Lagerngemeinschaft AUSCAHMWTZ Freunteotreis den AUSCHHMWITAER e. V Juli 1985 Mitteilungsblatt Nr. 6 Werig 16 Mie weoer Faschismüstt eiegerſcieg ———— Dokumentations- und WenhSfättfe Auscifæ KUchr S & Finſadung? die Lagegemeinschaft Auschwä tz— Freundes- Kreis den Ausehwi bze e die DOKUMENTATTONS- und WERKSTATT AUSCHWTLTZ n im Bunker, RendeLer Str. 9- 11, in Frankfurt- Bonnheim eröffnet. Damä t tut däe Lagergemeinschaft einen ersten Schritt zur Griümndung einer Dokumentations— stätte Auschwtz in der BundesrepubLikK. Menm a 1 L e Mä tgLieder der Lagergemein- s chaft Auschwi tz—- Freundeskreis der Ausch- wi tzer hn mä tgehen, wäTd es zu einem Mä tte1L- Punkt unsewen Arbeit werden. Hermann Reineck wãiTd däe Dokumentati ons— und Werkstätten mät einen Ansprache eröffnen. ALLe Mä. tgLeder und hwe Freunde sind herz- Lich eingeLaden. Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. m 40. Jahr der Befreiung von AusChwitz Reflexionen über das OUSWT2 Zeitalter der Krematorien Auschwit hat den Beweis erbracht, daß man den Menschen nicht vernichten Kann Or med. STANISLAW KLODZINSEl eher. Auschwitzhaftling Nr. 20019 Jahre, die sei der Betreiung der NS ager vergangen sind stellen einen Zeit raum dar, der ein aosteichend weites Blickfeld ermoglcht, um sich smne s et stodio öber die Epoche der Krematorien und ihre sich bis auf den heutigen Tag aus wirkenden Folgen Gedanken z0 mechen Trotz größter Bemohongen der Hitler faschisten, die Spoten der an Millionen von Menschen veröbten Lagerverbrechen z0 verwischen. wer es onter großen An strengungen möglich, eine Dokumenta tion zo erstellen, die ausreicht, um eine objektive Beurteilung der Fakten 20 ge währleisten. Lagerrelikte haben sich erhal- len. sie werden von der jöngeren Genetra tion, die sich lebhaft für die Vergangen- heit interessiert und nach den Ursachen dessen fragt, was damals in Wahrheit mit dem Menschen geschah. d.h. mit dem Morder und seinem Opfer, pietstvoli be wahri. Allein schon das Staatliche Muse om in Oswiecim-Brzezinka zahlt jahrlich fast eine halbe Million Besucher, in der Mehrzahl Jogendliche, sowohl aus ßolen als auch aus dem Ausland. Ahnliche Mas- senbesuche haben andere Lagermuseen in Maſjdanek, Stotthof. Mauthausen, Ravens bröck, Dachau, Bochenwald und vielen anderen Straflagern aufzuweisen. Ein genögender Prozentsatz von Hsft- 0— aoch von Hoftlingen aos den rankenrevieren— ist dem Tode entton- nen. um för die Wahrheit Zeognis abzo legen. Das sind sowohl Kranke, die aus jenen Spitslern mit dem Leben davon- kamen, als auch solche, die als Haftlinge in den Krankenrevieren tätig waren. Oie zahlreichen, gegen die Mörder(SSArzte) 9eföhrten Prozesse offenbarien der Welt das wirkliche Ziel dieser„Reviere“. Um- fangreiches. durch Dokumente belegtes Anklagematerial gegen die antihomane Medizin der Hitlerfaschisten auf dem Ge- biet der wissenschafilichen Forschungen ound der sie untermauernden Dokumente, Aussagen. Berichte und Erinnerungen. hat die polnische sich mit der Lagerproblema- ik befassende Medizin geliefert Die Rech nung des Unrechts uno der materiellen. moralischen und bioloqischen Verloste ist noch nicht beglichen viele S5 Arzte kamen ungeschören davon, es zei nor an Joset Mengele aus Aoschwitz oder Horst Schu- mann erinnert, wahrenddessen die vielen Opfer hret verbrecherischen, pseudomedi zinischen Experirmente, die mit cem Leben davonkamen. bis auf den heutigen Tag an hren Gebrechen leiden Oer geringe Prozentsatz heute noch lebender ehemaliger Höftlinge— das sind die biologisch Stärksten unter den Massen von lnhaftierten, was jedoch dorchaus nicht bedeutet, daß sie gesund sind. Das Loger hat unheilbare Schäden und dauer- hafte physische Sporen hinterlassen. Etwa 93 Proꝛent der ehemaligen Hãftlinge weist 2.8. Persönlichkeitsveränderungen durch Lagerstress auf. Oie unablãssige Lebens- bedrohung, der Hunger, mörderische Ar- beit, ständige Schlage, die AMmosphäre der Vernichtung und des Terrors. Hitze. Frost, die primitiven sanitsren Bedingun- 9en— all das hat dauerhafte Sporen in den Organismen der Geretteten hinter- lassen und sich auch auf die weiteren Generationen öbertragen. So föhrt man neberdings Forschungen ober die Uner artet nachhaligen Folgen der Zwanqs arbeit in den Lagern durch. die bei den bereits nach cderm Krieg geborenen Nach kommen ehemaliger Hsftlinge auftreten Oie medizinischen Auswirkungen des Lageraofenthaltes stellen sich als eine neue eigene Art chronischer Erkrankung heraus, etwas wie eine Zivilisationskrank heit, die infolge der 2war kurz dauernden. daför schmerzhaft spörbaren Hertschaft des Hitlerregimes öbet einen Teil Europas entstanden ist. In der fachsprache nennt man diese Krankheit KZ-Syndrom, Lager Asthenie. Sie vereint in sich viele Sym- ptome sowohl physischer als auch psvchi⸗ scher Natur, 2. B. chronische Tbc mit schwerer Lagerneurose. Zum Thema KZ- Syndrom sind in Polen sehr viele gewich- tige wissenschaftliche Publikationen er- schienen, deren Ergebnisse auch im Aus- land Beachtung geschenkt wird. Die Mehr- zahl cer Arbeiten auf diesern Gebiet wer den in Sonderheften der 2Zeitschrift „Przeglad Lekarski— Oswiecim“(Arzt- liche Rundschau— Auschwitz) veröffent- Am 26 Janust 1985 trafen sich epemalige polnische Hattlinge Ces KZ Auschwitz Birkenau an cer Hinrichtungsmaber des Lagers zum Gedenken an die zahllosen Opfer des Nazi- ſerrors und zur Feier des 40 Jahrestages der Befreiung ces Lagers durch sowjetische Soldaten Foio lnterpress/Jurgens 2 Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. chi, die einmal jahrlich im Janbar seit 15 Jahren, erscheinen. Verschiedene For- schungszentren in Polen föhren systemati- sche örztliche, psychologische und so2io ogische Untersuchungen ehermaliger Häft linge durch. Die vor fast 20 Jhren aofge nommenen methodischen Forschungen dieses Typs, die sich auf reprãsentativ aus- gewshlte Gruppen ehemaliger Häftlinge stötzen, nahmen in Krakau ihren Anfang Tbec.F̃orschungen), weil in der ersten Zeit nach dem Krieg ein hoher Prozenisat? an TbcErktankunger bei epermaligen Höft- ingen festgestellt wurde; bald danach folgten pzychiatrische Untersuchungen und aus anderen F̃ochbereichen. Oie in Folen durchgeführten Unter- ochungen, obwohl sie ꝛiemlich spãt a0f organisatorischer Basis begonnen wurden, sind gegenöber shnlichen. fröher aofge nornmenen Untersuchungen in eingen Hestlichen Ländern insofern bedeutungs- voller, als sie wissenschaftlichen ond pro- ppylaktischen Zwecken dienen und nicht for Rentenansprüche durchgeföhrt werden Oie Bemönungen richten sich hierzulande darauf. die Ergebnisse vollstõndig aus er psychischphysischen Einheit des Men- schen herzuleiten und die Folgen des Lagerauferthaltes auf der breiten Skala der verschiecdenen Aspekte der Biologie des ehemaligen Hãftlings ⁊20 sehen: damit sind sowohl sichtbare Verletzungen vie Narben und Schwund der Organe ge- meint, wie aoch die schwerer feststell- baren, die sich jecoch in psychischen Störungen bemerkbar mochen. höufig chronischen Charakter haben und— Was „ichtiger ist— noch Jahren aktiver Teil- nahme am Leben aufiauchen kõnnen. Internationales Forum, aof dem men diesen medizinischen Sonderaspekt dar- legte. waren vor allem die alle poar Jahre einberufenen mecizinischen Kongresse oer FIß(Iniornstionole Föooration der Widerstandskömpfer). Auf dem letzten Kongreß in Paris wurden im Programm ↄuch mehr al ein Dutzend polnischer Referate bercksichtigt. Des hier als Beispiel dargelegte Pro · blem mecizinischer Folgen der Lager- existenz ist nur ein Aspekt der weit- reichenden Problermatik, öber die es dem Arzt und einstigen Häftling zchwerfölh. sich kurzgefalt 2u zußern. Die Problems- tik beröhrt ja die weitgespannte Skola oer Erlebnisse wie abch das ungewöhnlich reiche Schrikttum, in der der Autoren- anteil der Arzte zehr groß ist. Das wörde eine Bibliographie zeigen. derer Erarbei- iung wir seit langern fordern. Denn die Arzie, diejenigen. die den Lageralptraum miterlebten, waren neben den sich mit diesen Fragen befassenden Psychologen ond Soziologen 2eugen der geheimsten ſaten des Hiterfaschismus. Sie haben in der Praxis den Miecergang des Menschen iums gesehen. abet ↄuch den Widerstsno gegen das Bose erfahren. Sie haben noch sten Aufflug beschrieben, wo eigentlich nur noch, wie men glauben möchte, der Tod hertschen konnte, und Selbstvertei- digung nicht am Platze war. Und och entwickelte sich in den Lagern, vorwie gend gestötzt auf cen Sanitãtsdienst er Hoftlinge in den Kevieren. eine Bewegung des Widerstandes, anfänglich spontan, in- dividoell, dann kollektiv, international. unier sehr schwierigen Bedingungen, kon spirativ. Dort begann auch der Kampt um das Leben der im Lager zugrundegerich- teten Menschen. Vor diesem Hintergrund heben sich in großer Zahl cie Gestalten der ArzHottlinge ab. die retteten, und die der SS-Arne, die den Tod brachten. Es muß betont verden, daß man in den Lagerrevieren— in Auschwitz-Birkenau un aoch in einigen anderen Lagern— o man den Taten der S8 entgegenarbeitete. den Häftling vor dem Untergang durch Heilmittel im weitesten Sinne bewahrte. cenn mit den öblichen, sehr bescheicdenen Arzneien(Aspirin, Tanalbin. Bolus alba. Kohle, Sepso, Papierbinden, den s09e nannten Papierbandagen) hieß sich das Leben eines„Muselmanes“, d. h. eines restlos erschöpften Haftlings nicht erhlt ten. Als Heilmittel erwiesen sich daher das Lagerlied, cie Karikatur. der eigen tömliche Lagerhumor(Krematoriums- oder Galgenhumor genanni), die Lager satire, das Marionettentheater, das Dekla- mieren von Versen. das Nacherzählen von Werken der Literatur aus dem Gedchtnis, die Plastik, Zeichnung, der Tanz, die von einem regen kulturellen Leben in Ersatz form ꝛeugten. in der Lagerhölle beststigte sich die These, Caß selbst urner den furchtbarsten gecingungen der Lebenswille, ja nicht einmel cie Merkmale des Menschseins ausgernerzt werden konnten. wie es bei spielsweise das Bedörtnis noch positiven psychischen Empfindungen ist. Denn da- durch onterscheidet sich der Mensch vom Tier. Das Lagersystem der SS föhrte mit pertektion die Kunst der Tötung durch: troizdem brachten es die wehrlozen Hãft linge tertig, der Vollkommenheit ieses Vernichtungsmechanismus Widerztand 2u leisten. Wir Arzte konnten beobachten. wie siegreich bisweilen KZ-nsassen. die eine starke ſdeologie reprssentierten. der vahrwitzigen Hitlericeologie wicerstan oen, jene Hsftlinge, in deren gemartertem Leib der Funke der 10ee und Hoffnung nicht erlosch dabei denke ich sowohl an die kormmunistischen Hsftlinge wie auch solche, die ihre Kraft aus der Religion schöpften. Die deutschen Kommunisten onter schieden sich radikal von den deutschen Kriminellen. Einige saßen in den Lagern sen 1933 n lebten wie in einem Trau ma aber es 92b ooch soiche die ihre deologe uno Menschenworce Ncht ver eugneten; oft konnte man bei den deot schen Kommunisten des Lagers Hilfe fin- den. Dasselbe gilt för s0 manchen pPrie- ster Sie worden wie die Juden im Lager besonders verfolgi und auf die hörtesten proden gestellt. ſpr tiefer Glaube gab ihnen Kroft. Ein bekannies Beispiel Caför ist cer Franziskarer-Konventale Pater Maksymilian Kolbe, der för einen anderen Hõttling freiwillig den Hungertod auf zich nahm und dessen Sterben in Merschen- vörde ihn als Seliggesprochenen auf den Altar erhob, womit seine durch ein ganzes Leben bewahrte Haltung ihre Krönung ert fuhr. Oie Lager waren die Hölle, aber— wie der bekanrnte Psychiater, der fröhverstor- bene Prof. Dr. Antoni Kepinski, aufgrund seiner Analyse der Lagerproblematik be- tonte— kann man auch getrost von den Lichtern Auschwitz' sprechen. Denn pars- doxerweise wird dieser Ort des Massen- sterbers för die Menschheit in der fernen Zokunft vor allem eine grausame Erfah- rung zein. die bezeogt. daß men den Men- schen nicht vernichten kann. Lagergemeinschaft Auschwitz V 8 Freundeskreis der Auschwitzer eV. ln Schlesien— polen nach 40 jahren 3—.— ——— —— —— —— — —. Studienreise nach Polen Aus technisch- und oFganisatorschen Gründen Kann unsere nächste Studenreise nach Polen erst In den Osterferien 1986 chgeführt verden. Wir bäitten— vegen der Langen Bcarbei- tungsdauer— jetzt Sen um Ph z S kKung. Reisedauer: ca. 10 Ta- e. Kosten alles incLus.: S — 5önTEz BresLau— Krakeu— Nuschitz— kKopane u. zurück. Es ist aufregend für mich, nach vierzig Jahren fast genau die— selbe Strecke in entgegengesetzter, in östlicher Richtung 2u fahren, die meine Motter Ende januar 1945 mit meinen drei Geschwistern und mir auf der ßlucht aus Schlesien nach Westen zuròcklegte Heute fahre ich im komfortahlen Reise— bus, damals in Schnee und eisiger Kãſte auf offenen lastwagen und in beãngstigend überfüllten Eisenbahnwaggons. ch erinnere mich an die Erzählungen meiner Mutter, wie mein Vater ihr 1935 die Besonderheſten und Schönheiten der ihr fremden schlesischen landschaft und kKultur zeigte ſch denke an meine preußisch-protestantischen Vorfahren, die nach Stu— dienjahren in entfernten Städten wieder nach Schlesien zuröckkehrten, weil sie sich dort Generation um Generation hingehörig fühlten. Heute wohnen dort, wo meine Vorfahren lebten, überwiegend Polen, die man nach Kriegsende aus ihrer östhichen Heimat vertrieb und in Schlesien ansiedelte Men- schen als Spielbälle der Politik, die sie nicht zo beeinflussen vermochten. In Polen ist die Erinnerung an die nationalsozialistischen Un— taten überall lebendig. Frische Blumen an unzähligen Denk— malen, lnschriften und ßotos beweisen es.)ede famihie be— trauert Angehörige, die damals umgebracht wurden. Mich eß die Frage nicht los: Was tat meine familie, wãhrend in unmit- telbarer Nãhe Polen als„Ungeziefer“ und„Untermenschen miſhandeſt wurden? Wãhrend polnische Kinder— Wie etwa m Kinderkonzentrationsſager in Lödz— ebten und starben Kannten wir, geborgen in Hebevoller familie, keine Not.)a wir fuhren ins besetzte polen in die„Sommerfrische“ Anti— polnische Stimmung und Vorurteile waren verbreitet und die NSpropaganda konnte auf dieser Basis aufbauen. Damit wur— den wir Kinder tãglich konfrontiert. An unserem deutschpolni- schen Hausmädchen wurde uns verdeutlicht, wie wit eben nicht sein sollten, welche kigenschaften wir entwickeln solſten nicht„labern“(reden), sondern handeln,— selbstbehert chung, Unbestechlichkeit, Pflichtbewußtsein, Zuverlässigkeit, Fleiß, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Sauberksit. Beim lesen der nationasozialistischen, antipolnischen Hetzparolen war ich erschrocken, zu welcher Unmenschlichkeit die„deutschen ſugenden in außerster Konsequenz prãzise führen können Wir sahen es nicht nur in Auschwitz Bekannte unserer Eſtern die im„Generagouvernement“ als lehrer tätig waren, hörte chals Kind von ihrer„Kulturarbeit“ berichten. Sie fühlten sich als selbstlose Pioniere in einer unkultivierten Weſt, wãhrend die nationalsozialistische Politik gerade auf die Vernichtung der polnischen Intelligenz und kuſtur gerichtet war Und nun sahen wir in Krakau und Warschau Zeugnisse der traditſonsrei- chen Kultur dieses freiheitsiebenden und nie ganz zu unter- dròckenden Volkes Gerade in den früher gedemütigten und gequãlten Qberlebenden der Konzentrationslager begegneten uns überaus iebenswürdige, warmherzige Gastgeber, kulti— verte Menschen mit großem feingefühl für unsere Beklom- menheit, mit der wir ihnen zunãchst entgegenkamen. Elisabeth Dahmer-Kloss Lagergemeinschaft AuschwitzV Freundeskreis der Auschwitzer e V. Das SFchlesiertreffen in Hannoer Der Vorstand hat sich bet mehreren Ge Legenheiten über das Sch1Le- siertreffen 1985 in Hannover unterhalten. Nach den kräegstreiberischen Parolen der 2Zeitung*SchLesier“ hät- te der Bundeskanz1er seine Tei 1nahme absagen müssen. Das 1st nicht erfolgt. Schon de schvache Veränderung des Mottos des SchLesier- tages väre Grund genug gewesen, das Treffen nächt durch däie akttve Tei LInahme des Regierungschefs aufzuwerten. Der Bundeskanz Ler hätte durch die dem Staat zur Verfügung stehenden Mäittel vässen müssen, in ve1Lchem Maße und md t ve1chem 2e1 süch rechtsradikale Gruppen- (NpPDI)- an das schtesiertreffen anhängen und in die Di skussz on einmengen würden. Nichts passierte! Der Bundeskanz 1er, dessen Aufgabe es ist, Schaden vom deutschen Vo1Lk abzuwehren, hat durch sein Verhalten den Schaden im In- und Aus 1 and vergrößert. Wenn Ursache und Värkung nächt kKLar unterschäeden verden können, Fehlt es schne1L an der Kraft, sLch deutLich zu dästanzteren und a11e verschleternde Nebel auseLnanderzureiBen. Nicht das»Letzte Jahrzehnt“ hat»unend1iches Leid.„ über däae Menschheit gebracht“. Das 1etzte Jahrzehnt 1st unschuldig ve der zerschLässene Autorei- fen eines UnfaL1vagens. Die po1LLtisch hande Inden und verantvort- 13 chen Menschen und hre Lauten oder schweigenden Befürworter sind schu1däg. Das Deutsche Reich unter der Führung der faschistischen Regierung hat andere Vö1LkKer überfallen und ausgeraubt, Menschen ver- nächtet und vertrdeben. Der Größenwahn und Rassendünke1 deutscher Herrenmenschen hat zur europäischen Katastrophe geführt. Wo persön1ch zu reden 1st, Roß und Retter zu nennen sind, kann n cht versch1eternd sächtch geredet verden. Das 1etzte Jahrzehnt, ge- metnt sind dde Jahre 19 40 bäs 1950, var 1Ledig1Läch der Zeitraum, in dem säch Menschen menschLich bewährten oder 1n einem ungeheuren Maß schu1Ldtg wurden. Rudo1f Dohrmann S jn der ieEdenswoche Thema: Auschwttz darf nächt verrechnet verden! 6 Die„Lagergemetnschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwdtzer e⸗V.*. 1adt im Rahmen der Friedensvoche 1985 1n Zusammenarbeit mät der Ev. Dreifalttgkettsgemeinde Frankfurt zu einem Seminargespräch über das Gesetz zur sogenannten AuschvitzLüge ein. Das Gespräch veginnt am Mttvoch, 20. 11. 1985(Bußtag), um 11. 15 Uhr im großen Saa1 des, Martin Ni emõ11er-Hauses“(Gemendehaus der Dretfaltäg- kKeitsgeme inde), Funckstr. 11, im Kuhwald am Ope1-Kredse1. Das Seminar vdTd bäs gegen 17. 00 Uhr dauern. Anme 1dungen verden an däie Lagergemeinschaft oder an däe Adresse des, Martin NiemöLLer— Hauses“erbeten. TMPRESSUM Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e⸗V.* Schi 11erstr. 18, 6309 Münzenberg-1, Te1.: o6033— 60168 Redaktion u. Layout: Hermann Reineck; Eigendruck, V..d. P. Hermann Reineck Lagel gemeinschaft AuscChwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Ausser ortientſiche Mitlietervensammlung am 13. 4. 1985 hatte der Vorstand 2zu dieser außerordent Lichen Versamm- 1ung der MitgLieder einge 1aden, ve1 die Mahl zum vorstand in der vor- angegangenen Mtg1iederversammlung aus fFormalen Gründen angefochten vorden var. Die Mi tg1iederversammLung fFand Im Gemeindehaus der Fvang⸗ Dreifaltigkettsgeme inde n Frankfurt statt. Nach Begrüßung und Einführung In die verschiedenen Tagesordnungspunk- te durch den Vorsitzenden, Rudo1f Dohrmann, erstattete der Generalsek- retär, Hermann Reineck, enen Arbeitsbericht über die Tätigket der „Lagergemeinschaft Auschvitz-Freundeskreis der Auschvitzer eV.* sett der Versamm1ung iIm November 1984. Der Kassenbericht vurde durch Frau Anni Roßmann-Reneck erstattet. Die Versamm1ung faßte den Beschluß zur Ent 1astung einstimmig⸗ Unter der Leitung von Frau Gabã Schulte und Herrn Gerhard Herr vurde die Vahl zum Vorstand viederholLt. Sie erbrachte folgendes Ergebnäs: Bei 2J anvesenden stmmberechtigten Mitg1edern vurde dem vorstand bei zvei Enthaltungen Ent Lastung er- tei1Lt. Die Mi tgLeder des alten vors tandes hatten süch erneut zur Kandidatur bereiterkLärt. Gevählt vurden a1s präsident: Rudo1f Dohr- mann mät 22 Stim— men, 1 Enthaltung, als Genera1sekretär: Hermann Reineck mit 22 Stäimmen und ei— ner Enthaltung, a1s ste11vertreten- der Generatsekre- tär: Hans-Joachim P O FE N Eg1er mit 22 Stim- „zen men bei 1 Enthal- tung, . U-2 als Kasstererin: 5 1 Frau Anni Ropmann- Reineck mit 21 S, Stimmen bei 2 Ent- 3 S——— ha1tungen. P W Zu Kassenprüfern * vurden erneut ge- M 2„ahlt: Gabi Schul- a 6 X. te, Gerhard Herr, 3 KLaus Zbikousk, F 21 Stämmen dafür, = 2 Enthalt — En thaltungen Deß 8.al 1045 Ta6 deñ BErRtEU6 O S% Harfför'n Sroschen mehr sein. Hert Hupka?“ Zeichnung Deuitsches Allgemeines SonntagblatGerhard Mester Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Liebe HKameraden Liehe Fretunde Ich möchte Euch heute von den vächtigsten Ereignäissen im ersten Ha 1bjahr 1985 bertchten und vende mäch am Anfang g1eich mãt e— nem großen Hi 1feruf an Euch. Wir 1eiden unter chronäschem Ge1LdmangeL. Wäie Thr alle viBt, be— trägt unser Bettrag DM Ko.—— im Jahr, daes Ist nicht vLe1. Wär voL1en aber auch deshalb den Betrag nächt erhöhen, damd t er für die Mi tg1Leder tragbar bLedbt. Eän hoher Beitrag beduetet für vãe1e elne nächt überwindbare fFänanzte1L1e Hürde. Aus diesem Grunde sind vir auf Spenden angewesen. Tch bätte Euch daher dringend zu ermtte1n, vo vettere»Ge1LdqueLLen“ sind; z. Bsp. hat jeder venigstens eine Hausbank. Auf ein Anschreiben an däe 2 Butzbacher Kreissparkasse erhielten vär von dort DM 1. oo0.——„£ 1 Wir pfLegen al1e vie1fache Geschäftsverbindungen, auch von dort sind Spenden mög1äch. Bdtte hebt immer däe steuer1Liche Abzugs- fähigkeit für den guten 2veck hervor. Ferner erhielten var auf Anfrage, vom hesstschen Minister fFür Land- virtschaft, Forsten und Naturschutz, DM Koo.——— VHr bätten Euch nur, Gespräche zu führen und uns dae Adressen zuzusenden, damã t vãr ein entsprechendes Anschreiben an den Adressat rächten können. Eure ganze Arbeit besteht also im Nachdenken und Kontakt vermã t- te1n. Unsere Mi tg1LHederzahl hat säch in daesem Jahr von 80 auf knapp loo erhöht, darüber Freuen vdTr uns scherLich allLe. Trotzdem bedeu- tet das ein Bettragsaufkommen von eben nur DM K. ooo.—— 1m Jahr! Das genügt gerade fFür Porto und ein so1ches M tte Lungsblatt, ve1— ches Sie gerade 1esen. Auf einen Artike1 in der Frankfurter Rundschau mt elnem Spen- denaufruf für unsere Lebensmd tte1Lpake t-AkKtLon erhdelten wr kKnapp k5 o00 DM. Ende März 85 fuhren vder Mi tgLieder unserer Lagergemetnschaft ed.- nen Transport mät 500 Lebensmdtte1paketen- ve1che an bedürftdge ehema1ige Aus chw tz-Häft1LZnge vertet1t wurden- nach Polen. Die Statonen varen Krakov, Kdelce, Varszawa, Bydgoszcz, Katowäce und natür1a ch auch Ooswdecm(Aus chwi tz). Thr könnt Fuch sd cher14 eh vorste1Len, vie groß dde Freude bet den Empfkingern var. Natür14 ch Kann man nächt jemand mt ednem Paket, 1n ve1Lchem unter anderem ein Ki 10 Kaffee, ein Pfund Kakao, e1n Ldter ö1, edn Kd10 Schma1z, Schoko- Lade und vieles mehr var, ernähren. Vie1 vchttger als ddese materte11e H1fFe 1st den ehema1agen 6 Häft1Ligen der Gedanke der Verbundenhedt mdt uns und das Bewußt- sein, nächt vergessen vorden zu sein. Mit diesem Transport 14ef g1etchzetttg auch eln Lkw unserer*Ak- tion PoLenht1fen für das»Gabrie1a Narutowtcza Krankenhaus“ 1n Krakov, für ve1ches die SPD-Butzbach dde Patenschaft übernommen hat. Ein Artike1 in der»*Butzbacher Zet tung“ fFindet Thr 1n desem M t- tei lungsblatt. An dteser Ste11e danken vdr den Fahrern herz1ich fFür hren Eänsatz. Ganz besonders freuen vir uns über einen Antrag der, Grünen, ve17 che nach den 1etzten Kommuna1vahlen In Hessen in den Kreistag ka- men, vorin der»*Vetterau Krets*(Friedberg, Bad Nauhe1m) Fahrten von SchulkLassen nach AuschwLtz mäit DM 20. o00.—— bezuschußt! Herin virTd deut1ich, daß regä onale AktLonen das Bewußtsein der Po- 13 tiker und der Gese11schaft prägen können. Deshalb noch einmal unser drängender Appe11: Versucht an Furem VWohn- ort Vorträge, Podiumsdäskussionen, Ausste1lungen über Auchwd tz und Faschismus zu veranstalten. Hermann Reineck V Lagergemeinschaft Auschwitz V 6V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Zwölf Thesen zum Thema„Zwei deutsche Staaten und der Friede in Europa? Beenden wir die Berührungsangst— um des Friedens willen Diese Thesen hat der Autor Dieter Lattmann auf einer Fachtagung der SPD Södbayern öber europsische Sicherheitspolitik zur Diskussion gestellt. Wir 1 veröffentlichen die Thesen vollständig, mußten jedoch das sie erläuternde und begründende zeitgeschichtliche Material kürzen. Ausgangspunkt der Oberlegungen Lattmanns ist der 8. Mai 1945 und das Krãtteverhsſtnis 2wi schen den USA und der Sowjetunion,„die beide erst durch Hitlers Krieg 2u den beherrschenden Weltmöchten wurden“. ringsten Verluste im Krieg. seine Rüstungsindustriellen hatten schwer am Krieg verdient Die USA beendeten den Krieg im Wohlstend. sie verfũgien über drei Viertel des auf der Welt investierten Kapitals und vwei Drittel der gesamten Industrieka- paaität Die UdSSR hatte im Westen und bis zur Mitte ihres europäischen Teils Nerbrannte Erde' unter sich, gröbte Verluste. ã sschwierigkeiten. weiigehend vernichtete Industrie. Die wichtigsten Industrieanlagen zur Be friedigung der swjetischen Repars- tionsforderungen lagen in den Westzo nen. Die USA besalen bis Ende 1949 das Atomwaffenmonopol. Sie hatten sich nicht gescheut, während der Potsda- mer Konlerena vr allem auch als Dro- hung gegen die Scetunion zweimal davon Gebrauch zu mechen. Hiroshi- ma 6. August 45, NagasaMi 9. August 45. Angesichts dieses Kräfteerhältnis ses war die schon ab 1946 erhobene US Behauptung. Amerika und der ge samte Westen werde durch die Scwjet- unlon bedroht absurd. Es gab für sie nur eine Erkarung: die Rüstungsindu- trie wollie weiter Gewinne machen. Aus ihrer vorũbergehenden Schwierig keit in der ersten Nachkriegszeit konnte sie nech eigenen Dafürhalten nur herauskommen durch des neue al U hatie nicht nur die ge 1. W— Deutschlend wurde vom We sten geteilt 2 T— Die Bundesrepublik wurde aul Antkommunismus gegründet Do- kumente aus jener frühen Phase bele Sen Us poltker wie Briten schätzten richtig ein. daß es nicht schwer war. in der wesideutschen Mehrheit den fana- tschen Antikommunismus wieder vor herrschend werden ⁊u lassen. Denn die Mehrzahl der ꝛehn Mil. lionen Höchüinge wollie nicht wahr- haben. daß sie von Hiuer und seinen Gauleitern verieben war Die Luke vom Pravenuvkrex ge Len Osuen krifl noch — Der Antikommunismus hatte in Deutschland Tradition. Mt Ausnahme der RapalloOffnung reicht seine Kon- tinuitãt von der Wilhelminischen Zeit über den Nationalismus in der Weima- rer Republik bis zu Goebbels und beald auch in die beginnende Kre Adenauer. — Den Antikommunismus aufzuar beiten. bedürfte es nicht nur einer eir genen Fachtagung. Vieler Seminare und vor allem der Anerkenntnis histo rischer Fakten durch die herrachende Politik wie die veröffentlichte Mei- nung. — Soꝛialdemokraten haben ihr spe zielles Trauma vom Ende der Weime- rer Republik und der Zwangsvereini- gung von SPD und KPD zur SED in der Sowjetzone und späteren DDR. Aber aufgearbeitet werden muß gera- de auch dieser doppelte Anlaß zur Ver drngung unserer Mitschuld an der Entwicklung. Wie sie ab 1947 in den Westzonen und der Ostzone Fakten chaffte 3. Me: Das Feindbild Kommunis- mus ist so gefährlich wie die Per shings und Cruise Missiles. 4. he= EFines Tages muß der Westen die geschichtiche Tatsache der russi- schen Revolution gelten lassen wie die Franzõsische Revolution. 5. Me=: Das bedeutet nicht. dem real exstierenden Soꝛielismus unkritisch gegenüberzustehen. Aber wir haben genügend Mühe mit unserer real en stierenden Demokratie Schlüsseldaten zum Entstehen der Bundesrepblik Adenauer notierte 1945. was er zwan- ꝛig Jahre spãter im ersien Band seiner Frinnerungen“ als Beweis seiner frü- hen Einsicht zitiert„Der von Rußland besetzte Teil sei für eine nicht zu schãtzende Zeit für Deutachland verio ren. Danech handelte er auch kons quent im immer entschiedener wer- denden Auftreg der Westmschte, vor allem der USA. — Die Bundesrepublik ist das dritie Rheinbunddeutschland der Geschichte das erste gab es unter franzõsischem Finſluß nach dem Dreißigjährigen Kreg. das zweite unter Napoleon je ——— — — — desmal fielen vesideutsche Fürsientũ- mer und Lãnder von der Reichsgewalt ab und gründeten ihren separaten Bund. — Einzig entscheidende Führungs- macht waren im Wesien nach 1945 die USA Grohbritannien war stark ver schuldet und abhängig von USA Die Fr br sie Setzten sich aber nicht einmal mit ih- ren Ansprüchen auf das Ruhrgebiet durch. — US Sicherheitsrat 1947: Die Nie derlage der Kräfte des von den So wjets angeführten Weltkommunismus ist für die Sicherheit der Vereinigien Staaten von vitaler Bedeutung Dieses Ziel kann durch eine defensive Politik nicht erreicht werden In unseren Bemühungen zur Gegenoflensiwe oll- te die erste Priorität auf Westeurop⸗ gelegt werden.“ — Schon im September 1946 hatie der USAußenminister Byrnes in Stutigart, dem Sitz des Länderrates der amerikanischen Zone. eine Rede gehalten. die immer wieder*ls Wende der amerikanischen De ük beꝛeichnet worden ist die Ostæone wurde abgeschrieben. US Truppen sollten bleiben. Die Wirischafiliche und militãrische Aufrüstung Wesideutsch- lands ꝛeichnete sich ab. Das Schreck- gespenst eines sozialisieren West deutschland kam in der Folge auf den Plan(General Glay). 6. Dhe Zur deutschen Teilung und Einverleibung der drei wesdichen Z0 nen in den Kapitalismus hätie es. falls uberhaupt nur dann eine Aernative geben können. wenn sich Soꝛialdemo Kraten. Gewerkschaften und Kornmu- nisien entschieden, gemeinsam und ausdeuernd gegen die Wideraufrò- stung und für Wiederwereinigung er klart und danach gehandelt hätien. Das war angesichts der Beschaffen- hen der SPD Schumachers. Reuters und bald auch der DGBSpite eine utopische Vorsiellung. we Gustav Her nemann se mit seiner GVP. der Ge sarndeutschen Volkspariei. im Wahl dundnis mt dem Bund der Deutschen — Lagergemeinschaft Auschwitz V 8 Freundeskreis der Auschwitzer eV. 1953 vertret 3. rroꝛert Summen in der 2 Bundestagswahl 1950 Geheimklausur vesideutscher Miars des zweiten Weltkriegs in Ho Ser Kmmerode Sie erarbeiteren Vor Schlage en Adenauer 500 000 Mann Sceikraie 12 Disiornen. Kampt auf das Gebiei des Gegners vortragen. An- grisplane wie heute AirLand Batte and Ar Force 2000. T Wer bei Beginn der Wieder autrusturg für die Bundeswehr einen General drabchte, mußte jemanden nehmen. der Hiter zumindest als ObersUeutnant gedent hatie Die Re Sauradon war im Gang. In Wahrdeit Kehrien vele Generäle des zweiten Weltkriegs wieder und auch ihre Panzerangrifisplane Vor arerieidigung Ein markentes Beispiel Erich von LæinsM. ge nannt* Manstein. 1950 durch ein bri- usches Militãrgericht ⁊u 13 Jahren Ge farigris verurieilt nach 3 Jahren frei and bald Adenauer Berster. Gesicherte Daten NAO. April 1949 Warschauer Pakt Mai 1955 Wehrpflicht BRD 1956 Wehrpflicht DDR 1862 Heinemann am 29. Januar 1955 in der Paulskirche: dab die dominie rende Weltanschauung unter uns nur aus drei Satzen besteht Viel verdie nen— Soldaten. die das verteidigen— und Firchen. die beides segnen.“ Die Anfangskonzeption war relativ pluralistisch. Auf der Fotsdamer Kon- ferenz egien die Allüerten die Wirt- Schaftseinheit für Deutschland fest Ea sollte auch mõghichst bald wieder eine zentrale Verwaltung geben. Aber die Ant-Hiter-Koalition zerfel rascher. als es den sowjetischen Interessen ent- sprach. Die Westalliierten blockierten um Berliner Kontrollrat jeden Schritt in eine gemeinsame Fichtung. Bis 1947 war die politische Situation in der Sojetzone verhähnismälig of. ten Wahrend im Westen die CDU ihr Ahlener Prograrmm eines christhchen Soꝛielismus beschloß und sofort wie der vergaß. ardeitete die Ost-CDU für eine chrisuich-szialistische Lösung. Jakod Kaiser strebte eine Verbindung von Ost und West an. Mitgieder der CDU in der Sowjetzone warfen Ade nauer vr. daß er nur en den Westen dachte und sie längst aufgegeben hat- e T— Ea ist zu bezweifeln. daß sich Polen. Franzosen oder Briten s0 dereitwillig hätten teilen lassen wie wr Deutsche Aber die einstigen AM hierten brauchten nur den Anstoß zu geben de rissen wir uns schon selbst auseinander 9. T— Die Geschichte des deut Schen Separatismus lebie in der ideo ogischen Halbierung wieder auf. Auch dadurch zeigte sich. daß das Deutsche Reich von 1871- 1945 in verundsiebzig Jahren eben nicht urnzertrennlich ge worden war Was im Beußtsein der wesdeut- Schen Mehrheit blieb. ist das Orwell- Sche Zwiedenken im bezug auf West und Ost — Deß Generalsekretär Breschne im Zuge der Erpannungspolitik auf Ein- ladurg Wilh Brandts nech Bonn kam. nahmen die meisten als selbstwer standch hin. aber Kaum einer fragte sich. wurum noch kein USPräsident che DDR besuchte Der Westen. also wir selber. gibt sich auch dann als Ireie Welt“, als de mokratisch. Sxial und christlich aus. venn seine Vormscht von den Pnilip pinen über che Türkei. E Sador und Honduras bis nach Chile mõrderische Regime stützt nur weil sie bedir gungslos antikommunistisch und für die Herrschaftsschucht im Dienste des Kapitalismus handeln Die MehrheitsSPD hat Vele Sprachwerschleierungen hingenorn- men und manche mitgemacht. obwohl Sproche das Bewubsein verandert Sie hat nicht mehr vom Kapitalismus gesprochen, sondern von Marktwirt- Schaft wie sie heute auf die Verfsl schung durch das Wort Privaterrse hen“ eingeht obwohl Fernsehen im mer õffentlich und immer politisch ist und es kein Priatfernsehen. sondern nur õffench-rechtiches oder des nun über uns kommende Kapitalernse hen zumindest Kommerzlernsehen oder Uniernehmerternsehen gibt 10. W— Wenn wir das Feindbid nicht abbauen. rseren wir den Krieg Nehmen es hin, veil sich in Verzig Jahren nach dem Mai 1945 mehr und mehr eine Bewubtseinslage über uns gestülpt hat. che Teie der Realität nicht mehr wahrnehmen vill. Die Ideologie der Sicherheit durch Stärke häh auf beiden Seiten unter entgeßerr 8 Vorzeich den überiegenden Teil der Bevölkerung bewegungslos Dagegen bewegt sich die Friedensbewegung. Es gibt mehrere Entürfe ⁊u einem deutschen Friedensvertreg. die vierzig Jehre nech dem zweiten Wehkries jetzt vorgelegt werden— den der Grünen., den einer Arbeitsgruppe um Herdert Ammon. Peter Brandt. Inge dorg Drewit und andere. der aus Westberlin kommt und in Form einer S0seitigen Denkschrift vorliegt er hat meines Frachtens viele brauchbare Ansätze. aber den Nochteil. daß sich zu Veles um Berlin dreht. was jeden Gedarnken an Realisierung im Span- nungsfeld der vier Mõchte und des Be satzungsstatuts erschwert Veleicht können vir Details disRkutieren. Ez gibt dazu den Initiatwkreis Iinke Peutschland- Diskussion“ Sprecher Roll Siok in Köln. der Verbindungen Nischen Grünen. Ahernatiwen und lnken Positionen aus der SPD herzu stellen versucht Wir haben das 7ur Kenntris 2u neh men und darauf zu antwrien. lch trage mich indessen. ob der An Satz über einen Friedenswertres in Stuten zuerst unter Beibehahtung der Bſockxugehörigkeit beider deutscher Staaten. dann mittelfristig mit einer Foderation oder einem Deutschen Bund“ mit dem Zel des Auseinander ròckens beider Wekmächte. ihrem al- mählichen Verschwinden aus Zentral europa.- ich frage mich. ob angesichts der utsachlichen Mechtinteressen vor alem auch unserer US amerikanischen Vormecht ein Weg dahin führen kann. Ich neige zu einem pragratischen wWeg aut der Grundlage der Vorschläge der Palme Kormmission. Sie decken sich im wesentchen mit dem Soet angebot. des Andropo Vorlegte Tschernenko hat das Konaept bekräl. ugt Die Frage ist nicht was beide Sei ten erklären. die Frage ist was sie tun. Darkbar wäre ein Rückgriff auf den RaechPlan von 1957 Im Gegensat zu Egon Bahr und an- deren halte ich den Ausdruck Sicher- heitspartnerschaſt“ ſür euphorisch. Er erinnert mich an Tarifparmerschaft. die es auch nicht gibt Es geht um denkbar unterschiedhche Vorstellun gen. deren Gemeinsamkeit alerfalls im Abrüstungsbestreben. nicht aber im Angleich der Gesellschaftssysteme hegen kann 11. Tpee: Krieg ist deswegen so nahe begend. weil er s0 unvorstellbar ist Das Bewubein der Mehrheit hält das Wissen um die Technologe der Mas- senvernichtung nicht aus. Verdrän- gung ermöglicht den neuen kalten Krieg. lch erinnere an das Feierliche Ge löbnis“ der Bundeswehr. Es lautet lch gelobe. der Bundesrepublik Deutschlend treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“ Wie soll das angehen? Sechzehn Mil- lonen des deutschen Volkes heben in der DDR. Wie soll ein Bundeswehr soldat sie im Ernstfall verteidigen? NATO und Warschauer Pakt gehen selbsterstãndlich davon aus. daß wir Deutsche als erste bereit sind, aufein- ander zu schießen. Mit dem Grundge setz ist das nicht vereinbar. In acht Jahren meiner Zugehörigkeit zum Bundestag habe ich dort nie ein Wort darũber gehört. wie unsere verant- woruichsen Politiker und Militärs sich das in der Praxis denken. Es muß gedacht werden. denn alle Abschrek- kung beruht auf dem ernsthaften Wil len. die vorhandenen Waffen · in be stimmten Fällen einzusetzen. Im Bundestag vird zum 17. Juni un- serer Brüder und Schwestern“ ge dacht, im übrigen können wir, wenn wir als einzelne õkonormisch etwas für sie tun- zum Beispiel durch GENEX — das von der Steuer absetzen. lch weise nur auf die alltäglich ge glaubte Absurdität hin. Wir haben uns s0 daran gewöhnt. daß wir sie nicht mehr empfinden. Die Eidesformel der Volksarmee ist vesentich länger. Ich schwöre Der Deutschen Demokratischen Republik. meinem Vaterland. alleit treu 2u die nen und sie auf Befehl der Arbeiter und- Rauern-Regierung gegen jeden Feind zu schützen. Ich schwöre An der Seite der Sojetarmee und der Ar meen der mit uns verbũndeten soziali- stischen Länder als Soldat der Natio nalen Volksarmee jederzeit bereit zu sein. den Sozialismus gegen alle Fein- de ⁊u vereidigen und mein Leben zur Erringung des Sieges einzusetzen Ich schwöre Ein ehrlicher, tapferer. diszi plinierter und wechsamer Soldat zu sein. den militärischen Vorgesetzien unbedingien Gehorsam zu heisten. die Befehle mit aler Entschlossenheit z* erfüllen und die milltkrtchen und Staatlichen Geheimniase strens 7u wahren— Wenn ich mir vorstelle, daß ein ne. her Verwandter von mir chesen Fid schwört und andere junge Verwandie hier im Westen dagegenstehen. habe ich das Dilemma der beiden deutschen Staaten in der eigenen Familie. So er- geht es Ungezählten Aber sie nehmen es hin. — —.— — Lagergemeinschaft Auschwit? V 9 Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 12. We Nur wenn wir uns weder durch die franzõsische Angstformel ei- nes angeblich drohenden neuen deut- schen Natonalismus“ noch durch die reaktionäre Abwehrformel vom An- tamerikanismus“ abhalten lassen. können wr deutsch-deutsche Frie densgespräche als unseren Beitrag zum OstWest-Dialog kornkretisieren. Die vor uns liegenden Monate, viel leicht einige Jahre sind wahrscheir- bch die letzte Chance zum Frieden für Furopa und die Welt Bauen wir Deutschen in Ost und West darum die Legenden ab. die zwi- schen uns wabern. So die wesdeut- sche und die osdeutsche Legende um den 17. Juni. Erkennen wir. daß die Mauer die Grenze zwischen Kapitalismus und al existierendem Sozialismus und a sie deswegen befestigt ist. Sie ist in erster Irie kein deutsches Bau- verk. sondern de facio die Grenze zw schen der Sowjetunion und den USA. EFhe sie abgebaut wird. müßten beide auf ihre Feindschaft verzichten Zuerst derjenige. der sich für den Besseren hält Widersprechen wir ohne Unterlaß. wenn unsere gegenwärtige Regierung im Osten den Findruck bestärkt. daß sie vom Revanchismus nicht lassen kann. Wenn vom Bundeskanzler bis zur Jungen Union alle behaupten. die deutsche Frage sei offen“, könnten Russen. Polen und DDR-Bevölkerung denken. sie meinen es ernst. Erst unlängst las man im Enturt eines Rundschreibens des niedersäch- sischen Ministers für Wissenschaft und Kunst zum Bildungsurlaub: Deutchlandpolitische Bildungsreisen müssen in das Zonenrandgebiet, nach Berlin in die DDR oder in die Osige biete des Deutschen Reiches nech dem Stand vom 31. Dezember 1937 führen. Und wahrhaft zum Fürchten würde es. falls Kräfie der CDU und CSU mit Veririebenenorganisationen in den Re ionen den 8. Mei 1945. wie fnan hört. unter der Uberschrift Vierzig Jahre Vertreibung“ begingen. nachdem die Bundesregierung den 5. Mai unter dem Motio Dreißig Jahre Bundesre publik in der NATQ zu feiern und uns damit auf die Seite des Siegers zu stel en gedenkt. Zwei deutsche Staaten und der Frie in Furopa- dal wir ⁊¶ diesem Frie den beitragen. kann nicht gelingen. wenn die Bundesrepublik den Oflen- sMtrategie folgt die AirLand Batie- und Ar Force 2000 heißen. Fied Me- nual 100/5. Wartime Host Nation Sup- pori und Rogers-Plan. Es kann nur ge lingen. wenn diejenigen, die uns regie ren, umkehren und ihr Handeln de nach richten. das sie geschworen hs ben ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen. seinen Nuten zu mehren. Schaden von ihm 2u wenden und Gerechtgkeit gegen jedermann zu üben.“ Beenden Wir die Berührungsangst vor der DDR um des Friedens willen Aber beruhren wir sie und ihre Men- schen mcht inderm wir erwarien. s1e sollien sich nach dem Bid richten das unser offizieller Staat gern von ihnen hätie Wir mussen sie schon nehmen we sie sind. Und s1e uns auch Nur dann kann ein Ardang gemacht vert den. daß Sich beide verändern— rur Friedſerugkeit TERMB- VoRnERXRR- TRRNMAttiE- VORHERXEM- TERME-TER Mr Vreßpen uns regelmio een Sren Donnenay im Monat m Gemeindehcces der Zreijali Ceir gemeince-Znkjurtl Zemnclæst 70— Wche Mecse= geſcce— am⸗ S. Jerfenber 20 Uhn 3. Octfoben 20 Uhr 7. Worem ber 40 0hr 5. Descnben 20 bhr NMr beechhenn ort angere Arbeit, cnssre AKtonen. Ale gecen her li e Fe⸗cæcde⸗ en n ete mee oh⸗t cemnt n ec cAn Cehreſten cnæ Se⸗e WcecAe, Anregen- qen n Sebnoe ieſlen, ecke h dqn m C⸗ crEeeren werdent. De⸗ Vranc acet Sc Aerz nck emn 70 Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Die Opfer des Naziregimes leben noch von Sianis law Keminski Februar 1985. Im großen Ausstellungssaal oes Dominikanerkosters ist Ungewòhn ches ⁊u besichtigen: Dokumenie und Brie ſe ſim Originah von Hningen Ces Konzen- nanonslagers Auschwu. Die Ausstellung và9i den Namen-Lagerpost-. Es isi 10 Uhr vormimags. Wi wanen audie Besocher. vot alem gehl es um Schöler. cie mn ihren Lehrern kommen. eine Doku- meriaion der grobien Katastophe in Eu- ropas Geschichte kennenzolernen und mi Augenzeugen 2u sprechen: m Men- schen, die den Holocaust berlebien.cie selbst Hãnlinge in Hiters Vernichtungsla- gern waren. Wir sino rei. Zeugen der Geschichte. Wir sollen erklsren und F̃ragen Cer JWgend- cher beantworien. für weiche die Bilder oer Vergangenhen. Cie Zeñ der Hierher- schan und die syslematische Vernichiung von Miioneñ von Menschern ein abstrak- tes Phãnomen sind, so eine An Gruselge- schichte, an die man glauben kann oder nichi. Kann man glauben. das ein 14jähriger Junge ein so geſõhrlicher Verbrecher för die Nazimacht war. Vaß man ihn 20 unbe- trisletem Auenihah im E Auschwn ver- urieilen mubte?— Wolſðr. warum?ꝰ Das waren die ersten Fra- gen. die ich der ersten Gruppe von Ju- genichen ⁊u beantwornen hane. Also: ch wurce am 9. Septembet 1940 von der Warschauer Gestapo ſestgenommen. Man war mir vchwere politische Verbre- chen und die Veretung der Rassengeset- 2e vr. ch hane mich nãmhch als Jude nicht an cie Verordnung der Nazibehòrden gehat len, die alen Jucen befahl. ins Geno 2u ziehen. Au Zwiderhanceln gegen diese Veroronung siand die Toesstrale. Da ich nichi jisch aussah. hane ich eine Chance. in der arischen Bevölkerung un- erzmauchen. und as versuchie ich. ch vurde jedoch angezeigi.verhahet und det oben gerannien Verbrechen beschldigi. Da ich mindetjòhrig war. wurde ich nichi zum Jooe verunein. sondern nach Au- schwiu verschichk, wo man mich mñ der Nurmmer 9784 zeichnete. Arn cieser Siele meiner Erlàuterungen rolt ie ich aul algemeines Verlangen den Ar- mel noch und ⁊eigie die au meinem hinken Unmerarm eimãtowiene Hãfingsnummer. Dann mubie ich ausfũhrch ðber mein La· gerleben derichten. jch san die Reakion derjungen Menschen. I0hhe. Cab sich 2wi schen Innen und mir ein Kontak des Ver- stehens. Ces Migeſöhls uno cer Uberzeu- 9ung bildete. das es wirkhich so gewesen (S6 „Waten alle SS-Männer röcksichislose Morcer. gab es unter ihnen nicht auch an- stäncige Menschen?- Die shete Dame. cie diese Frage siele. õgie nach einem Augenbhck hinzu.-mein Mann war in der SS un kärnpfe in Rubland. wo er ſiel.⸗ Einige Namen von SSMännern kann ich auſzählen, die in Auschwitz cie Hãinge menschhch behandelten. Aus der Zeit meines Aufenthahes in die- sem Konzentationslager— ich war in Auschwnz von Januar 1941 bis Dezember 1944— erinnere ich mich an SSVnter- scharföhrer Stiller. Ghel des Arbeitskom- mandos Bauhof. das den Magazinen mit Baumateriaien zugetein war. Der S8 Mann Siller gestanete schwãcheren Hãn- nngen vãhrend der Arbei von Zeit ⁊c Zeit eine Ruhepause, teilte sie 2u leichterer Ar- bei ein, erlaubte den Kapos nicht. uns 2u mißhanceln und 2u prögeln. er tat sogar so, als ob er nicht sähe, venn manche ãninge von einem nahehegenden Hgel Kanoflein stahlen. 2u cen guten SS-Männern gehöne S8. Bonenſöhrer Breitwieser. Leicer. die 2wei waren cie einzigen. cie uns Hãſinge menschhch behandehen. Dabei zähle doch cie Mannschan oer SSWachen ca. 15.000 Mann. Hechnen Sie sich bine den Proꝛemsau aus: 2 von 15.000. Wenn wn guten Menschen in Auschwiz die Reoe ist.kann ich eine Person nicht un- erwãhr lassen, und ⁊war die Ehefrau des Lagerkommandarten Hoss. Eines Jages vurde ich ⁊ur Villa des Kommandanien ge ruſen, um eine Schreibmaschine 2u repa- rieren. Zu diesem Zeiipunh arbeiete ich in der mechanischen Werkstäne. wo Schreidmaschinen gewarei und reparien vurden. Uner cer Aulsicht eines S8S Wachers meieie ich mich in Cer Vila Der Wachier meldete vorschrikismãßig. Höss antwonete nich, zeigte nur mi einer Hanobewegung aul oen Schreiblisch. aut oem die Schreibmaschine stand. die ich zu reparieren hane. Vor Aulregung und Nerwosnãt begann ich 2u schwtken. ich stand vor der hõchsten Gewah, vor dem Gon oes Lagers. Er war es. der Auschwi geschatlen hane. er vewolkommneie die Masservernichtung von Milonen von Menschen durch oen Bau der groben Gas- kammern. vo die Menschen mi dem Gas CyMon B erstickt wurcen. Die Leichen vurden dann in Cen riesigen Krematorien- ölen verbrannt. So stand ich also vor der Schreidmaschi- ne Was geschieht. wenn ich den Schaden nichi beheben kann? Da hegie ich keinen 2weitel. För Nichertöhung eines Belehis ooer Unſãhigkei gab es nu eine Strale— oe Joesstraſe! Dann sah ich. Cab ich die ses Model der Olynmpia-Schteibmaschine gunkannte ch laßte ewas Mol und ging an ie Arden Rasch ſand ich oen Schs Akton-Lagerposi- Haftlingsbrieſe aus Auschwitz oen. nach einer halben Stunde wat ich lenig. Mein Wächter meſdeie— Auſgabe ausge- 0hn. Hss ging an oie Schteibmaschine und probiere sie aus. in Ordnung. Dann bedeuiete er dem Wachitet, wir sollien ins Nebenzimmer gehen. Im 2immer war eine F̃rau, wie ich spãter er- ohr. Cie Ganin von Hõss. Sie gab mir ⁊wei große, weibe Bröichen. Cie cick mit Wurst belegi waren. Dem Wãchier sagie Frau Hoss ich häne etwas zu Essen bekommen und hãne das Rechi. es ins Lager miu nehmen. 6 Die nãchsie F̃rage— ob ich eine Seleki gesehen habe. Ja. Das war im Sommet 1944. SS.Unterscharòhrer Gossmann. Chei des Kommandos Urierkunfiskam- mer— stelne eine Gruppe von Hãlingen zusammen. dann gingen wit nach Birke- nau Auschwitz M. um Sachen abzuholen. die nach Ankunf eines Transpores aus Drancy. Frankreich, aui der ampe liegen- geblieben waren. Wir waten etwas ⁊u frõh gekommen. und cie Selekion war noch im Gange in oer Gruppe der SSMänner. Cie aul der Ram- pe herumstanden. bemerkte ich einen ele- ganen SSOffizier. Cer cie Akion leiete. Man hörie keine Schreie. kein KMagen. Der Otizier desan sich die Menschen und vãhhe voriegend junge aus. Diese Aus- erwähhen heß er 2ur Seite reten. Ich wub te. vas das beceutete. Die ðberwiegende Mehrheit ànere Menschen. Frauen und kinder wurcen vergast und in en Krems- torienòlen verbrann. Sie wußten noch nich. vas sie erwaneie Man sagie ihnen. sie möhten ⁊um Bad und ⁊ur Desinlektion gehen. Inre Keicer solhen sie an der Ram- pe lassen. gleich nach dem Bad wörden sie alles wiederbekommen. Jeder bekam ein Hanotuch und ein Stöckchen Seile Danach marschienensie ⁊u Gaskamm Anere und Schwache oder Kranke% aul Lastwagen geladen. Die Selekion nahm der SSArz Mengele vor. Tauseno Menschen z5hhe der Trans- por von franzsischen Joen aus Drancy. kuno 200 ſenete er ins Lager. B00 veroneil- ie er ⁊um Jode Mengele belaßte sich mit Experimenten an Menschen(vor allem Zwilingen) und Meimoen er Prooukion einer reinen ger- marischen Rasse 2u erſorschen. Deshalb nahm er hõulig an oer Selekion aul der Rampe ieil. um beidieser Gelegenhei ge eignetes Merschenmaterial Iör seine Ex- perimene 2v ſinden. — Od ich von sowjelschen Tuppen in Auschwitz beſrei wurde?-Wir sahen ei nen F̃ilmn ðder oie Beſeiung von Auschwiz ourch die Sowjenruppen im Janvat 1945 — sagie eine Cder Jeinehmernnen dieser Begeonung in der Ausstelung„Lager- ich s9e chine Dann nins erer ei Nots Frau nmen nu ₰ mme nann, Stm inen Bike holen, 6 aus egen. n uho n oe Bam enele eiele. n. Den n uno e Ms hvob gende n un Cem noch ihnen, lekon Ram 0roen delam Beie mm l. engee Nans Drancy eonei menlen en) vno nengen eshd zol 0el hei ge eine k pen zen er chuil 3 u noese „L9 Lagergemeinschaft AuschwitzV Freundeskreis der Auschwitzer S.V. posi- Wie haben Se diesen Augenblick erlebiꝰ- n Auschwiz bheb ich bis Dezember 1944. dann wurde ich mit einem Haningsuans- pon ins Konzeniraſionslager Bochenwaid gebrochi. Von Cor kam ich ins Lager Mit- leſbau Dora. wo ich bei der Montage det Vergehngswaflen V und V2 arbeiete. im Marz wurde ich ins Vernichtungslaget Bergen-Belsen öberſöhn, un hier wurde ich am 15. April 1945 befren. ſch war be- subi. Uberrascht und war krank. Immer viedersagie ich mir. ich habe berlebi. mir kann nichts meht geschehen. ſch hane nicht die Kran mich zu freven. Physisch wat ich frei. Aber das vergange· ne Grauen hing öber mir. und ich konnte keine Ruhe finoen. ſch versuchte. mich von oer Vergangenheit zu befreien. saglé mir, ich wãte im April 1945 2ur Wel gekom- men. dab cie Jahte 1940 bis 1945 ausge- oschi sind. dab es keine Konzentratons- lager gegeben häne. keine Gaskammern. keine Krematorienschlöte. aus denen schwarzer, fener Rauch und Cer Gestank brennender menschlicher Leichen aufstieg. Aber eine dergengennei Auschwitz làBt sich nicht aus dem Gedächtnis 15 schen. kann man nicht verdrängen. Nachis kamen ie Bider jener Tage mit er- schreckender Deutichkeit. Ich erwachte schwikend. 2utiefst verängstigt und be- gann cie Nacht zu fõrchten. Im Jahre 1965 wurde ich zut Hauptkom- mission 2ur Uniersuchung der Naziverbre- chen in Polen geladen. Don teine man mir mit. das das Justizministerium der Bun- desrepublik Deutschland ersoche. eine gewisse Zahl ehemaliger Auschwitzhäf- hnge ⁊ur Teinahme an einem Gerichtsver- ſahren gegen Mugheder der SSMann- schan des E Auschwitz 20 delegieren. Un so solle ich in Franklurn am Main als ₰ 2eoge cer Anklage aufteten. For mich war as ein autwöhlendes ein- schneicenoes Erlebnis. An dem Tage. da ich vor Gericht auss agen sollie wuhie ich nichi. we ich mich angesichis meiner ehe⸗ mahgen Foheret uno Mörder verhalen vðrde Ob Had unq Rachegelòsie aus mit heraus- drechen? Od ich die Gegenöberstellong aushahe mi cenen. Ceren Autgabe es ge vesen wat. mich 2u hquidieren? Der Gerichisciener föhne mich zum Ver- handlungssaal. Hinter die Bank der Ange klagien. Uno plõilich verbel ich in Stau- nen uno Ungläubigken. Sind oas die da malgen Goner in SS-Vnilotmen mi cem Tolenkopl aol Cer Motze?ꝰ Uno doch. sie waren es. in Zivikleidung. gewöhnlche. durchschninhche. normale Leute. vie man sie tagiaglich aut der Strabe trifn Dieserist Molka. Stelverteter oes Lager Kommancanten. jener Boger den vit im Lsger Toꝙ nannien. weil er tast iaghch en der Schwarzen Mauet ces Blocks 11Han- linge ourch einen Genickschuß aus einem Keinkaldrigen Geweht ermordete. Ds ist auch Kaduk, der cie Selektion votnahm und nur jene Haflinge sls arbeitsfãhig ein- stuhe. cie einen von ihm in gewisser Hõhe gehalenen Siock öberspringen konnen. Ein sonderbares Geföhl ergrift mich. lch versporne veder Furcht noch Hab. noch Rachelust. Ich wat frei, frei nicht nor im körperlichen, nein. vor allem im seel schen Sinne. Man kann nicht ale F̃ragen und Aussprò- che wiecerholen, die wãhrend der 2wei Wochen beiden Begegnungen mi den Ju- genohchen im Dominikanetkloster ſelen. Die Ausstellung spiele eine vichige Role als Inſormation ðber Cas. was gewesen ist. und regie ⁊ugleich zum Nachdenken. 2ur Diskussion an. Beinane alle Besocher dieser Ausstelung betormen. das aut sie den größten Ein- druck cie Gesprãche mit den ehemaligen Hafingen der Vernichungslager ge machi hanen. Viele meinten. Böcher. Fil- me. Dokumenie ðber ie Zei der Nazihert- schah häten sie als stereotype. öbliche. leidenschatslose Propaganda empfun- cen. Die Begegnung und Gespräche mit denen. die die Todeslager berlebten, hat- len einen bleiben Eindruck hinterlassen. Noch eine Wahrheit zeichnete sich in aler Schärie ad: Die lebencigen Zeugen der Geschichte werden immer weniger. Wir gehören der abtretenden Generaton an. Wůrde es nichi die Mõhe lohnen, noch ei- ne Ansttengung 2u machen. um ale Na- ziopler 2u erreichen. die ⁊war noch leben aber aus dersen Ursachen unc Beweg- grönden bisher in Einsamkei und Isohie- rung verweilen. Man mub sich an sie wenden mi cem Ap pell. ihre Erinnerungen an jene Zeit nieder- zuschreiben. Die jöoischen Gemeinden. cer Verband jõᷣcischer Siudemen. der Ver- dand jðcischer F̃chilinge und Venriebe⸗ ner, ader aoch andere Instituionen uno Organisauonen sollen sich dieser Aion annehmen Aktion-Legerpost- Hstingsbrieſe aus Auschwitz erteu sich eines großen Eriolges. insbe⸗ sonete in der Schlerjugend In F̃ranktun allein besochen 62 Schulklassen sowie eine große Zanl ãnerer Mubörger die Aus- slellung Bis z0m 17. Mai war de Aussteilung in Nornderg zu sehen. Canach sind Dachau. Oberursel. Köln. Bonn und Harmburg vor gesehen Ausstellung Lagerpost „Lagergemeinschaft Auschwitz Freundeskreis der Auschwitzer e Evangeltsche Initiative „ZEICHEN DER HOFFNUNG eV. Däe Ausste1Lung vrd am 20 August 1985 um 19. 00 Unhr in Oberursel in der»Galerie in der Stadt bücherei“, Am Marktplat?z, eröffnet verden. Veranstalter 1st das Amt Für KuLtur der Stadt Oberursel gemeinsam mt der Lagergemeinschaft Luschwi tz-Freundeskreis der Auschvitzer e.V.*„ Die Eröffnungsredner s nd: Dr. KLaus Nürme 11 von»Zeichen der Hoffnunet und der Bürgermeister der Stadt. Fiührungen für Schul— KLassen verden von: Tadeusz SzymanskKi aus Po- 1en und Hermann Reinech (beide sänd ehem. Ausch- vitz-HäftLinge) durchge- Führt verden. Dao Ausste Lung v1rd vom 20 August bLs zum o7. Scptember 985 gezeit 72 Lagergemeinschaft Auschwit? V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Liehs Fbinde nachfo1gend möchte zch Euch von unserer*Frühjahr-Aktion“, Ausste11- ung*Lagerpost“, Mahngang, PodiumsdiskKusson usv. berächten. Am 14 Januar 85 eröffnete»Zeichen der Hoffnung eV.* in Zusam- menarbeit mt der Lagergemeinschaft Auschvtz däe Ausstelung*La- gerpost“ im DominikKanerkLoster in Frankfurt. Al1Len Besuchern wurde auch der Dokumentarfi 1m*Däe Befreiung von Auschwitz“ gezeigt. Die Ausste1lung vurde von ca. 6. 000 Personen in Frankfurt besucht. Die Ausste1lung zeigt den Schriftverkehr von KZ-HäftLäingen und der SS- Admnistration. Unter den Besuchern in Frankfurt varen hauptsächLich SchulkLasen und vornehm1Läch jüngere Leute. In vielen Gruppengesprächen und Eän- ze 1gespröchen wurden von unseren Kameraden(vr hatten Besuch aus Polen- Kazek Sowa, DoLek Gavalewicz, Stasek KLodzinskä sovie Tadek Szymansk) Gespräche geführt mät den Besuchern. Im vesent1ichen übernahmen dae Führung durch die Ausste1LLung Tadek Szymanski, Stani s 1Lav Kamänskä, ALfred Marchand, Peter GängoLd sowe Hermann Reineck. Man kann sagen, daß dde Ausste11Lung 1n Frankfurnt ein sehr großer Er- Fo1g var. Im folgenden vwurde däe Ausste11Lung gezeigt: im Hessischen Landtagsgebäude In Wesbaden(Hermann Reineck führte die ParLamen- tarter), in Metzlar, Butzbach und 6dessen und Ist vom 20. August bäs o7. September 1985 1n Oberursel in der StadtbibLothek zu sehen. An- schLeßend stehen noch Hamburg und Bremen auf dem Programm. Uber die Ausste11ung gab es Berichte am 27. 1.85 im 2DF in der Sendung»Tagebuch“, am Jo.1.85 in HR 3»Kulturtagen, am 31. 1.85 f4 1m- te das Fernsehen der DDR, 1m HR 1, HR 2, HR 3„ sovie WDR, 8FB, NDR vurde die Ausste11Lung, Lnnerhalb der Diskussion zum 27. Januar 1945— dem Befreungstag von Auschwitz— und 8.Mai 19b5— vesent14ch her- vorgehoben. Am 27. 1.85 veranstaltete der Stadt-Jugendräng in Mannheim eine Gedenkfeter zur Befreiung des KZ-Aus chwi tz. Etwa 600 Besucher va- ren zu dieser Veranstaltung gekommen. Däe Begrüßung erfolgte durch den ersten Stadtrat der Stadt Mannheim, u. a. sprachen der erste Sek- retär der polnäschen Botschaft in Köln, ein Vertreter der KuLtus— Gemeinde Mannheim und Hermann Reineck. Am Jo1.85, Innerha1b eLnes demonstrativen Mahnganges in Frankfurt, bei dem ca. 3. ooo0 Personen tei 1nahmen, gab es große Schmährufe aus dem PubLLkum, als Valther Wall1mann zu dem Thema an der Paulskärche das Vort ergriT†(Va11mann hatte 1nnerhalb des Vahlkampfes 1n a11en Frankfurter 2et tungen In Annoncen unterschwe11Lig für däe Abschie— bung von Aus1andern gevorben). Auf der AbschLußkundgebeung im Dominä kKanerkLoster, bei der äimmerhin noch ca. 1. 200 Menschen anvesend varen, Forderte der Redner, Dr.Mar- tin Stöhr/ Evang. Akademie Arnoldshain, Herrn Vall1mann zum Viderruf seiner VahLkKampfaussage und zur Entschuldigung bei den ausLänd.- schen Mi tbürgern auf. Dieses Debake1 fand aucu bäs zur Hahl am 103. Un der Presse eine starke Resonanz. Der Mahngang startete an der PaulsKärche über Hauptvache zum Ge- verkschaftshaus(Dort begann 1933 die Inhaftierung Frankfurter Ge- verkschaftLer), zum alten jüdischen Fräedhof. Kaum einer der Besu- cher kKonnte sich der emotionalen AufrütteLung durch däe Redner: Dr. Ansgar Kose1— Generalsekretär v. Pax Christt—, Dr. Heinz Düx— Untersuchungsrächter im ersten Auschwätz- Prozess—, Alfred Mar- chand- 1933 verhaftet vegen MitgLiedschaft in der Geverkschaft, saß in Lächtenburg ein, vo später de Berufsverbrecher zu Kapos aus- Sebi 1det vurden—, Hermann Reineck— ehemaliger po1itäscher Häft- 1Iing in Auschvtz—, Arno Lustiger- MitgLied der jüdischen Ge— meinde Frankfurt, ehemaliger Auschwitz-HäftLing—, H. Chrästians— Katholischer Präester für däe po1näsche Gemeinde in Frankfurt— Dr. Klaus Nürme11— Zeichen der HHioffnunf-, Lore No1ff— ehema1ige Insassin in Ber1in Moabit—, und Trude Sämonson— ehemaliger Häft- Lagergemeinschaft Auschwitz W Freundeskreis der Auschwitzer eV. 6 1ing von Auschwtz.— Abschläeßend sprach Dr. Martin Stöh ner Rede ste1Lte er einen Zusammenhang zväschen Minderheten- Ds— kKrimänerung und heuti6er Aus Länder-Diskrimänierung dar⸗ sei— am 6.2.85 Tand im c1ub VoLtaire eane Verans raltun müt Stuckenten, ungefähr 80- 100 Personen, über das Thema Faschismus statt. Am 22.2.85 var in Butzbach eine podi umsdã skKussion zum Thema:*So11 man Auschvit? vergessen“ in dem Gemeinde-Zentrum der katholischen Kärche⸗ Bier nahmen a11e im Landtag vertretenden po1ätäschen Parteien sovLe der D6B und die beiden großen Kirchen, vie auch däe Lagergemein- schaft, Ste11ung. Däe verans tal tung var besucht, und das überrascht, mät 1oo personen, unterschäed1ächen Alters- und Gese11schaftsschich- ten. 5 Am 12.5.85 11ef in Darmstadt von der technischen Hochschule eine Diskussion über das Thema:*Die Aufarbeitung der NS-Zet“ mät Her- mann Reineck ab. Die Di skussi on rFand auf sehr hohem inte1Lektuellem Niveau statt. Tei Lnehmer ca. 30 Personen. Im zusammenhang zum Thema»Nä ederLage oder Befreiung“ besuchte Hermann Reineck von Januar bis Mai 85 35 SchulkKLassen und fFührnte dort Gespräche mät Schülern⸗ zur zelt bemühen v§r uns um däe Ubersetzung eines Buches Von Dr. Do1ek Gava1evicz mät dem Tä tel Im Warteraum zum Gas“. Er var vier Monate im Quarantäne Lager(Vorstati on zur Gaskammer) bei FLeck- fieber-Toten versteckt. Das Buch erhielt den Lä teraturpreis der „Trybuna- Ludu“(größte po1nãsche Tageszeitung)⸗ Im Kommentar v rd dem Buch ein hoher poetischer Gehalt und ein gevsser»Krematoraler Humor“ bescheinigt. Nach Ubersetzung verden vär uns bemühen, hierfür einen Ver1ag zu gevinnen, ve1cher sich mät Faschismus-Themen ausen- andersetzt. Als Gestalter der Grafik und TL1ustration Konnten vär E. Gött1icher in Hamburg gevinnen⸗ Gött1icher 411usträerte vor Kur- zem den Roman*Schindter s-Listen im Stern⸗ Thr seht, es Laufen väeLe Aktivitäten. Vir bätten Fuch alle Im einze1nen an Furen Mohnorten Kleine Kerngruppen aufzubauen, um e— nen mögLichst vreiten, mu1tipLkativen EfFFekt zu erzielen. Dahlen Lr Juden erinnern auch an Flick Galinski zweifelt an Dauerhaftigkeit der Lehren von 1945 L ßranorner Runoschas Von unserem Korrespondenten OttoVõrg Weis BERLIN. 7. Mak Micht geringe Zweifel daran. ob die Lehren des 5. Mai 1945 die Spanne einer Generation überdauert ha- ben“, hat der Vorsi de der Jödisch Gemeinde in West-Berlin. Heinz Galinskl. am Dienstag auf einer Gedenkverenstal- tung vor dem Jodlschen Gemeindeheus geäubert Diese Zweifel begründete er s0 vohl damit daß die staatsbürgerschafuli- che Erziehung Non den Verantwortli- Terror und Mord registrieren.„Nie senr das Wort von der Vergangenheitabewälti- gung schon zur FVoskel geraten ist. be i auch anonyme Anrule. Schmiere reien und Drohbriefe“, saßte Galinski. Der Vorsiuende von Deutschlends gröbter jüdischer Gemeinde ging in sei- ner öberaus kritischen Rede auch auf ta- gespolitische Vorgönge ein. Unter ande rem bemängelte er die geradezü peinli- Das verabachledete mangelhafte Geseta“ solle baldmöglichst wieder geändert wer- den. forderte Galinski: Zu den Ereignis- sen, 2u denen er nicht schweigen könne. zählte Galinski schließlich auch— ohne den Namen Flick zu erwähnen—. daß es in der Bundesrepublik einen Konzern ge be. der Milliarden in der Nazizeit ver- dient hat der in der Nechkriegszeit poli- üsche Parteien mit Millionen unterstũtzt chen“ nicht ernst genug genommen ver- de. als auch damit„daß nicht wenige An- gehörige der mitUeren und älteren Jahr gönge nicht vollständig den Bruch mit der schändlichsten Epoche der deutschen Geschichte vollzogen haben“ Die Jdische Gemeinde müsse mit gro- bem Bedauern sowohl einen gewisse Abbau der moralischen n gegenöber uns“ als auch eine Zunahme exremistischer Tendenzen bis hin 2u che Weise“ in der vor Augen und Ohren der Oflenüichkeit über die Gestaltung des 8. Mai debsttiert worden sei. Er krit- sierte auch. daß alch im Bundestat weder eine Mehrheit dazu hebe Iinden lasgen. Trellen Alter Kameraden“ von SS-Ein- heiten wenigstens 2u verurteilen. noch dafür, einen eigenen Paragraphen im Stralgesetabuch zu achaflen. der die Leugnung der naEonalsozialisüschen Veriolguns und Verharmlosuns shnde. hat. aber für seine ehemaligen Arbeits- sklaven nichts übrig hat“ * 40 jahre Befreiung Om Hitler-Faschismus 74 Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. Der ehemalige. Oberleutnant der Wehrmacht(Bild) vurde der Beihilfe zum Totschlag in fünf Föllen für Schuldig befunden und zu drei Lahren Freiheitsstrafe verurteit. In Uber- einstimmung mit dem Staatsans- walt, der acht Jah- re Haft wegen Tot- chlags verlangt hatte, verwarf das Gericht die ursprüngliche Mordankla- ge Die Opfer waren im April 1945 von Ju- — Drei Jahre Haft für ehemaligen Oberleutnant waldshut-Tiengen(dpa). Vierzig Jahre nach der Erschießung von acht litaui- schen Zwangsarbeitern im südbadischen Kleinen Wiesental hat das Landge rĩcht Waldshut Fiengen den 69jährigen Rentner Kurt Rahäuser Meuried/Or- tenaukreis) als Befehlsgeber zur Rechenschaft gezogen. nach dem Bau von Stellungen am Süudhang des Schwarzwaldes erschos- sen worden. Die 16 bis 17jährigen wa- ren zu„Werwölfen“ erklärt worden und sollten nach der Besetzung im Rücken des Feindes militärisch ope- rieren. Dazu war es nie gekommen. Nach Auffassung der Schwurgerichts- kammer hatte der Angeklagte, der je- de Verantwortung für den Tod der Zwangsarbeiter bestritt, den als ver- brecherisch bezeichneten Befehl zur Erschießung von fünf der Opfer er- teilt. Das Gericht berücksichtigte, daß Ra- häuser seinerseits auch in einer„Be- fehlstruktur“ eingebunden war, ein Befehlsnotstand für ihn wurde jedoch . REcCrTS Decccke gendlichen einer Volkssturmgruppe verneint. Kriegsverbrecher reisen ab WASHINGTON, 1. Mai(AFP). Zwei an den Judenverfolgungen des Zweiten Weltkriegs beteiligte Kriegsverbrecher naben freiwillig die USA verlassen, um einer drohenden Strafverfolgung zu ent- gegen. Dies teilte die dem Justizministe- rum angeschlossene US-Sonderbehörde für Nachforschungen über in den USA le- bende Ex-Nazis mit. Seit der Gründung des Office for Special Inquiry“(OSl) im Jahr 1978 sind damit insgesamt acht Kriegsverbrecher von den USA ausgewie- en oder zum freiwilligen Verlassen des Landes aufgefordert worden. Der heute 83jährige ehemalige Bürger- meister von Hirschberg, Paul Blumel rei- BUlbacher Zeitung PETERJURGEN BOOCK, ehemaliges RAFMitglied und vom Oberlandesge- richt Stuttgart zu einer Strafe von drei- mal lebenslang und 15 Jahren Haft vfü teiſt, hat äus Afaß dés Jahrestages des Stuttgarter Urteilsspruches ein Solidari: tätsschreiben von Heinrich Albertz, Hein- rich Böll, Wolf-Dieter Narr, Horst-Eber- hard Richter und Klaus Vack erhalten. Die Autoren bezeichnen darin das Urtei! gegen Boock als„maßlos“ und setzen sich für eine Revision des Richterspruches Ste in die BundesrepubH Peutschſand ein. 1n„ aus, näcRdem er gegenüber dem OSf die hm zur Last gelegten Taten bestätigt hatte. Blumel, der 1930 in die NSDAP ein- getreten war, gab zu, daß er während sei- ner Amtszeit als Bürgermeister von Hirschberg in den Jahren von 1934 bis 1938 alle Dekrete zur Judenwerfolgung Strikt angewandt habe. Nach dem Ein- marsch der deutschen Truppen in der So- „jetunion wurde er in der Ukraine zum Bezirks-Kommissar ernannt und über- wachte die Hinrichtung Lan mehreren tausend Luden. Bei dem anderen über- kührten Kriegsverbrecher handelt es sich um den aus Litauen stammenden 64jähri- gen Kanadier Juozas Kisielaitis, der an den Judenverfolgungen in seiner damali- gen Heimat beteiligt war. Er ging nach Kanada zurück. Frankfurter Rundschau S———— Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 75 „Polen und wir Ursache und Wrkung trennen För cie Bevolkerung der Volksrepubli polen gab es in diesem Janusr zwei Ge cenktage, die zum Bestandteit der polni chen Geschichte geworcen sind Am 17 Jonbar vor 40 Jahren wurde Warschas be freit, zehn Tage spoier das Konzentrs Uons ond Vernichtungslager Abschwitz Am 27. Januar 1945 befreiten sowjeti che Soſdaten die wenigen Uberlebenden. „on denen viele spoter an Entkrattung starben. Aoch fur sie kam oer Tag oer eit zo pöt rschab war die erste Stadi, die wh 5 oe 2 weiten Welikrieges ohne öck sicht aof die wehrlose Zivilbevolkerung dombarieri vrce— im Sepiember 1939 Die zweite Staot war Rotierdam. dann folgten Conventty. Manchester und andere enlische ndostriezentren mit vielen hon der ioten Zivilisten. Erst donach griften britische Bomber deutsche Stadte an— eoerst Lobeck, dann Koln uno gegen Ene des Krieges, im Febroar 1945, schließlich Oresden, in dem Zehntoosende von deot chen Flöchtlingen auf dem Weg nach Westen Unterschlupf gefonden hatten Qberall kamen ungezohlte Menschen om Jedenkt man ihrer, moß nach den Ut „chen gefraqt werden. Wie isnes dazo ge ommen? Oie Antwortst historisch ein ſoch. Ohne den Enischloß der Naziregie- ong, die Welt mit einem Krieg 2u öber- ziehen, hötte es keinen Toten in Warschao. Conwenty, Rotierdam, Dresden gegeben. Ohne die in ihrer menscherverachtenden Brotalitst nicht zo unierbietende s0oge nannte Endlösung der Jocentrage hatte es nicht Abschwitz, Majdanek gegeben, wren nicht in Sobibor, Belzec, Treblinkz Ein- richtungen gebaut worcen, die nur eine Aofgabe hatten: Joden hinzumorden Ohne die Verfolgung von Kommonisten. listen. Christen, Freimaurern, Schw. igeunern uno Minderheiten woten Oachau. Buchenwald. Ravensbröck. Neuengamme, Sochsenhaesen und wie cie anderen Konzentrationslaget hießen eni- standen. Ohne den allein von den Mazis vom 2 aun gebrochenen Krieg hotie es ooch nicht Drescen gegeben. ja nichtein- mol cie Bomben aof Freiborg im Mai 1940— oeutsche Bomben obrigens. irt tomlich abgeworten ono von den Nazis als Vorwand för Angritte aut englische Stsdie mißbraucht. Opne cen UOberfall vol Polen hatte es keine Vertreibong ge geben. weder der Polen aus ihten Os1 brovnten durch die USSR noch die vet weibong der Debtschen zos den ftuperen Os Gebieten. die jetzi o Polen gehoren Ursoche und Wirkung mössen vonein- onder getrennt werden. Erst dann konnen wir begreiten, warum sich Mitteleoropa 30 entwickelt hat, wie es jetzt aussieht. Des halb istes unredſich, unhistorisch und un- moralisch, die Opfer gegeneinander aufzu rechnen— öbrigens aoch die Toten cer Fronten. Weil deutsche Armeen fast ganz Eoropa angegriften und unterjocht haben. moßiten die anderen Völker in den Krieg ziehen. Sie handelten unter Zwang, einem Zwang, der von Deutschland ausging. Die Jogend⸗in allen vom Zweiten Weltkrieg heimngeschten. Staaten ist nicht schuldig. hrer Geschichte schamen mössen sich aber die Debtschen. Ohne die Nazis gabe es heute keine Mauer in Berlin und keine nnerdeutsche Grenze, hotte es 1945 aoch nicht Milionen von Witwen und Waisen gegeben. Wer im 40. Jahrestag seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutsch- land Jote gegen Tote. Warschau gegen Köln, BHotterdam gegen Dresden aofrech- nei, cdem sollten diese Zusammenhonge klargernacht wercden. Nicht um Schuld- geföhle bei jungen Leuten zu erzeogen. sondern um qie geschichtlichen Zusam- menhange deutlich zu machen, in der Hoffnong auf Versõhnung und damit nie Nieder Krieg von Deutschland ausgeht. Zweimal— 1914 und 1939— oas sollte reichen. Heiner Lichtenstein N — Weiter um die Aufklärung von NS-Verbrechen bemüht Bei Zentralstelle noch Vorermittlungen in 134 Fällen anhängig LUDWIGSBURG. 7 Mei(AP). Insge samt 134 Vorermittlungsverfahren waren am 1. Januer dieses Jahres noch bei der Zentralstelle zur Aufklärung nationalso- zialistischer Verbrechen anhängig. Wie die Behörde in Ludwigsburg am Pienstag mitteilte. waren zu diesem Zeitpunkt bei Staatsanwaltschaften und Gerichten der Bundesrepublik ferner Verfahren gegen 1274 Personen im Gange Vor einem Jahr belief sich diese Zahl auf 1542. Die von den Staatsanwaltschaften seit Mai 1945 im Gebiet der heutigen Bundes- republik eingeleiteten Ermittungen M richteten sich gegen insgesamt wie aus der neuesten Statistik weiter hervorgeht Rechtskräftig Lerurteilt Wurden bis zum 1. Januar diesẽ 8 ersonen davon(bis zur Abschaffung der es strafe 1949) zwölf xum Tode, 160 zu einer lebenslangen Freiheitastrafe. 6191 zu zeit- lich begrenzten haftstrafen. 114 2u Geld- strafen und einer nach dem Jugendrecht Ohne Bestrafung wurden die Verfah- rei Eẽ̃ẽñ Taonen abgeschlo Dies gescheh et durch Nichteröfinung der Hauptverhandlung. Einstellung durch Gericht oder Staatsan- waltschaft oder durch den Tod des Be schuldigten. Die Zentralstelle erläutert an dieser Stelle jeweila. beim Vergleich die ser Zahl mit dem Anteil der Verurieilten sei zu berücksichtigen. daß die Staatsan- weltschaften in einer Vielzahl von Ver- fahren ganze Finheiten und Dienstatel len. deren Angehörige für eine Tatbeteili gung in Frage gekommen seien. systeme üisch überprüft hätten. Fine förmliche Be schuldigung sei auch die Voraussetzung gewesen, um vorsorglich eine Unterbre- chung der drohenden Verjährung zu er- reichen. Die Zentralkartei in der Zentralstelle in Ludwigsburg— die Mamen-, Orts- und Finheitenkartei— enthielt am 31. De- zember 1984 1 343 209 Karten. Im Jahr zuwor waren es noch 1 353 300 gewesen. Dieser Rückgang. 0 erläuterte die Be hörde, beruhe darauf. daß anläßlich der rtragung der Zentralkartei auf Film im vergangenen Jahr“ Angaben zu Perso- nen auf weniger Karten zusammengefaßt worden seien. Aus diesem Anlaß sei auch eine genaue Zählung vergenommen wor den. Erfaßt sind auch 16 504 Tatorte Die Dokumentensammlung umfaßte Ende vergangenen jahres rund 327 650 Blatt Von diesen Unterlagen machen nicht nur Justizbehörden Gebrauch: Im vergange nen Jahr bearbeiteten die Mitarbeiter in Ludwigsburg unter dem neuen Leiter der Zentralstelle. Oberstaatsanwalt Afred Streim. i t 1075 Per danfragen Non Behörden außerhalb der Justiz“ 76 Lagergemeinschaft Auschwitz V Freundeskreis der Auschwitzer e V. Krakdwer Klinik dankt für Ultraschallgerät lntensivstation des polnlschen Krankenhauses lst Anja Rehbein gewidmet Butzbacb.— Ubergroß war die Freude der Krakower Klinlk über die beiden letzten Transporte, die Ende März und Ende Mai von Butzbach in Krakow eintrafen. Wie Neithard Dah- ſlen. Mitglied der Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwit- zer, berichtet, hatten die Transporte ei- nen Gesamtwert von ca. DM 250 000. Im letzten Transport wurde ein Video- son der Firma Siemens, ein modernes Ultraschall-Gerit, wie man es zur Dia- gnostik von Tumor-Erkrankungen, wie auch für Schwangerschaftsuntersuchun- gen benutzt, im Neuwert von ca. DM 80 100 000 mitgeliefert. Es handelte sich hierbei um eine Elnzel-Spende der Firma Siemens. Dieses ist das erste Ge- rüt dieser Art in Krakow. Ferner beinhalteten die Transporte In- fusionsleitungen fur ca. DM 60 000, In- fusionen für ca. DM 15 000, 400 Matrat- zen für Klinik-Betten, 500 Lebensmittel- pakete im Wert von ca. DM 50 000, so- wie viele kleinere klinische Gerate und Arzneimittel. Auch wenn die Gesamt- Versorgung in Polen sich mittlerweile s0 weit gebessert hat, daß niemand mehr hungert, muß noch einmal betont wer- den, daß gerade auf dem medizinischen Sektor große Versorgungsengpasse be- stehen. Die Klinik teilt mit, daß sie ab sofort be- reit ist, aus ganz Polen ehemalige Auschwitz-Halftlinge kostenfrei statio- nar aufzunehmen und zu behandeln. Dies ist um so bedeutsamer, da ehemali- ge KZ-Haftlinge ein sehr vielschichtiges Erkrankungsbild innerer Erkrankungen haben. In dieser Klinik gibt es hierfur Speziell ausgebildete Arzte. Neithard Dahlen dankt an dieser Stelle allen Forderern der Aktion Polenhilfe und teilt mit, daß das Spendenaufkom- men des letzten Spendenaufrufes DM 800,— erbrachte. Dies ist zwar eine schöne Summe, doch reicht sie nicht aus, um die vorhandenen Kosten 2u decken. Auf einen Hilferuf an die Kreis- Sparkasse spendete diese DM 1000. Vom Minister für Landwirtschaft, For- sten und Naturschutz(Willi Görlach) kamen DM 400, so daß die Kosten der letzten Transporte nun gedeckt sind. Af lerdings wird es Probleme mit der weite- ren Finanzierung solcher Transporte ge- ben, da die Lagergemeinschaft keine ei- genen Einkünfte bezieht und nur auf Spenden angewiesen ist. Deshalb sei noch einmal an das Spendenkonto bei der Kreissparkasse Butzbach mit der Kontonummer 010 090 763 erinnert. Al- le Spenden werden unmittelbar in Transport und Beschaffung von medizi- nischen Hilfsgutern umgesetzt, da alle Mitglieder ehrenamtlich arbeiten. Wie die Lagergemeinschaft weiter mit- teilt, ist die Intensivstation des Gabriels- ki- Naroutovkska-Krankenhaus der jun- gen Butzbacherin Anja Rehbein gewid- met, die im November 83 bei einem Flugzeugabsturz in Madrid ums Leben kam. Die Lagergemeinschaft begrußt die Ini- tiative der Wetterauer Grünen, vom Wetteraukreis zum Zwecke des Besu- ches von Auschwitz für Wetterauer Schulklassen DM 20 000 bereitstellen zu lassen. Die Lagergemeinschaft bietet hierfur dem Kreistag ihre aktive Unter- stutzung, Führung und Vermittlung von Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Katholiken holten, habe ich nicht protestiert ich war ja kein Katholik. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte. Martin Niemöller, eherm. Kirchenpräsident von Hessen und Nassau, 1938— 1945 in-Haft. Kontakten an. Als wichtige Information sei abschlie- ßend bemerkt, daß Uber die Lagerge- meinschaft Auschwitz zur Zeit in Frankfuri-Bornheim eine Piteratur- Werkstatt über das Thema Faschismus aufgebaut wird, in der sich jeder infor- Schergen nach Amerika strömten. mieren kann. gclbacher Zenung 10.000 Nazikriegsverbrecher in den USA Rund 10.000 nazistische Kriegsverbrecher haben in den USA Unterschlupf gefunden. Zu dieser Schlußfolgerung gelangte der US- amerikanische Jurist Allan Ryan, der im Zeitraum von 1979 bls 1983 eine Sonderab- teilung im US-Justizministerium geleitet hat. Ryan schreibt in dem von ihm veröffent- lichten Buch„Stille Nachbarn“, daß für die Einreise der hitlerfaschistischen Verbrecher in die USA amerikanische Behörden selbst gesorgt haben. Der Verfasser führt Erklärungen von pro- minenten amerikanlschen Politikern. darun- ter Senatsmitgliedern an, die für den„Zu- strom von frischem Blut“ in die USA in der Hoffnung warben, die„Erfahrungen“ der Kriegsverbrecher beim Vorgehen gegen die fortschritiichen Kräfte des Landes zu nut- zen. Das Ergebnis davon war, daß zu einer Zeit, da die früheren Häftlinge von faschi- stischen Gefängnissen und Todeslagern, in den Sammelpunkten für Internlerte eine „Säuberungsprozedur“ Das Buch bestätigt ein weiteres daß viele Hitlerfaschisten und der mit ihnen in den von der Wehrmacht okkupierten Län- dern zusammenarbeitenden Verräter vom Schlage des Schlächters von Lyon, Barbie, mit direkter Hilfe der amerikanischen Ge- heimdienste in den USA Unterschlupf ge- funden haben. Weiterer Exnazl aus den USA ausgebürgert Ein weiterer belasteter Kriegsverbrecher aus der Zeit des„Dritten Reiches“ hat die amerikanische Staatsbürgerschaft aufgeben müssen und ist in die Bundesrepublik Deutschland ausgereist. Das amerikanische Justizministerium teilte vor kurzem mit, es handle sich um den 79 Jahre alten John Avdzej, wkhrend dessen Amtszeit als Bür- germelster von Stolpce praktisch die ge- samte jüdische Bevölkerung der Region aus- gerottet worden sel. Avdzej wird auch vor- geworfen, bei der Resistrierung der Juden und ihrer Internierung In Ghettos geholfen den eue uanur 7 Lagergemeinschaft Auschwit? V . Freundeskreis der Auschwitzer e.V. 7 — Mitmachen— Mitqlied werden ie. t. 1 u. Die Lagergemeinschaft Auschw tz-Freundeskreäs der Auschwitzer e.V. umfaßt ehemaltige Auschwi tz— Häf t— or. e Anderen e voe aem iinee F. Menschen— welche unsere Aufgaben und Zäele unter- stützen! 8. unsere Erfahwungen weitergeben— es äst höchste Zei t— wäie Lange wiPd es MNSn noch gehen? THR, DTLE NACHGEBORENEN“ müßt das Vermächtnis er von Auschwä tz wei tertragen. Auschwi tz 1st zum eche Symbol des Mä 11 onenfachen Mordes des Nazi fa- 22 schäismus geworden, Auschwä tz oder ähnLäches S tet hal. ten BET UNS gbt es viel zu tun: Das Projekt der lör dle recher oKumenom e ba Auschi z 011 als Ausbi Ldungsstätte, Gedenkstätte und Begeg- h nungszentrum ausgebaut werden. n Zu⸗ tee Wi bwauchen Geld, Tdeen, Hi LfFe bei der PLa- E nung und Gestaltung, wäir brauchen Menschen, de gen de andere zum Mi tmachen anregen! laschl· en b STE FTLNDEN umseitäig eine BeiträttserkLärung. te eine . 8 FN dem Jahresbeitrag von DM Ko.—— helfen Sde uns unsere Aufgaben zu Lösen! hnen en LAn⸗ er wm Barble, c* u Bäitte schreiben Sie uns Thre Gedanken, Anregungen, oder wenn Säie nicht zu wet weg wohnen, Kommen Säe U54 zu unserem monatLchen Treff! us der Geschichte lernen e gepollen ut LAGRRGEMEiMsctArr AUscwrz FREUNDESKRElS der AUSCHWTER e. V. Gemeinnũütziger Verein 5309 Münzenberg 1 Schillerstr. 18 Tel. O 60 33-6 01 68 Beitrittserklärung N Breundeskreis der Auschwitzer Datum des Beitritis Unterschrift Zutreffendes bite ankreuzen D Bankverbindungen:„Lagergemeinschaft Auschwitz— Freundeskreis der Auschwitzer e.V.“ Postscheckkonto: Frankfurt/ M, Konto-Nr. 51664— 608 KreisSparkasse: Friedberg/Hs., Konto-Nr. 062000 74.9 S5650 Farbkarte 613 E* nChaft WVTE FrretuneoMreis der: AUSQCKHMWTZEMN e.M Juli 1985 dãſiachit 1 Peenismei Kieg. ——