-IG-Farben AUSCHWITZ Über die Blutschuld ı der IG-Farben W-lıcyıl zum Auschwitz-Prozeß UB GIESSEN IBM 27 012 118 DOKUMENTATION ZUM AUSCHWITZ-PROZESS IG-Farben Auschwitz Massenmord ÜBER DIE BLUTSCHULD DER IG-FARBEN Heike Duill Mavrianne Oroß 6000 Frankfurt/M. 90 Telefon 069/7893368 Herausgegeben von der Arbeitsgruppe der ehe- maligen Häftlinge desKonzentrationslagers Auschwitz beim Komitee der Antifaschistischen Widerstands- kämpfer in der Deutschen Demokratischen Republik INHALTSVERZEICHNIS Univ.-Bıbı. Giessen Vorwort 1. IG-Farben als Initiator, Förderer und Nutznießer Diese der Auschwitz-Verbrechen Einheimische von Haus und Hof vertrieben IG-Farben fordert, Himmler befiehlt, Eichmann et- IG-Farben-Wünsche wurden zu SS-Befehlen. „Segensreiche“ Freundschaft- De einträgliche„Deutschtumspolitik“ de Ne Farben. Herren über Leben und Tod Due ee Das IG-eigene KZ Monowitz Das IG-eigene Strafsystem Drahtzieher der Selektionen- wor Bilanz des Ausbeutungssystems der IG- Kerken 370 000 Ermordete Eee Selbst an den Toten noch ent Nicht Völkerrecht—„IG-Farben-Recht“ Geschäft mit„Zyklon B“ Medizinische Experimente an een veranlaßt ‚Offiziell keıne Kenntnis“ ee N 2 ordene Millionen aus lan rat Karriere über Leichenberge . IG-Farben— Wegbereiter von Faschismus und Krieg Himmler, IG-Farben& Co.-: IG-Farben und Staatsapparat anna Pereits 1935 den totalen Krieg vorbereitet der Hitler-Wehrmacht die Kriegsziele ehe . IG-Farben-Pläne scheiterten USA-Monopole retteten IG-Farben. IG-Farben erneut am Hebel der Macht Tag X“ und IG-Farben Anhang Liste von IG-Farben-Verantwortlichen mit ihrer früheren und heutigen Tätigkeit Dokumentenanhang Beweisantrag des Prof. Dr. F. K. Kaul an das Schwurgericht, Frankfurt a.M. Auszüge aus dem en rn roh De in nk Namensregister Dokumentation stützt sich auf Forschungsmaterial des Diplom- historikers Dr. Janis Schme lzer von der Martin-Luther-Univer- sität Halle-Wittenberg 2. Erweiterte Auflage 2 BÜHNEN DER STADT GERA Leitung Wolfgang Pintzka— Spielzeit 1965/66 Uraufführung am 19. Oktober 1965 gemeinsam mit dem Landestheater Altenburg, der Volksbühne Berlin, der Freien Volksbühne Westberlin, den Städtishen Bühnen Erfurt, den Städtishen Bühnen Essen, dem Landestheater Halle, den Städtischen Bühnen Köln, den Städtishen Bühnen Leipzig, den Münchner Kammerspielen, dem Friedrich-Wolf-Theater Neustrelitz, dem Hans-Otto-Theater Potsdam, dem Volkstheater Rostock und dem Württembergischen Staatstheater Stuttgart. PETER WEISS dieErmittlung PETER WEISS, 1916 in Nowawes bei Berlin geboren, emigrierte vor den Nazis aus Deutschland und lebt heute als Schriftsteller, Maler und Film- regisseur in Stockholm. Sein Stük DIE VERFOLGUNG UND ERMOR- DUNG JEAN PAUL MARATS, DARGESTELLT DURCH DIE SCHAU- SPIELGRUPPE DES HOSPIZES ZU CHARENTON UNTER ANLEITUNG DES HERRN DE SADE— 1964 im westberliner Schiller- theater uraufgeführt— brachte ihm Weltruhm. Anläßlich der Aufführung dieses Stückes in Rostock besuchte er zum ersten Mal die Deutshe Demo- kratische Republik. Im Mai 1965 nahm er am antifaschistischen Schriftsteller- treffen in Berlin und Weimar teil. „Die Richtlinien des Sozialismus enthalten für mich die gültige Wahrheit. Was auc für Fehler im Namen des Sozialismus begangen worden sind und noch begangen werden, so sollten sie zum Lernen dasein und einer Kritik unterworfen werden, die von den Grundprinzipien der sozialistischen Auf- fassung ausgeht. Die Selbstkritik, die dialektische Auseinandersetzung, die ständige Offenheit zur Veränderung und Weiterentwicklung sind Bestandteile des Sozialismus. Zwischen den beiden Wahlmöglichkeiten, die mir heute bleiben, sehe ich nur in der sozialistischen Gesellschaftsordnung die Mög- lichkeit zur Beseitigung der bestehenden Mißverhältnisse in der Welt. Ich bin selbst aufgewachsen in der bürgerlichen Gesellschaft, und ich habe in meiner Arbeit und in meinem persönlichen Leben die größte Zeit damit verbracht, mich von der Eingeengtheit, den Vorurteilen und dem Egoismus zu befreien, die mir von diesem Milieu auferlegt wurden. Ih habe lange geglaubt, daß mir die künstlerische Arbeit eine Unabhängigkeit verschaffen könnte, die mir die Welt öffnete. Heute aber sehe ich, daß eine sole Bindungslosigkeit der Kunst eine Vermessenheit ist, angesichts der Tatsache, daß die Gefängnisse derjenigen Länder, in denen die Unterschiede zwischen den Rassen und den Eigentumsverhältnissen aufrechterhalten werden, ange- füllt sind mit den tortierten Vorkämpfern der Erneuerung. Jedes meiner in vermeintlicher Freiheit gewonnenen Arbeitsresultate hebt sih ab von der Notlage, die für den größten Teil der Welt noch gegeben ist. Ich sage deshalb: Meine Arbeit kann erst fruchtbar werden, wenn sie in direkter Beziehung steht zu den Kräften, die für mich die positiven Kräfte dieser Welt bedeuten.“ Aus den„10 Arbeitspunkten eines Autors in der geteilten Welt‘ von Peter Weiss(August 1965). DIE ERMITTLUNG Oratorium in 11 Gesängen von Peter Weiss Richter Heinz Butichereit Ankläger Hans-Dieter Leinhos Verteidiger Hans Holdsch Zeugen Georg Solga, Karl-Heinz Rothin, Peter Kühle, Ditha Cullmann, Ilse Scheffler, Bert Brunn, Harald Jopt Angeklagte Günther Zschieshow, Georg-Heinrih Lange, Hans-Heinz Kahl, Adolf Kutiner, Johannes A. Bauerfeld, Horst Arndt, Hans Zimmermann Kurt Brandenburg Sprecher Gerhard Reich Leitung Jürgen Kern Mitarbeit Wolfgang Pintzka, Manfred Patzschke Bühnenvertrieb: Suhrkamp-Verlag Frankfurt/Main und Henscelverlag Berlin DIE URTEILE Das Frankfurter Schwurgericht fällte am Donnerstag, dem 19. 8. 1965 gegen die SS-Chargen des faschistischen Vernichtungslagers Auschwitz folgende Urteile: SS-Oberscharführer Wilhelm Bogner SS-Hauptsturmführer Franz Hofmann SS-Unterscharführer Oswald Kaduk SS-Rottenführer Stefan Baretzki Kapo Emil Bednarek SS-Oberscarführer Klehr SS-Hauptsturmführer Robert Mulka SS-Obersturmführer Karl Höcker SS-Oberscharführer Hanz Stark SS-Oberscharführer Klaus Dylewski SS-Rottenführer.Pery Broad Arrestaufseher Bruno Schlage SS-Obersturmführer Dr. Franz Lucas SS-Hauptsturmführer Dr. Willi Frank SS-Sturmbannführer Victor Capesius SS-Oberscharführer Herbert Sherpe SS-Unterscharführer Emil Hantl SS-Unterscharführer Johann Schobert SS-Rottenführer Arthur Breitwieser SS-Unterscharführer Dr. Willi Schatz Lebenslänglich Zuchthaus Lebenslänglich Zuchthaus Lebenslänglih Zuchthaus Lebenslänglich Zuchthaus Lebenslänglih Zuchthaus Lebenslänglich Zuhthaus 14 Jahre Zuchthaus 7 Jahre Zuchthaus 10 Jahre Zuchthaus 5 Jahre Zuchthaus 4 Jahre Jugendarrest 6 Jahre Zuchthaus 3 Jahre 3 Monate Zuchthaus 7 Jahre Zuchthaus 9 Jahre Zuchthaus 4 Jahre 6 Monate Zuchthaus 3 Jahre 6 Monate Zucthaus Freispruch Freispruch Freispruch Für die Angeklagten Mulka, Höcker, Stark, Dylewsky, Broad, Schlage, Lucas, Frank, Capesius und Schatz hatte die Staatsanwaltschaft lebens- länglich Zuchthaus gefordert. v/5/24 MG 107/65 6119 VORWORT Der Frankfurter Auschwitz-Prozeß wird von der internationalen Öffentlichkeit ebenso wie von der Bevölkerung in beiden deutschen Staaten mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Das Echo des Prozesses in Westdeutschland zeigt, daß die Öffentlich- keit sich von diesem Prozeß ein Stück„Bewältigung der Vergangen- heit“ verspricht. Nachdem in der ersten Phase des Prozesses die angeklagten Mörder leugneten, später ihre Schuld auf den hingerichteten KZ-Komman- danten Höß und die durch höchste Unterstützung ins Ausland ent- kommenden KZ-Ärzte Eisele und Mengele zu schieben ver- suchten, mußte ein Teil der Angeklagten dann unter der Last der Beweise Teilgeständnisse ablegen. Wir ehemaligen Auschwitz-Häftlinge fragen: Warum stehen erst heute— nach 19 Jahren— einige der Mörder von Auschwitz, Birkenau und Monowitz vor Gericht? Der SS-Apotheker von Auschwitz, Capesius, der KZ-Lager- Adjutant Mulka und andere konnten jahrelang wie unbescholtene Bürger unangefochten in der Bundesrepublik leben. Die großen Rüstungskonzerne, die Milliarden am Massenmord des zweiten Weltkrieges verdienten, beherrschen heute wieder Staat und Wirtschaft in Westdeutschland. Sie stellten sich schützend vor die SS- Mörder. Sie sind auch für die Morde in den KZ verantwortlich. Ihr Profit- und Machtstreben beschwört das Gespenst eines atomaren Weltkrieges herauf. Zur Verwirklichung ihrer revanchistischen Pläne brauchen sie die finsteren Kräfte der Vergangenheit. Wenn dennoch ein Teil dieser Verbrecher heute vor Gericht steht, so deshalb, weil die Proteste aus dem In- und Ausland und die Bemü- hungen einiger Juristen nicht mehr zu überhören waren. Wir ehemaligen Auschwitz-Häftlinge fragen: Wie ist es möglich, daß fast die Hälfte der Angeklagten trotz ihrer schweren Verbrechen auf freiem Fuß lebt? Die SS-Ärzte Lukas, Frank und Schatz können noch heute an den prozeßfreien Tagen als Ärzte in der Bundesrepublik prakti- zieren. Den beiden Lehrern Stark und Dylewski, einstmals SS-Oberscharführer, ist bis heute noch nicht die Befähigung abge- sprochen worden, die Jugend zu„demokratischen Staatsbürgern“ zu erziehen. Des Mordes Angeklagte auf freiem Fuß, Hunderte von Nazi-Juristen und Blutrichtern in Bonner Staatsdiensten, Nazi-Beamte in führenden Staatsstellen, alte Hitler-Generale an der Spitze der Bundesarmee— das ist die Wirklichkeit in der Bundesrepublik im Jahre 1964. Wir ehemaligen KZ-Häftlinge fragen: Warum stehen neben dem ehemaligen IG-Farben-Vertreter Cape- sius nicht auch die führenden Männer des ehemaligen IG-Farben- Konzerns vor den Schranken des Gerichts? Die Industriekapitäne des IG-Farben-Konzerns, die nach 1945 in der Bundesrepublik zum Teil die gleiche Macht in ihren Händen konzen- trieren konnten wie während des„Dritten Reiches“— sie sind die wirklich Schuldigen. Sie sind die Hintermänner der 21 Angeklagten des Auschwitz-Pro- zesses und verhinderten jahrelang die Aufdeckung der vollen Wahr- heit über Auschwitz. Deshalb blieb es den Vertretern der DDR, Prof. Dr. F. K. Kon der die Nebenkläger aus der DDR vertritt, und Prof. Dr. Jürgen Kuczynski, als Gutachter, vorbehalten, auf die volle Wahrheit hinzulenken. Sie wiesen im Auschwitz-Prozeß nach, daß ehemalige IG-Direktoren wie Fritzter Meer Heinrich Bütefisch Otto Ambros Walther Dürrfeld für die Verbrechen von Auschwitz mitverantwortlich sind. In der vorliegenden Dokumentation unterbreiten wir weiteres Tat- sachenmaterial über die Rolle der IG-Farben als Inspirator und Nutz- nießer der größten Todesfabrik aller Zeiten. Wir wollen damit helfen, die Rolle der IG-Farben bei den Kriegs- und Nazi-Verbrechen aufzudecken, um zu verhindern, daß die Kriegs- brandstifter und Kriegsgewinnler von gestern einen neuen Weltbrand —_ und diesmal mit atomaren Waffen— anstiften. Wir fühlen uns verantwortlich dafür, daß niemals wieder von deut- schem Boden ein neuer Krieg ausgeht. Wir ehemaligen Auschwitz-Häftlinge sind keine Rachegeister. Wir haben bittere Erfahrungen gesammelt. Wir fordern im Namen der Toten, im Namen der Hinterbliebenen, im Namen der Menschlichkeit, die Mörder von Auschwitz, ihre Auftrag- geber von der IG-Farben und alle an den Verbrechen Schuldigen vor Gericht zu stellen. Berlin, im September 1964 BrunoBaum Mitglied des Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der DDR und ehemaliger Häftling des KZ Auschwitz Häftlings-Nr. 118 359 1.1G-FARBEN ALS INITIATOR, FÖRDERER UND NUTZNIESSER DER AUSCHWITZ-VERBRECHEN „Leider ist es so, daß die wirklichen Anstifter zu diesen Morden nicht auf der Anklagebank sitzen und zum Teil heute in der Industrie und in der Wirt- schaft wieder führende Positionen ein- nehmen. Diese wären es, die in erster Linie zur Verantwortung gezogen wer- den müßten.“ (Tauer, Bezirksleiter der Industrie- gewerkschaft Chemie in Bayern, zum Auschwitz-Prozeß,„Deutsche Volks- zeitung“, Düsseldorf, 6. März 1964) Im Jahre 1935 litten Tausende Kom- munisten, Sozialdemokraten, protestan- tische und katholische Priester, jüdische Bürger, Pazifisten, Hitler-Gegner der verschiedensten Weltanschauungen in Dachau; viele starben an den Mißhand- lungen oder wurden„auf der Flucht er- schossen“. Zur gleichen Zeit ließen sich führende IG-Farben-Vertreter von ho- hen SS-Offizieren durch das Lager füh- ren. (IG-Farben-Prozeß NO NI-034— eides- stattliche Erklärung Höß— s. Dokument Nr. 33) Damals reifte in der IG-Zentrale bereits der Gedanke, KZ-Gefangene in den Be- trieben einzusetzen. Das Rüstungsgeschäft benutzte der IG- Farben-Vorstand zu einer gewaltigen Ausdehnung des Konzerns. Zu den neu zu errichtenden Fabriken gehörte ein viertes Buna-Werk, das mithelfen sollte, den Bedarf der Hitler-Wehrmacht an synthetischem Kautschuk zu sichern. Seit 1938 wurden Oberschlesien, der Norden des„Sudetenlandes“, nach dem Unter- nehmen„Weserübung“ sogar Norwegen, Auschwitz-Prozeß vor dem Schwurgericht Frankfurt a. M. dann aber im November 1940 das Gebiet um Auschwiz für die Errichtung dieses Werkes in die engere Wahl gezogen Warum gerade Auschwitz, das kleine Städtchen, in dem es fast keine deutsch- sprachigen Bevölkerungsteile, sondern vor allem Polen und Juden polnischer Staatsbürgerschaft gab? Otto Ambros, bis 1942 Betriebsführer des Werkes Auschwitz der IG-Farben, erklärte später vor dem IISA-Militär- gerichtshof, daß die Rohstofflager der ee entscheidend gewesen seien(IG- Farben-Prozeß, Dokument NO NI 9542); auch auf die vor Luftangriffen geschützte Lage wurde mitunter hingewiesen. Nuı den wahren Grund versuchte man zu leugnen: Entscheidend für die Wahl von Auschwitz als Standort war das im Bau befindliche Konzentrationslager. (s. Anhang Dokumente Nr.68 und 69. Auf den Seiten 110 bis 122 wurden erst nach der Fertigstellung dieser Arbeit aufgefundene Dokumente veröffentlicht, die die in der Dokumentation hervorge- hobenen Tatsachen bekräftigen.) Das wird durch das Protokoll einer Be- sprechung vom 18. Januar 1941 bestätigt. Die Quintessenz dieser Beratung zwi- schen Ambros, Mach, Santo, Eisfeld von der IG-Farben mit zwei anderen Indu- striellen war: Juden und Polen werden sen; 3. In unmittelbarer Nähe wird für die Juden und Polen ein KZ errichtet; Jeder Deutsche, der in dieses Ge- biet kommt, ist ein Kolonist. (s. Dokument Nr. 2) ausgewie- w Einheimische von Haus und Hof vertrieben Der Baugrund für das neue IG-Werk war Eigentum polnischer Bauern. Die 1G-Farben erwirkte mit Hilfe der SS die entschädigungslose Enteignung und De- portation der polnischen Eigentümer. (s. Dokument Nr. 1 und 3) Nach diesem Rezept wurde auch in der Folge verfahren, wenn d Buna-Werk Raum brauchte. Rigoros würden alle Hindernisse beseitigt. Auch die Klöster der Umgebung mußten geräumt werden. (s. Dokument Nr. 4) Das Buna-Werk bei Auschwitz sollte nicht nur von KZ-Sklaven betrieben, sondern auch von ihnen aufgebaut wer- den.(s. Anhang, Dokument Nr. 68) Der Oberbauleiter der IG-Farben, Max Faust, nahm die Erschließungsarbeiten mit zunächst 700 Häftlingen und zur Zwangsarbeit gepreßten Polen vor. IG-Farben fordert, Himmler befiehlt, Eichmann schickt Rudolf Höß, der ehemalige KZ-Kom- mandant von Auschwitz, schilderte spä- ter im ee oe Gefängnis die Zeit des Aufbaus des IG-Farben-Werkes Ausch- witz mit folgenden Worten: „Nun stellt es sich heraus, daß zwar die Rüstungsindustrie einen noch un- geheueren ungedeckten Bedarf an Ar- beitskräften hat, daß man aber mit dem Aufbau der Unterbringungsmög- lichkeit nicht vorwärtskommt... Himmlertobt, setzt Untersuchungs- kommissionen mit besonderen Voll- machten zur Entdeckung der Schuldi- gen ein. In Auschwitz ist alles mit Häftlingen vollgepfropft, die auf den Abtransport in die Rüstungslager warten. Neue Transporte von Eich- mann sind im Anrollen, Auschwitz weiter verstopfend.“ („Kommandant in Auschwitz“ biographische ‚„ Auto- Aufzeichnungen von Rudolf Höß, eingeleitet und kom- mentiert von Martin Broszat, Stutt- gart, 1958, S. 170/71) 69, Das KZ, in fieberhafter Eile errichtet, gehen Tausende von. Arbeitsfähigen erst war damals ohne gesicherte Trinkwas- zugrunde, ehe sie je einen Arbeitsplatz beit serversorgung. Die Baracken waren in der Rüstung gesehen haben. In den icht. vollgepfropft, Seuchen grassierten— und behelfsmäßig errichteten Arbeitslagern rge- trotzdem: werden die Häftlinge zu Wracks, ehe „Himmler treibt weiter. Seine Ver- sie etwas„Siegentscheidendes” geler Be- sprechen quälen ihn. In Auschwitz Ste hüben.(ebenda, S. 171) itigt. ZWi- von ndu- wie- r die 'htet; ‚ Ge- \r. 2 I.G.Farbenindustrie Auschwitz, den 24.2.1942 Aktiengesellschaft Fot/Go. Werk Auschwitz 0/S. Wochenbericht Nr. 39 für die Zeit vom 15. bis 22.2.1942 l. Teil Vor riore eier: sollte n, ‚eben In der Zeit vom 16.-21.2. war Herr Dr.Schäfer hier; in den ersten Tagen er der Woche auch Herr Dr.Dubiel. Zwischen den beiden Herren wurden laufende ‚ wel- Wirtschafts-und Beschaffungsfragen des Gutes Dwory besprochen. Jn einer Ir. 68) Besprechung mit Kreislandwirt Wabnitz in Bielitz wurde die Freigabe der Max ins Werksgelände fallenden bäuerlichen Flächen aus der Bewirtschaftung BEE der Ostland und Übergabe an die I.G. für den 1.4.42 vereinbart. Ein ent- beiten sprechender schriftlicher Antrag an die Ostland ist gestellt. Die baldige d zur Übernanme der Flächen ist dringend erwünscht, einmal um die Bewirtschaf- tung vom Gut aus von vornhereın ordnungsmäßig laufen zu lassen, zum ande- ren. um dem weiteren Abverkauf von Vieh und Vorräten durch die poln.Bau- ern vorzubeugen. Als Sofortmaßnahme sind Aufrufe an die Bauern erfolgt, in denen diese unter Strafandrohung aufgefordert werden, weitere Verkäufe zu unterlassen. Zur weiteren Sicherung ist der Werkschutz eingespannt, der laufend Streifen durchführt. 2.2t.werden bei den Bauern Bestandsauf- nahmen durchgeführt. Im übrigen ist mit Herrn Dr.Dubiel festgelegt worden] daß die Bewirtschaftung der Gemarkung Dwory I vom Gut aus, die der Genar kungen Monowitz und Dwory II unter Aufsicht des früh.Gutsinsp. Czech den einzelnen Bauern hgeführt von durchg ird. chuldi- es mil uf den gslage" pich“ chwil2 Auto“ a Stutl- DOKUMENTNr.1 1! TELLLLLLLL EU EEETITTTITTEPPFTNERRRPRERERBRHHUETGE BRLTPTTTTTDPLT>27 EENGEESEERUERESERRERENHEEERENERENHEREEENEENENEBEBRGREREEERNEN UBBBESaS u es a a oa OFFLOH O7 CHIEF OF OOUNSEL FOR UR OZINBS. hanäschr, Dir,Dr,Anbros handschr. Duna IV Sohlosien-Bensin w/s. 68/193 18.Jamar 1941 5 Bawzechung an 16.1.1941 in Ja] ren Dupa und Sohlegiem-Bengin in Auschwitg„ Teilneimer von 1.0. Farbenı Direktor Dr. Aubros Dr, Maoh Obering. Santo Dr. Mefolä I® SohlesienrBensint Direktor Josenhans hor mu Galizien. Die Finwohner von Auschwitz, vor allem die Kindor% machen sinon sehr armaeligen Eindruck, Abgesehen von dem grossen Marktplatz macht die Stadt selbst oinen schr kuemmerlichen Rindruck, Das Wasser fuer die Stadt wird auf dem Marktplatz mit Hilfe eines handbotriobonen Wasserrados heraufgsholt, Relativ reizvoll ist ein in dor Naoho dor Stadt gologenos altes Schloss. Die Einwohner von Auschwitz sotzon sich zusammen aus 2 000 Doutschon, 4 000 Juden und 7 000 Polen. Die Deutschen sind Bauern, Die Juden und Polen wuorden,»enn dor. Industrio gebaut wird, ausgowiosen werdon, sodass denn dio Stadt fuor die Belegschaft dor Fabrik zur Verfuogung stuonde, Aus diosem Grundo wird es zu mindosfons fuor den Anfang nicht not- wondig soin, viol Wohnungen zu»auon, da ein Umkauon dor bostohen- don Wohnungen wonigstens im@owisson Rahmen mooglich soin Auorfte, In unmittelbarer Naoho von Auschwitz wird fuor dio Juden nd Polon ein Korzentrationslager gobaut, In oinor Mntfermung von etwa 30 om TLLTEIT TI TEPTTTTTTTTETTETEFTTTEITTTT DOKUMENT Nr.?2 kann man dio Boskiden arkennen, In 60 Im Bntfermung liogt Krakmu, Veohrond das Gobiot um Auschwitz als landschaftlich nicht schlocht bozcoichnot wordon kann, ist os kulturoll und riwiRsatorisch na- turgemaoss voellie unorschlosson, Jeder Doutsche, dor dort hinkommt, ist also Kolonist, TA/HK/Az- Ludwirshafen a/Rhein, den 25,7.41 Fr 1.GWerk Auschwitz 8. Ba ubesprechung am 15.7.41 in Berlin, Länderbank Anwesend die Herren: von Lu: en os von Leunas warn ros Dir. Dr.Bütefisch O.Ins.Dr. Mach a Bus.Sauer ”" Heidebroek en reld Te raus Dipl.Ing.v.Lon 4 x een si De zenstuhl -3- Trinkwasser. = m Kind macht ein Projekt; es sind 12 Bohrungen durchgeführt, der Leistungsversuch ist vorbereitet. Es\st anzunehmen, daß 3000m”/h erreicht werden. Landermwerb. Faust weist darauf hin, daß der Bericht Du pie! zu berichtigen ist: Das Gut Porenmba ist ein selbständiger Be- zum euiesch und Anbros weisen darauf hin, daß das Landerwerb für das Gut so bald als möglich vorgenmm- men werden soll. Die Enteignung der jetzt auf dem Gebiet sıczenden Landwirte soll vom Reich vorgenommen werden und | nicht von der 1.C. Diese Maßnahmen sollen unabhängig von der | ne m mim Il| DOKUMENT Nr.3 9 TA/HK/AZ 18.12.41 Fr. 14. Baubesprechung am 16.12.41 in Leuna. alk. Eisfeld berichtet über den von der Regierung den G.G. übersandten Entwurf des Pachtvertrages für das Kalkgelände bei Kressendorf. Die grundsätzlichen Forderungen der I.G. wurden anerkannt. Die Pachtdauer läuft auf 30 Jahre mit Verlängerung un jeweils 10 Jah- re. Als Pachtzins ist keine Mindestpacht sondern nur eine Ma- terialabgabe von 7,5 Pfennig/t geförderten und verwertbaren Kalk- stein vorgesehen. Der Rückkalk wird zu einem Preise von RM 9,-- lose Ware frei Waggon Werk Auchwitz zuzügl. und Sackkosten(3,30) übernonnen. > Verpäckungskosten Die Regierung des General-Gouvernenent wird sich bemühen, eine Befreiung von Steuern, Zöllen und sonstigen öffentlichen Abgaben für den Kalkstein sowie den Kalkbetrieb zu erwirken, soweit sie nicht bei Vertragsabschluß bereits erhoben werden. Die Unterzeichnung des Vertrages kann erst dann den, wenn das Pachtgelände Eigentum des C.C. ist. Die Verhand- lungen mit dem Kloster, in dessen Besitz das Gelände ist, sind noch nicht befriedigend abgeschlossen. DasKlosterso]l] urch Zuweisung eines gleichwertigen Waldgeländes entschädigt werden. Um das Gelände einwandfrei zu sichern, schlagnahme desselben verfügt werden. DOKUMENTNr.4&4 vorgenommen weI— wird in Kürze die Be- 10 | DEE EEBEEEREHRA NEN ENRAEANRNEN EDEN MAHAHRENNEREONDIESRALANDRERNEBADERNGENNE Der RBeichenarachall des Gross- bruar 19], deutschen Reiches Beauftragter fuer den Vier jahresplan 2709/a1/a e.Rs, Berlin W&, den Leipziger Str. 3 Fernaruf 12 63,. 129 a Yo 80 5 Stempel ı er ar En anne 0. Febr. 1941 | a NO ar N Naune u era T- 1541 zu Ra. aut! pet BR 1 M— or> ar5_.- Gehetne Keichssache! ur>=—Z_——-—— 9 Ausfert igungen OL BOBELD Ausfert 1gun®,. |: St empal: Berr, ı Bevoel kerungspolitische Massnahmen fuer das Buna-Werk Auschwitz in Ostoberschlesien. Zur Sicherstellung des Arbeitsbedarfs und der Unterbringung | der Arbeiter fuor den Anfang April teginnenden, in hoechatmoeglichem | Tempo durchzufuehrenden Bau des Buna-Werkes Auschwitz in Ostoberschlesiem bitte ich, folgende Massnahnen zu treffen: 1. Rasche Aussiedlımg der Juden in Auschwitz und weiterer Umgebung, insbesondere zwecks Freimachung ihrer Wohnungen fuer die Unter- bringung der Bauarbeiterschaft fuer las Buna-Werk, 2. Vorlaeufige Belassung der ala Bauarbeiter In Betracht kommenden Polen in Auschwitg und weiterer Umgebung in ihren bisherigen Wohnetastten bis zur Beendigung der Bauarbeiten, 3 Bereitstellung einer moeglichst grossenAnzahl von Baufach- und Beuhilfserbeitern fuer den Bau des Bına-Werkes aus dem benach- derten Eonzentrationslager. Der GesemtBau- und Montage-ärbeiterbedarf wird auf der Baustelle je nach erreichbarem Bautempo 8 000- 12 000 Mann erreichen, Veber Ihre diesbezusglichen, in Verbindung mit dem GB-Ohenie zu treffenden Anordnungen bitte ich Sie, mich balduoeglichset zu unter- echten, ez. Goering, ATITTTTTTTLTTTTTTLLLLILLELLLLLLLLLLLLTEELTLLLLLSLLLLLLLLSLLLLLLLLLLLLLLLTN DOKUMENTNr.5 11 TB/Bu=-Mch/Az Ludwigshafen, des 53.April Ks 5/ 452 „Eu dNobraidey,” Stempal:Vortreultcn Betr.ı_Bung-Anlage_IY. na Streoke Ausdiwitz- Krakau gewahlt. Nach ainen Scohnell- brief des@oneralbevollmachtigten für Sonderfragmn der ohemischen Erzeugung, Herm Profassor Dr. C, Krauch, vom 25.2.41 gehört diese Anlage zu den vordringlich- sten Bauvorhaben und soll unter Einsatz aller verfüg- baren Mittel mit beswmnderer Beschleunigung fertigze- stellt werden. Sämtliche staatlichen und 3S-Diwast- stellen, die in dem Gebiet um Auschwizz ine bestimnte Aufgabe zu erfüllen haben,'haben Anweisung erhalten, das Bauvorhaben in jeder erdenklichen Weise zu fördem. \ Dis YWehrmachis-Auftzagznumner lautet: 4021-1801. EEE kontingmt zur Berfügung gestellt wdbrden. Bause ist das Bauvorhaben in der Dringlichkeitsstufo 0. Es ist unter der Nr. OE Broslau 3 in das Verzeiolmis der anerkannten W-Bauvorhaban aufgenommen worden. Das neue Herk soll die Bezeichnung srhaltanı DOKUMENTNr.6& 12 SPWERTES EDER R “u AdOd_ NHL AUIIRNIS Yu ara?°ze3 3eıguy ul *ueyoam nz yonauqsn wda -ep PpTeq 45yHaFI390m pım BsFen mayoTeLdtuezrum ISUSTTJe0om ut *anara e7S UT SEep*"pusyeF4rTeA os purs usdwmdanyIs‘ BS3Td *457 JuufI52q zZITÄyoEnY Aa aD pım Sg IaTyanzsysTsy mep UAUsSTmZz uUUBUSZumpurqLsA STT ısp*Zrpusegsnz* F TO M Aauyanyusddnıg-ss!sS sıaı -yenzsyaToy sap SEqe4S USUSTTUa0osIed S3p Jayun Asp A657 *usFFaIyeq Zzy4FAUDOSny KIOM SEP aTp*usdeıı aTIe aan(tz, *uszyanysıagum nz aZueF -u uSyUsTT3eom Inu mapal ur Ia3eIsuorgeuguszuoy map Eng UEUEZUBFEH HTP Y9Inp uUeguyuoAnBg Sep pım usyaLy nz ZumpurqlsA UF Saylemeung Sap IayTaTneg uep 47m 2xX0Fos STTeIS pım 410 ue*ussatmadue IST saquegdney-A pm- A sep Faup AED pım Iu3eTSuotyeIgjuszuoy Iep Inegyedsuf ed(*£ *uepIaN USSaTNmodsne USTOT Spusmmor e3elg UT long Sep ıny Isgrteqreneg Iepo Joyraq _Iy STE TOTIauTex USFIEND TATAUOSNy UoA Pusden Lap snw("2 -uoTTagsnz -ISYUITS SEXLemUmg Sep IFeyosıagtegqreneg asp Iumduraq —IeJuN ETp Konz pm uaysenmzraIF purTs uslunuyog auf “uTepafsnzsne SUSASAUOSEL PUTS ZYTAyOSny UT uspnp aTq(*T :40upIosdue Ssapusd -10J’Sf"Sp TenIqeJI*92 uap Isywım SS Laryanzsuotay Zap ey STIBUOSTENSUITEy ULIIEH Fap Iumstog Fne pım Berguy voursm Iny (Zumzyes2104- sTeurdtig Sap I 34795) *A,.1NOO SBOTT- IN ON INSANDOG PL2FSTI „snog pragaueong*g’A oyues*ZurIsao yostzyagang*vV"Al u aaay Tag*aq*ATq uUdIsH uray /ueoyeyusd3rAapnT “so.NQ2aqau*r*aqd I09y13ITgd Udda]; UoA*pH*°Z *aF2uasTTasasustygyw artä4sNodurusgzes*9*I BuITa "yaTs yoeu uayeags 94SISMUOS UayaTz uagaduary a4SnIXo‘ *SSOTYOSISWIMy 47m purdstyeIs ut ostem -Ssmycusne yueayaslazueg ur sıa>suserdag sap IumyIomyuelsy) Ioyum Smayensqsny *usjoqlsA ussaonzsny uoA ImmtT1a4S —IsH 9Tnos Ay Aapal SUNITITSEFTOTALOA £"RU 000T ste Iyam ucA aqesusgu1a,N, Aoyum FumıIap -19079q3Soq Taq:uosIadsuaneIgIa‘ IOpo asrıny yoamp 4Sy9aTT29om SumIapIaoFag *uaqas3 -1939T9M ZumJturtayosagsSurfdug u9933 adeTyasun weg Tsddop UT YFTIUOsUy auoTT -usosIad ue Iapo puey nz puey uoA Any*2 T9ISU 95"Ted SOp SUUTS MT STUWTSUSZSIEBIS UTS IST SOTa*T jSUDeSBUATay 9uFauUsg:Taduaıs ZyTAuUssny AI Nlemeung:-ıanog 19 an 2 ER Ig61_*zam°/"aurg sanzog solquy*ıq orang:Taduays *sg*3 Th/E6ST an?qadı uauosqsag:4FTIyosuegyead EIT-T 4 sasaqrpaıyasurag Ih 00 ZT sıoyoaadsulay 921 asseilgspuelIees Th6T zıeeg*# uep**6 A urlıeq Ä /uk*ad- S9- Iwan:uayoraz Im3n9zIT usyaSTmay9 I9p USJeIFIEPUOS any 4t2/S S43TIy9eBuTToAagTeIsausg Aal ueıdseıgelaetA usp Iany aygdeaymesq dad STMIUO UVM OT TaSNNOI AO AIIHO JO TOIIKO 9SOTT- IN*ON InMMnDod DOKUMENT Nr.7 13 Heute kann bewiesen werden: Dieser Zustrom von Arbeitssklaven nach Auschwitz— ohne Rücksicht auf Unter- bringungsmöglichkeiten— ging vor al- lem auf die Initiative der IG-Farben zu- rück(s. Anhang, Dokumente Nr. 76 bis 78). Der Vorsitzende des IG-Farben- Aufsichtsrates, Carl Krauch, war bei Göring vorstellig geworden, weil der Aufbau des IG-Werkes nicht schnell genug voranging, obwohl Göring schon früher außerordentliche Maßnahmen für den„in höchstmöglichem Tempo durch- zuführenden Bau des Buna-Werkes IG-Farben-Wünsche wurden zu Das Drängen der IG-Farben wurde so stark, daß Himmler am 1. März 1941 selbst nach Auschwitz kam, um an Ort und Stelle Maßnahmen festzulegen, wie die Forderungen der IG-Farben zu er- füllen seien. In seiner Begleitung befan- den sich neben Vertretern der Berliner IG-Farben-Zentrale der Gauleiter, der Regierungspräsident, der„Höhere SS- und Polizeiführer Schlesien“ und der Inspekteur der Konzentrationslager, SS- Obergruppenführer Glücks. („Kommandant in Auschwitz“, a. a. O., S. 174) Höß erhielt den Befehl, alle IG-Wünsche zu erfüllen. Die Bande zwischen der IG- Farben und der Kommandantur des KZ Auschwitz wurden nun noch enger. Am- bros, ter Meer, Bütefisch und Dürrfeld erhielten aus dem„Stab Göring“ detail- lierte Informationen über die Perspek- tiven des KZ Auschwitz; der Inspekteur der Konzentrationslager und der Leiter des Wirtschafts- und Verwaltungshaupt- amtes— der später von einem amerika- nischen Militärgericht zum Tode ver- urteilte SS-Obergruppenführer Oswald „Segensreiche“ Freundschaft Ambros schrieb am 12. April 1941 seinen Kollegen ter Meer und Struss nach Frankfurt a. M., daß sich ihre„neue Freundschaft mit der SS sehr segens- reich“ auswirke und wies begeistert auf die Möglichkeit hin,„welche die Ein- schaltung des wirklich hervorragenden 14 Auschwitz in Ostoberschlesien“ gefordert hatte.(s. Dokumente Nr. 5 und 6) Krauch verlangte namens der IG-Farben entschiedenere Maßnahmen, die Göring auch schleunigst ergriff. Über diese Ver- einbarungen wurden Ambros, ter Meer, Bütefisch, Santo, Dürrfeld, Faust und Eisfeld informiert. Himmler bestimmte den Chef seines persönlichen Stabes, SS- Gruppenführer Karl Wolff, als seinen Verbindungsmann zu der IG-Farben in allen das Werk Auschwitz betreffenden Fragen.(s. Dokumente Nr. 7 und 7a) SS-Befehlen Pohl— erhielt den Befehl, sich mit dem Bauleiter der Buna-Fabrik in Ver- bindung zu setzen und das Bauprojekt durch verstärkten Einsatz von KZ-Häft- lingen zu unterstützen. („Das Urteil im IG- Farben- Prozeß“, Bollwerk-Verlag Karl Drott, Offenbach/ Main, 1948, S. 123) Auschwitz sollte mit Hilfe der IG-Farben zu einem KZ-Kombinat werden. Auf der Grundlage von Vereinbarungen, die Bütefisch am 20. März 1941 in Berlin mit Wolff, Glücks und Lörner, dem Inspek- teur für den gesamten Häftlingseinsatz, getroffen halte, wurden am 27. März 1941 zwischen den Vertretern der IG-Farben und den Beauftragten der SS-Führung die Einzelheiten über den Einsatz der KZ-Häftlinge festgelegt. Die Gefangenen hatten im Sommer 10 und 11 Stunden. im Winter mindestens 9 Stunden zu ar- beiten. Die IG-Farben zahlte für einen Facharbeiter an die SS täglich 4 Mark, für einen Hilfsarbeiter 3 Mark(s. Doku- mente Nr. 8 und 9). Später wurde mit- geteilt, daß es sich um einen„Vorzugs- preis“ für den Konzern handele. Betriebes des KZ-Lagers zugunsten der Buna-Werke betreffen“. (s. Dokument Nr. 10) Einer der IG-Bauleiter— Murr— hatte schon im Wochenbericht der Ausch- witzer IG-Bauleitung bemerkt, daß„mit genen unden, zu al- einen Mark, Doku- e mil- r2ugS- \ \ I} ! } 1} \ l h 1} \ ’ ı{} \ 1} }=; 1} iNII it ß„Mm DOKUMENTANr. 7a fordert : INNIN|I] = INN Göring se Ver- Meer, st und Be er immte Bi. es, SS- seinen a ben in zu fenden er|| ind 7a) Auer-|| h mit n Ver- 3 te a OD\ Zn,| -Häft-== Kerr Y.V.-Hauptamt -ozeß“, r Aut ograpp® D nbach/ Be u, zn 1 1543.47 "arben;||| i Ss a| ‚| zes sußentransporbe a perlirt on, die|: L.-Ausohwitz meldet Judentzansport Ay ıcn.|| =| a it Binaate Gesan Mnner u. 147 iusatz Kamen| N a = Ira ArboLLe Winner warden nach ‚Buna Ale u, insatz Teauen. DIE dan 126 Männer I 413 7 ai Qesondert wu 26 m| Ai|| Kinder untergedzäf.\|| "arben N il en ihrung Ai-Odersturmführer-| tz der||| r 15 Unter Mitwirkung ron Leuna Strukturplan der | errichtete neve Werke. JAPAN BEN i | rm) erminata] ob EIIzaG 8 Leuna-Werke während des 2. Weltkrieges WUTZKENDORF BLECHHANMER dem KZ-Lager... loses Arbeiten... ein schönes, reibungs- zu erwarten“ sei. (s. Dokument Nr. 11) „Schönes, reibungsloses Arbeiten“: Die IG-Farben finanzierte laufend den Aus- bau des KZ, sicherte den Bau von Häft- lingsbaracken, sorgte dafür, daß die Ge- stapo gut untergebracht wurde und ver- gaß auch nicht Arrestzellen für die Ar- beitssklaven.(s. Dokument Nr. 12) Wie eng die Perspektive der IG-Farben mit der des KZ Auschwitz verbunden war, geht aus einer Baubesprechung vom 5. August 1941 hervor. Durrfeld erläu- terte bei dieser Gelegenheit, daß der weitere Aufbau des Konzentrations- lagers neben dem Aufbau neuer Werk- anlagen vor allem für das Oberkom- mando des Heeres(OKH) und für das Oberkommando der Luftwaffe(OKL) von nun an in den Bauplänen der IG Farben zu führen sei. (s. Dokumente Nr. 13 und 14) Immer wieder erwies sich die IG als reicher Gönner der Schergen. Wir müs- sen unseren„neuen Freunden“ von der SS helfen— das ist der Grundtenor vie- ler Schreiben und Sitzungen. Nach einer in Leuna am 16. September 1941 erfolg- ten Besprechung über die Bauvorhaben in Auschwitz hielt der damalige tech- nische Leiter(ab 1942 Betriebsleiter) des IG-Werkes in Auschwitz, Dürrfeld, in einer vom 21. Dezember datierten Akten- notiz z. B. fest, daß die IG aus ihrem Bau- etat zwei Millionen Mark„zugunsten des KZ-Lagers herausschneidet“. (s. Dokument Nr. 15 und An- hang Dokumente Nr. 69 und 72) Als Gegenleistung wurden sämtliche staatlichen und SS-Dienststellen der Umgebung in den Dienst der IG-Farben gestellt. So wurde mit dem damaligen Oberstaatsanwalt beim Sondergericht Bielitz und heutigen Oberstaatsanwalt in Aachen, Nellessen, vereinbart, auf dem Werkgelände der IG-Farben eine Neben- stelle des Straflagers einzurichten. (s. Dokument Nr. 16) Die einträgliche„Deutschtumspolitik" der IG-Farben Am 7. April 1941 fand im damaligen Kattowitz die offizielle Gründungs- sitzung des Werkes Auschwitz der IG statt. Nach dem vorliegenden Protokol! 16 stellte Johannes Eckell, einer der leiten- den Leute der IG-Farben im„Reichsamt für Wirtschaftsausbau“(RWA), folgen- des fest: HRUDRIURUURURRUERERRRURRURRRERDERDERGRANEHNRUNRAHANRUNEGNRNNNNGHNANGENE 7% 1.G. FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT- WERK AUSCHWITZ O,S ID DRAHTWOR? FERMRUF BAHNBTATION F umschreiben, ee Igowerh Auschwitz 36 u. 37 Dwery Auschwitroberschl Myslowits 22 371/72(Kr. Bielitz) O 3 nm run EN, } mm wer! ri ur Aktiengenelischs u, ar 34 Boeneom Vertraulich I Bei Beantwortung ist| Ort der Bearbeitung jK 21 zu beachten AUSCHWITZ(kr. Bialitz) O.S Unsere Nachr:cht vom Unsere Zeiche» ine Zeich Inre Nachrıchi vom AB Br.55728& 8.9.42 Dü 14 9 42/30h, BERTIRURRERTINDHLRRRUDNKLERRNEDNUNDERanN00n2 00004 een» Zu der von Ihnen im Besomderen angsschnittenen Frage möohten wir der Ihnen mitteilen, dass wir einen Vertrag mit der SS nicht abge- vie- sohlossen haben, nondern lediglich eine Versinbarung in Briefform, ner nach der uns das Kl Arbeitskräfte zur Verfügung stellt, für dis wir Folg- nn RM. 4,— je Tag für den Facharbeiter und nn Bi. 3,— je Tag für den Hilfsarbeiter , des an die SS zu zahlen haben, Fir äie Verpflegung sind Unkosten von in uns nioht zu tragen, lediglich für die Bereitstell von Geträm ven ken(Kaffee oder ee). Den weiteren sind von uns zu gen Bau- Unkosten für die Erfassung der Stunden je Unternehmer ‚ des und dere: Weitervorrechmung Unsatzstouer in Häe von 2,04% An- Trensepcrtkosten für die Haftlinge 172) Unkosten für die Bezahlung der Rapos, die den Unternehmern nicht in Reohmung gestellt sıerden können liche Unkosten infolge der Besahlung der vollen Bätse der jc Arbeitotag, an Samutagen und un a rg ben sowie im Palle bosonderer Vorkommnisse, wobei gen die Häftlinge mır wenig über 4 Stunden arbeiten, 1 I IT TE EET ELDER ben-"ir würden cs begrissan,.mei Sie uns baldmb: t bier aufsuphen ‚sürden;: demt4-wir Sie such dber die grossen chwisrigkeiten, die e oO age Del greeten, gschtweiltig informieren körmen, 16) ebd : Heil Fitler! 1.6. Farberindustrie A.C. |[ en gez. Dr. DÜRRFELD iten- 2.0 sünnunendHÄRNRNANRENIEN NEN HN =. IT| DOKUMENT Nr.8 17 Pen» LIeudesgleaans IJ ue3 IngosaF yortyoe;«Pryeuor pın sze7107) eodduz 7 ueFr3gu 1ep Punzjegoneg@jp pum wuesjg“op Im 4 7e02gepjeg‘IC_ you Ja preJern a7 son®g*"uejteysea ns(e9wızı 7 pam ze,)J7zwuey) oauws’ Jo /wuwuLg’Ig’ag IummJJegoReg ueLeT[eugoe Leufe ns La9aT mep‘uemıd ne‘se ueuyeulegn 175 sosqwy’ıj'ıya"uexoeg pun uepgg@Tp INJ Ue@TeLeTuog uw TePuny uep uomp 1 qe9 Qoopef ıwy "19 1103.19,"2 307 10907 el epIOom uejJjwgoea? FISIWE UedLıeysfg sep Iumrysmie, ıns Ia9e] wep uf e7JumX -so3u) uePyF3gu eFp Luea*ueuugx UeT[es® TI@wp pITm IgwZ ewerg"ıPıpımıa? $ A HRFGFTTIWE 000 T ware uoa Jrepeg ure pıya IUEF STENDwe HER mE(7 "ueL[e3® uafımyjarsqro, Mlesjea suyo 1aße7 "ep uuex 1ywz Fa"3IepL0J09- pure uepweg1oa eje 17@- O3 Jyımyony pur sTINIHOJTTE 000| ware zuwr epueznet eup INJ ueptes 1anwz uLıeg wog(°L 7 eep up'yor3ge enwyomp je] enwuru TUeZ e1weee? eTp Lean Us JWINeITegIY Uoa Hımt[oreen“IsiTas eury(°C "uapuem ne‘ueduymmasız Jorumnzjwmyeidn;"Ueruspusamor 10907 aep ueyJuwan([py uep un sIFeaof yore*ueryozdue“ııng urse;“BunzreL ned L0p OPuUWmmoXIoN mep eFına@repuoseqeu]"uelousepera nz Aungserdseg euo"uogzmieıTep pun waßımayozLufg ueutee ueIT® 1j0 wine] wep -TIayW aufe uafez) Uspuerorzjneneu faq“Jopesaa.Ioa opIna 87"397 uejynvTagurs ImmPrıyoreeg puogefure surj® yore gotuos Aumyoeıdeeg ep uy usıeje] ns Im artezenag erp wrq“Aumnzser ınz‘TeyyymıIodeusı] Y9ne Bzueuega9e?‘oyne-Ie380J17H eTafwLwusfswssuennoy ep uejTe® LoA wexzep Hep wg wieg werjNcy "UOXUBIY“1Z1019307“EAJHLT TOUEPUWUIOA IaPe] mf ELI® TIMISoN uep.mJ ıunp gowu“aerT23mnzjeez a 7Wgonjjessg eIToa stufe umfnıy uelT® uf ren a7 Fur? -UTTmOXIEFRT JEp Ay31[e30‘'g'z og"uUegeuT nz UAUJepaFun eJITg eyorTd>om apel aejj040U04 LOL UMUOTTEIEU IUME LOOp pum UeyoFTUO®E yoTlzusprarsgnw weure Atıresuefer vos“epına ı[TeasedeneLeg Yssuny Lep ueITsc uepfeq uca 10ads ar Sumvoezdeeg@Ip gup'uepIem IX0TUOoReFenuLCA pussewjuewuesnr ITo® ag “asımjJe? HamueureaulF WEeuUoTTzIıeu UT epıma Funtpuwuser eywesad eLcg awie, souTems Funsev juemawen? uepIea USUOOLdseg‘UUWX UemTeLIean WoXIeg dep ug wep[ag IMfeLeuoLz -WI}U0SU0J Sup eTp‘eJLTE Iep 31V@Fp Lean Ue3FeuTenU]g ep INemmu uejTTor ‘“puwjz3me(TIWSuTesFujtz3jwE uep mJ me3xedsu]) uTIIeg- zeug] pım(1aeı -euoy3wı13uesuoy Iop mezjxedeu]) Fınqueyusig- eXonIn termjıego Lep zTequeses - ıe„dd ET} pun yoerjes"270'zTq ueogosy sam 07 "UUwN UOPIOm 1700pER MoT3BeI 1e9uT eup yo.mp uy zegum 3108 sınzu ao ng UOJINIY U0A TüeZ ersepıoyeP uep‘Feserewuog we uTTzog UT erp‘Fanuoerdeeg uepuerteregica Iep uowy e7p"Tess‘uefeneep eLepuosageur“yartungım ıuwr uepusynerT mI veygepum unz 187 USueFUVJe9eHerLLy uoa AumPT3Jwuoeeg OFTITeZUDFeL? ouıF(* ıPimgoesdesg I0p 00a ) uepIea ueqa9es('a*e*n ue3301u277) 7 sıne7'ptezima‘ac uusp wiodeur mmz‘rue go‘uw oFurtyJeg ofp mJ 9780vu‘a7'zmm"Pu ONBUTg Ue30J ıtp Jeqn'a’e'n Jumderjdıe*yıodeusu] uyanzuzegka/nı"zerorg"Pur-" Tara [? 387 ue300y Uversp u]"uopIea 3148209 T 2‘qymzureg£a/o7'aeneg Wurreao 7 PRArWErT;H of 1100 SPUFTIITH orp ma» E SUN TISCHE TOTSCIHEG WatinrYeu Foto g 9] Inu pıja SETareı oyc De uemmoueFus„epumıs 6 auezeepuim Ifm Jejulg ur"ıommor or nr n zorgnaasngg pım Zesmmzurngezegn eSTure pım 70 UUwy Dun ZTezearuer i@p youa yore z023u0r2 TIWZWTTEEPM ayı DISZIEINORT-IHTEER %‘s3WsuTeaFuflI7WH Uep INJ zueuıeseg‘'nogamg Sermzjemserdaeg ueTsjıng BepFeqa yUsIe wagmy aej3 uos*‘Iımqueyusıg'Ledwısuors -ueajou op Fum7Juuogeg@Tp mn"uauugy uapIem sTepIqgyeq Ydnınz pum el1®jensr-WI3U0FU0y I®p ung Tware, Iep Ie72j07'aneıy Lern zuusgeumig apıe\) m 339E@TP ger 08*uspIem 7Fera} are TToe eae®L) eaTemarp Jaaı)"ayorıg eure nzIegy ınaq T R—— on a9 JI0A OPUHTEAgYIoM DEP YOBU ZI TmUDenYv uoA YaTIpns uros BEIGE ART TI AN -Y8ITp UTE PITe saTIeıanen arp us aFu H Jop dwmaur JueIaN “Te puawwmoxıo®PeT7'He0H IsIWMjuumggınyg'pusssauy sıeaye]leuoT3usjulsuoy Wep uejunpuwewözieYe| wep ı]= Yunuosidee Pure uUeUOLIYXV a62Tq WLopsse= zıunJ emo hy zıma‘of uep'eYIsg-ymag Le en DOKUMENT Nr.9 DR. OTTO AMBROS 1.G FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT LLUDWIGSHAFENA AH 12 April 1941/Si Fernsprecher 64% An die Herren Direktor Dr. ter Meer Direktor Dr. Struß TC SERrasnk fur Sehr geebrte Herren! In Anlage übersende ich Ihnen die Berichte über unsere Baubesprechungen, die regelmäßig wöchentlich einmal unter meiner Leitung stattfinden Sie entnehmen daraus die organisatorische Regelung und vor allem den Beginn unserer Tätigkeit im Osten Inzwischen fand such am Ta ahre konstitujerende | Gründungssitzung in Kattowitz statt, die im großen und ganzen efriedigend verlief Gewisse Widerstände von leinen Amtssch mmeln konnten schnell beseitigt werden. Dr. Eckell hat sich dabei sehr bewährt und außerdem wirkt sich unsere neue Freundschaft mit der SS sehr segensreich aus Anläßlich eines Abendessens, das uns die Leitung des Konzentrationslagers gab, haben wir weiterhin alle Maßnahmen festgelegt welche die Einschaltung des wirklich hervorragenden Betriebs des KZ-Lagers zi- gunsten der Buna-Werke betreffen Ich verbleibe mit besten Grüßen Ihr IH dumm' Anlage DOKUMENT1Nr. 10 19 Auschwitz, den 1. April IM’ 1,6, Farbenindustrie A.C. Bauleitung® p IR nn ! baraoke im Baugelände steht, 2 Mit dem K,Z. lager nurde die bindung aufgenommen und ist ein schönes reibungslosos arbe ten mit denselben zu er® sarton. Die ersten R.A.D, Baraoken von Rattwitz sind eingetrufien doch kama mit der Aufstellwig erst aa 7, April begonnen wardels “ochenbericht Nr. 4 , w. . i 1.3 a\,\ p) für die Zeit von 24.- 27. März 1941 Su Stand an 27. 5. 41 1.) Vermessungsarbeiten. | r ! 1.) Dir. Dr. Ambros/ Dr. Eistald Lu.— nt 2.) Obering. Santo lu, Zul Faust Lu. 4.) I Dr. Dürrtels, Leuns. De Kaiser Lu.\y 6.) Bauleitung As. } IMNNUNMNNNNNNNUINNUNNENINUNLN DOKUMENT Nr. 11 20 1,90,AUSCHWITZ Kredier Hauptgruppe 2 Dee orderung" Titel III fı Büros Programm 025, Behördenbaracke Behördenbaracke R4-,- . Anlage-Nebenkosten R& 54,000,—- Begründungs z a one von Post, Arbeitsant, Krankenkasse, Polizei nn PO, DAF und Gemeindebüro ist die Erstellung einer Be aracke dringend erforderlich. Größe der Baracke 355 m 1: 12,50 m breit und 3 m hoch. a Das Programm wird der Teko vorgelegt. 8.4.1941 INNIIRLTINIIRNUNNDRRKUNNABKOOHn000000000010052021000J0 103 n editforderung A 1 1,0 AUSCHWI f sKeuforderung” Hauptgruppe 2 Titel III g: Pabrikschuts Wachbaracke R4-.- nn} Anlage-Nebenkosten Ba 45,000 ,—. Begründung: a Werkschutzes ist eine Wachbaracke erforder- Schlafraum für die Bereitschaft, Wach- und Waschraum und 2 Räume für Besuche Zur Unterbringung de lich mit Aufenthaltsraum, lokal, Arrestzelle, Abort einschließlioh allen Einrichtungen. Das Programm wird der 2eko vorgelegt. 026, Waohbaracke 8.4.141 Mn]|||||||||||||||| DOKUMENT Nr. 12 21 qa/in/khz 12.68.41. Tr. 94 1.6. Verk Au> chwiter. SEE iu 9. Baubes rech am 5.8.41 in Leuna. I | Re I Walgyse nd Irak Auf Grund der neuen Bastinmungen sind die Bauvorhaben pochmal3 einzureichen. Die Neuplanungen nüssen nitaufgenomnen werden. 1) Byna-Anlag®, nach dem alten Stand mit demselben Pauvolumen. 2) Treibstoffe. Methanol und Isoanlag®. 3) Schwelerei+ Förderanlagen. 4) Erweiterun Kraftwerk Oberlazisk. 5) Ausbau Fürstengrubs und Piast. 6) Schnieröl+ E-Öle einschließlich 4.Karbidofen, Vergasung, Sinteranlage und Äthylen(Vergrößerung des Bauvolumens der Buna-Anlage)-. 7) Phenol_und Adipinsäur®. 8) Glykol und Diglykol, 5.Karbidofen, Acetylen, Äthylen, Chlor- fabrik. 9) Konzentrationslager Auschwitz(Höß).| Termin für Einreichung der Unterlagen nit Lageplan und Werks- plan bis 20,8.41. Eine Aufstellung über den Energiebedarf wird Dr.Appel vornehnen. DOKUMENTNr. 13 99 Jh 2 Akteanotiz, Besprechung im Reichsant für Wirtschaftsausbau machseinander ait den Herrea DI. Obenaus, Dr. Wirth und Dr. Hitze. Betr,:ı Die Anforder des- si witz fü 00= Holz Das Reichsamt, und zwar Herr Dr. Eckel und Herr DI. Obenaus gemeinsan, wird an das KZ-Lager für das III. Quartal zunächst 1000=) Hols zuweisen, Das wird ausreichend sein für eine Unterbringung von etwa 2000 Häftlingen. Mehr kann vom Reichsamt im Augenblick an Holz für das K7-Lager nicht frei- genacht werden. Ich habe den Herren auseimandergesetzt, daß wir im nächsten Frühjahr bis Soaaer mit einem Einsats von 4000 Häftlingen auf der Baustelle rechnen, daß außerdem vielleicht 1000 Mann innerhalb des KZ im Werkstätten usw, für uns tätig sein werden und daß zu diesen 5000 Mann natürlich noch eine große Anzahl von Verwaltungs- und Landwirtschafts-Arbeitern innerhalb des KZ-, Lagers gehören. Meiner Meinung nach sei eine Anforderung von ca. 4000 m’, also für ca. 7000 Mann einschließlich der#erkstätte berechtigt. Man müsse in IV. und I. Quartal entsprechende Zuteilungen an das KZ-Lager vornehmen. Dies wurde in Aussicht gestellt. tr,ı Eisep- or4erungen des Lager Herr DI. Obenaus erinnert daran, daß er für das neue kriegsrirtschaftsjahr die Zuteilungen für das KZ-Lager übernoumen habe. Er hat vom KZ-Lager aber bisher noch keine Aufstellung über die von dem KZ-Lager geplanten Buuvor- haben erhalten. Das KZ-Lager wird vom mir zu der Einreichung aufgefordert werden, sobald die vom Todt angekündigten neuen Formulare zur Anmeldung neuer Bauvorhaben herausgekommen sind. ER mn DOKUMENTNr. 14 INN 23 220 abs un Dü Leuna-Werke, den 21. Dezember 1941. es hack berg(has a - A li | Aktenngtis. A all i Betr.: Bauvolumen für Siedlung, Cut und K,2.-Lager in Auschwitz. | Besprechung am 16.12.41{n Leuna zwischen den Herren II] KALTE TELLER LEITET TITTEN u) Wohnungen der Bereitschaftssiedlung. Beabsichtigt war folgendes Progrennı bisher genehaigt 320 Wohnungen 5 Mio für en scohafts r{re gobenes Bauvolumen vom Cebechem für Auschwitz waren eingereioht 180“ In= durch Verabredung Ambros/Steffens 500" ER” 1000 ii 2"”| alleser Dieposition müssen Anderungen eintreten aus folgenden Gründen: | a) Herr Keinath hat die 3 Mio RM Bauvolumen f ür die 180 Yohnungen A60h gar nicht| frei und kann sie infolgedessen auch noch nicht genehniren. b) Es muß das Bauvolumen für Gut Dwory(oa. 180 000 RM) in der Siedlung ait m gebracht werden.! c) Es muß noch ein Betra den(s.unten unter 4. WunuanaanselndBuRSdEREEERENEUnHEnaRadNHRnUNGRRnAERHUNGNNHHLANAUNEHNENENn ENGE für die Bauvorhaben des K.2.-Lagere frei gestellt wer- 4.) Bauvolumen für K.Z.-Laser,| Herr Schneider soll am 18.12. prüfen, in welchen Umfang und mit welchen Naterialzuteilungen die Bauvorhaben des K.Z.-Lagers notwendig sind und durch das Krauch-Bauvorhaben Auschwitz bedingt sind. Es besteht Einver- ständnis darüber, daß nach den vielen Zusagen, die von Seiten des Autes und der I.G. dem K.2.-Laäger gegenüber gemacht worden sind, nun dem K.Z.- Lager auch geholfen werden muß, Allerdings wird festgestellt, daß sich die jetzigen Forderungen des K.Z.„legers in gar keinem Verhältnis beftn- den zu den Objekten, für die vor einem halben Jahr Zusagen genacht wor- den sind(Aushelfen zit Moniereisen, Bereitstel lung von Werkzeugmaschi- nan-U.a.0.) Es wurde vereinbart, daß,vorbehaltlich der Zustimmung von Herm Dr. Ambros, bei dem bevorstehenden Besuch des Hemm- Keinath in Ludwigshafen die T.c. aus ihrea Wohnungsbaurolumen I Mio und Herr Keinath aus seinen eigenen Bauvolusen eine zweite Mio zu ten des K.2Z.-Lagers herausschneidet. Eine: andere Frage sei#is, weiche Kontingente vom Herrn Obenaus für ihn wm.Wwe zur Verfügung gestellt werden könnten. Diese Klärung überniant Herr Keinath. on DOKUMENT Nr. 15 24 Herrn Dr. Schlöttig 13 T 42V 11 4868 ' STH ILL Herrn Dr. Hagen | /} | if | | % = Wochenbericht Nr. 56 für die Zeit vom 25.mel.6. 19822 = ht| Verteiler: Lu: Dir.Dr.Anbros /Dr. Eisfeld| r Baudirektor Santo tor- Obering.Dr.Mach/ Obering.Hoidebroek R TITTEN TITTEN IITTTTTTIENNITTTTTITTIIINNIITTTT Wochenbericht Hr. 56 für die Zeit vom 15. bis 21.6.1942. m well Vorbericht 15.6. Mit Herrn Dipl.Ing. Hemsann aus Me wurde die Organisation des Isolierbetriebes eingehend besprochen. Es wurde insbesondere vereinbart, daß Ia Durohschläge seiner Bestellungen auf Isolier- materialien an Me und As gibt, Es soll hierdurch erreicht werden, daß eine sinnvolle Verteilung der Aufträge auf die in Frage kommen- den Pirnen gewährleistet ist. Mit den Herren General-Staatsanwalt Dr. Ste i mer, Oder- stestsanwalt Halesen und Staatsanwalt Ziesso wurde über die Binrichtung der Hebenstelle eines Straflagers auf unseren Werks- en gesprochen. Vorausset bier für ist, daß die Haft es KL nicht mit den Justiz-Strafgefangenen zusammenarbeiten. Die ‚Angelegenheit wird von Herrn Staatsanwalt Ziesso. weiterverfolgt. Über das Ergebnis werden wir in etwa 3-4 Wöchen unterrichtet. DOKUMENT Nr. 16 2% © „Das Bauvorhaben ist bauseitig in die Dringlichkeitsstufe 0, apparateseitig in die Dringlichkeitsstufe SS einge- gliedert, womit der Grad der größten Dringlichkeit genügend gekennzeich- net sei. Er bittet die Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht um eine tatkräftige Unterstützung...“ (s. Dokument Nr. 17) Erich Kranepuhl, ebenfalls IG-Vertreter im gleichen Amt, teilte mit, „daß der IG-Farbenindusirie zusätz- lich zu der Erzeugung von Buna noch der Auftrag zur Errichtung einer Treibstoffanlage mit einer Leistungs- fähigkeit von 75.000 t/Jahr gegeben worden ist, die ebenfalls mit großer Beschleunigung erbaut werden muß“. (Dokument ebenda) Der Leiter des staatlichen„Reichsamtes für Wirtschaftsausbau“ war niemand anders als der IG-Aufsichtsratsvor- sitzende Krauch! Zugleich war er der staatliche„Generalbevollmächtigte für Sonderfragen der chemischen Erzeu- gung“ und personifizierte also— wie an- dere IG-Gewaltige auch— die Einheit wirtschaftlicher und politischer Macht. So, wie es ihren Interessen entsprach, Herren über Leben und Tod Und die IG-Farben wirkte von Anfang an„auf ihre mit“. Max Faust, in der folgenden Zeit der IG- Herren über Leben und Tod Zehntausen- der KZ-Häftlinge und anderer Zwangs- arbeiter, stellte sich selbst das Zeugnis eines faschistischen Henkersknechtes aus. In einem der Wochenberichte der Werks- leitung Auschwitz vom August 1941 teilte er noch mit, daß er die SS-Leitung gebeten habe, wegen der demoralisieren- den Wirkung auf die„freien Arbeits- kräfte“ die„Züchtigungen auf der Bau- stelle.. in die Mauern des KZ zu ver- legen“. Im Dezember 1941 berichtete er über den„Mangel an Arbeitsdisziplin seitens der polnischen Arbeitskräfte... Alle Druckmittel, selbst die Einweisung in das KZ, bleiben fruchtlos... Nach unseren bisherigen Erfahrungen fruchtet bei diesen Menschen nur Brachial- gewalt.“ Und im Oktober 1943, nachdem Tausende und aber Tausende von Ge- Woise illcı 26 konnten sie als Wirtschaftskapitäne oder als Beauftragte des Nazi-Staates auftreten. Sie waren— wie die Grün- dung des IG-Farben-Werkes Auschwitz beweist— Befehlsgeber und Befehls- vollstrecker in einer Person. (s. Anhang, Dokumente Nr. 71 und 72) Bütefisch,h IG-Vorstandsmitglied, Be- triebsleiter von Leuna, Produktions- beauftragter für Öl im NS-Rüstungs- ministerium, als SS-Führer ranggleich mit Höß, gab bekannt, daß er mit der „Leitung der Fuerstlich-Pless’schen Bergwerksgesellschaft eine neue Ge- sellschaft gegründet(habe), welche über die Zeche Fuerstengrube die Kohlenbasis fuer das Werk Auschwitz bietet“. Von den aus Blut und Mord erwarteten Profiten war in den offiziellen Reden auf der Gründungsversammlung nicht die Rede. Ambros umschrieb es im NS- Jargon: „Die IG-Farbenindustrie erfüllt damit eine hohe Pflicht, auf ihre Weise mit- zuwirken und alle Kräfte einzusetzen, daß diese Industriegründung zu einem festen Eckpfeiler wird für ein kräf- tiges, gesundes Deutschtum im Osten.“ fangenen auf den IG-Baustellen zu- gsrunde gerichtet waren, beschwerte er sich über die Gestapo, die auf Anzeigen der IG-Farben gegen„Arbeitsbumme- lanten“ nicht immer„prompt arbeitet“ und„noch nicht erkannt hat, um was es geht“. Die IG-Farbenvertreter riefen immer lauter nach„besonderen Maßnahmen“, und Faust und andere betäligten sich selbst als Schläger. R (s. Dokumente Nr. 18 bis 22) Diese Dokumente beweisen: Die IG-Farben benutzten SS und Ge- stapo als ihre Instrumente, Sie setzten die mächtigsten und grausamsten Nazi- Organe nach ihrem Willen für die Er- höhung ihrer Profite ein. Die Arbeitsbedingungen der Häftlinge, für die Faust und Dürrfeld die volle per- sönliche Verantwortung trugen, waren unmenschlich. Ein Zeuge im gegenwärti- pitäne taates = INNNMNANNNNNNN 'hwitz fehls- 6 ehel N 1d 72). Be-= Einschreiben tions- ungs- 0ränaune gleich dos Werkes der Aiusonvi us schen e Ge- velche e die hwitz nNiedersohrift rieten über die en Oründungssitsung an 7. April 1941 in Kattowits it die NS damit mit- ;etzen, Dr.von Put tksemmor, Roichsstelle für Raumordnung, Berlin, m räf- erötfnst die Sitzung und bittet die Vertreter des Reiohsamts für wirtschaft sten.“ ausbau(RWA) um Bekanntgabs Aor Produktionsplenung für dio Nougründ des Korkes Auschwite Dr.Eckell(rwA) vertritt die Kotuanäigkeit des Ausbauss dor deutschen Buna-Erzeugung. Als eine witere Fabrikationsstätte sei Kr n zur Standort Auschwitz mit einer Jahreserssugung von 30 000 t Bana vorgesehen, rte er Das Bauvorhaben ist dauseitig in die Dringliohkeitsstufe 0, apparateseitig zeigen in die Dringlichkeitsstufe 93 eingegliedert, womit dor Orad der gröhten ımme- Dringlichkeit genligend gekennseichnet sel. Er bittet Ale Vertreter von oe Staat, Partei und Wehrmacht w eine tatkruftice Onterstütsung, damit die vos e ; der I«C. Farbenindäustrie gesetzten sehr knappen Terinine eingehalten warden immel können. n‘ ne Dipl.-Ing» granepul(rwa) teilt mit, daß ser 1.0. Farbem n 1 industrie musätslich mu der Erzeugung von Buns noch der Auftreg sur bis 2) Erriohtung einer Treibstoffanlae® git einer Leistungsfihiskeit von 75 000+/Jahr gegeben worden 1st, die ebenfalls mit großer Beschleunigung ‚d Ge erbaut werden muß. ‚setzte , Nazi jie Er tlinge Je pe DOKUMENT Nr. 17 27 I.G.Farbenindustrie Auschwitz, 9.8.1941 Aktiengesellschaft Fst/Go. Werk Auschwitz 0/5, Wokrckhendberi4icon er 1] für die Zeit von 3,- 9.8. Vorbericohe Es fanden verschiedene Besprech ungen mit dem Kommandanten und seinvn Mitarbeitern st att bezüglich des Häftlingseinsatzes, die Gostellung von 2 weiteren Bewachungskompagnien ab Infolge Eingreifens des Reichsführers daß sämtlicheK.L. abstellen müssen. Bekanntlich ist gelehnt worden. SS wurde nunmehr versnlaßt, insgesamt 75 Mann Bewachungsmannschaften Hiervon sind in der Be eingetroffen. Hierduroh ist es dem KL schäftigten 816 Häftlingen weitere 1loo ser Einsatz konnte selbstverständlich erfolgen. nach Az, richtswoche bereits 40 kann möglich, zu den zur Zeit be- 0 Häftlinge einzusetzen. Die- nicht von heute auf morgen Immerhin war es hierdurch»0 die Zahl der eingesetzten Häftlinge vo Im Laufe der nächsten Woche soll nach rer etwa ıch-8 00 Mann erfolgen. Il “ a da n [4’ Wir haben ferner die Herren des EL darauf aufmerksan enacht Be elich, ab Freitag, den 8.8.41, n 800 auf 1000 zu steigern.| Moglichkeit der Linsatz weite- Tochen in zunehmenden Maße die lHaftlinge seitens der Cspos en a schwer gezüchtigt werden, und zwar trifft dies immer ne 5 n Häftlingen zu, die tatsachlich nicht mehr Jene ee dentlich unangehmen Szenen, die sich hierbei auf ee ee len, beginnen auf die freien Arbeitskräfte(Polen) ee N, demoralisierend zu wirken. Wir haben re Er Züchtigungen auf der Baustelle zu unterlassen e n, er RE die Mauern des KL zu verlegen. DOKUMENT Nr. 18 28 l 1l.G.Farbenindustrie Ausohbwits, den 21.12.1541 Aktiangesellschaft Fat/Go. werk ausch«itr wWochenbericht Nr.% für die Zeit vom 15.-21.12.41. Die Arbeitsleistung, in sbesondere der Fi nach en und Häf Bilder a vor zehr viel wu wünschen übrig. Eine u le; er Krankenstand. K.B.3ind bei de Kalaaität il r Firma Schuls von einer| Belesschsft von 853 fre ien Arbeitskräft 82 kr = 12.41). Vnerhärt ist auch der M be anne 2 are Arbeitskräfte, Zahlreiche Arbeiter a eg ; er |= ner Woche. Alle Drucknittel, selbst die Banane F geiden Truchtlos. Bedauerli:= oh bleibt hierbei immer nur, daß die Bauleitun Tv & selbst Üder keine D 1321plin ea P argewalt füg ach unseren bisberigen Erfahrungen fruchtet bei diesen;> Nach Menschen a ge aber ist hier, wie übrigens Auch im se | IITINIUNILUNUNENNNKUNUIEIKOEON00000010010010 -5. wöcnendoricht Fr. vorpönt. Auch deaügliah dor Behanilung der q st Sanntlioh der fonnandant immer so, Häftlinge argumentiert Ja be das ufhe inne Prögel& keine Arboiteleistung Zu eralelen ist. DOKUMENT Nr. 19 en) 29 DOKUMENT Nr. 20 30 » N. Sn Rss RI PN Te” Wochenbericht Nr.126/127 BL ARSTER rar für die Zeit vom 18.10.43- 31.10.43 RE 2. J N= TREE 111 1111||| 11111111 1111| Eine Sorge, die von Woche zu Woche brennender wird, bildet die skän- dig abnehmende Arbeitsmoral auf der Baustelle. Nonn ich auch bei ie letzten Besuoh in Ludwigshafen feststellen konnte, dass meh 4 dort die Arbeitsmoral auf der Baustelle zu wünschen übrig lässt, so ist doeh suf unserer Baustelle wegen der ausserordentlich bunten Zu- sammensetzung der Belegschaft, wobei die Häftlinge und kri Fan- genen Engländer eine besonders bedenkliche Rolle spielen, Ale Durch- führung desonderer Massnahmen notwendig. Bedauerlich hierbei i®t, dass die Gestapo bei der Behandlung von Fra- gen der Arbeitsbummelei nicht so prompt arbeitet, wie dies von uns gewünscht wird. So werden z.B. Reklamationen bei der Ooste wegen Behandlung von uns gemseldeter Arbeitsbummelanten mit dem einfachen Hinweis beantwortet, dass sich Aie Gestapo nioht Arängeln liesse. Diese Tatsache allein zeigt, dass man dort noch nicht erkannt hat, um was©S geht, BogUglioch der Behandlung der Häftlinge habe ich zwar stots dagegen opponiert, dass Häftlinge auf der Baustelle ersohossen oder halbtot gas lasen werden. Ich stehe Jedooh ouf dem Standpunkt, dass eine üchtigung in gemässigten Formen unbedingt notwendig ist, um die nötige Disziplin unter den Häftlingen zu wahren. Es geht nicht an, @ass ein Häftling einem Meister nachruft:"Dich werden wir auoh noch von Deinem Fahrrad herunterholen.” Dasselbe gilt aber auch für einen Teil der Polen und Ukraimr. Es war von joher üblich, dass ein energischer und tatkräftigser deutscher Polier auf der Baustelle auch einmal handgreiflich wurde und es hat Zeiten gegeben, in denen es der jugendliche Geselle dem Meister durohaus nioht übel nahm, wenn er für eine Dummheit, die er gemaoht tte, eine Baokpfeife bekam. Dass mi li TEL) lhrnenietsresnneenesna EN IM Dasselbe gilt auch für die englischen Kriegsgefangenen,. Die zur Verfügung stehenden Wachmannschaften sind so sohlapp und teilneise von einer so minderwertigen Moral, dass unter ihren Schütz- lingen einfach keine Arbeitsmoral und keine Disziplin herrschen kann Dazu kommt noch, dass die englischen Kriegsgefangenen mit Liebesga- ben überschüttst werden. Zigaretten und Schokolade verschenken sie an die Polen, Häftlinge und wahrscheinlich auch an die Wachmannschaf- ten. Sie legen eine ee Heltung an den Tag und ihre Leistungen sind, wenigstens da wo sie Massen eingesetzt sind, durchaus un. terdurchschnittlich Der Binsetz von kleinen Gruppen dei de t wird degegen gut beurteilt. 5 eg Zu dem Kapitel Arbeitsmoral könnten noch zahllose Binzelbeisplale genannt werden, alle zusammen sind jedoch ein Hinweis darauf, Aass hier schnellstens Wandel geschaffen werden muss.: gez. Faust a“ ar BERENEEEREREREENNNNNGNEEHERANERREGRGRRGZUNNNHRRNERBRERERRREGEE HABA DOCUMENT NO. NI- 9818 oe:: OFFICE OF CHIEF OF COUN; FOR WAR CRIMES ee ERKLÄRUNG UNTER EID Ich, Josef JAKUBIK, nachden ich darauf aufmerksam gemacht worden bin, dass ich mich wegen falscher Aussage strafbar mache, stelle hiermit unter Eid freiwillig und ohne Zwang folgendes un Ze SHIRERLAABHHNTRNREEREREEn EHER FALSE HERIRARHRRHHRNENN CONT'D (Seite 4 des Originals) &. Oberingenieur FAUST, der den Arbeitseinsatz am Sonntag unter sich hatte, hat mich persönlich mit der Hand geschlagen als ich an einem Sonntag mit 4 Kamera- den beim Tiefbau arbeiten musste. Mein Kamerad sagte mir. das FAUST war. An sich waren wir sonntags frei, aber die Hälfte der Häftlinge von Monowitz musste sonntags bei der IG arbeiten, denn die IG hat die Häft- linge verpfleet und wollte aus ihnen alles herausholen. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an einen IG Schlossermeister, der Pole war und aus der Slowakei stammte, und der mit uns Häftlingen sehr gut stand. Er \ erzählte uns, dass ein IG Oberingenieur ihm gesagt habe, dass wir Häftlinge Werkzeuge seien, mit denen gearbeitet werden müsse, bis sie kaputt seien. Wenn sie kaputt seien, gäbe es neue Werkzeuge.| sunantunllllillll TTTTTTTTTTLLLÜDEDELERL LU sanagBBBRNN en Eid,-dass ich in dieser Erklärung nach meinen besten Wissen und Gewissen die reine Wahrheit gesagt habe. gez. Jakubik Jozef (JAKUBIK JOZEF) I EETTTTTTTEEEELDDL LEE NgpeePLDPILTISERNPEETTTIEITEITTTN DOKUMENTNr. 21 3l DOKUMENT Nr. 22 COPY IF DOCUMENT WO WI- 4829 OFFICE OF CHIEF OF COUNSEL EFOR_WAR CRIMES ERKLAERUNG UNTER EID, Ich,_Arnest T a ub e r Beanter im oerhoslovakischen Aussenninisterium, nach- dem ich darauf aufmerksam gemacht worden bin, dass ich nich wegen falscher Aussage strafbar mache, stelle hiermit unter Eid freiwillig und ohne Zwang folgendes fest: l. Ich wurde zweimat verhaftet. Das erstemal im Nai 1939 fuer ile Ver- teilung illegaler Flugblaetter. Ich war?7 Tage in Haft, Im September 1939 wurde ich im Rahmen der Geisselaktionen das eweitemal verhaftet und ueber das Strafgefaengnis Pankratz nach Dachau, von dort nach Buchenwald gebracht. Von Buchenwald aus kam ich in Stammlager Auschwitz/Oktober 1942/ und von dort. nach einer Woche mit dem ersten Transport asch Monowitze. In Monowitz war ich bis zum 4,.August 1944, dann wurde ich nach Traibina versetrt. 2. In Monowitz schliefen auf einem Block in der Regel vierhundert Haeft- linge. Der Block war fuer 162 Haeftlinge eingerichtet. 1943 schliefen bis 3 Mann in einem Bett. Derzeit wurden auch zwei Zelte fu r ungefsahr 800 bis 1.000 Haeftlinge aufgestellt. Jedes dieser Zelte hatte einen grossen Ausgang und eine kleine Luke. Wenn ein Feuer ausgebrochen waere, und Feuergefahr bestand immer, da Stroh in den Zelten war, haetten sich nicht viele Leute retten koennen, Ver- entwortlich fuer die Unterbringung war I.G,Farben, 3. Anfang 1943 uebernahm die I.G. Farben die Verpflegung des Lagers Monowitz. Das Essen war aur in den ersten Tagen der lebernahne etwas besser, Im Allgemeinen war es ungnnyegend und hatte ueberhaupt keinen Fettgehalt, Es bestand aus| Liter Wassersuppe, gekocht von ungescheelten Kartoffeln und anderen der Gesundheit nicht zutraeglichem Inhalte, sodass infolge der Verpflegung im Lager Monowitz Bauchtyphus auftrat. Morgens gab es nur Kaffee, abends 375 Gramm Brot und eine Zulage von 8 Gramm Margarine. An manchen Ta- gen Bab es das doppelte Quantum Margarine, Diese Verpflegung war bei der verlangten Arbeit im I.G,,Buna-Herk zum Leben vollkommen unzureichend. Viele Haeftlinge starben an den Folgen von Unterermaehrung und schlechter Bekleidung, Das Gewicht»iniger Mithaeftlinge ging in I,G, Auschwitz auf 35 kg bis 44 kg herwnter, das durchschnittliche Gewicht lag ım 55 kg. Duerfeld, der 5etriebsl iter der I,G. Farben Auschwitz war ueder die schlechte Verpflegung vollkommen unterrichtet, Er kostete die Suppe einmal im Fruehjahr 1943 in meiner Gegenwart, Er lobtedie Suppe und ich fragte ihn, «b er das im Ernst weint, worauf er sagte: Nun, sie ist verbeseserungsfaehig, FTTITTTLLELL EEE IE TUI 11 TPETTVTPRRRSINBEN East Lee i . Es Bab{m Winzer kaum e frierungen vorkanen, An einen® aussergewoehnliches, Die Toten aussten an den Geba leitung vorbeigetragen werden, Es war ausgeschlonsen, dass Dice si ses aicht gesehen hat, Duerfeld hat ausserdem auch dse Komma eh liert und musste daher von den„ft vorkommenden Umbeset eo a zung esen, in Kommando auf ien aicht taeglich Er- chweren Wintertage waren 3 Tote nichte 8. 8. Die I.G, Farben wusste ai keiten, sondern beteiligte sich selber daran“ 1246 vorkonnenden Irausan- Oberingenieur Faust oehrere Baeftlinge nit dem Knue BEE SarEEL, wie da beim Strassenbau das Fahren mit den beladenen Lorpel Geschlagen hat, wie er a8 wollte, Ich weise dass es Oberingeni en nicht so klappte, aach seinem Namen erkundiste, eur Faust ver, da feh mich Arnest Ta Ber. ub LITT ETTITTLTELTI PET LITTTTITTELUTTTT TOT Per Te TPEPREÄeRee vı LITT| 11111 Fau Faust mit Himmler im Gespräch gen Frankfurter Auschwitz-Prozeß, der jetzt 37 Jahre alte ehemalige Häftling Hans Frankenthal, war mit seiner 29 Menschen zählenden Familie nach Auschwitz verschleppt worden. Er sagte aus, daß er mit seinem Bruder im IG- Werk Monowitz in 60 bis 70 m Höhe ohne Sicherheitsgurt arbeiten mußte, denn Sicherheitsgurte wären auf Kosten der IG-Farben gegangen. Er habe erlebt, „daß dabei viele Häftlinge abgestürzt seien. Aber es sei doch nicht so schlimm wie bei anderen Arbeitskom- mandos gewesen, wo man die Häft- linge zu Tode geschunden habe. Denn die SS-Bewacher seien zu feige ge- wesen, ihnen in die schwindelnden Höhen zu folgen, deshalb seien sie wenigstens dort vor weiteren Miß- handlungen sicher gewesen. Fran- kenthal berichtete auch, wie sein Bruder einmal im Krankenhaus lag und er ihn abends mit Hilfe eines jü- dischen Arztes herausholte, weil am nächsten Tage alle Arbeitsunfähigen vergast werden sollten. Er habe dem im Sanitätsbau befindlichen Angeklag- ten Neubert vorgeschwindelt, sein Bruder werde dringend als Nieter im Buna-Werk gebraucht und müsse des- halb am nächsten Tag unbedingt auf der Arbeitsstelle erscheinen.„Du hast wohl Lunte gerochen“, habe Neu- bert ihm damals gesagt und hinzu- gefügt: ‚Es kann dir doch egal sein, ob dein Bruder jetzt oder in vier Wo- chen verreckt.“ („Frankfurter Allgemeine Zeitung“, Frankfurt a. M., 10. März 1964) 33 Um das Letzte aus den Arbeitssklaven herauszuholen, vereinbarte die IG- Farben mit der SS, daß zum Antreiben der Häftlinge aus allen Konzentrations- Das IG-eigene KZ Monowitz Nach der Gründung ihres Auschwitz- Werkes gingen die IG-Herren daran, den Einsatz ihrer Arbeitsskläven weiter zu„rationalisieren“. Sie drängten auf die Errichtung eines eigenen Werk-KZ. weil durch den 7 km langen täglichen Marsch vom KZ Auschwitz zur Arbeits- stelle und zurück die Arbeitszeit der Häftlinge für die IG verkürzt wurde und die Häftlinge zuviel„Kräfte“ auf dem Wege verloren. Das Lager Mono- witz wurde errichtet, um„die Leistung zu steigern“. (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 4184, Erklärung unter Eid Dürrfeld) Das IG-eigene Strafsystem Für„widerspenstige“ Gefangene errich- tete die IG-Farben nach der Inbetrieb- nahme des Werkes„E-Lager“, d.h.„Er- ziehungslager“(sprich Straflager). Aus- ländische Zwangsarbeiter, mit denen die IG-Farben unzufrieden war, stellte sie zu einer„zbV-Kolonne“— einer Straf- einheit— zusammen oder sieckte sie ein- fach in das IG- Werkschuizgefängnis und erwirkte in einer Reihe von Fällen Einweisung in das KZ. Christian Schnei- der bestätigte dies im Nürnberger IG- Farben-Prozeß: „Die Einrichtung von E-Lagern, d.h. Beschäftigung von E-Häftlingen, be- gann 1942 oder 1943. In IG Auschwitz war ein E-Lager vor- handen. Die Baracken hierfür hat die IG Auschwitz der SS zur Verfügung gestellt. Die dafür benötigten Gelder sind von der IG genehmigt worden. Das E-Lager ist von der SS zwar ge- fordert worden, es bestand jedoch kein direkter Zwang, dieses Lager einzu- richten.“ (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 7604) lagern Hitler-Deutschlands Berufsver- brecher nach Auschwitz überführt wer- den sollten. (s. Dokument Nr. 9) Ab 1943 war die IG allein für die Ver- sorgung der Häftlinge in Monowitz ver- antwortlich. Die Gefangenen wurden zu den schwersten Arbeiten herangezogen. Das Essen bestand läglich aus einem Liter fettloser Wassersuppe, 375 Gramm schlechten Brotes und 8 Gramm Marga- rine. Nur alle 6 bis 8 Wochen wurde die minderwertige Kleidung gewechselt. Seife für Wäsche gab es nicht. (s. Dokument Nr. 22) Schneider mußte auch bestätigen, daß Häftlinge, die den physischen Anforde- rungen der IG-Antreiber nicht gewach- sen waren, der SS gemeldet wurden. Die IG-Farben sorgte also dafür, daß die SS-Verbrecher, die in Frankfurt a. M. nach fast 20 Jahren ihren Richtern ge- genüberstehen, im KZ Auschwitz„Ar- beit“ erhielten. Boger, der„Teufel von Auschwitz“, der„fahrende Tod“, war ihr Büttel, die„Boger-Schaukel“ ihr Folter- instrument. Über die Folgen heißt es in einem der Prozeßberichte: „Dem Häftling wurden die gefesselten Hände über die Knie gezogen, zwi- schen Armen und Kniebeuge wurde eine Stange durchgezogen, an der er wie an einem Reck aufgehängt wurde. Peitschenschläge brachten dann den Häftling zum ‚Schaukeln‘. Wer diese Folter lebend überstand, dem waren die Hände a bgescheuert, das Gesäß in Fetzen, das Gesicht voll Blut.“ i („Christ und Welt“, Stuttgart, 3. April 1964) Zahlreiche IG-Farben-Direktoren be- sichtigten das KZ Auschwitz. Ambros will es erstmals Ende April oder Anfang 'sver- wer- \r. 9) Ver- 7. Ver- en zu zogen. einem Tamm arga- le die hselt. Ir. 22) , daß forde- wach- n. Die ß die a. M. rn ge 7„als ol von yar ihr "olter- es in sselten ’ zwi wurde der e! wurde. n den r diese waren saß in „April n be 1mbro® Anfane Mai 1941 betreten haben, um Höß einen Besuch abzustatten. Ambros sagte selbst in seiner Erklärung unter Eid am 29. April 1947:„Man zeigte mirim Vorbei- gehen das Krematorium, das nicht in Funktion war.“ (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 9542) Zur gleichen Zeit begannen in Auschwitz die ersten Versuche mit„Zyklon B“, das der SS für die„Endlösung“, d. h. für die Massenermordung der Juden, besonders geeignet erschien. Während die Todesmühlen von Ausch- witz arbeiteten, propagierten die Hitler- Faschisten die„Endlösung der Juden- frage“. Millionen Deutsche mögen da- mals von der„Endlösung“ keine genaue Vorstellung gehabt haben. Die IG-Far- ben-Dirktoren kannten alle Einzelheiten aus Auschwitz oder direkt aus der Dienststelle Eichmanns. Sie halfen, den „Rassenkampf“ zu führen— von der „Arisierung“ über die„Vernichtung durch Arbeit“ bis zur Liquidierung in den Gaskammern. (s. Dokumente Nr. 23 bis 25 und Anhang, Dokumente Nr. 73 und 74) Drahtzieher der Selektionen Der Bedarf der IG-Farben an Arbeits- sklaven war unersättlich. Die Ergebnisse der Vereinbarungen mit Himmler und Göring genügten ihr nicht. Auch die Zu- sicherung der SS, im Jahre 1942 3000 bis 4000 Häftlinge zu stellen(s. Dokument Nr. 26), erschien der IG-Farben zu vage. Dürrfeld verlangte am 7. Oktober 1941: Es müssen mehr Häftlinge zur Ver- fügung gestellt werden; die Bewachung ist zu verbessern; die Arbeitsleistungen der Häftlinge sind zu steigern. Die IG-Farben verwies energisch auf die vielfältige Unterstüzung, die sie der SS gewährt habe. Die SS erfüllte das der IG gegebene Versprechen auf ihre Weise. (s. Anhang, Dokumente Nr. 76 bis 78) In Auschwitz entstand inzwischen die größte Menschen-Vernichtungsanlage aller Zeiten. So wie Eichmann seine Op- „Boger-Schaukel“ fer in endlosen Deportationszügen nach Auschwitz schickte, erstickten sie in den Gaskammern, für die die IG-Farben das „Zyklon B“ lieferte. Ununterbrochen ar- beiteten die Gaskammern, rauchten die Kamine der Krematorien. Nachdem die KZ-Lager dem„SS-Wirt- schafts-- und Verwaltungshauptamt“ (WVHA) unterstellt worden waren, be- fahl dessen Leiter, SS-Obergruppen- führer Pohl, im April 1942 die Mobili- sierung aller arbeitsfähigen Häftlinge für die Rüstung.(s. Dokument Nr. 27) Jetzt begannen die Selektionen. SS-La- gerärzte und SS-Schergen entschieden mit einer Daumenbewegung, wer sofort zu vergasen und wer in dem Werk-KZ der IG-Farben zu Tode zu schinden sei. Die Richtlinien gab die IG-Farben. Dürr- feld berichtete über eine in Auschwitz am 26. Mai 1942 von ihm, Ambros und 35 “—. Der Schrei nach VBerseltung Der jüdiihe PBaralit muß Zugrunde pehen „Balde ruhelt auch du!“ An allen Wörienlalen it Ruß. Bon den Rindern Ziraels finden du Aaum einen Saud. Da drüben mod einige Zähreier, Über warte nur, Ubrabam Meyer, Balde rubeit au bu. Leafelssrut Wimdise Older Eikimer- Wine Nubeulinder im Cem Die Juden sind unser Unglück! nm a san& r N 5A re T 2 7 Koan= Bu By- se ad EEE-. N ame) ill (| Sie oder wir! UINNNKUUNNRRNNUNNNNNNN DOKUMENT Nr. 23 dieses Verbrechen f.“ | zıuwarten. Zn. blaibı. Burope aber Pr Dass 1 Eur) an das Wert des Pührers: Dieser Krieg wird ı und dıe Vernicht Gefahr. die"dem m Orten entschieden ung der bolschewisuchen totalen Aufg 36 TI TTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT, 1.G. FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT 2 ame BE O-17 Ne a:b@, DRANTWORT FERNEFRECHER >. Asetzisert Bern Gemmei-Sin Ban 7 Herm Direktor Dr. Gajeoweski I.G. Parbenindustrio AG. Filmfabrik Moden Een Bitterfeld 85435// Berlin-Lichtenberg ro Zuichen w Yachriaht m Unsere Nachricht vum Hauptsleiin.:3 9. Pobrvar 1942 Sehr geehrter Herr Doktor, in der Anlage übersende ich Ihnen die Aktennotizr über eine heute bei der Gestapo, Aurel une Berlin IV B es nee Besprechung, schlossene Unter ktätig en iii betreffend. uni Mit den besten Grüßen und au 57 Heil Hitler! oO Ihr TEE Töureı. RR 1.G. Berlin- Lieltenbeit Bez} den 9. Februar 7 Berlin IV B am 9. Februar 1942 Kunz als Bemftragter der Gestapo Tür die rungsrat Dr. Baar ae rage hat die Betriebsführer aller Oreß-Berliner Werke, die mebr als 100 Juden beschäftigen, mu sich gebeten. Harr er us dıe in den Betrieben@ setsten Juden une TEE TTLLITEN len Brrliegune be rgeben müssen. Den Einwurf ee Betriebsführer, daß 1 die er eiene der Juden wesentlich zurlickgegen würde entkräftigte Rerr Dr. Kunz dadurch, daß ganz scharfe Strafbestimmungen dies en wieder susgleichen” werden.Ait der Evakuierung der I» milienengehöriger. der werktätigen Juden wird im Aprii= Mai begonnen, Kerr Dr. Kuns bat, die den Betriehsführern gemachten Mitteilungen erst vertraulich mu behandeln. x ern Schließlich bemerkte Herr Dr. Kuns, daß das Judenproblem nicht mar in Oroß4eutsohland, sondern für gans| soweit Ale Interessen der Achsermächte relohen, in der oben geschilderten Weise DR. S 1oren 1942 SI ev 7 Aktennotis über eine Besprechung b“er tel al RUE DOKUMENT Nr. 24 37 Lu A... 3.4.l 941, ee 0 yerfeant: INSchr Einschrerpal an *Lr, Odenir. Sera an ac NG ler+As1 Illlım far nenne ek ill IN| IHBAHDNBRANNNE lim ein“ll l N) £ ö H 5 ss zZeig% sich seir bereit, Ade Bauleitung nach besten Kräften zu unterstützen. Für das Jahr 1%1 dVenstigt Faust angefähr 1099 Zilfsarbeiter, welshe gan iem Ionez.sessellt verden können. Als oberste Grenze gadb H 5 ss an, dass er An Jahre 1941 1500 Hann Stellen kann. Zur 8e1% 16% ss noch aicht möglich, mehr Häftlinge unterzubringen, 1m JoBE 1962 Ismn aber diese Zuhl uf 3000 bis 4000 erhöht werden. H 5 s s bittet, dass die Bauleitung ihn unterstützt dei der Errichtung von Baracken, Öusch Zuweisung von Hols-kontingen- ten. Diese Untersttitsang soll H 8 ss erhaltea, auch mit Baueisen. BE Eingetz Ser SUASSELEREENED erfolgt zunächst in Grappen, . Jeter Kapo Nas ungefähr 20 Mann 7 De ne rn nn nr en IR LIT rTTE wer Ar el nn YA. I Kieslieferune Aurch das Kanzentralianslarer. Das Konzentrationsläger hat 9 Bagger für Kies in Betriob und kann eunächs®% pEO_ Tag 909 obm liefern. Es wird zweokmägsig sein, mt einer Feldbahn Uber die 3ola den Kies auf die Baustelle zu fahren, Der Regäs 4503 Rampe besgäet 4.2430 pro obn. Er wird sioh also auf Case MH 6e50 pro cbm einschliessläch Transperb Stellen. Der Preis 1st Iragtar Sep un ESS uk Ah. u JA sale ar 2 Er Au un de Ba Az 4441 Dammbau, Zu Wwischen Vejchsel und Sola unsezstehen dar 33 30 000 Herzen. H6s s baut einen Damm zur Sicherung gegen Hochwasser. Jn_dem Konsentrationslaser siehen auyh Werkstätten zug yerfigung, die zyr Ausführung yon Aufträgep der örtlichen Bguleituns binzu- En 17 111 IT TIP EITTTTITTITTTTTTTTTT DOKUMENT Nr. 26 39 064 Bestandsmeldung über die Konzentrationslager anläßlich der Eingliederung der Inspektion der 1 Konzentrationslager in das SS-WVHA, 1942 N üb Der Chef 30. Aprıl 1942 wi des 55"Wirtschafts» Verwaltungs= Berlin, hauptamtes Lichterfelde«West ll, Ch Po/Ha Unter den Eichen 126-195 2192/42 8 Fernsprecher j Ortsverkehr 765 261 Fernverkehr 765 101 Betr ing! rung der Inspektion der Konzentrationslager ın das 5 5 tschafts» Verwaltungshauptamt g pP in den 4 Reıchstührer«5$ Berlin SW 11, Prınz-AlbrechteStr d| Die Reichstührer! erbit ch berichte(hnen heute über dıe augenblickliche Lage der Konzentra:| sein "onslager und über Maßnahmen, welche ıch getroffen habe, um Ihren sel u 3etehl vom 3. Marz 1942 durchzutühren der nur \ Der Krieg nat eın eıne sıchtba z ager gebracht und ıhre a erung der Konzentrations= un hie geändert üinsichtlich des Häftlingseinsatzes= Die Verwahrun en 8 von Häftlingen rur au der vorbeugenden Gründen allein steht vr Sicherheits», erzieherischen stim >chwergewicht hat sich nıcht mehr ım Vorder, d 2 sich nach der wirtschaftlich grund. Das Mobilisierung aller Häftlingsarbeitskräft chen Seite hin verlagert. Die ımm skra k Rustungssteigerung) und später für ee tür Kriegsaufgaben Der mehr ın den Vordergrund saufgaben schiebt sich immer witz » Aus dieser Erkenntnis = ergeben sich die ker eıne allmähliche Dberfunee dee Dee ner leer Maßnahmen, als Z ‚ınseitigen politischen Form ın eine A rationslager aus ıhrer deut: 3aben entsprechende Organısation erfordern 22 wirtschaftlichen"Auf« 1964 3. Idı habe deshalb all Kalioniiaze halb alle Führer der früheren Inspek D ager, alle(.agerkommandanten und alle a tion der Konzen«» erkleiter am 23. und na 205 in, PFPEER| ei be UNTEN= das] \ holt, >33 4. 1942 versammelt und ıhnen persönlich die neue Entwicklung daı- okı gelegt. Die wesentlichen Dinge. deren Durchführung vordringlich ıst, damit die Aufnahme rustungsindiistnieller Arbeiten keine Verzögerung erleidet, habe ıch ın beiliegende Anordnung zusammengefaßt i Die Übertührung der Inspektion der Konzentrationslager in das Wirtschatts-Verwaltungshai'ptamt ıst ım besten Einvernehmen aller beteı= igten Hauptämter durchgeführt. Die Zusammenarbeıt aller Dienststellen st reıbungsiss, die Beseitigung des Nebeneinanders ın den Konzentrations« lagern wırd allgemein ıls Überwindung der ien Fortschritt hemmenden Fesseln begrüßt Heil Hitler! Pohl 5S-Obergruppenführer„nd| Il SIT General der Watfen=SS DOKUMENT Nr. 27 40 dem IG-Baudirektor Santo mit Höß ge- führte Besprechung: „Betrifft: Gestellung von Häftlingen... In einer eingehenden Unterhaltung über die Qualität der Häftlinge ent- wickelte ich folgende Bedingungen: 1. Kräftige und arbeitsfähige Häftlinge 2. Täglich die gleichen Häftlinge zum gleichen Arbeitsplatz 3. Größere Freizügigkeit im Einsatz der Häftlinge 4. Ansporn der Häftlinge zu größerer Leistung.“(s. Dokument Nr. 28) Die IG-Farben-Direktoren waren un- erbittlich, und Höß bedauerte u.a., daß sein Unterführerpersonal unzureichend sei und zum Teil schlecht selektiere. Mit der von Monat zu Monat immer dring- licher gewordenen Forderung an die SS, nur Häftlinge guter physischer Qualität „zu liefern“ und die auf den Bau- stellen meist in kurzer Zeit verbrauch- ten Gefangenen auszuwechseln, be- stimmten die IG-Vertreter den Gastod immer weiterer Tausender Menschen. Der SS-Arzt Münch, der sich in Ausch- witz als„Hygieniker“ betätigte, mußte als Zeuge im Frankfurter Prozeß(„Süd- deutsche Zeitung“, München, 6. März 1964) zugeben: „Der ‚Normalhäftling‘, der nicht sofort nach der Ankunft vergast, sondern ins Lager eingeliefert wurde, hatte eine Lebenserwartung von einem hal- ben Jahr.“ Aus den entkräfteten Häftlingen wurde das Letzte an Arbeitsleistung herausge- holt. Das„Primitiv-Akkord-System“ der IG-Farben, zynisch„FFF-System“(Ss. Dokument Nr. 28) genannt, sollte immer größere Arbeitsleistungen aus den Häft- lingen herauspressen.„FFF“ hieß im IG-Farben-Jargon: „Freiheit“ — Bewegungsmöglichkeit auf den Bau- stellen, bei verschärfter Sicherung der Zäune durch Postenketten und die vorgetäuschte Möglichkeit einer Haftentlassung; „Fressen“ i — dürftige Verpflegungszulagen bei hohen Arbeitsleistungen; „Frauen“ — Bordellbesuch als besondere Beloh- nung für die als Antreiber eingesetz- ten Kriminellen, zugestanden von den„Ehrenmännern“ der IG-Far- ben. Regelmäßige Selektionen sorgten für die stetige Erneuerung des von den IG- Farben beanspruchten„Menschenmate- rials“. Im Wochenbericht 90/91 für die Zeit vom 8. Februar bis 21. Februar 1943 verwies die Auschwitzer Werkleitung u.a. auf das Ergebnis einer Besprechung mit dem— Ende 1947 in Krakow zum Tode verurteilten— SS-Obersturmbann- führer Maurer. Sie berichtete,„daß alle schwachen Häftlinge abgeschoben wer- den können“, was die Gewähr böte, daß aus den Arbeitskommandos„eine fast volle Leistung, verglichen mit einem deutschen Hilfsarbeiter, herausgeholt werden kann“.(s. Dokument Nr. 29) Und dieses Schicksal, das als Damokles- schwert über allen im Buna-Werk ein- gesetzten Häftlingen schwebte, trieb sie zur Ausschöpfung ihrer letzten Kraft, womit ihr Tod besiegelt war. Der Zeuge Ludwig Wörl aus München wies vor dem Frankfurter Schwurgericht „auf die Schuld der IG-Farben-Direk- toren hin. Die Konzernvertreter hät- ten ständig auf Selektionen gedrun- gen.... Unter ihnen habe sich Dr. Dürrfeld besonders hervorgetan. Die IG-Farben zahlten nicht für die Häftlinge, die in Betten liegen, habe es geheißen. Wie der Zeuge Posener sagte auch Wörl aus, daß, wer im IG-Farben- Lager Monowitz 14 Tage lang krank war, unerbittlich ins Gas geschickt worden sei.“ („Die Tat“, Frankfurt a.M., 11. April 1964) Nicht nur, daß IG-Direktoren Selek- tionen forderten: Dürrfeld ließ es sich nicht nehmen, die SS zu kontrollieren und selbst an Aussonderungen teilzu- nehmen.(s. Dokumente Nr. 30 und 31) Im Nürnberger Prozeß gegen einige IG- Farben-Direktoren kam das USA-Ge- richt zu folgender Schlußfolgerung: „Die Verwendung von Konzentra- tionslagerhäftlingen und ausländischen Zwangsarbeitern in Auschwitz stellt, wenn man berücksichtigt, daß die lei- tenden Beamten der IG aus eigenem Antrieb Maßnahmen zur Beschaffung 41 Leuna Werke, den 26. Mai 1942 „iktennotiz am Abend des 14. Mai 1942. auschwitz, Regierungspräsident)23 ar BeTERManzühzUe hen Be, - amtskomnissar Butz EIN ur Direktor Dr. Ambros a[AT pe Sr / Y Pi: Direktor Dr. v.staden- Nc, IR Baudirektor Santo- Lu Ir. Dürrfeld- ke. Sr 2 a Aetrisgt: Abgrenzung des Einflußgadiates der IS gegen ytaaı UTTSTTTTTDT TEL T Beträfftı Cestellung von Häftlingen. Der Kommandant betont seinen Auftrag, den er vom Reichsführer SS bekamnen hat, uns unter allen Umständen Häftlinge bis zur Zahl von 4 500 Mann zur VerfVgung zu stellen. Er wird diesen Auftrag bis zu dan geforderten Termin, Mitte Juni, auf jeden Fall äurohfünren, auch-wonn die eigenen Arbaiten zurlickstehen müssten, seine ganzen Dis=- positionen über die weiblichen jüdischen Näftlirge seien darauf zugaschnätten, Wir möchten die Kräfte daher nach Bedarf anfordern, ic, In einer eingehenden Untarhaltung über die Qualität der Käftlinge entwickelte hassen ae Bedingungen: +) Kräftige und arboitsfähige Häftlinge. 2,) Taalich die gleichen Häftlinge zum gleichen Arbeitsplatz. 3.) Orößere Freizügigkeit im Einsatz der Häftlinge. 4.) Ansporn der Häftlinge zu größerer Leistung. Zu 1.) versprach der Kommandant, für eine gute Auswahl der Leute Sorge zu tragan. Er müsse diese Klagen auch wirkläch zugetragen bekommen, Aber er müsse zugnuben, daß sein Unterführerparsonal unzureichend und zun Teil schlecht sei. Zu 2.) versprach er eben[a)ls, soän Personal anauwaisen, bei der Einteilung Öarauf zw achten,&>R dureh Krankmeldungen, die oft dei schlechten Wetter außer» ordentlich zahlreich Seiln, nicht allzu große Verschieburgen ir.&er Einteilung dar Häft!inge entstshen.||||| IT ln| RANEIELLLLLLLLLENN Fl ll Zu 4.) wurde dem Komnardanten ein Primitiv-Akkordsystem(das schorzhaft genannte FFF-System) vorgeschlagen und um Unterstützung in der Durchführung gobeten. Der Komnandant häelt das System durchaus für durchführbar. LITT ITTLLLRTLITTLIIUFTERTPR TI DIR ne F UMTITI TUI TIITITILTETL) ; werde. ir stehe auf dem Standpunkt, daß für jeden eingezögenen jun- pe Vin etsetecu ein junger Pole aus den polnisch sprechenden Orten Verschwin-| müsse, damit in den Dörfera Gas Gleichgenicht der Kräfte erhalten bleibe. gez. Dürrfeld — ö an die Nerren Dir.Dr.Ambro<= Lu. Daudır.»anTo> iu, Ol. Faust= AS, 1] 22.7 2278 3 27.127777 DOKUMENT Nr. 28 42 Woohenbericht 90/91 für 41 9 Zeit vom 22%- 21,2.1943, Verteiler: Dir. Dr.Anbros/ Dr, Eisfelä INN Wagnenberzopt 9/21 güur die Zeit yoS 8,22, bis 21,22,49, nei) I, 2, Dipl.Ing. Pr Proboroff Y a der Firma Sowrad4,der bisher zur Firma Beton und honterbau SE Bestellt war, ersucht um Einstellung im Werk. Da Norr P« Statiker 18 wird er zur Firma Ay& pitroff var- mittels, die Ihn nroh Münonen 32 430 Konst ruxtionedüro ninnt. 10,2, Besuch des Obersturmban nführers Naurer. B® wurde über 449 zahlen- Dhssig® Verstärkung er nr ıV gesprochen. Obersturnbannführer Maurer sagte u 9an1 der Häftlinge in Kürze auf 4.000 evtl. 4.500 Kaftlınge zu ertöhen. Der Einsatz dieser Mengen kann. mit Rücksicht auf die ag Postenzahl, nur del Besondftigung hinter Verkzaun_ Umstellung das Geländes erfolgen. Es wurde daher de- sehlossen, dan BeRaNeen gynthesetesit einzugäunen. Weiter sagt® Ober- (ee Maurer 2U en kön nen= die Gewähr für eine fast volle Leistung, Ver- air, mit eine utschen Kilfsarbeiter, herausgeholt worden kann. DOKUMENTNr.2 43 habe die notwendigen Korrekturen in meinsr eigenen Hand=- schrift vorgenommen und mit meinen Anfangsbuchstaben Be ge ezeichnst, und erklaere hiermit unter Eid, dass ıch in dieser Erklaerung nach meinem besten Wissen und Gewissen ale reine Wahrheit gesagt habe. gez. Breister vonox| "ILL ke Be en UMENT NO. Et v Zatisi 8 nachdem Ich, Noack TREISTER, PT dass ich mich we- ich darauf aufmerksam Be afbar stelle hiermit unter en falscher Aussage 9 des fest : ont mt I) COPY OF DOCUMENT NO. NI-4OCt CONT'D schlagen worden warone 9 r anderen wurden Selektionen morgens beim Oefters waren ZAvilangestellte der elektionen anwesende Ich erinnere s 2 ohmal dabei war und erinnere mich besonders an€ enappelle DUERRFELD fragte den Lager ist denn da ueberhaupt nichts mehr ZU gebrauchen/ tersrnaehrte Haeftling weisend" SCHOETTEL griff Ale Haeftlinge wie Vieh abs 10.) Auch die Meister der I.G,Farben waren davon un« terrichtet, dass die Haeftlinge vergast wurden. Es kam des oefteren voF, dass, wenn ein Haeftling, der els Fach- arbeiter galt, ZU schlecht aussah, der Meister auf dem Werksgelaends gewarnt wurde. Man sagte ihm, den Haeftling siehst du nicht mehr wieder. Am Anfang glaubten dis Melster das nicht, doch spaster sehen sie in der Praxis, dass die Haseftling® verschwandene 11e) Den Haeftlingen war©9 verboten, die Luftschutz- bunker zu betretene Ich habs jede der 3 Seiten dieser Erklaerung unter Eid sorgfaeltig durchgelesen und eigenhaendig gegengezeichnet, mn DOKUMENT Nr. 30 44 war Crimes U.S. War Department N DOKUMENT Nr. 31 10. Die hygienischen Verhaeltnisse In Monowitz waren schlecht. Die Kanalisation war ungenuegend, Ale Abfallgruben ueberschwemnt,, das Wasser verseucht, sodass offiziell vor den Trinken des Wasser® gewarnt wurde. il. Bis 1944 durfte man nicht laenger als zwei Wochen krank sein. Nach 1944 bis 6 Wochen, Begruendet wurde das hiermit, dass die 1.G,Far-| den nur 14 Tage, reep. 6 Wochen fuer die kranken Haeftlinge bezahlen wuerde, Deshalb wurden ganz regelmaessiß alle 14 Tage Selektienen von dem Lagerarzt durchgefuehrt. Es durften ausserdem nicht mehr’ ale 5% der Belegschaft von Roh Auschwitz im Krenkenbau sein, War die Zahl ueberschritten, fand eine Selektion statt und die selektierten gingen zur Vergasung nach Birkenau. Eu COPY OF DOCUMENT N| Ein Krank enbericht y—— unterhielt s eing an di ich e Betrieb die V ausserdem efuehrun ergasung, auf der ee Ferben, Man de IIIINNIIMINUN I nam zige Folge dieses Brieies«ar IINNKIN ALL Ich hate Jede der 3 Seiten dieser Erklaerung unter Eid sorgfaeltis r durchgelesen und eigenhaendig gegengezeichnet, hate die notwendigen Korrekturen in meiner eigenen Handschrift vorgenommen und mit meinen Anfengsbuchstaben gegengereichnet und erklaere hiermit unter Eid 802. Arnest Tauber (Seite 4 des Originals) dass ich in dieser Erklaerung nach meinem besten Wissen und Gewissen die reine Wahrheit gesagt habe.| Arnest Tauber 4 Sworn to and signed before me this 3 rd day of Merch 1947 at Pre& by Arnest TAUBER, known to ne to»e the person making the above effi- gavit. _Benvenuto von Halle_— zen Benvenuto von Halle v5. Civiliean AGO D 432532 office of Chief of Counsel for 45 und Verwendung dieser Arbeitskräfte getroffen haben, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar und gleichzei- tig, sofern es sich um Angehörige fremder Staaten handelt, auch ein Kriegsverbrechen, und insofern greift die Berufung auf einen angeblichen durch das Sklavenarbeitsprogramm des Reiches geschaffenen Notstand nicht durch. Es ist ferner erwiesen, daß die Verwendung der Konzentra- tionsiagerhäftlinge in Kenntnis der schlechten, ja unmenschlichen Behand- lung erfolgt ist, die den Häftlingen durch die SS zuteil wurde, und daß die Arbeit auf dem Baugelände in Auschwitz das bedauernswerte Schick- sal dieser unglücklichen Häftlinge noch verschlimmert und zu ihrer verzwei- felten Lage beigetragen hat.“ („Das Urteil im IG-Farben-Prozeß“, auan07 5 130) „Die von dem Konzentrationslager Auschwitz zur Verfügung gestellten Arbeiter lebten und arbeiteten unter dem Schatten der Liquidierung.“ (ebenda S. 127) Bilanz des Ausbeutungssystems der IG- Farben: 370000 Ermordete An diesem teuflischen System gingen über 370 000 Menschen zugrunde. (s. Dokument Nr. 32) Keiner der IG-Farben-Direktoren kann sagen, daß er die Präzision der KZ- Todesmühlen, die sie selbst in Gang an Brillen ermordeter Auschwitz-Häftlinge 46 hielten, nicht gekannt habe. Dies be- stätigte Höß für die leitenden Direkto- ren, wie v. Schnitzler, Bütefisch, Ambros, ter Meer. Mit Dürrfeld und Eisfeld un- terhielt er sogar enge gesellschaftliche Beziehungen(s. Dokument Nr. 33). Hin- zu kommt, daß— wie das Verteiler- ander heime hörteı mäßig mand den. (s. Ar Selb Vor a Besch tätig Ausct Farbe des T B. de größe ihm z schrie Vorrs Wüns die L nd daß de in Schick- ge noch erzwei- rozeß“, nslager stellten ı unter s.17) jes be- Jirekto- \mbros, eld un- aftliche 3). Hin- rteiler- system der IG-Farben erkennen läßt— sämtliche Vorstandsmitglieder und viele andere IG-Farben-Direktoren über„Ge- heime Kommandosachen“— dazu ge- hörten z.B. Protokolle über die turnus- mäßigen Ausprachen mit der KZ-Kom- mandantur Auschwitz— informiert wur- den. (s. Anhang, Dokumente Nr. 73 und 74) Höß bestätigte, daß Ambros wie alle an- deren Besucher des Lagers „über die Vernichtung von Menschen- leben in Birkenau Bescheid wußte, du in der Stadt Auschwitz, den Buna- Werken und der restlichen Umgebung des Auschwitzer Lagers von der Aus- rottung ganz allgemein gesprochen wurde“.(IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 034) Selbst an den Toten noch verdient Vor allem wußten diejenigen gründlich Bescheid, die unmittelbar in Auschwitz tätig waren. Der IG-Chefchemiker von Auschwitz, Eisfeld, der das von der IG- Farben angetriebene Fließbandsystem des Todes gut genug kannte, ersuchte z. B. den SS-Obergruppenführer Pohl um größere Mengen Kleidungsstücke für die ihm zugeteilten Arbeitskräfte. Und Pohl schrieb ihm, daß der im KZ verbliebene Vorrat nicht ausreiche, um Eisfelds Wünsche sofort zu befriedigen, weshalb die Lieferungen Schub für Schub, also Kinderiäckchen ermordeter Auschwitz-Häftlinge im Todesrhythmus der Vergasungsaktio- nen, erfolgen sollten. (s. Dokument Nr. 34) Weitere Dokumente besagen, daß sei- tens der IG-Farben mit wertvollen Klei- dungsstücken sogar Handel betrieben wurde.(s. Dokument Nr. 50) ter Meer, der später eine Rechtfertigung der IG vorzunehmen suchte, nannte als Anforderungen an leitende IG-Direk- toren „...eine Summe menschlicher Eigen- schaften, sowohl geistiger als auch mo- 47 “oR-sopumanısa suPyBEoUon Uss3W7 ZO8Ton PEn VNuTTasar‘uosteg zodor“SENZED EVA was TEENNO9 Lo zaImD LO ZOILLO —frmagstusea uUss0317® erT->psm wezzrans@urs usscmugespoL orp ur Pımu veo- Im am Lamunooa kuny ypumig SyuooApy aepnr 823943- IJyy2oyedsne 95T9uy pım aodımy yp.mp usuna OBUTTIJ08H YTIZENy UT 6A910J 882855 peyıin ssayuenbpaay:Tadusıg arp- Zurixoon.mz uafwuy3uamaz pun-UaTyoy mreq XOpo uap#Tsnu -yoS2uy uraq*g*'Zz I49JJ989TEqıry LOp Wap UT“yorrquaelny wap ur "aauy cp'31 HJyquae aPuauyeyLepeTa ZTpuUsuIe auTe un 57T STR LUOSETmDH pım UOSBTA Ua1s0g maugan ı heTya7 ssep“Sumaysuaoag u p TP UT YoT seup'FIZ aayım ITLAg Ausspyue pım 1132»231:0233 O8T98u7T97TÄ4ST9q ATA UAJUUBNIE USD@yJOug uaguısyongsduesuy vaugan x*purs uepXon Z19FaTTaäFNOEN.MZ ZITMOUON yovu ueyoToTuap pım uogaygorg‘uerTTig'eSurrzsouy JOseTp AOpTeTy aTp(eÖwL uagTae us yoou 337017) youusp Z797 ezuny uezuodsumazsun usiajandg ER I»Tayue?ersL.Ieserp Taq soup‘eypouszuL afp 197“pure uop -Iom JSWZUaA- tiapıoh UaFım3o3.10oA 98794 sauoraT3 ur 487 uoTTerg z1apu® uouapaTuos.toA UT-— aFUTT3JaUU aBoTp geup‘Lonyep oTomas 3eH 000 02 a 000 0 ı919279M UTZ*zuUuUwU9T(Zumfpumyeqrapuog) ge TTaATZTJJ0 op.ma ud 009 OT*u2 au;z mae R ıp E sarna r-"uaz,asnzqu PuByg oA efurrzz0uH eserp‘Fimyuouag Zap IT0 2TaTU 927au108= 1& a-19 UBISTI OTP uez0wde EFuL g ıapo Z‘a20yTaar8 2797 IABOTp 19P0 zy Tmouom ı ı9p ur YaqmasqarenmosefuTTzJ0uH oTp 9P“ıausp 89 e9TaA adv] gar ZunsaorTsny 29204 L*UNONENBUN BTP UT 410508 uewey pm ITysumaleng SFUTTZJaUH arp“oAurT2z 0002-0007 Yaye uapıma greweg"IezTeTyuog Aapo JOxTIyeTz OTa JeuZaNTAuUg\ aanzsare.nmy masg UBLEPUOBRq Yosu Bp pım ory onFeıy ATannmna JayaTsa 3 28U 20' ä taT20U uUop.ma uxemmy aut pım'3TTeaeım uezna]-gg UOA 3 uapınwa a"uaegnT ueyaXgenuLey“useueTyoe ATIJOVLY zım3 "zyduaged 1037T8u0 zus& 2 En "sg re»ıapusdır„mu erp'OduTT2Je®y OTT EYAHIS au OFUTIIJOUH uoA wies adnen"UaLETUOB.MOTSqLOA YoTe UD pım ue,aazLUm UOUTay on 1asoude asuTT1J‘as Fumuenz1ode] dep Byna]-ss ABDlGgspNgSnFUDn j pım mannınna 18 14 uoa Bumatetseg ur op‘zremuog LEEDS SEE-m.mgsıdney satt‘Ium@ZUTT4J0UH O0Sc-© um20 pım UE101J.19 USFUTTIJ@SH uon op ] voA puwssaadw] dop sTo'ch “OR yı339 sxapuocaQ ualopYs UT aPXoW usTTanprarpur 32 3TU 22350493 aeydosapu, em aneyjen; I'uassrTon VFSZTaCAHY ı“ueguag(oT aap apuygen 972398UOnwaenZ USZUFTIJEBH UBSTyoRFZıCHB enu yoTe eTp'uep.ma ITTegBa&uenmenz a71odeum.a onau sopaTa sonp“uezzUuog0? yasnprp opıma oAuTTayeug uar BETEN WO1gBÄUTTAJOBH enou adtsora DOKUMENT Nr. NGZHNO-X"arO"Sn Moog°H POLsTV ARE TU Brave)"Aums209"Praquaann ur na Ay zo Ar eryı nu 220709 pouFT> gup 01 usa SSEOR Jromy"zus bt Tew O2 vor"Fangusong g"uemuereeg OUOTTsJTIoFTTOrd IEISTT "XT DON ATIIWSENG"ET 00a OOFTTERg Dep arm ATOTLADEEM OTTFuOg aufay "ZATAUDM?°T OFTTUng euren se erzeq ERST"wunaT pm ueyEusgtapm ur ı707z OTefueet sonz pm 170 2000 zn"LIFATOMy AT OTaNG ur99 essug p "PORFARFITG FOp OFEMMSFUON 10) Aym aBesamoon sum su"ERERTETRT+9 "WIIDTIHtE WerWeujiadeTuuoTiriusuy wgoTm Tea us TIWEUT e000D up wp.ma'pTözsarirg(YET) RUMOR NIE FETTE "MFCTW-ERIW I’ My zBUTo eWwdeepufs u]"usIPTIF2wUDRsu Slyaysamay @2307 Hop wreueu] 000 9 jonJOAm Wsusß 87 Ep"aaa c TOOU Oyeug Joy UT REEL" 0'I eTP DAFT JemmyTseTg pun Vung asruy *O9ISUU 312 FUBa. m JuT Us dem vom ns po Nesteorosd'mieszegse 070 zmuF afp'nasswsu] op Funpuuisog uorTısdmaz w0F03 eTunsf wazez’u'j Z0p ImiTwamı orp top*Nurmarsg ggazu ya der 9e!TEIO0OD WErssu] uoa Funzwätneg ayazlidisog"Lego RSS my’ns0g'DiTWAmaır de mp Aniuimlunss, erp ıza woesoeur pP IUmzuaweg"wRmSuTpege speguy pun Izunysorun"Fumgatzäe, part -Iqozsugu ZOP52TIgeFITg Joy FmiscniTnse, oTp ma J0dFTe Iraq imuesmmy op FmiTeass, Org*MOnsedzar'yuuzeg DITT NS Juegurg we gors map song weuzau uF ATMEN AIO0 LIe)T Dessp Las END opıma pam Konseg IHmsUU DIELARIEWE'O'T MoTn aawg PL"INFIzwegosag waeseeuf 000 oT DS 074 Of WpEma ASumUggoeTg Dun—m- cr Yuzemausg aBjitag ur r *FIF3OUEq UORIHEng FUOLTSJewens[ Z0po 2 UepIta 303304 Wwaumaz pun wmsTux Tag*anaıaq sup‘udeszurTswgsen -efmıaıyTA UP yowu yon'Seuwzueeg Sep Pnnsosy Jap UwU af eızumume UOSYTOTg Sep TUDZ ep!aFT300U2q Tayseuzy 009 1 uaa Ammayıoa app Jen; orTIy usure ef To UNsTOOng, yan g ueyasras uepata g uoTasz Top"I0pUaAISa FEÄHFLCUCH 123307 T9310A Pm TXaTTgaaL'uasteg 2090T -aRm4gSTUIOR YOJ0ITFW Prg-aparm uozIanafurs LiscugsapoL op ur 9mu 3300 FUFeTX Ufo gaıny sup"emewstuig e31ajejLTsaszig auge*g uotasz 49 Aaypmaazaa"oyyuu 20349112 SI JAgomy UT Opnengedefimiusfuso, aup U WOPYOEH"CHET Zaquaseg*T uns Ta SITAUOmy UF uefmamogzug emp, gprTuaoesed O3AFZUITEFTWag YOL"HPET I042U TuS efı UeLIerwp von TPsT ESOWMOS 00p PzuaT uf aauuwFaq Funsudss, Pmp uohmayszurgueeen “s30Fetauorz -S34U02U07 op TORMIYIFSETE UATOTTIE®E aTp Opa TUMOR Q..10230xz04 op vazgmaeq@Ts tOgsgspuj-ungrug-"0'7 Zep Los Tom"uezzon ST arı ZI mw yuwaaoa'uwt WagSWg TOWU SOST Parzup wop uurdeg ur orp*addnız SUMSEE FT"UOWgBuLTas OLIIEMpuFUTIog Jop PLN efsgempur-Uogtug°0 7 I0p Tas UOIOpW Jnzum'"UGUJOSUONEFIIMYUT UMEHOL? 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Diese Bekleidunssstucke werden Ihnen successive zu- E n ler: 18 grosse Mengen im Konzentrations- } i ıschwi selbst nicht vorrätig sind. Ich habe e h die Ver tung des Konzentra tionslagers ange- hnen sob wie möglich die angeforderten Sa- Mit den besten Crüssen und n-übersruppenf er> und General der Mefen-4 1 KM 14| " Li \ N| UT DOKUMENT Nr. 34 50 I Ix ralischer. Gute Kenntnisse, große Er- fahrung, Beweglichkeit, Kombina- tionsgabe, Menschenkenntnis sind ebenso unerläßlich wie Fleiß, Zähig- keit, Willensstärke und geschäftliche Moral.“ (Fritz ter Meer:„Die IG-Farbenindu- strie Aktiengesellschaft, ihre Entste- hung, Entwicklung und Bedeutung“, Econ-Verlag, Düsseldorf, 1953, S. 55) Die Dokumente beweisen: Die geschäftliche Moral der IG-Farben ließ sich mit den scheußlichsten Verbre- chen vereinbaren.„Fleiß, Zähigkeit und Willensstärke“ der IG-Gewaltigen dien- ten der Anstiftung und Durchführung unmenschlicher Verbrechen. Nicht Völkerrecht—„IG-Farben-Recht“ Die Haager Landkriegsordnung als un- mittelbar geltendes Völkerrecht legt ein- deutig fest: Der Staat ist befugt, die Kriegsgefan- genen mit Ausnahme der Offiziere nach ihrem Dienstgrad und nach ihren Fähigkeiten als Arbeiter zu verwen- den. Diese Arbeiten dürfen nicht über- mäßig sein und in keiner Beziehung zu den Kriegsunternehmen stehen... Sie sollen mit Menschlichkeit behan- delt werden.“ („Der Krieg im Völkerrecht“, Deutscher Militärverlag, Berlin, 1961, S. 180) Die IG-Farben setzten sich auch hier skrupellos über Recht und Gesetz hin- weg, ließen sowjetische Kriegsgefangene in ihr Werk-KZ werfen, um sie zur Skla- venarbeit zu mißbrauchen. (s. Dokument Nr. 35) Soweit es sich nicht um„gesunde, kräf- tige und voll arbeitsfähige Kriegsgefan- gene“ handelte, wurden sie ermordet. Auch britische Staatsbürger wurden von IG-Farben als Zwangsarbeiter einge- setzt. Im Dezember 1943 mußten 1147 englische Kriegsgefangene in und um Auschwitz für die IG Zwangsarbeit lei- sten. (Aus einer Aufstellung zum Gebrauch für die Direktoren und Prokuristen Ambros, Bütefisch, Dürrfeld, Faust, Eis- feld.— s. Dokument Nr. 36) Die britischen Kriegsgefangenen wur- den vor allem in der zur IG-Farben ge- hörenden Steinkohlengrube„Janina“ eingesetzt. Die Akten sprechen aber auch vom Widerstand der kriegsgefangenen britischen Staatsbürger. Faust berich- tete empört, daß die Wachmannschaften als Antreiber der Engländer versagten. Er beklagte die Rot-Kreuz-Sendungen und entrüstete sich über die Solidarität der Engländer mit polnischen Zwangs- arbeitern und KZ-Häftlingen. (s. Dokument Nr. 20) Immer wieder verweigerten britische Gefangene die völkerrechtswidrige Ar- beit(s. Dokument Nr. 37)— und erst nachdem auch Strafen vergebens waren, erwirkten Dürrfeld und Höß den Abzug der Engländer und ihre Ersetzung durch KZ-Häftlinge. (s. Anhang, Dokument Nr. 79) Von den späteren Aussagen britischer Kriegsgefangener wird die von Dennis Arthur Greenham aus Bristol wieder- gegeben. Er sagte, was in und um Ausch- witz jedermann wußte: „Die Häftlinge hatten keinerlei Vor- rechte. Sie wurden von SS- und Ge- stapoleuten bewacht. Darüber hinaus hatten sie Kapos über sich, die mei- stens Verbrecher, Mörder usw. waren. Es waren dann noch die Leute der IG- Farben, die Vorarbeiter, die Meister, die Ingenieure usw., die alle bewaffnet waren... Die Deutschen, die die Juden nicht schlugen, taten es nicht aus Anteil- nahme, sondern betrachteten die Ju- den eher als Aussätzige, an denen sie sich nicht ihre Hände beschmutzen wollten... Die Starken, körperlich Fähigen, wur- den zur Arbeit in das Farbenwerk ge- schickt, aber alle anderen, einschließ- lich Frauen und Kinder, wurden ver- sl = Az, den 15. 3- 1aNe Fat/St Woohendericht Nr. a2 Am für die zeit von 9. bis 15. 3: der Au- er e u ie ge fan eine lassung der Rü Jetrussiscohen Kriegsgefange die auf der£ der Rüstungsinspektion nahme: Generalmajor Tre one k, Hauptmann Brenn rar ar Hauptmann Wein e K.L. der Kommandant. Das Kriogsgefangenen-Lager des K.L. wurde besichtigt und H befunden. Die dort noch beschäftigten Kriegsgefangenen mohten einen ganz erbarzungswürdigen Bindruok. t . statt, Seitens und und vom äftigen können, daß sie: erden, daß der Transport vom Lager nach 4 Baustelle gewährleist et ist, nooh nicht der fall ist ige Kriegsgefangene DOKUMENT Nr. 35 52 iu Sn Ihn Er= | IBRNEEEEENENnNnNNE 1.6. BELLA AN EHEN EBENE ERTEN nn nun a te gesellschaft REEL RN basınfän ser /Itatistik ——= Wochenberioht Nr. 44| Be Au vom 16.12. 22.12.1943 Bere) ER mm a Beschusthe 1 Bnasstend a a unlanuvuz« a ae Firaa Zenl arıı"sona.? ° ee Gent er Sonn. 0. - 229 360 2 Wnertras/ es 1.6. Farben N)» 1 2 R| N> ES Erde eng} Beten a.\ are ‚ver ng El z 2 ra 58 ir= 3,13 1 5 v en.n— e 6 29 ame BA a” nt im[Li ei Br° ar 1° a- a zuri©= . 3° ea ot°‘ \ si. ers Tu ei tsob® ger R= 7) Bags? 6 1}[2 oyenml: 119 oa». gorzaede 1 Erg„609 kosteten hi«37 Gcaapaslter O 5 Gr Tolen gyouket” nie ante? 5 gun s+ 6 £ a a0b et,» ern 22 U} Im BE nens® sang" ll| DOKUMENT Nr. 36 33 gast oder verbrannt. Es waren so viele, daß das Krematorium nicht ausreichte, und so war es notwendig, Gruben zu graben, um die Übriggebliebenen im Freien zu verbrennen. Wir konnten den Gestank von verbranntem Fleisch Geschäft mit„Zyklon B" Auch aus dem millionenfacher Mord zog die IG-Farben ihren Profit. Die aus allen Ländern Europas nach Auschwitz depor- tierten Menschen wurden mit„Zyklon B“ vergast, das in den Laboratorien der IG-Farben entwickelt worden war. Pa- tentiert wurde es für die IG-Beteili- gungsgesellschaft DEGESCH, Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung mbH, Frankfurt a.M., und ausgeliefert von den IG-abhängigen Werken Tesch & Stabenow, Hamburg, den Dessauer Werken für Zucker und Chemische In- dustrie AG und den Kaliwerken Kalin AG. Im Verwaltungsrat der DEGESCH saßen Carl Wurster, damals wie heute Gene- raldirektor der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik, Ludwigshafen, ferner die Vorstandsmitglieder der IG-Farben Heinrich Hörlein, Max Brüggemann, Weber-Andreae und Wilhelm Mann, letzterer als Verwaltungsratsvorsitzen- der. Dr. Jahn Sehn, der als polnischer Ge- neralstaatsanwalt zwei Anschwitz-Pro- zesse führte, schrieb: „Eine Zusammenstellung des Umsat- zes der Firma DEGESCH und Testa (Handelsgesellschaft der Firma DE- GESCH— d. Hrsg.) beweist, daß diese im Jahre 1942 7478,6 kg und im Jahre 1943 12 174,09 kg Zyklon B an das La- ger in Oswiecim geliefert haben. Der Reingewinn beider Firmen, den sie aus dem Handel mit menschentöten- dem Gift erhielten, wuchs von 45 37578 RM im Jahre 1941 auf 127 985,79 RM im Jahre 1943.“ (Jan Sehn:„Konzentrationslager Oswiecim-Brzezinka“, Warszawa, 1957, S. 154/155) Der Generaldirektor dieser Firma, Ger- hard Peters, stand nach 1945 achtmal vor westdeutschen Gerichten. Seine Vertei- dingung gipfelte in der Argumentation, daß das„Zyklon B“ den ohnehin dem 54 in der Fabrik riechen und wurden über die Ursache von den Polen unter- richtet.“ (IG-Farben-Prozeß, Dokument NONI 11 705) Tode geweihten Menschen zu einem leichten Sterben verholfen habe. Zuletzt wurde er 1955 in Frankfurt a. M., dem Schauplatz des jetzigen Auschwitz-Pro- zesses, freigesprochen. Begründung des empörenden Freispruchs:„Zyklon B“ sei zwar nach Auschwitz geliefert worden, aber es sei nicht mehr einwandfrei nach- weisbar, daß die Massenvernichtung durch„Zyklon B“ geschehen sei! (ebenda S. 155/156) Daß die Vernichtung von Millionen Men- schen durch das kristallisierte IG-Far- ben-Gas„Zyklon B“ erfolgte, ist so viel- fältig bewiesen, daß es von niemandem mehr glaubhaft bestritten werden kann. (s. auch Dokument Nr. 38) Ein Vorgang im gegenwärtigen Frank- furter Auschwitz-Prozeß verdient eine besondere Beachtung. Der bereits ge- nannte Zeuge Ludwig Wörl aus Mün- chen, der während der Nazi-Zeit elf Jahre in Konzentrationslagern verbringen mußte, darunter drei Jahre in Ausch- witz, sagte u.a. aus, der angeklagte SS- Apotheker Viktor Capesius habe „das von den IG-Farben über die Firma Tesch& Stabenow gelieferte Giftgas Zyklon B verwaltet und aus- gegeben“. („Die Tat“, Frankfurt a. M, 117 April 1964) Zugleich berichtete der Zeuge dem Ge- richt: „Ein Mann namens Hermann Eisler kam nach Kriegsende zu mir und bat mich, auszusagen, daß der ehemalige SS-Apotheker von Auschwitz, Dr. C a- pesius, nichts mit der Lagerung des Giftgases ‚Zyklon B‘ zu tun gehabt hätte. Eisler habe ihm 50 000 Mark hierfür angeboten. ‚Ich konnte natür- lich eine solche Aussage nicht machen, denn ich wußte, daß Dr. Capesius für die Verwaltung des Giftgases ver- antwortlich war.‘“ („Der Tagesspiegel“, Westberlin, 7. April 1964) Eingan, 5 x.. Blick auf die Anklagebank im Auschwitz-Prozeß und Boger(Bildmitte links mit Brille) Für die Klärung der Hintergründe dieses Versuchs der Zeugenbestechung dürfte eine Aussage aus dem Jahre 1947 von Nutzen sein: „18. Kurz nachdem ich in Auschwitz angekommen war, war ich sehr er- staunt, einen gewissen Mann namens @iapresius als ‚Hauptsturmführer‘ der SS und Chef der Pharmazeuti- schen Abteilung sowohl in Auschwitz als auch in der Buna-Fabrik zu finden. Ich erinnerte mich an ihn als einen der Verkaufsvertreter von Bayer, die oft in unser Sanatorium in Cluj ge- kommen waren und von denen wir keine medizinischen Artikel mehr kau- fen wollten, da sie deutschen Ur- sprungs waren. Gefangene, die länger als ich in Auschwitz waren, erzählten mir, daß er, Capesius, in regel- mäßigen Abständen in Zivilkleidung vom Lager wegginge und für längere Zeitabstände wegbliebe. Während dieser Zeit bereiste er sein Gebiet als Verkaufsvertreter für Bayer und erledigte seine Geschäfte. Ich kannte ihn seit 1938, als er zum ersten Mal in unser Sanatorium in : Capesius(Bildmitte rechts mit Brille) Cluj kam und versuchte, meinen Mann und mich zu veranlassen, von ihm et- was zu kaufen... Als wir nach der Invasion in Polen— irgendwann 1940— uns wieder wei- gerten, von ihm zu kaufen, sagte er uns, das würde uns noch leid tun, denn er würde seinem Büro zu Hause über uns berichten. Als die Deutschen 1944 nach Cluj kamen, stand der Name meines Mannes obenauf auf der Liste der Gestapo für die zu verhörenden und zu verhaftenden Personen. An- scheinend hatte Capesius berichtet, daß wir mit dem Feind in Verbindung waren, denn wie ich schon erwähnt habe, befragte ihn die Gestapo, warum er sich geweigert hätte, Produkte von Bayer zu kaufen. Stellen Sie sich meine Überraschung vor, alsich Capesius, den Bayer-Mann, als einen Führer in Auschwitz wiederfand— und zwar mit allen Vorkehrungen, um genügend freie Zeit zu haben, den ‚Farben‘ auch in geschäftlicher Hinsicht weiter zu dienen.“ (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 10932, Erklärung unter Eid Olga Lengyel) AUUREABRUBABA"""""REnBERgggBRDEHEELL An das rn zer Txo ua b r.a027> TasE DS. In letzter Leit harıfen eich! Faelle, Aass Kriegsgefangene, Tage eingesetzt eind, oft Ale die auf unserer Anlage unter |&Arbeit verweigern, bezw. vorzeitig hinlegen oder auch Ale An- weisungen des Technischen Aufsichtspersonals nicht befolgen. Da vorsenannte Faell it den Bestimmungen uebsr Pflichten eines Kriegsgefangenen nicht zu vereinbaren sind, bitte Ich, von dort zus die Kriegsgefangenen usber ihr Verhalten und Ale Arbeitspflicht als Gefangere genauestens ZU unterrichten, und dieselben zur strikten Befolgune der ihnen unter Tage erteil- ten Anweisungen eufzufordern. Die unten aufgefushrten Kriegsgefangenen haben die Arbeli; an 5.7. d.Js. verweigert! bezw. fruehzeitig var Schichtschluss beendet: Nr. 2522, 21675, 5566, 4522, 7745, 317 und 24624.( Die bel- den letzten haben fruehzeitig die Schicht beendet.) Der Kriegsgefangene Nr. 4522 hat die Arbeit verwelgert mit dem uer Deutschland nicht arbeite Hinweis, er werde I n. LT TI III ILL TITTTTT TITT717111 111 Ich bitte, un etrengate Bestrafung der umseitig genannten Kriegsgefangenen, um fuer die Zukunft Wiederholungsfaelle aus- zuschalten. Bergverwaltung d. Johannagrube - Kroeger- Betriebsleiter DOKUMENT Nr. 37 58 DOCUMENT NO. II= 12 110 Ffm., den 21. Juni 1944 Dr./R Handschr.: Umlauf Notiz fuer Herrn Amend Betr.: Zyklon o ohne Warnstoff Wis zus dem erst heute an das Labor uebermittslten Schreiben an Heli und Testa:wm 30.5. zu ersehen ist, wird nunnehr Zyklon ohne| Warnstoff hergestellt. Die erste Reaktion auf diese Massnahme liegt| bereite in dem Schreiben der T li il 8. ins TITTEN LPT TU Dr. Heinrich y ges. Eel nA CERTIFIED TRUE COPY" - 18a- (END) DOKUMENT Nr. 38 59 Bei dem grossen Interesse, das Hseresverwaltung im Hinblick auf die verhaeltnismasssig zahlreichen Fleck- fisbererkrankungsn im Felde dem Praeparat entgsgenbringt, waeren wir fuer eine moeglichst baldigs Inangriffnahme der Varsuche besonders dankbar. Dis Hssresverwaltung ver- langt vor Aufnahme grossserer Versuchsreihen von uns nochmals eine genaue Stellungnahms zur Frags der Var- traeglichkeit, die wir aus den oben dargslogten Gruenden bei unseren Versuchspersonen schlscht erbringen koennen. Der Mitteilung Ihrer Erfahrungen sehen wir mit Interesss entgsgen und bleiben mit Heil Hitler: I.G. FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT /tfez.: Dr. Weber(Unterschrift) /s/ Dr. Koenig. 8': weortified truo capy= Thi DOKUMENT Nr. 39 60 DOCUMENT Nr. NI- 11 417 Cont'd (Page 159 of original.) DIE AWIR: Herrn SS-Obersturmfuehrer Dr. Vetter Konzentrationslager IN UISKCHH WEN EZ Obersc SS-Revier ee dsn:27.Januar 1943. Sehr geehrter Herr Dr. Vetterf [Rt j AtoB ı E” u 3 aunsteng genau schildern|| die Yy Das unmittelbare Geschäft der IG-Far- ben mit dem Tode hatte noch eine an- dere Seite:„medizinische“ Experimente an Häftlingen. Um langwierige pharma- kologische Untersuchungen zu vermei- den, wurden in Entwicklung befindliche Medikamente an Häftlingen ausprobiert. Zu diesem Zwecke wurden den„Ver- suchspersonen“ Bakterien von Typhus und Ruhr eingeimpft. Ohne genaue Kenntnis der Wirkung wurden die Prä- parate injiziert und„verfüttert“. Diese Experimente führte z.B. der Haupt- sturmführer Dr.med. Vetter aus, der selbst Angestellter der IG-Farben(Bayer) war. Neben ihm waren auch andere Nazi-Ärzte beteiligt, wie Brandt, Ra- scher, Grawitz, Ding, Gebhardt, Hand- loser, Clauberg, Fußgänger, Kremer. Den Tod im Medikamentenkoffer, reiste Vet- ter von 1941 bis 1945 zwischen den ver- schiedensten KZ hin und her, tauchte in Sachsenhausen, Dachau, Auschwitz und Mauthausen auf. „Wie aus dem Beweismaterial hervor- geht..., schickte die IG von 1941 bis 1945 Präparate an Vetter in die ) und Bütefisch(rechts) zum 25. Jahrestag der Gründung der Le ter Meer(links Medizinische Experimente an Menschen veranlaßt Konzentrationslager, in denen er ge- rade stationiert war. Vetter war in ständiger Verbindung mit der IG im Leverkusen und erstattete häufig mündliche und schriftliche Berichte über seine Beobachtungen...“ („SS im Einsatz“, Kongreß-Verlag, Berlin, 1957, S. 325) Vor dem Internationalen Militärgerichts- hof erklärte der ehemalige Häftlingsarzt Dr. Wladyslaw Feykiel, der vom 8. Ok- tober 1940 bis 18. Januar 1945 in Ausch- witz inhaftiert war: „Wie schon erwähnt, war Vetteran den Resultaten sehr interessiert, man konnte sehen, daß er das größte Inter- esse an den Resultaten zeigte. Er selbst sagte mir, daß er der wissenschaftliche Repräsentant der Firma IG-Farben- industrie war. Alle die erwähnten Präparate waren von dieser Firma produziert, und wir erhielten sie vom SS-Krankenrevier in der Originalpackung mit der Fir- menaufschrift der Firma Bayer, Lever- ib una-Werke 61 KINN ÄÜÄÜÄtnunnnn0nnnanenannsnaunnonnnannnssannnnannnennnN DOCUMENT NO. NI- 12184 OFFICE OF CHIEF OF COUNSEL Ich, Arthur DIETZSCH, Festung Landsberg, nachdem ich darauf aufmerksam gemacht werden bin, dass ich mich wegen falscher Aussage strafbar Nache, stelle hiermit unter Eid freiwillig und ohne Zwang folgendes fest: Einer der IG-Herren(Dr.WEBER)is% Mitte 1943 auf etwa 1/2 Stunde auf Block 456 gewesen. Ich bin während dieser Zeit neben ihm gestanden und habe ihm die grossen Kurvenblätter mit den einzelnen Krankengeschichten, die über jeden fleck- fieberkranken Häftling geführt wurden, vorgelegt. Auf diesen Kurvenblättern war als Erstes vermerkt"Tag der Infektion". Als nächste Eintragung stand dort"Inkubationszeit", d.h. die Zeit, die vom Tage der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, d.h. ın diesem Fall des Fleckfiebers, verstrichen ist. Dr. WEBER war über die Versuchsergebnisse mit den IN Präparaten sehr deprimiert und zuckte dauernd die Achseln. Er hat im Laufe der Unterhaltung Ding- Sohuler gegenüber auch zum Ausdruck gebracht"Die IG will offiziell von den Versachen an Menschen resp. von einer künstlichen tion an Menschen keine Kenntnis haben". Ich habe Jede der sechs(6) Selten dieger Erklärung unter Eid sorgfälti, durchgelesen und eigenhandig gegengezeichnet, habe die notwendigen Korrekturen in meiner sigenen Hand- schrıft vorgenommen und nit meinen Anfangsbuchstaben gegen- gezeichnet und erkläre hiermit unter Eid, dass ich in dieser Erklärung nach meinen besten Wissen und Genissen dıe reine Wahrheit gesagt habe. BEE DIETZSEH THUR DIETZSCH Sworn t2 an?»igned before me this 2nd day of Octuber 1947 at Landaberg EN Arthur DIETZSCH, known to me tO be the perosn makıng the above statement. Signature: Benvenuto von Halle BENVENÜUT N 4G0 No. D432532 Officsa of Chief of Counsel for War Crimes "A GERT! EIEDEINDE copy" US War Departnent END DOKUMENTNr.% 62 est /o f? kusen. Nach Dr. Vetters Verset- zung von Auschwitz nach Mauthausen wurden die Präparate auf seinen Be- fehl und nach seinen Angaben in Auschwitz weiter benutzt. Vetter kam von Mauthausen herüber, um die Resultate, welche in Auschwitz er- reicht wurden, zu prüfen.“ (ebenda, S. 310) Im Zusammenhang mit diesen Versuchen liegt ein umfassender Briefwechsel zwi- schen den beteiligten Ärzten und den IG-Farben vor, worin Vetter ange- halten wurde, seine Experimente zu be- schleunigen.(s. Dokument Nr. 39) Sturmbannführer Ding, Massenmörder im Ärztekittel, tauschte seine Erfahrun- gen unmittelbar mit Carl Lautenschläger aus, dem Vorstandsmitglied der IG-Far- ben, Betriebsführer der Farbwerke Höchst. Später gab Lautenschläger vor „Offiziell keine Kenntnis" Während die Versuche liefen, bemühte sich die IG-Farben, diese Verbrechen zu tarnen. In einem vom 20. Juni 1944 da- tierten Schreiben wurde ihr Angestellter Vetter ersucht, bei der beabsichtigten Publikation seiner Versuche jede For- mulierung zu vermeiden, die für die IG- Farben kompromittierend sei. In diesem von den IG-Farben-Direk- toren Max Bockmühl und Julius Weber unterzeichneten Dokument heißt es: „Es ist nichts dagegen einzuwenden, daß Dr. Vetter mitteilt, daß er auf dem Umwege über seine Fleckfieber- arbeiten zu seinem Thema gekommen ist, doch sollte die Schilderung von Un- erträglichkeitserscheinungen, mit de- nen Herr Dr. Vetter bei der Bear- beitung seines Themas ja gar keine Schwierigkeiten gehabt hat, nicht zu stark in den Vordergrund gestellt werden und vor allem brauche nicht betont zu werden, daß Dr. Vetter seine Patienten eigentlich nur zum Zwecke: der Ermittlung der Verträg- lichkeit einer Behandlung unterwor- fen hat. Im übrigen nahmen wir davon Kennt- nis, daß über die Injektion, in der Herr dem Nürnberger Gericht diese ihn und seinen Konzern brandmarkende Verbin- dung zu. Allerdings, so behauptete er, habe er nach Kenntnisnahme von den Menschenversuchen keine weiteren Prä- parate geliefert,„zumal ich vom immu- nologischen Standpunkt aus solche Ver- suche als wertlos und unzweckmäßig er- achtete(Versuche am untauglichen Ob- jekt)“. (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 9811) Befragt, ob er die Versuche an Menschen für gerechtfertigt gehalten habe, sagte später ter Meer: . diesen KZ-Häftlingen wäre da- durch kein besonderes Leid zugefügi worden, da man sie ohnehin getötet hätte“. (Richard Sasuly:„IG-Farben“, Verlag Volk und Welt, Berlin, 1952, S. 148) Dr. Vetter die Präparate untersucht hat, nach außen hin keine Angaben gemacht werden und die Angelegen- heit vertraulich behandelt werden soll.“ Mehr noch: Die IG-Farben hat durch Weber vorbeugend erklären lassen, daß sie„offiziell von den Versuchen an Men- schen resp. von einer künstlichen Infek- tion an Menschen keine Kenntnis haben“ dürfe.(s. Dokument Nr. 40) Auch der ehemalige SS-Lager-,„Arzt“ von Buchenwald, der am 20. August 1947 vom amerikanischen Militärgerichtshof in Nürnberg zum Tode verurteilte Wal- demar Hoven, sagte aus, daß die IG-Far- ben ihre todbringenden Medikamenten- sendungen zu verschleiern suchte. „Es dürfte allgemein und insbesondere in deutschen wissenschaftlichen Krei- sen bekannt gewesen sein, daß die SS über nennenswerte Wissenschaftler nicht verfügte... Es ist offensichtlich, daß es sich bei den in den Konzentrationslagern mit IG- Präparaten durchgeführten Versuchen nur um das Interesse der IG handelte, die mit allen Mitteln bestrebt war, die Wirksamkeit ihrer Präparate festzu- stellen bzw. die— ich möchte sagen— 63 — HENRY ORMOND Frankfurt a.N., 18. Marz 1952 Rechtsaawolt SoßMllorhof, Sehillorstr. 30 Tolefon: 9 2b 63 Postscheckkontot Ffn. 1446 65 Bankkonto: Hessische Bank, Fla. An das Landgericht 3. Zivilkammer Frankfurt a.M. - 0.4- In$Sachon orein: 3252 Wollhcim(RA Ormond)‘ 5 gogen 1.0. Farben(RA Dr.Flesch) HIN unmnimtlllll] ... in Auschwitz nicht fl: den I.G. Farben-Konzern geschaffen worden, sondern erstellt worden sei, um er SS einen Gefallen zu erweisen und dan Baufir- men Arbeitsmöglichkeiten zu geben. Demgegenüber muss man sich vergegenwär- tigen, welch ungeheuren Wert dieses Werk für die Beklagte darstellte. Es standen zu Buch: 1.) Unfertige Neuanlagen per 31.12.41 mit RM 4.408.577,-- per 31.12.42 1: 59.201.851,-- per 31.10.43 u 07726555 per. 31.10.14, 7 u u 7156.021.153,—— per 5. 7.50 720206 8B7RORON= 2.) Betriebsbereite Anlagen nach Abzug der Abschrei- bungen per 31.12.41 mit RM 21170156, per 31.12.40: u 4.526.792 ,-- per 31.10.43 won 54.675.550,-- per 3L.1en u u 7 T26R0B2RB Sn pen 5."N 126.082.345,-- Brorwkerizer: en u NI- 11 146, Geschäfts-Hauptbuch Nr. 52 Wenn man sich vorstellt, dass hier unter Verwendun f m 3 eg billigst äf- te(die Häftlinge bildeten einen erheblichen ee RM 330 Millionen in wenigen Jahren geschaffen wurden, dann kann man h. die wirklichen Werte und die grosse Bedeutung dieses 4. Buna-Xerks Fr Gesaatunternehmen der Beklagt A ul li|| mil I| Ill II]\ DOKUMENTNr. 41 64 Schmutzarbeit in den Konzentrations- lagern durch die SS machen zu lassen. Die IG war darauf bedacht, diese Tat- sache nach außen hin nicht in Erschei- nung treten zu lassen, sondern die näheren Umstände ihrer Versuche zu verschleiern, um aber dann den Ex- trakt, d.h. den Gewinn, daraus für sich zu ziehen. Nicht die SS, sondern die IG hatte die Initiative bei diesen Ver- suchen in KZ.“ (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI- 12182) Alle diese Fakten unterstreichen die Feststellung der Anklagebehörde im USA-Prozeß gegen die IG-Farben in Nürnberg: „(1) unstreitig sind verbrecherische Ex- perimente von SS-Ärzten an Kon- zentrationslager-Häftlingen vorge- nommen worden, (2) diese Experimente sind zu dem aus- drücklichen Zweck erfolgt, die Er- zeugnisse der IG zu erproben, (3) manche dieser Experimente sind von den Ärzten durchgeführt wor- den, die die IG mit der Aufgabe betraut hatte, die Wirksamkeit ihrer Medikamente zu erproben, (4) aus den von diesen Ärzten erstat- teten Berichten konnte entnommen werden, daß rechtswidrige Experi- mente vorgenommen worden wa- ren, (5) Medikamente sind von der IG un- mittelbar an Konzentrationslager in solchen Mengen versandt wor- den, daß schon hieraus die Verwen- dung dieser Medikamente zu unzu- lässigen Zwecken hätte gefolgert werden müssen.“ („Das Urteil im IG-Farben-Prozeß“ a. a.©.S. 123) Hunderte Millionen aus Sklaven herausgepreßt Paul Dencker, Direktor des IG-Farben- Konzerns, führte das IG-Geschäfts- Hauptbuch Nr. 52. Es gibt Auskunft über das sprunghafte Anwachsen der Profite der IG-Farben während des Krieges. Das Hauptbuch, das im Nürnberger Prozeß als Beweismittel vorlag, wies folgende Profite aus, in denen die Gewinne sol- cher großen Gesellschaften wie 2. B. der Leuna-Werke oder der Buna-Werke Schkopau nicht enthalten waren: 1932 48 000 000,— Mark 1937 231 000 000,— Mark 1939 363 000 000,— Mark 1943 822 000 000,— Mark Denker hatte mit ter Meer zu Beginn des Aufbaus des Buna-Werkes in Ausch- witz durchgesetzt, daß das Reichswirt- schaftsministerium 60 Millionen steuer- liche Vorausabschreibungen genehmigte: „Die Oststeuerhilfe erlaubte, daß bei Maschinen sofort 80 Prozent und bei den Fabrikanlagen 20 Prozent abge- schrieben werden konnten. Die IG war auf diese Weise in der Lage, die großen Fabriken in Auschwitz und Heide- breck zu ungefähr der Hälfte der Ent- stehungskosten ZU amortisieren.” (IG-Farben-Prozeß— Aussage v. Schnitzler) Die in dreieinhalb Jahren in Auschwitz errichteten Anlagen wurden von der IG mit 330 Millionen ausgewiesen.(Ent- nommen aus der Stellungnahme des Rechtsanwalts Ormond an die 3. Zivil- kammer des Langerichts Frankfurt a. M. zu dem Termin am 19. März 1952 im Wollheim-Prozeß.)(s. Dokument Nr. 41) Aus zahlreichen IG-Betrieben waren Ex- perten nach Auschwitz entsandt worden. In der ersten Jahreshälfte 1944 waren es z.B.„84 Leute, die als Führungspersonal Aufstiegsmöglichkeiten erhalten“ sollten. (s. Dokumente Nr. 42 und 43) Zunächst rümpften die leitenden IG- Leute, die als Vorauskommando nach Auschwitz kamen, die Nase, als sie Auschwitz in Augenschein nahmen und fürchteten, auf ihren gewohnten Kom- fort verzichten zu müssen.„Auschwitz ist ein Drecknest“, hatte Faust zuerst telefonisch durchgegeben.(IG-Farben- Prozeß, Dokument OA 310, eidesstatt- liche Erklärung Santo). Bald stellten sie aber fest, daß Auschwitz im Schatten des millionenfachen Mordes nicht nur dem Konzern hohe Profite versprach, sondern 65 technische Abteilu Filmfabrik, Wolfen. Bitterfel nie dersehr a tz der Tochnisch Konnission zn.2.1 AnsrärlatnokltZugr/ Main. Höchst(Vorsitz) Anwesend ı Direktor Jähne, Direktor Dr. Sauer, Leunawerke Direktor Dr. Einsler, Leverkusen Direktor Prof. Dr. Hencky, Bitterfeld Direktor Dr. Eymann, Iudsigshafen>» Direktor Biedenkopf, Schkopau Wolfen-Pilm Direktor Rieß, Bitterfeld. abwesend: Direktor von der Bey, kt Punkt 3, Handwerkertr Benerkungen: gen. 1.0. Farbenindustrie Aktiengesellschaft Teehnisohe Kommission ar en der Hauptgru e x ä z den 15. Märs 1944 RB/Ke. genden Yorschla Schwie- -6.-Werken Verteilung. Leute, findlichen Handwerker stat a DOKUMENT Nr. 22 66 | | Bedauern muss ich aber sehr, dass Herr Direktor Riessam 21,10. nicht 4adei. sein kann, weil es mir leider unmöglich ist, am 23.10, in Auschwitz zu sein. Ich muss in der Nacht von 22./23,10. nach Berlin zurück, wo ich wegen unserer Stromversorgung für die Montan anlage wichtige Besprechungen angesetzt habe, dic unaufschicbdar sind. Wenn auch&ie Disgositionen von Nerrn Direktor Riessunabänderlich sind, so wird Herr Direktor Riessvon Herrn Odering. Faust bezw. von Herrn Otering. Heidedrock geführt werden. Heil Hitler! Ihr sehr ergebsner gez. Dr. DÜRRFELD u/Hasen Direktor Riess Wolfen,/ u/Meren uDering. Faus Du/Heren Obering. Heidebrock. Antwort= dreiiasher Austertigung str mr kopiert} gem Durenschiag erseier wuene m Br er he Ureeanrunn en Mh. Nein Ars vB M.3., Aeekabeni Giro Alerunberg ir 106 01 Bewtsehe Länterant Ai ‚See Berk WET Perisehaet Berta LERNEN LITE SUETTTTITTTITTETTTTNTTTTN l.G. FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT WERK AUSCHWITZ©.8. Dr.Ing.Walther Dürrfeld, F 7)- Herrn Owen | Direktor Dr. E ynann, 1.C. Farbeninaustrie AC rear= | 5; Lufwigshafen am Rhein. i | L 2)| AUSCHWITZ(Leu OS i Ihre Zesohen Ihre Nashricht vom Unsere Nashrieht vom Unsere Zesonen RETTEN Dü. 13.10.02,/Sch.| Bene’ Sehr verehrter Herr Dr. Eymann I Ich danke Ihnen sehr für Ihre freundlichen Zeilen und freue mich selbs# wohl am meisten darüber, die hohe Teko eisnal in Auschwitz zu Besuch zu haben. Ich hoffe, Gass mein Prograrmentwurf Anklang gefunden Nat. Ich hoffe, dass Sie und Herr Direktor Riessmit dieser Lüsung voll einverstanäen sınd, Inzwischen begrüsse ich Sie herzlichst. DOKUMENTNr.43 67 Auschwitz, den 12.1.1942 „G.Farbenindustrie Fst/@0.» Aktiengesellschaft Werk Auschwitz Wochenbericht Nr. 31 und 32 für die Zeit von 92.-28.12.41 und 29. | erreicht, daß wir nun schon seit 2 Wochen die täglich einlaufenden Wag- gons ohne größere Schwierigkeiten entladen können. 12.41-41.42» Im übrigen standen dir Tage vor Weihnachten im Zeichen der Weihnachts- feiern. Im Saale des iiiesigen Seraphitenklosters in der Krakauerstraße, er vom Bürgermeister für diesen Zweck gut instand gesetzt wurde, fand nm 16.12. eine Feier für unsere etwa 300 Gefolgschaftsmitglieder und am 8.12. eine solche für die etwa 400 Gefolgschaftsmitglieder deutscher Firmen statt. Am 20.12. nahmen Vertreter der 1.G. an dem sehr feierlich und schließlich er verlaufenen Julfest der Waffen-SS und am 22.12. an der Welhnachtsieier(mit Gänseessen)der städtischen Gefolg- schaft teil. Selbstverständlich hatten ertreter von KL und Stadt zu unserer Gefolgschaftsfeier eingeladen. Den Heiligen Abend und Sylvester verlebten die hier gebliebenen G- schaftsmitglieder in kleineren Gruppen, die sich zusammengefunden ec 1111111) DOKUMENTNr.A44 68 Ä auch e möglid Schon Auschv lich ur laufene nachde „selbst tung zı mals„e eingela So ber der Ko Karrı Person in per: den. D er nacl Trotz< Am Eh auch ein eigenes angenehmes Leben er- möglichte. Schon im Dezember 1941 nahmen die Auschwitzer IG-Vertreter am„sehr feier- lich und schließlich feuchtfröhlich ver- laufenen Julfest der Wafjen-SS“ teil, nachdem sie ein paar Tage vorher „selbstverständlich“ auch die KZ-Lei- tung zu einer Weihnachtsfeier ihrer da- mals„etwa 300 Gefolgschaftsmitglieder“ eingeladen hatten(s. Dokument Nr. 44). So berichteten sie am 12, Januar 1942 der Konzernzentrale und fügten im glei- Karriere über Leichenberge Personalakten zeigen, daß Erfolge auch in persönlicher Hinsicht verbucht wur- den. Dürrfelds Jahresgehalt betrug, als er nach Auschwitz kam, 20 500,— Mark. Trotz desLohn- und Gehaltsstopps wurde chen Bericht hinzu, daß sie„hinter dem Judenfriedhof“ mit dem Bau eines Ba- rackenlagers begonnen hätten. Auch als in Leuna der 25. Jahrestag der Gründung der Leuna-Werke mit einer Aufsichtsratsitzung am 26. Mai 1941 un- ter dem„Führerbild“ festlich begangen wurde, feierten sie Auschwitz als eine Quelle nie versiegenden Profits. Ambros, ter Meer, Schneider und Bütefisch re- nommierten in einer Festzeitschrift(s. unten), sie und ihr Auschwitzer Werk seien„nichtrostend“. durchgesetzt, daß er neben den verschie- denen Sonderzuwendungen 3500,— Mark Zulage erhielt. Auch später, im Mai 1944, wurde sein’ Gehalt um weitere 3000,— und im Dezember auf 33 000,— Mark er- Ambros, ter Meer, Schneider(ehemaliger H als Symbole der IG-Auschwitz— Original( auptabwehrbeauftragter der IG-Farben) und Bütefisch I) aus der IG-Festzeitschrift 69 HALLENNUNRRLIRNENNENNRNRIBNLUNUKRKLARKBLIBUNKLLANN ! TO ee Dr. Christian Sohneider Leuna#erke, d. 15.8.194 Vorstandsmitglied ier I.0.Farbenindustrie Aktiengesellschaft An den Beichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Mittelelbe s.Hs.äes Herrn Brigadeführer Glatzel Magdeburg>» Otto-von-Guericke-Str. 27 Sehr geehrter Herr Beichstreuhänder! Bei den Einkommensregulierungsanträgen, die ich am 8. Mai d.J. an Sie abgsesandt habe, ist leider der Prokurist Dr. WalterDürrfeld vorgessen worden, dö. inzwischen als Leiter zu unseren in Ost- oberschlesien is Bau befindlichen Werk Auschwitz übergetreten ist, dessen Bezüge aber noch von Leuna aus zu regeln sind. Herr Dr. Dürrfeld hat die außerordentlich schwere Aufgabe, den Aufbau| dieses Werkes in die Wege zu leiten, und ist für uns eine ntbehr- liohe Kraft. Er bezog bisher ein Gesamteinkomnen von IM 4"SIT- F Ich beabsichtige, dieses Einkommen wegen der besonderen Inanspruchnahme und in Anbetracht seiner neuen Stellung auf EM SM IT,— zu erhöhen. Ich bitte Sie um Ihr Einverständnis zu vorstehender Regelung. Heil Hitler! gez. Schneider. DOKUMENT Nr.45 70 Lieb In& Kerı hatt Henn 95 Berı zus6 augt Nenr Bm zusätzliche Summe von RM 7 000.-- genehmigt wird, wa unseren Herren Dr. Dürrfeld RM 5 000.-- Dr. Braus“ 3 000.-- davon genehmigt RM 1 000.-- und „" Dr. Eisfeld“ 3 000.--" 1 000.-- ausbezahlen zu können. #enn Sie aus der Kenntnis Ihrer persönlichen Verhandlungen nit Herrn Dr. Knolle annehmen, daß dieser Antrag keinen Erfolg hat, dann enpfehle ich in Überein- stimmung mit den Herren von Auschwitz den Vorschlag gemäß Anlage 2 Ende 1944 durchzuführen. Jedenfalls sollte man für Braus und£isfeld wenigstens die genehmigten RM 1 000. sofort zur Auszahlung bringen und zwar mit dem gemäß Anlage 3 gewählten Passus. Ich wäre Ihnen für telefonische Rücksprache oder gelegentlich in Berlin sehr dankbar. Anlagen: DOKUMENTNr.4 BEERERENERENRNENENENENEENENENENERENERERGRNEREEERNENENERNENENENERNENEREREENER | DR. OTTO AMBROS MITGLIED DES VORSTANDES LuDwissHaran a.rnH, den 25. Mai 1944 1m I.©. FARBENINDUSTRIE AKTIENGOEBSELLSCHAFT Ferraprosnar 0406 b Herrn Direktor Dr. Christian Schneider Persönlich! Ammoniakwerk Merseburg GmbH.> Leuna-Werke: 2; (Krs. Merseburg) 3 h er' N b AR|© ; M | in Lieber Herr Dr. Schneider! In Anlagen übersende ich Ihnen 2 Aktennotizen über eine Besprechung, die Herr Dr. Dürrfeld und ich nit Herrn Präsidenten Dr. Ordemann in Kattowitz hatten. Wenn der Erlaß vom 9. Mai 1944 so ausgelegt werden muß, wie Herr Dr. Ordemann es sieht, dann sehe ich als einzige Möglichkeit, daß wir gelegentlich mit Herrn Oberreg.Rat Dr. Knolle darüber sprechen, ob,wie im Falle Schkopau ‚eine 71 _Abeehrift. Io breo Ludwigshafen e.R&h., 14. Dezemuer| alles Tas Verstandes 1944. aer 1.C.farbenindustrie aktiengesellscnert An den Herrn Reichstreuhander der Arbeit für Oberschlesien s.Ha.v.Berrn Prasidenten Dr.Ürdemann (9a) Ka tt ewı t 2/ Overschlesien. Sehr geehrtar Herr rräsicent!' Dureh@as Entgegenkomsen Ihrer Herren Ober-Reg.RatDr Trotschke und Reg.-kat Sehnarser hatte ieh die Gelegenheit, am 9.Dezenber 1944 die| Praso der Gehaltsregelung für die leitenden Herren dee Werkes Ausch- wits zu behandeln. Diese Aausspraehe lag im Sinne Ihres Vorschlages vom 19.Mei 1944, wonaeh gegen Ende des Juhres der van Ihnen gedachte Zah- lungsmodus per 1.1.1945 nechaala geprüft und dann festgelegt werden sollte. Nach Darlegang des besonderen Verhältnisse von Ausehwitz erklarten sich Ihre Herren vor»ehaltlich Ihrer endgültigen Zustimmung mit folgender Regelung einverstanden: 1.) Bei Dir.Dr.Dürrfeld soll in Anbetracht seiner begenderen Verdıensie Doim aufbau des Werkes Ausennits, seiner führenden Stellung und au seiner erfelgreichen Tätigkeit im Balımen der oberschlesıschen Indu- strie«dis von Ihnen damals geduonte Jteigeruug von RM 6000,- zur Ausführuig kommen Das Gessateinkomnes würds sich demnach von KM 27 000,- auf BM 33 000,- swrhölen. 2.) Bei den Herren Dir.Dr.Eisfeld und Dir.Dr.Breus als den fuhrenden Chenikern und damit für das eigentliche Gesahehsn des Werkes Ver- antwertliehen soll sine Steigerung von je RM 4 000,- erfolgen os dad das Binkommen Dr.Eisfeld von Ru 21 800,-+ RM 4000,- auf RM 25 800,- und V Dr.öreus van" 22 000,-+" 4000,- auf Bi 26 000,- steizı Ieh bitte Sie, mir Ihre freundliche Zusage zu diesen mit den Her ren besproshenen Abmachungen geben ra wollen und sehlage Ihnen vor. daß Sie zur Vereinfachung Herrn Där.Dr.Durrfeld»aauftragien, mir 4p Ihrem Naner eine Beetätigung dureh Perpschreiber geben LU lassen Es tut rir leid, daß ieh Sie infolge Ihrer Erkrankung in ciesen Tagen nicht angetroffen hebe und ieh denke Ihnen noch für die Mıttei- lung, daß Sie mir bei seiner nächsten Reise Gelegenheit geben wollen Ihnen einen Besuch abzustatten,' Helıartlon! Ihr gez. Arbros DOKUMENTNr. 47 12 I G. FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAF WERK AUSCHWITZ OS Y Dr.Ing. Walther Durrteld, y2 Pl BA DET BERRAUE aannavarıdn Fr= En gowers Auscnwitz 36 u 37 Dwory An den Ausenwitznnerachl Myslowitz 22371 72 Kr Be 1,08 Gauleiter des Gaues Ober- TERN schlesien der NSDAP ER Be. Pg. Fritz Braoht |—_ auhaus IE| Ba Beı Beantwortung ist AUSCHWITZ(k« Bien) O S ihre?eicnen hre Nachricht vom Unsere Nertricn! anıe Part» LE v0 60608 140.04 x Im Dü. 30.6.43/Sch. ich Gauleiter I Unter Bezug auf die mundliche Unterhaltung anlässlich Inres Besuahes im Werk Auschwitz unterbreite ich Ihnen wunschgemäss noch einmal 18 unsere geeprächsweise vorgebrachte Bitte. au wir würden uns freuen, wenn Sie gelesentlich prüfen liessen, ob es du- möglich ist, den leitenden Herren des Werkes, also ausser mir ins- besondere Herrn Dr.Eisfeld- der seit 20 Jahren passionierter Jäger ist- ein oder zwei Jagdreviere, möglichst in der Nähe von Auschwitz, zur Pachtung zuzuführen. Es wäre verständliocherweise reizvoll, wenn auf diese Weise zu dem zzt. noch verbliebenen jagädbaren Teil unseree Werksgeländes, auf dem nur Hasen stehen, eine gewisse Ergänzung zu finden wäre, durch eine Wasser jagd und eine entsprechende Rehwild- 5 jagd. Der Ordnung halber wiederhole ich Ihnen auch, dass ich nit dem | gleichen Wunsch im März an Herrn Oberforstmeister Rache, herangstreter din, der auch frreundlicherweise In dem gewünschten Sinne sahon E- wirkt hat, wie ich g»legentlich von dritter Seite hörte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie Jıe Angelegenheit gelegentlioh über prüfen und mir eine entsprechende Nachricht erteilen laseen würden, Ey;| Heil Hitler! gez. Dr. DÜRRFELD os » = J Du/H=rrn Dr. Eıstelc, Du/Herrn Oberıng. Faust. anıwarı ın dreifacher Ausfertigung 378: 7." Wopierfänigem Ourcnucniag erneie » Aunınmily Kruissparansse Geiltz O$., Hanpizwaigstalle Auschwitz Grekeste 315 ur Ammonıstenn Marien.', Metchzhank Giro Mersedurg Mr 186 01 Dsutsche Lämsaruann Art Ger Sara MW 7 Partseheok Bern 122.433 | INNEN DOKUMENTKNr. 48 73 1.G. FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT WERK AUSCHWITZ 0.8. Dr. Ing. Werther Dürrfe]d. An Obergruppenführer P on1 SS-wirtscha ftsverwaltungs- ur J7.27:7,37 Berlin-Iiehtorfelde-West Unter den Eichen 126- 135. —= AUSCHWITZ fü. Bi) OLE Io Bolzen So Noshrleat vom Unsere Nashrieht vom Unsere Zeichen EUNA WERKE E Ch.Po/lla. 20.10.43 Eng PEWTSTITITZOTCYERE N Bere: e Obergruppenfihrer! Haben Sie herzlichen Dank für Ihre gütige Nachfrage nach der Erfül- lung der seinerzeit von uns vorgebrachten Wünsche. Ich darf Ihpen 1m folgenden kurz berichten: 1.) Wir baten Sie um Zuweisung von 5000 Männergarnituren unf- 2000 Frauengarnituren. Letztore wırden uns zur Verfügung gestellt„Uber die Auslieferung der 5000 Männergarnituren wurde uns spÄtere nähere An weisung in Aussicht gestellt. Wir wären Ihnen dankbar, wenn uns auch diese baldigst, noch vor Antritt des Winters, zur Verfügung gestellt werden könnten. 2.) Sie hatten die Cilte, uns 300 Schlafzimmer-Garnitu i- sicht-su-stellen.-#ir haben nunmehr mit Detum vom 21.10.43 Nachricht erhalten, uns mif-S$=Nauptsturmführer Opperbeck, Chef der Amtes mW Berlin-Wann=so,'Dreilindenstraße, in Verbindung zu setzen. Dies ist sofort veranla@t worden, Wir sind durch unsere auspebombten Familien unserer Cefolgschaftsmitglieder in große Verlegenhoit geraten und en Wort auf baldige Lieferunr dann LLELTETISTTELLBIITT LIFTLLEPELILLMTLLLLL TI 1711 KBNSRnEUBABR Bei dieser Gelegenheit darf ich I daß sich der Häftlinge a und der Janine eh dor Einsatz voll defriedig ausgezeichnet. derer Arbeitukr rüfen lassen wollten, ob auch ingen ermöglichst werd> enk Baraokanlager und die Verpflegung a F EUT. Lägern in gleicher Weise einstehen, Er- br ae Easnz ab Januar mit etwa 200 Häftlängen, steigend auf#n0- 1000 Häftlinge Mitte des Jahres.1944. i n noch einmal zusammenfassend herzlichst dan- Ban ir Ihr großes rg 3 das Sie unserer Arbeit stets entgegen bringen und die Tatkräftige Hilfe, die Sie uns jegerzeit angedeihun IieBan. Die übermittelten Wünsche er= 1aube äch mir auf das herzlächste zu erwidern. Neit HiNErEl_::..= gez. Dürrfeld DOKUMENT1Nr. 49 74 "aqry 130989 2Teurysa euTal HTP UASSTADH pun U9SSTM UB4SEq waurTaum yosu prTg Tayun BunıevTy1g 18SETP UT yOT Sep’PT3 Joyun IrwLaTy aUavıyıa pun ga9uUyoT2z33ue393 usquIsyongsZuszuy ueuTam Iru pun UsmmoUeB.LoA 1I3TIUISPUeH USUETE AauTew UT UEININELIOY USATpUemJou eTp auy yauyotezadusds3 ITpuswyusdre pun uegeTedysunp Itılaeldı1os prT3 aeyun IunıseTälg XOBaTp U97T3S(„) uegerS ep opaf aqwy yoL *pufS uoplom JuaTIlodsursg SBuTLIF9CH 2303 Uauap UT‘uaıem UBBCH Sa SBep‘us myBu pun uays3ed vadca aUS9S0TUOSE3 JToyıeparm eTTe4Sneg HI LP Ins eqwy yoL'FT "mOxSq umoanyssdunpgeTX LEp Sns as ep'Yıy a.1yanJ89 usınien Sy2STPUSBISNB Legen STaAyseN YIANH eussermadnz ayJtıH Inz Au 18P SSup’yorm Arsuufıe YO]"ı@a Jyssusdure PLII ysou OETaMITSI WISPTEDI uUep uf Ssep'zıoepIeA ep yone sun Taq Puwgsaq 53"aTopuwy usyosusn uaJ5TBLsA UoA JepTPDi un yaTs 89 sup "UBssTa sITLeOySdUuYy HI Lopaf ayssnu yosı JUoTSuy’.TauTan ( STeutST.Io sep 9 eıTeS) *D,9uU00 ZIBE-IN"ON LINMNOOE “4a wussedug SepToTz@sarp YOT®'ran nwus9 syos werte us sep'TTILMWEUNd 20U4TUg sewp"uemeuue eguseom UI “sosyenziodwtzayun Orp 1233108 -eq Jumior3Toseny dsoxg"oopura pun esotjyTu zou1o7 Ira Juuogsgm ara ysopef Iimpuease, esoy3ToA uszmp'pure uepzon JI0TAIaue.Ll eydsanet zonz pım 710puosadqe ep‘Teyuosuzreg J0ITesuTaznTe 00T 30.gqg’2 eyumsvp!03n9 13 170902u7® ugtıoBogwuyg epue?1oz us wpma IOpToTy arı *uorua 3 Furl Joy Jouss FpuesTeng ze9rysuoe pım TOUOnTsegzunwlz*zanaerItaq"deren uessoTyseadurss Jw erTszueqge LoTINY sserp ur arp"eynuag"g’2 seup"uva Ir so papzursop Tewiep UP“garurosa9 uuwpsje wopma IP -7II ou“yupwaadtat} s02w3 uje soyaude yım 29 JÄDOXUSAOUISE zoatu ugo gayoosımz epına OprOTT zaserp Amıo9eT anz"oyroqqe sy=oA Anz m I0Z wegunyser ut DI OT? mp"uanannd ı8pTO1LX 000 02 unse uns ag ur pure oz-uopim uyerszegen voryny 109a7p Ianz 10T ap 301 FIN yo-eymexzea"j'z pun 931703 10a*1°2 377U0SIT0709 AUT TU 078 erp'usmay nz ueuäsuen ueusqlozssd ax uf uoa JEpjerg a37agoeny 23 woA® zatayamy HI eiy uuwdaq Zuot"ET ("sa10g erurdrzo#or# oaTeg) P3u00„186= IN"OH INDMIOT DOKUMENT Nr.50 13 höht. Eisfeld und Braus bezogen zu dieser Zeit 25 800,— und 26 000,— Mark. (s. Dokumente Nr. 45 bis 47) Von Dürrfeld liegt ein Brief vom 30. Juni 1943 vor, in dem er den„Gawieiter des Gaues Oberschlesien der NSDAP, Po. Fritz Bracht“, bat,„den leitenden Her- ren des Werkes, also außer mir insbeson- dere Herrn Dr. Eisfeld“, ein oder zwei Jagdreviere zuzuteilen, um die nicht sehr reizvolle Hasenjagd„auf dem z2.Zt.noch verbliebenen jagdbaren Teil unseres Werkgeländes“ durch eine„Was- serjagd und eine entsprechende Reh- wildjagd“ zu ergänzen. (s. Dokument Nr. 48) Die„Gefälligkeiten“, die sich leitende IG-Kräfte von der SS des KZ Auschwitz erweisen ließen, trugen in einigen Fäl- len den Stempel gemeinster Leichen- fledderei. Sie ließen sich z.B. von der Lagerleitung 100 Pelzmäntel liefern, die jüdischen Menschen vom Leibe gezogen worden waren, ehesiein das IG-Farben- Gas gestoßen wurden. (s. Dokumente Nr. 49 und 50) Reh- 48) ande witz Fäl- hen- der , die gen ben- | 50) 2. IG-FARBEN— WEGBEREITER VON FASCHISMUS UND KRIEG Von Anbeginn der nazistischen Gewalt- herrschaft zählte die IG-Farben zu den Stützen des Nazi-Staates. Sie finanzierte ihn, half aktiv, Hitlers Raubkrieg vorzu- bereiten und verschmolz in den Spitzen mit der faschistischen Gewaltherrschaft. Bereits in der Weimarer Republik hatte die IG-Farben alle Rechtsparteien finan- ziell unterstützt. Das Vorstandsmitglied v. Schnitzler schätzte später die„Un- kosten“ für jede Reichstagswahl auf 400 000,— RM. (Richard Sasuly, a. a. O., S. 87) Die IG beeinflußte die Regierungspolitik in dieser Zeit maßgeblich über ihre Auf- sichtsratsmitglieder Paul Moldenhauer und Hermann Warmbold, die sie als Wirtschafts-- und Finanzminister zur Verfügung stellte. Die berüchtigten „Notverordnungen“, die dem Faschis- mus den Weg bereiteten, entstanden im Direktionsbüro von Hermann Schmitz. Die IG-Farben nahm relativ früh durch Max Ilgner— einem Verwandten des da- maligen Vorstandsvorsitzenden Schmitz — Fühlung mit der NSDAP auf. Im Fe- bruar 1933 stellte sie Hitler durch Ver- mittlung v. Schnitzlers 400 000,— RM zur Verfügung. („Das Urteil im IG-Farben-Prozeß“ a.a. ©S:45) Von nun an flossen die Gelder konti- nuierlich. Sie stiegen an, wenn die IG- Farben mit der Politik des Hitler-Staa- tes ganz besonders zufrieden war— etwa nach der Annexion des„Sudetengebie- tes“— als Schmitz an Hitler telegrafierte: Himmler, IG-Farben& Co Außerdem unterstützte die IG-Farben unmittelbar die SS über den„Freundes- kreis des Reichsführers SS”. Damit er- „30. September 1938 An den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler Blemiın Unter dem Eindruck der von Ihnen, mein Führer, erreichten Heimkehr Sudetendeutschlands ins Reich, stellt Ihnen die IG-Farbenindustrie Aktien- gesellschaft zur Verwendung für das sudetendeutsche Gebiet einen Betrag von einer halben Million Reichsmark zur Verfügung. Hermann Schmitz. (IG-Farben-Prozeß, Dokument NONI- 2795) Insgesamt waren es nachweisbar 84 200 353,— RM, die unmittelbar die Konzernzentrale Hitlers Terrorapparat zufließen ließ, eine Summe, die sich wie folgt verteilte: 1933 3584 070,— RM 1934 4 020 205,— RM 1935 4 515 039, RM 1936 4 960 636,— RM 1937 5 467 626,— RM 1938 8 156 315,— RM 1939 7539 857,— RM 1940 7471 620, RM 1941 8 057 982,— RM 1942 13436 201,— RM 1943 8588 650,— RM 1944 8 402 152, RM (Maurer-Prozeß, Teil I, Band II, Bl. 69/71) Dies waren lediglich die„Spenden“ der Dachgesellschaft. Sie enthielten nicht die von den Tochtergesellschaften zur Verfügung gestellten Beträge. “ reichte sie andererseits eine enge Zu- sammenarbeit bei der Realisierung ihrer Projekte. Der Zweck dieses„Freundes- 717 kreises“ bestand darin,„Spenden“ zur persönlichen Verwendung Himmlers einzutreiben. Dieser erklärte in einem Schreiben vom 30. Dezember 1937, daß diese Mittel verwandt würden, um„dem uns in der SS gesteckten Ziele zu einem wesentlichen Teil näherzukommen“. (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 9980) Die IG-Farben war durch ihr Vorstands- mitglied Bütefisch im„Freundeskreis“ vertreten. Bütefisch traf mit Himmler nicht nur auf den Veranstaltungen des „Freundeskreises“ zusammen, sondern besuchte ihn auch in seinem Haupt- quartier. (IG-Farben-Prozeß, Aussage Bütefisch, Bl. 8916) Himmler erhielt in den Jahren 1941 bis 1943 jährlich 100 000,— RM, die durch Bütefisch und Schmitz übermittelt wur- den. IG-Farben und Staatsapparat Auf Initiative Ilgners wurde 1933 ein sogenannter„F-Kreis“ geschaffen, um auch Hitlers Propaganda-Apparat im Sinne der IG-Farben zu lenken. In ihm arbeiteten Industrielle— seitens der IG- Farben Max Ilgner, Ernst Fischer und Heinrich Gattineau— mit Goebbels und dessen Staatssekretär Werner Naumann zusammen. Gattineau sagte unter Eid aus! „Durch Dr. Ilgner s Initiative wurde zu Beginn 1933 der Wirtschaftsführer- kreis, der eng mit dem Propaganda- ministerium zusammenarbeitete(so- genannter F-Kreis), geschaffen. Dieser Kreis bestand aus Vertretern der In- dustrie, unter anderen Herrn von Winterfeld(Siemens), Dr. Hahn (Mitteleuropäischer Wirtschaftstag und westliche Schwerindustrie), O.€. Fischer, Dr. Ilgner und wir für IG-Farben. Diese Organisationen setz- ten es sich zur Aufgabe, im Zusam- menhang mit dem Propagandamini- sterium die Ereignisse in Deutschland, die für den deutschen Ruf im Ausland ungünstig waren, abzuschwächen und dafür zu sorgen, daß die Verhältnisse des ‚neuen Deutschland‘ im Ausland Diese exklusive Vereinigung bestand aus etwa 30 führenden Vertretern der Monopole, unter ihnen Friedrich Flick, der heutige Bundesbankpräsident Karl Blessing und der Bankier Kurt v. Schrö- der sowie einige hohe SS-Führer wie Wolff, Ohlendorf und Pohl. Pohl sagte vor dem Nürnberger Tribu- nal aus: „Daß jemals eine Einladung zur Mit- gliedschaft abgelehnt worden wäre, ist unwahrscheinlich, und ich habe auch von keiner erfahren, da Industrielle sich eher zur Aufnahme in den Freundeskreis drängten in Anbetracht der Vorteile, die sie sich immerhin da- von versprachen, daß sie in persönliche Beziehungen zu Himmler und an- deren maßgeblichen Leuten der Partei sowie der Wirtschaft treten würden.“ (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 399) verschmolzen in besseres Licht gesetzt würden. Es war auch die Aufgabe des Wirtschafts- führerkreises, ungeschickte Aktionen des Propagandaministeriums zu ver- hindern und durch geeignetere zu er- setzen. Der Wirtschaftsführerkreis war dazu in der Lage, da seine Mitglieder die ausländischen Verhältnisse gut kannten, gute Verbindungen im Aus- land hatten und auf die Mentalität der betreffenden Länder eingestellt wa- ren. Die Exportpolitik war durch den Lauf der Ereignisse in Deutschland sehr gestört worden, und die Vertre- ter der Industrie wollten nun daran- gehen, dieser ungünstigen Entwick- lung durch entsprechende Propaganda entgegenzuarbeiten. Man versuchte, die Aufmerksamkeit von den politi- schen Fragen auf kulturelle abzulen- ken. Im Propagandaministerium war diese Entwicklung sehr erwünscht, da dadurch die Verbindungen, welche die Industrie im Auslande hatte, für seine Zwecke benützt werden konnten. Außerdem war es günstig, Leute zu benutzen, die nicht als bezahlte Pro- pagandisten abgestempelt waren. Diese Propagandatätigkeit wurde nicht vom tand der Il "ick, Karl hrö- wie ribu- Niederschrift über d ai Ps“3er_die Sitzung des Kaufmännischen Be ee Ausschusses “0| 8g._den_ 10. September 1937, vorn.9.30_Uhr :==2<1_2221,_vorn.9. ae in_Berlin_N.W.7, Unter den Linden 82. =| Lo je PR Anwesend die Herren: racht be VOnESEchhennisterolen v de en orsitzender, 5 Ha 6 7. u ae Kurkürglerr. r ’ En Mann, NRusne]weunes , e. wer, 399) zz: WEezbrerr.- Anlarrrelae ö Eerzaunek- Each ie. P rotokollführer, ausserdem zeitweise: H 2 Er emyaGenehat Secanemsistez und a Herr Gen.Dir. fe areas pp D. A. G., Wien one| \ ale zu ei- IN js wol-|) lieder Wirtschaftspolitischen Anteil Aus- 14) Zusammenarbeit mit der denie En EN: Rücksicht auf die immer zahlreicher wer i Aufrüstun er Gensat, des Vierjahresplane8,= u 8» nden Probleme au nlage erscheint eg unerlässlich, dass ‚land) des Exports, der Ben G. bei allen Besprechungen 0deF ai 'ertre- sämtliche Stellen= Verbänden und politischen Tas nr it Behörden, ick Be, nit der Wirtschaftspolitischen a ) z a r ande TE En eine einheitliche Stellungnahme se a 8 | er de u es sicherzustellen. Dr. von oe Zusammen pol diesen hierüber im Z.A. zu berichten. In der Fler übernehmen, Ale Frage der Zusammenarbeit zwischen # en wird auch nen Abteilung und der Vernittlungsstelle 11t1sC nd WirtschaftsPpO he dr| W erörtert. r sei mie:|| te zu . pro ’ 0 1} m| DOKUMENT Nr. 51 vet I Geheim! ren vdh/be De re Fonniere beloıa. Ts 3 Aufb'] y a L) Sitzungsbericht Besprechung in Frankfurt/M. am 2.5.1941 betr. Zusammenarbeit zwischen Abw.I Wi und 1,6. I. Einführung Dr.Schneider II. Referat Major Dr.Bloch III. Referat Dr.von der Heyde IV. Aussprache, Nach Eröffnung der Tagung durch Dr.Schneider dankte Major Dr.Bloch im Namen der Herren Admiral Canaris und Oderst Piekenbrock für die von der I.G. bisher g- leistete wertvolle Mitarbeit und Unterstützung im Auslands- nachrichtendienst auf wehrwirtsohaftlichen und wirtschaft. lichem Gebiet, Major Dr.Bloch wies ausserdem auf die heute und in der nösusten Zeit aktuellen Problome auf diesem Gebiet hin und bat in dieser Richtung weiterhin un die Unterstützung der 1.0. Er erwähnte als vordringlioh die Bearbeitung folgen- der Länder: Brit.Enpire, USA., UASSR. Dr.von der Heyde führte in Seinen Referat im einzelnen aus, in weloher Weise die Mitarbeit der I.G. bisher stattgofunden hat und wie auf Grund der dabei 8ewonnenen Erfahrungen die zuklinftige Arbeit SyStematisoh und zweck- mässig gestaltet worden sollte. Er betonte, dass der Haupt- zweck der Tagung darin bestehe, sion über eine möglichst rationelle und zweckmässige Durchführung einer SyStematischen Zusammenarbeit 3uf lange Sicht klar zu werden, Er Sseigte auf, weshalb es gerade Jetst in Kriege notwendig sei, eine solche Zukunftsaufgabe zu intensivieren, und unterstrich, dass die Mitarbeit der I.0,— wie überhaupt der deutschen Virtschaft— keinesfalls mit Kriegeschluss beendet sein darf, sondern dass DOKUMENT Nr. 52 80 IISTETELLELLDLULLUC LEUTE EEE ee Geheim 3 Exenpl. ih Lanf Vermittlungsstelle/Allgomein. Berlin, 23.0kt.35 Bpr t rrn Obergt_ Th 21,0 Anlässlich einer Besprechung über die von Herrn Oberst Thomas eingerichtete Stelle zur Prüfung von Patent- und Vertrags- fragen wurde auch über die weitere Entwioklung auf wehrwirtschaft- lichen Gebiet gesprochen. 1) Es werden im A-Fall 2 grosse Spitzen der Organisation bestehen. a) wirtschaftlicher Generalstab(Chef Oberst Thomas). Er wird binnen kurzen diesen Titel erhalten. b) Führungsstab des Reichswirtschaftsministeriums(Chef Herr Wohltat) nit der angeschlossenen Abteilung des Ministerial=- rats Godlewski usw. die Führung in den grossen bereits ein« en Industriegruppen dor Industrie zu nkt sich Herr Oberst Thomas die A EB ASt beabsichtigt, heitlich zusammengce lasst belassen. Im Falle der l.G. de Lösung 80,488 Herr Dr. Krauch diejenige Spitze ist, an der der wirtschaftliche Generalstab im A-Falle seine Forderungen Ni; ee Zustundig für die Verhandlungen bezüglich der Produk tionsregelung ähnlicher fragen wird meist das RwiM(Abt ß Godlewski) sein. Massgebend für die Höhe der EN und für die Anforderungen ist dagegen stets das RKM (Abt. Thomas). Es wird also für alle Fragen der Produktion stets zu einer gemeinsauen Verhandlung I.G. RKM. und Rail kommen. f Herrn Dir, Dr.krauch. FT.) DOKUMENT Nr. 53 1 Propagandaministerium, sondern von den Firmen der betreffenden Referen- ten finanziert.“ (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 4833) Mit den Millionen, die die IS-Farben in den Hitler-Staat investierte, erkaufte sie sich Zugang zu den entscheidenden staatlichen Institutionen. Ihre Berliner Zentrale, schlicht„Büro Berlin NW 7“ genannt, war bereits 1927 geschaffen worden mit der Bestimmung, die Wünsche des Konzerns bei den amt- lichen Stellen durchzusetzen. Dieses Büro entwickelte sich zu einer der bestorganisierten Spionagezentralen Eu- ropas. Sie wurde von Ilgner geleitet und war eng verbunden mit der„Volkswirt- schaftlichen Abteilung“(s. Dokument Nr. 51), der zeitweise Gattineau vor- stand, und mit der„Statistischen Abtei- lung“, deren Leiter Anton Reithinger war. In alle Länder, in denen der Konzern Zweigunternehmen besaß, schickte das „Büro NW 7“ seine Leute. In zahlreichen Ländern wurden durch Strohmänner getarnte Spionagefirmen gegründet. Über das„Büro NW 7“ war die IG-Far- ben eng mit dem faschistischen Spionage- apparat und dessen„5. Kolonne“ ver- bunden.(s. Dokument Nr. 52) Um sich einen Löwenanteil an den Rü- stungsprofiten zu sichern, wurde An- fang 1935 eine eigene IG-,Vermittlungs- stelle W“(Wehrmacht) gegründet. Sie hatte die Aufgabe, mit dem„Wehrwirt- schaftsstab beim OKW“(genannt„WWi“) die wirtschaftlichen Kriegsvorbereitun- gen zu treffen, Mobilmachungspläne vor- zubereiten und dabei die Entscheidungs- freiheit der IG-Farben zu sichern. In einem Brief der„Vermittlungsstelle W“ vom 7. Januar 1935 heißt es: „Die organisatorischen Arbeiten in der IG wurden erörtert, wobei vom WWi aus mehrfach darauf hingewiesen wurde, daß die großen Konzerne in ihren Beschlüssen selbständig bleiben sollen, d.h. sich unsere Vorarbeiten völlig konform mit den Gedanken- gängen von WWi bewegen. Im Mob- Falle wird das Wehrwirtschaftsamt in Berlin bleiben, und es ist daher zweck- mäßig, wenn die entsprechende IG- Stelle bzw. die Zentralstellen der IG in Berlin oder in der Nähe von Berlin greifbar sind... Die Mob-Planungsarbeiten wurden be- sprochen und noch einmal festgestellt, daß sich unsere„Mob-Plan-V orarbei- ten“ durchaus im Sinne von WWi be- wegen.“ Das mit der IG-Farben und anderen Rüstungskonzernen verflochtene„Wehr- Wirtschaftsamt“ des OKW entwickelte sich zu einem regelrechten„General- Stabes:(s. Dokument Nr. 53) Krauch, Vorsitzender des Aufsichtsrates des IG-Farben-Konzerns, ließ sich, um Konzernentscheidungen in unmittelbare staatliche Direktiven umzumünzen, in hohe Staatsstellen einbauen. Darüber besagen die Unterlagen des Nürnberger IG-Farben-Prozesses: „Im April 1936 wurde ihm die Leitung der Forschungs- und Entwicklungsab- teilung für Rohstoffe und Devisen in Görings Stab übertragen; im Oktober 1936 übernahm er die Leitung der Forschungs- und Entwicklungsabtei- lung beim Amt für Deutsche Roh- und Werkstoffe im Vierjahresplan; vom Juli 1938 bis 1945 Generalbevollmäch- tigter für Sonderfragen der chemi- schen Erzeugung; seit Dezember 1939 Leiter des Reichsamtes für Wirtschafts- ausbau im Vierjahresplan, von 1938 bis 1945 Wehrwirtschaftsführer; Mit- glied des Direktoriums des Reichs- forschungsrates.“ („Das Urteil im IG-Farben-Prozeß“, ara ORESe 15) Die Schlüsselstellung der IG-Farben im„Reichsamt für Wirtschaftsausbau“ (RWA) wurde benutzt, um zahlreiche IG-Vertreter in staatliche Stellen„ab- zukommandieren“. In den Geschäfts- unterlagen des Konzerns wurde das „Reichsamt“ als Abteilung der IG-Far- ben geführt. Ambros, Betriebsführer von Auschwitz, wurde z. B. Sonderberater für Forschung und Entwicklung beim„Beauftragten für den Vierjahresplan“, Göring, Leiter des Sonderausschusses für chemische Kampfmittel und des Hauptausschusses Kar und Sprengstoffe beim Rüstungs- amt. („Das Urteil im IG-Farben-Pr ee 6.5.10) en-Prozeß“, a.a. SS-Obersturmbannführer Bütefisch und Wurster fungierten als„Mitarbeiter“ des Generalbevollmächtigten für Sonder- fragen der chemischen Erzeugung, Krauch, im Stabe Görings(„Das Urteil im IG- und 19 Eckell leiteter rings. Die p der IC Staats: verans den St halt hz für di Wirtsc für de folgen: ziert: „Hei pels des IG.- Zahlre IG-Fa, Kriegs tion Vi Im ge niak-V heißt{ „Die Krie lang men (Zer Akt Die] über Schen formie Vembe „Priee »Di gen F Pie 1 be- tellt, rbei- i be- eren 'ehr- kelte eral- r. 53) rates ‚ um |bare ,, in über erger itung gsab- on in tober der ıbtei- - und vom näch- hemi- 1939 afts- 1938 Mit- eichs- zeß”, arben sbau“ ‚eiche „ab- näfts- , das _Far- hwilz, chung agten Leitel nische „usses ung“ “q.8. j und 1. des ndel“ une: Urteil im IG-Farben-Prozeß, a.a.O., Seite 11 und 19). Eckell und Ritter, zwei IG-Prokuristen, leiteten Unterabteilungen im Stabe Gö- rings. Die personelle Verflechtung zwischen der IG-Farben und dem faschistischen Staatsapparat wird durch ein Dokument veranschaulicht, das Feststellungen über den Status der Doppelstellung zum In- halt hat. Darin wurde beispielsweise der für die IG-Farben im Reichsamt für Wirtschaftsausbau tätige Sachbearbeiter für den Arbeitseinsatz, Alfred Ling, mit folgender Klausel in dieses Amt lan- ziert: „Herr Ling habe also dann eine Dop- pelstellung— einmal sei er Vertreter des Reichsamtes und zum anderen der IG.— Er werde deshalb als Angestell- ter des Leuna-Werkes oma“ (Betriebsarchiv Buna, Aktenvermerk, Rechts- und Sozialabteilung, Bl. 277) Das sind nur einige Beispiele. Die IG- Farben entsandte in verschiedene Nazi- Dienststellen Dutzende ihrer Vertreter, die Angestellte des Konzerns blieben. So saßen u.a. im Goebbels-Ministerium ihre Vertrauensleute. Mit mehreren Hitler-Generalen schloß sie Verträge. künftig ge- Diese Tatsachen zeigen: Der„staatliche Zwang“ auf dem Sektor der chemischen Rüstungsindustrie ging vom IG-Farben- Konzern aus. Die Konzernbeschlüsse er- hielten im Hitler-Staat Gesetzeskraft und wurden mit den drakonischen Mit- teln der faschistischen Diktatur ver- wirklicht.(s. Anhang, Dokument Nr. 75) Bereits 1935 den totalen Krieg vorbereitet Zahlreiche Dokumente beweisen, daß die IG-Farben-Betriebe schon lange vor Kriegsbeginn auf die Rüstungsproduk- tion vorbereitet worden waren. (s. z. B. Dokument Nr. 54) Im geheimen Jahresbericht des Amo- niak-Werkes Merseburg, Leuna, von 1939 heißt es im gleichen Zusammenhang: „Die Umstellung auf die vorgesehene Kriegsproduktion ging, dank der von langer Hand vorbereiteten Maßnah- men, glatt und reibungslos vonstatten.“ (Zentrales Werkarchiv Leuna, Akte 1381— 3a/l) Die IG-Farben war selbstverständlich über die Hintergründe der demagogi- schen Friedensbeteuerungen Hitlers in- formiert. Hitler bestätigte am 10. No- vember 1938 selbst den Charakter der „Friedensliebe“ des Faschismus: „Die Umstände haben mich gezwun- gen, jahrzehntelang fast nur vom Frieden zu reden. Nur unter der fort- gesetzten Betonung des deutschen Friedenswillens und der Friedensab- sichten war es mir möglich, dem deul- schen Volk Stück für Stück die Rü- stung zu geben, die immer wieder für den nächsten Schritt als Voraussetzung notwendig war.“; (Gisela Kahl:„Zu den Kriegsvorberei- tungen und der Kriegsdurchführung des IG-Farben-Konzerns in zwei Welt- kriegen“, S. 1/2— Herausgeber: Insti- tut für Marxismus-Leninismus an der Technischen Hochschule für Chemie) Die Führungsgremien der IG-Farben kannten nicht nur wichtige Termine der Kriegsvorbereitung und der späteren Überfälle auf andere Länder, sondern bestimmten sie mit. Eine Fülle von Do- kumenten, von denen nur ein kleiner Teil wiedergegeben werden kann, über- führt die IG-Farben: Schon am 12. März 1935 informierte die„Vermittlungsstelle W“ der IG die Direktoren darüber, daß die„Vorbereitung der Industrie für den Krieg... eine erhebliche Verstärkung erfahren“ würde. Dazu wurden Vorstel- lungen der Direktoren angefordert. (s. Dokument Nr. 55) Die Direktoren der einzelnen IG-Be- triebe reichten daraufhin ihre Vorschläge ein. Die IG-Direktoren in Bitterfeld z. B. verlangten außer staatlichen Maßnah- men zur Aufrechterhaltung der Produk- tion feste Absatz- und Preisgarantien und eine totale Kriegsführung, „die den letzten Mann und die letzte Frau in die Kriegsmaschine ein- spannt“. In dem Dokument„Antworten auf die Fragen an den Rüstungsbeirat“ aus der IG-Farben-Zentrale vom März 1935 heißt es: 83 per Alk wi nn Berlin, 12./13. März 1955. Wehrwirtschaft. mr) au,)) De6 A des R.w.M. unter Anschlus bereitung der Industrie fur den Krieg wird mit dem Es wird für oe des R.L.B. zur Vor 1. april eine erhebliche Veretarkung erfahren. ea Organisation durch Militari- rieben gelbst(wirt- erforderlich gehalten, dies ‚uhrenden Organe ıu den Bet eierung der I ) fest zu verankern. Stellungnahne schafts--Reserve-Offiziere 4.)“Wie wird sei tens der wirtschaft die Tatigk wachungsstellen Ba: bezuglich der Orgunisation der B u.| I ewirtsch ung teilt. ErSBc G ni es heint auf Grund der bisherigen erfahrungen für nn. einen Kunfti sen A-Pall a die zentrali- ie dezentralisierte Bewirtschat 1a, aassiger. Vorschlage erbeten ee _- DOKUMENTNr. 54 84 Wolfen, den 20.Desember 1939 ,, 7:, Dr.äMey/Sn. Bee) Geheim Wirtsohaftlieher Lageberieht für die Pilnfabrik Wolfen der 1.0.Parbenindustrie A.G. J ey 68160 ’ l Allgemeine Gescohäftslage und Absats- Die antlicherseits an die Filmfebrik Wolfen gestellten Anforderun- gen und die allgemeine Gesohäftslage gewährleisteten seit Beginn des Erieges bis zum heutigen Tage unter Aufreohterhaltung des vollen Praduktionsumfenges den laufenden Absatz der Erzeugung. Der in den letsten Jahren vorgenomuene Ausbau der Fabrikations- anlagen für Herstellung von Zellwolle und Zellstoff auf Basis deutschen Buohenholses diente bereits im Rahmen des Vierjahres- planes der Sioherstellung der Autarkie der deutschen Wirtschaft. Auf den Gebiete der Photoherstellung hat sich, bedingt duron die eingetretenen Ereignisse, eine Umlagerung in der Weise vollsogen, dass die unmittelbar und mittelbar kriegswichtigen Erseugnisse einen starken Anstieg zu verzeichnen haten, hier ist Insbesondere die Herstellung von Fliegerfilm, Röntgenfila, Klarsoheiben für Gasmasken usw. su erwähnen, gieichzeitig ist aber auch auf Ver anlassung des Reichepropagendaninisteriums die Herstellung von Kine- und Sohmalfilm gans bedeutend gesteigert worden. Der Export der Photoerzeugnisse spielt nach wie vor eine wesentliche Rolle: an die Stelle der in Fortfall gekommenen Ausfuhr in das feindli- che Ausland trat ein z.T- erheblich verstärkter Export an die neutralen Staatcn- Durohftihrung des Mob-Programns. | | j Die Vorbereitungen für die Umstellung der Friedensfertigung auf | das Mob-Programs waren bereits in Zusammenarbeit mit den sustän- | digen Reichsstellen seit mehreren Jehren betrieben worden, 50 dass | die weisungugenäss vom 4.September 1939 ab erfolgte Durchführung der Mob-Febrikation ohne besondere Schwierigkeiten vollsozen | werden konnte. Soweit sich fabrikatorisch Ergünsungen im Mob- Programm notwendig machten sind diese suständigen Orts beantragt oder auch bereits genehmigt. = 2= DOKUMENT Nr.55 85 "ueT[o@ uepsem 4USXIqaFLeTUm BOXLeg Gap oqug ep ut erPp*ıope rt usıjwuoedeteg ınJ Funsjeauslieiylend"220dsu.13 07 pın-uy mj3(enqrumo) eanz uepuezznumg os ı0p sawduy"Aunmtrezufesuarung!qı 2 -ueqej.izeg Ueu[ezufe uep ug uerzwuoedeteg Iep Iumtrerupg ep oqudrcuugeg ‚zgqoruoyg-’qom Iep Zunuunzurg "y JeuosdoTeg erp um oTyezeg-'acm TOP oaudeny(A ‘sasunjsqe,T29g orp uu otTyez0g-’aom sep sqauisar(% aog3npo.14-"gon JT= vorp7 mpo.deueperig Iep AunTersun nz otgejeg IeP saudeny ı(uedrImseq as Jeq@dstyejeg uep uw 497 u@1s7330 1 9ep Zusjdeg ıop) PTIersuep.inueg ueärpugrenz Iep STueJed uspuegoesdszue seufe ITwUmg gosu ıepo FumyosmT Tao usufeue?tt® Iep Fungoewjuusgeg gOwu wsBunzgaamsm nntgnypaug AN uruguigchg SQUAIHTURPEING, INEOWLE RT oyosttosofuerzay erizenpuruegzug'H’l omg 640% LLIL SFR» 3 way mm arabnejdud 220 Inupemmsing(am Onnignarajen „wgpaitpjuug”‘>ı0 duasse sejaqulak ran"woyeıpjara ımm ageWurıang PTILE 2.200 2 2200 2 m elamlgahennD“ap['WER3 _23qu2]03-"goul was DOKUMENT Nr.56 Sazenpl- Absohrift/d,_ ı 1.G.IBTERBN. Berlin, 17.12.35 Betr. Weitere Entwicklung der wehrwirtschaftlichen Organisation Be. in den I.G.Werken. an cel_-222- Ba Betriebstaktische Planspiel®. Zusanmenarbeit mit dem kerk- luftschutz. Nutzbarmachung der Arbeiten für den Katastrophen- schutz in normaler Zeit.| In den I.G.Werken ist der kreis der mit den wehrwirtschaftlichen Dingen defassten Persönlichkeiten Lestgelegt- Betriebsführer und Stellvertreter sowie ein geeignet gusanmengesetzter Steb sind die Führer der gesanten wehrwirtschaftlichen Arbeiten im werk. wen jetst im einzelnen das Erzeugungsprogramm für den k-Jall für die Werke festgeleet wird(vorerst meist nur in grossen Zügen adglich), ist os an der Zeit, dasß qaieser Führerkreis in den Werken sich gedanklich auf die im Kriegsfall eintretenden Aufgaben vorbereitet. Hierzu wird e8 zweokmässi& sein,"petriebstaktische planspiele" durchzuführen, d. h. die an eich in normaler Zeit üblichen über- legungen bezüglich Produktionseicherunß» Verschiebung und Umetel- lung innerhalb des Werkes auf die besonderen Verhältnisse des I raiıes gedenklich ausmieht" | Vorarbeiten in dieser Richtung bedeuten die Arbeiten des Werkluft-| | schutzes, der die rein technischen Schutzmassnahmen für den Fall eines Luftungriffe® führt und auch bei den Luftsonutzplanspielen bereits mit den verschiedensten störungauöglichkeiten in den ein- | zelnen Betriebsteilen rechnet. Die Organisation des werkluft- I sohutzes ist in entsprechender Weise auszunutzen und es wird zweck- | mässig sein, den werkluftsonutzleiter zu den betriebstaktischen | Planspielen heranzuziehen dezw. diese von ihm mit vorbereiten zu I} lassen. Ein yetziensteksjsonen Zlenenisl- würde ER sich gehen: EB wird eine bestinnte produktionshöhe er very edenen Produkte angenommen(auf Grund der vorher durchgeführten Planungen) Es wird die Wichtigkeit der Produktion festgesetzt, d. D- ale Teile DOKUMENT Nr.57 87 TErSnTE Tuorızderungteguregen"S 3904 arp KOınp yorımzıeam IapO u12J37148 yorrugsıad Peentyog>rp Joyep sanm epuspreyoseny Iaı"U798 18751019 193913 -1a, uep ınJ Uegcnn ue®rT.iegun opue1yansanzzn® ua1osTIuFaIy9s uep u"uusy uepurz 3y0atız yore 1979.3.104 IOP eyıKıasıraqaLlY ıep uoa usqzaTquleg wayortzınıd req cup‘usaLysmeqnz m# z9uR1o =33 08 Irpumıe purs uo?urLa,umeyTagtY aııe arMos Ta337u83 794 -iy uapusys3e Iumdnzue, MZ wıapart92 FueaFwuos?ToJ99 UP oııY azınıdeı reqIy IaPp FunupıIo «uafıaznzıoa uleugiNJd usp Zw mI>puoJznY auyo PUm usıyj nz yoıs raq sr218 sTomend -UsuIT5 UaLuT“aayzyuorıJdıaa pUuLl® ısper1?r rus2Fuuos3T0F39 alIY "uartazenzuz j ap yarıanz1aaum(JOLIE ususqar.ıyasa2ura yaınp *12349)"uUassuT.laaA eun 9371P+uaı1ıe uoa puT®e a6 TaMEnBuauITd ara FE TEMENBUAUL “FILTIIgETBUoS.Ia, -usF10J19(vF11oyoRuy yamp*1249) Aumtrarıtz arp uastuozaTeı Sen 08 yorıFou ıyom zyoru 218 =sa1aqIy Jap ue uaxonıurg wap I0A uspua,jaızag sap uauFauds -ı3 68p 1ı61["yo[Te3n2I TU(SOS:*1TaL easyTeu uLıa]) Zunt 73248 -goR ıap pum a2 jaTe?umtTerav Dautas 210708 sarp 38y4"FTFUIO nısjeT3sustg uaTlarz Anz 1opO aıa24 umz Zumznıequrg eure aM umzjnıoqurz 794 unptauav -uopıam II7P214® uspuwaratayonımz sap 2468UF3 jaryaeıelaa yo.mp uapur3sun UaTL® Jaıım usssnU aapartFrTus2 78406910329 uspuassetlsa sum Zumyouu -TI1cm Jap e2Tozur IaP“uazjaqay arp"uaıınzıa nz an? pım yoeBI usasAyny ue31132909 wur@Tp uowmueq usıelaseny ımz 874 yo;8 sernw patı9a jue2Jeyos210389 sepap-zyserdes3raqiy ur a12puoeaqsuf a1ı3 serp!uayıey n2 urtdrzera*Frpuamzou se zay af wusp Auen juozteu urterzeig"U i Pualıs DUIS BTBILIAIET woywnejeauy*Z ur ıusmaqjnY 8;7p Asqr; UaIJLIUOBLIOA BL 7 109a.deaus uap Jnr aJTAU084J01 u(rk urhhh Sry 4 “U WUSTUAUUBY LEJaF"auorı)deZumıTeu FTITErE.aa Bo 1, 2CeGaFI2ag Jap ul aTp UP uJouutlJe Jtn ee srumzTeuureusn*& =T we 778008710300®TP us Jımy DOKUMENT Nr. 58 VORDERE > » » 4“ A a £ 2- Blick in das Zentrale Werkarchiv der volkseigenen Leuna-Werke „Wenn man darauf ausgeht, die ge- wirtschaftlichen Organismus einglie- samten produktiven Kräfte auf weite dert.“ | Sicht vorbereitend einem einheitlichen Die„Vermittlungsstelle W“ entwickelte Zwecke unterzuordnen, SO heißt dies sich zu einem eigenen IG-Generalstab, — naturgemäß unter Benutzung der der die Mobilmachung des Konzerns in im Kriege gesammelten Erfahrungen Übereinstimmung mit den Terminplänen — eine wehrwirtschaftliche Neuorgani- des Generalstabes der Hitler-Wehrmacht sation zu schajfen, die den letzten vorbereitete. Allen IG-Direktoren wurde Mann und die letzte Frau, die letzie schon 1935 von der„Vermittlungsstelle Produktionseinrichtung und Maschine W“ mitgeteilt, daß diese Instanz folgende sowie den letzten Rohstoff der Erzeu- Aufgaben habe: gung von kriegswichtigen Produkten„... die zentrale Bearbeitung der Mo- zuführt und alle Arbeitskräfte, Pro- bilmachungspläne, die Fragen der Um- duktionseinrichtungen und Rohstoffe stellung der Produktion und der Ver- in einem straff militärisch geführten legung der Produktion, die Sicherstel- 89 Dr.deorg von Sohnitzler Frankfurt a.M. 20., den 24.Juni 1940.. An die Herren Mitglieder des Kaufmännischen Ausschusses. Herrn Direktor Dr. ter Meer Frankfurt a.M.20 Herrn Direktor DP.von Knierlen, Ludwigshafen a.Rh. Herrn Ministerialrat a.D. Dr.Buhl, Frankfurt a.M.20 Herrn Direktor Dr.Anderhub, Wiesbaden-Biebrich Herrn Direktor Bachmann, Knapsack b/Köln. Sehr geehrte Herren} Vom Blro des Kaufmännischen Ausschusses erging am 21.d.M. Einladung zur nächsten Sitzung des Kaufmännischen Ausschusses für den 28./29.Juni d.J. in Frankfurt a.M. Abschrift der Einladung lege ich für diejenigen Herren bei, äie, obgleich Nichtnitglieder des Kaufmännischen Ausschusse®, hiermit freundlichst gebeten werde am 28.Juni d.J. gleichfalls anwesend zu sein. Den Hauptgegenstand unserer Besprechung, der in der Tagesordnung unter N2 1 als "nWirtschaftspolitischer Bericht» bezeichnet ist, bildet die Er- örterung des wirtschaftspolitischen Fragenkonmplezes, der durch die rasche Entwicklung der kriegerisohen Ereignisse im Westen aktuel] geworden ist. Es liegt eine konkrete Anfrage der Reichsregierung vor in kürzester Frist ein Programm auszuarbeiten, wie sich unsere Firma eine, im künftigen Friedensvertrag zu verankernde Ordnung der gesamten europäischen Belange auf den Chemie Sektor vorstellt. Hierbei ist nicht nur an das Verhältnis zu den heute noch mit Deutschland im Kriege befindlichen, sondern auch an diejenigen Länder gedacht, die mit Deutschland verbündet, oder die bis jetzt neutral sind. Die Fragestellung erstreckt sich also keineswegs allein auf die künftige Behandlung von England und Frankreich, son- dern in gleichem Masse auch auf den Sldostraum und Italien. Die in diesem Schreiben adressierten Herren ter Meer, von Knierienm und Buhl haben bereits ihr Erscheinen zu der Sitzung zu gesagt. Die Herren Dr.Anderhub und Bachmann darf ich hiermit,gleich zeitig im Namen des Herrn Geheinrat Schritz um ihr Erscheinen bit Ferner bitte ich die Herren Leiter der übrigen Verkaufsge t meinschaften, ausser Farben und Chemikalien, ihre technischen Kollegen von den Termin zu verständigen nit dem Anheimgeben ob nicht auch sie ihre Teilnahme daran in Aussicht nehsen wollen. Het kKaeteleo rn. » DOKUMENT Nr. 59 90 gie französischen Vertreter sun& dass das geutsch-zransösiech® Parbetoffkertell von 1927, das in jervortres(De DOKUMENTNr. 60 2 onnang-prankreich-Schwei#) von 1929 und STILL Sekt Dr Galewskt| 00105 an OS Aktennotis über die Besprech winohen den Vertretern der deutschen und der französischen Rarbstozfindustri®e in | Anwesendi für die 1.6.Parbenindustrie Aktiengesellschaft | Dr.v.Sonnitsler Dr.ter Meer | K.-R.Weidel j Dr.Kugler | Dr.Terhear für die französische farbetoffindustri® Duchemin(Präsident der Ete.Kuhlmann) G.Thosaer(Präsident von St.Denis) Castös An 21.11.1940 fand in Wiesbaden in Anwesenheit der deutschen und französischen Regierungsvertreter unter dem Vor- || sitz des Gesandten Hemmer,» des Leiters der Waffenstillstande- delegation für Wirtschaft, eine erste Fühlungnahne der deut- schen und transösiechen Inaustrievertreter gtatt. Auf Grund der kussprach® erhielten die deutschen und französischen In- dustrievertreter gie Vollmacht ZU einer grivatnirtschaftlichen Aussprach® mit dem ‚uftraß» über das Ergebni8 den beiderseiti- gen Regierungsvertretert zu berichten. Die Vollmacht für gie u Vertreter der deutschen Industrie wurde von Herm Gesanden Hemmen in dem Sinne erteilt, dass sich die kussprach® auf der Grundla- ge des Menorandums zu bewegen hätte, das in der Sitzung von 21.11.1940 von deutscher Seite verlesen und den französischen | Yertrotern’sonriftlioh übergeben wurd®.(Siehe Anlage) (} ech. Bereits in der offisiellen Sitsung von 21.11.40 hatten cohst den Standpunkt eingenommen, ® 91 ERTRUANAREUERGERERARREENERRERAEARERERRRERTRTRRRTRRTUERRRRTRRRRRRTHRRBTHTNNN 1.G. FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHA pe 00 Streng vertraulich 180 ir IRTSCHAFTSPOLITISCHE ABTEILUNG Berlin EW 7, den 9. Oktober 1940 Unter den Linden 78 97 te An die 2 Sew. Dr. Capaskı He n Mitgliede ee 14 11 OKT. 190 des Vorstandes in . IA © Betr.ı Belgien/ I.G.-Wunschmaterial wur: = Sehr geehrte Harren I Im Auftrage des Kaufmännischen Ausschusses übermitteln wir Innen in der Anlage den Entwurf der der Priedensplanung soll die beiliegende Ausarbeitung E W den grundsätzlichen Teil der für Belgien zusammenzu- Pan stellenden Vorschläge der I.G. darstellen. Da die für Belgien bestimmten Vorschläge der einzelnen Verkaufsgemeinschaften schon sehr bald den au- ständigen amtlichen Stellen übermittelt werden sollen, dürfen wir Sie bitten, Ihre Stellungnanme zu der beilie- genden Ausarbeitung bis zum 16. Oktober der Wirtschafts- politischen Abteilung bekanntzugeben. Beil HP Etleort I.G.PARBENINDUSTRIB ee | Ay ie ER er| NENNEN DOKUMENTNr. 61 92 1.6. FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSFOLITISCHE ABTEILUSG Berlin BW 7 den 15. Juli 1940 Unter den Linden 82 Einschreiben galt To 14 s Herrn Direktor 0 t t© 21 | 1.5. Farbenirdustri® Aktiengesellsayaft Schekal Bleiriene sn= a an metrgeheimnig u E zeunag |+ Ma. u re >75 we ee ae wis Ne Betr. Sicherstellung von Materja} jr EngJandgürer iu nme t.a- a Sehr geehrter Herr Direktor Otto! Wir beziehen uns auf den Punkt 2) der Niederschrift über die 33.Sitzung des Kaufmännischen Ausschusses aM 28./29.6.40- Unter nochmaligen Hinweis auf die Übersendung von Adresser. möchten wir zur näheren Erläuterung über Sinn und ziel dieser uns gestell- ten Anfrage noch einmal kurz folgende3 angeben? Es handelt sich darun, vornehmlich Adresgen solcher Stellen in England zu nennen, die gegen Verschleppung und Ver- nichtung von interessanten Material im gegebenen Fall gesichert werden müssen, wozu es aber ejnes besonderen Hinweises bedarf. So liegt e3 z.B. auf der Hand, dass industrielle Anlagen ohne weitereB Hinweis automatisch interessant erscheinen und demgemäss neist unverzüglich gesichert werden. Unberücksichtigt bleipven dann aber oftmals Kartell- und Konventionsbür03, Patentänter und -büro03, Konstruktionsbür0, wissenschaftliche Forschungsinstitut®, zmischenstaatliche Organisationen und Verbindungsstellen, gegner!- sche Anwälte in Prozessen von A lgemeinwirtschaftliche? Bedeutung, Eüros von Industriellen-Verbänden und ähnlıchen Organisationen, und dergl.aehr.“ Wir bitten alle in Frage kommenden Stellen, genauestens zu prüfen, welche Angaben irgendwie in dieser Richtung von Wert seın könnten, und wären für baldig® Übersendung der entsprechepgden Mitteilungen dankbar. Heil Kıulers) WIRTSCHAFTSPOLITISCHE ABTEILUNG Referat Wenrwirtschaft u Antwort erbeten an: et Le Fardenindustie Artiempsetschzfl Wirtschatispolnische Ahleil' 3 u Nida. Horm Dr. von dor Aoydo Verwowi geriin nw 7 Untor de®[> TEN INN DOKUMENTNr. 62 93 1. G. Berlin NW 7 Unter den Linden 78 7 A" Herm “onmerzialrat Otto anocdaz enstr. 65/67 .=) BERLIN MW7 a a be Di L a En— ae— I, De 2 ...- 4.1.41-- en Ir Fi./Jk. 521 28.2.4 “= Wichtige Unternehmen der chemischen Industrie in Grossbritannien und Nord-Irland(Vowi 4191) Im Anschluss an unser obiges Schreiben erlauben wir uns, Ihnen an- _ liegend das Schaubild Standorte wichtiger Unternehmen der chemischen Industrie in Grossbritannien und Nord-Irland zur gefl. Kenntnisnahme zu übermitteln. I.G.FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT Ray Pre Bowrrw Il DOKUMENTNr. 63 94 Sn Drei STa| (urannens FE N: EL INDUSTRIE IN in\ GROS © Dt Y@ ü NNIER 2 J\ UND p ee a' h ur NW> N) ı 5 weh[ En= N KILL No us av f} N A suunon g b 2[1 \/ zouaen a)“ wi un.../ ” wIancunanınT D. ro= vontarane.|. westnancum N| « ” 1 mas-\ [4> R v[}[« ’\/ vos m m Genug) \ r( S == 77 N£ Ba 3 a. rn } Sup 5\ u.. In ni:> y\ N\>. f"dtasıca pi\steor vrwcoeel\\ ae 0 eo. o- j 5 Bere== s/ S 4 vn= N menioneTn/ 1 ren i ad 2 eıcesren 4 OLE montsontar.| err—— Br br‘ 2 RG[2 h) wontwanr!ons SCHAUEN . aanmoR.? CanDıoAn 1’& 1. camanınet| IE 1 DEN), S ueneronn r senrone P I p x ‚7 Sonscuusca nn_ n WanDN aumanındn u ‚I srovcasten. De“* usons en R> ’]={@£. a wu str et Er N> 4 er n e at FR.„ 2 n„ii D = AH, v.. ata« ag f n 7. be“ Er, N ar 1. D ei )[ ur[\ Y K J war Vgl eo, 7' D [1 vr... 7.. ae] I“. 4 3 (eE 5 m 1 N D B2, 1 . D I e Pe 2 R'.- B HR ) Y“ je’ DOKUMENTNr. 64 95 lung von Rohstoffen, die Fragen der Lagerhaltung, Transportfragen, Sicher- stellung bzw. Verschiebung von Ar- beitskräften“. (Betriebsarchiv EKB, Dokument vom 28. August 1935) Von nun an erschienen in den Leitungs- gremien der IG-Betriebe jährlich„Mo- bilmachungskalender“, in denen bis zu technischen Einzelheiten alle Maßnah- men für den Tag X vorgesehen waren (s. Dokument Nr. 56). Mitten im Frieden wurde z.B. die„Ausbildung von Frauen als Hilfsarbeitskräfte“ für den Kriegsfall (Betriebsarchiv Filmfabrik Wolfen, Do- kument Gajewski 533, vom 4. Dezem- ber 1935) und die UK-Stellung von Ar- beitskräften vorbereitet, wobei sich der Konzern die eigene jeweilige Entschei- dung vorbehielt. Um den Konzernapparat auf den Krieg einzuspielen, ordnete die IG-,Vermitt- lungsstelle W“ in der gleichen Zeit rege!- mäßige„betriebstaktische Planspiele“ an, deren Aufgabe darin gesehen wurde, den„Führerkreis in den Werken... ge- danklich auf die im Kriegsfall eintreten- den Aufgaben“ vorzubereiten. (s. Dokumente Nr. 57 und 55) Der Hitler-Wehrmacht die Kriegsziele vorgeschrieben Die IG-Direktoren bestimmten maßgeb- lich die Ziele des hitlerfaschistischen Raub- und Vernichtungskrieges. Noch ehe z.B. Hitler-Deutschland mit der französischen Vichy-Regierung den für Frankreich schmachvollen Waffenstill- standsvertrag von Compiegne schloß, hatte die IG-Farben begonnen, Pläne für die Einverleibung der chemischen Indu- strie des ganzen europäischen Kontinents zu schmieden. Am 21. Juni 1940 lud v. Schnitzler, der Vorsitzende des Kauf- männischen Ausschusses, einen aus- erwählten Kreis zu einer Tagung nach Frankfurt a.M. ein. Und bevor die fa- schistische Kriegsmaschine ganz Europa okkupiert hatte, wurde hier über die „im künftigen Friedensvertrag zu ver- ankernde Ordnung der gesamten euro- päischen Belange auf dem Chemie-Sek- tor“ beraten und über die chemischen Industrien der mit Hitler-Deutschland im Kriege befindlichen, aber auch der neutralen und verbündeten Länder ent- schieden.(s. Dokumente Nr. 59 bis 61) Die Forderung der IG-Farben war ein- deutig: Europäischer Großraum unter Führung Hitler-Deutschlands, auf dem Gebiet der chemischen Produktion unter Führung der IG-Farben. Auch für den Überfall auf Großbritan- nien lieferte IG-Farben dem Faschismus die entsprechenden Kriegsziele. Bereits vor der Ausarbeitung der„Operation 96 Seelöwe“ legte man fest, welche Indu- striebetriebe Englands von den IG-Far- ben nach Abschluß der militärischen Operationen okkupiert werden sollten. Von der Heyde, der Hauptabwehrbeauf- tragte des„Büros Berlin NW 7“, forderte die Direktoren auf, auch Patentämter, Konstruktionsbüros, Rechtsanwälte usw. zu nennen, die„im gegebenen Falle“ zu sichern, d. h. zu beschlagnahmen bzw. festzunehmen wären. Zur gleichen Zeit zählte auch die Sowjet- union zu den„vordringlich zu bearbei- tenden Ländern“.(s. Dokument Nr. 52) v. Schnitzler sah sich am 8. August 1945 zu dem Eingeständnis gezwungen: „Durch diese Handlungsweise über- nahm die IG eine große Verantwor- tung und stellte eine wesentliche und auf dem chemischen Gebiet entschei- dende Hilfe für Hitlers Außenpolitik, die zum Krieg und zu Deutschlands Ruin führte. So muß ich den Schluß ziehen, daß die IG weithin für Hitlers Politik verantwortlich ist.“ (IG-Farben-Prozeß, Dokument NO NI 5196) Die IG-Farben-Direktoren waren also nicht nur Mitwisser dieser Verbrechen, sie planten und praktizierten sie mit. IG-Farben und Hitler-Staat waren eine gemeinsame Verschwörung gegen den Frieden. 3.16 Das K die He Unersä die Ch ter ihr teil al könner toren f Die Fü ten, ge Chemii gegen Hitler- schen' sen„gi pole, c abreiß hätte, Farber Ninger Sklave kleide! USA. 3.1G-FARBEN-PLANE SCHEITERTEN Das Kriegsende sah anders aus, als es die Herren der IG-Farben erträumten. Unersättliche Profitgier, die Hoffnung, die Chemie-Industrie ganz Europas un- ter ihr Diktat zwingen und diesen Erd- teil als Sklavenreservoir benutzen zu können, trübte den Blick der IG-Direk- toren für historische Realitäten. (s. z. B. Dokumente Nr. 62 bis 65) Die Führer des IG-Konzerns beabsichtig- ten, gestützt auf die einzuverleibenden Chemie-Konzerne Europas, den Kampf gegen die USA-Konzerne und die mit Hitler-Deutschland verbündeten japani- schen Konzerne aufzunehmen. Auf die- sen„gigantischen Endkampf“ der Mono- pole, der für die Menschheit eine nicht abreißende Kette von Kriegen bedeutet hätte, wurden alle Planungen der IG- Farben ausgerichtet. Der in Nürnberg hingerichtete Verantwortliche für den Sklavenarbeitseinsatz, Fritz Sauckel, kleidete die Wünsche der IG-Gewaltigen in Worte, als er am 4. Dezember 1943 auf einer internen Tagung den anwesenden Konzernherren versicherte, daß der „harte Wagemut“ der Konzerne sich „einmal in klingende Münze“ verwan- deln und daß ihnen„für das kommende Jahrhundert das absolute Übergewicht über alle Völker der Welt nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich und arbeitsmäßig“ gegeben werde. (Fritz Sauckel:„Reden, Aufsätze und Aufrufe des Reichsstatthalters“, Band IVb S. 405, LHA Weimar 179 b) Es liegen Verträge aus der Zeit des Krie- ges vor, unterzeichnet von IG-Direkto- ren, die eine Laufzeit bis 1947, 1963 und länger hatten. Mit dem KZ Auschwitz wurde für sehr lange Zeit gerechnet. Bis 1971 z.B. sollte der mit dem„General- gouverneur“ Frank abgeschlossene Ver- trag zur Ausbeutung der Kalkvorkom- men bei Kressendorf laufen, um dem Auschwitzer IG-Werk Kalk zu liefern. USA-Monopole retteten IG-Farben Im Jahre 1947 standen einige IG-Direk- toren vor einem USA-Gerichtshof in Nürnberg. Dieser Prozeß sollte dazu bei- tragen, ihre Verbrechen entsprechend dem Völkerrecht zu sühnen und die Vor- bereitung neuer Verbrechen ein für alle- mal zu verhindern. Doch es verwandten sich für sie einige einflußreiche amerika- nische Industrielle, die wegen ihrer Zu- sammenarbeit mit der IG-Farben eine Kompromittierung befürchteten. Die Angeklagten wurden zum Teil frei- gesprochen, andere zu geringfügigen Strafen verurteilt und wenig später am- nestiert. Um erneut ins Geschäft zu kom- men, boten sich die IG-Direktoren als „aktiver, ideenreicher, risikofreudiger und vor allem geistig schöpferischer Kompagnon in jener euro-amerikuni- schen-Compagnie“ an. (W.O. Reichelt:„Das Erbe der IG-Far- ben“, Düsseldorf, 1956, ST2k0) Ein Europa unter der Führung Hitler- Deutschlands und der IG-Farben war ge- scheitert. Als Partner der aggressivsten Kreise der USA aber kamen sie wieder zu Macht und Größe. So konnte es geschehen, daß sie in den 90 Jahren nach dem von ihnen mit ange- zettelten Weltkrieg zum größten Chemie- konzern des kapitalistischen Teils der Welt expandierten. 97 u Herrn Legationsrat Dr. Fehr. v» Maltzan Auswärtiges Amt Berlin Ww8 wilhelnstr. 74-76 we Dunn se Nocbrieht om je Herrn Mi ministeriun, Fr r l. sowie Vorsch 3. Eine eri Einfügun DOKUMENTNr. 65 98 Sehr geehrter Herr 208 v (Pe erlaubten unS, Innen nisterialdirigent Dr.Schlotterer, gerichteten Schreibens voM 3.8.1940 zu über- r 1.6. zu den 32.1.2 mitteln,!n dem w der wirts buftlichen Im Nachgang zu gie als Änlogen zur 8e Eine von unaerem Herr: schrift betreffend vugredungen für Jen des gewerblichen„Rechtaschutzes" spie. Stellung des deutsche europäischen Wirtschaftsraum". ug0 zur Regelun Besuteuhrung Von Ausl; federlassunger! nBW. 13,101, 9,\,2/ 28.August 1940 den ationsrat! kürzlich Durchschrift eines 32 Reichswirtschafte- ir die. Stellungnahme de NETTER.) Eur und die auf P er 1.6. darlöbgten. sen Schreiben erlauben wir unS, Innen fallizen Kenntnienaluse noeh zu übersenden: n Dr.v.Knierienm verfasste Denk- Friedensvertrag eur den Gepdiet n Reichspatenis3 in einem unter deutscher Führung stenenden von Fragen der Sequestrierung: ren Frankreich-Pharma-Nuterial® zur e 58 al» Punkt e). Fhotographika-Marerial® 4. Eine Ergänz unseres Frankreich- firma Koduk-Fathe, er betreffend Ir Sonderstellung a Paris, zur 21, Schlussabsatz. ung auf Seite wett. wur E ENINDUSTRI AKTIENGESELLSCHAPT R Y Tianıf IG-F Die G bildet Krieg des H strie Eigen ten d verde zern IG-Farben erneut am Hebel der Macht Die Grundlage zu dieser Machtentfaltung bildeten in erster Linie die enormen Kriegsprofite, die in einem Vergleich des Eigenkapitals der IG-Farbenindu- strie am 31. Dezember 1939 mit dem Eigenkapital der drei Stammgesellschaf- ten des Konzerns am 31. Dezember 1952 verdeutlicht werden. Während der Kon- zern 1939 ein Eigenkapital von 1038,9 Millionen Mark auswies, betrug das Eigenkapital seiner drei Hauptgesell- schaften Bayer, Hoechst und BASF im Jahre 1952 nach Abschreibung sämt- licher Verluste 1660,3 Millionen Mark. Am 31. Dezember 1963 erreichte das Eigenkapital der drei genannten Unter- nehmen die 6-Milliarden-Grenze. Das Rüstungspotential des IG-Farben- Trusts ist heute größer denn je. Er mo- nopolisiert innerhalb der westdeutschen chemischen Industrie den gesamten Sek- tor der Grundstoffchemie; synthetischer Kautschuk wird ausschließlich von den IG-Farben produziert, desgleichen ist z.B. das Gebiet der Roh- und Hilfsstoffe für die Herstellung synthetischer Fasern ihre Domäne. Auf dem chemischen Sek- tor der Atomwirtschaft besitzt der Kon- zern eine führende Stellung. Die Haupt- aktionäre der IG-Stammgesellschaften kontrollieren auch das Aktienkapital der Rheinischen Stahlwerke; damit ist der Mammuttrust u. a. führend an der Pan- zerproduktion beteiligt, die durch die Übernahme der Henschelwerke weiter konzentriert worden ist. Auch die Weiterentwicklung der chemi- schen Kampfmittel wird von IG-Farben forciert. Ihre während des Krieges an KZ-Häftlingen erprobten Bayer-Pro- dukte, wie Tabun, Soman und Sarin, konnten von der Hitler-Wehrmacht nicht mehr eingesetzt werden. Heute arbeiten eine Reihe früherer Giftgas-Fachleute der IG-Farben in einer Spezialisten- gruppe des„Südafrikanischen Verteidi- gungsrates“ bzw. mit dieser zusammen, die sich mit der Weiterentwicklung töd- licher Giftgase beschäftigt. Diese viru- lenten Gase sind nach dem Urteil von Wissenschaftlern zehnmalgiftiger als alle bisher bekannten Gifte, hätten keinen Geruch und könnten von Flugzeugen oder Raketen wie Insektenpulver aus der Luft gesprüht werden. In diesem Faile hätten sie eine ähnliche Wirkung wie eine Atombombe von 20 Megatonnen, seien jedoch erheblich billiger. („Reuter“, 7. November 1963 und„New York Herald Tribune“, New York, 8. No- vember 1963) Die IG-Farben stellte der Spezialisten- gruppe ihre Produktionserfahrungen und Lizenzen auf diesem Gebiet zur Verfü- gung. Mit dieser Aufgabe wurde das heutige Aufsichtsratsmitglied der IG-Farben- Industrie A.G. i. L., Felix Prentzel, be- traut, der wie zahlreiche andere Vertre- ter der IG-Farben damals wie heute staatliche und Unternehmerfunktionen in einer Person vereint. Prentzel gehörte in der Nazizeit sowohl als führender Mitarbeiter zum IG-Farben-,„BüroBerlin NW 7“ als auch zum„Ostministerium“ und war zeitweilig als Oberkriegsver- waltungsrat bei der faschistischen Mili- tärregierung in Prag tätig. Trotz seiner anrüchigen Vergangenheit wurde Prentzel später nach Kriegsende Ministerialdirigent im Erhardschen Bun- deswirtschaftsministerium. Über seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der IG- Farbenindustrie AG i.L. hinaus ist er Generaldirektor der Degussa und Mit- glied des Verwaltungsrates der Otavi Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft, der größten westdeutschen Kolonialgesell- schaft. Die Atomkommission der Bun- desregierung wird von den IG-Farben maßgeblich beeinflußt. Mitglieder sind u.a. der Generaldirektor der Farbwerke Hoechst, Karl Winnacker, und das Vor- standsmitglied der Farbwerke Hoechst W. A. Menne. Letzterer brachte 1957 im Hause des Bundestages durch Beeinflus- sung einer Reihe von Abgeordneten einen Gesetzentwurf der SPD zu Fall, der die Verwendung der Kernenergie nur für friedliche Zwecke vorsah. Zu diesem Kreis gehört auch Siegfried Balke als Repräsentant der IG-Farben, langjähriger Bundesminister für Atom- kernenergie, jetzt Präsident der Bundes- vereinigung der Arbeitgeber-Verbände und u.a. Mitglied des„Kuratoriums un- teilbares Deutschland“. Wilhelm Biedenkopf, einstmals Direktor des Buna-Werkes Schkopau, ist heute Vorstandsmitglied der zum Konzern des 99 nod a0 Schkopau, den 19.Apzil an ee Or E/Su ‚Ah. Notiz über sprechung am 17.4 4 I——— ee } er, betreffend 1) Werkflak er, Herren Dr. Fritschi und D i una l NN Kerk Auschwitz Direktor en berichtet, dass das Werk Auschwitz mit tem Erfolg die schlechten bzw. besseren Leistungen der aus- “ndiachen Arbeitskräfte mit einer schlechteren oder besseren Verpflegung beantwortet. Auschwitz hat dermgemäss drei Verpfle- gungegruppen gebildet. Je nach den Stanc der Arbeiteleistungen kann von Tag zu Tag die Versetzung in eine andere Grupze er- folgen. Ann.: Wir kürzen ebenfalls bei schlechteren Leistungen die Es- sensrationen, indem wir z.B. die Schwerstarbeiter auf Sahmsrazbai Sereula ee, die Schwerarbeiter auf Langartei- terzulage und die Langarbeiter auf die Norsalration Bet- zen. Diese Methode wird auch bei Egf. und i.M. angewendet. (Vgl. Mittoilungen Hr. 144/43 und 6/44). Da dieses Zulagen einen wesentlichen Teil der Gesantver- pflezung ausmachen, ist die Kürzung derselben eine emp- findliche Strafe und ein starker Anreiz, sich durch bea- sere Leistungen wieder die Zulagen zu erringen. Auschwitz macht auch bei schlechten Arbeitsleistungen weitge- hend von dem Mittel der Entziehung der Rauchwaren Gebrauch. DOKUMENTNr. 66 100 Erhar gäste Rrie; nami bedeı stoff- nur] brect Sucht Ause trieb: .; Erhard(1), Strauß(2), Wurster(3), Schröder(4), ter Meer(5), Abs(6) und Balke(7), Geburtstags- gäste des ehemaligen IG-Farbendirektors Haberland Kriegsverbrechers Flick gehörenden Dy- namit-AG(ehemals Dynamit-Nobel), dem bedeutendsten westdeutschen Spreng- stoff-Unternehmen. Biedenkopf ist nicht nur Mitwisser des millionenfachen Ver- brechens in Auschwitz, sondern er ver- suchte auch, einige Erfahrungen aus dem Auschwitz-Werk auf die anderen IG-Be- triebe zu übertragen. (s. Dokument Nr. 66) Darüber hinaus beeinflußte er die Pläne, für das Buna-Werk Schkopau ein eigenes KZ„Mitteldeutschland“ zu schaffen. In der Person des Verkehrsministers Seebohm verkörpert sich eine jahr- zehntelange Verbindung zur IG-Farben. Sein Vater war während der Okkupation u.a. an der„Arisierung“ des tschecho- slowakischen Petschek-Konzerns betei- list, aus der auch Bundesminister See- bohm als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Britannia-Kohlenwerke AG, Königs- werth, und als stellvertretender Vorsit- zender des Aufsichtsrates der Egerlän- der Bergbau-Aktiengesellschaft, in der alle auf diese Weise angeeigneten Be- triebe in der Tschechoslowakei vereinigt waren, seinen Nutzen z08. Die Familie Seebohm leitete auch die Einverleibung der chemischen Industrie der ESR in den IG-Farben-Konzern. In der am 17. Mai 1938 im IG-Farben- „Büro NW 7“ stattgefundenen„Tsche- choslowakei-Besprechung“ spielte See- bohms Vater die maßgebliche Rolle. Da der Absaiz der Produkte nach der Ein- verleibung Österreichs an Nazi-Deutsch- land eine„fühlbare Verschlechterung“ erfahren habe, seien„in allen Teilen der Bevölkerung(der sog. sudetendeutschen Gebiete— d. Hrsg.) die politischen und wirtschaftlichen Organisationen nach deutschem Muster und nach den Grund- sätzen des Nationalsozialismus aufgezo- gen“ worden, betonte er. Seebohm sen. übernahm die Diversions-Aufträge der IG-Farben und bildete den Nachwuchs für die Übernahme der Chemie-Industrie der CESR aus.(s. Dokument Nr. 67) Neben Seebohm können sich weitere Re- vanchistenführer der alten Komplizen- schaft mit der IG-Farben rühmen, wie der Hauptkriegsverbrecher Franz Kar- masin und der ehemalige Sonderbevoll- mächtigte der Gestapo in Prag, Staffen. Karmasin erhielt für seine„Verdienste“ bei der„Slowaken-Aktion“, dem Beginn des berüchtigten hitlerfaschistischen Sklavenarbeitsprogramms, zahlreiche finanzielle Zuwendungen von der IG- Farben. Staffen, heute Bundesreferent für„Auf- klärung“ im Bundesvorstand der„Su- detendeutschen Landmannschaft“, nahm in seiner damaligen Funktion als engster Mitarbeiter Henleins gemeinsam mit dem IG-Farben-Direktor und Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der 101 "uaga9 nz elTeuorıad apualarsrneıeyut 3707 Anz sun BBatp ıean uUnU0TI38mIOJUI epusysaıdraus sUtalaA 1a) -tTeanY 63P KTU2UUEY ueuortupsıad 1autas punı? -jnR"ueyegeR Je1Any-ıq piTm Zauiej -ueuujmed nz sufeloy AeIresny sep Aunytal& UCOJNnRY pun uauorfuyoe3 ıap BseTusTBuIeATBUorRIed ep ur axoTTqurg ezaygu un"uemuau Aunt'ms ussap Tu Funıiagay AUDSFLIJRHOSIITMSATON ıp sapunza? 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Sa@uanmusen Cor JunpiraueiaH Iep@689137 -uf ut 9°] Aap teq Yunptraany arz ei sırepusrapng Y3tu -neryssaq 17390 uoNo®"ALKRBmyoor7 ıUtaynsıe 83 RUnmUseN seure Jaısaun zı0s aaunje9 eynnpoid uadrAant“ p Punzezunetunszen uereatım) ınure nz unaey UDT®4 „20300 pur sap TOwu arayenpurtiireg zen mezlodıy"ep ueßunxaosg ususzezzeFure wentunsur Top yon erq uspiıe= uo9oz -eAjzne enustterzosteuorzen 90P uesıjwepunın uep ypeu pun 20ymy veuosznep uUOFU aeuorzeeruedıo uauartzjmInerıtm PUn asuoer3ırod eTp Sunioytoreg Iep ueTT®l uett®e ur p pam ey 31 oı9ıea sepu®7 p uerrel yeyssı3nepuszepns UP ar Sunuusds erp UT® uotey sep ur eyuoTe1leiel Qunıeper1? ur7 ıap yasu 898P“ange puastetufe F1UunF auoqeeg ( tuBpıeH ıequatoreN/ zıtR1oA aruag-wurid TpusramuV z9 uapurı usp ıeyun mar ers. os AKimmzerdaeg-Teymmotsousaun®; zep TzT1UORZepaTN ıyva L Au SITH3d KOT vemcz uop"urtıed LANHSSTIISIONALIAY SINISNISINITEVE EN DOKUMENTNr. 67 Zentrale, Gattineau, im Mai 1939 an einer Industriellen-Beratung teil, auf der die wirtschaftliche Beherrschung der Slowakei durch deutsche Monopole be- handelt wurde. Bei dem Raub der Chemie-Industrie der Tschechoslowakei spielt auch der dama- lige IG-Farben-Direktor, Abwehr- und Verbindungsmann zum OKW der IG, Guenther Frank-Fahle, eine maßgeb- liche Rolle. Heute vertritt er die Inter- essen der IG-Farben als geschäftsführen- der Gesellschafter der Commerz GmbH, Frankfurt a.M.. Frank-Fahle ist seit 1953 Berater der amerikanischen Lockheed- Flugzeugwerke. „Tag X" und IG-Farben Offiziell war durch Beschluß des Allier- ten Kontrollrates vom 30. November 1945 der IG-Farben-Konzern zu entflechten. Den Plan zu dieser Entflechtung hatten die Herren des Konzerns längst selbst entworfen: „Mit der schon im Jahre 1940 unmit- telbar nach dem Überfall auf Frank- reich beschlossenen, im letzten Jahr der Nazidiktatur weitgehend vorberei- teten und vor einigen Jahren abge- schlossenen Konzern-Reorganisation erntet der ungebrochen gebliebene und mit Nachwuchskräften ergänzte ‚Rat der Götter‘ die Früchte, die er mit der neuen Struktur zu pflücken gedachte. Die einheitlich straff geleiteten und untereinander feinmaschig koordinier- ten drei Konzernmitglieder— im inter- nen Gebrauch als Arbeitsgemeinschaft Niederrhein, Mainkur(früher Mittel- rhein) und Ludwigshafen(früher Oberrhein) bezeichnet— sind nach dem Vorbild amerikanischer Konzern- riesen formalrechtlich ‚selbständig‘: Farbenfabriken Bayer AG Leverkusen Farbwerke Hoechst AG, vormals Mei- ster Lucius& Brüning, Frankfurt a. M.-Hoechst Badische Anilin-& Soda-Fabrik AG, Ludwigshafen Jede dieser drei bekannten Haupt- gesellschaften verfügt über zahlreiche Tochter- und Beteiligungsbetriebe, und alle drei wiederum ‚teilen’ sich meist mit jeweils gleichen Kapitalquoten, Der Einfluß der IG-Farben auf die Poli- tik der Bundesregierung wird auch sicht- bar durch die Tatsache, daß prominente Mitglieder der Bundesregierung Wert auf enge gesellschaftliche Beziehungen zu den Kriegsverbrechern der IG-Far- ben legen. Als z. B. der inzwischen ver- storbene Generaldirektor von Bayer, Haberland, seinen 60. Geburtstag feierte, gehörten zu der Festgesellschaft nicht nur Ambros, ter Meer, Wurster und an- dere schwer belastete IG-Direktoren, son- dern demonstrativ auch Ludwig Erhard, Außenminister Schröder, der damalige Kriegsminister Strauß und der bisherige Atomminister Balke. den gemeinsamen Besitz einer von Jahr zu Jahr wachsenden Zahl von Gesellschaften. Die sorgfältige Ab- stimmung von Produktion und For- schung, die straffe Koordinierung aller Investitionen, der gemeinsame Bezug von Roh- und Hilfsstoffen und das ge- meinsame Operieren auf den Außen- märkten im Verein mit der juristi- schen ‚Selbständigkeit’ der drei Kon- zernsäulen, machen die IG-Farben ge- genüber den ausländischen Konkur- renten mit ‚klassischer’ Konzernstruk- tur überlegen. Die Gemeinsamkeit ist selbstverständlich; aber überall wo dies zweckmäßig erscheint, können die drei ‚Arbeitsgemeinschaften’ juristisch getrennt marschieren.“ (Deutsches Wirtschaftsinstitut, Berlin, Bericht 12, Juni 1958, S. 6) Und wie steht es mit der alten Dach- gesellschaft des Konzerns, der„IG-Far- benindustrie Aktiengesellschaft“, die schon seit fast zwei Jahrzehnten gelöscht sein sollte? "Noch ist die Dauer der Liquidation der IG-Farbenindustrie AG nicht ab- zusehen. Dennoch wird die Löschung des Namens im Handelsregister nicht erfolgen können, weil die Firma als solche mit Rücksicht auf ihren in der sowjetischen und polnischen Zone lie- genden Vermögensbesitz erhalten blei- ben muß. Die Verfügung über diesen gewaltigen Vermögensbesitz ist jedoch 193 erst nach dem Tage X der Wiederver- einigung einigermaßen übersehbar.“ (W. O. Reichelt:„Das Erbe der IG- Farben“, a. a.O., S. 12) Der„Vermögensbesitz“ in der Deutschen Demokratischen Republik, die volkseige- nen Leuna-Werke, das Buna-Werk, das Elektrochemische Kombinat in Bitter- feld, die Farbenwerke Wolfen, die Film- fabrik Wolfen usw. sollen also nach dem Wunschtraum der IG-Farben am„Tag x“ wieder Konzernbesitz werden. Auch die in der Volksrepublik Polen enteig- neten IG-Betriebe stehen auf der Liste. „In jedem Falle wird den Liquidations- anteilschein-Inhabern alles zugute kommen, was einmal an Ostvermögen zurückfällt.“ So steht es im„Bericht über die Ent- flechtung und Liquidation“ der IG-Far- benindustrie i. L. vom Jahre 1955. Diese Politik bedeutet also nichts anderes als die Fortsetzung der Großraumpolitik des„Dritten Reiches“— als habe es ein 1945 nie gegeben. Im Jahre 1959 hielt der in dieser Doku- mentation vielgenannte ehemalige Di- rektor der Ammoniak-Werke Merseburg, Schneider, anläßlich eines„Leuna-Tref- fens“ in Bobach bei Mainz eine Rede, in der er die Hoffnung aussprach, daß„das nächste Leuna-Treffen im Kamerad- schaftshaus in Leuna“ stattfinden werde. Im Jahre 1960 ging diese Hoffnung nicht in Erfüllung; 1961 ebenfalls nicht. An- gesichts der hektischen Versuche, den „TagX“ herbeizuführen und die Deutsche Demokratische Republik„aufzurollen“, entschloß sich die Regierung der DDR am 13. August 1961, den antifaschisti- schen Schutzwall gegen die revanchisti- schen Gelüste zu errichten. Damit wur- den die aggressiven Machtbestrebungen auch in der IG-Farben ein für allemal in die Schranken verwiesen. Es wird höchste Zeit, endlich auch in Westdeutschland allen notorischen Kriegsverschwörern das Handwerk zu legen— eingedenk der 55 Millionen To- ten des zweiten Weltkrieges, unter ihnen allein über 3 Millionen, die in Auschwitz umgebracht wurden. Die Völker der Welt, darunter auch un- ser deutsches Volk, wollen endlich in Frieden leben. Liste mit i Ambre früh Vorsta strie/ Mitgli Veran Buna- Betrie AG, V Stellv Buna- Leiter misch Ausge Krieg Wehr heu Stellv ANHANG Liste von IG-Farben-Verantwortlichen mit ihrer früheren und heutigen Tätigkeit Ambros, Otto früher Vorstandsmitglied der IG-Farbenindu- strie AG, Frankfurt a.M. Mitglied des Technischen Ausschusses Verantwortlicher für den gesamten Buna-Sektor der IG-Farben Betriebsführer der IG-Farbenindustrie AG, Werk Auschwitz(bis 1942) Stellvertretender Geschäftsführer der Buna-Werke GmbH, Schkopau Leiter des Sonderausschusses C(Che- mische Kriegsführung) Ausgezeichnet mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz Wehrwirtschaftsführer heute Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzen- der der Süddeutschen Kalkstickstofl- Werke AG, Trostberg Aufsichtsrat: Telefunken-AG, Westberlin Vereinigte Industrie-Unternehmungen AG(VIAG), Bonn, Westberlin Bergwerksgesellschaft Hibernia AG, Herne Scholven-Chemie AG, Gelsenkirchen- Buer Verwaltungsrat der Berliner Handels- gesellschaft(BHG), Westberlin/Frank- furt a.M. Biedenkopf, Wilhelm früher Direktor der IG-Farbenindustrie AG, Werk Schkopau heute Vorstandsmitglied: Dynamit AG, Troisdorf DECHEMA, Frankfurt a. M. und Auf- sichtsfunktionen in 4 weiteren Unter- nehmungen Mitglied des Vorstandes des Arbeits- ringes der Arbeitgeberverbände der westdeutschen Chemischen Industrie e. V., Wiesbaden Hauptausschuß des Verbandes der Che- mischen Industrie, Frankfurt a. M. Bütefisch, Heinrich früher Vorstandsmitglied der IG-Farbenindu- strie AG, Frankfurt a.M. Mitglied des Technischen Ausschusses Geschäftsführer des Ammoniakwerkes Merseburg GmbH, Leuna-Werke Verantwortlich für den Leuna-Teil der IG-Farbenindustrie AG, Werk Auschwitz Vorstandsmitglied der Braunkohle-Ben- zin AG, Berlin und weiterer in- und aus- ländischer Unternehmen Mitglied des„Freundeskreises des Reichsführers SS“ Ausgezeichnet mit dem Kriegsverdienst- kreuz I. und II. Klasse und dem Ritter- kreuz zum Kriegsverdienstkreuz heute Aufsichtsratsvorsitzender der Kohle-Öl- Chemie GmbH, Gelsenkirchen Aufsichtsrat der Ruhrchemie AG, Ober- hausen-Holten Leiter des Technischen Expertenkomitees der Internationalen Konvention der Stickstoffindustrie Dürrfeld, Walther farsuehlrert Oberingenieur der IG-Farbenindustrie AG, Werk Leuna Betriebsführer der IG-Farbenindustrie AG, Werk Auschwitz(ab 1943) Bezirksobmann für Oberschlesien bei der Wirtschaftsgruppe Chemische Indu- strie heute Vorstandsmitglied der Scholven-Chemie AG, Gelsenkirchen-Buer Aufsichtsrat: Phenolchemie GmbH, Gladbeck i.W. Friesecke& Hoepfner GmbH, Erlangen Eisfeld, Kurt Brühe Verantwortlicher Chemiker der IG-Far- benindustrie AG, Werk Auschwitz 105 heute Vorstandsmitglied der Dynamit AG, Troisdorf Aufsichtsrat der Chemischen Werke Witten GmbH, Witten/Ruhr Faust, Max früher Stellvertretender Betriebsführer und Bauleiter der IG-Farbenindustrie AG, Werk Auschwitz heute Keram-Chemie, Siershahn/Westerwald Frank-Fahle, Guenther früher Direktor der IG-Farbenindustrie AG, Vermittlungsstelle W, Berlin NW 7 Verbindungsmann der IG-Farben zu amerikanischen Chemiekonzernen heute Geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Commerz GmbH, Frankfurt 2, ME Geschäftsführer der Continentalen Com- merz GmbH, Frankfurt a M. Aufsichtsratsvorsitzender der Dekage Handels-GmbH(früher Deutsche Kame- run-Gesellschaft), Hamburg Beirat der Deutschen Bank AG Gajewski, Fritz früher Vorstandsmitglied der IG-Farbenindu- strie AG, Frankfurt a.M. Mitglied des Technischen Ausschuses Leiter der Sparte III der IG-Farben(Pho- tographica, Kunststoffe, Kunstseide) Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzen- der der Kalle& Co. AG, Wiesbaden/ Biebrich Aufsichtsrat der Dynamit AG vormals Alfred Nobel& Co, Troisdorf Beirat der Wirtschaftsgruppe Chemische Industrie, Berlin Wehrwirtschaftsführer heute Aufsichtsrat: Chemie-Verwaltungs-AG, Frankfurt a.M. Chemische Werke Hüls AG, Marl 106 Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates: IG-Farben AG i.L. Dynamit AG, Troisdorf Ausgezeichnet mit dem Großkreuz des Verdienstordens der BRD Gattineau, Heinrich früher Direktor der IG-Farbenindustrie AG, Frankfurt a.M. Leiter der volkswirtschaftlichen Abtei- lung Mitglied des Südost-Europa-Ausschusses der IG-Farben Leiter von Aufsichtsorganen mehrerer IG-Unternehmen oder Tochter-Gesell- schaften heute Vorstandsvorsitzender: Wasag-Chemie AG, Essen Guano-Werke AG, Hamburg Aufsichtsrat: Nitrochemie GmbH, Aschau Mitteldeutsche Sprengstoffwerke GmbH, Langelsheim u.a. Unternehmen Beirat der Dresdner Bank AG, Düsseldorf Jähne, Friedrich früher Vorstandsmitglied der IG-Farbenindu- strie AG, Frankfurt a.M. Mitglied des Technischen und Finanz- ausschusses Vorsitzender der Technischen Kommis- sion der IG-Farben Mitglied von Aufsichtsorganen mehrerer IG-Unternehmen Mitglied des Großen Beirates bei der Reichsgruppe Industrie Wehrwirtschaftsführer heute Aufsichtsratsvorsitzender der Farbwerke Hoechst AG, Frankfurt a. M.— Hoechst Aufsichtsrat der Gesellschaft für Linde‘s Eismaschinen AG, Höllriegelskreuth bei München Ausgezeichnet mit dem Großen Ver- dienstkreuz mit Stern des VO der BRD von Knieriem, August früher Vorstandsmitglied der IG-Farbenindu- strie AG, Frankfurt a.M. Leiter( kus) Mitglie schusse Aufsich Frank! Farben heut Aufsicl benind Kugle: früh Direkt IG-Faı Mitgli Süd: Kau Pari Angeh im Re; Komm steriun in der heut Vorst: Cas Fra Rie« Mitgli bande Frank ter M f r üh Vorst Strie| Mitgl Vorsi ses Leite, lien, des \G, tei- ‚ses rer ell- men 1du- anz- mis- ‚erel indu” Leiter des Rechtsausschusses(Chefsyndi- kus) Mitglied des Zentral- und Arbeitsaus- schusses Aufsichtsrat der Anorgana GmbH, Frankfurt a.M.(Giftgaswerk der IG- Farben) heute Aufsichtsratsvorsitzender der IG-Far- benindustrie AG i.L., Frankfurt a.M. Kugler, Hans früher Direktor der Verkaufsgemeinschaft der IG-Farbenindustrie AG, Frankfurt a.M. Mitglied: Südost-Europa-Ausschuß Kaufmännischer Ausschuß Francolor, Paris Angehöriger der Fachgruppe Farbstoffe im Reichswirtschaftsministerium Kommissar des Reichswirtschaftsmini- steriums für die Aussig-Falkenau-Werke in der ESR heute Vorstandsmitglied: Casella-Farbwerke Mainkur AG, Frankfurt a.M. Riedel de Haen AG, Seelze/Hannover Mitglied des Hauptausschusses des Ver- bandes der Chemischen Industrie e. V.. Frankfurt a.M. ter Meer, Fritz Bruhler Vorstandsmitglied der 1IG-Farbenindu- strie AG, Frankfurt a. M. Mitglied des Zentralausschusses Vorsitzender des Technischen Ausschus- ses Leiter der Sparte II(Farben, Chemika- lien, Pharmazeutika) Geschäftsführer der Buna-Werke GmbH, Schkopau Mitglied zahlreicher Aufsichtsorgane N IG-Unternehmen, Trochtergesellschaften und Affiliationen im In- und Ausland Beauftragter des Reichsministers für Rü- stungs- und Kriegsproduktion ın Italien Wehrwirtschaftsführer heute Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates und Vorstandes der Farbenfabriken Bayer AG, Leverkusen Aufsichtsrat: Commerzbank AG, Düsseldorf Waggonfabrik Uerdingen AG, Krefeld von Maltzan, Vollrath früher Verbindungsmann der IG-Farben zum Auswärtigen Amt Leitender Mitarbeiter der Vermittlungs- stelle W, Berlin NW 7, der IG-Farben- industrie AG, Frankfurt a.M. heute Aufsichtsrat der Kalle AG, Wiesbaden- Biebrich Mitglied: Deutsche Weltwirtschaftliche Gesell- schaft, Westberlin Deutsch-Französischer Kreis, Düssel- dorf Akademie für Welthandel, Frankfurt a.M. Ausgezeichnet mit dem Großen Ver- dienstkreuz mit Stern des VO der BRD (M. gilt heute als Experte der IG-Far- ben-Nachfolger für Perspektivfragen der Außenwirtschaft) Prentzel, Felix-Alexander farzushleit Prokurist der IG-Farbenindustrie AG, Frankfurt a.M. Mitarbeiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der IG-Farben Vertreter der IG-Farben im Reichsamt für Wirtschaftsausbau heute Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gold- und Silber-Scheideanstalt, vor- mals Roessler(Degussa), Frankfurta.M. Aufsichtsrat: Metallgesellschaft, Frankfurt a.M. Farbwerke Hoechst, Frankfurt a.M.— Hoechst und weiterer fünf wirtschaft- licher Unternehmen 107 Mitglied: Direktionskommission für die Ver- wendung von Atomenergie bei der OECD Verwaltungsrat beim Institut für Ent- wicklungsländer Schneider, Christian früher Vorstandsmitglied der IG-Farbenindu- strie AG, Frankfurt a.M. Mitglied des Zentral- und Technischen Ausschusses Leiter der Sparte I(Stickstoff, Öl, Gru- ben) Hauptbetriebsführer der IG-Farben(Lei- ter der zentralen Personalabteilung) Hauptabwehrbeauftragter der IG-Far- ben Betriebsführer des Ammoniakwerks Merseburg GmbH, Leuna-Werke Aufsichtsrat der Deutschen Gasolin AG, Berlin Mitglied der Wirtschaftsgruppe Chemi- sche Industrie, Berlin Wehrwirtschaftsführer heute Aufsichtsrat: Süddeutsche Kalkstickstoff-Werke AG, Trostberg Rheinauer Holzhydrolyse GmbH, Mannheim/Rheinau Winnacker, Karl farzunhlerr Direktor der IG-Farbenindustrie AG, Farbwerke Hoechst, Frankfurt a.M.— Hoechst heute Vorstandsvorsitzender der Farbwerke Hoechst AG, Frankfurt a. M.— Hoechst Aufsichtsratsvorsitzender: Knapsack-Griesheim AG, Knapsack bei Köln Kalle AG, Wiesbaden-Biebrich Wacker-Chemie GmbH, München Ruhrchemie AG, Oberhausen-Holten Stellvertretender Aufsichtsrats vorsitzender: Duisburger Kupferhütte, Duisburg Behringwerke AG, Marburg/Lahn Kernreaktorbau- und Betriebs-GmbH, Karlsruhe 108 Aufsichtsrat: Dresdner Bank AG, Frankfurt a. M. Buna-Werke Hüls GmbH, Marl Deutsche Gold- und Silber-Scheide- anstalt, vorm. Roessler(Degussa), Frankfurt a.M. Chemische Werke Albert AG, Wiesbaden-Biebrich Präsident des Deutschen Atomforums e. V., Bonn Wurster, Carl früher Vorstandsmitglied der IG-Farbenindu- strie AG, Frankfurt a.M. Mitglied des Technischen- und Chemi- kalienausschusses Leiter der Betriebsgemeinschaft Ober- rhein Verwaltungsrat der Degesch GmbH Betriebsführer der Oppau-Werke, Ludwigshafen Aufsichtsrat der Duisburger Kupfer- hütte, Duisburg Beirat der Wirtschaftsgruppe Chemische Industrie, Berlin Wehrwirtschaftsführer Ausgezeichnet mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz heute Vorstandsvorsitzender der BASF, Ludwigshafen Aufsichtsratsvorsitzender: Duisburger Kupferhütte, Duisburg Gewerkschaft Auguste-Victoria, Marl Aufsichtsrat: Deutsche Gold- und Silber-Scheide- anstalt, vorm. Roessler(Degussa), Frankfurt a.M. Deutsche Bank AG, Frankfurt a.M. Hoesch AG, Dortmund Buna-Werke Huels GmbH, Marl Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG, Wuppertal-Elberfeld Brown Boveri& Cie AG, Mannheim Robert Bosch GmbH, Stuttgart Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Volkswagenwerk Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie e. V. Ausgezeichnet mit dem Großen Bundes- verdienstkreuz mit Stern des VO der BRD ssa), Dokumentenanhang Die im Anhang folgenden Dokumente wurden erst nach der Fertig- stellung dieser Arbeit aufgefunden. In den Schriftstücken werden besonders die in der Dokumentation hervorgehobenen Tatsachen be- stätigt: ® die IG-Farben war engstens mit dem faschistischen Staat und der SS verschmolzen ® die IG-Farben-Vertreter wurden zu allen bedeutenden Beratun- gen und Zusammenkünften der SS hinzugezogen und hatten Kenntnis von deren geheimsten Plänen ® die IG-Farben unterstützte die SS materiell und finanziell und er- möglichte damit den Ausbau des KZ Auschwitz zu einem der größten Massenvernichtungslager ® die IG-Farben-Verantwortlichen haben im Nürnberger IG-Farben- Prozeß die Zusammenarbeit und innere Verschmelzung mit der SS weitgehend verschleiert 109 Der Reicyswirtfchaftsminifter Berlin, den© Febmar.. 19.41. (Diejeb Feld bleibt für die Ranyiel frei) m Fin /0bu.. 2000 9 uungununsaanunnhiil Referent: MR. Dr,.Römer. zunnnunnunl Aitgeichmung gessaH_ u. BAHR. aa. daß Egreiben vom... mm 8 : Be Ziunnunn"" Ge ers 2 wo) Aller meerener |Betr.: Errichtung einer Buna-Anlage in Ost- | Besprechungsteilnehmer: ; Dir.Dr. ter Meer\-Farbenindustre ! Dr.Ambros Teen Dr. Wirth RWA. Die I.G.Farbenindustrie A.G. beabsich- tigt,auf Anregung von II Chem. und dem Reichs- iamt für Wirtschaftsausbau in Ost-Oberschlesien in Gegend Auschwitz eine Buna-Anlage nach Muster Schkopau mit einer Erzeugung von 24.000 Jato || zu errichten. Die Anlage wird etwa RM 140 M Eee||| a IT TI TTTTITT Arbeiterbeschaffung. Die I.G. nimmt an, dass sie Bau- arbeiter aus einem dort vorhandenen grossen polnischen Konzentrationslager erhalten kann. Baubeginn: Frühjahr ds.Js. Ay Iyalyı,>) 2.) Vorzuleaen Herrn Ministerialdirigent Dr. ehl mit dcy Bfite um gefl. Kenntnisnahme. 2 3.) Abschrift des Aktenvermerks an IV Fin 1 zur gefl enntnisnahme, 4.) Wv. nach 1 Monat. . th! lauf. IR T N wo| BEBREENEEERRERUNNERERENE 1 DE A MEERE DOKUMENTNr. 68— Entgegen den Behauptungen führender IG-Farben-Direktoren im IG-Farben-Prozeß beweist der Vermerk des„Reichswirtschaftsministeriums“ vom 6. Februar 1941, daß die Ausbeutung von KZ-Häftlingen bereits vor dem Baubeginn des Buna-Werkes einkalkuliert war 110 ist pewe' singe" HAEGEERRERRERAERERAURERERHRURBURGBEUGEEGERGERRRRENEERERRERENG| uptabteilung I/5 718/8.41. Bur./Gr. Berlin, den 2.4.41. Betrifft: Bespreohung über Häftlingseinsatz im Buna-Werk Auschwitz am 27.39.41. Aktenvermerk, Anwesend waren: Obering. Faust N 20 2 Dr. Dürfeld I. G. Farben Bauleiter Mohr Stubaf. Höss N Hetuf. Wagner KL. Auschwitz Hstuf. Burböck\ Hauntabt 1/5 wären, teilte Stubaf. Höss mit, dass Ogruf. Krüger anläss- lich seines Besuches in Auschwitz versprochen habe, dafür zu sorgen, jede beliebige Anzahl von arbeitskräftigen Pälen für Auschwitz zur Verfügung zu stellen. Dr. Dürfeld erklärte zur Kennzifferfrage, dass er diese An- gelegenheit grundsätzlich in Berlin klären werde. Er sei der Ansicht, dass die Zurverfügungstellung von Kennziffern in irgendeiner Form bestimnt möglich sein werde im Hinblick stuf. Schwarz ll EDINIDONNERaen en Ähe-n anne Herren von I.G. Farben nahe, zu versuchen, durch geeignete Massnahmen aus ihrem Kontingent an Kennziffern der Sonder- stufe 00 den Aufbau zu beschleunigen. Es liege dies ja wie- der in ihrem eigensten Interesse, da hierdurch allein die Abetellung von genügend Häftlingen gewährleistet wäre. Auf auf die Tatsache, dass eine genügende Abstel lung von Häft- die Frage von Hstuf. Burböck, ob Häftlinge noch zu bekommen lingen eine wichtige Voraussetzung für den Aufbau des Wer- k ist. tue Abschliessend erklärten die Herren von I.G. Parben, dass sie mit dem Besprechungsergebnis in jeder Hinsicht einver- standen sind und für die Unterstüzung seitens des Lagers bezw. der zuständigen Stellen dankbar wären. Sie werden ihrerweits dazu beitragen, die bestehenden Schwierigkeiten wie Lageraufbau usw. durch geeignete Massnahmen überwinden zu helfen. Der Beginn des Arbeitseinsatzes wird noch an Ort und Stelle geklärt. Der Leiter der Hauptabteilung 175 gez. Burböck 4-Hauptsturmführer. i i bau des KZ Auschwitz interessiert. Betriebsführer DOKUMENT Nr. 69— Die IG-Farben war unmittelbar am Aus z Dürrfeld ereihrals den Häftlingseinsatz als„wichtige Voraussetzung“ für den Aufbau des Buna-Werkes 111 „ 9— 2 107 den 5. April 1941 kat 1/1 Pr./Q. DR Auf reif: Aufstockung von Häftlingsunterkünften und Neu- errichtung von Untorkunftsgebäuden in Auschwitz Besug_: IVva Az.: 92 88/3.41 vom 22.3.31 en: 4 Moppen, 5 lose An den Inspekteur. der XL. M-Oborführer Glücke Abgesandt am: Oraniendurg Für die vorgesehenen Bauten in Auschwitz wäre die Genehni- gung des Generalbevollmächtigten für die Regelung der Bau- wirtachaft notwendig, die jedoch kaum erteilt werden wird, da die Dringlichkeitslisten beim Gb.-Bau bereits abgeschlos- sen sind. Neue Anträge haben nur Aussicht auf Erfolg, wenn es sich um Bauvorhaben handelt, die in kürzester Prist auf die Entscheidung des Krieges Einfluß haben. Ich halte es für aussichtsreicher, einen anderen Weg zu beschreiten. In der grundlegenden Besprechung bei#-Gruppenführer WOLPF mit den Vertretern der J.G. Parben A.G. über die Erriohtung einos neuen Buna-Werkes KL. Auschwitz huben die Herren von der J.G. Farbon zugesagt, uns in jeder Weise nit Kennsiffern und Dringliohkeitsstufen behilflich zu sein, da sie nur mit Unterstiltzuug des KL. die Planung des neuen\Ver® kes beginnen können. Ich bitte deahalb, mit der J.G. Farben mit dem Ziele in Ver- bindung zu treten, die notwendigen Häftlingsunterkünfte aus den Rohstoffkontingent des Buna-Werkes bauen zu lassen. An dem Buna-Werk ist der Reiohsmarschall GB rin& Ppereön- lich interessiert, es arbeitet sicherlich nur nit den bosten Dringlichkeitsstufen und Kennziffern, und die in Ausohwits vorgeschonen Bauten sind lediglich für die am Bunu-Work ein- zusetzenden Häftlinge bestimmt. IIIIMINININNINNNUINUNNINUNNNNÄNUNUN lager war der SS DOKUMENT Nr. 70— Der Ausbau des KZ Auschwitz zu einem der größten Vernichtungslag nn über die„guten Verbindungen“ zur IG-Farben möglich, Die IG stellte bereitwillig Rohstoffe zur Verfügung und sorgte für höchste Dringlichkeitsstufen 112 gyardend Falls diese Regelung erreicht wird, bin ich bereit, die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung zu stellen. Über den Gang dor Verhandlungen mit der J.G. Farben bitte ion, mich zu unterrichten. Die Vorgänge werden wieder beigefüst =» DOKUMENT-Nr. 70 der 5 ‚rögund 113 PETTTITEITTTITLITTTTLLLTLLLLLIITITTTLITIITTLTTILITELLELELEEELLLEUUIE Leuna-Werke, den 12, Mai e Tr. 240 Abtechnitt. ZZBS Seren zzeo=mssasemme Besprechungsbericht Ort: Reichsemt für Wirtschaftsausbau Berlin W 9, Saarlandstrasse 128 Zeit: Donnerstag, den 8.5.41. Teilnehmer: Dr. Eckell, vom h Dr. Wirth, Reichs- in getrennten| DI. Obenaus, amt Besprechungen DI. Mann, Dr. Dürrfeld,Leuna Betr.: Behandlung der Kontingentsfragen mit dem Kz-Lager In Auschwitz, £ ° ° & ei 6 . 12 " ° 61 (3 Li 0 n A ® » [} 3 a » o k ° 8 E ° » E ° % £ ® © ° “ EI [) ” k ° i 8 ° < E ° £ ° ® D folgenden Grundsätzen worgegangen werden: Vorgang: Anläßlich des Besuches von Dr.lütter und DI. Obenaus in Auschwitz wurde festgestellt, dass der Geschäftsgang für j die Erteilung von Kontingenten an das K2-Lager auf der einen Seite noch zu kompliziert und auf der anderen Seite noch zu unübersichtlich ist. Es kam in einzelnen Besprech-| en folgenf=e Lösung zustande: a Darauf wird nach Befürwortung durch die IG. Herr Obenau | KZ-Lager Auschwitz(nicht der 4=Hauptverwaltung Berlin) eine neue WRoX-Nr. und ein entsprechendes Kontingent zur Verfügung stellen. Über dieses kann dann der Lagerkommandant verfügen und ist allein dem Reichsamt für Wirtschaftsausbau Berlin, Herrn Obenaus, für d Verwend der Konsingente verantwort- jJich. Der Lagerkommandant,%4-Sturmbannführer Höß wird einen Kontingentsbeaxbeiter zu Herrn Obenaus nach Berlin zur Unter- richtung über den notwendigen Briefverkehr entsenden. 1 gez. Dürrfeld F.d.R.d.A. #-Oßerstumführer. DOKUMENT Nr. 71— IG-Farben-Bauleiter Dürrfeld vermi ü - i rmittelte über das„Reichs fü i Bi u Ent wen Sanalas IG-Farben-Aufsichtsratsvorsitzende Krauch war, a ee ORG er-Lagerkommandant Höß war dem Amt Krauch persönlich für deren Verwendung verantwortlich; Dri 114 a A"sneusgo"ze? egurazny u "usayorııazun jAeAsPunzJuyU>W2.1Fmeg Ip USFFSUT2ZUFF SFP IagD PTTeIB2EUETT doufom uf yonseg yoınp yoou IeyRde LezFeqLusqyoes IgI Yors ıya PTouem30u IT9mog"303TeqIeuje uadeLz asarp uf@rIasnpuf 3qI0j-DI Iop Junzratneg ueyorT3In Iep Faq zugonunz yors Iap “usuusueq SaquIS WeLIUI Ia3TeqIesqyoes usywuf3s0q uaure IS mpIoa e1T2I93CUEFT Ieufom IT ergoxIoaysusrg sap UETLTMIOL ı097JsUos pun FunzzJeyoszLraegtsTlezem Iep Funıqnzyoıng INZ “uepien J1uqufeIeA 2797 IeusqgedaF uevugxN Punzz0g382Jwme1Fo1d usyorrFunidein op uePdunıepumayY (Mon Prpuemzou m10 eTmos USFUnZ4083107 eıayRde!ueyoeızeıe MeL| Jna euez3sopuFm Jeyogunz Faqep Yaje[Tos umeıdorz sed 9 zuuexoq osfenedsızus'zundny 38UoM sap aJneT wur 8a39"U'D Nezaqoeı ıym pun uetTegszne pT@J X In za urıoy aru Wpuoeagsur"erı3snpurusqgIei-nI Iop 37u wBeuT@ue9 org uepLIam @19011 epuesypzazgo1np(m’OL'; wep yosu(2 zung wnme? sud “A107210 sTupungsLanufg@pI@JLaryorT -ufTIeg OITFAHIBUETJT Iep U0aA LE NEM AJeımmyuusgumis -1090 UIIeH IFw gone(n'f‘fı woa Funpessezun Joufe uf opına MioTH*urTıeg ur UeTT>4#sdungTsarey Iexyf Zungtegosurg auıo NJ02(7 TOUIM-FLaaY) OTTeIE9CUEFg eurem pun ueuyI ueuograz Rayıyaun pıra IgmgeAzeuerg epuegesszue("2 zung senus? od de7013 Junufegosig uf Ieqnusde? oLTeIB3FUeTT Touran ned, aTs YTpPUNISaLeGe 0218 EIS uepına qe zyYundarez uasarp uoA "ısqey ITOXIFIIND usPunygzey>seg pun uszneg Uspussunznzusenp aueıdoid UepUusdeLNZIEE} yoou seufa uauyey Wr ZI 7myosnYy 193 MT-"X ur LH°oL‘L wep yoeu erp ıny aTp'neg-gn sep LeyJrzuueN a’Q OF TPUNISATER e1LFo Ermos UejJJo3eneg UePT3WU0R pun TU9IS P e873 uoA eAnzeg ımz IemmutTolzuoy-x Oy m SFTpumseaTas aufs (e n e u@ q O*Zuf-TdIg) eTTerszsuerg zeusemw y TouIM I Dunt -93qY IP Yoınp OFS uezTeyLe- zuurFeq Im’OL'L WW 3@FIJTTaIS -eg uessep- qu L#/I Te3zenbszusZufzupy woa eraos(neg-"U'N) aJ3uyoszıraneg Iep FuntoPey orp Any UOJPTIYORWITTOASATLIEURD ep IyUBfe3JWyoszLTme3oFLy aneu epueuufdag Im’OL'L we sep ınd “usarpunssıea nz ej13snpuruegIsI-DI Iep 37u yore“ars yoT ar27q usrIemıog or» Lean *237omZzqe Lommuttoizuoy-X OY M IeLUF une afg ıNJ UeduauTeTLaIum esaLP arp"ueFToJIe nz eTızenpujusgiezi-DI@Fp Lean YorTsseTtyo® -sn® 379mosur 20u Fungzeyorz1FmeqgtsrIozeg org"24001q09 zyusurg unz egTeM u04901034805#37019q Iap UF u@pIem UsJJoz3eneg UeIap -us pun-ZTOH UB usFunITeINZ UoueyaseFLoA uamyey wasorp uf 97? eTnos ZuojaeFsend Iepo-ZIuN 3 004 UoA usZusuuscrg ue311[93599 un®nsıor Inz vrIzenpupuegtsg‘n'I orp zaan(TI X 0 J'1cd) OIT21S3SUEFT Laufew"weyg L’'ITI4Y op uoa zeyszq uauyI oJq(*L :uEpLIem UFFURFE9.L0A UEZINEPUNIDG Uepu@PLos Yosu ITO® FeqIeTH"ueIT>4FnZI70L0q UMJUSFUFJUONTSTLOIEN uepuayars Yun?nzzer ınz ITu Uep ans Fuezumjwusen uepuegeınzase, goou weure ur ueFUeWTaFIEIuM uez3FFIRUeg erp zyrFayseny soyzoy-'n'I sep neazar ueyustde9 mep I7u Fueyusmmsenz mr zy7Fayoeny x09e7-"y uf ueynegeny pun aedunzJeyoseg jme9 ımz“urq 37e1eq gortTzanepunı? yoT uwup *aeaqI ydr edrz3u3saa Yanyooıdseog"so orp zne suysudnzeg zeyufı _— zy rayoenY g@ H Jezumzuusquınas-SS usjuepusmmoy sap"upH"z “zyraydeny 190997-'X sep ur *orızenpufuegIeg'n‘] Iep ZIfaysenr soXIen Top naqyny wep 371 Zus yusmuesnz uf neqeneI1e9e7] “Zygmgoeny uf L#'S"G we Bunyoexdsag "ız/ao%# v TOum I 3761 pomjjogagjoaauag! 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Br orH a NeB un HH Ro» 5 2] [e} %4-Hauptsturmfilhrer Se 4-Haupt sturmführer Sp 44-Obersturmführer Dr. Reg.-Präsident Dr. Reg.-Präsident Bp Reg.-Direktor Bey Ober-Regierungs- und Baurat Regierungsrat L Amtsicommi ssar Bee g 5 Brno e H = u B Architekt Ss LE Landrat zZ Professor K D Stadtbaudirektor (Reichsinnenministerium) )Reichsarbeitsmini- sterium) Prüftst.) © Oo ra£ 0 DD 30 0 m 20H 3 om aAOHRUNDB PH re, m er ann rw ee) Beratender Ingenieur K Provinzialbsurat K M H u (6.B.Bau) Oberbaudirektor r(Speer) Sparingenieur Reichebahn I.G. Dr. Am 1.6. Dr. Baust I.C. Dr. Dürer erg Pro» er mg >) “a o H ° ao T.d.R.d.A. +loceı3 NOT NN DOKUMENT Nr. 73— Die IG-Farben-Vertreter wurden zu bedeutenden Zusammenkünften der SS-Führer im KZ Auschwitz hinzugezogen. Ihnen waren die geheimsten Pläne der SS bekannt 116 2 Besichtigung des#=Obergruppenführers P ohl am 23.9.1942 6.14 Uhr Ankunft in Kattowitz Abholen mit 3 Wagen nach dem Haus der waffen=%, Frühstück im Hause der waffen-4 anschliessend Vorbesprechung der hiesigen 4"Dienstellen 9.30 Uhr Beginn der Besprechung zwischen den 4-Dienststellen und Regierungsbehörden/Dauer 2 Stunden/ 11.30 Uhr Besprechung der Bauvorhaben des K.L.Auschwitz in der Bauleitung 13.00 Uhr Essen im Haus der Waffen-% 14.00 Uhr Besichtigung der Fleischerei YaFu A4H- Id; Fahrt durch das Schutzhaftlager Tanurgsrern 15.000. neues Wäschereigebäude 1 NE BE HN= 36 mo Besichtigung des gesamten Geländes von Turz des HWL Baunot PFmt. HT» Str Me DAW 2b5-- bt Ana: 936 gejh. Entwesung-u.Effektenkaumer /Aktion R neuer Pferdestallhof YHoo Tamm Av. Laßer Birkenau Tamm antun‘ Miu A-0600 m finken IR.000 Station 2 der Aktion Reinhardt Truppenlager Birkenau 83 mit Wit. m. duo M Geflügelhof Harmense Teichausbau Fb Mumır Dammbau an der Weichsel 50 k Wirtschaftshof Budy Raisko Au Mom m.430 mut Hu Faulgasanlage Kurth 30 Hk Wirtschaftshof Babitz über Birkenau zurück /Dauer der Besichtigungsfahrt 4 Stunden/ 18.00 Uhr Schlußbesprechung der beteiligten Dienststellen im Führerheim 20.00 Uhr Abendessen sämtlicher Führer im Führerhein.- des SS-Führers Pohl nahm die Information über die„Aktion Rein ramm _ uchsprog Raum ein ard“(Ausr E 117 WINNIE Der Beauftragte für den Dierjohrespion sn Berlin W 9, don 7.1.1943 Der Generalbevollmährigte Soorlandfttaße 128 für Sonderfragen der hemifdhen Erzeugung en 120048 ganfgrebe: K 1.113 Drahtenfäiß; Gedediem ydamı I Minül A 5 ob/Pr. Tpd. Te: VENS Beyup- Bett: Ihre Tütigkeit als mein Kommisser. Herrn Obering. Dr. Dürrfel a, I.G. Farbenindustrie A.-0., N us conaweLlavszie Sehr geehrter Herr Dr. Dürr feldädl Nachdem der Aufbau der bisher von Ihnen kommissarisch| detreuten Anlage Ppölitz im wesentlichen als abgeschlossen ange- sehen werden kann, entbinde ich Sie auf Ihren Vorschlag hin mit Abschluss der Kommissersitzung vom 7.1.43 von den Pflichten dieses KommissaramteB. Das Werk wird in Zukunft seine Belange| ohne Mitwirkung eines von mir eingesetzten Kommissars selbst| vertreten.| Sie haben sich in mehr als zweijähriger Kommissar-| tätigkeit um den Aufbau der Anlage Pölitz ganz besonders vVer- dient gemacht, und vor allem das vergleichsweise frühe Anlau- fen der Produktion ist in sehr entscheidendem Masse ein Erfolg Ihres Wirkens gewesen. Zu dem erfolgreichen Abschluss Ihrer Aufgabe beglückwünsche ich Sie und spreche Ihnen für Ihre stete Einsatzbereitschaft und Ihre Leistung meine volle Anerkennung und meinen Dank auß. Gleichzeitig beauftrage ich Sie hiermit, weiterhin als mein Kommissar ür den Aufbau der Gesantanlage Auschwitz tätig zu sein und in dieser Eigenschaft den Anlauf vor allem der wichtigsten Produktionen dieseB Werkes, die Ihnen gesondert bekanntgegeben eind, mit allen Mitteln kurzfristig sicherzu- stellen. Meine persönliche Unterstützung in der Durchführung| dieser Aufgabe sage ich Ihnen in jeder Weise zu. Ich erwarte, dass Sie auch diese neu® Aufgabe mit derselben Einsatzfreudig- i keit und Energie zum vollen Erfolg führen, die Sie in Ihren ersten Kommissarant bewährt haben. Heil Hitler! NL Aa DOKU ENT Nr. 75— Die Verschm un er-Far m a stischen Staat fand auch un in J MI. chmelz d i u mittelbar : s g IG-Farben it dem faschisti o76) ar tz in A ee Rule Id„war Betriebsführer des Buna-Wärkez Auschwitz und fungierte Bis chzeitig ge als Kommissar des„Generalbevo l ıg für Sonderfragen der chemischen Erzaua| ächtigten gung“ 118 er DOKUMENT Nr. 76— Ambros beteuerte im gen mit SS-Führern keine Veranlassung zur wei iteren Bereitstellung von Häftlingen gegeben zu haben BEBBREREBBBEEBBEBEEREEERERRRGRGRRNRUUERRARANEAGERERBERERRGNURNNN Militaergerichtsho? VI F: Waren also die jeweiligen Begegnungen, die Sie mit Pohl hatten, von beiden Seiten nicht aus einem freundschaft- lichen, freundlichen Anlass heraus, sondern auf Grund von Un- stimmigkeiten? A: Ja,- trotzdem waren es hoefliche Formen. Aber es war nooh einmal.Herr Hoffmann, Sie nannten heute frueh schan einmal eine weitere Begegnung, die zusemmenhing mit der Aus- wahl der Handwerker fuer Gendorf, was wi# heute Mittag be=- handelten, Ich glaube, das war eine besondere Besprechung, das weiss ich nicht mehr sicher, vielleicht babe ich auch ge- schrieben,- ich glaube, ich habe ihn darin nochmals gesehen woygich Aie Bitte aussprach, als der Einsatz dieser 200 Haeft- linge nach Gendorf beschlossen war, dass moeglischt nur Hand- werker kommen. Das erfolgte dann auch, und dann zeigte sich, wie die Affidavits hier alle beweisen, dass die Haeftlinge eine gute Unterkunft in Gendorf fanden. F: Herr Anbros, nun eine abschäiessende Frage: bei all der offenen Aufdeckung der Besprechungen, die Sie gehabt haben, will ich Sie nochmels eben so offen fragen: haben Sie bei all diesen Besprechungen irgendwie die Veranlassung dazu gegeben, dass Haeftlinge auf Grund Ihrer Besuche ein- gesetzt wurden? E| A: Nein. Das war alles gereglt vorweg durch den grossen — Befehl, und ich muss es SO formilieren: alle spaeter nach folgenden Steigerungen an Haeftlingen waren ein Abrufen die- ses Kontigents. Herr Hoffmann, das Werk haette ja anders rbeiten koennen und haette von vornherein mit ganz grossen Zahlen starten koennen, aber Sie fuehrten ja heute ein Do- ument ein, wonach 4n der Vorscheu auf 1942 nur 1000 Haeft- linge genannt werden, obwohl nach dem Befehl das Werk ja haette mehr nehmen muessen, Immer waren die Haeftlings die etzten, zum Fuellen, wenn oben alle anderen Quellen erschoep ft rene 11 11 1 NL IG-Farben-Prozeß, entgegen der Wahrheit, bei seinen Besprechun- 119 sorquy"ara yonsıy*Jord wur]"Irıraurn IsoM JUy*'Ioy ddoyostIes*FuTTeIaued IOTJJaIS I9y!urM (steuf2j10 sop$ 83735) GıLNOD rexog*Iq ara*ıra tıyey*'sowId wur a8ıneqIeqgo aayosneL*"3ul-"Tdra TaTOOTN’A"UITISI3Q0 u UUSUSSTM IUU°UTM *unnn’a’J’mu ı99ouM'(ww’usd ISUIaS0oy IauJa1F9ssIu8I5 ıaadg ISISTUTUSUOTey :DUSSSMUY *swurdolg-ASd sep Funıeneys op 30T -sun{u99ToJIs nz LOqsTyoS YasI2935 yUOınp aey pun uIenegs nz Tsıyuez- Z 9) uoaA 3uns 97 JeIapuossq Jaaun *(I8UIS0YX) USIS.1INZ -UBIoy IoTumfH Teryenzyorsy us pusyegum IST"7 NZ"ue9rTpaT -Io nz wurL/TeTeorNn/Ie3auM yoınp pufs ueIFsuTa2zurg.ord nz £-ı nz uagunIsDIog IOp Sunttenzig erp I9es‘d’z a7q *usp.Iom us0R2e? -qu zY7Tmyosny ISIWI-Zy wep ste eSurtIJeeH uorTzyessnz *us9runetyss -2q nz 357 afS*sarereq IJRSFLFUNIATPUWWWOHUSZIENUOS - sepuel eTq*(uuen 00E-2"pı) Uszyanyossapuel uoA FunIsTpueuwuoy sp pun AjeyosFoTsg Iep Junuzjjemeg sNoeMZ(woFIFUnN pun@IySMsZusuTyosen‘ueyeusıepueh) U9JIWM UOA Amrrer3sdundenzIarmnz BTP yoTtIepIoJ -19 357 nzIerH"DITM 22perLFeq F07q20-ZI7MUosny Cop *AT9eyIo zyesıg ST® ıspuewisny 002 Tenzep DL@TP SSWD“yorTlopIojJIe 457 yO0p ‘41193389 AmdonjIer INZ ZIFMUOENY aanj I9ITsaıy 002 sI7F2.10Q Hf ep aTeyzouuf o9etmsduenz Yoınp prrgs uoaeg*(Syanpord S joA-gd zany 00€“ufzusgzegorta zenz OOE'wund Long 007) uopIam 31123599 ayjJoB.ıyUoWJe2uJuon 000 T UOTTZIeBENZ 2 “yuwy UOFTOJI9 10443SS977uopf uep UF I0949sneg wap sne UIsSYFeqIy UOA unzıssun sure pum vepIem ATTeIsSFuTe zy7Mmyoeny Ene adonzay-Ie1T9qIV SIaIToM"T seep!sneıoa 72308 sung 7 000 02 zen; ZI7Myoeny negeny spusmet sayeIeq Ted - Dr BRENNL, Bu zaan usure 2412“gazeysArapnz"Hr‘sorguv"IFA *Tunp"92 WoA STIBUOSI=WEUOTSN BEp UeqTe.Luos -ula]j sen Is II’n'I 2 Funuyssıdsag Isp Pue1SU1693d "yunanezıg"meuo ıep usdeIzI@pUoS 77, ——— negqsnesong"II *STanH neqjneIeperM"I *cnsT Inf’ va@unueld stannz IST unzyTs Jen 19» asstuaedız jay suraysd ayoussud __JunIp2 22 genvN? usgmaTzLajenV SZ"UT zT dz e’ays 139721791 Sunurtd aTeIyUez ETET FInL*z ‘5 M urtIeE“uerdseıyef1orA uop Iony oy9eıyjneog Od SIRIYD UVM 801 TISNN00 0 IIHO A0 TO1I40 IN® N, 2995-IN"ON INMnDog JO Ad0Q is 77— Die Wahrheit DOKUMENTNr. „Zentralen Planung“ fungierte Ambros als pa ö © ao £ 3 Ss {7} o = = © o = = die- ın Körner wurde beauftragt är Himmler zu schaffen. ätzliche Häftlinge aus dem KZ Auschwitz, Staatssekret ser Angelegenheit eine Verbindung zu Referent. Er forderte zus Herrn - LE Der Staatsfelretär bes Beauftragten für den Vierjahresplan und de5 Preufifden Staatsmintfiertums TER 1689/4 nee... FELCHBTUNn€ er-4 Hianler. E Ems Yu dr = DOKUMENT Nr. 78— A Mit dem„Reichsführer SS“ Werk aus"(Handschriftliche Bemerkung:» Pertönkicher Stat R hstührer-4 no nen | arı.nc. Seh./ f H Berlin WS, den2. Juli 1943, Lieber Reichsführer! Jn einer Sitzung der Zentralen Planung betref- fend Bunaerzeugung und Rüstungsprogramm R(neuar- tige Waffen) haben sich verschiedene Fragen erge- ben, zu denen wir dringend Deine Hilfe brauchen. Jch wäre deshalb dankbar, wenn Du möglichst umge- hend den Generaldirektor Dr. bros der JG-Farben- industrie empfangen könntest(Ludwigshafen a.Rh., PFernsprecher 6496). Dr.Ambros hat an der Sitzung teilgenommen und wird Dir alles Nähere vortragen. Bei der Bedeutung der Angelegenheit bitte ich Dich, seine Bitten soweit wis nur irgend möglich zu er- füllen. Heil Hitler! stete Dein DER mmler g mubros; wird\auren ee A Erhöhung Fe" Häftlingskontingents für das Buna- persönli es Re = ande am 10. 7. 43 stattgef.“) 121 Soorereroreenennnsg peut EEEFEERSEEERRRERERREEEEEEEEEEEEHEEREN ntrationslager Auschwitz Abteilung IIlIa 16/2949/8.45/5/Nh Jusomwitz 3, 13.8.4). 4 Betreff: Aufbau von neuen Arbeitslägern ezu: ohne Sgen:— die 4-Standortverwaltung KIBARUESECEHBWENILEZERO/S In nächster Zeit werden folgende neun Arbeitsläger anlaufen: Anfangsbelegung: 300 Häftlinge Steigerung bis: 900 JQ l.)”Janina-Grube: Wachmannschaften, bsginnend mit ı 35 4-Nännern Beginn der Belegung: Im Laufe nächster Woche, YF.Y uU 2.) Filrsten-Grubsı Anfangsbelegung:5-600 Häftling Steigerung bis ıL30C Q Wachmannschaften, beginnend mit: 35%-Männern Baginn dey Belegung: Im Laufe nächstsr Woche, LIR 3.) Sosnowitz: Belagung: 100 Häftlinge Waohmannsohaften: 15 4-Männer Beginn der Balegung: Im Laufe näohaeter woohe. 1. SF & gung m Lau a oh u 4.) Lagisoha: Anfangsbelegungı 100 Häftlinge Steigerung bis:1000 Wu VWechwannschafter, beginnend mit ı 1/25 Steigerung bis 5 1/40 Beginn der Belegung: In on, 14 Tagen, Es wird gebeten, bis zu diesem Termin die Unterkunft und Verpflegung bereitzustellen. ber Leiter der Abtoilung IIIa Bez“, Sremie! DedeR.d. 4=-Untersturmführer #-Unters Meer Absghriftlsch EINE #-Standorlarzi KL Auschritz zur Kenntnianahmse, Der Leiter bteilung IIlIa 122 UnteNetu x EESELEETELDIESESESSESTITLELELELELELTITTTLLITTILITTIITETTTITETETTITITLTT DOKUMENT Nr. 79— Mit dem Fortschreiten des Aufbaues des Buna-Werkes Auschwitz stützte sich die IG-Farben immer umfassender auf die Ausbeutung von Häftlingen. Auch ihre Zweigwerke in der Umgebung von Auschwitz wurden in zunehmendem Maße von KZ-Häftlingen betrieben Auszüge aus dem Beweisantrag von Prof.Dr.F.K.Kaul an das Schwurgericht Frankfurt a. M. eingereicht von Rechtsanwalt Strodt am 8. Mai 1964 An das Schwurgericht beim Landgericht Frankfurt a.M. In der Strafsache gegen Mulka und andere— Ks 2163— wird zum Beweis für die Abhängigkeit des Lagerbeiriebes von wirtschaftlichen Interessen und für die Lebensbedingungen der Häftlinge im Konzentrationslager Auschwitz und seinen Nebenlagern die Verlesung folgender Schriftstücke beantragt: l. Das sogenannte 1G-Farben-Urteil des Militärgerichts VI der Vereinigten Staaten, ver- kündet am 29. und 30. Juli 1948 in Nürnberg, Abschnitt: Auschwitz und Fürstengrube. In: Das Urteil im 1G-Farben-Prozeb, Bollwerk-V erlag Karl Drott, Offenbach am Main 1948, S. 121—130. Die angegebenen Auszüge enthalten die tatsächlichen Feststellungen des Amerikani- schen Militärgerichts über die Errichtung und den Betrieb des Buna-Werkes der IG in Auschwitz und über das der 1G gehörende Kohlenbergwerk Fürstengrube. Sie bezeugen, daß es die Aufgabe der Kommandantur des Konzentrationslagers Auschwitz war. die IG- Farbenindustrie AG mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. Dies galt insbesondere in bezug auf die Forderungen der 1G nach einer immer größeren Anzahl kräftiger und volleistungsfähiger Konzentrationslagerhäftlinge als billige Arbeitssklaven. Ferner bezeugen die Urteilsfeststellungen, daß das Konzentrationslager Monowitz als das größte Arbeitslager des KZ Auschwitz sowie das KZ-Nebenlager Fürstengrube auf Ver- anlassung der 1G-Farbenindustrie entstanden sind und daß die Verhältnisse besonders in diesen Lagern entscheidend von den IG-Farben und ihren Interessenvertretern beeinflußt wurden. Beide Lager sind der Tatort verschiedener durch den Eröffnungsbeschluß erfaßter Verbrechen. Schlieklich geben die Urteilsfeststellungen Aufschluß über die unmenschlichen und verbrecherischen Arbeits- und Lebensbedingungen der Häftlinge, die in den 1G- Betrieben eingesetzt wurden. Diese Häftlinge„lebten und arbeiteten unter dem Schatten Urteil, und es wird ausdrücklich festgestellt, daß die IG- der Liquidierung“. heißı es im hierfür mitverantwortlich sind. Farben beziehungsweise deren Repräsentanten in Auschwitz 2. Die unter Eid abgegebenen Erklärungen a) des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der ehemaligen 1G-Farbenindustrie AG und Generalbevollmächtigten für Sonderfragen der chemischen Erzeugung im Rahmen des Vierjahresplanes, Carl Krauch, vom 13. Februar 1947; b) des Mitgliedes des Vorstandes der ehemaligen 1G-Farbenindustrie AG, Heinrich Bütefisch, vom 19. Februar 1947, Abschnitte 2—15..- 123 e) des Direktors des Werkes Auschwitz der ehemaligen IG-Farbenindustrie AG, Walther Dürrfeld, vom 18. Februar 1947, Abschnitte 3,8—13, 16 Und1Ore Diese Erklärungen bestätigen und konkretisieren die im 1G-Farben-Urteil getroffenen Feststellungen. Sie vermitteln konkrete Tatsachen, die das Amerikanische Militärgericht in Nürnberg als erwiesen angesehen hat und auf die es sıch in seinem Urteil stützte. So ergibi sich. daß die IG-Farben bei der Befolgung der Anregung des nazistischen Reichswirtschaftsministeriums zum Bau eines vierten Buna-Werkes die Tatsache berück- sichtigte, daß ihr beim Bau dieses Werkes in Auschwitz mit den damals im dortigen KZ befindlichen 8000 Juden und 3000 Polen billige Arbeitssklaven zur Verfügung stehen. Um den im Interesse der IG liegenden Bau verwirklichen zu können, erklärten sich ihr Technischer Ausschuß und der Vorstand für den Einsatz von KZ-Häftlingen. Außerdem war der IG-Farben bekannt, daß der Werkaufbau in Auschwitz nur nach einer zwangs- weisen. gewaltsamen Evakuierung und Enteignung Tausender ortsansässiger Polen und Juden ertolgen konnte. Auch gegen diese rechtswidrigen Aktionen wurde keinerlei Ein- spruch erhoben, sie wurden sogar durch neue Gebietsforderungen der IG noch ausgeweitet. Hauptsächlich vermitteln aber diese Erklärungen viele Einzelheiten über den Aufbau des KZ Monowitz. über die dort herrschenden unmenschlichen Zustände für die Häftlinge, über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen der für die IG arbeitenden Häftlinge und über die maßgebliche Verantwortung der IG-Farben hierfür. Schließlich geben sie nähere Auskunft über das Bestehen und über Modalitäten der en- gen und freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der IG-Farben und der SS, wobei die angegebenen Tatsachen zu dem Schluß führen müssen. daß sich die Kommandantur des Konzentrationslagers Auschwitz verpflichteı fühlte, die Forderungen der 1G zu erfüllen. 3. Niederschrift über die Gründungssitzung des Werkes Auschwitz der IG-Farbenindustrie AG am 7. April 1941 in Kattowitz, Seite 5, Absatz 1 und Seite 6, Wiedergabe der Aus- führungen von Dr. Ambros. Diese Urkunde bezeugt das tatsächliche Bestehen einer Verpflichtung der Komman- dantur des KZ Auschwitz zur vollen Unterstützung und Erfüllung der Arbeitskräfteanfor- derungen der 1G Farben. Es gab nämlich— wie in der Niederschrift hervorgehoben wird— einen diesbezüglichen Befehl des Reichsführers SS..... 6. Übersicht über die Unterhaltskosten für Häftlinge in den Konzentrationslagern. Eine Fotokopie befindet sich in den Gerichisakten, Anlageband la, Blatt 94. Hieraus geht hervor, daß die SS für Bekleidung, Unterkunft und Verpflegung täglich nicht mehr als 1.22 RM pro weiblichen KZ-Häjtling beziehungsweise 1,34 RM pro männ- lichen KZ-Häftling veranschlagt hat... 7. Besuchsbericht über die Besprechung mit dem Lagerkommandanten des Konzentrations- lagers bei Auschwitz am 27. März 1941, nachm. 15 Uhr, vom 30. März 1941. Der Bericht bestätigt zunächst ausdrücklich das herzliche Einvernehmen der Komman- dantur des KZ Auschwitz mit den Vertretern der IG-Farben und die volle gegenseitige Unterstützung. Es wird der„sehr herzliche Ton‘ der Besprechung und die„volle Bereit- schaft“ des KZ,„‚nach Kräften beim Bau des Werkes.... Hilfestellung zu leisten“, her- vorgehoben. Darüber hinaus bezeugt dieser Bericht, daß seitens der SS der Adjutant des Lager- kommandanten für die Verwirklichung aller Vereinbarungen zwischen der IG und der SS funktionell zuständig war. Diese Tatsache ist speziell hinsichtlich der Angeklagten Mulka und Höcker von Bedeutung. 124 von 8. Aktennoliz vom 26. Mai 1942 über eine Besprechung vom Abend des 14. Mai 1942, Abschnitt: Gestellung von Häftlingen. Es handelt sich um den von 1G-Farben-Direktor Dürrfeld gefertigten Bericht über eine ton ihm und anderen Vertretern der IG geführte Besprechung mit dem KZ-Kommandanten Höß. Hier wird der Adjutant des Lagerkommandanten— und das war zu dieser Zeit der Angeklagte Mulka— dafür verantwortlich gemacht, daß der IG-Farben„unter allen Um ständen“ 4500 Häftlinge unter den von der IG gestellten Bedingungen zur Verfügung gestellt werden... Zur Sicherstellung der Kontinuität erhielt der Angeklagte Mulka die Anweisung, daß bei der Einteilung der Kommandos darauf zu achten sei, daß keine allzu großen Verschiebungen durch Krankmeldungen eintreten Der von der IG geforderte An sporn zu größerer Leistung sollte durch ein sogenanntes„„Primitiv- Akkord-System‘“ gegeben werden, das in einer kargen Zusatzverpflegung, in der Errichtung eines Bordells und schließlich in dem lügnerischen Versprechen der Entlassung aus dem KZ bestand. Diese mit dem Angeklagten in ihren Einzelheiten festzulegende Methode zur intensiveren Aus- powerung der Häftlinge wurde sarkastisch als FFF-System(Fressen, Frauen, Freiheit) bezeichnet. 9. Eidesstattliche Erklärung des Charles Joseph Coward vom 24. Juli 1947. Es handelt sich um die Aussage eines ehemaligen britischen Kriegsgefangenen aus dem Kriegsgefangenenlager Monowiiz, die im Rahmen des Verfahrens gegen die 1G-Farben. Vertreter durch das Amerikanische Militärgericht gemacht wurde Coward hatte als Ver trauensmann seiner Kameraden unter anderem Verbindungen zur 1G-Leitung in Auschwitz sowie zu den bei der IG arbeitenden KZ-Häftlingen. Er hatte sich auch in das KZ Mono- witz selbst einschleichen können. Seine Aussage enthält detaillierte Angaben über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen der KZ-Häftlinge im Buna-Werk sowie über die kata- strophalen Verhältnisse im KZ Monowitz. 10. Schreiben des Direktors des Werkes Auschwitz der 1G-Farbenindustrie AG an SS-Ober- gruppenführer Pohl vom SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamt vom 28. Oktober 1943. In diesem Schreiben bedankt sich IG-Farben-Direktor Dürrfeld bei Pohl für die volle Befriedigung aller seiner Wünsche bezüglich des Häftlingseinsatzes in den der IG gehö renden Bergwerken Fürstengrube und Janinagrube. Unter ausdrücklicher Bezugnahme auf die— wie er schreibt— bisherige„ausgezeichnete“ Zusammenarbeit ersucht Dürrfeld darum, auch für die Arbeit in dem Kohlenbergwerk Güntergrube KZ-Häftlinge zu erhalten. Er erklärt sich sogar bereit, das erforderliche KZ-Nebenlager auf 1G-Kosten zu errichten. 11. Wochenbericht 90/91 für die Zeit vom 8. Februar bis 21. Februar 1943, Teil I, Ab- schnitt 10.2. Es handelt sich hierbei um einen der reg witz an die Leitung der 1G-Farbenindustrie schnitt bezeugt, dab SS-Obersturmbannführer Maurer akzeptiert hat, von sich aus alle schwachen Häftlinge abzuschieben. Diese Tatsache ist von großer Bedeutung für die Feststellung der Verantwortlichkeit für die Selektionen von als arbeitsunfähig bezeichneten Häftlingen aus dem KZ Monowitz. Sie beweist die mabßgeb- liche Mitschuld der 1G für die Ermordung Tausender Häftlinge, die als„nicht arbeits- fähig“ in die Gaskammern geschickt wurden. elmäßig von der Direktion des Werkes Ausch- AG gegebenen Berichte. Der angegebene Ab- vom WVHA die Forderung der 1G den Akten des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses. erichtshof, Prozeb gegen die Hauptkriegsverbrecher, Band 04-PS-1739-PS), Nürnberg 1948, S. De 12. Dokument 1472— PS aus In: Internationaler Militärg XXVI1(Beweisurkunden Il nd Geheimes Fernschreiben des Gestapo-Chefs Müller an Himmler 0. Diinee da befohlenen Aktion zur Vergrößerung der Zahl mit der Mitteilung, daß im Zuge einer 125 arbeitsfähiger KZ-Häftlinge 45 000 Juden in das KZ Auschwitz eingeliefert werden. Unter diesen 45 000 Personen sollen sich— wie es wörtlich heißt— ‚bei Anlegung eines zweck- mäßigen Maßstabes... bei der Ausmusterung der ankommenden Juden in Auschwitz un mindestens 10 000 bis 15 000 Arbeitskräfte“ befinden.. 13. Fernschreiben des Chefs des Amtes D Il des WVHA an den Kommandanten des KL Auschwitz vom 26. Januar 1943, 20.50 Uhr, Betreff: Häftlingstransport aus Theresien- stadt für den Arbeitseinsatz bei der Bauleitung und im Buna-Werk. 14. Fernschreiben des SS-Obersturmbannführers Maurer vom WVHA an den Komman- danten des KL Auschwitz vom 2. März 1943. Betreff: Abtransport jüdischer Rüstungs- arbeiter aus Berlin. 15. Fernschreiben des SS-Obersturmführers Schwarz vom Konzentrationslager Auschwitz an das AmtDIIdesWVHA vom 5. März 1943. Betreff: Abtransport jüdischer Rü- stungsarbeiter. 16. Fernschreiben des SS-Obersturmführers Schwarz vom KZ Auschwitz an das WV- H. Hauptamt, Amtsgruppe D, Oranienburg. Betrefj: Judentransporte aus Berlin, vom M I 15. März 1943. Fotokopien dieser Fernschreiben befinden sich in den Gerichtsakten, Anlageband Ib, 1. Blatt sowie Blatı 5, 6, 7. die Diese Dokumente zeugen von der Praxis bei der Durchführung der oben erwähnten ui Aktion. Sie beweisen, daß die arbeitsfähigen Häftlinge in erster Linie für die IG-Farben; benötigt wurden. In dem Fernschreiben Maurers wird der Kommandant des KZ Auschwitz a ausdrücklich angewiesen:„Zunächst muß das Buna-Lager auf volle Höhe gebracht werden“.= Die Fernschreiben vom 5. und 15. März geben Aufschluß über den Maßstab, der bei den" Selektionen angelegt wurde. So wurden aus dem am 5. März gemeldeten Transport von 1118 Frauen und Kindern lediglich 200 Frauen und aus dem am 15. März gemeldeten Transport tu von 964 Juden nur 365 als arbeitsfähig angesehen. Alle nicht als arbeitsfähig angesehenen st Juden wurden— wie es in den Fernschreiben heißt— der„SB“(„Sonderbehandlung“ —.d. Hrsg.) zugeführt, also vergast. pt 17. Vermerk des Lagerarztes des KL Au II betr. Überstellung von 102 Häftlingen am= 31. Januar 1944 vom Lager Au II nach Au III(Buna). Eine Fotokopie dieses Vermerks befindet sich in den Gerichtsakten, Anlageband 1b, Blatt 159.; Dieser Vermerk bezeugt, daß selbst ärztlicherseits als arbeitsunfähig bezeichnete Häft-| linge von der SS nach Monowitz überstellt wurden, weil die IG auf neue Arbeitskräfte drängte. N Alle genannten Schriftstücke geben somit Aufschluß über Tatsachen, welche die all- 2 gemeinen Verhältnisse im Gesamibereich des Konzentrationslagers Auschwitz maßgeblich ti mitbestimmten. Diese Tatsachen erhellen die Atmosphäre, in der die Angeklagten die A ihnen angelasteten Verbrechen begangen haben. Darüber hinaus geben sie Aufschluß über bestimmte allgemeine funktionelle Zuständigkeiten einzelner Angeklagter. Deshalb sind diese Tatsachen von entscheidender Bedeutung für die vollständige und umfassende Aufklärung der durch den Eröffnungsbeschluß erfaßten Verbrechen sowie für h deren richtige tatsächliche und rechtliche Beurteilung. In Untervollmacht si für Rechtsanwalt Prof. Dr. F.K.Kaul: gez. Bernhard Strodt Rechtsanwalt Die Verflechtung von sicherheitspolizeilichen und wirtschaftlichen Interessen bei der Einrichtung und im Betrieb des KZ Auschwitz und seiner Nebenlager Auszüge aus dem Gutachten von Prof. Dr. Jürgen Kuczynski, Ordentlicher Professor der Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, vorgelegt im Auschwit-Prozeß in Frankfurt a. M. am 19. März 1964 Hoher Gerichtshof! Meine Damen und Herren! Die Aufgabe, die mir gestellt ist, ist, ganz spezifisch zu überprüfen, ob und inwieweit die sicherheitspolizeilichen und wirtschaftlichen Interessen bei der Einrichtung und im Be- trieb des Konzentrationslagers Auschwitz miteinander verflochten waren. Einleitend jedoch... möchte ich gern auf einige allgemeine Verflechtungserscheinungen eingehen, aus denen sich dann logisch die spezifischen als ganz selbstverständlich ergeben. so daß für die spezifische Untersuchung dann nur noch die Angabe von Beweistatsachen notwendig ist... Hören wir dazu, noch im Rahmen der Grundlegung für die bald folgenden Ausfüh- rungen zum spezifischen Thema, zum Beispiel die eidesstattlichen Erklärungen des Vor- standsmitgliedes der IG-Farbenindustrie Georg von Schnitzler. Ich zitiere zunächst aus dem Dokument NO NI-5193 des Nürnberger IG-Farben- prozesses... Es handelt sich bei dem Verhör um den Komplex der Aneignung der fran- zösischen Chemieindustrie durch die IG-Farben:... „Frage: Dann war die Beschlagnahme der französischen Industrie, einschließlich der Farbenindustrie seitens der NS-Regierung— wie im Falle Polens— der eigene Plan der IG? Antwort: Ja, wie Polen. Frage: Und war es die Absicht der NS-Regierun gleichen Weise zu behandeln? Antwort: Das kann ich nicht sagen. Das war vor der sogenannten Zeit der Kollabora- tion. Daß wir die 50 Prozent erwerben wollten, war ganz im Anfang, bevor etwas in bezug auf Francolor erfolgt war. Frage: Wann? Antwort: Das muß im August/September 1940 gewesen sein. Frage: War es der ursprüngliche Plan der IG, daß die NS-Regierung die gesamte französische Industrie, einschließlich der Farbstoffindustrie, beschlagnahmen sollte? Antwort: Wir wollten 50 Prozent der französischen Farbstoffindustrie erwerben— von der Regierung, da keine Verhandlungsmöglichkeiten bestanden. Die Möglichkeiten ergaben o, die französische Industrie in der sich erst, als die Ära der Kollaboration begann. ä Frage: Wie war die Lage im August 1940, und was waren damals die Pläne der NS- Regierung? Antwort: Das kann ich Ihnen nicht sagen. Frage: Ich wiederhole, bestand im August 1320 ei mte französische Industrie, einschließlich n Plan der IG und der NS-Regie- : 5 i F©. rung, die gesa der Farbstoflindustrie, zu beschlag nahmen? 127 Antwort: Ja.“ Das heißt, IG-Vertreter und Regierungsvertreter berieten gemeinsam die Politik des Raubes ganzer Industrien, und die Pläne gingen von der IG aus. So war es in Polen, und so war es in Frankreich. Es wäre jedoch falsch zu glauben, daß diese Verbindung nur etwa an der Spitze und in großen Fragen der Politik, wie der Beschlagnahme der Industrien eroberter Länder, bestand. So eng war vielmehr auch die Verzahnung zwischen den Büros der einzelnen Konzerne und der einzelnen Ministerien, daß man nicht mehr wußte, wer zu wem gehörte Hören wir dazu einen anderen Herrn von IG-Farben, den Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung von 1933 bis Anfang 1938, Dr. Heinrich Gattineau, der in einer Erklärung unter Eid mitteilte(Document NO NI-4833 Office of Chief of Counsel for War Crimes) „Durch Dr. Ilgners Initiative wurde zu Beginn 1933 der Wirtschaftsführerkreis, der eng mit dem Propagandaministerium zusammenarbeitete(sogenannter F-Kreis), geschaf fen. Dieser Kreis bestand aus Vertretern der Industrie, unter anderem Herrn v. Winterfeld (Siemens), Dr. Hahn(Mitteleuropäischer Wirtschaftstag und westliche Schwerindustrie), 0.C. Fischer, Dr. Ilgner und wir für IG-Farben. Diese Organisationen setzten es sich zur Aufgabe, im Zusammenhang mit dem Propagandaministerium die Ereignisse in Deutsch land. die für den deutschen Ruf im Ausland ungünstig waren, abzuschwächen und dafür zu sorgen, daß die Verhältnisse des ‚neuen Deutschland‘ im Ausland in besseres Licht gesetzt würden Es war auch die Aufgabe des Wirtschaftsführerkreises, ungeschickte Ak- lionen des Propagandaministeriums zu verhindern und durch geeignetere zu ersetzen”. So eng ist die Verflechtung zwischen der Bürokratie der Konzerne und der Ministerien. daß Gattineau ausdrücklich mitteilen muß, wer wen bezahlte. Und nun, zum Abschluß dieser allgemeinen, den Hintergrund abgebenden Ausfüh rungen eine einzige kurze Aussage über die Beziehungen von IG-Farben und NS-Partei, ebenfalls von Gattineau aus dem gleichen Dokument: „Mit der Machtübernahme Hitlers versuchten die verschiedenen leitenden Mitglieder der IG, Anschluß an Nazikreise zu finden. Geheimrat Schmitz z. B wurde Mitglied des Kuratoriums für das ‚Haus der deutschen Kunst‘, Mitglied des Reichstages, Prof. Selck war bei der SS, hatte seine Verbindungen daher, Georg v. Schnitzler hielt einen Salon in Berlin, um so mit den führenden Leuten engen Kontakt zu halten. Die meisten Vorstandsmitglieder und viele leitende Persönlichkeiten der 1G-Farben wurden zu Wehrwirtschaftsführern er- nannt... Diese Titel wurden durch das Wirtschaftsministerium für Verdienste um die Wehrwirtschaft und Rüstungsproduktion verliehen. Die Aufgabe der wirtschaftspolitischen Abteilung war es, Verbindung mit den immer zahlreicher werdenden Regierungs- und halb- offiziellen Stellen zu halten. Unter anderem war es Aufgabe der WIPO, Verbindungen mit der Auslandsorganisation der NSDAP aufrecht zu erhalten. Wir verschafften die politischen Unbedenklichkeitserklärungen der AO, die für die Ausreise der Angestellten der IG-Far- ben erforderlich waren. Eine der Bedingungen für die Erteilung dieser Bewilligung war, daß die ausreisenden Herren sich im Ausland bei der AO melden und im nationalsozia- listischen Sinne betätigen mußten Diese Unbedenklichkeitserklärung wurde nur Leuten mit einer bejahenden Stellung zum Nationalsozialismus erteilt, d. h., daß politische Gegner oder Nichtarier diese Bewilligung nicht erhalten konnten. Soweit die Reisenden Funktionäre in einer Parteiformation waren, mußten sie sich auch nach Rückkehr bei der AO zwecks Berichterstattung über die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen der betreffenden Länder melden. Vielfach kam es auch vor, daß leitende Angestellte der IG-Farben im Aus- land. darunter auch viele Verbindungsmänner, gleichzeitig Funktionen in der AO beklei- deten Alle deutschen Vertreter der IG unterstanden natürlich der politischen und sonstigen Kontrolle der AO. Die AO wollte und IG-Farben willigte ein und bestand nach 1937 dar- auf, daß die IG-Vertreter, soweit sie Deutsche waren, im Ausland sich an sämtlichen Aktivi- täten und Veranstaltungen der AO beteiligten.“ 128 \ zung Un Parte obach sie ve Selte ment eine polit daß ı Zu wirts repu latio des und stanı und | Grü W Irt: für Imm { i mäh Forı Lag Ders vorc erle Ver sel eing Schr Int hei Akt Gui Wiederum, wie beim Staatsapparat, beobachten wir auch hier eine völlige Verschmel- zung von Apparat der IG-Farben und einer Gliederung der NSDAP. Und noch einmal sei vermerkt, daß eine Verschmelzung von Wirtschaft und Staat und Partei keine Besonderheit in der Geschichte ist, daß sie heute überall in der Welt zu be obachten ist, daß die Notwendigkeit eines solchen Nachweises sich nur daraus ergibt, daß sie von den Beteiligten in der Zeit des Faschismus aus Feigheit und Schuld geleugnet wird. Selten sind Erklärungen der Art wie sie von Schnitzler am 8. August 1945 abgab(Doku- ment NO NI-5196): „Durch diese Handlungsweise übernahm die IG eine große Verantwortung und stellte eine wesentliche, und auf dem chemischen Gebiet entscheidende Hilfe für Hitlers Außen politik dar, die zum Krieg und zu Deutschlands Ruin führte. So muß ich den Schluß ziehen, daß die IG weithin für Hitlers Politik verantwortlich ist.‘ %* Ich komme jetzt zu der spezifischen Frage der Verflechtung von sicherheitspolizeilichen und wirtschaftlichen Interessen bei der Einrichtung und im Betrieb des Konzentrations- agers Auschwitz und seiner Nebenlager. Zunächst muß ganz ausdrücklich bestritten werden, daß sich sicherheitspolizeiliche und wirtschaftliche Interessen überhaupt fein säuberlich trennen lassen. In dem in der Bundes- republik erschienenen Buch von Raimund Schnabel„Macht ohne Moral“, eine Dokumen- Lation über die SS, Röderbergverlag, Frankfurt am Main, 1957, 5. 204 ff., ist ein Schreiben des SS-Obergruppenführers und Generals der Waflen-SS und Chefs des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes(WVHA), Oswald Pohl. dem alle Konzentrationslager unter standen, abgedruckt, in dem es unter dem Datum des 30. April 1942 heißt: „1. Der Krieg hat eine sichtbare Strukturänderung der Konzentrationslager gebracht und ihre Aufgaben hinsichtlich des Häftlingseinsatzes erundlegend geändert. Die Verwahrung von Häftlingen nur aus Sicherheits-, erzieherischen oder vorbeugender; Gründen allein steht nicht mehr im Vordergrund. Das Schwergewicht hat sich nach der wirtschaftlichen Seite hin verlagert. Die Mobilisierung aller Häftlingsarbeitskräfte zunächst für Kriegsaufgaben(Rüstungssteigerung) und später lür Friedensaufgaben schiebt sich immer mehr in den Vordergrund. 9%. Aus dieser Erkenntnis ergeben sich die notwendige möähliche Überführung der Konzentrationslager aus ihrer frühere Form in eine den wirtschaftlichen Aufgaben entsprechende Organisation erfordern. 3, Ich habe deshalb alle Führer der früheren Inspektion der Konzentrationslager, alle Lagerkommandanten und alle Werkleiter am 23. und 24. April 1942 versammelt und ihnen persönlich die neue Entwicklung dargelegt. Die wesentlichen Dinge, deren Durchführung vordringlich ist, damit die Aufnahme rüstungsindustrieller Arbeiten keine Verzögerung erleidet, habe ich in beiliegender Anordnung zusammengefaßt. 4. Die Überführung der Inspektion der Konzentrationslager in das Wirtschafts- und ist im besten Einvernehmen aller beteiligten Hauptämter durch die Beseitigung des Neben- berwindung der den Fort n Maßnahmen, welche eine all- n einseitigen politischen Verwaltungshauptamt geführt. Die Zusammenarbeit aller Dienststellen ist reibungslos, ®.... E T einanders in den Konzentrationslagern wird allgemein als Ü schritt hemmenden Fesseln begrüßt.” Von der sicherheitspolizeilichen Seite hat man sich also ganz auch auf wirtschaftliche Interessen eingestellt. Auf der anderen Seite war die wirtschaftliche Seite eifrig damit beschäftigt, der sicher- heitspolizeilichen Seite zu helfen. Im Deutschen Zentralarchiv Potsdam findet sich eine Aktennotiz der Leuna-Werke vom 91. Dezember 1941„Betr. Bauvolumen für Siedlung, Gut und KZ-Lager in Auschwitz” mit u. a. Direktor Dr. Bütefisch und Direktor Dr. Ambros 129 auf dem Verteiler und gezeichnet von Dı Dürrfeld, dem sogenannten Betriebslühren dei IG Auschwitz, In der en heilt: „Herr Schneider soll am 18 Dezember prülen, in welchem Umfang und mit welchen Materialzutellungen die Bauvorhaben des KZ-Lagers notwendig sind und durch das Krauch-Bauvorhaben Auschwitz bedingt sind, Ka benteht Binverständnis darüber, daß nach die von weiten den Amten und der IG dem K/-Lager gegenübeı gemacht Ih gehollen werden muß. Allerdings wird festgestellt, K7Z-Lagers in gar keinem Verhältnis befinden zu den vielen Zunagen, orden sind, nun dem KZ-Lager auc daß sich die jetzigen Forderungen des den Objekten, für die vor einem halben Jahr Zusagen gemacht worden sind(Aushellen init Moniereisen, Bereitstellung von Werkzeugmanchinen usw.) [a wurde vereinbart, daß, vorbehaltlich der Zustimmung von Herrn Dr. Ambros, bei dem bevorstehenden Benuch des Herrn Keinath in Ludwigshafen die IG aus ihrem Woh nungsbauvolumen I Mio und Herr Keinath aus seinem eigenen Bauvolumen eine zweite Mio zugunsten den KZ Lagern herausschneidet Kine andere Frage sei die, welche Kontin vente vom Herrn Obenaus für ihn usw, zur Verlügung gentellt werden könnten, Diese Klü rung übernimmt Herr Keinath.” Von der wirtschaftlichen Seite tut man ulso alles, um die sicherheitspolitischen Inter ennen zu fördern, beteiligt sich an Ihrer Ausgentaltung Kein Wunder, daß wir bei einer»olchen Verflechtung«der sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Interensen von eine Besprechung mit dem Konzentrationslagerkomman dlanten am 27, Mürz 1941 hören, bei der anwesend waren: ‚Sturmbannlührer Lloenn, Lagerkommandant, Sturmbannführer Kraus, Leiter der Verwaltung ‚ler Konzentrationslager, Oranienburg, Hauptnturmlührer Burboeck, Dezernent fiir den Häftlingseinsatz, Berlin-Lichterfelde, und einige Obersturmlührer und Sturmführer als Dezernenten für die besprochenen Son derlragen Obering, lauat, Ludwigshalen Dyhernlurth, Dipl.Ing Mloster, Ludwigshalen Dyhernlurth Ing. Murt, Ludwigshalen, Dr, Duerrleld, heuna Die genamte Verhandlung wurde in herzlichem Binvernehmen geführt, wobei von beiden Selten der Wunsch herausgestellt wurde, sich gegenseitig jede mögliche Hilfe an gedeihen zu lansen, So z, B. stellte der Lagerkommandant für den Notfall alle im Lager vorhandenen Kräfte, Lagerarzt, Krankenauto, gegebenenfalls auch lransportmittel, zur Veorliigung, bin die Baustelle eingelaulen ist, Es wurde verabredet, bei neuauftretenden ragen eine ähnliche Bonprechung zu wiederholen. Insbesondere wurde dem Vorkommande der Bauleitung, Herrn Murr, empfohlen, sich jeweils an den Adjutanten des Lagerkomman «unten, Hauptaturmlührer Frommhagen, zu wenden.‘ Dan Dokument trägt wieder die Unterschrift von Walter Dürrleld, und auf dem Veı tellerschlüssel finden wir die Mitglieder des Vorstandes Dr. Ambros Dr, Bütolinch die Mitglieder dei l'ochnischen Kommission Direktor Dr, Saueı Direktor Dr, iymann Da Dr. Ambros auch Mitglied des l’echnischen Ausschusses war, können wir sicher sein, daß alle wichtigen Gremien der IG über das herzliche Binvernehmen zwischen der SS bzw sieherheltapolizeilichen und der IG bew. wirtschaftlichen Interessen unterrichtet waren, Herzlichen Rinvernehmen zwischen SS-Konzentrationslager-Führung und 1IG-Führung trompeteto Walter Dürrleld, für den\mbros noch im Dezember 1944 in einem Schreiben an den Reichstreuhänder der Arbeit für Oberschlesien ‚in Anbetracht seiner besonderen Verchonate beim Aufbau des Werken Auschwitz‘ eine Gehaltserhöhung von 27.000 au 13.000 Mark beantragte, Trompetete Walter Dürrfeld, heute,’ehruar 1964, im Vorstand 0 der Scholven-Chemie AG, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Borkenberge-Gesellschaft, im Aufsichtsrat der Phenolchemie und von Frieseke& Hoepfner, sowie im Beirat der Ruhr- stickstoff AG... Das Konzentrationslager von Auschwitz war in den Augen der IG-Führung im übrigen keineswegs ein verspäteter und zufälliger Fund. Seine Insassen waren vielmehr von vorn herein als Arbeitskraftreservoir einkalkuliert und damit auch seine ständige und wachsende Auffüllung durch die SS. Wir besitzen eine Erklärung unter Eid von Heinrich Bütefisch, bekanntlich Vorstands mitglied der IG, in der es heißt: „1940 trat das Planungsamt unter Carl Krauch an Fritz ter Meer und Otto Ambros, zwei Vorstandsmitglieder der IG-Farbenindustrie, mit der Auflage heran. ein drittes Buna werk zu bauen Der Vorschlag wurde von Otto Ambros dem TEA und Vorstand vorgelegt und von beiden angenommen. Otto Ambros erhielt vom Amt Krauch den Auftrag, eine geeignete Stelle für die Errichtung der dritten IG-Bunafabrik zu erkunden. Im Winter 1940/41 schlug Otto Ambros im Zusammenhang mit dem Amt Krauch und dem Vorstand der IG-Farbenindustrie als günstiges Gelände Auschwitz vor mit der Begründung daß die dortigen Bodenverhältnisse, das Vorhandensein von Kohle, Wasser und Kalk, sowie nach Aussage des Arbeitsamtes das Vorhandensein von Arbeitskräften— z. B Polen und Häft linge des Konzentrationslagers Auschwitz— die Errichtung der Bunafabrik bzw die spä tere Produktion begünstigen. 1941 wurden in einer Vorstandssitzung die Gelder für die neu zu errichtende IG Auschwitz bewilligt.“... Auch Dürrfeld, der mit Bütefisch zusammen die ersten Verhandlungen mit der führte, gab über diese eine Erklärung unter Eid(Dokument NO NI-4184) ab: „Auf Veranlassung von Heinrich Bütefisch nahm ich im März oder April 1941 mit ihm und Oberingenieur Faust an einer Besprechung mit SS.Obergruppenführer Wolff in Ber lin, Albrechtstraße, wegen des Einsatzes von KZ-Käftlingen bei IG Auschwitz teil Bei dieser Besprechung wurde vereinbart, daß die Beaufsichtigung der KZ-Häftlinge durch die SS an Ort und Stelle durchgeführt werden müsse und daß eine Verbindung zwischen den KZ-Häftlingen und anderen Arbeitern nicht stattfinden dürfe. Es wurde der Preis von 3.— RM pro ungelernten und von 4,— RM pro gelernten KZ-Häftlingsarbeiter täglich fest- gelegt. Der Preis wurde von uns angenommen. Die Summe wurde monatlich an die SS in Berlin gezahlt.“..- Der Einsatz von Konzentrationslager-Häftlingen wurde also bereits gewissermaßen für den ersten Spatenstich verabredet. Die Akten des IG-Prozesses enthalten dazu auch eine Erklärung unter Eid(Dokument NO NI-7604) von Christian Schneider, der zunächst über seine Funktionen und Ämter berichtet:. „Ich war mir bei der eN ii aus allen sozialen Schichten stammten, aus politischen und rassischen Gründen im KZ waren. Diese Tatsache war dem Vorstand der IG bekannt.... tstellung von besonderer Bedeutung für die so enge Verbindung zwi- | wirtschaftlichen Interessen: SS Einstellung von KZ-Häftlingen bewußt, dab diese Menschen. die Und nun eine Fes schen sicherheitspolizeilichen un« „Von dem Bestand des KZ Monowitz, einem sog. Ableger des KZ Auschwitz, erfuhr ich von Walter Dürrfeld, der mir in Leuna erzählt hat, daß die IG— abgesehen ‚yon dem bereits vorhandenen KZ Auschwitz— ein eigenes Konzentrationslager errichtet hätte ‚sowie daß die IG für Verpflegung und Unterkunft der Häftlinge verantwortlich sei. Die Gelder fiir die Errichtung des KZ Monowitz(Baracken) sind auf dem üblichen Kreditwege über mich gegangen. Aus den Kreditgesuchen ging hervor, daß die Baracken vermerkt als ‚für KZ-Arbeiter‘ für Häftlinge bestimmt waren.”... Schneider erklärt: Die Verbrennungsschlote von KZ Auschwitz konnte man von der IG Auschwitz aus 54 gs sehen. Ich habe gehört, daß IG-Leute, die in Auschwitz waren, den Verbrennungsgeruch 131 selbst gespürt haben, und zwar Walter Dürrfeld und andere Auschwitz besuchende In- oenieure. Die genannten Herren erzählten mir, daß es ein furchtbarer Geruch war.“... x H IG Auschwitz war ein Betrieb von höchster Kriegswichtigkeit. Im IG-Farbenprozeß wurde ein Schnellbrief des Beauftragten für den Vierjahresplan, Generalbevollmächtigten A für Sonderfragen der chemischen Erzeugung, vorgelegt, datiert vom 25. Februar 1941. in R dem es heißt(Dokument NO NI-11938): R „Ihr Bauvorhaben gehört zur wichtigsten Versorgungsgrundlage der Kriegswirtschaft. 2 In der neuen von Herrn Generalfeldmarschall Keitel befohlenen Regelung der Dringlich- b keitsstufen steht Ihr Bauvorhaben in der höchsten Stufe. Einzelheiten und Ausführungs- bestimmungen gehen Ihnen noch von seiten meiner Dienststellen zu. Auf meine Bitte hin h hat der Herr Reichsmarschall vor wenigen Tagen durch besondere Erlasse an die beteiligten Obersten Reichsbehörden die Dringlichkeit noch einmal ganz besonders betont und er k richtet dauernd sein besonderes Augenmerk auf den Fortschritt der Ihnen übertragenen li Aufgaben der wehrwirtschaftlichen Produktion. Der Herr Reichsmarschall hat in diesen’ Erlassen den beteiligten Dienststellen die umgehende Deckung Ihres Facharbeiter- und R Arbeiterbedarfs selbst auf Kosten anderer kriegswirtschaftlich wichtiger Bauvorhaben oder e Betriebe zur Pflicht gemacht.“...| Unter diesen Umständen hatte das IG-Farbenwerk Auschwitz natürlich eine besonders h starke Position gegenüber der Auschwitzer SS. Das wird deutlich aus einer Aktennotitz vom 26. Mai 1942(Betriebsarchiv Buna) über eine Besprechung, an der unter anderen e teilnahmen der Regierungspräsident Springorum, der Lagerkommandant Hoess. die IG- Direktoren Ambros und Dürrfeld. Die Aktennotiz wurde von Dürrfeld angefertigt. Dort heißt es zu dem Punkt„Gestellung von Häftlingen“: „Der Kommandant betont seinen Auftrag, den er vom Reichsführer SS bekommen hat. d uns unter allen Umständen Häftlinge bis zur Zahl von 4500 Mann zur Verfügung zu stellen. u Er wird diesen Auftrag bis zu dem geforderten Termin, Mitte Juni, auf jeden Fall durch- le führen, auch wenn die eigenen Arbeiten zurückstehen müßten, seine ganzen Dispositionen J über die weiblichen jüdischen Häftlinge seien darauf zugeschnitten. Wir möchten die Kräfte N daher nach Bedarf anfordern. In einer eingehenden Unterhaltung über die Qualität der Häftlinge entwickelte ich fol- l sende Bedingungen: u l. Kräftige und arbeitsfähige Häftlinge. N 2. Täglich die gleichen Häftlinge zum gleichen Arbeitsplatz. 3. Größere Freizügigkeit im Einsatz der Häftlinge. 4. Ansporn der Häftlinge zu größerer Leistung Es wurde verabredet, in der Woche nach Pfingsten über alle diese offenen Fragen ein- gehend mit dem Adjutanten und dem Arbeitseinsatzführer zu sprechen. Die Durchführung solle sofort in die Wege geleitet werden.“ Das Konzentrationslager muß also mit allen Mitteln vergrößert und angefüllt werden im Interesse des Wirtschaftsbetriebes der IG. War doch überhaupt die Gestellung einer möglichst großen Zahl von möglichst arbeitsfähigen Konzentrationslagerhäftlingen eines der Hauptanliegen der IG in ihren Beziehungen zur SS. War doch die IG der größte Be schäftigter von KZ-Häftlingen und hatte auf Befehl Himmlers Vorrang vor allen Industrien! Die Gier nach mehr und mehr Häftlingen, die die SS stellen soll, wird recht deutlich aus dem Wochenbericht 94/95 vom 8. bis 21. März 1943(IG-Prozeß) der IG Auschwitz, in dem es unter dem Datum des 19. März heißt:... „Der derzeitige Einsatz beträgt 3517 Mann. Beabsichtigt war der Einsatz von 4500 Mann. Es wurde daher verabredet, daß mit Rücksicht auf die Tatsache, daß immer ein ver hältnismäßig großer Ausfall durch Quarantäne und Revierkranke besteht, das Lager bis frühestens 1. Juni d. J. auf die Unterbringung von 5000 Häftlingen abgestellt wird. Dar über hinaus soll das Lager für die Unterbringung von 6000 Häftlingen erweitert werden. 132 ß - Gegebenenfalls sollen die Unterkünfte für die Wachmannschalten außerhalb der Umzäu- nung an der Westseite des Lagers 4 neu erstellt werden. Die Einzelheiten werden zwischen Herrn Dömming und Obersturmführer Schöttl umgehend festgelegt.” Zu der Gier nach mehr Häftlingen kommt der Wunsch, möglichst arbeitsfähige Häftlinge zu haben— und dafür selbst sorgen zu dürfen. Das heißt, die IG verlangt für sich das Recht der Beteiligung an der sogenannten Selektion. Dabei handelt es sich faktisch um das Recht der IG, auch von sich aus Verbrennungstodesurteile fällen zu dürfen. Denn wer als nicht mehr arbeitsfähig bezeichnet wird, ist nach damaligem Brauch auch nicht mehr lebens- berechtigt. Darüber berichtet der kurz vorangehende Wochenbericht 90/91 für die Zeit vom 8. Fe- bruar 1943 unter dem Datum des 10. Februar: „Besuch des Obersturmbannführers Maurer. Es wurde über die zahlenmäßige Verstär- kung des Lagers IV gesprochen. Obersturmbannführer Maurer sagte zu, die Zahl der Häft- linge in Kürze auf 4000 evil. 4500 Häftlinge zu erhöhen. Der Einsatz dieser Mengen kann. mit Rücksicht auf die geringe Postenzahl. nur bei Beschäftigung hinter Werkzaun und Um stellung des Geländes erfolgen. Es wurde daher beschlossen, den gesamten Syntheseteil einzuzäunen. Weiter sagte Obersturmbannführer Maurer zu, daß alle schwachen Häftlinge abgeschoben werden können, so daß die Gewähr für eine fast volle Leistung, verglichen mit einem deutschen Hilfsarbeiter, herausgeholt werden kann.” Alle schwachen Häftlinge dürfen von der IG abgeschoben werden! Wieder sehen wir, wie die Funktionen der SS und der IG miteinander verflochten Sind Wir sind am Schluß unserer Ausführungen. Worauf es ankam, war den für jeden in der Geschichte Bewanderten überflüssigen Beweis zu führen, daß Wirtschaftsführer, Staat und Partei, und spezifisch IG-Konzern, SS-Konzentrationslagerleitung und staatliche Stel len, daß sicherheitspolizeiliche und wirtschaftliche Interessen auf das engste auch in den Jahren 1941 bis 1945 bei der Einrichtung und im Betrieb des KZ Auschwitz und seine: Nebenlagers Monowitz(Monowice) miteinander verflochten waren. Als Beweismaterial haben wir ausschließlich Aussagen verantwortlicher IG-Leute sowie 1G-Aktenmaterial benutzt. Dokumente der anderen Seite, der Seite der gemeinsam von SS und IG-Gepeinigten, wurden nicht verwandt. Die Täter haben zur Zeit ihrer Herrschaft selbst die Geschichte ihrer Verbrechen geschrieben bzw. sie nachträglich eingestanden. Namensregister Abs, Hermann 101 Ambros, Otto, 4, 6, 8f., 13£., 18 ff., 24 ff., Bar 39 YA GER SEI lE6272103, 1055. MO EI6, Sg DI Amend 59 Anderhub, Jakob 90 Ast, Erich 116 Baar v. Baarenfels, Eduard 75 Balke, Siegfried 99, 101, 103 Bachmann, Max 90 Baum, Bruno 4 v.d. Bey, Wilhelm 66 Biedenkopf, Wilhelm 66, 99, 100 f., 105 Blessing, Karl 78 Bloch 80 Bockmühl, Max 63 Boger, Wilhelm 34, 57 Bracht, Fritz 73, 76, 116 Brandt, Karl 61 Braus, Karl 9, 71£., 76 Broszat, Martin 7 Brüggemann, Max 54 Bütefisch, Heinrich 4, 9, 13f., 18, 26, 46, 510694718782, 105, 12312 IH Buhl, Bernhard 90 Burböck, Wilhelm 18, 111, 130 Butz 116 Canaris, Wilhelm 80 Capesius, Viktor 3 f., 54, 57 Castes 91 Clauberg, Carl 61 Coward, Charles-Joseph 125 Czech 8 Delhaes 88 Dencker, Paul 65 Dietzsch, Arthur 62 Ding, Erwin alias Schuler 61 ff. Dömming 133 Döscher 116 Dubiel 8£. Duchemien 91 134 Dürrfeld, Walther 4, 9, 13£., 16ff., 20, 927 26,32,134 10, 39 AlEregA 70028 fl, 51, 67, 69 ff., 105, 111, 114 ff., 118, 124 f% 130 ff. Dylewski, Claus 3 Eckell, Johannes 16, 19, 23, 27, 83, 114 f., 120 Eichmann, Adolf 6, 35 Einsler, Otto 66 Eisele, Hans 3 Eisfeld, Kurt 6, 8ff., 13£., 18, 20, 25, 39, 43, 46£., 49 ff., 71 ff., 76, 105 Eisler, Hermann 54 Erhard, Ludwig 99, 101, 103 Eymann, Karl 18, 39, 66 f., 130 Faust, Max 6, 9, 13f., 18, 20, 26, 30 ff., 39, 49.51. 65,67, 106, 11415 116°13 078 Faust 116 Feykiel, Wladyslaw 61 Fischer, Max 78£. Fischer,©.C. 78, 128 Flesch, Jacob 64 Flick, Friedrich 78, 101 Flöter 18, 130 Frank, Willi 3 Frank, Hans 97 ne Guenther 79, 92, 94, 102£., 10 Frankenthal, Hans 33 Frantz 116 Fritschi 100 Frommhagen, Erich 18, 130 Fußgänger 61 Gajewski, Fritz 37 f., 96, 106| Gattineau, Heinrich 78, 82, 103, 106, 128 Gebhard, Karl 61 Glatzel, Alfons 70 N) Glücks, Richard 14, 18, 112 Godlewski 81 Goebbels, Josef 78 Göring, Hermann 11, 14, 35, 82, 112, 132 HA IA Id Fri It+ It bi bad Erd Erd Erd br br Ex Erd Ex 2, Bf, 4. Af,, 3), ‚39, 128. 18 ‚132 Götze 116 Grawitz, Ernst Robert 61 Greenham, Arthur 51, 54 Haberland, Ulrich 101, 103 Haefliger, Paul 79 Hahn, Max 78, 128 Handloser, Siegfried 61 Heidebroek, Reinhard 9, 18, 25, 39, 67 Heinrich 59 Hemmen 91 Hencky, Karl 66 Henlein, Konrad 103 Henning, Friedrich 9 Herdani 102 Herzog, Gustav 48 v.d. Heyde, Erich 80, 93, 96 Himmler, Heinrich 6 f, 14, 33, 35, 40.11, 12072831255 182 Hitler, Adolf 77, 83, 128 Höcker, Karl 124 Hörlein, Heinrich, 54 Hofmann, Karl 119 Holthey 116 Höß, Rudolf 3, 5ff., 14, 18, 22, 26, 35, 39, A416 495 515 DIT, A105 150, 132 Hoven, Waldemar 63 Huber 75 Ilgner, Max 77 fi., 82, 128 Imm 120 Jähne, Friedrich 66, 106 Jakubik, Josef 31 Josenhans, Edgar 8 Kahl, Gisela 83 Kaiser 20 Kammler, Hans 116 Karmasin, Franz 103 Kaul, Friedrich-Karl 4, 123, 126 Kehrl 120 Keinath 24, 130 Keitel, Wilhelm 132 Kind, Wolfgang 9 Kind 116 Kloss 116 v. Knieriem, Johann-August 90, 98, 106 Knolle 71 Köhler, Bernhard 38 Koehler 110 König 60 Körner, Paul 120£. Kolb 120 Konrich 116 Kranepuhl, Erich 26 f. Krauch, Carl 12, 14, 24, 26, 81f., 114 f., 118, 120, 123, 181 Kraus, Franz 18, 130 Kremer 61 Kröger 58 Kröning 8 Krüger, Kurt 79 Krüger, Friedrich-Wilhelm 111 Krüger 100 Krupp, Friedrich 17 Kuczinsky, Jürgen 4, 127 Kugler, Hans 91, 102, 107 Kunz 37 Lautenschläger, Carl-Ludwig 63 Lengyel, Olga 57 Ley, Robert 49 Liebehenschel, Arthur 115 Ling, Alfred 83 Lörner, Georg 14, 18 v. Lötzsch, Max 9 Lohmann 116 v. Lom, Hans 9 Lucas, Franz 3 Mach, Erich 6, 8f., 18, 25, 34 v. Maltzahn, Vollrath 98, 107 Mann, Wilhelm Rudolf 54, 79 Mann, 114 Maurer, Gerhard 41, 43, 115, 125£.,133 ter Meer, Fritz 4, 13£., 19, A656: 65, 69, 90£., 103, 107, 110, 131 Meer 120 Mengele, Joseph 3 Menne, W. Alexander 99 Moldenhauer, Paul"7 Mühlen 79 Mulka, Robert 3, 123 ff. Müller, Heinrich 125 Müller 116 Münch, Hans 41 Murr, Gustav 14, 18, 0, 111, 130 Naumann, Werner 78 Nellessen 16, 25 Neubert, Gerhard 33 v. Nicolai 120 Nitze 23 Obenaus 23f., 114f., 130 Opperbeck 74 Ordemann 71lf. Ormond, Henry 64f. Oster, Heinrich 79 Ohlendorf, Otto 78 Otto, Wilhelm 79, 93. Peters, Gerhard 54 Philipp 79 Piepenbrock, Hans 80 Pohl, Oswald 14, 35, 40, 47, 50, 74, 78, 1811577 11901255129 Posener 41 Prentzel, Felix 99, 107 Prohoroff 43 v. Puttkammer 27 Rache 73 Rascher, Siegmund 71 Reichelt, W.O. 97, 104 Rehfeld 52 Reithinger, Anton 82 Riess, Kurt 66 ff. Ritter 83, 114 Römer 110 Santo, Camill 6,.8f., 13f., 18, 20, 25, 39, Ale, 65 Sasuly, Richard 63, 77 Sauckel, Fritz 97 Sauer, Hans 9, 66, 130 Schäfer 8 Schatz 3 Schieber 120 Schlotterer 98 Schmelzer, Janis 2 Schminke 116 Schmitz, Hermann 77 ff., 90, 128 Schnabel, Reimund 129 Schneider, Christian 34, 131 Schneider, Helmut 24, 80, 130 v. Schnitzler, Georg 46, 65, 77, 79, 903, 11277 ist. Schöttl, Vinzenz 44, 46, 133 Schröder, Gerhard 101, 103 v. Schröder, Kurt 78 Schwartz 15, 48, 126 Schwarz 111 Schwarzer 72 Seebohm, Hans-Christoph 101 ft. Selk 128 Sell 122 69 ft., 104, 108, 136 Sellschopp 120 Sehn, Jan 74 Sitzenstuhl 9 Speer, Albert 120 Sperling, Herbert 116 Springorum 42, 116, 132 v. Staden, Hans Adolf 9, 42 Staffen, Rudolf 103 Stark, Hans 3 Steffens 24 Steffler 120 Stossberg 116 Strauß, Franz-Joseph 101, 103 Streicher, Julius 36 Strodt, Bernhard 123, 126 Struss, Ernst August 14, 19 Tauber, Arnest 32, 45 Tauer, Karl 5 Teerhaar, Jost 91 Teuscher 120 Thesmar, G. 91 Thier 39 Thomas, Georg 81 Timm 120 Tracheck 52 Treister, Noack 44 Troschke 72 Vetter, Helmuth 60 f., 63 Wabnitz 8 Waeger, Kurt 120 Wagner 111 Waibel, Hermann 91 Warmbold, Hermann 77 Weber-Andreae, Eduard 54, 79 Weber, Julius 60, 62. Weise 52 Wick 13 Winnacker, Karl 99, 108 v. Winterfeld 78, 128 Wirth 110, 114 Wissmann 120 Wittmer 116 Wörl, Ludwig 41, 54 Wohltat 81 Wolff, Karl 13 ff., 18, 78, 112, 114, 131 Wollheim, Norbert 64 Wurster, Carl 54, 82, 103, 108 Ziegler 116 Ziesso 25 3] "IG-Farben ai IONN\ A at7 | NT Om 1 2 _— ontrolChart 38% Cyan Green Yellow Red Magenta Grey 4 Black BESIF ESF I) DEI TE MEHR zum Auschwitz-Prozeß