“ 8————— 8 Kurzer Begriff d. e r nothwendigſten Gebether eines kathol iſchen Chriſten, feingerichtet auf jene Weiſe, wie in dem kleinen Katechismus angezelgt wurde. 5 O5 —— . Verfertiget von Matthaͤus Vogel, Prieſter der Geſellſchaft Jeſu. Mit Sbern. ärzburg gedruckt 6 Fr. Sebaſtian G Eburf. Hofbuchdrucker. * 1 8 Nothwendigſte Gebether eines katholiſchen Chriſten. Morgensgebeth. Im Namen des Vaters und des Sothns, und des heiligen Geikſtes, Amen. „em Namen meines gekrenzigten Herrn J Jeſu Chriſti ſtehe ich ouf, und fange dieſen Tag an. Derſelbe wolle mich ſegnen, regleren, behuͤten und zum ewigen Leben fuͤhren, Amen. Lobet den Herrn alle Geſchoͤpfe des Herrn: lobet, ehret und preifet ihn mit mir in alle n Ewigkeit. Ehre ſey dem Bater, und dem Sohne, 6 und dem heiligen Geiſte. Ehre ſey der aller⸗ heiligſten und unzertheilten Dreyfaltigkeic von nun an bis in Ewigkeit. O mein Herr und mein Gott! ich ſage dir demuͤthigſten Dank fuͤr alle und jede Gut. M thaten, welche du mir von dem erſten Augen⸗ blicke meines Lebens bis auf dieſe Stunde ver⸗ Not Rssitſe ut tin m ni auch deine ggdine Ehre u nnudenden. Se kun Sinde von neie Gedanken, mn gißenn Eh ſan Chritum un Dahrerand he fiſtales, wa tlnichigtt har ihſefeales, fih und lie ich lbet lles, de wil- zun d nfen ir in un de Morgensgebeth.„ verliehen haſt. Du haſt mir die Gnade ge6°. geßen, den heutigen Tag zu erleben: erthelle mir auch deine kraͤftige Gnade, denſelben iſen. in deiner Ehre und zu meiner Seligkeit wohl 4 aanzuwenden. Stehe mir bey, damit ich durch keine Suͤnde von dir abweichen, ſondern alle meine Gedanken, Worte und Werke zu dei⸗ h. ſͤſͤ 3. ner groͤßeren Ehre richten moͤge, durch Je⸗ Sofhns, ſum Chriſtum unſern Herrn, Amen. men. O wahrer und wahrhafter Gott! ich glaux en Hein be feſt alles, was du geoffenbaret haſt. O und fange allmaͤchtiger, barmberziger und getreuer Gott! ic ſegnen) ich hoffe alles, was du verſprochen haſt. O igen ltin guͤtigſter und liebwuͤrdigſter Gott! ich liebe dicch uͤber alles, und bereue von Herzen, des Herrn: daß ich dich, mein hoͤchſtes Gut, jemals mir in all mit der geringſten Suͤnde beleidiget habe. Ich nehme mir feſt vor, dich nimmermehr n Seßge, vorſetzlicher Weiſe zu erzoͤrnen. Beſonders hder alett wiill ich mich ernſtlich befleißen, daß ich dich eyfaltigkel mit dieſer Suͤnde.. heut nicht beleidige. Gieb mir deine Gnade dazu, o maͤchtigſter fich ſeag und guͤtigſter Gott! dede Gut⸗ Alles, was ich heut thun oder leiden we 38 Augen⸗ de, will ich thun und leiden zu deiner Ehre. ſ Stunde Ich opfere dir auf alle meine Gedanken, , Wiorte und Werke, mit allem demjenigen, 4 Norgensgebeth. was heut in der ganzen Welt Gutes geſcheh⸗ en wird, in Vereinigung der Gedanken, Worte und Werke Jeſu Chriſti und aller Helligen. Ich opfere alles dieſes zu deiner Ehre und meiner Seligkeit, um jene Gna⸗ den zu erlangen, welche du weißt, mir am nothwendigſten zu ſeyn. DO hellige Maria, Mutter der Gnaden. Mutter der Barmherzigkeit! unter deinen Schutz und Schirm fliehe ich. O heilige Gebaͤhrerinn Gottes! allem Uebel Leibs und der Seele, und ſtehe mir einſtens bey in der Stunde des Tods. O Maria Jungfrau rein, laß mich dir em⸗ pfohlen ſeyn! 4 unbefleckte Empfaͤngniß, reineſte Jungfrau, heilige mein Herz, Leib und Seel, im Namen des Vakters, und des So hus, und des hei⸗ ligen Geikſtes, Amen. O heiliger Schutzenge! mein, laß mich dir empfohlen ſeyn. In allen Noͤthen ſteh mir bey, und halt mich von Suͤnden frey. An dieſem Tag, ich bitte dich, erleucht, beſchuͤtz, regiere mich. O meine heilige Patronen, o alle Heilige Gottes; bittet fuͤr mich, damit ich heut Alles mei⸗ beſchuͤtze mich vor teftnbaret, d delne beilige Jungfrauſchaft und Nhtzen run eut u de⸗ tttener Dinde be in enderin ſine P nitten Gen a hdr Auj: g Aduununſet w. Ahglaubein E ethwendig 1.6 wen gottl ichg eugluben un Magx ud unfehl Türa 4 z0 Duntr ſc iemar Säigt eas ' bar zgeſcheh, pedanken, 5 aller de ner m d me Gruder. ter deinen O heilige mich vot und ſtel he ds Todg. ch dir em ſhaſt und Jungfrau, im Namen nddesheh b ß mich e. n ſteh u frey. A mei⸗ te, lle Heilge heut Alles meinem Gott zu Aebe wirke und leide, ihn mit keiner Suͤnde bedachtſamer Weiſe er⸗ zoͤrne, ſondern in ſeiner Gnade lebe und ſterbe. Alles meinem Gort zu Ehren in der Ar⸗ beit, in der Ruh: gieb o Jeſu Gnad dazu! Vater unſer ꝛc. Gegruͤßet ꝛc. Ich glaube in Gott Vater zc. Nothwendigſte Tugenden. 1. Glaube. § mein Gott! ich glaube feſt alles, was du — geoffenbaret, und durch deine wabre Kiirche zu glauben vorgeſtele haſt, weil du, die ewige und unfehlbare Wahrheit, ſolches geſagt haſt. 2. Hoffnung. O mein Gott! ich hoffe von bir zu eelan⸗ gen die ewige Seligkeit, wie auch alles, wa mir dazu nothwendig oder nuͤtzlich iſt; weit du allmaͤchtiger, barmherziger und getreuer Gott, ſolches verſprochen haſt Liebe. O mein Gott! ich liebe dich von ganzem Herzen uͤber alles, weil du das allerhoͤchſte und liebwuͤrdigſte Gut biſt. 4. Unvollkommene Liebe. O mein Gott! alle 3 Morgensgebeßh.„ emeine Sünden bereue ſch ¹ „ Morgensgebeth. ich von Herzen; weil ich durch dieſelben dich, meinen Gott, meinen Schoͤpfer und Erloͤſer, meinen groͤßten Gutthaͤter und ſtren⸗ gen Richter beleidiget, und eine Strafe von dir verdienet habe. 6. Vollkommene Reue. O mein Gott! alle meine Suͤnden bereue ich von Herzen nur allein aus dieſer Urſache, weil ich dadurch dich, das allerhoͤchſte Gut, erzoͤrnet und beleidiget habe. e 6. Vorſatz. O mein Gott! ich nehme mir feſt vor mit deiner Gnade, nicht mehr zu fuͤndigen, ſon⸗ dern lieber zu ſterben, als dich meinen Gott, noch einmal mit einer einzigen Suͤnde zu beleidigen. Abendsgebeth. Iimmliſcher Vater! ich ſage dir unendli⸗ b b * chen Dank durch Jeſum Chriſtum, del an nen Sohn meinen Erloͤſer, fuͤr alle Gnaden, welche du mir mein ganzes Leben hindurch, beſonders an dem heutigen Tag, erwieſen haſt. Ich opfere dir zu einiger Dankſagung auf alle gute Werke, welche heut in der gan⸗ zen Welt zu deiner Ehre ſind verrſchtet wor⸗ den. 1 zeßeheich dberd ſe/dat verg⸗ dtwvech direnn nörſind, damit luitgeurdeledigt rbeine dich, wor nt zafündiget ſo bet gein Bott ich ndüſen Tazt lgeſät: i h dieſelten hoͤpfer und 3 r und ſtren. trafevon te. den bereue eſt vor mit digen, ſon⸗ inen Gott, Suͤnde zu . tr unendi iſtum, dei e Gnaden, er lirſache, chſte Gut, erwleſen ankſagung n der gan⸗ ichtet wot⸗ Abendsgebeth. den. O daß ich alle dieſe tauſendmal ver⸗ mehren koͤnnte! Wie habe ich aber deine Gnaden und Gut⸗ thaten, o Gott! vergolten? was fuͤr Dank⸗ barkeit habe ich dir erzeiget? Erleuchte mei⸗ nen Berſtand, damit ich alle Suͤnden und Fehler, mit welchen ich deine liebwuͤrdigſte Majeſtaͤt heut beleidiget habe, erkennen moͤge. Hier beſinne dich, worin du dich den Tag hin⸗ durch verfuͤndiget haſt; alsdann bethe fol⸗ gendes: zutigſter Gott! ich erkenne, daß ich dich an dieſem Tage abermal erzoͤrnt und beleidiget habe: ich bereue aber ſolches von Grunde meines Herzens. Ich bereue alle Suͤnden meines ganzen dLebens, weil ich durch dieſelben dich, meinen allerhoͤchſten, 5 vollkommenſten, aller Ehre, Liebe und An⸗ bethung wuͤrdigſten Gott, beleidiget habe, den ich jetzt liebe, und bis an den letzten Augenblick meines Lebens zu lieben begehre. Mein ernſtlicher Wille iſt, dich im gering⸗ ſten nicht mehr zu erzoͤrnen Durch das boſt⸗ bare Blut Jeſu Chriſti bitte ich dich: ver⸗ zeihe mir meine Suͤnden, und behuͤte mich in dieſer Nacht vor allem Uebel Leibs und der Seele. 3 A 4 33 12—* a Abendsgebeth. Ich glaube an dich, o mein Gott! als an die ewige Wahrheit. Ich hoffe auf dich, als auf die unendliche Barmherzigkeit. Ich liebe dich von Herzen, als das hoͤchſte Gut. Ich verlange allein nach deinem heiligen Willen zu leben und zu ſterben. In deine heilige Wunden, o Jeſu! empfehle ich meinen Leib und meine Seele. Beſchuͤtze mich und die Meinigen im keben und im Tode. O allerſeligſte Jungfrau Maria, du Zu⸗ flucht der Suͤnder! nimm mich dieſe Nacht bindurch unter deinen Schutz, und bewahre mich durch deine kraͤftige Fuͤrbitte vor allem Uebel Leibs und der Seele. O heiliger Schutzengel mein! laß mich dir empfohlen ſeyn; ſteh mir bey im letzten Streit, und führe mich zu der gluͤckſeligen Ewigkeſt. Jeſus, Maria, Joſeph, in eure Haͤnde empfehle ich meinen Geiſt. Im Namen des Herrn will ich jetzt ruhen und ſchlafen. Je⸗ ſus von Nazareth, ein Koͤnig der Juden, be⸗ huͤte und bewahre mich vor allem Uebel Leibs und der Seele. Alles meinem Gott zu eb. Vater unſer ꝛc. Gegruͤßet ꝛc. Ich glaube in Gott Vater e, Vor r dr Sage( Keheligi und Mar Fii vahrer u m dinder vaft wandlichen W Aiat unendlich Jten, die du s nin t. Ic ſe weſtefen, erlöſe malenſeltgmach aate, bieher n b hit, vie mrriht e ſ e V e Nacr Gott! als a auf dich, ut eit. Ich libe ſte Gut. 3ß iligen Wiln deine hellie meinen mich und d e. ¹ gria, du a und bewn tte vor aln n! laß 1 dey im leßmn r gluͤckſalgn eure Hit 1 Namen e ſchlafen. er Jude n Uebel Gott et ꝛct. „„ ⸗ dor I —— — 8— 0 Vor der H. Beicht. 1. Sage Gott Dank. O allerheiligſte und unzertheilte Dreyfal⸗ — tigkeit, Gott Bater, Sohn und helli⸗ ger Geiſt! o wahrer und einziger Gott! ich armer Suͤnder werfe mich vor dem Throne deiner unendlichen Barmberzigkeit nieder. Ich ſage dir unendlichen Dank fuͤr alle jene Gutthaten, die du mir auf dieſe Stunde erwieſen haſt. Ich ſage dir Dank, daß du mich erſchaffen, erloͤſet, geheiliget, in deine wahre allein ſeligmachende, katholiſche Kir⸗ che geſetzet, bisher nicht geſtrafet und ewig verdammet haſt, wie viele tauſend andere, weſche etwa nicht ſo ſchwer; nicht ſo oft, als ich geſuͤndiget haben. Du haſt mir aus unermeſſener Guͤtigkeit vor tauſend anderen jetzt Zeit gegeben, Buße zu thun, und Krafs der heiligen Beicht mich mit dir wieder zu verſoͤhnen Zur Dankbarkeit fuͤr dieſe un⸗ ſchaͤtzbare Gnade opfere ich dir das unend⸗ lich koſtbare Blut meines Heilands Jeſu Chriſti, welches er aus unendlicher Liebe fuͤr mich Suͤnder in ſeinem bitteren Leiden und Sterben vergoſſen hat. 3 A 5 Beichegebether. a. Begehre Gnade, deine Suͤnden zu erkennen, zu bereuen und zu beichten. Gütigſter Jeſu! du haſt das heilige Sa⸗ krament der Buße in deiner wahren Kirche eingeſetzet, damit wir arme Suͤnder ein kraͤftiges unfehlbares Mittel haͤtten, Ver⸗ zeihung unſerer Sunden zu erlangen. Durch jene unbegreifliche Liebe und Guͤte, welche dich hiezu bewogen hat, bitte ich demuͤthigſt: verleihe mir kraͤftige Gnade, damit ich die⸗ ſes koſtbare Mittel recht gebrauche. Jeſu, du wahres licht der Welt! erleuchte meine Gedaͤchtniß, damit ich recht erkenne worin ich mich bisher verſundiget habe. Jeſu, du Gott meines Herzens! bewege mein Herz, damit ich alle meine Suͤnden recht bereue. Jeſu, du ewiges Wort des bimmliſchen Va⸗ kers! regiere meine Zunge, damit ich meine Suͤnden aufrichtig beichte, und Kraft des helllgen Sakraments der Buße, Kraft dei⸗ ner unendlichen Verdienſte, vollkommene Verzeihung dexſelben erhalte.. Heilige Maria, du Zuflucht der Suͤnder! bitte jetzt fuͤr mich. Erwirb mir durch deine maͤchtlge Fuͤrbitte jene goͤttliche Gnade, die mir norhwendig iſt, meine Suͤnden recht zu . b er⸗ und zu heiligee einer nahn irme Sän. hänemdn ngen. Duß Suͤte, wett demüg 4 euchte mm kenne, wan . Jeſu⸗ 1 mein Hah, recht betut. liſchen da it ſch mine 2 Kraft de ollkommene er Sinie durch dene en tactiu O0 Beichtgeberher⸗ erkennen, recht zu bereuen und recht zu beſch⸗ ten. Alle Heilige Gottes, beſonders jene, die durch eifrige Uebungen der Buße ſelig geworden ſind! bittet fuͤr mich, damit ich in eure Fußſtapfen eintreten, und wahre Buße wirken moͤge. 3. Erforſche dein Gewiſſen nach den Geborhen Gortes. 4. Nach geſchehener Erforſchumg erwecke eine ernſtliche KReue. Almaͤchtiger ewiger Gott! ich armer elen⸗ der Suͤnder unterſtehe mich vor deinem goͤttlichen Angeſichte zu erſcheinen, von deſ⸗ ſen gluͤckſeliger Anſchauung ich wegen mei⸗ nen Suͤnden und Miſſethaten ewig verſtoſſen zu werden verdienet habe. Ja, ich bin nicht wuͤrdig, auch nur meine Augen jetzt zu dir in den Himmel zu erheben, weil ich, wie ein verlohrner Sohn, in den Himmel und vor dir, o Herr des Himmels, geſuͤndiget habe. Wo ſoll ich aber hinfiehen, als zu dir, o mein zwar beleidigter, dennoch barm⸗ herzigſter Vater? Wahr iſt es; ich fuͤrchte mich, ich erzittere in Betrachtung deiner ſtrengen Garechtigkeis„ die ich mit meinen 3—— A 4 B e 1 ch f g e b e t h ek U. Dünden ſo oft zum Zorne gereitet habe, aber ich ſtelle mir zugleich deine unermeſſene Barmherzigkeit vor, und umpfange dieſelbe 1 mit beyden Armen, mit Vertrauen und iebe. Jch weiß, du verlangeſt nicht den Tod des Suͤnders, ſondern daß er ſich bekehre und lebe. Ich weiß, du kannſt und willſt mir meine Suͤnden verzelhen; du verſtoßeſt kei⸗ nen, der mit zerkulrſchtem Herzen zu dir kommt. Siehe, ich verlange und ſeufze nach einem zerknirſchten Herzen; ich komme, ich bekehre mich zu dir, o mein Gott! wirf, ach wirf deine barmherzige Augen auf mich; verſtoße mich nicht; nimm mich wieder in an deine Gnade auf: ſo wird meine Seele wah⸗ haft leben, und dich ihren guͤtigſten Gott, in Ewigkelt lieben und loben. O allwiſſender und wahrhafter Gott! ich glaube und halte fuͤr gewiß und unfehlbar alles, was du geoffenbaret haſt. Ich glaube feſt, daß du der gerechteſte, barmherzig, ſte, allmaͤchti gſte und getreueſte Gott, ein Belohner des Guten und Beſtrafer des Bd ſen ſeyeſt. Ich gla ube, daß du das aller⸗ hochſte Gut, das letzte Ziel und End des Menſchen ſeyſt. Ich glaube, daß dir nichts nißfaͤlliger als die Suͤnde ſen, welche den⸗ 4 reitzet ſan unermeſi, ange dieſet en und(i, den dodn bekehre u willſt n erſtoßfſt rzen zu d ſeuftemh komme, tl wirf, a auf mit h wieder Seeſe wih aſten Got, r Gatelih d unfeglher Ich glaubt batmßerzih Gott, in er des h das aler, dir nihls „, welche —— — —— den 4 5 Beichtgebether, dennoch durch das heilige Sakrament der Buße nachgelaſſen werde. Dieſes und alles andere, was du mir durch deine wahre Kir⸗ che zu glauben vorgeſtellet haſt, glaube und halte ich fuͤr gewiß; weil du, o ewige Weis⸗ heit und unfehlbare Wahrheit, ſolches ge⸗ offenbaret haſt. O gerechter Gott! ſch bekenne vor dir und dem ganzen himmliſchen Heere, daß ich durch meine ſchwere Suͤnden deinen gerech⸗ ten Zorn oft und vielmal verdienet habe. Ich habe verdienet, wegen meinen Suͤnden von dir auf das entſetzlichſte geſtrafet, und auf ewig von dir verſtoſſen zu werden. Den⸗ noch hoffe ich Kraft des heiligen Sakra⸗ ments der Buße Verzeihung meiner Sün⸗ den: ich hoffe Kraft der Verdienſte meines Heilands diejenige ewige Seligkeit, zu wel⸗ cher du mich erſchaffen haſt: ich boffe alles dasjenige, was mir zur Erhaltung derſelben nothwendig oder nuͤtzlich iſt; denn du, o alle. maͤchtiger, o barmherziger, o getreuer Gott! haſt mir alles dieſes gnaͤdigſt verheißen Auf dich hoffe ich: ich werde nicht zu Schanden werden. O gutigſter, o allerhoͤchſter, o allerhei⸗ ligſter, aller Liebe und Ehre wuͤrdigſter Gott! A 7 ddich 14 Beicht gebether. dich liebe ich von Grund meines Herzens uͤber alles; weil du das unendliche und voll⸗ kommenſte Gut biſt. Ich erfreue mich, daß du ein ſo großer, ein ſo unermeſſener Herr und Gott biſt. Ich wuͤnſche von Herzen, daß alle Menſchen dich erkaͤnnten, ehrten und liebten. Dir zu Aebe, wenn auch keine Hoͤlle, kein Himmel, keine Belohnung, kei⸗ ne Strafe waͤre, bin ich bereit, deine hei⸗ lige Gebothe und Geſetze bis an mein End zu halten, und in allem allein nach deinem heiligen Willen zu leben. Ach haͤtte ich dich doch allzeit geliebt! Ach liebte ich dich we⸗ nigſtens jetzt auf jene Weiſe, wie du gelie⸗ bet zu werden verdieneſt! Barmherziger Gott, ach wie habe ich gefehlet! Mein Herr und Gott, was habe ich gethan! Ach! habe ich Boͤſes gethan. O haͤtte ich dieſes niemal gethan! O haͤtte ich dich niemal erzoͤrnet; O waͤre ich eher geſtorben, als daß ich dich beleidiget haͤtte! O koͤnnte ich meine vielfaͤltige Suͤnden mit meinem Blute abwaſchen und vertilgen! Großer Gott, heiliger Gott, liebwuͤrdigſter Gott, was habe Habe ich dann dich beleidi⸗ ich gethan! gen koͤnnen? Ich. Dich? 19 0 ich elen⸗ nſte Vaſeſät, elen uſchdich dri zaſt da dee ett und Undankt nen lmen? Ich Hdp w unendlic hüttzer annoch! fhe vieder au unege Sünden mi Kunen Begierde Sanzalte beken dunn Gat! ich . etzet, mein 11 dß ich dich b ſt dir allein habe ich geſuͤndiget, und vor dir 1 Jh fend ide Sin V ſender gene 1 a It berut, 3 2s Herzeng e und vol⸗ e mich, daß ſſener Hett n Herzen, en, ehrren auch keſne dung, kei, deine hen mein End ach deinmn tte ich dich h dich we e du gellen emherziger t! Mein han! Ach! nd vor dir ich dieſes h niemal en als koͤnnte ich em Blute er Gott, was habe hbeleid’ „4⸗ ſch elen, 15 elendes Geſchoͤpf dich meinen allmaͤchtigen Schoͤpfer? ich armes Erdwuͤrmlein deine unendliche Majeſtaͤt? ich boshafter und un⸗ dankbarer Menſch dich meinen großen Gott? O wie haſt du dieſe meine entſetzliche Bosheit und Undankbarkeit erdulden und ertragen koͤnnen? Ich erkenne wohl, o mein Gott! daß du unendlich guͤtig und barmher⸗ zig, ja ſogar annoch bereit ſeyſt, mich in dei⸗ ne Gnade wieder aufzunehmen, wenn ich nun meine Suͤnden mit reumuͤthigem Herzen und wahrer Begierde der Beſſerung vor dei⸗ nem Statthalter bekenne. O mein Gott! ich erkenne, ich bekenne meine Bosheit, meine Undankbarkeit. Ich bekenne, daß ich dich oft und vielmal be⸗ leidiget habe. Ich verwerfe, ich haſſe, ich verfluche und vermaledeye von ganzem Her⸗ zen alle und jede Suͤnden meines ganzen Le⸗ bens beſonders jene, welche ich jetzt beichten werde. Ich bereue alle dieſe von Grunde meines Herzens, weil ich dadurch wider alle geſunde Vernunft gehandelt habe; weil ich dir, meinem groͤßten Gutthaͤter ſo undank⸗ bar geweſen bin; weil ich meinen gerechte⸗ ſten Richter erzoͤrnet. Und deßwegen alle erdenkliche Strafen von deiner Gerechtigkeit ver⸗ Beichtgebether. Beichtgebether. 16 verdienet habe. Am allermeiſten aber, ja ganz allein deßwegen ſchmerzen mich meine Suͤnden, weil ſolche dir, meinem großen Gott, mißfaͤllig ſeynd; weil ſie eine Belei digung deiner ehrwuͤrdigſten Majeſtaͤt ſeynd. Ich bereue fie, weil du, o reinſter, o hei⸗ ligſter Gott! dieſelben haſſeſt und verina⸗ ledeyeſt. Ich bereue ſie, weil ich dadurch deine allerhoͤchſte, aller Ehre, Liebe und An⸗ bethung wuͤrdigſte Majeſtaͤt beleidiget habe. Deine unendliche Guͤte und Vollkommen⸗ heit, welche ich jetzt von Herzen uͤber Alles liebe, und mehr und mehr zu lieben ver⸗ lange, beweget mich, daß ich meine Sunden mehr, als alle Uebel der Welt, haſſe, be⸗ reue und verwerfe. O Vater der Barmberzigkeit! nimm mich wieder in deine Gnade auf; verzeihe mir melne Suͤnden. Erbarme dich meiner, o gutigſter Gott! nach deiner großen Barm⸗ herzigkeit, und nach der Menge deiner Er⸗ barmniſſe loͤſche aus meine Bosheit. Handle mit mir nach deiner unendlichen Guͤte nicht nach meinen Suͤnden und Miſſethaten. Dieſes hoffe und bitte ich demuͤthigſt durch die unendlichen Verdienſte meines Heilands Jeſu Chriſti. b ungn zu bew s. mache Beicht 8. „Nathe einen anſalich V 4 fentgen Gerechlie ſaei chun. Die 3 1 Kihig und von 1 ih ſo meiden Ahe. Ich wie a defhten zu ſuͤn beval anthun tanſlh auszane iin ort dei mich maine nem großen eine Beit⸗ jeſtaͤt ſeynd. nie R h und verma 4 ich dadar ebe und W ldiget hale Jol ſkanne b muber Als lieben den⸗ ine Suͤnden / haße, be ninn uih derzeihe mt meiner, oßen Bam⸗ ge deiner En Heit. Hant Güte nich Miſſetamn abet, Dunde. 8 mutzungen zu bezwingen. herzigſter thigſt duh es Heilande b f. Nae Beichtgebether. 5. Mache einen Vorſatz, dich hinfuͤr eernſtlich zu beſſern. Qch nehme mir jetzt ernſtlich vor, o mein ₰ Gott! deine liebwuͤrdigſte Majeſtaͤt nim⸗ mermehr vorſetzlicher Weiſe zu beleidigen! was ich aber bisher Suͤndhaftes begangen habe, reumuͤthig zu bei chten, und deiner beleidigten Gerecheiakeit, ſo viel moͤglich iſt, genng zu thun. Dich allein will ich hinfuͤr beſtaͤndig und von Herzen lieben. Nichts will ich ſo metden und haſſen, als wie die Ich will auch die Gelegenheiten und Gefahren zu fuͤndigen fllehen. Ich will mir Gewalt anthun, meine boͤſe Gewohn⸗ heit ernſtlich auszureuten, meine boͤſe An⸗ Du, o barm⸗ Gott! verleihe mir kraͤftige Gnade dazu denn aus mir kann und vermag ich nichts: in dir aber kann und vermag ich alles: O Gott merke auf meine Hilfe, Herr, eile mir zu helfen! Wiederholte Reue und Vorſatz. O2 Gott, deſſen Barmherzigkelt unermeß⸗ ch und deſſen Guͤte unbegreiflich iſt! ich nunch Suͤnder, aus Begierde, mich mit dir zu Perſähnen, will jetzt meine Suͤnden auf 1 8 18 Beichtgebether. aufrichtig beichten. Du von mir zwar oft erzoͤrnet, dennoch unendlich barmherziger Gott, verleihe mir die hiezu nothwendige kraͤftige Gnade. Ich weiß, ich glaube es: du biſt der allerweiſeſte, der ſchoͤnſte, der hoͤchſte, der reichſte, guͤtigſte, heiligſte, ge⸗ rechteſte in allen Vollkommenheiten unend⸗ liche Gott; ja du biſt die Weisheit, die Schoͤnheit, die Hohheit, die Guͤtigkeit, die Heillgkeit, die Gerechtigkeit ſelbſt; du biſt der Brunnen aller Weisheit, Schoͤnheit, Hobheit und Vollkommenheit; du biſt Gott und Alles. Du verdienſt, daß man dich unendlich hoͤher ſchaͤtze, als alle Reichthuͤ⸗ mer, Ehren und Guͤrer, als alle Schaͤtze und Koͤnigreſche der Welt; hoͤher, als Him⸗ mel und Erde; hoͤher, als alle Geſchoͤpfe des 6 Himmels und der Erde. Du biſt würdig, daß alle Engel und Menſchen dir auf das vollkommenſte gehorſamen, dir auf das flei⸗ kigſte dienen, dich auf das eifrigſte lieben, ehren und anbethen in alle Ewigkeit. Und eben deßwegen, omein Herr und mein Gott, mein hoͤchſtes und einziges Gut! reuen mich alle meine Suͤnden von Herzen, weil ſch dadurch deine allerhetligſte, allerhoͤchſte, al⸗ lervollkommenſte, aller Ehre, Liebe und An⸗ ſin bethung zelchtst wuäted nd vennehen, eit nuürnet aptener ſeitlt kisund Schaden rundn wit zuge enherr kindliche er Grtt! berene henit dem feſten kuit,durch deinen andeſe mehr ju t endern mit al du do End mei lch gußer G. ir zwar off 1 armherziger lothwendige glaube eg: hoͤnſte, de iligſte, ga, ten unend, heit, di igkeit, de 8; dubiß Schoͤngeit, biſt Gott man dich Reichthu 1 X e Schaͤze a Sm choͤpfe des wuͤrdig, . auf das f das flei je lieben, ein Gott, auen mich weil ich hſte, ab und An⸗ belhung — bethung wuͤrdigſte Majeſtaͤt ſo ſchaͤndlich ver⸗ achtet und verunehret, ſo ſchwer beleidiget, ſo boshaft erzoͤrnet habe. Und zwar nicht aus Furcht einer zeitlichen oder ewigen Stra⸗ fe, die ich verdienet habe; nicht wegen des Verluſts und Schadens, den ich durch mei⸗ ne Suͤnden mir zugezogen habe, ſondern aus wahrer kindlichen Liebe gegen dich, o großer Gott! bereue ich, was ich gefehlet habe, mit dem feſten und unveraͤnderlichen Schluſſe, durch deinen Beyſtand hinfuͤr nicht das mindeſte mehr zu begehen was dir miß⸗ faͤllt; ſondern mit allem moͤglichen Eifer dir bis an das End meines Lebens zu dienen. Unendlich großer Gott, erbarme dich mei⸗ ner, und nimm mich wieder in deine Freund⸗ ſchaft, in deine Gnabe auf. Schlußgebethlein vor der Beicht. 1. Gott Vater von dem Himmel, erbarme dich meiner, und gieb mir Gnade, meine Suͤnden recht zu erkennen. Gott Sohn, Erloͤſer der Welt, erbarme dich meiner, und gieb mir Gnade, meine Sun⸗ den recht zu bereuen. Gott heiliger Geiſt, erbarme dich meiner, und gieb mir Gnade, meine Suͤnden recht zu beichten, Heilige Drey⸗ Beichtgebether. Dreyfaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich melner, und nimm mich wieder in deine Gnade auf. 2. Jeſu, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Jeſu, ſey mir armen Suͤnder gnaͤdig und barmherzig, Jeſu, laß dein bitteres Leiden und Sterben an mir nicht verlohren ſeyn Jeſu, gieb mir ein zerknirſch⸗ tes und demuͤthiges Herz, und verwirf mich nicht von deinem Angeſichte! O du Lamm Gottes, welches du nimmſt die Suͤnden der Welt! verſchone mir; erhoͤre mich; erbarme dich meiner; nimm hinweg von mir alle meine Suͤnden, womit ich dich Zeit meines lebens beleidiget abe. b 3. An dich, o ewige Wahrheit, glaube ſch. Auf dich, o unendliche Barmherzigkeit, hoffe ich. Dich, o allerhoͤchſtes Gut, liebe ich von Herzen uͤber alles. dich allzeit von alles geliebet! bin⸗ ganzem Herzen und uͤber 4. Dir alein habe ich geſündiget, o. Gott! und vor dir habe ich Boͤſes gethan. Ich habe geſuͤndiget in den Himmel und dor dir, o himmliſcher Vater! Ich bin nicht mehr wuͤrdig, dein Kind genennet zu wer⸗ den; Ach haͤtte ich In Feine Sön ſeinde mehr. G barieſter Jeſ ai Magdalena u getrus veſ Aühon Aogm ni aani dir gekn N afßeommen ſttt ſehe uuch n un an; nimn keende uf, ſin 1 erbarm wieder in erbarme n Sünder laß den. mir nicht zerknirſh rwirf mich 3 du hin verſchoge meiner; 5 beleidigt t, glaubt derzigkeit, ut, liebe häͤtte ich ind uͤber gethan. und vor din nicht zu wer⸗ den; „ f 21 Beichtgeb ether. b dennoch blitte ich durch das koſtbare den; Blut Jeſu Chriſti: ſey mir Suͤnder gnaͤdig und barmherzig! 5. Mein Herr und mein Gott! es ſchmer⸗ zet und reuet mich von Herzen, daß ich dich jemals beleidiget habe. Aeber ſterben hin⸗ fuͤro, als dich noch einmal freywillig be⸗ leldigen. Keine Suͤnde mehr, o Gott! kelne Suͤnde mehr. Gieb mir deine Gnade dazu! 6. Kebreicheſter Jeſu, der du die große Suͤnderinn Magdalena nicht verſtoſſen haſt, der du den Petrus, welcher dich verlaͤugnete, mit gnaͤdigen Augen wieder angeſehen haſt, der du den mit dir gekreuzigten Moͤrder zu Gnaden aufgenommen haſt: verſtoſſe auch mich nicht; ſiehe auch mich wieder mit gnaͤ⸗ digen Augen an; nimm auch mich wieder in deine Gnade auf; ſey mir ein Jeſus und Heiland; reinige mich von meinen Suͤnden; mache mich ſelig; verdamme mich nicht. Unter der Abſolution. Cheiſte Jeſu! ich bereue noch einmal von Grunde meines Herzens alle und jede Suͤnden meines ganzen Lebens, weill ich dich, mein hoͤchſtes Gut, dadurch beleidiget habe; 22 Beichtgebether achts babe; durch dein bitteres Leiden und Ster⸗ pat ben bitte ich um Verzeihung. Ich nehme g dt af mir vor, dich nicht mehr zu beleidigen. gum . ahte deine Nach der H. Beicht. 1 he I. Sage Gott Dank, daß er dir deine 8 dn P Suͤnden verziehen hat. i Gttin Barmherzigſter Gott! wie unbegreiflich tugomnen. iſt deine Guͤtigkelt gegen mich armen egaft, ne Suͤnder! Tauſendmal habe ich die Hoͤlle in din gellere wegen meinen Suͤnden verdienet: und du ſn wr zangen nimmſt mich ſo mildreich und vaͤterlich wie⸗ arnutr Eernct der zu Gnaden auf. Ich ſage dir demuͤthig⸗ di ſgt weine B ſten Dank fuͤr die unendliche Gnade: welche Mun iſtt aſ du mir durch die Kraft des beiligen Sakra⸗ Alchlüfin dllet ments der Butze jetzt, wie ich boffe, in Ver⸗ Uamienn zeibung meiner Suͤnden erzeiget haſt. Ge⸗ tüütg eleen lobt und gebenedeyt ſey dieſe deine unend⸗ üoneen liche Barmherzigkeit gegen mich. Ach haͤtte Thön deir 6 ich ſo viele Zungen, als Sandkoͤrnlein am ſu a Pih Ufer des Meeres ſeynd, damit ich dich ge⸗ mege 8 nug loben und preiſen koͤnnte! Deine hei⸗ 1 nbeij er lige Engel, o Gott! und alle Heilige bitte me dh ich, ſie wollen dasjenige erſetzen, was ich Giänn Ler nicht vermag. Mit dieſen begehre ich dich ud ahnt . eln, nähe und Ste⸗ Ich nehme digen. ſt. * dir deine lands Jeſu Chriſti wieder zu Gnaden an⸗ und aufgenommen: ſiehe in Vereinigung begreiflich ich armen die Hoͤle : und du erlich wie, I demüthig de: welche en Sakra : in Ver⸗ aſt. Ge ne unend⸗ Ach haͤtt rnlein an h dich ge⸗ Deine hei⸗ zilige bitte „was ich e ſch dich eine — 9 Beichtgebekher. einſtens in dem Himmel zu loben und zu preiſen; jetzt aber will ich mit deiner hei⸗ ligen Gnade, dir auf Erden treu zu dienen, den Anfang machen. 2. Verrichte deine auferlegte Bußez vorher berhe folgendes: Gimmliſcher Bater! du haſt mich jetzt in ꝛ Anſehung der Verdienſte meines Hei⸗ aller Bußwerke, welche eben dieſer mein Heiland, dein geliebteſter Sohn, fuͤr die Suͤnden der ganzen Welt verrichtet, und deiner ſtrengen Gerechtigkeit aufgeopfert hat, will ich jetzt meine Buße verrichten, welche mir der Prieſter auferlegt hat, zur gaͤnzli⸗ chen Nachlaſſung aller Strafen, die etwa nach verziehener Schuld meiner Suͤnden annoch uͤbrig geblieben ſind. Zu eben dieſem Ziele opfere ich dir auf alle gute Werke, wel⸗ che ich mit deiner Gnade jemals verrichten werde; alle Ablaͤſſe, die ich gewinnen, alle Widerwaͤrtigkeiten, Kreuze und Verfolgun⸗ gen, welche ich jemals leiden werde. Wuͤr⸗ dige dich, o mein Gott! alles dieſes gnaͤdigſt aufzunehmen, und mir zum Heile meiner ar⸗ men Seele gereichen zu laſſen. 3. RKufe 23 beic Beichtgebe ther. 3. Rufe Gott um Gnade an, ihm hins ul fuͤro fleißiger zu dienen, mit dem Vor⸗ Fin abdich ber V ſatze, ihn nicht mehr zu be⸗ leidigen. Ja⸗ mein Gott! nun iſt der feſte Schluß b gemacht: ich will nicht mehr ſuͤndigen; nicht mehr will ich dich freywillig beleidigen. Deine unendliche Guͤtigkeit, die du mir er⸗ zeiget haſt, laͤtzt nicht zu, daß ich ſuͤndigen koͤnne, wenn ich auch wollte. Ach haͤtte ichu dich nur eher erkennet, und dir eifriger ge⸗ dienet, o mein Gott! Nichts reuet mich 8 ſo ſehr, als jene Zeit, welche ich in Belei⸗ 4* digung deiner goͤttlichen Majeſtaͤt zugebracht habe. Ach koͤnnte ich alle Augenblicke der⸗ 1 ſelben wieder zuruͤck rufen, und mit melnem Blute erkaufen! Hinfuͤro ſoll mein ganzes Leben, all mein Thun und aſſen allein 2zu 4 deiner Ehre, zu deinem Dienſte gerichtet ſeyn. Ich will mich befleißen, durch allen erdenk⸗ lichen Eifer zu erſetzen, was ich bisber unter, un laſſen und verſaͤumet habe. Nichts will ich ſo 4 hoch ſchaͤtzen, nichts ſo inbruͤnſtig lieben, als dich, meinen Gott. Nichts will ich ſo ſehr PBaſſen und verfluchen, als die Suͤnde, weil ſie eine Beleidigung iſt deiner unendlichen und Beichtgebether. 25 und llebenswuͤrdigſte Majeſtaͤt. Ja, lieber ſterben, als dich beleidigen. b Dieſes iſt mein ernſtlicher Wille, mein feſter Vorſatz, o mein Gott! dieſen habe ich durch deine Gnade gemacht; dieſen er⸗ neuere ich in deinem Angeſichte, und will ihm mit eben dieſer deiner Gnade bis an das End meines Lebens erhalten. Aber meine „ Schwachbheit und Gerechtigkeit iſt dir be⸗ kannt. Du allein, o Herr, kannſt mich ſlſaͤrken, damit ich in das Werk ſetze, was 3 mich ich bey mir feſt beſchloſſen. Mit deinem „Belei⸗ Beuſtande habe ich den Vorſatz gemacht, 6 dich nimmermehr zu beleidigen, den Schluß dench dir eifriger hinfuͤro zu dienen: mit deinem meinen Beyſtande will ich ſolchen auch unverbruͤch⸗ ganzts lich halten. In dir, und durch dich, o ſtarker dei GSotr, kann und vermag ich alles, ohne dich * aber bin ich zu ſchwach. Zeige dann, o ſtar⸗ erd eh ſker, o maͤchtiger Gott, deine Barmbherzigteit er untet ferner an mir, und gebe mir jene kraftige rillichſo f Gnade, um welche ich dich durch die Ver⸗ den, uus dienſten Jeſu Chriſti demüthig bitte, da⸗ d ſeht mit ich dich nicht mehr beleidige. Du biſt 3 well mein Gott, mein Exloͤſer, meine Staͤrke, dl cen meine Zuflucht. Staͤrke mich dann in al⸗ ndlt un len Gefahren und Verſuchungen: beſchuͤtze b 35 mich b Beichtgebether. 26 mich wider alle Nachſtellungen des boͤſen DOeiſtes: Laſſe mich niemal mehr fallen in eine Suͤnde; gebe mir einen lebhaften un⸗ verſoͤhnlichen Haß der Suͤnde; einen wah⸗ ren beſtaͤndigen Eifer zu deinem heil. Dien⸗ ſte, eine wahre allzeit brennende Liebe gegen deiner Majeſtaͤt; dann dir allein will ich hinfuͤro leben, dir will ich ſterben, dein will ich todt und lebendig ſeyn. eich briirnchi da e ing ſen ei hande Efers i mnerbroche ehfſät. A 4 f (W du vom b i nd ſtärke! Lo enſer „Heilige Maria, du Zuflucht derjenigen Suͤnder, welche ſich zu Gott ernſtlich be kehren wollen, ſiehe, mein ernſtlicher Wille iſt, von ganzem Herzen mich zu Gott zu bekeh ren, ihn hinfuͤro nicht mehr zu beleidigen, ſondern auf das eifrigſte beſtaͤndig zu lieben⸗ Sey du meine Fuͤrſprecherinn bey Gott, und bitte fuͤr mich, damit ich den jetzt ge machten Vorſatz niemal aͤndere. Heilige Ma⸗ ria, bitte fuͤr mich! o Heilige Gottes, bittet auch fuͤr mir, damit ich jene Gnade nlemal mebr verſcherze, in welche mich mein Heiland wleder aufgenommen; bittet fuͤr mich, da⸗ mit ich wider alle Verſuchungen herzhaft i ſtreite, und nach euerem Beyſpiele lieber mein keben, als die Freundſchaft und Gna⸗ de Gottes durch eine neue Suͤnde verileheei 7 — ˙* des boͤſen fallen 1a 4 bhaften un einen wah⸗ heil. Dien⸗ liebe gegen d n will 4 ben, dein derjenigen enſtlich be er Wille it t zu bekeh beleidigen ig zu lieben bey Gott, den jetzt g. Heilige M dttes, bittt ade nieml ‚An Hellnd f rmich du b n herzhaſt diele liebee und h verliehre fwne chen Liebe. Be ich kgeb ether. bitter fuͤr mich; damit dleſe 27 mit dieſe Stund ein rechh. ter Anfang ſey eines wahren chriſtlichen brennenden Eifers in den Dienſte Gottes, einer ununterbrochene Liebe gegen die goͤtt⸗ liche Majeſtaͤt. Alle Heilige Gottes, bittet fuͤr mich“ Gott Vater vom Himmel„erbarme dich meiner, und ſtaͤrke mich in meinem Vorſazz. Gott Sohn Erloͤſer der Welt, erbarme dich meiner, und erhalte mich in deiner Gnade. Gott heiliger Geiſt, erbarme dich meiner, und entzunde mein Herz mit dem Feuer der goͤtt⸗ Heilige Dreyfaltigkeit ein ei⸗ niger Golt, erbarme dich meiner, und laß mich von dir nimmermehr abgeſoͤndert wer⸗ den durch einige Suͤnde. 1 Bethe zum Schluß einen Roſenkrank, um durch die Fuͤrbitre Mariaͤ die Beſtaͤndigkeit im Guten zu erlangen. Vor der H. Communion. 1. Rufe Gott um die Gnade an, wuͤt dig zu communieiren. 5 Almaͤchtiger ewiger Gott! ich bin zwar Angeſichts aller⸗ 2 dings deines goͤttlichen ae 2 28 Communiongebe ther. dings unwuͤrdig, dannoch vertrauend auf deine unendliche Guͤte und Barmherzigkeit, gedenke ich anjetzo das allerheiligſte Sakra⸗ ment des Altars zu empfangen, und mei⸗ ne Seele mit dem Brode der Engel, ſo mir Jeſus aus unendlicher Liebe zubereitet, zu ſpeiſen. Du weißt es, o Gott, daß ich ohne deinen goͤttlichen Beyſtand nichts Gutes wirken koͤnne. Derohalben bitte ich durch die Liebe, welche meinen Heiland bewogen hat, dieſes H. Sakrament einzu⸗ fetzen: verleihe mir kraͤftige Gnade, daſſel. bige alſo zu empfangen, damit ich dadurch in dem Haß der Suͤnden und Begierde zur Tugend geſtaͤrker werde, und alſo dir, meinem Gott, eifriger hinfuͤro dienen moͤge bis an mein End. b Heilige Maria, du gebenedeyteſte Mut⸗ 3 ter meines Heilandes Jeſu Chriſti, die du eben denjenigen in deinem jungfraͤulichen ſeib vor Zeiten getragen haſt, den ich an⸗ jetzo empfangen werde: ich bitte dich durch die Lieebe, welche du gegen dieſen deinen allerliebſten Sohn getragen, erlange mir jetzt Gnade, damit ich mich alſo bereite zu deiner heiligen Communſon, als wie es „ 1 mein Kommr an Gat von m ent uich ju in helle meine Nneine ſeilgt it ich minen hüüene Der ih hiheftig d üte der güuigf Wäeſs helligſt 9 A 5 nend zuf herzigfeit, ſe Sakta, und mei engel, ſo b ubereitet,. daß ich nd nichts bitte ich Heiland ent einzuu de, daſſet h dadurch Begierde alſe dir, enen mige 4 8 t eſte Mut⸗ i, die du fraͤulichen 4 en ich an dich durch ſen deinen ange mir bereite zu ls wie es mein — 8 che mir nicht zur Verdammniß, ſondern zum Heile meiner armen Seele gereiche. Alle meine heilige Patronen bittet fuͤr mich, damit ich meinem Herrn und Gott mit gebuͤhrender Vorbereitung empfange unnd alſo theilhaftig werde derjenigen Gnaden, welche der guͤtigſte Jeſus jenen mittheilet, die dieſes heiligſte Geheimniß wuͤrdig e⸗: pfangen. Alle Heilige Gottes bittet fuür — 2 2. Mache deine Meinung, zu was Fiel und End du communiciren wolleſt. briſte Jeſu, mein Heiland und Erloͤſer, du haſt alle Menſchen zu dir eingeladen mit dem Verſprechen, daß du ſie erquicken, troͤſten und ſtaͤrken wolleſt. Siehe, ich kom⸗ me zu dir, und verlange dich zu empfangen zu jenem Ziel und Ende, welches du gepabt haſt in Einſetzung deines heiligſten Sakra⸗ ments, zu groͤßerer Ehre der allerheiligſten Dreyfaltigkeit, zu dankbarer Gedaͤchtniß dei⸗ nes bittern Leidens und Sterbens; zur Dank⸗ ſagung für alle mir erzeigte Gnaden; zur VBen b eihung und Genugthuung meiner Suͤnden; nehrung der goͤttlichen zur Erhaltung und Ver b B 3 Gnad; CEommuniongebether. 229 mein Gott von mir erfordert; auf daß ſol⸗ 30 Communiongebether. dacht zu verrichten, damit ich von dir er⸗ halte dieſe Gnade N. Ich opfere dir auch ſolche Andacht auf fuͤr meine Freunde und Feinde, fuͤr alle Wohlthaͤter, fuͤr jene, fuͤr welche ich zu bethen ſchuldig bin, fuͤr die Abgeſtorbenen, beſonders aber fuͤr NN. Jeſu Chriſte! nimm an dieſe meine Mei⸗ nung, und gieb mir Gnade, alſo dieſes hei⸗ lige Sakrament zu empfangen, damit ich dasjenige, was ich verlange, von deiner Llebe und Barmherzigkeit erhaͤlten moͤge; denn ich weiß, daß du dieſes heilige Sakrament deßwegen eingeſetzet haſt, damit ich daraus„ als aus einem Brunnen der Gnaden, in allen meinen Anliegen Troſt, Hilfe und Staͤrke ſchoͤpfen und genießen koͤnne. 3. Erwecke die vornehmſten Tugenden, aber langſam und ernſtlich. 9 1. Glaube. 9) mein Jeſu! ich glaube feſtiglich alles, — wmas du geoffenbaret haſt; beſonders gllaube ich, daß du wahrhaftig zugegen ſeyeſt in dem heiligen Sakrament des Al⸗ Gnade, zur Staͤrke wider alle Verſuchungen; beſonders aber begehre ich ſolche meine Ar⸗ nſe auch ale h de nütz d bernherziger thucen haſt. 4 Aren geſu Keals, vei d ith Gut. 42 Da genn c Füügn Srktanen ln nin l Neu Du Jeuli hhn d m onr aanet. tars, 7 3 1 er. ſuchungm 5 meine Ae von dir e, re dir auch feunde und r jene, iü n, fur de ſeiner liele gge; den Sakrament hh daraus, en, in alen d Staͤtke — igenden . des Ab⸗ tals b ich von Herzen;; weil ich dadurch dich mei⸗ ch alls, beſonders zugegen fuͤr NM. wendig oder nuͤtzlich iſt; weil du allmaͤchti⸗ eine Mi⸗ diefes hi damit ch Gott, meinen Erloͤſer und Seligmacher. Eommuniongebether. 31 tars„ weil du die ewige und unfehlbare Wahrheit ſolches geſagt haſt. Hoffnung. O mein Zeſu ich hoffe auf dich. Ich hoffe von dir zu erlangen die ewige Sellg⸗ keit, wie auch alles, was mir dazu noth⸗ ger, barmherziger und getreuer Gott ſolches verſprochen haſt. 3. Liebe. O mein Jeſu Bich liebe dich von Herzen uͤber alles; weil du biſt das allerhoͤchſte und liebwurdigſte Gut. b 4. Anbethung. O mein Zeſn ich bethe dich an in dieſem heiligen Sakrament, als meinen Herrn und 5. RKeue und Leid. O mein§. a halle meine Suͤnden bereue men Gott erzoͤrnet und beleidiget habe. 6. Demuth. H mein Jeſu! ich bin nicht wuͤrdig⸗ dß du eingeheſt unter mein Dach ſon⸗ B 4 dern 3 2 1 — 32 Communiongebether. dern ſprich nur ein Wort, ſo wird meine arme Seele geſund. 7. Verlangen nach Chriſto. O mein Jeſu, mein Heiland und Erloͤ⸗ ſer, mein Gott und alles, ich verlange nach dir. Komme, ſuche mich heim; ſtaͤrke und erhalte mich in deiner Gnade. 4. Andere Communiongebether. barmherzigſter Jeſu, der du vor deſ⸗ nem heiligen Lelden als ein ewiges Denk⸗ zeichen deiner Liebe gegen uns, dieſes aller⸗ heiligſte Sakrament eingeſetzt haſt, damit 4 die menſchliche Seele ihre Speis, ihre Zu- ftucht, ihren Troſt haben koͤnnte. Ich bethe an dieſe deine unendliche Liebe gegenmich, und ſage dir unendlichen Dank fuͤr dieſelbe. O daß ich dich anjetzo recht wuͤrdig empfangen koͤnn⸗ te! o daß ich in meinem Herzen verſammelt haͤtte alle heilige Anmutbungen und Begier⸗ den, alle Andacht und Eifer, welche deine hei⸗ lige Diener auf Erden gehabt, da ſie zu dieſem heillgen Sakramente getreten ſind! O daß ich alſo unendliche bereſt waͤre, wie es deine Majeſtaͤt von mir verdienet. 3ch V kommu Pu ſpn⸗ gfüu aber ireiye Begeer hwvefm. 2 li gleiß, e Tfeiten Conm vlit ich, ſeh ltt nicht aber ſt verſchen hud neine S her.. Eommuniongebether. 33 wied mein Ich weiß zwar, daß dieſes nicht möͤglich ſey, o Jeſul! aber ich weis auch, daß du hriſt ddieſe meine Begierde nicht werdeſt verachten 9. und verwerfen. Deßwegen opfere ich die auf allen Fleiß, welchen die Heilige zur Zeit der heiligen Communion angewendet haben, und bitte dich, ſehe an deroſelben Eifer und Andacht, nicht aber meine Traͤgheit und Lau⸗ akeit. Ich verſchenke und uͤbergebe dir mein ebethet. Herz und meine Seele, bereite dir in den⸗ du vor be ſelben eine Wohnung auf jene Weis, wie 8 B8 6 es deiner Majeſtät gefäͤllig iſt: dann die de V enh allein ſoll mein Herz, meine Seele zur be⸗ ehes alen, ſtindigen Wohnung eingeraumt und uͤber⸗ haſt, dami laſſen ſeyn. Komme, o Jeſu, beſitze mein 68, lhre du Herz, o du Gott meines Herzens und ent⸗ e. Ich bee zuͤnde es mit deiner heiligen Liebe. enmich und Aber wer bin ich, o Jeſu, daß ich dich ſelbe. O dan bberufen und einladen duͤrfe in mein Herz? angen konn, Johannes, dein heiliger Vorlaͤufer, hat ſich verſammt unwuͤrdig geſchaͤtzt, dir deine Schuhriemen ind Begiet⸗ aufzuloͤſen; und ich armer Suͤnder darf de deine hii dich in mein ſuͤndhaftes Herz berufen? da ſeezu ich darf dich in meine dir ſo oft ungehorſa⸗ treten ſndd“ me Seele einladen? Ich... Dich? Wer ie es dene biſt du? und wer bin ich, o Jeſu? du biſt verdienet. ein Gott einer unendlichen Majeſtaͤt, voer —— d und Ei erſange nach z ſtäͤrke nd 34 Communiongebether. biſt ein Herr Himmels und der Erde; du biſt der große, der maͤchtige, der un⸗ ermeſſene Gott: ich bin eine armſelige Creatur, ein boshafter Suͤnder, der tauſendmal die Hoͤlle verdienet hat. O mein Jeſu! ich erzittere, wann ich an deine Herrlichkeit und an meine Unwuͤrdigkeit gedenke. Ich bekenne es vor Himmel und Erden: Ich bin nicht würdig, daß ich meine Augen zu dir erhebe, viel weniger daß du unter mein Dach eingeheſt. Den⸗ noch verzweiſſe ich nicht, ich laſſe mich nicht wmeeil du es alſo befohlen haſt. Du biſt war ein Gott von einer ſchrecklichen Maje⸗ ſtaͤr, aber zugleich ein Heiland von einer unausſprechlichen Barmherzigkeit. Wie kann ich daran verzweifeln? wie kann ſch kleinmuͤthig werden? ja warum ſoll ich nicht auf dein Einladen und Verſprechen wmas fuͤr Gnaden du in dieſem heiligen Sa⸗ krament zubereiteſt demſenigen, der dich wurdig empfanget. Guͤtigſter Jeſu! ſch erkenne meine Armuth und Sd eke geni⸗ welchem Engel und Erzengel erzittern; du Aonma JVrti re ſi ii ſie. Deſr dühen Sattane n ömden; dem dülſe dine? ieige von velc Kinmedie Sin u. Voßlan, m e Bünder, 1 durch einige Furcht von dir abhalten; ſon. dern komme mit großem Vertrauen zu dir, EE=Z= kommen? ſonderbar, wenn ich bedenke, — —— —— —— —— —— = — ‿ — — — q= E — 3— = B S= SB 2 2ò zer. ittern; da ge, der un te armſelige under, der at. O mein h an deine nwuͤrdigkeit alten z ſon⸗ ſen zu dir, Du biſt hen Maje⸗ von einer it. Wie kann ih eerſprechen bedenke, ligen Sa der dich 9 8 rftigkeit. Ich dich ſelbſt mir zu einer Speiſe; — Communſongebether. 2 . 3 8 — 3 — 4 x ich weiß, wie ſehr ich deiner Huͤlfe vonnd⸗ then habe. Deßwegen komme ſch zu dieſem heiligen Sakrament, als zu einem Brunnen der Gnaden; damit ich daraus ſchoͤpfe von der Voͤlle deiner Barmherzigkeit. Du biſt derjenige, von welchen die Phariſaͤer geſagt: Er nimmt die Suͤnder auf, und ißt mir ih⸗ nen. Wohlan, mein Heiland! da haſt du dimmel und „ daß ich tel weniger eſt. Den⸗ mich nicht einen Suͤnder, einen großen, einen undank⸗ baren, zugleich aber auch buͤßenden Suͤn⸗ der: nimm mich an, iß mit mir, ja gieb damit mei⸗ ne Seele dadurch geſtaͤrkt, in dem geiſtlichen Leben bis zum Ende des zeitlichen und leib⸗ lichen beſtaͤndig verharre. 3 O Jeſu, wabhrer Gott und wahrer Menſch! deine unermeſſene Liebe hat dich ganz unter der geringen Geſtalt des Brods vor meinen leiblichen Augen ver⸗ borgen: weil ich dich aber als wahrhaftig gegenwaͤrtig durch den Glauben erkenne; deßwegen bethe ich dich mit moͤglichſter Ehrerbiethſamkeit an als meinen Herrn und Gott. An dich, o verborgener Gott! glaube ich, als an die ewige Wahrheit. luf dich hoſfe ich, als auf die Bnendüche Barm⸗ — 5 85 Communſongebether. 8„* 3 7 Barmherzigkeit. Dich liebe ich von Herzen als das allerhoͤchſte Gut. Ach haͤtte ich dich doch allezeit geliebt; ach haͤtte ich dich mit keiner Suͤnde jemals beleidiget! Ich ver⸗ fluche alle meine begangene Suͤnden, well ſie dir meinem Gort mißfaͤllig ſind; ich bin bereit lieber alles Uebel auszuſtehen, als dich noch einmal vorſetzlicher Weiſe zu beleidigen. Komme du, o mein Jeſu, und ſtaͤrke mich in dieſem Vorſatze. Komme, mein Jeſu! warum verweileſt du ſo lang? Komme, o mnhang de freue mein Herz mit deiner Gegenwart. von Duna dnd da Geliebter meines Herzens, komme und er⸗ Du wirſt mir ein Troſt ſeyn in meinen Betrubniſſen; eine Staͤrke in denen Ver⸗ ſuchungen, eine Zuflucht im Leben und im Tod. Komme, erfuͤlle die Begierde meines Herzens! Alle Heilige Gottes bittet fuͤr mich in b dieſer Stunde, damit ich wuͤrdig hinzutrete zu meinem Heiland und Erloͤſer. Erhal⸗ tet mir ein einziges Fuͤnklein jenes Ei⸗ fers, womit euer Herz entzuͤndet war, da ihr eben dieſen meinen großen Gott vor Zeiten auf Erden empfangen, und 1 mit euerem groͤßten Nutzen genoſſen hobe 3 konmun vinbelich, nti i ww ror Jelen Aunm ſoeft gero f Emfangurg ſitt, und bis, Heehor Schuteng ite maines den lheegerbiethſer helkevoll ale dihurdergent ſeiß a. N tmm un zn, um, u 64 d. er. don Herzen tte ich dich ih dich mnt Ich ver⸗ den, weil d; ich bin en, als dich beleidigen. ſtaͤrke mich gein Jeſu! kemme, o ge und er⸗ ſhegenwart. n meinen nen Ver⸗,— demuͤthig an. teben und Begiede hinzutrete . Ethal⸗ jenes Ei, det war, ßen Golt en, und en habk. ſen h 8 5 Wort der Wahrheit. Du ſonderlich, o Koͤniginn aller Heiligen, ſtehe mir bey, jenen wuͤrdig zu empfangen, den du vor Zeiten in deinen jungfraͤulichen Armen ſo oft getragen haſt, damit ich durch dieſe Empfangung in der goͤttlichen Gnade geſtaͤrkt, und bis ans End erhalten werde. Heiliger Schutzengel, begleite mich zu dem Tiſche meines Herrn, und erhalte mir eng⸗ kiſche Ehrerbiethſamkeit und Andacht gegen dieſes liebvolle allerheiligſte Geheimniß. Anmurhung des heiligen Thomas b von Aquin. ☛ du unter den Brodsgeſtalten wahrhaf⸗ tig verborgene Gotthelt! ich bethe dich Mein Herz unterwirft ſich dir ganz und gar, weil es ganz außer ſich kommt, da es dich betrachtet. Das Ge⸗ ſicht, der Geſchmack, und das Fuͤhlen wird allhie betrogen, aber mit dem Gehoͤr allein wird ſicher geglaubt. Ich glaube alles, was der Sohn Gottes geſagt hat; dann nichts iſt wahrhaftiger als dieſes Am Kreuze war allein die Gottheit verborgen, aber allhier iſt auch zugleich verborgen die Menſchheit. Dannoch glaube und bekenne ich beyde, B 7 und Eommuniongebether. 3) 38I Communiongebether. und bitte um jenes, um welches der buͤßende Schaͤcher gebetten hat. Ich ſehe deine hei⸗ lige Wundmaalen nicht, wie Thomas; den⸗ noch bekenne ich, daß du mein Gott ſeyeſt. Derleihe mir, daß ich dir allzeit mehr glau⸗ be, mehr auf dich hoffe, dich mehr und mehr liebe. O du Denkzeichen des Tods meines Herrn! O du lebendiges Brod, welches dem Menſchen das Leben giebt! gieb mei⸗ nem Gemuͤthe, daß es von dir lebe, auch allzeit ſein Vergnuͤgen an dir habe. Chriſte Jeſu, du barmherzigſter Pelikan! reinige mich unreinen Menſchen mit deinem Blute, deſſen einziges Troͤpflein die ganze Welt von allen Suͤnden relnigen kann. O Jeſu, den ich jetzt als verdeckt und verborgen anſchaue! ich bitte dich, laß geſchehen jenes, nach dem ich ſo ſehr verlange, daß ich gewuͤrdiget werde, dich in deiner Glorie von Angeſicht z Angeſicht in alle Ewigkeit anzuſchauen. 5. Da man hingehr zur heiligen Com⸗ munion, oder ſolche vor dem b Altare erwarter. . Nun will ich aufſtehen, gehen und ſu⸗ 1 chen, den meine Seele lieb hat. O Jeſu, gnnun utk iit lin 1n, mie he Nüu, o Mlich lebe dich 3 Gur! Ich ve 4 Ju D Gzu hinſmamſt an, erbarme d. dicht vürdig, en dach; ſender Nütid neine arne th Ju, mein 6 ſinh ud Erliſe un G e lebe ich an vanbinic 4 Claube. d m Wisuhitnig üißade deine gei, verweile nicht laͤnger. Ich glaube on dich, mas; den ott ſeheſt. hehr glau⸗ und mehe 6 meines dib meie⸗ be, auch Chriſte reinige Blute, Velt von ſu, den nſchaue! „ nach vuͤrdiget ngtſicht hauen. m 1nd h Jfſu, b 4. Demuth. O mein Jeſu! Communſongebether. Jeſu! ich komme zu dir: komm du, und o Jeſu, o ewige Wahrheit! ich hoffe auf dich, o Jeſu, o unendliche Barmherzig⸗ keit! ich liebe dich, o Jeſu, o allerhoͤch⸗ ſtes Gut! Ich verlange, ich ſeufze nach dir, o Jeſu! O du Lamm Gottes, wel⸗ ches du hinnimmſt die Suͤnden der Welt, komm, erbarme dich meiner! Jeſu, ich bin nicht wuͤrdig, daß du eingebeſt unter mein Dach; ſondern ſprich nur ein Wort, ſo wird meine arme Seele geſund! Jeſu, meln Jeſu, mein Gott und Alles, mein Heiland und Erloͤſer, komm zu mir! Nach der H. Communio.. Meſu, dir lebe ich! Jeſu, dir ſtetbe ich!. J Jeſu, dein bin ich todt und lebendig! 1. Glaube. O mein Jeſu, ich glaube an dich, als an die ewige Wahrheit! 2. Hoffnung O mein Jeſu, ich hoffe auf dich, als auf die unendliche Barmher⸗ zigkeit!. 3. Liebe. O mein Jeſu, ich liebe dich von Herzen, als das allerhoͤchſte Gut! woher kommt 3 3 9 4 * “ Communſongebether. kommt mir dieſes, daß du mein großer DOott dich wuͤrdigeſt zu mir zu kommen? 1 7. Anbethung. O mein Jeſu, ich bethe diſch an als meinen Herrn und Gott, meinen Erlloͤſer und Seligmacher. 4 6. Dankſagung. O mein Jeſu! ich ſa⸗ ge dir unendlichen Dank, daß du dich ge⸗ wuͤrdiget haſt bey mir einzukehren.. 7. Aufopferung. O mein Jeſu! ich opfere dir auf mein Leib und Seele, und alles was ich hab, zu deinem heiligen Dienſt. 8. Anrufung. O mein Jeſu bleibe bey mir mit deiner Gnade, und ſtaͤrke mich durch In der Stunde meines Tods. Blut Chriſti traͤnke mich. Das Waſſer der Seiten Chriſti waſche mich. Ehriſti ſtaͤrke mich. O guͤtigſter Jeſu, er⸗ doͤre mich. In deine heilige Wunden ver⸗ berge mich. Von dir laß nimmer ſcheiden mich. Vorm doͤſen Feind beſchirme mich. In meiner Todesſtund berufe mich. Zu dir zu loben dich, in deinem Reiche ewiglich, Amen. An⸗ 1 Kraft deines heiligen Sakraments jetzt und Die Seel Chriſtl heilige mich. Der Leichnam Chriſti mache ſelig mich. Das Das Leiden 4 4 1 he 4 — — zu kommen heiße mich, mit deinen Heiligen u ſach der. —— — — nnun Ander Sage 6 Pabelch dichd Vn mener Set Je und End 9 wen Ahes. t, ohöchſte, e Snf gegriß 30 aller Gi uin inhige 3⸗ i n 498 Hn Ji lehe — —— =ä = G — — ——= — — ſer. Communiongebether. 41 nein großet Andere Gebether. mmen? u, ic beßeße Nach der H. Communion. olt, mein an 1. Sage Gott Dank. ſe ich ſa⸗ So habe ich dich dann in meinem Herzen, d0 dich 2 in meiner Seele, o Jeſu, o mein Hei⸗ land und Erloͤſer, dich meinen Gott, mein 3,u- 66 letztes Ziel und End, meinen Troſt, meine Zeele, und Ruh, mein Alles. Ach ſey zu tauſendmal gen Dienſt. gegruͤßt, ohoͤchſtes, o einziges Gut meiner de beh Seele. Sey gegrüßt du Heil der Welt, du mich duch Brunnquell aller Guͤre und Barmherzigkeit! fs jett und du meine einzige Zuflucht, mein Herr und mein Gott! Ich fuͤrchte dich als meinen ich. Der Richter. Ich liebe dich als mein hoͤchſtes ſch. Daes Gut. Ich umpfange dich als meinen Hei⸗ Waſſer der land und Sellgmacher. Ich verſenke mich das Leiden ganz und gar in dich, als in einen Abgrund Jeſu, er, aller Guͤtigkeit. O was große Gnad iſt mir unden vet, dieſes, daß du mein Herr und mein gro⸗ eſcheiden ßer Gott, der Koͤnig des Himmels und me mich. der Erden dich gewuͤrdiget zu mir armen h. Zu dir Erdwuͤrmlein zu kommen? Woher kommt Heiligen mir dieſe Gnade, o mein Jeſu? Ach von ewiglich, deiner anigen Guͤte und Barmherzigkeit kommt ſolche unausſprechliche Gnade. O An was 42 Communjongebether. was großen Dank bin ich dir ſchuldig, meln Jeſua Nichts Groͤßeres haſt du mir ja auf dieſer Welt erzeigen koͤnnen. Keine Mutter kann eine ſo zarte Liebe gegen ihr Kind zei⸗ gen, als du mir jetzt erwleſen. Unendlichen Dank ſage ich dann dir, o Jeſu! und was ich nicht kann, das ſollen anſtatt meiner thun deine Heiligen, wie auch alle Geſchoͤpfe Him⸗ mels und der Erde. Heilige Maria, du Mutter desjenigen, den ich jetzt empfangen habe! ſage Dank meinem Jeſu fuͤr die große mir erwieſene Gnad; lobe ihn anſtatt meiner von nun an bis in Ewigkeit. O meine heilige Patro⸗ nen! o Heilige Gottes! ſaget meinem Gott ewigen Dank fuͤr ſeine unendliche eGuͤtigkeit, 5 die er mir ſeiner armſeligen Creatur jetzt er⸗ wieſen hat. O alle Geſchoͤpfe Gottes lobet meinen Jeſum in Ewi igkeit; denn der da allmaͤchtig und barmherzig iſt, bat an mir große Dinge gethan. 2. Opfere dich Gott auf. 1 Was ſoll ich aber hingegen dir beweiſen, 0 Jeſu? alles, was ich habe, iſt ohne dieß ſchon dein. Weil ich dennoch nichts 1 an⸗ * onmur abi t ſt i duiuft a 4 Ii. Nuum pin, 9 dle Gedeut auf 3 dr Seel 18 nu ich hcbe u hein und che ud mei h uch viel zu (üch dfrs mj in hälige dir an in enals aufe tgllln, Bon, * iht V 5 daet, e 5 her. uldig, m 4 u mir ſa u eine Mutt or Kind Unendliche a! und pa meiner thm choͤpfe Hi, desjenign, ſage Dat er erwieſene von nunm lige Nat einem Gott e Guͤtigkeit, ꝛtur jetzt en ottes! lobet enn der da hat an mit anders habe; ſo opfere ich dasſelbe zu ei⸗ nigem Dankopfer auf deiner goͤttlichen Ma⸗ jeſtaͤt. Nimm hin, o Jeſu! mein Leib und Seele, alle Gedanken, Worte und Werke, alle Kraͤfte der Seele, alle Glieder des Leibs, alles, was ich habe; gebrauche alles nach deinem Belieben und Wohlgefallen, zu dei⸗ ner Ehre und meiner Seligkeit. Weil aber dieſes noch viel zu wenig iſt; ſo vereinige ich ſolches Opfer mit allem demjenigen, was deine Heilige dir angenehmes und wohlge⸗ faͤlliges jemals aufgeopfert haben. Laß es dir gefallen, o Gott, und erzeige ferner deine Barmbherzigkelt uͤber mich. Dir aber, o himmliſcher Vater, opfere ich deinen ſelbſt eigenen Sohn mit allen ſeinen Verdienſten zur Dankſagung fuͤr alle mir erzeigte Gut⸗ thaten, zur Abſtattung aller meiner Schul⸗ den, zur Erlangung jener Gnaden, welche mir zu meiner Seligkeit am nothwendigſten ſind. V Siehe an das Angeſicht deines Sohns, o uf. beweiſen, de, iſt ohne zoch nichts an8, himmliſcher Vater, und erbarme dich meiner. Begehre Hilfe von Chriſto. b Dr biſt nun zu mir gekommen, o mein Jeſu! mich zu erquicken, mer b . 1 8 hel⸗ Communſongebether. 43 ¹ 44 Communſongebether Herr da helfe, da zeige deine Begierde und eebe von de belfen mich zu troͤſten. Jeſu, vollziehe dasjenige, weswegen du kommen biſt. Du kannſt mir helfen, wwann du nur willſt; dann du biſt der maͤchtigſte Gott. An deiner Barmher⸗ zigkeit kann ich auch nicht zweifeln; dann wenn du nicht unendlich barmherzig waͤ⸗ reſt, ſo wuͤrdeſt du nicht zu mir gekom⸗ men ſeyn. Warum ſoll ich dann nicht hof⸗ fen? warum ſoll ich mit kindlichem Ver⸗ trauen mein Begehren nicht vorbringen? Herr, dir iſt der Zuſtand meiner Seele beſ⸗ ſer bekannt als mir. Du weißt, wo ich dei⸗ ne Huͤlfe am mehreſten vonnoͤthen habe; oder wo ich die groͤßte Gefahr habe, dich zu beleidigen und zu Grunde zu gehen. Ach keit. Gebe mir Gnade, daß ſch dich und Drucke in mein Gemuͤth eine ehrerbiethſame Fuocht deiner goͤttlichen Majeſtaͤt, dacht, Gieb mir digkeit in meinen auch deinen Beyſta Wohlan mein 3 mnunis a tragen, a nͤlch Uinanäh it h du gheſn, ſeligin Au * „Ii ſen vndamn mmufeicht uenugehe tzeuich Nenuere den 1 lt hinfͤht und end — Barmherzig⸗ itdeßsaami ſahen ud laß mich erkennen lerne, damit ich daraus faſſe eeinen unverſoͤhnlichen Haß vor der Suͤnde. Duin ſt vale i 44 zwegen du ir helfen, u bdiſt der Barmher⸗ eln; dann herzig wan nir gekom nicht hof chem Ver. tbringen? Seele beſ⸗ vo ich dei⸗ den habe; abe, dich hen. Ach rmherzig⸗ dich und raus faſſe r Suͤnde. biethſame at, eine 68 und An⸗ Beſtaͤn en, wie erwaͤrtige und mit Ge⸗ — uͤberwinden, endlich alſo zu leben, damit ich dich nimmermehr beleidige und zu Grunde gehe. Jeſu Chriſte, laß den theuven Werth deines heiligſten Bluts an mir nicht ver⸗ lohren ſeyn! verdamme mich nicht, o Je⸗ ſu. Verwerfe nicht jene Seele, in welche du jetzund einzugehen dich gewuͤrdiget. Je⸗ ſu erhoͤre mich. b“ 4. Erneuere den Vorſatz Gott fleißi⸗ ggeer hinfuͤhro zu dienen. b Dein Flel und End, o Jeſu, warum du dieſes Geheimniß eingeſetzt, war nicht allein, deine Liebe zu zeigen, ſondern auch mich mit dir beſtaͤndig zu vereinigen. O Je⸗ ſu, erfuͤlle dieſes an mir: bleibe bey mir durch deine Gnade, und laß mich in Ewigkelt nicht von dire abfoͤndern. Ich bereue es von Her⸗ zen, daß einmal eine Zeit geweſen, da ich mich durch die Suͤnden von dir abgeſoͤndert habe. Koͤnnte ich ſolche mit meinem Blute wieder erkaufen, ſo wollte ich es von Herzen gern thun. Hinfuͤro ſoll dergleichen ungluͤckliche Zeit nicht mehr ſeyn. Ich erneuere meigen ch will dir eifriger dienen, o Gott! ſeißtger b will Vorſatz, welchen ich gemacht habe. Communiongebe ther.— Geduld zu tragen, alle Verſuchungen zu 4 453 b Eom muniongeberher. wpoilll ich die Suͤnde meiden, auch die Mittel des heiligen Geiſtes. b b Dafuͤr bethe ſieben — anwenden, die bar hierin N. Dieſen Vorſatz lege du mir gegeben haſt; ſonder⸗ dunlerzts zbeim dn⸗ (theilgen 7 will ich meine Beſſerung zeigen. da ich zu dem Throne dei⸗ itea the ner Barmherzigkeit. Du, o Jeſu! haſt mir uſn. Ichl Gnade gegeben, ſolchen zu machen: nun ſtehe mir auch bey, ſolchen ins Werk zu ſetzen. Verzelhe mir alle Fehler, beiligen Communien begangen, und laß mich verſpuͤren die Fruͤchten deiner Gegen⸗ wart. Laß mich nicht ſterben, o Jeſu! ehe ich zu der Reiſe in die Ewigkeit zuvor ge⸗ ſtaͤrkt worden mit eben disſem deinem heilig⸗ ſten Fleiſch und Blut; dahln gelangen moͤge, wo ich dich von An⸗ geſicht zu Angeſicht anſehen und loben kann Heilige Maria, du Zuflucht der Suͤnder, bitte fuͤr mich, und erhalte mich in der Freundſchaft deines liebſten Sohns bis ans End meines Lebens. Alle Heilige Gottes, ſtehet mir den gewuͤnſchten Nutzen aus dieſer heiligen Communion ſchoͤpfen, und erhalten moͤge die mir noͤthigen Gnaden und ſieben Gaben die ich in dieſer 3 in Ewigkeit. Vater unſer und ſieben Ape Maria. f. 5— 9 3 damit ich einſtens bey, biltet fuͤr mich; damit ich 4 dhut nich denr Idul nend M Seddcewi, sigr älle meim ſe ſegne olle hu zeinde; ſe eet. hdie Miual 5 ſondet⸗ ung zeigen, Throne dei i. haſt mit nun ſtehe h in dieſer und laß ner Gegen⸗ Jeſul ehe zuvor ge⸗ nem heilig⸗ ſcch einſtens ch von An⸗ ſoben kann er Suͤnder, ich in der ins bis ans ge Gottes, damit ich er heiligen lten moͤge ben Gaben enſer und . Communiongebether. 5. Bitte b nen heiligen Segen. Koch habe gefunden, den meine Seele lieb J hat; ich habe ihn gehalten, und will ihn nicht von mir laſſen. Ich laſſe dich nicht, o Jeſu! du habeſt mich dann zuvor geſegnet. Segne, o Jeſu! mein eib und Seele; ſegne mein Gedaͤchtniß, Verſtand und Willen; ſegne alle meine Gedanken, Worte und Werke; ſegne alle mir Angehoͤrige, Freunde und Feinde; ſegne meine Arbeit und Muͤhe; ſegne die ganze uͤbrige Zeit mei⸗ nes Lebens; damit ich in deinem Dienſte be⸗ ſtaͤndig verharre bis an mein End: denn dir allein lebe ich, o Jeſu! dir ſterbe ich, o Je⸗ ſul dein bin ich todt und jebendig. Was ich hinfuͤro denken, reden oder wirken werde, das ſoll alles zu deiner groͤßern Ehre gedacht, geredet, gewirket und gelitten ſeyn. Gieb mir Gnade, alles auf jene Weiſe zu denken, zu reden, zu wirken und zu leiden, wie es dir, mein Gott, am gefaͤlligſten iſt. Segne mich in meinem leben, o Jeſu! gieb mir die Gnade, alles zu erkennen, zu ſuchen und zu erfuͤlſen, was dir gefaͤllig iſt. Staͤrke mich in Wohlfahrt und Wider⸗ Chriſtum den Herrn um ſeir waͤr⸗ /6A“ ————.———— 48 Communſongebether⸗ waͤrtigkeit; damit ich in jener mich nicht er⸗ hebe, und in dieſer nicht unterliege. Laſſe mich nichts erfreuen, als was mich zu dir als was mich von dir abwendet. Gebe, daß ich keinem begehre zu gefallen, oder fuͤrchte zu mißfallen als dir allein. Ich verlange keine Ruhe, keine Freud, keine Ehre, wel⸗ che dir zuwider iſt; im Gegentheile alle Ar⸗ beit, welche zu deiner Ehre gereicht, ſoll ſeyn mein Freud und Troſt. Verleibe mir, o mein Gott, ein Herz, welches dich auf⸗ richtig und ernſtlich liebe; ein Herz, welches 1 ſ anmuric tln, weleſen finn neinet Stn t Sonde don n fuͤhret, und im Gegentheile nichts betruͤben, einnühg icheſſ, demieich im migich die begangenen Sünden ſchmerzlich bereue, 3 ein Herz, welches ſich von dir nimmermehr abſoͤndern laſſe weder in dem deben, noch in dem Tode. Segne mich in meinem Sterben: t Bewahre mich vor einem gaͤhen und un⸗ verſehenen Tode: Beſchuͤtze mich wider alle Anfechtungen des boͤſen Geiſtes: Laſſe mich nicht ſterben ohne wuͤrdige Empfang⸗ ung derjenigen heiligen Sakramenten, a welche du mir und allen Suͤndern zum Troſt 1 in deiner wahren Kirche haſt eingeſetzet: hn durch die Kraft der heiligen Sakramenten ſtaͤrke mich dazumal in denen Schmerzen Iif b des k. Communſongebether. 49 hnicht a des keibs, verlaſſe mich nicht in ſo vlelen 3e. laſe] Gefahren meiner Seele. Wende in meinen ich zu dir letzten Stunde von mir ab alle Vermeſſen⸗ betrüͤben, heit und Kleinmuͤthigkeit. Leite und regle⸗ Jebe, daß re mich alſo, damit ich in deiner Gnade le⸗ er fürchte be und ſterbe, und dich mit deinen Heiligen hee im Himmel ewiglich lobe und preiſe, Amen. ihre, wel⸗ 84 1a Anmuͤthung des H. Auguſtinus. eicht, ſoll. leihe mir,[zieb mein Gort, daß ich kenne mich dich auf⸗„und kenne dich, nichts anders begeh⸗ weiches re als. dich Daß ich haſſe mich und ſiebe ch bereue, dich. Daß ich demuͤrhige mich und erhe⸗ nmermehr be dich, an nichts gedenke als an dich. ben, noch Daß ich abſterbe mir und lebe dir: alles was mir vorfallt, nehme an von dir, Sterben: Daß ich widerſtrebe mir, und folge dir, und un, auch allzeit verbleibe bey dir. Daß ich nich wider welche von mir und komme zu dir, damit ſſtes: Laſſe ich beſchuͤtzet werde von dir Daß ich fuͤrch⸗ Empfang le mir und Furcht trage zu dir damit ich tramenten, auseswaͤhlet werde von dir. Daß ich miß⸗ zum Troſt traue mir und traue dir, auch allzeit g bor⸗ eingeſehet: ſame dir Daß mich zu nichts freue als akramenten zu dir, und gern arm ſey zu gefallen dir. Schunun Jeſu ſieß auf mch, damit ich lete 1. dic 4 „ 8* 4 C 8 4 34 5 8 3 — ————ͤ 4 po Communiongebether. dich. Rufe mir, auf daß ich komme zu dir; ewig ſey bey dir, und vereinigt bleibe mit 3 lanun dir. (Tch liebe aus Lieb dir ganz erg heit uͤbergeb ich frey, daß ſie dir unterwor⸗ 1 fen ſey. Nimm mein Gedaͤchtniß und ſie lenk, daß int groß U ſie nichts als an dir gedenk. Nimm mein mtgeſe) des Verſtand, gieb ihm das Licht, daß er alles dir zu Ehren richt. Mein Wil ſey dein und deiner mein, dann dein und mein ſoll ein Will ſeyn. Was nun mein Gott will und nicht will, ich wollen und nicht wollen will heimgeſtellt. Nur deine mein Lieb dagege gnuͤgt ſeyn, wa mein.„ in gat Dich liebt o Gott, mein ganzes Her i und iſt mir dieß der groͤßte Schmerz, gelti dch giſt bit ich erzoͤrnt dich hoͤchſtes Gut, ach waſch m Seel mit deinem Blut. er. * nme zu d bleibe m iatiuns. eb, und mit Mein Fun fr unterwin ſie lent d Nimm mei daß er alet rmein, dan n. Was nu h wollen un in Gab, w b. Du m ſen es vol 19,b,* G, ir wll ch Herr und Koͤnig biſt, und ſonderbar weil du mein Gott, will ich dich lieben bis in in bin un ganzes H Schmerz/ d. ach vuſchn 4 fuͤr mich g'litten auch als ein Suͤnder werr. Communlongebether. Anmuͤthung des H. Xaverius. Kẽch lieb dich Herr und nicht darum, daß J ich durch Lieb in Himmel komm„ auch nicht weil du ſtrafeſt ewiglich, die nicht von Herzen lieben dich. Da du am Kreuz ſtreckſt aus die Haͤnd, mit Lieb umpfangſt mich ohne End: O Je⸗ ſu Naͤgel, Speer und Schmach, haſt ge⸗ litten ſammt groß Ungemach. 82 Unendlich große Pein und Schmerz, Auaſt Noth und Qual des keibs und Herz, ha ſogar, da ich nichts 71 Fuͤr mich all Troͤpflein deines Blut ver⸗ goſſen haſt, o hoͤchſtes Gut, biſt geſtorben auch fuͤr meine Suͤnd; dieß iſt, was mich zur Lieb verbindt. Zu lieben ich dann dich begehr, wann ſchon kein Hoͤll noch Himmel waͤr, umſonſt, um nichts, gleichwie du mich, lieb ich, o liebſter Gott auch dich. Dir mein Herz ergeben iſt; weil du mein 2 Meß⸗ de dieſes alſo zu verrichten, damit ich das —— ₰ gegen uns Menſchen das heilige Meßop⸗ und der allerheiligſten Dreyfaltigkeit auf⸗ verrichtet haſt; zugleich aber auch ein Mit⸗ 52*& ⸗ 9 Vor der H. Meſſe. Maneaberi WHhunein Erth Waällder Vel ii danit ich d teſch ahermal ſaye Dii ſein Jfeſfr, mit ſe tel uns der Verdienſten deſſelben theilhaftig mejm 1 zu machen. Ich will anjetzo dieſer heiligen h Meſſe mit moͤglichſter Andacht beywohnen, 4n eſnaer geht, opfern zum dobe und Ehre der goͤttlichen n Majeſtaͤt, zur Gedaͤchtniß und Verehrung deines bitteren Leidens und Sterbens, zus Dankſagung fuͤr alle mir erwieſene Guttha⸗ ten, zur Genugthuung meiner Suͤnden, zur uu Erlangung aller Gnaden, die mir zum Hei le meiner Seele fuͤrnaͤmlich heut nothwen⸗ dig oder nuͤtzlich ſeynd: Inſonderheit will ich dieſe heilige Meſſe anhoͤren zu dieſem Ziel t und Ende R... Verleihe mir deine Gna⸗ Kiebſter Jeſu du haſt aus unendlicher Llebe fer eingeſetzet, damit wir eine beſtaͤndige Be⸗ daͤchtniß haͤtten desjenigen allerheiligſten Op⸗ ſers, welches du am heiligen Kreuze fuͤr uns liebreiche Ziel und Ende deiner Einſetzung b erreichen moͤge. 3 ftu Allerſe⸗ an 3 7 licher Uebe ge Meßoh⸗ 1 aͤndige che⸗ ligſten Oh uze fuͤr un ch ein Mit theilhafti eſer heilign deywohnen, tigkeit auf⸗ r goͤttlichen Verehrung rbens, zu ne Guttha Suͤnden, zin ir zum He ut nothwen rheit willi dieſem Je. deine Gm mit ich de r Einſetzun Alleri 2 Meßgebether. z Allerſeligſte Jungfrau Maria, die du auf dem Berg Calvariaͤ unter dem Kreuze geſtan⸗ den, da mein Erloͤſer ſich an demſelben fuͤr das Hell der Welt aufgeopfert hat; bitte fur mich, damit ich dieſer heiligen Meſſe, wo⸗ rinn er ſich abermal, wiewohl auf eine un. blutige Weiſe ſeinem bimmliſchen Vater aufgeopfert, mit ſchuldiger Etrerbiethſam⸗ keit benwohne zur Ehre der goͤttlichen Maje⸗ ſtaͤt und meinem ewigen Heile, Amen. Der Prieſter geht an den Altar. Chriſtus geht mit ſeinen Juͤngern an den Oelberg. Fütigſter Jeſu! du biſt mir zu kiebe frey⸗ ¹ willig an den Oelberg gegangen, all⸗ da dein heiliges Leiden anzufangen. Du biſt traurig worden bis in den Tod mir zu Liebe. O verzeihe mir meine Suͤnden, welche eine Urſache deiner Traurigkeit und deines bitte⸗ ren Leidens geweſen. Ich bereue dieſelbe von Herzen! weil ſie eine Beleidigung ſeynd dei⸗ ner allerhoͤchſten liebwuͤrdigſten Majeſtaͤt. Der Prieſter bethet an dem Fuße des Altars Chriſtus bethet an dem Oelberg und ſchwitz Blut. SJreymal betheſt du an dem Oelberg zu delnem himmliſchen Vater: du 3——jjj 14 Meßgebether. n ggiebſt dich vollkommen in deſſen heiligen Wil⸗ bp len. Du ſchwitzeeſt haͤufiges Blut zur Ab. waſchung meiner Sünden. Dein Bater Wn ah ſchickt dir einen Engel, der dich troͤſte und nre eleſi, ſtaͤrke. Liebſter Jeſu! gebe mir Gnade recht isaidzue und aufrichtig zu berhen. Gebe Gnade mich dangnt enden vollkommen deinem heiligen Willen zu erge i ben. Gieb mir eine wahre Reue uͤber mei⸗ tiin i ne Suͤnden. Laß dein vergoſſenes heiliges 5 ſi di Blut an mir nicht verlohren ſeyn. Sende 4 wo nie mir deinen heil. Engel von dem Himmel her⸗ enunlumme ab, der mich in meiner Traurigkeit troͤſte und Kelhie ge in den Verſuchungen ſonderbar heute ſtaͤrke. an äit ne Worten Fnu vl ic nic an jfelic Mit itannn: Pir zu Liebe, o Jeſu! haſt du dich mit hmahtt udb einem Kuſſe verrathen, fangen und u binden wie auch zu dem gottloſen Annas rhune vende fuͤhren laſſen. Mir zu eb haſt du allda ichagenus. einen ſchmaͤhlichen Backenſtreich empfan⸗ enus, gen. Ich danke dir fuͤr die wenderbare ſiz den Geduld, die du mir zum Beyſpiele geübet dateen din haſt bey ſo vielen ennſetzlichen Unbilden, n Nif — — Der Prieſter kuͤſſet den Altar, gehet auf die Epiſtelſeiten und bethet Chriſtus wird mit einem Kuſſe verrathen, gefangen und gebun⸗ den, und zum hohen Prieſter Annas gefuͤhrt, wo er einen Backenſtreich empfieng. lgen Wile t zur Ad in Vater troſte und nade recht nade mich en zu erge uͤber mei⸗ es helligs 1. Sende mmel hen troͤſte und euute ſtaͤtke. gehet at riſtus win und gebun⸗ as gefuͤhn, 4 dich mi ngen und, ſen Annai t du alden ) empfen sunderdon geſe geüben lbide 5 4 an. 1— b Meßgebether. 55 welche man dir angethan. Gieb mir Gnade dir bierin hinfuͤro eifrig nachzufolgen. Der Prieſter geht in die Witte und bethet Kyrie eleiſon, alsdann das Gloria. Chriſtus wird zu Caiphas gefuͤhrt, von Petrus perlaugnet, von denen Juden verſpottet und ge⸗ aͤſtert.. Neit oͤfter als Petrus hab ich dich, o — Jeſu, wo nicht mit Worten, doch mit Werken verlaugnet, da ich mich deiner Lehr, deines Dienſtes geſchaͤmet habe. Boshaf⸗ ter als die Juden habe ich dich verſpottet und gelaͤſtert durch meine Suͤnden. Hinfuͤro will ich dich mit Worten und Werken bekennen. Niemal will ich mich deines Dienſtes wegen ſchaͤmen; oͤffentlich und ohne Scheu will ich dich bekennen: eben ſo eifrig will ich dich loben und preiſen, als gottlos ich dich bis⸗ hero verachtet und beleidiget habe. Der Prieſter wendet ſich zum Volk, und ſagt: Dominus vobiscum. Chriſtus wen⸗ det ſich zu Petrus, und bewegt ihn zur Buß. ‚Ich habe mit Petrus geſuͤndiget, o Jeſu! J wende jene deine barmherzige nnhe Pe⸗ und gieb mir Gnade, daß ich auch mit u. 4 trus 6 4 trus meine Suͤnde bereue und hinfuro nicht mehr begehe.— Der Prieſter gehet zur Epiſtelſeiten und bethet. Chriſtus wird zu Pilatus gefuͤhrt und angeklag. Es wird die Zelt kommen, o Jaſu! daß — ich vor deinem Richterſtuhle werde er⸗ ſcheinen muͤſſen, mein ganzes Leben. Die boͤſen Geiſter wer⸗ den mich entſetzlich anklagen. Liebſter Jeſu! durch deine ſchmaͤhliche Fuͤhrung zu dem Pi⸗ latus, durch die falſche Anklagung deiner Feinde birte ich dich, gebe mir Gnade alſo zu leben, damit ich dich zu einem anaͤd gen Richter damals habe, und die Ankl agungen des boͤſen Geiſtes nicht fuͤrchten muͤſſe. Der Prieſter gehet in die Mitte des Altars und bethet, alsdann von dieſem verlacht und verſpottet. Richter zu dem andern: weißen Kleide. Du ſchweigeſt ſtill zu dieſen Unbilden. Rechenſchaft zu geben uͤber 9 an Man fuͤhrt dich o Jeſu! von elnem Man ver. poltet dich wie einen Narrn mit einem.u allen Soll ich dann nicht auch 1 8 an ie tnas nh diernager le denr Gude, ſe zw Heut ans lem vasr Khim mifer geht Lurs, alsd ind ſprich eud vom tttt alſch ang utzeſett er, i it Schrttt ennyehan in! S 1 Ged Wrüicen ſſee ſndadza, d geht er auf die an dere Seiten, und lieſt das Evangeluum. Chriſtus wird von Pilatus zu Herodes geſchickt, füro nihe iten und efühtt und b Jeän 86— werde e geben uͤber eiſter wer ſter Jeu u dem Yi ung deiner Gnade alſe monaͤdigen akle agungen uͤfſfe. des Altar auf die an. angellum. des geſchict. t. von elnem Man vere mit einem till zu alen niche zuch Meßgebether. 77 dir zu Liebe etwas mit Stillſchweigen und Geduld uͤbertragen koͤnnen? ich kann es mit deiner Gnade, o Jeſu, ich will es hin⸗ fuͤro thun. Heut ſonderbar will dir zu Liebe in allem, was mir widriges vorfä t, ge⸗ duldig ſeyn. Der prieſter geht wiederum in die Mitte des Altars, alsdann wendet er ſich zum Volk, und ſpricht: Dominus vobiscum. Chriſtus wird vom Herodes wieder zum Pilatus geſchickt, falſch angeklagtund dem Moͤrder Ba⸗ rabas nachgeſetzt. Ioht danke dir, liebſter Jeſu! fuͤr ſo viele bittere Schritt und Tritt, die du mei⸗ netwegen gethan in deinem Leiden. Ich dan⸗ ke dir fuͤr die Grduld, die du geubet haſt unter ſo vielfachen Anklagungen und lin⸗ bilden, ſonderbar, da dir der gottloſe Bara⸗ bas iſt vorgezogen worden, laſſe nicht zu, daß ich dir jemals etwas erſchaffenes vorziehe, dann du verdienſt uͤber alles geſchaͤtzt und ge⸗ liebt zu werden Der Prieſter entdeckt den Relch, und opfer. Brod und Wein Chriſtus wird ſeiner Kleider entb lost, an eine Saul gebunden, grauſam ge⸗ 2 ißelt Eb ſte Jeſu! durch die unmenſchliche e„Lelung, welchen du mir zu Uehe aus⸗ ge 45“ )”1 2. 8 —— 1 Meßgebether. 1 43 geſtanden; durch die viele tauſend damals vergoſſene heilige Blutstroͤpflein bitte ich dich, gebe mir Gnade, alle jene Geißel⸗ ſtreiche, die du durch Widerwaͤrtigkeit und Verfolgung mit ganz vaͤterlichen Haͤnden auf mich fuͤhreſt, mit Geduld anzunehmen und zu leiden. Hier zuͤchtige, geißle und ſtrafe mich, aber verſchone mir in der Ewigkeit. Der Prieſter deckt den Kelch zu. Chriſtus wird mit Doͤrnern gekroͤnt. b O Jeſu! was Schmerzen, was Unbil⸗ den ſteheſt du aus in der grauſamen Kroͤnung. Ach verzeihe mir meinen Hoch⸗ 1 1 8 muth, mein wobhlluͤſtiges eitles Leben, mei ne freventliche Uirtheil und andere Suͤnden, deiner unerhoͤrten Mar⸗ welche eine Urſache ter geweſen Der Prieſter waͤſcht ſeine Haͤnde. Chriſtus u Net ſen neinen mille meiner ieicks unneinee 1 Nxrekerſprich n de Volk p. hKeehomo. uita d iſße denienig i prorden en gerontes. Ktil ud Back b wird unſchuldig durch die Handwaſchung des Pilatus verdammt. 3 Fa, mein Jeſu! du biſt unſchuldig; ich 1 aber, ich hin der Schuldige. Ich habe it geſuͤndiget. Ich habe die Strafen verdient, die du ausgeſtanden. O laſſe mir die Ver⸗ dienſten deines unſchuldigſten leidens zu h Theile werden! mwaſche mich mee. eutn b end damalz bitte ich ene Geißeſt rtigkeit und en Häͤnden nzunehmen geißle und nir in der 7. Chriſtus as Unbn D grauſamen nen Hoch⸗ eben, mey . Suͤnden, rien Mar⸗ e. Chrifus aſchung diß Ich habe die Der eidens 3 zum Tode verdammt. — 6 Me ßgebether. 59 mehr von meinen Suͤnden: reinige mich von aller meiner Bosheit; daß nichts unreine 3 koͤnne. weil ich weſß, s in den Himmel eingehen Der Prieſter ſpricht Orate Fratres. wird dem Volk vorgeſtellt Ecce homo. Hümmliſcher Vater ſiehe denjenigen, Menſch geworden iſt. Chriſtus mit den Worten: ſiehe ein Menſch, der mir zu Liebe ein Siehe an ſein mit oͤrnern gekroͤntes Haupt; ſiehe an ſein von Speichel und Backenſtreichen verunſtaltetes Angeſicht; ſiehe an ſeinen ganz verwunde⸗ ken und verfleiſchten Leib! ſiehe alles dieſes hat er mir zu ſiebe gelitten. Gort Vater vom Himmel, erbarme dich meiner! und du, Gott Sohn, du Erloͤſer der Welt„ er⸗ barme dich meiner, ſonderbar alsdann, wann ich deinem goͤttlichen Richterſtuhle werde vor⸗ geſtellt werden; wo es heißen wird: Siehe der Menſch und deſſen Werke! Da, er⸗ barme dich meiner, o Jeſu, und verwerſe mich nicht auf ewig von deinem Angeſichte. Der Prieſter bethet die Sanctus. Chriſtus wir Praͤfation bis zum d unſchuldiger Weiſe C 6 Un⸗ 80 Meßgebether. Ulnendlichen Dank ſage ich dir, Chriſte —** Jeſu, daß du obwohl unſchuldig den Sentenz des ſchmaͤhllchen Todes fuͤr mich bereitwillig und gern haſt anhoͤren wollen, ach verleihe mir kraͤftige Gnade mein Leben alſo anzuſtellen, damit ich nicht einſtens den Ausſpruch der ewigen Verdammniß wegen meinen Suͤnden anhoͤren muͤſſe. Wann du kommen wirſt zu richten, ver⸗ damme mich nicht Laſſe mich einſtens unter jene gezaͤhlet werden, welche du durch einen erfreulichen Aus pruch zu dir rufen wirſt in die ewige Seligkeitkt. 2 Der prieſter bethet nach dem Sanctus in der Stille. Jeſus traͤgt ſein Kreuz bis auf den Calvariaͤberg. Chriſte Jeſu! du haſt geſagt: wer mur nachkommen will, der verlaugne ſich zelbſt, nehme ſein Kreuz, und folge mir nach Ich ſehe, wie du dein ſchweies Kreuz umpfangeſt, und bis auf den Berg Calvariaͤ unter unausſprechlichen Schmer⸗ zen und Verſpotrungen fortrageſt, ohne Murren und Klkagen, in groͤßter Liebe und Geduld. Aebſter Heikand, mein ernſtli⸗ a ar cher Will iſt dir nachzufolgen. Ich neh⸗ deßwegen das Kreuz, welches du 34 ag⸗ t, da wc Vno und wile Jitſt, ohne ein a wu de, und eenichen Krruztra hn Säürte mich hum wen Geſſt tht men Fleiſ 1 eachrichts: in d 1 unt Pful en emüih anch uber ennt vergenon dmenndefromm Uit uprii ſcgnt. isnn an dos ire ein keben 5³ einſten dammnit n müuſe. en, vet⸗ ens unter erch einen zwith inctus in uß bis auf wer mir zugne ſic folge mir ſchweiet den Beiz S Schmer 1 ſt, ohne Leede und in eruſtlbſ 8 Ich neh⸗ es du ml 4 Glruuch der Kleider & Meßgebether. 61 aufgeleget, oder noch auflegen wirſt, bereit⸗ willig an, und will es tragen, ſo lang dirs gefaͤllig iſt, ohne einiges Murren und Kla⸗ gen, dir zu Liebe, und in Vereinigung deiner ſchmerzl chen Kreuztragung will ich alles gern leiden Staͤrke mich nur mit deiner Gna⸗ de; dann mein Geſſt iſt zwar willig und be⸗ reit, aber mein Fleiſch iſt ſchwach. Ans mir kann ich nichts: in dir 5 ſch alles. Kreus, tragender Jeſu! erbarme dich meiner! er⸗ barme dich anch uͤber alle, fuͤr welche ich zu bethen mir vorgenommen. Gebe ihnen und mir die Gnade fromm zu leben und gluͤrt ſelig zu ſterben. Der Prieſter ſegnet Brod und wein. Chri⸗ ſtus wird an das Kreuz genagelt. hriſte Jeſu! durch den unausſprech⸗ lich großen Schmerzen, den du aus⸗ geſtanden, als man dir auf dem Calvariaͤ⸗ berg deſne Kleider mit Gewahz herab⸗ geriſſen, und deine heilige Haͤnde und Futze mit eiſernen Naͤgeln grauſam an das Keuz genagelt, durch das koſthate dar⸗ bey pergoſſene heilige Blut bi te ich dich, veizethe mir alle Suͤnden, welche ſch durch wie auch meger C 7 Haͤn⸗ 62 Meßgebether. Haͤnden und Fuͤßen jemals begangen, und gebe Gnade, ſolche hinfuͤro nicht anders als zu deiner Ehre zu gebrauchen. Der Prieſter hebt die H. Hoſtie in die Hoͤhe. Chriſtus wird am Kreuze hangend erhoͤhet und dem Volke gezeigt. Séeſu ich glaube an dich. Jeſu ich hoffe auf dich. Jeſu ich liebe dich von Herzen. Du biſt allhier zugegen, der du vor Zeiten mir zu Liebe an dem Kreuze dich erhoben, und dem Volke zeigen laſſen. Dich bethe ich mit tiefeſter Demuth an als meinen Herrn. und Sott. 8 Der Prieſter hebt den Z. Kelch in die Boͤhe. Chriſtus vergießet ſein heiliges Blut. Pein Jeſu an dich glaube ich. Auf dich 6 Dich liebe ich hoffe ich mein Jeſu. AItge (wdenmen. Do Wunt dm dod euen alen Schn dy liden haben unp fenr git, Atwen müſſe. lgibenen d J Gebe ihne n oiinder aber nn veiner Si . üthn od. Niffet dethet d 4 äüzutede ſeden von Herzen, o Jeſu. Dein H. Blut, wel. n ches du ehedeſſen fuͤr mich vergoſſen, iſt alle ſhan t bier wahrhaftig zugegen Ich bethe es de⸗ heweger⸗ muͤthig an und bitte dich, laß es an mier ri⸗ nicht verlohren ſeyn.* gen, und anders atz 3 die Hoͤhe. erhoͤhet und 4 hoffe auf i Herzen. or Jeittn erhoben, ich bethe en Heirn. die Hoͤhe. t. Auf dich liehe ich lut, wel⸗ „ iſ alh he es de an mir ndlung. Kreuze. ngeſt du 8* 4 und Tormenten. Drey Stunden lang rin⸗ geſt du mit dem Tode. Ach erbarme dich meiner in allen Schmerzen, die ich etwann noch zu leiden haben werde. Erbarme dich meiner zu jener Zeit, da ich mit dem Tode werde ringen muͤſſen. Erbarme dich auch aller Abgeſtorbenen CEhriſtglaubigen ſonder⸗ bar NN. Gebe ihnen die ewige Ruhe, mir armen Suͤnder aber jetzt vollkommene Ver⸗ zeihung meiner Suͤnden, einſtens einen glückſeligen Tod. Der Prieſter bethet das Pater noſter. Chri⸗ ſtus ſpricht die ſieben Wort. Irr zu Liebe mein Jeſu! der du am hei⸗ — ligen Kreuze fuͤr deine Feinde gebethen, verzeihe ich allen, die mich jemals belei⸗ digert. Gebe mir, wie dem buͤßenden Schaͤcher Gnade, wahre Buße zu thun, und nehme mich auf in das Paradeis. Ich verlange zu leben und zu ſterben unter dem Schutze Maria, die du mir, wie dei⸗ nem Juͤnger Johannes, zu einer liebreichen Mutter gegeben. Durch deine ſchmerzli⸗ che Verlaſſung am heiligen Kreuze bitte ich dich, verlaſſe mich nicht in meiner letzten S unde Durch deinen bitteren Durſt pna en bires ich, gebe mir eine wahre Begierde ai⸗ ds Mesgebethet. ⸗ Meßgebether. les dir zu Liebe zu thun und zu leiden. Ich verlange alles zu vollziehen, was du mein Jeſu von mir begehreſt, wie du den Willen deines himmliſchen Vater vollbracht und vollzogen haſt. Jetzt anſtatt meiner letzten Stunde ſpr⸗ che ich mit dir: Vater! in deine Haͤnde impfehle ſch meinen Geiſt. Bater unſer ꝛc. Der Prieſter zertheilt die heil Hoſtie. Chri⸗ ſtus ſtirbt. rie groß iſt doch deine Liebe gegen mich, 3 o Jeſu! du ſtirbſt am H. Kreuze mir zu Liebe Ich ſage dir unendlichen Dank und bezeuge, daß ich nicht anders hinfuͤro leben, n cht anders le den nicht anders ſter⸗ ben wolle, als dir zu Liebe. b b Der Prieſter klopft auf die Bruſt und ſpr iche: 9 Agnus Dei ꝛc Viele berehren ſin bey dem Tode Chriſti: Chriſtus laͤßt ſeine heilige Seite ut — 1 eroͤffnen 9 3. ſi du Gott im nes Herzens, durch aus deiner heiligen Seiten geſloſſen iſt, bitte ich dich, waſche und reſnige mein Herz von allen meinen Suͤnden, und gebe mir ein demuͤ b. ges, zerkni⸗ ſchtes, und dir wobigefäl iges Herz Zu diaſe m 8 und Sh das heilige Hlut und Waßer, welches ahg bhit auf n aiice voll des 5 der Welt, er Nprieſter commu r en i deſu, de m dem hellgen i und in ein. Dbnnte ich an) Fonmionin mei i in. Uero Her iden. Ich 3 du mein en Willen racht und ner letzten lin dein ſtie. Chri⸗ gen mich, reuze mir hen Dank s hinfüro ders ſter⸗ dſpricht: ch bey dem ailige Seile ns/ du NB. Bethe hier das Gebethlein. , wilche loſſen iſ nige mein und g'be , und dir Meßgebether. 6S Ende klopfe ich auf meine fuͤndhafte Bruſt und ſpreche voll des Vertrauens: O du Lamm Gottes, weſchis du hinmimmſt die Suͤnd der Welt, erbarme dich meiner. Der Prieſter communiciret. Chriſtus wird begraben. Liebſter Jeſu, do haſt nach deinem Tode von dem heiligen Kreuze wollen abge⸗ nommen, und in ein neues Grab gelegt wer⸗ den O koͤnnte ich anjetzo dich durch die hei⸗ lige Communſon in mein Herz weſentlich hin⸗ ein legen. Aber o⸗ Herr ich bin nicht wuͤrdig, daß du eingeheſt unter mein Dach, ſondern ſprich nur ein Wort ſo wird meine arme Seele geſund. Ich ſchenke dir mein Herz; beret e daſſelbe nach deinem Wohlaefallen, damit es durch die naͤchſte beil. Communlon dir zu einer angenehmen Wohnung dienen moge. Die Seel Ehriſtt heilige mich, an 40. Bl. Ich kieb dich Herr, am 51 Bl Der Prieſter gehet zur Epiſtelſeiten, und bether die letzte Collection. Chriſtus ſtehet von den Todten auf, erſcheinet den Seinigen, nd bleibt noch vierzig Taͤge bey ihnen. 66 Meßge bether. D. ſteheſt glorwuͤrdig auf von den Tod⸗ ten o Jeſul du erſcheineſt deiner lieb⸗ ſten Mutter, deinen Apoſteln und Juͤngern, und bleibeſt noch vierzig Taͤge bey ihnen, ſie zu troͤſten und zu unterweiſen. Ich bitte dich, bleibe bey mir mit deinem Troſte, mit deiner Lehre und Gnade bis zum Ende mei⸗ damit ich einſtens glorwuͤrdig auferſtehen, und dich mit deiner heiligſten Mutter und al⸗ Himmel. Der Prieſter giebt den Segen, und lieſt das letzte Evangelium. Chriſtus fahret in den Himmel, und ſendet den H. Geiſt herak. Durch deine wunderbare Himmelfahrt UVwe uf, him o Jeſu! erbarme dich meiner. Gieb l mir anjetzo deinen heiligen Segen. Segne 9 mich ſonderbar heute an Leib und Seele: ue Segne alle meine Gedanken, Wort und 1 Werke, alle Schritt und Tritt, all mein h0 Thun und daſſen. Segne mein Leben, ſeg⸗ ne das End deſſelben. Darch die Sendung des heiligen Geiſtes e Jeſu! erbarme dich meiner, und gieb mir i dieſen deinen heiligen Geiſt, ſeye und ſtaͤrke mich in E bleibe heute bey mir. Heute * 86 1 Neßg tn Brücungen: dauſtn. den refeln und E erden Dinſte jott vaher de ſateGott zu L nes Lebens. Gieb mir Gnade alſo zu leben, Hha meu Adhewättige, Jhitns dahin g len Heiligen ewig anſchauen koͤnne in dem 4 amd d Tod⸗ lieb⸗ gern, n, ſie bitte mit emei leben, ehen nd al⸗ n dem d lieſt ahret in herab. elfahrt Gied Segne Seele: drt und U mein n ſcg Geſſet zieh mi ege und nich a Meßgebether. auen Verſuchungen: Troͤſte mich in allen Betruͤbniſſen: allen Zweifeln und Gefahren: Muntere mich Lehre und fuͤhre mich in auf in dem Dienſte Gottes, entzuͤnde mein Herz mit wahrer Liebe gegen Gott, damit ich heute Gott zu Liebe das Boͤſe ernſtlich meide, und im Guten mich ſorgfaͤltig uͤbe, alles Widerwaͤrtige geduldig leide, und end⸗ ſich einſtens dahin gelange, wo ich dich mit dem Vater und dem Sohne ewig lieben und loben koͤnne. Nach der H. meſ ſe. Nehme auf, o himmliſcher Bater! dieſes 3 heilige Meßopfer in Vereinigung des jenigen, welches dein geliebteſter Sohn, mein Erloͤſer Jeſus Chriſtus auf dem Altar des heiligen Kreuzes für das Heil der gan⸗ en Welt vor Zeiten verrichtet hat. Ver⸗ zeihe mir alle Fehler, welche ich jemal in Anhoͤrung der heiligen Meſſe begangen, und laſſe mir zu Theile werden jene Gnaden, wel⸗ che du reichlich mittheileſt denen, die dieſem heiligen Opfer andaͤchtig beywohnen. Spriſte Jeſul durch die unendlichen Berdienßen deines blutigen Kreuzopfers I 1 3 bitte I dem beiligen Geiſte. Als er war im 6 der Gnade Gottes leb Me ßgebether. bitte ich dich demuͤthig um kraͤftige Gnade in meinem Leben und Sterben. Heut ſon⸗ derbar bewahre mich vor aller Suͤnde. Heut ſtebe mir bey, damit ich der Pflicht und Schuldigkeit meines Standes getreulich nachkomme Alles, was ich heut gedenken, reden, thun oder leiden werde, ſoll gereichen zu deiner groͤßern Ehre. Alles dir zu Liebe. Maiaden Bewegu hre ſey dem Vater und dem Sohne, und Anfang, iten 1 Am. jetzt und Allweg und zu ewigen Ze Durch deine Haͤnde, o ſeligſte Junafrau Maria, opfere ich der allerheiligſten Drey⸗ faltigkeit dieſes denenjenigen, wel verrichter werden In Anſehung derſelben erwerbe mir von Gott Gnade, alle noch uͤb⸗ rige Augenblicke meines Lebens allein zur Ehre Gottes, und zum Heile meiner Seele anzuwenden. b Alle Hellige b mit ich mich vor aller Suͤnde Golt zu liebe arbeite, „ Gott zu liebe le e und ſterbe, 1 1 6 6 H. Meßopfer auf, mit all che heut in der ganzen Welt Gottes bittet fuͤr mich, da⸗ ſorgfaͤltig huͤte; ide, in Amen. a — — Aan hn baten han wien heild i Apenden des d ¹ Unter ilace heiligke Uch eien jeden üüdal derſelbe le dugenden m tmn heyen erdee ſta änen und ehe be in einen Ro ln üen, einen Pita, aa Rſcha de Gnade Heut ſon nde. Heut icht und getreulich — t gedente, Ugereichen Sohne,nh m Anfen eiten, h. Junfnn ſten da af, uld ganzen g derſehn ille nohl allein einer 3/ Tugenduͤbungen. Unterricht. 3 Seine paͤbſtliche Heiligkeit Benedictus der 14te haben in Erwaͤgung, wie nuͤtzlich ja nothwen⸗ dig zum ewigen Heil die Uebungen drey gott⸗ lichen Tugenden, des Gl aubens, Hoffnung und Lieb ſey, einem jeden Chriſtglaubigen ſo oft und vielmal derſelbe des Tages dieſe drey goͤttliche Tugenden mit Beyfuͤgung einer je⸗ den beſondern Bewegurſache andaͤchtig und aus ganzem Herzen erwecket, einen Ablaß von ſieben Jahren nnd eben ſo viel Quadragenen; welche aber einen Monath taͤglich dieſe drey Tugenden uͤben, einen vollkommenen Ablaß ertheilet, wann ſie an einem von ihnen zu erwaͤhlenden Tag des Monaths ihre Suͤnden reumuͤthig beichten, die heilige Communion empfangen, anbey um Vereinigung chriſtli⸗ cher Potentaten, Außreutung der Ketzereyen, und Erhoͤhung der heiligen katholiſchen Kirche andaͤchtig bethen, fuͤr ſich gewinnen, oder den armen Seelen mittheilen koͤnnen, auch einen vollkommenen Ablaß in der Stunde des Tods. Uebung des Glanbens. D lwißender warhafter Gott! ſch mich, fäͤltig ebe kel be, — glaube alles, was deine heilige katholiſche Kirche mir vorgeſtellet zu glau⸗ ben. Ich glaube, daß du einzig in der b Natur, Tugenduͤbungen Natur, und dreyfach in den Perſonen ſeneſt, eat ich glaube, daß du alles erſchaffen, ſolches huttt 8 erhalteſt und allweiſeſt regiereſt, ich glaube, tt daß die zweyte Perſon in der Gottheit ſey fuͤr mich Menſch worden, mich am Stamme des H. Kreuzes erloͤſet habe, ich glaube, daß die menſchliche Seele unſterblich ſey, daß da das Boſe ſtrafeſt, und das Gute belohneſt, in dieſem Glauben bin ich bereit zu leben und zu ſterben, weil du o allwiſſender Gott! uns ſolchen Glauben gelehret haſt, der du biſt die ewige Weisheit und Wahrheit, und nicht ii luͤgen noch betruͤgen, noch belogen eder betro gen werden kannſt. f Uebung der Hoffnung. maäc O allmaͤchtiger, barmherziger und getreu, i b er Gott! ich hoffe feſt durch die Ver. dienſten Chriſti Verzeihung der Sunden, das ewige Leben, und deine goͤttliche hiezu noͤthi⸗ in ge uͤbernatuͤrliche Gnade, weil du es ver. ſprochen haſt, der du allmaͤchtig, barmher⸗ b zig und getreu biſt, dein Verſprechen kannſt und willſt halten. Uebung der Reue und Leid. 1 O großer Gott, o hoͤchſtes Gut! aus Sn ganzem Henzen, aus ganzer Seele, V aus — 3 3 en ſeneſt, 1 ſolches eit ſey fit amme des uube, duß ey, daß da belohneß, lebenund Gott! unt der du hſt und uich oder bet g. und getten ch die e Zunden,d hiezu nich du es h -, barnſ techen kin Leid. Gut! 1 Anzer 3” 1 1 Tuge nduͤbun gen. 7* aus allen Kraͤften liebe ich dich, well du biſt das allerhoͤchſte und wegen deiner unendli⸗ chen Schoͤnheit und Vollkommenhelt aller⸗ wuͤrdigſte Gut: Ach wie ſchmerzet es mich, daß ich dich o allerhoͤchſtes, allerliebwuͤrdig⸗ ſtes Gut, auch mit der geringſten Suͤnde jemals erzoͤrnet und beleldiget habe! Ach koͤnnte ich alle meine Suͤnden mit meinem Blute ausloͤſchen und vertilgen, weilen ſie dir als dem allerhoͤchſten Gut, ſo unendli⸗ cher Liebe werth iſt, zuwider ſeynd, dahero ich ſolche uͤber alles bereue, nicht ſowohl, weil ich dadurch den Himmel verlohren, und die Hoͤlle verdienet habe, ſondern hauptſaͤchlich, weilen ich dich, o allerhoͤchſtes Gut! der du unendlich liebenswuͤrdig biſt, ſo oft und viel⸗ mal erzoͤrnet und beleidiget habe. O großer Gott! o allerhoͤchſtes Gut! verzeihe meine Suͤnden, welche ich hinfuͤro nicht mehe zu begehen, dir hiemit heilig verſpreche; lieber will ich ſterben, als dich o allerhoͤchſtes Gut, auch mit der geringſten Suͤnde noch einmal erzoͤrnen. Aufopferung ſeiner Werke. O mein herzallerliebſter Gott! ſiehe ich opfere dir zu deiner hoͤchſten Glorie zu — ⁰ —— , Tugenduͤbungen. zu einiger Genugthuung meiner Suͤnden,(ng und zu Erlang ing deiner goͤttlichen Gnade. und ewigen Seligkeit in Vereinigung der 6 hre Verdienſten unſers Herrn und Heilands Chri⸗ 1 ſti Jeſu, und aller ſeiner Heiligen hiermit des aätt demüthig auf mein Leib und Seele, mein Fenneicne Thun und aſſen, alle meine Gedanken, Wort und Werke, ſo ich Zeit meines Le⸗ bens verrichten werde, es geſchehe in allem dein goͤttlicher Wille, ſo viel Gedanken, als ich kuͤnftighin haben, ſo viel Worte als ich reden werde, ſo viel million tauſend und taux ſendmal ſey gelobt und gebenedeyt die aller. heiligſte Dreyfaltigkeit, und alle Heilige und aa hellien Auserwaͤhlte Gottes. O herzallerliebſter ſer Geostt! gebe mir deine Gnade in dieſem Fuͤr⸗ j tl ſatze beſtaͤndig zu leben und einſtens gluͤckſe, i unenit lich zu ſterben, durch Chriſtum Jeſum un ſern Herrn, Amen.