ale iäigie | EN yGE >% Eh er€ Wi a SIET.N BE WIRTSCHAFI er| an@ N VERWALTUNG ARMEI‘ N| JUSTIZ WISSENSCHAFI 2 UB GIESSEN INNEN 27. 012 0836 BRAUNBUCH RETTET BESTEN EEE BRAUN KRIEGS- UND NAZIVER BRElH HERAUSGEBER: NATIONALRAT DER NATIONALEN FRONT DES DEMOKRATISCHEN DEUTSCHLAND DOKUMENTATIONSZENTRUM DER STAAT- LICHEN ARCHIVVERWALTUNG DER DDR STAAT DER DEUT: REPU BERLI INBUCH VERBRECHER INDERBUNDESREPUBLIK STAAT WIRTSCHAFT ARMEE VERWALTUNG JUSTIZ STAATSVERLAG WISSENSCHAFT ON DER AND DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN ART. REPUBLIK DDR BERLIN 1965 Heike Duill Marianne Groß Breidensteiner Wea 74 6000 Frankfurt/M. 90 Telefon 069/7893368 vr Qi a ‚’ovunvVvmrm+0 Univ.-Bidl. Giessen Vorwort Die Rüstungsmonopole erneut am Hebel der Macht Auftraggeber und Nutznießer des Hitler-Regimes Erneut am Hebel der Macht Marionetten der Monopole Was sie waren- was sie wurden Gestapo, SS und SD in Staat und Wirtschaft Die Amtschefs Himmlers und seine Sonderbevollmächtigten SS-Mörder von A(Auerswald) bis Z(Zirpins) Angehörige der Gestapo, des SD und der SS in der Westberliner Polizei Die Auferstehung der Terrorjustiz Sie fällten Bluturteile Ein feingesponnenes Nelz Nazi-Juristen prägen die Bonner Justiz Hitlers Generalstab kommandiert die Bonner Armee Heinz Trettner— ein Kriegsverbrecher an der Spitze der Bundeswehr Johann Adolf von Kielmansegg- ein nazistischer Aggressionsoffizier befehligt NATO-Verbände Hitlers treueste Generale schufen die Bundeswehr Gefolgsleute Hitlers bis fünf Minuten nach zwölf Bonns Generale waren Hitlers Generale Diplomaten Ribbentrops im Auswärtigen Dienst Bonns Die Stützen der aggressiven Bonner Außenpolitik Sie besetzen Bonns Auslandsvertretungen Ribbentrop-Diplomaten im Auswärtigen Dienst Die Verlechter der westdeutschen Revanchepolitik 1945 Kriegsverbrecher— 1965 Revanchistenführer Hitlers 5. Kolonne- Bonner Revanchistenführer Geistige Väter des Völkermords vergiltten wieder die Öffentlichkeit Sie prägen das geistige Gesicht des Bonner Staates Neofaschismus in Millionenauflagen Braune Professoren und NS-Ideologen in Westdeutschland Namensverzeichnis "Polizei sswehr onsoffizier zeit VORWORT Im Mai 1965 jährte sich zum 20. Male der Tag der Befreiung der Menschheit von den Schrecken des Krieges und der faschistischen Barbarei. Der opferreiche Kampf der in der Anti-Hitler-Koalition vereinten Völker, des- sen Hauptlast die Sowjetunion trug, endete mit der völligen Niederlage des faschistischen Aggressors, mit dem totalen Zusammenbruch eines Systems, das durch eine Kette von Angriffsakten und militärischen Überfällen, durch eine Herrschaft des Terrors und der Willkür, durch Massenmorde und schwerste Kriegsverbrechen den Tod von 55 Millionen Menschen verschuldete. Der Begriff„Kriegs- und Naziverbrechen” war zum Synonym für Völker- mord, Barbarei und Sadismus geworden, und die Regierungen der Anti-Hitler- Koalition drückten das Empfinden und die Forderungen der ganzen friedlieben- den Menschheit aus, als sie in der Krim-Deklaration verkündeten: „Es ist unser unbeugsamer Wille, den deutschen Militarismus und National- sozialismus zu zerstören und dafür Sorge zu tragen, daß Deutschland nie wie- der imstande ist, den Weltfrieden zu stören. Wir sind entschlossen, alle Kriegs- verbrecher vor Gericht zu bringen und einer schnellen Bestrafung zuzufüh- ten... Die DDR machte die Ziele der antifaschistischen Widerstandsbewegung und der Anti-Hitler-Koalition, die im Potsdamer Abkommen ihren Ausdruck fanden, zur Richtschnur ihres Handelns. Aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens wurden jene Kräfte entfernt, die den zweiten Weltkrieg vorbereiteten und die Völker Europas in Krieg und Elend stürzten. Das lag ebenso im Interesse des Friedens und der Sicherheit der europäischen Nachbarvölker als im Interesse des deutschen Volkes. Die DDR erfüllte den Auftrag des deutschen Volkes und der Völker der Welt, alle Kriegs- und Naziverbrechen zu ahnden und gerecht zu sühnen. In der Zeit vom Mai 1945 bis Dezember 1964 wurden in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR insgesamt 16 572 Personen wegen Beteiligung an Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit und wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Davon wurden 12 807 verurteilt, 1 578 freigesprochen. Die Verfahren gegen RT A erw EWIGE FREE ne ur 2 187 Angeklagte wurde wegen Abwesenheit, Tod oder auf Grund des von der Sowjetischen Militär-Administration erlassenen Amnestiebefehls Nr. 43/48 vom 18. März 1948 eingestellt, da keine höhere Freiheits- strafe als ein Jahr zu erwarten war. Von den 12 807 gerichtlich zur Verantwortung gezogenen Personen wurden 118 zum Tode, 231 zu lebenslangem Zuchthaus und 5088 zu einer höheren Freiheitsstrafe als 3 Jahre verurteilt. 20 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus, 20 Jahre nach dem Beginn des Nürnberger Völkertribunals gegen die Hauptkriegsverbrecher steht die Welt jedoch vor der Tatsache, daß in der westdeutschen Bundesrepublik zu Tausen- den Verantwortliche für Nazi- und Kriegsverbrechen nicht nur unbestraft blie- ben, sondern führende Positionen in Wirtschaft, Staat, in der Bundeswehr und Polizei, in Bildungseinrichtungen sowie in Verlagen und in den Massenmedien einnehmen. Die westdeutsche Regierung setzte sich rigoros über die gerechten Forderungen aller Völker hinweg, mißachtete das Potsdamer Abkommen und die Nürnberger Rechtssprechung, stellte die Verfolgung der Kriegsverbrecher unmittelbar nach Gründung der Bundesrepublik fast völlig ein und beförderte Hauptschuldige und Hintermänner der schlimmsten Naziverbrechen in ent- scheidende Staatsstellungen. Obwohl nach 1945 der weitaus größte Teil der Kriegs- und Naziverbrecher in die westlichen Besatzungszonen flüchtete, wurden in der westdeutschen Bundesrepublik, deren Bevölkerungszahl dreimal so groß ist wie die der DDR, bis zum 1. Januar 1964 nur 12457 Personen angeklagt. Bis März 1965 wurden von den Gerichten der Bundesrepublik nur 6100 Personen rechtskräftig ver- urteilt, in über 7000 Fällen erging Freispruch, wurde das Verfahren eingestellt oder die Hauptverhandlung gar nicht erst eröffnet. In den Fällen aber, in denen eine Verurteilung erfolgte, standen die Urteile in der Regel in keinem Verhält- nis zur Straftat. Von 6100 verurteilten Naziverbrechern und Massenmördern wurden nur 80 zur Höchststrafe(9 zum Tode, 71 zu lebenslänglichem Zuchthaus) verurteilt! Wenn in den letzten Jahren— nach langer Pause- in der Bundesrepublik wieder einige Verfahren gegen Nazi-Massenmörder stattfinden, so muß dazu festgestellt werden: Erstens erfolgen sie unter dem Druck der Enthüllungen der DDR und nur in solchen Fällen, in denen die internationale Empörung der westdeutschen Justiz keine andere Möglichkeit läßt. Zweitens richten sie sich fast ausschließlich gegen die untersten Chargen der SS- und KZ-Mörder, wäh- rend die hochgestellten Schreibtischmörder und Hintermänner verschont blei- ben. Drittens schließlich ergehen auch in diesen Verfahren haarsträubend milde Urteile, so daß sogar Eichmann-Mitarbeiter, wie die SS-Führer Hunsche und Krumey, die an der Deportation und Ermordung von Hunderttausenden ungarischen Juden mitwirkten, 1964 in Frankfurt/Main freigesprochen bzw. d des Yon tiebefehl; Freiheit t höheren eginn des - die Welt u Tausen straft blie- swehr und senmedien gerechten mmen und verbrecher befördert: en in en! verbrecher tdeutschen der DDR 65 wurden räftig ver eingestel! y, in denen m Verhält enmörden! Zuchthaus esrepubli muß dazı thüllung®! pörung de jen sie SIÜ irder, wäh ;chont blel bend mil sche Wit tausende) ochen DZ mit Bagatellstrafen belegt wurden. Diese Verfahren ändern nichts daran, daß Westdeutschland heute ein Paradies für Nazi- und Kriegsverbrecher ist. Dieses Braunbuch enthält- als eine erste, noch unvollständige Zusammen- fassung— die Namen von über 1800 schwerbelasteten führenden Nazi-Funk- tionären und Kriegsverbrechern, die sich heute ungehindert in entscheidenden Stellungen des westdeutschen Staats- und Wirtschaftsapparat betätigen oder aber hohe Staatspensionen für ihre„verdienstvolle” Tätigkeit im„Dritten Reich“ beziehen. Das Braunbuch weist nach: Zu den Stützen der Hitler-Diktatur, den Weg- bereitern und Nutznießern der Judenverfolgung, den Organisatoren und Kom- mandeuren der Überfälle auf fast alle Länder Europas, zu den überführten Mördern von Antifaschisten und Widerstandskämpfern, die heute in West- deutschland wieder tätig sind, zählen allein 15 Minister und Staatssekretäre der Bundesrepublik, 100 Generale und Admirale der Bundeswehr, 828 hohe Justizbeamte, Staatsanwälte und Richter, 245 leitende Beamte des Auswärtigen Amtes, der Bonner Botschaften und Konsulate, 297 hohe Beamte der Polizei und des Verfassungsschutzes. Experten des barbarischen Terrors in den besetzten Ostgebieten, wie Karl Friedrich Vialon, sind Staatssekretäre. Mördergenerale, wie General Trettner, befehligen die Bundeswehr. Naziblutrichter, die Hunderte Todes- urteile fällten, beherrschen die Justiz. Ja, als höchster Repräsentant der Bundes- republik fungiert mit Heinrich Lübke ein Mann, der sich bei der Verwirk- lichung der geheimsten Rüstungsvorhaben der obersten Nazi-Führung hervor- tat und als Bauleiter des Göring-Himmler-Speer’schen Jägerstabes an der Er- mordung vieler Hundert KZ-Häftlinge mitschuldig wurde. Dieses Braunbuch enthält ausschließlich die Namen solcher Personen, die durch ihre führende Tätigkeit bei der Vorbereitung und Durchführung der nazistischen Verbrechen und Aggressionsakte tatsächlich schwer belastet sind und entweder unmittelbar an Massenmorden teilgenommen, dafür die Befehle erteilt oder sie als intellektuelle Urheber vorbereitet haben. Es wurde bewußt darauf verzichtet, auch solche durchaus nicht unbelasteten Personen aufzuneh- men, wie den westdeutschen Regierungschef Ludwig Erhard oder den CSU- Vorsitzenden Franz Josef Strauß, obwohl der eine als Wirtschaftsexperte und als Berater des Nazi-Gauleiters Bürckel im Saargebiet und der andere als NS-Führungsoffizier das Hitler-Regime aktiv unterstützt hat. Selbstverständlich enthält das Braunbuch keine Namen nomineller Mitglie- der der NSDAP. Die DDR hat immer konsequent zwischen der Millionenzahl ehemaliger Mitglieder der Naziorganisationen unterschieden, die selber irre- geführt und betrogen wurden, und jener abscheulichen Gruppe von Hinter- männern, Initiatoren und Profiteuren der Naziverbrechen. Wir denken nicht daran, irgend jemandem, der einmal einen politischen Irrtum beging, inzwi- schen aber längst seinen Fehler erkannt und einen neuen Weg beschritten hat, aus seiner Vergangenheit einen Vorwurf zu machen— schon gar nicht 20 Jahre danach. Schließlich muß darauf hingewiesen werden, daß die Bonner Regierung die hier aufgeführten Naziverbrecher nicht etwa in Unkenntnis, sondern im Gegen- teil in voller Kenntnis ihrer Vergangenheit in ihre gegenwärtigen Stellungen berief. Im Braunbuch wird anhand vieler Beispiele exakt nachgewiesen, seit wieviel Jahren die Belastungsmaterialien über den Betreffenden in Bonn be- kannt sind. Die DDR hat es stets als ihr Recht und ihre Pflicht angesehen, die Öffentlich- keit über die gefährliche Entwicklung in Westdeutschland zu informieren und ihren Teil dazu beizutragen, daß die Vergangenheit in ganz Deutschland be- wältigt wird. Seit 1955 nannte die DDR auf zahlreichen Pressekonferenzen die Namen von insgesamt 1310 ehemaligen Juristen der nazistischen Ausnahme- gerichte, die in Westdeutschland wieder zu Amt und Würden kamen. Den west- deutschen Justizbehörden wurden seit 1959, nachdem sie sich jahrelang da- gegen sträubten, insgesamt 1580 Todesurteile übermittelt, an denen in West- deutschland tätige Juristen während der Nazi-Zeit mitwirkten. Ferner wurden 4000 Dokumente, Personalakten usw. über andere Nazi- und Kriegsverbrecher übergeben oder übersandt. In 113 Prozessen gegen Nazi- und Kriegsverbrecher in Westdeutschland leistete die DDR mit Dokumenten, Zeugen und Sachver- ständigen Rechtshilfe, um zur Aufdeckung der vollen Wahrheit beizutragen. Die Ursache für die Nichtverfolgung und Wiederverwendung von Kriegs- und Naziverbrechern in Westdeutschland besteht also nicht darin, daß den Bon- ner Behörden die Belastungsdokumente unbekannt wären oder vorenthalten würden. Die Nichtverfolgung und Wiederverwendung von Nazi- und Kriegs- verbrechern ist auch kein Zufall. Sie ist vielmehr Bestandteil der Politik der Bonner Regierung, die auf die Revision der Ergebnisse des zweiten Weltkrieges, auf die Veränderung der Grenzen gerichtet ist. Die letzte Ursache für die Wiederverwendung der Nazi- und Kriegsverbrecher liegt darin, daß im west- deutschen Staat die gleichen verhängnisvollen Kräfte der Rüstungsindustrie Politik und Wirtschaft in den Händen haben, die Hitler zur Macht brachten, den zweiten Weltkrieg vorbereiteten und heute Revanche für ihre Niederlage nehmen und erneut die Grenzen der Nachbarstaaten überrennen wollen. Weil diese Kräfte heute die gleiche verderbliche Politik wie zur Zeit des Faschismus zu betreiben versuchen, bedienen sie sich der gleichen faschistischen Verbrecher. Weil die gesellschaftlichen Wurzeln des Faschismus, die Machtkonzentration in den Händen der Rüstungsmonopole, in Westdeutschland nicht beseitigt wurden, deshalb werden die Naziverbrecher rehabilitiert. lenken aid Ting, in) Schtiten hal, Ich egierung di mim Cogn, 2 Stellungen jeiWiesen, ge in Bonn he ie Öffentl. ormieren und utschland be nferenzen die n Ausnahme en, Den weit jahrelang I enen in Nest 'erner wurden egsyerbredt egsverbretit und Sacher eizuttagel g von Kıiegs ‚ dahdenBit p vorenthäkt je und Kai ler Politik dt ,n Weltkutg® ggache für „da Ve fungendie" Das ist der Grund, weshalb durch das berüchtigte 131er-Gesetz den west- deutschen Behörden seit 1951 die Wiedereinstellung der ehemaligen Nazi- Beamten auf allen Ebenen zur Pflicht gemacht wurde. Das ist der Grund, weshalb Bonn schon am 8. Mai 1960 die Masse der Nazi- und Kriegsverbrechen als„Totschlags“-Verbrechen wegen„Verjährung“ außer Strafverfolgung gesetzt hat. Das ist der Grund, weshalb die Bundesregierung den Beschluß faßte, daß auch die schlimmsten Nazi-Massenmorde am 8. Mai 1965 verjähren sollten, was nur durch die internationale Protestbewegung verhindert wurde. Das ist schließlich der Grund für den Beschluß des Bonner Bundestages vom 25. März 1965, ungeachtet der Weltproteste die Verjährung der Nazi-Mordtaten lediglich um 4 Jahre zu verschieben und einen Amnestieparagraphen für„Be- fehlstäter” vorzubereiten. Die Verantwortlichen für die Verbrechen des Faschismus sind heute Haupt- einpeitscher der Bonner Revanchepolitik. Die Verantwortlichen für die Verbrechen des Faschismus erarbeiten und praktizieren heute die Notstandsgesetze, die zwecks Vorbereitung der Aggression nach außen die demokratischen Rechte im Innern vernichten sollen. Die Verantwortlichen für die Verbrechen des Faschismus fordern heute Mit- spracherecht und Verfügungsgewalt über Atomwaffen, um andere Mächte in ihre Kriegsabenteuer gegen die DDR und die anderen sozialistischen Länder hineinzuziehen. Die Verantwortlichen für die Verbrechen des Faschismus entfesseln heute in der Bundesrepublik eine Welle des Nationalismus und Chauvinismus, um die Bevölkerung für diese Pläne reif zu machen. Das Braunbuch beweist: Hunderte von Kriegs- und Naziverbrechern, deren Beteiligung an gemeinen und blutigen Verbrechen bekannt und dokumentarisch belegt ist, sind in der Bundesrepublik nicht zur Verantwortung gezogen wor- den. Hunderte von Kriegs- und Naziverbrechern nehmen exponierte Stellungen im Staatsapparat und im gesellschaftlichen Leben Westdeutschlands ein. Die Herrschaft dieser Kräfte in Bonn, die keine Lehren aus der Vergangenheit ge- zogen haben, ist eine Gefahr für den Frieden der Welt. Diese Kräfte des Neo- nazismus und Revanchismus arbeiten heute mit Unterstützung des amerikani- schen Imperialismus darauf hin, um der Interessen einer kleinen Gruppe von Rüstungsgewaltigen und Militaristen willen die Welt in einen Atomkrieg zu stürzen. Der Kampf für die gerechte Bestrafung aller Nazi- und Kriegsverbrecher, für die Entfernung ehemals führender Faschisten aus leitenden Positionen des west- deutschen Staatsapparates ist deshalb ein untrennbarer Bestandteil des Kampfes für Frieden und Entspannung. Wem Frieden und Sicherheit am Herzen liegen, der fordert gemeinsam mit allen demokratischen und antifaschistischen Kräften der ganzen Welt: Anerkennung des völkerrechtlichen Prinzips der Nichtverjährung von Nazi- und Kriegsverbrechen durch die Bonner Regierung! Gerechte Bestrafung aller Nazi- und Kriegsverbrecher entsprechend der Schwere ihrer Tat! Ausschaltung der schuldbeladenen Kräfte der Vergangenheit aus den führen- den Positionen in Politik und Wirtschaft der westdeutschen Bundesrepublik! Schluß mit der Bonner Politik der Grenzforderungen, der Notstandsgesetze und der atomaren Kriegsvorbereitung! Auch in Westdeutschland muß die Befreiung vom Faschismus und Militaris- mus, die am 8. Mai 1945 eingeleitet, aber dort wieder rückgängig gemacht wurde, endlich vollendet werden. e Berlin, im Juli 1965 Die Herausgeber 11 ıen Kräften DIE RÜUSTUNGSMONOPOLE ERNEUT AM HEBEL ) von Nazi- DER MACHT echend der den führen- epublik! an=== dsgesetze Auftraggeber und Nuiznießer des Hitler-Regimes d Mitar Um viele Jahrzehnte eines glücklichen Lebens ist das deutsche Volk betrogen 1g gemacht worden. Immer wieder wurde es in den Teufelskreis Konjunktur-Krise-Krieg ° hineingetrieben. Im Verlauf der letzten 50 Jahre gingen von deutschem Boden zwei verheerende Kriege aus, in denen 65 Millionen Menschen den Tod fanden. Wer brachte der Welt solches Unheil? Wer trägt die Hauptschuld an den | millionenfachen Verbrechen? lerausgeber Dieses Unheil kommt auf das Konto des eroberungswütigen deutschen Im- perialismus. Die Rüstungsmonopole und Großbanken— IG-Farben, Flick, Thyssen, AEG, Siemens, Krupp, Haniel, die Deutsche Bank, die Dresdener Bank, die Commerz-Bank u. a.-, sie bestimmten maßgeblich die Politik des Hitler-Regimes und sind hauptverantwortlich für die Kriegs- und Nazi- | verbrechen. EINER ZUR MA@ERT VERTONEEN Von den Herren der Banken und Konzerne erhielt die Nazi-Bewegung Mil- lionenbeträge zur Finanzierung ihrer Wahlen und zur Unterdrückung der Ar- beiterbewegung durch faschistische Terrorbanden. Als Gegenleistung erwarte- ten sie von Hitler lohnende Rüstungsgeschäfte. Lange vor 1933 bereiteten die Rüstungsmonopole die Hitler-Diktatur vor. Emil Kirdorf, Gründer und langjähriger Leiter des Rheinisch-Westfälischen Kohlesyndikats, schrieb am 31. Januar 1934 in der„Preußischen Zeitung”: |„Im Jahre 1927 bin ich zum ersten Male mit dem Führer zusammengekom- | men... In der Erkenntnis, daß nur die Politik Adolf Hitlers zum Ziele führen werde, habe ich mich in der Folgezeit ganz seiner Bewegung zur Verfügung ge- stellt. Kurz nach der Münchener Unterredung fanden dann als Auswirkung der vom Führer verfakten und von mir verbreiteten Broschüre mehrere Zusammen- künfte des Führers mit leitenden Persönlichkeiten des Industriereviers statt, in denen dann Adolf Hitler in knappen und klaren Worten seine Ansicht dar- legte.“ u Das Ergebnis der Übereinkunft mit Hitler: Die Kohlesyndikate führten 5 Pfennig vom Verkaufserlös jeder Tonne Kohle an die Nazi-Partei ab. Durch diese Zahlungen erhielt die Hitler-Partei schon vor 1933 jährlich 6 150 000 Reichsmark allein vom Kohlesyndikat! Das starke Interesse, das die Konzernherren an der Errichtung der faschisti- schen Diktatur hatten, wurde auch bei der Zusammenkunft Hitlers mit den Rhein- und Ruhrindustriellen im Industrieklub Düsseldorf am 27. Januar 1932 deutlich. Über diese Zusammenkunft schrieb Fritz Thyssen in seinem 1941 er- schienenen Buch„Ich bezahlte Hitler”: ... praktisch führte ich die Verbindung zwischen Hitler und den maßgeb- lichen rheinisch-westfälischen Industriellen herbei. Es ist allgemein bekannt, daß am 27. Januar 1932— ein Jahr, bevor er die Macht ergriff- Adolf Hitler eine zweieinhalbstündige Rede vor dem Industrieklub Düsseldorf hielt. Diese Rede machte einen tiefen Eindruck auf die versammelten Industriellen, und als Ergebnis floß eine Zahl von bedeutenden Zuwendungen aus den Quellen der Schwerindustrie in die Kassen der NSDAP... In den letzten Jahren vor der Machtergreifung leisteten die großen industriellen Verbände laufend Kontri- butionen.“ Als die KPD bei den Reichstagswahlen am 6.November 1932 einen Sieg errang(rund sechs Millionen Stimmen), die NSDAP jedoch 2 Millionen Wähler verlor, schrieb Schacht am 12. November 1932 an Hitler: „Es unterliegt für mich gar keinem Zweitel, daß die gegenwärtige Entwick- lung der Dinge nur das eine Ende haben kann, und das ist Ihre Kanzlerschatt. Es scheint, als ob unser Versuch, eine Reihe von Unterschriften aus der Wirt- schaft dafür zu bekommen, doch nicht ganz umsonst ist...“(Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg, 42 Bände, Nürnberg 1947-1949, Bd. 1, S. 196, im folgenden: IMT) In gleichlautenden Schreiben forderten mehrere Großindustrielle und Bank- herren noch im gleichen Monat vom damaligen Reichspräsidenten Hindenburg, Hitler zum Kanzler zu ernennen.(Siehe Tafel 1, Deutsches Zentralarchiv Potsdam, Büro des Reichspräsidenten, Akte Nr. 47) Nachdem die großen Monopole Hitler an die Macht gebracht hatten, flossen noch größere Beträge in die Kassen der Nazi-Partei und ihrer Gliederungen. Unter dem Namen„Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft“(Siehe Tafel 2, Betriebsarchiv des VEB Filmfabrik Wolfen) stellten die kapitalisti- schen Unternehmer auf Initiative der großen Konzerne— insbesondere von Krupp, IG-Farben, Flick, Thyssen u. a.— der Nazi-Partei von 1933 bis 1945 jähr- lich über 60 Millionen Reichsmark zur Verfügung. Allein die Dresdener Bank zahlte im Jahre 1934 über 120 000 Reichsmark für die Nazi-Partei. (Siehe Tafel 2, Archiv der Deutschen Notenbank Dresden, Bestand: Dresdner Bank) te führten ab, Durch 6150000 t faschisti- 's mit den nuar 1932 n 1941 er- 1 maßgeb- n bekannt, dolf Hitler ielt, Diese 2n, und als uellen der 2n vor der nd Kontri- einen Sieg en Wähler e Entwick- ızlerschatt. der Wirt- ‚gegen die Nürnberg, und Bank- indenburg, ntralarchiv ten, flossen ederungen. ft"(Siehe kapitalisti indere vol ‚1945 jähr“ Dresdener Tazi-Partel. ‚ Dresdnet 13 Außer den Zahlungen für die Hitler-Spende machten die Rüstungsmonopole große finanzielle Zuwendungen an die SS und andere Organe des nazistischen Terrorapparates. Zu den eifrigsten Geldgebern und Förderern der Nazi-Partei zählte Friedrich Flick. Neben ständigen Zahlungen an den sogenannten Freundeskreis Himm- ler— sie machten jährlich über 100000 RM aus- zahlte Flick große Summen zur Adolf-Hitler-Spende sowie an die örtlichen Stellen der Nazi-Partei. So über- wies z.B. das zu seinem Konzern gehörende Stahlwerk Riesa in der Zeit vom 24. Februar 1933 bis Ende 1934 über 34000 Reichsmark an örtliche SA- und SS-Verbände. Nach der Unterzeichnung des Münchner Abkommens am 30. Sep- tember 1938 sicherte der Vorstandsvorsitzende der IG-Farben, Hermann Schmitz, Hitler weitgehende finanzielle Unterstützungen zu: „Unter dem Eindruck der von Ihnen, mein Führer, erreichten Heimkehr Sudetendeutschlands ins Reich, stellt Ihnen die IG-Farbenindustrie Aktien- gesellschaft zur Verwendung für das sudetendeutsche Gebiet einen Betrag von einer halben Million Reichsmark zur Verfügung.“(Nürnberger Prozeb, Fall VI, Prozeß gegen Carl Krauch und andere Vertreter des IG-Farben-Konzerns, Dok. NI1 2795, im folgenden: NG IG-Farben-Prozeß Siehe Tafel 14) Insgesamt stellte der IG-Farben-Konzern(ohne Tochtergesellschaften) der Hitler-Clique in den Jahren von 1933 bis 1945 über 84 Millionen Reichsmark zur Verfügung. Die Einflußnahme der Rüstungsmonopole beschränkte sich aber keineswegs auf finanzielle Zuwendungen an das Nazi-Regime. Sie fand ihre Krönung in der engen personellen Verflechtung der Monopol- und Bankbeauftragten mit dem faschistischen Staat. Vertreter der mächtigsten Konzerne waren in allen zentralen Regierungsstellen zu finden. Sie nahmen dort Schlüsselstellungen ein. So war auch der Aufsichtsratsvorsitzende der IG-Farbenindustrie AG, Carl Krauch, gleichzeitig„Generalbevollmächtigter für Sonderfragen der chemischen Erzeugung“ und Leiter des„Reichsamtes für Wirtschaftsausbau“. In dieser Funktion war er praktisch der staatliche Befehlshaber über die gesamte che- mische Industrie Hitler-Deutschlands. Führende IG-Direktoren nahmen eben- falls Funktionen im faschistischen Machtapparat ein, z.B. in der Deutschen Arbeitsfront(Christian Schneider), im Auswärtigen Amt(von Maltzan), im Ost- ministerium(Felix Prentzel), im OKW Abwehr Inland(Christian Schneider, Hauptwehrbeauftragter der IG-Farben), im Rüstungsministerium(Ambros, Bütefisch und Wurster), in der Reichsbank(Schmitz), in der Reichsgruppe Indu- strie(Schmitz), im Wirtschaftsministerium(E.R. Fischer), im Länderausschuß für Afrika und Sowjetunion(W.R. Mann als Vorsitzender), im Sonderausschuß für Südost-Europa und Ungarn(Ilgner und Reithinger als Vorsitzender), im Wehrwirtschaftsstab Thomas(Krüger und von der Heyde). — Dazu kam eine große Anzahl mittlerer und unterer IG-Farben-Angestellter, die in verschiedenen Staats- und Parteidienststellen Hitler-Deutschlands sowie in den besetzten Gebieten bei den Militärbefehlshabern und Reichskommissa- ren die Interessen dieses Mammutkonzerns durchsetzten.(Vgl. NG IG-Farben- Prozeß, Dokumentenbuch der Anklage, Nr. 62, S. 253/59) A NEDERTARTSTERTINGHEB ERSETEFIERET Die einflußreichsten Konzernunternehmen begingen gemeinsam mit der Hitler- Clique das große Verbrechen der„Arisierung“ Deutschlands. Die sogenannte Arisierung jüdischer Handwerksbetriebe, Geschäfte und Unternehmen wurde dazu benutzt, sich das persönliche Hab und Gut der jüdischen Bevölkerung zu eigen zu machen. Wer„arisieren“ und sich auf diese Weise bereichern konnte, das bestimmten die Monopolgewaltigen. Sie selbst sicherten sich den Löwen- anteil. Für die jüdischen Bürger bedeutete das: Entziehung jeglicher Existenz- grundlage, Raub des letzten Eigentums, Isolierung vom gesamten öffentlichen Leben, Heranziehung zur Zwangsarbeit und später Zentralisierung in Ghettos und ihre vollständige Ausrottung. Der Mannesmann-Konzern„arisierte” z. B. die acht eisenverarbeitenden Werke der Firma Wolf, Netter& Jacobi und andere Betriebe. Krupp nutzte die Judenverfolgung dazu aus, um sich Reedereien anzueignen. Friedrich Flick raubte die Betriebe Rawack und Guenfeld AG, Berlin, und das Hochofenwerk Lübeck AG. Hauptinitiatoren bei der Aneignung jüdischen Vermögens waren die großen Banken, die ihre Stammkunden aus den Kreisen der Rüstungswirtschaft regel- mäßig über die Vermögensbeschlagnahme von„Staatsfeinden“ und sogenann- ten Nichtariern informierten.(Siehe Tafel 3, Deutsches Zentralarchiv Potsdam, Deutsche Länderbank Nr. 196) Schon lange vor der berüchtigten Kristallnacht zum 9. November 1938- dieser Pogrom war der Auftakt zu Verfolgungen größ- ten Ausmaßes— beschaffte sich die Deutsche Bank einen genauen Überblick über Vermögenswerte, um dann bei der Großaktion gegen das jüdische Eigentum sofort dabeizusein.(Siehe Tafel4, Deutsches Zentralarchiv Potsdam, De-Di-Bank Nr. 261) Der faschistische Staatsapparat und die Konzerne arbeiteten Hand in Hand. Die von dem späteren Staatssekretär in der Bonner Regierung, Globke, mit- verfaßten und kommentierten Nürnberger Rassengesetze wurden auf Inter- vention Friedrich Flicks um den Erlaß der Verordnung über den Einsatz jüdi- schen Vermögens vom 3. Dezember 1938(ReichsgesetzblattIS. 1709) bereichert. Flick wurde dadurch ermöglicht, sich wesentlich an den Braunkohlengruben des daraufhin arisierten Ignaz-Petschek-Konzerns zu bereichern. Jestellter, nds sowie Ommissa- G-Farben- ler Hitler- ogenannte ıen wurde kerung zue ım konnte, en Löwen- 1 Existenz- ffentlichen in Ghettos rbeitenden ‚nutzte die drich Flick "hofenwerk| die großen chaft regel- | sogenann- y Potsdam, istallnacht ingen gröh- blick über e Eigentun DeDi-Bank nd in Hand jobke, mit N auf Inter" insatz HA ) hereicherl: ngruben n 15 DER ANGRTEESKRIEG WIRD VORBEREITET Im Januar 1944 bestätigte Gustav Krupp von Bohlen und Halbach in einer Rede, daß die deutschen Rüstungsmonopole unmittelbar nach dem verlorenen ersten Weltkrieg damit begannen, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für ein neues Völkermorden zu schaffen. Krupp erklärte: „Es ist das große Verdienst der gesamten deutschen Wehrwirtschatt, dab sie in diesen schlimmen Jahren nicht untätig gewesen ist, mochte auch aus ein- leuchtenden Gründen ihre Tätigkeit dem Lichte der Öffentlichkeit entzogen sein. In jahrelanger stiller Arbeit wurden die wissenschaftlichen und sachlichen Voraussetzungen geschaffen, um zu gegebener Stunde ohne Zeit- und Erfah- rungsverlust wieder zur Arbeit für die deutsche Wehrmacht bereitzustehen... Nur durch diese verschwiegene Tätigkeit deutschen Unternehmertums... konnte nach 1933 unmittelbar der Anschluß an die neuen Aufgaben der Wieder- wehrhaftmachung erreicht, konnten dann auch die ganz neuen vielfältigen Pro- bleme gemeistert werden.“(IMT, Bd. 1, S. 203, 204) Nachdem Hitler an die Macht gebracht worden war, begannen die Groß- industriellen mit der direkten Orientierung auf den Angriffskrieg. Aus den Monopolen wurden Experten in die staatlichen Rüstungsgremien lanciert. Hier schufen sie gemeinsam mit den Militärs im Interesse ihrer Gesellschaften die Aggressionspläne. So wurde z.B. der„Wehrwirtschaftsstab beim Oberkommando der Wehr- macht“ von Oberst Thomas, einem Aufsichtsratsmitglied des Rheinmetall- Borsig-Konzerns, geleitet. Dieser„Wehrwirtschaftsstab” war das staatliche In- strument zur Vorbereitung des„totalen Krieges“ sowie des Raubes und Ab- transportes der Industrieanlagen, Rohstoffe und Lebensmittel aus den besetz- ten Ländern. „Generalbevollmächtigter für Sonderfragen der chemischen Erzeugung” und Leiter des„Reichsamtes für Wirtschaftsausbau“ wurde Carl Krauch, Aufsichts- ratsvorsitzender der IG-Farben-Industrie AG. Leiter des Sonderausschusses „Chemische Kampfstoffe“ beim„Beauftragten für den Vierjahresplan”, Göring, wurde Otto Ambros, Vorstandsmitglied der IG-Farbenindustrie AG, der außer- dem als Leiter des„Hauptausschusses für Pulver und Sprengstoffe” beim Rüstungsamt fungierte. In diesen Positionen wirkten die Monopolvertreter un- mittelbar an der Vorbereitung und Organisation des Angriffskrieges mit. Der Leiter des Wehrwirtschaftsstabes, Oberst Thomas, beteiligte sich bereits 1940 an der Ausarbeitung des„Barbarossa-Planes“. In einer Aktennotiz über eine Besprechung mit seinen Mitarbeitern, die er am 28. Februar 1941 wegen des bevorstehenden Überfalls auf die Sowjetunion durchführte, heißt es: „... Hauptaufgabe der Organisation werde in der Erfassung von Rohstoffen und in der Übernahme aller wichtigen Betriebe bestehen. Für die letztere Auf- — gabe würden zweckmäßigerweise von Anfang an zuverlässige Persönlichkeiten deutscher Konzerne eingeschaltet werden, da nur mit Hilfe ihrer Erfahrungen von Beginn an eine erfolgreiche Arbeit geleistet werden könne.“(IMT, Bd. XXVIL, Dok. 1317- PS, S. 170 ff) Der IG-Farben-Konzern schuf Anfang 1935 eine eigene IG-,Vermittlungs- stelle W”(Wehrmacht), die mit dem„Wehrwirtschaftstab beim OKW“ die wirtschaftlichen Kriegsvorbereitungen und Mobilisierungspläne zu organisie- ren hatte. Allen IG-Direktoren wurde schon 1935 von der„Vermittlungs- stelle W” mitgeteilt, daß diese Instanz folgende Aufgaben habe: ...die zentrale Bearbeitung der Mobilmachungspläne, die Fragen der Um- stellung der Produktion und der Verlegung der Produktion, die Sicherstellung von Rohstoffen, die Fragen der Lagerhaltung, Transportfragen, Sicherstellung bzw. Verschiebung von Arbeitskräften.“(Betriebsarchiv des EKB, Dok. vom 28. August 1935) Bereits am 23. Oktober 1935 informierte die IG„Vermittlungsstelle W“ die” Konzernleitung über den Wehrwirtschaftsmechanismus und dessen Arbeits- weise im Kriegsfalle. Die Rüstungsindustriellen bestimmten maßgeblich die Ziele des hitler- faschistischen Raub- und Vernichtungskrieges. Noch ehe z.B. Hitler-Deutsch- land mit der französischen Vichy-Regierung den für Frankreich schmachvollen Waffenstillstandsvertrag von Compiegne schloß, hatte die IG-Farben begonnen, Pläne für die Einverleibung der chemischen Industrie des ganzen europäischen Kontinents auszuarbeiten. Am 21. Juni 1940 lud von Schnitzler, der Vorsitzende des Kaufmännischen Ausschusses, einen auserwählten Kreis zu einer Tagung nach Frankfurt/Main ein. Und noch bevor die faschistische Kriegsmaschine ganz Europa okkupiert hatte, wurde hier über die„im künftigen Friedens- vertrag zu verankernde Ordnung der gesamten europäischen Belange auf dem Chemie-Sektor beraten und über die chemischen Industrien der mit Hitler- Deutschland im Kriege befindlichen, aber auch der neutralen und verbündeten Länder entschieden. Auch für den Überfall auf Großbritannien lieferte IG-Farben dem Faschismus die entsprechenden Kriegsziele. Bereits bei der Ausarbeitung der„Operation Seelöwe“ legte man fest, welche Industriebetriebe Englands von den IG-Farben nach Abschluß der militärischen Operationen okkupiert werden sollten. Von Schnitzler sah sich am 8. August 1945 zu dem Eingeständnis gezwungen: „Durch diese Handlungsweise übernahm die IG eine große Verantwortung und stellte eine wesentliche und auf dem chemischen Gebiet entscheidende Hille für Hitlers Außenpolitik, die zum Krieg und zu Deutschlands Ruin führte. So muß ich den Schluß ziehen, daß die IG weithin für Hitlers Politik verantwort- lich ist.“(NG, IG-Farben-Prozeß, Dok. NI 5196) Die Forderung der IG-Farben war eindeutig: Europäischer Großraum unter lichkeiten 'ahrungen e(IMT, mittlungs- IKW“ die Organisie- mittlungs- n der Um- 1erstellung jerstellung Dok. vome Ile W" die n Arbeits- des hitler- >r-Deutsch-| machvollen begonnen,|| wopäischen| Jorsitzende| ner Tagung gsmaschine n Friedens:| ge auf dem mit Hitler“ jerbündeten Faschismus ‚Operatie ' 16-Farben |Iten. ezwungel: yantwortud idonde Bille fühle jeranbwort raum une! 17 Führung Hitler-Deutschlands, auf dem Gebiet der chemischen Produktion unter Führung der IG-Farben. Krupp, Flick, Thyssen, Siemens, AEG u.a. Konzerne forderten den Füh- rungsanspruch für die Kohle-, Stahl- und Elektroindustrie in Europa. SE WOLLEN STerH ,‚GESUNDSTOSSEN?- Der imperialistische Krieg und die damit gebotene Chance, sich auf Kosten der europäischen Völker gesundzustoßen, befreite die Rüstungsindustriellen von den letzten Hemmungen. Im Sommer 1942, als die Hitler-Faschisten ihren Sieg über die Völker in greifbarer Nähe glaubten, sagte Propagandaminister Goebbels triumphierend, daß Hitler-Deutschland den Krieg nicht um schöne Ideale führe, sondern um materielle Dinge. Es gehe um das ukrainische Ge- treide, um Kohle und Erz und das kaukasische Erdöl. Hitler-Deutschland werde sich in der Ukraine, im Kubangebiet und im Kaukasus gesundstoßen. Schon bevor die faschistische Wehrmacht die auszuplündernden Gebiete er- obert hatte, präsentierte die Rüstungsindustrie ihre speziellen Ansprüche. In einem Schreiben der Wirtschaftspolitischen Abteilung der IG-Farben vom 15. Juli 1940 an den Direktor des Konzerns, Otto, forderte der IG-Abwehr- beauftragte des„Büros Berlin NW 7” die Direktoren auf, Adressen von Patent- ämtern, Konstruktionsbüros, Forschungsinstituten usw. zu nennen, die nach der geplanten Besetzung Großbritanniens für die IG zu beschlagnahmen seien. Besonders weitreichende Pläne entwickelten die großen Rüstungsmonopole zur Ausplünderung der Sowjetunion. Kennzeichnend dafür ist, daß z.B. die IG- Farben schon wenige Tage nach dem Überfall eine umfassende Liste der sowjetischen Chemiebetriebe vorlegte, die ihrem Machtbereich einverleibt wer- den sollten. Auch die AEG war zur Stelle. Für den Beutezug in die Sowjetunion gründete sie eigens die„AEG Ostlandwerk G.m.b.H.”. Aus einem als„Staatsgeheimnis” deklarierten Schreiben der Wirtschafts- politischen Abteilung der IG-Farben vom 17. Januar 1945 über den„Stand der deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen“ geht hervor, daß die Konzern- herren noch angesichts der totalen Niederlage fieberhaft bemüht waren, Indu- strieanlagen und Wirtschaftsgüter für den deutschen Imperialismus zu rauben. (Siehe Tafel 5, Deutsches Zentralarchiv Potsdam, IG-Farben Nr. 1080) ZUR SKEAVENARBETLT VERSCHEEPPT Über 20 Millionen Menschen aus nahezu allen Ländern Europas wurden von den deutschen Faschisten als Arbeitssklaven nach Hitler-Deutschland ver- u schleppt, viele Hunderttausend von ihnen geschunden, erschlagen, erschossen und vergast. Das umfangreiche Beweismaterial über die schrankenlose Aus- beutung und Unterdrückung ausländischer Zwangsarbeiter durch die deutschen Konzerne veranlaßte den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zu der Schlußfolgerung:„Die Verschleppung zur Sklavenarbeit war vielleicht das schrecklichste und größte Sklavenunternehmen der Geschichte.“(IMT, Bd. IL, 5.164) Für die ungeheuren Verbrechen der Massendeportation von Millionen Men- schen wurde Reichsstatthalter Fritz Sauckel, Gauleiter und General der SS, „Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz“, als einer der Hauptkriegs- verbrecher in Nürnberg vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Die Rüstungsindustriellen jedoch, die sich am Einsatz von Zwangsarbeitern maßlos bereicherten, wurden nicht zur Verantwortung gezogen. In fast allen Betrieben bestand die Mehrheit der Belegschaft aus Zwangs- arbeitern. So betrug der Anteil der ausländischen Arbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangenen in den Mitteldeutschen Stahlwerken(Flick-Konzern) 52 Prozent der gesamten Belegschaft. Bei der AEG Hennigsdorf waren es sogar 61 Prozent. Das Krupp-,Familienunternehmen” beutete in seinen Be- trieben insgesamt 97952 ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge aus. Unter Bruch des Artikels 13 der Genfer Konvention wur- den viele Kriegsgefangene zur Sklavenarbeit in der Rüstungsindustrie einge- setzt. In allen Großbetrieben glichen sich die mörderischen Ausbeutungsmethoden sowie die Lebensbedingungen der Deportierten und Kriegsgefangenen. In sei- ner eidesstattlichen Erklärung vor dem Nürnberger Tribunal schilderte Dr. W. Jäger die Lage der französischen Kriegsgefangenen in den Betrieben des Kriegsverbrechers Krupp: „Das französische Kriegsgefangenenlager in der Nöggerathstraße war durch einen Luftangriff zerstört worden, und die Insassen wurden für fast ein halbes Jahr in Hundehütten, Pissoiren und alten Backöfen untergebracht. Die Hunde- hütten waren 1m hoch, 3m lang und 2m breit. Fünf Mann schliefen in einer jeden Hütte. Die Gefangenen mußten auf allen Vieren in diese Hundehütten hineinkriechen. In diesem Lager gab es keine Tische, Stühle oder Schränke. Es waren auch nicht genügend Decken vorhanden. Im ganzen Lager gab es kein Wasser. Die ärztlichen Untersuchungen, die stattfanden, mußten im Freien vorgenommen werden.”(IMT, Bd. III, S. 497) Von den ausländischen Zwangsarbeitern gehörten die sowjetischen und pol- nischen Menschen zu den Ausländergruppen, die der größten Diskriminierung ausgesetzt waren. Sie wurden so wie alle jüdischen Menschen gezwungen, ein diskriminierendes Kennzeichen zu tragen. Die Auffassung der Rüstungsindu- striellen, daß die slawischen Völker nur„minderwertige Rassen” darstellen und "schossen ose Aus- leutschen nberg zu leicht das T, Ba.ıT, nen Men- I der SS, ıptkriegs- teilt, Die ım maßlos ; Zwangs- Häftlinge -Konzern) rt waren seinen Be- gene und tion wur- trie einge: smethoden en. In sei- schilderte trieben des war durch ein halbes Die Hunde on in eine! undehütten 19 diese Menschen noch weit mehr ausgebeutet werden können als die aus den westlichen europäischen Ländern verschleppten Zwangsarbeiter, spiegelt sich auch in einer von den IG-Farben erlassenen Weisung wider: „Russische Frauen können ohne weiteres an Männerarbeit gestellt werden, wie überhaupt irgendwelche Rücksichten auf Schutzbestimmungen der Arbeits- zeit oder Gewerbeordnung unangebracht sind.”(Archiv des VEB Filmfabrik Wolten, Bestand: IG-Farben) Nach der Niederlage der Hitler-Truppen im Dezember 1941 vor Moskau wurde der Schrei der Konzernherren nach Arbeitskräften immer lauter. Die deutschen Imperialisten machten sich jetzt Gedanken, wie sie die Arbeitskraft der sowjetischen Menschen, insbesondere der Kriegsgefangenen, besser aus- nutzen können. In einem Aktenvermerk vom 20. Februar 1942 des Ministerialdirektors des Reichsarbeitsministeriums, Dr. Mansfeld, heißt es: „Die gegenwärtigen Schwierigkeiten im Arbeitseinsatz wären nicht entstan- den, wenn man sich rechtzeitig zu einem großzügigen Einsatz russischer Kriegs- gelangener entschlossen hätte. Es standen 3,9 Millionen Russen zur Verfügung. Davon sind nur noch 1,1 Millionen übrig.”(Beweisdokumente für die Spruch- gerichte in der Britischen Zone, 15. Mai 1946, Dok. Nr. 84) Über die Auswirkungen der grausamen Ausbeutung sowjetischer Menschen in den Krupp-Werken sagte Dr. W. Jäger in Nürnberg unter Eid aus: „Der Versorgungsplan schrieb eine kleine Menge Fleisch pro Woche vor. Dafür durfte nur Freibankfleisch verwendet werden, welches entweder pterde- tuberkulöses oder vom Tierarzt verworfenes Fleisch war.... Flecktyphus war auch unter diesen Arbeitern verbreitet. Läuse, die Träger dieser Krankheit, zu- sammen mit unzähligen Flöhen, Wanzen und anderem Ungezieter plagten die Insassen dieser Lager. Als Ergebnis der schmutzigen Zustände in diesen Lagern hatten fast alle Ostarbeiter Hautkrankheiten. Die mangelnde Ernährung ver- ursachte Fälle von Hunger-Ödem, Nephritis und Shighekruse.”(IMT, Bd. Ill, 5.495) Mit welchen bestialischen Methoden ausländische Zwangsarbeiter von Rüstungsindustriellen zu Tode geschunden wurden, kam auch in dem von ihnen angewandten Strafsystem zum Ausdruck. Das vom Graetz-Konzern während des 2. Weltkrieges entwickelte und praktizierte betriebseigene Strafsystem er- möglichte dem Konzern die Ausplünderung der Zwangsarbeiter und Juden bis zur völligen physischen Erschöpfung. Folgende Strafen sah dieser Konzern, dessen„Betriebsführer“ Erich Graetz von Hitler zum„Wehrwirtschaftsführer” ernannt worden war und in dessen Aufsichtsrat die Deutsche Bank vertreten war, vor: „Ordnungsübung nach der Arbeitszeit, Zuteilung zum Straftrupp nach der Arbeitszeit, Entziehung der Mittagsverpflegung bis zu 3 Tagen, Dunkelhaft bei Wasser und Brot ohne Schlafgelegenheit, Verbot von ärztlicher Betreuung.“ (Archiv des VEB Werk für Signal- und Sicherungstechnik, Berlin-Treptow, Bestand: Graetz-Konzern) Oftmals wandten die Rüstungsindustriellen zur Einschüchterung der aus- ländischen Zwangsarbeiter die Prügelstrafe an. Außerdem waren diese Ar- beiter der„...ständigen Aufsicht der Gestapo und der SS unterworfen, und wenn sie versuchten, ihre Arbeitsstellen zu verlassen, wurden sie in Erziehungs- oder Konzentrationslager überführt“.(IMT, Bd. I, S. 276) Der Hescho-Konzern in Hermsdorf/Thür., dessen Belegschaft zu 53 Prozent aus ausländischen Zwangsarbeitern bestand, übergab ständig deutsche und ausländische Arbeiter der Gestapo, um die„Betriebsruhe“ zu wahren und jeden Willen zum Widerstand zu brechen. Die Rüstungsindustriellen fürchteten die Solidarität der deutschen mit den ausländischen Arbeitern. In Betriebsbekannt- machungen drohten sie deutschen Arbeitern mit Schwerststrafen und in vielen Fällen sogar mit der Todesstrafe.(Siehe Tafel 7, Archiv des VEB Galvanik Leipzig, Bestand: Langbein Pfanhauser Werke AG und Archiv des VEB Kera- mische Werke Hermsdorf, Bestand: Hescho-Konzern) Die Großindustriellen schreckten nicht davor zurück, auch Kinder nach Hitler-Deutschland zu deportieren, um sie der Rüstungsproduktion nutzbar zu machen. Weil das faschistische Regime für polnische und russische Kinder einen Kinderschutz ausschloß, wurde die Kinderarbeit zum lukrativsten Geschäft überhaupt. Viele Konzerne forderten Kinder an und führten sie unter Angabe ihrer Tätigkeitsbereiche in den Personalakten. So befanden sich z.B. beim Hescho-Konzern, der aufs engste mit der AEG und Siemens liiert war, Kin- der im Alter von 8 Jahren. Für sie wurde ein Stundenlohn von 11 Pfennig festgelegt.(Siehe Tafel 6, Archiv des VEB Keramische Werke Hermsdorf, Bestand: Hescho-Konzern) Der Reingewinn des Hescho-Konzerns erhöhte sich auf diese Weise von 774000 RM im Jahre 1938 auf 10,4 Millionen RM im Jahre 1942. Viele Kinder, die mitihren Müttern oder auch getrennt von ihren Eltern nach Deutschland deportiert waren, wurden Opfer der deutschen Konzernherren. Sie starben an den Folgen unmenschlicher Ausbeutung und Mißhandlung. "SIEGIEINSREICEHESEREUNDSICHAFRTZENFEIEDERBSS Ein besonders enges Verhältnis hatten die deutschen Rüstungsindustriellen zur SS, die vom alliierten Militärgerichtshof in Nürnberg zur„verbrecherischen Organisation“ erklärt wurde. Der„Freundeskreis des Reichsführers SS“, Himm- ler, der auf ihre Initiative geschaffen wurde, vereinte u. a. Vertreter folgender Konzerne: 21 N Siemens-Schuckert-Werke AG, IG-Farben-Industrie AG, Mitteldeutsche Stahlwerke(Flick-Konzern), I der ai Wintershall AG, diese Ar Vereinigte Stahlwerke AG, orlen, md Portland-Zement AG, tziehungs Braunkohle-Benzin AG, Berlin, Robert-Bosch-Konzern, Stuttgart, 53 Prozent Rheinmetall Borsig, utsche und Ilseder Hütte, 2 und jeden Deutsch-amerikanische Petroleum-Gesellschaft, chteten die Hamburg-Amerika-Linie, bsbekanıt-e Norddeutscher Lloyd, Bremen, 1d in vielen Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau, B Galvanık| Deutsche Bank, VEB Ken: Dresdner Bank, Commerz- und Privatbank AG, Berlin, inder nach Bankhaus Stein. nutzbar zı Die im„Freundeskreis” zusammengeschlossenen Konzerne und Banken über- inder einen|| wiesen„für besondere Aufgabengebiete“ jährlich über 1 Million Reichsmark en Geschäll an die SS. Sie unterstützten diese Verbrecherorganisation beim Aufbau ihrer nter Angalt Vernichtungslager und bei der Ausrottung der politisch und rassisch Ver- z.B. bein|| folgten. t war, Kit:| Über den„Freundeskreis“, der monatlich unter Leitung Himmlers zu„zwang- 14 Pfennig| losen Unterhaltungen“ zusammentraf, sicherten sich die Bank- und Konzern- Hermsdotl,| herren die Kontrolle und den Einblick in die geheimsten Sphären der Hitler- erhöhte sich| Diktatur. Die Zusammenarbeit zwischen den Rüstungsmonopolen und der SS ‚nen RM in charakterisierte der frühere SS-General Karl Wolff in seiner eidesstattlichen Erklärung: Eltern ad|„Das Verhältnis zwischen Himmler und den Mitgliedern des Freundes- ‚oherren. Sie kreises, solange ich an den Zusammenküntten des Freundeskreises teilgenom- | men, war so ein guies, und Himmler nahm die Herren öfters auf Führung mit, > Ä um sie mit der Arbeit und den Problemen der SS vertraut zu machen und ihnen zu zeigen, wofür ihre Geldspenden verwendet werden. Ich glaube, es war 1937, als Himmler die Mitglieder des Freundeskreises zu einer Besichtigung seiner Porzellanfabrik Allach und des Konzentrationslagers in Dachau einlud.“(NG, offen zu IG-Farben-Prozeß, Dokumentenbuch der Anklage Nr. 91, S. 23-24) hen Die Konzernherren konnten nicht oft genug hervorheben, daß sich ihre re . Hinm„Freundschaft mit der SS sehr segensreich auswirkt“(IG-Farben-Vorstands- 555 I ande mitglied Otto Ambros in einem Brief), und dabei lobend erwähnen, daß die tes 8019 Wünsche der Monopole von der SS voll befriedigt wurden. 2 Braunbuch Großbetriebe gingen dazu über, Gestapo-Gefängnisse zur eigenen Verwen- dung einzurichten. In einem Schreiben der AEG, Apparatewerke Treptow, vom 14. September 1944 heißt es u. a.: „Mit Einverständnis des Herrn Kommissar Reteldt haben wir zur Entlastung der Geheimen Staatspolizei im Lager Johannisthal zwei Zimmer eingerichtet, eins für Männer, eins für Frauen, die wir zu erzieherischen Zwecken unserer ausländischen Arbeitskräfte benötigen.“(Archiv des VEB EAW Berlin-Treptow, Bestand: AEG-Konzern) Die großen Konzerne errichteten in den Jahren des Krieges sogar betriebs- eigene„Arbeitserziehungslager“, die den Konzentrationslagern ähnlich waren. Auf der Direktionssitzung des IG-Farben-Konzerns in Ludwigshafen am 5. Juni 1943 wurde zur Einrichtung betriebseigener„Arbeitserziehungslager” mitgeteilt: „Im Einvernehmen mit der Gestapo wurde im Laufe dieser Woche ein Ar- beitserziehungslager, vorläufig für Gefolgschaftsmitglieder ausländischer Na- tionalitäten, in Betrieb genommen, von dem wir uns nach den Erfahrungen aus anderen Werken ein wirksames Abstellen von Verstößen gegen die Arbeits- ordnung versprechen.“(Archiv des VEB Filmfabrik Wolfen, Bestand: IG- Farben) Den Rüstungsmonopolen genügte selbst der Terror der Gestapo gegenüber den Zwangsarbeitern nicht. So beschwerte sich das IG-Farben-Werk Auschwitz(!) über das zu„schlappe“ Auftreten der Gestapo und forderte schär- feres Durchgreifen. VERNICHTUNG DURCH ARBETT Eine Aktennotiz des IG-Farben-Konzerns über eine Besprechung der Gestapo mit Direktoren Berliner Konzernbetriebe am 9. Februar 1942 beweist, daß die Monopolherren schon einige Tage nach der berüchtigten Wannsee-Konferenz eingehend über die bevorstehenden Maßnahmen der Gestapo unterrichtet wur- den.(Auf der Tagung am 20. Januar 1942 in Berlin-Wannsee beschlossen füh- rende Faschisten— unter ihnen der 1962 in Jerusalem hingerichtete Massen- mörder Eichmann und der in Nürnberg abgeurteilte Globke-Vorgesetzte, Staatssekretär Stuckard,— die sogenannte Endlösung der Judenfrage, d.h. die Ermordung von 11 Millionen Juden.) In Treblinka, Belcek und Auschwitz begann die systematische Ausrottung von Kindern, Frauen und Greisen. Die mächtigsten Monopole stiegen sofort in dieses verbrecherische Geschäft ein. Sie erdachten und praktizierten die Me- thode„Vernichtung durch Arbeit“. In unmittelbarer Nähe der Vernichtungs- lager errichteten sie riesige Werke. Hier wurden die Juden ohne Entlohnung, \ Verwen- low, vom ntlastung gerichtet, 1 unserer 1-Treptow, 1 betriebs- ich waren, hafen am ungslager" he ein Ar- ischer Na- ungen aus ie Arbeits: stand: 1G- gegenüber rben-Werk lerte schät- je Gestapd ist, dah die Konferenz richtet WU" ‚losgen füh te Massel” Jorgesetztß ge, d.h. die Ausrottund en sofort!" ten die ale smichtung®” Entlohnung 23 bei schlechtester Verpflegung und völlig unzureichenden sanitären Einrichtun- gen zur Arbeit getrieben. Der KZ-Kommandant von Auschwitz, Rudolf Höß, nannte in seiner eides- stattlichen Erklärung(NG IG-Farben-Prozeß NI 034) unter anderem fol- gende Monopole, die in umfangreichem Maße KZ-Häftlinge auf das unmensch- lichste ausbeuteten: IG-Farben, Siemens& Halske, Krupp, Daimler-Benz, Henschel. Eine besonders schändliche Rolle bei der Ausplünderung der jüdischen Häft- linge spielte die IG-Farben. Für den Ausbau des KZ Auschwitz zum größten Massenvernichtungslager gaben sie der SS Geld und Baumaterialien. Die Kon- zernherren wollten massenhaft KZ-Häftlinge in Auschwitz unterbringen, um die durch Arbeit Vernichteten ständig ersetzen zu können. In der Regel wurden die arbeitsfähigen Häftlinge von den IG-Farben in 3 bis 6 Monaten zugrunde gerichtet. Anschließend wurden die Opfer, auf Veranlas- sung der Monopolherren, als ungeeignete Arbeitskräfte zur Vernichtung in die Gaskammern der SS abgeschoben. Die deutschen Monopole, und hier in besonderem Maße wieder die IG- Farben, verdienten aber auch an den Sterbenden: Sie wurden mit dem in den Laboratorien der IG-Farben entwickelten Giftgas„Zyklon B“ ermordet. Den Monopolen der pharmazeutischen Industrie bot die„Endlösung” noch weitere gewinnbringende Möglichkeiten. Um kostenintensive und langwierige pharmakologische Untersuchungen zu vermeiden, wurden mit wenig oder nicht erprobten Medikamenten Experimente an Häftlingen vorgenommen. Zu die- sem Zweck versandten die IG-Farben massenweise„Medikamente“ an die KZ- Ärzte. Die Versuche führten zum qualvollen Tod vieler Häftlinge. SRIEGSPROFETTE-— MIELLIONENPROFRTLTE Das Aufrüstungsprogramm derHitler-Regierung und der imperialistische Raub- krieg brachten den großen Konzernen in den Jahren 1933 bis 1945 riesige Pro- fite. So heißt es z.B. im Vorstandsbericht des Konzernbetriebes Elbtalwerk (EAG), Heidenau, und seiner Zweigwerke vom 30. Dezember 1943(Tochter- gesellschaft des Mansfeld-Konzerns): „Zunächst die Umsätze, rückschauend auch auf die vorausgegangene Zeit seit Beginn des Krieges: Gesamtumsatz 1939 5246000RM Gesamtbelegschaft 648 Gesamtumsatz 1940 6463000RM_Gesamtbelegschaft 747 Gesamtumsatz 1941 8382000RM Gesamtbelegschaft 1000 Gesamtumsatz 1942 13414000RM Gesamtbelegschaft 1434 Gesamtumsatz 1943 rd. 27000000RM_Gesamtbelegschaft 2581 - Bei einem Durchschnittsumsatz von 3 Millionen pro Monat, den wir unbe- dingt zu halten hoffen, werden wir bei dem gegenwärtigen Auftragsbestand etwa 2 bis 2Y2 Jahr voll zu tun haben.“(Archiv des VEB Elbtalwerk Heidenau, Bestand: Elektrizitäts- AG) Die IG-Farben wiesen von 1932 bis 1943 folgende Gewinnentwicklung aus: Gewinnentwicklung der IG-Farben in Millionen RM 1932 1937 1939 1943 48 Dil 363 822 (Nach Berechnungen des Komitees zum Studium der gesellschaftlichen Ver- hältnisse und ihrer Veränderungen in Westdeutschland.) Jahresumsatz der IG Farben in Millionen RM 1933 1938 1939 1943. 894,3 1645,4 1988,0 3115,6 Das Aktienkapital der IG-Farben wurde von 720 Millionen RM im Jahre 1938 auf 1400 Millionen RM bis zum Jahre 1942 erhöht. Die in Bilanzen ausge- wiesenen Reserven stiegen von 292,3 Millionen auf 440,2 Millionen RM. Der Siemens-Konzern hielt, ebenso wie die meisten anderen Großunter- nehmen, in den Kriegsjahren seine Umsätze geheim; allein von 1933 bis 1938 stiegen sie durch seine Beteiligung an der Aufrüstung von 329 Millionen auf 964 Millionen RM. Die ausgewiesenen Reserven erhöhten sich von 204,7 Mil- lionen RM Ende 1938 auf 280,3 Millionen RM Ende 1942. Das Aktienkapital stieg in dieser Zeit sogar von 227,1 auf 640 Millionen RM. Die Aufrüstung Hitler-Deutschlands sicherte auch dem Krupp-Konzern rie- sige Profite. Nach den Angaben des USA-Hauptanklägers im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß, Jackson, stiegen in den Jahren 1935 bis 1941 die offiziell ausgewiesenen, in Wirklichkeit aber wesentlich höheren Gewinne nach Abzug der Steuern, Geschenke und Reserven auf fast das Doppelte an, und zwar von 57 Millionen RM auf 111 Millionen RM. Beim Mannesmann-Konzern wuchsen die Umsätze von 88,7 Millionen RM im Jahre 1933 auf 466 Millionen RM im Jahre 1943. Die aus den veröffentlich- ten Bilanzen nach Vornahme aller Sonderabschreibungen zu errechnenden Reingewinne erhöhten sich in den gleichen Jahren von 11,3 Millionen auf 83,6 Millionen RM. Die Bilanzsumme des AEG-Konzerns stieg in den Jahren des Krieges von 598 Millionen auf 1,2 Milliarden RM. Ähnlich sah es auch bei den anderen Konzernen aus. wir unbe- agsbestand ‚ Heidenau, cklung aus; tlichen Ver- n Jahre 1938 Inzen ausge: RM. , Großunter- 933 bis 1938 \lillionen auf ;n 204,7 Mil- Aktienkapital „Konzern vie , Nürnbergel 935 bis 194 eren Gewinne Doppelte 2 \illionen RN | yegöffentlich ggrechnenden jonen auf 86 5 Krieges“0 25 DAS URTEITN DER VÖLKER Das Unheil, das vom Hitler-Regime der Rüstungsmonopole und Großbanken über Deutschland und die anderen Länder gebracht wurde, ist unermeßlich. Es war ein Glück für die Menschheit, ein Glück besonders für das deutsche Volk, daß die Armeen der Anti-Hitler-Koalition— vor allem die Truppen der Sowjet- armee— Deutschland von der faschistischen Schreckensherrschaft befreiten. Einmütig forderten die Völker, alle Schuldigen an den Verbrechen gegen den Frieden und gegen die Menschlichkeit gerecht zu bestrafen. Diese entschlossene Forderung zwang auch die westlichen Alliierten, die An- klage auf einen Teil der Rüstungsgewaltigen auszudehnen. Auf sie traf das Urteil des Internationalen Militärgerichtshofes in erster Linie zu: „Die Diktatur, hinter der sich diese Menschen zu verschanzen suchten, war ihre eigene Schöpfung. Von dem Wunsche getrieben, sich selbst eine Macht- stellung zu schaften, haben sie das System aufgebaut, von dem sie ihre Befehle empfingen. Der Fortbestand dieses Systems hängt von ihrer dauernden Unter- stützung ab.“(LMT, Bd. XIX, S. 515) Auch das Potsdamer Abkommen enthielt die Forderung, die Machtkonzen- tration des deutschen Monopolkapitals zu beseitigen. Es wurde festgelegt: „In praktisch kürzester Frist ist das deutsche Wirtschattsleben zu dezentrali- sieren mit dem Ziel der Vernichtung der bestehenden Konzentration der Wirt- schaft, dargestellt insbesondere durch Kartelle, Syndikate, Truste und Mono- polvereinigungen.“(Das Potsdamer Abkommen und andere Dokumente, Kon- gress-Verlag Berlin, 1950, S. 18) Das Urteil der Völker war eindeutig und klar: Die Monopolgewaltigen, die die Politik des Hitler-Regimes maßgeblich be- stimmten und hauptverantwortlich für die Kriegs- und Naziverbrechen sind, müssen entmachtet und bestraft werden. Das ist die wichtigste Voraussetzung für die Entwicklung Deutschlands zu einem einheitlichen, friedlichen und demo- kratischen Staat, die wichtigste Voraussetzung dafür, daß von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgeht. Erneut am Hebel der Macht 20 Jahre sind seitdem vergangen. Was geschah mit den Auftraggebern und Nutznießern des Hitler-Regimes? Wurden sie entmachtet und bestraft? Und wurde in ganz Deutschland, im Herzen Europas, mit dem Streben nach Er- oberung anderer Länder, nach Herrschaft über andere Völker, mit Völkerhaß und Aggression für alle Zeiten Schluß gemacht? „Wir haben in der Deutschen Demokratischen Republik, also dort, wo die > u Werktätigen das Heft in der Hand haben, die Grundsätze der Anti-Hitler- Koalition für die Gestaltung der deutschen Nachkriegsverhältnisse konsequent entwickelt. Wir haben in jeder Beziehung die Lehren des 2. Weltkrieges be- herzigt. Der preußisch-deutsche Militarismus, Geißel der Deutschen und Geibel anderer Völker, wurde mit der Wurzel gerodet. Jedem Drang nach Eroberun- gen, jedem Streben nach Raub und Beute, nach dem Territorium anderer Völ- ker, wurde der Boden entzogen. Bei uns gilt der Revanchismus als Verbrechen, das gerichtlich geahndet wird. Kriegs- und Naziverbrecher wurden entmachtet und bestraft. Bei uns gibt es keine Fabrik, kein Werk, kein Büro, kein Stück Boden, die den Interessen von Kriegs- und Rüstungsgewinnlern dienen. Wer bei uns gegen andere Völker hetzt, wer zum Krieg auffordert, wird als Feind des Volkes angesehen. Die Grundforderungen der deutschen Arbeiterbewegung, die menschlichsten Ideen aller deutschen Humanisten: Frieden, sozialer und kultureller Fortschritt, internationale Zusammenarbeit und Völkerverständigung sind die Grundlage der Staatsdoktrin der Deutschen Demokratischen Republik.“(Aus dem von der Volkskammer der DDR am 5. Mai 1965 einmütig gebilligten„Manitest an das deutsche Volk und an die Völker und Regierungen der Welt“, Neues Deutsch- land, 6. Mai 1965) 94 MÄNNER BEHERRSCHEN DIE WIRTSCHAFT In Westdeutschland wurde das Urteil der Völker, die Monopolgewaltigen zu entmachten, nicht befolgt. Die Festlegungen des Potsdamer Abkommens wur- den unter der Schutzherrschaft vor allem der amerikanischen Besatzungsmacht gebrochen. Die Monopolgesellschaften— die Konzerne, Kartelle, Trusts— blie- ben erhalten. Nach der separaten Währungsreform in Westdeutschland 1948 waren die meisten Konzerne in der Lage, die durch die Kriegsgewinne enorm erhöhten Reichsmark-Aktien zu günstigen Bedingungen in neue DM-Aktien umzutau- schen. So erhielten, um nur ein Beispiel zu nennen, die Aktionäre der Vereinig- ten Stahlwerke, insbesondere die Familie Thyssen, für eine alte Aktie im Nominalwert von 1000 RM neue Aktien im Nominalwert von mehr als 3000 DM. Wenn man noch die Reserven mit einrechnet, erhöhte sich das Ge- samtkapital dieses Konzerns von 731,5 Millionen RM im Jahre 1938 auf nun 3655,3 Millionen DM; bei der„Ausgründung“ seiner 18 Nachfolgeunterneh- men im Bonner Staat ist es durch seine Kriegsprofite nahezu verfünffacht wor- den. Die IG-Farben konnten ebenfalls ihre Kriegsgewinne voll und ganz realisie- ren. Die Badische Anilin- und Sodafabrik AG, Ludwigshafen(BASF),- eine der u 1bi-Hitler- Insequent 'ieges be- nd Geife] Eroberun- lever Vol- ndet wird, ns gibt es "essen von re Völker n. schlichsten Fortschritt, Grundlage m von der fest an das s Deutsch: valtigen ZU mens WUI" zungsmacht usts— blie- waren die m erhöhten n umzutal‘ or Vereinig” e Aktie iM „ mehr als ‚ich das Ge 938 auf nun geunterneh‘ nffacht WO (anz yealisie )- eine der 27 drei Nachfolgegesellschaften der IG-Farben— zahlte für das Wirtschaftsjahr 1963 eine Dividende von 18 Prozent und wies in der Bilanz einen Gewinn von 144 Millionen DM aus. Die Farbwerke Hoechst zahlten 139 Millionen und die Farbenfabriken Bayer 150 Millionen DM an ihre Aktionäre. Die aus den Bilanzen zu errechnende Mindestsumme der wirklichen Rein- gewinne betrug nach den Angaben des Deutschen Wirtschaftsinstituts allein bei den drei großen Stammgesellschaften der IG-Farben im Jahre 1963 1782 Millionen DM. Somit stecken die gleichen Konzernherren, die unter Hitler Milliarden Profite zusammenrafften, auch heute Milliarden in die Taschen. Der Einfluß und die Macht dieser Konzernherren haben einen Grad erreicht, den die westdeutsche regierungstreue bürgerliche Wochenzeitung„Christ und Welt“ als„Die totale Macht der hundert Männer” charakterisiert, die voll des sozialen Sprengstoffs ist: „Zusammengerechnet sind es 94 Männer, die in der kombinierten Funktion als Vorstände und Aufsichtsräte den Kern der westdeutschen Wirtschaft be- herrschen. Sie sind als Kollektiv nur sich selbst verantwortlich...“(„Christ und Welt“, 4. September 1964) Fragt man, wer diese Männer sind und wie sie heißen, so erhält man eine erschreckende Antwort: Es sind zum überwiegenden Teil die gleichen Personen wie vor 1945, ja, es sind jene Kriegsverbrecher, die nach dem Urteil der Völker entmachtet und bestraft werden sollten. Nur einige der Rüstungsindustriellen wurden vom amerikanischen Militär- gericht zu geringen Strafen verurteilt, die sie Dank der Fürsprache der Bonner Regierung nicht einmal abzusitzen brauchten. Heute gehören die Hauptverant- wortlichen für die Kriegs- und Naziverbrechen, die IG-Farben-Direktoren, Flick, Krupp und andere Rüstungsindustrielle, zu den mächtigsten Männern Westdeutschlands. Über die von ihnen dirigierten Unternehmerverbände be- stimmen sie maßgeblich die revanchistische und aggressive Innen- und Außen- politik des Bonner Staates. Ohne ihre Zustimmung erfolgt keine wesentliche Entscheidung der westdeutschen Regierung. Im Bundesverband der Deutschen Industrie(BDI), der Nachfolge-Organi- sation des faschistischen„Reichsverbandes der Deutschen Industrie“, sind 38 Spitzenverbände vereinigt. Zu ihnen gehören rund 400 Fachverbände. Prä- sident des BDI ist Fritz Berg, ein mittlerer Unternehmer Westfalens, der 1949 seinen Namen hergeben mußte, um die damals bereits perfekte Restaurierung der Herrschaft der Rüstungsmonopole zu verschleiern. Zu den Vizepräsidenten zählen Wilhelm Alexander Menne, Vorstandsmitglied der Farbwerke Hoechst AG(IG-Farben), Otto A. Friedrich, Vorstandsvorsitzender der Phoenix- Gummiwerke AG und Aufsichtsrat der Benzin-Petroleum GmbH, sowie Hans- — Günther Sohl, Vorstandsvorsitzender der August-Thyssen-Hütte AG und Auf- sichtsrat der Deutschen Bank. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände(BDA) ver- einigt 55„sozialpolitische” Fachspitzen- und Landesverbände. Ihnen gehören mehr als 850 Arbeitgeberverbände der Industrie, des Handels, der Banken und Versicherung, des Verkehrs u. a. Branchen an. Von 1953 bis 1964 fungierte hier Hitlers Wehrwirtschaftsführer H.C. Pauls- sen als Präsident— ein ehemaliger Prominenter der faschistischen Rüstungs- industrie, Vertreter der Deutschen Bank und Generaldirektor der Aluminium- industrie Singen AG. Sein Nachfolger wurde der IG-Farben-Beauftragte und Atomminister a.D. Siegfried Balke. Allein von den 22 Präsidiumsmitgliedern des Verbandes vertreten 14 die nach dem zweiten Weltkrieg als Kriegsverbre- cher-Konzerne bezeichneten Rüstungsmonopole. Die Ziele der Verbände sind dementsprechend die gleichen wie die vor 50 Jahren. Die Rüstungswirtschaft, mit anderen Worten die Kriegsvorberei- tung, wurde von ihnen bereits 1955 offiziell organisiert. Im BDI-Geschäfts- bericht 1955/56, Seite 178, heißt es: „In der Überzeugung, daß es erforderlich und zweckmäßig ist, den Träger des Rüstungspotentials so früh wie möglich in alle verteidigungswirtschaft- lichen Angelegenheiten einzuschalten und den Sachverstand der Industrie nicht ungenutzt zu lassen, hat er seine verteidigungswirtschaftlichen Organe den maßgeblichen Stellen zur Verfügung gestellt und diesen damit wertvolle Unter- lagen für ihre Entscheidungen geliefert.“ WIEDER IM RÜSTUNGSGESCHÄFT Die Untersuchungen des Deutschen Wirtschaftsinstituts Berlin(DWI-Be- richte Nr. 9/1963 und Nr. 2/1964) ergaben, daß Ende 1964 bereits 109 west- deutsche Unternehmen an der unmittelbaren Rüstungsproduktion beteiligt waren. Zu diesen Unternehmen gehört der mit der IG-Farben-Gruppe liierte Rheinstahl-Konzern, der heute am stärksten in der Rüstung engagierte Stahl- konzern Westdeutschlands. Die Produktion von chemischen Kampfstoffen, Sprengstoffen und Spezial- treibstoffen(Düsen- und Raketentreibstoffen) ist die Domäne der Nachfolger des IG-Farben-Kriegsverbrecher-Konzerns(BASF, Bayer und Hoechst), des Flick-Konzerns(Dynamit Nobel AG) und des Krupp-Konzerns(Wasag-Chemie AG und Nitrochemie GmbH). Zum Bereich des Flick-Konzerns gehörten nach dem Stand vom 31. De- zember 1962 15 Aktiengesellschaften, 89 Gesellschaften mit beschränkter Haftung und 6 Gesellschaften anderer Rechtsformen, die zusammen ein Ka- G und Auf- (BDA) yer- ‚en gehören Banken und H.C. Pauls: n Rüstungs: Aluminiun- ıftragte und smitgliedern riegsverbre- wie die vor jegsvorberei )I-Geschäfts: ‚ den Trägeı| gswirtschalt ndustrie nich Organe dei ‚tvolle Unter fin(DWIBE its 109 weit tion. beteilig! Gruppe Nie jagierte Stall | | | | | | | | l | 29 pital von 993,3 Millionen DM repräsentieren und ca. 7500 Millionen DM Jah- resumsatz erzielen. Neun der bedeutendsten Unternehmen des Flick-Konzerns widmen sich fast ausschließlich der Rüstungsproduktion. Dieser Konzern liefert u. a. Kraftfahr- zeuge, Dieselmotore und Panzermotore, Panzer, Infanteriewaffen, Munition, Sprengstoffe und Raketentreibsätze an die Bundeswehr. Der Flick-Konzern besitzt staatliche Konzessionen für die wichtigsten Uran- erzvorkommen in Westdeutschland, deren Abbau für Kriegszwecke immer mehr beschleunigt wird. Diese Vorkommen gelten u.a. als Rohstoffbasis für die geplante eigene Atomrüstung des westdeutschen Staates. Mit der Gründung der KRT Kernreaktorteile GmbH, Großwelzheim, durch den AEG-Rüstungskonzern in Frankfurt a.M. und der General Electric, einem der größten USA-Atomrüstungsunternehmen, im Juni 1965 wurde die rüstungs- wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der USA und dem Bonner Staat außerordentlich vertieft. Der AEG-Kriegsverbrecherkonzern, der bereits auf dem Gebiet der Plutonium-Gewinnung— dem Grundstoff zur Herstellung ato- marer Waffen— mit der General Electric zusammenarbeitet, ist mit 55 Prozent an der neuen Gesellschaft beteiligt. Nach dem Stand vom 31. Dezember 1962 gehören zum Krupp-Konzern 24 Aktiengesellschaften, 72 Gesellschaften mit beschränkter Haftung und 7 Gesellschaften anderer Rechtsformen, die ein Kapital von 632,8 Millio- nen DM repräsentieren. Ihr Jahresumsatz beläuft sich auf ca. 5900 Mil- lionen DM. Vier bedeutende Unternehmen des Konzerns sind direkt in der Rüstungs- produktion engagiert. Der Konzern liefert u. a. Spiegelantennen für das NATO- Radarsystem, Raketentreibstoffe und Sprengkörper und ist an den Flugzeug- bauprogrammen für Starfighter und Transall-C-160 beteiligt. EAU BEEINDETRSCHER DES REVANCHTSNUS Die westdeutschen Monopole geben sich mit den Kriegsgewinnen und den heu- tigen Rüstungsprofiten nicht zufrieden. Seit Jahren führen sie in den Geschäfts- berichten ihre„Ostwerte” auf. In den Jahresberichten sprechen die Vorstände der heutigen westdeutschen IG-Nachfolgegesellschaften davon,„daß die Liqui- dierung erst mit der Wiedervereinigung abgeschlossen werden kann“. Die westdeutschen Konzerne streben danach, etwa tausend Betriebe in der DDR, der Volksrepublik Polen, der CSSR und im Bereich der Sowjetunion zu- rückzugewinnen. Die Rüstungsgewaltigen sind die Hintermänner der Revan- chistenverbände, deren Führer ihre Handlanger. Sie sind auch die Geldgeber der revanchistischen Einrichtungen und bestimmen maßgeblich die Politik — Ambros Otto heute: des Kuratoriums„Unteilbares Deutschland” sowie der eigens im Dienste des Revanchismus stehenden Ministerien und anderer Revancheorganisatio- nen. Der Revanchistenführer und Bundesminister Seebohm z.B. ist ein alter Ver- trauter der IG-Farben. Seine Familie leitete die Einverleibung der chemischen Industrie der CSR in den IG-Farben-Konzern. Siegfried Balke, IG-Farben-Repräsentant, ist als Präsident der Bundes- vereinigung der Arbeitgeber-Verbände Mitglied des Kuratoriums„Unteilbares Deutschland” und vertritt hier die Interessen der IG-Farben und der anderen Rüstungskonzerne, deren Ziel ein atomarer Revanchekrieg gegen die DDR und das sozialistische Lager ist. Im IG-Farben-Prozeß vor dem amerikanischen Ge- richtshof in Nürnberg lautete die Anklage gegen die leitenden Angestellten der IG-Farben-Industrie auf: Planung, Vorbereitung, Beginn und Führung von Angriffskriegen und Einfällen in andere Länder; Plünderung und Raub; Ver- sklavung und Massenmord; Mitgliedschaft in der SS; gemeinsamer Plan und Verschwörung. Die Verbrechen sind noch ungesühnt, die Hauptverantwort- lichen der IG-Farben aber sind heute in den einflußreichsten Positionen der westdeutschen chemischen Industrie zu finden. FREUND UND FÖRDERER DER SS Einflußreiches Mitglied zahlreicher Aufsichtsorgane großer Chemie- und an- derer Konzerne, z. B. der Scholven-Chemie AG, Gelsenkirchen Büer, der Feld- mühle Papier- und Zellstoffwerke AG, Düsseldorf, der Telefunken GmbH, Westberlin. Otto Ambros war Mitglied des Vorstandes des Technischen und des Chemi- kalien-Ausschusses der IG-Farben-Industrie AG. Er gehörte zu den prominen- ten Wehrwirtschaftsführern des faschistischen Staates. Neben seinen Leitungs- funktionen in der IG fungierte er als Sonderbeauftragter für Forschung und Entwicklung beim„Beauftragten für den Vierjahresplan”, Göring, als Leiter des Sonderausschusses„Chemische Kampfmittel” und des Hauptausschusses „Pulver und Sprengstoffe“ beim Rüstungsamt. Als Buna-Spezialist war Ambros hauptverantwortlich für den Bau des 4. Buna-Werkes der IG-Farben in Auschwitz. Von ihm wurde das Gelände aus- gewählt, das er für die barbarische Ausbeutung von KZ-Häftlingen und aus- ländischen Zwangsarbeitern am zweckmäßigsten fand. Anläßlich der Grün- dungssitzung des Werkes Auschwitz besiegelte Ambros die enge Zusammen- arbeit mit der Leitung des Konzentrationslagers. In einem Brief nannte er die „neue Freundschaft mit der SS“, die mindestens 370 000 Opfer allein im Buna- Dienste anisatio- ter Ver- emischen Bundes- ıteilbares anderen DDR und schen Ge- gestellten rung von aub; Ver- Plan und rantwort- jonen der e- und ai ‚der Beld: en GmbH, des Chemi- \ prominelt n Leitungs‘ schung und „als Leite! ausschuss®® Bau GE »elände auf en und al) , der Grun Zusammel! an nte er‘ die h a ojn IM Bun Bütefisch Heinrich heute: 31 Werk Auschwitz und in den dazugehörigen IG-Nebenbetrieben forderte,„sehr segensreich”. Ambros traf mehrmals mit dem KZ-Kommandanten Höß zusammen, koordi- nierte die Zusammenarbeit mit der SS und besichtigte das Konzentrationslager Auschwitz. Er ließ dem Konzentrationslager umfangreiche finanzielle Mittel, Baumaterialien usw. zufließen, die dessen Ausbau zum größten Massenver- nichtungslager ermöglichten. Als Hauptbetriebsführer und Mitglied des Technischen Ausschusses be- stätigte Ambros die Kreditanforderungen für den Bau eines IG-eigenen Kon- zentrationslagers in Monowitz sowie für die Errichtung von Gefängnis- und Gestapo-Gebäuden auf dem Gelände des Auschwitzer Buna-Werkes. Ihm ging der gesamte Schriftwechsel des Werkes Auschwitz zu. Ambros hatte Kennt- nis von den unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen der Häftlinge, für die die IG-Farben verantwortlich war. Er wußte vom Einsatz der Häft- linge auch in den IG-Nebenbetrieben um Auschwitz und vom Handel mit der Habe vergaster Juden im Buna-Werk. Er reiste zu Himmler und verein- barte mit ihm, den Einsatz von Häftlingen noch weiter auszudehnen. Ambros selbst gestand in Nürnberg unter Eid(NG IG-Farben-Prozeß NI 9542), bereits im Frühjahr 1942 von Häftlingsverbrennungen Kenntnis gehabt zu haben. Auch bei der Ausplünderung fremder Völker hatte Ambros seine Hände im Spiel. Als Mitglied des Vorstandes und des Technischen Ausschusses war er mitverantwortlich für die Einverleibung der polnischen, tschechischen und französischen chemischen Industrie in dem Herrschaftsbereich der IG-Far- ben. Für diese„Verdienste“ wurde er von den Faschisten mit dem„Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz” dekoriert. Ambros, der vom amerikanischen Militärgericht in Nürnberg als Kriegs- verbrecher verurteilt worden war, wurde auf Intervention der Bonner Regie- rung sehr bald wieder freigelassen, weil er als Rüstungsexperte zur Militarisie- rung Westdeutschlands unbedingt gebraucht wurde. RANGGLEICH MIT DEM AUSCHWITZ-KOMMAÄNDANTEN Als Aufsichtsratsmitglied der bundeseigenen Ruhrchemie AG und anderer chemischer Großunternehmen ein bedeutender Wirtschaftsexperte des Bonner Staates. In der„Woche der Briderlichkeit“ im März 1964, die der Bonner Staat alljährlich veranstaltet, um angeblich insbesondere der jüdischen Opfer der Nazi-Barbarei zu gedenken, wurde Bütefisch durch den westdeutschen Bundes- präsidenten Lübke das„Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutsch- ee 32 FTD rn— lands“ verliehen. Erst nachdem Prof. Jürgen Kuczynski aus der DDR am Dir! 19. März 1964 als Gutachter im Frankfurter Auschwitz-Prozeß die maßgebliche Wal Mitschuld Bütefischs an der Ermordung vieler Tausend jüdischer Menschen hen j nachwies, und auf Grund der Massenproteste im In- und Ausland wurde die Verleihung am 25. März 1964 rückgängig gemacht. _- Heinrich Bütefisch gehörte zu den einflußreichsten IG-Farben-Vertretern im faschistischen Staat. Er war Mitglied des Vorstandes und des Technischen Aus- schusses, Stellvertreter des Leiters der Sparte I der IG-Farben(Chemikalien, Spreng- und Kunststoffe). Bütefisch vertrat den IG-Farben-Konzern in den Auf- sichtsräten und Vorständen zahlreicher in- und ausländischer Unternehmen auf dem Gebiet der chemischen und Bergwerksindustrie. Im faschistischen Staatsapparat fungierte er als Mitarbeiter des General- bevollmächtigten für die chemische Erzeugung und als Produktionsbeauftrag- ter für Öl des faschistischen Rüstungsministeriums. Als SS-Obersturmbannführer, ranggleich mit dem KZ-Kommandanten von Auschwitz, Höß, vertrat Bütefisch den IG-Farben-Konzern im„Freundeskreis des Reichsführers SS”. In dieser Eigenschaft führte er, der gleichzeitig haupt- verantwortlich für den Syntheseteil des IG-Farben-Werkes Auschwitz war, die grundlegenden Verhandlungen mit dem SS-Obergruppenführer Wolff über die t Bedingungen des Häftlingseinsatzes in Auschwitz. So legten sie beispielsweise den Preis für den gelernten Häftling auf 4 RM und für den ungelernten auf 3RM fest.(Siehe Tafel 8) Als Verantwortlicher für den Syntheseteil des IG-Werkes besuchte Bütefisch Auschwitz mehrmals. Er erhielt Kenntnis von allen das Auschwitzer Werk be- treffenden Angelegenheiten. In seiner Erklärung unter Eid(NG IG-Farben- Prozeß NI 4182) bestätigte er, daß die Programme über die Errichtung des IG- eigenen KZ Monowitz von ihm bestätigt und weitergereicht wurden. Er war ebenfalls über die umfangreiche finanzielle und materielle Unterstützung des KZ Auschwitz durch die IG informiert. Hitler ernannte ihn 1939 zum Wehrwirtschaftsführer und verlieh ihm später das„Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz”. k Im Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß des amerikanischen Militärtribu- nals gegen die IG-Farben erhielt er lediglich eine sechsjährige Gefängnisstrafe, | die auch er auf Fürsprache der Bonner Regierung nur zum Teil zu verbüßen brauchte, um als Rüstungsfachmann in der bundeseigenen Ruhrchemie AG zur | Verfügung zu stehen. 33 DDR an Dürtteld DIREKTOR DES KRIEGSVERBRECHERKONZERNS abgeblich, Walter Mensche; heute: Vorstandsmitglied der Scholven-Chemie AG(IG-Farben-Konzern) und Inhaber wurde di. vieler Aufsichtsrats- und Beiratsmandate. Walter Dürrfeld war vor 1945 Direktor des IG-Farben-Konzerns. Er trug die tretern in Verantwortung für das Bauvorhaben Auschwitz. Dürrfeld gehörte zu den ischen Aus Unterhändlern, die im Frühjahr 1941 mit SS-Obergruppenführer Wolff in yemikalien, Berlin die grundlegenden Verhandlungen über den massenweisen Einsatz von in. den Auf- Häftlingen in Auschwitz führten. nehmen aul Alle Einzelheiten des Einsatzes von KZ-Häftlingen und der Zusammen- arbeit mit der SS in Auschwitz regelte Dürrfeld mit dem Lagerkommandan- >5 Genen! ten Höß(Siehe Tafel 8). Er traf sich oftmals mit ihm, besuchte ihn im KZ sbeauftrag: und hatte gute Beziehungen zu dessen Familie. Die ersten Vereinbarun- gen mit dem KZ-Kommandanten traf er bereits am 27. März 1941 in Ausch- ‚danten vor witz. eundeskreis| Auf Betreiben Dürrfelds wurde das IG-eigene Konzentrationslager Mono- eitig haup! Ä witz errichtet. Die IG war für Verpflegung, Unterkunft und Arbeitsbedingun- ritz war, die gen der Häftlinge verantwortlich. Durch sein ständiges Drängen bei der SS, olff über di schwache Häftlinge abschieben zu können und nur kräftige und gesunde zu be- ispielsweit schäftigen, ist Dürrfeld maßgeblich für die systematischen Selektionen im elernten au KZ Monowitz verantwortlich. Die Ausgesonderten wurden unmittelbar danach in den Gaskammern von Birkenau ermordet. hte Bütefist Dürrfeld selbst war im Lager Monowitz anwesend, wo nach Aussagen ehe- ‚er Werk be maliger Häftlinge etwa 1000 bis 2000 Menschen zur Vergasung ausgeson- , 1G-Farben dert wurden. Für die drei- bis vierwöchentlichen Selektionen im Krankenbau tung des IC Monowitz ist Dürrfeld mitverantwortlich. Er ordnete auf einer Besprechung en Er wal im Frühjahr 1943 mit den SS-Ärzten Entress und Wirtz an, den Kranken- bau möglichst klein zu halten. Bei den katastrophalen Lebensbedingungen konnte diese Forderung nur durch systematische Selektionen durchgesetzt wer- den. stützung(© hihtn 2 Dürrfeld war für den Menschenverschleiß in Monowitz als Direktor der Arrägtribli IG-Farben verantwortlich. Die Meldungen über Zu- und Abgänge im KZ Mo- Mitar m nowitz erreichten ihn täglich. Häftlinge aus der KZ-Schreibstube bestätigten, fange daß die Totenkartei des KZ Monowitz und der Nebenlager 1945 rund 370 000| zu| Karten umfaßte. Im Auftrag Dürrfelds trieb die IG-Farben Ausch witz sogar yemie AGal einen umfangreichen Handel mit Kleidern und anderen Gegenständen der Ermordeten. ne 2 a - Abs Hermann heute: 34 SOWJETISCHE KINDER ZU TODE GESCHUNDEN Generaldirektor, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Bank, Vorsitzen- der des Aufsichtsrates des IG-Farben-Nachflolgekonzerns Badische Anilin- und Sodafabrik AG, Vizepräsident der Deutschen Bundesbahn, stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der Kreditanstalt für den Wiederaufbau, Vor- sitzender und Mitglied in über 40 Vorständen und Aufsichtsräten, exponierter Vertreter in unzähligen Unternehmerverbänden und sonstigen Organisationen in Westdeutschland. Gilt als„Bonns ungekrönter Finanzminister“. In den Betrieben, in denen Hermann Abs vor 1945 im Aufsichtsrat saß— Abs war damals der führende Direktor der Deutschen Bank-, wurden die ausländi- schen Zwangsarbeiter besonders rücksichtslos ausgebeutet. Welches Ausmaf, die Menschenschinderei in diesen Betrieben erreichte, zeigt z.B. die Behand- lung von sowjetischen und polnischen Kindern, die dort durch Zwangsarbeit zu Tode gequält wurden. Selbst der Lagerarzt Dr. Römer von der Vereinigten Glanzstoff-Fabrik AG, Wuppertal-Elberfeld, Werk Elsterberg, protestierte ent- schieden gegen die Weiterbeschäftigung eines 10jährigen unterernährten Mäd- chens, weil sein weiterer Einsatz, wie er schrieb, Kindesmord bedeuten würde. Hermann Abs, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates dieses Betriebes, interes- sierte es nicht, wieviele Kinder zugrunde gingen. Hauptsache, der Profit konnte durch Kinderarbeit gesteigert werden. „Abs war der spiritus rector der niederträchtigen Deutschen Bank, die eine ungewöhnliche Konzentration wirtschaftlicher Macht mit aktiver Teilhaber- schaft an der verbrecherischen Politik des Naziregimes verband. Die Deutsche Bank des Hermann Abs handelte wie eine Spitzeninstitution der deutschen Re- gierung und diente der wirtschaftlichen Durchdringung der Satellitenstaaten und der in Europa besetzten Länder... Abs setzte seine ganze Kraft ein zur Ausdehnung der Herrschaft Deutschlands über Europa.“(OMGUS-Office of Military Gouvernment of the USA, Bericht vom November 1946, S.2, 5, 51, 171 und 172; zitiert in Einheit, Berlin 1951, Heft 17, S. 1235/36) Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Hermann Abs in Jugoslawien in Ab- wesenheit zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Er hat seine Strafe nicht ver- büßt. Als geschätzter„Finanzberater“ in britisch-amerikanische Obhut genom- men, konnte er bereits 1950 als Mitglied des wirtschafts-technischen Ausschus- ses in der Schumann-Plan-Kommission wieder offiziell internationale staatliche Aufgaben ausführen. In den folgenden Jahren widmete er sich als Chef der größten west- deutschen Monopolbank der Restauration des deutschen Finanzkapitals und gilt als der ungekrönte westdeutsche Finanzminister. Beispielsweise wurde die westdeutsche Delegation bei der Londoner Schuldenkonferenz 1951/52 Vorsitzen: Anilin- un ertretender tbau, Vor °xponierler amisationen saß— Abs je ausländi es Ausmal lie Behand: 1gsarbeit zı Vereinigten estierte en ihrten Mät uten würde bes, interes yofit konnte ınk, die ein! r Teilhaber Die Deutscht 'gutschen RE ‚llitenstaale! Kraft ein ai us-Otfiee© 8 95 5. „wien IN Alt afe nicht ver! Flick Friedrich heute: 35 nicht vom westdeutschen Finanzminister, sondern von Hermann Abs ge- leitet. Dieser Kriegsverbrecher wurde bereits im Jahre 1953 für seine Tätigkeit zur Wiederherstellung und Festigung der Macht des deutschen Finanzkapitals in der Bundesrepublik mit einer der höchsten Auszeichnungen Westdeutschlands, dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern, dekoriert. Auch das Franco-Regime verlieh 1960 Hermann Abs für seine„Verdienste“ um das faschistische Spanien einen hohen Orden. KOMMISSIONÄR GÖRINGS Einer der einflußreichsten Monopolisten des deutschen Imperialismus. In sei- ner Hand ist eine Macht konzentriert, die ihresgleichen sucht. Er gehört zu den wichtigsten Finanziers der atomaren Bewaffnung der Bundesrepublik: Er hat sich rechtzeitig staatliche Konzessionen für die wichtigsten Uranerzvorkom- men in Westdeutschland gesichert, deren Abbau für die Atomrüstung immer mehr beschleunigt wird. Friedrich Flick hat sich schon vor Jahrzehnten durch hemmungslose Speku- lationen auf Kosten des deutschen Volkes ein ungeheures Vermögen zusam- mengeraubt. Er unterstützte stets die reaktionärsten Gruppen der deutschen Politik mit hohen Geldbeträgen. Schon im November 1932 überwies Flick dem „Sonderfonds Himmler“ einen Vorschuß von 100000 RM„für besondere Zwecke“. Gleichzeitig unterzeichnete er mit den deutschen Großindustriellen und den Großbanken ein Schreiben an Hindenburg, in dem die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler gefordert wurde. Als„Kommissionär Görings“, wie sich Flick selbst bezeichnete, bereicherte er sich maßlos an den Arisierungsmaßnahmen der Faschisten. Während des zwei- ten Weltkrieges übernahm er in den okkupierten Ländern zahlreiche„Treu- händerschaften“. In einem Schreiben vom 1. November 1940 an Göring forderte Flick einen großen Teil der Lothringischen Eisenindustrie, den er dann auch von Göring bereitwilligst erhielt. Bei der„Ausschlachtung” ukrainischer Hüttenwerke, wie der Flick-Konzern- Beauftragte Hüttner diesen Raub in der Sowjetunion bezeichnete, war Flick mit von der Partie. In den Betrieben des Flick-Konzerns waren über 40 000 aus- ländische Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene eingesetzt. Die Millionen, die ihm die Inflation nach dem ersten Weltkrieg eingebracht hatte, wurden im zweiten Weltkrieg zu Milliarden. Als Wehrwirtschaftsführer und Mitglied des„Freundeskreises“ Himmlers machte er seine schmutzigen Ge- schäfte mit dem Blut der Völker. Krupp Alfried heute: Nach Kriegsende stand Flick unter der Anklage, Kriegsverbrechen und Ver- brechen gegen die Menschlichkeit als Ausbeuter von Sklavenarbeitern began- gen zu haben. Flick wurde 1947 zu 7 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde jedoch während der Haft gestattet, Vorstandssitzungen abzuhalten! Bereits am 3.Februar 1951 wurde Flick ebenfalls auf Fürsprache der Bonner Regierung wieder entlassen. SYMBOL DER UNHEILVOLLEN KRÄFTE Er steht in der ersten Reihe der mächtigen deutschen Konzerne. Mit über 104 Unternehmungen, die ein unübersehbares Fabrikationsprogramm haben, erzielt er einen Gesamtumsatz von fast 6 Milliarden DM pro Jahr. Davon kommt ein beachtlicher Teil aus dem Sektor Aufrüstung. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach ist seit 1937 an der Gesamtführung des Krupp-Rüstungskonzerns beteiligt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates und später als Alleinbesitzer des Riesenkonzerns hat er keinen geringen Anteil an der Entwicklung und Stärkung der faschistischen Kriegswirtschaft. Seine Rolle wurde vom Hauptankläger der Vereinigten Staaten von Amerika vor dem Internationalen Gerichtshof folgendermaßen dargestellt: „Krupp von Bohlen—- ebenso wie Alfried- lieh seinen Namen, sein Prestige und seine finanzielle Unterstützung, um die Nazipartei mit ihrem klar erkenn- baren Programm, einen neuen Krieg zu enttesseln, in Deutschland an die Macht zu bringen... Nachdem der Krieg dann ausgebrochen war— wofür beide Krupps, sowohl Gustav von Bohlen als auch Altried, unmittelbar verantwort- lich sind— führten sie die deutsche Industrie, unter Verletzung von Verträgen und dem Internationalen Recht, an. Sie beschäftigten Zwangsarbeiter, die aus beinahe allen von Deutschland besetzten Ländern geprebt und von dort herbei- geschleppt worden waren... Es sind reichlich Beweise vorhanden, daß diese Arbeiter in Krupps Gewahrsam und in Krupps Diensten unterernährt und überanstrengt, mißbraucht und unmenschlich behandelt wurden.“(IMT, Bd. 1, 5.148 und 149) Der amerikanische Hauptankläger traf den Kern der historischen Wahrheit, wenn er sagte, daß„der Krupp-Konzern Symbol und Nutzniehber der unheil- vollen Kräfte ist, die den Frieden Europas bedrohten“. Krupp konnte bereits in den ersten fünf Jahren der faschistischen Auf- rüstung einen Reingewinn von 500 Millionen Mark verbuchen. Im fünften Kriegsjahr, 1944, erhielt die Kriegsverbrecherfamilie einen buchmäßigen Pro- fit von über 110 Millionen Mark— zusammengerafft durch die Ausbeutung von 250 000 Menschen, die in Krupps 81 Betrieben eingesetzt waren, und von denen TAFEL 1 und Ver m began- tde jedoch ereits am Regierung Mit übe: nm haben, hr. Davon mt£ührung fsichtsrates gen Anteil ‚haft. Seine ka vor den cin Prestig! lar erkenit n die Mali yofüir beidk verantworl n Verträgen iter, die a8 dort herbei n, dah dies? grnähtt und (mar, BA on W ahrheit r det unhell ‚tischen Auf Im fünfte! nahigen PO zbeutung VO! nd voll an TAFEL 1 20. November 1932 Ew. Exzellenz, Hochzuverehrender Herr Reichspräsident, Gleich Eurer Exzellenz dufchdrungen von heisser Liebe zum deutschen Volk und Vaterland, haben die Unterzeichneten die grundsätzliche Wandlung, die Eure F.xzellenz ın der Führung der Staatsgeschäfte angebahnt haben, mit Hoffnung begrüsst. Mit Eurer Exzellenz bejahen wir die Notwendigkeit einer vom parlamentarischen Parteiwesen unabhängigeren Regierung, wie sie in dem von Eurer Exzellenz formulierten Gedanken eines Präsidialkabinetts zum Ausdruck kommt. Der Ausgang der Reichstagswahl vom 6. November d. J. hat gezeigt, daß das Umgestaltung des Reichskabinetis in einer Weise erfolgen möge, die die grösstmögliche Volkskraft hinter das Kabinett bringt. Wir bekennen uns frei von jeder engen parteipolitischen Einstellung. Wir er- kennen in der nationalen Bewegung, die durch unser Volk geht, den verheissungsvollen Beginn einer Zeit, die durch Überwindung des Klassengegensatzes die unerläßliche Grund- lage für einen Wiederaufstieg der deutschen Wirtschaft erst schaff. Wir wissen, daß ‚dieser Aufstieg noch viele Opfer erfordert. Wir gan, dass diese Opfer nur dann willig gebracht werden können, wenn die grösste Gruppe dieser nationalen Bewegung führend an der Regierung beteiligt wird. Die Uebertragung der verantwortlichen Leitung eines mit den besten sachlichen und persönlichen Kräften ausgestatteten Präsidialkabinetts an den Führer der grössten nationalen Gruppe wird die Schlacken und Fehler, die jeder Massenbewegung notgedrungen anhaften, ausmerzen und Millionen Menschen, die heute abseits stehen, zu bejahender Kraft mitreissen. In vollem Vertrauen zu Furer Exzellenz Weisheit und Eurer Exzellenz Gefühl der Volksverbundenheit begrüssen wir Euer Exzellenz mit grösster Ehrerbietung Berlirt, den 1. Juni 1933, Adolf Hitler-Spende der deutichen Wirtichaft Um die zahlreichen Einzelfammlungen der verjchiedenften Stellen und Verbände der TSDAP abzulöfen, ift unter den Namen„Adolf Hitler-Spende der deutjchen Wirtfehaft“ eine zentrale Sammlung aller Zweige der deutfchen Wirtfchaft ins Teben gerufen. Die Leitung der Spende liegt in den Händen eines Kuratoriums, das Jih aus Vertretern der beteiligten Wirtjchaftszmeige uJammenfetst. Den Borjit des Kuratoriums hat Herr Dr. Krupp von Vohlen und Halbach(Anjhrift: Berlin W 35, Königia-Augufta- Straße 8, Neichsverband der Deutfchen Induftrie) übernommen, Die Wirtfehaftszweige haben fich verpflichtet, innerhalb eines Jahres, und zwar in der Geit vom 1. Zuni 1933 bis zum 31. Mai"934, einen beftimmten Betrag in einer für Jie jeweils zweckmäßigen Sorm aufzubringen und die gefammelten Gelder an das Kuratorium abzuführen. Der Reichsverband der Deutfchen Induftrie und die Vereinigung der Deutfchen Arbeitgeberverbände fordern die ihnen angefehloffenen Verbände und Sirmen auf, mit allen ihnen zur Verfügung ftehenden Mitteln diefe Sammlung pa mterftügen. Wir erwarten die tatkräftige Mitarbeit aller unferer Organifationen und aller Unternehmungen und den perfönlichen Einfat ihrer Sührer.€s gilt, Jhnell und großzügig zu handeln, die Durchführung einfach und Jparfam zu geftalten und alle bürokratifchen Hemmungen zu vermeiden. Bereits laufende Sonderabmachungen find in die allgemeine Sammlung einzufügert. ragen und OU) ejhaftsführung der Induftriefammlung zu richten. Abdrucke diefes Aundfchreibens ftehen auf Anforderung in beliebiger Menge zur DBerfügung. Ä $ür den Reichsperband der$ür die Dereinigung der Deutjchen Induftrie Deutjchen Arbeitgeberverbände ge. Rrupp von Bohlen und Halbad. ge. Röttgen. = BE a BE BEER Apolf-Yieler-Spende der deutfchen Wittfehaft Beihermaundg D Xi: 0S086° Wirtfchaft« mit einem Betrag von Reihsmark beteilit Sam! Inbaber diefer Beibeinigung Ind allın re inribtungen der USDAP Berlin. im Juni 1034 Befbeinigung die entfpredenden ratorium lege(fiebe Sammlung» se a“ verbot) vorlegen kann TAFEL 2 Wirtschaftsgruppe Privates Bankgewerbe — Centralverband des aa za Bank- und Bankiergewerbes— de“, Pi A — Artan FERM\ BERLIN NW7, den 31. August 1939 PR n Dorotkessatr. 4 Postscheckkonto Berlin 86 070#, 04 ae Ferurl 16581 due eilt# Manuskript nur für die Mitglieder! Rundschreiben Nr. 154 {m Anschluß an Randschr. Nr. 151) Streng vertraulich! Betrifft: Wichtige Einzelmittcilangen. » 1. Vermögensbeschlagnahmen a) unter Äberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit b} auf Grund von Steuersteckbriefen. 2. Sonderdrucke und Vordrucke. 3.4. Verlustmeldungen. An unsere Mitglieder! 1. Vermögensbeschlagnahmen(Nr. 154 v. 31. August 1939) a) unter Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit Der Reichsminister des Innern hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister des Aus- wärtigen durch Bekanntmachung vom 24. August 1939(Deutscher Reichsanzeiger Nr. 198 vom 28. August 1939) die nachstehend aufgeführten Personen gemäß$ 2 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit vom 14. Juli 1933(RGBI. I S. 480) der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt und die 2 Beschlagnahme ihres Vermögens verfügt: 1. Adler, Eugen, geb. 2. 7. 1892 in Speyer, 14. Contwig{früher Cohn}, Kurt, geb. 16. 10. 2. Adler, Fanny a geb. Brandt, geb. 17. 8. 18% in Culmsee(Kr. Graudenz), 1894 in Odenheim, 15. Contwig, Frieda Lina geb. Eckardt, geb. a 3. Adler, Allred, geb. 28. 12. 1922 in Künzelsau, 14. 1. 1900 in Plauen i. V., 4 Adler, Ruth Dins, geb. 13. 8 1924 in 16. Dahl, Karl Israel, geb. 3. 5. 18% in Biele- Künzelsau, feld{RB. Minden), 5. Becker, Ludwig Eugen. geb. 7 12. 1898 in 17. Dahl, Margarete geb. Weil, geb. 2. 2. 1897 in Kaiserslautern, Krefeld ie Düsseldorf), 6. Becker, Elisabetha Editha Helene geb. 18. Dahl, Elisabeth, geb. 12. 5. 1923 in Krefeld, Huber, geb. 5. 7. 1905 in Homburg /Saar, 19. Dahl, Berta, geb. 28. 7. 1926 in Krefeld, 7. Benario, Paula. Mannheimer, geb. 4 9. 23. Berenberg, Martha Louise Sara geb. War- 1901 in Bütthard(BA. Ochsenfurt), burg, geb. 12. 3. 1879 in mn. x 8 Benario, Walter Max, geb. 3. 8. 1924 in 21. Dessauer, Hellmuth Israel, geb. 24. 9, 1900 Stuttgart, in Heringen(Kr. 9 Benjamin-Rasmussen, Helmut Detlef, 22. Dessauer, Paula geb. Baumgart, geb. 7. 10. eb. 31. 1. 1915 in Hamburg, 189 in Völkershausen/Rhön,! 10. Berg, Ernst, geb. 14. 5. 1886 in Obrigheim, 23. Dessauer, Gerhard, geb. 7. 1. 1927 in He- Rheinpfalz, ringen. Hersfeld), 11. Berg, Aloisia geb. Träger, geb. 9. 9. 1885 no 24 Eckmann, Marcus gen. Max, geb. 16. 1. 1866 München, in Schmalkalden, 12. Chrzanowski, Paul Sally. geb. 16.1. 184 25. Eckmanan, Agnes Gretchen geb. R’b in Lessen(Kr. Graudenz), geb. 7. 4. 1875 in Hamburg, 13. Cohn, Leopold Israel, geb. 10. 5. 1878 in 26. Eckmann, Walter Hans, geb. 13. 3. 1900 in Duderstadt-Eichsield, Hamburg, 4100 TAFEL 3 BANK Vorstand 8. Eh} Berlin, den 14. Januar 1938 An die Direktionen unserer Filialen(Kopfstellen) Umwandlung nichtarischer Firmen "ir haben uns in letzter Zeit wiederholt mit Ihnen über die Behandlung unserer nichtarischen Engagements unterhalten und Ihnen erst vor einigen Tagen mitgeteilt, wie wir die künftige Ent- wicklung dieser Firmen beurteilen. Wir hörten darauf von Ihnen, dass Sie in dauernder Fühlungnahme mit diesen Unternehmen stehen und sich auf deren Wunsch bei der Arisierung zur Verfügung gestellt bzw. die Absicht haben, dies zu tun. Da wir bisher nur einen Ueberblick über diejenigen nicht- arischen Firmen Ihres Filialbezirks erhielten, die zu Ihren debito- rischen Kunden zählen, dagegen nur wenig über Ihre nichtarische kre- ditorische Kundschaft unterrichtet sind, bitten wir Sie, uns eine weitere Aufstellung Ihrer nichtarischen debitcrischen und kredito- rischen Kundschaft und zwar derjenigen, die für die Arisierung in Frage kommt, zu übermitteln. Hierbei interessiert uns im einzelnen, wieweit der Arisierungsprozess des betreffenden Unternehmens gedie- hen ist und wieweit Sie selbst hierbei mitwirken. Der Zweck dieser Aufstellung soll für uns sein, hier im Hause zu überlegen, ob wir Sie in Anbetracht der täglich bei uns eingehenden zahlreichen Anfra- gen und der hierbei entstehenden Uebersicht bei Ihren Bemühungen un- terstützen können, wobei wir Belbstverständlich Wert darauf legen, dass die unmittelbaren Verhandlungen auch in Zukunft von Ihnen ge- führt werden. Die ganze Angelegenheit muss vorsichtig und mit Ueberle- gung behandelt werden und erfordert viel Geschick, damit nicht durch taktisch unrichtige Behandlung Verärgerungen und Verstimmungen aus- gelöst werden, die, wie wir schon erfahren mussten, zu Folgerungen bezüglich des Geschäftsverkehrs geführt haben; das muss natürlich vermieden werden, BR ge TAFEL4 TAFEL5 Gehelml 1 1. Dies Ist ein Staatsgeheimnie Im Sinne des$ 88 RStGB. 2. Weitergabe nur verschlossen, bei Post- beförderung als„Einsi hre,den“. 3. Aufbewahrung unter Verantwortung des Empfängers unter geeichertem Verschtuß. [LE ET IERGESEI.io SCHAPTSPOLITISCHE ABTEILUN Unter den en/ 45 Exemplare Y:< Geheinrat Dr. Schmitz Feidelberg ‘ten Diroktor Dr. Jlgner Berlin NW 7 ‚en Direktcr Dr. von Schnitzler T’rankfurt/Mein !ten Direkt:r Hasfliger tarlin 07 7 Genoralkcnsul Yilhelm R. Zann Waitzacker//Weilhoim n Direktor Dr. Oster Direktor Otto Komserzienrat Waibel Direktcr van Beek Direktcr Borgwardt Direktor Dr. örobel Direktor von Heider, Direktor Dr. Kugler Direktor Ur] n Direktor Dr. Anderhub Direkt>r Hanser Sticksetoffsyndikst G.ı2.b.H. @eneraldirsktnr Prrf. Dr. Paul Miller, D.A.G. —_ in & ar n/ Stand der deutsch-ung or—— oo. —. ren= Kalle& Co. Aktiengesellschaft berlin NW 7 Ferlin SO 36 Frankfurt/Main P’emnitz/Westhavelland F-ankfurt/Main HımSorg Bez. Kasscl Frankfurt/Main Frankfurt/Main 3erlin 86 36 Wiosbaden-Bi>brich Berlin-Schönnberg Troled;rf/ Bez. Köln Berlin NW 7 nach internem Vert.iler arischen Yirtschaftsbeziehungen mn nn..-—--.:- und verschiedener Besprechungen, die wir in den letzten Tagen mit ichen Stellan hetten, können wir Ihnen über den Stand der deutsch- Burschen Wirtschaftsteziehungen fclgende streng vertrauliche Anzaben ens ae neo:_ An,arischer Indurtrie-Anlagen und Wirt- Die durch die Eriogsentwickl entstandene Notwend sit, ungarische Imdustrio-Anlagen und Mietschulssgiter vor dem Zugriff A6e Peinder zu retton, hat des Problem der Räumung disser Anlegen und Gliter und ihrer Verlagerung ins Reich in den Vordergrund aller zwischen Deutsch- 4 land und Ungarn schwebenden Probleme gerückt. Die notwond aktion- en laufen bekannt’ich bereits seit längerer Zeit. Um dio nit der eig und Verl Ar Arbeiten zu systematisie- res die sich aus dieser Übe ungerieoher, Industri sitäten ergebenden wirtschaftsp,litischen und finanzisllen Konse- \ guenzen soweit wie möglich klar zu stellen, wurdon in der Mit von » bis C. Januar Verhanäl a ent I Er aaa 2 / 21.12.1943 B./Sch. An das Guuarbei tsamt Kitteldeutschland ” rfurt Pe Arbeiterin nit 2 Kindern ım ilter von 8 ınd fahren zugewiesen worden. Die Ber Barden in hiesigen I etriobe ar a tigt und lt einen Stundenlomn 2. Rpf"ratenen erhalten al Be also du:"cheohntttlich in der Hoche Rä Dusch die Kinder in einem ee nm ter de- finden, entsteht die Frage, ob die Kinder nach AT hr a are ei sind. Ier bitte Ae mir Inre: Ansicht hlerüber nitzutelle. Deu ng Betriebe i% an Der leiter der Arc’ er Hanau Lereigniedarinwmuns& Mamaj' 077 1] Vorname: Ara Panabe: Bub er(gi geb, om Ah A, 2, iv Acedmrohrirr a BEL Lohnentwicklung eg green Ehegatte 1. Kind ueb.om 2.K Wohnort: KG : Straße ug= verh., vorw,, gesch., getr.-.77 m 1 erlernter Beruf Kusnezow am OH m Maple beschäftigt in Abtig 2, 7Yy re| Er 23 6“| 5Wr ale:—— || emeldet| . Muna| Ki. 3850 TAFEL& TAareEı Bekanntmachung Betreff: Dstarbeiter! GABEL Y Tagea bei uns eintreffenden Relm Einsetz der in ceirigen Datarheiter!st von unsarer Gerolgschaft auf das aller- irangsie zu beachtsn, dase Jeder, nicht durch den Arbeite- ‚insatz bedingte Umcang mit den Oetarbeitern untersag* ist! Veratösne gegen diese suus}sung serden auf das a lerfärteste, WB ul Zuger maii den Tode Kzstraft\ Fir erwarten von uzeorer Gefolgschatt die notwendige Dis- giplin und hoffen, iass keiner unserer Männer und Frauen von den genennten Strafen betroffen wird. Leipsig, Yu Te42 BI s2./30: sbzunehment 40.7.42 Hermsdorf-Schomburg-Isolatoren-Gesellschafl Hermsdorf/Thür. Abzulegen unter Akten: an Ar:- Betrifft Gegenstand: aktion 20.Februar 1945 am: 17.90.49 durh: Schl., Schf. 2 Ostarbeiter und 3 Vstarbsiterinien durch Gie vestäro i.\eiuäl ersrettet; Lerlga en Hermsdorf-Schomb" er Aozggeseselischait ZwEIONIEDENL»- 3 97. 5 Errsan jal- Qaısc— Lois A002gepfeR"Ic gosy m pre3erz“17 nT 3ensi;*]7 oyuus’ jo /wuwnkg‘ acraıc sosquy'ay’Ird "1A 1193.19, 7 uopuam nz"useduymmorg JeIymzjmwinyejdne);"ueyuspusmmor 2a, oe, uoyusynepy Uap Us EIFeMEf yors*uetyozdue*“ııny urie;*Pumytei -amı 13p OPusumoyJoy Top aFınma BIETUOBegsUI"UBTOUIEPeTa nz Aunnopzdaen ayd -FTIUN aujo vorwı, UMpuejo1z zneneu Faq*38P@LaBIEA apIna e7"7391 usynyrasur erLazenaK Dorn arq*Aumdnzuan nz*Tezy3ymyıodeusı] YI9nu STITBzUeUBgase)"cyan -UAMUBIY w193387+03 JRıy USUBPUBUIOA IEFUT mf B[[® TIB5JON Uap m} ıusr -UTLWONIAFRT Ja@yTL1EI38'g’zZ OS"uUaeauT nz uUeyTepadfıunm AJTIH eyoyıJom anal AryTesueden uors*opınm Z1TEIWEFeNnPLIEy Yasunr LIEF UEYTaC UEepFeq uva jsaus *zıuUnJa7 LawyeureAufF DEUOFIZIR@yU UT opıIna FunTpuwyuzer eJmesBaF 91 ıIumee: Juemessn, "UURY U9PIAm I409peF GOTIBHI La9uT GBP YOmp UMFJNIF UcA Tis aıp rom'ueFemssp BLepuosagsur*"yoFTungun IUBF uUspuaynur c unz 757 UAueFusJeseHgayLy UoA AunsryJByoeeg eF777EZUOFeLF au; Pe bl('a"s'n uey7018P3r77) uuup\Lrodeuy gep‘“uuep 1e8_ so*üw aFurt Ten afp my; teyesovu >[IBUrIT YSTTey nen uUe]80% OBoLp Iaqn'm“e*n Be*yıodseusı,“uar -j7T1?euuf® goIre 487 U03807 Ueseyp uJ"uopIea er e et” er: SL zue 367©] eRru® Lepunys 6 BUS3WepUum zTu Jezufje my*ıemmoc 37m uusy pun J192BeLURf I9p youu yore 3934 "ue7a3.ını1 epFea USJIS Wiazur i B£6I<[“ur -uUemn40U Jupp Fun) Ieudeag a7p vi)"uUBuudy uaps5om 7I8PAIY,Eeq YAnınz vun zuUBapTsN J Ja 8Tp ep os*uepıem year ure TIOB eseWaL eqteregy Jaqı"ayarag eufe nzıary Ing -a9I0A OpUHiersyIam OP YOUU ZI jMUDsenY UoA yorrpne vrog -yaITp UTJO PIT® atljeıIrnvec o1p IH dop Aunzur Pure HBVOLIYNY#sOtg"Uapsam YIUNnJ yOeu TJ UeIepu® uoa ueL[o® pun Jyoneeden® LIEUD2LIAIGA; wIJ Us) Inyosa? 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De m Ah ET n Ausch= Er deren EL nac beitskraz ort der nötigen alten an sesch len von an da dae L Besohaffung Gestellung von Ar netige fachlioc suoht und=o möglion, una die and=0o sun nern 3.) Eine weitere ist durcheure (Foliere g o C) er] [2] p ve) 6 "hinaus Lappos "Szufsevwerbraec : Zuni 37 Zehntausende Häftlinge in den konzerneigenen Konzentrationslagern zu- grunde gingen. Nicht nur in Krupps eigenen Konzentrationslagern wurden Tausende zu Tode geschunden; Krupp zog seine Profite auch aus dem Massenvernichtungs- lager Auschwitz. Das geht aus einem Schreiben der Friedrich Krupp AG vom 8. September 1942 an die IG-Farben-Industrie hervor. In dem Schreiben an den Kriegsverbrecher Dürrfeld vom IG-Farben-Konzern heißt es u.a.: „Mit der Bitte um vertrauliche Behandlung teilen wir Ihnen mit, daß unsere Firma im Begriffe steht, in Räumen und mit Arbeitskräften, die uns von der SS zur Verfügung gestellt werden, in Auschwitz die Fertigung wehrmachtswich- tiger Teile aufzuziehen...“(Archiv des VEB Buna-Werk, Bestand: IG-Farben- Konzern) Im Prozeß vor dem USA-Militärgerichtshof in Nürnberg wurde Krupp 1948 wegen Kriegsverbrechen zu 12 Jahren Gefängnis und Einziehung seines ge- samten Vermögens verurteilt. Bereits im Januar 1951 wurde er auf Antrag der Adenauer-Regierung aus dem Gefängnis entlassen und die Beschlagnahme sei- nes Vermögens aufgehoben. Die Bonner Regierung hatte bereits damals den Krupp-Konzern als Eckpfeiler der Wiederaufrüstung auserkoren. Marioneiten der Monopole Die engsten Vertrauensleute der Kriegsverbrecher-Konzerne aus dem faschisti- schen Staats- und Wirtschaftsapparat übernehmen hohe Regierungsfunktionen im Bonner Staat. KZ-BAUFÜHRER Präsident der Bundesrepublik Jahrelang konnte sich Lübke der westdeutschen Bevölkerung als Verfolgter des Nazi-Regimes präsentieren, bis im Jahre 1964 von der DDR an Hand von Originaldokumenten der ehemaligen Gestapoleitstelle Stettin vor der inter- nationalen Presse nachgewiesen werden konnte: Heinrich Lübke war zumin- dest seit 1940 Vertrauensmann der Gestapo. Als Stellvertreter des Leiters der „Baugruppe Schlempp“- zu Kriegsbeginn ein Rüstungsbaustab des„General- bauinspekteurs für die Reichshauptstadt“, später des NS-Rüstungsministers Speer innerhalb des sogenannten Jägerstabes— war Lübke an der Errichtung eines„Sonderlagers der Geheimen Staatspolizei Peenemünde” beteiligt. Er drohte, arbeitsunwillige Belegschaftsmitglieder dorthin einzuweisen. Die Ge- 3 Braunbuch e u. stapoleitstelle notierte dazu,„daß in der weiteren Bearbeitung des Vorganges besonders... auf Lübke zurückgegriffen werden kann“.(Siehe Tafel 13) 1934 wurde Lübke auf Grund eines faschistischen Gesetzes über die Gewäh- rung von Straffreiheit erstmals Nutznießer des Hitler-Regimes. Eine Straf- kammer beim Landgericht Berlin beschloß, ein Strafverfahren gegen Lübke und Komplicen wegen„Veruntreuung, Urkundenbeseitigung und anderen gro- ben Unredlichkeiten“ einzustellen. Dabei wurde jedoch ausdrücklich betont, daß„das Verfahren weder ihre Unschuld ergeben noch dargetan hat, daß gegen sie ein begründeter Verdacht nicht vorliegt“.(Mecklenburgisches Landeshaupt- archiv, Mecklenburgisches Staatsministerium, Siedlungsgesellschaft Bauern- land AG, S. 47, siehe Tafel 9) Seit dieser Zeit gehört Lübke zu denen, die den Faschismus bis zur bedin- gungslosen Kapitulation ebenso bedingungslos unterstützten. Als Organisator geheimster und kriegswichtigster Rüstungsvorhaben der faschistischen Führung war Lübke maßgeblich am massenweisen Einsatz vof KZ-Häftlingen beteiligt. Er arbeitete als stellvertretender Leiter des Baustabes Schlempp beim Aufbau der Produktionsstätten der berüchtigten V-Waffen. Im Raum von Peenemünde leitete er 40 Baustellen persönlich! 1944 wurde Lübke mit dem Aufbau des Konzentrationslagers Leau, als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, eine besonders wichtige und äußerst geheime Aufgabe übertragen. Um den verheerenden Verlusten der Nazi-Luftwaffe zu begegnen, war im Frühjahr 1944 ein sogenannter Jäger- stab gebildet worden. Der„Jägerstab“ erhielt von Kriegsverbrecher Speer die Aufgabe, die Rüstungsbetriebe der Flugzeugindustrie aus den bombengeschä- digten oder gefährdeten Betrieben in unterirdische Produktionsstätten zu ver- lagern und die Produktion mit allen Mitteln auf Hochtouren zu bringen. Ihm wurde auch der Baustab Schlempp mit seinem stellvertretenden Leiter Lübke zugeteilt. Hierzu forderte Lübke als oberster Bauführer des Baustabes Schlempp 2000 KZ-Häftlinge aus dem KZ Buchenwald an, die in Peißen bei Bernburg schwerste Betonierungs- und Transportarbeiten unter Tage in zwei Schichten zu je 12 Stunden ausführen mußten. Die ersten Häftlinge wurden Ende August 1944 in Zelten untergebracht. Die katastrophalen Verhältnisse begünstigten eine Ruhrepidemie. Viele Häftlinge starben. Für die weiteren Häftlinge wurde ein Konzentrationslager in 400 Meter Tiefe angelegt. Hier siechten 500 Men- schen unter grausamen Bedingungen dahin. Anläßlich einer Besprechung auf dem Gelände des KZ Leau, Anfang September 1944, die Lübke leitete, wurde mit Genugtuung festgestellt, daß„die Arbeiten nunmehr auf breitester Front sichtbare Fortschritte machen“.(Siehe Tafel 10, Archiv des VEB Kaliwerk Bern- burg, Bestand: Kali-Werk Friedenshall.) Die in dem Dokument über diese Be- sprechung genannte Firma ATG Leipzig gehörte dem Kriegsverbrecher Flick. otgangy 3) [e Geyil, ine Sta jen Lübke deren gi: ch betont daf gegen ndeshaupl it Bauen: zu bedii: ° haben der Yinsatz vol ; Baustals Waften, In 5 Leau, al vs. wicht n Verlust anter Jagt! or Speer di nbengesch tten zu Ne! ringen. Ihn ‚eiter Lübke s Schleif! ei Bernbu nei Schicht Ende Aug! begünstigt! Hlinge wu) en 500 Me|| gechung eiteleı wur) testet Froll| jıwel ber diese)| „echer gi Ben) \ ‘ I Westrick Ludger heute: 39 Diese und die anderen Besprechungen, die Lübke seit Mai 1944 mit seinem Stab in Leau führte, sowie andere Maßnahmen, über die viele Originaldoku- mente vorliegen, beweisen eindeutig: Lübke war dafür verantwortlich, das Jägerprogramm durch die Sklavenarbeit von KZ-Häftlingen, Kriegsgefange- nen und Zwangsverschleppten zu verwirklichen. Lübke hieß die mörderischen Arbeits- und Lebensbedingungen gut, denen Hunderte Polen, Franzosen, Ita- liener, Sowjetbürger und Deutsche zum Opfer fielen. Bisher sind aus den Toten- listen des KZ Buchenwald 267 Namen Ermordeter, ausschließlich politischer Häftlinge, darunter 174 Polen, 58 Franzosen, 5 Sowjetbürger und 18 Italiener bekannt geworden, für deren Tod Lübke in hohem Maße verantwortlich ist. DER WEHRWIRTSCHAFTSFÜHRER VON FORMAT Bundesminister und Leiter des Bundeskanzleramtes, Nachfolger des in der Deutschen Demokratischen Republik zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteil- ten Judenmörders Globke. Ludger Westrick übertrifft die meisten Bundes- minister an Macht nicht nur dadurch, daß er von seiner Schlüsselposition als Leiter des Bundeskanzleramtes aus dem Hintergrund wirkt, sondern vor allem dadurch, daß er seit jeher im Dienste der Industrie- und Bankmagnaten des imperialistischen Deutschlands steht. Kurz vor dem Machtantritt des Faschismus war Westrick für einen der größ- ten Förderer der Faschisten, den nachmaligen Kriegsverbrecher Krupp, als Verkaufsleiter des Vereinigten Stahlwerke-Konzerns in Südosteuropa tätig. Nach 1933 wurde Westrick Generaldirektor der Vereinigten Aluminium- werke AG Berlin(VAW), die zur Vereinigten Industriewerke AG(VIAG) ge- hört, und übernahm damit die Leitung einer für die faschistische Aufrüstung, vor allem für die Luftwaffe, außerordentlich wichtigen Industrie. In der Folge- zeit hat sich Westrick durch nicht weniger als 27 Vorstands- bzw. Aufsichtsrats- posten, u.a. bei der Vereinigte Industriewerke AG Berlin, Reichskreditgesell- schaft AG Berlin und Vereinigte Deutsche Metallwerke AG Frankfurt/Main, bei der erst geheimen, später offenen Kriegsvorbereitung besonders hervor- getan.(Siehe Tafel 11 Deutsches Zentralarchiv Potsdam, Bestand: RWi. Min., Akte Nr. 11 709.) Für diese„Verdienste“ wurde Westrick von Hitler zum Wehr- wirtschaftsführer ernannt und kam als Mitglied in den zehnköpfigen Industrie- rat für die Entwicklung von Luftwaffengerät bei Göring. Im November 1941 schreibt Westrick voll Pathos in der Zeitung„Der Deutsche Volkswirt“:„Solange noch die Kriegstanfaren dröhnen, hat die deutsche Leichtmetallindustrie nur eine Aufgabe und ein Ziel, worauf alle Mab- nahmen ausgerichtet sind und sein müssen: Deutschlands Endsieg!” u Blessing Karl heute: Kurz darauf nahm Westrick an einer Besprechung beim Stellvertreter Görings, Generalfeldmarschall Milch, teil, wobei es um die Aufteilung der europäischen Interessengebiete auf die einzelnen Aluminium-Interessenten ging. Nachdem die Kriegsbeute aufgeteilt war, ging Westrick bei Verhandlun- gen mit der ungarischen Regierung und mit einer französischen Gruppe über die Ausbeutung ungarischer bzw. französischer Rohstoffvorkommen 1941/42 aufs Ganze. Er forderte brutal die völlige Unterwerfung der Ungarn bzw. der Franzosen unter den deutschen Imperialismus. Noch viel brutaler aber zeigte sich Westrick bei der Behandlung der auslän- dischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen in dem von ihm geleiteten VAW-Konzern. Ihr Anteil machte im Verlauf des Krieges über 75 Prozent der Gesamtstärke der Belegschaft aller VAW-Werke aus. Wie aus einem Schreiben des Lagerarztes des Lautawerkes der VAW vom 28. August 1942 hervorgeht, wurden dort ausländische Kinder im Alter von 13 Jahren und ausländische Frauen von 60 bis 62 Jahren zur Zwangsarbeit gepreßt. Sie litten an chroni- schen Krankheiten und waren unmenschlichsten Arbeits- und Lebensbedingun- gen ausgesetzt. Diesem Terror fielen unzählige Menschen zum Opfer. Wie aus dem Sterbe- register des Standesamtes Lauta hervorgeht, wurden dort Hunderte derartiger Sterbefälle beurkundet. Als Todesursache ist neben der zynischen Formulie- rung von„allgemeiner Körperschwäche”, Selbstmord durch Überfahrenlassen durch die Werkeisenbahn,„Schädelbruch“, Tuberkulose und andere Infektions- und Mangelkrankheiten verzeichnet. Bei einem französischen Zwangsarbeiter ist als Todesursache„wegen Widerstand von einem Gendarmeriebeamten er- schossen“ vermerkt. In den Totenlisten sind fast alle europäischen Nationali- täten aufgeführt.(Siehe Tafel 12, Totenlisten des Standesamtes der Stadt Lauta.) Bei dem Lautawerk handelt es sich nur um ein Werk unter vielen ande- ren Aluminium-Werken, die Westrick verantwortlich unterstanden. Nach 1945 wurde Kriegsverbrecher Westrick gleich wieder als Wirtschafts- kapitän von den Monopolen verwendet. Bereits 1951 lancierten die Rüstungs- konzerne ihn auf den Posten des Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministe- rium. 1963 trat Westrick dann die Nachfolge Globkes im Bonner Bundes- kanzleramt an. HIMMLERS FREUND Präsident der Deutschen Bundesbank. Karl Blessing gehörte vor 1945 zum berüchtigten„Freundeskreis” Himmlers und wurde von Hitler zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. 1933 bei der Deut- Vertreter| lung de ressenten *handlun. \Dpe über ı 1941/9 bzw. der er auslän- geleiteten rozent der Schreiben ervorgel sländische an. chroni- sbedingun: em Sterbe , Formulie hrenlassei Infektions ngsarbeite! Jeamten& \ Nationali der Stadt rielen ande- Wirtschafts e Rüstung“ ‚aftsministe‘ net Bundes‘ hei de! Dei! 41 schen Reichsbank tätig, ging er 1934 als Generalreferent in das faschistische Reichswirtschaftsministerium. 1937 wurde er Mitglied des Reichsbankdirekto- riums und später Mitglied des engeren Beirats der Deutschen Reichsbank. In dieser Vertrauensstellung war Blessing maßgeblich an der Finanzierung, Vor- bereitung und Durchführung der Aufrüstung und Kriegsvorbereitung beteiligt. Unter seiner Mitwirkung gründete Schacht als Reichsbankpräsident bereits im Mai 1933 in Berlin unter Beteiligung der Reichsbank mit den Rüstungs- konzernen Krupp, Siemens, Rheinmetall und Deutsche Werke die Metallur- gische Forschungs-GmbH(Mefo). Sie war eine Scheinfirma, die eine weit- gehende Tarnung der damals noch geheimen Aufrüstung ermöglichte. Durch seine exponierte Stellung hatte damals Blessing auch engste Bindung zur IG-Farben-Industrie AG. Die IG-Farben charakterisierten Blessing in einem Schreiben an eine südafrikanische Firma„als eine der führenden Persönlich- keiten im Reichswirtschaftsministerium und einen der engsten Mitarbeiter von Schacht“ und wiesen damit auf die bedeutende Rolle Blessings im Nazi-Staat hin. Blessing wurde ständig zu Beratungen führender Gremien der Faschisten herangezogen, wie zu der Besprechung Görings über die„Rückgliederung Österreichs” am 11. März 1938. Auf der Tagesordnung dieser Besprechung, an der Blessing in seiner Eigenschaft als Generalreferent für Angelegenheiten des Landes Österreich im Reichsbankdirektorium teilnahm, stand u.a. die Arisie- rungspolitik in Österreich. In einer weiteren Sitzung, von Göring als die wich- tigste im Rahmen des Vierjahresplanes eingeschätzt, referierte Blessing zu Fra- gen der Mineralölversorgung im„A-Falle“. Im Dezember 1939 fand beim Oberkommando der Wehrmacht unter Leitung von General Thomas eine Be- ratung über Rüstungsfragen statt. Hier sprach Blessing in der Diskussion zu Fragen des Verkehrsproblems und zur Rohstoffbeschaffung und brüstete sich damit, an der Einrichtung eines Überwachungssystems selbst beteiligt zu sein. Im Januar 1944 beauftragte der Leiter des Planungsamtes des Generalbevoll- mächtigten für Rüstungsaufgaben die Dresdner Bank mit„...der laufenden Beobachtung und Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Schweden; der Erkundung über die spezielle handelspolitische Lage; der Unterrichtung über ausländische Persönlichkeiten u. a. m.“ Der Beauftragte weist dann die Dresdner Bank an:„Die laufende Fühlungnahme mit Ihnen und die Zusam- menarbeit im einzelnen erfolgt über Herrn Direktor Karl Blessing, Continen- tale Oel AG, der die Koordinierung und Auswertung der Vorschläge und Be- richte der einzelnen Mitarbeiter in meinem Auftrage übernommen hat.“(Nürn- berger Prozeß, Fall XI, Akte Nr. 422, Dok. Nr. NI 2031) Blessing beteiligte sich aber nicht nur aktiv an der Versklavung und Aus- plünderung der okkupierten Länder, sondern er half auch bei der Vorbereitung von geplanten Aggressionen auf neutrale Länder. Vialon Karl Friedr. heute: Nach Kriegsende wurde Blessing- für kurze Zeit interniert- von den west- deutschen Monopolen mit offenen Armen empfangen und bereits 1957 auf den Posten des Bundesbankpräsidenten geschoben. DER BUCHHALTER DER SS-MÖRDER Bonner Staalssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammen- arbeit, das alle Fragen der Bonner neokolonialistischen Politik koordiniert. Zuvor Ministerialdirektor im Bundeskanzleramt und Berater Adenauers in Wirtschafts- und Finanzfragen. Karl Friedrich Vialon begann seine Karriere bei der faschistischen Justiz. Zuletzt war er Landgerichtsrat beim Oberlandesgericht in Karlsruhe. Dann wechselte er zum Reichsfinanzministerium über. Zu Anfang des zweiten Welt- krieges half er als Oberregierungsrat mit, das okkupierte Elsaß auszuplün- dern. Nach dieser„Bewährung“ wurde er Regierungsdirektor und Leiter der Finanzabteilung des Reichskommissariats für das Ostland in Riga. Hier hat Vialon unverwischbare Spuren hinterlassen, die ihn schwerster Verbrechen überführen. In seinem Wirkungsbereich, den estnischen, lettischen, litauischen und bjelo- russischen Gebieten, wurde die sogenannte Endlösung unter führender Beteili- gung Vialons am perfektesten durchgeführt. Es gelang kaum einem der jüdi- schen Bürger, mit dem Leben davonzukommen. Nach Angaben im„Einsatz- gruppen-Prozeß“ 1947/48 in Nürnberg wurden allein in den estnischen, letti- H schen und litauischen Gebieten 118430 jüdische Menschen ermordet. Dazu Karl- kommen annähernd eine halbe Million aus den bjelorussischen Gebieten.| Vialon besorgte die Ausplünderung dieser Opfer. Er sammelte das Vermögen und die Habe der Ermordeten und machte sie dem faschistischen Regime für die Durchführung neuer Mordtaten nutzbar. Am 16. März 1943 wies Vialon in einem Geheimerlaß- er betraf die„Ab- lieferung der durch die Polizei beschlagnahmten jüdischen Vermögenswerte”— den Generalkommissar in Minsk an,„daß die Zahlstellen des Betehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD“ die beschlagnahmten Wertgegenstände und Gelder an die Amtskassen der Generalkommissare abführen. Schon am 2.Mai 1943 rügte Vialon den Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes Ostland dafür, daß„die in Aussicht gestellte Ablieferung beschlagnahmter Vermögenswerte in Höhe von über einer Million Reichs- mark... noch nicht eingegangen sei.“ Er verlangte zu wissen, wann mit der Ablieferung„an meine Hauptkasse gerechnet werden kann“.(Zentralarchiv der Lettischen SSR, Riga, Reichskommissariat für das Ostland- Siehe auch Tafel 15) den wer 37 auf den usammen: oordinier! enauers Iı hen Justiz uhe. Dan eiten Well: auszuplii Leiter der a, Hier hl Verbrechei 1 und bjelt der Bekeil m der jüd! m.„Einsalz schen, letl ordet. Dazl n. Gebielel $ Vermöge! Regime für rat die Pi onswerle 5 efehlshabe" gegensti” n, Schon 2" zei und© ‚Ablietent!! Hettlage Karl-Maria heute: 43 Vialon organisierte nicht nur den Raub jüdischen Vermögens, er war auch an der„Endlösung der Judenfrage” beteiligt. Am 31. Juli 1943 ordnete er an: „Die Leitung dieses zu errichtenden Konzentrationslagers soll nach meinem Wunsch vom Generalkommissar Riga übernommen werden... Der finanzielle Ertrag soll, wie bisher, meinem Haushalt zufließen.“(Siehe Tafel 16) Im April 1942 bewilligte er, um den Widerstand der lettischen, estnischen und bjelorussischen Bevölkerung gegen die faschistische Zwangsherrschaft zu brechen und neue Arbeitssklaven zusammenzutreiben, dem„Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes Ostland“ nicht weniger als 25000 RM für die sogenannte Bandenbekämpfung. Der„Befehlshaber“ hatte diese Summe bei Vialon für die„zusätzliche Betreuung der zur Banden- bekämpfung eingesetzten... Hilfskräfte“ beantragt. Diese Terroraktionen gegen die.Partisanen, die für die Befreiung ihrer Heimat kämpften, bedeute- ten: Aussiedlung, Evakuierung der Bewohner zur Zwangsarbeit, Abbrennen von Dörfern, öffentliche Exekutionen. Vialon wußte nicht nur von der Ermor- dung sowjetischer Partisanen, er organisierte sie als Leiter der Finanzabteilung mit seinen Haushaltsmitteln. 1963 leistete Vialon wider besserem Wissen einen Meineid, als er in einem Strafverfahren gegen den SS-Massenmörder Hausser aussagte:„Ich verneine ausdrücklich die Frage nach meinem Wissen von Judenvernichtungsaktionen. Trotz neuen Belastungsmaterials und der bereits vor Jahren veröffentlichten Dokumente fungiert Vialon unbehelligt weiter als Staatssekretär. SS-HAUPTSTURMFÜHRER UND RÜSTUNGSEXPERTE Mitglied der Hohen Behörde der Montanunion, vordem Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Karl-Maria Hettlage avancierte 1934 zum Stadtkämmerer von Berlin. In den folgenden Jahren setzte er seinen ganzen Ehrgeiz daran, die faschistische Auf- rüstung durch rigorose Eintreibung von Steuern voranzutreiben. Im August 1935 gab er die Weisung,„daß die Steuergesetze nach nationalsozialistischer Weltanschauung auszulegen sind”. Vorher hatte er erklärt:„Die Sicherheit der Nation auf die Wehrkraft neu zu gründen, ist das Werk des Führers und Ziel unser aller Bemühungen.“ In dieser Zeit wurde Hettlage SS-Hauptsturmführer (SS-Nr. 276909) und enger Mitarbeiter des vom Nürnberger Militärtribunal verurteilten Kriegsverbrechers Speer. Dieser holte Hettlage später in sein Ministerium für Rüstung und Kriegsproduktion. In einer eidesstattlichen Erklärung vor dem Nürnberger Militärtribunal nannte der später hingerichtete SS-Obergruppenführer und Leiter des SS-Wirt- 44 schaftsverwaltungshauptamtes, Pohl, auf die Frage, mit welchen Personen im Laufe seiner Amtstätigkeit er persönliche Berührung hatte, auch den Namen Hettlage und stellte fest:„Dr. Hettlage von der Commerzbank war der Finanz- mann von Speer.“ Das entsprach den Tatsachen; denn Hettlage wurde auf Vorschlag des Kriegsverbrechers Speer Aufsichtsratsvorsitzender der Montanindustrie GmbH. Am 31. März 1942 betreute dieses Mammutunternehmen 52 Firmen mit 122 Werken, rund 3 Milliarden Reichsmark treuhänderisch verwaltetem - also geraubtem-— Anlagevermögen und einer Belegschaftsstärke von 178970 Arbeitern, Angestellten, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern. Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates zählte auch der Kriegsverbrecher Flick. Im Mai 1943 fand im Auswärtigen Amt eine Besprechung über deutsch- schweizerische Wirtschaftsverhandlungen statt. Im Verlauf dieser Besprechung erklärte Hettlage,„da5 die Auftragsverlagerung nach der Schweiz einen zu kleinen Prozentsatz des deutschen Gesamtrüstungsumfanges ausmacht, als dab zu ihrer Erzwingung Druckmittel angewandt werden sollten, die zu Schwierig- keiten mit Italien führen könnten... Unter diesen Umständen erscheine es zweckmäßig, als Druckmittel nötigenfalls zunächst die Sperre der schweizeri- schen Ausfuhr und sodann die Verhinderung der Einfuhr(Durchfuhr) ins Auge zu fassen.“(Deutsches Zentralarchiv Potsdam) Im Herbst 1943 fand eine Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für italienische Angelegenheiten statt, an der, neben dem Schreibtischmörder Globke, auch Hettlage teilnahm. In dieser Besprechung taten sich beide durch chauvinistische Reden hervor. Im April 1944 gab Hettlage in Vertretung des Kriegsverbrechers Speer einen Erlaß über die Umsetzung von Betrieben und Betriebsstellen heraus, in dem es u. a. heißt:„... habe ich die Stillegung von Fertigungen, die zur Fortsetzung des Krieges nicht zwingend benötigt werden, und die Umsetzung der dadurch frei- gewordenen Arbeitskräfte zu Gunsten vordringlicher Fertigungen angeordnet.“ (Ebenda) Bis zur letzten Minute setzte sich Hettlage für die Fortführung und Unter- stützung des totalen Krieges ein und propagierte den faschistischen„Endsieg”. Nachdem er 1945 in Westdeutschland kurz untergetaucht war, ließen ihn die Monopolvertreter 1956 wieder zum Ministerialdirektor aufsteigen. Wenig spä- ter vermittelte Hettlage seine Erfahrungen aus der Nazizeit als Staatssekretär bei der Finanzierung der Aufrüstung. sonen im 1 Namen r Finan; hlag des industtie 2. Firmen walteten irke von item, Zu Rlick, " deutsch. prechung einen ıt, als da) chiierig: ‚cheine& ohweizeii: ins Auge uses für ‚chmörder ide durdı peer eine) indem tung des Aurch hei geordnel. ind Unter ‚Endsieg' on ihn die Venig spe ‚tsgekrelal| Was sie waren— was sie wurden Die folgende Liste nennt weitere in Westdeutschland lebende Auftraggeber und Nutznießer des Hitler-Regimes. Die meisten von ihnen verfügen wie ehedem über einflußreiche Machtpositionen. Achter, Wilhelm vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Generaldirektor und allei- niger Vorstand der Gladbacher Wollindustrie AG; Präsident der Industrie- und Handels- kammer Mönchengladbach; Stellvertreten- der Vorsitzender des Vereins der Unterneh- mer der Textilindustrie Albert, Werner vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Vorstandsmitglied der Kron- prinz AG für Metallindustrie, Solingen Andreas, Christoph vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Leiter einer Fachuntergruppe der Wirtschafts- gruppe Maschinenbau nach 1945: Inhaber der August Hoenig Feuerwehrgerätefabrik und Filigranstahl- bau, Köln-Nippes; Handelsrichter; ausge- zeichnet mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands Bennig, Bernhard vor 1945: Direktor der Reichskredit- gesellschaft; initiativ bei der Aufrüstungs- und Kriegsfinanzierung beteiligt; Ver- trauensperson der Gestapo und des OKW- Wehrwirtschaftsstabes nach 1945: Bankdirektor; Mitglied des Zentralbankrates und des Direktoriums der Deutschen Bundesbank Bergemann, Günter vor 1945. Ministerialdirigent im Reichs- wirtschaftsministerium; wirkte maßgeblich an der Ausplünderung der okkupierten Län- der wie Frankreich, Norwegen und Jugo- slawien mit nach 1945: Staatssekretär a. D. im Bun- desministerium für Verkehr; Geschäfts- führer der Margarineunion GmbH des Unilever-Konzerns Berning, Alfred vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Inhaber der Firma Gustav Rafflenbeul, Schwelm/Westfalen und Fran- kenberg/Eder, und Motorenbau Alfred Ber- ning, Schwelm/Westfalen Biedenkopf, Wilhelm vor 1945: Direktor der IG-Farben-Indu- strie; Mitwisser des millionenfachen Ver- brechens in Auschwitz nach 1945. Vorstandsmitglied: Dynamit AG, Troisdorf; DECHEMA, Frankfurt/Main; Mitglied des Vorstandes des Arbeitsringes der Arbeitsgeberverbände der Westdeut- schen Chemischen Industrie e.V., Wiesbaden; Hauptausschuß des Verbandes der Chemi- schen Industrie, Frankfurt/Main Birrenbach, Kurt vor 1945: Auslandsvertreter vonKrupp; 1939 mit Empfehlungsschreiben des IG- Farben-Konzerns nach Buenos Aires ge- schickt, wo er mit den V-Leuten und Mit- arbeitern der faschistischen„Fünften Ko- lonne” zusammentraf und wirkte nach 1945: Vorsitzender des Aufsichts- rates: August Thyssen-Hütte AG, Duisburg/ Hamborn,;, Thyssen AG für Beteiligungen, Düsseldorf; Manager des größten westeuro- päischen Stahlkonzerns; Sonderbeauftrag- ter der Bonner Regierung zur Herstellung diplomatischer Beziehungen mit Israel; Mit- glied des Bundestages Boden, Hans C. vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- stand AEG Berlin; Aufsichtsratsmitglied der AEG-Union, Wien nach 1945. Vorsitzender des Aufsichts- rates: AEG Berlin; Telefunken GmbH, Ber- lin; Aufsichtsratsmitglied der Esso-AG, Hamburg; Mannesmann-AG, Düsseldorf; Dresdner Bank AG, Frankfurt/Main; Vor- sitzender des Außenhandelsausschusses beim Bundesverband der Deutschen Indu- strie; Präsident der Internationalen Han- delskammer Paris; Mitglied der Deutschen Atom-Kommission beim Bundesminister für Atomfragen; Vorsitzender der Arbeitsge- meinschaft für Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern; ausgezeichnet mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bun- desrepublik Deutschlands RES 46 Boeder, Erich vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Aufsichtsratsmitglied der Hafen-Dampfschiffahrt AG, Hamburg; Mit- glied der Hamburger Bürgerschaft 1957; Vorsitzender des Landesausschusses der CDU für Wirtschaftspolitik; Mitglied des Mineralölausschusses der OEEC Paris Claussen, Wilhelm vor 1945: Leiter der Wirtschaftspoliti- schen Abteilung der IG-Farben; Generalbe- vollmächtigter für die Wirtschaft in Ser- bien; leitete die wirtschaftliche Ausplünde- rung des Landes und organisierte ein System der Sklavenarbeit nach 1945: Staatssekretär im Bundes- ministerium für Arbeit; ausgezeichnet mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschlands Dahlgrün, Hans-Georg vor 1945: Oberregierungsrat beim Chef der Zivilverwaltung im okkupierten Loth- ringen; arbeitete unmittelbar mit dem da- maligen Referenten für Lothringen, Elsaß und Luxemburg im Reichsministerium des Inneren, Globke, zusammen nach 1945: Stellvertretender Vorsitzen- der und Mitglied des Zentralbankrates der Deutschen Bundesbank; Finanzminister a. D. von Rheinland-Pfalz Dahlgrün, Rolf vor 1945: Justitiar der Phoenix-Gummi- werke AG; Mitglied verschiedener Aus- schüsse der Fahrzeugindustrie und Teilneh- mer an Geheimbesprechungen über Fragen der Ausplünderung der okkupierten Länder und über den Einsatz von Zwangsarbeitern; von Göring zum Stellvertretenden Gau- jägermeister ernannt nach 1945: Bundesminister für Finan- zen Dörge, Friedrich vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Mit- glied des Landesausschusses bei der Zen- trale der Dresdner Bank, Berlin; Vorsitzen- der des Rüstungsausschusses III, Berlin nach 1945: Geschäftsführer der Mau- ser-Meßzeug GmbH, Oberndorf; Vorstands- mitglied des Arbeitsgeberverbandes der Metallindustrie Eisfeld, Kurt vor 1945: Verantwortlicher Chemiker der IG-Farben-Industrie; Mitglied der Lei- tung der IG-Farben Auschwitz; trieb dort Schleichhandel mit Wertgegenständen der Ermordeten nach 1945: Vorstandsmitglied der Dynamit AG, Troisdorf; Aufsichtsrat der Chemischen Werke GmbH, Witten/Ruhr Eychmiüller, Karl vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Stell- vertretender Leiter der Wirtschaftsgruppe Metallindustrie, Berlin nach 1945: Generaldirektor; Vorsitzen- der des Vorstandes der Wieland Werke AG, Ulm; Ehrensenator der Technischen Hoch- schule Stuttgart und Universität Tübingen; ausgezeichnet mit dem Großen Bundesver- dienstkreuz der Bundesrepublik Deutsch- lands Fahr, Otto vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Fach- gruppenleiter in der Wirtschaftsgruppe Ma- schinenbau; leitender Mitarbeiter im Fach- amt Eisen und Metall der Reichsleitung der Deutschen Arbeitsfront(DAF) nach 1945: Gesellschafter der Firma Werner und Pfleiderer, Maschinenfabriken und Ofenbau Stuttgart; Vorstandsmitglied im Verein Deutscher Maschinenbau-Anstal- ten; Vorsitzender des Industrie-Ausschus- ses der Industrie- und Handelskammer Stuttgart; Aufsichtsratsmitglied der Daim- ler-Benz AG, Stuttgart; Ausschußmitglied für internationale Beziehungen beim Bun- desverband der Deutschen Industrie(BDI); Ehrensenator der Technischen Hochschule Stuttgart und Universität Tübingen Faust, Max vor 1945: Stellvertretender Betriebs- führer und Bauleiter der IG-Farben-Indu- strie AG, Werk Auschwitz und Mitverant- wortlicher für die Vernichtung von 370 000 KZ-Häftlingen durch Sklavenarbeit nach 1945: Mitarbeiter der Keram- Chemie, Sievshahn/Westerwald Fieseler, Gerhard vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Geschäftsführer der Ger- hard Fieseler Werke GmbH, Kassel Fischer, Ernst Rudolf vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Direktor der IG-Farben-Industrie AG, Ber- lin; Stellvertretender Geschäftsführer des Ammoniak-Werkes Merseburg GmbH, Leu- na-Werke, Kreis Merseburg; Stellvertreten- ‚trieb, do änden dir tglied de Chtsrat de n/Ruhr ihrer; Stel naftsgrupn ; Vorsitzen Werke A chen Hodı t Tübingen Bundesver ik Deutsc: ührer; Fadı- gruppe Ni- ten im Fadı- leitung deit « der Find inenfabriktn ndsmitglitd nbau-Anstl rie-Ausschls delskammt! } der Daın chußmitgliit n beim Bun ustrie(BD!) } Hochsehili ingen jer Betrieb‘ Farben-Indt .d Mitveran! 47 der Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ober- schlesischen Hydrierwerke AG, Blechham- mer/Oberschlesien; Leiter der Wirtschafts- gruppe Kraftstoffindustrie Berlin; Abtei- lungsleiter im Reichswirtschaftsministerium Berlin, Abteilung Mineralöl; Mitglied im Verwaltungsrat der Dynamit Nobel AG, Preßburg/Slowakei nach 1945: Generaldirektor: Vorsitzen- der des Vorstandes der Dynamit Nobel AG, Troisdorf; Aufsichtsratsvorsitzender der Firma Gustav Genschow und Co. Köln, und der Chemischen Werke Witten GmbH; Auf- sichtsratsmitglied der Atlas Werke AG, Bre- men, und der Mitteldeutschen Sprengstoff- werke GmbH, Langelsheim Fischer-Dieskau, Joachim vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Mini- sterialrat im Reichsarbeitsministerium nach 1945: Vorstandsmitglied der Deutschen Bau- und Bodenbank AG, Berlin- Frankfurt/Main; Vorsitzender des Verbands- rates des deutschen Verbandes für Woh- nungswesen, Städtebau und Raumpla- nung Köln; Mitverfasser der Kommentare zum I. und II. Wohnungsgesetz und zum Bundesmietrecht; ausgezeichnet mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundes- republik Deutschlands Frank-Fahle, Guenther vor 1945. Direktor der IG-Farben-Indu- strie AG, Vermittlungsstelle W.(Wehr- macht); Verbindungsmann der IG-Farben zu amerikanischen Chemiekonzernen nach 1945: Geschäftsführender Gesell- schafter der Deutschen Commerz GmbH, Frankfurt/Main; Geschäftsführer der Con- tinentalen Commerz GmbH, Frankfurt/ Main; Beirat der Deutschen Bank AG Fremercy, Gustav vor 1945:Regierungsdirektor im Reichs- wirtschaftsministerium; war für die Wehr- wirtschaftsplanung verantwortlich und hat aktiv bei der Aufrüstung und Kriegsvorbe- reitung mitgewirkt; wurde„auf Grund sei- ner großen Verantwortung und Arbeitslast im Rahmen der Kriegswirtschaft” von den Faschisten besonders gefördert nach 1945. Präsident des Bundesamtes für gewerbliche Wirtschaft, dem u.a. die Erfassung und Genehmigung des Umgangs mit Kriegswaffen, die Entwicklungshilfe und die Untersuchung der Konzentration in der Wirtschaft obliegt Freudenberg, Richard vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Auf- ale der Deutschen Bank Ber- in nach 1945: Gesellschafter der Firma Freudenberg und Co. KG, Weinheim; Prä- sident der Industrie- und Handelskammer Mannheim; Präsidialmitglied des Bundes- verbandes der Deutschen Industrie; Auf- sichtsratsmitglied der Deutschen Bank AG; 1949 bis 1953 Mitglied des Bundestages; ausgezeichnet mit dem Großen Bundesver- dienstkreuz der Bundesrepublik Deutsch- lands; 1962 Dr.rer.nat. h.c., Technische Hochschule Aachen Frieseke, Hans vor 1945. Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Kaufmännischer Direktor; Vorstandsmitglied der Flugzeug- und Moto- renwerke AG, München Frydag, Karl vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Leiter des Hauptausschusses Flugzeugbau beim Reichsminister für Rüstung und Kriegspro- duktion nach 1945: Präsidial-Geschäftsführer im Bundesverband der Deutschen Luftfahrt- industrie e. V. Bad Godesberg; Aufsichtsrat der Henschel-Flugzeugwerke Gajewski, Fritz vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Mit- glied im Vorstand der IG-Farben-Industrie AG, Filmfabrik Wolfen; Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deut- schen Celluloid-Fabrik AG, Eilenburg; Dyna- mit AG, Troisdorf; Verwaltungsrat der Dy- namit Nobel AG, Preßburg/Slowakei; Fach- gruppenleiter der Wirtschaftgruppe Chemi- sche Industrie nach 1945: Angeklagter im Nürnber- ger IG-Farben-Prozeß; Aufsichtsratsmitglied der Chemie-Verwaltungs-AG, Frankfurt/ Main, und der Chemischen Werke Hüls AG, Marl, Kreis Recklinghausen; ausgezeichnet mit dem Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands Gattineau, Heinrich vor 1945: Direktor der IG-Farben-Indu- strie AG, Frankfurt/Main; Leiter der volks- wirtschaftlichen Abteilung; Mitglied des Südost-Europa-Ausschusses der IG-Farben; Leiter von Aufsichtsorganen mehrerer IG- Unternehmen oder Tochtergesellschaften nach1945: Angeklagter im Nürnberger IG-Farben-Prozeß; Vorstandsvorsitzender: \ £ . Bi ji N 1 1" 48 Wasag-Chemie AG, Essen; Cuano-Werke AG, Hamburg; Aufsichtsrat: Nitrochemie GmbH, Aschau; Mitteldeutsche Sprengstoffwerke GmbH, Langelsheim und andere Unterneh- men; Beirat der Dresdner Bank AG, Düs- seldorf; Verwaltungsrat, Bundesverband der Deutschen Industrie Gräbner, Georg vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Lei- ter der Reichsstelle für Holz nach 1945: Geschäftsführer der Ver- einigung der Holzhandelsverbände Hanno- ver; Verband der Holzhändler Niedersach- sen und Bremen e., V., Hannover Graetz, Erich vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- sitzender des Vorstandes und Betriebsfüh- rer der Ehrich und Graetz AG, Berlin; an der Ausplünderung der Zwangsarbeiter maß- geblich beteiligt nach 1945: Fabrikant; Mitinhaber der Graetz KG Altona; Vorstandsmitglied der Graetz AG, Hamburg Haver, Kurt vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Vorsitzender des Vorstan- des der Verkaufsvereinigung für Teerer- zeugnisse AG; Generaldirektor im Gemein- schaftlichen Büro der drei Ruhrkohlen-Ver- kaufsgesellschaften; Vorsitzender der Ge- schäftsführung Ruhrkohlenberatung GmbH Heyne, Hans vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- sitzender des Aufsichtsrates der AEG; Heyne erhielt wegen seiner„Verdienste” um die faschistische Luftwaffe das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz nach 1945: Vorsitzender des Vorstan- des: AEG Berlin/Frankfurt; Telefunken GmbH, Berlin;(AEG und Telefunken sind durch Beteiligung am Starfighter-Programm und am Hawak-Raketenbau maßgeblich für die Aufrüstung Westdeutschlands tätig); ausgezeichnet mit dem Großen Verdienst kreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands Hinsel, Paul vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Vorstandsmitglied im Ver- ein der Bayrischen Metallverarbeitenden Industrie; Ehrensenator der Universität für Wirtschafts- und Sozialwissenschaft Nürn- berg Hinz, Fritz vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Be- triebsführer der Henschel und Sohn GmbH, Kassel; Aufsichtsratsmitglied der Oberschle- sischen Lokomotivwerke AG Kattowitz Oberschlesien, Steana Motrica Bukarest, Wiener Locomotiv-Fabriks-AG, Wien nach 1945: Präsident und Geschäfts- führender Vorsitzender des Vorstandes der Vereinigung Deutscher Lokomotivfabriken und des Verbandes der Waggonindustrie, Frankfurt/Main; Ehrendoktor der Techni- schen Hochschule Darmstadt; ausgezeichnet mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschlands Holtz, Wolfgang vor 1945: Ministerialdirigent im Reichs- wirtschaftsministerium; arbeitete eng mit den Kohlen- und Stahlkonzernen zusammen nach 1945: Ministerialdirektor und Ab- teilungsleiter im Bonner Kriegsministerium; Aufsichtsrat in der Monopol-Bergwerks- aktiengesellschaft(Flick-Konzern) Honsel, Fritz vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Lei- ter einer Fachabteilung in der Wirtschafts- gruppe Gießerei-Industrie nach 1945: Vorsitzender des Vorstan- des der Honsel-Werke AG; Vorstandsmit- glied der Wirtschaftsvereinigung Nichteisen- metalle und des Gesamtverbandes Deutscher Metallgießereien; Mitglied des Landesbei- rates im Westfälischen Gerling-Konzern und der Dresdner Bank; Ehrenbürger der Tech- nischen Hochschule München; Ausgezeich- net mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschlands Hopf, Volkmar vor 1945: Landrat in Pommern, dort verantwortlich für die Verschleppung von Antifaschisten ins KZ; Kreishauptmann in der ÖSR, verfolgte tschechische Patrioten; wurde auf Grund dieser„Verdienste“ Ober- landrat nach 1945: Staatssekretär a. D. des Bun- desverteidigungsministeriums(durch die Spiegelaffäre zum Rücktritt gezwungen); Präsident des Bundesrechnungshofes Jähne, Friedrich vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Mit- glied des Vorstandes der IG-Farben-Indu- strie AG, Frankfurt/Main, und Mitglied ihres Technischen und Finanzausschusses; Vorsit- zender der Technischen Kommission der IG; Mitglied von Aufsichtsräten mehrerer IG- tsführen, ‚Sohn Gm) ler Oberst G Kattoyi (ca Bukar ‚ Wien nd Geschil! orstandes motivfabrike Jgonindustn © der Terhe ausgezeich enstkreuz d jent im Reit itete eng ı nen zusam rektor und} Jsministerius Jol-Bergwil! zei) ftsführen;| er Wirtschal r des Vorste Yorstandsn ung Nichteis®| indes Deukst! des Landest gKonzern!| inger der IK n; Ausgeze! ‚yerdienstkt- lands PommelN, S ‚chleppung shauptmaü sche patiot dienste‘ OP Unternehmen; Mitglied des Großen Beirates bei der Reichsgruppe Industrie nach 1945: Angeklagter im Nürnberger IG-Farben-Prozeß, verurteilt zu langjähriger Gefängnisstrafe; Vorsitzender des Aufsichts- rates der Farbwerke Hoechst AG, Frank- furt/Main-Hoechst; ausgezeichnet mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Ver- dienstordens der Bundesrepublik Deutsch- lands Kaletsch, Konrad vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Gene- ralbevollmächtigter der Friedrich Flick KG, Düsseldorf; Vorstand der Mitteldeutschen Stahlwerke AG, Riesa; Stellvertretender Vor- sitzender des Aufsichtsrates der Eisenwerk- Gesellschaft Maximilianhütte; Aufsichtsrat in vielen Konzernen nach 1945: Angeklagter im Nürnberger Flick-Prozeß; Generalbevollmächtigter der Friedrich Flick KG, Düsseldorf; Geschäfts- führer der Verwaltungsgesellschaft für Stein- kohlenbergbau und Hüttenbetrieb mbH, Düsseldorf, Mitteldeutsche Stahlwerke GmbH, Berlin; Aufsichtsratsmitglied unter anderem bei Daimler-Benz AG, Stuttgart/ Untertürkheim, bei Dynamit Nobel AG, Troisdorf, und Süd-Chemie AG, München Keyserlingk, Wedig, Freiherr von vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Geschäftsführer der Deuta- Werke, vormals Deutsche Tachometerwerke GmbH, Bergisch-Gladbach Kiehn, Fritz vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Auf- sichtsratsmitglied der Deutschen Effekten- und Wechselbank, Frankfurt/Main, Berlin, und der NSU-Werke AG, Neckarsulm; Beirat der Reichswirtschaftskammer Berlin nach 1945: Gesellschafter und Ge- schäftsführer der Efka-Werke Fritz Kiehn GmbH, Trossingen/Württemberg Kniehahn, Werner vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Vorsitzender des Vereins Deutscher Ingenieure(VDI), Berlin Knieriem, August von vor 1945: Mitglied des Vorstandes der IG-Farben-Industrie AG, Frankfurt/Main; Leiter ihres Rechtsausschusses(Chefsyndi- kus) und Mitglied des Zentral- und Arbeits- ausschusses; Mitglied des Aufsichtsrates Anorgana GmbH, Frankfurt/Main(Giftgas- werk der IG-Farben) nach 1945: Angeklagter im Nürnberger IG-Farben-Prozeß; Vorsitzender des Auf- sichtsrates der IG-Farben-Industrie AG i.L., Frankfurt/Main Knott, Karl vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- standsmitglied der Siemens-Schuckert-Werke AG, Berlin-Siemensstadt nach 1945: Vorsitzender des Vorstan- des des Rationalisierungs-Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft(RKW), Frankfurt/ Main; Verwaltungsratsmitglied der Siemens Industrie Electrica S. A., Madrid; Mitglied der Deutschen Atomkommission, Ehrendok- tor,-bürger und-senator der Universität Er- langen Kreibich, Emil vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Auf- sichtsratsmitglied der Deutschen Bank Ber- lin; Präsident der Industrie- und Handels- kammer Reichenberg; Leiter der Außenhan- delsstelle für das Sudetenland, Reichenberg nach 1945: Inhaber der Firma Wegena Dr. Kreibich KG, Berlin und Hamburg Kugler, Hans vor 1945: Direktor der Verkaufsgemein- schaft der IG-Farben-Industrie AG, Frank- furt/Main; Kommissar des Reichswirtschafts- ministeriums für die Aussig-Falkenau Werke in der CSR nach 1945: Angeklagter im Nürnberger IG-Farben-Prozeß, zu Gefängnis verurteilt; Vorstandsmitglied der Casella-Farbwerke Mainkur AG, Frankfurt/Main; Vorstand: Riedel de Haen AG, Seelze bei Hannover; Mitglied des Hauptausschusses des Verban- des der Chemischen Industrie e. V., Frank- furt/Main Lautz, Julius von vor 1945: Oberregierungsrat im Reichs- wirtschaftsministerium, Wehrwirtschaftliche Abteilung; wirkte bei der Kriegsvorberei- tung und Kriegsführung der Faschisten auf dem Gebiet der Wirtschaft mit nach 1945: Saarländischer Minister der Justiz; Landesvorsitzender der CDU Saar- land; Mitglied des Vermittlungsausschusses des Bundestages und des Bundesrates Loew, Gottfried vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Stell- vertretender Betriebsführer und Werkleiter des Werkes Lemwerder der„Weser“ Flug- zeugbau GmbH, Bremen \ | i F\ 1 | \ \ | | 5 ‘ i 1945: Technischer Direktor und nach Geschäftsführer der„Weser” Flugzeugbau GmbH Mahle, Hermann vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Gesellschafter der Mahle- Werke GmbH, Fallbach; Beirat: Deutsche Bank AG; Ehrensenator der Technischen Hochschule Stuttgart Malaise, Gerhart E. von vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Vorstandsmitglied der Ham- burger Elektrizitätswerke AG, Hamburg; Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Po- renbeton GmbH; Mitglied des Landesaus- schusses Hamburg, der Commerzbank AG Maltzan, Vollrath von vor 1945: Verbindungsmann der IG- Farben zum Auswärtigen Amt; Leitender Mitarbeiter der VermittlungsstelleW(Wehr- macht) der IG-Farben-Industrie AG, Frank- furt/Main nach 1945: Aufsichtsrat: Kalle AG, Wiesbaden-Biebrich; Mitglied: Deutsche Weltwirtschaftliche Gesellschaft, Westberlin, Deutsch-Französischer Kreis, Düsseldorf, Akademie für Welthandel, Frankfurt/Main, und weitere Auslandsgesellschaften; Experte der IG-Farben-Nachfolger für Perspektivfra- gen der Auslandswirtschaft; ausgezeichnet mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands sowie dem Großkreuz der Ehrenlegion ter Meer, Fritz vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- standsmitglied der IG-Farben-Industrie AG, Frankfurt/Main, und Mitglied ihres Zentral- ausschusses; Geschäftsführer der Buna- Werke GmbH, Schkopau, und leitendes Mit- glied bzw. Angehöriger von zahlreichen Auf- sichtsorganen der IG-Farben-Unternehmen, Tochtergesellschaften und Affiliationen im In- und Ausland; Beauftragter für Italien des Reichsministers für Rüstungs- und Kriegsproduktion; Hauptschuldiger der IG- Farben an den Verbrechen in Auschwitz; war führend an der Einverleibung der che- mischen Industrie der okkupierten Länder beteiligt nach 1945: Hauptbelasteter im IG-Far- ben-Prozeß in Nürnberg, zu langjähriger Gefängnisstrafe verurteilt; Ehrenvorsitzen- der des Aufsichtsrates und Vorstandes der Farbenfabriken Bayer AG, Leverkusen; Auf- AG Düsseldorf, Waggonfabrik Uerdingen AG, Krefeld sichtsrat: Commerzbank Merek, Karl vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Gesellschafter der Firma Merek oHG, Darmstadt; Aufsichtsratsvor- sitzender der Firma Elektrochemische Werke München AG; Aufsichtsratsmitglied der Go- thaer Lebensversicherung AG, Göttingen; ausgezeichnet mit dem Großen Bundesver- dienstkreuz des Verdienstordens der Bun- desrepublik Deutschlands Merker, Otto vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Leiter des Hauptausschusses Schiffbau beim Reichs- ministerium für Rüstung und Kriegsproduk- tion nach 1945: Vorsitzender des Vorstan- des der Rheinstahl Hanomag AG, Hannover; Mitglied des Vorstandes im Gesamtverband der Metallindustriellen Arbeitgeberverbände i. V., Köln; Aufsichtsratsmitglied verschie- dener Rheinstahl Werke; Beirat der Deut- schen Bank; Präsident der Rheinstahl-Ha- nomag-Cura SA, Buenos-Aires; ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundes- republik Deutschlands Messerschnitt, Willy vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Trä- ger des faschistischen Titels„Pionier der Arbeit“; im Vorstand der Messerschnitt AG Augsburg nach 1945: Vorsitzender des Aufsichts- rates der Messerschnitt AG; Beiratsmitglied des Bankhauses Aufhäuser; Ehrendoktor der Technischen Hochschule München; ausge- zeichnet mit dem Goldenen Ehrenring des Vereins Deutscher Ingenieure(VDI) Möhlenbeck, Wilhelm vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Lei- ter der Fachgruppe Ledererzeugende Indu- strie; Vorsitzender des Centralvereins der Deutschen Lederindustrie Berlin nach 1945: Inhaber der Firma Wilhelm Möhlenbeck KG, Wolfenhausen/Taunus Nallinger, Fritz vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Chefingenieur und Vor- standsmitglied der Daimler Benz AG, Stutt- gart; Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Auto-Union, Düsseldorf; ausgezeichnet mit dem Großen Bundesver- dienstkreuz der Bundesrepublik Deutsch- lands Düsseldyy Krefeld führer Y der Fin sichtsratsye mische er} glied der 1, Göttinge n Bundesie ens der Bır führer; Leil 1 beim Reidı {riegsprodil des Vorsto \G, Hannoye esamtyerbin jeberverbän. lied versch‘ irat der Dei Rheinstahl-t ‚ausgezeicht ız. der Bunde ftsführen; Ti ;„Pionier(©| sserschnitt! . des ‚Aufsich!| Beiratsmitgli hrendoktor inchen; ausl Ehrenring& e(vDI) ıftsführen; I; yeugende I talvereins© lin' Firma wilhe sen Taunts Ind psführe” ER Neef, Fritz vor 1945: Volkswirt im Reichswirt- schaftsministerium, war für die wirtschaft- lichen Maßnahmen der totalen Kriegsfüh- rung mitverantwortlich nach 1945: Staatssekretär im Bundes- wirtschaftsministerium, verantwortlich für die Europa-Abteilung Oehme, Adolf vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Vorstandsmitglied der Fir- ma Voigländer& Sohn AG, Braunschweig Pierburg, Alfred vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Fabrikant der Deutschen Vergaser GmbH, Neuß/Rhein, und der Deut- schen Vergasergesellschaft, Berlin; Vor- standsmitglied des Verbandes der Auto- mobilindustrie Pohle, Wolfgang vor 1945: Direktor der Mannesmann- Röhrenwerke Düsseldorf; Mitglied des Auf- sichtsrates der Stahlhof AG, Düsseldorf nach 1945: Generalbevollmächtigter der Friedrich Flick KG, Düsseldorf; Vorstands- mitglied der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf; Geschäftsführer der Verwal- tungsgesellschaft für Steinkohlenbergbau und Hüttenbetrieb mbH, Düsseldorf; Vor- sitzender des Rechtsausschusses des Bundes- verbandes der Deutschen Industrie e. V., Köln; Mitglied beim Europäischen Wirt- schafts- und Sozialausschuß, Brüssel; im Präsidium der deutschen Afrikagesellschaft e. V., AFO-Institut für Wirtschaftsforschung; 1953-1957 Mitglied des Bundestages Prentzel, Felix-Alexander vor1945: Prokurist der IG-Farben-Indu- strie AG, Frankfurt/Main; Mitarbeiter der wirtschaftspolitischen Abteilung der IG; Mitarbeiter im Reichsamt für Wirtschafts- ausbau nach 1945: Vorsitzender des Vorstan- des Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt, vormals Roessler(Degussa), Frankfurt Main; Aufsichtsrat: Metallgesellschaft Frankfurt/Main, Farbwerke Hoechst, Frank- furt/Main, und weitere fünf wirtschaftliche Unternehmen; Mitglied der Direktionskom- mission für die Verwendung von Atomener- gie bei der OECD; Mitglied des Verwal- tungsrates beim Institut für Entw icklungs- länder Preusker, Victor-Emanuel vor 1945: Vertrauensmann der Dresd- ner Bank; als„Rassenspezialist” bei der Ari- sierung Wiener Bankhäuser eingesetzt; SS- Führer nach 1945: Bundesminister für Woh- nungsbau a.D.; Präsident des Zentralver- bandes der Deutschen Haus- und Grund- besitzer Reuleaux, Otto vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Beirat der Deutschen Bank, Hannover nach 1945: Vorsitzender des Vorstan- des der Kali Chemie Engelhard-Katalysato- ren GmbH, Hannover; Vorsitzender des Geld-, Kredit- und Währungsausschusses des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Köln; Italienischer Konsul in Niedersachsen; Ehrendoktor der Technischen Hochschule Hannover; ausgezeichnet mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienst- ordens der Bundesrepublik Deutschlands Reuter, Franz vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Aufsichtsratsmitglied der Hütten und Bergwerke Rheinhausen AG, Kronprinz AG Solingen; Mitglied des Bei- rates des Bundesministeriums für Wirt- schaftlichen Besitz des Bundes; Herausgeber der Zeitschrift„Der Volkswirt“, dem Scharf- macherorgan der Unternehmer Rienecker, Waldemar vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Gau- amtsleiter im Amt für Technik Niederschle- siens; Schlesisches Elektrizitäts- und Gas- AG, Gleiwitz; Mitglied der Zulassungsstelle für Wertpapiere an der Schlesischen Börse zu Breslau nach 1945: Vorsitzender des Aufsichts- rates: Rheingau-Elektrizitätswerk AG Sander, Hermann vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Be- triebsführer der Firma Carlshütte-Maschi- nen- und Stahlbau GmbH, Waldenburg- Altwasser/Schlesien; Stellvertretender Vor- sitzender des Aufsichtsrates der„Glückauf“ AG für Braunkohlenverwertung, Lichtenau, Bezirk Liegnitz nach 1945: Vorstandsmitglied der Fir- ma Ehrhardt und Sehmer Maschinenfabrik AG, Saarbrücken; Präsidialmitglied des Ver- bandes der Eisen- und Metallverarbeitenden Industrie des Saarlandes; Handelsrichter 52 Saur, Karl-Otto vor 1945: Hauptdienststellenleiter und Amtschef im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion; Stabschef des„Jäger stabes” und Stellvertretender Leiter des Rü- stungsstabes, in Hitlers Testament zum Nachfolger von Speer bestimmt nach 1945: Leiter eines technischen Bü- ros in München-Pullach, beteiligt sich an der westdeutschen Raketenproduktion Schirner, Karl vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- sitzender des Vorstandes der Deutschen Erd öl AG, Berlin; Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank, Berlin, und der Continen tale Oel AG, Berlin; 1933-1939 Vorsitzender des Vorstandes der Vereinigten Aluminium Werke Berlin und der VIAG Berlin nach 1945: Aufsichtsratsvorsitzender der VIAG Bonn und Braunschweig; Stellver tretender Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank; Aufsichtsratsmitglied der Farbwerke Hoechst AG, Frankfurt/Main, Metallgesellschaft AG, Frankfurt/Main, und Vereinigten Aluminium-Werke AG, Bonn; Verwaltungsratsmitglied der Kreditanstalt für Wiederaufbau Frankfurt/Main; ausge zeichnet mit dem Großen Bundesverdienst- kreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutsch- lands Schmelter, Fritz vor 1945: Ministerialdirigent beim Reichsministerium für Rüstung und Kriegs- produktion; Sondertreuhänder der Arbeit; SS-Hauptsturmführer und Leiter des Arbeits- einsatzes im„Jägerstab“, wo er mit Lübke Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge in den unterirdischen Rüstungsvorhaben in den Tod trieb nach 1945: Vorstandsmitglied der Deut- schen Industrie und Finanzierungs-AG, Frankfurt/Main; Geschäftsführer: Deutsche Käuferkredit GmbH, Frankfurt/Main Schmid-Lossberg, Heinz vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Ge- schäftsführer des Rüstungskontors im Reichs- ministerium für Rüstung und Kriegsproduk- tion nach 1945: Generalbevollmächtigter der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin-Frank- furt/Main; im Vorstand der Berliner Han- delsbank AG; Vorsitzender des Aufsichts- rates der Frankfurter Kredit-Bank GmbH, Frankfurt/Main, und der Berliner AG für Vermögensverwaltung; Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates des Kabel- werkes Wilhelminenhof AG, Berlin Schmidt, Robert Hans vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- sitzender des Vorstandes der Fordwerke AG Köln; Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kredit-AG für Ford-Fahrzeuge Köln nach 1945: Direktor für Personal- und Sozialwesen; Aufsichtsratsmitglied(vorher Vorstandsmitglied) der Fordwerke AG, Köln-Niehl Schneider, Christian vor1945: Wehrwirtschaftsführer; Haupt- betriebsführer, Geschäfts- und Betriebsfüh- rer der Ammoniakwerke Merseburg GmbH, Leuna-Werke; Vorstandsmitglied der IG- Farben-Industrie AG, Frankfurt/Main nach 1945: Aufsichtsratsmitglied der Süddeutschen Kalkstickstoff-Werke AG, Trostberg Scholz, William vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hamburgischen Schiffbauversuchsanstalt, Hamburg; Stellvertretender Vorsitzender der Schiffsbautechnischen-Gesellschaft, Ham- burg; Beirat der Deutschen Bank AG Schulze-Fielitz, Günter vor 1945: Staatssekretär im Reichsmini- sterium für Rüstung und Kriegsproduktion; Stellvertreter von Speer; Generalinspektor für Wasser und Energie nach 1945: Vorstandsmitglied der Hoch- Tief-AG, Essen; Mitglied verschiedener Ver- bände der Bauindustrie Spindler, Joachim von vor 1945: Ministerialrat im Reichswirt- schaftsministerium, beteiligt bei der„Arisie- rung” verschiedener Banken; 1941 in Ost- asien im Sonderauftrag tätig nach 1945: Ministerialdirektor a. D. des Bundesministeriums der Finanzen; Finanz- berater der Regierung von Malaysia; aus gezeichnet mit dem Großen Bundesver- dienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschlands Springorum, Kurt vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Kom- missar im Reichsluftfahrtsministerium nach 1945: Geschäftsführer und Gesell- schafter der Allgemeinen Deutschen Metall- werk GmbH, Hohenschäftlern-Isartal Etsführer, Fordwerke, Sichtsrates/ je Köln " Personal-ı itglied(yon ordwerke} führer; Has nd Betriebst rseburg Gi! tglied. der| furt/Main atsmitglied| jff-Werke} aftsführer ‚atsmitglied! nd Förderer! uyersuchsans er Vorsitz esellschaft, , Bank AG ir im Reichstt niegsprodult' Generalinspt! yitglied det B erschiedenet! rat im Reichst gt bei der ih ven, 1941 1 ig eur Be a£ alays!dı In M Bunde‘ 0| .. Bundesteß! 53 Ter-Nedden, Wilhelm vor 1945: Ministerialrat;„Ostspezialist” im Reichswirtschaftsministerium, später im Reichsministerium für die besetzten Ost- gebiete als Stellvertretender Leiter des Wirt- schaftsstabes Ost, Chefgruppe W; an der Ausplünderung der okkupierten Länder be- teiligt nach 1945: Ministerialdirektor im Bun- desverkehrsministerium; Leiter der Abtei- lung Verkehrspolitik Thalau, Karl vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Geschäftsführer der Ernst Heinkel Flugzeugbau GmbH, Speyer und München; Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG, München Thiedemann, Richard vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Di- rektor der Junkers Flugzeug- und Motoren- werke AG, Dessau nach 1945: Vorstandsmitglied der Hen- schel Flugzeugwerke AG, Kassel Tüngeler, Johannes vor 1945: Reichsbankrat im Reichswirt- schaftsministerium; Abwehrbeauftragter, Verbindungsmann zur Gestapo und dem SD nach 1945: Bankdirektor und Direk- toriumsmitglied der Deutschen Bundesbank und Zentralbankrat, Frankfurt/Main Vitz, Ernst-Helmut vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- sitzender des Vorstandes und Betriebsführer der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG, Wuppertal/Elberfeld; Erste Österreichische Glanzstoff-Fabrik AG, St. Pölten; Glanzstoff- Fabrik Lobositz AG(Sudetenland); Auf- sichtsratsmitglied der Algemeene Kunstzijde Unic, Arnhem/Holland nach 1945: Vorsitzender des Vorstan- des der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG; Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank AG, Frankfurt/Main; ausgezeichnet mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundes- republik Deutschlands Voith, Hanns vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Geschäftsführer der Firma I. M. Voith GmbH, Heidenheim(Brenz); ausgezeichnet mit dem Großen Bundesver- dienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands 4 Braunbuch Wagner, Alfonds vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- sitzender des Vorstandes der Vereinigten Oberschlesischen Hüttenwerke AG, Glei- witz; Vorsitzender des Beirates der Schlesi- schen Montan GmbH, Breslau; Beirat der Deutschen Bank, Berlin nach 1945: Aufsichtsratsvorsitzender der Wesselwerk AG, Bonn, Bayrische Mo- torenwerke AG, München Waldschmidt, Herbert vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Vorstandsmitglied des Ver- eins Deutscher Maschinenbau Anstalten; Aufsichtsratsmitglied der Motorenwerke Mannheim AG Werner, William vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor- stand, Direktor und Betriebsführer der Auto-Union AG, Chemnitz; Vorsitzender des Technischen Ausschusses der Wirtschafts- gruppe Fahrzeugindustrie, Berlin; Reichs- ausschuß für Leistungssteigerung nach 1945: Geschäftsführer und Tech- nischer Leiter der Auto-Union GmbH, Düs- seldorf-Ingolstadt; Aufsichtsratsmitglied der Zweirad-Union AG, Nürnberg Weydenhammer, Rudolf vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Gene- raldirektor und Vorsitzender des Vorstandes der Österreichischen Magnesit AG, München; Aufsichtsratsmitglied, Vizepräsident der Forsikringsaktienelskabet Nordeuropa, Ko- penhagen, Nippon Magnesium Metals Com- pany Ltd. Konau/Japan, Riunione Adriatica di securita, Direktionsrat, Wien-Triest; Mit- glied der Board of Directors, American Magnesium Metals Corporation, Pittsburgh, P.; Beauftragter des Reichsprotektors in Böhmen und Mähren nach 1945: Präsident und Direktor der Oberrheinischen Handels-AG, Zürich; Ehren- senator der Universität München Wieland, Walter vor 1945. Wehrwirtschaftsführer; Beirat der Deutschen Bank, Berlin nach 1945: Stellvertretender Vorsitzen- der des Aufsichtsrates der Omnipetrol GmbH für Erdölverwertung,. Hamburg, Deutsch-Überseeische Petroleum AG, Ham- burg; Aufsichtsratsmitglied der Bayerischen Rohrhandelsgesellschaft München, IG-Far- ben-Industrie i.L., Frankfurt/Main; Han- delsrichter nn 5 54 Willhausen, Hans vor1945: Vorstand der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG; Vorsitzender des Aufsichtsrates der Baugesellschaft Werderau mbH, Nürnberg; Aufsichtsrat der Industrie- finanzierungs AG Ost, Berlin, Ferrostahl AG, Essen, und andere; Vorsitzender des Deutschen Stahlbau-Verbandes Berlin nach 1945: Vorstandsmitglied der Stu diengesellschaft für privatrechtliche Aus landsinteressen e. V., Bremen; Mitglied des Präsidiums der Gesellschaft zur Förderung des Schutzes von Auslandsinvestitionen e.V., Köln; 1949-1957 Mitglied des Bundestages Winkler, Kurt vor 1945: Wehrwirtschaftsführer nach 1945: Aufsichtsratsmitglied der AG Kühnle, Kopp und Kausch, Frankenthal Pfalz Winnacker, Karl vor 1945: Direktor der IG-Farben-Indu strie AG, Farbwerke Hoechst, Frankfurt/ Main-Hoechst nach 1945: Vorstandsvorsitzender der Farbwerke Hoechst AG, Frankfurt/Main; Aufsichtsratsvorsitzender: Kernreaktorbau und Betriebs-GmbH, Karlsruhe; Aufsichts rat: Dresdner Bank AG, Frankfurt/Main, Buna-Werke Hüls GmbH, Marl; Präsident des Deutschen Atomforums e.V., Bonn Wisselmann, Heinrich vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Gene raldirektor der Preußischen Bergwerks- und Hütten-AG, Berlin; Leiter der Wirtschafts gruppe Bergbau, Berlin; Beirat der Deut schen Reichsbank Berlin und der Reichs gruppe Industrie, Berlin nach 1945: Vorsitzender des Aufsichts rates der Mansfeld-AG für Bergbau- und Hüttenbetrieb, Hannover, Steinkohlenberg werk Mansfeld GmbH, Bochum-Lagendreser Witzleben, Wolf-Dietrich von vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Vor standsmitglied der Siemens- und Halske AG, Berlin, Siemens-Schuckert-Werke AG, Berlin; Aufsichtsratsmitglied der Siemens Planiawerke AG für Kohlefabrikate Berlin nach 1945: Stellvertretender Vorsitzen der des Aufsichtsrates der Siemens-Schuk- kert-Werke AG, Berlin-Erlangen; Ehrenprä sident der Gesellschaft zur Förderung des Unternehmernachwuchses Köln Wurster, Carl vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Che miker; Vorstand und Betriebsführer der IG Farben-Industrie AG, Ludwigshafen/Rhein Verwaltungsrat: Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung mbH(DEGESCH) Frankfurt/Main, Herstellerin des„Zyklon B Gases“, mit dem Millionen Menschen ver gast wurden nach1945: Angeklagter im Nürnberger IG-Farben-Prozeß; Vorsitzender des Vor standes der Badischen Anilin- und Soda Fabrik AG, Ludwigshafen/Rhein; Aufsichts ratsmitglied unter anderem bei Degussa Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt Frankfurt/Main, Deutsche Bank AG, Frank furt/Main, Buna-Werke Hüls GmbH, Mar! usw.; Ehrensenator der Universität Heidel berg und Mainz und der Technischen Hoch schule Karlsruhe; Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie e. V.; ausgezeich net mit dem Großen Bundesverdienstkreur mit Stern der Bundesrepublik Deutschland Zangen, Wilhelm vor 1945: Wehrwirtschaftsführer; Gene raldirektor des Mannesmann-Konzerns wurde von Hitler und Göring als„über ragende Führerpersönlichkeit” gefeiert; Lei ter der Reichsgruppe Industrie; war vo allem für die Ausplünderung der ausländi schen Industrie verantwortlich; SS- unc NSDAP-Mitglied; arisierte verschiedene Fir men nach 1945: Stand auf der amerikani schen Kriegsverbrecherliste; Vorsitzender des Aufsichtsrates des Mannesmann-Kon zerns und anderer; ausgezeichnet mit den Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern de 3undesrepublik Deutschlands Verke A U Siemen ate Berlin " Vorsitze NenS-Schuk ; Ehrenpr derung d führen;() IhrendenI( nafen Rh ellschaft[I (DEGESCH es„Zyklon enschen vu n Nürnberg ler’ des Vor° - und Sul in; Außsic bei Degus ‚cheideanstil ık AG, Hat) GmbH, Dal ersität Heil: nischen Hi des Verbanl ).; ausgezl verdienstit < Deutschli tsführen; 0 nann-Konzt! {ng als„R pi gefeiell K ste; Wal| g.der auslih tlich, 9 opschieden? 55 GESTAPO, SS UND SD IN STAAT UND WIRTSCHAFT Der Bonner Verjährungsbeschluß schließt auch die von Angehörigen der Ge- stapo, der SS und des SD begangenen Verbrechen ein, jener Organisationen, die in allen Ländern zum Inbegriff für Nazi- und Kriegsverbrechen geworden sind. Sie waren das Hauptinstrument des deutschen Faschismus zur Aufrecht- erhaltung ihrer Terrorherrschaft und zur Verwirklichung ihrer verbrecherischen Ziele. Fiel ihnen zunächst die Aufgabe zu, das deutsche Volk brutal zu unter- drücken, die antifaschistischen und demokratischen Kräfte durch Konzentra- tionslager und Fallbeil in Deutschland auszumerzen, so erweiterte sich ihr verbrecherischer Wirkungskreis mit der Entfesselung des faschistischen Raub- krieges. Gestapo, SS und SD waren es in erster Linie, die die„Neuordnung Europas“ in den zeitweilig okkupierten Ländern durch die Verschleppung von Millionen Menschen in die Konzentrationslager, durch Massenerschießungen, Exekutionen von Kriegsgefangenen, durch die Ausrottung ganzer Volksgrup- pen zu verwirklichen versuchten. Buchenwald, Sachsenhausen, Ravensbrück, Auschwitz, Maidanek, Treblinka, Sobibor, Bergen-Belsen, Amersfort, Oradour, Lidice, Marzabotto, Putten, Minsk, Kiew und andere Stätten unvorstellbaren Leids sind untrennbar mit dem Begriff Gestapo, SS und SD verknüpft. Allein in den nazistischen Konzentrationslagern fanden 11 Millionen Men- schen den Tod. Die Gesamtzahl der Frauen, Männer und Kinder, die von An- gehörigen der Gestapo, SS und des SD ermordet wurden, ließ sich bis zum heutigen Tage nicht ermitteln. In den Konzentrationslagern wurden 4 Millio- nen Juden vergast oder erschlagen; 2 Millionen jüdische Menschen wurden von den berüchtigten Einsatzgruppen liquidiert und in Massengräbern ver- scharrt. 20 Jahre nach Kriegsende werden neue Exekutionsstätten aufgefunden und freigelegt. Im sogenannten Einsatzgruppen-Prozeß(Fall IX) sprach das amerikanische Militärgericht von den grauenvollsten Verstößen gegen das Völkerrecht, von Verbrechen nie dagewesener Brutalität und von solch unfaßbarer Grausamkeit, daß es der Vorstellung und Einbildungskraft mangelt, angesichts einer Ernied- rigung, die die menschliche Sprache nicht zu schildern vermag. Handelte es sich bei diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit um Über- griffe oder Ausschreitungen einzelner Angehöriger oder Einheiten dieser Orga- nisationen? Der„Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei”, Himmler, erklärte in seiner Rede am 4. Oktober 1943 in Posen vor dem NS-Führerkorps: „Wie es den Russen geht, wie es den Tschechen geht, ist mir total gleich- gültig. Das, was in den Völkern an gutem Blut unserer Art vorhanden ist, wer- den wir uns holen, indem wir ihnen, wenn notwendig, die Kinder rauben und sie bei uns großziehen. Ob die anderen Völker in Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen, anders interessiert mich das nicht. Ob bei dem Bau eines Panzergrabens 10000 russische Weiber an Entkräftung umtallen oder nicht, interessiert mich nur insoweit, als der Panzergraben für Deutschland fertig wird... Von Euch werden die meisten wissen, was es heiht, wenn hun- dert Leichen beisammen liegen, wenn fünfhundert daliegen oder wenn tausend daliegen. Dies durchgehalten zu haben und dabei- abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen- anständig geblieben zu sein, das hat uns hart ge- macht. Dies ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmes- blatt unserer Geschichte...”(IMT, Bd. XXIX, S. 144) DIE ANKLAGE VON NÜRNBERG Das bereits in Nürnberg vorliegende erdrückende Beweismaterial veranlaßte das Internationale Militärtribunal, Gestapo, SS und SD in ihrer Gesamtheit als verbrecherisch zu charakterisieren. In der Begründung führte derInternationale Gerichtshof als hauptsächlichste Verbrechen dieser Organisationen an: Grausamkeit und Morde in den Konzentrationslagern Verfolgung und Ausrottung der Juden Terror, Verhaftungen und Massaker in den besetzten Gebieten Geiselerschießungen Mißhandlung und Ermordung von Kriegsgefangenen sowie Kriegsverbrechen der verschiedensten Art Massendeportationen und Durchführung des Zwangsarbeiterprogramms Im Artikel 10 des Statuts des Internationalen Militärtribunals heißt es: „Ist eine Gruppe oder Organisation vom Gerichtshof als verbrecherisch er- klärt worden, so hat die zuständige nationale Behörde jedes Signatars das Recht, Personen wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer solchen verbrecherischen Organisation vor Nationalen-, Militär- oder Okkupationsgerichten den Prozeb zu machen. In diesem Falle gilt der verbrecherische Charakter der Gruppe oder Organisation als bewiesen und wird nicht in Frage gestellt.”(IMT, Bd. I, S. 13) Unter Bruch aller völkerrechtlichen Verpflichtungen wurden die Initiatoren und Hauptverantwortlichen der von diesen Terrororganisationen begangenen ser Orga: immer, rerkorps, Al gleich. ist, wer- uben und ler ob sie 5 Sklaven dem Bay len oder ıtschland 'enn hun: \ tausend 'snahmen hart ge: Ruhmes: eranlahte ntheit als nationale N: rbrechen ms es: erisch er atars 08 herischel ‚n Proz ppe od ‚15.8 ‚itiatorel gangen®! 57 Verbrechen in leitende Stellungen des Staates und der Wirtschaft übernommen. „Spezialisten“ der Gestapo, SS und SD schufen den sogenannten Verfassungs- schutz zur Unterdrückung der demokratischen und fortschrittlichen Kräfte in Westdeutschland.„Spezialisten“ der Gestapo, der SS und des SD befinden sich an einflußreicher Stelle in der westdeutschen Polizei; sie üben heute ihre ver- brecherische Tätigkeit im Geheimdienst Gehlen und in Sondereinheiten der Bundeswehr aus. Und die Gestapokommissare und SS-Sturmbannführer treten vor die Schran- ken des Gerichts, nicht als Angeklagte, sondern als Entlastungszeugen. Staatssekretär a.D. Dr. Globke, Kommentator der Judengesetze, wurde als Experte für die faschistischen Rassengesetze im Auschwitz-Prozeß vernommen. Der ehemalige„Kriegsverwaltungschef in Frankreich” und„Reichsbevollmäch- tigte“ in dem von den Nazis okkupierten Dänemark, Dr. Werner Best, heute Justitiar des Hugo-Stinnes-Konzerns, wurde in Frankfurt(Main) als„Sachverständiger“ Kriegsverbrecher geladen. Als weitere„Entlastungszeugen” traten im Auschwitz-Prozeß bzw. in anderen Kriegsverbrecherprozessen in den Zeugenstand: EmilFinnberg ,SS-Sturmbannführer heute:Rechisanwalt in Hamburg; Dr. Kurt Niesling, SS-Untersuchungsführer und Gerichtsoffizier in Krakau heute:Rechtsanwalt in Wiesbaden; Walter Entrich,Gendarmeriehauptmann in der Ukraine heute:Polizeikommissar in Neuhaus(Kr. Paderborn); Dr.KurtUhlenbroock ,KZ-Arzt im Lager Auschwitz heute: Arzt in Hamburg; Helmut Bartsch, SS-Hauptsturmführer und Mitglied einer Untersuchungs- kommission in Auschwitz heute:Kriminalkommissar in Krefeld; Dr. Johann Thümmler, Leiter der Gestapoleitstelle Chemnitz und Katto- witz Joset Schreieder, SS-Obersturmbannführer und Kriminaldirektor im be- setzten Holland heute: Oberregierungsrat in München; Günter Burmeister ,SS-Standartenführer und Amtschef im RSHA heute: Oberlandesgerichtsrat in Schleswig; Dr. HansLaufts,SS-Hauptsturmführer und SS-Richter heute:Ministerialrat in Bonn; Hans Zentgraf, SS-Obersturmbannführer und Chef eines SS- und Polizei- gerichts in Riga heute:Rechtsanwalt in Aachen: WillyOsthues,SS-Hauptisturmführer und Richter am SS- und Polizeigericht in Krakau heute: Rechtsanwalt in München; Gustav Adolf Noske,(Düsseldorf), SS-Obersturmführer und Leiter der Gestapoleitstelle Düsseldorf; Albert Hartl,(Braunschweig), SS-Sturmbannführer und Gruppenleiter im RSHA; Friedrich Dern,(Offenbach), SS-Standartenführer und Leiter des„Reichs- führerbegleitbataillons‘; Dr. Richard Wendler,(München), Gouverneur von Krakau; Dr. Horst Barth, SS-Sturmbannführer und Leiter der Kriminalpolizei in Krakau; Globke,Best,Streckenbach, KZ-Ärzte, SS-Sturmbannführer und SS-Richter und andere„Hoheitsträger” des faschistischen Deutschland werden von den SS-Verteidigern in unbegrenzter Zahl aufgeboten, um zu bezeugen, daß die faschistische Gesetzgebung rechtens und die Durchführung der Befehle des RSHA eine selbstverständliche Pflicht war, daß folglich die angeklagten SS- und Gestapomörder von jeder Schuld freizusprechen seien. Und hier die offizielle Stellungnahme der westdeutschen Regierung: In der Bundestagsdebatte über die Verjährung von Kriegs- und Naziverbrechen er- klärte der Bonner Justizminister, daß man sich allmählich daran gewöhnen müsse, notfalls mit Mördern unter einem Dach zu leben. Justizminister Bucher wurde durch den weltweiten Protest zum Rücktritt gezwungen; daß es sich bei seiner Auffassung nicht um eine private Meinung handelt, beweisen die folgenden Abschnitte. DAS REICHSSICHERHEBELLSHAUPTAMT Im Reichssicherheitshauptamt(RSHA) wurden die zentralen Ämter der Sicher- heitspolizei und des SD, des Hauptamtes Sicherheitspolizei, des Sicherheits- | ] I | | | j | | | | | j | 1} | 1 | \ 1 Polizei. ‚eigericht siter der leiter im „Reichs: olizei il hrer und 1 werden ıgen, dal fehle des ıgten 55 g: In det chen eI- ewöhnen ar Bucher h es sich eisen die Sicher "herheits 59 hauptamtes des Reichsführers SS, des Geheimen Staatspolizeiamtes und des Reichskriminalpolizeiamtes auf Grund einer Verfügung Himmlers am 27. Sep- tember 1939 zusammengeschlossen. Dieser Apparat beschäftigte Tausende hauptamtliche und Zehntausende nebenberufliche„freie“ Mitarbeiter. Sie entschieden teils auf Weisung, teils aus eigenem Ermessen über Leben und Tod in Hitlers und Himmlers Machtbereich. Mit dem RSHA hatte sich eine neue Instanz der„Führergewalt” gebildet, die im faschistischen Staat eine fast uneingeschränkte, den Interessen der Mono- pole dienende Macht ausübte. Sie besaß sowohl staatliche als auch parteiliche Kompetenzen. Zur Hauptaufgabe des Reichssicherheitshauptamtes gehörte unter anderem die„Endlösung der Judenfrage”. Auf Befehl und mit Wissen des RSHA wurden allein durch die„Einsatzgruppen“ 2 Millionen und in den faschistischen Kon- zentrationslagern weitere 4 Millionen Juden ermordet. Darüber hinaus kom- men alle Exekutivmaßnahmen innerhalb und außerhalb Deutschlands—- von der Einweisung in die Konzentrationslager, der Zwangsverschleppung von Ausländern, der Errichtung von CGhettos, der Folterung und Entwürdigung von Antifaschisten bis zu Euthanasie- und anderen Verbrechen- auf das Konto des RSHA, seiner Amtsleiter und des größten Teils seiner Mitarbeiter. DAS VERBRECHEN IM VELODROME D’EIVER Sie tragen auch die Schuld an dem Schicksal von 4051 jüdischen Kindern, die mit ihren Eltern— insgesamt etwa 7000 Menschen—- im Juli 1942 bei einer Razziawelle in Paris festgenommen worden waren. Im Hof des Velodrome d’Hiver, einer großen Radrennbahn, wurden sie fünf Tage lang ohne jegliche Nahrung gefangen gehalten. Trinkwasser gab es nur aus einem Hydranten an der Straße. Frauen mußten unter diesen Bedingungen entbinden. 30 Menschen starben sofort, viele wurden irrsinnig. Am 5. Tage wurden die Eltern von ihren Kindern gerissen und abtranspor- tiert. Sie starben in den Gaskammern des Konzentrationslagers Auschwitz. Obwohl die französische Regierung sich dafür einsetzte, die zurückgebliebenen 4051 Kinder in Kinderheimen unterzubringen, entschied das Reichssicherheits- hauptamt, die Kinder ebenfalls zu vergasen. Ohne jegliche Fürsorge wurden sie zu 300 bis 400 in Züge verladen und rollten in den Tod. Trotz des Urteils von Nürnberg, die Verbrecher des Reichssicherheitshaupt- amtes zu bestrafen, wo immer sie auftauchen, wurden die meisten dieser Ver- brecher, selbst die Amtschefs, nicht zur Verantwortung gezogen. Aber gerade die Amtschefs sind am stärksten belastet, denn fast alle waren sie Leiter der sogenannten Einsatzgruppen. ESS ee Iee seen HeeR skeg gekenn nme nannten ne I j 60 EINSATZGRUPPEN IN AKTION Diese Gruppen wurden auf Grund eines Abkommens zwischen dem RSHA, dem Oberkommando der Wehrmacht(OKW) und dem Oberkommando des Heeres(OKH) gebildet. Das Abkommen bestimmte, daß den jeweiligen Heeresgruppen oder Armeen ein Vertreter des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD zuzuteilen ist, der mobile Einheiten in Form einer„Einsatzgruppe” zur Verfügung hat. Die Einsatzgruppen wiederum waren in„Einsatzkomman- dos“ und„Sonderkommandos” gegliedert. „Unter dem Vorwand der politischen Sicherung der eroberten Gebiete in den besetzten sowohl als auch in den rückwärtigen Gebieten der Wehrmacht soll- ten die Einsatzgruppen rücksichtslos allen Widerstand gegen den National- sozialismus liquidieren- nicht nur den Widerstand in der Gegenwart, sondern ebenso den der Vergangenheit und der Zukunft. Ganze Klassen von Menschen sollten ohne Untersuchung, ohne Mitleid oder Reue getötet werden. Die Frauen sollten zusammen mit ihren Männern umgebracht werden, und auch die Kinder sollten hingerichtet werden, da sie sonst zu Gegnern des Nationalsozialismus aulwachsen würden und sogar den Wunsch hegen könnten, sich an den Mör- dern ihrer Eltern zu rächen.”(Nürnberger Proze&, Fall IX, S. 32) Diese Aufgaben- sie entsprachen einem„Führerbefehl”— erfüllten die Ein- satzgruppen mit der größtmöglichen Präzision. Sie zogen durch die besetzten Gebiete, jagten Juden, Kommunisten, Partisanen, politische Funktionäre, Geisteskranke und„rassisch Minderwertige”. Die Opfer wurden erschossen, erschlagen, erhängt, wo man sie traf. Zu Hunderten und Tausenden füllten ihre Leichen die Massengräber. Die Bevölkerung ganzer Dörfer und Ortschaften wurde zusammengetrieben, ermordet oder nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt. Die Gehöfte wurden niedergebrannt. Wie sich solche Schreckensszenen abspielten, geht aus der Schilderung des deutschen Bauingenieurs Hermann Gräbe hervor, der am 5. Oktober 1942 auf dem Flugplatz Dubno folgendes erleben mußte und in seiner eidesstattlichen Erklärung vor dem Nürnberger Gericht schilderte: DER MASSENMORD VON DUBNO n.. Eine alte Frau mit schneeweißen Haaren hielt das einjährige Kind auf den Armen und sang ihm etwas vor und kitzelte es. Das Kind quietschte vor Ver- gnügen. Das Ehepaar schaute mit Tränen in den Augen zu. Der Vater hielt an der Hand einen Jungen von etwa zehn Jahren, sprach leise auf ihn ein. Der Junge kämpfte mit den Tränen. Der Vater zeigte mit dem Finger zum Himmel, streichelte ihm über den Kopf und schien ihm etwas zu erklären. Da rief schon ı RSHA, indo des weiligen tspolizei gruppe‘ omman- te in den icht soll: Vational- sondern lenschen, e Frauen e Kinder 1alismus en Mör- die Ein- Jesetzten ktionäte, schossen, Iten ihre schaften ıgsarbeit rung: des 1942 aul attlichen I auf den vor Ver hielt a ein. DE! Himmel, jof schot! der SS-Mann an der Grube seinem Kameraden etwas zu. Dieser teilte ungefähr 20 Personen ab und wies sie an, hinter den Erdhügel zu gehen. Die Familie, von der ich hier sprach, war dabei. Ich entsinne mich noch genau, wie ein Mäd- chen, schwarzhaarig und schlank, als sie nahe an mir vorbeiging, mit der Hand an sich herunterzeigte und sagte: ‚23 Jahre‘. Ich ging um den Erdhügel herum und stand vor dem riesigen Grabe. Dicht aneinandergedrängt, lagen die Menschen so aufeinander, daß nur die Köpfe zu sehen waren. Von fast allen Köpfen rann Blut über die Schultern. Ein Teil der Erschossenen bewegte sich noch. Einige hoben ihre Arme und hoben den Kopf, um zu zeigen, dab sie noch lebten. Die Grube war bereits dreiviertel voll. Nach meiner Schätzung lagen darin bereits ungelähr tausend Menschen. Ich schaute mich nach dem Schützen um. Dieser, ein SS-Mann, saß am Rand der Schmal- seite der Grube auf dem Erdboden, ließ die Beine in die Grube herabhängen, hatte auf seinen Knien eine Maschinenpistole liegen und rauchte eine Zigarette. Die vollständig nackten Menschen gingen auf einer Treppe, die in die Lehm- wand der Grube gegraben war, hinab, rutschten über die Köpfe der Liegenden hinweg bis zu der Stelle, die der SS-Mann anwies. Sie legten sich vor die toten oder angeschossenen Menschen, einige streichelten die noch Lebenden und sprachen leise auf sie ein. Dann hörte ich eine Reihe Schüsse. Ich schaute in die’ Grube und sah, wie die Körper zuckten oder die Köpfe schon still auf den vor ihnen liegenden Körpern lagen. Von den Nacken rann Blut. Ich wunderte mich, daß ich nicht fortgewiesen wurde, aber ich sah, wie auch zwei oder drei Postbeamte in Uniform in der Nähe standen. Schon kam die nächste Gruppe heran, stieg in die Grube herab, reihte sich an die vorherigen Opfer an und wurde erschossen. Als ich nun um den Erdhügel zurückging, be- merkte ich wieder einen soeben angekommenen Transport von Menschen. Die- ses Mal Kranke und Gebrechliche dabei. Eine alte, sehr magere alte Frau mit fürchterlich dünnen Beinen wurde von einigen anderen schon nackten Menschen ausgezogen, während zwei Personen sie stützien. Die Frau war anscheinend gelähmt. Die nackten Menschen trugen die Frau um den Erdhügel herum. Ich entfernte mich mit Moennikes(einem Polier) und fuhr mit dem Auto nach Dubno zurück. Am Morgen des nächsten Tages, als ich wiederum die Baustelle besuchte, sah ich etwa 30 nackte Menschen in der Nähe der Grube, 30 bis 50 Meter von dieser entfernt, liegen. Einige lebten noch, sahen mit stierem Blick vor sich hin und schienen weder die Morgenkälte noch die da herumstehenden Arbeiter mei- ner Firma zu beachten. Ein Mädchen von etwa 20 Jahren sprach mich an und bat um Kleider und um Hilfe zur Flucht. Da vernahmen wir schon das Herannahen eines schnell fahrenden Autos, und ich bemerkte, daß es das SS-Kommando war. Ich entfernte mich zu meiner Baustelle. Zehn Minuten später hörten wir einige Schüsse aus der Nähe der Grube. Man hatte die Leichen durch die noch lebenden Juden in die Grube werlen lassen, sie selbst mußten sich daraufhin in diese legen, um den Genickschuß zu erhalten.“(Gerald Reitlinger, in:„Die Endlösung“, S. 231 ft.) So sah die„politische Sicherung” der besetzten Gebiete aus. Die Aktionen der Einsatzkommandos hatten mit einer militärischen Kriegführung nicht das ge- ringste zu tun. Sie waren gemeine Massenmorde an unschuldigen Männern, Frauen und Kindern. Von den Einsatzgruppen sind besonders die Gruppen A bis D zu erwähnen. Jede hatte eine Stärke von 800 bis 1200 Mann und setzte sich aus Angehörigen der Allgemeinen SS, der Gestapo, des SD, der Ordnungspolizei und der Waf- fen-SS zusammen. Die Waffen-SS und die Ordnungspolizei stellten mit etwa 47 Prozent den weitaus größten Teil der Mannschaften. Von diesen mehreren Tausend Verbrechern wurden im Einsatzgruppenprozehß 1947/48 lediglich 24 führende Vertreter angeklagt: 6 SS-Generale, 5 SS-Standartenführer, 6 SS-Obersturmbannführer, 4 SS-Sturmbannführer und 3 SS-Offiziere niederen Ranges. Gegen 24 Angeklagte wurden 14 Todesurteile ausgesprochen, von denen jedoch lediglich 4 bestätigt worden sind. Alle übrigen, zu langjährigen Frei- heitsstrafen Verurteilten, wurden bereits 1951 begnadigt und größtenteils aus der Haft entlassen. Darunter befanden sich u. a. der Leiter des„Einsatzkommandos“ 1a, SS-Standartenführer Sandberger; der Leiter des„Einsatzkommandos” 7a, SS-Sturmbannführer Steimle; der Leiter des„Einsatzkommandos“ 7b, SS-Sturmbannführer Ott; der Leiter des„Einsatzkommandos” 6, SS-Sturmbannführer Biberstein; der Leiter der„Einsatzgruppe“ D, SS-Standartenführer Seibert; der Leiter des„Sonderkommandos“ 11b, SS-Obersturmbannführer Siekhinbreint; der Leiter des„Einsatzkommandos“ 4b, SS-Sturmbannführer Haensch. Das Gros dieser bestialischen Mörder lebt heute unbehelligt in Westdeutsch- land oder im Ausland. Nur unter dem äußersten Druck der Öffentlichkeit wur- den in einzelnen Fällen Verfahren eingeleitet. DAS TERRORREGIME DER GESTAPO Eine nicht minder verbrecherische Rolle spielten innerhalb des Reichssicher- heitshauptamtes die Geheime Staatspolizei(Gestapo) und der Sicherheitsdienst (SD). Die Gestapo war aus dem Preußischen Geheimen Staatspolizeiamt und arayfhjn in:„Die onen der © das ge- Nännem, "wähnen, ehörigen der Wal- mit etwa enprozei on denen gen Frei teils aus erget) \e; tein; ch. „tdeutsch keit WU chssicher eitsdiens jamt U 63 den Politischen Polizeien der Länder des Deutschen Reiches entstanden. Als Himmler 1936 Polizeichef wurde, bildete er aus der Gestapo und der Kriminal- polizei die Sicherheitspolizei. Zusammen mit dem SD unterstellte er sie dem SS-Führer Heydrich. Der Erlaß Himmlers vom 27. September 1939 zum Zu- sammenschluß im Reichssicherheitshauptamt war somit nur noch ein formeller Akt. Gestapo und SD beteiligten sich durch den brutalen Einsatz gegen die revo- lutionäre Arbeiterklasse und andere demokratische Kräfte unmittelbar an der Vorbereitung und Durchführung des zweiten Weltkrieges. Gestapo und der SD waren es auch, die in den Ländern, die von der faschistischen Kriegsmaschine überrollt werden sollten,„Fünfte Kolonnen” schufen und den Okkupanten(vor allem in der CSR und Österreich) den Weg bereiteten. Auch der„äußere Anlaß” für den Beginn des zweiten Weltkrieges, der Über- fall auf den Sender Gleiwitz, wurde von der Gestapo organisiert. Der fingierte Überfall stand unter der direkten Leitung des Gestapochefs Müller. Der mit der Durchführung beauftragte SS-Sturmbannführer Naujocks lebt heute in Hamburg. Obwohl die von ihm begangenen Verbrechen den westdeutschen Justizorganen bekannt sind, wurde nichts unternommen, ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Im Innern Deutschlands schuf die Gestapo ein Terrorregime, das seinesglei- chen in der Welt sucht. Zehntausende Kommunisten und Sozialdemokraten, christliche Arbeiter, Juden und fortschrittliche Intellektuelle wurden verhaftet. In den Gestapogefängnissen begann ihr Leidensweg. Das berüchtigtste war das in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße 8. Hier richtete die Gestapo wahre Blut- bäder an, um Aussagen zu erzwingen. Diejenigen, die die Foltern überstanden, wurden in Konzentrationslager verschleppt. Für die Einweisung in die Konzentrationslager war allein die Gestapo zu- ständig. Ihre Mitarbeiter hatten sich selbst in diesen Mordhöhlen des Faschis- mus eingenistet und tragen die Schuld am qualvollen Tod Hunderttausender Häftlinge. Die Gestapo wurde vom Militärgerichtshof in Nürnberg als ver- brecherische Organisation gebrandmarkt. Die sich daraus ergebende Verpflich- tung, belastete Angehörige der Gestapo und des SD zu verurteilen, wurde je- doch in Westdeutschland nicht eingehalten, obwohl die Verbrechen von kaum zu überbietender Grausamkeit und von einem nicht zu übersehenden Ausmaß waren. „Die Gestapo und der SD wurden für Zwecke verwandt, die gemäß dem Sta- tut verbrecherisch waren; dazu gehören die Verfolgungen und Ausrottung der Juden, Grausamkeiten und Morde in Konzentrationslagern, Ausschreitungen in der Verwaltung der besetzten Gebiete, die Durchführung des Zwangsarbei- terprogrammes und Mißhandlung und Ermordung von Kriegsgefangenen.... Bei der Gestapo schließt der Gerichtshof alle Exekutiv- und Verwaltungs- j h | j N " | 64 beamten des Amtes IV des RSHA oder solche, die sich mit Gestapo-Angelegen- heiten in anderen Abteilungen des RSHA befaßten, sowie alle örtlichen Gestapobeamten ein, die innerhalb oder außerhalb Deutschlands ihren Dienst versahen.“(LMT, Bd. 1, 1947, S. 300) Auch der zum SD gehörende Personenkreis wurde in Nürnberg genau fest- gelegt: „Was den SD anbelangt, schließt der Gerichtshof die Ämter III, VI und VII des RSHA und alle anderen Mitglieder des SD ein, unter Einbeziehung der ört- lichen Vertreter und Agenten, gleichgültig, ob sie ehrenhalber tätig waren oder nicht, und gleichgültig, ob sie nominelle Mitglieder der SS waren oder nicht.“ (Ebenda, S. 301) DIE ORDNUNGSEBOLTZETZ-EINE HORDE VON SADISTEN Die sogenannte Ordnungspolizei war mit der SS eng verbunden. Das drückte sich besonders darin aus, daß der„Reichsführer SS“ bereits 1936 auch„Chef der Deutschen Polizei” wurde. Neben ihm übernahmen andere SS-Führer wie Heydrich, Kaltenbrunner und Daluege im Polizeiapparat führende Positionen. Gleichzeitig wurden hohe Polizeioffiziere wie Otto Winkelmann in die SS über- nommen. Mit ihren militärisch aufgezogenen Polizei-Divisionen,-Regimentern und -Bataillonen war die Ordnungspolizei in gleichem Maße wie die SS an zahl- losen Verbrechen beteiligt. So machte z. B. das Polizeibataillon Nr. 11 aus Kaunas(Litauen) innerhalb von 2 Tagen, am 27. und 28. Oktober 1942, die Stadt Sluzk„judenfrei“. In einem Bericht an den Generalkommissar von Minsk heißt es über diesen„Einsatz”: „Was im übrigen die Durchführung der Aktion anbelangt, muß ich zu meinem tiefsten Bedauern hervorheben, daß letzteres bereits an Sadismus grenzte. Die Stadt selbst bot während der Aktion ein schreckenerregendes Bild. Mit einer unbeschreiblichen Brutalität... wurde das jüdische Volk, darunter aber auch Weißruthenen, aus den Wohnungen herausgeholt und zusammengetrieben. Überall in der Stadt knallte es, und in den Straßen häuften sich die Leichen der Juden... Abgesehen davon, daß das jüdische Volk, darunter auch die Hand- werker, furchtbar roh vor den Augen des weißruthenischen Volkes brutal mib- handelt worden ist, hat man das ruthenische Volk ebenfalls mit Gummiknüp- peln und Gewehrkolben bearbeitet.“ Die nachfolgenden Dokumente geben Aufschluß über den Terror des 15. Polizeiregiments: „O. U., den 22. September 1942 Einsatzbelehl zur Vernichtung von Ortschaften Jelegen- ttlichen 1 Dienst Jau fest: und VII der ört- ten oder r nicht,‘ N drückte 'h„Chef rer wie sitionen, SS über- ern und an zahl: 11 aus 949, die n Minsk meine ızte. Die jt einer her auch trieben. chen de! a Hand tal mib: miknüp" des 15. 65 1.) Batl. vernichtet am 23. 9. 1942 die im Raum nordostwärts von Mokrany bandenverseuchten Ortschaften Borki, Zablocie und Borysowka. Kp. Nürnberg vernichtet Kortelisy. 2.) Es werden eingesetzt: 9. Kp.- ohne Zug Frohn- mit unterstelltem Gend.-Zug(mot) 16 in Bory- sowka, 10. Kp. und 1/7 der Stabswache sowie 3 Kraftfahrer in Borki, 11. Kp. dazu(Zug) Frohn und 14 Mann Pzkw/10 in Zablocie. 3.) Die Kompanien- ohne Verstärkungskräfte- erreichen am 22. 9. bis 18.00 Uhr die Ortschaften: 9. Kp.: im Fußmarsch Dywin, 10. u. 11. Kp.: mit eigenen Kfz. den Westausgang Mokrany. 4.) Verstärkungskrälte werden zugeführt: a) Gend.-Zug(mot) 16 meldet sich am 22. 9. bis 18.00 Uhr beim Kp. Führer der 9. Kp. in Dywin vor dem Gebäude des Kreislandwirts. b) 1/7 Stabswache, 3 Kraltfahrer, Zug Frohn und 14 Mann Pzkw/10 wer- den am 22. 9. bis 18.00 Uhr der 10. bzw. der 11. Kp. in Mokrany zu- geführt. c) Batls.-Reserve: Rest des Gend.-Zuges(mot) 15 und 4 Nachrichten- männer. 5.) Beginn des Unternehmens: 23. 9. 1942, 5.30 Uhr. Bis 4.35 sind die Ortschaften umstellt(äußere Absperrung). 6.) Durchführung des Unternehmens gemäß meiner Anweisung in der Offiziers- besprechung vom 21.9. 42. 7.) Sicherstellung des Viehbestandes, landw. Geräte, Erntevorräte u. sonstiger Wirtschaltsgüter ist gemäß meiner mündlichen Anweisung durchzuführen. 8.) Zum Abtransport der in Ziffer 7.) genannten Güter ist von den Kp. ein Treck aus Panjefahrzeugen zusammenzustellen und in die Nähe der Ein- satzorte zu führen.(Mündlich voraus)... gez. Holling“ (SZAOR der UdSSR, fonds 7021, Liste 148, Akte 3, Bl. 20) „O.U.Kobryn 22. September 1942 Aus dem Kriegstagebuch des III. Bataillons des Polizeiregiments 15. Das Unternehmen ‚Dreieck‘ wird vorübergehend ausgesetzt. Das Batl. erhält den Befehl, mit den unterstellten Einheiten und dem zugeteilten Gend.-Zug 16 (mot) die nördlich und nordostwärts von Mokrany gelegenen Orte Borki, Za- blocie und Borysowka, die als Bandenstützpunkte festgestellt worden sind, zu vernichten. Die 9. Komp. erreicht mit dem Gend.-Zug 16(mot) am Abend Dywin; die 10. und 11. Komp. erreichen Mokrany. In jedem Stützpunkt bleibt eine Gruppe zurück. Der Batl.-Gefechtsstand wird in Mokrany eingerichtet. EEE en ! | j' ! | | | 'E | 66 O. U. Kobryn 23. September 1942 Batl.-Gefechtsstand Mokrany. Die Aktion beginnt mit der Umstellung der Ortschaften, die in den frühen Morgenstunden beendet ist. Bei Tagesanbruch werden die Einwohner zusammengeholt und vom SD überprüft. Nach Aus- scheiden von einwandfrei zuverlässigen Familien werden befehlsgemäß in Borysowka 169 Männer, Frauen und Kinder erschossen. Es beginnt sodann die Sicherstellung des Vieh's, der Geräte und des Getreides.“ (Ebenda, Akte 4, Bl. 193) Solche und ähnliche Beispiele lassen sich von allen Polizeiformationen brin- gen, die in den von den Faschisten zeitweilig besetzten Gebieten wüteten. IM BONNER STAAT HERZLICH WILLKOMMEN Tausende dieser Verbrecher, zum größten Teil namentlich bekannt und durch unwiderlegbare Beweise schwer belastet(vor allem durch Dokumente, die die DDR der Weltöffentlichkeit vorlegte und westdeutschen Instanzen zur Verfü- gung stellte bzw. zur Einsichtnahme anbot), leben unbehelligtin Westdeutschland. Mehr noch: Die in Westdeutschland lebenden SS- und Polizei-Angehörigen er- hielten Gelegenheit, sich in sogenannten Traditionsverbänden zu organisieren. Bereits 1951 wurden die als„Soziale Hilfsgemeinschaft” getarnten SS-Ver- bände(HIAG= Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit ehemaliger Angehöri- ger der Waffen-SS) gegründet. Ein Jahr später gab es bereits 75 örtliche SS- Gemeinschaften, deren Zahl in den folgenden Jahren auf 80 wuchs. Über 40 weitere SS-Traditionsverbände existieren außerhalb der HIAG, als„Suchdienst- Verbindungen“ des Roten Kreuzes getarnt. Die Führer dieser Verbände sind ausnahmslos Personen, die an Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit teil- genommen haben. Am 29. Juni 1961 beschloß der Bonner Bundestag, daß auch alle Angehörigen der ehemaligen SS-Verfügungstruppe, die am 8. Mai 1945 länger als 10 Jahre im Dienste Himmlers und Hitlers standen, versorgungsberechtigt sind. Dieser Beschluß öffnete Tausenden Judenmördern und KZ-Henkern den Weg in den westdeutschen Staatsapparat. Die Amtschefs Himmlers und seine Sonderbevollmächtigten Nach einer Schätzung des ehemaligen stellvertretenden Hauptanklägers der USA im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß, Dr. Robert Kempner, leben heute noch rund 10000 SS- und Nazi-Verbrecher unbehelligt in Westdeutsch- d durch die die r Verfü- schland, igen ei- sieren. SS-Ver- ıgehöri- iche 5$- Jber 40 hdienst- de sind ceit teil: hörigen 0 Jahre ‚ Diese! ‚in den Best Werner, Dr. heute: Streckenbach Bruno heute: 67 land. Der Bonner Staat zwingt die westdeutsche Bevölkerung, selbst mit den berufsmäßigen Henkern des Reichssicherheitshauptamtes unter einem Dach zu leben. Die nachfolgenden Beispiele stehen für viele. MORDETE DÄNISCHE PATRIOTEN Leitende Tätigkeit als Wirtschaltsjurist beim Hugo-Stinnes-Konzern(Mühl- heim/Ruhr) und Gutachter beim westdeutschen Auswärtigen Amt. Best trat bereits am 1. November 1930 in die NSDAP ein(Nr. 341338). Im Jahre 1931 zählte er zu den Mitverfassern des berüchtigten„Boxheimer Doku- ments”. Diese von den faschistischen Führern auf dem Boxheimer Hof(Hessen) verfaßte„Regierungsproklamation“ nahm den Mordterror der Jahre 1933 bis 1945 bereits vorweg. Sie sah vor, daß alle Antifaschisten, die eine Nazi-Regie- rung ablehnten, mit dem Tode bestraft werden sollten. Die Mitautorenschaft an diesem Dokument war natürlich die beste Empfeh- lung für die Verbrecherlaufbahn, die sich 1934 beim SD des„Reichsführer SS“ fortsetzte. Man schätzte Best dort als„Polizeirechtler“, der einen großen Teil der„juristischen“ Grundlagen für das brutale Vorgehen der Polizei und des SD gegen das deutsche Volk, insbesondere gegen die Arbeiterklasse, sowie gegen die vom Hitlerfaschismus überfallenen Völker schuf. Als Chef des Amtes I des RSHA(bis 1940) und Kriegsverwaltungschef beim Militärbefehls- haber in Frankreich, schließlich(1942) als„Bevollmächtigter des Reiches in Dänemark“ setzte er seine„Theorie“ in die Praxis um. Auf seine Anordnung wurden am 30. Dezember 1943 der Redakteur Christian Damm, am 4. Januar 1944 der bekannte Dichter Kaj Munk und im August 1944 der Ingenieur Snog Christensen ermordet. Für diese und andere Verbrechen wurde Best in Dänemark zum Tode ver- urteilt, später jedoch auf Drängen der Bonner Regierung begnadigt und schließ- lich freigelassen. BESTS WÜRDIGER NACHFOLGER Kaufmännischer Angestellter in Hamburg In Bruno Streckenbach fand Best einen würdigen Nachfolger als Chef des Amtes I des Reichssicherheitshauptamts. Streckenbach, SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei, war bereits vor 1933 Mitglied der NSDAP(Nr. 489972) und der SS(Nr. 14713). Best rief ihn aus Polen nach Berlin. Er war | | | Bw N... 68 dort für die„Befriedung” durch die SS und Polizei verantwortlich gewesen und hatte sich bei der„Germanisierungspolitik”, vor allem bei der Ausrottung der Vertreter der polnischen Intelligenz, hervorgetan. Auch im RSHA wütete er gegen das polnische Volk und„Angehörige der Ostvölker“. Am 5. November 1942 sandte er einen Schnellbrief an alle Sipo- und SD-Dienststellen über die„Strafrechtspflege gegen Polen und Angehörige der Ostvölker”. Danach sollte auf die Durchführung ordentlicher Strafverfah- ren verzichtet und eine unmittelbare Auslieferung an die Henker erfolgen. Für seine Verbrechen, vor allem auch als„Kommandeur der 19. lettischen SS-Grenadierdivision“, wurde er in der Sowjetunion zu lebenslänglichem Zucht- haus verurteilt, später als nicht amnestierter Kriegsverbrecher an die Bundes- republik übergeben. Entgegen der übernommenen Verpflichtung, ihn weiter in Haft zu halten, ließ der Bonner Staat ihn frei. CHEF DES„VORKOMMANDOS MOSKAU“ Direktor der Porsche-Diesel-Motorenbau-GmbH Friedrichshafen, einer Tochter- gesellschatt der Mannesmann AG; Agent mit„besonderen Erfahrungen“ beim „Bundesnachrichtendienst”(mit 4000 anderen SS-Offizieren und SD-Spitzeln). Six trieb es bereits 1930 in die NSDAP(Nr. 245670) und 1935 in die SS(Nr. 107480). Schon am 20. April 1935 wurde er Chef des Amtes II im Sicher- heitshauptamt der Reichsführung SS, später Leiter des Amtes II und des dar- aus hervorgegangenen Amtes VII des Reichssicherheitshauptamtes. Damit brachte er alle Voraussetzungen eines Chefs des„Vorkommandos Moskau“ mit. Diesen Posten übernahm er im Jahre 1941. Im Verlauf des Einsatzgruppenprozesses(Fall IX), zu deren 24 Angeklagten er zählte, wurde u. a. festgestellt, daß Six und Konsorten der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Mitgliedschaft in verbrecherischen Organisationen für schuldig befunden sind. Sie sind verantwortlich am Tod von über einer Million Menschen(Vgl. Nürnberger Prozeß, Fall IX, S. 27) Als Chef des„Vorkommandos Moskau” kam Six am 25. Juli 1941 in Smo- lensk an. Er blieb dort bis Ende August 1941 und kehrte dann nach Berlin zu- rück. Dieses Kommando sollte— nach Aussagen von Six vor dem alliierten Militärtribunal— sobald die deutschen Truppen in Moskau einträfen, die dor- tigen Archive und Dokumente sicherstellen. Tatsache jedoch ist,„daß das Vor- kommando Moskau, während es unter der Leitung von Six stand, zur Liquidie- rungsaktion gebraucht wurde und daß außerdem die Sicherstellung von Dokumenten in Rußland nicht aus wirtschaftlichen und kulturellen Gründen geschah, sondern in der Absicht, Listen kommunistischer Funktionäre zu er- N! esen und ttung der Örige der alle Sipt- gehörig: afverfalh. Igen, lettischen em Zucht e Bundes weiter jı Tochter gen" bein -Spitzeln) je SS(N m Sicher 1 des dar ss, Daiti! skau‘ mil geklagtet hen gegel cherische) N Tod va j in Sm0 Berlin zu allierte! ,, die dor ; das Vor Tiquidie fung vo Gpinden re zu er Jost Heinz heute: Bilfinger Rudolf, Dr. heute: 69 halten, die selbst Kandidaten für die Liquidierung geworden wären.“(Ebenda, 5. 161) Am 10. April 1948 wurde Six von einem amerikanischen Militärgericht in Nürnberg zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch am 31. Januar 1951 vom amerikanischen Hohen Kommissar John Mc. Cloy und vom Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in Europa, General Thomas Handy, auf 10 Jahre begnadigt und kurze Zeit später vorzeitig freigelassen. FORDERTE EINE FAHRBARE GASKAMMER Vertriti als selbständiger Wirtschaltsjurist die Interessen westdeutscher Kon- zerne. Jost gehört zu den ältesten Mitgliedern der NSDAP.(Eintrittsdatum: 1. Februar 1928, Mitgliedsnummer 75946). 1933 ging er in den Polizeidienst, und 1934 leitete er bereits das Abwehramt im Sicherheitshauptamt des Reichsführers SS. Von 1938 bis 1942 war er Chef des Amtes VI des Reichssicherheitshauptamtes. Jost brachte es zum SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei. 1939 be- teiligte er sich an den Verbrechen gegen das polnische Volk. Mit reichen Er- fahrungen für das Mordhandwerk ausgestattet, befehligte er 1942 die Ein- satzgruppe A gegen die Sowjetunion und war gleichzeitig Befehlshaber der Sipo und des SD Ostland in Riga. Der Einsatzgruppe A wurden tausendfache Morde nachgewiesen. Allein in der Zeit seiner Tätigkeit wurden über 1000 Menschen getötet. Am 15. Juni 1942 forderte Jost„eine fahrbare Gaskammer und Schläuche für 3 vorhandene Gaswagen lür den Einsatz in Weißruthenien“ an.(Nürnberger Prozeß, Fall IX, S. 150) Von einem amerikanischen Militärgericht 1948 zu lebenslänglicher Haft ver- urteilt, wurde er 1951 zu 10 Jahren begnadigt und kurze Zeit danach auf freien Fuß gesetzt. SPEZIALIST FÜR DIE„ENDLÖSUNG DER JUDENFRAGE” Bis vor kurzem Oberverwaltungsgerichtsrat beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim. Mußte auf Druck der Öffentlichkeit im März 1965 vom Dienst suspendiert werden. Bilfinger, SS-Obersturmbannführer und stellvertretender Chef des Amtes II im Reichssicherheitshauptamt, nahm an allen grundlegenden Besprechungen des RSHA über die„Endlösung der Judenfrage“ teil. Am 6. März 1942, in einer 5 Braunbuch \ | 70 Nachfolgebesprechung der berüchtigten„Wannsee-Konferenz”— sie fand in Eichmanns Referat IV B4 statt- wurde die Zwangssterilisierung der soge- nannten Mischlinge I. Grades behandelt.„Es war keinesfalls beabsichtigt, die Mischlinge als dritte kleine Rasse auf die Dauer am Leben zu erhalten”, heißt es im Protokoll dieser Besprechung.(Robert M. W. Kempner, Eichmann und Komplizen, 1961, S. 170 ff.) Am 27. Oktober 1942 fand am gleichen Ort eine weitere Besprechung statt, die Einzelheiten über die Sterilisierung von„Mischlingen I. Grades” festlegte. Danach wurden Kinder eines jüdischen Elternteiles vor die„Wahl“ gestellt, sich sterilisieren oder in ein Konzentrationslager einweisen zu lassen. Hervorgetan hat sich Bilfinger auch beim Raub jüdischen Eigentums. Er er- arbeitete hierfür die„juristischen Grundlagen“. Am 14. Mai 1942 sandte er an verschiedene Nazi-Ministerien, an die„Höheren SS- und Polizeiführer”, die SD- Leitstellen usw. ein Rundschreiben, in dem er verfügte:„Juden, die neben der deutschen Staatsangehörigkeit eine Iremde Staatsangehörigkeit besitzen, ver- lieren die deutsche Staatsangehörigkeit.... ebenso verfällt ihr Vermögen... zu Gunsten des Reiches.”(Ebenda, S. 257 ff.) Die Dokumente, die Bilfinger dieser und anderer schwerer Verbrechen über- führen, wurden von den staatlichen Organen der DDR seit Jahren der west- deutschen Regierung angeboten. Bonn zeigte für diese Dokumente kein Inter- esse. So konnte dieser Blutjurist bis zum März 1965 als Oberverwaltungs- gerichtsrat fungieren. Der Druck der Öffentlichkeit, die sich auf das von der DDR erbrachte Beweismaterial stützte, wurde schließlich so stark, daß man Bil- finger endlich suspendierte. Er zählte zu jenen„Schreibtischmördern“, die bis zum heutigen Tage nicht zur Verantwortung gezogen worden sind. VERANLASSTE„SONDERBEHANDLUNG“ FÜR DIE KINDER VON LIDICE Nach skandalösem Urteil in Frankfurt/M. wieder Inhaber einer mit staatlichen Krediten eingerichteten Drogerie in Korbach/Hessen Hermann Krumey brachte es bis zum SS-Obersturmbannführer im Reichssicher- heitshauptamt. Unmittelbar nach dem Überfall der Hitlerfaschisten auf Polen, im November 1939, wurde ihm die Leitung der„Umwanderungszentrale, Zweigstelle Lodz“, übertragen. Krumey organisierte die zwangsweise Aus- siedlung und Vernichtung von 12000 jüdischen Menschen allein aus diesem Gebiet. Im Sommer 1942 veranlaßte er die Einweisung von 88 nach Lodz ver- schleppten Kindern aus Lidice in ein Konzentrationslager, wo sie ermordet wurden. e fand ı, der Sog 5 Chtigt, di en’, heil mann un! nung statt | festlegte stellt, sid ms, Erg: ndte eran t", die SD: neben di:| itzen, ver mögen... chen über der west kein Inter waltungs 15 von det Amandil n“, die bi staatliche! ichssichet auf Polet jszenttl jeise AU us diesel J,odz VE . ermordtl Hunsche Otto, Dr. heute: 71 Im März 1944 beauftragte ihn Eichmann mit der Deportation aller in Ungarn lebenden Juden. In enger Zusammenarbeit mit dem juristischen Berater Eich- manns im Amt IV des RSHA, Otto Hunsche, organisierte Krumey den Trans- port von 400000 Männern, Frauen und Kindern in die Vernichtungslager. In Auschwitz wurden innerhalb weniger Monate 300000 dieser unglücklichen Menschen ermordet. Krumey war der Initiator des Tauschgeschäftes„Blut gegen Ware“; er bot dem Mittelsmann Joel Brand das Leben von einer Million Juden gegen die Lieferung von 10000 Lastwagen aus dem Ausland an. Krumey drängte auf die Beschleunigung der Verhandlungen mit dem Argument:„Jeder Tag kostet 12000 Menschenleben!” Diese und andere Tatsachen waren dem Frankfurter Schwurgericht bekannt, als es im Februar 1965 nach 9monatiger Verhandlung das Urteil verkündete. Krumey wurde zu einer 5jährigen Zuchthausstrafe verurteilt, die sich mit der bis dahin abgesessenen Untersuchungshaft von 4 Jahren, 9 Monaten fast deckte und demzufolge einem Freispruch gleichkam. Als Krumey festgenommen wurde, lebte er nicht nur als biederer Geschäfts- mann, sondern er gehörte als Abgeordneter der BHE auch dem Kreistag in Korbach an. „JURISTISCHER BERATER“ EICHMANNS Rechtsanwalt in Datteln/Westialen In Anerkennung seiner Verdienste als„juristischer Berater” des Deportations- spezialisten Adolf Eichmann im Amt IV B4 des Reichssicherheitshauptamtes wurde SS-Hauptsturmführer Otto Hunsche der Titel eines Regierungsrates ver- liehen. Zu den zahllosen Verbrechen, an denen Hunsche maßgeblichen Anteil hat, gehört die Mitwirkung an der Ermordung von 1200 ungarischen Juden aus dem Sammellager Kistarosa. Als Angehöriger des Stabes Eichmann begleitete Hunsche SS-Obersturm- bannführer Krumey Anfang 1944 nach Ungarn. Ihr Auftrag bestand darin, in kürzester Frist die ungarischen Juden zusammenzutreiben und in die Vernich- tungslager zu schicken. Bis zum Einmarsch der sowjetischen Truppen in Buda- pest wurden auf diese Weise 400 000 jüdische Menschen verschleppt, von denen der größte Teil im Konzentrationslager Auschwitz einen qualvollen Tod er- litt. Erst als Überlebende Anklage erhoben und Beweise vorlegten, wurde Hunsche vor Gericht gestellt und im April 1962 in Frankfurt wegen„Beihilfe zum Mord an 600 Menschen“ zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. Hunsche war Lammerding 72 auch diese Strafe noch zu hoch; als ‚erfahrener Jurist“ erreichte er, daß das Ur- teil aufgehoben und ein neues Verfahren eingeleitet wurde. Im April 1964 begann die zweite Verhandlung vor dem Frankfurter Schwur- gericht, die seine Freilassung zur Folge hatte und ihm die Möglichkeit gab, zu praktizieren. GESTAPOCHEF IN CHEMNITZ UND KATTOWITZ Leitender Angestellter eines Werkes in Oberkochen(„Carl-Zeiss-Stiftung“) SS-Obersturmbannführer und Oberregierungsrat im RSHA, Dr. Thümmler, ge- hörte bereits vor 1933 der NSDAP(Nr. 1425547) an. In der SS führte er die Mitglieds-Nr. 323711. Nach der Errichtung der Hitlerdiktatur war er zunächst im Polizeipräsidium Dresden und bei der Amtshauptmannschaft Schwarzen- berg tätig. Hier bewährte er sich bei der rücksichtslosen Verfolgung und Unter- drückung der Gegner des Terror-Regimes so gut, daß er als Leiter der Staats- polizei(leit)stellen Dresden und Chemnitz eingesetzt wurde. Während des zweiten Weltkrieges entschied er als Leiter der Gestapo in Kattowitz(Kattowice) über Leben und Tod polnischer Menschen, die auf seine Anweisung in das Konzentrationslager Auschwitz mit dem Hinweis auf„Son- derbehandlung” eingeliefert wurden, da„ohnehin Todesstrafe” zu erwarten sei. Längere Zeit war er Leiter des Einsatzkommandos 16 der Einsatzgruppe E, die im Südosten Europas Massenverbrechen verübte. Im November 1964 wurde dem ehemaligen Gestapo-Chef Gelegenheit ge-| | geben, im Frankfurter Auschwitz-Prozeß als„Entlastungszeuge” aufzutreten. Das Auftreten Thümmlers veranlaßte die Rechtsorgane der DDR, den west- deutschen Justizbehörden Dokumente über die von ihm begangenen Verbre- chen zu übergeben. Ein Rechtsverfahren wurde bis zum heutigen Tage nicht ein- geleitet, obwohl er während seiner Zeugenaussage eingestehen mußte, von einigen hundert Fällen 40 Prozent ins KZ eingewiesen und 60 Prozent zum Tode verurteilt zu haben. SS-HENKER- VON-ORADOUR-UND TULLE Diplom-Ingenieur und Bauunternehmer in Düsseldorf. Führend in der SS-Orga- nisation HIAG. Lammerding, der sich frühzeitig der NSDAP(Nr. 722395) und der SS(Nr. 247062) angeschlossen hatte, wurde durch Himmler der Rang eines SS-Ober- tung“) nmler, ge: te er die > zunächst chwarzen- nd Unter- [er Staats: iestapo IN| ‚auf seine| auf„Son: rarten sei, gruppe E onheit ge utreten. den west n Verbre nichtein‘ uhte, von jzent zUN ‚ s5-Orgl „55(N „sg.0ber Wolft Karl heute: 73 führers und Generals der Waffen-SS verliehen. Er befehligte unter anderem die berüchtigte SS-Panzerdivision„Das Reich”. Der Weg dieser SS-Division durch die von der Hitlerarmee besetzten Gebiete ist durch Galgen und Massengräber gekennzeichnet. Am 10. Juni 1944 über- fielen die SS-Horden den französischen Ort Oradour. 548 Einwohner wurden in der Kirche zusammengetrieben und auf Befehl Lammerdings bestialisch er- mordet. Die friedliche Ortschaft wurde dem Erdboden gleichgemacht. Um den wachsenden Widerstand des französischen Volkes gegen die faschisti- sche Okkupation mit allen Mitteln zu brechen, ließ SS-Kommandeur Lammer- ding in Tulle 120 Franzosen aus der zivilen Bevölkerung öffentlich erhängen. Für diese und andere in Frankreich begangenen Verbrechen wurde Lammer- ding von einem Gericht in Bordeaux in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Nach- dem er zunächst unter dem Namen Braune in Wiesbaden lebte, ließ er sich in Düsseldorf als Bauunternehmer unter seinem richtigen Namen nieder. Auslieferungsanträge Frankreichs an westdeutsche Rechtsorgane blieben ohne Erfolg. ADSTUTANT EIN MTERS Wolff wurde 17 Jahre nach Kriegsende in seiner Villa am Starnberger See verhaltet und wegen der Ermordung von 300000 Juden zu 15 Jahren Zucht- haus verurteilt- für jeden Mord 30 Minuten Haft. SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Karl Wolff, war„Chef des Persönlichen Stabes des Reichsführers SS“ und„Verbindungsoffizier des Reichs- führers zum Führer“. Mit allen Sondervollmachten ausgerüstet, hatte Wolff einen maßgeblichen Anteil an der sogenannten Endlösung der Judenfrage. Er trug die Hauptverantwortung für die Ermordung von 300 000 polnischen Juden im Vernichtungslager Treblinka. Als„Höchster SS- und Polizeiführer” in Italien, wo er seit September 1943 zahllose Verbrechen beging, ließ Wolff 15000 italienische Männer, Frauen und Kinder umbringen. Auf sein Schuldkonto kommen die an Häftlingen durch- geführten verbrecherischen Experimente. Obwohl Wolff unter seinem richtigen Namen lebte und auch in der west- deutschen Presse wiederholt auf seine Machtbefugnisse innerhalb der SS-Füh- rung hingewiesen wurde, führte erst die Strafanzeige eines israelitischen Jour- nalisten zu seiner Festnahme. Das Urteil lautete: „Schuldig des gemeinschaftlichen Mordes an 300.000 Juden, mitschuldig an der Ermordung von 15000 italienischen Juden und verantwortlich für die me- dizinischen Experimente im KZ Dachau.“ 4 j N \ | j j m | H I Winkelmann Otto heute: Skorzeny Otto heute: 74 SS- UND POLIZEISTANDORTKOMMANDANT IN UNGARN Ratsherr in Kiel, Vorsitzender der Vereinigung ehemaliger Polizeioffiziere. Winkelmann brachte es bereits vor der Entfesselung des faschistischen Raub- krieges bis zum Oberstleutnant der Schutzpolizei. Seit 1939 war er mit der Lei- tung des„Kommando-Amtes des Hauptamtes Ordnungspolizei” beauftragt, das u. a. für die Aufstellung und Ausrüstung der vorwiegend im Osten eingesetz- ten Polizei-(später SS-Polizei-) Regimenter und Bataillone zuständig war. Im März 1944, mit dem Einmarsch der faschistischen Truppen im verbünde- ten Horthy-Ungarn, wurde er durch Himmler als Höherer SS- und Polizeifüh- rer in Ungarn eingesetzt. Nach Angaben Winkelmanns erklärte ihm Himmler: „Sie sind in Ungarn genauso wie der Militärattache und der Luftattache mein Attache. Sie sind mein Verbindungsoffizier zu den ungarischen Stellen und, wenn es sein mu&, auch zu Gesandten. Sie haben die Aufgabe, für die Ko- ordinierung der Tätigkeit aller in Ungarn eingesetzten SS- und Polizeidienst- stellen zu sorgen... Sie haben ferner die Aufgabe des SS- und Polizeistand- ortkommandanten.”(IMT, Fall XI, Bd. 217, S. 25653) Neben Eichmann trägt Winkelmann die Hauptverantwortung für die Depor- tierung und Ermordung der 300 000 Juden aus Ungarn. Trotz der ihm nachgewiesenen Verbrechen erhält Winkelmann eine Gene- ralspension. NIUSSOLENT-BEERETER DEFEETSEPUCHT VEN MASSENMÖRDERN Inhaber eines„Ingenieur- und Maklerbüros“ in Madrid; Begründer und Chet der nazistischen Geheimorganisation„Die Spinne”, die von Spanien aus bisher rund 500 Kriegs- und Naziverbrechern zur Flucht verhalt. Skorzeny, SS-Sturmbannführer, war seit April 1943 Gruppenleiter VIS des Reichssicherheitshauptamtes und damit Kommandeur des„Sonderverbandes Oranienburg“. Die Aufgaben dieses streng geheimen Sonderverbandes bestan- den darin, schnellstmöglich einen total wirkenden Geheimdienst aufzubauen und ihn global einzusetzen, das heißt: Bombenattentate, Diversion, Menschen- raub, Sabotage, Mord. Die von Skorzeny ausgebildeten und ausgerüsteten Agenten sollten im Iran und in Indien, in England und den USA, vor allem aber in der Sowjetunion die Niederlage der Faschisten aufhalten. Am 12. September 1943 organisierte Skorzeny mit seinem„SS-Sonderver- band“ im Auftrage Hitlers die Entführung des italienischen Faschistenführers GARN Efziere hen Raul; it dere ftragt, di eingeseh, war, verbünde Polizeifiül: Himmler. „ultaktacıı ‚en Stelle ür die Ko izeidienst Hizeistand die Depar sine Gene und Chi aus bisl! „ YIS de yerbande Jes bestal ufzubale! Menschet ‚geriste! allem ab? Sondeitt! ihrels ‚tenführe 75 Mussolini aus der Haft der Badoglio-Regierung. Ab Januar 1945 wütete Skor- zeny als Generalmajor der Waffen-SS mit einer Diversanten-Truppe an der „Ostfront“, die inzwischen die Oder erreicht hatte. Nach dem Zusammenbruch blieb auch Skorzeny, was er war— ein führender Faschist und Geheimdienst-Chef. Er begann eine vielseitige Tätigkeit, um die Verbindung zwischen den ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS wieder her- zustellen. Sein Werk ist die Gründung der nazistischen Geheim-Organisation „Die Spinne“, die nicht nur über umfangreiche finanzielle Mittel aus dem Raub- gut der SS verfügt, sondern sich auch der besonderen Unterstützung führender westdeutscher Konzerne erfreut. Sitz dieser Geheim-Organisation ist Denia (Spanien). Dorthin siedelte Skorzeny 1953 über. Gestützt auf die Freundschaft mit Franco und dem spanischen Informations- minister unterhält Skorzeny von seiner feudalen Villa im Stadtbezirk Velas- ques von Madrid enge Verbindungen zu einflußreichen westdeutschen Kreisen sowie zu seinen früheren SS-Kumpanen in der Bundesrepublik und in anderen Ländern. Zu den 500 belasteten Kriegs- und Naziverbrechern, denen die SS- Untergrundorganisation„Die Spinne” ungehindert zur Flucht aus Westdeutsch- land verhalf, gehören u. a. die SS- und KZ-Mörder Eisele, Mengele und Zind. Obwohl auch der Bonner Regierung die Verbrechen bekannt sind, die Skor- zeny beging, hat sie nichts unternommen, ihn aburteilen zu lassen oder zumin- dest seine neofaschistische Tätigkeit zu unterbinden. Im Gegenteil. Die Bonner Regierung duldet die Verbindungen zu diesem Kriegsverbrecher und unter- stützt die Tätigkeit der„Spinne“ durch ihre untrennbare Verbundenheit mit dem Franco-Regime. SS-Mörder von A{Auerswald) bis Z(Zirpins) Die folgende Liste nennt weitere SS-, SD- und Gestapo-Mörder, die den Staats- und Polizei- apparat Westdeutschlands und des besonderen Territoriums Westberlin durchsetzen. Obwohl scheußlicher Verbrechen überführt, blieben die meisten von ihnen bisher völlig un- behelligt und rückten in führende Stellungen auf. Auerswald, Heinz, Dr. vor 1945: Offizier der Schutzpolizei im Einsatz in Polen; 1941 Kommissar des jüdi- schen Wohnbezirks in Warschau, des„War- schauer Ghettos“ und mitschuldig an der Vernichtung von über 300 000 Juden nach 1945. Unterhält eine gutgehende Rechtsanwalt-Praxis und lebt in Düsseldorf, Königsallee 40 Ahlhorn, Hermann vor 1945. SS-Hauptsturmführer, Mit- glieds-Nr. 421 625, Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: In Norwegen bis 1956 we- gen Kriegsverbrechen interniert, dann Poli- zeihauptkommissar in Hannover Altmeyer, Josef vor 1945: SS-Unterführer in der SS-Leib- standarte„Adolf Hitler“, SS-Mitglieds- Nr. 326 109 nach 1945: Ministerialrat und Leiter der Polizeiabteilung im Innenministerium Rheinland-Pfalz = Albrecht, Benno vor 1945: Major der Feldgendarmerie in Lodz, Mitglied der NSDAP nach 1945: Gendarmerie-Bezirkschef in Koblenz Amthor, Paul vor 1945: SS- und Polizeigebietsführer im besetzten Stalino nach 1945: Bezirkshauptmann der Gen- darmerie in Bayern Appen, Hermann von vor 1945: SS-Hauptsturmführer, Adju- tant des SS- und Polizeiführers in Charkow, Kommandeur im SS-Polizeiregiment„Todt” und beim SS-Polizeibataillon Dänemark nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Banneck, Max vor 1945: Aktives Mitglied der NSDAP, seit 1938 SD, für Kolonialeinsatz vorge- sehen nach 1945: Kriminalobersekretär in Kiel Barthmann, Fritz, Dr. vor 1945: SS-Hauptsturmführer, Mit- glieds-Nr. 308 192, Gestapo-Einsätze in Wien und Frankfurt/Main nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Krefeld Barz, Heinz vor 1945: SS-Hauptsturmführer, Mit- glieds-Nr. 45 536, bei Einsatzgruppen nach 1945: Polizeirat, Kommando V Schupo-Amt Hamburg 13 Bauer, Lorenz vor 1945: Angehöriger des Einsatzkom- mandos 8 nach 1945: Polizeimeister in Amberg Benecke, Adolf vor 1945:„Osteinsatz” bei der SS-Poli- zeidivision, 2. Polizeischutzmannschafts- Regiment nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Beck, Friedrich vor 1945: SS-Sturmbannführer, Kom- mandeur einer„Bandenkampf-Schule” nach 1945: Polizeirat in Darmstadt Benkmann, Adolf vor 1945: SS-Hauptsturmführer und Referent im Hauptamt Ordnungspolizei, Ordonnanzoffizier beim Befehlsstab des Sonderbeauftragten Minsk nach 1945: Leiter des Gendarmerie- kreises Oberwesterwald Berger, Gottlob vor 1945: SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Leiter des SS-Füh- rungshauptamtes, ab 1940 Chef des SS- Hauptamtes Erbwesen für die Waffen-SS in Berlin, Mitglied der NSDAP(Nr. 26 000) seit 1922, der SS(Nr. 275 991) seit 1936 nach 1945: Vom alliierten Militärtribu- nal zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, 1951 jedoch entlassen; in Westdeutschland Mit- arbeiter der Monatszeitschrift„Nation Euro- pa“, die in Coburg erscheint i Berger, Heinz vor 1945: NSDAP, SA und SS seit 1931 nach 1945: Polizeisekretär in Darm- stadt Besekow, Arno vor 1945: SS-Obersturmbannführer beim SD und bei der Gestapo Magdeburg nach 1945: Kriminalkommissar in Kiel und Leiter der Abteilung I des Kriminal- amtes Schleswig-Holstein Bezner, Rudolf vor 1945: Offizier bei der SS und Gen- darmerieführer in Lublin nach 1945: Leiter des Polizeikomman- dos in Vaihingen Blankenbach, Johann vor 1945: SS-Unterführer Gestapo Karls- ruhe nach 1945: Kriminalinspektor in Mün- chen Blings, Josef vor 1945: SS-Obersturmführer und Poli- zeiführer in Lodz, Oberleutnant der Schutz- polizei nach 1945: Gendarmerieoberrat im Ministerium des Innern Rheinland-Pfalz und verantwortlich für Einsatz und Schu- lung der Polizei in Rheinland-Pfalz Blümlein, Georg vor 1945: NSDAP und SS, Bezirksleiter der Gendarmerie in Radom nach 1945: Gendarmerie-Oberinspek- tor in Neustadt/Weinstraße führer un! Ungspolize $sstab de endarmer führer un! des SS-Ril ef des 55 > Waffen.s (Nr. 26.00) eit 1936 Militärtribu urteilt, 1951 chland Mi Nation Euro S seit 1931 rt in Dam führer bein burg issar in Ril ss Krimina: 5S und Gel zeikommal: stapoRatli ‘tor in Mit: ver und Bü der Schul ‚oberral a inland-Pi" , und Sch! falz zezinkslel® 0. anok« Oberinsp" o 77 Boeddecker, Werner vor 1945: SS-Untersturmführer (Nr. 421 449) nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Boldt, Berthold vor 1945: SS-Obersturmführer, Einsätze im Polizeibataillon 104 Lublin, Polizeiregi- ment„Todt” und Polizei-Freiwilligen-Regi- ment Schlauders nach 1945: Hamburg Polizeihauptkommissar in Borrmann, Ernst vor 1945:SS-Obersturmführer und Gen- darmerieführer im Polizei-Freiwilligen- Bataillon VIII„Kroatien“ nach 1945: Polizeidirektor in Stutt- gart Boysen, Karl vor 1945: SS-Sturmbannführer, Batail- lonskommandeur beim II. SS-Polizeiregi- ment 16 in Lettland und Litauen. Anschlie- end Ia-Offizier beim Befehlshaber der Ord- nungspolizei Paris nach 1945: Polizeioberrat in Hamburg Braschwitz, Rudolf, Dr. vor 1945. SS-Sturmbannführer, NSDAP (Nr. 2 633 264), SS(Nr. 458 447), Angehöri- ger des Reichssicherheitshauptamtes Ge- stapoleitstelle Berlin nach 1945: Kriminalrat und stellv. Lei- ter der Kriminalpolizei in Dortmund Braunschmidt, Walter vor 1945. Mitglied der NSDAP seit 1933 und der SS seit 1938(Nr. 358 741), höherer SS- und Polizeiführer in Shitomir, Niko- lajew und in Kirowograd nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Aachen Brunke, Franz vor 1945. SS-Hauptsturmführer, Offizier beim SS-Polizeiregiment 3 Niederlande und beim Befehlshaber der Ordnungspolizei Kra- kow nach 1945: Leiter des Polizeiabschnitts Landkreis Braunschweig Budenop, Franz vor 1945: Polizeichef von Essen, nach der Annexion Österreichs Polizeichef in Wien, Polizeigeneral nach 1945: Polizeidirektor in Kiel Busch, Friedrich vor 1945: Angehöriger des SS-Einsatz- kommandos 8 nach1945: Polizeimeister in Dortmund- Marten Christ, Oskar vor 1945: SS-Hauptsturmführer, Kom- mandeur im SS-Polizeibataillon 314 nach 1945: Polizeioberrat in Wiesbaden Christmann, Kurt, Dr. vor 1945. SS-Obersturmbannführer, Oberregierungsrat; 1934 bereits beim SD des Reichsführers-SS, dann Bayerische Poli- tische Polizei. 1939 Leiter der Staatspolizei- stelle Salzburg, Leiter des SS-Sonderkom- mandos 10a nach 1945: Immobilienbesitzer in Mün- chen Cornely, Fritz vor 1945. SS-Sturmbannführer und Füh- rer eines Mord-Kommandos im KZ Sachsen- hausen nach 1945: Kriminalhauptkommissar in Köln Debring, Johannes vor 1945: Ia-Offizier und Bataillonsfüh- rer des III. SS-Polizeiregiments 15 Triest und in Norwegen nach 1945: Leiter eines Polizeiabschnit- tes in Cloppenburg Deißler, Georg vor 1945. SS-Unterführer im Einsatz- kommando Polen, Angehöriger der Gestapo nach 1945: Leiter des Polizeikomman- dos Wangen/Allgäu Deppner, Erich vor 1945: SS-Sturmbannführer seit 30. Januar 1941, NSDAP(Nr. 1 254 844), SS (Nr. 177571); als Beauftragter des Reichs- sicherheitshauptamtes mitschuldig am Mord von 65 sowjetischen Kriegsgefangenen im KZ-Lager Amersfort(Holland) nach 1945: Tätig als Industrie- und Wirtschaftsberater; Anfang 1964 erfolgte vor dem Schwurgericht I, München, der Freispruch wegen„Mangels an Beweisen“. Deppner verlangt eine Revision mit dem Ziel, einen Freispruch wegen„erwiesener Unschuld“ zu erhalten Drescher, Heinz vor 1945: S$S-Hauptsturmführer, Krimi- Ä N Enz nalrat und Referatsleiter im Amt V des Reichssicherheitshauptamtes nach 1945: Kriminalrat im Bundes- kriminalamt Wiesbaden Dudek, Waldemar vor 1945: als aktiver Nazi und SS- Mann 1937 in die Kriminalpolizei versetzt nach 1945: Kriminalobersekretär in Wiesbaden Dusenschön, Willi vor 1945:_SS-Obersturmbannführer, NSDAP(Nr.75582), SS seit 1.Mai 1931 (Nr. 10 984); 1. Kommandant des KZ Fuhls- büttel und Papenburg; Kommandeur in der 2. SS-Totenkopf-Standarte„Brandenburg“, in der II. SS-Panzerdivision„Das Reich” und in der SS-Gebirgs-Jäger-Div. N nach 1945: Im September/Oktober 1962 wurde er vom Schwurgericht Hamburg wegen„Mangels an Beweisen“ freigespro- chen Dietz, Wilhelm vor 1945: Kriminalkommissar in Kon- stanz und Tilsit, Teilnehmer an Führerschu- lungen der Sicherheitspolizei und des SD nach 1945: Mitarbeiter des Landes- amtes für Verfassungsschutz in Stuttgart Eder, Josef vor 1945: SS-Unterführer und Gendar- merie-Unterführer nach 1945: Oberkommissar bei der Grenzpolizei in München Eggart, Karl vor 1945: Gendarmerieführer und In- spektionsoffizier beim Beauftragten des Reichsführers-SS beim„Sonderbevollmäch- tigten des deutschen Reiches“ in Albanien nach 1945: Leiter eines Polizeiab- schnitts in Ammerland-Werterstede Egle, Karl vor 1945: SS- und Gendarmerieführer in Jugoslawien nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Freiburg Endress, Alfred vor 1945: 1936 Angehöriger der Ge- stapo Lüneburg, ab 1939 Gestapoleitstelle Brünn nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Ludwigsburg Erdmann, Kurt vor 1945: Leiter der sogenannten Poli-| tischen Abteilung des KZ Sachsenhausen| nach 1945: Kriminalpolizei-Obermei-| ster in Stade\ Espey, Oswald vor 1945: Gerichtsoffizier am SS-Poli- zeigericht II Düsseldorf, 1941 Reichssicher- heitshauptamt, Gendarmeriekommandeur in Riga und 1944/45 im Raum Danzig nach 1945: Leiter der Landespolizei- schule Niedersachsen in Hannover Eweler, Heinrich, Dr. vor 1945: SS-Hauptsturmführer(Nr. 308193) im SD, Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Essen Favorke, Rolf vor 1945: Ib-Offizier beim Befehlshaber der Ordnungspolizei Riga 1941-1944, an- schließend SS-Polizeiregiment 4(ehem. Mordbataillon 316) nach 1945: Polizeihauptkommissar| Baden-Württemberg| Fähnrich, Kurt vor 1945: Kriminaldirektor im Reichs- sicherheitshauptamt, Amt V nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Hameln Fermer, Andreas vor 1945: Angehöriger der Gestapo in Weimar, 1942 bis 1943 Osteinsatz bei der Einsatzgruppe X des SD, anschließend Ge- stapodienst in Den Haag nach 1945: Kriminalkommissar in Dortmund Fieler, Karl vor1945:SS-Obergruppenführer, Reichs- leiter der NSDAP, Oberbürgermeister von München, Mitglied der NSDAP(Nr. 37), der SS(Nr. 91 724) nach 1945: Lebt unbehelligt in Mün- chen Fleschütz, Eugen vor 1945: Angehöriger des SS-Einsatz- kommandos 8 nach 1945: Polizeimeister in Augsburg annten Po; enhausen ze1-Obermii am SS-Poli Reichssicher. nmandeur in nzig andespolizei ver führer(N: NSDAP sei iminalpolize” Befehlshaber 11-1944, a 4(ehem ptkommissa v im Reicht iminalpoliz Gestapo satz, bei di hliehend 6 mmissar 1 hrer, Reid‘ meister We (nr. 32),® igt in Mir , s5-Einsil in Auge 79 Frank, Johannes vor 1945: Seit 1934 bei der Gestapo in Leipzig, zuletzt beim SD in den Niederlan- den nach 1945: Kriminalsekretär in Essen Frees, Friedrich vor 1945: 1938 Angehöriger der Ge- stapo Stuttgart, ab 1940 Gestapo Lodz nach 1945: Polizeiinspektor in Stutt- gart Freyberg, Wolfgang vor 1945. SS-Obersturmführer in der 4. SS-Totenkopfstandarte„Ostmark“, Mit- glied der NSDAP(Nr. 219063) und der SS vor 1933(Nr. 13 132) nach 1945: Leiter des Polizeiabschnitts Landkreis Uelzen Furck, Herbert vor 1945: SS-Sturmbannführer (Nr. 337 727), Kommandeur des II. Polizei- bataillons, 16. Regiment, Riga, und Kom- mandeur 1./SS-Polizeiregiment 3, Nieder- lande nach 1945.: Polizeirat in Kiel Geigenmüller, Otto, Dr. vor 1945. Regierungs-Assessor und Lei- ter der Gestapo in Halle, später Berlin nach 1945. Finanzamt Köln-Land, Re- gierungsrat, stellv. Vorsteher Geißler, Kurt vor 1945: SS-Sturmbannführer, Krimi- naldirektor im Amt IV(Gestapo) des Reichs- sicherheitshauptamtes, seit 1933 Mitarbeiter der Gestapo, Leiter der Gestapostelle Ber- lin nach 1945: Dienststellenleiter der Kriminalpolizei in Köln Gemmeker, Albert Konrad vor1945.: SS-Obersturmführer und Kom- mandant des Auffanglagers Westerbork nach 1945: Kaufmann in Düsseldorf Gerloff, Walter vor 1945: Major der Gendarmerie, NSDAP und SS(Nr. 432 435) nach 1945. Polizeioberrat, Leiter der Schupo-Schule Hamburg-Alsterdorf Gontard, Christoph vor 1945: SS-Sturmbannführer, Mitar- beiter des Reichssicherheitshauptamtes und Einsatz in Prag, Paris und Innsbruck; Mit- glied der NSDAP(Nr. 713377), der SA und der SS(Nr. 272 233) seit 1931 nach 1945: Leitende Stellung in einem Unternehmen in München Görtz, Heinrich, Dr. vor 1945: Angehöriger des SS-Sonder- kommandos 10a, das im Jahre 1941 mehrere Hundert Einwohner der sowjetischen Stadt Mariupol, heute Shdanow, ermordete nach 1945: Lebt unbehelligt in West- deutschland Grandke, Fritz vor 1945: SS-Obersturmbannführer, Kommandeur SS-Polizeiregiment 1, später Waffen-SS nach 1945: Leiter der Bereitschaftspoli- zei in Niedersachsen Grobben, Jakob vor 1945: SS-Hauptsturmführer, Adju- tant beim Befehlshaber der Ordnungspolizei Polen, 1944 als SS-Polizei- und Gebietsfüh- rer in Kopenhagen nach 1945: Oberkreisdirektor und Lei- ter der Kreispolizeibehörde in Jülich Grote, Willi vor 1945: Untergruppenleiter(Ober- regierungsrat) im Hauptamt Ordnungspoli- zei in Himmlers Innenministerium nach 1945: Leiter des Referats Sicher- heit und Ordnung bei der Landespolizeibe- hörde Güdler, Kurt vor 1945: Major der Polizei und Sonder- beauftragter des Chefs der Sicherheitspoli- zei und des SD; Mitglied der NSDAP und SS-Führer z. b. V.; Polizeiberater des als Kriegsverbrecher verurteilten slowakischen Innenministers Mach nach 1945: Leiter der Polizeidirektion Kiel Gustke, Walter vor 1945: SS-Hauptsturmführer (Nr. 421176), 1941 bis 1944: 1./SS-Polizei- regiment 24 im Raum Minsk nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Güttinger, Wilhelm vor 1945: ab 1939 Angehöriger der Gestapo Stuttgart nach 1945: Kriminalkommissar in Stutt- gart ae eine een N ’ \ i \ { I N BR TEE TER EST 80 Haasche, Erich vor 1945: Gendarmeriehauptmann, 1944 Gendarmeriegebietsführer in Lusk, Sonder- einsatz zur Niederschlagung des Warschauer Aufstandes nach 1945: Leiter des Polizeiabschnit- tes Norden in Niedersachsen Hahn, Ludwig, Dr. vor 1945: SS-Sturmbannführer, NSDAP seit 1. Februar 1930(Nr. 194 463), Leiter von Gestapo-Dienststellen, Anfang 1940 Kom- mandeur der Sipo und des SD in Krakau; Ende 1940 Sonderbeauftragter des Reichs- führers-SS und Chef der Deutschen Polizei beim Deutschen Gesandten in Preßburg nach 1945: Handelsvertreter in Ham- burg Haneklau, Alfred vor 1945: Einsatzkommando 8 nach 1945: Polizeimeister in Reckling- hausen Hanner, August vor 1945: Kommandeur des III. SS-Poli- zeiregiments„Todt“, SS-Führer und Auf- sichtsoffizier für das Schutzmannschafts- Bataillon 105 nach 1945: bek Polizeirat Hamburg-Wands- Hamann, Heinrich vor 1945: Mitglied der NSDAP seit 1931, seit 1934 beim SD nach 1945: Polizeiobermeister in Wies- baden Haxler, Franz vor 1945: SS-Gruppenführer im Reichs- sicherheitshauptamt, Staatssekretär im Reichswirtschaftsministe-- rium und Vizechef der Militärverwaltung Ost; Mitglied der NSDAP(Nr. 754 133) und der SS(Nr. 64 697) nach 1945: Leiter einer Ex- und Import KG in München Hellersen, Heinrich vor 1945: NSDAP und SS seit 1933(SS- Nr. 78 005); vom SD für Kolonialeinsatz vor- gesehen nach 1945: Darmstadt Kriminalobersekretär in Heißmeyer, August vor 1945: SS-Obergruppenführer, Gene- ral der Waffen-SS und der Polizei, Chef des SD-Hauptamtes in der Reichsführung der SS, ab 1940 im Range eines Ministerialdirek- tors; Inspekteur der Nationalpolitischen Er- ziehungsanstalten; Mitglied der NSDAP (Nr. 21 573) seit 1925 und der SS(Nr. 4 370) nach 1945: Wegen Führung eines fal- schen Namens„Stuckebrode” zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. 1949 amnestiert, lebt als Direktor einer Coca-Cola-Fabrik in West- deutschland Hellwig, Günter vor 1945: SS-Hauptsturmführer beim SD nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Mühlheim. Wegen Beteiligung an der Er- schießung sowjetischer Staatsbürger wurde er vom höheren britischen Militärgericht in Iserlohn zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt Hermann, Günther a vor 1945: SS-Obersturmbannführer im Reichssicherheitshauptamt, NSDAP seit1.Mai 1933(Nr. 2475 252), SS seit Juni 1935(Nr. 267 283); Leiter von Gestapo-Dienststellen in Kiel und Brünn. Mitarbeiter im Stab des „Chefs der Sicherheitspolizei und des SD“ in Österreich, Leiter des SS-Einsatzkomman- dos Troppau bzw. Prag sowie der Einsatz- kommandos 4b und 12 in der Sowjetunion nach 1945: Lebt unbehelligt in West- deutschland(Siehe Tafel 21) Herrmann, Gustav vor 1945: SS-Hauptsturmführer (Nr. 487 520) nach 1945: Leer Polizeioberkommissar in Hersmann, Werner, Dr. vor 1945: SS-Sturmbannführer und Major der Schutzpolizei, NSDAP seit 1930 (Nr. 298 662), SS(Nr. 9416). 1941 Komman- deur der Ordnungspolizei im okkupierten Estland, 1942 Offizier in der Einsatzgruppe D, Einsatzkommando 11b nach 1945: Nach Verbüßung einer ge- ringen Freiheitsstrafe lebt Hersmann als Maschinenbau-Ingenieur in Westdeutsch- land Herz, Hermann vor 1945: SS-Hauptsturmführer und Kriminalrat beim SD nach 1945: Kriminalrat in Stuttgart Hierl, Josef vor 1945: SS$-Hauptsturmführer und Gendarmeriekommandeur in Kroatien ührung de sterialdire) litischen; der Nspp >(Nr. 4371) 19 eines fi. 18 Monatır 1estiert,|ch, Jrik in Wei, ühren bein minalpoliz gan derfı ärger wurd: tärgericht ir verurteilt nnführer in APseiti, Mi ni 1935(N: Dienststelli im Stab ds d des SD’ atzkommatı der Einsatz owjelunion igt in Wei: ihrer \mmissat I führer 1 yp seit 10 41 Kommil olkkupieii® nsatzgrUn ng einel' K orsmann© Westdeulst" ‚führer uw stuttgall 1 f ühret und ‚oatien 81 nach 1945: Polizeiinspektor in Wies- baden Hochgräbe, Hans-Joachim vor 1945: SS-Hauptsturmführer und Kriminalrat im Reichssicherheitshauptamt nach 1945: Stellvertretender Kriminal- polizeileiter in Duisburg Hölfling, Wilfried vor 1945: Gendarmeriehauptmann und SS-Sturmbannführer nach 1945: Polizeihauptkommissar in Wuppertal Hörath, Siegfried vor 1945: SS-Hauptsturmführer und Hauptmann der Schutzpolizei, Offizier in einer SS-Polizeidivision, Mitglied der SS (Nr. 419 861) nach 1945: Polizeihauptkommissar in Düsseldorf Hödel, Ludwig vor 1945: SS-Untersturmführer, 1941 für„Bandeneinsatz” Hauptmann im I. Poli- zeiregiment 3 nach 1945: Polizeiamtmann in Rosen- heim, Leiter des Kommandos der Bayeri- schen Grenzpolizei Hoffelder, Johann vor 1945. SS- und Polizeigebietsführer nach 1945: Gendarmerieamtmann in Kaiserslautern Höttl, Wilhelm Georg, Dr. vor 1945: SS-Sturmbannführer im Reichs- sicherheitshauptamt, SS(Nr. 309 510), NSDAP (Nr. 6309 616). In Wien Adjutant des SS- Generals Kaltenbrunner, stellv. Gruppenlei- ter im Amt VI des RSHA. Im Auftrage von SS-Obergruppenführer Kaltenbrunner wurde er auch Verbindungsagent zum amerikani- schen Geheimdienst CIC nach 1945: Heute ist er als Direktor einer„Privatschule“ in Bad Aussee damit be- schäftigt, von der SS zusammengeraubtes Vermögen zu verwalten und Geheimnisse der umliegenden Seen und Höhlen zu hüten. Weiterhin Agent des CIC Hoffmann, Max, Dr. vor 1945: SS-Sturmbannführer, Regie- rungsrat und Referent im Amt IIB/1 des Reichssicherheitshauptamtes nach 1945: Polizeioberinspektor in Wiesbaden Holzbecher, Helmut vor 1945: SS-Obersturmführer, Polizei- bataillon 215 in Norwegen und SS-Polizei- regiment 26 in UdSSR und Polen nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Horn, Rudolf, Dr. vor 1945: SS-Sturmbannführer, Regie- rungs- und Kriminalrat im Reichssicher- heitshauptamt, Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 462 825) nach 1945: Leiter der Landeskriminal- polizeistelle Aurich Hucko, Wilhelm vor 1945. SS-Sturmbannführer, Mitglied der NSDAP, der SA und der SS nach 1945: Stellvertreter des Leiters der Kripo in Köln Hudy, Wilhelm vor 1945: Angehöriger der Gestapo in Karlsbad, SS-Führer nach 1945: Polizeiinspektor in der Poli- zeidirektion Hannover Hüttemann, Peter vor 1945: SS-Hauptsturmführer beim Befehlshaber der Sipo und des SD in Frank- reich nach 1945: Präsident der Wehrbereichs- verwaltung III in Düsseldorf(für das Land Nordrhein-Westfalen) Huppenkothen, Walter vor 1945: SS-Standartenführer, Grup- penleiter im Amt IV/E(Gestapo) des Reichs- sicherheitshauptamtes, Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD in Krakau und Lublin, NSDAP(Nr. 1 950 150) nach 1945: Stand in den Jahren 1951, 1952, 1955 und 1956 vor Gericht unter der Anklage, an der Ermordung des militäri- schen Spionagechefs Hitlers, Canaris, betei- ligt gewesen zu sein und Teilnehmer an der Verschwörung vom 20. Juli 1944 erhängt zu haben. Huppenkothen lebt nach Freispruch unbehelligt als Angestellter einer Versiche- rungsfirma in Mannheim Jüttner, Hans vor 1945: SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Chef des SS-Füh- rungshauptamtes, Mitbegründer der Waf- fen-SS, ab 1944 Stellvertreter des Befehls- habers des Ersatzheeres Heinrich Himmler. Mitglied der NSDAP(Nr. 541 163), der SA seit 1931 und der SS(Nr. 264 497) N 1 82 nach 1945: Lebt in Bad Godesberg, Tannenallee 11, und unterhält in Bad Tölz, Bayern mehrere Pensionen Kammer, Heribert vor1945: Höherer SS- und Polizeiführer in Danzig, Polizeidirektor und SS-Sturm- bannführer nach 1945: Leiter des Polizeiamtes Her- ford Kaufmann, Heinz vor 1945: Mitarbeiter des Geheimen Staatspolizeiamtes Sachsen, ab 1938 Gestapo- Leitstelle Dresden nach 1945: 1948 wurde ein Ermitt- lungsverfahren gegen ihn eingeleitet, das mit seiner Verurteilung zu 1 Jahr und 2 Monaten Gefängnis endete, die durch die Internierung als abgeleistet galten Kaufmann, Karl vor1945:SS-Obergruppenführer, Reichs- kommissar für den Wehrbereich X und Reichskommissar für die Seeschiffahrt, Gauleiter der NSDAP und Reichsstatthalter in Hamburg, Mitglied der NSDAP(Nr. 95) seit 1921 und der SS(Nr. 119 495) nach 1945: Lebt als Kaufmann in Ham- burg Kehrer, Walter vor 1945: Angehöriger des Sonder- kommandos 10a, SS-Führer nach 1945: Lebt unbehelligt in West deutschland Keunecke, Dr. vor1945: SS-Sturmbannführer im Reichs- sicherheitshauptamt nach 1945: Kriminalrat und stellv. Kripo-Leiter in Essen Kiehne, Helmut vor 1945: Oberleutnant der Schutzpoli- zei und Offizier in der Polizeireiterabteilung II beim Befehlshaber der Ordnungspolizei Ukraine im„Bandeneinsatz” nach 1945: 1956 als Kriegsverbrecher der westdeutschen Regierung übergeben, so- fort wiedereingestellt als Polizeihauptkom- missar in den Hamburger Polizeidienst Kiehne, Karl vor 1945: SS-Sturmbannführer, Mitglied der NSDAP, SS(Nr. 375 136) nach 1945:Kriminaloberrat und Leiter der Kriminalpolizei in Köln Klein, Johannes vor 1945: SS- und Polizeigebietsführer in Serbien, in der Hauptabteilung Ord- nungspolizei Berlin als Stabsoffizier nach 1945: Leiter des Polizeiamtes in Germersheim Kocks, Herbert vor 1945: SS-Hauptsturmführer beim II./SS-Polizeiregiment 24, Polizei-Freiwilli- genregiment Iin Kroatien nach 1945: Polizeihauptkommissar in Oldenburg Köllner, Fritz vor 1945: Mitarbeiter im Reichssicher- heitshauptamt(Deportation von Juden in das KZ Theresienstadt) nach 1945: Oberregierungsrat im In- nenministerium in Bayern Re Konitzki, Gerhard vor 1945: Angehöriger des SS-Einsatz- kommandos 8 nach 1945: Polizeibeamter in Essen Koppe, Wilhelm vor 1945: SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Staatssekretär und Höherer SS- und Polizeiführer im okku- pierten Polen; verantwortlich für die Ver- nichtung von 350 000 polnischen Juden, von 1500 Geisteskranken in Ostpreußen, von 20000 Tbc-Kranken im KZ Chelmno und 80 polnischen Widerstandskämpfern im KZ Dachau nach 1945: Lebte bis 1960 mit Wissen westdeutscher Behörden unter falschem Namen„Lohmann“ in Bonn, lange Zeit Direktor einer Nebenstelle der Firma Sarotti Kordts, Helmut vor 1945: SS-Hauptsturmführer nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Kosching, Maximilian vor 1945: Ab 1938 Gestapo Trier, SA seit 1931, später SS nach 1945: Leiter des Polizeiamtes in Oberlahnstein-Niederlahnstein Kraiker, Hermann vor 1945: Angehöriger des SS-Einsatz- kommandos 8 nach 1945: Polizeimeister in Watten- scheid ebiesfhn lung On ffizier lizeiamtes it führer her izej-Freiyil! ommissar| Reichssiche on Juden ı 1gsrat im I: es SS-Einsab rin Essen enführer ur ssekretär Il er im okkt für die Ve en Juden, it preuhen,\ Chelmno\ npfern im! b0 mit Wis ter falscı® h, lange% der Bin führer ommissäl apo Til N olizeiamte®\ es SEEN“ er in Watte 83 Kraiker, Hermann vor 1945: SS-Sturmbannführer und Major der Schutzpolizei, NSDAP seit 1. März 1931(Nr. 1545 743), SS(Nr. 354 185), Kom- mandeur von Bataillonen im SS-Polizeiregi- ment Gieseke und in der berüchtigten Kampfgruppe des SS-Obergruppenführers Prützmann nach 1945: In leitender Stellung in der Polizeiverwaltung Bochum Krüger, Bernhard vor1945:SS-Sturmbannführer im Reichs- sicherheitshauptamt, NSDAP(Nr. 528 739), SS(Nr. 15249). Krüger war Chef der Fäl- scherzentrale der Gruppe F im Amt VI des RSHA und sorgte für die Ausrüstung von SD-Agenten mit falschen Papieren und ge- fälschten ausländischen Banknoten; ver- antwortlich für die Ermordung der zu die- ser Arbeit gezwungenen KZ-Häftlinge des KZ Sachsenhausen nach 1945: Er bekleidet eine gut be- zahlte Stellung in der Standard-Elektrik- Lorenz AG. Erst im März 1964 wurde beim Landgericht Göttingen ein Ermittlungsver- fahren gegen ihn eingeleitet Lindner, Kurt vor 1945: SS-Hauptsturmführer (Nr. 310 260), Lehrer an der Führerschule des SD nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Duisburg Lorenz, Werner vor 1945: SS-Obergruppenführer und General der Polizei, Leiter der Volksdeut- schen Mittelstelle, zugleich Bevollmächtig- ter des Beauftragten für außenpolitische Fragen der NSDAP nach 1945: Lebt unbehelligt in West- deutschland, enge verwandtschaftliche Be- ziehungen zum Chef des Springer-Presse- Konzerns, Axel Springer, in Hamburg Ludwig, Wilhelm, Dr. vor 1945: SS-Obersturmführer, Offizier der 87. SS-Standarte in Innsbruck, Mitglied der SS(Nr. 307 478) nach 1945: Regierungsdirektor und Ab- teilungsleiter im Bundesamt für Verfas- sungsschutz in Köln Lütgering, Hans vor 1945: Adjutant beim Polizeibatail- lon I/1 in Prag, beim Polizeiregiment Süd der Einsatzgruppe Süd des SD nach 1945: Leiter eines Polizeiab- schnitts in Lüneburg Lischka, Kurt vor 1945: SS-Obersturmbannführer im Reichssicherheitshauptamt, NSDAP(Nr. 4583185), SS(Nr. 195 590), leitete im Auf- trage Himmlers die„Untersuchungen” gegen die Hitlergegner vom 20. Juli 1944 nach 1945: Prokurist eines großen Un- ternehmens in Köln Marbach, Hubert vor 1945: Adjutant und Kompanieführer bei Einsatzgruppen des Reichssicherheits- hauptamtes, so beim SS-Polizeiregiment 2 nach 1945: Leiter der Landespolizei- schule in Bonn Maurer, Karl vor 1945: Major der Schutzpolizei, SS- Sturmbannführer beim Chef der„Banden- Kampf-Verbände” nach 1945: Polizeirat in Hamburg Meier, Paulus vor 1945: Bataillonskommandeur des durch seine Massenmorde berüchtigten 9. Polizeibataillons und des II. SS-Polizei- regiments 14; Major der Polizei nach 1945: Polizeirat in Bonn Mengele, Josef, Dr. vor 1945: SS-Hauptsturmführer, SS- Lagerarzt in Buchenwald und Auschwitz. Mengele war in den genannten Konzentra- tionslagern an Selektionen und medizini- schen Experimenten maßgeblich beteiligt nach 1945: Nachdem er viele Jahre in Westdeutschland unbehelligt lebte, konnte er sich einer Bestrafung rechtzeitig durch die Flucht in einen südamerikanischen Staat entziehen Menke, Josef, Dr. vor 1945: SS-Sturmbannführer in der Reichsführung SS, Mitarbeiter im Haupt- amt der Sicherheitspolizei; Mitglied der NSDAP seit 1933 und SA-Führer nach 1945: Kriminaloberrat und Leiter der Kripo in Dortmund Merveldt, Gisbert, Graf von vor 1945: Major der Schutzpolizei und Offizier beim Befehlshaber der Ordnungs- polizei Ukraine in Luzk, Förderer der SA und SS H | e1 2 | ] ei 84 nach 1945: Leiter der Landespolizei- schule von Rheinland-Pfalz Messer, Hermann vor 1945: Bez.-Hauptmann der Gendar- merie, Angehöriger des Gendarmerie-Ein- satzkommandos Charkow, zuletzt SS- und Polizei-Gebietsführer in Geißin. NSDAP seit 1. Mai 1933 nach 1945: Polizeihauptkommissar bei der Polizeiverwaltung Stuttgart Methfessel, Fritz vor 1945: SS-Führer und Gestapo-Be- amter, mißhandelte während des Krieges alliierte Flieger nach 1945: Vom amerikanischen Mili- tärgericht zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt, dessenungeachtet Leiter der Kriminalpolizei in Grewen-Ems Metschullat, Herbert vor 1945: SS-Sturmführer, II. SS-Polizei- regiment 10 nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Miethe, Erhard vor 1945: Als Hauptmann der Schutz- polizei im Osteinsatz. Seine Stammeinheit war die Polizeiverwaltung Essen nach 1945: Leiter eines Polizeireviers in Reutlingen Müller, Balduin vor 1945: Angehöriger des Stabes beim SS-Polizeigebietsführer Lodz, Mitglied der NSDAP und der SS(Nr. 344 999) nach 1945: Polizeimeister in Düsseldorf Müller, Eugen vor 1945: Bez.-Ltn. der Gendarmerie, Gendarmerie-Abteilungsführer im Kreis Il- kenau im Reg.-Bez. Kattowitz; 1943 im Be- reich des„Höheren SS- und Polizeiführers Rußland-Süd und Ukraine” eingesetzt nach 1945: Polizeioberkommissar in Freudenstadt Nägele, Friedrich vor 1945: SS-Sturmbannführer, NSDAP von 1922 bis 1923, Wiedereintritt am 1. Mai 1937(Nr. 5 021 878); 1942 SS- und Polizei- Gebietsführer in Kaukasien(Pjatigorsk); 1944 Adjutant im Stab des Kommandeurs der Ordnungspolizei für die Operationszone Alpenvorland nach 1945: Leitender Beamter im Poli- zeipräsidium Stuttgart Neher, Konstantin vor 1945: Hauptmann der Gendarmerie und Leiter eines Einsatzkommandos im Osten. Im November 1944 Angehöriger der 30. Waffen-SS-Grenadierdivision nach 1945: Polizeioberkommissar im Landespolizeikreiskommissariat des Regie- rungspräsidenten in Württemberg Noack, Egon vor 1945: Im Dienstbereich des Reichs sicherheitshauptamtes tätig, Angehöriger einer Einsatzgruppe nach 1945: Kriminaloberkommissar in Kiel Obstfelder, Kurt vor 1945: Kommandoführer der Feld gendarmerie nach 1945: Wegen seiner Kriegsver- brechen unter der Zivilbevölkerung der UdSSR zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt Polizeichef von Hannover Ochs, Josef, Dr. vor 1945: Kriminalkommissar im Reichs sicherheitshauptamt, SS-Obersturmführer nach 1945: Kriminalrat im Bundes kriminalamt Odewald, Walter vor 1945: SS-Sturmbannführer, seit 1937 Führungsstab des SD in Paris und Prag nach 1945: Oberregierungsrat im nie- dersächsischen Landesamt für Verfassungs- schutz Oehl, Gerhard vor 1945: SA-Obersturmführer, Hilfs- offizier beim Kommandeur der Gendarmerie in Simferopol/Krim und Leiter der Gendar- merie-Hauptmannschaft an der Adriaküste nach 1945: Polizei-Obermeister in Stutt- gart Olbrich, Erhard vor 1945: SS-Obersturmbannführer; Chef des Stabes beim Befehlshaber der Ord- nungspolizei, SS-General Daluege; Organı sator des faschistischen Terrors im okku- pierten Ungarn nach 1945: Mannheim Major im Polizeipräsidium Opitz, Paul vor 1945: Kriminal- und Oberregie- rungsrat im AmtIV/E1(Gestapo) des Reichs- Gendarmer IMmandos;r ehöriger{ Mmissar| t des Reg| erg h des Rei Angehöria tommissar rer den Fel 1" Kriegsv: Ikerung d us verurle sarim Reid urmführer im Bund nführer,$ in Paris\) gsrat im Il führen, BIN „ Gendail” 1. der. Gend: er Adriakl eister in tl mbannfüh! I ‚aber del\ 1 ß; 2 ueg ors Im© el ‚d oben" de Dep Generalffaatsanwalt TAFEL9 Berlin NW AO, den 77. Tunis ı dem Landgeriyt. Turmılitahe di / HE MH Un gt i he gege 3{3 g der d t be liche xt r rin J- 4217 gege ri Lübke e 2“ Stra e 2 iec 4 &szesellschait Eauernland, lieinri bke, ha jer dringende Verdacht ergeben, daß Heirrioh ke von deu ä 3 nventarkäufen erzielten Erlös 5.000 M za. privater erbindlichkeiten erhalten und ver- at WE» 4 Cl fe Dr, e/ ./— 1 HH In Auitrage Ama mar fan In u ASS er ya a Mh SE Ari L— II Fl.> Jf— ‚er_citgassessdÄr. DE eye Au Drny Fe BR, ANY Ar RB A A Te U Mara Sn nn ah He Me in Ir. 4- un A Hu. SL, 3 hehe Fr RETTET IEHTOERE Sie ea | ImMMandoh r S/ v üb_— T am AAN Sun ipl.ing. Lübke, kırbnit. Damter, wures„im0X, robit. 5ässler, +iPpmr, ’ahmidtke, No»sie, teinbaoch, iohlhas®e, ——- PEWEP # e* sloht „t* ssichtirnn . ode“. .« na L“0.e“ si.® no eo nal... m n -€ Bı\ nei-“ n vr lion x n ı. - kaprssei.end Unserssa Orsonlag auaner v « kb“@«“u u. sus sıı0n8@_z° nosarser r" ie)esicht%.» wird slles daran soserut, dans dies in nmterbriwrmung von destischen Sfa vorereschene Vohnlarer ait Fertixr „ Jer ersten Vertigunauräuse beosssen werden kann. Olhalagern kommen nur?Trooksnahortie sur iufstellums. dee wa Aulupz I. s sep Lan 196 wuntie vorselser und fest odualtem, dass Ham 7)( farsam „Ins LAanı®e von 49 m in'auerweork suf alle Falle nar Verfügung steht ortigung anlinft, ie Janpenhöhs ht auffüllen zu alles sohlägt Nerr Lübke vor, “llergenachoss unter de au su scha’fen, der als Sarderoben- um „ancohriums wuagabaut wird. ie übrigen inuten und Anlagen werden sie von uns vorgeschlagen zguig- usisnen und durehgeführt. - 1» TAFEL 10 1i van VEREINIGTE ALUMINIUM-wenxe TEL. 19.74.21 rn DEE DR.LUDGER WESTRICK i BERLIN we d.sept ces year 44 32 Hyo FRIEDRICHSTR. 169-170 Br 1944 AKTIENÖRSELLECHAFT un TAFEL 11 INORER = Generalleutnant v.Hanneken, ? Unterstaatssekretär im Antlelchszirtschaftsministeriun ’ ß‘ h Yard ar m HAM zuuie. sichtbar{ derungen wünschen, ‚ganz$ 5 Jie Ar ist provisorisch erginzst, wobei die ausseridsut 1941 nur«ls o verbunden. Leaniet, Ylatena kon int, auBaarN wert. Anlasen -2=- Unser Ausbauprogramm hat den Anforderungen, so dl N. ns in Penllı virtschaftsministerium, dem Oberk.mmando der si Amt fürden Fierjchresplan Kit Rücksicht auf den grossen tromverbrauch der Alumintumhüt- ten- im Jahr 1940 beläuft sich dieser auf knapp 5 Milliarden fh-— waren dieser Ausdbauplanung geuisse Trenzen gesogen durch (Yarsı die deutsche Stromve sorgungslaye bezw. durch die beschränkten a9 der gang are! Möglichkeiten der rechtzeitigen Errichtung neuer Kraftwerka, Im Interesse ainer durch die rilitirische Entwicklung erfor- N derlichen s hn le 2 hung d Alumi produktion zurden en” wirtschaftliche die punkte en will I Um nun auch diese Anlayen zusreichendem Rohstoff, auch fr einen KÄrieysfail, zu€ ir trotz dar dasit ver- bundenen grossen/ it Jährlich 30 viel mehr Beurit noch Deutschland gebracht, 2 wir bei ten, ausreichend/ Untersohen beider Vnterschenk uuetschung linken d. Brustkorbes nd, nes Be rtrimnerung d. Schädsls und ider Untersohankel jodamenkowa Anna 19 1889” Arbeiterin„1. 1945 Tungentubarkulose llaschenko 5. 3.19%’chidelbasisbruch Brjano idor 1 189„ Arbeiter 5.194 ersleiden Cappoen Constant 18. 11.1911” etriebsarbeiter 3.3.1945 Brustquetsohung, Brstiokung Jouanin#ierre 3. 12.1913” Arbeiter 12, 9.1944 Zertrümmerung d, 1ink. Beinse d.&plosion eines Ofens Verbrennung d, ganzen Körpere bis zur Verkohlung Lallemand Roger 71,10. 1910= Kaufmann 12. 91944 Schädelbasisbruoh Masson Rene“1 u Mechaniker 9%. 4,1944 doppelseitige Lungenentzündın Tournet Georges 1% 6 5 Autoschlosser, 4,1944 Lungenentzündung Bonetti Smilio 16, 12, 1923 Italien etriebsarhesiter 3. 3.1945 Mstiokung Curcurutu nofrio 8, 1919 r Arb»eiter 2, 91244 Zertrümmerung des Sohädels Zermalmung d, Baaahes u.der je ine nnung tung ur uberkalose hädels ıten Arıey enkels häde]s Mr ODJes, des " Untersoren " Unberschn, Irbeg Ind, hädels un l rsache Erstiokug Air, Beine s Ofens anzen Könnt 10 h ngenentaini 3 Sehädele ahes Wder nina uetschnd a-Sarzsche e Sep3i3) ler 3 TAFEL 12 we tettin,ien#E.1940. 5 a > a; a Sn; 3 x 4 wyıball r i yv ı ntnia lert 3.) Kanzlei zur 1044"ın» der Verfürune auf Blatt 3 Rilckseite. —n 4.)#val bei II E1- Abtig. IL E12- 5538/39„ 3958/40 Stettin,den/ 9.1940. und 61/40. 1.) Vermerk: Auf Anordnung des Leiters in der Dice nstbesprechung der Dienststellenleiter am 22.8,40 ist für die Zu= kunft für die Bearbeitung und Überwachung des Arbeitseinsatzes in Peenemünde und Carlshagen das GPK. in Swineminde zuständig.GPK. Swinemünde wurde über alle gehabten Besprechungen und Unterredängen. mit den zuständigen Behörden unterrichtet,und in Kenntnis gesetzt, dass in der weiteren Bearbeitung des Vorgangs besonders auf die Herren M ah s und LÜbk e zurückgerriffen werden kann.Beidr haben sich als vertrauenswürdig erwiesen. Der Sachbearbeiter ayp ienizen Dienststelle für Peenemünde- K.O.Ass,- hat Kenntnia,dass hier ein Vorgang vorliegt. Der Vorgang selbst ist für die weitere Bearbeitung bedeutungslos und wird daher nicht mehr benötigt. 4: ll. 2.) Repistratur zug Zusammenziehung obiger Teb.Nummern, 7 3,) Zu den Akten bel Registr. II waglegon. zZ I. A, I A, TAFEL 13 - 2.3.2.1.3 BOCusE:. No.#1.-.979 Lk,» Buero= ls Okt. 19,6. Telegrenu m... m.|.....n. 908 ’C. Jerterber 19,68. an den Auehrer wi. Aelchauanzler aicl! Fitler „üter den kiniruck Jer wen Äkner weis Puelrer erreio.:ea beim keur„udetendeitschlante ins Keic. stellt Iren die 1.,.Parbe>- inlustrie Aktisc,ese.locsaft zur Vermen.ur, fuer das sudelea- deutsche Jeulet eine... Zeira, vor ei:ar sulben alllion delohs- “ara zur Verfuer,un, serrr. Geheluret„c:_itz Kerro br. Il,ner Direktionsgbteilun, Z.A.- Buero, frankfurt s.N. TAFEL 14 23 BA EEE TE EETETETTALETEEN *woreja'ıq*s09 seerıyıny u] *pITa USp.Isa UMITEJIBA{4'922 mo weraegdneg -ARUNZJTLEIOJ- TI JWUORIITE-9g Sop Fımsjeruy uenou Iep pın.p June ıyoemu sewp*"uedjyesseqg nz ITW 83770 UoI *US]28 UMIUTJNZA®E ISSETWMONSUDTSH UT U® ZJUOJU USZUTEPIOH sawp*usJe121ea JUOTRUY@Tp ICUFTA TRAsy U(9=04 uon® epını*2e3UojIeg[WARH UF IESSTWUOXNTTIEUeNn I®p ITw 97g ‘ueFTpum3sIeA nz pu@Bioe-dszue ueTTeIEI3BU8MIg au]"eaarqa yuaI *Enr Zg9yu ZUOTIJÄmMfTmIEJOTTQy Icp UOA uezunapIon PTp J2:yu Je*pujs UIGJSTINZA® IBSHTLWWOXSUSTSH UaTTpurgcenz uep ur 237509 weuderpnl enr Spuwasuefefyler SyuoTrzjupe sEep"Pımı -9905 efTInopufo ep IaqrusTofusp 49712184*afatıeq I7Tıxuss -qy UOA Zy77Iy0Cqy UT yOL Up-— R EH/2T9T"ın’adı 28/58 /LB/W/I4/V J9UI- fn*a’22 aOA Seymmadneg-SsTunJ TBmRI@A-0ITBUOS8 -JIT4-58 90p SSTrIIy Il"UOTOS UIAJETINZAB USZUBulg*29Y “PuUB1I80 SPp ITJ IWERTTWOXNSUDISN LTOr UB Zyaju uezunupıcH Isg® SJepuosegsuT!ue?ocIe4 Weuss'prf sne epurAsuofed4L>r serp*enB UOATP URyaR mEqTe.LIypg ueauuRUue? org "Ch/2rtT ag ad -® T DO II-£*’9*9T 204 purT350 gg sep pım TozrrodssjeyuregaTs I®p SIEATUETUPJOG KR®p FUEATAIUSS Soufe ZJ7.IUDsay 9ıp pım 23 er/Ls"apraBy- W TO II"3aY- fr’w"og moA purIIs0 as Sep pım jezytodszTeu1eyoTg I®p SISARUSTUPJEg Sep sUEaQTsLıusg Sue ZJTIUSEqY OTp YoT eyojaLısan efetuy Iep uf -c rusgeror »s37e0g weyosjpnf enr uspumisusfesyLıeg uoA Funıejertay IAJJTITOg e Reseszeeid *I0gJTUOSZ17a-98 pue 1350 IeIunJTesjTag pan-9g ueJlsugH usp uy SIISITR- aM Il *paeIl}so sup my IPOS TEBONFUOTeY IeI mwyreeTts p uep’usrg En TAFEL 15 REES TEE *207x0deu asunso Mau Bu ee suotesa‘1a"309 yasıyn=I z9oy) vorimieuien ua qersisog weanp(4 sous gozap(® iqgere 1a W104 o1.1070.22 UT ges uepar 30P 35012027044" sep ee omg'v :. zun 487 wesu10gtepuog OA Zunsyogazz v1g"8 BIOS Tor s a sıToymer 40P Sumı Terıoazusuid werdresusg=D wegeitT) Ba n ea’werung w- woßjpuuiens 10P worTPnsıoa u-u@gewu “un 352nu29eH I0P 2807 uopumsweßeo «(geTır304® van !ıngePıjeaz" oyzeayıl zep0 egoıT3uajan VO -ı. essest.moxesoTaeo pun=3peIg ern Jean 1epo aoqqwır am a oso;p°IP“yePoszzegn uedumızergesueurg UP ej32Tq09ıu0 ueizs Le) DJ ı ur@s y uop gomp Yuns[u 1oasuodguıer"Id ep I 38T q27® 12 307 31 ss 3 Jw| wPguisa seuortsjedus sI® ajeaosuj°Ip ur“ Sunsynuen; oTp 33723 NZI0TH“ue9NWIeAILn;TTaom eu puouLoa sep#1 Zeısie uf yESuicu 287 gun *uepnf ep 3j7U1Nerj0aI” Br z0asuoPguseA 1I0P puussueden°C "JCUoBaePnaL S1TeTzuUwujJ PTr yon® eJepuosequuf I87 2I71m09un“109.109 yorı3Toequre ıyoyu ‚307 WOI30gp Iop DunsTsuseA oyJ"CIeujeT“(us1es0 mo 403074 -85 004 Z;7g) WWLInTd Usiopus uedruje Uu"JejyoTIIe B03230U0 euosTpnf esegp.IR purs Xsuf, pur wursm“uoney‘ory ul “oIeHe jimsoy4e30j4en WO3271F0301 oTP IN) e4onıpqeuegen****: "so-z30y2 ueyoszyprf Jep Pumater-ier zeug /wvoeney/e9rTH”r “1006 uWO/TW.J0UeD us1loH 39 a \f 5 | vr)\ R BEnder ME ce er,"Dav’cz von!edıu pueT3s0 we A.) Jeserwo4jsuuti«" 44 Abteilung Il Verwaltung Seheim-Tgb-. Nr Riga, 31. Juli 194 Der Reicdskommissar für das Ostland 2. GEHEIM, Betr. Zusammenfassung der Juden arg in Konsentrationslagern 1 Anlage Der Reichsführer SS hat unter dem 21. J' 1943 angeordnet, daß alle im Gebiet Ostland noch Mn'Ghettos vorhandenen Juden in Konzentrationslagern zusammenzu- fassen sind. Abschrift der Weisung des Reichsführers SS vom 21. Juni 1943 lege ich bei. In wiederholten Be- eprechungen mit dem Eöheren SS- und Polizeiführer für das Ostland wurde festgelegt, daß solche Arbeiten, de- ren Fertigung nicht in große Konzentrationslager verleg- bar ist, in kleinen Konzentrationslagern zusammengefaßt werden. So wird z.B. ein kleiner Teil des bisherigen Rigaer Ghettos voraussichtlioh zu einem Konzentrations- lager umgestaltet, in dem Werkstättenbetriebe wehrwich- tige Aufträge erlediger. Daneben werden die bisher für die Dienststellen des Generalkommissars und Reichs- kommissars unterheltenen Werkstütten, z.B. die Uniform schneiderei, Anfertigung von Verdunkelungsvorrichtungen für Dienst- unä\/ohnräume usw. in dieses KZ ver- legt. Die leitung dieses zu errichtenden KZ’s soll nach meinem Wunsch vom Generalkommissar Riga übernon- men werden, die sicherheitspolizeilichen Aufgaben wer- den selbstverständlich von den Polizeidienststellen wehrgenommen, der finanzielle Ertreg soll, wie bisher, meinem Haushalt zufließe... Endgültige Vereinbarungen liegen: hierüber aber noch nicht vor. USW. Ich hHerm Generalkommissar in RR a u El Ich empfehle Ihnen, sich uit den zuständigen Dienst- stellen der Sicherheitspolizei und des SD sofort ins Be- nehmen zu setzen und gezebenenfalls ähnliche Maßnahmen beschleunizt durchzuführen, falls hierfür ein Bedürfnis vorliegt. Üder die Neugestaltung bitte ich mir 1943 zu berichten. zum l. Oktober Im Auftreg gez.Dr Vislon TAFEL 16 85 sicherheitshauptamtes, seit 1934 Mitarbeiter von Gestapo-Dienststellen nach 1945: Mitarbeiter im Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln Ottersbach, Arnold, Dr. vor 1945: Regierungsdirektor, Referent für die Reichsverteidigung und Sachbearbei- ter des Reichsverteidigungskommissars für den Bereich des Wehrkreises VI in München, NSDAP(Nr. 5 410 609) seit 1. Mai 1937 nach 1945: Stellv. Leiter der Landes- polizeibehörde Münster Papenkort, Willi vor 1945: Major der Schutzpolizei und Sturmbannführer der SS, Mitglied der NSDAP(Nr. 206 471), SS(Nr. 313 915). Mit- schuldig an Judenerschießungen in der So- wjetunion nach 1945: Hauptmann bei der Polizei in Essen(Siehe Tafel 19) Paulat, Bodo vor 1945: Oberleutnant der Schutzpoli- zei, Dienst beim berüchtigten Polizeibatail- lon 251, welches u. a. im März 1941 in Nor- wegen stationiert war nach 1945: Polizeihauptkommissar und Leiter des Polizeiabschnittes Gaudeshain Peiper, Joachim vor 1945: Obersturmbannführer der SS (Nr. 132496) und der Waffen-SS, verant- wortlich für die Niederbrennung des Ortes Boves in Italien, die er als Kommandeur eines Panzer-Regiments der SS-Panzerdivi- sion„Leibstandarte Adolf Hitler“ befahl, und für die Ermordung von 71 unbewaffneten amerikanischen Kriegsgefangenen im De- zember 1944 südöstlich von Malmedy nach 1945: Von einem amerikanischen Militärgericht nach 1945 zum Tode verur- teilt, später zu 25 Jahren Zuchthaus begna- digt und 1956 entlassen. Zunächst tätig in den Porsche-Werken. Zuletzt war er Werbe- chef eines VW-Autohauses in Reutlingen Poethke, Herbert vor 1945: SS-Hauptsturmführer und Oberleutnant der Schutzpolizei. 1941 bei einem Einsatzkommando im Osten nach 1945: Polizeioberkommissar in Mönchen-Gladbach Pötke, Karl vor 1945: Hauptmann der Schutzpolizei und SS-Führer z. b. V.; Führer des II. SS- 6 Braunbuch Polizeibataillons 16 und Regimentskomman- deur in der Gruppe SS-Polizei-Ost nach 1945: Polizeirat und Leiter des Kommandos Ia der Schutzpolizei in Ham- burg Preckel, Erich vor 1945: SS-Sturmbannführer bei der Gestapo nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Opladen, im Mai 1965 wurde ein Ermitt- lungsverfahren gegen ihn eingeleitet Priller, Franz vor 1945: Kommandoführer des SD im Distrikt Radom, Außenstelle Kielce; Mit- glied der NSDAP und der SS, tätig beim sog. SS-Hilfswerk im KZ-Dachau; SD-Beauftrag- ter bei der Annexion Österreichs und Mit- arbeiter der Gestapo in Oppeln nach 1945: Leiter eines Kommandos der bayerischen Grenzpolizei Pruss, Hans vor 1945: Major der Schutzpolizei, SS- Sturmbannführer, Offizier in einer SS-Poli- zeidivision als Ordonnanzoffizier; Mitglied der NSDAP seit 1. Mai 1933(Nr. 2 955 038), SS(Nr. 450 691) nach 1945: Polizeioberrat und Ver- treter des Kommandeurs der Polizeiinspek- tion Hildesheim Puchta, Adolf vor 1945:. SS-Sturmbannführer im Reichssicherheitshauptamt, Leiter eines SS- Einsatzkommandos in Norwegen, später in der Sowjetunion, seit 1931 Führer der NSDAP nach 1945: Referent im Landesamt für Verfassungsschutz in Bayern Rabe, Karl-Hermann vor 1945: SS-Obersturmbannführer, Lei- ter eines SS-Einsatzkommandos der Ein- satzgruppe B(134000 Menschen ermordet) und des Einsatzkommandos 7b(4000 Män- ner, Frauen und Kinder ermordet), NSDAP (Nr. 259 544), SS(Nr. 54 628) nach 1945: Erst jetzt wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren in Hamburg ein- geleitet(Siehe Tafel 20) Rath, Karl vor 1945: SS-Obersturmführer, Ange- höriger des Einsatzkommandos 9 nach 1945: In Westdeutschland wohn- haft. Wurde erst 1965 von der westdeutschen Staatsanwaltschaft festgenommen < 86 Rapp, Albert, Dr. vor 1945: SS-Standartenführer, Regie- rungsrat und Mitarbeiter des SD, seit 1. No- vember 1931 NSDAP(Nr. 774433), seit 1936 SS(Nr. 280341). Führer des Ein- satzkommandos 7c der Einsatzgruppe B in der Sowjetunion(3000 Juden ermordet), In- spekteur der Sipo und des SD im Wehrkreis XI in Braunschweig. 1944 im Reichssicher- heitshauptamt, Amt VI, Gruppenleiter C nach 1945: Erst1965 wurde gegen Rapp ein Verfahren eingeleitet Reinhard, Hellmuth vor 1945:Sturmbannführer im Reichs- sicherheitshauptamt, verantwortlich für die Deportation und den Tod von insgesamt 690 norwegischen Juden, die er als leitender Mitarbeiter der Gestapostelle Oslo veran- laßte; NSDAP(Nr. 2382157), SS(Nr. 121174) nach 1945: Unter seinem früheren Na- men Patschke Redakteur und Chefredak- teur, schließlich Verlagsleiter in Baden- Baden. Erst im Dezember 1964 wurde er verhaftet Remold, Josef vor 1945: Regimentskommandeur und SS- und Polizei-Gebietsführer nach 1945: Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei Rheindorf, Konrad vor 1945: Oberstleutnant, Ia-Offizier beim Stab des SS-Polizei-Regiments 26, 1943 SS- und Polizei-Gebietsführer in Krakau und Lublin nach 1945: Stellvertretender Leiter der Landespolizeidirektion Schwaben Riedel, Fritz vor 1945: SS-Hauptsturmführer, Feld- gendarmerieführer in Lettland nach 1945: Kriminalkommissar in München Riese, Werner vor 1945: Taktik-Offizier bei SS-Ein- satzgruppen, Polizeimajor nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Röhl, Friedrich vor 1945: Zuletzt Hauptmann der Gen- darmerie. Befehlshaber der Ordnungspoli- zei, ab Januar 1943 beim BdO in Riga, NSDAP seit dem 1. Mai 1937 nach 1945: Stellv. Leiter der Landes- polizeischule Rheinland-Pfalz Rösch, Heinrich vor 1945: Bezirkshauptmann der Gen- darmerie, 1941 als Gendarmerie-Kreisführer in Grodno, Bez. Bialystok, tätig. 1943 beim Kommandeur der Ordnungspolizei in Mar- seille und 1944 bei der Gendarmerie-Ein- satzabteilung in Thorn nach 1945: Leiter der Gendarmerie im Kreis Pirmasens. Seit August 1964 Gendar- merieamtmann im Ruhestand Rohlfs, Willi vor 1945: Hauptmann der Gendarmerie, 1942 im Polizeiregiment 17 in der Sowjet- union gewütet nach 1945: Polizeihauptkommissar, Lei- ter eines Polizeiabschnittes der Polizei- inspektion Rotenburg Rosendahl, Johannes e vor 1945: Hauptmann der Gendarmerie und Hauptsturmführer der SS nach 1945: Polizeihauptkommissar und Leiter des Polizeiabschnittes Landkreis Lü- chow-Dannenberg(Siehe Tafel 20) Rottach, Josef vor 1945: SS-Obersturmführer in der SS-Standarte„Der Führer” nach 1945: Polizeiobermeister in Speyer Rutz, Horst vor 1945: SS-Hauptsturmführer, im ukrainischen Schutzmannschafts-Bataillon 61 sowie im Schutzmannschafts-Regiment 57 SS- und Polizei-Gebietsführer nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Sandberger, Martin, Dr. vor 1945: SS-Standartenführer, stellv. Gruppenleiter im Amt I/E des Reichssicher- heitshauptamtes, NSDAP seit 1. November 1931(Nr. 774 980), SS(Nr. 272495), Leiter des Einsatzkommandos 1a der Einsatz- gruppe A, im Dezember 1941 Kommandeur der Sipo und des SD in Estland nach 1945: Das 1948 ausgesprochene Todesurteil wurde nicht vollstreckt. Sand- berger wurde begnadigt und aus der Haft entlassen Schäfer, Eugen vor 1945: Angehöriger der Gestapo Mei- ßen und von Einsatzgruppen des SD nach 1945: Kriminaloberkommissar in Cuxhaven N der Gen Kreisführe, tmerie-Ein- armerie jn 64 Gendhr. Der Sowjet missar, Lei er Polizei. 9 endarmenic Imissar und ndkreis Li- ) rer in der er in Speyel führer, in Bataillon sl giment Immissat ID hrer, stellv eichssichel" ‚ Noyembe! 1495), Leite br Einsalz mmandeul Schäfer, Johannes Robert vor 1945: SS-Untersturmführer im Reichssicherheitshauptamt, Kripo-Leitstelle Köln nach 1945: Kriminalkommissar in Wies- baden Schaefer, Oswald, Dr. vor 1945: Kriminaldirektor und SS- Obersturmbannführer, Leiter der Gestapo- Leitstelle München und Nachfolger von Wie- bens in der Leitung des Einsatzkomman- dos 9(6500 Männer, Frauen und Kinder ermordet) nach 1945: Schaefer und Wiebens wur- den für diese Verbrechen bisher nicht be- straft. Oswald Schaefer stand 1951 und 1954 wegen anderer Verbrechen aus seiner Ge- stapo-Zeit vor Gericht. Einmal erhielt er 2 Jahre Gefängnis unter Anrechnung 1 Jah- res Untersuchungshaft, beim zweiten Mal wurde er wegen„Mangels an Beweisen“ freigesprochen Schattburg, Wolfgang vor 1945. Hauptmann der Schutzpolizei und zeitweise Beisitzer des SS- und Polizei- gerichts III in Prag; SS-Hauptsturmführer (Nr. 311 870), SS- und Polizei-Gebietsführer in der Ukraine nach 1945: Polizeihäuptkommissar in Hamburg Scharf, Walter vor 1945: SS-Sturmbannführer und Po- lizeidirektor nach 1945: Leiter der Abteilung III (Staatsschutz) im Landeskriminalamt Hessen Schaub, Julius vor 1945: SS-Obergruppenführer und Adjutant Hitlers, Mitglied der NSDAP (Nr. 81) seit 1923 und der SS(Nr. 7) nach 1945: Lebtin Westdeutschland als Drogist, 1949 von der Anklage wegen Bei- hilfe zum Mord„wegen Mangels an Bewei- sen“ freigesprochen Scheffler, Herbert vor 1945: Nachrichtenoffizier im Reichs- sicherheitshauptamt, 1941 beim Beauftrag- ten des Reichsführers-SS für die Errichtung von SS- und Polizeistützpunkten im neuen Ostraum nach 1945: Polizeirat in Hiltrup Schindhelm, Hans Gerhard vor 1945: NSDAP seit 1. Mai 1931(Nr. 242 706), SS(Nr. 353427). Nach Bradfisch und Richter übernahm er den Befehl über das Einsatzkommando 8 in Mogilew nach 1945: Im Juli 1961 fand der Pro- zeß gegen den Leiter des Einsatzkomman- dos 8, Dr. Otto Bradfisch, statt, der wegen Beihilfe zum Mord in 15000 Fällen zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, wäh- rend Schindhelm unbehelligt blieb Schliefke, Waldemar vor 1945: Angehöriger von SS-Einsatz- kommandos nach 1945: Wegen Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt, später zu 25 Jahren Freiheitsentzug begnadigt. 1953 vorfristig entlassen, Polizeihauptkommissar in Hof Schloemp, Georg vor 1945: Oberleutnant der Feldgen- darmerie und SS$-Untersturmführer(Nr. 424 361) nach 1945: Polizeihauptkommissar bei der Polizeidirektion in Hamburg Schlör, K.H. vor 1945: SS-Sturmführer, Adjutant des Abschnittskommandanten„Reichswerke Her- mann Göring“ nach 1945: Hauptkommissar und stellv. Leiter der Polizeidirektion Neumünster Schmidle, Adolf vor 1945: Major, Stabsoffizier beim Höheren SS- und Polizeiführer Hannover, Mitglied der NSDAP nach 1945: Polizeirat in Düsseldorf Scholz, Herbert vor 1945: SS-Sturmbannführer, Major der Schutzpolizei; NSDAP(Nr. 2840 674), SS(Nr. 308 265); SS- und Polizei-Gebiets- führer in Norwegen und in Den Haag nach 1945: Polizeidirektor in Augsburg Schüler, Walter vor 1945: Offizier bei SD-Einsatzkom- mandos in Polen nach 1945: Vom polnischen Militärge- richt verurteilt, 1953 entlassen, Polizeikom- missar in Ansbach Schuler, Anton vor1945: 1935 Absolvent der SS-Junker- schule in Braunschweig, Major der Schutz- polizei und SS-Sturmbannführer, NSDAP (Nr. 1232 958), SS(Nr. 87 344) nach 1945: Süd-Baden Polizeioberkommissar in Schulz, Erwin vor 1945: SS-Brigadeführer und Gene- ralmajor der Polizei, Leiter des Amtes I im Reichssicherheitshauptamt, 1941 Leiter des SS-Einsatzkommandos 5 der Einsatz- gruppe C nach 1945: Kaufm. Angestellter in Bre- men Schulze, Albert vor 1945: Angehöriger der„SS-Leibstan- darte Adolf Hitler” und der Bewachungs- mannschaft des KZ Sachsenhausen; Einsatz in der„Bandenbekämpfung“ innerhalb einer SS-Brigade nach 1945: Regierungsamtmann im Verwaltungsamt der hessischen Landespoli- zeiin Wiesbaden Schwerdt, Otto vor 1945: SS-Obersturmführer, seit 1942 dem„Sonderverband Friedenthal” zugehö- rig, ging er im Dezember 1943 nach Kopen- hagen. Er organisierte den Terror gegen die dänische Widerstandsbewegung, führte die von SS-Obergruppenführer Dr. Best ange- ordneten Morde an dänischen Patrioten, u.a. an Kaj Munk aus(Vgl. Dr. Best, Seite 67) nach 1945: Nach einem Gerichtsverfah- ren 1948 in Kopenhagen tauchte er in West- deutschland unter Seibert, Willi vor 1945: Standartenführer und stellv. Chef des Amtes III des Reichssicherheits- hauptamtes, Leitender Offizier in der SS- EinsatzgruppeD in der Sowjetunion, NSDAP seit 27. April 1933(Nr. 1886 112), SS(Nr. 272 375) nach 1945: Seibert wurde zum Tode verurteilt, später begnadigt und 1955 ent- lassen Settels, Franz vor 1945: SS-Sturmbannführer im SD- Hauptamt, seit 1934 bei der Gestapo nach 1945: Leiter der Kriminalpolizei in Leverkusen Siemers, Otto vor 1945: Hauptmann der Schutzpolizei und Adjutant beim Polizeipräsidenten im besetzten Posen(Poznan) nach 1945: Polizeirat und Führer der Funkstreifenzentrale in Hamburg Sinnhuber, Fritz vor 1945: SS-Sturmbannführer(Nr. 393 357) im Hauptamt der Ordnungspolizei Berlin, SS-Gerichtsoffizier nach 1945: stellv. Leiter der Polizei- schule Schleswig-Holstein Smeets, Wilhelm vor 1945: Angehöriger der Gestapo- Dienststellen Köln und Klagenfurt, Lehr- gangsteilnehmer der SS-Füherschule, Mit- glied der NSDAP seit 1926, der SS seit 1931 nach 1945: Oberkreisdirektor und Lei- ter der Kreispolizeibehörde Kleve Stadie, Paul vor 1945: Oberleutnant der Schutzpoli- zei und SS-Obersturmführer, während des Krieges als„Feldjäger” tätig. nach 1945: Polizeihauptkommissar der Polizeidirektion Hamburg Steimle, Eugen Karl vor 1945:_SS$S-Obersturmbannführer, Mitarbeiter des Amtes IV/B(Gestapo) des Reichssicherheitshauptamtes, Mitglied der NSDAP(Nr. 1075555), Führer des SD-Leit- abschnittes Stuttgart, 1941 Leiter des Sonder kommandos 7a der Einsatzgruppe B, 1942 Leiter des Sonderkommandos 4a der Ein satzgruppe C nach 1945: Steimle wurde wie viele an- dere Einsatzgruppen- und Einsatzkom- mandoleiter zum Tode verurteilt. 1951 be- gnadigt und kurz darauf entlassen Stratmann, Johannes vor 1945: Hauptmann der Gendarmerie und Führer eines motorisierten Feldgen darmerietrupps in der Sowjetunion nach 1945: Polizeihauptkommissar im Landkreis Norden in Niedersachsen Steiner, Felix-Martin vor 1945: SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Kommandeur von SS-Panzer-Divisionen und-korps in der So- wjetunion. Mitglied der NSDAP(Nr. 4 264 295), der SS(Nr. 253 351) und der SA seit 1933 nach 1945: tion HIAG Gründer der SS-Organisa Staake, Hermann vor 1945 nach 1945: Hamburg SS-Hauptsturmführer Polizeihauptkommissar ın führer(Nr NUngspoliz, der Poli, ler Gestapn nfurt, Ich ‘schule, Mi! SS seit 1931 ttor und Lei ve r Schutzpoli während de mmissar' der nbannführer Gestapo) dis Mitglied de des SD-Leil 1. des Sonder uppe B, 19 4a der Ein wie viele at: Einsatzkon: sjlt, 1951 bi ssen Gendarnen! ten. Feldgen ınion ommissat IN chsen nführer u mandeur\ ps in der 8 [Nr f NsDAp ) und ders" sg.onganl®" I | | 89 Steeger, Christian vor 1945: Gruppenführer im Polizei- regiment 27 und beim III. SS-Polizeiregi- ment 15 nach 1945: Polizeiobermeister in Linz Stieler, Adam vor 1945: Angehöriger der Gestapo Liegnitz, Kriegseinsatzkommando in Polen und Ordnungspolizei Lublin nach 1945: Oberkreisdirektor und Lei- ter der Kreispolizeibehörde Monschau Tangermann, Heinz vor 1945: SS-Untersturmführer, Ange- höriger des Einsatzkommandos 9 nach 1945: Erst 1965 in Westdeutsch- land verhaftet Terree, Werner vor 1945: Leutnant der Schutzpolizei, 1944 Offizier im II./SS-Polizeiregiment 2 in Bialystok nach 1945: Polizeihauptkommissar, Lei- ter des Abschnittes Landkreis Osnabrück in der Polizeiinspektion Tezlaff, Otto vor 1945: SS-Staffelanwärter, 1939 in die Stuttgarter Gestapo übernommen nach 1945: Kriminalpolizeimeister bei der Landeskriminalbehörde in Nieder- sachsen Trimborn, Kurt vor 1945. sSS-Obersturmführer, Leiter eines SS-Sonderkommandos in Krasnodar (Ermordung von 214 Zöglingen eines sowje- tischen Kinderheimes); Mitglied der NSDAP (Nr. 175815) und der SS(Nr. 2558) nach 1945: Lebt unbehelligt in Wupper- tal Ulrich, Fritz vor 1945: Mitarbeiter der Gestapo seit 1933, ab 1939 beim SD in Linz nach 1945: Verwaltungsleiter bei der Landeskriminalpolizei Niedersachsen Unger, Walter vor 1945: Ausbildungsoffizier im Poli- zeibataillon Recklinghausen, späteres Mord- bataillon 316, ab 1943 beim SS-Polizeiregi- ment Griese nach 1945: Polizeirat in Köln Volkmann, Heinz vor 1945: Leiter der Gestapostelle EI- bing nach 1945: Kriminaloberkommissar bei der politischen Polizei in Stuttgart Voss, Ludwig vor 1945: bis 1939 SD in Magdeburg, gehörte später der Geheimen Feldpolizei an nach 1945: Kriminalkommissar in Lüne- burg Wachtendong, Walter vor 1945: Angehöriger des Einsatzkom- mandos 8 nach 1945: Polizeibeamter in Reckling- hausen Wagner, Wilhelm vor1945.: SS-Hauptsturmführer. Als Mit- arbeiter der Gestapostelle Oslo mitverant- wortlich für die Verbrechen an 690 jüdischen Bürgern nach 1945: Lebt unbehelligt in Bonn Waldbillig, Hermann vor1945: Leiter des Judendezernats in der Gestapo-Dienststelle Düsseldorf; Mit- glied der NSDAP seit 1930 nach 1945: Polizeihauptkommissar in Köln Weber, Fritz vor 1945: SS-Sturmbannführer im Reichssicherheitshauptamt, 1933 Leiter der SS-Hilfspolizei und Schutzhaftstelle, Mit- glied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Kriminaldirektor im Innen- ministerium von Nordrhein-Westfalen Weinreich, Hermann vor 1945: SS seit 1932 nach 1945: Polizeikommissar in Ham- burg Weigold, Hermann vor 1945: SS-Hauptsturmführer beim SS- und Polizei-Gebietsführer in Holland nach 1945: Polizeikommissar in Stutt- gart Wehner, Bernhard, Dr. vor 1945: SS-Hauptsturmführer und Mitarbeiter des Amtes V im Reichssicher- heitshauptamt, an der Tötung von sowjeti- schen Kriegsgefangenen im KZ Buchenwald beteiligt ı RETTET 90 nach 1945: Leiter der Düsseldorfer Kri- minalpolizei Wendt, Erich vor 1945: SS-Hauptsturmführer und Kompanieführer beim Polizei-Freiwilligen- regiment 2 nach 1945: Polizeihauptkommissar in Essen Wenzel, Erich vor 1945: Nahm 1942 als SS-Dienstgrad an Judenerschießungen in Shitomir teil nach 1945: Kriminalsekretär in Essen Wicke, Oswin vor 1945: Führer von SS-Einsatzkom- mandos nach 1945: Polizeirat bei der Landes- polizeibehörde Hannover, in der Sowjet- union als Kriegsverbrecher verurteilt Wiebens, Wilhelm vor 1945: Hauptamtlicher SS-Führer, SS-Obersturmbannführer im Reichssicher- heitshauptamt, Leiter des Einsatzkomman- dos 9 in Witebsk, NSDAP(Nr. 546 524), SS (Nr. 16 617) nach 1945: In Westdeutschland wohn- haft, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden Wilhelm, Georg vor 1945: SS- und Gendarmerie-Unter- führer, Mitglied der SA und NSDAP seit 1929 nach 1945: Polizeiobermeister in Kassel Wittmann, Max vor 1945: SS-Hauptsturmführer(Nr. 309 825), SS- und Polizei-Gebietsführer in Lodz nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Wohlauf, Julius vor 1945: SS-Hauptsturmführer und Kompaniechef in Krakau, ab 1943 II.SS-Poli- zeiregiment 7, Oslo nach 1945: Polizeihauptkommissar in Hamburg Wollschina, Wilhelm vor 1945: Hauptmann der Schutzpolizei (Gendarmerie) und SS-Hauptsturmführer, u. a. in Brünn und Tabor tätig, NSDAP seit 1931(Nr. 793 715) nach 1945: Polizeihauptkommissar und Leiter der Polizeidienststelle Offenbach Zapf, Willi vor 1945: Angehöriger der SS-Bewa- chungsmannschaften im KZ Sachsenhausen und Auschwitz nach 1945: Sachbearbeiter im Verwal- tungsamt der Hessischen Landespolizei in Wiesbaden Zech-Nenntwich, Hans-Walter vor 1945: SS-Obersturmführer nach 1945: Wegen Beihilfe zum Mord an polnischen Juden im April 1964 zu 4 Jah- ren Zuchthaus verurteilt. Nach einer ge- lungenen Flucht aus dem Zuchthaus stellte er sich der Polizei in der Hoffnung, daf man ihm die 4 Jahre Haft erlassen wird Zietlow, Fritz vor 1945: SS-Obersturmführer im SD- Hauptamt, Schriftleiter und Regierungsrat im Propaganda-Ministerium, Mitglied der NSDAP(Nr. 36 519) und der SS(Nr. 6126) nach 1945: Schriftleiter und Korrespon- dent in Hamburg-Volksdorf Zipfel, Fritz vor1945:SS-Führer, Mitglied der NSDAP seit 1929, der SS seit 1932 nach 1945: Polizeiinspektor und Re- vierleiter in Freiburg Zirpins, Walter, Dr. vor 1945: SS-Obersturmführer und Kri- minaldirektor im Amt IV(Gestapo) des Reichssicherheitshauptamtes, Einsatz bei der„Endlösung der Judenfrage“ in War- schau und Lodz nach 1945: Oberregierungsrat und Lei- ter des Landeskriminalamtes von Nieder- sachsen ver zum Mor rer im S] »gierungs itglied I (N. 610 2:2 02 Se nen Angehörige der Gestapo, des SD und der SS in der West- berliner Polizei Altmann, Johannes vor 1945: Kriminalsekretär im Amt IV A3 des Reichssicherheitshauptamtes, NSDAP-Mitglied seit 1. Mai 1933 (Nr. 2 579 426) nach 1945: Übt die gleiche Dienststel- lung als Kriminalsekretär aus Anton, Max vor 1945: 1933 ging er von der Polizei- verwaltung Berlin zur Gestapo-Leitstelle Berlin nach 1945: Kriminalsekretär Birr, Franz vor 1945. SS-Hauptsturmführer, Ober- leutnant der Schutzpolizei und Kompanie- führer der faschistischen Ordnungspolizei in Graudenz nach 1945: Polizeihauptkommissar Boosfeld, Walter vor 1945. SS-Obersturmführer (Nr. 254 223), Adjutant beim SS- und Poli- zeiführer in Dnjepropetrowsk, später beim Pol.-Wach-Bataillon in Dänemark. Angehö- riger der SS-Wach- und Verfügungstruppe Dachau nach 1945: Zugführer im Einsatzkom- mando der Polizei-Inspektion Westberlin- Steglitz(Siehe Tafel 17) Burkhardt, Martin vor 1945: Angehöriger der Gestapo- Leitstelle Berlin, 1943 bis 1945 in Norwegen nach 1945. Kriminalsekretär Durek, Josef vor 1945: Angehöriger der Gestapo- Leitstelle Berlin nach 1945: Polizeiangestellter Ebel, Rudolf vor 1945: Angehöriger der SS, Kriminal- oberassistent bei der Gestapo-Leitstelle Ber- lin nach 1945: Polizeiangestellter Feussner, Konrad vor 1945. Regierungsoberinspektor und Polizeioberinspektor im Amt IV/C2 des Reichssicherheitshauptamtes, 1933 vom Poli- zeipräsidium zur Gestapo(Gestapo-Leit- stelle Berlin) nach 1945: Regierungsoberinspektor im Polizeidienst Gabriel, Kurt vor 1945: Polizeiassistent in der Ge- stapo-Leitstelle Berlin nach 1945: Regierungsinspektor Gehrmann, Kurt vor1945: Kommandeur des I. Bataillons im SS-Polizeiregiment 4, beteiligte sich u. a. an Judenverfolgungen nach 1945: Vom sowjetischen Militär- gericht zu 25 Jahren Freiheitsentzug ver- urteilt. 1955 den Westberliner Behörden zur weiteren Strafverbüßung übergeben. Dort jedoch als Kommissar in die Westberliner Polizei eingestellt Götsche, Ernst vor 1945. SS-Obersturmführer in einer SS-Polizeidivision nach 1945: Polizeikommissar Graurock, Wilhelm vor 1945: SS-Hauptsturmführer, beging Kriegsverbrechen in der Sowjetunion, Kroa- tien und Dänemark. Trotz vorhandener Unterlagen über Mordtaten in Dänemark wurde er nicht zur Verantwortung gezogen nach 1945: Hauptinspektor beim Kom- mando der Westberliner Schutzpolizei Groß, Gerhard vor 1945. SS-Sturmbannführer, Kom- mandeur in der 4. SS-Polizei-Panzergrena- dierdivision, SS(Nr. 422 185) nach 1945: Leiter der Verkehrsstaffel Nord Günther, Johannes vor 1945: Kriminaloberassistent bei der Gestapo-Leitstelle Berlin. Er bewarb sich für den Einsatz bei der Sipo und dem SD in den Kolonien(1940) nach 1945: Kriminalsekretär Haak, Wilhelm vor 1945: Kriminalkommissar im Amt IV/A4 des Reichssicherheitshauptamtes nach 1945: Kriminalsekretär Hartmann, Willi vor 1945: Kompaniechef und Bataillons- kommandeur des SS-Polizeiregiments 15, Einsatz gegen Juden in der Sowjetunion. 1944 Leiter des II. Bataillons, das in Italien den SS-Einheiten des SS-Brigadeführers Zimmermann unterstand nach 1945: Polizeihauptkommissar der Westberliner Schutzpolizei Hayn, Wilhelm(früherer Name Wojtecki) vor 1945: Kriminalsekretär und SS- Untersturmführer im Reichssicherheitshaupt- amt von 1937 bis 1945 nach 1945: Kriminalobersekretär Helbing, Willi vor 1945: Angehöriger der Gestapo nach 1945: Polizei-Inspekteur Heublein, Adolf vor 1945: Angehöriger der Gestapo nach 1945: Kriminalkommissar Herden, August vor 1945: Gestapobeamter im Amt IV/ E2 des Reichssicherheitshauptamtes nach 1945: Kriminalbeamter Holzhäuser, Walter vor 1945: Angehöriger des Reichssicher- heitshauptamtes und Kriminalassistent der Gestapo nach 1945: Kriminalobersekretär Huhn, Kurt vor 1945: 1943 Hauptmann und Kom- paniechef des SS-Polizeiregiments 14, Adju- tant beim Befehlshaber der Ordnungspoli- zei in Kroatien, beteiligt bei Verbrechen gegen Polen, Juden und Jugoslawen nach 1945: Polizeioberrat, Gruppen- kommandeur für den US-Sektor in West- berlin Hild, Hermann vor 1945: SS-Hauptsturmführer der Waffen-SS(Nr. 326 677) nach 1945: Polizeikommissar der Poli- zei-Inspektion Westberlin-Tempelhof Jaeger, Augustinus vor1945:SS-Untersturmführer und Poli- zeiobersekretär der Gestapo-Leitstelle Berlin Polizeiobersekretär nach 1945: Johanningmeier, Wilhelm vor 1945: SS-Obersturmbannführer, Major der SchutzpolizeiÄ, Angehöriger der Feldgendarmerie, Kommandeur des III. Pol.- Reg. 9 in der Sowjetunion nach 1945: Polizeikommissar, Revier- vorsteher der Pol.-Inspektion Westberlin- Tiergarten Jungnickel, Helmut vor 1945: Polizeiobersekretär im Amt IV/C2 des Reichssicherheitshauptamtes, vor- übergehend bei der Polizei in Litzmann- stadt(Lodz) nach 1945: Polizeisekretär Kamptz, Imanuel von vor 1945: Freiwilliger der Waffen-SS, Hauptmann der Schutzpolizei nach 1945: Polizeikommissar, z. b. V.- Mann der Inspektion Westberlin-Kreuzberg Kania, Josef vor 1945: Angehöriger der Gestapo nach 1945: Kriminalsekretär Kirsch, Georg vor 1945: SS-Hauptsturmführer und Hauptmann der Schutzpolizei; Angehöriger der SS-Freiwilligen-Division„Prinz Eugen“, die an Verbrechen gegen jugoslawische Bür- ger beteiligt war nach 1945: Kommandeur des Einsatz- kommandos der Inspektion Wilmersdorf Kleist von Bormstedt, Artur vor 1945: SS-Sturmbannführer, Major der Schutzpolizei nach 1945: Polizeikommissar, des Polizeireviers 122 Leiter Kohlmorgen, Hans-Joachim vor 1945: SS-Obersturmführer, Leiter einer Gendarmeriehauptmannschaft, betei- ligt an Massenerschießungen der Zivilbevöl- kerung in Mosyr und Umgebung(UdSSR) nach 1945: Polizeioberrat in der In- spektion Westberlin-Charlottenburg Kramer, Otto vor 1945: Angehöriger der SS, Haupt- wachtmeister der Schutzpolizei, Angehöriger des Einsatzkommandos III Kroatien nach 1945: Kriminalsekretär dannführer, !öriger der les IIT, Pol. sat‘, Reyier- Westberlin- är im Amt 'amtes, yor- Litzmann- Watfen-S$, ar, z. b. V.- Kreuzberg Gestapo ir ührer und \ngehöriger inz Eugen‘, wische Bür- les Einsatz- nersdorf rer, Major ssar, Leiter hrer, Leite! haft, beiel' . Zivilbevöl: g(UdSSR) in der In urg ss, Haupt (ngehörige! ‚rien Ar‘ 93 Krumholz, Kurt vor 1945: Stabsführer beim Höheren SS- und Polizeiführer in Ungarn nach 1945: Leiter des Einsatzkomman- dos der Pol.-Inspektion Westberlin-Charlot- tenburg Mehl, Gerhard vor 1945: Kriminalsekretär bei der Ge- stapo, NSDAP-Mitglied seit 1. Mai 1933 nach 1945: Kriminalobersekretär bei der Kriminalpolizei Menzel, Hubert vor 1945: Angehöriger des Einsatzkom- mandos 8 nach 1945: Polizeimeister in Westber- lin-Spandau Nawrot, Hans vor 1945: Angehöriger der Gestapo nach 1945: Kriminalbeamter Neumann, Kurt vor 1945: Angehöriger des SD und der Gestapo-Leitstelle Berlin und Königsberg nach 1945: Kriminalsekretär Paetzold, Erich vor 1945: Angehöriger des SS-Polizei- regiments 4(„Bandenkampf” und Frontein- satz), Major der Schutzpolizei nach 1945: Angehöriger der Westber- liner Polizei Paulie, Reinhold vor 1945: Angehöriger der Gestapo nach 1945: Kriminaloberassistent Remer, Willi vor 1945: SS-Obersturmführer im Amt IV/C4 des Reichssicherheitshauptamtes, ver- sah während des zweiten Weltkrieges sei- nen Dienst in Berlin und Norwegen nach 1945: Polizeioberinspektor Roßbach, Hermann vor 1945: Angehöriger der 1. SS-Bri- gade nach 1945: Kriminalsekretär Samuel, Hermann vor 1945: Polizeiinspektor und SS- Hauptsturmführer im Reichssicherheits- hauptamt, Amt IV/C1, zuletzt im RSHA, Amt IV/F 5, stellv. Referatsleiter nach 1945: Polizeiinspektor Schild, Karl vor 1945: Angehöriger der Gestapo- Leitstelle Berlin, Kriminalsekretär nach 1945: Polizeisekretär Schimkat, Hellmut vor 1945: Oberleutnant der Schutzpoli- zei und SS-Hauptsturmführer(Nr. 46 052) nach 1945: Polizeiinspektor Schulz, Karl vor 1945: SS-Hauptsturmführer im Füh- rerbegleitkommando nach 1945: Leiter des Einsatzkomman- dos der Inspektion Westberlin-Tiergarten Sommer, Ferdinand vor 1945: Kriminaloberassistent im Amt IV/A1 des Reichssicherheitshauptamtes nach 1945: Kriminalsekretär Sperber, Paul vor 1945. SS-Untersturmführer, Ange- höriger des SD nach 1945: Angehöriger der Westber- liner Polizei Stubbe, Erwin vor 1945: 1934 Eintritt in die Gestapo, zuletzt Polizeioberinspektor in der Gestapo- stelle Berlin nach 1945: Polizeioberinspektor Togotzes, Werner vor 1945: SS-Hauptsturmführer, SD- Hauptamt nach 1945: Leiter der Kriminalgruppe Nord Uhden, Johannes vor 1945: SS-Untersturmführer, Ober- leutnant der Schutzpolizei, Angehöriger einer SS-Polizei-Division nach 1945: Polizeikommissar, Stellv. des Schutzpolizei-Einsatzkomm. Westberlin- Tiergarten Wassenberg, Hans vor 1945. SS-Sturmbannführer im Amt IV/K1 des Reichssicherheitshauptamtes nach 1945: Polizeibeamter EEE NEE ERNETEETEE WETTEN EEE EN v | EETET gang nun a anne<< Werner, Hans-Ulrich vor 1945: Im August 1944 Erster Stabs- 1 offizier beim SS- und Polizeiführer Ober- italien Mitte. Verantwortlich für die Ausar- beitung der Operationen der Gendarmerie- und Polizeikommandos gegen die Zivilbe- völkerung nach 1945: Als Polizeioberrat stellv. Leiter des Polizei-Instituts Hiltrup, jetzt Kommandeur der Westberliner Schutzpolizei Wittek, Josef vor 1945: Kriminalassistent in der Ge- stapo-Leitstelle Berlin nach 1945: Kriminalassistent 95 DIE AUFERSTEHUNG DER TERRORIUSTIZ Auch die Justiz war eines der grausamen Terrorinstrumente des„Dritten Rei- ches“. Sie half mit ihren Mitteln, der reaktionären faschistischen Unterdrückung im Innern und der aggressiven Politik nach außen den Weg zu ebnen. Nachdem die Nazi-Diktatur errichtet worden war, begann die Justiz mit der Verfolgung der Hitler-Gegner aller Bevölkerungsschichten und Weltanschauungen. Die in den Jahren 1933/1934 erlassenen Verordnungen und Gesetze boten den NS- Juristen eine willkommene Handhabe, jeden Widerstand gegen die Tyrannei blutig zu unterdrücken. Es sei an solche gesetzgeberischen Machwerke erinnert, wie die„Verordnung gegen den Verrat am Deutschen Volk und hochverräterische Umtriebe” vom 28. Februar 1933, die„Verordnung zur Beschleunigung des Verfahrens in Hochverrats- und Landesverratssachen” vom 18. März 1933, die„Verordnung zur Abwehr heimtückischer Angriffe gegen die Regierung der nationalen Erhebung“ vom 21. März 1933, die„Verordnung über die Bildung von Sondergerichten“ vom 21. März 1933, die„Verordnung über die Zuständigkeit der Sondergerichte” vom 6.Mai1933, das„Gesetz über Verhängung und Vollzug der Todesstrafe“ vom 29. März 1933, das„Gesetz zur Abwehr politischer Gewalttaten” vom 4. April 1933, das„Gesetz zur Gewährleistung des Rechtsfriedens“ vom 13. Oktober 1933, das„Gesetz zur Änderung von Vorschriften des Strafrechts und Strafverfah- rens“ vom 24. April 1934, das„Heimtückegesetz” vom 20. Dezember 1934, das„Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher“, die„Maßregeln der Sicherung und Besserung“. DER VERFASSER IST BONNS MINISTERITALDIREKTOR Der Mann, der damals am Entstehen dieser Mordgesetze maßgeblich mitwirkte, Regierungsrat im Nazi-Justizministerium, Dr. Josef Schafheutle, nutzt seine Er- fahrungen heute als Ministerialdirektor im Bundesjustizministerium. Er kom- mentierte seine Machwerke triumphierend:„Die wichtigste Änderung ist die Verschärfung der Strafen“.(„Die Strafgesetznovellen von 1933 und 1934“, Ber- lin 1934,$. 137) Schafheutle sollte recht behalten: Abertausende deutscher Antifaschisten wurden auf Grund dieser Gesetze eingekerkert, in Konzentrationslager ver- schleppt, dem Henker übergeben oder in den Gestapokellern zu Tode gefoltert. Mit Hilfe der„Verordnung über die Bildung von Sondergerichten“ und des „Gesetzes zur Änderung von Vorschriften des Strafrechts und des Strafverfah- rens” wurde in Deutschland in Form des berüchtigten Volksgerichtshofes und der Sondergerichte ein ganzes Netz von Ausnahmegerichten zur Terrorisierung der Bevölkerung geschaffen. Schon vor bzw. sofort nach der Okkupation der Nachbarstaaten des faschisti- schen Deutschland wurden neue Terrorgesetze gegen die deutsche Bevölkerung und gegen die unterdrückten Völker erlassen, die ausnahmslos den Vernich- tungszielen der Nazis gegen Andersdenkende, gegen andere Völker und Rassen untergeordnet waren. Es waren solche Gesetze, wie die„Volksschädlingsverordnung”, die„Kriegssonderstrafrechtsverordnung“, die„Verordnung des Reichsprotektors in Böhmen und Mähren gegen Sabo- tagehandlungen” vom 26. August 1939, die„Verordnung über die Strafrechtspflege gegen Polen und Juden“, die„Verordnung des Militärbefehlshabers in Belgien und Nordfrankreich“ vom 13. Juni 1940, der„Erlaß über die Ausübung der Wehrmachtsgerichtsbarkeit in Dänemark gegen Personen nichtdeutscher Staatsangehörigkeit” vom 1. August 1940, die„Verordnung über das Verbot der politischen Parteien in Norwegen” vom 25. September 1940, die„Verordnung über das Verbot der Betätigung zugunsten des norwegischen Königshauses” vom 7. Oktober 1940, die„Verordnung des Reichskommissars der besetzten norwegischen Gebiete über den zivilen Ausnahmezustand” vom 31. Juli 1941 usw. Diese Zwangs- und Terrorgesetze waren weitgehend„rechtliche“ Grundlagen für die Tätigkeit der nazistischen Ausnahmegerichtsbarkeit. Sie bestand aus: den Sondergerichten, die nach der„Verordnung über die Bildung der Sondergerichte” vom 21. März 1933 in jedem Oberlandesgerichtsbezirk Deutschlands geschaffen wurden, dem„Volksgerichtshof“, der— wie bereits erwähnt— auf der Grundlage der„Strafgesetznovellen“ Schafheutles entstand, den Kriegsgerichten, die durch Gesetz der Hitler-Regierung vom 12. Mai 1933 wieder eingeführt wurden, | ji | Er kom- 1g ist die 34", Ber- aschisten ager ver- gefoltert, und des afverfah- 1ofes und tisierung faschisti- ölkerung Vernich- d Rassen jen Sabo- 1 1 ankreich‘ änemark 40, gen’ vom yegischen } Gebiete undlagen 1d aus: ) Bildung htsbezirk auf der ung von dem Reichskriegsgericht, oberstes Wehrmachtsgericht, das am 26. Juni 1936 seine Tätigkeit aufnahm, und den berüchtigten „Standgerichten’, die durch„Verordnung des Reichsjustizministers” auf„Befehl des Führers“ während des Krieges aufgebaut wurden. Die Sondergerichte hatten das Ziel, zunächst alle Hitler-Gegner mundtot zu machen, um durch„Friedhofsruhe“ im Innern die Aggression nach außen vor- bereiten zu können. Die Angeklagten waren praktisch aller Rechte beraubt. Diesen Charakter der Sondergerichte bestätigte das Reichsgericht in einer Entscheidung vom 9. November 1938— Aktenzeichen 5 T 537/38—-, wo es heißt, daß die Sondergerichte„nicht nur ihrem Namen, sondern auch ihrem Wesen nach außerhalb der öffentlichen Gerichtsbarkeit stehende Gerichte” seien. Wolfgang Idel, heute Landgerichtsdirektor in Düsseldorf, schrieb in sei- ner Dissertation„Die Sondergerichte für politische Strafsachen”, Freiburg 1935, auf Seite 36, daß die Aufgabe dieser Gerichte darin bestehe, „die Gegner des 3. Reiches, hauptsächlich Kommunisten und Sozialdemokra- ten, vollständig auszurotten“. Zu ähnlichen Schlußfolgerungen kamen in ihren Dissertationen Robert Fuchs, „Die Sondergerichtsbarkeit in Deutschland”, Tübingen 1937, und Adolf Schle- singer,„Die Entwicklung der deutschen Gerichtsorganisation seit 1879”, Jena 1938. Aus der Aufgabenstellung für diese Terrorgerichte geht hervor, daß die Rich- ter und Staatsanwälte die bewährtesten und rücksichtslosesten Faschisten ge- wesen sind. Nach dem Überfall Hitler-Deutschlands auf die Nachbarstaaten wurden in fast allen okkupierten Ländern unter Mißachtung der Haager Landkriegsord- nung Sondergerichte errichtet. Sie verwirklichten mit den Mitteln der„Recht- sprechung“ die hitlerschen und himmlerschen Ausrottungsbefehle. Die grauen- vollste Bilanz weisen die Nazi-Sondergerichte in Polen aus. Auf der Grundlage der berüchtigten Polenstrafrechtsverordnung wurden Tausende polnische Bür- ger dem Schafott ausgeliefert, nur weil sie sich zu Polen bekannten, weil sie sich der Aushungerungspolitik widersetzten oder weil sie durch die globke- schen Volkslistenrichtlinien praktisch als„ınwertes Leben“ gestempelt wurden. Die Sondergerichte, die zunächst zur Aburteilung politischer„Delikte“ ge- schaffen wurden, verhängten unter den Bedingungen des totalen Krieges in Deutschland sowie in den okkupierten Staaten wegen jeder Geringfügigkeit, die in zivilisierten Ländern als Mundraub unbestraft bleiben, Todesstrafen. Der Volksgerichtshof wurde 1934 gebildet und war zunächst für Hoch- und Landesverratssachen zuständig. Der Aufbau des Volksgerichtshofes läßt klar erkennen, daß er ein wesentlicher Bestandteil der Sondergerichtsorganisation des faschistischen Staates war. Sichtbar zum Ausdruck kommt das darin, daf die Mitglieder des Volksgerichtshofes von Hitler persönlich ernannt wurden | ’ \ i | a ee u und die übrigen Mitarbeiter des Volksgerichtshofes von dem Reichsminister der Justiz. Neben den Berufsrichtern waren in jedem Senat Vertreter der Nazi- Partei und der faschistischen Wehrmacht als„Fachrichter” zugegen. Der Volksgerichtshof wurde besonders berüchtigt unter dem Vorsitz des Blutjuristen Freisler und durch Verfahren gegen solche aufrechte Deutsche wie Lieselotte Hermann, Judith Auer, Werner Seelenbinder, Anton Saefkow, Franz Jacob, Hilde und Hans Coppi, Georg Schumann, Bernhard Bästlein, Adam Kuckhoff sowie den tschechoslowakischen Patrioten und Journalisten Julius Fucik. Auch die Verfahren gegen die Beteiligten des Offiziersaufstandes vom 20. Juli 1944 vor dem Volksgerichtshof lenkten das Augenmerk der Weltöffent- lichkeit auf dieses oberste Blutgericht. Eine ähnliche Ausnahmejustiz wie die faschistischen Sondergerichte und der Volksgerichtshof war die Kriegsgerichtsbarkeit der Nazi-Wehrmacht. Sie wurde |— fast zu gleicher Zeit wie die Sondergerichte— eingeführt. Als oberstes Wehr- | machtsgericht fungierte ab 26. Juni 1936 das Reichskriegsgericht. Die Wieder- einführung der Kriegsgerichte in Friedenszeiten beweist unter anderem, daß die | Nazis vom ersten Tage ihrer Herrschaft im Jahre 1933 an einen Krieg gegen | die europäischen Völker vorbereiteten; denn die Kriegsgerichte wurden ge- schaffen, um den Aufbau der Angriffsarmee gegen alle„zersetzenden“ Ideen | der Demokratie und des Friedens abzusichern. Das wird noch dadurch unter- strichen, daß bereits am 17. August 1938 die„Verordnung über das militärische Strafverfahren im Kriege und bei besonderem Einsatz“ und die berüchtigte „Verordnung über das Sonderstrafrecht im Kriege und bei besonderem Einsatz” erlassen wurden. Während des Krieges maßten sich die Kriegsgerichte Hitlers zudem die Rolle von Sondergerichten gegen die Zivilbevölkerung in einigen okkupierten Staa- ten, wie Holland, Belgien, Frankreich, Norwegen und Dänemark an. Auch in der Tschechoslowakei und in Polen wüteten sie vor der Einrichtung der Sonder- gerichte gegen Zivilisten. 30000-TODESURTERFTE Dieses finsterste Kapitel deutscher Justizgeschichte leitete der damalige Staats- sekretär des Nazi-Justizministeriums Dr. Roland Freisler am 24. Oktober 1939 | auf einer Tagung der Sondergerichts-Vorsitzenden und Sachbearbeiter für Son- dergerichts-Sachen im Nazi-Justizministerium mit diesen Worten ein: „Das Verfahren der Strafrechtspflege gestaltet er(der Gesetzgeber, d. Hrsg.) | zu einem überlegen zu handhabenden Schwert in der Hand des Richters... da- neben gestattet er(der Gesetzgeber, d. Hrsg.), wo es irgend ertorderlich ist, ein Hinausgehen über den allgemeinen als angemessen angesehen gewesenen Stralf- SmMinister der Nazi- tsitz des tsche wie W, Franz n, Adam en Julius ıdes vom eltöffent- e.und der Sie wurde tes Wehr- > Wieder- n, dah die eg gegen rden ge: en“ Ideen rch unter- ilitärische erüchtigte n Einsatz die Rolle nten Staa’ uch in de! hr Sonder: 99 rahnıen, olt bis zur Todesstrafe... Der Gesetzgeber tut dies und tut es weiter.“ Im selben Atemzuge kam er zu der Feststellung:„Entscheidend aber ist, dab die Strafrechtspflege es tut! Daß sie es will, ist selbstverständlich. Daß sie es tut, aber ist entscheidend.” Sie haben es getan. Sie haben ihre Aufgabe als„Standgerichte der inneren Front“— wie der Nazi-Justizminister Thierack die Sondergerichte in einem Schreiben vom 5. Juli 1943 an die Oberlandesgerichtspräsidenten und General- staatsanwälte nannte— mit höchster Präzision erfüllt. Ihre grauenvolle Bilanz nach unvollständig erhalten gebliebenen Statistiken: etwa 50 000 Todesurteile. Dazu kommen von den Kriegsgerichten über 25 000 weitere Todesurteile. Dar- in sind die Urteile des Reichskriegsgerichtes nicht enthalten.(Verurteilungen laut Wehrmachts-Kriminalstatistik des OKW HR b- III d und IV c für die Zeit vom 26. August 1939 bis November/Dezember 1944 beim Heer und bis ein- schließlich II. Quartal 1944 bei der Luftwaffe und der Kriegsmarine). Da das Wüten der Kriegs- und Standgerichte in den letzten Kriegsmonaten seinen Höhepunkt erreichte, kann man mit Sicherheit die Zahl der Todesurteile der Kriegsgerichte— ohne Reichskriegsgericht— auf mindestens 30 000 fest- setzen. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Bluturteile auf mindestens 80 000. Die Juristen, die mittelbar durch Gesetzesschöpfungen oder unmittelbar durch„Rechtsprechungen” an der nazistischen Ausnahmegerichtsbarkeit mit- wirkten, sind also mitschuldig, daß die Hitler-Diktatur errichtet und 12 Jahre aufrechterhalten werden konnte; durch Aggression nach innen die Aggression nach außen vorbereitet werden konnte; das Okkupations-Regime Hitlers aufgebaut werden konnte und bis fünf Minu- ten nach 12 bestehen blieb; die im Nürnberger Juristen-Proze& als verbrecherisch charakterisierten Gesetze entstanden und in die Tat umgesetzt wurden; in vielen Fällen sogar das unmenschliche Strafmaß der nazistischen Terror- gesetze überschritten wurde; Zehntausende um ihre Nation oder um ihr nacktes Leben Kämptende hinge- mordet wurden. Sie standen ausnahmslos im Dienste des Unrechts und der Unmenschlichkeit, ob sie in Deutschland gegen Deutsche oder gegen Zwangsarbeiter urteilten, die ohnehin der bittersten Not ausgesetzt waren und weit unter dem Existenz- minimum dahinvegetierten, deren Eigentum in der Heimat von den Okkupan- ten gebrandschatzt, geplündert und gestohlen worden war, oder ob sie an der Front gegen deutsche Soldaten bzw. in den okkupierten Staaten gegen die ent- rechtete, erniedrigte und ausgeplünderte Bevölkerung vorgingen. men En SS nEn nee Een ernennen»"ernennen h i | | a E N [3 N 5 ERREEER N a en SÄUBERUNG DER JUSTIZ- VERBINDLICHE PFLICHT Im Nürnberger Juristenprozeß kam der USA-Gerichtshof zu dem Ergebnis: „Der Kern der Anklage in diesem Falle besteht ja gerade darin, daß die Ge- setze, die Hitler-Erlasse und das drakonische, korrupte und verderbte national- sozialistische Rechtssystem als solches in sich selbst Kriegsverbrechen und Ver- brechen gegen die Menschlichkeit darstellen und daß eine Teilnahme an dem Erlaß und der Durchführung dieser Gesetze verbrecherische Mittäterschaft be- deutet... Die Beschuldigung, kurz gesagt, ist die der bewußten Teilnahme an einem über das ganze Land verbreitelen und von der Regierung organisierten System der Grausamkeit und der Ungerechtigkeit unter Verletzung der Kriegs- geseize und der Gesetze der Menschlichkeit, begangen im Namen des Rechts und der Autorität des Justizministeriums und mit Hilfe der Gerichte. Der Dolch des Mörders war unter der Robe des Juristen verborgen.“(Das Nürnberger Juristenurteil- Allgemeiner Teil, Hamburg 1948, S. 42). F Deshalb verfügte der Alliierte Kontrollrat im Artikel IV seines Gesetzes Nr. 4 vom 30. Oktober 1945 auf der Grundlage des Potsdamer Abkom- mens: „Zwecks Durchführung der Umgestaltung des deutschen Gerichtswesens müs- sen alle früheren Mitglieder der Nazipartei, die sich aktiv für deren Tätigkeit eingesetzt haben, und alle anderen Personen, die an den Strafmethoden des Hitler-Regimes direkten Anteil hatten, ihres Amtes als Richter und Staatsan- walt enthoben werden und dürfen nicht zu solchen Ämtern zugelassen werden.“ DDR SCHUF ORDNUNG In der Deutschen Demokratischen Republik wurde diese Verpflichtung erfüllt. Juristen, die aktive Mitglieder der NSDAP und an der Gesetzgebung oder Rechtsprechung des„Dritten Reiches“ beteiligt waren, wurden 1945 fristlos aus dem Justizdienst entfernt. An ihre Stelle traten antifaschistische Juristen, Wi- derstandskämpfer, Arbeiter, Bauern, Angestellte. Es gibt in der DDR keinen Richter oder Staatsanwalt, der der NSDAP angehörte. Die Juristen, die an Terrorurteilen mitwirkten, wurden gerecht bestraft, wie z.B. der frühere Staatsanwalt beim Sondergericht Leipzig, Dr. Dr. Anger. Er war nachweislich an einem Justizmord im Jahre 1945 beteiligt. Nachdem er in der DDR eine langjährige Zuchthausstrafe verbüßt hatte, wurde er in West- deutschland willkommen geheißen und in Essen als Staatsanwalt eingesetzt. Selbst ein Blutjurist wie der frühere Beisitzer beim Sondergericht Posen(Poz- nan) Johannes Breier, dem es gelungen war, einige Jahre als Archivar in einem Betrieb unterzutauchen, entging seiner Strafe nicht. Als Dokumente über seine sl tgebnis: ab die Ge- e national]: n und Ver- ne an dem tschaft be- Inahme an Janisierten ler Kriegs: des Rechts Der Doldı lürnberger s Gesetzes r Abkom- 'esens mil: n Tätigkeil hoden des 4 Staatsa: werden. ng erfüllt bung oder Eristlos aus risten, Wi IDR keinen estraft, WE Anger. B Ihdem er! by in West eingesel! Posen(der ar in eine! ‚ iiber sell! 101 Mitwirkung an Todesurteilen aufgefunden wurden, verurteilte ihn das Bezirks- gericht Schwerin zu 8 Jahren Zuchthaus. Es war für die Justiz der DDR, die auf der Grundlage humanistischer deut- scher Rechtstraditionen völlig neu aufgebaut wurde, eine Selbstverständlich- keit, alle Nazi- und Kriegsverbrechen zu ahnden und gerecht zu sühnen. UNTBASSENDE BECHTSHITEE Die DDR hat es stets als ihr Recht und ihre Pflicht angesehen, auf die gefähr- liche Entwicklung in Westdeutschland hinzuweisen und eine konsequente Be- wältigung der Vergangenheit zu fordern. In 113 Prozessen gegen Nazi- und Kriegsverbrecher in Westdeutschland leistete sie Rechtshilfe. Ungezählte Er- mittlungsverfahren gab sie an westdeutsche Justizbehörden ab, z.B. allein der Kreis Bernburg im Jahre 1948 Verfahren gegen 78 Personen. Im Auschwitz- Prozeß in Frankfurt/M., dem größten westdeutschen Nachkriegsprozeß gegen Nazi- und Kriegsverbrecher, ist die DDR durch den Vertreter der Nebenkläger, Prof. Dr. Kaul, vertreten. Den westdeutschen Justizbehörden wurden weiterhin 1580 Todesurteile übermittelt, an denen in Westdeutschland tätige Juristen mitwirkten, sowie 4000 Dokumente über andere Nazi- und Kriegsverbrecher übergeben oder übersandt. Schließlich nannte die DDR seit 1955 auf zahlreichen Pressekonferenzen ins- gesamt 1310 ehemalige Juristen der nazistischen Ausnahmegerichte, die in Westdeutschland wieder zu Amt und Würden kamen. Was geschah mit den belasteten Nazi-Juristen in Westdeutschland? Wurden sie aus ihren Ämtern entfernt? Wurden sie gerecht bestraft? BONN SCHÜTZT DIE MÖRDER Entgegen den offiziellen Verlautbarungen des Bundesjustizministeriums sind heute in Westdeutschland noch über 800 Juristen der nazistischen Ausnahme- gerichte tätig. Nicht einer der zum Teil mit über 100 Bluturteilen belasteten Nazi-Juristen wurde vor Gericht gestellt. Diese„Rechtsprecher“, die ausnahms- los im Dienste der Unmenschlichkeit, des Unrechts und der Aggression standen, sind wieder bis in die höchsten Positionen des westdeutschen Staats- und Justiz- apparates gelangt. Westdeutsche Gerichte stellten sogar die Ermittlungsverfahren ein, die auf Grund von Strafanzeigen gegen Nazi-Juristen eingeleitet worden waren. Das 7 Braunbuch 102 geschah beispielsweise im Fall des ehemaligen stellvertretenden Reichsanwalts Fränkel. Dieser Nazi-Jurist war 1962 in Westdeutschland Generalbundesanwalt! Im Beschluß über die Einstellung des Ermittlungsverfahrens sagte das Ober- landesgericht Karlsruhe am 3. September 1964,„es fehlt... an der Möglichkeit des Nachweises, der Beschuldigte habe während des Krieges... die Gültigkeit der genannten Bestimmungen auch nur bezweitelt, geschweige denn ihre Un- gültigkeit erkannt“. Fränkel, der von der DDR des 50fachen Mordes überführt wurde, wird in diesem Beschluß„Tatbestandsirrtum” zugebilligt,„der den Vor- satz ausschliekt“. Das heißt nichts anderes, als die Untaten der Mörder in der Robe gutzuhei- Gen und das Nazi-Regime reinzuwaschen. EI LITE RSLSONDERGERTEFIFE ARSIV:ORBIED Dem ehemaligen Richter am Reichsgericht, Chefrichter im okkupierten Däne- mark und Generalrichter der Nazi-Wehrmacht, Dr. Ernst Kanter, waren von der DDR und von dänischen Bürgern und Dienststellen schwerste Verbrechen nachgewiesen worden. Dennoch wirkte er jahrelang als oberster Gesinnungs- richter, und zwar als Senatspräsident des 3. Strafsenats des politischen Senats des Bundesgerichtshofes. Unter seiner Oberaufsicht wurden die politischen Son- derstrafkammern in den Oberlandesgerichtsbezirken Westdeutschlands aufge- baut. Einer der berüchtigtsten Juristen dieser politischen Sonderstrafkammern war der Lüneburger Staatsanwalt Ottersbach, der sich seine„Lorbeeren“ als Staats- anwalt beim Sondergericht Kattowitz(Katowice) holte.(Siehe Tafel 27) Die Juristen der politischen Sonderstrafkammern fällten ungezählte Willkür- urteile gegen westdeutsche und DDR-Bürger. Kanter„durchleuchtete” auch die in seinem Bereich tätigen Nazi-Juristen. Am 26. November 1957 schrieb er z.B. an die„Deutsche Volkszeitung“, Düsseldorf, es könne„ohne weiteres festge- stellt werden, daß Vorwürfe, die zu strafrechtlichen oder disziplinarischen Stra- fen Anlaß geben könnten, nicht begründet sind“. 200000 POLITISCHE VERFAHREN Genannt wurde bereits der Regierungsrat im Nazi-Justizministerium und heu- tige Ministerialdirektor im Bundesjustizministerium, Dr. Josef Schafheutle. Er schuf die hitlerschen Terrorgesetze von 1933/1934, auf deren Grundlage der berüchtigte Volksgerichtishof und die Nazi-Sondergerichte entstanden, die Zehntausende Bürger fast aller europäischen Länder dem Henker auslieferten. IL Chsanwalı desanwalt das Ober Nöglichkei, G ültigkeit n ihre Un- Ss überführt 2x den Vor- e gutzuheı- rten Däne- waren von erbrechen esinnungs- hen Senats ischen Son: ınds aufge mern wat als Staats: 27) te Willkür e“ auch die kieb er z.B bres Testge ischen Stt@ 103 Schafheutle arbeitete auch das 1. Strafrechtsänderungsgesetz(Blitzgesetz) der Bundesrepublik aus. Es verfügte die Einrichtung der politischen Sonderstraf- kammern nach dem Vorbild der Sondergerichte Hitlers. Seit dem Inkrafttreten des Blitzgesetzes von Schafheutle im Jahre 1951 bis Ende 1961 wurden nach Angaben der 11. Arbeitstagung des westdeutschen Amnestie-Ausschusses und der Verteidiger in politischen Strafsachen 200 000 politische Verfahren durchgeführt, durch die'/s Million westdeutscher Bürger in Mitleidenschaft gezogen wurden. DAS NEUE STRARGESETZBUCH- EIN NAZT- GESETZ Schafheutle ist zugleich der Verantwortliche im Bundesjustizministerium für die Ausarbeitung des Strafgesetzbuch-Entwurfs, der eine Reihe von verschärfenden Strafbestimmungen z.B. für„Hoch- und Landesverrat” enthält, die zum Teil inhaltlich und wörtlich mit den von ihm selbst geprägten Formulierungen aus den Jahren 1933/1934 übereinstimmen. Neben Schafheutle wirken bzw. wirkten in der„Großen Strafrechtskommis- sion“ 23 namhafte westdeutsche Juristen. 16 von ihnen hatten bereits während der nazistischen Gewaltherrschaft wichtige Justizfunktionen inne, unter ihnen der ehemalige Senatspräsident des Bundesgerichtshofes, Dr. Kanter, der Generalbundesanwalt von 1962, Fränkel, den die DDR des 50fachen Mordes überführte und der heute monatlich mindestens 2500 DM Pension be- zieht, und der frühere Sachbearbeiter für politische Strafsachen im Nazi-Justizministe- rium, Dr. Wilkerling, heute Ministerialdirigent im Justizministerium Nieder- sachsens. Mit dem neuen Strafgesetzbuch-Entwurf soll die politische Gesinnungsjustiz, soll das Vorgehen gegen Patrioten, Atomkriegs- und Notstandsgegner weiter verschärft werden. Darüber hinaus dient er unmittelbar den aggressiven Ab- sichten Bonns. In der amtlichen Begründung zu$S3(„Das deutsche Strafrecht gilt für Taten, die im Inland begangen werden‘) heißt es z. B.: „Das Inland umfaßt nach der gegenwärtigen völkerrechtlichen Lage außer den Gebieten, die zum räumlichen Geltungsbereich des Stralgesetzbuches(also der Bundesrepublik) gehören, auch solche, die außerhalb dieses Geltungsberei- ches liegen. Dazu gehören die sowjetische Besatzungszone Deutschlands, der Sowjetsektor von Berlin und die übrigen Gebiete des deutschen Reiches in den Grenzen vom 31. Dezember 1937, die zur Zeit unter fremder Verwaltung stehen.“ Im Entwurf heißt es weiter, daß ein Einführungsgesetz das Inkrafttreten der Strafbestimmungen für Taten regeln müsse,„die auf deutschem Gebiet, aber e B | } außerhalb des räumlichen Geltungsbereichs des Strafgesetzbuches(also Bun- desrepublik) begangen werden”. Es wird aber ausdrücklich betont:„Der Ent- wurf sieht jedoch davon ab, diese Grundsätze(für die Übergangszeit) in dem auf die Dauer bestimmten Strafgesetzbuch zu regeln.“ Damit wird offen gesagt, welche Gebiete zu annektieren beabsichtigt sind. So steht das westdeutsche Strafgesetzbuch ganz im Dienst der Rüstungsmono- pole und der Hitler-Generalität, deren einziges Ziel es ist, für die Niederlage im zweiten Weltkrieg Revanche zu nehmen. Welche Wirkung das Strafgesetzbuch schon vor seiner Verabschiedung hat, zeigte die Verhaftung des Chefredakteurs des Deutschlandsenders, Dr. Gras- nick, Ende Juli 1962. Selbst Bundesanwalt Loesdau hatte zugeben müssen, dafj sich Dr. Grasnick auf dem Territorium Westdeutschlands nichts zuschulden kommen ließ. Der Grund seiner Verhaftung bestünde allein in seinem Wirken in der DDR. DIKTATUR-SPEZIALISTEN SCHUFEN NOTSTANDSGESETZE Ebenso wie beim neuen Strafgesetzbuch— das als Bestandteil einer Notstands- ordnung gedacht ist— standen Hitlers Diktatur-Spezialisten auch bei den Not- standsgesetzen Pate. Hauptverantwortlich für den Entwurf der Notstandsgesetze ist Bonns Innenminister Höcherl, der der Hitler-Diktatur als Staatsanwalt in Regensburg und Deggendorf diente. In dieser Funktion beantragte er noch kurz vor Kriegsende ein Todesurteil gegen einen polnischen Bürger wegen eines Lie- besverhältnisses mit einer Deutschen. Als bisheriger Vorsitzender des Rechtsausschusses des Bundestages— jetzt Wehrbeauftragter des Bundestages— drängte Matthias Hoogen(CDU/CSU), diese Diktaturgesetze so schnell wie nur möglich unter Dach und Fach zu brin- gen. Hoogen war Kriegsgerichtsrat bei der Nazi-Luftwaffe und Oberstabsrich- ter bei der„Kurlandarmee“,(Siehe S. 111) Auch der in der DDR zu lebenslan- gem Zuchthaus verurteilte ehemalige Staatssekretär Adenauers, Dr. Hans Globke, wirkte an der Ausarbeitung der Notstandsgesetz-Entwürfe mit. Neben seinen ausgeklügelten Morddirektiven gegen die jüdische Bevölkerung machte sich Globke für die Nazis durch die Ausarbeitung des„Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Land” vom 1. Juni 1933(Hitlers Ermächtigungsgesetz von Preußen) verdient. Ferner zählte auch der heutige Ministerialdirigent und Leiter der Abteilung „Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung“ im Bonner Innenministerium, Dr. Rudolf Toyka, zu den Mitschöpfern der Notstandsgesetze. Während des zweiten Weltkrieges war Toyka Regierungsrat beim„Reichsstatthalter” in Poz- nan, Verbindungsbeamter zur Gestapo und zum Sicherheitsdienst Himmlers. (also Bun. 3„Der Ent- eit) in dem chtigt sind, ungsmono- Niederlage iedung hat, , Dr. Gras- Nüssen, dal zuschulden em Wirken JBISJESTVZE - Notstands ei den Not andsgesetz: ıtsanwalt in or. noch kurz on eines Lie ages= jetz (CDU/CSU 'ach zu brin Jerstabsridh u lebenslar ; Dr. Hat mit, Nebl| zung mad| ur Behebun! gungsgestl y Abteilu! ministerit Tährend ds ter” in PO" Himmler 105 Das Notdienstgesetz arbeitete der bis 1962 als leitender Verwaltungsdirektor in der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung des Bundesarbeitsministeriums tätige Dr, Stothfang aus. Unter Hitler holte er sich seine Sporen als Ministerialrat beim berüchtigten„Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz“, Sauckel. Im Nürnberger Prozeß wurde Nazi-Gauleiter und SS-General Sauckel, der die Zwangsverschleppung Hunderttausender Bürger aus den okkupierten Staaten und ihren Einsatz als Sklavenarbeiter in Deutsch- land organisierte, zum Tode verurteilt. Wer diese Umstände kennt, den kann es nicht mehr verwundern, daß die Notstandsgesetze den Diktatur- und Zwangsarbeitsgesetzen Hitlers gleichkom- men— nämlich Friedhofsruhe im Innern zu sichern, um die aggressiven außen- politischen Ziele realisieren zu können. Von den Gesetzgebern des faschisti- schen Deutschlands, die heute genau wie damals den Interessen der aggressiven Rüstungsmonopole dienen, war nichts anderes zu erwarten. KZ-MÖRDER UND GESTAPO-SPITZEL ERTEILT GENERALAMNESTIE Die Durchsetzung des westdeutschen Justizapparates mit Blutjuristen und des- sen Ausrichtung auf Bonns Aggressionspolitik und gegen politisch Anders- denkende ist eine der Ursachen, daß es keine echte Verfolgung von Nazi- und Kriegsverbrechen in Westdeutschland gibt. Es wurden zwar bis 1. Januar 1964 ingesamt 12 882 Personen wegen NS-Verbrechen angeklagt. Aber nur 5445 vonihnen, das sind 42 Prozent, wurden verurteilt. 4033 Angeklagte, d. h. fast jeder 3., wurde freigesprochen. Die Verfahren gegen 2 563 Personen wurden eingestellt.(Angaben aus„Die Verfolgung national- sozialistischer Straftaten im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland seit 1945”, Bonn 1964). Der Schutz der Nazi- und Kriegsverbrecher durch Bonn wird besonders augenscheinlich, wenn man das Strafmaß der Verurteilten betrachtet. Die west- deutsche Staatsanwältin Dr. Barbara Just-Dahlmann stellte fest: „Eine Mark pro Mord“ oder„zehn Minuten Gefängnis pro angeklagten Mord". (‚Der Spiegel“ 1961 Nr. 51). Die sogenannten Schreibtischtäter, deren Feder- strich mitunter Hunderttausende von Menschenleben auslöschte, wurden von vornherein von jeder Strafverfolgung ausgeschlossen. Die Bestrebungen Bonns, allen Kriegs- und Naziverbrechern Generalamnestie zu erteilen, sind so alt wie die Bundesrepublik selbst. Bereits 3 Monate nach ihrer Bildung wurde am 1. Dezember 1949 ein Amnestiegesetz(„Gesetz über die Gewährung von Straffreiheit“) verabschiedet. Ihren Höhepunkt fanden diese Bestrebungen in dem„Gesetz über die Berechnung strafrechtlicher Ver- jährungsfristen“, das am 13. April 1965 vom Vertrauensmann der Gestapo- Leitstelle Stettin(Szczecin) und KZ-Mörder von Leau, Bundespräsident Lübke, verkündet wurde. Danach werden die Verjährungsfristen für Nazi-Mord und Völkermord will- kürlich auf den 31. Dezember 1969 festgesetzt. Dieses Gesetz bricht mit allen Normen des Völkerrechts, das keine Verjährungsfristen für Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit, keine Verjährungsfristen für Kriegsver- brecher kennt. Es richtet sich gegen den in einer antifaschistischen Weltbewe- gung zum Ausdruck gebrachten Willen der Völker, alle Kriegs- und Naziver- brecher gerecht zu bestrafen. Ausgearbeitet wurde dieses völkerrechtswidrige Gesetz— einer Meldung der amerikanischen Presseagentur UPI vom 18. März 1965 zufolge- von dem bereits mehrfach genannten Gesetzgeber Hitlers, Dr. Josef Schafheutle. Sie füllten Bluturteile Berthold TODESSTRAFE FÜR EIN LIEBESVERHÄLTNIS Woltfg., Dr. heute: Finanzgerichtsrat in Hannover Der am 10. August 1911 geborene Paul Berkheim hatte sich jahrelang als Ge- legenheitsarbeiter durchs Leben schlagen müssen. Für ihn als„Halbjuden“ war es unter dem Regime der Globkeschen Rassengesetze sehr schwer, eine| feste Arbeitsstelle zu finden. Endlich, im Jahre 1941, gelang es ihm, der nach Globkes Namensrecht den zweiten Vornamen Israel tragen mußte, als Haus- diener und Aushilfskellner eine Anstellung zu bekommen. Doch kurze Zeit darauf wurde er wieder aus dem Arbeitsverhältnis gerissen— diesmal für immer. Paul Berkheim besaß eine„arische“ Freundin. Nach dem„Blutschutzgesetz” Globkes war das ein Verbrechen, denn nach seinen Paragraphen 2 und 5 war der Verkehr zwischen Juden und„Ariern“ unter Zuchthausstrafe gestellt. In seinem Kommentar zu$ 2 des„Blutschutzgesetzes” schrieb Globke sogar:„Sie (die Nürnberger Gesetze- d. Hrsg.) zwingen den Mischling, den Bastard, zum Aussterben“. Laut Urteil habe Paul Berkheim„innerhalb eines Zeitraumes von weniger als 5 Jahren drei vorsätzliche Verbrechen begangen... Die Gesamtwürdigung der Tat ergibt, daß er ein gelährlicher Gewohnheitsverbrecher ist.“ Eine ursprünglich vom Sondergericht Berlin verhängte Strafe von sieben tlicher Ve. r Gestapo H lent Lübke rmord yil) It mit allen chen gegen Kriegsyer Weltbewe 1d Naziver: Teldung der - von den tle, E) ang als Ct ‚Halbjuder chwer, ein m, der nal >, als Haus kurze Zi diesmal fü chutzgest! ) und 9 W gestellt h sogat'„sit astard, ZU wenigel" ging ie yon sieh Dally Karl heute: 107 Jahren Zuchthaus war dem Reichsgericht noch nicht hoch genug. Es wurde Nichtigkeitsbeschwerde eingelegt. Die Strafsache ging zur nochmaligen Ver- handlung nach Berlin. In dieser zweiten Verhandlung, die am 9. April 1943 vor dem Sonderge- richt III Berlin stattfand, wirkte der damalige Staatsanwalt Berthold als An- kläger. Auf seinen Antrag wurde Berkheim„wegen Rassenschande in drei Fäl- len zum Tode... verurteilt“.(Aktenzeichen: Sond. III 1 DKLs 35/42- 783/42). Die Urteilsbegründung zeigt, wie gering das Leben eines jüdischen Bürgers von den Nazi-Juristen eingeschätzt wurde. Es heißt dazu u.a.:„Die Rassen- schande ist an und für sich schon ein Verbrechen..., das sich gegen den Bestand des deutschen Volkstums richtet..., wo sich das deutsche Volk im Kampf um seine vom Weltjudentum bedrohte... Zukunft befindet... Der Unwert seiner Persönlichkeit... läßt seine weitere Duldung... als untragbar erscheinen.“ Dieses Schandurteil wurde bereits vor 4 Jahren vom Ausschuß für Deutsche Einheit in der Dokumentation„Belohnte Mörder” veröffentlicht. Inzwischen wurden noch weitere fünf Todesurteile aufgefunden, die die Unterschrift Bert- holds tragen. Doch bis heute bekleidet dieser Mörder in der Bundesrepublik völlig ungeschoren seine hohe Stellung als Finanzgerichtsrat.(Siehe Tafel 22) KONSTRUIERTE MORDVERSUCH Landgerichtsdirektor in Duisburg Der heute in Duisburg lebende und zum Landgerichtsdirektor avancierte ehe- malige Nazi-Richter Dally verurteilte am 5. November 1941 vor dem Sonder- gericht in Bromberg den polnischen Staatsbürger Ignatz Lorenz wegen„Mord- versuchs” zum Tode.(Aktenzeichen: 6 SD KLs. 46/41) Wenige Tage nach dem Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen, als Teile der von den Nazis als 5. Kolonne mißbrauchten deutschen Minderheit massenhaft Sabotageakte im Hinterland der polnischen Truppen begingen, sollte Lorenz auf einen verhafteten„Volksdeutschen”“ geschossen haben, der von einem pol- nischen Bahnschutzmann begleitet wurde. Nach seinen Aussagen dagegen hatte Lorenz, der den beiden Personen durch Zufall begegnet war, einen Schuß in die Luft abgefeuert, als der Verhaftete floh. Weder das Gericht noch die sich widersprechenden Zeugen konnten das Gegenteil beweisen. Trotzdem konstru- ierte der damalige Nazi-Richter Dally daraus einen Mordversuch. Er sah es als „erwiesen“ an, daß der Angeklagte aus einem„niedrigen Beweggrunde“ einen „wehrlosen Deutschen“, dessen Schandtaten in dem Urteil schamhaft verschwie- gen werden, vernichten wollte. Zwei Jahre nach der angeblichen Tat verurteilte er ihn unter rückwirkender Anwendung der Nazi-Gesetze zum Tode. i \ u N) I} ! EEE EEE EEE EEE ET Dreher Eduard, Dr. heute: Den Gnadenerweis verweigerte Dally ebenfalls. Im ablehnenden Gnaden- bericht des Oberstaatsanwalts vom 26. November 1941 mußte noch zugegeben werden:„Daß Lorenz auf einen flüchtenden Deutschen geschossen hat, konnte nicht festgestellt werden. Hingegen hat das Gericht als erwiesen angesehen, daß Lorenz auf den Verhafteten einen Schuß abgegeben hat....“ Am 20. Januar 1942 wurde das Urteil durch den Scharfrichter vollstreckt. Dally hat nach bisher unvollständigen Angaben 23 polnische Staatsbürger zum Tode verurteilt. Auf Grund dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde Dally von der polnischen Regierung auf die Kriegsverbrecherliste ge- setzt. Von der DDR wurden Dokumente von Dally seit 1959 veröffent- licht. Der Sozialistische Studentenbund Westdeutschlands erstattete schon vor mehreren Jahren Strafanzeige gegen diesen Nazi-Juristen. Trotz der vielen be- lastenden Beweise stellte die Staatsanwaltschaft in Duisburg das gegen Dally eingeleitete Ermittlungsverfahren am 16. August 1962(Aktenzeichen: 14 Js 4p9/60) ein. Dally sitzt heute noch in Amt und Würden und darf„Recht“ spre- chen. SCHÄRFER ALS DAS SONDERGERICHT Ministerialdirigent im Bundesjustizministerium Bonn In der Verhandlung des Sondergerichts Innsbruck am 15. April 1942 beantragte Staatsanwalt Dreher gegen die österreichische Hausiererin Karoline Hauser die Todesstrafe. Frau Hauser hatte von einem Altstoffhändler Kleiderkarten ge- kauft, die dieser zum Einstampfen geben sollte. Dadurch konnte sie mit Klei- dern und Wäschestücken, die seit der nazistischen Okkupation in Österreich zwangsbewirtschaftet wurden, frei handeln. Das Sondergericht folgte dem An- trag Drehers nicht. Es verurteilte Frau Hauser zu 15 Jahren Zuchthaus. Dreher genügte das nicht. Er wollte unter allen Umständen die Todesstrafe und beantragte die Nichtigkeitsbeschwerde. Das Reichsgericht hob daraufhin den Strafausspruch auf und verwies die Angelegenheit zur neuen Entscheidung nochmals an das Sondergericht Innsbruck. Am 14. August 1942 beantragte Dre- her erneut die Todesstrafe. Auch diesmal entsprach das Sondergericht nicht seinem Antrag und verfügte zum zweitenmal 15 Jahre Zuchthaus. Dreher setzte jedoch die Unterbringung in einem„Arbeitshaus”, d.h. in einem Konzentra- tionslager durch, was meist einem Todesurteil gleichbedeutend war.(Akten- zeichen: KLs. 37/42). Drehers Name wurde schon 1959 in der Dokumentation„Wir klagen an“ ge- nannt. Die Publikation wurde dem Bundesjuslizministerium und allen wichti- gen Justizinstitutionen übersandt. Doch Dreher wurde kein Haar gekrümmt. N Gnaden- Zugegeben at, konnte ingesehen, Istreckt, aatsbürger schlichkejl jerliste ge veröffent schon vor vielen be gen Dally nen: 14], echt” spre beantragte Hauser die karten ge e mit Klel Österreich te dem An aus. Todesstralt ‚ daraufhin ıtscheidung tragte DIE Syicht nicht ‚eher setzt Konzenttd ar,(Akten gen an“ g len wicht gekrümm! Felmy Dr. heute: 109 Im Gegenteil. Nachdem zwei Beauftragte des Generalstaatsanwalts der DDR in Westdeutschland zwei Todesurteile übergeben hatten, an denen Dreher mit- wirkte, avancierte er— gleichsam als Prämiierung für seine Verbrechen- vom Ministerialrat zum Ministerialdirigenten. Als Koordinierungsreferent und Berichterstatter der Großen Strafrechtskom- mission übt er maßgeblichen Einfluß auf den Strafgesetzbuchentwurf aus. So willer z. B. den Gegnern der Bonner Politik das Wahlrecht nehmen: „Meines Erachtens geht das Grundgesetz davon aus, daß der Staatsbürger einerseils zwar abstimmen kann, wie er will, daß er andererseits jedoch so abstimmen soll, wie es nach seiner Auffassung für das Wohl des Staates am besten ist. Wenn ein Staatsbürger nun aber sozusagen einen Dolchstoß in den Rücken des Staates führt und damit zeigt, dab er gegen das Wohl der Gemein- schaft eingestellt ist, dürfte es durchaus sinnvoll sein, ihm das Wahlrecht zu neh- men.“(Protokoll der Großen Strafrechtskommission, Bd. X, S. 253.) Bei der Beratung des„Landesverrates” forderte Dreher, im Grundtatbestand ein Gefährdungsdelikt genügen zu lassen:„An sich hätte ich keine Bedenken, im Grundtatbestand ein Gefährdungsdelikt genügen zu lassen...“(Ebenda, 5.210). Den Streik sieht Dreher als verbotenes„Mittel der Parlamentsnötigung” (Ebenda, S. 261). Der Rechtsverdreher und Feind der Demokratie Dr. Dreher ist der Typ eines erfahrenen NS-Juristen, auf den die Bonner Regierung im Interesse ihrer volks- feindlichen Politik nicht verzichten will. DIE GESTAPO WAR IHM ZU MILD Staatsanwalt in Oldenburg Weil er seine alte Mutter nicht verlassen wollte und außer ihr noch eine kranke Schwester ernähren mußte, bat der nicht vorbestrafte Tiefbauarbeiter Franz Koslowski, geboren am 3. September 1912, die zuständigen Okkupationsbehör- den der Nazis, ihn nicht nach Deutschland zu verschleppen. Vom Arbeitsamt war ihm versprochen worden, seine Bitte zu berücksichtigen. Er müsse aber bis zum nächsten Tag eine Bescheinigung über Vollbeschäftigung in der Umgebung vorlegen. Als er dieser Aufforderung nachkam, wurde er von einem Angestell- ten des Arbeitsamtes als arbeitsunwillig bezeichnet, am Kragen gepackt und der Polizei übergeben. Nach Aussagen der Beamten soll es zu einem Hand- gemenge zwischen beiden gekommen sein. Der polnische Bürger wurde von der Gestapo einige Wochen in Haft gehal- ten, dann aber freigelassen, weil man dort laut Urteil den Fall„als nicht son- derlich schwer“ ansah. hi Ganser Josef, Dr. heute: TODESSTRAFE, WEIL SIE EIN KIND BEHERBERGTE Felmy, der Staatsanwalt beim Sondergericht Graudenz(Grudziadz), war anderer Auffassung. Am 7. November 1941 berichtete er an das Nazi-Justiz- ministerium:„Der Vorfall ist mir erst durch eine telefonische Mitteilung des Amtsrichters in Neumark am 16. Juni 1941 bekannt geworden, der die Behand- lung der Angelegenheit durch die hiesige Staatspolizeileitstelle nicht für aus- reichend hielt... Es ist mit einem Todesurteil zu rechnen.“ In der Hauptverhandlung des Sondergerichts Graudenz vom 4. Dezember 1941 stellte Felmy den Antrag auf Todesstrafe gegen den unschuldigen polni- schen Bürger. Das Gericht entsprach seinem Antrag. Daraufhin wurde Franz Koslowski am 28. Januar 1942 hingerichtet.(Siehe Tafel 27) Felmy ist auf der Kriegsverbrecherliste der polnischen Regierung unter der Nummer 80/192 verzeichnet. Seit Febraur 1959 wurden vom Ausschuß für Deutsche Einheit 19 Todesurteile, an denen er mitwirkte, veröffentlicht. Doch bis heute sahen Bonn und das Niedersächsische Justizministerium darin keinen Grund, Felmy seines Amtes zu entheben und gerecht zu bestrafen. Auch die Strafanzeige des 1. Vorsitzenden der VVN Niedersachsens, Ludwig Landwehr, vom 2. Mai 1960, fand im Landesjustizministerium keine Beachtung. Senatspräsident beim Bundespatentgericht bis April 1965 „Gegen das Urteil vom 30. Juli 1943 erhebe ich... außerordentlichen Ein- spruch!“ So schrieb der Nazi-Jurist Ganser am 4. Januar 1944, als er die An- fechtung eines Urteils begründete, das die Polin Anna Zwarycz freisprach. Anna Zwarycz hatte im Oktober 1942 ein 18 Monate altes jüdisches Kind aufgenommen, um es vor dem sicheren Tod in den nazistischen Gaskammern zu bewahren. Sie war in erster Instanz am 30. Juli 1943 freigesprochen worden, weil sie„das Kind offen und für jedermann als jüdisches Kind erkenntlich bei sich gehabt“ habe. Für Ganser, den Oberregierungsrat im Nazi-Justizministe- rium und Leiter der Abteilung III der Hauptabteilung Justiz im„Generalgou- vernement”, war die menschliche Tat von Anna Zwarycz ein todeswürdiges Ver- brechen: „... Diese Vorschrift läßt unschwer erkennen, daß es darauf ankam, die Juden an bestimmte Orte zu binden und ihnen darüber hinaus die Möglichkeit zu nehmen, sich außerhalb dieser Orte aufzuhalten. Deshalb mußte jede Er- leichterung eines solchen Aufenthalts durch Gewährung von Unterkunft und Verpflegung... als Unterschlupfgewährung... angesehen werden... Es wäre höchst unbillig, wenn derjenige, der in unverfrorener Weise öffentlich auf nimmt, stralfrei ausgehen sollte, während derjenige, der dasselbe heimlich tut, ıdz), War Zi-Justiz- ilung des 2 Behand- t Fr aus- Jezember jen polni- 'de Franz unter der schuß für cht. Doch in keinen, Auch die ‚andwehr, chen Ein- ar. die An- isprach. ches Kind skammern n worden, ıntlich bei zministe‘ :neralgou' diges Ver kam, die föglichkei o jede Er Ieymnft und Es wätt atlich au imlich tu Hoogen Mathias heute: 111 dem Tode verlallen ist. Demnach kann im vorliegenden Falle nicht zweitelhaft sein, daß die Angeklagte dem jüdischen Kind Unterschlupf gewährt hat.” Ganser erreichte sein unmenschliches Ziel. Frau Anna Zwarycz wurde am 3. März 1944 zum Tode verurteilt.(Siehe Tafel 24) Auf Gansers„außerordentlichen Einspruch“ wurde auch eine zweijährige Ge- fängnisstrafe gegen den polnischen Arzt Sigismund Walczynski aufgehoben und in eine Todesstrafe umgewandelt. Ganser schrieb: „Die gegen den Angeklagten Walczynski erkannte Gefängnisstrafe von zwei Jahren ist völlig unzureichend. Die an einer deutschen Frau vorgenommene Abtreibung stellt eine Beeinträchtigung der Lebenskraft des deutschen Volkes dar... Hier ist eine Strafe am Platze, die den gesetzlichen Strafrahmen voll ausschöpflt....“ Daraufhin wurde Walczynski am 9. Februar 1943 vom deutschen Obergericht Krakau als„Schädling am deutschen Volk“ zum Tode verurteilt. In einem Interview mit der Münchner„Abendzeitung“ legte Ganser ein erstes Teilgeständnis seiner Mordschuld ab. Im April 1965 mußte Ganser auf Grund der Enthüllungen der DDR pensioniert werden. Der Lohn für seine Verbrechen ist 2400 DM Monatspension. DURCHHATTEROLL IK IM TOTALEN KRIEG Wehrbeauftragter des Bundestages Hoogen legte seine„Bewährungsprobe” für den Wehrbeauftragten-Posten als Kriegsgerichtsrat der faschistischen Luftwaffe und Oberstabsrichter bei der Kurlandarmee ab. Noch 1944 erteilte Hoogen im Sinne der hitlerschen Durch- haltepolitik Mordbefehle. So beantragte er am 24. April 1944 das Todesurteil gegen den deutschen Soldaten Felix Stolz, Vater von 5 Kindern. Stolz war es gelungen, vorübergehend aus einer der berüchtigten Feldstraf- gefangenenabteilungen zu fliehen. Der ärztliche Gutachter stellte am 22. April 1944 fest: „Da die genauen Umstände seiner Fahnenflucht noch gar nicht be- kannt seien, ließe sich ein abschließendes Urteil über seinen Geisteszustand zur Zeit der Begehung der Tat nicht mit Sicherheit fällen....” Trotzdem beantragte Hoogen schon 2 Tage später das Todesurteil wegen „Fahnenflucht“. Auch die Gründe des Verteidigers, Oberleutnant Ostermann, verfehlten auf Hoogen jede Wirkung. Dieser legte seine Stellungnahme am 28. April 1944 noch einmal schriftlich zum Urteil nieder. Darin heißt es: „Zudem ist zu berücksichtigen, daß sich St. längere Zeit vor seiner Tat in Hüpers Dr. heute: einer Stralgefangenenabteilung befand, wodurch er vermutlich auch infolge der beschränkten Ernährung(50% der Normalsätze) noch körperlich entkräftet war... Aus den angeführten Gründen scheint es angebracht, die Todesstrafe in eine Zuchthausstrafe umzuwandeln.“ Doch Felix Stolz wurde am 18. Juli 1944 nach dem Willen Hoogens und des heutigen Oberlandesgerichtsrates in Düsseldorf, Lefringhausen, der den Feuer- befehl erteilte, umgebracht.(Siehe Tafel 23) Nach der Zerschlagung des Faschismus kam Hoogen in Westdeutschland schnell wieder zu Ehren. 1949 wurde er Bundestagsabgeordneter der CDU. 1956 war er führend an der Abwürgung einer Verfassungsbeschwerde gegen das Wehrpflichtgesetz beteiligt. Ausdrücklich begrüßte Hoogen das rechts- widrige KPD-Verbot und bekämpfte aktiv die Volksbefragung gegen die ato- mare Bewaffnung der Bundeswehr im Jahre 1958. Als Vorsitzender des Rechts- ausschusses des Bundestages erwarb sich Hoogen besondere„Verdienste“ bei der Reinwaschung des korrupten ehemaligen Kriegsministers Strauß. Hoogen verhinderte in dieser Funktion auch die Säuberung der Justiz von Nazi-Blutrichtern. Er ließ keine Gelegenheit vorübergehen, um auf die Ver- abschiedung der Notstandsgesetze zu drängen. Nach seinem Willen sollten die Diktaturgesetze noch 1964 den Bundestag passieren. Im Dezember 1964 wurde Blutjurist Hoogen auf den Posten des Wehrbeauf- tragten im Bundestag gesetzt, um die Bundeswehr reif zu machen, die von ihm mit ausgearbeiteten Notstandsgesetze gegen die westdeutsche Bevölkerung zu praktizieren. TODESSTRAFE WEGEN VERTEIDIGUNG UND NOTWEHR Erster Staatsanwalt in Oldenburg Als am 7. September 1939- sieben Tage nach dem Überfall der Faschisten auf Polen- im damaligen Mönchsee und Dolenhain bekannt wurde, daß deutsche Fallschirmjäger in der Umgebung abgesetzt worden sind, versuchten sich meh- rere Einwohner behelfsmäßig zu bewaffnen und die Heimat zu verteidigen. Sie durchsuchten das Gelände nach Fallschirmjägern und die Gehöfte der„Volks- deutschen“ nach Waffen. Dabei nahmen sie zwei Personen fest und brachten sie zur Wache der polnischen Volkswehr. Es handelte sich dabei um einen legalen Akt der Verteidigung bzw. der Not- wehr gegen die Aggressoren und Landfriedensbrecher sowie die mit ihnen im Bunde stehende 5. Kolonne. Hüpers jedoch, erster Staatsanwalt beim Sonder- gericht Hohensalza(Inowraclaw), forderte gegen Eduard Beger, Stanislaw Koslowski und Jan Roszak am 9. September 1941 wegen„schweren Landtrie- hlolge der entkräftet desstrafe Ss und des ten Feuer- utschland der CDU, de gegen as rechts- n die ato- es Rechts- enste” bei Justiz von : die Ver- sollten die 'ehrbeauf- e von ihm kerung zu WEHR histen aul ‚deutsche sich mel’ digen. IE or„Volks: ‚achten sie „der Not - ihnen iD m Sonder‘ Stanisla'' Landirie Krebs \ Heinrich, Dr. heute: 113 densbruches“ die Todesstrafe. Drei weitere polnische Bürger wurden wegen „einfachen Landlriedensbruches“ zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Verurteilung erfolgte gegen aile Rechtsprinzipien nach einem Gesetz, das zur Tatzeit für die Angeklagten keine Gültigkeit haben konnte. Hüpers nahm am 3. Oktober 1941 zur Frage einer Begnadigung Stellung. Im Faschi- stenjargon sagte er:„...ich halte eine Begnadigung nicht für tunlich. Bei den Verurteilten Beger, Koslowski und Roszak handelt es sich um gefährliche Rechtsbrecher..., für die daher in der Volksgemeinschaft kein Raum mehr sein darf.“ Nach bisherigen Ermittlungen war Hüpers an mindestens 26 Mordbefehlen beteiligt. Die Schandtaten Hüpers sind Bonn durch Veröffentlichungen der DDR seit mindestens 1959 bekannt. Der 1. Vorsitzende der VVN Niedersachsens, Ludwig Landwehr, erstattete im November 1961 Strafanzeige gegen Hüpers. Doch nicht Hüpers wurde bestraft, sondern Ludwig Landwehr im Juli 1962 verhaftet. TODESSTRAER, WEIT ER DIE WAHRFIETI SUÜL@E TE Richter am Bundessozialgericht Bereits vor vier Jahren wies der Ausschuß für Deutsche Einheit nach, daß der frühere Amtsgerichtsrat in Stuttgart, Sachgebiet Hochverrat, Heinrich Krebs, einer der Blutjuristen Hitlers war, die Todesurteile wegen Nichtigkeiten aus- sprachen. Als Beamter der Staatsanwaltschaft forderte Krebs am 26. Oktober 1943 vor dem Oberlandesgericht Stuttgart die Todesstrafe für den Arbeiter Heinrich Fehrentz aus Heidelberg. Fehrentz hatte die Wahrheit, die dem deut- schen Volk von den Nazis vorenthalten wurde, gesucht und verschiedentlich ausländische Rundfunksender gehört. Über diese Nachrichten sprach er mit Bekannten. Das war für Krebs ein todeswürdiges Verbrechen. Die faschistische Ausnahmeverordnung zum Verbot des Abhörens auslän- discher Sender sah für Verstöße in der Regel Freiheitsstrafen vor. Aber Krebs wandte diese Verordnung bei seiner Anklage nicht an. Er forderte die Verur- teilung wegen„Wehrkraftzersetzung“ auf Grund der berüchtigten Kriegs- sonderstrafrechtsverordnung und verlangte die Todesstrafe. Alle Milderungs- möglichkeiten ließ er unbeachtet. Das Todesurteil gegen Heinrich Fehrentz wurde vollstreckt. Im Urteil mußte zugegeben werden, daß er nichts als die Wahrheit gesagt hatte:„Er berichtete von den angeblichen Erfolgen der Russen an der Ostfront, erklärte, Rußland sei von Deutschland überfallen worden und wehre sich um seine Freiheit.“ (Aktenzeichen: OJs 115/43.) | Liebau | ID)e- | heute: Krebs hätte nicht einmal nach den nazistischen Unrechtsgesetzen die Todes- strafe aussprechen müssen— aber er wollte Nazi-Gegner morden, die die Wahr- heit sagten.(Siehe Tafel 25) TODESSTRAFE AUF VERDACHT Oberamtsrichter in Seesen Neunundsechzigmal bekräftigte— nach bisher aufgefundenen Dokumenten- der ehemalige Sachbearbeiter für Sondergerichte im Nazi-Justizministerium und Amtsgerichtsrat beim Sondergericht Posen(Poznan) durch seine Unter- schrift die Terrorurteile der Ausnahmegerichte. Vom 9. April 1943 stammt eine Stellungnahme Liebaus über zehn am 27. November 1942 zum Tode verurteilte tschechoslowakische Widerstandskämpfer. Ihnen war zur Last gelegt worden, daß sie Beziehungen zu den alliierten Mächten— Großbritannien und der So- wjetunion— unterhalten und sie über die Verhältnisse in ihrem Heimatland in- formiert hätten. Darin schreibt Liebau: „Das Urteil erscheint bedenkenlrei... Gegenüber diesem Sachverhalt ist es ohne entscheidende Bedeutung, daß objektiv kein Staatsgeheimnis verraten worden ist... Rücksichten auf Familie und Eltern sind gegenüber dem Ausmaß des öffentlichen Interesses nicht entscheidend.” Neun der tschechoslowakischen Bürger wurden daraufhin am 3. Mai 1943 hingerichtet.(Aktenzeichen: 12 J 184/42 g.) Auch das Todesurteil gegen die 35jährige Franziska Angermeier, die wegen „Brandstiftung“ angeklagt war— die Tat konnte ihr vom Sondergericht über- haupt nicht nachgewiesen werden-, ging durch die Hände Liebaus. In seiner Stellungnahme vom 16. April 1943 sagt er:„Die tatsächlichen und rechtlichen Feststellungen des Urteils sind bedenkentlrei. Die Verurteilte ist aus der Rich- tung des Tatorts kommend gesehen worden." Liebau behauptete, sie sei des- halb überführt, und schreibt weiter:„...vor allem der Schutz des deutschen Volkes selbst.... erfordert die Vollstreckung der Todesstrafe.” Daraufhin wurde Franziska Angermeier am 7. Mai 1943 dem Henker aus- geliefert.(Aktenzeichen: 1 KLs SO 11/43.) Dieser schwer belastete Nazi-Jurist wurde vom Bonner Staat offiziell dazu berufen, seine frühere Tätigkeit lediglich mit veränderten Methoden fortzu- setzen. Liebau wurde Oberstaatsanwalt an der politischen Sonderstrafkammer in Lüneburg. Seine Anklageschriften glichen mitunter fast im Wortlaut denen der faschistischen Sondergerichte. In einer Anklageschrift vom 4. August 1954 (Aktenzeichen: 2b JS 306/53) gegen zwei Jugendliche heißt es z. B.:„Es besteht hinreichender Verdacht, daß auch die beiden Angeschuldigten... nach dem menten- nisterium ne Unter- mmt eine erurteilte t worden,” d. der So- atland in- alt ist es verraten n Ausmal Mai 194 die wege jcht über‘ In seine! echtlichen der Ridı: e sei des deutschen b nker aus’ ziell dazu len fortzl‘ afkamme! aut denen ıgust 195% Es pestell ch den nd Meusel heute: Neidhard Friedrich heute: 115 Verbot der illegalen FD](Freie Deutsche Jugend- d. Hrsg.) als Mitglieder angehört haben.“ Liebau wurde erst aus seinem Amt abberufen, als die demokratische Öffent- lichkeit dies durch Proteste erzwang. Aber selbst dann wollten die westdeut- schen Justizbehörden auf den belasteten Nazi-Juristen nicht verzichten. Still- schweigend versetzten sie ihn als Oberamtsrichter nach Seesen. TODESSTRARE, WEIL SIE SICH ESSWAREN BESCHAFFTEN Landgerichtsdirektor in Göltingen Die Vettern Drahomir und Miroslaus Moldrzyk, 22 und 21 Jahre alt, tschecho- slowakische Staatsbürger, wurden am 27. Mai 1944 vom Sondergericht Bielitz wegen„Kriegswirtschaftsverbrechen“ zum Tode verurteilt. Den Vorsitz hatte in dieser Verhandlung der Nazi-Richter Meusel, vor 1945 Landgerichtsdirektor beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) und Bielitz(Bielsko). Angesichts der Hungerration für Tschechen hatten sich die jungen Männer über Mittelsleute Bezugscheine für bewirtschaftete Lebensmittel beschafft. Für den Nazi-Richter Meusel und seine Blutrichter-Kollegen war es von vorn- herein beschlossene Sache, beide als Hauptangeklagte ‚im Namen des deut- schen Volkes“ zum Tode zu verurteilen. Der Bürgermeister der Gemeinde Dombrau wandte sich mit einem Schreiben an den Verteidiger der beiden Verurteilten: „Völlig unverständlich verhält sich die hiesige Bevölkerung zu der Tatsache, daß die beiden Moldrzyks zur Todesstrafe verurteilt worden sind... Ein Gna- dengesuch wird von mir aus als Leiter der Gemeindeverwaltung Dombrau so- wohl als auch schon aus dem hier herrschenden Volksempfinden gegen das harte Urteil befürwortet.“ Am 16. Juni stellte sich der Oberreichsanwalt an die Seite Meusels und lehnte die Erhebung der Nichtigkeitsbeschwerde ab. Nach den bisherigen Ermittlungen war Meusel an 22 Todesurteilen beteiligt. TODESSTRAFE WEGEN PATRIOTISCHER HALTUNG Regierungsdirektor im Justizministerium von Baden-Württemberg Wie„ernst” es der Bonner Regierung mit ihren Freundschaftsbezeugungen gegenüber dem französischen Volk ist, läßt sich am Fall Neidhard ablesen. Obwohl den zuständigen Regierungs- und Justizbehörden Westdeutschlands rn ne es innen rennen unseres Ottersbach bis Frühjahr 1965: seit Jahren bekannt ist, daß Neidhard Mordbefehle gegen französische Bürger erteilte, wurde er— statt ihn des Amtes zu entheben— 1959 sogar vom Ober- regierungsrat zum Regierungsdirektor befördert. Besonderes Aufsehen erregte die Enthüllung der Strasbourger„Humanite d’Alsace et de Lorraine”, die am 17. Februar 1963 berichtete: Durch den Urteils- spruch des Blutjuristen Neidhard am 17. Februar 1943 wurden 13 junge franzö- sische Wehrdienstgegner durch ein faschistisches Exekutionskommando in der Nähe des KZ Stuthof ermordet. Auf die Fragen des Journalisten Hellmut Rieber, Karlsruhe, rechtfertigte Neidhard, der frühere Amtsgerichtsrat beim Sondergericht Straßburg, dieses Blutbad noch in den Februartagen 1963:„Es ist ein ordentliches Gericht ge- wesen. Die Sache ist hier nachgeprüft. Es handelt sich um ein rechtskräftiges Urteil und meiner Erinnerung nach wegen Mord.“ In Wirklichkeit hatten die jungen Franzosen versucht, in die Schweiz zu fliehen, weil sie sich nicht für Hitler gegen das eigene Volk mißbrauchen lassen wollten. Doch damit ist Neidhards Blutkonto bei weitem nicht erschöpft. Nach bis- herigen Ermittlungen liegen von ihm fünf Todesurteile vor. Am 26. November 1943 verurteilte er u. a. die beiden Elsässer Karl Ziller und RobertEckert wegen angeblicher„hochverräterischer Umitriebe, Vorbereitung zum Hochverrat, Feindbegünstigung, Beschimpfung des Reichs und Abhörens nichtdeutscher Sender“ zum Tode.(Aktenzeichen: So KLs 193/43.) Die beiden Verurteilten hatten dem Faschismus Widerstand geleistet. Ziller hatte sich als Elsässer in mehreren Aufrufen gegen die völkerrechtswidrige Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im okkupierten Elsaß gewandt. Eckert hatte ebenfalls einen Aufruf gegen die Naziherrschaft verfaßt. Neidhard sprach ihnen das Urteil wegen ihrer patriotischen, demokratischen und im Einklang mit dem Völkerrecht stehenden Haltung. Der Faschist schrieb in dem Urteil: „Wer die Hand gegen das Reich zu erheben wagt, hat sein Leben verwirkt... Auch wenn der entstandene Schaden in Wirklichkeit jedenfalls nicht sehr be- deutend war. Dies ändert nichts...”(Siehe Tafel 26) JUDEN DER-GESTAPO AUSGELIEEBERT Staatsanwalt in Lüneburg Ottersbach gehört zu jenen belasteten Nazi-Juristen, die wegen ihrer„Erfah- rungen“ wieder in den politischen Dienst der Adenauer-Justiz gestellt wurden. Als ehemaliger Staatsanwalt am Sondergericht Kattowitz(Katowice) machte er sich im Sinne der Nazis durch seine enge Zusammenarbeit mit der Gestapo besonders verdient. Che Bürger vom Ober- „Fumanit: ‚en Urteils. ge franz- ndo in der schtfertigte urg, dieses ericht ge: ıtskräftiges hatten die h nicht für ‚, Nach bis- November kert wegen ochverrat, tdeutscher istet, Ziller tswidrige dt. Eckert ard sprad Einklang lem Untell: rerwirkt..: ht sehr be rer ‚Eifalr it wurden ) machte© er Gesta! 117 Am 26. April 1942 verfaßte Ottersbach eine Anklageschrift gegen die pol- nischen Bürger Jakob Horowitz, geboren am 15. Mai 1896, aus Chrzanow, und die Witwe Reisla Gutfreund, geboren am 28. Dezember 1908, ebenfalls aus Chrzanow. Beide Bürger mußten auf Grund der Globkeschen Rassengesetze den zweiten Vornamen Sara oder Israel tragen. Nach der faschistischen Okkupation war ihnen die Existenz geraubt worden. Um sich den Lebensunterhalt verdienen zu können, betrieben sie ihren Textil- handel notdürftig in ihrer Wohnung weiter. Da Juden in Polen so gut wie keine Lebensmittel zugeteilt erhielten— 1941 bekamen sie nur 184 Kalorien je Tag, was weniger als zwei Brötchen ausmachte-, tauschten sie Textilien gegen Nah- rungsmittel. Ottersbach forderte deshalb Einziehung der noch verbliebenen kaum nen- nenswerten Habe und sechs bzw. drei Jahre verschärftes Straflager, was für die jüdischen Menschen den sicheren Tod bedeutete. Der Antrag Ottersbachs gegen Horowitz wurde durch Urteil des Sondergerichts Kattowitz am 10. September 1942 bestätigt. Doch der Unmensch Ottersbach begnügte sich nicht einmal da- mit. Eigenhändig schrieb er die Auslieferung des polnischen Bürgers Horowitz an die„Staatspolizeileitstelle“ in Katowice aus. Über Frau Gutfreund befindet sich in den Akten lediglich ein Vermerk, daß sie am 15. April 1942 von der Gestapo ins KZ Auschwitz gebracht wurde. Daß auch das Ottersbachs Werk war, geht aus seinem Aktenvermerk vom 10. August 1942 hervor, in dem es heißt: „Gegen die Gutfreund werde ich die Anklage in der Hauptverhandlung nicht verlesen.“ GEGEN UNSCHULDIGEN POLEN TODESSTRAFE BEANTRAGT Am 9. Juli 1942 stand der Schuhmacher Vinzent Furmann, geboren am 31. März 1903, vor dem Sondergericht Kattowitz. Ihm wurde Waffenbesitz zur Last gelegt. Während der Vernehmungen hatte Furmann seine Unschuld be- teuert. Dann wurde er derart zusammengeschlagen, daß er sogar beim Foto- grafieren gestützt werden mußte. Während eines solchen„Verhörs“ wurde ein Geständnis von ihm erpreßt, daß jeglicher Grundlage entbehrte. Selbst das Sondergerichtsurteil mußte das zugeben: „Durch die Beweisaufnahme in der Hauptverhandlung konnte der Angeklagte nicht überführt werden.-Der Zeuge Kriminalsekretär Polaczek hat bestätigt, daß der Angeklagte vom Kalfaktor geschlagen worden ist. Die damals abge- legten Geständnisse des Angeklagten konnten daher dem Urteil nicht zugrunde gelegt werden.“ Ottersbach aber beantragte in der Hauptverhandlung des Sondergerichts am 9. Juli 1942 trotzdem die Todesstrafe. Er wollte auf jeden Fall die Ermordung des unschuldigen Menschen. Als selbst das faschistische Sondergericht auf Frei- spruch erkennen mußte, stellte Ottersbach den Antrag, Vinzent Furmann der Gestapo auszuliefern. Da dieser Willkürakt Ottersbachs zu offensichtlich war, sah sich sogar das Sondergericht Kattowitz, das sonst skrupellos Todesurteile fällte, gezwungen, auch diesen Antrag abzulehnen. BAR JEDEN MENSCHLICHEN GEFÜHLS „Hiermit wende ich mich, ein dreizehnjähriges Kind, mit flehender Bitte um Freilassung meiner einzigen lieben Mutter. Wir sind 7 ganz kleine Kinder, mein kleines Brüderchen ist erst drei Monate alt, ich bin ratlos, denn ich habe kein Geld und bin zu klein, die sechs Geschwister allein zu betreuen.... Ich bin schon selbst krank. Wir sind Waisen ohne Vater und Mutter, denn Vater ist schon seit langen Monaten von uns weg, wir wissen nichts von ihm.” Diese Worte schrieb die Tochter von Helene Michon, geboren am 22. Juni 1907, und von Roman Michon am 16. Juni 1942 in einem Gnadengesuch nieder, das der Staatsanwaltschaft, also Ottersbach, zugeleitet wurde. Beide Elternteile waren inhaftiert; die Mutter— bis dahin unbestraft-, weil sie gestohlenes Ge- flügel gekauft hatte, um ihre Familie durchzubringen. Die polnische Bevölkerung erhielt jahrelang nur ein Drittel der Hunger- rationen der deutschen Bevölkerung von 1945. Über den Vater geht aus der Akte weiteres nicht hervor. Ottersbach beantragte in der Hauptverhandlung am 29. Mai 1942 gegen Helene Michon zehn Jahre verschärftes Straflager, dem kaum ein Mensch lebend entkam. Ausgesprochen wurde vom Sondergericht eine Strafe von vier Jahren verschärftem Straflager. Auch dieses Opfer Ottersbachs wurde am 16. Dezember 1942 in das KZ Auschwitz gebracht. Unter dem 3. Mai 1943 teilte die Gestapo dem Oberstaatsanwalt des Sondergerichts Kattowitz mit, daß Frau Michon im KZ Auschwitz„verstorben“ ist. Ottersbach hatte es in der Hand, die Multer der sieben Kinder zu retten. Aber er beschwor die furchtbare Tragödie für diese polnische Familie herauf. Darüber hinaus beantragte Ottersbach nach bisherigen Ermittlungen noch folgende Todesurteile: am 19. Mai 1942 gegen Eduard Rodak, geboren am 22. Mai 1916, weil er an der Schwarzschlachtung einer Kuh teilgenommen hatte; am 23. Juli 1942 gegen Bronslawa Ciecielska, geboren am 5. August 1896, und gegen Ottilie Wojcikiewicz, geboren am 8. Februar 1907, weil sie als Bäckereiinhaber an die notleidende Bevölkerung Brot verkauft und die Ver- erichtg am mordung Lauf Frei- Fmann der | tlich war, desurteile t Bitte um ne Kinder, n ich habe ...Ichbin Vater ist m 22, Juni uch nieder, Elternteile hlenes Ge- r Hunger- ht aus der 942, gegen in Mensch fe von viel wurde am 1943 teilte , daß Frau zu retten lie herauf ngen nodı weil er al gust 18% ei] sie al d die Ver 119 käufe durch gefälschte Brotmarken zu decken versucht hatten. Die beiden zu- letzt Genannten wurden am 14. August 1942 hingerichtet.(s. Tafel 27) Trotz dieses Schuldkontos wurde Ottersbach wieder in den westdeutschen Justizapparat eingestellt. Mehr noch, er wurde beauftragt, an der politischen Sonderstrafkammer gegen Friedenskämpfer und aufrechte Demokraten zu Ge- richt zu sitzen. Der Oberlandesgerichtspräsident i. R. Dr. Richard Schmid, Stuttgart, sagte über Ottersbach:„Dieser Fall ist der übelste und der, der am wenigsten Zweitel oder Entschuldigungen aufkommen läkt. Meines Erachtens hätte die nieder- sächsische Justizverwaltung die Anstellung von Staatsanwalt Ottersbach... sofort widerrufen oder anfechten müssen.“(„Der Stern“ vom 7. Juni 1964) Ottersbach knüpfte unmittelbar an seine Sondergerichtstätigkeit an. Das gab er unumwunden in der rechtswidrigen Hauptverhandlung gegen den DDR- Bürger Paul Butschek am 13. Mai 1960 zu, indem er äußerte: „Aus Ihrer Inhaltierung in den Jahren 1933 bis 1945 haben Sie nichts ge- lernt.” Ottersbach erklärte weiter, man müsse gegen Herrn Butschek, den er als„un- verbesserlichen kommunistischen Funktionär” bezeichnete, ein Exempel statu- ieren, und beantragte acht Monate Gefängnis. Butschek hatte Gespräche mit DGB-Kollegen geführt! Am 14. Juni 1961 forderte Ottersbach 51 Monate Gefängnis gegen die west- deutschen Bürger Richard Brennig, Landrat a. D. und Heinz Hilke, Journalist, weil sie in der„Gemeinschaft zur Wahrung demokratischer Rechte“ mitgearbei- tet haben. In einer siebenstündigen Anklagerede propagierte der Blutrichter die atomare Aufrüstung der Bundeswehr; eine Politik der Verhandlungen be- zeichnete er als witzlos. Über vier Jahre mußten die DDR und demokratische Bürger Westdeutsch- lands darum kämpfen, daß Ottersbach aus seiner Funktion entfernt wurde. Der niedersächsische Justizminister von Nottbeck, der selbst zur 5. Kolonne Hitlers im damaligen Estland gehörte und nach dem Überfall auf Polen die Hitler-Poli- tik auf wirtschaftlichem Gebiet in Poznan durchpeitschte, stellte sich immer wieder schützend vor den Blutjuristen. Erst im Frühjahr 1965 zog er Ottersbach aus der Schußlinie. Aber nichts wurde bisher getan, ihn vor ein Gericht zu stel- len. Im Gegenteil: Er erhält eine hohe Pension. Ottersbach, der polnische Bürger ermorden ließ, kann in Westdeutschland auf ein neues Schuldkonto zurückblicken: Er wirkte nach noch unvollständigen Feststellungen an der Verurteilung von 21 Patrioten— vorwiegend Frauen, die in der Arbeitsgemeinschaft„Frohe Ferien für alle Kinder” mitarbeiteten— mit, denen insgesamt 19 Jahre Gefängnis auferlegt wurden. ' BEREEWERDL TEEN BETEN ETF EEE STEUERT Rhode Werner heute: Schüle Erwin heute: TODESSTRAFE ALS„ABSCHRECKUNG? Regierungsdirektor im Justizministerium Schleswig-Holsteins Der tschechische Hilfsarbeiter Josef Tyburec war— so sagt das Urteil des Sondergerichts Prag vom 26. Januar 1945—„als Weichensteller eingeübt” wor- den. Auf Antrag des Staatsanwalts beim Sondergericht Prag(Praha), Werner Rhode, erging das Todesurteil, weil der Angeklagte angeblich„vorsätzlich einen Zusammenstoß herbeigeführt und dadurch Sabotage getrieben“ hätte. Bei diesem Unfall war niemand verletzt worden. Trotzdem behauptete das Gericht, dieser Zusammenstoß könne nur mit der Höchststrafe gesühnt werden. Das Gericht gab also zu, daß es selbst nach den Nazi-Gesetzen die Möglichkeit hatte, auf eine geringere Strafe zu erkennen. Als Begründung für die Todesstrafe wurde ein„Abschreckungsbedürfnis” konstruiert und zynisch hinzugesetzt: „... auch wenn die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten und sein leichter Schwachsinn berücksichtigt werden“. Vor fünf Jahren haben der Verband der Antifaschistischen Widerstands- kämpfer der CSSR und der Sozialistische Studentenbund Westdeutschlands gegen Rhode Strafantrag gestellt. Rhode ist auf der Kriegsverbrecherliste der Regierung der CSSR unter der Nummer A 38/88 verzeichnet. Anfang August 1962 erklärte ein Sprecher des Landesjustizministeriums von Schleswig-Hol- stein ausdrücklich, daß die Willkürurteile Rhodes bekannt seien. Zynisch be- merkte der Sprecher, daß seine Behörde aber nicht daran denke, Rhode zur Verantwortung zu ziehen. 110 Todesurteile wurden bisher aufgefunden, die die Unterschrift Rhodes tragen. Trotzdem stellte die Staatsanwaltschaft Kiel das gegen Rhode eingelei- tete Ermittlungsverfahren am 8. Dezember 1960(Aktenzeichen: 2 Js 840/59) ein. Rhodes„Erfahrungen“ als Anwalt des Todes sollen in den Dienst des neuen Strafgesetzbuches und der Notstandsdiktatur gestellt werden. VERURTEILTER KRIEGSVERBRECHER WURDE BONNER NAZI-,JÄGER“ Leiter der Ludwigsburger Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaliverbrechen „Im Jahre 1933 trat ich der SA bei und bin seit 1935 Parteigenosse”, das schrieb Erwin Schüle eigenhändig in seinem Lebenslauf am 3. September 1943„im Felde“. Welche Rolle er dort spielte, geht daraus hervor, daß er in der Sowjetunion als Kriegsverbrecher zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde. Schüle ge- eil des dt’ wor- Werner tsätzlich ätte, Bei Gericht, len, Das eit hatte, lesstrafe gesetzt: leichter rstands- schlands liste der j August wig-Hol- nisch be- hode zur Rhodes eingelei- 840/59) es neuen Jistischer s schrieb 1943„IM rjetunion chüle 9° 121 hörte seit März 1943 als Ordonnanzoffizier der Abteilung IC des Divisions- stabes der 215. Infanteriedivision an, die vor Leningrad die„Politik der ver- brannten Erde“ und der Aushungerung der Zivilbevölkerung praktizierte. Un- mittelbar vor Kriegsende befehligte er noch eine der berüchtigten Sonderstraf- kompanien, und zwar die der 253. Infanteriedivision. Die Vergangenheit des heutigen Oberstaatsanwalts diente Bonn als Für- sprecher, als Verantwortlicher für die mit großem Propagandaaufwand gebil- dete Zentralstelle zur Aufklärung der Naziverbrechen eingesetzt zu werden. Ihm war von vornherein die Rolle zugedacht, die von Bonn seit Bestehen der Bundesrepublik systematisch betriebene Politik des Schutzes der Nazi- und Kriegsverbrecher unter dem Deckmantel der Zentralstelle fortzusetzen. In der Tat wurde auch seit Bestehen der Zentralstelle z. B. nicht einer der Schreibtisch- mörder vor Gericht gestellt, deren Federstrich mitunter den Tod Tausender und Zehntausender Menschen bedeutete. Nachdem die Bonner Regierung am 5. November 1964 im Widerspruch zum Willen der Völker und zum Völkerrecht beschlossen hatte, die Nazi- und Kriegs- verbrechen im Mai 1965 verjähren zu lassen, sprach sich auch Schüle für die Verjährung aus. Das„Spandauer Volksblatt”, Westberlin, vom 16. Februar 1965 schrieb zum Fall Schüle: „Nun wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn Herr Schüle als Sachbearbeiter eines Grundbuchamtes, auch in gehobener Amitsstellung, der Bundesrepublik seine wertvollen Dienste widmete. Auch als Eisenbahn- oder Postreferent würde niemand seiner Karriere Hindernisse in den Weg legen. Aber daß die Bundes- regierung ausgerechnet den früheren SA-Mann und NSDAP-Kämpen Schüle zur Aufklärung von Naziverbrechen nach Warschau entsendet, ist einfach mehr als eine unerträgliche Mibßachtung der Gefühle aller von den Nazis bar- barisch versklavten Völker. Ist denn wirklich niemand mehr an verantwor- tungsvoller Stelle fähig, Geschmacklosigkeit von Unerträglichkeit zu distan- zieren?“(siehe Tafel 28) Ein feingesponnenes Netz Es bedarf wohl keiner Beispiele mehr, um zu beweisen, daß der Bonner Staat mit wenig veränderten Methoden die Terrorjustiz des„Dritten Reiches“ fort- setzt. Nur eines sei noch gezeigt: Wie funktionssicher das Netz der Nazi- Juristen in Westdeutschland gespannt und wie gut die Rollen dabei verteilt wurden. ER EEE RCeEEReeEmraee Seren Zzemmenee N 1} ‚ N u l E £ l ‚ i j DER OBERLANDESGERICHTSBEZIRK HAMM Einer der 18 Oberlandesgerichtsbezirke der Bundesrepublik ist Hamm. Nach dem Handbuch der Justiz 1964 über„DieTräger und Organe der rechtsprechen- den Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland”, Seite 126, umfaßt dieser Be- zirk des Oberlandesgerichts„die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster sowie vom Regierungsbezirk Düsseldorf die Städte Essen und Kett- wig. 10 Landgerichte in Arnsberg, Bielefeld, Bochum, Detmold, Dortmund, Essen, Hagen, Münster, Paderborn, Siegen“. Die Justiz dieses Bezirkes trägt die Verantwortung für 8323259 Menschen. TERRORRTEELTER ANSITEREN IN DORINTUINDE . In Dortmund sitzt in der Strafverfolgungsbehörde der Leitende Oberstaatsan- walt Dr. Ködding, vor 1945 Ankläger in sogenannten Rasseschandesachen. Neben Dr. Ködding amtieren dort der chemalige Erste Staatsanwalt vom fa- schistischen Sondergericht Wien, Oberstaatsanwalt Pippert, der einstige Kriegs- gerichtsrat und jetzige Oberstaatsanwalt Niese und als Erster Staatsanwalt der frühere Ankläger beim Sondergericht Essen, Otto-Wolfgang Schultze. Hinzu kommen der Landgerichtsdirektor Dr. Rudolf Becker, ehemaliger Oberkriegs- gerichtsrat der Wehrmachtskommandantur Berlin, ferner der frühere Kriegs- gerichtsrat Walter Philippi sowie der frühere Oberamtsrichter Fähndrich vom Sondergericht Kattowitz. Fähndrich verurteilte beispielsweise am 3. Dezember 1942 fünf polnische Bürger in einem Verfahren nach der„Polenstrafrechtsver- ordnung” zum Tode. Am 27. Oktober 1944 sprach er das gleiche Urteil gegen Wilhelm und Johann Wieczorek wegen sogenannter Vorbereitung zum Hoch- verrat. EN BIELEEERDER In Bielefeld, das nur ein Viertel soviel Einwohner hat wie Dortmund, sieht das Bild der„gereinigten Justiz” noch übler aus. Der dortige Oberstaatsanwalt Depenbrock war schon zur Zeit Hitlers Ankläger beim Sondergericht der glei- chen Stadt. Der Erste Staatsanwalt Bellwinkel war sogar Staatsanwalt beim „Volksgerichtshof“. Bellwinkel hat u.a. das Todesurteil gegen den Erfurter Kammermusiker Ernst Fink erwirkt. Der Grund: Fink hatte zwei Bilder des „Führers“ zerschnitten. Die Staatsanwälte Hagmann und Hans Köhne waren Ankläger in„Rassenschandesachen” in Dortmund. Landgerichtsdirektor Gerkinsmeyer gewann seine Erfahrung in gleicher Stellung beim faschistischen Sondergericht Posen, Landgerichtsdirektor Dr. Ru- m. Nach Drechen- leser Be- told und nd Kett- timund, es trägt staalsan- \esachen, vom fa- e Kriegs- jwalt der e, Hinzu erkriegs- - rich vom ezember echtsver- il gegen m Hoch sieht das tsanwalt der glei alt beim Erfurter der des je warel gleicher . Dr. Ru ° 123 dolf Heinrich als Kriegsgerichtsrat beim XV. Armeekorps, Landgerichtsdirektor Huber als Landgerichtsrat beim Sondergericht Dortmund, Landgerichtsdirektor Dr. Keil als Kriegsgerichtsrat, Landgerichtsdirektor Dr. Kuhlmann als Ober- feldrichter usw. Von den Bielefelder Landgerichtsräten, Oberamtsrichtern und Amtsgerichts- räten, die ihrem„Führer“ bei Kriegs- und Sondergerichten gedient haben, sei an dieser Stelle einer erwähnt: Landgerichtsrat Dr. Regis. Er steht auf der inter- nationalen Kriegsverbrecherliste(Nr. 40/142). Selbst das berüchtigte Gefange- nenlager Oberems und die Haftanstalt Bielefeld werden von einem ehemaligen Oberfeldrichter, Oberregierungsrat Dr. Bernd Holl, geleitet. . INBOCHUM,. Auch Bochum gehört zum Oberlandesgerichtsbezirk Hamm. Diese Kohle- und Eisen-Stadt ist halb so groß wie Dortmund; aber es sitzen hier noch mehr ehe- malige Kriegs- und Sonderrichter als in Dortmund. Auf den Posten des Leiters des Strafgefängnisses und der Untersuchungshaftanstalt wurde ein Mann ge- schoben, der als Erster Staatsanwalt für politische Strafsachen in der tsche- chisch-böhmischen Bezirksstadt Leitmeritz(Litomefice) für die faschistischen Okkupanten tätig war, Oberregierungsrat Heinz Esser. Der Oberstaatsanwalt Dr. Hüntemann war ebenfalls in der Kriegszeit Staats- anwalt für politische Strafsachen, und zwar beim Oberlandesgericht Hamm. Sein Kollege, Oberstaatsanwalt Schäper, war Ankläger beim Sondergericht in Brünn: vier Todesurteile„wegen Feindbegünstigung“— also wegen Begünsti- gung von Tschechen durch Tschechen!— erwirkte er allein am 23. Februar 1944. Der Erste Staatsanwalt Schlaf war Ankläger beim Sondergericht Dortmund, der Landgerichtsdirektor Dr. Boes Landgerichtsrat beim Sondergericht Essen, die Landgerichtsdirektoren Hähnert und Dr. Witzig Kriegsgerichtsräte. Durch Hähnerts Richtspruch wurde noch am 6. März 1945 Gerhard Wagner erschos- sen. Hähnert hatte ihn zwei Tage vorher„wegen Feigheit” zum Tode verurteilt. - IN MÜNSTER... Werfen wir noch einen Blick auf eine weitere Stadt des Oberlandesgerichts- bezirks Hamm, auf Münster. Der dortige Landgerichtsdirektor Bödding war im Hitlerstaat Landgerichtsrat beim Sondergericht Bielefeld. Oberstaatsanwalt Duhme Ankläger beim gleichen Sondergericht, Oberverwaltungsgerichtsrat Hönneckes war Kriegsgerichtsrat, Sozialgerichtsrat Dr. Kieler Oberamtsrichter beim Sondergericht Oppeln und Oberstaatsanwalt Dr. Knippenberg Ankläger beim Sondergericht Dortmund. EEE EEE DET ENTE BEN TEE STETTEN TETTTENTEITEN TEN Der Erste Staatsanwalt Niemer, Oberverwaltungsgerichtsrat Dr. Roesler und Oberverwaltungsgerichtsrat Dr. Wildt waren Spezialisten für politische Straf- sachen; Niemer als Erster Staatsanwalt in Hamm, dem Sitz des Oberlandes- gerichts, Roesler als Oberlandesgerichtsrat in Posen, Wildt als Staatsanwalt in Kassel. Der Staatsanwalt Rosendahl hat als Ankläger beim Sondergericht in Thorn eine ganze Reihe von Todesurteilen erwirkt und der Erste Staatsanwalt Schwarze beim Sondergericht Halle. Seine Personalakten sagen u. a. aus, daß er im Kriege vom Wehrdienst„freigestellt” war„zur Erfüllung kriegswichtiger Aufgaben“. Schwarze wurde auch am 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP, ging in die SA, wurde förderndes Mitglied der SS, Rechtsberater im Sturmbann 1/174, Geschäftsführer beim Kreisgericht der NSDAP, Kreisstellenleiter für Propaganda und Schulung, Kammervorsitzender des Kreisparteigerichts usw. ... UND IN HAMM Richtungweisend und verbindlich für die Spruchpraxis der Land- und Amts- gerichte ist die Rechtsprechung der Oberlandesgerichte. Das für Dortmund, Bielefeld, Bochum und Münster zuständige Oberlandesgericht ist das in Hamm. In Hamm sitzen gleich vier Oberstaatsanwälte in Amt und Würden, die aus der faschistischen Strafjustiz hervorgegangen sind. Sie alle hätten nach den Kontrollratsgesetzen entlassen werden müssen. Oberstaatsanwalt Dr. Göke war während des Krieges Ankläger beim Sondergericht Bielefeld, die übrigen drei wüteten bei Sondergerichten hinter der„Ostfront“: Stähler in Danzig (Gdansk), Wälzholz und der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Gugler in Breslau (Wroclaw). Bisher sind über 30 Todesurteile aufgefunden worden, die auf Antrag Stählers ausgesprochen wurden, darunter eine ganze Reihe gegen Frauen. Noch im letz- ten Kriegsjahr erwirkte er an einem einzigen Tag sechs Todesurteile„wegen Beihilfe zur Fahnenflucht”. Unter diesen Verurteilten befand sich eine Frau. Viele Angeklagte stempelte er wegen geringer Vergehen zu„Volksschädlingen” und lieferte sie dem Henker aus. Zu den leitenden Anklagevertretern in Hamm gesellen sich solche Richter des Oberlandesgerichts wie die Senatspräsidenten Laube, ehemals Staatsanwalt für politische Todesurteilssachen im Nazi-Justizministerium, und Dr. Rein, schon zur Hitlerzeit Oberstaatsanwalt beim Sondergericht Dortmund. Dazu kommen Oberlandesgerichtsräte wie Boenicke, früher in der Abteilung für po- litische Strafsachen im Nazi-Justizministerium tätig, Branz und Lindemann, damals Landgerichtsräte beim Sondergericht Dortmund, Helmut John, früher Kriegsgerichtsrat der 20. Panzerdivision, Prof. Dr. Peters, in der Nazizeit Erster Desler und Che Straf. erlandes- janwalt in in Thorn latsanwalt us, daß er wichtiger DAP, ging turmbann leiter für ichts usw, nd Amts- )ortmund, in Hamm, n, die aus nach den Dr. Göke e übrigen n Danzig n Breslau gStählers h im letz- je„wegen ine Fral. ädlingen' Ie Richter atsanwalt Dr. Reit, nd, Dazi 19 für pa ndemanl ın, früher it Erste! 125 Staatsanwalt, Sonderreferenl für politische Strafsachen beim Generalstaatsan- walt in Köln, u. a. Verständlich ist, daß diese leitenden Nazi-Juristen jede Gelegenheit benutzen, um ihre alten Komplicen wieder in Stellungen zu bringen, in denen sie ihren Einfluß möglichst ungehindert ausüben können. Das geschah auch im Fall des ehemaligen Oberstabsrichters Dr. Siegfried Wehdeking, Richter der 999er Straf- gefangenenbrigade. Wehdeking, so heißt es in seinen Personalakten, gab sich „unendliche Mühe..., die Flüchtigen zu fassen“. Diesem Kriegsrichter wurde ein Posten zugeschoben, der ihm die Möglichkeit gibt, im gleichen Sinne, wenn auch im anderen Gewande, zu wirken: als Strafanstaltspfarrer im Gefängnis von Werl. Und Werl gehört ebenfalls zum Oberlandesgerichtsbezirk Hamm. In den letzten Monaten des vergangenen Jahres sind noch 16 weitere ehe- malige Sonder- und Kriegsrichter im Oberlandesgerichtsbezirk Hamm fest- gestellt worden. Ihre Namen wurden in der Dokumentation des Nationalrates der Nationalen Front des demokratischen Deutschland„Bonn sanktioniert Kriegsverbrechen” im November 1964 veröffentlicht. Bedarf es noch eines Be- weises, daß es in den anderen Oberlandesgerichtsbezirken Westdeutschlands ähnlich aussieht? EIN UNHEITVOLTLER VERSTOSS Der bürgerliche englische Journalist Sefton Delmer schätzte diese gefährliche Entwicklung bereits 1957 folgendermaßen ein: „Von all den Verstößen gegen die alliierten Pläne, die Dr. Adenauer in den acht Jahren, die er bereits an der Macht ist, sanktioniert hat, ist nach meiner Meinung diese Wiedereinsetzung der Terrorrichter Hitlers am unheilvollsten. Denn es besteht die ständige Gelahr, daß diese Männer, die einst Steigbügel- halter gewesen sind, bereit sein werden, abermals Steigbügelhalter zu sein!” Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer(FIR), Wien, kam 1965 zu der Schlußfolgerung: ‚Die Tatsache, daß last zwanzig Jahre nach der Kapitulation des ‚Dritten Reiches’ das Problem der Naziverbrechen noch immer nicht in befriedigender Weise gelöst worden ist, daß es die zwischenstaatlichen Beziehungen vergiftet und eine Bedrohung der Zukunft darstellt, rührt daher, daß die Deutsche Bun- desrepublik sich weigert, die Grundsätze ihres Strafrechtes und dessen prak- tische Anwendung den Prinzipien anzupassen, die sowohl vom Internationalen Recht als auch durch die Jurisdiktion aller zivilisierten Länder allgemein an- erkannt werden.“ Es ist unbestritten: Der Bonner Staat hielt zu jeder Zeit und in jeder Bezie- hung seine Hände schützend über die Mörder in den Richterroben. tage SE IERTTETETETETEREBNETE ® 3 F ä H & N B ; N E i ’ singe nun nn un wa rn nn Nazi-Juristen prägen die Bonner Justiz Die folgende Liste nennt weitere Nazi-Juristen im Dienste des Bonner Staates und im Justiz- apparat von Westberlin Abbott geb. 28. 7. 1913 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Danzig(Gdansk) heute: Erster Staatsanwalt in Koblenz Adam, Otto geb. 10. 10. 1899 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Köln heute: Arbeitsgerichtsrat in Bonn Ahlborn, Alfred geb. 20. 12. 1906 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium heute: Amtsgerichtsrat in Stuttgart Aichinger, Rudolf geb. 13. 9. 1904 früher: Oberfeldrichter bei der 6. Pan- zer-Armee heute: Rechtsanwalt in Weißenburg Albarni, Theodor geb. 3. 10. 1906 früher: Oberstabsrichter heute: Amtsgerichtsdirektor in Detmold Albrecht geb. 12. 2. 1905 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Duisburg heute: Amtsgerichtsrat in Mönchen-Glad- bach Albrecht, Rudolf, Dr. geb. 5. 2. 1903 früher: Oberfeldrichter, Kommandantur der rückwärtigen Gebiete 540 heute: Rechtsanwalt in München Alff geb. 31. 3. 1902 früher: Oberstabsrichter heute: Oberstaatsanwalt in Flensburg Althanns, Moritz, Dr. geb. 19. 11. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht in Leipa(Ceska Lipa) heute: Landgerichtsdirektor in Bamberg Amedick, Dr. geb. 3. 2. 1907 früher: Landgerichtsrat in Dordmund; beteiligt an„Rassenschande“-Urteilen heute: Landgerichtsdirektor in Pader- born Anger, Dr. Dr. geb. 1. 7. 1902 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Leipzig heute: Erster Staatsanwalt in Essen Ankenbrand, Otto, Dr. geb. 19. 2. 1907 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Nürnberg-Fürth heute: Amtsgerichtsrat in Erlangen Arland, Friedrich geb. 22. 8. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Prag(Praha) heute: Amtsgerichtsrat in Hamburg Axt, Otto geb. 11. 2. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 182. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Darmstadt Aumüller, Gustav, Dr. geb. 27. 10. 1903 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 5. Ge- birgs-Division heute: Landgerichtsdirektor in Würzburg Augat geb. 11. 8. 1901 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Landgerichtsrat in Kiel Arnold, Heinrich, Dr. geb. 1. 11. 1908 früher: Oberstabsrichter bei der 174. und 209. Inf.-Division, Armeeoberkommando H. Standortkommandantur Paris, 16. und 464. Division heute: Rechtsanwalt in Memmingen Arndt geb. 22. 10. 1909 früher: Landgerichtsrat in Mainz, Er- mittlungsrichter des„Volksgerichtshofes“ heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht Koblenz Bähr, Dr. geb. 16. 9. 1906 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Celle und Hannover heute: Amtsgerichtsrat in Hannover im Justiz- in Pader- .1.7.1902 Idergericht Essen 19.2.1907 Sonder- ngen 22.8.1904 ıdergericht Yburg 11.2.1904 i der 182. tmstadt 27. 10.1903 der 5. Ge- Würzburg 11.8.1901 | 1.11.1908 er 174. und ımando H ;, und 464. ningen 72, 10. 190 Mainz, Er htshofes Jberlandes‘ m Sonder: novel 127 Baitinger, Gustav geb. 13. 9. 1908 früher: Staatsanwalt in Stuttgart, 3. No- vember 1931 Mitglied der NSDAP, Gau- stellenleiter im Gaurechtsamt der NSDAP heute: Amtsgerichtsdirektor in Ulm Bakenhus geb. 10. 5. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Ober-, feldlkommandantur 379 heute: Landgerichtsdirektor in Olden- burg Bandel, Robert, Dr. geb. 18. 2. 1908 früher: Staatsanwalt beim„Volksge- richtshof” heute: Oberamtsrichter in Kehl Barbier, Erich geb. 17. 12. 1908 früher: Heeresrichter bei der 46. Inf.- Division heute: Landgerichtsdirektor in Franken- thal Baring, Eberhard geb. 23. 6. 1911 früher: Oberstabsrichter heute: Senatspräsident beim Landes- sozialgericht in Celle geb. 1. 7. 1901 früher: Erster Staatsanwalt beim Sonder- gericht Frankenthal heute: Oberstaatsanwalt in Hamburg Bartz, Hans, Dr. Bauknecht, Dr. geb. 29. 11. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Luxemburg heute: Präsident des Justizprüfungsamtes in Mainz geb. 30. 4. 1906 früher: Amtsgerichtsrat beim Amtsge- richt Silberk, 1931 Mitbegründer der Grenz- landjugend der DNP, SS-Sturmbannführer, SS-Richter in Warschau(Warszawa) heute: Amtsgerichtsrat in Regensburg Baumgartl, Anton Bäumler, Josef, Dr. geb. 7. 2. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Nürnberg heute: Amtsgerichtsdirektor in Amberg Becker, Heinrich, Dr. geb. 15. 9. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Köln, 1944 Den Haag heute: Landgerichtspräsident in Bonn Becker, Rudolf, Dr. geb. 28. 10. 1903 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der Wehrmachts-Kommandantur Berlin heute: Landgerichtsdirektor in Dortmund Beer, Herbert, Dr. geb. 8. 12. 1909 früher: Amtsgerichtsrat in Pilsen(Plzn), Rechtsberater der NSDAP heute: Amtsgerichtsrat in Arolsen Behne, Heinrich geb. 12. 11. 1907 früher: Amtsgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium heute: Senatspräsident beim Landes- sozialgericht Essen Behr, Bernhard, Dr. geb. 7. 7. 1900 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Hamburg heute: Landgerichtsdirektor in Hamburg Behrendt, Dr. geb. 4. 10. 1907 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Magdeburg heute: Amtsgerichtsrat in Gütersloh Beinhorn, Hans-Joachim geb. 12. 5. 1910 früher: Oberkriegsgerichtsrat der Kom- mandantur Berlin heute: Oberlandesgerichtsrat in Braun- schweig geb. 7. 9. 1906 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 166. Di- vision Marburg heute: Landgerichtsrat in Paderborn Beismann, Dr. Bellebaum, Dr. geb. 9. 11. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Kattowitz(Katowice) heute: Oberstaatsanwalt in Duisburg Bellwinkel geb. 1. 9. 1904 früher: Staatsanwalt beim„Volksgerichts- hof” heute: Erster Staatsanwalt in Bielefeld Benker, Hans geb. 11. 4. 1907 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Nürnberg heute: Landgerichtsrat in Schweinfurt geb. 24. 9. 1897 früher: Kriegsgerichtsrat— Feldkom- mandantur 238. und 408. Division heute: Bundesrichter des 1. Senats des Bundesverfassungsgerichtes Berger, Hugo, Dr. nn m m nn Bergmann, Leo geb. 22. 7. 1907 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Landgerichtsdirektor in Hamburg Berlin, Fritz geb. 31. 5. 1914 früher: Geheime Feldpolizei heute: Amtsgerichtsrat in Bad Mergent- heim Berner, Ludwig früher: Landgerichtsrat gericht I Prag(Praha) heute: Oberstaatsanwalt beim Bundes- gerichtshof geb. 1. 10. 1912 beim Sonder- Bernzen, Alphons, Dr. früher: Kriegsgerichtsrat heute: Staatsanwalt in Lübeck, versetzt in den Bundesdienst geb. 24. 7. 1910 Berthold, Wolfgang, Dr. geb. 13. 6. 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Berlin heute: Finanzgerichtsdirektor in Hanno- Ver Bertram geb. August 1907 früher: Staatsanwalt im Nazi-Justiz- ministerium heute: Ministerialrat im Bundesjustiz- ministerium Bessler geb. 2. 7. 1907 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Bromberg(Bydgoszcz) heute: Amtsgerichtsrat in Herford Bessler, Johann, Dr. geb. 29. 6. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Bamberg heute: Oberlandesgerichtsrat in Bamberg Beyer, Gerhard, Dr. geb. 17. 5. 1903 früher: Landgerichtsdirektor beim Son- dergericht II Berlin heute: Oberlandesgerichtsrat Frankfurt Main Beyer, Paul, Dr. geb. 20. 11. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 178. Inf.- Division Liegnitz(Legnica) heute: Amtsgerichtsdirektor in Nürnberg Beyling, Günter geb. 2. 6. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht in Linz heute: Staatsanwalt in Hamburg Bilfinger, Dr. früher: Gestapo-Leitstelle Stuttgart, 1937 Regie- rungsrat im Hauptamt der Sicherheitspolizei Heydrichs(siehe Tafel 29) heute: Oberverwaltungsgerichtsrat in Mannheim geb. 20. 5. 1903 SS-Obersturmbannführer, 1934 Blanck, Walter früher: Kriegsgerichtsrat heute: Amtsgerichtsrat in Traunstein geb. 17. 6. 1905 Blohm, Hermann geb. 30. 3. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hannover heute: Staatsanwalt in Hildesheim Blumenhagen 27. 8. 1907 früher: Marineoberkriegsgerichtsrat Si- cherung Ostsee 3 heute: Landgerichtsrat in Oldenburg Bock, Hans, Dr. geb. 7. 2. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Hamburg heute: Bundesrichter beim Bundesge- richtshof Bock, Werner geb. 10. 9. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Sankt Pölten heute: Amtsgerichtsrat in Oldenburg Bockhorn geb. 6. 10. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Berlin heute: Amtsgerichtsrat in Kiel Bockisch geb. 3. 8. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Kom- mandantur der 1. Flak-Division heute: Landgerichtsrat in Kiel Bödding früher: geb. 10. 10. 1904 Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Bielefeld heute: Landgerichtsdirektor in Münster Boehr, Dr. geb. 5. 12. 1900 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 346. Inf.-Division heute: Landgerichtsrat in Hannover Boenicke geb. 18. 8. 1907 früher: Amtsgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium, Abt. III, politische Strafsachen heute: Oberlandesgerichtsrat in Hamm 20.5, 1903 Ihrer, 1934 p37 Regie- heitspolize; ichtsrat in . 17, 6, 1905 unstein „30, 3, 1910 ndergericht sheim 27.8.1907 ichtsrat$i- Idenburg b. 7.2.1903 Sonderge- Bundesge- 10,9, 1903 n Sonderge- denburg 6. 10. 1905 ‚ndergerich! 2] b. 3. 8. 1904 i der Kom: >] 10, 10,19% n Sonderge* in Münster ann) 190 ei der 36 innovel ‚18.8: 1907 Nazi-Just” trafsache ‚in Ham! 129 Boes, Dr. geb. 13. 2. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Essen heute: Landgerichtsdirektor in Bochum Bogenrieder, Alfons, Dr. geb. 3. 10. 1900 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Stuttgart heute: Ministerialrat im Justizministe- rium Baden-Württemberg Böhm, Edgar, Dr. geb. 18. 1. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Leitmeritz(Litomerice) heute: Amtsgerichtsrat in Eschwege Bolley, Dr. geb. 27. 3. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hagen und Dortmund heute: Staatsanwalt in Essen Böllinghaus, Friedrich geb. 26. 3. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat beim Luftgau II, Warschau(Warszawa) heute: Oberlandesgerichtsrat in Düssel- dorf Bollmann, Alfred geb. 9. 9. 1905 früher: Oberkriegsgerichtsrat beim Feld- gericht des Führers der Seeluftstreitkräfte West heute: Erster Staatsanwalt in Lüneburg geb. 25. 9.1913 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Düsseldorf heute: Oberstaatsanwalt in Düsseldorf Bonnekamp, Dr. Bonnemann, Josef 10. 3. 1900 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Koblenz heute: Verwaltungsgerichtsdirektor bei der Bundesdisziplinarkammer in Frank- furt/Main Börner geb. 24. 11. 1906 früher: Amtgerichtsrat beim Sonder- gericht Frankfurt/Main heute: Amtsgerichtsrat in Hochheim Bordfeld, Ferdinand, Dr. geb. 3. 2. 1908 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 306. Inf.-Division heute: Oberamtsrichter in Königswinter Borgmann, Eberhard geb. 17. 3. 1911 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Ober- feldlkommandantur 399 heute: Staatsanwalt in Osnabrück Böttger, Dr. geb. 7. 7. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Jena heute: Amtsgerichtsrat in Nienburg Brandstetter, Elmar, Dr. geb. 16. 4. 1908 früher: Oberfeldrichter— Oberkom- mando des Heeres heute: Bundesdisziplinaranwalt beim Bundesdisziplinarhof Brandt geb. 1. 7. 1908 früher: Oberkriegsgerichtsrat heute: Amtsgerichtsrat in Hameln Brem, Walter geb. 13. 12. 1902 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Nürnberg-Fürth heute: Landgerichtsdirektor in Fürth Bretzfeld, Heinz früher: Kriegsgerichtsrat der Luftwaffe bei der Vollstreckungsabteilung der Feld- gerichte des kommandierenden Generals und Befehlshabers im Luftgau III, Berlin- Charlottenburg heute: Rechtsanwalt in Rotenburg Brinz, Arnold geb. 19. 6. 1901 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Feld- kommandantur 1019 heute: Amtsgerichtsrat in Miesbach Brumm geb. 7. 8. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Schwerin heute: Landgerichtsdirektor in Stade Brunsch geb. 29. 4. 1909 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Konitz(Chojnice) und Bromberg (Bydgoszcz) heute: Amtsgerichtsrat in Krefeld Bruntsch geb. 3. 3. 1909 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Freiberg und Referent für Hochver- ratssachen im Nazi-Justizministerium heute: Amtsgerichtsrat in Dortmund RN SAITIUTSESTRUEELTENTENT TEENS TE ETeTEESEeSeEEePETntcn Ten Terre EDER Tegszasnnssenen nme sen anne | EEE CH RER EEE EEE Buchholz, Herbert geb. 23. 11. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 156. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Trier Buck, Roland geb. 18. 6. 1903 früher: Marine-Oberstabsrichter Siche- rung Ostsee heute: Amtsgerichtsrat in Hamburg Bücklein, Georg geb. 23. 2. 1907 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht III München heute: Oberlandesgerichtsrat in Mün- chen Buhl, Hans, Dr. geb. 14. 1. 1907 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Danzig(Gdansk) heute: Amtsgerichtsdirektor in Ansbach Bühler, Hanns geb. 16. 5. 1900 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Stuttgart heute: Landgerichtsdirektor in Heilbronn Bujnoch, Leo, Dr. geb. 19. 5. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Troppau(Opava) heute: Amtsgerichtsrat in Kempten Bülow, Hennecke von, Dr. geb. 23. 4. 1908 früher: Oberstabsrichter bei der 32. und 72. Inf.-Division heute: Regierungsrat in der Strafanstalt Ziegenhain Büngener, Claus, Dr. geb. 29. 4. 1901 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Freiberg heute: Amtsgerichtsrat in Dortmund Burchardt geb. 9. 6. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Düsseldorf heute: Oberstaatsanwalt in Düsseldorf Bürger, Dr. geb. 20. 9. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Linz heute: Staatsanwalt in Wuppertal Buri geb. 4. 11. 1911 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium, Abt. III heute: Verwaltungsgerichtspräsident in Sigmaringen Busch, Dr. geb. 19. 6. 1900 früher: Landgerichtsrat beim Oberlan- desgericht Dresden, Senat für Hochverrats- sachen heute: Senatspräsident in Neustadt a.d. Weinstraße Bussert, Rudolf, Dr. geb. 22. 9. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 462. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Bielefeld Butz, Hans geb. 6. 1. 1906 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Kulmsee, 1933 Mitglied der NSDAP, Sachbearbeiter für„Rassen- und Familien- kunde“ in Kulmsee heute: Amtsgerichtsrat in Goslar Carmins, Erich, Dr. geb. 24. 8. 1906 früher: Landgerichtsrat in Krumau (Cesky Krumlow), Ermittlungsrichter des „Volksgerichtshofes” heute: Amtsgerichtsrat in Nürnberg Carstensen, Otto, Dr. geb. 11. 4. 1904 früher: Amtsgerichtsrat in Ratzeburg, 1931 NSDAP, Gauhauptstellenleiter, Leiter des Amtes für Rechtspolitik, stellv. Gau- rechtsamtsleiter, stellv. Gauführer heute: Oberlandesgerichtsrat in Schles- wig Chaluppa, Johannes geb. 29. 10. 1902 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Kattowitz(Katowice) heute: Arbeitsgerichtsrat in Köln Christ, Dr. geb. 18. 7. 1900 früher: Korpsrichter des Chefs der Mili- tärverwaltung Frankreich heute: Staatsanwalt in Braunschweig Clauditz, Rudolf geb. 20. 1. 1899 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der 461. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Hildes- heim Claussen, Kai geb. 1. 4. 1910 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Hamburg heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht Hamburg Clemens, Dr. geb. 27.1.1913 früher: Oberstabsrichter heute: Amtsgerichtsrat in Annweiler 1906 nder- DAP, ilien- 1. 1904 eburg, Leiter Gau- chles- D. 1902 onder- 7. 1900 ir Mili- eig 1.189 ei der Hildes- 4.1910 Bonder- landes- 1.1913 tler 131 Collani, Hans-Joachim von geb. 13. 3. 1909 früher: Marinekriegsgerichtsrat, Minen- suchverbände Ost heute: Landgerichtsrat in Lüneburg Collet, Josef geb. 23. 7. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Saarbrücken heute: Landgerichtsdirektor in Saar- brücken Cordier geb. 30. 7. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sonderge- richt Kassel heute: Oberstaatsanwalt in Frankfurt (Main), Leiter der Amtsanwaltschaft Coenen, Hans-Wolf, Dr. geb. 5. 11. 1907 früher: Oberfeldrichter bei der 16. und 31. Inf.-Division heute: Senatspräsident beim Landes- sozialgericht Stuttgart Creifelds, Karl, Dr. geb. 3. 4. 1907 früher: Kammergerichtsrat im Nazi- Justizministerium heute: Senatsrat für Justiz in Westberlin Cünnen geb. 12.11.1911 früher: Gerichtsassessor beim Sonder- gericht Köln heute: Staatsanwalt'in Köln Czesla geb. 1. 12. 1903 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Amtsgerichtsrat in Pünneberg Däubler, Helmut geb. 21. 1. 1904 früher: Oberlandesgerichtsrat im Nazi- Justizministerium Abt. VII heute: Senatspräsident in Stuttgart Dassler, Gerhard, Dr. geb. 8. 11. 1905 früher: Landgerichtsrat und Ankläger beim Sondergericht Dresden heute: Landgerichtsrat in Karlsruhe Damman, Marcus geb. 8. 3. 1914 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Hamburg heute: Oberlandesgerichtsrat in Ham- burg Dally geb. 14. 9. 1900 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Bromberg(Bydgoszcz) heute: Landgerichtsdirektor in Duisburg Dallinger, Dr. geb. Juli 1908 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium heute: Ministerialdirigent im Bundes- justizministerium Dede, Christian geb. 26. 8. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Weimar heute: Landgerichtsdirektor in Hannover Dehns, Eduard geb. 8. 8. 1908 früher: Kriegsgerichtsrat der Luftwaffe heute: Amtsgerichtsrat in Ahrensburg Depenbrock geb. 17. 12. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Bielefeld heute: Oberstaatsanwalt in Bielefeld Derks, Hermann, Dr. geb. 25. 8. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Würzburg heute: Landgerichtsdirektor in Augsburg und zum Ständigen Vertreter des Landge- richtspräsidenten bestellt Dettmar, Helmut, Dr. geb. 9. 11. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 180. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Cuxhaven Dewitz, von geb. 18. 10. 1907 früher: Kriegsgerichtsrat beim Luftgau III, Berlin heute: Amtsgerichtsrat in Köln Diderichs, Dr. geb. 17. 3. 1906 früher: Oberstabsrichter bei der 8. Pan- zer-Division heute: Staatsanwalt in Münster Dietrich, Dr. geb. 31. 5. 1900 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Kom- mandantur Berlin heute: Amtsgerichtsrat in Frankfurt/Main Dinckelacker, Helmut geb. 30. 11. 1906 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Stuttgart heute: Regierungsdirektor im Justiz- ministerium Baden-Württemberg Dittrich geb. 2. 8. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) heute: Amtsgerichtsrat in Gießen Dobisch, Rudolf, Dr. geb. 4. 8. 1904 früher: Regierungsrat in Königinhof (Dvür Krälove), Mitglied der SdP, seit 1938 SA-Hauptsturmführer heute: Verwaltungsgerichtsratin Münster Doerr, Dr. geb, 3. 11. 1902 früher: Oberamtsrichter beim Sonder- gericht Darmstadt heute: Landgerichtsdirektor in Darm- stadt Döge, Hans, Dr. geb. 29. 3. 1913 früher: Oberstabsrichter— 23. Armee- korps heute: Regierungsdirektor beim Bundes- disziplinarhof Döllen, August von geb. 17. 8. 1899 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 180. Division Bremen heute: Landgerichtsdirektor in Olden- burg Dölves, Heinrich geb. 28. 4. 1903 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Oberamtsrichter in Wuppertal Doms, Wilhelm, Dr. geb. 4. 6. 1911 früher: Oberstabsrichter bei der 36. Inf.-Division heute: Staatsanwalt in Freiburg/Br. geb. 1. 6. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Stuttgart heute: Oberstaatsanwalt in Stuttgart Dorer, Karl Dossmann, Georg, Dr. geb. 6. 12. 1906 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Straßburg(Strasbourg) heute: Landgerichtsrat in Mannheim Dreher, Dr. geb. April 1907 früher: Erster Staatsanwalt beim Son dergericht Innsbruck heute: Ministerialdirigent im Bundes- justizministerium Drews, Richard, Dr. geb. 29. 3. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder gericht Dresden heute: Landgerichtsrat in Hagen Drinkuth, Dr. geb. 5.1. 1897 früher: Feldkriegsgerichtsrat bei der Kommandantur Berlin heute: Rechtsanwalt in Bad Pyrmont Duhme geb. 4. 3. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Bielefeld heute: Oberstaatsanwalt in Münster Dümler, Ludwig geb, 4. 3. 1909 früher: Oberregierungsrat im Nazi- Justizministerium heute: Amtsgerichtsrat in Hassfurt Dürwanger, Karl geb. 23. 12. 1908 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Brünn(Brno) heute: Amtsgerichtsrat in Nürnberg Dyckmanns, Franz geb. 13. 6. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Kom- mandantur Kaiserslautern heute: Amtsgerichtsrat in Kaiserslau- tern Ebersberg geb. Juli 1911 früher: Erster Staatsanwalt im Nazi- Justizministerium heute: Ministerialrat im Bundesjustiz- ministerium Ebmeyer geb. 29. 12. 1906 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Bielefeld heute: Oberamtsrichter in Bielefeld Eckert, Herbert, Dr. geb. 15. 10. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 432. Inf.-Division heute: Staatsanwalt in Oldenburg Eder, Hugo, Dr. geb. 18. 4. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht München heute: Oberlandesgerichtsrat in München Ehlers, Ernst geb. 16. 10. 1909 früher: 1938 Leiter der Hauptabteilung 11/22 im Reichssicherheitshauptamt(Sicher- heitspolizei), 1940 Leiter der Staatspolizei- stelle in Liegnitz(Legnica), 1941 Beauftrag- ter des Chefs der Sicherheitspolizei für Bel- gien und Nordfrankreich heute: Verwaltungsgerichtsrat beim Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht . 1905 Kom- rslau- 111911 Nazi- justiz- 4. 1903 honder- lünchen 0.1909 teilung (Sicher- polizer uftrag- ür Bel- ht gericht Strasse der SA. Nr. 4 Teisfon Nr. 32923-7 Herrn Oberstaatsanwalt, en 0 mo in Teschen a: Betrifft: Standgerichtssache gegen Stanislaus Fi 5.4.1923 in Jaworzno. Vorgang; Dort. Aktz.: VRs. 502/43. Gegen den Strafgefangenen Stanislaus F 3 "hier ein Standgerichtsverfahren wegen Vorber Er hat hier Todesstrafe zu erwarten, \ Ich bitte, Figwer dem Stanidgerieht stelle Kattowitz zu überstellen und ihn ı ger Auschwit a: Verfügung zu über Fehr bitte ich tzuteilen. ind TAFEL 17 2256 ao. II Berlin, den 20. Okt. 1944. wi Betr.: Hptm. Boosfeld. == Ei Kae Aigen). ul Up sonen Aklıt ur,_ us #ie GenLt. Göhrum heute in Gegenwart von Major ölegmund vortrug, bittet er darum, den Hptm. Boosfeld, der die'-Werbung in Berlin auf die Beine gebracht hat und gute Terbindungen be- sitzt, etwa noch 3 Wochen in Berlin zu belassen, bevor er seine neue Dienststelle im Westen antritt. Bitte um Vorlage Erlassentwurf. 1.V Bewerbung um Verwendung in der Sicher- heitspolizei und im 5D für die kolonien. Namer Hoffmann Vorname; Max, geboren amt 9,.)1.07 in: Breslau Dienstrang:#-Sturmbannführer Pol.-Dienststellung: Regierungsrat Dienststelles Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD Bei Abordnung auch Heimat- dienststelle: Reichssicherheitshauptamt, Amt IV. ohnung(Ort, Strass@): Berlin-Zehlendorf, E i Planettastr. 4. Familienstand(led., verh., gesch.,verw.): verheiratet Kinder(Zahl, Alter):2 K,, 3 Jahre und 7 Jahre. 2 Schulbildung(Abschlussprüfung): Abitur, Berufsausbildung(vor Eintritt in lolizei oder Juristisches Studium, Gerichtsreferendar, Gerichtsassessor, Regierungsassessor, Polizeiliche Prüfungen:(auch Sonderausbildung) keine besonderen Prüfungen SD): Sprachkenntnisse(geläufig od.schulmässig): schulmässig: französisch, englisch, russisch, Technische Kenatnisse(Führerschein, Zeichnen, funktechn..Kenntnisse): Führerschein III.Klasse,(früher III b). pn “iohere dienstlich, dass ich die vorstehenden Fragen wahrheitsge- mäss beantwortet habe, (Eigenhändige Unterschrift) TAFEL 13 + u f® 9 KH h a: EEE ER NETTER SER ee } mag ualpunyp ra yayardaapagayg alpjmagz a BEITS sagaipulg sag ayayaagııgg 20 ayajyjıpritajjpeuagex: TAFEL 19 TTISTEN a-"ujnyattigep Aumuueusg angatag(U Trotzueyojie"Fap Sunmurzenz(3 "uo N TeFUnTgRaRg Im Sunasersg 3292) seunar}Flod(OITIEES o S- ZI8 i(jeraeFasejıXıJnT yone) 2488UTay4uoIg(p yuy IgeH'ıa'IUDBIAIs 181 Tnsrzeug zeures engen pun szerzr2g30@8p 3 sFTinTaudsınep Zean STeMuosE(0 TpuejeueTTTang Isar Amapıazg(q Oo| Tsme} 733 Trsustreusanetn gar et 7708 dYUsN nenne g geparz*y10A PUBFSUSFTLFUBZ ıy Smeuro,‘oweN(® Tusassuutsuosıeg°I sooL F*rıg="TER BesL'E’oL 2'VOH wo Pimxırg Ira Juuwule pe134susTq uesrzyaf ımz Bur” umz S *opX Feuo I?(ge) wz d II OPX taezrrodsPumupig ap Jsug IT EL N unten-———tnt Tape azaaq ur -+Tog’upıg 10p meyyedeup- satz zarung-"Tog pm—j uezeung up uy TesptrusTzusen “aoy* pP" Aug" p*r7 Dınaeszoy uszuopgeundefmzofdey uzzeg us) . u». .pu Ta= eBerzzuy uf *pe194 usjr USyoTIFe=TTod wazyr pueyoardezus yuszzun IP ur"Torupig Zap Zerunzzesug ep usfunznzeusg Zop NOFTFIOFS -ury yons szepuosegqsur*307 pusqadgun*Tog’upzo zep uedrzayaFuy ey TTa200Bqw jj-uozzyug 20p"pueßpteg zus aTp any yome aduezun eTTOA uf I7T1U0m10, enaTp gup*uszyuoziegm nz zaanzup pum marueT - 14 u8 GL2*Aq"i aTp zog FumtTereay Zeufos 204 357"TYITaO "USOsRT RZ Uaznıequfe pTun uogpngtuufon ur PumtfazgV-23WoLg-Fdygu7y ru ID MuazzeR xp eddnz;*pusdu Te; souya zazyung STE Bum pianıag*aog ans HELL*9*Bt was- zy/ccrau I(2) AU TIOPM-O= Zr6L tz) oA GUTE ums? 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ZSsusrpreruoToy ur aqey zeaungF -uuequıms sep BunpuemIs‘ sure uo259 sen'yuuewea sayoyu IYOFSUFH LOyOTTyoeF Lepo zayosTıeyrIru*zeyoTryrods *zeyoFt4regpunse?*zayoFTieggezeyd ur 357 FR"etiess 23eyrayD p JIaruwsaspunzun STe UT SPuVTosusscey UmPen ZIET’6°92 aA UTTIeG zUOTAeFpurT map snun r a9 ea A SıUorzePLspuos sep TTeLıin yUOInp I8T sı?uLyaFuy 1® ‘y FBJoUı TBxuBsıoHn eeorunıs “aTTe1InIeA BUBIUW Io, BOp ueysoy uen re pun gn3T 77 7. 56 um, eu® eyyoer 107 JnTIeı ORALTERO uepurennp ums!epoJ STE USTTRT TOIP UT opıwesuessey un?en u LEUOSIAIHASI TBUUTONREN ISUOTTIyWze? eTr PITa o3PeTye9uy IT ıyuuayıo zuseu AU5 ‘STTe4BurJ7wUneen L0p Ierwwequpunzzn STE zofay IP4TTA1SSFunETIEnr ze; Z07wweg 278 in* EN S,_"27 JTEREBBITRIT guy CT 204 Jun) 3Ayjüung; r 153*Ko veyzneg esıgursc ST" sywmuor guzesyoTrzeFpun Sy TaJIey JWIBIUOTIOFPUUT Ozepuoziy9I0oa 9TV sIewung"It ZONRELTPEITDTISFPURT UT ZITMSIIBN SIUDTASTIAFUB|AAAND SAP I3U3SIS1IS*T 192 aü ylsayı sep Punzyası @7 "So uUsSyanaf Ur ITB3SUBITaH 2aPp ur suoawu GeumousPTTer ı0p uw*Ey6T TfIdr*6 won Suntpuwuzeagdren I9P any ug Jay UTLI0E aUSTLe? uwT mrea TTT IMOrzeßzepung MW S6BT BARN*02 we uazoga®‘EG anwIlıszoyos IH Ste 8 u Ay xam TonpurusTusquıd uap“opuzyosusscwz us?on us9»3 SauoesTelie Jap ur sepnp*PIpPeT’uspipp= Brnquepunig enuujgetz ur IJWUTWIIS: °3g°= Purrıeg ur LI6T yanfıy'0T we weroge? zo, TouTueıTeuue 2“ep GayToA uayasına sap uaweN iyortnerııar (Er caL)zu sc erui T(IT1*Puor) as rzussay[ER 2° 1 na 24 TAFEL 22 *#I°p 203y3sdsurzrzenr *a7T*D 38104y0oTLIePeBeT.IK mo hmaynn "uegeFLean Fumzyosrog Byoeaz|-A'q'2 "-dwoy--e1g-n-geny ep oOpuswuoysPmPTpIegg wep ep.ıma eyorerT erd "3807 zun£o-FO wm PoL uUep 9411938 10727J770-uwg zT *310508 1848@41793.1n104 IeT - IO4WESgZTFMfIRITLEM IeyoTLIeYyoTI STB- ‘uesnayQufi1je]"aI'p 281e7yoTLIePeFerIg(2 - 10727550 IepussretT ete- L’A’Q’3-dwoy-sıg-n-qeny ep Iezung-duoy‘epusıyeg uuswzdnsg(1 ıIuUBIaBa PUSOGeHUy ‘4, PrmirezawusueduejodzuTnzepIeg‘ 3 T 039 XIIeg zoruousg Sp US PJUIJSEEPOL Iep FnzIToA uep Ioqf zz rıqyosıeper—H Be r6ı Frar"gı uep‘n-o AOETTAURGET RT ar MP SATTIS-BITY 9TTe4s-"uI*uuemIls4sQ*7Ta0 7 — HInJadıoa— aHoyadur 129'T :3P09 2129 Inung You uzuajppıa yyontzuemeg um earıo bo v2 zz . 245UB} I8U earu N oem enedsrrg HR u) Nogsbunyahaun u)"€ 1 er LIT 20 cvVoagag +7*TYaguausgusredrerzentog/*r an 31048 XTIad ueueJuejs?rerig uep u kn de SE Ei r/rıS-TraSCı 3 u!„ MN 0 295p[94 Pipypeısa vojadegunn 970 TEEN pmu9ors*zım EEE KHE HOUR 209 alu PD us3o0oH ISTZTIIOBJUOTISH pım*37 aha mo sAtrdg-edry*duoy’H*FTa swueyuoftasenH*ır30 AI/9ZT TE neg/*mT zarogerg*uydney ass mo 1PrYL WIE TUR + a. „ USyors.ImzurTe uUonseduspsug ufe‘aFTIyoTsgusq yoT, „"usqs3 nz spgrfsd Wep IOA Zuniusmag anz IFoyus? ‚9 ıra‘yor 84774‘squy Aepury pum erIfueg aeneH nz yor ed„ Z[03S Ue1BPIOS SEp AmıEIXIE *03U0238Q LUOTIEN Wep MA uoyds 10 sum‘'uSUOEMZII0M PUTeZ Mep IOA ZIUBUTT Y9mo 43T11TuUeJ ueujes‘3TeIeq Io 187*epımu UeJ0409 nzZEp ITEILWTITFRH orTp *35 STTeJ"UTepusanszem ezJuI3sensyzjuonz eufe UF@JELIISWEPOL orp*'zyoe medus Se Zureyds‘uepun.m ue31unje?me uep any suwyeu?untteors Oyyst Train+az mp Bu SATFäs-eITy"I/TOT(0) W eTteis--wr ameumineTıean uuvwre,)8 o Sumjyott 2 USTTBIT Ur x Byppgiaa qusßung yı ıD"wamgau nd Yogsdunpniaun ur di IT Fı9° NPRaß- 2090- qiat TAFEL 23 N ve 134VL *ı oyıs ZU6T zagorao"yz TOA zuemsuroano3tutauen BF zroxTeqaru an a1 om: ZJEIIS op JumyaszufeIaA amz’OA 19» 8$ gwuei on Ss Pi gs I® sep HU ıyuu uepyoydszue US woneu uoa eudes I pvp ur AgonITeuTT WONSTTTTopTaTsEN® (LS*S I*DOTEA) oy6T zenıqag*6T WOA zuaweu „ıaanoPTeLeund Wi qroyzeqszuortod oyosznop erp 1aan"OA ıap p uadaH z<$ mwo? or eqeuze croT FIMP*OL woA Irarın BEP u n 4 4 x 100 qua) ugopp an”, we dunjqusfasajdnog 77] v2 0997 ur by aaa ANBAU ee BE ne Fr ymufr— Ahr” Ay vd Aurdupl 09 vr N vr LUVETH - gy/gr SA Ir IR> Y ‚zokıuanz swY usage? eyouezu14S FIIR Be) vr vd (% Fi Q ur m An J 7 yr Fun Ayoriag ueyoeznod uFed yyaLıalzefag up f sep Uv A N uaßaß Y Bunqapliun Boyug *cr/962° sa np adpjjuagag EDPEITPEL TINTE 3 4 »Bıqupjj2aapg sang 1gnag znuung 78077 dum hl Ä\ kluakh: p m dm N (W“r6L zwmuup*y uop'nı) au srusuaugsAnogdTzTe@Un) sap Aunıar3ad u anıe m h I| / Eigenwillig, Georg geb. 18. 8. 1909 früher: Oberfeldrichter OKH heute: Ministerialrat im Bundesministe- rium für Verteidigung Eickhoff, Dr. geb. 14. 2. 1907 früher: Oberkriegsgerichtsrat beim Ober- kommando des Heeres heute: Ministerialrat im Justizministe- rium Nordrhein-Westfalen Eisenberg geb. 28. 12. 1909 früher: Feldkriegsgerichtsrat bei der 433. und 463. Inf.-Division Frankfurt/Oder heute: Amtsgerichtsrat in Lippstadt Eisenblätter geb. 5. 2. 1905 früher: Oberkriegsgerichtsrat beim 9. AOK, 1., 87. und 173. Division heute: Erster Staatsanwalt in Frankfurt/ Main Elsenheimer geb. Mai 1903 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Bamberg heute: Ministerialrat im Bundesjustiz- ministerium Enkhaus, Rudolf geb. 14. 6. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 168. Inf.-Division heute: Landgerichtsrat in Bückeburg Erbel, Otto geb. 31. 5. 1908 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Aachen heute: Bundesrichter beim Bundesge- richtshof Esser, Heinz geb. 20.1. 1904 früher: Erster Staatsanwalt in Leit- meritz(Litomerice) für politische Straf- sachen heute: Oberregierungsrat beim Straf- gefängnis und bei der Untersuchungshaft- anstalt Bochum Fäder, Bernhard geb. 3. 4. 1902 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Litzmannstadt(Lodz) heute: Amtsgerichtsrat in Westberlin- Tempelhof und-Kreuzberg Fähndrich geb. 23. 1. 1901 früher: Oberamtsrichter beim Sonder- gericht Kattowitz(Katowice) 9 Braunbuch heute: Hörde Amtsgerichtsrat in Dortmund- Fangmann, Arnold, Dr. geb. 30. 3. 1901 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der Oberfeldlkommandantur 570 Oberkom- mando des Heeres heute: Landgerichtspräsident in Olden- burg Fedder, Julius, Dr. geb. 27. 2. 1900 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Hamburg heute: Landgerichtsdirektor in Hamburg Felmy, Dr. geb. 16. 10. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Thorn(Torun) und Graudenz(Grudziadz), polnische Kriegsverbrecherliste Nr. 80/192 heute: Staatsanwalt in Oldenburg Filter geb. 30. 9. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat beim General der Luftwaffe in Nord-Norwegen heute: Amtsgerichtsrat in Lübeck Fink, Ludwig geb. 2. 9. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 407. Inf.-Division heute: Erster Staatsanwalt in Kempten geb. 1903 früher: Kammergerichtsrat im Nazi- Justizministerium heute: Ministerialrat im Bundesjustiz- ministerium Fleischmann, Dr. Fließbach, Wilhelm, Dr. geb. 4. 12. 1901 früher: Oberkriegsgerichtsrat beim Ober- kommando der Wehrmacht heute: Bundesrichter beim Bundesfinanz- hof geb. 17. 8. 1906 früher: Staatsanwalt in der Rechtsabtei- lung des Generalkommissariats in Minsk heute: Erster Staatsanwalt in Kaisers- lautern Foge, Wilhelm, Dr. geb. 12. 9. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Hamburg heute: Landgerichtsdirektor in Hamburg Framheim, Otto, Dr. Francke, Fritz geb. 11. 8. 1911 früher: SS-Unterscharführer, Rechtsbe- rater im SS-Sturm II/36, Amtsgerichtsrat in Danzig(Gdansk) heute: Oberlandesgerichtsrat in Nürn- berg-Fürth Frankenberg, Johannes geb. 7. 1. 1906 früher: Landgerichtsrat in Berlin; betei- ligt an„Rassenschande”-Urteilen heute: Amtsgerichtsrat in Münnerstadt Franz, Eugen, Dr. geb. 25. 12. 1905 früher: Oberkriegsgerichtsrat, Ober- feldrichter heute: Landgerichtsrat in Lübeck Fraustein, Dr. geb. 17. 7. 1901 früher: Erster Staatsanwalt beim Sonder- gericht Posen(Poznan) heute: Oberstaatsanwalt in Koblenz Freyberg, von, Dr. geb. 2. 5. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Dresden heute: Staatsanwalt in Frankfurt/Main Fricke, Andreas, Dr. geb. 10. 11. 1903 früher: Amtsgerichtsrat in Lobenstein, Ermittlungsrichter beim„Volksgerichtshof” heute: Landgerichtsrat in Braunschweig Friedrichs, Hans, Dr. geb. 19. 1, 1910 früher: Staatsanwalt beim Oberlandes- gericht Prag(Praha) heute: Oberstaatsanwalt in Köln Fröhlich, Hans, Dr. geb. 16. 6. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht München heute: Oberstaatsanwalt in München Frühbrodt, Hermann geb. 28. 8. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 401. Inf.-Division heute: Staatsanwalt in Göttingen Full, Werner geb. 6. 3. 1914 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen beim Oberlandesgericht München heute: Oberlandesgerichtsrat in Mün- chen Fürsen© 7geb2137371908 früher: Amtsgerichtsrat und Ankläger beim Sondergericht Kiel heute: Landgerichtsdirektor in Kiel Fürstenhagen, Heinz-Otto, Dr. geb. 30. 4. 1905 früher: Marine-Oberstabsrichter bei der 9. Sicherungs-Division heute: Landgerichtsdirektor in Hamburg Fuxius, Albert, Dr. geb. 25. 7. 1907 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Feld- kommandantur 812 heute: Oberamtsrichter in Köln Gabrysch, Dr. geb. 27. 9. 1904 früher: Staatsanwalt in Maribor, SS- Hauptsturmführer, jugoslawische Kriegsver- brecherliste: A 16-1066 heute: Landgerichtsdirektor in Hanno- ver, im Justizministerium Niedersachsen Ganser, Josef, Dr. geb. 17. 8. 1901 früher: Oberregierungsratim Nazi-Justiz- ministerium heute: Senatspräsident beim Bundes- patentgericht; April 1965 pensioniert Gärtner geb. 7. 3. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen heute: Erster Staatsanwalt in Essen Gatsche, Alfred geb. 1. 12. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 465. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Hanau Gauger, Wilhelm, Dr. geb. 16. 9. 1904 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Stuttgart heute: Oberstaatsanwalt in Tübingen Gayer, Franz, Dr. geb. 23. 3. 1905 früher:Kriegsgerichtsrat bei der 15. und 260. Inf.-Division heute: Obersozialgerichtsrat in Nürn- berg Geiger, Willi, Prof. Dr. geb. 22. 5. 1909 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Bamberg heute: Richter beim Bundesverfassungs- gericht 1904 ‚nder- jen . 1905 5, und Nüm- 1909 nder- sungs“ 135 Geis, Walter geb. 28. 3. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat, Kommandan- tur der Ersatz-Truppe 2-XVII, Linz heute: Erster Staatsanwalt in Gießen Geppert geb. 10. 7. 1900 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Leitmeritz(Litomerice) heute: Amtsgerichtsrat in Aachen Gerard, Martin, Dr. geb. 11. 8. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Mannheim heute: Oberlandesgerichtsrat in Karls- ruhe Geritz, Dr. geb. 19. 12. 1906 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Köln heute: Landgerichtsdirektor in Köln Gerlach, Dr. geb. 13. 2. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Oldenburg heute: Erster Oberstaatsanwalt in Olden- burg Gichtel, Hermann, Dr. geb. 12. 1. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht München heute: Oberstlandesgerichtsrat in Mün- chen Giese, Kurt geb. 16. 10. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 13. Luftwaffen-Felddivision heute: Landgerichtsrat in Lübeck Giesecke, Dr. geb. 3. 6. 1907 früher: Oberfeldrichter, LXVIII AK Grie- chenland heute: Landgerichtsdirektor in Frank- furt/Main Gille, Wolfgang, Dr. geb. 8. 11. 1901 früher: Feldkriegsgerichtsrat bei der 154. und 444. Inf.-Division heute: Bundesrichter beim Bundesdiszi- plinarhof geb. 11.10. 1913 früher: Oberstabsrichter bei der Kom- mandantur Berlin heute: Staatsanwalt in Detmold Glasenapp, von Gleine, Martin geb. 8. 9. 1900 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Brünn(Brno) heute: Amtsgerichtsrat in Stuttgart Gloge, Walter, Dr. geb. 18. 8. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Kom- mandantur Brescia I. 1016 heute: Amtgerichtsrat in Braunschweig Glund, Bruno geb. 13. 5. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Breslau(Wroclaw) heute: Landgerichtsdirektor in Kempten Glunz, Dr. geb. 4. 6. 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen heute: Staatsanwalt in Essen Göke, Dr. geb. 27. 6. 1907 früher: Staatanwalt beim Sondergericht Bielefeld heute: Oberstaatsanwalt in Hamm geb. 27. 9. 1905 früher: Staatsanwalt beim Oberlandes- gericht Kassel(Hochverratssachen) heute: Erster Staatsanwalt in Frankfurt/ Main Gonnermann, Dr. Gonnermann, Otto, Dr. geb. 15. 2. 1908 früher: 1935 Mitarbeiter der Geheimen Staatspolizei, Leiter des Polizeiverwaltungs- referates bei der Regierung in Bromberg (Bydgoszcz), 1943 Landrat in Bydgoszcz heute: Verwaltungsgerichtsdirektor in Darmstadt geb. 19. 6. 1908 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Kom- mandantur Danzig(Gdansk) heute: Amtsgerichtsrat in Gifhorn Goose, Helmut Gosewisch geb. 17. 5. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Kalisch(Kalisz) heute: Landgerichtsdirektor in Braun- schweig Gösser geb. 14. 10. 1909 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Posen(Poznan) heute: Oberamtsrichter in Düsseldorf m Graf, Ludwig, Dr. geb. 17. 2. 1903 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht München heute: Senatspräsident beim Obersten Landesgericht in München Gräser, Hans, Dr. geb. 10. 10. 1910 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium heute: Amtsgerichtsdirektor in Heidel- berg Greger, Hubertus geb. 4. 9. 1907 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 8. Jäger-Division heute: Amtsgerichtsrat in Kassel Grendel, Dr. geb. 14. 12. 1902 früher: Oberlandesgerichtsrat beim „Volksgerichtshof” heute: Oberlandesgerichtsrat in Celle Griffel, Anton, Dr. geb. 20. 4. 1903 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Bamberg heute: Oberstlandesgerichtsrat in Mün- chen Gröger, Karl geb. 20. 4. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) heute: Erster Staatsanwalt in Memmin- gen Grosch, Dr. geb. 6. 3. 1906 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Mainz heute: Landgerichtsrat in Frankenthal Groskopff, Herbert geb. 29. 12. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 190. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Olden- burg Grotewold, Heinrich geb. 28. 9. 1900 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 180., 190. und 84. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsdirektor in Soltau Groth, Erich, Dr. geb. 12. 3. 1904 früher: Staatsanwalt für Hochverrats- sachen beim Oberlandesgericht Hamburg heute: Staatsanwalt in Hamburg Grüb, Josef, Dr. geb. 18. 5. 1902 früher: Erster Staatsanwalt für politi- sche Strafsachen in Nürnberg heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht München Gruhl geb. 11. 5. 1900 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Kiel heute: Amtsgerichtsrat in Lübeck Grunau, Theodor, Dr. geb. 22. 12. 1902 früher: Oberstaatsanwalt beim Sonder- gericht Celle heute: Regierungsdirektor im Strafvoll- zugsamt Hamm Grunert, Friedrich geb. 12. 10. 1912 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 4. Pan- zer-Division heute: Amtsgerichtsrat in Kiel Grußdorf, Joachim geb. 31. 5. 1907 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 143. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Göttingen Gugler, Dr. geb. 28. 8. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) heute: Leitender Oberstaatsanwalt in Hamm Guntermann, Franz, Dr. geb. 20. 1. 1908 früher: Staatsanwalt und Vollstreckungs- leiter bei Hinrichtungen heute: Landgerichtsrat in München Günther, Karl geb. 4. 3. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hamburg heute: Landgerichtsrat in Hamburg Güntner, Hans, Dr. geb. 23. 4. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Eger(Cheb) heute: Landesarbeitsgerichtsdirektor in Tübingen Haase, Johannes, Dr. geb. 1. 5. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Zichenau(Ciechanow) heute: Staatsanwalt in Hildesheim Habben, Herbert geb. 30. 3. 1909 früher: Oberfeldrichter bei der 6. Inf.- Division Bielefeld heute: Staatsanwalt in Hannover Hachmeister, Karl, Dr. geb. 8.1. 1912 früher: SS-Führer und SS-Richter heute: Amtsgerichtsrat in Wolfsburg .1906 ericht lt in 1908 ungs- . 1906 ericht . 1906 ericht or in ‚1908 ericht „1909 „Inf. „912 137 Häfele, Dr. geb. 28. 11. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Frankfurt/Main heute: Landgerichtsdirektor in Frank- furt/Main Haferkorn, Dr. geb. 28. 4. 1903 früher: Oberlandesgerichtsrat beim Son- dergericht Dresden heute: Oberamtsrichter in Korbach Hagedorn, Richard geb. 1. 2. 1906 früher: Oberstkriegsgerichtsrat bei der 83. Inf.-Division heute: Oberstaatsanwalt in Hamburg Hagemann, Dr. geb. 9. 10. 1904 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Celle heute: Oberstaatsanwalt in Verden Hagemeister, Heinrich geb. 1. 2. 1906 früher: Kriegsgerichtsrat bei einem Armee-Oberkommando heute: Landgerichtsdirektor in Itzehoe Hagenbeck, Werner, Dr. geb. 29. 3. 1903 früher: Feldkriegsgerichtsrat bei der Feldkommandantur 606 heute: Amtsgerichtsrat in Düsseldorf Hagens, Hans von, Dr. geb. 10. 12. 1911 früher: Oberstabsrichter bei der Wehr- machts-Kommandantur Berlin und bei der 257. und 169. Inf.-Division heute: Landgerichtsrat in Verden/Aller Hagmann geb. 21. 6. 1907 früher: Assessor und Ankläger bei der I. Großen Strafkammer Dortmund; beteiligt an„Rassenschande“-Urteilen heute: Staatsanwalt in Bielefeld geb. 29. 3. 1908 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Litzmannstadt(Lodz) heute: Senatspräsident beim Bundes- gerichtshof Haidinger, Oskar, Dr. Haller, Walter, Dr. geb. 5. 1. 1909 früher: Staatanwalt beim Sondergericht Stuttgart heute: Amtsgerichtsdirektor in Waiblin- gen Hamackers, Dr. geb. 28. 11. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Kattowitz(Katowice) heute: Staatsanwalt in Wuppertal Hammer, Hermann, Dr. geb. 28. 8. 1906 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Stettin(Szczecin) heute: Oberamtsrichter in Stadthagen Hänert, Berthold geb. 5. 8. 1901 früher: Feldkriegsgerichtsrat bei der 14. und 174. Division heute: Landgerichtsdirektor in Bochum Hannemann, Erich geb. 28. 2. 1907 früher: Oberstabsrichter bei der 94. Di- vision AOK 1 heute: Staatsanwalt in Hamburg-Wands- bek Happe geb. 10. 10. 1899 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Prag(Praha) heute: Oberamtsrichter in Duisburg Harder, Herbert, Dr. geb. 28. 1. 1907 früher: Oberstabsrichter bei der 11. Divi- sion Allenstein heute: Amtsgerichtsrat in Hamburg Hardrath, Günter, Dr. geb. 17. 10. 1909 früher: Staatsanwalt im Nazi-Justizmini- sterium heute: Bundesrichter beim Bundesdiszi- plinarhof Härlein, Ernst, Dr. geb. 5. 1. 1901 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der 15. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Stuttgart Harms, Adolf geb. 2. 3. 1900 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Oldenburg heute: Landgerichtsdirektor in Olden- burg Harms, Alfred geb. 4. 9. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 19. Luft- waffen-Felddivision heute: Senatspräsident in Celle Hartinger, Josef geb. 14. 9. 1893 früher: Kriegsgerichtsrat, Höheres Kom- mando LX heute: Staatssekretär im Bayrischen Justizministerium Hartmeyer, Dr. geb. 18. 5. 1912 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Essen heute: Landgerichtsdirektor in Essen Hartke, Ernst geb. 12. 7. 1906 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Kom- mandantur Groß-Paris heute: Oberamtsrichter in Wetter a.d. Ruhr Heegener geb. 31. 12. 1906 früher: Amtsgerichtsrat beim„Volksge- richtshof“(Hochverrat) heute: Amtsgerichtsrat in Salzkotten Heerhaber, Wilhelm geb. 23. 1. 1903 früher: Feldkriegsgerichtsrat bei der Wehrmachts-Kommandantur Berlin heute: Oberamtsrichter in Tecklenburg Heinemann, Friedrich, Dr. geb. 9. 6. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 371. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Kassel Heinke, Erhard geb. 13. 3. 1913 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) heute: Landgerichtsdirektor in Nürnberg- Fürth Heinrichs geb. 13. 5. 1904 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Mainz heute: Erster Staatsanwalt in Darmstadt Henke, Alfred geb. 13. 10. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 190. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Osna- brück Henneke, Kurt geb. 12. 7. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Prag(Praha) heute: Senatspräsident beim Landes- sozialgericht Celle Hennig, Dr. geb. 1. 8. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Leipzig heute: Amtsgerichtsrat in Plettenberg Hensel, Ernst geb. 22. 12. 1911 früher: Oberstabsrichter bei der 9. Pan- zer-Division heute: Staatsanwalt in Braunschweig Henseling, Dr. geb. 10.1. 1913 früher: Amtsgerichtsrat beim Oberlan- desgericht Kassel(politische Strafsachen) heute: Landgerichtsdirektor in Kassel Herbert, Karl geb. 28. 2. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Kom- mandantur Aachen heute: Senatspräsident beim Oberlan- desgericht Koblenz Herder, Erwin, Dr. geb. 8. 11. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Hamburg heute: Landgerichtsrat in Hamburg Hergt, Albert, Dr. geb. 13.1. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Frankfurt/Main heute: Amtsgerichtsrat in Wiesbaden Herrnreiter, Ferdinand, Dr. geb. 8.3. 1907 früher: Staatsanwalt beim„Volksge- richtshof” heute: Landgerichtsdirektor in Augsburg Herting, Dr. geb. 25. 7. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Dessau heute: Staatsanwalt in Koblenz Herzog, Dr. geb. 24. 5. 1910 früher: Kriegsgerichtsrat beim Miltär- Bezirk B/SW Frankreich(Südfrankreich) und Lissa(Leszno) heute: Amtsgerichtsrat in Osnabrück Herzog, Josef, Dr. geb. April 1903 früher: Erster Staatsanwalt beim Ober- landesgericht Prag(Praha) heute: Ministerialrat im Bundesjustiz- ministerium Herzing, Wilhelm geb. 6. 1. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Würzburg heute: Oberamtsrichter in Bad Neustadt/ Saale Hey, Hubert geb. 10. 6. 1901 früher: Kriegsgerichtsrat beim Ober- kommando der Wehrmacht heute: Leitender Ministerialrat im Justiz- ministerium Nordrhein-Westfalen Heyde, Waldemar geb. 12. 6. 1908 früher: Feldkriegsgerichtsrat bei der 404. Division Dresden und der 171. Division heute: Landgerichtsdirektor in Stuttgart Heyer, Kurt, Dr. geb. 7. 6. 1908 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Staatsanwalt in Braunschweig Heyne, Heinz geb. 7. 5. 1903 früher: Richter beim Sondergericht Radom heute: gericht Senatsrat beim Bundespatent- Hezel, Friedrich, Dr. geb. 12. 2. 1912 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium heute: Oberlandesgerichtsrat in Stutt- gart Hildebrand geb. 4. 7. 1903 früher: Erster Staatsanwalt für politi- sche Strafsachen in Lübeck heute: Oberstaatsanwalt in Lübeck Hildebrandt, Hans-Ulrich, Dr. geb. 7. 1. 1909 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Stettin(Szezecin) heute: Amtsgerichtsrat Castrop-Rauxel Hille geb. 4. 3. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hannover heute: Oberstaatsanwalt in Detmold Hillenkamp, Ulrich geb. 5.4.1912 früher: Kriegsgerichtsrat beim AOK 17 heute: Rechtsanwalt in Viersen geb. 29. 11.1909 früher: Kriegsgerichtsrat beim Oberkom- mando des Heeres heute: Oberstaatsanwalt in Stuttgart Hillmann, Arno Hillrichs geb. 21. 5. 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Oldenburg heute: Landgerichtsrat in Osnabrück Hirmer, Hans, Dr. geb. 31. 1. 1909 früher. Landgerichtsrat beim Sonderge- richt München heute: Amtsgerichtsrat in München Hirschbrich, Georg geb. 18. 9. 1902 früher: Feldkriegsgerichtsrat beim Ober- kommando des Heeres/HR heute: Oberamtsrichter in Freising Hodes, Fritz, Dr. geb. 6. 2. 1908 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 26. und 36. Inf.-Division, Mitarbeiter der Nazi-Zeit- schrift für Wehrrecht heute: Oberlandesgerichtsrat in Frank- furt/Main Höfer, Gerhard geb. 6. 2. 1911 früher: Kriegsgerichtsrat(Ankläger bei der 388. Feldausbildungs-Division) heute: Landgerichtsdirektor in West- berlin Höfer, Gerhard, Dr. geb. 26. 8. 1901 früher: Feldkriegsgerichtsrat beim Ober- baustab 17 heute: Amtsgerichtsrat in Hannover Höffler, Dr. geb. 16. 2. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Berlin heute: Erster Staatsanwalt in Bremen Hoffmann, Walter geb. 3. 6. 1909 früher: Oberstabsrichter bei der 34. Di- vision Koblenz heute: Staatsanwalt in Mainz Hoffrichter, Otto geb. 1. 6. 1906 früher: Oberstabsrichter bei der 246. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Waldshut Höher, Dr. geb. 9. 5. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Aachen und beim„Volksgerichtshof“ heute: Staatsanwalt in Köln Höhn, Rudolf, Dr. geb. 13. 10. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Würzburg heute: Landgerichtsrat in Würzburg geb. 20. 12. 1907 Holl, Bernd, Dr. früher: Oberfeldrichter heute: Regierungsdirektor Gefangenen- lager Oberems und Haftanstalt Bielefeld Holstein, Heinz geb. 2. 4. 1913 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt in Jena heute: Landgerichtsrat in Stuttgart Holtzheimer, Dr. geb. 8. 2. 1908 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Königsberg(Kaliningrad) heute: Amtsgerichtsdirektor in Herz- berg/Harz Holz, Waldemar, Dr. geb. 5. 11. 1904 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Bielitz(Bielsko) heute: Amtsgerichtsdirektorin Geislingen Holzki, Alfred geb. 27. 11. 1911 früher: Kriegsgerichtsrat der 11. und 12. Division Allenstein heute: Amtsgerichtsrat in Kronach Hönneckes, Dr. geb. 31. 5. 1910 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 20. Di- vision Hamburg heute: Oberverwaltungsgerichtsrat in Münster Hoof, Dr. geb. 12. 4. 1899 früher: Kammergerichtsrat im Nazi- Justizministerium heute: Ministerialrat im Hessischen Ju- stizministerium Hornig, Erich geb. 29. 12. 1901 früher: Kammergerichtsrat im Nazi- Justizministerium, Abt. VI heute: Ministerialdirigent im Justizmini- sterium Niedersachsen Hübener, Ulrich geb. 15. 12. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Schwerin heute: Landgerichtsrat in Hamburg Huber geb. 7. 5. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Dortmund heute: Landgerichtsdirektor in Bielefeld Hubernagel geb. 8. 2. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Radom und Leitmeritz(Litomerice) heute: Oberstaatsanwalt in Düsseldorf Hübner, Fritz geb. 21. 5. 1900 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der Wehrmachts-Kommandantur Berlin heute: Landgerichtsdirektor in Westberlin Hückstädt, Dr. geb. 31. 1. 1902 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Kiel heute: Landgerichtsdirektor in Kiel Hülle, Werner, Dr. geb. 30. 4. 1903 früher: Oberstrichter heute: Oberlandesgerichtspräsident in Oldenburg Humbert, Dr. geb. 7. 1. 1908 früher: Staatsanwalt bei den Sonderge- richten Frankfurt/Oder, Litzmannstadt (Lodz) und Berlin heute: Staatsanwalt in Lübeck Hunger, Horst geb. 4. 5. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 463. Inf.-Division heute: Bundesrichter beim Bundessozial- gericht Hüntemann, Dr. geb. 3. 1. 1904 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen beim Oberlandesgericht Hamm heute: Oberstaatsanwalt in Bochum Hüpers, Dr. geb. 29. 10. 1904 früher: Staatsanwalt bei den Sonderge- richten Hohensalza(Inowraclaw) und Beu- then(Bytom) heute: Erster Staatsanwalt in Oldenburg Huyke, Wilhelm, Dr. geb. 5. 9. 1900 früher: Oberstabsrichter, Fester Platz Borrissow heute: Oberlandesgerichtsrat in Olden- burg Imme, Arnold geb. 18. 1. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Berlin heute: Oberstaatsanwalt beim Kammer- gericht Westberlin Indra, Rudolf, Dr. geb. 10. 3. 1901 früher: Amtsgerichtsrat in Freiwaldau (Fryvaldov), Ermittlungsrichter des„Volks- gerichtshofes” heute: Landgerichtsrat in Gießen Itzen geb. 4. 5. 1908 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Oldenburg heute: Amtsgerichtsrat in Wilhelmshaven Jacobs, Werner, Dr. geb. 19. 5. 1907 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 428. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsdirektor in Karlsruhe Jaeger, Helmut geb. 20. 6. 1901 früher: Staatsanwaltschaftsrat beim „Volksgerichtshof” heute: Oberlandesgerichtsrat in München 1908 orge- aven 1907 48. ruhe 1901 beim chen 141 Jagow, von geb. 14. 2. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Kiel heute: Landgerichtspräsident in Lübeck Jahn, Günter, Dr. geb. 7. 9. 1901 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Ober- feldkommandantur 397 heute: Amtsgerichtsdirektor in Lüneburg Jakob, Hermann geb. 4. 10. 1906 früher: Seit 15. Juli 1932 Mitglied der SS, in der er als Oberscharführer wirkte; Rechtsberater einer SS-Standarte heute: Landgerichtsrat in Augsburg Jakubassa, Paul, Dr. geb. 15. 2. 1900 früher: Oberfeldrichter bei der 5. Pan- zer-Division und der 432. Division heute: Verwaltungsgerichtsdirektor in Arnsberg Jancke geb. 27. 6. 1907 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Posen(Poznan) heute: Amtsgerichtsrat in Herford Janischowsky, Dr. geb. 13. 8. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Oppeln(Opole) heute: Amtsgerichtsrat in Hannover Japes, Dr. geb. 10. 1. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen heute: Oberstaatsanwalt in Siegen Jarzina, Ludwig geb. 11. 2. 1902 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht I Berlin heute: Amtsgerichtsdirektorin Hechingen Jenniches, August geb. 7. 9. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Nürnberg heute: Landgerichtsdirektor in Nürnberg Jeremias, Hans-Georg, Dr. geb. 13. 2. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat, Kommando rückwärtige Dienste 584 heute: Senatspräsident in Celle Jessenberger, Dr. geb. 13. 12. 1905 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Zichenau(Ciechanow) heute: vVerwaltungsgerichtsdirektor in Neustadt a. d. Weinstraße John, Helmut geb. 7. 5. 1906 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Ober- feldlkommandantur 582 heute: Oberlandesgerichtsrat in Hamm Johnn, Felix von geb. 27. 6. 1903 früher: Marine-Oberkriegsgerichtsrat h eute: Landessozialgerichtsrat in Schles- wig Juncker geb. 3. 2. 1907 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Posen(Poznan) heute: Amtsgerichtsrat in Diez Jung, Hans geb. 11. 7. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Brünn(Brno) heute: Staatsanwalt in Siegen Jung, Herbert, Dr. geb. 22. 5. 1903 früher: Oberlandesgerichtsrat beim Son- dergericht Kassel heute: Oberlandesgerichtsrat in Frank- furt/Main Junghanss-Konopka, Herbert geb. 20.6.1902 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt I Posen(Poznan) heute: Amtsgerichtsrat in Ballingen Jungmann, Dr. geb. 21. 5. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Posen(Poznan) heute: Staatsanwalt in Essen Jürgens, Ulrich geb. 15. 7. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 174. Division Hannover heute: Amtsgerichtsrat in Lüdenscheid Kammer, Erich, Dr. geb. 9. 6. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht für Lothringen in Sulzbach heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht in Saarbrücken Kannengießer, Heinz geb. 9. 10. 1907 früher: Marine-Oberkriegsgerichtsrat heute: Amtsgerichtsrat in Bremerhaven Karow, Karl geb. 13. 8. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Kom- mandantur Berlin heute: Erster Staatsanwalt in Hanau Karpen, Werner, Dr. früher Karpinski geb. 2. 10. 1909 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen in Danzig(Gdansk) heute: Oberstaatsanwalt in Hagen Karrasch geb. 16. 11. 1911 früher: Oberstabsrichter bei der 8. und 14. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Oberhausen Kaulbach, Günter geb. 26. 5. 1904 früher: Kammergerichtsrat im Nazi- Justizministerium heute: Vizepräsident des Oberlandesge- richts Karlsruhe und Mitglied des 1. Senats des Obersten Rückerstattungsgerichts in Ra- statt Kaune, Bernhard, Dr. geb. 12.10. 1906 früher: Oberfeldrichter der 1. Panzer- Division heute: Senatspräsident beim Landes- sozialgericht Stuttgart Kayser, Alexander geb. 16. 4. 1903 früher: Kriegsgerichtsrat beim Ober- kommando der Wehrmacht— WR heute: Senatspräsident in Celle Keidel, Theodor geb. 9. 12. 1902 früher: Oberstaatsanwalt für politische Strafsachen beim Oberlandesgericht in Mün- chenI heute: Oberlandesgerichtsrat in München Keil, Werner, Dr. geb. 1. 7. 1900 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Kom- mandantur Berlin heute: Landesgerichtsdirektor in Bielefeld Keisel, Heinrich geb. 24. 9. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht München heute: Oberstaatsanwalt in München Keller, Otfried geb. 28. 4. 1911 früher: Oberstabsrat bei der 26. Division Köln heute: Landgerichtspräsident in Marburg Kemper, Dr. geb. 22. 9. 1913 früher: Richter beim Sondergericht Aachen heute: Verwaltungsgerichtsdirektor in Koblenz, Kammer Trier Keppel, Otto geb. 1. 12. 1908 früher: Oberfeldrichter bei der 12., 32. und 218. Inf.-Division heute: Staatsanwalt in Darmstadt Kessel geb. 21. 8. 1908 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Aachen heute: Oberlandesgerichtsrat in Köln Kettnacker, Hans geb. 17. 7. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 465. Inf.-Division heute: Oberamtsrichter in Stuttgart Keutgen geb. 12. 6. 1912 früher: Richter beim Sondergericht Aachen heute: Landgerichtsdirektor in Aachen Keyser, Dr. geb. 26. 5. 1904 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen beim Oberlandesgericht Dresden heute: Erster Staatsanwalt in Kassel Kieckbuch, Günther geb. 6. 11. 1909 früher: Hauptsturmführer der Waffen- SS, Anklagevertreter und Vorsitzender bei einem SS- und Polizeigericht, Sachbearbeiter in Strafvollstreckungs- und Gnadensachen beim Hauptamt SS-Gericht heute: Justizrat in Philippsburg Kieler, Herbert, Dr. geb. 18. 1. 1905 früher: Oberamtsrichter beim Sonderge- richt Oppeln(Opole) heute: Sozialgerichtsrat in Münster Kinnen, Peter geb. 22. 5. 1902 früher: Oberstabsrichter bei der 102. und 526. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Solingen Klatz, Hans, Dr. geb. 13. 3. 1914 früher: Landgerichtsrat für politische Strafsachen in Eger(Cheb) heute: Landgerichtsrat in Weiden Klein, Karl geb. 27. 8. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 156. Inf.-Division heute: Bundesrichter beim Bundesverwal- tungsgericht Kleinknecht, Otto geb. 12. 6. 1901 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Stuttgart heute: Oberamtsrichter in Marbach 143 Kleiß, Bruno geb. 8. 2. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Oberstaatsanwalt in Oldenburg Klemp, Max, Dr. geb. 7. 12. 1897 früher: Oberkriegsgerichtsrat, Komman- deur des Versorgungsbezirks Mitte und der Sicherungs-Division 285 heute: Landgerichtsrat in Stade Klenner, Willibald geb. 19. 6. 1908 früher: Oberstabsrichter in Norwegen heute: Landgerichtsdirektor in Stuttgart Klier, Walter, Dr. geb. 17. 7. 1908 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen in Leitmeritz(Litomerice) heute: Amtsgerichtsrat in Regensburg Knackstedt, Karl geb. 11. 1. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 158. Division heute: Landgerichtsdirektor in Braun- schweig. Knippenberg, Dr. geb. 13. 4. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Dortmund heute: Oberstaatsanwalt in Münster Knobloch, Gottfried geb. 17. 10. 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Kattowitz(Katowice) heute: Erster Staatsanwalt in Frankfurt/ Main Knop, Walter geb. 17. 8. 1906 früher: Oberlandesgerichtsrat Braun- schweig, seit 1926 NSDAP, Mitglied des Reichstages des„Dritten Reiches”, Oberstes Parteigericht heute: Amtsgerichtsrat in Seesen Knossalla, Dr. geb. 5. 8. 1902 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) heute: Landgerichtsdirektor in Wies- baden Kobel, Otto geb. 13. 6. 1912 früher: Oberstabsrichter bei der 156. Inf.-Division heute: Landgerichtsrat in Hamburg Koch, Adalbert geb. 14. 10. 1910 früher: Oberstabsrichter bei der 61. und 141. Inf.-Division heute: Rechtsanwalt in Bünde/Westfalen Koebel, Ulrich, Dr. geb. 19. 6. 1901 früher: Amtsgerichtsrat, Senat für Hoch- verratssachen Stuttgart heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht Stuttgart Köhne, Hans geb. 18. 10. 1902 früher: Staatsanwalt in Dortmund; be- teiligt an Willkürurteilen gegen Juden heute: Staatsanwalt in Bielefeld Kolb, Erich geb. 25. 12. 1902 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Kalisch(Kalisz) heute; Regierungsdirektor; Leiter der Strafanstalt Westberlin-Tegel Kolb, Karl, Dr. geb. 12.1. 1903 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Kalisch(Kalisz) heute: Staatsanwalt in Würzburg König, Fritz geb. 27. 8. 1905 früher: Kriegsgerithtsrat bei der 173. und 271. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Braunschweig Kori, Manfred geb. 24. 1. 1906 früher: Amtsgerichtsrat und Ankläger beim Sondergericht in Leoben heute: Landgerichtsrat in Nürnberg Kornhuber, Dr. geb. 15. 10. 1900 früher: Landgerichtsdirektor beim Son- dergericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Oberlandesgerichtsrat in Schles- wig Kraemer, Dr. geb. 18. 9. 1901 früher: Staatsanwalt beim„Volksge- richtshof” heute: Oberstaatsanwalt in Köln Krah, Bernhard geb. 9. 7. 1912 früher: Gerichtsoffizier beim Standge- gericht der Artillerie Abt. 75 heute: Landgerichtsrat in Bonn Krapp, Philipp, Dr. geb. 7. 8. 1906 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Mährisch Ostrau(Moravska Ostrava) heute: Oberlandesgerichtsrat in Bamberg Krautwig, Carl, Dr. geb. 5. 11. 1904 früher: Oberfeldrichter bei der 20. Pan- zer-Division heute: Staatssekretär im Ministerium für gesamtdeutsche Fragen Krebs, Heinrich, Dr. geb. 6. 1. 1910 früher: Amtsgerichtsrat beim Senat für Hochverratssachen Stuttgart heute: Bundesrichter beim Bundessozial- gericht Krekel, Adolf früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Kattowitz(Katowice) heute: Rechtsanwalt in Köln-Klettenberg Kreß, Gustav, Dr. geb. 17. 9. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 413. Inf.-Division heute: Oberamtsrichter in Schwabach Kristl, Karl, Dr. geb. 1. 7. 1910 früher: Gerichtsassessor in der politi- schen Strafkammer beim Landgericht Eger (Cheb) heute: Landgerichtsdirektor in Nürnberg- Fürth Krohn, Hans-Martin geb. 18. 1. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht Schleswig Krüger, Ulrich geb. 24. 12. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Frankfurt/Main heute: Oberstaatsanwalt in Frankfurt/ Main, ständiger Vertreter des Generalstaats- anwaltes Krüger, Walter geb. 23. 11. 1905 früher: Oberfeldrichter heute: Amtsgerichtsdirektor in Lübeck Kruss, Dr. geb. 12. 8. 1902 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium, Abt. III, politische Strafsachen heute: Landgerichtsdirektor in Krefeld Kuhlmann, Fritz, Dr. geb. 5. 11. 1905 früher: Oberfeldrichter bei der 6. Divi- sion Bielefeld heute: Landgerichtsdirektor in Bielefeld Kuhn, Horst geb. 16. 1. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Erster Staatsanwalt in Frankfurt/ Main Kühn geb. 10. 9. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Köln heute: Landgerichtsdirektor in Köln Kühn, Fritz, Dr. geb. 13. 3. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Nürnberg heute: Oberstaatsanwalt in Nürnberg- Fürth Kuhnert geb. 4. 5. 1910 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Aachen heute: Oberstaatsanwalt in Essen Kuhr, Erich geb. 8. 8. 1910 früher: Oberstabsrichter bei der Grenz- kommandantur Wedel heute: Staatsanwalt in Gießen Kulemann, Johannes, Dr. geb. 7. 2. 1899 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Feld- kommandantur 560 heute: Amtsgerichtsrat in Hamburg Kümmel, Fritz geb. 5. 6. 1908 früher: Oberstabsrichter bei der 227. Inf.-Division heute: Staatsanwalt in Mönchen-Glad- bach Kummer geb. 4. 8. 1900 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Hagen heute: Amtsgerichtsrat in Bielefeld Künnecke, Erich geb. 18. 2. 1906 früher: Feldkriegsgerichtsrat bei der 190. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Lüneburg Kurtze, Helmut geb. 7. 7. 1907 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium heute: Landgerichtsdirektor in West- berlin Kurze, Paul geb. 14. 11. 1901 früher: Kammergerichtsrat im Nazi- Justizministerium, Werwolf, SA-Sturmführer heute: Sozialgerichtsrat in Braunschweig Küster geb. 26. 1. 1901 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Aachen heute: Amtsgerichtsrat in Düren Kutschmann, Dr. geb. 10. 1. 1908 früher: Staatsanwalt im Nazi-Justizmini- sterium, Abt. III, politische Strafsachen heute: Oberlandesgerichtsrat in Celle 99 145 Lampen, Dr. geb. 22. 12. 1905 früher: Heeresrichter bei der 82, Inf.- Division heute: Amtsgerichtsrat in Lingen Lange, Hans-Ulrich geb. 27. 2. 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Troppau(Opava) heute: Bundesrichter beim Bundesdiszi- plinarhof Landwehr, Wilhelm geb. 1. 7. 1903 früher: Oberkriegsgerichtsrat heute: Oberstaatsanwalt in Hannover Last, Hans geb. 29. 4. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Ober- feldkommandantur 670 heute: Amtsgerichtsrat in Ansbach Laube geb. 5. 5. 1908 früher: Staatsanwalt im Nazi-Justiz- ministerium, Abt. IV, politische Strafsachen heute: Senatspräsident in Hamm Laudes geb. 15. 4. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Wuppertal heute: Amtsgerichtsrat in Solingen Lefringhausen, Paul geb. 8. 10. 1900 früher: Kriegsgerichtsrat beim Feldluft- gau XXVI heute: Oberlandesgerichtsrat in Düssel- dorf Lehnhoff geb. 31. 7. 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Danzig(Gdansk) heute: Oberstaatsanwalt in Düsseldorf Leick, Waldemar geb. 25. 1. 1900 früher: Referent b. Gen.-Kdo. Ukraine heute: Vizepräsident beim Oberverwal- tung$gericht in Schleswig-Holstein Leiterer, Richard, Dr. geb. 8. 2. 1902 früher: Leiter der Gestapo-Leitstelle Magdeburg, SS-Obersturmführer im Sicher- heitsdienst der Reichsleitung der NSDAP heute: Verwaltungsgerichtsrat beim Schleswig-HolsteinischenVerwaltungsgericht Lell, Heinz, Günter, Dr. geb. 1. 8. 1904 früher: Staatsanwalt beim„Volksge- richtshof” heute: Oberstaatsanwalt in Westberlin Lenski, Konrad, Dr. geb. 13. 6. 1901 früher: Kriegsgerichtsrat beim Reichs- kriegsgericht und Feldkriegsgericht 6 heute: Landgerichtsdirektor in Lüneburg Lerch, Christoph, Dr. geb. 2. 3. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 464. Inf.-Division heute: Oberamtsrichter in Duderstadt Leverenz, Bernhard, Dr. geb. 15. 2. 1909 früher: Marine-Oberstabsrichter heute: Justizminister in Schleswig-Hol- stein Liebau, Dr. geb. 15. 11. 1905 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Posen(Poznan), Sachbearbeiter für Sondergerichte im Nazi-Justizministerium heute: Oberamtsrichter in Seesen Liebich geb. 5. 8. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Kattowitz(Katowice) heute: Staatsanwalt in Kaiserslautern Lind, Helmut, Dr. früher: Oberstabsrichter heute: Sozialgerichtsrat in Gießen geb. 1. 12. 1913 Lindemann geb. 23. 6. 1900 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Dortmund heute: Oberlandesgerichtsrat in Hamm Lindscheid geb. 7. 12. 1908 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Dortmund heute: Amtsgerichtsrat in Hagen Linsenhoff, Karl geb. 22. 9. 1901 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei dem Panzer-Armee-Oberkommando 4 heute: Landgerichtsrat in Oldenburg Lipps, Herbert, Dr. geb. 30. 7. 1911 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Posen(Poznan) heute: Amtsgerichtsrat in Weiden Littek, Richard geb. 5. 11. 1901 früher: Oberstabsrichter bei der 291. Inf.-Division, Oberkommando des Heeres/ HR heute: Amtsgerichtsdirektor in Hamburg Löde, Helmut, Dr. geb. 14. 9. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Dessau heute: Staatsanwalt in Hannover Lohner, Otto, Dr. geb. 23. 7. 1912 früher: Oberstabsrichter, Sonderaufträge heute: Rechtsanwalt in Mayen Lohrey, Heinrich geb. 13. 9. 1909 früher: Amtgerichtsrat beim Sonderge- richt Mannheim heute: Landgerichtsdirektor in Mannheim Löllke, Ernst geb. 19. 7. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Rostock heute: Staatsanwalt in Hamburg Looft, Walter geb. 14. 11. 1905 früher: 1938-1940 Mitarbeiter des „Reichskommissars” in Wien, 1941 Mitarbei- ter des„Reichsstatthalters” in Poznan, 1943 Mitarbeiter der Privatkanzlei Hitlers heute: Verwaltungsgerichtsdirektor beim Schleswig-HolsteinischenVerwaltungsgericht Lörtz, Johann geb. 23. 3. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 344. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Heidel- berg Lorenz, Hans-Helmut, Dr. geb. 18. 4. 1913 früher: Kriegsrichter bei der Komman- dantur Berlin heute: Rechtsanwalt in Hamburg-Wands- bek Lorenzen, Dr. geb. 14. 2. 1909 früher: Amtsgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium, Abt. III heute: Oberlandesgerichtsrat in Schles- wig Lösch, Dr. geb. 12. 2. 1905 früher: Amtsgerichtsrat und Ankläger beim Sondergericht Weimar heute: Amtsgerichtsrat in Zeven Lösch, Alwin geb. 12. 2. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 339. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsdirektor in Offenbach Löscher, Otto, Dr. geb. 15. 6. 1910 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium, Abt. III heute: Bundesrichter beim Bundesge- richtshof Lüders, Dr. geb. 27. 3. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Braunschweig heute: Oberlandesgerichtsrat in Braun- schweig Lüning geb. 18. 9. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Celle heute: Oberlandesgerichtsrat in Celle Ludolph, Dr. geb. 21. 4. 1904 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Danzig(Gdansk) heute: Staatsanwalt in Braunschweig Ludwig, Heinz geb. 12. 11. 1905 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt II Hohensalza(Inowraclaw) heute: Amtsgerichtsrat in Stuttgart-Bad Cannstadt Luther, Dr. geb. 26. 2. 1909 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Frankfurt/Main heute: Landgerichtsrat in Limburg Mahlke, Karl geb. 5. 4. 1899 früher: Feldkriegsgerichtsrat heute: Amtsgerichtsrat in Ratzeburg Maisenhälder, Alois, Dr. geb. 18. 8. 1910 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Stuttgart heute: Oberlandesgerichtsrat in Stuttgart Malessa, Johannes geb. 25. 5. 1911 früher: Oberstabsrichter bei der 76. Inf.- Division heute: Landessozialgerichtsrat in Schles- wig Manchot, Karl, Dr. geb. 25. 3. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht München heute: Landgerichtsdirektor in München Manske, Erich geb. 31. 8. 1906 früher: Amtsgerichtsrat für politische Strafsachen im Nazi-Justizministerium heute: Landgerichtsdirektor in Westberlin cht 147 Martens, Hans-Hermann, Dr. geb. 24. 2. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Division z.b.V.411 heute: Senatspräsident beim Landes- sozialgericht Celle Martens, Jakob geb. 7. 5. 1905 früher: 1932 NSDAP, Vorsitzender eines NSDAP-Kreisgerichts, Ortsgruppenleiter der NSDAP, 1938 Hilfsreferent im Nazi-Innen- ministerium, 1940 Kriegsverwaltungsrat beim OKH in Holland heute: Verwaltungsgerichtsdirektor beim Schleswig-HolsteinischenVerwaltungsgericht Martens, Kurt geb. 3. 4. 1910 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Kiel heute: Landgerichtsdirektor in Kiel Martin geb. 6. 2. 1906 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Jena und Weimar heute: Amtsgerichtsdirektor in Bitburg Marx, Gerhard, Dr. geb. 16. 12. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sonderge- richt Aachen heute: Amtsgerichtsdirektor in Esch- weiler Mäth geb. 23. 5. 1911 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Zichenau(Ciechanow) heute: Amtsgerichtsdirektor in Kiel Mattern, Friedrich, Dr. geb. 6. 11. 1908 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Brünn(Brno) heute: Bundesrichter beim Bundesge- richtshof Matthiessen geb. 10. 12. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Posen(Poznan) heute: Staatsanwalt in Kiel Mayer, Josef, Dr. geb. 25. 6. 1905 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Nürnberg heute: Landgerichtsdirektor in Nürnberg Mayer, Karl Bernhard geb. 28. 5. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Darmstadt heute: Staatsanwalt in Gießen Meier-Branecke, Dr. geb. 4. 7. 1900 früher: Oberstkriegsgerichtsrat, Oberst- richter heute: Senatspräsident beim Oberlan- desgericht Braunschweig Meinardus, Dr. geb. 28. 5. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Koblenz heute: Erster Staatsanwalt in Trier Meiser, Fritz früher: Marinehilfsrichter heute: Regierungsdirektor im Bayrischen Justizministerium geb. 1.1. 1914 Mende, Gerhard geb. 20. 6. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Breslau(Wroclaw) heute: Landgerichtsdirektor in Arnsberg Menger, Georg, Dr. geb. 12. 8. 1903 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 413. Inf.-Division heute: Oberamtsrichter in Mellrichstadt Mellwitz, Artur geb. 19. 2. 1909 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Naumburg heute: Bundesrichter beim Bundessozial- gericht Mennecke geb. 1.1. 1901 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Zweibrücken heute: Landgerichtsrat in Landau Merz, Helmut, Dr. geb. 10. 9. 1911 früher: Staatsanwalt in Landau/Pfalz, SS-Hauptsturmführer heute: Oberlandesgerichtsrat in Neu- stadt a. d. Weinstraße Metten, Dr. geb. 16. 4. 1902 früher: Reichsanwalt für politische Straf- sachen beim Reichsgericht heute: Oberstaatsanwalt in Essen Metz, Dr. geb. 22. 12. 1908 früher: Staatsanwalt im Nazi-Justiz- ministerium, Abt. III, Politische Strafsachen heute: Oberlandesgerichtsrat in Neu- stadt a. d. Weinstraße Meusel geb. 30. 7. 1900 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Breslau(Wroclaw) heute: Landgerichtsdirektor in Göttingen Meusel, Gotthold, Dr. geb. 23. 4. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat in Hirschberg/ Riesengebirge heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht in Nürnberg Mewes, Günther, Dr. geb. 6. 12. 1908 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der 2. und 29. Panzer-Division heute: Landgerichtsrat in Marburg Mey, Werner geb. 20. 12. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat, Oberstabs- richter beim Oberkommando des Heeres Süd heute: Senatspräsident beim Oberlan- desgericht in Bremen Meyer, Friedrich geb. 17. 8. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Erfurt heute: Oberstaatsanwalt in Münster Meyer, Hans geb. 25. 5. 1904 früher: Feldkriegsgerichtsrat, 1932 Mit- glied der NSDAP, Politischer Leiter heute: Landgerichtsdirektor in Braun- schweig Meyer-Hentschel, Gerhard, Dr. geb. 9. 9. 1911 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Divi- sion 409 heute: Präsident des Oberverwaltungs- gerichts in Koblenz und Mitglied des Verfas- sungsgerichtshofes Rheinland-Pfalz Meynen geb. 21. 8. 1898 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Kiel heute:Oberlandesgerichtsrat in Schles- wig Mezger, Hans-Robert geb. 22. 7. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 293. Inf.-Division heute: Bundesrichter beim Bundesge- richtshof Misera, Alfons, Dr. geb. 6. 12. 1900 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Berlin heute: Obersozialgerichtsrat Augsburg Mittelbach, Dr. geb. 19. 9. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Berlin heute: Oberlandesgerichtsrat in Köln geb. 30. 10. 1908 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen in Kattowitz(Katowice) heute: Staatsanwalt in Mönchen-Glad- bach Moeker, Dr. Möhl, Wolfgang, Dr. geb. 23. 5. 1905 früher: Landgerichtsdirektor beim Son- dergericht Leslau(Wloclawek) heute: Oberstaatsanwalt beim Obersten Landgericht in München Mohns geb. 7. 6. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Berlin heute: Oberstaatsanwalt in Celle Mollenhauer geb. 14. 9. 1905 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Landgerichtsrat in Hannover Möller, Wilhelm geb. 19. 8. 1904 früher: Oberfeldrichter beim Panzer- AOKI heute: Oberamtsrichter in Oldenburg Morschbach, Dr. geb. 3. 5. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Köln heute: Oberstaatsanwalt in Mainz Mugler, Hans, Dr. geb. 3. 11. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 320. Inf.-Division heute: Oberstlandesgerichtsrat in Mün- chen Mühlenfels, Willy von geb. 27. 9. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Mannheim und Karlsruhe heute: Landgerichtspräsident in Baden- Baden Mühlhaus, Hermann, Dr. geb. 8. 3. 1903 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 264. Inf.-Division heute: Oberstlandesgerichtsrat in Mün- chen Müller, Helmut, Dr. geb. 18. 12. 1906 früher: 1939-1942 Oberregierungsrat, zuletzt ständiger Vertreter des Polizeipräsi- denten in Gdansk, 1942 SS-Sturmbannfüh- rer, Polizeipräsident in Gdynia heute: Verwaltungsgerichtsrat beim Schleswig-Holsteinischen Verwaltungs- gericht 149 Müller, Kurt geb. 19. 8. 1905 früher: Oberstabsrichter bei der 6., 196., 70., 463. und 172. Division, Kommandantur Berlin heute: Landgerichtsdirektor in Hagen Müller, Robert geb. 26. 5. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Freiburg heute: Amtsgerichtsdirektor in Freiburg Müller, Walter, Dr. geb. 21. 10. 1901 früher: Oberstkriegsgerichtsrat in Frank- reich heute: Landgerichtsdirektor in Stuttgart Münich, Alfred, Dr. geb. 2. 9. 1906 früher: Feldkriegsgerichtsrat; seit 1933 Mitglied der NSDAP; 1937 beim„Volks- gerichtshof”, an vielen Urteilen gegen Anti- faschisten mitbeteiligt heute: Senatspräsident am Oberlandes- gericht in München Münstermann, Wolfgang, Dr. geb. 1898 früher: Vorsitzender des Sondergerichts Berlin und Richter beim„Volksgerichtshof“ heute: Rechtsanwalt in Celle Müntinga, Dr. geb. 4. 8. 1907 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Kiel heute: Oberamtsrichter in Bad Seege- berg Munzinger, Dr. geb. 9. 8. 1909 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Mannheim heute: Regierungspräsident von Nord- baden Nagel, Hellmuth, Dr. geb. 28. 5. 1906 früher: Oberfeldrichter bei der 62. Inf.- Division heute: Oberlandesgerichtsrat in Mün- chen Nappe, Dr. geb. 26. 11. 1908 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Amtsgerichtsrat in Kiel Nebel, Dr. geb. 20. 9. 1904 früher: Oberfeldrichter bei der Kom- mandantur Mailand heute: Senatspräsident beim Oberlan- desgericht Düsseldorf 18 Braunbuch Neidhard, Friedrich geb. 7. 9. 1907 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Straßburg(Strasbourg) heute: Regierungsdirektor im Justiz- ministerium Baden-Württemberg Nellessen, Dr. geb. 28. 11. 1900 früher: Oberstaatsanwalt beim Sonder- gericht Bielitz(Bielsko) heute: Oberstaatsanwalt in Aachen Neumaier, Alois, Dr. geb. 17. 6. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht München heute: Oberstlandesgerichtsrat in Mün- chen Neuroth, Hans-Heinrich geb. 19. 11. 1908 früher: Oberfeldrichter bei der Kom- mandantur Berlin heute: Amtsgerichtsrat in Schlüchtern Nickels, Peter, Dr. geb. 17. 3. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hamburg heute: Amtsgerichtsdirektor in Hamburg Niemer geb. 30. 1. 1902 früher: Erster Staatsanwalt für poli- tische Strafsachen in Hamm heute: Erster Staatsanwalt in Hannover Niese, Hans geb. 18. 4. 1911 früher: Kriegsrichter bei der 30. Divi- sion Lübeck heute: Leitender Oberstaatsanwalt in Krefeld Nieuhoff geb. 5. 10. 1900 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Hannover heute: Amtsgerichtsrat in Hannover Nissen, Rudolf früher: Kriegsgerichtsrat heute: Landgerichtsdirektor in Hamburg geb. 19. 6. 1911 Nix, Josef geb. 30. 4. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Divi- sion 409 heute: Landgerichtsdirektor in Mainz, ständiger Vertreter des Landgerichtspräsi- denten Noack geb. 12. 10. 1898 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Litzmannstadt(Lodz) heute: Amtsgerichtsrat in Schleswig Normann, Hans-Henning von geb. 23. 2. 1903 früher: Ministerialrat beim„Reichsmar- schall”, Beauftragter für den„Vierjahres- plan”, Göring; Leiter des Referats 2, u. a. „Judensachen“ heute: Bundesanwalt beim Bundesver- waltungsgericht Nössler, Kuno, Dr. geb. 27. 10. 1904 früher: Oberstabsrichter beim Zentral- gericht des Heeres Berlin-Charlottenburg heute: Oberamtsrichter in Aachen Nürnberger, Dr. geb. 7. 7.1912 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Magdeburg heute: Verwaltungsgerichtsdirektor in Arnsberg Nüsslein, Franz, Dr. geb. 12. 10. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Prag(Praha) heute: Generalkonsul in Barcelona Oberländer, Alexander, Dr. geb. 17. 5. 1906 früher: Militärverwaltungsoberrat, Gau- hauptstellenleiter Thüringen heute: Verwaltungsgerichtsrat in Hanno- ver Ocker, Hermann geb. 17. 7. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 71. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Hildes- heim Oellrich, Walter, Dr. geb. 3. 3. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hamburg heute: Landgerichtsdirektor in Hamburg Oeser, Richard, Dr. geb. 15. 10. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht München heute: Oberstaatsanwalt in München Oesterreich geb. 20. 10. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Breslau(Wroclaw) heute: Erster Staatsanwalt in Kassel Ohm, Dr. geb. 4. 5. 1903 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Hannover heute: Oberlandesgerichtsrat in Celle Oldenburg geb. 4. 1. 1901 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Prenzlau heute: Amtsgerichtsrat in Bielefeld Oligmüller geb. 15. 5. 1912 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen heute: Landgerichtsdirektor in Essen Oppenheuser, Walter geb. 15. 12. 1904 früher: Feldkriegsgerichtsrat heute: Landessozialgerichtsrat beim Lan- dessozialgericht Saarland Oppe, Dr. geb. 2. 9. 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Oppeln(Opole) heute: Erster Staatsanwalt in Duisburg Ortmann, Hans geb. 10. 4. 1903 früher: Oberstabsrichter bei der 526. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Duisburg Orzechowski, Dr. geb. 16. 6. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) heute: Oberstaatsanwalt in Köln Otter, Dr. geb. 7.1. 1903 früher: Heeresrichter bei der Standort- Kommandantur 192 heute: Oberstaatsanwalt in Celle Ottersbach geb. 10. 6. 1912 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Kattowitz(Katowice) heute: bis Frühjahr 1965 Staatsanwalt in Lüneburg Oskierski, Wilhelm geb. 7. 8. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 428. Division z. b.V. heute: Landgerichtsrat in Krefeld Ostermeier, Robert, Dr. geb. 29. 5. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Nürnberg-Fürth heute: Landgerichtsdirektor in Nürn- berg-Fürth Passauer, Hans geb. 25. 5. 1909 früher: Oberstabsrichter bei der 12. Di- vision Schwerin heute: Staatsanwalt in Itzehoe 1901 1904 richt 1903 dort- 1912 ericht alt in ‚1904 428, ‚1903 nder- Nürn- „1909 12. Di- 151 Päth, Gerd, Dr. geb. 23. 8. 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hamburg heute: Amtsgerichtsrat in Hamburg Pecher, Otto, Dr. geb. 29. 4. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Cottbus heute: Bundesrichter beim Bundesarbeits- gericht Petersen, Harro, Dr. geb. 22. 4. 1912 früher: Staatsanwalt für politische Strafsachen in Kattowitz(Katowice) heute: Landgerichtsdirektor in Flens- burg Petzke, Hans, Dr. geb. 30. 7. 1901 früher: Oberkriegsgerichtsrat heute: Oberstaatsanwalt in Nürnberg Pfenningsdorf geb. 27. 4. 1908 früher: Amtsgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium, Sondergerichtssachen Ostge- biete heute: Landgerichtsrat in Bonn Pfleiderer geb. 2. 2. 1912 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Prag(Prah2) und Brünn(Brno) heute: Erster Staatsanwalt beim Ober- landesgericht Celle Philippi, Walter geb. 8. 12. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat, Oberstabs- richter der 176. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Dortmund Pichon geb. 5. 2. 1903 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Frankfurt/Oder- heute: Landgerichtsrat in Osnabrück Piesker geb. 24. 5. 1904 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Celle und Hannover heute: Oberlandesgerichtsrat in Celle Pingel geb. 18. 5. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Kiel heute: Staatsanwalt in Kiel Pippert geb. 24. 5. 1904 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Wien heute: Oberstaatsanwalt in Dortmund Plock, Gerhard, Dr. geb. 17. 2. 1913 früher: Oberstabsrichter bei der 52., 166. Inf.-Division und der 20. Panzer-Division Pz. AOK3 heute: Rechtsanwalt und Notar in Dil- lenburg Plonner, Hermann geb. 1. 3. 1907 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Bielitz(Bielsko) heute: Oberlandesgerichtsrat in Mün- chen Plönnies, Rudolf, Dr. geb. 8. 9. 1908 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Brünn(Brno) heute: Amtsgerichtsrat in Itzehoe Poddey, Traugott geb. 5. 10. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Halle heute: Senatspräsident beim Landes- sozialgericht Stuttgart Poersch, Lothar, Dr. geb. 14. 10. 1906 früher: Oberfeldrichter bei der 24. Inf.- Division heute: Amtsgerichtsdirektor in Selb Pöhlmann, Heinrich geb. 31. 8. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Saarbrücken heute: Landgerichtsdirektor in Bayreuth Poos, Dr. geb. 13. 1. 1904 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Celle heute: Amtsgerichtsrat in Hannover Poppelbaum, Helmut geb. 22. 10. 1903 früher: Kriegsgerichtsrat beim Ober- kommando des Heeres und bei der 6. Divi- sion Bielefeld heute: Landgerichtsdirektor in Lüneburg Pöschla, Dr. geb. 25. 3. 1900 früher: Kriegsgerichtsrat der Luftwaffe heute: Erster Staatsanwalt in Wuppertal Preiser, Dr. geb. 23. 8. 1898 früher: Landgerichtsdirektor im Nazi- Justizministerium, Abt.IV, Ref.-Leiter für politische Strafsachen heute: Oberlandesgerichtsrat in Braun- schweig Priedigkeit, Georg geb. 29. 3. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Schneidemühl(Pila) heute: Arbeitsgerichtsrat in Hagen Pröhl geb. 14. 10. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Magdeburg heute: Landgerichtsrat in Frankfurt/ Main Prüfer, Hans geb. 5. 11. 1903 früher: Amtsgerichtsrat und Ankläger beim Sondergericht Freiburg heute: Oberjustizrat in Mülheim Quack geb. 7. 7. 1910 früher: Oberstabsrichter bei der 17., 18. und 213. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Gießen Raab, Dr. geb. 5. 1. 1910 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Prag(Praha) heute: Landgerichtsrat in Kleve Raabe geb. 19. 6. 1898 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 209. Inf.-Division heute: Oberamtsrichter in Uslar Rabenau, von geb. 12. 3. 1913 früher: Oberstabsrichter bei der 3. und 17. Panzer-Division heute: Landgerichtsrat in Düsseldorf Raeder geb. 18. 8. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Düsseldorf heute: Leitender Oberstaatsanwalt in Köln Rahn, Dietrich, Dr. geb. 14. 4. 1914 früher: Feldkriegsgerichtsrat bei der 463. Inf.-Division heute: Oberstaatsanwalt in Frankfurt/ Main Ral, Dr. geb. 3. 8. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht München heute: Verwaltungsgerichtsdirektor in München Randebrock geb. 22. 1. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Landgericht Essen(„Rassensachen”) heute: Landgerichtsdirektor in Koblenz Raschik, Dr. geb. 30. 3. 1906 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Mährisch-Schönberg(Sumperk) heute: Oberlandesgerichtsrat in Frank- furt/Main Rathmayer, Otto geb. 15. 12. 1905 früher: Amtsgerichtsrat; Ankläger beim „Volksgerichtshof” heute: Landgerichtsrat in Landshut Rathske geb. 16. 9. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Düsseldorf heute: Staatsanwalt in Koblenz Rausch, Dr. geb. 14. 9. 1909 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Magdeburg heute: Oberlandesgerichtsrat in Celle Rebmann, Dr. geb. 13. 5. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Berlin heute: Oberstaatsanwalt in Düsseldorf Reckmann, Hans, Dr. geb. 21. 6. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 526. Inf.-Division heute: Oberamtsrat in Goch Regis, Dr. geb. 6. 1. 1904 früher: Oberlandesgerichtsrat in Jena, Standrichter heute: Landgerichtsrat in Bielefeld Rehbock, Dr. geb. 2. 9. 1898 früher: Kammergerichtsrat beim Son- dergericht Berlin heute: Landgerichtsdirektor in Kiel Reichelt, Dr. geb. 20. 1. 1904 früher: Staatsanwalt beim„Volksge- richtshof” heute: Erster Staatsanwalt beim Ober- landesgericht Koblenz Reil, Theodor geb. 20. 6. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 404. Inf.-Division heute: Landessozialgerichtsrat in Stutt- gart Rein, Dr. geb. 6. 8. 1901 früher: Oberstaatsanwalt beim Sonder- gericht Dortmund heute: Senatspräsident in Hamm 153 Reiners, Friedrich, Dr. geb. 25. 3. 1904 früher: Heeresrichter beim Zentral-Ge- richt des Heeres Berlin-Charlottenburg heute: Oberlandesgerichtsrat in Ham- burg Rempe, Dr. geb. 24. 4. 1902 früher: Oberlandesgerichtsrat im Nazi- Justizministerium, Abt. III heute: Oberlandesgerichtspräsident in Hamm Renatus, Heinrich geb. 21. 10. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat und Oberstabs- richter bei der 464. Inf.-Division heute: Landessozialgerichtsrat in Mün- chen Retsch, Georg geb. 2. 2. 1901 früher: Oberstabsrichter bei der 1. Pan- zer-Division heute: Oberstlandesgerichtsrat in Mün- chen Reubold, Hans, Dr. geb. 29. 9. 1900 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht München heute: Landgerichtspräsident in Nürn- berg-Fürth Reusch, Dr. geb. 23. 10. 1902 früher: Oberstrichter beim Oberkom- mando des Heeres heute: Senatspräsident beim Oberlan- desgericht Frankfurt/Main Reuter, Rudolf, Dr. geb. 12. 6. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Prag(Praha), Kriegsverbrecherliste der ESSR: A 38-87 heute: Leitender Oberstaatsanwalt in Wuppertal Rheinen, Fritz, Dr. geb. 14. 6. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 176. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Duisburg Rhode, Werner geb. 1. 2. 1913 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Prag(Praha), Kriegsverbrecherliste der CSSR Nr. A 38-88 heute: Regierungsdirektor im Justiz- ministerium Schleswig-Holstein geb. 12. 4. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Stuttgart Rimelin, Renatus, Dr. heute: Oberlandesgerichtsrat in Stutt- gart Rittinger, Josef, Dr. geb. 10. 3. 1906 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 17. Armee, Passau heute: Oberamtsrichter in Eichstädt Richert geb. 18. 12. 1898 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Elbing(Elblag) heute: Amtsgerichtsrat in Flensburg Rieder geb. 11. 3. 1903 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der Wehrmachts-Kommandantur Berlin heute: Landgerichtspräsident in Zwei- brücken(Siehe Tafel 30) Riemann, Kurt geb. 17. 7. 1913 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Landgerichtsdirektor in Hannover Riepenhausen, Ernst geb. 23. 8. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Leslau(Wloclawek); polnische Kriegsverbrecherliste heute: Oberlandesgerichtsrat in Bam- berg Rietmeyer, Dr. geb. 10. 1. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Köln heute: Oberamtsrichter in Lindlar Rochlitz, Viktor, Dr. geb. 16. 3. 1914 früher: Gerichtsassessor, Ankläger beim Sondergericht Straßburg(Strasbourg) heute: Landgerichtsrat in Heidelberg Rodominski, Herbert geb. 15. 11. 1912 früher: Richter beim Sondergericht Hamburg heute: Amtsgerichtsrat in Hamburg-Har- burg Roemer geb. August 1902 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht München heute: Ministerialdirektor im Bundes- justizministerium Roesler, Dr. geb. 18. 6. 1903 früher: Oberlandesgerichtsrat für poli- tische Strafsachen in Posen(Poznan) heute: Oberverwaltungsgerichtsrat in Münster Rogalla, Hans geb. 24. 2. 1901 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Stettin(Szczecin) heute: Erster Staatsanwalt in Verden , Rogge geb. 15. 8. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Kiel heute: Landgerichtsdirektor in Flens- burg Roggenkamp, Kurt, Dr. geb. 31. 10. 1906 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 384. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsdirektor in Hamburg- Blankenese Romatzek, Wilhelm geb. 18. 12. 1905 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Amtsgerichtsrat in Königshofen im Grabfeld Römer geb. 29. 3. 1914 früher: Ankläger beim Sondergericht Wuppertal heute: Ministerialrat im Justizministe- rium Nordrhein-Westfalen Ronke, Maximilian, Prof. Dr. geb. 27. 11. 1904 früher: Oberlandesgerichtsrat beim Son- dergericht Prag(Praha) heute: Landgerichtsdirektor in Würz- burg Rosendahl geb. 7. 4. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Thorn(Torun) heute: Staatsanwalt in Münster Rosga, Ernst geb. 21. 3. 1901 früher: Kriegsgerichtsrat, Oberfeldkom- mandantur 548 heute: Kammergerichtsrat in Westberlin Ross geb. 31. 5. 1908 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium heute: Amtsgerichtsrat in Düsseldorf Rössiger geb. 9. 10. 1911 früher: Divisionsrichter heute: Oberamtsrichter in Vlotho Rostock, Heinrich geb. 22. 7. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 409. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Eschwege Rothe, Gerhard, Dr. geb. 29. 8. 1906 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Naumburg heute: Bundesrichter beim Bundes- gerichtshof Ruepprecht, Hans-Ulrich, Freiherr von, Dr. geb. 9.7.1911 früher: Landgerichtsrat in Ravensburg, Ermittlungsrichter des„Volksgerichtshofes” heute: Oberlandesgerichtsrat in Stutt- gart Ruff, Wilhelm geb. 11. 9. 1912 früher: Oberstabsrichter bei der 9. Inf.- Division heute: Amtsgerichtsrat in Stuttgart Saage, Dr. geb. Juli 1907 früher: Kammergerichtsrat im Nazi- Justizministerium heute: mMinisterialdirektor im Bundes- justizministerium Sand, Hermann geb. 1. 7. 1907 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht München heute: Oberlandesgerichtsrat in Mün- chen Sandrock, Dr. geb. 18. 2. 1902 früher: Landgerichtsrat und Staatsan- walt für politische Strafsachen beim Reichs- gericht heute: Oberlandesgerichtsrat Frankfurt/ Main Sauer, Valentin geb. 27. 12. 1901 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 409. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Marburg Sauter, Philipp geb. 6. 7. 1903 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 362. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Eberbach/ Karlsruhe Schade, Hans, Dr. Dr. geb. 10. 9. 1901 früher: Kammergerichtsrat im Nazi- Justizministerium heute: Senatspräsident beim Bundes- patentgericht 94 109, 155 Schäfer, Karl, Dr. geb. 11. 12. 1899 früher: Oberlandesgerichtsrat im Nazi- Justizministerium, Abt. III heute: Senatspräsident in Frankfurt/ Main Schafheutle, Josef, Dr. geb. März 1904 früher: Landgerichtsdirektor im Nazi- Justizministerium heute: Ministerialdirektor im Bundes- justizministerium Schäper, Theodor geb. 6. 11. 1901 früher: Erster Staatsanwalt beim Son- dergericht Brünn(Brno) heute: Oberstaatsanwalt in Bochum Schattenberg, Ulrich, Dr. geb. 11. 2. 1906 früher: Marine-Oberstkriegsgerichtsrat, nach eigenen Angaben an Fahrten der faschistischen Kriegsmarine nach Spanien teilgenommen, um die Faschisten mit Waf- fen, Munition und Lebensmitteln zu versor- gen heute: Erster Staatsanwalt in Lübeck Schicht, Wolfgang, Dr. geb. 10. 10. 1908 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Erster Staatsanwalt in Stuttgart Schiedt, Robert, Dr. geb. 1. 9. 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht München heute: Oberlandesgerichtsrat in München Schiffner geb. 23.7. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Elbing(Elblag) heute: Staatsanwalt in Lüneburg Schikowsky, Dr. geb. 16. 9. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Amtsgerichtsrat in Peine Schilgen, Walter, Dr. geb. 28. 6. 1900 früher: Oberlandesgerichtsrat in politi- schen Strafsachen in Kattowitz(Katowice) heute: Bundesrichter beim Bundesarbeits- gericht Schlaefke, Wilhelm geb. 2. 3. 1902 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der 12. Inf.-Division heute: Staatsanwalt in Hamburg Schlichting, Erich, Dr. geb. 12. 5. 1897 früher: Oberkriegsgerichtsrat beim Reichskriegsgericht und bei der Standort- kommandantur in Sofia heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht in Schleswig Schlinke, Kurt geb. 19. 12. 1899 früher: Amtsgerichtsrat in Zörbig, Ge- richtsoffizier des Wehrmachts-Gefängnisses Torgau heute: Amtsgerichtsrat in Hildesheim Schauergans geb. 15. 12. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Aachen heute: Amtsgerichtsrat in Aachen Scheer, Willy geb. 29. 11. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 213. Sicherungs-Division heute: Amtsgerichtsrat in Celle Scherer, Werner, Dr. früher: Kriegsgerichtsrat OKW heute: Bundesrichter Schlegelberger, Hartwig, Dr. geb. 9. 11. 1913 früher: Marine-Oberstabsrichter heute: Innenminister in Schleswig-Hol- stein(Siehe Tafel 30) Schlüter, Erich, Dr. geb. 29. 5. 1903 früher: Oberkriegsgerichtsrat beim Ober- kommando des Heeres/HR heute: Landgerichtspräsident in Ansbach Schmidt, Kurt geb. 23. 9. 1904 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Hohensalza(Inowraclaw) heute: Amtsgerichtsrat in Hoya Schmitt, Josef, Dr. geb. 22. 8. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Ober- feldlkommandantur 672 heute: Amtsgerichtsrat in Dachau Schmitt, Walter geb. 13. 7. 1905 früher: Armeerichter der 1. Gebirgsdivi- sion München, der 7. und 467. Division München, der Armee-Abt. Lanz, der Kom- mandantur Berlin in der Heeresgruppe E XXII AK heute: Rechtsanwalt in Landau Schmitt-Winter, Albert früher: Kriegsgerichtsrat heute; Oberstaatsanwalt in Saarbrücken geb. 23. 2. 1903 156 Schmitz, Erich, Dr. geb. 25. 7. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 467. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in München Schmiedeberg geb. 9. 10. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Stettin(Szczecin) heute: Amtsgerichtsrat in Bochum Schmole, Dr. geb. 29. 6. 1900 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Dresden heute: Landgerichtsrat in Hannover Schoene, Josef geb. 9. 1. 1903 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Essen heute: Landgerichtsdirektor in Essen Schoengarth, Dr. geb. 29. 8. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) heute: Amtsgerichtsrat in Hagen Schöllgen, Dr. geb. 10. 8. 1901 früher: Oberamtsrichter beim Sonderge- richt Wuppertal heute: Landgerichtsdirektor in Mönchen- Gladbach Scholz, Heinrich geb. 22. 9. 1904 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der Kommandantur Königsberg XXVI AK heute: Leitender Oberstaatsanwalt in Hamburg geb. 17. 10. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Elbing(Elblag) heute: Landgerichtsdirektor in Bremen Schoppmann, Dr. Schorn, Joachim geb. 9. 8. 1903 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 201. Sicherungs-Division heute: Amtsgerichtsdirektor in Osna- brück Schrader, Karl-Heinz geb. 27. 10. 1909 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Essen heute: Oberamtsrichter in Plettenberg Schreiber, Georg geb. 19. 3. 1898 früher: Landgerichtsdirektor in Berlin, NSDAP seit 1. Dezember 1932, Vorsitzender des Kreisparteigerichtes, Marine-Kriegsge- richtsrat heute: Amtsgerichtsrat in Kiel Schreiber, Theodor früher: Kriegsgerichtsrat bei der 173. Inf.-Division heute: Landgerichtsrat in Passau geb. 22. 12. 1905 Schreitmüller, Adolf, Dr. geb. 8. 11. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Stuttgart und beim„Volksgerichtshof” heute: Landgerichtsdirektor in Stuttgart Schroiff geb. 10. 8. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) heute: Erster Oberstaatsanwalt in Stade Schubert, Franz, Dr. geb. 4. 10. 1910 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Troppau(Opava) heute: Landgerichtsrat in Traunstein Schubert, Johannes, Dr. geb. 18. 8. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 408. Division heute: Amtsgerichtsdirektor in Gifhorn Schubert, Johannes geb. 13. 8. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Oppeln(Opole) heute: Oberstaatsanwalt in Karlsruhe Schubert, Wolfgang geb. 1. 8. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Kattowitz(Katowice) heute: Amtsgerichtsrat in Friesoythe Schultze, Otto-Wolfgang geb. 10. 1. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen heute: Erster Staatsanwalt in Dortmund Schulze, Friedrich geb. 11. 2. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Halle/Saale heute: Amtsgerichtsrat in Gronau Schumacher, Franz, Dr. geb. 28. 6. 1907 früher: Oberfeldrichter bei der 34. Divi- sion Koblenz heute: Oberstaatsanwalt in Limburg Schuppenies, Günter, Dr. geb. 9. 6. 1908 früher: Oberstabsrichter beim Kom- mando des Heeres, Ersatz-Truppe IX heute: Amtsgerichtsrat in Westberlin- Charlottenburg 1905 123, 1902 -Tge- hof” 'gart 1908 Ticht tade 1910 erge- Schürmann, Wolfgang geb. 18. 8. 1913 früher: Oberstabsrichter bei der 153. Division Potsdam und der 75. Inf.-Division heute: Staatsanwalt in Hildesheim Schutte, Dr. geb. 22. 6. 1900 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Litzmannstadt(Lodz) heute: Amtsgerichtsrat in Wuppertal Schwaller, Karl von, Dr. geb. 5. 10. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Brünn(Brno) heute: Amtsgerichtsrat in Augsburg Schwarze, Johannes geb. 25. 10. 1902 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Halle(Saale) heute: Erster Staatsanwalt in Münster Schwarze, Josef geb. 20. 11. 1910 früher: Landgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht in Hamm Schwedes, Franz, Dr. geb. 4. 6. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Feld- kommandantur 520 heute: Amtsgerichtsrat in Kassel Schweichel, Dr. geb. 23. 8. 1906 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 95. Inf.-Division heute: Oberstaatsanwalt in Köln Schweling, Otto geb. 4. 3. 1904 früher: Oberkriegsgerichtsrat beim Luft- waffengericht und Amtsrichter in Italien heute: Oberstaatsanwalt beim Bundesge- richtshof Seibert, Claus, Dr. geb. 4. 6. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 463. Inf.-Division heute: Bundesrichter beim Bundesge- richtshof Seiffert, Werner, Dr. geb. 8. 10. 1902 früher: Kammergerichtsrat im Nazi- Justizministerium heute: Amtsgerichtsdirektor in Stuttgart Seither, Karl, Dr. geb. 29. 1. 1901 früher: Erster Staatsanwalt in Regens- burg und Beisitzer eines Standgerichtes heute: Oberstlandesgerichtsrat in Mün- chen Semmler geb. 10. 1. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Frankenthal heute: Oberstaatsanwalt in Zweibrücken Sernau geb. 2.1. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Dortmund heute: Staatsanwalt in Bochum Seydewitz, von geb. 20. 6. 1908 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Petrikau heute: Landgerichtsrat in Hannover Siebers geb. 21. 11. 1907 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der 5. Panzer-Division Oppeln(Opole) und 177. Di- vision Brünn(Brno) heute: Staatsanwalt in Braunschweig Siedenburg, Walter geb. 2. 9. 1900 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Oldenburg heute: Landgerichtsrat in Oldenburg Sielaff, Dr. geb. 10. 6. 1908 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Mainz heute: Amtsgerichtsrat in Ludwigshafen Sinn, Heinrich, Dr. geb. 18. 12. 1903 früher: Oberstabsrichter bei der 329. Inf.-Division heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht Stuttgart Skok, Herbert, Dr. geb. 18. 11. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hamburg heute: Oberstaatsanwalt in Hamburg Sommer geb. 12. 11. 1903 früher: Erster Staatsanwalt beim Sonder- gericht Litzmannstadt(Lodz) heute: Erster Staatsanwalt in Düsseldorf Sosna geb. 2. 11. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Graz heute: Staatsanwalt in Oldenburg Spehr geb. 28. 2.1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Düsseldorf heute. Landgerichtsrat in Düsseldorf Spies, Gebhard geb. 2. 6. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Braunschweig heute: Landgerichtsrat in Braunschweig Spillner, Dr. geb. 7. 9. 1909 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Dresden heute: Sozialgerichtsdirektor in Lübeck Splett geb. 18. 8. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat der Luftwaffe, Luftgau Norwegen heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht in Köln Splettstösser, Dr. geb. 10. 3. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Prag(Praha) heute: Staatsanwalt in Hannover Springorum geb. 5. 11. 1915 früher: Gerichtsassessor beim Sonderge- richt Thorn( Torun) heute: Amtsgerichtsrat in Kusel Susemihl geb. 19. 10. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hannover heute: Erster Staatsanwalt in Aurich Staat, Dr. geb. 10. 9. 1907 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen beim Oberlandesgericht Hamm heute: Leitender Oberstaatsanwalt in Arnsberg Stähler geb. 6. 1. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Danzig(Gdansk) heute: Oberstaatsanwalt in Hamm Stangl, Walter, Dr. geb. 21. 5. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Eger(Cheb) heute: Staatsanwalt in Bamberg Stanglmair, Herrmann, Dr. geb. 29. 5. 1910 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 169. Inf.-Division heute: Oberstlandesgerichtsrat in Mün- chen Stamp, Wolfgang geb. 21. 12. 1910 früher: Mitglied eines Standgerichtes heute: Oberlandesgerichtsratin Hamburg Stand, Hans, Dr. geb. 19. 5. 1900 früher: Oberkriegsgerichtsrat beim Ober- kommando des Heeres/HR heute: Senatspräsident Frankfurt/Main Stanke, Georg geb. 6. 8. 1906 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Kattowitz(Katowice) heute: Amtsgerichtsrat in Baden-Baden Steckel, Kurt geb. 17. 7. 1901 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Landgerichtsdirektor in Hamburg Steffen, Erich, Dr. geb. 20. 5. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Düsseldorf heute: Landgerichtsdirektor in Düssel- dorf Steffen, Hermann geb. 23. 10. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat, XII. AK heute: Amtsgerichtsdirektor in Bünde Stein, vom geb. 9. 5. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Düsseldorf heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht Düsseldorf Steiner, Dr. geb. 20. 10. 1900 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Berlin heute: Amtsgerichtsrat in Düsseldorf Steinke, Max geb. 7. 10. 1910 früher: Staatsanwalt beim„Volksge- richtshof“ heute: Oberamtsrichter in Singen Steinle, Kurt, Dr. geb. 1. 3. 1914 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt München heute: Oberlandesgerichtsrat in München Steinmayr, Hans, Dr. geb. 16. 1. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Bamberg heute: Landgerichtsrat in Schweinfurt Stephan, Heinz geb. 3. 6. 1913 früher: Oberstabsrichter bei der 408. und 28. Division Breslau heute: Landgerichtsrat in München 904 Lge- des- 1900 rge- Stöhr, Karl geb. 22. 2. 1905 früher: Regierungsrat in Butzbach; 1933 bis 1937 SA-Oberscharführer, Sturm 4/29, danach SS heute: Regierungsdirektor an der Straf- anstalt Nürnberg Stolting II, Hermann geb. März 1911 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Bromberg(Bydgoszcz) heute: Rechtsanwalt in Frankfurt/Main Stölzel geb. 2. 12. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Kassel heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht Frankfurt/Main Stoppel, Dr. geb. 30. 10. 1901 früher: Kriegsgerichtsrat beim Luft- gau II Warschau(Warszawa) heute: Amtsgerichtsrat in Witten Stransky, Maximilian, Dr. geb. 15. 9. 1910 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen in Troppau(Opava); Kriegsverbre- cherliste der CSSR Nr. A-6/365 heute: Landgerichtsrat in Kempten Straube geb. 20. 4. 1900 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Dresden heute: Erster Staatsanwalt in Marburg Streller, Karl geb. 28. 10. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Brünn(Brno) heute: Landgerichtsrat in Rottweil Strödter, Dr. geb. 27. 5. 1909 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Linz heute: Amtsgerichtsdirektor in Wetzlar Strohbach, Rudolf, Dr. geb. 6. 1. 1913 früher: Heeresrichter bei der 391. Inf.- Division heute: Rechtsanwalt in Bremerhaven Stromsky geb. 21. 12. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 210. Inf.-Division heute: Oberamtsrichter in Oelde Strümpler geb. 2. 10. 1901 früher: Oberlandesgerichtsrat beim Son- dergericht Bielefeld heute: Oberamtsrichter in Bielefeld Stuhldreer, Kunibert geb. 14. 7. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Breslau(Wroclaw) heute: Amtsgerichtsrat in Landshut Stumpf, Hermann, Dr. geb. 9. 10. 1912 früher: Gerichtsassessor im Nazi-Justiz- ministerium, Abt. III heute: Senatspräsident beim Bundes- arbeitsgericht Stumpf, Richard geb. 4. 2. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Litzmannstadt(Lodz) heute: Erster Staatsanwalt in Nürnberg Suckow, Harald geb. 16. 5. 1903 früher: Feldkriegsgerichtsrat beim Pan- zer-Armee-Oberkommando 4 heute: Amtsgerichtsrat in Dillingen/Do- nau Szogs geb. 8. 7. 1908 früher: Oberstabsrichter bei der 3. Divi- sion Frankfurt/Oder, Feldkommandantur 530 heute: Staatsanwalt in Hannover Tacke geb. 27. 5. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Frankfurt/Main heute: Erster Staatsanwalt in Frankfurt, Main Talpa, Erich, Dr geb. 14. 1. 1904 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Troppau(Opava) heute: Oberstaatsanwalt in Ulm Tank, Ernst geb. 17. 4. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Eger(Cheb) heute: Oberregierungsrat in Kiel, Straf- gefängnis Tennigkeit geb. 27. 6. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Königsberg(Kaliningrad) heute: Staatsanwalt in Essen Teufl, Dr. geb. 10. 2. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Zweibrücken heute: Landgerichtspräsident in Koblenz Tiedtke, Dr. geb. 3. 6. 1908 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Berlin heute: Landgerichtsrat in Arnsberg Tillmann geb. 16. 4. 1905 früher: Staatsanwalt und Vollstreckungs- leiter beim Sondergericht Stettin(Szczecin) heute: Staatsanwalt in Kleve Timmermann geb. 6. 7. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Celle heute: Landgerichtsdirektor in Hannover Thamm, Ernst geb. 25. 3. 1904 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Kiel heute: Oberstaatsanwalt in Kiel Thierbach geb. 19. 1. 1902 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Berlin heute: Senatspräsident in Düsseldorf Thomashoff geb. 7. 2. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Düsseldorf heute: Landgerichtsdirektor in Düsseldorf Thomsen, Willy geb. 20. 9. 1906 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Kiel heute: Senatspräsident in Schleswig Thurmayr, Alois, Dr. geb. 22.1. 1909 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht München heute: Amtsgerichtsrat in Starnberg Töpfer, Dr. geb. 13. 8. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Schneidemühl(Pila) heute: Amtsgerichtsrat in Gladbeck Trabert, Rudolf, Dr. geb. 21.1. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt München heute: Oberstaatsanwalt beim Oberlan- desgericht München Tramm, Dr. geb. 19. 2. 1901 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen im Nazi-Justizministerium heute: Amtsgerichtspräsident in Düssel- dorf Traub, Kurt geb. 26. 6. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Litzmannstadt(Lodz) heute: Oberstaatsanwalt in Stuttgart Treichel, Werner geb. 15. 8. 1908 früher: Feldkriegsgerichtsrat heute: Oberamtsrichter in Schwarzenbeck Trepte, Dr. geb. 30. 7. 1912 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Leipzig heute: Landgerichtsrat in Koblenz Troost, Sigismund, Dr. geb. 23. 9. 1911 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Sozialgerichtsrat in Duisburg Tschofen, Franz geb. 22. 10. 1910 früher: Kriegsgerichtsrat, Kommandan- tur Litzmannstadt(Lodz) heute: Amtsgerichtsrat in Traunstein Uhlig geb. 26. 2. 1909 früher: Staatsanwalt bei den Sonderge- richten in Freiberg und Königsberg(Kalinin- grad) heute: Staatsanwalt in Düsseldorf Uhse, Dirk geb. 24. 6. 1907 früher: Oberstabsrichter bei der 3. Divi- sion Frankfurt/Oder heute: Amtsgerichtsrat in Kassel Ullrich, Hans, Dr. geb. 17. 9. 1907 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Weimar heute: Landgerichtsrat in Mosbach Verres geb. 26. 4. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Frankfurt/Main heute: Erster Staatsanwalt in Wiesbaden Verspohl, Dr. geb. 22. 7. 1908 früher: Oberstabsrichter bei der 12. Luft- waffen-Felddivision heute: Landgerichtsdirektor in Münster Viergutz, Hans-Werner geb. 18. 7. 1908 früher: Oberstabsrichter bei der 28. Di- vision Breslau(Wroclaw) heute: Erster Staatsanwalt in Ravensburg Viertel, Lothar geb. 28. 5. 1910 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 409. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Fulda Vogel, Hans geb. 23. 6. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hamburg heute: Oberstaatsanwalt in Hamburg 108 :ck 12 ge- 11 161 Vogel, Hermann, Dr. geb. 2. 2. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Hamburg heute: Oberlandesgerichtsratin Hamburg Voigt, Erich, Dr. geb. 12. 11. 1902 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der Kommandantur Berlin und beim Oberkom- mando des Heeres heute: Amtsgerichtsrat in Hannover Voithenberg, Voith von, Dr. geb. 29. 8. 1904 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Bamberg heute: Verwaltungsgerichtsdirektor in Bayreuth Vollmar, Franz geb. 8. 3. 1906 früher: Staatsanwalt im Nazi-Justiz- ministerium, Abt. III heute: Oberamtsrichter in Sinsheim Vollrath, Dr. geb. 10. 9. 1907 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Dresden heute: Amtsgerichtsdirektor in Bad Salzuflen Vornbäumen, Dr. geb. 23. 6. 1903 früher: Staatsanwalt beim Oberlandes- gericht Kassel(politische Strafsachen) heute: Oberstaatsanwalt in Frankfurt/ Main Vornweg geb. 5. 11. 1902 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Bielefeld heute: Oberamtsrichter in Meschede Wälzholz geb. 27. 10. 1903 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau(Wroclaw) heute: Oberstaatsanwalt in Hamm Wagner, Hans-Hein, Dr. geb. 31. 3. 1909 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 4. und 413. Panzer-Division heute: Landgerichtsdirektor in Aachen Wagner, Walter, Dr. geb. 31. 7. 1901 früher: Oberstaatsanwalt beim General- staatsanwalt Posen(Poznan) heute: Bundesanwalt beim Bundesge- richtshof Wahl, Ernst geb. 29. 11. 1903 früher: Richter beim Sondergericht II Breslau(Wroclaw) heute: Rechtsanwalt und Notar in Frank- furt/Main Wallis geb. 25. 2. 1906 früher: Oberstabsrichter bei der 8. Divi- sion Oppeln(Opole) heute: Amtsgerichtsrat in Bochum Walter geb. 3. 3. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Kalisch(Kalisz) heute: Landgerichtsrat in Mainz Walther, Wolfgang geb. 7. 5. 1908 früher: Staatsanwalt in Erfurt, Haupt- abteilung SS-Gericht, SS-Sturmbannführer heute: Regierungsdirektor im Justiz- ministerium von Baden-Württemberg Weber, Erich, Dr. geb. 9. 4. 1901 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Düsseldorf heute: Landgerichtsrat in Duisburg Weber, Kurt geb. 29. 10. 1907 früher: Richter in Frankreich, an Exe- kutionen im Elsaß teilgenommen heute: Bundesrichter beim Bundesge- richtshof in Karlsruhe Weber, Walter, Dr. geb. 31. 10. 1902 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 409. Inf.-Division heute: Amtsgerichtsrat in Parsberg Webermeier, Herbert geb. 4. 1. 1906 früher: Staatsanwalt in Wuppertal, SS- Untersturmführer im Stab II/20 heute: Staatsanwalt in Dortmund Wedeking, Siegfried, Dr. geb. 18. 8. 1913 früher: Oberstabsrichter, u.a. bei der Strafbrigade 999 heute: Pfarrer einer Strafanstalt in Werl Wegert, Kurt, Dr. geb. 15. 9. 1907 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 4. Pan- zer-Armee heute: Oberlandesgerichtsrat in München Wehner, Martin geb. 10. 11. 1906 früher: Oberstabsrichter bei der 17. Division Nürnberg heute: Amtsgerichtsrat in München Wehrmeister geb. 15. 10. 1902 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Stettin(Szczecin) heute: Amtsgerichtsrat in Moers Weiden, von der, Dr. geb. 21. 11. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Aachen heute: Amtsgerichtsrat in Aachen Weinelt, Wilhelm, Dr. geb. 2. 6. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Prag(Praha) heute: Amtsgerichtsrat in Nürnberg Weinerth, Kurt, Dr. Dr. geb. 19. 2. 1902 früher: Oberkriegsgerichtsrat heute: Verwaltungsgerichtspräsident in Neustadt a. d. Weinstraße Weise geb. 15. 2. 1905 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen beim Oberlandesgericht Dresden heute: Staatsanwalt in Duisburg Weissenberger, Heribert geb. 10. 2. 1905 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Bayreuth heute: Amtsgerichtsdirektor in Forch- heim Weitnauer, Dr. geb. Juli 1910 früher: Amtsgerichtsrat im Nazi-Justiz- ministerium heute: Ministerialrat im Bundesjustiz- ministerium Weitzel geb. 26. 8. 1908 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen Kassel heute: Oberstaatsanwalt in Marburg Wendel, Wilhelm geb. 26. 3. 1904 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Senatspräsident beim Oberlandes- gericht in München Wendik geb. 9. 3. 1904 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Zichenau(Ciechanow) heute: Amtsgerichtsrat in Eschershausen Wenzel, Friedrich-Karl, Dr. geb. 4. 2. 1912 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Hannover und Celle heute: Staatsanwalt in Göttingen Wenzel, Kurt geb. 24. 10. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Frankfurt/Oder heute: Amtsgerichtsrat in Westerland Werber, Karl geb. 18. 10. 1913 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Magdeburg heute: Amtsgerichtsrat in Gifhorn Werner, Berthold, Dr. geb. 20. 8. 1898 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 71., 182., 28. und 433. Division und Landgerichts- direktor beim Sondergericht Wien heute: Amtsgerichtsdirektor in Siegen Werther, Friedrich, Dr. geb. 13. 8. 1903 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 174. Division, Oberstabsrichter bei der Feldkom- mandantur heute: Landgerichtsrat in Düsseldorf Westerburg, Dr. geb. 7. 4. 1907 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Bielefeld heute: Erster Staatsanwalt in Arnsberg Wettengel, Alfred, Dr. geb. 22. 3. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonder- gericht Eger(Cheb) heute: Amtsgerichtsrat in Heilbronn Wickmann geb. 12. 12. 1901 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Aachen heute: Oberstaatsanwalt in Aachen Widera geb. 16. 2. 1905 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht in Breslau(Wroclaw) heute: Staatsanwalt in Braunschweig Wiedemann, Viktor, Dr. geb. 16. 10. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Ober- feldlkommandantur 379 heute: Oberstaatsanwalt in München Wierecke, Josef geb. 8. 8. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Luxemburg heute: Erster Staatsanwalt in Koblenz Wildt, Dr. geb. 14. 7. 1908 früher: Staatsanwalt für politische Straf- sachen in Kassel heute: Oberverwaltungsgerichtsrat in Münster Will, Hermann, Dr. geb. 23. 8. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat heute: Landgerichtsdirektor in Lands- hut Willecke geb. 10. 6. 1910 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Wien heute: Staatsanwalt in Kassel Willer geb. 10. 11. 1904 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Frankfurt/Main heute: Amtsgerichtsdirektor in Frank- furt/Main Wilkerling, Dr. geb. 5. 9. 1900 früher: Oberlandesgerichtsrat im Nazi- Justizministerium heute: Ministerialdirigent im Justizmini- sterium Niedersachsen Wimmer, Eberhard, Dr. geb. 27. 6. 1903 früher: Oberamtsrichter in Pulsnitz; SS-Oberscharführer, Sturmbannschulungslei- ter 1/84 heute: Amtsgerichtsrat beim Amtsge- richt Wuppertal Winckhler, Hugo, Dr. geb. 28. 8. 1913 früher: Amtsgerichtsrat in München; SS- Scharführer heute: Oberlandesgerichtsrat in München Wintermann früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Oldenburg heute: Amtsgericht in Delmenhorst Witt, Heinz, Dr. geb.1. 1. 1910 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Rostock heute: Amtsgerichtsrat in Rheinberg Witzig, Konrad, Dr. geb. 24. 4. 1901 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 106. Inf.-Division heute: Landgerichtsdirektor in Bochum Wodtke geb. 22. 12. 1908 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der 30. Inf.-Division und beim Reichskriegsge- richt Berlin heute: Amtsgerichtsdirektor in Siegen Wöstmann, Dr. geb. 26. 12. 1896 früher: Oberkriegsgerichtsrat bei der 191. Division heute: Landgerichtsdirektor in Hildes- heim Wohnsdorf, Hans geb. 28. 2. 1905 früher: Kriegsgerichtsrat bei der 214. und 408. Inf.-Division heute: Landgerichtsrat in Hechingen Woldt, Heinz, Dr. geb. 3. 11. 1909 früher: Oberstabsrichter bei der 20. Inf.- Division heute: Oberlandesgerichtsrat in Ham- burg Wolff, Gustav-Adolf geb. 10. 7. 1906 früher: Kriegsgerichtsrat bei der Siche- rungs-Division 286 heute: Landgerichtsrat in Oldenburg Wolff, Paul, geb. 9. 12. 1905 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Oppeln(Opole) heute: Amtsgerichtsrat in Paderborn Wolfrum, Dr. geb. 20. 9. 1907 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Kattowitz(Katowice) heute: Landgerichtsdirektor in Aachen Woll, Albert geb. 16. 8. 1906 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Mannheim heute: Generalstaatsanwalt beim Ober- landgericht Karlsruhe Wollschläger geb. 8. 8. 1909 früher: Assessor beim Sondergericht Schwerin heute: Amtsgerichtsrat in Siegen Wonhas, Paul, Dr. geb. 6. 9. 1906 früher: Feldkriegsgerichtsrat, FP.-Nr. 16 688 heute: Landgerichtsdirektor in Mün- chen Wroblewski, Dr. geb. 28. 3. 1908 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht Litzmannstadt(Lodz) heute: Oberverwaltungsgerichtsrat in Lüneburg Wünschmann, Walter, Dr. geb. Z. 1. 1912 früher: Oberstabsrichter bei der 2. Pan- zer-Division heute: Oberregierungsrat beim Bundes- disziplinarhof ee ee Te Ze 164 Wulkow geb. 1. 7. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Reichenberg(Liberec) heute: Oberstaatsanwalt in Neustadt a. d. Weinstraße Zain, Dr. geb. 21. 2. 1904 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt Koblenz heute: Landgerichtsdirektor in Köln Zaske, Dr. geb. 12. 1. 1903 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Elbing(Elblag) heute: Amtsgerichtsrat in Northeim Zaum, Hermann, Dr. geb. 9. 8. 1903 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonderge- richt Weimar heute: Amtsgerichtsdirektor in Dinslaken Zbikowski, Dr. geb. 21. 3. 1902 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Koblenz heute: Staatsanwalt in Bad Kreuznach Zellmann, Dr. geb. 19. 4. 1905 früher: Gerichtsoffizier bei der Wehr- macht, Kommandantur Berlin heute: Oberverwaltungsgerichtsrat in Münster(Siehe Tafel 30) Zienicke, Hans-Albrecht, Dr. geb. 21. 2. 1906 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Bielitz(Bielsko) heute: Verwaltungsgerichtsdirektor in Düsseldorf Zimmer, Johannes geb. 2. 12. 1902 früher: Amtsgerichtsrat beim Sonder- gericht I Dresden heute: Amtsgerichtsrat in Tübingen Zimmerath geb. 16. 8. 1908 früher: Staatsanwalt beim Sondergericht Aachen heute: Erster Staatsanwalt in Bonn Zoller, Max geb. 21. 2. 1903 früher: Landgerichtsrat beim Sonderge- richt München heute: Oberlandesgerichtsrat in Mün- chen Mün- 165 HITLERS GENERALSTAB KOMMANDIERT DIE BONNER ARMEE Der preußisch-deutsche Generalstab hat seit jeher eine unheilvolle Rolle bei der Planung und Entfesselung von Aggressionskriegen des deutschen Imperia- lismus gespielt. Es war also nur folgerichtig, daß das reaktionäre Offiziers- korps bereits vor 1933 der Hitler-Clique seine Sympathien entgegenbrachte, die Republik untergrub und die Nazi-Bewegung teilweise offen unterstützte. Die Generalität stimmte der Errichtung der faschistischen Diktatur weit- gehend zu, weil die Ziele Hitlers ihren eigenen Zielen entsprachen: Wieder- aufrüstung und Vorbereitung eines neuen Aggressionskrieges, um Revanche für die Niederlage im ersten Weltkrieg zu nehmen. Bereits 4 Tage nach dem Machtantritt der Faschisten, Anfang Februar 1933, ließen sich die Führer von Heer und Marine von Hitler versichern, daß seine Regierung bereit sei, die aggressiven Pläne des Generalstabes und seiner rüstungsindustriellen Auftraggeber zu erfüllen. Als Dank für diese Zusiche- rung stellte sich der Generalstab nach der sogenannten Röhm-Affaire im Jahre 1934 vorbehaltlos hinter Hitler. Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg erklärte:„Sollte die Reichsregierung allein nicht imstande sein, eine völlige Beruhigung der ge- spannten Lage herbeizuführen, würde Hindenburg den Belagerungszustand verhängen und die Kontrolle der Staatsgeschäfte der Armee übertragen.“ (J. W. Wheeler-Bennet:„Die Nemesis der Macht, Die deutsche Armee in der Politik 1918-45“, 1954) Der Generalstab unterstützte auch die aggressive Außenpolitik der Faschi- sten. Als Deutschland 1933 aus dem Völkerbund austrat und die Abrüstungs- konferenz demonstrativ verließ, traf der Generalstab Maßnahmen, um diesen Schritt zu sichern. So hieß es in einer Weisung Blombergs vom 25. Oktober 11933: „Die weitere Entwicklung der durch Deutschlands Austrittserklärung aus dem Völkerbund und sein Verlassen der Abrüstungskonferenz geschaffenen außenpolitischen Lage kann dazu führen, daß Sanktionsmaßnahmen gegen Deutschland zur Anwendung gelangen... Die Reichsregierung ist gewillt, jedem feindlichen Vorgehen ohne Rücksicht auf militärische Erfolgsaussicht örtlich bewaffneten Widerstand entgegenzusetzen.“(IMT, Bd. XXXIV, S. 488) 11 Braunbuch nn nn nen 166 GEHEIME AUFRÜSTUNG UNTER FRIEDENS- BERIEIDIERRITINIGIENN In ihren Zielen und Methoden stimmten also die Rüstungsmonopole, die Hitler-Clique und der Generalstab überein. Dementsprechend übernahm es der Generalstab, die Reichswehr zu einer modern ausgerüsteten Massenarmee für die geplanten Aggressionen aufzubauen. Bereits am 4. April 1933 hatte das Reichskabinett auf Initiative des Generalstabs beschlossen, einen„Reichs- verteidigungsrat” zu bilden. Am 22. Mai 1933 fand die Gründungssitzung statt. Sie wurde vom Generalstab organisiert und von seinen Vertretern, an der Spitze der Chef des Generalstabes, Generalleutnant Adam, und der Chef der Heeres-Organisationsabteilung, der damalige Oberst Keitel, geleitet. Daß die- ser sogenannte Reichsverteidigungsrat der direkten Vorbereitung eines neuen Aggressionskrieges diente, geht aus der Begründung hervor, die Keitel im Auftrag des Generalstabes gab. Er erklärte: „Der Krieg(1914-1918— d. Hrsg.) hat hinreichend gezeigt, daß die Zusam- menarbeit vor dem Kriege mit den einzelnen Reichsressorts nicht eng genug war. Die Folgen sind nicht ausgeblieben.... Die Nachteile des zurückliegenden Systems liegen in der Nebeneinanderarbeit der einzelnen Reichsressorts auf dem Gebiet der RV(Reichsverteidigung). Zur Vermeidung dieser Fehler ist eine Zentralstelle geschaffen, die schon in der Friedenszeit im weitesten Sinne die Fragen der RV bearbeitet.“(IMT, Bd. XXXVL, S. 22, Dok. 177-EC) Die Schlußfolgerung aus der Niederlage im ersten Weltkrieg bestand also für den Generalstab Hitler-Deutschlands darin, noch intensiver aufzurüsten und den gesamten Staatsapparat zielstrebiger in den Dienst der Vorbereitung des Revanchekrieges zu stellen. Während die Hitler-Regierung und ihre Diplomaten bei jeder Gelegenheit vom Frieden, von Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Abrüstung spra- chen, verstärkte der Generalstab planmäßig die Aufrüstung. Die gesamte deutsche Wirtschaft wurde schon im Frieden auf die Bedürfnisse der zukünfti- gen Kriegsführung umgestellt. Damit erreichte der Generalstab, daß den kriegslüsternen deutschen Imperialisten die zahlenmäßig stärkste und am besten ausgerüstete Armee der kapitalistischen Welt zur Verfügung stand und die Rüstungsprofite rapide anstiegen. DIPERFBIETEVZISRITEIGISISEHRZAMFEIGHTIEN Die militärisch-strategische Konzeption des Generalstabes wurde auf den „Blitzkrieg“ umgestellt. Die Grundlage dafür war die am 2.Mai 1935 von Kriegsminister Blomberg herausgegebene Weisung: die der für das chs- att, der der die- uen im am- nug den auf ist inne für und des heit pra- imte nfti- den am und 167 „Das Unternehmen muß nach Ausgabe des Stichwortes ‚Schulung durchfüh- ren‘ schlagartig als Überiall zur Ausführung gelangen. Zeit für die Mobil- machung der beteiligten Kräfte ist nicht vorhanden, ihre Verwendung muß in Friedenszusammensetzung und-ausrüstung erfolgen...“(IMT, Bd. XXXIV, 5.485, Dok. 139-C) Diese„Blitzkriegsstrategie“ wurde im zweiten Weltkrieg in die Tat umge- setzt. Vom Generalstab stammten die strategischen Ideen und die detaillierten Pläne zur Okkupation Polens(Fall Weiß), Norwegens und Dänemarks(Fall Weserübung), Frankreichs, Hollands und Belgiens(Fall Gelb), zur militäri- schen Besetzung Griechenlands und Jugoslawiens(Fall Marita) und für den Überfall auf die Sowjetunion(Fall Barbarossa). An der Ausarbeitung dieser Pläne war u.a. der damalige 1. Generalstabs- offizier und spätere Chef der Operationsabteilung des Heeres, Adolf Heusin- ger, maßgeblich beteiligt. IDIEIRESISEDIEINEWIEIGEN AL@GEIANUISICHEIWIERZIEETDIECE UND ORADOUR GEÖFFNET Der deutsche Generalstab war aber nicht nur der passive Befehlsempfän- ger und Planentwerfer Hitlers, sondern überzeugter Verfechter und Voll- strecker der Pläne des deutschen Imperialismus zur Eroberung der Weltherr- schaft und zur kolonialen Unterjochung und Ausrottung anderer Länder und Völker. Skrupellos beteiligte sich der Generalstab bei der Organisierung und Insze- nierung jener Provokationen und völkerrechtswidrigen Machenschaften, mit denen die Faschisten ihre Überfälle vorbereiteten und begannen. Der deutsche Generalstab beteiligte sich nach Beginn der Überfälle aktiv an Verbrechen gegen die Menschlichkeit und trat das Völker- und Kriegsrecht mit Füßen. Mit seiner Hilfe und vielfach unter seiner direkten Leitung wurden zahlreiche Völker ihrer nationalen Souveränität beraubt und wurde mit ihrer physischen Ausrottung begonnen. Der deutsche Generalstab machte sich die faschistische Rassentheorie völlig zu eigen und beteiligte sich an der Ausrottung der Juden. Mit allen Völker- und internationalem Kriegsrecht hohnsprechenden Befeh- len und Anordnungen organisierte der Generalstab den Massenmord an Hun- derttausenden sowjetischen Kriegsgefangenen. Aber auch zahlreiche belgische, holländische, jugoslawische, griechische, norwegische, französische, britische und amerikanische Kriegsgefangene wurden bestialisch mißhandelt und um- gebracht. Ohne die Planung, Organisierung und Durchführung der faschistischen Überfälle auf die Völker Europas durch den deutschen Generalstab und sein enges Zusammenwirken mit der verbrecherischen SS hätte es nicht die millio- nenfachen Morde von Auschwitz, nicht die bestialischen Verbrechen von Ora- dour und Lidice gegeben. IN NÜRNBERG ANGEKLAGT- HEUTE WIEDER DABEI Nach der Niederlage Hitler-Deutschlands bekräftigten die führenden Politiker der Anti-Hitler-Koalition ihre schon während des Krieges getroffene Verein- barung, den deutschen Militarismus auszurotten und die Grundlagen seiner Macht für immer zu zerstören. Das Potsdamer Abkommen enthält hierüber klare und eindeutige Bestimmungen. In den Nürnberger Prozessen wurden auch die Verbrechen des Generalstabes und des Oberkommandos der Wehrmacht(OKW) eindeutig nachgewiesen. Das sind insbesondere: die Vorbereitung und Verwirklichung des zweiten Weltkrieges sowie zahl- reicher Aggressionen und Überfälle auf andere Völker; die brutale Verletzung aller Normen des Völkerrechts und der Menschlich- keit im Verlaufe des Krieges; die aktive Rolle des OKW und der faschistischen Wehrmacht bei der barba- rischen Unterdrückung der Völker in den besetzten Gebieten; die grobe Verletzung aller internationalen Abmachungen über die Behand- lung von Kriegsgefangenen; die aktive Mithilfe bei der Ausplünderung der zeitweise okkupierten Ge- biete und bei der Zwangsdeportation von Millionen Arbeitssklaven; die enge Zusammenarbeit mit SS, SD, Gestapo und anderen verbrecherischen Organisationen. Auf dem Boden der DDR wurde— getreu den Zielen der Anti-Hitler-Koali- tion und dem Potsdamer Abkommen— der deutsche Imperialismus und Mili- tarismus, die Geißel des deutschen und anderer Völker, mit der Wurzel be- seitigt. Jedem Drang nach Eroberungen, nach dem Territorium anderer Völker wurde damit der Boden entzogen. Revanchismus gilt als Verbrechen. Kriegs- und Naziverbrecher wurden entmachtet und bestraft. In der DDR gibt es keine Fabrik, kein Werk, kein Büro und kein Stück Boden, die den Inter- essen der Kriegs- und Rüstungsgewinnler dienen. Frieden, sozialer und kultureller Fortschritt, internationale Zusammen- arbeit und Völkerverständigung sind die Grundlagen der Staatsdoktrin der DDR. Den anderen deutschen Staat, die sogenannte Bundesrepublik Deutschland— tiker rein- einer über tabes . Das zahl- hlich- arba- hand- 1 Ge schen :oali- Mili- >] be- ölker DDR Inter- men’ n. der and- 169 ins Leben gerufen und entwickelt mit Hilfe der Imperialisten der West- mächte—, beherrschen Rüstungsmonopole, Militaristen und Chauvinisten. Die- ser Staat ist die Fortsetzung des Hitler-Staates. Der Nachfolger des faschistischen Generalstabes, der Führungsstab der Bundeswehr, hat in seiner„Vorwärtsstrategie“ kaltblütig einen Atombomben- krieg einkalkuliert. Die Hitler-Generale und die von ihrem Geist erfüllten Offhi- ziere, die die westdeutsche Armee beherrschen, greifen nach nuklearen Massen- vernichtungsmitteln und haben den verbrecherischen Plan ausgeheckt, einen Atomminengürtel quer durch Deutschland zu legen. Der westdeutsche Imperialismus hat eine der stärksten Armeen des kapita- listischen Lagers aufgestellt. Der Geist dieser Armee ist der revanchelüsterne Geist der großen Konzerne, der ehemaligen Wehrwirtschaftsführer Hitlers, der Hitler-Generale und Hitler-Offiziere, die die Bundeswehr erziehen und leiten und die westdeutsche Jugend vergiften. In Westdeutschland wurde die Vergangenheit nicht bewältigt, sondern das Potsdamer Abkommen systematisch gebrochen. „OSTERFAHRUNGEN” WERDEN AUSGEWERTET Unmittelbar nach der Kapitulation der Hitler-Wehrmacht nahmen die amerika- nischen Besatzungsbehörden den ehemaligen Chef des Generalstabes der Nazi- Wehrmacht, Generaloberst Franz Halder, in ihren Sold. An der Spitze von 120 ehemaligen Hitler-Generalen, darunter Guderian, Manteuffel, Schwerin und andere, wertete er die militärischen Erfahrungen der Raubzüge Hitlers aus und erarbeitete bereits damals die Remilitarisierungspläne der späteren Bun- desrepublik. Hitler-General von Choltitz berichtete über das Lager Allendorf, in dem er bis 1947 tätig war:„Hier befand sich ein Kreis von Generalen und Stabsofh- zieren, die im Auftrage der Historical-Division Kriegsgeschichte schrieben... Wir hatten eigenes Kartenmaterial zur Verfügung, das durch das der amerika- nischen Stäbe ergänzt wurde... Im ganzen waren in dem Lager 300 Offiziere.“ (Dietrich von Choltitz,„Soldat unter Soldaten“, Europa-Verlag, Konstanz- Zürich-Wien 1951, S. 283£.) Die faschistischen Generalstäbler benutzten ihre Tätigkeit für die USA, um ungestört eigene Pläne auszuarbeiten. Nach der Bildung des westdeutschen Separatstaates wurden die Experten dieser Generalstabsclique zu offiziellen Beratern der Bonner Regierung. DAS GETARNTE KRIEGSMINISTERIUM Als Zentralstelle zur Durchsetzung der Remilitarisierungspläne wurde das „Amt Blank” gebildet. In diesem getarnten Kriegsministerium besetzten die Experten des faschistischen Generalstabes vom ersten Tage an die Schlüssel- positionen. Neben General Speidel gehörte vor allem der Chef der Operations- abteilung des Heeres, General Heusinger, zu den engsten und einflußreichsten Generalstäblern Adenauers. Sie scharten einen Kreis von Militärs um sich, der in der illegalen Aufrüstung allseitige Erfahrungen besaß. Darunter befan- den sich General der Panzertruppen Hans Röttiger, General der Flieger Josef Kammhuber, Vizeadmiral Friedrich Ruge, Generalleutnant Max Pemsel sowie die Hitler-Generale Harlinghausen, Freiherr von Lüttwitz, Reinhardt, Rogge, Schimpf und andere. Diese Militaristen nahmen ohne Ausnahme an jener entscheidenden Tagung des Generalstabes teil, in der das Grundsatzdokument für die künftige Wieder- aufrüstung Westdeutschlands in allen Einzelheiten festgelegt wurde. Der heu- tige Befehlshaber der NATO-Landstreitkräfte Europa-Mitte, Generalleutnant Graf von Kielmansegg, berichtete darüber in einem Vortrag an der Offiziers- schule Sonthofen, einer früheren Nazi-Ordensburg: „Als die Möglichkeit eines echten deutschen militärischen Beitrages immer sichtbarer wurde, wurde es nötig, hierzu rechtzeitig und vor Beginn irgend- welcher Verhandlungen eine eigene deutsche Konzeption zu finden. Es ist nicht so, wie man selbst heute immer wieder lesen kann, daß die Bundesrepublik ohne Konzeption in die Dinge hineingegangen ist.“ Schon 1950 wurde auf Adenauers Initiative die Remilitarisierung nach den Plänen der schwerbelasteten Hitler-Generäle vorangetrieben. Mit der Auf- nahme Westdeutschlands in die aggressive NATO im Jahre 1955 begannen die alten Kriegsverbrecher-Generale ihre bis in alle Einzelheiten ausgearbeite- ten Pläne zum Aufbau einer millionenstarken Aggressionsarmee zu verwirk- lichen. Bereits am 16. Juni 1951 schrieb die britische Zeitung„Daily Express”:„Der deutsche Generalstab, die unbarmherzig wirkende Maschine, die 100 Jahre lang der Planentwerfer eines europäischen Krieges war, ist wieder da. Der deutsche Generalstabsmeisterplan ist nur wenigen alliierten Kreisen bekannt. Die Franzosen, mit ihrer Erinnerung an drei deutsche Invasionen in 70 Jahren, sind alarmiert.“ das N die issel- ions- hsten 1, der efan- 1ardt, gung jeder- " heu- itnant ziers- mmet gend- nicht yublik h den - en die *beite- rwirk- ,„Det Jahre rh Det kann. ahren,|| 171 FÜHRENDE POSITION IN DER NATO Der Prozeß des Aufbaues der Bonner Wehrmacht, der jetzt im wesentlichen ab- geschlossen ist, wurde in allen entscheidenden Teilen von ehemaligen General- stäblern Hitlers vorangetrieben. Dies trifft sowohl auf die Führungsspitze der Bonner Armee, als auch auf die Kommandostellen in den unteren Einheiten und im Befehlsbereich der„Territorialen Verteidigung” zu. Hitlers und Adenauers Generalstäbler schufen die personellen Voraussetzun- gen zum Aufbau einer neuen Armee, indem sie die faschistischen General- stäbler wieder an einen Tisch brachten. Sie organisierten und bewaffneten diese Armee. Und nicht nur das. Unter dem Deckmantel der Integration verstanden sie es, nicht die Bundeswehr der NATO, sondern die NATO der Bundeswehr einzuverleiben. Sie benutzten ihreökonomische und militärische Stärke, auf ihre NATO-Partner Druck auszuüben, errichteten in anderen Staaten zahlreiche militärische Stützpunkte und besetzten wichtige Kommandostellen inder NATO. Die westdeutsche Bundesrepublik hat sich neben den USA zur stärksten Mili- tärmacht der NATO entwickelt. Immer offener fordert Bonn nunmehr die Ver- fügungsgewalt über Atomwaffen, um die NATO-Partner in ihre militärischen Abenteuer für die Verwirklichung ihrer Revanchepläne hineinziehen zu kön- nen. Diesem Ziel dient die„Vorwärtsstrategie”, die Bonns Generalstäbler auf der NATO-Ratstagung in Ottawa 1963 durchsetzten, ebenso, wie der sich dar- aus ergebende Plan, an den Grenzen der DDR und der CSSR einen Atomminen- gürtel anzulegen, der am 15. Dezember 1964 von dem Hitler-General Trettner auf der Pariser NATO-Ratstagung vorgelegt wurde. Die„Vorwärtsstrategie” entspricht am weitestgehenden den Zielen der Bon- ner Militaristen: Ihre Kernstücke sind der aggressive Aufmarsch der Truppen der Bundeswehr- und NATO-Verbände unmittelbar an den Staatsgrenzen der DDR und der ESSR sowie die Propagierung und Vorbereitung des„verdeckten Krieges”. Entgegen den NATO-Festlegungen fordert die Bundeswehrführung die Übergabe der Kernsprengköpfe an die Kommandeure bis zur Brigade und den frühzeitigen— möglichst sofortigen— Einsatz taktischer Kernwaffen und Kernsprengminen im Kriegsfalle. Um ihre Verbündeten noch fester an sich zu ketten, greifen die Bonner Mili- taristen nach weiteren Kommandostellen in der NATO. Sie verfolgen dabei nicht zuletzt das Ziel, wesentlichen Einfluß auf die NATO-Strategie und die Entscheidungsbefugnis über den Einsatz von Atomwaffen zu gewinnen. Das gesamte militärische Potential der NATO soll den abenteuerlichen Plänen der extremen Kreise Westdeutschlands nutzbar gemacht werden. Mit dem steigenden militärischen Gewicht der Bundeswehr in der NATO er- höhte sich auch die Anzahl der westdeutschen Generale und Offiziere in den NATO-Führungsstäben und-Kommandostellen. Anfang 1964 waren 21 Gene- rale, 53 Oberste und 242 Stabsoffiziere und Hauptleute in NATO-Stäben tätig. Heute verfechten über tausend westdeutsche Militärs, unter ihnen 30 Gene- rale, die Bonner Atomkriegskonzeption in der NATO. HITLER-GENERALE GINGEN- HITLER-OFFIZIERE KAMEN Die Bundeswehrführung, d. h. der Generalstab der westdeutschen Armee, wurde in den letzten Jahren„verjüngt”. Nachdem der weltweite Protest eine Reihe der„alten“ Generale zum Rücktritt zwang, traten sie in den„Ruhestand” und beziehen hohe Staatspensionen. Das bedeutet jedoch keineswegs, daß sie darauf verzichtet hätten, die Revanchepolitik zu beeinflussen. Im Gegenteil! Sie wirken nach wie vor als Berater der Bundesregierung oder der Länder so- wie als Präsidenten der größten militaristischen Verbände, z. B. Speidel, Ruge, Kammhuber, Matzky. Die in den Ruhestand versetzten Militärs wurden durch die von ihnen aus- gebildete und erzogene„neue Führung“ der Bundeswehr ersetzt. Es handelt sich auch bei ihnen durchweg um Generalstäbler und Truppenkommandeure Hitlers, die ihre Ausbildung im faschistischen Generalstab oder auf Offiziers- schulen erhielten, die sich während des faschistischen Aggressionskrieges be- sonders auszeichneten und deshalb Karriere machten. Von gegenwärtig 189 Generalen und Admiralen der Bundeswehr sind über die Hälfte ehemalige Generalstabsoffiziere der Hitler-Wehrmacht; auch die übrigen waren ohne Ausnahme Offiziere der faschistischen Wehrmacht. Alle Generale der Bundeswehr waren direkt oder indirekt an der Vorbereitung und Durchführung von Aggressionen beteiligt. Unter den heutigen Generalen und Admiralen der Bundeswehr befindet sich kein einziger, der gegen den Hitler- Staat gekämpft hat. Im Gegenteil. Für ihre Treuebekenntnisse wurde ein gro- ßer Teil noch in den Jahren 1944/1945 mit hohen Generalstabs- oder Kom- mandostellen betraut. Sechs dieser Militärs wurden wegen Kriegsverbrechen zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt, unter ihnen Maeder, Herzog, Rosenthal und Karpinski. Ähnlich ist die Vergangenheit des Offizierskorps der Bundeswehr bis hin- unter zu den Hauptleuten. Und schließlich erhielt die Masse der Leutnante und Oberleutnante ihre Ausbildung nach 1955 an den von Hitler-Offizieren ge- leiteten Offiziersschulen. Alle westdeutschen Generale waren Hitler-Offiziere— kein einziger der Generale der Nationalen Volksarmee der DDR war Hitler-Offizier. Im Gegen- teil: Die Mehrzahl von ihnen kämpfte aktiv gegen den Faschismus und bewies ihre Treue zur Arbeiterklasse im Kampf zur Verteidigung der spanischen Republik, in den faschistischen Konzentrationslagern und Zuchthäusern. 173 en©> 2 nenne en tätio„- E Ca Heinz Treitner- ein Kriegsverbrecher an der Spitze der Bundeswehr | Nach den Generalen Heusinger und Foertsch steht mit dem ehemaligen Hitler- ‚AME) General Heinz Trettner erneut ein überführter Kriegsverbrecher an der Spitze der Bonner Bundeswehr. Arme Trettner ist einer jener rücksichtslosen Durchhalteoffiziere und Lieblinge test ein: Hitlers, die vor keinem Verbrechen zurückschreckten und dafür hoch dekoriert hestant wurden. Seine Karriere— Trettner stieg im Verlauf von nur sieben Jahren vom , daß si Hauptmann bis zum Generalleutnant auf- ist nur mit der einiger SS-Günst- egenteil linge Himmlers zu vergleichen. änder sı el, Rug:& i DER MORDER VON GUERNICA Inen aus hl Trettner gehörte zu den ersten Freiwilligen der faschistischen„Legion Condor“, anlet die Hitler unter Bruch des Völkerrechts General Franco zur Unterstützung des Offizier Militärputsches gegen die junge spanische Republik schickte. Zunächst kam j er als Adjutant in den Stab des Befehlshabers der„Legion Condor“, General- =z major Sperrle. Ab März 1937 war er Staffelkapitän in der Kampfgruppe 88, nd ih die am 31.März bzw. 26. April 1937 die friedlichen baskischen Landstädte audi Durango und Guernica bombardierten. Diese barbarischen Angriffe waren der al Beginn des faschistischen Luftterrors gegen die Zivilbevölkerung, der später m Se gegen Warschau, Rotterdam und Coventry fortgeführt wurde. Das Ergebnis un dieses Luftterrors waren rauchende Trümmer und ermordete Zivilisten— in talent Durango 248, darunter 14 Nonnen und ein Priester, in Guernica 1654 Tote _ Bi; und 889 Verwundete. u Über die Vernichtung des bekannten Wallfahrtsortes Guernica berichtete ler Ei Mathieu Corman in seinem Buch„Salud Camerada— cing mois sur le front erbredk d’Espagne”(Edition Tribord, Paris 1937). Corman besuchte mit den Korrespon- Herz denten Steer(„Times“) und Holmes(„Reuter“) diese Stadt und klagte am Schluß, . seines Berichtes an:„Die tiefhängenden Wolken haben die Farbe all des Blutes r bis angenommen, die ewig gegen Mola, Franco, Göring und all die anderen zeugen Leulnat wird. Gegen die, die dieses fürchterliche Massaker befohlen haben, gegen die- zieren jenigen, die es ausgeführt haben, gegen diejenigen, die es von ferne guthießen!“ ziger& h m Gege DIERSZERSTORER VON RO/EEERDAM nd bei‘ panisch“ Anfang 1938 setzte Trettner seine Generalstabsausbildung an der Luftkriegs- di akademie Gatow fort und wurde 1. Generalstabsoffizier(Ia) der 7. Flieger- nn va (Fallschirmjäger-)Division. Das war jene Elitedivision Görings, die zur Lösung von Spezialaufgaben innerhalb der Blitzkriegsstrategie der Faschisten be- stimmt war. Trettner arbeitete dafür die Pläne aus. Der erste Großeinsatz erfolgte am 10. Mai 1940 beim völkerrechtswidrigen Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg unter dem Befehl des Generals Student und seines Stabschefs, Major i. G. Trettner.(Siehe Tafel 33) Am Nachmittag des 13. Mai forderte der Stab des Luftlandekorps für den nächsten Tag einen Angriff starker Bomberverbände auf Rotterdam. Der Ver- bindungsoffizier des Kampfgeschwaders 54 erhielt am Abend des gleichen Tages vom Stab Trettners eine Karte mit den Zielen, die durch„Bombenteppiche vernichtet werden sollten“.(Siehe Tafel 34) Nachdem die Bombardierung Rotterdams angekündigt worden war, ent- schloß sich der Stadtkommandant, im Interesse der schutzlosen Bevölkerung und der historischen Bauwerke der alten Stadt Kapitulationsverhandlungen aufzunehmen. Sie begannen am 14. Mai 1940, 10.30 Uhr. Für die Dauer dieser Verhandlungen war Waffenruhe vereinbart worden. Trettner war über diese Vorgänge genauestens informiert, da sein Kommandeur, General Student, an den Kapitulationsverhandlungen teilnahm. Ungeachtet dessen begann um 15.00 Uhr„planmäßig“, wie mit Trettner vereinbart und abgesprochen, die Bombardierung Rotterdams.„Mitten in diese Waftenruhe hinein schlug der deutsche Bombenangriff wie ein gewaltiges, vernichtendes Gewitter.“(Rudolf Böhmler„Fallschirmjäger“, Bad Nauheim 1961) 874 Menschen wurden getötet, über 2000 verwundet, über 78.000 obdachlos; 24978 Wohnungen, 1329 Werkstätten, 2320 Läden, 31 Fabriken, 10 Kranken- anstalten, 24 Kirchen, 62 Schulen und Hunderte andere öffentliche und private Gebäude lagen in Trümmer. Damit ließ Trettner erstmalig in großem Ausmaß praktizieren, was er selbst als Angehöriger der„Legion Condor” in Spanien geübt hatte. Er bestand seine Bewährungsprobe und wurde, da er„den Einsatz der Truppe mustergültig vor- bereitete, im persönlichen Einsatz bei der abgesetzten Truppe die Führungs- unterlagen beschaftte, und die Verbindung aufrechterhielt“, von Hitler auf Vor- schlag Görings mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Nunmehr plante und organisierte Trettner weitere Einsätze der Fallschirm- jäger. So gegen Großbritannien, Kreta, Malta, die Sowjetunion und, nach dem Sturz der Mussolini-Regierung, gegen Rom, Monte Rotondo und Gran Sasso. DER TOTENGRÄBER VON FLORENZ Am 22.Januar 1944 landeten die Alliierten bei Anzio-Nettuno südlich von Rom. Dorthin wurde die von Trettner im November 1943 aufgestellte und be- Lösung ten be. idrigen ehl des fe] 33) für den er Ver- Jleichen eppiche ar, ent- Ikerung lungen r dieser er diese dent, an nn um ren, die lug der (Rudolf dachlos; ‚ranken- | private er selbst nd seine Itig vor ihrungs auf Vor- IIschirm: ach den Sasso. Jich vol und be 175 fehligte 4. Fallschirmjäger-Division verlegt. Nach ihrer Niederlage hinterließen die faschistischen Truppen auf Befehl Trettners eine tote Zone zerstörter Dör- fer und Städte, darunter Frosinone, Itri, Fondi, Velletri, Gaeta, Tivoli, Capua und Littoria. Horst Zabel aus Dessau, ehemaliger Angehöriger der 4. Fall- schirmjäger-Division erklärte: „Der Rückzug vollzog sich von Ardea aus über Albano, Rom, Bracchiano, Orvieta, Montepulciano, Perugia, Florenz, Futa-Paß, Bologna und Castel St.Pietro... Beim Rückzug durch Rom wurde diese Stadt wegen Partisanen- tätigkeit 48 Stunden zur Plünderung freigegeben... Auf dem weiteren Rück- zugsweg wurden alle strategisch wichtigen und für die Versorgung der Bevöl- kerung bedeutsamen Objekte, z.B. Wasserwerke, Elektrizitätswerke usw., in einer Tiefe von 20 km zur Hauptkampflinie gesprengt. Desweiteren mußte die Zivilbevölkerung in einer Tiefe von 5km ohne wesentliche Mitnahme von Nahrungsmitteln das Gebiet verlassen und sich auf größere Städte zurück- ziehen... In Ausübung dieser Befehle kam es im Bereich der 4. Fallschirm- jägerdivision, deren Kommandeur Generalmajor Trettner war, zu vielen Ver- brechen.“ Mitte Juli 1944 übernahm die 4. Fallschirmjäger-Division den Abschnitt Flo- renz. Über diese Zeit vermerkte der konservative Florentiner Rechtsanwalt Gastano Casoni in seinem Tagebuch: „Sonnabend, 22. Juli: Die deutschen Streitkräfte in Florenz bestehen jetzt aus Linientruppen, d.h. aus Fallschirmjägern und Sprengkommandos. Die Fallschirmjäger haben einen noch schlimmeren Rut als die SS. Sie betragen sich in der Tat wie Menschen, die drauf und dran sind, das Feld zu räumen, und nun soviel Beute wie möglich mitgehen lassen wollen, eine große Spur von Zerstörung und Trauer hinterlassend.“ Obwohl Florenz von Hitler selbst zur„Offenen Stadt“ erklärt worden war, begannen Ende Juli unter dem Oberbefehl Trettners umfangreiche Spreng- vorbereitungen und Zerstörungsmaßnahmen. Wohnviertel mit einer Bevölke- rung von 50 000 Menschen mußten innerhalb von 24 Stunden geräumt werden. In der Nacht vom 3. zum 4. August 1944 wurden 5 Brücken und viele der schönsten Bauwerke, darunter das Machiavelli-Haus, die Türme von Girolami- Gheradini und Parte Guelfa, das Accianiuoli-Palais sowie weltberühmte Kir- chen gesprengt. Das Vernichtungswerk ging nach der Räumung der Stadt weiter. Der ehemalige Angehörige der 4. Fallschirmjäger-Division, Leutelt aus Wernigerode, berichtete,„daß auf den Höhen nördlich von Florenz Artillerie- einheiten der 4. Fallschirmjäger-Division in Stellung gegangen waren und wiederholt Feuerüberfälle auf Florenz durchführten‘. Charakteristisch für das Wüten der Fallschirmjäger Trettners in der Um- gebung von Florenz sind die Massaker in der kleinen Stadt Fiesole. Von den 2000 Einwohnern ließ Trettner etwa 500 zusammentreiben und zu Schanz- oh. 176 arbeiten in der„Gotenlinie” deportieren. Viele Einwohner wurden ermordet. Pasquale Pucci beispielsweise wurde nur deshalb erschossen, weil er ein eng- lisches Wörterbuch besaß. Ein ähnliches Verbrechen geschah an drei Carabi- nieri, die ihr Quartier verlassen hatten, um nicht zu Repressalien gegen die eigene Bevölkerung herangezogen zu werden. Obwohl sie den italienischen Behörden unterstanden, wurden sie in der Nacht zum 12. August 1944 auf Be- fehl des Divisionsstabes Trettners erschossen. Die Verbrechen in und um Florenz wurden im Herbst 1944 im Raum Bologna gemeinsam mit SS- und Polizeiverbänden bei„Säuberungsaktionen“ gegen Partisanen fortgesetzt. Trettner war inzwischen mit dem Eichenlaub dekoriert und zum General- leutnant befördert worden. Am 1. Mai 1945 bot das Oberkommando der deut- schen Heeresgruppe Italien die Kapitulation an. Doch Trettner, der faschisti- sche Durchhaltegeneral, opferte noch vier Tage lang deutsche Soldaten, italie- nische Zivilisten und Angehörige der alliierten Streitkräfte seinen Befehlen. ER GREIFT NACH ATOMWAFFEN Dieser Kriegsverbrecher steht heute an der Spitze der westdeutschen Bundes- wehr, deren Grundkonzeption die„Vorwärtsstrategie” ist. Um sie durchzuset- zen, greift Trettner nach Atomwaffen, sei es in Form einer NATO-Atommacht oder eines Atomminengürtels. Diesen verbrecherischen Plan legte Trettner Mitte Dezember 1964 der NATO-Ratstagung in Paris vor.„UPI“ berichtete am 18. Dezember 1964: „Aus miltärischen Kreisen wurde bekannt, die atomaren Minen sollten... einen ‚atomaren Frühalarm‘ auslösen. Sie würden so in das von der NATO ge- billigte Konzept der Vorwärtsstrategie passen.“ Die„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schrieb am 22. Dezember 1964: „Der Plan ist nicht allein von dem Generalinspekteur der Bundeswehr ent- worfen worden. Man kann gleichwohl von einem Trettner-Plan sprechen, weil der Generalinspekteur verantwortlich zeichnet.“ Und der„Vorwärts“ erklärte am 23. Dezember 1964: „Offenbar ist dieser Vorschlag in dem Bestreben geboren worden, eine neue Version für das Streben der Bundeswehrführung nach atomarer Verfügungs- gewalt zu entwickeln.“ Atomwaffen in den Händen eines so skrupellosen und kriegswütigen Hitler- Generals, dessen militärische Karriere bewies, daß ihm Völker- und Menschen- recht nicht gelten,— das ist nicht nur eine Gefahr für den Frieden in Deutsch- land und in Europa, das ist eine Weltgefahr. Mordet. Johann Adolf von Kielmansegg- In eng-; se: En ein nazistischer Aggressionsoffizier gen die befehligt NATO-Verbünde Nischen N auf Be- Nach dem Kriegsverbrecher Speidel steht heute mit General Johann Adolf von Kielmansegg ein Offizier an der Spitze der NATO-Landstreitkräfte Europa- ologna Mitte, der sich an den Hitler-Überfällen führend beteiligte. gegen Kielmansegg ging durch die Schule des faschistischen Generalstabes. Als 3. Generalstabsoffizier(Ic)-— Abwehr— der 1. Panzer-Division nahm er am ieneral- Überfall auf Polen, als 2. Generalstabsoffizier(Ib)- Nachschub- der gleichen T deut- Division gegen Frankreich teil. Später wurde er 1. Generalstabsoffizier(Ia) 'schisti-— Operation— der 6. bzw. 1. Panzer-Division, kam in die Operationsabteilung ‚Italie- des Generalstabes des Heeres unter Kriegsverbrecher Heusinger und über- en. nahm schließlich als Oberst das Panzergrenadierregiment 111. Über den ersten Teil seiner Karriere schrieb Kielmansegg mehrere Abhand-| lungen, von denen sein im Jahre 1941 im Verlag„Die Wehrmacht” herausgege-| benes Buch„Panzer zwischen Warschau und Atlantik“ eine umfassende Cha-| rakteristik seiner faschistischen Gesinnung ist.(Siehe Tafel 32) undes- hzuset- nmacht EIN PAYERSISEREIRFBIIDTEISZIKSRSTFEIGIHEIRE rettner tete am Auf den ersten Seiten seines Machwerkes offenbart er, daß er„dreizehn Jahre hindurch nichts anderes getan hatte, als das Kriegshandwerk zu lernen und ten... die Erscheinungsformen des Krieges theoretisch zu studieren“. Nun brannte er TO ge- darauf, daß es endlich losginge:„Wir hielten den Atem an, als wir des Führers letztes Angebot an Polen hörten... Und wir wären keine deutschen Soldaten gewesen, wenn wir nicht gewünscht hätten, daß Polen nicht annähme.“ hr ent- Dann war es soweit: n, weil„Ich zünde mir eine Zigarette an— wenn sie verlischt, wird Krieg sein. Noch zwei Minuten, und der Krieg beginnt. Sonderbares und erregendes Gefühl, einen geschichtlichen Augenblick, dessen Tragweite gar nicht abzusehen ist, so 16 neue bewukt, so unmittelbar zu erleben! 4.45 Uhr!... Der Krieg hat begonnen!... ‚gungs- Aber dieser Krieg würde ja auch anders werden als der Weltkrieg. Nur nicht|| im Ausgang, daran gab es keinen Zweifel, auch sonst.“ I Hitler- Nach der Okkupation Polens bedauerte Kielmansegg, daß vor den weiteren| nschen- Aggressionen eine Kampfpause eingelegt wurde:„Wir hätten am liebsten gleich gutsch- ‚weitergesiegt'‘...” Als neun Monate später die faschistische Kriegsmaschine im Westen in Be- wegung gesetzt wurde, frohlockte er:„Deutsches soldatisches Können und Or- 178 ganisation hatten es wirklich dahin gebracht, daß nur auf den berühmten Knopf gedrückt zu werden brauchte, und es ging los.“ Nachdem die faschistischen Aggressionsarmeen am Nordkap, am Kanal und an der Biskaya standen, brannte er darauf, unbedingt bei der„Erringung des Endsieges“ dabeizusein. „Wir können melden, daß wir den Auftrag, den die Geschichte, Deutschland und der Führer uns gestellt haben, durchführten bis zum letzten, und wir können melden, daß wir bereit sind, genau so den Auftrag durchzuführen, der als einziger noch zwischen uns und der Freiheit steht, die Vernichtung Eng- lands.“ „ÜBER GRÄBER VORWÄRTS!“ Tod und Vernichtung, brennende Städte und Dörfer markierten den Weg der in Polen eingefallenen Armeen. Das Vernichtungswerk war so gründlich,„daß man auch bei schnellem Durchfahren glaubt, versengt zu werden.“ Hand in Hand damit begann der Terror der faschistischen Okkupanten gegen die Zivil- bevölkerung.„In diesem Dorf Polichno führten wir übrigens zum erstenmal ein Verfahren zur unmittelbaren Sicherung der Nachtruhe durch, was dann später zur Regel wurde und sich sehr bewährt hat. Sämtliche Dorfbewohner, die zu- rückgeblieben waren, wurden in einem großen Hof zusammengetrieben und für die Nacht eingesperrt....“ Kielmansegg räkelte sich im Amtssessel des früheren polnischen Staats- präsidenten und triumphierte: „Ich saß auf dem Stuhl des Oberhauptes eines Staates, den wir nicht nur ein- fach militärisch besiegt hatten, sondern der durch unseren Sieg ausgelöscht war aus der Geschichte, entgegen deren Sinn er, künstlich ins Leben gerufen, zwanzig Jahre lang versucht hatte, zu existieren...“ Als es gegen Luxemburg, Belgien, die Niederlande und Frankreich ‚endlich losging“, jubelte er über die Bombardierung von Sedan: „Vier Stunden dauerte dieses großartige, überwältigende Schauspiel... Ein wunderbares Bild entwickelt sich vor unseren Augen. An dem brennenden Avancon vorbei, auf dem noch das Feuer der deutschen Artillerie liegt, walzen die Panzer jeden Widerstand vor sich nieder....“ Kielmanseggs Devise lautete:„‚Über Gräber vorwärts!‘ In diesem Augen- blick können wir uns mit berechtigtem Stolz und in tiefer Freude sagen, dab wir im Begriff sind, dieses Wort in einem wunderbaren Sinn wahrzumachen.“ Im Siegestaumel des faschistischen Aggressors triumphierte Kielmansegg nach der Kapitulation des„Erbfeindes Frankreich“:„Keine zehn Jahre war es her, daß noch die Trikolore auf dem Ehrenbreitstein flatterte. Daß es seit dem Tag, N Knopf Anal und Jung des tschland und wir uführen, ing Eng- Weg der ich,„daß Hand in lie Zivil- nmal ein n später ‚ die zu- ben und ı Staats- nur ein- ‚gelöscht gerufen, „endlich ]... Ein nnenden , Augen: gen, dab machen. egg nach r es het, jem Tag; 179 wo sie dort niederging, nur zehn Jahre weniger zehn Tage sein würden, wo Frankreich zerschmettert und besiegt den Waffenstillstand des Jahres 1940 im Walde.von Compiegne unterzeichnen würde, das ahnte allerdings keiner von uns an diesem 11. Mai.“ VOM RASSENWAHN GETRIEBEN Rassenwahn und Herrenmenschentum ziehen sich wie ein roter Faden durch das Machwerk des Grafen Kielmansegg. So schrieb er im„Stürmer”-Jargon auf Seite 61 über eine polnische Ortschaft:„Die Häuser starrten vor Schmutz, die Luft war kaum zu atmen. Erklärlich wurde das, wenn man die fast durchweg jüdischen Einwohner sah.“ In Frankreich, meinte er, herrsche„eine Atmosphäre der Verwahrlosung und der Verkommenheit“. Es mache den„Eindruck eines stehengebliebenen Vol- kes“ und sei ein„leeres Land“. Deshalb:„‚Raum ohne Volk‘- Frankreich... ‚Volk ohne Raum‘—- Deutschland.“ Das Rezept zur Änderung dieses Zustandes gab Kielmansegg auf den Sei- ten 246/247, als er die Besetzung der französischen Stadt Belfort beschrieb: „Am Nachmittag endlich ist das Hotel de Ballon... selbst in unserer Hand und wird damit nach 22 Jahren und diesmal unwiderruflich wieder zum deutschen ‚Belchen‘.“ NS OISIBEIRIBZANETRIEINJERRE BANN TZIERSSIEIEIZITANITESIEE IM GENERALSTAB Als 1. Generalstabsoffizier(Ta) der 6. Panzer-Division der Heeresgruppe Nord brach Kielmansegg in die Sowjetunion ein. Sein Ziel war die rasche Eroberung von Leningrad. Nach dem Scheitern dieses Planes entwarf er den Divisions- befehl Nr.50 vom 18. September 1941, in dem es demagogisch heißt:„Das Schicksal Petersburgs ist besiegelt und nur noch eine Frage der Zeit.“ Die Lo- sung sei:„Für Führer und Vaterland alles daran zu setzen, bis die endgültige Entscheidung errungen und Deutschlands Zukunft gesichert ist.“ Anfang 1944 wurde Kielmansegg auf Grund seiner„Osterfahrungen“ als 2. Generalstabsoffizier in die Operationsabteilung des Generalstabes des Hee- res geholt, deren Chef der Kriegsverbrecher Heusinger war. Dort wertete er die„Lagemeldungen“ aus, stellte sie zu Gesamtberichten zusammen und gab sie„als Anleitung zum Handeln“ an die Heeresgruppen heraus. In einigen von Kielmansegg unterzeichneten„Geheimen Kommandosachen“ (Siehe auch Tafel 31) heißt es: „Stand 3.4.44, 12.00 Uhr 1. Frankreich ... 80 Einwohner erschossen, 20 festgenommen... Mehrere Lager und Häu- ser zerstört, 24 Terroristen erschossen, 107 festgenommen.“(DOCUMENT NO. NOKW- 1557 CONT’D, S. 17) „Stand 4. 4. 44, 12.00 Uhr I. Frankreich Fortsetzung Säuberungsunternehmen Department Dordogne, mehrere Lager und Häuser zerstört, 19 Terroristen erschossen, Beute an Ktz. und Waften” (DOCUMENT NO. NOKW- 1557 CONT'’D, 5. 19) „Stand 12.7.44, 06.00 Uhr... b) Serbien: Im Banat Sühneerschiekungen von 40 Kommunisten.“(DOCUMENT NO. NOKW- 1557 CONT’D, 5. 34) „I. Frankreich, Stand 13.7. 44, 06.00 Uhr... A.O.K. 1: 18 Terroristen erschossen, umfangreiche Beute... A.O.K.19:...15 Terroristen erschossen... Mil. Beth. F.: 156 Terroristen erschossen.“(DOCUMENT NO. NOKW- 1557 CONT’D, S. 37/38) SEIN ERSTES GEBOT: VORWÄRTSSTRAFTEIGTE, Unter Heusinger und Speidel war Kielmansegg einer der ersten militärischen Berater Adenauers und maßgeblich am Aufbau der Bonner Aggressionsarmee beteiligt. Für ihn ist die„Vorwärtsstrategie” ebenso wie das Atommachtstreben erstes Gebot. Bereits am 6. Januar 1955 schrieb er in einem Leitartikel der „Welt“:„Wer die Verteidigung der Bundesrepublik bejaht, muß fordern, dal) diese an der Zonengrenze, und zwar operativ wirksam beginnt.“ Heute befiehlt dieser faschistische Aggressionsoffizier über alle NATO- Landstreitkräfte zwischen Hamburg und den Alpen. Neben westdeutschen, niederländischen, belgischen, britischen, amerikanischen und kanadischen S$ol- daten sind es Angehörige des großen französischen Volkes, das vor 25 Jah- ren durch den Chauvinisten und Rassenfanatiker Kielmansegg in gemeinstei Weise beleidigt und entwürdigt wurde. 7.) den oa 4.WMei 15921 in Str z£enen, in Heidllbire, Dr 7. us ayo)s pun uUNMU.L TANZ UOA NFSXISEHUUAUONZ E anp ns TUROX_ wu “URAUCL TNXD UOA STuxIsEnuuggonz=; ar*austogıR SAÄaTpranrsıy a ATıpr>H se= 1 DFON*ST) ISNUUTIZATZ asp nz nf Song pm FRHaLOT le& Arp n2aJ ee(‘9 r ’“USIUSf ASTA UA NFSXIEEnJU4UOnZ‘zucHn ur { zıop nz Zun wuunof an ss—FIATSSFTFH UNF9FUIFOYUTIA Fungy.yuyon g2 me"LISPULTIISATUTIZOTZ“asarasıp“yaunıda pon unz-1° Z2aqt7pr>H ur L6eT TaqWnAoN"g mi unp(‘5 ZIUTInNJ Saz pun‘Tu rao% Jasaoı Ina H*AOpUrg ANOTOS UNIYOFLUOIN UOA SUAFTIIgTOA UNIgONerNA pım zopıng aaRay> uasrp*L!unyzuyugomn { ANOSFOUFTEN. 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NORW alle NA stdeutsch militärisch ssionsari: nachtstreßt itartikel fordern, dü „dischen OCUMR) nd Waf: MENT! ] ABSCHRIFT B0.KLE.193/43 Ir Namen des deutschen Volkes! Urteil Strafsache gegen 1. den an 10. Febrüar 1900 in Buohgeweiler geborenen, in Sufflenheim wohnhaften, verhsirateten Angestellten bein Reichsluftschntzbund Karl 2ZilJer und 2. den am 18. Eoveuber 1905 in Straßburg geborenen, in Bischweiler wohnhaften, verheirateten Anzestellten Bobert Bo ke r t wegen hockverräterischsr Umtriebe, Vorbereitung zum Hochverrat, Peindbegünsrigung, Beschimpfurg des Reiche und Abhörene nicht- deutscher Sender. Das Sondergerich: bein Landgericht Stralburg(Elsaß) hat in der Sitzung von 26. Novenbor 1943, an wsloher teilzenomuen habent Ländgerichtspröuident Dr. Auber, uls Vorsitzender, lanägericktarat Zander, lundgerichterat Boidhara,X ala beisitzende Richter, Oberstartsenwait Luzer, als Beanter der Staatsamvaltschaft, Justirassistsnt Gilch, „ale Urkunäebeanter der Geschäftestelie, für Reoht erkamntı; Karl Ziller hat In den Jahren 1942 und 194% in großen Umfange anonyne Hoetgschriften verbreitet, in denen er die Binführung der Wehrpflicht in Elsaß bektiupfte und die elslssische Bevölkerung auf- Zorderte, sich ge en die dentsche Führung in’ Elsaß zusannenzu- schließen, ihr“iderstand zu leisten und für die Befreiung durch Frankreich zu arbeiten. Zur Unterstütgung seiner Bestrebungen hat er sich auch an Äle englischen KEonsulatsbehörden in der Schweiz gewandt Robert Eckert hat in Jahre 1942 einen Aufruf gegen die Einführung der„eurpflicht in Ülsaß verfaät und diesen an Ziller weitergegeben. Die Angeklagten werden hierwegen zum Tode und zum dauernden Nerlust der Ehrenrechte verurteilt. 2 Die Anzeiilasten haben die Kosten des Verfehrens zu tragen. Dberstaatsanwalt 3 SZ m Landgericht ssburg(Elsass) . Strassburg, den 20.Januar 1944. so Kis. 193/43 En Herrn Reichsminister der Justiz SAFE j ä in Berlin WB en 7 «TIhelustrasse 16 ME efsache gegen Karl 21 wegen landesverräterischer Pei E gu und Ver neen...2 meinem Gnadenbericht vom 3.Dezember 1943- Wim(MR Der Herr Chef der Zivilverwaltung im Elsass hat zit Erlasse Yu/"von 5.Januar 1944 einen Gnadenerweis abgelehnt. Er Die vom Sondergericht Strassburg mit Urteil vom 26.Novenber j Alte 1943 gegen ZILLER ausgesprochene Todesstrafe wurde am 15.Januar 1944 um 5 Uhr lo Kin.So Sek. ohne Zwischenfall vollstreckt. Die Leiche wurde der Anfatonie Freiburg i.Br. zu Porschungs- m. überlassen. 2 f 0 4% 2 En SHrDdan taaisanmwalılchatt Obeclandesger den / -39 yng uarTaaz Jne st vr Qarb 7 MErF-78% TO TUESDOL ua eura I8[ Isp uUDeu b) 58p*uUSrTs JarfZıa U9YXY Usp sny*ıTory ayoraısne mI a1Ta4stazrrod 1-SIERIS SFTSSTU STP Y9amp ITSyuaFaTazuy y a5p Zuntpususg aTp -3q I46L Tmp"9, we 3uTs -in ‘uapıoma? 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Dieses blühende I rank- reich ist ein leeres Land. Ist die dlung schon nicht sehr Aıtl A N I I K dicht, so bemerkt auch der wirtschaftliche Laie die vielen Y brachliegenden Felder, und zwar n ehr Sinne einer Dreifelderwirtschaft. Nein, N immer wieder sieht, sind Acker, die seıt vielen Jahren kei Pflug gespürt und kein Getreidekorn mehr aufgenommen haben. Diese Beobachtung, die ich hier zum erstenmal mache, lich überall in Frankreich, ım bestätigte sich mir dann eigent Grade ihres Ausmaßes nur wenig abgestuft, gend sind sehr viele Weiden, und der nicht be: ist wenigstens auf diese Weise ausgenutzt, trotzden springt auch hier schon die allerdings durch d mangel erz wungene„Großzügigkeir in der Ausnutzur Erde deutlich in die Augen. In anderen Teilen des Lan dies noch mehr der Fall. Diese Tatsache ıst mir an sich ı 5° ie Neues, man hat davon gehört und darüber gelesen dies ist wırkungsvollster ste Verdeutlichung 1 ’ Frankrei ind machte sich engem Raum } 1224 N; u brechen, der bereits übe<] ı brechen, de reits über Kreideboden der Champagne t r des Füh- wirbelnd traße und eine tschen Soldaten ge- n ni-h& 4 Et Wi schichte, Deutschland durchführte: bi; zum wir bereit sind, genau so de als einziger noch zwischen 1s und de INcıt}\ .n Sinn er, künse- 4 Vernichtung Englands. versucht hatte, “or einhun- Keine Anerkennung aber ber ihn ge-Mdie des Führers, als er am vor dem Reichstage sazte: Der Wehrmachtbericht über den Feldzu Teil dieser Panzerwaffe war< mit den Worten geschlossen:„Das deutsche Volk kann Zeichen deutschen Heldentums, der mit Stolz auf seine Wehrmacht blicken. Sıe aber sieht m kämpfte und siegte, in Polen ur sieghaftem Vertra ihren weiteren Aufgaben entgeger Warthe und an der Weichsel, bei Sedan und } er 7- OR Do larne, an der Grenze der Schweiz Das taten wır, weiß der Himmel! Voll Vertrauen und vol! der Aisne und an der N Ungeduld. Wir hätte::bsten gle terge i am liebsten gleich„weite t und bei Belfor : rt, aber daß das nicht möglich war, wurde einem ja bei d ringsten Überlegung klar. TAFEL 32 rn Hitlers treueste Generale schufen die Bundeswehr Fıiusinger VOM CHEFPLANER HITLERS ZUM CHEFPLANER Adolt ADENAUERS Als Fahnenjunker trat Heusinger 1915 in das Kaiserliche Heer ein und nahm am Krieg gegen Frankreich teil. Nach dem ersten Weltkrieg wurde er in die Reichswehr übernommen und erwarb als Oberleutnant in den Lehrgängen für „Führergehilfen“ der illegalen Kriegsakademie die Spezialkenntnisse für seine spätere Tätigkeit im Generalstab. 1929 kam er in das Reichswehrministerium. 65 Landes in Im„Führungsstab der Heeresleitung“, Tarnbezeichnung des verbotenen Gene- ralstabes, half er mit, den deutschen Imperialisten wieder eine schlagkräftige Armee in die Hände zu geben. Mit der Machtergreifung der Hitler-Faschisten begann Heusingers Karriere. Von 1935 bis 1937 sammelte er als Generalstabschef der 11. Division„Erfah- rungen in der Truppenführung” und wurde danach zum 1. Generalstabsoffizier der Operationsabteilung des Oberkommandos des Heeres berufen. Von nun an plante und bestimmte er alle militärischen Operationen der faschisti- schen Wehrmacht mit und erwarb sich das besondere Vertrauen Hitlers. 1940 mi wurde er Chef der Operationsabteilung des Generalstabes des Oberkom- mandos des Heeres und 1943 stellvertretender Chef des Generalstabes des Heeres. Während seiner Tätigkeit im Generalstab des Heeres entstanden— größten- teils bereits im Frieden— unter aktiver Mitwirkung Heusingers u.a. die Äggres- ER sionspläne gegen die Tschechoslowakei, Polen, Norwegen und Dänemark, EB gegen Holland, Belgien, Luxemburg und Frankreich, gegen Griechenland und Jugoslawien, Afrika, Sowjetunion, Ägypten, Italien, Ungarn, Rumänien, Eng- land, Schweiz, Portugal und Spanien. Auf Grund dieser Überfallpläne wurden unter Heusingers Leitung in vielen „Geheimen Kommandosachen“ die verschiedenen Angriffsoperationen des faschistischen Heeres bis ins einzelne festgelegt. So wurden zum Beispiel in der„Geheimen Kommandosache“ Nr. 4402/39 der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres vom 7. Oktober 1939 Vor- bereitungen zum Einfall in Holland und Belgien getroffen. In dem von Heusin- ger unterzeichneten Dokument heißt es: „Gleichzeitig hat Heeresgruppe B entsprechend besonderer Anweisung alle Ei Vorbereitungen zu sofortigem Einrücken in holländisches und belgisches Ge- biet zu treffen, falls die politische Lage es erfordert. Den Befehl zum Einrücken gibt OKH. Bis dahin ist jede Grenzverletzung holländischen oder belgischen Gebiets peinlichst zu vermeiden.“ Die Praktiken der faschistischen Kriegführung unterstützte Heusinger auch 12 Braunbuch bei der Vorbereitung des Überfalls auf Jugoslawien, der den Decknameı „Marita“ trug. In einer„Geheimen Kommandosache” vom 27. März 1941 über eine Lagebesprechung zu Jugoslawien, an der Heusinger teilnahm, heißt es: „Führer ist entschlossen, ohne mögliche Loyalitätserklärungen... alle Vor- bereitungen zu treffen, um Jugoslawien militärisch und als Staatsgebilde zı zerschlagen... Es kommt darauf an, daß so schnell wie möglich gehandel wird... Politisch ist es besonders wichtig, daß der Schlag gegen Jugoslawien mit unerbittlicher Härte geführt und die militärische Zerschlagung in einen Blitzunternehmen durchgeführt wird... In diesem Zusammenhang muß de: Beginn der Barbarossa-Unternehmung bis zu 4 Wochen verschoben werden! (H. A. Jacobsen,„1939-1945, Der zweite Weltkrieg in Chronik und Dokumer: ten“, S.202) Heusinger plante aber nicht nur die Überfälle der Faschisten, sondern leitet: unmittelbar auch den Einsatz der faschistischen Wehrmacht gegen unschuldig: Frauen, Kinder und Greise in den überfallenen Ländern im Rahmen de: „Bandenbekämpfung” und bei der Anwendung der„Taktik der verbrannteı Erde“. So ließ die Operationsabteilung des Heeres, deren Chef Heusinger war, all „Vergeltung“ für einen am 28. August 1942 erfolgten Angriff sowjetischer Par tisanen gegen die Eisenbahnstation Slawnoje und die dort stationierte Garnison der faschistischen Polizei und Gestapo über 100 Geiseln, darunter Frauen, Greise, Kinder und Jugendliche, ermorden. In dem Telegramm Nr. 11 027/42; der Operationsabteilung des Heeres an das Oberkommando der Heeresgrupp: Mitte heißt es: „Der Führer fordert Vergeltungsmaßnahmen mit Anwendung schärfster Ab schreckungsmaßnahmen wegen des Überfalls der Partisanen auf Slawnoje. Über die getroffenen Maßnahmen ist zu berichten.“ Heusinger, Mitwisser des Sprengstoff-Attentats auf Hitler, wurde nicht etw. wie alle anderen auch nur entfernt Beteiligten erschossen oder dem Henker aus: geliefert, sondern nach seiner kurzen Haft von Hitler persönlich empfangen und rehabilitiert. Über eine von Heusinger während seiner Haftzeit verfaßt „Denkschrift“” äußerte Hitler: „Ich habe Ihre Denkschrift aus der Haft studiert. Ich danke Ihnen dafür.' (A. Heusinger,„Befehl im Widerstreit“, S. 236) In dieser Denkschrift für den„Endsieg“ empfahl Heusinger, als neues Ka nonenfutter die 15- und 16jährigen sowie alle älteren Jahrgänge bis zu 60 Jah ren einzuziehen. Ende September 1944 wurde Heusinger„rehabilitiert”— Mittx Oktober 1944 befahl Hitler die Aufstellung des Volkssturmes. Während seiner„Gefangenschaft“ war Heusinger ständiger Ratgeber dei kriegshistorischen Abteilung der US-Armee, wertete„Erfahrungen“ aus und bereitete sich so für zukünftige Aufgaben vor. ne 183 N Me Nach seiner Entlassung wurde aus dem Günstling Hitlers der Günstling 4 heifte, Adenauers. Zusammen mit Speidel wurde Heusinger dessen Berater in militä- :; rischen Fragen. So wie einst Heusinger für Hitler unenibehrlich war, wurde er atsgehil, es nunmehr auch für Adenauer.: Ira on 1950 wurde er offizieller Berater der Bundesregierung für„Sicherheits- i Jay fragen“ und„Angestellter" der„Dienststelle Blank“, dem illegalen Kriegs- ung jn 5 ministerium, Hier plante er den Aufbau der neuen Wehrmacht und nahm an hang vo allen wichtigen Beratungen teil. 1952 wurde Heusinger Chef der Militärabtei- iin Ei lung im„Amt Blank“. ie Dokı„Die harten Jahre im ‚Amt Blank‘— Jahre selbstloser, umstrittener, ungewis- 4 ser Warte- und Vorbereitungsarbeit-, die an alle Beteiligten große Anforde- order rungen stellten-, wurden schließlich, nachdem die Deutschland-Verträge eine E neue Form der Sicherheitspolitik auf nationaler Basis innerhalb der NATO Be ermöglichen, 1955 belohnt durch den Neuaufbau deutscher Streitkräfte, an dem Rahmen Heusinger und Speidel führenden Anteil nahmen.“(„Das neue Journal“, T verbran! 26. Februar 1958) Im November 1955 übernahm Heusinger den Ständigen Vorsitz im Militä- DEN. rischen Führungsrat der Bundeswehr und wurde am 1. März 1957 ihr erster Mietischer? Generalinspekteur. Vom 1. April 1961 bis 29. März 1964 war dieser ehemalige ierte Gami stellvertretende Heeres-Generalstabschef Hitlers Vorsitzender des„Ständigen unter Fra Militärausschusses der NATO“ in Washington und damit praktisch deren 11H Generalstabschef. Damit hatten die westdeutschen Imperialisten drei Jahre Heeresgn lang eine der wichtigsten Stellen der NATO besetzt, in der Heusinger entschei- denden Einfluß auf die strategische Konzeption der NATO ausübte, den Griff schärfsteri der Bonner Hitler-Generale nach Atomwaffen vorbereitete und in steigen- auf Slaun dem Maße westdeutsche Generale auf einflußreiche NATO-Posten lancieren half. rde nicht Wie der Kriegsverbrecher Speidel trat auch sein Komplice Heusinger nach m Henker: seiner Pensionierung nicht in den Ruhestand. Die führende Partei der west- ich empfatt deutschen Monopole, die CDU/CSU, machte ihn zu ihrem militärischen Be- ftzeit verf: rater. In dieser Position erarbeitet Heusinger heute unter Adenauer, Erhard und Barzel wieder die Pläne zur totalen Militarisierung, wie er es sogar wäh- Ihnen dal rend seiner„Haftzeit” für Hitler tat. Verwirklichung der atomaren„Vorwärts- strategie”, Drängen nach Atomwaffen, Massenmobilisierung und Notstands- als neues! gesetze sind untrennbar mit seinem Wirken verbunden. Der Kriegsverbrecher bis zu 60) Heusinger war und ist der militärische Exponent und einer der Hauptverfech- litiert‘- N ter der aggressiven, volksfeindlichen Politik des Bonner Staates. Ratgeber ngen” aus! Speidel Hans, Dr. KRIEGSVERBRECHER UND MILITÄRBERATER DER BONNER REGIERUNG Speidel steht seit 1914 im Dienste des deutschen Militarismus. Nach dem ersten Weltkrieg trat er zur Reichswehr über, wurde als„Führergehilfe“(General- stabsoffizier) ausgebildet und 1930 als Hauptmann in das Frankreich-Referat der 3. Abteilung des illegalen Generalstabes übernommen. Mit der Macht- ergreifung Hitlers im Jahre 1933 kam Speidel als Gehilfe des Militärattaches zur deutschen Botschaft nach Paris und organisierte dort die Spionage gegen Frankreich. Anschließend wurde er Leiter der Abteilung„Fremde Heere West“ im Generalstab des Heeres, in der er die militärischen Unterlagen für den Über- fall auf die westeuropäischen Länder beschaffte, auswertete und die entspre- chenden Pläne mit ausarbeitete. An der Vorbereitung und Durchführung des Überfalls auf Frankreich war Speidel als 1. Generalstabsoffizier des IX. Armee-Korps bzw. der Heeres- gruppe B unmittelbar beteiligt. Am 14. Juni 1940 wurde er Chef des General- stabes beim Militärbefehlshaber in Paris und am 1. August 1940 Chef des Generalstabes beim Militärbefehlshaber in Frankreich. Als solcher ist er mit- schuldig an der Errichtung des grausamen Terrorregimes in Frankreich und an zahlreichen Verbrechen an der französischen Zivilbevölkerung. Die Ergebnisse dieser verbrecherischen Tätigkeit faßte Speidel in seinen Meldungen über „Stimmung und innere Sicherheit“ zusammen, in denen er über die barbarischen „Sühnemaßnahmen“ unter seiner Aufsicht gegen die französische Zivilbevölke- rung berichtete. So heißt es in seinem am 28. Februar 1942 verfaßten Lage- bericht an den Kriegsverbrecher Keitel: „Folgende Sühnemaßnahmen wurden in der Berichtszeit befohlen: 100 Kom- munisten und Juden wurden nach Compiegne zwecks Deportation nach dem Osten überführt. In Rouen wurden umfangreiche Razzien auf Kommunisten und Juden durch- geführt, die zu zahlreichen Verhaftungen führten. Im Zusammenhang mit den Maßnahmen... wurde für das gesamte besetzte Gebiet die Überführung von 1000 Kommunisten und Juden in deutsche Haft angeordnet. Diese sind zur Deportation nach dem Osten bereitgestellt.“ Im März 1942 kam Speidel zunächst als Chef des Generalstabes des V. Armee-Korps und später als Chef des Generalstabes der 8. Armee nach deır Sowjetunion. Dort setzte er seine Verbrechen in großem Ausmaß fort. Er ge- hörte mit zu den Hauptplanern und Vollstreckern der„Taktik der verbrannten Erde“, die in seinem Bereich in der grausamsten Weise verwirklicht wurde. Ganze Landschaften wurden in tote Zonen verwandelt. Im April 1944 tauchte der inzwischen zum Generalleutnant beförderte und für seine Verbrechen in der Sowjetunion mit dem Ritterkreuz dekorierte Spei- 185 del wieder in Frankreich auf. Diesmal als Chef des Generalstabes der von Rommel geführten Heeresgruppe B. Hier wollte er seine beim Rückzug der ge- schlagenen Hitler-Armeen in der Sowjetunion gesammelten„Erfahrungen“ er- _ neut praktizieren. So gab er im August 1944 ohne Skrupel den Befehl weiter Ba" und billigte ihn ausdrücklich, wonach Paris in ein Trümmerfeld verwandelt we werden sollte. : Ss Mat Im Zusammenhang mit dem 20. Juli 1944 wurde Generalfeldmarschall Rom- litärattad mel von den Nazis zum Selbstmord getrieben. Sein Stabschef und Vertrauter BR Na Speidel blieb ungeschoren, weil er, um seinen eigenen Kopf zu retten, zu den eere I; eh Denunzianten Rommels bei der Gestapo gehörte. für den Üh Nach 1945 ließ sich Speidel in Süddeutschland als„Geschichtsforscher“ nie- die entsp der, bis Adenauer ihn und seinen Komplicen Heusinger im Jahre 1950 zu sei- nen militärischen Beratern ernannte. ankreich Speidel wurde westdeutscher„Sachverständiger“ bei den Verhandlungen der Her über einen„Sicherheitsbeitrag Westdeutschlands“ und Chefdelegierter bei den des Gene: EVG-Verhandlungen. Nach dem Scheitern dieses Projekts durch das Veto der 340 Chef französischen Nationalversammlung war Speidel einer der Hauptverfechter der 1er istern Aufnahme Westdeutschlands in den aggressiven NATO-Pakt und einer der kreich und militärischen Verhandlungsführer. ie Ergebiik Nachdem Westdeutschland Mitglied der NATO geworden war und das Idungen i Kriegsministerium offiziell gebildet wurde, wurde Speidel Leiter der„Abtei- lung Streitkräfte“. Bereits dort und unmittelbar danach als Befehlshaber der Zivilbevöl NATO-Landstreitkräfte Europa-Mitte setzte Speidel alles daran, die Konzep- rfahten La tion des wiedererstandenen faschistischen Generalstabes und dessen Einfluß- möglichkeiten in der NATO durchzusetzen und zu erweitern. len: 100. Ko Aus dem Anlaß der Pensionierung Speidels am 31. März 1964 bestätigte das ion nach dı Militaristenorgan„Wehrkunde” in Heft 4/1964: „Ihm ist es zu danken, daß sich die Verteidigungsvorstellungen bei SHAPE | Juden du im Laufe der Jahre entscheidend wandelten, um schließlich zur Formung der hang mi Vorwärtsstrategie zu führen, die das Gesamtgebiet der Bundesrepublik in das srhührung Konzept einer nachhaltigen Verteidigung einbezieht.“ )iese sind! Die Pensionierung bedeutete für Speidel jedoch nicht die Versetzung in den Ruhestand. Nachdem Speidel die atomare„Vorwärtsstrategie” bei der NATO ‚ralstabes{ durchgesetzt hat, ist er nunmehr„Sonderberater der Bundesregierung in vmee nad! NATO-Fragen“ und einer der Hauptdrahtzieher bei dem Griff der Bonner fort. Ei Militaristen nach Atomwaffen, zur Durchsetzung der totalen Kriegsvorberei- „r verbrat tung und der Errichtung der Notstandsdiktatur. Sein Einfluß ist nicht kleiner, vklicht wu sondern größer geworden. yeförderte skorierte 9 Maiziere Ulrich de heute: Gefolgsleute Hitlers bis fünf Minuten nach zwölf VERTRAUENSPERSON IM FÜHRERBUNKER Inspekteur des Bonner Heeres, Generalleutnant Ulrich de Maiziere ist ein Offizier, der durch die Schule des faschistischen Generalstabs ging. Nachdem er als Regimentsadjutant am Überfall auf Polen teilgenommen hatte, kam er zur Generalstabsausbildung an die Kriegsschule Dresden. Danach wurde er 1. Ordonnanz-Offizier im Stab der Heeresgruppe C und beim Einfall in die Sowjetunion 2. Generalstabsoffizier(Ib) der 18. Infan- terie-Division(mot). Seine ersten„Osterfahrungen” wertete de Maiziere in den Jahren 1942/1943| als Referent in der Organisationsabteilung des Generalstabes des Heeres unter Leitung des späteren Bundeswehr-Generals Müller-Hillebrand aus. Ab 1. Mai 1943 begann er, als 1. Generalstabsoffizier(Ia) der 10. Panzergrenadierdivision den sich abzeichnenden Zusammenbruch der Heeresgruppe Süd in der Ukraine und in Rumänien aufhalten zu helfen. De Maiziere genoß das besondere Vertrauen von Hitler und der faschisti- schen Wehrmachtsführung. Er wurde noch im Februar 1945 in den„Führer- bunker“ geholt. Dort berichtete er als Oberst i.G. und 1. Generalstabsoffi: zier(la) der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres regelmäßig vor Hitler über die Lage und sorgte für die Arbeitsfähigkeit dieses eingeschlosse- nen„Befehlsstandes“ von Hitler, Bormann und Goebbels. So berichtete er am Abend des 23. März 1945: „Es ist jetzt schon so, daß weite Teile, soweit die Anlage oben noch nich! wieder instand gesetzt ist, unten arbeiten. Zum Beispiel General Krebs, de: Chef der Operationsabteilung, arbeitet an sich unten. Für den Apparat, de: jetzt da ist, geht es also, auch wenn die Gebäude über der Erde zerstört sind." (H. Heiber,„Lagebesprechungen im Führerhauptquartier”, Deutscher Taschen: buchverlag, 1964) Als die Zerschlagung der letzten Widerstandsnester in Berlin durch die Sowjetarmee ihrem Ende entgegenging, wurde de Maiziere zu Hitler-Nach- folger Dönitz geschickt, der sich in Schleswig-Holstein befand. Dort sollte er als 1. Generalstabsoffizier(Ia) der Einsatzabteilung Heer die Operationsabtei- lung des Generalstabes in Gang halten und das Intrigenspiel des Kriegsverbre- chers Dönitz auf Separatabsprachen mit den Alliierten unterstützen. Nach der totalen Niederlage des Faschismus und seiner Kriegsmaschine ge- hörte de Maiziere mit zu den ersten Hitler-Offizieren, die die Kriegsverbrecher Heusinger und Speidel zum Aufbau einer neuen Aggressionsarmee in das„Amt Blank“, das illegale Kriegsministerium, holten. Dort ist de Maiziere von An- aSchistisch, Al auf Pıj Kriegssch, Tesgruppe er 18, Infa, n 1942/19: Heeres un} s. Ab1.M dierdivisi m Ukrain der faschis den„Führe eralstabscft gelmähig ingeschlos n noch ti Il Krebs, ı Apparat,& lerstört sit her Tascıı in durch& Hitler-Na Dort solltet hrationsabt riegsveid maschine gsverbrel' b in das# [m jere vOR“ Panitzki Werner heute: 187 N TESTEN ZUERST fang an einer der eifrigsten Verfechter der Bonner„Vorwärtsstrategie”, der Atombewaffnung und der Notstandsgesetze. In der„Wehrwissenschaftlichen Rundschau“, Heft 3/1964, schrieb er,„daß die in Verwirklichung stehende ‚Vorwärtsverteidigung‘ vorwiegend einem ständigen deutschen Drängen zu verdanken sei... Die Forderung, auf Planung und Auslösung des A-Wafteneinsatzes Einfluß zu erhalten, ist ein weiterer wichtiger Schritt in dieser Richtung(die Verwirklichung der Vorwätrtsstrate- gie d.Hrsg.)... DIERETWEIKERTEIGISIERTP/ERR TEE, Chef der Bonner Luftwaffe, Generalleutnant Panitzki gehörte zu den Operationsspezialisten der Nazi-Luftwaffe und war einer der Vertrauten des Kriegsverbrechers Göring. Nach dem Besuch der Luft- kriegsakademie wurde er 1. Generalstabsoffizier der Luftflotte 1 unter dem Kriegsverbrecher Kesselring. Als Staffelkapitän im„Edelweißgeschwader” nahm Panitzki an den Raubzügen gegen Norwegen, Frankreich und an den Terrorangriffe gegen England teil. 1942/1943 plante Panitzki als 1. Generalstabsoffizier die Einsätze der Luft- flotte 3 und ist damit mitverantwortlich für die barbarische Bombardierung britischer Städte. Ab Herbst 1944 holte Göring Panitzki als 1. Generalstabsoffi- zier der Operationsabteilung in seinen Generalstab. In amerikanischer Kriegsgefangenschaft, einem„Speziallager für höhere Offiziere”, befaßte er sich mit der Auswertung„kriegsgeschichtlicher Erfah- rungen“ und arbeitete an Plänen für die Remilitarisierung Westdeutschlands. 1952 wurde er von der Adenauer-Regierung in das„Amt Blank“ berufen. Als Leiter der Planungsgruppe der Luftwaffe sowie als Mitglied des Bonner mili- tärischen Führungsstabes baute er den neuen westdeutschen Luftwaffenstab auf. 1957 war Panitzki unter Kriegsverbrecher General Heusinger Chef des Stabes im Führungsstab der Bundeswehr. Heute ist er als Inspekteur der Bon- ner Luftwaffe einer der gefährlichsten Scharfmacher in der Bundeswehrfüh- rung, die seit Jahren nach Atomwaffen greift. Im September 1964 forderte Panitzki erneut weitreichende Atomraketen für die Bundeswehr, denn„ohne eine an Zahl und Reichweite ausreichende Rakete könne die(west-)deutsche Luftwaffe auf die Dauer nicht die ihr von der NATO gestellte Aufgabe erfüllen“.(„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 19.9. 1964) Zenker MIT HITLER GEGEN NORWEGEN, DÄNEMARK UND Karl-Adolf! HOLLAND heute: Inspekteur der Bonner Kriegsmarine, Vizeadmiral. Karl-Adolf Zenker ist der dritte Admiral in den Generationen der Zenker, die im Dienste des deutschen Imperialismus standen, dessen militärische Raub- züge planten und an ihrer Durchführung entscheidenden Anteil hatten. Der Großvater war kaiserlicher Admiral und Flaggoffizier; der Vater Chef der Marineleitung der Reichswehr und damit Vorgänger des Kriegsverbrecheis Raeder. Von 1939 bis 1941 war Karl-Adolf Zenker 3. Admiralstabsoffizier im Stab der Marine-Gruppenkommandos West bzw. Nord und arbeitete dort an den Plänen für die Überfälle auf Dänemark, Norwegen und die Niederlande, insb:- sondere für die Minenkriegsführung in der Nordsee, mit. Nach verschiedenen Bordkommandos kam Zenker im Januar 1944 als Referent in die Operatiors- abteilung der Seekriegsleitung und war dort einer der treuesten Gefolgsleute Hitlers, Raeders und Dönitz’.| Im Juli 1951 wurde Zenker im„Amt Blank“ Marine-Referent bzw. Kon missarischer Leiter der Marineabteilung und hat in dieser Position die Pläne zum Aufbau der Bonner Kriegsmarine ausgearbeitet und durchgeführt. Diese‘ Planung ist unmittelbar auf eine Aggression im Ostseeraum ausgerichtet. Be| reits im Jahre 1954 schrieb Zenker:„Ist auch die Ostsee ein Randmeer, so führt| sie doch weit in den Raum eines möglichen Gegners hinein und bildet für ihn eine offene Flanke, an der er verletzlich bleibt.“(„Bulletin der Bundesregie- rung“, 11. Februar 1954) Nicht nur in der Zielsetzung, sondern auch in seinem Geist ist Zenker der alte faschistische Aggressionsoffizier geblieben. Das bewies er bei der erster Rekrutenverpflichtung der Bundesmarine am 16. Januar 1956 in Wilhelms haven, als er die Kriegsverbrecher Dönitz und Raeder zu Vorbildern für di Bonner Marine erklärte. Zenker sagte: „Jeder von uns alten Marineleuten, die unter der Führung der beiden Grof; admirale Dienst getan haben, weiß, daß... kein Makel an der Person unser ehemaligen Oberbefehlshaber ist... Es hat sich für mich und alle meine Mi arbeiter in Bonn zuerst und ausschließlich die Frage erhoben, ob wir unser! Arbeit aufnehmen dürfen, solange unsere ehemaligen Oberfehlshaber in Hal! gehalten werden. Nur unter dem deutschen Gesichtspunkt der lebensnotwendi gen Aufgabe der Verteidigung der gemeinsamen Freiheit kann man vertreten| daß wir uns über das Schicksal unserer alten Kameraden hinweggesell haben... In der Kenntnis des Charakters unserer alten Oberbefehlshaber, di immer die Pflichterfüllung und die Aufgabe vor die Person gestellt haben, wı He] ND r Zenker.[ir Arische R;, | hatten,}., ter Chef; gsverbredr, Nzier im$:. dort andı. rlande ins. verschieden: ı je Operation, 1 Gefolgslei; nt bzw. Kı tion die Pl: geführt, Dis: sgerichtet,} meer, sol bildet für Bundesre"- ist Zenker bei der ex! in Wilhelr ildern für " beiden 6 Person UN Je meine! ob wir u Hhaber in! bensnotwt man verlit hinwegg® Fehlshabet bit haben." F Maeder Hellmuth heute: 189 ich mir sicher, daß auch sie diese Haltung billigen würden. Ich habe die Freude gehabt, daß Großadmiral Raeder mir diese Einstellung nach seiner Freilassung bestätigt hat.“(„Leinen los“, Nr. 2, Februar 1956, S. 228) Zenker verherrlicht damit nicht nur die Kriegsverbrecher Raeder und Dönitz, sondern holte sich von seinem Vorbild Raeder faktisch nachträglich die Erlaubnis zum Eintritt in die Bundeswehr— von jenem Raeder, der anläßlich einer Gedenkfeier für Hindenburg und Ludendorff in den ersten Jahren des „Dritten Reiches” erklärte: „Das deutsche Volk hat den aus dem Geiste des deutschen Frontsoldaten ge- borenen Nationalsozialismus zu seiner Weltanschauung gemacht und folgt den Symbolen seiner Wiedergeburt mit ebenso heibßer Liebe wie fanatischer Leiden- schaft. Es hat den Nationalsozialismus erlebt und nicht, wie so viele hiltlose Kritiker draußen glauben, erlitten. Darum die klare und schonungslose Kampf- ansage an den Bolschewismus und an das internationale Judentum, deren völkervernichtendes Treiben wir zur Genüge am eigenen Volkskörper zu spü- ren bekommen haben.“(„Blätter für deutsche und internationale Politik”, Köln, Heft 6, vom 20. Juni 1958) Und in gleicher Richtung hetzte Dönitz am 12. Mai 1944: „Was wäre aus unserer Heimat heute, wenn der Führer uns nicht im National- sozialismus geeint hätte! Zerrissen in Parteien, durchsetzt von dem auflösen- den Gift des Judentums und diesem zugänglich, da die Abwehr unserer jetzigen kompromiblosen Weltanschauung fehlte, wären wir längst der Belastung die- ses Krieges erlegen und der erbarmungslosen Vernichtung unserer Gegner ausgesetzt worden.“(A. a. O.) ENBIGHEAUBSTENSTENEIRETERTEEIGESIVEEIRSBIRIE CIE EIR: Leiter des Truppenamtes des Heeres, Generalmajor Hellmuth Maeder, Hitler-General und Kommandeur der Elite-Division„Groß- deutschland“, wurde als Kriegsverbrecher abgeurteilt. Als Ordonnanz-Offizier der 34. Infanterie-Division beteiligte er sich am Überfall auf Polen und als Bataillons-, Regiments- und Divisionskommandeur an dem auf die Sowjet- union. Unter seinem Kommando standen litauische SS-Freiwilligenverbände. Als„Kampfkommandant von Schaulen“ wurde er von Hitler mit dem Eichen- laub zum Ritterkreuz dekoriert und zum Generalmajor befördert. Dann ver- suchte er als Kommandeur der Panzergrenadierdivision„Großdeutschland“, die Tage des Faschismus zu verlängern. Maeder ist für unzählige Verbrechen der von ihm befehligten Einheiten ver- antwortlich und wurde dafür zu 25 Jahren Haft verurteilt. Als Bataillonskom- | Übelhack Friedrich heute: 190 mandeur in der 297. Infanterie-Division nahm er in den Jahren 1942/1943 an Greueltaten gegen sowjetische Bürger teil. Ende Oktober 1941 raubten die Soldaten seines Bataillons den Bewohnern des Dorfes Wwedenko, Rayon Tschuguew, Hab und Gut. Später verschleppten Angehörige des Bataillons Maeder etwa 20 sowjetische Einwohner nach Deutschland. Im November 1941 wurde die Bürgerin Tarussina bestialisch geschlagen und schließlich ermordet, da sie sich gegen eine Vergewaltigung wehrte. Der Bürger Michnew wurde mißhandelt, weil er versucht hatte, Widerstand gegen die Plünderungen zu leisten. Maeders Soldaten verhafteten auch den Bewohner des Dorfes Wwedenko, Pastuchow. Er wurde verdächtigt, der Kommunistischen Partei anzugehören, 13 Tage hielt man ihn in einem kalten Raum gefangen und mißhandelte ihn. Am 14. Tag setzte man ihn auf einen glühendheißen Ofen. Dann führten die Faschisten ihn, an den Händen gefesselt, durchs Dorf. Auch im Dorf Gawri- lowka des Tschuguewer Rayons wurden die Einwohner von den Angehörigen des Bataillons Maeder geplündert. Dieser Kriegsverbrecher wurde nach seiner vorzeitigen Übergabe an die westdeutschen Behörden in die Bundeswehr eingestellt und leitet seit 1960 eine der wichtigsten Befehlsstellen des Bonner Heeres. VERBRANNTE NORWEGENS ERDE Befehlshaber der ausschließlich unter westdeutschem Befehl stehenden„Terri- torialarmee“, Generalleutnant Als Generalstabsoffizier der faschistischen Gebirgstruppe war Friedrich Übel- hack an fast allen Aggressionen der Wehrmacht, angefangen vom Überfall auf Polen bis zum Einfall in die Sowjetunion, führend beteiligt. Am 10. Dezember 1941 kam erals 1. Generalstabsoffizier(Ia) zum XXXV.(Ge birgs-)Armee-Korps nach Nordfinnland und wurde später Ia der 20.(Gebirgs-) Armee bzw. beim„Wehrmachtsbefehlshaber Norwegen“. Dort plante er nach dem Ausscheiden Finnlands aus dem faschistischen Block besonders die„Ab- setzbewegungen Birke“ und„Nordlicht“. Das war der von langer Hand vor- bereitete Rückzug aus Nordfinnland und Nordnorwegen und bedeutete für diese Gebiete barbarische Zerstörung. Am 21. Oktober 1944 wurden u.a. das Nickelwerk und die Siedlung Ko- losjoki sowie die Stadt Rovaniemi völlig zerstört und auch in Petsamo„die erforderlichen Zerstörungen durchgeführt‘. Der ehemalige Befehlshaber der 20. Armee, der abgeurteilte Kriegsverbrecher Rendulic, berichtete, daß seine Soldaten und Offiziere aus dem Gebiet nördlich des Lyngenfjords die Bevöl- 94211943„ Taubten 4; üko, Rayı S Bataillon, 'ember 194,| h ermordkt| Inew Wurd:| lerungen,| | Wwedenk: Nzugehöre: jandelte jhı| führten di| Dorf Gau:| Angehörig: gabe an di| eit 1960 ein:| nden„Tetı edrich Ük: Überfall au n XXRV.(C 0.(Gebirgs edeutete I Siedlung I Petsamo ‚' hishaber& te, dafs Is die Bert: Gerlach Heinrich heute: 191 kerung(etwa 40 000 Menschen) nach Süden evakuierten und dort den Organen des faschistischen Reichskommissars Terboven übergaben. Im„freigemachten Gebiet” wurden alle Unterkünfte und Verkehrseinrichtungen, die Straßen, Brücken, Schiffe und Hafeneinrichtungen sowie ganze Städte, wie Hammerfest, völlig zerstört. Nach diesen Zerstörungen wurde Übelhack noch am 1. Januar 1945 zum Oberst i. G. befördert und zum 1. Generalstabsoffizier des Wehrmachtsbefehls- habers in Norwegen ernannt. Zu dessen Aufgaben gehörte auch die Unter- drückung der norwegischen Widerstandsbewegung. Seit dem 1. Mai 1956 ist Übelhack in der Bundeswehr und bekleidet seit dem 1. April 1964 eine Schlüsselstellung bei der totalen Militarisierung West- deutschlands. Er gehört ebenso wie der Kriegsverbrecher Trettner zur Clique ehemaliger Generalstäbler, die schon im zweiten Weltkrieg Planer des Todes und der„ver- brannten Erde“ waren. BISEITISHIEDIBET BASIS ERESIEISICHHTER DIEKIPATEUR. Befehlshaber der Bonner Flotte, Vizeadmiral Vor Beginn des faschistischen Raubkrieges war Heinrich Gerlach Mitarbeiter im Stab des Oberkommandos der Kriegsmarine unter der Leitung des Kriegs- verbrechers Raeder. Als 2. Admiralstabsoffizier im Stab des Führers der Tor- pedoboote bzw. der Zerstörer war Gerlach danach an der Vorbereitung und Durchführung der Marineoperationen bei den Überfällen auf Polen, Däne- mark, Norwegen und Frankreich beteiligt. Während der Operation„Weser- übung“”, Überfall auf die nordischen Staaten, tat er sich besonders bei der faschi- stischen Besetzung Narviks hervor. Danach wurde Gerlach 1. Admiralstabsoffizier der Operationsabteilung der Seekriegsleitung und arbeitete dort vom Juni 1941 bis Dezember 1943 in ent- scheidender Position die Pläne zur weiteren Seekriegsführung der Faschisten aus. Nach verschiedenen Flottenkommandos wurde Gerlach als Kapitän zur See zu Kriegsverbrecher Dönitz geholt und noch im Mai 1945 zum Chef des Stabes beim Oberbefehlshaber der Kriegsmarine ernannt. Im Mai 1951 veröffentlichte Gerlach unter dem Titel„Über die ethischen Grundlagen einer neuen Wehrmacht“ eine Denkschrift, in der er das faschi- stische Führerprinzip verherrlicht und seine nazistische Gesinnung offen kund- gibt. Er schreibt:„Alle Gewalt geht vom Volke aus— das bedeutet in der Praxis nicht etwa, daß die einzelnen Bürger in den öffentlichen Dingen einen un- mittelbaren Einfluß ausüben. Die Masse der kleinen Leute ist überhaupt nicht Thilo Karl-Wilh. heute: 192 fähig, sich ein eigenes Urteil zu bilden und selbständig zu handeln. Sie will regiert werden.“ Und das sind Gerlachs„Lehren“: „Wie aber soll nun dieses neue Deutschland aussehen, für das es sich lohn,, zu leben und zu sterben? Selbstverständlich muß und soll das neue Gebäude auf den Fundamenten der Vergangenheit errichtet werden, ein Grundsatz, der nirgends so sehr zu betonen ist wie gerade beim Neuaufbau einer Wehr macht... Wenn wir aus diesen Erfahrungen Nutzen ziehen wollen, ist es zı: nächst einmal notwendig, den Nationalsozialismus und das ganze Geschehen um das dritte Reich als ein Stück unserer deutschen Geschichte anzuerkennen, Ich mache gar keinen Hehl daraus, daß für mich nicht alles, was aus der Zei des dritten Reiches herrührt, darum verwerflicher Irrtumist...“ Und das sind seine„Schlußfolgerungen“: „Bei allen Fehlern, die gemacht wurden, war doch vieles so vorbildlich, s» sehr den Bedingungen der Zeit wie dem Charakter des Volkes angemessen, daß man es mit als gute Zukunft nehmen kann. Alle diese Mängel haben me: nes Erachtens ihre entscheidende Ursache darin, daß Adolf Hitler sich leider nicht auf die alte Führungsschicht unseres Volkes stützte... Man stelle sic einmal vor: Die ersten tausend Anhänger eines Parteiführers vom Format eine Hitlers überwiegend aus den Kreisen des guten alten Bürgertums, der Kirche, des Offizierskorps! Ich bin überzeugt, mit einer solchen ‚Partei‘ und diese: ‚Alten Kämpfern‘ hätte unsere Geschichte einen völlig anderen Verlauf ge nommen.“ Dieser Faschist befiehlt heute über die Bonner Flotte. WÜTETE AUF DEM BALKAN Kommandeur der 1. Gebirgs-Division, Generalmajor Der Hitler-Oberst und ehemalige Chef der Operationsabteilung beim Füh rungsstab Süd, Karl-Wilhelm Thilo, wütete besonders grausam auf dem Ba! kan. Der Weg seiner Einheit war von Brutalität und Terror, von massenhafteın Erschießungen einheimischer und völlig unschuldiger Zivilisten gekennzeid net. Im April 1943 traf die 1. Gebirgs-Division von Bulgarien kommend in Jugc slawien ein. Bereits am 8. April erging der Befehl über die„Sühnemaßnahme: gegen Aufständische“ an alle Einheiten der Division. Dieser Befehl ist unter zeichnet vom Divisionskommandeur, Generalleutnant Stettner, und dem 1. Ge neralstabsoffizier Thilo. Im Befehl heißt es: deln, Si. i es sich Io},| eue Gebiy Zundsatz, einer W, len, ist e,, tze Gesche) Anzuerken, S aus der] orbildlich 5 angemes jel haben: ler sich le lan stelle; n Format ei ns, der Kit ei und die n Verlaul Ing beim f ı auf dem? | massenhi 1 gekennz umend in]! nemafnal ofehl ist U" und dem l 193 Bl „1. Wer a) bei Kampfhandlungen mit der Waffe in der Hand b) als Helfer von Aufständischen oder c) bei Sabotageakten betroffen wird, ist grundsätzlich an Ort und Stelle zu erschießen oder zu erhängen. Führer, pol. Kommissare und Kuriere sind Div.|Ic zuzuführen und werden nach Vernehmung erschossen... 5.b) Sühnequoten: Für einen getöteten Deutschen oder Bulgaren fallen 50 Sühnegefangene. Für einen verwundeten Deutschen oder Bulgaren fallen 25 Sühnegefangene. Für eine getötete, sonst geschützte Person fallen 10 Sühnegefangene. Für eine verwundete, sonst geschützte Person fallen 5 Sühnegefangene. Für jeden Anschlag gegen geschützte Objekte fallen je nach Schwere des Falles bis zu 1000 Sühnegefangene...“(Nürnberger Prozesse, Fall VII, Bd. 4, Dok. NOKW-978) Über Geisel-Erschießungen und das Niederbrennen ganzer Ortschaften geben die von Thilo abgezeichneten Berichte der„Marschgruppe Salminger“ Aufschluß. (Siehe Tafel 31, Nürnberger Prozesse, Fall VII, Bd. 4, Dok. NOKW-1032) "rautloft kohannes heute: Thilo zeichnete darüber hinaus auch für die Erschießung italienischer Offi- ziere verantwortlich, wie es aus einem seiner Berichte an das XXII. Armee- korps vom 9. Oktober 1943 eindeutig hervorgeht.(Siehe Tafeln 31, Nürn- berger Prozesse, Fall VII, Bd. 6, S. 1901) Thilo kennt auch heute keine Skrupel und rühmt sich seiner Verbrechen: „Die Verschärfung des Partisanenkrieges macht es dringend erforderlich, in das Wespennest Montenegro hineinzustoßen und die Kernverbände des wach- senden kommunistischen Volksheeres in den Wurzeln zu vernichten. Die Regi- menter der Edelweiß-Division durchziehen das westlich Niv gelegene Ko- paonik-Gebirge, um ihre Ausgangsräume für die Operation ‚Schwarz‘, das Ibartal bei Novi Pazar und Mitrovica zu erreichen. Wo es vereinzelt zu Zu- sammenstößen mit Aufständischen kommt, wird der Widerstand nach Jägerart im schnellen Zupacken gebrochen.“(Hubert Lanz,„Gebirgsjäger— Die 1. Ge- birgsjäger-Division 1935/1945*, 1954, S. 245) DER KINDERMÖRDER VON GETAFE Kommandierender General der Luftwaffen-Gruppe Süd, Generalleutnant Johannes Trautloft gehörte zu den ersten sechs Jagdfliegern, die Hitler im Juli 1936 zur Unterstützung der Franco-Faschisten und zur Erprobung seiner 194 neuen Mordwaffen nach Spanien schickte. Als„Freiwilliger“ der„Legion Cor- dor“ ließ er seine Maschinengewehrsalven auf wehrlose spanische Kinder, Frauen und Greise niederhageln oder flog Jagdschutz für faschistische Bom- bengeschwader. Von den Flugplätzen Tablada und Sevilla stiegen damals die Maschinen auf, die mit ihren Bomben die Stadt Badajoz in Trümmer legten, Über einen dieser Einsätze, den Trautloft am 15. September 1936 über der Talavera-Front flog, schrieb er in seinem Buch„Als Jagdflieger in Spanien“ im Landsknechts-Jargon: „Wir dürfen kämpfen, und das genügt, das befriedigt uns vollauf. Hieı, scheint’s, sind uralte Instinkte, die lange verschüttet gewesen, die Instinkt: des Jägers plötzlich wieder durchgebrochen. Wir haben zurückgefunden zu den Anfängen der Menschlichkeit, eine Verheißung, daß die Zeit unserer weißen Rasse noch lange nicht um ist. Wie spiebig ist das Gezeter, wir seien in die Bar: barei zurückgetallen.“(S. 91) Den barbarischen Angriff auf das Dörfchen Olalla in der Provinz Toleds verherrlicht er mit den Worten: „Im Tiefflug jagen wir unsere MG-Garben in den Feind, sehen, wie Last: kraftwagen, jäh des Führers beraubt, seitwärts sausen und sich überschlagen. Menschen kriechen hervor, viele torkeln, fallen, bleiben liegen... Wohl nichts vermag den Soldaten tiefer zu befriedigen, als der Anblick einer kopflosen, panischen Flucht des Feindes... Vor dem Rückflug nach Caceres trinken wi: noch etliche ‚Helle‘, mit ziemlichem Schwung fliegen wir dann nach Hause.‘ (HD) Auch am Angriff auf Getafe am 30. Oktober 1936, bei dem Hunderte Spanier getötet wurden, war Trautloft beteiligt. Zwei Drittel der Ortschaft wurden völlig zerstört, darunter das Krankenhaus und die Schule. Unter den wehrlosen Opfern dieses Bombardements befanden sich 63 Kinder. Sie wurden von den Trümmern ihrer getroffenen Schule erschlagen oder auf dem Schulhof zerfetzt. Dieses Verbrechen ist als„Kindermord von Getafe“ in der Welt gebrandmarkt worden. Kindermörder Trautloft aber schrieb voller Begeisterung in sein Tagebuc: „Die Arbeit, die hier geleistet wurde, ist gewaltig.“ Einen weiteren Beweis dafür, daß Trautloft ein Erzfaschist ist, lieferte er auf Seite 215 seines Machwerkes: „20. Januar— Reichsgründungsfeier. Um 10 Uhr traten wir an. Der Kom- mandeur hält eine längere Ansprache, umreißt klar die Ereignisse seit de Machtübernahme und erinnert daran, daß wir auch hier unsere Pflicht zu er- füllen haben. Anschließend hören wir im großen Saal des Schlosses die Führer- rede, hören die Heilrufe, die sie auslöst, und fallen kräftig ein: ‚Deutschland) Deutschland über alles....‘” Als sein Einsatz in Spanien beendet war, stellt er bedauernd fest: „Legion Cm.„‚Der Abschied vom Kriege fällt mir doch schwer‘, brummele ich vor mich sche Kind: hin. Wie seltsam! Ich soll heimwärtsfliegen, als ob der Krieg hier nicht weiter-| 'Stische Bı, ginge, als ob er zu Ende sei. Der Soldat in mir bäumt sich auf, ein bitteres Ge-| n damals; fühl steigt hoch. Nur mit Mühe zwinge ich es nieder.“(S. 243)|| Mmer Jegts Zur Belohnung dieser unmenschlichen Verbrechen erhielt Trautloft von| 36 über d Göring das Spanienkreuz in Gold und wurde Lehrer und Lehrgangsleiter an| Spanien‘; der faschistischen Jagdfliegerschule in Bad Aibling. Als Staffelkapitän nahm er\ am Überfall auf Polen und als Gruppenkommandeur im Jagdgeschwader 51 ’ollauf. H;, an der Aggression gegen Frankreich teil. Von 1940 bis 1943 war er Major|) die Instinl und Kommandeur des Jagdgeschwaders 54. Für seine Einsätze beim Überfall I) unden zu, auf die Sowjetunion erhielt er bereits am 27. Juli 1941 von Hitler das Ritter- serer weil; kreuz. Inspizient Ost der Jagdflieger, Inspizient der Tagjagdverbände, Kom- en in die}; mandeur der 4. Flieger-(Schul-)Division waren Stationen der weiteren Karriere Trautlofts, der inzwischen zum Oberst befördert worden war. ovinz Tole Nach 1945 widmete sich dieser Mörder dem Aufbau neuer militaristischer Organisationen. Als einer der Organisatoren der ersten internen Tagung der en, wie I; Traditionsgemeinschaft der„Legion Condor“ erklärte er 1956 auf der Burg überschlag: Klopp in Bingen:„Das Wirken der ‚Legion Condor‘ in Spanien muß der bundes- „ Wohl nic| deutschen Jugend als Vorbild dienen.“ er koptlos: s trinken ı nach Hau Wichmann IM„REICHSKOMMISSARIAT OSTLAND”’ BEWÄHRT Heinz derte Span heute: Oberster Personalchef der Bundeswehr, Ministerialdirektor chaft wurd: len wehrlox Heinz Wichmann war lange Zeit nicht nur der höchste Chef der Bundeswehr- rden von& verwaltung in Schleswig-Holstein, dem Eldorado der Nazi- und Kriegsverbre- ılhof zerfet cher, sondern als aktiver Hitler-Faschist enger Vertrauter des jetzigen Bonner jebrandma Kriegsministers von Hassel. Das„Taschenbuch für Wehrfragen 1960/1961“ ver- schweigt bewußt wichtige Tatsachen und enthält lediglich folgende Angaben in Tagebıl über seinen Werdegang vor 1945: „1931 bis 1934 Richter und Staatsanwalt. Seit 1939 im Außendienst des lieferte er? Reichswirtschaftsministeriums(Wehrwirtschaft) in Hamburg und Kiel. 1942 als Oberregierungsrat stellv. Leiter des Landwirtschaftsamtes Schleswig-Hol- n. Der Ko stein. Von 1942 bis Kriegsende Angehöriger der Wehrmacht, verwundet, zu- a letzt Leutnant und stellv. Batterieführer.“ ee, it Tatsache aber ist, wie aus dem Vorschlag zur Ernennung zum Oberregie- ie He rungsrat am 21. April 1942 hervorgeht, daß Wichmann am 2. November 1933 ee. der NSDAP beitrat(Mitglieds-Nr. 2 726 400) und dem NSRB als Zellenobmann angehörte. Am 1. August 1940 ging er als Persönlicher Referent des Reichs- kommissars in das„Reichskommissariat Ostland“ nach Riga. Zu den Aufgaben des„Reichskommissariats Ostland” gehörte u. a. die Durch- führung von Repressalien gegen die Bevölkerung, die Ausarbeitung von ge- heimen„Richtlinien für die Behandlung von Juden im Gebiet des Reichskom- missars Ostland” in enger Zusammenarbeit mit der Sicherheitspolizei. Am 20. November 1941 berichtete der„Generalkommissar in Riga“, Abt. IIa, dem„Reichskommissar Ostland“:„Das flache Land im ganzen Generalkom- missariat Lettland ist judenfrei.“(Siehe Tafel 35, Lettisches Zentralarchiv Riga, Bestand„Reichskommissar Ostland“) Der damalige Persönliche Referent, Heinz Wichmann, hatte nicht nur genaue Kenntnis von den in diesem Gebiet begangenen Verbrechen, sondern war als enger Mitarbeiter des„Reichskommissars“ Lohse an der Vorbereitung und Durchführung der Judenvernichtung und anderer Verbrechen unmittelbar be- teiligt. Was Dr. Globke als Bürokrat des Todes in Gesetzen, Verordnungen und Kommentaren niederlegte, praktizierte Wichmann während seines Einsatzes im„Reichskommissariat Ostland“.(Siehe Tafel 35, Lettisches Zentralarchiv Riga, Bestand„Reichskommissar Ostland‘) Bonns Generale waren Hitlers Generale Die folgende Liste nennt weitere Generale der Bundeswehr. Die meisten von ihnen bekleideten im faschistischen Generalstab einflußreiche Stellungen oder waren als Kommandeure von„Elite“-Verbänden führend an den Aggressionen des deutschen Imperialismus beteiligt. In Bonn bereiten sie auf entscheidenden Posten neue Aggressionen vor. Der faschistische Generalstab ist in Bonn wieder voll in Aktion. Aldinger, Hermann Baudissin, Wolf Graf von früher: Als Oberleutnant und Komman- früher: Major i.G., 3. Generalstabsoffi- deur der ersten schweren Flakbatterie der zier(Ic) des„Deutschen Afrikakorps“ faschistischen„Legion Condor“ an der Nie- heute: Generalleutnant, Stellv. Chef des derschlagung des Befreiungskampfes des spanischen Volkes und an der Ermordung wehrloser Frauen und Kinder beteiligt. Zu- letzt Oberst und Kommandeur eines Flak- regiments heute: Generalmajor, General der Kampf- verbände und Inspizient der fliegenden Verbände im Luftwaffenamt Baer, Bern von früher: Oberst i.G., Chef des General- stabes des Fallschirmpanzerkorps„Hermann Göring“. Nachdem er für seinen rücksichts- losen Einsatz im Januar 1944 von seinem „Führer” mit dem Ritterkreuz dekoriert wurde, erhielt er noch im Februar 1945 das Eichenlaub heute: Generalmajor, Stellv. Komman- dierender General des III. Korps Stabes und Leiter der Abt. Planung und Führung des NATO-Hauptquartiers Europa (SHAPE) Bennecke, Jürgen früher: Oberst i.G., Chef des Stabes beim Befehlshaber der operativen Zone „Adriatisches Küstenland” heute: Generalmajor, Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr Berger, Oskar Alfred früher: Oberst i.G., Chef des General- stabes des XXIV. Panzerkorps, abgeurteil- ter Kriegsverbrecher heute: Brigadegeneral, Chef des Stabes und Stellv. Amtschef des Truppenamtes des Heeres a. die Dur UNg von MR Reichskan| Izei, ga’, Abt Il, Generalko; larchiv Ri, Enur genau dern war; ereitung un mittelbar}; dnungen ur 1es Einsatz: Zentralardı :iche Stellung: Jgressionen 6: en Posten nt tion. Generalstabst! rikakorps" tellv. Chefd t. Planung\ juartiers Eu} hef des St jperativen 1" ommandeut! ndeswehr hef des Get or PS, abgeu Chef des SW ruppenami®" 197 Biesterfeld, Horst früher: Fregattenkapitän, Abteilungs- chef in der Amtsgruppe Technisches Nach- richtenwesen des Oberkommandos der Ma- rine heute: Flottillenadmiral, Leiter einer Unterabteilung des Führungsstabes der Bundeswehr Burchardt, Heinz früher: Oberstleutnant, Adjutant beim Chef des Heeresnachrichtenwesens im Ober- kommando des Heeres heute: Brigadegeneral Butler, Peter von früher: Oberst i.G., Gruppenleiter in der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres im OKH heute: Generalmajor, Kommandeur der 12. Panzerdivision Carganico, Walter früher: Major i.G., 1. Generalstabsoffi- zier(Ia) des LXXXVI. Armeekorps heute: Brigadegeneral, Inspizient der Panzertruppe im Truppenamt des Heeres Drews, Werner früher: Oberstleutnant i.G., Chef des Stabes eines Panzerkorps heute: Generalmajor, Kommandeur der 2. Panzerdivision Eckert, Dietmar früher: Abwehroffizier einer Infanterie- division der Heeresgruppe Nord bzw. Kur- land, abgeurteilter Kriegsverbrecher heute: Brigadegeneral, Kommandeur der Heeresoffiziersschule II Enneccerus, Walter früher: Oberstleutnant, Gruppenkom- mandeur im Sturzkampfgeschwader 2 heute: Brigadegeneral, Chef des Stabes des Luftwaffenamtes Erhardt, Wolfgang früher: Korvettenkapitän, 1. Offizier des Hilfskreuzers„Michel“, Leiter der Marine- stützpunkte in Malaya und des Stützpunk- tes Singapore heute: Flottillenadmiral, Kommandeur der Schulschiffe Ferber, Ernst früher: Oberst i.G., Gruppenleiter(Chef- Gruppe) in der Organisationsabteilung des 13 Braunbuch Oberkommandos des Heeres. Noch kurz vor dem Zusammenbruch von Hitler zum Oberst befördert heute: Generalmajor, Direktor der Pla- nungsgruppe der Standing-Group der NATO und Chef des Stabes Freiwald, Kurt früher: Kapitän z. S., Adjutant des Ober- befehlshabers der Marine(Kriegsverbrecher Raeder) heute: Flottillenadmiral, Kommandeur der Flottenbasis Freyer, Joachim früher: Oberst i.G., im Stab des Gene- ralinspekteurs der Panzertruppen(Gude- rian). Als Chef des Generalstabes des XI. Armeekorps 1944 von Hitler mit dem Rit- terkreuz ausgezeichnet heute: Generalmajor, Inspizient der technischen Truppe im Truppenamt des Heeres Freytag, Bernd Baron von Loringhoven früher: Major i.G., Adjutant des letz- ten Generalstabschefs des Heeres, General Krebs heute: Brigadegeneral, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 19 Gartmayr, Georg früher: Oberst i. G., 1. Generalstabsoffi- zier(Ia) der 6. Gebirgsdivision heute:Generalmajor, Stellv. Leiter der Abt. Luft- und Sonderoperationen des NATO-Hauptquartiers Europa(SHAPE) Gerber, Kurt früher: Oberstleutnant i. G., 1. General- stabsoffizier(Ta) des LVIII. Armeekorps heute: Generalmajor, Kommandeur der 10. Panzergrenadierdivision Gieser, Kurt früher: Oberst, Kommandeur der ‚Volks- werferbrigade 17” heute: Brigadegeneral, Stellv. Komman- deur der 1. Luftlandedivision Guderian, Heinz früher: Oberstleutnant i.G., 1. General- stabsoffizier der 116. Panzerdivision heute: Brigadegeneral, Kommandeur der Panzerbrigade 14 Haag, Werner früher: Oberst, Adjutant der 8. Armee heute: Generalmajor, Kommandeur der 6. Panzergrenadierdivision Härtel, Johannes früher: Oberst i.G., Stabsoffizier beim Chef des Transportwesens im Oberkom- mando des Heeres heute: Generalmajor, Kommandeur der 4. Panzergrenadierdivision Heck, Walter früher: Korvettenkapitän, Referent im Marine-Presseamt des Oberkommandos der Marine, Lehrer der Marineschule Mürvik heute: Stellv. Chef der Abt. Logistik im NATO-Hauptquartier Europa(SHAPE), Flot- tillenadmiral Hempel, Adolf, Dr. früher: Major i.G., Quartiermeister eines Flakkorps heute: Generalmajor, Kommandeur der 3. Luftwaffendivision Henning, Werner früher: Abteilungschef im Oberkom- mando der Luftwaffe heute: Brigadegeneral, Chef des Mate- rialamtes der Bundeswehr Hepp, Leo früher: Oberst 1.G., Chef des Stabes beim Chef des Heeresnachrichtenwesens im Oberkommando des Heeres heute: Generalleutnant, Kommandie- render General des II. Korps Herzog, Karl früher: Oberst, Kommandeur der Pio- niersturmbrigade Herzog, wegen Beteili- gung an der Ermordung polnischer Bürger in Warschau als Kriegsverbrecher verurteilt. Buchstäblich in letzter Minute noch zum Oberst befördert heute: Generalmajor, Stellv. Komman- dierender General des II. Korps Heß, Wilhelm früher: Oberst i.G., Oberquartiermeister der 20. Gebirgsarmee in Finnland und Skan- dinavien heute: Generalmajor, Befehlshaber im Wehrbereich VI Hetz, Karl früher: Korvettenkapitän, 2. Admirals- stabsoffizier beim Führer der Zerstörer heute: Konteradmiral, Chef des Stabes und Stellv. Inspekteur der Marine Hinkelbein, Claus_ früher: Oberstleutnant, Chef des Gen.- ralstabes des Feldluftgaukommandos XIV heute: Brigadegeneral, Kommandeur der Schule für Innere Führung der Bundeswehr Hobe, Cord von früher: Oberst i. G. Führer der 79, Volksgrenadier- und der 212. Division im SS-Armeekorps Simon. Für seine absolute „Führertreue” kurz vor dem Zusammeı- bruch mit dem Ritterkreuz dekoriert und an 1. Mai 1945 zum Oberst befördert heute: Generalleutnant, Stellv. Befehk- haber der NATO-Streitkräfte Ostsee(BAl- TAP) Hoffmann, Werner-Eugen früher: Oberstleutnant i. G., Oberquar- tiermeister der Luftflotte Italien, später „Luftflotte Reich” heute: Generalleutnant, Kommandiereı- der General der Luftwaffengruppe Nord Hozzel, Paul Werner früher: Oberstleutnant, Kommandeır des Sturzkampfgeschwaders 1 heute: Brigadegeneral, Chef des Stabi der Luftwaffengruppe Süd Jeschonnek, Gert früher: Korvettenkapitän, Admiral stabsoffizier der Operationsabteilung der Seekriegsleitung im Oberkommando dir Marine, Konteradmiral heute: Flottillenadmiral, Stellv. Befehl; haber des NATO-Kommandos Ostsee Jordan, Paul früher: Oberstleutnant i.G., Chef ds Generalstabes des V. Armeekorps heute: Generalmajor, General der Kamp! truppen im Truppenamt des Heeres Karpinski, Peter früher: Major i.G., abgeurteilter Krieg; verbrecher heute: Brigadegeneral, Kommandeur da Panzerbrigade 24 Keilig, Friedrich Wolfgang früher: Major i.G., 4. Generalstabsof'- zier(Id) der Heeresgruppe F(Südost),!. Generalstabsoffizier(Ia) der 6. Panzerdiw: sion heute: Brigadegeneral, Leiter der Unter abteilung VIII(Militärische Planung) in Führungsstab der Bundeswehr, Vorsitzen- der des Bundeswehrverbandes '@ » Chef des Qu. OMmmandos Mn Ommandeır. Er Bundes. Führer der> h")| 22. Division IT seine absıl, dem Zusam dekoriert und; efördert ı Stellv, Befet ifte Ostsee(p t 1.G,, Obern: ° Italien, 99 , Kommandier ngruppe Nord nt, Kommani ıs1 ‚ Chef des Stl j pitän, Admir jonsabteilung erkommando! il, Stellv. Bek! 1dos Ostsee 1t 1.G., Chef eekorps ‚eneral derKat jes Heeres geurteilter Ant ‚ Kommandeı! J . Generalstal pe F(Südos der 6. Panzel! , Leiter der! sche Plant! sswehr, VOR“ ‚ındes 199 Kemnade, Friedrich früher: Korvettenkapitän, Referent in der Seekriegsleitung des Oberkommandos der Marine. Erhielt von Hitler am 27. Mai 1943 das Eichenlaub heute: Flottillenadmiral, Leiter der Ab- teilung Marine an der Führungsakademie der Bundeswehr Klemm, Helmut früher: Fregattenkapitän, Referent im Oberkommando der Marine heute: Flottillenadmiral, Kommandeur der Logistikschule der Bundeswehr Kleyser, Paul früher: Oberst i.G., Generalstabsoffizier der Operationsabteilung Heer im Wehr- machtsführungsstab. Seine Beförderung zum Oberst erfolgte noch am 20. April 1945 heute: Brigadegeneral, Leiter der Abtei- lung Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr Köstlin, Wolfgang früher: Major i. G., Generalstabsoffizier der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres, Mitarbeiter von Heusinger und Kielmansegg heute: Brigadegeneral, Leiter der Unter- abteilung Innere Führung im Führungsstab der Bundeswehr Krantz, Hans-Ulrich früher: Oberst i. G., Chef des Stabes der Inspektion für das Erziehungs- und Bil- dungswesen im Generalstab des Heeres heute: Generalmajor, Stellv. Komman- dierender General des I. Korps Kühlein, Conrad früher: Oberst i.G., 1. Generalstabsoffi- zier(Ta) der 4. Armee heute: Brigadegeneral Kuhlmey, Kurt früher: Oberst, Kommodore des Schlacht- geschwaders 3 heute: Generalmajor, Kommandeur der 5. Luftwaffendivision Kuhnke, Günther früher: Korvettenkapitän, Chef der 33. U-Boot-Flottille heute: Flottillenadmiral, Stellv. Befehls- haber der Flotte Looschen, Hans früher: Fregattenkapitän, Verbandsinge- nieur im Stab des Führers der U-Boot-Aus- bildung heute: Flottillenadmiral, Kommandeur des Kommandos Schiffstechnik Lorch, Anton früher: Oberst, Kommandeur des Ge- birgsjägerregiments 144 heute: Brigadegeneral, Kommandeur der Kampftruppenschule I Lueder, Hans-Georg früher: Oberst, Referent und Verbin- dungsoffizier beim Inspekteur der Panzer- truppen im Oberkommando des Heeres. Adjutant der 6. Armee. Noch kurz vor dem Zusammenbruch zum Oberst befördert heute: Brigadegeneral, Kommandeur der Heeresoffiziersschule I in Hannover-Wiese- nau Mahlke, Helmuth früher: Oberstleutnant i.G., Komman- deur eines Stuka-Geschwaders heute: Flottillenadmiral, Kommandeur der Seeluftstreitkräfte Meier-Welcker, Hans, Dr. früher: Oberstleutnant i.G., Chef des Generalstabes des XXXI. Armeekorps heute: Brigadegeneral Meyer-Detring, Wilhelm früher: Oberst i. G., 1. Generalstabsoffi- zier(Ta) der Operationsabteilung Heer im Wehrmachtsführungsstab des Oberkomman- dos der Wehrmacht heute: Generalleutnant, Kommandieren- der General des I. Korps Möller-Döling, Joachim früher: Oberst i1.G., Chef des General- stabes des LXXII. Armeekorps, Oberquar- tiermeister der Heeresgruppe A heute: Brigadegeneral im Truppenamt des Heeres Moll, Josef früher: Oberst i. G., 1. Generalstabsoffi- zier der Heeresgruppe C. Zum Oberst be- fördert noch am 20. April 1945 heute: Generalmajor, Stellv. Inspekteur des Heeres 200 Neuss, Helmut früher: Fregattenkapitän, Admiralstabs- offizier der Operationsabteilung der See- kriegsleitung heute: Flottillenadmiral, Westdeutscher Bevollmächtigter im NATO-Bereich Nord- Europa(AFNORTH) Obermaier, Albrecht früher: Korvettenkapitän, Führungs- stabsoffizier in der Marine-Operationsabtei- lung des Wehrmachtsführungsstabes heute: Flottillenadmiral, Kommandeur des Zentralen Marinekommandos Pape, Günther früher: Generalmajor, Kommandeur der Panzerdivision„Feldherrnhalle“. Für seinen rücksichtslosen Einsatz in der Sowjetunion von Hitler mit dem Eichenlaub dekoriert und noch am 1. Dezember 1944 zum Gene- ralmajor befördert heute: Generalmajor, Befehlshaber im Wehrbereich III Philipp, Ernst früher: Oberst, Panzeroffizier im Stab der 8. Armee bzw. der Heeresgruppe Süd. Vom„Führer“ erhielt er am 30. September 1944 das Eichenlaub; noch am 1. April 1945 zum Oberst befördert heute: Brigadegeneral, Kommandeur der Kampftruppenschule II Plato, Anton-Detlef von früher: Oberst i.G., Chef des General- stabes des IV. Panzerkorps heute: Brigadegeneral, Kommandeur der 1. Panzergrenadierdivision Poser, Günter früher: Kapitänleutnant, Kommandant des U-Bootes 202 heute: Flottillenadmiral, Unterabtei- lungsleiter im Führungsstab der Bundes- wehr Prilipp, Wilhelm früher: Oberstleutnant, Gruppenleiter Ib beim General der Artillerie im Oberkom- mando des Heeres heute: Brigadegeneral, Artillerie-Kom- mandeur des III. Korps Reidel, Herbert früher: Oberstleutnant i.G., Stellv. Gruppenleiter für Führungsvorschriften der Panzertruppen in der Ausbildungsabtei- lung des Generalstabes des Heeres heute: Generalmajor, Kommandeur der 7. Panzergrenadierdivision Reischauer, Peter früher: Korvettenkapitän, Referent in der Seekriegsleitung des Oberkommandos der Kriegsmarine heute: Flottillenadmiral, Stellv. Leiter der Abteilung Logistik im NATO-Abschnitts- kommando Europa-Nord Rösing, Hans-Rudolf früher: Kapitän z.S., Führer der U- Boote West heute: Konteradmiral und Befehlshaber im Wehrbereich I Rosenthal, Wilfried von früher: Oberst i.G., Chef des General- stabes des X. Armeekorps, das der 18. Armee (Kriegsverbrecher Foertsch) in Lettland und Kurland unterstand. Abgeurteilter Kriegs- verbrecher heute: Brigadegeneral, Stellv. Stabschef für Operation der NATO-ArmeegruppeMitte (CENTAG) Sieber, Peter Wilhelm früher: Oberstleutnant i. G., Unterabtei- lungsleiter im Oberkommando der Luft- waffe heute: Brigadegeneral, Stellv. Befehls- haber des Kommandos der Territorialen Verteidigung Sonnek, Hubert früher: Oberstleutnant i.G., 1. Gene- ralstabsoffizier des XXXXIX. Gebirgskorps heute: Brigadegeneral, Kommandeur der: 1. Luftlandedivision Schäfer, Heinrich früher: Oberstleutnant i.G., General- stabsoffizier(Ta) der Heeresgruppe Süd heute: Brigadegeneral, Inspizient für Erziehung und Bildung im Truppenamt des Heeres Schlichting, Friedrich Carl früher: Major i. G., Freiwilliger der „Legion Condor”, Gruppenkommandeur imt Kampfgeschwader 27, bei Terrorangriffen gegen England 1940 abgeschossen heute: Generalmajor, Stellv. Inspekteut: der Luftwaffe Schnez, Albert früher: Oberst i. G., General des Trans- portwesens der Heeresgruppe Süd(Italien). Mmandey- N, Referen berkomm telly, Leiter TO-Absch, Führer der d Befehlsh, >f des Gen: Ss der 18, An in Lettland rteilter Kr tellv. Stab; \eegruppeli .G., Untera ındo der| Stellv. Bei r Territon 1.G, 10 Gebirgskur ommandeu i.G,, Gen ‚gruppe Sit Inspizien! Truppenall Freiwillige! ommandeil Terrorangt: hossen ellv. Insp® neral des pe Süd(Ich 201 Be U U Lena Am 20. April 1945 noch zum Oberst beför- dert. Wird in Kesselrings Nachkriegspubli- kation„Soldat bis zum letzten Tag” beson- ders lobend erwähnt heute: Generalleutnant, Kommandieren- der General des III. Korps Schultze, Hellmut früher: Oberst i.G., Chef des General- stabes des XI. Armeekorps heute: Generalmajor, Stellv. Stabschef für Aufklärung der NATO-Streitkräfte Europa-Mitte(AFCENT) Steinhoff, Johannes früher: Oberst, Kommodore des Jagdge- schwaders 77. Für seine Teilnahme an der verbrecherischen Luftkriegsführung von Hitler mit den höchsten faschistischen Orden dekoriert heute: Generalmajor, Chef des Stabes und Stellv. Befehlshaber der NATO-Luft- streitkräfte Europa-Mitte Tempelhoff, Hans-Georg von früher: Oberst i. G., 1. Generalstabsoffi- zier der Heeresgruppe B, Kommandeur der 28. Jägerdivision heute: Generalmajor, Kommandeur der 3. Panzerdivision Vangerow, Kurt von früher: Major i.G., Gruppenleiter im Stab des Generals der Artillerie im Ober- kommando des Heeres heute: Brigadegeneral, Artillerie-Kom- mandeur des II. Korps Varnbüler, Ulrich Freiherr von und zu Hem- mingen früher: Oberst i. G., 1. Generalstabsoffi- zier(Ia) der 2. Panzerarmee heute: Brigadegeneral Wätjen, Rudolf früher: Oberstleutnant, Gruppenleiter in der Inspektion der Panzertruppe im Oberkommando des Heeres heute: Brigadegeneral, Kommandeur der Panzerbrigade 21 Wagenknecht, Willi früher: Oberstleutnant, Abteilungschef im Personalamt des Reichsluftfahrtministe- riums heute: Brigadegeneral, Kommandeur der Offiziersschule der Luftwaffe Wessel, Gerhard früher: Oberstleutnant i. G., OKH Gene- ralstab des Heeres, Gruppenleiter I der Ab- teilung„Fremde Heere Ost”. Leitender Ab- wehroffizier der faschistischen Wehrmacht heute: Generalmajor, westdeutscher Ver- treter des Generals Gehlen beim Militäraus- schuß der NATO in Washington Wilcke, Henning früher: Oberstleutnant i. G., 1. General- stabsoffizier des Fliegerführers Atlantik, Lehrgangsleiter an der Luftkriegsakademie Berlin heute: Generalmajor, Befehlshaber im Wehrbereich II Zawadzki, Wolf von früher: Oberst i. G., 1. Generalstabsoffi- zier beim Chef der Militärmission in Bul- garien. Mitverantwortlich für die Unter- drückung des bulgarischen Volkes, wirkte maßgeblich mit an der Verfolgung aller fortschrittlichen Kräfte heute: Brigadegeneral, Chef des Stabes der NATO-Landstreitkräfte Jütland/Schles- wig-Holstein [m oo an 203 DIPLOMATEN RIBBENTROPS IM AUSWÄRTIGEN DIENST BONNS Zur Führungsclique des faschistischen Deutschlands, die sich in höchstem Maße der Verbrechen gegen den Frieden, das Völkerrecht und die Menschlichkeit schuldig machte, gehörten auch die Diplomaten des Auswärtigen Amtes unter Leitung von„Reichsaußenminister“ Joachim von Ribbentrop. Ribbentrop wurde in Nürnberg vom Internationalen Militärtribunal zum Tode verurteilt und hingerichtet. Acht weitere prominente Ribbentrop-Diplo- maten— hauptsächlich Staatssekretäre und Unterstaatssekretäre, wie Weiz- säcker, Woermann, Ritter, Keppler u. a.- wurden 1948/1949 im sogenannten Wilhelmstraßen-Prozeß vor ein amerikanisches Militärgericht gestellt und ab- geurteilt.(Es handelt sich um einen der 12 Nachfolgeprozesse des Nürnberger Prozesses.) Die übrigen führenden Mitarbeiter Ribbentrops, die 1945 größtenteils Zu- flucht in den von den Westmächten besetzten Gebieten Deutschlands gesucht hatten, blieben im Bonner Staat nicht nur unbehelligt, sondern nahmen dort im Auswärtigen Amt wieder entscheidende Funktionen ein. Der Wilhelmstraßen-Prozefß deckte die verbrecherische Rolle des Auswärti- gen Amtes auf und wies die maßgebliche Beteiligung seiner Beamten an Ver- brechen der vielfältigsten Art nach. Neben dem Reichssicherheitshauptamt und der Wehrmacht mit dem OKW als Führungsorgan war das Auswärtige Amt jene Einrichtung, durch die die wichtigsten Aggressionen und Verbrechen des Nazi-Reiches geplant und vorbereitet wurden. Es war ein entscheidendes In- strument imperialistischer Eroberungspolitik. Seine Beamten wirkten als Schlüsselfiguren bei der Ausarbeitung und Durchsetzung der aggressiven Pläne. Es ist kein Fall bekannt geworden, in dem das Auswärtige Amt oder auch nur Gruppen von Beamten Verbrechen verhindert hätten. Das Internationale Militärtribunal in Nürnberg definierte als verbrecherische Aggressionen die Überfälle auf Österreich am 12. März 1938, auf die Tschecho- slowakei am 1. Oktober 1938 und 15. März 1939, auf Polen am 1. September 1939, Großbritannien und Frankreich am 3. September 1939, Dänemark und Norwegen am 9. April 1940, Belgien, Niederlande und Luxemburg am 10. Mai 1940, Jugoslawien und Griechenland am 6. April 1941, die UdSSR am 22. Juni 1941, die USA am 11. Dezember 1941.(Nürnberger Prozeß, Fall XI, Bd. 241, S. 27 624) 204 [er enmene me 2> 0 mm ern 02} An einer Stelle des Urteils im Wilhelmstraßen-Prozeß heißt es: „Wir halten jeden, der Angriffskriege und Einfälle plant, vorbereitet, begin und durchführt, und jeden, der wissentlich, bewußt und schuldhaft an solchen Handlungen teilnimmt, für einen Völkerrechtsverbrecher, der für seine Hanl: lungen vor Gericht gestellt, verurteilt und bestraft werden muß.“(Nürnberg:r Prozeß, Fall XI, Bd. 241, S. 27 622) Diese Charakteristik trifft für nahezu alle Diplomaten des Auswärtigen Amts Ribbentrops zu. Denn beinahe jeder Mitarbeiter war an der Vorbereitung und Verwirklichung der Aggressionspläne beteiligt. Besonders folgenschwer war die Aktivität der Nazi-Diplomaten bei der Inszenierung des zweiten Weltkriege;, Hauptsächlich im Amt Ribbentrop wurden die Erpressungs- und Fälschung: manöver ausgeheckt, mit denen der faschistische Überfall auf Polen eingeleitk wurde. Dazu gehörte vor allem die Maxime, nach außen hin die Parolen von „Selbstbestimmungsrecht” und von der„völkischen Gemeinschaft” zu vertreten, in Wirklichkeit aber nach dem Überfall auf die Tschechoslowakei den Überfal auf Polen vorzubereiten und so den zweiten Weltkrieg auszulösen. Ähnlid verhielt es sich mit allen anderen Überfällen und Aggressionen, die ohne das Wirken der Völkerrechtsverbrecher aus der Wilhelmstraße undenkbar gewesen wären. Darüber hinaus führten das Auswärtige Amt, seine Botschaften und Abtei lungen spezielle Handlungen zur Ausweitung des zweiten Weltkrieges aus. Es gab Versuche, den Kreis der kriegführenden Staaten zu erweitern und di wenigen neutralen Staaten in den Krieg zu ziehen. Die Hitler-Diplomateı mischten sich in die Neutralität dieser Staaten ein und versuchten, sie für di Kriegsführung Hitler-Deutschlands zu mißbrauchen. SIE AWZETSWEHN EDJEINEKERSTEIEANTST TE Charakteristisch dafür war z.B. die Planung und direkte Vorbereitung der Er oberung des Vorderen Orients. Die Pläne zum militärischen Einmarsch in dies Gebiet wurden vom Auswärtigen Amt Ende 1941/Anfang 1942 forciert. Damals hielt die faschistische Wehrmacht ganz Europa besetzt. Die nazistische Führung gab sich noch der Illusion hin, die Sowjetunion niederwerfen zu können. Zu die sem Zeitpunkt wurden zwei Sonderstäbe gebildet: Der vom OKW organisiert! „Sonderstab F” unter Leitung des Generals Felmy, der in Griechenland militö rische Kader auf den Wüstenkrieg in Vorderasien vorbereitete, und der„Son: derstab von Grobba“ beim Auswärtigen Amt. Ihm oblag die politische und org& nisatorische Vorbereitung der Besetzung dieser Gebiete. Er wählte die vorge sehenen„Herrscher“ dieser Staaten aus, schuf Kontakte zu„geeigneten Kreii sen“ und organisierte eine 5. Kolonne. eitet, beg| ft an Sole "seine H, (Nürnbe, ärtigen Anı j ereitung| Chwer war.) Weltkrieg 1 Fälschu: en eingel: Parolen ı ZU vertre; den Über ösen. Äh! die ohne: kbar gene n und Ab rieges aus itern und r-Diplomi n, sie fürt situng der! ‚rsch in di rciert. Dat ische Führt innen, Zul V organisk onland mi und der$ sche und! Ite die ve! igneten N 205 Über die Aufgaben dieses„Stabes“ unter Leitung des Gesandten von Grobba heißt es in einer geheimen Notiz vom 6. November 1941 aus dem Ribbentrop- Amt: „Seine Aufgabe ist die politische Vorbereitung des deutschen Vormarsches in den arabischen Raum und nach erfolgtem Einmarsch die Durchführung der deutschen Politik an Ort und Stelle nach den vom Auswärtigen Amt gegebenen Weisungen.‘(Dok.-Zentrum der staatl. Archivverwaltung der DDR, Nr.368142) Noch deutlicher wurden diese Aufgaben in einer Aufzeichnung des damali- gen Unterstaatssekretärs Woermann vom 6. November 1941 genannt: „Dabei werden die dauernde Ausschaltung Englands aus dem vorderasiati- schen Raum und die dauernde Sicherung deutschen Einflusses auf die dortigen Erdölvorkommen die Hauptziele sein.“ Und an anderer Stelle:„Die Frage der Auswahl der Herrscher und der sonstigen Führerpersönlichkeiten wird dabei eine besondere Rolle spielen.“ Der„Sonderstab von Grobba” war also das Instrument des Auswärtigen Amtes, mit dessen Hilfe das englisch-französische Kolonialregime in den ara- bischen Staaten in ein zweifelsohne noch brutaleres, faschistisches Regime ver- wandelt werden sollte. In einem Dokument sind u. a. die„politischen Mitarbeiter” dieses Stabes ver- zeichnet: „Der Stab des Bevollmächtigten des Auswärtigen Amtes für die arabischen Länder(Gesandter Dr. Grobba). a) Politische Mitarbeiter: Gesandtschaftsrat Dr. Granow, z. Zt. Verbindungsmann zum Stab Felmy in Athen(war mit mir in Bagdad, spricht arabisch); Leg.-Sekr. Mirow, z. Zt. beim Sonderverband 280 in Laurion(Griechenland),(war in Jerusalem); Vizekonsul Dr. Seydel, z. Zt. beim Konsulat in Tetuan,(war mit mir in Bagdad, spricht arabisch)...“ Und an anderer Stelle steht der Name Kurt Munzel. Alle hier Genannten spielten und spielen eine maßgebliche Rolle im diplo- matischen Dienst der Bundesrepublik: Dr. Granow war bis zu seinem Aus- scheiden im Jahre 1963 Sonderbotschafter bei den Außenministern Brentano und Schröder. Der damalige Legationssekretär Mirow war bis zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Bonn und den arabischen Staaten Legationsrat I. Klasse an der westdeutschen Botschaft in Bagdad, und Dr. Sey- del Legationsrat I. Klasse in der Westabteilung des Auswärtigen Amtes(Nord- afrika). Dr. Munzel war als Botschafter der Bundesrepublik in Kongo(Leopold- ville) und dann im Libanon tätig(ebenfalls bis zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen). 206 UN DETEITEINEDITERSWIENSIRSANFE, Ähnliche Pläne wie die zur Besetzung der arabischen Staaten wurden vom faschistischen Auswärtigen Amt zusammen mit dem„Reichskolonialbund“ unter Leitung Ritter von Epps und teilweise mit dem OKW auch zur kolonialen Neu- aufteilung Afrikas und Asiens entwickelt. So existierte ein Plan, wonach außer den ehemaligen deutschen Kolonien auch Französisch- und Belgisch-Kongo, Uganda, Nigeria, Kenia und Sansibar zu deutschen Kolonien werden sollten, („Von Ribbentrop bis Adenauer“, Berlin 1961) Gemeinsam mit Beamten des Auswärtigen Amtes legte der„Gauleiter z.b.V.“(!) Korswand Anfang Juni 1940 in einer Denkschrift nieder, daß zwei deutsche Hauptkolonialgebiete geschaffen werden müßten: in Zentralafrika und im Fernen Osten. In dieser Denkschrift heißt es u. a.: „Marokko wird spanisch, Spanien kommt dann so- außer Fernando Po, Rio Muni-Gebiet etc.— zu einem größeren zusammenhängenden Kolonialbesitz, vom spanisch gewordenen Gibraltar bis zum Rio de Oro-Gebiet. Algier nebst einem Teil des Sahara-Gebiets verbleibt(außer den französischen Kolonien in Indien, der Südsee, in West-Indien und Südamerika) den Franzosen. Frankreich hat dafür aber(außer Korsika und Savoyen in Europa) Tunis und Djibuti an Italien abzutreten, desgl. Senegambien, den französischen Kongo sowie alle bisher französischen Kolonien der Guineaküste sowie die Maskaren an Deutsch- land und seine Schutzstaaten. England verliert, abgesehen von Gibraltar(an Spanien) die Inseln Cypern, Malta, Kreta und Perim(an Italien) sämtlichen afrikanischen Kolonialbesit:. Es gibt ab: a) Den nördlichen Teil des ehemaligen englischen Sudan, Britisch-Somali-Land und evtl. auch noch Aden an Italien. b) Das Gebiet der ehemals südalrikanischen Union an einen zukünftig von England absolut unabhängigen Burenstaat. c) Den gesamten Rest— das wären also Gambia, Sierra Leone, Goldküste, Nige- ria, den südlichen Teil des Sudans, selbstverständlich die Deutschland ge- raubten ehemals deutschen Kolonien, Kenia, Uganda nebst den vorgelager- ten Inseln Zansibar und Pemba, Syschellen und Ameranten, an Deutschlandi und seine Schutzstaaten. Ägypten mit der Suezkanalzone wird, als an sich selbständiger Staat, in der gleichen Weise unter italienischen Schutz gestellt, wie es bisher unter eng- lichem Schutz gestanden hat... Auch ein Stück des ehemals belgischen Kongo, und zwar der östlich an Deutsch-Ostafrika und Nord-Rhodesien anstoßende Teil mit dem Katangı- Kuptergebiet müßte, abgesehen aus den später näher zu erörternden witl- /urden Y bund” un nialen N; Onach auf isch-Kon den sollt "„Gaulei er, daf zı alafrikaı ındo Po, lonialbes Algier nd Kolonien 1. Frankte d Diibut 0 sowie ı an Deuls seln Cyn plonialbesi -Somali- ykünftig! dküste, N! ytschland 1 vorgel ‚Deutschl ‚Staat, in or unter er östlich em Kata ternden 207 schaftlichen Gründen, auch schon aus anderen Erwägungen heraus zur deut- schen Hauptkolonie kommen... Dadurch, daß Holland wohl gleichfalls zu den Staaten gehören wird, die zu- künftig in irgendeiner Form unter deutschen Schutz gestellt werden, ergibt sich, daß im Raum derjenigen Asien und Australien vorgelagerten Inseln, die früher entweder zu Deutschland oder zu den Niederlanden gehört hatten, sich ein neues zweites sehr wertvolles Hauptkolonialgebiet zu unserer und unserer Schutzstaaten Verlügung darbietet, das man vielleicht zusammen- fassend mit dem Sammelnamen des ‚kolonialen Inselbesitzes‘ bezeichnen könnte.“(Dok.-Zentrum der staatl. Archivverwaltung der DDR, Nr. 368 510) Verschiedene Abteilungen des Auswärtigen Amtes waren auch federführend an der Schaffung eines sogenannten Kolonialministeriums beteiligt. Das Aus- wärtige Amt und seine Beamten zeigten also eine bemerkenswerte Initiative, den zweiten Weltkrieg auszuweiten, weitere Völker in den Krieg hineinzuzie- hen und Programme zu entwickeln, wie die Welt unter der Führung des deut- schen Imperialismus aufzuteilen sei. AN DER„ENDLÖSUNG DER JUDENFRAGE“ MITGEWIRKT Auch an der Ermordung von Millionen Juden waren die Diplomaten der Wil- helmstraße maßgeblich beteiligt. Über ihre Mitverantwortung an diesen Ver- brechen wird im Urteil des Wilhelmstraßen-Prozesses gesagt: „Es gibt für niemand eine Entschuldigung oder Rechtfertigung, der an den Maßnahmen bewußt und zustimmend teilgenommen hat, aus denen diese ab- stoßenden und schauderhaften Verbrechen im einzelnen bestanden, und es ist gleichgültig, ob er sie veranlaßt oder ausgeführt hat, oder nur Beihilfe geleistet oder sie der Welt gegenüber gerechtfertigt oder den Tätern Hilfe und Unter- stützung gewährt hat.“(Nürnberger Proze&, Fall XI, Bd. 242, S. 27 827) Das Auswärtige Amt unter Ribbentrop spielte bei der Organisierung, Pla- nung und Verschleierung dieser Verbrechen eine verhängnisvolle Rolle. In der„Anfangsperiode” der Judenverfolgung, etwa 1938 bis 1940, als es haupt- sächlich um die Enteignung, Ausweisung und Beseitigung der in Deutschland lebenden Juden ging, prüfte das Auswärtige Amt mit der Gestapo und dem SD, zu welchem„geeigneten Zeitpunkt” auch die in Deutschland lebenden Juden ausländischer Staatsangehörigkeit verfolgt werden könnten. Ferner hatte das Auswärtige Amt die Aufgabe, den Antisemitismus im Ausland zu fördern und die Greueltaten der Faschisten zu verschleiern. Damit sollten die Wahrheit über den Terror gegen die Juden verschwiegen und der wachsende Haß gegen den Faschismus eingedämmt werden. Typisch für die Arbeit des Auswärtigen Amles in dieser Zeit sind vor allem zwei Dokumente. Das eine ist das Memorandum Wiehls, des damaligen Leiters der Wirtschaftspolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, vom 25. Januar 1939. Es beschäftigte sich mit den Enteignungsmaßnahmen gegen die Juden und wurde allen Gesandtschaften und Konsulaten zugestellt. Das andere Doku- ment ist die Denkschrift des Legationsrates Schumburg vom„Sonderreferat Deutschland“, ebenfalls vom 25. Januar 1939. Sie heißt„Die Judenfrage als Faktor der Außenpolitik im Jahre 1938“ und wurde gleichfalls allen diploma- tischen Vertretungen des faschistischen Deutschlands übermittelt. Das Auswär- tige Amt setzte sich in der Schumburg-Denkschrift für eine solch„radikale Lösung der Judenfrage“ ein, daß sie selbst dem Reichssicherheitshauptamt' „verfrüht” erschien.(Siehe Tafel 37) DIE VORBEREITUNG DER WANNSEE-KONFERENZ Neben dem Reichssicherheitshauptamt wirkte das Auswärtige Amt auch ent- scheidend bei der Pianung und Verwirklichung der„Endlösung der Judenfrage” mit. Es spielte schon bei der Vorbereitung der Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942 eine maßgebliche Rolle. Ende 1941 entwarf die Deutschland-Abteilung in einer Notiz die„Vorstellun- gen des Auswärtigen Anıtes zur totalen Lösung der Judenfrage“ für eine Kon- ferenz mit Heydrich. Am 4. Dezember 1941 entwickelte der Leiter des Sonder- referats„Deutschland“, Luther, das bekannte 8-Punkte-Programm, das auf der Wannsee-Konferenz eine Rolle spielte. In diesem Programm wurde u. a. gefor- dert, die Juden der verschiedensten Nationalität aus Deutschland sowie aus den verschiedensten europäischen Ländern abzuschieben und zu vernichten. Punkt& dieses Programms lautete:„Durchführung dieser Maßnahmen wie bisher im guten Einvernehmen mit dem Geheimen Staatspolizeiamt.”(Dok.-Zentrum der staatl. Archivverwaltung der DDR, Nr. 42 550) Wenig später, am 23. Dezember 1941, entstand in der Rechtsabteilung des Auswärtigen Amtes— ebenfalls zur Vorbereitung der Wannsee-Konferenz- ein Gutachten. Es schlug u. a. den Weg des zweiseitigen Abkommens mit jenen Staaten vor, aus denen die Juden deportiert werden sollten. Dieser Weg wurde auch beschritten. Heydrich, der als Chef der Sipo und des SD auf der Wannsee: Konferenz das Programm der„Endlösung” darlegte, wies auf die neuen Auf- gaben der Diplomaten der Wilhelmstraße hin: „Im Zuge dieser Endlösung der europäischen Judenfrage kamen ungefähr 11 Millionen Juden in Betracht, von denen nur 131 800 in dem ursprünglichen Reichsgebiet lebten, 43700 in Österreich und 74 200 in dem Protektorat Böl: men und Mähren. Unter richtiger Leitung sollten im Zuge der Endlösung die Juden in geeig" igen Leit 125. Janı 2 die Jul, \dere Di} Onderrefer lenfrage; en diplon Jas Ausy h ‚radik: itshaupke nt auch Judenfra m 20. Jan „Vorstell ür eine ki - des Sond ‚ das auft eu.a.gl owie aust hten. Punl ie bisher Zentrum ıbteilung Konferenz ons mit| r Weg wi der Want e neue i nen ung! esprüngli tektoral» ‚den in# neter Weise im Osten zum Arbeitseinsatz kommen, und zwar in großen Arbeits- kolonnen und unter Trennung der Geschlechter. Es werde zweitellos ein Gro&ß- teil von ihnen durch natürliche Verminderung ausfallen; die Überlebenden müßten entsprechend behandelt werden, da sie bei Freilassung als Keimzelle eines neuen jüdischen Aulbaus anzusprechen seien. Weiterhin sei beabsichtigt, daß das Auswärtige Amit sich mit den zuständigen Referenten der Sicherheitspolizei und des SD wegen der Behandlung der End- lösung in den deutschbesetzten und beeinflußten europäischen Gebieten in Ver- bindung setzen sollte. Heydrich erwähnte weiterhin, daß das Problem in der Slowakei und in Kroatien keine großen Schwierigkeiten mehr bereite, Rumä- nien habe ebenfalls einen Judenbeauliragten eingesetzt, zur Regelung der Frage in Ungarn sei es jedoch erforderlich, in Zeitkürze einen Berater für Ju- denfragen der ungarischen Regierung autzuoktroyieren. Heydrich erörterte dann das Problem der Judentrage in Italien und Frankreich.“(Nürnberger Pro- zeß, Fall XL, Bd. 242, 5. 27 842) Die Diplomaten des Auswärtigen Amtes hatten also die Aufgabe, die Zu- stimmung der„verbündeten“ bzw. der Vasallenstaaten dazu zu erzwingen- z.B. Ungarns, Rumäniens, der Slowakei—, daß die SS-Kommandos Eichmanns die in diesen Staaten lebenden Juden deportieren und liquidieren konnten. Ähnlich hatte das Auswärtige Amt in den besetzten Gebieten vorzugehen. Die Diplo- maten Ribbentrops sollten die Voraussetzungen schaffen, daß die Gestapo die „Endlösung der Judenfrage“ in den verschiedenen europäischen Staaten in An- griff nehmen konnte. Ohne die Tätigkeit der Diplomaten Ribbentrops wäre das verbrecherische Wüten der SS-Deportations- und Vernichtungskommandos in diesem Ausmaße unmöglich gewesen. Und wenn die Nazi-Diplomaten bei der„Endlösung“ nach außen hin oft nicht so augenfällig in Erscheinung traten wie die Kommandos Eichmanns, dann nicht, weil sie etwa weniger Verantwortung trugen, sondern weil ihnen im Rahmen der Arbeitsteilung mit der Gestapo einfach andere Aufgaben zufielen. MIT EICHMANN HAND IN HAND In der Praxis sah die Zusammenarbeit zwischen Gestapo und Diplomaten oft so aus, daß Eichmann und die Gestapo vor Deportationen das„Einverständnis“ des Auswärtigen Amtes einholten. So schrieb Eichmann am 9. März 1942 an das Auswärtige Amt, daß die Absicht bestände, 1000 französische und staatenlose Juden, die 1941 in Frankreich verhaftet worden waren, nach Auschwitz zu transportieren. Er fragte, ob es dagegen Bedenken gäbe. Am 11. März schrieb das Reichssicherheitshauptamt erneut an das Ribbentrop-Amt, daß weitere 5000 französische Juden mit diesem Transport nach Auschwitz gebracht werden 210 sollten. Sowohl die Botschaft in Paris als auch das Auswärtige Amt hatten, wie aus dem Antwortschreiben vom 20. März hervorgeht,„nicht die geringsten Be- denken“. Viele Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes hatten bei der„Endlösung“ fest umrissene Aufgaben. Dr. Ernst-Günther Mohr z.B. war als einer der engsten Mitarbeiter des Gesandten Bene an den Vernichtungsaktionen gegen die in Holland lebenden Juden beteiligt.(Mohr ist heute Botschafter der Bundesrepu- blik in Argentinien.) In Ungarn hatte es die Regierung bis 1944 verstanden, die Deportation der Juden zu verhindern. Daraufhin setzte der Gesandte Veesenmayr im Auftrage des Auswärtigen Amtes- er hatte in einem Sonderbericht entsprechende Vor- schläge gemacht- im März 1944 eine neue ungarische Regierung ein. Sie gab den deutschen Forderungen nach. Die Zusammenarbeit des Auswärtigen Amtes und des Reichssicherheitshauptamtes war dann außerordentlich eng. Gruppen- führer Winkelmann, der Beauftragte Himmlers für die Liquidierung der unga- rischen Juden, wurde Veesenmayr unterstellt. Und Eichmann, der die Zwangs- deportationen von Budapest aus zum Teil selbst leitete, setzte sich dafür ein, daf der damalige Konsulatssekretär I. Klasse, Hezinger— er war zeitweise an der deutschen Botschaft in Budapest tätig—, nicht anderweitig versetzt wurde, Hezinger sei für die Deportationsaufgaben„unentbehrlich“. Von den etwa 400 000 ungarischen Juden wurden in wenigen Monaten etwa 200 000 ermor- det. An dieser Stelle sei vermerkt, daß auch Hezinger in den diplomatischen Dienst Bonns eintrat. 1957 war er z.B. Konsulatssekretär im Auswärtigen Amt. In vielen Fällen verhinderten die Ribbentrop-Diplomaten, daß sich Juden vor dem Terror retteten. Ende 1943 besetzte Hitlers Wehrmacht das bis dahin den Italienern unterstellte Gebiet Frankreichs. Eichmann erfuhr, daß sich 15000 Juden in den Bergen des Fürstentums Monaco versteckt hielten. Darauf- hin erteilte das Auswärtige Amt seinem Konsul von Monaco am 23. September 1943 den Auftrag, diese Juden unbedingt ausfindig zu machen und der Sicher- heitspolizei Zutritt zu diesem Gebiet zu verschaffen. Als es im September 1943 einer größeren Gruppe griechischer Juden aus Saloniki gelang, die italienische Demarkationslinie zu überschreiten, tat auch hier das Auswärtige Amt alles, um sie der SS auszuliefern. Es ist eine grobe Verfälschung der historischen Wahrheit, wenn einige Diplomaten des Auswärtigen Amtes nach dem Kriege behaupteten, die Juden- verfolgung sei ausschließlich Sache des Sonderreferats„Deutschland“ unter Luther, später unter Rademacher, und der sogenannten„SA-Gesandten" gewesen— so wurden die als SA-Führer in den diplomatischen Dienst übernommenen Gesandten Killinger(Bukarest), Ludin(Preßburg), Kasche (Kroatien) und Beckerle(Sofia) bezeichnet. Mit der„Endlösung der Juden- hatten, Vi Ängsten}. ösung' fe der engst: egen die; Sundesren Ortation d: m Aufte chende Yı ein, Sieg: tigen Anl g. Gruppe g der ung die Zwang afür ein,d veise and: setzt wurd n den ct ) 000 erm lomatischz Auswärtige ‚ sich Jude as bis dat ır, daf; si ten. Daraı 3. Septemb 1 der Sicht r Juden& ten, tat all wenn ei 1, die Jui land“ u -Gesandt chen Di ng), Ba ] der Ju frage“ waren fast alle Abteilungen und Diplomaten des Amtes Ribbentrop be- traut: im Auswärtigen Amt die Abteilung„Deutschland” unter Luther, später unter Rademacher(sie entwickelte sich nach der Wannsee-Konferenz aus dem Son- derreferat„Deutschland”); die Gruppe Inland II unter Wagner und von Thadden; die Informationsstelle XIV(„Antijüdische Aktion“), die von Schleier geleitet wurde, mit Granow und später mit Hezinger als Generalsekretär, und zu der auch Mitarbeiter der Handels-, Kultur- und Rundfunkpolitischen sowie der Presseabteilung gehörten; die Länderreferenten im Büro Ribbentrops(z.B. Dr. Strack, vorher Dr. Schwarzmann für Frankreich) und die Länderreferate der Politischen Abteilung (z.B. Dr. Heinburg, später Dr. Werkmeister für Südosteuropa, Dr. Grundherr für Skandinavien usw.) Alle hier Genannten stellten ihre Erfahrungen nach 1945 in den Dienst des Bonner Auswärtigen Amtes: Dr. Strack ist noch heute als Vortragender Legationsrat I. Klasse tätig, Dr. Schwarzmann leitet die „Außenstelle Berlin“. Sowohl Heinburg, Grundherr als auch Werkmeister waren jahrelang in führenden Positionen des Bonner Auswärtigen Amtes eingesetzt— Werkmeister bis vor kurzem als Botschafter in Schweden- obwohl die DDR seit vielen Jahren dokumentarisches Beweismaterial über sie veröffentlicht hat. Seitdem sie aus Altersgründen ausgeschieden sind, beziehen sie hohe Pensionen. Ferner seien die Gesandten, ihre Vertreter, das leitende Gesandtschaftsperso- nal, die Volkstums- bzw. Judenreferenten genannt, die der Gruppe Inland II unterstanden, die Polizei-Attaches(die teilweise, z. B. in Bukarest, gleichzeitig Judenreferenten waren) sowie die Kulturreferenten, die eng mit den Juden- referenten zusammenarbeiteten und sie in deren Abwesenheit vertraten. Darüber hinaus wurden den einzelnen Abteilungen und Mitarbeitern die verschiedensten Aufgaben bei der„Endlösung“ übertragen. Beispielsweise be- reiteten die Gruppe Inland II, die Informationsstelle XIV und die Kultur- politische Abteilung die berüchtigte Konferenz von Krummhübel vor. Sie wurde am 3. und 4. April 1944 vom Reichssicherheitshauptamt und vom Auswärtigen Amt gemeinsam mit allen Judenreferenten der Botschaften durchgeführt. Es sprachen Legationsrat von Thadden(Gruppe Inland II) und SS-Hauptsturm- führer Dr. Ballensiefen vom Reichssicherheitshauptamt über den„Stand der antijüdischen Exekutivmaßnahmen“. Das dritte Hauptreferat hielt der Leiter der Kulturpolitischen Abteilung, Gesandter und SS-Brigadeführer Dr. Six. Teil- nehmer waren u. a. auch die Vertreter der Handelspolitischen, der Rundfunk- politischen, der Kulturpolitischen und der Presseabteilung. Die Rechtsabteilung des Auswärtigen Amtes erarbeitete für die Wannsee- Konferenz nicht nur ein Gutachten über die„besten“ Möglichkeiten für die „Endlösung“, sondern griff auch in anderen Fällen ein. Als z.B. eine Zeitlang 212 die routinemäßigen Mitteilungen über den„Tod“ holländischer Juden in deut- schen Konzentrationslagern in auffälliger Zahl nach Holland geschickt wurden und Schweden als Schutzmacht Hollands protestierte sowie auf eine Prüfung drängte, befaßte sich die Rechtsabteilung mit diesem„Fall“ und suchte„Aus- wege“. Sie wurden schließlich darin gefunden, daß man auf Vorschlag der Rechtsabteilung gar keine Mitteilungen mehr abschickte. Daraufhin hörten die schwedischen Proteste auch auf. Ähnlich war es mit der Handels- bzw. Wirtschaftspolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes. Hier befaßte man sich ständig mit der Regelung der Ver- mögensfragen der deportierten und hingerichteten ausländischen Juden. INTRIGENSPIEL UM 7000 JÜDISCHE KINDER Schließlich gab es wichtige Probleme, die den jeweiligen Abteilungen zumindest bekannt waren oder gemeinsam gelöst wurden. Das war in einem abscheu- lichen Intrigenspiel mit dem Leben von 7000 rumänischen Judenkindern der Fall. Auf ein englisches Angebot hin— und mit Zustimmung der Rumänen- sollten die Kinder die Erlaubnis zur Auswanderung erhalten. Um dieses An- gebot zu vereiteln und trotzdem propagandistisch für sich zu nutzen, arbeite- ten über viele Wochen hinweg die Gruppe Inland II, die Politische, Kultur- politische, Rundfunkpolitische, Presse- und Rechtsabteilung auf das engste zusammen. Ihr Ziel war, eine geeignete provokatorische Antwort zu finden. Gemeinsam mit von Thadden, Wagner, Killinger und Eichmann waren an die- sem Vorgang beteiligt: Heinburg als Länderreferent der Politischen Abteilung, Henke und von Erdmannsdorf als Verantwortliche der Politischen Abteilung, Albrecht von der Rechtsabteilung, von Mirbach als Persönlicher Referent des; Staatssekretärs von Steengracht, Rühle von der Rundfunkpolitischen Abteilung: und Sonnleithner vom Büro Ribbentrops.(Von Mirbach ist seit Jahren Sonder- botschafter des Bundesaußenministers Schröder und soll in naher Zukunft als Botschafter in Indien eingesetzt werden!) Es handelte sich um jenen Vorgang, von dem im Urteil des Wilhelmstraßen-Prozesses gesagt wird: „.. das Auswärtige Amt und sein Staatssekretär hatten hier endlich einmal Gelegenheit, zum Guten und nicht zum Bösen zu raten; hier hätte darauf hin- gewiesen werden können, daß es zur Verbesserung der aubßenpolitischen Be- ziehungen Deutschlands und zur Wiederherstellung seines Ansehens in der Welt beitragen würde, wenn man duldete, daß wenigstens Kinder vor der Ver- nichtung bewahrt würden. Doch alle vom Außenamt unternommenen Schritte, alle seine Ratschläge hatten das Ziel, die Bemühungen angesehener neutraler und feindlicher Länder zunichte zu machen, die die Kindlein zu sich komment den in deı ickt y ine Prüf, Suchte„Au Prschlag f fhin hör teilung d ng der TI den. en zumind: em absch kindern d Rumänen m dieses 4 tzen, arbei sche, Kult f das eng: rt zu find: varen and :n Abteilur n Abteilu Referent i en Abteilı hren Sond: - Zukunft: jen Vorgel dlich eitt z daraul! ‚itischen ohens it vor der| ‚nen Scht ner neultl sich kon! Urd: 213 lassen wollten; das Werk der guten Samariter sollte vereitelt, ihr Angebot in nationalsozialistische Propaganda verdreht werden.“(Nürnberger Prozeb, Fall XL, Bd. 243, 5. 27893) EO)DEISIELSEBEIN AUISIGIEIEJEIRSEIIGET Eine Kette weiterer Verbrechen begingen Ribbentrop-Diplomaten bei der Aus- übung der Gewaltherrschaft über die verschiedensten Völker Europas, beson- ders in den zeitweilig okkupierten Gebieten. Im System des Terrors hatten das Auswärtige Amt, seine Organe und Beamten festumrissene Aufgaben. Vor allem oblag es ihnen, jede patriotische, demokratische Regung, jeden Wider- stand gegen die faschistische Gewaltherrschaft zu unterdrücken. Auch dabei arbeiteten die sogenannten„Bevollmächtigten des Reiches“, die„Vertreter des Auswärtigen Amtes”(die sogenannten VAA) bei den verschiedensten„Behör- den“(z.B. bei der„Regierung des Generalgouvernements“) mit den Befehls- habern der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes, den Kommandos der Gestapo und den Militärbefehlshabern eng zusammen. Ein bestimmter Personenkreis im Auswärtigen Amt wurde regelmäßig über die Massenmorde der berüchtigten SD-Einsatzkommandos informiert. Die Listen mit den Namen Tausender, die verhaftet, in Konzentrationslager gewor- fen oder ermordet wurden, fertigten meist Gestapo, SD und die faschistischen Diplomaten gemeinsam aus. Schließlich wurden die Diplomaten auch über die „Ergebnisse“ solcher Aktionen genau informiert. Dutzende von Mordlisten gingen durch ihre Hände und wurden an das Büro Ribbentrop und die zustän- digen Länderreferate weitergeleitet.(Siehe Tafel 36) GIESIABOZEERIRORSW/ARZTEINFEINFZUENGTED Vielfach gehörten die Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes zu den Scharf- machern. So schrieb der damalige Konsul in Algerien, Auer(bis 1964 west- deutscher Botschafter in Ceylon), als„persönliche Stellungnahme“ Ende 1942 an die Wilhelmstraße: „Der militärische Sieg über Frankreich müßte noch vervollständigt werden in moralischer Niederwerfung der Franzosen im besetzten Gebiet. Erst durch solche Zwangsmaßnahmen würde der deutschteindlichen Einstellung... die Angst zugesellt werden, der Besiegtenstandpunkt bei den französischen Behör- den erzwungen werden und damit erst der notwendige Respekt gegenüber For- derungen und Anweisungen der deutschen Behörden... erreicht werden.“ (Deutsches Zentralarchiv Potsdam, AA 61134) 14 Braunbuch 214 IT TEE ET TU ERDE NP Zu dem Zeitpunkt, da der Zusammenbruch Hitlerdeutschlands für jeden sichtbar wurde und die Völker in den befreiten Gebieten Verräter vor ordert- liche Gerichte stellten, bemühten sich die Rechtsabteilung des Auswärtigen Amtes unter Albrecht und die Politische Abteilung(einschließlich der Länder. referate), noch in deutscher Haft befindliche Patrioten aus den okkupierten Ländern hinrichten zu lassen. Durch diese Repressalien sollten Gerichtsverfah- ren gegen profaschistische Kollaborateure und Kriegsverbrecher verhindert werden. Am 22. Dezember 1944 forderte die Abteilung Pol II in einem von Steeı gracht unterzeichneten Schnellbrief an das Reichssicherheitshauptamt und aı dere faschistische Stellen, Verfahren gegen gaullistische Häftlinge,„die mil schwerer Strale enden mühten", einzuleiten und Begnadigungen, die bei einig Todesurteilen gegen französische Patrioten ausgesprochen worden waren, rück gängig zu machen.(Siehe Tafel 38) TZNVSE SS DIEENIDISHIER UN DEIVZERITRAUFENN SIVI@)IZIEZ Von den weiteren Formen und Methoden, zu denen sich— wie es in einer Auf zeichnung der Abteilung„Deutschland“? vom 8. August 1940 heißt—„ein zweckdienliche, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit” zwischen du Diplomaten des Ribbentrop-Amtes, der Gestapo und dem SD abwickelte, kör nen nur einige wesentliche genannt werden: Ganze Kompanien von SS-Offizieren wurden zeitweise mit„Spezialaufträgen' meist für die Spionage- und Sabotagetätigkeit und zum Aufbau der 5. Kı lonne in den außenpolitischen Apparat„eingebaut“, In einer Geheim« Reichssache des Amtes VI des Reichssicherheitshauptamtes vom 6. August 194) an das Auswärtige Amt heißt es, daß die„Entwicklung“ den„verstärkten Eiı bau von Mitarbeitern“ des RSHA bei den diplomatischen Vertretungen vu allem in den„heute noch neutralen Ländern“ erfordert. Weiter wurde im einzel nen festgelegt, unter welchen diplomatischen Tarnbezeichnungen die SD-Leut an den verschiedenen Auslandsvertretungen— z.B. in Bern, Genf, Mailand- wirken sollten. Unter anderen waren$S-Sturmbannführer Elling für die Bot schaft am Vatikan und SS-Sturmbannführer Dr. Haas für den Quirinal vor gesehen. SS-Offiziere wurden als„Wissenschaftliche Hilfsarbeiter”(als„WHA’) in dan Diplomatischen Dienst übernommen, Ein großer Teil von ihnen erhielt naxl Erfüllung ihrer Spezialaufträge ständige Aufgaben und damit meist auch dt geläufigen diplomatischen Rangbezeichnungen, Meist wurden die SS-Offizier entsprechend ihrer„Verdienste“ Legationssekretäre oder Legationsräte. Viele Ribbentrop-Diplomaten gaben dem SD bzw. der Gestapo direkt Bir Sin einer4 heift-; zwischen{ wickelte,} >zialaufträg bau der 5.) ner Gehei 5. August! srstärkten! rtretungen urde im ein n die SD-L: nf, Maila g für die) Quirinal WHA)N n erhielt! meist aud je SS-OR „nsräte. pO direkt 215 richte. Täglich erreichten die Poststelle in der Wilhelmstraße Briefe der ver- schiedensten Diplomaten für den„Chef der Sipo und des SD“, z. B. vom damali- gen Konsul in Apenrade(Dänemark) Lanwer.(Siehe Tafel 41) Heute ist Lanwer Referatsleiter in der Abteilung Entwicklungspolitik des Bonner Auswärtigen Amtes. Bei zahlreichen diplomatischen Vertretungen wurden sogenannte Polizei- Attaches eingerichtet. Es handelte sich um besonders„erprobte“ Beauftragte des Reichssicherheitshauptamtes, die sowohl Himmler als auch dem Missions- chef bzw. dem Auswärtigen Amt unterstellt waren. Es existieren noch ganze Listen von SS-Offizieren, die als Polizei-Attachös tätig waren, und in denen u.a. solche berüchtigten Judenmörder wie SS-Sturmbannführer Adolf Hoffmann sowie die SS-Hauptsturmführer Dannecker, Wisliceny und Richter als„Diplo- maten“ erscheinen. Bei vielen Aktionen kam es über den Rahmen einer engen Zusammenarbeit hinaus zu institutionellen, organisatorischen Verflechtungen. So übernahm der Leiter des Amtes VII im Reichssicherheitshauptamt, SS-Brigadeführer Dr. Six, im Jahre 1943 im Range eines Gesandten die Leitung der Kulturpolitischen Ab- teilung im Auswärtigen Amt. Sie war— wie bereits oben angeführt— 1944 federführend an der Konferenz von Krummhübel beteiligt. RÜCKSICHTSLOSE PLÜNDERER Auch bei der Ausplünderung der unterdrückten Völker und der Ausbeutung von Zwangsarbeitern spielten die Diplomaten Ribbentrops eine entscheidende Rolle. Sie schufen mit die Voraussetzungen für diese Verbrechen, leiteten ent- sprechende Maßnahmen ein oder förderten sie zumindest. Der„Handelspolitische Ausschuß“(HPA), die zentrale und leitende inter- ministerielle Instanz der Nazis zur systematischen Ausplünderung der Völker— darunter in den letzten zwei Kriegsjahren auch des„verbündeten“ Italien— wurde von Nazi-Diplomaten geleitet: vom Leiter der Handelspolitischen Ab- teilung des Auswärtigen Amtes, Wiehl, und seinem Vertreter Clodius. An den Sitzungen dieses HPA nahmen zeitweise auch solche Ribbentrop-Diplomaten teil wie Eberl(heute Botschafter Bonns in Uruguay), Schlitter(heute Botschaf- ter Bonns in Griechenland, bis dahin Beauftragter für Vertragsverhandlungen in der Abteilung Handelspolitik des westdeutschen Auswärtigen Amtes), Jun- ker(heute Botschafter Bonns in Südafrika) und Schwarzmann(heute Leiter der „Außenstelle Westberlin“ des Bonner Auswärtigen Amtes).(Siehe Tafel 39) Die Leitung der Delegation für Wirtschaftsfragen bei der deutschen Waffen- stillstandskommission, die eine besondere Rolle bei der Ausplünderung Frank- reichs spielte, lag in den Händen des Beauftragten des Auswärtigen Amtes, 216 Hans-Richard Hemmen, und anderer Nazi-Diplomaten. Zahlreiche Nazi-Diplo- maten arbeiteten darüber hinaus in direktem Auftrag deutscher Monopole, um ihnen einen möglichst großen Teil der Raubbeute zu sichern. So versuchte bei- spielsweise über längere Zeit hinweg Legationssekretär Lüders von der Har- delspolitischen Abteilung, die Anlagen des Shell-Konzerns in Holland zum Eigentum der IG-Farben zu machen. Lüders ist heute Botschaftsrat an der west- deutschen Botschaft in Indien. So weist eine Fülle dokumentarischen Materials eindeutig nach, daß die Diplomaten der Wilhelmstraße bei der Planung, Vorbereitung und Verwirk- lichung der imperialistischen Macht- und Eroberungspolitik eine unheilvolle Rolle spielten. Der Rechtfertigungsversuch, nur die von der SS und der SA be- auftragten Diplomaten der„Deutschlandabteilung” des Auswärtigen Amtes und die„SA-Gesandten“ hätten die„Schmutzarbeit” gemacht, hält der Wirklichkeit in keinem Falle stand. Fast alle Abteilungen, Auslandsvertretungen und Diplo- maten der Wilhelmstraße sind entweder direkt als Urheber oder zumindest als Begünstiger der Verbrechen des Hitler-Regimes verantwortlich. Erschwerend fällt ins Gewicht, daß die Diplomaten Ribbentrops- in krassem Gegensatz zu ihren abgesprochenen, zurechtgezimmerten Aussagen vor dem Nürnberger Gerichtshof- zu den bestinformierten Beamten des faschistischen Systems zählten. Sie waren durchaus in der Lage, die ganze Tragweite ihres verbrecherischen Wirkens zu überblicken, so wie das auch im Wilhelmstraßen- Prozeß festgestellt wurde. Sie sind„erfahren in der Auswertung des politischen Geschehens und in der Ermittlung der Beweggründe für die Maßnahmen von Parteien, Beamten und ganzen Völkern; sie sind Meister in der Kunst, zwischen den Zeilen anscheinend harmloser, in gemäßigter Sprache gehaltener Schritt- stücke zu lesen und aus ihnen die durch den Wortlaut verschleierte wirkliche: Bedeutung zu erkennen.“(Nürnberger Prozeß, Bd. 242, S. 27 829) Die Ribbentrop-Diplomaten wurden so in vollem Umfang der ihnen zu- gedachten Rolle gerecht. Sie machten das Amt in der Wilhelmstraße zu einem Instrument der faschistischen Führung, das jederzeit bereit war, verbrecherische Programme und Aktionen zu planen und durchzuführen, und das darüber hin- aus zur besseren Verwirklichung der Weltherrschaftsziele des deutschen Im- perialismus neue Wege suchte und fand. Die Stützen der aggressiven Bonner Außenpolitik Entgegen der einmütigen Forderung der Völker und der Urteile von Nürnberg wurden die Nazi- und Kriegsverbrecher, zu denen die Diplomaten der Wilhelm- straße gehörten, in Westdeutschland nicht zur Verantwortung gezogen. Mehr noch- in dem Maße, in dem Imperialismus und Militarismus wiedererstarkten i Nazi-Dj, erSuchte} On der F olland hi an der ye ach, daß; Ind Very e unheily Id der SA} n Amtes, Wirklich m und Dip umindest — in krage gen vor d: faschistisc agweite ihr helmstraf es politisch hnahmen nst, zwisd tener Sch rte wirkli er ihnen ahe zu eiit rbrecherist darüber! eutschen| Fonopole. I 217 und ihre Politik darauf ausrichteten, die Ergebnisse des zweiten Weltkrieges rückgängig zu machen und einen neuen Angriffskrieg vorzubereiten, wurden die ehemaligen Nazi-Diplomaten wieder im Auswärtigen Dienst der Bundes- republik verwendet. Sie übernahmen nach und nach die entscheidenden außen- politischen Funktionen. So ist es zu dem gefährlichen und zugleich grotesken Zustand gekommen, daß ehemalige Nazi-Diplomaten als Vertreter der Bundes- republik in solchen Ländern agieren, deren Eroberung, Unterdrückung und Ausplünderung sie einst mitplanten und verwirklichten. In der Deutschen Demokratischen Republik wurde kein einziger Nazi-Diplo- mat in den Dienst des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR aufgenommen. Diese Institution wird von konsequenten Antifaschisten und Demokraten geleitet. Mehrfach warnte die DDR vor der Wiederverwendung von Ribbentrop-Diplomaten im außenpolitischen Dienst der Bonner Regierung. Im März 1959 legte der Ausschuß für Deutsche Einheit Tatsachenmaterial über die faschistische Vergangenheit von über 80 führenden westdeutschen Diplo- maten vor. Im September 1961 wies das Ministerium für Auswärtige Ange- legenheiten der DDR in der Dokumentation„Von Ribbentrop bis Adenauer” die Wiederverwendung von über 180 Nazi-Diplomaten im Auswärtigen Dienst Bonns nach und belegte diese ungeheuerliche Tatsache mit einer Fülle doku- mentarischen Materials. 520 NAZI-DIPLOMATEN IM AUSWÄRTIGEN AMT Doch anstatt die Mitschuldigen an den Naziverbrechen aus dem Staatsdienst zu entfernen und gerecht zu bestrafen, wurden die„Experten“ des Kriegsver- brechers Ribbentrop immer zielstrebiger in die entscheidenden Funktionen der Bonner außenpolitischen Institutionen geschoben. In dem bisher erschlossenen Archivgut befinden sich Unterlagen über die Tätigkeit von mindestens 520 ehe- maligen Nazi-Diplomaten, die wieder führende Positionen im Bonner Auswär- tigen Amt innehaben. In den Spitzenfunktionen, als Abteilungs- oder Referats- leiter bzw. als deren Vertreter, sind mehr als 30 ehemalige Ribbentrop-Diplo- maten oder andere führende Nazis tätig. Zu ihnen gehört der heutige Staatssekretär Lahr, der sich besonders in der Organisierung von Kriegs- und Rüstungsgeschäften„bewährte“. Zu ihnen ge- hört der bisherige Staatssekretär im Bundespräsidialamt und jetzige Botschaf- ter in Rom, Dr. Hans Herwarth von Bittenfeld. Als Diplomat Ribbentrops bis 1941, beteiligte er sich dann als Ausbilder und Aufsichtsoffizier der Wlassow- Armee an den Raubzügen in der Sowjetunion und den Greueltaten gegen sowje- tische Armeeangehörige. Nach 1945 zunächst Regierungsdirektor in der Baye- rischen Staatskanzlei, gehörte er ab 1950 als Ministerialdirigent im Bonner AA 218 zu jenen Drahtziehern, die die Besetzung der leitenden Posten dieses Amtes mit Nazi-Diplomaten organisierten.| Unter den leitenden Diplomaten des Bonner Auswärtigen Amtes befindet| sich z.B. von Mirbach, Sonderbotschafter bei Bundesaußenminister Schröder. Er war der persönliche Referent des im Wilhelmstraßen-Prozeß verurteilten Staatssekretärs von Steengracht und ist für zahllose Verbrechen mitverantwort- lich. Sein Vorgänger— als„Botschafter z. b. V.“ des Bundesministers— war Granow, unter Ribbentrop die rechte Hand des Gesandten von Grobba bei der Vorbereitung der Aggression gegen die arabischen Staaten und zeitweise auch Generalsekretär der Informationsstelle XIV(„Antijüdische Aktion“). 1964 ging erin den Ruhestand. STAATSSEKRETÄR LAHR- DIEIRENISZAWZERSISIOEWNENNSIERSEIEIRUEN Einer der einflußreichsten Leute im Bonner Auswärtigen Amt ist der ehemalige| SA-Rottenführer und heutige Staatssekretär Rolf Lahr. Lahr, seit April 1933 auch Mitglied der Nazi-Partei, spielte von 1934 bis Kriegsende als Regierungs- rat im faschistischen Reichswirtschaftsministerium(Abt. V, Referat 7, Italien,' Türkei) eine unrühmliche Rolle bei der Ausbeutung solcher sogenannter ver- bündeter Staaten, wie Ungarn und Italien, für die NS-Kriegsproduktion. Zu- sammen mit der Handelspolitischen Abteilung des Ribbentrop-Amtes zwang er beispielsweise 1941/1942 unter räuberischen Zahlungsbedingungen die Unga- rische Regierung zu kriegswichtigen Bauxitlieferungen an das Nazi-Reich (Deutsches Zentralarchiv Potsdam, AA 67 916). Später gehörte er zu dem Gre- mium von Nazi-Experten, die für den Fall der geplanten Unterwerfung und Kolonisierung der arabischen Staaten die wirtschaftliche Ausplünderung des Irak mit vorbereiteten. So erwarb Lahr jene„Erfahrungen“, die ihn heute zum Exponenten der neokolonialistischen„Entwicklungspolitik” Bonns machen. GIEISIEABOENVEPARBIEIIDEIRET EIEREINF D/EET OISIHAMBIEITTSUINIG: Franz Krapf, der Leiter der Ostabteilung des Bonner Auswärtigen Amtes, ge- hörte zu den Ribbentrop-Diplomaten, die besonders eng mit dem SD zusam- menarbeiteten. Er war SS-Untersturmführer. In einem Aktenvermerk eines SD-Beauftragten über den Ausbau der sogenannten Reichsbahnwerbezentrale und deren„Niederlassung“ in Japan— eine Tarnbezeichnung für die Zentrale des SD zur Spionage und zur Durchführung von„Sonderaufgaben” in Japan- heißt es über Krapf: Amtes hi 85 befin de T Schröde, "erurteilte ‚erantwor ters— W Oba bei dı weise aud . 1964 gin, " ehemalig April 19% Tegierung: t 7, Italien annter ver uktion, Zu 25 zwange | die Ung: Nazi-Reid u dem Gre erfung un derung dis heute zun machen. NG Amtes, 9 SD zusal merk ein rbezenträt ie Zentral in Japat“| 219 Sn „Der Unterzeichnete wurde am 24. 3. 1941 zu einer Besprechung zwischen SS-Stubaf. Finke, SS-O’Stuf. Winter, Leiter der Reichsbahnwerbezentrale, und Dr. Jörn Leo, Leiter der Niederlassung der Reichsbahnwerbezentrale in Tokyo, hinzugezogen.... Es ist beabsichtigt, daß Dr. Leo mit der Zusammenfassung des Nachrichtennetzes in Japan beauftragt wird... Mit folgenden Personen wird Dr. Leo in Verbindung treten: SS-Untersturmführer Franz Kraptf, Attache an der Deutschen Botschaft in Japan. K. wurde als ehrenamtlicher Mitarbeiter der ehemaligen Zentralabteilung 11l/1 seinerzeit SS-Stubaf. von Vietingshoff- Scheel namhaft gemacht, bisher jedoch nicht zur Mitarbeit herangezogen. Da sich beim hiesigen Referat keine Personalakten befanden, wurde der Referent VIC3 erst jetzt auf ihn aulmerksam. Krapf wird von hier aus brietlich über die Kurierpost verständigt werden.“ Zu den Diplomaten, die die„Versetzung“ Krapfs nach Tokio in die Wege leiteten, gehörte der damalige Legationssekretär und Verantwortliche für die nazistische Ostasienpropaganda in der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes (P VIII), Hilmar Baßler. Er schrieb am 27. April 1940 an Krapf:„Sehr verehr- ter, lieber Herr Krapt! In zwei Zeilen will ich Ihnen nur mitteilen, daß unser Plan mit Ihnen nach Tokio geglückt zu sein scheint. Mir wurde es gestern tele- fonisch von Kempe, zunächst privat, als Absicht der Personalabteilung mit- geteilt. Meinen allerherzlichsten Glückwunsch! Lassen Sie diese Angelegenheit aber unter uns bleiben! Botschafter Ott hat von mir Kenntnis erhalten. Heil Hitler! Ihr gez. Babler.“ Heute ist Baßler ebenfalls eine Schlüsselfigur in der Ostabteilung des Bonner Auswärtigen Amtes und als Stellvertretender Leiter des Ostasienreferates einer der engsten Mitarbeiter Krapfs. Vor 1945 gehörte er wie Krapf zum Kreis der Vertrauten des SD und des Amtes IV(Gestapo) im Reichssicherheitshauptamt. Mit zahlreichen Anfragen und Aufträgen wandte sich die Gestapo an ihn. Das geschah auch im Dezember 1940. Das Reichssicherheitshauptamt, Amt IV, B 4a, brauchte damals seine Meinung für Unternehmen in China. In anderen Fällen „vermittelte“ Baßler den Kontakt zum Reichssicherheitshauptamt: „Ref. PVIII Berlin, den 3. August 1943 Babler Notiz! Wegen Frl. Lee kann zur Zeit kein Bescheid gegeben werden, da wegen der allgemeinen Luftschutzmaßnahmen Akten und Unterlagen irgendwo herun:- schwirren. Der Sachbearbeiter dafür ist Polizeihauptmann Kettenhofer im Reichssicherheitshauptamt, Berlin-Steglitz, Wrangelstraße 6/7. Es empfiehlt sich, daß Sie sich direkt an ihn, unter dem Stichwort ‚Schutzhaftsache Lee‘, wen- den. Hiermit Herrn von Studnitz.” 220 BASSLER SEHNT SICH NACH DEM ‚„ENDSIEG” Baßler gehörte auch zu jenen Fanatikern, die den Überfall auf die UdSSR be geistert begrüßten. Selbst als sich die militärische Niederlage Hitler-Deutsch lands bereits abzeichnete, faselte er noch von der„Entschlossenheit“, von „Durchstehen“ usw. Am 9. Oktober 1941 schrieb er in einem Brief an den Gra fen von Mirbach, den damaligen Presseattach& an der Deutschen Botschaft in Japan: „Ende dieser Woche werde ich eine Frontreise nach Rußland machen, worübe: ich mich besonders freue. Hier in der Heimat haben unsere gewaltigen militä rischen Erfolge besonders nachhaltig gewirkt, und ich kann nur sagen, dab die Geschlossenheit und Einheitlichkeit in der Auffassung über den weiteren Ver: lauf des Krieges wie die Gewißheit über den Endsieg noch nie so deutlich und klar wie gerade jetzt war.“ An seinen ehemaligen engsten Mitarbeiter Breuer, heute Botschaftsrat an der Bonner Botschaft in Madrid, der inzwischen- ebenfalls auf Betreiben Baßlers- als Mitarbeiter Mirbachs nach Tokio versetzt worden war, schrieb er am 25. November 1942: „Die Stimmung ist bei uns absolut entschlossen. Jeder Mensch weiß, daf der Endkampf hart werden wird, daß wir ihn aber unbedingt durchstehen müssen, koste es, was es wolle. Die innere Situation Deutschlands wird von den Alliierten, besonders Amerikanern, völlig falsch beurteilt. Ein innerer Zusammenbruch ist ganz undenkbar.“(Deutsches Zentralarchiv Potsdam, AA 58320) In diesem Brief bestätigt Baßler an anderer Stelle, daß er genau wußte, was; es mit der sogenannten„Reichsbahnwerbezentrale“ in Wirklichkeit auf sich. hatte:„Die Filme habe ich selbst nicht gesehen, hoffe aber, daß sie Ihnen Freud: bereiten werden. Einige sind von der Reichsbahnwerbezentrale“(Deutsches: Zentralarchiv Potsdam, AA 58320) WIEDER DIE GLEICHE SIPPSCHAFT Eine weitere Schlüsselfunktion in der Ostabteilung des Bonner Auswärtigen Amtes wird von einem jener Diplomaten besetzt, der einst im Auftrage des Reichssicherheitshauptamtes seinen Dienst in der Wilhelmstraße aufnahm: Hans Schirmer, heute Leiter des Referates„Naher Osten“, Vortragender Lega- tionsrat I. Klasse, früher SS-Obersturmführer Schirmer begann seine Tätigkeit im Auswärtigen Amt im Jahre 1939, und zwar, wie fast alle mit Sonderauftrag eingestellten SS-Offiziere als sogenannter WHA(„Wissenschaftlicher Hilfs arbeiter“). Als„Diplomat“ und SS-Obersturmführer war er dann im Auftrage 221 RE des Reichssicherheitshauptamtes in Kroatien tätig und wurde für seine„Ver- dienste“ mit dem Ritterkreuz dekoriert.(Siehe Tafel 39) nt Schirmer wurde dann, wie bei SS-„Diplomaten“ üblich, für ständig als Lega- srhe tionsrat ins Ribbentrop-Amt übernommen. In der Rundfunkpolitischen Abtei- ef an a lung(Ru VII” Naber Osten) gehörte er zu jenem Personenkreis, der den„ara- . Beha bischen Raum politisch und ideologisch auf die gewaltsame Kolonisierung al durch das Hitler-Regime vorzubereiten hatte. Ei Mit dem Legationsrat I. Klasse, Dr. Bock, und dem Vortragenden Legations- un rat I. Klasse, Krafft von Dellmensingen(Referat„Polen, CSSR, Jugoslawien, altigen mi Ungarn“ usw.), gehören weitere ehemalige aktive Nazi-Diplomaten zu den gen, daf führenden, die„Ostpolitik“ Westdeutschlands bestimmenden Kadern und zu weiteren] den Vertrauten Krapfs. 0 deutlich, Bereits am Beispiel dieser Abteilung wird deutlich, daß die ehemaligen Nazi- Diplomaten die bestimmende Kraft im Bonner Auswärtigen Amt darstellen. naftsrat Selbst die früheren Beziehungen zwischen den einzelnen Beamten, vor allem iben Bafık der SS- und SD-Beauftragten im Ribbentrop-Amt, blieben teilweise unver- schrieb er ändert. sch weih,i 1 durdhst Sie besetzen Bonns Ausiandsvertretungen inds wird '. Ein inn Noch deutlicher wird der bestimmende Einfluß der Ribbentrop-Diplomaten, 'hiv. Potste wenn man die Besetzung der Auslandsvertretungen der Bundesrepublik unter- sucht. Nicht weniger als 60 Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter au wuhte,!(und der ihnen gleichgestellten Leiter einiger diplomatischer Missionen bei hkeit auf: zwischenstaatlichen Vereinigungen) sind ehemalige Nazi-Diplomaten. Ihnen Er 15 der 25 Auslandsvertretungen der Bundesrepublik in Asien werden von e.”(Deutst Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschaftern geleitet, die sich im Dienst des Hitler-Regimes bewährten, darunter Dr. Luitpold Werz, heute Bot- schafter in Indonesien, Ferring, heute Botschafter in Südkorea, Dr. Böhling, heute Botschafter in Malaysia, Dr. Munzel, bisher Botschafter im Libanon und der ehemalige SS-Untersturmführer Dr. Schmidt-Horix, bisher Botschafter im Irak. Bei der westdeutschen Botschaft in Indien sind neben dem Botschaftsrat « Auswä Lüders auch die Leiter der wichtigsten General-Konsulate—- Dr. Heinrich Köh- Auftrage ler in Bombay und Elgar von Randow in Kalkutta— ehemalige Ribbentrop- aße aufıa Diplomaten. Von den 21 Auslandsvertretungen in Lateinamerika werden 16 von ehemali- agender 1 eine Tätig! gen Nazi-Diplomaten als Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Sonderauft geleitet. Darunter befindet sich ein solch eingefleischter Antisemit wie der Bot- ftlicher# schafter in Argentinien, Dr. Ernst-Günther Mohr, und der Botschafter in Peru, 1 im Auft Dr. Northe. 1940 denunzierte Northe die Schwiegertochter eines deutschen Mohr, E.- Günther, Dr. heute: 222 Diplomaten wegen„antinazistischer” Äußerungen in einer schriftlichen Notiz an den dortigen NSDAP-Ortsgruppenleiter Wobser, der heute ebenfalls als Diplomat im Dienste Bonns steht. Der jetzige Bonner Botschafter in Brasilien, Dr. Seelos, betrieb 1939 als Konsul in Lemberg Spionage zur Vorbereitung des zweiten Weltkrieges. Dabei wirkte er mit dem damaligen Leiter des Geheim- dienst-Referates im Auswärtigen Amt, Heyden-Rynsch, eng zusammen. Der heutige Botschafter Bonns in Chile, Dr. von Nostiz, war eine Zeitlang Vertreter von Heyden-Rynsch im Ribbentrop-Amt. Der ehemalige SS-Obersturmführer Dr. Georg Vogel ist Botschafter in Venezuela. In Afrika sind— nach bisherigen Feststellungen— 10 ehemalige Nazi-Diplo- maten tätig. Selbst seine Repräsentanten bei zwischen- bzw. überstaatlichen Organisationen wählte Bonn aus dem Kreis der ehemaligen Ribbentrop-Diplo- maten, z. B. Sigismund von Braun bei der UNO, Dr. Rupprecht von Keller beim UNO-Europa-Büro, Dr. Grewe(vor 1945 aktiver„Ost-Forscher”) und Dr. Sahm bei der NATO. Zieht man außer den Botschaftern auch das leitende Botschaftspersonal in Betracht— die stellvertretenden Leiter der Botschaften, die wichtigsten Attaches, die Ersten Botschaftssekretäre—, so ergibt sich, daß über 40 weitere Auslands- vertretungen der westdeutschen Bundesrepublik mit ehemaligen NS-Diploma- ten an leitender Stelle besetzt sind. Insgesamt bleibt von den annähernd 120 Auslandsvertretungen Westdeutschlands kaum ein Dutzend, das nicht unter dem bestimmenden Einfluß von Nazi-Diplomaten steht. NAZI-PROPAGANDIST UND SPION Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter in Argentinien Während seiner Tätigkeit als Legationssekretär im Bereich der Gesandtschaft Peking war er einer der„politischen Leiter” der NSDAP-Ortsgruppe Peping. Hier wirkte er außerordentlich aktiv als Nazi-Propagandist und bei der Ver- breitung antijüdischer Machwerke. Einige Jahre später, als Gesandtschaftsrat in Den Haag(Holland), beteiligte er sich mit seinem Vorgesetzten, dem Ge- sandten Bene, an den Judendeportationen. Bei einer Aktion wurden 600 Juden in Konzentrationslager verschleppt. Nur wenige von ihnen überlebten.(Siehe Tafel 40) Mohr leistete auch Spionagearbeit, besonders zu jener Zeit(1943), als er beim Konsulat in Tanger tätig war. Es handelt sich hier um die von Spanien besetzte„neutrale“ Tanger-Zone, die nach der Vertreibung der Faschisten aus Nordafrika zum Zentrum der faschistischen Spionage- und Sabotagetätigkeit im westlichen Mittelmeerraum wurde.(Siehe Tafel 40) arzt Ans, D heut lichen N: denfalls, in Brasil; ereitung d les Gehein immen, D ng Vertret Sturmfih: Nazi-Djp erstaatlich, ntrop-Dip) Keller bh; nd Dr. Sal Spersonal ten Attach re Ausland S-Diplon: nähernd 1 nicht unk esandtsch ppe Pepii bei der It ndtschaftst en, dem& hn 600 Jut ebten.(Si 1943), al von Spall hschisten? Itagetätigt Yhlıazmann Jars, Dr. heute: 223 ee on en Bei alledem verwundert es nicht, daß Mohr zu jenen Durchhaltepropagan- disten gehörte, die noch wenige Wochen vor der Niederlage des Faschismus von „Abwehrerfolgen“, vorgesehener„Gegenwehr großen Stils“ usw. faselten. Mohr war zu jener Zeit zum Leiter des Sonderreferates Pol. IM im Auswärtigen Amt avanciert, war mit der Attache-Abteilung des OKW für den Einsatz von Militär- attaches verantwortlich und verfaßte für sie auch die„Sprachregelungen” zur militärischen Lage. VERTRAUENSPERSON RIBBENTROPS Leiter der„Berliner Außenstelle“ des Bonner Auswärtigen Amts Schwarzmann war bis 1942 als Legationssekretär im Büro Ribbentrop tätig. Er wirkte als Verbindungsmann zwischen Ribbentrop und dem berüchtigten Nazi- Botschafter in Paris, Abetz. In dieser Eigenschaft war er an Repressalien und Geiselerschießungen beteiligt, die damals die Faschisten in Frankreich insze- nierten. Schwarzmann, der eng mit dem Reichssicherheitshauptamt zusammenwirkte, hatte seine Hände auch bei der Vorbereitung von Maßnahmen zur Deportation und Liquidierung in Frankreich lebender Juden im Spiel. In einem Arbeits- exemplar über einen Vorgang, der von„Dr. Schwarzmann, Büro RAM“ (Reichsaußenminister Ribbentrop) geführt wurde, wird geschrieben: „3. In der Frage der Gründung eines zentralen Judenamtes für Frankreich hat Darlan Bereitschaft gezeigt, die französische Regierung Trägerin einer sol- chen Einrichtung sein zu lassen, jedoch darauf aufmerksam gemacht, daß die Einstellung Marschall Petains zur Judenfrage große Schwankungen zeige... Trotz dieser Einstellung Petains, die kein sehr aktives Wirken eines von seiten der französischen Regierung gegründeten zentralen Judenamtes erwarten läßt, ist es empfehlenswert, die Gründung durch die französische Regierung vornehmen zu lassen. Das zentrale Judenamt erhält dadurch eine gesetzlich gültige Grundlage, und es kann durch deutschen Einfluß im besetzten Ge- biet derart aktiviert werden, daß das unbesetzte Gebiet gezwungen ist, sich den getroffenen Maßnahmen anzuschließen.“(Nürnberger Prozeb, Bd. 323, 5. 139) Auch im Handelspolitischen Ausschuß des Auswärtigen Amtes spielte Schwarzmann als„Fachmann für französische Fragen” bei der Ausplünderung Frankreichs eine aktive Rolle. Das beweist u. a. ein Sitzungsprotokoll vom 29. Juli 1941: „WHA 806 Streng vertraulich! Im mündlichen und schriftlichen Verkehr mit Privaten soll der Handelspoli- | Nüßlein Franz, Dr. heute: 224 tische Ausschuß nicht erwähnt und auf seine Entscheidungen nicht Bezug g. nommen werden. Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses am 29. Juli 1941 Nr. 26 Anwesend: Auswärtiges Amt: Beauftragter für den Vier- jahresplan: Oberkommando der Wehrmacht Wehrmachtshaushalt: Oberkommando der Wehrmacht Wi-Rü-Amt: Oberkommando der Wehrmacht Wehrmachtsverwaltung: Reichswirtschaftsministerium: Ministerialdirektor Wiehl Vortr. Legationsrat Dumont Vortr. Legationsrat Sabath Legationssekr. Schwarzmann Min. Dir. Gramsch Min. Dir. Tischbein Oberstintendant Teichert Generalmajor Becker Regierungsrat Grams Min. Rat Schultze-Schlutius Reg. Rat Dr. Joerges“ In dieser Sitzung, an der auch Vertreter der Reichsbank und des Finanzmin! steriums teilnahmen, ging es u. a. um den Raub des in Frankreich liegenkı polnischen Goldes. GÜNSTLING VON BORMANN UND HEYDRICH Generalkonsul in Barcelona Nüßlein war einer der Nazi-Blutjuristen, die sich wegen ihrer Brutalität ki der Aburteilung tschechoslowakischer Patrioten der ganz besonderen Gunstids SD-Chefs Heydrich und des Nazi-,Reichsleiters” Bormann erfreute. Nach&t Okkupation der CSR sorgte er als Staatsanwalt erst in Brno, dann in Pragfit zahlreiche Todesurteile gegen tschechoslowakische Bürger. Deshalb gehört:« schnell zu jenen faschistischen Blutjuristen, zu denen Heydrich als Stellveitr tender„Reichsprotektor” besonderes Vertrauen hatte. Heydrich lobte sein ‚Ir ständnis für die Notwendigkeit einer entschlossenen Bekämpfung” aufrecht: tschechoslowakischer Bürger. Unter Hinweis darauf sorgte Bormann dr persönliches Eingreifen vom„Führerhauptquartier“ aus für die„bevorzi icht Be, Ih hont th mann tus des Finatı reich liet: eIchers Iülhelm Iheute: 225 Beförderung“ Nüßleins zum Oberstaatsanwalt(‚Von Ribbentrop bis Adenauer”, Berlin 1961). Insgesamt kommt der Mord an über 900 tschechoslowakischen Patrioten auf sein Konto. Darunter befand sich auch der Fall einer widerrechtlich zum Tode verurteilten hochschwangeren Frau, deren Begnadigung er verhinderte. In der CSR zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt, wurde er 1955 als nicht- amnestierter Kriegsverbrecher der Bundesregierung übergeben. Seine„alten Freunde”, die inzwischen wieder die Personalpolitik im Bonner AA bestimm- ten, sorgten für eine glänzende Karriere des Bormann-Heydrich-Günstlings: Er wurde als„Spätheimkehrer” behandelt und war vor seiner Berufung nach Spa- nien Referatsleiter in der Personalabteilung des Bundesaußenministeriums! SPEZIALIST FÜR 5. KOLONNEN Bis Ende 1964 Botschafter in Griechenland, seitdem„Berater“ und Pensionär Melchers war einer jener Ribbentrop-Diplomaten, die sich vor allem mit der „Ab- und Einsetzung“ von Regierungen in den Staaten des Nahen und Mittle- ren Ostens beschäftigten. Als Leiter der Abteilung Pol VII(„Vorderer Orient“) befaßte er sich mit Plänen, die neutrale Regierung Afghanistans— dort exi- stierte eine deutsche Gesandtschaft— zu stürzen und eine profaschistische Re- gierung einzusetzen: „Durchdruck Geheime Reichssache! Aufzeichnung 1. Unternehmen Alghanistan. Geplant ist, die derzeitige englandhörige Regierung Mohamed Haschim Khan zu stürzen und Amanullah wieder einzusetzen. Zweck: Gewinnung einer Basis für Operationen jeder Art gegen Indien, Bindung englischer Streitkräfte, Unterstützung der Aufstandsbewegung in Waziri- stan. Durchführung: Ghulam Siddi Khan, der frühere Außenminister und engste Vertraute Ama- nullahs, entwickelt im Einvernehmen mit dem König folgenden Plan... 2. Unternehmen Tibet. Geplant ist, den SS-Hauptsturmführer Dr. Schäfer, der bereits dreimal in Tibet war und erst im Juli d. Js. von seiner letzten Forschungsreise zurück- gekommen ist, mit einer kleinen Truppe von etwa 30 Mann und einer Waf- fenausrüstung für 1000 bis 2000 Mann nach Tibet zu entsenden. Dort soll er 226 mit Hilfe seiner Verbindungen...“(Deutsches Zentralarchiv Potsdam, A 61179) Als Vertrauensperson des Reichssicherheitshauptamtes wirkte Melchers der Bildung 5. Kolonnen und half, die militärische Besetzung und politisch: Kolonisierung der arabischen Staaten vorzubereiten. In einem Dokument von 16. September 1943 heißt es:„Gestern besuchten mich nacheinander SS-Haup! sturmführer Schuback vom Amt VI des Reichssicherheitshauptamtes und Koi. vettenkapitän Schüler von Abwehr I. Beide Herren unterhielten sich mit mi über die Lage in Iran. Es ergab sich aus den Unterhaltungen, daß in Iran di deutsche Aktionszentren gebildet wurden...“(Deutsches Zentralarchiv Pat dam, AA 61 138) In einem anderen Schreiben avisiert Melchers 3 faschistische Agenten bein Generalkonsulat in Istanbul: „Durchdruck als Konzept ES chtilt.1Dı(2) BER Melchers Geheime Reichssall Pol VII 1033 gRE. Abschriftlich dem Deutschen Generalkonsulat in Istanbul mit Kurier!| zur Kenntnis übersandt. Es handelt sich um 3 in Berlin lebende iranische Nationalisten, die tür ORN, Abwehr II, tätig sind. Die Brüder Ghaschghai sind, wie Herr Hauptma Leverkuehn mitteilt, dem Generalkonsulat bereits bekannt. Im Auftrag gez. Ref. Melchers“(Deutsches Zentralarchiv Potsdam, AA 611%) Berlin, den 2. Juni 1% (Der in diesem Schreiben genannte Leverkuehn zog nach Errichtung de‘ Bundesrepublik als Abgeordneter der CDU in den Bundestag ein.) Melchers war auch— zusammen mit dem„Sonderstab von Grobba“ und den „Sonderstab F”— einer der Initiatoren bei der Aufstellung des„Deutscha Orientkorps“, jener von General Felmy auf die Eroberung des„arabischi Raumes“ vorbereiteten Sondereinheit.(Siehe Tafel 41)| hervor. Darin beurteilt Melchers am 16. November 1942 die Lage in den an bischen Staaten: „Nicht genügend herausgebracht ist die politische Urteilslosigkeit der print tiven arabischen Masse, die als Bewohnerin einer sehr armen Wüstenheinil wie kaum ein anderes Volk neben vielen guten die uns abstoßenden Charak!ıt eigenschalten der Verschlagenheit, der Habgier, des Hanges nach Reicht und Schätzen(Tausend und eine Nacht) und der Sucht nach persönlichem Vır teil besitzt, weil Reichtum hier mehr als anderswo Macht bedeutet. In dies)| Masse ist nicht viel Platz für eine blühende Vaterlandsliebe. Die Begriffe il triotismus und Nationalismus sind europäische Importware. Es ist daher it | Wie Melchers über die Araber dachte, geht aus seiner Notiz für Woermai | 227 er num era) P Olsdam,| führend, zu behaupten, die arabischen Stämme seien von der Hoffnung auf eine Einigung aller arabischen Gebiete beseelt.“(Deutsches Zentralarchiv Potsdam, Melchen, AA 61124) nd polig Nachfolger von Melchers als westdeutscher Botschafter in Griechenland u wurde ein anderer Ribbentrop-Diplomat- Dr. Oskar Schlitter. er SS-Hus tes und Hr Sich mtv Schlitter MITORGANISATOR DER AGGRESSION GEGEN 5 in Itani\(skar, Dr. DÄNEMARK larchiy IN heute: Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter in Griechenland \genten Wenige Tage vor dem heimtückischen Überfall der Faschisten auf Dänemark 2 2. Juni ii führte Staatssekretär v. Weizsäcker mit sieben besonders ausgewählten und „vertrauenswürdigen“ Offizieren und Diplomaten eine streng geheime Bespre- e Reichssis chung durch. Es ging an diesem 6. April 1940 um die letzten Vorarbeiten für die auf den 9. April 1940 festgesetzte Aggression gegen das neutrale Däne- er! mark. Und neben Staatssekretär Gaus, Generalmajor Himer, Oberstleutnant i. G. Pohlmann, Oberstleutnant Boehme(vom OKW) sowie zwei anderen Beam- lie für OM ten des Wilhelmstraßen-Amtes gehörte auch der damalige Legationssekretär " Hauptus: Schlitter zu diesem eng begrenzten, sorgfältig überprüften Teilnehmerkreis. Als er wenig später nach Kopenhagen fuhr, hatte er nicht nur die Uniform General Himers— der inzwischen als„Oberregierungsrat“ in Kopenhagen weilte- im n, AA bl! Kuriergepäck, sondern vor allem die Geheimaufträge der Naziführung zur Vor- rrichtung bereitung der Aggression. Schlitter, seit 1934 auch Mitglied der Nazi-Partei, enttäuschte das Vertrauen bba“ und«d: seiner faschistischen Vorgesetzten nicht. General Himer äußerte sich, daß„das 5„Deutst” Unternehmen in jeder Hinsicht vorbildlich vorbereitet war. Die Geheimhaltung s„arabist als Grundbedingung des Erfolges wurde vollkommen gewährleistet, die Kennt- nis von dem Unternehmen war auf einen Personenkreis beschränkt, der un- ür Woem bedingt eingeweiht werden mußte.“(Nürnb. Proz., Fall XI, Bd. 379, S.225-36) ge in den So wie bei diesem Völkerrechtsverbrechen„bewährte“ sich der dann schnell zum Legationsrat beförderte Schlitter auch weiterhin. Als Mitarbeiter der Abt. seit der pi" Pol II arbeitete er eng mit Schwarzmann und Abetz zusammen, vor allem bei Wüstenh* der Verschärfung des faschistischen Terrors in Frankreich, bei Geiselerschießun- len Charal' gen usw.(Deutsches Zentralarchiv Potsdam, AA 61113, 147) ‚ach Reith! Schlitter war es auch, der zusammen mit dem Nazi-Gesandten in Sofia, önlichen Beckerle, dafür sorgte, daß der damalige französische Gesandte in Bulgarien, tet, In‘„Blondel, der mit einer Jüdin verheiratet“ war, entfernt und„durch eine zuver- lässige deutschfreundliche Persönlichkeit“ ersetzt wurde(Deutsches Zentral- archiv Potsdam, AA 61133, 115) Ferring Franz, Dr. heute: Später, als Mitarbeiter der Handelspolitischen Abteilung des Ribbentrop Amtes(für Italien), betrieb er- besonders auch im Rahmen des schon genanıı ten„Handelspolitischen Ausschusses”- aktiv die wirtschaftliche Ausplünderuns des„verbündeten“ Italien. Gerade das war offensichtlich für die Bonner Regierung Grund genug Schlitter vor seiner Berufung nach Griechenland jahrelang als leitenden„Beauf: tragten für Vertragsverhandlungen“ und Ministerialdirigenten in der Handels politischen Abteilung des Bundesaußenministeriums einzusetzen. GOEBBELS-PRAHLHANS ÜBELSTER SORTE Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter in Südkorea Zu den gelehrigen Schülern des Kriegsverbrechers und„Reichspropagandıt ministers“ gehörten die Mitarbeiter der Rundfunkpolitischen Abteilung des Ribbentrop-Amtes. Einer der großsprecherischsten von ihnen war der damaligı Legationssekretär Ferring. Er war seit 1941 als Ostasien-Referent in der Runit funkpolitischen Abteilung tätig. Auf primitivste Art und Weise bemühte«: sich, seinen Herrn und Lehrmeister zu überbieten, die ostasiatischen Völke: gegen die Alliierten zu hetzen und das faschistische Mordregime zu verhen lichen. Einige Auszüge aus den von ihm verfaßten Rundfunkreden, die größten teils in den Akten des faschistischen Auswärtigen Amtes erhalten blieben, zei gen, wes Geistes Kind Ferring ist. In einer Rede vom 8. Januar 1941 erklärte er: „Es scheint bei den Plutokraten und Imperialisten Britanniens durch die uır aufhörlichen Schläge der deutschen Luftwaffe und Kriegsmarine eine Gedäth! nisschwäche eingetreten zu sein, sonst könnten sie nicht dummdreist behau ten, sie wollten die Arbeiter befreien, in einem Moment, da einerseits dii indischen Arbeiter die meisten Streiks durchführen, um sich von dem englisches Imperialismus zu befreien, und andererseits soziale Ideen und die Hochschäl zung des Arbeiters gerade in Deutschland und Italien sehr gepflegt werden und die Arbeiter hier im wahrsten Sinne des Wortes von der imperialistisches Unterdrückung befreit worden sind.” Und am 6. Februar 1941 verkündete Ferring u. a. „Die schottischen Berge als letzte Zuflucht für die Engländer. Für die bi‘ tische Plutokratie und ihr Weltreich hat die letzte Stunde geschlagen. Jedem, der die Rede des Führers zum 8. Jahrestag der nationalsozialistisches Erhebung gehört hat, wird es klar sein, was das Jahr 1941 für die Briten brin gen wird. Mögen die Briten in großsprecherischen Propagandareden, die eitt mal für das indische, das andere Mal für das amerikanische Volk gehalten wü! TAFEL I4e JKARGANG- No Onze Luchtmacht Twesmaandeiök: orsean van de Kominklibe\ „ONZE LUCHTMACHT” ender redsctie van F.}. Melenmar I | Redactio-adres: Prinsss Marükelaan 21', Zaist, telafoen BA | Meran eire Copärvincnrne 1,'sCrovanbage, Ted. DUO dvertising representative for Grest Britais: The Caritea Barry Grund Baildings, Trafslgar Square, Landen WET—— m Absamemuentsprüe voor miet- Ioden der\eremiging N. 68„er ia. Pros van loss summers: fl 1.00 \\ Oyeruemen ran artibelen ann. sonder toustemming der red. is verbaden =. BZETIEDSCHRIFET VOOR DE LEUEHTMACHT Opgericht 17 september 1944 Geheime Kommandssache! Chef= Sache! LL.= Korps Berlin, 23.2.1940 la Nr 38/40 g.Kdos. Chefsache 53 Ausfertigungen Nur für Kommandeure! 52. Ausfertigung Dieser Befehl ist beim Einsatz als„geheim” zu behandeln! Befehl für den Einsatz des LL.= Korps im Fall „Festung sterpel Generalstab der Luftwaffe 1. Abt. Nr. 5683/40 g.K. Chef= Sache v. 5.4.1940 1.) Absicht. Festung Holland soll handstreichartig— unter Umgebung der Grebbe-Linie— aus der Rückfront genommen werden. Auftrag. LL.= Korps(Fl.Div.7 u. 22. Div.) wird hierzu zunächst im Raum Moerdijk- Dordrecht- Rotterdam- Haag eingesetzt, mit dem Auftrag: n — a) die Brücken bei Moerdijk(hier Schwerpunkt), u. Rotterdam ist D für nachfolgende schnelle Truppen des Heeres, die über Til- h burg- Breda vorgeführt werden, offen zu halten(Fl. Div. 7). ie; b) die Hauptstadt Haag zu besetzen und die dort befindliche en Krone, Regierung und Wehrmachtkitung sofort auszuschal- Ho ten(22. Div.). " 3.) Feindlage. ge s. Anlage 1. iali 4.) Bankielong der Lage und allgemeine Absichten für die Kampf- 2 führung. s. Anlage 2. ur als 11.) Gefechtsstand LL.= Korps(zügl. Fl.Div. 7) zunächst Flugplatz Brit Waalhaven N 7 Anlagen. z. Student Be TAFEL 3 23 Fri DI alt Trettner. Mayor d.G. Anlage 3. zu Il a Nr. 38/40 g. Kdes. 53 Ausfertigungen 32. Ausfertigung. Einzelaufträge für Fl. Div. 7. 1.) Gruppe Süd(verst. Fallsch. Jäg. Regt. I)- Führer Oberst Brauer 1./Fallsch. Jäg. 1 I. /Fallsch. 14./Fallsch.„, Fallsch Nachr. Zug 7(Teile) 1./Pi. 22 Div. Geschützbatt. 7 1. Zug Div. Flakbatt. 7 u. FS.-San. Halbkonip. setzt sich- nach vorherigem Bonibenangrift- handstreichartig in den Besitz der beiden Brücken bei Moerdijk, beseitigt sofort alle vorhandenen Sprengvorbereitungen u. nimnit diese Brücken fest in die Hand. Brücken müssen unbedingt gehalten worden, bis vorderste Teile des Heeres eintreffen. Gleichzeitig ist eine besgg Anlage 4. zu la Nr 38/40 g. Kdos. 53 Ausfertigungen 52. Ausfertigung. Sperrzone für eigenen Bombenwurf. Zum Schutze der eigenen Erdtruppen werden folgende Gebiete für eigenen Bombenwurf‘ gesperrt: 1.) Abx+ 45 Min. bis x+ 150 Min.(Einsatz der Fallsch. Truppen) Landeplätze Katwijk, Ypenburg, Kijkduin, Waalhaven u. Brücken- stellen bei Rotterdam u. Dordrecht in einem Umkreis von 3 km (ab Platzmitte bezw. Brückenmitte). Brücken bei Moerdijk bis. zu einer Entfernung von 5 km von beiden Brückenenden. Abx+ 150 Min.(Einsatz u. Marschbewegung der Div.'n). Raum Katwijk aan Zee(einschl.)- Oegstgeest(einschl.)- Leiden(aus- schl.)- Benthuizen(einschl.)- Moerkapelle(ausschl.)- Nieuwer- kerk(ausschl.)- Kinderdijk(ausschl.)- Noord Maas(einschl.)- Merwede bis Eisenbahnbrücke(einschl.)- Hooge Zwaluwe(ein- schl.)- Zevenbergschenhock(einschl.)- Klundert(ausschl.)- in gerader Linie nach Nordwesten bis Maassluis(ausschl.)- Mon- ster(ausschl.).. T” Angriffe gegen Feindkräfte innerhalb dieser Sperrzone werden nur auf besondere Anforderung u. unter Verantwortung des LL.-Korps durchgeführt. IL gez. Student. F.d.R. Trettner Major d. G. behälter zu bergen u. sicherzustellen, um eine baldige erneute Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können. mag gez. Student F.d.R. Trettner Major d.G. v TAFEL 34 Generalkommissa Abte TAFEL 35 a#m!o, se” *UOTWULFez uuswgorg gu‘? SINBETTLOIELIITSH 5750 Uarazyau AO TLITEIOT IEn pm TUWEIEMETTZ "27 JeUDesserT*ypunıg STOPFIIPTFTTeASTUTN*zermgoesıd*ıq SBIRIBRIC*UITH UT IBOSTWWOXNTTIOUG Ip‘ıowesıg ysıou aD©3795 IOUORINep UOA WOp US‘JOH TUIEWULIEA Jusjdey usure SEUOT naIz Fun PUWT4S0 Sep INJF ISBZTWMONSUSTEH IS; ueyjuy “36505 Iep ueryz nZ"uFe WIYY UT ZTWUJUENSUSTORTAF uezıny SeUje ne UfrIeg LT 3uY uedjımmeny A Ego%nZ+ıd 44012 -OSCKOF453e7 pun Legd'.ıg UcA IeysTurg‘yurLvurg ur Ueapumaeg weudszneg Sep Dunzyst?eg a VS U TUE LEXNE HZ Iersyurg !WUFIOLSTUTNUEBENY USUOSTWUFG MT SITOXOJOLZ Sep JemD Lep pm Suyıı ra FUOL[OKLZ IegrjTurmeseny eoezwurz ZXep WOJBLI IXBSIWULG ZOUFLIOE WOp UOoA GFTaLxong Iep ZnY 1 Se ) ı ba mv Ä 432 7980 ZU."uepıss WunzJepuyor grus Jo0ueB uesro1? op 12806 1nqr sagbureu,®"a]essru op.z. uUswwouoaF1oA ua u#25 NV. 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Februar 1941 machte Ferring Hitler zum„populärsten und machtvollsten Menschen der Welt“! Und am 10. Februar 1941 erklärte Ferring u. a.: „Als Antwort auf die epochemachende Rede des großen Führers des deut- schen Volkes, Adolt Hitler, fühlte sich auch Churchill als Hauptsündiger des mit Kriegsverbrechen befleckten Regimes der Engländer veranlaßt, eine Gegen- rede zu halten. Vergleicht man einerseits die großen staatsmännischen Auf- gaben, die Adolf Hitler sich stellte, mit dem ängstlichen Gestottere Churchills, so kann man nicht umhin, etwa an einen Ringkampt in den Straßen Bombays zu denken, nach welchem der Geschlagene mit einer fürchterlichen Schimpf- kanonade den verlorenen Kampf noch zu retten versucht. Churchill hat Angst. Er hat ausgesprochene Angst; denn der Verlauf des Krieges hat mit aller Deut- lichkeit gezeigt, daß weder propagandistische Rednerkünste noch unverschämte Lügen den Untergang Britanniens aufhalten können. Die neue Zeit mit ihrem revolutionären Drang überwältigt die satten und alt gewordenen Plutokratien, die immer noch glauben, die Entwicklung aufhalten zu können. Die neuen Ideen der Wirtschaft und Technik finden ihren Ausdruck in dem Aufstieg des deutschen Reiches unter Adolt Hitler.“(Deutsches Zentral- archiv Potsdam, AA 48 007) BOSTEORSCHER” UND„NEUORDNUNGSTHEORETIKER” : Botschafter der Bundesrepublik bei der NATO, Paris Zu den Leuten, die das Gesicht des Bonner Auswärtigen Amtes wesentlich mit- bestimmten und-bestimmen, gehört Prof. Dr. Wilhelm Grewe. Vor 1945 ge- hörte Grewe zu den wichtigsten intellektuellen Urhebern und Vertretern der faschistischen Aggressions- und Gewaltpolitik. Als ständiger Mitarbeiter zahl- reicher prominenter Nazi-Zeitschriften verherrlichte er hemmungslos die Völ- kerrechtsbrüche und Kriegsverbrechen der Nazis. So schrieb er in der„Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft”(Bd. 103): „Der Kampf geht jetzt nur noch darum, ob wir in ein ‚amerikanisches Jahr- hundert‘ eintreten, in dem den Vereinigten Staaten die Lenkung der Welt zu- fällt- oder ob sich die von den Mächten des Dreier-Paktes verkörperte Neu- ordnung der Welt durchsetzt.“ Und 1940 forderte Grewe in der„Zeitschrift für Politik“(S. 233): „Zerstörung aller Pariser Kirchen, Paläste, Theater, Hospitäler, Akademien, Konservatorien, Gerichtsgebäude, Hallen, Triumphbögen, Kolonaden, der 15 Braunbuch Etzdorf Hasso von heute: Börse, der Bank, des Stadthauses und der Brücken als Folgerung ‚realistich Denkens‘.“ Die systematische und rücksichtslose Verletzung aller Regeln des Völkernd „begründete“ Grewe im September 1941 in den„Monatsschriften für Auswätt Politik”: „Dieser Krieg lähßt sich in der Tat nicht mehr in die Kategorien des auid nationalen Staatenkrieg zugeschnittenen überlieferten Kriegs- und Ne litätsrechts einordnen.” Und den verbrecherischen Überfall auf die UdSSR feierte er in der glei Zeitschrift(Jahrg. 1941, S. 749) mit folgenden Worten: „Niemand wird behaupten wollen, daß die Entscheidung des 22. Juni ıl aus sehr realen Erwägungen erwachsen sei. Nach aller geschichtlichen Ei rung pflegen große weltgeschichtliche Missionen, die nicht im Stadium de:| pie und der unverbindlichen Planung steckenbleiben, in solcher Weise ihn Anfang zu nehmen.” Obwohl Grewes intellektuelle Urheberschaft an den Kriegs- und Nazye brechen des Hitler-Reiches durch die DDR mehrfach enthüllt wurde(zuet 1959 und 1961), gehört er nach wie vor zu den profiliertesten Vertretemd: Bonner Auswärtigen Amtes: Seit 1951 im Auswärtigen Dienst, leitete erw 1953 bis 1955 die Rechtsabteilung, dann die Politische Abteilung des Burn AA. Anschließend, ab 1958, war er westdeutscher Botschafter in den USA seit 1964 ist er schließlich Vertreter Bonns bei der NATO in Paris. Können und Personalpolitik eines Amtes deutlicher entlarvt werden, als durch die\k wendung eines solchen Mannes in solchen Schlüsselfunktionen? KOMPLICE DER WAFFEN-SS Bis vor kurzem Botschalter in Großbritannien, jetzt im Ruhestand Hasso von Etzdorf war von Kriegsbeginn(September 1939) bis 1945„Veit ter des Auswärtigen Amtes”(VAA) beim Oberkommando des Heeres. Üt diese Verbindungsleute stellte der Gerichtshof im Wilhelmstraßen-Prozeß il „Die Aufgaben eines Verbindungsmannes zwischen zwei so wichtigen Rail rungsstellen wie das AA und der Generalstab sind allgemein wohlbekanni!l diesen Aufgaben gehört die Pflicht, sich über die Ziele, Pläne und Arbeitenit Dienststelle zu unterrichten, der er zugeteilt ist, seinen Vorgesetzten in ana einschlägigen Fragen zu informieren und zu beraten, in seinem Auftrag m den Amitsstellen, denen er zugeteilt ist, zu verhandeln, etwa auftaucht Schwierigkeiten zu bereinigen und in allen Punkten nach den von seinem Ch festgelegten Richtlinien zu handeln. Dies sind nicht die Aufgaben eines li“ jungen Intellig Als y. Etzd dorf ke y‚Wei union, slawie! Ink hof, er berger des Au zur Ei Überfa Von mandc Im Au setzter ‚Gehe 231 gerung+,; 9 eu] jungen oder eines Boten, sie erfordern ein hohes Maß an Schartblick, Fleiß, geln dest; Intelligenz... und Gewandtheit.”(Nürnberger Prozeb, Bd. 244, S. 28038) nf Als Major, SA-Obersturmbannführer und Vortragender Legationsrat war TAU v. Etzdorf über alle Angriffspläne informiert und in sie einbezogen. Von Etz- dorf kannte z.B. früher als der damalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt, v. Weizsäcker, den Fall„Barbarossa“, den Plan für den Überfall auf die Sowjet- union, und das„Unternehmen Marita“, den Plan für den Überfall auf Jugo- slawien. In krassem Gegensatz zu seinen Erklärungen vor dem Nürnberger Gerichts- hof, er habe keinen Einfluß auf Befehlserlasse und Anweisungen gehabt(Nürn- tegorien de, :riegs- und tie er in der ig des 22, ji berger Prozeß, Bd. 95, S. 677-681) erwirkte er in zahlreichen Fällen Erlasse eschichtlich des Auswärtigen Amtes oder Befehle des OKH- beispielsweise einen Befehl Im Stadium zur Einsetzung von Vertretern des Auswärtigen Amtes bei den Armeen, die am solcher We; Überfall auf Jugoslawien und an der Besetzung des Landes beteiligt waren. | Von Etzdorf war auch mitverantwortlich für die Tätigkeit des Sonderkom-| Kriegs- und) mandos der Waffen-SS unter Leitung des SS-Sturmbannführers von Künsberg.| thüllt wurde Im Auftrage des Auswärtigen Amtes raubte von Künsberg in den zeitweilig be-| testen Vert setzten West- und Ostgebieten Archivgut und Kunstschätze. Er schrieb in einer| Jienst, leitet„Geheimen Kommandosache“ vom 7. Juli 1941:| \bteilung de„Deshalb habe ich sofort nach Kenntnis der Schwierigkeiten, die einzelnen fter in den| VAA’s durch den genannten OKH-Belehl entstanden, den VAA beim OKH,| n Paris, Kön Rittmeister v. Etzdorf, gebeten, den Erlaß eines Betehls zu erwirken, in dem die| n, als durd AOK’s darauf hingewiesen werden, daß die Arbeitsgebiete und Zuständigkeiten| nen? der VAA’s und der ‚Gruppe Künsberg‘ voneinander unabhängig sind, sowie daß die Tätigkeit der VAA’s durch den genannten OKH-Befehl, der die Tätigkeit der ‚Gruppe Künsberg‘ regelt, nicht eingeschränkt wird. Darüber hinaus ist es jedoch im Interesse der von den VAA’s und der ‚Gruppe Künsberg’ gemeinsam ausgeübten Tätigkeit für das Auswärtige Amt notwendig, eine engere Zusam- estand menarbeit zu schaften, um zu gewährleisten, daß alles erreichbare Feindmate- rial, das für das Amt von Interesse ist, erfaßt wird....“ 39) bis 1945 In einer Notiz vom 26. August 1940, die von v. Etzdorf als VAA beim Ober- do des Heer befehlshaber des Heeres gestempelt und abgezeichnet wurde, wird geschrieben: nstrahen-Pit„Handsch. Kunstschätze| ; so wichtig Abetz hat Weisung vom R.A.M. fortzufahren, d. h. jüdischen und öffentlichen ein wohlbel Kunstbesitz weiterhin... zu erfassen.(Abtransport werde nur nach vorheriger = nd Ark Fühlungnahme mit OKH erfolgen.) Lammers Erlaß betrefte nicht Frankreich, Bi. wofür Abetz ausdr. Auftrag Führers habe.“(Deutsches Zentralarchiv Potsdam, Re. NG- 090) Be auf Ein weiteres Dokument besagt: „Für Protokoll von Künsberg(Sonderempfang Gruppe Künsberg) seid 2 2\ A A ji Kunstschätze im Schloß Chambon sind sichergestellt. Umfang 410 Kisten, Auigabel 139 sonstige Gemälde, 67 Ballen Tapisserien, 216 Stück Möbel. Verbriny, der Gegenstände nach Berlin nur auf Grund einer schriftlichen Verfügun. d Militärverwaltung in Frankreich möglich. Entsprechenden Antrag habe ic f stellt. Er wird beschleunigt behandelt. Für Abtransport sind unsere LKW, geeignet. Bitte Fachunternehmen dort für Ausführung vorsehen. Nitsch“(N. sches Zentralarchiv Potsdam, NG- 3662) Der Nazi-Diplomat v. Etzdorf ging im Mai 1965 in den Ruhestand, abernı um seinen Platz einem anderen Mitarbeiter Ribbentrops freizumachen.]; Nazi-Diplomat Blankenhorn, seit 1. Dezember 1936 Mitglied der NSDAE ı 1943 an Auslandsvertretungen des faschistischen AA in Athen, Washington, Bern, dann als Legationsrat in der Politischen Abteilung Ribbentrops ti wurde Bonns Botschafter in Großbritannien. Ein weiteres Beispiel dafür, di Bonn ohne Nazi-Diplomaten nicht mehr auskommt. Ribbenirop- Diplomaten im Auswärtigen Dienst Die folgende Liste nennt weitere Diplomaten Ribbentrops, die heute entscheidende iu tionen des Bonner Auswärtigen Amtes und seiner Auslandsvertretungen besetzen. Albers, Karl, Dr. Altenburg, Günter, Dr. vor 1945: Attache beim berüchtigten vor 1945: Ministerialdirigent und la‘ Nazi-Mörder Frank, dem damaligen„Gene- der Informationsabteilung des faschistüd« ralgouverneur” für Polen in Krakau(1940), Auswärtigen Amtes(1941), danach bis!4 seit 1943 im Büro Ribbentrops tätig. 1933 Gesandter und„Bevollmächtigter des Mitglied der NSDAP(Nr. 1 764 477) ches” in Griechenland. Mitglied der N nach 1945: Botschafter in Nicaragua seit 1935 (1964) nach 1945: Generalsekretär der ‚| schen Gruppe der Internationalen Hantı! Allardt, Helmut, Dr. kammer” vor 1945: Als Nazi-Diplomat in Ankara Andres, Hans, Dr. tätig(bis 1943), später im faschistischen Auswärtigen Amt nach 1945: Botschafter in Spanien (1964) vor 1945: Als Legationsrat im fax| schen Auswärtigen Amt. Mitglied.&| NSDAP seit 1940(Nr. 7 555 940)| nach 1945: Als Legationsrat I. Kl Altendorf, Johann im Bonner Auswärtigen Amt vor 1945: Legationssekretär an der Arnim, Bernd von Nazi-Botschaft in Tokio; Mitglied der vor 1945. Vertreter der Tea NSDAP seit 1935(Nr. 3 604 855) Kae nach 1945: Als Legationsrat I. Klasse nach 1945. Wirtschaftsreferent:& und Wirtschaftsreferent an der Botschaft in Bonner Botschaft in Wien Südafrika Auer, Theodor, Dr.| Almsick, Wilhelm Helmuth von, Dr. vor 1945: Von 1939 bis Kriegsaus vor 1945: Referent beim„Amt des als Gesandtschaftsrat bei der faschistix Reichsstatthalters im Sudetengau”, 1943 bei Botschaft in Paris, danach in Nordalil| einem Beschaffungskommando in Warschau arbeitete eng mit dem faschistischen® nach 1945: Botschafter in der Domini- nageapparat zusammen. Mitglied® kanischen Republik(1964) NSDAP seit 1934(Nr. 3 398 113)| nach jon, di stand Aurich schen gen Ai nach Barge vor Okkul Amtes 1944| stische NSDA nach dad, 1 stand Benzi \ Möbel, Yoyı . Ver) Chen Verf, A E Aura j nd na Unsere l oh e) nen. Nitsch \uhestand i freizumad, lied der Ns hen, Washin, 9 Ribbentn, Beispiel 4, 1939 bis Rep j der 13° 233 nach 1945: Bis 1964 Botschafter in Cey- lon, dann aus Altersgründen in den Ruhe- stand getreten Aurich vor 1945: Mitarbeiter der Kulturpoliti- schen Abteilung im faschistischen Auswärti- gen Amt nach 1945: Kanzler in Apenrade Bargen, Werner von, Dr. vor 1945: Während der faschistischen Okkupation als Vertreter des Auswärtigen Amtes beim Militärbefehlshaber in Belgien, 1944 Leiter des Referats Pol II im faschi- stischen Auswärtigen Amt. Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 2 579 492) nach 1945: Bonner Botschafter in Bag- dad, 1963 aus Altersgründen in den Ruhe- stand versetzt Benzing, Hans, Dr. vor 1945: Reg.-Rat in der Personalab- teilung des faschistischen Auswärtigen Am- tes nach 1945: Kulturreferent am General- konsulat in Istanbul(1963) Betz, Eugen vor 1945: Bis 1945 Vizekonsul in Shang- hai. Mitglied der NSDAP seit 1938 nach 1945: Generalkonsul in Chicago (1964) Beye, Ludwig, Dr. vor 1945: Im faschistischen Auswärtigen Amt als Referatsleiter in der Handels-Poli- tischen Abteilung(1942); 1944 beim Leiter der Handelspolitischen Abteilung mit„Son- deraufträgen“ tätig. Mitglied der NSDAP seit 1935(Nr. 2 531 036) nach 1945: Bonner Botschafter in Li- byen(1964) Bidder, Hans, Dr. vor 1945: Bis 1945 in China in verschie- denen Dienststellen der Nazi-Botschaft. Mit- glied der NSDAP seit 1941 nach 1945: Bonner Botschafter in Bang- kok, danach aus Altersgründen in den Ruhe- stand versetzt Bismarck, Otto, Fürst von vor 1945: Gesandter des„Dritten Rei- ches“ in Rom(1940), danach im faschisti- schen Auswärtigen Amt bis 1944 als Mini- sterialdirigent in der Informationsabteilung tätig. Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Seit 1963 Mitglied der Be- ratenden Versammlung des Europarates und der WEU Herwarth von Bittenfeld, Hans, Dr. vor 1945: Bis zum faschistischen Über- fall auf die UdSSR bei der Botschaft in Mos- kau als Gesandtschaftsrat, danach in den besetzten Ostgebieten eingesetzt und betei- ligt am Aufbau der berüchtigten Wlassow- Armee nach 1945: Bonner Botschafter in Lon- don und seit 1963 Staatssekretär im Bundes- präsidialamt, jetzt Botschafter in Rom Blankenhagen, von vor 1945: Konsulatssekretär in der Per- sonalabteilung des faschistischen Auswärti- gen Amtes nach 1945: Kanzler der Bonner Han- delsvertretung in Helsinki(1963) Blankenhorn, Herbert vor 1945: Leiter der Wirtschaftsabtei- lung bei der faschistischen Gesandtschaft in Bern(1943), danach im Auswärtigen Amt Referatsleiter in der Politischen Abteilung. Mitglied der NSDAP seit 1936(Nr. 6 977 147) nach 1945: Botschafter in Rom, seit April 1965 in Großbritannien Bock, Günther, Dr. vor 1945: Botschaftsrat bei der Dienst- stelle des„Reichsbevollmächtigten“ in Ita- lien(1944). Mitglied der NSDAP seit 1937 nach 1945: Legationsrat I. Klasse und Stellvertretender Referatsleiter in der Ost- abteilung des Bonner Auswärtigen Amtes Böhling, Horst, Dr. vor 1945: Von 1939 bis 1945 bei ver- schiedenen Dienststellen der faschistischen Botschaft in China nach 1945: Jetzt Botschafter in Malay- sia Böhme, Kurt vor 1945: Bis Kriegsausbruch beim fa- schistischen Konsulat in Boston nach 1945: Jetzt Vizekonsul in Kanada Boltze, Erich, Dr. vor 1945: Als Gesandter I. Klasse in Ja- pan(1943 bis 1945). Mitglied der NSDAP seit 1938(Nr. 6 017 842) nach 1945: Botschafter in Kambodscha; aus Altersgründen in Ruhestand versetzt Bormann, Hans-Heinrich, Dr. vor1945:„Wissenschaftlicher Hilfsarbei- ter“ und Legationsrat in der Presseabteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes nach 1945: Konsul I. Klasse in Bergen/ Norwegen(1964) Bottler, Richard, Dr. vor 1945: Von 1942 bis 1945 Legations- rat in der Handelspolitischen Abteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes. Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Botschafter in Rangun(1964) Boll, Emil vor 1945: Konsul in Russe/Bulgarien von 1943 bis 1944. Mitglied der NSDAP seit 1934 nach 1945: Legationsrat in der Handels- politischen Abteilung des Bonner Auswärti- gen Amtes Braun, Otto vor 1945: Leiter der Bukarester Zweig- stelle der sogenannten„Reichsbahnwerbe- zentrale für den deutschen Reiseverkehr” (Tarnbezeichnung für spezielle SD-Dienst- stellen im Ausland) von 1935 bis 1939 nach 1945: Konsul in Livorno/Italien Braun, Sigismund, Freiherr von vor 1945: Vizekonsul in Addis Abeba nach 1945: Jetziger Beobachter der Bonner Regierung bei den Vereinten Natio- nen in New York Breer, Franz, Dr. vor 1945: Bis zum faschistischen Über- fall auf die UdSSR Legationssekretär an der faschistischen Botschaft in Moskau nach 1945: Generalkonsul in San Fran- zisco(1963) Briest, Eckhardt vor 1945: Bis 1944 im faschistischen Auswärtigen Amt als Legationssekretär in der Informationsstelle III nach 1945: Jetziger Bonner Botschafter ın Paraguay Broich-Oppert, Georg von, Dr. vor 1945: In der Zeit der Annexion Österreichs als Legationssekretär bei der fa- schistischen Botschaft, danach bis 1945 lei- tende Stellung bei IG-Farben nach 1945: Botschafter in Ankara; aus Altersgründen in den Ruhestand getreten Brunhoff, Kurt vor 1945: Bis 1944 Gesandtschaftsrat in Budapest. Mitglied der NSDAP seit 1934 (Nr. 2 870 296) nach 1945: Bonner Generalkonsul in Sydney Bünger, Karl, Dr. vor 1945: Mit Privatdienstvertrag bei der faschistischen Botschaft in Shanghai „zur Übernahme besonderer Aufgaben auf dem Gebiet der Propaganda” tätig, dafür 1943 mit dem Kriegsverdienstkreuz II. Klasse ausgezeichnet nach 1945: Generalkonsul in Hongkong (1964) Clausen vor 1945: Konsulatssekretär in Kowno (1939), danach im faschistischen Auswärti- gen Amt im Büro des Botschafters Ritter (Verbindung zum OKW) tätig nach 1945: Kanzler an der Bonner Bot- schaft in der Südafrikanischen Union(1962) Curtius, Klaus vor 1945: Im faschistischen Auswärti- gen Amt in der Wirtschaftspolitischen Ab- teilung tätig nach 1945: Jetziger Bonner General- konsul in New York Dellmensingen, Leopold Krafft von, Dr, vor 1945: Im faschistischen Auswärtigen Amt als Legationssekretär in der Protokoll- abteilung zuständig für Angelegenheiten der „Vertretung fremder Länder in den besetz- ten Gebieten” nach 1945: Jetziger Referatsleiter in der Ostabteilung des Bonner Auswärtigen Amtes, Vortragender Legationsrat I. Klasse Denzer, Otto, Dr. vor 1945: Bis zum Kriegsende in der Handelspolitischen Abteilung des faschisti- schen Auswärtigen Amtes nach 1945: Konsul in Edmonto/Kanada Deter, Heinz vor 1945: Bis Kriegsende in China am faschistischen Generalkonsulat in Tientsin tätig nach 1945: Kanzler an der Bonner Bot- schaft in Colombo(1962) Ankara, Als 1d getreten tschaftsnat i P seit 19, Talkonsul n Stvertrag b; in Shangh; Aufgaben u tätig, dafir reuz IT. Klaxı in Hongkon tar in Kown en Auswärti hafters Ritter r Bonner Bi: Union(19) en Auswärt- Jlitischen At iner General t von, Dr. 1 Auswärtigen er Protokol- genheitende n den beset eratsleiter II Auswärtigen ısrat 1. Klass sende in& des faschist nonto/Kana in China a0 tin Tientst Bonner Bi Deubner, Otfried, Dr. vor 1945:„Wissenschaftlicher Hilfsarbei- ter“ im faschistischen Auswärtigen Amt (1943) nach 1945: 2. Sekretär der Bonner Bot- schaft in Karachi(1964) Dietmar, Helmuth, Dr. vor 1945: Bis Kriegsende in Lissabon als Gesandtschaftsrat I. Klasse eingesetzt. Mitglied der NSDAP seit 1939(Nr. 7 054 879) nach 1945: Generalkonsul in Bombay. Aus Altersgründen in den Ruhestand ver- setzt Dittmann, Herbert, Dr. vor 1945: Im faschistischen Auswärtigen Amt als Legationsrat I. Klasse(1942); Gene- ralkonsul in Izmir(1943). Mitglied der NSDAP seit 1937(Nr. 4 789 472) nach 1945: Jetziger Botschafter in Tokio Döhring, Karl, Dr. vor 1945: Mitglied der Altherrenschaft „Hohenfier”“. SS-Obersturmführer; beteiligt an den Überfällen auf Griechenland und die UdSSR nach 1945: Jetziger Botschafter in Ka- merun Duchow, Willi vor 1945: Bis zum Überfall auf Polen an der faschistischen Botschaft in Polen tätig, danach an der Gesandtschaft in Kopenhagen nach 1945: Kanzler der Botschaft Bonns im Sudan Dumke, Horst vor 1945: Angehöriger der SS seit 1933; beteiligt an den Überfällen auf Polen, Frank- reich, Jugoslawien und die UdSSR. Mitglied der NSDAP seit 1937 nach 1945: Legationsrat I. Klasse im Bonner Auswärtigen Amt, z.Z. Leiter der Abteilung II im Bundesministerium für wirt- schaftliche Zusammenarbeit Eberl, Otto, Dr. vor 1945: Leiter des Referats IVc der Handelspolitischen Abteilung des faschisti- schen Auswärtigen Amtes(1943/44) nach 1945: Jetziger Bonner Botschafter in Uruguay Engelen, Gerhard vor 1945: Von der Vorbereitung des fa- schistischen Überfalls auf Norwegen bis Kriegsende Kanzler am Konsulat Bergen nach 1945: Wieder am Konsulat in Ber- gen tätig Erlewein, Josef vor 1945: Bis zum Überfall auf die UdSSR Vizekonsul in Wladiwostok, danach bis Kriegsende an der faschistischen Bot- schaft in Nanking nach 1945: Konsul I. Klasse in Lille/ Frankreich(1964) Fabian, Georg vor 1945: Bis zum Überfall auf die UdSSR Konsulatssekretär in Kowno nach 1945: Botschaftssekretär in Beirut (1964) Federer, Georg, Dr. vor 1945: Bis Kriegsausbruch Legations- sekretär an der faschistischen Botschaft in London, danach Gesandtschaftsrat an der Gesandtschaft in Bern nach 1945: Zuletzt Bonner Botschafter in Kairo Feine, Gerhard, Dr. vor 1945: Nach der Okkupation Jugo- slawiens Vertreter des faschistischen Aus- wärtigen Amtes beim Militärbefehlshaber in Serbien. 1944 in Budapest enge Zusam- menarbeit mit der Gestapo nach 1945: Bis zum Ausscheiden aus Altersgründen Botschafter in Dänemark Felchner, Friedrich vor 1945: An der Botschaft in Sofia tätig (1944); wurde 1948 in Bulgarien wegen Teil- nahme an faschistischen Verbrechen zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Mitarbeiter in der Personal- und Verwaltungsabteilung des Bonner Aus- wärtigen Amtes(1961) Ferring, Franz vor 1945: In der Rundfunkpolitischen Abteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes von 1942 bis 1943 tätig, verantwort- licher Referent für faschistische Propaganda in Ostasien nach 1945: Jetziger Bonner Botschafter in Seoul/Korea i \ 236 Fischer, Martin vor 1945: Im Jahre 1943 Generalkonsul in Shanghai. Mitglied der NSDAP seit 1935 (Nr. 2 552 786) nach 1945: Als Botschafter im Bonner Auswärtigen Amt Frank, Eugen vor 1945: Konsul des faschistischen Aus- wärtigen Amtes(1940) nach 1945: Vertreter des westdeutschen Beobachters bei den Vereinten Nationen in New York und als Botschaftsrat I. Klasse tätig(1962) Frank, Gottlob vor 1945: Beim faschistischen Konsulat in Bozen(1940) nach 1945: Bonner Botschaftskanzler in Ankara(1962) Friedensburg, Ferdinand, Dr. vor 1945: Im Jahre 1944 bewarb er sich unter Berufung auf seine positive Einstel- lung zum Hitlerstaat um Aufnahme in den faschistischen Justizdienst. NSKK-Schar- führer nach 1945: Bonner Botschafter in Ma- dagaskar(1962) Gaerte, Felix, Dr. vor 1945: Angehöriger des SS-Sturms 1/80. Während des Krieges SS-Untersturm- führer im Reichssicherheitshauptamt. Mit- glied der NSDAP seit 1937(Nr. 4 910 278) nach 1945: Konsul I. Klasse in Bombay (1962) Galinsky, Wolfgang vor 1945: Von 1943 bis 1944 Legations- sekretär in Tokio nach 1945: Generalkonsul in Osaka Japan(1964) Gawlik vor 1945: Hatals Oberinspektor bei der „Dienststelle des Reichsprotektors Böhmen- Mähren“ an der Unterdrückung der CSR mitgewirkt(1943) nach 1945: Legationsrat I. Klasse und Referatsleiter in der Rechtsabteilung des Bonner Auswärtigen Amtes(1962) Graevenitz, Kurt Fritz von, Dr. vor 1945: Bei der Dienststelle des„Son- derbevollmächtigten“ des faschistischen Aus- wärtigen Amtes„für den Südosten“ in Athen (1941); zuletzt Generalkonsul in Iskende rum/Türkei. Mitglied der NSDAP seit 1942 (Nr. 8 735 191) nach 1945: Botschafter in Mexiko(1963 Groepper, Horst vor 1945: An der Botschaft in Moskau (1941). Nach dem Überfall auf die UdSSR bis Kriegsende Leiter der Gruppe II in der Protokoll-Abteilung des faschistischen Aus wärtigen Amtes. Mitglied der NSDAP seil 1933 nach 1945: Jetziger Botschafter in Mos- kau Grolmann, Wilhelm von, Dr. vor 1945: Als Legationsrat an der fa- schistischen Gesandtschaft in Stockholm ab 1940 tätig. Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Bonner Generalkonsul in Instanbul. Inzwischen verstorben Gregor, Werner, Dr. vor 1945: Nazi-Generalkonsul in Tou louse(1943). Mitglied der NSDAP seit 1936 (Nr. 3 726 551) nach 1945: Bonner Botschafter in Tune- sien(1961). Aus Altersgründen in den Ruhe- stand versetzt Haeften, Gerrit von vor 1945: Nazi-Generalkonsul in Basel (1943). Mitglied der NSDAP seit 1937(Nr 3 918 543) nach 1945: Ministerialdirektor und Lei- ter der Rechtsabteilung des Bonner Auswär- tigen Amtes(1963); jetzt Ministerialdirek- tor a.D. und Vorsitzender der Europäischen Konferenz für Fernmeldeverbindungen durch Satelliten Gehner, Heinz vor 1945: Hat als Konsulatspraktikant in Krakau an der Vorbereitung des Über falls auf Polen mitgewirkt nach 1945: Konsulatssekretär I. Klasse in Linz(1962) Geier, Hans-Joachim vor 1945: Bis zum Ausbruch des Krie ges mit den USA Konsulatssekretär in New York nach 1945: Botschaftskanzler in Monte video(1962) Gellbach, Horst-Heinrich, Dr. vor 1945: Regierungsrat im faschisti schen Staatsapparat; Mitglied der NSDAP seit 1942(Nr. 8 284 777) — l; D I Iskend Mexiko(196: aft in Mosk; uf die Ya UPPE IT in de AP seit 194 ustischen Ay T NSDAP«: hafter in M at an der b; Stockholm A IP seit 1933 1eralkonsul jı ben onsul in To DAP seit 193 after in Tune n in den Ruhe onsul in Bas: seit 1937(N 'ektor und le: onner Auswat:!| ‚nisterialdirel " Europäischer syerbindunget| Jatspraktikat ıng des Übe ‚retär 1. Klass ruch des Kr|| kretär in Net zler in Mont - im faschist d der NSDF 237 nach 1945: Botschaftsrat in Stockholm (1964) Geuther, Fritz vor 1945: Als Konsulatssekretär 1939 in Bratislava nach 1945: In der Rechtsabteilung des Bonner Auswärtigen Amtes(1960) Giffels, Hubert vor 1945: Wirkte 1939/40 als Konsulats- sekretär I. Klasse am Konsulat in Bergen an der Vorbereitung des faschistischen Über- falls auf Norwegen mit nach 1945: Kanzler am Bonner Konsu- lat in Lyon(1962). Gnodtke, Günther, Dr. vor 1945: Hat seit 1937 im faschisti- schen Staatsapparat an der Durchführung der faschistischen Rassengesetze mitgewirkt, Angehöriger der SA seit 1933 nach 1945: Jetziger Botschafter in Nigeria Grade, Hans vor 1945: War 1939 an der faschisti- schen Botschaft in Rom tätig. Angehöriger der SS seit 1937(Nr. 310 959) nach1945: Vizekonsul in Kanada(1964) Graeff, Friedrich, Dr. vor 1945: Wirtschaftsleiter der„Landes- gruppe Italien” der NSDAP; Generalkonsul in Toulouse(1944). Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 3 391 375) nach 1945: Ab 1959 bis zum Ausschei- den aus Altersgründen Generalkonsul in Genua Hallstein, Walter, Prof. Dr. vor 1945: Dozent und aktiver Nazi an den Universitäten Rostock und Frankfurt/ Main. Teilnehmer an den Rechtsverhand- lungen zwischen Hitler-Deutschland und dem faschistischen Italien nach 1945: Präsident der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Hannig, Th., Dr. vor 1945: Ortsgruppenleiter der NSDAP in Shanghai(1935) nach 1945: Pressereferent am Bonner Generalkonsulat Instanbul(1962) Hardenberg, Bernhard Heinrich Ernst Gün- ther Graf von vor 1945: Als Legationssekretär 1939 in Kowno, danach an der Gesandtschaft in Bukarest und bis Kriegsende im faschisti- schen Auswärtigen Amt tätig. Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 2 587 251) nach 1945: Jetziger Botschafter in Costa Rica Hardenberg, Hans Karl Graf von, Dr. vor 1945: Regierungsrat im Reichswirt- schaftsministerium(1941). Mitglied der NSDAP seit 1937(Nr. 4 377 465), SA-Rotten- führer nach 1945: Konsul in Genf(1962) Hauthal, Horst von, Dr. vor 1945: Seit 1940 im faschistischen Auswärtigen Dienst. Mitglied der NSDAP seit 1937(Nr. 5 062 619) nach 1945: Erster Sekretär der Bonner Botschaft in Kairo(1964) Hecker, Gottfried von, Dr. vor 1945: Ab 1943 in der Personalab- teilung und später in der Rechtsabteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes nach 1945: Legationsrat I. Klasse in der Rechtsabteilung des Bonner Auswärti- gen Amtes Hellenthal, Walter, Dr. vor 1945: Vertreter des faschistischen Auswärtigen Amtes beim Armeeoberkom- mando 6(1941); Legationsrat I. Klasse und Generalkonsul in Monaco(1943); Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Bonner Botschafter in Liba- non. Wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand versetzt Henschel, Reinhard vor 1945: An der faschistischen Ge- sandtschaft in Ankara 1943/44. Mitglied der NSDAP seit 1937 nach 1945: Legationsrat I. Klasse im Bonner Auswärtigen Amt(1963) Hensel, Herbert, Dr. vor 1945: Als Generalkonsul 1943 in Aarhus tätig. Mitglied der NSDAP seit 1933 (Nr. 3 286 190) nach 1945: Legationsrat I. Klasse und Stellvertretender Leiter eines Referats in der Westabteilung des Bonner Auswärtigen Amtes(1962) Hess, Walter, Dr. vor 1945: Legationsrat und Leiter der Wirtschaftsabteilung der faschistischen Ge- sandtschaft in Sofia von 1943 bis 1944 238 naich.; 1945: Marokko Jetziger Botschafter in Heyde, Wilhelm Günther Hermann Detlef von vor 1945: Legationssekretär an der faschistischen Botschaft in Washington (1941). Mitglied der NSDAP seit 1934 nach 1945: Vortragender Legationsrat I. Klasse im Bonner Auswärtigen Amt Hezinger, Adolf vor 1945: War 1942 nach Ausweisung aus dem Iran im Büro des Gesandten Ettel (Vorbereitung der Aggression gegen die arabischen Länder) tätig; wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwer- tern ausgezeichnet. 1944 im faschistischen Auswärtigen Amt in der Informationsabtei- lung(Inf. XIV-„Antijüdische Aktion“), Teil- nehmer an der berüchtigten Krummhübel- Konferenz nach 1945: Wurde 1957 als Konsulats- sekretär in das Bonner Auswärtige Amt übernommen Hilger, Gustav vor 1945: Nach dem widerrechtlichen Überfall auf die UdSSR in der Politischen Abteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes, Leiter des Referats 13(„Rußland- Gremium“). 1944 im Büro Ribbentrop, Ver- bindungsmann zum berüchtigten General Wlassow nach 1945: Von 1953 bis zur Verset- zung in den Ruhestand„Berater für Ost- fragen“ im Bonner Auswärtigen Amt Hirsch, Karl, Dr. vor 1945: War 1943 beim„Reichsstatt- halter“ in Wien, Abt. 2, tätig nach 1945: Konsul in Izmir/Türkei Hirschberg, Erich vor 1945: Bis zum Überfall auf Däne- mark bei der faschistischen Gesandtschaft in Kopenhagen Konsulatssekretär nach 1945: Kanzler am Bonner Gene- ralkonsulat in San Franzisco(1962) Hirschfeld, Hans Richard vor 1945: War seit 1941 Legationsrat in der Abteilung Deutschland des faschisti- schen Auswärtigen Amtes(Verbindungs- mann zu den Führungsorganen der Nazi- Partei und ihrer Gliederungen). der NSDAP seit 1936(N nach 1945: land(1964) Mitglied r. 3715 319) Bonner Botschafter in Is- Hochmuth vor 1945: Konsulatssekretär an der faschistischen Botschaft in Rom(1933) nach 1945: Kanzler der Bonner Bot- schaft beim Vatikan(1962) Hoffmann, Christoph vor 1945: In der Dienststelle des Bot- schafters Prüfer„Arabisches Nachrichten- büro”) tätig(1945) nach 1945: Kanzler I. Klasse am Bon- ner Generalkonsulat in Wellington(1958) Holleben, Werner, Dr. vor 1945: Referent in der Kulturpoliti- schen Abteilung des faschistischen Auswär- tigen Amtes nach 1945: (1964) Botschaftsrat in Luxemburg Holten, Carl von vor 1945: Vizekonsul am faschistischen Generalkonsulat in Kattowitz nach 1945: Jetziger Botschafter in Oslo Hoops, Walter Dietrich, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat in Peking (1943). Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Konsul in Vancouver Kanada Jericho vor 1945: Am Nazi-Konsulat in Mozam- bique nach 1945: Kanzler am Bonner Kon- sulat in Porto-Alegre/Brasilien(1962) John, Herbert vor 1945: und Belgien nach 1945: Kanzler am Bonner Gene- ralkonsulat in Valparaiso/Chile(1962) Konsulatssekretär in Polen Junker, Werner, Dr. vor 1945: Presseleiter der NSDAP-Aus- landsorganisation in China, später beim „Sonderbevollmächtigten“ des Auswärtigen Amtes„für den Südosten” in Belgrad tätig (1944/45). Mitglied der NSDAP seit 1935 nach 1945: Jetziger Bonner Botschafter in der Südafrikanischen Union Karstien, Hans, Dr. vor 1945:„Wissenschaftlicher Mitarbei- ter“ und Reg.-Rat im faschistischen Auswär- tigen Amt; Mitglied der NSDAP seit 1933 (Nr. 1 596 620) nach 1945: Vortragender Legationsrat am Bonner Auswärtigen Amt, Leiter des Referats Chiffrier- und Fernmeldewesen -tär an d 1(1933) Bonner Bot: 2lle des B 0t- Nachrichten. Se am Bon-| ton(1958) Kulturpoliti- hen Auswär. } Luxemburg aSchistischen after in Oslo it in Peking t 1933 Vancouver it in Mozam- 3onner Kon- (1962) är in Polen onner Gene- (1962) NSDAP-Aus- später beim Auswärtigen jelgrad tätig seit 1935 + Botschafter er Mitarbei hen Auswal (p seit 193 Legationsral ‚ Leiter des dewesen 239 Kassler, Rolf, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat in Kopen- hagen(1944) nach 1945: Botschaftsrat I. Klasse im Bonner diplomatischen Dienst Keller, Rupprecht, Dr. vor 1945: Hat viele Jahre im faschisti- schen Auswärtigen Amt bei Unterstaats- sekretär Woermann, einem der Vertrauten Ribbentrops, gearbeitet. War 1933 Funktio- när der SA. Mitglied der NSDAP (Nr. 8 012 248) nach 1945: Westdeutscher Beobachter beim Europäischen Büro der Vereinten Nationen in Genf Klaiber, Manfred, Dr. vor 1945: Im Auftrage des faschisti- schen Auswärtigen Amtes von 1943 bis 1945 in Belgrad und Wien tätig nach 1945: Jetziger Bonner Botschaf- ter in Paris Kempff, Günther vor 1945: In der Protokollabteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes nach 1945: Bonner Generalkonsul in Helsinki(1964) Knoop, Theodor von vor 1945: In der Handelspolitischen Ab- teilung des faschistischen Auswärtigen Amtes(1944) nach 1945: Leiter der Wirtschaftsab- teilung des Bonner Generalkonsulats in San Franzisco. Aus dem Dienst wegen Errei- chung der Altersgrenze ausgeschieden Köhler, Heinrich, Dr. vor 1945: Leiter eines Referats der Kul- turpolitischen Abteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes(1945) nach 1945: Bonner Generalkonsul in Bombay(1964) Krajewicz, Helmut vor 1945: Konsulatssekretär an den faschistischen Vertretungen in London und Den Haag nach 1945: Kanzler an der Bonner Bot- schaft in Paris(1963) Krapf, Franz vor 1945: Seit 1940 bis Kriegsende Legationssekretär und Mitarbeiter der„Nie- derlassung der Reichsbahnwerbezentrale“” (Auslandsdienststelle des SD) an der faschi- stischen Botschaft in Tokio; Mitarbeiter der Abteilung III des Reichssicherheitshaupt- amtes; Mitglied der NSDAP seit 1936, SS- Untersturmführer nach 1945: Ministerialdirektor und Lei- ter der Ostabteilung des Bonner Auswärti- gen Amtes. Krause-Wichmann, Georg, Dr. vor 1945: An der faschistischen Ge- sandtschaft in Sofia(1944). Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 1 547 946) nach 1945: Generalkonsul in Genua (1964) Krebs, Herbert, Dr. vor 1945: Bis Kriegsausbruch beim faschistischen Konsulat in Brasilien nach 1945: Kanzler der Bonner Bot- schaft in Australien(1963) Krebs, Kurt, Dr. vor 1945: Als Mitarbeiter des faschisti- schen„Sonderbeauftragten für Wirtschafts- fragen“ in Rumänien an dessen wirtschaft- licher Ausplünderung beteiligt nach 1945: Landwirtschaftsreferent an der Bonner Botschaft in Paris(1963) Kroll, Hans, Dr. vor 1945: Bis 1943 Botschaftsrat in Ankara(hat von dort mit Gruppe Inland IT des faschistischen Auswärtigen Amtes über die Verfügung von Juden türkischer Nationalität verhandelt), danach General- konsul I. Klasse in Barcelona nach 1945: Bonner Botschafter in Bel- grad, Tokio und Moskau. Aus Altersgrün- den in den Ruhestand versetzt Krumdieck, Oskar vor 1945: Konsul am faschistischen Konsulat in Peru nach 1945: Konsul am westdeutschen Konsulat in Peru Kuhle, Herbert, Dr. vor 1945:„Wissenschaftlicher Mitarbei- ter” in der Rechtsabteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes(1943/44) nach 1945: Bonner Konsul in Kansas City/USA(1964) Kutscher, Ernst, Dr. vor 1945: Im Jahre 1944 im faschisti- schen Auswärtigen Amt in der Informations- stelle XIV(„Antijüdische Aktion“); Teilneh- mer an der Krummhübel-Konferenz; Mit- glied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Botschaftsrat an der Bon- ner Botschaft in Paris(1962) | | | | | Lane, Alexander, Dr, vor 1945: Mitarbeiter von Goebbels im faschistischen Reichspropagandaministe rium, dann bis Kriegsende Rundfunkattache in Sofia nach 1945: Legationsrat I. Klasse und Referatsleiter im Bonner Auswärtigen Amt, Personalabteilung(1962) Lanwer, Ewald, Dr, vor 1945: Bis Kriegsende faschistischer Konsul in Apenrade/Dänemark, u.a, ver antwortlich für die Werbung„volksdeul scher Freiwilliger” zur Waffen-$$S und für die Bespilzelung dänischer Patrioten, Mil glied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Im Bonner Auswärligen Amt Referatsleiter in der Abteilung für„Ent wicklungspolitilk”(1963) Lehr, Bruno vor1945: Milarbeilter Görings im faschi stischen Reichsluftfahrtministerium; Ange höriger der$5; Mitglied der NSDAP seit 1941(Nr. 8 739 967) nach 1945: Zweiter Sckretär der Bon ner Botschaft in Tokıo(1963) Lerchenfeld, Johannes Graf von, Dr. vor 1945: Ein Vertrauensmann der IG Farben in Berlin, Paris und Sofa Nach 1945: Wirtschaftsreferent an der Bonner Botschaft in Rom(1962) Linneborn, Kuno vor 1945; Während des Krieges an der taschistischen Gesandtschaft in Helsinki, da nach am Konsulat in Apenrade nach 1945: Im Bonner Auswärtigen Amt als Regierungsamtmann(1957) Lucdde-Neurath, Kurt vor 1945; Während des Krieges Lega tionssekretär an der faschistischen Botschaft in Tokio;$A-Sturmführer; Mitglied der NSDAP seit 1938(Nr, 4 745 122) nach 1945: Vortragender Legationsrat im Bonner Auswärtigen Amt(1963) Lüders, Karl-Heinz vor 1945: Mitarbeiter des SD; 1942 bis 1944 als„Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in der Handelspolitischen Abteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes, 1943 durch den SD in Ankara und Instanbul ein gesetzt nach 1945: Botschaftsrat in Indien (1964) Lüdinghausen, Wolff Freiherr von vor 1945: Nach der gewaltsamen Okku pation als Vorstandsmitglied der„Böhmi schen Escomte Bank“ in Prag an der Aus plünderung der ESR beteiligt. Hauptmann der Reserve nach 1945: Wahlkonsul in Paraguay (1962) Mackeben, Wilhelm vor 1945: Legationsrat in der Politi schen Abteilung des faschistischen Auswär tigen Amtes; zeitweilig z. b. V. beim Bot schafter Ritter nach 1945: Bonner Botschafter in Lima bis zum Ausscheiden aus Altersgründen Maenß, Hans Ivar vor 1945: Mitarbeiter im faschistischen Auswärtigen Amt(1944) nach 1945: Stellvertretender Referats leiter im Bonner Auswärtigen Amt(1964) Mair, Kurt Alex vor 1945: Leiter des. Sechaus-Abhör dienstes in der Kulturpolitischen Abteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes(1941) nach 1945: Kanzler des Bonner Kon sulats in Concepeion/Chile(1962) Maltzan, Vollrath Freiherr von, Dr. vor1945:In der Handelspolitischen Ab teilung des faschistischen Auswärligen Amtes zuständig für„Wirtschafts- und Finanzfragen der besetzten Westgebiete”, (1940), danach mit„Sonderauftrag” in Shanghai eingesetzt nach 1945: Bonner Botschafter in Paris (aus gesundheitlichen Gründen ausgeschie den) Mangold, Hans Joachim, Dr. vor 1945: Als Kriegsverwaltungsasses sor des faschistischen Besatzungsregimes in Paris; Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr 2 307 799) nach 1945: Bonner Botschafter in Da maskus(1964) Marchtaler, Hans Ulrich, Dr, vor 1945: Gesandtschaftsrat an der faschistischen Botschaft in Tokio(1944) nach1945: Bonner Botschafter in Stock holm(1961); inzwischen in den Ruhestand getreten Merfels, Josef vor 1945: Konsul beim faschistischen „Reichsbevollmächtigten® in Dänemark von Samen Okk, der„Böhn, an der A Auptman in Paragın, n der Poli chen Auswir V. beim}ı after in Lin TSgründen faschistische der Referat Amt(1964) :ehaus-Abhir ıen Abteilun Amtes(1941 Bonner Kor 162) 1, Dr. olitischen Ab Auswärtige tschafts- und Westgebiete rauftrag" i after in Parik n ausgeschit valtungsasse ngsregimes 1 seit 1933(N chafter in Di A tsrat an& ‚kio(1944) after in Stod‘ len Ruhestant faschistische! ‚ (1945); Landesgruppenleiter der NSDAP in Albanien; Mitglied der NSDAP seit 1934 (Nr. 3 398 422) nach 1945: Konsul I. Klasse in Borde- aux(1963). Aus Altersgründen in den Ruhe- stand getreten Metzger, Werner vor 1945: Konsulatssekretär in Madrid (1944) nach 1945: Kanzler an der Bonner Botschaft in Ecuador(1957) Mirbach, Dietrich Freiherr von vor 1945: Von 1943 bis 1944 Persön- licher Referent des Staatssekretärs Steen- gracht im faschistischen Auswärtigen Amt. Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 2731405) nach 1945: Botschafter z. b. V. im Bon- ner Auswärtigen Amt Mirow, Eduard vor 1945: Verbindungsmann des„Sta- bes des Bevollmächtigten für die arabischen Länder”(Stab von Grobba) zum Sonderstab General Felmy(1942); im Jahre 1945 Vize- konsul des faschistischen Auswärtigen Amtes in Zürich. Mitglied der NSDAP seit 1931(Nr. 549 764) nach1945: Zuletzt Legationsrat I. Klasse an der Bonner Botschaft in Bagdad Mohr, Ernst Günther, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat in Den Haag(mitverantwortlich für die Einleitung der Judendeportationen) in den Jahren von 1939 bis 1941, danach Konsul in Tanger und Mitarbeiter des faschistischen Spionagedien- stes; im faschistischen Auswärtigen Amt Verbindungsreferent zum OKW(1945); Pressewart der NSDAP Ortsgruppe Peping; Mitglied der NSDAP seit 1935(Nr. 3500 174) nach 1945: Bonner Botschafter in Bue- nos Aires(1965) Mohrmann, Anton, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat an der faschistischen Gesandtschaft in Sofia(1944) nach 1945: Bonner Botschafter in Co- lumbien(1962). Aus Altersgründen in den Ruhestand versetzt Moltmann, Gerhard, Dr. vor 1945: In den Jahren von 1943 bis 1944 an der faschistischen Gesandtschaft in Bern. Mitglied der NSDAP(Nr. 7 005 175) nach 1945: Bonner Botschafter in Afghanistan(1964) Moulin-Eckart, Karl Max Graf von vor 1945: In der Politischen Abteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes Lei- ter des Referats Pol III(1938), Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Bonner Konsul in Montpel- lier/Frankreich Mumm von Schwarzenstein, Bernd Eugen, Dr. vor 1945: Legationssekretär im faschi- stischen Auswärtigen Amt nach 1945: Leiter der Bonner Handels- vertretung in Warschau(1965). Muschke, Kurt vor 1945: Kanzler an der faschistischen Botschaft in Sofia(1942) nach 1945: Kanzler am Bonner Konsu- lat in Neapel Nostiz-Drezewicki, Gottfried von vor 1945: Von 1938 bis 1940 im faschi- stischen Auswärtigen Amt Stellvertreter des Leiters der Abt. Pol IM(Verbindungsstelle zum Spionagedienst des OKW), danach Le- gationsrat am Konsulat in Genf nach 1945: Bonner Botschafter in Chile Nostitz, Siegfried von vor 1945: Als Gesandschaftsrat an der faschistischen Botschaft in Sofia(1944); Mit- glied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Generalkonsul in San Fran- cisco(1964) Nüßlein, Franz, Dr. vor 1945: Hat als Oberstaatsanwalt in Prag an faschistischen Blut- und Terrorurtei- len mitgewirkt(1942). Mitglied der NSDAP seit 1937(Nr. 4 628 997) nach 1945: Generalkonsul in Barcelona (1964) Obermayer, Adolf Max, Dr. vor 1945: Faschistischer Presse-Attach& in Sofia(1940) nach 1945: z.Zt. Botschaftsrat in Den Haag Oehlandt, Herwarth vor 1945: Faschistischer Konsulats- sekretär in Maastricht/Holland(1939) nach 1945: Im Bonner Auswärtigen Amt 1960 Regierungsamtmann Overbeck, Karl Kuno vor 1945: Faschistischer Legationsrat in Budapest; Mitglied der SA 242 nach 1945: Ministerialdirigent im Bon- ner Auswärtigen Amt(1963) Pamperrien, Rudolf, Dr. vor 1945: Im faschistischen Auswärti- gen Amt, 1942 Leiter eines Referats der Handelspolitischen Abteilung nach 1945: Botschafter in Ecuador (1957). Aus Altersgründen in den Ruhestand versetzt Pappenheim, Georg Graf von vor 1945: Im faschistischen Auswärti- tigen Amt 1944 in der Politischen Abtei- lung, Referat Pol I M(Verbindungsstelle zum Spionagedienst des OKW) nach 1945: Botschafter in Ecuador (1964) Panhorst, Karl, Dr. vor 1945: Sekretär des Ausschusses für die„Aktion Ibero- und Mittelamerika“, Ver- trauensmann der IG-Farben(1939) nach 1945: Bonner Botschafter in Gua- temala(1962) Paulig, Richard vor 1945: Gesandtschaftsrat in der Poli- tischen Abteilung des faschistischen Aus- wärtigen Amtes, u. a. mitverantwortlich für die Ausraubung Kroatiens(1944) nach 1945: Vortragender Legationsrat im Bonner Auswärtigen Amt(1961) Pfeiffer, Arnold vor 1945: Faschistischer Konsulats- sekretär in Kowno(1939), danach in Buda- pest nach 1945: Kanzler I. Klasse in Bom- bay, danach im Bonner Auswärtigen Amt Pfeiffer, Peter, Dr. vor 1945: Faschistischer Generalkonsul I. Klasse in Tirana(1943). Mitglied der NSDAP seit 1940(Nr. 8128 180) nach 1945: Als Inspekteur der Aus- landsvertretungen des Bonner Auswärtigen Amtes eingesetzt(1958). Inzwischen ver- storben Pfisterer, Friedrich, Dr. vor 1945: In der Wirtschaftspolitischen Abteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes nach 1945: Erster Sekretär der Bonner Botschaft in Brüssel 1964 Pirch, Georg von, Dr. vor 1945: Seit 1939 Mitarbeiter im faschistischen Auswärtigen Amt. Mitglied des Stahlhelms seit 1932, 1934 SS-Anwärter nach 1945: Referent im Bonner Aus- wärtigen Amt(1964) Przybill, Willi vor 1945: Seit 1936 faschistischer Kon- sulatssekretär in Bratislava nach 1945: Kanzler beim Bonner Kon- sulat in Graz(1957) Puttkamer, Ellinor von, Dr. vor 1945: Mitarbeiterin im faschisti- schen Auswärtigen Amt nach 1945: Vortragende Legationsrätin I. Klasse in der Abteilung 3 des Bonner Auswärtigen Amtes(1963) Quiring, Franz, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat beim faschi- stischen Generalkonsulat in Genf(1939). Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Bonner Gesandter in Kabul (1954) Rabes, Rudolf. Dr. vor 1945: Bis Ausbruch des Krieges Legationssekretär an der faschistischen Bot- schaft in Rio de Janeiro nach 1945: Konsul I. Klasse in Curi- tiba/Brasilien(1964) Ramelow, Thomas vor 1945: Vizekonsul im faschistischen Auswärtigen Amt(1942) nach 1945: Konsul I. Klasse in Con- cepcion/Chile(1964) Randow, Elgar von vor 1945: Bis Kriegsende Gesandt- schaftsrat in China. War mit der Zentralen Leitung der faschistischen Propaganda-, Nachrichten- und Spionagetätigkeit beauf- tragt; erhielt dafür das Kriegsverdienst- kreuz II. Klasse mit Schwertern. Mitglied der NSDAP seit 1925(Nr. 5 189) nach 1945: Generalkonsul Bonns in Kalkutta Reichert, Hans-Joachim Ritter von vor1945: Gesandtschaftsrat beim faschi- stischen„Bevollmächtigten des Reiches” für Italien nach 1945: Bonner Botschafter in Hon- duras(1964) Stischer Kon. Bonner Kon im faschisti Egationsrätin es Bonner tt beim faschi- Genf(1939) dter in Kabul des Krieges istischen Bot- asse in Curi faschistischen sse in Con- de Gesandt- jer Zentralen Propaganda-, igkeit beaul- egsverdienst rn, Mitglied ) ul Bonns 1 von t beim faschi- ‚ Reiches” für ‚after in Hot Reichhold, Walter, Dr. vor 1945:„Wissenschaftlicher Mitarbei- ter“ in der Personalabteilung des faschisti- schen Auswärtigen Amtes(Sprachdienst), das sich in starkem Maße mit Spionage befaßte(1943). Im Jahre 1944 bei der Bot- schaft in Madrid beauftragt, eine Neben- stelle des Sprachdienstes einzurichten nach 1945: Botschafter in Ghana(1964) Rensinghoff, Wilhelm vor 1945: Bei Kriegsausbruch als Mit- arbeiter der faschistischen Gesandtschaft übernommen, Agent des faschistischen Ge- heimdienstes. Ortsgruppenleiter der NSDAP in Port Said nach 1945: Leiter des westdeutschen Wahlkonsulats in Puerto Mont/Chile Richter, Herbert, Dr. vor 1945: Bis zum Kriegsende faschi- stischer Generalkonsul in Tetuan nach 1945: Botschafter Bonns in Alge- rien(1964) Richthofen, Oswald Freiherr von vor 1945: Gesandtschaftsrat an der NS- Gesandtschaft in Budapest 1944. Mitglied der NSDAP seit 1932(Nr. 1 440 443) nach 1945: Bonner Botschafter in Khar- tum/Sudan(1964) Ringelmann, Max, Dr. vor 1945: Während der faschistischen Besetzung Jugoslawiens Vertreter des Aus- wärtigen Amtes beim Militärbefehlshaber in Belgrad(1943). Mitglied der NSDAP seit 1934 nach 1945: Generalkonsul in Salisbury (1964) Röhreke, Heinrich, Dr. vor1945:Im Jahre 1944 Leiter des Nazi- Konsulats in Hankau/China. Trat im Juli 1945 für die getarnte Fortführung der NSDAP im Rahmen des„Deutschen Amts in China” ein. Mitglied der NSDAP seit 1937 und Mitglied der SA nach 1945: Legationsrat I. Klasse im Bonner Auswärtigen Amt Rom, Horst von, Dr. vor1945:Im faschistischen Reichsjustiz- dienst beschäftigt nach 1945: Bonner Konsul in Atlanta/ USA(1964) Ruoff, Herbert vor 1945:„Wissenschaftlicher Mitarbei- ter” im faschistischen Auswärtigen Amt, hat in Zusammenarbeit mit dem SD beim Aus- tausch deutscher Zivilinternierter im Aus- land gewirkt nach 1945: Stellvertreter des Bonner Botschafters in Australien(1962) Rutkowski, Arthur vor 1945: Vor dem Krieg bei der faschi- stischen Gesandtschaft in Belgrad nach 1945: wWirtschaftsreferent in Wien(1960) Sachs, Hans Georg, Dr. vor 1945: Legationssekretär im faschi- stischen Auswärtigen Amt(1941) nach 1945: Ministerialdirektor im Bonner Auswärtigen Amt. Leiter der Abtei- lung 8 Sautter, Theodor, Dr. vor 1945: Regierungsrat im faschisti- schen Reichsarbeitsministerium(1939). Mit- glied der NSDAP seit 1937(Nr. 5 373 580); Mitglied der SS seit 1933 nach 1945: Legationsrat bei der Bon- ner Botschaft in Italien(1957) Schaffarczyk, Herbert, Dr. vor 1945: Mitarbeiter im faschistischen Auswärtigen Amt(1939) nach 1945: Bonner Botschafter in Lis- sabon(1964) Schatton, Willi vor 1945: Bereitete an der faschisti- schen Botschaft in Warschau den Überfall auf Polen mit vor nach 1945: Regierungsobersekretär im Bonner Auswärtigen Amt(1956) Scherpenberg, Albert Hilger van, Dr. vor 1945: Vom Jahre 1935 bis 1945 im faschistischen Auswärtigen Amt. Leiter des Referats 6 der Handelspolitischen Abteilung. Verantwortlich für die kriegswirtschaftliche Ausplünderung Dänemarks und Norwe- gens nach 1945: Bonner Botschafter am Vatikan(1964) Scheske, Ulrich, Dr. vor 1945: Regierungsreferendar im faschistischen Staatsapparat(1942). Mit- glied der SS seit 1933(Nr. 216 977) nach 1945: Legationsrat I. Klasse in der | Abteilung West 2 des Bonner Auswärtigen Amtes(1962) Schilling, Karl, Dr. vor 1945: Regierungsrat im faschisti- schen Auswärtigen Amt; Mitglied der SA seit 1937 nach 1945: Zweiter Botschaftssekretär in Tokio(1963) Schirmer, Hans, Dr. vor 1945: Im Jahre 1939 SS-Obersturm- führer im Reichssicherheitsdienst, danach im Auswärtigen Amt. 1940 bis 1942 Stellvertre- tender Leiter der Rundfunkpolitischen Ab- teilung des Auswärtigen Amtes, einer der Hauptverantwortlichen für den Auf- und Ausbau des Geheimsendernetzes des faschi- stischen Spionagedienstes nach 1945: Vortragender Legationsrat I. Klasse in der Ost-Abteilung des Bonner Auswärtigen Amtes(1962) Schlitter, Oskar vor 1945: Im Jahre 1944 Referent in der Handelspolitischen Abteilung des faschi- stischen Auswärtigen Amtes; aktiv an der Ausplünderung Norditaliens beteiligt. Mit- glied der NSDAP seit 1934(Nr. 3 591 227) nach 1945: Botschafter in Athen(1965) Schmidt, Rolf vor 1945: Konsulatssekretär am faschi- stischen Generalkonsulat in Antwerpen (1940) nach 1945: Kanzler im Generalkonsu- lat in Salisbury(1962) Schott, Wilhelm vor 1945: Legationssekretär beim NS- Generalkonsulat in Zürich(1941). Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 1890109) und Mitglied der SA. nach 1945: Legationsrat im Bonner Auswärtigen Amt(1960) Schubert, Konrad von vor 1945: Legationsrat I. Klasse im faschistischen Auswärtigen Amt. Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 3 281 493) nach 1945: Westdeutscher Botschafter in Äthiopien(1964) Schütt Nikolaus vor 1945: NS-Konsul in Potosi/Bolivien (1939) nach 1945: Bonner Konsul in Sucre/ Bolivien(1964) Schütt vor 1945: Konsulatssekretär bei der faschistischen Gesandtschaft in Oslo nach 1945: Kanzler an der Bonner Bot- schaft in Bangkok(1962) Schweinitz, Hans Ulrich von, Dr. vor 1945: NS-Vizekonsul in Iskende- rum/Türkei(1943). Mitglied der NSDAP seit 1933 nach 1945: Bonner Botschafter in Thai- land(1964) Schwörbel, Herbert, Dr. vor 1945: Von 1942 bis 1945 Presse- attach& beim„Reichsbevollmächtigten” in Griechenland nach 1945: Bonner Botschafter in Cey- lon(1964) Seelos, Gebhardt, Dr. vor 1945: Bereitete als Konsul in Lem- berg den Überfall auf Polen mit vor und gab Spionageberichte an das faschistische Aus- wärtige Amt; danach als Gesandtschaftsrat nach Kopenhagen versetzt nach 1945: Botschafter in Brasilien (1964) Seydel, Hans, Dr. vor 1945: Vizekonsul in Tetuan(1942), bereitete als Mitarbeiter des„Stabes von Grobba” die militärische Besetzung der ara- bischen Staaten mit vor nach 1945: In der Abteilung WestII des Bonner Auswärtigen Amtes(1963) Simonis, Susanne, Dr. vor 1945: Bis Kriegsende NSDAP- Funktionärin an den faschistischen Bot- schaften in Tokio und Nanking nach 1945: Legationsrätin in der Kul- turabteilung des Bonner Auswärtigen Amtes (1962) Siegfried, Herbert, Dr. vor 1945: Vortragender Legationsrat und Generalkonsul in Genf(1944). Mitglied der NSDAP seit 1937(Nr. 4 009 260) nach 1945: Bonner Botschafter in Brüs- sel(1964) Solms-Braunfels, Prinz Alexander zu vor 1945: An der faschistischen Bot- schaft in Bukarest 1941 als Legationssekre- tär. Mitglied der NSDAP seit 1937 (Nr. 4 255 672) nach 1945: Botschafter in Salvador (1964) ın Iskende der NSDi lafter in Thal 1945 Presse. lächtigten” j, hafter in Can. onsul in Lem it vor undgah histische Aus andtschaftsr} in Brasilien Tetuan(19%) 5„Stabes yon tzung der ar eilung Westll es(1963) ende NSDAP istischen Bot DB_. in in der Rul rärtigen Amtes r Legationste 1944). Mitglied 09260). hafter in Bris nder zu istischen Dt egationsseit 1937 r in 5a Ivadıı| Sonnenhol, Gustav-Adolf, Dr. vor 1945: Im Jahre 1944 Vizekonsul in Genf. Mitglied der NSDAP seit 1931 (Nr. 545 961) und Mitglied der SA seit 1930; außerdem Untersturmführer der SS nach 1945: Stellvertretender Leiter der Bonner Vertretung bei der OECD in Paris (1962), Botschaftsrat I. Klasse Spaeth, Joseph vor 1945: Bereitete den faschistischen Überfall auf Polen als Mitarbeiter am Gene- ralkonsulat in Kattowitz mit vor nach 1945: Kanzler des Bonner Kon- sulats in Zagreb(1962) Stahlberg, Gerhard, Dr. vor 1945: Legationsrat im faschisti- schen Auswärtigen Amt(1942); war in der Rechtsabteilung maßgeblich an der Durch- setzung der faschistischen Rassengesetze und Ausarbeitung von Rechtfertigungen für die faschistische Raub- und Terrorpolitik beteiligt nach 1945: Generalkonsul in Montreal (1964) Starke, Gotthold, Dr. vor 1945: Leiter des. Referats P5 (UdSSR und Polen) in der Presseabteilung des faschistischen Auswärtigen Amtes(1945) nach 1945: Stellvertretender Leiter des Referats„Deutsche Ostfragen“ im Bonner Auswärtigen Amt. Vortragender Legations- rat I. Klasse Stechow, Johann Karl von vor 1945: Legationsrat in der Politi- schen Abteilung des faschistischen Auswär- tigen Amtes(1944) nach 1945: Bonner Botschafter in Manila/Philippinen(1964) Steinbach, Hans-Joachim vor 1945: Konsulatssekretär am faschi- stischen Generalkonsulat in Bern(1944) nach 1945: Bonner Botschafter in Rwanda(1964) Stelzer, Gerhard, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat I. Klasse in Bukarest(1941). Mitglied der NSDAP seit 1936 nach 1945: Leiter des Generalkonsu- lats in Antwerpen(1961). Aus Altersgründen inzwischen im Ruhestand 16 Braunbuch Steuer, Theo vor 1945: War Mitarbeiter des Kriegs- verbrechers Abetz an der faschistischen Bot- schaft in Paris 1940 nach 1945: Kanzler am Bonner Konsu- lat in Cordoba/Argentinien(1962) Stolzmann, Paulus von vor 1945: Leiter der Verbindungsstelle des zum persönlichen Stab Rippentrops ge- hörenden„Beauftragten für das Infor- mationswesen“(1944). Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 3 286 389) nach 1945: Bonner Botschafter in Luxemburg(1964) Strack, Hans, Dr. vor 1945: In der Politischen Abteilung Leiter des Referats Pol II(1943). Mitver- antwortlich für Nazi- und Kriegsverbrechen in Frankreich(Judendeportationen, Geisel- erschießungen). 1943 Konsul in Klausen- burg/Ungarn. Mitglied der NSDAP seit 1936(Nr. 3 752 096). NSKK-Sturmführer nach 1945. Botschafter in Santiago de Chile(1964). Aus Altersgründen inzwischen im Ruhestand Strachwitz, Rudolf Graf vor 1945: Seit 1939 Gesandtschaftsrat I. Klasse in den faschistischen Botschaften in Paris, Budapest und Barcelona. Mitglied der NSDAP seit 1936(Nr. 3 771 577) nach 1945: Bonner Botschafter beim Vatikan(1961). Inzwischen aus Altersgrün- den im Ruhestand Strecker, Hermann vor 1945: Konsulatssekretär und Mit- arbeiter im„Rußlandkomitee“ Ribbentrops (1941). Mitglied der NSDAP nach 1945: Regierungsamtmann in der Handelspolitischen Abteilung des Bonner Auswärtigen Amtes(1960) Struch, Friedrich vor 1945: An der faschistischen Bot- schaft in Rom(1939) nach 1945: Konsul I. Klasse in Wind- huk/Südwestafrika(1964) Tancre, Hans, Dr. vor 1945: SS-Scharführer, 1939 NS- Konsulatssekretär in Sofia nach 1945: Konsul zur Wiederverwen- dung(1961) Tannstein, Kurt, Dr. vor 1945: Legationssekretär an der faschistischen Botschaft am Vatikan(1941). Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 2 948 420) nach 1945: Bonner Botschafter in Tunesien(1964) Templin, Paul Heinz vor 1945: Bereitete den Überfall auf Polen als Mitarbeiter des faschistischen Generalkonsulats in Kattowitz mit vor nach 1945: Regierungsamtmann in der Kulturabteilung des Bonner Auswärtigen Amtes(1959) Theusner, Hans-Joachim, Dr. vor 1945: Förderndes Mitglied der SS nach 1945: Konsul I. Klasse in Edin- burgh/Großbritannien Thomsen, Henning, Dr. vor 1945:_NS-Gesandtschaftsrat in Dublin(1943). SS-Rottenführer und NSDAP- Anwärter(1938) nach 1945: Vortragender Legationsrat I. Klasse im Bonner Auswärtigen Amt, Leiter des Referats Außenhandelsförderung(1962) Tichy, Alois, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat im faschi- stischen Auswärtigen Amt(1945). Mitglied der NSDAP seit 1937 nach 1945: In der Politischen Abtei- lung des Bonner Auswärtigen Amtes Trützschler, Heinz, Freiherr von Falkenstein, Dr. vor 1945: War 1944 im faschistischen Auswärtigen Amt Stellvertreter des Refe- ratsleiters Pol XII. Danach Konsul in Genf. Mitglied der NSDAP(Nr. 8 183 952) nach 1945: Botschafter in Irland(1964) Ungern-Sternberg, Reinhold, Freiherr von, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat in Helsinki (1944). Mitglied der NSDAP seit 1933 (Nr. 2 594 983); SA-Sturm 33 nach 1945: Bis 1964 Bonner Botschaf- ter im Iran Velhagen, Adolf, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat in Ungarn (1943) nach 1945: Vortragender Legationsrat I. Klasse im Bonner Auswärtigen Amt(1964) bis zum Ausscheiden aus Altersgründen Venediger, Günther, Dr. vor 1945: War 1937 bei der Gestapo tätig(Staatspolizei-Leitstelle Berlin). Mit- glied der SA seit 1933 und Mitglied der NSDAP nach 1945: Mitarbeiter im Bonner Auswärtigen Amt Vetter, Wilhelm vor 1945: NS-Konsulatssekretär in Russe/Bulgarien(1944) nach 1945: Zweiter Sekretär an der Bonner Botschaft in Bagdad(1963) Vogel, Georg, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat in der Rechtsabteilung des faschistischen Auswär- tigen Amtes(1944). Mitglied der NSDAP seit 1937 und SS-Obersturmführer nach 1945: Bonner Botschafter in Vene- zuela(1964) Waldheim, Gottfried von vor 1945: NS-Gesandtschaftsrat in Spa- nien(1945) nach 1945: Generalkonsul in Val- paraiso(1964) Walther, Gebhard von, Dr. vor 1945: Botschaftsrat an der faschi- stischen Botschaft in Ankara(1943). Im Jahre 1939 Anwärter der NSDAP nach 1945: Botschafter in Ankara (1964) Weber, Walter, Dr. vor 1945: Von 1943 bis 1944 in der Politischen Abteilung des Auswärtigen Am- tes, Leiter des Referats Pol I. Mitglied der NSDAP seit 1937 nach 1945: Vor Federer 1964 Bonner Botschafter in der VAR Wehrstedt, Friedrich-Wilhelm, Dr. vor 1945: Regierungsrat im faschisti- schen Staatsapparat 1938. Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 2 151 075) nach 1945: Inspekteur des Bonner Auswärtigen Amtes für diplomatische und konsularische Vertretungen im Ausland (1964) Weiz, Gerhard, Dr. vor 1945: Gesandtschaftsrat in Buenos Aires(1944). Bewarb sich um Aufnahme in die SS und 1934 für den Dienst in der Ge- stapo. Mitglied der SA seit 1933 nach 1945: Generalkonsul in Sao Paolo/ Brasilien(1964) _ "im Bonn atssekretä, Rkretär and (1963)°" aftsrat in 4 ischen Ausyi ed der nspı ührer Chafter in Yeı haftsrat in&ı onsul in\ t an der fascı ara(1943), Iı SDAP ter in Ankar is 1944 in d uswärtigen Ät I. Mitglied dt er 1964 Bont n, Dr. at im faschi Mitglied& 075) ır des Bon ‚lomatische W , im Auslt tsrat in Buen! m Aufnahme enst in der 1 Ah ‚ul in Sao Pat! j Mitglied; Welck, Wolfgang, Freiherr von vor 1945: Legationsrat I.Klasse im Büro des Botschafters Ritter(Verbindungs- stelle zum OKW) im Jahre 1943. Mitglied der NSDAP seit 1935(Nr. 2 549 805) nach 1945: Bonner Botschafter in der Schweiz(1964) Wendland, Jork Alexander, Freiherr von vor 1945: NS-Legationssekretär in Ba- tavia(1941). Mitglied der NSDAP seit 1933 (Nr. 2 948 710) nach 1945: Bonner Botschafter in Mau- retanien und Senegal(1964) Werkmeister, Karl, Dr. vor 1945: Von 1940 bis 1944 Gesandt- schaftsrat I. Klasse in Ungarn nach 1945: Bonner Botschafter in Schweden(1963). Inzwischen aus Alters- gründen im Ruhestand Werthern, Charlotte Margot von vor 1945: In der Informationsstelle des faschistischen Auswärtigen Amtes(1944) nach 1945: Pressereferentin der Bon- ner Botschaft in Dakar/Senegal(1962) Wickert, Erwin, Dr. vor 1945: Von 1940 bis 1941 Leiter der Rundfunkabteilung der faschistischen Bot- schaft in China, anschließend in Japan nach 1945: Referatsleiter in der Ost- abteilung des Bonner Auswärtigen Amtes (1962) Wobser, Herbert vor 1945: Von 1938 bis 1941 NSDAP- Ortsgruppenleiter in Peking. Von 1941 bis Kriegsende in Shanghai als Konsulatssekre- tär. Mitglied der NSDAP seit 1934 (Nr. 2 873 664) nach 1945: Amtsrat in der Handels- politischen Abteilung des Bonner Auswär- tigen Amtes(1961) Wollenweber, Karl-Gustav, Dr. vor 1945: Während des Krieges Mit- arbeiter in der Personalabteilung und Rechtsabteilung des faschistischen Auswär- tigen Amtes. Mitglied der NSDAP seit 1933 (Nr. 3 020 707) nach 1945: Bonner Botschafter in Malta Wolschke, Waldemar vor 1945: Vor Eintritt in das faschisti- sche Auswärtige Amt als Polizeiinspektor tätig. 1945 Konsulatssekretär in Lissabon nach 1945: Kanzler am Bonner Konsu- lat in Liverpool(1962) Wussow, Fritz vor 1945: Leiter des faschistischen Kon- sulats in Orsova/Rumänien 1940. Mitglied der NSDAP seit 1934 nach 1945: Konsul I.Klasse in Mel- bourne(1963) Wüstenberg, Paul, Dr. vor 1945: Oberregierungsrat im faschi- stischen Staatsapparat 1941. Mitglied der NSDAP seit 1937(Nr. 5 723 204) nach 1945: Im Bonner Auswärtigen Dienst in Santiago de Chile 1957 Zapp, Karl-August, Dr. vor 1945: War 1940 als Legationsrat beim„Reichskommissar für die besetzten Niederländischen Gebiete“ an der Verwirk- lichung der faschistischen Okkupationspoli- tik beteiligt; Gesandtschaftsrat in Ankara (1944). Mitglied der NSDAP seit 1933(Nr. 2 717 559) nach 1945: Bonner Botschafter in Alge- rien(1964) Zimmermann, Karl, Dr. vor 1945: Konsulatssekretär im faschi- stischen Auswärtigen Amt(1940) nach 1945: Kanzler der Bonner Bot- schaft in Lissabon(1962) Zimmermann, Walter, Dr. vor1945: Nach 1942 in der Rundfunk- politischen Abteilung des faschistischen Aus- wärtigen Amtes. Mitglied der NSDAP seit 1934 nach 1945: Bonner Botschafter in Peru (1961). Aus Altersgründen inzwischen im Ruhestand Zinser, Christian, Dr. vor1945: NS-Botschaftsrat in der Mand- schurei 1942. An der faschistischen Botschaft in Nanking 1944. Mitglied der NSDAP seit 1927(Nr. 66 421); Mitglied der SA seit 1928, Sturmbannführer nach 1945: Konsul I. Klasse in Porto/ Portugal(1964) Zintel, Ludwig vor 1945: Konsulatssekretär am faschi- stischen Konsulat in Szeged/Ungarn(1939) nach 1945: Kanzler der Bonner Bot- schaft in Tripolis(1963) DIE VERFECHTER DER WESTDEUTSCHEN REVANCHEPOLITIK Der deutsche Imperialismus fand sich nach dem ersten Weltkrieg mit dem durch seine Schuld verkleinerten Deutschland nicht ab. Sein Ziel war die Wie- derherstellung der Grenzen von 1914 und- von dieser Position ausgehend— die Eroberung der Weltherrschaft. Seine Forderung, die bestehenden Grenzen zu verändern, und sein Schrei nach Revanche für die Niederlage bildeten wesentliche Bestandteile der Vorbereitung des zweiten Weltkrieges. Um das deutsche Volk und die deutschen Minderheiten in anderen Staaten revanchistisch zu beeinflussen und in die Wühlarbeit gegen die Nachbarvölker einzubeziehen, wurde ein System staatlicher, kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen geschaffen. Solche Institutionen waren u.a. der„Verein für das Deutschtum im Ausland“(VDA), das„Deutsche Auslandinstitut” Stuttgart, die „Deutsche Akademie” München sowie viele Dutzend Vereinigungen der „Heimattreuen”, wie die„Baltische Arbeitsgemeinschaft“, der„Sudetendeutsche Heimatbund”, die„Vereinigung der Heimattreuen Ost- und Westpreußen” usw. Ihre Ziele bestanden ausschließlich darin, ständig den Gedanken an die„Ost- mission“ Deutschlands wachzuhalten und die Notwendigkeit von Grenzverän- derungen zu propagieren, um Millionen Deutsche für einen neuen Krieg reifzu- machen. Die Nachbarvölker wurden systematisch als minderwertig diffamiert. EÜRIRER DER DEUTSCHEN MINDERHEITEN- UNTERDRÜCKER UND PEINIGER DER GASTVÖLKER Nach der Errichtung der faschistischen Diktatur erlebten diese Vereinigungen und Gemeinschaften eine wahre Hochkonjunktur. Ihre Tätigkeit wurde zen- tralisiert und einheitlich auf die Vorbereitung eines Aggressionskrieges ausge- richtet. Gleichzeitig entstanden mit staatlicher Unterstützung neue Organisa- tionen wie der extrem faschistische„Bund Deutscher Osten“, dessen damaliger „Reichsleiter“, Theodor Oberländer, nach 1945„Vertriebenenminister” in West- deutschland wurde. Die Führer dieser Organisationen leiteten als aktive Funk- tionäre der Nazi-Partei die Wühltätigkeit gegen Deutschlands Nachbarvölker zur Vorbereitung des Aggressionskrieges. Nach dem Überfall waren sie Initia- toren und zuverlässige Werkzeuge der faschistischen Ausrottungspolitik. Zahlreiche Angehörige der in den Nachbarstaaten Deutschlands lebenden deutschen Minderheiten wurden durch diese Organisationen zu staatsfeind- licher Tätigkeit gegen ihre Gastvölker ausgenutzt. Ihre Aufgabe war es, Spio- nage zu treiben, die Verteidigungsfähigkeit des Gastvolkes zu untergraben und Anlässe für einen militärischen Überfall Hitler-Deutschlands zu provozie- ren. Sie stellten Listen„deutschfeindlich gesinnter“ Personen auf, teilten die Bevölkerung in„rassisch wertvolle“ und„rassisch minderwertige“ Teile und schufen damit eine Voraussetzung für die systematische Dezimierung und Ausrottung der Bevölkerung nach dem Überfall durch die faschistische Wehr- macht. Dokumente des faschistischen Auswärtigen Amtes und der SS zeigen, wie die Angehörigen der„Deutschen Vereinigung”, einer faschistischen Organisation der deutschen Minderheit im polnischen Warthe-Gebiet, dazu benutzt wurden, durch Terrorakte einen Anlaß für den militärischen Überfall auf Polen zu schaf- fen.(Siehe Tafel 42, Schreiben vom 20. und 25. August 1939, Deutsches Zentral- archiv Potsdam, Auswärtiges Amt Nr. 61150). Selbst vor der Zerstörung von Kirchen, Schulen und Schwesternheimen schreckten die Revanchisten nicht zu- rück. Der Führer der in den Dokumenten genannten„Deutschen Vereinigung” war der SS-Oberführer und Henker Tausender Bürger von Bydgoszcz Hans Kohnert. Er ist heute Sprecher der Landsmannschaft„Westpreußen“ und füh- render Revanchistenfunktionär in Westdeutschland. Während der Besetzung der europäischen Länder durch das Hitler-Regime spielten die faschistisch verhetzten Teile der deutschen Minderheiten die Rolle der Unterdrücker, Ausbeuter und Henker der Gastvölker, die in ihnen vielfach ihre schlimmsten Peiniger erleben mußten. IN DER DDR: FÜR REVANCHISMUS KEINE BASIS Im Potsdamer Abkommen wurden neue Grenzen in Europa festgelegt und Aus- siedlungsmaßnahmen getroffen. Das Ziel war, ein für allemal die imperia- listische Wühlarbeit in den Nachbarländern Deutschlands auszuschalten, diese Länder für die ungeheuren Verluste im Kriege zu entschädigen und stabile Grenzen zu schaffen, die nie wieder als Zange des deutschen Imperialismus gegen andere Länder ausgenutzt werden können. Große Teile der deutschen Minderheiten wurden nach Deutschland in die vier Besatzungszonen der Großmächte ausgesiedelt. In der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands wurde alles unternom- men, um den von Hitler schmählich betrogenen Umsiedlern ihr schweres Los zu erleichtern, ihnen eine neue Existenz und eine gesicherte Perspektive zu geben. Beispielsweise erhielten die ausgesiedelten Bauern Junkerland und Nds Tehent Untergrah; ZU Proyazj uf, teilten di ge" Teile un IMierung un iStische Weh, Feigen, wied Organisati, nutzt wurde polen zu sch tsches Zentr, erstörung W isten nicht 7 | Vereinigung dgoszcz Haı ben“ und fit Hitler-Regin siten die Rol ihnen vielfzt legt und Au die imperk ‚halten, die? n und stabil mperialism!: chland in& es unternol schweres I srspektive 7 ıkerland u " Staatsfei, War es, Sp, gründeten mit Staatshilfe Neubauernhöfe. Ihnen wurde offen gesagt und ge- duldig erklärt, wer am Verlust ihrer Heimat die Schuld trägt, daß der deutsche Imperialismus durch seine Kriegs- und Vernichtungspolitik die ehemaligen Ostgebiete für immer verspielt hat. Die Umsiedler fanden in der DDR eine neue Heimat und wurden gleichberechtigte Bürger des deutschen Friedens- staates. Es gibt keine einzige revanchistische Organisation oder Zeitung. Im Gegenteil, die Regierung der DDR erkannte in offiziellen Verträgen die be- stehenden Grenzen an. Zu den Nachbarvölkern im Osten und Südosten Euro- pas wurden erstmals in der deutschen Geschichte dauerhafte freundschaftliche und friedliche Beziehungen hergestellt. ENEWESTDEUNSCHEAND: NEUE NAMEN- ALTE ZIELE Der in Westdeutschland wiedererstandene deutsche Imperialismus dagegen drängt zum dritten Male in diesem Jahrhundert auf eine Veränderung der Grenzen. Die Bundesrepublik ist der einzige Staat in Europa, der Forderungen auf fremdes Staatsgebiet, auf die„Grenzen von 1937“, erhebt. Die in West- deutschland lebenden Umsiedler werden mißbraucht, um diese revanchistische Politik propagieren und durchführen zu helfen. Die westdeutsche Regierung hat es jahrelang bewußt unterlassen, die Um- siedler zügig und systematisch in das gesellschaftliche Leben einzugliedern und ihnen in der neuen Heimat einen festen Platz mit einer gesicherten Perspektive zu geben. Jahrelang lebten die Umsiedler in Barackenlagern und Notwohnun- gen. Auch heute, da sich die Masse der Umsiedler in Westdeutschland eingelebt hat, wird in ihnen unablässig die Illusion genährt, sie könnten eines Tages wie- der in ihre ehemaligen Wohngebiete zurückkehren, die heute fremdes Staats- gebiet sind. Von der westdeutschen Regierung gefördert, wurden nach 1945 die alten Revanchistenverbände erneut gebildet. Sie begannen sofort mit ihrer unheil- vollen Tätigkeit. Weil sich die alten faschistischen Revanchistenorganisationen jedoch zu sehr kompromittiert hatten, wurden zumindest die Namen geändert. So wurde aus der„Deutschen Akademie” das„Goethe-Institut“, München, aus dem„Deutschen Auslandinstitut“ das„Institut für Auslandsbeziehungen“, Stutt- gart, aus den Heimatbünden wurden„Landsmannschaften”, und aus der faschi- stischen„Bund Deutscher Osten“ wurde der„Bund der Vertriebenen”. Zwei Dokumente aus dem Jahre 1938 und 1959 beweisen, daß sich die Ziele nicht geändert haben.(Siehe Tafel 43,„Das Deutschtum im Sudetenraum”, Gebiets- karte des„Bundes Deutscher Osten“, Landesgruppe Schlesien, aus dem Jahre 1938, und„Sudetendeutscher Turnerbrief“) 127 ZENTRALE REVANCHISTENORGANISATIONEN Die Umsiedlerorganisationen, die heute in Westdeutschland bestehen, gehören zu jenem System staatlicher und nichtstaatlicher Einrichtungen, das zur Veı- wirklichung der revanchistischen Politik aufgebaut wurde. Es soll alle ehemali- gen Umsiedler und darüber hinaus möglichst die ganze westdeutsche Beyöl- kerung für die Politik der Grenzrevision, der„Rückeroberung“ verlorener Ge- biete und für die Vorbereitung einer neuen Aggression gewinnen. Dieses System. istim wesentlichen nach folgenden Gesichtspunkten gegliedert: 1. Organisierung des Revanchismus durch Bundesregierung und Länder- regierungen. Die wichtigsten staatlichen Behörden sind vor allem das„Bundes- ministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte”(BMVt) mit dem„Bundesausgleichsamt”, dem„Beirat“ beim Minister und den sogenannten. Flüchtlingslagern sowie das„Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen” (BMG) mit seinen ungezählten, oft getarnten Organisationen(„Kuratorium unteilbares Deutschland“,„Forschungsbeirat“, usw.). Die Abteilung Tim BMG ist für die Durchsetzung und Förderung des Revan- chismus besonders verantwortlich. Ihre Aufgaben lauten nach offizieller Dar- stellung:„Angelegenheiten der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und! der deutschen Ostgebiete, Förderung des gesamtdeutschen Gedankens, Mab;- nahmen zur Wiederherstellung der Einheit Deutschlands(dabei ist die Einheii: in den Grenzen von 1937 gemeint— d. Hrsg.).“(„Die Bundesrepublik“, Teilaus- gabe„Bund“, 1962/63, S. 266) Im BMVt zeichnen die Referate 1/3, II/2 und II/3 für folgende Aufgaben ver- antwortlich:„Referat 1/3: Beiräte, Verbände, Organisationen. Referat 11/2:... Fragen der Wiedervereinigung und der Integration. Referat II/3: Kulturelle| Angelegenheiten($ 96 BVFG), Ostkunde.“(Ebenda, S. 264) In den Vertretungen der Bundesländer in Bonn, wie auch in den Länderregie- rungen selbst, bestehen Dienststellen mit gleichen Arbeitsgebieten oder„Ver- triebenenministerien“. 2. Organisierung nach den ehemaligen Wohngebieten der Umsiedler in über: 30 Landsmannschaften mit ihren Gliederungen und Interessengemeinschaften. 3. Organisierung nach Berufs- und Fachgruppen, z.B.„Bauernverband deı' Vertriebenen e. V.”. 4. Organisierung in Vereinen, die die theoretischen Grundlagen für die re vanchistische Propaganda erarbeiten, z. B.„Nordostdeutscher Kulturrat e. V.". 5. Organisierung nach religiösen und caritativen Gesichtspunkten, z.B.„Ka tholische Arbeitsstelle für Heimatvertriebene“. 6. Organisierung in Jugendorganisationen, z.B.„Deutsche Jugend des Ostens’ (DJO),„Aktion Katholischer Landsmannschaftlicher Jugend“ im„Bund der Katholischen Jugend”. EN stehen, gehj N, das zur Y oll alle chen; deutsche Ber verlorenen‘ 1. Dieses Syst 19 und Län: m das„Bund te"(BMY}). len Sogenanı! eutsche Frag n(„Kurator tung des Rey . offizieller D eutschlands: edankens, N) :i ist die Ein publik“, Teil e Aufgabenı Referat III}: 11/3: Kultur len Ländertet jeten oder ‚I: msiedler init ‚gemeinschalt sernverband! agen für die! Kulturrat€.) nkten, z.B." gend des Ost "im ‚Bund\W 7. Organisierung in Gruppen und Arbeitskreisen der westdeutschen Parteien, z.B.„Union der Vertriebenen” in der CDU/CSU,„Exil-CDU“. 8. Organisierung in extrem rechtsradikalen Verbänden halbfaschistischen Charakters, z. B.„Aktion Oder-Neiße”(AKON), die gleichzeitig versucht, die Einheitsfront aller ultrarechten Kräfte in den verschiedenen„Vertriebenen- organisationen“ aufzubauen, und„Rat der Ostdeutschen Landesvertretungen”, der sich in seiner Wühlarbeit vor allem auf polnische und sowjetische Gebiete konzentriert. 9. In den westdeutschen Parlamenten gibt es mehrere Ausschüsse, die sich mit der Förderung des Revanchismus beschäftigen. Allein im Bundestag sind es 5 Ausschüsse, z.B. der„Bundestagsausschuß für gesamtdeutsche und Berliner Fragen“. 10. Um die revanchistische Tätigkeit der verschiedenen Organisationen zu koordinieren, wurden drei Dachorganisationen geschaffen: a)„Bund der Vertriebenen— Vereinigte Landsmannschaften und Landesver- bände“(BdV); b)„Gesamtverband der Sowjetzonenflüchtlinge“ mit den„Vereinigten Lands- mannschaften Mitteldeutschlands”(VLM); c)„Arbeitsgemeinschaft der West- und Überseevertriebenen”. Der BdV hat die Aufgabe, die revanchistischen Aktionen gegen die östlichen und südöstlichen Nachbarn Deutschlands auszuarbeiten und zu koordinieren. Ihm sind 20 Landsmannschaften angeschlossen. Er verfügt in allen Bundes- ländern und völkerrechtswidrig auch in dem besonderen Gebiet Westberlin über insgesamt 11 Landesverbände. Der„Gesamtverband der Sowjetzonen- flüchtlinge“ und die VLM konzentrieren sich mit ihren angeschlossenen 5 Lands- mannschaften auf die Wühlarbeit und Hetze gegen die DDR. Gegenwärtig gibt es in Westdeutschland mindestens 127 zentrale Revan- chistenorganisationen. Sie werden von der Bundesregierung unterstützt und gefördert und vertreten die territorialen Ansprüche des westdeutschen Imperia- lismus in verschiedenen Formen. In dieser Zahl sind die militaristischen, ter- roristischen und antisemitischen Organisationen sowie die neonazistischen Par- teien nicht enthalten. NOIIESHEAVAMESEIEINVASNZIEIRAT, Die Revanchistenorganisationen erhalten von der Bonner Regierung nicht nur jegliche ideelle und moralische, sondern auch großzügige finanzielle Hilfe. Der Gesamtetat des„Vertriebenenministeriums“ stieg von 30 Millionen DM im Jahre 1955 auf 244 Millionen DM im Jahre 1963. Im Haushaltsjahr 1964 er- höhten sich allein die Zuschüsse für„Intensivierung der kulturellen Breiten- arbeit” der Revanchistenorganisationen um 250 000 DM gegenüber 1963. Außerdem erhalten die Verbände von den Landesregierungen große Zu- wendungen, wie das Beispiel des sozialdemokratisch regierten Bundeslandes Hessen zeigt. Dort wurden allein im Jahre 1964 für die„Heimatpolitik“ 2,8 Mil- lionen DM zur Verfügung gestellt, die sich aus folgenden Positionen zusam- mensetzen: „Im einzelnen stehen jetzt an Landesmitteln für die Förderung der Veririe- benenarbeit in Hessen folgende Summen zur Verfügung: 1150 000 Mark für zusätzliche Betreuungsmaßnahmen, 275000 Mark zur Förderung von Veranstaltungen der landsmannschatt- lichen Gruppen und zur Stärkung des gesamtdeutschen Be- wubtseins, 320.000 Mark für ostdeutsche Fragen innerhalb der Erwachsenenbildung, 460 000 Mark für das ostkundliche Kolleg, 550 000 Mark zur Förderung ost- und mitteldeutscher Patenschaften”. (Das„Ostpreußenblatt”, 27. Juni 1964) 1945 Kriegsverhrecher- 1965 Revanchistenführer An der Spitze der westdeutschen Revanchistenverbände und-Ministerien stehen Personen, die sich schwerer Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlich- keit schuldig machten. Als hohe SS-Offiziere und Führer der 5. Kolonne waren sie an der Vorberei- tung und Entfesselung des zweiten Weltkrieges sowie an Verbrechen gegen Kriegsgefangene und die Zivilbevölkerung der von den Faschisten überfallenen Staaten beteiligt. Der Sprecher und damit höchste Funktionär der heutigen Landsmannschaft„Oberschlesien“ in Westdeutschland, Ulitz, war der Führer des„Deutschen Volksbundes für polnisch Oberschlesien“, einer faschistischen Organisation der deutschen Minderheit in Polen. Ulitz und sein„Volksbund’ beteiligten sich an der Vorbereitung des Überfalls auf den Sender Gleiwitz. Die Faschisten benutzten diese Provokation als Anlaß für den militärischen Über- fall auf Polen und damit für die Entfesselung des zweiten Weltkrieges. Der bereits genannte heutige Sprecher der Landsmannschaft„Westpreußen“, Koh- nert, ist als Führer der faschistischen„Deutschen Vereinigung“ für die Ermor- dung Tausender polnischer Bürger in Bydgoszcz verantwortlich. Als Beamte der faschistischen Besatzungsbehörden sind Revanchistenführer mitverantwortlich für die Ausplünderung, Unterdrückung und Ausrottung der überfallenen Völker, wie beispielsweise der heutige Ministerialrat und Referent im„Vertriebenenministerium“, Dr. Werner Essen. Als Abteilungsleiter im fa- 'ellen Brei, er 1963, FEN große 2, Bundeslan, olitik“ 28 M tionen ZUSar 19 der Verti, dsmannsch deutschen Bi Li nenbildun alten", 27. Juni 19, er isterien steh: lie Menschlid ı der Vorber brechen get: > überfallen r der heutig var der Führ + faschistisc in„Volksbur ‚r Gleiwitz.) ärischen Ük eltkrieges. I preuhen‘, K für die Em anchistenfüht Ausrottung d at und Refer „gsleiter ini schistischen Reichskommissariat Ostland entschied er darüber, wer in den von den Faschisten besetzten Baltischen Sowjetrepubliken und der belorussischen SSR als„rassisch minderwertig” galt. Für die Betroffenen bedeutete das meist den Marsch in ein Konzentrationslager und in den Tod. Als Beamte der faschistischen Behörden in Deutschland waren sie an der Verfolgung von Antifaschisten und jüdischen Bürgern beteiligt. So bemühte sich der ehemalige NS-Bürgermeister von Ribnitz, heute Staatssekretär im Niedersächsischen„Flüchtlingsministerium”, Dr. Walter Wegener, 1936 mit allen Mitteln ein Pogrom gegen die in der Stadt ansässigen jüdischen Bürger zu organisieren. Er lieferte u. a. den Bürger Michelsen der Gestapo aus. Die Skala der Revanchistenführer in Westdeutschland reicht vom Nazi-Agen- ten über den faschistischen General bis zum fanatischen Nazi-Ideologen, vom Landrat bis zum Gestapo-Henker. Sie haben ihre Gesinnung keineswegs ge- ändert. Ihr Kampf, den sie wieder im Interesse der Kriegs- und Eroberungs- ziele der Rüstungsmonopole führen, richtet sich gegen jede Verständigung, gegen alle Tendenzen einer realen Ostpolitik und gegen jegliche Entspannung. Seebohm, Sprecher der„Sudetendeutschen Landsmannschaft”(SL) und Mi- nister der Erhard-Regierung erklärte:„Wir sind an vorderster Front die Vor- kämpter für ein Abschütteln des bolschewistischen Kolonialismus über Ost- europa.“(„Der Spiegel“, Hamburg, 17. Mai 1961) Das hätte er wörtlich auch unter Hitler erklären können. Der Vorsitzende des Landesverbandes Bayern der„Schlesischen Landsmann- schaft“, Rumbaur, forderte größere Aktivität gegen jeden Versuch einer inter- nationalen Entspannung:„Wir wollen nicht versäumen, aus der sich anbahnen- den Entwicklung unsere Schlüsse zu ziehen. Sie können nur lauten:...kein Nachgeben, keine Weichheit, kein Leisetreten.”(„Der Schlesier“, Recklinghausen, 7. November 1963) Und im„Sudetendeutschen Turnerbrief“, Jahrgang 8, vom 1. August 1957, konnte man lesen:„Wie gewisse Zeitungen heute Richtungen pflegen, die be- müht sind, die Wahrheit zu unterdrücken, beweisen Veröftentlichungen in der ‚Frankfurter Rundschau‘ oder in der ‚Stuttgarter Zeitung‘, die sich ausgerechnet den Sudetendeutschen Tag ausgesucht haben, um an Lidice zu erinnern. Diese Selbstbefleckung widert an... Wissen sie schließlich nicht, daß in Lidice nur Komplicen bezahlter Kreaturen bestraft wurden, die geholfen haben, Mörder zu verbergen?“(Siehe auch Tafel 43,„Sudetendeutscher Turnerbrief”, Jahr- gang 7, vom 1. April 1956,„Zwischen Verniggerung und Bolschewisierung”. Herausgeber dieses Blattes ist der ehemalige SA-Führer und heutige Sprecher des„Sudetendeutschen Turnerbundes”, Welwarski.) Lemmer NAZISPITZEL UND GOEBBELS-JOURNALIST Ernst heute: Minister für„Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte“ Ernst Lemmer bewährte sich ebenso wie seine Amtsvorgänger schon während der Zeit des Faschismus als zuverlässiger Diener des deutschen Imperialismus und Revanchismus.(Vgl. auch„Ernst Lemmer— Goebbels-Journalist, Nazi- Spitzel, Revancheminister“, Nationalrat der Nationalen Front, Berlin 1964) Am 24. März 1933 stimmte Lemmer als Reichstagsabgeordneter der„Deut- schen Demokratischen Partei”(später„Deutsche Staatspartei“) dem Ermäch- tigungsgesetz Hitlers zu. Auch in seiner Eigenschaft als Generalsekretär des „Gewerkschaftsringes“ unterstützte er die Hitler-Diktatur. Er schaltete diese Gewerkschaft mit der faschistischen Deutschen Arbeitsfront gleich. In einer Stellungnahme des Gewerkschaftsringes vom 14. März 1933 gab Lemmer fol- gende Loyalitätserklärung ab: „Die freiheitlich-nationalen Gewerkschaften sind deshalb gewillt, auch der jetzigen Regierung, die mit der verantwortlichen Staatsmacht das Schicksal des ganzen deutschen Volkes zu gestalten hat, ihre Mitarbeit zur Verfügung zu stellen.”(Deutsches Zentralarchiv Potsdam, Reichsarbeitsministerium) Ein Höhepunkt der Gleichschaltung war die Anweisung Lemmers an alle Mitglieder des Gewerkschaftsringes, an der von den Faschisten zu einer chauvi- nistischen Machtdemonstration mißbrauchten 1. Mai-Kundgebung vollzählig teilzunehmen. In einer der Presse übergebenen Erklärung schreibt Lemmer, während Tausende Antifaschisten bereits in Zuchthäusern und KZ gequält wur- den:„Der Vorstand des Gewerkschaftsringes richtet an seine Verbände und Untergliederungen im Lande die Aufforderung, daß alle Mitglieder der frei- heitlich-nationalen Arbeiter-und- Angestellten-Verbände am Tage der deutschen Arbeit(1. Mai) an den Veranstaltungen im Bekenntnis zum sozialen und natio- nalen Staat sich beteiligen!“ Folgerichtig wurde Lemmer, der Hitler unterstützte, später zu einem Ver- trauensmann der Nazis. Als Auslandsjournalist getarnt, denunzierte er demo- kratische Kollegen wie den Vertreter der„Berliner Börsenzeitung”“, Schwerdt- feger. Über diesen Fall gab Prof. Herbert Melzig am 3. März 1964 in der Berliner Zeitschrift„Wochenpost“ eine Erklärung ab. Prof. Melzig war bis zu seiner Emigration im Jahre 1938 aushilfsweise bei der Presseabteilung der Reichsregierung bzw. der Abteilung IV des Propagandaministeriums als Über- setzer für orientalische Sprachen tätig. In der Erklärung heißt es: „Aus der damaligen Zeit ist mir auch bekannt, daß Lemmer den Nazis Denun- ziantendienste leistete. Lemmer gehörte zu den Spitzeln, die den Berliner Jour- nalisten Schwerdtfeger denunzierten. Dieser hatte einer ausländischen Presse-| agentur von einer auf der sogenannten Reichspressekonferenz von Goebbels| hon währe Tmperialisn, urnalist, Na rlin 1964) ter der ‚Da; dem Ermät älsekretär schaltete di, leich. In ein b Lemmerfil! willt, auch d s Schicksald Verfügung ı um) mmers an all u einer chaur:} ung vollzähl;! reibt Lemm:;' Z gequält wı Verbände u lieder der it > der deutsch alen und nal! zu einem\t zierte er den! ng“, Schwert 7 1964 in& |zig war bi? eabteilung& jums als U n Nazis Dei! ı Berliner| dischen Pre ‚von Gocb N VE RE FERN RETTEN an die Presse vertraulich gegebenen Weisung Kenntnis gegeben, die das künl- tige barbarische Vorgehen der Nazis gegen die Juden betraf. Schwerdtfeger wollte dem Ausland ein Warnzeichen geben. Lemmer denunzierte Schwerdt- feger nicht direkt bei der Gestapo, sondern beim Chef der Presseabteilung der Reichsregierung, der dann die Verhaftung Schwerdtfegers veranlaßkte. Er erhielt lebenslängliche Haft....“. Solche Denunziationen waren für Lemmer die beste Empfehlung, als er mit seiner Spionagetätigkeit beim Amt VI des Reichssicherheitshauptamtes(Aus- landsspionage) unter Leitung des in Nürnberg verurteilten SS-Brigadeführers Walter Schellenberg begann. Seit 1934 arbeitete Lemmer als Auslandskorrespondent für mehrere auslän- dische Zeitungen, darunter„Neue Züricher Zeitung“,„Pester Lloyd”, Berner „Bund“ und„L Independance Belge“. Im direkten Auftrag des Goebbels-Ministeriums schrieb Lemmer Artikel, die die Judenverfolgungen verniedlichen, rechtfertigen und im Ausland propagan- distisch vorbereiten sollten. In einem 1936 in der Schweiz durchgeführten Prozeß gegen einen jüdischen Bürger kam die barbarische Behandlung der Juden in Deutschland zur Sprache. Dies löste im Ausland helle Empörung gegen die Judenpolitik der Nazis aus. Das Goebbels-Ministerium versuchte, diese Bewegung abzufangen, und be- auftragte Lemmer, einen entsprechenden Artikel zu schreiben. Am 4. November 1936 erschien von Lemmer im Berner„Bund“ ein Artikel, in dem den Juden die Schuld an ihrer unmenschlichen Behandlung und Vernichtung in Deutschland gegeben wurde. Am 2. November 1936 schickte Lemmer den Artikel an Regie- rungsrat Diewerge, der in der Abteilung VII des Goebbels-Ministeriums„Juden- referent“ für Frankreich, Belgien, Schweiz, Palästina und Ägypten war. In die- sem Brief heißt es: „Ich nehme an, daß die endgültige Formulierung unseren Bedürfnissen ent- spricht, gleichzeitig aber so gehalten ist, daß sie in dem von mir bedienten liberalen Schweizer Blatt wirklich aufgenommen wird... Heil Hitler Ihr ergebener E. Lemmer"“ (Deutsches Zentralarchiv Potsdam, Propaganda-Ministerium) In einem Schreiben vom 5. November 1936 berichtete Diewerge an Goebbels, daß Lemmer den Auftrag erfüllt habe. Zugleich veranlaßte Diewerge den Nach- druck des betreffenden Artikels in der Nazi-Presse, der als Beweis für die Bil- ligung der faschistischen Rassenpolitik durch das Ausland dienen sollte. Der Artikel fand auch den ungeteilten Beifall der deutschen Gesandtschaft in Bern, die am 13. November 1936 an Diewerge schrieb: „Der von Ihnen lancierte Artikel im Berner ‚Bund‘ hat bisher außerordentlich gut gewirkt.“(Ebenda) Nach der faschistischen Besetzung Belgiens raubten die Nazis die einfluf- reiche Brüsseler Zeitung„Le Soir“ und unterstellten sie der deutschen Militär- verwaltung. Lemmer wurde auf Betreiben des Auswärtigen Amtes und in Über- einstimmung mit dem Goebbels-Ministerium unter der Bezeichnung„Berliner Korrespondent” als offiziöser Verbreiter der Nazi-Propaganda auch für den „Le Soir“ eingesetzt. Über den Charakter dieser Zeitung nach der faschistischen Besetzung gibt folgende Meldung Auskunft: „..eines der inlamsten Blätter der Goebbels-Propaganda, hergestellt von gekauften Subjekten, fabriziert von Verrätern ihres eigenen Landes. Der Ton des Blattes war sklavisch prohitlerisch, skrupellos antienglisch und antiameri- kanisch und in der Domäne des Antisemitismus vollkommen auf den Jargon des ignoblen Streicher eingestellt...”(„Telegraf”, Westberlin, 4. Januar 1947) In einem ADN-Interview erklärte der heutige stellvertretende Chefredakteur des Brüsseler„Le Soir“, Desire Denuit: „Nicht einmal Goebbels hätte unter den damals gegebenen Bedingungen die Nazi-Propaganda in Belgien so gut zu betreiben vermocht wie Lemmer!...Sie (die Nazis— d. Hrsg.) hatten in dem gerissenen Lemmer einen Mann, der in der entsprechenden gefälligen Form schreiben konnte, dessen Korrespondenz aber gerade deswegen um so gelährlichere Vergiftungsmittel waren. Lemmer hat Hitlers Spiel gespielt.’(ADN, 7. März 1964) In mehr als 2000 Artikeln und Berichten für die ausländischen Zeitungen verherrlichte Lemmer die„Genialität” Hitlers, die faschistische Justiz, die Über- fälle auf die CSR und Polen und die Ausrottungs- und Kriegspolitik des deut- schen Imperialismus. Einige Artikel aus Lemmers Feder im„Pester Lloyd” mögen zur Illustration genügen. Dort heißt es über den faschistischen Raubkrieg: „Mit beinahe atemloser Spannung folgt man der Darstellung der einzelnen Phasen des bisherigen Krieges, der nach der Niederwerfung Polens, nach der von Hitler als einzigartige Tat der deutschen Kriegsgeschichte bezeichneten Besetzung des von den Iranzösisch-englischen Kriegsausweitungsplänen bedroh- ten skandinavischen Raumes schließlich auf den Schlachtfeldern Westeuropas einen unvorstellbaren, von der Welt in diesem Tempo und Ausmaß gewilh nicht erwarteten Triumph der deutschen Waffen auslöste.“(„Pester Lloyd", Budapest, 19. Juli 1940) „Die deutschen Angriffsoperationen haben in den letzten Tagen von allen Seiten am westlichen Wolga-Uler so bedeutsame Fortschritte gemacht, daß die Lage der sowjetischen Verteidigung immer schwieriger, vielleicht schon hoft- nungslos geworden ist. Mit der Einnahme wichtiger Höhenzüge im Süden und Norden von Stalingrad ist vermutlich die Entscheidung schon getallen... (Ebenda, 4. September 1942) Über den berüchtigten Präsidenten des Volksgerichtshofes und die Terror- | is die einflı tschen Milp,]) Sund in Ü| Sun„Berlin| auch für N y faschistige, | hergestell;"| indes. Der Hi und ankiam| uf den Jar| , Januar I] Chefredakt dingungen dil emmer!.,si\ lann, der indı spondenz ah n. Lemmer|ı ‘hen Zeitung ustiz, die Übe olitik des dei zur Illustratio 1 der einzeln olens, nach dt e bezeichnel: ‚plänen bed! n Westeutop Ausmah geil Pester Lloyt agen von all ‚macht, da ‚cht schon hi , im Süden il 3n gefallen. ınd die Tem’! urteile, namentlich gegen die Beteiligten am Attentat gegen Hitler, schreibt Lemmer: „Beide Persönlichkeiten(Thierack und Freisler- d. Hrsg.) repräsentieren die moderne Rechtsanschauung des Nationalsozialismus.... Die Persönlichkeiten, die auf die leitenden Stellen berufen sind, stehen in dem Ruf, als Männer von großer Rechtserfahrung die erweiterte Aufgabe der Justiz des Reiches tatkräftig erfüllen zu können.“(Ebenda, 25. August 1942) „Der Attentatsversuch vom 20. Juli hat mit dem Urteilsspruch der Richter des Volksgerichtshofes eine schnelle Sühne gefunden... Wenn sich der Ge- richtshof zu dieser drastischen Form der Exekution entschloß, so offenbar des- halb, weil die Verbrechen der Angeklagten als besonders schimpflich beurteilt werden...‘(Ebenda, 10. August 1944) Zu Hitlers 50. Geburtstag heißt es in Lemmers Artikel: „Adolt Hitler- Zum 50. Geburtstag am 20. April Berlin, im April 1939 (E.L.) Adolf Hitler ist in einem knappen Jahrzehnt für das Begreiten der Welt eine geschichtliche Gestalt geworden... Instinkt und Klugheit bestimmen den Weg des Politikers. Hitler schafft das Großdeutsche Reich, sichert seine totale Einheit im Innern und stärkt in beispielloser Weise die Macht nach auben...“(Ebenda, 20. April 1939) Eng verbunden mit der Denunziation demokratischer Kollegen war die Tätig- keit Lemmers im„Verein der Auslandspresse” in Berlin zur Gleichschaltung der ausländischen Journalisten. Darüber gibt ein Geheimschreiben des faschisti- schen Auswärtigen Amtes, Ref. P. Z. Aufschluß.(Siehe Tafel 45, Schreiben vom 29. Januar 1941, Deutsches Zentralarchiv Potsdam, AA, Nr. 60 526) Wie hoch die faschistischen Behörden die Tätigkeit Lemmers einschätzten, geht aus folgenden Tatsachen hervor: Während von den faschistischen Machthabern das Abhören ausländischer Sender generell verboten war und Hunderte von Todesurteilen allein aus die- sem Grunde verhängt worden sind, erhielt Lemmer eine entsprechende Geneh- migung des Goebbels-Ministeriums. Als Vertrauensmann des faschistischen Außenministers Ribbentrop beglei- tete Lemmer im Jahre 1942 den japanischen Botschafter in Berlin, Oshima, auf dessen Reise durch Südosteuropa. Ziel dieser Reise war die stärkere Einbezie- hung der Satellitenstaaten Deutschlands in die angeschlagene faschistische Kriegspolitik. Lemmer hatte die Aufgabe, diese Reise zu überwachen und ver- trauliche Berichte an Nazi-Dienststellen zu geben. Goebbels schreibt darüber in seinem Tagebuch: „23. April 1942(Donnerstag): Der frühere demokratische Reichstagsabgeord- nete Lemmer, der jetzt als Auslandsjournalist in Berlin sitzt, hat mit Oshima Krüger Hans, Dr. heute: eine Südostreise angetreten. Er gibt uns darüber einen ausführlichen Bericht, dem man entnehmen kann, dab sich Oshima außerordentlich tatkräftig für die Achsenpolitik eingesetzt hat.“(„Goebbels-Tagebücher“, Atlantis-Verlag, Zürich 1948, S. 170) Lemmer wurde vom Ostministerium, vom Auswärtigen Amt und vom Propa- gandaministerium in jene besetzten Länder entsandt, in denen die Okkupanten besonders grausam wüteten. Entgegen seinen Behauptungen, daß er ‚in Un- gnade gefallen“ sei, erschien er noch 1944 der Nazi-Führung als der geeignete Mann, um in besonderem Auftrage nach Riga zu fahren und die zunehmende Empörung des Auslandes über die faschistischen Verbrechen zu beschwichtigen und die Ausrottungspolitik zu verherrlichen.(Siehe Tafel 44, Schreiben Lem- mers vom 25. April 1944 an das Polizei-Präsidium Berlin, Deutsches Zentral- archiv Potsdam, Auswärtiges Amt, Nr. 26 106; Schreiben vom 13. April 1944, Lettisches Zentralarchiv Riga,„Reichskommissariat Ostland“; Schreiben vom 24. April 1944, ebenda; Schreiben vom 26. April 1944, Deutsches Zentralarchiv Potsdam, ebenda) EIUNSBIEUSRITLGIEIFEIRSTEIMETSTSERRES CDU-Bundestagsabgeordneter, Rechtsanwalt, Vorgänger Lemmers im Amt des „Vertriebenenministers“ Der Vorgänger Lemmers als Minister für„Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegs- geschädigte“, war Dr. Hans Krüger. Er hatte sich im Auftrage der CDU als langjähriger BdV-Präsident mit der Durchsetzung des Revanchismus befaßt. Über den Einfluß, den dieser Mann hatte, schreibt die„Rheinische Post”(CDU): „Kaum eine Regierungserklärung wurde in den letzten Jahren von Bonn kon- zipiert, für die nicht der erste und bisher einzige BdV-Präsident Krüger im Kanzleramt, meist unbemerkt von der Öffentlichkeit, vorgesprochen und Wünsche geäußert hätte, die dann mehr— oder minderdeutlichen Niederschlag fanden.“(„Rheinische Post“, Düsseldorf, 18. November 1963) Schon nach dreimonatiger Amtszeit mußte Erhard seinen„Vertriebenen- minister“ jedoch auf Grund von Enthüllungen der DDR über die Nazi-Vergan- genheit Krügers und seine Tätigkeit als Sonderrichter in Chojnice(Polen) ent- lassen.(Vgl.„Bonner Revanchistenallianz gegen Entspannung und Abrüstung”, Nationalrat der Nationalen Front, Berlin 1963) Schon im Jahre 1923 hatte sich Krüger zu Hitler bekannt und nach eigenen Angaben im Lebenslauf am 9. November 1923 am Hitler-Putsch gegen die Weimarer Republik teilgenommen. Sofort nach der Machtergreifung des Fa- schismus wurde er Mitglied der NSDAP und ihrer Gliederungen, z. B. des NS- Rechtswahrerbundes, des NS-Studentenbundes und des Reichskolonialbundes lichen Bey; au krät ig fürg Verlag, Zr; nd vom Pro; a Okkupant tab er in}; h der geeigngt © zunehmen. eschwichtio» Chreiben Ie| tsches Zentni! 13. April 194 Schreiben vn’ 5 Zentralardı >rs im Amt di‘ ge und Kriev > der CDU hismus befaft| e Post”(CDU von Bonn kor ent Krüger i osprochen n Niederschl „Vertriebenet > Nazi-Vergil ce(Polen)&' 1d Abrüstun, d nach eiget?| sch gegen®| eifung des B| ,,2.B. des I olonialbun 261 sowie des VDA. Besonders aktiv beteiligte sich Krüger in der extrem faschisti- schen Oberländer-Organisation„Bund Deutscher Osten“. Unmittelbar nach dem faschistischen Überfall auf Polen wurde Krüger NSDAP-Ortsgruppenleiter und Richter im okkupierten Chojnice(Konitz). Am 5. November 1940 wurde Krüger zum Oberamtsrichter beim Amtsgericht in Konitz ernannt. Der polnische Bürger Pabich sagte in einer offiziellen Ver- nehmung aus, daß bereits in den ersten Wochen von Krügers Amtstätigkeit „rund 2000 Polen aus Chojnice umgebracht wurden, die bis zu ihrer Ermordung in Krügers Amtsgerichtsgefängnis eingekerkert waren“. Krüger war„der Schreck des Gefängnisses”, bezeugten die Überlebenden von Chojnice. In den Zeugenaussagen heißt es weiter:„Nach jeder Visite durch Krüger im Gefängnis wurden die Inhatftierten sortiert und ein Teil von ihnen zur Hinrichtungsstätte in das ‚Tal des Todes‘ gefahren, wo sie ermordet wurden.”(Ebenda) Im Jahre 1942 wurde er als„Stellvertreter in erster Linie” an das neugebil- dete Sondergericht in Chojnice berufen. Dort entwickelte er sich zu einem Spe- zialisten bei der Durchsetzung der faschistischen Ausrottungspolitik, der 6 Millionen polnische Bürger zum Opfer fielen. Vom Sondergericht wurden selbst für geringfügige Vergehen hohe Zuchthaus- und Todesstrafen verhängt. Nur solche„absolut zuverlässigen“ Richter wie Krüger wurden als Sonderrichter berufen. Der polnische Staatsbürger Marian Bakowski erklärte vor dem polnischen Kreisstaatsanwalt: „Hans Krüger war einer derjenigen, die Urteile am Sondergericht fällten. Aus meiner Dolmetscherzeit kann ich mich genau an 5 Todesurteile gegen polnische Bürger erinnern, darunter gegen den polnischen Fähnrich Jeka.“ Diese Mitteilung über Krügers Tätigkeit am Sondergericht wurde von dem Zeugen Michel Znajdek ergänzt: „Hans Krüger erfreute sich keines guten Rufes. Man sagte von ihm, daß er bei der Urteilsfällung besonders scharf ist. Selbst deutsche Justizbeamte des Gerichtes Konitz, wie der Büroangestellte Plünner, der Oberinspektor Lange, der Justiz-Oberinspektor Pfeiffer und der Justizinspektor Lehmann, sagten, dab Krüger den Polen gegenüber besonders feindlich eingestellt ist. Sie selbst fürch- teten ihn auch.“ Der Blut- und Sonderrichter Krüger wurde erst auf Grund des durch die exakten Enthüllungen der DDR und Volkspolens ausgelösten Proteststurmes in der ganzen Welt als Minister abgelöst, obwohl seine politische Laufbahn als Nazi-Okkupations-Richter bereits bei seiner Ernennung bekannt war. Schon am 25. November 1963 bot der Generalstaatsanwalt der DDR dem westdeutschen Bundeskanzler Erhard die Einsicht in Originalakten an, die einen seiner Mini- ster als belasteten Nazi entlarvten. Nach wie vor sitzt Krüger jedoch in der CDU-Fraktion des westdeutschen 17 Braunbuch Oberländer Bundestages(seit 1957!), tritt als Berater der Revanchistenverbände auf und| betreibt unbehelligt seine Rechtsanwaltspraxis.| HENKER VON LWOW CDU-Bundestagsabgeordneter, einer der einflußreichsten Revanchepolitiker, von 1953 bis 1960— vor Krüger und Lemmer—„Vertriebenenminister”, bis 1965 Vorsitzender des Landesverbandes„Oder-Neiße” der CDU Theodor Oberländer war von 1953 bis 1960„Vertriebenenminister”. Obwohl| die Bundesregierung spätestens seit dem Sommer 1959 wußte, daß sich Ober: länder Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht hat, blieb er im Amt. In einem öffentlichen Prozeß vor dem Obersten Gericht der DDR im Jahr: 1960 wurde Oberländer wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen di: Menschlichkeit in Abwesenheit zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Ober: länder mußte trotz heftigen Widerstandes der Bundesregierung und der Re vanchistenorganisationen 4 Tage nach dem Urteil als Minister entlassen wer: den.(Vgl.„Die Wahrheit über Oberländer“, Ausschuß für deutsche Einheit, Berlin 1960) Am 9. November 1923 nahm Oberländer— wie der Blutrichter und sein Nach- folger im„Vertriebenenministerium“, Krüger— am Hitler-Putsch gegen die Wei: marer Republik teil. Die große Stunde Oberländers kam mit der faschistischen Machtergreifung. Er erklomm in rascher Folge die höchsten Parteiämter. Am 1.März 1933 wurde er Direktor des„Instituts für osteuropäische Wirtschaft‘ in Königsberg und 1934, mit 29 Jahren, Professor. Er war Gau-Amtsleiter in Gaustab Ostpreußen, zunächst Landesgruppenleiter und schließlich auf persön- lichen Wunsch des Kriegsverbrechers Heß Leiter des berüchtigten„Bundes Deutscher Osten”(BDO), ferner SA-Hauptsturmführer und Leiter des Landes- verbandes Ostpreußen des VDA. In seiner Tätigkeit als„Reichsleiter“ des BDO war Oberländer an führende: Stelle an der theoretischen und praktischen Vorbereitung der Aggression gegeı die östlichen Nachbarn Deutschlands beteiligt. Dabei widmete er sich beson- ders den deutschen Minderheiten im Ausland, denen er folgende Aufgabe stellte: „Der Deutsche war rassisch überlegen... Jede deutsche Volksgruppe kanı draußen... ein drittes Reich im kleinen sein und... das Judentum bekämpfen. („Kampfblatt für Erzieher“, 1939) Das Ergebnis dieses„Volkstumskampfes“ sollte die Ausrottung der slawi schen Völker sein:| DD oa yo en auchepoliti nminister‘} ister", Obi| daß sich Oh: chkeit schult DDR im Ja Chen gegen t erurteilt. Oh: 1g und dert: entlassen v utsche Eink "und sein Nat gegen die it br Faschistisch: larteiämter. ii sche Wirtschal u-Amtsleiter lich auf pers:# tigten„Bun iter des Land er an führen ggression gef er sich best Igende Aufge Iksgruppe in um bekämp!! ktung der 2" „Der Volkstumskampt ist unter dem Deckmantel des Friedens nichts anderes als die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln... Ein Kampf, der sich auf Generationen hinzieht mit dem einzigen Ziel: Ausrottung!“(„Der Neue Weg‘, 1936) Als die Kriegsvorbereitungen in ihr entscheidendes Stadium traten, wurde Oberländer als Spionage-Offizier in die Abteilung II der„Abwehr“ beim Ober- kommando der Wehrmacht(OKW) geholt. Diese Abteilung war die Spionage- und Diversionszentrale des deutschen Faschismus. Sie warb ihre Agenten vor allem unter den deutschen Minderheiten im Ausland. Ab Mai 1939 stellte Oberländer seine Erfahrungen in den Dienst der Ab- wehrstelle des Wehrkreises VII in Breslau(Wroclaw). Mit Unterbrechungen blieb er dort bis zum 18. August 1939. Oberländer gehörte zum Kreis der Initia- toren und Organisatoren des fingierten Überfalls auf den Sender Gleiwitz, der den Faschisten als Anlaß für den militärischen Überfall auf Polen diente. Nach der faschistischen Okkupation Polens stellte sich Oberländer an die Spitze der Ausrottungsfanatiker und forderte die restlose Vertreibung und Ver- nichtung des polnischen Volkes: „Die Eindeutschung in den Ostgebieten muß in jedem Falle eine restlose sein. Maßnahmen vollständiger Aus- und Umsiedlung mögen für die Betroffenen hart erscheinen... aber eine einmalige Härte ist besser als ein durch Genera- tionen währender Kleinkampf.... Aus diesem Grunde ist neben vielen anderen eine Assimilierung des Polentums abzulehnen.“(„Neues Bauerntum“, April|Mai 1940) Vor dem Überfall auf die Sowjetunion begann Oberländer mit der Aufstel- lung, Ausbildung und politischen Führung einer speziellen Sabotage- und Diversionseinheit für Sondereinsätze der Abteilung„Abwehr II”. Diese Sonder- einheit war das Bataillon„Nachtigall“. Es bestand aus ukrainischen Natio- nalisten und Faschisten sowie aus asozialen und kriminellen Elementen. Die Gruppe war für„Sonderaufgaben“— Sabotage, Diversion, Mordanschläge und Massenhinrichtungen in der Ukraine— vorgesehen. Sie sollte als erste Einheit in die Sowjetunion einfallen. Damit begann der fürchterlichste Abschnitt in Oberländers Laufbahn als „Ostexperte” und„Abwehr”-Offizier. Das Bataillon„Nachtigall“ erreichte als erste Einheit der faschistischen Wehrmacht am 30. Juni 1941 die sowjetische Stadt Lwow und blieb dort bis zum 7. Juli 1941. Die Zahl der in den ersten sechs Tagen der faschistischen Besetzung durch das Bataillon„Nachtigall“ ermordeten Frauen, Kinder und Greise wird auf 3000 bis 5000 geschätzt. In Lwow begann Oberländer, seinen alten Plan zur Vernichtung der polnischen und sowjetischen Intelligenz zu verwirklichen. Unter den 3000 bis 5000 ermordeten Menschen befanden sich auch 34 hervorragende Vertreter des Geisteslebens. Ihre Namen waren vom„Institut für Deutsche Ostarbeit” in Krakau(Krakow) zusammen mit Oberländer bereits vor der Aggression gegen die Sowjetunion auf die Todeslistz| gesetzt worden. Doch nicht nur in Lwow beging die Einheit„Nachtigall“ Massaker unter der| sowjetischen Bevölkerung. Das von Oberländer geführte Bataillon richtete aud, in den Städten Solotschew, Tarnopol, Prokurow, Shitomir und Winnica furcht- bare Blutbäder unter der Zivilbevölkerung an. Nach kurzem Zwischenspiel als Leiter der Abteilung„Abwehr II“ beim Ober-' befehlshaber der Heeresgruppe Süd übernahm Oberländer im Herbst 1941 dir Aufgabe, eine Sondereinheit zur Niederhaltung der sowjetischen Bevölkerung im okkupierten Gebiet und zur Bekämpfung der Partisanenbewegung aufzu bauen. In diese Einheit preßte Oberländer kriegsgefangene Angehörige der kaukasischen Völker. Für diese Kriegsgefangenen gab es nur die eine Wall: Hungertod im faschistischen Lager oder Eintritt in das Bataillon(später Reg-- ment)„Bergmann“. Die unter Oberländers Befehl stehende Sondertruppe„Bergmann“ war von der Wehrmachtsführung zu Diversionsakten im sowjetischen Hinterland vor gesehen. In den Jahren 1942/1943 war sie jedoch hauptsächlich an Vernic- tungsaktionen gegen die Zivilbevölkerung und die Partisanenbewegung be| teiligt. Alle diese Aktionen wurden„mit äußerster Härte” durchgeführt. Die| Einsatzbefehle unterschrieb Oberländer. Wer sich von den Angehörigen dieses Regiments an den Verbrechen nicht beteiligen wollte, wurde erschossen.$ war es auch, als ein Teil des Regiments begann, sich zur Wehr zu setzen. Ober-' länder ließ sieben Angehörige der Einheit vor ein Kriegsgericht stellen und erschießen. Nach kurzem Einsatz auf dem Balkan zeichnete sich das von Ober- länder organisierte und politisch geformte Regiment im Jahre 1944 bei der grausamen Niederschlagung des„Warschauer Aufstandes” aus. Gegen Ende des Krieges wurde Oberländer noch zum Major befördert und zum Leiter des Schulungslagers„Ostprop.-Abt. z. b. V.“ in Dabendorf bei Berlin berufen. In diesem Lager wurde die Armee des Verräter-Generals Wlassow ideo-' logisch ausgerichtet. Vor den anrückenden sowjetischen Truppen floh Ober- länder in die Tschechoslowakei, wo er in eine SS-Kriegsberichter-Standarte ein- trat. Am 23. April 1945 begab er sich dann in amerikanische Gefangenschaft. Oberländer lebt heute nicht nur unbehelligt in Westdeutschland, sondern ist nach wie vor Abgeordneter der CDU im Bundestag und hat großen Einflus auf die Politik der westdeutschen Revanchistenorganisationen, obwohl soga! die Bonner Justiz in einem vergeblichen Reinwaschungsversuch die Mordtaten des von ihm geführten Bataillons„Nachtigall“ in Lwow bestätigen mußte. Die Einsetzung der schwerbelasteten Nazi- und Kriegsverbrecher Ober: länder, Krüger und Lemmer als Minister ist bezeichnend für den Geist und dit:' Aufgaben des Bonner„Vertriebenenministeriums“. f die Todesıiı Baker unter: pn Tichtete al \ innica fund II" beim Ok erbst 1941; n Bevölken, Fwegung auf gehörige die eine W; n(später Ra mann“ war yı Hinterland y ich an Veni nbewegung+ rchgeführt,) tehörigen die: erschossen.$ u setzen. 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Doch Seebohm beschränkte sich keineswegs auf die Ausbeutung tschecho- slowakischer Staatsbürger und Bodenschätze, er beteiligte sich zu eigenem Nut- zen an der faschistischen Arisierungspolitik in der CSR. 1940- ein Jahr nach der faschistischen Annexion der CSR- wurde Seebohm zum Direktor der „Hohenlohe Werke A.G.“ befördert. Was steckt hinter dieser Karriere? Im Aufsichtsrat des Hohenlohe-Konzerns saßen seit Jahrzehnten drei Angehörige der Familie Petschek, einer jüdischen Industriellen-Familie. Sie wurden die Opfer des Arisierungsgewinnlers Seebohm. Auf seine Intervention hin wurde die Gesamtgesellschaft, an der die Familie Petschek sehr stark beteiligt war, ab Juni 1939 unter eine sogenannte Zwangsverwaltung gestellt. Ein Teil wurde sofort den„Reichswerken Hermann Göring” übergeben. Zum Direktor der neuen Gesellschaft, die ab 1941 als„Hohenlohe Werke“ wieder im„Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften“ erschien, machten die Nazis ihren Mann, Dr. Hans Christoph Seebohm. Gleichzeitig„entjudete” Seebohm die oben genannten Gesellschaften seines Familienbesitzes, indem er die in diesen Betrieben enthaltenen jüdischen Kapitalanteile kurzerhand enteignen ließ. Drei der von Seebohm entfernten leitenden Angestellten wurden später von den Faschisten umgebracht. Alle in der Tschechoslowakei geraubten Betriebe vereinigte der Arisierungs- gewinnler Seebohm am 28. Februar 1941 in der„Egerländer Bergbau-Aktien- gesellschaft“, zu deren stellvertretendem Vorsitzenden er sich selbst ernannte. Der nachstehende Auszug aus dem Handbuch der Aktiengesellschaften be- weist, daß Seebohm im Zuge der Arisierung nicht nur das Familienvermögen vermehrte, sondern nach Entfernung der Petscheks sich und seiner Familie die entscheidenden Positionen in dem„entjudeten“ Konzern zuschanzte: „Egerländer Bergbau-A.G.- Sitz der Verwaltung: Königswerth bei Falkenau (Egertal) Gegründet: 28. Februar 1941... Gründer: Direktor Dr. Fritz Rittstieg in Berlin als Veräußerungstreuhänder de: „Britannia-Kohlenwerke A.G.“ in Königswerth und der Vereinigten„Britan: nia-Kohlenwerke A.G.“, Seestadt; Generaldirektor Kurt Seebohm, Königs: werth; Dr. Ing. Hans-Christoph Seebohm, Graupen; Admiral a. D. Hans See- bohm, Berlin; Direktor Siegmund Schauberger, Karlsbad. Vorstand: Gen.-Dir. Kurt Seebohni, Königswerth. Aufsichtsrat: Rechtsanwalt Heinrich Ansmann, Berlin, Vorsitzender; Berg- Assessor Dr. Ing. Hans-Christoph Seebohm, Dortmund, stellv. Vorsitzen- dern a („Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften“, 1942) Seebohms revanchistische Hetze heute in Westdeutschland soll die Voraus- setzungen schaffen, seine„Arisierungs”-Gewinne, die er in der faschistisch okku- pierten CSR erzielte, wieder in seinen Besitz zu bringen. Doch Seebohms Ziele sind weiter gesteckt. Er will, nach der Herstellung des„Großdeutschen Rei- ches“ in den Grenzen von 1939, die reichen Vorkommen an spaltbarem Material in der CSSR in das Potential der westdeutschen Atomrüstung eingliedern. „Eine der wichtigsten- wenn nicht die wichtigste- der bisher auf dem euro- päischen Festland erschlossenen Fundstätten spaltbarer Rohstoffe zur Gewin- nung der Atomenergie befinden sich im Sudetengebiet, d.h. in jenem Teil der Länder Böhmen und Mähren-Schlesien, der bis zum Jahre 1945/46 von Deut- schen bewohnt war. Diese Tatsache allein könnte bereits die Aufforderung an die deutsche Öffentlichkeit rechtfertigen, sich mit dem Problem dieses Land- strichs, seiner Menschen und Beziehungen zur Umwelt zu beschältigen.“(„Mit- teleuropäische Quellen und Dokumente“, München, Bd. 2, 5.4) Über die Pläne der westdeutschen Revanchisten sagte am 9. Oktober 1960 Seebohm auf einem Treffen der„Sudetendeutschen Landsmannschaft“ im Aschaffenburg: „... Die CSR, Polen und die Sowjetunion sollen sich ja nicht der Hoffnung hingeben, daß wir das Land hinter Oder und Neiße abgeschrieben haben. Es geht um die Befreiung aller Völker in Mittel- und Osteuropa und um die Aus- dehnung des christlichen Abendlandes auf ganz Europa. Das muß jedoch bald geschehen...“(„Strauß und seine Ultras“, Materialien des Ausschusses für Deutsche Einheit, Berlin 1961) Der Bundesminister und Sprecher der„Sudetendeutschen Landsmannschaft‘, Seebohm, will mit Hilfe des durch die Annexion tschechoslowakischer Gebiete: vergrößerten Atom-Potentials des westdeutschen Imperialismus bis zum Ural. marschieren. Kohnert Hans, Dr. heute: Migten„Bi, ohm, Kon Itzender: Be Beebohms Zi pdeutschen R; ngliedern, fle zur Geui jenem Teildı 5/46 von Dei ufforderung m dieses La ältigen.‘(‚N „Oktober 1% mannschaft‘| + der Hoftnu eben haben.! nd um die As uk jedoch bi usschusses!! dsmannschal cischer Gebit ; bis zum ÜR F& "Treuhänder N Q. D. Hans, ellv. Vorsitz, schaften", 194 oll die Vorau| Schistisch oklı| barem Mater;| r auf demeun!| Wegener \ Walter, Dr. heute: Kohnert Hans, Dr. heute: 267 GEISTARO-ZU/TREIBER Staatssekretär im Niedersächsischen„Flüchtlingsministerium”, Vorsitzender der„Landsmannschaft Mecklenburg“, Vorsitzender der„Vereinigten Lands- mannschaften Mitteldeutschlands“, Mitglied des Rechts- und Verfassungsaus- schusses des Deutschen Städte- und Gemeindetages sowie Mitglied des ge- mischten Personalausschusses der„Niedersächsischen Spitzenverbände“ In der Nazi-Partei war Wegener zunächst Block- und Zellenleiter und vom März 1934 bis Januar 1943 Kreiswirtschaftsberater. Mit der faschistischen Machtübernahme wurde Wegener Bürgermeister von Stavenhagen und am 12. Dezember 1934 Bürgermeister von Ribnitz. Wegener war Initiator des Terrors gegen Antifaschisten und jüdische Bürger in der Stadt Ribnitz. Doku- mente, wie die über den Fall„Michelsen“, kennzeichnen Wegener als fanatischen Parteigänger Hitlers und als Zutreiber der Gestapo.(Siehe Tafel 47, Schreiben vom 8. April 1936 und 3. September 1936 sowie Notiz vom 28. September 1936, Landeshauptarchiv Schwerin, MdI Nr. 829) Nach„erfolgreicher“ Tätigkeit in Ribnitz wurde Wegener 1944 NS-Amts- gerichtsrat beim Amtsgericht Rostock-Land. ERFINIESEIRE VIOINEBNDIGOISIZIEH Sprecher der„Landsmannschaft Westpreußen“ und Hauptgeschäftstführer des Verbandes Deutscher Fleischwarenfabriken Im Jahre 1935 wurde Kohnert Vorsitzender der faschistischen Organisation der deutschen Minderheit im polnischen Warthe-Gebiet,„Deutsche Vereini- gung”. Seine Hauptmethoden zur Unterminierung des polnischen Staates waren neben der intensiven Spionagetätigkeit die faschistische Erziehung und militä- rische Ausbildung der Jugend sowie die Einbeziehung möglichst vieler Bürger der deutschen Minderheit in das Netz der 5. Kolonne. Enge Beziehungen pflegte Kohnert mit Oberländer und der obersten SS-Führung, von der er auch das Geld für seine Wühltätigkeit erhielt. Im Jahre 1938 begann Kohnert mit dem Aufbau der SS in diesen Gebieten Polens. Die Organisation existierte unter der Bezeichnung„Selbstschutz” und wurde beim Überfall auf Polen gegen die polnische Armee und Bevölkerung eingesetzt. Der von Kohnert kommandierte ‚„Selbstschutz” ist für die Ermor- dung tausender Bürger von Bydgoszcz(Bromberg) verantwortlich. An jenem verhängnisvollen 3. September 1939 ereignete sich in dieser Stadt, dem Sitz der Untergrundorganisation Kohnerts, folgendes: WEITET un EEE BRENZ REES Tu In den Morgenstunden eröffneten Kohnerts SS-Banden, die ihre Stunde ge- kommen sahen, aus Häusern und von Dächern ein heftiges Feuer auf die sich in das Landesinnere zurückziehenden polnischen Truppen. Der polnische Stadt- kommandant erließ daraufhin den Befehl, die Stadt von den SS-Banditen zu säubern. Etwa 260 Meuchelmörder aus der faschistischen 5. Kolonne wurden aufgespürt und von der polnischen Armee hingerichtet. Diese von dem Faschi- hhofen, sten Kohnert provozierten Ereignisse nahmen die SS und die Gestapo zum lovol Vorwand, nach der Okkupation Polens allein in Bydgoszcz 10500 Menschen: — darunter ganze Schul- und Gymnasialklassen— zu ermorden. Weitere 13 000 kamen bei der Deportation um. Für diese„Verdienste” wurde Kohnert 1939 zum SS-Oberführer befördert und als Landesbauernführer im damaligen Gau Netze-Wartheland eingesetzt. Hitler dekorierte ihn mit dem„Goldenen Ehrenzeichen der NSDAP“. Ulitz ORGANISIERTE DAS VERBRECHEN VON GLEIWITZ Otto heute: Sprecher der„Landsmannschaft Oberschlesien“ Seit 1921 war Ulitz Leiter des„Deutschen Volksbundes für polnisch Ober- | schlesien“. Die große Stunde dieses„Volksbundes“ kam mit der Machtergrei- fung Hitlers. Von Ulitz extrem faschistisch orientiert, begannen die Schläger- | kolonnen des„Volksbundes”, besonders im Jahre 1939, immer häufiger, blutige | Zusammenstöße zu provozieren. Eine Welle faschistischer Provokationen ging | durch das polnische Land. Das Ziel war, die politische Situation bis zum äußer- | sten anzuspannen, um einen geeigneten Anlaß für den militärischen Überfall | auf Polen zu schaffen. | Ulitz war mit seiner als„Volksbund” getarnten 5. Kolonne zur Vorbereitung | und Durchführung des fingierten Anschlages auf den Sender Gleiwitz ein- u gesetzt. In mehreren Besprechungen mit der obersten SS-Führung übernahm || Ulitz für den Anschlag folgende Aufgaben: Er hatte die vom faschistischen || Sicherheitsdienst ausgesuchten Leute, die sich unter Führung des SD-Mannes | Naujocks nach Gleiwitz begaben, zu beraten und ihnen genaue Ortskenntnisse | zu vermitteln. Ferner half er einen polnisch sprechenden zuverlässigen„Volks- | deutschen“ auszuwählen, der Naujocks zur Verfügung gestellt wurde. Dieser | Ä Verbrecher hielt nach dem fingierten„Überfall“ in polnischer Sprache eine Hetz- rede im Gleiwitzer Sender. Am 31. August 1939 rollte das Unternehmen gegen den Sender Gleiwitz ab. Am nächsten Tag begann der militärische Überfall auf Polen und der zweite | Weltkrieg. Ulitz wurde für seine vielfältigen Verdienste bei der Vorbereitung der ihre S uer in hy Aggression zum Ministerialrat und Abteilungsleiter der Regierung in Kattowitz polh; IE(Kattowice) ernannt und erhielt am 18. Oktober 1939 das„Goldene Ehrenzei- "sche Shy chen der NSDAP”.| SS-Banditer: olonne wur, On dem Fast ichthofen, EIN EHRLOSER DENUNZIANT| © Gestapo zı| 50 Mm Bolko von| er Men, heute:„Bundeswissenschattsberater“ und Mitglied im Vorstand der„Landsmannschaft| Weitere 1 Schlesien“| ührer beförd: land eingeseh JAP", Richthofen gehörte zu den antisemitischen und revanchistischen Professoren Hitlers. In seinen pseudowissenschaftlichen Schriften versuchte er, die anti- semitische Barbarei der Nazis und den Herrschaftsanspruch des deutschen Im- perialismus, besonders gegenüber Osteuropa, zu begründen. Dazu einige Titel aus seiner Bibliographie:„Rasse und Volkstum in der bolschewistischen Wissen-| NITZ schaft“,„Ursprung der Ostjuden und Chasaren“,„Judentum und bolschewisti-| sche Kulturpolitik“.| Seine politische Laufbahn begann Richthofen in den reaktionären Freikorps und der„Schwarzen Reichswehr”. Später führte ihn seine erzreaktionäre Ein- MW polnisch Ob: stellung in den faschistischen„Bund Deutscher Osten“. er Machtergr Als Leiter der„Berufsvereinigung deutscher Vorgeschichtsforscher” denun- on die Schläg: zierte er den Wissenschaftler Prof. Wirth, der eine zur faschistischen Rassen- äufiger, blut theorie abweichende Meinung geäußert hatte und freundschaftlich mit jüdi- rokationen giı schen Bürgern verkehrte. Es gibt Dokumente in großer Zahl, die ein bezeich- \ bis zum äuf nendes Licht auf den„Wissenschaftler“ Richthofen werfen, einen fanatischen| schen Übert: Verfechter der barbarischen Rassentheorie und-praxis des Faschismus. In einem u Brief vom 24. Januar 1934 schreibt er an Prof. Günther in Jena: h ur Vorbereiti!„Ich verstehe nicht, weshalb man Wirth aus menschlichen und taktischen r Gleiwitz& Gründen schonen soll... Ihre Anregung einer Erklärung möglichst der Ge- E' rung übernalt samtheit der völkischen Hochschullehrer gegen Wirth erscheint mir außer- F n faschistisdt ordentlich wertvoll, nur sollte sie nicht in milden, sondern meines Dafürhaltens des SD-Maur in schneidend scharfen Worten gehalten sein.“(Siehe auch Tafel 46, Schreiben ‚Ortskenntni® vom 14. Februar 1934 und 16. Januar 1934, Landeshauptarchiv Schwerin, Mini- lässigen„Vol sterium für Unterricht, Nr. 1267)= t wurde. Diet Prof. Wirth war nicht das einzige Opfer des Denunzianten Richthofen. Auch| rache eine die Wissenschaftler Gesemann und Winkler wurden von ihm als„juden- und bolschewistenfreundlich“ den Nazi-Behörden gemeldet. Während des zweiten Weltkrieges arbeitete Richthofen als Referent und „Sonderbeauftragter” beim Oberkommando des Heeres(OKH), Abteilung „Fremde Heere Ost“, im Spionageapparat des damaligen Generals und heuti- gen Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, Reinhard Gehlen. In einem Jer Gleiwitz® und der zwe' Ay orbereitung" Illing Paul heute: Brief an die Universität Leipzig schrieb Richthofen am 16. Oktober 1944: „Meine Arbeitskraft habe ich inzwischen in der Hauptsache von hier aus de: Wehrmacht und der Partei zu Schulungsvorträgen über den Bolschewismus zu: Verfügung gestellt, um damit den Durchhaltewillen stärken zu helten.“(Uni: versitätsarchiv Leipzig) Als Durchhaltefanatiker rühmte sich Richthofen auch in einem Artikel de: „Leipziger Neueste Nachrichten”. Dort heißtees u. a.: „Die wissenden und verantwortungsbewußten Europäer kennen gegen di Hölle des Bolschewismus und seine plutokratischen Handlanger nur das kämp: ferische Durchhalten bis zum Letzten. Allein dadurch können unser Volk, Europa und die Welt gerettet werden.”(„Leipziger Neueste Nachrichten“, 15. No: vember 1944) Richthofen ist heute der führende Ideologe der„Schlesischen Landsmann: schaft“. Darüber hinaus ist er einer der Organisatoren und Förderer der rechts: radikalen und halbfaschistischen„Aktion Oder-Neiße”(AKON). SISEHIHEIRIRIOIRFTSET Bundesgeschäftsführer der„Sudetendeutschen Landsmannschaft“(SL), Sekretät der„Bundesversammlung“ der SL, Mitglied des„Beirates” beim Lemmer: Ministerium Schon am 1. März 1923 trat Illing in Wien der NSDAP bei und wurde dort Blockleiter. Zur gleichen Zeit wurde er Mitglied der SA. Im Auftrage der Nazi Partei ging er in die CSR, um an der faschistischen Beeinflussung der deutschei Minderheit und der Wühlarbeit gegen den tschechoslowakischen Staat teilzu: nehmen. Illing organisierte dort den„Volkssport“, eine faschistische Terror: organisation, die nach den Prinzipien der SS organisiert und gegen die tschecho: slowakische Bevölkerung eingesetzt wurde. Als stellvertretender Landesführer dieser Organisation, die unter Leitung des späteren Nazi-Gauleiters und Kriegs verbrechers Hans Krebs stand, war er für die Provokationen verantwortlich, die seine Organisation inszenierte. In der bürgerlichen CSR wurde er deshal' wegen staatsfeindlicher Tätigkeit zu zwei Jahren und sieben Monaten Gefäng: nis verurteilt. Im Jahre 1938 holte ihn Himmler nach Deutschland. Von hier aus sollte Illiny die Okkupation der CSR vorbereiten helfen. Er wurde als SS-Sturmbannführe: und als Leiter zweier Abteilungen im Stab des SS-Oberabschnittes„Elbe“ ein gesetzt. Schon ein Jahr danach wurde er zum SS-Obersturmbannführer beförr- dert. Über seine weitere Arbeit in der SS schreibt Illing in seinem Lebenslauf:" Nwirth Ins, Dr. heute: „Am 15.3.1939 wurde ich dem Reichsführer SS beim Einmarsch nach Pray ktober 1uP n hier ausdhh schew ismus, t helfen“(tx) en Landsmar lerer der red leuwirth || Hans, Dr. E"(SL), Sekte beim Lem und wurde dr frage der Na g der deutst en Staat tel istische Term! er Landestilr verantworti® h hurde er dest!| Konaten Gel aus solltell ittes„Elbe® et nnführer 57 als Führer und Dolmetsch zugeteilt. Anschließend baute ich als Leiter der SS- Annahmestelle des SS-Oberabschnittes ‚Elbe‘ und als Standortführer von Prag die Schutzstaffel im nördlichen Protektorat auf. Vom Dezember 1939 an führte ich ehrenamtlich die 103. SS-Standarte in Aussig und bin seit Juni 1940 ehren- amtlicher Gau-Organisationsleiter in Reichenberg.“(Zentrales Staatsarchiv der CSSR, Prag, Reichsstatthalter Sudetenland) Illing wurde dann in einem der größten Kreise des Sudetengebietes, in Leit- meritz(Litomerice), zum Landrat berufen. Die Nazi-Partei verzichtete jedoch nicht auf ihn. Vom„Stellvertreter des Führers“ wurde er zur NSDAP-Gauleitung Reichenberg berufen, wo er als Stabsleiter arbeitete. Für seine aktive Mitwir- kung bei der Vorbereitung und Durchführung der Annexion der ESR und der Organisierung des SS-Terrors gegen die tschechische Bevölkerung erhielt Illing u.a. den„Totenkopfring“ und den„Ehrendegen des Reichsführers SS”, das „Goldene Ehrenzeichen der NSDAP“ und das Kriegsverdienstkreuz. ZUBSTSIBEFBIUN GISISIPEIZTABTSIT Mitglied des„Sudetendeutschen Rates“, des Vorstandes der Adenauer-CDU, Vorsitzender des Rechtsausschusses und Mitglied des Presseausschusses und der„Bundesversammlung“ der SL, Geschäftsführer der„Union der Vertriebe- nen“ in der CDU und Sekretär des„Collegium Carolinum“, eines Zentrums der imperialistischen Ostforschung; hauptamtlich ist er im Auswärtigen Amt der Bonner Regierung tätig Seit 1935 war Neuwirth Abgeordneter der sudetendeutschen Nazi-Partei, seit 1936 Mitglied der Hauptleitung und Mitglied des Rechtsamtes. Der Kriegs- verbrecher Henlein bezeichnete Neuwirth als den„politischen Rechtsanwalt“ seiner Partei. Die Gauleitung Reichenberg der NSDAP charakterisierte ihn wie folgt:„Da er vertraglich die Verpflichtung zur Führung von politischen Pro- zessen übernommen hatte, wurde ihm vom VDA ein fixes Gehalt von RM 1000,- gezahlt. In Nikolsburg habe er scharf gegen die Verjudung gerade des dortigen Bezirks Stellung genommen.“(Zentrales Staatsarchiv der CSSR, Prag, Gauleitung Reichenberg.) Nach der Annexion des Sudetengebietes durch die Hitlerfaschisten beschäf- tigte sich Neuwirth mit Plänen der Vernichtung des tschechischen Volkes. Seine Vorschläge zur faschistischen Ausrottungspolitik legte er in einem Memorandum vom 15. Oktober 1938 unter dem Titel„Bemerkungen zur tschechoslowakischen Frage” dem Auswärtigen Amt Ribbentrops vor. Dort heißt es: „Vordringlich ist die Klärung der Hauptirage: was soll mit dem Reststaate Zoglmann Siegfried heute: geschehen? Zwei Möglichkeiten erscheinen gegeben: A) Man überläßt die Tschechen sich selbst, riegelt den Reststaat wirtschaftlich ab, übersteigert in Ausmaß und Tempo die wirtschaftlichen und sozialen Schrumpfungserschei nungen, befördert dadurch die Verselbständigungsbestrebungen der Slowaken und Ukrainer bis zur staatspolitischen Separation und nimmt endlich nicht zu vermeidende Unruhen auch sozialer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten zun Anlaß, um aus dem Titel der für das Reich unvermeidlichen Ordnungsherste)- lung rein machtmäßig die historischen Länder zu übernehmen und unter die direkte Hoheitsverwaltung des Reiches zu stellen. Nach der machtmäßigen Eir- verleibung der Gebiete der historischen Länder müßte jedenfalls eine reine obrigkeitliche Verwaltung eingerichtet werden, die ohne schärfste Anwendurg polizeilicher Pressionsmittel mit dem Ziel persekutiver Verdrängung nicht au;- kommen könnten. Diese Politik ist grundsätzlich möglich, muß jedoch mit allen Konsequenzen und gegebenentalls erbarmungslos gewollt werden...“(Zeı- trales Staatsarchiv der CSSR, Prag, AA, Nr. D 497 783-497 798) Nach der faschistischen Okkupation auch der restlichen Gebiete der C# wurde Neuwirth von dem berüchtigten Kriegsverbrecher Heydrich beauftrag, den jüdischen Petschek-Konzern zu liquidieren. Die vom SD gemeinsam mit Neuwirth vollzogene Arisierung dieses Konzerns führte zur Ermordung va 12 Angestellten. Die„arisierten“ Petschek-Unternehmen wurden zum Teil den faschistischen„Hermann-Göring-Konzern“ einverleibt. Dabei hatte sich Ne: wirth als ein besonders geeigneter Fachmann für den Raub jüdischen Vermögens erwiesen und wurde mit der„Reorganisation“ eines weiteren Zweigunterne!- mens des Petschek-Konzerns, der„Montan- und Industrialwerke AG“ im Falkeı: auer Gebiet, beauftragt. Nachdem Neuwirth alle jüdischen Teilhaber verdräng und der Gestapo übergeben hatte, trat er als Mitglied in den Vorstand des ‚ar sierten“ Unternehmens ein. DEM„FÜHRER’ VERSCHWOREN Leitender Funktionär der„Sudetendeutschen Landsmannschaft“ und parlameı tarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bonner Bundestag Seit 1928 war Zoglmann in der faschistischen Jugendbewegung und seit 191 als Redakteur und Chefredakteur faschistischer Jugendzeitungen, wie„Jung deutsches Volk“,„Die Fanfare” und„Deutscher Ostraum“, tätig. 1935 wurde& Bannführer. Kriegsverbrecher Schirach ernannte ihn zum Leiter der Verbii dungsstelle im Presse- und Propaganda-Amt beim Reichsjugendführer. Nad der Okkupation der CSR wurde Zoglmann als Hauptbannführer und später alı I Gebietsführer Chef der Befehlsstelle Böhmen und Mähren der HJ und Abtei” "lrmasin Franz heute: an überläfi N i ü übersteigen| Mpfungsergt,l 2n der Slownl endlich nich; 'ierigkeiten, Irdnungsher, N und unter' ichtmäßigen L nlalls eine 1 Tste Anweni, ngung nich. jedoch mit erden...“(I Sebiete der(1 drich beauft ) gemeinsam) Ermordung ı en zum Teildi | hatte sich Ih| schen Vermigd| ı Zweigunten:!| e AG’ imFalk a Ihaber verdiä" Kırmasin Jorstand des. ft" und parlu| ‚stag ıng und seit|) ingen, wie ‚®| ig. 1935 wur Torte eiter der Ve" N Franz heute: 273 lungsleiter beim Kriegsverbrecher K.H.Frank, dem„Reichsprotektor” im faschistisch besetzten Prag. In dieser Eigenschaft nahm er an allen internen und„militärisch überwach- ten“ Veranstaltungen teil. Zu diesem Kreis hatten u.a. Zutritt:„Reichsprotek- tor“ K.H.Frank, Oberbannführer Zoglmann, SS-Oberführer Stahlecker, füh- rende Mitglieder der Nazi-Kreisleitung, zu der auch das heutige Vorstands- mitglied des„Witikobundes“ und ehemaliger Kreisleiter der, NSDAP in Prag, Konstantin Höss, gehörte. Die von Zoglmann selbst oder zusammen mit anderen Nazi-Größen heraus- gegebenen Schriften zur„politischen Bildung” der HJ weisen ihn als einen fana- tischen Anhänger des faschistischen Systems aus. In seinem Buch„Jugend er- lebt Deutschland“ schrieb er u.a.:„Deutschland lebt in den marschierenden Kolonnen der SA und im Gleichschitt der jungen Wehrmacht.“ Und an anderer Stelle:„Ein Glaube ist es, der sie eint. Ein Wille, der sie beseelt. Eine Fahne, hinter der sie marschieren. Ein Führer, dem sie sich verschworen.“ In einem Brief an den Kriegsverbrecher Frank vom 20. Januar 1940 bat Zogl- mann um die Aufnahme in die SS mit einem seiner Position entsprechenden Dienstgrad. Er bezog sich dabei auf eine Unterredung mit Himmler, die er am 12. Januar 1940 in Berlin hatte. Zoglmann erhielt als Auszeichnung für seine Mitwirkung an der Okkupation der CSR das„Goldene Ehrenzeichen der HJ“. Seit 1943 gehörte Zoglmann der Waffen-SS an. HENKER DES SLOWAKISCHEN VOLKES Geschäftsführer des„Witikobundes“, der faschistischen Propagandazentrale der „Sudetendeutschen Landsmannschaft“, Mitglied im„Sudetendeutschen Rat“ und Mitglied der„Bundesversammlung“ der von Minister Seebohm geführten „Sudetendeutschen Landsmannschaft“ Unter den schwerbelasteten Nazi- und Kriegsverbrechern, die die„Sudeten- deutsche Landsmannschaft“ durchsetzen, ragt Karmasin mit seinen grauen- haften Verbrechen gegen das slowakische Volk besonders hervor. Im Jahre 1926 ging er als Funktionär des extremnationalistischen„Deutschen Kultur- bundes“ in die Slowakei, um die dort lebenden deutschen Minderheiten natio- nalistisch zu beeinflussen und sie in die staatsfeindliche Tätigkeit gegen die ESR einzubeziehen. Seit dieser Zeit war er auch mit dem Kriegsverbrecher Hen- lein befreundet, der ihn am 15. Oktober 1937 zu seinem Stellvertreter in der sudetendeutschen Nazi-Partei und zum Beauftragten für die Slowakei ernannte. Nachdem die deutschen Faschisten die CSR okkupiert hatten, gaben sie der Slowakei unter der Herrschaft des Faschisten Tiso eine formale Selbständigkeit, um den Widerstandswillen des tschechoslowakischen Volkes zu spalten. Diese: formal selbständige slowakische Staat war aber nur ein nazistisches Protek- torat. Als NS-Volksgruppenführer und Staatssekretär in der Tiso-Regierung hatte Karmasin die Aufgabe, die slowakischen Faschisten zu kontrollieren und darüber zu wachen, daß sie den Befehlen Hitlers nachkamen. Nach der Lostrennung der Slowakei von den tschechischen Gebieten organi- sierte Karmasin den SS-, SA- und Polizeiterror. Unter den ersten Opfern be fanden sich 700 Angehörige der deutschen Minderheit, die, als asoziale Ele. mente abgestempelt, in die Vernichtungslager der SS transportiert wurden. In seinem Brief vom 28. Juli 1942 an Himmler schrieb Karmasin: „Reichsführer! Abermals sehe ich mich veranlakt, Ihnen, Reichsführer, für die neuerlich« großzügige Hilteleistung, die Sie uns durch die Ermöglichung der Aussiedlung asozialer Elemente gewährt haben, den herzlichsten Dank auszusprechen. Di« Aktion, die von seiten der Volksdeutschen Mittelstelle Pg. Lackmann und von meinem Amte Dr.Toth durchlührte, hatte einen vollen Erfolg... Heil Hitler! Ihr Karmasin.“(Archiv des tschechoslowakischen Justizministeriums) Zur Durchführung solcher Aktionen und zur Ausrottung der slowakischen Bevölkerung schuf Karmasin die berüchtigte„Freiwillige Schutzstaffel”(FS}, eine Terrororganisation, die sich in Aufbau, Aufgaben, Geist und Führung in nichts von der SS Himmlers unterschied. Um die Vernichtungspolitik vorzu:- bereiten und die Bevölkerung in„rassisch Minderwertige” und„rassisch Wert: volle“ einteilen zu können, forderte Karmasin den Chef des SS-Rasse- und Siedl lungshauptamtes, SS-Gruppenführer Pancke, von Himmler an. Im Bericht des SS-Gruppenführers vom 18. Juni 1940 heißt es über das Ergebnis dieses Ein satzes in der Slowakei: „Die Juden in der Slowakei erfreuen sich heute noch unbeschränkter Frei: heit... Lediglich von der Volksgruppe, insbesondere der FS(Freiwillige Schutzstaffel) sind in den Städten, in denen sich eine größere Anzahl Deut: scher befindet, durch Terrormaßnahmen Juden vertrieben worden oder ausge wandert. Nach Entfernung der Juden und Zigeuner, außerdem nach Ausschal‘ tung der Magyare und Magyaronen— schätzungsweise 500 000 Menschen- kann meiner Ansicht nach dieses Land wieder voll dem Deutischtum zurückge: wonnen werden...“(Archiv des tschechoslowakischen Justizministeriums) Nach dem Besuch des SS-Gruppenführers Pancke sah Karmasin die Zeit ge kommen, das Versprechen zu erfüllen, das er und die slowakischen Faschisten Durcansky und Mach im Winter 1938/1939 bei einer Unterredung mit Göring gegeben hatten: das jüdische Problem auf gleiche Art und Weise wie in Deutsch land zu lösen.(IMT, Bd. III, S. 171) Die„Freiwillige Schutzstaffel” Karmasins hatte sich in antisemitischen Exzessen bereits bestens bewährt. Sie konnte jetzt Selbständig, | Spalten, di. Stisches Pro Tiso-Regien, Ontrollieren sebieten Orga sten Opfem h ls asoziale Dert Wurden| z die neuerli der Aussiell zusprechen,) ‚mann und 1... Heil Hilı riums) ler slowakist: utzstaffel”(f und Führung gspolitik von!| }„rassisch Rasse- und Si| ‚, Im Bericht&| »bnis dieses Ei! schränkter Fl FS(Freiwil re Anzahl Dei) den oder aut! n nach Ausst 000 Menschei chtum zurid ninisteriuns] ‚asin die Zei u ischen Faschstl| dung mit Gin ewiein Deut! affel" Kama® Sie konnte w m zur Deportation der jüdischen Bevölkerung in die Vernichtungslager in großem Maßstab eingesetzt werden: „Freiwillige Schutzstaftel FS.-Sturmbann 1 Preßburg, d. 28. Mai 1942 An das Innenministerium, Abt. XIV 2.H.Dr.Vasko Unser Zeichen A/St Preßburg Abt. IV-AZ.12a In der Anlage überreiche ich Ihnen die Namenslisten der FS-Angehörigen, welche in der Zeit vom 7.-23. Mai d.]J. als Polizeihilfsdienst bei der Sicher- stellung jüdischen Eigentums Verwendung fanden. Ersuche, für dieselben die Vergütung des Lohnentganges erwirken zu wollen. Heil Hitler— Nastraz Der Adjutant d. Sturmbannes Asvany“ (Zentrales Staatsarchiv Prag, Deutsche Partei) Von den im Auftrag Karmasins deportierten slowakischen Juden wurden 60 000 ermordet. Damit auch wirklich alle Juden in die Vernichtungslager de- portiert werden konnten, drang Karmasin noch im Sommer 1944 darauf, alle Juden genauestens zu registrieren: „Der Führer d. Deutschen Volksgruppe in der Slowakei Dringend!! Preßburg am 2.6. 1944 Herrn Minister Alexander Mach Preßburg Sehr geehrter Herr Minister! Ich gestatte mir, Dich auf folgendes aufmerksam zu machen: Zur Durchführung der Verordnung über die pflichtgemäße Anmeldung und die Ausstellung von Bürgerlegitimationen werden Anmeldungsformulare vorbereitet. In diesen An- meldungstormularen fehlt ausnahmsweise die Rubrik Religion, so daß die gan- zen Juden die Möglichkeit haben, sich zu tarnen. Ich hielte es für dringend not- wendig, nicht nur diese Rubrik einzuführen, sondern tunlichst auch die Frage zu stellen, zu welcher Religion sie sich vor dem Jahre 1938 bekannten, damit jeglicher Zweifel behoben wird. Heil Hitler! Nastraz! Karmasin” (Archiv des tschechoslowakischen Justizministeriums) Der Lohn für die Unterdrückung und Ausrottung des tschechoslowakischen Volkes für Karmasin war u.a. seine Beförderung zum SA-Brigadeführer und SS-Hauptsturmführer. Himmler, Frank und Henlein entzogen sich durch Selbstmord dem Gericht der Völker. Der Vollstrecker ihrer Politik in der Slowakei, Karmasin, verbary sich nach 1945 zunächst unter dem Namen Dibak in Österreich und ging später nach Westdeutschland. Obwohl er auf der Kriegsverbrecherliste der CSS steht, kann Karmasin in Westdeutschland seinen richtigen Namen wieder tra gen, ohne Gefahr zu laufen, festgenommen und wegen seiner Verbrechen ver- urteilt zu werden. Und nicht nur das. Karmasin ist heute einer der einflußreic- sten Männer in der„Sudetendeutschen Landsmannschaft“ um Seebohm un Jaksch. Hitlers 5. Kolonne- Bonner Revanchistenführer Ammerling, Rudolf vor 1945: SS-Führer beim Befehlshaber der Sicherheitspolizei in Prag nach 1945: Bezirksgeschäftsführer der „Sudetendeutschen Landsmannschaft”(SL) Oberfranken, Kreisobmann der SL in Bay- reuth und Mitglied des„Witikobundes” Asbach, Hans-Adolf vor 1945: NSDAP-Mitglied seit 1933, NSDAP-Gauwalter der Deutschen Arbeits- front in Stettin; Kreishauptmann im besetz- ten Polen nach 1945: Bis 1957 Sozialminister in Schleswig-Holstein, Funktionär des BHE in Schleswig-Holstein, Mitglied des Parteiprä- sidiums GB/BHE, war lange Zeit Vorsitzen- der der„Pommerschen Landsmannschaft” Aschenbrenner, Viktor, Dr. vor 1945: Mitglied der Henlein-Partei, Sekretär des„Deutschen Kulturverbandes” und 1937 Leiter der„Sudetendeutschen Stelle“, beides Spionage-Tarnorganisationen. Im Hitler-Krieg Gauleiter der faschistischen Organisation„Kraft durch Freude” nach 1945: Regierungsrat der Hessi- schen Landesregierung, Mitglied der Bun- desversammlung der„Sudetendeutschen Landsmannschaft”, Vorsitzender des„Kul- turausschusses“ Babenzien, Friedrich vor 1945: NSDAP-Mitglied seit 1932, Redakteur des Mitteilungsblattes der NSDAP „Westhavelländische Tageszeitung“, NS- Kreispressewart nach 1945: Funktionär der„Lands- mannschaft Berlin-Mark-Brandenburg” Bartl, Ernst vor1945: Funktionär der NSDAP-Kreis leitung Eger, zweiter NS-Bürgermeister von Eger nach 1945: Herausgeber des Blatteı „Der Egerländer”, im Führungsstab„Arbeits. gemeinschaft sudetendeutscher Turner” Becher, Walter, Dr. vor 1945: Nazistischer Journalist in Prag, wirkte an der„Entjudung“ des Sude- tengebietes mit, PK-Kriegsberichterstatter nach 1945: Langjähriger Vorsitzender des„Witikobundes“, Herausgeber der revan- chistischen„Ost- und West-Informationen und Kommentare für Deutschland“, General: sekretär des„Sudetendeutschen Rates“, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Bun- desvorstand der„Sudetendeutschen Lands. mannschaft” Bierschenk, Theodor vor 1945. Mitautor einer Liste polnische: Journalisten aus Lodz, die Anfang Novem: ber 1939 von der Gestapo ermordet wurden nach 1945: Leiter der„Heimataus- kunftsstelle Polen II” in Niedersachsen und Pressereferent der Landsmannschaft„Weidh- sel-Warthe” Bornemann, Felix vor 1945: Kreisleiter der NSDAP in Znaim, seit 1938 Mitglied des faschistischen Reichstages nach 1945:„Heimatkreisbetreuer“ aller ehemaligen Umsiedler aus dem Kreis Znaim in Westdeutschland Böhm, Franz, Dr. vor 1945: Sekretär Henleins, Vorsitzent 6. August ons zoı vwır\\KA ...o- irobba Gesanüter Dr. F- WA KRL,S .2.Geh.Reichasachen Gen.Verm Zeegersd zEmwIEEeIIIeueE De ee ; ’ “FasrIodeıTeyzayors z f a uep ıyzJ J® I I“ S ! anag* R yuwzdney SS 2 -PiTouLegorsenoTog" Fi RL gorsunotog"z ZereT| i o8us D re 2 "OrKTtöqueang nr ES Ss° "FOSTDAU"WTA uxzeg"azuos& H 4|"z0m0eL*za an uegsozeatey 999.zuic|® Sn jz, APERRTRENZEEN Se:> 25=)== 283888=] Era Ei hehe a S ze. 358,2°78533 Ss#8 Be 2 a DD EaBe 3 3 > esmg u 0© 5 2 om BR „rn> Bra 5 u Ara, itscher Turner TAFEL 41 w Sy pn = NN) Ira wgaoan* "Ss Se AS =] za 9889= be a 8708: 8-8 < 2 5> 5.5 => 9o2555% yorTSsnasys {>} oa 3 930&8 -e 30970873 ni Ze| iner Liste polnit lie Anfang Nor ‚o ermordet wılt „Heimalı Niedersachsen mannschaft ‚Ne - der ter der NSDAP 4 des faschistk! ä .ıqg zeyııueed vejsbetreuel? Br em Kreis cd us d chf Henleins, Voss! 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Bundeswirtschaftsreferent im Bundesvorstand der„Sudetendeutschen Landsmannschaft” ‚Christ, Hans, Dr. vor 1945: Bannführer der HJ in Un- garn nach 1945: Ideologe der„Deutschen Jugend des Ostens” 18 Braunbuch David, Herbert, Dr. vor 1945: Mitarbeiter Henleins; seit 1938 Mitglied des faschistischen Reichs- tages; NS-Oberlandesgerichtspräsident in Leitmeritz und verantwortlich für das dor- tige Sondergericht, SS-Oberführer nach 1945: Mitglied im Landesver- band der„Sudetendeutschen Landsmann- schaft” Niedersachsen Delphendahl, Heinrich vor 1945: Schriftleiter der Nazi-Presse, NS-Bürgermeister von Gotha und Rudol- stadt, Politischer Leiter in Thüringen, Bei- sitzer des Kreisgerichtts der NSDAP in Gotha nach 1945: Vorsitzender der„Bundes- landsmannschaft Thüringen“ Domabyl, Josef vor 1945: Mitglied der NSDAP-Leitung im okkupierten Prag, führende Funktion in der Protektoratsverwaltung nach 1945: Regierungsdirektor bei der Landesregierung Schleswig-Holstein, Refe- rent für Finanzen im Bundesvorstand der „Sudetendeutschen Landsmannschaft” Eggert, Oskar, Dr. vor 1945: Verfasser von„Blut- und Bodenschriften” über Mecklenburg und Pommern, Heeresstudienrat bei der faschi- stischen Wehrmacht nach 1945: Mitbegründer und Vorsit- zender der„Pommerschen Landsmann- schaft“, Mitglied des Beirates beim Lem- mer-Ministerium Essen, Werner, Dr. vor 1945: Mitarbeiter im faschistischen Reichsinnenministerium, zusammen mit Globke an der Ausarbeitung und Durchfüh- rung der Rassengesetze beteiligt. Ab 1941 Ministerialrat im faschistischen Reichskom- missariat„Ostland“. Dort Abteilungsleiter und maßgebender„Germanisierungsspezia- list” nach 1945: Ministerialrat und Refe- ratsleiter im Referat I/5 des„Vertriebenen- ministeriums“” und Mitglied im„J.-G.-Her- der-Forschungsrat“, einem Zentrum der im- perialistischen Ostforschung Fiedler, Eduard vor 1945: NS-Oberbürgermeister in Komotau nach 1945: BHE-,‚Vertriebenenmini- ster“ in Baden-Württemberg, Präsidiumsmit- glied des„Witikobundes” Foltinek, Lothar vor 1945: Redakteur des NS-Organs „Die Zeit” nach 1945: Chefredakteur der„Sude- tendeutschen Zeitung”, Mitglied im Bun- desausschuß für Presse und Information der „Sudetendeutschen Landsmannschaft“ Föder Kurt vor 1945: Verwaltungsoberinspektor in Klingenthal und Chef der Ortspolizei; lie- ferte Antifaschisten in die Konzentrations- lager; nach dem Überfall auf Polen Distrikt- gouverneur, Mitglied der NSDAP seit 1932 nach 1945: Regierungsoberinspektor im Referat III/4 des„Vertriebenenministe- riums” Frank, Ernst vor 1945: Kreishauptamtsleiter der NSDAP in Karlsbad; Bruder des Kriegsver- brechers K.H. Frank; Herausgeber faschi- stischer Zeitungen und Broschüren in der ESR nach 1945: Schriftleiter der Zeitung „Wegweiser für Heimatvertriebene” und des „Sudetendeutschen Turnerbriefes”, Mitglied des„Witikobundes” Franke, Gotthard vor 1945: Landrat und Politischer Lei- ter der NSDAP in Groß-Kunetitz und Fry- wald nach 1945: Minister für Wirtschaft und Verkehr in Hessen, stellvertretender Bun- desvorsitzender GB/BHE, Präsidiumsmit- glied des„Witikobundes” Gaksch, Franz vor 1945: NSDAP-Verwaltungsführer im Umsiedlerkommando Graz der SS-Organi- sation„Volksdeutsche Mittelstelle” nach 1945: Verwaltungschef des Land- tages Bayern, Vorsitzender der„Union der Vertriebenen“ in der CDU Gille, Alfred, Dr. vor 1945: NS-Bürgermeister in Lötzen, Mitglied der NSDAP-Gauleitung Ostpreu- ßen, Beisitzer am„Volksgerichtshof” nach 1945: Bundesvorsitzender der „Landsmannschaft Ostpreußen“, Landesvor- sitzender des„Bundes der Vertriebenen“ in Schleswig-Holstein, stellvertretender Vor- sitzender der neonazistischen„Gesamtdeut- schen Partei” Goldschmidt, Georg, Dr. vor 1945: NS-Führer der 5. Kolonne in Ungarn und Hauptschriftleiter mehrerer Nazi-Zeitungen, Antisemit und Rassenhetzer nach 1945: Stellvertretender Refe- rent II/5 des„Vertriebenenministeriums” Gödel, Johannes, Dr. vor 1945: Seit 1933 Angehöriger der SS, 1941 SS-Untersturmführer im Sicherheits- dienst nach 1945: Regierungsdirektor im Niedersächsischen„Vertriebenenministeri- um“, Leiter der Zentralgruppe. Vorsitzen- der der„Landsmannschaft Schlesien‘, Gruppe Hannover Götz, Hermann, Dr. vor 1945: Mitarbeiter des faschistischen Geheimdienstes in der CSR, dafür mit der „Gedenkmedaille zum 1. Oktober 1938” aus- gezeichnet nach 1945: Bundestagsabgeordneter der CDU, Mitglied im„Sudetendeutschen Rat“, Mitarbeiter des Gehlen-Geheimdien- stes Graebe, Horst vor 1945: Aktive Betätigung in der faschistischen 5. Kolonne in Polen„Deutsche Vereinigung”, NS-Amtsgerichtsrat im okku- pierten Wrzesnia nach 1945: Ministerialrat und’ Leiter des Referates I/l des„Vertriebenenmini- steriums“ Groeben, Karl von der vor1945: Seit 1932 Mitglied der NSDAP und politischer Leiter, von 1936 bis 1943 NS-Landrat in Insterburg, 1943 in die faschi- stische Verwaltung in Lomscha versetzt nach 1945: Vorsitzender der Landes- gruppe Rheinland-Pfalz der„Landsmann- schaft Westpreußen” Guthsmuths, Willi, Dr. vor 1945: SA-Hauptsturmführer, SS- Sturmbannführer, Verwaltungsdirektor der Sudetendeutschen Bergbau A.G. in Brüx nach 1945: Vorstandsmitglied des „Witikobundes”, Staatssekretär im Bayri- schen Ministerium für Wirtschaft und Ver- kehr Hacker, Gustav vor 1945: Gründer des„Bundes den deutschen Landjungen“ in der CSR. Führte als Spitzenfunktionär der SdP den„Bund der Landwirte“ der Henlein-Partei zu. Von Kriegsverbrecher Frank im Landwirtschafts-" ngehöriger der N T ım Sicherhei ungsdirektor;, Tiebenenminist TUppe, Vorsitz chaft Schlesien " des faschistigg SR, dafür mit: Oktober 19384, Stagsabgeordn Sudetendeutsch ehlen-Geheimdi: Betätigung in di F| in Polen„Deut richtsrat im okk rialrat und Leit „Vertriebenennit fitglied der NSDH} von 1936 bis IH ‚1943 in die fast! mscha versetzt ender der Lan der„Landsmar Jtsturmführer,® ltungsdirektor& au A. G. in Brit tandsmitglied© ekretär iM A Virtschaft und\e . des„Bunde© in der CSR. a jer Sdp den an Jein-Partel ZU, IE dwirtsö#" IE ] jm Lan 279 ministerium im okkupierten Prag einge- setzt nach 1945: Hessischer Landwirtschafts- minister, Vorstandsmitglied des„Bauern- verbandes der Vertriebenen”, Präsidiums- mitglied des„Witikobundes“ Hamm, Franz vor 1945: Gehörte zu den Führern der 5. Kolonne in Jugoslawien, politischer Be- auftragter der Volksgruppenführung für den südslawischen Staat, leitete die Frak- tion der NSDAP im ungarischen Parlament nach 1945: Referatsleiter im Referat II/3 im„Vertriebenenministerium“ Hanely, Ernst von vor 1945: Schriftleiter an der faschisti- schen Zeitung„Die Zeit” nach 1945: Verlagsleiter der„Sudeten- deutschen Zeitung” Hergl, Walter, Dr. vor 1945: SS-Hauptsturmführer bei der Sicherheitspolizei in Prag nach 1945: Regierungsdirektor, Leiter des Ministerbüros und der Pressestelle im Bayrischen Arbeitsministerium(dieses Mini- sterium ist für die Förderung des Revan- chismus in Bayern verantwortlich) Höller, Franz vor 1945: Gaupropagandaleiter der NSDAP im Sudetenland, seit 1933 Mitglied der SS nach 1945: Chefredakteur des Hessi- schen BdV-Organs„Wegweiser für Heimat- vertriebene” Höss, Konstantin vor 1945: NSDAP-Kreisleiter in Prag, Führer der faschistischen„Karpatendeut- schen Partei”, Führer im„Sudetendeutschen Freikorps” der Henlein-SS nach 1945: Vorstandsmitglied des„Wi- tikobundes”, Geschäftsführer des„Verban- des heimatvertriebener Verleger e. V.“- Dachorganisation für 350 revanchistische Zeitungen mit einer Gesamtauflage von etwa 2 Millionen Jahn, Hans-Edgar, Dr. vor 1945: HJ- und NSDAP-Führer, NS- Führungsoffizier nach 1945: Vorstandsmitglied der „Pommerschen Landsmannschaft“, Heraus- geber militaristischer Schriften, Präsident der„Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise”— einer antikommunistische Hetz- organisation Jahn, Rudolf, Dr. vor 1945: NS-Gauführer und Gauhaupt- stellenleiter im Sudetenland nach 1945: Vorstandsmitglied des „Witikobundes”, Schriftleiter der„Blätter deutscher Gildenschaften” Jaschek, Felix, Dr. vor 1945: Propagandist der Henlein- Partei, ab 1938 Geheimagent des faschisti- schen Nachrichtendienstes in der CSR, mit- beteiligt an der Vorbereitung und Durch- führung der Okkupation der CSR nach 1945: Rechtsanwalt in Bremen, Mitglied der Bundesversammlung der„Su- detendeutschen Landsmannschaft” Keil, Theo vor 1945: SA-Sturmbannführer, Leiter des NS-Gauamtes für Erziehung der Gaulei- tung Reichenberg, Hauptleitungsmitglied des„Deutschen Kulturverbandes”— einer 5. Kolonne in der CSR; Hauptleitungsmit- glied des„Bundes der Deutschen“ nach 1945: Herausgeber des„Sudeten- deutschen Erzieherbriefes“, führend in der Ostkunde tätig Kiesewetter, Anton vor1945: Schatzmeister und Finanzsach- verständiger der Henlein-Partei, Direktor der„Kreditanstalten der Deutschen“ in Rei- chenberg, maßgeblich an der Ausplünderung der CSR beteiligt nach 1945: Wirtschaftssachverständiger und Mitglied der Bundesversammlung der „Sudetendeutschen Landsmannschaft“, Pen- sionär nach dem 131er Gesetz zur Versor- gung von Nazi-Aktivisten und NS-Verbre- chern Köllner, Fritz, Dr. vor 1945: Mitarbeiter Henleins, Orga- nisationsleiter der sudetendeutschen Nazi- Partei, SA-Brigadeführer, 1938 Führer der Gruppe„Schlesien“ des„Sudetendeutschen Freikorps” der Henlein-SS. Als sogenannter Rechtstreuhänder der Arbeit für das okku- pierte Sudetengebiet verantwortlich für De- portationen von Arbeitssklaven an die fa- schistische Rüstungsindustrie, Träger des „Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP” nach 1945: Oberregierungsrat und Lei- ter des Referates V/35 im Bayrischen Ar- beitsministerium Kraft, Waldemar vor 1945: Führender Funktionär in der 5, Kolonne in Polen,„Deutsche Volks- gruppe“, Präsident der Landwirtschaftskam- mer Posen, Geschäftsführer der Reichsgesell- schaft für Landbewirtschaftung nach 1945: Bundesminister, CDU-Ost- experte, Mitglied der CDU-Bundestagsfrak- tion Kraus, Silverius vor 1945: NS-Amtsgerichtsrat beim Oberlandesgericht Kattowitz, NSDAP-Block- leiter, Schulungsleiter und NS-Hauptstellen- Leiter für Lehrwesen nach 1945: Oberregierungsrat und Lei- ter des Referates II/1 des„Vertriebenen- ministeriums” Krautwig, Karl-Ludwig vor 1945: Faschistischer Oberkriegsge- richtsrat nach 1945: Staatssekretär im„Bundes- ministerium für Gesamtdeutsche Fragen” Lange, Heinz, Dr. vor 1945: HJ-Gebietsführer im Sudeten- land nach 1945: Vorsitzender des„Witiko- bundes”, FDP-Abgeordneter im Landtag von Nordrhein-Westfalen Leukert, Edmund vor 1945: Mitglied der Henlein-Partei, Abteilungsleiter in der Gauwirtschaftskam- mer Sudetenland nach 1945: CDU/CSU-Vorsitzender des „Hauptausschusses für Flüchtlinge und Aus- gewiesene” in Bayern Maier, Erich vor 1945: Redaktionschef des NS-Organs „Die Zeit” nach 1945: Chefredakteur des„Vertrie- benenanzeigers” und des„Deutschen Anzei- gers“, Herausgeber der militaristischen Mo- natsschrift„Wehr und Heimat“ Maurach, Bruno, Dr. vor 1945: Seit1931 Mitglied der NSDAP, seit 1933 Angehöriger der SS; Oberregie- rungsrat und Leiter der Gruppe Presse im Goebbels-Ministerium nach 1945: Oberregierungsrat, stellver- tretender Referatsleiter des Referates III/5 des„Vertriebenenministeriums“ Metzner, Rudolf, Dr. vor 1945: Kreisleiter der NSDAP in Dux, Leiter der faschistischen Spionage ge- gen die CSR, Gaubevollmächtigter für Schu- lung in der„Deutschen Arbeitsfront” nach 1945: Präsidiumsmitglied der „Sudetendeutschen Landsmannschaft”, Mit- arbeiter im Gehlen-Geheimdienst Mühlen, Heinrich von zur, Dr. vor 1945: Regierungsrat im Auswärti- gen Amt, enger Mitarbeiter des berüchtigten Geopolitikers Karl Haushofer nach 1945: Mitarbeiter im Referat 11/3 des„Vertriebenenministeriums” Müller-Wurll, Heinz vor 1945: SS-Offizier im Sicherheits- dienst des SS-Oberabschnittes Nord nach 1945: Landesgruppenvorsitzender der„Landsmannschaft Berlin-Mark-Bran- denburg” Nehring, Walter vor 1945: Faschistischer Panzergenera|, gab beim Überfall auf die Sowjetunion den Befehl, keine Gefangenen zu machen; für barbarische Kriegsführung von Hitler hoch dekoriert nach 1945: Stellvertretender Vorsitzen- der der„Landsmannschaft Westpreußen”, Vorsitzender des„Rhein-Ruhr-Klubs” Niffka, Georg vor 1945: Referent in der Regierung des faschistischen Generalgouvernements in Polen nach 1945: Aktives Mitglied der Lands- mannschaft„Oberschlesien“, der Hetzorga: nisation„Kuratorium unteilbares Deutsch. land” und der neonazistischen„Gesamt: deutschen Partei” Nippe, Eugen vor 1945. Major in der Gestapo in Lodz nach 1945: Geschäftsführer der Lands- mannschaft„Weichsel-Warthe” Ohmann, Franz, Dr. vor 1945: Mitglied der sudetendeutschen Nazi-Partei und des„Freiwilligen Schutz- dienstes“, einer SS-Organisation Henleins,; Mitarbeiter der Gestapo-Leitstelle Prag, dorl! zur Verfolgung von Antifaschisten und ji: dischen Bürgern eingesetzt nach 1945: Stellvertretender Vorsitzen- der der„Sudetendeutschen Landsmann- schaft”, Mitglied des„Sudetendeutschen Ra“ tes“ und der Bundesversammlung der„Su- detendeutschen Landsmannschaft” er der NSDyp Schen Spionage, rächtigter f für; erdeitsfronge Aumsmitglied;, SMannschaft‘ y, Y Amdient Ir, Dr, gsrat im Ausyi ww des berüchtip n hofer s iter im Referat eriums” 1er im Sicher: nittes Nord Tuppenvorsitzen Berlin-Mark-hr cher Panzergen: lie Sowjetunion; en zu machen; ng von Hitler hı etender Vorsitz aft Westpreuf: 1-Ruhr-Klubs‘ in der Regierung: Igouvernements i Mitglied der la kien“, der Het: nteilbares Deut Izistischen ‚Ges der Gestapo in kftsführer der 1 Jarthe” Her sudetendeus [Freiwilligen 9 anisation Heil“ „Leitstelle Pr htifaschisten wi) ul) | Otto, Egbert vor 1945: NS-Landesbauernführer, Mit- glied des faschistischen Reichstages, Mit- glied des„Reichsbauernrates”, Leiter der Hauptabteilung II im Verwaltungsamt des Reichsnährstandes, enger Mitarbeiter des Kriegsverbrechers Darre nach 1945: Geschäftsführendes Vor- standsmitglied der„Landsmannschaft Ost- preußen“ Otto, Hans-Werner, Dr. vor 1945: Seit 1932 Mitglied der NSDAP und Kreisamtsleiter, faschistischer Landrat in Österreich und in den besetzten Ostgebieten nach 1945: Ministerialdirektor und Amtschef im„Ministerium für Arbeit, Sozia- les und Vertriebene” in Schleswig-Holstein Pfluger, Karl, Dr. vor 1945: Mitglied der SdP, NSDAP und SS, Mitarbeiter des faschistischen Geheim- dienstes; an Vorbereitung und Durchfüh- rung der Okkupation der CSR beteiligt nach 1945: Stadtsyndikus in Regens- burg, Mitglied der Bundesversammlung und des Präsidiums der„Sudetendeutschen Landsmannschaft” Plette, Hans, Dr. vor 1945: Mitglied der SA und der NSDAP; als Hauptmann im Zivildienst in den besetzten„Ostgebieten” tätig nach 1945: Funktionär der„Bundes- landsmannschaft Thüringen” Polzer, Robert, Dr. vor 1945: Als Angehöriger der sudeten- deutschen Nazi-Partei und SA die Annexion des Sudetenlandes durch die deutschen Fa- schisten mit vorbereitet und durchgeführt; erhielt dafür einen gutbezahlten Posten in der Reichsfinanzverwaltung nach 1945: Ministerialrat und Leiter des Referates I/2 des„Vertriebenenministe- riums“, Stellvertreter von Graebe(Vgl. Graebe, Horst) Pozorny, Reinhard vor 1945: Führendes Mitglied des tsche- chenfeindlichen„Deutschen Kulturverban- des“, Kulturfachmann in der NSDAP-Gau- leitung Reichenberg, Stadtdirektor in Pilsen nach 1945: Redakteur der„Sudeten- deutschen Zeitung”, führendes Mitglied des „Kulturausschusses der Sudetendeutschen Landsmannschaft“ Preißler, Walter, Dr. vor 1945: Mitglied der NSDAP, Rechts- berater der„Deutschen Arbeitsfront” nach 1945: Staatssekretär im Hessi- schen Innenministerium, Mitglied des GB/ BHE und des„Witikobundes”, Präsidialmit- glied des BdV Puchta, Adolf vor 1945: SS-Sturmbannführer im SD, leitender Mitarbeiter der Gestapo im Sude- tenland, Leiter eines SD-Einsatzkommandos in Norwegen nach 1945: Führendes Mitglied des „Witikobundes“, Referent im Landesamt für Verfassungsschutz Bayern Samulski, Robert, Dr. vor 1945: NS-Rasse- und Sippenforscher in Schlesien nach 1945: Führender Funktionär der „Landsmannschaft Schlesien“ in Nordrhein- Westfalen Sandner, Rudolf vor 1945: SA-Standartenführer, Haupt- leitungsmitglied der Henlein-Partei, Gau- amtsleiter für Presse nach 1945: Vorstandsmitglied des„Wi- tikobundes”, Bundesorganisationsleiter des BHE Schellhaus, Erich vor 1945: NS-Bürgermeister von Salz- brunn nach 1945: Präsidiumsmitglied des BdV, Sprecher der„Landsmannschaft Schle- sien“, Minister in Niedersachsen Schlünder, Ernst, Dr. vor 1945: Obergebietsführer der HJ, Hauptamtschef in der Reichsjugendführung nach 1945: Vorstandsmitglied des„Wi- tikobundes”, Oberregierungsrat und Persön- licher Referent des Hessischen Staatsmini- sters Franke Schubert, Leo vor 1945: Eines der ersten Mitglieder der Nazi-Partei(Mitglieds-Nr. 87); bis 1945 Mitglied des faschistischen Reichstages, SS- Standartenführer; für Verdienste bei der Vorbereitung der Annexion des Sudeten- landes erhielt er u. a. den„Ehrendegen des Reichsführers SS“ und das„Goldene Ehren- zeichen der NSDAP” nach 1945: Landesvorsitzender der„Su- detendeutschen Landsmannschaft“ in Nord- rhein-Westfalen Schulpig, Hans vor 1945: Seit 1929 Mitglied der NSDAP, seit 1931 der SS. Zuletzt SS-Standartenführer im SS-Personal-Hauptamt, Träger des„To- tenkopfringes” und des„Ehrendegens des Reichsführers der SS” nach 1945: Leitartikler des Zentralor- gans der„Schlesischen Landsmannschaft”: „Der Schlesier” Schwarz, Sepp vor 1945: NS-Gauschrifttumsbeauftrag- ter im Sudetenland nach 1945: Staatssekretär in Baden- Württemberg Sebekovsky, Wilhelm vor 1945: Mitbegründer der Henlein- Partei, SA-Brigadeführer, Regierungspräsi- dent in Karlsbad, Beisitzer am„Volksge- richtshof” nach 1945: Gründungsmitglied und Funktionär des„Witikobundes“, Mitglied in der Redaktion„Blätter deutscher Gilden- schaften” Seiboth, Frank(früher Franz) vor 1945: SS-Hauptsturmführer, Gau- hauptstellenleiter, Gauschulungsleiter, HJ- Gebietsführer im Sudetenland nach 1945: Mitglied des Bundesvor- standes der„Sudetendeutschen Landsmann- schaft“, Vorsitzender der neonazistischen „Gesamtdeutschen Partei” Senteck, Rudolf vor 1945: Oberregierungsrat, SS-Unter- scharführer, 1939 versetzt zum Stab des SS- Rasse- und Siedlungshauptamtes vor 1945. Ministerialdirigent, Leiter der Abteilung IV im„Vertriebenenministerium“ Smagon, Albert vor 1945: Kreisleiter der NSDAP in Tschechisch-Teschen. Gesandtschaftsrat in Bratislava, SS-Obersturmbannführer nach 1945: Verlagsleiter des„Ost-West- Kuriers”, Präsidiumsmitglied der„Sudeten- deutschen Landsmannschaft” und des„Witi- kobundes” Springorum, Walter vor 1945: Regierungspräsident in Katto- witz; arbeitete eng mit dem Kommandanten des Vernichtungslagers Auschwitz zusam- men nach 1945: Aktives Mitglied der„Lands- mannschaft Pommern“ und Aufsichtsratsmit- glied des Hoesch-Konzerns Stain, Walter vor 1945: Leiter der HJ im Sudetenland, Mitglied des„Sudetendeutschen Freikorps” der Henlein-SS nach 1945: Viele Jahre Arbeitsminister in Bayern, Vorstandsmitglied der„Sudeten- deutschen Landsmannschaft”, Spitzenfunk- tionär des„Witikobundes” Staffen, Rudolf vor 1945: Sonderbevollmächtigter der Gestapo in Prag, engster Mitarbeiter Hen- leins nach 1945: Referent im Bundesvor- stand der„Sudetendeutschen Landsmann-: schaft” Steinbichl, Wolfgang, Dr. vor 1945: Stellvertretender Pressechef' im faschistischen Auswärtigen Amt nach 1945: Redakteur des„Wegweiser: für Vertriebene”, Präsidiumsmitglied der „Sudetendeutschen Landsmannschaft” Sting, Heinz vor 1945: 1927 Bezirks- und Ortsgrup- penleiter der NSDAP. 1933 leitender Beam- ter im preußischen Justizministerium und. als Bürgermeister von Nordhausen verant- wortlich für antisemitische Exzesse; ab 1939 Regierungsdirektor im Staatsministerium Braunschweig nach 1945: Leiter der Unterabteilung‘ I/c beim Regierungspräsidenten in Hanno- ver. Regierungsdirektor. Vorsitzender der „Landsmannschaft Provinz Sachsen und An-- halt”, Vorstandsmitglied der„Vereinigten Landsmannschaften Mitteldeutschlands’ (VLM) und Vorsitzender der VLM-Landes- gruppe Niedersachsen Studentkowski, Konrad, Dr. vor 1945: NSDAP-Gauhauptstellenleiter' der Gau-Propagandaleitung Thüringen; höchste Auszeichnungen der NSDAP-Gaulei- tung Thüringen nach 1945: Vorstandsmitglied und Kul- turreferent der„Landsmannschaft Thürin- gen” Thedieck, Franz vor 1945: Oberregierungsrat in Köln, Reichsverteidigungsreferent, faschistischer' Sonderbeauftragter, Ehrennadel des VDA (Volksbund für das Deutschtum im Aus- land), Medaille für besondere Verdienste beim Überfall auf Österreich, Generalrefe- rent bei Hitlers Militärverwaltung in Brüssel nach 1945: Wegen Fragebogenfäl- HJ im Sudeten]; ulschen rein vollmächtiats : gter T Mitarbeiter Hm nt im Bunde; ‘Schen Landsmı. ‘etender Press! rtigen Amt ur des„Wegye diumsmitglied smannschaft‘ irks- und Ortsor 333 leitender Ber tizministerium ı Nordhausen ver e Exzesse; ab Staatsminister der Unterabteilu: sidenten in Han . Vorsitzender nz Sachsen und Mitteldeutschlan r der VLM-ar Dr. auhauptstellenl itung Thürig der NSDAP-CU ldsmitglied und\ annschaft TI m Fragebogt waltung inBfl" schung 1946 von den Engländern zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, von 1949 bis 1963 Staatssekretär im„Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen“ Tins, Benno, Dr. vor 1945: NSDAP-Kreisleiter in Asch, maßgeblich an Judenverfolgungen im Sude- tenland beteiligt nach 1945: Verleger des„Sudetendeut- schen Turnerbriefes“, Herausgeber des „Ascher Rundbriefes”, Mitglied der Bundes- versammlung der„Sudetendeutschen Lands- mannschaft”,„Heimatkreisbetreuer” von Asch Trischler, Josef, Dr. vor 1945: Führer der 5.Kolonne in Jugoslawien und Ungarn; Führer eines Son- derkommandos(,„Ordnungsgruppe” zur Terrorisierung und Vernichtung der Bevöl- kerung) nach 1945: Sprecher der„Landsmann- schaft der Deutschen aus Jugoslawien”, Prä- sidiumsmitglied der BdV Ventzki, Werner vor 1945: Gauamtsleiter der NSV, Ober- bürgermeister von Lodz, Träger des„Gol- denen Parteiabzeichens der NSDAP”, verant- wortlich für Deportationen von 55 000 jüdi- schen Bürgern aus Lodz nach 1945: Referatsleiter und Ober- regierungsrat im„Vertriebenenministerium” Welwarski, Wilhelm, Dr. vor 1945: Hoher SA-Führer und Stabs- führer unter Henlein, NS-Gauturnführer im Sudetenland nach 1945: Vorsitzender der„Arbeits- gemeinschaft Sudetendeutscher Turner und Turnerinnen” Wenzel, Rudolf vor 1945: Persönlicher Referent des Kriegsverbrechers Henlein, seit 1935 Haupt- leiter der faschistischen SdP, 1938 SS-Sturm- bannführer und Mitglied des faschistischen Reichstages. Für Verdienste bei der Unter- drückung des tschechoslowakischen Volkes wurde er 1940 Landrat im okkupierten Tep- litz-Schönau, erhielt den„Totenkopfring” sowie den„Ehrendegen des Reichsführers 5” nach 1945: Mitarbeiter im Bundes- presseausschuß der„Sudetendeutschen Landsmannschaft” Wietersheim, Hans-Joachim von, Dr. vor 1945: Von 1932 bis 1935 hauptamt- lich Persönlicher Referent des berüchtigten Chefs der Berliner SA, Ernst. Zuletzt SA- Sturmbannführer, nach 1935 Mitarbeiter im IG-Farben-Konzern nach 1945: Oberregierungsrat und Lei- ter des Referates I/4 des„Vertriebenenmini- steriums“ Willinger, Karl vor 1945: Kreisleiter der NSDAP und Landrat in Waldenburg nach 1945: Abgeordneter der„Schlesi- schen Landesversammlung” Wohak, Heinz, Dr. vor 1945: SS-Sturmbannführer, von Himmler mit dem„Totenkopfring” ausge- zeichnet nach 1945: Aktives Mitglied des„Witi- kobundes”, Redakteur des„Handelsblattes” Wolfrum, Gerhard, Dr. vor 1945: 1930 SA-Hauptsturmführer, im 2. Weltkrieg SS-Obersturmführer im Sonderkommando R der SS-Behörde„Volks- deutsche Mittelstelle”, Publizist in den „Schulungsbriefen“ des BDO nach 1945: Oberregierungsrat und Lei- ter des Referates II/5 des„Vertriebenenmini- steriums“ Wollf, Ludwig vor 1945: Kreisleiter der NSDAP in Lodz und SS-Obersturmbannführer nach 1945: Stellvertretender Vorsitzen- der der Landsmannschaft„Weichsel-Warthe” Zawadill, Walter, Dr. vor 1945: Organisator der 5. Kolonne in der CSR, Gaugeschäftsführer der Spio- nageorganisation„Verband der Auslands- deutschen“, Hauptstellenleiter im Gaugrenz- amt, Abwehrbeauftragter der NSDAP nach 1945: Mitbegründer des„Witiko- bundes”, führend im juristischen Ausschuß der„Sudetendeutschen Landsmannschaft”. Mitarbeiter des Gehlen-Geheimdienstes Zippelius, Friedrich, Dr. vor 1945: Regierungspräsident und SS- Brigadeführer, gehörte der Gauleitung Libe- rec an, enge Beziehungen zu Henlein nach 1945: Funktionär im westdeut- schen Revanchistenverband, Regierungsprä- sident z. b. V., Düsseldorf 285 GEISTIGE VATER DES VOLKERMORDS VERGIFTEN WIEDER DIE ÖFFENTLICHKEIT Die Verbrechen des Faschismus waren nicht zuletzt auch deshalb möglich, weil sich ein Teil der deutschen Wissenschaftler und Erzieher zu Handlangern und Dienern der Monopolgewaltigen und ihres Hitler-Regimes erniedrigte. Diese Vertreter einer schändlich vergewaltigten und mißbrauchten Wissenschaft in den Universitäten und Laboratorien, in den Instituten und Klassenzimmern schufen die theoretischen Grundlagen für den faschistischen Terror, für die Rassenlehre, für die Vernichtung ganzer Völkergruppen, für die Eroberungs- kriege und die bedingungslose Unterordnung unter den„Führerstaat”. Dar- über hinaus beteiligten sie sich maßgeblich an der Verwirklichung ihrer eigenen mörderischen Theorien. Vor allem belogen und betrogen sie- gemeinsam mit Nazi-Journalisten,-Buch- und-Filmautoren— die deutsche Jugend und erzogen diese zu willfährigen Werkzeugen des Faschismus getreu der Forderung Hitlers: Die Jugendlichen müssen„flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl“ sein. Die ideelen Stützen des Faschismus trugen damit einen großen Teil der Ver- antwortung für das Völkermorden, das über 50 Millionen Menschen das Leben kostete. DIE ANBETUNG DES„FÜHRERTUMS* Die Faschisten und ihre Auftraggeber mußten bereits vor der Machtergreifung Hitlers, besonders aber danach, Theorien schaffen, die das Hitler-Regime recht- fertigten. Eifrig war ein ganzer Stab von Pseudowissenschaftlern damit be- schäftigt, Unrecht, Terror, Willkür und schließlich Mord und Völkermord in „Recht“,„Rechtsstaatlichkeit“,„Ordnung“,„Führertum”,„wertes und unwertes Volkstum“ usw. umzumünzen. Dieser„Rechtsauffassung“ entstammen die Mord- direktiven für die faschistischen Blutgerichte, die 80000 Menschen zum Tode verurteilten, sowie für die SS, den SD und die Gestapo. Dieser„Rechtsauffas- sung“ entstammt auch das faschistische„Recht“ für die fabrikmäßige Massen- vernichtung ganzer Volksteile. Skrupellos mißachteten die faschistischen Gelehrten die elementarsten Rechte des Volkes. Sie verherrlichten das„Führerprinzip“, das Prinzip der Willkür, der Diktatur. Prof. Ernst Huber schrieb 1937: „Die völkische Einheit und Ganzheit aber verlangt, dab alle politische Ge- walt in der Hand des einen Führers vereinigt ist. Der oberste Wille des Führers erscheint im Gesetz. Aber auch in allen Einzelverordnungen der Verwaltungen und in allen Entscheidungen der Gerichte tritt uns der Wille des Führers ent- gegen. Alles politische Leben im Volk wird vom einheitlichen und umfassenden Führerwillen bestimmt.“(Prof. Ernst Huber,„Verfassung“, Hanseatische Ver- lagsanstalt Hamburg, 1937) Die„unbedingte Gefolgschaft” führte die deutsche Jugend zur fast willen- losen Unterordnung unter jede Befehlsgewalt, ganz gleich, welchen Inhalt sie hatte und in welcher Form sie sich äußerte. Die Ausschaltung des eigenen Den- kens und der eigenen Verantwortung„wissenschaftlich“ zu begründen, gehörte zu den folgenschwersten Verbrechen der geistigen Väter des Faschismus. DER TERROR WIRD„BEGRÜNDET“ Die Nazi-Staatsrechtler begründeten den Polizei- und Gestapo-Terror: „Die Beschränkung auf die Gefahrenabwehr wird allmählich gesprengt wer- den durch die Erstreckung des polizeilichen Aufgabenkreises auf alle die Ein- gliederung eines einzelnen in eine Gemeinschaft durch Zwang erforderlichen Handlungen.“(Prof. Theodor Maunz,„Deutsches Recht“, 1935, S. 397) Sie forderten Bluturteile gegen Antifaschisten: „Es bedarf kraftvoller Führerpersönlichkeiten, die nicht Masseninstinkten folgen und Massensuggestionen unterliegen, sondern aus ihrer urwüchsigen Eigenart, in der sich die Art desV olkstums spiegelt, und aus ihrem Gewissen, das beim rechten Manne nur Ausdruck des Volksgewissens sein kann, Recht spre- chen.“(Prof. Erik Wolt,„Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie“, Heft 3, 1935) Sie rechtfertigten die Unmenschlichkeit und arbeiteten die staatsrechtlichen Grundlagen des faschistischen Besatzungsregimes in den unterjochten Ländern aus: „Hier werden tiefgreifende Maßnahmen erwartet, z. T. sind sie schon in Kraft getreten: Zwangsunfruchtbarmachung, Entmannung erbkranker Triebtäter, Ent- ziehung des Staatsbürgerrechts, Sicherheitsverwahrung(Konzentrationslager- d. Hrsg.)‘(Ebenda). Ein anderer„Gelehrter“ schrieb: „Wir müssen in den betreflenden Gebieten eine bewußt negative Bevölke- rungspolitik betreiben... Man sollte die Einrichtung von Abtreibungsinstituten durchaus fördern. Die Ireiwillige Sterilisierung ist gleichfalls zu propagieren. Die Säuglingssterblichkeit darf nicht bekämpft werden. Auch Aufklärung der Mütter über Säuglingsfürsorge und Kinderkrankheiten darf nicht erfolgen. (Prof. Konrad Meyer, zitiert nach„Neue Zeit”, Moskau, Nr. 4/1960) F Politische(i ille des Führe, erwaltun; eS Führers n d umfassend, NSeatische Y,, pur Fast Wilke Ichen Inhalt M PS eigenen Dar ünden, gehir: aschismus, Terror: gesprengt un: uf alle die Ei 7 erforderliche 3. 397) lasseninstinkle er urwüchsige m Gewissen, di ınn, Recht spie e", Hett3, 19% ‚taatsrechtlickt iochten Länder 'e schon inKıt ‚Triebtäter, Ei atrationslaget“ native Bevölk ibungsinstil zu propagiel! Aufklärung i nicht, erfolge 60) a’ en 287 SIE FORDERN AUSROTTUNG„MINDERWERTIGER RASSEN” 6 Millionen jüdischen Menschen aus fast allen Ländern Europas brachte der Faschismus den Tod. Das polnische Volk verlor durch die faschistische Ausrot- tungspolitik 6 Millionen Bürger. Weitere Millionen wurden in der Sowjetunion erschossen, erschlagen, erhängt. 1939 lebten noch etwa 233000 Juden in Deutschland. Fast alle kamen bis 1945 in den Vernichtungslagern der Nazis ums Leben. Barbaren im Gewande der Wissenschaft begründeten die faschistische Ras- senlehre. Sie zimmerten eine Theorie zusammen, die die„Überlegenheit der arischen Rasse“ lehrte, die die Ausrottung„minderwertiger Rassen“ wie„Juden und Slawen“ als„Recht und Notwendigkeit” darstellten. Sie forderten die phy- sische Vernichtung ganzer Völkergruppen und erzogen die deutsche Jugend in diesem Geiste zum Massenmord: „Die überragende Führerrolle nordischer Völker, Stämme und Einzelmenschen in der Geschichte ist unbestritten... Unter diesem Gesichtswinkel sehen wir erst die ganze Größe der Zeit, die uns die Tore aufstößt zu einem Reich mit weiten Führungsaufgaben und Führungsmöglichkeiten.” So schrieb ein Prof. Karl-Valentin Müller(„Das junge Deutschland“, 1941) UN EISTERSO)IVEIVISUEINESEIVBLESEANESENGIEISIGEFTLGEREIIT@OENERANUFEIGINBIEE Diese barbarische Politik wie das gesamte aggressive Programm des Hitler- Regimes wurden als„geschichtliche Aufgabe des deutschen Volkes“ deklariert: „Der Nationalsozialismus hat in seiner auf dem Rassenprinzip aufgebauten Weltanschauung in der jüdisch-marxistischen Lehre den Bolschewismus als seinen grundsätzlichen Gegner erkannt, der von Rußland aus die Weltrevolu- tion auf militärische oder ideologische Weise zu betreiben versucht und als erbittertster Feind aller deutschen und europäischen Kultur angesehen werden muß.“(Prof. Herbert Ludat,„Polens Stellung in Ost-Europa, in Geschichte und Gegenwart”, 1939) Und in einem anderen Machwerk:„In dem weltweiten Ringen, welches das deutsche Volk, vereint mit dem geistesverwandten faschistischen Italien, um eine neue gerechte Ordnung des europäischen Raumes... führt, in diesem Kampte bildet das gewaltige Machtgefüge des Großdeutschen Reiches den fest- geschmiedeten Kern. Dem Reiche aber wird in der künftigen Gemeinschaft der Völker unseres Erdieiles eine führende Stellung zukommen, so wie es jetzt schon in weiten Gebieten die Verantwortung übernommen hat.“(Prof. Ulrich Scheuner,„Deutsches Recht“, 22. und 29. August 1942) Von diesen Haßtiraden führte ein gerader Weg in die Konzentrationslager nach Auschwitz, Maidanek und Theresienstadt, in die Massengräber der Ukraine und der anderen vom Faschismus überfallenen Länder. Gewissenlose Professoren und Ärzte, wie die Mediziner Kurt Blome, Reichs- amtsleiter der NSDAP, Werner Heyde-Sawade, Werner Catel, Siegfried Ruff, Herta Oberhäuser u. a., tragen auch die volle Verantwortung für die Euthanasie- Morde und die verbrecherischen Versuche an KZ-Häftlingen. Über 100 000 hiltf- lose Menschen wurden von ihnen als„lebensunwert“ erklärt und ermordet, Selbst Kinder verschonten die Barbaren nicht. Bemerkungen, wie„Mongolen- falte“ über den Augenwinkeln oder„schlechtmodellierte Ohren“, genügten schon, um sie als„rassisch wertlose Geschöpfe” umzubringen. DER KRIEG-FÜR SIE„DER VATER ALLER DINGE“ An den theoretischen und praktischen Grundlagen zur Vorbereitung des zwei- ten Weltkrieges zu arbeiten und die Unterdrückungs- und Vernichtungspolitik gegen die überfallenen Völker mit durchzuführen, war die Hauptaufgabe der faschistischen Wissenschaft und ihrer Vertreter. Die Nazi-Ideologen lehrten: „Der Krieg ist das vornehmste Mittel zur Schaffung objektiver historischer Tatbestände...“(Prof. Pascual Jordan,„Physikalisches Denken in der neuen Zeit”, 1935) Und weiter:„Wir sind nicht gewillt, in der Verknüpfung wissenschattlicher und militärischer Macht einen Mißbrauch zu sehen, nachdem militärische Macht ihre zwingende, aufbauende Kraft im Schaffen eines neuen Europas erwiesen hat.“(Prof. Pascual Jordan,„Die Physik und das Geheimnis des organischen Lebens“, Braunschweig 1941) „Der Krieg als der Vater aller Dinge”- das war das Programm dieser Ver- fechter der Hitler-Diktatur. Mit ihren Irrlehren halfen sie, das öffentliche Leben im faschistischen Deutschland zu militarisieren, die Aggressionssucht des deut- schen Imperialismus„theoretisch“ zu begründen und die Jugend für die Er- oberungszüge des Faschismus reif zu machen: „Die führende Rolle in der(national)-sozialistischen Erziehung des deutschen Volkes kommt jedoch der SA und dem Arbeitsdienst zu... Die Schule ist immer noch mit liberalen Erziehungszielen belastet. Im Gegensatz dazu erwachsen die SA und der Arbeitsdienst direkt aus dem Kampf der deutschen Jugend und jener Generation, die um eine Volkseinheit rang.“(Prof. Theodor Wilhelm, „Soziale Erziehung in Deutschland“, in:„Internationale Zeitschrift für Erzie- hung“, 1935) E” ogen lehrten: ver historisch: n in der nein ssenschaftlich: 'itärische Ma ‚topas erwiest les organischi mm dieser Ve: fentliche Lebt ssucht des deut nd für die Er g.des deutsche ichule ist im! y erwachsen! en Jugend u" ‚odor wilhen hrift für Erik Psengräbe, u Blome, Reid, Siegfried Aut Ge Euthangy; er 100000 hil und ermande Mie“Mongole Henügten sch tung des zus: ichtungspolii uptaufgabe di 289 SIE HANDELN NACH THREN THEORIEN Vor allem nach dem militärischen Überall auf Deutschlands Nachbarvöl- ker setzte ein Teil dieser Wissenschaftler die verbrecherischen Theorien als Beamte und Berater faschistischer Dienststellen in die Tat um. In Sonderein- heiten und Sonderstäben der Wehrmacht, der SS, der Spionagedienste, der faschistischen Besatzungsbehörden oder in den Nazi-Ministerien beteiligten sie sich aktiv an der Unterdrückung, Ausplünderung und Ausrottung fremder Völker. Der Volkswirtschaftler Prof. Otto Schiller arbeitete die„Neue Agrarord- nung“, den Plan des Rosenberg-Ministeriums zur Vernichtung der sozialisti- schen Landwirtschaft in der Sowjetunion, aus; der Völkerrechtler Prof. Hermann Raschhofer wurde juristischer Berater bei der Ausrottungspolitik des KriegsverbrechersK. H. Frank; der Ostforscher Prof. Bolko von Richthofen war als Sonderführer und Spio- nageoffizier verantwortlich für faschistische Verbrechen in Nowgorod und Staraja Russa in der Sowjetunion. Die Aufzählung könnte beliebig verlängert werden. Diese Pseudowissen- schaftler sind nicht nur der ideellen Kriegsvorbereitung schuldig zu sprechen, sondern sie zeichnen auch für Verbrechen während des faschistischen Krieges verantwortlich. BIRSANTEN ER GIER DIEBE EIOJEIBIBIENESSEIRFEISISIE Während die Nazi-Wissenschaftler die theoretischen Grundlagen des Faschismus schufen und den Terror rechtfertigten, verbreiteten die Zeitungen, Bücher und Filme das nazistische Gift unter der Bevölkerung. In Hunderttausenden Arti- keln, Tausenden Büchern und Dutzenden Filmen wurden der sklavische Gehor- sam, der Rassenhaß, der Antikommunismus, die Kriegsverherrlichung und die Durchhaltepolitik„volksverständlich“ propagiert. Der Journalist Helmut Sündermann, ehemaliger SS-Obersturmbannführer, schrieb noch am 22. Dezember 1944 im„Völkischen Beobachter”:„Nur eine Weltlösung der Judenfrage kann der Menschheit die innere Ruhe wieder- geben... Verbannt die Juden aus dem Kreise der Nationen, und es wird Friede sein.“(Heute ist Sündermann Leiter des militaristischen Druffel-Verlages und Teilhaber des neofaschistischen Verlages„Nation Europa“.) Schriftsteller, wie Hans Grimm mit seinem Buch„Volk ohne Raum“, wie Erich Dwinger, Werner Beumelburg, Kurt Ziesel, Rudolf Krämer-Badoni, und Autoren wie Felix von Eckardt, der u. a. zu den Nazi-Filmen„Weiße Sklaven“, „Kopf hoch, Johannes” und„Menschen im Sturm“ die Drehbücher schrieb(alle Eckardt-Filme wurden von den alliierten Behörden verboten), vergifteten die Hirne der deutschen Bevölkerung, vor allem der Jugend. Sie machten das deut- sche Volk zu einem willfährigen Werkzeug des Faschismus. WIOZD/ASZGEIISIBESIEEIBIEINF EIRSNJEIUFEIBSEESWAURSDIE Nach der Zerschlagung des Hitlerfaschismus bestand eine der wichtigsten Auf- gaben darin, das geistige Leben zu reinigen, die theoretischen Wegbereiter und ideellen Helfer des Hitler-Regimes aus ihren Positionen zu entfernen und das deutsche Volk im Geiste des Humanismus, der Demokratie und des Friedens zu erziehen. Das Potsdamer Abkommen bestimmte daher in seinen„Politischen Grundsätzen”, Abschnitt 7: „Das Erziehungswesen in Deutschland muß so überwacht werden, daß die nazistischen und militaristischen Lehren völlig entfernt werden und eine ertolg- reiche Entwicklung der demokratischen Ideen möglich gemacht wird.“ Auf dem Gebiet der DDR wurde diese Voraussetzung für eine Erneuerung des Geisteslebens geschaffen und mit aller Konsequenz vor allem das gesamte Bildungswesen entnazifiziert und demokratisiert. Allein aus dem Schuldienst wurden 1945/1946 von 37 000 Lehrern 22 600 ehemalige Mitglieder der NSDAP entlassen. An ihre Stelle traten Gelehrte und Lehrer, die sich ganz in den Dienst des Menschen stellten und die auch in der Nacht des Faschismus den Namen und die Ehre der deutschen Wissenschaft verteidigt hatten. Solche Wissenschaft- ler, wie der Chemiker Prof. Dr. Correns, der heutige Präsident des National- rates der Nationalen Front des demokratischen Deutschland, oder der Medi- ziner Prof. Dr. Brugsch waren und sind Vorbilder der in der DDR heranwach- senden akademischen Generationen. DEEFATEEINETDIEOTO/GENFENEBOINNFEIRSDIBEINSHRERN Im Widerspruch zu den Beschlüssen der Anti-Hitler-Koalition prägen die gleichen Leute, die bereits zu den theoretischen Stützen des Faschismus zählten, das geistige Gesicht des Bonner Staates. Sie alle sitzen wieder in Amt und Wür- den, beherrschen die Bildung und Erziehung der Jugend und den Apparat der Massenbeeinflussung. Alle oben genannten und zitierten Nazi-Professoren,-Journalisten und-Auto- ren dürfen wiederum die westdeutsche Jugend in diesem Geiste erziehen, dür- fen die Zeitungen und Bücher mit den gleichen Ideen füllen. Sie haben sich nicht gewandelt. Sie brauchten sich nicht zu ändern, weil der Bonner Staat der Rüstungsmonopole eine Politik betreibt, die wiederum Revanchismus, Anti- kommunismus, nationale Überheblichkeit und Kriegsvorbereitung bedeutet. vergifteten dh Chten das FR Yichtigsten Ay Vegbereiter un fernen unddı 1ıd des Friede nen„Politisch. Jerden, daf di und eine eriı]; vird.” ine Erneueru: m das gesarı lem Schuldiers der der NSDi) z in den Die nus den Nana e Wissenschit ıt des Nation! oder der Mei )DR heranwat: ion prägen& chismus zählte h Amt und Vi: Hen Apparat& te erziehen, dir haben sich nel! | re en Darum sind die schuldbeladenen Professoren Hitlers und teilweise schon die von ihnen erzogenen Nachwuchswissenschaftler gerade die richtigen für die wissenschaftlichen Beratergremien der Bundesregierung. Dort arbeiten sie die revanchistischen Pläne des Bonner Staates auf eine gewaltsame Wiederherstel- lung des faschistischen Reiches in den Grenzen von 1937 und 1939 aus und begründen sie. Ein solches Gremium ist beispielsweise der„Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung beim Bundesministerium für Gesamtdeut- sche Fragen“. Er soll alle Probleme lösen, die sich bei der geplanten Annexion der DDR durch den westdeutschen Imperialismus auf wirtschaftlichem Gebiet ergeben. Zu seinen führenden Mitgliedern gehören die Professoren Seraphim, Stadtmüller und Thalheim. Hans-Jürgen Seraphim war während des Faschismus Leiter des Osteuropa- Instituts Breslau, eines Zentrums der Vorbereitung der Aggression gegen die Völker Osteuropas. Dort arbeitete er eng mit der faschistischen Spionage zu- sammen. Professor Stadtmüller zählte im Faschismus als Direktor des Südost- europa-Instituts in Leipzig und als Mitarbeiter am„Institut für deutsche Ost- arbeit” in Krakau(Krakow) unter der Leitung des Kriegsverbrechers H. Frank zu den Nazi-Experten für Südosteuropa. Thalheim, heute Professor in Westberlin und darum völkerrechtswidrig Mitglied des westdeutschen Forschungsbeirates, war während des Faschismus Mitarbeiter des SD und seit 1936 Obmann der „Reichsarbeitsgemeinschaftfür Raumforschung“ an der Leipziger Handels-Hoch- schule, die die„Lebensraum- und Großraum-Theorien“ des Faschismus„wissen- schaftlich“ begründete. An der Spitze des„Arbeitskreises für Ost-West-Fragen“ beim Bonner Aus- wärtigen Amt steht Prof. Erich Kordt. Diesem Arbeitskreis obliegt die Aus- arbeitung und scheinwissenschaftliche Verbrämung der Revanche-Politik der Bundesregierung gegen die östlichen und südöstlichen Völker Europas und ge- gen die Sowjetunion. Arbeitskreisleiter Kordt war während der Nazi-Zeit SS- Obersturmbannführer und Vertrauensmann Himmlers im Auswärtigen Amt. Von 1938 bis 1940 leitete er dort als Chef das Ministerbüro des Kriegsverbre- chers Ribbentrop. Er war maßgeblich an der Annexion der CSR beteiligt. Die weit über 100 heute in Westdeutschland existierenden neonazistischen und militaristischen Verlage werden fast ausschließlich von alten belasteten Fa- schisten geleitet. Sie überschütten den westdeutschen Zeitungs- und Bücher- markt mit einer Flut nazistischer und militaristischer Literatur, deren Grund- tenor die Rechtfertigung des Hitler-Krieges und die Verherrlichung des Nazi- Regimes ist. Jährlich werden 20 Millionen Groschenhefte, die Hitlers Schlachten des zweiten Weltkrieges in glühenden Farben schildern, an die westdeutsche Jugend verkauft. Die Autoren sind zumeist ehemalige Mitglieder der Propa- ganda-Kompanien Goebbels’. Durch die Wiederverwendung der belasteten faschistischen Wissenschaftler, Gerstenmaier Eugen, Dr. heute: 292 Pädagogen, Journalisten und Autoren sind die westdeutschen Universitäten, das Erziehungswesen, die Massenmedien und große Teile der Literatur wioder zu Heimstätten eines gefährlichen Neonazismus geworden. Die Verantwortung dafür trägt allein die westdeutsche Regierung. Sie prägen das geistige Gesicht des Bonner Staates NAZI-PROPAGANDIST IN GEHEIMER MISSION Präsident des westdeutschen Bundestages, Mitglied der Synode der Evansglı- schen Kirche Deutschlands, Miiglied des Präsidiums der CDU, Präsident er Deutschen Aftrika-Gesellschaft, Mitglied des Europarates Schon lange vor der Errichtung der faschistischen Diktatur bekannte sich Ger- stenmaier zur Nazi-Bewegung. Als Hitler im Jahre 1923 gegen die Weimarer Republik putschte, trat Gerstenmaier in die SA ein. Seit 1931 war er„Anits- leiter“ in der Reichsführung der„Deutschen Studentenschaft“ im„Natiosal- sozialistischen Deutschen Studentenbund“. Gerstenmaier war einer der ewo- nierten Verfechter des„Führergedankens“ und des Nazismus in der evanige- lischen Kirche. Nach der Errichtung der faschistischen Diktatur erhoben sich im Ausland, nicht zuletzt unter der christlichen Bevölkerung, immer machtvoller die Stm- men des Protestes gegen die Vernichtungs- und Unterdrückungspolitik der Nazi-Führung. Der Theologe Gerstenmaier wurde in dieser Zeit zu einem wäirt- vollen Propagandisten des Hitler-Regimes. Er reiste, oft getarnt, in die skardi- navischen und vor allem in die südosteuropäischen Länder. Dokumente aus der damaligen Zeit beweisen eindeutig, daß der Auftraggeber das faschistischeAus- wärtige Amt war und die Reisen der Nazi-Propaganda dienten.(Siehe Tafel 38, Schreiben vom 22. und 23. September 1939, Deutsches Zentralarchiv Potsdam, AA, Nr. 48 050/1) Als nach dem Überfall auf die Sowjetunion der Widerstandskampf der\Öl- ker auf dem Balkan immer stärker wurde, fuhr Gerstenmaier im Auftrage&es faschistischen Auswärtigen Amtes in diese Gebiete, um mit Hilfe der Ottlio- doxen Kirche die Volksbewegung zu spalten und zu zerschlagen. In einem ie- richt über diese Reise, die vom 2. bis zum 22. September 1941 dauerte, schrelbt Gerstenmaier: „Im Einvernehmen mit Herrn Gesandten Benzler schlage ich vor, möglichst rasch eine geeignete kirchliche Führung wieder herzustellen. Da der z. Zi.&ie Patriarchatsgeschäfte ohne Mandat verwaltende Metropolit Jossif mir als&b- solut deutschfeindlich dargestellt wurde..., halte ich es...(für) geboten, tt \ Univergig, Literatur We N | Verantypn, üntes | le der Evaygı J, Präsider dh kannte sich(e n die Weit 1 war er„It t im„Natie einer der mı 5 in der erap sich im Ausi tvoller die{n ungspolitißik it zu einem if ht, in die skali Ikumente au Faschistischetit .(Siehe Tafat larchiv Potsı@ |skampf det im Auftrag®® ilfe der 019 len. In einen? dauerte, si") [ossit mit 1 für) gebe“ 293 Bischof Nikolai von Zica einen Versuch zu machen... und ihn für die antibol- schewistische Propaganda und zur Unterstützung der Regierung Naditsch ein- zusetzen.“(Deutsches Zentralarchiv Potsdam, AANr. 31) Am Schluß dieses Berichtes heißt es:„Größere propagandistische Aktionen scheinen mir bei einer Überprüfung der Gesamtlage zunächst wieder in Bul- garien notwendig zu werden. Die antibolschewistische Propaganda muß dort intensiver durchgeführt werden, und zwar erneut über den bis in das letzte Dort reichenden Apparat der orthodoxen Kirche. Die Ansätze und Vorbereitungen dafür habe ich, soweit mir das in der kurzen Zeit noch möglich war, geschaffen.” (Ebenda) Eine andere Seite der Tätigkeit Gerstenmaiers war die Abfassung von fa- schistischen Propagandaschriften vor allem gegen Frankreich. So beteiligte er sich an der Schriftenreihe„Frankreich gegen die Zivilisation“ unter einem Pseudonym. Das Heft Nr.12 dieser Reihe schrieb Gerstenmaier unter dem Titel „Frankreichs Protestantismus im Kriege”. Über diese Broschüre schreibt der Leiter des Kirchlichen Außenamtes, Bischof Heckel: „Aus amtlichen Rücksichten ist die Broschüre pseudonym erschienen... Auch in dieser Schrift beweist sich ebenso wie in seiner übrigen Arbeit das klare Urteil und der charaktervolle entschlossene Einsatz Gerstenmaiers für das Reich.“(Spandauer Volksblatt“, Westberlin, 20. November 1964) Zu der Tätigkeit Gerstenmaiers für die Nazi-Führung gehört auch die Denun- ziation antifaschistischer Geistlicher, wie die des als Pionier der ökumenischen Bewegung bekannten Professors Siegmund Schultze. In dem Bericht über seine Skandinavienreise aus dem Jahre 1939 an das fa- schistische Auswärtige Amt schreibt Gerstenmaier:„Als eine Störung dieser zweifellos deutschfreundlich angelegten Arbeit muß die in Aussicht genom- mene, etwa dreimonatige Tätigkeit von Prof. Siegmund Schultze in Zürich be- trachtet werden. Prof. S. Schultze ist für das kommende Jahr im Besitz der Olaus-Petri-Stiftung und hat in dieser Eigenschaft etwa drei Monate in Upsala zutun... Bei der negativen Haltung des jetzigen Stipendiaten der O.-P.-Stif- tung muß mit einer Erschwerung jeder sinnvollen deutschen Arbeit in Skandi- navien gerechnet werden. Ich glaube darum... die vertrauliche Bitte aus- sprechen zu sollen, von seiten des Reiches das zu veranlassen, was geschehen kann, um Prof. 5. Schultze die Einreise in Schweden, ohne daß es auffällt, un- möglich zu machen...”(Spandauer Volksblatt“, Westberlin, 20. November 1964) Das Auswärtige Amt reagierte prompt. Am 30. November 1939 wies es die deutschen Vertretungen in Kopenhagen, Oslo, Stockholm, Bern und Zürich so- wie in Genf an, Prof. S. Schultze in Zürich keinen Aus- oder Durchreisevermerk zu erteilen. Am 10. August 1942 wurde Dr. habil. Eugen Gerstenmaier als Konsistorial- 19 Braunbuch — Globke Hans- Maria, Dr. heute: 294 rat in das Kirchenbeamtenverhältnis auf Lebenszeit übernommen. Für die Dauer des Krieges wurde er u. k. gestellt. INTELLEKTUELLER JUDENMÖRDER Bis Juli 1963 Staatssekretär im Bundeskanzleramt; auf Grund der durch die DDR veröffentlichten Dokumente und Beweismaterialien im Prozeß 1962 gegen Globke vor dem Obersten Gericht der DDR mubte er von dieser Funktion zu: rückgezogen werden, dennoch bezieht er eine hohe staatliche Pension und tritt) als Sachverständiger und Entlastungszeuge in Prozessen gegen Kriegs- und Naziverbrecher auf Vom ersten bis zum letzten Tage der NS-Herrschaft war Globke Beamter des Reichsinnenministeriums. In dieser Eigenschaft verfaßte er eine große Anzahl von Gesetzen und Verordnungen, die zur Errichtung der nazistischen Diktatur führten, die die Ächtung und Aussonderung der jüdischen Bürger beinhalteten, und solche, die die„Germanisierung“ oder Ausrottung der unterjochten Bevölke rung bezweckten. Am 24. März 1933 beschloß der Reichstag das Ermächtigungsgesetz, das der Hitler-Regierung unbeschränkte Diktaturvollmachten einräumte. In Ergänzung dazu bereitete das Preußische Innenministerium das„Gesetz zur Behebung de Not von Volk und Land” vor. Verfasser dieses Diktaturgesetzes war Regie rungsrat Globke. Aus seiner Feder stammten außerdem das Gesetz über die Auflösung des preußischen Staatsrates vom 10. Juli 1933 und das preußische Provinzialratsgesetz vom 17. Juni 1933, die alle parlamentarischen Körper schaften Preußens gleichschalteten. Als zuständiger Mitarbeiter im Reichsinnenministerium hat Globke fast dx gesamte Gesetzes- und Verordnungswerk für die Verfolgung der Juden mit verfaßt. Er gehört mit zu den Verfassern der Nürnberger Rassengesetze, die im Eich mann-Prozeß als die„Grundgesetze für die Endlösung der Judenfrage” bezeich: net wurden. Er ist derjenige, der die zwangsweise Kenntlichmachung der Juden mit den zusätzlichen Vornamen„Sara“ und„Israel“ erdachte und durch Gesetz einführk, Im Juli 1940 beauftragte Frick seinen damaligen Referenten für die be setzten Westgebiete, Dr. Globke, Bedingungen für einen Diktatfrieden fü: Frankreich auszuarbeiten. Darin forderte er u. a. den Raub weiterer franz‘ sischer Gebiete, die Deportation aller Juden und Zigeuner in die Vernichtung; lager. Ickardi Hg vo heute n. Fürg er durch& 31962 ge, Funktion h ion und; Rriegs- Beamter! jroße Anz hen Diktailı beinhaltet] ten Beyolkf- setz, dasil: n Ergänzt Behebung if‘ b war Reg etz über! hs preufis chen Kör: bke fat! hr Juden , die imE age” bezt! den mit el" etz einführ] für die! atfrieden 7 terer fra o = ernichtüi]® \ Eckardt von | heute: Globke war an der Ausarbeitung der 11. Verordnung zum Reichsbürger- gesetz vom 25. November 1941 beteiligt. Diese Verordnung schuf die gesetz- liche Grundlage für die rücksichtslose Verfolgung und Vernichtung aller jü- dischen Menschen. Innerhalb des Reichsinnenministeriums arbeitete Globke das nazistische Staatsangehörigkeitsrecht aus, das den Okkupationsbehörden die Richtlinien für die„Germanisierung” oder Ausrottung ganzer Volksgruppen lieferte. Er ver- anlaßte, daß die Masse der Bürger der okkupierten Staaten zu„Schutzange- hörigen“ oder„Protektoratsangehörigen“ degradiert wurde. Für Polen erfolgte dies durch die von Globke ausgearbeitete„Verordnung über die Deutsche Volks- liste und die deutsche Staatsangehörigkeit in den eingegliederten Ostgebieten”. Ähnliche Gesetze erarbeitete Globke für die Tschechoslowakei, Litauen, Frank- reich, Belgien, Luxemburg und Jugoslawien. Für seine Verdienste um die Durchsetzung der Ziele des Nazi-Staates wurde Globke mehrfach befördert und er erhielt hohe Orden und Auszeichnungen. In der Bundesrepublik konnte dieser Mann zum ranghöchsten und mächtig- sten Beamten avancieren. Als graue Eminenz im Bundeskanzleramt hatte er seine Hand immer und überall dort im Spiele, wo gegen die demokratischen Freiheitsrechte vorgegangen wurde. Er lancierte mit Hilfe des 131er Gesetzes belastete Nazi-Beamte— seine Gesinnungsfreunde von einst— in höchste Posi- tionen des Bonner Staates. INVUERORSEINSCERIS’ELSICEIEIRZEWEHTEZIERTEITIVIER, „Bevollmächtigter der Bundesregierung“ in Westberlin Unmittelbar nach Hitlers Machtantritt im Jahre 1933 wurde Felix von Eckardt Drehbuchautor für Spielfilme. Bis 1945 schrieb er 19 Drehbücher oder war ihr Mitautor. Im Jahre 1936 wurde der antisowjetische Film„Weiße Sklaven“(Pan- zerkreuzer Sewastopol) aufgeführt. Über die Tendenz und den Charakter dieses Streifens, dessen Mitautor von Eckardt war, gibt folgende Rezension Auskunft: ‚Da krachen Schüsse, in der rasenden Garbe des Maschinengewehrs, das ver- hetzte Matrosen auf der Schanze in Stellung gebracht haben, brechen unbewaft- nete Offiziere und wehrlose Frauen zusammen. Blitzschnell fegt der Mord- terror der roten Revolte über Stadt und Hafen, brutal und hemmungslos alles dahinschlachtend, was nur irgendwie verdächtig erscheint... Ein Film, der durch seine packende Gestaltung bis zum letzten Meter fesselt und der manchen Unbelehrbaren im In- und besonders im Ausland die Augen über die bolsche- wistische Weltpest öffnen dürfte.”(„Potsdamer Tageszeitung‘, 16./17. Januar 1937) 296 l ste> Pens Rn Paar? Bor eye nor 1 u Als der Überfall auf die Sowjetunion unmittelbar bevorstand, erschien der| 4 Film„Kopf hoch, Johannes“. Er verherrlichte die faschistische Jugenderziehung Theodı und sollte Deutschlands Jugend für den Kampf gegen die Sowjetunion reif eu machen. Mitautor des Drehbuches war wiederum Felix von Eckardt. Bezeic- nend für die Zielstellung dieses Filmes ist folgender Dialog: „Eine neue Zeit ist gekommen, für uns alle! Jeder muß bereit sein, einzı- stehen für Führer und Reich: Wenn einer von uns Iallen sollt, der andere stelt für zwei, denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.“(„Goebbel;- Journalisten in Bonner Diensten“, Nationalrat der Nationalen Front, Berlin 1962) Ebenfalls im Jahre 1941 erschien der Film„Menschen im Sturm“. Er behar- delte das„Schicksal“ der deutschen Minderheit in Jugoslawien und rechtfertigte den militärischen Überfall Hitler-Deutschlands als„Befreiung der Volksdeu- schen“. Zwei Stellen aus dem Textbuch mögen die Absicht von Autor- u.«. Felix von Eckardt- und Produzent verdeutlichen: „Serben, das sind ja keine Menschen. Diese Hunde!... Die Serben werden noch alle Deutschen wegschleppen. Sie werden noch alle umbringen. Warum? Danach fragen sie nicht, die Hunde!.... Den Schmied haben sie auch schon eı- schossen...“(„Goebbels-Journalisten in Bonner Diensten“, Nationalrat der Natic- nalen Front, Berlin 1962) An anderer Stelle wird gefordert:„Wir müssen in Europa alle Grenzen einreißen!”(Ebenda) Im Jahre 1942 erhielt Eckardt vom Goebbels-Ministerium für den Film„Di Entlassung“, der die reaktionäre Politik Bismarcks verherrlichte und Hitler d: facto als Vollstrecker des Bismarckschen Erbes feierte, das Prädikat„Film der Nation.“ Im Jahre 1961 wurde dieser faschistische Streifen in Bonn wieder auf geführt. Nach 1945 verboten die alliierten Behörden zunächst alle Filme von Eckard. Die Karriere dieses Mannes konnte jedoch nicht unterbrochen werden. Nach dem er kurze Zeit als Chefredakteur des„Weser-Kurier” tätig war, ernannte ihn Adenauer 1952 zum Leiter des Presse- und Informationsamtes der Bundesregie- rung im Range eines Staatssekretärs. 1955/1956 war er westdeutscher Beob: achter bei der UNO, kehrte aber bald wieder ins Presse- und Informationsant zurück. 1962 erhielt Felix von Eckardt die höchste westdeutsche Auszeichnung: Das große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Nach dem Kanz lerwechsel im Jahre 1963 entsandte Erhardt ihn in die Frontstadt Westberlin. Er versprach sich von diesem Nazi eine straffere Anleitung der illegal in West berlin etablierten Bundesbehörden und eine bessere Überwachung des West berliner Senats, um damit die Grundlagen für verstärkte Provokationen gegen die DDR zu schaffen. erschien nderzich,, etunion j tdt. Bezpi Sein, eitt andere s; („Goehh; "ront, Berl 1". Er bez| ‚rechtferi r Volksdul Autor- ı ben wer! gen. Ware uch schon rat derNa\ ir müssen] len Film ‚) nd Hitler kat„Filme in wieder von Edkat rerden, Na ernannte! Bundestet tscher Bi brmation? Luszeichnu h dem& It Westbei egal ink ng des l htionen$* ee Maunz Theodor heute: LEGALISIERTE DEN GESTAPO-TERROR Lehrt seit 1952 öffentliches Recht an der Universität München, ist Mitglied im Vorstand des Instituts für Politik und öffentliches Recht; von 1957 bis 1964 Kultusminister in Bayern Während der Nazizeit war Maunz Professor für öffentliches Recht in Frei- burg/Br. In dieser Zeit entwickelte er sich zu einem führenden Vertreter des faschistischen Verwaltungs- und Polizeirechtes. Im Jahre 1934 legte er ein Be- kenntnis zum NS-Staat und zur faschistischen Rechtsauffassung ab. Er schrieb, „daß das neue Staatsdenken mit einem solchen Anspruch auf Ausschließlichkeit auftritt, daß es nicht sagt, das jeweilige Staatsdenken sei für die Ermessens- entscheidung maßgebend, sondern nur das nationalsozialistische Staatsdenken.“ („Neue Grundlagen des Verwaltungsrechts“, Hamburg 1934) Weiter heißt es:„Nicht der Staat setzt die Gesamtheit des Rechtes, sondern die völkische Lebensordnung wächst aus Blut und Boden hervor.“(Ebenda.) Im Jahre 1937 legte er dar:„Der Grundsatz der Rechtmäßigkeit der Verwal- tung geht aber weiterhin von einem völlig neuen Gesetzesbegriff aus. Gesetz ist geformter Plan des Führers und damit Ausdruck der völkischen Lebensord- nung. Der geformte Plan des Führers ist oberstes Rechtsgebot.“(„Verwaltung‘, 1937) Maunz war einer jener führenden faschistischen Verwaltungsrechtler, die den„Rassegedanken“ auf diesem Gebiet durchsetzten. Im Oktober 1936 fand in Berlin die Tagung des NS-Rechtswahrerbundes zum Thema„Das Judentum in der Rechtswissenschaft“ statt. Maunz hielt dort eines der Hauptreferate mit dem Titel:„Das Judentum im Verwaltungsrecht”. In einer Pressemeldung über diesen Vortrag heißtes: „Prof. Dr. Maunz... erläuterte... vor allem die verhängnisvolle Neigung jüdischer Verwaltungsrechtler zur liberalistischen Rechtsstaatsdoktrin... Die inhaltliche Entleerung der Verwaltungsrechtswissenschaft zeigte M. im einzel- nen an den Lehren der bekanntesten jüdischen Theoretiker auf.“(„Deutsche Juristenzeitung“, 1936, Sp. 1230) Besonders widmete sich Maunz der rechtlichen Stellung der faschistischen Polizei und Gestapo. 1935 schrieb er:„Die Beschränkung aut die Gefahrenab- wehr wird allmählich gesprengt werden durch die Erstreckung des polizeilichen Aufgabenkreises auf alle die Eingliederung eines einzelnen in eine Gemein- schaft durch Zwang erforderlichen Handlungen.“(„Deutsches Recht, 1935) 5. 397) Zur Gestapo heißt es bei Maunz:„Eine gesetzliche Aufzählung der Mittel, die der politischen Polizei für ihre vorbeugende Tätigkeit zur Verfügung ste- hen, ist nicht erfolgt. Neben dem Auftrag, alle staatsgefährlichen Bestrebungen Pölnitz Götz von heute: 298 zu bekämpfen und ihnen zuvor zu kommen, bedarf es keiner besonderen Er. mächtigung, alle zu diesem Zweck erforderlichen Mittel anzuwenden... fi die politische Polizei des nationalsozialistischen Staates hat es keinen Sinn, in der bisherigen Weise Auftrag und Ermächtigung zu trennen.“(„Verwaltung 19327, S. 253/54) Im Jahre 1943 ließ sich Maunz über die„Schutzhaft“ in den Konzentrations- lagern aus:„Die geheime Staatspolizei hat ihrem Wesen nach die Aufgabe, alle staatsgefährdenden Bestrebungen zu erforschen und zu bekämpfen. Eines der Kampfmittel ist der Entzug der Freiheit... Gerichte können die Schutzhatt- belehle, ihre Erfordernisse und Wirkungen, ihren Inhalt und ihre Rechtmäbig- keit nicht zum Gegenstand ihrer Prüfung machen.“(‚Gestalt und Recht de Polizei“, 1943) Weiter heißt es über die Rolle der Polizei:„Die deutsche Polizei ist nicht un- vorbereitet in den Krieg eingetreten. Der Krieg und seine Erfordernisse haben vieles klar hervortreten lassen, was in der Vorkriegszeit an polizeilicher Arbeit geleistet werden mußte und geleistet worden ist... Die Polizei ist nach der Machtergreifung zu einem überragenden Bestandteil des deutschen Staates aul- gestiegen.‘(Ebenda) Mit seinen staats- und verwaltungsrechtlichen Arbeiten gehörte Maunz zu den maßgeblichen Stützen des faschistischen Systems in Deutschland. Nach 1945 hatte und hat er in Westdeutschland, vor allem in Bayern, größten Einfluß auf die Erziehung der jungen Generation. Am 9. Juli 1964 unterbreitete die Friedrich-Schiller-Universität Jena der Öffentlichkeit exaktes Beweismaterial über die faschistische Vergangenheit von. Maunz. Nur einen Tag später mußte er seinen Rücktritt beantragen, zumal audı der Widerstand westdeutscher Friedenskräfte immer stärker geworden war. DIE BRAUNE MAGNIFIZENZ Im November 1964 berief die Bayrische Landesregierung den in Erlangen täti: gen Historiker und Schriftsteller Prof. Dr. Götz Freiherr von Pölnitz zum Gründungsrektor der neuzugründenden Regensburger Universität Im Jahre 1938 veröffentlichte Prof. v. Pölnitz die pseudobiographische Arbeit „Emir— das tapfere Leben des Freiherrn von Biberstein“. Dieses Buch, daf das Leben eines fanatischen Faschisten und SA-Schlägers im Stile eines Wild-West- Romans schildert, ist voll von Begriffen wie„unvermischte Rasse”,„ostjüdisches Gewimmel“,„Erhaltung der deutschen Art”. Den Hitler-Putsch gegen die Wei: marer Republik nannte von Pölnitz einen„rechtsetzenden Akt“ usw. Über die Weimarer Republik schrieb er in diesem Buch, daß„die junge Republik... von Ra Rorg he Sonderen} enden... 4 inen Sinn, Verwaltun Nzentration die Aufge, mpfen, Ein e Schutzhi Rechtmäf; nd Recht( 1 ist nicht, nisse hab ilicher Ar, ist nach& n Staates u te Maunzı d. Nach ji" n Einflub: tät Jena ingenheitr n, zumal au orden war Erlangen!i Pölnitz% hische Art Buch, daft 5 Wild“ ‚ostjüdit gen die sw. Über! ublik..." Rauch Georg von heute: zugewanderten Juden und ‚volksbeauftragten’ Kriegsdienstverweigerern” re- giert werde. In einem Aufsatz aus dem Jahre 1940 für den NS-,Schulungsbrief“ rechtfer- tigte Pölnitz den Überfall Hitlerdeutschlands auf den„Erbfeind“ Frankreich damit, daß die eroberten Gebiete„mit dem Recht des Blutes von den alten Fran- ken auf die Deutschen“ übergegangen seien. Am Ende dieses Artikels heißt es: „Das deutsche Volk steigt zu neuer Macht und Größe empor. Die uralte Sehn- sucht der gesamtgermanischen Idee nähert sich im Großdeutschen Reich ihrer Erfüllung.“(„Der Schulungsbriei-— das zentrale Monatsblatt der NSDAP“, 1940) 1942 erschien ein Festband zur Geschichte der Münchner Universität. In die- ser Schrift verherrlichte Pölnitz— wie zwei Jahre zuvor in seinem„Emir...”— den faschistischen Putsch von 1923: „Dem Rufe des Führers versagte sich die Münchner Studentenschaft nicht, trat, dem Appell Hermann Görings folgend, in die Sturmabteilungen ein und nahm, seinem hinreißenden Beispiele nacheiternd, heißen Anteil an der natio- nalsozialistischen Erhebung von 1923. Erst brutale Gewalt konnte sie von ihrem stolzen und freiheitlichen Widerstande abbringen.“(„Denkmale und Dokumente zur Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität Ingolstadt— Landshut— München“, 1942) Die Unterordnung der Wissenschaft und ihrer Institutionen unter die Ziele des Faschismus feierte von Pölnitz mit den Worten: „Als eine in der Weltanschauung getestigte, durch Forschung erprobte und mit der unübersehbar fortwirkenden Leistung der aus der Lehre hervorgegan- genen Armee ihrer Schüler wahrhaft bewährte Kraft steht sie(die Münchner alma mater- d. Hrsg.) aufrecht, streitbar und treu wie vor Jahrhunderten im Kampf für Führer, Volk und Reich, um ein neues und besseres Europa.” (Ebenda) Dieser Parteigänger Hitlers, der Antisemit und Franzosenhasser von Pölnitz, erscheint der CSU-Führung unter NS-Führungsoffizier Strauß als der geeignete Mann, an der neuen„Ost-Universität” Regensburg im Dienste der revanchisti- schen Bonner Politik gegen die östlichen Nachbarvölker zu wirken. ZIBSEEV IN HITWERS' 5. KOLONNE Mitglied des„Wissenschaltlichen Prüfungsamtes tür das Lehramt an höheren Schulen in Schleswig-Holstein”— dieser Ausschuß entscheidet über die Lehr- befähigung aller Lehrer für Oberschulen und Gymnasien dieses Bundeslandes; von Rauch ist ferner Direktor des Seminars für osteuropäische Geschichte und ordentlicher Professor an der Christian-Albrechts-Universität, Kiel, Mitglied Wilhelm Theodor heute: des„Johann-Gottiried-Herder-Forschungsrates“, des„Baltischen Forschungs: institutes“ in Bonn, des„Ostkollegs” der„Bundeszentrale für politische Bil- dung“ und der„Baltischen Historischen Kommission“ Georg von Rauch stammt aus einer deutsch-baltischen Adelsfamilie. Von 1936 bis 1939 war er Dozent am philosophisch-theologischen Luther-Institut an der Universität Dorpat. Er gehörte dort zu den„Ostforschern“, die als fa- schistische 5. Kolonne wirkten. Von Rauch arbeitete an den Zeitungen„Joms- burg“ und„Deutsches Archiv für Landes- und Volksforschung” mit. Sie wurden von der„Nord- und Ostdeutschen Forschungsgemeinschaft” herausgegeben- einem Zentrum des Kampfes gegen die östlichen Nachbarvölker Deutschlands. In den letzten Kriegsjahren stand die Forschungsgemeinschaft unter direkter Leitung des Reichssicherheitshauptamtes. Mit Artikeln, wie„Eine Polemik zur Judenfrage in Kurland“(in:„Jomsburg“, 1941) und„Zur Judenfrage in Ruf- land“(in:„Deutsche Post aus dem Osten“, Nr. 11, 1941), unterstützte und recht- fertigte von Rauch die Judenvernichtung der deutschen Faschisten. Von 1943 bis 1945 war er Dozent an der„Reichsuniversität” in Posen. Sie war von dem als Kriegsverbrecher gehängten„Generalgouverneur” der okku- pierten polnischen Gebiete, Frank, gegründet worden. Dort arbeitete von Rauch aktiv in der„Reichsstiftung für die deutsche Ostforschung“ mit und setzte seine ganze Kraft zur Rechtfertigung des Vernichtungsfeldzuges gegen die Völker der Sowjetunion ein. In diesem Sinne schrieb er auch sein Buch„Die Universität Dorpat und das Eindringen der frühen Aufklärung in Livland 1690 bis 1710”. Darin beschwört er mit„historischen“ Argumenten eine russische Gefahr und den„kulturvernichtenden Charakter der russischen Nachbarschaft“. In seinem Lebenslauf aus dem Jahre 1942 schrieb von Rauch:„Nachdem ich in den Jahren 1928/29 im Reich an Versammlungen der NSDAP teilgenommen hatte, schloß ich mich 1933 der nationalsozialistischen Bewegung in Estland an und habe mich am Aufbau der Ortsgruppe Dorpat beteiligt. Ich gehörte zur Kreisleitung Dorpat und war zeitweilig- noch ehe die Bewegung legal arbei- ten konnte— stellvertretender Kreisleiter in Dorpat... Als Parteianwärter habe ich mich 1939 am Aufbau der Parteiorganisation in Posen beteiligt und bin Presseamtsleiter einer Posener Ortsgruppe. Außerdem bin ich Mitglied des NS- Dozentenbundes und des NS-Altherrenbundes...“(Universität Posen, Reichs- universität) EIENERASISIEINTEIIESTRZARFR! Mit Georg von Rauch gehört er zu den Mitgliedern des„Wissenschaftlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an höheren Schulen in Schleswig-Holstein‘; Redecl Mat heu Orschung fische Bi Milie, Y ter-Instih, die alsfı Jen„Jon| ie Wurde gegeben- utschland; er direkte olemik zı ge in Rul und recht) Posen,$; der okkı| von Raul|) etzte sein:| die Volke Universiti bis 1710.|} sefahr und} ıchdem id genomme Estland ı ehörte zu egal ar: rärter hal gt und bi ed des!W or, Reid| Redecker Martin heute: chaftliche| -Holsteiti If Ordinarius und Direktor des Instituts für Pädagogik an der Kieler Universi- tät Ebenso wie Rauch trat Wilhelm in der Zeit des Faschismus als Antisemit und Rassenhetzer auf. So forderte er 1944,„Judentum und Freimaurerei gänzlich aus dem nationalen Leben auszusperren... Die grundlegende Bedeutung die- ser Tatsache für das europäische Geistesleben liegt auf der Hand. Sie wird noch dadurch unterstrichen, daß sich, je länger der Krieg dauert, um so unheim- licher der innere Zusammenhang zwischen dem jüdischen Weltbild und der vom Bolschewismus angestrebten Weltordnung offenbart.“(„Die kulturelle Kraft Europas im Kriege“, 1944) Der SA-Mann und Aktivist der NSDAP Wilhelm wurde 1934 als Redak- teur der„Internationalen Zeitschrift für Erziehung“ eingesetzt, nachdem der Kölner Professor Friedrich Schneider wegen seiner demokratischen Gesinnung aus der Redaktion entfernt worden war. Wilhelm wurde vom neuen Heraus- geber dieser Zeitschrift, Alfred Baeumler, in die Redaktion berufen. Baeumler war an der Berliner Universität Professor für politische Bildung und gleichzeitig„Reichsamtsleiter” beim„Beauftragten des Führers für die ge- samte geistige und weltanschauliche Erziehung der NSDAP. Er war der Initia- tor der faschistischen Bücherverbrennung. Wilhelm rechtfertigte das Vertrauen, das„Reichsamtsleiter” Baeumler in ihn setzte, und trat als radikaler Verfechter der faschistischen Erziehungsziele in der Zeitschrift auf. Im Jahre 1935 er- klärte er in einem Artikel: „Die führende Rolle in der(national-)sozialistischen Erziehung des deutschen Volkes kommt jedoch der SA und dem Arbeitsdienst zu... Die Schule ist immer noch mit liberalen Erziehungszielen belastet. Im Gegensatz dazu er- wachsen die SA und der Arbeitsdienst direkt aus dem Kampt der deutschen Jugend und jener Generation, die um eine Volkseinheit rang.“(„Internationale Zeitschrift für Erziehung“, 1935) Mit Artikeln wie„Ziele und Ergebnisse der nationalsozialistischen Erzie- hung“(1939) und„Rasse als Grundbegriff der Erziehungswissenschaft“ beein- flußte er die faschistische und antisemitische Erziehung in den Schulen. AUNEBISIEIVETTEEINIEPATAR: Mit Georg von Rauch und Theodor Wilhelm ist er der dritte Nazi-Ideologe im „Wissenschaftlichen Prüfungsamt für das Lehramt an höheren Schulen in Schles- wig-Holstein”; ferner Ordentlicher Professor und Prodekan der Theologischen Fakultät, Direktor des Theologischen Seminars und Direktor des Sozialethi- schen Instituts an der Kieler Universität Buntru Alfred heute: 302 Der in Bielefeld geborene Redecker zeichnete sich während der Nazi-Zeit als Antisemit im Talar des Priesters aus. Besonders bekannt wurde er durch seine Predigten im Goebbelsschen Rundfunk, in denen er beispielsweise 1939 veı- kündete: „Was im Weltjudentum und im Materialismus an satanischer Kraft der Zer- setzung sich zusammenballt, sehen wir allzu deutlich.“(„Rundfunkpredigten an der Universitätskirche Kiel“, 1939) Auch solche Schriften wie„Germanische Religion und der Religionsunterricht in der Schule”(1935) zeigen die geistige Haltung des„Theologen“ Redecker als einen Ideologen des Hitler-Regimes. Mit den Professoren von Rauch und Wil- helm übt er heute einen bestimmenden Einfluß auf den Lehrernachwuchs und damit auf das Bildungswesen Schleswig-Holsteins aus. SS-FÜHRER UND TSCHECHENFEIND Protessor an der Technischen Hochschule Aachen für Gewässerkunde, gewerb- lichen Wasserbau und Hydraulik Buntru war bis 1945 Rektor der von den Nazis usurpierten Karls-Universität und der Technischen Hochschule in Prag. Nachdem die deutschen Okkupanten die tschechischen Universitäten geschlossen hatten, waren die Karls-Universi- tät und die Technische Hochschule die wichtigsten faschistischen Bildungsein- richtungen in der besetzten CSR. Seit 1928 war Buntru an der Technischen Hochschule in Prag tätig. Dort wurde er zu einem Vertrauten des Führers der faschistischen 5. Kolonne in der CSR, Konrad Henlein. Buntru wurde von Henlein als einer von wenigen in alle strategischen Zielstellungen und taktischen Varianten der faschistischen Be- wegung eingeweiht. Als die Vorbereitungen der Annexion des Sudetengebie- tes beendet waren, wurde Buntru ins„Reich“ gerufen. Für seine Verdienste bei der Unterminierung der CSR wurde er zum Rektor der Technischen Hochschule Aachen ernannt. Himmler übernahm ihn als Untersturmführer im die SS. Nach der Okkupation der restlichen Teile der CSR konnte man auf Buntru, den„Tschechenspezialisten“, nicht verzichten. 1940 wurde er Rektor der deut- schen Technischen Hochschule Prag und 1942 Rektor der faschistischen Karls- Universität. Seine wichtigste Aufgabe bestand darin, diese beiden Institutionen völlig zu„germanisieren“ und die Voraussetzungen zur Liquidierung der tsche- chischen Intelligenz zu schaffen. Daß Buntru der geeignete Mann für diese Auf- gaben war, zeigen nachstehende Beurteilungen: Der„Reichsdozentenbundführer“, SS-Brigadeführer Dr. Schultze, schrieb: azi-2eit al durch Sein 1999 1er it der 7, kprediy, Suntenrid; edecker hund "Wuchs und de, gewert Univexsit )kkupanta Is-Univess ildungseir tätig. Dot onne ind igen inalt tischen& detengehit Verdienst Technische mführer! auf Bunt yr der dei chen Bas nstituton® gder her v diese At ge, san 1939:„Buntru ist mir im übrigen seit langer Zeit und als äußerst aktiver Natio- nalsozialist gut bekannt.“(Zentrales Staatsarchiv der CSSR Prag) In einem Schreiben vom 16. Oktober 1939 heißt es:„Buntru genieht sowohl das Vertrauen von Konrad Henlein als auch von Reichsdozentenbundführer SS-Brigadeführer Dr. Schultze.“(Ebenda) Im Jahre 1942 begannen die faschistischen Okkupanten in Prag mit dem Aufbau der sogenannten Reinhard-Heydrich-Stiftung. Über den Charakter dieser Stiftung sagte der SS-Hauptsturmführer und Professor an der faschisti- schen Karls-Universität in Prag, Dr. Bayer, in einem Rundfunkvortrag:„In ihren Grundzügen ist die neue Reichsstiftung ein Werk des gefallenen SS-Ober- gruppenführers Reinhard Heydrich.... Obergruppenführer Reinhard Heydrich hat der Reichsstiftung Aufgaben vor allem in den Ländern Böhmen und Mähren gewiesen...‘(Ebenda) Diese vom berüchtigten SD-Chef Heydrich konzipierte Einrichtung sollte an der„Germanisierung des böhmisch-mährischen Raumes” mitarbeiten und die Tschechoslowakei als Staat für immer auslöschen. Leiter dieser Stiftung wurde der inzwischen zum SS-Standartenführer emporgestiegene Buntru.(Der oben zitierte Hauptsturmführer Bayer war der persönliche Beauftragte des Kriegs- verbrechers Frank für den Aufbau der Stiftung. Nach 1945 arbeitete Bayer als Dozent an der Pädagogischen Hochschule in Flensburg.) Die tschechenfeindliche und antisemitische Haltung Buntrus geht auch aus folgenden Dokumenten hervor. Der Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD schrieb am 22. Juni 1942 an den SS-Gruppenführer Frank:„... Ich bin der Ansicht, daß das Kuratorium(der„Reinhard-Heydrich-Stiftung“- d. Hrsg.) selbstverständlich ausschließlich mit Vertretern deutscher Dienststellen besetzt werden muß6. Nichtdeutsche wissenschaftliche Einrichtungen sind auf die Dauer für Prag nicht tragbar... Weiter bin ich ebenfalls der Ansicht wie SS-Standar- tenführer Buntru, daß die Tschechen grundsätzlich aus den Vorständen aller Institute zu verschwinden haben...“(Ebenda) Am 3. Oktober 1939 schrieb Buntru an den„Reichsdozentenbundführer”: „Ich habe mich seit jeher zu einer grundsätzlich ablehnenden Einstellung zu dem Judentum bekannt.“(Ebenda) Den Einfluß, den dieser Antisemit und Tschechenfeind im faschistisch okku- pierten Prag hatte, zeigen auch seine Ämter als„Gaudozentenbundführer“ und „Ehrensenator“ der Karls-Universität, die er außer den beiden Rektorenämtern und dem Vorsitz der„Reinhard-Heydrich-Stiftung“ bekleidete. Für seine Ver- dienste bei der Unterdrückung des tschechoslowakischen Volkes und bei der Verwirklichung der„Germanisierungspolitik* machte Buntru eine glänzende SS-Karriere. Im Jahre 1938 wurde er als Untersturmführer in die SS übernom- men, sieben Jahre später war er SS-Oberführer im berüchtigten SD-Leitab- schnitt Prag. Dieser Leitabschnitt führte u. a. 1939 die Exekution aller Führer Gehlen Ah Arnold || heute: Mehnert Klaus a| heute: 304 der tschechischen Studentenschaft und die Einweisung von 1200 tschechischen Studenten in die KZ durch. VERHERRLICHT DEN MARSCH INS MASSENGRAB Ordinarius für Soziologie an der Technischen Hochschule Aachen Im Jahre 1934 wurde der zum Ordentlichen Professor ernannte Gehlen„Amts- leiter“ der faschistischen Dozentenschaft an der Leipziger Universität. In seiner Antrittsvorlesung verherrlichte er die„nationalsozialistische Bewegung, die die- sem Volke neue Auftriebe des Lebens und neue Ordnungen seines Daseins ge- geben hat“.(„Der Staat und die Philosophie“, Leipzig, 1935) Das von Gehlen entwickelte philosophische System vom„Elan vital“— der Leidenschaft, das Leben aufs Spiel zu setzen— eignete sich vorzüglich zur Vor- bereitung der deutschen Jugend auf den Marsch in die Massengräber des zwei- ten Weltkrieges. In diesem Sinne forderte er die Soldaten der Hitlerwehrmacht 1940 auf, tapfer zu kämpfen und ihr Leben zu wagen: „Die Tapferkeit ist die erste der germanischen Tugenden, die Getahr ist Lok- kung, und die anderen Tugenden, zumal Treue und Selbstbeherrschung sind nach ihr ausgerichtet.“(„Der Mensch. Seine Natur und Stellung in der Welt‘, Berlin 1940) Das Eroberungsziel des deutschen Imperialismus, für das die Soldaten tapfer kämpfen und mit Leidenschaft sterben sollten(„Elan vital“) formulierte Gehlen im Jahre 1935 in seiner Schrift„Deutschtum und Christentum bei Fichte“. Dort forderte er eine neue„Weltepoche... unter Führung der Deutschen“. Gehlens Hauptwerk„Der Mensch“, in dem er sein menschenverachtendes philosophisches System von„Elan vital” in der Nazi-Zeit darlegte, erschien 1950, 1955 und 1958 in nur unwesentlich veränderten Neuauflagen im Bonner Staat. BAPBIBIEINDERIO/DISERRIOPAEFAN DASSIBIERITEÄNETESEN Ordinarius und Institutsdirektor des Instituts für politische Wissenschaft an der Technischen Hochschule Aachen; Mitglied des„Beirates für Entwicklungs- hilfe“ beim„Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit“ Mehnert gehörte schon vor der Machtergreifung des Faschismus zu den aner- kannten„Osteuropaexperten“. Er war von 1931 bis 1933 Generalsekretär der „Deutschen Gesellschaft zum Studium Osteuropas“ und Schriftleiter der Zeit- schrift„Osteuropa“. Bis zum Ende des Jahres 1933 arbeitete Mehnert eng mit hechig en len„Amts t. In sein ng, die Hi Daseins j vital"- da ich zur Vo ar des zu; "wehrmat ahr ist Io schung sin der Wei Daten tapit erte Gehl ichte”, Dur erachtend: schien 1% onner St kenschalt€ htwicklung ku den a ekretär& er der 2 hert eng? dem Goebbels-Ministerium und dem faschistischen Auswärtigen Amt zusam- men. Da Mehnert in einigen taktischen Fragen des Kampfes gegen den Sozialis- mus und vor allem gegen die Sowjetunion andere Auffassungen hatte, fiel er zeitweilig bei den faschistischen Machthabern in Ungnade. Doch bald wieder wurde er zu einem wertvollen Propagandisten des faschistischen Deutschlands. In einem Schreiben des faschistischen Auswärtigen Amtes vom 19. Februar 1942 heißt es:„Klaus Mehnert... ging im Zusammenhang mit den gegen ihn ge- richteten Vorwürfen ins Ausland. Dort hat er in hohem Maße für uns gearbei- tet.“(Deutsches Zentralarchiv Potsdam, Botschaft China, Nr. 2072) Mehnert arbeitete als Korrespondent für extrem faschistische Blätter wie „Angriff“ und„Braune Post”. Im Jahre 1941 wurde er an die Botschaft Shanghai in die Informations- und Propaganda-Abteilung berufen. Auch die Gestapo wußte seine Arbeit für den deutschen Faschismus zu würdigen. Legationssekre- tär Baßler schrieb am 19. Februar 1942:„Wie ich von der Abteilung Inf. hörte, sind von der Geheimen Staatspolizei gegen seine Betätigung bei unserer Mis- sion keine Bedenken erhoben worden.“(Ebenda) Mehnert entwickelte sich mehr und mehr zu einem Vertrauensmann des faschistischen Auswärtigen Amtes im Fernen Osten.„Da der Zweck der Tätig- keit von Klaus Mehnert bei der Informationsabteilung darauf gerichtet war, der englischen und amerikanischen Propaganda entgegenzuarbeiten und für den deutschen Standpunkt zu werben, kann jetzt... eine so hochqualifizierte Kraft wie Klaus Mehnert zweckmäßiger eingesetzt werden.“(Ebenda) Als der kühne antifaschistische Kundschafter, der Vertreter der„Frankfurter Zeitung“, Dr. Richard Sorge, in Japan verhaftet wurde, suchte die oberste Nazi- Führung einen zuverlässigen Nationalsozialisten für diesen Korrespondenten- posten— er hieß Klaus Mehnert. Im April 1942 wurde er im Einverständnis mit dem„Reichspressechef” und der besonderen Fürsprache des Auswärtigen Amtes zum Ostasienkorrespondenten der„Frankfurter Zeitung“ ernannt und blieb gleichzeitig faschistischer Propagandaspezialist in der Shanghaier Ver- tretung des Ribbentropschen Auswärtigen Amtes. Für seine Verdienste als Vertrauensmann des faschistischen Auswärtigen Amtes und als Goebbels-Journalist wurde Mehnert noch am 5. März 1945„auf Vorschlag des Reichsaußenministers” mit dem Kriegsverdienstkreuz dekoriert. Mehnert nutzte seine im Sold der Nazi-Führung gesammelten Erfahrungen besonders zur Unterstützung der neokolonialistischen Politik des westdeutschen Imperialismus in den jungen Nationalstaaten Asiens. Raschhoter Hermann heute: 306 DIE RECHTE HAND DES KRIEGSVERBRECHERS-ERANE Stellvertretender Vorstand des Instituts für Völkerrecht und internationale Beziehungen der Universität Würzburg und Mitglied des Bremischen Staats- gerichtshofes; Leiter des„Rechts- und Staatswissenschaftlichen Arbeitskreises’ im Collegium Carolinum— einem Zentrum der imperialistischen Ostforschung und eine Einrichtung der„Sudetendeutschen Landsmannschaft“ Raschhofer war einer der engsten Mitarbeiter des„Staatsministers für Böhmen und Mähren und Reichsprotektors” K.H. Frank. Vielfältige Veröffentlichun- gen über Fragen des Nationalitätenrechts und der nationalen Minderheiten, vor allem in der CSR und in Osteuropa, mit denen Raschhofer seit Ende der zwan- ziger Jahre in Erscheinung trat, galten als beste Empfehlung für diese Tätig- keit. Damals wurde er zu einem der wichtigsten Propagandisten des Faschismus in Österreich und der Henlein-Bewegung im Sudetenland. Nach 1939 wurde er auf persönlichen Wunsch Franks an die Karls-Universität berufen und dort 1940 als Direktor des Instituts für Völkerrecht und Reichsrecht eingesetzt. Raschhofer bemühte sich, in seiner Arbeit für Frank die völkerrechtlichen Grundlagen zur Vernichtung des tschechoslowakischen Staates und seiner end- gültigen Einverleibung in das faschistische Deutschland zu schaffen. Auch für die Regierung des Satellitenstaates Slowakei verfaßte er völkerrechtliche Arbei- ten, u. a. für„Staatspräsident“ Tiso. Im August 1941 erhielt Raschhofer von seinem Duzfreund Frank folgende Beurteilung, die als Begründung für die Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes geschrieben wurde:„Raschhofer zeichnet sich als Völker- und Staatsrechtler durch eine umfangreiche publizistische Tätigkeit aus und hat wertvolle Bei- träge nicht nur zur Auseinandersetzung mit der Feindpropaganda, sondern auch zur Bekämpfung der tschechoslowakischen Staats- und Geschichtsauffassung geliefert.“(Zentrales Staatsarchiv der CSSR, Prag) In den Jahren 1942/43 gehörte Raschhofer der berüchtigten Einheit„Berg- mann” an, die unter Führung Oberländers stand, mit dem Raschhofer seit län- gerer Zeit bekannt war.(Über Oberländer siehe Kapitel: Die Verfechter der westdeutschen Revanchepolitik). Diese Sondertruppe wurde zu Diversions- akten im sowjetischen Hinterland und zu Massenhinrichtungen der sowjeti- schen Zivilbevölkerung eingesetzt. 1943 erhielt Raschhofer von Rosenberg den Auftrag, ein Studienmaterial über die bisherige Ostpolitik der faschistischen Besatzungsbehörden auszu- arbeiten. In diesem Material ging Raschhofer davon aus, daß die Vergrößerung des„deutschen Lebensraumes” gesichert werden müßte. Um den Widerstand der unterjochten Völker abzufangen, empfahl Raschhofer demagogischere Metho- den in der Besatzungspolitik. 939 wur und dur esetzt, echtlicher E end: . Auch fir che Arte: folgend: nstkreuzs atsrechtkı tvolle Bi ndern all auftassun heit„Bert er seitlär echter&£ Diversion er sonje! enmatent len ausz! | größer! erstand? ere Mei Anschließend wurde er von Frank zurückberufen, um eine Propagandakam- pagne anläßlich des 5. Jahrestages des Münchner Abkommens vorzubereiten. Die beiden nachfolgenden Dokumente zeigen, welche Bedeutung Raschhofer für die Spitzen des faschistischen Besatzungsregimes, den Reichsminister für die okkupierten Ostgebiete und Kriegsverbrecher Rosenberg und den Henker des tschechoslowakischen Volkes, K. H. Frank, hatte: „An Herrn 1. April 1943 Professor Raschhofter Prag XII Schwerinstraße 9 Lieber Raschhoter! Anbei übersende ich Dir einen Durchschlag meines Briefes an Reichsminister Rosenberg zur Kenntnisnahme. Ich hoffe, daß wir Erfolg haben. Im Kaiserhof zeigte mir Herr Hübel eine von Dir ausgearbeitete gedankliche Disposition über Fragen der Behandlung fremden Volkstums in Europa, die auf zwei Schreibmaschinenseiten niedergelegt war. Ich wäre Dir dankbar, wenn Du für mich persönlich eine Abschrift davon so rasch als möglich nach Prag senden würdest. Heil Hitler! Dein(Signum von Frank)“ (Zentrales Staatsarchiv der CSSR, Prag) „SS-Gruppenführer St. S. 136/43 1. April 1943 1.) An Herrn Reichsminister Rosenberg Berlin W 35 Kurfürstenstraße 134 Sehr verehrter Herr Reichsminister! Ihr Ministerium hat für den bei der hies. Deutschen Karls-Universität täti- gen Professor Dr. Raschhofer einen Antrag auf Bewilligung von Arbeits- urlaub zur Bearbeitungrechtlicher Grundfragen der zwischenvölkischen Ord- nung des besetzten Ostens eingereicht. Professor Raschhofer, der zu meinen langjährigen Mitarbeitern zählt, hat mir anläßlich seines Urlaubs die Ideen seiner Arbeit entwickelt. Die Arbeit wird unter anderem die nationalitäten- rechtlichen Erfahrungen aus den böhmischen Ländern, für die Raschhofer auf Grund seiner bisherigen Tätigkeit als Experte gilt, verwerten und be- rührt durch die Problemstellung und die in Vorschlag gebrachte Lösung Fragen meines Arbeitsbereiches. Ich nehme deshalb die Gelegenheit wahr, um Ihnen, sehr verehrter Herr Reichsminister, mein besonderes Interesse an dem Zustandekommen des Arbeitsurlaubes zum Ausdruck zu bringen %| ) j I v.d. Heydte Friedr. Aug. | heute: \ 308 und Sie zu bitten, sich der Angelegenheit im Sinne einer raschen Entschei- dung anzunehmen. Heil Hitler! Ihr sehr ergebener (Signum von Frank)“ (Zentrales Staatsarchiv der CSSR, Prag) 1944 fuhr Raschhofer im Auftrag der berüchtigten Einsatzgruppe H des SD: in die Slowakei, um Propagandamaterial für die Niederschlagung des Volks- aufstandes vom 29. August 1944 zu erarbeiten. Um eine Ausbreitung des Volks- aufstandes auf die anderen Gebiete der CSR zu verhindern, gab Raschhofer die Empfehlung, der Slowakei eine formale Selbständigkeit zu geben und die pro- deutschen und antisowjetischen Elemente zu stärken. Während SS-Gruppenführer und„Reichsprotektor” Frank nach der Zerschla- gung des Faschismus vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt wurde, ent- ging Raschhofer seiner gerechten Bestrafung. Ihm wurde in Westdeutschland. die Möglichkeit gegeben, als Hochschullehrer zu wirken und getreu seiner Ver- gangenheit die juristische Begründung für das neue Eroberungsprogramm. gegen unsere östlichen Nachbarvölker zu erarbeiten. Raschhofer hat einen großen Einfluß auf die„Sudetendeutsche Landsmann- schaft“. Die Führung dieser Revanchistenorganisation um den Bundesminister Seebohm und den Bundestagsabgeordneten und Präsidenten des„Bundes der Vertriebenen“ Wenzel Jaksch fordert die Annexion tschechoslowakischen Staatsgebietes und ein„Großdeutsches Reich” in den Grenzen von 1939. Grund- lage dieser Forderung sind nicht zuletzt die Irrlehren Raschhofers. IHRSTE)/BED)EUFESISOETEES[ OD AUBEIN EN EDIEIN EEO)D Ordentlicher Professor für Staats- und Völkerrecht an der Universität Würz- burg Bekannt wurde von der Heydte als Initiator der Polizeiaktion gegen den „Spiegel“. Am 1. Oktober 1962 erstattete der Strauß-Intimus von der Heydte „private“ Strafanzeige gegen das westdeutsche Nachrichtenmagazin wegen „Verrats von Staatsgeheimnissen“. Damit gab er den unmittelbaren Anstoß für die vom Bonner Kriegsministerium unter Leitung Strauß’ durchgeführte„Nacht- und Nebelaktion“ gegen diese Zeitschrift. Als Belohnung wurde von der Heydte am 22. Oktober 1962 als erster Reserveoffizier der Bundeswehr zum Brigade- general befördert. Im Mai 1965 mußte selbst der westdeutsche Bundesgerichts- hof die völlige Haltlosigkeit der Anzeige von der Heydtes feststellen. Ein politischer Denunziant war von der Heydte schon während der Nazi- Jerapl 'er Ha he SSR, Drag) des Volk des Yo, chhoferds| nd die pr, er Zerschh wurde, rt deutschlan] ‚seiner Ver Sprogramn rsitat Win I } gegen de der Heylt azın WeIE Anstoh ft hrte Nat | der Haydt m Briget hde sgend en, 5 d.der Zeit. Durch sein radikales faschistisches Auftreten machte er sich bei den Nazi- Behörden bemerkbar und spekulierte auf eine große Karriere. Er unterschrieb beispielsweise 1936 einen Brief an den Studienassessor Pülke und drohte ihm „andere Maßnahmen” für den Fall an, daß nicht in den nächsten Tagen das Zentralorgan der SS„Das Schwarze Korps“ im Katholischen Studentenheim in Münster ausgelegt würde. Im Jahre 1937 meldete sich von der Heydte freiwillig zur faschistischen Wehrmacht. Als Leutnant nahm er am Überfall auf Frankreich teil. Für seine barbarische Kriegsführung als Kommandeur einer Fallschirmjägereinheit er- hielt er 1941 von Göring das Ritterkreuz und für seine Kriegsverbrechen in der Sowjetunion, besonders vor Leningrad, das„Deutsche Kreuz in Gold.” Im Jahre 1944 kam für den inzwischen zum Oberstleutnant beförderten von der Heydte die große Stunde. Während der faschistischen Ardennenoffensive leitete von der Heydte den Sprungeinsatz der Fallschirmtruppen. Bei diesen Einsätzen kamen noch kurz vor Ende des Krieges Tausende deutscher Soldaten ums Leben. Selbst der eingefleischte Militarist und heutige Leiter der„Kame- radschaft Frankfurt“ des„Bundes ehemaliger Fallschirmjäger”, K. H. Wilhelms, bestätigte die militärische Sinnlosigkeit der Ardennenoffensive und die barba- rische Truppenführung von der Heydtes:„Obwohl er schon vorher klar erken- nen mußte, daß dieser Einsatz eine Katastrophe werde, führte er den Befehl ohne Rücksicht durch....“.(„Frankfurter Neue Presse“, 21. September 1954) Von der Heydte, der deutsche Soldaten rücksichtslos in den Tod jagte, brachte sich selbst in Sicherheit und wurde von Hitler mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz dekoriert. Obwohl es von der Heydte mehrfach geleugnet hat, geht aus den im Bayrischen Justizministerium liegenden Dokumenten eindeutig her- vor, daß er eifriges und aktives Mitglied der SS war. EIN SCHREIBTISCHMÖRDER Studienleiter an der„Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie des Industrie- bezirkes Bochum“; führender Volkswirtschaftler in der„Schlesischen Lands- mannschaft“ Seraphim stammt aus einer Familie, die sich seit Generationen mit der„wissen- schaftlichen“ Begründung der Eroberungspolitik des deutschen Imperialismus beschäftigt. 1937 wurde er in Königsberg Dozent und Stellvertretender Direktor des In- stituts für osteuropäische Wirtschaft. Dieses Institut unterstand nominell der Königsberger Universität, betrieb in Wirklichkeit jedoch Spionage- und Wühl- tätigkeit in den osteuropäischen Nachbarstaaten. 1941 rief man Seraphim an die 20 Braunbuch 310 Universität Greifswald. 1943 wurde er geschäftsführender Direktor des auf seine Initiative gegründeten„Oder-Donau-Instituts“. Das Institut hatte die Auf- gabe, genaue Unterlagen über die Wirtschaft Südeuropas in Form„vertraulicher Berichte“ zur besseren Versorgung der faschistischen Wehrmacht zu beschaffen. Mit einer großen Anzahl von Aufsätzen und Büchern unterstützte Seraphim die faschistische Rassentheorie. 1938 veröffentlichte er ein groß aufgemachtes antisemitisches Werk:„Das Judentum im osteuropäischen Raum”. In diesem Buch nimmt er zur gesamten jüdischen Bevölkerung im osteuropäischen Teil der Sowjetunion, in Polen, Lettland, Litauen, Ungarn, Rumänien und in derÖSR Stellung. Statistiken gaben darüber Auskunft, wie sich die jüdische Bevölkerung altersmäßig, sozial und beruflich zusammensetzte. In umfangreichem Karten- material wurde der genaue„Standort“ der Juden festgestellt. Seraphim lieferte damit detaillierte Unterlagen zur„Endlösung der Judenfrage”. Mit diesem Buch hatte er sich als Experte für„jüdische Probleme“ qualifiziert und hielt als einer der ersten am neugegründeten„Institut für deutsche Ostarbeit“ in Krakau einen Vortrag über„Die Juden in Polen”. Er beeinflußte wesentlich den Charakter dieses Instituts, dessen Präsident der Kriegsverbrecher Hans Frank war. Als 1941 das„Institut zur Erforschung der Judenfrage“ von Alfred Rosenberg als Außenstelle der„Hohen Schule der NSDAP“ in Frankfurt/M. gegründet wurde, trug Seraphim als Korrespondierendes Mitglied dieses Instituts auf einer Arbeitstagung(26. bis 28. März 1941) seine Thesen zur Judenfrage vor. Hier prägte er den Begriff„jüdischer Volkstod“ und bot drei Thesen zur Durch- setzung seiner Theorie an: 1. Die Dissimilierung ohne räumliche Ausgliederung aus dem Gastvolk. 2. Die Ghettoisierung in einem Teil Europas. 3. Ihre Entfernung aus Europa durch eine planmäßige Umsiedlungsaktion. Bei der Begründung seiner Thesen ging Seraphim von der wirtschaftlichen Überlegung aus, daß„in Osteuropa... der Jude durch Rechtsprechung und Verwaltungsmaßnahmen in dem Tempo in den Städten durch Nichtjuden zu er- setzen sei, als qualifizierte Nichtjuden für diesen Einsatz zur Verfügung stehen. („Weltkampf“, 1941, 1/2, S. 44 f.) Alle diese Pläne gingen von der Überlegung aus, die Juden zu beseitigen und leisteten ihrer physischen Vernichtung Vorschub. 1941 arbeitete Seraphim als Oberkriegsverwaltungsrat der Rüstungsinspek- tion Ukraine an der„Endlösung der Judenfrage” mit. Zur gleichen Zeit war er Chefredakteur der Zeitschrift„Weltkampf“, dem zentralen Organ des Anti- semitismus in Deutschland. Seraphim gehört wie Globke zu jenen Schreibtischmördern, die in Bonn straf- frei ausgehen. Bis heute hat er sich noch nicht von seinen antisemitischen Theo- rien und Praktiken distanziert. In seiner Funktion als Studienleiter hat er maß‘ geblichen Einfluß auf die Erziehung der künftigen Beamten des Bonner Staates. [u Hi Reinh heu N des auf € die Ay rauliche eschaffen Serapin gemacht; In dien schen Ti in der(h} -völkerun m Karır- im liefert jesem Bıd It als ein rakau ein } Charakter Ik war, Al senberg al hdet wurd: b auf ein je vor. Hit zur Dur astvolk, |gsaktion. schaftliche echung u juden zut Jung stehet beseitigt ungsinspf Zeit ware hat er ner Sta2® Bonn st ischen Tr Höhn Reinhard heute: SS-FÜHRER UND KRONJURIST HIMMLERS Geschäftsführender Präsident der„Akademie für Führungskräfte der Wirt- schaft“, Bad Harzburg, mit einem Jahresgehalt von 64000 DM; außerdem ist er Geschäftsftührender Präsident der„Deutschen Volkswirtschaftlichen Gesell- schaft e.V.“ Während der Zeit des Faschismus war Höhn einer der engsten Mitarbeiter des„Reichsführers SS“ und Hauptkriegsverbrechers Himmler für staatsrecht- liche Fragen. Im Oktober 1935 wurde Höhn Direktor des Instituts für Staatsforschung der Universität Berlin und gleichzeitig bis 1938 Abteilungsleiter 2 der Hauptabtei- lung II des SD-Hauptamtes im berüchtigten Reichssicherheitshauptamt. In die- ser Stellung zeichnete er für die totale Bespitzelung aller Berichte des öffent- lichen Lebens in Hitlerdeutschland verantwortlich. Über die Aufgaben des Instituts für Staatsforschung schreibt Höhn am 7. Juni 1939:„Mein Institut hat von maßgebenden Staats- und Parteistellen die Aufgabe erhalten, die praktische Rechtsgestaltung im NS-Staat von der wissen- schaftlichen Seite näher zu unterstützen.”(Universitätsarchiv Berlin) Die Erarbeitung staatsrechtlicher Grundlagen für das Okkupationsregime in den faschistisch besetzten Gebieten gehörte ebenfalls zum Aufgabenbereich die- ses Instituts. Das geht aus einer Beurteilung Höhns über seinen Mitarbeiter Hofmann hervor, der vor dem Überfall auf die Sowjetunion ein„umfangreiches Gutachten über Organisation und Aufbauprobleme der Verwaltung der UdSSR“ ausgearbeitet hatte. Dort heißt es:„Er(Hofmann—- d. Hrsg.) konnte ausgezeich- nete Lösungen der Wege und Probleme entwickeln, mit denen die deutsche Militär- und Zivilverwaltung nach der militärischen Besetzung zu rechnen hätte.“(Universitätsarchiv Berlin) Seit 1939 arbeitete dieses Institut fast ausschließlich für Himmler. In einem Schreiben der Reichsführung-SS heißt es:„Der Direktor des Instituts für Staats- forschung an der Universität Berlin und sein wissenschaftliches Personal sind zur Dienstleistung im Rahmen der wissenschaftlichen Aufgaben des Institutes für den Reichsführer-SS und Chef der deutschen Polizei während des Krieges beordert worden.”(Ebenda) Aus einem Arbeitsbericht Höhns vom 22. Juni 1940 geht die große Bedeu- tung dieses Instituts für den faschistischen Terrorapparat hervor: „Auf Grund dieser Beorderung bearbeitet das Institut seit dem 1. September 1939 eine Reihe vom Reichsminister des Innern und vom Chef der Sicherheits- polizei und des SD übertragener Aufgaben. Bisher sind zur Erledigung gelangt: 1 Entwurf eines Gesetzes mit ausführlicher Begründung, 3 Entwürfe von Verordnungen mit ausführlicher Begründung, 312 6 ausführliche Untersuchungen über den Aufbau der Staatsorganisation fremder Staaten, 20 Berichte aus dem Arbeitsbereich des Chefs der Sicherheitspolizei aut dessen Anforderung, 16 Berichte aus dem Aufgabenbereich des Reichsführers SS, 12 eingehende Berichte zu Einzeltragen der Kriegsverwaltung.“(Ebenda) Höhn war auch für den Initiator, Autor und Kommentator der Judengesetze, Stuckart, unentbehrlich.(Siehe Tafel 48, Schreiben vom 11. Dezember 1939, Universitätsarchiv Berlin) In ungezählten Veröffentlichungen trat Höhn als faschistischer Staats- und Verwaltungsrechtler auf. So schrieb er über das Wesen des NS-Staates:„Es wird nicht mehr regiert, es wird geführt... In unserem Staat als Organ des Führers wird befohlen und gehorcht.... Parlamentsbeschlüsse und Abstimmun- gen sind überholt, es werden Entscheidungen gefaßt und ausgeführt.“(„Die Wandlung im staatsrechtlichen Denken‘, Hamburg, 1934) Noch 1944 legte er seine Ansicht über den Eid auf den Führer dar: ‚Im Schwur aut den Führer kommt nicht nur der Gedanke zum Ausdruck, dab der Soldat ähnlich wie in der Monarchie einen Herrn besitzt, sondern die Ver- pflichtung auf die nationalsozialistische Idee, als deren Exponent der Führer dem Soldaten entgegentritt. Als politischer Willensträger seines Volkes schwört der Soldat dem Führer, militärisch diese Weltanschauung zu verteidigen... Der Eid auf den Führer verpflichtet nicht nur zu Lebzeiten des Führers, sondern über dessen Tod hinaus zu Treue und Gehorsam gegenüber der nationalsozia listischen Idee und damit gegenüber dem neuen von der Bewegung gestellten Führer.“(„Das Reich“, Berlin, 1. Oktober 1944) Höhn war Vorsitzender des Ausschusses für Polizeirecht an der von dem Kriegsverbrecher H. Frank gegründeten Akademie für Deutsches Recht. Für seine ‚Verdienste‘ machte Höhn auch alsSS-Mann Karriere: Er warSS-Brigade- Führer, Träger des„Ehrendegens des Reichsführers SS“ und wurde 1945 zum Generalleutnant der Waffen-SS ernannt. Neofaschismus in Millionenauflage Bei der ideologischen Beeinflussung der westdeutschen Bevölkerung gewinnen die neonazistischen und militaristischen Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und Filme sowie die Sendungen des Rundfunks und Fernsehens immer größere Be deutung. Wenn der Hitlersche Blutjurist und heutige Bonner Innenminister Höcherl erklärt, der Einfluß der neofaschistischen Propaganda sei zurückgegan gen, so ist das eine bewußte Irreführung der Öffentlichkeit. Der gefährliche Einfluß dieser Publikationsmittel läßt sich nicht allein an den 7 gaNisaf, Spolize; ul Ebendı) 1dengexeh; ember 9 Staats: un! Staates:} s Organd: Abstimm, führt‘() usdruch,d dern die): It der Fühn olkes schu rteidigen ters, sonl ationalsı ng geskl! der vond& 5 Recht, hr SS-Brigis de 19522 ng gen ‚ Bücher? br größer? Höhen der Auflagen einiger Verlage messen. Er ist vor allem in den Blättern solcher Monopole der„öffentlichen Meinungsbildung“ wie des Springer-Kon- zerns, in den Programmen von Funk und Fernsehen sowie in der westdeutschen Filmproduktion deutlich sichtbar. Die westdeutschen Massenmedien haben sich die Theorien der Neonazisten längst zu eigen gemacht. Tagtäglich ist die west- deutsche Bevölkerung dieser Flut des Chauvinismus und Revanchismus ausge- setzt. Die nachfolgenden Beispiele sind nur eine kleine Auswahl aus der Zahl von weit über 100 militaristischen, faschistischen und revanchistischen Verlagen Westdeutschlands. Einige Verlage und Zeitschriften haben sich auf die Erhaltung und Verbrei- tung militaristischen und faschistischen Gedankengutes spezialisiert. MEBTIERRTICHT HITLERS RAUBZÜGE Im G. Braun-Verlag, Karlsruhe, erscheint die Zeitschrift„Alte Kameraden“. Sie ist das Zentralorgan von etwa 50 militaristischen Traditionsverbänden und neben der„Deutschen National-Zeitung und Soldaten-Zeitung“ eines der meist- gelesenen militaristischen Blätter in Westdeutschland. Verantwortlicher Redak- teur dieser Zeitschrift ist der Oberst der Nazi-Wehrmacht, Rudolf Böhmler. Das SS-Organ„Der Freiwillige“ bescheinigt ihm:„Rudolf Böhmler.... ist uns als Freund und Verteidiger der Rechte der Soldaten der ehemaligen Waften-SS seit langem wohlvertraut.“(„Der Freiwillige“, 11/1963) Die seit 13 Jahren erscheinende Zeitschrift mit ihrem Beiblatt„Der Deutsche Fallschirmjäger“ stellt die Vernichtungsfeldzüge der faschistischen Wehrmacht und die Überfälle auf friedliche Völker als Beispiele soldatischer Zucht und Tu- gend dar, und er empfiehlt sie der Bundeswehr als Vorbild. „Kriegserlebnisse“ dieser Art bilden den größten Teil des Verlagsprogram- mes, z.B.: Egon Denzel,„Angriff am Wolchow“(Heft 1/60); E. A. Wichers,„Der Iwan kam über den Ilmensee“(Heft 6/60); Werner Haupt,„Die Uhren zeigten 3 Uhr 05. Die Heeresgruppe Nord am 22. Juni 1941“(Heft 6/61); G. Teschner, „Vormarsch nach Bessarabien“(Heft 11 und 12/61). DAS ZENTRALORGAN DER MILITARISTEN Die„Deutsche National-Zeitung und Soldaten-Zeitung”(NZ) ist die größte mili- taristische und neonazistische Wochenzeitung in Westdeutschland. Herausgeber und Verleger ist der Neofaschist und Inhaber der„Deutschen Soldaten-Zeitung Verlags GmbH“, Gerhard Frey. Gedruckt wird dieses Blatt in der Druckerei von 314 Johann Evangelist Kapfinger, dem Intimus und Skandalkomplicen des gestürz- ten Kriegsministers Strauß. Die Zeitung ist zu einem Zentralorgan aller ultra- rechten neonazistischen Kräfte in Westdeutschland geworden und diffamiert jede Regung für eine realistische Politik. So forderte der SS-Mann und Fall- schirmjäger-Offizier der Nazi-Wehrmacht, von der Heydte, hohe Zuchthaus- strafen für„Verzichtpolitiker“, womit jene Kräfte gemeint sind, die normale Beziehungen mit den Nachbarvölkern im Osten und Südosten Europas anstre- ben. Mit besonderem Eifer setzt sich dieses Blatt für eine Generalamnestie für die Nazi- und Kriegsverbrecher ein. Der Hauptkriegsverbrecher und ehemalige „Stellvertreter des Führers“, Hess, wird als„Gefangener des Friedens“ bezeich- net. Unter der Schlagzeile„Die Justiz ist keine Hure“ wird in Nr. 5/64 der Frei- spruch des SS-Sturmbannführers Erich Deppner, der u.a. 65 sowjetische Kriegs- gefangene ermorden ließ, als eine„Wende in den Kriegsverbrecherprozessen" gefeiert. Die NZ gibt zwei Beiblätter mit spezieller revanchistischer Zielstellung her- aus:„Schlesische Rundschau” und„Der Sudetendeutsche”. Neben dem immer stärker werdenden Einfluß, den dieses Blatt auf die Revanchistenorganisationen ausübt, ist auch ihr Leserkreis in der Bundeswehr angestiegen. SPRACHROHR DER SS In Osnabrück erscheint seit 1955 das Zentralorgan der HIAG,„Der Freiwillige”, im gleichnamigen Verlag. Die HIAG ist die Organisation der ehemaligen An- gehörigen der Waffen-SS. Führenden Einfluß auf die HIAG und ihr Sprachrohr haben die SS-Generäle Felix Steiner, Kurt Meyer, Paul Hausser und Herbert ©. Gille. „Der Freiwillige” sieht seine vordringlichste Aufgabe darin, die Waffen-S$ zu rehabilitieren und ihre Verbrechen gegen die Völker Europas zu rechtfer- tigen. Das Blatt feiert die Waffen-SS als„Elite-Truppe“ des deutschen Faschis- mus und als Vorkämpfer einer antikommunistischen Vereinigung Europas unter: der Herrschaft des deutschen Imperialismus:„In den soldatischen Gedenktateln Europas wird der Name der Waften-SS nicht ausgelöscht werden.”(„Der Frei- willige“, Nr. 11/63) Neben der Rehabilitierung der Waffen-SS, die in der Bundesrepublik prak- tisch vollzogen ist, sieht„Der Freiwillige” seine Aufgabe im Kampf gegen die „alten Feinde”, die Widerstandskämpfer ganz Europas:„Aber wenn man unsere Unruhe, unser Unbehagen über die doch noch zweitellos unvollendete Demo- kratie damit beantwortet, daß man die Aussprache unter uns als staatsgefähr- dend betrachtet, wenn man unseren Ehrendienst vor dem Ansturm kommunisti- 88 gestün,. aller uhr. Affair ı und Fa, Zuchthau, ie Normal Pas anıhı- Ste fürdi: ehemalig: 15° bezeid- 04 der Fr: che Krieg Prozessen‘ tellung her dem immer anisationen reiwillige aligen Ar Sprachit nd Herbet b Waffen zu rechter hen Fastıi ropas untl odenktalh (‚Der ku hublik pet pf gegel i | man unse" dete Da" asp" nm scher Partisanenorganisationen als staatsgefährdend erklärt, dann ist die Ge- rechtigkeit und Freiheit der Demokratie aufs Spiel gesetzt, und Gott möge denen gnädig sein, die sich nicht gescheut haben, uns der VVN und FIR(Orga- nisationen der Widerstandskämpfer— d. Hrsg.) zum Fraße hinzuwerten.“(„Der Freiwillige“, Nr. 8/63) Die Henker von Lidice, Oradour, Malmedy und des Warschauer Ghettos in der Uniform der Waffen-SS bezeichnen sich als Vorkämpfer für Demokratie und Freiheit und nennen die Bundesrepublik„ihren“ Staat. Bekannte Schrift- steller und Publizisten in Westdeutschland, wie Blöcker, Böll, Geissler, Gross und Kuby, sind Ziele der wütenden Hetze. Das Schaffen dieser Schriftsteller wurde als„fortschreitende literarische Verwahrlosung“ bezeichnet. Weiter schreibt„Der Freiwillige”:„Die Übereinstimmung von wirklichem Geist und wirklichen echten Führungsprinzipien einer Demokratie ist verlorengegangen. In solchen Zeiten gewinnen die Ratten an Macht und Raum.“(„Der Freiwillige”, Nr. 9/61) KORSPEIGISIVIERR BREICHTE RT ATS AUTOREN Das Programm des Schild-Verlages wird zum größten Teil durch die Heraus- gabe von Büchern über die Waffen-SS und die faschistische Wehrmacht be- stimmt. So erschienen in diesem Verlag, dessen Eigentümer der ehemalige NSDAP-Kreisleiter Damerau ist, u. a. folgende Bücher: von dem von den Alliierten zum Tode verurteilten und später begnadigten SS-General Kurt Meyer das Buch„Grenadiere“; von SS-Hauptsturmführer und Gaupresseamtsleiter in Wien, Kernmayr, 1961 das Buch über den Raubzug des deutschen Faschismus in der Ukraine,„Das goldene Feld“; von dem Panzerinspizienten der Bundeswehr, Oskar Munzel, das aus dem Nachlaß des faschistischen Generals Guderian geschriebene Buch„Panzer marsch”; von dem SS-Untersturmführer Greil 1958„Die Wahrheit über Malmedy“ und 1959„Die Lüge von Marzobotto”. Beide Bücher dienten der Rechtfertigung der furchtbaren Blutbäder, die die Waffen-SS in diesen Orten angerichtet hatte. Während Kriegsverbrecher rehabilitiert werden, diffamiert man die einsich- tigen Kräfte und die Helden des Widerstandskampfes innerhalb der faschisti- schen Wehrmacht als Verräter. So erschien von Peter Straßner das Machwerk: „Verräter- ‚Nationalkomitee Freies Deutschland‘— Keimzelle der ‚DDR'“. Seit 1953 erscheint im Schild-Verlag der„Deutsche Soldatenkalender”, der sich vor allem an die Mitglieder der etwa 600 militaristischen Traditionsver- bände und an die Soldaten und Reservisten der Bundeswehr wendet. Die Bei- 316 träge und„Geleitworte” dieses Kalenders werden fast ausschließlich von Gene- rälen der faschistischen Wehrmacht geschrieben. So zeichnet für das„Geleit- wort” der Ausgabe von 1963 der Hitlernachfolger und Hauptkriegsverbrecher Dönitz verantwortlich. NAZI-IDEOLOGIE FÜR DIE JUGEND Unter den westdeutschen Verlagen, die militaristisches und faschistisches Ge- dankengut besonders für die Jugend in Form von Groschenheften in großer Zahl und hoher Auflage verlegen, sei hier nur der Pabel-Verlag in Rastatt/Baden genannt. Mit 20 verschiedenen Serien und einer monatlichen Auflage von meh- reren Millionen Exemplaren ist er der größte Groschenheftproduzent in West- deutschland. Seit 1957 erscheinen die berüchtigten„Landser”-Heftserien: „Der Landser“, der seit 1957 zunächst 14täglich, aber seit Oktober 1958 wöchentlich erscheint. Im März 1964 erreichte die Serie Heftnummer 310. „Der Landser-Großband”, der später„Landser-Sonderband“ genannt wurde. Von dieser Reihe gab es im März 1964 schon 136 Hefte. „Der Landser— Ritterkreuzträger erzählen“, erscheint seit Sommer 1959 mo- natlich und zählte bis zum März 1964 137 Hefte. In den letzten Jahren erschienen im Pabel-Verlag außerdem Bücher, in denen der Krieg und der faschistische Militärapparat gepriesen werden. Autoren sind u. a. der Nazi-Offizier Günther Fraschka sowie der Österreichische Faschisten- führer und Kulturreferent des Reichspropagandaamtes, Graf Bossi-Fedrigotti. REVANCHEFORDERUNGEN ALS VERLAGSPROGRAMM Um die Gebietsansprüche der Bundesregierung und der„Landsmannschaften” zu propagieren, wurden besondere Verlage geschaffen. Die Forderung nach Wiederherstellung des„Großdeutschen Reiches“ bestimmt den Inhalt ihres Ver- lagsprogramms. Solche Verlage sind u. a. der Heimreiter-Verlag und der Klin- ger-Verlag. Der Leiter des Frankfurter Heimreiter-Verlages ist Ernst Frank, ein Bruder des als Hauptkriegsverbrecher verurteilten faschistischen„Reichsprotektors” von„Böhmen und Mähren“. Ernst Frank war maßgeblich an der Vorbereitung der Annexion des Sudeten- gebietes beteiligt und erhielt dafür 1938 die„Sudetenmedaille“. Nach der Anne- xion war er NS-Hauptschriftleiter und Kreishauptamtsleiter der Nazi-Partei. Ernst Frank entwickelte den Heimreiter-Verlag zum Sprachrohr der Propa- ganda-Zentrale der„Sudetendeutschen Landsmannschaft“,„Witikobund“. von Gen|| ‚as„Gelci verbrech, tisches(; in große Statt/ Bad je von mel: nt in Wes: ttober 195} r 310, annt wurd r 1959n: er, in dena ıutoren sin Faschister j-Fedrigeti MM nnschaften Jerung nal tihres Ter d der Klir ein Bruck! ‚protektoß les Sudeit Ih der Ant NaziPatt der Prof hund‘ In diesem Verlag erscheinen u. a. die„Beiträge des Witikobundes zu den Fra- gen der Zeit“. Autoren sind solche belastete Nazis wie der NSDAP-Gauhaupt- stellenleiter der Gauleitung Reichenberg, Seiboth, der heute unter dem Tarn- mantel des Selbstbestimmungsrechts seine revanchistischen Gebietsforderun- gen stellt. Einen Teil des Verlagsprogramms nehmen auch solche revanchisti- schen Zeitungen ein wie der„Sudetendeutsche Turnerbrief“, für dessen Inhalt der SA-Führer Welwarski verantwortlich zeichnet. Hergestellt wird dieses Blatt in der Druckerei des ehemaligen Nazi-Kreisleiters und Antisemiten Tins. Als Buch-Autoren treten vor allem der SA-Sturmbannführer und NS-Schrift- steller Rudolf Jahn(er veröffentlichte u. a. 1938 ein Buch über den Kriegsver- brecher Konrad Henlein) und Ernst Frank auf. Frank veröffentlichte u.a.: „Heimat ohne Vaterland“, einen Gegenwartsroman;„Leidenschaftliches Eger- land”;„Grenzen der Freiheit“, Gedichte und Szenen. MONENZAZTSIBENZGIEIEITSTERT: Zu den führenden Männern des in München ansässigen Klinger-Verlages ge- hören die Aktivisten der Sudetendeutschen Nazipartei und später der NSDAP, Karl Jungschaffer und Erich Maier. Vor 1945 waren beide in der Verlagsleitung bzw. Redaktion des Gauorgans der NSDAP-Gauleitung Reichenberg,„Die Zeit”, tätig. In diesem Blatt schrieb Maier in einer Artikelserie:„So besudelten Juden im Hintergrund die Ehre des deutschen Soldaten, so brachten sie es zu- stande, die Stimmung in der Heimat zu erschüttern und so die Voraussetzung für den Zusammenbruch zu schaften.“(„Die Zeit“, 1939) Daß Maier seine Gesinnung nicht geändert hat, zeigt ein Artikel in der vom Klinger-Verlag herausgegebenen Revanchistenzeitschrift„Vertriebenen-Anzei- ger“. Unter der Überschrift„Wie lange noch ‚Kriegsverbrecher‘-Prozesse?“ for- derte er am 1. September 1959 eine Generalamnestie für alle Nazi- und Kriegs- verbrecher. Zu den Verlagsobjekten des Klinger-Verlages gehört auch die mit Bundes- mitteln subventionierte Zeitschrift„Wehr und Heimat“. Der faschistische Über- fall auf Polen wird in dieser Zeitung, die vor allem für die Jugend heraus- gegeben wird, wie folgt beschrieben:„Am 1. September 1939: Die Gewehre waren losgegangen, der Feldzug gegen Polen und damit der zweite Weltkrieg hatte begonnen... Es sei hier noch vermerkt, daß von einem deutschen ‚Über- fall’ auf Polen nicht gesprochen werden kann... Führung und Truppe der Wehrmacht hatten in diesem Feldzug ihr Bestes geleistet, um ihn zu einem frü- hen, siegreichen Abschluß zu bringen.“(„Wehr und Heimat“, Nr. 9/1959) Die Gefährlichkeit dieser neonazistischen Beeinflussung ist nicht zu über- sehen; die Auswirkungen im Denken der westdeutschen Bevölkerung sind 318 heute schon erschreckend. Bereits 1958 warnte der SPD-Abgeordnete, Ulrich Lohmar, in einer Bundestagssitzung: „Dieser aggressive Nationalismus ist aus sich heraus... allein nicht zu erklä- ren. Damit eng verbunden ist eine abendländische Kreuzzugsideologie...” (Heinz Brüdigam,„Der Schoß ist fruchtbar noch“, Röderberg-Verlag) Der Bonner Staat aber forciert diese Ideologie, weil sie seinen aggressiven Plänen dient. Braune Professoren und NS-Ideologen in Westdeutschland Abel, Wilhelm vor 1945: Lehrtätigkeit an der Universi- tät Königsberg. Während des Krieges lei- tender Mitarbeiter im„Einsatzstab Rosen- berg“, dort vor allem in Frankreich an Kriegsverbrechen beteiligt. Steht auf der Kriegsverbrecherliste der Ver- einten Nationen unter Nr. Frankreich A.— 16/182 nach 1945: Dekan der Landwirtschaft- lichen Fakultät der Universität Göttingen Aubin, Hermann vor 1945: Professor für mittelalterliche und neuere deutsche Geschichte und für Geschichte Osteuropas. Universitätsprofes- sor in Bonn, Gießen und Breslau. Gehörte zu den ideologischen Wegbereitern Hitlers, vertrat die Ostexpansion des deutschen Im- perialismus; Mitarbeit im Vorstand der Nord- und Ostdeutschen Forschungsgemein- schaft— dem Zentrum des Kampfes gegen die östlichen. Nachbarvölker Deutschlands nach 1945: Honorarprofessor in Frei- burg/Br.. Langjähriger Präsident des „Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrates“, einem Zentrum des westdeutschen Revan- chismus. Aubin ist der Nestor der imperialistischen deutschen Ostforschung Berber, Friedrich vor 1945: Juristischer Berater des Kriegsverbrechers Ribbentrop, führender faschistischer Völkerrechtler. 1936-44 stellvertretender Direktor des Instituts für auswärtige Politik, Hamburg. Seit 1936 Mitglied der von Frank gegrün- deten extrem faschistischen Akademie für Deutsches Recht. Umfangreiche publizisti- sche Tätigkeit zur Konzipierung und Recht- fertigung der faschistischen Außenpolitik nach 1945: Seit 1954 o. Professor für Völkerrecht, Öffentliches Recht und Rechts- philosophie und Vorstandsmitglied des In- stituts für Völkerrecht der Universität Mün- chen Boehm, Max Hildebert vor 1945: Seit 1933 förderndes Mitglied der SS. Begründer der faschistischen„Volks- tumssoziologie” und„Grenzlandkunde“, füh- render Ideologe der faschistischen 5. Ko- lonne. Seit 1933 Lehrstuhlleiter an den Uni- versitäten Berlin und Jena nach 1945: Leiter der„Ostdeutschen Akademie”, Lüneburg,— einem ideologi- schen Zentrum des Revanchismus. Präsident des revanchistischen„Nordostdeutschen Kul- turwerkes” Bosch, Werner vor 1945: 1942-43 in der Wirtschafts- inspektion der faschistischen Heeresgruppe Mitte, beteiligt an der ökonomischen Aus- plünderung sowjetischer Gebiete, von 1943 bis 1945 im Planungsamt des Kriegsverbre- chers und Rüstungsministers Speer als Hauptabteilungsleiter für die Deportation der Zivilbevölkerung der besetzten Gebiete als Zwangsarbeiter nach Deutschland und den Einsatz von Kriegsgefangenen in der faschistischen Rüstungsindustrie verantwort- lich. Seit 1934 Mitglied der SS, zuletzt SS-Unter- sturmführer nach 1945: apl. Professor für Volks- wirtschaftslehre an der Universität Mainz, Mitglied im Forschungsbeirat des Mende- Ministeriums Groß, Hermann vor1945: 1939-45 Leiter der volkswirt- schaftlichen Abteilung der Zweigstelle Wien des Giftgas-Konzerns IG-Farben. Erkundete die wirtschaftliche Ausplünderung der Staa- ten Südosteuropas fschlan! glied des versität Min: ndes Mitglii ischen ‚Volt 1dkunde‘ fit tischen 5. Rt >r an den Uhr lomischen jete, von IH Kriegsverit der yolksı! heigstell| k 319 Seit 1933 Mitglied der SA, seit 1936 Mitglied der faschistischen Deutschen Akademie nach 1945: Osteuropa-Experte auf wirt- schaftlichem Gebiet, apl. Professor für wirt- schaftliche Staatswissenschaft an der Uni- versität Kiel Grundmann, Günther vor 1945: Als führender faschistischer Kunsthistoriker beteiligt am Raub polni- scher Kunstgegenstände während des 2. Weltkrieges, trat mit antisemitischen Schrif- ten hervor nach 1945: Präsident des„Johann- Gottfried-Herder-Forschungsrates”, führen- der westdeutscher Kunsthistoriker. 1959 Großes Bundesverdienstkreuz Jankuhn, Herbert vor 1945: Faschistischer Professor für Ur- und Frühgeschichte in Rostock, SS- Obersturmbannführer im persönlichen Stab des„Reichsführer SS“ Himmler. Träger des „Totenkopfringes“ der SS nach 1945: o.Professor in Göttingen, Mitglied im„Johann-Gottfried-Herder-For- schungsrat” Jordan, Pascual vor 1945: Professor für theoretische Physik in Rostock und Berlin, Kriegspropa- gandist, fanatischer Ideologe des faschisti- schen Systems nach 1945: Seit 1947 an der Universi- tät Hamburg, 1957-61 Mitglied der CDU- Fraktion im Bundestag, Verfechter eines Atomkrieges Keyser, Erich vor 1945: Historiker und Staatsarchiv- rat in Danzig. Vertrauensmann der illegalen „Nord- und Ostdeutschen Forschungsge- meinschaft“, bereitete die Okkupation Dan- zigs und polnischer Gebiete durch den deut- schen Faschismus mit vor nach 1945: Direktor des„Johann-Gott- fried-Herder-Instituts” Kordt, Erich vor 1945: 1938-40 Leiter des Minister- büros des Kriegsverbrechers und faschisti- schen Außenministers v. Ribbentrop. Maß- geblich an der Vorbereitung der Okkupa- tion der CSR beteiligt. Vertrauensmann Himmlers im AA, SS-Obersturmbannführer nach 1945: Professor für Geschichte der Diplomatie und Völkerrecht an der Uni- versität Köln, Vorsitzender des Ausschusses für Ost-West-Fragen beim Bonner AA, Lei- ag et” ter des Ministerbüros beim Ministerpräsi- denten von Nordrhein-Westfalen Lemberg, Eugen vor 1945: Führender NS-Pädagoge und „Grenzland-Spezialist” im sudetendeutschen Gebiet Mitarbeit an verschiedenen Zeitschriften der sudetendeutschen Nazipartei. Mitglied des sudetendeutschen Freikorps— der Hen- lein-SS, Leiter der faschistischen Lehrerbil- dungsanstalt in Reichenberg nach 1945: In Westdeutschland führend auf dem Gebiet der revanchistischen Beein- flussung der Jugend im Schulunterricht tätig, zeitweilig Präsident des„Johann- Gottfried-Herder-Forschungsrates”. Mither- ausgeber und Autor der Zeitschrift„Ost- kunde im Unterricht“ Maurach, Reinhart vor 1945: Faschistischer Strafrechtler und Direktor des Instituts für osteuropäi- sches Recht an der Universität Königsberg. Abteilungsleiter im Osteuropa-Institut Bres- lau, NS-Amtsgerichtsrat, trat mit antisemi- tischen Schriften hervor nach 1945: o.Professor und Vorstand des Instituts für Straf- und Strafprozeßrecht sowie für osteuropäisches Recht an der Uni- versität München, Mitglied des„Johann- Gottfried-Herder-Forschungsrates” Meissner, Boris vor 1945: Beteiligt? am„Volkstums- kampf” zur Unterminierung des estnischen Staates, Kreisamtsleiter der illegalen faschi- stischen Bewegung in Estland, aktives Mit- glied der SA, nahm an einem Sonderlehr- gang an der Führerschule der obersten SA-Führung in Dresden teil. Im 2. Weltkrieg Sonderführer faschistischer estnischer Ver- bände, für Mittäterschaft an Verbrechen dieser Mordbrennereinheiten mit der„Tap- ferkeitsmedaille für Ostvölker in Silber“ dekoriert, Durchhaltefanatiker nach 1945: Zeitweilig in der Ostabtei- lung des Bonner Auswärtigen Amtes, Mit- glied des Direktoriums des Ostkollegs der „Bundeszentrale für politische Bildung”, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschus- ses des Arbeitskreises für Ost-West-Fragen beim Bonner AA, Direktoriumsmitglied des „Bundes-Instituts zur Erforschung des Marx- ismus-Leninismus(Institut für Sowjetolo- gie)“, führendes Mitglied der Deutschen Ge- sellschaft für Osteuropa-Kunde, o. Professor für Ostrecht an der Universität Köln 320 Mikorey, Maximilian vor 1945: Dozent für Psychiatrie an der Universität München, Mitglied der faschisti- schen Akademie für Deutsches Recht, Ex- perte für faschistische Kriminal- und Ge- richtspsychologie, fanatischer Antisemit und Rassenhetzer nach 1945: o. Professor für Psychiatrie, Neurologie und medizinische Psychologie an der Universität München, Oberarzt der Münchner Nervenklinik Müller, Karl Valentin vor 1945: Professor an der TH Dres- den, seit 1940 an der faschistischen deut- schen Universität Prag, nazistischer Sozio- loge, Antisemit und Rassentheoretiker, rechtfertigte die faschistische Vernichtungs- politik gegen„rassisch minderwertige” Völ- ker und Volksteile nach 1945: 1946 Institutsdirektor in Hannover, 1952 Lehrbeauftragter an der Philosophischen Theologischen Hochschule Bamberg, seit 1955 o. Professor und Direk- tor des Instituts für Soziologie und Sozial- anthropologie an der Hochschule für Wirt- schafts- und Sozialwissenschaften in Nürn- berg Pfeffer, Karl-Heinz vor 1945: Lehrstuhlleiter am„Deut- schen Auslandswissenschaftlichen Institut” in Berlin— eine wissenschaftlich getarnte Spionage- und Propaganda-Zentrale, die unter Leitung des Kriegsverbrechers und SS-Brigadeführers Six stand. Pfeffer war dort Spezialist für Großbritannien. Er trat mit einer Vielzahl antienglischer und anti- semitischer Schriften hervor. Blockleiter der NSDAP nach 1945: 1946 Mitarbeiter der Aka- demie für Raumforschung. 1952 Weltwirt- schaftsarchiv, Hamburg, 1962 Professor für „Soziologie der Entwicklungsländer” an der Universität Münster Ruff, Siegfried vor 1945: Leiter des„Instituts für Flug- medizin der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt“, Berlin. An medizinischen Experi- menten mit Häftlingen des KZ Dachau für fasch. Luftwaffe beteiligt, bei denen 70-80 Menschen getötet wurden nach 1945: 1952 Leiter des„Instituts für Flugmedizin der Deutschen Versuchsan- stalt für Luftfahrt“ in Bad Godesberg, seit 1954 außerplanmäßiger Professor für Luft- fahrtmedizin und Physiologie an der Uni- versität Bonn Schier, Bruno vor 1945: Experte für faschistische Volkskunde im Stab des„Reichsbauernfüh- rers“, Kriegsverbrechers Darre, im Amt des Judenmörders und Kriegsverbrechers Rosen- berg und beim Reichsdozentenführer, Pro- fessor für Volkskunde an der Universität Leipzig, Geheimaufträge auf volkskund- lichem Gebiet für Kriegsverbrecher K.H, Frank, trat dabei als Rassenhetzer auf, de- nunzierte Prof. Gesemann, Prag, als„juden- freundlich“ nach 1945: 1949 Universität Marburg, Gründungsmitglied des„Johann-Gottfried- Herder-Forschungsrates“, seit 1952 Univer- sität Münster, Direktor des volkskundlichen Seminars Schwidetzky-Roesing, Ilse vor 1945: 1939-45 Dozentin an der Universität Breslau. Extrem faschistische Rassentheoretikerin, Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Rassenkunde und verglei- chende Forschung am Menschen“ nach 1945: seit 1950 Mitglied des „Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrates”, seit 1949 Professor in Mainz, seit 1960 Direktor des Anthropologischen Instituts der Universität Mainz, seit 1953 Mitglied der Akademie für Bevölkerungswissenschaft Schwinge, Erich vor 1945: Seit 1938 Dekan der Juristi- schen Fakultät in Marburg. 1940 o. Profes- sor in Wien, faschistischer Militärstraf- rechtler, rechtfertigte die blutigen Unrechts- urteile der faschistischen Kriegsgerichte, Kommentator faschistischer Militärstrafge- setze nach 1945: Seit 1945 o. Professor für Straf- und Strafprozeßrecht, Militär- und Kriegsvölkerrecht, 1954-55 Rektor der Uni- versität Marburg, Experte für westdeut- sches Militärstrafrecht. Verteidiger des SS- Mörders Simon(Dieser ließ im April 1945 drei Bürger von Brettheim/Westdeutschland ermorden). Mitarbeiter an der„Neuen Zeit- schrift für Wehrrecht“ Taubert, Eberhard, Dr. vor 1945: Ministerialrat im Propa- gandaministerium, dienstlicher Vorgesetz- ter der berüchtigten„Anti-Komintern”, ver- antwortlich für die gesamte faschistische Propaganda in den okkupierten Ostgebie- ten. Initiator eines in Form und Ausmaß bis dahin unbekannten Verleumdungsfeldzuges gegen alle antifaschistischen Kräfte. Seit 1938 Richter am 1. Senat des berüchtigten taschistiy 1Sbauenf; im Antd; -Chers Roy, führer, Mn ° Universii volkskun Techer Kı tzer auf, k J, als ‚jden. tät Marbın entin an dı faschistis 1sgeberin d und vergl n der Jurist: Volksgerichtshofes, schickte in dieser Eigen- schaft am 27. November 1942 den Anti- faschisten Dr. Helmut Klotz und am 11. Januar 1943 den französischen Antifaschi- sten Marcel Gerbohay auf das Schafott. nach 1945: Vorsitzender und stellver- tretender Vorsitzender des„Volksbundes für Frieden und Freiheit e. V.“— einer vom „Gesamtdeutschen“ Ministerium finanzier- ten antikommunistischen Hetzorganisation. Arbeitet im Auftrage des Bonner Kriegs- ministeriums und der NATO an Problemen der psychologischen Kriegsführung. Enge Verbindung zu internationalen Faschisten- kreisen wie dem„Anti-Komintern-Dienst” in Bad Godesberg Verschuer, Otmar, Freiherr von vor 1945: Seit 1933 Professor für Ras- senhygiene und Erbbiologie, von 1933-45 Herausgeber der Zeitschrift„Der Erbarzt”. Von 1935-42 Professor und Direktor des Instituts für Erbbiologie und Rassenhygiene in Frankfurt/Main. 1937 Mitglied der For- schungsabteilung für Vererbungslehre und Rassenkunde des extrem faschistischen „Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschland“. 1942-45 Direktor des berüch- tigten Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthro- pologie, menschliche Erblehre und Eugenik nach 1945: Seit 1949 Mitglied der Aka- demie der Wissenschaften und Literatur, Mainz. Seit 1951 o. Professor und Direktor des Instituts für Humangenetik der Univer- sität Münster Wagner, Alfonds vor 1945: Seit 1938 Wehrwirtschafts- führer, in Polen an Kriegsverbrechen betei- ligt. Unter Nr. 10/158 auf der Kriegsver- brecherliste der Volksrepublik Polen regi- striert nach 1945: Ehrensenator der Techni- schen Hochschule Stuttgart, Mitglied meh- rerer Aufsichtsräte westdeutscher Monopole (Siehe auch S. 53) Weltz, Georg August vor 1945: Fasch. Luftwaffenmediziner, Leiter des Instituts für Luftfahrtmedizin an der Universität München, zusammen mit Ruff an medizinischen Experimenten mit Häftlingen des KZ Dachau für die faschisti- sche Luftwaffe tätig, wobei 70-80 Menschen getötet wurden nach 1945: Seit 1952 außerplanmäßiger Professor an der Universität München Wirsing, Giselher vor 1945: Mitarbeiter des SD, SS-Sturm- bannführer, einflußreicher antisemitischer Nazi-Journalist, Mitglied des„Instituts zur Erforschung der Judenfrage“(von Haupt- kriegsverbrecher Alfred Rosenberg gegrün- det). Herausgeber der NS-Zeitung„Tat“(ab 1939 in„Das XX. Jahrhundert” unbenannt) nach 1945: 1948 gründete er die west- deutsche Wochenzeitschrift„Christ und Welt“, seit 1954 deren Chefredakteur 322 Namensverzeichnis Die Ziffern hinter den Namen nennen die jeweiligen Seiten und die Ziffern hinter dem Buchstaben„T” die Nummern der betreffenden Dokumententafeln. A Abbott 126 Abel, Wilhelm, Prof. 318 Abeßer T.19 Abetz 223, 227 Abs, Hermann 34 Achter, Wilhelm 45 Adam, Otto 126 Adam, Wilhelm 166 Adenauer, Konrad 42, 104, 116, 125, 170, 183, 185, 296 Ahlborn, Alfred 126 Ahlhorn, Hermann 75 Aichinger, Rudolf 126 Albani, Theodor 126 Albers, Karl, Dr. 232 Albert, Werner 45 Albrecht 212, 214 Albrecht, Benno 76 Albrecht, Rudolf, Dr. 126 Aldinger, Hermann 196 Alff 126 Allardt, Helmut, Dr. 232 Almsick, Wilhelm Helmuth von, Dr. 232 Altenburg, Günter, Dr. 232 Altendorf, Johann 232 Althanns, Moritz, Dr. 126 Altmann, Johannes 90 Altmeyer, Josef 75 Ambros, Otto 13, 15, 21, 30, T.8 Amedick, Dr. 126 Ammerling, Rudolf 276 Amthor, Paul 76 Anderhub, Jakob T.5 Andreas, Christoph 45 Andres, Hans, Dr. 232 Anger, Dr. Dr. 26, 100 Angermeier, Franziska 114 Ankenbrand, Otto, Dr. 126 Ansmann, Heinrich 266 Anton, Max 91 Appen, Hermann von 76 Arland, Friedrich 126 Armstrong, Luis T.43 Arndt 126 Arnim, Bernd von 232 Arnold, Heinrich, Dr. 126 Asbach, Hans-Adolf 276 Aschenbrenner, Viktor, Dr. 276 Aubin, Hermann, Prof. 318 Auer, Judith 98 Auer, Theodor, Dr. 213, 232 Auerswald, Heinz, Dr. 75 Augat 126 Aumiüller, Gustav, Dr. 126 Aurich 233 Axt, Otto 126 Babendreyer, Dr. 110 Babenzien, Friedrich 276 Badoglio 75 Baer, Bern von 196 Baeumler, Alfred 301 Bähr, Dr. 126 Baitinger, Gustav 127 Bakenhus 127 Bakowski, Marian 261 Balke, Siegfried 28, 30 Ballensiefen, Dr. 211 Bandel, Robert, Dr. 127 Bangerskis T.44, 45 Banneck, Max 76 Barbier, Erich 127 Bargen, Werner von, Dr. 233 Baring, Eberhard 127 Barth, Horst, Dr. 58 Barthmann, Fritz, Dr. 76 Bartl, Ernst 276 Bartsch, Helmut 57 Bartz, Hans, Dr. 127 Bärwolf, Walter T.7 Barz, Heinz 76 Barzel, Rainer, Dr. 183 Bästlein, Bernhard 98 Baßler, Hilmar 219£., 305 Baudissin, Wolf Graf von 196 Bauer, Lorenz 76 Bauknecht, Dr. 127 Baumgartl, Anton 127 Bäumler, Josef, Dr. 127 Bayer, Dr. 303 Becher, Walter, Dr. 276 Beck, Friedrich 76 Becker 224 Becker, Heinrich, Dr. 127 Becker, Rudolf, Dr. 122, 127 Beckerle 210, 227 Beek, von T.5 Beer, Herbert, Dr. 127 Beger, Eduard 112f£. Behne, Heinrich 127 Behr, Bernhard, Dr. 127 Behrendt, Dr. 127 Beinhorn, Hans-Joachim 127 Beismann, Dr. 127 hinter den Bellebaum, Dr. 127 Bellwinkel 122, 127 Bene 210, 222 Benecke, Adolf 76 Bennecke, Jürgen 196 Bennig, Bernhard 45 Benker, Hans 127 Benkmann, Adolf 76 Benzing, Hans, Dr. 233 Benzler, 292 Berber, Friedrich, Prof. 318 Berg, Fritz 27 Bergemann, Günter 45 Berger, Gottlob 76 Berger, Heinz 76 Berger, Hugo, Dr. 127 Berger, Oskar Alfred 196 Bergmann, Leo 128 Bergner, Richard T.7 Berkheim, Paul 106, 107 Berlin, Fritz 128 Berner, Ludwig 128 Berning, Alfred 45 Bernzen, Alphons, Dr. 128 Berthold, Wolfgang, Dr. 106, 107, 128 Bertram 128 Besekow, Arno 76 Bessler 128 Bessler, Johann, Dr. 128 Best, Werner, Dr. 57 ff, 67, 88, T.42 Betz, Eugen 233 Beumelburg, Werner 289 Beye, Ludwig, Dr. 239 Beyer, Gerhard, Dr. 128 Beyer, Paul, Dr. 128 Beyling, Günter 128 Bezner, Rudolf 76 Biberstein, Ernst 62 Bidder, Hans, Dr. 233 Biedenkopf, Wilhelm 45 Bierschenk, Theodor 276 Biesterfeld, Horst 197 Bilfinger, Rudolf, Dr. 69£., 128 Birr, Franz 91 Birrenbach, Kurt 45 Bismarck, Otto Fürst von 233 Bittenfeld, Hans-Herwarth von, Dr. 217, 233 Blanck, Walter 128 Blank, Theodor 170, 183, 186 ff. Blankenbach, Johann 76 Blankenhagen, von 233 Blankenhorn, Herbert 233 Blessing, Karl 40£f. Blings, Josef 76 Blöcker 315 Blohm, Hermann 128 Blomberg, Werner von 165f. Blome, Kurt, Dr. 288 Blumenhagen 128 Blümlein, Georg 76 Bock, Günther, Dr. 221, 233 Bock, Hans, Dr. 128 Bock, Werner 128 Bockhorn 128 Bockisch 128 Boeddecker, Werner 77 Bödding 123, 128 Boden, Hans C. 45 Boeder, Erich 46 Bogenrieder, Alfons, Dr. 129 Böhling, Horst, Dr. 221, 233 Böhm, Edgar, Dr. 129 Böhm, Franz, Dr. 276 Boehm, Max Hildebert, Prof. 318 Böhme T.20 4 Böhme, Kurt 227, 233 j Böhmert, Kurt 277 Böhmler, Rudolf 313 Boehr, Dr. 128 Boldt, Berthold 77 Boll, Emil 234 Böll, Heinrich 315 Bolley, Dr. 129 Böllinghaus, Friedrich 129' Bollmann, Alfred 129\ Boltze, Erich, Dr. 233 Boenicke 124, 129 Bonnemann, Josef 129 Bonnekamp, Dr. 129 Boosfeld, Walter 91, T.17 Bordfeld, Ferdinand, Dr. 129 Borgmann, Eberhard 129 Borgwardt T.5 Bormann, Hans-Heinrich, Dr. 234 Bormann, Martin 186, 224 f. Bornemann, Felix 276 Börner 129 Borrmann, Ernst 77 4 Boes, Dr. 123, 129 kl Bosch, Werner, Prof. 318 Böse, Ossi 277 Bossi-Fedrigotti, Graf 316 Böttger, Dr. 129 I; Bottler, Richard, Dr. 234; Boysen, Karl 77 N Brand, Joel 71{ Brand, Walter, Dr. 277 Brandstetter, Elmar, Dr. 129 Brandt 129 Braschwitz, Rudolf, Dr. 77 Braun 124 Braun, Otto 234 Braun, Sigismund Freiherr von 222, 234 Braun von Stumm T.44 Braunschmidt, Walter 77 Breer, Franz, Dr. 234 Brehm, Fritz 277 Breier, Johannes 100 Brem, Walter 129 Brennig, Richard 119 Brentano 205 Bretzfeld, Heinz 129 324 Breuer 220 Breuer, Emil 277 Briest, Eckhardt 234 Brinz, Arnold 129 Broich-Oppert, Georg von, Dr. 234 Brüdigam, Heinz 318 Brugsch, Theodor, Prof. Dr. Dr. 290 Brumm 129 Brunhoff, Kurt 234 Brunke, Franz 77 Brunsch 129 Bruntsch 130 Brueschke, Erich T.42 Bucher 58 Buchholz, Herbert 130 Buck, Roland 130 Bücklein, Georg 130 Budenop, Franz 77 Buhl, Hans, Dr. 130 Bühler, Hanns 130 Bujnoch, Leo, Dr. 130 Bülow, Hennecke von, Dr. 130 Büngener, Claus, Dr. 130 Bünger, Karl, Dr. 234 Buntru, Alfred, Prof. 302£. Burböck, Wilhelm T.8 Burchardt 130 Burchardt, Heinz 197 Bürger, Dr. 130 Buri 130 Burkhardt, Martin 91 Burmeister, Günter 57 Busch, Dr. 130 Busch, Friedrich 77 Bussert, Rudolf, Dr. 130 Bütefisch, Heinrich 13, 31£.,T.8 Butler, Peter, von 197 Butschek, Paul 119 Butz, Hans 130 c Carganico, Walter 197 Carmins, Erich, Dr. 130 Carstensen, Otto, Dr. 130 Catel, Werner, Dr. 288 Chaluppa, Johannes 130 Choltitz, Dietrich von 169 Christ, Dr. 130 Christ, Hans, Dr. 277 Christ, Oskar 77 Christensen, Snog 67 Christmann, Kurt, Dr. 77 Ciecielska, Bronslawa 118 Clauditz, Rudolf 130 Clausen 234 Claussen, Kai 130 Claussen, Wilhelm 46 Clemens, Dr. 131 Clodius 215 Cloy, John Mc. 69 Collani, Hans-Joachim von 131 Collet, Josef 131 Coenen, Hans-Wolf, Dr. 131 Coppi, Hans 98 Coppi, Hilde 98 Cordier 131 Cornely, Fritz 77 Correns, Erich, Prof. Dr. Dr. 290 Creifelds, Karl, Dr. 131 ru 1247 Cünnen 131 i Curtius, Klaus 234 Czesla 131 Dahlgrün, Hans-Georg 46 Dahlgrün, Rolf 46 Dallinger, Dr. 131 Daluege, Kurt 64, 84 Dally 107, 108, 131 Damerau 315 Damm, Christian 67 Damman, Marcus 131 Dannecker 215 Dassler, Gerhard, Dr. 131 Däubler, Helmut 131 David, Herbert, Dr. 277 Debring, Johannes 77 Dede, Christian 131 Degethoff, Heinrich T.7 Dehns, Eduard 131 Deißler, Georg 77 Dellmensingen, Leopold Krafft von, Dr. 221, 234 Delmer, Sefton 125 Delphendahl, Heinrich 277 Denuit, Desire 258 Denzel, Egon 313 Denzer, Otto, Dr, 234 Depenbrock 122, 131 Deppner, Erich 77, 314 Derks, Hermann, Dr. 131 Dern, Friedrich 58 Deter, Heinz 234 Dettmar, Helmut, Dr. 131 Deubner, Otfried, Dr. 234 Dewitz, von 131 Dibak 276 Diderichs, Dr. 131 Diekmann T.42 Dietmar, Helmuth, Dr. 235 Dietrich, Dr. 131 Dietz, Wilhelm 78 Diewerge 257 Dinckelacker, Helmut 132 Dittmann, Herbert, Dr. 235 Dittrich 132 Dobisch, Rudolf, Dr. 132 Doerr, Dr. 132 Döge, Hans, Dr. 132 rn 290 tvon,Dr. Zi 325 Döhring, Karl, Dr. 235 Döllen, August von 132 Dölves, Heinrich 132 Domabyl, Josef 277 Doms, Wilhelm, Dr. 132 Dönitz, Karl 186, 188£., 191, 316 Dorer, Karl 132 Dörge, Friedrich 46 Dossmann, Georg, Dr. 132 Drahomir 115 Dreher, Dr. 108£., 132 Drescher, Heinz 77 ff. Drews, Richard, Dr. 132 Drews, Werner 197 Drinkuth, Dr. 132 Duchow, Willi 235 Dudek, Waldemar 78 Duhme 123, 132 Dumke, Horst 235 Dümler, Ludwig 132 Dumont 224 Durcansky 274 Durek, Josef 91 Dürrfeld, Walter 33, 37, T.8 Dürwanger, Karl 132 Dusenschön, Willi 78 Dwinger, Erich 289 Dyckmanns, Franz 132 Ebel, Rudolf 91 Eberl Ott02Dr72157235 Ebersberg 132 Ebmeyer 132 Eckardt, Felix von 289, 295£. Eckert, Dietmar 197 Eckert, Herbert, Dr. 116, 132 Eckert, Robert 116 T. 26 Eder, Hugo, Dr. 132 Eder, Josef 78 Eggart, Karl 78 Eggert, Oskar, Dr. 277 Egle, Karl 78 Ehlers, Ernst 132 Eichmann, Adolf 22, 70£., 74, 209, 210, 212, 294 Eickhoff, Dr. 133 Eigenwillig, Georg 133 Eisele, Hans, Dr. 75 Eisenberg 133 Eisenblätter 133 Eisfeld, Kurt 46, T.8 Elling 214 Elsenheimer 133 Enderis T.45 Endress, Alfred 78 Engel, Pfarrer T.42 Engelen, Gerhard 235 Engell, Minister T. 46 Enkhaus, Rudolf 133 21 Braunbuch en a. ne Enneccerus, Walter 197 Entress 33 Entrich, Walter 57 Epp, Ritter von 206 Erbel, Otto 133 Erdmann, Kurt 78 Erdmannsdorf, von 212 up Erhard, Ludwig, Prof. Dr. 183, 260 Erhardt, Wolfgang 197 Erlewein, Josef 235 Espey, Oswald 78 Essen, Werner, Dr. 254, 277 Esser, Heinz 123, 133 Etzdorf, Hasso von 230 ff. Eweler, Heinrich, Dr. 78 Eychmüller, Karl 46 Eymann, Karl T.8& Fabian, Georg 235 Fäder, Bernhard 133 Fähndrich 122, 133 Fähnrich, Kurt 78 Fahr, Otto 46 Fangmann, Arnold, Dr 133 Faust, Max 46, T.8 Favorke, Rolf 78 Fedder, Julius, Dr. 133 Federer, Georg, Dr, 235 Fehrentz, Heinrich 113 Feine, Gerhard, Dr. 235 Felchner, Friedrich 235 Felmy, Dr. 109, 110, 133, 204, 205, 226 Ferber, Ernst 197 Fermer, Andreas 78 Ferring, Franz 221, 228, 235 Feussner, Konrad 91 Fiedler, Eduard 277 Fieler, Karl 78 Fieseler, Gerhard 46 Figwer, Stanislaus T.17 Filter 133 Fink, Ernst 122 Fink, Ludwig 133 Finke 219 Finnberg, Emil 57 Fischer, Ernst Rudolf 13, 46 Fischer, Martin 236 Fischer-Dieskau, Joachim 47 Flade T.19, 20 Fleischmann, Dr. 133 Fleschütz, Eugen 78 Flick, Friedrich 13 ff., 27, 35 ff., 38, 44 Fließbach, Wilhelm, Dr. 133 Flöter T.8 Föder, Kurt 278 Foge, Wilhelm, Dr. 133 Foltinek, Lothar 278 Foertsch, Friedrich 173 Framheim, Otto, Dr. 133 326 Francke, Fritz 133 Franco, Francesco 75, 173 Frank, Ernst 278, 316 Frank, Eugen 236 Frank, Gottlob 236 Frank, Hans 310 Frank, Johannes 79 Frank, K.H. 273, 276, 289, 303, 306, 307, 308 Frank-Fahle, Guenther 47 Franke, Gotthard 278 Fränkel, Wolfgang 103 Frankenberg, Johannes 134 Franz, Eugen, Dr. 134 Fraschke, Günther 316 Fraustein, Dr. 134 Frees, Friedrich 79 Freisler, Roland, Dr. 98, 259 Freiwald, Kurt 197 Fremercy, Gustav 47 Frentzel, Felix 13 Freudenberg, Richard 47 Frey, Gerhard 313 Freyberg, von, Dr. 134 Freyberg, Wolfgang 79 Freyer, Joachim 197 Freytag von Loringhoven, Bernd Baron von 197 Frick 294 Fricke, Andreas, Dr. 134 Friedensburg, Ferdinand, Dr. 236 Friedrich, Otto A. 27 Friedrichs, Hans, Dr. 134 Frieseke, Hans 47 Fröhlich, Hans, Dr. 134 Frohn 65 Frommhagen, Erich T.8 Frömmler, Walter T.7 Frühbrodt, Hermann 132 Frydag, Karl 47 Fuchs, Robert 97 Fucik, Julius 98 Full, Werner 134 Furck, Herbert 79 Furmann, Vinzent 117, 118 Fürsen 134 Fürstenhagen, Heinz-Otto, Dr. 134 Fuxius, Albert, Dr. 134 G Gabriel, Kurt 91 Gabrysch, Dr. 134 Gaerte, Felix, Dr. 236 Gajewski, Fritz 47 Gaksch, Franz 278 Galinsky, Wolfgang 236 Ganser, Josef, Dr. 110, 111, 134, T. 24 Gartmayr, Georg 197 Gärtner 134 Gatsche, Alfred 134 Gattineau, Heinrich 47 Gauger, Wilhelm, Dr. 134 Gaus 227 Gawlik 236 Gayer, Franz, Dr. 134 Gehlen, Arnold, Prof. 304 Gehlen, Reinhard 269 Gehner, Heinz 236 Gehrmann, Kurt 91 Geier, Hans-Joachim 236 Geigenmüller, Otto, Dr. 79 Geiger, Willi, Prof. Dr. 134 Geis, Walter 135 Geissler 315 Geißler, Kurt 79 Gellbach, Horst-Heinrich, Dr. 236 Gemmeker, Albert Konrad 79 Geppert 135 Gerard, Martin, Dr. 135 Gerber, Kurt 197 Geritz, Dr. 135 Gerlach, Dr. 135 Gerlach, Heinrich 191, 192 Gerloff, Walter 79 Gerstenmaier, Eugen, Dr. 122, 292 f., T.48 Gesemann, Prof. 269 Geuther, Fritz 237 Gichtel, Hermann, Dr. 135 Giese, Kurt 135 Giesecke, Dr. 135 Gieser, Kurt 197 Giffels, Hubert 237 Gille, Alfred, Dr. 278 Gille, Herbert©. 314 Gille, Wolfgang, Dr. 135 Glasenapp, von 135 Gleine, Martin 135 Globke, Hans-Maria, Dr. 14, 39£., 44, 57, 58, 104, 106, 117, 196, 294£., 310 Gloge, Walter, Dr. 135 Glücks, Richard T.8 Glund, Bruno 135 Glunz, Dr. 135 Gnodtke, Günther, Dr. 237 Goebbels, Josef, Dr. 17, 186, 237, 260 Gödel, Johannes, Dr. 278 Göhrum T.17 Göke, Dr. 124, 135 Goldschmidt, Georg, Dr. 278 Goele T.10 Gonnermann, Dr. 135 Gonnermann, Otto, Dr. 135 Gontard, Christoph 78 Goose, Helmut 135 Göring, Hermann, 15, 30, 35, 39, 41, 173, 187, 195, 274, 299, 309 Görtz, Heinrich, Dr. 79 Gosewisch 135 Gösser 135 Götsche, Ernst 91 Götz, Hermann, Dr. 278 Gräbe, Hermann 60 236 „2928,14 9£., 44,57, N 037, 260 ‚39, 4,13 | | Graebe, Horst 278 Gräbner, Georg 48 Grade, Hans 237 Graeff, Friedrich, Dr. 237 Graetz, Erich 19, 48 Graevenitz, Kurt Fritz von, Dr. 236 Graf, Ludwig, Dr. 136 Grams 224 Gramsch 224 Grandke, Fritz 79 Granow, Dr. 205, 211, 218 Gräser, Hans, Dr. 136 Grasnick, Dr. 104, 136 Graurock, Wilhelm 91 Greger, Hubertus 136 Gregor, Werner, Dr. 236 Greil 315 Grendel, Dr. 136 Grewe, Dr. 222 Griffel, Anton, Dr. 136 Grimm, Hans, 289 Grobba, von, Dr. 204, 205, 218, 226 Grobben, Jakob 79 Grobel T.5 Groeben, Karl von der 278 Gröger, Karl 136 Grolmann, Wilhelm von, Dr. 236 Groepper, Horst 236 Grosch, Dr. 136 Groskopff, Herbert 136 Gross 315 Groß, Gerhard 91 Groß, Hermann, Prof. 318 Grote, Willi 79 Grotewold, Heinrich 136 Groth, Erich, Dr. 136 Grüb, Josef, Dr. 136 Gruhl 136 Grunau, Theodor, Dr. 136 Grundherr, Dr. 211 Grundmann, Günther, Prof. 319 Grunert, Friedrich 136 Grußdorf, Joachim 136 Guderian, Heinz, junior 197 Guderian, Heinz, senior 169 Güdler, Kurt 79 Gugler, Dr. 124, 136 Guntermann, Franz, Dr. 136 Günther, Prof. 269 Günther, Johannes 91 Günther, Karl 136 Güntner, Hans, Dr. 136 Gustke, Walter 79 Gutfreund, Reisla 117 Guthsmuths, Willi, Dr. 278 Güttinger, Wilhelm 79 Haag, Werner 197 Haak, Wilhelm 91 Haas, Dr. 214 Haasche, Erich 80 Haase, Johannes, Dr. 136 Habben, Herbert 136 Hachmeister, Karl, Dr. 136 Hacker, Gustav 278 Häfele, Dr. 137 Haeften, Gerrit von 236 Haferkorn, Dr. 137 Haensch, Walter, Dr. 62 Hagedorn, Richard 137 Hagemann, Dr. 137 Hagemeister, Heinrich 137 Hagenbeck, Werner, Dr. 137 Hagens, Hans von, Dr. 137 Hagmann 122, 137 Hahn, Ludwig, Dr. 80 Haidinger, Oskar, Dr. 137 Halder, Franz 169 Haller, Walter, Dr. 137 Hallstein, Walter, Prof. Dr. 237 Hamackers, Dr. 137 Hamann, Heinrich 80 Hamm, Franz 279 Hammer, Hermann, Dr. 137 Handy, Thomas 69 Haneklau, Alfred 80 Hanely, Ernst von 279 Hänert, Berthold 123, 137 Hanneken T.11 Hannemann, Erich 137 Hanner, August 80 Hannig, Th, Dr. 237 Hanser T.5 Happe 137 Hardenberg, Hans Karl, Graf von, Dr. 237 Hardenberg, Heinrich Ernst Günther, Graf von 237 Harder, Herbert, Dr. 137 Hardrath, Günter, Dr. 137 Härlin, Ernst, Dr. 132 Harlinghausen, Martin 170 Harms, Adolf 137 Harms, Alfred 137 Härtel, Johannes 198 Hartinger, Josef 137 Hartke, Ernst 138 Hartl, Albert 58 Hartmann, Willi 91 Hartmeyer, Dr. 138 Hassel, Kai-Uwe 195 Haupt, Werner 313 Hauser 108 Hausser, Paul 43, 314 Hauthal, Horst von, Dr. 237 Haver, Kurt 48 Haxler, Franz 80 Hayn, Wilhelm 91 Heck, Walter 198 Heckel, Bischof 293, T. 48 Hecker, Gottfried von, Dr. 237 328 Heegener 138 Heerhaber, Wilhelm 138 Heidebroek T.8 Heider, von T.5 Heinburg, Dr. 211, 212 Heinemann, Friedrich, Dr. 138 Heinke, Erhard 138 Heinrich, Erich 138 Heinrich, Rudolf 123 Heinrichs 138 Heißmeyer, August 80 Helbing, Willi 91 Hellenthal, Walter, Dr. 237 Hellersen, Heinrich 80 Hellwig, Günter 80 Hemmen, Hans-Richard 216 Hempel, Adolf, Dr. 198 Henlein, Konrad 271, 273, 276, 302, 303 Henning, Werner 198 Hepp, Leo 198 Henke 212 Henke, Alfred 138 Henneke, Kurt 138 Henning, Dr. 138 Henschel, Reinhard 237 Hensel, Ernst 138 Hensel, Herbert, Dr. 237 Henseling, Dr. 138 Herbert, Karl 138 Herden, August 92 Herder, Erwin, Dr. 138 Hergl, Walter, Dr. 279 Hergt, Albert, Dr. 138 Hermann, Günther 80, T.21 Hermann, Lieselotte 96 Herrmann, Gustav 80 Herrnreiter, Ferdinand, Dr. 138 Hersmann, Werner, Dr. 80 Herting, Dr. 138 Herz, Hermann 80 Herzing, Wilhelm 138 Herzog, Dr. 138 Herzog, Josef, Dr. 138 Herzog, Karl 172, 198 Hess, Walter, Dr. 237 Heß, Rudolf 314 Heß, Wilhelm 198 Hettlage, Karl-Maria 43£. Hetz, Karl 198 Heublein, Adolf 92 Heusinger, Adolf 16Z, 170, 173, 177, 179, 180,.181,18277183, 1857182 Hey, Hubert 138 Heyde, Erich von der 13 Heyde, Waldemar 138 Heyde, Werner, Dr. 288 Heyde, Wilhelm Günther Hermann Detlef von 238 Heyden-Rynsch, Freiherr von 222 T.42 Heydrich, Reinhard 63£., 208, 224, 225, 272, 303 Heydte, Friedrich August von der, Prof, 308 f., 314 Heyer, Kurt, Dr. 139 Heyne, Hans 48 Heyne, Heinz 139 Hezel, Friedrich, Dr. 139 Hezinger, Adolf 238, 210, 211 Hierl, Josef 80 Hild, Hermann 92 Hildebrand 139 Hildebrandt, Hans-Ulrich, Dr. 139 Hilger, Gustav 238 Hilke, Heinz 119 Hill T.10 Hille 139 Hillenkamp, Ulrich 139 Hillmann, Arno 139 Hillrichs 139 Himer 227 Himmler, Heinrich 13, 20, 21, 31, 35, 40, 56, 59, 63, 66, Z2ff., 81, 104, 173, 220223: 274, 276, 302, 311 Hindenburg, Paul von 12, 35, 165, 189, T.1 Hinkelbein, Claus 198 Hinsel, Paul 48 Hinz, Fritz 48 Hirmer, Hans, Dr. 139 Hirsch, Karl, Dr. 238 Hirschberg, Erich 238 Hirschbrich, Georg Hirschfeld, Hans Richard 238 Hitler, Adolf 11ff., 15, 19, 27, 35, 39, 41, 59, 75, 96, 97, 98, 99, 100, 104, 105, 113, 116, 122, 124, 165, 173, 125, 182,183, 180982 192, 258, 259. T.14 Elutzu1s Hobe, Cord von 198 Höcherl, Hermann 104, 312 Hochgräbe, Hans-Joachim 81 Hochmuth 238 Hödel, Ludwig 81 Hodes, Fritz, Dr. 139 Höfer, Gerhard, Dr. 139 Hoffelder, Johann 81 Höffler, Dr. 139 Hoffmann, Adolf 215 Hoffmann, Christoph 238 Hoffmann, Max, Dr. 81, T.18 Hoffmann, Walter 139 Hoffmann, Werner-Eugen 198 Hoffrichter, Otto 139 Höfling, Wilfried 81 Hofmann 311 Höher, Dr. 139 Höhn, Reinhard, Prof. 311£. Höhn, Rudolf, Dr. 139 Holl, Bernd, Dr. 123, 139 Holleben, Werner, Dr. 238 Holling 65 Höller, Franz 279 Holstein, Heinz 139 der, Pu 31,35, 40,5; 23, 220, 7% 165, 189,71 35, 39, 41,5) 105, 113, I 183, 186, 1 329 Holten, Carl von 238 Holtz, Wolfgang 48 Holtzheimer, Dr. 139 Holz, Waldemar, Dr. 140 Holzbrecher, Helmut 81 Holzhäuser, Walter 92 Holzki, Alfred 140 Hönneckes, Dr. 123, 140 Honsel, Fritz 48 Hoof, Dr. 140 Hoogen, Matthias 104, 111£., T.23 Hoops, Walter Dietrich, Dr. 238 Hopf, Volkmar 48 Hörath, Siegfried 81 Horn, Rudolf, Dr. 81 Hornig, Erich 140 Horowitz, Jakob 117 Höss, Konstantin 273, 279 Höß, Rudolf 23, 31£., T.8 Höttl, Wilhelm Georg, Dr. 81 Hozzel, Paul Werner 198 Hübener, Ulrich 140 Huber 123 Huber 140 Huber, Ernst, Prof. 285, 286 Hubernagel 140 Hübner, Fritz 140 Hucko, Wilhelm 81 Hückstädt, Dr. 140 Hudy, Wilhelm 81 Huhn, Kurt 92 Hühne T.19 Hülle, Werner, Dr. 140 Humbert, Dr. 140 Hunger, Horst 140 Hunsche, Otto, Dr. 71£. Hüntemann, Dr. 123, 140 Hüpers, Dr. 112, 113, 140 Huppenkothen, Walter 81 Huyke, Wilhelm, Dr. 140 Idel, Wolfgang 97 Illgner, Max 13, T.5, 14 Illing, Paul 270 Imme, Arnold 140 Indra, Rudolf, Dr. 140 Itzen 140 Jackson, Robert H. 24 Jacob, Franz 98 Jacobs, Werner, Dr. 140 Jäger, Wilhelm, Dr. 18£. Jähne, Friedrich 48 Jaeger, Helmut 140 Jagow, von 141 Jahn, Günter, Dr. 141 Jahn, Hans-Edgar, Dr. 279 ig“. an Ye Ze Jahn, Rudolf 317 Jahn, Rudolf, Dr. 279 Jakob, Hermann 141 Jaksch, Wenzel 276, 308 Jakubassa, Paul, Dr. 141 Jancke 141 Janischowsky, Dr. 141 Jankuhn, Herbert, Prof. 319 Japes, Dr. 141 Jarzina, Ludwig 141 Jaschek, Felix, Dr. 279 Jaugschaffer, Karl 317 Jeka 261 Jenniches, August 141 Jeremias, Hans-Georg, Dr. 141 Jericho 238 Jeschonnek, Gert 198 Jessenberger, Dr. 141 John, Helmut 124, 141 John, Herbert 238 Johanningmeier, Wilhelm 92 Johnn, Felix von 141 Jordan, Pascual, Prof. 288, 319 Jordan, Paul 198 Joerges, Dr. 224 Jost T.42 Jost, Heinz 69 Juncker 141 Jung, Hans 141 Jung, Herbert, Dr. 141 Junghanss-Konopka, Herbert 141 Jungmann, Dr. 141 Jungnickel, Helmut 92 Junker, Werner, Dr. 215, 238 Jürgens, Ulrich 141 Just-Dahlmann, Barbara, Dr. 105 Jüttner, Hans 81 Kaletsch, Konrad 49 Kaltenbrunner, Ernst 64, 81 Kammer, Erich, Dr. 141 Kammer, Heribert 82 Kammhuber, Josef 170, 172 Kamptz, Imanuel von 92 Kania, Josef 92 Kannengießer, Heinz 141 Kanter, Ernst, Dr. 102, 103 Kapfinger, Johann Evangelist 314 Karmasin, Franz 273ff Karow, Karl 141 Karpen, Werner, Dr. 142 Karpinski, Peter 172, 198 Karrasch 142 Karstien, Hans, Dr. 238 Kaufmann, Heinz 82 Kaufmann, Karl 82 Kaul, F.K., Prof. Dr. 101 Kaulbach, Günter 142 Kaune, Bernhard, Dr. 142 330 a n | Kasche 210 Knossalla, Dr. 143 | Kassler, Rolf, Dr. 239 Knott, Karl 49 | Kayser, Alexander 142 Kobel, Otto 143 | Kehrer, Walter 82 Koebel, Ulrich, Dr. 143 | Keidel, Theodor 142 Koch, Adalbert 143 Keil, Theo 279 Kocks, Herbert 82| Keil, Werner, Dr. 123, 142 Kodding, Dr. 122| u Keilig, Friedrich Wolfgang 198 Köhler, Heinrich, Dr. 221, 239 ! Keisel, Heinrich 142 Köhne, Hans 122, 143| Keitel, Wilhelm 166, 184 Kohnert, Hans, Dr. 250, 254, 267 f.| Keller, Otfried 142 Kohlhause T.10 Keller, Rupprecht von, Dr. 222, 239 Kohlmorgen, Hans-Joachim 92 Kemnade, Friedrich 199 Kolb, Erich 143 Kempe, von 219 Kolb, Karl, Dr. 143 Kemper, Dr. 142 Köllner, Fritz, Dr. 279 Kempff, Günther 239 Köllner, Fritz 82 Kempner, Robert, Dr. 66, 70 König, Fritz 143 Keppel, Otto 142 Konitzki, Gerhard 82 Keppler 203 Koppe, Wilhelm 82 Kernmayr, Erich 315 Kordt, Erich, Prof. 319 Kessel 142 Kordts, Helmut 82 ) Kesselring, Albert 187 Kori, Manfred 143 Kettenhofer 219 Kornhuber, Dr. 143 Kettnacker, Hans 142 Korswand 206 Keunecke, Dr. 82 Kosching, Maximilian 82 Keutgen 142 Koslowski, Franz 109, 110 Keyser, Dr. 142 Koslowski, Stanislaw 112, 113 Keyser, Erich, Prof. 319 Köstlin, Wolfgang 199 \ Keyserlingk, Wedig Freiherr von 49 Köttgen T.2 ! Kieckbuch, Günther 142 Kraft, Waldemar 280 Kiehn, Fritz 49 Krah, Bernhard 143 Kiehne, Helmut 82 Kraiker, Hermann 83, T.19| | Kiehne, Karl 82 Kraiker, Hermann 82| | Kieler, Herbert, Dr. 123, 142 Krajewicz, Helmut 239| Kielmansegg, Johann-Adolf Graf von 170, Kramer, Otto 92 177, 178, 179, 180 Kraemer, Dr. 143 Kiesewetter, Anton 279 Krämer-Badoni, Rudolf 289 Killinger 210, 212 Krantz, Hans-Ulrich 199 | Kinnen, Peter 142 Krapf, Franz 218, 219, 221, 239 B Kirdorf, Emil 11 Krapp, Philipp, Dr. 143 | Kirsch, Georg 92 Krauch, Carl 13, 15 Klaiber, Manfred, Dr. 239 Kraus, Franz T.8 Klatz, Hans, Dr. 142 Kraus, Silverius$. 280 Klein, Johannes 82 Krause-Wichmann, Georg, Dr. 239 Klein, Karl 142 Krautwig, Karl-Ludwig 280 Kleinknecht, Otto 142 Krautwig, Carl, Dr. 143 | Kleist von Bormstedt, Artur 92 Krebs 186 [1]| Kleiß, Bruno 143 Krebs, Hans 270 | Kleyser, Paul 199 Krebs, Heinrich, Dr. 113, 114, 144, T. 35 | Klier, Walter, Dr. 143 Krebs, Herbert, Dr. 239 | Klemm, Helmut 199 Krebs, Kurt, Dr. 239 Klemp, Max, Dr. 143 Kreibich, Emil 49 | Klenner, Willibald 143 Krekel, Adolf 144 Knackstedt, Karl 143 Kreß, Gustav, Dr. 144 Knappe, Walter T.7 Kristl, Karl, Dr. 144 Kniehahn, Werner 49 Krohn, Hans-Martin 144 Knieriem, August von 49 Kroll, Hans, Dr. 239 Knippenberg, Dr. 23, 143 Krüger, Bernhard 83 Knobloch, Gottfried 143 Krüger, Hans, Dr. 260 ff. i Knoop, Theodor von 239 Krüger, Kurt 13 E Knop, Walter 143 Krüger, Ulrich 144 7 f, p39 Krüger, Walter 144 Krumdieck, Oskar 239 Krumey, Hermann 70£. Krumholz, Kurt 92 Krupp von Bohlen und Halbach, Alfried 14, 18,1277730186.,39, Krupp von Bohlen und Halbach, Gustav 15, EI, 1022 Kruss, Dr. 144 Kuby, Erich 315 Kuckhoff, Adam 98 Kuczynski, Jürgen, Prof. 32 Kugler, Hans 49, T.5 Kuhle, Herbert, Dr. 239 Kühlein, Conrad 199 Kuhlmann, Fritz, Dr. 144 Kuhlmey, Kurt 199 Kuhn, Horst 144 Kühn 144 Kühn, Fritz, Dr. 144 Kuhnert 144 Kuhnke, Günther 199 Kuhr, Erich 144 Kulemann, Johannes, Dr. 123, 144 Kümmel, Fritz 144 Kummer 144 Künnecke, Erich 144 Kurtze, Helmut 144 Kurze, Paul 144 Kusnezow, Peter T.6 Küster 144 Kutscher, Ernst, Dr. 239 Kutschmann, Dr. 144 Küttner 35 L Lackmann 274 Lahr, Rolf 217, 218 Lammerding, Heinz 72f£. Lampen, Dr. 145 Landwehr, Ludwig 110, 113 Landwehr, Wilhelm 145 Lane, Alexander, Dr. 240 Lange, Hans-Ulrich 145 Lange, Heinz, Dr. 280 Lanwer, Ewald, Dr. 215, 240 Laube 124, 145 Laudes 145 Laufs, Hans, Dr. 58 Last, Hans 145 Lautz, Julius von 49 Lefringhausen, Paul 112, 145 Lehnhoff 145 Lehr, Bruno 240 Leick, Waldemar 145 Leiterer, Richard, Dr. 145 Lell, Heinz Günter, Dr. 145 Lemberg, Eugen 319 Lemmer, Ernst 256 ff, T.44, 45 Lenski, Konrad, Dr. 145 Leo, Jörn, Dr. 219 Lerch, Christoph, Dr. 145 Lerchenfeld, Johannes Graf von, Dr. 240 Leukert, Edmund 280 Leverenz, Bernhard, Dr. 145 Leverkuehn 226 Liebau, Dr. 114, 115, 145 Liebich 145 Lind, Helmut, Dr. 145 Lindemann 124, 145 Lindner, Kurt 83 Lindscheid 145 Linneborn, Kuno 240 Linsenhoff, Karl 145 Lipps, Herbert, Dr. 145 Lischka, Kurt 83 Littek, Richard 145 Lochner T.45 Löde, Helmut, Dr. 146 Lohmar, Ulrich 318 Lohner, Otto, Dr. 146 Lohrey, Heinrich 146 Lohse, Hinrich 196 Löllke, Ernst 146 Looft, Walter 146 Looschen, Hans 199 Lorch, Anton 199 Lorenz, Hans-Helmut, Dr. 146 Lorenz, Werner 83 Lorenz 107, 108 Lorenzen, Dr. 146 Lörtz, Johann 146 Lösch, Alwin 146 Lösch, Dr. 146 Löscher, Otto, Dr. 146 Loesdau 104 Loew, Gottfried 49 Lübke, Heinrich 37 ff, 106, T.9, 10, 13 Ludat, Herbert, Prof. 287 Ludendorff, Erich 189 Luedde-Neurath, Kurt 240 Lueder, Hans-Georg 199 Lüders, Dr. 146 Lüders, Karl-Heinz 216, 221, 240 Ludin 210 Lüdinghausen, Wolff Freiherr von 240 Ludolph, Dr. 146 Ludwig, Heinz 146 Ludwig, Wilhelm, Dr. 83 Lüning 146 Lütgering, Hans 83 Luther 208, 210, 211 Luther, Dr. 146 Lüttwitz, Smilo Freiherr von 170 Maarzyk, Drahomir 115 Mach, Alexander 274, 275 Mach, Erich T.8 Mackeben, Wilhelm 240 332 Mäe T.44, 45 Maeder, Hellmuth 172, 189, 190 Maenß, Hans Ivar 240 Mahle, Hermann 50 Mahlke, Helmuth 199 Mahlke, Karl 146 Maier, Erich 280, 317 Mair, Kurt Alex 240 Maisenhälder, Alois, Dr. 146 Maiziere, Ulrich de 186 Malaise, Gerhart E. von 50 Malessa, Johannes 146 Maltzan, Vollrath Freiherr von, Dr. 13, 50, 240 Mamaj, Nina T.6 Manchot, Karl, Dr. 146 Mann, Wilhelm Rudolf 13, T.5 Mansfeld 19 Manske, Erich 146 Manteuffel, Hasso von 169 Marbach, Hubert 83 Marchtaler, Hans Ulrich, Dr. 240 Martens, Hans-Hermann, Dr. 147 Martens, Jakob 147 Martens, Kurt 147 Martin 147 Marx, Gerhard, Dr. 147 Mäth 141 Mattern, Friedrich, Dr. 147 Matthiessen 147 Matzky, Gerhard 172 Maunz, Theodor, Prof. 286, 297£. Maurach, Bruno, Dr. 280 Maurach, Reinhart, Prof. 319 Maurer, Karl 83 Mayer, Josef, Dr. 147 Mayer, Karl Bernhard 147 Meer, Fritz ter 50 Mehl, Gerhard 92 Mehnert, Klaus, Prof. 304 Meier, Paulus 83 Meier-Branecke, Dr. 147 Meier-Welcker, Hans, Dr. 199 Meinardus, Dr. 147 Meiser, Fritz 147 Meissner, Boris, Prof. 319 Melchers 225, 226, 227 Mellwitz, Artur 147 Melzig, Herbert, Prof. S. 256, 257 Mende, Gerhard 147 Mengele, Josef, Dr. 75, 83 Menger, Georg, Dr. 147 Menke, Josef, Dr. 83 Menne, Wilhelm Alexander 27 Mennecke 147 Menzel, Hubert 92 Merek, Karl 50 Merfels, Josef 240 Merker, Otto 50 Merveldt, Gisbert Graf von 83 Merz, Helmut, Dr. 147 Messer, Hermann 84 Messerschnitt, Willy 50 Methfessel, Fritz 84 Metschullat, Herbert 84 Metten, Dr. 147 Metz, Dr. 147 Metzger, Werner 241 Metzner, Rudolf, Dr. 280 Meusel 147 Meusel, Gotthold, Dr. 115, 148 Mewes, Günther, Dr. 148 Mey, Werner 148 Meyer, Friedrich 148 Meyer, Hans 148 Meyer, Konrad, Prof. 286 Meyer, Kurt 314, 315 Meyer-Detring, Wilhelm 199 Meyer-Hentschel, Gerhard, Dr. 148 Meynen 148 Mezger, Hans-Robert 148 Michelsen 267, T.47 Michon, Helene 118 Michon, Roman 118 Miethe, Erhard 84 Mikorey, Maximilian, Prof. 320 Milch, Erhard 40 Mirbach, Dietrich Freiherr von 212, 216, 21% 220, 241 Mirow, Eduard 205, 241 Misera, Alfons, Dr. 148 Mittelbach, Dr. 148 Moecker, Dr. 148 Möhl, Wolfgang, Dr. 148 Möhlenbeck, Wilhelm 50 Mohns 148 Mohr, Ernst Günther, Dr. 210, 221 ff., 241, Mohrmann, Anton, Dr. 241 Mola 173 Moldrzyk, Miroslaus 115 Moll, Josef 199 Mollenhauser 148 Möller, Wilhelm 148 Möller-Döling, Joachim 199 Moltmann, Gerhard, Dr. 241 Moennikes 61 Morschbach, Dr. 148 Moulin-Eckart, Karl Max Graf von 241 Mugler, Hans, Dr. 148 Mühlen, Heinrich von zur, Dr. 280 Mühlenfels, Willy von 148 Mühlestein T. 46 Mühlhaus, Hermann, Dr. 148 Müller, Balduin 84 Müller, Edwin 149 Müller, Edwin, Dr. 149 Müller, Eugen 84 Müller, Heinrich 63 Müller, Helmut, Dr. 148 Müller, Karl Valentin, Prof. 287, 320 Müller, Kurt 149 Müller, Paul T.5 A ie We ww a ee | 333 een Müller, Robert 149 0 Müller, Walter, Dr. 149& Müller-Hillebrand, Burkhart 186 Oberhäuser, Herta, Dr. 288 Müller-Wurll, Heinz 280 Oberländer, Alexander, Dr. 150 Mumm von Schwarzenstein, Bernd Eugen, Oberländer, Theodor 249, 262, 267, 306 Dr. 241 Obermaier, Albrecht 200 Münich, Alfred, Dr. 149 Obermayer, Adolf Max, Dr. 241 Munk, Kaj 67 Obstfelder, Kurt 84 Münstermann, Wolfgang, Dr. 149 Ochs, Josef, Dr. 84 48 Müntinga, Dr. 149 Ocker, Hermann 150 Munzel, Oskar 315 Odewald, Walter 84 Munzel, Dr. 205, 221 Sean 2 Munzinger, Dr. 149 Oehl, Gerhard 84 Murr, Gustav T.8 Oehlandt, Herwarth 241 NuSlLLEn m at 150 Mussolini, Benito 75 Oekarden dr. 148 Ohm, Dr. 150 N Ohmann, Franz, Dr. 280 Olbrich, Ehrhard 84 Naditsch 292 Oldenburg 150 Nagel, Hellmuth, Dr. 149 Oligmüller 150 Nägele, Friedrich 84 Opitz, Paul 84 Nallinger, Fritz 50 Oppe, Dr. 150 e Nappe, Dr. 149 Oppenheuser, Walter 150 = Naujocks, Alfred Helmut 63, 268 Ortmann, Hans 150 Nawrot, Hans 92 Orzechowski, Dr. 150 yn 212,26, Nebel, Dr. 149 Oeser, Richard, Dr. 150 Neckel, Prof. T.46 Oshima 259, T.45 Neef, Fritz 51 Oskierski, Wilhelm 150 Neher, Konstantin 84 Oster, Heinrich T.5 Nehring, Walter 280 Ostermann 111, T. 23 Neidhard, Friedrich 115, 116, 149, T. 26 Ostermeier, Robert, Dr. 150 Nellessen, Dr. 149 Osthues, Willy 58 Neumaier, Alois, Dr. 149 Ott 219 Neuroth, Hans-Heinrich 149 Ott, Adolf 62 10, 221, 4 Neuss, Helmut 200 Otter, Dr. 150 Neuwirth, Hans, Dr. 271 Ottersbach, Arnold, Dr. 85, 102, 116 ff, 150, Nickels, Peter, Dr. 149 AIZZ Niemer 124, 149 Otto, Egbert 281 Niese, Hans 122, 149 Otto, Hans-Werner, Dr. 281 Niesling, Kurt, Dr. 57 Otto, Wilhelm 17, T.5 | Nieuhoff 149 Overbeck, Karl Kuno 241 )| Niffka, Georg 280 1|| Nippe, Eugen 280 pP Nissen, Rudolf 149 Nix, Josef 149 Pabich 261 Be Noack 149 Päth, Gerd, Dr. 151 raf von A Noack, Egon 84 Paetzold, Erich 93 980 Normann, Hans-Henning von 150 Pamperrien, Rudolf, Dr. 242 Northe, Heinrich, Dr. 221 Pancke 274 Noske, Gustav Adolf 58 Panhorst, Karl, Dr. 242 Nössler, Kuno, Dr. 150 Panitzki, Werner 187 #8 Nostiz, Siegfried von 241 Pape, Günther 200 Nostiz-Drezewicki, Gottfried von 222, 241 Papenkort, Willi 85, T. 19 Nottbeck 119 Pappenheim, Georg Graf von 242 Nürnberger, Dr. 150 Passauer, Hans 150 Nüßlein, Franz, Dr. 150, 224 f., 241 Paulat, Bodo 85 Paulie, Reinhold 93 Paulig, Richard 242 29,0 1 Paulsen, Hans Constantin 28 | Pecher, Otto, Dr. 151 i 334 Peiper, Joachim 85 Pemsel, Max 170 Peters, Prof. Dr. 124 Petersen, Harro, Dr. 151 Petzke, Hans, Dr. 151 Pfanhauer T.7 Pfeffer, Karl-Heinz 320 Pfeiffer, Arnold 242 Pfeiffer, Peter, Dr. 242 Pfennigsdorf 151 Pfisterer, Friedrich, Dr. 242 Pfleiderer 151 Pfluger, Karl, Dr. 281 Philipp, Ernst 200 Philippi, Walter 122, 151 Pichon 151 Pierburg, Alfred 51 Piesker 151 Pingel 151 Pippert 122, 151 Pirch, Georg von, Dr. 242 Plato, Anton-Detlef von 200 Plette, Hans, Dr. 281 Plock, Gerhard, Dr. 151 Plönies, Rudolf, Dr. 151 Plonner, Hermann 151 Poddey, Traugott 151 Poersch, Lothar, Dr. 151 Poethke, Herbert 85 Pohl, Oswald 44 Pohle, Wolfgang 51 Pohlmann 227 Pöhlmann, Heinrich 151 Polaczek 117 Pölnitz, Götz von, Prof. 298 Polzer, Robert, Dr. 281 Po0s, Dr2.151 Poppelbaum, Helmut 151 Pöschla, Dr. 151 Poser, Günter 200 Pötke, Karl 85 Pozorny, Reinhard 281 Preckel, Erich 85 Preiser, Dr. 151 Preißler, Walter, Dr. 281 Prentzel, Felix-Alexander 51 Preusker, Victor-Emanuel 51 Priedigkeit, Georg 152 Priller, Franz 85 Prilipp, Wilhelm 200 Pröhl 152 Prüfer, Hans 152 Pruss, Hans 85 Przybill, Willi 242 Puchta, Adolf 85, 281 Pülke 309 Puttkamer, Ellinor von, Dr. 242 Quack 152 Quiring, Franz, Dr. 242 Raab, Dr. 152 Raabe 152 Rabe, Karl-Hermann 85, T.20 Rabenau, von 152 Rabes, Rudolf, Dr. 242 Rademacher 210, 211 Raeder 152 Raeder, Erich 188, 189, 191 Rahn, Dietrich, Dr. 152 Ral, Dr. 152 Ramelow, Thomas 242 Randebrock 152 Randow, Elgar von 221, 242 Rapp, Albert, Dr. 86 Raschhofer, Hermann, Prof. 306 ff Raschik, Dr. 152 Rath, Karl 85 Rathmayer, Otto 152 Rathske 152 Rauch, Georg von, Prof. 299 ff., 301, 302 Rausch, Dr. 152 Rebmann, Dr. 152 Reckmann, Hans, Dr. 152 Redecker, Martin, Prof. 301 Regis, Dr. 123, 152 Rehbock, Dr. 152 Rehfeld 22 Reichelt, Dr. 152 Reichert, Hans-Joachim Ritter von 242 Reichhold, Walter, Dr. 243 Reidel, Herbert 200 Reil, Theodor 152 Rein, Dr. 124, 152 Reiners, Friedrich, Dr. 153 Reinhard, Hellmuth 86, 170 Reischauer, Peter 200 Reithinger, Anton, Dr. 13 Reitlinger, Gerald 62 Remer, Willi 93 Remold, Josef 86 Rempe, Dr. 153 Renatus, Heinrich 153 Rendulio, Lothar 190 Rensinghoff, Wilhelm 243 Retsch, Georg 153 Reubold, Hans, Dr. 153 Reuleaux, Otto 51 Reusch, Dr. 153 Reuter, Franz 51 Reuter, Rudolf, Dr. 153 Rheindorf, Konrad 86 Rheinen, Fritz, Dr. 153 Rhode, Werner 120, 153 Ribbentrop, Joachim von 203, 207, 223, 259, 271, 291 Richert 153 Richter, Herbert, Dr. 215, 243 Richthofen, Bolko Freiherr von, Prof. Dr. 269 ff., 289, T. 46 Richthofen, Oswald Freiherr von 243 ., 301, 302 von 242 335 Rieber, Hellmut 116 Riedel, Fritz 86 Rieder 153 Riemann, Kurt 153 Rienecker, Waldemar 51 Riepenhausen, Ernst 153 Riese, Werner 86 Rietmeyer, Dr. 153 Rimelin, Renatus, Dr. 153 Ringelmann, Max, Dr. 243 Risek T.10 Ritter 203 Rittinger, Josef, Dr. 153 Rittstieg, Fritz, Dr. 266 Rochlitz, Viktor, Dr. 153 Rodak, Eduard 118 Rodominski, Herbert 153 Roemer 153 Roesler, Dr. 124, 153 Rogalla, Hans 154 Rogge 154, 170 Roggenkamp, Kurt, Dr. 154 Röhl, Friedrich 86 Rohlfs, Willi 86 Röhreke, Heinrich, Dr. 243 Rom, Horst von, Dr. 243 Romatzek, Wilhelm 154 Rommel, Erwin 185 Römer 34, 154 Ronke, Maximilian, Prof. Dr. 154 Rösch, Heinrich 86 Roßbach, Hermann 93 Rosenberg, Alfred 307, 310 Rosendahl 124, 154 Rosendahl, Johannes 86, T. 20 Rosenthal, Wilfried von 172, 200 Rosga, Ernst 154 Rösing, Hans-Rudolf 200 Ross 154 Rössiger 154 Rössler T.10 Rostock, Heinrich 154 Roszak, Jan 112, 113 Rothe, Gerhard, Dr. 154 Rottach, Josef 86 Röttiger, Hans 170 Ruepprecht, Hans-Ulrich Freiherr v.,Dr. 154 Ruff, Siegfried, Prof. 320 Ruff, Wilhelm 154 Ruge, Friedrich 170, 172 Rühle 212 Rumbaur, Waldemar 225 Ruoff, Herbert 243 Rutkowski, Arthur 243 Rutz, Horst 86 Ss Saage, Dr. 154 Sabath 224 Sachs, Hans Georg, Dr. 243 rg“« ee Ze Saefkow, Anton 98 Sahm, Dr. 222 Samuel, Hermann 93 Samulski, Robert, Dr. 281 Sand, Hermann 154 Sandberger, Martin, Dr. 62, 86 Sander, Hermann 51, T.10 Sandner, Rudolf 281 Sandrock, Dr. 154 Santo, Camill T.8 Sauckel 105 Sauckel, Fritz 18 Sauer, Valentin 154 Saur, Karl-Otto 52 Sauter, Philipp 154 Sautter, Theodor, Dr. 243 Schacht, Hjalmar 12, 41 Schade, Hans, Dr. Dr. 154 Schäfer, Dr. 225 Schäfer, Eugen 86 Schäfer, Heinrich 200 Schäfer, Johannes Robert 87 Schäfer, Karl, Dr. 155 Schaefer, Oswald, Dr. 87 Schaffarczyk, Herbert, Dr. 243 Schafheutle, Josef, Dr. 95, 96, 102, 103, 106, 155 Schäper, Theodor 123, 155 Scharf, Walter 87 Schatton, Willi 243 Schattenberg, Ulrich, Dr. 155 Schattburg, Wolfgang 87 Schauberger, Siegmund 266 Schauergans 155 Scheer, Willy 155 Scheffler, Herbert 87 Schellenberg, Walter 257 Schellhaus, Erich 281 Scherer, Werner, Dr. 155 Scherpenberg, Albert Hilger von, Dr. 243 Scheske, Ulrich, Dr. 243 Scheuner, Ulrich, Prof. 287 Schicht, Wolfgang, Dr. 155 Schiedt, Robert, Dr. 155 Schier, Bruno, Prof. 320 Schiffner 155 Schikowsky, Dr. 155 Schild, Karl 93 Schilgen, Walter, Dr. 155 Schiller, Otto, Prof. 289 Schilling, Karl, Dr. 244 Schimkat, Hellmut 93 Schimpf, Richard 170 Schindhelm, Hans Gerhard 87 Schindler T. 46 Schirach, Baldur von 272 Schirmer, Hans, Dr. 220, 221, 244 Schirner, Karl 52 Schlaf 123 Schlaefke, Wilhelm 155 Schlegelberger, Hartwig, Dr. 155 336 Schleier 211 Schlempp 37£. Schlesinger, Adolf 97 Schlichting, Erich, Dr. 155 Schlichting, Friedrich Carl 200 Schliefke, Waldemar 87 Schlinke, Kurt 155 Schlitter, Oskar 215, 227, 228, 244 Schloemp, Georg 87 Schlör, K.H. 87 Schlünder, Ernst, Dr. 281 Schlüter, Erich, Dr. 155 Schmelter, Fritz 52 Schmiedeberg 156 Schmid, Richard, Dr. 119 Schmid-Lossberg, Heinz 52 Schmidle, Adolf 87 Schmidt, Kurt 155 Schmidt, Robert Hans 52 Schmidt, Rolf 244 Schmidt-Horix, Dr. 221 Schmidtke T.10 Schmitt, Josef, Dr. 155 Schmitt, Walter 155 Schmitt-Winter, Albert 155 Schmitz, Erich, Dr. 156 Schmitz, Hermann 13, T.5, 14 Schmole, Dr. 156 Schneider, Christian 13, 52 Schneider, Friedrich 301 Schneider, Josef 57 Schnez, Albert 200 Schnitzler, Georg von 16, T.5 Schöllgen, Dr. 156 Schoene, Josef 156 Schoengarth, Dr. 156 Scholz, Heinrich 156 Scholz, Herbert 87 Scholz, William 52 Schoppmann, Dr. 156 Schorn, Joachim 156 Schott, Wilhelm 244 Schrader, Karl-Heinz 156 Schreiber, Georg 156 Schreiber, Theodor 156 Schreitmüller, Adolf, Dr. 156 Schroiff 156 Schröder 205, 212, 218 Schuback 226 Schubert 62 Schubert, Franz, Dr. 156 Schubert, Johannes, Dr. 156 Schubert, Konrad von 244 Schubert, Leo 281 Schubert, Wolfgang 156 Schüle, Erwin 120, 121 Schuler, Anton 87 Schüler 226 Schüler, Walter 87 Schulpig, Hans 282 Schulz, Erwin 88 Schulz, Karl 93 Schulze, Albert 88 Schulze, Friedrich 156 Schulze-Fielitz, Günter 52 Schultz, Sigrid T.45 Schultze, Dr. 302 Schultze, Hellmut 201 Schultze, Otto-Wolfgang 122, 156 Schultze, Siegmund 293 Schultze-Schlutius 224 Schumacher, Franz, Dr. 156 Schumann, Georg 98 Schumburg 208 Schuppenies, Günter, Dr. 156 Schürmann, Wolfgang 157 Schütt, Nikolaus 244 Schutte, Dr. 157 Schwaller, Karl von, Dr. 157 Schwarz, Sepp 282 Schwarze, Johannes 124, 157 Schwarze, Josef 124, 157 Schwarzmann 211, 215, 223, 224, 227 Schwedes, Franz, Dr. 157 Schweichel, Dr. 157 Schweinitz, Hans-Ulrich von, Dr. 244 Schweling, Otto 157 Schwerdt, Otto 88 Schwerdtfeger 256 Schwerin, Gerhard von 169 Schwidetzky-Roesing, Inge, Prof. 320 Schwinge, Erich, Prof. 320 Schwörbel, Herbert, Dr. 244 Sebekovsky, Wilhelm 282 Seebohm, Hans 266 Seebohm, Hans-Christoph 30, 255, 265f,, 273, 276, 308 Seebohm, Kurt 266 Seelenbinder, Werner 98 Seelos, Gebhardt, Dr. 222, 244 Seibert, Claus, Dr. 157 Seibert, Willi 62, 88 Seiboth, Frank 282, 317 Seiffert, Werner, Dr. 157 Seither, Karl, Dr. 157 Semmler 157 Senteck, Rudolf 282 Seraphim, Hans-Jürgen 292 Seraphim, Peter Heinz, Prof. 309£. Sernau 157 Settels, Franz 88 Seydel, Hans, Dr. 205, 244 Seydewitz, von 157 Sieber, Peter Wilhelm 200 Siebers 157 Siedenburg, Walter 157 Siegfried, Herbert, Dr. 244 Siegmund T.17 Siekmann T.20 Sielaff, Dr. 157 Siemers, Otto 88 Simonis, Susanne, Dr. 244 r cn 2 Fe. un nn et" 337 — Sinn, Heinrich, Dr. 157 Steiner, Felix-Martin 88 Sinnhuber, Fritz 88 Steiner, Felix 314 SE Dr 2117215 Steinhoff, Johannes 201 Six, Franz, Prof. Dr. 68f. Steinke, Max 158 Skok, Herbert, Dr. 157 Steinle, Kurt, Dr. 158 Skorzeny, Otto 74 Steinmayr, Hans, Dr. 158 R Smagon, Albert 282 Stelzer, Gerhard, Dr. 245 ‚156 Smeets, Wilhelm 88 Stephan, Heinz 158 Sohl, Hans-Günther 28 Stettner, Ritter von Grabenhofen 192 Solms-Braunfels, Prinz Alexander zu 244 Steuer, Theo 245 Sommer 157 Stieler, Adam 89 Sommer, Ferdinand 93 Sting, Heinz 282 Sonnek, Hubert 200 Stöhr, Karl 159 Sonnenhol, Gustav-Adolf, Dr. 245 Stolting II, Hermann 159 Sonnleithner 212 Stolz, Felix 111 Sorge, Richard 305 Stölzel 159 Sosna 157 Stolzmann, Paulus von 245 Spaeth, Josef 245 Stoppel, Dr. 159 Speer, Albert 37 f., 43. Stothfang, Dr. 105 Spehr 157 Strachwitz, Rudolf Graf 245 Speidel, Hans, Dr. 170, 172, 180, 183, 184, Strack, Hans, Dr. 211, 245 224,27 185, 186 Stransky, Maximilian, Dr. 159 Sperber, Paul 93 Straßner, Peter 315 Sperrle, Hugo 173 Stratmann, Johannes 88 Dr. 24 Spies, Gebhard 158 Straube 159 Spillner, Dr. 158 Strauß, Franz-Josef 299, 308, 314 Spindler, Joachim von 52 en BD 67£. Splett 158 trecker, Hermann, 245 ler tesser: Dr. 158 Streller, Karl 159 Prof. 32) Springer, Axel 83, 313 Strödter, Dr. 159 Springorum 158 Strohbach, Rudolf, Dr. 159 Springorum, Kurt 52 Stromsky 159 Springorum, Walter 282 Struch, Friedrich 245 Staake, Hermann 88 Strümpler 159 30. 255, Al Staat, Dr. 158 Stubbe, Erwin 93 1. Stadie, Paul 88 Stuckard 22 Stadtmüller, Georg, Prof. 291 Stuckart T.48 Staffen, Rudolf 282 Student, Kurt 174 4 nen. Gerhard, Dr. 245 en Dr. 282 Sta 17027 ‚ Be er Rn Stuhldreer, Kunibert 159 Stain, Walter 282 Stumpf, Hermann, Dr. 159 Stamp, Wolfgang 158 Stumpf, Richard 159 Stand, Hans, Dr. 158 Suckow, Harald 159 Stangl, Walter, Dr. 158 Sündermann, Helmut 289 Stanglmair, Hermann, Dr. 158 Sunkel, Ministerialrat T. 46 Stanke, Georg 158 Susemihl 158 Starke, Gotthold, Dr. 245 Szogs 159 . 309f, Staudacher, Dr. T.44 Stechow, Johann Karl von 245 T Steckel, Kurt 158 Steeger, Christian 89 Tacke 159 Steengracht, von 212, 214, 218 Talpa, Erich, Dr. 159 Steffen, Erich, Dr. 158 Tancre, Hans, Dr. 245 Steffen, Hermann 158 Tangermann, Heinz 89 Steimle, Eugen Karl, Dr. 62, 88 Tank, Ernst 159 Stein, vom 158 Tannstein, Kurt, Dr. 245 Steinbach T.10 Taubert, Eberhard, Dr. 320 Steinbach, Hans-Joachim 245 Teichert 224 Steinbichl, Wolfgang, Dr. 282 Tempelhoff, Hans-Georg von 201 Steiner, Dr. 158 Templin, Paul Heinz 246 338 Tennigkeit 159 Ter-Nedden, Wilhelm 53 Terbowen 191 Terree, Werner 89 Teschner, G. 313 Teufl, Dr. 159 Tezlaff, Otto 89 Thadden, von 211, 212 Thalau, Karl 53 Thalheim, Karl, Prof. 291 Thamm, Ernst 160 Thedieck, Franz 282 Theusner, Hans-Joachim, Dr. 246 Thiedemann, Richard 53 Thierack 99, 259 Thierbach 160 Thilo, Karl-Wilhelm 192, 193 Thomas, Georg 13, 15, 41 Thomashoff 160 Thomsen, Henning, Dr. 246 Thomsen, Willy 160 Thümmler, Johann, Dr. 57, 72, T.17 Thurmayr, Alois, Dr. 160 Thyssen, Fritz 12, 26, T.1 Tichy, Alois, Dr. 246 Tiedtke, Dr. 159 Tillmann 160 Timmermann 160 Tins, Benno, Dr. 283, 317 Tischbein 224 Tischendorf, Willi T.7 Tiso 274, 306 Togotzes, Werner 93 Töpfer, Dr. 160 Toth, Dr. 274 Toyka, Rudolf, Dr. 104 Trabert, Rudolf, Dr. 160 Tramm, Dr. 160 Trattner, Heinz 171,173, 174, 175, 126, 191 Traub, Kurt 160 Trautloft, Johannes 193, 194, 195 Treichel, Werner 160 Trepte, Dr. 160 Trimborn, Kurt 89 Trischler, Josef, Dr. 282 Troost, Sigismund, Dr. 160 Trützschler, Heinz Freiherr von Falkenstein, Dr. 246 Tschofen, Franz 160 Tüngeler, Johannes 53 Tyburec, Josef 120 Übelhack, Friedrich 190, 191 Uhden, Johannes 93 Uhl T.5 Uhlenbroock, Kurt, Dr. 57 Uhlig 160 Uhse, Dirk 160 Ulitz, Otto, Dr. 254, 268 Ullrich, Hans, Dr. 160 Ulrich, Fritz 89 Uluots T. 44 Unger, Walter 89 Ungern-Sternberg, Reinhold Freiherr von, Dr. 246 Urbanek, H. T.46 V Vangerow, Kurt von 201 Varnbüler, Ulrich Freiherr von und zu Hem- mingen 201 Vasko, Dr. 275 Veesenmayr 210 Velhagen, Adolf, Dr. 246 Venediger, Günther, Dr. 246 Ventzki, Werner 282 Verres 160 Verschuer, Otmar Freiherr von, Prof. 321 Verspohl, Dr. 160 Vetter, Wilhelm 246 Vialon, Friedrich Karl 42f., T.15, 16 Viergutz, Hans-Werner 160 Viertel, Lothar 160 Vietigshoff-Scheel, von 219 Vitz, Ernst-Helmut 53 Vogel, Georg, Dr. 222, 246 Vogel, Hermann, Dr. 161 Vogel, Hans 160 Voigt, Erich, Dr. 161 Voigt, Kurt T.7 Voith, Hanns 53 Voithenberg, Voith von, Dr. 161 Volkmann, Heinz 89 Vollmar, Franz 161 Vollmer T.10 Vollrath, Dr. 161 Vornbäumen, Dr. 161 Vornweg 161 Voss, Ludwig 89 W Wachtendong, Walter 89 Wagenknecht, Willi 201 Wagner 211, 212 Wagner, Alfonds 53, 321 Wagner, Hans-Hein, Dr. 161 Wagner, Walter, Dr. 161 Wagner, Wilhelm 89 Wahl, Ernst 161 Waibel, Hermann T.5 Walczynski 111 Waldbillig, Hermann 89 Waldheim, Gottfried von 246 Waldschmidt, Herbert 53 Wallis 161 Walter 161 Walther, Gebhard von, Dr. 246 Walther, Wolfgang 161 reihen von N und zu Hm In, Prof, 311 1.15, 16 161 339 Wälzholz 124, 161 Warburg T.46 Wassenberg, Hans 93 Wätjen, Rudolf 201 Weber, Erich, Dr. 161 Weber, Fritz 89 Weber, Kurt 161 Weber, Walter, Dr. 161 Weber, Walter, Dr. 246 Webermeier, Herbert 161 Wedeking, Siegfried, Dr. 125, 161 Wegener, Walter, Dr. 255, 267, T. 47 Wegert, Kurt, Dr. 161 Wehner, Bernhard, Dr. 90 Wehner, Martin 161 Wehrmeister 161 Wehrstedt, Friedrich-Wilhelm, Dr. 246 Weiden, von der, Dr. 162 Weigold, Hermann 89 Weinelt, Wilhelm, Dr. 162 Weinerth, Kurt, Dr. 162 Weinreich, Hermann 89 Weise 162 Weissenberger, Heribert 162 Weitnauer, Dr. 162 Weitzel 162 Weiz, Gerhard, Dr. 246 Weizsäcker, von 203, 227 Welck, Wolfgang Freiherr von 247 Weltz, Georg August, Prof. 321 Welwarski, Wilhelm, Dr. 255, 283, 317 Wendel, Wilhelm 162 Wendik 162 Wendland, Jork Alexander Freiherr von 247 Wendler, Richard, Dr. 58 Wenzel, Erich 90 Wenzel, Friedrich-Karl, Dr. 162 Wenzel, Kurt 162 Wenzel, Rudolf 283 Werber, Karl 162 Werkmeister, Karl, Dr. 211, 247 Werner, Berthold, Dr. 162 Werner, Hans-Ulrich 93 Werner, William 53 Werther, Friedrich, Dr. 162 Werthern, Charlotte Margot von 247 Werz, Luitpold, Dr. 221 Wessel, Gerhard 201 Westerburg, Dr. 162 Westrick, Ludger 39£., T.11 Wettengel, Alfred, Dr. 162 Weydenhammer, Rudolf 53 Wichers, E. A. 313 Wichmann, Heinz 195, 196 Wicke, Oswin 90 Wickert, Erwin, Dr. 247 Wickmann 162 Widera 162 Wiebens, Wilhelm 87, 90 Wieczorek, Wilhelm 122 Wiedemann, Viktor, Dr. 162 Wiegers, Prof. T. 46 Wiehl 208, 215, 224 Wieland, Walter 53 Wienecke, Josef 162 Wietersheim, Hans-Joachim von, Dr. 283 Wilcke, Henning 201 Wildt, Dr. 124, 162 Will, Hermann, Dr. 162 Willer 163 Willecke 163 Willhausen, Hans 54 Wilhelm, Georg 90 Wilhelm, Theodor, Prof. 288, 300£. 302 Wilhelms, K.H. 309 Willinger, Karl 283 Wilkerling, Dr. 103, 163 Wimmer, Eberhard, Dr. 163 Windecker T. 44, 45 Winckhler, Hugo, Dr. 163 Winkelmann 210 Winkelmann, Otto 64, 74 Winkler, Prof. 269 Winkler, Kurt 54 Winnacker, Karl 54 Winter 219 Wintermann 163 Wirsing, Giselher 321 Wirth, Hermann, Prof. 269, T. 46 Wirtz 33 Witt, Heinz, Dr. 163 Witte, E. T.46 Wittek, Josef 93 Wittmann, Max 90 Witzig, Konrad, Dr. 123, 163 Witzleben, Wolf-Dietrich von 54 Wisliceny 215 Wisselmann, Heinrich 54 Wlassow 264 Wobser, Herbert 222, 247 Wodtke 163 Woermann 203, 205, 226 Wohak, Heinz, Dr. 283 Wohlauf, Julius 90 Wohnsdorf, Hans 163 Wojcikiewicz, Ottilie 118 Woldt, Heinz, Dr. 163 Wolf, Erik, Prof. 286 Wolff, Gustav-Adolf 163 Wolff, Karl 73 Wolff, Karl 21, 32£., T.8 Wolff, Paul 163 Wolfrum, Dr. 163 Wolfrum, Gerhard, Dr. 283 Woll, Albert 163 Wollenweber, Karl-Gustav, Dr. 247 Wwollf, Ludwig 283 Wollschina, Wilhelm 90 Wollschläger 163 Wolschke, Waldemar 247 Wonhas, Paul, Dr. 163 Wöstmann, Dr. 163 340 Wroblewski, Dr. 163 wühlisch T.42 Wulkow 164 Wünschmann, Walter, Dr. 163 Wurster, Carl 13, 54 Wussow, Fritz 247 Wüstenberg, Paul, Dr. 247 1 Zain, Dr. 164 Zangen, Wilhelm 54 Zaum, Hermann, Dr. 164 Zbikowski, Dr. 164 Zapf, Willi 90 Zapp, Karl-August, Dr. 247 Zaske, Dr. 164 Zawadill, Walter, Dr. 283 Zawadzki, Wolf von 201 Zech-Nenntwich, Hans-Walter 90 Zellmann, Dr. 164 Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik ES 6 B3- VLN 610/62- 181/65 DDR Lektor: Otfried Schmack Technischer Redakteur: Gisela Ostberg Hersteller: Gerhard Kurth Typografie: Günter Woinke Bildteil: Druckerei„Volksstimme”, Magdeburg Satz, Druck und Bindearbeit: Karl-Marx-Werk Pößneck V 15/30 EVP 4,80 Zenker, Karl-Adolf 188, 189 Zentgraf, Hans 58 Zica, Nikolai von 292 Zienicke, Hans-Albrecht, Dr. 164 Ziesel, Kurt 289 Zietlow, Fritz 90 Ziller, Karl 116, T.26 Zimmer, Johannes 164 Zimmerath 164 Zimmermann, Karl, Dr. 247 Zimmermann, Walter, Dr. 247 Zind 75 Zinser, Christian, Dr. 247 Zintel, Ludwig 247 Zipfel, Fritz 90 Zippelius, Friedrich, Dr. 283 Zirpins, Walter, Dr. 90 Zitzmann T.42 Znajdek, Michel 261 Zoglmann, Siegfried 272 Zoller, Max 164 Zwarycz, Anna 110, 111 | a 2 Br oe RP 2& ER Pe OT NEL LEEELELEEETTERER zur un ee= 2- “ 7} 2. 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