Lager-gemefnschaft AUSCMHMWITZ Ceunſesltreis der AUSCLMW/TAZEMR e. N Mitteilungsblatt Mel 1936 Lagergemeinschaft Auschwitz V 1 Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Dohumentations- iWersteitte Ausefnif Funckstrabn 10 6000 Frankfurt o Te1. 069— 772966 Langsan— für n4 ch vLe1 zu 1angsan— Es 1L st d 1„ Arbett, v1e 1ch a1e b⸗glnnt dte»Dokunentattoneverkstätte„1T vorste11“,— v1* 4* vohl von Ausch1tz“(DowEA) rornen anzunehnen. a11*n an Tn⸗ Interes⸗terten n 011. vor kurzen fFührten vLr att Frau Mi- vLA1 Mdhe, Z4t und Bewußts1n sur n1atertn Vera Rüdtger e1n Fast dret- Aufarbe1 tung unserer Jüngsten G„— vLerte1atndtges Gospräch über unsere chtchte 1Let erforder1tch! vorste1Llungen und v1e v1r s1e rea11- sLeren können. vLr raenden vo11 s Verstindnte und auch d1e Bere1tschaft helfen zu vo11en. RLne erate fLnanzt1e11e fusege erhte1- ten v1r beretts. EFbenfa11e fFtnanzte11e BeLhd 1f†„ wurd⸗ uns vo⸗ Frankfurter Kulturdesernenten Herrn H 1ar Hofnann sugesagt⸗ VLe ort hat ntr Horat von den oft 1engLertgen Recherchen erakihlt,»4* v1e1e Stunden verbrachte er 1n Archi- ven! Horst hat als ereter e1n⸗e Doku- nentattan erste1L1t. Ee„o11 uns an- pornen, er 1Lat o1n Be1Lpte1 fFür uns“ re Arbe1t! Langsen- fFüur n1ch v1e1 zu 1engeen GoApräche 1t den Arbettsent Frank- 2 8 begnnt due Arbett, doch Horat rurt/M vegen FLnste11Lung ven Arbetta- kräfrten 1 Rahmen von AR a1nd 1n Gen- Probetein„tint tch zuveratcht1tLch, 6. g. er ze4gt den Veg AMrAMGEN 1 von„1n1gen Verlagsanstalten erhte1ten g v1r Bücher zun Thena und Rnse1per- DeC gCAc de aonen überaandten uns vertvoL1Les Mat—. R r1e1(Bertchte, Dokunente, efn Künet- d 1er sendte v1e1e se1ner BL 1der sun. Tnen Auschvtta). NMoue Verbtndungen ntt Porsonen, vo1— ch⸗ auf den Gebtet der Dokunentatt en Errahrung haben, konnten hergeste11t verden. Neue Mttarbetter wurden ge— vonnen, ve1che uns durch Lhre Erfah- rungen und Verbindungen sehr wert- vo11e HLLrFe 1e4eten können⸗ DL Aufate1L1Lung des Kuratertuns für d»Dokunentatteneverketatt Ausch- vLta“ nacht gute Fertachrttte und vLr horren, das 1 Sptenber 86 dt⸗ Konst1tutrung erfolgen kann. ——„ Zv„1 Arbettagruppen der»Lagerge- „„1Lnschaft“ haben 1n v1e1len Di akusst- onen und Fprächen a1ch ntt den Aufbau, att den dtdakttschen Me thoden bchkfttgt und s1nd zu brauchbaren ErgebnLssen gekomen. Unser Mttg11Led Herst Probate1n hat dte erate vLaeenschaft1LLche Arbett rerttggeste11Lt. 84* befaßt s1Lch Lt den Tnena»D1 Ausve1Lsung po1ntscher Juden 1h Oktober 1938* Lagergemeinschaft AuschwitzV Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Großdeutsches Geschwafel des Herrn Kohl oder: Gnade der Arroganz Er, Helmut Kohl, beruft stch auf dt »Gnade des Spätgeborenen“, venn er auf Saterretchtschen Boden den öster- re1LchLschen VRhlern e1nen otndeutt- gn Vah1Lvorschlag zuguneten des Uheren MO-GeneraLsekrtäre Kurt 1dh⸗1n gtbt. DLejentgen, dte den konservattven Kandtdaten dte VerLckLung 1n Krtege- verbrechen auf den BaLken und 11 TtaltLen vorverfen, beztLchttgt Koh1 der*Arrogenz der Spätgeborenen*. Er, der Spkitgeborene vo11er Gnade, 1, dte krtttsterenden Spätg⸗borenen, s1nd arrogant. So„1nfach 1at das. Kons⸗quent 1 t er, uneer HeLnut Kohl. Und gerad1tntg aucht etne gerade Schnur des Denkene fFührt von s„1nen Teraelbesuch über den unvergessenen Auftrttt 1n BLtburg bts zu se1nenm 6sterretchtechen Ratschlag. Schon 1n Tsrael hat er„1ch ntcht 1an- 6e mtt dem Gedenken an dte Opfer des doutech-öaterretLchtschen Gröpen- und Rassenvahnes aufgehalten. Der HneLs auf s«1n Geburtsdatun mubhte den Terae11s genügen, 1n Koh1 1nen Vertreter der Spktgeborenen zu sehen, dte KeLner AufkLHrung nehr bodürfen. s1nd dtese 1Lnfachen, J„1nrfM1— Gedankenginge, dte dtesen soLboternannten EFrbe Konrad Adenauers Un dte NHhe se1nes po11ttschen Großvaterse rücken⸗ Kohl mengt s1ch 1n dte uretgensten Ange Legenhetten unseres Nachbarvo1- kKos e1n. VLttert er nLcht dte 6- Fahr? Hetnt er vtrkLLch, dte späte Geburt vürde Lhn auch hter über den Verdacht und VergLetch htnvegheben, v1e elnst HLtler, so heute er, der s1ch etnmtscht und bevormundet? Ver sLch ntcht 1n Schärfe der Ver- Sangenhett ate1Llt und ertnnert, ver- 11ert vohl eben dte Fähtgkett e1n⸗ Klaren und ve1Ltstchttgen B11Lckes 1˖1 dte gemetnsame Zukunft mLt unseren sLbstindtgen Machbarvo1k österretch. Von Takt ketne Spur. Wo der Bundeskanz1er Geschtcht⸗ auf- kLären und erhellen wühBte, 1i0t er achvafeLLgen Nebl ab und zeretört nachbarschaft1tche BezLehungen und Gerüh1e. Der Be1LfFaL1 der Rechten und Rechte- radtkalen 16t 1 hn a1cher. Se1ne po11ttsche Vende gerit woraltech 1Lmmer vehr zu e1nen salto vorta1⸗. »Schaden abvenden von deutschen Vo1k*, so ge1Lobt e1n Bunde skanz1er. He 1mut Kohl hat n1cht nur unseres VoLk Schaden zugefügt, g1etchze1tt1g hat er auch den ö⸗terretchern e1tnen Schlag versetzt. Naz1s o1Lnd hter v1e dort unsere Ge— ner. Unbe 1ehrbare Früh- oder Spätgeboren⸗ s1nd hiter v1e dort gerfähr1tch, pardon, geme1ngefRhr11ch. E ( N WoT VascnpEtE cE dRsact vM EMA. Wa wig NEEicrc; SEuEs04 Lagergemeinschaft Auschwitz V 3 Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Wenn einer eine Reise macht.... oder die Konfrontation mit der polnisch-deutschen Vergangenheit EUn»alter“ österretchtscher Auschvttz- Härt11ng(Retseletter Hermann Re1neck) hatte nLt selnen Freunden dte Idee, Für Junge— und auch alte- Menschen e1ne Busretse nach AuschvLtz- Btrke- nau zu organtLsLeren, dte dann vom . bis 11.1986 n1Lt unvergeß1tchen FrLebntssen ab1Lef und a11en M trei- senden ntcht nur e1n Stück schreck11- cher Goeschtchte hautnah vermtttelte, sondern uns auch den Menschen 1n Po1en und Lhrer Kultur und Geschtchte nRher- brachte. Dabo1 vurde bewußt, v1* ventg v1r Doutschen über dte Geschtchte der VöS1. ker 1* Osten, spezLe11 über Po1en, vssen! Landechaft und Aussehen der HHuser varen gar ntLcht angetan, uns„1nzu- „tLumen auf das, vas v1r Schrttt rür SchrLtt dann er1ebten; denn 1n trüben Grau btLs dunke1grau erschtenen une Land und Städte. Unsere farb1ge, Laute, dringende und qutr1t ge Lebensve1t „tand den so ganz entgegen. Und dann erlebten vLr„1ndge Tage a1s Gäate be1 ehenaltgen Auschwt tz-HErt- 1ingen 1n Krakau, wurden sachte e1n- Sostlumt zun Besuch der Mord- und TodarabrLk AuschvLtz- BtLrkenau. Dort scht1derte an zve1 Tagen Hermann ReLn⸗ck, als Tatzeuge von Statton zu Statton une führend, 1n unnachahm11 ch- Indring11cher VeLse, 1nmer noch se1 bst Spackt von a11 s„1nen Schreckenser- Unnerungen, a11 das 1n der Geschtchte der Menechhett„1nma11 g- Furchtbar⸗ Gschehen 1n AuschvLtz— Btrkenau. In Gedenkstätten an Ort des Grauens haben 1nzvLechen vLe1 betrorfene Mat1- onen bi1dhaft und dokunentartsch dt⸗ EntvckLung zum Faschtsnus, den Le1— densveg der Menschen, aber auch 1 hren vtderstand und Uberlobens111en dar- geste11t. AuBerordent1tLch befremdend randen v1r, dal von unserem Land, der Bundesrepu- bLLK Deutschland, ntchts dergletchen dort besteht. Hngegen beftnden sLch dort e1ne ent- pPrechend ausgestattete Gedenkstätte der DDR und sa1ne österretchtsche Godenkstätte,„1e üb1LLch, 1n e1nem der „henalLgen Häft1LLngs-BLocks, dte gera- dezu vorbL1Ld1LLch etngertchtet s1nd. Angestchts dteser Fakten dGberkam uns Schan und v1Lr vo1LLten und konnten nLcht glauben, daß unsere retche, große BundesrepubLLk dort mLt Ketnen Gedenken vertreten 1st. HLer 1Lst drtngendster. dtese SchamLostLgkeLt muß bese1ttgt verden! Vor Jedem Vorhaben 1n der Bun- desrepubLLkK, KrLegsopfern und NS— Op- Fern hter e1ne genensane Gedenk- stätte zu errtchten, steht dte Bese1- t1gung der schamLosen UnversöhnL1Lch- keLt der BRD-Verantvort1Lchen 1n AuschvLtz. Aber zurück zu unseren Gastland: PberR1ttgend var dte uns zute11 ge- vordene Gastfreundschaft unserer Gastgeber übera11 1 Lande, dte e— des uns bLsher ge1Läuftge Maß be1 veLtoen überschrtLtt. Es var 1mer vLoder erstaun1L1Lch, vo1che HerzLLchkett und Offenhett Jenen po1lnLschen Menschen e1gen 1 t, dte so vLe1 BLtteres durch Deutsche erfahren haben. DLe Führungen durch Museen und SchLösser sovLe zu anderen Sehens- vürdtgkeLten und zuletzt e1n Besuch o1Lner herrLLchen BalLettaufführung 1 vunderschönen Varschauer Ba1L1ett- Theater, varen e1ne LektLon über dte Geschtchte Polens, dte v1r ntLch vergessen können, ve1LL s1e uns o n- barte, v1e ventg v1Lr von der Goschtch- t⸗ und der Kultur, vor a1LLen über dte Menschen Polens, vLssen. VLr haben nLcht nur vLe1e freund11che, „1nfache und offene Mensechen kennen- g⸗Lernt, sondern auch echte Freund- schaften geschlossen, vor alLem aber— so Ne1Lne 1ch sagen zu dürfen— großen GevLnn erlangt aus den Bewußt- vorden geschtchtLLcher KonttLnuttät, unserer Verf1echtung und Gemetmsam- keten mtt dtesen Menschen Osteuropas⸗ Ich mo1Lnen Sehr enpfehlensvert zur Auffrtschung gegen das Verdrängungs- syndrom! Anschrtft des Organtsators: Hermann Re1neck, sScht1L1erstr. 18 6309 Hünzenberg-1, Te1. 06033/60 168 po1 1r zu Mnb ton 8 ad and Ich — n Lagergemeinschaft AuschitzV Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 4 DM J.—, vas a11e1n den Bes1cht1- gungsvert des vunderschönen Tneater⸗ entsprtcht. Dem Pre1s Tür 11 Tage von DM 650.— entsprachen Standard und Verpf1gung der Hote1s 1n LLegnttz und Narschau. ra- Für den Ba1L1ett-Abend betrug der orTLz1Le11e Etntrtttsprets 210 Z1oty„ gez. Albert S1ndtnger 40 ahre darach-die Seele der Opfer kennt keine Verjãhrung Se1t genau e1nen Jahr fange 1ch v1e— . an, nch zu ertnnern, zu denken zu sprechen über atch und ne1n⸗ Er1ebntsse 1n Ravensbrück.„ s1t Anfang d. J. utch ntt der qui1en- den Frage zu beschkifttgen, an der po1enretse tet1lsunehnen oder aus v4e— 1er1e1 vernünfttgen Gründen Abetend zu nehnen. AnbtLvaLenzen, AusfLüchte, Krenkhe1- ten, Ingate und gutgene1nte Ratsch1K- ge aus der e1genen Famt 11e 1565en s1 ch ab— Jeden Tag neue Etnstchten und andere Me 1Lnungen, 1ch g1Laube zett- veLse, daß 1ch verrückt bin. Ich enpf1Lnde be1n NHherrücken des Terntne atärker das Bedürfnts, m1ch zu entztehen, dte Anspannung vächst, aber 1ch kann trotzden ntcht Nehr zurdck. Im Bus dte ersten Gespräche ntt an- deren Tet1nehnern, nun g1bt es ke1n Entrtnnen nehr- me1n 2Z1e1 der RetLse he1bt AuschvLtz*. DL Fahrt dann von Krakow nach Ausch- vLtz und Btrkenau v1Td aus organd.- satortschen Gründen um zve1 Tage verschoben; qui1Lende Tage für ntch, 5 v111„s doch hinter mtch brtngen! Abend vor der nun unausvetch1Lchen Fahrt 1ns K?-AuschvLtz beretten un⸗ de Krakover Freunde und Gastgeber 1m alten und tradtttonsretchen A1t- tadt-Restaurant'Nyrastnek' e1n Fest11Lches FSsen. Etva 70 Personen s1nd zusannengekommen- 1ch„püre trotz der guten Sttmung und Atmos- phäre Unruhe und Angespannthett morgen 1 t es sove1Lt.— Ich atochere 1 fFe1n angertchteten Essen, dte ersten Lörre1 Suppe- da steht a1n⸗ tr achrig gegenübersttzen- de Frau auf, geht 1angen Veg un dt⸗ Tafe1 und kommt 1Langsan auf„1ch zu, blebt atehen. Ich höre LLese1otte?l — dann 1hren Nanen. Ich var 1n Ravensbrück, kennst Du m1ch7 Me1ne erste Antvort nein; 1ch bin blocktert- a1e ntmmt mt1ch 11 den Aru und nerkt, daß 1o0h kraft— und ht1F1o bin. 81e redet freund11ch ve1Lter. PLötz1LLch sehe 1ch al1e ean den Ttachen 1n geste1Lften Anzügen S1e erzMhLt von e1nen der 1etzten Trensporte nach der Fakuterung von AuschvLtz, der an 15. 1. 19b5 1n Ravens— brück elntraf,„1 var dabe1. D1e B11der dteser erbärultchen G*— stalten„verblutet, verkrust⸗t, verdreckt, barfuß„ 1ch habe s1* 1n n1r. 2—— — 7 ———— Aber 1hr Sprechen erretcht w1ch nLcht wehr. B1Lau-ve1he HKrt1LLngekLe1Ldung rund um ntch.„ 1ch chLeppe vtch duren den Saal zur Tr⸗ppe, der Vog zur ToL1⸗tte 1st odoch zu ve1Lt,„e dr*ht s1ch a11es, m1r vLrTd achvarz vor 4en Augen, auf der zveLten Treppe bl1— be 1ch 114 gen, breche alles hera. Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Ich komme vLoder zu„Lr, a1s Xrzte aus der Krakow-Gruppe um mLch s1nd; 1ch höre Krankenhaus, Herzanfa11, Krankenvagen. Ne1Ln- das v111 1ch nLcht, 1.n ketnem FaL1L! ITch fFüh1le mtch„1end un schvach, aber trotzdem anders als vorher. Ich ve18B genau,„s 1 at ntLcht netne Herzkrankhett, s1nd dte Nerwen, „1n Mervenzusannenbruch. VLe kann 1ch das den un m1Lch besorg- ton Kraten und Freunden nur klarma- chen? Tch vehre NLch, vertrete hyste- rLsch me1n AnLLegen. Tch habe das Z21 1 Ke1Lner Re1Lse, AuschwLtz, vor Augen, da v111 1ch vorgen han, ntcht 1n den Sant tätswagen und ntcht 1ns Krankenhaus- ndt den Taxd 1n me1ne GastfantLLe, schlafen, ausruhen. Nach v1e1en htn und her 1 st dte Fnt- cheLdung gefalLent tt No1Lner Gast- gebertn nach Hause, Jedoch 1 Sant- titavagen-„1n Arat FMhrt att, gtbt n1T„1n beruhtgendes Medtkanent. Toh habe ve1terhtn Unstcherhett über den Z1 1 ort, aber v1r Fahren tat- alohLLch 1n dte Vohnung, 1ch v111 1n Ne1n Bett, Fühle ntch nüdde, hohl1, 1oer, unenpftLndsan. LIch schlafe Fest und t1erf. An nHchsten Morgen vache 1oh auf und höre geschirfttges TretLben 1n der Voh- nung, springe aus den Bett, höre von no1Lner Bettnachbartn und 11Leben Mt t- rahrertn sovLe der Gastgebertn, der Arzt habe bestitnnt, daß 1ch zu Hause bLeLben 3o11. Ich bin he1L1Lvach und s1Lehe atch 11 ventgen Mnuten an. Heute Fahre 1ch nach Auschvttz, kann n1Lemand abhalten, 1ch fühle m1ch rre1— 1ch bin e1n neuer Mensch. m1 ch Durch Auschuttz geh⸗ 10h runtg— 0 apüre, das 10h AuschwR, Ravensb E berette ge⸗tern abend erfahren und durchlebt habe. Be1 der Abfahrt von KHrakow sehe 1ch ne1ne LoLdensgeness1n aus Ravene- brück vLoder, v1r aprechen über EFr- 1 bntss 1n Lager, über den achreck- 11chen Transport von 15.1.194½5; vLr tauschen unsere Adressen aus⸗ Das Frtnnern, das Festhalten, geht veLter- 41ch g1aube, unter er1e1ch- ternden Bodtngungen. LLese1otte Tnumser-Ve41 Eindrũchke einer Reise nach Polen-Gedanken über die Juden.. Nehnen»1rT das fFolgende Gespräch m1t den Vervalter der noch s1nztg übrtg- gebLLobenen Synagoge 1n Varschau a1s ELnstteg Tür»ettere Uber1egungen, Fragen und Enpfindungen: Da dte Synagoge veschlLossen, k1LLn- 6o1n am Nebengebude- v1e11letcht Al- tenvohnhetm, Begrüung auf po1ntLsach durch etnen R1teren, gehbehtnderten Mann; Verstehen dennoch durch das SchLüsse1lvort*Synagoge“z dte Geste: Honent mal; Rückkehr, erfolgverspre- chendes Läche1n; Geste: bttte varteni vLr verten, verden bald von etnem anderen alten Mann mtt jLddschem Ak- zent begrüßt, verden gefragt, ob v1r Juden se1en, voher vLrT konmen und ob *1rT dte Synagoge bestchttgen vo11en. vLrT vo11en, Fo1gen 1hn, betreten dt⸗ SVnagoge von Se1teneingang her, atehen unvermtttelt vorne 1n Innenraun, hö- ren den kurzen HinveLsen über Bauahr und Bodeutung der ELnrtehtung zu, 1assen den Raun auf un⸗ vLrken⸗ Doch schon Rtt der Festate1LLung, dte „1 dte„1nztge Synagoge 1n Varschau, s1nd v1rT be der Geschdchte zvLschen 1933 und 19k5, be1 den Thena, da E Ubera11 1n Polen, 1n joden Gospr 6 begegnete. Scht 1derungen von Erfahrungen, Po1en ge1⸗bt undnur„1n kLelner To11 ü ber1Lbt haben. DL. Synagoge, 1n der v1r atehen, 4 t aLeo nur deshalb erhalten gebLLeben, ve11 341* der Unterbrangung von Pfer- den der MNazt1s dtente. Unser Gesprächspartner verztcht⸗t auf ve1tere Ausrührungen darüber, vas dtese EntveLhung des Gotteshauses für das Tnpfnden e1nes Juden b⸗deutet⸗ schaut uns fFest an und Fragt achee1- zuckend: Mo, vas 5011 man machen?— ELne Frage, dte er 1 Ver1auf des G— epräches an ede sch1Lmme Scht 1der- ung anschloß. Je vertrauter»1r uns verden, ₰e näher 1h„ dte Ertnnerungen kamen, umeo For Verrmerke des Absenders dte a11 Spendenbesttigung umseitig rör PostscheckkKente Pr- 516 64608 Pf 3„ 6 8 2 ₰ 3— 8 S 0 3 2 2 L 4— 0 e„pP— 6. 33* 3 222 6 2 0 2 5 2„— S*— 3 222 3 5 5 3 32 à7— 0 5„— 0* 8 T 2 1332 3332235241 1„ 0— 0 8 6 6 35„55 1** 2333 5 334 3 3 5 6 35½* 222 3* 8— c. 9„ 85* ² 322*— 5 2 2—„—. 25573 3 1385*„ 3 8—* * 8 2 332: 37 36 572 o 6 V8 tt a8 8 28 1*5 2 2322 5 W—* 5„ 6 2 28* E N*T* 3*331 3*„ 6 32* 3— 42235 332 8*2 0 2—- 21„ 2 r 6 65 2 385 R 6„ S„6 tn8 38 83253„ 5„ 3 0 5 4lö H S C B 8 dpuods 5 0 c suſ unopsbunſessnW ensunpuee 1 5oquszun 60e9 u A zosny p pn n e * uſeh ue npuen uOpossog 1 Squezun 6oeg u 809-79 918 ouopsso A oznosn p sn n e bunsoMoqhiso o z p(uzeso u 9o9.v9 918—— 809-9 918 ueoossod M ouoſooossoc n— S———— N ouoMpops0 ——— d MN Qoſoopoh usqesong U Bee) 1d 0 34 0 6(ollesphh s bunenph3) pussn bunsoMsqiso ßunstans gsog ↄn v s ouo sop ee 1 ſ ſou?lpus/uloipss Meu osſoznzsn n pus pe pun 4 Mu usqonsbupzdug lmn sopusqV So pN OuOPopPs0 m Bnesun punnesequepusds sopuesqV sop MSu 103 ususppss0 —„v p N onppso nonoz 1p puasqx ouopPopP 809-9 918 1d NW0 1 LspussqV p N ohpss0 ⸗ P 8 2W AMon esue Ueplom UepUeMSh ohue-z b o ueguunes n pe]eg uepuemopnz usp gep bhes M UopaoM juueoue ppannspunpao] SSpPOSS SE 2]osoponssuepouöl M S e§ pun 2Shneseqeme 9 M g8 6 M S 8§ uoeu enesSeosd 260yg Oc= 91 unen 6 6 0O /5pon seeze P uop onp jS Me 2ZMoSW P S Sopun-ZMoSnW eosuuepepe pusnz sbusuh̃ocones h hunphelseg uezueut sep an poleg szusnqsß bunssMoqsoq s]o Bunpusℳ 129 08 upnproqun) WQ O1 1200 (usqoas oq punszslulg 8p 12 p*6) nuoz aip anz aunq usznusq 1bupduug usp up usßunsnMW n? zplu) sozpssSuspssbunszolu Krankenha Krankenwagen. — das v111 10 TIch rüh1Le m1 aber trotzaden ande: Ich ve16 genau, aus der Krakow- Gru Herzkrankhett, „1n Mervenzusannent VLe kann 1ch das d ten Kraten und Frer chen? Ich vehre nt1c rLsch me1n An1LLeger Ich kKomme vLoeder 2 21 1 ne1ner Re1Lse, 1ch höre Ne1Ln Fa1LLI 2po ↄsuspsod 10 Ple ne 6 nouup= uspqg= 18 banquop= Sequop= 6ay uwy ud uspugW= upPW— uſs u usjopMpn]= uz punuod= pund ueN u 8M uneg= M uls u1 ubp qut Loßuns= usg Vosd p uustO ep Bun bso sepel 1e o souoppspsjsoq usushs sSuls sſe pP pls olg ususpsg usbppsun uszul pPou ſehePss P sjq uwpspso sop u Bunpussu usuusuſsasqh oqodsſ]pssu uetu P Zsog us p 20 sqobupsusbp 21 z6usß uusuſispopssod“ pſo u uojun s(Vo8d) Su ppssog e HunzagqV*1 usqobnzuo upsq usul p(¶qz sog u) pussq usp uuop 8 usqspng ul soboasg sep hunſo PoM 510 uoſ P?hS? P uSopP uaun s ep hunseM qso s en oquo s88910 oqpuozuosd för Mitteilongen an den Empfänger— da v111 1ch 1n den Santtätswag⸗ Augen, — n1Lt d Krankenhaus schlLaf rüh1e unenpfLndsan. schlafe Fost un Nach v1Le1en htn und cheLdung gefaLLen: abor„ gebertn nach Hause, aHohLLch 1n dte Voh tltavagen- o1n Ara m1T„1n beruht gende Toh habe ve1terhtn 1n ne1n Bett, Leer, Gastfant11„, Ich den 21 1 ort, Be gr *Syns Rückkeh Synagoge ve chendes Läche1nz Veorstehen der gebLLebenen Synago SchLüsse1vort ELnstteg fTür vette Fragen und Enpfindi Da dte 6o1n am Nebengebäuc tenvohnhetm, durch etnen ä1terer Eindrũcke e über die Juc Nehnen»v1rT das fo1 den VervaLter der Honent mal; Mann; Ge verden Vr varten, anderen alten Mann zont begrüßt, Juden seten, verde voher v1rT dte Synagoge be v1r vo11en, ro1gen SVnagoge von Se1ten unverntttelt vorne ren den kurzen Hin und Bodeutung der E 1assen den Raun auf Lagergemeinschaft Auschwit? F Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 6 mehr vörter des JLddschen nahm se1ne Rede auf. vLr hören, deß dte üdtsche Geneinde heute noch 50 ä1tere rege 1mäBge Synagogenbesucher zähLt, daß sett KrLegsende ketne e1nztge Hochzett, KeLne e1nz1ge Bar Mtzvah-Feter mehr „tattgefunden hat, daß 1n Polen kein „1nz1ger Rabbt wehr 1Lebt und daß zum Judtschen Meuahrefest nur dann e1n Rabbl aus Amertka e1ngefLogen vLrd, venn dte Varechauer Geme1nde dte 6. Doev1Leen aufbringt. ch s1„s schvLertg, s1Lch 1 A11- tag an JUdtsche Gebräuche und G- setze zu halten, da das koschere Ea- sen konservtert von Tsrae1 über Frankfurt ⸗1ngefLogen bzu. zvetna1 pro Jahr ale Spende von Skandinavten geschtckt verde. Auch dte Lddsche Sprache»v1rTd kaun noch gesprochen, se1bst dte Mttar- beLter des 1Lddschen Theaters se1en Uberegend*Polen“, dte)1ddtsch g⸗1ernt hätten,»1 unser Gesprächs- partner untersche1det. Es se1en „ben kaum noch»rtchttge“ Juden da⸗ Er s⸗Lbat habe achon 1Hingot das Ruh⸗- aLter, würde stch gerne 1n se1nen Vohnort Lodz, von vo aus er vöchent- 11ch nach Varschau rkährt, zurück- z1Lehen- aber ver nacht dann dte Ar- b⸗Lt hter? Nenand! Ee gLbt ntenan- den nehr, dte Synagoge würde ba 1d zun Museun, das 1Letate Gen⸗1nde1ben s1 dahtn. MNo, v kenn Kan Nachen?1- vLr atnd betrorfren, uns quä1t dte Frage, ne1n, dt⸗ Antvort, daß es voh1 n MantL doch ge1Lungen 1et, dte Ju- 6. 1n Polen, 1n Varschau, aussurot- on. Tch nuß nachhaken, frage, ob„ ketn⸗ Kinder, ke1n⸗ Machfahren der GonetLndenttg1Leder gebe, dde heut⸗ noch zun Gottesdtenst konnen?— Tch höre Doch! Tch höre von Jüdtschen Kndern, dt gar ntcht„ehr vLssen, daß aLe ve1che sLnd, ve11 ate ntcht r11 g16* 1 ben. Mt Tränen kHnpfend erskhlt er, daß er seLbat zve1 verhetratete Hnder 1n Lodz habe, dte ntcht zu 1hren Vater atehen, dte ae1n⸗ Arbett ab1eh- nen, Ja,„1 ntcht etnna1 kennen, nLcht„1nma1 dte Synagoge gesehen haben, ve11 a4⸗ ntchte ehr tLt den Judentum zu tun haben vo11en. Ee e1„ben heute ntcht 1 4cht, a1s Jude zu 1⸗ben, aber-— vas Kkann„en nachen? Er gtbt ke1ne Begründung, über1Rpt uns dte Beurt⸗1 1ung. Doch 1ch hab⸗ dte Betonung auf»heute nicht überhört und 1ch frage utch, sLnd„ dt⸗ alten Hintergründe,„1nd CLaude Lanzuanne Fe1tzeugen doch KoLne ZufalLetreffer, tendenztö⸗ ausgeväh1t? Tst dte Fd LInkrttik an dteser 8Ste11⸗ unberechttgt? Fragen, dte uns veiter suchen 1 assen. Da tauchen dte Me 1nungen der Krako- ver AuschvtLtzer aus„1nen Gespräch auf, a1s s1e verhalten ihre KrtLtik an dem F11 Kußern VLr erfahren von v1Le1Ler1e1 VLder- stand gegen das fFaschtattsche Naz1— regtme, v1r hören, daß Polen po1nt- sche Juden schützten und versteckten VLT enpören uns üGber dte Festste11Lun⸗ daß ketn Versuch von Lanzsann be- kKannt s1, Uber1⸗bend⸗ von VLder- tandsorgantLsattonen und zahLretchen VLderstandsaktLonen aus Krakov, 60 kn von Auschuttz entrernt, anzu- hören. Tch fFrage Janosz, Te1 1nehmer an V.— derstand 1n Lodz, m1Lt 1) Jahren 1ns Lager 1nterntert,„1e er das Verhält nLs von Jüdtechen zu ntchtüdtLschen PoLen beurte1Lt, v1e er dte Sttuatt- on, vor aLLen das»Heute“, sLeht. Er bestättgt Lhre schvtertge Lag⸗e, beschränkt sLe auf dte 1etzten Jahr⸗ Lagergemeimnscnaft Auschwitz v 7 Freundeskreis der Auschwitzer e.V. GSe1L1LSchaftspoLLtLoche Geschvätz1 g— KeLt trLtt hinter sorgenvo1len B11cken zurück, überLäBt uns das Suchen nach veLteren Aspekten und Argumenten. vL⸗der zuhause 1n Frankfurt, 1 Sta- p⸗1 der 14 gengebLLebenen Ze1 tungen, Tnden stch InfornatLonen vLe dtese Vad Vashen ohrt Polen vegen Lhrer H1rFe rTür poIntLeche Juden Bayertsche Schüler verden künfttg n1ndestens o1nna1 1 Laufe Lhrer Schu1seLt e1ne K?Z-Goedenketätt⸗ bosuchen„„ - Lt. Ga11nskd hat es 1 atenten Antt1- „on1tLsnus 1n der Bundesrepub1Lk „ohr oder ventger 1mer gegeben, neu se4 aber, daß er%tat fre4 und offen geäußert vtrTd, auch und besonders von po11ttschen Mandats- trägern — Berüdchtt1gtes Brettspte1*Jude, argere dtch ncht* vLeder aufge- taucht„. Antvorten auf dte Fragen? Berocht- gung fFür Fragen nach den Schtcksal der Juden 1n Po1len? Antvorten v1* Claude Lanzuann s1 geben 1ibt?7 D⸗ po1nteche Bevö1kerung, Juden und Ncht juden, hatte in 1Lhrer Gesant- heLt unsagbar unter deutschen Nant und M t1LKRufern zu 1 1den. Und von Jodtschen und nt chtüdtechen Po1en urden v1rT Doutsche ntt otner 6ast- rreundschaft und Herz1Lchkett auf- genonmen, v1e s1 une fremd und 1nma1tg var, obensoventg versteh- ber v1e das fe1ne Gospür der Po1en rur a1ne Untereche1dung 1n Doutsche und Nazt-Deutsche⸗ D1 Frage, v1* 1Lhnen das nög11ch 1et, b1LeLbt auch hter offen. VLr ahnen nur, daß das Geschenk dteser Fähtgkett an uns dte etnztg⸗ Hög11chkeLt, der s1nztge Nog 1⸗t, über persön1Lche Kontakte o1ne VLAederho1Lung des grausanen Geschehens zu vermetden. H. Dut11 M. 6Groß I. GLovackt I⸗pressumt V. 4.d. P. Hernenn Retneck e% „LAcERGEEINMScHArT AuscHTTz- rREUMDESKREIS DER AUScHTZER AV.* Sch111erstrasse 18 6J09 Munzenberg— 1 BenkverbLndungent Poetgtroant rrankrurt/M, Konto-Mr. 316 64—608 Kr⸗1ssparkasse Trt⸗dberg/Hs. Konto-Nr. o62 o0074—9 Te1eron: 0603)— 60168 B1.2 500 100 60 BL2 518 500 79 L⸗ FTe — Au Finòr Die dre andere die ůbei Peutsel jiner deutsch desi 4 Dokun wulmer ſehlt. Jeman Urike bis 184 lauer Bume Bume Denk ein i hälini hüuſi ichs0 gendi umd haus respe um. und e Für Une veit Kõ Wa Kra Bes nun pre Kir dri Sch An ner ten lin 8 — —— Pagergemeinschaft Auschwit?z Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Auch Stätten deutscher Erinnerung Eindrücke einer Polenreise mit der„Lagergemeinschaft Auschwitz“ Die dreißigköpfige Reisegruppe, die im April Auschwitz und andere ehemalige Konzentrationslager in Polen besuchte und dabei die überwältigende Freundschaft ehemaliger Häftlinge gegenüber Deutschen erlebte, war gut gemischt. Zwei Drittel Frauen, viele jüngere Leute, drei ehemalige KZ-Hãftlinge und drei ehemalige deutsche Soldaten. Der„Lagergemeinschaft Auschwitz/ Freun- desgis der Auschwitzer e. V.“, die diese Fahrt veranstaltete, liegt dai daß die Erinnerung wach bleibt. Deshalb bereitet man ein Dokumentationszentrum in Frankfurt vor und macht Bonn darauf aufmerksam, daß der Pavillon der Bundesrepublik in Auschwitz fehlt. Jemand hat dem Denkmal des Lyrikers Julius Slowacki(1809 bis 1849) unweit der alten Bres- lauer Jahrhunderthalle eine Blume in die Hand gedrückt. Zu Blumen(Kwiaty) und zu ihren Denkmälern haben die Polen ein innig-unbefangenes Ver- hältnis. So findet beides sich häufig zusammen. Blumen sah ich sogar zu Füßen eines Heili- genbildes hart am Straßenrand, um das herum Krakauer Hoch- hausvorstadt gewachsen war, respektvoll um diese Sãule her- um. Blumenfülle in den Kirchen und Eirchenfülle in den Städ- ter rakau hat 140 Kirchen. Für uns ist das zu wenig“, sagte unser Fremdenführer.„Sechs weitere sind im Bau.“ In der Krõnungskathedrale auf dem Wavel skizzierte er, wie der Krakauer Woytila bei einem Besuch aus Rom auf das Krõ- nungsritual in dieser Kirche zu sprechen kam. Das Primat der Kirche vor der weltlichen Macht drückt sich in diesem altpolni- schen Ritual gut aus. An der Sigismundglocke in je- ner Kathedrale, der viertgrõß- ten Europas, las eine kleine Po- lin ihren Klassenkameraden die Widmung von 1520 vor, eine Urszene polnischen Patriotis- mus, der Mutterboden der Grundschuljahre. Hierzulande gleiten Museumsbesuche so leicht nicht in vage Beliebigkeit. Im Keller des„Pawiak'-Ge- fängnisses in Warschau, dort wo das Getto war, las ich in einem Gestapoprotokoll über die „Verbissenheit“ einer Polin, „mit der sie an die Auferste- hung ihres Landes glaubt“. Der deutsche Besucher liest es: Wie gut, wie folgerichtig, daß diese Folter- und Vernichtungstech- niker nicht Sieger geblieben sind. So sind die polnischen Erinnerungsstätten in Ausch- witz, Lodz(Kinder-KZ„Pro- mienbisci“, das Gefängnis Ra- dogos?cz) und Warschau(Pa- wiak, Gestapokeller, Denkmal des Gettoaufstandes) auch Stãt- ten deutscher Erinnerung. Je- der Versuch, an ihnen vorbei eine deutsche Identität zu be- haupten, muß bestenfalls leerlaufen und im schlimmeren Fall sich wieder mit totalitãren Ideensurrogaten anreichern. Das Konzentrationslager Auschwitz ist seit mehr als 25 Jahren Museum. Das Wort „Erinnerungsstätte“ gibt es im Polnischen nicht. Die Bilder, Dokumente, Daten und Fak- ten, denen man in diesem Mu- seum begegnet, können ihrer Wucht wegen leicht ins Unfaß- bare entgleiten, wenn sie nicht menschlich vermittelt werden. Unsere Reisegruppe von„La- gergemeinschaft Auschwitz“⸗ Freundeskreis der Auschwitzer e. V.“ hatte in Hermann Rei- neck, AuscRwitzhäftling von 1940 bis Ende 1944, im„Sach- senhauser“ Albert Simmedin- ger und in der„Ravensbrücke- rin“ Lieselotte Thumser solche Vermittler. Sie erklärten, sSchil- derten, erzäãhlten. Und sie schu- fen die guten und produktiven Kontakte zu Polen, die Himm- lers Häftlinge waren. Am La- gertor mit der Inschrift„Arbeit macht frei“ berichtete Reineck, wie er nach der Arbeit, einen erschlagenen Kameraden auf dem Rücken, ein Soldatenlied auf den Lippen mit der Kolonne ins Lager einmarschieren muß- te. Die Teiche bei den Kremato- rien und Gaskammern WV undV sind in den Jahren 1942 bis 1944 angefüllt mit der Asche der Ver- gasten, sie sind so, ungewollt von den Tãtern, Denkmãler in dieser melancholischen Land- schaft. Um die gesprengten Krematorien herum liegen fei- ne Knochenplãttchen im Sande. Die ersten, die im Januar 1942 in einer provisorischen Gaskam- mer ermordet wurden, waren Juden aus Oberschlesien, die letzten im Jahre 1944 kamen aus Theresienstadt, Budapest, Sa- loniki. 9 Lagergemeinschatt Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e V. „Es ist denen gut gelungen, die Gegensätze der Menschen aus- zunutzen“, sagte Reineck. „Wo es ums nackte Uberleben geht, ist es sehr schwer, dem anderen klar zu machen, daß er nicht mein Gegner ist.“ Erst auf diesem so menschlichen Hinter- grund wird die Leistung der Wi- derstandsgruppen deutlich, die zum Beispiel 667 Hãäftlingen die FHucht ermöglichten, die Ver- bindung mit Partisanen in den Beskiden hielten und die Au- Benwelt über die Massenver- nichtung informierten. Den Kern des Widerstandes bildeten Osterreicher und Polen. Der Osterreicher Reineck, der da- bei war, sagt es mit Stolz. Die „Internationale von Ausch- witz ũberwand die vom Geg- ner gewollte Parzellierung in nationale und„rassische“ Gruppen. Wir, Gäste aus der Bundesrepublik im Jahre 1986, Gäste bei Polen, die das Lager überlebten, spüren etwas von dieser Solidarität. Mit besonderer Wärme spricht Reineck von seinem Wiener Freund Erũst Burger vor dessen Gedenktafel. Nach einem ver- ratenen Fluchtversuch und lan- gen Folgerungen ist Burger am 30. Dezember 1944 gehenkt worden, mit zwei anderen. Der Osterreichpavillon dokumen- tiert eindrucksvoll Leiden und Widerstand und die Konflikte des kleinen Landes, die in den „Anschluß'mündeten. Es gibt 17 solcher Ländergedenkstät- ten in Auschwitz. Auch die DDR richtete einen Pavillon ein. Der der Bundesrepublik fehlt. Der„Lagergemeinschaft Auschwitz“ liegt daran, daß Brinnerung nicht verfällt und — nicht mit Absicht verschüttet wird. Ein erster Schritt soll die Finrichtung eines Dokumenta- tionszentrums in Frankfurt sein. Probleme der Konservierung In Auschwitz selbst, wo die Bäume, die damals jung waren, hochgewachsen sind und es im Gegensatz zu damals wieder Vogelgezwitscher gibt, stellen sich immer mehr Konservie- rungsprobleme: Soll man ver- fallene Baracken erneuern, ro- stenden Stacheldraht ersetzen? Die Antwort wird bei„Behut- samer Erneuerung“ liegen. „Glatte“ Lösungen gibt es im Museumswesen selten. Am letzten Abend unserer Rei- im Legnica/Liegnitz wurde es ganz deutlich, daß die Last der Auschwitzeindrücke eine Ge- meinsamkeit erzeugt hat, die tiefer gründet als Bildungs- oder Tourismuserlebnisse. „Ich staune, wie fein die Polen zwischen Deutschen und Nazis unterscheiden“, hieß es beim Sichten und Sammeln der Ein- drücke.“ Als wir am 8. April nachmittags in Warschau die dortige Lagergemeinschaft be- suchten, wurden wir, die Deut- schen, von hundert Menschen mit Applaus begrüßt.“ Wir kõn- nen denen, die umkamen, nicht helfen, aber wir können, mũs- sen wach sein, um Rückfälle 2u verhindern“, sagte der„Sach- senhausener“, und er sprach von den„Höõllenhunden, die an langer Leine gehalten werden“. Gerade die Begegnung junger Menschen mit diesem Stũck Ge- schichte und mit Menschen, die sie erlitten, war an dieser Reise so wichtig. Ein Hambury be- kam von seinem KMuer Gastgeber dessen aus dem K?Z geschmuggelten Brief an seine Angehörigen, ein Familiendo- kument also. Das erste Museum, das wir be- suchten, war das Salzbergwerk Wieliczka bei Krakau, in dem seit Jahrhunderten Salz geför- dert wird und immer wieder Bergleute die ausgehöhlten Räume schöpferisch gestalte- ten. So finden sich Dokumente der Arbeit, der sozialen Kämp- fe, bergmännischer Bräuche und bergmãnnischer Frõmmig- keit in einer polnischen Synthe- se, die von der UNESCO zu Recht ganz hoch eingestuft wur- de. Unser Fremdenführer Pe- ter, der seine Rede mit deut- schen Klassikerzitaten rzte, kannte noch die Grube! erde auf den Bildern und erinnerte sich der Christmetten in der Salzkirche, als er Kind war. Wer über Industriemuseen an der Saar nachdenkt, auch der kann in Polen, kann in Wielicz- ka etwas lernen. Peter C. Keller Au5 SONMNMTAGSGRUSS— Evangelisches Wo. chenblatt an der Saar— in Kooperanon m OER MEG(Rneimnlanc) on0 UMSERE KRCME (Westlalen und Lippe) Verlage Vetein fo Evanpcüsche Presseatden im Saarland eV. Saart cken. und Presseverdand Cet Evange· lischen Kirche im Rneinano e V. Dosseldon Herausgebet im Aurag Ces Ptesseverbanes cer Evangehschen Kuche im Rheinlano: Or Gerhard E. Sioll 1 Fre — F⸗ In Ve berot punkt 1 ² „.V. o1nse 2 ch. ach ſoe ne der er c er Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer eV. 10 Fvangelischer Kirchentag 1987! In Vorberettungsgesprächen wurden beretts e1ntge KkKonkrete Programm- punkte der»Lagergenetnscharft Ausch- vLtz— Freundeskrets der Auschmttzer V.* und anderen Orgeantsattonen oLngebracht. So 3011 dte derzett bet⸗der —— MO 1n MNev Vork gezetgt⸗ + AuschvLtz-Ausste11Lung nach Frankrurt/M gebracht verden. In der KathartnenktrTche v1rd das»Auschmtta-Oratort um— DLes Tra⸗*“ von K. Penderecki. aufgerführt verden. + de Frankfurt, sovle e1ne Gruppe der S1ntt und Rona verden LLedvorträge bringen. S. Die»Lagergene1nschart Ausch- v1tz-Freundesekrets der Ausch- v1tzer„V.*“ v111„1n Trerren a1L1er 1n der Bundesrepub14k L⸗benden ohena11 gen Hkrft11n- gen organtsteren. Darüber ma11g Auschv tz-Hart1tnge aus Terae1, Polen und der Sovetunt on o1nladen, ve1che be1 verschtedenen Veransta1- tungen sprechen verden. In der ev. Gene1nde v1LrTd e1n FeLerabenduahl mtt Menschen aus verschtedenen LHndern der Erde(Indten, Tsrae1, DpR, Po1en, Sovje tunt on) stattrin- den. Im»Martin NMLemö11Ler-Haus“ der Dretralttgketts-Genetnde verden v1r e1ntge Veransta1- v tungen zum Thena*Auschvttz* durchfdhren. DLe»Lagergenetnechart Ausch- vLtz-Froundeskrets der Ausch- vLtzer o.V.* vLrTd a1so n1 t eLner ReLhe von Veransta1ltun- Sen präsent se1n. VLr haben dadurch dte Mög1LLchkett, 1t vLe1en Jungen und K1teren Henschen zu sprechen, a1⸗ n1t dem Thema»Auschvttz*, Ver- söhnung, Aufarbettung der Jüngsten Geschtchte, yrte- densarbett vertraut zu nachen. DLes alles vorsuberetten„r- Fordert v1e1 Arbett, 2Ze1t und auch 6e1d, VLr bLtten a11e HLtg1Leder und Freunde un⸗ dab⸗1 zu helfen, damtt dte Grohveranstaltungen erfo1g- reLch ablaufen verden. Der Chor der Jüdtschen Gone1n- htnaus verden vtr„ dret ehe- BL tte ne1Lden S1e s1ch te1e- FonLech an bet: R. Dohrmann, Funckstr. 18 6000 Trankrurt/M- 90 (T⸗1. o69— 771017) H. ReLneck, Scht1L1Leratr. 18 6309 Munsenberg-1 (T⸗1. 06033— 60168) „— Brich Kãstner Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn? Kennst Du das Land, wo die Kanonen blũhn? Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlemen! Dort stehn die Prkuristen stolz und kühn in den Bütos, als wãren es Kasemen. Dor wachsen unterm Schlips Gefreitenknõpſe. Und unsichibar Helme trãgt man dort. Gesichter hat man dort, doch keine Köpſe. VUnd wer zu Bet geht, pflanzt sich auch schon fort. Wenn dort ein Vorgesetxter etwas will ⸗ und es ist Sein Beruf etwas zu vollen- steht der Verstand erst sttamm und zweitens sill. Die Augen rechts! Und mit dem Rückgrat wllen! Die Kinder kommen dort mit KHeinen Sporen und mit gezogriem Scheitel auf die Welt. Dort wird man nicht als Zivilist geboren. Dort wirnd beſõrdert, wer die Schnauze hãlt. Kennst Du das Land? Es könnte glücklich sein. Es kõnnte glückdich sein und güchdich machen! Dort gibt es Acker, Kohle, Stahl und Stein und Fleiß und Kraſt und andre schõne Sachen. Selbst Geist und Gũte gibt's dort dann und wann! Und wahres Heldentum. Doch nicht bei vielen. Dort Steckt ein Kind in jedem zweiten Mann. Das will mit Bleisoldaten Spielen. Dort reiſt die Freiheit nicht. Dort bleibt sie grün. Was man auch baut,- es werden stets Kasemen. Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn? Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlermen! 11 Lagersvmeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Die Hebarnme von Auschwitz Als der Zweite Weltkrieg begann und die Hitlerwehrmacht in Polen einfiel, wurde das Haus der Leszczynskis in Lodz zu einer Zufluchtsstätte für viele verfolgte Patrioten. Hier wurden Sie verpflegt, hier fanden sie ein Dach über dem Kopf, hier versorgte man sie sogar mit Papieren, die Pan Stanislawa, der. in einer Lodzer Druckerei Setzer war, besorgte. Die Gestapo kam ihm auf die Spur. Am 20. Februar 1943 drangen die Faschisten in das Haus ein. Pana Stanislawa und ihre Tochter Sylvia wurden nach Auschwitz transportlert, der Mann und die Söhne nach Mauthausen. In Auschwitz waren Mutter und Tochter unzertrennlich. Beide wurden zu Augenzeugen bestlalischer Verbrechen. „Als man uns die persönlichen Sachen ab- nahm“, erinnerte sich später Sylvia,„ver- steckte Mutter in der Schachtel von einer Tube Zahnpasta ihr Hebammenzeugnis. Wer konnte schon annehmen, daß sie den Frauen in dieser Hölle zu helfen imstande war. Und doch war es der Fall! Die Gebärenden brachte man in Ausch- witz in einer speziellen Baracke unter. Dies war der Machtbereich der Nazi-Klara, einer Hebamme von Beruf. Unbarmherzig tötete sie alle Neugeborenen. Die Kinder wurden in einem Faß ertränkt. Einmal wurde Klara krank. Mutter entschloß sich zu einem ver- wegenen Schritt: Sie zeigte dem SS-Arzt ihr Hebammenzeugnis. Nach langem Uberlegen erlaubte er der polnischen Hebamme, in der Baracke zu arbeiten.“ So begann für Stanislawa eine selbstlose Arbeit, die sie das Leben hätte kosten kön- nen. Finige Tage später befahl man Stanis- lawa zum Lagerkommandanten, der sagte: „Die Neugeborenen nicht retten, sollen sie doch sterben.“ Die jüdischen Kinder sollten sofort umgebracht werden. Mutter Stanisla- wa, so nannten die weiblichen Häftlinge sie im Lager, befolgte in keinem einzigen Fall den furchtbaren Befehl. Und kein einziges Kind kam bei der Geburt um. Doch was orwartete sie in Zukunft? Sle starben all- mählich, an Hunger und an Kälte. Im Tagebuch Stanislawas gibt es folgende Zeilen:„Unter vielen entsetzlichen Erinne- rungen quälte folgender wichtigster Gedanke mein Bewußtsein: Die Kinder waren lebend geboren, also mußten sie auch am F E bleiben! Es schien, das Leben selbst erlob sich gegen den Haß und die Vernichtung, es kämpfte hartnäckig um seine Rechte mit aller Lebenskraft! Hunderte Kinder hatten die Faschisten zur Eindeutschung'“ ins Reich geschickt, mehr als 1500 Kinder wurden von den Nazischwestern ertränkt, und mehr als tausend starben an Unterernährung und Kälte. Nur dreißig Kinder überlebten das Lager.“ Diese dreißig Kinder überlebten deshalb, weil im Lager Frauen waren, deren wider- standsgeist die Nazis nicht zu brechen im- stande waren, Russinnen, Belorussinnen, Polinnen, Französinnen Sie bemühten sich ständig, den Müttern dieser Kinder einen Kanten Brot, ein, zwei Kartoffeln zu verschaffen. In erster Linie sorgten sie sich um die Allerschwächsten. Folgendes berichtete Jadwiga Michai, deren Tochter in Auschwitz geboren ist: „Man brachte mich am 20. Dezember 1944 in einer bitterkalten Nacht in die Entyn- dungsstation. EFine grauhaarige Frat n einem weißen Kittel trat an mich heran und sagte:„Nur Mut, Töchterchen!“ Ihre Stimme klang sanft und leise. Sie streichelte meine Wange und suchte mich zu beruhigen. Dann erzählte sie von sich. Das war Mutter Stanislawa. Ich begriff: Sle wollte mich von den schrecklichen Gedanken ablenken., dle mich beherrschten. Als das Kindchen gebo- ren war, sagte Mutter Stanislawa:„Ein wun- derschönes Töchterchen! Wie soll es heißen? Ich war ratlos. Da sagte Stanislawa Worte, die ich bis an mein Lebensende nicht ver- gessen werde. Ich bitte dich', sagte sie, nenne sie Eva.— Das ist der Beginn des Lebens. Den Glauben an den Sieg über den Fa bei her ieh niel Lül der poe r 6e Rü Arl 0b il F du üio len ent ein . de *) e n d . it n —— Lagergemeinschaft AuschwitzV Freundeskreis der Auschwitzer eV. 12 Faschismus, der den Triumph des Lebens bedeutete, gab sie nie auch nur für eine einzige Minute auf...“ Die kleine Eva überlebte. Viele Jahre nach dem Krieg, sie war schon erwachsen, fuhr sie nach Auschwitz. Dort traf sie sich mit anderen, die sich wie sie als Töchter und Söhne Stanislawas bezeichnen. Auf der Bühne des Großen Theaters in Warschau wurde nach dem„Tagebuch der Hebamme aus Auschwitz“ das Schauspiel „Auschwitzer Oratorium“ aufgeführt. Zur Uraufführung kamen alle in Auschwitz ge- borenen Kinder und ihre Mütter, die über- lebt hatten. DER NEUE MAHNRUF Wnichtung durch Arbeit Das in diversen Konferenzen auf höchster Ebene und unter Mitwirkung der Privat- industrie von den Nazis entworfene Kon- zept, Arbeitskräfte für die Kriegsindustrie nicht nur aus allen Ländern Europas heran- zuschaffen Corwiegend aus den okkupierten Ländern Osteuropas), sondern zusätzlich aus dem Personenkreis, der in die Konzentra- lionslager verschleppt wurde, zu schöpfen, war ein Kompromiß. Diejenigen Kräfte in- nerhalb der Nazipartei, die sehr eng mit der Kriegsindustrie verbunden waren, hatten sich insoweit durchgesetzt, daß vor der Ver- nichtung der„Untermenschen“ diese zu- nächst für die Produktion(insbesondere die Waffenproduktion) ausgequetscht werden sollten. Andere Teile der Nazihierarchie hatten in ihrem Drang nach der unverzüglichen end- gültigen Ausrottung des jüdischen Volkes, der Sinti und Roma und der politischen Op- poziion„übersehen“, daß mit dem Mehr- r nkrieg und der damit verbundenen Geferalmobilmachung für den Krieg der Rüstungs- und anderer Produktion die Arbeitskräfte ausgehen würden. Nach dem Uberfall auf die UdSSR im Sommer 1941 stieg die Zahl der„Fremdarbeiter“ und der Zwangsarbeiter aus den KZ sprunghaft an. Firmen, die von Anfang an eng mit der NS- Clique verbunden waren, errichteten Pro- duktionsstätten in der Nähe von Konzentra- tionslagern oder sogar unmittelbar auf dem KZ-Gelände. Für die KZ-Häftlinge brauch- ten die Firmen keinen Lohn zu bezahlen, sie entrichteten eine„Ausleihgebühr“ zwischen einer und vier Mark pro Tag an die SS. Die Arbeitskräfte wurden von den Firmen selbst angefordert, diese mußten in ihrem Antrag an die Wirtschaftshauptverwaltung nachweisen, daß sie in der Lage seien, die Hãäftlinge im Werk so unterzubringen, daß Flucht nicht möglich war. Aus den Aussagen hoher Nazifunktionäre ergibt sich, daß die Konzerne(insgesamt über 200 der bekann- testen Firmen) häufig mehr Häftlinge anfor- derten, als die SS„liefern“ konnte. In sechs bis neun Monaten waren die meisten der Häftlinge so verbraucht, daß sie„Selektiert“ und in die Vernichtungslager transportiert wurden, wenn sie nicht unmittelbar am Ar- beitsplatz oder auf dem Weg zwischen K?Z und Werk verstarben. Nur einige wenige Unternehmer wurden von den Allilerten nach dem Krieg wegen der Ausbeutung der Arbeitssklaven vor Ge- richt gestellt, die bekanntesten davon waren Direktoren der IG Farben, Krupp und Fried- rich Flick. Entschädigungszahlungen für die zur Ar- beit gezwungenen KZ-Häftlinge, die über- lebt hatten, ließen sich die Firmen erst in Jahrelangen zähen Verhandlungen abringen, aber auch nur einige von ihnen. Bezahlt haben: IG Farben(Abwicklungsgesellschaft) 25 Mio. DM; Krupp 10 Mio. DM; AEG-Tele- funken 4,3 Mio. DM; Siemens 4,3 Mio. DM: Rheinmetall 2,5 Mio. DM. Die Firma Flick verweigerte Zahlungen und hielt die Ver- handlungspartner sieben Jahre lang hin. Auch mit den nominell sehr hoch schei- nenden Beträgen haben die Firmen lediglich eine symbolische Geste geleistet, die den Empfängern lediglich einmalige Abschlags- zahlungen von 1000 bis 2000 Dollar gebracht haben. DER REUE MAHMRUF Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. BERLIN, 11. April(dpa). Für eine Ent- schädigung aller bisher von den Behör- den noch nicht anerkannten Opfer natio- nalsozialistischer Verfolgung haben sich jetzt die Sozialdemokraten eingesetzt. Es sei eine unerträgliche Situation, daß noch immer nicht alle Verfolgten wie die Sinti und Romas für die erlittenen Gewaltmaß- nahmen der Nazis entschädigt wurden, sagten die Vorsitzenden der SPD.Parla- mentsfraktionen aus Bund und Ländern nach einer zweitägigen Konferenz in Ber- lin. Nachdem die bereits 1979 vom damali- gen SPD-Fraktionsvorsitzenden Herbert Wehner vorgeschlagene„Stiftung Wieder- gutmachung“ nicht zustande kam, wollen die Sozialdemokraten jetzt einen neuen Vorschlag machen, für den sie auch Un- terstũtzung des Bundes und der CDU-re Alle vom Nazi-Regime Verfolgten sollen entschädigt verden gierten Länder erwarten, sagte der Vor- sitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hans-Jochen Vogel. Nach den Vorstellungen der SPD-Poli- tiker müssen auch die wegen ihrer politi- schen Einstellung in der NS-Zeit Verfolg- ten und Personen, an denen zum Beispiel Zwangsabtreibungen oder medizinische Versuche vorgenommen wurden, Ent- schädigungen erhalten. Auch Verfolgte, die ohne gerichtliches Verfahren in ein Konzentrationslager ge bracht oder in Tötungsanstalten für gei- stig und körperlich Behinderte eingewie sen wurden, sowie Wehrdienstverweige rer, gefangene Zwangsarbeiter in Indu- striebetrieben und Hinterbliebene zum Beispiel der sogenannten Edelweiß-Pira- ten müßten nach Ansicht der SPD aner- kannt werden. 12.4 86 Zwangsarbeiter fordern Geld BONN, 19. März(AP): Ehemalige Zwangsarbeiter unter dem Nazi-Regime haben sich zu einer Interessengemein- schaft zusammengeschlossen, um ihren Ansprüchen auf moralische Wiedergut- machung und materielle Entschädigung Nachdruck zu verleihen. Auf einer Pres- sekonferenz in Bonn stellte der Vorsit- zende der Interessengemeinschaft, Afred Hausser, am Mittwoch einen Aufruf vor, in dem diejenigen Konzerne, die zur Zeit des Hitler-Regimes Zwangsarbeiter be schäftigt haben, aufgefordert werden, „nach ihrem Anteil am System der Skla- venarbeit die bislang vorenthaltenen Lohnzahlungen einschließlich der Zinsen in einen Fonds einzubringen“. Die Mittel sollten ausschließlich zur Erfüllung der moralischen und materiellen Ansprüche der Betroffenen verwendet werden. Hausser, nach eigenen Angaben Zwangsarbeiter beim Bosch-Konzern, be- rief sich in einem gleichzeitig veröffent- lichten Schreiben an den Bundesverband der Deutschen Industrie darauf, daß eini- ge Firmen bereits durch Zahlungen an die Jewish Claims Conference den Ent- schädigungsanspruch de facto anerkannt hätten. Die Mehrzahl sei aber nicht jüdi- schen Glaubens oder jüdischer Abstam- mung gewesen. Alle seien als„Untermen- schen“ behandelt worden. 20. März 1986. Kommentar Jahrelanges Leiden durch men- schenverachtende Behandlung unter den Nationalsozialisten in einer Geld- summe auszudrücken, ist unmöglich. Finanzielle Zuwendungen für die in Konzentrationslagern erlittenen kör- perlichen und seelischen Schäden sind aber für viele der ehemals Ver- folgten bitter nötig, um wenigstens- heute ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Und sie können ein Bemühen um eine symbolische Wie- dergutmachung für erfahrenes Un- recht ausdrücken. Wenn dann den Menschen, die ihre verbrieften Rechte aus dem Bundes- entschädigungsgesetz wahrnehmen wollen, die Sechs-Monats-Fristen aus demselben Gesetzestext vorgehalten werden!?so klingt das wie blanker 2yr nismus. Wen mag der Gesetzgeber vor Augen gehabt haben, als er sich diese Fristen austüftelte, während die allge- meine Verjährung im Zivilrecht 30 Jahre beträgt? Nur die Abonnenten des Bundesgesetzblattes? Längst überfällig— das zeigte wie- der das Urteil des Oberlandesgerichts — sind folglich Initiativen des Bun- destages, das zum Zwecke der Wieder- gutmachung erlassene Gesetz in eine gerechtere Form zu rücken. MONIKA ERTELT F — ——— — — Lagergemeinschaft Auschwit? V Freundeskreis der Auschwitzer S.V. 14 KZ-Opfer ohne Entschädigung Fristen versãumt/ OLG-Richter: Unbefriedigende Rechtslage Erkennbar unzufrieden war Richter Heinz Düx, Vorsitzender des 10, Zivilse- nats am Frankfurter Oberlandesgericht, mit der Rechtslage, auf die er am Freitag ein Urteil um Entschädigungsansprüche für Verfolgte des Nationalsozialismus ützte. Der Senat wies die Klage des 6. 63 Jahre alten Richard Gehrke aus rankfurt ab, der finanzielle Wiedergut- machung für fünf Jahre Haft im Konzen- trationslager Moringen bei Göttingen be- ansprucht hatte. Der Grund: Gehrke, der als politisch Verfolgter anerkannt ist, hat die Antragsfristen nicht eingehalten. Spätestens 1958 hätte er sein Recht auf Haftentschädigung bei der zuständigen Behörde geltend machen müssen. Die Fristen für Ansprüche für Gesundheits- schäden liefen 1977/75 aus. Erst 1979 ging bei der Entschädigungsbehörde des Re- gierungspräsidiums Darmstadt ein schriftlicher Antrag Gehrkes auf Wieder- gutmachung für die jahrelang erlittene Haft ein. Die Antwort der Behörde, die letztend- lich durch das Landgericht Wiesbaden und durch das OLG bestätigt wurde, lau- tete sinngemäß: Ein Anspruch besteht, ist mangels Fristversäumung jedoch nicht mehr durchsetzbar. Richter Düx bemerk- te zu diesem Urteil, eine andere Entschei- dung hieße, Richterrecht gegen das Ge- setz zu stellen. Abhilfe für diese„unbe- ibende Rechtslage“ könne nur der setzgeber mit einer neuen Fristenrege- lung im Bundesentschädigungsgesetz schaffen. Der 63jährige hat nicht erst vor sieben Jahren begonnen, sich um finanzielle Entschädigung zu kümmern. Bereits 1947 hatte er sich an die Betreuungsstelle für ehemalige KZrInsassen am Wiesenhüt- tenplatz gewandt, wurde aber offensicht- lich schlecht beraten. Da das sogenannte Jugendschutzlager Moringen damals noch nicht als Konzentrationslager einge- stuft worden war. wurde sein Antrag ab- gelehnt. Er erfuhr dabei jedoch nicht, daß grundsätzlich jedem politisch Verfolgten — unabhängig in welcher Art von Lager oden Gefängnis er inhaftiert war— da- mals schon Haftentschädigung zustand. Als Gehrke, so sein Bericht, bei der Be- ratungsstelle das Lager erwähnt habe, sei er gefragt worden:„Moringen, wss ist das?“ Zwölf Stunden Zwangsarbeit pro Tag unter unmenschlichen Bedingungen in einem als Munitionsfabrik genutzten Salzbergwerk, lediglich dnne Drillichan- zůge als Kleidung, Sprechverbot, willkür- liche Schikanen und Mißhandlungen wie Schläge und Essensentzug bei„Verstößen gegen die Ordnung“ Das war„Moringer Alltag“, wie ihn Gehrke in Erinnerung hat. Weshalb er 1940 als 17jähriger verhaf- tet, aus Frankfurt verschleppt und bei Verhören gefoltert wurde, hat er nie er- fahren. Gefragt worden sei er, ob er Kon- takte zu Kommunisten habe, weil sein Bruder der KPD angehörte. Auch Namen jüdischer Geschäftspartner— Gehrke war damals Neustoffhändler— sollte er nennen. Andere„Haftgründe“ gab es nicht. Als Gehrke 1979 erfuhr, daß 1977 durch eine Verordnung zum Bundesentschädi- gungsgesetz das Lager Moringen doch noch als Konzentrationslager anerkannt worden war, machte er einen neuen Vor- stoß, der mit dem OLG-Urteil jetzt end- gültig abschlägig beschieden wurde; denn dabei war versäumt worden, Entschädi- gung wegen Gesundheitsschäden zu for- dern, weil für reine Haftentschädigungs- ansprüche ohnehin 1958 das Stichjahr war. Gehrke hätte aber auch mit der an- deren Antragsbegründung die Frist nicht eingehalten gehabt. Sechs Monate nach Verõffentlichung der Verordnung im Bundesgesetzblatt war diese abgelaufen. „Wer macht sich schon das Bundesgesetz- blatt zur Pflichtlektüre“, kommentierte Rechtsanwalt Michael Oberwinder, der Gehrke vertrat, diese„absurden Fristen“. Wie der Vorsitzende Heinz Düx ausführ- te, kann Richard Gehrke nur mit einer neuen Fristeneröffnung geholfen werden. mon 10 4 6 nhitgliederwerbung u eine hofgabe aller 15 Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer eV. Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte Eln Aspekt des Nürnberger Prozesses gegen die nazlstischen Hauptkrlegsverbrecher lst bisher vlel zu wenig beachtet worden: was gewesen wäre, wenn Hterdeutschland den Krleg gewonnen hätte. Hler geht es nicht um hypothetische Behauptungen, sondern um gan? konkrete Pläne und Vorhaben, die auf Grund unbestechlicher Dokumente, Zeu- genaussagen und nicht zuletzt durch Aussagen und Mttellungen der Angeklagten selbst erkennbar wurden. Sle zelgen, was uns, was der Welt geblüht hätte, wenn Hiuer und selne Kumpane nicht von den Völkern der Antlhlüerkoalitlon in die Schranken gewie- sen worden wären. J. J. Heydecker und J. Leeb haben an Hand von Dokumenten, Redetexten und Ge- sprächen, die mit einigen der Hauptange- klagten(Göring und anderen) in Nürnberg geführt wurden, die Pläne und Vorhaben der führenden NS-Größen für die Zeit nach dem Sieg des Dritten Reiches im Schlußka- pitel ihres kürzlich erschienen Buches„Der Nürnberger Prozeß“ nach- beziehungsweise aufgezeichnet. Wir zitieren daraus: Noch in den letzten Kriegsmonaten spielte Hitler mit dem Gedanken, die Schweiz zu überfallen und zu erobern. Die dazu erfor- derlichen militärischen Pläne trugen das Codewort„Operation Tannenbaum“. SS-Führer Heinrich Himmler äußerte sich mehrfach über seine Absicht, nach Kriegs- ende Schweden aufzuteilen. Den nördlichen Teil sollten die Finnen geschenkt bekommen, als Dank für ihre Waffenbrüderschaft. Der mittlere und südliche Teil sollte mit dem größeren Deutschen Germanenreich ver- schmolzen werden. Der Plan gegen ein anderes neutrales Land, nämlich Portugal, trug in den Unter- lagen des deutschen Generalstabs den Code- namen„Isabella“. Es sollte mit Zustimmung Spaniens während der gleichzeitig ablaufen- den„Operation Felix“— die Besetzung Gi- braltars— erobert werden. Als letzte neutrale Macht, nachdem auch Spanien an der Seite Deutschlands am Krieg teilgenommen hätte, blieb dann nur noch der Vatikan übrig. Hitler hatte vor, die Vereinigten Staaten als weltpolitischen Faktor dauerhaft auszu- schalten. Dr. Goebbels sollte als Diktator, unterstützt von Göring, die jüdische Bevöl- kerung der USA eliminieren und die deutschstämmigen Teile allmählich„auffor- sten“, bis schließlich aus Nordamerika ein deutsches Land geworden wäre. ( Rosenbergs Vorstellungen gingen Q. alle Neger und Juden aus Amerika zu ver- treiben. Wie Hitler sich die Behandlung seiner westlichen Nachbarländer vorgestellt hat, kann man daran ermessen, welches Schick- sal er Großbritannien zugedacht hatte. Ru- dolf Heß, sein Stellvertreter, erklärte nach seiner Landung in Schottland mit entwaff- nender Offenherzigkeit, daß Hitler die Ab- sicht hatte, Großbritannien„vollständig zu vernichten und nach dem Krieg in einem Zustand ständiger Unterwerfung zu halten“. „Im Zustand ständiger Unterwerfung“ sollten vor allem auch Frankreich und die Balkanländer verharren. Luxemburg und Teile der Niederlande, Belgiens und Däne- marks sollten dem Reichsgebiet einverleibt werden. Am 19. Juni 1940 fand in Görings Haupt- quartier eine Besprechung statt. Darin hieß es:„Es ist beabsichtigt, Holland selbständig zu lassen, es jedoch eng an das Reich anzu- schließen. Die Holländer sollen selbst lig wirtschaften, jedoch soll der deutsche Ein- fluß auf wirtschaftlichem Gebiet mit allen Mitteln verstärkt werden. Luxemburg soll ins Deutsche Reich einverleibt werden, Nor- wegen soll zu Deutschland kommen. Elsaß- Lothringen wird ins Deutsche Reich wieder eingegliedert, es soll ein selbständiger breto- nischer Staat efrichtet werden. Es schweben weiterhin noch Absichten bezüglich Belgien, der besonderen Behandlung der Flamen dort, Errichtung eines burgundischen Staa- tes.“ Bei der Neugestaltung der Welt spielte Osteuropa die wichtigste passive BRolle. Nachdem Hitler seinen Entschluß geäußert hatte,„die Sowijetunion zu zerschlagen“, machte der Parteiideologe Rosenberg tat- sächlich bereits konkrete Pläne für die Steuerung des riesigen Reiches. Ka mů Ost ver er d 5t nd in, er⸗ er at, ch - b⸗ em 0 ng und ne· eibt pi eb dlt zu⸗ lit in⸗ len soll or⸗ a⸗ der eto⸗ ben len. men taa⸗ elte olle. ert en tat- die Lagergemeinschaft Auschwitæ V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 16 im Bündnis mit Deutschland“ werden, der Kaukasus sollte einen deutschen Bevoll- mächtigten erhalten und die rings um die Ostsee gelegenen Gebiete dem Reich ein- verleibt werden. Bei Hitlers Besprechung mit Göring, Kel- tel, Rosenberg und Bormann vom 16. Ju- li 1941 nahmen diese Pläne deutlichere Formen an. „Grundsätzlich Kommt es also darauf an“, erklärte Hitler,„den riesenhaften Kuchen hanggerecht zu zerlegen, damlt wir ihn er- ste cherrschen, zweitens verwalten und drittens ausbeuten können. Die Bildung einer militärischen Macht westlich des Urals darf nle wleder in Frage kommen, und wenn wir hundert Jahre darüber Krieg führen müß- ten. Eiserner Grundsatz muß sein und blei- ben: Nie darf erlaubt werden, daß ein ande- rer Waffen trägt als der Deutsche!“ „Der Führer betont, das gesamte Balten- land müsse Reichsgebiet werden. Ebenso müsse die Krim mit einem erheblichen Hin- terland(Gebiete nördlich der Krim) Reichs- gebiet werden. Die Krim müsse von allen nichtdeutschen Bewohnern geräumt und von den Deutschen bevölkert werden.“ Hitler wollte das ganze Europa bis zum Ural germanisieren und jenseits des Urals gemeinsam mit Japan soviel Einfluß gewin- nen, daß sich auch dort keine natlonale Ein- heit mehr bilden konnte. 5550555 50 Die im Besitz der Deutschen Bank befind- Uche Flick-Nachfolgegesellschaft Feldmühle Nobel AG hat der jüdischen Zentrale für Entschädigungsleistungen(Claims Confe- rence) fünf Millionen Mark wegen der Be- schäftigung von Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs bezahlt. Die Zahlung erfolgte nach Angaben der Gesellschaft„aus humanitären Gründen“ und mit Zustimmung der Deutschen Bank. Der Deutschlanddirektor der Claims Con- ference, Ernst Katzenstein, sagte vor Jour- nalisten, mit der Zahlung der fünf Millionen Mark sei das Problem der Entschädigung deutscher Konzerne für die in der NS-Zeit beschäftigten Sklavenarbeiter voraussicht- lic) geschlossen. D Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin(West), Heinz Galinski, sagte, er empfinde keinerlei Genugtuung,„daß nach 40 Jahren ein Almosen in Form einer Ab- schlagszahlung“ für die ehemaligen Zwangs- arbeiter gegeben werde. Dies sei keine Ent- schädigung. Viele der Betroffenen seien nicht mehr am Leben, es müßten auch ihre Wit- wen und Kinder berücksichtigt werden. Es sei bedauerlich, daß 40 Jahre bis zu dieser Zahlung vergangen seien. Galinski erhielt nach seiner Kritik an dem SSU-Bundestagsabgeordneten Hermann Fell- ner, der die jüdischen Forderungen als„we- der rechtlich noch moralisch begründet“ be- zeichnet und geäußert hatte, es könne der Eindruck entstehen, die Juden meldeten sich immer dann zu Wort, wenn in deutschen Kassen Geld klingele, zahlreiche Schmäh- briefe mit antisemitischem Inhalt. Die Zentrale der Claims Conference in New Vork hatte am 18. Dezember 1985 die Deutsche Bank als neue EFigentümerin des Flick-Konzerns in einem Brief darauf hin- gewiesen, daß im Gegensatz zu anderen deutschen Konzernen Flick nicht zu einer Entschädigungsregelung bereit gewesen sei. 1964 war zwischen der Claims Conference und dem Konzern bereits ein Vertrag über die Zahlung der fünf Millionen Mark aus- gehandelt worden, der aber von Flick nicht erfüllt wurde, wie Katzenstein berichtete. Der Sprecher der Feldmühle Nobel AG in Düsseldorf sagte, das Unternehmen betrach- te die Regelung in Ubereinstimmung mit der Slaims Conference als humanitäre Lösung. Der Vorstand der Gesellschaft erklärte zu- dem, die Vorwürfe gegen den Firmengrün- der, Friedrich Flick sen., beruhten auf„fal- schen Voraussetzungen“. Auch der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Werner Nachmann, der die Zahlung des Geldes begrüßte, legte in einer Stellungnahme Wert darauf, daß es sich dabei nicht um eine„Wiedergutma- chungszahlung“ handele. Nachmann äußerte sich„bitter enttäuscht“ über die politische Diskussion, die sich an der Entschädigungs- forderung entzündet hatte. Dieses Kapitel sei auch nach der Zahlung noch nicht erle- digt. U2. Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e V. Mitverantwortlich die Militärs Rcinwascher, Rehabilitierer und sogenann- e liistoriker bemühten sich darum, Hitler lie„Alleinschuld“ an den Aggressionen urid cen als ihre Folge verübten Greueltaten und riegsverbrechen anzulasten. Der„Führer“ nätte aber die von ihm einkalkulierten und Lebilligten Verbrechen ohne aktive Mithilfe inc Unterstützung der Militärs weder an- ordnen noch dulden, Deutschland ohne ak- iver Mitwirkung des Generalstabs der Wchrmacht keine Aggressionshandlungen durchführen können. Qhne die von den Ge- nerälen ausgearbeiteten Aggressionspläne, ohne das Zusammenspiel von Naziführung, Generalität und Wirtschaft wäre die Kriegs- köhrung nicht möglich gewesen. Kriegsverbrechen Finen wesentlichen Punkt in der Anklage, der auch im Urteil zum Ausdruck kam, wa- ren die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die von den Nazls an den von ihnen unterjochten völkern (Einschließlich des deutschen Volkes) began- gen wurden. Wo immer die Hitlertruppen (und in ihrem Gefolge SS, Gestapo, SD) ein- kielen, z0gen sie eine Blutspur durch das Land. Kriegsverbrechen und Verbrechen ge- gen die Menschlichkeit waren an der Tages- ordnung. Geiselmorde, Ausrottungspolitik gegenüber Juden, Zigeunern und slawischen Võlkern, Morde an politischen Gegnern (Kommunisten, Sozialdemokraten, aber auch kKatholischen Priestern) waren Teil eines aus- geklügelten Vernichtungsplanes. Mord an Priestern Schon wenige Wochen nach dem Einfall in Polen(September 1939) wurden fast sämt- liche Dormkapitulare des Bistums Kulm (Chelmno) mit anderen katholischen Prie- Stern ermordet. Insgesamt ermordeten die Nazis in Polen 485 Priester, nicht mitgerech- net die mehr als 1000 Priester, die in den KZ zZu Tode gemartert wurden. „Der Kugelerlaß“ Im März 1941 erließ das OKH den„Kugel- crlah“, der verfügte, daß jeder entflohene kriegsgefangene Offizier und Unteroffizier im Falle sciner Wiederergreifung der Sipo und dem 8SD ausgeliefert werden sollte. Ein sicheres Todesurteil, dem u. a. 50 Offiziere der königlich-britischen Luftstreitkräfte im März 1944 zum Opfer fielen. „Die Behandlung von Sowjetgetang!)a war durch ganz besondere Unmenschlichkeit charakterisiert“, dazu hat der sogenannte Kommissarbefehl wesentlich beigetragen. Diese berüchtigt gewordene Anleitung zum Massenmord war nach dem Uberfall auf die Sowijetunion als Nachtrag„zum Führererlaß vom 14. Mai 1941 über die Ausarbeitung der Gerichtsbarkeit im Gebiet„Barbarossa“ Deckname für den Angriffsplan auf dle Sowjetunion) an die Oberbefehlshaber der Armeen ermittelt worden.“ Dieser Befehl war praktisch ein Freibrief zur Ermordung sowjetischer Offizlere und Politofflzlere. Dazu das Militärtrlbunal:„Das OKW war sich des verbrecherischen Inhalts dieses Be- fehls voll bewußt.“ Auch die von den Hitlertruppen begange- nen„Gelselmorde“, die„Verletzung inter- natlonaler Abmachungen“, die in den Kon- zentratlonslagern verübten Verbrechen, die Euthanasieverbrechen, die„Endlösung der Judenfrage“, die zur Ausrottung von sechs MilIlonen europäischer Bürger Glaubens führte, der„Nacht-und-Nebet— laß“, auf Grund dessen unzählige Menschen in den von den Hitlertruppen okkupierten Gebieten nach Deutschland deportiert, in Konzentrationslager gesteckt und als Skla- venarbeiter ausgebeutet wurden, kamen in Nürnberg aufs Tapet. Die Mitschuld von Wehrmachtsführung und Industrie(welche die zehn Millionen Sklavenarbeiter, die ihr von den Nazis ausgeliefert wurden, bereit- willig in die Rüstungsproduktion einbezogen) sowie die Geldgeber der Nazipartei wurden in Nürnberg angeprangert und verurteilt. Nicht zu vergessen die Blutrichter, die das Recht pervertierten und Todesurteile am laufenden Band verhängten. In 218 Verhandlungstagen, in denen die Anklage 2630 Beweisdokumente, die Vertei- digung 2700 vorgelegt hatte, 240 Zeugen und l tet ver Uri ebe ric den lell der Vole ers kliec Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 18 300.000 eidesstattliche Erklärungen geslch- tet wurden, vo den Angeklagten 27 Haupt- verteidiger, 54 Assistenten und 67 Sekretä- rinnen zur Verfügung standen, wurde das Urteil gefällt: zehn Todesurtelle, viermal lebenslänglich Heß, Funk, Raeder, von Schi- rach), zwanzig Jahre für Speer, 15 Jahre für von Neurath und zehn Jahre für Raeder. Als„verbrecherische Organisationen“ wur- den verurteilt:„Das Korps der politischen Leiter der NSDAP“,„Gestapo und sicher- hez enst“, die„SS— elnschließlich der der Allgemeinen SsS, der Mitglie- der der Waffen-SS, der Mitglleder der SS- Totenkopfverbände und der Mitglieder ailer verschiedenen Polizeiverbände, welche Mit- glieder der SS waren, die verbrecherischen Offizlere des Generalstabs und des Ober- kommandos der Wehrmacht“. Der Prozeß vor dem Nürnberger Interna- tlonalen Militärtribunal— ebenso wie dle Nachfolgeprozesse— entsprachen den Nor- men des Völkerrechts. Das IMT übte sein Mandat im Namen aller völker der Ant- hitlerkoalition aus. Sowohl die UMO als auch der Straßburger Furoparat haben in Kon- ventionen die im Statut des IMT lestgesetz- ten Definitlonen der Kriegsverbrechen, der Verbrechen gegen den Frieden und Verbre- chen gegen die Menschlichkelt als verbind- liche Grundsätze des Völkerrechts anerkannt und bestãtigt. DER MEUE RAMMnUF Ingeborg Bachmann Me Tage Der Krieg wird nicht mehr erklärt, Sondern forigesetzt. Das Unerhörte ist alltãglich geworden. Der Held bleibt den Kãmpfen ſem. Der Schwache ist in die Feuerzonen gerückt. Die Uniform des Tages ist die Geduld, die Auszeichnung der armselige Stern Er wird verliehen, der Hoffnung über dem Herzen. wenn nichts mehr geschieht, wenn das TNommelſeuer verstummt, wenn der Feind unsichtbar geworden ist und der Schatten ewiger Rüstung den Himmel bedeckt. Er wird verliehen für die Flucht von den Fahnen, für die Tapferkeit vor dem Freund, für den Verrat unwürdiger Geheimnisse und die Nichtachtung jeglichen Befehls. 19 Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer eV. Schon wieder- oder noch irnrner Pakete Hi 1fFstransporte nach Polen? Stcher gUbt es v1e1e Linder 1n denen dte Menschen vLe1 schlechter 1eben als 11 Polen,- vo tausende KLnder verhun- gern, vo großes EFlend herrscht. SgLbt auch rür uns vLchttgere Aufga- ben als karttattve AktLonen- nän1t ch dte po1LtLschen Aufgaben: dte Arbett zur Versöhnung zvLschen den VöLkern— besonders der 1m Osten- ve1lche Un- säg1L1Lches von den deutschen Naz1s er1Le1Lden mußten. Dor Kampf gegen alte und neue Naz1- Tendenzen, Tür echte Denmokratte, gegen vLeder aufketmenden Ant1Lsemt- tLsmus und Rassendünke1, für FrLeden und Abrüstung u.s.v.— Trotzdem, 1n Polen verhungert ke1n Mensch, aber haben v1Lr nLcht dde mo- raltLsche Verpf14chtung, denen, ve1che de HöSLLe überlebt haben, unsere So11Ldarttät zu bevetsen 1ndem v„1r Uhnen o1n Paket übergeben mtt Dungen, dte man zvar nLcht unbedtngt braucht, die aber das Leben etvas schöner machen. So ze1gt s1ch auch, daß dtese»kart- tattven“ Akt1Lonen po1LtLsche Arbett s1Lnd. Und s1nd vLrT Deutschen ntcht ver- pfLLchtet, den ehema1t1 gen Härt1LLngen aus den Gestapo-Gefingntssen, aus den Konzentrattonslagern zu ze1gen, daß v1r sde ntcht vergessen haben? Am 9.HMat 1986 erhtelten vLr etnen Brtef aus Tarnon/Polen. Der ehema11 ge AuschvtLtz-Häirt1tng Nr. 213 E. NLedojad1o schretbt uns und vUr bringen e1ntge Auszüge daraus: Vor 2 Vochen brachte mtrT ne1n La- gerfreund Detn Päckchen. Me1n LLeber glaube m1r, es hande1t s1ch dLesna1 nLcht um das materte11e Ze1chen De1- nes Goedenken 1n Form Kaffee, RosLnen, Apfelstnen, Schokolade u. s.v.„ das 13t bestLmmt nLcht ohne Bedeutung, aber v1chttger fFür mtch 1st, daß Du Eugen ntLcht vergessen hast. Es s1nd schon über 6 Jahre als vtr uns 1n AuschvLtz gesprochen haben, über 5 Jahre a1nd vergangen nach unserem nach Polen 7 He 1ne Gedanken s1nd oft bot Dtr, der so o1ne gute Frtedensarbett 1e1stet. vor m1r 11 gen dte MLttet Lungsb1Lät- ter NMr. J,6 u. 7 der»Lagergenetnschart Auschvttz-Freundeskrets der Ausch- vLtzer e.V.*, dte 1ch att Aufnerksan- kett gelesen habe. Das 1st vLrk1—h o1ne gute Arbett für dte Verst gung der vö1ker und besonderse rür dt Uber1ebenden. Se1Lt e1ntgen Monaten bin 1ch vLeder 1n Verbtndung utt J.MLynarskt der m1rT v1Le1 über DLch und Detne Arbett orzäihlt. VLe1 hat ntr auch Dr. St. über DLch erzkih1t. Es 18t o1ne wunderbare Aufgabe e1ne Brücke zu bauen auf der s4ch d⸗ võ 1ker und de ednae1nen Menschen begegnen, auf der a4e stch verstehen und m tetnander sprechen, 1ernen aber 1ch glaube Laner, daß Jodes FrLedens1Lcht das 1rgendo Leucht⸗t (das De1ne 1euchtet sehr krartig) bLtter notvendtg 1et, um 1n dt große Dunke 1hett, dte über unserer Ve1t 14 egt, zu erhe1len. In Herz 11 chketlt De1n Genek KLodztnskt „„ NNrſ ——. — Lagergemeinschaft Auschwitæ V Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 20 Hunderte so1cher rührender Dankes- brtere 11 gen betl une, vo ehema11g⸗ Rurt1tnge oder deren VLtven uns 1hre Freude ausdrücken, daß gerade aus dem Land, velches so v1Le1 LeLd über „1e brachte, es auch dte*Anderen“ gLbt. DLe Menechen, ve1Lche stch be- mhen e1n KkKLe1n ventg gut zu machen.— Man kann es ntLcht vLedergutmachen— dte MLLLLonen Toten 1Lassen s1ch nLcht mehr ungeschehen nachen. Aber den noch anm Leoben geb1LLebenen kKönnen v1r etne kLe1ne Fr⸗ude beret- t. „ vo11ten»1r ten 1985„Leder e1nen m1t Lebensnttte1n für ehena11ge polntLsche KZ-Härt1tnge durchführen, aber der Spendenet1ngang var zu spr- Jotzt, MLtte Ma1 haben vLr auf dem Konto, zveckgebunden, rund 20. 000 DM, v1e1 zu ventg un rentabel etnen Tran⸗port durchzuführen. V1LrT benb- t1gen nndesten⸗ bo-5o ooo0 DM pro Transport. vor VeLhnach- TFransport S1e haben berett⸗ öfter fFür unser⸗ AkKtLonen gespendet und so auch Lhren B⸗1treg ge1eLetet. Es gtbt bei uns ke1ne Vervaltunge- kKosten, os g1Lbt ke1ne Spesen. D1 LKV erhalten vLr von verschtoedenen TLruen Kosten1Los. A11 Spenden gehen [oo an dte ehena11 gen K?Z-HHrt11ng⸗. bzv. VLtven. VLT appeLLLeren an S1e, heLfen 81* uns auch dtesnal- denn»Lr vo11en auch 1n Zukunft veLtere AktLonen durchführen. Fu1L1en 8S1e bttte dte untenstehende ELnzugserukchttgung aus,* nach Ihren VerhäLtntssen, ob e1n k1etner Betrag monat1tLch, oder vLerteahr- 11ch, J„de Spende 1Lst v11LKommen⸗ S1e erhalten Für al11e Spenden etne be1n FLnanzant absetzbare Spenden- bescheintgung. Einzugsermächtigung für Paketaktion-Polen Ich ermächtige hierm t das Sekretariat der 1 LQ— gergemeinschaft Auschuitz eV. von meinem Kon— to FoLgenden Betrag abzubuchen: O monatLch 5„erte1zanrien h „„„ „„ Vohnort m. PostLeit?z Datum DN DM DM xRaon HRKLAMWA tCD PG OZ TAREcM „„„ Lagergemeinschaft Auschwitz F Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Wir Schen uns am 21 DONNERSTAG 15. Mai Martin Niemöller Haus 5. Juni Funckstraße 18 Z. uli 6000 Frankfurt Main 0 7 August um 20 Uhr Wir treffen uns um über unsere Arbeit?u sprechen, über unsere Ationen, wir disku- tieren und erarbeiten. Alle Mitglieder aber auch Gäste sind herzlichst eingeladen. An die LAGERGEMEINS CHAFT AUSCHWITAE FEREUMDESKRElS der AUS CHwWTZER e. V. Schlllerstr. 18 6309 Mönzenber9 1 Wir bruuchen Fure Hilfe! ⸗ Mitmachen— Mitqlied werden werden auch Säie Mä tgLied- als ehemaiger Häft135 ng- oder als Unterstützer Im Freundeskreis der Aischwä tzer*. Die»Lagergemeinschaft Auschvitz-Freundeskrets dr Auschvitzer eV.* umfaßt ehematie Auschvitz-Härt- 1Inge, aber auch al1e Anderen— vor alLem jüngere nschen— velche unsere Aufgaben und Zgele amntern— Ftützen! M WTR DTE ALTEN*, die ehem. AuschuLtzer vollen unsere Erfahrungen veitergeben— 6s 1st höchste Zet- vie 1 ange vird es uMMS noch geben? M IIHR, DTE NACHGEBORENEN“ müßt das vermächtnts Fon Kuschutz vetertragen. Auschutz st zum SymboL des Mi 11 onenfachen Mordes des Nazi Ta- schismus geworden. Auschwtz oder ähn1Liches darf süch nücht vederholen! u BEI UnS gibt es viel zu tun: Das Projekt den Rüntation- Merkstatt- a1s Ausbi1Ldungsstätte, Gedenkstätte umc Beeen— nungszentrum ausgebaut verden. Wir brauchen Ge1d, ITdeen, ſ nung und 6Gestaltung, vr brauchen Menschen, de andere zum Mi tmachen anregen! STLE FTNDEN umsettig eine BeitrittserkLärung. F cm ahresbeitrag Vvon DM uns unsere Aufgaben zu 1ösen! Bei uns gibt's viel zu tun BUtte schreiben Sie uns Thre Gedanlden, Anregungan oder venn Sie nächt?zu vet veg vohnen, kKommen S3 0 zu unserem monatLichen 1 Kuf Anfrage übersenden„ir Thnen gerne unsere Stan tuten, voraus 8Ste ersehen können, velch großes we1d von Aufgaben vär uns gesteL1t haben Aus der Geschichte lernen AGERGEMEINSCHAFT AUSCHWTZ FREUNDESKRElS der AUSCHWTER e. V. Gemeinnütziger Verein 6309 Münzenberg 1 Schlllerstr. 18 ſel. 0 60 33-6 01 68 Beitritiserkiärung Datum oes Beitritis Zoteſlendes bine ankteuzen UO Bankverbindungen:„Eagergemeinschaft Auschwitz— Freundeskreis der Auschwitzer e.V.“ Postscheckkonto: FrankfurꝰM, Konto-Nr. 51664— 608 KreisSparkasse: Friedberg/Hs., Konto-Nr. 062000 74.9 8258 500 8..G. Farbkarte 613 . — 8„. ** „ — . „ ⸗ 0 0 — 3. * 2- 4 „ „ 2** 3— *1. 4„ „„ * SChaft S. 7WVTE Freureolreis der AUCKMWTAZEER eE.NM Mal 1986 litteilungsblatt * ℳ