kan recht bychten. Et ego sum in causa, quia non doceo nec docui ¹) Noch einige empfehlende Gründe: die Verlesung der Gebote würde zu einer wirksamen Beichte führen und die dieser folgenden Gebete würden, weil dann nicht mehr in Sünden gesprochen, ver- dienstlich sein; das regelmässige Vorsprechen hat mehr Wert, als wenn man ab und zu mal über die Gebote predigt. ²) Das Wort ist fraglich; immugiantur schlösse eine Gering- schätzung ein, die nicht beabsichtigt zu sein scheint. Im Orig. steht: imugantur oder inuigantur mit Strich über dem„mu“ bezw. dem„ui“. re p0 or lu fol sil 8w sti Cu unt zoffeulich n glauben wolde ich » zunebzt „ capellan lsehriben . tur artifi. stenti, ſt wuorum iny Saa, finito kcam con- atricionis, prius in tent sub- ackenfurt sint do- man hat 2 andern dan der hen ge- t videri yn iare rrechen: sen die en niehts t eynem nd fecht an recht ec docui er Gebote folgenden hen, ver- Vert, als e Gering- ri stedt: 54 dem„ul. · — 309— regulus, mandata ad practicam confessionis particularem ponendas etc. Hoc opusculum industria et arte impressoria fieri ordinauit et constituit venerabilis vir magister iohannes lupi, Cappellanus cappelle sancti petri in suburbio franck- fordensi, per suos manufideles dirigi, sic vt perpetuo maneat sine alienacione vbicumque directum fuerit apud parrochias sedium diocesis maguntinensis. Sicque vt pro anima con- stituentis sedula praece proque suis benefactoribus oretur. Quod completum est Anno domini Meccelxxviij etc. II. Welche Deutung der Absolution ist die lutherische? Von M. Cornils, can. min., Dockenhuden i. H. Die vorliegende kleine Studie beabsichtigt nicht, eine umfassende Darstellung der Lehre Luthers von der Abso- lution zu geben, sondern sie will nur einen kleinen Abschnitt derselben behandeln. Es ist bekannt, dass völlig wider- sprechende Ausserungen Luthers über die Bedeutung der Absolution vorliegen. Sie wird sowohl in deklarativem wie in effektivem Sinn gedeutet. Für uns erhebt sich die Frage: An welche dieser Ausserungen haben wir uns zu halten? Oder lässt sich diese Frage überhaupt nicht entscheiden? Müssen wir uns darauf beschränken, die Parallelität dieser Ausserungen zu konstatieren? Im Folgenden wird der Be- weis versucht, dass diese Frage sich wohl entscheiden lasse, dass Luther von vornherein über die Anschauung der ersten Zeit hinausgestrebt hat und hinausstreben musste zu einer anderen Auffassung, die darum allein beanspruchen darf, für die eigentlich lutherische zu gelten. Das eigene Urteil über den Vorzug der einen oder anderen Auffassung ist dabei möglichst zurückgehalten, weil es hier allein auf den histo- rischen Thatbestand ankommt. In dem ersten, wuchtigen Anlauf gegen die Missbräuche des römischen Systems, welchen Luther in seinen Thesen unternimmt, lehnt er die effektive Fassung der Absolution ab 1 4———— 8 Sn 8. ———x——— oooooo“““ 1 —=sͤ 111 3 1 v“ v“ 2 — 3 — 310— und entscheidet sich für die deklarative.„Papa non potest remittere ullam culpam nisi declarando et approbando re- missam a deo.“(These 6 f., Th. 38, W. A. I, 233 u. 235). Den Angriffen Ecks gegenüber bekennt er freilich, in diesem Punkte noch zu keinem bestimmten Resultat gekommen zu sein. Zwar will er an jener Anschauung festhalten, bis er eines besseren belehrt werde, doch erklärt er die 6. These „non ex animo“ gestellt zu haben, sondern um andere da- rüber zu hören(W. A. I, 287, 288). Auf einen ähnlichen Standpunkt stellt er sich in den Resolutionen in der Conclusio VI(W. A. I, 539). Er steht nicht an, seine ignorantia wiederum zu bekennen. Hier empfindet er dem biblischen Text gegenüber die Schwierig- keit einer deklarativen Auffassung. Denn in dem Text heisst es nicht: Quodcumque ego solvero in caelis, tu solves super terram, sondern umgekehrt. Daraus scheint ihm eher zu folgen, dass Gott die Lösung des Priesters bestätigt, als dass das Gegenteil stattfindet.„Textus certe habet, quod omnia soluta in ecclesia sint et in caelo soluta.“ Eine gewisse Lösung der Schwierigkeit scheint er durch die Lehre zu versuchen, dass niemand mit Gott versöhnt werden könne, der nicht zuvor mit der Kirche— saltem voto— versöhnt sei. Aber es bleibt für ihn doch noch die Frage, ob der mit der Kirche Versöhnte auch alsbald mit Gott versöhnt sei. Seine Empfindung sträubt sich, diese scheinbare Kon- sequenz des Textes zu ziehen. Diese Schwierigkeit kleidet sich in der Concl. VII (S. 539 ff.) auf Grund des Schlusses„Quod deus non remittat culpam, nisi sit prior remissio sacerdotis“ in die Frage: Wie kann diese remissio des Priesters stattfinden ante gratiam infusam, d. h. vor der remissio dei, da der Mensch vor der Wirkung der Gnade überhaupt nicht den Wunsch nach einer remissio, auch nicht des Priesters haben kann? Hier kommt er zu der Lösung, dass Gott in dem Sünder auch die Reue, die Empfindung des Sündenelends wirkt, und dass dies eben der Anfang seiner Gnade ist. Je stärker aber diese Gnade wirkt, desto weniger kann der Mensch dazu kommen, darin die Gnadenhand Gottes zu erkennen und in der Erkenntnis der Gnade Befreiung von der Sünde und Frieden zu finden. Von sich aus glaubt der Mensch nur die effusio irae dei zu erkennen. Darum muss er zu der Kirche seine Zuflucht nehmen und sich auf ihr Urteil stellen. Auf Grund dieser Deduktion kommt Luther zu dem Schluss, dass zwar die remissio culpae geschieht per non gotest ddando re. 6 u. 235). in diesen ommen zu len, his er e 6. Ihese andere da. ſch in den Er steht den. Hier Sehvierig. Text heisst Nves super n eher zu t, als dass uod omnia e gewisse Lehre zu en könne, versöhnt e, ob der versöhnt are Kon- ncl. VII remittat Prage: jen ante r Meusch Wunsch en kann? a Sünder ds wirkt, le stärker Nensch erkennen er Süude Nensch 8s el Il hr Urteil uther 29 dieht Per — 311— infusionem gratiae ante remissionem sacerdotis, dass diese infusio aber so sehr sub forma irae verborgen sei,„ut homo incertior sit de gratia, cum fuerit ipsa praesens, quam cum est absens.“ Luther lässt durch diese Applikation der ver- gebenden Gottesgnade ans Bewusstsein des Sünders den „»Frieden“ gewirkt werden, welcher die Ergänzung der von Gott objektiv gewirkten Gnade bildet(S. 542). Es liegt hier eine rein deklarative Auffassung der Sündenvergebung vor, und Luther selbst sagt ausdrücklich: Non ergo prius solvit Petrus quam Christus, sed declarat et ostendit solutionem. Zu dem gleichen Resultat führt eine Vergleichung der Thätigkeit des Priesters im alten Bunde mit der des Priesters im neuen Bunde. Der Unterschied besteht nicht darin, dass dort eine deklarative, hier eine effektive Sündenver- gebung stattfindet, sondern beidemale findet eine deklarative Reinigung statt, dort des Fleisches, hier des Geistes. Dort musste die Reinigung deklarativ sein, weil der Priester weder sich selbst noch einen anderen dadurch thatsächlich rein am Fleisch machen konnte. Dasselbe aber, was dort am Fleisch geschah, geschieht jetzt an den Gewissen(W. A. I, 544). Soweit Luther nicht in Konflikt mit der Bibel kommt, vertritt er diese Auffassung ohne alles Schwanken. In der Concl. XXXVIII treten uns noch einmal in ausführlicher Darlegung die in der Concl. VII vertretenen Gedanken entgegen. Wiederum begründet er die Not- wendigkeit des priesterlichen Spruches lediglich mit der Schwäche der menschlichen Natur. Omnia enim perverse agit homo, timens ubi non est timendum sed sperandum scilicet post peccatum(d. h. sobald die Sünde als Sünde empfunden und bereut wird), presumens, ubi non est praesumendum, scilicet ante peccatum(W. A. I, 594). Die Grösse der Gnade, welche uns nicht nur die Sünden vergiebt, sondern auch an den Gütern Christi Anteil ge- währt, weckt das Misstrauen des Sünders, welches durch das iudicium clavis zerstreut werden soll. Welchen Wert auch der einzelne dieser zweifellos deklarativen Auffassung der Absolution beimessen mag, niemand wird sich der Erkenntnis verschliessen, dass wir es hier mit einer in sich unfertigen, nach Klärung ringenden Anschauung Luthers zu thun haben. Der sonstigen Art Luthers entgegen zeigen dies seine eigenen Ausserungen. Während sonst auch die Anschauungen, welche später wieder aufgegeben worden sind, mit aller Sicherheit und be- — 312— stimmten Schärfe geäussert werden, zeigt sich in diesen Ausserungen von vornherein eine grosse Unsicherheit. Denn der Reformator hat das unheimliche Gefühl, mit seiner Erklärung in einen Gegensatz zu der heiligen Schrift zu treten. Er lässt dies Gefühl nicht aufkommen, sondern hilft sich mit Umdeutungen, weil er glaubt, dass die bib- lischen Stellen ihn ohne weiteres dem römischen System mit allen seinen Greueln ausliefern, wenn er die Stellen so auffasst, wie es der Wortlaut zu fordern scheint. Das aber ist klar, dass das unterdrückte Gefühl, es sei hier nicht alles im Reinen, ein sehr starker Antrieb für die Weiter- entwickelung seiner Anschauungen bilden musste. Der Mann, der kein anderes Merkmal für die Gültigkeit einer Absolutionshandlung kannte, als die Konformität mit den Verheissungen der heiligen Schrift, der musste danach streben, sich auch innerlich vollkommen auf den Boden dieser Erklärungen, wie er sie verstand, zu stellen. Denn das ist doch nur eine scheinbare Lösung des Problems, ja eine notdürftige Verdeckung des Widerspruchs, wenn Luther scheidet zwischen einer dem Menschen unbewusst waltenden und einer dem menschlichen Bewusstsein nahe gebrachten Gnade Gottes. Indem er zwischen beide die Thätigkeit des Priesters legt, kann er mit dem biblischen Text von einer Priorität der priesterlichen Thätigkeit und doch auch wieder mit seinem derzeitigen religiösen Bewusstsein von einer Priorität der göttlichen Gnade reden. Solche Distink- tionen liegen der biblischen Auffassung fern, und Luthers eigene Unsicherheit beweist, dass auch er zu ihnen nicht recht das Vertrauen hat, damit auf den Bahnen des bib- lischen Textes zu wandein. Dazu kommt weiter, dass diese Gedanken sich nicht ohne eine gewisse Schwierigkeit in den Zusammenhang der übrigen Gedanken einfügen lassen und sich etwas spröde verhalten zu dem reformatorischen Hauptgedanken des sola fide. Wie ist denn jene remissio ante remissionem möglich, wenn nur auf den Glauben, auf das Vertrauen hin die Sünden vergeben werden können und sollen? Man könnte sagen, es handelt sich bei jener ersten, dem menschlichen Bewusst- sein noch fremden remissio um die allgemeine väterliche Liebe Gottes, welche Christus erworben hat. Doch ist das nicht Luthers Meinung. Nach ihm handelt Gott hier schon mit dem einzelnen und vergiebt ihm seine Sünden. Die Be- hauptung einer Vergebung der Sünden, ohne dass der Mensch Vertrauen habe und ihrer bewusst werde, verstehen wir nur dan Ged ſei von Lutt alle dass hand liscl prie hau- und küne Scha stell eige liche der 2u( Zwei erke dere ratei Gew vVerg Jacl Ausw verse terist Glaul des B und Guad gein den( Aus. 0 lich Glauh Glaub Kcient lihnen laves ermur beie In diesen heit. Denn mit zeinen Schrift 2n n. sondern 8 die hih. en Fsstem Ktellen 8o Das aber dier nicht 6 Weiter⸗ ste. Der keit einer en. Denn oblems. ja nn Luther waltenden gebrachten Thätigkeit Text von doch auch tsein von 2 Distink- Luthers en nieht des dib- zieh nieht ahang der 28 spröde a des sola a möglich, ie Sünden te sageh, a Bewusst- vaterliche ch st das hier scho . Die he⸗ jer Neusch en vir Dul 5 — 313— dann, wenn wir uns die geschichtliche Entstehung dieser Gedanken und den Gegensatz, der sie bestimmt, vorhalten. Weil der katkolische Priester mit dem Anspruch auftritt, von Gott eine göttliche Allmacht erhalten zu haben, betont Luther mit allem Nachdruck, dass er nur ein Mensch ohne alle höhere Macht ist. Zu dem später vertretenen Gedanken, dass in dem Thun des Priesters Gott selber mit dem Menschen handelt, kann er sich jetzt noch nicht erheben. Der katho- lischen Behauptung gegenüber, dass Gott nur das vom Priester gefallte Urteil nachträglich zu ratifizieren habe, be- hauptet Luther, dass Gott es ist, welcher dies Urteil fäallt, und dass dem Priester nichts anderes obliegt, als die Ver- kündigung des Urteils. Erst von hier aus empfindet er die Schwierigkeit dem Bibelwort gegenüber und bildet die Vor- stellung von der doppelten remissio. Wie er auf Grund eigener religiöser Erfahrung von der tröstenden Kraft mensch- lichen Zuspruches redet, so liegt auch dem Gedanken von der remissio ante remissionem eine tiefe religiöse Wahrheit zu Grunde. Wenn der Gläubige, welcher sich durch viele Zweifel und Angste hindurchgerungen hat, zurückblickt, so erkennt er in allen Nöten ein Zeichen der führenden Gnade, deren Ziel die Vergebung ist. In Schwierigkeiten aber ge- raten wir, wenn wir dies Urteil umkehren und in diesen Gewissensnöten schon ohne weiteres die eigentliche Sünden- vergebung sehen. Luther betont auch anderswo mit allem Nachdruck, dass diese Nöte nichts anderes sind, als eine Auswirkung der Sünde(cf. z. B. E. A. 3, 368, 369). Er verschärft die Schwierigkeit noch, indem er das Charak- teristische dieser Nöte gerade darin sieht, dass in ihnen der Glaube fehlt. Nur so gewinnt er Raum für eine Wirkung des Priesters, die dem Bibelwort zu entsprechen scheint, und so erhält er zwei reinlich geschiedene Stadien der Gnade, die dem Bewusstsein fremde und die zum Bewusst- sein gebrachte Vergebung. So bildet er in aller Scharfe den Gedanken einer thatsächlichen Vergebung der Sünden aus, ohne dass vertrauender Glaube vorhanden wäre. Frei- lich sucht Luther nachzuweisen, dass auch hier schon Glaube vorhanden ist. So heisst es W. A. I, 596, dass der Glaube sich am stärksten in denen erweise, qui tremore con- scientiae agitati, potius sese diffidere sentiunt. Es fehle ihnen nur die fides remissionis. Deshalb seien ihnen die claves consolatoriae gegeben, um sie zu jenem Glauben zu ermuntern. Aber wenn wir denn auch unter irgend einem Gesichtspunkt von einem Glauben jener diffildentes reden — 314— könnten, gerade der Glaube, auf den es ankommt und durch den allein wir uns die Gnade Gottes aneignen können, wird ihnen abgesprochen. Während die Forderung wahren Glaubens als Voraussetzung der göttlichen Gnade sonst den Angel- punkt der Darstellungen Luthers bildet, begnügt er sich hier mit einem Glauben, der so sehr unterbewusst ist, dass die Betreffenden vielmehr das Gegenteil davon zu empfinden glauben. Doch auch in diesem Zusammenhange genügt Luther nicht überall die Annahme solchen Glaubens. An anderen Stellen fordert er nicht allein den Glauben auf Grund der geglaubten Drohung, welcher der Reue und Verzweiflung entspricht, sondern auch den Glauben auf Grund der ge— glaubten Verheissung. Wem es an dem Glauben fehlt, soll nicht hinzutreten zur Absolution, denn er tritt ficte hinzu und empfängt das Gericht(W. A. I, 595). Danach hat der Beichtvater zu forschen, ob der Beichtende glaubt, dass er von ihm absolviert werden könne(S. 596). Das be- deutet aber für Luther nichts Geringeres als die Frage, ob er den der Absolutionshandlung zugrunde liegenden Ver- heissungsworten Christi glaubt, und darin liegt wiederum die Frage, ob er den Glauben hat, welcher identisch ist mit dem Glauben an und Trauen auf Christi Person. Ein solcher Glaube ist allerdings nötig, wenn wir wirklich von einer remissio aute remissionem reden wollen. Ein Glaube aber, welcher auf jene Verheissungen baut, trägt seinem Wesen nach nicht allein die Vergebung, sondern auch das Bewusstsein der Vergebung in sich. Sonst ist kein Ver-— trauen weder zu Christi Person noch zu seinen Verheissungen vorhanden. Die Konsequenz solchen Glaubens ist eben der Grundsatz: Impossibile est esse Christianum, quin Christum habeat, Quodsi Christum, et omni simul quae Christi(W. A. I, 593). Da auch der Glaube, zumal wenn er im Werden begriffen ist, starken Schwankungen ausgesetzt sein kann, so würde die Absolutionshandlung auch bei Voraussetzung solchen Glaubens ihre hohe Bedeutung um ihrer stärkenden Kraft willen behalten, aber etwas absolut Neues würde nicht durch sie gesetzt und sie würde nicht mehr die klare Grenzscheide bilden zwischen der dem Bewusstsein fremden und der zum Bewusstsein gebrachten Vergebung. So schwankt Luther zwischen der Forderung dieses Glaubens und der Behauptung, der Glaube sei nicht vor- handen, er solle erst durch die Absolution gewirkt werden. Der Gegensatz besteht darin, dass einmal das Fehlen wahren Glau nicht Mläru des! den wird, mal gehe lsche es ul jst, i dings dank Schw behat Aufge Gedal mit in d klare Natu inne! staucd wach ruhen lung; Absol- vornh. anfaͤng dersel des Se In dem dium“ Sakra ein Re Syrich wisibil Lenu? lier o der S löwen enn d durch 1 wird aubens Augel. r sich t dass dünden Luther nderen dd der eiflung er ge- t. Soll hinzu h hat laube einem 1 das Ver- ngen nder stum W. rden cann, zung nden ürde Klare nden jeses vol- dden. hreu - Glaubens als Voraussetzung der Absolution gedacht ist, um nicht in einen allzu schroffen Widerspruch zu den Er- klärungen der heiligen Schrift zu treten, um die Handlung des Priesters doch etwas Reales wirken zu lassen: sie wirkt den Glauben und dadurch das, was als Hauptsache erklärt wird, nämlich das Bewusstsein um die Gnade. Das andere mal wird der Glaube als der Absolutionshandlung voraus- gehend gedacht, um durch diese Forderung über die katho- lischen Forderungen hinauszukommen. Im ersten Fall ist es unerklärlich, wie eine remissio aute remissionem möglich ist, im zweiten, wozu der Trost der Absolution so schlechter- dings nötig ist. Wir sehen also, dass die Zusammenfügung dieser Ge- danken und ihre Einfügung in das Ganze mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist. Es wäre gewiss zu viel, zu behaupten, dass diese Unebenheiten der Grund für das Aufgeben der Gedanken gewesen wären. Die Kraft, den Gedankenzusammenhang zu sprengen, lag in der Erkenntnis, mit der Schrift nicht völlig im Einklang zu stehen. Denn in den eigenen Gedanken liegende Widersprüche, auch klarer und stärker hervortretende sind Luthers impulsiver Natur nicht fremd. Immerhin konnte bei dem Mangel an innerer Geschlossenheit dieser Gedanken auch ihre Wider- standsfähigkeit gegenüber den aus der heiligen Schrift er- wachsenen Bedenken nur eine geringere sein. Endlich drängt auch Luthers, in seiner Erfahrung ruhendes religiöses Empfinden zu einer weiteren Entwicke- lung seiner Auffassung von der Busse. Der hohe Wert der Absolution stand ihm auf Grund individuellen Erlebens von vornherein fest. Das zeigt sich darin, dass er die Busse anfänglich als Sakrament festhielt und bei dieser Wertung derselben thatsächlich beharrte, auch als er, sich dem Mangel des Schriftzeugnisses fügend, ihr diesen Charakter absprach. In der Schrift„de captivitate babylonica ecclesiae praelu- dium“(1520) giebt er die Bezeichnung der Busse als eines Sakramentes auf. Im Anfang bezeichnet er sie noch als ein Sakrament(W. A. VI, 543 cf. 501). Am Schluss aber spricht er ihr diesen Charakter ab, weil ihr das signum visibile und das divinitus institutum fehlt(572). Als das Kennzeichen des Sakramentes im eigentlichen Sinn werden hier die annexa signa bezeichnet. Wenn Luther deshalb in der Schrift„Wider die 32 Artikel der Theologisten zu Löwen 1545“ erklärt:„Gerne bekennen wir, dass die Busse ein Sakrament sei, soferne die Absolutio der Schlussel und — 316— Glaube des Büssers dazu komme. Denn es hat in sich die Verheissung und Glauben der Vergebung der Sunden, umb Christus willen“(E. A. 65, 173), so dürfen wir nicht mit Achelis(Prakt. Theol., Freib. 1890, Bd. I, 71) nach den sichtbaren Zeichen fragen. In diesem strengeren Sinn ist die Busse kein Sakrament mehr für Luther, sondern nur in dem weiteren Sinn, dass uns die Vergebung hier effektiv dargeboten wird, dass wir im neuen Bunde neben der Taufe und dem Sakrament des Altars die Absolution haben,„auf dass wir Christum aufs allernäheste hätten, nicht allein im Herzen, sondern auch auf der Zunge, dass wir ihnen konnen fühlen, greifen und tappen“(E. A. 47, 82). Dieses von Anfang an in Luther lebendige Gefühl, welches sich nur durch das Gewicht der biblischen Zeugnisse abhalten liess, der Absolution zum Rang auch den Namen eines Sakra- mentes zuzuerkennen, konnte sich auf die Dauer nicht durch eine Deutung der Absolution in deklarativem Sinn befrie- digt fühlen, vielmehr musste es das Gewicht der biblischen Stellen, welche auf eine effektive Definition der Absolution hindrängten, erheblich verstärken. Wie gesagt, ist das Resultat dieser von vornherein vorauszusehenden Entwickelung eine Deutung der Absolution in effektivem Sinn gewesen. Es handelt sich für Luther am Ende der Entwickelung nicht mehr um das Prius oder Posterius der göttlichen Sündenvergebung im Verhaltnis zur Absolutionshandlung, sondern göttliche und menschliche Absolution fallen zusammen. In diesem Sinn werden die biblischen Verheissungen gedeutet. Jetzt redet Luther nicht mehr von einer remissio ante remissionem, sondern diese Handlung verhilft dem Vertrauen zum Durchbruch und reicht selber erst die Vergebung dar. Damit hat Luther seine Anschauung systematisch auf eine klare, in sich wider- spruchslose Formel gebracht. Wir finden diese Anschauung zuerst ausgesprochen in der dem kleinen Katechismus angehängten Unterweisung: „Wie man die Einfältigen soll lehren beichten“,(Müller, Die symb. Bibel d. ev.-luth. Kirche, Gütersloh 1890, S. 363, 364). Danach besteht das zweite Stück der Beichte darin, dass man die Absolution empfange als von Gott selbst, in dem festen Glauben,„die Sünden sein dadurch vergeben für Gott im Himmel.“ Hier wird auch Bedacht darauf ge- nommen, nach Ablegung der Beichte den Glauben des Betreffenden zu stärken. Zwar bietet Luther nur eine kurze diesbezügliche Wunschformel und eine darauf folgende Frage 4 nach( grosser wissen Glaube wergeb gebung unseres Namen Amen. (Fom« Macht durch 2u ver in den In ser jmprec hoc in Cujusm sacerdo Accipe Utinam in grat benedie et prac in nom cilio an ohem I. nitae ae testatis. non sun Non igit Im der kative u tiee Fas Da deachtet üngs ka For. legen man sich anderen deltung eichte liter drt de eh die d umb dt mit h den inn it nur in fiektiv Taufe 1,„Auf ein im wonnen s von h uur lies Sakra- durch defrie- Schen lution derein Aution der am 3 dder hältnis hliche a die nicht diese und uther wider- den in sung:. füller, .363, darin, t, in in für f ge⸗ des kurze Frage n — 317— nach dem Glauben, aber er setzt eben voraus, dass bei grosser„Beschwerung des Gewissens“ ein Beichtvater wohl wissen werde, mit mehr Sprüchen zu trösten und zum Glauben zu reizen. Demgemäss erfolgt hier erst die Sünden- vergebung, die Vergebung des Priesters ist Gottes Ver- gebung und er soll sprechen:„Und Ich, aus dem Befehl unseres Herrn Jesu Christi, vergebe dir deine Sünde, im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.“ So heisst es auch in der Schrift von den Schlüsseln (vom Jahre 1530, E. A. 31). Die Schlüssel sind„ein Ampt, Macht oder Befehl, von Gott der Christenheit gegeben, durch Christum, den Menschen die Sünde zu behalten und zu vergeben“(S. 171). Am stärksten drückt er sich aus in den Enarrationes in Genesin(E. A. op. lat. VII, 52): In scriptura sancta autem sunt reales benedictiones, non imprecativae tantum, sed indicativae et constitutivae, quae hoc ipsum, quod sonat, re ipsa largiuntur et afferunt. Cujusmodi etiam nos in novo testamento habemus per sacerdotium Christi, quod est nostra benedictio, cum dico: Accipe absolutionem peccatorum tuorum. Si dicerem: Utinam essent tibi remissa peccata, utinam esses bonus et in gratia Dei, aut precor tibi gratiam.. haec caxritatis benedictio dici posset. Sed benedictio promissionis et fidei et praesentis doni haec est: Ego absolvo te a peccatis tuis in nomine Patris et Filii et Spiritus sancti, hoc est, recon- cilio animam tuam cum Deo, aufero a te iram et indignati- onem Dei, et constituo te in gratiam, do tibi haereditatem vitae aeternae et regnum coelorum. Ista omnia sunt po- testatis, praesenter et vere tibi donantis, si credis, quia non sunt opera nostra, sed Dei per ministerium nostrum. Non igitur benedictiones imprecativae sunt, sed collativae.“ Um der religiösen Gewissheit willen wird hier jede impre- kative und annuntiative Form verworfen und nur die kolla- tive Fassung anerkannt. Dass hier eine Entwickelung vorliegt, ist früher nicht beachtet und bis heute nicht genügend gewürdigt. Aller- dings hat man längst erkannt, dass von Luther Ausserungen vorliegen, welche sich völlig widersprechen. Aber oft half man sich damit, dass man entweder die einen oder die anderen unter irgend einem Vorwande abwies und nicht zur Geltung kommen liess. Krahner(Uber das Verhältnis der Beichte und Absolution zum heil. Abendmahl. Deutsche Zeitschr. f. chr. Wesen u. chr. Leben, Jahrg. 1851) ge- bührt der Ruhm, dies mit der grössten Offenheit und — 318 Schroffheit gethan zu haben. Die oben besprochene Er- klärung des Kl. Kat. wird einfach als katholischen Ur- sprunges abgethan(S. 402). Diese Auffassung charakterisiert sich selbst als ein subjektives Geschmacksurteil. Andere sahen bei Luther nicht eine Entwickelung, sondern nur ein unbestimmtes Schwanken. So kennt Pfisterer nur manche untergeordnete Differenzen aus der ersten Zeit des Wirkens Luthers(Luthers Lehre von der Beichte, Stuttgart 1857. Vorwort).— Steitz(Die Privatbeichte und Privatabsolution der luth. Kirche u. s. w., Frankfurt a. M. 1854) misst den Differenzen allerdings ein grösseres Gewicht bei, aber auch nach seiner Auffassung ist es bei Luther wie bei der ganzen deutschen Reformation nur ein anfängliches Schwanken ge- wesen, ob die Privatabsolution nur als eine Spezies der Predigt angesehen oder ob ihr ein sakramentlicher Charakter beigelegt werden solle. Alle Bestimmungen, sagt er weiter, haben sich ihm trotzdem aus dem Sakramentsbegriff er- geben(Einleitung, S. VI). Diese Auffassung wird Luther nicht gerecht. Denn die anfängliche Unentschiedenheit war mehr als ein blosses Schwanken; es lagen hier innere Schwierigkeiten vor, die im Kampf einen Ausgleich suchten. Diese müssen aufgedeckt werden, damit man die Notwendig- keit der Entwickelung erkenne und dadurch zu einem Ver- ständnis derselben gelange. Noch Achelis(S. 71 f.) ist der Meinung, dass die beiden Auffassungen Luthers nicht die Endpunkte einer Entwickelung sind, sondern nebeneinander hergehen, je nachdem dieser oder jener Gesichtspunkt über- wiegt, und sich gegenseitig verwirren, da die obwaltende Verschiedenheit sich zu völligem Widerspruch steigern kann. Kliefoth(Liturg. Abh. Bd. II, Schwerin 1856) redet aller- dings von einer Entwickelung, ja er behauptet, man könnte eine Geschichte derselben schreiben, aber er thut diese Entwickelung zu einseitig ab, wenn er als ihr treibendes Motiv den negativen Einfluss der Schwärmer, Karlstadts, der Bauern, der Wiedertäufer, der Schweizer angiebt(S. 254, 255). Köstlin(Luthers Theologie, Stuttgart 1863) ist der einzige, der dieser Entwickelung im Laufe seiner ganzen Darstellung aufs genaueste nachgeht. Doch beschränkt auch er sich darauf, die Thatsächlichkeit dieser Entwickelung aufzuzeigen, ohne ihre innere Notwendigkeit zu beachten. Aber erst dadurch, dass wir dieselbe erkennen, wird unser Urteil über die beiden Auffassungen Luthers gekläart. Sonst schwankt stets das Urteil darüber, welche Auffassung als die eigentlich lutherische zu gelten hat. Je nach dem sub- jekt der nocl ande Klär Nau- nicht die Urte Gege doch schei wese den hat lehre aus n schärt hegriff darübe Leworcd doch b Degriff dannt tschen chronis tan g Ctaatsk Närtig enn Angenb doeh v0 d8s die Aigege ————— EꝛI——————————— 4 3 jektiven Geschmack halt der eine sich an die Auffassuug erisiert der ersten Zeit, weil sie der von rückläufigen Tendenzen Andere& noch freien Periode entstammt, wie man sagt, während der r ein andere die der letzten Zeit bevorzugt, weil schliesslich eine nanche Klärung der Urteile Luthers eingetreten ist, wie dieser be- irkens hauptet. Wir dagegen können von unserer Darstellung aus 185. nicht anders, als die effektive Deutung der Absolution für dlotion die eigentliche Meinung Luthers zu erklären, unser eigenes V Urteil sei wie es wolle. Wenn auch in der ersten Zeit der Di ſden Gegensatz gegen die römische Lehre überwog, so ist es ihm doch wegen der allbeherrschenden Macht des seiner Lehre Sänzen scheinbar widersprechenden Schriftwortes niemals wohl ge- en ge- wesen bei seiner damaligen Lehre. Den Gegensatz gegen 8 der den Katholizismus konnte er zwar nicht aufgeben, aber er rakter hat doch seine Stellung verändert. Auf Grund der Schrift- veiter, lehre hat er die Absolution effektiv gedeutet, um von hier 4 niff er- aus unter anderem Gesichtspunkt den Katholizismus noch Luther schärfer zu bekämpfen. lenheit innere achten. reudig-* III. M. Zur Beurteilung des Landeskirchentums. ht die Von Pfarrer Teichmann. nander über.... Itende Es ist merkwürdig, wie unsicher noch immer der kann. Begriff des Landeskirchentums ist. Freilich sind die Urteile aller- darüber segenwaärtig bei weitem bésonnener und günstiger dnnte geworden, als sie es früher waren; dennoch schwanken sie diese noch bedeutend. Es ist nichts Ausserordentliches, dass der encjes Begriff des Landeskirchentums ein logischer nonsens ge— 13 dts nannt wird. Achelis erklärt in seinem Lehrbuch der prak- 4 8 tischen Theologie das Landeskirchentum für einen Ana- d d chronismus. Beständig wird dasselbe mit dem Staatskirchen- 8) n tum gleichgesetzt; man fügt hinzu, dasselbe sei aus dem anen. Staatskirchentum hervorgegangen und trüge— auch gegen- ränkt wärtig noch— ein-diesem gleiches oder ähnliches Angesicht. celung Wenn die Beurteilung der praktischen Frage in diesem chten. Augenblick auch vorsichtiger geworden ist, so war es doch unSer noch vor nicht langer Zeit die weitest verbreitete Ansicht, Veni dass die landeskirchliche Entwickelung einer Katastrophe ng Als —„7—&. 5,h.* entgegengehe und dass daraus die„freie Kirche“ hervor us — 320— washsen werde. Ein Mann wie Fabri sprach dies mit vollster UÜberzeugung aus; aber auch auf Seiten derer, welche dieser Entwickelung mit grösster Besorgnis ent- gegensahen, galt doch das Axiom, dass jenes Ziel unweiger- lich kommen werde, wenn man auch keine Veranlassung habe, an der Herbeiführung desselben thätigen Anteil zu nehmen. Damit verband sich dann eine unrichtige Geschichts- auffassung. Man sagte, Luthers Ideal sei eine vom Staate unabhängige, selbständige Kirche gewesen. Aber er habe wegen der Ungunst der Zeit und dem Unvermögen seiner Zeitgenossen davon abstehen müssen, dieses Ideal zu ver- folgen. Der Luther nach 1825 sei ein anderer geworden als der eigentlich reformatorische Mann, er habe seit jenem Jahre die reformatorischen Prinzipien, nur gebrochen zur Geltung gebracht, er sei auf die mittelalterlichen Prinzipien fortwährend wieder zurückgegangen. Daher sei es zu einer wahren evangelischen Kirchenbildung nicht gekommen, ein durch Gemeindespontaneität getragener religiöser Gesell- schaftskörper sei nicht entstanden. Die gesamte Verfassungs- entwickelung im Gebiete des deutschen lutherischen Pro- testantismus sei bis in unser Jahrundert hinein eine Ver- leugnung der echt reformatorischen Gedanken. Von solcher Anschauung aus hat man sogar nicht angestanden, zu sagen, dass nur die„Gemeinden unter dem Kreuz“ in ihrer Kirchenbildung dem reformatorischen Prinzip treu geblieben seien. Man fügt hinzu, dass Melanchthon im Gegensatz zu Luther bis an sein Ende dem Gedanken einer vom Staate völlig unabhängigen Kirche treu geblieben sei. Es unterliegt keinem Zweifel, dass diese geschichtliche Auffassung unrichtig ist. Luther war zu sehr ein Mann aus Einem Guss, unbeugsam in dem, was ihm feststand, als dass man ihn des Abfalls von seinen Prinzipien in irgend einem Punkte hatte beschuldigen dürfen. Nur das ist richtig, dass unter der Ungunst der Zeit das evangelische Kirchentum sich zunächst nur durch das Eingreifen der weltlichen Obrigkeit erhalten konnte, dass aber Luther gegen das eintretende Staatskirchentum bis zu seinem Ende aufs energischste Protest erhoben hat. Ungeschichtlich ist es auch, zu behaupten, das Landeskirchentum habe sich aus dem Staatskirchentum entwickelt. Im Gegenteil muss daran festgehalten werden, dass der landeskirchliche Ge- danke durchaus der evangelischen Erkenntnis entspricht, dass derselbe aber deswegen nicht zur entsprechenden Aus- reifung gelangte, weil wegen der Not der widrigen Ent- — . 4 — —-— „ 4 5 3 5 8 „“ 2 „ 3 3* 8* —ͤ ————————— ————yy———