LL ————— AUSCHWTZ 4 LAGERGEMENSCHAFT AUSCEHWTZ FREUNDESKRElIS DER AUSCHMWTZER EV. TNHALTSVERZETCHNLS Lagergeme inschaft— DOMWEA Dieter Merner: AUfFgaben nd Arbeitsheise de OOMEL. 1 Heike Dui/Marianne Groß: Se 3 Dieter Merner: Oie hence im osten und die StiFtung 4 5 6 Internat jonales Auschwitz-Komitee Hermann Reineck: Oas TAK U5o die WannseeKonfefen. 7 Kontroverse Hermann Reineck Den 9. Movemben ond die KEVOLUTTONW. 8 Werner Renz/Kaus Me imann: Oper die Zah) cer 7oten in A40schtz. Bas Meijer: 18 Spuren Heike Dui/Mar ianne Groß: 20 Bücher Horst Probstein: Zeitgeschichte Kar) Brozik: Hen Vocesmansch von AScht 26 Merner Renz: gvakierung' ono hohns tzveregng. Oie Oeportat jon der deutschen Z0den Hach dem 0sten“ mnd nach Vheres jenstadt, Sch J6 33 Wir wollen Portokosten und großen Zeitaufwand sparen: Deshalb: Adressenänderung und Anderung lhrer Uu Bankverbindung BTE SOFORT MITEILENI * TERMTNE der Lagergeme inschaft Donnerstag, den 3.5. 1990, 20.00 Uhr, M. Niemö er-Haus: Diskuss ion über die poitische und„irtschaft- iche Situat ion in Polen Donnerstag, den 17.5. 1990, 20. 00 Uhr, M. Niemö er-Haus: AuschWitz und die deutsche Einheit“ Unser monat licher Treffpunkt für ale: JeSden ersten Donnerstag im Monat um 20. 00 Uhr im Martin Niemö ler-Haus: Mai 1990 Juni 1990 AUgusSt 1990 September 1990 O Do— 0 TMPRESSUM HSrausgeber: Lagergeme inschaft Auschwitz— Freundeskreis der Auschitzer e.V. VSrantwort ich: Rudolf Dohrmann, Sekretariat, Funckstr. 18 6000 Frankfurt/M 90, Tel. 069-771017 Redakt ion: neike Dui1, Mar ianne 6rog, Merner Renz, Klaus Me imann LAGERGEMEIMNSCHAFT AUSCHWIZ FREURDESKREis der AUSCHWEER e. V. Kreissparkasse Friedberg/Hessen Schillerstraße 13 8Z 518 500 79 D-6309 Mönzenberg 1 Kto.-Nr. 062 000 74.9 Tel.(0 60 33) 6 01 68 posischeckkonto: Frankfurt am Main Kto. Nr. 51 664 608 Beitrittserklärung Name, Vorname Anschrift-Straße, PlZ. Or Geburscaum Titel. acad. Grad. Berut OQ Hafu. im KZ-Auschwitz vom bis Hãfu. Nr. O Batil. in anderen Lagern, Gefangnissen. eic. O Angehöriger des ehem. Auschwitzhãfiin9s Hãfi. Nr. O Freundeskreis der Auschwilzer 2 Daum des Beitrits Unterschrift Zutreflendes bite ankreuzen U Werden Sie Förderer ourch Mithiedschaft im Freurdeskreis der Auschwiker“ AUSCEHMWTA Helfen Sie uns Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Lagergeme inschaft- DOWEA AUF S= beSrn EnN c c S DOMW EA Am 15.3.80 fand ein 6esprsch zwischen cdem Vorstand der Lagergeme inschaft und den Mitarbeitern der DOwWEA Statt, in wechem die Per- pektiven der zukUnftigen Arbeit der DOWEA besprochen vurden. S e 9eschossen, als Samme gebiet der DOWEA künf- ti9 auch den Themenbereich NeO- NazisSmus hinzuzunehmen SoOwie eine repräsentat ive AuSwah) aktueer Schubü- cher mit Bezug zur NS-Thema- tikK. Außerdem werden ae Mit9liecer und Leser auf ge- rufen, der DOWEA alte Schu- bücher aus der Zeit bis 1945 zu Spenden, fals sie so)che besitzen und keine Verwen- dung dafür haben, SOWie überhaupt Bücher und Doku- mente 2zur NS- Zeit. Diese kKönnen e infach SOeschickt verden an die Dokumentati- nSwerkStätte AuSchMit?z, 90. SS urde überegt, Nie die DOWEA künftig intens iver für eine systemat ische Arbeit SOenutzt erden kann. Merner Renz hat vor einiger 2eit eine Liste von Themen zusam- mengeste)t, zu denen Ar- detSmappen/Studienmateria)i- en erste))t erden soten. Wir drucken die Themen) iste naSheSen ad un eieen Leser, die Interesse haben, eine Mappe 2u einem der The- 15. Die A beSe i ESwS i SS men zusammenzusteen, sich mit der DOME in Verbindung z0 sSetzen. ARBREITSMAPPEN/STUDTENMMATERL ALTIEN 20 AUSCHMLTZ: GeschichteChronoogie des KL AusSchwitz 0 frage im kKlL. Auschwitz S RSHA-Transporte nach AUSchWitz 4. Die Deportat on der Juden aus Frankreich nach Ausch- Nit? 5. Die Deportat ion der Juden und Sobibor 6. Die Deportat ion der Juden aus Belgien nach Auschwitz 7. Die Deporat ion der Juden aus Italien nach Auschwit?z 8. Die Deportat on von Juden aus Norwegen nach Auschwitz 9. Die Deportat ion von Juden als Griechen and nach Ausch- 2 10. Die Deportat ionen von Theres enstadt nach AUSch— N1T2 11. Die Deportat jonen aus der Sowakej nach Auschwitz 12. Die Deportat ion der Ju- den aus Ungarn nach Ausch- Wt2 13. Evakuerung“ und Wohn- Sitzveregung“. Die Deporta- E deutschen Juden ee Sem Oete n ne Theres ienstadt e Opfer der MannSeekKonferenz. 2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Der Staatsapparat und der vernichtungsSprozeß. 16. polnische Häftlinge in AuSchWitz. 17. Sowetische kKriegsgefan- gene in AuschiE? Siic unq Roma in AuSchWitz AuSchWitz 20. Frauen in Auschwit?z 22. Po)itische Häft inge in AuSchWt2Z 23. HomoseXuee in Auschitz 24. Medizinische ExXper imente in AusSchwitz Häft)inge 5 Die Neben ager vOn AuSchwiEz Farben 6 DEGESCHH— Z2Kon 8 verzeichnis der Tater 29. Die Folgen der Lagerhaft — das KZ- SVndom 30. Die NSG-Verfahren in der BRD(Auschwitz-Prozesse etc.) 31. Literatur über Auschwit?z (kKomment ierte B8ibiographie) AuBerdem könnten noch zusam- mengestel)t verden eine Map- pe mit ausgewähten Doku- menten zur SGeschichte des Lagers, eine Mappe mit den Serhaltenen Bau- und Lagepä- nen etc. und eine 8idmappe mit ausgewähten Photos. Ein veiteres Thema, über das ausführich gesprochen„ur- de, ist das Samme In und Ar- chivieren von 2eitungsarti- keln. Hierzu wurde besch)os- Sen, für die Nichtigsten Wo— chenzeitungen bzw. E Schriften(Vie SO 7S9e7, Stern, 2Zeit etc.) Jahres in- haltsverzeichnisse oder Com- puteristen von Artikeln 2u beschaffen— soweit nicht Schon geschehen— die für dje DOWEA interessant sind. Dort könnten Interess ierte dann nachschlagen, im e cher Ausgabe(Jahrgang, Da- tum) we cher Artike] zu ve— chem Thema erschienen ist. Diese Artike) lassen sich e Schen Bibiothei beschaffen und kopieren. verfahren so)) voIständiger Durch dieses ein mögichst Oberbichk öUber die vichtig- Sten Pressepubikat onen er- mög] icht werden. Natür)ich Können auch die zeitschrif- ten Selbst, soweit mögich, in der DOWEA gesamme t Ner— den. Für überregonale und regio- nale oder 1okale VTageszei- tungen ist demgegenòber eine SStemat ische Auswertung unò DokKumentat on außerordent- e her gesammet erden, as uns in die Hände fält. Die Artike]) soen ausgeschnit- ten, mit Queenangabe und Datum versehen, 89f. auf ein OTLN-A 4— Blatt aufgekebt unc jn einem Hängeordnerschrank syStemat isch abge legt er— den. Dabei solen die g)ei- chen Themenbereiche Nie bei den Büchern als Ordnungs- Schema dienen. Zur Ausertung des schon in der DOEA anges amme ten 2ei- tungsmaterials soen frei— „1ige Helfer gesucht ver— den, die gerne mit Schere und kKebstoff umgehen, und die bereit sind, rege mäßig an einem Donnerstagabend 20 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 3 helfen, diese Materialien Dinge, Dokumente etc., sovie aufzuarbeiten. Ein erster einen Bängeordnerschrank für ſermin wircd auf dem nächsten die zeitungsartike). Sin an- Mitgiedertreffen ausgemacht tes kopiergerat„are auch verden· nicht unwikKommen. kKurzum: Wir können al)es gebrauchen, SS fehen de DO eine as in ein ordent liches Bü- Reihe von früheren Nummern ro/Archiv genört. ver uns des Mittej ungsblattS, und Soche binge über lassen zwar die Nummern 1 bis 5, 8, ann, rufe bitte unter oss- 11 und 12. beser, die mö9j 772966 ocer schreide an die cherweise noch eine deser oben genannte Adresse. Auch Nummern doppelt haben, ver— Für Ge dspenden(steuenich 9ebeten, der DOWEA ein abSsetzbar) sind vir dankbar. Xempar abzugeben. Auch für Das kKonto der DOWEA dei ocer Kopien der fehenden Exem- Srankfurter Sparkasse von pare Mären ir dankbar. S e ſ SS (Sl 806) S02 6 Zum Schuſßs noch ein Spenden- aufuf. Die DOWEA benötigt Und schießlich: eder ist eiterhin Büromaterialien„kKommen, der in der OOMEA vje karteikästen, Ordner, mitarbeiten möchte. Abagen. Außerdem bräuchten Nvir einen verschießbaren OStsS MennSf Schranß für die vertvo)leren M k M& M K K K R t 2&& 2t k K& e& K& e Me M M& K K 2e 2e t K Febne n S E D ENK FASE Die Aufste) ung der Geburts- und Todestage ist nach„ie vor ückenhaft. Genannt sind 11. 02. 1913 ßtty 6ingo)c e ne owie weiteren der Redakt ion„ c2 bekKannten Personen, die„ir os 03. 1916 peter 6ingo)0 Geburtstag 2. über die Interientã- 16. 03. 1916 B0es av F. Ste- ti9keit für oe DOMEA ken- fansk nengeernt haben. Wir bitten 0O4 1918 Janina Hauben- eiterhin Jeden um Bekannt- Stock Labe der Sedenktage von Op- o4. 041909 Frisarich Ecer fern der verfolgung und In 30. 04. 1915 Afred przybis- naftierung in Sefängnissen 1 und Lagern. o5.05. 1921 St. koczanowcz 10. 05 1920 ErnnsSt Cahn 15. 05 1914 Ruth Jakusch rodestag 18.08 1917 Taceusz Szymansi 21. 05. 1922 Janusz M)narsk S en 22.06. 1814 dr. Feliks Neo- 2Seaß 4 Lagergemeinschaft Auschwitz Freundeskreis der Auschwitzer e. V. D i e WencdS Mit der jüngsten Entickung in der ODR und in Osteuropa hat sich auch die 8asis ver- ändert, auf der bisher die Srrichtung einer S AusSchwitz für die Sundesre- pubikK Deutschand vorberei— etzten Jahres noch das Augenmerk auf die bevorste- hende Kanz lerreise nach Po- en und die deutsch-poni— Sche Vereinbarung dber sine bundesdeutsche Präsenz im Staat]ichen Museum Osiec im gerichtet, so hat mit den gegenwärtigen Ober egungen eines Nie auch immer gearte- ten 2zZusammenschusses der deiden deutschen Staaten die Srage der SErrichtung seiner Stiftung Auschwitz eine neue Quaität erhalten. Günter Grass hat diese anläßlich e iner Tagung der Svangei- Schen AkKademie ſRee e ('Kurze Rede eines Vater- ands osen Gese en“, veröf- e ſn e 8 2 90 bracht mit der Festste lung: Wer gegenwärtig über Deutschland nachdenkt und Antworten auf die Deutsche Frage sucht, muß Auschitz mitdenken.“ Das ist in der Tat eine aus aen Oberlegungen zur deut- Schen Einheit nicht auszu- kKammernde Verpfichtung. Es Kann nicht angehen, so 2u tun, als ginge es dabei in erster Linie um die Frage der virtschaft ichen Reorga- nisat jon der DDR. Eine Knde- rung des gegenwärtigen Sta- irm SGS Eern anc ciSe S iFEurnS AuSehw i E= tus der beiden deutschen Staaten zu einen Form Non Einne i nur möglich(Eim Hinbick auf die Empf indungen der Vöker, die Opfer der nat iona]sozja- listischen Terrorherrschaft und des Eroberungskriegs „urden, als auch im Binblick darauf, däß eine staat iche Neuordnung Deutschands nicht auf Seiner Vverdrängung der zeit der Naz iherrschaft aus dem historischen Sewußt- se in der Deutschen aufbauen da) enn an die verbrechen des Nat io— nasozialismus, die AS nicht verdrängt, sondern in die Ident ität seines neuen deutschen Staatengebides bewußt einbezogen vird. Oie Errichtung siner Stifung AuschWitz hat daher duren tUat jon einen neuen und be- deutenderen Stellenwert er- halten. Singedenk der histo- rischen Ursachen der deut- schen Teiung Kann geren Oberindung nicht allein un- ter der Vorherrschaft Nirt- Schaft icher Ober egungen erfolgen, sondern nur in en— ger Verknüpfung mit S iner Aufarbeitung der Vergangen- neit. Die Errichtung siner Stiftung Auschit? So1Ite dahner ein„esent icher 8e— standtei] einer Neuordnung deutscher Staat ichkeit sein. noch Sich nicht ein Zeichen, Aber äre deut icheres Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 5 einer in einzigartiger Meise Sginwanderer) das Museum des inhumanen Vergangenheit zu ödischen Erbes“. Nenn in stellen, im Banmen sines den USA derartig die Erinne- sochen Neubeg inns vonnöten? rung vor al)em an die jüdi- In den kommenden drei Jahren Schen Oopfer der Nazherr- „erden in den Vereinigten Schaft gepf egt„ird, stelt Staaten drei neue Ho ocaust- sich dann nicht die ßrage, Nuseen eröffnet Nerden(v91. ob es im ze ichen einer deut- schen Sinigung nicht unadb- Nämich das United States din9bar NärS, 5 BSerin an Ho ocaust Memorial Museum“ prominenter stelſe zugleich in Mashington, in Zusammen- den 6rundstein zu)sgen für hang mit dem S imon-Missen- sSeine Gedenkstätte für die hal-Zentrum das Beit Opfer der Naz herrschaft? Hashoah“ in Los Ange les und in New Vork am Battery Park OſSten ernS 9egenüber EIis Isand(dem früheren Ankunftsort der Dankeschon! He D SPende Pen häi LfFe möchten wä al 1en Freunden/innen und Mi tgLiedern sagen. MatürLich auch den Frei- wãi 11Ligen HeLfern beim packen der Pakete. Sie alLe machten es mögLäch, daß wär 820 Pa- 5 Kete am 15. 12. 1989 nach Polen bningen konn- ten Für ehematige KZ-HäftLinge. Bei der derzeitigen kKatastrophalen Lage in PoLen Prachten däese Pakete zum Weihnachts— Fest doppelte Freude, Hunderte von Dankesbriefen sind bereits bei uns eingegangen. Sie alLe haben uns sehr gehoLfen, Freude zu bereiten und damät auch zur Vensöhnung bei- ebwatzen. Dafim Thnen allen ein herz1iches Dankeschön! 8 1 6 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. ABBUCHEN IST BESSER FUR Slk UND AUCH FUR UNS! Li ebes Mi tgLed! Seit 1979 beträgt der M tgLedsbeitrag jähr- ch DM 10—„ S chern ne ohme GeLd geht es nun mal auch bei uns nächt. Fim unsere Arbeit benötigen wäiw auch Ge1d. SoLLten Sie vergessen haben Thwen Bei trag 6 fFüm 1989 zu zahlen, nöchten wäir häenmi t daran erinnern. Viele unserer Mä tgLieder Lassen abbuchen, oft auch nehr— je nach fnanzeLLer Lage und der Eäinschätzung unserer Arbei.t— als dern festge- Legte Beitag SoLLe es Thnen schwerfalLen den Bei trag zu Leisten, als Rentnen, i twe, Student ebe kKann derseLbe auch vermindert oder erLassen werden. Wä bätten Säie um schräiPtLiche Mi t— bei Lung. wenn Sle slch um lhre Elnzahlun9 fur cle nãcnste 2Zelt nicnt mehr mmern wollen, lassen Sle einfach abbuchen, Sle Sparen: Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer e. V. ble Bank bꝛw Postgebunren 6309 Monzenberg-1 Scnilerstraße 18 AUsFOULENM— EMsERDEM— ERLEDICL emzospRnkcnrioung ch bin bls auf Wderruf mit der 3 vienelährlich Abbuchung elrwerstanden q haibjahrucn⸗ ãnrlich. dame. Anschrin Celdlnstitut Ort Konto-Nr. Bandeſtzaht Datum Unterschrift Oer Vetein 1s1 als gemeinnizig anerkanr Die Beirage uno Spenoen sino stevethch adzogslang. Eine Spencenbeschetrigunq vq z9esandt Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 5 Internat onales Auschitz- Komitee JeS der WannSeekonferenz am 20. tungen dringend nötig, um 2u e ternat onale Auschitz- Komi- vitz 6ras Kächst! tee(TLAK) in SBerlin. Ver- treter aus 2zehn Ländermn- Vor der Wannsee-Via fand 6 und Mesteuropas— Naren seine gut besuchte Gedenkver- anwesend. ansStaltung statt, dei der He inz Galinski vom Zentral— Oje Bürotagung beschoß, al- rat der Juden in Deutsch and e Mitgieds länder aufzuru- sovie Christopn Feubner von fen, Stiftungen zu gründen, AkKt ion Sühnezeichen-rje— „e che für den Rrhalt der densdienste e.V.' eindrucks- noch bestehenden Se nahnende Norte des KZ- Lagers Auschitz- Bir- fanden. Auf den aufkommenden Kenau mit aufkommen. Nat jonalismus und Neonazis- mus wunde besonders aufmerk- Sisher sorgte nur der polni- sam gemacht. Sche Staat dafürn. Auf grund der sehr schwierigen„irt- MWir Merden im nächsten Mit- Schaft] ichen Lage Polens teilungsblatt veitere Infor- mußten auch hier kürzungen mat ionen geben. vOrgSenommen erden. Daher Smann Ks inecM VNVERSMSSTDT GESSEM Jugendamt — ugendbildunqswerk— 6 assrens MWr haben Pine hervonragend gute Ausste1- Auschwitz Lung. Säie wurde ernstelLt von den 9 jungen Reisetoi Lnehmern. Bäis zum 28. Febn. 1900 wan sie im ALten Schloß in Gie— Ben zu sehen. Thnen bäietet das Jugendbä 1— dungswerlk däe Ausste11ung Schulleiterinnen KMu die Ab Lehrerkollegen und hoLung und Rücktransport st Lehrerkolleginnen vonm den Interessenten zu tragen. Her däe Ausste1 Lung haben möchte, wen- de sich an:— Jucendbildungswerk- der stadt 6ießen 6300 Gießen, Ostanlage 25a ſe o6 41 306 24 97 Seit diesem 9. November Nur- de und Nird viel gesprochen and geschrieben, und die 8ider von Z2D und ARO 2zei— gen die Vorgänge in vielen Detaſs. ODa bekamen vir mas- Sv beigebracht, daß der 8S0— zialsSmus am Ende ist, daß abgewirtschaftet jst in der OOR, daß der kKommunistischen banwirtschaft der Koaps bevorsteht, daß die Fabriken der DOR total Kaputt und vSraltet sind, daß die Mohn- Häuser verfallen, daß... FS e haupt nichts Positives 968— Schehen? Waren 1945 die Städte und Industr ean agen ncht ebenso zerstört vie im Mesten? Wir in der 8RD beka- men große Hife beim Wieder- aufbau durch den Marsha 1— plan und andere aus ändische Sife. Die DDR mußte riesige Demontagen, Reparat ions lei- 8 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. KontrOvernse SS d SN E N S E E Oa gingen am 9. November stungen an die UdSSR erdu- ſ989 in der DOR die Henschen den. Nichts bieb ihnen er- auf die Straße und riefen: Spart! Nauer fſel. Sie stürzten ein Frotzdem wurden die 8etriebe Starres, bürokrat isches Re- instand gesetzt, Mohnungen 9ime, das Andersdenkende oft gebaut. Mer in die DODR 6 für Jahre hinter Sie die riesigen brachte. SS Nar höchste Mohnblocks sehen— ob schön Zzeit, daß endich diese BRE- oder nicht, darüber kann man vOLUTTONM“ stattgefunden hat. streiten,— aber die Henschen Angst und Furcht herrschten brauchten Mohnungen. Obri— 40 Jahre. kKeiner traute dem gens gibt es bei uns die anderen. Die Sespitze lung g9leichen Mohnsos. Und ist „ar perfekt und rief dei mir die soziale 6Gesetzgebung in Srnnerungen an die NS-Zeit der ODB im vielen Sereichen Nach. nicht besser als in der 8RD? Mas mich nachdenkKich macht, iSt der immer deut icher und Stärker werdende Nat ionalis- mus, das SrStarken der Rechten“ und neonazisSti-— Schen Kräfte. Da„erden Pa- rolen gerufen oder an die Mände geschmiert„ie Juden auS, 0 en ebt pa9one gegen SRD- Leute, gegen Kommunisten und terse des'Stasi“, die terschiede macht. Nerden gestürmt, iert und Menschen mit dem Tod bedroht. Manche der 8e drohten aren in der NS- Zeit Jahreang in Gefän9nissen und kKonzentrat ions lagern— als Soz alisten, Kommuni— Sten, Gewerkschaft ler. kKeine Un— Wohnungen Möbe demo- Ich erinnere mich genau, vie nan cen NS- Funkt onären, Mördern und N Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 9 biS 8e Re9 ie— erte nicht Nieder als Seamte rungspositjonen oder alS führende Industrielle Vor- standsposten inne hattsn. Sin NSDAP-Mit9ied Nurnde so- gar Bundeskanz er. ange, vom 8. No- diese Formu- man tägich Die Revout ion vember 18989*, ierung kann mehrmals hören- und gerade von jener Seite, für die jeses Mort REVvOLUTLOMN“ im- mer in Vverbindung mit kKom- munismus, 6Gewalt, Terror, 8ut und Mord gebracht vur- de JStzt iSt REvOLUTLON“ pötzich etwas Positives! Ich frage mich, bei uns das VokK S n das VoIkK“? Auch bei uns gäbe SeS genügend aufzuarbeiten. Man denke nur an unsere 6e- ne imndienste, an die nzah- igen Korrupt onsaffären, an die dunklen 6eschäfte mit Naffenieferungen in Kriegs- and Spannungsgebiete. Nann geht auf die Wir sind i dieser abgewirtschafteten, deso laten DDR“ mög!ich äre, daß Sin Ministerum(bei uns as Minister ium für Inner- deutsche Ange egenheiten) den Druck von Landkarten der TSchechos owakei mit deut- Schen Ortsnamen finanziert. Ich frage, vas geschieht mit der'Liste von 6S1 mutmaß 1— chen NS-Mördern“, die in cer SRO fFrei herum aufen, weſche von dem israelischen Histo- niker Sphraim Zuvor den deutschen Sehörden übergeben urde? MWird diese Liste in Siner Schublade iegen blei- ben? IcCh frage mich,„ann verden die Naz i-Opfer bei uns XirkK— ich alle anerkannt— die Kommunisten, die sSinti und Roma, die Suthanas ieopfer us.7 Wann Nird endich et- Nas getan für die noch e— benden Zwangsarbeiter in Polen und der UdSSR? Der ponische Par amentspräsi- dent MRKO aj KoZzakievicz forderte dies im Dezember 1989 bei Sesprächen in Bonn und meinte, das Marten auf die'biologische Lösung“, dh. das Ableben der Opfer, komme nicht in Frage. SBun- deskKanz ler Koh] zeigte sich bei seinem Poenbesuch dies- bezüglich nicht gesprächsbe- reit. MWie vird es in Polen weiter- 9ehen? Die Menschen dort Je- ben in viel, vie) schlechts- ren Verhältnissen als in der DDR. Die Preise für Lebens- mittel, kKleidung, Wohnung us. stiegen seit 1980 um 1.7662! Täglich steigen sie „eiter, und die Löhne und Renten hinken erheblich nach. Pe veröffent)chte Me inung in der SRD- aber auch unsere Begierung— endich mehr 8e8— reitSchaft ze9en, Sich Srnsthaft mit den sozalen Fogen des Unrechts und des Leides ause inanderzusetzen, das in unserem Namen den vökKern Jenseits des sog. Sisernen Vorhangs angetan urden. Dieser'Eiserne Vor— hang“ diente unserer Regie- nung sehr ange als Vorwand, Sich der Verantwortung ge— 9enüber den Opfern 2u entziehen. Mit der Demokra- tisierung im Oosten ist diese AusSflucht hinfäig gewor- 10 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. den: Nun gilt es, endich Nochmals: Ich sehe die 6e „enigstens die slementarste fahr eines Niedererstarkten Not der Opfer naz ideutscher verderblichen Chauvinismus, Inhumanität- dbesonders der eines atenten und offenen poInischen- zu Nindern! Rechtsradikalismus und der Into eranz. O1es führte Oie Schagschatten des schon 2ze ima) in den Ab- »Dritten Reiches“„erden grund! noch lange äber uns iegen (G. Grass). ES isSt höchste SS8 8t nöt i, Sm Zzeit, nicht nun in Ansätzen, bleiben, die Kräfte des sondern auf breiter Basis Fortschritts und der Demo- diese Themat ik in alen Me- Kratie zu stärken, zu verei- dien zu behande n. 6Sedenk- nigen und einiche 20 veranstaltungen gab es 1988 stigkeiten untere inander zum 9. Movember 1938— der üUber den dbesseren Meg bei- Re ichspogromnacht— unzähi- zulegen, denn es geht darum, ge. Es jst gut, daß dem so den Anfängen zu vehren in war. Aber„ie viele Sedenk- unserer tagtäg!ichen Ause in- veranstaltungen gab es am 9. andersetzung mit der Into- November 19892 eranz und dem Haß auf Nin- Die REvOLUTLON“ in der bDß derheiten, propag iert vom nat alles über lagert in offenen und verschleierten einer oge nat ionalen Hoch- Bechtsradikalismus und sei- 9efühlsS. nen spendablen 6Sönnern und Mas„ird in 2ukunft gefei- rSchten Sympathisanten. Sert, vessen gedacht? Des 9. November 1838, des Hermann Ke inScM Seginns des Massenmordes— oder des 89. November 1989, der REVOLUTLON“? Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 11 6 1,6 Miionen Menschen verschiedener Nat onaltäten „urden im Lagerkomp ex von AuSchWitz ermordet. Schät- zungSMeise 1,35 Miionen von ihnen aren Juden, eStwa 83 000 Polen, die 2ah der Ubrigen Opfer setzte sich aus Menschen anderer VokKsS— zugehörigkeit zusammen. Die in der gegenwärtigen Ausch- „itz- Kontroverse zu hörende Angabe, in Auschitz seien vier Mionen Menschen er- mordet vorden, Si Auf diese Tatsachen verwies JüngSt in einem Artike) in der en9lischsprachigen Ta-— 9esze itunmg NefrCSa Jem HosSt Srof. Jehuda Sauer von der Universitãt Sebräischen JeruSalem.“ 1989) Der Streit um das Koster Scheint inzwischen beige— e9gt. Die in diesem Zusam- menhang als ein Argument be- e Jedoch von grundsätz ichem Interesse. J. SBauer hat vor entsSprechenden MiBverständ- nissen gewarnt; Sie hätten Sinen Mythos erzeugt, der das getreue Gedenken an den Hoocaust gefährdet.“ Mir voen daher im fogenden verSuchen, auf kKnappem Raum darzustelen, Nie man 2u Am 29. September vergangenen e Seiem das Koster im Auschwitz bewe9te, Schrieb die 4 7 79eme 15e JUdische Mochen- ci S r TVc ESrn Fundierten Aussagen über die Zahl der Opfer gekKommen ist. Die heute in vertretenen Schätzungen S jeren zumeist auf Statistik, die 1983 von Geor9es Melers vom 6Centfe de OocUmentat jo ve Con— tSeponaine, Paris, verSf fent)icht Nunde(“Essai de determnat ion du nombre de mortS a camp d'Auschwitz“, 6Se Monde U7F, ſ 2 159). Diese Analyse 1St nicht nur Negen ihrer Sr— gebnisse Nichtig, Ssondern aluch deshalb, Nei Sie sehr deut ich macht,„elche Mö9— ichkeiten und 6renzen jeder S Opfer zu ermitteln. Da diese 9rundlegende Ardeit bisher nicht in deutscher Sprache STSchienen ist, so] sie 2zu- nächst in ihren esent ichen Teien referiert verden. der ForsSchung ba— S iner Nelers, sSebst ein öbere- bdender von Auschwitz, er äu- tert zunächst die objektiven Schwierigkeiten, die seiner Zah lenschätzung entgegenste- hen. Sie beruhen einma! auf der Gehe imhaltung, mit der die Nazis die'Endösung“ Umgaben. 8Sie führte zur vernichtung vieler— aber nicht aler— Unteragen, s0 daßs dber die 2ahlreichen Fransporte nach AuSchwWitz und das Schicksal der Häft- inge dort sehr unterschied- i Uckenhafte DokKumente erha]- ten sind. Andere Unsicher- Heiten ergeben sich daraus, 12 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. daß die in AuschWitz ankom- näaher eingegangen verden menden Häftinge mit ech— so1; sie hängen damit zu- Sse nden Zähungen in die Ea- Sammen, daß es verschiedene gerevidenz auf genommen oder Zähungen Sab, daß manche aber ohne Aufnahme direkt Nummermn mehrfach vergeben, ins Gas geschickt wurden. andere offenbar ausge lassen Oie Se lekt ionen an der Rampe„urden, daß zeitweiig eini- führten dazu, daß ein un- 9S Erziehungshäft inge“ bekannter, aber sehr hoher gSSsondert gezäht„urden, Antei) von ausschließich daß die Nummern russischer judischen äftingen im Lar kriessgefangener nur 2.T ger überhaupt nicht regi- bekannt sind, dasß im Herbst striert vurde; ihre Zah! muß 1944 die ordent iche Führung daher aus anderen Quelen des Re9isters ermittelt verden. Die regel-„urde etc. mäßigen Se lektionen inner- halb des Lagers trafen Die für die einzelnen Jahre dagegen Häftinge, die regi- nach Herkunft und 6eschlecht striert aren und mit fin— aufgeschüsselten Zahlen ad- gierten Todesursachen von dieren 8 der Lagerevidenz abgesetzt Samtbelegung Von 38 355 „urden. Thre 2ah) iSt daher Häftingen(davon 52, 98 Juden, 6,72 21igeunern, 32 heitlich, aber nicht aus- russischen Kriegsgefangenen, Schießich Juden. 0, 62 Srziehungshäft ingen und 37, 94 Polen und anderen; Um die Zah) der in Auschwit?z 9 i auf 8 Srmorndeten destimmten 2u sönnen, mos 2zunächst er— Dſese zah) veicht um nur 62 mittelt„ercden,„ieviele on den 405 222 ab, die das Häftlinge äberhaupt in das Staatiche Nuseum Auschitz Lager Verschleppt urden. ermitte)t hat. Die Abwei- Thre zahl setzt sich 2zu chung erklärt sich dadurch, Sammen aus den in die Zäh- daß im Museum von 12 000 ſung Aufgenommenen und den statt 2 195 Srziehungshäft- nach der Seeßtion an der ingen ausgegangen und keine Rampe Vergasten. ausge assenen oder doppe) vergebenen Nummern derück Wellers stelt zunächst(8S. sichtigt„urden. 188 43) die 2anen d e Stenm GrupPpPe zuSammen; er Meers wendet sich dann den Kann sich dabei auf das Ka— ausschießich Jüdischen encdarim der Sreignisse /m Haftlingen zu, die nach 8s8— Konzentrat ons Jage⸗ A0Sch— lekt on an der Bampe ohne „7tz-SirkKena stützen, das Aufnahme jn das Lager-— 1959—63 von banuta ezech in register ins 6as geschickt den Heften vomn AuschWit?„urden. O1e Que enage ist nerausgegeben Murde(inzwi- dabei für die sSinzenen schen iegt eine deutsche Läncder, aus denen Juden nach Neuausgabe vor). Er disku- Auschitz verschleppt„ur- tiert dadbei einige Detail- den, sehr uneinheitich, s0 prod)eme, auf die hier nicht das ganz unterschied) iche Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 13 Oberegungen un 8Srech— Danach Nurden 437 402 Juden nungsmoda täten angewandt nach AuschWitz verschleppt. Nerden müssen(Que! enan- Das Kalendar ium belegt sei- Saben zu den verschiedenen nerseits, daß 27 758 Perso- Ländern sind im Anhang die- nen aus ungarnischen Frans- ses Artikels aufgeführt). porten in die Lagerevidenz aufgenommen urden. So eSr— 80 S ind im Fe SSi S S e Frankreich, Belgien und Ho)- 640 Vergasten(mit 93, 64 der and die anSportien ee iae kKompett erhalten, So daß ings9ruppen). die 2ah) der Deport ierten Für Zeden Transport aus Sin besonderes Problem ste!— Ciesen Ländern genau bekannt ſen die ponischen Juden iSt. Indem man sie nit den dar. Das kKalendar ium spricht entsprechenden Zahlen aus diesen Fransporten in„on Juden unter den Häft- 2S menen vergleicht, erhält man die genaue 2ah) der Ver- eine unbekannte Zah] von 9asten. Juden unter den 20 000 Sr— Sten Häft ingen befand, die Für Italien sind 2var die als Polen einge)iefert„ur- DokKumente nicht voständig den. Unbekannt ist auch die Serhalten, die Zzah) der ins- 2ah) der polnischen Juden, gesamt deportierten Juden die aus anderen europäischen ist jedoch inzwischen so ge Landern nach Auscheitz ver- nau ermittelt, daß sich hier scheppt„urden und die sich kKeine nennenswerten UnsSi- in den 2zahlen der entspre- cherheiten ergeben. chenden Herkunftsänder ver- bergen. Für TFransporte aus 6Griechen- land und Theres ienstadt sind Melers geht es daher nur andererseits die 2ahlen der noch um die polnischen Ankömminge im kKalendar ium e RSA als Juden aus FBoen nach Auschitz kamen. Für Anders verhä)t es sich im die meisten derartigen Salle Ungarns. Aus diesem Fransporte sind nicht die Land vurden besonders große Fransportstärken, sondern Mengen in Kürzester 2eit nur die 2zahlen der in das Dach Aschitz Ssbracht. Lagerregister auf genommenen Sichmann seber sorgte da- Haftlinge dekannt. 03e 2 ah für, das die Unterlagen im der vergasten muß daher er- Serkunfts and vo)sStändig mittelt„ercen, indem durch- vSrnchtet wurden. SErhalten Schnittiche Fransportstär- Sind aber die Medungen, die en angenommen verden. der deutsche Gesandte in Sudapest, SS- Brigadeführer We lers setzt dafür 8 000 VSesenmayer, äber die Ab- personen an, eine 2ahl, die „ickKung der SEndösung an neute als zu hoch angesehen das AuBenministerium sandte. t 14 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. unbekannter Herkunft belegt. ranspoOrten 158 S91Ster Sehr klein. Aufgenommenen und 26 000 oh— ne Selekton vergasten kommt „ellers so zu einer zahl von 622 935 polnischen Juden, die nach Auschitz gebracht „Urden. Tranporten aus Deutschland and österreich „urden sechs kleinere ganz jins Lager aufgenommen. Für im kKalendar ium angegeben. Sie„eichen aber so stark von einander ab, daßsß s8Sie Sich nicht als Grundage für die Schätzung schnittszahlen eignen. Bin- „eiSse auf Fransportstärken gibt ein 8rief der Reichs- bahn vom Januar 1842. Außer- dem sind genaue 2ahlen für die Transporte aus Selgien, Frankreich und Boand be- Kannt. Sie assen die An- nahme von durchschnittich eS Scheinen. sSo ergeben sich 27 655 Juden aus Deutschand und österreich, von denen 21 875 vergast Nurden. vOn den Jugos lavien muß Sebenfals eine durchschnitt iche Stär- Ke angenommen werden. Sie ermittelt sich aus den vier Transporten, die 1942 nach dem kKorherr- Bericht 4 927 Juden aus Kroat ien brachten. e 320 Jugos avischen Juden „urden 957 registriert, also StMa 11 360 imS 6 6 ScS Sie SS dleiben einige kleinere Gruppen vOn SHäft)ingen. zunächst sind 40 Vransporte S e lers macht daher die vor— sichtige Annahme, daß sie nur die 669 registrierten Säftlinge enthielten und kKeine Vergasungen Vvorgenom- men Nunden. ßerner brachten 14 Franporte uden aus anderen Konzen- trat ons lagern nach Ausch- „itz. Da für einige die Zan- ſen der Ankömminge und die — der ins Lager Aufgenommenen bekannt sind, läßt Sich S im diesen Sä len 282 re9istriert „urden. öberträgt man diesen Antei) auf diS anderen Fransporte dieser Kategor ie, so ergibt sich eine Zah] von 10 640 Vergasten. Schießich„urden 6 Fransporten jüdische Häft- inge aus verschiedenen Ar- deits agern nach Auschvitz verbracht. Für drei von ih- nen sind Fransportstärke und Zahl der Registrierten be- sannt. Durch Obertragunsg des prozentsatzes auf die übri- gen Franspornte ergeben sich in dieser Gruppe 22 825 An ömminge, von denen 15 350 vergast Nurden.. zu der so ermittelten Zahn „on 1 232 000 nach Selekt ion vergasten Juden müssen noch diejenigen addiert„erden, die nach späterer Se ektion unter den ins Lager auf- genommenen 20 405 Juden ins Gas geschickt wurden. Mit Hife der ziemich genauen Angaben des Kalendar iums Ma ren dies eta 91 000. Das dedeutet, daß in Auschit? inSSe Juden vergast„urden(92,32 der nach Auschwitz verscheppten Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 15 Juden), während 110 405 den GaskKammern entkamen. Zwar stelten die Juden den alergrößten Antei) der Ver- gasungsopfer, aber auch an- dere Häft inge„urden duch 608 russische und etMWa Die letzte Zah! ist allerdings sehr unsi- Se et a de „kKürichen Annahme, daß 2, 52 der registrierten Poen nach agerinternen Se lekti- onen vergast„urden. ZSenen Krie9sgefangene 3 665 Polen. We iSe kKommt Seiner Zah) von insgesamt 1 334 700 Men- Schen, die in den 6Gaskammern von Auschwitz ermordert Nur- den. Auf diese ellers zu Die Komp lette Zah! Todesopfer umfaßt auch diejenigen, andere We ise der jedoch S Srmordet„ur- den, durch Krankheiten, FHun- ger, kKälte, Folter, Srschie- BUngen, am Galgen, durch Phenolspritzen... pSür diese Opfer fehlen direkte zahen- angaben. Me lers ermittelt Sie indirekt, indem er die Zah) der öberebenden beim letzten Appel)(66 020) und die der Svakuierten(78 745) mit der zah) der ins Lager aufgenommenen Häftlinge ver- S Sitere 136 8958 Tote, davon 28 S80 der. Am Ende dieser SBerechnungen Stehen folgende Zahlen: Mehr als 1 600 000 Menschen wur- den nach AuSchwitz vSr— Schleppt, Sta 902 davon Juden aus 15 eSeuropäischen Ländern. Fast 1 335 000 Men- schen fanden den Vod in den Gaskammern, SEMa 000 „urden auf andere We iSe umgebracht. Nur Sta 140 000 Uberebten den 18. Januar 1945. S S S„e Me lers mehrfach betontt- Mindest- zahlen, die sich nach dem WSsensSstand von 1983 Vver— Jäßich ermitteln lassen; „enn sich neue Erkenntnisse ergeben solten, müßten sie entsprechend korrigiert„Sr— den. Sinige derartige Srkenntnis- S Schenzeit tatsächich einge- Stellt. A)ls Me lers die 2ahl der polnischen Juden schätz- 6 0 Sr voOn einer durchschnittichen TransS- portstärke von 5 000 Depor- tierten aus. ezech hingegen 9ibt in ihrer Neuausgabe des Kaendar iums Sine Zah) von 2 O Fogt man Szech, die in ih-— rem Merk eider keine Que]- lenangabe macht, ergibt sich S ine SGesamtzah] vom annä- hernd 400 000 polnischen Ju- den, die nach AusSchit?z verschepptt Nurden. Oese Ze S Stigen ErTgebnissen der hi— Storischen Forschung zu ver— Sinbaren als die äber 600 000, z0u denen Melers ge- ſe fogenden Kurz 9ezei9t Nerden. M 1— die End- von den nahezu drei onen polnischer Juden, Opfer der deutschen Iösung“„urden, sind äber S ineinhalb Miionen alein im den vernichtungs agern 16 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. der AkKt ion Reinhard“ Krausnick/H.—H. Wi hem: Die (Treblinka, Sobibor, 8ezec) Truppe des Me tanschauungs- ermordet vorden(vg1. vitzat krieges. Stuttgart 1981). Arad: 8S 12ec, Sobibor, Treblinka. The Operat ion Serücksichtigt man dazu die Re inhard Death Camps. Opfer im Gaswagen lager 8oomington and Indianapolis Che mno und im kKonzentra- tions- und Vernichtungs lager Majdanek, dann mus die 2ahl Ferner betrug aut kKorhenr der polnischen Juden, dis in die Abnahme der Juden“ in Auschitz ermordet wurden, den Ostgebieten(mit unter siner halben Wiion 81alysto)“ und im'Seneral- iegen So(mit eme* Ausvanderung“ und'sterbe- Dis Erörterung ze igt, daß aderschuß“ insgesamt 762 593 sich dis von Danuta Szech in (vg. korherr-Bericht„om der Neuausgabe ihres WerkKes Do. NO- gemachten Angaben besser mit Von dieser den vor)iegenden SrKenntnS— dreierte! uon opfern sen vereinbaren lassen; die Starben vSrmutich 2e von Me lers geschätzte 2ahl britte] vor oder vährenc der Ist daher zu hoch gegriffen. SGhettoisierungsSphase, der Rest kam be Ghettoauf- Ansonsten haben jedoch die ösungsakt jonen, nament ich Zahſen von Meers veiterhin in S8ialystot und 6Galizien, Gütigkeit und sind zu Recht ums lLeben“(Raul Hiberg: die SasiS fün alle Mengen Die vernichtung der angaben, die heute 2zu den europãischen Juden. O1iS Opfern in Auschwitz gemacht Gesamtgeschichte des Hoo- Nerden kKönnen. S S 4 Am S Anhang: Fogende Quelen iegen den Fo9t man mit Hiberg den Angaben 2zu den einzelnen Angaben Korherrs, SO kamen Herkunftsändern zu 6runde: Uber eine halbe Miion Frankreich: SSEde atetela polnischer Juden durch Le Nemoria) de e Ghettoisierung, Ghettorau- tat ion des Juifs de France. mungen und sogenannte ört- FParis 1978. Ders.: Wi ſiche auss iequngen ums le- Auschwitz. Nördingen 1888, Hen. S 80 Belgien: SerqS KLarsfed Außerdem„urden Zehntausende MaXme StSnPerg: Memorjal in den bis Juni 1841 sohe- de a Oeporaton des tisch desetzten 6ebieten er- de 8egique. Sruxees 1982. Schossen, als mit 8eginn des Ebenso in: s Monde Juif, Vernichtungskrieges gegen Mo. 109, 39. 19. 1983, 8. die Sowjetunion die Einsat?z- S0 gruppen der SicherheitsS- Hoand: Documenten van de doizei und des S0 in Marsch Jodenvervoſging in Neder and gesetzt„urden(siehe He mut 1940- 18945. oods Historisch Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 17 MuSeum Amsterdam. AmS terdam BSerlin: Bobert MM KSnPner: 1965. Und: Rohert MM kKSnP- He Stein n Seriner Juden, in: 6egen- Srank. 2ve1 vom Hundert- Nart im Bückblick. ßestgabe tausend. Freiburg im SBreis- für die Jòdische Geme inde 2zu S 68 i Neubeginn. 89. Deportaz ione, ResisStenza. S Centro di Documentaz ione Sbraica Contemporanea Mi la— Schichte der Juden in 8erlin ana PiccottO Farqion: Und des Gebäudes Fasanen- L'occupaz ione tedesca e 95 SteGe 79/80 SBenin 18959, Sebrei di Roma. Documentj e S 74 öSterreich: LonnN MoSeL: Die Griechen land: Panuta Czech: Judenverfogung in SSter— Deportat ion und Vernichtung reich 1938—1945. Nien, der griechischen Juden im Kl Fe Hefte von Jugos laien: ZdenkK kSMSn- a C Theres ienstadt: Zdenek Kede- the Fascist Occupants and Fer: Ghetto Theres ienstadt. their Co aborators aga inst London, Jews in Vugos avia. 8e 19rad e S i Endösung. Ein Atlas. Rein- S beck bei Hamburg 1982, 8S. Ungarn: Randoph. L Braham: S ſhe Destruct ion of Hungarian vernichtung der europäischen JeMrV. A Documentary N Berlin 1982, Se Si 8. 443, 520. Norwegen: OSkKar Mende[SOhD: polen: Lanta Czech: Kalen- Jodones Historje i Norge. darium der Srei9onisse Im SS c S 8d. Towiah Konzentrat ons lager Ausch- FSriedmann(Hg.): Dokumenten- „tz-Birkenau 1939— 1845. samm)ung äber die'Depor- BReinbeck bei Hamburg 1989. tierung der Joden aus Nor— Deutschland: GedenkKbuch. Op-„egen nach AuschWitz'. Bamat fer der Verfolgung von uden Gan/Israe 1963. onter der natjonasoziar Sowaei: Angaben des Nore- istischen 6Gewaltherrschaft Snet ArchivS, 6Givat cChavi- im Deutschand ſSSSSS vaſTSrael. Bearb. vom Bundesarchiv, Ko- ben? und vom Internat io— S e 6en2 nalen Suchdienst, Arolsen. Ka0s e jmeann Koblenz 1986, 8d. 1746. Fordern Sie unsere BUCſiER- und. — MdiMuusrt an!* 18 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Sſ== 8ider in dem Sand 40SchME2 6 ma S verzehnt geben uns An- ſe n der Frage nach dem Kreuz in AuschWitz 2zuzuwenden. Auf den 8idern sind z. 8. Kreuze auf den Ruinen der Krema- torien zu sehen, geschmckt mit 8umen, oder in der Form von brennenden Kerzen. Marum jSt es für Juden schwierig, das zu akazept ieren? Ist das Into leranz, oder Stect Setas anderes dahinter? Das Problem für Juden ist nicht, daß seinmal der Jude SeSus von Nazareth an einem Sammen mit zwei anderen Ju- den, und im Laufe der dama- igen zeiten sind zahose uden von den Réömern 9e— S die Stadt Jerusalem im Jahre 70 nach Christus von ihnen Srobert und zerstört Murnde. von den Römern: Die Kreuzi— gung Nar Keine jüdische, sondern eine römische Stra- den bei der Hinrjchtung Jest gespielt haben, ſeſche Sn Streiten. Darüber 9ibt es inzwischen eine noch stets achsende Literatur. Aber S S Prob em. Im christichen Gaubensbekenntnis steht auf jeden Fal: Gelitten unter Pontius Piatus, GekKrSu- i Unser Problem ist, daß das Kreuz zum 2eichen des Chri- stentums vurde. Und das nicht nur während der ersten drei Jahrhunderte, als die girche im römischen Reich verfolgt Nurde, wodurch das Freuz als 2eichen zu ihr Ppaßte, Ssondern auch vom Jahre 312 an und dann in e inem ganz anderen Sinn. Es „ird erzählt. daß in diesem der spätere kKaiser Konstan- tin vor den Toren Roms sei- nen NMitbewerber um d1S Macht, Maxentius, im einer entscheidenden Schacht de- Siegte. In der Nacht davor Soller seine Vision gehabt haben,„obei ser am Bimme! ein Kreuz sah und die Morte hörte: Mit diesem 2eichen eine Legende ist, tut nichts zur Sache, denn kKonstant in „Urde der Kaiser, unter dem „ar dabei überal] 2zu sShen, auch im römischen Heer. Kreuz zum des Jei- Se itdem„urnde das denden Jesus von Nazareth, sondern auch eines siegrei- chen Christentums. Und untsr diesem zeichen haben die Ju- den imn Europa jahrhunderte- ſang eiden müssen. Sin 8e1— Spiel genügt: Die Kreuzzòge SoIten das Heilige Land aus den Händen der Nicht-Chri- Sten befreien. Sie begannen dabei aber mit der AuSot tung jüdischer 6eme inden im Rheinand. 80„urde das KrSuz als zeichen fürn uden jnakzeptabel. Für sie ist das Kreuz nicht sinfach ein 6 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 19 reigiöses, sondern vielmehr ein politisches Zeichen. Und das droht es in den Ausein- andersetzungen um Auschwit? „ieder zu sein. unterschät- das bei den vielen Jahr- Wenn gerade viele Juden nach 80 hunderten sitzt. Juden umgebracht vurden, Kreuze erscheinen, bedeutet dies für sie nichts anderes, als daß gerade dieser Ort vom ChrisStentum Srobert Nerden so. Daß viele schlichte polni- Sche Christen, die diese Kreuze anbringen, e ohne viel dabei pachzuden- ich. Aber die„iederholten Jüdischen Froteste so!ten zum Nachdenken nerausfor- dern. Und das umso mehr, da eine friedliche Lösung nicht unmög ich sein müßte. Man draucht nur an die über]) ie- fSrten Worte des Mannes, der zu denken. Sr Seropredigt: am Kreuz hing, Sagte in der Ales, Nas ihr von anderen S nen. Darin desteht das 6e— setz und die Propheten“ G Sinheitsübersetzung). Es ist also die Frage,„ie man Se bst in seinem ähnlichen Fal behande t Nerden möchte. Und wenn man auf diese Frage die Antwort „SiB, dann„eiß man auch, Nie man hier mit Juden umzu- Fun die die Stat eine Stätte Leidens gehen hat, te in Auschwitz des unermeß ichen ihres voRes in diesem Jahrhundert ist. Auf eden Fal solten Christen ieber nach den Morten des 6Gekreu- zigten hande In, als aus sei— nem Kreuz sein 2eichen ma- chen, Sas on andeen nun als Ferrschaftszeichen ver- standen werden kKann. ihr eigenes 2ei- chen: den Judenstern. Im Laufe der zeiten ist dieser ßein zeichen der Herrschaft, Ssondern vielmehr des Leidens und der Verfolgung gewesen. Darum so)te man ihnen die- Ses Zechen gerade in AuSchwWitz lassen. Juden haben Furz zusammengefaßt: Es ist christlicher, in Auschwit? auf kKreuze zu verzichten, als sie dort hinzuste)en. Auf diesen Gedanken brachten mich die 8ider, die unter dem MOttO herausgegeben „urden:'Eine Srinnerung, die brennt, aber sich nis- 88S 6 Der genaue Titel autst: Adam SBuak: Auschwitz 8irkKe-— nau. Sine Srinnerung, die drennt, ader sich nicht ver- zehrt“. Mit Texten von Slie Wesel, Jean-Marie Lustiger, Rita SüsSmuth, Wadis an SartoszeiskKi. Herder Verlag, Sreiburg, 8asel, Wien 1989. 20 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Sburen Bernd Steger/Günter Thiee: Der dunk)e Schatten— Leben mit Auschwitz. Srinnerungen ver lag9 Norbert Schüren, Mar- S S zen um den Mohnz immertisch von Erna Musik, Shemaliger AuSchwitz-Häft)ing; das Auf- nahmeqerät äuft,„ir stel- len Fragen zu Auschitz und Ravensbrück. P)ötzlich erin- „S1B, daß S uns Nahnsinnig anständig behan- SS Das Var die Lagerä)teste vom Krankenre- viSef. Sje Nar Beichsdeut- Sche, zjem)ich Klein, SchWarz, ein vornehmer MenSe einigen Jahren das Leben ge- nommen, das hat sie nicht verkraftet.“ Mien, Am nachSEen ae t Sermann Lan9bein(er schredb das Vorwort) NiSsen, daß Sich ze Deutsche auf den Neg der Spurensuche über Or- i Beichert-Mald begeben ha- ben mit dem Ziel, ihr Leben zu erforschen nc ze ichnen. ESnde 1988 ar es SOwe it— das Buch von Bernd Steger und Günter Thiele iegt vor, und es gibt gute Gründe, sich mit dem Schick- Sal von Ori RSichert-Wald zu befassen. Dje Autoren versuchen, sich der Ungeheuerichkeit Ausch- witz in unserer Spurensuche nach II— Se Meber, durch die Schide- rung eines Einzelschicksals zu nähern. SRinzelschicksa)e machen das 6eschehen ein- drin9icher. Steger und Thiele rekonstruieren im er— Ssten ei des Sches 6i 8jografie von Oni di 1914 geboren, als Jungkom- meS im 6 i haftet und enst 1g45, nach SGefän9nishaft, Internierung in den kKonzentrat ons lagern RavensSbrUck, AuSchwitz und noOchmals Bavensbrück, be— freit„urde. Inm AuschWitz (März 1842 bis Januar 1945) vunde Sie von de S Lagerälteste des BSäftings- Krankenbaues im Frauen ager AuschWitz-Srikenau e in9e— Setzt. Lebens- Das Festhalten des Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 21 eges eines einzelnen Men- Schen kann helfen, Tei)— asSpekKte zU erkennen, ohne AusSchwitz dadurch in einen SerKärbaren Zusammenhang 2u bringen. Sin sSochern Jei— aspekt ist die sSchi)derung des Schicksals eines Funk- tionshäft ings, der den Ver- Suchungen seiner Prjvilegien von der SS hat kKaufen Jas- Sen. Orli Beichert-Wald hat SS) Si niSchen Verhältnisse im Ea- 9er gewöhnen wolen und kön- nen. Sie zerbrach daran, ob-— Oh] sie das Lager äber- lebte. SS Si Aniegen der AUtoren, die verFogung einer politischen Idealistin aufzuzeigen und auch deut- ſ daß der diskriminierende Umgang mit AndersSdenkenden nach Kriegs- ende mit anderen Mitteln fast ungebrochen veiterging“ (S auch in unseren Intervies mit Uberebenden— mehr oder eniger bedrückend— häufig zur Sprache kKommt. Ori*var und bieb auch nach der 868— freiung eine Kommunistin, die von der Restaurat ion hUben vie drüben angewidert e eben nicht zu den präsen- tab)en Ant ifaschisten des 20. Juli 1944, mit denen man dije nSue Sundes-Repubik DeutsSchand schmücken konn- te. Ebensowenig fand sie ih- ren Platz in der Deutschen Demokrat ischen Repub)ik. Der Leidensweg von Ori Rei- chert—Mald macht weiterhin deutich, daß sie, Nie vie)e andere in der SRD der S0er Jahre, mit den Folgen Erau- mat ischer Erebnisse in den Konzentrat ions Jagern, Zucht- häusern und kKriegsgefange- nenagern a einge lassen „urde. Man ar nicht darauf vorbereitet, den Opfern von Faschismus und kKrieg see- isSche Fifen zu geben. Dar- auf Neist besonders der Stjefsohn, Peter Mald, hin. 1962 konnte Ori ßBeichert- Walcd nicht mehr veitereben. verdienst von unq GUnter eni9en Spuren Lebensgeschichte Haben, die SS 8 Bernd Steger Thie)e, die zusammengetragen 2zu und dies Sei, NS AuLoren betonen, vor aem 2eit vOr 1945 SchWierig gewesen. Amt che DokKumente über Seburt und Tod, persönliche Briefe aus verschiedenen Sanatoren, Krankenanstalten und— aubsorten eine handvo)] Texte und Erzähungen, 5 denen Or) versuchte, ihre quä lenden Erinnerungen ite- e Sce ee 6e chtsSakten der Wiedergutma- chungsbehörde, und ncht zu— letzt das Krankenb att aus den MWahrendorffschen Kran- Kenanstalten aren ihnen Nichtige Oue en. Auch einige Ober ebende sSprachen mit den Autoren über ihre Zeit mit Ori Reichert-Wald. Leider erfahren vir über den Neg der Spurensuche wenig: E die Biografie, S Die Autoren treten v5)ig hinter das 20 Erforschende zunück, SOo, als sei es beceutungsS- os, ob die gewonnene Er— kenntnis aus Büchern oder aus dem SGespräch mit einer 2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Ober ebenden stammt, die mit S ſ persönich gelitten net e zjehung des eigenen Erlebens de i Forschungsprozesses mit an Se inen Rückschlägen, Sehin- derungen, aber auch erfog- reichen Anffragen und Gespfrã- chen re9t mögicherweise Stärker zur Nachahmung an. e verdienst, venn eine Lebens- geschichte erstmals dem vergessen entrissen vird, darauf verweisen Steger und Thiele in ihren DankSa- gungen. Es beibt auch eine persSöniche Bereicherung, „ie„ir bei cer Beschäfti- 9ung mit IISe Meber erfanren kKonnten, die Sich „eitergeben läßt, ei sie nur von cdem erebt verden Kam begibt. Im Anschlußß an 9eschichte die Autoren die Lebens- veröffentchen nachge assene O S nma eine schier e ihe von Xindef vagen, die fohnen e7ne Stf— e e Sannhof fUhnte. Sie nahmen die ganze 8reſte der Straße Wagenh Febene jhahnder. S75e KUze 2Zet vOhe hatten djese HWagen Sschon einms djese Straße Pass iert, 37— ſedings in ehtgegengesetz ter Hichtung. Se Nafen VO Sahnhof gekommen. Dame)s N=— e5 S 78 vofschtig Un0 behotsam geschoben ordeh. SS W S50ose Aufzechnungen von Ori Bei- chert-Walcd über Auschwitz. Mann jmmer 81e Konnte, Schrieb sie über das Grauen, Uber ihr Erleben in Ausch- witz und vom Stenben dont. Die meisten Schriften ent- Standen in den ahnen Von S6 di 50er Jahre hinein und wurden teiweise bereits in Zeitungen veröffenticht. Sie ze igen, so Peter MWald, Se nur das Ausmaß dessSen, NaS Menschen aus- chten und was Menschen er- tragen können, sie 2eigen ae de (Torgau ist ihr Geburtsname — Anm. der Redakton) Sine iterarische Begabung besaß, die Sie zu einer der großen Zeuginnen Jener 2eit hätte machen können, venn ihre Kräfte frUhzeitig verbraucht„orden aren.“ 6 ℳ OIIMaf ianne 6o6 Oe Kindermagenpsfade RHeichert- Wad 75 e„a be9 Uckendes LSben 9SMeSen. 6e 7chen hatten gestampe t, SfStah— te Knceraogen hatten§e— 9ockt. Oumchen varen 7 de o gesteckt, no äche hde KIoeragen hatte 600 881 9en, Qnbescheten Knce— träUmen erzähſt. S5e ete Hese hatten diese Xhoef— wa9eh SSmacht. /o VeS Läncdern kKonnten sie berch- ten. Oa eh HMagen as Fa- SUdapest, BUsse, orag, Nen, Se 797ad. Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 23 Uno nm fFohnen sSie„ece KUngen haben,„e che dqdie de St/aße ZUm Sahnhof SfaUen, die hinter dem Eraht zUUcCM. LeSer aeh Sie, 0n0 ſeben m6ten, e Kindenn * behUtSam Schie— 9 159en Mnnen ahStatt cen bendeh MUtten 15 0nformen hinte ihnen. Ungeschckt n mUnrsch Schoben sie die agen. S5 Se tSames 687d. S756 S50 ose ehe eefe Koenwagen, Un0 die Männer, we che 8Se Scoben, waeh de Möe cde Minden ond ihrer MUttef. So WUnoenh de Mänche 8§8— Hätten erzähen Kénnen. Wenn abS e 15e8 de KIder, tendef St imme gefragt hätte- Mchen?“, so hétten sie b6— Schämt 0 sSensthsaft Sagen mUsSen Me in, S 15 Xio, Ss S7hd kKeine Märchen, n das 5icht 8o ſange hen. ßranciszek Reisz,„Kinderwagen“, 1945, Paris, Tosche auf Papier, 13 x 20.8 cm NMMMMrer ezjeꝛheꝛjez K Eejeje 2 ee K K K K eje sücher S——— Oie Centaurus-Verlagsgese])— Schaft m. b.H., Pfaffenwei— ler, e AnS für unsere DOWEA drei Sücher kostenos zur Verfügung gestelt. ir Sempfehlen unseren Mitgie— dern diese Sücher— sie sind lesenswert. H—F. Rathenow/N.H. (Ersg.): Srz ehng AUSchMtz, 18989, DM 38.— Meber cM Kurzinformat ion: Trotz vieler Semühungen zur Bewältigung der Vergangen- heit treten in der Sundesre- pubik ant isemitische, rechtsradikale, rassist ische und ant ikKommunistische Ten- denzen immer Nieder auf. MSehr als 40 Jahre nach AuSchWitz ist deshalb die Frage berechtigt, welche pãä- dagogischen Konsequenzen aus 24 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Nat ionasozialismus und Seiner Aufar- nach dem 2weiten 9SZ0gen NSrden S/Z7ShUng HacAM AUSchMtz knüpft an den 9 eichnamigen Rundfunkvor— trag Theodor W. AdornoS (1966) an und versucht, die Bez iehung 2zischen Se iner Forderung, daß AusScnitz Siner Erziehung zum Frieden aufzuzeigen sSoie ImpusSe für politisch-gese! sSchaft- iches Lernen im schalischen und außerschulischen Sereich z0 geben. Oieser Aufgabe stellen sich mit unterschiedichen Ansät- dem Se bSt deitung MeltKrieg SOoten. zen namhafte AUutLoren aus po)en, IsSrae), den USA, der ODR und der Bundesrepubik die das Prob)em Soz jal-psVcho]O— Deutschand, SiS S 9iSch und daktisch bearbeiten. Horst Busse/Udo Krause: LSbens Jeng ch F0 NS e Kurnzinformat ion: SS 2 SSepPtember 1987 fand vor dem Bezirks- S9ericht Dresden der Prozeß gegen den Leiter des Juden- referats der Oresdner 6esta- po, SS-Obersturmführer Henry S Der Staats- anwalt Horst Busse, der die AnkKlage vertrat, Qnd der Rundfunkjournalist und Ju- isSt Udo Krause, der für den OOR-Rundfunk äber den Prozeß berichtete, schidern anhand der Prozeßakten MSerdegang und'Karriere“ des Peinigers der Dresdner Juden. Erschüt- ternde Aussagen der enigen Uber lebenden Zeugen und DOokumente über cden Leidens- „eo der Juden, äber die un- pädagogisch-di zähligen Terrormaßnahmen ge- 9en sie beweisen das Ausmaß der Schuld des Angekagten und die Unmenschichkeit des nat ionalsoz ialist ischen S— Stems, dem er„ig diente. SS Vird dardber ninaus dargestelt,„ie es geang, Schmidt nach so vielen Jah ren ausfindig zu machen und Se iner Schuld zu überführen. Günther Mie and: Das an cden 70n9en, Sahten, OOKUments, S Kurzinformat jon durch den Menig mehr als ein Jahrzehnt bestand der SOgenannte voksgerichtshof, der de oberste Instanz der politi- Schen Justiz in Naz ideutsch- land war. Trotz dieser knap- pen Spanne zeit ging er in die Geschichte alS das Schändichste 8uttribunal ein, daß„ir kennen. Seine Akten zu Jesen bereitet auch im Abstand von einem halben Jahrhundert Qualen. Die Do- kKumente belegen, daß Hitlers besessensSte Richter und Staatsanwälte von Menschen- verachtung und Haß auf alle Andersdenkenden best immt „Urden. Die Veröffentichung Sich weitgehend auf Unter- lagen die as de Socher NS-Rechtswahrer“— Nie sie sich sSelbst nannten — Stammen. Im Interesse der Authentizität vurden diese Dokumente— trotz der darn enthaltenen Diffamierungen der Opfer der Nazijustiz— im volen Mortaut òbernom- men. Serade jenen Lesern, die die azidktarun eht Sselbst erlebt haben, dürfte SeS hifreich sSein, an Hand Stützt Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 25 dieser Quellen nachzuvo— ungen teinehmen durften, zjehen, Nie der deutsche Uber ebende zu ermitten und Faschismus ale MenSchen- zu befragen. Schenwürnde fortgesetzt mit„ährte Unterstützung sbenso FUßßen trat. Ohnehim var es ie den Mitarbeitern in den nur in Einzelfällen mög ich, Archiven der DDR und jenen aus der großen Zzah] der Men- Persönichkeiten im In- und die die i Schranken dieses Tribunals ni e nc Standen, oder aus dem Kreis Hhaben. Jener, die als Angehörge AngekKagten an Verhand- HonSt ErobstSn e e 2e& 2e 2e 2e 2e e 2e& 2e 2 2e e e 2e 2e 2e ee e e e2e 2e e e e AUFRUF Wer kann polnische Gãste aufnehmen? Däie Lagergemeinschaft Auschwä tz— Freundes- ehemaLigen poLnäschen KZ- HäftLingen einen 1— teigigen pri vaten Aufenthalt in der BRD zu ermögLichen. Wä bätten unsere Mä pgLeder und Fpeunde um IHi. ttei Lung, ob se bereit sänd, Gäste aufzu- nehmen. Däie EäinLadung der PpoLnschen Gäste erfoLgt über uns, däe Lagergemeinschaft Auschwä tz*, wi. e auch aLe anderen FormaLtäten durch uns erLedgt werden. e n de 6 Sergemeinschaft Auschwä tz ein Taschenge1d, damã t sie seLbst kKLeinee EnkKäufe machen kKönnen. ALS Gastgeber kKönnen auch Säe— Falls erfor- derLäch— einen Zuschuß zu den Thnen ent— s Fehenden Kosten erhalten. Wäim hoffen, daß unsere Bätte nächt vergebLich S. Sie einen oder zwei Gäste aufnehmen kKönnen. ScReihen Säie bä bte an: Lagergemeinschaft Aus chwä tz- Freundeskreis Se AuscRi ze eV iee 26 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Zeitgeschichte Ss gehörte zum teufischen MensSchen mehr vergast„er— Prinzip der Entwürdigung und den, dort„urde vieder ein Entmenschichung vOn Tei eines Durchgangs lagers Häftingen, sie ohne Nach- iduidiert, Ende NoOvember richt von außen zu beassen. Krematorien demont iert, und Neben Vvielen durchdachten an den Bewachungsmanschaften Hethoden, den Penschen oder„ar Mervosität z0 entdecken. das, Nas von ihm öbrig Auf der anderen Seite ef b)ieb, zu einem vigen das Lagereben mit seinen Merkzeug zu machen, wehrlos SBrutalitäten, mit der üb)i- gegen die präzise aufgebaute chen versorgung und auch an Hierarchie der SS und der cen Arbeitsstätten ziemich Kapos und fügsam das Los z0 nporma). Die Unruhe„urde tragen, doch noch die Ver- umso größer, je stärker das nichtung durch Arbeit oder Dröhnen der Kanonen aus der Gas hinauszuzögern, war die Umgebung vom kKrakau vernehm- Unkenntnis der Verhältnisse, „ie sie sich außerhalb der K en e ger Punkt. 6Geracde in cen etzten Jahren des Krieges, vo ceutsSche Mehrmachtsbe- ichte nicht vie) Positives z0 meden hatten, vären Nachrichten über die»Ver- kürzung“ der Front e ine „chtige Hife zum Aushalten und öbereben gewesen. 8Sie „ußBten schon, was sie taten, die Schergen. Auch venn sporadisch gute Nachrichten durchdrangen, in den ersten Mochen des Jahres 1845 gab es in Birkenau, dem fFUrchterichen Neben lager des Stammagers AuschWitz, nichts mehr zu verbergen: Das eise Dröhnen der 6e- S Uberhören. Die Gerüchtekòche ief über. Es gab immer mehr Anzeichen fUr große Geschen- nisSse: Hier urde die Nach- richt verbreitet, daß keine bar vafr. Zu dieser 2eit Birkenau und Auschitz ca. 80 00 i begann ein Chaos. Der Appe)) ief noch ganz ordnungsgemäß ab, aber die SS- Leute ver- hielten sich anders, as venn sie betrunken wären, und Nießen manche Sachen durchgehen, die früher un- denkKbar aren. Manche bie- ben 9enauso grausam, Sen ugen m Sic n Schugen die erreichbaren Häft])inge. Andere Meßen Dinge gewähren, die vorher mit dem JTode bestraft vorden ären. Die Macht auf den 18. 1. gab es ein reges Trei- ben, und gegen Morngen sahen vir cie ersten„eibichen Häft) inge aus dem Frauen)a- 9er Birkenau abmarschieren. Hab es in Sie Nurden in kKoonnen von einigen hundert Frauen 2zu— Sammengestelt und von 88S— Männern eskort iert. So ähn- * Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. N d Sne S ingen aus den Männeragern die Häftinge zu schießen, vir im machte ihnen ja Spaß. Nein. Lager TIT d an die ßeihe kKa- Man Konnte auch in dieser men. Der erste Meg führte in Panik, p)ötzich genUgenc das Stamm ager nach Brot z0 bekommen, zU0 SBoden 9erissen und tot getreten werden. Das 6Geiche dbetraf vorher erlebten vir ßoch ein dann das Lager mit Decken. unvorste] bares Chaos in Auch das ar Mange Ware, und SirkKenau. man muß sich nur vorste)en, daßs unterernährt waren Ich kam aus dem Ghetto Lodz- und kaum etwas anzuziehen Litzmannstadt nach Birkenau. hatten: Bo)zschuhe und eine Nir waren drei unzertrenni- eichte Fose, eine acke, che Kameraden, bis einer von und das Nar ales. Deshad uns, Hans Ber9mann, von brauchten ir die Decken, ejner Se ektion auf cje oEic S diese einhöen konnten. im Gas umkam. MWir zwei, mein Freund Otto Sender und Ich, Ich habe dann nachher immer hieten zusammen„ie pech dieses 8id vor mir gesehen, und Schwefel. de marschierende Ko onne von ausgemergelten Sesta- Das Lager Birkenau war mit tenm, Unsauber und in DeScken Schnee dedecht unc S ee e Schneite weiter. In der heute, daß So mancher Deut- Nacht waren die BGranaten S e nicht nur zu hören, sondern wie vir uns dahinscheppten, auch 2zu sehen. Hoffnung Sich gesagt hat, daß seine ke imte auf, vieeicht kann Partei mit ihrem Führer a hen, vieeicht kommen die Anbich dieses Elends als Befreier doch noch früher, Herrenrasse bestät igt sah. bevor es den SS-Leuten ge- Und das, vas sie sahen, das ingt, die Häft)inge auf den war das Lebensunwürdige, Weg z0 bringen. Auf einma) das, vas auszumerzen„ar. Maren keine Machposten mehr S Kaum war man in den Besitz verbreitete sich die Nach- der Decken und des Brotes rjcht, daß das Brot ager Oe kKommen, erkKangen die bewacht 8S0 Schrien Pfeifen und Befeh- Schne)l ich konnte, var ich ſce SS zuSammenzUrotten da und versuchte, etwas Brot und in Fünferreihen aufzu- zU ergattern. ES 9e lang sStelen. Dann brannte schon alch, ich hatte zwei aib die erste Baracke, andere fün mich und meinen Frsund folgten. MWir Mefen dorthin, Otto. Natürich war so eine vo es ein bißchen ruhiger Aktion immer mit Lebensge- var, reihten uns ein, dreh- ten uns ein etztes Ma) um daſs Wir An9st haben mußten, und richteten unsere Augen daſs p)ötzich unsere Sewa- auf die ungewisse 2ukunft. 28 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Wankenden Schrittes, auf e HozSchuhschlen, im Schnee Sreund am Arm und zeigte mir und auf gefrorenem Boden, im Straßengraben den sersten zogen vir in die von Sternen SrSchossenen. MWir sahen de- Ubersäte Nacht, die von Se- rer auf den nächsten Kiome- fehen, Pfiffen und Hundege- tern immer mehr und mehr. del, Seschrei und einzelnen Vir Maren ja nicht die erste Schüssen durchschnitten ur— de. Mir standen und gingen, „ir mußten aufen und wieder Stehen, bis in unsere 6ruppe von einigen hundert Häft)in- gen kurze Ruhe eintrat. Wir marschierten 6S Nußsten nicht Kohin, an der Seite von SS-Männern bevacht und begeitet. Sie marschierten neben uns her, in einem Ab- Stand von einem Duzend Me- ie e Scheppenden Mracks, Unun- terbrochen Au9e beha- tend. im a be z Sone ein der Frost und die unge- nögende Keidung machten uns zu schaffen. Mt einer Ver- pf egung konnten vir ncht rechnen, und so„ußten vir S Brot einteilen soten. BHun- ger hatten Nir sowieso, und SS Se Sche idung, es bald aufzues sen. Oies Jedoch erwies scn Später als Fehler. 01e Fünferreihen 9ingen JStzt ieht menhn Seorndnet hintere nancer her, Sondern ältere und schwächere Häft- inge bieben immer mehr und Siter zurück. Mein Freund Otto und ich ermunterten uns gegenseitig, und Nenn einer Schapp machen vote, half ihm der andere mit Morten Oezücktem Ge-— Sondern seine der enn i die ſStz Un uns marschierten, hatten in jhren Seihen Schwächere, die zurückbieben und mit denen das Wachpersonal dann kurzen Ko onne, letzten, Prozeßß machte: S1e„urden SrSchossen und im SBraben iegen gelassen. Vieeicht ei) es keine Mö9lichkeit gab, sie zu begraben, viel- Jeicht soten sSie als Mar- nung für die Nachrückenden iegen bleiben. MWir drehten uns um und sahen, daß hinter uns nur venige Reihen von Menschen hertrotteten, und unser Baß auf die mörderi- sche SS„ich der Angst, und verfügung Stehenden Kräften nach vorne 2zu kom- Wir hätten uns so gerne ein bißchen hingesetzt, ein biſßchen ausgeruht, man durf- te das nicht. Hinten auerte S dagegen, vas war eigentich vorne? Niemand„ußte das Zjel, niemand konnte ahnen, as mit uns geschehen so1— ee mal zwanzig,„ir haben doch das ganze Leben noch vor uns, und„ir mössen doch diese Horde vOp MöTdern Uber eben, und win müssSen doch der Melt erzählen, as unS„Niderfahren 856 öic Zzeugnis ablegen, damit Hen- Schen Menschen niemals Nie— der so etwas antun. ba ging auf einmal die Faf- men⸗ Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 29 tas ie mit uns durch. Es„ar eiter Ferne. 8ej diesem ein kristalKarer Tag, und Gespräch sind„r„ieder ir sahen in der ßerne S8er- zurückgebieben, und als„ir ge. Menmut und Sehnsucht er- uns mit Entsetzen umsahen, füllten mich, und auf sSinma Sahem Serzählte ich meinem Freund, alten Leuten am Ende des ievie) Meniges mir ausrei- konvois befanden. otto und Shen Nind, um 2zufrieden zu jch nahmen uns sines Jungen daß jch vie) schwachen Häftings an und reisen verde und vie lernen versuchten, ihn„ieder nach mus6 und viel Nissen vi, vorne zu bringen. Nein, der and der Tod lag plötzich in Tod„ar nicht in der ßerne, — Skizze von VoLette Lecoq er ar ganz in unserer Nähs. hoch. Dann sahen Nir einen AlS Nir Nieder Vvorne waren, langen zaun und ein Tor, in haben Nir uns ein Kein e- das„r hineinmarschieren nig hinsetzen oen. bas mußten. Es„ar ein Fußba)1— Nar ein Fehler. der gleich- feld, und Nir verbrachten mäßige Schritt tat veh. Aber eine Nacht im ßFreien auf nach dem Sitzen aufzustehen diesem FuBbalfeld. Wir und eiterzumarschieren, das sammeten„ieder Kraft. Schien uns schier unmögich. Teh vollte nioeht mehn Otto Der nchste Tag, ohne aß schrie mich an du mußt„ir etwas zu essen bekamen, eiter“ und zerrte mich ähnelte dem ersten. Dieses 30 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Ma) sank mein Freund in die ie mußBte ihn schagen, um ihn Nieder auf S 8 S Ssem Tage scheppten r ans „eter und mußten uns an den Straßengräben gewöhnen. P Stumpfte ab. LangSsam kamen mir Gedanken, 05 eS t besser wäre, im Straßengra- ben zu ruhen„ie die anderen Otto schrie mich„ieder an. thisch geworden und hatte meine Energie veroren. Otto hoch, schug mich von hinten in den Rk- vorne. Langsam kamen die Le- bensgeister eder und mit ihnen auch die Boffnung und der Drang, däbereben zu mds- Sen. An diesem Abend kamen „r zu einer großen Scheune und konnten die Nacht im Heu und stron verbringen. Es kam mir der Gedanke, daß die 8Be- „achung die Scheune anzünden könnte, zumindest drängte sich dieser 6Sedanke deshalb auf, wei) das BewachungSpefr- Sonal im Umkreis um die Scheune herum eine geschos- sene Postenkette zog und die Gewehre auf uns richtete. In der Scheune sebst veTsuch— ten die Häft inge, vom nack- ten Boden auf die Strohbal- len zu steigen, Nas ihnen in dieser körperlichen Verfas- sung schwerfiel, einer 208 von oben, der andere schob von unten, und sSo kam es, SE geschützt, eine Nacht in kKraftspendendem Schlaf ver— bringen konnten. Am nächsten Morgen ging es„iSder S j— ter, aber schon zur Mittags- zeit kamen vir in ei und dort„urde Rast n Sinem Bauernhof gemacht, der auch von einem hohen Zaun Umgeben „ar. In der vorangegangenen Naent habe ſen n fen können. Denn der Schaf e fühten uns an diesem Vor- mittag besser, und Nir kamen SiSent en Sem Der Hunger quãlte uns fUrchterich, aber seeische KriSen, ie in den Tagen zu— vor, machte keiner von uns de iden mehr mit. Im Gegen- tei). Virn konnten einigen Häfthingen helfen und fUhr— e 8 tagszeit kKamen vir 2zu sinem Sauernhof, der auch vOn einem hohen Zaun Mar. Tchn g laube, es umgeben „Nar in Pess, das heute PszczyVna kKeines SErlebnis, d nie vergessen erde. zäunung er aubte 8 ich nach außen. N MsSthaufen, der hartg hinausschauen konnte er ein S i6n Die Um- kKeinen ur der efroren daß man en Zaun . S außerhalb des 2Zaunes Leute standen, die ten, on ingen aufzunehmen. vele verSuch n Häft— da oben stand, fiel mir ein hübsches, rotbackige Sicht S ines vie 6jährigen Mädchens a schon verfingen sich 8icke. Sie hatte ei 8S Ge— eicht n unsere tu Kop tuch und einen Jangen Scha! um den Hals. Ich gaube noch heute, daß sie die schönste Frau war, die ich je in mei— nem Leben gesehen habe. Da 9riff sie unter den Mante! und varf mir öber den Zaun Sein kleines Paket zu. ES Nar Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 31 Si S emit mit Schmalz. Mir wurden vom MiSthaufen heruntergejagt, ne ien onne e mit me inem Freund Otto tei- len. Den langen 8ickh auf die junge Frau und ihr frij— sches Ant itz sehe 1ch noch heute ganz plastisch vor mi ee in Unaus öschiches Srebnis. Mir waren QnterwegsS, MOdZSaw Schon vier VTage als„ir in in Schles ien anka- men. Da gab es einen SBahn- hof, und Ni mußten varten, Si Sn SUterzug bereit Stand. Ss Naren offene Wag- gons, Kohewaggons, im 6 „in einsteigen mußten. 60, o Nir hatten zwar die Schwäch- Sten als VTote 2zurückge las- Sen, aber trotzdem waren auch wir, die„ir die ersten Tage des Todesmarsches dber- ebt hatten, in einem sSr-— därm)ichen zZustand. MWieder 9ab es nichts zu essen. Nach vielen Stunden setzte sich der Zzug in Richtung Mähren i SeeS Nacht kKamen vir auf dem Ver- Schiebebahnhof in Mährisch- Gosrrau an. Bier standen vir auch wieder seinige Stunden. Nas sich auf den Waggons ab- Spielte, iSt Unbeschreib- ich. Die Menschen starben vOr UnSeren Augen. Kälte und Sunger taten das ihre. Sogar fün mich ist es heute unvor- Ste)bar, im strengen Winter in offenen Kohenwaggons Tag und Nacht bei Fahrt zu ver- dringen. Ich sah mich am En- de meiner Kräfte. ſen 8 Schon eini- In Ostrau habe Fucht versucht. gen anderen Kameraden var es 9e ungen, Sich auf dem Todesmarsch von der kKo onne zu entfernen, vVersSchiebebahnhof in die Mögich-— dem Ostrau sah ich Keit, in der Nacht vom Magen herunterzuspringen und 2u versuchen, in die Freiheit zu gelangen. Ich sprang. Ich überquerte einige Gleise, S Siner veiBgekleideten Frau ge9enüber, eS Nar eine Schwester des Roten Kreuzes, und Nir waren beide furcht- bar erschrocken. Sie verriet mieh nieht, aber sSagte min, diese Meise nicht e iterkomme. Ich hatte die Häfting9skleidung und Sjnen Kahlgeschorenen Kopf, Se fohener Säft ing sSrkennbar OSwesSen Wäre. Der Hauptgrund Nar Jedoch, daß sie mir sag- te, der ganze Sahnhof sei voOm deutschen FTFruppen um- Stellt, und es sei hier kein SntkKommen. Oieser Ums tand Und auch, daß mein Freund Sieiec ſſi R S nicht Nagte, ar ausschag- 9ebend dafür, daß ich 2zum Ma9gon zurückkehrte. LSl 9 aube heute,„enn ich ge- vuBt hätte, vas mich am 2Ziel der Reise in Mauthausen— GuSen II erwartete, ich väre das Risiko eingegangen. Morgen ging es itr kamen 2u SiSenbahnkno- Am nächsten Neiter, und einem großen tenpunkt Prärau in Mähren. Ich erde nie vergessen, wie mutig und aufopferungsvo])) dort die einheimische 8evö— Kerung war. Die Leute kamen bis zu unseren Waggons und Schmissen Lebensmitte) hin- ein. Mei) ich der tschechi- 32 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Schen Sprache mächtig ar, bekam ich mit meinem Freund Seiniges mehr als die ande- ren. Die SRinste! ung dieser Menschen gab uns„eder Knaft Nin Fetenm unsS 80, daß sie uns als Menschen be— trachteten und nicht„ie Ausgestoßene. Aber nicht nur diese idee len Merte halfen uns, es halfen uns auch die Srote, das Fett, die Marga- rine und die Murst, die sie Se lber entbehren mußten, aber in großem Unmfang mit uns teiten. Es kamen immer mehr Leute, bis unsere Bewa- cher sie mit Gewehrschüssen in Deckung trijeben. S1i8 Schossen weiter, nc ie Sah, vie einige Ziviperso- nen fielen. Nach dem Krieg besuchte ich diesen SBahnhof und sah, daß sSine Gedenkta- fel aus 8ronze an die tapfe- re Tat der dortigen Einwoh— ner erinnerte. Jedes NMal, venn ich durch diese Stadt n egte ie5 dankbar e inen 8menstrauß unter die Gedenktafel. Wir fuhren dann weiter durch ganz Mähren und erreichten in der Nacht die Vorstädte von Wien. Viele hielten die Strapazen nicht durch und Starben. Die Fahrt ging noch zwei Tage und Nächte eiter, biS vir— ich 9 Laube, es Nar 8 ſn Mauthausen ankamen, S iner keinen Stadt, ein paar dutzend Kiometer Vor Linz. Die Waggons aren vo— ler Unrat, die Toten mußten herausgetragen erden, und dann formierten vir uns in eine erbärmliche Ko onne, cie ne Sewachung eine Straße bergan torkelte, bis Nir eine burg- ähnliche Festung sahen, aus großen Granitquadern aufge- baut— das Konzentrat jons la- 9er Mauthausen. Das, aS dann HOeschah, 9Shört nicht mehr zum Vodes- marsch, ar jedoch nicht minder grausSam. Die ausge- mergelten körper der Bäft- inge hielten nicht mehr vie) aus. MWir mußten unter e ine Dusche und be kKamen leichte Unterwäsche. Beklei- det in dieser Unterhose und einem Unterhemd mußten wir noch in der g)eichen Nacht zum Appel] antreten, der Stunden ang dauerte. Mitten jim Minter, und viele, die den Todesmarsch überstanden hatten, haben diesen Appel nicht überstanden. Nur die, die ein bißchen in der Hitte Standen und nicht so dem Nind und der Kälte ausge- Set?zt„aren, konnten über le- ben. Das 6ücksgefüh! jS. tiv. A)s Nir in die Baracken durften, überfie) uns für einige Stunden 8S0 ein Gücksgefühl, denn Nin 88— hörten ieder einma) 2zu den Oberebenden. Wirn sahen uns am, nei ei ich, und ge lobten uns, auch in 2zukunft zusammenzuhalten, damit„ir das, Nas unserer noch harrte, auch dber eben. Nir sahen darin seine Aufga- be. Später, nachdem „ir zusammen in Gusen II für Messerschmitt in unterirdi- schen Sto)en Flugzeuge bau- ten,„urden ir befreit. In diesem letzten Lager, in 6u— Sen 1 er nne denktafe! an 32 000 Tote aus vier Monate . Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 33 aller Ferren Länder, die var eines der fFürchter)ich- dort ohne Saskammerm umka- Sten Lager, die es Enter den men: vernichtet und Sgetötet vielen fürchterlichen gab. durch schwere Arbeit, Unter- ernährung und erschlagen. EsS Kn 8Oz K kMMkeꝛMeeh e Ree eje eftjeK t eK Keeehe eKeeee Fvakuierung' und Wohnsitzverlegung 8 Die Deportat ion der deutschen Juden nach dem Osten' und nach Theres ienstadt Sin Abriß von Merner Renz schuß 92. Belzec Oberhauser, von Caude Lanzmann in»Shoah' an Das erste Todes Jager der sSeinem ArbeitsSpat?z im vom Odi)o 6Gobocnik gelei-'Franziskaner PosStstüber] teten'Aktion Reinhard' var zu München gefiImt und be- Bezec. Im Spätherbst 1941 Fragt, Angehöriger der La- errichtet, begann die Ver- germannschaft von Belzec S Seit dem ſe S Juden, die meisten aus dem Adjutant des InSpekteurs Distrikt SGalizien, vurden der Aktion Re inhard', in Gaskammern mit den Abga- cChristian Wirth, vVurde sen eines Diese motors er- vom Landgericht MUnchen mordet. 2 S U ie(S) 20 Das»Gedenkbuch' 627—647) zu 9e rade G als Deportat onsziel Viereinhalb Jahren Frei— deutschen Juden, heitsstrafe verurteilt. angenommem wernden mußs aber, daß eine 9roße 2ah) von in den Distrikt Lubin depor- 83. Sobibor tierten Juden aus dem Reich Hach 8elzec'ausges jedet' Im Tötunszentrum Sobibor (Baubeginn: Mãfrz S InSgesamt fanden in Be- Auf öSung: OkKtober 1943) S 6 aufgelöst„urde, S60 600 Juden den Tod durch die Hand Jäcke/Rohwer, S 080)0 der deutschen MörFder(W. Unter diesen Opfern waren Scheffler, in: Jäcke Roh- tausende Juden aus dem Reich, die aus den 21— Schenstat jonen im Distrikt Einer dieser Mörder, Josef Lublin nach Sobibor'aus- 34 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. ges jedelt' vornden waren. Im des Schwurnge— S5S Hagen(S8 6S prozeß) vom 20. 12. 1966 heißt eS: Mach bisherigen Ergebnissen Neee 8SS cherheit fesStStellen, daß aus dem e und SS S SS S Jun 1942 mindestens 10 000 Juden nach Sob ibor ſamen. Hach Adabent S vernichtungs agen im Spie 9e) deutsScher Strafprozes— S S 5 TrebinkKa. MUmchen aien vernich— tun9s agernn der AkKtijon Reinhand' erStickten 8 je an den Moforabgasen, die die bef)issenen EXSkKutoren der Endösung der den- fnage in dje GaskKammern eiteten. ſ 1 iSt dije vOn WoOf9gang Scheffer i 8 Hem GUEachten erarbeitete ſeSe ſ S S 6 9 4. Treb) inka Unter den Seit dem Trebinka umges iedeten' GhettoinSsassen waren auch deutsche Juden. Das Ge— denkKbuch' nennt ä Namen vOn 58 deutschen Juden, 01S Hachweisich nach TrebinkKa kamen, am— Oenommem venden muß 3S— 6SS daſßs cie Zah) der S In ſrebinka ermordeten die Deutschen 900 000 Juden (W. Scheffler, i Während einen Hii vie John Demjanj uk Se ine 9erechte Strafe ereien men die deutschen Täter im 1. DUssedorfer Treblinka- Prozeß zume ist gimpf lich davon(Urtei) Rüter (8 Bd. 2 S 1— 5 Oaude Landzmanm s8o 9efreudige, gar redseige Franz Suchome])— schon 6itta S Eine GewisSsSenserforschung. Fnank- Stand er bereitwiig Rede Otto Horn, Chef des Leichen- umd Grubenkommandos im sog. Toten ager in Treblinka, mitterweile voh] 85— jährig und im Demjanjuk-Prozeß Zeuge der Ankage,„unde am 3 5 5 beim Landgericht DüsSSe— dorf freigesprochen. 9 5. Majdanek Majdanek, im September/Ok- ESo Se 22 1944 befreit, war Aufmnahme ager fUr soOw— jetsche kKriegsgefangene und Konzentrat jons ager vornehm- ſSn i nichtjüdische und jödische Polen, obei es S 6 Situat ion des i Lubin er9ab, daſßßs auch Juden anderer Na— tionalitäten hierher 9e— bracht oder deportiert „urden. Majdanek diente als Zwan9sarbeitsager und beitskKräftereservoir i Lub)iner Bereich Lonzentrierten Betriebe und Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 35 Lager der SS. EsS war Sbenso Auffang- und Durchgangs a- ger für polnische Zwan9S— arbeiter, für die zwangsum- 9es iedete Landbevö kKerung des Bereichs und ſ0 sogenannte bandenverdächti- 9e Eemente“(W. Scheff-— Nach den Jozef MarsSzalek voriSgenden Unteragen kKa-— im Frühjahr 1942'einj— 9e Transporte mit deutschen Juden(etwa 1 000)* nach Majdanek(66 Mar— Szaek: Majdanek. Konzentra- va 1984. St 66; S iehe dersS.: Majdanek. S8Beschichte und MWirkichkeit des Ver- nichtungs lagers. Re inbeck bei Hamburg 1882), sSbenso trafen viele Transporte aus dem Raum e aus Piaski, 5 Zamosc, Bezyce in Maj danke Sein, aus Orten also, die 2?iel- Sn de Deportat ions-— zü9e aus dem Reich waren. Das'Gedenkbuch' nennt die Zah) von 2 039 deutschen Juden, deren Deportat jons- zje) Majdanek war. 0 Majdanek Opfer Seit i 6 pfun9smittel vergast, sSofern durch Arbeit vernichtet, oder vie am Nährend der Aktion Ern- tefest' 2zu Tausenden er-— Schossen wurden. vunden die Hernbst 1942 Schäd in9sbekAäm- ZkKon B S Unter den Setwa 200 000 Toten voOn Majdanek(W. Scheffler, ſ Jäcke lRO- hwer, S 148)— Marszalek nennt die 2Zah) vOm 360 000 Opfern(Marszaleß, S 65 ſS 192)— waren'etwa 50 O00— 60 000 jödische Opfer“ 148). 9. 6. Auschwit?z Aein aus Berin vurden mit 40 Transporten 17 961 Juden nach Auschwitz deportiert (H. G. Se enthin: Geschichte der Juden in Serin und des Gebäudes Fasanenstraße 79780. Berin 85) Die Todeszöge der Deutschen Reichsbahn roten seit Ju- in das Vernich- tungs ager. Berin, auch aus Hamburg S BraunschMeig Stuttgarnt 6c KöIn vielen anderen Städten des Reiches kamen die»Um- S ied)er im e Abermals dokument iernt Sin Briefwechse) zwischen dem WVHA und dem ArbeitsS- SeSie Heinrich Schwarz, das Schicksa) von vitz deportierten Juden. März 1943 vurden 6 986 Beriner Juden nach AusSchwitz transpor— tiert. In einem Fernschrei- 1943, MWHA an HöB, heißt es: Be e diScher Rästungsarbeiter aus Berlin. Ich veise nochmals hin, dass die jödischen Rö- Stungsarbeiter aus Berlin, deren Transport gestern ab- S ſ beitsfähig serhalten b)eiben darauf 36 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. [nOSSeSn. AUS dSr TatSache, SeS S der)in in der Rüstungs industrie gearbeitet Haben, 1St ihre Verven- dungSfähigkeit zu eSerkennen. Zunächst muss das SBunaager S Höhe gebracht verden.“ S 5 S 08 (e Oje Mörder djenst auf der am AuSchWEZer Hof waren venig dem Menschenmaterial, das jhnen Serin den ArbeitseinsSatz 80 nach- SS 750 S8er iner Juden, „Urcen 517 Männer F nauen von vOm Rampen- alten Bampe SGüterbahn- Sbaut VvOn e intrafen, Und 200 den SS- Rrzten „ST ArDeSit verden, 082 Sem Franspor Ka endan ium, in AuSchWitz, 6. 4, S 80). Menig erfreut über die mange Inde ArdeitsSfähi9keit der angebichen Rüstungsar- dee Maurefn: Wenn die Fransporte aus Serin veiter mit so vielen Srauen u. Kindern nebst al- ten ocden annoen che ich mir im Punkt vijel. Su-— Ha“, dessen Lagerstärke im Februar 1943 1 800 Arbeits- auf der Ram- Srachtet, vSerFnehtet zu JUGen aus die- „urden SO— (Danuta Szech: Hefte Vvon Sl bereits 5 0O00 ArbeitS- SkKaven fün die TG-Farben SSiee(e MakKOSkKj, Hefte vOn AuSchWiEZ, S Se vOfr aen Ongen Jüngere bzw. Kräftige SGestalten.“ 6 Nie weiter mit zwej Seriner Fransporten verfahren vurde, dokKument iert ein Fernspruch voOn Schwarz an das MVWHA vom Bet AbtanSpo Jüdischen Rüstungsard. Se 7. März trafen vVOM und 6 fogende Jüdische Häft]) ings- LanSpOorte ein⸗ Transport Sen S 1943, Gesamtstärke 1 128— den. Zzum Arbeitseinsatz ge- angten 389 Männer(Buna) 6 Frauen. Sonderbe- hande t„urden 151 Männer 492 Fraen U Kinder. 6 S SGesamtsStärke 690 e inschießich 2 Schutzhäftingen. Zum— deitsSe isatz ge angten 2 Männer und 25 Schu2 näft inge(Sune) und 65 Frauen. Sonderbehande t Nur— d Kinder.“(56 Sd. aluS — C — S Le S c5 0 E c5 S — — — —= S 0 S C — 1 0 00 — 0 S S C — — 0 — — — — S = S ꝙ5 S . — S S 0 — 5 — — C — — Q — C S C0 — 05 = C — onanitalunsagar Auschuit Folgende Anordnungen slnd beim Schriftverkehr mlt Sefangenen 20 be- schten: 1.) Jeder Schutzhsftgetangene dsrt im Monatzwel Brlefe oder zwel Karten von seinen Angehörigen empfangen und an sie sbsenden. Die Briefe an die Sefangenen mUssen gut lesbsr mit Tints geschrieben sein und dUr. ten nur 15 Zeilen auf elner Seite ent- halten. Sestattet ist nur eln Briefpo- gen normaler Sröße. Brlefumschlsge mössen ungefüttert sein. In elnem Briefe durfen nur5 Brlefmsrken à 12 Pig. beigelegt werden. Alles andere ist vorboten und unterlegtder Beschlag- nahme. Postkarten haben 10 Zeilen. Uchtbilder dUrfen als Postksrten nicht verwendet werden. 2.) Geldsendungen alnd gestattet. 3.) Es ist dsrauf zu achten, daß bel Seld- oder Positsendungen die ge- naue Adresse, bestehend aus: Neme, Seburtsdatum, und Sefangenen-Num- mer, auf die Sendungen z0 schreiben Ist. ſst die Adresse fehlerhaft, geht die Post an den Absender zurUck oder wird vernichiet. 4.) Zeltungen ulnd geslsttet, dUrten aber nur durch dls poststelle des K. l. Auschwltz bestellt werden. 5.) Pekele dUrfen nlcht geschlckt wer- den, de die Sefangenen Im Lager elles Keufen können. 6.) Entlessungsgesuche aus derschutz-. hatten die Lagerleltung slndzwecklos. Se Sefangenen Im Konzentratlons-Lager sind grundsätzllch nlcht gestattet DorLagerkommeandant. —— Melne Anschtltt:, c Name: c Absender: Auschwitz, den: e . 8 8 3 3 — A — E „ „ 5 58 g14 Senqae