Lager⸗gemeinschaft AUSCHMWTE FEtreoKreis dern AUSCKHWTAZEH e.N Mitteilungsblatt Nr. 7 pezember 1935 * — 5 — ——— — Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Dokumentfations- umnt AUcMnz Went.S 73 7feE Auscnwifæ Funckstraße 10 6000 Frankfurt 90 Te1.069— 772966 st die neue Adresse! Am 1.9. 1985 hatten vir dde Gründungseröffnung 1m Bunker in der Ren- de 1erstr. in Frankfurt/M Die für uns vorgesehenen Räumtichkeiten hätten jedoch Investitionen von mehreren tausend Mark erfordert. Unser Präsident,-Pastor der evang⸗Dreifaltigkei tsgemeinde in Frankfurt/h— sprach mät seinem Kärchenvorstand und einstimmig wurde beschlossen, daß vir in den Gemeinderäumen geeignete Räume zum Archivieren und für Seminare zur Verfügung geste1LLt bekommen. Herz1ichen Dank an Rudo1f und seinen Käirchenvorstand! Die Arbeit für unsere»Werkstätten macht gute Fortschritte. Bei Gesprächen mät dem Verleger Siegfr. Unse1d vom Suhrkamp-Verlag erhie1- ten vir die zusage, daß von a11en verlegten Tite1n- und das sind fast 500— zum Thema Nationa1sozialismus, KZ— zwei Exemplare gratis an uns abgegeben verden. Eäin Exemplar für Frankfurt/M, das zwette fFür Ausch- vtz. Vor kKurzem erhe1ten vir vom Ver1ag S. Fäscher eine Anzahl von Büchern. Ein Mi tgLied von uns värd in däeser Sache mät den Ver1egern des Rho— vo1t-Verlag sprechen und vär sind sicher, daß er Erfolg haben vird. Eine Reihe von M tg1Ldedern aus dem hessischen Raum sänd bereit, am Aufbau der Werkstätten aktiv mi tzuarbeiten. Dr. Horst Brand1, CLemens Riesser, Horst Probstein u. a. machten bereits in den stattgefundenen Arbeitsgesprächen kKonkrete Arbeitsvorschläge. Von Freunden und Mã tgLedern aus dem ganzen Gebäet der BRD kommen An- regungen, Dokumente Häinweise. In Kürze verden vir zwei quatifizierte hauptberuf1i che Angeste11te im Rahmen der ABM— Maßnahmen einste11en, sodaß unsere»Nerkstätten ständig besetzt sein vird. Dies erfordert auch die Bearbei tung des Materials, die Dokumentation, daie Forschung, die Erste1Lung von Materiatien für Lehrer, Historiker⸗ Vom 25. Nov.— 29. Nov. 1985 ve11Lte eine De1egation der beiden Trä- gerorgani sattonen*Lagergemeinschaft Aus chwi tz* und»Zeichen der Hoff- nung“ in Warschau.— Rudo1f Dohrmann, Mina Leudesdorff, Hermann Reineck und Dr. KLaus Würme11.— Es wurden Gespräche mit Lucia Motyka vom Internationalen Auschwi tz-Ko- mätee, mät Kazimierz Smolen, Därektor der Gedenkstätte Auschwtz und anderen geführt. Die Vorschläge der»Lagergemeinschaft Auschwitzn wurden sehr freund- 1L1ich, aufgeschLossen, aufgenommen. Wir sehen in absehbarer Zeit däe Mög1Lchkeit im ehemaigen K?Z- Aus ch- vitz eine*Werkstätte“ einzurichten. Die*Aktion Sühnezeichen-Friedensdienste“ w11 unsere Arbeit in Zukunft unterstützen, vie ihr Vorsitzender Raupach bei eänem 6Gespräch am 31. 10. 1985 erkLärte. Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Naziverbrechen:„Der Trend geht in der breiten ffentlichkeit hin zum Vergessen“ „Dokumentations- und Werkstätte Auschwitz“ soll in Frankfurt aufgebaut verden/ Die Erinnerungen der Zeitzeugen werden für die Nachwelt festgehalten Gutgelaunt, freundlich, oft ein bibchen verschmitzt lachend— so sitzt er da in einer ruhigen Redaktions-Ecke. Man sieht Hermann Reineck nicht an, daß er, M einer sozialistischen Jugend- gr in Wien, rund zwei Jahre im Kon- zenttionslager Auschwitz verbracht hat. Er spricht heute auch nicht von Din- gen. die man schon mel über ihn in der Zeitung lesen konnte: Dah ihn, zum Bei- spiel, noch heute Stiefeltritte auf der Straße erschrecken, weil sie ihn an mar- schierende SS-Leute erinnern. Nein, Hermann Reineck ist gekommen. um etwas über die„Dokumentations- und Werkstätte Auschwitz“ zu erzählen. die er mit dem Vereln„Lagergemeinschaft Au- schwitt— Freundeskreis der Auschwit- zer“ in Frankfurt aufbaut. AMuschwitz ist zum Symbol für Völker- mord geworden, in der ganzen Welt“, be- ginnt Reineck. Hat man solche Sätze nicht schon tausendmal gelesen? Wen sollen sie eigentlich noch hinter dem Ofen vorlocken, wenn— trotz gelegent- lich aufflammender Debatten wie der ak- tuellen über Rainer Werner Fassbinder Stück Der Müll. die Stadt und der Tod“ — rundum„der Trend in der breiten Of. lentlichkeit hin zum Vergessen geht? wie Fr deskrels“Vorsi d Rudolf Dohrmann sagt? Aber bei Hermann Rein- eck iut nichts zu spüren von einer Abnut- zung dieser immer wiederholten Mie wieder Auschwitz-Mahnungen. Es über- trägt sich etwas auf den Zuhörer von der aus Erfahrung gewonnenen, geradezu souverdnen Gewißheit, noch lange nicht genug Sand ins Verdrängungs-Getriebe gestreut zu haben. Alao1Es lst notwendig. die Geschlchte von Auschwitz gerade jungen Leuten zu ve In“, fährt Hermann Reineck fort Di erlebenden wissen natürlich, daß sie dEs nicht ewig werden selbst tun kön- nen. Deshalb soll die„Dokumentations- und Werkstätte Auschwitz“ etwas festzu- halten versuchen von den Erinnerungen der Zeitzeugen— wenn das auf Papier und Im Patenspeicher ũbeyhaupt geht. Die Tätigkeit soll allerdings keines- wegs elnfach rückwärtsgewandt sein: „Wir wollen nicht historisierend Material zusammentragen“, erläutert Pfarrer und Vereinsvorsitzender Dohrmann. sondern wir sehen die Geschichte mit Blick auf die heute zu leistende politische Arbeit“ Dohrmann erinnert, nach Archiv-Themen gefragt. an dle Bonner Debatten dieses Frühjahrs über elnen Paragraphen. der das Leugnen der Nazi-Verbrechen unter Strale stellt. Eine Aufrechnung“ des Leids der Auschwitz-Opfer mit dem der Füchtinge nach dem Krieg sei da bei Vertriebenenverbänden und Teilen der politischen Rechten betrieben worden. Zu diesem Thema bieten die Archiv-Orgeni- satoren am Mittwoch. 20. November (Bußtag) ein Tagesseminar an. Es be ginnt um 11.15 Uhr im Martin-Niemöller- Haus“ der evangelischen Dreifaltigkeits- gemeinde, Funkstraße 14(Kuhwaldsied- lung). Anmeldungen unter Telefon 77 29 66. Das ist ein Beispiel für den Komplex. den die Archiv-Gründer bettelt haben: „Wie sind Stast, Organisationen und Ein- relpersonen seit dem 8. Mai 1945 mit Au- achwitz umgegangen? Oder. wie es Dohr- mann ausdrückt:„Wie war es möglich. daß in Frankfurt ein Buch mit dem Titel Die Auschwitz-Lüge' geschrieben wur- der Ein wenig Aufechluß darüber sollen unter anderem Kopien von den Akten der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt ge ben oder auch Beispiele für Dichtung“ zum Theme. von der es laut Dohrmenn unheimlich viel“ gibt, meistens in Brie ten Jugendlicher. Auch Filme sollen ar- chhert werden. zum Beispiel der von Les Rosh(Vernichtung durch Arbeit'), „Verwertung“ zwangsarbeitender Häfüinge zum Nutzen der deutschen In- dustrie beschreibt. Auch zur Frage„Wie ist es zu Ausch- witz gekommen? soll natürlich Material gesammelt werden. genauso wie Erfah- rungsberichte von Gruppen, die Ausch- witz besucht haben. Für jeden dieser Be- reiche gilt der Aufruf an alle, die Briefe. Dokumente, Bücher oder einfach Erfah- rungen. Erinnerungen haben. dem Archiv mit Material zu helfen. Das soll aber nicht einfach nur gesam- melt werden. Lehrer oder Schüler, künfti- ge Auschwitz-Besucher, Historiker oder Journalisten will man mit Informationen in handlicher Form versorgen. Seminere sind geplant Während Hermann Reineck und Ru- dolf Dohrmann erzählten. hat ein dritter Besucher schweigend danebengesessen Wer ist er eigenich? Nur seinen Namen. Tadeusz Zaleski, hat er bisher genannt. Jetzt krempelt er einen Armel hoch— zu sehen ist die Häftlingsnummer 43. Zaleski war 1940 einer der ersten, die nach Auschwitz gebracht wurden, von Krakau aus. Er ist für ein paar Tage in der Bundesrepublik zu Besuch. Deutsche und polnische Jugendliche sollten die Wahrheit kennenlernen. damit s0 etwas nie wieder passiert“ sagt er. Er begrüßt die Archividee und auch den Plan. in Auschwitz selbst, wo es aus 26 Ländern. hlcht aber aus der Bundesrepublik. Aus- stellungen gibt. ein„Duplikat“ einzurich- ten. Einen festen Raum in Dohrmanns Dreifaltigkeitsgemeinde hat das Archiv inzwischen gefunden. Aber Material und Mitarbeiter werden Geld kosten. vorerst vielleicht 70 000 bis 80 000 Mark im Jahr. Das hessische Sozialministerium ver- sprach immerhin bereits wohlwollende Prüfung“ eines Zuschußantrags Und Suhrkamp-Verleger Siegfried Un- seld. den die Archivmacher angesprochen haben., will, wenn das Projekt gut anläuft. von allen Titeln seines Programms zum Thema Nationalsozialismus je zwei Ex emplare stiften. Aus der zentralen israeli- schen Gedenkstätte Vad Vashem“ gibt es außerdem seit Ende Oktober eine Zu- sage, eine Frankfurter Besuchergruppe mit der dortigen Archivarbeit vertraut zu machen. Keine schlechten Aussichten für die„Dokumentations- und Werkstätte Auschwitz“ STEPHAM HEBEI. Donnerstag, 7. November 1985 Frankfurter Rundschau Walter Gerlach Intelligenztest Wer ist der Feind? Wo ist der Feind? WMe ₰ stark ist der Feind? Wann kommt der Feind? Was machen wir ohne Feind? Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. KZ LUSCRHLTZ TM GESPRHCH MLT ERHEMALTGEN HRHFTLTNGEM von einer Mannheimer Gruppe, deren Pro- gramm von der Reisegesel1schaft*Inter- press“ organisiert var, wurden fünf Leute aus unserer Gruppe zu einer Gesprächs- runde eingeladen. Ehemalige polnische K?Z-Haft1inge, darunter ein Mderstands- keimpf er veihrend der Nazizeit, Herr Kojinski, und einige Irzte derichteten ber Teilaspekte ihrer Vergangenheit in auschitz. àls augenzeugen in der Todes- Fabrik beschrieben sie die Pseudo- medizinischen Versuche, die ab 1942 an Haft1Lingen durchgeführt wurden. HMassensteri 1i sation von Mennern und Frauen durch Eänspritzungen oder Rönt- genbestrahlung, Verbrennungen der Haut, versuche mit?1längen(durch Dr. Mengele), Phenoleinspritzungen, die den Tod herbeiführten und Vergasungs- versuche durch 2yklon B sind Beispiele der verbrechen, die unter dem Deckmantel Porträt eines polnischen Lagerinsassen der Miesenschaft und Forschung an Menschen ausgeübt wurden. Gesunde HMensche] die Ihrer Herkunft vegen als nicht Lebensuert“ galten(Juden, Zigeuner, Slaven) wurden unter dem Symbol der Putharasie ermordet. veiterhin er1äuterten die ehemalägen auschitz-HãfLLinge das System der organisierten Hilfe. Dabei spielte die Z1 vi 1bevðlkerung eine ausschlaggebende Ro11e als Uberbringer von arznei- und Lebensmitteln und als Verbreiter der aus dem Lager auf genomnenen Informat ion im Sinne der internationalen Korres- pondenz. Die Mi derstandgruppen um auschitz hatten z. B. Kontakt zur Londoner Regierung, von der aus eine weiterverbreitung über den Radiosender BBc ermöglicht nar. Die Melt wußke a1so von der Grausamkeit. ausgehend von vergangenen vernbrechen gin- gen ir der Frage nach, imeneit der Ge- rechtigkeit Genüge getan urde. Die ehemaligen KZ-Häftlänge in unserer Cesprächs- runde uaren Zeugen der Machprozesse. Sie berichteten über die Vorgehensneise der Justiz vährend der auschitzer Prozesse. Die GrundLage der Strafverfolgungen ist das Gesetzbuch aus dem Jahre 1871. Dabei ist vichtig, daß die Bestrafung vegen Völkermordes nicht verzeichnet ist, da ein Verbrechen in dem usmaß e es im 3. Reich geschah in dem Bereich der Moglichkeiten ausgeschlossen var. Die verurteilungen basierten demach nicht auf der Mtschuald an einem völkermord, sondern auf dem Beweisen und Belegen von einzelnen Mordfällen. Man hat den Mationalsozialismus a1s0 nicht vom Gericht aus verurtei1t, beziehungsuei- se angeklagt. Die ganze politische, morali- sche und ethische Beurtei 1ung kKam bei diesen Prozessen gar nicht zum vorschein. Die Morder vährend des Hitlerregimes wurden so bestraft vie die tãglichen ve brecher der Gegenwant. Trotz der skandalösen Haltung der Justã? waren die Prozesse sehr bedeutend: als Erinnerung der Melt an auschut? und zum aufruf an die Jugend, sich mit dem Fa- schismus zu befassen. . Wner er e h Lagergemeinschaft Auschwritz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. verhörszene in huschitz(gemalt von dem ehemaligen Häft1ing W. Siwek nach der Befreiung) Zzum Abschluß sprach etner der enemaligen Haft1Ange die Bitte an alle Amesenden aus, als Zeugen für die Mahrheit von Auschultz, aufzuklaren und Tatbestnde zu verbreiten. Diese Bitte schien 1hm besonders dringlich auch im Hinblick auf die Gefahren des Meofa- schismus. Der Sinn seines eigenen Lebens desteht darin, Zeugnis über seine Vergangen- heit abzulegen. Dennoch sind diese Häft- 1inge keine Veteranen des Konzentrations- 1agers, die nur über die Vergangenheit reden-- tüges Problen. ₰ Faschismus 1Ist ebenso ein gegen- Anhang: In Vestdeutschland wurden zuischen dem 8. Mai 1945 und dem 15. HMärz 1961 12.715 MS-Verbrecher angeklagt, von denen nur 5.372 verurtei1t vurden. Davon wurden 131 vegen Mordes, 231 vegen Tod- schlages verurtei1t. Im Auschitzprozess iIn Frankfurt(1964765) standen Verbrecher vor Gericht, die uder 20 Jahre unbehel14gt in Mestdeutsch- 1and gelebt hatten. Eintge tausend sind noch auf frelem Fuß. Die schlimnsten Schreibtischmörder, wie G1Lobke, blã eben ungeschoren, da die vestdeutsche Justiz keine Bestrafung fur die ausarbeitung verbrecherischer Cesetze vorsieht. Kuch die Begnadigten oder amestierten hatten frelen Zugang zu hohen Posten in der Bundesvehr, in der Industrie und in der Rüstung. Nicht nur HMenschen wie F1ick und Krupp(Direktoren der T.-6. Farben) oder F.J. Strauß zum Beispiel virken an unserer Politik und Mrtschaft mit, sondern auch Neofaschisten sind sehr ernst- zunehmende Gruppen unserer CGese11- schaft, die unsere CGegenart mitbestmnen und In ihr fungieren. „Mie var so etwas möglich, wie konnte das bloß passieren?“, fragte man sich nachdem die Katastrophe vorüber var. Tch frage nich HEUTE,»wie Ist es möglLich, daß ein Meof aschi smus in unserer Cesel1schaft entstehen konnte?n. Das Potsdamer Abkomnen beschloß unter anderem eine vo11standige Entmi 14 tarisierung durchzuführen. Doch: man beschloß eine neue Armee, die Bundesmehr zu schaffen, man beschloß die mi1itarische Macht bis zurn nächsten Katastrophe, man beschloß Heidi Leitzmann 4 „Arbeltgeene nschaft ece⸗ Aene Lcccbcc⸗ Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e V. Die Lüge wn 3 e und kein Ende ilinen äste Juden ſ liue ies Jhrtundens. Seine Persönlichkeit in neuem/ 6 Uer wahre Hitler Wie Kfote erfunden eſ NationalZeitünſ r⸗ln⸗iuien x Mnbhn* aewenu —— Millionen Opfer erlogen⸗ —— — AKTION SUHNEZEICHEN Friedensdienste e. V. Es gibt viele Beispiele dafur, wie in den vierzig Jahren nach dem Ende des Zweiten Welikrieges in der Bun- desrepublik die Auseinanderset- zung mit der eigenen Geschichte vermieden vurde. Gemeint ist eine Auseinandersetzung, die nicht durch Verdrangung, Aufrechnung. Verharmlosung und Bestreitung ge- kenntzeichnet ist, aber eine Ausein- andersetzung, in der Trauer, Mi- leid und der Wille zu personlichen und politischen Konsequenzen eine enischeidende Rolle spielen. Viel- leicht haben die gesammelten Pein- lichkeiten in der Diskussion wäh- rend der Wochen und Monate vor dem 8. Mai etwas dazu beigetragen. daß dies deutlich wurde. p IUs wonder nschine LUoen und kenEnce An dieser Stelle soll nur ein Apekt dieser Diskussion behandelt werden, der in der Arbeit der Ak- iion Sühnezeichen/ Friedensdienste Seit Jahren eine große Rolle spielt: Die Diskussion um die Schaffung eines Straſtatbestandes gegen die Bestreitung des Völkermordes an den Juden, bekannt geworden un- ler dem Schlagwor»Auschwitz- uge“. Im Juni 1981 haue Aktion Sühnezeichen/ Friedensdienste zu- ammen mi dem»Public Comittee oſ Auschwitz Survivors in lsrael« nierzu eine Presscerklärung veròf- ſenlicht, in der der Autor des Bu- ches»Die Auschvitz-Luge«, Thies Christopfersen. als Lügner bezeich- nei vird und in der die Schritie der Bundesregierung zur Schaffung von Mõglichkeiten, dagegen geset? lich vorzugehen. begrüſt werden. Das Thema hat zwei wesentliche Aspekle: 1. Es gibi eine in den leizten Jah- ren zunehmende Zahl von Publika- ionen. in denen der Volkermord an den europãischen Juden verharm- lost. bezweiſelt und bestritten wird. Neben dem Buch von Thies Chri- sophersen. der inzwischen inhaf- iierm ist, gibt es etwa ein Buch des Rechisanwaltes Manfred Roeder mit dem Titel»Der Auschwitz-Be- trug«. 1979 erschien im Tübinger Graberi-Verlag das Buch»Der Au- SchwitzMynhos— Legende oder Wirklichkeit?— des ehemaligen Hamburger Finanzrichters Wil- helm Stäglich, das erst im Mai 1982 durch einen Beschluß des Landge- richtes Stuugan wegen Volksver- hetzung und Aufstachelung zum Rassenhaß verboten wurde. Lagergemeinschaft Auschwit? Freundeskreis der Auschwitzer e.V. ——— pe Iũge von ger nAuscnUoen nen Thies Christopersen und Man- fred Roeder sitzen im Gefangnis, das Buch von W. Stãglich ist verbo- ten. Wird das Problem also auſge- bauscht? Keineswegs. Zu denen. die den Volkermord bestreiten, gehörn auch der Anlageberater und Verle- ger Udo Walendy, der sich darauf Spezialisier hat, Dokumentarpho- tos des Holocaust zu diffamieren. Die von ihm herausgegebene Schrift »Wahrheit fur Deutschland« wurde von der Bundesprũſstelle verboten. lm Juli 1984 wurde die Indizierung auſgehoben. In der Begründung, die das Oberverwaltungsgericht Munster für diese Entscheidung gab, hieß es unter anderem: »Hinzu kommt, daß den Gegen- stand dieses Buches geschichtliche Ereignisse aus der jungsten Vergan- genheit bilden, aus einem Zeitungs abschnitt, dessen Folgewirkungen deutlich bis in die Gegenwartspoli- ük und die heutigen Auseinander- setzungen hineinreichen und deren wissenschaftliche Beurieilung noch im Fluß ist.« Genau mit diesem Ar- gument versuchen die Vertreter der »Revisionisten«, die auch in ande- ren Lndern, vor allem den USA und Frankreich, immer zahlreicher werden, ihre Thesen der Verharm- losung und Bestreitung der Verbre- chen in Auschwitz und anderen Vernichtungslagern in die Offen- bchkeit zu bringen. Eine der Publi- kationen, die solche Themen ver- breitet, ist die»Deutsche National- zeitung«. Sie ist nach wie vor eine der auflagenstarksten Wochenzei- tungen in der Bundesrepublik und an fast jedem Kiosk erhaltlich. Daß diese Thesen nicht auf einen relatiꝰ Kkleinen Kreis ewiggestriger Rechtsextremisten beschrankt sind. zeigt das Buch»Die Geschichte der Deutschen« von Helmut Diwald. Diwald ist nicht irgendjemand, son- dern er ist ordentlicher Professor für Geschichte an der Universitat Erlangen/ Nurnberg. In seinem Buch ſinden sich die Satze:»Birke- nau, das zum Komplex von Au- Schwitz gehorte, diente als Lager für diejenigen Haftlinge, die als nicht arbeitsſahig erklart worden waren. Deshalb erreichte hier die Sterblich- keitsquote die hochsten Zifſern. Am 26. Juli 1942 brach in Birkenau eine verheerende Typhusepidemie aus. Innerhalb von knapp drei Wo- chen starben bis an die ⁊wanzigtau- send Menschen. Das war der Grund. warum sich in Birkenau un- gewohnlich große Einrichtungen fur die Verbrennung der Toten be- fanden.« Diese und andere Aussa- gen mußten zwar in der zweiten Auflage des im Propylaen-Verlag erschienenen Buches korrigier wer- den, doch die erste Auflage ging in die Zehntausende. 2. Bisher konnten nur Juden, die selber ꝛu den Opfern des Holocausi gehörien und deren Angehörige ge- gen derartige Publikationen mit Aussicht auf Erfolg Klage bei Ge- richt einreichen. Das heißt, es blieb bisher den Opfern, die diese unge- heuerlichen Verbrechen erleben mußten und die sie Uberlebt haben. selbst Uberlassen, gegen das Bestrei- ten dessen, was sie selbst hatten er- fahren müssen, gerichtlich vorzuge- nen. Die Frage von Jean Amery »Hat niemand Mitleid mit den UOberlebenden?«, bleibt bestehen. Jean Amery hatte 1978 seinem Uberleben ein Ende gemacht. Durch die bisherige juristische Regelung wurde nicht-judischen Deutschen, die sich auch betrofſen vom geschehenen Volkermord fuhlten, die Moglichkeit genom- men, gegen die vAuschwitz-Luge« vor Gericht zu gehen. Es wurde den Uberlebenden und ihren Angehöri- gen Uberlassen, sich zu wehren. Der Streit um die Frage, ob und wie diese Situation ⁊u verãndern sei, reicht in die Zeit der sozialliberalen Koalition zuruck. Die SPD strebte die Schaffung eines Sonderstraftat- bestandes an, der sich gegen das Be- streiten des Volkermordes an den Juden richten sollte. Damals kam der Widerstand aus den Reihen der FDP, denen ein solches Vorhaben nicht ausgewogen genug war. Sie wollten auch das Bestreiten von Volkermord anderer totalitãrer Regime« mit unter Strafe stellen. Nach langem Hin und Her und ei- ner Anhorung zu dem Thema ließ die FDP diesen Finwand ſallen. Auſgrund der noch weitergehenden Bedenken der CDUCSU war es aber immer eine ofſene Frage, ob ein solcher Gesetzentwurf den Bün- desrat passieren wurde. 1980 legte der damalige Justizmi- nister Vogel einen Gesetzentwurf vor. Doch dann gab es neue Proble- me. Der FDP ging der Entwurf im Hinblick auf das Verbot der Ver- breitung»nationalsozialistischer« Propagandaschriſten, die vor dem Inkrafttreten des Grundgesetzes er- schienen sind, ⁊u weit. In einer zwei- ten Gesetzesvorlage des späteren Justizministers Schmude vurde die- ser Punkt fallengelassen. 1982 wWur- de der Gesetzentwurf vom Kabineu beschlossen. Er wurde an den Bun- desrat weitergeleitet und don mit den Stimmen der CDUCSU re- gienen LAnder abgelehnt. Zu einer Stellungnahme der so zialliberalen Bundesregierung und einer Abstimmung im Bundestag kam es dann wegen des Regierungs- wechsels nicht mehr. Doch der neue Bundesjustizminister Engelhard brachte den ursprünglichen Geset- zesentwurf der SPD/FDP-Koali- tion, der die Schaffung eines Son- derstraſtatbestandes vorsah, erneut ein. In den folgenden Beratungen wurde das Vorhaben aus den Rei- hen der CDU/CSU, besonders von der GSU, blockiert. Die Frage, ob es überhaupt notwendig sei, einen Sonderstraſtatbestand zu schafſen und die Bestreitung des Volkermor- des an den Juden von Amis vegen zu verſolgen, wurde aufgeworſen. Wenn dies nicht zu umgehen sei. dann musse auf jeden Fall in den Straftatbestand auch das Bestreiten der an»Deutschen begangenen Verbrechen« mit auſgenommen werden. Ab Marz 1985 wurde die Diskus- sion über ein Gesetzesvorhaben in dieser Angelegenheit verstarkt oſ- ſentlich eingeſuhn Durth den Druck der SPD-Oppositlon, die sich dafür einsetzte, daß ein Be- schluß des Bundestages noch vor dem 8. Mai ⁊ustandekommen müs- se, und eine Debatte im Bundestag forderie, waren die Parteien der Re- gierungskoalition gezwungen, Stel- lung 2u nehmen. Der Fraktionsvor- sitzende der CDU/CSU, Dregger. erklarte am 13. Marz 1985, daß Hel- mut Kohl, Theo Waigel und er z* Lagergemeinschaft Auschwitz Freundeskreis der Auschwitzer eV. der Uberzeugung gekommen seien. daß dieses Gesetz, also ein Gesetz, das einen Sondersiraſtatbestand Schaſſe, nich verabschiedet werden olie In der Begrundung fur diese Entscheidung nannte Dregger drei- mal den Masenmord an den euro- paischen Juden in einem Atemzuge mit Verbrechen. die im Zusanumen- nang mii Fluchi und Vertreibung an Deutschen begangen wurden. Die FDp beharrie allerdings dar- auf. daß eine Entscheidung getroſf- ſen verden musse, die Vorausset- rungen schafſe. daß die Staatsan- valisᷣchaſien von sich aus aktiv wer- den konnen. Es mußlte also noch vor der Bundestagsdebatte am 14. Mz 1985 ein Kompromiſ gefun- den werden. Es kam?u hektischen ßrakiionssitzungen und erst wenige Siunden bevor in der Bundestags- debatte dieser Punkt auſgerufen vurde, vurde der Kompromiſvot- schlag vorgelegi. Dieser Komprò- miß ist in doppelter Hinsicht ein peinbches Dokument mangelnden bundesdeuischen Geschichisbe wußiseins. Aul die Schafſung eines Sonder- Straſlaibesiandes ſut das Bestreiten des Volkennordes an den Juden und»Zigeunern«(richtig: Roma und Sinti) wurde verzichtet. Der Straſtatbestand vurde vie bisher unter»Beleidigung« eingeordnet. einer der geringfugigsten Straſta- len. die es im Straſgeseu gibt. Le- diglich der Aspekt. daß die Staats anwalle von sich aus aktiv verden konnen und nicht mehr auf den Straſantrag eines Oberlebenden oder des Angehorigen eines Ermor- deien varen mussen. ist hier noch enihalten; Der Schriu vom An- iragsdeliki ⁊um Ofſuialdelikt ist ein kleiner Forischrit. Sxandalos is in dem Kompromiß die Formulierung»Opſer der natio nalsoꝛialistischen oder einer ande- ren Gewalt- und Willkürherr- Schaſi. Genau diese Formulierung steht nun auch in der Neufassung des Paragraphen 194 des Straſge- setabuches. den die Rechtspolitiker der Bonner Koalitionsparieien Mit- te April 1985 vorlegten. Wer die De batten und Auseinan- derseuungen der letzien Wochen im Bundestag und den Medien auſ- merksam verfolgt hat, der weiß, daß die Vater dieses Kompromisses dabei veder an die Verbrechen dik- tatorischer Regime in Sudamerika. noch an die Handlungen turkischer Militars gedacht haben. sondern eben an die von Herrn Dregger gc. nannten Verbrechen an Deutschen im Zusammenhang mit Fucht und Verireibung 1945. Es geht also nicht nur um Nivellierung(Verbrechen Zeschehen Uberalle), sondern um. jene viderrechiliche Aufrech- nunga. von der der Vorsitzende des Deuischen Richterbundes. Helmut Leonardy. mit Blick auf den Koali- onskompromiß sprach. Diese Art der Gleichseizung ist Ausdruck von Aufrechnungsmentalitât. mit der die Ceschichte verfalscht wird. Es vird unterschlagen. daß rassistische Ferrenmenschenideologie vesentli che Programmatik vnationalsoꝛia- listischer« deutscher Politik war— nicht nur gegenüber den Juden. Es vird unerschlagen. daß die europã- ischen Juden durch diese Politik ei- nem systematisch geplanten und in die Tat umgesetzen Volkermord ausgesetzt waren, dessen Vollen- dung nur durch den Sieg der alliier- ten Gegner des Hitlerregimes ver- hinden wurde. Und es wird unter- schlagen. daß Flucht und Venrei- bung Folgen deuischer Verbrechen von 1933 bis 1945 und des Zweiten Weltkrieges waren. § ustizminister Engelhard hat- le noch im April 1984 in ei- nem Arikel in der»Frankſurier Allgemeinen Zeitung« ſolgendes geschrieben:»Man kann nicht Un- vergleichbares gleich behandeln— die systematische. ja verwaliungs- maßig organisiere Eliminierung von Millionen von Menschen stand mit Kriegsverbrechen ja in keinem unmittelbaren 2usammenhang. Die Judenvernichtung durch das Nazi- Retime hatte eine Dimen⸗ sion. die sich mit dem Hinweis auf Verbrechen anderer Ar weder ver- gleichen noch gar enischuldigen lat.« Am 15. Marz 1985 schrieb er dann zu dem Koalitionskompro- miß:»Die Einigung der Koalitions fraktionen ist erfreulich und begr- Benswen.« Diese Vorgange verſen Fragen hinsichtlich seiner personli- chen ldentitat auſ. die leizilich nur er selbst beantworien kann. Die Fronten dieses Streites decken sich nicht exakt mit den gan- gigen Einteilungen von»rechis“ und»links«, auch wenn die Ten- denzen klar sind. So gibi es auch in der CDU und sogar in der CSU Stimmen, die gegen den bisherigen Umgang mit dieser Frage sind. An- dererseits sind die»Grünen“ 2war gegen den Koalitionskompromiß. aber bisher war bei ihnen eine Mehr- neit auch gegen die Schaſſung eines neuen Straftatbestandes. Von ver- chiedenen Seiten vird immer vie- der damit argumentieri, daß dem problem von GeschichisverſAl- schung durch Gesetzt nicht beizu- xommen sei. Zum Teil dient dieses Argument als Dreh- und Angel- punkt der eigenen Position. Es i richtig und einleuchtend. Doch wer hat denn etwas anderes behaupiei? Wer sag. dal nach der Schaſſung eines Sonderstraſtatbestandes das Problem der Verdrängung. Ver- narmlosung und der Bestreitung ge- chichilicher Tatsachen gelost sei? 5 jesc Argumentation geht am eigenilichen Punkt vor- bei. Der eigentliche Orientierungs punkt sind die Uberlebenden des Holocaust und ein weiterer wichti- ger Punkt ist die Frage. wie wir als Deuische, als in der Tradition der Tater Stchende, uns ihnen gegen- Qber verhalten. Wieso fallt es 0 chwer, sich vorzustellen dah es fur Menschen. die die Holle deutscher Vernichtungslager durchgemacht haben, unerträglich ist. daß eben diese Vernichtung bestritten vird? Wieso ist es so schwer zu begreilen. daß es fur die Uberlebenden. ob sie nun in lsrael. in den USA. in Polen. Ungarn oder in der Bundesrepublik leben, unzumuibar ist. wenn ihren Leiden als Folge eines systemati chen Volkermordes das Leiden „on Menschen aus dem Volk der Tater gegenubergestellt virdꝰ Wenn die unvergleichbare Unge- neuerlichkeit der geplanten und sy stematisch durchgeſuhren Ermor- dung von Millionen europaischer juden im Blick auf die Vergangen- heit mit der Hlaliung»uns ist auch Unrechi geschehen« oder im Blick auf die Gegenwar mit dem Argu- uy — — Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Poe woncernc ndenEnce meni»die Palastinenser sind die Ju- den der Juden“»wegverglichen« vird. s0 kommt dabei das gleiche heraus. lm Zusammenhang mit einem ⁊u chaſſenden Sonderstraſtaibestand vare es um den Schutz der Uberle- denden Opſer gegungen. die nach den an ihnen begangenen Verbre- chen nicht nur durch diejenigen er- neut gedemutigt werden. die diese Verbrechen bestreiten. sondern auch durch eine Gesellschaſt. die unwillig oder un ſahiz ist. gegen die- & Leugner vortugehen. Und Uber- lebende beſurchten zu Rechit. dah in nicht allzu ſerner Zukunſt. wenn von ihnen keiner mehr leben wird. venn keiner von ihnen mehr aus ei- gener Erfahrung den nachſolgen- den Generationen die Schrecken des planmaigen Volkermordes vermit- teln kann. die Versuche des Bestrei- tens des Volkermordes ansteigen und daß mehr Menschen diese Lü- gen gauben konnten. Es ist keine Alternative. allein ei- nen Sonderstraſtatbestand gegen die»Auschwitz-Lüge“ zu schafſen oder sich allein auf allen Ebenen (Politisch, juristisch. padagogisch und kulturell) fur eine wirkliche und chrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichie einzusetzen. Die Schaſſunt eines Sonderstraſiut- besundes vre eine notwendige l?r- ganzung vor allem um der Uberle- benden willen: um sie vor weiterer Verleumdung zu schütxen und um ihnen zu zeigen. daß sie mit ihrer Er- fahrung und mi ihrem Anliegen vahrgenommen. ernstgenommen und nicht alleingelassen werden. Damit vare ein solches Geset auch ſur uns selbsi wichtig gewesen. als kleines— und keineswegs zu Uber- schatzendes— Zeichen. dah wir tat- Schlich aus der Geschichite lernen. Statt dessen sind wir mit dem Problem der Verharmlosung durch Aufrechnung von Unrecht kon- frontieri. Diejenigen. die die For- mel»Opſer der nationalsozialisti- schen oder einer anderen Gewal- und Willkurherrschaſis gepragi ha- ben. betreiben diese Verharmlo- sung: des Volkermordes an den Ju- den. den Roma und Simi sowie auch des geplanten und durchge- ſuhnen Volkermordes an den slavi schen Volkern. Und wenn der Kommentator des Uerliner»Tages- spiegel« dazu am 14. Marz 1985 chreibi.»niemand in Bonn hat es sich leicht zemacht in der Diskus- sion daruber. ob das Verbreiten der sogenannten Auschwitz-Löge zum Ofſiuialdelikt mit einem Strafrah- men bis ⁊u drei Jahren Haft erho- den werden solla. dann ist diese Haliung auch ein Teil des Pro- blems. Diese Einstellungen sind s0. gar der gewichtigere Teil des Pro- blems. veil sie weiter verbreitet sind als der organisierie Rechisexremis- mus. Und veil sie auch von Men- chen geteili werden. die in Politik. Wirischaſt und Medien Schlüssel- positionen haben. Die Auseinandersetzungen dieses Jahres sprechen Bande— nicht nur Uber das Verhalinis von Menschen zu ihrer Vergangenheit, sondern auch über die gegenwartige Politik. Helmut Kohl hal in einer Rede auf dem Deutschen Uankentag veine Auseinandersetzung mit der deut- schen Vergangenheit demonstrieren vollen und den»Oplimismus« Dietrich Bonhoeſfers betont:»Die- ser Mann hatte im Angesicht des Galgens die Fahigkeit. in sich Kon- linuitai zu spören. zu iragen und?u vermitteln: dal er Gottverrauen natte und daß er irot seiner ver- vweiſelten Lage auf die Zukunſt scizte.« Und nun die Schluß folge- rung von Hehmut Kohl.»Was im Konzentrationslager Fossenbürg moglich war. müſie heute auf ei- nem Bankentag oder anderswo auch moglich sein.« ein Verhaliniszur Vergangen- heit und die derzeitige»Si- cherheis und Soꝛialpolitiks. für die auch er seht. sind nicht ⁊wei paar Schuhe, sondern bedingen sich gegenseitig. Genauso ist es bei Ronald Reagan. der in der peinli- chen. aber immerhin statiſindenden Debatie um scinen Besuch in der kundesrepublik sugie. die jungen deuischen Soldaten. die in Bitburg bekraben vind. vrien ebeio Opſer des Nationalsozialismus“ wie die Menschen. die in den Konzentra- tionslagern der Nazis ermordei vur- den. As ob es keinen Unierschied gabe ꝛwischen einem jungen Men- chen. der— vielleicht gegen seinen Willen— in einen Krieg geschickt vird, und Merschen. die im Rah- men eines Uber den ganzen Konii- nent hin angelegen Volkermordes in ein Vernichtungslager getrieben werden und dor fabrikmãig gei tet und verweriet verden. Die Beispiele zeigen. daß es auch bei denen, die tatsachlich aus der Geschichte lernen wollen. nicht ⁊u Aufrechnungen kommen darſ. We- der zur Aufrechnung des Leidens der verschiedenen Gruppen von Opſern: Juden, Roma und Sinti, Kommunisten, Homoseuelle und viele andere, noch ⁊ur Aufrechnung politischer Arbeit. Die verschiede- nen Bereiche des heute gebotenen Kampſes, des Kampſes fur das An- denken der Ermordeten. für eine menschenwurdige Begegnung mit den Uberlebenden, des Kampſes um die Menschenrechte. cie heute verlett werden, des Kampſes gegen die Aufrustung und fur eine politi- sche. d. h. gewaliſreie Lösung von Konſlikten, durſen nicht gegenein- ander auſgerechnet verden. In ih- rem Zusammenspiel bilden die ver- schiedenen Bereiche eine Einheit des Lernens aus der Geschichte. er von der Koalition vorge- legie Gesetzentwurf vurde am 25. April 1985 vom Bundestaz verabschiedet und hat inzwischen auch den Bundesrat passien. Von den Abgeordneten der Koalitions- fraktionen stunmie in der 2. Lesung nur die FDP-Abgeordnete Hilde- gard Hamm-Brocher gegen den Koalitionsvorschlag. Noch vier Ta- ge vor der Abstimmung im Bundes tag hatte Bundeskarzler Helmut Kohl bei der Gedenkveranstaltung des»Zentralrates der Juden in Deuischland in Bergen-Belsen er- klart: „Aber wir hätten nichts, aber auch gar nichts aus der Geschichte gelernt, venn vir Grausamkeiten gegeneinander aufrechnen wollien. Für die Untaten der NS- Gewalt- herrschaſt tragt Deuischland die Verantworiung vor der Geschichte Diese Verantworiung dußeri sich auch in nie verjahrender Scham. Wir werden nicht ⁊ulassen. daß et- was verſalscht oder verharmlost vird.« Selten ist mir der Unterschied zwischen Sonntagsreden und All- iagspolilik greiſparer gevorden. Es bleibt nun nur noch die Hoffnung. dan die Oppositionsparieien und die Abgeordneten und Miglieder der Koalitionspareien, die das jetz Lagergemeinschaft Auschwitz V 6 Freundeskreis der Auschwitzer e V. und damit die erantwon illi kenuber den Oberlebenden 3 Mill 1 On eSn O pfer erlogen 1 ondern die Diskusson Iu ſſi ˙ 62 r ebendig halten verden. muß dabei vein. die jetzige ge. tliche Regelung ruckgangig zu machen und durch ein ang f in Riten Sundesgesetzblatt Teill Z 5702 A — TA 1985 Ausgegeben zu Bonn am 15. Juni 1985 Nr. 29 Finundzwanzigstes Stratrechtsänderungsgeset (21. Strand6) vom 13. Junl 1985 Der Bundestag hat das foigende Gesetz beschlossent breitet oder ðflentlich. in einer Versammlung oder in von ihm verbreiteten Schritten(5 11 Abs. 3) vervendet oder 2. Gegenstände. die derarige Kennzeichen darstel- Rnderung des Strefgonehbuches ſen oder enihalten. ⁊ur Verreitung odet Verwen- dung in der in Nummer bereichneten An und Weise herstellt. vorrätig hält oder in den rõumi- chen Geltunosbereich cieses Gesetzes einföhrt. Das Straigesetzbuch in cer f̃assung der Bekanntma- chung vom 2. Januar 1975(BGBl. 1 S. 1). 2uletzt 9eän- deri durch Aikel a des Gesetzes vom 235. Februar 1985 (Sgl 18 428). wiro Me ſoot gezndert:() Kennzelchen im Sinne des Absatzes 1 sind namentich Fahnen. Abreichen. Uniſormstcke. 1. 5 76 a Abs. 2 Satz 1 vird vie olgt gefaßt parolen und Grußformen. Unter den Voraussetkungen des 5 74 Abs. 2 M. 2. 6) 5 86„bs. 3. 4 gilt entsprechend.“ Abs. 3 urd des 5 74 dist Absatz1 aoch dann anzu- 4. 5 194 Abs. 1 und 2 vird vie lolgt gelaßt venden. venn 1 cie Veroiqung cer Strafat verjãt lst oder(1) Die Beleiciguno vird nur au Antrag veriolgl. ist 6 2 sonst aus rechtichen Grönen keine destimmie cie Tat durch Vecbreiten oder öllentliches Zogang person veriogt verden kann und cas Geset ſichmachen einer Schritt(5 11 Abs. 3). in einer Ver- nichts anderes destimmt.“ sammlung oder durch eine Darbietung im Rundlunk begangen. 80 ist ein Antrag nicht erſorderlich. wenn der Verietzte als Angehöriger einer Gruppe unter der 2. in 5 78 Abs. 1 vird ſolgender Satz 2 angelögt nationalsoꝛialistischen odet einer anderen Gewalt- 8 75 4 abs. 2 Satt 1 tr. 1 bieidt underũnet“ dac Milkdrmemschan verioio vurde. diese Geupoe 3 Tei der Bevolkerung ist und cie Beleicigung mit 3. 5 86 a vird. soweit ikel 4 nichts anderes bestimmt. cieser Vertolgung eenahnt Die— ſ vis ſolot oelalt jedoch nicht von Amts wegen verſolgt verden. wenn 5 86 0 cer Vefetzte derspricht. Der Widerspruch kann 3 i 6 i Verietzte V 0 k nicht ⁊urõckgenommen werden. Stirbt der 3 so gehen das Antragsrecht und das Widerspruchs- Sxein recht aul die in 5 77 Abs. 2 deꝛeichneten Angehöri- (1) Mit F̃reiheitsstrale bis 20 drei Jahren oder mit gen öber. Geldstrale wird bestraft. ver (2) ist das Andenken eines Verstorbenen verun 1. im ràumlichen Geltungsbereich dieses Gesetzes Olimplt. s0 steht das Antragsrecht den in 5 77 Abs. 2 Kenneichen einer der in 5 86 Abs. 1 MNr. 1. 2 und bezeichneten Angehörigen zu. Ist die Tat durch Ver- 4 beꝛeichneten parneien und Vereinigungen ver- dreiten oder ötlentiches Zogärnochmachen einer Lagergemeinschaft Auschritz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 10 966 Schrik(5 11 Abs. 3). in einer Vers ammluno oder durch eine Darbietun9 im Runctunk beganoen. 80 ist ein Antrag nicht erorcerich. wenn der Verstorbene Sein Leben als Opler cer nationalsoxlalis ischen odor einer anceren Gewal- und Wilkötherrschaſt veroren nei und die Verunglimpluno damit ⁊usammenhãngt. Die Tat kann jedoch nicht von Amts wegen vertolgt vercden, wenn ein Antragsberechtigtet der Veriol- oong wicerspricht. Der Widerspruch kann nicht zurõckgenommen werden.“ Artikel 2 Knderung des Gesehkes ober Ordnungswidrigkelten Das Gesetz öber Ordnunosvidrigkeiten in der Fas- sung der Bekanntmachung vom 2. Janvar 1975(BGBl.! 8. 80. 520). 2uletzt geandert durch Artikel 4 des Geset- ꝛes vom 5. Oktoder 1978(BGBl. 1 S. 1645). Wrd vle ſolgt geàndert 1. 5 27 Abs. 2 Satz 1 vird vis folgt gelaßt Unter den Voraussetzungen des 5 22 Abs. 2 Nr. 2 oder Abs. 3 ist Absatz 1 auch dann anzuwenen. wenn 1. cie Veriolgung der Ordnunoswidriokeit verjãhri lst oder 2. sonst aus rechiichen Gründen keine bestimmte person veriolgt werden kann und das Gesetz nichis anderes bestimmt.“ 2. in§ 31 Abs. 1 vMrd fooencer Satz 2 anoefgt: 5 27 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bleibt unberührt.“ Artikel 3 Neufassung Der Bunesministet der Justix kann den Worlaut des Stralgesetzboches in der vom 1. August 1985 an gel- tenden f̃assung im Bundesges etblati bekannimachen. sind gewahrt Bonn. den 13. Jri 1985 Bundesgesetzblatt. Janrgang 1985. Tei Artikel 4 Sonderregelung för Berlin 5 86 a des Straſgesetzboches ist im Land Berin in ſolgender Fassuno arzwender 5 86 2 Verwencen von Kennzeichen verlassungswioriger Organisationén (1) Mit Freiheitsstrale dis 2u orel Japren oder mit Geldstrale wird bestraft. wet 1 im räumlichen Geltunosbereich cieses Gesetzes Kenrgeichen einer det in§ 86 Abs. 1 Mr. 1 und 3 dezeichneten Vereinigungen verbreltet oder öflent- ſch. in einer Vers ammluno odet in von ihm verbreite- ten Schriften(5 11 Abs. 2) verwendet oder 2. Gegenstände. die derartige Kennzeichen darstellen oder erthalten. ⁊ur Verdreitung oder verwendung in Cer in Mommet 1 dezeichneten M und Weise her- stellt. vorrätig hãl oder in Cen rãumichen Geltunos- dereich cieses Gesetzes einföhn. (2) Kenneichen im Sinne des Absatzes 1 sind namentich Fahnen. Abzeichen. Uniformstòcke. Parolen und Grußſormen. (a) 5 86 Abs. 3. 4 gilt entsprechend.“ Artikel 5 Berlin-Klausel Dieses Geset gilt nach Maſgade ces 5 13 Abs. 1des Oriten Uderleitungsgesetzes auch im Land Berlin. Artikel 6 lnkrafttreten Dieses Geseiz tritt am ersten Tage des zweiten aut cie Verkönoung folgenden Kalendermonats in Kraft. Oie verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates Das vœstehende Gesetx vird hlermit ausgeferigt und vird im Bundesgesetzblatt verkũndet. Oer Bundespräsident Weizsàcker Oer Bondeskanzler Or. Helmut Kohl Der Bundesminister der Jostiz Engelhard 11 Lagergemeinschaft Auschwttz V Froundeskreis der Auschwitzer e V. der edender erinner an e—. ſine Fordtein Eine Lonbildteihe 31 Dias schwarz/weiß, 33 Minuten mit Vorschlzgen für den Einsatz in Schule utid Geme inde Eine Produktion der Ton- und Bidstelle e.V. Frankfurt/ Maln Text fHermann Reineck, Helwig Wegner otos: Cünter Schindſer(die Zeichnungen stammen von Brand- huber, Gawron, Koscielniak, MyszkKowskl, Siewek u. a.) SPrecher: Hermann Reineck, Rolf pulch fE itarbeit: Pierre Bouvain, Hans Dapper, Dr. Klaus Würmell Sdio Kegie: peter Jochum PREIS DER TONBiLDREiiE: DM 69.70, zuzügl. Versandkosten — SESTELLUAc: An die: Ton- und Bildstelle e.V. Medienzentrale der EKHN- Eschersheimer Landstraße us 6000 FRAMKFURT AM MAlN1 KLEINER BERCHT AUS UMNSERER ARBEIT Uber dte Tätigkeit der*Lagercemeinschaft Auschvitz“ im ersten jahr 1985 haben vär beretts Un unserem Mättei LungsbLatt Nr. 6 berich- tet. Zusammenfassend kKönnen vir sagen, daß das Jahr 1985 eine sehr star- ke FntickLung der Aktivitäten für uns gebracht hat. Es begann müt den viel1en Veranstaltungen zum kKo. Jahrestag der Be- Freung des KZ-Auschwtz am 27.1. 1945. Der Höhepunkt vurde durch den*Mahngang“ in Frankfurt/M erreicht. 0 Die Medien nahmen davon große Kenntnäs, a1LLe Zeitungen im gesamten Geblet der BundesrepubLik schrieben darüber. Im ZDF, väe auch in der ARD gab es Bi 1dberichte. Al1Lein im Rundfunk gab es in den Programmen acht Sendungen. Die Ausste11Lung*Lagerpost“ der ev. Tnitiative»Zeichen der nung“, veLche enge Kontakte müt der»Lagergemeinschaft Auschvi tz hat, vurde von zehntausenden Besuchern gesehen, darunter sehr väe1e Sch Klassen. vo es mög1ich var, Führten ehematige Häft1Linge durch däe Aus- ste1lung.(T. Szymanski, P. Gingo1d, A. Marchand und H. Reineck.) Die Führungen durch MätgLäeder der»Lagergemeinschaft Auschw t? ren in Frankfurt/M, Giessen, Ve tz lar, Butzbach, Oberurse1, Rauderfehn un Un Hamburg. Von Jan. S Dez. 1985 vurde die Ausste11ung in vielen städten gezeist. auf Grund der großen Nachfrage vird die Ausste11ung auch 1986 veiter ezeigt verden(s. Seite 18 S in der 2 im Fernsehen und Rundfunk gab es. dungen über die Ausste1Lung. Besonders hervorzuheben sind die sſonen mt jungen Menschen nach den Führungen, vobei vär vissen, da viele zur aktiven Mi tarbeit motiviert vurden⸗ Zu der Arbet für unsere»Dokumentations- und Werkstätte“ bäütten Lagergemeinschaft AuschwitzV Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 12 Der 8.Mai, der Tag der Befreiung von Kräieg und Nazidiktatur ergab unzäh1ige Veranstaltungen und Kundgebungen. Die*Lagergemeinschaft Auschvitz* nahm an zahlreichen Veranstaltungen teil und ste1Lte Red- ner zur Verfügung. Die Arbet an den Schulen(Rea1-Gymnasium-Berufsschulen) vi Nd nach vie vor durchgeführt und H. Reineck var 1n diesem Jahr in 124 Schu1- Klassen. Die Themen sind: Nationa1sozdalismus-Auschvitz und ve sieht es heute in der BRD aus⸗Nicht nut Betroffenheit, sondern auch däe Er- kKenntns, daß ähnLiches sich nicht vederholen darf, Kommt Immer ve- der durch däe Diskussionsbeiträge der jungen Menschen zum Ausdruck. AuBerdem referderte H. Reineck bei 26 Jugendgruppen aus politischen und kKirchLichen Organisatonen. vir Säe die Ausführungen auf Sette 1,2 und 3 zu 1esen. Vom 253J. bis 6. 1985 führten vär eine Studienfahrt mät 35 nehmern nach Polen durch. Die Eändrüchke der Reise Führten dazu, daß eine Anzahl von Tei Lnehmern sich entschloß der*Lagergemeinschaft Auschwitz“ beizutreten und aktiv unsere Arbeit zu unterstützen. Auf Grund der Nachfrage fFühren vär 1986 vieder eine solche Relse nach Polen durch.(s.Secte 21) Noch ein paar Zahlen aus unserer Arbeit: Vorstandssttzungen, zum Tei1 mät Betei1Ligung von MitgLedern, vurden 16 durchgeführt. Arbeitsbesprechungen mt verschiedenen Organisationen(Aktion Sühne- zeichen, Zeichen der Hoffnung, Pax Christi, Jüdische Gemeinde, DGB u.a.) vurden 21 abgehalten. Das Fernsehen(ARD, ZDF, DDR-Fernsehen, Rundfunk) brachte 12 Sendun- Can. AbschLießend ErfreuLiches! Unser MitgLiederstand hat stch von eönt DienLagergemeinschaft ausch- vitz* Ist durch die vielen Aktivitäten in vetten Kreisen boekannt gevorden. M Ein guter Kamerad und Freund lebt nicht mehr Am 28Okt. 1985 fand 1n Krakow das Begräbnäs für den ehemaligen Ausch- v tz-HäftLAng Tadeusz Holuj statt. HoLuj var Lange Jahre Generalsekre- är des Internattonalen Auschwäitz Komitee. Er var SchräftstelLer und In Len durch seine Bücher sehr bekannt. Im po1näschen Parlament(sSe jm) var Holu] als Abgeordneter mehrmals vertreten⸗Mit ihm verLieren die Auschwtzer einen muttgen, aufrechten Menschen, dem auch von seinen po- 13täschen Gegnern mt Hochachtung begegnet wurde. Am Begräbnäs nah- men fast 2000 Personen teiL, unter hnen Mindster, hohe Vertreter—————————— aus vLeLen Instttutdonen, eine TabEUs? Ehrenkompande der po1ndschen Ar- mee Se al1e begleiteten HoLuj auf senem 1etzten Weg. H O 3 U Von der Lagergemeinschaft Ausch- v tznwaren H. ReLneck und B. FLem- mäng angeretst und 1egten einen Kranz nieder. Die De Legatton aus der BRD wurde vieL beachtet und —————— auch das po1nsche Fernsehen ves auf dtesen Besuch hän.———— Mer Tadeusz Holu kannte v Td Uhn näe vergessen, er var rür uns alLe ein Vorbi 1d. 13 Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer eV. — „* Futhanasie-Prozeß gegen * drei Arzte im Januar 1986 Angeklagte vurden für verhandlungsfähig erklärt/ Anklage spricht von 70 000 Opfern Von unserem Redaktionsmitglied Norbert Ippert Fin neuer NS-Prozeß kommt Anfang Januar auf das Frankfurter Landgericht zu. Wie aus einem am Donnerstag be- kanntgewordenen Beschluß hervorgeht. soll ab Ende Januar vor dem Schwurge- richt gegen drei Arzte verhandelt werden. denen Beihilfe zum Mord an Tausenden von psychiatrisch Kranken während des Nazi-Regimes vorgeworfen wird. Die An- geklagten. Jahrgang 1913 und 1914, hat- ten bis zuletzt behauptet. sie seien ver- handlungsunfähig. Aufgrund umfangreicher Untersuchun- gen durch einen medizinischen Gutachter steht für die Schwurgerichtskammer fest. die drei unter Herzinssufizienz leidenden Arzte seien nicht so krank, daß ihnen die Anklagebank erspart werden könnte. Mit Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand soll jedoch nur einmal pro Woche verhan- delt werden, und zwar jeweils drei Stun- den. Die gesamte Prozeßdauer dürfte mindestens ein Jahr betragen. Angeklagt in dem voraussichtlich letz- ten Frankfurter NS-Prozeß sind der prak- tische Arzt Dr. med. Klaus Endruweit so- wie die beiden Fachärzte für Frauen- krankheiten, Drs. med. Aqilin Urich und Heinrich Bunke. Laut Anklage waren sie 1940/41 an der von Hitler veranlaßten Aktion T 4* zur Tötung von geistig Kran- ken beteiligt, bei der insgesamt 70 000 als nutzlose Esser“ deklarierte Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten getötet wurden. Einsatzorte der drei Arzte waren die 2u Tötungsanstalten umfunktionierten Kli- niken in Brandenburg an der Hsavel. Bernburg(Sasle) und Sonnenschein bei Pirna. Während die Kranken glaubten. sie würden ärztlich behandelt und ge pflegt wurden sie in den Dusch- und In- Oberlebende Opfer glauben nicht an den Tod Mengeles dc BONN. 5. November Uberlebende der medizinischen“ Versuche des K?- Arztes Josef Mengele glauben nicht an dessen angeblichen Tod in Brasilien im Jahr 1979. Zwei der Opfer Mengeles. Vers Kriegel und Ephraim Reichenberg. hal- ten sich zur Zeit in der Bundesrepublik auf und hatten nach eigenen Angaben am Montag ein mehrstündiges Gespräch mit den für die Fahndung nach Mengele zustandigen Frankfurter Staatsanwälten. Josel Mnßcle soll noch im Frühling in Europa gesehen worden sein. und zwar von einer Person. deren Namen vorläufig noch nicht bekanntgegeben werden kön- ne Sagte Frau Kriegel bei einer Presse konferen? der Gesellschaft für christ lichudische 7usummenarbeit“ in Bonn Nuch ihren Angaben haben weder die Be- horden der USN und lsraels noch die der Rundsrepublik den Fal Mengele“ end- halationsräumen mit Kohlenmonoxyd vergiftet lhre Angehörigen erhielten an- schließend Trostbriefe mit dem Hinweis auf natürliche Todesursachen“. Endruweit. Mrich und Bunke hatten 1967 zum erstenmal in Frankfurt vor dem Schwurgericht gestanden. Damals wur- den sie freigesprochen— ein Ergebnis. das der Bundesgerichtshof(BGfHi) aber nicht akzeptierte, da die Urteilsgründe krasse Widersprüche enthielten. Seither hatten sich die Angekagten darauf beru- len, sie könnten einen weiteren Prozeß gesundheitlich nicht durchstehen. Wie die Staatsanwaltschaft ermittelte, waren die drei Arzte andererseits aber gesund genug. um in den vergangenen Jahren ihrer Praxis nachzugehen und Pa- tienten zu behandeln. Einer von ihnen stand zeitwreilig auch am Operationstisch. Fazit des Frankfurter Oberstaatsenwal- tes Hans-Hermann Eckert: um ihren Ge sundhei d zu manipulieren“ hät- ten die Angeklagten bewußt ihre medizi- nischen Kenntnisse eingesetzt. Vorsitzende des Schwurgerichts, vor das die drei Krzte kommen. ist Richterin Johanna Dierks. Unter ihrer Leitung wurde 1982 der Prozeß gegen einen ehe maligen SS-Hauptsturmführer geführt. der zu vier Jahren Freiheitsstrafe verur- teilt wurde. Mit dem Hinweis, die Ange kKlagten seien über den Prozeſbeginn noch nicht offizieli informiert, war die Gerichtsvorsitzende am Donnerstag nicht bereit. Auskünfte zu erteilen. Wie aus Justizkreisen verlautet, wird die Staatsanwaltschaft jetzt überprüfen. wie viele der ursprünglich 30 benannten Zeugen vor Gericht noch aussagen kön- nen gültig kür erledigt erklärt. Sie erinnerte daran. daß die Zahnärztin des ehemsli- gen K?Z-Arztes in Brasilien der Ansicht gewesen sei, daß es sich bei den Zähnen des in Brasilien exhumierten Leichnams nicht um die von Mengele handele. Vera Kriegel und Ephraim Reichen- berg wollen am Donnerstag den Sohn Mengeles in Freiburg aufsuchen und ihn Fragen. warum er erst sechs Jahre nach dem angeblichen Tod seines Vaters sein Schweigen gebrochen habe. Sie wollen ihn im übrigen zu einer dreitägigen An- hörung im November im US-Stast India- na einladen, bei der Experten über Men- gele und dessen eneen doe bekragt werden sollen. Frau Kriegel und Reichenberg gehör- ten zu den 1500 Zwillingen, an denen Mengele in Auschwitz Experimente aus- Kelührt hatte und von denen nur 130 überlebt haben Samsiat. 16. November Soubecher Zeltuno Donnerstag 21 November 1985. Frankturter Rundschau Ex-SS-Führer Kutschmann in Haft Ares/konn dpa). Der als NS-Verbre- cher gesuchte frü- here SS-Ober- sturmführer Wal- ter Kutschmann (Bild) ist in Buenos Aires verhaftet worden. Die Bun- desregierung hatte in diesem Jahr er- neut ein Ausliefe- rungsersuchen ge- stellt hatte. Ein Bonner Sprecher teilte mit, schmann bestreite seine Identität. Er sei ſestgenommen worden, als er die Wohnung seiner Schwester in Buenos Aires verließ. Kutschmann steht unter anderem im Verdacht, an mindestens fũnf Massenexekutionen von Juden in Drohobycz und der Deportation von rund 1 000 Juden von dort zur Verga- sung in ein Vernichtungslager sowie an der Erschießung von mindestens 20 polnischen Hochschullehrern in Lem- berg beteiligi gewesen zu sein. 1985 Bertolt Brecht An die Schwankenden Du sagst: Es sehi sᷣchlecht um unsere Sache. Die Finʒtemis nimmt ⁊u. Die Krãſte nehmen ab. Jein nachdem wir so viele Jahr gearbeitet haden Sind vir in schuierigerer Lage als am Anſang Der Feind aber steht sirer da denn jemals. Seine Kräſte vcheinen gewachsen. Er hat ein unbesiegliches Anschen angenommen. Wir aber haben Fehler gemacht. es is nicht ⁊u leugnen.. 3 Unsere Zahl chwindet hin. Unsere Pawlen sind in Unornung. Einen Teil unserr Wöner Mat cer Feind vemrhi dis zur Unkennilictieit. Ms is jein ſulsch von dem. was wir pesopi haden Finiges oder allez?. Aul ven rechnen vit nochꝰ Sind vir Ubrig· ² gebliebene. herausgeschleuden Aus cem jebendigen FHub? Wewen vir zuck- eiben Keinen mehr verztehend und wn keinem verunden? Müssen wir Glück haden? So ſrgs du. Enane Keine ander Antaon als die deine! Vom Kardinal Reue erwartet WARSCHAU, 20. Movember(dpa). Au- Berungen des Vorsitzenden der Deut- schen Bischofskonferenz, Kardinal Josef Höftner. zum Verhältnis zwischen den deutschen und polnischen Katholiken sind in Werschau auf scharfe Kritik ge- stoßen. In einem von mehreren Zeitun gen abgedruckten Kommentar zu dem Vorwort Hölfners zu einer Dokumenta tion anläßlich des 20. Jahrestages der Versõh botschaft der polnischen Bi- schöle an ihre deutschen Amtsbrüder Schreibt die amtliche polnische Nachrich tenagentur PAP, Höffner apreche davon. daß deide Mationen nicht mehr gegensei tig Gewalt anwenden sollten. Dabei über- sehe er völlig, daß es die Deutschen va ren. die den Folen Gewalt zufügten. Seine Ausführungen ließen jegliche Ratholi- che Reue“ vermissen. die man in solch einem Fall erwarten könnte Lagergemeinschaft Auschwitz W Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 14 Mittwoch. 16. Oktoder 1925. Klassenfah rten in das ehemalige KZ Auschwit?z Kreistagsmitglieder bereiten die Reisen vor wErIERAURKREiIs. Kreistagamitglie- der werden noch in diesem Jahr nach Au- schwitz relsen und dort im ehemaligen Konzentratlonslager übernachten. Dies beschoh der Friedensausschuß des Kreis- tages in seiner jüngsten Sitzung mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP bei Enthaltung der CDU. Der Kreisausschuß wurde mit der Organisation der Fahrt be- auftragt. Die Relse voll der Vorbereltung von Klaasenfahrten nach Auschwita dienen. Ein Informationsblatt oll vom Kreisaus- schuß nach der Fahrt erstellt werden, in dem die pRda gogieche Bedeutung des Be suchs des ehemaligen KZa dargestellt, eln Besuchswerlauf vorgeschlagen und Jormelle Dinge“ enthalten sein sollen. beschloh der A huß mit den Sti von SPD und Grünen., dlesmal bei Ent- haltung der FDP und CDU. Mlaasenfahrten der Massen 9 bl 13 nach und DDR“ lautete der Tagesordnungspunkt ursprünglich., doch dle Fried huhmitgiled ka- men überein, die Massenfahrten in dle DDR veparat in der kommenden Aus- achußsitzung am Freitag. 235. Oktober, ab 15 Uhr Im Fienarsaal des Krelshauses zu behandeln. Der Ausschuß beschloll, daß Im Haushaltsplen 1966 Mittel für die Schülerrelsen nach Auschwitz bereitge- stellt werden zollen. Uber dle Höhe„oll während der Haushaltaberatungen ent- achieden werden. Wie weit die Vorbereltungen für die Herausgabe einer Broschüre des Wetter- aukreises über das SSMassaker in Hir- zenhain gediehen sind, darüber wird der Kreisausschuß dem Friedensgremlum ebenlalls in der kommenden Sitzung de richten. SPD. Grüne und FDP beschlos- sen in der jüngsten Sitzung gegen die Sümmen der Christdemokraten, daß der Kreisausschuß auf der Grundlage einer Broschüre der Vereinlgung der Verfolg- ten des Maziregimes(WN) über das Massaker z0wie unter Verwendung ande- rer Matertallen und Dokumente„mög- lichst bald“ eine eigene Broschüre her- ausgeben soll. Die Publikation soll sich vor allem an Schüler und Jugendliche wenden, aber auch an die breite Offent- Uchkelt, besagt der Friedensausschuß-Be- schluß. Sie oll in der zehnten Klasse der allgemeinbildenden Schule(etw 2700 Schüler) eingesetzt werden. Die Auflage oll 5000 Exemplare zein. Eine Arbeltsgruppe bestehend aus Ste- fan Kolb(Bad Nauheim). Dr. Schonbrunn Friedberg). Michael Keller(Friedberg). r. Herfried Münkler(Friedberg). dem Mitverfasser der WVN-Broschüre Frank Pötter ſhnn und Pfarrer Manfred Pazelt(Hirzenhaln) soll dle Dokumenta- ton erstellen. Der Krei huß bemüht slch darum., die Fachleute für die Mitar- belt an der Broschüre zu gewinnen. Ob dies gelang. darüber wird zie in der näch- sten Friedensausschußsltzung berichten. Dort wird es ferner darum gehen, wann und vo Veranstaltungen zum 40. Jahres- tag des Kriegsendes und der Atombom- benabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki stattfinden sollen und welche Ausstellung zu diesem Thema wann wo gezeigt wird. ieb Will Syrien Nazi loswerden? Klarsfeld sieht Anzeichen PARlS. 31. Oktober. Der französische Rechtsanwalt Serge Klarsfeld glaubt daß Syrien den Nazi-Verbrecher Alois Brun- ner loswerden will. In einer Pressekonle- renz in Paris wertete Klarsfeld am Don- inerstag die Tatsache, daß die behörden in Demaskus ihre Zustimmung zu einem lnterview der Illustrierten Bunten mit Brunner gegeben Haben., als Zeichen für eine Anderung der Hahung Syriens. Bis- lang hatte Syrien teta abgestritten, daß der unter Namen Dr. Georg Fischer in Damaskus hebende 73jährige Brunner mit dem gesuchten ehemaligen 88 Hauptsturmführer Brunner idenüsch sei. Noch im Juli des Jahres 1982 waren Versuche der Pariser Zeitung France Soir“ und der Londoner Zeitung Times“. mit Brunner alias Fischer in der syri- schen Hauptstadt zu sprechen, fehlge schlagen. nachdem die syrischen Behör- den den Reportern mit Nachdruck zum Verzicht auf ihr Vorhaben geraten hat- en. Die ldentität Brunners war zuvor von Beste Klarsfeld in einem Telefonge- spröch mit dem lrüheren SS-Mann fest- gestellt worden. in dem sie ihm die fin- ſür Auslieferung Brunners Von unserem Korrespondenten Hans-Hagen Bremer 2 7 Fr gierte Botschaft eines Freundes übermit- telte. Der noch fehlende Beweis. daß Fischer tatsächlich Brunner ist. Wurde nun durch das Interview erbracht das Brunner nach Klarsfelds Auffassung nicht gegeben hät- te. wenn die ihn bisher schützenden Sy- rer ihre Haltung nicht geändert häßen. Der Anwalt sprach die ErWertung aus. daß Damaskus auf den im Dezember 1964 von Bonn gestellien und in diesen Tagen erneuerten Auslielerungsantrag posilv reagieren und Brunner entweder den deutschen Justizbehörden überstel- len oder in ein Land seiner Wahl abschie ben werde. Er meinte jedoch. er könne sich nicht vorstellen. daß irgendein Land Brunner Asvl gewähren wolle. Der in Gsterreich geborene Brunner war während des Krieges Fichmanns bester Mann“(Fichmann) bei der soge- nannten Endlösung der Judenfrage“. Er war nach Klarsfelds Worten der Motor der Vernichtung von vielen Tausenden von Juden in Osterreich. Berlin. Grie- chenland. Frankreich und der Slowakei. Auslieferung an lsrael?“ ERUSAlLEM. 3. November(AfP) Die USA wollen angeblich in einem Monat den Maziverbrecher John Demianiouk an lsrael ausliefern. der für den Tod von 900 000 jüdischen Insassen der Vernich tungslager Treblinka und Sobidor verant wortlich gemacht wird. Die unabhängige israelische Zeitung Haaretz“ berichtete am Sonntag unter Bezug auf Washingio ner Quellen. daß ein Gericht in Cincinns ü(USBundesstaat Ohio) eine Fingabe Demianiouks, dessen Sadismus ihm unter den KZ-Häftingen den Beinamen lwan der Schreckliche- eingebracht ha- be. ablehnte und er für schuldig befunden wurde, seine nationalsozialisũsche Ver- gangenheit totgeschwiegen zu haben Laut Haaretz“ hat sich das Museum der Ghetto-Kämpfer in dem gleichnamigen Kibuz in Mordisrael bereit erklärt den Panzerglaskäfig aus dem Jerusalemer Fichmann-Prozeß für eine Aburteilung in Israel zu Verfügung zu stellen. Mahnende Frinnerung an„Reichskristallnacht“ BUTABACH. Zum dritten Mal findet in Butzbach eine antilaschistische Demon- stration und Kundgebung anläßlich des Jahrestages der sogenannten Reichskri- stullnacht“ statt.„Nein zu Faschismus. Militarismus und Krieg“ ist das Læitthe ma der Veranstaltung. die am kommen- den Samstag. 9. November. um 11 Uhr am Rolbrunnen beginnt Herrmann Reineck. Widerstandskämp- fer und Häfting im KZ Auschwitz. Heinz Joachim Nagel. Soldat im Zweiten Welt- krieg und seit 1958 in der Friedens bewe gung engagiert. sowie Michsel Zorn vom Arbeitskreis„Nie wieder Krieg“ verden während der Kundgebung sprechen. An- schließend wird ein Demonstrationszug zum Gedenkstein für die Synagoge. die in der Reichskristallnacht? zerstört wurde. ziehen, wo ein Kranz niedergelegt ver- den soll. Der Aufruf zu der Demonstration vur de unter anderem von Mlred Marchad. Ehrenvorsitzender der SPD Preunges hain und Landesvorstandsmitglied der WWN. Diethard Stamm. Kreistagsabgeord. neter der Grünen. und Uwe Hartwig Landesvorstandsmitglied der GEW. un terschrieben eb Bundestag türꝰ“i Wiedergqutrmachung an Sinti und Roma Bonn(dpa). Bundestag und Bundesre kierung haben sich in elner Debatte über den Leidenswet der Sinü und Roma einmütig zur Wiedergutma- chung an diesen im IHder-Reich ver- folgten Volksgruppen und ihrer Inte- Eraton in Staat und Gesellachaft be kannt Sprecher aller Parteien des Bonnct Parlaments, an ihrer Spitze Bundes kanzler Kohl und der sozialdemokrati sche Oppositionsſuhrer Vogel, spra chen eindeutig von Völkermord. dem rund 500 000 Angehörige dieser beiden Volksstãmme in den Jahren der Dikta tur zum Opſer geſallen sind. Lagergemeinschaft Auschmitz V 15 Freundeskreis der Auschwitzer e V.- STUDIENREISE NACH POLEN wie bereits angekiindigt, fiihrt die*Lagergemeinschaft Auschwi tz— vom 1.1— 11. k 1286 voder ei- Frendese der usen t ne Studienreise in die VR- Polen durch. Die Fahrt geht im bequemen Resebus von Frankfurt /M(Zusteig- mög1ichkeiten 6iessen) nach Herleshausen— Grenzübergang— ne von dort auf der Transi tautobahn durch die DDR bäs 6ör1itz, der Grenzstation nach Polen und Weiterfahrt bis Liegnitz. Port verden pe vir im Hote1 Cuprum übernachten⸗ Nach einem kKLeinen stadtrundgang am nächsten Morgen fahren väir bäs VrozLar(Bres1au) vo eine Stadt- besichtigung vorgesehen Istum dann vetter zu Fahren bis Krakov B (Krakau). Dort verden die Tei 1nehmer in privatquartieren bei ehe- 0 U maligen deutsch sprechenden AuschuLtz-HäftLingen untergebracht ven- S uen. Dies ist erfahrungsgemäß empfehlensvert, da dadurch der persön- 11che Kontakt mät po1nischen Bürgern hergeste1L1t vTd. In Krakov, einer sehr schönen mätte 1alterLichen Stadt, fZndet eine ſi Stadtführung statt, Basichtigungen und AusfLüge in die Umgebung s1nd geplant. Freizeit für Stadt bumme und Eã nkauf 1st ebenfatls einge- 1 pLant. 5e Reise vird das ehema1ige KZ- Aus chwi tz d Hermann Reineck, ehema1iger fe Lager führen und aus sei- t ehemaligen po1nischen Diskussionen verden geführt B Der Hauptschwerpunkt der sein. wir verden zvei Tage dort sein un Härt1ing von Auschitz vird Sie durch das nen Er1ebnissen berichten. Begegnungen mã. HäftLingen verden stattfinden, Gespräche, verden. Die Reise vird uns vetter über Tschenstochau, Lodz(Kinder-kK2) nach Varszawa(Varschau) rühren. Unterkunft in einem Mi tteLkKlasse— Hote1. Stadtbesichtigung mät Altstadtbesuch, sovie Freizeit zum Bum-— me 1n und Einkaufen. Däe Rückreise geht über vroz 1av, Opole,(Oppe1n) Lkegnitz(Vper- nachtung) vieder nach 6ör1Ltz, durch däe PDR(Transtt) in die BRD Reisetermin: vom o1ok.— 11. 01. 1986 Reisedauer: e1f Tage( 10 iwern.) Unterkunft: tei1s Hotel tei1s Prä- F vatunterkunft Tei 1nehmerpreis einsch1ieß1ch 10 Transi tvi sa, Unterkunft, vVerpf Legung in PoLen Bitte me1den Säe sich ba1LdmögLchst an, däie Nachfrage 1st schon jetzt sehr groß. Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 16 BTTE BEACHTENI Untenstehend Fäinden Sie ein FormuLar Eänzugsermäch- tägung“. Für unsere Arbeiten benötigen Ge1Ld,— fFür das Mi ttei LungsbLatt, Porto, Te Lefon, aber noch mehr Fiim unsere Hä 1fFsaktionen für ehemaLge po1Lnische Aus chwä tz-HäftLinge! Sie kKönnen dami. t Thren Mä tgLedsbeitrag abbuchen 1gssen, Sie können aber auch durch einen regeLmäßi- 4 monatLächen Beitrag unsere Arbeit unterstützen. Sie haben dann keine Arbeit, wi Können unseren Haushalt besser pLanen. Die Fänzugsberechtigung 1st jederzei t wdenrufbar. Se 1Lbstverständ1ich erhalten Sie auch beim EinzugsVer- Fahren eine beim Fänanzamt absetzbare Spendenbeschei- ni. gung. Bitte senden Sie uns das Formular ausgefüLLt zurück! N 6 Toh ermächtige häermit das Sekretariat der*La— gergemeinschaft Auschwä tz e⸗Vn Von meinem Kon- to FoLgenden Betrag abzubuchen — KoOontoO-NT. Name StTasse Lagergemeinschaft AuschwitzV Freundeskreis der Auschwitzer e.V. LAGERGEMEIMSCHAFT AUSCHiMWTE REURNDESkKREls der AUSCHWEER e.V. Schlllerstr. 18 6309 Münzenberg1 1 1 1 1 1 1 1 ₰ 1 An die 6 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Lagergemeinschaft Auschwit?z V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 18 Die Ausste1Lung Ausstellung Schiedenen Städten der BundesrepubLik zu sehen. Zehntausende vom Be— Suchen waren Von desen AussteLung sehr beein— kLassen wurden durch de AussteLLung gefühnt und einenm biefen Ei nducK hänterLassen. Lagergemeinschaft Auschwitz- Auf Grund der großen angelische Initlave. 3 2ZICIIEN DER HOFFNUNG e. V Nechfage wind di e Aus— Si wei ber gezeigt werden ten zu sehen Terminkalender Bremen. 4 Domgemeinde u. FEB vom 4. 1. bäs 1.2. 1986 Hburg: Museum f. Hbg.Gesch.* 12.* 222. 1986 Breitenau SLasnutten Königstein/ TS.: ostuatu? kuu: 29.3.„ 19. 4. 1286 Friedberg/ Hs.: Stuttgart.. 19 Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e. V. Der Geist aus alten Labors Nachkriegskarrieren deutscher Erbbiologen und Volksärzte DIE ZEIT N. September 1935 Rote Armee stand vor den Toren Ber- lins. Fieberhaft vurde im Kaiser-Wilhelm- lnstitut für Anthropologie das Institutsinventar in Kisten verpackt und auf 2wei Lastkraftwa- gen verladen. Der Transport kam durch. Insti- tutsleiter Qimar von Verschuer lagerie die Un- ierlagen zunächst in den Gastztätten zeines hes- zischen Heimatories Folt bei Bebra ein. Alle belastenden Akten, der Briefwechsel mit dem Auschwitzarzt Jogef Mengele, rassehypienische Gutachten und Denkachrilten, zinzen dabei je- doch verloren.. Kriegzende. Die allüerien Armeen befreiten die Konzentrationslager. Sie nießen auf Lei- chenhalden und die ausßemergelten Gestalten der Uberlebenden— Opfer einer Wissenschaft, die zwischen ebensweri? und„lebensunweri? unterschueden hatte.„Lazsen Sie mich von all dem Furchtbaren schweitzen, das hinter uns liegr“, erzuchte Professor von Verschuer 1946 in einem ersten Brief einen ausländischen Kol- legen Er hatte sich nicht s0, wie sein Schüler Mengele, exponieri. Er mußte wenig befürch- ten. Schon var er wieder guten Mutes. S resvende 1945746 kündigte er dem Oberbür- germeister von Frankfurt an, er stebe vor der Analyse eines chemischen Stofles, der Schutz und Abwehr geten Tuberkuloseinfektion) vers reche. Unvinend kriff der Politiker zu und ab Proſes- or von Verschuer zeinen erzten Hachkriegsjob: 300 Reichsmark monatlich ohne Gegenleistung. Auch die Hürde der Entnazifizierunß nahm er Spielerisch. Fine Spruchkammer ihn als letoler- ein und belegte den Lehrer und Men- tor e Mengeles mit einer Geldbuße von 600 Reichsmark. E vürde uns pharisãerhaft erscheinen, vollten „it aus der heutigen Situation heraus einzelne Vorkommnisse einem Mann als unverzeiliche mo- ralsche Belastung anrechnen, der sonzt ehrlich und tapfer einen schwierigen Weß gegangen ist“, beland eine Professoren-Kommission 1947 in ihrer Denkachriſt über Professor von Verschuer. Der Kassclorscher hatte unvorausgeschene Schwierit- keiten gehabt. Im neubeseizten Max-Planck(ehe- mals: per· vilhelm lnstitut regie sich Wider- sand geten zeine Berufuntzi er zei ein„bedenken- loser Seronont⸗ und einer der gefährlichsten Nazi-Aktivisten“, hieß es. Nur kurz aber behinderie der Fklat seinen Wie- deraufstieg. Bereits 1942 wurde Professor von Ver- chuer in die Mainzer Akademie der Wizsenschaf- ten aufgenommen. 1951 erfolgte der Ruf an die Universitãt Münster. Er übernahm dort den Lehr- Stuhl für Genetik und baute das Institut zielstrebig aus. Ein genetisches Reister für 2,2 Millionen var das Ziel zeiner Arbeit. Mitte der finkziger Jahre „ählte ihn auch die Deutache Gezellschaft für Anthropolotie zu ihrem Voraitzenden. Nun war er vollends rehabilitier. Erst 1965 wunle der frühere Schriftleiter des Erharztes emeritien. Seine Nachkriegskarriere ist beispielhaft. Prokes- or von Verschuer holte zeinen in MS-Tagen be- vahrien Oberarzt Heinrich Schade ausmerzende Erbpflege“ und Erforschung von Degenerationserscheinungen wie Bettnässen, Linkshändigkeit oder an sein neues Münsteraner Institut und verhalt ihta'zum Profes- soren-Titel. 1966 übernahm der ungebrochene Erbforscher Schade den Lehrstuhl für S an der Universität Düsseldorf. 1974 emeritien, quãl- ten ihn aber auch im Ruhestand völkische Belan- ge. Er schricb über„Völkerflut und Völker- schwund“, fragte sich, ob„Kulturablauf und Volkstod zchicksalhaft? seien und zeichnete als Autor des Aufsatzes„Genosuizid— Volksselbst- mord in der Broschüre Deutschlaad ohne Deut- ache“, die noch Anfang 1935 in einigen tausend Fxemplaren an Hochschullehrer verschickt wurde. Fin anderer Assistent von Professor von Ver- chuer aus dem Frankfurter Rasschyßiene-Institut, Hans Grebe, ein unmittelbarer Kolbt⸗ Mengeles, hatte ebenfalls wenig Schwierigkeiten. Kurz vor Kriegsende war er noch auf den Lehrstuhl für Erbbiologie der Univertität Rostock berufen wor- den. In den fünfriger Jahren lehne er dann Gene- ük in Marburg und avancierte 1957 zum en- ten des Deutachen Sportärztebundes; ders als Boxerarzt erwarb er nun Geltung. So wie die Mitarbeiter des Institutz Verschuer, wirkten viele NS-Arzte auch nach Kriegsende in ihrem Metier. Der Psychiater Hans-)oachim Rauch, der in der Euthanasic-Anstalt Eichbert die Gehirne der ermordeten Menschen vorsezier und S gemacht hatte, verfaßte weiterhin Gutachten kür die Gerichtshöfe der Bundesrepu- blik. Erst als er 1583 bei einem Prozeß über die Schuldſähigkeit des RAF-Aussteigen Peter-hürtzen Boock ureilen sollte, wurde der Skandal ruchbar. In Wien gab es einen ähnlichen Fall: Dor gut- achtete der Psychiater Heinrich Groß, nunmehr Mitglied der s02ialdemokratischen Partei. Früher hatie er an einer„Euthanasie?-Anstalt Dienst ver- schen, in der Kinder einen schleichenden Gnaden- tod erlitten. In die Mahlæeiten wurden immer stärkere Dosen Gift gemischt. Selbst gegen den Zigeuner-Forscher Rober Ritter reichten die Beweise nicht. 1950 wurde sein Verfahren eingestellt. Noch heute beteuern seine ehemalige Assistentin, Frau Professor So- phie Erhardi: Ritter mochte die Zigeuner. Er wollte, da zie in Freiheit umherzichen. Er fand, daß sie auf dieze Weise am zichersten va- ren. Originalton Ritter 1540 wenn die weitere Forpflanzung dieser Mizchlingspopu- lation unterbunden sein vird. Be. dann werden die kommenden Geschlechter des deutachen Volles von dieser Last wirklich be- freit sein. Endstation Auschwitz. Nur wenige beschieden sich wie ng Abel, der ehemalige Abteilungsleiter Fai- zer-Wilhelm-Institut für Anchropologie damit, ungeschoren davongekommen zu sein. Abel lehnte Berufungen nach Argentinien und Chile ab und verdiente seinen Entueiet a portrãtmaler. In veinem Haus am Mondsee im Salzkammertut führte der Privatier seine For- chungen zur Geschlechterbeeinflussung wei- ter; biophysikalische Gesetze, die er beim Hühnerel entdeckt haben will, schützte er sich durch Weltpatente. Der Geist aus den Labors der Erbbiologen lebt indes weiter. Erst unlängst wurde am Anthropologischen Institut der UVniverzitãt Hamburg ein Forzchungsproſekt, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 500 000 Mark subventionierr, ergebnislos abge- brochen. Professor Rainer Knufmann hatte es sich zum Ziel gesetzt, unter anderem anhand „on Körpervermessungen— etwa Brustwarten- abstand oder biologische Er- kenninisse über Homosexualität zu Bewinnen. Das Vorhaben scheiterie erst, als eine größere Lagergemeinschaft Auschwitz V . Freundeskreis der Auschwitzer e. V. 20 Gruppe von Probanden filhchlich angab,— 6 ichwul zu sein. In Bonn wurde am letzten OeMEAEEAM— 7ENA 7 8 Freitag ernsthaft erörert, ob Arbeitnehmer— Genanalysen unterworfen verden zollen. 7EEPAM— OeMEE 6 bu Auch der Bundestag wird sich im Herbst 3 mit dem anthropologischen Erbe beschäftigen § müssen. Die PAbgeordnete Hildegard griff eine. Evan- 3 elischen Kirchentages auf und richtete eine S 5 ſu., ien vas man Se 6 VOMacCMEE 3 Opfer der Zwangssterilisierung zu tun geden- — Die Grünen.— ſ ei- N E nen Gesetzentwurf vorgelegt, um der materiel- E Not I 2 742 vnlefle⸗nt A or. igter NS-Verfolgter abzuhelfen und ihnen Eh- — A V WemcMen NncMc SMege 76. (Gemendehcres cle⸗ e⸗ Hyaligcects geme/nole) Volhe Me ge ecince ſen Oimar F̃reihert Von Verschuet, Genetker und Anthropologe 3 an del Unersltät* 4 Frankun, im Jahre 1930 bem ₰ Vermessen des bu kbrperbaus- seln Schbler m und Assjstent war Dr. Josef Men- gele(rechis). 2 spater SS-Afzt in AuschM * Dohnersto 9. 2en. 7960 uDonnerefog 3e. 24. 7050 Ponnerlah 6. Feh 7046 u Dohnerstoh 6 dr7M0 W repl ns m dber 3— nere Arberl zSpedhen, S—— uibe⸗ nsere Aetonen, win Cuteren, errbeifo. e nMecle⸗ cibe⸗ euch — S Sce, nc nee ne . Venn e Wetle⸗ e * VOEn enSCAnrechenn Ve . cuu nre Wencl, An⸗ 4 e en, VrcM cihe 2 oce Sebhe. De Vornel. un 1eh hr Z Lagergemeinschaft Auschwitz V FreundeskKrTeis der Auschwitzer e.V. Dialog mit Polen Die Schräftenreihe*Däalog mät Polen“, velche bäsher von der FV.AKademe ArnoLdshain“ herausgegeben vurde, värd in Zukuntt Als llerausgeber zeächnen nun einen neuen Trägerkreis haben. »Deutsche Korczak— Gese1L1schaft“ Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschutzer e.V.* Zeichen der Hoffnung— Znakã Nadze e.V.* Als VerLeger zeichnen: Prof. Dr. PEräch Dauzenroth, Hermann Reineck, Dr. KLaus Würme1L. Frau Anne Marie Fabäan, Die Buchreihe vird unter dem alten Tätel* Dialog mät Polen* er- scheinen, jedoch in neuer Aufmachung des Einbandes,— rot-weB— (poln. Nationalfarben) Die Hefte verden vorLäufäg 1/2- jährLäch erscheinen, der Umfang v rd ca. 100 Seüten betragen, Format A-5„ der Preis pro Heft ca. 10 DN Das erste Heft vird am 1. Februar 1986 erscheinen. Arnoldshalner Texte— Band 34 Werner Ucharz-Anne-Marie Fablan ⸗ Rolf Gawrich(Hrsg.) Dialog mit Polen Belträge zur deutsch-polnlschen Verständlqung Nr. 4 Zeltzeugen HAG † HERCHEN vernag — —— —— ie bäsher erschäenenen Hefte haben in interessierten Kreisen 1ebhaften Wiederhal1 gefunden und jedes Heft wid sich mät einem bestimmten The- ma befassen. Namhafte Schräftste1- 1er, Häistoräker, Künst ler aus verschäe- denen Ländern verden Beiträge 14e— Fe Fün unsere Freunde und Mätg1äeder vid däese neue Reihe eine vesent- 1 che Bereicherung darste1len und wir bätten Sie, uns schon jetzt Thr Interesse bekannt zu geben, so daß vir ein ExempLar fiir Säie reservie- ren kKönnen. Auch als Vorberei tungsmaterial Für Jugendgruppen, für Lehrer ec., fFür Reisen nach Polen, väird die- se Buchreihe däenLich sein. 1 Impressmn: „LGERGEMEILNSCIIAFT AUSCIHWTTZ-FREUNDESKRELS DER AUSCHUTTZER eV. Sen e18 6309 Mün?zenberg-! o6033—60168 V. 1d. P. Hermarin Reineck postscheck-Konto Nr. 51664—608 Postscheckamt Frankfurt/M KreisSparkasse Fräedberg/His. Konto Nr. o62 o00 74—9 BLZ-5 5 I Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 22 Mitmachen— Mitqlied werden Werden auch Sie MitgLied- als ehemaliger Häft1ng- oder als Unterstützer m* Freundeskreis der ASchwi bzer. Die»Lagergemeinschaft Auschwi tz-FreundesKrets ctor Auschvitzer eV. umfaßt ehemalige Auschwitz- Häft— Linge, aber auch alle Anderen— vor ALem jiim en Menschen— velche unsere Aufgaben und 2Ziele untern- tützen! WTR DTLE ALTEN, däie ehem. Auschwitzer wo1Len unsere Erfahrungen weitergeben— as st höchste Ze6 e lange wid es NS noeh geben? H THR, DTLE NACHGEBORENEN* müßſst das Vermächtns von uschw z weiterntragen, Auschwitz ist zum Symbol des M 1Lonenfachen Mordes des Nazi fa- schäsmus geworden. Auschwitz oder ähnLiches ee n Da Pet der oRKumentati on- Werkstatt- Auschutz“ 8011 als Ausbi Ldungsstätte, Gedenkstätte und Benes- nungszentrum ausgebaut verden. G e e bei de P nung und Gestaltung, wäir brauchen Menschen, de 4 andere zum Mi tmachen anregen! sIE rTMDEN umseitig eine Beiträttserklärung. FS cem JFahresbeitrag von DM Ko.—— helfen 8Se uns unsere Aufgaben zu 1Lösen! B5 tte schreiben Sie uns Thre Gedanken, Anregungen, oder venn Sie nächt zu vet weg vohnen, Kommen 850 zu unserem monatLichen Treff! Auf Anfrage übersenden wär Thnen gerne unsere Sta- tuten, woraus Säe ersehen kKönnen, weLch großes Fe 1d von Aufgaben wär uns gesteLLt haben!! Aos der Geschichte lernen LAGERHGEMEINSCHAFT AUSCHWTA FREUNDESKRElS der AUSCHWTEER e. V. Germeinnũtzlger Verein 6309 Münzenberg 1 Schlllerstr. 18 Tel. 0 60 33-6 01 68 Beitrittserklärung Name, Vorname Anschrift— Straße. PlZ. On Datum des Beitritis Zuueſlendes bine ankreuzen N S Banverbindungen:„Lagergemeinschaft Auschwitz— Freundeskreis der Auschwitzer e. V.“ Postscheckkonto: Frankfurt/M, Konto-Nr. 51664 608 KreisSparkasse: F̃riecber9/is. Konto-Nr. O62000 74-9 StZ 518 500 79 —— „ B. /. G. Farbkarte 113 nsChaft 7WTZ HeEuresreis der AUSQHWTAZER e.N Dezember 1985