imm ilſo eingericht iss in i= l Gemein ſem man darin Grdlin chlſiet= iro üblichen Em zuſanmmg⸗ — d einer Vor 6 ven an ſprie Königl. ft donſiſtorial⸗Re Allgemeines und belſtnd Evingeliſ ches—₰ — G — — 1 für die alſo eingerichtet,. daß es in aen evangel. Gemeinden zu gebrauchen iſt, indem man darinnen ans s allen inochleſt ſien zeithero üblichen Geſangbüchern zu allgemeiner Erbauung zuſammengetragen hat. 7 1 Bund einer Vorrede von 6 ¹ 1— Königl. Ober⸗Conſiſtorial⸗Rath und Inſpector. Cum privilegio regio privativo. Breslau, 1865. ö8ö8“ Mefen Th, dae nunther 9 ſſeten 4 muis in d. zm uß Den uem in en der= ſdes Sc auſe Gottene ſte aufge alſ auf ei, gemeines ngbuch zu ſken, 60 don allen— finden E Füch hielt ſe disf noleich di n Reichs Grifin v. 8 ſRrellen nun Gemat, hörigen, (oen dieſer= hhlthat ſtta Gottesdm begne ſnh in leid Koſten ltt den erſte ruck dar achr beſchlent Und n, womit pſte Au 1 Pigtt zwun Ausgat n ³ᷣ im& ſähig gema. n 3 ——— 4 5 Borrede. Die offen Thuͤren, welche die Gnade des Aller⸗ hoͤchſten unteder geſegneten Regierung Seiner Koͤnig⸗ lichen Majeſt in Preußen, unſers allergnaͤdigſten Mo⸗ narchen, du' Deroſelben allermildeſte Vergoͤnnung, an ſo vielen Ken des Landes Schleſien, dem oͤffentlichen evangeliſch Gottesdienſte aufgethan, haben bereits im Jahre 177 auf ein allgemeines, vollſtaͤndiges, Schleſi⸗ ſches Gengbuch zu denken, Gelegenheit gegeben, wel⸗ hes dien allen Gemeinden Schleſiens gebraͤuchlichen gieder ſich hielte. Die hoͤchſt loͤbliche Abſicht, welche Le damalzugleich die Frau Reichs⸗Graͤfin v. H., geborne NeichSraͤfin v. R. Excellenz hatten, mehreren unter Derderrn Gemahl gehoͤrigen evangeliſchen Gemeinden, ſo eben dieſer Wohlthat des vorher entbehrten oͤffflichen Gottesdienſtes begnadiget wurden, ein ſolch Gugbuch in leidlichen Koſten in die Haͤnde zu brin⸗ „hat den erſten Druck davon in gedachtem Jahre do mehr beſchleunigt. Und die faſt unglaubliche egierde, womit die erſte Auflage deſſelben aufgenom⸗ ten worden und unverzuͤglich weggegangen, hat in urzer Zeit eine zweite Ausgabe davon, die ſchon viel bermehret worden und im Jahre 1744 herausgekom⸗ men, noͤthig gemacht. b ½ 1— 2 5 — 8 1.. “— IV Vorrede. Wie viel nun dazu gehoͤre, venn eine ſolche Samm⸗ lung den Namen eines vollſtaͤndgen Geſang⸗Buchs nur fuͤr die Gemeinden eines einzigen Landes einigermaßen behaupten ſolle, iſt dem Verlegen zwar bald von An⸗ fang an nicht ganz unbekannt geveſen. Doch hat ſich ſolches nach beiden Auflagen demſehen noch viel mehr, als er geglaubt, geoffenbart. Zu der Zeit, da etwa noch vor 100 Jahren nebſt des ſelign Lutheri und der mit oder kurz nach ihm lebenden Dchter ihren geiſt⸗ reichen und gleichſam zu einem allgeminen Bekenntniß⸗ Stuͤcke aller evangeliſchen Kirchen gewrdenen Liedern, die Anzahl der uͤbrigen, ſo man in Gttesdienſten ge⸗ brauchte, nur ganz maͤßig war, konnte diſer Name etwa noch leichter, als jetzo, erreicht werden. Nur machte damals der unbeſchreibliche Mangel an Lieern, von ein⸗ und andern Faͤllen und Materien, da mn gar keine dergleichen hatte, oder ſie doch faſt nirgendszebraͤuchlich waren, daß man in ſolcher Abſicht eben ſo henig was Vollſtaͤndiges zu liefern faͤhig war. Die ſe der Zeit ungemein zugenommene Anzahl deutſcher Peten, ſo auch in geiſtlichen Liedern ihre Kraft hervorgelan, hat bis auf unſere Zeiten die evangeliſche Kirche, in An⸗ ſehung ſowohl der Materien, wovon man vorhe ſchon ſehr geiſtreiche Geſaͤnge gehabt, als vornehmlichderer, in denen ſie vorher arm geweſen, auf eine ganz aus⸗ nehmende Weiſe an Liedern bereichert. Es wuͤrde abei der aͤußerſte Undank ſein, wenn man dieſem vorhernie gehabten Reichthume ſeinen Werth oder Namen eies hoͤchſt ſchaͤtzbaren Segens abſprechen, oder gar daruͤkr ſchel ſehen und allen dieſen neuen Liedern den Ein gang zum Gebrauche bei oͤffentlichen Gottesdienſten ver wehren wollte. Sie ſind unſtreitig ein Zeugniß der von ſolcher Zeit an in manchen Stuͤcken, ſonderlich am Ende des vorigen und Anfange dieſes Jahrhunderts zugenom⸗ rrede. dacht, zur 1 ufddch, nen Erweie E. tlichen Din b chabt, odedn tra Ausd huna und Uerm en, 9 höcſt r— chets⸗Le— Nutzen bekar tem größe † buuh g90 tden, wovon ud da die a pungenen Reit dit an ſlchkeit der de lichkeit 9 der de ſeüͤtie auh ſeit dieſ ander dot ſe Geſtt gewe gchaht: ſc mehrere neue 4 twas ſiht= funegegebracht: Gemithern den äͤlteren; ſhlecht ge un fime, odet nunn Segenhetra ſn, die Tache uittund F pt zu mache ber ie*. galgt werde ſed Ri 8 pazuſeten finde ſcür hall in dirde, wo Laſta 12 die Vernehne fechan en zeigen wol ſer 4 ſt dänpftt nie anau wobachten jſt due J n n ſeſe hinzu 4nit geleug ie vthe i ne, unſtglih deL din e d Yrrede. V venn ei ir... dgen 8 üEame menen Erweckung zur Adacht, zur geiſtreichen Betrach⸗ zen Land n uch nn tung und Uebung in ottlichen Dingen. Unzaͤhlig viele eget zwe 4n germaßn edle, hoͤchſt erhaulick Gedanken, Erinnerungen und geneſen. von A Gebets⸗Seufzer ſinderſt dadurch auch Einfaͤltigen zu emſehen 1 har ſch ihrem groͤßeſten Seeli⸗Nutzen bekannt und in taͤglichen zu de viel mh,. Gebrauch gebracht orden, wovon man vorher Nichts 4 zub 1n da twe gehabt, oder gewu. Und da die deutſche Poeſie, wie den da ei und a in reinen und umzwungenen Reimen, ſo auch in der laene ihrn gui Fierlichkeit und eutlichkeit der deutſchen Sprache und algemt un Bekenntnß ihrer Ausdruͤckuzen, auch ſeit dieſer Zeit eine gar viel hen gew nien Lieden, andere vortheilfftere Geſtalt gewonnen, als ſie vorher an in G andienſta g gehabt: ſo hen mehrere neue Lieder auch dadurch konntet it Name iw etwas ſehr Etes zuwegegebracht: daß naͤmlich ekelen ht werde ur nutt Gemuͤthern, ie in den aͤlteren zuweilen von einem ngel an chn, voniir ſchlecht gergenen Reime, oder nunmehr veralteten Worte ien, da ant gar in Gelegenheitzenommen, die Sache ſelbſt ſich und Andern faſt nirg nzebräͤuchich veraͤchtlichnd laͤcherlich zu machen, dagegen nunmehro ſicht ebe in venig wat Lieder ine Haͤnde gelegt werden koͤnnen, an denen war. 4 ſei der zit ſie desfo Nichts auszuſetzen finden, und deren zierliche hl deutſ un Pheten, ſ Ausdruͤ/ nebſt regelmaͤßiger Poeſie und Reimen deſto Kraft hein gtlan, ſal eher fig ſind, die darinnen enthaltenen wichtigen ngeliſche nhe, in Ae Wahrten ſolchen Seelen auf eine angenehme Art bei⸗ vovon maimorſel ſtan zubrien und eingedenk zu machen. Daher ich gaͤnz⸗ „ als ve emnlch dan, lich fuͤr halte, man wuͤrde, wo man einen voͤlligen en, auf ganz as Wiwillen gegen die Vermehrung alter mit neuen richert. 1in ülde din wogerathenen Liedern zeigen wollte, des Wortes Pauli man di unorher n veeſſen: Den Geiſt daͤmpfet nicht. Welches desfalls zerth ode umen einc ei ſowohl zu beobachten iſt, als die gleich dabei öei— daur darub henden: Pruͤfet aber Alles und das Gute behaltet. rechen 4 4 den Ein Dieß kann indeſſen nicht geleugnet werden, daß eben neuen 1 ſten ves ieſer hinzugekommene, unſaͤgliche Zuſatz an Liedern, ichen Ge 1 der va Hie vorher unſere Vaͤter und Vor⸗Vaͤter nicht gekannt, itig ein 3 am En eine Sammlung, die ſich einiger Vollſtaͤndigkeit cken, lin uugenon ruͤhmen koͤnnte, zu etwas ungemein Schwerem gemacht 3 Jah 2 * 4 1 1— e————— — ñ ¾———,,⅓.——-j 5 ———³—%—. —-—96— —— — den, die alle, ſo viel moͤglich, vergnuͤgen ſoll. VI Vorrde. habe. Ein jedes Land hat hrdurch faſt ſeine eigenen, beſonderen Lieder bekommen, ie darin allein bekann. worden und geblieben, ohne da manchmal auch ſelbſt die naͤchſten Laͤnder dieſelben gekant, oder angenommen. Ja, ich moͤchte dieß von jedem Orte manches Landes ſagen, deren doch jeder in einem Feſangbuche, womit ein Land verſorget werden ſoll, di bei ihm eingefuͤhr⸗ ten ſuchet und zu finden begehre Hat ein Land vollends einen großen Theil ſeiner Ewohner in oͤffent⸗ lichen Gottesdienſten benachbarter Laͤner Kirchen muͤſſen beſuchen laſſen, wie ſolches vorher der Stand von Schleſien war: ſo haben eben dadurt viele an dem und jenem Orte, den ſie beſucht, gebauchliche, auch ſonſt nicht ſo bekannte Lieder ein Rht bekommen, einen Platz in einem vollſtaͤndigen Geſagbuche eines ſolchen Landes zu fordern, wo es nicht a, oder dort fuͤr ſehr mangelhaft angeſehen werden ſol Iſt ein Land mit mehreren Evangeliſchen aus anden Laͤndern von Militair⸗ und buͤrgerlichem Stande in derbindung kommen, daß ſie ſich darinnen aufgehalten, ode gaͤnzlich niedergelaſſen: ſo iſt auch das eine Gelegenhit, daß zufaͤlliger Weiſe aus ganz entlegenen Theilen dr evan⸗ geliſchen Kirche die allda eingefuͤhrten Geſangbuͤcer den Einwohnern bekannter, folglich gewiſſe daraus glernte und wirklich auch ſehr ſchaͤtzbare Lieder von ein und anderem Leſer in einer ſolchen Sammlung geſucht ver⸗ Wunn nun vollends ein Land an eigenen, auch geiſtlichen Dih⸗ tern einen inlaͤndiſchen Reichthum hat, wie man dieſn Ruhm unſerm Schleſien nicht ſtreitig machen kann: ſo waͤchſt dadurch die Anzahl von Liedern deſto mehr, die nach den Umſtaͤnden ihrer Verfaſſer an verſchiedenen einzelnen Orten braͤuchlich worden und doch alle in Einem Geſangbuche ſollen zu finden ſein, worin man Bunder gen uuage die 1 itr viel Mr n te gelaſen we in Ausgal— Erinnerungen 4 rrede. fre ſämm richt.. A einem? em Beliebe b Lolſtänd 2— V„ por) 1 NRe 9 irs ſch halten, A danit gefund 7 zuche nicht ve 1 1 Unſtänden e ben aach zu ſemeine Sch und die en u die andere eſon do—* ſetmiſe. D. b aggzeigters eſſte Drach ſzkunigtort a ſo hat dabei aſt fön, was man Kd ddds u ſrigen Einricht nunt Rer der dabei— ſih n me Die gefol wanch ene betrichtlchen Dan üba wen, oder a Nr zur(r a kung auedrae ahuuth a.=, dabe gebra ſe zu vem geſuchet (e verbe Wbe Rten Drtek h dem 8. 3 word e man bei e ülſtändigke Tarkes d 4 d deinah d ale Ma— 5 diſſe gen. a gen ſo in ruften durch faſ an e eigenen, ie darin atin bekann aß manch a auch ſeltſ annt, ode genommen n Orte un hes Landes m Geſan he, wormi die bei an eingefüͤhr gehrer r Laͤnder airhen müſſe vorher d zuztand va dadurch mule an den ht, gehr znliche, auh hein Rent bekomma, igen Geſ„uche eins es nicht t oder don werden 1 Iftt en n aus dmin Laͤnden Stande utzerbindung ffgehalter ner gaͤnziic eenen Th un der evan⸗ hrten Geſ albücher den gewiſſe d unts gelente e Lieder an en⸗ md zammlung ſucht w⸗ hergnuͤgen ul. Ben hrei ein Omd er Einwt an. in offen⸗ / Wrrede. VII was Vollſtaͤndiges fuͤr ſie ſaͤmmtlichen Gemeinden eines Landes zu liefern verßricht. Daß ich noch uͤbergehe, wie mehrere vorher i einem Lande herausgekommene Geſangbuͤcher nach Vem Belieben, oder den Abſichten ihrer Herausgeber, oer Verleger, eines dieſe, ein ande⸗ res andere Lieder in ſich halten, die, da ſie ihre Ken⸗ ner und Liebhaber damit gefunden, hernach in einem allgemeinen Geſaybuche nicht vermißet werden wollen. Nach allen deſen Umſtaͤnden allein waͤre es kein Wunder geweſer wenn auch zu Sammlung der erſten Auflage dieſes allgemeinen Schleſiſchen Geſangbuches ſehr viele Muf waͤre gelaſſen worden, doch nach deſſel⸗ ben Ausgabeiele Erinnerungen zu bekommen, was bald die ein bald die andere Gemeinde oder Privat⸗ Perſon dannen vermiſſe. Da aber vollends oben angezeigterußen der erſte Druck deſſelben uͤberaus be⸗ ſchleunigt orden: ſo hat dabei nothwendig Vieles von ſelbſt feht muͤſſen, was man darin geſucht, auch an b der Ordrig und uͤbrigen Einrichtung des ganzen Buches manche Merkmal der dabei gebrauchten Eilfertigkeit ſich zeen muͤſſen. Die gefolgte zweite Auflage hat zwar urch einen betraͤchtlichen Zuſatz der zuerſt aus Verſen uͤbergangenen, oder erſt hernach dem Herrn Vecer zur Einruͤckung ausdruͤcklich empfohlenen Lieder, auf durch andere dabei gebrauchte, genauere Obſicht ſoes zu verbeſſern geſuchet und wirklich in vielen Gicken verbeſſert. Aber auch nach derſelben ſind von hreren Orten dem Herrn Verleger ſo viel Lieder zu⸗ , auch gei 5 ſchickt worden, die man bei einer neuen Ausgabe zur mhat, w nan 5 Loollſtaͤndigkeit des Werkes darin zu finden verlange: reitig matm kannd haß es beinahe uͤber alle Moͤglichkeit zu ſein geſchienen, Liedern dei mehr, allen dieſen Verlangen ſo ein Genuͤge zu thun, daß aſſer an ſhinen dabei das Buch nicht in einer ungeheuren Groͤße, oder en 9 e Dla ſonſt in einer ungepruͤften Haͤufung ohne Wahl und den ſein, 3 VIII Vorrde. Ordnung unbrauchbar wuͤrde. Da nun zur Vermei⸗ dung des Letzteren der Herr Vereger denn mich gebeten, daß ich anſtatt der bei den vcherigen Auflagen nur Amtshalber gehabten Cenſur, beidieſem dritten Drucke einiger mehrerer Obſicht uͤber denelben, unter meiner zwar hoͤchſt ſparſamen Zeit, mich unterziehen, mithin ſelbſt rathen und helfen moͤchte, wonit dieß Geſangbuch den erwuͤnſchten Zweck einer allgemenen Erbauung und Brauchbarkeit erreichte: ſo leugne in gar nicht, daß ich ſelbſt recht zweifelhaft geweſen, wi man darin Allen Allerlei moͤchte werden, der allgemeiner Andacht in un⸗ ſerm Lande mit dieſer Sammlung gehrig zu Statten zu kommen. Daher, auf was fuͤr At endlich die Sache unter goͤttlicher Anrufung gefaſſet worden, und was ich darin fuͤr meine Arbeit und Enrichtung er⸗ kenne, achte ich mich verbunden, durch ieſe Vorrede kuͤrzlich anzuzeigen. Die Ordnung der Titel oder Lieder⸗Maerien, die einmal ſchon in beiden vorigen Ausgaben beybet wor⸗ den, habe ich nicht rathſam befunden, gar zu vraͤndern: ob ich gleich bekenne, daß ich ſie in einigen Stuͤcken anders gefaſſet haben wuͤrde, wenn ich von ifange die voͤllige Einrichtung davon uͤber mich genenmen haͤtte. Doch habe ich zu einigen Titeln einige Wort hin⸗ zugeſetzt, damit die darunter einmal ſchon geſetzten Leder dahin wirklich gehoͤren moͤchten. Wie ich denn diſel⸗ ben habe ſtehen laſſen, wo ſie einmal in dem erſen und andern Drucke ihren Platz bekommen hatten, wem ſie gleich meiner Einſicht nach zu andern Titeln mehr ſich geſchicket haͤtten, um nicht Alles umzuſchmelzen; ohne an einigen wenigen Stellen, wo die Verſetzung gar zu merklich und ohne Zweifel nur aus Verſehen im Drucke geſchehen war. Daß ich die Zuſammen⸗ ſuchung der Lieder ſelbſt haͤtte uͤber mich nehmen ſollen, 4 — ͤ 3 n uIs darnme mm aoch vayff heils auf ng, 14 nah al mn, I nah 2 b in indig Sch ¹ u emand ſe in de A42 kunet, in gari g in mein guicht gfall d n 1 abe wils darinnen = ——— — 4 8 A⁴ — — — — — — — de Hert In daun get Söhleſin er den, oder nn noch nc fden an hi gachnen, niti ſich dabei diſſe ſo uaeg= kten habe der Ahnlchke“ 4 Glaubens w ſi einen E] in dieſer nit Boachte theilen, no adas Lih 2 es in dieſe frhm, ſpe ſict von d dij 6 w Er dienen w b Lnaau ckte Ausdrä uum Etten ſeneigten 3 b Geſpotkönnt 44 wenn du herſch d nicht en andeg ihne d koͤnnen ge bude an ſttinüte dt a zichen me ſe ſiühfäl 1 ſanzes Lied ugegründete Da nun hre eger denn ath gebete rherigen unagen 1n dieſem ten Duuc enſelben, a tter meiner ſch untert afr, mithu womit d zi zeſangbuh gemenen irwung und ne ih genucht, d n, wu m um arin Alla emeinen: Alcht in ur ng gehw mu Stattn s fuͤr I aundlich d gefaſſet„nden, uh it und Michtung e , durch de Vorrah 5 Lieder⸗ erien, de Ausgaber bet wa⸗ den, gar in kraͤnden ſie in emnen‚tuͤch wenn ich tyn infang uͤber main gewnm Liteln ein un Wor hi⸗ nal ſchon itzten eda Wie indenn 6 einmal n dem en Hekommen atten, wi⸗ zu ander iteln 3 t Alles uſchmelze en, eifel nur in 3 a9 ich din Zuſammeſe⸗ ber mich wo Verſehn 33 Verſcht men ſollen Vorrede. IX oder koͤnnen, welche nach allen oben ausgefuͤhrten Ur⸗ ſachen in ein vollſtaͤndig Schleſiſches Geſangbuch ge⸗ hoͤren, das wird Niemand ſich vorſtellen, der einiger⸗ maßen die Arbeiten kennet, in welche es der goͤttlichen Vorſicht gefallen, mich in meinen Aemtern zu verſenken. Ich habe vielmehr darinnen theils auf die an den Herrn Verleger geſendeten Verzeichniſſe der Lieder, die man noch vermiſſet, theils auf die Sorgfalt der Hand, ſo der Herr Verleger dazu gebraucht, aus andern ſonſt in Schleſien gedruckten, oder verlegten Geſangbuͤchern, die noch nachzuholenden an hier gehoͤrige Orte auszu⸗ zeichnen, mich lediglich dabei verlaſſen muͤſſen. Nur dieſe ſo ausgezeichneten habe ich ſo denn theils nach der Aehnlichkeit des Glaubens gepruͤfet, theils ob, und wo ſie einen Platz in dieſer Sammlung verdienten, mit Bedacht zu beurtheilen, noͤthig geachtet. Ein und anderes Lied, welches in dieſen Verzeichniſſen ſich be⸗ funden, habe ich nicht von der Art gehalten zu ſein, daß es zur Erbauung dienen wuͤrde, ſolches einzuruͤcken. Entweder abgeſchmackte Ausdruͤcke, die etwa in unſern zum Spotten ſo geneigten Zeiten einen Anlaß zum Geſpoͤtte koͤnnten geben, wenn ſie durch ein ganz Lied durch geherrſchet und nicht etwa durch eine gute Ver⸗ aͤnderung ihnen hat koͤnnen geholfen werden, oder auch hochtrabende, unverſtaͤndliche und wohl gar zu ver⸗ kehrtem Verſtande zu ziehen moͤgliche Redensarten, wenn ſie gleichfalls ein ganzes Lied eingenommen, habe ich fuͤr gegruͤndete Urſachen angeſehen, den wenigen Liedern, die ſo beſchaffen geweſen, lieber nicht erſt einen Platz in dieſem Buche zu geben, als um etlicher Perſonen willen, die ſie etwa darin zu haben wuͤnſchten, mehre⸗ ren andern Etwas vor Augen zu legen, was der Er⸗ bauung koͤnnte hinderlich ſein. Man hat ohnedieß unter den vielen, wohlgerathenen, recht geiſtreichen, noch X Vorrede. hin und her einige Lieder, die ich fuͤr meinen Theil in einigen Ausdruͤcken anders gewuͤnſcht haͤtte, nur darum eingeruͤckt, weil ſie ausdruͤcklich begehret worden, und weil man hat den Vorwurf gerne vermeiden wollen, als fehleten doch noch Lieder, die man eingeruͤckt haben ſollte. Wo ich uͤbrigens in denſelben, oder auch ſonſt in einem wohlgeſetzten und geiſtreichen Liede von den neueren, ſonderlich deren Verfaſſer nicht bekannt iſt, ein und anderes Wort gefunden, uͤber welchem man wegen der Aehnlichkeit des Glaubens einigen Zweifel haben, oder welches auf unaͤchtem Sinn gedeutet wer⸗ den koͤnnte, da habe ich mich befugt geachtet, den zwei⸗ deutigen, oder anſtoͤßigen Ausdruck lieber zu verwechſeln, als das ganze Lied darum wegzulaſſen. Wie ich denn uͤberhaupt in allen neu hineingeruͤckten Liedern die genaueſte Sorgfalt getragen habe, daß darin Nichts moͤchte gefunden werden, was mit der heiligen Schrift und reinen evangeliſchen Glaubenslehre nicht uͤberein⸗ kaͤme. So, daß ich hoffe, die Leſer dieſes Geſangbuches verſichern zu koͤnnen, daß ſie in demſelben, ſo weit meine Einſicht und Bemuͤhung reichen koͤnnen, keine ungeſunde, anbruͤchige und zu Irrthuͤmern anfuͤhrende Saͤtze oder Worte anzutreffen, ſorgen duͤrfen, wie der⸗ gleichen ſonſt mehrmals in alten und unſern Zeiten durch Geſaͤnge zum Nachtheil der goͤttlichen Wahrheit beizubringen verſuchet worden, ja auch wolluͤſtigen Ver⸗ fuͤhrern gelungen iſt. Zu welcher Sicherheit Beſtaͤti⸗ gung ich auch deſto mehr geſuchet, wo es mir moͤglich geweſen, den Namen des Verfaſſers bei jedem Liede bei⸗ zufugen. Ob ich gleich bekenne, daß, wo meine Um⸗ ſtaͤnde mir mehr Zeit zum Nachſuchen goͤnneten, ich vielleicht noch bei mehreren Liedern den Verfaſſer noch aufgefunden haben wuͤrde, den ich aus Mangel der Zeit und Nachricht bei vielen habe muͤſſen unbenennet laſſen. ——— — 1“. ſl, und aul ſondete G hau dichen hat 8 dresden n — — weiner vor u R 7n hr in danß d’ Ueberſchr n Inhalt 20 bauptzweck jenten He2* Hof Predi nehrmals 128 ſt lleine G als aus werts ſc dieſelben in dm zw kn ſzu Brieg ſofen Anſe inter meine enuögekom, ¹ Geſangbuche denn ſchof als mehrere habe. Vido hn waren zu wi Auflaet ſes gegenwe bchalten, m n aber, ich w lſache, eg— n worden. dſebnnun I ee ſie in I Konmen„ 1ſe von Liede ſchen E. anemnigen† ſo unzähli he ſouſt d de det, c) n ſie getingſte emvor de dern beſond di als w — ſemand unſcht h a nur daru h begeh oorden, u ne verm iin wolle e man meruͤckt ha enſelben, mar auch ſon eiſtreichenede von d faſſer niin bekannt ſſ den, uͤb Woelchem ma glaubens unigen Zwiſt tem Si nzzedeutet ar⸗ defugt ge umet, den zui⸗ uck liebe ut verweſeh, zulaſſen. Wie ich dem eingeruͤck Liedm die ſich fuͤr en Thell dabe, dein darin Rit mit der unigen Shiſt abenslehrmicht iheir Leſer die in Heſenguces in dem anen, ſo ni g reichen i Irrthuͤn am mfühhmd ſorgen lten und manſern Iän der goͤtt mnen Wahtt ja auch minn üͤſtign De lcher Si unheit ſtä chet, wo mumir ngli ſſers bei mim ade le, daß, meine l⸗ rachſuchen nnekn, 4 edern den rfaſſer uo ich aus 2 gel d muͤſſen un in „ er I anet laſſn YVorrede. XI Eine der Hauptſachen, wodurch dieſes Geſangbuch dießmal theils von ſeinen vorherigen Ausgaben, theils auch von anderen Buͤchern dieſer Art ſich ausnehmen ſoll, und auch eine meiner vornehmſten Arbeiten dabei, mag ich die nunmehr in demſelben uͤber einem jeglichen insbeſondere ſtehende Ueberſchriften nennen, von deſſel⸗ ben Inhalt oder Hauptzweck. Den erſten Anlaß zu ſolchen hat das zu Dresden mit Tit. pl. des hochver⸗ dienten Herrn Ober⸗Hof⸗Predigers Marpergers Vorrede mehrmals aufgelegte kleine Geſangbuch mir gegeben; als aus welchem ich dieſelben bereits 1730 und 1734 in dem zwiefach zu Brieg auf Hochgraͤflicher Herr⸗ ſchaften Anſtalt unter meiner Aufſicht und Vorrede herausgekommenen Geſangbuche entlehnt, und bei vielen Liedern ſchon damals mehrere Ueberſchriften dazu geſetzt habe. Viele davon waren zwar auch in den vorigen zwei Auflagen dieſes gegenwaͤrtigen Geſangbuches bei⸗ behalten, andere aber, ich weiß nicht, aus was fuͤr Urſache, weggelaſſen worden. Bei dieſem neuen Drucke deſſelben nun haben ſie in Anſehung der großen dazu gekommenen Menge von Liedern faſt unentbehrlich ge⸗ ſchienen. Es gehet ſonſt dem Leſer, wenn er unter einem einigen Titel ſo unzaͤhlig viele Lieder hinter einan⸗ der findet, ohne die geringſte Anzeige, was er in dem einen vor dem andern beſonders finden ſolle, nicht an⸗ ders, als wenn Jemand in einer Apotheke, zwar unter gewiſſen Haupt⸗Titeln, doch uͤbrigens unbezeichnete Arzeneien vor ſich ſaͤhe, da er nun auf Gerathewohl waͤhlen koͤnnte, zu welcher er bei dem oder jenem Um⸗ ſtande am liebſten greifen ſolle. Hingegen gehen der⸗ gleichen Ueberſchriften einem chriſtlichen Gemuͤthe mit dem erſten Augenblicke an die Hand, was ſich mehr, oder weniger dieß⸗ oder anderemal zu ſeiner Andacht ſchicke. Und das von dieſen Ueberſchriften auf mein Vorrede. Anrathen gemachte Regiſter kann eine Art einer ganz ungemein brauchbaren Lieder⸗Concordanz abgeben, auf alle Faͤlle zu finden, oder wieder zu finden, was unſere Andacht entweder jetzt erwecken kann, oder ehemals ſchon geruͤhret hat. Bei vielen Liedern kann ich nicht ver⸗ bergen, daß die Wahl, was ich fuͤr eine Ueberſchrift von deſſen Inhalt und Haupt⸗Abſehen zum Unterſchied von andern erwaͤhlen ſollte, mir ungemein ſchwer wor⸗ den, wenn viele Bitten, oder andere viele Wahrheiten in einem einigen, ohne eine ſichtbare Ausnahme der einen vor dem andern ſich darinnen gehaͤuft befinden, wie in den meiſten Buß⸗, Morgen⸗, Abend⸗ und Tiſch⸗ Liedern; ſo viel indeſſen mir moͤglich geweſen, habe ich auch da mit mehrerem Durchleſen nicht nachgelaſſen, bis ich Etwas gefunden, was meinem Ermeſſen nach einiges Unterſcheidungs⸗Zeichen abgeben und zur Ueber⸗ ſchrift deſſelben gebraucht werden koͤnnte. Meiner unglaublichen Zerſtreuung, in der ich zu⸗ weilen alle Minuten davon abgerufen worden, ſowohl, als der menſchlichen Unvollkommenheit uͤberhaupt muͤßte ich mir nicht bewußt ſein, oder Beides vergeſſen, wenn ich nun, unerachtet aller bisher beſchriebenen Bemuͤhun⸗ gen, glaubte, daß der ſchwere Name des Vollſtaͤndi⸗ gen hierbei recht erreichet worden ſei. Was Sirach ſaget: Ein Menſch, wenn er gleich ſein Beſtes gethan habe, ſei es doch kaum angefangen, und wenn er meine, er habe es ſchon vollendet, ſo fehle es noch weit: das gehoͤret gewiß beſonders auch zu einer Sammlung von einem Geſangbuche, welches ſo Vielen ihrer Andacht gnug thun ſoll. Und es werden daher die, welche deſſen kuͤnftig gebrauchen werden, wo auch meine Um⸗ ſtaͤnde dieß oder jenes Ueberſehen mir Anlaß gegeben, ſolches zu entſchuldigen geneigt ſein. Genug, daß ich hoffe, in weſentlichen Stuͤcken, die man darinnen ſuchen ircen⸗Geſan m ſt zu uudin; auch 3 — m Gebett ſi nicht fe u Trdaht(2 dorſcub 3 Solte dmd, mie es b äita iüt(uc ſen kann, — 1. 4 8 voch Jlali» ſe laſſe de dund nur— ben und de ſie Gnade ſien, daß d nch deſer Ar 1g ſänem vadn, duh F en Geiſſt ſe Gyiſtum in a enchm wer u uſerm Ja de noch we wen ifatli e hottesdienſt ſan, h ſe und die J Kſalm und= geſängen Aden dem 1. zu ſugen Oang zu ie reude ma Ernder alt tiſten ſow uſt Tagen ſer. zu erk aung bemr„ alle exan Unänden, an unter Afe nit AT uth an d adigtet„ Herin die agelider ver ſe ü in Ton nn eine oncordan an. V kann, od amhemals ſche dern kat up nicht ver ich fuͤr a Ueberſchi Abſehen nta Unterſcii ir unger iin ſchwer w andere vun Wahrzein ſichtbare Unesnahme ſe rinnen g im uft befine gen⸗, Al ai⸗ und dſ oglich genngen, heleit 3 — leſen nieim nachgalſſe meinem armeſſen uh abgeben a zur ha n koͤnnte b euung, erufen p unden, ſovahh, nenheit man haupt niſ Beides inzeſſen, wa beſchrieb unn Vemtfur Name Vollſtüä⸗ den ſei. ¹ Vas Sint leich ſein neſtes gethu — — gen, und nem ernein, weit di u einer Ent mlung yon » Vielen eer Aͤh rden dah die, wihe n, wo ain meine le den mir iß gegtn ſein. En, daß ih die man urmen ſuchen fehle es unm einer gan . geben an 44 zu—/ der ih zu Vorrede. XIII wird, ſolle mit meinem Willen Nichts fehlen, oder mit Fleiße hintangeſetzt ſein, was dienlich ſein kann, die Erbauung eines Jeden zu befoͤrdern. Gleichwie der Herr Verleger bei der ſo ſehr vermehrten Menge der Lieder gleichwohl dafuͤr geſorgt, daß es zu einem Kirchen⸗Geſangbuche nicht zu groß und unbrauchbar worden; auch ſo viel eben die Groͤße zulaſſen wollen, es an Gebeten dabei nicht fehlen ſolle, desfalls auch der Andacht allen Vorſchub zu thun. Sollte denn alſo, wie es bei allen menſchlichen Ar⸗ beiten nicht anders ſein kann, dieſer Sammlung auch noch Allerlei fehlen, ſo laſſe der grundguͤtige Vater im Himmel nur denſelben und deren kuͤnftigem Gebrauche ſeine Gnade nie fehlen, daß die Opfer der Lippen, die nach dieſer Anleitung ſeinem Namen werden gebracht werden, durch ſeinen Geiſt ſelbſt geheiliget und durch Chriſtum ihm angenehm werden moͤgen! Er laſſe es in unſerm Vaterlande noch weiter nie fehlen an Seelen, die in oͤffentlichen Gottesdienſten, wie auch daheim und ſonſt, ſich ſelbſt und die Ihrigen zu ermahnen mit Pſalmen und Lobgeſaͤngen und geiſtlichen, lieblichen Liedern, dem Herrn zu ſingen und zu ſpielen in ihrem Herzen, zu ihrer Freude machen; wie ſehr auch dieſer Sinn der alten Chriſten ſowohl, als unſerer Vaͤter, in unſern Tagen, leider! zu erkalten ſcheinet. Seine Er⸗ barmung bewahre alle evangeliſchen Gottesdienſte fuͤr Umſtaͤnden, da man unter ſeinen Zorn⸗Gerichten die Harfen mit Wehmuth an die Weiden haͤngen und die Freudigkeit, des Herin Lied zu ſingen, in betruͤbte Klagelieder verkehrt ſein muͤßte, und laſſe nach betruͤb⸗ ten Toͤnen der Waffen bald im Frieden und fuͤr wie⸗ derum geſchenkten Frieden unſere Freuden⸗Lieder erſchal⸗ len. Zu rechter Zeit, wenn das rechte Stuͤckwerk die⸗ ſer Welt, welches alle unſere Gottesdienſte und dazu. 3 e. AIVV VPorred — gewidmete Sammlungen unvollſtaͤndig macht, dem Voll⸗ kommenen wird weichen muͤſſen, laſſe ſeine Gnade Alle, ddeerer Andacht dieſes Geſangbuch jetzt erwecken wird, ddort Theil haben an dem rechten allgemeinen, vollſtaͤn⸗ ddingen Lobgeſange der triumphirenden Gemeinde, welche das Lied des Lammes in ewiger Freude anſtimmet, um eben dieſes fuͤr unſere Suͤnden erwuͤrgten Lammes, er unſers einigen Erloͤſers und Mittlers Jeſu Chriſti wilkl: len! Amen! Lr4n ee in die ¹ Breslau, den 26. October 1745.— Johann Friedrich Bur rsun... Joh g, an Eiit ud a kn zehn Ge Königl. Ober⸗Conſiſtorial⸗Rath und Inſpector. I Lan unſhlihe ſd und Ver R. Au u blig. ſienigkeit Iʒ...[... N übe— dau neien Dinder M ⸗Lehe. m iw hefm if Gett.. 2 3 Glauben— Pettrauen e II a Rt Für Gottes. n zun 6. — .„ 4 ku⸗ahts⸗ un Wochen! „i⸗Lieder. 5 „Aunts⸗Lied..... diudts4) e und mf rr Miirige.. W pfins⸗Lid 5 A 16 2 8 * .„. . * v 4 1n dun Gnade Al enden( Ainde, m viger F n nntn nden er ain ten Lanne ittlers 4 i Gheſi 1 — 5. 1 Fried in Burg, konſiſtorial nth und Juſt. jet enu win 1 en and mn, nid Inhalt und Ordnung der Lieder⸗Materien in dieſem Geſangbuche. Seite I. Kirchenlieder.............................. 1 II. Vom Geſetz und heiligen zehn Geboten überhaupt..... 11 III. Vom menſchlichen Elend und Verderben........... 15 IV. Von der heiligen Dreieinigkeit und den göttlichen Eigen⸗ ſchaften................................. 27 V. Von der Liebe gegen den dreieinigen Gott, auch daraus fließender Menſchen⸗Liebe..................... 42 VI. Von der Hoffnung auf Gooottt l... 62 VII. Vom Glauben und Vertrauen auf Gott........... 66 VIII. Von der Fürſorge Gottes................... 100 IX. Von den Engeln............................ 129 X. Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder............. 137 Xl. Jeſus⸗Lieder................................ 153 XII. Advents⸗Lieder..................... 194 XIII. Weihnachts⸗Lieder und auf andere zur Geburt Chriſi b gehörige Feſte............................. 218 XIV. Paſſions⸗Lieeer........... 257 XV. Vom Begräbniß Chriſti........................ 335 XVI. Oſter⸗Lieder.............................. 343 XLVII. Himmelfahrts⸗LiedLer.r............. 374 A Vom jüngſten Gerichte............... 390 X. Pfingſt⸗Lieder....... 402 Vom göttlichen Worte und der chriſtlichen Kirhe. 426 XXI. Vom Glauben und der Rechtfertigung und derſelben b Früchten, Friede und Freude im heiligen Geiſte... 441 XLXII. Vom chriſtlichen Wandel.................... XXIII. Vom Tode und Sterben und Auferſtehung.. WXIV. Von der Ewigkeit....................... gzV. Vom Gebete..................... XXVI. Lob⸗ und Dank⸗Lieder 9 XXVII. Um Verleihung gö öttlicher Gnade zu allem Guten. XXVIII. Von dem göttlichen Willen und Wohlgefallen.... XXIX. Von dem, was zu dem zeitlichen Leben und Gütern gehört........................... XXX. Von Verſuchung nnd Anfechtung............ XXXI. Von Erlöſung allerlei Uebels Leibes und der Seelen XXXII. Von der Taufe......................... XXXIII. Buß⸗Lieder......................... XXXIV. Abendmahls⸗Lieder......... XXV. Morgen⸗Lieder.......................... XXXVI. Tiſch⸗Lieder................ 6192. XXXVII. Abend⸗Lieder.................. o 9„ ⸗ „„ 0 5 e 4 ⸗ „ 6 3 ⸗ Seite 496 569 673 768 800 837 873 915 927 1135 692 705] 742 I. 41 unm—=m firtt. de lircher- — “ 7.. “ n. m M D 71 nen— 2 b fiden, m 65 din. ‿ Herxe, n 1 Nach Je ſſchreie, 2a t. 8* Jeſus dhlt IJ Je gus“ Herzen, 1 8 ba en, G 4 m er lut 1 zgen, Hhiann ich mnn, ü t Wei ꝛMu ucſen rgiedt i b ich nun gſu geh⸗ ſd, Seule Jhn ew a Uüirt. 1 ihbinſ= 3b rdde ung 2.„ s Leibes .. .. ... 569 .. „ 2 * fallen 44 6 2* . 37 der Selln 8 8..... 15 .. 2e .. 1093 ;) 3... PH4. .... Whe 44i Gutr en. ℳ ind Gütern ....... 00 ite 496 673 692 5 7 Mein Herze mein Hort! 1— Den hab ich erwählt; Mein Jeſus siſt treue, Ihm bin ich vermählt. Daß ſeine ich ſei; Ich I. Kirchen-Lieder. Freude, Jeſum zu finden. Mel. O Jeſu! mein Bräutigamn. ch! laß dich jetzt finden, Komm, Jeſu, komm fort: wi binden Dein Herze, Nach Jeſu ich ſchreie, 2. Trotz dem, der nicht denket, bin nun ver⸗ ſchenket, Es bleibet dabei: Nichts bringet mir Schmerzen, Weil Jeſus iſt hier, Der trägt mich im Herzen, Ihm dank ich dafür. 3. O weichet, ihr Feinde, Mein Jeſus iſt mein, Ich hab ihn zum Freunde, Sein bin ich allein; Ich bleibe ſein eigen, Er hat mich er⸗ kauft, Sein Blut wird er zeigen, Damit ich getauft. 4. Auch kann ich ermeſſen, Daß Jeſus mich liebt, Weil er mir zu eſſen Sich ſelbſten dargiebt; So geb ich nun wieder, Was Jeſu gehört: Leib, Seele und Glieder Ihn ewig verehrt. 5. Ja, ja, ich bin ſeine, Wir Beide ſind Eins; Ich bin nicht mehr meine, Es ſcheidet uns Keins. Bleib gleich ich auf Erden, So lange er will; So hab ich den Werthen, Dem halte iich ſtill 6. Ihm kann mich Nichts rauben, Der Stärkſte, der ſiegt Durch Liebe und Glauben, Am Herzen er liegt; Im Schlafen und Wachen Iſt Jeſus 1 mir nah: Laß blitzen und krachen, Mein Jeſus ſteht da!“ In Jeſu ich lnd ſterbe 7. An Jeſu ich klebe, ruh, In N ich lebe r dazu. An Jeſu ich klebe, In Jeſu ich ruh. In Jeſu ich lebe Und ſeerde dazu. Ludämil. Eliſ. Gräfin zu Schwarzburg⸗ Rudolſt., g. 1640, ſt. 1672. Der 84. Pſalm. Mel. Schwinge dich, mein. 6) AIch mein Gott, wie lieblich 2. A iſt Deine Wohnung, da du biſt, Sions Burg, da man Nichts höret, Als des werthen Bräutgams Ruhm, Womit ſeine Braut ihn eh⸗ ret In dem ſtillen Heiligthum. 2. Ach! wie ſehn ich mich dahin, Daß ich vor Verlangen bin Faſt ver⸗ gangen. Möcht ich können Vor ſein heilig Angeſicht Treten, und in Liebe brennen Bei dem ſüßen Gna⸗ den⸗Licht; 3. Welches Vöglein iſt doch wohl, Wenn es Junge hecken ſoll, Das nicht bald ein Neſt ſich mache, Oder baue irgend an Unter einem ſichern Dache, Da es ſich erquicken kann? 4. Warum ſollt ich, Liebſter, nicht Dein holdſelig Angeſicht Zu erblicken auch verlangen? Wo vor deinem Altar ich Wahre Ruhe kann empfan⸗ gen Und mich laben ewialich. 5. Wohl den Menſchen, die bei dir Sich befinden für und für! Die ſind nur allein bemühet, Dich zu loben immer⸗ dar, Weil ihr Herz von Liebe glühet, Bei der auserwählten Schaar. 6. Doch auch wohl dem, der von dir Kraft empfänget für und für! Richtet ſein Herz auf die Wege, Die zu deinem Tempel gehn, Und iſt nicht im Laufen träge, Ob er muß viel Kreuz ausſtehn. 7. Denn die durch dieß Thränen⸗ Thal Gehen nach dem Freuden⸗Saal, Machen ſolches ſelbſt zur Quelle, Die zur Freude dienen muß, Und der Regen, der ſo helle Sich ergießt, bringt Ueberfluß. 8. Denn das Kreutz, das hier ein Chriſt, Der nach Gott begierig iſt, Auf ſich nimmet, iſt ſo ſüße, Daß es Freud und Leben giebt; Dazu kom⸗ men Gnaden⸗Flüße Von dem Geiſte, der ſie liebt. 9. Da gehn ſie aus Kraft in Kraft, Bis daß ihre Wanderſchaft Sie beſchließen und gelangen Vor des Höchſten Angeſicht, Da ſie vor ihm köſtlich prangen, Angethan mit lauter Licht. 10. Nun mein Gott, erhöre mich, Gott Zebaoth, neige dich Auch zu meinem armen Naahen, Ach, mein Schild, verſchmäh mich nicht! Gib, daß ich auch möge ſehen Bald dein freundlich Angeſicht. 11. Denn auch einen Tag allein In dem Hauſe Gottes ſein, Will ich noch viel höher achten, Als viel tauſend andre Tag: Ich will lie⸗ ber dahin trachten, Daß ich drinnen hüten mag. 12. Denn du, Herr, biſt Sonn und Schild, Der du deinen Kindern willt Niemals Etwas mangeln laſſen. Wohl dem, Herr Gott Zebaoth, Der dich kann im Glauben faſſen Und dir trauen in der Noth C. J. Koitſch, Erweckung zu heiliger Sonn⸗ tags⸗Feier. 3 Au auf! mein Herz, und du . mein ganzer Sinn! WirfAl⸗ les heut, was Welt iſt, von dir hin. g. 1671, ſt. 1735. Kirchen⸗Lieder — Heut hat das Werk der Schöpfung angefangen, Da dieſem Rund das Licht iſt aufgegangen. 2. Auf! auf! mein Herz, wirf alles Irdſche ab, Heut Jeſus iſt erſtanden aus dem Grab; Heut hat er ſein Erlöſungs⸗Werk geendet; Heut hat er auch den Geiſt herabgeſendet. 3. Dieß heilig Heut heißt dich auch heilig ſein: Gott dieſen Tag bei dir will ziehen ein. So ruhe du von Arbeit und von Sünden, Daß er in dir mög ſeine Ruhe finden. 4. Gott gibet dir ſechs Tage für den Leib; Der ſiebente der Seelen eigen bleib; Sie muß ja auch von mit Himmelsſpeiſe laben. 5. Viel Sünden dir die Woche la⸗ Kirchen b ehyaths⸗* 4 Art. fen. 4 au Chuſt, ginſeſt ſcienen, * 1 1 ni bt u — Lcben 1 n ſchn wa— ſieben einen haben, Daß ſie ſich mög Na 3.Mrch— s Mtn bn ein.— aßt uns derm in ud fo— f Lypen det auf; An dieſem Tag mit Bitten V Detupn omn eet hi Gnade kauf; Leg ab die Laſt; geh Gottes Wort zu hören: Dieß laß i Um Und f ni der fmn üa Ein I iſthebic dich heut die Wochen⸗Wege lehren. eln 6. Sechs Tage dich Gott ſognet, ſchützt und nährt, Heut er dafür mit aar udneſtan re lund hm Dank will ſein geehrt; Der erſte ſoll! heut für die andern bitten, Daß Gott ſie woll mit Segen überſchütten. 7. Gott wöchentlich giebt ſieben Tage dir, Gib einen du, den erſten ihm dafür. Der erſte wird die andern i ſechſe zieren, Wirſt du heut Gott im Mund und Herzen führen. 8. Am erſten du nach Gottes Reiche tracht, Obſchon die Welt nur deiner Andacht lacht. Der Schad iſt ihr, dir aber wirds gedeihen, Gott alles Glück auf dich wird reichlich ſtreuen. 9. An dieſem Tag hab deine Luſtſ am Herrn. Was wünſcht dein Herz, 4oimkag i7— Chrit d un ſädes Liſt un urt g⸗ mütneinden, Gkn Tode ſeueaa Gnemmerr uns wie Laüs Adam berloren. eh Urſten uf— gleiche Wü m der S pffieden, lnthnn mit orwn ſleiß Auf gun an gehen: f daß wir dun eru Die h Sür Im§ gin 4 ☛ᷣ wünſch t peich be in lrasgehen d 1 Kircht ” wird er dir geben gern. Befiehl Gott heute deine Weg und Sachen Und hoff auf ihn; gewiß, er wirds wohl machen. 10. Wirſt du ihm aber nehmen einen Tag, So macht er dir die Wo⸗ chen voller Plag. Wer ehret Gott, den ehrt er auch auf Erden; Wer ihn W veracht, ſoll auch verachtet werden. J. H. Caliſius, g. 1633, ſt. 1698.— ir Gie iſt n 3 Vun 1 a— maefult kfäg 4 het, Heu 4n. 1 w Wer 5 4 r chen⸗Lis geit det auf, ut Gottes T 1 dich heut V Dank will an dic 2 N Irdſe n nein AM 5. Vie Gnade kun d 7 geendet; han 9 ldr jeſem n. eut 4 er 4. b den u bet dir ſets Tage den Ler tr ſiebente de fu eigen bäthi ſieben ei ben i⸗ mit Him u ſſe n facbe ah von „Daß ſieſc mög⸗ laben ij mäg * n di die Pehr la⸗ ſen Tag mit hitten eg ad dee Laſt. u ſürn. Dieß ochen⸗Pege lehren. geh laß 16. Sech imzx dih Gat ſogna, t ſchützt und at mit t, Heut a daft mit ſeehrt, Der eſt ſoll heut für die un un bitien, Doß Got ſie woll mi a 7. Gott u Tage dir, C ihm dafür. ſechſe zieren, V de iſt Gott Mund und§ en überſchütten entlich get ſiben nen du, de erſten rſte wird deudern t du heut Get in führen. 8. Am ei du nach Gette Reiche tracht, iner Andach ihr, dir alles G reichlich ſtreuen. 9. An dieſem am Herrn. Was wird er dir geben heute deine Weg hoff auf ihn; ger machen. 10. Wirſt du einen Tag, So me chen voller Plag. den ehrt er auch au veracht, foll auch r J. H. Cal n on die Pelt nu ht. Der Sha wirds gedehen auf dich dit hab deine u nſcht din Re 1. Befehl Get Saſcen Ua mer widds wo aber nehmen r dir die Wo⸗ rehret Gott en; Wer ihe A werden. 1633, ſt. 16 Kirchen⸗Lieder. 3 Rechter Sabbaths⸗Ruhe Art. Mel. Nun freut euch, lieben. eprieſen ſeiſt du, Jeſu Chriſt, 4. G Daß nun der Tag erſchienen, Der unſer werther Ruh⸗Tag iſt, Dem großen Gott zu dienen! Hinweg mit aller Eitelkeit! Hinweg mit Ungerech⸗ tigkeit! Laßt Hände⸗Arbeit liegen! 2. Dem Höchſten Herz, Gemüth und Sinn Laßt heute ſein ergeben: Legt das, was fleiſchlich, von euch hin, Dient Gott mit eurem Leben, Auf daß er durch des Geiſtes Stärk Hab in uns ſeiner Gnaden Werk, Und ſtetig ob uns walte. 3. Hört heute fleißig Gottes Wort Mit Beten, Leſen, Singen: Laßt uns dem Herren fort und fort Der Lippen Opfer bringen! Kommt, tretet hin zu dem Altar, Und laſſet mit der Frommen Schaar Ein Sabbaths⸗Lied erſchallen. 4. An dieſem Tag iſt Jeſus Chriſt Von Todten auferſtanden, Und hat des böſen Feindes Liſt Hierdurch ge⸗ macht zu Schanden; Er hat dem Tode ſeine Macht Genommen und uns wie⸗ derbracht, Was Adams Fall verloren. 5. Wir Chriſten müſſen gleicher Weis Auch von der Sünd aufſtehen, Und künftig nun mit allem Fleiß Auf guten Wegen gehen: A dorten immerzu Die höchſtgewünſchte Sabbaths⸗Ruh Im Himmelreich be⸗ gehen. Beim Hinausgehen aus der Kirche Mel. Wer nur den lieben Gott. 5 Gott Lob! ich habe Gott ge⸗ . ſehen: Nun geh ich fröhlich wieder heim. Wie iſt mir doch ſo wohl geſchehen! Jetzt trägt die Biene Honig⸗ ſeim. Der Hunger iſt nach Wunſch geſtillt, Das Herz mit Segen angefüllt. 2. Wie heilig iſt doch dieſe Stätte, Wo ich mit meinen Füßen ſtund. Es ging mein Singen und Gebete Durch meinen Mund zu Gottes Mund. Hatt ich nicht Troſt in reichem Maß, Als ich zu Jeſu Füßen ſaß? Auf daß wir 3. Mein Herze war ein rechter Tempel, Als ich in Gottes Tempel war; Mein Jeſus ſtellte ſein Exempel Mir als ein ſchönes Vorbild dar; Er trug mir lauter Manna vor Und zog die Seele ganz empor. 4. Ach, denk ich an die Glaubens⸗ Lehren, Was hab ich nicht für Licht geſpürt! Kein Irrthum kann den Grund verſehren, Der Jeſum ſelbſt zum Eckſtein führt. Ich glaube nun und ſage ſchlecht: Der wahre Glaube macht gerecht. 5. Wie treulich ließ mir Jeſus ſagen, Wie ich im Geiſte wandeln ſoll, Dieweil die Welt in dieſen Tagen Iſt aller Liſt und Bosheit voll; Daß ich in ſteter Buße ſteh Und immer nach dem Himmel geh. 6. Wo hab ich denn mein Kreuz gelaſſen? Der Kummer bleibt bei Gott zurück. Jetzt kann ich mich ſchon beſſer faſſen, Denn Jeſus gab mir einen Blick; Der hat mit Troſt mich ſo erweicht, Daß nun mein Herz iſt frei und leicht. 7. O habe Dank für dieſe Güte, Mein ſüßer Jeſu, habe Dank! Ach, ſchreibe feſt in mein Gemüthe Den jetzt gehaltnen Kirchen⸗Gang, Daß ich nicht nur ein Hörer bin, Auch als ein Thäter gehe hin. 8. Bewahr in mir den wahren Glauben, Daß ich ihn halte bis ins Grab, Und laß mir Nichts die Krone rauben, Die mir dein Wort in Hoff⸗ nung gab. Betrifft mich auch das Kreuz hinfort, So denke mir nur an dein Wort. 9. Gib, daß ein rein und gut Ge⸗ wiſſen Die Kraft von deinem Worte ſei! Wollt ich was Böſes gleich be⸗ ſchließen, So ſteh mit deinem Geiſt mir bei, Daß ich des Fleiſches Lüſten wehr Und deiner Luſt allein begehr. 10. Laß mich den Meinen wieder⸗ holen, Was du mir jetzt haſt anver⸗ traut, Daß ſie in dem, was du be⸗ fohlen, Durch mich auch werden wohl erbaut, Und unſer Haus ohn Heuchelei Ein dir geweihtes Kärchlein ſei. 11. Den Segen, den du haſt ge⸗ ſprochen, Nehm ich nunmehr nach auſe mit; Vermehre ihn durch alle ochen, Begleite meinen Tritt und Schritt. c gehe aus, ich gehe ein, So laß den Segen bei mir ſein. 12. Zwar weiß ich nicht, ob es dein Wille, ſch einn eh; Doch halt ich dir in Allem ſtille, Weil ich in dieſer Meinung ſteh: Wenn hier mein Kirchgehn ſich beſchließt, Mein Kirchgang dort im Himmel iſt. 8 Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Vorbereitung zur Predigt. 6 Her Gott Vater; wohn uns 3 bei, Daß wir dein Wortrecht hören, Mach uns aller Sorgen frei, Thu uns Andacht beſcheeren. Vor dem Teufel uns bewahr, Daß er uns nicht wegnehme dein Wort, dein Lehr, dein Stimme, Auf daß ſie Früchte bringe. Gib auch, Herr! der ganzen Schaar Augen, die zu dir ſehen, Ohren, die dein Wort hören, Herzen, die ſich be⸗ kehren. Amen, Amen, das ſei wahr, Drauf ſingen wir Halleluja. 2. Jeſu Chriſte! mit uns ſei, Daß wir dein Wort fein hören, Mach uns aller ꝛc. 3. Heiliger Geiſt! ſteh uns bei, Daß wir uns drauf bekehren, Mach uns ꝛc. Lic. Jer. Weber, g. 1600, ſt. 1643. Um Gnade zur Predigt. 7 Her Jeſu Chriſt, dich zu uns wend, Dein heilgen Geiſt du zu uns ſend; Mit Hilf und Gnad, Herr, uns regier Und uns den Weg zur Wahrheit führ! 2 Thu auf den Mund zum Lobe dein, Bereit das Herz zur Andacht fein; Den Glauben mehr, ſtärk den Verſtand, Daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 3. Bis wir ſingen mit Gottes Heer: Heilig, heilig iſt Gott, der Herr! Und ſchauen dich von Angeſicht In ewger Freud und ſelgem Licht. 4 Chr ſei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geiſt in Einem aß ich den Gang noch einmal Kirchen⸗LTirvrr⸗ Thron: Der heiligen Dreifaltigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit! Herz. Wilh. II. v. Sachſ.⸗Weimar, g. 1598, ſt. 1662 Fröhliche Ermunterung am Ruh⸗ Tage des Herrn. Mel. Erſchienen iſt der herrlich. 8 Hrut iſt des Herren Ruhe⸗Tag: * Vergeſſet aller Sorg und Plag, Verhindert euch mit Arbeit nicht, Kommt vor des Höchſten An⸗ geſicht; Halleluja! 2. Tret her und fallt auf eure Knie Vor Gottes Majeſtät allhie. Es iſt ſein Heiligthum und Haus; Wer Sünde liebt, gehört hinaus. Hallel. 3. Ganz unerträglich iſt ſin Grimm, Doch hört er gern der Armen Stimm; Deswegen lobt ihn alleſammt: Dasiſt der Chriſten rechtes Amt. Hallel. 4. Rühmt unſers Gottes Wunder⸗ That, Da er aus Nichts erſchaffen hat Den Himmel und die ganze Welt, Und was dieſelbe in ſich hält. Hallel. 5. Und als er ſie genug geziert, Hat er den Menſchen drauf formirt, Und ihn nach ſeinem Ebenbild Mit Weis⸗ heit und Verſtand erfüllt. Hallel. 6. Erkennt mit dankbarem Ge⸗ müth, Wie er allein durch ſeine Güt Uns täglich ſchützet und ernährt, Und manches Unglückvon uns kehrt. Hallel. 7. Denkt auch, daß heut geſchehen iſt Die Auferſtehung Jeſu Chriſt, Da⸗ durch die wahre Freudigkeit In aller Noth uns iſt bereit. Hallel. 8. Der von den Juden ward ver⸗ acht, Mit Mördern ſchändlich umge⸗ vracht, Daß ſeine Lehr hätt kurzen Lauf Und mit ihm müßte hören auf: Hallel. 9. Der iſt erſtanden offenbar Und hat erfreut ſein klſeine Schaar, Die bis ans Ende ihn geliebt Und ſeinet⸗ . halben war betrübt. Hallel. 10. Leibhaftig er ſich ihnen wies, Sich ſehen, hörn und fühlen ließ, Da⸗ mit verſichert wär ihr Sinn, Des To⸗ des Macht ſei nun dahin. Hallel. 11. Drum wollen wir begehn mit Fleiß Den Tag nach rechter Chriſten⸗ — 4 dun ſen ur b, pn da b t 81,23 hier a lläh. Regiere m. kin Ho⸗ N at d kin Herz nr eo lorn heut u b m ſtnu dur ſe Lhr 8 M O bigr Geit,= ſs dein Mub, Äm Hofft n prichlich Hal M.(alun uns= wahres A Gnta ms dein= ze nickt Alune du alſo re=n daß wir Ert mii ir und? halll 18 En Later, Sm id Geitt rareih ii deſer p heilig Ruh und uh tüngen drah m fwigleit Trasdie Sabb⸗ lund.a. Selned—. ſ 1be. Nüitunz für dr pbath. 3 O Fet du fi Gott -. Pö danke dir, ſr pt, Daß ung In al d nanen un dl üm Wanſc K mi d ui Vor= ſtets A in ſehen was ih Und ⁴ die ſehr ſoll 9 nlen ſter dtt ſieht „tt ſn= tt ſieht tgihn. u am 4 1 dh all me gichenet b un unſern s Br uln 22 erxns a Pei e e 1h en Gr hall 1 9 Erden w 2 be da Treis, ob geſtrntrtzu n at Bat but A⁴ hald. 6 r litu md ger ſi un 41,— t un S A Pobhett 6 ak und n Geme md lamens S 8 Leühn e nens k hall. 1. n G d von„Käht 3 den ad ſch n Eudare da— Dalet 1. Gödrrlfer- Kraſt, d daß diir dnti bei— ii Um wir w duf maſſe=— Wem: w mn ale Wt ver— Hallel. r merfort, 4 10. Leibha h ihnen, Sich ſehen, hi. dfühlen ieß de. mit verſichert mut Sinn, Sel des Nacht ſe duün vnenit D wiir begehn 11. Drum rechter Chriſten⸗ der Chriſte z Und mit ihm Fleiß Den Ta Liürwr (Thron: pe Sei Loha belhn Nfatigtet 4 1 4 daud.un Gnigbit, Kgs ſehePeimar, 166? Aunterung un 1 ds daten Kuh⸗ 8 el. 4 dnmn it der rent O. 1 de herren Alheag Plag, N eſe dl Song und icht, K dat ach ni nich t, Ko um 1 Jrdeit geſicht: H an jat 2. Tre un und fil Knie N 6„ In, dlt auf eu 4 e. Vor sMajeſtüt 6' G E ſein N es mm und Haus Wer —=Iuo 8. Sünde ke et h himms galll —3. Ganz aant rglihittſenunm. Doch hört en Deswegen — „ — Den Himm unn di gwe Va ind was dieſel an ſich hält. dall. 5. Und 1 heit und Wam d effüll. halll. 6. Erke anüt dandbaren Ge⸗ müth, Wie Uns täglich mnet undenäßt Und manches Un aun onunskehtt hallel. an daß leut gechehen ng Jein Chrit, Da⸗ reudigiit Raller it. hall 3 Juden wuid ver⸗ ain ſchändüh unge⸗ hr hätthrznauf ehörenalf. hallel. 8. Der ve acht, Mit T bracht, Daß 9. Der iſt unnden effetn Und hat erfreutſe u Shaan dir bis ans Ende i in liebt Und ſeinet⸗ halben war! mn Hallal ſcc ihnen wies, 7 ein durch ſeie Güt Kirchen⸗ Weis: Wir wollen aufthun unſ en Mund Und ſagen das von Herzens⸗ Grund: Hallel. 12. O Gott, der du den Erden⸗ Kreis Erſchaffen haſt zu deinem Preis, Uns auch bewahrt ſo manches Jahr In vieler Trübſal und Gefahr: Hallel. 13. Hilf, daß wir alle deine Werk, Voll Weisheit, Güte, Kraft und Stärk, Erkennen und je mehr und nicht Mich ſelbſt mehr Ausbreiten deines Namens Ehr. Hallel. 4 14. O Der du vom Tod erſtanden unſre Herzen auf zu dir, Daß ſich der Sünden⸗Schlaf verlier! Hallel. 15. Gib deiner Auferſtehung Kraft, Daß dieſer Troſt ja hei uns haft Und wir uns drauf verlaſſen feſt, Wenn uns nun alle Welt verläßt. Hallel. 16. O heilger Geiſt, laß uns dein Wort So hören heut und immerfort, Daß ſich in uns durch deine Lehr Glaub, Lieb und Hoffnung reichlich mehr! Hallel. b 17. Erleuchte uns, du wahres Licht, Entzeuch uns deine Gnade nicht; All unſer Thun alſo regier, Daß wir Gott preiſen für und für! Hallel. 18. Gott, Vater, Sohn und Geiſt verleih, Daß dieſer Tag dir heilig ſei, Wir auch die Sabbaths⸗Ruh und Freud Erlangen drauf in Ewigkeit! Halleluja! D. N. Selnecker, g. 1532. ſt, 1592. Dankſagung für den Sabbath. Mel. O Gott, du frommer Gott. 9 Jch danke dir, mein Gott, Daß 24 du mir haſt gegeben Den Sabbath, daß ich dir Kann hier zu Ehren leben: Regiere du mein Herz, Verleih auch früh und ſpat, In al⸗ lem meinem Thun, Nach Wunſche Rath und That. 2. Laß mein Vorhaben ſtets Auf deine Augen ſehen, Denn die ſehn, was ich thu Und was noch ſoll ge⸗ ſchehen. Laß all mein Denken ſtets uf dieſer Probe ſtehn: Gott ſiehts, Gott hörts, Gott ſtrafts, Du kannſt ihm nicht entgehn. liebſter Heiland, Jeſu Chriſt, nimmermehr, Erhalte mich in dir! biſt, Richt 5 Lieder. 3. Hilf, daß ich ſtets bedenk In allen meinen Sachen: Iſts denn auch recht, wenn ichs Der Welt gleich wollte machen? Iſts denn auch recht? obs gleich Die Menſchen ſehen nicht; Iſts recht vor Gott? Iſts recht Vor Jottes Angeſicht? 4. Behüte Leib und Seel Vor allen ünden⸗Plagen, Laß mein Gewiſſen erſchrecklich nagen: Sei doch mein ſtarker Schutz, Mein Jeſu, bleib bei mir, Ach, weiche 5. Treib allen Hochmuth aus, Laß Demuth mich regieren, Und dieſen Ehren⸗Schmuck Mich nimmermehr verlieren: Die Welt, die bleibt doch Welt Und haßt den, der dich liebt, Du kennſt die Deinen, Herr, Und wer ſich dir ergibt. 6. Wenn dieſes Elend aus, Wenn alle Angſt und Plagen, Wenn alle Sorge weicht, Sammt Grämen, urcht und Zagen, So folgt der Sabbath dort, Der wird erquicken mich. Erhöre mich, mein Gott, Erfreu mich ewiglich! D. Joh. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. Sonntags⸗Lieder um fernere Gnade. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 10 Jalu du wahrhaftes Licht, * Der duAllewillſterleuchten, Hör, ich will, was mir gebricht, Dir jetzt offenherzig beichten: Finſter iſt mein Herz und Seele, Ach, beſtrahle dieſe Höhle! 2: Hab ich gleich ſchon was ge⸗ faßt Von der Wahrheit deiner Lehre: Ach! es ſucht ein böſer Gaſt, Wie er, was gebaut, verſtöre: Ach! was machet nicht der Teufel Manchem Chriſten noch für Zweifel? 3. Stärke du durch deinen Geiſt Mehr und mehr den ſchwachen Glau⸗ ben, Bis der Lebens⸗Faden reißt, Laß mir dieſen Schild nicht rauben; Lehre mich ſtets mehr erkennen Und im Geiſt Gott Vater nennen. 4. Ach! entzünde du mein Herz Mit dem Feuer deiner Liebe: Fühlt das Fleiſch zuweilen Schmerz, Gib, U daß ich mich nicht betrübe, Sondern ohne Sorgen lebe, Hoffnungsvoll mich dir ergebe. 5. Oeffne, Jeſu, den Verſtand, Daß ich dein Geheimniß ſchaue; Leite mich durch deine Hand, Daß ich mich und Andre baue; Segne, was ich leſ und höre, Mir zum Heil und dir zur Ehre! Zum Beſchluß des Kirchen⸗Jahres. Mel. Wie ſchoͤn leuchtet der. 11 Rumt her, ihr Chriſten vol⸗ . ler Freud, erzählet Got⸗ tes Freundlichkeit, Kommt her und laßt erklingen Die Stimm des Dan⸗ kes unſerm Gott, Laßt uns dem Herren Zebaoth Mit frohem Munde ſingen: Singet, Bringet Schöne Wei⸗ ſen, laßt uns preiſen Gottes Gaben, Die wir hier genoſſen haben. 2. Wir gehn in dieſes Gottes⸗Haus Ein Jahr nun wieder ein und aus, Und hören da verkünden Den edlen Schatz, das Gnaden⸗Wort, Das uns entdeckt des Lebens Pfort, Vergebung unſrer Sünden. Singet, Bringet c. 3. Da ſehen wir mit Freuden an Die Dienſte, die man leiſten kann Dem Herrn in ſeinem Tempel; da hört man mit Vergnügen zu, Was Gott für große Thaten thu, Die Wunder ohn Exempel. Singet, Bringet ꝛc. 4. Da kommt die Chriſtenheit zu Hauf Und opfert Gott ſich ſelber auf Zum Dienſt und Wohlgefallen; Da iſt Gebet und Anders mehr, Was Gott gehören ſoll zur Ehr, O Gott be⸗ liebtes Wallen! Singet, Bringet ꝛc. 5. Da wird Gerechtigkeit gelehrt, Da wird Gottſeligkeit gehört, Da wird der Glaub entzündet: Geduld, Lieb, Hoff⸗ nung, keuſche Zucht und was noch mehr des Geiſtes Frucht, Wird Alles da gegründet. Singet, Bringet ec. 6. O große Wohlthat, die Gott thut! O heilig gnadenreiches Gut! Kommt her, kommt, liebe Chriſten! Da wohnt der Herr der Herrlichkeit, Wohl denen, die ſich allezeit Zu ſeinem Dienſte rüſten. Singet, Bringet ꝛc, 7. Das iſt der Ort, den David liebt, e Dahin er ſeine Seufzer gibt, Da ihm das Reich genommen; Er wünſcht nicht eines Königs Zier; Wenn werd ich, ſagt er mit Begier, In Gottes Tempel kommen? Singet, Bringet ꝛc. 8. Und zwar, wie ſollte doch jetzund Nicht ſein voll Jauchzen unſer Mund! Was tauſend Andre meiden, Die gern in der Kirchen⸗Gemein Im Hauſe Gottes wollten ſein, Genießen wir mit Freuden. Singet, Bringet ꝛc. 9. Wie mancher Ort iſt nun zer⸗ ſtört, Da vor ward Gottes Wort ge⸗ lehrt, Die Kirchen ſind zerfallen; Hier ſtehn noch Thür und Säulen feſt, Wir hören Gottes Wort aufs Beſt In ſeinem Tempel ſchallen. Singet, Bringet ꝛc. wohl Manche ſchweigen: Da ſingen wir noch voller Freud, Man hört der Orgel Lieblichkeit, Der Pfeifen und der Geigen. Singet, Bringet ꝛc. mein, Und hier jetzund mit Dank er⸗ ſchein, Laß dich mit Rühmen hören: Gelobt ſei Gott, durch deſſen Güt Hier dieſes Kirchhaus wird behüt Vorängſt⸗ lichem Zerſtören. Singet, Bringet ꝛc. 12. Ja, der du hier haſt Feur und Herd, Dein Nam wird billig hochge⸗ ehrt, O Gott von großen Thaten! Ge⸗ lobt ſei Gott an dieſem Ort, Allwo ſein heilig theures Wort Bisher ſo wohl gerathen. Singet, Bringet ꝛc. 13. O Herr! noch Eines bitten wir, Las uns auch künftig für und für All⸗ hier zuſammen kommen, Bewahr die Kirch und die Gemein Und die dar⸗ innen Lehrer ſein, So werden dir die Jeommen Singen, Bringen Schöne eiſen und dich preiſen um die Gaben, Die ſie zu genießen haben. Amen! Der Gottesdienſt iſt aus, Ich will nun in mein Haus Aus Gottes Hauſe gehn: Ach geh, mein Gott, mit mir, Und laß mich bald vor dir Aufs Neue wieder ſtehen! M. Joh. Chriſtoph Arnſchwanger, g. 1625, ſt. 1696. it, Ait uh im al die . es dA vede e lgia, miſpten m ich es Hand a Gute datn=e 1 It Mu ſättnmt. J 4¹ du ünn den K Cit von Litt n eine n Nah mn l d— Vnie u dien, Wn a h. fne t, c tden Fin Ind dinge ⅞Reii 6 10. Da Andre mit betrübten Klang Anſtimmen jetzt ihren Geſang, Ja gar A U keh gehe. N n Gasne 8.= 1684. zm wun kichen. 2 Nal En fit dng it=n i. d 4 d bhrenſi— ki ge⸗ 11. Das nun bedenk, du Chriſt⸗Ge⸗ N. Amit Dein— ſtnoch r inunde deVolt,dat ſirche? zande. da nnelhctiſt grof= ſſtehn dir auh it bloß, 5— ug iſ Fe ch doch weil=— chuh⸗ zm ih enſuht ſe i hande. 2 Ki heden⸗Götz zehr zu mn dauſer Lnd d 1 Got Pann n dem wir! 4 Und Pm ürlen hor- wand wit Vayn Durt 1n ab⸗ dind rünnlein n, kineglück ſein,— d von Gan in. 1 wer me⸗— ſer ſa⸗ 1 4 de Heil er.„Was . tTie Krämer= Gottes teiten Was S b hutt Mein Ja ici ut R en Buut iſt,— e ge Mürd in dimm t. ſt dhe mdardenn 5. Wr 4— Y 4 ſuis dalpt— Da⸗ heilig gerat 895 ins ar uſamn und Lehre men en und ie zu r Got will 8 Got geh, d laß fs Ne⸗ T &„ 9„ rtaufseſtneinem u ihren G ‿ an.. Re mit Kütmelang 1n tang ga gar 2 ſchweigen Vmgen Freud, Mu hirt der tt, Da Piſe und inget, Mringet ꝛc. edent duot⸗Ge⸗ jetzund mi dark er⸗ mit Rühmn ören: durch deſen Gt Hier itd beyitbwängſt⸗ e. Singet Bunget ꝛc. muu hier haſt zur und aun widd hilig hochge⸗ an großen Taet! Ge⸗ un dieſem Ou, Allwo ares Watt biher ſo z Singe, Minget ꝛc. och CEiesliten wir, nſta fürunfür All⸗ ommen Bewahr die jemein Und de dar⸗ 1, So verden dir die den, Brigen Schöne eiſen undebaben, en haben Amen! nſt iſt aus, in mein Hals auſe gehn. Gott, mit mir, hald vor dir dder ſtehen. Ghriſtoph Anſchwanger, 9.1625, ſt. 1696. Kirchen⸗ Vor der Predigt. 12. Liubſter Jeſu wir ſind hier, Dich und dein Wort an⸗ uhören: Lenke Sinnen und Begier luf die ſüßen Himmels⸗Lehren, Daß die Herzen von der Erden Ganz zu dir gezogen werden. 4 2. Unſer Wiſſen und Verſtand Iſt mit Finſterniß umhüllet, Wo nicht dei⸗ nes Geiſtes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, Gutes dichten Mußt du ſelbſt in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, Mach uns alleſammt bereit, Oeffne Herzen, Mund und Ohren; Unſer Bitten, Nlehn uind Singen Laß, Herr Jeſu, wohl gelingen! Jeſu, moh getinenlen g. 1619, ſt. 1684. Zum neuen Kirchen⸗Jahre. Mel. Ein feſte Burg iſt unſer Gott. Herr biſt, So ſieht ſie ihre Schande. der falſche Wahn Durch Luthern ab⸗ gethan; Die Brünnlein floſſen rein, Das konnte Glücke ſein, Da man von Gnade lehrte. 3. Ich weiß, wer mein Erlöſer ſei, Der uns das Heil erworben, Was ſoll der Werke Krämerei, Da Gottes Sohn geſtorben? Was kann ein Sün⸗ den⸗Knecht? Mein Jeſus macht ge⸗ recht: Sein Blut iſt unſer Schatz; Dieß ſchafft im Himmel Platz; Wer iſt dabei verdorben? 4. O großes Haupt, nimm unſer wahr, Beſchirme deine Glieder, Du ſiehſt, wir leben in Gefahr Und ſind doch deine Brüder. Erbarm Dich deiner Braut, Du haſt ſie dir ver⸗ 7 traut. Es ſteht in deiner Hand: Dein Allmacht iſt bekannt. So ſingt man deine Lieder. 5. Gieb unſern Feinden ja nicht zu, Daß ſie dein Wort verjagen, Er⸗ halte deine Kirch in Ruh, Laß ſie nicht weiter plagen. Dich jammert unſer Schmerz, Drum lenke doch das Herz, Daß uns der König liebt Und keinem Fremden giebt; Sonſt wird man Alles tragen. 6. O laß uns in der Friedens⸗Zeit Mit Luſt zum Tempel laufen: Die Kirchen ſind dazu geweiht. Auf, auf, mit vollem Haufen! Auf zum Gebet und Dank, Zum Dienſt und Lobge⸗ Lieder. eſang! Auf, auf, an dieſen Ort Zu Gottes reinem Wort! Man darfs nicht theuer kaufen. 7. Nur Eines iſt, das uns bekränkt, Daß man nicht beſſer lebet, Daß man der Tugend wohl gedenkt, Doch we⸗ nig darnach ſtrebet. Getreue Liebe weicht, Die wahre Demuth fleucht. Ach, ach! beſinnt man nicht, Daß Gottes Zorn⸗Gericht Uns auf den Häuptern ſchwebet? 8. Iſt dieß der Dank für Chriſti Treu? O daß wir frömmer wären! Mein Gott, mach unſre Herzen neu, Hilf, daß wir uns bekehren, Daß man die Luſt verſchmäht, Um Selbſtver⸗ leugnung fleht, Fleiſch, Höll und Welt beſiegt, Und doch im Staube liegt. Das iſt’s, was wir begehren. 9. Ach, laß uns auch, o ſtarker Hort, Im Landes⸗Frieden ſitzen. Entferne von uns Krieg und Mord, Du kannſt uns wohl beſchützen. Erleichtre, was uns drückt, Gieb, was uns neu beglückt, Und laß die Laſt der Zeit Zur Freuden⸗ (Ewigkeit Durch deine Gnade nützen. 10. Jetzt ſteht die Kirche noch im Kampf, Herr, hilf uns überwinden! Der Satan thut uns manchen Dampf Durch Unglück, Angſt und Sünden. Wenn alle Pfeile ſtumpf, Dann ſingen wir Triumph! Triumph! Victoria! Gott Lob, der Sieg iſt da! Da wird man Frieden finden. M. Joh. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737 Das Herz freuet ſich auf den öffentlichen Gottesdienſt. Mel. Allein Gott in der Höh. 13„Mein Gott! mit Freuden * ſeh ich ſchon Die Thür des Himmels offen Und kann, dem Höllen⸗Heer zu Hohn, Das Glück der Engel hoffen. Ich ſoll vor dei⸗ nem Angeſicht, Dems nie an Troſt und Heil gebricht, In dieſer Stund erſcheinen. 2. Ich ſoll aus meines Schöpfers Mund Das Wort des Lebens hören, Der Wahrheit und der Weisheit Grund, ſo alle Welt muß ehren; Das Wort, ſo als ein Gnaden⸗Pfand Vom Himmel uns wird zugeſandt, Und uns zum Himmel führet. 3. Vertreibe denn durch deinen Geiſt, Was meine Andacht ſtöret, Und wenn, was Welt und irdiſch heißt, Sich wider mich empöret, S gönne dieſem Feinde nicht, Daß er, nebſt meiner theuren Pflicht, Zugleich mein Heil verhindre. 4. Erfülle dahingegen mich Mit heiligem Verlangen, Mit und in dei⸗ nem Worte dich Demüthigſt zu em⸗ pfangen, Ermuntre den zerſtreuten Sinn, nimm allen böſen Vorſatz hin, Gib Buße, Glauben, Liebe. 5. Trägſt du mir dein Geſetze für, So ſei es mir ein Spiegel, Darin ich meine Flecken ſpür, Darneben auch ein Riegel, Der meiner Widerſpenſtig⸗ keit, Als wilder Fluthen Heftigkeit, Den Lauf gewaltigſt hemme. 6. Gib, daß ich lieber mich dar⸗ nach, Als meinen Nächſten, richte, Ihm keine Schuld aus eigner Rach Noch Unſchuld mir andichte, Vielmehr, was mir annoch gebricht, Nach dei⸗ nes Wortes Unterricht, Mit allem Fleiß erſetze 7. Hör ich die ſüße Gnaden⸗ Stimm Von deinem Vater⸗Herzen, Und wie ſich dein gerechter Grimm Durch Chriſti Blut und Schmerzen. Ja Alles, was er mir zu Gut Bereits gethan und ferner thut, In Lieb und Huld verwandelt: 8 Kirchen⸗Lieder. 8. So laß mich dieſes beſte Theil Im wahren Glauben faſſen, Und mich auf ein ſo großes Heil Beſtändiglich verlaſſen, Damit mich weder Freud noch Leid, Ja, nicht der letzte Todes⸗ Streit Von deiner Liebe trenne. 9. Mit guten Früchten laß auch mich Den Glauben ſtets beweiſen, Und dankbarlich, mein Heiland, dich in Sammt deinem Vater preiſen; Den Geiſt, der mich damit begabt Und mit ſo ſüßem Troſte labt, Auch nim⸗ mermehr betrüben. 10. Die Und laſſe mich in meinem Tod So gar Vor der Predigt. In eigener Melodie. geben; Die Zunge, wie ſie kann, zuſammen hier getreten, Dem Herrn zu danken und zu beten. 2, Dieß iſt das Haus, die Stätt, der Ort, Daran hat Gott Gefallen, Der Seelen Schatz, ſein göttlich Wort, ſtimmen ein, Wenn wir ſo innig ſchrein; Wenn wir in Einem Geiſt, vor Gott danken. ſie dir geweiht, Mit deinem Glanz zu danken und zu beten. Daniel von Czepko, 1605— 1660. Nach geendigtem Gottesdienſte. 15 Tun Gott Lob, es iſt voll⸗ 4 bracht Singen, Beten, Lehren, Hören; Gott hat Alles wohl⸗ gemacht; Drum laßt uns ſein Lob ver⸗ ieß Wort mir lindre alle Noth, Die Leib und Seele drücket, micht unerquicket, Daß ich, durch die⸗ ſen ungeſtört, Dich, deſſen Wort ich hie gehört, Dort, wie du biſt, anſchaue. Schlägt an die Lippen an, Weil wir Läßt er allhier erſchallen: All Engel m rien ſcäm ohn Wanken, Hier vor Gott beten, 3. O heilige Dreifaltigkeit! Die Kirch und die Gemeine Erfülle, wie und Scheine, Weih unſre Herzen dir Zum Tempel für und für, Daß Seel und Geiſt zuſammentreten, Getroſt 11 S fill, S. preiſet. nan 1 uu 8 5 is ſ hernt t au 2 di dr bette 8 Phen atn 2 bns 4 vi nit rn en ſeren: ſei Loi iin u Ge A³ üUnd Gü Geiſt uns fen⸗ ſe 1 rſer Auserng 1 l A une.= en; 64 1 ünn Seane ne te uner am. uns al 4— ſelgem bs weumns. ormels⸗Grben. r äinni dte 4. 1681. di le Rac r Gitüm. ſtt. NI Iur Ett lot d 6 ſir n bot Nacht aſt J einge⸗ fäin dore. Ds d= ſde im 1 4 Maen Herz iſt froh, mein nzſtaſt Un msfüht e ſöllen⸗ . Geiſt iſt frei, Die Seel will ſich erheben, Und unſerm Gott in ſchöner Reih Gewalt und Ehre mmuuuch ſch b deid,Vace pertes nic auen: Pare, Gh un mit erl—1 Sin m au atmn mm br h. r 4 Pr ſm noh- indern dam p nhin deine.. h Uns 1 Fatstebuen, A it, als A Mh n Lhhren,= dem Aalecin ſeren. Xih bat! unſrer achbeit Gem denen Ge Stär⸗ Bmi dem(5r ⸗Lauf anien unte We dß wir uld e Ki urunehmen. 1 A ul bg du ſelbſ= hrund R ſiir du ſort in Daß Mäſt wie jen. ſönnen m ſtede ſchauen, 4 1nach Wten dehren Dei te der Waten. 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Weil der Gottesdienſt iſt aus, an Mitgetheilet auch der Segen, So 3 gehn wir mit Freud nach Haus, Wande In fein auf Gottes Wegen: Gottes Geiſt uns ferner leite Und 3. Unſern Ausgang ſegne Gott, Unſern Eingang Kleichermaßen; Segne unſer täglich Brot, Segne unſer Thun und Laſſen; Segne uns mit ſelgem Sterben; Und mach uns zu Himmels⸗Erben. M. Hartm. Schenck, g. 1634, ſt. 1681. Nach der Catechismus⸗Lehre. Mel. Nun, Gott lob, es iſt. 16 Nun, Herr Gott! gib Macht .A und Kraft Zu dem einge⸗ flößten Worte: Was die Sünde in uns ſchafft Und uns führt zur Höllen⸗ Pforte, Laß uns mit erleuchten Sin⸗ nen Zu erkennen nun beginnen. 2. Wir ſind noch den Kindern gleich, Welche Hartes nicht verdauen: Drum, ſo muß in deinem Reich Uns die erſte Stufe bauen, Was wir, als die Milch der Lehren, Aus dem Catechismo hören. 3. Hilf, Gott! unſrer Schwachheit auf, Gib uns deinen Geiſt der Stär⸗ ke; uns in dem Chriſten⸗Lauf deß So befördern unſre Werke, Daß wir uns nicht dürfen ſchämen, Bald ein Höhres vorzunehmen. 4. Jeſu! leg du ſelbſt den Grund, r— Jeſu! fahr du fort im Bauen, Daß wir künftig, wie jetzund, Können unſre Freude ſchauen, Auch nach angehörten Lehren Deine Chre dort vermehren. Aug. Ludw. Straßburger. Wenn man in die Kirche gehen will. Mel. Nun danket alle Gott. 17 Heid ſtille, Sinn und Geiſt, 4 Und euch in Gott ergötzet! Heut iſt der Ruhe⸗Tag, Den Gott ſelbſt hat geſetzet; Gott will in ſtiller Furcht Und Lieb geehret ſein. Wofern er ſoll bei uns In Gnaden kehren ein. 2. Heut iſt der Tag des Heils, Des Herren Wort zu hören; Heut iſt es rechte Zeit, Ihn öffentlich zu ehren; Wer dieſes unterläßt Und willig bleibt davon, Verdient nicht, daß er ſei Des großen Gottes Sohn. 3. Ich will ins Gottes⸗Haus Mit ſeinen Kindern gehen, Ich will in rei⸗ nem SchmuckVor ſeinem Altar ſtehen, Mein Herz ſoll höchſt vergnügt In ſei⸗ nem Willen ruhn, Der Leib ſoll Nichts, als Noth⸗ Und Liebes⸗Werke thun. 4. Komm heuke in mein Herz, Du König aller Frommen! Laß mit dir Segen, Heil Und Seelen⸗Frieden kommen. Die Sonne deiner Gnad Kehr heute bei mir ein, So wird denn dieſer Tag Ein rechter Sonntag ſein. D. V. E. Löſcher, g. 1673, ſt. 1749. Stille beim Gottesdienſt. Mel. Es woll uns Gott genädig ſein. 18 Hei ſtille, Welt! und laſſe 4 mich Jetzt meinen Gott verehren; Sei ſtille, Sünd! und ren! Sei ſtille, ungeduldig Herz! Laß deinen Kummer gehen, Wirf Laſt und Sorgen hinterwärts, Du ſollſt vor Jeſu ſtehen, Den offnen Him⸗ mel ſchauen. 2. Wie ſtille iſt es nun, mein Gott! Nun iſt es Zeit zu loben, Wie du er⸗ höreſt in der Noth, Wenn Sünd und Hölle toben: Wie alles Fleiſch an dir befind Den allerliebſten Vater, Der iſt der beſte Rather In aller Angſt und Mühe. 3. Ach möcht ich immer ſtille ſein, In Zions Tempelwohnen, Ich gäbe ſolchen Gnaden⸗Schein nicht für die höchſten Kronen. Mein Vater! gib, daß ſtets in mir Die ſtille Andacht bleibe, Und endlich mich aus: Sodom führ, Daß ich mit Seel und Leibe Dich in der Stille lobe. D. V. E. Löſcher, g. 1673, ſt. 1749. Auf dem Kirch⸗Wege. b Mel. Wer nur den lieben Gott. 19 gr walt es Gott! das iſt die . Straße, Die uns den Weg lege dich, Ich muß den Herrn anhö⸗ tilget Noth, ja Tod und Sünd, Und 10 nach Zion führt. Ihr Pilger, kommt in ſolcher Maſſe, Wie uns zu wandern hier gebührt! O Seele, wie ſteht es ſo ſchön, Mit Gottes Haufen wallen gehn! 2. Ein Hirſch läuft nach den kühlen Flüſſen, Daß er den Durſt mit Waſſer ſtillt: So eilen wir mit unſern Füßen Dahin, wo Gottes Brünnlein quillt; f Denn unſrer Seelen Durſt allein Kann nur mit Gott geſtillet ſein.. 3. Ihr Augen, ſeht nach dieſer Stätte, Wo Gott ſein Herd und Feuer hält; Ihr Lippen, ſchickt euch zum Gebete, Brennt Weihrauch an, der Gott gefällt, Und ihr, ihr Herzen, ſeid bereit: Der Herzens⸗Freund iſt nicht mehr weit. 4. Auch ſei gegrüßet in der Ferne, Du Haus, das Herzund Geiſt vergnügt, Du Kirchen⸗Himmel voller Sterne, Du Krippe, wo mein Jeſus liegt, Du Berg, den Chriſti Kreuze ziert, Du Pforte, die gen Himmel führt! 5. Schleuß auf, Jeruſalem, die Thore Und laß dein Volk zum Herren ein! Die Stimme ſchallt ſchon in dem Chore: Das muß ein dreimal Heilig ſein. Doch hört: Es iſt des Herren Haus, Drum zieht die Sünden⸗Schuh vor aus. 6. O, laß den Gang uns wohl ge⸗ lingen, Du heilige Dreifaltigkeit, Daß wir dir ſolche Herzen bringen, Die voller Buß und Sünden⸗Leid! Denn unſer erſtes Wort wird ſchreien: Du wollſt uns, Herr, genädig ſein! 7. Wir wollen auf den Weg hier werfen, Was uns im Tempel hindern kann; Du aber wirſt die Sinne ſchär⸗ fen, Zu gehn auf einer ſolchen Bahn, Da man ans Eitle nicht gedenkt Und ſich allein zum Himmel lenkt. 8. Wirſt du uns Manna laſſen thauen, So laß den Ekel ferne ſein, Daß wir in dein Geheimniß ſchauen Und uns in dieſem Licht erfreun; Thu ſelbſten uns die Augen auf, So merken wir mit Nutzen drauf. 9. Läßt das Geſetze Donner ſchie⸗ ßen, So mach das Herze recht zer⸗ Kirchen⸗Lieder. knirſcht; Laß aber auch den Balſam fließen, Wenn uns im Kreuz nach Troſte dürſt: So bleibt das Evange⸗ lium Der Seelen beſtes Eigenthum. 10. Laß keinen Schlaf den Sinn verdüſtern, Kein faul Geſchwätze fecht uns an; Neig Ohr und Herz zu un⸗ ſern Prieſtern, Daß uns kein Wort ent⸗ allen kann; Verſiegle das durch deinen Geiſt, Was dieſer Geiſt ſie reden heißt. 11. Wir ſingen, beten oder hören, So laß es Amen bei dir ſein; Will uns der Satan ſonſt verſtören, So halte ſeiner Bosheit ein; Ja, gib uns ſelbſt zum Widerſtand Das Schwert des Geiſtes in die Hand. 1 12. Wohlan, du wirſt das Werkvoll⸗ führen, Weil es ja dein Werk iſt allein: So führ uns einſt durch offne Thüren Ins Allerheiligſte hinein. So wie wir gehn im Tempel ein, So laß uns ſelbſten Tempel ſein. B. Schmolcke, 1672—1737. Vor der Predigt. Mel. Jeſu, meine Freude. 20 ater aller Gnaden! Der du . uns geladen Haſt an die⸗ ſen Ort, Dein Wort anzuhören, Und den Weg zu lehren Zu der Himmels⸗ Pfort: Zu uns richt dein Angeſicht, Das uns leucht vor unſern Füßen In den Finſterniſſen. 2. Jeſu, Troſt der Sünder! Sieh, ſehn; Blick uns an in Gnaden, Heil den Seelen⸗Schaden, Denn wir ſonſt vergehn. Sinn und Herz neig him⸗ melwärts, Daß es einig bleib erge⸗ ben, Ewig dir zu leben. 3. Hort der Kampfgeübten! Tröſter der Betrübten! Schönſter Herzens⸗ Gaſt! Komm mit deinen Gaben, In⸗ niglich zu laben, Was du Liebes haſt. Gib jetzund in dieſer Stund, Daß dein Diener uns mag lehren, Was uns kann bekehren. Frende am Hauſe Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott. 21 zMie ſelig iſt ein Ort zu nen⸗ 21. W nen, Wo Gottes Wort 9 ſoll nicht füt ug.— F un duſt gen. borte 19 aber,wo d 9. Daß ge rn, Sr ſngen wir des*[Lied, l Uin Geſtit e heilige Aetu Gebott a ſ — ſnd die—h zehn wie deine Kinder Kläglich nach dir Gehot, N z gab b n dar Got Dun ſn, ſi. Aeent ten, Hoch ☛ Verge ani grilliſon! I A 3. n ällin d z ſt und 4 ſe d;. 1. fen döter ſt haben N du ſolt mir rn eit mur e ttrauen 1 99 Rrzens: 2 leben t gwwelefon. * Unehrn enn Gens e ben aed iit drſt, I. na wenl a din( P Pſt red 3 rileiſo d u ſolt llgen-. e ni 2t ſ ag du ſe bu Laß al u „Wenn dürſt: E Der Seel ³ tern, Keir 4 n; Neig rieſtern kann; Ve un. 4 it ſie reden 3 Wir ſin b es Am in r Satan einer Bo⸗ um Wid eiſtes in Wohlan, Weil esj r uns ein un Uerheiligſt Tempele m lſein. 2 Vor de Mel. Jeſu Dutere —₰ uns t, Dein A eg zu lehre Zu uns ins leucht 1 Finſtern i heſu, Troſt ine Kinde Blick uns belen⸗Schad n. Sinn ts, Daß wig dir zu unn. übten! Tröſt vort der Kan etrübten! Komm mit zu laben, W zund in di iener uns un bekehren ende am§ I. Wer nur d Wi ſelig nen,“ ns kein Worg * hirn, 1 rſt das Wanvol⸗ 1 n Rnh molcke, 1—h mredigt. ie Freude. FInaden Der den Haſt and uzuhören, l der Himma dein Angeſit unſern Fißß Sünder! Oi miglich nach d un Gnaden, Fi Denn wir ſoſ anherz nig hin. ig bleib eny⸗ miſter herzens ann Gabm, In u Liebs haſt Stund, dat lehren, Va a Gottes. ben Gott. Ort zu nel Fottes Wet Kirchen⸗Lieder. im Schwange geht, Wo Licht und zRecht ganz helle brennen Und Zion ane niemals wüſte ſteht! Da opfert man im heilgen Schmuck Und findet Licht und Troſt genug. 2. Ach aber, wo die Lebens⸗Worte un So rar und theuer worden ſind, Daß man an manchem wüſten Orte Von Gott nicht eine Stapfe findt: Da ſieht man, wie das Auge fließt, Weil Gott ſo ferne worden iſt. 3. Doch nur getroſt! auch in der Wüſten Trifft Jacob wohl ein Bethel an: Wo waren denn die erſten Chriſten, Als ſie den Heiden unter⸗ than? Sie ſchloſſen ſich in Grüfte ein, Die mußten ihre Tempel ſein. 4. Wer wollte denn nun Zweifel tragen, Ob wäre hier nicht Gottes Haus? Wo wir nach Gottes Worte fragen, Macht er gar bald ein Kirch⸗ lein draus. Es ſei daſſelbe noch ſo lein, So muß es ihm doch heilig ſein. 5. So treten wir im Geiſt zuſam⸗ men, So ſingen wir des Herren Lied; 11 So bringen wir die Opfer⸗Flammen, Auf welche Gott in Gnaden ſieht; So leſen wir und hören an, Was Gottes ort uns lehren kann. 6. Ach Herr, gib, ſelber das Ge⸗ deihen, Damit kein Wort vorüber⸗ geht, Daß wir uns bei den Brocken freuen, Wenn anderwärts der Tiſch voll ſteht! Flöß uns in Einfalt deut⸗ lich ein Das, was uns kann erbau⸗ lich ſein. 7. Erhalt uns bei dem Glaubens⸗ Grunde, Den du den Eckſtein haſt genennt, Daß man dich nicht nur mit dem Munde, Auch mit dem Her⸗ zen ſelbſt bekennt. Wenn uns die Welt Verfolgung dräut, So gib, o Herr, Beſtändigkeit! 8. Und endlich bau in unſern See⸗ len Dir ein lebendig Gottes⸗Haus So wird in dieſen Jammer⸗Höhlen Ein angenehmer Sabbath draus, Bis wir in jenen Tempel gehn Und vor des Lammes Stuhle ſtehn. Benj. Schmolck, g. 1672. ſt. 1737. II. Die zehn Gebote ſelbſt. 8 ieß ſind die heilgen zehn 22. 81 Gebot, Die uns gab unſer Herre Gott Durch Moſen, ſei⸗ nen Diener treu, Hoch auf dem Berge Sinai. Kyrieleiſon! 2. Ich bin allein dein Gott und Herr, Kein Götter ſollt du haben mehr! Du ſollt mir ganz vertrauen dich, Von Herzens⸗Grunde lieben mich. Kyrieleiſon! 3. Du ſollt nicht führen zu Unehrn Den Namen Gottes, deines Herrn; Du ſollt nicht preiſen recht, noch gut, Ohn was dein Gott ſelbſt redt und thut! Kyrieleiſon! 4. Du ſollt heilgen den ſiebnten Tag, Daß du und dein Haus ruhen mag; Du ſollt von deinm Thun laſ⸗ Vom Geſetz und heiligen zehn Geboten überhaupt. ſen ab, Daß Gott ſein Werke in dir hab. Kyrieleiſon! 5. Du ſollt ehrn und gehorſam ſein Dem Vater und der Mutter dein, Und wo dein Hand ihn dienen kann, So wirſt du langes Leben han. Kyrieleiſ. 6. Du ſollt nicht tödten zorniglich, Nicht haſſen und ſelbſt rächen dich, Geduld haben und ſanften Muth Und auch dem Feinde thun das Gut. Kyrieleiſon! 7. Dein Eh ſollt du bewahren rein, Daß auch dein Herz kein andre mein, Und halten keuſch das Leben dein Mit Zucht und Mäßigkeit fein. Kyrieleiſon! 8. Du ſollt nicht ſtehlen Geld, noch Gut, Nicht wuchern Jemands Schweiß und Blut; Du ſollt auf⸗ thun dein milde Hand Den Armen in deinem Land. Kyrieleiſon! 12 9. Du ſollt kein falſcher Zeuge ſein, Nicht lügen auf den Nächſten dein; Sein Unſchuld ſollt auch retten du Und ſeine Schand decken zu. Kyrieleiſon!. .10. Du ſollt deins Nächſten Weib und Haus Begehren nicht, noch Etwas draus; Du ſollt ihm wünſchen alles Gut, Wie dir dein Herz ſelber thut. Kyrieleiſon! 11. Die Gebot all uns geben ſind, Daß du dein Sünd, o Menſchen⸗ Kind, Erkennen ſollt und lernen wohl, Wie man vor Gott leben ſoll. Kyrieleiſon! 12. Das helf uns der Herr Jeſus Chriſt, Der unſer Mittler worden iſt! Es iſt mit unſerm Thun verlorn, Ver⸗ dienen doch eitel Zorn. Kyrieleiſon! D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Wiefern es möglich, das Geſetz und die Gebote zu halten. Mel. Nun freut euch, lieben Chriſten. 23 D haſt, o allerhöchſter Gott! . Herr über Tod und Leben, Dein majeſtätiſches Gebot Uns nicht umſonſt gegeben, Du willſt, daß wir aus aller Kraft, Die deine Wirkung in uns ſchafft, Daſſelbe halten ſollen. 2. Zwar, wer noch todt in Sün⸗ den liegt, Der wird ſich nicht beque⸗ men, Dein Joch, das ihn gar nicht vergnügt, Mit Luſt auf ſich zu neh⸗ men, Sein Sinn, der Nichts, als irren kann, Iſt dem Geſetz nicht unterthan, Er haſſet deſſen Bande. 3. Wo aber, Herr! dein guter Geiſt Sich in der Seele reget, Da thut ſie gern, was du ihr heißt, Was du ihr vorgeleget: Wer dich von reinem Herzen liebt Und ſich in deiner Liebe übt, Der wird dein Wort auch halten. 4. Er wird an deinem großen Sohn Im wahren Glauben hangen, Und ihm, als ſeinem Schild und Lohn, Stets treu zu ſein verlangen; Es wird ſein neu geborner Sinn Zu Gott und zu dem Nächſten hin Sich voller Liebe neigen. Vom Geſetz und den heiligen zehn Geboten überhaupt. 5. Die Kraft, die er hier nöthig hat, Kann er von Chriſto erben, Der litt und ſtarb an unſrer Statt, Uns Kräfte zu erwerben; Was die Natur unmöglich nennt, Das wird für ſüß und leicht erkennt, Wenn Chriſtus in brit uns lebet. 6. Fehlt dieſem Halten gleich noch ſchh⸗ viel Nach des Geſetzes⸗Strenge, Er⸗ reicht man nicht das weitſte Ziel Nach ſeiner Breit und Länge, So ſiehs doch Gott den Willen an Und das, was Jeſus hat gethan, Die Mängel zu erſetzen. 7. Nimmt unſer Glaube dieſen an, So wird uns Alles eigen, Was er ge⸗ litten und gethan, So muß der Klä⸗ ger ſchweigen: Wen Gott in ſeimen Sohne findt, Den liebt er als ſein eigen Kind Und iſt mit ihm zufrieden. 8. Die Luſ ſteckt, Muß zu den Füßen liegen Der Geiſt, der Chriſti Liebe ſchmeckt, Kann ihren Trieb beſiegen: Man wan⸗ delt nicht mehr nach dem Fleiſch, Man llebet fromm, gerecht und keuſch Und thut des Vaters Willen. 9. Mein Heiland! mache dein Ge⸗ bot Mir angenehm und ſüße, Dein Luſt, die noch im Fleiſche — 82 —½ — —— — EZ e wu. Sb ſl h lu d wi ih wöhſte— Aus tra amer bai Duha eiüigt gre ethe„ G fal bei vahr Q Fbeit Ku igtdr debe Jeuer bu= Kein Nenl ſl m unſrer Pf ſmer⸗ Br tweden umen: G ſ(f ſeine Ur döe ui gen arger rur i nſrer O Butech uh mr het egen. ich T dant u, oMenſt ſolche m Wille ſei des Geiſtes Brot, Die At Dal Leuchte meiner Füße; Schreib dein Geſetz in meinen Sinn; Fall ich, ſo wirf mich nicht dahin, Stärk mich durch deine Gnade. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Von der unmöglichen Erfüllung des Geſetzes und Haltung der Gebote. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 24. ⅞ der Welt Zur Richtſchnur haſt gegeben. Das du zur Regel vor geſtellt, Darnach wir ſollen leben, Das deinen Willen offenbart, M ganz von einer andern Art, A menſchliche Geſetze. 2. Mit äußerlicher Ehrbarkeit Läßt ees ſich nicht begnügen, Obgleich die Hand nicht ſchlägt, noch dräut, Die Lippen nicht betrügen, Das Aug nichts Verbotnes ſieht, Ja überdich err! dein Geſetz, das du ta d Geſeg er 1 Du di feſt dem efenbart= Aler⸗ tſm ul. Alein, azeller 9 n 4 lihm un an dein ii AANſ, dos wirſt ich 7 für hüt 5 dum, der-n den g 9 Nlech auf Pden b 4 . miht ſitillt: Nn ,2 dii m, R„a ſun giunan zu ſe dünden A Le tſ Ge bach i e. g eſteita— dunn 1 Pedat 3 erhaupt 8 er Kth...,:9. n er ſa Chriioöin Käth ein jedes Glied In ſeiner Ordnung lich, was es dich heißt: Wenn Mängel 4 unfrer Sn Wo bleibet. überbleiben, So laß nur deinen Glau⸗ zu er ma. d Un 3. Iſt Einer gleich kein Flucher ben ruhn In Chriſti ganz vollkomm⸗ kan nicht, Kein Dieb, kein Sabbaths⸗ nem Thun, Der, was dir fehlt, erſetzet. ſü Schänder, Kein Frevler, der die Che O. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Vom Geſetz und heiligen zehn Geboten überhaupt. 13 — sin bricht, Kein Mörder, kein Verſchwen⸗ el der, Kein Freund vom übrigen Ge⸗ um Gnade aptten, nach den zehn ch de i toch ſchwätz: So iſt dein heiliges Geſetz Au kenen. man Er Doch damit nicht zufrieden. Mel. Wenn mein Stündlein. 41 1 die 4. Weiß Einer gleich die böſe Luſt Merr, deine Recht und dein ſch G 2 Ane So Mit Nachdruck zu bezwingen, Und die 25. 9 Gebot, Darnach wir ſollen das. Am Affecten ſeiner Bruſt In Still und leben, Wollſt du mir, o getreuer zu Die Ruh zu bringen, Daß ſich ihr Wüthen Gott, Ins Herze ſelber geben, Daß immt legen muß: So iſt doch des Geſetzes ich zum Guten willig ſei Und ohne e andenm an Schluß Auch damit nicht zufrieden. Falſch und Heuchelei, Was du be⸗ nd ge an 3 Saeneszah 1 8 fordert, daß Leib, Seel und fiehlſt, vollbringe. deigen en Gott aflä. Muth Sich in Gehorſam üben, lInd 2. Gib, daß ich dir allein ver⸗ imem das wir dich, das höchſte Gut, Aus trau, Allein dich fürcht und liebe, miti Pfen allen Kräften lieben. Es will, daß, Auf Menſchen Troſt und Hilf nicht ie Lu ie w Gfen wie du heilig heißt, Auch unſer Herz bau, Noch mich darum betrübe; Daß Ruß en och iſeiſche und ganzer Geiſt Durchaus geheiligt großer Leute Gnad und Gunſt, Ge⸗ ufd, en üe gen werde..... 5 A ee walt, Macht, Reichthum, Witz und ren d r ſeeinect. 6. Es ſoll bei wahrer Weisheit Kunſt Mir nicht zum Abgott werde. cht m ſegenes nin Licht Der Liebe Feuer brennen, Kein 3. Hilf, daß ich deinen Namn und bet na den eiſch Mangel ſoll an unſrer Pflicht Bemer⸗ Bund Aus deinem Wort erkenne, et frtn gerecht weuſch ket werden können: Es ſoll ſich keine Und niemals dich mit meinem Mund ut des a ters Wilt böſe Luſt, Kein arger Trieb in unſrer Ohn Herzens⸗Andacht nenne, Daß lein H und! machen Ge. Bruſt Sich auch nur heimlich regen. ich bedenke Tag vor Tag, Wie ſtark r ang ann und ſü dein 7. Kannſt du, o Menſch! auf ſolche mich meine Tauf⸗Zuſag Zum Dienſte ſei de an eiſtes I Die Art Wohl das Geſetz erfüllen? Du dir verbindet. meine niße; Ste dein ſiehſt darinnen offenbart Des Aller⸗ 4. Am Tage deiner heilgen Ruh n men m Sinn; Auc ſo höchſten Willen; Allein, wie voller Laß mich früh vor dich treten, Daß ich nic an ahin, Sümich Sclaverei, Wie lahm und matt dein ich die ganze Zeit bring zu Mit eine C m. Wille ſei, Das wirſt du leichtlich Danken und mit Beten, Und meine D. J. un nbach, z.M135. ſpüren. Luſt n hab an dir, Dein Wort 1 1, 8. So lerne dann, daß nach dem gern hör und dir dafür Mein dank⸗ t nnn en Erithe Fall Kein Menſch auf dieſer Erden bar Opfer bringe.. 2 und n ung der ürt. Durch das Geſetz ein einigmal Vor 5. Die Aeltern ſammt der Obrig⸗ Es iſt zun deil uns komn. Gott gerecht mag werden. Es iſt zu keit, So vorgeſetzt mir werden, Laß err an Geſetz, P di hoch, und du zu ſchwach; Es dräuet mich ja ehren allezeit, Daß mirs de allt Zur Nitſthu denen hunch und Rach, Die es nicht wohlgeh auf Erden; pün ihre Sor gbben. u zur Rehlhor völlig halten.. und Treu laß mich, Wenn ſie auch Darn n wir ſollneden— 9. Drum eile mit gebeugtem werden wunderlich, Furcht, Ehr und einen ³ offenta, Sinn, Der ſich in Thränen hüllet, Dank erweiſn. on ein an ddern A A Zu deinem treuen Mittler hin, Der 6. Hilf, daß ich nimmer eigne che Ge n das Geſetz erfüllet: Nimm das, was Rach Aus Zorn und Feindſchaft 1e Ehrbarkäeäh er für dich gethan, Nimm den Ge⸗ übe, Den, der mich kränkt mit Kreuz lit äuße Chrbarüät b 5. He R Dennoch icht be aen Obglät d horſam gläubig an, Zu Tilgung dei⸗ und Schmach, Dennoch von Her en n h noch drut d ner Sünden. liebe, Sein Glück und Wohlfahrt Je⸗ icht ſch Ren, Das(u 10. Laß aber auch in deinen Geiſt dem gönn, Schau, ob ich Jedem dienen dict 2 t, Ja üldin Dir ſein Geſetze ſchreiben, Thu willig⸗ könn, Und thu es denn mit Freuden. 14 Vom Geſetz und heiligen Unreine Werk der Finſterniß La mich mein Lebtag meiden, Daß ich nicht für die Luſt⸗Seuch müſſ Der Höllen Qual dort laden Schaff in mir, Gott, ein reines Herz, Daß ich ſchandbare Wort und Scherz, Auch Jreſ en haſſ und Saufen. 8. Verleih, daß ich mich redlich nähr Und böſer Ränke ſchäme, Mein Herz vom Geiz und Unrecht kehr, Nichts durch Gewalt hinnehme Und von der Arbeit meiner Händ, Was übrig iſt, auf Arme wend und nicht auf Pracht und Hoffart. 9. Hilf, Daß ich meines Nächſten Glimpf Zu retten mich befleiße, Von ihm abwende Schmach und Schimpf, „Doch Böſes nicht gut heiße, Gib, daß ich dlt Aufrichtigkeit, Und hab ein Abſcheu jederzeit am Läſtern und am Lügen. 10. Laß mich des Nächſten Haus und Gut Nicht wünſchen noch be⸗ gehren; Was aber mir vonnöthen thut, Das wollſt du mir gewähren, Doch daß es Niemand ſchädlich ſei, Ich auch ein ruhig Herz dabei Und deine Gnad behalte. 11. Ach, Herr, ich wollte ja dein Recht Und deinen heilgen Willen, Wie mir gebührt, als deinem Knecht, Ohn Mangel gern erfüllen: So fühl ich doch, was mir gebricht, Und wie ich das Geringſte nicht Vermag aus eignen Kräften. 12. Drum gib du mir von dei⸗ nem Thron, Gott Vater, Gnad und Stärke; Verleih, oJeſu, Gottes Sohn, Daß ich thu rechte Werke; O heilger Geiſt, hilf, daß ich dich Von ganzem Henſe und, als mich, Den Näch⸗ ſten treulich liebe! D. Denicke, g. 1603, ſt. 1680. Ueber alle ſechs Hauptſtücke, oder vor und nach der Catechismus⸗ Lehre. Mel. Das walt Gott Vater und. 26 Her Gott, erhalt uns für 4 und für Die reine Cate⸗ zehn Geboten überhaupt. chismus⸗Lehr, Der jungen einfältt gen Welt Durch Doctor Luthern vo geſtellt. 2. Daß wir lernen die zehn G. bot, Beweinen unſre Sünd un Noth, Und an dich und an deine Sohn Glauben im Geiſt erleuchte ſchon. Der allein bulrla will und kann, D wir, als Kinder, nach der Tauf C brn lich vollbringen unſern Lauf; bleibt, das Sakrament. ein ſelig End! M. L. Helmbold, g. 1532, ſt. 159 Amen, Gott ge Die zehn Gebote kurz. Mel. Dieß ſind die veilgen zehn. gen z 27. T p us ſeiedi c nus Nuc mem 3. Dich, unſern Vater, rufen 9 nü dh daneſet ver let, Noch 4. So Jemand fällt, nicht lieg at. Sen d Mit Buß zur Beichte kom bü gäidet,) und gläub, Zur Stärkung m3 rec wint nitt du N oten. Gc hun † t 4 8 1 ltern Mna ndes- ge ſc unn leber Ur 4 In gut, Gof. M unze ind Geihei nüun a heigt: Tenſch, willſt du lebel Jh n te nict de re traze ni T di 9 Agſtn thr=e Die in ä 1 ni ugebt dum. wait dih rerlt 4d Vul m 4 m bchn d viſt ms Kraft w. ſeligl lich Und bei God bleiben Simic Sollt du halten d zehn Gebot, Die uns gebeut unſe Gott. Kyrieleiſ on! 2. Dein Gott und Herr allen bin ich, Kein andrer Gott ſoll irrn dich; Trauen ſoll mir das Herz dein, Mein eigen Reich ſollt du ſei Kyrieleiſon! 3. Du ſollt mein Namen ehre ſchon Und in der Noth mich ruſa 29. an; Du ſollt heilgen den Sabbatt⸗ Tag, Daß ich in dir wirken mag Kyrieleiſon! 4. Dem Vater und der Mutta dein Sollt du nach mir gehorſan zu ſein, Niemand tödten noch zornin ſein, Und dein Ehe halten rein Kyrieleiſ on! 5. Du ſollt einm Andern ſtehlen nicht, Auf Niemand Falſches zeuß nicht, Deines Nächſten Weib nicht begehrn, Und all ſeins Guts gem entbehrn. Kyrieleiſon! D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. —— anne Ebeſſern ſeh vebin dwridihfür m tue Un am in dei. ½ me ſcen. Wins nah d— Ke an —— — — JNeunherz, 6☛☚☛. u Al ir die Erünit. N zen it habe miſ a k i, nein J N— Ver⸗ daden wor n ſct in lDenn in dern Stedh ich 18 Cün⸗ tjit du be⸗ in Neiſt m F F 8s mäne ger 6 eme uet ann 9 1 denit ſid—* Wege ebettn aupt 1 15 aus⸗Leh⸗ W 8 3 det du deierpena III. Vom menſchlichen Elend und Verderben. Daß n n Spiegel des göttlichen Geſetzes. dein Blut und Kreuzes⸗Tod; Schlage Zemt enen die zn Mel. Wer nur den lieben Gott. du die Sünden⸗Glieder Meines al⸗ ,, unſre Sü 2 A* großer Gott, nun ten Adams nieder. n un uchh und Kns 28. kann ich merken, Daß 4. Ich bin unten von der Erden, 1 m Geiſt an ich ein großer Sünder bin. Ich Stecke in dem Sünden⸗Grab: Soll D ſpüre dieß aus Wort und Werken ich wieder lebend werden, So mußt Dich, an 1 Vater, u ſbi auch aus meines Fleiſches Sinn: du von oben ab Mich durch deinen alleinth willuni Es drückt mich meine Miſſethat, Die Geiſt gebären Und mir neue Kraft als Kin zan ach der dm dein Geſetz verboten hat. gewähren. vollbrin, amm nſern Le 2. Ich habe Gott nicht recht ge⸗ 5. Schaff in mir ein reines Herze, So Je a fällt 1 liebet, Noch ſeinen Namen theur Einen neuen Geiſt gib mir, Daß i t, Mit ih geacht; Sein Wort nicht nach Ge⸗ ja nicht länger ſcherze Mit der Sünden gläub, e3un Dile bi dühr geübet, Noch ſeinen Sabbath Luſt⸗Begier, Laß mich ihre Tück bald Sakran 9. tärtn n recht verbracht: Ich hab die Eltern merken, Mich im Geiſt dagegen ſtärken. elig En men, ui nicht geehrt, Wie meiner Kindes⸗ 6. Laß mich wachen, beten, rin⸗ V Pflicht gehört. gen, Und mein böſes Fleiſch und Blut Malt lmbold g lichi Pfi Zorn, Rache, Hoffart, Ueber⸗ Unters Joch des Geiſtes zwingen, maße und Geilheit haben ſich gezeigt; Weil es doch thut nimmer gut; Was Die zu mß Ich gehe nicht die rechte Straße nicht kann dein Reich ererben, Laß Die zu an Hebote un. Und bin zu Liſten ſehr geneigt, Die in deinem Tod erſterben. 1 Mel. Die Lüſte ſind mir angeborn; Drum 7. Reize mich durch jene Krone, die heign n wär ich ohne dich verlorn. Ddie mir droben beigelegt, Daß ich M willt u. 4. O Jeſu! laß uns auf dich meiner niemals ſchone, Wann und D aklich Und h. bauen, Du wirſt uns auch die Kraft wo ein Feind ſich regt, Sondern hilf en ewigl un Sollt du haf verleihn, Daß wir dich fürchten, lieben, mir tapfer kämpfen, Teufel, Welt — Gebot, i uns geu trauen Und gern in deinem Namen und Neeiiſch zu dämpfen. .Kyriele ii ſchrein. Laß uns nach deinem Worte 8. Sollt ich etwa unterliegen, O, Dein Cunt und Hen gehn, So wird es beſſer mit uns ſtehn. ſo hilf mir wieder auf; Hilf in dei⸗ ich, Kein an er Gott ſti M. Z. Neunherz, g. 1653, ſt. 1137. ner Kraft obſiegen, Daß ich meinen Trauer ul mir da Lebens⸗Lauf Unter weinenl Sisaee⸗ „„. i 3 i 5 Möge ritterlich vollenden! MMein ei im Reich ſoltue Klage über die Erbſünde. Händen Möge ritterlich 1.1561, ſ.1185. eleiſon!— Mel. Herr ich habe mißgehandelt. ich El. Du ſol lei Elend ohne Chriſto. Du ſol ein Nanaſ 29 ch, mein Jeſu, welch Ver⸗ Menſchlich Per 2 5) 17 h ſ Und in Noth niht ¹ derben wohnet nicht in Epheſ.. p. 12. Du ſollt en den S meiner Bruſt! Denn mit andern Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. Daß ie ii dir wiit Adams⸗Erben Steck ich voller Sün⸗ 30 A⁵⁴ was ſind wir ohne Je⸗ leiſon! den ⸗Luſt. Ach, ich muß dir nur be⸗* ſum? Dürftig, jämmerlich Dem V au und deh kennen: Ich bin Fleiſch von Fleiſch und arm. Ach, was ſind wir? Voller Sollt di ach mir aue zu nennen. Elend. Ach, Herr Jeſu, dich er⸗ Nieman udten 1u 1 2, Wie verkehrt ſind meine Wege, barm! Laß dich unſre Noth bewe⸗ Und de in ihe ham e. Wie verderbt mein alter Sinn, Der gen, Die wir dir vor Augen legen. leiſon! ich zu dem Guten träge Und zum 2. Wir ſind Nichts ohn dich, Bere Du ſollt u Anden Böſen hurtig bin! Ach, wer wird Jeſu: Hier iſt lauter Finſterniß; Da, Du ſo ie Jalſches mich von den Ketten Dieſes Sünden⸗ zu quälet uns gar heftig Der ver⸗ Auif 8 Todes retten? gifte Schlangen⸗Biß. Dieſes Gift „Deines ue ſten Gus 3. Hilf mir durch den Geiſt der ſteckt in den Herzen und verurſacht grn, Und eins Gußt Gnaden Aus der angeerbten Noth; ſtete Schmerzen hrn. Kyri 3 1s Heile meiner Seele Schaden Durch 3. Ach, ohn dich, getreuer Jeſu, O.! an her. g. 14s3 ſ 16 Vom menſchlichen Elend und Verderben. Schreckt der Taufe und die Höll; Die Verdamniß macht mich zittern, Da ich ſteh auf dieſer Stell. Mein Ge⸗ wiſſen iſt erwachet Und der Abgrund flammt und krachet. 4. Ohne dich, herzliebſter Jeſ Kommt man nicht durch dieſe Welt Sie hat faſt auf allen Wegen et hhen Netz geſtellt, Sie kann trotzen, e kann heucheln Und hält uns mit ihrem Schmeicheln. 5. Ach, wie kraftlos, Herzens⸗ Neſu, Richten ſich die Kranken auf! nſre Macht 8 lauter Ohnmacht In dem müden Lebens⸗Lauf; Denn man ſieht uns, da wir wallen, Oefters ſtraucheln, oftmals fallen. 6. Darum ſtärk uns, liebſter Jeſu, Sei in Finſterniß das Licht; Oeffne unſre Herzens⸗Augen, Zeig dein freundlich Angeſicht; Strahl auf uns mit Lebens⸗Blicken, So wird ſich das Herz erquicken! 7. Tritt den Satan, ſtarker Jeſu, anter unſern ſchwachen Fuß; Komm zu deiner Bralt gegangen, Gib ihr einen Liebes⸗Kuß, Daß ſie Himmels⸗ Freud verſpüre Und kein Leid ſie nahr Herlns ſüß fu, Fuüh 8. Faß uns an, o ſüßer Jeſu, Führ uns durch die Pilger⸗ Straß, Daß wir auf den rechten Wegen Gehen fort ohn Unterlaß, Laß uns meiden alle Stricke Und nicht wieder ſehn zurücke! 9. Laß den Geiſt der Kraft, Herr Nein, Geben unſerm Geiſte Kraft, aß wir brünſtig dir nachwandeln Nach der Liebe Eigenſchaft; Ach, Herr, mach uns ſelber tuchag, So iſt unſer Leben richtig. 10. Dann wird Lob und Dank, Herr Jeſu, Schallen aus des Herzens Grund; Dann wird Alles jubiliren Und dir ſingen Herz und Mund; Dann wird auf der ganzen Erden Jeſt us hochgelobet werden. Peter Lackmann, ſt. 1713. Gift der Erb⸗Sünde. Mel. Jeſu. der meine Seele. 31 A*⁴ wie hat das Gift der .⸗* Sünden Mich an Seel und ut lichen Glen om Leib verderbt, Daß nichts Guts an mir zu finden! Ach ich bin nun ga kuterht Goktes B 3. Mein Will iſt dir ganz dind. Was du willſt, das will er nicht. Ja u verderbt ſind Kraft und Glieder; Waß he Krd⸗ du haſſeſt, das geſchieht Leider! o wi ganz verkehret Iſt, was du ganz gu beſcheret. Oft zwar will3ich, was da gu Doch es hinderts Fleiſch und Bk 4. Ach! ich ſag oft, wer wird löſe Mich von dieſem ſchweren Joch, Da mit einer Laſt vom Böſen Mich beß ſchwert die Stunde noch? Wie en Brunn ſein Waſſer quillet Und ſich Tag dra Nacht nicht ſtillet, So ſteigt aus des Herzens Grund Sünd um Erbluſt alle Stund. Jeſu! Abgrund aller Güte, Der in Allem helfen kann, Dich ruft mein betrübt Gemüthe Aus des Elend Abgrund an: Du wollſt dieſes Elend ſtillen Und mit Gnad und Geit mich füllen. Waſche mich mit deinen Blut, Was verderbt iſt, mache gut. L. J. H. Caliſius, g. 1633, ſt. 1698. Ohnmacht, uns ſelber zu helfen ohne Gottes Gnade. Mel. O Gott, du frommer. 32. Der Gnaden⸗ Brunn fleußt noch, Den Jedermann kam trinken: Mein Ge iſt, laß deinen Gotſ Dir doch umſonſt nicht winken! G7 lehrt dich ja das Wort, Das Licht für deinen Tuß, Daß Chriſtus dir allein Von Sünden helfen muß. 2. Dein Thun iſt nicht geſchick Zu einem beſſern Leben: Auf Chri⸗ ſtum richte dich, Der kann dir ſolche geben, Der hat den Zorn verſöhnt uns fü n at ſ uübe r 8 An 8 6 4 4 „ ¹ lſt, ſo deDartennda ur jere 4 8 dit Aien u ir nden, A ſun eeemdrdeg 5chn, w. reneüns rdr Sel J 7 Wiil u ul 6— 54 ic ſüftlrn=— 1 ni erchaſe g toen Das mei⸗ un na gei de Gerer 8 1 Ct rn dant mir— 2 unt dr Güligteit! E.— d n ertrettwa 8 t und) mntet. — Aöhrtian Kno huth 196,1*= Re lle Ansb t ſer ſet⸗Sünde 91 Gü mi heil unr h dGlend weiſ= 1 Ah we mit alle 4 Aut ums Jul vedd. b 8, beiend derfinſte 9 dar nich, bit taten gach er Ple ſt a dr 9 nmen Taun 1 a ſaſſen Wen M meſten d geh 1 e pan 8 an wil n u 5 e lit ſs b get d alten⸗ in 2 ee Tu n⸗ in nr lend und L ber Leih verde mir zu fin enterbt G ben, Sod des fromm kommen u 2. Mir Dich, das um erkennen u a ſ ten in der un trauen U 2 Macht mic bauen. 3. Mein Was du wi verderbt ſin du haſſeſt, d ganz verkeh beſcheret. Oat Doch es hin 4. Ach! ie Mich von di mit einer L. ſchwert die Brunn ſein Tag und Na aus des Her Erbluſt alle . 5. Jeſu! A in Allem helf betrübt Gem Abgrund an: ſtillen Und mich füllen. 2 Blut, Was v L. J. Ohnmacht, u 1 din Kind. lit dirgan zuwwid oas willa Känai ft und Gütder. W ſchieht Ldeo m ſt, wus du a 9 williih uda g 13 Feit nnd 3n oſt, wrrpid löſ⸗ ſſchwerm uc, De m Biſu Nich b dde nohe Wie e 4 ſer qule Und ſi 2 icht ſtilt, So ſei 9 Grän Sünd un 2 nd aller Git D nn, Dich uſtme Aus dei(en woollt dieſesGler Gnad un Ge je mich mideine t iſt, made au iſius, g. 163 ,16 nelber zu hue ohne Cimus Gnade. Mel. O du frommer. 32 er Clm⸗Brunn ſ 22. YVnoch Jedermamt rinken: Mein Cinn laß deinen Dir doch umſon ccht winken! ehrt dich ja de Fuß Von Sün 2. Dein Thu ür deinen llein — zu einem beſſern um richte dich, eben, Der hat vort, Das 9 i Chrits helfen muß. nicht geſt n: Auf. ann dir ſoll Zorn verſt ☚ 8 Vom menſchlichen Elend und Verderben. Miit ſeinem theuren Blut, Und uns den Weg gebahnt Zu Gott, dem höchſten Gut. 3. Die Sünden abzuthun, Kannſt du dir ja nicht trauen, Dein Glaube muß allein Auf Gottes Hilfe bauen. Vernunft geht, wie ſie will, Der Sa⸗ tan kann ſie drehn; Hilft Gottes Geiſt dir nicht, So iſts um dich geſchehn. 4. Nun, Herr! ich fühle Durſt Nach deiner Gnaden⸗Quelle, Wie ein ge⸗ jagter Hirſch, Auf ſo viel Sünden⸗ älle. Wie komm ich aus der Noth, Als durch den Gnaden⸗Saft? Hilf mir durch deinen Geiſt, In mir iſt keine Kraft. 5. Du haſt ja zugeſagt, Du wollſt, die Durſt empfinden Nach der Gerech⸗ tigkeit, Befrein von ihren Sünden, Nun zeiget mir den Weg Dein Sohn, der wahre Chriſt, Nur du mußt Hel⸗ fer ſein, Weil du voll Hilfe biſt. 6. O ſelig! willſt du mir Von die⸗ ſem Waſſer geben, Das tränket mei⸗ nen Geiſt Zu der Gerechten Leben? Gib dieſen Trank mir ſtets, Du Brunn der Gütigkeit! So wird mir 1 erſt recht wohl Jetzt und in Ewigkeit. M. Chriſtian Knorr v. Roſenroth, g. 1636, ſt. 1689. Die kläglichen Ausbrüche der Erb⸗Sünde. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 33 Ms Glend weißt du, Gott! J. 2 allein, Das mir iſt ange⸗ erbet, Und wie mir alle Kräfte ſein Durch Adams Fall verderbet: Denn mein Verſtand verfinſtert iſt, Ich kann dich gar nicht, wie du biſt 1 7 Nach deinem Rath erkennen. 2. Mein Wille iſt auch gar ver⸗ kehrt In meinem Thun und Laſſen, Daß er am meiſten das begehrt, Was du befiehlſt zu haſſen: Hinge⸗ gen, Vater, was du willſt, Bei mir ſehr wenig oftmals gilt, Ich ſetz es aus den Augen. 3. Es geht des alten Adams Trieb Nur immerdar zur Sünde. Kein recht Vertrauen, keine Lieb Zu dir ich in mir 17 finde. Ich diene auch dem Nächſten nicht, Wenns nicht zu meinem Nutz geſchicht, Ich ſuche nur das Meine. 4. Und wenn man Alles recht be⸗ tracht, So wird von mir auf Erden Ein Abgott aus mir ſelbſt gemacht, Daß dem gedient ſoll werden, Die eigne Lieb, die eigne Ehr, Der eigne Will und was dem mehr Für Unart noch anhänget. 5. Dieß iſt die Wurzel und der Grund, Draus alles Unheil rühret, Daß ich zu mancher Zeit und Stund Von dir werd abgeführet. Es ſteht mir ſtets mein Herz und Muth Nach Wolluſt, Ehre, Geld und Gut Und ſolchen eitlen Dingen. 6. Da ich mich nun der Sünden⸗ Luſt Nicht ſollt gefangen geben, Und, wie mirs macht dein Wort bewußt, Ihr allzeit widerſtreben, So denke ich ſehr wenig dran, Ruf dich auch nicht um Hilfe an: Ich bin zu träg und ſicher. 7. Wenn mir das Böſe kommt Sinn, Dawider ich ſollt kämpfen, So tracht ich nicht mit Ernſt dahin, Das Feuer bald zu dämpfen: Das nimmt dann in mir überhand, Daß ich wohl gar in Sünd und Schand Darüber gröblich falle. 8. Ich laſſe mich die arge Welt, die ich doch ſollte fliehen, Wenn ihr Exempel mir gefällt, Leicht zur Ge⸗ ſellſchaft ziehen, Daß ich mit ihr viel Uebles thu: Oft reiz ich Andre mit dazu, Daß ſie auch Sünd begehen. 9. Ach Gott! ich hab nach ſolcher Art Gar lang mit großem Schaden, Eh ich zu dir bekehret ward, Gelebet außer Gnaden. Ich bin auch noch nicht ohn Gefahr, Dieweil mir jetzt und immerdar Die Sünden⸗ Luſt anklebet. 10. Darum, Herr! in dergleichen Noth Sieh mich an mit Erbarmen. Komm mir zu Hilf, du treuer Gott! Und ſtehe bei mir Armen. Erleucht durch deine Gnad und Güt Mein unverſtändiges Gemüth, Daß ich dich recht erkenne. —ͤͤ ——— 4— 18 Vom menſchlichen Elend und Verderben. 11. Den Willen leit nach deinem Wort, Daß ich dich herzlich liebe, Dir feſt vertrau und fort und fort In Gottesfurcht mich übe: Daß ich dir meine Tauf⸗Zuſag Mit ſtarkem Vor⸗ ſatz alle Tag Aufs Neue wiederhole. Zuſatz. (*12. Und weil dir Niemand ohn Gebet Beſtändig kann anhangen, So gib, daß ich oft vor dich tret, Die Gnade zu erlangen, Damit mein anzes Chriſtenthum Des Nächſten Nutz und deinen Ruhm Ohn Heu⸗ chelei befördre. 13. Gib mir des Geiſtes Freu⸗ digkeit, Daß ich dadurch verachte Geld, Ehr und Wolluſt dieſer Zeit, Das Ewige betrachte. Ach, nimm mich mir und gib mich dir, Daß ich dir leb und ſterbe mir Und meinen böſen Lüſten. 14. Verzeih, o Vater! gnädiglich, Daßesja mag geſchehen, Was ich, dein Kind, nun bitte dich Mit Seufzen und mit Flehen: Hilf, wenn mir alle Hilf zerrinnt, Daß ich doch fröhlich über⸗ wind In Jeſu Chriſti Namen.) Chriſtina, Herzogin zu Mecklenburg⸗Schwerin, g. 1639, ſt. 1693. Verluſt des göttlichen Ebeubildes. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. 34. Durch Adams Fall und Miſ⸗ ſethat, Die er ehmals ver⸗O übet hat, Iſt auf uns kommen Sünd und Tod, Sammt andrer überhäuf⸗ ten Noth. 2. Wo iſt des Bildes Gottes Glanz? Wo iſt der reinen Unſchuld Kranz? Wo iſt des Lebens⸗Baumes Saft? Iſt es nicht Alles weggerafft? 3. Da lieg ich nun in meinem Blut, Muß fühlen Gottes Zornes⸗ Ruth, Von Fuß bis auf das Haupt verwundt, An Seel und Leib iſt Nichts geſund. 4. Wo iſt der Arzt, der helfen kann? Iſt Niemand, der ſich mein nimmt an? V Das heilet meine kranke Seel? 5. Ach, aber, ach! Nichts hilfet mir, Kein Kraut noch Pflaſter nutzet hier, Und was die Kunſt erfunden hat; Nur Eins iſt, das hier findet Statt. 6. Dein Blut, das, Jeſu! deine Huld Vergoſſen hat für meine Schuld, Das iſt es, was mich heilen kann, Ach! nun, ſo nimm dich meiner an. , 7. Das Waſſer, das ſo klar und hell Aus deines Herzens Lebens⸗Quell Gefloſſen, macht mich hell und rein, Macht ruhig und ſtillt alle Pein. 8. Die Wunden, die man dir ge⸗ macht, Da man dich hat ans Kreuz gebracht, Die dienen mir zur Arzenei Und machen mich vom Tode frei. Wo iſt die Salb, wo iſt das Oel, 9. Ei nun ſo eile doch herzu, Schaff meiner Seelen Hilf und Ruh; Gib Oel und Wein mit mildem Guß, So weicht die Qual, ſo fleucht Verdruß. — 10. So ſpür ich neue Geiſtes⸗Kraft, ₰ Die Gottes Werke in mir ſchafft, So dringt ein neues Leben ein, Zu die⸗ nen dir ohn Heuchel⸗Schein. 11. Ich faſſe dich bei deinem Wort, O ſtarker Gott und Lebens⸗Pfort! Da du geſagt: ich bin dein Heil, Dein Arzt, dein Leben und dein Theil. 12. Drum leb ich durch dich ewig⸗ lich, Und ob ich ſterb, ſo glaube ich, Daß ich doch wieder leben werd Ganz friſch, geſund und ohn Beſchwerd. 13. Halleluſa, Dank, Kraft und Macht Sei von uns Allen dir gebracht! Arzt! jetzt und zu aller Stund Mach uns doch durch und durch geſund. J.A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. Vom Fall und ſeliger Erlöſung des Menſchen durch Chriſtum allein. 3 5 Duoch Adams Fall iſt ganz .☛ verderbt Menſchlich Natur und Weſen: Daſſelbe Gift iſt auf uns geerbt, Daß wir nicht konntn geneſen Ohn Gottes Troſt, der uns erlöſt Hat von dem großen Schaden, Darein die Schlang Evam bezwang, Gotts Zorn auf ſich zu laden. ——“ 4 =— 8 E — 7 hat bent m Wuumin d nd NGlt ommtn Jn du „ 3* M — Wen = EE= 3=’ 5 4 2 = E 5 8 — S E + — — E B—* 3 EEEr 2* * 8 S =Fg Al*. BS — E 8* 27 ·— de dtn aiem Ach, ahe Ni ra “ was 1 1 Rur Eins iſt Rrun 16. Dein adet 4 1b d Huld Vergoſſe an für Jeſul in Das iſt es, ᷑ mi Gefloſſen, me zin ni hell . me Nacht ruhig a ſült alleza 8. Dur W, die mam nacht, Da m an ich hat aug debracht, Die ant en mir zurie Und machen an vom Tode 9. Ei nun! an doch herm,a neiner Seelen uf und Auh Del und Wen an mildem o weicht die Qu n fleucht Ua 10. So ſpit zin reue Geiſtess Die Gottes Aaul in mir ſchafß dringt ein ner meben ein, N nen dir ohn§ mel⸗Schein. 11. Ich faſſe ant bei deinem! O ſtarker Gott aun Lebens⸗Pfou du geſagt: ich ut dein Heil, Arzt, dein Lek aunnd dein We⸗ 12. Drum l mun) durch diha lich, Und ob i auurb, ſo glau Daß ich doch waum leben werd friſch, geſund anohn Beſchret 13. Halleluj m hank, Kat Macht Sei von alllen dirgetn O Arztljetztun maller Suund uns doch durch an durch gei J. A. Frey aum uſen, g. 1670, Vom Fall un des Neuſche 11 rch Chriſtu K t. urch muns Fal it 35. 1 uch 82 Nenſchlih M und Weſen: Da Gift iſt au geerbt, Daß wir in⸗ konntn g Ohn Gottes T der un, Hat von dem gro n zchaden, 4 die Schlang Ev n ezwang, Zorn auf ſich zu aun. ma liger Eklöt Vom menſchlichen Elend und Verderben. 2. Weil denn die Schlang Evam hat bracht, Daß ſie iſt abgefallen Von Gottes Wort, daß ſie veracht, Dadurch ſie in uns Allen Bracht hat den Tod, So war je Noth, Daß uns Gott ſollte geben Sein lieben Sohn, Den Gnaden⸗Thron, In dem wir möchten leben. 3, Wie uns nun hat ein fremde Schuld In Adam All verhöhnet, Alſo hat uns ein fremde Huld In Chriſto All verſöhnet, Und wie wir All Durch Adams Fall Sind ewgen Tods geſtor⸗ ben, Alſo hat Gott durch Chriſti Tod Erneut, was war verdorben. 4. So er uns denn ſein Sohn hat gſchenkt, Da wir ſein Feind noch waren, Der für uns iſt ans Kreuz gehenkt, Getödt, gen Himm! gefah⸗ ren, Dadurch wir ſein Von Tod und Pein Erlöſt, ſo wir vertrauen In die⸗ ſen Hort, Des Vaters Wort: Wem wollt fürm Sterben grauen? 5. Er iſt der Weg, das Licht, die Pfort, Die Wahrheit und das Leben, Des Vaters Rath und ewges Wort Den er uns hat gegeben Zu einem Schutz, Daß wir mit Trutz An ihn feſt ſollen glauben, Darum uns bald Kein Macht noch Gwalt Aus ſeiner Hand wird rauben. 6. Der Menſch iſt gottlos und perflucht, Sein Heil iſt auch noch ferren, Der Troſt bei einem Men⸗ ſchen ſucht Und nicht bei Gott, dem Herren. Denn wer ihm will Ein an⸗ der Ziel Ohn dieſen Tröſter ſtecken, Den mag gar bald Des Teufels Gwalt Mit ſeiner Liſt erſchrecken. 7. Wer hofft in Gott und dem ver⸗ traut, Der wird nimmer zu Schan⸗ den; Denn wer auf dieſen Felſen baut, Ob ihm gleich geht zu Han⸗ den Viel Unfall hie, hab ich doch nie Den Menſchen ſehen fallen, Der ſich verläßt auf Gottes Troſt: Er hilft ſein Gläubgen allen. 8. Ich bitt, o Herr, aus Herzens⸗ Grund, Du wollſt nicht von mir neh⸗ men Dein heilges Wort aus meinem Mund: So wird mich nicht beſchämen 19 Mein Sünd und Schuld; denn in dein Huld Setz ich all mein Vertrauen: Wer ſich nun feſt Darauf verläßt, Der wird den Tod nicht ſchauen. 9. Mein Füßen iſt dein heilges Wort Ein brennende Laterne, Ein Licht das mir den Weg weiſt fort: So dieſer Morgen⸗Sterne In uns aufgeht, So bald verſteht Der Menſch die hohen Gaben, Die Gottes Geiſt Den gwiß verheißt, Die Hoffnung darein haben. Lazarus Sprengler, g. 1479, ſt. 1534. Elende Eitelkeit aller menſchlichen Alter. Mel. An Waſſer⸗Flüſſen Babylon. 36 Biij Gott! wie hat die Ei⸗ 7 telkeit Uns Menſchen ſo vernichtet, Daß gar kein Alter, keine Zeit Was Gutes faſt verrichtet! Ob mans vom Anfang bis zum End Oft überleget, kehrt und wendt, So muß man doch bekennen: Worauf man ſetzet Herz und Sinn, Von Kindheit bis ins Alter hin, Sei Ei⸗ telkeit zu nennen. 2. Die erſten Jahre gehn vorbei Unwiſſend, wie bei Thieren; Man ſchläft, man treibet Kinderei, Nichts Weiſes kann man ſpüren. Kommt mit den Kräften der Verſtand, Regt ſich die Bosheit auch zur Hand. Die ſteckt ins Knaben Herzen: Wenn nun die Zucht und ſcharfe Hut Ihm Un⸗ terricht zur Tugend thut, Bringts ihm Verdruß und Schmerzen. 3. Die Jugend fort nach Freiheit ſtrebt Und ſuchet hin und wieder, Wo man in Freud und Wolluſt leht, Mißbraucht geſunde Glieder. Man fähret zu mit Unbedacht, Das Künf⸗ tige wird nicht betracht, Zum Gu⸗ ten iſt man träge! Auf Zucht und Tugend man nicht denkt, Sein Herz und Sinn dahin nur lenkt, Zu ge⸗ hen krumme Wege. 4. Das männlich Alter folgt darauf Und rühmt ſich großer Thaten, Man will da immer hoch hinauf Und über Alle rathen: Der Ehrgeiz macht zu 2*½ 20 Zank und Streit Gar leicht ein ſolches erz bereit, Das ſich allein ho ſchätzet: Ob auch noch etwas. Guts geſchicht, Gibt man doch Gott die Ehre nicht, Der wird hintan geſetzet. 5. Wenns Alter kommt, ſo läſſet ſich der Geiſt rechtſchaffen blicken, Doch braucht man ſich ſehr meiſterlich Der böſen Ränk und Tücken: Man ſorget und hat wenig Ruh, Indem man denket immerzu, Das Irdiſche zu mehren; Der Leib wird ſchwach und voller Noth, Doch mag man ungern von dem Tod Und von dem Himmel hören. 6. Ach, ſieh, o Gott! dieß Elend an Und hilf, das wir bei Zeiten Abtreten von der breiten Bahn Der Sünd und Eitelkeiten, Gib Kraft von oben her, daß wir Das flüchtge eitle Weſen hier Für Nichts, ja ſchädlich achten, und nach dem Guten, das uns dort Beſtändig bleibet fort und fort, Zeit unſers Lebens trachten. 7. Lob ſei dem Vater und dem Sohn Und auch dem heilgen Geiſte, Als es im Anfang war und nun, Der ſeine Gnad uns leiſte, Daß wir in dieſem Jammerthal Von Herzen ſcheuen überall Der Welt gottloſes Weſen, Und ſtreben nach der neuen Art, Dazu der Menſch gebildet ward; Wer das begehrt, ſprech: Amen! W. C. Räthel, um 1716. Stets quellender Brunn unſerer Sünde. Jer. 6, v. 7. Mel. Auf, mein Herz, geh mit zu. 22 eſu! Kraft der blöden Her⸗ 3 6. J zen, Troſt in aller Bangig⸗ keit! Labſal in den Sünden⸗Schmer⸗ en, Arzt für alles Herzeleid, Pflaſter für die Todeswunden, Das man ſtets voll Kraft befunden. Eee leine⸗ Herzens Brünnlein quil⸗ e und Adern ſind erfüllet Durch das Gift der böſen Luſt: Kein Bluts⸗ tropfen iſt zu finden, Der nicht ſtarrt von lauter Sünden. uter angebornen Wuſt, Mark S Vom menſchlichen Elend und Verderben. 3. Ja, ich ſtecke voller Pfeile ch Durch den Teufel, Fleiſch und Welt; Eh ich zu dem Helfer eile, Werd ich wiederum gefällt; Meine Seele muß erliegen, Eh ich kann recht Kräfte riegen. 3 4 Will ich mich zu dir erheben, wird vor Trägheit Nichts daraus. Wenn dein Geiſt in mir will leben, Treibt das wilde Fleiſch ihn aus, Daß ich auch die Qual der Schulden Fort nicht länger kann erdulden. 5. Drum, du Heil der kranken Sün⸗ der, Brunn, von dem das Leben ſpringt! Selbſt das Pflaſter und Ver⸗ binder, Deſſen Kur ſtets wohlgelingt! Du kannſt Pein und Schmerzen lin⸗ dern, Ja des Todes Stoß verhindern. 6. Komm, o Herr, und drück in Gnaden Mir dein Bild ins Herz hinein, So wird meinem alten Scha⸗ den Durch dein Blut geholfen ſein: Salbt dein Oele meine Wunden, So bin ich denn ganz verbunden. 7. Flößeſt du denn meiner Seele Dich, o Helfer, ſelber ein, So wird meines Herzens Höhle Voll des neuen Lebeus ſein; Ja, mein Mund wirdvol⸗ ler Weiſen Deine Gnade ewig preiſen. M. Chriſtian Knorr v. Roſenroth, g. 1636, ſt. 1689. Die unergründliche Tiefe des trotzigen und verzagten Herzens. Jer. 17, v. 9. In eigener Melodie. 38 Jumanel. deß Güte nicht e zu zählen, Der Kranken Arzt, der Blöden Heil, Verborgner Gott, du Troſt betrübter Seelen, Der geiſtlich Armen Herzens⸗Theill Da du, Jeſu, ſelber wohneſt, Neigſt auf ihr Geſchrei dein Ohr, Und mit viel Geduld verſchoneſt Das zer⸗ brochne Glaubens⸗Rohr. 2. Ach, ſiehe doch die Höllen⸗ Angſt der Schmerzen, Die ſo viel Seufzer aus mir zwingt: Ach, ſteure doch, Herr, meinem eignen Her⸗ zen, Aus dem die böſe Quell ent⸗ ſpringt, Das mir will dein Wort vernichten: Ach, Herr, laß es ihm 4 ſd katt. len hartit iſ mt⸗ Bitennte fn Lamn muſhiken. 4 E 1ue bmt m ru bo ga Vnn ém um 4 N Uw d ernal timn dd= Llrirng Kgem Uwdedr i hender Keween dhchn— Vinde dWhyſcen Bän ſe Witittſeir h dein, Im, h iraune. di ſefpthe 5. Am hmn— zi de in Unnlten glte mi Iwadeſt pif vor dens Ka dilen!. ſes fabinſt ſ d— Mähr in, pde h Rn eand bin. 1a n km llend und Verd d wiederum gef Ch at 4. Will ich a wird vor T Wenn dein Treibt das Aleiſh Daß ich auch t Qual dere Fort nicht lä an kann erdun 5. Drum, d imhil der kranine der, Brunn, a i dem da g ſpringt! Selb Kllſerant binder, Deſſen un ſtets wohe Du kannſt Pe aund Schmera dern, Ja des uus Stoß Vtan 6. Komm, uperr dri Gnaden M in Bid a hinein, So w am teinem alms den Durch d an lut geholfen Salbt dein O alt ieine Wunda bin ich denn m verbunden. 7. Flößeſt uzenn meiner Dich, o Helfe u ber ein, Ehn meines Herzer mohle Voll den Lebens ſein; Ia ein Mund wi ler Weiſen D anm Hnade ewigm M an tian Knorrv Vian 1636, ſt 168, Die unern um liche Tieſe trotzigen un merzagten da 7, v. 9. In mmur Melodie. 292 Amn 38. 3 a l, deß Güüi 3 len, Der Ka Arzt, der Gott, du 5 d Heil, Watm u betrübta 8 Der geiſtlich ulten derzei „Da du, Jeſu u er wohnet auf ihr Geſe dan win Ohr lin r viel Geduld entchoneſt d 3 brochne Glat iim Rohr. 4 2. Ach, doch deh 1. Angſt der E uzzen, Aan rk Seufzer aus in vingt: An 48 doch, Herr, S⸗ zen, Aus dumt rt ſpringt, Da 18 vernichten: th zu d h zu dir Nicht din mir = 4 ½ S= = —— —= — —— — Vom menſchlichen Elend und Verderben. nicht zu, Laß mich nicht den Satan ſichten, Meinen Glauben ſtärke du. 3. Ich kämpf, ich ſchrei, ich ängſte mich, ich bete Und bin erbärmlich zugericht, Und wenn ich gleich mit Weinen vor dich trete, So trau ich doch mir ſelber nicht, Ob denn dieß, warum ich klage. Mir auch wohl zu Herzen geht, Weil des böſen Zwei⸗ fels Plage Aus mir, leider, ſelbſt entſteht. 4. Mein Beten iſt voll zweifelnder Gedanken; Wenn gleich dein Wort und Troſt erſchallt, So iſt und bleibt mein Glaube doch voll Wanken; Mein Herze ſcheinet todt und kalt; Es iſt ſo voll Angſt und Zagen Und ganz in ſich ſelbſt verwirrt, Ich kann kaum mich ſelbſt vertragen, So gar iſt mein Sinn verirrt. 5. Die Wunder, die ich vormals ſelbſt geprieſen, Die du vom Anfang haſt gethan Und die du mir inſonder⸗ heit erwieſen, Seh ich wie jener Blinde an, Der die Menſchen ſah als Bäu⸗ me; Ja, ich halt ſie kaum für dein, Und iſt mir, als ob mirs träume, Daß ſie je geſchehen ſein. 6. Wenn ich mein Herz mit dei⸗ nem Wort will ſtillen, Und halte mit viel Thränen mir Die ſüße Schrift von deines Vaters Willen Und meines Je⸗ ſu Leiden für, Iſts, als ob ich Mähr⸗ lein hörte, Finde keinen Glaubens⸗ ſaft, Und was vor mein Herze nährte, Gibt mir jetzund keine Kraft. 7. Wie kann ich doch dem böſen Herzen trauen, Das auch dein Wort mir niederreißt, Den Grund, darauf ich ſoll mein Hoffen bauen Und mich in Allem zweifeln heißt, Das ich muß zum Beten zwingen Und kanns mitten im Geſchrei, Leider, doch nicht dahin bringen, Daß es ſonder Zweifel ſei. 8. Erforſche doch, erfahre, wie ichs meine, Durchſuche doch mein böſes Herz Und prüfe mich, mein Gott, warum ich weine, Ob dieß wahrhaftig ſei mein Schmerz, Daß mein Glaubens⸗Docht ſo wanket, 21 Daß mein Herz ſo laulicht iſt Und dir nicht mit Andacht danket, Ob du mir mein Alles biſt. 9. Findſt du demnach bei mir den rechten Willen, Daß mein Herz um den Glauben ſchreit, So laß ſich doch das Ungewitter ſtillen, Das in mir tregt den Zweifel⸗Streit: Iſt mein (Glaube klein und ſchmächtig, Bin ich elend, blind und bloß, So ſei deine Gnade mächtig Und in meiner Schwachheit groß. 10. Sollt aber, ach, mein Glaube ſein verblichen, Hat ſich vielleicht mein Herz der Welt, Die mir mit ihrem Fürſten nachgeſchlichen Und denen Thoren zugeſellt, Die ganz keinen Gott nicht glauben: Ach, ſo ändre meinen Sinn, Laß dir, Jeſu, mich nicht rauben, Mich, der ich dein eigen bin. 11. Du kannſt ja, Gott, die Todten auferwecken, Wie ſollt dir denn un⸗ möglich ſein, Des Glaubens Licht auch wieder anzuſtecken Und ein neu Herz zu geben ein, Das ſich wieder zu dir kehre Treulich und ohn Heuchelei, Ohne Zweifelmuth dich ehre Und ſich laſſe deiner Treu? Hell und ein eigne 12. Du kannſt, mein mußt mein Zagen enden, Ehre wills von dir; Ich bin ja dein und ſteh in deinen Handen. Was hilft dein ſchmerzlich Leiden mir, Wenn du mich wollſt fahren laſſen, Weil ich Glaubens⸗Kranker nicht Dich getroſt und feſt kann faſſen, Weil mein Herze mit mir ſicht? 13. Zwar hab ichs wohl mit Träg⸗ heit und mit Sünden Schon längſt, o Gott, verdient, daß ich Jetzt weder Troſt noch Glauben kann empfinden; Ach, aber ach, erbarme dich, Jeſu, hilf dem Unvermögen, Ich will. Wenn ich aber, ach, Dir mein Herz recht vor ſoll legen, Ach, mein Wollen iſt ſehr ſchwach. 14. Ach, ſtärke, Herr, das Wollen und das Können Und gib mir den gewiſſen Geiſt, Daß ich mich wie⸗ der freudig dein kann nennen Und 22 glauben, wie dein Wort michs heißt! Kann ich dich nicht feſte halten, Deſto feſter halt du mich: Laß mein Her nicht ganz erkalten, Bis mein Glau erholet ſich. 15. Trotz meines Herzens zweifeln⸗ den Gedanken, Trotz meinem böſen Fleiſch und Blut, Das mich ſo quält und macht mich immer wanken, Da mein Gemüthe nimmer ruht, Sollſt du doch mein Jeſus bleihen: Ich will beten und an dich, Herr! wie ſchwach es iſt, doch glauben, Iſt mein Herz gleich wider mich.. 16. Kann ich gleich nicht ſo, wie ich wünſche, ſiegen Und fall aus Schwach⸗ heit gleich zurück, So will ich doch mit Gott nicht unterisgen Ach! Jeſu, gib mir einen Blick, Wie du dort dem Petro Kabeſt Der ſchon ganz gefallen war; Daß du meine Seele labeſt Und entreißeſt der Gefahr.. 17. Nur zürne nicht mit deinem ſchwachen Kinde Und habe, Herr, mit mir Geduld, Auch rechne mir, was ich in mir befinde, Nicht zur Verdammniß und zur Schuld. Laß die Schwachheit mir nicht ſchaden, Weil du kein Verdienſt begehrſt, Son⸗ dern doch nur blos aus Gnaden Uns die Seſkeit gewährſt. 18. Ach, aber, ach! iſts möglich, iſts dein Wille, So laß den Kelch doch von mir gehn Und mache mich von der Verſuchung ſtille, Und laß mich wieder feſte ſtehn Und mit ängſt⸗ lichen Gedanken In dem Glauben, den mein Mund Frei bekennet, nicht ſo wanken: Mach, o Arzt, mein Herz geſund! H. C. v. Gersdorf, g. 1648, ſt. 1726. Un die von Jeſu ausgehende Kraft, uns zu heilen. Luc. 6, v. 19. Cap. 8, v. 46. Mel. Jeſu, der du meine Seele. 39 Liebſter Jeſu, in den Tagen . X Deiner Niedrigkeit allhier Hörte man zum Volk dich ſagen: Es geht eine Kraft von mir. Laß auch Vom menſchlichen Elend und Verderben. deine Kraft ausfließen Und ſich dei⸗ nen Geiſt ergießen, Da du in der Herr⸗ lichkeit Nun regiereſt weit und breit! i 2. Denn dir iſt in deine Hände Nun gegeben alle Macht; Bis an aller Welt ihr Ende Wird dein Name hoch ge⸗ acht; Alles muß ſich vor dir neigen, Und was hoch iſt, muß ſich beugen, Selbſt der letzte Feind auch muß Endlich unter deinen Fuß. 3. Darum kannſt du Allen rathen; Deine Kraft iſt nie zu klein: Es bezeu⸗ gens deine Thaten, Die uns aufge⸗ ſchrieben ſein. Ja, du biſt deswegen kommen, Weil du dir haſt vorgenom⸗ men, Aller Menſchen Heil zu ſein Und zu retten Groß und Klein. 4. Hier, mein Arzt, ſteh auch ich Armer, Krank am Geiſte, blind und bloß: Rette mich, o mein Erbarmer, Mache mich von Sünden los Und von den ſo vielen Tücken, Die mein armes Herz beſtricken; Ach, laß deinen ſüßen Mund Zu mir ſprechen: Sei geſund! — 5. Siehe, meine Seele rühret Dei⸗ „ nen Saum im Glauben an, Wartet, bis ſie endlich ſpüret, Was du haſt an ihr gethan; An dein Wort will — verſpricht. 6. Amen! Du wirſt mich erhören, Daß ich durch dich werde rein, Und zu mir dein Antlitz kehren, Daß ich könne fröhlich ſein. So will ich aus Herzens⸗Grunde Deine Güte mit dem Munde Rühmen hier in dieſer Zeit Bis zur frohen Ewigkeit. Der 90. Pſalm. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. 40 9g Gott, der du die Men⸗ * ſchen⸗Kind, So deinen Sohn bekennen, Eh denn die Berg geſchaffen ſind, Haſt wiſſen all zu nen⸗ nen Und ſie geſehn im Gnaden⸗ Bund, Eh denn da iſt der Erden⸗ Grund Durchs Wort geleget worden. 2. Sieh doch, wie wir durch Adams Fall So ſchändlich ſind ver⸗ ich mich halten Und indeß dich laſ⸗ ſen walten; Leugnen kannſt du dich doch nicht, Da dein Wort mir Heil — —== Ardrmte d immer fewdf Kawjadr dind der d. Wken h yen. à Trlatah 1 iſt Gan w wd ule dnen 1 ſeecien ſe ul un R en ihn üit en Ae ihnen tn oin ed, n att in I imn d., ſichen. 1Din kems— h wohl, nruim a u dß Run mn DIph Zeu n nſen In.= uns a num Ddmi m a ſthlaſen Ai rin m pren. t u mr ſonma eu bäͤſen r Erren — — — . F= B== — 84 2—— = = 21A — — += end und Verde deine Kraft a nen Geit a 73 lichkeit Nun d 2. Denn dir gegeben alle D B ihr Ende Wi an acht; Alles n Und was ho Selbſt der us Endlich unter 3. Darum Deine Kraft iſ gens deine D u ſchrieben ſein. kommen, Weil hi men, Aller Me au zu netten Gro ni „4. Hier, me in lrzt, ſteh u⸗ Armer, Krank at Gein dun bloß: Rette n mo mein(hm Mache mich vr am inden los lhn den ſo vielen I unt, Die menm Herz beſtricken un, laß deinen Mund Zu mi au chen: Säi g 5. Siehe, n ims Seele rührt nen Saum in ain uben an, N bis ſie endlich ret, Was w an ihr gethar un dein Vm ich mich halte unnd indeß ditt ſen walten; Kaml zen kannſt A doch nicht, Tul in Wort wi verſpricht. 6. Amen! z eirſt mich en Daß ich dure un) werde rei zu mir dein ulz kehren, di könne fröhlich t. So wil ißt Herzens⸗Gru um eine Güte m Munde Rühr m ier in diſef — Bis zur froh amdigkeit. Del un Pfalm. Mel. Herr ¾ Au hriſt, du böchſe 40 9 dr du din 40. B im, Son Sohn bekenn uch demn den geſchaffen ſint ut wiffen allun nen Und ſie wi hn im— Bund, Ehd ma iſt der 6 Grund Durch kuſt geleget ven 2. Sieh wie un Adams Fall iit zändüch ſi 1 Vom menſchlichen Elend und Verderben. derbet. Der Tod verfolgt uns über⸗ all Und iſt uns angeerbet, Er ſteckt in unſerm Fleiſch und Bein Und nagt die Menſchen groß und klein, Bis das er ſie verzehret. 3. Wir wachſen wie die Blumen auf Und fallen wieder abe: Oft trägt man gar mit großem Hauf Uns Menſchen hin zum Grabe; Das macht, Herr, dein gerechter Zorn, Dieweil wir find in Sünd geborn Und dein Gebot nicht halten. 4. Darum wir auch von deinem Grimm So ſchnell verzehret werden, Eh mans verſieht, gehn wir dahin Und liegen auf der Erden; Wir bringen in geringer Ruh, Wie ein Geſchwätz, dieß Leben zu Und fliehen gleich von hinnen.. 5. Ach, wie gar Nichts iſt unſre Zeit, Herr, gegen dir zu rechnen; Du biſt ein Gott von Ewigkeit, Wer kann dir widerſprechen? Du bleibeſt immer für und für, Ja, tauſend Jahre ſind vor dir, Wie ein Tag, der vergangen. 6. Der Menſchen Leben aber iſt Gar kurz und voller Plagen, Noch ſtecken ſie voll arger Liſt Und laſſen ihn Nichts ſagen, Als hätts mit ihnen kein Gefahr, Da ſie doch ſelten acht⸗ zig Jahr In ihrem Lauf erreichen. 7. O Herr, lehr uns gedenken wohl, Daß wir einſt ſterben müſſen: Auf daß wir klug und demuthsvoll In Zeit der Gnaden wiſſen Zum Tod uns zu bereiten fein, Damit wir ſelig ſchlafen ein Auf Chriſtum, unſern Herren. 8. Kehr dich zu uns, du frommer Gott, In dieſen böſen Tagen, Errette uns aus aller Noth Nach viel und langen Plagen, Schaff uns doch end⸗ lich Hilf und Rath, Weil unſre Hoff⸗ h nung früh und ſpat Auf dich allein nur ſtehet. 9. Gib heilſam glücklich Regiment, All Drangſal von uns wende, Be⸗ fördre ſtets zu gutem End Die Werke unſrer Hände: So wollen wir dich für und für, Auch unſre Kinder nach uns hier, Von Herzens⸗Grunde preiſen. 23 * 10. Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt! Dir ſei Lob, Preis und Ehre Für Alles, was du uns erweiſt, Dein Segen ſich vermehre, Daß wir fort ſpüren deine Güt, Und ſtets mit willigem V Gemüth Dir und dem Nächſten dienen. Barth. Ringwald, g. 1535, ſt. 1600. Um neue Erſchaffung des ſo ſehr verderbten Geſchöpfes Gottes. . In voriger Melodie. 41 a 9 Jeſu Chriſte, Gottes * Sohn, Du Schöpfer al⸗ ler Dinge, Schau doch herab von dei⸗ nem Thron, Hör, was ich vor dich bringe! Du biſt, o Herr, das höchſte Gut; Ich bin ein Menſch, der Arges thut, Ein Hand voll Erd und Aſche. .2. Du biſt ſehr herrlich, ſchön ge⸗ ziert, Voll Majeſtät und hren; Ich bin in Jammer tief geführt, Der nie⸗ mals will aufhören. Du biſt das Licht, ich aber blind; Du biſt gerecht, ich vol⸗ ler Sünd, die mich ganz hat beſeſſen. 3. Du biſt die Wahrheit und die Freud, Der Arzt, das Heil und Leben; Iih eitel, krank, voll Traurigkeit, ſiuß ſchnell den Geiſt aufgeben. Der Leib muß die Verweſung ſehn: Es darf in kurzer Zeit geſchehn, Nie⸗ mand kann mich erhalten. 4. Wahr iſts, du haſt ja ſelber mich Mit deiner Hand bereitet, Aus Mutterleib auch wunderlich Ans Tageslicht geleitet Was hilfts mir aber, daß ich bin, Herr, dein Ge⸗ ſchöpf? Jetzt fahr ich hin Und muß zunichte werden. 5. Doch, weil du ſelbſt mein Schöp⸗ fer biſt, Wollſt du dein Werk nicht aſſen Und mich in meiner Angſt, Herr Chriſt, Mit Hilf und Troſt nicht laſſen: Du haſſeſt Nichts, das du gemacht, Vor dir iſt Alles hoch ge⸗ acht Und werth in deinen Augen. 6. Ach, ſchau doch deine Hände an, Durch welch ich bin formiret! Dein Herz mich nicht verſtoßen kann, Bald ſich Erbarmung rühret. Dieß ſind die Hände, die für mich V V V 24 Mit Nägeln haben laſſen ſich Ans Holz des Kreuzes ſchlagen. 7. Darinnen ſteht mit deinem Blut Mein Name angeſchrieben: Lies doch die Schrift, die mir zu Gut In dei⸗ nen Händen blieben, So wird ſich ja dein liebreich Herz Erbarmen mein und allen Schmerz, Den Schmerz des Geiſtes ſtillen. 8. Ich ſchrei, dein arme Kreatur, Mit Gnaden mich anblicke: Du biſt mein Arzt, in deiner Kur Mit Lab⸗ ſal mich erquicke. O Gott, Vom menſchlichen Elend und Verderben. mein Heiland, hilf du mir Und bring mich wiederum zu dir, Eh ich muß fru nem gen Baum Sollt in des großen Gar⸗ tens Raum Unangetaſtet bleiben.. Als Nichts ſind ſie zu rechnen. Ich gar verderben!“ 9. Was ſind doch alle meine Tag? armer Menſch, wie, daß ichs wag, So keck dich anzuſprechen?. Gott, ach, zürne nicht, Daß ich vor dei⸗ 10. Die Noth, o Herr, hat kein Geſetz, Die mich jetzt 7 hart umrin⸗ Sammt allen ſchönen Gaben, Die unſers Schöpfers milde Hand Den erſtern Eltern zugewandt, Aus Seel und Leib entwichen.. 2. Der Menſch war heilig, gut und rein Von dir, o Herr, geſchaf⸗ fen; Er wußte Nichts von Schuld und Pein, Von Sünd und Sünden⸗ Strafen; Sein Geiſt war voller Glanz und Licht, Sein Wille voller Zuver⸗ ſicht, Voll Friede ſein Gewiſſen. Dap Daß 3. Du forderteſt zur Dankbarkeit, du ihn ſo erhoben, Zum Zeichen der Ergebenheit, Von ihm Gehorſams⸗ Proben; Die Frucht von einem ein⸗ 4. Hier nahm das Haupt von je⸗ ner Schaar Der abgefallnen Geiſter “ Du großer Der ihm erwünſchten Stunde wahr, ach, zürne nicht dei⸗ Dir, ſeinem Herrn und Meiſter, Den nem Angeſicht Zu reden mich erwinde! äußerſten Und Verdruß zu thun ward entſchloſſen, nicht zu ruhn, Bis get. Drum dieß für keine Frechheit ſchätz: Die Angſt mir Red abzwinget. Der Kranke nach dem Arzte ſchreit, Der Blinde ſich des Lichtes freut, Der Todte ſucht das Leben. 11. O Jeſu, großer Lebens⸗Fürſt, Wollſt meiner dich erbarmen, Den ſtets nach deiner Hilfe dürſt; Hilf mir, Herr, hilf mir Armen! O Got⸗ tes und auch Davids Sohn! Er⸗ barm dich mein und meiner ſchon, Hör den, der nach dir ſchreiet! .12. Eil nicht ſo fort, du wahres Licht! Hier iſt, der auf dich hoffet. Steh ſtill, dein Ohren zu mir richt: Hör den, der nach dir rufet! Mit deiner Hand mich zu dir leit, Daß ich das Licht der Ewigkeit In deinem Licht anſchaue. Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Betrübter Verluſt des göttlichen Ebenbildes. Mel. Ach Gott, vom Himmel ſieh. 41 b f unausſprechlicher Verluſt, 4 1⸗* Den wir gelitten haben, Als Licht und Recht aus unſrer Bruſt er dein Bild zerſtöret. 5. Er machte ſich, durch Neid be⸗ wegt, An deine lieben Kinder Und ward, eh ſie es recht erwägt, Mit Liſt ihr Ueberwinder, Er bracht in die ver⸗ gnügte Bruſt Den Samen der verbot⸗ nen Luſt, Ein heimlich Mißvergnügen. mmatetttette 6. Er ließ ihr Herz, durch Stolz bethört, Sich vor dem Feinde neigen; Sie wollten, von dir abgekehrt, Auf höhre Stufen ſteigen Und dir, dem höchſten Weſen, gleich, An unum⸗ ſchränkter Freiheit reich, Allweis und mächtig werden. 7. Sie glaubten dem Verführer mehr, Als deinen Warnungs⸗Stim⸗ men, Ihr Herz ward von der Einfalt leer Und voll von Schlangen⸗Krüm⸗ men. Der Ungehorſam ward gewagt, Sie aßen, was du unterſagt, Und fürchten nicht dein Drohen. 8. Im Augenblick ward der Ver⸗ ſlan Mit Finſterniß umgeben; Der Wille, der ſich abgewandt, Verlor das wahre Leben: Zorn, Sünde, Jammer, Fluch und Tod, Ja mehr, als tauſend⸗ ache Noth Umringte die Rebellen. 9. Dieß Elend wird nun fortgeerbt —,— fitſten ſunda Kuch peiid radn I onheit eewhr dee ed is mätngn, 1 vite Ben 1 3 nnen ſſ e en 3 ber a kicht, u iner od der eum i i Smein— Nd. h et uRt 2 anue Er rint unn din E in ari, Abr ünd fih M Wämdutt ſen. Lo zenn dn ſdas hene, döm dls dich un katt, Mt den, us in nat ele. Viſt n du nt, ◻ den 1n Do rn ſete*r Pen ſich n n Bim ffen⸗ Ii m un Vr da dumi anr in ſae fi= hurt ſetm ita Ddemn Ne Kna m ſn bim F ſeben erinan hei un denn h u. ſäes fleſ di iſt ſt.—·* lend und Verd Sammt alle unſers 88 erſtern Eltern und Leib ent — e& Z. Der 1 und rein Vo. fen; Er wu 1 und Pein, Va Strafen; Sei a und Licht, S t gf ſicht, Voll 3. Du fori an ₰△. Daß du ihn ſ der Ergebenhe Proben; Die gen Baum S tens Raum l 4. Hier nal ner. Schaar 2 Der ihm erw Dir, ſeinem H aͤußerſten Ve ward entſchloſ er dein Bild 5. Er mach wegt, An dei ward, eh ſie es ihr Ueberwind gnügte Bruſt⸗ nen Luſt, Ein 6. Er ließ bethört, Sich Sie wollten, höhre Stufen höchſten Weſe ſchränkter Irei mächtig werde 7. Sie gla mehr, Als dei men, Ihr Her leer Und voll men. Der Um Sie aßen, w fürchten nicht 8. Im Aug ſtand Mit Fif Wille, der ſich wahre Leben:. Fluch und Tod fache Noth 9. Dieß Ele hals Zweige ſind verderbt, Der Fluch z. iſt dahin, Vom menſchlichen Elend und Verderben. N Auf ihre ſpätſten Kinder, So Stamm Sünder. Die erſte Schönheit der Schlangen Gift hat Leib — ttrifft alle t mihm Sa ht von eine des grofan 4 getaſtet bleide as Haupt a bogefallnen Rten Stunden und Meiſta 3 zu thun licht zu ruhn unret. ithh, durch Na eeben Kinder ntt erwägt, M. er bracht in di Samen der bi an ich Mißvergi herz, durch ntem Feinde n u ir abgekehr Ren Und di, leich, An m n eich, Allwei 1 an dem NWiit 4 dm Varnungs⸗ an d von der Gi Schlangen⸗ am ward gen unterſagt,! u Drohen. al wand der aß umgeben. andt, Verltti Sünde, Jum ehr, als luſſ U te die Reba dd nun fortha Licht Des Falles und Sinn Durchkrochen und verwüſtet. 10. O Herr! laß uns in deinem Größ erkennen, Gefallnen, nicht, Hilf uns durch Chriſtum wieder auf Und Verwirf uns, die Die wir dich Schöpfer nennen, mach uns tüchtig, unſern Lauf Zur Ewigkeit zu richten. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Elend der Seelen bei unmäſſiger Sorge für den Leib. Mel. Ach Gott, vom Himmel ſieh. 42 Wos willſt du, armer Er⸗ * den⸗Kloß! So ſehr mit Hoffart prangen? Dein Elend iſt zu viel und groß, Du biſt in Sünd empfangen, Mit Weh geboren auf die Welt, Weh dein ganz Leben über⸗ fällt, Mit Weh mußt du von dannen. 2. Was ziereſt du den Leib, das Haus, Drinn alles Siechthum ſtecket, Und queichelſt ihn ſo zärtlich aus Mit dem, was ihm wohl ſchmecket. Weißt du denn nicht, nach wenig Tag, Daß er muß ſterben mit Weh⸗ klag Und ihn die Würmer freſſen? 3. Vielmehr die edle Seele zier Mit Buß und guten Werken: Das Himmel⸗Brot ihr ſetze für, Dadurch ſie ſich kann ſtärken. Denn ſie iſts, die ohn allen Tod Im Himmel ſchweben ſoll vor Gott Und allen heilgen Engeln. 4. Warum pflegſt du des Fleiſches wohl Und läßt die Seel verſchmach⸗ ten? Iſts recht, daß man die Dienſt⸗ Magd ſoll Mehr, als die Frau ſelbſt achten? Der Geiſt führt ſonſt das Regiment, Bei dir iſt ſolches umge⸗ wendt: Das Fleiſch den Geiſt regieret. 5. Gott ſelbſt, der große Herr und Held, Des Menſchen Seel hoch ſchätzet, Und ſie weit über alle Welt Und alle Himmel ſetzet. Denn für wen hat er ſeinen Sohn, Sein höchſte Zierde, Freude und Kron, Ins Kreu⸗ zes Pein gegeben? V nicht der Erd Iſt dieß 25 6. Traun! Nicht dem Himmel, dieß zu Gut ergan⸗ gen; Des Menſchen Seel, ſo theur und werth, Hat dieſe Gnad empfan⸗ gen, Die iſt ein ſolch theur Pfand und Gut, Das ohne ſeines Sohnes Blut Nicht konnt erlöſet werden. 7. Iſt deine Seel ſo hoch vor Gott, Wie kannſt du ſie denn haſſen Und wagen hin, als wär es Koth, Den man findt auf der Gaſſen? Gedenk, daß Gottes liebſter Sohn Geſtiegen von des Himmels Thron, Sie at vom Tod errettet. 8. Denn als er ſie aus ſchwerer Schuld Vom Teufel fand gebunden, Und ſie verdammet werden ſollt Zur Höllen alle Stunden, Vor Jammer ihm zerbrach ſein Herz, Es weinte über ihren Schmerz, Davon ſie ſelbſt Nichts wußte. 9. Ja, was noch mehr, ſo ließ er ſich Um ihretwillen tödten, Errettet ſie ganz kräftiglich Aus allen ihren Nöthen, Sein Blut⸗Schweiß war das Löſe⸗Geld, Das er, der Heiland aller Welt, Für ſie baar ausgezahlet. 10. An dieſes Opfer denke recht, Das für dich iſt gegeben: Die Seele achte nicht ſo ſchlecht, Thu Gott nicht widerſtreben; Schau doch, wie ſchwer ſie war verwundt, Da ſie ſonſt gar Nichts heilen kunnt, Als Chriſti Blut und Striemen. 11. Wenn ſie der Satan nicht zu Grund, Der alles Unglück ſtiftet, Durch Liſt mit ſeinem Lügen⸗Mund Bis auf den Tod vergiftet, So hätte Gottes Sohn den Tod Und ſo viel Marter, Hohn und Spott Am Kreuz nicht dürfen leiden. 12. Darum, o Menſch! verachte nicht Das große ſchwere Leiden, Das er für dich hat ſelbſt verricht, Thu alle Bosheit meiden; Schau doch, wie ſich ſo treulich hat Des Sohnes Gottes Majeſtät In Noth dein an⸗ genommen. 13. Hilf, Gott! daß ich mein Le⸗ benlang Dieß Alles recht bedenke, Für deine Treu dir Lob und Dank In 26 tiefſter Demuth ſchenke; Daß ich von Sünden trete ab, Mein Herz bei dir im Himmel hab, Nach meinem Heil ſtets trachte. b — ch Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Erinnerung, was für ein Gemächt und Staub wir ſein. Mel. Ach Gott, vom Himmel ſieh. 43 as bin ich, o Herr Ze⸗ * baoth! Daß ich mich un⸗ terfange, Mit dir zu reden in der Noth, Die mir macht Angſt und Bange? Weh mir! mir Armen, wo du dich Nicht willſt erbarmen über mich, So muß ich ſein verloren. 2. Ach Gott! der erſten Eltern Fall, Der auf mich iſt geerbet, Hat mich Elenden überall An Leib und Seel verderbet: Daß ich aus eignen Kräften nu Nichts Guts gedenke oder thu, Ich hab nur Luſt zum Argen. 3. Soll ich denn nicht noch weiter hin Den eignen böſen Willen Und was mir etwa kommt in Sinn, So wie vorhin erfüllen; Soll ich recht täg⸗ lich mit Gewalt Die böſen Lüſte man⸗ nigfalt In dämpfen mich bemühen: 4. So gibſt du mir zwar deine Gnad, Von Sünden abzulaſſen, Doch hats zu thun, all Miſſethat Beſtän⸗ diglich zu haſſen; Die Luſt kommt wieder an aufs Neu, Ich muß mit Sorgfalt ſtets dabei An meine Schwachheit denken. 5. Denn ich bin Nichts, als Koth und Erd, Davon auch ganz gebauet, Der Würmer Speiſ und gar nicht werth, Daß mich dein Aug anſchauet: Herr, meine Noth iſt dir bekannt, Wo du abzieheſt deine Hand, Kann ich gar nicht beſtehen. 6. Ein Menſch bin ich, geborn, Hab kurze Zeit zu leben; Das Kreuz hat mich ihm auserkorn, Mit Unruh ganz umgeben; Ich bin wie Nichts und muß davon, Ich werd zerbrochen gleich wie Thon, Wenn du mich hart angreifeſt. 7. Ach, ich Betrübter, was bin ich? Was werd ich endlich werden? zur Welt bleibet unbekannt, hingeriſſen: Wer jetzt da ſtehet jung Vom menſchlichen Elend und Verderben. Voll Schmutz und Flecken findt ma mich, Voll Jammer und Beſchwer den: Blind, nackend, arm ohn Ma und End, Der weder Ein⸗ noch Au fahrt kennt, Auf den der Tod ſtetz wartet. 8. Ein Blümlein ſteht im Garten ſchön, Wenn ſich der Sommer findet Bald wird es welk und muß ver gehn; Ein Schatten ſchnell verſchwin det; Die Waſſer⸗Blaſe ſchwellt ſich auf, Bald aber endet ſich ihr Lauß Nicht anders iſt mein Leben. 9. Da man vom Leben Nichtz mehr findt, Als nur den bloßen Na⸗ men; Es wird berückt oft ſo ge ſchwind, Wie Fiſche von dem Ha⸗ men: Je mehr es ſteigt, je mehr es fällt; So ſchnell es fortläuft in der Welt, So ſchnelle läufts zum Ende. 10. Jetzt bin ich fröhlich, bald be⸗ trübt: Jetzt lach ich, bald ich weine Das Glück jetzt einen Freund mi fen ſie hinfallen. 13. Ins Feuers Hitz der Eine ſtirbt, Der Andre wird ertränket: Der Dritt in Hungers⸗Noth verdirbt, Der Vierte todt ſich kränket; Der Füufte wird mit Gift umbracht; Der Sechſt in Schmerz und Angſt verſchmacht: Ach, wer kanns gnug erzählen? 14. Und ſonderlich, ſo kann Niemand Die Todes⸗Stunde vedfen, Es iſt und Wenn man wird 4 Ian iligen cbhin 2 n. b mit 7 w 4— 2 „ K winnr ſleit 2 e Kdcch Wed d jßt Sunue ic m nih Ond dejn. Are r ar ſi nan e dein L uin x i i t ſten H zud, mtn I n. u Leſt un w bt ub, — 9- ſl Waw wir Driici henſch iie da den dr⸗ etn Kiginl Aijan us M ft gr ohn dhatm. pnde. = E —— — — = — = —— 5 E 5 1 n 2 1 —— A de de di d Set it unſer uh* Rot vom Keben ſi dt, Unur den beh 5 1 berückt oft zun toh be tt eich, bald ich vin ck iet einen Fraund n d lac mich ſtehn alli ichſt rk und aufgeri dic wach, ach gar le it a, bald ich ſterh A8l tſehr nacdſt nze nden, Was ich be hr, acs ändrung hats n dts f as auch ein Stin In tiglem Stande bleit niczu rändert würde „w un ich gnug erltt iel un manchen Pla der an., beſtellt ein Gi din mhnich tragen: ne h niſt ausläßt, I rauu bläſt, Mit H. lle g Fer ann)itz der Eine ſtu dir mtränket: Der D do uchedirbt, Der Vit ket r Füufte wird tt; 3 Sechſt in Schm v whfraacht: Ach, e ßen? n urs h, ſo kann Niem t arn wiſſen, Csiſtt ea Wenn man i D etzt da ſtehet ſn und ſtark, Muß dieſen Abend noch im Liſt, die bei ihr müſſen leben, Und odſ ich ſollt als ein guter Chriſt Mit am aber nicht verricht So völlig, wie es meine Pflicht Und dein Befehl er⸗ Vielfältig mich betroffen; Es iſt, o mich Gnade hoffen; J Von der heiligen Sarg Vielleicht ſein Lager halten. 15. Die Welt ſetzt Allen zu mit Ernſt ihr widerſtreben: Ich hab es fordert. 16. Ach, leider, hat Fahrläßigkeit Gott, mir herzlich leid, Du heißt ch ruf, ich ſchreie, Herr, zu dir: Eröffne mir die Gnaden⸗Thür, Daß mich dein Troſt erquicke. 17. Gedenke nicht der erſten Schuld, Darin ich bin empfangen: Vergib durch deine Lieb und Huld, Dreieinigkeit ꝛc. 27 Was ich auch ſelbſt begangen: Ich⸗ beuge, Gott, vor dir allhie In De⸗ muth meines Herzens Knie, Du wollſt dich mein erbarmen. 18. Herr! hilf mir, daß ich nicht vergeh, Laß mich in dir verbleiben: Kein Angſt, kein Elend, Schmerz noch Weh, Laß mich von dir abtrei⸗ ben. Ich bin ja dein Geſchöpf und Werk, Du biſt mein Heil und meine Stärk, Drum laß mich nicht verderben. 19. Komm mir zu Hilf, Herr, meine Kraft, Durch dich werd ich erhalten: Du Lebens⸗Brunn! gib Lebens⸗Saft, Laß nicht mein Herz erkalten; Du biſt mein Licht und Herrlichkeit, Erſcheine mir mit Licht und Freud, So werd ich vor dir leben. Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. VI. Von der heiligen Dreieinigkeit und den göttlichen Eigenſchaften. Das Engelſche Gloria in excelsis Deo. Luc. 2, v. 14. llein Gott in der Höh 44. A Sei Ehr Und Dank für ſeine Gnade, Darum, daß nun und nimmermehr Uns rühren kann kein Schade, Ein Wohlgefalln Gott an uns hat: Nun iſt groß Fried ohn Unterlaß, All Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preiſn, anbeten dich Für deine Ehr; wir danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Re⸗ gierſt ohn alles Wanken. Ganz un⸗ ermeſſn iſt deine Macht, Fort gſchicht, was dein Will hat bedacht: Wohl uns des ſeinen Herren! 3. O Jeſu Chriſt, Sohn einge⸗ born Deines himmliſchen Vaters, Verſöhner der, die warn verlorn, Du Stiller unſers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, Nimm an die Bitt von unſrer Noth, Erbarm dich unſer Aller! 4. O heilger Geiſt, du höchſtes Gut, Du allerheilſamſt Tröſter, Vors Teu⸗ fels Gwalt fortan behüt, Die Jeſus Chriſti erlöſet Durch große Martr und bittern Tod; Abwend all unſern Jammr und Noth: Dazu wir uns verlaſſen. Nieolaus Decius, ſt. 1529. Von Gottes Treue und Wahrheit. 2. Cor. 1, v. 10. Mel. Gott des Himmels und der Erden. 45 A men, Amen, lauter Amen 1. Hat des treuen Gottes Mund, und er führt vorlängſt den Namen, Daß in ihm der Wahrheit Grund. Was er ſagt, trifft Alles ein, Es muß Ja und Amen ſein. 2. Menſchen können ja wohl trü⸗ gen, Weil ſie alle Lügner ſein; Doch kann dieſer Held nicht lügen, Denn er liebt nicht falſchen Schein; Er treibt mit uns keinen Scherz: Wie der Mund, ſo iſt ſein Herz. 3. Die Verheißung kann verziehen: Kommt nicht bald, was er ver ſricht⸗ 28 Muß man allen Zweifeln fliehen, Weil er ſein Wort niemals bricht. Iſt die rechte Zeit nur da, So heißt Alles lauter Ja. 4. Hat er es doch ſo gehalten Von dem Anbeginn der Welt: Seine Wahr⸗ heit wird auch walten, Bis die Welt zu Boden fällt, Weil er jetzund und fortan Sich nicht ſelber leugnen kann. 5. Er ſprach einmal nur: Es werde! Da vorhin doch gar Nichts war, So ward Himmel und die Erde, Und ſein Machtwort ſtellte dar, Daß ihm Nichts unmöglich ſei, Und es bleibet noch dabei. 6. Nicht Ein Wort iſt, das verge⸗ bens Auf die Erde fallen kann: Al⸗ ſo gibt das Wort des Lebens Sich zum treuen Zeugen an, Der uns ſeinen Sohn verſprach, Kam auch ſeinen Worten nach. 7. Wohl, mein Herz, Du kannſt ihm trauen: Was er dir verheißen hat, Wirſt du auch erfüllet ſchauen, Kommt es gleich bisweilen ſpat Und er ſpart es weit hinaus, Es wird doch ein Amen draus. 8. Amen! Herr! du wirſt erfüllen, Was dein treuer Mund verſpricht. Das erwart ich nun im Stillen, Bis es in der That geſchicht, Daß du die Erfül⸗ lung gebſt. Amen! Ja, ſo wahr du lebſt! B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Kurze Verehrung des dreieinigen Gottes. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. 46 De du biſt Drei in Einig⸗ *.☛ keit, Ein wahrer Gott von Ewigkeit: Die Sonn mit dem Tag von uns weicht, Laß uns leuch⸗ ten dein göttlich Licht. .2. Des Morgens, Gott, dich loben wir, Des Abends auch beten vor dir: Unſer armes Lied rühmet dich Jetzund, immer und ewiglich. 3. Gott Vater, dem ſei ewig Ehr; Gott Sohn, der iſt der einig Herr, Und dem Tröſter, heiligen Geiſt, Von nun an bis in Ewigkeit! D. Mart. Luther, g. 1482, ſt. 1546. Von der heiligen Dreieinigkeit Aller drei Perſonen Lob und Anbetung Mel. Nun danket alle Gott. reieinig höchſter Got Gott, der du nie f 47. boren: Gott, der die Ewigkeit Sa ſelbſt zum Dienſt erkoren; Der Mf les Allen iſt, Und deſſen Wund.e Händ Allmächtig thätig ſind, Goß alles Endes End! O Gott! durch Nichts beweget: Du Urſprung alle Macht Und aller Güter Meer: Got aller Götter Gott! Dir ſei Dan Preis und Ehr! 3. Dich bet ich an, o Herr! D wolleſt mich behüten Und auf mei armes Herz Die Himmels⸗Güt aus ſchütten: Ach, leit und führe mich Und beut mir ſelbſt die Hand, 6. bleibt dein Gnaden⸗Licht Nie vomn mir abgewandt. b 4. Und du, o Gottes Sohn! Mei Heiland, mein Erbarmer, Herr Jeſt Chriſt, mein Troſt! Zu dir komm ich ich Armer; Du Gnaden⸗Brunn de Heils! O König! o Prophet! Er Biſchof, Bräutigam, Für uns an Kreuz erhöht. 5. Du Sieges⸗Fürſt und Heh⸗ Des Sündenvolks Fürſprecher, Der Wittwen, Waiſen Schutz, Bedräng ter Menſchen Rächer, Gefangne Löſe⸗Geld! Der Furcht in Noth ver⸗ treibt, Vor welchem weder Tod, noch Höll, noch Teufel bleibt. 6. Lamm Gottes! Seelen⸗Tro Sühn⸗Opfer dieſer Erden! Durch deſſen Blut wir rein Und neu gebo⸗ 4— — ren werden; Beweiſe doch an uns, Wie werth wir dir, mein Gott! Für die du dich gewagt In bittre Todes⸗Not 7. Du theures Seelen⸗Licht, Geiſt Gottes, Geiſt der Geiſter! Der Weis heit wahrer Quell Und aller Engl d D Du Geiſt der Stärk und Kraft, Unendlicher Verſtand! O Geit Geiſt, du Frie⸗ i Meiſter. der reinen Lieb, O dens⸗Pfand. 1 riertiün inn r nain duindd. Ron 11 1— Ad.drnm 4 er. DeEm u ihar 4 4 weni u bn d 92 alls Gh, dge S ke, de ir Aut? de 2 Gan m w mchdr n d⸗a. kris tect Un Ä Bd id rem oöhrn dede 1 2 Prldadt ehud in l erwcht Uumſjgh r 1 pä⸗! m m dsIn Har a din dat h. 3. D düt dich, m. ſacit Sa e h pbl n hant digjen⸗ her uum unnſcte NM A Lie te ne o ne en, 2 4 he en e ſe W d m ebeſt u ott, d t, der er du ni 1 Deen de ewiggeit 6 erkoren 4 1 hätig ſind 10 Lichter 9 t um eni. et, 3 3 bet ich an, o Herr! 3 Und au— ie Hungs ⸗Güt ah Iäeahr dn fübre n n 8 2 ona en⸗Licht Nie 1 an oGottes Sohn! M 1 n Erbarmer, Herr 4 Tooſt! Zu dir komm u Gnaden⸗Brunn öönig! No Prophet! 6 G * tigan, Für uns u 1 le Jürſt und HA E. volls Fürſprecher, uin Schut, Bedrän 21 Rächer, Gefangn der Furcht in Noth 7 V alin weder Tod, num ufel bleibt. — Hottes Seelen⸗Troſ 11 dier Erden! Dun wir rein Und neu geie 4 in wesenn an uns„W mein Gott! Für dien ain bittre Todes⸗Nol ees Seelen⸗Licht, Gei er Geiſter! Der Weit uell Und eller En Geiſt der Stärk 11 — be Verſtand! O Gei 8, O Geiſt, du Fui „ Gottes Weisheit rchten und den göͤttlichen Eigenſchaften. 8. O Glanz der Herrlichkeit! O Feuer! das erwecket Der Liebe helle Bluth, d Die unſer Herz anſtecket, Da⸗ durch d er Augen Quell Zu Thränen wird gebracht Dadurch des Glau⸗ bens Muth Der Höllen Heer veracht. 9 O Leit⸗Stern, geh mir auf, Daß ich nach dir mich richte! O Sonne, leuchte mir, Erleuchte mein Geſ ſichte! O Lieb! entzünde mich, Daß ſic mein Geiſt aufſchwingt Und aus der Sterb⸗ iichei Zu dir ins Leben dringt. Unerforſchliches Geheimniß der heiligen Dreieinigkeit. Röm. 11, v. 33— 36. Mel. Der Tag iſt hin, mein Jeſus. Oder: Die Sonn hat ſich mit ihrem. 48 Vreieinigkeit! du Gott ohn .☚ alles Ende, Du ewge Kraft, die ihre Allmachts⸗Hände Ganz um und um durch dieſen Erd⸗ kreis ſtreckt Und alle Welt mit ih⸗ rem Schirm bedeckt. 2. Wir loben dich, ſobald die Sonn erwachet Und wenn ſie jetzt den ſpä⸗ ten Abend machet, Was jebt und Peht auf dieſer Erden weit, iſt Alles, Herr, zu deinem Dienſt bereit. 3. 8 reicher S hatz, o unum⸗ ſchränktes Weſen! Wer hat je wohl die Heimlichkeit geleſ en? 8 tlef er l Brunn, o unerforſchte J Pracht, Wie groß ach Gott! wie groß iſt deine Macht. 4. Wer kann doch hier, Herr! deine Weg erfinden? Wie ſollt e ein Menſch wohl dein Gericht ergrün⸗ den? Nur weg, Vernunft, nur weg, nur weg mit dir, Dein Wi, der iſt gar viel zu ſchlecht allhier. 5. Nur immerhin, nur hin mit dei⸗ nem Dichten: Du kannſt dich nicht in Wo Gott nicht ſelbſt dich unterweiſen wird, So bleibeſt du verloren und verirrt. 6 Drum lehr uns, Herr, o Jlehr uns ohne Trennen, In Einem D Drei, in Dreien Eins erkennen; Ach, lehr uns doch, Gott Vater, Sohn 29 und Geiſt, Daß du ein Gott in drei Perſonen ſeiſt. .Gib, daß von dir dieß Wort bei uns ſtets klinge; Von ihm, durch ihn, in ihm ſind alle Dinge; Dem großen Gott ſei Ehr in Ewigkeit. Ja, Amen, Ja, ſingt alle Chriſtenheit. 8. Dein Nam iſt groß, dein Reich, Herr! in uns wohne, Dein Will uns beug, ernähr uns und verſchone. Ver⸗ ſuchung ſteur, erlös aus böſer Zeit, Dein iſt das Reich, die Kraft und Herrlichkeit.. Franke, g. 1618, ſt. 1677. Aurufung aller drei Perſonen beſonders. Mel. O Gott, du frommer Gott. 49. u dreimal großer Gott! Dem Erd und Himmel dienen, Dem heilig, heilig ſingt Die Schaar der Seraphinen; Du höchſte Majeſtät, Du Helfer i in der Noth, Du aller Herren Herr, Jehovah Zebaoth! 2. Ich hebe jetzund an, Dir Lob und Dank zu lallen, Mein Halleluja laß Dir gnädig wohlgefallen, Du al⸗ lerhochſtes Gut Und gnadenvolle Sonn, Du aller Gaben Meer Und uner ſchöpfter Brunn! 3. Mein Schöpfer! Menſch und Viel h Und alles andre Weſen Läßt deiner Allmacht Pracht Ganz klär⸗ lich an ſich leſen; Ein jedes Wunder lobt Dich ja in der Natur, Stern, Element, Gewölk Und alle Creatur. 4. Es muß dich Jedermann Den treuen Vater preiſen, Du führeſt wunderbar, Willſt Leib und Seele ſpeiſen, Erhöreſt das Gebet, Erfri⸗ ſcheſt unſern Muth, Wir ſind viel zu gering, Was deine Treue thut. 5. Heiland, Immanuel, Lamm Gottes ohne Suͤnden, Mein Jeſu! deine Lieb Kann kein Verſtand er⸗ gründen; Das Halleluja ſingt Dir, als dem wahren Chriſt, Das menſch⸗ liche Geſchlecht, Das nun erlöſet iſt. 6. Du nahmeſt Fleiſch an dich Und trateſt in die Mitten, Trugſt unſre Sünden⸗Schuld, Haſt bis aufs Blut gelitten; Doch dieß dein Blut 30 und Tod Erwirbt uns lauter Heil, Macht, daß wir ſelbſt an Gott Nun können nehmen Theil.. 7. O Herr Gott, heilger Geiſt! Du Geiſt voll reiner Flammen, Durchs Evangelium Bringſt du das Volk zu⸗ ſammen, Das Chriſtum kennt und ehrt, Du macheſt Alles licht, Gibſt neue Feuergluth, Damit kein Glaub gebricht. 8. Ach allerhöchſter Troſt Und beſter Weisheits⸗Lehrer! Erleuchter, Heiliger, Aufrichter und Bekehrer! Du theilſt die Gaben aus, Erfülleſt uns mit Kraft, Die der Verderbniß wehrt Und Gutes in uns ſchafft. 9. Gott Vater, Sohn und Geiſt! Ein Gott und Eins in Dreien, Ge⸗ prieſne Majeſtät, Auch ſtets zu bene⸗ deien: Laß auf der rechten Bahn Uns allezeit beſtehn, Und durch ein ſeligs End Zu unſerm Erb eingehn. 10. Laß, o dreieinger Gott! Dein Gloria! Gelobt, gelobt ſei Gott! Nach dem erſten Gebot. Von der Furcht Gottes. Mel. O großer Gott von Macht und. rhabne Majeſtät! an Macht — 0. Exhab Stärke reich, Wer iſt dir an Gewalt aus allen Göttern gleich? Vor dir erbebet Höll und Welt Und was dein Arm umſchloſ⸗ ſen hält, Muß deinen Scepter ſcheuen Und ſich mit Zittern freuen. 2. Du haſt durch deine Kraft den l Himmel ausgeſtreckt, Die Erde feſt gjett⸗ der ſie ein Hie geſteckt. Dein Wort hewent der zer Gund Und ürzt ſie in des Meeres. Willſt du hhmd kein Menſch entfliehen. 3. Wir Alle ſind dein Thon und Werke deiner Hand, Leib, Seele Gut und Blut haſt du uns zuge⸗ wandt, Du ſchreibſt dem menſch⸗ lichen Geſchlecht Geſetze vor mit höch⸗ Von der heiligen Dreieinigkeit. ſtem Recht, zur Strafe ziehen, So kann ben Und kannſt ſein Th und Denken, ſchränken. pfinden meine Pflicht. Zünd anf gich, Wie dirs beliebt, m 4. Ach, laß mich großer Herr! a dem Gemüth, mein Gott! ein gö ſr lich Licht, Damit ich überzeuget weng Wie hoch ich Gaſt auf deiner Gu b Verbunden, deinen Willen, Gehe ſam zu erfüllen. 5. Präg deine Gegenwart, Hen den Gedanken ein. Laß mich Dunkeln auch dein helles Au ſcheun, Erinnre mich an deine Mat Und an die Pein der langen Nach Wenn es mein Geiſt will wagen Gehorſam zu verſagen. 6. Doch gib, daß meine Fur vor dir nicht knechtiſch ſei, Befre mein Gemüth von Zwang und Heuth lei, Schenk einen kindlich freien Geſ Der willig thut, was du ihn heiß Und der bei reiner Liebe Sich i Gnaden⸗Antlitz leuchten; Dein edler V Segens⸗Thau Woll unſer Herz be⸗ feuchten! Wir hoffen ja auf dich Du läßt uns nicht im Spott, Wir ſingen Gehorſam übe. 7. Laß, Schöpfer! dieſe Furcht u deiner Majeſtät Den güldnen Züug ſein, darin mein Wille geht, Hal ihn damit auf rechter Bahn, Treib ih zu allem Guten an, So wird in dem Gi wiſſen Sich Fried und Freude küſſen D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 175 Lob aller drei Perſonen beſonder Mel. O Gott, du frommer Gott. elobet ſei der Herr, Mein 51. G Gott, mein Licht, mei Leben, Mein Schöpfer, der mir ha Mein Leib und Seel gegeben, Mei Vater, der mich ſchützt Guts an mir gethan. 2. Gelobet ſei der Herr, Mein Got mein Heil, mein Leben, Des Vater ſttae 4 ſich für mich geg; ant di „Der mich erlöſet hat Mit ſeinen Wi liebſter Sohn, Der theurem Blut, Der mir im Glaube ſchenkt Sich ſelbſt, das höchſte Gut 3. Gelobet ſei der Herr, Mein Gott, mein Troſt, mein Leben, De Vaters werther Geiſt, Den mir da Sohn gegeben, Der mir mein Ha G on Mutten eibe an, Der alle Augenblick Vü — 2 9 b de wſhmte e gen Dreieini, an l. ſtem R n und dend den ü Länten— dirs be vfindencg großer g dem Gen mit 1 i ih ibeznn Verbunde 346 aft aufd V ſam zu er men Bi 2 9 ſcheun, Er 3 Gehorſam raſe 6. Doch da vor dir ni ai mein Gemi at lei, Schent iindlich fren Der willig un, was du ij Und der l a4 iner Lich 3 Gehorſam u 7. Laß, Eans fer! dieſe gn deiner Maj in denn ſein, darin zan Will gh ihn damit ar auahter Bahn 5 zuallem Gut am, So widdin wiſſen Sich nnd und Frahe D. Oall tambach,g.l6 n Zwang un Loß aller d amterſonen heſ Mel. O dam du frommer ga 51 Ge 2 ſei der Hen I. D mmein Lih keben, Mein unöpfer, der ſ Mein Leib utbeel gegebe, Jater, der 1 unſchützt Vong eibe an, T atlle Augenbii Huts an mi un han. V 2. Gelobet nein Heil, n ebſter Sohn en, Der mie heurem Biu m henkt Sich i das höchſt 3. Gelobe zott, mein 1 in aaters werth pohn gegeber er mir mal ſen let jechtiſch 1 und den göttlichen Eigenſchaften. ſerquickt, Der mir gibt neue Kraft, „Der mir in aller Noth Rath, Troſt und Hilfe ſchafft. 4. Wlioben ſei der Herr, Mein „Gott, der ewig lebet, Den Alles lo⸗ bet, was In allen Lüften ſchwebet; Gelobet ſei der Herr, Deß Name hei⸗ lig heißt, Gott Vater, Gott, der Sohn Von Gottes Gerechtigkeit. Mel. Es iſt gewißlich an der Zeit. erechter Gott, vor dein 52. G Gericht Muß alle Welt ſich ſtellen Und ſich vor deinem An⸗ geſicht Ihr Urtheil laſſen fällen; Du ſchauſt von deinem hohen Thron Ohn alles Anſehn der Perſon Auf alle Menſchenkinder. 2. Du biſt des Satans Werken Feind Und haſſeſt gottlos Weſen. Der iſt gewißlich nicht dein Freund, Der ſich zum Zweck erleſen, Was dein gerecht Geſetz verbeut, Und der ſich wahrer Heiligkeit Von Herzen nicht befleißet. 3. Du liebeſt das, was recht und gut Und biſt ein Freund der From⸗ men; Wer deinen guten Willen thut, Wird von dir aufgenommen; Sein Werk und Dienſt gefällt dir wohl, Ob er gleich nicht iſt, wie er ſoll, Nach dem Geſetz vollkommen. 4. Du öffneſt deine milde Hand, Das Gute zu belohnen, Und gibeſt als ein Liebes⸗Pfand Den Frommen ſchöne Kronen: So zeigeſt du vor aller Welt, Daß es dir herzlich wohl⸗ gefällt, Wenn man das Gute liebet. 5. Hingegen bleibt die Bosheit auch Vor dir nicht ungerochen: Ein Abgrund voller Qual und Rauch Wird denen zugeſprochen, die ſich mit Sünden⸗ 3 3 Luſt befleckt, Ja, deine Hand iſt ausge⸗ ſtreckt, Sie hier bereits zu ſtrafen. 31 6. Der Untergang der erſten Welt, Die aus der Art geſchlagen, Das Feuer, das auf Sodom fällt, Aegyp⸗ tens lange Plagen Und andre Wun⸗ der deiner Macht, Die zeugen, wenn dein Zorn erwacht, Wie du nach Werken lohneſt. 7. Bleibt hier manch Böſes unge⸗ ſtraft, Manch Gutes unbelohnet, So kommt ein Tag der Rechenſchaft, Der keines Sünders ſchonet, Da wird ſich die Gerechtigkeit, die Jedem die Vergel⸗ tung beut, Am herrlichſten beweiſen. 8. Gerechter Gott, laß meinen Sinn, Wie Du, das Gute lieben, Nimm alle Luſt zur Sünde hin, Wirk inniges Be⸗ trüben, Wenn ſich das Uebel in mir regt; Dein Herz, das lauter Gutes hegt; Sei meines Herzens Muſter! 9. Und weil vor dir, o ewge Gluth, Kein Sünder kann beſtehen, Der nicht des Mittlers Tod und Blut Zum Schild ſich hat erſehen, So gib mir die Gerechtigkeit, Die mich von deinem Zorn befreit, Gerechter Gott, zu eigen! D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Um Erhaltung des Glanbens an⸗ geflehte Dreieinigkeit. 88 ott der Vater wohn uns 9 3. G bei Und laß uns nicht ver⸗ derben, Mach uns aller Sünden frei Und helf uns ſelig ſterben. Vor dem Teufel uns bewahr, Halt uns bei fe⸗ ſtem Glauben Und auf dich laß uns bauen, Aus Herzens⸗Grund vertrauen, Dir uns laſſen gar und ganz, Mit allen rechten Chriſten Entfliehn des Teufels Lüſten, Mit Waffen Gottes uns rüſten. Amen, Amen, das ſei wahr: So ſingen wir Hallelujla. 2. Jeſus Chriſtus wohn uns bei Und laß uns nicht verderbenꝛc. 3. Der heilge Geiſt wohn uns bei Und laß uns nicht verderben ꝛc. D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Um die Wohlthaten jeder göttlichen Perſon beſonders. In eigner Melodie. 5 4 Ben Gott Vater! laſſe mich . Deine Weisheit ſtets re⸗ 32 Feren Deine Gnad erhalte mich, Um die Einwohnung der heiliga aß mich deine Liebe ſpüren. Gib Barmher mich dur heit ſei zum Schirme; zum Sa utz bereit. 2. ellno⸗ Jeſu, Gottes Sohn, Deine Menſ chheit meine Ironde. Deine Wort meiner Seelen Weide: Heiligkeit mein Vorbild, zigkeit zum Troſte, 6 Gerechtigkeit; Deine Wahr⸗ Deine Macht e De Deine muth ſei mein Schein: Und dein ſo Leidens geduldigs Herze Laß des Spiegel ſein. 3. Laß in meiner Schmach mich Ruhm, Heil in deiner Unſchuld ha⸗ ben; Dein Gehorſam müſſe mich Mit Gerechti gkeit begaben. Mach mir deinen Tod zum Lel ben Und dein Aufſtehn zum Panier: melfahrt zur Hoffnung, zur Himmels Sthür. 3 n H 4. Geiſt der Gnaden, ſei mein Troſt, Ach, bekehre, hier ſind Sün⸗ den: Ach, erwecke, hier iſt Schlaf; Waſche, hier iſt Koth zu finden. Ich bin todt, Mach mich lebe ndig; Sei mir Irrenden die Bahn Und be⸗ reite mich zum Leben, Wie leben kann. 5. Gib ein Licht in den Ver iſtand, Heilige du meinen Willen Die Be gierden mache zahm, Deinen Willen zu erfüllen. mögen, Welches voller Schwachheit iſt, Und gib, daß mein Sinn nichts Anders Als was ſelig iſt, erkieſt. Heilige Dreieinigkeit, Sei und blei in meinem Herzen, Schrecke mich durch dein Geſetz, mich nicht mit Gnade ſcher erzen. t auch ich ewig La — 0 aß Tröſt meine Seele wieder Durch das Evan⸗ gelium: Unterweiſe mich im Worte, Welches ſei mein Eigenthum. 7. Auf daß ich die Sünd erlenn, Deinen Zorn darob empfinde: Vor Von der heiligen Stärk Shee ſei mein Weg, Dein 19 De⸗ 5 L „ ſtand Mit gib⸗ daß er dih G ichte; Laß 3e auch E ntreiße 1 Entzünde meinen Willen, mm Säärke ſelbſten mein Ver⸗ der Höllen Macht erſchreck Und mich zu der Buße finde; Aber auch an Jeſum glaube, Seines Todes mich erfreu; Meinen Wandel beſſer führe ſet, Was ſonſten iſt Und ein Kind des Lebens ſei. Dreieinigkeit Dreieinigkeit. In eigener Melodie. 55. Daed eilige Mich haſt geſch B Dreieimgka ſo ſuͤß und mid 1 in der Zeit— deinem Ebenbi Ach, daß ich da von Herzens⸗ Grund D voch lieben möch alle Stund! Drum komm doch 9 zeuch ein bei mir, und bereit mich d dir. 2 O Vater, nimm ganz Das ſehnende Gemüthe, deinem innern Schrein er ſti len Hütte; Vergieb, meine Seele ſich So oft zerſereug jämmerlich, Verſtge ſie in deine Ruh Nichts als nur duſ le af 8 t * e . lde 8 Daß zts in ihr ſei, V Gott Sohf erleuchte den Ver iner Weisheit Lichte; Ver⸗ ft gewandt tZu eitelen Thun und Dent en um 6 6*. — H 3 Uei mich, daß ich hier allber mich vom Tand der Zei eit 4. O heilger Geiſt, du Liebesfeue Stärk ihn mir zu Hilf und Steut, Da deinen zu erfüllen; Vergieb, oft gewollt, Was ſündlich iſt und ni rit geſollt; Verleih, daß ich mit reina 8 Brunſt Dich e wig lieb u nd deine Gunſt — heilige Dreieinigkeit, Füh mich nur ganz von hinnen; Richt 31 dem Lauf der Gwi gkeit All äuß⸗ und innre Sinnen; Vereinge mich und la mich hier Eins mit dir ſein, daß ich mit dir Auch dort ſei in der Herr⸗ lichkeit, O heili ge T Dreieinigkeit! Joh. S 8&* 5. ℳ Verehrung der r Allmacht und Maujeſtät Gottes. Mel. Ermuntre dich, mein. ☛ 536. J bopa, d dein Regieren macht, Daß M der ſchenwitz vergi gar hoch geacht, Wenn er gebührend miſſet Die Höhe deiner Maje ſtät, Wie hoch ſie über A les geht, Was auf den höchſten Thro⸗ nen Trägt die gerechtſten Kronen. Mach Wohnu iß luf dich hinfort gerichtet ſein daß i Lel ſ effler, g. 1624, ſt. 1671. 4 3 1 — — — 4 — — * — — „„„ rüilt Vm Gits ſeien 1 n Vte du A paſen dd dinn ct eill M rn. „Egtelllsnden 4 h nand gine lich 8 drmn hn ih, fiunder uumnt dtalter gn ſi dA Vu Nringen, o? 1 ſtets 1 un Güſtlet=* ichtin 8ri Rmeme d trt— nitn ratet 1 at 8 an nut 1 d,* ering ſn 8 m F eſt danta kr dein—* zu un näͤg an. ſt l ic duf 1 A n hin ni diner—2 8 9 mmmnin bini elde In Ar c 4,8 8 m kn a. — om igen Dreieini VU 0 1 1 H erzen alle Stun zeuch ein .2. 9 VW ein, Das es zu dein deiner ſtill meine See inh lämmerlich, 1 Daß Nichts iih 3. Gott ſtand Mit de gib, daß er Gedichte; L. allein Auf Zeuch mich Entreiße mi 4. O heil Entzünde m omm mir deinen zue ft gewollt, geſollt; Ver Brunſt Dich e dDreieinigtat aunn hinnen; igkeit All af reinge michm it dir ſein g ant ſei in da Dreieinigtet heffler, g.16,9 Allmacht u Gottes. re dich, mein. an in Regierene menſchenwi i 5. O heil nich nur ga em Lauf de mre Sinner nich hier Ei lit dir Aud chkeit, Ohe Verehrun Ma Mel.( 6. 3 ¾ , Was ſon denn er geb iner Masi geht, 3 Jas n Trägt die 4 2* ½ Mich haſt deinem El t gar hoch ge ddd miſſet Deß e hoch ſe i en höchſten mtſten Kamn. n 3 61 — Drei und den göttliche 2. Wo iſt, der je ſein Regiment Mit ſolcher Macht geführet? Wer iſt, der dir ſich gleich erkennt, Ob er gleich viel fregieret? Was ſich noch ſterblich nen⸗ nen muß, Legt Kron und Scepter dir ſn Fuß, Spricht: wir ſind nur Va⸗ allen, So lang dirs wird gefallen. 3. Wie weit erſtreckt ſich dein Ge⸗ biet? Das iſt noch ungemeſſen. Was dein Aug irgend wohnen ſieht, Iſt unter dir geſeſſen. Der allergrößte Landes⸗Herr Iſt ja dein größter Schuldener; Der Große, wie der Klei⸗ ne, Hat auch von dir das Seine. 4. Wie recht ſind, Herrſcher, die Gericht, Die du gewaltig übeſt! Wie er dir verpflichtet! Ich, dein gering⸗ he Unterthan, Meld mich in tieſſter emuth an, Vor deinen Thron zu treten, Den Scepter anzubeten. 7. Hier lieg ich auf meinm Ange⸗ ſicht, Befehl mich deiner Gnade. Kehr deinen Scepter von mir nicht; Bin ich gleich eine Made In deinem hochge⸗ ſeſſnen Aug, Da ich an Würden gar nicht taug, So biſt du doch ein König, Dem nicht es iſt zu wenig. 8. Ich bin dein ungerechter Knecht Und muß die Strenge ſcheuen: Do ſing ich mit von Gnad und Recht, Deß ſich die Deinen freuen. Du neigſt den Scepter her zu mir, Ich wag es, daß ich ihn berühr, So bin ich dann in Gna⸗ den, Mir wird dein Zorn nicht ſchaden. 9. Das macht, der mich bei dir ver⸗ tritt, Den du der Welt gegeben, Auf n Eigenſchaften. 33 dieſen gründ ich alle Schritt, Die ſich zu dir erheben. Der hält mich alles Zweifels frei, Daß ich der Gnaden fähig ſei, Da denen, die du liebeſt, In ihm das Reich du gibeſt. 10. Ich gebe wieder, was ich hab, V Du wirſt es nicht verſchmähen, Mein Herz ſei meine Gegengab. Kann es denn nicht beſtehen Mit ſeiner eignen Schätzbarkeit, So macht mir doch ein frei Geleit Dein Kind, das drinn ver⸗ ſchloſſen, Das wirſt du nicht verſtoßen. 11. Sorg, ſchütz, erhalte ferner noch, Regiere mit Verſchonen: Laß un⸗ ter deinem Liebes⸗Joch In Fried und Freud uns wohnen. Ich freu mich deiner Huldigung, Und Jej uleins Ver⸗ brüderung Läßt mich nicht ſein ge⸗ ſchloſſen Aus ſeinen Reichs⸗Genoſſen. E. J. Katſch, g. 1671, ſt. 1735. Das deutſche Kyrie Eleiſon. 57 Kie Gott Vater in Ewig⸗ „A keit! Groß iſt deine Barm⸗ herzigkeit; Aller Ding ein Schöpfer und Regierer: leiſon 2. Chriſte, aller Welt Troſt, Uns Sünder allein haſt du erlöſt. O Jeſu, Gottes Sohn! Unſer Mittler biſt in dem höchſten Thron, Zu dir ſchreien wir aus Herzens⸗Begier: Eleiſon! 3. Kyrie, Gott, heiliger Geiſt! Tröſt, ſtärk uns im Glauben allermeiſt, Daß wir am letzten End Fröhlich abſcheiden aus dieſem Elend: Eleiſon! J. Spangenberg, g. 1484, ſt. 1550. Von Gottes Allmacht. ein Schöpfer! deine Krea⸗ 58. M tur Will deiner Allmacht Ruhm beſingen, Ach, zeige mir die wahre Spur Bei ſolchen ungewohn⸗ ten Dingen, Gib mir ein Herz, das ſeine Ohnmacht fühlt, Wenn es ein ch Lied von deiner Allmacht ſpielt. 2. Esreichet deine Macht ſo weit, Als ſelbſt dein ganzes Weſen reichet, Nichts iſt, das deiner Herrlichkeit Und deinen hohen Thaten gleichet: Es iſt kein Ding ſo wichtig, groß und ſchwer, Was dei⸗ ner Hand zu thun unmöglich wär. 3. Es muß auf dein allmächtig 3 34 Wort Sich Alles unterthänigſt bücken, Du führeſt deinen Anſchlag fort, Du ſprichſt, ſo muß ſich Alles ſchicken, Du rufſt, 3 kommt, du winkſt, ſo ſtehet da, 3 man vorhin mit kei⸗ nem Auge ſah. 4. Duhaſtdieß große Wunder⸗Rund Mit deiner Allmacht aufgeführet; Es machet Erd und Himmel kund, Daß ſie ein ſtarker Arm regieret: Dein mächtig Wort, das ſie geſchaffen hat, „. Iſt ihnen auch an aller Pfeiler Statt. 5. Zwarpflegſt du nicht im Gnaden⸗ Reich Nach unumſchränkter Macht zu handeln, Da gehet Alles recht und gleich, Ein Jeder kann in Freiheit wandeln: Du öffneſt da das Tod⸗ und Lebensthor, Legſt Wahl und Weh der freien Seele vor.— 6. Doch wenn ſie ſo verſtändig iſt Und nach dem guten Theil ſich neiget, Wenn ſie der eitlen Welt vergißt Und unter deine Zucht ſich beuget, Solöſeſt du des Satans feſtes Band Und machſt ſie frei durch deine ſtarke Hand. 7. Die Größe deiner Wunder⸗ Macht, Dadurch du deinen Sohn er⸗ wecket, Den man erſtarrt ins Grab gebracht, Wird auch an einer Seel entdecket, In welcher nun des Glau⸗ bens blödes Licht Durch Dampf und Nacht und ſchwarze Schatten bricht. 8. O Allmacht! deinen großen Ruhm Kann kein ſo enges Blatt be⸗ ſchließen: Der Himmel iſt dein Eigen⸗ thum, Die Erd ein Schemel deinen Füßen; Die Kreatur erſtarrt vor dei⸗ ner Hand; Denn deine Macht iſt ihr nicht unbekannt. 9. Du haſt die Ordnung zwar ge⸗ tt. 6 Natur muß wirken; Doch haſt du ſelbſt ſie oft Zu ſehn die Krone deiner, eiſern: deine, Von der heiligen Dreieinigkeit n ttlider ſ it ſ 1 8 Audd 1 kalten Hand, Die er beſiegt mit ſchwe Atühn Gigtit.„am rer Feſſeln BandG.'. an 1 11. Was für ein Wunder deine ed Macht Wird das entzückte Augg Knrh 2 ſchauen, Wenn du nach jener langen gtlitn. 1 Nacht Wirſt Körner aus dem Staub Wmat suntd bauen, Wenn deine Hand der dürren her Bud Knochen Reſt Mit Fleiſch und Hau Gud fder und Glanz bekleiden läßt! 60 Gunbe Ii dit 12. O Allmacht! mein erſtaunte uun kn dod, Geiſt Wirft ſich vor dir in Stau bte Indh 4 darnieder, Ich bin erſtarret allermeiſt rßälnen Ich ſchleppe träg und todte Glieder Ach, mache mich zum Zeugen deine Kraft, Die aus dem Tod ein neues Leben ſchafft. 13. Ach, zünd in mir den Glauben an, Der deine Gnadenkraft ergreifet, Der ſtark und mächtig werden kann, Wenn er nur feſt auf dich ſich ſtei⸗ fet; Senkſt du in mich dieß Pfam des Himmels ein, So wird auch mir kein Ding unmöglich ſein. 14. So ſoll denn mein erſtorbner Leib Mich nicht mehr ſchwach und ſchüchtern machen; Wenn ich mit dir vereinigt bleib, So kann ich aller Ohn macht lachen; Dein Wort gilt mehr, als was der Zweifler ſagt, Auf deine Macht ſei, Herr, der Kampf gewagt D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Herzeus⸗Kirche. Aus dem Aateiniſchen M. Balth. Walthers: Mihi sacellum coelicum. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. ein Erbauet in dem Her⸗ zen mein, Welchs allezeit gefärbet iſt Mit Blut des Lammes Jeſu Chriſt 2. Drinn wohnt die heilge Dreifal⸗ tigkeit, Gott Vater, Sohn, heiliger Geiſt; Das iſt der werthe Seelen⸗Gaſt Der giht dem Herzen Ruh und Raſt. ring, Weil aber die Drei wohnen drinn, Es 3 groß genug und herrlich iſt Und Gottes königlicher Sitz. tärke, Und die befrein von ſeiner o Gott, befohlen ſein, 59. Mi iſt ein geiſtig Kirche 3. Es iſt das Kirchlein zwar ge⸗ 14. Das Häuslein und das Kirche lein Laß dir, dul un rten ena, 4 m d Gdonm wnm dei Bisbettke Unien. ur wdm Pied inn zmotewet lles, nintertgi, 8. uns A i hn 15 ſang i Kair i n a— nun ldullnn it d= ſn. Dürnab mange Du vam r W me m heigm mee en vrämwirdlch vA— nas duhh, m utt gen=— dein doſsl in Jil,— fien Jehd duf aladet, 1 rung tiſt wm dumeil* ih erc, A in umn ſrüt 6 dea mnſe, S e ſtr m mncht d adötlaßt Ota 1N iinnl — e ſanel ſt— elhu 1.a n d mß= ernunft be „ uu Dreet kalten g a △* m 4 ½ re 1 JFeſſeln der beſigt 9 4 8* 1. Macht W 3 ein Wunde ſchauen A M u dnd kacht Wir i mu kach jene bauen, Wi n ner aus Knochen 3 und Glanz 12 Geiſt Wir 18 darnieder, 8 60. 9 und den göttlichen Eigenſchaften. mit Behüts vor Fall und Herzeleid Und ſe zus entfüte t deng wohn darin in Ewigkeit! Heinrich Hartmann. Sonſt: D. Bernh. Dirſchau. Alle göttlichen Eigenſchaften in einer Summa. In eigener Melodie. Grund, Wie kann ich dich Ich ſrn nerſta zur Gnüge kennen? Du große Höh, c ſlengt tr ud inn wie ſollmein Mund Dich nach den Er 5 mache zum zeu enſchaften nennen? Du biſt ein un⸗ ebe t, Die nn dem ds demenüch Meer, Ich ſenke mich in eben ſchaff an dein Erbarmen. Mein Herz iſt rechter 13. Ach, j n, Der dei 1 ger ſtark m z Venn er mn t, Senkſt ain mich di 8 Himmel 48¾ 1. nih 1 3 deimn Dir am möglich ſenn 4 Se ſo m mein eiin b Mich n an mehr ſchwa üchtern ma n Wenn ich 3 reinigt bleil at kann ich dle icht lachen; an Wort git 3 was der an ler ſagt, Wei acht ſei, Han der Kamgf g O. J. J. HFach, g. 1693, 5. Her am ⸗Kirche. us dem muſchen M. Bh althers: M au cellum coeht del. Herr Je nu riſt, meins Lalg ir in geiſtig i 9. M lug ta mein, We Blut des unmes Jeſu Ch . Drinn w anndie heilge i eit, Gott Wiu Sohn, el ſt; Das iſt d ann rthe Seelen⸗ gibt dem. mn Ruh und Es iſt d un rchlein zwa „Weil ab ne Drei woh n, Es groſ amug und hen Ind Gottes nn llicher Siz. Das Häus und das Kit Laß dir, on, befohlen ſi a llezeit geftte Weisheit leer, Umfaſſe mich mit dei⸗ nen Armen. Ich ſtellte dich zwar mir Und Andern gerne für; Doch werd ich meine Schwachheit innen, Weil Alles, was du biſt, Ohn End und Anfang iſt, Verlier ich drüber alle Sinnen. 2. Dein Urſprung iſt die Ewigkeit, Die niemals mit dir angefangen, Du warſt vor aller Welt und Zeit Und 35 den; Worauf man die Gedanken ſtellt, It dir entdeckt und unverbor⸗ gen; Was Finſterniß beſchloſſen hält, Das ſiehſt du wie am hellen Morgen. Du wohnſt in einem Licht, Das hat kein Dunkles nicht, Noch mit dem Schatten was gemeines; Kein Köni iſt dir gleich, Dein allgewaltig Rei Gott, du Tiefe, ſonder Iſt oben und hier unten Eines. * 5 5. Du einiger und wahrer Gott, Du Herrſcher aller Himmels⸗Schaa⸗ ren! Die Götter ſind vor dir ein Spott Und ſcheuen alle dein Ver⸗ fahren; Vor dir erbebt der Engel Chor, Sie ſchlagen Aug und Ant⸗ litz nieder, So ſchrecklich kommſt du ihnen vor, Und davon ſchallen ihre Lieder. Die Kreatur erſtarrt vor deiner Gegenwart, Damit ſie alle Welt erfüllet, Und dieſes Aeußre weiſt, Unwandelbarer Geiſt! Ein Bild, worein du dich verhüllet. 6. Dich ſchließen keine Grenzen ein, Und wenn gleich tauſend Welten wä⸗ eh die Schöpfung angegangen; An dir iſt unausſprechlich viel, Und was nur wie Zeichen deiner Ehren; du haſt, wird nicht geendet, Dein hohes Alter hat kein Ziel, Das deiner Jahre Lauf vollendet; Verändrung trifft dich nicht, Dieweil dir Nichts gebricht„Du biſt ein unaufhörlich Leben: Was lebet und ſich regt, Das wird von dir bewegt, Du haſt ihm dazu Kraft gegeben. 3. Es rührt von deiner Allmacht her, Aus welcher alle Ding entſtan⸗ den; Kein einziges kommt ohngefähr; Wärſt du nicht, ſo wär Nichts vor⸗ handen; Was unſer Aug und Ohr be⸗ grüßt, Wovon wir wiſſen oder leſen; Zas ſichtbar und unſichtbar iſt, Das Alles hat von dir ſein Weſen. Du thuſt, was du beſchleußt; Und was unmöglich heißt, Iſt das geringſte dei⸗ ner Werke; Du biſt nur dir bekannt, Dein göttlicher Verſtand Und Weis⸗ heit gleichet deiner Stärke. 4. Der Himmel iſt dein Thron und Sitz Und du regiereſt auch auf Erden, Vor dir muß aller Menſchen Witz Als Unvernunft beſchämet wer⸗ ren, So wären ſie für dich zu klein Uind u ſtreckeſt dich unendlich weit Und über⸗ ſteigeſt alle Sterne, Deins Namens Lob und Herrlichkeit Erreichet eine ſolche Ferne, Die Niemand denken kann; Dich betet Alles an Und muß ſich un⸗ terthänigſt bücken, Und wer in Zu⸗ verſicht Dir ſeine Noth bericht, Dem hilfeſt du mit deinen Blicken. 7. Bei dir iſt guter Rath die That, Gerechtes Recht in dem Ge⸗ richte, Vollkommenheit im höchſten Grad, Geduld vor deinem Angeſichte, Barmherzigkeit und große Treu, Viel Gnad und unermeßne Liebe Wird alle Morgen bei uns neu: So han⸗ delſt du aus eignem Triebe; Ein je⸗ der Augenblick Iſt deiner Wohlthat Stück, Darin wir deiner Huld ge⸗ nießen: Dieß Alles, was wir ſein, Muß immer und allein Aus dir, als einem Brunnen, fließen. 8. O Vater, welcher Alles zeugt, Du allerhöchſtes Gut und Güte, Von dem es zu uns abwärts ſteigt, Du gibſt uns des Gedeihens Blüthe Und 3* 36 den Geſchöpfen Unterhalt, Nach eines jeden Art und Weiſe, Dein Segen macht ſie wohlgeſtalt, Du fülleſt ſie mit Freud und Speiſe, Biſt keines Menſchen Feind, Und deine Sonne ſcheint So über Fromm als Unge⸗ rechte, Dein milder Regen fällt In dieſer ganzen Welt Auf alle Völker und Geſchlechte. 9. Vermag dir Jemand auch dafür Mit Mund und Herzen recht zu dan⸗ ken? In keinen Tempeln wohnſt du hier, Dein Dienſt hat nicht gewiſſe Schranken; Was Menſchen für dich aufgebaut, Darin wird deiner nicht Segoget, Du liebeſt den, der dir ver⸗ traut Und ſich zu deinen Füßen leget, Was er dir leiſten ſoll, Das thut ihm ſelber wohl; Denn du bedarfſt nicht ſeiner Gaben, Statt deſſen wendeſt du Ihm Heil und Leben zu Und kannſt von Niemand Etwas haben. 10. Du lohneſt noch dem, der dich ehrt und biſt ein Feuer deiner Feinde, Das ihre Seel und Leib verzehrt, Dagegen labſt du deine Freunde. Dein Lob vermelden immerdar Die Cheru⸗ bim und Seraphinen, Wo die der Aelt⸗ ſten graue Schaar In Demuth auf den Knieen dienen: Denn dein iſt Kraft und Ruhm, Das Reich und Heilig⸗ thum, Da mich Entſetzen mir ent⸗ reißet; Bei dir iſt Majeſtät, Die über Ales geht Und Heilig, Heilig, Heilig et. E. Lange, g. 1650, ſt. 1727. Von Gottes Allgegenwart und Allwiſſenheit. roßer Geiſt, deß Weſen Al⸗ 61. 9 ks füllet Und den kein Ort in ſeine Grenzen hüllet, Der unum⸗ ſchränkt Sich niederſenkt Mit ſeiner Kraft in alle Dinge, Dem Nichts zu groß, Nichts zu geringe. 2. Kein Salomo kann einen Tempel bauen, In welchem man dich könnt umringet ſchauen, Dein bloßer Saum — deſſen Raum, Es muß ſelbſt immel, Meer und Erden Ein Schau⸗ platz deiner Ehre werden. 3. Will unſer Fuß hinauf zun Wol⸗ Von der heiligen Dreieinigkeit eller Glanz ſich zeigen, Steigt er helle In Höll und Grab, Senkt er wird er dich, du ihn, da finden. 4. Dein Auge ſieht, was Nacht und Abgrund decken, Es kann ſich Nichts vor deinem Licht verſtecken, Es drin⸗ get ein In Mark und Bein, Um ken ſteigen, So wird daſelbſt dein utt. ſich zu des Meeres Gründen, S der verborgne Sitz der Nieren Muß m deine helle Fackel ſpüren. Wahn verehret, Hat je ſein Voll Vollkommner Geiſt, Was läßt es deine Knechte wiſſen. Kinder beten, Du ſiehſt, wenn ſie ver⸗ borgen vor dich treten, Macht gleich ihr Mund Nicht Alles kund, So kannſt du ſelbſt des gen und Erhörung krönen. finſtre Winkel jetzt umringen. Falſchheit leidet; Wohl dem, der auch verborgne Sünden meidet, Der los und frei Von Heuchelei Vor dir und Menſchen redlich handelt Und unter deiner Aufſicht wandelt. 9. Erforſche ſelbſt die innerſten Ge⸗ danken, Ob ſie vielleicht von deiner Richtſchnur wanken, Lenk Herz und Sinn Zur Wahrheit hin, Sei du der Leitſtern meiner Füße, Bis ich, mein Licht, die Augen ſchließe. Von Gottes Heiligkeit. 62. 9 aller Dinge, O Majeſtät voll Pracht und Licht! Wer iſt, der dir ein würdig Loblied ſinge, Welch ſterblich Herz erzittert nicht? Stellt ſich der Seraphinen⸗Schaar Vor dei⸗ nem Thron 5. Kein falſcher Gott, aus falſchen was künftig ſei, gelehret, Du aber weißt, V eiſ— künftig wird geſchehen müſſen, Um 6, Du weißt und hörſt, was deine Herzens Sehnen Mit Se⸗ 7. Vor Menſchen bleibt jetzt man⸗ ches Thun verborgen, Dir aber iſt die Nacht ein klarer Morgen, Und dein Gericht Wird an das Licht Und an die helle Sonne bringen, Was 8. O Auge, das nicht Trug noch großer Gott, o Urſprung verhüllet dar: Wie ſollte zmawrte Fun der fecen d ſalr Glanz*nß flelt nitt, Acadr wllo, n fen, Den uiätt Gotthi= Hal Nihs wem md M ſen den Nite die Klü deln bnten Vetahndpft das Aitaitn das gn— hen ltlämgr. 6 hen= ſaus dim um dualen, d, i nwtt trü Ddu, F wa uſ it ſtuett Ur m eetd ü A cht 1 on dr= piee dm tr ri 8 tſcain de, ſſer n lit von 7 5 · Dreieinig*† ken ſtei en heller ga hinab J F n ſich zu de wird vor deinem get ein der verbor eine helle Vahn vere das künfti eißt, Vol uftig wird zt es dein 6, Du we am inder beten in rgen vor nn 4 f 1h wid daſch 5 A! 1* 1nn 0. Kein n Mund Ni i les ſelbſt des 5 u : und Erh ang 7. Vor Me 8 Thun v Nacht ein 1 Gericht 2 die helle tre Winkel 6. O Auge ſchheit leide vorgne Sü frei Von. nſchen redl er Aufſicht Erforſche ten, Ob ſt tſchnur wo n Zur Wah tern meiner „ die Auge t D. J. J. Von Got 4 aller Pracht und in würdig ich Herz erz er Seraphin Thron verhü mrer Morgen an das Lit bringen, 11 umringen. 3 nicht Tun ohl dem, dar un meidet, N melei Vor di mandelt Undu an delt. ddiie innerſtn leicht von d in. Lenk Helzl n hin, Sei dul no, Bis ich, n w lie 1 ac, 3.1696, fl n heiligkeit. d'tt, o Urſpu ze, O Mai . Wer it.) dd ſinge, W nicht? Em cchaar Vorh ar: Wie ſl 1 8 voll Funcht und Schauer werden? ü zerſcheitern kann; d der keinen Wechſel weiß; Eh Sonn * und Mond das Amt zu leuchten und den göttlichen Eigenſchaften. nicht, ich Hand voll Erden, Vor dir „rühre mir die Nans befleck⸗ ten Lippen Mit deines Altars Koh⸗ 37 rons Stirn im Schatten trägt; Der hat auf ſeiner Todes⸗Bahn Die Schuld der Sünden abgethan, Und da er als ein Fluch geſtorben, Die Kraft len an: Sonſt fahr ich hin in un⸗ zur Heiligung erworben. geheure Klippen, Wo Seel und Leib Bring eine de⸗ muthsvolle Scheu Den Kräften mei⸗ ner Seelen bei: Laß mich auf Knie und Antlitz fallen, Wenn heilig, heilig, heilig ſchallen... 3. Dein Wohnhaus iſt ein Licht, das keinen Schatten, Ein Glanz hatten, War ſchon dein lichter Freu⸗ den⸗Kreis. Wer weiß zu deinem Glanz die Spur, Faßt dich wohl eine Kreatur, Und kann der Strahl er⸗ ſchaffner Augen Dein Weſen zu durch⸗ forſchen taugen?. 4. Die Sonne ſelbſt hat ihre dunkle Flecken, Du aber biſt ein reines Licht; Es kann in dir nichts Finſtres ſich ver⸗ ſtecken, Dein heller Glanz verdunkelt nicht; Du biſt in dir vollkommen rein, Dein unbefleckter Gottheitſchein Hat Nichts, das Sünd und Noth zu nen⸗ nen, Nichts, das die Klügſten tadeln können. 5. Was deine Hand pflegt an das Licht zu ſtellen, Das glänzt von Herr⸗ lichkeit und Zier; Es fließet Nichts aus deinen lautern Quellen, Als ein kry⸗ ſtallner Bach herfür; Du haſſeſt, was nach Bosheit ſchmeckt Und was mit Satans Giftbefleckt, Es können Nichts, als gute Gaben Von dir den erſten Urſprung haben. 1 6. Es zeigt ſich ja in des Gewiſſens Sprüchen Ein Blick von deiner Hei⸗ ligkeit; Doch haſt du ſie mit noch weit kläͤrern Strichen In deinem theuren Wort erneut: Allein, das allergrößte Licht Hat ſie in deſſen Angeſicht, Der, dir die Sünden auszuſühnen, Auf Er⸗ den ohne Sünd erſchienen. 7. Dieß war der Sohn, das Bild von deinem Weſen, Dem dein Geſetz ins Herz geprägt; An deſſen Stirn war in der That zu leſen, was Aa⸗ 8. Nun kann in uns dein Bild von Neuem grünen In Unſchuld und Ge⸗ rechtigkeit; Nun kann dein Volk im heilgen Schmuck dir dienen, Da ihm dein Sohn die Kräfte beut: Es kann in deſſen Blute rein, Ja ohne Fehl und Tadel ſein, Der auf ſich nimmt der Sünden Bürden, Auf daß die Sünder heilig würden. 9. So gib denn Kraft, daß wir dich heilig ſcheuen, Mit deines Kindes Blut beſprengt, Gib Fleiß und Ernſt, wenn ſich der Koth von Neuem An die ge⸗ waſchnen Glieder hängt, Schenk uns ein Herz, das heilig iſ Weil du, der Vater, heilig biſt, Bis du uns an den Ort wirſt bringen, Da wir dir ewig heilig ſingen. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Anbetung aller drei göttlichen Perſonen beſonders. Mel. Nun freut euch, lieben. Oder: Allein Gott in der Höh. — heiligſte Dreifaltigkeit Voll 63. 9 Majeſtät und Ehren! Wie kann doch deine Chriſtenheit Dein Lob genug vermehren? Du biſt ſehr hoch und wunderſam, Ganz unbegreiflich iſt dein Nam, Dein Weſen uner⸗ forſchlich. 2. Wir danken dir, daß deine Gnad, Auch weil wir hier noch le⸗ ben, In deinem Wort uns ſ viel hat Geoffenbart gegeben, Daß du biſt wahrer Gott und heißt Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt, Dreifaltig und doch einig. 3. O Vater, aller Dinge Quell Und Urſprung, ſei gepreiſet Für alle Wun⸗ der, klar und hell Durch deine Macht erweiſet! Du, Vater! haſt vor aller Zeit Dein eingen Sohn von Ewig⸗ keit, Dein Ebenbild, gezeuget. 4. Du haſt gemacht den Erden⸗ Kreis Nach deinem Wohlgefallen: ——— 38 Uns Menſchen drauf zu deinem Preis, Daß wir dein Lob erſchallen; Au wird durch deines Mundes Wort Dieß Alles immer fort und fort Erhalten und regieret. 5. Drum ſteh du, Vater! ferner bei Uns deinen armen Kindern, Und alle Schulden uns verzeih, Als buß⸗ fertigen Sündern; Aus unſern Nö⸗ then mannigfalt Errette uns und hilf uns bald, Wie du uns haſt ver⸗ ſprochen. 6 6. O Jeſu Chriſte, Gottes Sohn! Von Ewigkeit geboren, Uns Men⸗ ſchen auch im Himmels⸗Thron Zum Mittler auserkoren; Durch dich ge⸗ ſchicht, was nur geſchicht, O wahrer Gott! o wahres Licht! Vom wahren Gott und Lichte. 7. Du biſt des Vaters Ebenbild Und doch vom Himmel kommen; Als eben war die Zeit erfüllt, Haſt du Fleiſch angenommen, Haſt uns er⸗ worben Gottes Huld, Bezahlet unſre Sünd und Schuld Durch dein un⸗ ſchuldig leiden. 8. Nun ſitzeſt du zur rechten Hand Des Vaters hoch erhoben; Beherrſcheſt alle Leut und Land Und dämpfſt der Feinde Toben: Hilf uns, o wahrer Menſch und Gott! Wir wollen dir für deinen Tod Und alle Wohlthat danken. 9. O heilger Geiſt, du werthe Kron, Erleuchter unfrer Sinnen, Der du vom Vater und dem Sohn Ausgeheſt ohn Beginnen: Du biſt all⸗ mächtig und ohn End, Der Vater und der Sohn dich ſendt, Im Glau⸗ ben uns zu leiten. 10. Herr! du gebiereſt durch die Tauf Uns wiederum aufs Neue; Hernacher nimmſt du uns auch auf, Wenn du gibſt wahre Reue; Durch dich wird unſre Hoffnung feſt, Und wenn uns alle Welt verläßt, Bleibſt du bei uns im Herzen. 11. Wir bitten dich Daß zes ja mög durchdrin für Seufzer oft vor dic demüthiglich, In unſrer Von der heiligen Dreieinigkeit Tod vorhanden iſt: So hilf, daß wir auf ch Jeſum Chriſt Getroſt und ſelig ſterben en, Waswir W 12. Gott Vater, Sohn, heilige Geiſt, Für alle Gnad und Güte Sei in⸗ merdar von uns gepreiſt Mit freude gem Gemüthe; Des Himmels Hen dein Lob erklingt, Und heilig, heilig heilig ſingt: Das thun wir auch auf Erden. D. J. Geſenius, g. 1601, ſt. 1671 g heil. Dreieinigkeit. Joh. 3, v. 1— 15. In voriger Melodie. 6 4. 9 heilige gründen. O unzertrennte Einigkeit, Vernunft kann dich nicht finden. Die Engel decken ihr Geſicht: Wie ſollte ſich mein dunkles Licht ein Höherz unterwinden? Zu dir, mein Gott! erhoben; Die Seele hat ſich aufgemacht Und ſuche ſich zu laben Von deiner Lippen Lieb⸗ keit, An deinen Wundergaven. geboren Durch Waſſer und den wer⸗ then Geiſt, daß meine Seele ſelig heißt, Zum Himmelreich erkoren. 4. Niemand gen Himmel fähret auf, Als der herniederkommen; Der biſt du, Par 1Durch deinen Lauf Sind wir auch aufgenommen. Du zeuchſt uns noch aus allem Weh: Wir fahren dir nach in die Höh, Zu Seel und Leibes⸗Frommen. 5. Wie Moſes in der Wuf Kupfer⸗Schlang erhöhet, Wodurch die Kranken funden Rath: Alſo mein △ Stamm: Wer ſich hält an dieß Got⸗ tes⸗Lamm, Zu Gott ins Leben gehet. — 6. Vollkommen iſt die Seligkeit, er könnte mich verdammen? Mich ſichert die Dreifaltigkeit, Ganz wun⸗ Noth vorbringen; Und wenn der derbar beiſammen: Der Vater, Sohn, Aufs Evangelium am Feſte der Dreifaltigkeitt Wer kann dich wohl er 2. Ich habe mich bei finſtrer Nacht lichkeit; O Jeſu! Glanz der Herrlich⸗ 3. Nach meiner fleiſchlichen Gebut War ewig ich verloren.„Du hilfeſt mir in Himmel fort; Ich bin nun neu⸗ en hat die Jeſus ſtehet Erhöhet an dem Kreuzes⸗ 7 m. M Sendimd, 3 nt. Ds häibs 14 und 1 kr⸗ t n jmm R d 2 AzwrKm d pen d* ſernäͤtht Um de de Engl wat 1 Vate— du wew les m l geih luh wrich al⸗ 4 Amh uch fer uge Uid m ufnt 1 ſar u Funmn Sü Sa vit mandigtit ue unh wihn gät, A ſcu un üm heden. auw gt afüll 2 ſ bett bideſt N=. aers Rechten. ni an hehn de. a dc bif un 4 daß un p 16 d agit Ry 11 — Nommen Sch r 1 go P vom Oo 4 ii aier Ne 89 Dreieini Todvorha Zeſum Chr 12. Gol Geiſt, Jür gem Gemm dein Lohe Erden. Aufs Eva hei ſründen. Vernunft kan Ingel decken ich mein d nterwinden u dir, me deele hat ſic ch zu laben chkeit; O J it, An dein 3. Nach m ir in Himm boren Dur en Geiſt, ißt, Zum z 4. Nieman f, Als der t du, Herr! tr auch auff s noch aus rnach in d ibes⸗Fromn 5. Wie Moſ pfer⸗Schlar ranken fund ſus ſtehet tamm: Wer ⸗Lamm, 31 6. Vollkomr er könnte m dert die Dre bar beiſamn ... Bar ewig 1u m tnt. Saue ohiſd 20 nad und Güte exreit Ri A⁴. AM. Des um au fi Meeieinigkeit 8 v. 1-15. 2r jer Melodie. 1 llige Dreijt 4 kann dich n ertrennte 8 n hnicht fnda 6 Geſicht. W 5 Licht einni atich bei fiſſta kott! erhohen gemacht Um ddeeiner Lippe Glanz der 9e Vundergaben nn fleiſchlichen mrloren. duf ait. Ich bin m un aſſer und da dun meine Sell an elreich erdre un Himmeli iederkommen 8 h deinen Lmfe am men. Dum Weh. Vief ah, Zu Eul eeh an er Wüſten hut öhet, Wodun ath: Alſbi E u an dem te hält an diil ins Leben w anſt die Sel dammen! eit, Ganz n der Vater 8 W him 4 2 tee 4 un ira 4 ſenius, 3. uat und den göttlichen Eigenſchaften. 39 die Deinen wohlgemeint In alle Wahrheit leiteſt. 7. Komm, wahrer Gott, mit deiner als auch der Geiſt. Zu meiner Selig⸗ keit erweiſt Dreifache Liebesflammen. 7. Des Vaters Lieb und Jeſus Treu, Des heilgen Geiſtes Güte Mein höch⸗ Kraft Zu deinen Auserwählten; Gib tes Gut und Glücke ſei, Ja Leib und uns den rechten Lebens⸗Saft Und Seel behüte, Bis daß ich mit der En⸗ tröſte die Gequälten; Bleib unſer gel Schaar Dir heilig ſinge immer⸗ Schutz und Zuverſicht, Der Seelen dar Mit dankbarem Gemüthe. Schatz und Freuden⸗Licht Und un⸗ ſers Geiſtes Leben. 8. O heilige Dreieinigkeit, Jehova der Heerſchaaren, Der du dich deiner Chriſtenheit Haſt wollen offenbaren; Daß du mit deinem Namen heißt Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt: Wir danken dir mit Freuden. riſte 9. Denn wer dich, Gott, recht weiß nes Thrones Stelle und kennt, der hat das rechte Leben, Iſt herrlich, voller Majeſtät, Daß bil⸗ Und wer von deiner Liebe brennt, Den lig dir zu Dienſte ſteht Der Him⸗ kannſt du bald erheben, Daß er, nach mel ſammt der Erde. dieſer trüben Zeit, Im Licht der fro⸗ 2. Als Vater haſt du deinen Sohn hen Ewigkeit Dich weſentlich kann Von Ewigkeit gezeuget, Daß ſich vor ſchauen. M. S. Liscovins, g. 1640, ſt. 1689 ſeiner Gottheit Thron Der Chor der Engel neiget: Als Vater haſt du Reichthum der Weisheit Gottes. dieſe Welt Und Alles an das Licht Röm. 11. v. 33— 36. Mel. Nun danket alle Gott. geſtellt, Auch väterlich erhalten. I 3. Drum bleib auch ferner zuge⸗ than, Als Vater, deinen Kindern, 56 9 welch ein tiefes Meer Und nimm dich unſrer Wohlfahrt. Und Abgrund iſt zu fin⸗ den In Gottes weiſem Rath, Was Reichthum iſt dahinten, Wenn man an; Hilf allen armen Sündern, Daß wir von deiner Mildigkeit, Zur guten 1 Gott recht erkennt. Wie unbegreiflich iſt Dein Weg, mein Gott, weil du und zur höſen Zeit, Troſt, Schutz und Nahrung haben. 4. Gott Sohn, des Vaters Eben⸗ Ganz unerforſchlich biſt! bild, Von Ewigkeit geboren, Und 2. Wer kann doch dein Gericht Ver⸗ endlich, da die Zeit erfüllt, Als Mitt⸗ ſtehn? Wer kann erkennen Ohn dein ler auserkoren; Ein wahrer Gott und Wort deinen Sinn? Wer darf ſich Menſch zugleich, Der du der Welt laſſen nennen Rathgeber deiner dein Himmelreich Durch deinen Tod Macht? Wer iſt wohl, der bei dir erworben. Als Schuld zu fordern hab Ein 5. Als Gott beſitzeſt du den Thron Stäublein der Gebühr? Zu deines Vaters Rechten, Uns wider 3. Von ihm, durch ihn, in ihm allen Neid und Hohn Des Teufels zu Sind all und jede Dinge; Ein Tröpf⸗ verfechten. Ach, hilf uns durch dein lein gegens Meer, Das iſt ja nur theures Blut, Daß uns dein Vater geringe. Von Gott, dem Vater, kommt bleibe gut und ewiglich gewogen. Durch Chriſtum, ſeinen Sohn, In Kraft 6. O heilger Geiſt, du werther des heilgen Geiſts, Mein Heil und Gaſt, Der Frommen Schutz und Kro⸗ Lebens⸗Kron. ne, Der du den Ausgang ewig haſt 4. Gelobet ſei, mein Gott, Du Vom Vater und vom Sohne: Du ſü⸗ Brunnguell aller Güte, Der mir al⸗ ßer Tröſter, treuſter Freund, Der du! lein erfreut Mein Herz, Sinn und — Der drei göttlichen Perſonen beſondere Wohlthaten. Mel. Allein Gott in der Höh. 65 Vater, Gott von Ewig⸗ .BP keit, Der Gottheit wahre Quelle, Dich ehrt die ganze Chriſten⸗ heit; Denn deines 40 Von der heiligen Dreieinigkeit 4.. 8 ie Welt aus ihren Achſen reißen e, Gott, Vater, Gott der Sohn kann die Welt aus ihren Achſen reißen Gennithr. der heilge Geiſt, Der ewig Es iſt kein Ziel in deiner Stärke: Dein tuet einig iſt Und doch dreifaltig heißt. Wort trägt dieſe ſchwere Welt; Das O. Joh. Olearius. g. 1611, ſt. 1684. iſt das kleinſte deiner Werke, Was Jedes für unmöglich hält. Morgen⸗ und Abend⸗Geſang zur 5. Du biſt der Herren Herr, den eud heil. Dreieinigkeit. Erd und Himmel ſcheuet, Der denen Köngen ſelbſt die theuren Kronen Coſr r meins Lebens.. B. 48 Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens leihet, Dich fürchten alle Majeſtäten ſtenheit, O heilige Drei⸗ Dich betet jede Herrſchaft an, Duſ 1*„ 8 Helltge 2 „ werthes Licht der Chri⸗ 67. B pertt inigkeit, Weil jetzt die Sonne von kannſt ſo Leib und Seele tödten, Das cE lehl dle 1reil. in Licht unſer kein zerbrechlich Zepter kann. uns weicht,, Durch dein Licht unſer 6. Du biſt es, der allein Unſterb erz erleucht! lichkeit beſitzet Und Andre, wenn e „ 1 6*— 1 1 3 4 · 2. Am Morgen früh da danken will, vor Tod und Gruft beſchützet wir, Des Abends beten wir 3u. dir⸗ Was die erſchaffnen Geiſter haben, Auch unſer armer Lobgeſang Dich Das tragen ſie von dir zum Lehn, Du rühmet unſer Lebenlang. 4 1 mang.. kannſt ſie in ihr ſelbſt b en, Bleibft 3. Lob, Ehr und Dank ſei dir er⸗ tannſtſie in ihrſelbſt begraben, Bleitſß Soßn paiſtzsan aber ſelber ewig ſtehn. weiſt, Gott Vater, Sohn, heiliger 7 bin unzu ie ſtih Licht muß die Geiſt! Du dreifach einig wahrer Gott, in unzugänglich Licht Tröſt unſer Her⸗ in aller Noth! Amen! zur Wohnung dienen, Ein Glanz, der Wräſt un lrn I4in aller h aus noch zu klar den lichten Seraphi Matth. Apeleh Löwenſtern,.1594, ſt las⸗ nen, Ein Blitz, der ſelbſt die Enge Bon der Herrlichkeit und Ma⸗ blendet, Wenn er auf ihre Stirnen 5. ehni egnn e ee Gee Rachen= 5 n gik, Am ugm en rid ubre Vuin 8 Ir Ihe ien d n wet= ſi heit Un du möüg= ct jeſtät Gottes fällt, Von welchen ſich ihr Antlit ſe ihtäz I wendet Und ſich vor Scham ver⸗ 68 Perklärte Majeſtät, anbe⸗ hüllet hält. 2 * tungswürdges Weſen 8 Welch ſterblich Auge hat dein Unendlich größrer Gott, als wir ge⸗ Weſen je geſchauet? Wer lebet, der ſchrieben leſen: Ach, flöße meiner es ſich im Fleiſch zu ſehen trauet! ganzen Seele Ein ehrfurchtsvolles(Du ſiehſt zwar, wie am hellen Mor⸗ Schaudern ein, Laß, wenn ich deinen gen, Was Nacht und Abgrund in Ruhm erzähle, Mich kleiner, als ſich ſchleußt; Uns aber bleibſt du ein Stäublein ſein. wohl verborgen, Du un kein ſein. 11 1— ſichtbarer gro⸗ 2. Du biſt ein ſelig Gut, du weißt ßer Geiſt. von keinem Leide Dein tiefer Abgrund 9. Was wir von deiner Macht und iſt ein Meer vollkommner Freude: Du deinem Willen wiſſen, Das haſt du konntſt in ſüßer Ruhe ſchweben, Eh dich ſelbſt zuvor uns offenbbaren müſſen, der Engel Schaar geehrt; Es ward Der Sohn, den deine Seele liebet, dein höchſtvergnügtes Leben Von kei⸗ Und den dein Vater⸗Schooß um ner Einſamkeit geſtört. ſchlietzt, Der Gooß iſts, der uns die Nach⸗ 3. Dein Seligſein wuchs nicht richt gibet, Die unſerm nö⸗ durch Schöpfung dieſer Erden, Du thig 85 fnn Glauben konntſt durch meinen Fall nicht un⸗ 10. Do glückſelig werden; Doch läßt dein Sohn in ſolche Mühe Sich für mich dermaleinſt der Vorhang we genom⸗ ſchnöden Sünder ein, Daß er mich men, So werden wir erſt unſre wieder zu dir ziehe, Als könntſt du Blöße Mit vieler Scham und De⸗ ſonſt nicht ſein ein vheim gh ct wuuth ſehn, Und, ſchönſter Geiſt, vor „Du kannſt mit größerm Recht deiner Größe In Ewigkeit ene’n allein gewaltig heißen, Dein Hälecht ſtehn. ie In Cwihkei entzucke ch hier erkennen wir dich noch gar unvollkommen, Wird aber 3 Wnwa den as vi pyn on Jt ein A en nur zu unn da de lde, wu dg u dr e dil vünn etuden, N ei 1Amct Sinde,* zer bünde iin, Dem ſt nd ſume Jür Gen ih zu dein er drnar Gnädi F 4 6 1 mn h gemiſe Ne vri uns A hn— 5 „ n Dreiein uin ;23 3 s ihren n. 4 4 4 ldeiner 9 1. äre. 7ß Alch tet ſchwacher Kraft beſungen; Nimm hin Herren köngen ſe nA. cheuet, eihet, Dich die theuren er ſelber an ain un gglich Licht m „ un npien, Ein G 3 19 ui lichten Em 4 1 ter ſelbſt dei det e am: auf ihre 6h „Von um en ſich ihr) idet Und u S et hält. vor Schm Mo Welch ſ anzſch Auge hu ſen je gele azte Wer lit ſich im F in zu ſehen m ſiehſt zwe amie am hellen Was Naut und Abanu ſchleußt; As aber bleit lverborge mu unſichthan Geiſt. Was wi un deiner Maht em Willen muſen, Das hoh zuvor u am fenbbaren un Sohn, dun eine Seele k den dei nutr⸗Schooß tt, Der i uſ er uns die gibet, Di unerm Glaubent iſt. Doch heam kennen witi gar unvo ammnen, Widt aleinſt den un hang weggen So we um wir erſt m Mit vi in zcham und ſehn, Un nönſter Geſt. Größe wigkeit enzu den da kaum auf e die j blicken, Die den Erd⸗Kreis wärmend 8 ſhnuen, Und zugleich Freudenreich und den göttlichen Eigenſchaften. 11. Indeſſen ſei dein Ruhm mit ein kindlich Lob von einer blöden Zun⸗ gen. Willſt du dereinſt den Mund ver⸗ Klären, So wird er deiner Majeſtät Ein Lied im höhern Chor gewähren, Das deines Namens Ruhm erhöht. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Von der Langmuth Gottes. 9 I[numf chränkte Liebe, gönne 4 blöden Augen, Die ſonſt Erden taugen, Daß ſie in Strahlen Deiner Langmuth öſen und den Deinen Mit der Sonne ſcheinen. 2. Waſſer, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete Iſt ein Schauplatz dei⸗ ner Güte; Deiner Langmuth Chre wird durch neue Proben Immer herr⸗ licher erhoben: O, wie weit, O, wie breit Ueber Berg und Hügel Streckt ſie ihre Flügel. 3. Was wir davon denken, was wir ſagen können, Iſt ein Schatten nur zu nennen, Tag vor Tag zu leiden, Tag vor Tag zu dulden So viel millionen Schulden, Und dazu Ohne Ruh Lieben für das Haſſen, Herr! wer kann das faſſen? 4. Du vergibeſt Sünde, hörſt der Sunder Flehen, Wenn ſie weinend vor dir ſtehen; Deine Rechte dräuet und erbarmt ſich wieder, Legt die Pfeile gerne nieder, Welche doch Im⸗ mer noch Neue Schuld erreget, Wenn ſie kaum geleget. 5. Herr! Es hat noch Keiner, der zu dir gegangen, Für Genade Recht empfangen: Wer zu deinen Füßen ſich mit Thränen ſenket, Dem wird Straf und Schuld geſchenket; Unſer Schmerz Rührt dein Herz, Und du willſt der Armen Gnädig dich er⸗ barmen. 6. König! ſei geprieſen, daß du ſo verſchoneſt Und uns nicht nach Werken lohneſt: Deiner Hand ſei Ehre, die ſo wohl regieret Und mit 44 Ruhm den Scepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmuth auszu⸗ üben Und die Welt zu lieben. D. J. J. Nambach, g. 1693, ſt. 1735. Selige Erkenntniß des dreieinigen Gottes. Mel. Es woll uns Gott genädig. 70 as alle Weisheit in der * Welt Bei uns hier kaum kann lallen, Das läßt Gott aus dem Himmels⸗Zelt In aller Welt erſchal⸗ len: Daß er alleine König ſei, Hoch über alle Götter, Groß, mächtig, freundlich, fromm und treu, Der Frommen Schutz und Retter, Ein eſen, drei Perſonen. 2. Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt Heißt ſein hochheilger Name; So kennt, ſo nennt, ſo rühmt und preiſt Ihn der gerechte Saame: Gott Abraham, Gott Iſaac, Gott Jacob, den er liebet; Beur Zebaoth, der Nacht und Tag Uns alle Gaben gibet Und Wunder thut alleine. 3. Der Vater hat von Ewigkeit Den Sohn, ſein Bild erzeuget; Der Sohn hat in der Füll der Zeit Im Fleiſche ſich eräuget; Der Geiſt geht ohne Zeit herfür Vom Vater und vom Sohne, Mit Beiden gleicher Ehr und Zier, Gleich ewig, gleicher Krone Und ungetheilter tärke. 4. Sieh her, mein Herz, das iſt dein Gut, Dein Schatz, dem keiner Näichet Das iſt dein Freund, der lles thut, Was dir zum Heil ge⸗ reichet, Der dich gebaut nach ſeinem Bild, Für deine Schuld gebüßet, Der dich mit wahrem Glauben füllt Und all dein Kreuz durchſüßet Mit ſei⸗ nem heilgen orte. 5. Erhebe dich, ſteig zu ihm zu, Und lern ihn recht erkennen; Denn olch Erkenntniß bringt dir Ruh Und macht die Seele brennen In rei⸗ ner Liebe, die uns nährt Zum ew⸗ en Freuden⸗Leben, Da, was allhier ein Ohr gehört, Gott wird zu ſchauen geben Den Augen ſeiner Kinder. 6. Weh aber dem verſtockten Heer, alle Menſchen in der Welt Zu dir bekehret werden; Erleuchte, was ver⸗ blendet geht, Bring wieder, was ver⸗ irret, Reiß aus, was uns im Wege 2. Wir glauben auch an Jeſu iſt, Gleicher Gott von Macht u n Chriſt, Seinen Sohn und unſen fmd Herren, Der ewig bei dem Vat 42 Von der Liebe aa Das ſich hier ſelbſt verblendet, Gott mels und Der Erden, Der ſich zun n 1 2„ 4 8 1 gel. 9 von ſch ſtößt und ſeine Ehr Auf Vater geben hat, Daß wir ſenſm eaejim 4 n Kreaturen wendet, Dem wird gewiß Kinder werden. Er will uns al duhe i mrit la des Himmels Thür Einmal verſchloſ⸗ zeit ernähren, Leib und Seel aut fine mnbeitie d e d ſen bleiben; Denn wer Gott von ſich wohl bewahren: Allem Unfall ui ſia u 5 kt 1 treibt allhier, Den wird er dort auch er wehren, Kein Leid ſoll uns wide mnsg ſen a treiben Von ſeinem heilgen Throne. fahren. Er ſorget für uns, hüt u 3 5 h nn 7. Ei nun, ſo gib, du großer Held, wacht: Es ſteht Alles in ſeim pun ütn rn ſen d Gott Himmels und der Erden, Daß Macht.— it b ſus i ſteht Und freventlich verwirret Die Chren; Von Maria, der Jungfraug nhr. Schwachen in dem Glauben: Iſt ein wahrer Menſch geboraz feut mndr 4 ſen. S 8. Auf daß wir alſo allzugleich Durch den heilgen Geiſt im Glauben rrnd n A. it. Zur Himmels⸗Pforte dringen, Und Für uns, die wir warn verlorgt Mftnee hen b dermaleinſt in deinem Reich Ohn Am Kreuz geſtorben und vom U immine c. k alles Ende ſingen: Daß du alleine Wieder auferſtanden durch Gott. d ih m dat König ſeiſt, Hoch über alle Götter, 3. Wir glauben an den heilge ettit 3 1 Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt, Geiſt, Gott mit Vater und du laitnn ns 4 Der Frommen Schutz und Retter, Sohne, Der aller Blöden Tröſtz ul d id' par„. 8 1 Ein Weſen, drei Perſonen. heißt Und mit Gaben zieret ſchön atitz enlgii de⸗ Paul Gerhard, g. 1606,. 1676. Die ganze Chriſtenheit auf Erdeſſ iteni tsd n ie Ein Jeder liebe, was er will: Der allgemeine Apoſtoliſche Glaube an den dreieinigen Gott. In bekannter Melodie. (Hält in Einem Sinn gar eben; Hun all Sünd vergeben werden; Da Fleiſch ſoll auch wieder leben: Na dieſem Leben iſt bereits Uns ein f ben in Ewigkeit. b Amen! 71 Wi glauben All an Einen ◻ Ein Jede 1s er Ich liebe Jeſum, der mein Ziel. 2. Er iſt alleine meine Freude, Hort. Mein Gold, mein Schatz, mein ſchön⸗ Ich bleib ſ ſtes Bild, An dem ich meine Augen weide Und finde, was mein Herze iſt der Herr de ſtillt. Ich liebe Jeſum, der mein Ziel. Ein Jeder liebe, was er will; mir ewigs mich aus ben, Die Wahrheit ſelbſt, das ewge Wort. Er iſt der Weinſtock, ich ſein Reben; Er iſt der Seelen Fels und Ein Jeder liebe, was er will; leib bei Jeſu, meinem Ziel. 5. Er iſt der König aller Ehren, Er Herr der Herrlichkeit; Er kan zHeil gewähren Und retten jedem Streit. Ein Jeder pin giete ent= iiet. Duun mibiid pas pil, Udb gim da e. eefler 3.„ 4 len n an n Gott, Schöpfer Him⸗ D. M. Luther, g. 1483,.1zu S 10— RA anm himmelt — Mlun 2... eiden dar und 4 V. VDan der Liebe gegen den dreieinigen Gott. 8 de ie—in . f da da A; 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüſten.. 4 1 eſus, das Ziel frommer Herzen.— 3. Die Welt vergeht mit ih dlen, inaat dwe Sorgen*³ und 6 Jeſ 7 3 5 zeu Des Fleiſches Schönheit dauert nicht ſ 1 u Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Die Zeit kann Alles das verwüſten, Ahkt ſt let*. 6 72 A*³ ſagt mir Nichts von Was Menſchenhände zugericht. Drun u gwerdt d mn 4E Gold und Schätzen, Von lieb ein Jeder, was er will: Ic vpömdien 4 fed 6 Pracht und Schönheit dieſer Welt: liebe Jeſum, der mein Ziel. peeta ne— Nat Es kann mich ja kein Ding ergötzen, 4. Ex iſt allein mein Licht und L h ddn nit Teh= pien Was mir die Welt vor Augen ſtellt. 1 an d kuß Dön d. un wacht: Macht. 1 Sünd leiſch ſoll eſem Leben n in Ewi un Amen! 11 Luther, g. 147/ anen Gett ann eht mit ihran önheit daun in les das vet nn de zugerict ann vas er vil⸗ aun mein Ziel. an mein Licht ul nl t ſelbſt, das Weinſtoch i den drei 3. Die Wel s Fleiſche e Zeit kar as Menſche b ein Jed be Jeſum, 1. Er iſt a 1, Die We ort. Er it ben; Er i rt. Ein bleib 19 5. Er iſt de der Herr de ewigs Hei h aus jede — a iebe, was o meinem 3 ig aller Chru rlichkeit, Er Ein Jeder liebe, was er will: Jeſus Seelen Feh hren lundie reit, Ein„ gegen den dreieinigen Gott. Daß man geiſtlich trunken iſt Aus der Wonne Strom gemacht: So wird Alles nur veracht. 4 liebe, was er will: Nur Jeſus iſt und bleibt mein Ziel. 6. Sein Schloß kann keine Macht zer⸗ ſtören, Sein Reich vergeht nicht mit der un Zeit; Sein Thronbleibt ſtets in gleichen Ehren Von nun an bis in Ewigkeit. iſt und bleibt mein Ziel. 7. Sein Reichthum kann man 6 nicht ergründen, Sein Glanz und ſeiner Zierde Pracht Und was von Schmuck an ihm zu finden, Dem Allen iſt Nichts gleich geacht. Ein Jeder liebe, was er will: Nur Jeſus it mein höchſtes Ziel. 8. Er will mich über Alls erheben, Daß ich ihm ſelbſt an Klarheit gleich; Er kann mir ſo viel Schätze geben, Daß ich werd unerſchöpflich reich. So lieb ein Jeder, was er will; Mein Jeſus bleibt mein beſtes Ziel. 9. Und ob ichs zwar noch muß entbehren, So lang ich wandre in der Zeit, So wird er mirs doch wohl ge⸗ währen Im Reiche ſeiner Herrlichkeit. 4* Drum thu ich billig, was Gott will, get, ſpringet, jubilirt; ſind voll Palmen, Seine Bunge trium⸗ phirt; Seine Flammen kann er nicht Und liebe Jeſum, der mein Ziel. Joh. Scheffler, g. 1623, ſt. 1677. Mel. Gott des Himmels und der. 73 A was mach ich in den ¹ Städten, Da nur Liſt und Unruh iſt? Lieber Freund, komm, Hohel. 7, v. 10— 13. laß uns treten Auf das Feld, da ohne Zwiſt, Ohne Sorgen, Müh und Pein Wir in Liebe können ſein. 2. Findet ſich gleich größer Pran⸗ küſſen Im Verborgnen Läßt es Niemand gerne wiſſen, Nur er ihr ſein Herz du, wenn wir allein, Deiner Freu⸗ den ſüßen Wein. Schüttet es zum Mund heraus; Fuß ſtehet auch nicht ſtille, Gehet fröh⸗ lich in dein Haus: Meiner Augen hel⸗ les Paar Weinet auch vor Freuden gar. Bergen, laß uns reiſen allein In verſü Wollen feſt verknüpfet ſein: 43 5. Wie ein Bräutgam pflegt zu ſeine Braut, Wenn vertraut: So gibſt 6. Wenn mich deine Liebes⸗Flam⸗ men, Süßer Jeſu, zünden an, Wenn du Leib und Seel zuſammen den Wonne⸗Plan: So bricht Alles, was in mir, Wie ein voller Strom herfür. Führeſt auf 7. Mein Herz wallet und die Fülle ein 8. Wie die Quelle ſich ergießet, Wenn ſie reich an Waſſer iſt Und vor Reich⸗ thum überfließet, So iſt der, genießet! Sein beglückter Freuden⸗ Stand der dein Muß ſein aller Welt bekannt. 9. Er erdichtet Liebes⸗Pſalmen, Sin⸗ Seine Hände Alles muß ans Licht. 19. Wenn dies nun ein Welt⸗Kind höoret, Meintes, er ſeiraſend, toll, Sein Gehirn ſei ihm verſtöret, Oder ſüßen Weines voll: Alles wird verlacht, ver⸗ höhnt, Was er von der Liebe tönt. 11. Drum, mein Freund, komm, Auf das Feld, da wir ten Liebes⸗Weiſen Tau⸗ gen In der Stadt, als auf dem Feld: ſendmal will ich da dich Küſſen und So hab ich doch kein Verlangen der Schönheit dieſer Welt; Draußen hab ich deinen Kuß Ohne Müh und ich, ohn Verdruß. . 0 Nach du wieder mich. 12. Da, da wollen wir die Herzen Oeffnen und vor Augen ſehn Deinen du meinen Schmerzen. Da, da 3. Soll ich deinen Kuß empfangen ſolls für Lieb geſchehn, Daß wir uns In der Stadt vor Jedermann, Und mit ſüßen Weiſen Fröhlich um die an deinen Lippen hangen, Feind es ſehe an: Würde meine Liebes⸗ Daß mein b Wette preiſen. 13. Du wirſt ſingen: meine Taube, Pein Nur genannt ein Heuchler⸗Schein. Komm zu meiner Wunden⸗Gruft, Da 4. Fleiſch und Blut hat nie erfah⸗ dich kein Feind mir beraube; Hier iſt ren, Wie der Herr ſo freundlich iſt; Sehen denn die Laſter⸗Schaaren, eine ſichre Kluft, Lec Bruſt Und genieße ſüße Luſt. Lege dich an meine 44 14. Dann werd ich mit Freuden ſpringen In die offne Wunden⸗Thür, Und, o Jeſu! Jeſu! ſingen: O, wie ſüße biſt du mir! Ich bin dein und du biſt mein, Ewig ſoll die Liebe ſein. 15. Hört, ihr Blumen auf den Auen, Hört, ihr Vöglein in der Luft! Ich will mich in Lieb vertrauen Meinem Jeſu, der mich ruft; ich bin ſein und er iſt mein, Ewig ſoll die Liebe ſein. H.Müller, 1631— 1675. Von Gnaden⸗Blicken Jeſu entzün⸗ dete heilige Liebe. In eigener Melodie. 74. 11 ſus mir gibt, Die machen mir Schmerzen Und dringen zu Her⸗ 8 5 9„=. zen, Daß ich mich nun gänzlich in Jeſum verliebt; Drum iſt auch mein Geiſt Ganz aus mir gereiſt Und ſu⸗ chet nur dich, O Jeſu! mein Ich. 2. Die ſtrahlenden Augen, die zünden mich an, Mein Herze beken⸗ net, Das lichterloh brennet, Daß ſol⸗ ches das Feuer der Liebe gethan. Es flammet mein Blut mit himmliſcher Gluth; Drum ſtirbet dahin Mein ir⸗ diſcher Sinn. 3. O irdiſche Sonne! du brenneſt zwar ſehr, Wenn du uns beſtrahleſt Und prächtig herprahleſt: Doch bren⸗ nen die Augen des Bräutgams viel mehr; Wenn er uns anblickt Und Feuer abſchickt, Als, Sonne! dein Licht. .4. Ich ſterbe vor Liebe, doch leb ich auch noch; Ertödtete Glieder! Erholet euch wieder Und iehet mit Freuden das ſelige Joch. Dein irdi⸗ ſcher Glanz Erneuert mich ganz. Jeſu! nur dir, Dir leb ich hinfür. die Bruſt: im Herzen zu fühlen mit Luſt. ſüßeſte Pein, Wie nimmſt du mich ein! Ach, ach, ich weiß nicht, Ach, wie mir geſchicht! 6. Wie wird mir doch werden, Wenn du mich nun wirſt Mit himm⸗ ie lieblichen Blicke, die Je⸗ Das heftiger ſticht, t zu! nur dir, Dir lel Ein irdiſe 5. Ein göttliches Feuer empfindet diſch heißt. uſt: Ich weine vor Freuden, kann ſie kein 2 3—,* Und wünſche ſolch Leiden Noch ſtetig Von der Liebe liſchen Blicken Dort ewig ergquicke Darnach mit Verlangen mein Herzeſt dürſt! O göttliche Zier, Ach, wn ich bei dir! O himmliſcher Schein Komm, hole mich ein! D. C. F. Richter, g. 1676, ſt. 11u Pſalm 42, v. 2. 3. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meines Lebens. mein Herz und Muth, Ich dürſt, Lebens⸗Quell! nach dir, Ach, hit ach, lauf, ach, komm zu mir! 2. Ich bin ein Hirſch, der durſt iſt Von großer Hitz: du, Jeſu, biß Für dieſen Hirſch ein Seelen⸗Tram (Erquicke mich, denn ich bin krank 3. Ich ſchreie zu dir ohne Stimm. Ich ſeufze nur: o Herr, vernimm Vernimm es doch, du Gnaden⸗Quel Und labe meine dürre Seel! 4. Ein friſches Waſſer fehlet min Ich dürſte, laß mich auch dazu! ſchwach, Ich ſchreie, dürſt und ruf di nach: Der Hirſch muß bald gekühlet ſein; Du biſt ja ſein, und er iſt dein J. Neander, g. 1610, ſt. 1680. Um rechte Empfindung der Liebe des Lammes Gottes. In eigener Melodie. 76. Eines Chriſten Herz ſehnt ch nach hohen Dingen, ) Herz nach dem, was ir⸗ Welt⸗Geiſt zwi künn ſis be Velt⸗Geiſt zwingen, ſich reißt. man ſich zu ihm wendet, wohl an, er mittelt, er vollendet. 2. Ja er kommt ſelbſt ſeiner Gnade, Er ſuchet uns und will uns zu ſich ziehr 75 D unbegreiflich höchſte 4 ☚ᷣ Gut, An welchem kieh Herr Jeſu, zeuch, zeuch mich nac dir! Nach dir ein großer Durſt mic treibt, Ach, wär ich dir nur einverleibt 5. Wo biſt du denn, o Bräutigam Wo weideſt du, o Gottes⸗Lamm An welchem Brünnlein ruheſt du 6. Ich kann nicht mir, ich bin zu Hält Gott die Seel, Kraft ſie ſtärkt und zu Gott iſt getreu, wenn Fängt et zuvor mit 1; Es ſchätzt der rl uinn dum„ i Va d R m d22 . dyß mn. 1. M aMrA dntwäſin: Vrnudn n gies’ e Fiu merr ein. . Hnranms d fi! ih ſce dsin winid* ſchen w dt den äd. d hem Vonete(I ſô eeand dr dahß dch don patenmn Aom n d den, N ih verzeſſ „8 doſamäod dam nir ſets cthm dalmgichn: iſee Shmüatn dort r er antaſngen. ſen umdscnun mir dL. ſich dnt nenwenphn= ſe 8 X8— un emtdm mdNacht en. an Jag dih ſa lunttwiithint— he ſan u uns. Am lu nit Ang nen derz, k ggetl Liebe Darnach n 75. 1 urdeiſ nein Her u Nu uin lebens⸗Q ln nach dir d ich, lauf, in komm an 12. Ich iſt in Hirſch,d t Von g an Hit:. zkür dieſen ſch ein Sa rrquicke m n denn ich lid 3. Ich ſ an zu dir ohmes ſch ſeufße o Herr, n bernimm«mich, du Gnce nd labe ume dürre Sa 4. Ein ſ un s Waſfe ſet err Jeſu an aich, zeuch mi ir! Nach au in großer da ceibt, Ach, n ich dirnurem 5. Wob u denn, oBut Vo weide 1 d, o Gottest un welche mrünnlein uie ſch dürſte, ml mich auch d 6. Ich k aun nicht mir, iht chhwach, J muthceie, dürſtun dach: Der un h muß bad ein; Du l uft ſein, und a Neander, g lölt Um rechtt an npfindung in des unmes Gotui Jauner Melodie Chriſten hat 76. E en hohen d Fin irdiſch ant nach dem, d ziſch heißt. ält Gokt R ann ſie k u delt⸗Geit zn. Weil Gotte wift ſie ſtärtme ich reißt. t iſt getren nan ſich zu un wendet, ke vohl an, e unelt, er volln 2. Ja er Mant ſelhſt zue einer Gna wit ſuh u vill uns z n ziehn, Geſc — — ſie auch ſollt mit Jona von ihm gegen den dreieinigen Gott. Herr ſo groß die arme Made, Ob fliehn, Liebt er ſie doch und will ganz ungern laſſen Das Sünden⸗ Kind, er ſucht es zu umfaſſen. 3. Ach! öffne mir die Tiefe mei⸗ ner Sünden, Laß mich auch ſehn die Tiefe deiner Gnad, Laß keine Ruh mich ſuchen oder finden, Als nur bei dem, der ſolche für mich hat, Der da gerufen: Ich will euch erquicken, Wenn euch die Sünd und ihre Laſt recht drücken. 4. O theures Lamm! Das dort Jo⸗ hannes ſahe, Wie es vom Anfang her erwürget iſt, Nimm weg von mir die Sünd und ſei mir nahe, Daß ich dich ſeh und ſchmecke, wer du biſt; Laß mich durch dich, d Lamm! recht überwinden Mein größtes Kreuz, die Gräuel meiner Sünden. 5. Gib mir ein reines Herz, damit ich ſehe, Was kein natürlich Aug ge⸗ ſehen hat, Gib deine Lieb ins Herz, daß ich verſtehe, Was nie kein Menſch erfahren in der That; Laß mich doch vom verborgnen Manna eſſen Und dein, o Jeſu, nicht vergeſſen. 6. So ſoll dein Lob dann von mir ſtets erklingen, So lang ich noch in die⸗ ſer Schwachheit bin; Dort aber werd ich dir ein neu Lied ſingen: Inzwiſchen nimm dieß Lallen von mir hin, Bisi dort werde mit den Seraphinen In dei⸗ nem Tempel Tag und Nacht dir dienen. Mar Magd. Böhmer, ſt. 1744. Unendliche Beweisthümer der Liebe Gottes zu uns. b Mel. Zion klagt mit Angſt und. V a Ni, mein Herz, ſei unver⸗ 77. E zaget! Kennſt du Gottes Liebe nicht? Höre, was ſein Wort dir ſaget, Glaube, daß ſein Herz ihm bricht, Wenn du ringeſt mit dem Tod Und empfindſt betrübte Noth; Gottes zarte Vater⸗Treue Iſt noch alle Stunden neue. 2. Wie hat er dieß oft bewieſen, Ja gewiß unzähligmal Hat er ſeine ieb geprieſen Gegen dich und überall; hat ihn dazu bewogen, ch net In dem 45 Eil ſo traue ihm nur zu, Er bringt dich zu ſichrer Ruh: Gottes zarte Va⸗ ter⸗Treue Iſt noch alle Stunden neue. 3. Denk an die vergangnen Zeiten, Da er ſeine Gnaden⸗Hand Sich ließ über dich ausbreiten, Zum gewiſſen Unterpfand Seiner ewgen Lieb und Huld; Leide, leide mit tes zarte Vater⸗Treue Iſt noch alle Stunden neue. Geduld: Got⸗ 4. Er hat dich ans Licht gezogen, Aus dem Leib, der dich empfing, Was Dazu biſt du zu gering; Seine unergründete Lieb Wars, die ihn dazu antrieb: Gottes zarte Vater⸗Treue Iſt noch alle Stun⸗ den neue. 5. Wer hat dich der Höll entriſſen? Wer dem Teufel und dem Tod? Saget dir nicht dein Gewiſſen, Dein Erretter ſei dein Gott? Er entzieht dir jetzt auch nicht Sein erbarmend Angeſicht: Gottes zarte Vater⸗Treue Iſt noch alle Stunden neue. 6. Wer hat dich bisher geleitet Und geführt auf ebner Bahn? Wer den Tiſch dir zubereitet, Und dir ſonſt viel Guts gethan? Iſts nicht Gott, der dich erwählt Und zu ſeiner Schaar gezählt? Gottes zarte Vater⸗ Treue Iſt noch alle Stunden neue. 7. Er hat dich ihm ſelbſt verſöh⸗ Blute Jeſu Chriſt, Mit Barmherzigkeit gekrönet, Weil er ganz die Liebe iſt, Unausſprechlich iſt die Gnad, Die er dir erwieſen hat: Got⸗ tes zarte Vater⸗Treue Iſt noch alle Stunden neue. 8. Chriſtum hat er dir geſchenket Ganz zu deinem Eigenthum Und ſein Herz zu dir gelenket, Dieſes ſei dein größter Ruhm; Beuge dich vor ſei⸗ nem Thron, Er gibt Segen dir zum Lohn: Gottes zarte Vater⸗Treue Iſt noch alle Stunden neue. 3 9. Preiſ und rühm vor allen Din⸗ gen Solchen Reichthum ſeiner Güt, Du mußt ihm Dank⸗Opfer bringen Mit inbrünſtigem Gemüth; Stimm ein Lied im Glauben an Von dem was er dir gethan Gottes zarte 4* 4 46 Vater⸗Treue Iſt noch alle Stunden neue. 10. Schande iſts, daß du willſt wei⸗ nen, Da du tauſend Zeugniß haſt, t, Wie Gott helfe denen Seinen, Wenn ſie drücket ihre Laſt; Wenn er ſie mit Trof umfang, Wenn ein Leiden iie macht bang: Gottes zarte Vater⸗Treue Iſt noch alle Stunden neue. 11. Er betrübet nie von Herzen, Wenn er züchtigt, die er liebt; Er ſtillt alle ihre Schmerzen, Wenn er ſie im Kreuze übt; Wer nur harrt der rech⸗ ten Zeit, erfreut: Gottes zarte Vater Iſt noch alle Stunden neue. 12. Darum laß dir deinen Glau⸗ ben und die freudge Zuverſicht Keine Macht des Kreuzes rauben, Warte, bis dei n Licht anbricht und Donner ſchlag folgt ein angeneh⸗ mer Tag: Gottes zarte Vater Iſt noch alle Morgen neue. 13. Freue! dich, wenn du mußt lei⸗ den, Denn es folgt ein Segen drauf; vollendet iſt dein Lauf Auf dem rau⸗ hen Dornenweg; Wer de nur nicht träg: Gottes zarte Vater⸗Treue Iſt noch alle Stunden neue. Arme So gar lieblich nach dir aus: dich führen in ſein Haus Und nach ſeiner Lieb und Huld Daſelbſt krö⸗ nen die Geduld: Gottes dan Vater⸗ Treue 8 noch alle Stunden neue. 15. Cile ihm getroſt entgegen, Fahr im Glauben freudig zu, Eile, nimm von ihm den Segen: So gelangeſt du zur Ruh; Er iſts, der dir helfen kann, Glaube nur,„ſo iſts gethan: Gottes zarte Vater⸗Treue Iſt noch alle Stun⸗ den neue. J. G. Wolf, g. 1684, ſt. 1754. Ewiger Rathſchluß der Liebe über unſere Seligkeit. Mel. Zion klagt mit Angſt und. 77*Ewe Liebe, mein Gemü⸗ the Waget einen kühnen Blick In den Abgrund deiner Güte: Von der Liebe Der wird bald von ihm D Treue „Auf der n Blitz Treue n H t u Du wirſt noch in No oſen weiden, Wenn rau⸗ en Werk des Himmels dabei d Die 14. Sieh, dein Hel ffer ſtreckt die T Geiſt nicht widerf ſtehen, Send ihm einen Blick zurück, Cinatn Blick voll Heiterkeit, Der die 4,83J zerſtreut, Die mein blödes Auge de det, Wenn es nach dem Lichte Sbl lich 2. Ich verehre dich, o Liebe, Daßd di 5 beweget haſt, Und aus einem n nen Triebe Den erwähnten Schuzt Durch ein theures Löſegeld Und d8 eignen Sohnes Sterben Gnad uß Freiheit zu erwerben. 3. O, ein Rathſchluß voll Erba men, Voller Huld und Freundliate Der ſo einer Welt voll Armen Gnan Troſt und Hilfe beut! Liebe, die da Sohn nicht ſchont, Der in ihren Schooße wohnt, Um zu retten die R bel 3 n Aus demtiefen Pfuh[der Höllen Doch du haſt, on weiſe Liebe, Ein Orr nunu Adt be ſtimmt. Daß ſich d darinnen übe, Der am Segen Anthe munit: Wer nur an den Mitt gläubt Und ihm treu ergeben bleit De ſolhnicht verloren gehen, Sonden nd Leben ſehen: Dieſen Glauden anzuzund en, s heißt, Läf ſa u dich willig finden, Deinen theure gute n eiſt Denen, bis gebeuget ſtehn ihr Unvermögen ſein nnd zun Thron der Gnaden eilen, Gern um — 8 willig mitzutheilen. Reichlich zeigt er ſein Erbarmen, Will 6. Wo du nun vorhergeſehen,“ Daß ein Menſch auf dieſer Erd Deinen Noch ſein Werk verhindern werd, Sondern ohne Heuchelſ ſchein Werd im Glauben feſte ſein, Dieſ ſen haſt du auserwählet Und den Deinen zugezählet. *Röm. 8, 29. Du haſt Niemand zum Verda bend Ohne Grund in Bann gethan; D d in ihren Sünden ſterben, Die ſind ſe ber Schuld daran. Wer nieht gl 2 an deinen Sohn, Der hat Fluch und Tod zum Lohn;* Sein muthwillig Widerſtreben Schleußt ihn aus vom Heil und Leben. *Joh. 3. 8. Liebe, dir ſei Lob geſungen Füt den höchſ ſtgerechten Schluß, Den die Schaar verklärter Zungen Rühmen gefaf ßt, Der in Fluch verſenkten Wa phi 19. 39. Eri di bttt R13. NI dat du eu An gt 5⁵ at lat a We, idt d ei Ih A ſc if atonägnnd, Ir ſus Pugnum⸗ s ſeit, G hats daht, AI’ der 6 ingſi un t 1Nletat eri, d Ddr da 4 4 iien dl a de* re dam Nitt am P.= wnr iie Crnd 3 i Dam Hi* und Ki Geot, a 1 nir fre— 1 ſi nct de dim ſe Ven G ns ge 8 dent Und 28 1. Liebe 1 8 zerſtreut kei Derdi und bewundern muß, Den der Glaub det, Wer n nein hlödesgh in Demuth ehrt, Die Vernunft erſtau⸗ 2. 4 ac dem gih nend hört und umſonſt ſich unterwin⸗ dich bewt dich,Lihe det, Wie ſie deſſen Tief ergründet! nen Tri ſt, Und au 9. Liebe, laß mich dahin ſtreben, Mei⸗ gefaßt, 4nen erwähn ner Wahl gewiß zu ſein; Richte ſelbſt dur Juuh verſen mein ganzes Leben So nach deinem dun ch et a nes Leſe ihe Willen ein, Daß des Glaubens Frucht Kreihe E M; Sterben gf und Kraft, Den dein Geiſt in mir ge⸗ Nteiheit z a t verben. ſchafft, Mir zum Zeugniß dienen möge, 3. O, un iathſchlug. Ich ſei auf des Himmels Wege! nen, Vol muld: du a 3 10 Laß mich meinen Namen ſchau⸗ Nor e. und Frauna. 4. der ſo ein melt voll en In dem Buch des Lebens ſtehn; koſt und ints beutz 1 Denn ſo werd ich ohne Grauen Selbſt vohn nie hont 1it dem Tod entgegen gehn. Keine Krea⸗ ſchooße n um Um Dergh tur wird mi Deinen Liebling, ellen Aus un jefen rein ewiglich Deiner Hand entreißen kön⸗ 4. Doch utaſt,o fucta nen, Noch von deiner Liebe trennen. -rdnunut Ke umrin D. J. J. Rambach, g.1693, ſt. 1735. arinnen üͦ ndher am Sa Ewige Liebe Gottes. mmt: 2 äubt Un er ſoll nie eil und L 5. Dieſen Werk d dich will tten Geiſt ie ihr Un hron der ligg mitzi 6. Wo du Menſch eiſt nicht erk verhin uchelſchein n, Dieſen n Deinen 3 uur an den men treu ergehn n loren gehen, t ſehen. ben anzuzim ummels heißt den, Deinen mim, die gebenhe an ögen ſein h andyen eilen, Ga sa'n. an vorhergeſehn u dieſer Gd. an erſtehen, Mh enn verd, Sonden urd im Glaue un u auserwaͤht 21 ählet, 8,29. mand zun d Bann gethn an erben, Dieſhe Ver niht Der hat Flllt Sein mutt r ußt ihn ale *Joh. 3 9. 6 L 2 Lob geimmn Haar verkle un Zungen Rühr — 7. Du ha Ohne Grr ihren Sün Schuld d deinen S Jer. 31, v. 3. Mel. Gott hat ein Wort geredt, da. 78 Gott hat ein Wort geredt, 4 Daß heißt, Ich liebe dich! Ich ſprech es freudig nach, Mein Jeſus ſiebet mich; Und zwar von Ewigkeit, Eh ich an Gott gedacht, Bin ich der Liebe ſchon In Jeſu werth geacht. 2. Alſo bin ich gewiß, Daß mich der Höchſte liebt, Weil er den theuren Sohn Mir ſelbſt zum Pfande gibt, Auf dem der feſte Grund Der Se⸗ ligkeit beſteht, Wenn H immel und die Welt Auf ſein Gebot vergeht. 3. Gott ruft mir freundlich zu ch Dem leb und ſterb ich ſtets! Trotz! wer Und ſpricht: hab dich je un ei nicht betrübt, J ewig ſtehen ble zieh ich dich zu mir; und folge nach! Denn dir: Sieh auf den leg ich dir Zum Unterpfande dar. 5. Ach Gott! du zeuchf 0. gegen den dreieinigen Gott. d je Von Ewigkeit ge⸗ liebt; Hier iſt mein kräftig Wort, Das ibt Und alle Furcht und Angſt Im Tode ſelbſt vertreibt. 4. Ich habe dich geliebt, Drum Nun komm darum ruf ich Liebes⸗Zug Und nimm der Gnade wahr, Mein Herze t mich hin; Wohlanich folge dir, Verleih mir Kraft dazu Und gib dich ſelbſten mir, Daß ich nicht widerſteh, Wenn mir dein 47 werther Geiſt Den Weg zum Chriſten⸗ thum Und zu dem Himmel weiſt. 6. Im Glauben liebe mich Und zeuch mich zu dir hin, So bleib ich Je⸗ ſu Braut Und er iſt mein Gewinn; Wenn mich Vernunft und Welt Sonſt was bereden will, So bleib, o Jeſu! denn Im Glauben Licht und Ziel. 7. Im Leben liebe mich, Wenn Welt und Fleiſch und Blut In meiner Frömmigkeit Mir viel zuwider thut; So gib, daß ich mich ſelbſt Alsdann verleugnen kann, Und weiſe mir zur Pfort Die ſchmale Lebens⸗Bahn. 8. Im Kreuze liebe mich Und ſteh mir treulich bei, Daß ich nicht alſo gleich Im Fall verworſen ſei, Gib, daß alsdann mein Herz Das Macht⸗Wort nicht vergißt: Wie gleichwohl deine Kraft Im Schwachen mächtig iſt. 9. Im Sterben liebe mich Und zeuch mich aus der Welt, Die mich im Leibe noch Bisher gefangen hält; Geſetzt, daß Furcht und Angſt Dem Herzen bange macht: Wenn Chriſtus Hilfe thut, So bin ich wohl bewacht. 10. Ach Gott! du weißt gar wohl. Mein Herze lobet Dich; Drum gib, daß ich zugleich Dich liebe, wie du mich: Komm, zeuch mich aus der Welt Zur ſchönen Himmels⸗Stadt, Da Gott die Wohnung ſchon Für mich bereitet hat.— 11. Und alſo iſt der Schluß: Mein Seelen⸗Freund iſt mein; Er hat ſich mir vertraut, Ich will auch ſeine ſein; mir dieſen nimmt. In ihm iſt ewig mir Troſt, Freud und Ruhm beſtimmt. M. Chriſt. Weiſe, g. 1652, ſt. 1708. Gottes Behe ſoll uns zur Gegen⸗ iebe erwecken. 1. Joh. 4, v. 19. Mel. Nun lob mein Seel den. I 7 9 Gott iſt die wahre Liebe, Die * ihn ohn Maß und Ende treibt; Ihr Blick wird dem nicht trübe, Der ſie umfaßt bleibt; und in ihr Sie iſt dazu erſchienen Und Menſchen kund gemacht, Daß ſie ſich deß 1. drn 1 48 Von der Liebe H ie k So thut, was ihm gefäͤl th ben. acht; Sie kennen, So thu as ält de benienen, ddn Eangerdene er fu Ach, laßt die Herzen brennen In Ea m 5. et aus der D l. 3 en, k bncher nd d iſt ihr Glanz und vor aller Welt! E. Lange, g. 1650, ſt. In 1 4 Krone Und 3 Ver ſichmnae Pfand. Die Liehe Gottes ſoll dauern R H 2. Er iſt ein Menſch geboren n. Dei ans Ende. Mir Gottes Herz und Kinias inde So n el. Durch Adan ms Fall iſt ganz.„ 4 gingen die verloren, ie 11 gingen Fleiſches ſind. Sie ſollen durch 80. Gott iſt une dend lih 1 1 V ihn leben Und Gott verſöhnet ſein, Wi 8 3Kſcer 1 Doch ſich ihm wiedergeben; Denn beiſammen, Und! was au ich Go ott n nnegn da n d er will nicht allein Vom Untergat ig uns begehrt, Sind Nichts as S dis ih u u ſt hed ſie retten, Er ſchenkt auch ſeinen n Geiſt Flammen: r liebet uns, wir iedn n e as r de Damit ſie Alles hätten, Was d jeſer ihn, Bis 88 vune von der Erden ſada nbri un Bund verheißt. M ſich wird in den Himmel ziehn, d 3 bilin 11 1* 3 Bedenket dieß, ihr Lieben, Wo wir ihm d dhlich werden. 3 trefft ihr etwas Größers s an? Er hat 2. Der Vater hat das höchſte N e dn de 1 ſich euch verſchrieben Und bleibet Uns dun ſcch den Sohn gegeben. da K 8= ewig feſt daran: Was fordert er Sohn gibt uns ſein Fleiſch und Bu hn duu A³⁴ ui dagege n? Auch eure Lieb und Treu, Er ſtarb zu unſerm K Leben. A t dann s A z0ſa—— N d— 8 1l AvV 5 4⁴ Woran euch ſel bſt gelegen, Er wohnt heilge Geiſt dunhe Waſſerbad 8 8 euch darin bei, Ihr könnet reicher uns iſt ausgegoſſen, Ur nd was un na ene werden, Sofern ihr darnach ſtrebt, nur zu wunſchen nhat, Iſt in ſeittz A1 Lo Als der, der hier auf Erden Viel Wort geſchloſſen.. Keedn 3l. d bt. 3. Wil Gott ſich nun in Ewigi 19 da ſtich, 1 u ben tauſend Schätze gräbt. So d denee 4. Der liebt nach ſeinem Willen, Die Li ede elber nennen, So in T es— Der gegen Gott in Liebe brennt, Et r er uns zu keiner Zeit luna abaditdale t et 4en will das Herz auch zum Naͤchſten; wendt, Dem wird man ſo Jeneiget, Wie man ſich ſel⸗ ber iſt, get Und keine Pflicht vergißt. iſt ein kindlich Zeichan, die Brüder liebt, Der Vater desgleichen, Der alles Gute gibt. 5. Drum laßt uns auf ihn ſeh den Und folget ihm mit Eifer nach: Ihr wiſſet, was geſchehen, Wir Haton thut erfüllen, Daß man ſich I oft mit mir getrieben die Ungl lick, Sünd und Schmach, Nach Freiheit kein Verlangen, er uns befreit; Er iſt uns nachge⸗ gangen, Hat aus Barmher. zigkeit Sich unſer angenommen; Wir waren in der Flucht, Er iſt uns vor gekommen, Hat unſer Heil geſucht. er hat uns zuerſt geliebt, treu geblieben, Wie viel wir wider ihn verübt: Nun hat er uns gefun⸗ den, Wir ihn im Sohn erkannt, Er ſich mit uns verbunden Und wir ſind ihm verwandt: Wollt ihr ihn Alle Iſt immer zählen, Wenn Elend, ftrag wird 6. Ach! laßet uns ihn! lieben, Denn Böſes gönnen, Und ob auch ſeine Kindern noch Manch böſ er Tage 3 ſchienen, Daß man ihm Dienſ er zei⸗ Wenn man So müſſen aude Dinge doß Zu ihrem Beſten dienen. 4. Drum will ich meinen liehn Gott Von treuem Herzen lieben: De falſche Welt hat ihren Spott vi Doch kann Troſtes m auch Falſch Zu meinem Zufriedenheit Des nicht wehren, Gott wird heit, Haß und Neid Beſten kehren. Noch hat 5. Muß oft mein Herz mit Woh und Ach Viel Tag und Stunda Kreuz und Un⸗ gemach Die matte Seele ich Alles mit Geduld mein Leben wenden Und Kreuz nach ſeiner Huld Beſten enden. 6. Ich bin des ſatt, M Nan mag alles Zu meinem den Sarg be rita Denn was man hier zu hoffen hat Sind doch nur böſe ſoll ich noch längre Jahr Zur Ehn Zeiten. Jedoc quälen, So Gott 4 Lebe uns müd und Wamf dolt vd hamim Voll ich hne du wein du ien Bihvil a wn Kmmeſter„.16. 132 2. W. mhn de ſeben 8Fadm ramich dich. At Das bef 2 1 magenm ih Led— 8 Mxtich und in nihs And e. mn Sot. 3 4 r Liebe— kennen Ach, la 4 4 1 3.„ beiſamm uns bege Flammer hn hn, Bis n ich wird vir ihm 2. Der Ins dure Sohn gib ir ſtarb eilge Ge ns iſt at ur zu w Vort geſch 3. Will die Liebe uns zr oſes gön indern me hienen, S u ihrem 4. Drum ott Vont lſche Wel tmit mir 2 Zufried cht wehren it, Haß eſten kehre 5. Muß d Ach TW hlen, Wen mach Die 1g ich rd mein L euz nach ſten enden 6. Ich bir t, Man nnn in was n nd dochm lich noch vor aller etzen brennen icch werden. A „ r hat das e. Sahn n 3— Ta 6 un ſein Jleſtn ” unſerm A murchs Waſen Foſſen, Und n en hat, Fi .. 44 —ſich nun in ir nennen, nner Zeit U an Und ob a aanch böſer d an iſſen alle di uin dienen. mal ich meinen anan Herzen lihe an ihren Sput ann eben; Doch amt Des Tuſt mantt wird auc ut Neid Zu n. n an ein Herz mi ag und Gr. mand, Kreuz m a Seele quiln. — A n nit Gedud, wenden Uu 3 Huld Zu m⸗ z höchſte Gut. gegen den dreieinigen Gott. Gottes leben, Wird er mir auch das graue Haar Zu meinem Beſten geben. 7. Kommt endlich ja des Todes Nacht, Die ſehr viel Menſchen ſcheuen, So hat doch Chriſti Tod gemacht, Daß ſie mich muß erfreuen: Der Tod bringt mich in keine Noth, Er iſt ein Schlaf den Framalen⸗ Und alſo wird mir auch der Tod Zu meinem Beſten kommen. 8. Ich ſcheide froh und ſelig ab; So end ich alle Plagen. Der Leib wird in das ſtille Grab Zu ſeiner Ruh getragen. Mein Fleiſch wird in der letzten Zeit Von Neuem wieder grünen; Drum muß zu meiner Herrlichkeit Das Grab zum Beſten dienen. 9. Die geehe Gottes wirket dieß, Der hab ich mich ergeben, Mein Glaube ſteht darauf gewiß Im Tod und auch im Leben; Die Will unſre Herzen werben. Ach! liebe Gott, was lieben kann, Laßt uns in Liebe ſterben. 10. Drum lieb ich dich, mein lieber Gott, Ja dich um deinetwillen: Nichts, außer Gott, in aller Noth Kann mein Verlangen ſtillen. Sollt weder Welt noch Himmel ſein, Wollt ich mich nicht betrüben; Denn Du, mein Gott, du biſt allein, Was ich will ewig lieben. E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Pſ. 73, v. 25. 26. Mel. Wer nur den lieben Gott. 81 X. J haben, D Liebe Gottes hebet an, V err, wenn ich dich nur werde Das beſte Theil zu jeder Zeit, So kann ſich Leib und Seele laben Hier zeitlich und in Ewigkeit. Was gehet mich das Andre an? Ge⸗ nung, wer dich, Gott, haben kann. 2. Hab ich nur dich, mein Gott, im Herzen, So fühl ich nicht der Sünden Noth In dir vergehen alle Schmerzen Der Höllen und der Seelen Tod. Die 1 4 1 3 Sünde gehet mich Nichts an: Genung, wenn ich Gott haben kann. 3. Und ſollte mir auch gleich ver⸗ ſchmachten Leib, Seele, Habe, Muth und Blut, Will ich doch ſolches gar nicht achten, Wenn mir nur bleibt das Was gehet mich das 49 Welt⸗Gut an? Genung, wenn ich Gott haben kann. 4. Auf Gott ſetz ich all mein Ver⸗ trauen, Er iſt mein Schild, mein Hort, mein Heil; Auf ihn will ich beſtändig bauen: Weg Welt, an dir hab ich kein Theil! Was gehet mich die Welt⸗ Luſt an? Genung, wenn ich Gott haben kann. 5. Wie reich iſt doch von Gold und Schätzen Der Erden großes Wunder⸗ Feld; Wie weiß ſich Mancher zu er⸗ götzen An Reichthum, Ehre, Gut und Geld! Was geht mich aller Reich⸗ thum an? Genung, wenn ich Gott haben kann. 6. Mein Jeſus iſt mein Schatz alleine, Meins Herzens Luſt und beſte Freud; Des Himmels Glanz weicht ſeinem Scheine, Die Wolluſt ſeiner Herrlichkeit. Was gehet mich die Wolluſt an? Ge⸗ nung, wenn ich Gott haben kann. 7. Nichts mehr ich hier von Gott begehre, Als nur zu halten ſein Gebot. Ach, großer Gott, mir doch gewähre In Chriſto einen ſelgen Tod! Was geht mich langes Leben an? Genung, wenn ich Gott haben kann. 8. Drum hilf, daß ich an dich gedenke In meinem Leben allezeit Und meinen Sinn zum Himmel lenke, Entrücket von der Eitelkeit. Was geht die Welt uns Chriſten an? Genung, wer nur Gott haben kann! A.. Fritſch, 1629—1701. Süßigkeit, Gott zu lieben. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. 82 wen m dem, was irdiſch 4 heißt! Hinweg mit vielen Ehren, Hinweg von mir, du ſtolzer Geiſt! Ich mag Nichts von dir hören; Hinweg mit dir, du Laſter⸗Tand! Du Quell voll Spott, voll Schmach und Schand! Du ſollt mich nicht bethören. 2. Hinweg mit Reichthum, Geld und Gut! Hinweg mit theuren Waa⸗ ren! Wornach die Welt ſo ſchmerz⸗ lich thut In ihren Lebens⸗Jahren: Wer ſich einmal in ſie verliebt, Der wird zuletzt durch ſie betrübt, Muß ohne Troſt hinfahren. 50 Von der Liebe Hinweg mit aller eitlen Freud, di nur dem Schatten gleichet, Sie führt in ſo viel ſchweres Leid: Ach! wers bedenkt, ſi weichet Gar oft⸗ mals wie ein Blitz geſchwin ad Und wie ein Hauch und ſchneller Wind, Eh man ſie recht erreichet. 4. Nun dieſer Wuſt gefällt mir nicht; Von lchen eitlen Sachen Hat Gott mein Herz zu ſich gericht, Weil jene zu verlachen: Eein Höhers iſt mir ja bewußt, Darinnen ſuch ich meine Fre wirdm leben ohne Schmer Luſt Das kann mich ſelig machen Die Liebe gegen meinen Gott Hat mein Herz eingenommen, Das macht, daß ich dem Sünden⸗Tod Der Welt auch bin entronnen, Die leitet mich zum Guten hin, Die la mir mein Herz und Sinn Un id führt mich zu den F rommen. 6. Ach dieſe Lieb iſts, welche mich Mit meinem Gott verbindet: Mein ganzes Herz iſt Gott verpflicht, Der ſolches mir entzündet, — 9 hel 4 Freuden ſonſt Nichts niehr, Das außer Gott ihm l bwerth wär, Drum es ſch zu ihm findet. Auft meine Seel, ſei außer mir Zu meinem Gott gezogen: Den lieb und lobe für und für, Weil er dir ſo gewogen, Den 3 hange recht von Her⸗ zen an, Den ehre, weil er helfen kann, Er hat dich Hi betrogen. 8. Auf! mein Gemüth, ſei ni ſhi nh träg, Ihm eifrig erzu hangen Und warum nicht? Den rechten We Iſt er ja vorgegangen Und will, daß ihm folge nach,“ Auch dure ch viel b Aus Lieb ihn Kreuz und Ungemach, zu umfangen. 9. Er hat mir ja dieß, was ich bin, Aus Liebe nur geſchenten, u ĩd wo arum ſollte nicht mein Sinn Zu ihm ſein hingelenket? Er ſteht mir ja in Leid L und Freud Mit Rath, Troſt bereit: denket! 10. Mein liebſter Gott! laß ferner mich Dich recht brſenitiß lieben, Aus allen Kräften inniglich Mich, dich zu lieben, üben; Mein Herze ſei und mit Hilf und Wohl dem, der es be⸗ bleib dir treu, b luſt frei, Dich nimmer zu betrun Ihof Exrſ wäl hlter, Es deiß vor„) A— Von aller Laſter Un⸗ 11. Und ſollt ich, wie gar leig geſchicht, Mich etwa von dir kehren Um dir, du wahres Lebens⸗Licht⸗ In mir zu wirken wehren, So führe mich ja bah zurück, Vertr eib von mir des Satam Tück, Eh er mich kann verſehren. 12. So ſoll dich preiſen Zung un Mur d, Dich, der du woden ſt dort obe Aus meines H erzens ießſtem tzrns Frei von des Satans Toben: Da, d nein Gemüth und Herz Auf f ewi zUnd deine All llmad lobe n. Von der Liebe zu Gott. In eigener Mel odie, oder: Ach, was oll i Sünder machen. 83. öchſte Luſt und Herz⸗Va „ gnügen, Auserkor ner um Liebſter Seelen Bräul gam! Ach! gib du mir das Verm gen, Daß ich dich mag hoch erheben O du treues Gottes⸗Lamm! 2. Du biſt meiner armen Seel Ein erquickend und geſegnet Luſte fülltes Paradies! Ei, was wollte m dann f fehl hlen, Wenn ich dich im Herz habe. In dem ſeligſten Genieß? Iffenbarſt du deine Kräfte, D. vie mäͤchtig und durchdringend lln meiſtern ſie das Herz! Deines Geiſtes Balſamsſäfte F Führen Alles überſim⸗ lich Schleunig zu dir himmelwärtz 4. Du biſt der Magnet der Liebe, Da in heißen Liebes⸗Zuͤgen Seelen ziehe und en tzündt: Dieſe Kraft führt un im Trie be Immer zu dir, bis wir wer⸗ den In dein Herze feſt gegründt. 5. Ach! du haſt mich auch ergriffen Blas das Feuer deiner Liebe Stets in meiner Seelen auf, Deine Lieb hal große Tiefen, Darum eil ich zu dar Quelle, Wie ein Hirſch in vollem Lauf 6. Alo Welt mit allen Lüſten Spi ich aus dem Herzens⸗Grunde Als ver⸗ I gifte Mandel In aus, Nähre du michin der Wüſten, Mit der rei nen Himmels Liebe, Bis ich komm ins T Jater⸗ Haus 7. Denn du biſt mein einig Alles Mein Erbarmer und Verſöhner Und 9 8 ſont Küudeüitt 1 8 Nihs ulsl a i H h lnd 3 trim ie um nnimun Etn tit Nu. dGetfrnn Swiet de? 4 ih 8. Pa⸗ſe „·“ d rimnih Rding 2 f ne n mrir⸗ I m uein det⸗ n ſel ze dt Rmwäbe r dm mtinde f 1 du mriſta n L. 1 4 Ch ud Gegtrerfül hen ſelte deß h üdena llu 5 mnr dor nen gnäct Nane tatſte.. nan2 ind 3(ht a zeien J he nanſeh dn ſch ſid win gunn feich— Nei Täkifnmden anch g Cbrii ☛ ſin dmich dermal m riak unmen, W in omalet leben. meir ahn üetſen Sd. ib 11 Soll in d ne 9 an entzündet K✕R Jan, 3e füne in nen. Ent n dped ih nie nin Cedes Pff. J aut Ren de he 4 nn riſt Liebe lei dir a uſt frei, an 11. Wn heſchicht, auß Ir, du we grh dirken wo un urück, Vah b urück, von mir der Fh de i Ch 1 uch kann veſt Nund 8 3n dich preſſe za nd, Tnhſer du wohnſi lus mei nerzens tiſtn frei von assldatans Toben. dird mein ai rüth und den ben ohne n erzlündden bben. V Vo nin Liebe zuG 4 In mmer Melodie, 4 Ach, wthl ich Sünder nn 83 4 5 Luſt und . Ta igen, Ausenir Erwählter nebſter Secler am! Ack nt) du mir da den, Daß ii dich mag hahe ) du trei ensFottes⸗Lamn R2. Du uftt meiner arma Fin erqui un und geſegm ülltes Pa mmn s! Ei, wasn dann fehle Jenn ich dichn dabe In au ſeligſten Gen 3. Offe ut du deine u neiſtern ſſ uun Herz! Dei heißen in s⸗Zügen ca Blas das 1 merle meiner S as auf, Dened große Tint Darun eilt Quelle, A unms Hirſchin vulr 6. Alle un nit alln in ich aus de ens önnd gifte Mar mt uls, Nähre ui der Wüſte ahk„ Liebe, 8 ½ —— De 1. Mein Grl unt und Wrii W ühre mi i der rina ii onm ins Van n biſt mei Rni M gegen den dreieinigen Gott der Liebe Wunderlicht: Wer iſt ſonſt der Troſt des Falles? Du, o Jeſu, biſts alleine, Drum dich mir zu eigen gib! 8. Hör, ach, hör! wie ich mich freue, Wie die Seele hüpft und ſpringet Und frohlockend jubilirt; Denn ſie fühlet deine Treue. Ach! ſei mit ihr ewig, ewig, Bis ſie völlig triumphirt. J. Lütkemann, g. 1608, ſt. 1655. Ermunterung in der Schwachheit. Mel. O Gott, du frommer⸗ 8 4 ch hab Gott dennoch lieb * Jün bleibe an ihm hangen. Er einig meine Luſt, Er einig mein Ver⸗ langen; Fall ich ſchon oftermals Aus meiner Liebes⸗Pflicht, So trennet ſol⸗ ches doch Die treue Liebe nicht. 2. Denn hätt ich ſchon die Kraft, Die ich mir wüͤnſchen wollte, Wenn mein Wunſch und Begier Erfüllet werden ſollte, Gewiß, ich bliebe treu, Er ſollte auch an mir Von Herzen ſein ver⸗ gnügt, Er meine höchſte Zier. 3. Das Wollen und der Muth Sind da, obſchon zu Zeiten Vollbringen mangeln will! Drum ſeh ich täglich ſtreiten In mir mein Fleiſch und Blut, Mein gläubig Herz und Sinn, Weilich annoch ein Kind In Chriſti Liebe bin. 4. Und wenn ich dermaleinſt Zum rechten Alter kommen, Wie will ich ihm ſo treu Verbleiben, meinem from⸗ men Und allerliebſten Schatz; Ach; gegen ihn allein Soll in recht treuer Lieb Mein Herz entzündet ſein. 5. Komm, Liebſter! zünde an, Ent⸗ zünde die Gedanken; Entzünde mir mein Herz, So werd ich niemals wan⸗ ken aus meiner Liebes⸗Pflicht; Ent⸗ zünde gegen dich Mein Herz, ſo bleib ich treu Dir, Liebſter, ewiglich. M. J. C. Schade, g. 1666, ſt. 1698. Reine Liebe gegen Gott um ſein ſelbſt willen. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. 8 5 ch liebe dich, mein Herr und . ☛ Gott, Dein bin ich lebend und auch todt; Frei ſein begehr ich mich, 51 nicht ohn dich, Dir unterwerf ich gänzlich mich. 2. Nimm mein Gedächtniß und es lenk, Daß es an dich allein gedenk; Nimm den Verſtand, gib ihm das Licht, Daß dir zur Ehr es Alles richt. 3. Mein Will ſei dein und deiner mein, Denn dein und mein ſoll Ein Will ſein, Was Gott will, das ge⸗ fällt auch mir, Nichts will ich, was mißfället dir. 4. Nimm hin, o Herr, dein iſt die Gab, Was ich nur bin und was ich hab, Mach du damit, wie dirs ge⸗ fällt, Dir ſei es völlig heimgeſtellt. 5. Nur deine Gnad, nur deine Lieb, O Gott, mein Herr, dagegen gib; Mit dir will ich zufrieden ſein, Wenn ich nur dein bin und du mein. 6. Dich liebt, o Gott, mein ganzes Herz, und iſt mir das der größte Schmerz, Daß ich dich als das höch⸗ ſte Gut, Erzürnt, ach! waſch mich durch dein Blut. 7. Ich lieb dich, Herr, doch nicht darum, Daß ich durch Lieb in Him⸗ mel komm: Nicht weil dort in der Höllen Pein, Die dich nicht lieben, ſtrafbar ſein. 8. Du, Herr, der du aus Lieb am Holz Gehangen haſt für meinen Stolz, Der du zum Fluche worden biſt Für mich durch Feindes Grimm und Liſt, 9. Der du Spott, Geißeln, Dornen⸗ Stich, Ja Nägel, letzt den Tod für mich Erlitten, das doch ich verdient, Und alſo durch dich bin verſühnt, 10. Du, Herr, biſt ja wohl liebens⸗ werth, Für mich traf dich der Rache Schwerdt; Sollt ich denn nun nicht lieben dich, Der du ſo theur erkaufet mich? 11. Wenn ſchon kein Höll und Him⸗ mel wär, Doch ich zu lieben dich begehr, Umſonſt, um Nichts, gleichwie du O Gotwt, geliebt, ſo lieb ich dich. 12. Dich lieb ich jetzt bis in den Tod, Nur drum, weil du mein Herr und Gott, Weil du mein Heiland und ich dein, Hoff ich dein Erbe dort zu ſein. D. M. Geyer, g. 1614, ſt. 1680 4* 5²2 Von Liebe Chriſti erwecket Gegen⸗ Liebe. 2— Mel. Folgt mir, ruft uns das. 86 Jefu, deine Liebes⸗Flamme 4 damme, Wenn ſie mir das eitle Spiel Ihrer Liebe zeigen will: Deine Treu iſt meine Freude; Deine Luſt, Herr, meine Weide Und dein Segen mein Gewinn, Bis ich todt und ſelig bin. 2. Dich will ich zur Perle haben, Deine Freundſchaft ſoll mich laben, In dem Herzen ſoll der Schein Treuer Gegen⸗Liebe ſein; Deine Liebe will ich wiſſen, Dich will ich im Geiſte küſ⸗ ſen, Dir will ich entgegen gehn Und dem Fleiſche widerſtehn. 3. Ach! was iſt der Menſchen Lieben Wenig Luſt und viel Betrüben. Wieg die Freundſchaft kaum ein Loth, Ach en? 1 Ich Roſe brechen, Muß man ſich vielfältig Führt ein Meer voll Herzeleid. tiefet ſich Meine Seele ganz in dich, Und wenn ich in deiner Liebe Mich nur wenig Stunden übe, Iſt die kurze Zeit fürwahr Beſſer als ſonſt tauſend Jahr. 5. Nun, mein Freund, ſoll 85 im Leben Dir das Herz noch wieder geben, Oder ladt mich deine Wahl Zu des Himmels Hochzeitsmahl? Ach! ſo laß an allem Orte Hören dieſe Lebens⸗ Worte: Ich bin dein und du biſt mein, Unſre Lieb ſoll ewig ſein. Joach. Neander, g. 1610, ſt. 1688. Die brüderliche und allgemeine Lieb 7 a Ihr Kinder des Höchſten, 54. Jwe ſehts und de ehlde⸗ Wie folgt man dem wahren Verei⸗ nigungs⸗Triebe? Bleibt ihr auch im Bande der Einigkeit ſtehn? Iſt keine Zertrennung der Geiſter geſchehn? Der ater im Himmel kann Herzen erken⸗ nen, Wir dürfen uns Brüder ohn Liebe nicht nennen, Die Flamme des Höch⸗ ſten muß lichterloh brennen. der Liebe. 2. Sobald wir von oben aufs Neue Brüdern erkoren: Ein Vater, Glaube, Ein Geiſt, Eine Tauf, Ein vol⸗ TleDeSe b ler zum Himmel gerichteter Lauf Kam Macht, daß ich die Welt ver⸗ unſe unſere Herzen vollkömmlich verbin⸗ den; Wir können nichts Anders, als Süßigkeit finden, Verdacht, Neid und Aegerniß müſſen verſchwinden. g ſtechen, Und ein Tröpflein Herrlichkeit 76Ldetl Ar. ſtechen, Und ein Tröpflein Herrlichkeit ſich in der Falſchheit zum Bruder ver 4. Aber deine Lieb iſt ſüße Und je ſtellt, den kann ſie unmöglich zum Bru mehr ich ſie genieße Deſto mehr ver⸗ der annehmen, er müßt ſich denn völ g8„De her⸗ 3 † 3. Die Mutter, die droben iſt, hält uns zuſammen Und ſchickt uns her⸗ unter die himmliſchen Flammen Kein Unterſchied findet hier einig⸗ Statt, Weil Demuth die Herzen ver⸗ einiget hat. Wo Eigenheit, Zank umd Haß können regieren, Da kann man den Funken der Liebe nicht ſpüren, Noch in den Chor engliſcher Thra⸗ nen ihn führen. 2 gt 4 4. Die Zions⸗Geſellſchaft verläßt de Verwandten, Setzt Brüder am höch⸗ ſten vor allen Bekannten. Wer noch iſt bezaubert von Liebe der Welt Um ein ſch! V ſe iſt da Centner Noth; Will man eine ſt lig zur Buße bequemen; Sie darf ſich des redlichen Sinnes nicht ſchämen. 5. Seht aber, wie ſelig wir haben erwählet, Die wir ſind zum Segen der Brüder gezählet, Wir ſind die erkaufete ſeligſte Schaar: Ach, lobet den Vater, denn kurz: er iſts gar⸗ Singt ihm mit vereinigtem Herzen und Munde; Ohn Loben und Lieben vergeh keine Stunde: Wir ſtehn vor dem Herren als Einer im Bunde. 6. Was ich bin, mein Bruder, das biſt du auch worden, Wir ſind an dem himmliſchen Erbe Conſorten. Ein eder für Alle zum Vaterland dringt, Die Kirche nach Einem ſtets kämpe und ringt; Wir müſſen bereit ſein, für Brüder zu ſterben, Wie Jeſus uns auch ſo Verderben. 7. Ach, laßt uns einander erinnem und führen, Daß wir nicht die Krons des Lebens verlieren! Wenn Babal nun trunken wird von Zions Blut, So geboren, Da ſind wir von Chriſto zu Ein Vater, Ein M emacht hat zu Erben: En Glied fühlt und leidet des Andemn ditt zäemma ie* i und ii lw i W. Hilfe al ſner Soimt die=— nicht Arrmwh Gn irtim audun Ber 1699 Ium liht ottt m tr ftm des Nät Al zn ghrit, me d pöntdit git Sonuß— kric in Wmſanitlenin e bee erunar ietfir 1tt mcß m dde caräesii der ent. ſent dätännüces⸗— uamicwder gi „mtſſ G— en Iide Sel un ſn ike 8, das in 1 1 hnn de di e ſle ti itd iſt uns an nt att ſe ſen= gi Mdudchl. tlibe dh=. Kn Ethuteg ür ſenem 1 24 Liebe. 2. Sob 14 geboren, 4 2 Brüdern Glaube, C guß if ler zum H. un unſere He den; Wir Süßigkeit aa Aegerniß nn n 0 3. Die z uns zuſan am unter die u Kein Unt d Statt, W alemn einiget hat Haß könne den Funke Noch in u sh nen ihn fi m. 14. dieg Geſelſtai Verwandte uzetzt Brüden ſten vor a an Bekannten. A iſt bezaube mhn Liebe del ſich in der znß hheit zum m ſtellt, den kem ie unmöglihg der anneh um er müßt ſihe lig zur Br um⸗quemen, Ch des redlich m innes niht t 5. Seht aut, wie ſelig w erwählet, wir ſind zu der Brüde n nzählet, Wif erkaufete ſ un e Schaar. N den Vatet ann kurz: a Singt ihr mit vereinigtn und Mun am)hn Loben m vergeh kei 3 tunde: Vuß dem Herr ams Einer in h 6. Waz atit in, mein dhi⸗ biſt du au⸗ a urden, Wirfide himmliſche à mrbe Conſotn Jeder für Dalterlnee irch unh Einem ſes irr müſſen dnt a terben, Wet⸗ annt hat zu Gin ad ledet del Die Kir und ringt für Brüde auch ſo Glied fch Verderben 7. Ach, und führe t ul. uns einandeg. b* 4 en 4 des Leben ug leren e 2 dvon Zöone M nun trund wird Babel zerſtöret: verbundenen Geiſtern was wehret? u zum Vaterlnt ittäiſe a vir uihtd ſtehn wir vereinigt auf unſerer Hut; Das Schreien der Kinder wird wahr⸗ lich erhöret, Durch völhiae Eintracht Wer iſt, der 8. Drum laſſet uns lieben und freuen von Herzen, Verſüßen einander die lei⸗ denden Schmerzen; Dringt kräftig, ihr Geiſter, in Eines hinein, Vermehret die Strahlen vom göttlichen Schein! Das läſſet der Vater ihm herzlich ge⸗ fallen; Im Loben kann auch ſein Ruhm herrlich erſchallen, Wenn Kin⸗ der, für Liebe entzündet, nur lallen 9. In jener Welt wird es noch beſſer hergehen: Da wird vor dem Vater die Brüderſchaft ſtehen Im heftigſten Feuer, in ſeligſter Brun t, Die ziehet zuſammen des Königes Gunſt. Ach, drücket zuſammen die Herzen und Hände Und bittet, daß Zion er Hilfe bald ſende: So kennet die Liebe nicht Anfang noch Ende. Chriſt ian Andreas Bernſtein, ſt. 1699 Bon der Liebe Gottes, unſer ſelbſt und des Nächſten. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meines Lebens. 87 b Iſt Gott die Liebe weſent⸗ 4 lich, So muß der Menſch im Bilde ſich Darſtellen in dem Leben hier Auch voller Liebe für und für. 2. Liebt Gott, ſo mußt du lieben auch, Denn dieſes iſt der Liebe Brauch. Giebt er ſich dir in Liebes⸗Trieb, Kehr du es um, dich wieder gieb. 3. Er, als das höchſte Gut, iſt werth, Daß ihm werd Seel und Geiſt ver⸗ ehrt Und das, was in uns ſich be⸗ wegt, Werd in der Liebe dargelegt. 4. Selbſt⸗Lieb iſt uns zwar auch erlaubt, Wo Gott ſie ſeine Ehr nicht raubt. Willſt du dich lieben, o ſo merk, Menſch, liebe dich als Gottes Werk. 5. Such dein Erhaltung, wie Gott will, Und halte ſeinem Wirken ſtill; Gib ihm das Herz zum Tempel ein, Daß Leib und Seel ihm eigen ſein. 6. Such nicht, was Fleiſch und Blut gelüſt, Weil dieſes falſche Liebe iſt; gegen den dreieinigen Gott. 53 Schreib Alles Gott, dir Nichtes zu, So liebſt du recht und bleibſt in Ruh. 7. Den Nächſten liebe gleichwie dich Und ſuche ſein Heil inniglich; Leg allen Haß und Feindſchaft ab Und beug den Eigenſinn ins Grab. 8. Such deinen Nutzen nie ſo ſehr, Des Nächſten ſuche noch vielmehr; Leucht ihm in guten Werken für, Daß er Bös laß und folge dir. 9. Was du nicht willſt, da goſcheh, Damit thu auch nicht Andern Weh. Den Armen halt ſo gut als dich, Auf daß er nicht beſchwere ſich. 10. Sei Jedem liebreich zugethan Und nimm dich ſein in Nöthen an. Dein Seufzen ſei vor Niemand ſtill; Dieß iſt die Liebe, ſo Gott will. 11. Findſt du ſie nicht in deiner Kraft, So glaub an Jeſum, der ſie ſchafft, Der lehret’, wie man lieben ſoll, Weil er ſelbſt iſt der Liebe voll. 12. Er nimmt weg, was dich hindern kann, Und zeucht mit neuer Kraft dich an; Vom Himmel fließet aus in dich, Was du nicht haſt, ganz mildiglich. 13. Denn wird dir bleiben keine Laſt, Weil Jeſum du im Herzen haſt; Gott iſt in dir, du biſt ſein Haus, Nichts fließt von dir, als Liebe aus. D. J, J. Rambach, g. 1693, ſt. 1753. dir 1. Joh. 4, v. 19—21. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 88 Ll et uns den Herren lieben, .2. Denn er hat uns erſt ge⸗ liebt; Liebe hat ihn angetrieben Daß er ſeinen Sohn uns giebt: Unſer Herz und alles Leben Sind wir ſchuldig ihm zu geben. 2. Billig iſt es, dieß zu leiſten, Da Gott ungleich mehr gethan, Wie die Zahl der Allermeiſten Dieſes auch erkennen kann; Gleichwohl ſieht man wenig Thaten Ihren Worten gleich gerathen. 3. Denn wer Gott vermeint zu lieben Und doch ſeinen Bruder haßt, Sich nicht ſcheut, ihn zu betrüben Und ihm auch die ſchwerſte Laſt Nicht mag chriſtlich helfen tragen: Was kann der von Liebe ſagen? 54 Von der Liebe 4. Seinen Bruder ſieht er imm der,d Daß ich in Chriſto dein ſoll ſein Lichet ihn gleichwohl doch nicht; Da Und fr von aller Höllenpein. hingegen ſieht er immer Seines 7. D Dein Kind mein Jeſus, hat voll Schöpfers Mage ſicht: Sollte wohl endet, Was du beſchloſſen vor der Zeit, dem Unſichtbaren Wahre Liebe wieder⸗ Hat Schuld und Strafen ahgewe fahren? Seligkeit 5. Welcher Gott zu lieben meinet, der mir dies macht de Der erweis es in der That, So Anat. Dein In Alles deſſer aus der Lieb erſcheinet, Die er zu S8. Ich weiß nicht, wa dem Bruder hat. Denn dieh iſt ein ſoll ſagen Spruch des Höchf ſeſt Liebſt du Gott, verſpürt, Da du mich haſt in meinen lieb auch den Nach ſten. Tagen Bishierher wunderbar gefühn 4 4 Ja, dort bei dir in Ewigkeit Iſt mn Um Kraft zum Glauben und das Beſte noch bereit chriſtlichen Lehen. 9. Nun, Herr, ich falle dir zu Fu ßen Und bi itt, o allerho chſtes Gut, Lap mein Herz doch wie Wachs zerfließen dieſer deiner Liebesgluth! Ach daß wal Fre Gegentreu Doch det Und mir geſchenkt die 6μ 2 S ich lieben Gott. Mel. Wer nur J den du uweißt am al⸗ 89. M . utbae 48 mir In gut und nüt hlü ich Du kan nſt allein gib, † 11 d8 mein Heil befe Jluan. e Jeg mit dem ſtets in m einer See le ſei! eigenen Gebäu! Gib, Herr, daß ich 10. Und weil ich auf ſo viel le Wei auf dich nur bau Und dir mit gan⸗ Mein 1Vaker bin dein Eigenthum, 8. zem Herzen trau! gib, daß ich auch dir zum Preiſe um 2. Reiß? Alles 8 weg aus me einer See⸗ deines großen n Name ens Ru hm Stetz len, Was dich mun ucht und deine diene in Gerechtigkeit Und dir be Chr; Ja, wollte es ſich auch verheh⸗ liebter Heil ligkeit! len, So prüfe ſel elbſtj emehr und mehr 11. Du mußt d Mein innere Be aſendei Und gieb bringen. In Worten, Werken und Ver mir Herzens⸗Red lichkeit ſtand; Drum re eichemirin allen Dingen 3. Daß ich könn in der Wal hrheit Aus Gnaden d deine Vaterhand; Denn ſprechen: Du biſt mein Abba, Licht und hier gilt nicht, wer rennen kann. Heil; Du heile eſt alle mein Gebrechen Blos kommts 8 auf dein n Erbarmen an. Und ſchenkeſt mir in Chriſto⸗ Theil; 12. Legſt du was auf, ſo hilfs auch Du bi mein allerbe eſter Freund, Ders tragen; Gib! nur Ged uldin Leidenszeit allzeit berzlich mit mir meint. 1 Und ſei in gut und böſen Tagen; Mein 4. Denn kann ich dich nur Vater Troſt, mein Rath und meine Freud. nennen, O Abgrund der Barmherzig⸗ Gib Demuth, Einfal, Lleb und Zucht, keit, So muß mir Alles nützen können. Was falſch und hoch iſt, ſei verfl uchtt Was mir ſonft hoißet Kreuz und Leid⸗ 13. Nu n Amen, e es ſei ſeef t geſchloſ⸗ Denn auch das; Bittre ſüße iſt, Wenn ſen! Nur daß des hilaen Geiſtes du, o Gott, im Herzen biſt. Kraft Bleibt über mir ſtets ausge⸗ 5. Drum gieb, daß ich vn kindlich goſſen, Als welche alles Gute ſchaffe gläube Und nur efein friſch und unyer So bleibts ts in E wigkeit dabei, zagt, jedoch in Demuth mir zuſchreibe, du mein und ich deine ſei. Was mir deim heili ig Wort zuſagt. V Ifrael Clauder, g, 1670, ſt. 1721. Dein Geiſt erkläre meinem G zeiſt, Was ₰; 62 S deine Vatertreue heißt. V Die beſte Frenudſchaft. In eigener Melodie, 6. Du, uner ſchaffenes, höſtes We⸗ 90. Miin holder Freund iſt 4 2₰ ſen Haſt vor der Welt an mich ge⸗ dacht Und, da ich gar noch nicht gewe⸗ mein, er bleibet mir er⸗ ſen, Den liebevollen Schluß gemacht, clun, Das Siegel ſeiner Treu iſt mir n U nterpfand ſonſ Von deiner Treu, die das Gute ſelbſt vol Daß b has dü F asn konnmt 3„rdh 1n 2 8 4. uhe je men d. 4 ea S T n rund d aur het 1 pe dnedr laberI, uune 5 h. K Ket Nl 1 ihm un s imit h ſer a drd nen doder 1 nich p e aund ve 4 Mn d. 1 k. 4 mRſdimda re d eck De atin † Naſ Wam k Fteun 2 A uddtel, S=2 pen W, Se a zum u mir 2 fi dmitet* lr ir Wun ſüt dr uW e Gh nͤer Ler* ind üin n ko k: 4 perg er Faut nen. hn Prin gei ₰ uuns Ha ar Darun Auf⸗ 4 ben 1 mn m ebſt büc ind tmut ut iſt., ſ z u rum ſöum, † dler Neſbdn dehr, 65 b W tn E mn die It 1 baft wütmt z Argt ſiei Id Wdanten Ich, bom wrtetin Ren e. rin ud beheen. 4Wettde Väter h. uir mi peice uum ſo be. dde Pn n ate s aam these r b Rmr ieet— 1 R. rreiriin erewſen. Dn, enti ſen: R. ſpnd e iſt n Rn ſn. ra 8 K dta Liebe 8* Daß ich n5 66 n hriſco nt all dein Dein Ge chent de d kannt, J las r dis ne nt, I les deſſen n . 8. Ich 2; ſoll ſagen dan deiner du gerſpürt, n du mich haſ TLagen Bi herwundetn Ja, dort ul dir in Grini das Beſte ant) bereit i hs zen Und at allerhüchſtez mein Her a4t) wie Wahs In dieſer ener Liebesgt gib, daß a hre(Gegen ſtets in n umge Seele ſal 10. Un muil ich auf on Mein Va mmin dein Gigt gib, daß i achach dir zumd deines gr uin Namens gun diene in aſchtigkeit Um liebter He meit! 11. Di m ißt das Gui bringen 8 uorten, Werkat ſtand; Di aueichemirinalet Aus Gno ut deine Vaterze hier gilt imt, wer rena Blos kon aum auf dein Gtm 12. Le unm was auf ſoß tragen; Cut ur Gedudic Und ſei in ann und böſen dh Troſt, mmstath und weu Gib Den iun Einfalt Lem Was fal atid hoch iſt ſit 13. N 1m men, es ſiifßt ſen! Nu kuß des ſeihn — Kraft B um über mir u goſſen, NaMelche allsuſſ So bleil izn Gwigket o du mein en ich deine h du ne. ael Glauder, 19 d Apſte Freuniſtt izener Melii 1 b anr ein bolder ſin 90. K mein, erbebit , geben, ¾ un iegelſen 4 rde gegen den dreieinigen Gott. ſein theures Blut; Die ihr der könnt wenn 3 ſich Und wenn der blaſſe Tod die beſten Freunde Werth nach Würden erheben, Seht, wie mein Liebſter ſo nahe zu mir thut. Mein Freund kann Geiſt und Seele laben, Mein Herz kann Alles in ihm haben, Was Freunden mag erfreulich ſein: Mein Freund, mein holder Freund iſt mein. 2. Mein Freund vergnüget mich und will ſich zu mir halten, Sein liebevolles Herz entzündet meine Bruſt: Wenn alle Freundſchaft will vergehen und erkalten, So hat mein Seelen⸗Freund an mir doch ſeine Luſt. Die Freundſchaft wird durch Nichts gehindert, Nichts iſt, was ſeine Liebe mindert: Wenn Freunde unbeſtändig ſein, So bleibt mein treuer Freund doch mein. 3. Geht, Menſchen, gehet hin und ſetzet eur Vertrauen Auf Menſchen, die vergehn und ſelbſten ſterblich ſind: Ihr müßt doch einſten euch zu ſpät betrogen ſchauen, Weil aller Menſchen Gunſt mehr, als zu bald verſchwindt. Es kann die Freundſchaft unterbrechen Zeit, Argwohn, Neid und Widerſprechen; Ich aber kann verſichert ſein: Mein Freund, der iſt und bleibet mein. 4. Ach! ſelbſt die Väter⸗Treu muß dieſer Freundſchaft weichen; Es kön⸗ nen Brüder nicht ſo herzlich lieben ſich: Das zartſte Mutterherz iſt gar nicht zu vergleichen Der heißen Liebes⸗ Brunſt, damit er liebet mich. Aus ſeinem Herzen iſt gefloſſen, Was man von Liebe je genoſſen; Drum ſoll mein ſteter Wahlſpruch ſein: Mein Freund, mein liebſter Freund iſt mein. 5. Es liebt ein Bräutgam zwar aus allen ſeinen Kräften Die ihm verlobte Braut, ſo er getreu erkannt; Mein Liebſter aber ließ ſich gar ans Kreuze heften Und darum wird er auch ein Blut⸗Bräutgam genannt. eine Braut ihm zu erwerben, Hat ſelbſt der Bräutgam wollen ſterben; Wie könnte größre Liebe ſein? Mein Freund, mein wahrer Freund „ Um j iſt mein. 55 6. Mein Freund, der bleibet mein, Freundſchaft nun aufhöret, Freunde trennt, Wenn Alles, was ge⸗ lebt, in ſeinen Urſprung kehret Und Alles einſt vergeht, was man nur irdiſch nennt; Dann ſoll und wird es erſt erſcheinen, Was die Vernunft pflegt zu verneinen; Dann wird die Freundſchaft ewig ſein: Mein Freund, der iſt und bleibet mein. u. B. v. Bonin, 1682—1752. Um die zu brünſtiger Gegen⸗Liebe dringende Liebe Chriſti. 2. Cor. 5, v. 14. Eph. 3, v. 17—19. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt. 91 0 Jeſu Chriſt, mein ſchön⸗ . ſtes Licht, Der du in dei⸗ ner Seelen So hoch mich liebſt, daß ich es nicht Ausſprechen kann, noch zählen, Gib, daß mein Herz di wiederum Mit Lieben und Verlan⸗ gen Mög umfangen, Und als dein Eigenthum Nur ewig an dir hangen! 2. Gib, daß ſonſt Nichts in meiner Seel, Als deine Liebe wohne; Gib, daß ich deine Lieb erwähl Als mei⸗ nen Schatz und Krone. Stoß Alles aus, nimm Alles hin, Was mich und dich will trennen Und nicht gönnen, Daß all mein Muth und Sinn In deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, ſelig, ſüß und ſchön Iſt, Jeſu, deine Liebe! Wenn dieſe ſteht, kann Nichts entſtehn, Das meinen Geiſt betrübe. Drum laß nichts Anders denken mich, Nichts ſehen, fühlen, hören, Lieben, ehren, Als deine Lieb und dich, Der du ſie kannſt vermehren. b 4. O, daß ich dieſes hohe Gut Möcht ewiglich beſitzen; O, daß in mir dieß edle Gut Ohn Ende möchte hitzen! Ach, hilf mir wachen Tag und Nacht Und dieſen Schatz bewahren Vor den Schaaren, Die wider uns mit Macht Aus Satans Reiche fahren! 5. Mein Heiland, du biſt mir zu Lieb In Noth und Tod gegangen, Und 56 haſt am Kreuz als wie ein Dieb Und Mörder da gehangen, Verhöhnt, ver⸗ ſpeit und ſehr verwundt: Ach, laß mich deine Wunden Alle Stunden Mit Lieb im Herzens⸗Grund Auch ritzen und verwunden! 4 6. Dein Blut, das dir vergoſſen ward, Iſt köſt gut und rein le, Mein Herz hingegen böſer Art Und hart gleich einem Steine. Ach, laß doch deines Blutes Kraft Mein har⸗ tes Herze zwingen, Wohl dur chdrin⸗ gen Und dieſen Lebens⸗Saft Mir deine Liebe bringen! 7. 9 daß mein Herze offen Und fleißig möcht au ffangen Die Tröpflein Bluts ts, die meine Im Garten dir abdrangen! ſich meiner Augen Brunn und mit viel Stöhn nen Heiße Thrä⸗ nen Vergöſſe, wi e die thun, Die in Liebe ſehnen 8. O, daßi uh wie ein kleines Kind Mit 2 W zeinen dir nachginge So lange, bis dein Herz entzündt Mit Ar mich umfinge, ühid deine Seel mein Gemüth; voller ſüßer Liebe Sich erhübe, in alſo deiner Güt Ich ſtets vereinigt bliebe! 9. Ach, zeuch, mein Liebſter, mich nach dir, Daß ich mit ſchnellen Füßen Dir nachlauf und dich mit Begier Von Herzen möge küſſen: Ich will aus deines Mundes Zier den ſüßen Troſt mnpfinden, Der die Sünden Und alles Unglück hier Kann leicht⸗ lich überwinden. 10. Mein Troſt, mein Schatz, mein Licht und Heil, M tein höchſtes Gut und 4 Lehen, Ach, nimm mich auf zu deinem Theil, Wie ich mich dir erge⸗ ben! Denn außer dir iſt lauter Pein, Ich find hier überalle Nichts, denn Galle, Nichts kann mir tröſtlich ſein, Nichts iſt, das mir gefalle. 11. Du aber b iſt die be eſte Nuh 3 In dir iſt Fried und Freude: Gik Jeſu, gib, daß in immerdar Mein H erz in dir ſich weide; Sei meine brenn in mir; Mein Balſam, wolleſt eilen, Lindern, heilen Den Schmer rzen, lich, St 4 Ach, Aufthät 3 men Flamm und lind f * aß In ſich du „doch ferner, „Liebe l im in ſteh, der Mein euchſt, liebt V That allhier Mich ſer heu llen „Was iſt, o Schönſter, das in richt In deiner Liebe habe? Sie iſ mein Stern, mein Sonnen Lich Mein Quell, da ich mich labe, Men ſüßer Wein, mein Himmels⸗Bm 1 Kleid vor Gottes Throm Meine Krone, Mein Sch ut in alt Noth, Mein Haus darin ich wohn 13. Ach liebſte Lieb, wenn d entweichſt, Was hilft mir ſein gel ren? Wenn du mir deine Lieb en Iſt all mein Gut verloren So gib, daß ich dich, meinen Gat Wohl ſuch, und beſter Maßen Mog. faſſen Und, wenn ich dich gefaßt Ewig keit nicht laſſen. Du haſt mnich je und je 8 Und auch dir nachgezogen, d ich noch etwas Guts geübt, Vn mir ſchon gewogen, Ach, edler Hort, Mich dein leiten Und begleiten, Daß ſie mi fort Beiſteh auf allen Seiten Laß meinen Stand, darin i Herr, deine Liebe zieren Und, u ich etwa irre geh, Alsbald zu trech führen; Laß ſie mich allzeit guten Rath Und rei ine Werke lehren, Steu ren, wehren Der Sünd und nach d de Bald wieder mich bekehren! 16. Laß ſie ſein meine Freud in Leid, In Schwachheit mein Verm⸗ gen, Und wenn ich, nach vollbrac⸗ ter Zeit, Mich ſoll zur Ruhe legen Alsdann laß deine Liebes⸗T Treu, Hen Neſu, bei mir ſtehen, L Luft zuwehen, Daß ich getroſt und frei Mög in dein Reich eingehen! Paul Gerhard, g. zen macht um — mMer 15. 1606, ſt. 1676, Um Vermehrung der Liebe Jeſu. Mel. Jeſu, Jeſu, Gottes Sohn, 92.9. . ᷑ Mein Bruder und Gena⸗ denthron, Mein höchſte Freud und Wie ſchön leuchtet der Morgenſtern⸗ Wonne! Du weißeſt, daß chredewah 8 Vor dir iſt Alles ſonnenklar Und kla Herzlich Lieb ich rer, als die Sonne. 318 1 dteu ohn dic bor unn khe 4 m m de ban — — 21 4 „ * 4.— — — dn, 55 1 8 u h ür teim t hthkam! us bse 3 1 u u. †Dan vrdhe’ht, 8 4 efftſeum jeren 1= n h⸗ dui mninſe= 5 aif an ve G tl, La.— Rergrtärs dolle fin iein dag eug, Aen Adewh em erd r iin le dmni mit 1 wa katrtu. ſemale, i ge lür, Angnt a be—— lät Ebitn icht brir bemm r em— be n 1 badt= 1 Sßs ie f billigd fir ms dorge ſein—— iu Daß er Liebe der allhi heulen! nicht In mem S Mein Q ſüßer A In D 14. T liebt Und ich noch du mir doch ferm Liebe leite immerfort 15. La ſteh, Hern ich etwa führen; Rath Un ren, wehr That Ba 16. La Leid, In gen, Und ter Zeit, Alsdann Jeſu, bei Daß ich dein Reit dell — Um Ven Mel. Wie 92.49 denthron, Wonne! Vor dir 1 rer, als d a ad er an ißeſt daßit ric eußen u 12. B t, o Sch ich die-, ma id beſter N Kvenn ich d iiicht laſſen. nit mich jem unth dir nacho ans Guts geit gewogen, ddler Hort, N Und begleiten, d * „† „ ſteh auf alle hinen Stand u ane Liebe ziete un geh, Alsbah in ſie mich alz a une Werke loa Iner Sünd un aneder mich d ſein mem as vachheit men mnen ich, mah! „ * it ſoll zur gui an eine Liebesm⸗ un ſtehen, Luſtg un ſt und u t gehen! fri un Gerhard, g Vh nm ung der Lite leucttet der Rne Gott 4 r 2. U, Jeſu, in Bruder uee Hn Kn döüſte m s ſonnen d 1 ne. Hmiij „ 1 1 4 1 31 1 gegen den dreieinigen Gott. Mit Gefallen dich vor Allen; Nichts auf Erden Kann und mag mir lie⸗ ber werden. 2. Dieß iſt mein Schmerz, dieß kränket mich, Daß ich nicht gnug kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte; Je mehr ich lieb, je mehr ich find, In Liebe gegen dich entzündt, Daß ich dich lieben ſollte. Von Dir Laß mir Deine Güte ins Gemüthe lieblich fließen: So wird ſich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, Daß ich, ſo viel ich ſoll und will, Dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wolluſt, Chre, Freud und Geld, Wenn ich es recht beſinne, Kann mich Ohn dich Gnugſam laben; ich muß haben reine Liebe; Die tröſt, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebeſt du, Schaffſt ſeinem Herzen Fried und Ruh, Erfreueſt ſein Gewiſſen. Es geh auf Erden, wie es will, Laß ſein des Kreuzes noch ſo viel, Soll er doch dein genießen. Ewig Selig, Nach dem Leide große Freude wird er finden; Alles Trauern muß verſchwinden. 5. Kein Ohr hat jemals dieß ge⸗ hört, Kein Menſch geſehen, noch ge⸗ lehrt; Es läßt ſich nicht beſchreiben, Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir iſt bereit, Die in der Liebe bleiben. Gründlich Läßt ſich Nicht erreichen Noch vergleichen der Welt Schätzen Dieß, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dieß allein, ch wird euer ſpotten, Der im Himmel O Jeſu, meine Sorge ſein, Daß i dich herzlich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt Und mir dein klares Wort vermeldt, Aus Liebe mich ſtets übe, Bis ich Endlich Werd abſcheiden und mit Freuden zu dir kommen, Aller Trübſal ganz entnommen. 7. Da werd ich deine Süßigkeit, Die jetzt berühmt iſt weit und breit, In reiner Liebe ſchmecken, Und ſehn dein lieblich Angeſicht Mit unver⸗ wandtem Augen⸗Licht, Ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich Werd ich 57 Sein erquicket und geſchmücket vor deinm Throne Mit der ſchönſten Himmels⸗Krone. Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Glückſeligkeit der Seele in der Liebe Jeſu. . Mel. Jeſu, meine Freude. 93 Heli iſt die Seele, Die in . ihrer Höhle Dich, o Jeſu, liebt! Du wirſt ſie umarmen Und mit Troſt erwarmen, Wenn ſie iſt betrübt; Du biſt ihr Licht, Heil und Zier, Ihres Herzens ſüße Weide, Le⸗ ben, Schatz und Freude. 2. Ein Herz, das dich liebet, Iſt ſtets ungetrübet Und von Sorgen frei; Unter tauſend Waffen Kann es ſicher ſchlafen, Denn du ſtehſt ihm bei; Wenn der Feind, Ders böſe meint, Noch ſo grauſam tobt und wüthet, Wird es doch behütet. 3. Schießt der Teufel Pfeile In geſchwinder Eile Auf das Herze zu, Find ich in den Klüften Und blut⸗ rothen Grüften Deiner Wunden Ruh: Wenn mich gleich Ein ganzes Reich Voller Teufel wird umringen, Will ich fröhlich ſingen. 4. Kommen ſeine Schuppen Mit vermehrten Truppen, Bieten wieder Sturm, Sprechen mit Belachen, Was will dieſer machen, Dieſer arme Wurm? Wirſt du doch, Das weiß ich noch, Mich vor aller Feinde Stürmen, Jeſu, wohl beſchirmen. 5. Tobt, ihr Satans Rotten! Er ſitzt, Er wird euer Dichten Gan und gar zernichten, Wenn ihr no ſo ſchwitzt. Seid ihr gleich So groß und reich Als der große Alerxander, Stürzt ers mit einander. 3 6. Laßt mir Alles nehmen, Ich will mich nicht grämen Um das ſchnöde Geld: Reichthum kann wohl druͤcken, Aber nicht erquicken Und bleibt in der Welt. Hab ich Gott, So hats nicht Noth, Ueber hunderttauſend Schätzen Muß mich Gott ergötzen. “ ö“ 58 7. Würd ich mich drob kränken, Was würd der gedenken, Der vom Himmel ſchaut? Iſt er doch mein Vater, Mein Freund und Berather, Dem ich mich vertraut. Bleibt mir Gott, Mein Stücklein Brodt Wird mir hier auf dieſer Erden Auch wohl üſſen werden. zuiſ Muß ich aller Ehren Bloß ſein und vermehren Meiner Feinde Ruhm; Laß ſie immer prangen, Ich hab kein Verlangen Nach der Wieſen⸗ Blum. Menſchen⸗Ehr, Was iſt ſie mehr, Als ein ängſtenvolles Leben? Gott kann mich erheben. Jeſus liebet, Iſt mir aller Schmerz Ueberhonigſüße; Tauſend Zuckerküſſe Drücket er ans Herz, Wenn die Pein Sich ſtellet ein; Seine Liebe macht zu Freuden Auch das bittre Leiden. Jeſus, unſere gekreuzigte Liebe. In eigner Melodie. 9 4 elt, tobe, wie du willſt und * wüthe, Mein Ziel bleibt dennoch unverrückt: Mein Sinn, mein Herz und mein Gemüthe Sind nie von deiner Luſt entzückt; Denn ob mich Welt und Luſt ſchon triebe, Bleibt doch gekreuzigt meine Liebe. 2. Die Liebe, die vergänglich blei⸗ bet, Iſt ſchon aus meinem Sinne hin, Ich bin derſelben einverleibet, Die, Jeſu, dich führt zum Gewinn; Denn ob mich Welt und Luſt ſchon triebe, Bleibt doch gekreuzigt meine Liebe. 3. Mein Herz iſt himmliſch nur geſinnet, Was weltlich iſt, bleibt un⸗ erührt. Die Liebe, die den Preis gewinnet, Iſt dieſe, die zum Him⸗ mel führt; Denn ob mich Welt und Luſt ſchon triebe, Bleibt doch ge⸗ kreuzigt meine Liebe. 4. Ob ich der Welt ſchon bin ver⸗ haſſet, Weil mir verhaßt iſt, was ſie liebt. So leb ich doch mit Lieb um⸗ faſſet Von dem, dem ſich mein Herz Von der Liebe 9. Muß ich ſein betrübet? So mich ergiebt: Ja, wenn mich Welt um Luſt ſchon triebe, Bleibt doch ge kreuzigt meine Liebe. Philipp von Zeſen, g. 1619, ſt. 168 Von der chriſtlichen Liebe. 1. Cor. 13, v. 1— 13. Mel. O Gott, du frommer Gott. 95. Zungen redte, Hätt aber ſonſt de bei Der wahren Liebe nicht,& wäre doch vor Gott Damit Nicht ausgericht. 2. Er wäre wie ein Erz, Das zwm ſehr helle klinget, Sonſt aber kein Frucht Und keinen Nutzen bringe Es wär ein ſolcher Menſch, Ein ſeh cher guter Chriſt, Wie eine Schel D. H. Müller, g. 1631, ſt. 1675. an der Kein Geiſt noch Leben iſt 3. Wenn er weiſſagen könnt Um hätte allen Glauben, So daß er Wun derwerk An Bergen, Blinden, Ta ben, Erwies und hätte doch N wahren Liebe nicht, So wäre abh mal Damit Nichts ausgericht. 4. Wenn Einer auch ſein Hab Um alles Gut den Armen Hingäbe, abe es Nicht thäte aus Erbarmen, Wem er ſich brennen ließ. Und hätte nich dabei Der Liebe, ſag ich doch, Daß es Nichts nütze ſei. 5. Die Lieb iſt ſanftmuthsvoll Langmüthig und gelinde, Sehl freundlich Jedermann, Stets ferth und geſchwinde, In Nöthen beizu⸗ ſtehn; Die Liebe eifert nicht, Die Liebe ſiehet zu, Daß Keinem Leid geſchicht 6. Die Liebe iſt nicht ſtolz, Die Liebe haſſet Keinen, Suchtihren Nutzen nicht, Sie rathet dem Gemeinen enn Einer alle Kunſt Un ml alle Weisheit hätte, Wen iet er mit Menſchen⸗ und Mit Eng n Die Liebe zürnet nicht, Die Lil hilft Jedermann Und wendet Sche den ab, Wo ſie nur immer kann. 7. Die Liebe iſt betrübt, Wem unrecht wird gerichtet, Und freue ſich, wenn man Der Wahrheit feſt beipflichtet; Die Liebe decket auch Des Nächſten Mängel zu, Verträget dſe n ah id M uin de auch St, d th ut Von deum aumſid d ol w m ear Satni.15— b. 8 derlwun der wordente eebſt dehe. NM get vll it ni 90, h Grum- 2 ⁄ 1Wihe, muß ſrri lama h Purjich 15 ſeun Rin Shlnge=—. R wmſck nt, Am ns giin de Adans u d t dohl bewu Möndt ſaſſt 3 mſ ene Verke h unt umner faſſ 1 un ſin Den 2 ſn Danzer Mn i nnß dor alle deben aus. um grudt! t = S= — * r Liebe ergiebt: Luſt ſche kreuzigt 1 Von er mit bei Der wäre do ausgerich 2. Er ſehr helle Frucht U Es wär cher gute an der K 3. We hätte allen derwerk 2 ben, Er wahren 4 mal Dan 4. We alles Gut es Nicht er ſich b dabei De es Nichts D. Langmüt freundlich und gef ſtehn; Di ſiehet zu, 6. DA Liebe haſf nicht, 2 — unrecht ſich, wer beipflicht 12 Des Nät 1 chriſtlichen d . ott, du Di uube iſt nicht ſ ⁸ 4 17 7. Dez 4 wenn wich iebe Ble e, Bleih Liebe. oon Zeſen, Celälh unn Lie 5 13, v. 18l Pm Ciner ale 1 le Weishett hen⸗ und M , Hätt abet an ren Liebei 1 r Gott De un wie ein Eiz get, Sont einen Nätza mlcher Menſt eiſt, Wie en Geiſt noch d weiſſagenn nmuben, So d zergen, Bind un und hätte in nicht, Son m cchts ausgent ummer auch ſein unn Armen Hinh un aus Erbarma mmn ließ. Und t an be, ſag ich w⸗ ute ſei 1nb iſt ſaufme ii und galnd n ermann, oi ch ſen Diener enn 1 4 e In Jüt. Gottes Haus Mit ganzer Macht will te eifertnitt 2 Keinem Li „ in nen, Suctim urnet nict, N. 6 8 rommer 1 —— — —— ℳ p M 1 h 9 4 10 Alles gern und liebet Fried und Ruh. 8. Ohn Argwohn glaubet ſie Das Beſte nur von Allen; Sie hoffet Beſſerung, Wenn Jemand iſt gefal⸗ len In Sünd und Miſſethat; Hat ſie gleich keine Schuld, So leidet ſie dennoch, Was möglich, mit Geduld. 9. Wenn irdſche Wiſſenſchaft Ein⸗ mal wird ganz aufhören, So wird die Liebe doch Sich fort und fort ver⸗ mehren; Wenn Glaub und Hoffnung auch Vergehet mit der Zeit, So blei⸗ bet doch die Lieb In alle Ewigkeit. 110. Herr Jeſu, der du biſt Ein Vorbild wahrer Liebe, Verleihe, daß auch ich Am Nächſten Liebe übe; Gib, daß ich allezeit Von Herzen Jedermann 3u dienen ſei bereit, So viel ich ſoll und kann! Luc. Backmeiſter, g. 1578, ſt. 1638. Verleugnung der nnordentlichen Selbſt⸗Liebe. Mel. Von Gott will ich nicht. 96. lieben, muß ſelbſt ver⸗ leugnen ſich, Und gänzlich von ſich ſchieben Der alten Schlangen Stich: Ich meine ſolche Luſt, In der wir uns gefallen, Wie Adams Kindern allen Dieſelb iſt wohl bewußt. 2. Wer ſich nicht ſelbſt will haſ⸗ ſen, Sammt ſeiner Werke Schein, Kann Chriſtum nimmer faſſen, Noch auch ſein Diener ſein: Denn wer in Die Hoffart treiben aus. 3. Wie nicht zur Frucht kann wer⸗ den Das edle Weizen⸗Korn, Es ſei denn in der Erden Durchs Faulen ſchier verlorn: So will der höchſte dringen, Der muß vor allen Dingen 8 Gott, Daß wir durch ſchmerzlich Wei⸗ nen Beweiſen, wie wirs meinen, Ob iin uns die Welt auch ſpott. 4. Geh aus von deinem Lande, Sprach Gott zu Abraham; O Menſch, jie Aile dan in dieſem Stande Kriech aus dem e d an † Mn Sünden⸗Schlamm. Ach! denke, wer gegen den dreieinigen Gott. er Chriſtum recht will 59 du biſt Und wie du Gott betrübeſt; Wo du dich ſelbſt blos liebeſt, Biſt du kein rechter Chriſt. 5. Gleichwie es nie geſchehen, Daß Einer hat zugleich Vom Himmel auf⸗ geſehen Und nach dem Erden⸗Reich: So kanns auch gar nicht ſein, Sich neben Gott zu ſetzen Und dem ſich gleich zu ſchätzen; Gott will die Ehr allein. 6. Das höchſte Gut im Leben Dem Nächſten zugewandt, Das Gott uns hat gegeben, Die Liebe nur ge⸗ nannt; Dieß höchſte Gut iſt Gott; Zu dem ſollſt du dich kehren, Ihn herzlich zu verehren Und nicht des Satans Rott. 7. Die Meinung deines Herzens Und dein ſelbſt eigner Sinn Führt dich zum Quell des Schmerzens Und nicht zu Gotte hin. Der, ſo ſich liebt zu ſehr, Will über Gott ſich heben, Dem Schöpfer widerſtreben Und raubn ihm ſeine Ehr. 8. Iſt Gott, wie wir bekennen, Der Anfang und das Ziel, Das A und O zu nennen, Was harren wir denn viel, Leib, Leben, Herz und Muth Allein ihm zuzuwenden? Denn er will uns ja ſenden Sich ſelbſt, das höchſte Gut. 9. Laß dich die Lieb entzünden, Nicht, die vergänglich iſt, Als welche leicht zu finden Im faulen Sünden⸗ Miſt; Ach nein! dieß Ungeheur Soll alle Welt verfluchen, Wir Chriſten wollen ſuchen Ein beſſer Liebes⸗Feur. 10. Das Feur bleibt nicht auf Er⸗ den, Es ſchwinget ſich hinauf Und will erhöhet werden Durch ſeinen ſchnellen Lauf; Das Liebes⸗Feur in dir Soll auch vor allen Dingen Sich in den Himmel ſchwingen Mit himmliſcher Begier. 11. Noch will ich ferner lehren, Wie der, ſo Chriſtum liebt, Sich ſelbſt nicht ſoll verehren, Sonſt er ſich ſelber gibt, Was Gott allein ge⸗ bührt: Wer deſſen Lob nicht ſuchet, Derſelb iſt ganz verfluchet, Wird hin zur Pein geführt. 60 12. Die ſchönen Leibes⸗Gaben, Auch Glück, Witz, Ehr und Geld, Sammt Allem, was wir haben, Hat Gott uns zugeſtellt! Weil dieſe Brün⸗ nelein Nun ſich aus ihm ergießen, So müſſen ſie auch fließen Zum ſel⸗ ben Meer hinein. 2 13. Gleichwie der Sonnen Strah⸗ len, Wenn ſie mit vollem Lauf Ein ganzes Land bemalen, Viel Blüm⸗ lein ſchließen auf, Die ſuchen wiedrum ſehr Die Sonn an allen Enden: So muß man Alles wenden Zu Gottes Preis und Ehr. 14. Als jener König lobte Die Babel ſeiner Macht Und gleich für Freuden tobte, Voll Hoffart, Stolz und Pracht, Da ward er toll und wild! Das heißt ſich ſelber lieben: Dieß iſt, o Menſch, geſchrieben Der Welt zum klaren Bild. 15. Ach! ſtelle deinen W 8 zillen Nach Gottes Willen an, Der deine Bitt erfüllen Und dich erheben kann; Doch zeig es mit der That; Kannſt du dich elber zwingen, So wirſt du auch voll⸗ bringen, Was Gott befohlen hat. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Troſt aus der Liebe Jeſu. Mel. Wer nur den lieben Gott. 0 er will mich von der 9 7. Wn ſcheiden, Die nur allein in Jeſu iſt? Und ſollt ich Alles drüber leiden, Was hier zu leiden iſt erkieſt, So bleib ich im⸗ mer unbetrübt; Mein Troſt iſt, daß mich Jeſus liebt. ſchrieben; Die Handſchrift iſt mit Blut gemacht. Die Liebe ſelbſt hat ihn ge⸗ trieben, Daß er ſein Leben nicht ge⸗ acht, So leb ich immer unbetrübt; Mein Fei iſt, daß mich Jeſus liebt. 3. Will mir die Welt ein Netze ſtellen; Mein Jeſus hat ein Liebes⸗ Band. Will mich der Feind zu Bo⸗ den fällen, Mein Jeſus hält mich vein der Hauſd. 845 leid ich immer unbetrübt; Mein Schatz iſt, daß mi Jeſus liebt. zas iſe daß nnch Von der Liebe Nimmſt du mich hin, Iſt es mit großer Gewinn, Keinen wird kränte 4. Ein Andrer mag ſich Schäte 8 ben; In Jeſu Liebe bin ich reich: wollt ein ſolches Gut nicht habe t Dem Nichts auf dieſer Erden glei So geh ich immer unbetrübt; Mt Schatz iſt, daß mich Jeſus liebt. 5. O du vergnügte Jeſus⸗Leh ſt Mein Heil und Theil, mein Sch —— und Schutz! Erhalt mich nur inſ chem Triebe, So biet ich allen Feinz Trutz. So ſterb ich endlich unbetrit Mein Troſt iſt, daß mich Jeſus lit Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 10 Bitte, daß Jeſus uns mit ſeim Liebe ganz einnehme. Mel. 98 Thriſte, mein Leben, ma —. Hoffen, mein Glauba mein Wallen Und das, was Gmn ſten kann ſchmecken und einzig fallen; Richte den Sinn, Treu Welt⸗Heiland dahin, Ruhm dir bringen für Allen. 2. Einiggeliebter! du Wonne, will ich erheben, Ich will mich gi lich dir ſchenken und völlig hingehe Haſt du denn, Jeſu, dein. mein Leben. 3. Eines, das nöthig, laß mächt vor Allen beſtehen, Ruhe der Selk⸗ laß Alles, was eitel, vergehen; Ei zige Luſt Iſt mir nur ferner bewuß Chriſtus, mir ewig erſehen. 4. Herzog des Lebens! du wollt i ſelber pegieren So, daß 15 veſus ek... Leben ich heilig und ſelig mag fit⸗ 2. Mein Jeſus hat ſich mir ver⸗ 1 Heudnc ſelig g ren: Gib du den Geiſt, Reiche, wam göttlich nur heißt, Anders die Selt zu zieren. 5. Friedens⸗Fürſt! laß mich in Glauben dirttreulich anhangen: El zu ſtillen dieß Wünſchen, mein höch ſtes Verlangen: Von dir nichts megh Heiland, ich jetzo begehr, Nimm ni dir ſelber gefangen. 6. Centnerſchwer ſind mir die Bir wo du nicht willſt tragen den, Alles, was irdiſch erdiſch iſt, trachtet, d Chriſten zu plagen. Laß es denn ſein b Berie ieſtenn 4 K btti. 5 Na Ler duizam d dii titet,* 9 Meti ge 15s fi nch, Knt, hiti t wEdlhrnſezde— vcch 1 umdehtemnt d A, Ww w ite tgetha anch e Fend uit geh= d Gotut niht whet. 3 d i und E din Nehn dlln, neine=. Reß mnc us min en, zult ut ſin mit ſ Schnam 1 wi uf da= es amn A ſte Li im 69s iebe r 4* fr. Wasu dm nir lm S vohl 2p n s vid anſe ſe 5* aff Eden in ten aden. di Wetee,„ n. di gnl Rüctnnn gegen( jit in rict ehty„ nt ſaben. lda urr den lichen rlöi let. h ain ao e, Ih män 9 I ſch — 1* — [— der Liebe und Sant G chem T Srhal Trutz. mein A ſten ka fallen; Welt⸗K bringen 2. G will ich lich dir Nimmſt ut großer mein L 3. G vor Al laß All zige Lu Chriſtu 4. H mich ſ Leben ren: G göttlich zu ziere 5. 5 Glaube — zu ſtillen 2 ſtes Ve Heilam dir ſell ₰* 6. E mu rſch -den, J Alles, Chriſtet Mein T miſ gegen den dreieinigen Gott. 61 a Lebt man nur Chriſto gemein, Er wirds wohl können verjagen. Aufopferung der Seele in der Liebe Gottes. Mel. Lieber Bräutigam. 99 Hhſer Prieſter, der du * dich Selbſt geopfert haſt für mich, Laß doch, bitt ich, noch auf Erden Auch mein Herz dein Opfer werden!. 2. Denn die Liebe nimmt Nichtsan, Was du, Liebe, nicht gethan; Was durch deine Hand nicht gehet, Wird zu Gott auch nicht erhöhet. 3. Drum, ſo tödt und ſchlachte hin Meinen Willen, meinen Sinn; Reiß mein Herz aus meinem Her⸗ zen, Sollts auch ſein mit tauſend Schmerzen. 4. Trage Holz auf dein Altar Und verbrenn mich ganz und gar: O du tauſendliebſte Liebe, Wenn doch Nichts mehr von mir bliebe; 5. Alſo wird es wohl geſchehn, Daß der Herr es wird anſehn; Alſo werd ich noch auf Erden Gott ein Liebes⸗Opfer werden. Joh Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. Liebes⸗Erklärung gegen Gott mit Bedaurung, ihn nicht eher geliebt zu haben. Mel. Wer nur den lieben Gott. lieben, meine Zier, Ich will dich lie⸗ 10 0 3* will dich lieben, meine 1*☛ Stärke, Ich will dich ben mit dem Werke Und immer⸗ 9n währender Begier; Ich will dich lie⸗ un ben ſchönſtes Licht, Bis mir der Tod das Herz zerbricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Le⸗ ben, Als meinen allerliebſten Freund; Ich will dich lieben und erheben, So lange mich dein Glanz beſcheint; Ich will dich lieben, Gottes⸗Lamm, Als meinen lieben Bräutigam. 3. Ach, daß ich dich ſo ſpät er⸗ kennet, Du hochgelobte Schönheit du, Und dich nicht eher mein genennet, Du höchſtes Gut und wahre Ruh! Es iſt mir leid und bin betrübt, Daß ich ſo ſpät dich hab geliebt. 4. Ich lief verirrt und war ver⸗ blendet, Ich ſuchte Dich und fand dich nicht, Ich hatte mich von dir gewen⸗ det, Ich liebte das geſchaffne Licht: Nun aber iſts durch dich geſchehn, Daß ich dich habe auserſehn. 5. Ich danke dir, du wahre Son⸗ ne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; Ich danke dir, du Him⸗ mels⸗Wonne, Daß du mich froh und frei gemacht; Ich danke dir, du goldner Mund, daß du gemachet mich geſund. 6. Erhalte mich auf deinen Ste⸗ gen Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß auf deinen Wegen nicht ſtraucheln oder ſtille ſtehn; Erleucht mir Leib und Seele ganz, Du ſtarker, ſchöner Himmels⸗ Glanz! 7. Gib meinen Augen ſüße Thrä⸗ nen, Gib meinem Herzen keuſche Brunſt; Laß meine Seele ſich ge⸗ wöhnen, Zu üben in der Liebe Kunſt; Laß meinen Sinn, Geiſt und Ver⸗ ſtandt Stets ſein in dir, o Gott, ge⸗ wandt! 8. Ich will dich lieben, meine Kro⸗ ne, Ich will dich lieben, meinen Gott; Ich will dich lieben ohne Lohne, Auch in der allergrößten Noth; Ich will dich lieben, ſchönſtes Licht, Bis mir der Tod das Herz zerbricht. Joh. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. Daß Jeſus unſer Herz ganz un nimm mein Herz einnehme. In eigener Melodie. 101. und Alles was ich bin, Von mir zu dir, mein liebſter Jeſu, 6² Von der Hoffnung auf Gott. hin! Ich will nur dein Mit Leib und Seele ſein, Mein Reden, Thun und Dichten Nach deinem Willen richten. 2. Du tränkeſt mich mit lauter Milch und Wein Und ſch endeſt mir den Brunn des Lebens ein: Oedles Bi ld, Du biſt ſo ſüß und mild, Daß ich ſtets drauf gedenke, Wie ich mich dir ganz ſche au9 Göttlicher Herzens⸗Troſt. zu lieben ſein bereit. Willſt du mit todt, So ſterb ich gern, mein Ga 8 Willſt du, daß ich ſoll leben, Wi 65 ich mich drein ergeben. 4. Du aber ſollſt auch wieder me u ne ſein Und ganz und gar komm an in mein Herz hinein, Sollſt ſein a d Gott Und Troſt in aller Noth, Sa ixe nich dir einverleiben Und ew — 1e. if —— 6 A 3. Drum ſchau, ich will in Zeit Bräutgam bleiben. 3 n Pſäln 4 und E wigkeit Dein Wohlgefalln Joh. Scheffler, g. 1624, ſt. 165 nrü m. ——— N dl menig 2 4. M Aum nnlicht. lu de. 4 4„ 7 p te an VI. Von der Hoſſuung auf Gott. Khaaa den r it „ Pf. 73, v. 25. 26. N 1 4 u ar† Mel. Wer nur den lieben Gott. 102 A wenn ich dich, A. Ir mein Gott, nur ha⸗ be, Nach Erd und Himmel frag ich nicht; Nichts iſt, das meine labe, Als du, mein Gott, mein Troſt und Licht. Rühmt ſich die e Wel mit ihrer Luſt, Ohn dich iſt mir kein Glück bewußt. 2. Soll Leib und Seele mir ver⸗ ſchmachten, Ich hoffe doch getroſt auf dich; Nichts will ich alle Plagen achten, An dir allein erquick ich mich; R tegt ſich auch Alle es wider mich, Es bleibt dabei: ich liebe dich. Hab ich nur dih ſo hab ich Al les. Was meine Seele wünſchen kann; Auch fürcht ich nich gar keines dälln Liebſt du mich nur, was cht mich an? Drum ſpricht mein Herz: du biſt mein Theil, In dir iſt meiner Seelen Heil. Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 173 — 2 Freudige Legung in Gottes Schooß. Mel. Was mein Gott will, das. 103. A* Gottes Herz leg ich mein Herz Durch Glau⸗ ben, Lieb und Hoffen, Rührt meine Bruſt gleich mancher Schmerz, Ich werde doch nicht troffen: An Gott 1 1 muß mein Fuß auf Roſen ſteht ele Aurh wo man Dornen ſtreuet, Btt meinem Gott Hat es nicht Noth, n an mmth 3 4 mM 1ꝗ mag 1 8 man mir Ein Haar anrühr), ün V merhin Nur hier ſchlaf ich in Iir bentan den, Es wird mein Gott⸗ ergebner 48 M gig erſchreckt, Weil Gott mich deckh, G —= m (hab ich Den Schild vor mich, M 4 er, mein Licht, mein Leben„u 1. nütnd g verla ßt Mein Herz ſich fe ſt), Er dela Atit get. mir Alle⸗ es geben. Eund. Ker c9 4— b Laßt mich, ihr Sorgen, immt 5 lun nn. 2 b gehn, Ich bin in Gott erfreuet, 8 Mn Nam m en nu Bi in i ie k ich Alles blitzen,(Trotz, di in PMrimit Nachſte 1h H kan 3. Von Gott kommt Wohl⸗ un nn; Tos hätte ich ru hig ſitzen. 3hrr s vil 2 Uebelſtand, Ohn ihn mag Nich Lanmm gul men.— geſchehen, Nur ſeine wundervoll ſun mutr Hand Kan in unſer Glücks⸗Rad der P da And hen; Oft ſtellt er ſich Ganz widr Wititn zun di,n u mich, Trägt dennoch Huld im Herzen. itizn Geten Ai (Treu iſt ſein Mund Und hält dan n Bund), Wenn alle Feinde ſcheren ii nen Ia. 4. Ich will in ſeinem Schooß allen n Awetrin Nt Troſt und Vergnügen finden, Zagt üit tdein in Andre nur in eurer Pein, Geduh i don engii 2 d ſoll mich verbinden. Es iſt mein Zi Uähn wnmd dich hn Nur wie Gott will, Bei dem mir gat 1ℳ bim 16 di Nichts fehlet,(Obs gleich die Welt M Kn orichtbäl Hab ich es doch erwähle 3 let Erf ißr Raucht, Sodoms Häu er, He ſ Jater und 1 ☛ 4 0 8b nimn Sinn Von ihm niemals geſchieden. Ob Alles kracht, Mein Herze lacht, Nichts kann es überwiegen,(Kein Fal mnn doch endlich ſiegen. nung auf 9 . ich rn aß ich ſoll D ar 5 d averleiden Ie nleiben. oh. Scheffler P — offnung m Gett hab ich Schild ur er, meir zaet, mein Le verläßt? 0 Herz ſich ſi 4ben. mir All: 2. La n tzich, ihr Son gehn, J A* tn in Gottan muß m Auch w meinem mag gle man m kann ich 3. Be Uebelſta geſchehen Hand 4 hen; O mich, T n am Dornen ſe 2g Hat es niht t lles bliten, unn Haar an ang ſiten. wott kommt N an Ohn ihn w Kur ſeine m an unſer Glückn m Kllt er ſich Gr an dennoch Hudi in Mund hu 2 m alle Faidi nt in ſeinem öt n ergnügen fin mmin eurer Kn, ds inden. Güüm — —= Andre ſoll mich Nur wi Nichts f thöricht 5. R. merhin, den, Sinn 2 Ob Allb i hier ſlijtie arrd mein n⸗ hm niemalse cht, Men ine ülberriegn, Nichts 3 6 erſchrech il Gni muß do zlich ſiegen Pfad, Pflanzt traurige Cypreſſen, Es führt mich dennoch Gottes Gnad Recht wunderlich indeſſen, Wo Glaube, Lieb uUnd Hoffnungs⸗Trieb, O, da iſt auch uuſ Vergnügen!(Leb ich nun ſchlecht Und Au auch gerecht), Vor wem ſollt ich mich i Fuß auf Fo 6. Pflanzt Diſteln hin auf meinen biegen? Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Der 27. Pſalm. 10 4 a Mer Herr iſt mein Hoffen, * 1 mein einziges Leben, Mein Heil und mein Licht; Ihm hab ich mich allzeit beſtändig ergeben Und fürchte mich nicht. Wenn Unglück mit Haufen auf mich ſich erboſt, Wenn wüthende Wellen Sich grauſam auf⸗ ſchwellen, So bleib ich getroſt. 2. Es mögen die Feinde zuſam⸗ men ſich rotten Mit grimmigem Sinn, Ich kann ja dieſelben mit Lachen verſpotten, Weil ſicher ich bin. Die göttliche Schirmung gibt Waffen und Sieg. Es kann mich nicht fäl⸗ len Ihr feindlich Nachſtellen Und blutiger Krieg. 3. Nur Eines, das will ich in De⸗ muth ausbitten, Das hätte ich gern, Bei widrigem Zufall mein Herz aus⸗ zuſchütten, Im Tempel des Herrn Mit Weihrauch der Andacht beim Opfer zu ſtehn, Zum Höchſten zu treten Mit eifrigem Beten Und ſehn⸗ lichem Flehn. 4. Herr, höre mein Rufen, mein beufzen und Schrein Mit gnädigem hr;, Verbirg nicht dein Antlitz, laß Hilfe gedeihen Vom engliſchen Chor. u willſt ja, daß man dich ſoll ſehn⸗ lich anflehn; 82 0 8 6 — 21 G A — — lich Drum ich dich umfaſſe: Ach mich nicht verlaſſe, Sonſt müßt ich vergehn. 5. Wenn Vater und Mutter und Alles von hinnen, So nimmſt du mich auf, Herr, zeig mir den Weg, den ich ſoll beginnen Mit richtigem Lauf. Ach! leite mich allzeit auf ebener Bahn, Laß mich nicht abgleiten Durch feindlich Verleiten, Sonſt wanket mein Kahn. Von der Hoffnung auf Gott. 63 6. Ich hoffe zu ſchauen im himm⸗ liſchen Lande Das himmliſche Gut. Das leichte Vergnügen im irdiſchen Stande Verachtet mein Muth, Getroſt iſt mein Herze, der Herr iſt nicht fern. Der Zweck iſt getroffen. Der Herr iſt mein Hoffen. Ich harre des Herrn. Unbewegliche Gründe der chriſtlichen Hoffnung. Mel. Jeſu, der du meine Seele. 10 4 b Epge Wahrheit, deren * Treue Unſre Hoffnung unterſtützt, Ich bekenne und bereue, Daß der Unglaub mich beſitzt. Ach, wie hängt mein Herz an Dingen, Die mich nicht zur Ruhe bringen! Ach, wie leicht vergeß ich dein, Wenn mein Troſt ſoll ſichtbar ſein! 2. Ach, vergib mir dieſe Sünde, Nimm die Strafe von mir hin, Schenke deinem armen Kinde, Vater! einen andern Sinn, Den nicht falſche Hoffnung bindet, Die wie dünner Reif verſchwindet, Die wie leichter Rauch verfleucht Und das Herz zur Erden zeucht. 3. Laß mich eitle Sorgen meiden, Weil du für mich ſorgſt und wachſt, Und im Trauern, wie in Freuden, Dich um mich zur Mauer machſt. Laß, Herr, auf dein Wort mich hoffen, Das noch allzeit eingetroffen. Hoff⸗ nung, die auf Gott nicht baut, Wird zuletzt beſchämt geſchaut. 4. Laß den Anker meiner Seelen Unter aller Stürme Wuth Nur dein Herz zum Grund erwählen, Da er feſt und ſicher ruht: So wird ſich kein Zweifel wagen, Mir mein Schiff⸗ lein umzuſchlagen. Ich werd un⸗ beweglich ſtehn, Wenn ſelbſt Berge untergehn. b 5. Laß mein Herz verſichert wer⸗ den, Daß dein Wort wahrhaftig ſei: Ol ſo werd ich auf der Erden Vieler Sorg und Unruh frei; So werd ich im Glauben beten Und erhöret von dir treten: So wankt meine Zuver⸗ ſicht, So wankt meine Hoffnung nicht. 6. Meine Hoffnung darf ich grün⸗ ö—“ — —— “ ͤſ“ ———— — 64 Von der Hoffnung auf Gott. den, Vater, auf des Sohnes Tod. Sonnen⸗Schimmer; Der Kreuz⸗Weh Sein Verdienſt, das läßt mich finden führt ins Paradies Und endlich wihf in Grund und Troſt in meiner Noth. nichts Andres draus; Drum heißts.h Durch ſein ſiegreich Auferſtehen Kann halt an, halt ein, halt. aus!.— ich neugeboren gehen Als ein Bürger Benj, Schmolck. g. 1672, ſt. 1737 jener Welt, Wenn der Erden⸗Bau zerfällt.„ b 7. Da mein Haupt ſich aufge⸗ Um göttliche Regierung. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. ſchwungen Und auf Gottes Thron 106 Hen⸗ auf dich will ich ſo hwung. geſetzt, So bin ich mit durchgedrun⸗ gen Und den Engeln gleich geſchätzt. verleihe mir, Deine Wohnung Ich beſitz ein ewig Leben, Das er mir offen, Redlich da zu dienen di 1 7. 3 8..„. 8 3 1. 3— A ſelber mir gegeben; Ich bin in der An dir laß mich haben Luſt, Wat Hoffnung ſchon Mit verſetzt in ſei⸗ Luſt ſei mir unbewußt, Was man nen Thron. SHeerz annoch verlanget, Gib mir, wei 8. Ich bin nur ein Gaſt auf Er⸗ es an dir hanget. den, Oben iſt mein Vaterland. Wird 2. Dir befehl ich meine Wege, A die Welt zerſtöret werden, So geht dich hoff ich, Herr, mein Gott, Zeig⸗ an mein Chrenſtand. Ich erwarte mir die rechten Stege, Laß mich un⸗ nur der Stunden, Da ich, von der gend in der Noth: Alles wirſt i Sünd entbunden, Meinen Heiland machen gut, Stärke nur den ſchwe werde ſehn Und vor ihm verkläret chen Muth, Daß ich dir ſei ganz n geben Und in dir recht möge leben ſtehn. ,9. Unterdeſſen laß mich hoffen 3. Herr, nach deinem Wohlgefalle Auch in Trübſal auf dein Licht. Laß Lehre mich thun immerdar: Den mich ſehn den Himmel offen, So du biſt mein Gott in Allen: Dal ſchreckt Tod und Grab mich nicht. Geiſt meiner nehme wahr, Fühl Laß mich voller Troſt und Freuden mich auf ebner Bahn Und brin Aus dem Thal der Thränen ſcheiden, mich gen Himmel an: Ach, Hen Und was ich gehofft allhier, Mich laß mich nimmer irren, Noch de dort ſchauen, Herr, bei dir. Halt an, halt ein, halt aus Satans Liſt verwirren! 8 4 Lehre mich, Her wohl beden Daß es mit mir haben muß Bad „„ in Glauben. ein Ende, da ſichs lenken Muß zun Mel. We nur den lieben Gott. Ziel und da mein Fuß Muß davon 10 5 15 an, mein Herz, in aus dieſer Zeit, Hin zur lauten d. H. deinem Glauben; Be⸗ Ewigkeit: Ach, laß mich, Herr, um dih ſtändigkeit iſt Kronen werth: Wer ſchweben, Ewig wohl bei dir zu leben ſich den Anker läſſet rauben, Der D. Mart. Geyer, g. 1614, ſt. 1680 wird im Schiffbruch leicht gefährt; b Wer aber feſt an Jeſu hält, Der ſteht, wenn Erd und Himmel fällt. Glückſeligkeit der Hoffnung. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. „2. Halt ein mit deinen Jammer⸗ Sch bin in g ver Klagen, Der Himmel liebet die Ge⸗ 107. 30 in in guter Zu en, mmel liebe Be⸗ ſicht Und meine Kunſt duld: Wenn wir die Laſt gelaſſen iſt Hoffen; Wo dieſer Schlüſſel niht tragen, Gewinnen wir des Schöpfers zerbricht, Sind alle Thüren offen, G Huld! Da der ſein Herze nur verletzt, ſei im Wege, da kann, Der Gott ſich murrend widerſetzt. 4 Hoffen kommt man weiter. nicht immer, Die Hoffnung ſieget g 2. Im Himmel wird es anders ganz gewit: Auf Sturm folgt heller ſein, Wir aber ſin wird es and Wir aber ſind auf Erden, Da hoffen, Guts zu thu cht die Hoff was da kann, 6 macht die— 9 3. Halt aus, das Kreuze währ Hoffnung gute Bahn, M In 1 xfm — —;, — = — — — — — = — 1— doch al.. tm 6 Aennit f m unwnn den trmh hzul i ſi at⸗At defnmn K Rüht eimn un u Ntürr inoll! 1f ritt uch, Mün der al Dmgat). Etttu nme nt Ritann walebet d ſagren eänit, Dd= Nlesjeber Wrllsbat,dt f on en, dmn lutt eonne m n darm w womfolche— 1 6. Mirfum mir* tr pht lanr ubet Reich 2 im derfim ii ſeht, ni e mnen. I an ſehemmn Pell ich ker vfrimi d Heffn eer teem 2 ſ 1 btdender am= tläfung dd i wermälin Jedrſ= frn läehn. Ein Her— ſen i e ſo ia de Gide hoſſ d. Namann, 8.1 iofnng im Krt lldeur den litben„ dhrff aufdi e neff auf di g jle s luten Ne pe 1 8 —— — — naa ſenmas 8 ie dice Ma i h ih meine 4 ain ſeſt R. a nich das 8 tit. Dh 1R „Doch hl nung auf err, auf dih. 72 ich 4 hoffen, 3 verleihe mir offen An dir Iaßt uch ha en oi uſt ſei im unbewußt, 4 Herz ann aimerlanget, Gä es an di aniget. 1. 2. Dir uuhl ich mein A dich hoff at Herr, mein ai mir die 1 ſtnn Stege, Chr gend in Noth: Ale machen g chen Mut geben 1 3. Hern Lehre mi du biſt z Geiſt me mich auf — 3. aß ich dir ſi u dir recht uh anh deinem A un inmedda Gott in Ah un nehme wah⸗ n neer Bahn l manmel an. N an eumer irren, i erwirren! anm h, Herr, wohlt am nir haben m u ſichs lenken N anein Fuß NW zeit, Hin zum te laß mich, oe⸗ wag wohl beidene 11 Kart. Geyer, l3l and eit der Hlfi du das Heil uns in 107. K Ar icht Und nan ſt Hoſſa 34 Stüite iſt Hoffen emo dieſer Mle zerbricht,. zerbricht ſei im 1 macht di unn nung gute 3 Hoffen ki 2. Iu ſein, Wi Daß es ein Ende Ziel und aus dieß Ewigkeit: ſchweben, Glück Mel.( was d wird G 1 ſip uf Gi a Stärke nura 108.2 Von der Hoffnung auf Gott. bild ich mir beſtändig ein, Es wird nicht anders werden, Wir müſſen ſchon der Zeit vertrauen Und Schlöſ⸗ ſer auf die Hoffnung bauen, Die Hoffnung läßt nicht fallen. 3. Wenn ich ein Alexander wär Und hätte noch zu leben, So würde mir es doch nicht ſchwer, Faſt Alles weg zu geben; Die Hoffnung ſollte doch allein So viel, als lauter Reich⸗ thum ſein; Was mein iſt, wird ſchon kommen. 4. Der Welt will das nicht in den Kopf, Mit Hoffnung ſichzu laben; Sie ſuchet einen vollen Topf Und will nur Alles haben: Dem Vollen aber iſt nicht wohl, Wie Einem, der noch eſſen ſoll; Denn gar zu det macht Ekel. 5. Gott hält auch immer was zu⸗ rück Bei denen, die er liebet, Ja, das iſt recht ſein Meiſterſtück, Daß er nicht Alles giebet; Wer Alles hat, der iſt ſchon arm, Denn lauter Sonne macht zu warm; Nur weg von ſolchem Glücke! 6. Die Hoffnung iſt mir ein Pro⸗ phet Voll lauter guter Zeichen, Wenn die auf feſtem Fuße ſteht, So muß der Kummer weichen; Ihr Sorgen, ziehet immer hin, Weil ich in guter Hoffnung bin, Die Hoffnung kann nicht weinen. 7. So bleibet denn der ganze Schluß: Ich will in Hoffnung leben. Aufs Gute wart ich ohn Verdruß, Es wird ſich Alles geben. Ein Herze, das dem Andern treu, Daß weiß, Gott Lob! von keiner Reu, Die Liebe hoffet Alles. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Hoffnung im Krenz. Mel. Wer nur den lieben Gott. ch hoff auf dich in allen Nöthen, Mein Gott, weil du ſo gnädig biſt. Ich weiß daß du mich nicht wirſt tödten, mein Herz voll Jammers iſt. Bricht gleich des Trübſals Nacht herein, Wollſt du doch meine Sonne ſein. 2. Bisweilen ſiehſt du zwar von ferne, Wenn mich das Kreuz am härtſten drückt; Doch hilfſt du mir 65 von Herzen gerne, Ich werde bald darauf erquickt. Du biſt allein mein Helfers⸗Mann, Wenn mich ſonſt Nie⸗ mand retten kann. 3. Ich will dafür ein Opfer brin⸗ gen, Nein frohes Herz iſt der Al⸗ tar; Ich will von deiner Güte ſin⸗ gen, Ich opfre mich dir ganz und gar. Gebet und Seufzer ſteigen auf, Du ſendeſt Troſt und Hilfe drauf. 4. Ich rühme deine Güt und Treue, Daß du ſo wohl an mir ge⸗ than; Gib, daß ich ſtets in dir mich freue Und nimm dich meiner ferner an. Getreuer Gott, erhöre mich; Mein Herze hofft allein auf dich. Feſter Grund der Hoffnung. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 109 MinFoffnungläftmich d 4 nicht, Alles mag mich ſonſt verlaſſen. Ruht mein Herz in Gott und ſpricht; Ich will ihn getroſt umfaſſen! Ach, ſo hab ich Tooſt und Heil. Jeſus iſt der Seelen Theil. 2. O, wie eitel iſt die Welt! Hier ſchläft man auf Spinnenweben: Aber wers mit Jeſu hält, Nur allein ihm denkt zu leben, Nähret ſich mit Honig⸗Thau, Auch auf dieſer Wer⸗ muths⸗Au. 3. Zweifel tödtet nur das Herz, Edle Geiſter müſſen hoffen. Der mich ſchlägt mit Angſt und Schmerz, Läßt mir auch den Himmel offen. Iſt Gott meine Zuverſicht, Trotz dem, der mir widerſpricht! 4. Zähren ſind die Jammer⸗Saat; Ich muß mich mit Thränen ſalben. Nur getroſt! Der Dornen Pfad Geht zum Himmel allenthalben. Ein ge⸗ laſſnes Herze ſchweigt, Bis der Sturm Obgleich die Sonne zeigt. 5. Ottern⸗Gift und blaſſer Neid Hat die Unſchuld oft verletzet; Red⸗ lichkeit wird doch allzeit Nach dem Unglücks⸗Sturm ergötzet. Ein Ge⸗ wiſſen, das Gott weiß, Trägt der Tugend Ehren⸗Preis. 6. Schweige demnach, Ungeduld! 66 Vom Glauben und Centner⸗Sorgen ſind nur Magen, Haſt du deines Gottes Huld, Ei, darfſt du nicht verzagen. Ruhe zunr und hoff auf ihn, Nach dem Trauern folgt Gewinn. 7. Hoffnung, o VII. In eigene er Melpdie. 110. 3n e trüben ae inneni beginnen? Tranüin ſein Noth! Es verzehret nur zen, Nicht die Schmerzen, ärger, als der Tod. 2. Sich in tan Bringt nur Schaden l. der Jugend Licht; Unſer S wird zum Winde: Wie Aendert ſich der Himmel 3. Heute will der Hagel Teuer dräuen; Bald Sonnen Schein: Mane voller Sorgen Muß uhds Ein bequemer Leit⸗Stern ſein 4. Ueber daß Verhängniß klagen, dei hebt kein uſe mt h Und Leuuhehn nicht. zen, ſtreu ew dährt 1 er Ungeduld: Dieſem, Herzen Trägt die Schmerze der Himmel endlich huld. 5. Auf, o Seele, du mußt lernen, Ohmne Sternen, Wenn das Wetter tobt und bricht, Wenn der Nächte ſchwarze Dede n Dich er ſchrecken, Dir zu ſein dein eigen Licht 6. Du mup dich in ihr ergötzen Mit den Schätzen, Die kein zunichte macht, Und kein falſcher Freund kann kränken Mit den Ränken, Die ſein ſchlechter Sinn erdacht. 7. Von der ſüßen Luſt zu ſcheiden Und zu meiden, Was des Geiſtes Trieb begehrt; Sie in ſich ſtets zu bekriegen Und beſiegen, Iſt der beſten Krone wer th. (Ach!* Und wenn mein erblaßter Mund SAl du feſter Grund! Vom Glanben und Uertranen auf Gott. Gegen alle mißtraniſche Klagen. V ihr och gen, Ueber alles Geld und Gut. auf Gott ſein Hoffnung ſetzet, Derbe Her⸗ Un d iſt d Thvänen Gaden löſcht wun 10 erlich ge fü hret Und noch leite geſchwiide 1 Irrlicht Und morgen jetzt 9 10 Mehrt die Pl agen Und verräth die der mit k ſillem Wird Meine Seele, ich ſeiner Gnad e rgeben Alles heimgeſtellt. les ſeine Zeit. b zuſchreiben; Feind Chriſt. v. Aoffmannswaldau, g. 1618, ſt. 1679. Vertrauen auf Gott. ſo laß mich nimmer ſin nken des Todes Wermuth trinken, Je, ſ ſtell die Hoffnung mir meinen Jeſum für. Ben. Schmolck, g. 1672, ſt. 1735 Vertrauen auf Gottes Segen an Gottes Nichts, asf a lles iſ Alediſ an ſeiner Gnad gel Wa hält ganz unverletzet Seinen freien de. T den⸗Muth. 2. Der mich hat bisher ernähret Und mir manches Glück beſcheret Iſ bleibete vwig mein. der ni 4 ſt und 6 „ — regieret, Wird Helfer ſein. 3. Viel bemühen ſich um Sachen nur Müh und Unruh machan ganz un abeſtändig ſind: Ich de nach dem zu ne dun Was min hinfort man gehr kann elten findt. 4. Hoflnung kann quicken; Was ich wün ſchicken, So es anders das Leib und Leben Hab Und ihm 5. Er weiß ſchon nach ſeinem Willm Mein Verl langen zue erfüllen; Es hat A⸗ Ich hab ihm Nichts vor⸗ Wie Gott 4 ill, ſo muß es bleiben Wen n Gott will bin ich bereit Soll ich länger alll lhier leben, Wü l ich ihm nicht wid derſtreben; 3 verlaſſe mich auf ihn. Iſt doch nichts das lang beſtehet; Alles Irdiſche verge⸗ het Und fährt wie ein Strom dahin Joh. Kohlros, Gläubiges D Deuken an Goit. Pſ. 63,7. Jeſ. 26, 8. Mel. Von Gott will ich nicht. 1122 Denn er gedenkt an mich. 4 Verani gen bringen Und mm Herz el⸗ iſche, wird ſich Gott gefäͤllt t. 1558. n Gott will ich gedenken, Segen 5 H treu gfan getän Ch rn. de nir Pi vſen r 1 ritik l Dast un nöclt 5 arünart lten RMtm unerhin A dimn 1i dtmm Hier it dun en Pmy dat alle Her in Wu Ande, S mir Pnem Aüe a a ſein. ht uil ih g. Sc uben un d ausfſſ. ni ien Wſeinn ſnni K Stnalt, z.= An. 1 neinen Pho 33en, un d Vertrauc 3 1. Ach! ſo al n ſtell die 22d 4 1 m. Schmult,g h und Uer anen auf Gun Vert aun auf 1 es iſt an Gt ind an ſeinat gen, Ueh AMes Ger a 1 du—— Hoffmmm ehe ält ganz anfrletzet Sanen den⸗Mut K deSmm 2. Der m ich hat bishg Und mi n nuches Glüt Iſt und launn t ewig mein. wunderli fül tführet Umn und reg iut Unn 1 M Helfer ſe g 3. Vie Die nur Und gan gehr nac kann Ve⸗ jett gar maühen ſich m Knh und Üm u pbeſtändig ſid in zu ringen n zen bringen! ar mnnn findt. 4. H0 kann de quiceen;. ich wünſche, ſchicken, us es anders Gi Meine 6us, Leih und ich ſeinen M nad ergeben d Alles he autellt. 5. Er un ſchon nach ſete Mein Ve au enzuerfülen les ſeine us hab ihm zuſchreib a Die Gott wil bleiben; Gott wil li Will ich u nicht wdede verlaſſe uim uf ihn. Nn das lang us het, Ales pi et Und mit wie en eu 1 het Und U Coh.üh Glän auns Deuken ut 33,7.Xe.265 3 0 n mn Gut nlu 112 E Gott vil ihht 1 f 1 Denn erged Gotet; Wird hin 6. St ik länger alhh Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. Wenn mich die Sorgen kränken, So hebt mein Herze ſich Zu meinem Gott empor: Bald weichen alle Schmer⸗ zen, Denn er ſtellt meinem Herzen Nichts, als Vergnügen vor. 2. Denk ich an ſeine Liebe, Wie werd ich doch entzückt, Daß, wenn es noch ſo trübe, Mir doch die Sonne blickt! Da kommt mir immer ein: Er hat ſich doch vermeſſen, Er will mich nicht ver⸗ geſſen: Wie könnt ich traurig ſein? 3. Denk ich an ſeine Güte, Die alle Morgen neu, So freut ſich mein Gemüthe Bei ſolcher Vater⸗Treu. Die üi werf ich auf ihn, So wird die Arbeit ſüße, Wenn ich den Schweiß vergieße; Denn Gott iſt mein Gewinn. 4. Denk ich an ſein Erbarmen: Er ſchenket mir ſein Kind. O Gnade für mich Armen! Heißt das nicht treu geſinnt? Gott iſt in Chriſto mein! Gott müßte Jeſum haſſen, Wenn er mich wollte laſſen: Das kann un⸗ möglich ſein.. 5. Drum will an Gott ich denken: Die Welt mag immerhin Den Sinn aufs Eitle lenken, Hier iſ ein andrer Sinn. Ich trage Gott allein Im Her⸗ zen und im Munde, So kann mir keine Stunde Allhier zu lange ſein. 6. An Gott will ich gedenken, So lang ich denken kann. Wird man in Grab mich ſenken, So geh ich zwar die Bahn, Da mein die Welt vergißt; Doch glaub ich dieſes feſte: Gott denket mein aufs Beſte, Wo ſein Gedächtniß iſt. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Trauen auf Gott in Noth und Tod. Mel. Wo ſoll ich fliehen hin. 112 Au* meinen lieben Gott .* Trau ich in Angſt und Noth: Er kann mich allzeit retten Aus Trübſal, Angſt und Nöthen; Mein Unglück kann er wenden, Es ſteht in ſeinen Händen. 2. Ob mich mein Sünd anſicht, Will ich verzagen nicht: Auf Chriſtum will ich bauen Und ihm allein ver⸗ trauen; Ihm will ich mich ergeben Im Tod und auch im Leben. 67 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Sterben iſt mein Gewinn Und Chri⸗ ſtus iſt mein Leben: Dem hab ich mich ergeben; Ich ſterb heut oder morgen, Mein Seel wird Gott verſorgen. 4. O mein Herr Jeſu Chriſt, Der du ſo gduldig biſt Für mich am Kreuz geſtorben, Haſt mir das Heil erworben, Auch uns Allen zugleiche Das ewge Himmelreiche. „5. Amen zu aller Stund Sprech ich aus Herzens⸗Grund: Du wolleſt uns nur leiten, Herr Chriſt, zu allen Zeiten, Auf daß wir deinen Namen Ewiglich preiſen. Amen! Siegm. Weingärtner, um 1600. Gott befohlen, wohl befohlen. Pſ. 37, v. 5. Mel. Wer nur den lieben Gott. 11 4 Bei dem Herren deine * Wege, Betrübtes Herz, und hoff auf ihn: Er führt zwar oft durch krumme Stege Die Seinen in das Kreuz dahin; Doch nimm das Letzte nur in Acht: Er hat doch Alles wohl gemacht. M2. Wirf du die Noth auf ſeinen Rücken, Die dir auf deinem Herzen liegt; Er wird ſein Kind ja nicht er⸗ drücken, Das in Geduld die Schultern biegt; Denn wenn ſein Wille nur voll⸗ bracht, So hat er alles wohl gemacht. 3. Die Welt hält zwar das Kreuz für Plage; Dem Chriſten aber heißt es Ruhm. Dort folget Leid auf Freuden⸗ Tage, Hier aber Luſt zum Eigenthum; Denn wenn man kaum an Gott ge⸗ dacht, So hat er Alles wohl gemacht. 4. Wohlan, es heißet: Gott be⸗ fohlen! Was meine Wege hier be⸗ trifft. Bleibt Gottes Zug mir gleich verhohlen, Gnug, daß er endlich Freu⸗ de ſtift. Indeſſen nehm ich dieß in Acht; Gotthat es immer wohl gemacht. Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 1737. Pſ. 37, v. 5. In voriger Melodie. 115. B lgeg 2 renhe ein von Sorgen los; Vertraue ſeiner Va⸗ 5* 68 Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. ter⸗Pflege: Vorihm iſt nichts zu ſchwer und groß, Das er zu ſeines Namens Preis Nicht herrlich audulhren weiß. 2. Wo du ihn nur haſt rathen laſſen, Da hat er Alles wohl gemacht; Denn was Dein Denken nicht kann faſſen, Das hat erlängſt zuvor bedacht; l dieß ſein Rath hat auserſehn, So und nicht anders muß es gehn. 3. Wie werden deine Lebenstage So manches Kummers ſein befreit, Wie leicht wird alle Noth und Plage Dir werden in der Citelkeit, Wenn u Nichts wünſcheſt in der Welt, Als as Gott wil und ihm gefällt! Gi b meinem Herzen ſolche S Mein Jeſu, daß ich ſei vergnügt Mit Allem, was dein Gnaden⸗Wille mit mir und meinem Herzen fügt! Nur nimm dich meiner Seelen an, So hab ich, was ich wünſchen kann. 5. Ich weiß, deine Und boſte dich Blut; Be eha ſie dir nur ſe ſchön und reine; Laß dieß dein mir vertrautes Gut Nur einzig meine Freude ſein, So trifft mein ganzes Wün ſche en ein. 6. 5 Indeß ſei ſtets, mein Heil, ge⸗ prieſen Für alle Sorgfalt, die du mir, Noch eh ich war, ſchon haſt er⸗ wieſen Da du, mein ſüßer Jeſu, dir Zum Eigentl hum mich haſt erwählt Und dei nen Schafen zugezäh lt. 7. Dir ſei auch ewig Lob gegeben, Daß du ſo unvermuthet haſt Für mich geſorgt in meinem Leben; So lang ich bin der Erden Gaſt, Iſt d Alles liebreich, nütz und gut, Was dein Verhängniß mit mir thut. 8. Dort werd ich einer Liebe Tha⸗ ten Erſt. preiſen in Vollkommenheit, Wenn mir mein Wünſchen iſt gera⸗ then, Daß ich kann in der Ewigkeit Erkennen, wie dein Wille mir So gut geweſen für und für. H. C. v. Gersdorf, geb. 1648, ſt. 1726. Pſ. 37, v. 5. Mel. Lobet Gott unſern Herren. 116 eſiel du deine Wege 8 Und, was dein Herze Werk mußt du ſchauen, Stille 3 V lüt, Und was d treibſt du, Rarker Held, Und bringſt zu Stand Rath gefäll ltt. du thuſts, ſie iſt die dein theures iſt l auter Segen, D ter Licht: ruhn, Wenn du, haben will, kommen Zu ſeinem Zweck und Ziet ten: Er iſt ein weiſer wird ſich ſo verhalten, Da 3 dich wundern wirſt, Wenn er, wie ihm ge⸗ kränkt, Der der den Himmel lenkt: Der Wol lken Luft und Winden Gibt Wege, Lauff und Bahn, Der wird auch Wege finden, Da dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herren mußt du trauen, Wenn dirs ſoll wohlergehn.* Auf ſein Venn dein Werk ſoll beſtehn.** ner Pein Läßt Gott ihm gar Nichte nehmen: Es muß erbeten ſein. »Wenn dirs ſoll gehen wohl. **Wenn deins beſtehen ſoll. 3. Dein ewge Treu und Gnade O Vater, weiß und ſieht, Was gut ſei oder ſchade Dem f ſterblichen Ce⸗ u dann erleſen, Das ind Weſen, Was deinem 4 Weg haſt du allerwegen, Ar Mitteln fehlt dirs nicht; Dein Thun Dein Gang iſt lau⸗ hindern, Dein was de dern, Erſprießlich iſt, willſt thun. 5. Und ob gleich alle Teufel Hier wollt en widerſtehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurückegehn: Was er ihn vorgenommen Und was er Das muß doch endlich 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff und ſei u nver zagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großen Gnaden rücken Erwarte nur die Zeit, So wirj ſt du ſchon erblik⸗ ken Die Sonn der ſchönſten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze Und S Sorgen gute Nacht; Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig machtl Biſt du doch nicht Ree gente, Der Alles fühlen ſoll: Gott ſitzt im Re⸗ gi imente Und führet Alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und wal⸗ Fürſt Und bühret, Mit wunderbarem Rath Die allertreuſten Pflege Deß⸗ Mit Sorgen und mit Grämen Und mit ſelbſt eig Dein Werk kann Niemand Arbeit darf nich inen Kin⸗ Sac er 1 iun In m enn 72 Faner ui rerzehn 1 4 ne ffen de A hält A zu ich be 13 rite n nu ertn und i. Fi ſc bef merifdwon e 2 rtm t d= nn N nüt un A inoſt Fruie peun⸗Val* ſen Ew zandt. An We ddes. ent uhn ud Ehre? 4. à1 dh En d=m nad SrMar mirr I=— iituu nn echw önde,n bbis Mulb l llhet dr= feg⸗ lun xoclen ſin— ſehen Int Bemie ein ulGerhan, z. 15 mwir zofnung in= en N Vr nur den! lich Kgot alen= me — — — — — — — = —— 155 =— 4 2 — ₰+ 5 — ertrauen iu Gott ertreuſten el lenit: J inden, à 1 zum Kuütd a ind mit ner Pein nehmen: Wenn rWen 3. Dei — Vater, ei oder 1 14. We upſt du allang Mitteln f un dirs nict d iſt lauter maen, Dein Ga ter Licht; Men Werk kam hindern, m Arbeit d ruhn, Bamt du, was di dern, Erf ing lich iſt, wiltt 5. Un n gleich alle de wollten n mmtehn, So wid Zweifel E nuhricht zurückegit er ihm um nommen Uut haben w lndas muß di kommen uut einem Zwet! 6. Ho du arme dn und ſei u amagt! Gottwidd der Höhlen dich der Kaunn Mit grof um naden rüchn. nur die 8 5o wirſt duſte ten Die us der ſcönia 7. Au a pf, gih denmg Und Sor was das macht! T Alles fü 8. Ih ten: Er an ſoll: Gott ſin wundern iuß Wemem 1 e bühret, dn underbarm L! 1, wird ſich iterzat d 1 ſeinem ſeinem a ute Nact b e Betrübt mt n doch ritthht al führet Alesn n Ui thun 7 en wein ſ 9 1 5 fragt er Nichts nach dir, Und ſollteſt du nur ſchweben In Trübſal für du ihm treu dich entbinden, Palmen In deine 1 Sach hinaus geführet, Die dich be⸗ kümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit Troſt verziehn Und thun an Theile, Als hätt in ſeinem Sinn Er deiner ſich begeben, Als und für. 3 10. Wirds aber ſich befinden, Daß verbleibſt, So wird er Da dus am wengſten gläubſt; Er wird dein Herz er öſen on der ſo ſchweren Laſt, Die du zu keinem Böſen Bisher getragen haſt. 11. Wohl dir, du Kind der Treuel Du haſt und trägſt davon Mit Ruhm und Dank⸗Geſchreie Den Sieg und Ehren⸗Kron; Gott gibt dir ſelbſt die rechte Hand Und du ſingſt Freuden⸗Pſalmen Dem, der dein Leid gewandt. *du Kind des Leides. »*mit Ruhm und CEhre Beides. 12. Mach End, o Herr, mach Ende An aller unſrer Noth; Stärk unſre Füß und Hände, und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. Und Treu empfohlen ſein! So gehen unſre Wege Gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Freudige Hoffnung im Leiden. Mel. Wer nur den lieben Gott. 117 Bi Gott allein ſteht mein ₰ Vertrauen, Auf ihn kommt alle Hoffnung an; Läßt er mich ſeine Güte ſchauen, Trotz dem, der mich verletzen kann! Hab ich nur Gott, was fehlt mir hier? An ſeiner Gnade gnüget mir. 2. Sein Wille bleibet auch mein Wille, Auch was er thut, iſt wohl gethan; Rührt mich ſein Arm, ich halte ſtille, Gnug, daß er mich nicht haſſen kann. Ol wenn man Galle hat gekoſt, Tränkt er uns auch mit Freuden⸗Moſt. 3. Thaut uns der Himmel gleich nicht immer, Fängt er gar oft zu don⸗ nern an; Ruht dennoch ſtets ein Gna⸗ 69 den⸗Schimmer In dem, der Gott vertrauen kann. Ein Gott⸗geweih⸗ tes Herz betracht Die Sonne mit⸗ ten in der Nacht.“ 4. Vergnügung iſt die Koſt der Her⸗ zen, Ob Alles gleich nach Wermuth ſchmeckt; Nichts hilft die Ungeduld in Schmerzen, Nur wird dadurch mehr Pein erweckt: Ja, ein ganz Centner Traurigkeit Erdrückt kein Quentchen Herzeleid. 5. So laß ich demnach Gott nur walten, Er ſpricht ein Wort und das beſteht; Mein Glücke wird er doch erhalten, Es geh auch immer, wie es geht; Und wenn er noch ſo ſehr betrübt, So weiß ich doch, daß er mich liebt. 6. Nach dunkler Nacht ſcheints Licht der Sonnen, Hofft nur die Seele mit Geduld; Ein freudig Herze hat gewonnen; Lacht doch im Kreuze Gottes Huld: Drum rede mir Nie⸗ mand nicht ein, Bei Gott ſoll mein Vertrauen ſe in. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Pſ. 73, v. 23. 24. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 118 Dnuach bleib ich ſtets 4 an dir, Wenn mir Alles gleich zuwider; Keine Trübſal drückt in mir Die gefaßte Hoffnung nieder, Daß, wenn Alles bricht und fällt, Dennoch deine Hand mich hält. 2. Leite mich nach deinem Rath, Der wohl wunderlich geſchiehet, Aber endlich in der That Auf die ſchönſte Wohlfahrt ſiehet; denn du führſt es wohl hinaus, Sieht es gleich ver⸗ kehret aus. 3. Nimm mich dort mit Ehren an, Wenn ich hier gekämpfet habe; Führe mich die Lebens⸗Bahn Zu dem Himmel aus dem Grabe; Endlich zeige mir das Loos In der Auser⸗ wählten Schooß. 4. Mag es doch indeſſen hier Wun⸗ „ derlich mit mir ergehen, Dennoch bleib ich ſtets an dir, Dennoch will ich feſte ſtehen. Ich muß, Trotz ſei “— 3 —— 120. 70 Vom Glauben und aller Pein, Dennoch, dennoch ſelig ſein! Beni. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Die ungleiche Freundſchaft Gottes und der Meuſchen. Mel. Wer nur den lieben Gott. tſt in 119. er beſte Freund i 81 dem Himmel, Auf G Er⸗ den ſind die Freunde rar; Deh bei dem falſchen Welt⸗ Getümmel A Iſt Red⸗ lichkeit oft in Gefahr. Dreuum hab ichs immer ſo gemeint: iſt der beſte Freund. 2. Die Menſchen ſind wie eine A Wiege⸗ Mein Jeſus ſtehef felſenfeſt, De aß, wenn ich gleich dreteder liege, Mich ſeine Freundſe ſchaft doch nicht lät ßt, Er Piſts, der mit mir lacht und weint: der be ſte Frei ind — meiſten nützen kann, den ſcheine der nn das Glücke trübe die Freul ndſchaft hinten an; Doch der iſt es nicht ſo M Ziſt der beſte Freund. 4. Er läßt ſich ſel lber für tödten, Blut, Er ſteht mir bei in allen Er ſpricht für meine Khulden gut, Er hat mir niemals was verneint: Mein IJ Jeſus iſt mein be ter Freund, 5. Nein Freund, der mir ſein Herze gibet, M und ich bin ſein. Mein Freund, der mich beſtändig liebet, bis in das Grab hinein. Ach, hab ich nun nicht recht gemeint? Mein Jeſus iſt der beſte Freund. 6. Gehalte, Welt, dir deine Freun⸗ de, Die ſind doch gar zu wandelbar! Und hätt ich hu inderttauſend Fein⸗ de, So krüm men ſie mir nicht Ein Haar. Hier immer Freund und nim⸗ mer Feind: Mein Jeſus iſt der beſte d Freund. B. Schmolck, g. 1672, Fleißig beten hilft ans Nöthen. Mel. Auf meinen lieben Gott. Mein Jeſus 9e tvertau ihre Liehe— fet Der ſe chicke ſich geme int: mich Vergießt für mich bein eigen Al öthen nahen, Eh wir kein Freund, der mein Mein Freund ſt. 1737. an Tag wird bri ingen, riſch auf, mein Seel, in Noth, Vertrau allein auf Vertrauen auf Gott. Gott Und laß denſelben walten, E wird dich wohl erhalten, Und dich aus allen Nöthen Wohl wiſſen zu erretten. 2. Steckſt du in Armuth ſehr, Oder in Krantheit ſchwer Und dnu Ver⸗ ſol lgung lide en, Bedrängt auf allen Seiten: ei wacker ſtets im Beten, Gott wind dich wohl erretten. 3. Haſt du viel Herze böſen Zei Und mußt dich! laſſen pla⸗ gen, Sollſt darum nicht verzagen Wenn d du wirſt fleißig beten, Win Gott dich wohl erretten. 4. Biſt du der Welt ein Spon und ſteckſt in großer Noth, Von Jeder man i verlaſſen, Thu ein friſch Herx ſſ Wenn du wir ſt fleißig betan. aſſen; Wied⸗ Gott dich wohl erretten. 5. Denn, wer ein Chriſt will ſei darein Und ſei in Kreuz gehe ldig, Geb ſich vor Get nur ſchuldig, Der ihn aus allen No⸗ then Gar wol hl weiß zu erret tten. dieſer Friſt t Alft zenn ein Kreuz um * 6. Denn es zut be ſchaffen iſt. 3 W aufhöret, Bald ein andres einkehrat Drum mußt du fleißig beten In Gott in deinen Nöthen. 7. Je gröͤßer die Noth, Je 4 dn iſt uns Gott, Thut ſich oft zu uns uns ſein verf dede 1, Und hilft aus allen Nöthen, Wemn wir nur fleißig eten. 8. Weil außerhalb ſer Gebet iſt todt, Trübſa ſenden, w kuüa Und r Noth Un⸗ So D ddht Gott Daß wir uns zu ihm allzeit fleißig beten, Daß er uns tröſt in N döthen. 9. Ein Chriſt machs, wie er wil,, So muß er leiden viel; Wird un⸗ ſchundig angegeben, Man thut ihn wi⸗ derſtreben: Drum muß er fleißig beten, Daß ihn Gott tröſt in No⸗ then. 10. Denn wer hier in Geduld Be⸗ fiehlt Gott ſein Unſ chuld Der ſie Dem wirds endlich gelingen, Wenn er in ſeinen Nöthen Nur wacker i ſt im Beten. bleid In dieſe a Mru Loth 8 an tud, d u tun uct, A☛n lsa den 1 4 f tün da N alls dr Anni z 4 omnuch dier J ſal 8 Wn Amnhal— ut d n Und en matm 2 Gott— len ſämw auch rid ☚ 1 Aü wwer Riit t ich de erctit, die, Ff art dl unh us nah— b nmm dn n ri m. in dg a nen ſlißi i. . u am d fwmm) iin da bamin it, Lch un irr en tre. dol de dtim, D 3 dch= ie 8 4 en zu en— analf Gottes ett tnäg, Fah—2 b an ag dd du g glei u dh herzlt lich A 2 äit pohl ereh 8 8 he nich— 4 — ns ₰ 1 8N 8 egnem, 81 ₰ 1 ribſl kr 11. bd vil. Iro 4 eid de Lr ui m hir aler Sütdel, rtn füu unn n, Sh m k. eit Wöct uns 4 24 1 Nle ür⸗ enass 1u nt. A wi uh nn And 3 hut neode 9 2 4 unn dli 93 13 2 u Wtus ef r. 58 In R Ghrit*. 3 Und hilf Gott Un At d Vertrauer 6 Gat erretten. 2. St .2. St 1sſt in Kran 41 8 n folgung Seiten: Hott wi K 3. Ha tn bamn böſen Zei And mußt d gen, So darum nihh 4 Wenn di muſt fleißig un Gott dich am il erretten 4. Biſ uf der Wet z. und ſteckſt u roßer Nath mann ver ſfati, Thu enf faſſen; Vum du wirttſtz Wird Ge tech wohl em 5. Den umer ein Chritt Der ſchick it n) darein u Kreuz gei umz, Geb ſchn nur ſchul an Der ihn aus then Gar am l weiß zu em 8 zu dieſer beſchaffen Wenn 4 aufhöret, 3d ein andres Drum u n du fleißig k Gott in um n Nöthen. 7. Je stzr ja die Nuth. iſt uns Gamt Thut ſich nahen, Er Wr uns ſen f mis allen Rötha 6. De wir nur u g beten. 8. Wen ßerhalb det „ſer Gebe fn todt, So m 1 n endlich g if Nothen 4 n, Daß nim allzeit flin an röſt in Nate Trübſal wenden D aß er 9. Eir 1n iiſt made, h So muß m eeiden vil ſchuldig eagmeben, Nntit derſtrede drum m . m m e beten, ¾ mlihn Gott ii then. —* an Tag 1 Der Chriſten täglich Brot, Herzleid in allen Ständen, Wo man ſich hin 11. Und weil Trübſal und Noth mag wenden, So muß man fleißig beten, Daß Gott uns tröſt in Nöthen. Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 12. Hats jemals Noth gethan, Daß man Gott rufe an, So iſt jetzt Noth vorhanden; Elend in allen Landen: Drum laßt uns fleißig be⸗ ten, Daß Gott uns helf aus Nöthen. 13. Denn der Chriſten Gebet Nimmermehr leer abgeht, Der lieb Gott es erhöret, Sie ihrer Bitt ge⸗ währet, Wenn ſie nur fleißig beten, So hilft er ihn aus Nöthen. 14. Obs gleich nicht bald geſchieht, Muß man ablaſſen nicht, Sondern getroſt anhalten Und den Gott laſ⸗ ſen walten, Der uns aus allen Nö⸗ then Gar wohl weiß zu erretten. 15. Denn wir durch viel Trübſal In dieſem Jammerthal Uns hin⸗ durch müſſen dringen Und nach dem Himmel ringen, Da Gott aus allen Nöthen Uns endlich wird erretten. 16. So iſt dieſer Zeit Leid Nicht werth der Herrlichkeit, Die offenbart ſoll werden An uns nach den Be⸗ ſchwerden, Wenn wir nur hier in Nöthen Zum Herren fleißig beten. 17. Darum, o frommer Chriſt, Der Gott ergeben iſt, Laß dir fürm Kreuz nicht grauen, Woll auf den Herren bauen, Der dich aus allen Köthen Wird wiſſen zu erretten. 18. Wandle auf Gottes Weg, Zum Guten ſei nicht träg, Fahr fort, leid dich geduldig, Ob du gleich biſt un⸗ ſchuldig Und bet herzlich in Nöthen, Gott wird dich wohl erretten. 19. Und obs hier nicht geſchieht, O ſo verzage nicht, Es wird nach deinm Begehren Im Himmel beſſer werden, Da uns Gott wird erretten Aus allen unſern Nöthen. 20. Denn da all unſer Leid Sich kehren ſoll in Freud, Und wir wer⸗ den zuſammen Preiſen des Herren Namen, Befreit von allen Nöthen, Vor Gottes Antlitz treten. D. Joſ. Stegmann. g. 1588, ſt. 1632. 71 Gott vertraut, Wohl gebaut. Mel. Was mein Gott will. 121 Pric auf, mein Seel, —* verzage nicht, Gott will ſich dein erbarmen, Rath, Hilf wird er dir theilen mit, Er iſt ein Schutz der Armen; Obs oft geht hart, Im Roſen⸗Gart Kann man nicht allzeit ſitzen. Wer Gott vertraut, Hat wohl gebaut, Den will er ewig ſchützen. 2. Dieß hat Joſeph, der fromme Mann, Sehr oft und viel erfahren, Vom David, Job man leſen kann, Wie ſie in Unfall waren, Noch hat ſie Gott I ihrer Noth Genädiglich behütet. Wer Gott vertraut, Hat wohl gebaut, Wenn noch der Feind ſo wüthet. 3. Trotz ſei dem Teufel und der Welt, Von Gott mich abzuführen! Auf ihn mein Hoffnung iſt geſtellt, Sein Gutthat iſt zu ſpüren; Denn er mir hat Gnad, Hilfe, Rath In ſeinem Sohn verheißen; Wer ihm vertraut. Hat wohl gebaut, Wer will mich anders weiſen? 4. Wenn böſe Leute ſpotten mein, Mich ganz und gar verachten, Als ſollt Gott nicht mein Helfer ſein, Dennoch will ichs nicht achten. Der Schutz⸗Herr mein Iſt Gott allein, Dem hab ich mich ergeben, Dem ich vertrau, Feſt auf ihn bau, Der kann mich wohl erheben. 5. Ob ſichs bisweilen ſchon an⸗ ließ, Als wollt mich Gott nicht ſchützen, Und hätt die Welt mein überdrüß, Wollt mir auch dazu trotzen, So weiß ich doch, Er wird mich noch Zu ſeiner Zeit nicht laſſen. Wer Gott vertraut, Hat wohl gebaut Wie könnt er mich denn haſſen? 6. Drum freu dich, meine liebe Seel, Es ſoll kein Noth nicht haben. Welt, Sünd, Tod, Teufel und die Höll Soll dir ewig nicht ſchaden: Denn Gottes Sohn. Der Gnaden⸗ Thron, Hat ſie All überwunden. Auf Gott vertrau, Feſt auf ihn bau, Er hilft zu allen Stunden. 7² Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 7. Gott Keinen je verlaſſen hat, Die ſeinem Willn nachleben Und Gnade ſuchen früh und ſpat, Ihm gänzlich ſind ergeben: Glaub, Lieb, Geduld Bringt Gottes Huld, D Dazu ein gut Gewiſſen. Wers Gott zu⸗ traut, Feſt darauf baut, Der ſolls ewig genießen. 8. Wer aber ei Menſe ſucht Und nicht bei Gott, dem§ ren, Derſelb iſt gottlos und flucht, Kommt nimmermehr zu Ch⸗ ren: Denn Gott allein Will Helfer ſein, In Jeſu Chriſti Namen. Wer ſolches glau bt Und Gott vertra aut, Soll ſelig werden. Amen! M. L. Helmbold, g. 1532, ſt. 1598. N keh. 13, v. 31. In eigener Melod te. 122. gedacht, als ich noch nicht gebo uen Gedente mein, o Jeſu, Gottes Sohn, Der du mich haſt vor I Vielen auser⸗ koren: Ach, heilge r Geiſt. in dei⸗ nem Gnaden⸗ Schein Gedenke mein! 2. Gedenke mein, ach Gott! ver⸗ giß mein mein vergeſſen wollen, Und die Welt noch über dieſes Wo iſt dein Gott, der an ken ſollen? So ſiehe d 0 gnädig drein: Gedenke mein! 3. Gedenke mein, du Gott von Ewigkeit, Gedenke mein in meinem ganzen L Le eben; Gedenke mein bei gut⸗ und böſer Zeit, Ich will mich dir in Lieb un Leid ergeben, Ich bitte Nichts, als einig und allein: Gedenke mein! 4. Gedenke mein, ſobald der Tag anbricht, Wenn ich vom Schlaf am Morgen früh aufſtehe, So führe mich, und ſei mein helles Licht, Bis ich des Nachts auch wieder ſchlafen ge de Und ſchlaf ich denn auf meinem La⸗ ger ein: Gedenke mein! Gedenke mein, wenn ich mich beffern will, Gedenke mein, doch nicht an meine Sünden; Ich weiß es wohl, derſelben ſind ſehr viel, Doch wenn ſpricht: Vater, Hilf bei Menſchen b⸗ er V Hintmu damit das G enke mein, ach! Walent der du ſchon An mich ꝗ zente ße:. 1 Me ark und Bein. S Bud, Nord d, nicht, Wenn Andere gleich i viel zu din den⸗ wollſt du mich V V ergebung l laſſe n fm⸗ den Und mir die Schuld und Miſſe e Bn that verzeihn: Ge denke n ein! 6. Gedenke mein wenn ich in Zu⸗ verſicht Vor d beinen Thron in nef⸗ ſter Demuth rel⸗ Und weil mein Herz in großer Angſt zerbricht, S denke mein, wenn ich im Gle dubs bete⸗ Und höre bald mein Aechze Flehn und Schrein: Gedenke! mein 7. Ged ule mein, wi ie du per ſprochen! ſt; Gedenke meit meinen he den Gedenke mein i meiner Tages⸗Laſt; Gedenle memn und Beſte rathen nu All h ilf d 48 † M tem Thun ſprich: Ja, zum Böſen. Nein. Geponke me ein! mein, gib mir von Brot Un d ſchlag den Fels Vaſſ ſer fließe Und git. meiner Hungers⸗ Noth 8. He denke daß 1 ich in 4 —— —— 1 in alle Die Gnaden⸗Koſt mit großem Dam mich und deente 9. Gedenke mein, wenn inde Macht Erheben 0 Oſt und Weſten, 8e und nimm mich wohl Gedenke mein getreu im Beſten„Ich bin für mh gering und klein: Dr denke Wmei. 10. Ged enke mein, weil du mein Schutz⸗ Herr biſt. Ge denke mein und gib mir gute Freunde, Und wenn mir gleich die Welt zuwider iſt, Gid mich nur nicht dem Willen meina Feinde, Ich traue dir, du werde ſie zerſtreum Gedents mein! 11. Gede mein, wenn Kreu und Jantner drüct, Gedenke mein in Trübſal, Angſt und Leiden, Und weil du mir dieß Alles zugeſchickt, So ſetze mich auch wiederum in Freuden. Er leichtre mir den ſchwe⸗ ren Kummer⸗Stein. Gedenke mein 12. Gedenke mein, wenn ich 2 ſeufzen muß, Ich leid eNoth und über⸗ häufte Schmerzen, Ich liege da in Kral ntheit und Verd ruß Ach, nimm die Laſt von dem be eſchwerten Herzen Erfülle ſtart mein! denke mein in Acht; Gott, ſich der will vo be in da 1 er enander an. 4 „Am un m 8 zart Nl 8 eh an, vem tS d en Airde. dirt S Ah Kl 1 Und ſs K ina.¹ Naut md Her ſit n 26 e Püntt Ll; um l 1 d1 trein d u8*— Eerm an daenk, 4! dus Trert. ſim kta 1 3 gei Krrel 1 1 8 Jut N. A n d dun un In d 1* 1 1d der M dr J Vrzägt— te ant am 1 88 5 dat— ſn züna i im a ermsn Redten 1 a Aan in Ar n v ataden N Wir wi 1—4 8 Ndemh u Kan Herhen gerne dm.. lled Ä 3t dn d. l ff 8 n In leden 5* 8 1 4 5 m del 851 1 ns . 18 d Me Gewiſſ 9 ſcmeden te 1 a e e ena — 1 Wa 4 ſene d 1 be „ Vertrauen 11 Gott wollſt d ur den Un a h Jag Herz in ann er An udaß i de 9 gſt er daß ich... ente mf 5 5 kann: Du kannſt mich nicht in die tre bad ma Verdammniß ſtürzen; Denn Chriſti Blut macht mich von Sünden rein. bete, Un Flehn uz 1. G use. ſprochen ſon Geden ¹ 3 meinen meiner abtz⸗Laſt. Gedrn und bhilf 1 Noſto und hilf as Veſte mthan tem Thu mnich: Ja zu Norr, V Nein. 9 mke mein 8. Ge unht mein, gbn . Am Himmel an Und ſch d damit de gtaſſer fließe, daß ich an neiner Hunge Die Gne oſt mit gkoſen genieße; um ille mich m Mark un Ftin. Gedenkn 9. Ge unzt mein, wem aat Erheben u Süd, N snOſt und Wa dente meuſhand nimm m ddenke mein at en, Ic bii zu amng und kli ne m 0. E mche mein, veld Schutz⸗He mſt. Gedenkm gib mir am Freunde, U mir gleich u Welt zuwdei mich nu mnt dem Pllat Feinde; uß raue dir, un ſie zerſtre an Gedenke wi 11. Guhe mein, vmi und Jan amdrückt, Gantt in Trübſ ³ Pngſt und Ade weil du im dieß Ales So ſetze im auch win Freuden.* ichtre nir ren Kum iumotein. an 12. G uns min, bemge ſeufzen m uch lide utm⸗ o S Ich ler häufte S umtzen, Re 4 Kankbeit an Verdui, An die Laſt vnsm beitweint 1 4 de dlng aſa that ver 3. dis Süuh 3 6. Ge er edn ma und Wein. „ 4 ſter Dar en Tlron der dei trete, um n lich gar daran, Daß Satan mir u das Leben wird verkürzen, Gib, Mlen; Gedent Sterben geht, Wenn man den Leib 3 Bette ſteht,. ſich von einander ſcheiden, So laß 1 11 Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 73 Und reiche mir im Nachtmahl Brot Gedenke mein! 13. Gedenke mein, kommts end⸗ nur zu ihm noch ſagen mit Leinwand will bekleiden Und wenn der Sarg ſchon bei dem Wenn Leib und Seel den Tod nur ſanft und ſelig ſein. Gedenke mein! 15. Gedenke mein, wenn du nach dieſer Zeit Die Hände wirſt zu mei⸗ nem Grabe ſtrecken, Und in des Himmels Pracht und Herrlichkeit Des Menſchen Leib zum Leben auf⸗ eerwecken, So ſprich: komm, komm, Geſegneter, herein. Gedenke mein! Gottes Treue. Mel. Wer in dem Schutz des. 123 Gott iſt getreu, er meint *DU es gut In allen ſeinen Sachen, Wenn uns die Welt und Fleiſch und Blut Verzagt und irre machen, So ſpricht er uns was Beſ⸗ ſers ein: Wer wollte nicht beſtändig ſein Und ſtets an ihm verbleiben? 2. Gott iſt ja gütig in der That Er iſt uns ſtets zur Rechten Und leitet uns nach ſeinem Rath. Ach, wenn wir dieß bedächten. Wir würden ſei⸗ ner Gütigkeit In Demuth und Gelaſ⸗ ſenheit Von Herzen gerne folgen. 3. Gott hat uns lieb und ſchafft es ſo, Daß wir ihn lieben müſſen, Er wohnt uns bei, er macht uns froh, Er tröſtet die Gewiſſen. Wer dieſes ſehn und ſchmecken kann, Dem ſteht das Eitle wenig an: Denn Gott iſt ſeine Liebe. V 4. Gott iſt getreu und gnaden⸗ reich, Wenn wir aus Liebe kommen, So werden wir von ihm zugleich Mit Ehren angenommen; Daß er uns überflüſſig ſchenkt, Mehr, als man hofft und als man denkt, So können wir uns freuen. 5. Wohlan, die feſte Zuverſicht Kann nicht betrogen werden; Denn hat man Gott, ſo fragt man nicht Nach Himmel und nach Erden, Nach Welt, nach Reichthum, Luſt und Ehr: Denn Gott hat tauſendmal viel mehr, Das er uns noch kann geben. 6. Ja, es wird auch ſo weit ge⸗ bracht Von wegen unſrer Sünden, Daß oftmals Leib und Seel ver⸗ ſchmacht, So wird ſich Alles finden: Der Herzens⸗Troſt in Angſt und Leid, Der beſte Theil in Ewigkeit Soll dennoch unſer bleiben. 7. Mein Herz geh nur in deine Ruh. Wer fragt nach böſen Zei⸗ ten? Gott ſiehet deinem Leiden zu, Er ſtehet dir zur Seiten Und wird dich noch durch ſeinen Geiſt Auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, Zur Ruh und Friede bringen. M. C. Weiſe, g. 1642, ſt. 1703. In Gottes Eigenſchaften gegrün⸗ detes Bertrauen. Mel. Gott des Himmels und der. 12 4 Gott iſt gut, was will ich * klagen, Wenn die Welt es böſe meint, Weiß ich keinen Freund zu ſagen, Gott im Himmel iſt mein Freund; Laß die Falſchen immer gehn, Gott wird treulich bei mir ſtehn. 2. Gott iſt ſtark und kann mir rathen, Wenn mir Niemand helfen kann, Das bezeugen ſeine Thaten Schon bei mir von Jugend an; So hoff ich auch künftig drauf, Er hilft meiner Schwachheit auf. 3. Gott iſt reich, er wird mir ge⸗ ben, Was mir gut und ſelig iſt. Ich will nicht nac Reichthum ſtreben, Welches nur das Herze frißt; Der hat Alles in der Welt, Wer nur ſei⸗ nen Gott behält.“ 4. Gott iſt groß und die ihn ehren, Ehret er auch wiederum. Muß —————— ö . 4 41 4 —. 2rn 8 9— 74 Vom Glauben und ich manche Schmach hier hören, Ich Der will ſein, als wär ich ſtumm. Gott Der iſt auch wird aber Richter ſein,. mein Ruhm allein. 5. Gott iſt treu und wird auch halten, Was er mir verſprochen hat. Ich will ihn nur laſſen walten, Er, ewig nüͤtziich ei. weiß allem Kummer Rath; Scheint dich: Gott ift und bleibt getreut die Hilfe manchmal weit, Kommt ſie V doch zu rechter Zeit. 6. Gott iſt Alles, was ich hoffen, V A VLünſchen und verlangen kann, Das wird bei ihm angetroffen, Was er thut, iſt wohl gethan: So ſoll mir au ch Gott allein Alles und in Allem ſein. Benj. O Sch molck f. g* 1672 zft. 1737 41 2 Gottes Treue. Mel. O Gott, du frommer Gott. ℳ 6 ott iſt 1 bl lt 1 und eil t get treu 1 1 25. 6 Pricht Lieben, Pflegt er gleich oftmals 4 1 . Die Seinen zu betrül ben. Er prüfet durch das Kr. ellz, Wie rein der Glaube ſei, Wie ſtandhaft die Geduld: Gott iſt und bleibt getreu! 2. Gott iſt und bleibt getreu! Er hilft a ſelber tragen, Was er uns auf⸗ gelegt Die Laſt der ſchweren Plagen: Er braucht die Ruthe oft Und blei⸗ — bet doch dabei Ein Vater, der uns liebt: Gott iſt und bleibt getreu! 3. Gott iſt und bleibt getreu! Er weiß, was wir vermögen, Er pfleget nie zu viel den Schwachen aufzulegen. Er macht ſein Iſrael Von Laſt und Banden frei, Wenn große Noth ent⸗ ſteht. Gott iſt und bleibt getreu! 4. Gott iſt und bleibt getreu! Er tröſtet nach dem Weinen, Er läßt nach trüber Nacht Die Freud en⸗ Sonne j ſcheinen. Der Sturm, der Kreuzes⸗Sturm, Geht augenblicks vorbei, Sei, Seele, nur getroſt: Gott iſt und bleibt getreut— 5. Gott iſt und bleibt getreu Und ſtillet dein Begehren; Er will dein Glaubens⸗Gold In Trübſals⸗Gluth bewähren. Nimm an von Gottes Hand den Kreuz Kelch ohne Scheu; Sein Herze Drich! von ben. Niemand raubt Vertrauen auf Gott. Lebens⸗ Becher folgt: Gott i und bleibt getreu! — 6. Gott iſt de bleibt getreu! M alle Wetter krachen: Gott wird d rubſal doch Ein ſolches Ende me chen, Daß alles Kreu⸗ und Noth d 5 —ſ * — E —jn — ‧E So liebt der Höch. WM. g un. Wnttdeen Chr. Wilhelmi, um m Möu uit de ai hw mublc .. 9 at e droſte r t. Gott über Alles. Num A. ſ unt Dort d A Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. AEm, 1 „ in Sraſ dmn cemen 126. Fott mein Troſt! n 1Ammr Sei u ſe fragt darnach, Obm mmes K t a gleich die Welt betrübet Und 1 tauſend Ungemach Mein verlaßſ Herz umgiebet. Gottes ſüße di ſtung macht, Daß man auch u Deruer lacht. 2. Gott mein Schild! wenn les bloß, Deckt er mich in ſett Hütte n. Ja, ich ruh in ſeinem Schat Wenn die Feinde noch ſo wüthen Gottes Schild iſt ſtark genug W allen Welt⸗ Betrug. 3. Gott mein Fels! ſo ſteh i feſt, Wenn ſich Wind und Stun rregen Mag der Adler doch ſei Neſt Auf die böchf ten Berge le aan Wer des Schüöſfers Huld vertraut Hat auf einen Fels gebaut. 4. Gott mein Lohn! wenn ui die Welt Nur mit Liſt und Lüga lohnet; Wer ſich an den Richte hält, Der im Himmel droben woh⸗ D net, Deſſen Un iſchuld krönt die get Und ſtürzt aller Feinde Neid. Gatt mein Licht! ſo muß die Naht Sich in hallh Ta verwan⸗ deln; Wenn Aegypten Nebel macht Kann ich doch in Goſen wanden Auch mein Grab wird Lichte ſei Durch das Licht von Gottes Schem 6. Gott mein Gott! das iſt der Schluß: Er iſt mir, ich ihm erge⸗ ben: Wenn ich auch gleich ſterben muß, Geh ich doch zu Gott ins L⸗ den Troſt mit nicht: Gott mein Schild, Felb Lohn und Licht. Benj. Schmolck, g. 1673, ſt. 1737. mim hatrauit d 8 id Gohr 4 h. ann Sin. S Hen dra nah NS n N dn⸗ Sonf i! u h Mh nyenebm. t dit utne emen M 5. Gwiiſt de Sein Salt Bichufucer E zl dux Unn daden D D in den Kiot Get vert 2 je deiha n 1„Kät de e dein t t. d KEmsr dergft n dum temer ſtften, edhe At dot— 2 ß „ R 1 ndit de Sen 1 n ain Cit a If Nh Ale Sach ſr ji prict: Got A ßt S ddit er uns n 1 2 85 6 unt terdeſſe— 1 Cat eß S gu 8 de Sen 1 S 1 1 nach den un zag dtn. nach d, ditnis tine Sdon 19 g de Heinen nu An eit de Sä Sanhdn auch n 1 r 1 Vertra Der Vom Glauben und B und der ſalg. 6. 1 en 3 Troſt im Kreuz. e 5 taben In eigener Melodie. chen 14 lich Ein ſolches 127 Gott verläßt die Seinen den lles Kreuz m* nicht: E,, ſo fahret hin, diche 1. Soiit ihr Sorgen, Ihm iſt Alles unver⸗ ich: s iſt und in borgen, Was mir auf der Welt ge⸗ . Gr Btes bricht. Gott verläßt die Seinen nicht. lan n 2. Gott verläßt die Seinen nicht, 3 dtt über A Sollt ich mich vergeblich grämen? W E imen n. Ich will das zum Troſte nehmen, 126]7 Zut an Was ſein wahres Wort verſpricht: ). fra wen Gott verläßt die Seinen nicht. leich an Welt amne 3. Gott verläßt die Seinen nicht, tauſend uül gem etnta Laß die Laſt des Kummers drücken, (Herz 1 u de ach Men Gott kann deſto mehr erquicken Durch ſtung 1 et. Gotts ſein Gnaden⸗Angeſicht: Gott verläßt (Dornen ulnt. . Wenn 7 4 Gottes allen VetßtZetrug. Ifeſt, Amt ſich Pndn alten Böſewicht. Gott verläßt die lerregen.? Kag der Ae Seinen nicht. „Neſt A zwie höchſten ge „Wer des pchäpfers dat Hat au aen Fels gehu — 1 Lohn u 66 , Daß mu die Seinen nicht. 4. Gott verläßt die Seinen nicht, Nach dem Seufzen, nach dem Wei⸗ nen Muß die Gnaden⸗Sonne ſchei⸗ ich nen Durch dieß angenehme Licht: Feinde noh; Gott verläßt die Seinen nicht. as dd iſt ſtut eu 5. Gott verläßt die Seinen nicht, — Sollt es gleich auf dieſer Erden Alle 3. Gatumein Fels! Tage ſchlimmer werden Durch den 2. G tz nein Scid les blo deckt er nih Hütten ich ruh iſezn V 6. Gott verläßt die Seinen nicht, Will der Zweifel uns vergiften, Im⸗ mer neuen Kummer ſtiften, Ein ge⸗ troſtes Herze ſpricht: 1. Grtwnein Lohnn troſtes die We t hur mit Gin die Seinen nicht. 5 lohnet; Br ſich un. Gott verläßt die Seinen nicht, hält, ½ em Himmin Laßt ihn walten, laßt ihn machen, net, D aßt Unſczud in Alle Schickung, alle Sachen Sind Und ſti atzller Feinde R auf unſer Heil gericht: Gott verläßt 5 Gein dittz die Semen nicht. Nacht u ſaln de Gholt verläßt die Seinen nicht deln: Ln Aegypte 1 Scheints, als hätt er uns vergeſſen, Kan eNoc in Goin⸗ er unterdeſſen Unſre 1 8 1 O, ſo prüf Au i Glaubens⸗Zuverſicht Durh icht un ia die Sennen wicht, die Seinen ni Durch Got g. 9, Gott verläßt die Seinen nicht, 6. G utzziein i Nach dem Wetter, nach dem Wallen, Schluß: iſt m i Nach dem Krachen, nach dem Knal⸗ ben: V um ich auch a ſen Folgt das ſchöne Sonnen Licht, muß, C ish dac uen Gott verläßt die Seinen nicht. ben. Nuid raubt d 10. Gott verläßt die Seinen nicht, nicht: an mein Stih, Nun will ich ihn auch nicht laſſen, icht. Sondern feſt ins Herze faſſen, Der ge⸗ nj. S — nällk plin Gott verläßt I 15 ſundem Leibe Und dabei, Gott Lob, Gott verläßt ertrauen auf Gott. 75 wiſſen Zuverſicht: Gott verläßt die Seinen nicht. 11. Gott verläßt die Seinen nicht, Ja, er läßts in allen Dingen Mir zur Seligkeit gelingen. Glaube, Liebe, Hoffnung ſpricht: Gott ver⸗ läßt die Seinen nicht. E Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Kreuz⸗ und Troſtlied. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 128 Gott verläßt die Seinen * nicht, Nach dem Seuf⸗ zen, nach dem Weinen Läſſet er das ſchöne Licht Seiner Gnaden⸗Sonne ſcheinen, Nur damit ich aufgericht: Gott verläßt die Seinen nicht. 2. Gott verläßt die Seinen nicht, Sollt es gleich auf dieſer Erden Durch den alten Böſewicht Alle Tage ſchlimmer werden, Ein getro⸗ ſtes Herze ſpricht: Gott verläßt die Seinen nicht. 3. Gott verläßt die Seinen nicht, Ja, er läßts in allen Dingen, Wie er ſelber ſich verpflicht, Uns zur Se⸗ ligkeit gelingen. Glaube, Hoffnung, Liebe ſpricht: Gott verläßt die Sei⸗ nen nicht. Mit Gottes Hilfe. Freu dich ſehr, o meine Seele. Oder: Werde munter, mein. 129 J fang alle meine Sa⸗ .³◻☚ chen Mit der Hilfe Got⸗ tes an. Gottes Hilfe wird es machen Beſſer, als ich wünſchen kann. Got⸗ tes Hilfe hats gemacht, Daß ich bin zur Welt gebracht Glücklich mit ge⸗ Mel. noch bleibe.. 2. Will ich jetzt zurücke ſehen Auf die ſchon verwichne Zeit, Muß ich alſobald MMeitehen: Gottes Hilfe war bereit, Mich zu führen wunder⸗ lich, Für Unfall zu ſchützen mich, Mir zu meinem Thun und Leben Segen Glück und Heil zu geben. 3. Alles, was ich bin und habe, Kommt von Gottes Hilfe her. Alles iſt des Höchſten Gabe, Nichts ge⸗ 76 Vom Glauben und ſchieht von ohngefähr. Gott allein, Gott Helfer ſein, Alles Andre bald ver⸗ ſchwindet, Was man hier auf Erden findet. 4. Mit der Hilfe ſeines Schut Steh ich auf und lege mich; Mit der Hilfe ſeines Trutzes Muß der Feind Hadei nen ſi Mittlerzeit, werd Alles iſt mir ſich. 1* ich gedrückt, Kann ich das, was Gott B Mit der Hilfe Gottes tra⸗ gen, Dieſe lindert alle Plagen. 5. Gottes Hilfe mich verſetzet Auf den rechten Ehren⸗Steg; Got⸗ tes Hilfe mich ergötzet, Jeinde Toben weg. macht ſich ſehn, Daß ihnen ſtehn, Gottes Hilfe ſie be zuf ſchickt, Hilfe Gottes zwin⸗ get, Daß ihr Bund niemals gelinget mein Ger nnth ſch zicken, Hilfe Hilfe wird Gott fer net M einen Feind den zum Verdruß. wird mein Herz einſt abſcheide en mmuß. Hilfe wird der fromme Gott Senden mitten in dem Tod. Hilfe werd ich erſt recht ſehen, Wenn ich werde vor Gott ſtehen. Genüge an der Guade Gottes. Mel. Es iſt genug! ſo nimm. Ich habe heug mein Herr 130.2 iſt Jeſus Cbriſt, Ich weiß von Rein mehr. Wer nur ſein Knecht und treuer Diener iſt, Der darf nicht ſorgen ſehr. Ich will ganz meinem Gott anhangen Und nicht mehr nach der Welt verlangen: So hab ich gnug!:, 48 2. Ich habe gnug! ich bin der Ae Sorgen bos Und kränke nicht das Ich bin vergnügt und ſitz in Herz! Gottes Schooß, Der lindert allen Schmerz: Ich ſorge nicht mehr für mein Leben, Der Alles geben! Jch habe gnug! 3 Ich habe gnug! eat der die V Vödel ſpeiſt lund alle Welt er⸗ nährt, Gott, der da Gras und Blumen wachſen heißt Schmuck be chert⸗ Der wird 3 auch meinen Leib ernähren, Nahrung g und ſoll ſtets mein Schutzes Treibt der ich kann vor rauJen Wenn ich um Morana. den Geiſt; D Das Andre Nur Gottes Reich, 4 T Auf mich ſein Kind; auf dieß, wa Was Seel und W 3 ⸗ bedarf: D drum laß ich Gott, den Van ſorgen, Bekümmre mich gar Nit Heut hab ich gnugn 7. Ich habe gnug und ſorge ſ fällt mir das Jeſus ſun heißt, Das gibt mir wahre Ah Ich trachte, nur des Vaters Wil I Kraft des Geiſtes zu erfühn run hab ich gnug!:; Ich habe gnug! ich lieg an I Bruſ Und Gottes Vaterherz; d will ich mehr? das gibet mir uu Luſt, Verſüßet meinen Schmerz, DA Höchſte kann mir friedis gung Und kann das ben, Und ihnen ſchon auf Erden, will in jener Welt noch wer⸗ Ich habe gnug!„ Vorſchmack hab ich Naa S den? Volle Genüge an Gott. Mel. Was Gott thut, das iſt wohl gethan⸗ 131. 3* habe Gott andlh gnug, Was Beſſers haben? Er gibt allein Herze Wer ihn nur hat, Hat Re hat Und wer ihn hält auf Er Be⸗ 1 ath und T den, Kann nicht geſtöret werden. Ich habe Gott und habe guug Was ſollt ich mehr begehren? Er kan ja einen Waſſer⸗Trunk In f 8 2. ſüßen Vertrauen auf Gott. 938 8. 4 . een. Wm c all Kleidet mir beſcheeren: Ich habhint 6 Som n c* gnug.„ Pas hn run ällen 4,20 3 4.4 Ich habe gnug! beſitz ich ſchaf de 5 bec b. nicht Feld„Es gilt mir Alles gleit 3, Na als lu Ich babe Gott und bin ſchon auf dul mn Au Welt In allen Stücken reich. Denß aah n Jeſus iſt mein Schatz und Kront äſetes lnt ir a Der mir den Himmel gibt zum Lohm nt d Als werde. er ml 15 Ich habe gnug!: Nr m ct und da h S. 5. Ich habe gnug! beſcher 1 4 m tot! t be Gott ein Kleid Und läßt mirs ug d ip dan 1it ergehn, So iſt es gut: kommt aßz aie in, Sn f d h k auch die Zeit, Daß ich ſoll öde ſtezg⸗ Pea ſ r a Die Blöße ſoll mich nicht erſchrecn u Men 42, 1 Mei in Gott will Leib und S 1e 1 decken: Ich habe gnug!:“ 9 M 3 ed b 6. ⁸ habe gnug! mein trau i eihthſte 12n Vater ſieht, Er ſiehet immer ſcha M d it Inan J mt dm Gut? id Nen. 1 der ſelk 1 9 an zug en u Etmült.; 11607—. 1 8 Nree 22, 9. Dazme Nelodit. 12 e Anſſ W T Let, t, Häll— 8. un zid abith=— riden. Ki id ad. n nied, an di nen n ſaitt A ſd 1 8 m. 5 1 Sei E n h den Li— e nd Vem 3 auf a Ich he a d I Welt nug!. ch habe Ücten ſ Will Andern Alles laſſ gleich Der Aermf Wein verkehren; Wenn er nur gibt, Was ihm beliebt, So muß mirs auch — Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 77 laſſen. Hab ich nur du willſt, mit mir, Ich weiche nicht von unt die Verſicherung, Auf ſeine Huld zu dir; Verſtalle dein Geſicht, Du Hilf u. faſſen, So bin ich reich Und ob ich in allen Nöthen: Ich laß dich nicht, Ich he üm melght m te wär auf Erden, Ich laß dich nicht. 5. Ich laß dich nicht: Sollt ich den ‿ᷣ 4. Ich habe Gott und habe gnug! Segen laſſen? Nein, Jeſu, nein, Du t abe 8 Gott muß mir Alles werden. 5. 4 Gott e Keid Und ergehn, iſt„s ü Was ollt ich mich de V iſt es gut er Eſs gleich den Wermuths⸗Trunk Daß ic ſan 3 6. J ohe gnugl n Autmn Er ſihetin Auf mi tin Kind, af mein G unh, Was 83 bedarf: af n aß ichoht ſorgen, a4 ümmre nih um Mo ug Heut 1 7. J2 be gnug m den Geiſ f as Andre ſi Nur Go a Reich, das 3 heißt, 4 gibt mir m Ich tra mnur des Va In Kro ¹ es Geiſtes a Drum latch gnugl; 8. Juntz e gnugl ihlh Bruſt U um Hottes Vabeis will ich metyr? das git Luſt, VWe aftit meinen oh Vorſchn dwab ich ſchon 1 Was wukhi jener Watm den? Luttabe gnugl. 2N△ V n Henüge an b Mel. W M tt thut, das ifnae 131 2 b habe Gits .. gnug, Wif Beſſers u4nt Er g friedigu mand kann deſ. ben, Ainn mur hat, h und The And wer in den, Ka amict geſtönt mn 2. Je un e Gott uwin⸗ Was ſol at nehr twem ja einel à hiſſer⸗Tnlt df — 5 1 4 In ſeiner Liebe ſchenken, So weiß ich 41 1 doch, Daß dieſes Joch Nur ſeine Jünger drücket, Die er auch wohl erquicket. 5. Ich habe Gott und habe gnug! Ach, wenn ich jetzt gleich ſterbe, Mein Tod iſt die Beförderung Zu ſelgem Himmels⸗Erbe; Denn Gut und Geld Bleibt in der Welt, Wer ſelig iſt ge⸗ ſtorben, Hat ewig gnug erworben. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. 1. Buch Moſe 32, v. 26. In eigener Melodie. 132 Ach laß dich nicht du mußt S. mein Jeſus bleiben. Will Angſt und Noth, Welt, Höll und Tod Mich aus dem Feld erhitzter Treue treiben, Nur her! ich halte mich, Mein ſtarker Held, an dich, Hör, was mein Herze ſpricht: Du mußt mein Jeſus bleiben, Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht. 2. Ich laß dich nicht, du allerhöchſte Lebe, Wenn Zweifel ſich Setzt wider mich. Ich weiß, wie dich die keuſche Flamme triebe; Du trugeſt Schuld und Pein: Sollt ich verurtheilt ſein An jenem Welt⸗Gericht? Du aller⸗ höchſte Liebe, Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht. 3. Ich laß dich nicht, du ſüße See⸗ len⸗Stärke, Die mich ſtets labt, Mit Kraft begabt, Wenn ich in mir des Glaubens⸗Schwachheit merke. Macht Krankheit gleich den Leib Durch Schmerzens⸗Nächte ſchwach, So ſpricht die Seele doch: Du ſüße Seelen⸗ Stärke, Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht. un kränken? Wollt bleibeſt mein, Dich halt ich noch, wenn ich Nichts mehr kann faſſen. Nach kur⸗ zer Nächte Lauf Geht mir der Segen auf Von dir, dem Segenslicht: Sollt ich den Segen laſſen? Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht. 6. Ich laß dich nicht: führ mich nach deinem Willen, Ich folge nach Durch Wohl und Ach; Dein weiſer Schluß kann allen Kummer ſtillen. Dir, Jeſu, hang ich an Und achte keine Bahn, Wo mich ein Dorn auch ſticht; Führ mich nach deinem Willen: Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht. 7. Ich laß dich nicht auch in dem Schooß der Freude; Denn wenn ich mich Seh ohn dich, So iſt die Luſt mir eine Wermuths⸗Weide. Mir graut vor ihrer Koſt, Wenn nicht von deinem Troſt Mein Herz durchſüßet ſpricht Auch in dem Schooß der Freude: Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht. 8. Ich laß dich nicht: Was will die Hölle ſchrecken? Herr, ich bin dein. Weß könnt ich ſein, Als dein, mein Gott? du wirſt mich ſchützend decken, Mich reiniget dein Blut: Was drohet denn mit Gluth Ihr zürnendes Ge⸗ ſicht? Was will die Hölle ſchrecken? Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht. 9. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Leben; Mich reißt das Grab Von dir nicht ab, Der du dich haſt für mich in Tod gegeben. Du ſtarbſt aus Liebe mir; Ich ſag in Liebe dir, Auch wenn das Herz zer⸗ bricht: Mein Gott, mein Herr, mein Leben, Ich laß dich nicht, Ich laß dich nicht. W. T. Deßler, g. 1660, ſt. 1722. 78 Vom Glauben und Ich traue auf Gott. Mel. Wer nur den lieben Gott. 133. ch trau auf Gott in al⸗ len Sachen Und laß es gehen, wie es geht: Er kann es doch zum Beſten machen, Obgleich mein Vertrauen auf Gott. Mu p ner 4 Vorigen Inhalts. r 10 Vit gn 2 9 134. J na auf Gott, an hen dn 4 wollt mir fehlen? Jn in agt, N nii weiß von keiner Sorg und Muftt Räul d 1 Mich kann auf Erden Nichts je Auil e itc ir de Weil ich ſtets 8 zu meiner Seela Bn bütt n Herze traurig j ſteht. Mir geh es, wie es Gott defä ällt! Es ſei ihm Alles heim eſtellt 39 Ich trau auf Gott im Unge⸗ lide nd wenn der Himmel trübe ſcheint; Wenn ich mich nur in Gott erquicke Und mein Geiſt ſich in ihm erfreut, Mag alle Fluth zu Haufen gehn Und über meinem Hauy die ſtehn. 3. Ich trau auf Gott, wenn meine Feinde Mie ch ſchmähen und verfolgen ofi: Hab ich nur meinen Gott zum Freunde, So zeigt er mir wohl un⸗ erhält, Wenn mir der nachſtellt 4. Ich trau auf Gott, wenn ich verachtet Muß ß leben in der böſen Welt; Indeß mein Seiſ nur dahin trachtet, Wo Jeſus e daer beſtellt Mir Chre, Ruhm und l, Freud, Nach aus⸗ geſtandner Traur ikeit. Ich trau auf Gott, wenn mein Beimduhn Abnimmt und wird ge⸗ ring und klein: So will ich meine Sorgen legen Auf Jeſum, der uns hilft allein; Wenn I nur reich in Gott ſtets bin, S meinem Sinn. 6. Ich trau auf Gott, ſo lang ich lebe: Gott iſt mein Heil und Zuver⸗ ſicht, An dem ich klettenweiſe klebe, 3e laß ihn nun und nimmer nicht; as ſoll mein ſteter Wahlſpruch ſein: ch traue meinem Gott allein. Ic) Ich trau auf Gott, will etwa wanken Mein Lebens⸗ Schifflein, wenn der Tod Mir winket, daß ich muß erkranken, Hilft Jeſus doch aus aller Noth, Und gibet mir auf kurzes Leid Den Himmel und die ewge Freud. M. J. C. Arnſchwanger, g. 1624, ſt. 1696. So hab ich gnug in mich nicht zu Spott. Höllen⸗ M zu ſcheiden n, So müſſen ſie d dies W in Sc 4 Feinde Liſt von mir ſoll treiben: V doch leiden: ich leiben 1, Ob ich gleich bin in Si verhofft, Wie mich ſein ſtarker Schutz und Noth. ., 1— 2 =— 2 *— .8 mir haden Mlein Boſſen 419 nas 3 mein Herz erit Leid beladen, Wapit hetan es ſich hält an Gottes Gnadene tran auf Gon . Ich trau auf Gott und bint d kir Freuden„Obgleich Welt, Sünd 4 d 9en Rott Gedenken mich von Gaht eu vern ivi hud 1 d Wojic ſe E Ein Dau. 4 b 8 an Wun brit. it h ſch das! Trot, wer an mi e enh ₰ Trotz, wer dieß Wm nu Ich trau u Mm ud nin h Gott uf Aede, Weil ift: 5. Ich trau auf Gott, Stlangti duſen n.-+ ich faſſen Mit treuer Lieb bis in v d preund zm i n Tod! Ich weiß, er hilft mir a ſuns kaim drge 4 s maßen, Werd ich dieß Wort niemt denoüt ban Jacd!t A hr verlaſſen: Ich trau auf Gott. m Bed Ku u u 6. Ich trau auf Gott in alaſ in em ded gaih Dingen. Ich trau auf Gott in al n lin Jona n ar Ich trau auf Gott. Ich trau auf Gott, drum um —— dürfte reiben! den Noth. Ich trau auf Gott in mein Aden a Und it bd. ſer Ringen. Ich trau auf Gott und ii it ſzud hiere ſe ſtets ſingen: Ich trau auf Gott. 4 Aärenift da 5 Ant. Ulric, Herzog zu Braunſchwak ai ti Della vo L Rebuürg 1633, A Lü eburg, g. 1633, ſt. 1744. um ſe derzet* h Entſagung der Schwermuth. She deit d Mel. Liebſter Immanuel, Herzog⸗ 135. Ich will mich auch uih mehr mit Schwerm plagen, Wenn mir die böſe Wä 1ctaran fralich! ſt — dei zu ſeufzen macht. Ich will uin am ai i— Gott allein mein Leide klagen, N m he dne Gott, der über mich zum Sega Aiſſttg Gott. 4 wacht, Und deſſen Güte auf man dim Aa gi m dunderütc Gemüthe Bei aller Kümmerniß zun M Troſte lacht. 12 neüe 3 Die Welt mag nimmermah 992. Art nicht laſſen. Das iſt ih i Clement, nur falſch zu ſein. Waß thi — — — 8 Gnn 41 7 2— en ni zu ſchei m So m doch lein an ch nüſend rau af a u c, Herzog zu an am der Schum h will mihu (mehr mit ethr an mir dith amacht. Jh aulein Liiden lo Gott, de An er mich zu 1 un deſſen Güd raller Künnan 2. Di ult mag Flement, n falſ neu und redlich lebt, den muß ſie haſſen. Die Wahrheit wird bei ihr zur bittern Pein: Denn wer es wa⸗ get Und trocken ſaget, Dem ſchenkt ſie Gift und Gall dagegen ein. 3. Was man an 1h beweiſt, das wird vergeſſen Und Wohlthun ſchrei⸗ bet ſie auf Eis und Sand. Man mag in ihren Schooß viel Gutes neßen, So macht der Undank doch dn ihr Herz bekannt, Und ohne Zweifel Iſt das dem Teufel, Sonſt aber Nie⸗ mand nicht mit Treu verwandt. 4. Was iſt doch Huld und Gunſt vei großen Leuten? Ein Strauch, 1 der Roſen trägt und dennoch ſticht; 6 plötzlich gleiten; Ein Bau, der heute ſteht und morgen bricht. Im Au⸗ genblice Wendt ſich das Glücke! Wenns noch ſo freundlich lacht, ſo trau ihm nicht. 5. Man trau auch nimmermehr auf alle Freunde, Weil man oft Schlangen ſo im Buſen nährt. Es wird der beſte Freund zum ärgſten Feinde Wenn ihm der Eigennutz das Herz bethört, Wenn Jacob küſſet Und Judas grüßet, Wird Kuß und Gruß A3 in Schwert und Tod gekehrt. 6. Iſt denn kein Jonathan auf Erden blieben Und iſt bei dieſer Zeit kein David hier? Ach, die verdammte Welt vergißt das Lieben, Sie ſtellt die Delila vollkommen für: Denn wenn ſie herzet Und mit uns ſcherzet, So heißt es bald: Philiſter über dir! 7. Es thut zwar freilich weh: doch was zu machen? Man bleibe ſchlecht und recht und dulde ſich. Gott fördert noch zuletzt gerechte Sachen; Darum auf ihn allein verlaß ich mich. In Sturm und Blitzen Wird eer mich ſchützen. Gott führt die Seinen gut und wunderlich. 8. Wenn alle Teufel auch mich wollten freſſen, So fällt mir doch darum der Muth nicht hin. Du wirſt, mein treuer Gott, mich nicht ver⸗ Cotti b ei trau auf Get rime 23 4 Vom Glauben und Bertrauen auf Gott. Ein Steig, worauf der Fuß kann 79 mein Haupt⸗Gewinn. Je mehr ich leide Von Haß und Neide, Je näher, ich bei dir im Segen bin. 9. Ach ja, hab ich nur dich auf meiner Seite, Ei, ſo mag Höll und Welt mir widerſtehn. Ich werde meinen Weg durch dein Jeleite In Unſchuld ganz getroſt und ſicher ehn. Ich will mich bücken Und aſſen drücken, Du wirſt durch Druck und Laſt mein Haupt erhöhn.. 10. Kann endlich mich die Welt nicht länger tragen Und muß ich ihr ein Dorn im Auge ſein, Sucht ſie mich ganz und gar hinaus zu jagen: Ei nun, ſo jagt ſie mich in Himmel ein. Mit allen Freuden Will ich das leiden Und gehe lieber heut, als morgen ein. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Heimſtellung an Gott. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 136 Kinen hat Gott verlaſſen, 9. Derihmvpertrautallzeit, Ob ihn ſchon drum Viel haſſen, Ge⸗ geſchieht ihm doch kein Leid, Gott will die Seinen ſchützen, Zuletzt erheben doch, Ihn geben, was kann nützen Hier zeitlich und auch dort. 2. Allein ichs Gott heimſtelle, Er machs, wies ihm gefällt, Zum Nu⸗ tzen meiner Seele. In dieſer argen Welt Iſt doch nur Kreuz und Leiden Und muß auch alſo ſein; Denn die zeitliche Freude Bringt uns die ewge Pein. 3. Preulich will ich Gott bitten Und nehmen zum Beiſtand In allen meinen Morhen. Ihm beſſr, als mir bekannt. Wie könnt er mich denn laſſen, Der treu Nothhelfer mein? Denn wenn mein Leid am größten, Will er ſtets bei mir ſein. 4. Alls Glück und Ungelücke, Das kommt allein von Gott. Ich weiche nicht zurücke, Ich fleh in meiner Noth, Um Gduld will ich ſtets bit⸗ ten In allm Anliegen mein, Er wird mich wohl behüten Und mein Noth⸗ geſſen Und deine Freundſchaft bleibt helfer ſein. neu! 80 Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. „5. Reichthum und alle Schätze, Was ſonſt der Welt gefällt, Drauf ich mein Sinn nicht ſetze, Es bleibet in der Welt. Ein Schatz hab ich im Himmel, Der Jeſus Chriſtus heißt, Iſt über alle Schätze, Schenkt uns den heilgen Geiſt. — 6. Ihn habich eingeſchloſſen In mei⸗ nes Herzens Schrein, Sein Blut hat er vergoſſen Für mich arms Wür⸗ melein, Mich damit zu erlöſen Aus ewger Angſt und Pein; Wie könnt auf dieſer Erden Doch größre Liebe ſein!“ 7. Nun ſollt ich mich erzeigen Dankbar für ſolche Gnad. Ich geb mich Gott zu eigen Mit Allem, was ich hab; Wie ers will weiter machen, Sei ihm Alls heimgeſtellt. Ich befehl ihm all mein Sachen, Er machs, wies ihm gefällt. 8. Amen, nun will ich ſchließen Dieß ſchlechte Liedelein. Herr, durch dein Blutvergießen Laß mich dein Erbe ſein: So hab ich Alls auf Erden, Das mich erfreuet ſchon; Im Himmel ſoll mir werden Die ewge Gnaden⸗Kron. Andr. Keßler, g. 1595, ſt. 1643. Frende der Gläubigen in dem lebendigen Gott. In eigener Melodie. 137 Lebt doch unſer Herr Gott *☛ noch! Faſſe dich, du arme Seele! Was betrübet dich die Noth? Suche Troſt bei deinem Gott Und in Jeſu Seiten⸗Höhle: Biſt du doch durch den erwählt, Welcher deine Thrä⸗ nen zählt Und dein Elend abgemeſ⸗ ſen; Denke nicht, Gott ſei zu hoch, Oder habe dich vergeſſen. Lebt doch unſer Herr Gott noch! 2. Lebt doch unſer Herr Gott noch! Ei, warum willſt du verzagen, Oder dein bedrängtes Herz Ferner mit ver⸗ gebnem Schmerz Und Verzweiflungs⸗ peitſchen ſchlagen? Gottes Gnad und Wunder⸗Treu Iſt ja jeden Morgen neu! Er iſt deines Heils Erſtatter; Liebſte Seel, begreif es doch, Lebet doch dein treuer Vater: Lebt daß unſer Herr Gott noch! 3. Lebt doch unſer Herr Gott non Will dich gle ſehr, Schlägt Ueber deinem nicht; denn I Schulden gut: Stücken Und Joch, Liegt auf deines Jeſu Rütz Lebt doch unſer Herr Gott nocht 4. Lebt doch unſer Herr Gott mn Fürchte nicht — ich dein Herz verdan men, Schreckt dich ſchon die Sin ſie als ein tobend Ma Haupt zuſammen, zu eſus Blut Machet daiß Deine Handſchrift iſt die Laſt, das Sun des Todes Schrect Denn du wirſt im letzten Streit W Todes⸗Nacht, Soll das Leb 4 4 Greift er doch Nichts ſchmecken; Ja, du wirſt um Gottes Macht, Nach der ſchwar des Todes Bitterkeit Seinetwegen 1 Ueber deinem Staut ſtehn Und der dürre Todten⸗K en wieder ſehen. W doch unſer Herr Gott noch! 5. Lebt doch unſer Herr Gott nu Macht dir gleich der Teufel bau ſchon heftig an; I0 hält die Sieges⸗Fahn Und zert die alte Schlange; Aber dich uit Gottes Hand Dort in einem Freude Loch Ewig wir Land Mit wahrhaftem Troſt vergitt gen, Wenn die Schlang im Hölt d gefangen liegen. Iof doch unſer Herr Gott noch! 7. Lebt doch unſer Herr Gott nohl Lebe du auch ihm zu Ehren, Gib di ihm, wie er vermehren. ſich dir, Und bemit dich für und für, Deinen Glauben i Folge ihm in Lieb md Leid, Laß dich keine Chren⸗Freld Und kein Elend von ihm trennm, 2 Sondern trag ſein ſanftes Joch, Wei f Die änder dich geſtellt, ches alle Chriſten kennen. Lebt doh unſer Herr Gott noch! L. A. Gotter, g. 1661, ſt. 1039 nde Hand Gottes. Pſ. 77, v. 11. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich zu dir. 138 Mos⸗ lieber Gott, wit 8 6 dirs gefällt, In alle meinen Sachen, Die Hoffnung iſt a Du wirſts am beſten naben. eh du 4 be Pnd dhi it nn an 24 e. nu Welt n lich „Wur der W hs iöſt m i Auxenbb. pr en gwrn lnplit) t e d mad. 48 ni oft ei r m dadmd vil—r. A urt u w iriof- f! Wlde m etrcd dh dblue wmf Arr Un Jot ndm iſtr di Prrr wuttar müſch 4 GCh m bad ut nih, Nem ihnetwahi! Jh ul mch m m d Wt men ſad die— ſei N nd ei t du—e Shat dr m gffält Da in Dnne gen 13 Pen unih ſtlägſt, int 54 45 de kuth uf dan m Wn imng lift* n da gurie rfn, d. dr Kide nh, Du r Pen in d nade di hr liſe nt münnen I W rit winen! rr Na Thih ni ven n mch adüch A= n tſ hdrte. d ni gan h tens bbe 1 uräte 1” 4 ü Sorg und— — 1 d 4 6 d a euer 1e zan un 3. LA2 ah Will d aich derda men, ein ſehr, S ſ Schulde ai Lebt do atß ſer 5 4,— G. 49 a h unſer hen b. ürchte in des Tods enn di aſt im letten 3 * „ 8 3 es Tod i tterkeit Seinn lichts ſ ant een; Ja, d 1 bottes utt, Nach de kodes⸗N ns Ueber denn ehn Un zthr dürre dnh Soll das aten wieder ſi och unſ err Gott neh 5. Leb ann) unſer Herrt ſacht di anich der Taſ u ſchon heftige es⸗JFahn im ange; Aber! n dort in einen muwhaftem Tuſt ume Schlang m och Ewiz and gefangen li och unf urr Gott noch 7. Leb aut unſer Herr e. ebe du g aim zm zu Chren t zm, wie in zſich dir, M ich für u imr, Deinen i ermehrer nolge ihm ith eid, La nth keine Chm nd kein nid von im ⸗ . einen Se di iufun ch geſtel nu wirſts kondern! imiin ſanftes z des alle mMen kenna k nſer Her utt noch! er 9 A. Gotter,plhſ Die i un de Hand bi 71, vl. Mel. Aus nn Noth ſchrii ij 8. FS. luber e 3. A* dirs gefält 1 Vom Glauben und machen: Ich ſeh auf deine rechte Hand, Dabei iſt mir der Troſt be⸗ kannt, Daß ſie kann Alles ändern. 2. Wills vor der Welt unmöglich ſein, Deswegen unverzaget! Was Gott will, das muß doch geſchehn, Wohl dem, ders auf ihn waget! Der Höchſte kann im Augenblick Durch ſeine Hand mein Ungelück In Glück und Heil verwandeln. 3. Zwar fällt mir oft ein Zweifel vor, Der dieß und das will ſprechen: Doch wirſt du das zerſtoßne Rohr Nicht vollends gar zerbrechen. Das Docht des Glaubens, das nur glimmt Und, Gott, von dir nur Kräfte nimmt, Wirſt du nicht gar verlöſchen. 4. Gib mir Geduld und ſtärke mich, Wenn ich in Schwachheit leide, Ich halte mich allein an dich Und das iſt meine Freude; Die Welt ſei Welt und bleibe Welt, Du biſt der Schatz, der mi gefällt, Da iſt mein ganzes Herze. 5. Wenn du mich ſchlägſt, ſo dank ich dir Und will die Ruthe küſſen: Denn in dem Kreuze läßt du mir Dein Vater⸗Herze wiſſen, Das wallt vor Liebe gegen mich, Du ſprichſt: Mein Kind, ich werde dich Nicht laſſen, noch verſäumen. 6. Das tröſtet meinen blöden Muth, Daß ich mich wenig kränke. Du machſt doch endlich Alles gut Und beſſer, als ich denke: Wer weiß, wie nah die Freuden⸗Zeit, Da mir mein Herzens⸗Wunſch gedeiht Und ich in Segen lebe. 7. Drum weiche Sorg und Traurig⸗ keit; Ich bin in Gott zufrieden: Gott hat mir ſchon zu rechter Zeit Mein Theil und Heil beſchieden. Iſts mir zur Zeit noch unbekannt, So kanns des Höchſten rechte Hand Doch bald und fröhlich ändern. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Grund der Hoffnung in Gott. Mel. Gott des Himmels und. 139 Mii⸗ Hoffnung ſtehet 3 feſte Auf den lebendi⸗ Vertrauen auf Gott 81 gen Gott: Er iſt mir der Allerbeſte, Der mir beiſteht in der Noth; Er alleine ſoll es ſein, Den ich nur von Herzen mein. 2. Sagt mir, wer kann doch ver⸗ trauen Auf ein ſchwaches Menſchen⸗ Kind? Wer kann feſte Schlöſſer bauen In die Luft und in den Wind? Es vergehet, Nichts beſteht, Was ihr auf der Erden ſeht. 3. Aber Gottes Güte währet Im⸗ mer und in Ewigkeit; Vieh und Men⸗ ſchen er ernähret Durch erwünſchte Jahreszeit: Alles hat ja ſeine Gnad Dargereichet früh und ſpat. 4. Gibet er nicht Alles reichlich Und mit großem Ueberfluß? Seine Lieb iſt unbegreiflich, Wie ein ſtarker Waſſerguß; Luft und Erde uns er⸗ nährt, Wenn es Gottes Gunſt begehrt. 5. Danket nur dem großen Schöp⸗ fer Durch den wahren Menſchen⸗ Sohn, Der uns, wie ein freier Töpfer, Hat gemacht aus Erd und Thon: Groß von Rath und ſtark von That Iſt, der uns erhalten hat. Joach. Neander, g. 1610, ſt. 1680. Glaubens⸗Kraft wider alles Zagen. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich zu. Oder: Es ſpricht der Unweiſen. 1 40 Noch dennoch mußt du . drum nicht ganz In Traurigkeit verſinken; Gott wird den ſüßen Troſtes⸗Glanz Schon wieder laſſen blinken. Steh in Geduld, wart in der Still Und laß Gott machen, wie er will, Er kanns nicht böſe machen. 2. Iſt denn dieß unſer Erſtesmal, Daß wir betrübet werden? Was ha⸗ ben wir, als Angſt und Qual Bis⸗ her gehabt auf Erden? Wir ſind wohl mehr ſo hoch gekränkt, Und hat doch Gott uns drauf geſchenkt Ein Stündlein ſeiner Freuden. 3. Es iſt auch Gottes Meinung nicht, Wenn er das Unglück ſendet, Als ſollte drum ſein Angeſicht Ganz von uns ſein gewendet: Nein, ſon⸗ dern dieſes iſt ſein Rath, Daß, der 6 82 ſo ihn verlaſſen hat, Durchs Unglück wiederkehre.“ 4. Denn das iſt unſers Fleiſches Muth, wenn wir in Freuden leben, Daß wir dann unſerm höchſten Gut Am erſten Urlaub geben; Wir ſind von Erd und halten werth Viel⸗ mehr, was hier auf dieſer Erd, Als was im Himmel wohnet. 4 5. Drum fährt uns Gott durch unſern Sinn Und läßt uns Weh geſchehen. Er nimmt oft, was uns lieb, dahin, Damit wir aufwärts ſe⸗ hen Und uns zu ſeiner Güt und Macht, Die wir bisher nicht groß geacht, als Kinder wiederfinden. 6. Thun wir nun das, iſt er be⸗ reit, Uns wieder anzunehmen, Macht aus dem Leide lauter Freud Und Lachen aus dem Grämen, Und iſt ihm das gar ſchlechte Kunſt; Wen er umfängt mit Lieb und Gunſt, Dem iſt geſchwind geholfen. 7. Drum falle, du betrübtes Heer, In Demuth vor ihm nieder, Sprich: Herr, wir geben dir die Ehr, Ach, nimm uns Sünder wieder In deine Gnade, reiß die Laſt, Die du uns auferleget haſt, Hinweg, heil unſern Schaden. 8. Denn Gnade gehet doch für Recht, Zorn muß der Liebe weichen; Wenn wir erliegen, muß uns ſchlecht Gott ſein Erbarmen reichen. Dieß iſt die Hand, die uns erhält, Wo wir die laſſen, bricht und fällt All unſer Thun in Haufen. 9. Auf Gottes Liebe mußt du ſtehn Und dich nicht laſſen fällen, Wenn auch der Himmel wollt ver⸗ gehn Und alle Welt zerſchellen. Gott hat uns Gnade zugeſagt, Sein Wort iſt klar, wer ſich drauf wagt, Dem kann es nimmer fehlen. 10. So darfſt du auch an Kraft 3 keinen er iſts, der alle Dinge ſchafft? Wer theilt aus alle Gaen ſchafit thuts: und der iſt auch der Mann, Der Rath und Mittel finden kann, Wenn Jedermann verzaget. auch an ſeiner Zweifel haben. Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 11. Deucht dir die Hilf unmöglih ſein, So ſollſt du gleichwohl wiſſen Gott räumt uns dieſes nimmer eint Daß er ſich laß einſchließen In u ers Sinnes engen Stall, Sein 4 R11 ſ frei, thut überall Vielmehr, alb wir verſtehen. 12. Was iſt ſein ganzes werthe Reich, Als lauter Wunder⸗Sachen Er hilft und baut, wenn wir u gleich Deß gar kein Hoffnung mache Und das iſt ſeines Namens Ruhn Den du, wenn du ſein Heiligthut Willſt ſehen, ihm mußt geben. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 16 Gottes Mutter⸗Treue und ewig Verlobung mit uns. Mel. O Gott, du frommer Gott. 1 41 9 meine Seele auf! Wa 14π1. willſt du ganz erliegen Iſt keine Hilfe mehr, Iſt denn ic Rath zu kriegen? Was machſt d ſelber dir Für Unruh, Sorg umf Angſt? Was iſt es denn, daß d So gar am Trauern hangſt? 2. Laß ab und harr auf Gott, Da uns zwar oft betrübet, Jedoch den Tode auch Nicht gänzlich übergibeh Er hilft auch wiederum, Wenn verwundet hat. Der fromme marit Weiß Hilfe, Rath und Tha 3. Nicht kränke dich ſo ſehr, Dah * du mußt ſein geſcheiden Von all Luſt der Welt, Daß du ſollſt einſan meiden, Was dich zuvor ergößt Wenn auch durch Raub und Braßd Die Hüll und Fülle faſt Will ſchwin den aus der Hand. 4. Des Herren Gnad und Tal Erweiſt ſich alle Morgen Bei ſeinn Gläubigen; Auf ihn wirf deine So⸗ gen, Er hat dir einen Tiſch Im Segel Daß dir kein Oel in zugericht, Krug, Im Cad kein Mehl gebricht 5. Was willſt du dich um das, Was zeitlich iſt, viel grämen? Nichts bring du in die Welt, Nichts wirſt du mit die nehmen. Vergnügedich mit dem, Was Gott dir noch erhält, Was übrig aben wird Ihm billig heimgeſtellt. oh we,Aet ⸗ drer uiht Lef Rawi tt uſ. Sgwſtyenr oth Iß ha Prärilun Jo. Gwigkeit 1Ml er m arritden eind! M er W ant, Mi dere c⸗ Rt bom wche ſcan— Gmw ſt iüt mit r izn Enrttvatte De dochr ſer us Dadod udaufel to— l⸗ therzu giect mi der, 1 kn ten Ncas Bmterzigk— ht tdb dwmn U d ſi uu ſe⸗ n, dutim d d Vu in N — — 1 md ſl — — — —= ens —— —— —— — —— — — — dSacrm Fand! deſen 14 das leid icleit S— 1 —— — —— — — S — — L Gmm deteget Ger ji Prtade d het de— in cht Gät an dei, Nth Aot m ic en h⸗ dmin wme nd 1 1K Aauben; C s eden,Vt ſch er 7 4 8 tt iu u glechmah Ser ſ 1 i niets umn Sr eß einſchleßen Sim Stahen ſ fre. gen Stl, 8 . erſt enl Viama n du, am du ſein gi lſt ſeh mhm mußt a Mel. tt, du frommah 11 1 al eine Seele am. . d Willſt du ganza keine uiß mehr, Jim th zu mt en? Was m er dir Unruh, Sn gſt? Vinl ſt es dem, gar af Mn auern hangit 2. Laß uind harr auf e 3 zwar nnhetrübet, Jw auch mnnt gänzlich iie bilft Krin wiederum, I wundet mn Der from rit Wei at fe, Rath u 3. Nicht munke dich ſo ſeh mußt ſ an eſcheiden dm⸗ ſt der W ant daß du ſollti iden, A dich zuvot auch Raub me ille faſt Vili aumd. man Gnad u 4 de 4 ) — —— — — 1 De weiſt ſich äubigen a, Er ha gericht, ug, Im 5. Was tlich iſt, 1 in die W hmen. ott dir no rd Ihm dir Morgen di ie ihn wirf di⸗ kein d kein Mäln du dich um mi imen? Nitt ſtehen 19 m Dort in der ſchönſten Stadt, Die Kläts in ihrem Bau, Als Gald und epern Perlen hat. Vom Glauben und 6. Warum betrübſt du dich, Als wäreſt du verlaſſen, Als wollte Gott nicht mehr Dich ins Gedächtniß faſſen? Kein treues Mutter⸗Herz Ihr Kind je laſſen kann, Sie ſchaut es in der Noth Stets mit Erbarmen an. 7. Ja, laß es ſein, daß ſich Das Mutter⸗Herze wende, So bleibt er den⸗ noch treu, Er zeigt dir ſeine Hände, Darein du allbereit Tief eingezeichnet biſt, So daß in Ewigkeit Er deiner nicht vergißt. 8. Er hat ſich deiner Noth Ja herz⸗ lich angenommen, Er führt dich als ein Kind, Wenns will zum Fallen kom⸗ men; Er wirfet deine Sünd All hinter dich zurück, Auf daß er ewig dich Mit Wonn und Chren ſchmück. 9. Er hat ſich ſelbſt mit dir In Ewigkeit verlobet, Wie doch dawider auch Der Tod und Teufel tobet, Als denen du geſteckt, Zwar in dem Rachen ſchon Doch aus Barmherzigkeit Macht er dich los davon. 10. Er hat ſich durch ſein Blut, Durch ſeinen Tod und Wunden In Gnad und Grechtigkeit Genau mit dir verbunden: Er hat den Trau⸗ Ring ſelbſt Geſteckt an deine Hand Durchs Wort und Sacrament, O welch ein theures Pfand! 11. Da greif im Glauben zu, Nichts kann dir nunmehr ſchaden, Verlaß dich ſteif und feſt Auf dieſen Bund der Gnaden: Ob du was leiden mußt Noch in der Sterblichkeit, So währet ſolches doch Nur eine kleine Zeit. 12. Der Tag naht immer mehr, Da dich mit Jubiliren Dein Schatz und Bräutigam Zur Hochzeit heim wird führen, Wenn ſeine Braut, die Kirch, Auf einmal er zugleich Aus dieſer Dürf⸗ tigkeit Wird holen in ſein Reich. 13. Da erſt die Hochzeit recht Des Lammes wird angehen, Da werden wir vor Gott Mit Palmenzweigen ſtehen Und ſehn des Lammes Braut Vertrauen auf Gott. Die Gnaden⸗Tafel decken, Da werden wir die Frucht Des Lebens⸗Holzes chmecken Und trinken aus dem Strom, Der als Chryſtallen fließt, Davon der Seelen Durſt Des Lebens Kraft genießt. 15. Da wird nichts Anders ſein, Als ſteter Fried und Freude, Die unausſprechlich iſt; Da wird von keinem Leide Man Etwas wiſſen mehr; Angſt, Schmerzen, Kreuz und Pein Wird haben aufgehört; Da wird kein Tod mehr ſein. I 16. Da werden wir alsdann Auf unſre Kniee fallen Und mit den Aelteſten Dieß Dank⸗Lied laſſen ſchal⸗ len: Du, Herr, der Alles ſchafft, Der Alles ſieht und weiß, Biſt würdig, ewiglich Zu nehmen Chr und Preis. 117. Da wird der Engel Chor Ihr Amen dazu geben, Das ganze Him⸗ mels⸗Heer Auch ſeine Stimm erhe⸗ ben Und rufen: Lob und Preis Und Weisheit Dank und Ehr Und Kraft und Stärke ſei Dir, Gott, je mehr und mehr! 18. O Jeſu, Bräutigam Der chriſt⸗ lichen Gemeine! Wenn wird es doch geſchehn, Daß deiner Braut erſcheine Solche übergroße Luſt, Die ſo ge⸗ wünſchte Zeit? Ja, komm und führ uns bald Zu ſolcer Herrlichkeit. — Glaubens⸗Erweckung bei betrübten Seelen. Mel. Einen guten Kampf hab ich. * Fchwing dich auf zu 142. 5 deinem Gott, Du be⸗ trübte Seele! Warum liegſt du Gott zum Spott In der Schwermuths⸗ Hühle⸗ Merkſt du nicht des Satans liſt? Er will durch ſein Kämpfen Deinen Troſt, den Jeſus Chriſt Dir erworben, dämpfen. 2. Schüttle deinen Kopf und ſprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneuſt du deinen Stich, Machſt mir ) 1 *) In der Kirche werden nur die Verſe geſungen, welche mit Ziffern gezeichnet ſind. 6* 84 Angſt und Bange? Iſt dir doch der Kopf zerknickt, Und ich bin durchs Leiden Meines Heilands dir entrückt n den Saal der Freuden. (Wirfſt du mir mein Sündgen für: Wo hat Gott befohlen, Daß mein Urtheil über mir Ich bei dir ſoll holen? Wer hat dir die Macht geſchenkt, Andre zu verdammen? Der du ſelbſt doch liegſt verſenkt In den Höllen⸗Flammen?) 3. Hab ich was nicht recht gethan, Iſt mirs leid von Herzen; Da hingegen nehm ich an Chriſti Blut und Schmer⸗ zen. Denn das iſt die Ranzion Meiner Miſſethaten: Bring ich das vor Got⸗ tes Thron, Iſt mir wohl gerathen. (Chriſti Unſchuld iſt mein Ruhm, Sein Recht meine Krone, Sein Ver di —„. e Da ich frei ienſt mein Eigenthum, † inn wohne, Als in einem feſten Schloß, Das kein Feind kann fäl⸗ len, Brächt er gleich davor Ge⸗ ſchoß Und Gewalt der Höllen.) mich doch in meiner Noth Gott mit ſeiner Gnaden, Der Gott, der mir ſeinen Sohn Selbſt verehrt aus Liebe, Daß der ewge Spott und Hohn Mich dort nicht betrübe. 5. Schreie, tolle Welt, es ſei Mir Gott nicht gewogen: Es ſei lauter Täuſcherei Und im Grund erlogen. Wäre Gott mir gram und feind, Würd er ſeine Gaben, Die mein eigen wor⸗ den ſeind, Wohl behalten haben. 6. Denn was iſt im Himmels⸗ Zelt, Was im tiefen Meere, Was iſt Gutes in der Welt, Das mir nicht gut wäre? Wem denn brennt das Sternen⸗Licht? Wozu iſt gegeben Luft und Waſſer? Dient es nicht Mir und meinem Leben? (Wem wird denn das Erdreich naß Von dem Thau und Regen? Weme grünet Laub und Gras? Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. Weme füllt der Segen Berg und Thale, Feld und Wald? Wahrlich! mir zur Freude, Daß ich meinen Aufenthalt Hab und Lebensweide.) (Meine Seele lebt in mir Durch die ſüßen Lehren, So die Chriſtenmit Begier Alle Tage hören; Gott er⸗ öffnet früh und ſpat Meinem Geiſt 8 und Sinnen, Daß ſie ſeines Geiſtes Gnad In ſich ziehen können.) (Was ſind der Propheten Wor Und Apoſtel Schreiben? Als ein Licht am dunklen Ort, Fackeln, di vertreiben Meines Herzens Finſter niß, Und in Glaubens⸗Sachen Das Gewiſſen fein gewiß Und recht grundfeſt machen.) (Nun auf dieſen heilgen Grum Bau ich mein Gemüthe, Sehe, wieden Höllen⸗Hund Zwar dawider wüthe, Gleichwohl mußer laſſen ſtehn, Was Gott aufgerichtet; Aber ſchändlch muß vergehn, Waseerr ſelber dichtet, 7. Ich bin Gottes, Gott iſt mein, Wer iſt, der uns ſcheide? Dring das liebe Kreuz herein Mit dem bie tern Leide: Laß es dringen, kömm es doch Von geliebten Händen! Brich und kriegt geſchwind ein Loch, Wem es Gott will wenden. 8. Kinder, die der Vater ſol Ziehn zu allem Guten, Die gerathen ſelten wohl Ohne Zucht und Ruthen. Bin ich denn nun Gottes Kind, Warum will ich fliehen, Wenn er mich von meiner Sünd Auf was Guts will ziehen? 9. Es iſt herzlich gut gemeint Mi der Chriſten Plagen. Wer hier zeitlich wohl geweint, Darf nicht ewig klagen. Sondern hat vollkommne Luſt Dorut in Chriſti Garten,(Dem er einig recht bewußt), Endlich zu gewarten. 110. Gottes Kinder ſäen zwar Trau⸗ rig und mit Thränen; Aber endlich bringt das Jahr, Wornach ſie ſich ſeh⸗ nen; Denn es kömmt die Ernte⸗ Zeit, Da ſie Garben machen: Da wird all ihr Gram und Leid Lauter Freud und Lachen. 11. E;, ſo faß, o Chriſten⸗Herz Alle deine Schmerzen! Wirf ſie fröh 1 Laß des Troſtes Kerzen Dich entzünden mehr und großen Namen lich hinterwärts, mehr, Gib dem 1 1 3 Tins dät dar R vi li an„.lü Ho. — en int in den i er Aant, G. keäimſchen= im in l u üi. ach um paͤeden. dat ut R dimn a Md kr gein iin Am tantt h n a W Dw Km t nn Vrrun uc wadrſen. Hacm ur umne Tr Aei R hntt däm allez= er rnd tnusn 1ſt d, Ad dr n ſie M bid 1 Li 2— L= Lam 8 wird E zu ud mlvaden= ſi tt ni ds tra zu ſen ummi Odden. 1Ek det“ſt we dr= Dandal A e unn A nht ₰ en 1 th 3 A 4 41 nl te e df tpi he 1hi w in A ſe M n + K m ſ E gu cn Got d= dan m= d ” hij A f ewiſſe pin undfe chen. Nun im dieſen heilgeng au ich un Gemiͦ 1— len-s an Anuſes twalbldnd eichw ußer laſſenſta tt au aff htet; Aba ſ B ver aug Wazer ſeben N nnottes, Gotti iſt, da mus ſchedder iebe an herein Min Leide, Miz es dringn, ch Vo aunebten Händen riegt n vind ein Loc ott w a lenden. Kind mdie der Va izu c um Guten, Dieſe wohl 0 ne Zucht un ich ſm nun Gots m w anh fliehen, N von aun er Sünd Af will una? V Es iſt anlch gut geman hriſter arzen. Ven ſn gewei marf nicht ewi dern haumllkommne Aut riſti G um,(Dem eren ßt), E um zu gewarten Gotte meuder ſäen zwnt nd mi hänen; Abe tdas un Wornahhſeſt Dem n kömmt dert Da ſie an en machen. A ſr Gra un d Leid Laukei Lachen 4 Ei, 1 3, o Ghrila deine E nntzen! Liff dintern in Laß des n Die azünden n Git in guohe I wird helfen. Amen! Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Unverzagt im Unglück. Mel. In dich hab ich gehoffet. 1 43 gi unverzagt, o frommer .₰ Chriſt, Der du im Kreuz und Unglück biſt, Befiehl Gott deine Sachen. In Noth und Pein Vertrau allein Auf ihn, er wirds wohl machen. 2. Dein Unglück kommt nicht ohn⸗ gefhg Es rühret von dem Höchſten er, Der hat es ſo verſehen. Drum ſei nur ſtill Und was Gott will, Daß laß du nur geſchehen. 3. Sollt auch der Himmel fallen ein Und die Natur geändert ſein, So kann dich Gott nicht haſſen Und auch den Mann, Der ihm recht kann Vertrauen, nicht verlaſſen. 4. Zudem wir deine Traurigkeit Ja auch nicht währen allezeit: Gott wird dir Freude geben, Wo nicht allhie, Doch dort, da ſie Soll ewig ob dir ſchweben. 5. Hab immer einen Löwen⸗Muth, Vertraue Gott, es wird noch gut Auf alle Trübſal werden: Gott zie⸗ het dich Durchs Kreuz zu ſich Gen Himmel von der Erden. 6. Der liebe Gott iſt ſo getreu Und fromm daß er dir ſtehet bei, Wenn Unfall ſich erreget, Auch Jeder⸗ mann Mehr, als er kann Ertragen, nicht aufleget. 7. Es haben ja zu allerzeit Die Heiligen in Traurigkeit Und Kreuz oft müſſen ſchwitzen; Warum willſt du Denn immerzu Im Roſen⸗Garten ſiten: 8. Bet, hoff und trau auf deinen Gott In deinem Jammer, Angſt und Noth: Laß, wie er will, es gehen. Setz ihm kein Ziel, Iſt er im Spiel, Wirſt du noch Wunder ſehen. 9. Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt, Der du ein Gott des Troſtes heißt, Laß Alle Troſt empfinden, Die traurig ſein, Und hilf allein, Das Böſe überwinden. Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 1 Deines Gottes Preis und Ehr! Er Ablegung kränkender Sorgen, weil den Glänbigen Alles zum Beſten ient. Röm. 8, v. 28. Mel. Herr, nicht ſchicke deine. 14 4 Holl ich denn mich täg⸗ ₰: lich kränken Und aufs Künftige gedenken? Soll ich denn niemals mit Ruh Nachts die Augen ſchließen zu? Muß nur immer vor mir ſtehen, Wie mirs einſtens wird er⸗ gehen? Da doch durch mein Sorgen nicht Das Geringſt wird ausgericht. 2. Gott, der mich bisher erhalten, Höret noch nicht auf, zu walten, Oder ſollt er jetzt allein Deſſen müde wor⸗ den ſein? Ach, ſo laß die Sorgen bleiben, Gott allein es heimzuſchrei⸗ ben, Daß es, wie es ihm gefällt, Mir zu machen Eines gelt. 3. Er iſts, der allein verſtehet, Wenn mirs ſo und ſo ergehet, Ob das⸗ ſelbe nütz und gut, Oder ob mirs Schaden thut: Da ſonſt wir in un⸗ ſern Lüſten Uns nicht zu entſchlie⸗ ßen wüßten, Oefters wählen unge⸗ fähr, Was uns nur hochſchädlich wär. 4. Soll ich denn ſtets niedrig leben Und nur an der Erde kleben, Daß, wenn ich zur Ruh mich leg, Niemand von mir wiſſen mög; Soll mich ſolches gar nicht kränken, Son⸗ dern ich will das bedenken, Daß ich vieler Sorgen frei Und des Falles ſicher ſei. 5. Dennoch will ich auch nicht flie⸗ hen, Wo er wollte ſelbſten ſiehen Mich herfür aus niedrem Staub, Weil ich ſolches ſicher glaub, Es lieg nur an ſeinen Gaben, Die wir denn gewiß auch haben, Wenn wir ſeinem. Wink allein Im Beruf gehorſam ſein. 6. Will die Armuth meiner Hüt⸗ ten Er mit Segen überſchütten Und mit Gütern dieſer Welt, Sei es ihm auch heimgeſtellt. Ich will ihm für ſolches danken Und nur beten, nicht zu wanken, Daß nicht, wie ſonſt Viel gethan, Ich das Herz auch hänge dran. 86 Vom 7. Iſt mir Armuth denn beſchieden, Bin auch damit zufried ieden, Weil mir dieſes himmelfeſt, Daß er mich drum nicht verläßt. Ich will doch ihm freudig ſingen Und mein täglich V Opfer bringen, Bis nach dieſer ar⸗ men Zeit Folgt die reiche Ewigkeit. 8. Wird Geſundheit mir gegeben, Glauben und pflegt Doch Vertrauen auf Gott. Ja ſelig und doch meiſtens wunder c. Wie k önnteſt du es böſe m uns meinen, Da deine Treu ni kann verleugnen ſich? D Die Wege ſit d oft krumm und doch gerad Dara du läßt die Kinder zu dir gehn: d d es wun nderſeltſam auszuſ ehn triumphirt zuletzt dein hohg Soll dieſelb in meinem Leben Dazu Rath. 4 dienen, daß ich mehr Fördern könne 2. Dein Geiſt hät ngt nie an ment ſeine Chre, Daß ich müßig nicht lichen Ge eſetzen„So die Ve ernun vergrabe, Was ich drum empfangen und gute Meinung ſtellt. Den Iwe habe, Damit ich es brauch dahin, fas Knoten kann dein Sch wert ver⸗ Wozu ich berufen bin. letzen Und lof ſen auf, nachdem 9. Soll ich aber Krankheit leiden, gefällt. Du reißeſt wohl die Will 5 dennoch auch mi t Freuden, ſten Band entzwei; Was ſich ent Weil mir ſeine Treu deinne„Aus genſetzt, muß ſinken hin; En W des Höchſten Liebes⸗ and d lche Bricht oft den allerſtärkſten Sinn. Züchtigung ann huten d m Dann geht dein Fuß au ich duns nicht unme äßig g grämen, herbe Arzenei Meinem Z von⸗ nöthe ſei. lch Umwege fre ze⸗ nen Haus s verkn nü tpff ſt in 10. Soll ich viele Jahre zählen Und alſo mich lange quälen, So ge⸗ ſcheh des Herren Will, Dem ich auch S gern halte ſtill. Er wird doch Ge⸗ nade geben, Daß in dieſem Trauer Leben Je zuweilen komm ein Tag, Der mich noch erfreuen mag. 4 11. Bin ich aber bald vorüber, Iſt mir ſolches deſto lieber, Daß ich denn von Sünden frei Und Stande ſei, Wo ich meinem Gott in allen Stücken möge wohl ggefallen, So hier nicht geſchehen kann, Weil die Sünd mir hänget an. 12. Alſo bleibts Gott heimgewie⸗ ſen Und ſein tbeurer Nam geprie⸗ ſe n, Was er auch in ſeinem Rath Ueber mich beſchloſſen hat⸗ Ich will Anders nicht mehr lachte. Sondern dieſes nur betrachten, Daß den Sei⸗ nen zum Beſchluß Endlich Alles frommen muß. D. P.: Tiefe der verborgenen Wege Gottes. In eigener Melodie, 145. 9* lfüheſte dul lig Herr, & J. Spener, g. 1635, ſt. 1705. doch recht die Deinen, in ſolchem und ſeli aus d Niemand wil dieß Himmel an ſaer läßt du ſtehen Un S ſpeiſe eſt utt nen Augen; G Ir oßer ſrel. 3. Was unſre Klugheit will zu ſammenfügen, Theilt dein Verſtan in Oſt⸗ Weſten aus; Was Mm cher unter Joch und Laſt will biegen Setzt deine Hand frei an der Sta Die Welt zerre iſt, un Idd a Kraft; Sie bricht, d und bauſt; ſie baut, du reißeſt ein Glanz muß dir ein dunkler Scha ten ſein; Dein Geiſt bei Todta Kraft und Leben ſchafft. 4. Will die Vernunft was ig preiſen, deinem B. fromn So haſt Dus ſchon uch gethan; Wem abe Zeugniß weiſen, Du in der Still ſelbt Den Tiſch der Phar⸗ Den führſt den Sündern, ſprichſt weiß, was öfters bleſ Abſicht ſei⸗ Wer kann der tiefſten Weisheit d. grund ſehen? 5. Was Alles iſt, gilt nichts in der — Was nichts iſt da du, Herr, recht lieb: Der Worte Pracht un nd Ruhm mag dir Nichts frei. We taugen, Du gibſt die Kraft und Nachdruck durch den Trieb. De beſten Werke bringen dir kein Lob. Sie ſind verſteckt, der Blinde geht vorbei; Wer Augen hat, ſieht ſie, doh bee im A nit 4 3 4 en a rr m Wöt de, vie wohl d mn d* bdeit. 6 1 tn neln nit. Bum zn ne K u à he zihum dur 1 Ih f. inä M 1 arem f. 1 dunn 1 an ben du u ul en nunrian Bad f du te m uirüt. 6 d em nrt uir ad de utt m e an u. Aein fin n Knn b n. 4E ri ee Tr upn bim— enn di gim Ha i hh An dün 3 Aei mitwiten em. § Akri, Nrrr,) 8 rde dd 9 er am harind. 12 r d ſ wrr e Strn SAh de nſtdate dind, 1 4 reer Am xirf du 1 1 iti mägnſe Bru 8 bei net Nut 2 bem un de ARt u R gi i 1 3 4 S. 4 8 8 dre ue 1 6. nt de ch uth. 2. Dei Miſt ha 1 nderſel a im 6 tr n hir i d. un ge iein Fuß u Wa u ſre Klugheitn menfü uß Theilt dein eſt- ur M geſten aus. Ne unter annh und Laſtwil tt dein nand frei mi Haus te Welt zerriſß nüpfſt mitraft; Sie i ſt; ſie un, du reifeta inz m ſor ein dunte ſein;* ein Geiſt bi fft und auten ſchaftt. . Wil us Vernunft vuf ſelig eam n, So haſtde deine Much gethan; Ua mand un dieß Zeugmit n füht tha in der oil nmel«i nn den Aiſh R läßt auehen Und ſeit Sünd auſprichſt ſie fi ß, wa ni ers deine Ait er kann uf tiefſten Weint nd ſeheh . Was alt itt git nißt Auge i p as nihts ßer He n wecht lieb; N acht m t mahm mag d gen,„inl ibſt die Kn druk t den Si ten We ringen di in ſind ck, da h 7 ſoßtſn bei: A in gen lat ſitt — nie ſo frei; Die Sachen ſind zu klar, der Sinn zu grob. 6. O Herrſcher, ſei von uns gebe⸗ nedeiet, Der du uns tödteſt und le⸗ bendig machſt! Wenn uns dein Geiſt der Weisheit Schatz verleihet, So ſehn wir erſt, wie wohl du für uns wachſt. Die Weisheit ſpielt bei uns, wir ſpielen mit; Bei uns zu wohnen, iſt dir lauter Luſt, Die re⸗ get ſich in deiner Vater⸗Bruſt Und gängelt uns mit zartem Kinder⸗ Schritt. 7. Bald ſcheinſt du uns zwar harte anzugreifen, Bald fähreſt du mit uns ganz ſäuberlich. Geſchiehts, daß unſer Sinn pflegt auszuſchwei⸗ fen, So weiſt die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir denn mit blöden Augen hin, Du küſſeſt uns, wir ſagen Beſſrung zu; Drauf ſchenkt dein Geiſt dem Herzen wie⸗ der Ruh Und hält im Zaum den ausgeſchweiften Sinn. 8. Du kennſt, o Vater, wohl das ſchwache Weſen, Die Ohnmacht und der Sinnen Unverſtand. Man kann uns faſt an unſrer Stirn ableſen, Wie es um ſchwache Kinder ſei be⸗ wandt; Drum greiffſt du zu und hältſt und trägeſt ſie, Brauchſt Va⸗ ter⸗Recht und zeigeſt Mutter⸗Treu; Wo Niemand meint, daß Etwas deine ſei, Da hegſt du ſelbſt dein Schäfchen je und je. 9. Alſo gehſt du nicht die ge⸗ meinen Wege, Dein Fuß wird ſel⸗ ten öffentlich geſehn, Damit du ſehſt, was ſich im Herze rege, Wenn du in Dunkelheit mit uns willſt gehn. Das Widerſpiel legſt du vor Augen dar Von dem, was du in deinem Sinne haſt. Wer meint, er hab den Vorſatz recht gefaßt, Der wird am End ein Andres oft gewahr. 10. O Auge, das nicht Trug, noch Heucheln leidet, Gib mir der Klug⸗ heit ſcharfen Unterſcheid, Dadurch Natur von Gnade wird entſcheidet, Das eigne Licht von deiner Heiter⸗ keit! Laß doch mein Herz dich nie⸗ Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. mals meiſtern nicht, Brich ganz ent⸗ zwei den Willen, der ſich liebt; Er⸗ weck die Luſt, die ſich nur dir er⸗ gibt Und tadelt nie dein heimliches Gericht. 11. Will etwa die Vernunft dir widerſprechen Und ſchüttelt ihren Kopf zu deinem Weg, So wollſt du die Befeſtgung niederbrechen, Daß ihre Höh ſich nur bei Zeiten leg. Kein fremdes Feuer ſich bei mir an⸗ zünd, Das ich vor dich in Thorheit bringen möcht Und dir wohl gar ſo zu gefallen dächt! Ach, ſelig, der dein Licht ergreift und findt! 12. So ziehe mich denn recht nach deinem Willen Und trag und heb und führ dein armes Kind. Dein innres Zeugniß ſoll den Zwei⸗ fel ſtillen, Dein Geiſt die Furcht und Liſte überwind. Du biſt mein Alles; denn dein Sohn iſt mein. Dein Geiſt rührt ſich ganz kräftiglich in mir, Ich brenne nur nach dir in Liebs⸗Begier: Wie oft erquickt mich deiner Klarheit Schein! 13. Drum muß die Kreatur mir immer dienen, Kein Engel ſchämt nun der Gemeinſchaft ſich; Die Geiſter, die vor dir vollendet grü⸗ nen, Sind meine Brüder und er⸗ warten mich. Wie oft erquicket mei⸗ men Geiſt ein Herz, Das dich und mich und alle Chriſten liebt! Iſts möglich, daß mich Etwas noch be⸗ trübt? Komm, Freuden⸗Quell! Weich ewig, aller Schmerz! M. G. Arnold, g. 1665, ſt. 1714. Matt. 6, v. 25— 33. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 146 Helit ich meinem Gott * nicht trauen, Der mich liebt ſo väterlich, Der ſo herzlich ſorgt für mich? Sollt ich auf den Fels nicht bauen, Der mir ewig bleibet feſt, Der die Seinen nicht verläßt?. 2. Er weiß Alles, was mich drücket, v den G nd 33 Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 1 3mt f. 8— 9 4 1. Sid 49 3— 7 2 AAA Nhan 16 a 9.* ls 4 kannſt haben, Wenn viel Unglütdh be Mein Anliegen, meine Noth, Er ka dich traben a mi n xiget di bis Tod, Er weiß, um dich tre 6s. Pales ald ee i en ſteht mir bei bis zum 3 f Gott, wenn böſeeuf Gett zu erquicket, Seine Lieb 5. Trau auf Dh ult alf Oon f was mein Herz erg dem Lande umherſchle dn Thn dan. d Vater⸗Treu Bleibt mir jetzt und Seuchen In dem Lande er in aum in un nJ t. Und Naeerſe chen; Denn er kann dich ſo bedecken, 1 8 Wewärigteit 1. eii Der die Vögel all ernähret, Daß dich keine darf mmien i deit bit at. r Der die Blumen, Laub und Gras 6. Trau auf Gott in Kriegs ais bria lnd dm — 1 7 r le e t Kleidet ſchön ohn Unterlaß, Der uns ahren; Denn er weiß er ich n 1 dönpfe. öst imn alles Gut be eſcheret, Sollte der ver⸗ wahren, Er kann machen, daß A n at a Ru buuen. 3 V„Werden deine beſten Freu d Kaaa oh, n laſſen mich? Nein, ich trau ihm Feinde e z Lruiräe Aoth, 2 ſicherlich. 7. Trau auf Gott in Hungen u n de lüßt 2. 4 Wenn nach ſeinem Rei ch ich Nöth en, 2 Dann wird d dich. tein da Hum. 9 4 d du dch b 2 8 Ip trachte, Wenn ich durch Gerecheigkeit ger tödten; Wächſet gleich kein Kon 4 4 ſadun 4 Finde meine Himmels⸗Freud, Wenn auf Erden, Dann wird Brodt au ich Geld und Gut ver rach te. Segnet Steinen werden. 3 s utt t 1 Wort 8. Trau auf Gott bei dürr dm iſ Gott mich früh und ſpat, Wort un S. Trau au vom Himm dürdn n Werke, Rath und That. geiten Denn er wird vom 8 unn iem a Ru lichr 5. Ei, ſo bleib der and dr e 4 Nor— leiten Selnes Segens Stro m M rrt en en. WMdctä gut zu ₰ 1 gen! Das, was moch zukünf 1 8 iſt, Quellen Die dein Herz zufrieden In. nef i d ☛ 44 5 91 8„ ſt ſtellen. Irrt mich nicht: ch bin ein C dehe ſtel Mnff ih iin und Ich laß meinen Gott verſe rge Al⸗ 9. Trau auf Gott, wenn Feuerz les, weil doch aller Zeit Ihre 1 ſcon bereit. 3. Gott ſei Lob, der mie herfreuet, Daß ich glaube fef eigiche Gott, mein Vater, ſorgt für mich, Der mir die⸗ ſen Troſt erneuet, Gott liebet mich, ewiglich. R. Daß ich weiß, Gott verſorgt mich J. Olearius, g. 1635, ſt. 1711. V. Vertrauen in allen Nöthen. Der 27. Pſalm 147. Tra Sachen, traurig machen. Trau auf Gott in allen Dingen, Die dir zu dem Her⸗ zen dringen. 2. Trau auf Gott in Seelen⸗ Plagen, Wenn dich deine Sünden nagen; Denn Gott iſt in ſolchen Sehmnerzen Ein recht Pflaſter für die Herz zen. 3. Trau auf Gott, wenn Tod und Hölle, Wenn der Teufel iſt zur Stelle Und dir vom Verdam⸗ men ſaget: Gott iſt, der ihn als⸗ bald jaget. 4. orge I machen: rau auf Gott in allen D Die dich jetzo Trau auf Gott im böſen Glücke; Denn Gott iſt dir eine Brücke, Drauf du ſichern Stand 148. U Flammen ſammen: dich Schlagen über 1 Engel ſchützt t R Gottes —— — Frommen, Die in Feuers⸗Noth kom men. 10. Trau auf Gott, wenns ſtürm und ſchneiet, Wenn die Donne Wolke ſchreiet, Wenn dich trifft dr böſe Wetter; dein Retter. 11. Trau auf Gott in allen Se⸗ chen; Denn er kann den Ausſchlag Trau auf Gott in allen Dann wirſt du ein Dank ſingen. M. Ju Denn Gott iſt allen 82 dingen, lied ſt. Sieber, g. 1628, ſt. 1635 Unverzagt im Unglück. Mel. Auf meinen lieben Gott. erzage nicht, o Chritt Der du im Ungl lück biſt Vielmehr wirf dein Anliegen Auf Golt ſo kannſt du ſiegen. Auf Got iſt gut zu trauen Und gut auf ihn zu bauen. nehr 2. Wenn Menſchen⸗„Hilf und Rath w Kein Hilf hat in der? Gott Rath den Sachen Und Alles du V That, So weiß zu machen. Auf Gott iſt t gut zu trauell Und gut auf ihn zu bauen. Pan Wn Get in d a tWwda file uf( 1 au ummlu a auf ber *Nuringers Not,— bun W dadt, So dn ſen un C vil nm ehum Mi i gut z1— un ai u dauen. 1 in für dil 5 und ſich Hat. 3 n Phenüc— 1 daes 44= dum dauen. 1 eff n aller— 4 d Alin 8= ect en i; 4„* ¹ f e nät Un 1taf — — in zub 9 5. T auf G uchen F t, n —f— e darf anf— b. Trz nuif Gott uth mu hen, tödte 2 Erden nen A uf Gott b en, T m. er wird von; „Se am Segens Stn len, ß den za Tran m b nmen 3 yl nen: a9 tes Gnallſti nmen 7 ne in Faursſ nen. Fächſet gliht 1 elch leh. ann wird N aun. td R 1 m f Gott, wenn n Wenn de an Wenn dih i ann Denn Gatti a .Aammuf Gott in al .De ur kann den m hen; u auf Got i igen, un n wirſt du a ſinge r aatt iſt. Sieber,„.h anagt im Unglt 18 zage nict, 1 . der du inluut in dein Anlim tt, ſo at du ſegen. gut zu am en Und gt⸗ bauen Wer Amenſchen Hi 3 n Hilf nn n der dhn, 5 tt Rat as Sachen Und nachen* Got itgit d gut iin hn zu haun. del. ul meinen lieben Gt 3. Sind deine Schmerzen groß, 3 So Puchet 3 dich 1os, Verüänder dem i alles Leiden Und zeiget dir die Freu⸗ † bnn den, Daß gut auf Gott zu trauen Und gut auf ihn zu bauen. 4. In Widerwärtigkeit Iſt Gott von dir nicht weit; Er hilft dir, treulich kämpfen Und deine Feinde dämpfen. Auf Gott iſt gut zu trauen Und gut auf ihn zu bauen. 5. Je größer iſt die Noth, Je näher ih ia tritt dir Gott Und läßt zu allen Zeiten Die Engel dich begleiten. Auf Gott iſt gut zu trauen Und gut auf ihn zu bauen. 6. Haſt du gleich Haß und Streit In dieſer böſen Zeit Und mußt dich laſſen plagen, Sollſt du nicht drum verzagen. Auf Gott iſt gut zu trauen Und gut auf ihn zu bauen. 7. Betrifft dich Hohn und Spott, Vertrau allein auf Gott, Der kann das Leiden ſtillen und dich mit Freuden füllen. Auf Gott iſt gut zu trauen Und gut auf ihn zu bauen. 8. Biſt du in Hungers⸗Noth, Haſi kaum das liebe Brodt, So laß den Höchſten walten, Er will dich wohl erhalten. Auf Gott iſt gut zu trauen Und gut auf ihn zu bauen. 9. Es ſorget der für dich Und denket dein, der ſich Hat jederzeit der Frommen Herztreulich angenom⸗ men. Auf Gott iſt gut zu trauen Und gut auf ihn zu hauen. 10. Wer iſt, der früh und ſpat Auf Gott gehoffet hat, Der doch in 5 viel Jahren Nicht in der That er⸗ fahren, Daß gut auf Gott zu trauen Und feſt auf ihn zu bauen. 11. Drum hoff in aller Pein Stets und auf Gott allein, Der weiß von allem Böſen Dich mächtig zu erlö⸗ ſen. Auf Gott iſt zut zu trauen Und gut auf ihn zu bauen.. 12. Gott Vater, Sohn und Geiſt, Der du am beſten weißt, Aus aller Noth zu führen, Laß Jedermann verſpüren, Daß gut auf dich zu trauen Und feſt nuſ dich zu bauen. Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. Vorigen Inhalts. Matth. 6, v. 25— 33. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. 1 49 Perzage nicht, o frommer * X Chriſt, Der du von Gott erſchaffen biſt, Obgleich die Zeit iſt ſchwere; Vertrau du deinem lieben Gott, Er iſts, der dich ernähre. 2. Hat er dir doch zu ſeiner Zeit Im Augenblick dein Seel und Leib, Auch das natürlich Leben Ohn all dein Müh, Sorg und Arbeit Im Mutter⸗Leib gegeben. 3. Dennoch nährt Gott die Vö⸗ elein, Die für ſich ſelbſt Nichts humaln ein Und in den Lüften ſchweben. Sie ſäen nicht, ſie ernten nicht, Doch friſt ihn Gott das Leben. 4. Was ſind die klein Wald⸗Vö⸗ gelein, Die uns zu Gut erſchaffen ſein? Sind wir doch gar viel beſſer; Wie ſollte Gott vergeſſen dein, Weil du dich ihm verläſſeſt? 5. Sieh an die ſchönen Blümlein zart Im weiten Feld, an allem Ort Wachſen aus Staub und Erden, Die doch ſo bald in kurzer Fahrt Zunichte müſſen werden.. 6. Ob ſie ſchon ſind dahin gericht, Daß ſie nähen und ſpinnen nicht, Doch ſchmückt ſie Gott gar ſchöne, So zart, daß ihnen Nichts gebricht An Tugend, Kraft und Zierde. 7. Weil Gott kleidet das grüne Gras Und ziert es ſchön über die Maß, Das doch gar bald verdorret; Wie vielmehr wird Gott uns das thun, Dieweil er für uns ſorget? 8. Wie ein Vater für ſeinen Sohn, Alſo wird Gott uns reichlich thun, Wie uns Chriſtus thut ſagen. Drum ſeid getroſt, ſpricht Gottes Sohn, Und laßt die Heiden zagen. 9. Wer iſt, der ſeiner Läng Ein Ell, Ob er gleich hätt drum große Qual, Mit Sorgen kann zuſetzen? Ob er gleich leidt groß Ungemach Und kümmert ſich im Herzen? 3 10. Laß fahren, was nicht blei⸗ ben will, Denn Gott, der Herr, nach ſeinem Ziel Hat allbereits gemeſſen Dein Theil und wird dirs geben wohl, Er wird dein nicht vergeſſen. 11. Sprich nicht in Mangel und in Noth: Wo werden wir denn neh⸗ men Brodt, Daß wir nicht Hunger leiden? Wir haben gar ein klein Vorrath, Womit ſolln wir uns kleiden? 12. Denr dein, Der für allein, Weiß wohl, fen. Sieh nur, daß du die dein im Glaubn auf ihn werfen. 13. Such erſt ſein Reich Grechtigkeit Und ſei in bereit, Jleißig in allen Din igen. So werden dir zur rechten Zeit All Sachen wohl gelingen. 14, Wanns ſich anließ, als wollte m 1 Noth, Mangel, dazu Ungluc uns trägt die Sorg was wir bedür⸗ Sorgen „† mit Haufen kommen, Glaub, es wird ſein dein Irommen. 15. Wirſt du nun alle Noth Im Leben dein bis in den Tod Nach Gottes Willn recht tra⸗ gen, Kommt Zeit, kommt Rath; der treue Gott Wird dich nicht laſſn verzagen. 16. Hilf, Helfer, hilf aus aller Noth, Beſcher uns auch das täglich Brodt, Hilf allen gläubgen Leuten, Die jetzo L Leiden Angſt und Noth In dieſen ſchweren Zeiten. 17. Verl laß uns nicht, Herr Jeſu Chriſt: Weil du auch arm geweſen biſt tinn in Kummer ſo ſchwere, So hilf uns auch zu jeder Friſt, An Leib und Seel ernähre. 18. Du gibſt allhier auf dieſer Welt Einn Jeden nicht viel Gut W Geld, Du weißt die rechten Ma⸗ ßen; Jedoch wirſt du, wenn dirs gefällt, In keiner Noth uns laſſen. 19. Denn Geld und Gut nicht allezeit In Noth, Angſt und Ge⸗ ahrlicteit Den Menſchen kann er⸗ freuen; Vielmehr an gutm Gewiſ⸗ Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. Denn der himmliſche Vater mögſt Hilf uns endlich und dem allz geit deine werden mich, den die gebracht, ſen leit, erneuen. 20. Ein gut Gewiſſn nimmt mu l mit ſich, Das glaubt ein Chriſt gm ſicherlich, Wenn man ſcheidet m hinnen. Sonſt bleibt Nlles hinte ſich, Wenn wir das recht beſimm 21. Sapum ball immer feſt u Gott, Es ſei ſo groß, als woll, No th, Laß de nichts Liebers n den. Wer Gott vertraut, ſich gnun läßt, Der Reichſte iſt auf Erden. 22. Wenn uns nun naht jerzu der Tod, So tröſt du zns, o Hent Gott, Um deines Sohnes Nama aus aller NM Durch Jeſum Chriſtum! Amen! Nic. Hermann, ſt. 1n Der 25. Pſalm. Ach, lieben Chriſten, ſeid. Mel. 1 50. Non allen Menf ſchen d gen wandt, Zu dir a Angſt und auch Himmel So laß dichs nicht erf ſchrecken nun, loben, O Herr, hab ich m Herz und Hand In meiner NM erhoben: Mein Gott, ich hoff aln auf dich, Laß nicht zu Schauk Daß ſich die Fenn 2. Denn Keiner wird beſ chäm ſtehn Von denen, die dir traueg n, I deiner Hut ſie ſicher gehn, Die au dich feſte bauen: Zu Schanden tver Die deine Lang nicht freuen. muth, Güt und Macht Aus Ueber muth verachten. 3. Herr, zeige mir ja deine Mai Und deine Recht mich lehre; 4 mich auf deiner Wahrheit Steg, d A biſt mein Ruhm und Chre, Min Heil und Troſt, mein Schutz und Rath auf deine Rettung, Hilf un Gnad Wart ich nun alle Tage. i —4. Gedenke der Barmherzigkeit Die mir dein Herz zuſaget, Um wende von mir alles Leid, mich im Herzen naget! Zeuch deine Treu dir zu Gemüth wunderbare Güt, her währet. 5. Gedenke doch hinfort nit Die von der Bdh Solchs kann den Maw Und dein V rin— nan ar 24 m iw hn unn dr ag utmeh 1 W ina De ſrat u kerm zrn⸗ e Wmfein lden un? 4. 2 de an rln duten dnt ue dm nd dul= 4 ar nan gnhe Schuh denes Arvenö ri 8 Knw imn R 1 Mann Su A R u Gett— i ni derlaſſe 6 di in nt miͤde Hant— d am ube nden Lan hn n ſum emen. mn etn 1 * — — gädiges 1 dij und 11 dsu dan mut und 1”.. u nich aus— u ſehe 3 e meinen m dee S nen und, I 1 ahan die ih 1 2 o,–‧ 20. nn t ſic: ut Geviſ verlie Jenn — — — — — — — SS — — — — — — —₰. —— 5 = — — — Sot 3 trͤſt d t, un Senn e 3 dlich aus A ech d al Chrimm d Nie. Hemm, b*& 25. Pfaln Me u) lieben Ehritn 0(fn allen Mad n gewandt, zei mnel umn O Her, hc 3 un tand In nun ben: in Geott ih dich iß nicht zu 8 den iin Daß ſih d t frei un .De m einer widd k n Vo nen, die dir ha der Heitz ſicher gehn, feſte ad n: Zu Schar die Act, Die den h, Caund Macht Awt h ver nmn. „Her z wige mir ja d - dei wecht mich le ) auf auter Wahrhet e⸗ men ℳahm und En und ſt, mein et h au s hie Rettung, ſ ad Waumh nun all dh . Ge enn der Banti mir ut Herj zuſut ü de unmwir dh A. him um naget ſa⸗ u dir Gemut) 4 dderba ut, Die vun d währt Ge int doch we s gla a. Su glaubt encn aber mein allzeit Nach deiner großen Güttigkeit Und väterlichen Liebe. mehr an meiner Jugend Sünde und das ich dich erzürnt ſo ſehr, Wie ich es nun empfinde: Gedenke 6. Der Herr iſt gnädig, fromm und gut, Den Sünder zu berichten, Der elend iſt und Buße thut Ohn Heuchlerſchein und Dichten: Er lehrt ihn ſeinen Willen rein Und ſchreibt ihm den ins Herz hinein, Den rech⸗ ten Weg zu wandeln. 7. Des Herren Weg iſt lauter Treu Und Wahrheit Jung und Al⸗ ten, Wenn ſie ihn lieben und dabei Sein Zeugniß willig halten. O Herr, durch deine Gnad und Huld Ver⸗ zeih mir meine große Schuld, Um deines Namens willen! 8. Wer in des Herren Furcht ſich hält, Der geht die beſten Straßen: Wer gerne thut, was Gott gefällt, Den wird er nicht verlaſſen; Er ſegnet ihn mit milder Hand, Daß er kann wohnen in dem Land Und giebt das ſeinem Samen. 9. Wer ſtets Gott fürchtet, liebt und ehrt, Soll ſein Geheimniß wiſ⸗ ſen; Den Gnaden⸗Bund wird er ge⸗ lehrt, Kann reichen Troſt genießen. Ich ſehe allzeit Herr, zu dir, Daß du bald meine Füße mir Wirſt aus dem Netze ziehen. 1 10. Ach Gott, dein Antlitz zu mir kehr Durch gnädiges Erbar⸗ men, Und ſchicke Hilf und Rettung her Mir Einſamen und Armen; Meines Herzens Angſt iſt groß und viel, Davon mach nun ein End und Ziel, Für mich aus meinen Nöthen. 11. Herr, ſiehe meinen Jammer an, Mein Elend, Sorg und Plage; Vergieb die Sünd, die ich gethan, nd täglich noch beklage: Schau meiner Feinde große Zahl, Wie ſie ohn Urſach allzumal Mich nur aus Frevel haſſen. b 12. Ich trau auf dich, Herr, mich bewahr, Laß mich zu Spott nicht Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. werden: Laß ſchlecht und recht mich immerdar Behüten hier auf Erden. Dein warte ich und bitt, o Gott, Wollſt Iſrael aus aller Noth Ge⸗ waltiglich erlöſen! A. Cnophius, um 1530. Unabläßiges Vertrauen auf Gott. Mel. Helft mir Gottes Güte preiſen. Oder: O Gott, ich thu dir. on Gott will ich nicht 151. D laſſen; Den er läßt nicht von mir, Führt mich auf rechter Straßen, Da ich ging in der Irr. Er reicht mir ſeine Hand; Den Abend als den Morgen thut er mich wohl verſorgen, Sei, wo ich woll, im Land. 2. Wenn lih der Menſchen Hulde Und Wohlthat all verkehrt, So findt ſich Gott gar balde, Sein Macht und Gnad bewährt, Er hilft aus aller Noth, Rettet von Sünd und Schanden, Von Ketten und von Banden, Wenns auch gleich wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner ſchweren Zeit: Es kann mich nicht gereuen, Er wendet alles Leid; Ihm ſei es heimgeſtellt; Mein Leib, mein Seel, mein Leben Sei Gott, dem Herrn, ergeben: Er ſchaffs, wies ihm gefällt. 4. Es kann ihm Nichts gefallen, Denn was mir nützlich iſt; Er meints gut mit uns Allen, Schenkt uns den Herren Chriſt, Sein aller⸗ liebſten Sohn; Durch ihn er uns beſcheeret, Was Leib und Seel er⸗ nähret: Lobt ihn ins Himmels Thron! 5. Lobt ihn mit Herz und Mun⸗ de, Da er uns Beides ſchenkt. Das iſt ein ſelge Stunde, Darin man ſein gedenkt; Sonſt verdirbt alle Zeit, Die wir zubringen auf Erden; Wir ſollen ſelig werden Und bleibn in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt verge⸗ het, Mit ihrem Stolz und Pracht, ] dun Gkal 9² Vom Gla uben und Vertrauen auf Gott. Wedr Ehr noch Gut beſtehet, Das Pein, Soll llt ich Drun verzagen? Da atim 9mn. vor ward groß geacht. Wir werden es ſchick, der wird es wenden, 3 tdlin 8 4 ⁴— SNJOG Di auch dem Tod Tief in die Erd be⸗ weiß wohl, Wie, er ſoll All man ans 39.G 1 graben: Wenn wir geſchlafen haben, Unglück enden. se Nt denitſt 1 Will uns erwecken Gott. 5. Gott hat mich bei guten d. ſo n herx, h 7. Die Seel bleibt unverloren, gen Oft ergötzt; Sollt ich jetzt Au l0 ee 2 ANS 8 1 1 A Geführt in Abrams Schooß, Der nicht Etwas tragen? Fromm fui Iu m Leib wird neu georen⸗ Von allen Gott und ſchärft mit Maßen Shs aat än e Sünden los„Ganz heili ig, rein und Gericht, Rcha mich nicht Ganz A u M A! Uon 14 B zärt, Ein Kind und Erb des Her⸗ gar verlaſſen. aidtt trin Wo ir ₰ ren: Daraht be duns nicht irren 6. Satan, Welt und ihre N 4 ut i f Sas der 8. Banlan odb ich h ſchon dulde als meiner mihtn Laß. ſie er bend Hier Wider wärtigkeit, Wie ich auch ten, laß ſie lachen: Gott, Ta— Wrt. M ſeiſt v ⁸₰ d mt doe, e 3n wohl verf ſchulde, Kommt doch die Heil, Wird in Eil Sie zu Scha na k it ut dur nicht. Ewigkeit, Iſt aller Freude voll; machen. zind. d edſcjen Und ſe— 39 Ende Dieweil 10 Dieſele ohn einges Fnde⸗ Dieweil 7. Unverzagt und ohne Grun wuu ſn uü d*4 ich Chriſtum kenne, M widerfah⸗ en ſoll. Soll ein Chriſt, Wo er iſt, Stet der Tem rmn dines a re 37 M h 9 3 4 9. Das iſt des Vaters 8 8 Will e, laſſ en ſchauen 9 Wol Ult ihn All h Wwſl d zuält— Der uns getroffe deha at. in bn Tod aufreiben, Soll der Mutb De ann umettuzttt Del nuns gert! 6 Se b hat Guts die Fülle En worden und d noch gut Um fein ſtille bleiben. 19 4 de iit nach ☛☛ Genad; Auch Gott, der heilge Geiſt, 8. Kann uns doch kein Tod ud Plen d t tit nahr Im Glauben uns regieret, Zum tödten, Sondern reißt Unſern Ch t⸗ 8 m n ſen— Reich d des Himmels fül Fret. Ihm ſei Aus viel tauſend Nöthen, Schlat wüllr DMa iaget ha— Lob, Ehr und Preis das Thor der bittern Leiden h ude ſtten l M. L. Helmbold ,9. 1532 ſt. 1598. IM acht Bahn, Da man kann Ga ſi düt ſ de uf 8 zur Himmels⸗Freuden. ln h M rll! Chriſtus iſt unſer. Gegen alles 9. Aldda will in ſüßen Schäſ n Grämen. Ich mein Herz Auf den Schu 1,Alhm aumme Ewiglich ergötzen: Hier iſt kein nent mn, da de. In bekannter Melodie. Gut zu üind den; Was die Welt Der r. Ir beſ n ie, n e— 1 52 Worum ſollt ich mich ſich hält, Mußi im Hui verſch winde in me en Jahre 1 denn grämen? Hab 10. Was ſind dieſes Nebens lct ich doch Chriſtum noch: Wer will ter? Eine Hand voller Sand, Kon dn mir den nehmen? Wer will mir mer der Gemüther: D Dort, dot dn Um den Himmel rauben, Den mir ſchon ſind die edlen Gaben, Da ma nia t dat Go Gottes Sohn Beigelegti im Jlaubens Hirt, Chriſtus, wird M lich ohn Eö 2. Nackend lag ich auf dem Bo⸗ laben. b en mand noch⸗ den, Da ich kam, Da ich nahm Mei⸗ 11. Herr, mein Hirt, Brunn i a Wan nct, wo a nen erſten Odem; Nackend werd ich ler Freuden, Du biſt mein, Jch ut at at ind 8 auch hinziehen, Wenn ich werd Von dein, Niemand kann uns ſchei den en 4= B nnAn zu der Erd Als ein Schatte H fliehen. Ich bin dein, weil du d ein A wn hen k ebd E 3. Gut und Blut, Leib, Seel Und dein Blut Mir zu Gut In d n en reiſhen, A und Leben Iſt nicht mein: Gott Tod gegeben. 4 der. tt lie geth— allein Iſt es, ders gegeben. Will 12 Du hiſt mein, weil ich diſ ehar 1 ers wieder zu ſich kehren, Nehm faſſe Und dicht nicht, O men Lit Kiütm und br dus h Hin! Ich will ihn Dennoch fröh⸗ ns d dem Herzen laſſe. Laß mih um dte denu dn dl ren. 1 laß mich hingelangen, Da du ui d. ſe dor wän C tr ag. n Schia d1 nir ein Kreu zu Und ich dich Liebl ich werd umfat uge 4 un und du eihe— A el ein 8 NM 1* 1 3 C erein Angſt und P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1673 h Sbläͤgen alr — — ——ä = en. Uamagt und ohn lein mhſt. Wo 8 n ſchaum; Volti aufr as, Soll der M gut d fein ſtille ha Kal mis doch ken d en,&ums ern reißt Ume viel un end Vna Tho m n. bittern Lade dt Be an Da man im Him un Freuden. Al aaoill in ſiſßen; mei urz Auf den glich un zen: Hir iſt zu f umn; Was de! hält, ul im Hui vit d. W r md dieſes Lh Eine unud voller San der 0 müther: Da die umn u Gaben, A Chr um wird Mihth 1. „He mein Hirt, M Freud mhu biſt min Ni kann uns bin an weil du di dein u Mir zu Gt gege .Daul mein, wel Und in nicht, O mit dem Maen uſe n nich un angen, 1 uihe vli wem Gerhard, g. 1i 4 Herzens⸗Ermunterung gegen alle Bekümmerniß. Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude. 1 53 Wos betrübſt du dich, mein Herze, Warum run du dich in mir? Sage, was fr Noth dich ſchmerze, Warum iſt kein Muth bei dir? Was für Un⸗ glück hat dich troffen Und wo bleibt dein freudig Hoffen? Wo iſt deine Zuverſicht, Die zu Gott ſonſt war W gericht? „W ic El Seua 2. Denke nicht, du ſeiſt verlaſſen Und Gott achte deiner nicht. Seine Hände, die dich faſſen, Und ſein gnä⸗ dig Angeſicht Haben Acht auf deine 2 Tritte; Deine Thränen, deine Schritte, 1 Alle Trübſal, die dich quält, Wird genau von Gott gezählt. 3. Geht dirs nicht nach deinem Willen, Ei, ſo gehts nach Gottes Rath: Der wird doch ſein Wort erfüllen, Das er zugeſaget hat, Daß er die, ſo ihm vertrauen Und auf ſeine Güte ſchauen, Die auf ſeinen Wegen gehn, Nicht will laſſen hilf⸗ los ſtehn. 4. Ei, ſo laß den Kummer fah⸗ ren, Der die Seele nur beſchwert: Denke, was in ſo viel Jahren Dir ſchon Gutes widerfährt. Unglück iſt vergangen, Wie viel Troſt haſt du empfangen! Und was dir oft Leid gebracht, Hat Gott Alles wohl gemacht. 5. Steckſt du jetzund noch in Nö⸗ then, Weißt du nicht, wo aus noch ein; Will dich Angſt und Schrecken tödten, Lebeſt du in Furcht und Pein Wegen deſſen, was geſchehen, Daß du es ſehr oft verſehen, Nicht gelebt, wie du geſollt, Nicht gethan, was Gott gewollt: 6. Ei, ſo komm und bringe Reue, Komm und beichte deine Schuld, Bitte, daß dirs Gott verzeihe, Suche ſeine Gnad und Huld, Unterwirf dich ſeinen Schlägen: So wird ſich Vom Gkauben und Vertrauen auf Gott. Wie viel ——— 93 legen, Und nach vieler ſein Zürnen lege ird Gott wieder gnä⸗ harten Pein dig ſein. 7. Er weiß alle deine Sachen, Alles, was dich jetzt betrübt, Wird er wiſſen gut zu machen; Denn er ſchläget, die er liebt; Er verletzt und wirft darnieder, Er erhebt und heilet wieder; Thränen, Angſt und bitter Leid Wandelt er in Fröh⸗ lichkeit. 8. Drum befiehl ihm deine Wege, irf den Kummer ganz auf ihn; Traue ſeiner Vater⸗Pflege, Laß dein Seufzen zu ihm fliehn, Rufe, weine, bete, ſinge, Bis es ihm zu Her⸗ zen dringe; Laß nicht ab, zu ihm zu flehn, Bis die Hilfe wird ge⸗ ſchehn. 9. Sprich: O mein Gott, ſchon mich Armen, Schau zugleich mein Elend an; Ach, erweiſe dein Erbar⸗ men, Wie du vormals haſt gethan; Stärke meine matten Glieder, Gib mir Muth und Freude wieder, Rüſte mich zum Kampf und Streit, Mache mich im Kreuz erfreut! 10. Laß mich nimmermehr ver⸗ zagen, Wehre aller Ungeduld, Hilf die Kummer⸗Bürde tragen, Tröſte mich mit deiner Huld, Gib, daß ich dir treulich diene Und in mir die die Hoffnung grüne, Daß du mir aus allem Leid Helfen wirſt zur Seligkeit. 11. Da will ich mit Freuden preiſen Deine Güt und Wunder⸗ That, Wie mich auf den Lebens⸗Rei⸗ ſen Deine Hand geführet hat; Da will ich mein Dank⸗Lied bringen Und ein Halleluja ſingen. O, mein Jeſu, rufe mich, Daß ich komm und preiſe dich; 12. Doch, ſo lang ich in der Höhle Dieſes Jammers leiden muß, So be⸗ wahre meine Seele und regiere mei⸗ nen Fuß, Daß ich nicht in Sünden falle, Sondern dir zu Ehren walle Und wenn ich den Lauf vollbracht, Fröhlich gebe gute Nacht. M. Z. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. 94 Entſchlagung eitler Sorgen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 154. 1 ſoll ich mich mit Jeſus ſorget ſelbſt für mich. Ein Andrer mag ſum Herze nagen, Der keinen Gott glaubt über ſich. Gott ſorgt ja für die ganze Welt, Dem hab ich Alles heimgeſtellt. 2. Niemand kann zweien Herren dienen. Gott und der Mammon können nicht In Einer Bruſt beiſam⸗ men grünen; Ein Jeder fordert ſeine Pflicht. Die Sorge und der Mam⸗ mon macht, Daß man der Vorſicht Gottes lacht. 3. O Jeſu, ken, Daß ich ſohl Du willſt tränken, 5 ensvoll. b laß mich das beden⸗ nicht kin ldiſch ſorgen t mich ſpeiſen un d auch Denn deine Hand iſt ſe⸗ Der mir das Lehen hat verliehn, Wird Speif und Kleider nicht er tziehn. 4. Ich ſeh die ögel in den X ten, Sie tragen ihre Koſt d davon: Lilien auf den Blumen Triften Sind 1 V Lüf Die 4 ſchöner, als ein Salomon. Das ha⸗ ben ſie ohn alle Müh, Bin ich denn nicht vielmehr denn ſie⸗ 5. Wo iſt ein Menſch, der ſeine Länge Nur Einer Elle Mit aller ſeindr S Sorgen Menge Und ſorgt er auch den ganzen Tag. Un. möglich Ding verbeut ſich wohl, Man ſorgt, wo man nicht ſorgen ſoll. 6. Die Helden mögen ſich nur grämen, Bei denen Gott nicht Va⸗ ter heißt; Ich als ein Chriſt muß mich wohl ſchämen, Denn mich be⸗ lehrt dein Gnaden Geiſt: Der Vater weiß, was ich bedarf, Er iſt dem Kinde nicht zu ſcharf, beſ ſſern mag 7. Ich wil nach deinem Rei iche trachten, Das wird die be eſte Sorge ſein, Uind alles Irdiſche verachten, Es ſtellt ſich ohnedem wohl ein, Ein jeder Tag hat ſeine Pein Und wird auch ohne Troſt nicht ſein. 8. Und endlich werf ich alle Sor⸗ gen Auf deinen breiten Rücken hin. Sorgen plagen? Mein Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. Ach, ſorge für mich heut und mer gen Und ſtille den betrübten S Sim Da werd ich wohl verſorget ſein. Mel. Wer nur dn Reben Gott, 155. Nh ſel aus m ſens Grillen Sat martern un mein Henker Wo Gott nicht will den Wmi erfüllen, Reißt auch der klügſte Ne ſatz ein. Was mir von Gon auserſehn, ſoll und wird gan geſchehn. 2. Ich 3 6 D 15 weiß, Gott kann es As machen, Was man auch für unm lich hält. Er gibt den Ausſch allen Sachen, Obleich das Loos me w didrig fällt. Was mir von G iſt auserſehn, Das ſoll ꝛc. 3. Wer ſeinem Gott nur feſt trauet, Der fiſcht und fänget aln was, Und wer die Hoffnung auf 1 bauet, Den trifft kein Neid, i falſ ſcher Daß Was mir mein G hat auserſehn, Das ſoll ꝛc. 4. Laß Unglück und Vo erhäng toben So bin ich dennoch me daran, Der für mich wacht, wohnt dort oben, Der iſts, der Als helfen kann. Was mir von Git iſt useeſehn⸗ Das ſoll ꝛc. 5. Die Centner⸗Laſt, die ſchwerg Ped Die Gott auf meine Schu tern legt, Will ich nach ſeinem Wir len tragen, Mein Herze bl eibet un bewegt Und weiß, was mir Get auserſehen, Das ſoll ꝛc. 6. Ach Herr! regiere meine Wan Und gib mir einen ſolchen Sinn, Da dir ſich niemals widerlege, So wei ich, daß ich ſicher bin: So muß, waf du mir auserſe ehn, Mir endlich 1h gewiß geſchehn. D. Joach Weickhmann, g. 1662,„ft. 17 Nimm enditt mich in Himmel? ei à Nr vii uu. ¹ Kie. itlne Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. An Grämen hilft Nichts; Gott uh helfen. 1 für Wlme 9 m d din Senen 1 4 4 auf 1. 1 ic kicht mn. ima A wdr 1 o n at veläſet 1u d danxuit 62 de Mena. De hm ve 1r 1 tit n underit 4 2 Numutt tuen N rri tuen. Di Go l † M . .. 4 mun es— Aer Kimnin 1„ uan Se dir in m et. Nm zs Gott I 4 de m Ir Nand 8 4 1 Nerc d Inde ir fed i Sn. 4 dm ad ci aus d— ennmit Mit r Fſhen dt egte wide; 8i ni ei menet J m ataghe emt erdir ſe Waser forder 48 nß ſeren(dre H Dane itr dols ſein= Vr ein Deml nin tin F— di dem— dr t ahn e di iemm—₰ — Alei iden d yicict. gelt g Ar 4 um ſ wich IN ee sd m vn attndet. 9 ch AN.. 3 18 5 Mei — — 2——— 42— 4 g Rmd d da dede d— 4 Und feſte: dn npa tnt 34= Rhetaan KMnn, 3. 1585, us u 1 Lnan, N Le un d. d 4 1 4 * in Iim hge 1 Schnult, dlh üme 4 rft Richts. g, hrlfen .2 1* r nur den lieben 4 55. ſas ſoll ih n 4 tauſend Grila ern d mein Hen Ge wicht wil den llen, t auch der lu an. as miir von erſeht 3 nes ſoll undn eh ſoll und un Ich 8, Gott amg den, 2 man auch ſte hält. ³. gibt den d wSa as Oblich den ig fe Was nirn zhserſ ußf Das ſolli We an wem Gott uri et, Daßlſcht und fing „Un a t die Hoffiung st, Tag rifft kein M her H zn Was mir m auser at Das ſoll i. Laß anl ück und Ta nn ich denm n, n, 2 Kür mich but nt do amn, Der iſz n n ka m Was mir w zuserſe ab Das ſoll a. Die a ier⸗Laſt, de gen, T AWott auf men legt,; l ich nach ſein tragen I rein Herze li igt U aWiß, was rſehen das ſoll z Ach ich nic mn widerlege 3 daß id ibin: Som Mir endli nir au mmn, ß geſc un d. Joa An Khmann,G1hnſ an regiere min gibm anen ſolchenein 6 1 2 Getroſtes Wagen auf Gott. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 156. W wenſi Jur Seel? Thu den nur herzlich lieben, Der heißt Immanuel. Vertrau du ihm allein. Er wird gut Alles machen Und fördern deine Sachen, Wie dirs wird ſelig ſein. 2. Denn Gott verläſſet Keinen, un Der ſich auf ihn verläßt; Er bleibt ſete den Seinen, Die ihm vertrauen eſt. Läßt ſichs an wunderlich, Laß i nur gar nicht grauen, Mit Freu⸗ un den wirſt du ſchauen, Wie Gott wird retten dich. 3. Auf ihn magſt du es wagen, Getroſt, mit friſchem Muth; Mit ihm wirſt du erjagen, Was dir iſt nütz und gut; Denn was Gott haben will, Das kann Niemand verhindern Aus allen Menſchen⸗Kindern, So viel ihr ſind im Spiel. 4. Wenn auch ſelbſt aus der Höl⸗ len Der Satan trotziglich Mit ſeinen Rott⸗Geſellen Sich ſetzte wider dich, So muß er doch mit Spott Von ſei⸗ nen Ränken laſſen, Damit er dich will faſſen; Denn dein Werk fördert Gott. 5. Er richts zu ſeinen Ehren Und deiner Seligkeit; Solls ſein, kein Menſch kanns wehren, Wenns ihm wär noch ſo leid. Wills denn Gott haben nicht, So kanns Niemand fort⸗ treiben, Es muß zurückebleiben: Was Gott will, das geſchicht. 6. Drum ich mich ihm ergebe, Ihm ſei es heimgeſtellt; Nach Nichts mehr ich ſonſt ſtrebe, Denn nur, was ihm gefällt; Sein Will iſt mein Begier, Der iſt und bleibt der beſte, Das glaub ich ſteif und feſte; Wohl dem, der gläubt mit mir! Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Betens Kraft in Nöthen. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 157 Wem dich Unglück hat betreten, Wenn du Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. ſtecſſt in Angſt und Noth, Mußt du fleißig zu Gott beten: Beten hilft in Noth und Tod, Daß du Gottes Ange⸗ ſicht, Auch im Kreuz auf dich gericht, Kannſt aus ſeinem Wort erblicken Und dein Herz mit Troſt erquicken. 2. Keiner wird ja nie zu Schan⸗ den, Der ſich ſeinem Gott vertraut; Kommt dir gleich viel Noth zu Han⸗ den, Haſt du auf ihn wohlgebaut. Obs gleich ſcheint, als hört er nicht, Weiß er doch, was dir gebricht⸗ Deine Noth mußt du ihm klagen Und in keiner Noth verzagen. 3. Rufen, Schreien, Klopfen, Be⸗ ten Iſt der Chriſten beſte Kunſt. Allzeit gläubig vor ihn treten, Yn⸗ det Hilfe, Gnad und Gunſt. er Gott feſt vertrauen kann, Iſt der allerbeſte Mann; Er wird allzeit Rettung finden, Kein Feind wird ihn überwinden. 4. Lerne Gottes Weiſe merken, Die er bei den Seinen hält: Er will ihren Glauben ſtärken, Wenn ſie Unglück überfällt. Unſer Gott, der lebt ja noch; Schweigt er gleich, ſo hört er doch: Schrei getroſt, du mußt nicht zagen; Dein Gott kann dirs nicht verſagen. 5. Laß dich Gottes Wort regieren, Merke, was die Wahrheit lehrt: Satan wird dich nicht verführen, Der die ganze Welt verkehrt; Got⸗ tes Wahrheit iſt dein Licht, Dein Schutz, Troſt und Zuverſicht: Trau nur Gott, der kann nicht lügen; Bet, du wirſt gewiß obſiegen. 6. Lob ſei Gott für ſeine Gnade! Seine große Güt und Treu Macht, daß mir kein Feind nicht ſchade: Sie iſt alle Morgen neu. Drum will ich mein Lebenlang Immer ſagen Lob und Dank Meinem Gott in allen Dingen, Fröhlich Halleluja ſingen! 1 D. Joh. Olearius, g. 1635, ſt. 1711. Rechter Sache gutes Ende. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 158. 1l eeeesc ihm trennt, Und eine Seele liebet, Die keine Falſchheit kennt: Der mag ohn Sorgen wachen, Mag ſchlafen, wenn er will, Weil ſeine trechte Sachen Sehn auf ein gutes Ziel. 2. Laß böſe Zungen ſprechen, Was ihnen nur gefällt; Laß Neid und Eifer ſtechen; Laß toben alle Welt: Gott wird es dennoch machen, Thun, was ſein Herze will, Weil deine rechte Sachen Sehn auf ein gutes Ziel. 3. Was kann des Neides Stür⸗ men? Was falſcher Zungen Gift? Wenn Gott dich will beſchirmen, Der dein Gewiſſen prüft. Er wird es Alles machen, Thun, was dein Herze will, Weil deine rechte ꝛc. 4 . hält den Stich. Gott wird es Alles machen, Thun, was dein Herze will, ein gutes Ziel. 5. Was ſoll ich mich denn grä⸗ men? Es muß wohl einſt der Feind Sich ſeiner Lügen ſchämen, So bös als ers auch meint. Gott wird es Alles machen, Thun, was mein Herze will, Weil meine rechte ꝛc. 6. Ich lege Neid und Haſſen Be⸗ ſtändig hinter mich Und ſetze Thun und Laſſen, O Gott, allein auf dich. Du wirſt es dennoch machen, Thun, was mein Herze will, Weil meine rechte Sachen Sehn auf ein gutes Ziel. Beglücktes Vertrauen auf Gott in Zeit und Ewigkeit. In eigener Melodie. er Gott vertraut, hat 159. W wohl gebaut Im Him⸗ mel und auf Erden; Wer ſich ver⸗ läßt auf Jeſum Chriſt Dem muß der Himmel werden. Darum auf dich all Hoffnung ich Ganz ſteif und feſt will ſetzen: Herr Jeſu und mein Troſt du biſt In Todesnoth und Schmerzen. Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 2. Und wenns gleich wär da Teufel ſehr Und aller Welt zuwide Dennoch ſo biſt du, Jeſu Chrit Der ſie All ſchlägt darnieder, Um wenn ich dich nur hab um mß Mit deinem Geiſt und Gnaden, kann fürwahr mir ganz und m Wedr Tod, noch Teufel ſchaden. 3. Dein tröſt ich mich ganz ſitz lich; Denn du kannſt mirs geben, Was mir iſt Noth, du uu Gott, In dieſem und jenem Li Gib wahre Reu, mein Herz en 4 1 un Sm, G 3s er d 7. Bin 855 1i.Tnuſt A. 2 ſä — Errette Leib und Seele. Ach, hi Herr, dieß mein Begehr Und h mein Bitt nicht fehlen! Recht muß doch Recht verblei⸗ S. Mühlmann. g. 1573, f ben: Die Wahrheit läſſet ſich Nicht gänzlich hinwegtreiben; Getreu ſein, 160. 9 Weil deine rechte Sachen Sehn auf Glaubens⸗Zufriedenheit. e biſt du, Seele. mir ſo gar betritt Dein Heiland lebet, der dich ſo ie lich liebt. Ergib dich gänzlich n Willen, Er kann allein d Trauern ſtillen. 2. Biſt du in Nöthen, ach, han nur auf Gott, Ihm dich vertrauei Seel⸗ und Leibes⸗Noth; Der vorm Herzens⸗Angſt gewendet, Der iſ der noch die Hilfe ſendet. p 3 Viſt d in rd 7 hoch und werth geſchätzt ußt M Viel dulden, waDen und Leib de. at dhs noch—h letzt; Gedenke, wer dem Höchſtt Der hat auf feſten Grund 14. Biſt du in Jeſu, in deing Heiland reich, Kein Kaiſer, König dieſem Reichthum gleich; Haſt d nicht, was dich hier ergötzet, Giul⸗ wenn der Himmel dieß erſetzet. 5. Sei doch zufrieden, o, du b trübte Seel! Wirf auf den Heren was dich auch immer quäl; jemals zu Schanden worden, A ſich ergebn des Kreuzes⸗Orden? „6. Drum, liebe Seele, wirf all Trauren hin, Geduldig leide, nilt 4 4 er B Da 1 N äbs⸗ rhſen iem. 1 1 5 itha. De VNfſn uün il. n Mwdm Sh r an be undnen ſ di aem inh, Da 4 li nusd tdR ngie Wmn u böchſt— Wadrbemiaet, Na ah om Be Res di Agüt ſäimſchent* dohedihm a dein ri d Uw ich Washeit: 1 1nt ſtzwar=. dah n whur Gnat h, dhstaneld nrni e ſün Vennneber ſie i. dn Netetedt. JIh. A c Aarn alet u, 5.=. meteuedeh N=, n ſihlm sinsgen daidnihüchm=h enne 1 6 2 t ſ E bi„ d, der nn b td ich mur ſ lt d a Geiſt Ä m ue. h ni 4n ¹ n och Taſe ſta 3 t Pröſt ich nihhn tm —-— — — — — 6 Miühlmann. 9h Gl umus⸗SZufritden 2. 350 f lea n Hei an lebet, der dij liebt 3 gib dich gi Wi al Er kann a wern men. 2. Biſ ut in Nöthen, a auf as Ihm dähm e- un ntes⸗Noth; Da zens⸗ un gewendet noch un hilfe ſender . Bi h in(n h und auth geſchätt, M. l dult moas Seel ud 2. Gnt, wer den uet, † n hat auf fee dauet. 4. Biſ ut in Jeſu, i lland 1 in Kein Kaiſe ſem J un um gleict ht, wa un hier erg un der n mel dieß eith an immer quü! nals zu* nanden worde V Kreuzes Di 6. Dru mebe Sell⸗— auren 1 Geduldig l 161. von machen, Was nicht zu ändern Pht Befiehl Gott deine Sachen un der Höchſte wohl, Wie er zu ſeiner mein Be ürt Ehr 5 h 4 cht fehlenn Fand Und höchſte Weisheit thut. Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 97 1 hänke deinen Sinn, Ergib du dich ſch hier Gottes Willen, Dort wird er ägt dan dich mit Freud erfüllen. Tob. Tzeutſchner, ſt. 1675. Heimſtellung an Gott. Mel. O Gott, du frommer Gott. illtt du mir, meine Seel, Gedanken da⸗ as ich nicht faſſen kann, Da weiß och Alles richten ſoll. 2. Der elend Erden⸗Wurm, Will der gen Himmel ſteigen? Die arme Kreatur, Will die dem Schöpfer zei⸗ gen, Was er anordnen ſoll? Be⸗ darf er jetzund Rath, Der ſo viel tauſend Jahr Die Welt regieret hat? 3 Ach nein, du höchſter Gott Alls ſei dir heimgeſtellet, Mach du es auch fortan Blos, wie es dir gefället! Obs gleich oft ſeltſam ſcheint, So iſts doch endlich gut, Was deine Wunder⸗ 4. Mein Glaube iſt zwar ſchwach; Doch, Herr, aus lauter Gnaden Gib, daß es heilſam ſei Und mir nicht könne ſchaden, Wie wunderbar ſichs kehr, Denn Alles ſteht bei dir: Ich will auch dir allein Drum danken für und für. 5. Daneben wolleſt du, O Vater! auch verleihen, Daß es noch Alles mir Zum Beſten mag gedeihn, Dem Orte, wo ich leb, Damit es insgemein Und mir inſonderheit Erträglich möge ſein, 6. Gott Vater, dir, nicht uns, Nicht uns, Herr, dir ſei Ehre! Dein Lob, o Jeſu Chriſt, Dein Lob ſich immer mehre! Gott, heilger Geiſt, 9 Gott, Dir und deimn Namn ſei Preis Für Alles, das du thuſt, Im ganzen Erden⸗Kreis! J. Geſenius, g. 1601, ſt. 1671. Der 112. Pſalm. fürcht vor ſeinem Gott! Seelig, der ſich herzlich freuet, Zu erfüllen ſein Gebot! Wer den Höchſten liebt und ehrt, Wird erfahren, wie ſich mehrt Alles, was in ſeinem Leben Ihm vom Himmel iſt ge⸗ geben. S 2. Seine Kinder werden ſtehen Wie die Roſen in der Blüth: Sein Geſchlecht wird einhergehen Vol⸗ ler Gnad und Gottes Güt; Und Herrſcher aller Welt Reichlich und mit vollen Händen Ihnen in die Häuſer ſenden. 3. Das gerechte Thun der From⸗ men Steht gewiß und wantket nicht: Sollt auch gleich ein Wetter kom⸗ men, Bleibt doch Gott, der Herr, ihr Licht; Tröſtet, ſtärket, ſchützt und macht, Daß nach ausgeſtandner Nacht Und nach hochbetrübtem Weinen Freud und Sonne wieder ſcheinen. 4. Gottes Gnad, Huld und Er⸗ barmen Bleibt den Frommen immer feſt. Wohl dem, der die Noth der Armen Sich zu Herzen gehen läßt Und mit Liebe Gutes thut, Den wird Gott, das höchſte Gut, Gnädiglich in ſeinen Armen Als der liebſte Vater warmen. 5. Wenn die ſchwarzen Wolken blitzen Vor dem Donner in der Luft, Wird er ohne Sorgen ſitzen Wie ein Täublein in der Kluft; Er wird bleiben ewiglich: Auch wird ſein Gedächtniß ſich Hier und da auf allen Seiten Wie die edlen Zweig ausbreiten.. 6. Wenn das Unglück an will kommen, Das die rohen Sünder plagt; Bleibt der Muth ihm unbe⸗ nommen Und das Herze nde hege Unverzagt, ohn Angſt und Pein, Bleibt das Herze, das ſich fein Sei⸗ nem Gott und Herrn ergibet Und die, ſo verlaſſen, liebet. 7. Wer Betrübte gern erfreuet, Wird vom Höchſten wohl ergötzt; 162. Meshann ies Re Was die milde Hand ausſtreuet,“ zird was dieſen Leib erhält, Wird der G— 8. 1 4...— — 8 6 4 6. —— B e— 5 4 ——= 4 1—“ rer ee n— Vom Glauben und vom Himmel wohl erſetzt. Wer Viel gibt, erlanget Viel: Was ſein Herze wünſcht und will, Das wird Gott mit gutem Willen Schon zu rechter Zeit erfüllen. 8. Aber ſeines Feindes Freude Wir er untergehen ſehn: Er, der eind, vor großem Neide Wird zer⸗ keißen ſeine Zähn: Er wird knir⸗ ſchen und mit Grimm Solches Glück mißgönnen ihm: Und doch damit gar Nichts wehren, Sondern ſich nur ſelbſt verzehren. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676 98 Vertrauen auf Gott. Gott hilft wunderlich. Mel. Auf, mein Herz, geh mit. 164. Wohl mir! Jeſus, men ſchafft mir Ruh: Wenn ich und Trübſal leide, ſpricht bald freundlich zu. Nun, ich wi Ann bei Jeſu halten, Jeſus, Jeſus ſui walten. 2. Was ſoll Grämen mich en den? Unfall trag ich mit Gedu⸗ Bin mit meinem Glück zufrieden, mir gönnet Gottes Huld: Menſcha Freude, lebet noch u er Gut Freund mit Gott. Mel. Machs mit mir, Gott. 163. 16. 4 ſeinen Gott kindlich kann verlaſſen, Den mag gleich Sünde, Welt und Tod Und alle Teufel haſſen: So bleibt er den⸗ noch wohl vergnügt, Wenn er nur Gott zum Freunde kriegt. 2. Die böſe Welt mag immerhin Mich hier und da anfeinden, Kann ich nur mein Gemüth und Sinn Mit meinem Gott befreunden: So frag ich Nichts nach ihrem Haß; Iſt Gott mein Freund, wer thut mir was? 3. Und ob ich gleich darüber oft Viel Unglück leiden müſſen, So hat Gott dennoch unverhofft Mich wieder rausgeriſſen; Da lernt ich erſt, daß Gott allein Der Menſchen beſter Freund muß ſein. 4. Ja, wenn gleich meiner Sün⸗ den Schuld Sich häuft in mir zu⸗ ſammen, Treibt mich in Angſt und Ungeduld Und will mich gar verdam⸗ men: So fürcht ich doch dieſelbe nie; Denn Gott, mein Freund, vertilget ſie. 5. Dahero Trotz der Höllen Heerl Trotz auch des Todes Rachen! Trotz aller Welt! mich kann nicht mehr Ihr Pochen traurig machen; Gott iſt mein Schutz, mein Hilf und Rath, Wohl dem, der Gott zum Freunde ohl dem, der ſich auf Recht ſeh ich, ſind betrüglich; Du, m Herze, gehe klüglich. 3. Mancher Freund, der hu gerne, Sein Vermögen iſt zu ſchwatz Mancher Heuchler tritt von Fan Der wohl wüßte Rath zur Sag Sollt ich nun auf Menſchen bauem Nein, auf Jeſum will ich trauen, 4. Wunderlich hilft der Errett So den Armen kann erhöhn; Wm derlich die ſtolzen Spötter Müſ noch zu Grunde gehen. Wum Gott; du wirſts wohl machen, I befehl ich meine Sachen. 5. Laß den Satan Gift an ſpeien Und mit Funken blitzen dreu Laß die falſchen Mäuler ſchreie Und den Neider ſpöttiſch ſein: Golts Hilf und Wunder⸗Schicken Soll, not kann kein Feind verrücken. M. Benj. Prätorius, um 166 Glaubens⸗Erwecknng an Zion Mel. Zion klagt mit Angſt und Schmetze⸗ 165 Zion, gib dich nur zuſte * 9. ₰ den] Gott iſt noch bi dir darin, Du biſt nicht von ihm go⸗ ſchieden: Er hat einen Vater⸗Sim. Wenn er ſtraft, ſo liebt er auch Dieß iſt Gottes ſteter Brauch: Zion, lerne dieß bedenken! Warum wilſt du dich ſo kränken? 2. Treiben dich die Meeres⸗Wa⸗ len In der wilden, tiefen See, Wol⸗ len ſie dich ganz zer hat! M. C. Gerber, g. 1660, ſt. 1731. rufeſt A ch und Weh, Schweig chellen, Daß du 1 6 Ran B n † ſtioend ſ n u asr dinict ſe w dugſtun. dem bien M u dſeſein ufdde d un a Bie M n dd pe u mut nuin E i die enn gn üh 1 und ar u Dtm in, aint dn Saft en ethn Snt de i dn it,Ki n ed d m h, um ah f in Mu. n luß riht run Aoct Gott— e 4 ſaa z Aüt un nit dm ud Bdn Nul du d Herzed, dus uiſt de àu Shonde, dt nur 1 Grigiät. Ei amt und I a nnd, d din gech! 7 tut. zn att mßt. it tn. R m h vom r ſärte. m 8 b ddelnin hed ſchon i Ungets däir müetäm llen fri. 1 din nd Hohn 1 m nm twn. dict 19 8 ten 4 ne, us Vernügnißg anche ruchler nit n vüßte Rath 1 n, a ſum vil ihn . W am lich hiff 4 den al en kann erzä ich 1 Wtolzen an d zu ah ande gehen. tt; d un urſts wohl hl id ane Aus . La pen Satan ei U„ it Junken lit die inf chen Mäula dden mller ſpöttiſch ſan und all der⸗Schicenet m keir aß nd verrücm. 1.. Benj. Prätorten en Laube wimerweckung n⸗ Zion ul mit Angſt und en 1h N 1 i u gib dih m d0. ren! Gott jſn darin biſt nicht n den: imat einen Pan in er aft, ſo letn Biſt Gaums ſteter Braut dief ul eenken! Vum ich ſc un ken? 4 Trei u ich di N In de un den, tiefen 38 ie dit autz zer celln, Ac 1 ad dh, 4 ſchlafend in der dein Heiland ſtill dazu, Gleich als Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen! Bald wird Sturm und Fluth ſich legen. 3. Berg und Felſen mögen wei⸗ chen, Ob ſie noch ſo feſte ſtehn; Ja, n, c ganze Welt desgleichen his Je⸗ gar auch unter ehn; Dennoch hat es keine Noth In dem Leben und im Tod: Zion, du mußt ja nicht wanken Aus den wohlgefaßten Schranken. 4. Müſſen ſchon allhier die Thrä⸗ aen Oft dein Trank und Speiſe ſein, Stimmt dein Seufzen und dein Stöhnen Stets mit deinen Lie⸗ dern ein, Kränkt der Neid dir Herz und Muth, Kommſt du hier um Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen! Du ſollſt Gottes Hilfe ſchauen. 5. Dräut man dir mit Schmach und Banden, Mit viel Qual und Herzeleid, Dennoch wirſt du nicht zu Schanden, Denk nur an die Ewigkeit. Sei getroſt und wohlge⸗ e, Ob der Herr gleich ſolches thut: Zion, auf Gott mußt du mer⸗ ken; Der wird dich vom Himmel ſtärken. 6. Freue dich, es kömmt das Ende Und der Abend ſchon herbei; Gib dich nur in Gottes Hände, Der macht dich von Allem frei. Für die Trübſal, Spott und Hohn Gibt er dir die Freuden⸗Kron: Zion, Gott, dein Schutz, wird wachen Und die Welt zu Schanden machen. 7. Halleluja! Deine Wonne Bricht anjetzt mit Macht herfür; Denn die ſchöone Gnaden⸗Sonne, Jeſus Chri⸗ ſtus, naht zu dir, Gibet einen Feenden⸗Coru Und den rechten liebes⸗Kuß; Zion, wo iſt nun dein Klagen? Jetzt kannſt du mit Freude ſagen: 8. Freuet euch, ihr Himmels⸗ Erben, Freuet euch mit Zion hier! Die vor Jammer wollten ſterben, Sollen leben für und für; Dort iſt Augen, nicht mehr Angſt und Qual In dem Schooß, Vom Glauben und Vertrauen auf Gott. 99 ſchönen Himmels⸗Saal: Zion, wer will dich nun ſcheiden Von dem Lamm und ewgen Freuden? Joachim Pauli, um 1663. Zions Glaubens⸗Kampf und Troſt. Eſ. 49, v. 14- 16. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 166 Jien klagt mit Angſt und .◻☛ Schmerzen, Zion, Got⸗ tes werthe Stadt, Die er trägt in ſeinem Herzen, Die er ihm erwählet hat. Ach, ſpricht ſie, wie hat mein Gott Mich verlaſſen in der Noth Und läßt mich ſo harte preſſen! Mei⸗ ner hat er ganz vergeſſen. 2. Der Gott, der mir hat ver⸗ ſprochen Seinen Beiſtanv jederzeit, Der läßt ſich vergebens ſuchen de in meiner Traurigkeit. Ach, will er denn für und für Grauſam zürnen über mir? Kann und will er ſich der Armen Jetzt nicht, wie vorhin, erbarmen? 1 3. Zion, o du Vielgeliebte, Sprach zu ihr des Herren Mund, Zwar du biſt jetzt die Betrübte, Seel und Geiſt iſt dir verwundt? Doch ſtell alles Trauren ein: Wo mag eine Mutter ſein, Die ihr eigen Kind kann haſſen Und aus ihrer Sorge laſſen? 4. Ja, wenn du gleich möchteſt finden Einen ſolchen Mutter⸗Sinn, Da die Liebe kann verſchwinden, So bleib ich doch, der ich bin. Meine Treu bleibt gegen dir, Zion, o du meine Zier! Du haſt mir mein Herz beſeſſen, Deiner kann ich nicht vergeſſen. 5. Laß dich nicht den Satan blenden, der ſonſt Nichts, als ſchrek⸗ ken kann: Siehe, hier in meinen Händen Hab ich dich geſchrieben an! Wie mag es denn anders ſein? Ich muß ja gedenken dein; Deine Mauern will ich bauen Und dich fort und fort anſchauen. 6. Du biſt mir ſtets vor den Du liegſt mir in meinem Wie die Kindlein, die noch 7 100 augen; Meine Treu zu dir iſt groß. ſer und mich ſoll keine Zeit, Keine Noth, Gefahr und Streit, Ja der Von der Fürſorge Gottes. (Satan ſelbſt nicht ſcheiden. Blch getreu in allen Leiden. J. Heermann, g. 1585, ſt. 163 VIII. Von der Ueberwundener Kummer. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. 167 ch Gott, wie mancher 8 Kummer macht, Daß ich mich herzlich kränke. Wenn ich bei mancher trüben Nacht An tau⸗ ſend Dinge denke, So gehn die Seufzer zu dir auf. Ach, lieber Gott, ach merke drauf mein Gemüthe! 4 er b daß ich mein Biß⸗ chen Brodt Mit Thränen noch muß eſſen: So wirſt du doch in keiner Noth Mich, als dein Kind, vergeſſen: Dein Kind, das du von Kindheit an Auf mancher Dorn⸗ und Roſen⸗ bahn Recht wunderlich geführet. 3. Mein Herze ſorgt zwar früh und ſpat, Wie dieß und das wird kommen, Und wenns nun alle Sor⸗ gen hat Recht ängſtlich durchge⸗ nommen, So hat es doch Nichts aus⸗ gericht; Drum will ich meine Zu⸗ verſicht Auf dich und ſonſt Nichts ſetzen. 4. Gib nur Geduld, damit ich ſtets Die Sorgen überwinde, Und ſich der Anker des Gebets Auf deine Sorge gründe. Der Geiſt iſt wil⸗ lig; aber doch Das Fleiſch fühlt ſeine Schwachheit noch; Drum ſei du meine Stärke. .5. Hab ich nur dich, nicht Noth mit mir und mit den Meinen: So muß durch Leben und durch Tod Die Gnaden⸗Sonne ſcheinen: So ſtreicht der Kummer — ſo hats gänzlich hin. Zufrieden, unvergnüg⸗ ter Sinn! Denn Gott bleibt mein Vergnügen. E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. 2 Und tröſte Fürſorge Gottes. Jhit wum 1a ril th tn 4 t 4 Mi en, du h 5 p Wie id ſen i Mel. Menſchen⸗Kind, merk eben. 168 Allzeit Will Gott Sa⸗ .*X gen; Nichts ſoll hau und morgen Aendern ſeinen Vata⸗ Sinn! Den will ich getroſt anflein. Er wird meinem Leben Seine Noi⸗ durft geben. 2. CEh ich bin geweſen, War i ſchon geleſen In dem Buche, das dir, Gott, bewahrt wird für undfu lieben. 5 Mich mit treuen Sorgen: Da auch gebildet lag, Sorgteſt du ke Nacht und Tag, Ließeſt mir an Gnaden Keinen Unfall ſchaden. deſt mich und Mutter Von einande wunderlich Und erhielteſt ſie ſi mich. Da ich noch geſogen, Haſti mich gepflogen. 5. Ich ſpür auch noch heute, er wie deine Leute Spüren dein net treues Herz. Ueberfällt mich gleih ein Schmerz, Darf er mich uicht tödten In den größten Nöthen. .6. Du ſorgſt für die Raben, Ne kein Futter haben. Du machſt al Thiere ſatt, Als ihr Schöpfer, fri und ſpat. Ohne dich von allen Darf kein Sperling fallen. „7. Du zählſt meine Haare, Wit vielmehr die Jahre: überall Meine Thränen und pflegſt, ſie zu zählen, Keine muß dir fehlen. Schreckt mich „ nimmſt du dich meiner an, Daß er Gottes Sorge höret nie anf. Da du aufgeſchrieben Alle, die de 3. Du machſt im Verborgu 4. Gabeſt mir mein Futter, Sche Ja, du ſieheſt allzumql 8. Will, der Tod mich fällen Angſt der Höllen, So rieitd. Nu kam ☚ kn 4 n 4 n bed meir G 4thut duge f un U bätt hoch m dicriütn Sten dn üm, der L. Nuam m net de wſ n ha, dn Pen dhen 2 nin R Sinde ge 6 m. ni 3 treu nlen dſtin nich nicht würgen kann Ohne dei⸗ . Heer mmn S ſtillen. irſor Anpottes Got; Sorge hürtt u, Mel ſſ aſchen⸗i . iſchen⸗Kin, neri 4 Gott Hahrt widd fi ahrt wird ſn du a agiu chrieben Nlo, Dun achſt im Lan ) mi a kuen Sorgen. gebi Kag, Sorgtſt ht un gag, Lefeſt n den S aß Unad ſched Gah a f ir mein zute mich am Mutter Von t derlich ud ecrhieltet De nt noch geſogen gepfl un b Ich u auch noch ſa deine u. Spüren di s Hei Plleberfällt mi Schm mn Darf er ui in In aus größten Nöhe Du ſeum für die Rahn Futter unten. Du m re ſatt Vn ihr Schöpfe ſpat. 1ane dich um kein uns ing fallen. n meine Ham, mnne: Ja, uf a Thränen u zählen, Kein Will 4 Tod nih ickt mi hggſt der jüln iſt du an weinerſal, N Ml M pflegſt, ehlen. mich dir vertrauen; Du wirſt ſor⸗ Von der Fürſorge Gottes. All Angſt muß ſich Auf dich will ich ſchauen Und nen Willen, 9. en ſtets für mich, Wie ich darum ditte dich. Drauf in deinem Namen Sing ich fröhlich: Amen! Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Reiſe⸗Lied. Mel. O Welt, ich muß dich laſſen. 169. Baßtener dan an Menſchen⸗Rather! Auf dein Wort zieh ich aus Ganz unbekannte Stra⸗ ten; Wirſt du mich nicht verlaſſen, So bin ich überall zu Haus. 2. Ach Herr, der du kannſt neigen Und nach⸗Gefallen beugen Des Men⸗ ſchen Herz und Sinn, Erwecke fromme Leute Und bring auf meine Seite Befördrer, wenn ich einſam bin. 3. Behüte mich vor Feinden Und heuchleriſchen Freunden; Gib mir dein Engel zu: Geſegne meine Werke; Sei Morgens meine Stärke Und dann am Abend meine Ruh. 4. Laß mich nach Tugend trach⸗ ten Und dein Gebot hoch achten; Laß allen falſchon Schein Der ſchnö⸗ den Citelkeiten, Der Laſtervollen Zeiten Von mir weit und verban⸗ net ſein. 5. Die Weisheit laß mich küſ⸗ ſen; Gib mir ein rein Gewiſſen Und keuſchgeſinntes Herzz, Thun und kein Scherz! 6. Wenns nicht nach Wunſch er⸗ geht Und etwa Noth entſteht, Gib Daß ich mein Dichten Nach dir, Herr, möge richten, Die Sünde ſei mir ja 101 kann betrüben; Und wenn dirs wird belieben, So führ mich ihnen wieder zu. 8. Soll aber dies geſchehen, Daß ich nicht mehr ſoll ſehen Der Väter Grenze⸗Stein: Soll ich bei Fremden leben: Ich will nicht widerſtre⸗ ben; Iſt doch bei Fremden auch gut ſein. 9. Gott, du wirſt meinen Reiſen Gewünſchten Fortgang weiſen; Du wirſt nach deinem Wort ſchützen und ernähren, und Heil beſcheren: In men reis ich fort. D. G. W. Sacer, g. 1634, ſt. 1649. Der 23. Pſalm. Mel. Nun laßt uns Gott den Leib. 170 De Herr, der aller En⸗ 8 den Regiert mit ſei⸗ nen Händen, Der Brunn der ew⸗ gen Güter, Der iſt mein Hirt und Hüter. 2. So lang ich dieſen habe, Fehlt mirs an keiner Gabe, der Reich⸗ thum ſeiner Fülle Gibt mir die Füll und Hülle. 1 3. Er läſſet mich mit Freuden Auf grüner Aue weiden, Führt mich zu friſchen Quellen, Schafft Rath in ſchweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget Und ſich mit Sorgen plaget, Weiß er, ſie zu erquicken, Aus aller Noth zu rück Thun und Laſ⸗ ücken. 5. Er lehrt mich ſen, Führt mich auf rechter Straßen, Läßt Furcht und Angſt ſich ſtillen Um ſeines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor Andern Im finſtern Tha muß wandern, Nürch ich doch keine Tücke, Bin r einen friſchen Muth: Werd ich auf frei vom Ungelücke.. dich nur bauen, So kann vor Nichts 7. Denn du ſtehſt mir zur Seiten mir grauen: Es wird doch endlich Alles gut. 7. Du wollſt den lieben Mei⸗ nen Auch gnädiglich erſcheinen, Du, liebſter Vater, du! Halt ab, was Schützſt mich vor böſen Leuten, Dein Stab, Herr, und dein Stecken Be⸗ nimmt mir all mein Schrecken. 8. Du ſetzeſt mich zu Tiſche, Machſt, daß ich mich erfriſche, Wenn mir 102 mein Feind viel Schmerzen Erweckt in meinem Herzen. 9. Du ſalbſt mein Haupt mit Oele Und fülleſt meine Seele, Die leer und durſtig ſaße, Mit vollgeſchenk⸗ tem Maße. 10. Barmherzigkeit und Gutes Wird mein Herz gutes Muthes, Voll Luſt, voll Freud und Lachen, So lang ich ebe. machen. ch will dein Diener uiten Und dein Lob herrlich treiben Im Hauſe, da du wohne 2ſt Und Fromm ſein wohl belohne 12. Ich will vir⸗ hier auf Er den Und dort, da wir dich werden Selbſt ſchaun im Himm el droben, Hoch preiſen, ſingen, loben. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 157 99*½ α 1 Der 23. Pſalm. Mel. 2 Nun freut euch h, liebe Herr iſt mein getren ter 171. D t, Hält mich in Hute, Darum mir gar Nichts man⸗ N ſei iner Ll geln wird An irgend einem Gute; Er weidet mich ohn Unterlaß aß, Darauf B wächſt das woh lſchmech tend Gras Seines heilſamen Wortes. 2. Zum friſchen Waſſer er mich weiſt, Das mich erquicken thue, Das iſt ſein heilger guter Geiſt, Der mich macht wohlgemuthe. Er führet mich auf rechter Straß, Inſ ſein Gebo ten ohn Ablaß. Von wegen ſeines Namens. 3. Ob ich wandert im finſt ter un Thal, Fürcht ich kein Un gelücke, In Ver⸗ folgung, Leiden, Trübſal Und die ſer Welt böſ Tücke: Denn du biſt E nir ſtetglich dein⸗ Stab un Stecken tröſten mich, Auf dein 2 Wort ich mich laſſe. d Aluj 4. Du breiteſt für mich einen Tiſch, Fenn mein Feindn allenthalben, Machſt mein Herz unverzagt und friſch, Mein Haupt willſt du mir ſal⸗ en Mit deinem Geiſt, der Fr euden Oel, Und ſchenkeſt voll ein meiner Seel Deiner geiſtlichen Freuden. 5. Viel Gutes und Barmherzig⸗ Von der Fürſorge Gottes. keit Folgen mir nach im Leben, Um ich werd bleiben allezeit Im Ham des Herren eben, chrif ſtlichn Gemein, Und nach dem Tode werd ich ſein Bei Chriſt meinem Herren. Zuſatz. 25 Ehr ſei dem Vater und da Auf Erd in der 18 es im Anfang war und nun, ins ſein Gnade leiſte, D Daß wi wandeln in ſeinem Pfad, Daß unſt S nd der Seel nicht ſchad. W das begehrt, ſprech: Amen! Wolfgang Moſel, g. 146 Der 23. Pſalm. . el. Allein Gott in der Höh. 2. D Herr iſt mein getreun Hi irt De m ich mich gan Zur Weid er mich, ſen führt auf 1 chöner grüng Aue; Zu m friſ chen; Waſſ 7, ſt. 1568 172 N U — raue. df flein, — — L mich, Mein See gel zu laben kräftig lich Durchs ſelge Won der Gnaden 2. Er führet mich auf rechter ſeines Namens wegen. Obg viel Trübſal geht heim Aufs Todes finſtern Stegen, 6 grauet mir doch nicht dafür: Mei treuer Hirt iſt ſtets bei mir, Sein St eckn und Stab mich tröſtet. 3. Ein köſtlichn Tiſch er mir be⸗ reit, Sollts auch die Feind ver⸗ drießen, Schenkt mir voll ein, das Oel der Fr reud Ueber mein Haupt thut fließen. Sein Güte und Barm⸗ berzigkeit Werden mir folgen alle⸗ zeit: In ſeinem Hauf ich bleibe. D. Corn. Becker, g. 1561, ſt. 1604. ie lebenslang empfundene Fürſorge Gottes. Ermuntre dich, mein. Mel. ☛ 173. 1 weißt du wohl, Was ſtrebſt du demn nach Dingen, Die Gott, der Höchſt, alleine ſoll Und kann zu St ande bringen fährſt mit 2 Du deinem Wi tz und Sinn Durch ſo viel n Und auch dem heiligen Geiß A ſer leit 3 Ju biſt ein Menſch, das Me M ſft. Aru thun 9 4 m b1, beimennn uf d Mcdm 5 4 ür d an, Dun un 2 da fübt fan Gottes* 3 mharxmaden C ih dumin KK u pag, d- Oa 1a ume Da⸗ ir dr NMuter d hähl T 3 Ai h de hal F bdm Das t i Pi 8 ün Sm wlhn dir w i in ehede un in ſte Gen e Nmaite Füle= ga di Pha üct und N8 den ube zut ud Hülle— d dehn he und dd8 Au m eil und Dit eg IN u per So p ſten gide bst lber S lid ad Ecken⸗ lenm und Mond nttt ſͤiuter, Ba dh ii ſ he de inen= * afüllen? ruin md 842 —— — — —9 2— — — =—— —— — —— = 103 Von der Fürſorge Gottes. be 1.. 9s ben dh 8 tauſend Sorgen hin Und denkſt: 8. Die Windeln, die dich allge⸗ ſtich mein afh wie wills auf Erden Doch endlich mach Umfingen in der iegen, de l ter ich finn u mit mir werden? Dein Bettlein, Kammer, Stub und nem man emn di 2. Es iſt umſonſt: du wirſt für⸗ Dach Und wo du ſollteſt liegen, . wahr Mit allem deinem Dichten Das war ja Alles zugericht, Eh 3 Zuſatz A nicht ein eignes kleines Haar als dein Aug und Angeſicht Eröff⸗ .Ch den In aller Welt ausrichten, Und dient net ward und ſahe, Was in der dn U guch de atr u dein Gram ſonſt nirgends zu, Als Welt geſchahe. es i rfangwedeihn daß du dich aus deiner d uh In 9. Noch dennoch ſoll dein Ange⸗ ſeir N ade derum. Angſt und Schmerzen ſtürzeſt Und ſicht Dein ganzes Leben führen; Du deln minen eite, d ſelbſt das Leben kürzeſt. trauſt und glaubeſt weiter nicht, d de eel Pied, d 3. Willſt du was thun, was Gott Als was dein Augen ſpüren: Was bege pre dic ſtn gefällt Und dir zum Heil gedeihet, du beginnſt, da ſoll allein Dein c. Anen So wirf dein Sorgen auf den Held, Kopf dein Licht und Meiſter ſein; g Muſtl un, Den Erd und Himmel ſcheuet, Und Was der nicht auserkoren, Das hältſt 96 23 g gib dein Leben, Thun und Stand du als verloren. Mrel. 1r G ſoln ur fröhlich hin in Gottes Hand: 10. Nun ſiehe doch, wie viel und ott in de ae So wird er deinen Sachen Ein fröh⸗ oft Iſt ſchändlich umgeſchlagen, Was .1 derr iſ mig lich Ende machen. ddu gewiß und feſt gehofft Mit Hän⸗ men 3 itt Dem iüm 4. Wer hat geſorgt, da deine den zu erjagen; Hingegen wie ſo leir. Wedd dr Seel Im Anfang deiner Tage Noch manchesmal Iſt doch geſchehn, das en, ut t auf ſchölr in der Mutter Leibes⸗Höhl Und fin⸗ überall Kein Menſch, kein Rath, b ſterm Kerker lage? Wer hat allda Mei zunzel zu laben h dein Heil bedacht? Was that da durch⸗ e Wort deh aller Menſchen Macht, Da Geiſt Er W t mich af und Sinn und Leben Dir ward ins Herz gegeben? ribſal git 5. Durch weſſen Kunſt ſteht dein TCd unſtern ek Gebein In ordentlicher Fülle? Wer t mir a nicht d. Licht und Schein, gab den Augen 1 und Hülle? Wer Dem Leibe Haut Hirt 1 ets; m i. nund s din zog die Adern hier und dort Ein Ein ki ti Tich a n jed an ihre Stell und Ort? Wer Sollt a ich die Fen ſetze hin und wieder So viel und n, Sut ani un ſchöne Glieder? er lleber n 6. Wo war dein Herz, Will und leßen in Gut ant Verſtand, Da ſich des Himmel teit Annli mi fon Decken Erſtrecten über See und In ſet Hau ih len Land Und aller Erden Ecken? Wer 1IA brachte Sonn und Mond herfür, Da Hectr,.bn Wer machte Kräuter, Bäum und te leb awang empfeuin Thier Und hieß ſie deinen Willen Fü te Cotte⸗. Nach Herzens⸗Luſt erfüllen? I 7. Heb auf dein Haupt, ſchau „„ heſh überall Hier unten und dort oben, 1 in ein Maihe Wie Gottes Sorg auf allen Fall D gt du woh Für dich ſich hat erhoben! Dein du d ang uach Dinn Brodt, dein Waſſer und dein Kleid er Höt ant leine ſolin War eher noch, als du bereit; Die Milch, die du erſt nahmeſt, War auch ſchon, da du kameſt. unde b uis Du fählt Witz utn zinn Durch o kein Sinnen Ihm hat erſinnen können! 3 11. Wie oft biſt du in große Noth Durch eignen Willen kommen, Da dein verblendter Sinn den Tod Fürs Leben angenommen! Und hätte Hott dein Werk und That Ergehen laſſn nach dem Rath, In dem dus angefangen, Du wärſt zu Grunde gangen. 12. Der aber, der uns ewig liebt, Macht gut, was wir verwirren, Er⸗ freut, wo wir uns ſelbſt betrübt, Und führt uns, wo wir irren: Und dazu treibt ihn ſein Gemüth Und die ſo reine Vater⸗Güt, In der uns arme Sünde Er trägt als ſeine Kinder. 13. Ach, wie ſo oftmals ſchweigt er ſtill Und thut doch, was uns, nützet, Da unterdeſſen unſer Will Und Herz in Aengſten ſitzet, Sucht hier und da und findet Nichts, Will ſehn und mangelt doch des Lichts, Will aus der Angſt ſich winden Und kann den Weg nicht finden. Gott aber geht gerade fort 14. Auf ſeinen weiſen Wegen; Er geht Auf dich allein ſoll werfen. 104 und bringt uns an den Port, Da Wind und Sturm ſich legen. Her⸗ nachmals, wenn das Werk geſchehn, So kann der Menſch alsdann erſt ſehn, Was der, ſo ihn regieret, In ſeinem Rath geführet.— 8 15. Drum, liebes Herz, ſei wohl⸗ gemuth Und laß von Sorg und Grämen! Gott hat ein Herz, das nimmer ruht, Dein Beſtes vorzu⸗ nehmen; Er kanns nicht laſſen, glaube mir, Sein Innerſtes iſt gegen dir Und uns hier allzuſammen Voll all⸗ zu ſüßer Flammen. 16. Er hitzt und brennt von Gnad und Treu, Und alſo kannſt du denken, Wie ſeinem Muth zu Muthe ſei, Wenn wir uns oftmals kränken Mit ſo vergebner Sorgen⸗ Bürd, Als ob er uns nun gänzlich würd Aus lauter Zorn und Haſ⸗ ſen Ganz hilf⸗ und troſtlos laſſen. 17. Das ſchlag hinweg und laß dich nicht So ohne Grund bethören: Obgleich nicht allzeit das geſchicht, Was Freude kann vermehren, So wird doch wahrlich das geſchehn, Was Gott, dein Vater, auserſehn; Was er zu dir will kehren, Das wird kein Menſch verwehren. 18. Thu als ein Kind und lege dich In deines Vaters Arme; Bitt ihn und flehe, bis er ſich Dein, wie er pflegt, erbarme: So wird er dich durch ſeinen Geiſt Auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, Nach wohl⸗ gehaltnem Ringen Aus allen Sor⸗ gen bringen. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Beziehung auf Gottes Fürſorge. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich. 174. Du haſt mein allerliebſter Noth Den Troſt bei dir ſoll holen; ich allen Welt⸗Verdruß, ch mit Seufzen leiden muß, Von der Fürſorge Gottes. Wort Mein Herz in dein Herz ſcha ten Und dich, mein Heil, mein Fal mein Hort, Von ganzem Herzen hi — — — ten: Nimm du dich meiner treuli an, Damit ich mein Vergnügen kam An deiner Hilfe ſchauen. 3. Die Sorgen haben freilich aiß Mich übermeiſtern wollen; Ich hat nicht ſo feſt gehofft, Als ich zi hoffen ſollen. und Ungeduld Und dachte nicht, deine Huld Für meine Wohlfahrt ſorze 4. Ach rechne mir doch das niht zu Nach deiner Lieb und Gut Halt nur mein Herz in ſtiller N Und ſtärke mein Gemüthe! M ganz Vertrauen ſteht auf dich. ſolcher Hoffnung wirſt Du mich N laſſen, noch verſäumen 5. Sollt auch mein Glücke mon zur Zeit In Ungewißheit ſchweben Ja wollte die Unmöglichkeit Es gan verloren geben: So bleibſt du daß wünſcht verändern kann; laß ich dich nur walten. 6. Ich will in ſolcher Zuverſih Dru Gott und Vater biſt, Wirſt du mein Beſtes wiſſen. 7. Wär auch kein zeitlich Glüt für mich Auf Erden aufgeboben; G ſeil ſo hab ichs ewiglich Bei dir in Himmel droben. Ach, ja, das iſ mein rechtes Gut. So gib mit denn Geduld und Muth Bis an mein ſelig Ende. Erd. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756, In eigener Melodie. — ſei ſtille In dem Gotte deines Lebens: In Freuden⸗Fülle, O hn ihn mühſt du dich vergebens. b 2. So will ich auf dein theures Er iſt dein Ouell Ich fiel in Gri e der Wundermann, Ders bald. Um Nichts mich weiter kränken. Ge füllſt du ja mein Wünſchen nicht Je nun, ſo will ich denken, Daß mir nicht gut pemeſen iſt. Weil du mein Zufriedenſtellung des Herzens. 175 Gib dich zufrieden ud ihm ruht aller m und deine Sonne, Scheint täglicch Von d u Wr Lene te biten d Fa ürte N Rr d — — — — E 2 —— — — — — tde dn dene de 4 dk lit d Seufzer“ e ae gitten ände n aimdu öden liege= i 3 4 5 lich d eorgen ht woller erſ ful i n: So bleihf mntann, de l un idern kam. ch di 2 dr walten. „Ich im in ſolcher zu Nichts m) neha du nein Vinſta un, ſ unt ich denken, d gut ampen iſt. Wein und ul biſt, Wiſtd § wiſ Wän m eh kein zeilit nich Aurden aufgeb o hal en ewiglich Mi iel d un Ach, ja, recht mzut. So Gedin lind Muh ſelig un E ab meiſter, g. 1670 riede mmmung des Frn J am nier Melodie ädich zufriede ). CNe Srmn Lebe un In ihm nit en⸗Fü aOhn ihn ni ergebe in Er iſt den eine as e, Scheint d ma haben Schaden Auch die Pein des größten dich zufrieden. gehe, Iſt ihm wahrlich nicht verbor⸗ gen; Er ſieht und kennet aus der Er zählt den Lauf der Sehnen: Gib dich zufrieden. ſeer werden Und zu deinem Beſten ſiegen. Ob alle Fluthen einhergingen, ens. Schmerzens. Kreuz, Angſt und Noth kann er bald wenden, Ja auch den Tod hat er in Händen: Gib 3. Wie dirs und andern oft er⸗ öhe Der betrübten Herzen Sorgen; heißen Thrä⸗ nen Und faßt zu Hauf all unſer 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, Deſſen Treue du darfſt trauen, Alsdann will er dein Trö⸗ 2 ſchauen. Er weiß dein Leid und heimlichs Grämen, Weiß auch die Zeit, dir’s zu benehmen: Gib dich zufrieden. 5. Er hört die Seußzer deiner Seelen Und des Herzens ſtilles Kla⸗ gen, Und was du Keinem darfſt er⸗ zählen, Magſt du Gott gar kühnlich ſagen; Er iſt nicht fern, ſteht in der Mitten, Hört bald und gern der Ar⸗ men Bitten: Gib dich zufrieden. 6. Laß dich dein Elend nicht be⸗ zwingen; Halt an Gott, ſo wirſt du Dennoch mußt du oben liegen; Denn wenn du wirſt zu hoch beſchweret, Hat Gott, dein Fürſt, dich ſchon er⸗ höret: Gib dich zufrieden. 7. Was ſorgſt du für dein armes Leben, Wie dus halten willſt und nähren? Der dir das Leben hat ge⸗ geben, Wird auch Unterhalt beſche⸗ ren. Er hat ein Hand voll aller Ga⸗ ben, Da See nnd Land ſich muß von laben: Gib dich zufrieden. 8. Der allen Vögeln in den Wäl⸗ dern Ihr beſcheidnes Körnlein wei⸗ ſet, Der Schaf und Rinder auf den Von der Fürſorge Gottes. 105 Und deinen Leib zur Nothdurft ſtil⸗ len: Gib dich zufrieden. 1 9. Sprich nicht: Ich ſehe keine Mittel; Wo ich ſuch, iſt Nichts zum Beſten; Denn das iſt Gottes Eh⸗ ren⸗Titel: Helfen, wann die Noth am größten. Wann ich und du ihn nicht mehr ſpüren, So ſchickt er zu, uns wohl zu führen: Gib dich zu⸗ frieden. 10. Bleibt gleich die Hilf in Et⸗ was lange, Wird ſie dennoch end⸗ lich kommen; Macht dir das Har⸗ ren Angſt und Bange, Glaube mir, es iſt dein Frommen. Was lang⸗ ſam ſchleicht, faßt man gewiſſer, Und was verzeucht, iſt deſto ſüßer: Gib dich zufrieden. 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten Deiner Feinde von dir dichten; Laß ſie nur immer weidlich ſpotten: Gott wirds hören und recht richten. Iſt Gott dein Freund und deiner Sachen, Was kann dein Feind, der Menſch, groß machen? Gib dich zufrieden. 12. Hat er doch auch wohl ſelbſt das Seine, Wenn ers ſehen könnt und wollte: Wo iſt ein Glück ſo klar und reine, Dem nicht Etwas fehlen ſollte? Wo iſt ein Haus, das könnte ſagen: Ich weiß durch⸗ aus von keinen Plagen? Gib dich zufrieden. 13. Es kann und mag nicht an⸗ ders werden: Alle Menſchen müſſen leiden; Was webt und lebet auf der Erden, Kann das Unglück nicht ver⸗ meiden. Des Kreuzes Stab ſchlägt unſre Lenden Bis in das Grab, dann wird ſichs enden: Gib dich zufrieden. 14. Es iſt ein Ruhetag vorhan⸗ den, Da uns unſer Gott wird löſen. Er wird uns reißen aus den Banden Dieſes Leibs von allem Böſen. Es wird einmal der Tod herſpringen Und aus der Qual uns ſämmtlich bringen: Gib dich zufrieden. 15. Er wird uns bringen zu den Felden Alle Tage tränkt und ſpeiſet, Der wird ja auch die Eingen füllen Schaaren Der Erwählten und Ge⸗ Von der Fürſorge Gottes. 2 2 24 en, Die hier mit Freuden abge⸗ an 3 e 1 beren⸗ Tech auch nun im Frieden Liegen auf der Bahre, Führt er hi euen, Da ſie im Grund, der nicht melan. Dieſer Bund Hat ſeim Mund Grund; Die gelebt und leben we lbſt hören ſprechen: Gib dich zu⸗ 1 die ti dchen g. 1606, ſt. 1676. 7. Gott, der wirds wohl machen ds wohl machen. Jeſu, meine Freude. chen, Dem ich meine Sachen Allzeit heimgeſtellt. Er hat mich erkoren, Eh ich noch geboren Bin auf dieſe W aufgethan; Wenn die Lebens⸗Jah — — den, Kommen in die Erden. — — Der den alten Drachen Dämpften terlich. Führt er gleich die Seina leber Stock und Steinen Vielm wunderlich: Sei bereit Zu Freudz Gott, der wirds wohl machen. M. E. Stockmann, g. 1634, ſt. Gott, du biſt mein Gott. Pſ. 63, v. 2. — — 1 3.. A 1I.„QMNr 61 9 jßae elt. Nach ſeinem Brauch Was vonnöthe 1, Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 4 A 1 Ah, ⸗ ſtets gegeben Hier in di 177 65 ott, du biſt mein Gat . D geweſen, Gott, du t .— 4 1 4 4 14— A ichen, Freud und mein Gott noch heut. Dich al rgeſſen, hab ich erleſen. Du biſt mein( ſſen Täglich allezeit. Ich will mich hiermit verſche 5 mit Kleid und E allezeit. I Auch wenn faſt Des ben: Du ſo t Oft die Seinen ziemlich drücket, Hat er mich erquicket. 3. Gott, der wirds wohl machen, Laß das Wetter krachen Und die Wenn mit großem Grauſen alle Wellen brauſen, Will er bei mir ſtehn. Schlägt dich Unglück r, Gott erhebt dich Stürme gehn. gleich darniede 4. Gott, der wirds wohl m er wachen Ueber deiner k Wenn du willſ Ganz in deinen Plage fromme Gott Auf der nimmt dich an; Dann verſtäubt die Angſt geſchwinde, Wie der Rauch 5. Gott der wirds wohl Mächtig in den S ſich Gott erwäh dem Leid? Drun giß den Schme ſeinen Händen; chwachen Iſt er je gefehlet, Der let Zum Troſt in rz! Alles ſteht in Gott kann Alles 6. Gott, der wirds Wenn des Todes (Schöpfer, Deine Hand hat mich — 5 gebracht. Leib und Seele, Gei und Leben Haſt du mir, mein Go 3. Gott, du biſt mein Gott und Vater, Du verſorgſt mich, als den Kind. Allerliebſter Wohlberather, AMi biſt allzeit treugeſinnt. Eſſen, Din en, Dach und Hülle Gibſt du mit in milder Fülle. 4 4. Gott, du biſt mein Gott um [Retter. Aller Feinde großes Hen Alles Unglücks Donnerwetter Machen mir mein Leben ſchwer: Doch die Flügel deiner Gnaden Schützen mich vor allem Schaden. 5. Gott, du biſt mein Gott mein Bruder, Jeſus, meiner See⸗ len Heil. Ich, am ſauren Sünden⸗ Ruder Finde bei dir Troſt und Thell Durch dein Leiden, Blut und Ster⸗ ben Machſt du mich zum Himnuls⸗ Erben. 6. Gott, du biſt mein Gott und Tröſter, O, du Geiſt der Heiligkeit! — —— 5 — Leid. Gott befiehl nur deine Sach bet 44 tverſe drim, Mud Alen. du ſollſt mein Gott ewig bleibnutt 2. Gott, du biſt mein Gott un dt d t mein G macht. Ich bin Thon, du biſt i tettit zimml r. Töpfer. Du haſt mich ans Oc ſann btt naten Aante. nir uln zenf bchließe M gegeben. I M u mein(1l * Hott, Mei. — dn 13 8 Machſt . Gott, r, O i hl na dita un 4 95 ich habe mizge 1 3 bij mirte zu 1 1 4 a du uien an ſorgſt mich, 4 d dn 8 len Was eann vin iirsvfüthe heitt ee Nüchts kann dir von mir gefallen, bi und it Wenn du nicht die Kraft verleihſt. 1 Sei ben Wiſſen, Wollen und Vollbringen nur din Kann allein durch dich gelingen. irds woh 8. Gott, du biſt mein Gott im 2 Stutnam ee Von der Kindheit an, bisher. n dir kann ich lebend ſchweben, di ein Fiſch im tiefen Meer. All mein Regen und Bewegen Iſt ein tuuſendfacher Segen. Gott, du biſt mein Gott im Alter, Wenn ſich Saft und Kraft gerliert. Ach, ſo ſei doch mein Er⸗ lhalter, Der mich wie die Jugend 1e be Sei du mächtig in mir lntachen. Mich den Adlern gleich en. 10. Gott, du biſt mein Gott im Sterben. Ach, ich freue mich darauf! Sterben heißt den Himmel erben. Komm, befördre meinen Lauf! Hilf mir allen Kampf beſchließen Und den bittern Tod verſüßen. 11. Gott, du biſt mein Gott im Grabe. Wird mein Fleiſch gleich Staub und Koth; Wenn ich dich nur Jſ. 63, u.2 — —— U'tt, du bi * geweſen„ un. 1 Um chi Kenit in mein Gott ttewint ne Hand ha win Thon, dt haſt nihh a ib und n — 141! biſt t mein ke Toiaa bei mir habe, d, ſo hat es keine * 4 Oe Noth. Du bringſt die verweſten 8 Hülb Giht Glieder Alle mit Verklärung wieder. 9. 12. Gott, du biſt mein Gott im t1 bi iſt mein(i Himmel, Da ich ſeh dein Angeſicht. 15 Jeinde gis Da weicht Alles Welt⸗ Getümmel, Da donnervet ta biſt du mein Freuden⸗Licht. Da will aan ſchwer. A ich mit Engels⸗Weiſen, Gott, mein u naden Scihn Gott, dich ewig preiſen. den 1 biſt na 5,1 Jeſus, nein Daſſelbe. Nam ſum 17 ott, du bleibeſt doch 1 n 2 bet d dr h liah 17 8.(Gutad Gott, Gott, mein n, Troſt, mein Schutz, mein Retter t nich zun öin Gott im Wohlſtand, Gott in Noth! dit Stürmen auf mich alle Wetter, Kann 4 bſ ber 3 ich mich gedrückt zwar ſehen, Doch Von der Fürſorge Gottes. 107 . läßt du es nie geſchehen, Daß ich gar muß untergehen. 2. Gott, du bleibeſt doch mein Gott, Wie ich oft und viel erfahren; Hebſt für die mich aus dem Spott, Die mir ſo gehäſſig waren, Daß ſie ſelber müſſen ſagen: Sein Gott hilft all ſeine Plagen Muthig und getroſt ihm tragen. 3. Gott, du bleibeſt doch mein Gott, Will mich Welt nnd Satan haſſen: Stößt mich hin der Böſen Rott, Von dir werd ich nicht ver⸗ laſſen. Und ſo mächtig ihr Gemüthe, Ja, ſo friſch iſt mein Gemüthe, Weil es ſtützet deine Güte. 4. Gott, du bleibeſt doch mein Gott, Ob ich gleich in Sünden liege. Macht mich mein Gewiſſen roth, Macht doch Jeſus, daß ich ſiege: Seine Plagen, ſeine Wunden Und was er für mich empfunden, Haben mich der Straf entbunden. 5. Gott, du bleibeſt doch mein Gott, Hätt ich bemnin Freund auf Erden, Stünd ich Jedem zu Gebot, Der an mir wollt Meiſter werden: Wird ſich deine 7 reundſahuft zeigen Und ſich kräftig zu nir neigen, Daß mein him wird müſſen ſchweigen. 6. Gott, du bleibeſt doch mein Gott. Drum, o Herr! kann ich dich haben, Frage ich nichts nach dem laben. Na mir auch mein Leib zerſtäuben, Laß ich mich nicht von dir treiben. Gott wird doch mein Gott verbleiben. A. U. H. zu Braunſchw. Lün, g. 1633, ſt. 1714 Gottes gutes Haushalten. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. ott herrſchet und hält bei 17 9. G uns Haus, Was ſagſt du, Menſch, dawider? Was ſchlägſt du ſlien Willen aus? Leg in den Staub dich nieder; Schweig ſtill, laß ihn nur Meiß ter ſein: Er iſt das Haupt, wir insgemein Deſſelben ſchwache Glieder. 108 2. Belegt er dich mit Kreuz und Noth Und greift dir nach dem Her⸗ zen: Er ſchickt das Leben und den dod, Laß dir es Etwas ſchmerzen; Doch hüte dich vor Ungeduld, Du möchteſt ſonſt durch große Schuld Dein beſtes Heil verſcherzen. 3. Es bleibt ſchon ſo von Alters her: Jetzt hält er ſich verborgen, Als wiſſ er Nichts um dein Beſchwer, Lätzt immerhin dich ſorgen; Hat ge⸗ gen dich ſich hart gemacht, Dieß währt vom Abend bis zur Nacht Und wieder an den Morgen. 4. Jetzt iſt er wieder gnädig hier, Gibt Endſchaft deinem Leiden: Er leget deinen Sack von dir Und gürtet dich mit Freuden. Er züch⸗ tigt als ein Vater dich, Jedoch muß ſeine Gnade ſich Darum nicht von dir ſcheiden. 5. Wie wohl iſt doch der Menſch daran, Der ſich in Gottes Wege In tiefſter Demuth ſchicken kann, Ihm aushält alle Schläge; Dieß nimmt der höchſten Kunſt den Preis. Herr, gib uns, daß ſich aller Fleiß Auf dies zu lernen lege! M. S. Dach, g. 1605, ſt. 1659. Der 27. Pſalm. Mel. Wer in dem Schutz des. 180 Gott. iſt mein Licht, der . 4 Herr mein Heil, Das ich erwählet habe; Er iſt die Kraft, dahin ich eil Und meine Seele labe. Was will ich mich denn fürchten nun, Und wer kann mir noch Schaden thun Auf dieſer ganzen Erde? „2. Wann mich die böſe Rott an⸗ fällt Und will mein Fleiſch ver⸗ ſchlingen, So kann ſie dieſer ſtarke Held Gar leicht zu Boden bringen. enn ſich auch gleich ein ganzes Heer Legt um Uhnich her was iſts denn mehr? Mein Gott kann ſi bald ſchlagen. n fie — 3. Eins bitt ich nur, das hätt ich U ern, Wenn mirs Gott wollte eben, Von der Fürſorge Gottes. Daß ich bei ihm, als meinem errn, ſe eril Stets wohnen möcht und leben un ih fan 1 dd alle meine Tag und Jahr In.n it 9 n nem Hauſe bei der Schaar Der 9 p. Ii W ligen vollbringen.. 1h ude ts 4. Da wollt ich meine Herzem esbhid 1 un Freud An ſeinen Dienſten ſe mdg wrG 1r Und rühmen, wie zur böſen die g m vberzagt. uE Mir ſo viel Guts geſchehen, N i zengtan R mich fleißig hat bedeckt In ſat dn Grchäber. Hütten und verſteckt In eineu an. 1 ken Felſen..— an Son e 5. Und alſo wird er ferner u het din Mich wiſſen zu regieren; Er un e ae Guu⸗ mich ſchützen und ſehr hoch In ſi Oerter führen; Mein Haupt uun über meine Feind, Ob ſie gleich e erhaben ſeind, Dennoch ehe⸗ bleiben. 6. Dafür will ich denn wieden Gott auf das Beſt erhöhen; 8n Ruhm ſoll in dem Heiligthun A meinem Munde gehen; Ich m ihm opfern Dank und Preis, will ſein Lob, ſo gut ich weiß, F allem Volke ſingen. 7. Herr, mein Gott, höre, wie ſchrei Und ſeufz in meinem Sim Gib, daß mein Bitten kräftig Und dir das Herz gewinne. M. Herz hält dir, o treuer Hort, ſtändig vor dein eigen Wort: R ſollt mein Antlitz ſuchen!. 8. Nun ſuch ichs jetzt; ach, li mich nicht Entgelten meine Si⸗ den! Ich ſuche, Herr, dein Ang⸗ icht: Das laß mich gnädig finden erſtoße ja nicht deinen Knat Denn du biſts, der mir hiſ äl- recht Und hilft aus allen Nöthen. 9. Mein Vater, Mutter, un was hier Sonſt iſt von guten La ten, Die ſind zu ſchwach und k nen mir Nicht treten an die Seiten Ich bin entſetzt von aller Wl Gott aber nimmt mich in ſein dett Da find ich alle Gnüge. 10. Herr, mache mir gerad Bahn, Halt mich in deiner Gnade nd nimm dich meiner herzlich an Daß mir kein Feind nicht ſchade Denn Viel, die reden wider milht — — e, Red ti Ttte A 1 Vmm m a e m R u rigteit, h denn.. zalda 16. zetimn 1ri, igen Aelodit. Gl Gunn dih Vundichda w n 2 ud rdrxn d bit ſett 4. En Le nß machen. rituh ſti ins findes H. 1Getantnö Laß A a ſortgeen WheſenVill beſc 1 ugſceln edrzatomn r dhe Getnent Sein All Ind wh lm md Laſſen M. m ir dih! W2 astntan En Vat— ni ſgi erich iebe— 1 1 un de W —— ——— 2 — — 3 ſene Hiff ka — — — — fſür dch! in, Vor ihrem ſet dit behüten= 1 Sachen. N8 aornneifen,„.1es Und zeugen, daß ſie ewiglich Nicht ggen oein i Süun, tönnen uͤberweiſen. Im Lebens⸗Lande Gottes Güt Dort ſehn und auf der Erde. Friſch auf, getroſt und unverzagt! Wer nur mit Gott im Glauben wagt, Der Ind Ain lenen 3 34 l ſeit d, ſo git ihn 1 1 d inx ütn t. Her mmiein Gott,zin e L an unn d, d. Kein Bitm i 3 h d n, o treur ſe adig mn dein nun t me untlit ſuchen z. N muc ichs jegt. h n entgelten m t: I swlaß mih gndi rſtoße. nicht denn nn di uts, der mi ht Ur uſt aus alen i d. Mnt Vater, Mu 8 hie 18 unſt iſt von gi Die 4 zu ſchwah n itt wreten an de mir bin m fett von üln tt ab u unnt mich inſi find di ille Gnüge. 0. u mache m hn,„ 41 n 7 d nin nach meiner ſalt 6 mi i n Feind riht in V P die rede vin ¹ Ende, Der 8 weiſt, de. Sei von mir jetzt und allezeit, Von H nun an bis in Ewigkeit, Gelobet 11. Und dennoch hab ich guten i na Muth Und glaube, daß ich werde wiidd den Sieg erhalten. uſatz. 12. Gott Vater, Sohn und heil⸗ ger Geiſt, Ohn Anfang und ohn du viel Gutes mir er⸗ Durch deiner Allmacht Hände, und gepreiſet! Paul Gerhardt, g. 1606, ſt. 1676. Gott ſorgt. 1. Petri, 5, 7. In eigener Melodie. . ott ſorgt für dich! Was b 181. G willſt du dich viel pla⸗ — gen Mit deiner Sorg, o Menſch! und gar verzagen? Du biſt ſein Kind. Ein Vater weiß, zu machen, Was nützlich iſt in ſeines Kindes Sachen. 2, Gott ſorgt für dich! Laß Alles nur fortgehen, Wie es ſein Will beſchloſſen, zu geſchehen. Was dir zukommt, denk, daß es Gott regieret: Sein Allmachts⸗ Hand dein Thun und Laſſen führet. 3. Gott ſorgt für dich! Wie kann dich das betrüben? Ein Vater⸗Herz wird ſein Kind herzlich lieben: Gott libet dich, laß nur die Welt dich haſſen; Denn ſeine Hilf kann nie⸗ mals dich verlaſſen. 4. Gott ſorgt für dich! Laß alle Feinde wüthen; Vor ihrem Grimm will dein Gott dich behüten; Trau nur auf ihn, ſie können dir nicht ſchaden. Wohl deiner Seel, ſie iſt in Gottes Gnaden! 5. Gott ſorgt für dich! Du kannſt ohn Sorgen leben; Denn er will dir nach ſeinem Willen geben, Was dein Herz wünſcht. Laß deinen Gott nur machen; Denn er allein kann rathen deinen Sachen. M. S. Bornmeiſter, g. 1632, ſt. 1688. Von der Fürſorge Gottes. 109 Der Herr ſorgt für mich. Pſ. 40, v. 18. Mel. Wer nur den lieben Gott. 182(Wott ſorgt für mich, was .₰◻ will ich ſorgen? Er iſt ja Vater, ich ſein Kind. Er ſorgt für Heut, er ſorgt für Morgen; Denn allenthalben Spuren ſind, Wie Gott die Seinen väterlich Allzeit verſorgt. Gott ſorgt für mich. 2. Gott ſorgt für mich, ich will ihm trauen, Ich weiß, daß, was mir nur gebricht, Das kömmt von ſeinen immels⸗Auen, Und wenn er nur Ein Wörtlein ſpricht: So bin ich jetzt und ewiglich Gar wohl verſorgt. (Gott ſorgt für mich 3. Gott ſorgt für mich an Leib und Seele, Sein Manna iſt die Seelen⸗ Speis; Dem Leib gibt er Korn, Moſt und Oele, Doch nur bei ſaurem Ar⸗ beits⸗Schweiß. Wohl dem, der ihm nur ſicherlich Vertraut und glaubt: Gott ſorgt für mich. 4. Gott ſorgt für mich bei theu⸗ ren Zeiten; Auch in der größten Hungersnoth Verſchafft der Herr den frommen Leuten zum Unterhalt ihr Bißchen Brodt: Iſts gleich nicht viel, doch löffelig; Ei ſchon genug! Gott ſorgt für mich. 5. Gott ſorgt für mich und für Glauben ſein; Er läßt uns ſeinen Troſt erſcheinen Und tränket uns mit Freuden⸗Wein, Wenn mirs und Meinen kümmerlich Allhier ergeht. Gott ſorgt für mich. 6. Gott ſorgt für mich in mei⸗ in Freuden, Und wenn Gott gleich die Seinen ſchlägt, So ſchlägt er doch ſorgt für mich. 7. Gott ſorgt für mich in meinem Alter, Da hebt und trägt mich ſeine ter, Der mir, was Noth war, ſtets die Meinen, Die mein an Blut und nem Leiden. Das Kreuz, das er mir auferlegt, Verwandelt ſich gar bald nur väterlich Zu unſerm Wohl. Gott Hand, Und er verbleibet mein Erhal⸗ geſandt Aus ſeinem Vorrath mildig⸗ ————————— 5—————*— 55 3 52 8———— ee—————— 5————————— 2 u — 4——“ —oö—ö—öoöoobböo 4— —.—y B. 8—,———— Eͤſſ““ 4— 2 6 4“ 1 68.——— — 8—*— 8 t—=— 4“ .. 9) 4. 4 5 2— 3—— 4— 3 4 en. 4— 8 ———ſſ ——— 110 lich. Drum bin ich froh: Gott ſorgt für mich.. 8. Gott ſorgt für mich auch in dem Sterben. Der Tod iſt mir ein ſüßer Schlaf, Er macht mich da zum Himmels⸗Erben Und ſtellet mich als Chriſti Schaf, Das ihm hier folgt, dort ſeliglich Zur rechten Hand. Gott ſorgt für mich..... 9. Gott ſorgt für mich im kühlen Grabe, Dem Leib gönnt er da ſeine Ruh, Und wenn ich ausgeſchlafen habe, So führt er mich dem Himmel zu, Wo Leib und Seel auf ewig ſich Merennngen. Gott ſorgt für mich. B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Der beſte Reiſegefährte. In voriger Melodie. 183„Merr, führe mich auf rech⸗ . D⸗ tem Wege, Herr, führe mich auf ebner Bahn! Auf dieſer Welt ſind krumme Stege, Auf denen man leicht irren kann: Nur du alleine führeſt mich Nach deinem wunderlich. 2. Stell deinen Engel mir Seiten, So ofte mir ein Unglück blüht; Verwahre mich vor ſolchen Leuten, Von denen man nur Laſter ſieht; O, gib mir, daß ich nimmer⸗ mehr Ohn deine Furcht zu ſein begehr! 3. Nimm mir die Luſt zu eitlen Dingen: Nichts, als die Tugend ſei mein Ziel. Gedenk ich Etwas zu voll⸗ bringen, Gib mir nur, was dein Wille will: Ein Herze, das nach dir ſich richt, Erblickt auch in der Nacht ein Licht. 4. Lockt mich die Welt mit ihren Lüſten, Laß meinen Fuß vorübergehn, Haßt mich der Neid als einen Chriſten, Hilf mir im Glauben feſte ſtehn; Erhalte mich bei reiner Lehr, Ob Alles mir zuwider wär. 5. Regiere Reden, Thun und Denken, Richt Alles ein, hun dirs gefällt. Nur dir will ich mein Herze ſchenken, Nur dir, und nicht der eitlen Welt: Bleib du bei mir und 24 zur Von der Fürſorge Gottes. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. err Gott, der du ertt 184. S mich auß⸗ und innen, Mein Wi ühre mich, So geht die Reiſe w ür ſich. B. Schmolck, g. 1672, ſt.13 Der 139. Pſalm. Boll, de erſt ſcheſt mich Und ken und Laſſen kömmt vor dich, Gh Stehen und Beginnen; Was ich Bette denk und dicht, Siehſt du zu fern und fehleſt nicht, Du prüfeſt he und Nieren: Du kannſt auch, wa ich bin allein Und gerne wollt in borgen ſein, All meine Weg am ſpüren.. 2. Es iſt kein Wort in mein Mund, So ich dir könnt verhehla Du, Herr, ſiehſt recht des Herzen Grund, Was ſteckt in meiner Seale. Du ſchaffeſt ja, was ich vollbrin Wie groß es iſt und wie gering, kanns ohn dich nicht richten. Wa aber du durch deine Gnad Verſtu Rathe mir gibſt, auch Hilf und Rath, 8 kann ich Alles ſchlichten. 3. Wie du die Deinen wunderli „hier pflegſt zu führen, Ve O Gott ſteh ich nicht und laſſe mich W deine Gnad regieren. Wo ſollit hin vor deinem Geiſt? Denn du aul die Gedanken weiſt, Es hilft vor d kein Fliehen. 1 biſt du da, Auch in der Hil mel, Führ ich gen Him⸗ era m den, 1m trittiſt du mir nah, Kann dir mch nicht entziehen. 4. Nun, großer Gott, weil dein Hand Mich überall kann finden Und all mein Thun dir iſt bekannt, 8⸗ hüt ich Thron dir ſteh. 5. Herr, meine Seel erkennt die aß du mich haſt bereitet 6 e ein Menſch geſtalt ſen on Mutterleib geleitet: Durdh wohl, Und wi ſoll, V mich vor Sünden gebracht; en. D d„Denn Fi⸗ ſter iſt wie Licht bei dir, Was hein⸗ lich war, kommt klar herfür, Ich kam dir nicht entgehen. Was ich gethm eredt, gedacht, Das wird vor deinen Da muß ich vor er, Hil zülrIn 2 t wdr und d. W ku uh 1eeses e 6 N 1f d= n 1a bich g mn, M Sän 4*” Ratts dw ſo 15 pn ntt d MMi pn dir=. I wun d= In inm du äͤht ach lt on Glt hr mn den 1 4. 8 Gabe mu Hoff n das Gwie de. Roimt h, Gott, i nen daß arzuh aln 1r dmen lſ tbich hin nite Un mwen wolt Baimetaf beſen 1, 3 far um dn uchte p 3 1 rüm ine weiſe,= m ei denſt ftei l=n dn ſi. Bis deinrit du Mühtade Hund Gt.— Invn. Ir m den lieden — QA Baſergiſt z hſen Got b. du ums gerne 4 Al nee Eſt ich s Wi nt die Deinen i Nun g pßer Got, ni Mi h mi Sünden, ſt w mt bei dit, Wa ar, am klar herfü,) ſcct e ntwen. Was ihe t, ge zas Das widdat t ge zan; Da mu ehen. V Herr a ne Sell etkn Da t nich hatt W wie in Nenſh git Zon aff aleib gelikt * * hat mich erwählet; Da ich noch un⸗ geboren war, Haſt du ſchon Stun⸗ den, Tag und Jahr Im Lebens⸗Lauf gezählet. 6. Ich danke dir und preiſe dich h Für ſolche große Thaten, Und daß du mir ſo wunderlich An Leib und Seel gerathen. Sehr köſtlich iſt dein Werk an mir. Wenn ich erwach, bin ich bei dir Und warte deiner Gnaden: Ich glaube feſt, daß meine Sünd urch Chriſtum mir vergeben ſind, Daß ſie mir nicht mehr ſchaden. 7. Den Vorſatz gib mir, Herr, da⸗ bei, daß ich, was bös iſt, meide; Die gottlos Rott fern von mir ſei, Von Frommen mich nicht ſcheide: Daß mir lieb iſt, was dir gefällt, Und haſſe, was iſt von der Welt, Und ihren Trutz nicht achte; Halt dein Gebot, hör gern dein Wort; im Glauben und in Hoffnung fort as Ewige betrachte. 8. Erforſch mich, Gott, ergründ mein Herz, Durchſuch all mein Ge⸗ danken Und ſiehe, ob ich hinterwärts Und auf die Seit wollt wanken; Bin ich vielleicht auf böſem Weg, So führ du mich den rechten Steg, Der nach dem Himmel weiſe, Daß ich vom Sünden⸗Dienſte frei Und dir, 9 Herr, gefällig ſei, Bis ich von hinnen reiſe. Heinrich Vogther. Die ändernde Hand Gottes. Pſ. 77. v. 11. Mel. Wer nur den lieben Gott. ch bin bei allem Kum⸗ 185. 3 mer ſtille, Der mir auf meinem Herzen liegt; Es iſt des lie⸗ ben Gottes Wille, Der mich zu ſei⸗ ner Zeit vergnügt; Denn dieſer Troſt iſt mir bekannt; Es änderts Gottes rechte Hand. 2. Er kann es thun; drum will ich hoffen. Er will es thun: ſo trau ich drauf. Sein Vater⸗Herze ſteht mir offen Und nimmt all meine Seuf⸗ Von der Fürſorge Gottes. en deine Vorſorg Fleiſch und Bein Und n alle Glieder an mir ſein; Dein Aug 111 zer auf. Sein Wort iſt mir ein ſichres Pfand; Da ſtärkt mich Gottes rechte Hand. 3. Es kann nicht jeder Wunſch gelingen, Den man ſich etwan aus⸗ gedacht; Man ſieht, wers mit Ge⸗ walt will zwingen, Daß er nur Uebel ärger macht. Gnug, was mir fehlt iſt Gott bekannt: Der hilft durch ſeine rechte Hand. 4. Die rechte Stunde wird wohl kommen, Da ſeine Hilfe mich erfreut; Ich weiß, daß endlich doch den From⸗ men Ihr Wunſch des Herzens wohl hedeiht. Mein Glaube hat dieß feſte Band Mich ſegnet Gottes rechte and. 5. Wills Gott, ſo ſtellet ſich wohl morgen Der Segen meiner Hoffnung ein, Und wird von allen meinen Sorgen, Kein Stäubchen nicht mehr übrig ſein. So hab ich ein gelob⸗ tes Land Und krönt mich Gotte rechte Hand. 6. Geduld! will ich indeſſen ſpre⸗ chen, Geduld! wenn ſichs noch will verziehn; Geduld! die Zeit wird Roſen brechen, Die mir aus Gottes Liebe blühn. Dabei beharr ich un⸗ verwandt: Bald änderts Gottes rechte Hand. Erd. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Gott ſorgt väterlich. In voriger Melodie. ch habe Sinn und Herz 186. 3 ergeben In meines Got⸗ tes Herz und Sinn, So kann ich ohne Sorgen leben, Weil ich bei ihm im Segen bin. Dieß Glaubens⸗ Wort zieht Viel nach ſich: Gott ſorgt für mich recht väterlich. 2. Zwar mich bekümmern manche Sachen; Denn was ich ſuche, ſind ich nicht, Viel Nächte muß ich ſchlaf⸗ los wachen, Wo oft das Herz in Thränen bricht; Doch meine Seele faſſet ſich; Gott ſorgt für mich recht väterlich.. 3. Das Glücke kehret mir den 112 Rücken, Den Anderer das Geſichte zu; Wohin die trüben Augen blicken, Da ſeh ich Nichts zu meiner Ruh: Doch gleichwohl dieß vergnüget mich: Gott ſorgt für mich recht väterlich. 4. Auch ſchon bei meinen jungen Tagen Bin ich an Kreuz und Leiden alt; Allein, ich wills geduldig tra⸗ en. Wer weiß, es ändert ſich wohl bald. Inzwiſchen aber ſtärkt das mich: Gott ſorgt für mich recht väterlich. 5. Wie könnt ers übers Herze bringen, daß er mich ließe hilflos ſtehn. Mein Seufzer wird mir wohlgelingen Und Alles noch nach Wunſche gehn. Sein theures Wort verſichert mich: Gott ſorgt für mich recht väterlich. 6. Ich will nicht mit mir ſelber zanken, Wie dieß und das noch kom⸗ men wird, Weil man durch Unruh der Gedanken Sich in ſich ſelber nur verirrt. Gnug, dieſer Troſt er⸗ quicket mich: Gott ſorgt für mich recht väterlich. 7. Und nun, weswegen ſollt ich ſorgen, Da Gott die Sorgen auf ſich nimmt? Kömmts heute nicht, ſo kömmts wohl morgen, Was er für Guts für mich beſtimmt. An ſolche Hoffnung halt ich mich: Gott ſorgt für mich recht väterlich. 8. So bleibt mein Herze Gott gelaſſen Und ruhet in Zufriedenheit: So kann mein Sinn dich freudig faſ⸗ ſen Auch mitten in der Traurigkeit. Ich ſprech ihm zu: Gedulde dich! Gott ſorgt für mich recht väterlich. Erd. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Der 121. Pſalm. Mel. Wenn wir in höchſten Nöthen. Von der Fürſorge Gottes. zen gern, Himmel und Erd hatz gemacht, Er hält über uns Hut u Wacht. 3. Er führet dich auf rechter Ban Wird deinen Fuß nicht gleiten ſa Setz nur auf Gott dein Zuve Der dich behütet, ſchläfet nicht. 4. Der treue Hüter Iſrael Bemg ret dir dein Leib jund Seel, Er ſah nicht weder Tag noch Nacht, W auch nicht müde von der Wacht 5. Für allem Unfall gnädigt Der fromme Gott behütet dich, Um dem Schatten ſeiner Gnad Biſt geſichert früh und ſpät. 6. Der Sonnen Hitz, des Mif des Schein Sollen dir nicht beſchue = ] 6. Der Sonnen Hitz, des lich ſein. Gott wendet alle Truh 3 ſchwer Zu deinem Nutz und ſei Ehr. 7. Kein Uebel muß begegnen i Des Herren Schutz iſt gut dafür Gnad bewahret er deine Seel W allem Leid und Ungefäll. 8. Der Herr dein Ausgang ſ bewahr, Zu Weg und Steg geſt dich ſpar, Bringt dich zu Haus duß ſein Geleit, Von nun an bis Ewigkeit. 1 D. Corn. Becker, g. 1561, ſt.1e Ergebenheit in die Fürſorge un Wohlgefallen Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1 88 ch gebe mich in Gots 1‿⸗ Willen, Es ſei ihm All heimgeſtellt, Und ſo erwart ich um im Stillen, Was ſeiner Schickung wohlgefällt. Sein Wille ſoll men aus und ein. len, Daß er nichts Böſes wollen kan Will er ſein 187 3 heb mein Augen . ſehnlich auf Und ſeh die Berge hoch hinauf, Wenn mir mein Gott vom Himmels⸗Thron Mit ſeiner Hilf zu Statten komm. 2. Mein Hilfe kommt mir von Doch macht er Alles wieder 5 Wenn man nur ſeinen Willen thut 3. Hingegen, was wir Neenſchen dem Herrn, Er hilft uns ja vom Her⸗ kehrt, Wir wünſchen, was wir haf 3 1 1 Leitſtern ſein, Nach dieſem geh i 2. Ich kenne meines Gottes Wie Antlitz gleich verhüllen Und führt mich eine rauhe Bahn wollen, Das iſt zuweilen ſehr ver⸗ ſlen Rrd ſehr t t 4 angäuns ua d lni lettn Gute i ud Nebitt d hem 85 4 1 glrenſehn Ke igun= 3Ee vrit dct gat oft dd= dens Stwers A. n. Mmfs nct f nim Aei dem— fl Is Wum zurücket Ae ön m de var befm. KEwendni ſeine:— d Vu d btr wus Wctu ſen triften ſ1n Eſtzedſa Aüttt, So= nas eede ind Den 1.— ln i N A 1Ghmndnbblen und* — Sinn Ddaß — enen du an der E„n n nace nn alen 42Q Dut ann angeſt berei— nennmemm gfll, We 4 8 dit, d un Wille,* Viln titewnerwerſer neit urmer inn ieusghe hud N 5 uc Geduld. a temut deinen u, ien ilgt dr n Kuu daß nir die 8 auch— d über 4 ſen ſollen, Für Zucker wird oft Gift begehrt So hat uns Gott gar wohl bedacht, Wenn er uns nicht den Wil⸗ t e len macht. 4. Der Wille Gottes aber lenket ſ Uns allezeit zum Guten hin; Denn in wo der Menſch nicht hingedenket, Da 4 iſt des Herren weiſer Sinn, Der a lüſſet uns zuletzt einſehn, Daß es zum on ded Beſten iſt geſchehen. 5. Es prüfet Gott gar oft die Sei⸗ ſn ſ nen, Wenn er was Schweres haben will; Und wenn ſie es rechtſchaffen meinen, So hält er in dem Wege t. ſtil, Daß Abraham zurückenimmt, run Was ſchon zum Tode war beſtimmt. . Kei il mbel Her ugschut it gu d muß begn ad be mmet er deim 8 Le a tad Ungffll ₰„. „Der aer dein Auam ahr, 1 Weg un eh ſpar, as ugt dich zu ha Gel Von mn m gkeit. 3.s orn. Becker, ig ebenh ihen die Fütſe W am fallen Gotr Mel. au ur den lieben Ge 8 Kgebe mich u « illen, Es ſeinn geſtell 1 and ſo erwent Stillet 1 was ſeiner d gefällt nein Wille ſl ern ſee ab ſaach dieſen und e ☚ 6 Ich lam meines Gut daß er in s Böſes wole er ſei utlit gleich da führt in eine mubet mach an Alles wiat man ar ſeinen 4 Hinge mwas wir Ma Sa zwäün ſ Wir am hen, was d 6. Er hat Geduld mit ſeinem Kin⸗ de, Wenn er als Vater was gebeut, Das nicht in ſeinen Kräften ſtünde, Er ſiehet deſſen Willigkeit; So nimmt er aus beſondrer Gnad Den guten Willen für die That. 7. Gib mir dein Wollen und Voll⸗ hringen, Du Vater in der Ewigkeit, Und mache mich vor allen Dingen Durch deinen guten Geiſt bereit, Daß meinem Herzen nur gefällt, Was mir dein Wille vorgeſtellt. 8. Gib, daß mein Wille deinem Willen Sich kindlich unterwerfen kann, Und mag ich Alles nicht erfüllen, So nimm den guten Willen an Und habe du aus großer Huld Mit mei⸗ ner Schwachheit noch Geduld. 9. Ich folge demnach deinem Wil⸗ len, Der Schatten folgt der Sonne nach; Gibſt du zur Arznei bittre Pillen, Die Wirkung folget allge⸗ mach. Wer Leben und Geſundheit liebt, Der brauchet, was der Arzt ihm gibt. 10. Willſt du, daß mir die Sonne ſcheine, Ich will es auch und danke dir, Willſt du, daß mir der Himmel weine, Ich will es auch, es nutzet mir; Willſt du zum Kreuz, ich ſchwei⸗ ge ſtü Willſt du zum Grabe, ja, ich wi 11. Es ſoll im Leben und im Ster⸗ ben Dein Wille meine Richtſchnur ſein. Von Jeſu will ich dieſes er⸗ Von der Fürſorge Gottes. 113 ben, Dein Geiſt giebt mir die Loſung ein; Wenn ich mein Ende werde ſehen: Nicht mein, dein Wille ſoll geſchehn! Der 23. Pſalm. Mel. Wie wohl iſt mir, o Freund. ehova iſt mein Hirt und 189. 3 Hüter, Nun wird kein Mangel treffen mich; Auf grüner Aue ſeiner Güter Erquicket er mich ſüßiglich: Er leitet mich zu friſchen Quellen, Da häufig ſich mir zugeſel⸗ len Viel krank und matte Schäfe⸗ lein! Wenn ich in Ohnmacht ſinke nieder, Erquickt er meine Seele wie⸗ der Und foßt ihr Lebens⸗Balſam ein. 2. Er führet mich auf rechten We⸗ gen, Er geht voran, ich folge nach, Und wenn ich gleich auf finſtern Ste⸗ gen Und Thälern voller Ungemach Durch Dick und Dünn, durch Dorn und Hecken Muß wandern, ſoll mich doch nichts ſchrecken; Denn du biſt bei mir ſtetiglich: Du biſt mein Licht, mein Stern, mein Führer, Dein Stab und Stecken mein Regierer, Auf dei⸗ nen Achſeln Ruhe ich. 3. Ein Mahl voll Sinntele Sßig⸗ keiten, Ein Mahl von Fett, von Mark und Wein Haſt du bereitet, daß von weitem Es ſehn, die mir nicht gün⸗ ſtig ſein; Du ſalbeſt mich mit Oel der Freuden, Da weiß ich denn von keinem Leiden, Bin voller Troſt und Freudigkeit; Den Durſt des Geiſtes wohl zu ſtillen, Muß mich dein vol⸗ ler Becher füllen, Der Becher deiner Lieblichkeit. 4. Drum ſoll mich hinfort Nichts bewegen, Von dir, mein Hort, zu weichen ab. Mir folget Nichts, als lauter Segen Und Gutes nach bis in mein Grab: Der Tod mag Leib und Seele trennen, Ich weiß, du wirſt mir dennoch gönnen, Ein Kind zu ſein in deinem Haus: Der Knecht mag nicht darin verbleiben, Den Bohn kann Niemand draus vertrei⸗ ben, Ob er gleich müßt zur Welt hin⸗ aus. Von der Für 5. Halleluja ſei dir geſungen, O holder Hirt, o ſüßes Lamm! Ach, hätt ich hunderttauſend Zungen, Zu rühmen dich, mein Bräutigam! Doch du willſt nicht viel Zungen haben, Nur Eins iſt, das dein Herz kann laben: Ein Herz, das dich nur liebt allein. Das wollſt du mir, o Jeſuſchen⸗ ken, So will ich ſtets bei mir gedenken: Mein Herr iſt mein und ich bin ſein. J. A. Fraylinghäuſer, 1670—1739: Auf der Reiſe. Mel. Nun ruhen alle Waͤlder. 190 J allen meinen Chaten 9 U. ₰ Laß ich den Höchſten rathen, Der Alles kann und hat. Er muß zu allen Dingen, Solls anders wohl gelingen, Selbſt dazu geben Rath und Chat. 2. Uichts iſt es ſpät und frühe Um alle meine Mühe, Mein Sor⸗ gen iſt umſonſt. Er mags mit meinen Sachen Nach ſeinem Wil⸗ len machen, Ich ſtells in ſeine Yater⸗Gunſt. 3. Es kann mir Nichtsgeſchehen, Als was er hat verſehen Und was mir ſelig iſt. Ich nehm es, wie ers gibet; Was ihm von mir belie⸗ bet. Daſſelbe hab ich anch erkieſt. 4. Ich traue ſeiner Gnaden, Die mich für allem Schaden, Für allem Uebel ſchützt. Leb ich nach ſeinen Sätzen, So wird mich Nichts verletzen, Michts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden In Gnaden mich entbinden, Durch⸗ ſtreichen meine Schuld; Er wird auf mein Yerbrechen UMicht ſtracks das Urtheil ſprechen Und mit mir haben noch Geduld. 6. Ich zieh in ferne Lande, Zu nützen einem Stande, In den er mich geſtellt. Sein Segen wird mir laſſen, Was gut und recht iſt, faſſen, Zu dienen treulich ſeiner Welt. „7. Bin ich in wilder Wüſten, So bin ich doch bei Chriſten Und Chri⸗ ſorge Gottes. ſtus iſt bei mir. Der Helfer in fahren, Der kann mich doch bewa . „ — 7 ren, Wie dorten und auch alſo hiat ——½ — 4 8. Er wird zu dieſen Reiſen Ge — wünſchten Fortgang weiſen, 3 helfen hin und her, Geſundhe Heil und Leben, Zeit, Wind m Wetter geben Und Alles, was i noch begehr. engel, der Getreue, Me ——=— 9. Sein Enge— mich und ſie, Durch ſeinen Zug n frommen, Sind wir ſo weit nun in g men Und wiſſen demnach faſt mit wie? 10. Ceg ich mich ſpäte niede Erwach ich frühe wieder, Un oder zieh ich fort. In Schwat heit und in Banden, Und we mir ſtößt zu Handen, So troͤſt mich allzeit ſein Wort. 11. Hat er es denn beſchtt ſen, So will jch unverdroſſen mein YVerhängniß gehn; 6 Unfall unter allen Wird mir harte fallen, Ich will ihm muft lich widerſtehn. 12. Ihm hab ich mich erg — ben, Zu ſterben und zu leben Sobald er mir gebeut; Es i heut oder morgen, Dafür laß it ihn ſorgen: Er weiß die recht Helfens Zeit. 13. Gefällt es ſeiner Güte, Un ſagt mir mein Gemüthe Nicht wuß Vergeblichs zu, So werd ich Gch noch preiſen Mit manchen ſchön Maiſen. Daheim in meiner ſill — Uh. 14. Indeß wird er den Mein Mit Segen auch erſcheinen, Ihr Schl wie meiner ſein, Wird beiderſeits pe währen, Was unſer Wunſch um Zähren Ihn bitten können überen 15. So ſei nun, Seele, ſein, Und traue dem alleine, Der diß erſchaffen hat! Es gehe, wie 7 gehe, Dein YPater in der v50 Der weiß zu allen Sachen Raltt O. P. Flemming, g 1609, ſ.34 Ff Cobram me 9' Paurlom. 4 Menn naut N. erhn, Mein S 4 n da 6 4 4. Men a r önmtm lud meine e m Seufen r 1 p teneälagen, Mi n cttas lgen, A ſünt, it Gohram, 1 F m ctgam E fur en matt gut, das ⁸ en Wüte zucht Um mn umSa). wMht Ich bi=n Ud abe mn briprechen— f ij ean, u bit s bei f. det pn ih nit brechen- f ſl nen Ghm ger bald in ui mi atlt RNe f dm Gtund atnm. 4 h nuh m Ed, Mügſtnoren ha ih us h tigtct M Neeng prch: i I —— nein geit mt Ddein— ih in Net Und wi⸗ ig 8 e r.. àdnl nt meiner— d Anli n ehint und Beſt unr gärrſemj— 4 — —— — —= — — „ — h den. Uaſch üe böſe — ———— =——— 9. s 9U. tngel d 6 41/ der Ger teine eine 1She cheue d 4 C2, D rh Ka Mind wirſo wi 1 en 4 e? ſen demmf iter es denn i t, So nn ich unvennuf in Laningniß zehn, fall um allen wiry, rte fa al Jch wil ihne wi imehn. 12.„unl hab ich mit 7, Ji aff ben und zu bald um nir gebeut. at od a worgen, dajün mſor un Er weiß d lfens ufhtt. ⁰i es ſeiner Gi 3. G t mir um Gemüthe i ggeblic i, So wer Mit mantai aas im in mem h pre iſen h. 4. J Sege an wird er da ann erſcheinen mein mu, Wird bede dren, 1l unſer Wun rren Jaitten köma t 5. uu nun, Seal, Strat um aleine,N haffen An! Es zehen e. D uater in 8 „wei u allen Sacuſ an Flemming,9 5 Jer. 31, v. 18— 20. Mel. Wenn mein Stündlein vorh. Oder: Aus tiefer Noth ſchrei. 191 J Ephraim nicht meine * Kron Und meines Her⸗ zens Wonne, Mein trautes Kind, mein treuer Sohn, Mein Stern und meine Sonne, Mein Augen⸗Luſt, mein edle Blum, Mein auserwähl⸗ tes Eigenthum Und meiner Seelen Freude? 2. Ich höre feine Seufzens Stimm Und hochbetrübtes Klagen, Mein Gott hat mich, ſpricht Ephraim, Geſtraft und hart geſchlagen; Er ſucht mich heim mit zarter Zucht, Das iſt mein Lohn, das iſt die Frucht Und Nutzen meiner Sünden. 3. Hör alle Welt: Ich bin getreu Und halte mein Verſprechen! Was ich geredt, da bleibt es bei, Mein Wort werd ich nicht brechen: Das ſoll mein Ephraim gar bald Erfah⸗ ren und mich dergeſtalt Recht aus dem Grund erkennen. 4. Ich denk noch wohl an meinen Eid, Den ich geſchworen habe, Da ich aus lauter Gütigkeit Mich ihm zu eigen gabe; Ich ſprach: Du haſt mein Herz erfüllt mit Deiner Lieb, ich bin Dein Schild Und wills auch fewig bleiben. 5. Ich will mit meiner ſtarken Hand Dich als ein Vater führen: Dich ſelbſt will ich und auch dein Land Aufs Schönſt und Beſte zieren; Und wirſt du mir gehorſam ſein, So ſoll Dich meines Segens Schein Ohn Alles End erfreuen. 6. Wo du dich aber böſen Rath Wirſt von mir wenden laſſen, So will ich deine Miſſethat Heimſuchen, doch mit Maßen; Und wenn du wieder⸗ kehrſt zu mir, So will ich wieder auch zu dir Mich mit Erbarmen kehren. 7. Nun kehrt zu mir mein Ephraim, Sucht Gnad in meinen Armen; Drum bricht mein Herze gegen ihn Und muß ſich ſein erbarmen. Der Unmuth fällt mir mit Gewalt, Mein Von der Fürſorge Gottes. 115 Eingeweide hitzt und wallt In treuer Lieb und Gnade. 8. Kommt, alle Sünder, kommt zu mir, Bereuet eure Sünden Und ſuchet Gnad an meiner Thür, Ihr ſollt ſie reichlich finden. Wer ſich mit Ephraim bekehrt, wird auch mit Ephraim er⸗ hört Und hier und dort getröſtet. „P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Hoſ. 6, v. 1-—4. Mel. Zion klagt mit Angſt und. 192 Kommt, ihr traurigen Ge⸗ . RMmüther, Kommt, wir wol⸗ len wiederkehren Zu dem Herrſcher, deſſen Güter Kein Verderben kann verzehren, Deſſen Macht kein Unglück fällt, Deſſen Gnade wiederſtellt, Was ſein Eifer umgeſtürzet, Seine Hand bleibt unverkürzet. 2. Zwar hat er uns ja zerriſſen, Mit ergrimmtem Angeſicht Und hat, da er uns geſchmiſſen, Uns erbärm⸗ lich zugericht; Doch deswegen unver⸗ zagt! Eben, der uns ſchlägt und plagt, Wird die Wunden unſrer Sünden Wieder heilen und verbinden. 3. Alle Noth, die uns umfangen, Springt vor ſeinem Arm entzwei, Wenn zwei Tage ſind vergangen, Macht er uns vom Tode frei, Daß wir, wenn des dritten Licht Durch des Himmels Fenſter bricht, Fröhlich auf erneuter Erden Vor ihm ſtehn und leben werden. 4. Alsdann wird man Acht drauf haben Und mit großem Fleiße ſehn, Was für Wunder, Gnad und Gaben Uns von oben her geſchehn: Da wird dieſes nur allein Unſers Herzens Sorge ſein, daß wir Gott, deß wir uns nennen, Mögen recht und wohl erkennen. 5. Denn er wird ſich zu uns ma⸗ chen, Wie die ſchöne Morgenröth, Ueber welche Luſt und Lachen Bei der ganzen Welt entſteht, Er wird kom⸗ men uns zur Freud, Eben zu der rechten Beit, Voller ſüßer Kraſt und Segen, Wie die früh⸗ und ſpäten Regen. 6. Ach, wie will ich dich ergötzen, O 8*† 116 mein hochgeliebtes Volk! Meine Gnade ſoll dich netzen, Wie ein aus⸗ geſpannte Wolk, Eine Wolke, die das Fad. Wenn der Morgen weckt die Welt Und die Sonne noch nicht leuchtet, Mit dem friſchen Thau be⸗ feuchtet. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Armen⸗Lied. Mel. O Gott, du frommer Gott. 193 Men Gott, ich armer . WM Menſch, Ich habe Leib und Leben Ja ſelbſt von deiner Hand, Was kann ich dir nun geben? C Du haſt ſo viel an mir Von Jugend Grin er ſich, d Seele, unverzagt! Mein Schäpie ſorgt für mich. auf gethan: Ach, nimm den ſchwa⸗ 1. chen Dank Des armen Herzens an! 2. Ich, den oft Menſchen kaum Für einen Menſch erkennen, Ich bin ein armer Wurm Und nur ein Hund zu nennen Bei deiner Kinder Tiſch; Und Raß Feind, Iſt nur ein Ferſenſtich; Daß Broſamen Der Reichen ſatt auch ſein. tol doch bild ich mir ein, Ich kann von 3. Deswegen dank ich Dir Und Allen, die mich nähren, Du wirſt o reicher Gott, Mir ſchon genug beſcheren. Gib aber ihnen auch, O Herr, an meiner Statt, So viel an Seel und Leib Ein Jeder nöthig hat. 4. Vergilt, o Gott, vergilt Mit tau⸗ ſendfachem Segen, Was milde Hand mir reicht, Und ſei auf allen Wegen Der Reichen Schutz und Schatz, Der Armen Troſt und Heil: So hat ein Jeglicher Sein wohlbeſcheiden Theil. M. B. G. Scharf. Der Schöpfer ſorgt. In voriger Melodie. Mlein Schöpfer ſorgt für 194. M mich, Wie ſollt ich mich denn kränken? Mein Vater wird mir ſchon Aus Gnaden ſo viel ſchen⸗ ken, Als mir von nöthen iſt. Ich trau ihm lediglich, Ich bin getroſt; warum? Mein Schöpfer ſorgt für mich. 2. Mein Schöpfer ſorgt für mich. Schon, da er mich beſeelet, hat er in ſeinem Rath Mein Leben abgezählet. Von der Fürſorge Gottes. Es kömmt von Gottes Hand, Fühnt er gleich wunderlich, Ich bin mi Gott vergnügt: Mein Schöpfer ſoge für mich. 3. Mein Schöpfer ſorgt für mih Wenn ich in meinen Sünden W keinem Menſchen Troſt Und Rethagt weiß zu finden, So ſtärkt ſein Wot Gdal und Geiſt Mein Herze innig Gott nimmt die Sünder an. M Schöpfer ſorgt für mich. 4. Mein Schöpfer ſorgt für m⸗ Sein Arm wird mich erhalten. St meiner Feinde viel, Ich laß den Hin⸗ mel walten. Er treibt der Fe Grimm und Tücke hinter ſich; Dumm 5. Mein Schöpfer ſorgt für mm So laß die Hölle ſchnauben. Ta daß des Teufels Liſt Mir ſoll d Himmel rauben! Dein Raſen, ſtols tobe, wie du willſt: Mein Schößß ſort für mich. 6. Mein Schöpfer ſorgt für mn Gott wird ſein Kind nicht laße Ach, laß mich dieſes Wort Mit ſut lem Herzen faſſen! Ich weiche nin von Dir. Ich hoffe feſt auf dich, ſpreche glaubensvoll: Mein Schüpit ſorgt für mich. 7. Mein Schöpfer ſorgt für mi A. Drum ſoll kein Schmerz noch Leiden Kein Teufel, keine Noth Mich hit von Jeſu ſcheiden. Ich bleibe Get hetreu Und glaube feſtiglich: Gat hHilft zu rechter Zeit. Mein Schäpft ſorgt für mich. b 8. Mein Schöpfer ſorgt für nih Gott höret meine Bitte. Ich wur lüupſt verlorn, Wenn Gott nicht üt ſtritte. Gott hält mich bei da mi Hand, Dieß weiß und glaube ih Gott iſt getreu. O Troſt! Mtt Schöpfer ſorgt für mich. 9. Mein Schöpfer ſorgt für m Gott kann den Vorrath ſegnen. weiß: Gott kann mir Brodt Tul Himmel laſſen regnen. Er macht aus Waſſer Wein. Mein Herze, fiſt t hß AEe nen tir et — Mri, v. 31. Iu gruntüa Got lißt* 1 hi nebet Go ze fmut hne de . Hne Moh fuce Fce n 3 ſihen wenn r Unwimhaden dra—. ita Eim dch ne ten Mi d Dih uh intt d E nmnt und ſelg n enaung mn i Stirte dein nn m ür orge 8 5 Gatte Ar ott a underic AS rm gt. N 5 — 9. 1 — 1 Puit ſt fün em s ] 1 R 2 chöpfer ſer tü a5* olle unin des an fels Litt Mt fi Me an höpfer ſorgt ſt wu t gin Kind unt laß im dieſes Pant Herze irſſen! Ich we Dir. 4 boſs feſt eu he gl uli svoll: Meine für iim Mei Anzöpfer ſorgt i m ſol ut Schmerz ut Teu tz eine Noth R Jeſu abt den. hli du U Waube feſtalct zu v m Zeit. Mend für im Mei is nööpfer ſorgt i höre m pene Bitte. 9 ſt ver un Wenn Gattſh ſtritte n 2 bit mi d, Daa zzeeiß und gau 0 n pfer um für mih. Mein e zpfer ſorgtſt kann in Vorrath ſegun Go mum mir di iel la auf gnen. Lſe er A 3 Phi dei Drum will ich fi er mir hat beſtimmt, Nicht als ein Von der Fürſorge Gottes. dich, Vertraue Gottes Huld. Mein Schöpfer ſorgt für mich. 10. Mein Schöpfer ſorgt für mich; für den Morgen, Den Heide ſorgen. Es gehe mir allhier Gleich noch ſo kümmerlich, Der Glaube bleibet feſt: Mein Schöpfer ſorgt für mich. Denkzettel. Nehemiä 13, v. 31. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 195 Miin lieber Gott, ge⸗ 3 denke meiner Im Beſten jetzt und allezeit: Denn außer dir iſt nirgend Keiner, Der mich mit Rath und Troſt erfreut. Dein Werk macht mich voll Zuverſicht Und ſagt mir: Du vergißt mein nicht. 2. Gedenke meiner, wenn ich höre Dein ſüßes Evangelium, Und mache mir die Himmels⸗Lehre Zu Saft und Kraft im Chriſtenthum, Daß ſo dein Same wohl gelingt Und tauſend⸗ fache Früchte ringt. 3. Gedenke meiner, wenn ich bete Und merke mit Genaden drauf, Weil ich in Chriſto vor dich trete, So ſchleuß dein Herz und Ohren auf. Doch gib mir Nichts, als dies allein, Was mir kann gut und ſelig ſein. 4. Gedenke meiner, wenn ich falle Und wirf mich nicht im Zorne hin; Weil ich, wie andre Menſchen alle, Fleiſche ſchwach und blöde bin, fördre meinen Gang und Stand Durch Kraft und Stärke deiner Hand. 5. Gedenke meiner, wenn ich leide, Wen hab ich ſonſt, als dich allein, Der bei der Menſchen Haß und Neide Mein Freund und Tröſter könnte ſein? Und hab ich dich, ſo lacht mein Muth, Wenn Welt und Teufel böſe thut. 6. Gedenke meiner auch in Allem, Woran ich nicht gedenken kann, Und blice mich mit Wohlgefallen In meinem ganzen Leben an! Denn gibſt du mir, was dir gefällt, So iſts um mich recht gut beſtellt. 117 7. Gedenke meiner, wenn ich ſterbe Und wenn mich alle Welt vergißt, Verſetze mich in jenes Erbe, Wo du mein Theil und Leben biſt; Denn bleibſt du nicht im Himmel mein, So wollt ich nicht geboren ſein. 8. Ich will mich über Nichts be⸗ trüben; In deine Hände haſt du mich Zum Heil und Segen angeſchrieben; Drum ſteht die Hoffnung blos auf dich Und denkt im Glauben unge⸗ kränkt, Daß Gott im Beſten meiner denkt. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Chriſtliche Zufriedenheit. Mel. Ich erhebe, Herr, zu dir. 196 Nicht ſo traurig, nicht ſo 4 ſehr, meine Seele, ſei betrübt, Daß dir Gott Glück, Gut und Ehr Nicht ſo viel, wie Andern ibt; Nimm vorlieb mit deinem Gott, Haſt du Gott, ſo hats nicht Noth. 2. Du, noch einzig Menſchen⸗ Kind, Haſt ein Recht in dieſer Welt, Alle, die geſchaffen ſind, Sind nur Gäſt im fremden Hat Gott iſt Herr in ſeinem Haus; Wie er will, ſo theilt er aus. 3. Biſt du doch darum nicht hier, Daß die Erd du haben ſollt, Schau den Himmel über dir, Da, da iſt dein edles Gold, Da iſt Ehre, da iſt Freud, Freud ohn End, Ehr ohne Neid. 4. Der iſt albern, der ſich kränkt Um ein Hand voll Eitelkeit, Wenn ihm Gott dagegen ſchenkt Schätze der beſtändgen Sht. Bleibt der Cent⸗ ner dein Gewinn, Fahr der Heller immer hin. 5. Schaue alle Güter an, Die dein Herz für Güter hält; Keines mit dir gehen kann, Wenn du geheſt aus der Welt: Alles bleibet hinter dir, Wenn du trittſt in Grabes Thür. 6. Aber, was die Seele nährt, Gottes Huld und Chriſti Blut, Wird von keiner Zeit verzehrt, Iſt und bleibet allzeit gut. Erden⸗Gut zer⸗ fällt und bricht, Seelen⸗Gut, da ſchwindet nicht. 118 7. Ach, wie biſt du doch ſo blind Und a Denken unbedacht! Augen haſt du, Menſchen Kind, Und haſt doch nie recht betracht Deiner Augen helles Glas; Siehe, welch ein Schatz iſt das? t She d deine Finger her Und der andern Glieder Zahl: Keins iſt, das dir unwerth wär: Chrſt und liebſt ſie allzumahl, Keines gäbſt t du Wenn man dirs ab⸗ weg um Guld, F Dnen Herzens,d das dichlehrt, ra Von der Fürſorge Gottes, gehen; Gott im Himmel bleibt de ſtehen. Göttliche Fürſorge in und außen Mutterleibe. Nel. Nun laßt uns Gott, dem. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 16 7, 8 un laſſet Gottes Git 19 7. U Uns führen zu bel müthe, Kommt, laſſet uns erwän Des frommen Vaters Segen .Eh wir ans Licht geſetzet, hi er; uns hoch geſchätzet Und hat n d eingeſchrieben Zum Leben und zu Lieben. 3. Da wir noch ſind gelegen Dmn Regen und Bewegen, Ohn Menſche Hilf und Sorgen, Der Mutter am ver bor gen viel Gutes alle Stund Dir von oben wird beſchert; Du haſt mehr, als Sand am Meer Und willſt doch noch immer mehr. V 10. Wüßte, der im Himmel lebt, Daß dirs wäre nütz und gut, Wornach V ſo begierig ſtrebt Dein verblendtes Fleiſch und Blut, Würde ſeine Fröm⸗ migkeit dich nicht laſſen unerfreut 11. Gott iſt deiner Liebe voll Und Wenn du von ganzem Herzen treu. wünſcheſt, prüft er wohl, Wie dein Wunſch beſ ſchaffen ſei; Iſt dirs gut, ſo geht ers ein, Iſts demn Schade, ſpricht er Nein. 12. Unterdeſſen trägt dein Geiſt Dir in deines Herzens Haus Manna, das die Engel ſpeiſt, Ziert und ſchmückt es herrlich aus; Ja, er wählet dir zum Heil Dich zu ſeinem Gut und Theil. 13. Ei, ſo richte dich empor, Du betrübtes Angeſicht. Laß das Seuf⸗ zen, nimm hervor Deines Glaubens Freudenslicht; Das behalt, wenn dich die Nacht Deines Kummers traurig macht. 14. Setze als ein Himmels⸗Sohn Deinem Willen Maß und Ziel; Rühre ſtets vor Gottes Thron Dei⸗ nes Dankes Saiten⸗Spiel, Weil dir ſchon gegeben iſt Mehr, als du wohl würdig biſt. 15. Führe deines Lebens Lauf All⸗ zeit Gottes eingedenk, Wie es kommt, nimm Alles auf Als ein wohlbedacht Geſchenk; Geht dirs widrig, laß es 4. Hat er allein uns Leben Glie der und das Leben, Ohn ding unſern Heller War Küche da Keller. 5. Er hat zu rechter Stunde B kommen und geſunde Auf ſein Engel Wagen Uns in die Welt tragen. 6. Er hat uns Deingenommm die Gemeind der Frommen, Gema 4 zu ſeinen Erben, Die auch nicht in Sterben. 7. Er gibt uns, zu erkennen Set Wort, daß wir ihn nennen Gf Vater und Ernährer Und alles Gutz Beſcheret Er gibt für unſre Sünde Sät einaeurn Kinde, nd läßt es füt uns würgen Als einen rochte Bürgen. 9. Dieß laſſet uns bedenken, Wen uns die Sorgen kränken; Wer ſeh nen Sohn hergibet, Derſelb a Höchſte liebet. 10. Sollt er uns was verſagn So wir ihm gläubig klagen, Waß wir vonnothen haben, zur Speiſ, zum Laben? 11. Die Vögel in den Lüften, N Thierlein in den Klüften, Die Blun⸗ lein auf den Wegen Uns müſet widerlegen. 12. Der ſie ſo treulich heget Um) Zur A b 9 San n. 1n dlber, 6. 166— 1 Kiſe⸗Litd. WM üicſet N Noth ſoe Ar Hü da deil u 1 8 n an H ichr z he Aarin Ngter und A dn Ari nich nid= n. halim Serli dr. Nen Gr ud Gut— un lt ber— Furi wh ich alr⸗nn Mrtofehr umfarrnß line h m.— dgetfaten. Ich bin ſe e. Jartſet⸗ ii 1. S Tir nirgen —— ——— — — — = — theehn* erng 3s T 48 tu hus. die U 1 tſ Unru Kabſe Unruh dey 5 umA Vallen— N k 68 ſo regier,— Ä gſellen Liit dün Und 1 — — — neen Das ſe ds mein Amt mi * gehen 9eag aul G 6 rüthe Femmt n6 fühm des ſt um K. 1n8 ans Vhes uns e Llcht ngeſch e 49 chähet Uy 18 6 3 D „ Dett noch ſind a genn che 1 ſind oin N If um ryen, Der Ihn 1 Ha 3.. *. Da zaut allein und jeder anndas Lehrn ſeern das Leben, 1 War fuh ler 4 Küce e Gr an zu rechter Eim 6 . en in geſunde M . A. Uns in den . Er am uns eingeuum em t der Fromman, eina an, Die auchmt rben. 2. „Er anlt uns, zu erkm rt, Suss wir ihn men eer u Mcrährer Und a cerer Er m ür unſre ein eborn tzinde, Und i wü uen Als einen gen. Die faltt uns bedentn die ume n kränken. B Soh ncgibet, Deiſt ſte li 1 h. Stut uns was w wir i ant läubig kage vonn um haben, r Laben! d Sinda W llein 1n Klüften, den auf in Wegen U rlegen 1 1 6 1 5 no treulih by — Spel —* um Lahen ihrer fleißig pfleget, Sollt einen Him⸗ melserben Der denken zu verderben? 13. O Vater! Vater! giebe, Daß deine große Liebe Wir inniglich be⸗ trachten Und ſo gering nicht achten. 14. O Vater! uns beſchere Zu dei⸗ nem Lob und Ehre, Daß wir dir recht vertrauen Und gänzlich auf dich bauen. 15. Wenn wir nun dieſes haben, Von der Fürſorge Gottes. 119 Mein Werk laß mich verrichten wohl Und glücklich wiederkommen. 6. Wend unterdeß all Unheil ab Von meinen Anverwandten, Die ich zu Haus gelaſſen hab, Von Freunden und Bekannten; Laß ſie dir, Gott, befohlen ſein, Hilf, daß ich ſie und all das Mein In gutem Zuſtand finde. 7. Daneben mir auch dieß verleih, So werden uns die Gaben, Die wir zu Daß ich behutſam wandle Und im⸗ dieſem Leben Bedürfen, wohl gegeben. 16. Eh Himmel und die Erden Zu⸗ nichte müſſen werden; Als ſollten ſein merdar vorſichtig ſei In Allem, das ich handle: Durch deines heilgen Geiſtes Gnad Gib rechte Zeit, Ver⸗ verlaſſen, Die Fleiſches⸗Sorge haſſen. ſtand und Rath Zu meinem Thun J. M. Dillherr, g. 1604, ſt. 1669. Reiſe⸗Lied. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich zu. Oder: Es iſt das Heil uns. 19 8 9 Gott, Im Namen Jeſu . Chriſt Reis ich nun meine Straßen. Mein Hüter und mein Hirt du biſt, Du wirſt mich nicht verlaſ⸗ ſen: Mein Leib und Seel befehl ich dir: Mein Ehr und Gut und was du mir Auf dieſer Welt beſchereſt. 2. Ich weiß, daß ich allhier auf Erd Bin mit Gefahr umfangen, Zu keiner Zeit auch völlig werd die Ruh daſelbſt erlangen: Ich bin ein Pil⸗ grim, der ſtets muß Fortſetzen ſeinen Stab und Fuß, Der nirgend hat ſein Bleiben. 3. Doch hilfſt du, daß ich immer⸗ zu Die Noth noch überwinde, Bis daß ich dort die wahre Ruh Und rechte Heimath finde: Da iſt dann Roth und Sorge aus, Da bin ich eigentlich zu Haus; die Unruh hat ein Ende. 4. An dieſe Unruh denk ich hier Jetzund bei meinem Wallen, Ich bitt, o Herr, mich ſo regier, Daß dirs auch mög gefallen! Leit mich allzeit auf rechter Bahn Und Alles, was ich fange an, Das ſegne du von oben. 5. Dir iſt am beſten, Herr! be⸗ kannt, Was mein Amt mit ſich füh⸗ ret, Daß mir auch darum auf dem Land Den Weg zu thun gebühret. Bring mich geſund, dahin ich ſoll, und Laſſen. 8. Schick deinen Engel vor mir her, Den Weg mir zu bereiten: Be⸗ fiehl, daß er dem Satan wehr Und allen böſen Leuten: Nimm mich, o Herr, in Deinen Schutz, Daß ihre Liſt, Gewalt und Trutz Mir nimmer können ſchaden. 9. Nun, Vater, dir ergeb ich mich, Du kannſt ſtets Hilfe ſenden, Be⸗ wahr und führ mich gnädiglich Hier und an allen Enden Und laß mich bald, wo dirs gefällt, Nach dieſer Unruh in der Welt Bei dir dort Ruh erlangen. Gott ſorgt für Alles. Mel. Verzage nicht, o frommer. lieber Chriſt, verzage 199. 9 nicht, Ob Kreuz und Noth bei dir einbricht, Laß dich es nicht betrüben; vielmehr vertraue dei⸗ nem Gott, Der wird dich ewig lieben. 2. Er iſt derſelbe, der dir hat Vernunft, Leib, Seel und viel Wohl⸗ that In deinem ganzen Leben, Ja Alles, was du um und an, Ganz vä⸗ terlich gegeben. 3. Er ſättiget der Vögel Schaar, Die müßig durch das ganze Jahr Sich durch die Lüfte ſchwingen: Wie ſollt er dir denn, lieber Chriſt, In Nöthen nicht beiſpringen? 4. Ei! ſchaue doch die Blumen an, Die man nicht alle zählen kann. Wie ſie ſo zierlich ſtehen, Die doch in Von ſet 120 Von der Fürſorge Gottes. 171 d „ e Mr die einem Augenblick Verwelken und, 15. Gih, Jeſu, daß in Kreuz un e Pnn 272 vergehen. Pein Als Chriſten wir geduldig ſen thn 5 ait der 26 ts Fülen Ni . d . 3 1 8 C.— 5 1, N 2 5. Ach! ſollte denn in allem Fall Nach deinem Willen trachten; Ta bei ht a 1 Dein Gott für dich nicht überall Aus Welt verſchmähn und nur allein Nſi dhett c fr großer Liebe ſorgen? Es iſt ja ſeine Seligkeit hoch achten. Sheben nin ne un, fa r Gütigkeit Bei dir neu alle Morgen. Uuriitr, 6. Wer mag doch ſeines Lebens Gottes Fügen, mein Vergnügen. Maß Verlängern, ob ohn Unterlaß Er ihm zu eucht viel Schmerzen, Und Mel. Werde munter, mein. 23 n n dit Fürſt 1 miie in ſ martert ſich mit Ungemach In ſeinem 200 Hei zufrieden, mein 6 Audöitien ve kranken Herzen,?2. Mmüthe, Nimm dichß mn dir S 7. Denn, was dein Gott dir hat nes Kummers an. Schaue nur amu uer, Denpit mein S= Noth Nicht Angſt und Sorge für 2. Zwar ich hätte viel zu klagen i dein Brodt, Gott wird dich wohl er⸗ Aber doch, was hilft mir dic enf, dm der Da nähren Und, was dir hier vonnöthen Denn das Klagen meiner Plag utz pin bi und le iſt, Aus Gnaden auch beſcheren. Mehrt nur die Bekümmerniß. Lieh en ii tnand nichtt ch 9. Dein Vater, der im Himmel hoff ich in Geduld Auf des liebe atitt en oHöchſter W iſt, Weiß wohl, weß du bedürftig biſt, Gottes Huld. Alſo bleibet Gott m ſir Auh ſn meine Cem Der wird dir Nichts verſagen: Drum Fügen Auch im Kreuze mein Vai aan Wuurdedr Icja’ ſollſt du ja geduldig ſein Und nicht gnügen. boinme in Noth verzagen. 3. Will es noch zur Zeit verzieh etit din Worrn 10. Zuvörderſt liebe Gottes Wort Was mein ſehnend Herze ſucht; Win au Ä wyir Gnde, Nr Das ſei dein ſteter Troſt und Hort doch mit der Zeit wohl blühen Mei Saama ut Nie ſidn— Sowohl dir, als den Deinen: Dann ner Wünſche ſüße Frucht, Ditz ut ns dag für die— wird an Kleidern, Trank und Brodt Vertrauen ſtehet feſt, Das mich gu ii dendit artes, Un verſehn, Das ſoll und muß gewiß Gottes Güte: Was Gott thut, ſ men Fah He geſchehn, Es muß dein Theil dir blei⸗ wohlgethan. Ihm ſei Alles heim waittſtte uh Her ben: Kein Menſch, er ſei auch wer er ſtellt. Mir beliebt, was ihm gefätt a umg erng füt. ſei, wird ſolches hintertreiben. Alſo ſprech ich: Gottes Fügen Bleitz ai img e Nlene. 8. Ach! trage doch in Armuths⸗ im Leben mein Vergnügen. e de Femiblet, Sor Kein Mangel nicht erſcheinen. nicht fallen läßt; Denn es bleibet ſtt t ſoes Stande⸗ 11, Erfreue dich, ob Kreuz und Gottes Fügen In der Hoffnung men dit ns Sundrn Qual, Ob Marter, Plagen ohne Vergnügen. ldgie Nerſce, en Zahl gewaltig auf dich ſtürmen, Er⸗ 4. Schreibet ſich gleich mein Br tt. an Ahenf gib dich Gott nur in Geduld, Er mögen Nicht zu Tonnen Goldes an, ſttz 1, Solgeren wird dich wohl beſchimmen. SDennoch hab ich Gottes Segen, Den en 12. Auf Regen folget Sonnenſchein, kein Reichthum gleichen kann. Goi t zias 4 2 Auf Elend, Jammer, Kreuz und Pein und Alles gnug iſt mein; Kann eit muRaguh S, Sn ſhen denolles Reben Ghite der Schat wohl größer ſein? Ja, tuu Sergera zet Ziel und Maß, Wird Troſt bleibe Gottes Füge 1—t it und Lindrung geben. ſt bleibe Gottes Fügen Auch, wo Nichtz 2 7. Kneäerider C 1 13. Es iſt unmöglich, daß allhier 5. Weicht, ihr Sorgen, aus da 6 a Songe, d 2 — Ein Chriſt im Leben für und für Sollt Seelen Weil ſie Gott zur Wohnun mmennache alles Kreuz vermeiden. Er muß in nimmt: Ich wil dies zur Lhn N 3 Am und dieſem Nanmarthal Viel Schmach wählen, Was er mir zum Troſt be⸗ Vt hnn Didtn mn, Aluſt hiden. ſtimmt. Stellt ſichs heute noch nicht te dand, Lſtr 3 W4. Auch kann in dieſer Thränen⸗ ein: Ei, ſo kanns wohl morgen ſein! en fn 2chg 3 weder Reichthnm, Gold, Und indeß iſt Gottes Fügen, Stutt kewng anen dat u ut Ce 1 e weien von dem Sterben: der Sorgen, mein Vergnügen. d de t de Sorge— nete Bun iſ unſer Seelen⸗Gift, Die 6. Bin ich auch des Lebens müde, n dne,n er deS gt uns ins Verderben.(So beſtellt er mir die Ruh; Denn da ſt dam zu Sn e ein h dah n ach Pe iie uit aan drücket er in Friede Mir die Augen elt N e ille m ſelig zu. Wenn und wo es ihm ge⸗ eligke a ähn und m. 8 Geb ich gute Nacht der Welt, achten. Alſo bleibet Gottes Fügen Auch im zotte Sterben mein Vergnügen. Sien, mein den E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. 1 s 060 5 mun,. Empfehlung in die Fürſorge 44 fa ufta n Gottes. Kun gnz an. Ainn Mel. Jeſu, der du ſelbſten wohl. ſtes ure. V an 0 V te. Was Ga rge, Vater, Sorge du, lgett n Ihm ſin 201. 9 Sorge für mein Sorgen. t. N lutt, uas u S — di ege ſelbſt für meine Ruh Heut ſo⸗ ſpre t: Gotts 1 mwohl, als morgen, Sorge für mich Leben unt n Vergni Gn allezeit, Sorge für das Meine, O du Sw i hätte vie at 33 dber Freundlichkeit, Sorge du i vas hiſt m alleine! 3 de 14 lage meine tt nu id. Bekümmarid Für mein—— ich i5 keduld An Sorge, daß ich Niemand nicht Sie, H m Kunze un Songe, daß zuwider dir Ich ja Nichts 1 4 4 Sorge, großer Menſchenfreund, Schr. nnſich gleich ma hr uns, deine Kinder, Sorge Herr, in Freund und Feind, Sorge für uns Sünder! Sorge für mein Stücklein Brodt, Sorge doch für Alle, die da ſind mit mir in Noth! Sorge, wenn in falhe ich ſchlie „Sorge, wenn ich ſchließe zu Meine Augen⸗Lider, Sorge, wenn ich bin zur Ruh Und erwache wieder: Sorge für mein Amt und Stand, Wort, Vernunft und Dichten, Für die Arbeit meiner Hand, Laſſen und Verrichten. 6. Sorge für mein Hab und Gut, Ehr und Artan amen⸗ Surge wenn ͤ nügn mir Leides thut Der verkehrte Sa⸗ ade Sna en men, Sorge, wenn zu Sünd und dellt e a die Ruh Spott Mich mein Fleiſch will leiten, ! W Gott zur W Juull das zu 9 „ Waß nir zum Wi . S anichs heute wi i, ſo unz wohl nonha ndeß ſottes Fülen, Von der Fürſorge Gottes. Sorge wenn ich mit dem Tod Muß am Ende ſtreiten. „7. Sorge, Herr wenn mich an⸗ ficht Satan hier auf Erden, Sorge, wenn ich vor Gericht Soll gefordert worden, Sorg für meine Grabes⸗ Statt, Sorg in meinem Leben, Sorge, wenn mein Geiſt nun hat Dir ſich übergeben! Ludämilia Eliſabeth, Gräfin zu Schwarzb.⸗Rudolſt., g. 1640, ſt. 1672. Wider die Nahrungs⸗Sorge. In bekannter Melodie. arum betrübſt du dich, 202. Warun Herz, Bekümmerſt dich und trägeſt Schmerz Nur um das zeitlich Gut? Vertrau du dei⸗ nem Herren Gott, der alle Ding er⸗ ſchaffen hat. 2. Er kann und will dich laſſen nicht, Er weiß gar wohl, was dir gebricht: Himmel und Erd iſt ſein. Mein Bater und mein Herre Gott, Der mir bei⸗ ſteht in aller Noth. 3. Weil du mein Gott und Vater biſt, Dein Kind wirſt du verlaſſen nicht, Du väterliches Herz! Ich bin ein armer Erdenkloß, Auf Erden hab ich keinen Troſt. 4. Der Reich verläßt ſich auf ſein Gut, Ich aber will vertraun meinm Gott; Ob ich gleich werd veracht, So weiß ich und glaub feſtiglich: Wer Gott vertraut, dem mangelt nicht. 5. Elia, wer ernähret dich, Da es ſo lange regnet nicht In ſo ſchwer theurer Zeit? Ein Wittwe aus Si⸗ donier⸗Land, Zu welcher du von Gott warſt gſandt. 6. Da lag er unterm Wachholder⸗ Baum, Ein Engel Gotts vom Him⸗ mel kam Und bracht ihm Speiſ und Trank; Er ging gar einen weiten Gang Bis zu dem Berg, Horeb genannt. 7. Des Daniels Gott nicht ver⸗ gaß, Da er unter den Löwen ſaß: Sein Engel ſandt er hin Und ließ ihm Speiſe bringen gut Durch ſeinen Diener Habakuk. * Und ließ ihn nehmen Grimm und Muth Durch ſeine Wunder⸗ Macht und Hut. 8. Joſeph in Aegyptn verkaufet ward, Von Pharao gefangen hart Um ſein Gottsfürchtigkeit: Gottmacht ihn zu einm großen Herrn, Daß er konnt Vatr und Brüdr ernährn. Von der Fürſorge Gottes. Der Alles weiß und ſieht von fen Wie viel uns was gebricht? A was er bald thun will und ſoll, Alles dir gerathe wohl. V 3. Denn ob du nicht die Mat weißt, Gott doch allmächtig b und heißt Und dich nur mit verſut — 9. Es ließ auch nicht der treue Gott Die drei Männer im Feur⸗ Ofen roth: Sein Engel ſandt er hin, Bewahrt ſie für des Feuers Gluth Und half ihnen aus aller Noth. 10. Ach Gott, Du biſt noch heut 1 gweſen ewig⸗ ſteht ganz zu iner Seelen ſo reich, Als du biſt lich. Mein Ver tr aun dir; Mach mich an meiner 4. 441* 1 3½ 41 † N reich, So hab ich gnug hie r und 5. ewiglich. ₰ 2 U ſollſt mir nur das Ewge gewährn, Das du erworben 147 L4. entbehrn, D haſt Durch deinen herben bittern Tod: Das bitt ich dich, mein Herr und Gott! 12. Alles, was iſt auf dieſer Welt, Es ſei Silber, Gold oder Geld, Reich⸗ thum und zeitlich Gut, Das währet nur eine kleine Zeit Und hilft doch nicht zur Seligkeit. 13. Ich dank dir, Chriſte, Gottes Sohn, Daß du mich das haſt erken⸗ nen lan Durch dein göttliches Wort: Verleih mir auch Beſtändigkeit Zu meiner Seelen Seligkeit. 14. Lob, Ehr und Preis ſei dir geſagt Für alle dein erzeigt Wohl⸗ that Und bitt demüthiglich: Laß mich nicht von deinm Angeſicht Ver⸗ ſtoßen werden ewiglich. H. Sachs, g. 1494, ſt. 1576. Zufriedenheit im Mangel. In voriger Melodie. 20 3„Jarum betrübſt du dich, 2. M mein Herz, Und ma⸗ cheſt dir nur ſelber Schmerz, Wenn oft dein Vorrath ſchlecht? Wenn du auf dürrem Berge biſt Und Alles um und um dich wüſt. er zeitlichn Ehr will ich gern Ob du auf Mittel mehr, alz Wollſt deine Rechnung machent 4. Drum zage nicht bei gu Tiſch, Obſchon drauf wenig a und Fiſch, Nimm du mit Gottit lieb, Der ſchafft, daß Wenig h währt, Daß ſich oft Viel gare 711, H lo verzehrt. 5. Geh, lagre du dich an dens Und Platz in Gottes Namen tt Den dir ſein Wille zeigt, Obſchan liegſt auf fremdem Gras, Gut, th dir Gott nur ſegnet das. 6. Nicht murre, haſt du ſchonztt Viel; Nimm, wie viel dir Goht ben will, So haſt du gar genug, mit Geringem werden ſatt Undt behalten vor dich Ratb. 7. Ach Gott! wenn ich auch ien chen Tag Die Rechnung mach 1 überſchlag, Wie viel ich haben un So fehlt mirs, wie Philippo di Und iſt zu wenig aller Ort. 8. Drauf folget manche Kum nier Nacht, Wenn ich die untreu M betracht, Weiß ſelber keinen N Die tröſten und mir helfen ſel Mich mehr bekümmert mane wolln. 9. So hilf, Gott! daß die Zuht ſicht Gerade ſei auf dich gericht, dein allwiſſend Aug, Das mir bi längſt wohl auserſehn, Was mitt Gute muß geſchehn. ¹ 2. Du haſt gar einen treuen Her äa tnt an uluntdt, dn anſſ d Als un E ERNrs n 1ie Pens u ai tfelllt hi Grii A arrieunt fir Mm Pth i. 25 34. der Sti— 7 1 al m ült ih nich. hriltn M urgen Arm dan P mn dede fen dn tiglich G Nt nl Rh nänen. 1 emu geſcenkt A Mmd, Darun— oi dhr an Er wird* ejenn dwefeſt, F Ahr dem indnten. 1 Arxentt dos ſoll i Get dt d dmn alhier“. Apnrſen AWdr Leib ſi eniten,Nehs Vid inde deüm. 4. Ginr as Trar ſen, Mit em umt unn geber 8 Rtt Pn egibtim iann vie ddn Ken wie du di 1 e Sorh dhes 1 1 üd 4 e tyn Und die 1 di Arm in Vogel 1 dum er ſingt, Bi m ent eihm ſol anzeig 10. Ich weiß ja, daß dein Vatz nd iken 12 Herz, Das ſelbſt mitleidig men ieen lct ds Schmerz Empfindet, helfen unii 4 Wenn jetzt die Noth am größten a fde Glante feht Mit Troſte du am nächſten biſt.. Tad Näßt uns 11. Sind mir die Mittel unſ iteaden kannt, Iſts darum deiner ſtanzſ auden ſeſen, dt Hand Unmöglich, nicht zu thun⸗ ns gärict, Pan Wie veij vasſ Alles d thu 4. 1101 lſch, ⁸ chon drau nd& e Ni eb, ährt iß erzeh lzehl N egſt d hemdem Grs r Ge del; it Ge aum werden ſat ehalte manr dich Ratb. 7. A ott! wemn ihe den D hnie Rechnung berſch de Wie viel ih ſt do feh aitrs, wie Ph nd iſt uz venig aller d 4 folget mandes AUm ich die m etracht Aieiß ſelber km die tr aſt und mir ſ bekümmen D 2 acht„ 8. un Nich olln. 9. S r, Gott! dit iht Ge ams ſei auf dih gi ein all fimid Aug, Dun ngſt t umusserſehn, R zute m utzweſchehn. 10. 8 vpfindet, b ie Noth an g u am nuͤchſa ſchmer 1 Venn j Nit Tr 11. 8mir die M darum deint unnt, and U ich, nict uh er latgar ennate us nund ſan — as ge rila gefällt, Gib Wenig oder Viel, Wies ndienlich iſt zur Seligkeit, So lob ich un dich in Ewigkeit. 204. Zſczaft, d ſich q 8 5. g lagre du dhn nd 5 aml in Gottes ſe den d Fn Will zain 3 u ſegnet 6.) th nurre, haſt u iel; anßn, wie vil i en wil Ii haſt dugegu Blumen auf den Feldern, Wie ſo ¹eiß ja, daßn erz, n ſebſt miteed Von der Fürſorge Gottes. kannſt aus Wenig ſchaffen bald Den Deinen reichen Unterhalt. 12. Drum ſei dir Alles heimge⸗ ſtellt, Nachs, wie dirs, Vater! wohl⸗ D. V. S. Gegen die Sorge für Morgen. Matth. 6, v. 25— 34. Mel Warum ſollt ich mich. arum willſt du doch für Morgen, Armes Herz, Immerwärts Als ein Heide ſorgen? ozu dient dein täglich Grämen, Weil Gott will In der Still Sich der Noth annehmen? 2. Gott hat dir geſchenkt das Le⸗ ben, Seel und Leib, Darum bleib Ihm allein ergeben, Er wird ferner Alles ſchenken, Traue feſt, Er verläßt Richt, die an ihn denken. 3. Sage nicht, was ſoll ich eſſen? Gott hat dir Schon allhier So viel zugemeſſen, Daß der Leib ſich kann ernähren, Uebriges Wird indeß Got⸗ tes Hand beſcheren. 3 4. Es iſt mehr, als Trank und Speiſen, Dieſer Leib, Darum gläub, Daß Gott wird erweiſen, Daß er Speis und Trank kann geben Dem, der ſich Feſtiglich Ihm ergibt im Leben. 5. Sorgſt du, wie du dich ſollſt kleiden? Jeſus ſpricht: Sorge nicht, ſolches thun die Heiden; Schau die ſchön Dieſe ſtehn Und die Bäum in Wäldern. 6. Sorgt Zweigen, Wenn er ſingt, Hüpft und ſpringt, Wer ihm ſoll anzeigen, Was er eſſen ſoll und trinken? Nein, ach nein! Er allein Folgt des Himmels Winken. 7. Ach, der Glaube fehlt auf Er⸗ den; Wär er da, Müßt uns ja. Was uns Noth iſt, werden; Wer Gott kann im Glauben faſſen, Der wird ein Vogel auf den 123 8. Wer Gerechtigkeit nachtrachtet Und zugleich Gottes Reich Ueber Alles achtet, Der wird, wahrlich! nach Verlangen, Speiſ und Trank Lebens⸗ lang Wie im Schlaf empfangen. 9. Laß die Welt denn ſich bemü⸗ hen Immerhin; Ach, mein Sinn Soll zu Jeſu fliehen; Er wird geben, was mir fehlet, Ob ers oft Unver⸗ hofft Eine Weil verhehlet. 10. Will er prüfen meinen Glau⸗ ben Und die Gab, Die ich hab Mir gar laſſen rauben: So muß mir zum Beſten kommen, Wenn Gott mir Alles ſchier Hat hinweggenommen. 11. Er kann Alles wiedergeben, Wenn er nimmt, So beſtimmt Er ſein Wort zum Leben; Ach, wie viele fromme Seelen Leben ſo Und ſind froh Ohne Sorg und Quälen. 12. Sie befehlen Gott die Sor⸗ gen, Wie er will, Und ſind ſtill Im⸗ mer im Verborgnen: Was Gott will, iſt ihr Vergnügen Und wies er Un⸗ gefähr Will mit ihnen fügen. 13. Doch kann ihnen nicht verſa⸗ gen Gott ihr Brodt In der Noth, Wenn er hört ihr Klagen: Er kömmt, wahrlich! ſie zu tröſten, Eh mans meint, Und erſcheint, Wenn die Noth am größten. 14. Ihre Sorg iſt für die Seelen Und ihr Lauf Geht hinauf Zu den Telſen Höhlen, Zu des Herren Jeſu Wunden, Hier ſind ſie Aller Müh Und der Noth entbunden. 15. Nun, Herr Jeſu, meine Freude, Meine Sonn, Meine Wonn, Meiner Seelen Weide! Sorge nur für meine Seelen, So wird mir Auch allhier Nichts am Leibe fehlen. 16. Alles ſei dir unverhohlen, Was mir fehlt, Was mich quält, Großer Gott! befohlen; Sorge du, ſo will ich ſchweigen Und vor dir, Nach Ge⸗ bühr, Meine Knie beugen. 17. Ich will dir mit Freuden dan⸗ ken Fort nnd fort, Hier und dort, Und will nimmer wanken. Lob und nicht, Wenns gebricht, Von ihm ſein verlaſſen. Preis ſei deinem Namen! Sei 124 mein Theil, Hilf und Heil, Liebſter Jeſu, Amen! L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Der 121. Pſalm. In eigener Melodie. enn ich in Angſt und 205. Noth Mein Augen heb empor Zu deinen Bergen, Herr, Mit Seufzen und mit Flehen, So neigſt du mir dein Ohr, Daß ich nicht darf betrübt von deinem Antlitz gehen. 2. Mein Schutz und Hilfe kommt, O treuer Gott, von dir, Der du das Firmament Und Erdreich haſt ge⸗ gründet. Kein Menſch kann helfen mir: allein man Rettung findet. nicht entgleiten kann, Du leiteſt ſel⸗ ber mich Auf allen meinen Wegen Und zeigeſt mir die Bahn, Wenn mir die Welt, der Tod und Teufel Stricke legen. 4. Du Hüter Ifrael, Du ſchläfſt noch ſchlummerſt nicht; Dein Augen Tag und Nacht Ob denen offen blei⸗ ben, Die ſich in deine Pflicht Zur Kreuz⸗Fahn durch dein Blut, o Jeſu, Jaſſen ſchreiben. 5. Der Herr behüte mich Für allem Ungelück; Beſonders meine Seel Er väterlich bewahre Fürs Teufels Liſt und Tück, Auf daß hinführo mir kein Uebel widerfahre. .6. Herr ſegne meinen Tritt, Wo ich geh aus und ein, Auch was ich red und thu, Laß Alles wohl gelin⸗ gen Und dir befohlen ſein: So kann ich meinen Lauf hier ſeliglich voll⸗ ringen. 7. Und wenn ich aus der Welt Nach deinem Willen geh, So hilf, daß ich in dir Fein ſanft von hinnen ſcheide Und frohlich auferſteh; Dann führe mich hinauf in deine Wonn und Freude. M. A. v. Löwenſtern, g. 1594, ſt. 1648. Vor deinem Gnaden⸗Thron Von der Fürſorge Gottes. Wider die Peſt. Pſ. 91. In bekannter Melodie. 206 Weo⸗ in dem Schußz de 4 Höchſten iſt Undſ Gott hat ergeben, Der ſpricht: iu Herr, meine Zuflucht biſt, Mein Gi Hoffnung und Leben, Der du jaß erretten mich Von Teufels Sti gnädiglich Und von der Peſtileng 2. Mit ſeinen Flügeln deckt eri. Auf ihn ſollſt du vertrauen, 6u Wahrheit ſchützt dich ſicherlich, I dich bei Nacht kein Grauen, Bealz niß nicht erſchrecken mag, Auch in Pfeil, der da fleugt bei Tag, Mu dich ſein Wort erleuchtet. 3. Kein Peſtilenz dir ſchaden kan. Die im Finſtern umſchleichet, i 3. Du ſchaffeſt, daß mein Fuß Mir Seuch noch Krankheit rührt dich m Die im Mittag umſtreichet; Ob am ſend ſtürben dir zur Seit Und Za tauſend anderweit, Soll es dicht nicht treffen. 4. Ja, du wirſt auch noch Luſt z Freud Mit deinen Augen ſehen Ant Gottloſen Herzeleid, wenn Vergeltu wird geſchehen, Weil der Herr iſt de Zuverſicht Und dir der Höchſt ſit Schutz verſpricht, Drum daß duhtt vertraueſt. 5. Kein Uebels wird begegnen di Kein Plag dein Haus wird rühte Denn er ſeinm Engel für und Befiehlet, dich zu führen Und zue hüten für Unfall, Auf Händen ier gen überall, Daß kein Stein den Fuß letze. 6. Auf Löwn und Ottern wif du gehn Und treten auf die Drachen Auf jungen Löwen wirſt du ſtehn Ihr Zähn und Gift verlachen; dan dir der Keines ſchaden kann, Kit Seuch kommt dem von Andern a Der Gott allein vertrauet. 7. Er begehrt mein aus Herzen grund Und hofft auf meine Güt Drum helf ich ihm zu aller Stun —=— t *. ſteh 4 Sin gwär i i * Langs 1 ¼ ga, Mei ——— — —— — 4 ah mmüligen Geiſt— 1 PG aden, 3. 1498, 5☚ tat Fwe in Su— I Femm liden G 2 am den libe= *We Wlitwuten,So, 7 R Stt, Der wi„. dle ani euen, Darne Nerd ntin wrdt, Geſelr nant aha act Die— 2 M 8 mit. Itmdr Garten RVuats Reis im Cr Mätt bermach zu ſen unge und da en. 9 e Wa 9 he dem 4 dhe — — . =x —̃. — — 2 4△ 4 — u Rienur bei ſeinem— enai ſimn angee rt jum und mt n de 5 ergoht Llleverdruß Sir dn mß. 1 z P. a. Ich will ihn wohl behüten, Ich will allzeit ſein Helfer ſein; Drum, daß er kennt den Namen mein, Deß ſoll ] dötan Gott, Drum will ich ihn erhören; 5 , Der im ott 27 eb u ffin r Zuiugr m Dnd Leben 8 ich ihn bringen will, Langs Leben ihm gebn ohne Ziel, Mein Heil willl ich ihm zeigen. Ja aus Hirſt auch nan d Maphnen Lui loſen e nen geſe aut, Weil derha erſich nid dir der tt v acht, Drun io aueſ 2 Kei Mnels wird beyn Ple nmin Haus wit nei mam daue fitr blet, 4 zu führen U mfün al rall, Auf i über lr Daß kein en letze. Auf Min und Otg ehn aul reten auf ded jung umowen wilſt d zähn au Gift verlahn er F unm ſchaden ime kon m dem von Ahn⸗ Gott un en vertraut. Er t mein msſ Un Wufft auf minſ mhel uhihm u dlri er ſich ja tröſten. 8. Er ruft mich an als ſeinen Ich ſteh ihm bei in aller Noth, Ich will ihm Hilf gewähren, Zu Ehren 9. Ehr ſei dem Vater und dem (Sohn Und dem heiligen Geiſte, Als 'es im Anfang war und nun, Der ans ſeine Gnade leiſte, Daß wir a wandeln in ſeinem Pfad, Daß uns der arge Feind nicht ſchad. das begehrt, ſprech: Amen! Wer M. Sebald. Heyden, g. 1498, ſt. 1561. Gottes Fürſorge in Schulen. Mel. Wer nur den lieben Gott. itet er nur den lieben Gott Seitn 207. Wan walten, So lang er nn der Schule lebt, Der wird auch allen Troſt erhalten, Darnach ein Menſch im Leben ſtrebt, Geſetzt, daß manche Sorgen⸗Nacht Die Tages⸗ Laſt geringe macht. 2. Hier wird der Garten angele⸗ get, Da manches Reis im Schatten ſteht, Das Gott hernach zu ſuchen pfleget, Wenn hie und da ein Baum eingeht; Drum liegt dem Höchſten wiel daran, Daß er dieß Werk beför⸗ dern kann. 3. Man bleibe nur bei ſeinem Fleiße, Die Stunden ſind ſchon angeſetzt, Da Gott mit Reichthum und mit Preiſe Die angewandte Müh ergötzt, Und da des Neides Ueberdruß Sich ſelbſt zur Strafe werden muß. 4. Gibt uns die Wolluſt ſchnöde Blicke Und ſtört die Luſt die Ein⸗ ſamkeit, So denke man auf Gott zurücke. Es iſt doch beſſer allezeit, Mit Gott in Arbeit, Müh und Pein, Als ohne Gott in Freuden ſein. 5. Man darf nur unbeſorgt ſtudi⸗ ren, So hat man ſchon genug gethan. Von der Fürſorge Gottes. Gott wird das Andre ſchon vollführen, Mehr, als dein Sorgen ſchaffen kann, Weil er denſelben, die er liebt, Ihr Antheil auch im Schlafe gibt. 6. Manch armes Kind, das ſich vor Zeiten In Mangel als ein Knecht befand, Steht jetzt den Fürſten an der Seiten Und redet für das ganze Land, Dieweil des Allerhöchſten Rath Den treuen Fleiß geprüfet hat. 7. Wer weiß, wer noch aus die⸗ ſem Haufen Ein Licht im Lande wer⸗ den ſoll? Das Glücke wird ihm nicht entlaufen, Er lerne nur und lebe wohl, So leiſtet er, was Gott befiehlt. Und hat am Ende nicht verſpielt. 8. Wohlan, die Welt mag uns verdammen, Gott lindert allen Ueber⸗ druß; Und alſo treten wir zuſammen. Wer lehren oder lernen muß. Gott iſt mit uns! Das ſoll allein Der Spruch zu unſer Loſung ſein. M. C. Weiſe, g. 1640, ſt. 1708. Wie es Gott fügt, bin ich vergnügt. In bekannter Melodie. 9 er nur den lieben Gott 2 0 8. Wan walten Und hoffet auf ihn alle Zeit, Den wird er wun⸗ derlich erhalten In allem Kreuz und Traurigkeit. Wer Gott, dem Aller⸗ höchſten, traut, Der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die ſchweren Sorgen? Was hilft uns unſer Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen Beſeufzen unſer Ungemach? Wir machen unſer Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig ſtille Und ſei doch in ſich ſelbſt vergnügt, Wie unſers Gottes Gnaden⸗Wille, Wie ſein Allwiſſenheit es fügt: Gott, der uns ihm hat auserwählt, weiß auch gar wobl, was uns fehlt. 4. Er kennt ganz gut die Freuden⸗ Stunden, Er weiß wohl, wenn es nützlich ſei, Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei, So kommt Gott, eh wirs ³¼ Der 126 Von der Fürſorge Gottes. uns verſehn Und läſſet uns viel Guts geſchehn. 5. Denk nicht in deiner Drangſals⸗ Hitze, Daß du von Gott verlaſſen ſeiſt, Und daß der Gott im Schooße ſitze, Der ſich mit ſtetem Glücke ſpeiſt. Die folgend Zeit verändert Viel Und ſetzet Jeglichem ſein Ziel. 6. Es ſind ja Gott ſehr ſchlechte Sachen Und iſt dem Höchſten Alles gleich, Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich: Gott iſt der rechte Wun⸗ dermann, Der bald erhöhn, bald ſtür⸗ zen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, Verricht das Deine nur getreu 111 44.S 312 a S- Und trau des Himmels reichem Se gen, So wird er bei dir werden neu; Denn welcher ſeine Zuverſicht Auf 1 Gott ſetzt, den verläßt er nicht. G. Neumark, g. 1621, ſt. 1681. Reiſe⸗Lied. Mel. Wer nur den lieben Gott. ⸗—0 JPer nur mit ſeinem Gott 20 9* verreiſet, Der findet immer Bahn gemacht: Weil er ihm lauter Wege weiſet, Auf welchen ſtets ſein Auge wacht. Hier gilt bie Lo⸗ ſung früh und ſpat: Wohl dem, der Gott zum Führer hat! 2. Wenn Jacob durch die Wüſte gehet, Trifft er ein liebes Beth⸗El an. Wenn Iſrael am Jordan ſtehet, Zeigt ihm der Herr ein Canaan. Geht David in das Thal hinab, So lehnt er ſich auf Gottes Stab. 3. Gott hat ſich gar zu ſehr ver⸗ bunden, Daß er will bei den Seinen ſein; Kein Ort wird in der Welt ge⸗ funden; Er zieht mit ihnen aus und ein, Durch Feuer⸗ und durch Waſſers⸗ Noth, Auch ſelber mitten durch den Tod. 4. Er leitet uns mit ſeinen Au⸗ gen, Er gängelt uns mit ſeiner Hand. Wenn Luſt und Wetter nicht Gewand. Ja, allein Der beſte ſein. 5. Er iſt un Nacht. gemacht. Seite trägt. irret nicht. Er Schutz doch vor verletzt. ſtehn. men kann. — verrückt! Abend werden, mehr taugen, So überdeckt uns ſeiß ſeine Liebe kanf 8 Säule Sowol be gehn, Zur Rechten und zur Au 11. Bleib bei uns, wenns i Schild im Stur Wolk- und Feua ee i Tag, als beizaß un Durch ihn wird uns längſte Meile Zu einem Schrittetz aſtt Kein Stein wird ing MWe olegt De er nicht auß Welt gelegt, Den er nicht auf 6. Er ſelbſt iſt Wahrheit, M und Leben, Und wer ihm folgt i hat die Hand i drauf gegeben, Daß uns be kein Leid geſchicht, Und wenn Weg voll Dornen wär, So gehtſe uns her. 7. Die Wagenburg iſt ſtets ſchlagen, Die dort um Dothans ah 4 geſetzt. Er läſſet uns auf Hähze tragen, Daß uns kein Stein den Die Engel müſſen, wo 1 8. So wallen wir hier auf t Erden, Wo wir nur lauter Wu ſein, Bis uns das Vaterland un werden, Da gehen wir zum Himm ein: Ein ſanfter Tod zeigt unsde Bahn, Wie man zur Heimath ken 9. Indeſſen laſſen wir uns fühte Wie Gottes Hand den Wagen lt Weil wir aus ſeiner Leitung ſpuen Daß er auf unſer Beſtes denkt, U obes wunderlich gleich ſcheint: Gin daß es ſelig iſt gemeint. 10. Wir reiſen, Herr in deinen Namen, Sei du Gefährte, Weg un Stab. Die Helden, die zu Pau kamen, Send auch zu unſerm 8ch herab. Mach Aus⸗ und Eingang beglückt, Daß uns kein Fall das N . —— Gib Licht dut deine Gegenwart, Sei unſer Aiſ D Stern hier auf Erden, Und iſt de in an —— nor Und bo. 5 ſbwer 1 lhim 1 dend 4 wrethn buen 9r 1 Mü u nit uns a ce Ar allin, terſei de dl 1,9 Krhnenen Atart y dhen⸗ch deen ſoll, ¹ Ae 49 9. agameiatt: Woh we m Ater hat! N t an nt hette 5 Stult g. 1673,7 riege Gottes. Nihar Melodie. M Mterwir *1 Wanmbarſein 2 üſer gett ſu dinen G. Sben N bttmih an n⸗ du goht Wr lnd deine( dh Nam m. Hma ſind und Rüs mä D aber zog entan du vuſche m wlala man Sinde Und ih na n GnadenK, 4 4 R urher hab Mainnt dieweil du r dn nt gpandt, T mnt beſhütt, b.= ak ſein Schäflei- ⁴☛ᷣ Nh 8 dinl w er deit Und mich Thf aeen 1 ſetetem dut in müre ganz de 7 dief in deinem ⁴ — Wwn dir⸗ und her, 8 üfe durft ich 4 3 3 1 4 9 D üüia llein.☚¶ ☛☛½ Une ein. beſte Sti 3 Sädt t uns Vol⸗ n lachh l di ... 1 mun Tie enn ema Kein Stin a Velt 1— u w uuf Saden, Daß u eg—— eſchict Un ornen wir d hutz in me 3 186 vor uns he 7. 3i Wagenbug ä e dort un dan 3 liſet us ur „2. uns kin ei letzt. Au e Engel nann n. echten und a — ☛ ——— — . 84 S'allen wir zir⸗ den, wir nur lan 1, Wasens das Vatan den, as gehen wirzn . Ei nifter Tod zin hn, man zur Han n ka m ). Ju ehn laſſen wir w e Gnt Hand den Mo il w nns ſeiner Leihn ß er fmſer Beſtes R s wi asnich gleich ſcein es llt iſt gemeint 0. Tabeiſen, Her iſ ich men, as du Gefahre, ab. uns helden, dih den, ans auch zu uim ab. all Aus⸗ und bn lückt, uns kein zut 1. Wmbei uns, vm nd unm n, Gih A e G rn hin mu Eden, 1 art, Sei m Kreuz⸗Steg ſchwer und hart, So utröſt uns mit der Roſenbahn, Die man dort oben laufen kann. 12. Wirſt du mit uns auf dieſem Wege Durch deinen Schutz und Lei⸗ tung ſein, Und auch indeſſen deine Pflege Den Hinterlaſſenen verleihn, 4 So ſoll das unſer Opfer ſein: Ge⸗ i ſobet ſei der Herr allein! 13. Wir wollen einen Altar bauen, Der Eben⸗ECzer heißen ſoll, Daran an ſoll man die Worte ſchauen: Gott äühret ſeine Kinder wohl. Und alſo andt die Loſung Statt: Wohl dem der Gott zum Führer hat! B. Schmolk, g. 1673, ſt. 1737. Fürſorge Gottes. In eigener Melodie. 210 Wi ſoll ich dir doch gnug⸗ * MIſamdankbar ſein, Mein liebſter Gott! für deinen Gnaden⸗ Schein? Du blickſt mich an mit all⸗ zu großer Treue Und deine Güt iſt alle Morgen neue. 2. Ich war ein Kind und wußte Nichts von dir, Du aber zogſt aus Liebe mich zu dir, Du wuſcheſt mich von aller meiner Sünde Und nahmſt mich an zu deinem Gnaden⸗Kinde. 3. Dein Vaterherz hab ich ge⸗ nug erkannt, Dieweil du ſo viel Guts an mich gewandt; Du haſt mich ja ernährt, beſchützt, bekleidet Und als ein Hirt ſein Schäflein wohl geweidet. 4. Wie manchmal hab ich doch vor dir geweint Und mich beklagt, daß keine Hilf erſcheint; Doch, wenn ich dacht, mein wäre ganz vergeſſen, So hab ich tief in deinem Schooß geſeſſen. 5. Wenn mich Gefahr und Un⸗ glück hat erſchreckt, So haſt du mich mit deinem Schirm bedeckt, Oft hat die Welt mich hin⸗ und hergeriſſen, Doch deine Hilfe durft ich nicht ver⸗ W miſſen. .6. Haſt Du mir gleich ein Kreuz⸗ lein zugeſchickt, So bin ich doch bald Von der Fürſorge Gottes. 127 wieder drauf erquickt: Du biſt mein Arzt, mein Troſt und Heil geweſen, Daß ich nach Angſt und Trauern bin geneſen. 7. Wie ſollt ich nicht, mein Gott, dir ferner traun Und als ein Kind auf deine Güte baun? Bekümmert mich der ungewiſſe Morgen, So will ich dich, o Vater! laſſen ſorgen. 8. Du zierſt das Gras, du ſpeiſt manch Vögelein, Ich werde dir ja nicht geringer ſein, Du weißeſt ſchon, was mir gebricht und fehlet, Denn du haſt Tag und Stunden ab⸗ gezählet. 9. Und ſollte gleich ein Mangel fallen ein, Wird er mir doch nur eine Probe ſein. Dein Auge wird alsdann nur wollen ſchauen, Ob ich dir auch in Nöthen werde trauen. 10. Doch du wirſt mich nicht gan und gar verſchmähn, Denn du biſt treu und läſſeſt Nichts geſchehn, Daß man zu ſehr verſuchet ſollte wer⸗ den, Du ſchaffeſt Rath und linderſt die Beſchwerden. 11. Drum werf ich Sorg und Kummer von mir weg, Denn deine Treu iſt meiner Auge Zweck. Auf dich will ich in allen Nöthen ſchauen, So darf mir doch vor keinem Man⸗ gel grauen. 12. Ich folge dem, was mich mein Jeſus heißt, Und ſorg um das, was mich zum Himmel weiſt; Denn die⸗ ſes iſt die beſte Sorg auf Erden, Wie man gerecht und ſelig möge werden. M. Z. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Der 127. Pſalm. In eigener Melodie. 211 o Gott zum Haus 14. nicht gibt ſein Gunſt, So arbeit Jedermann umſonſt; Wo Gott die Stadt nicht ſelbſt be⸗ wacht, So iſt umſonſt der Wächter acht. 2. Vergebens, daß ihr früh auf⸗ ſteht, Dazu mit Sorgen ſchlafen geht, Eßt euer Brodt mit Unge⸗ 128 mach: Denn, wems Gott gönnt, gibt ers im Schlaf. 3. Nun ſind ſein Erben unſre Kind, Die uns von ihm gegeben ſind: Gleich⸗ wie die Pfeil ins Starken Hand, So iſt die Jugend Gott bekannt. 4, Es ſoll und muß dem gſchehen wohl, Der dieſer hat ſein Köcher voll; Sie werden nicht zu Schand und Spott, Vor ihrem Feind bewahrt ſie Gott. 3 5. Ehr ſei dem Vater Sohn, Sammt heilgem i Einem Thron, Welchs ihm auch alſo ſei bereit Von nun an bis in Ewig⸗ keit! J. Kohlros, ſt. 1558. und dem Geiſt in Unſere Zeit in Gottes Händen. Mel. Zion klagt in Angſt und Schmerzen. 212 WMunderbarer Gott und b. Schöpfer, Herr und Führer meiner Zeit! Ich bin Thon und du mein Töpfer, Deine Hand hat mich bereit, Ich bin, was ich leb und bin, Mein Seel, Leib, Herz, Muth und Sinn Ein Gemächte dei⸗ ner Hände, Dir ich mich auch ganz verpfände. 2. Du haſt alle meine Tage Aufs Genauſte abgezählt. Du weißt meine Arbeit, Plage. Du weißt, was an Jedem fehlt. Du weißt meine Fröh⸗ lichkeit. Du weißt meinen Kampf und Streit. Du weißt alle meine Sachen, Die wirſt du auch recht wohl machen. 3. Ach! wie ſeh ich dich nicht ſorgen Für mich und mein ganzes Thun An dem Abend, Wie am Mor⸗ gen, Ich darf nur in dir beruhn. Alles ordnet deine Kraft, Die mein Thun und Leiden ſchafft. Du re⸗ giereſt meine Zeiten Und ſchaffſt die Gelegenheiten. 4. Achl wie fühl ich deine Werke! Ach! dich find ich überall. Groß iſt deine Kraft und Stärke, Güt und Weisheit allzumal. Findt ſie ſchon ein Kummer⸗Stein, Bald ni Von der Fürſorge Gottes. ſich dein Helfen ein, Das uns i mals ehr erfreuet, Als man u um Hilfe ſchreiet. 5. Gute Meinung bringt au Schaden, Einfalt übereilt das Ha Daß wir uns ein Werk auflade Deſſen End iſt Angſt und Schme Gott ſieht die Aufrichtigkeit un hilft zu gelegner Zeit, Daß wir Hilfe ſchauen Und ihm lernen vertrauen. 6. Ja, wenn Satan uns erſt net Und das ſchwache Fleiſch un fällt und die Welt ihr Ziel erreite 4 3 ſo wacht der Vater doch Und iot ruft und wecket noch, Daß er um 7. Alſo laſſet unſre Zeiten Git in ſeinen Händen ſtehn! Er fuſt die Gelegenheiten, endlich mußt uns wohl gehn. Er hält ſet — Vater⸗Hand Ueber uns ſtets aus ſpannt, Alles wird ſich müſſen gen, Was zum Heil, Troſt und W gnügen. 8. Und ſo will ich den Schlußſit ſen: Dir befehl ich meine Zeit, N will ich mich gänzlich laſſen In Zeit und Ewigkeit. Du biſt mm Gott, führe mich Wunderlich, uk ſeliglich, Daß mir Kreuz, Thun, Wo und Leben Hier und dort mög geben. — Sprüchw. 30, v. 7. 8. 9. Mel. Wenn wir in höchſten Nöthen. 213 wei Ding, o Herr, bi 5 ich von dir, Die woll du nicht weigern mir, Weil ich i dieſem Leben bin, Eh mich mein Stündlein nimmt dahin. 2. Verfälſchte Lehr, Abgöttent Und Lügen ferne von mir ſei, A⸗ muth und Reichthum gib mir nicht Doch dieſes bitt ich ferner dich: 3. Ein ziemlich Nothdurft ſchaf dem Leib, Daß ich kann nähren Kin und Weib, Daß kein groß Noth, noh 4. 4 * 12 rkeugn den 21 dett J rrrederot rall A e Karüdt gerathen N= woh dünaunr 2☛ Sta ne Auncer thu Daometen mach — 1i 3 1 8 = dem un du ug. em arärard ſeifig ◻ 1 N kublen ſſt. xit. dden i n imum eal in dein th wu ah Kn dnn 2 Dehler, d. 1 — —. — — — — — M — — —. 2 ehütn 3 1. 1. 8. NM Shmn nt us berzens⸗Cm 1 5 bitt ich d 1 c grrerlei tagich—u Alontich gibt, Ar üntma. Gib meinn, wurnthihſterbundſinm wales Bande. — — X lnus. dn einl Sn. A dont ih tzu zi da „ i Aäardan. 3Ae Dom hohen. N hohen H 4 f „Avenn Satmn 1as ſ u2 A . A giſſet unſre gi gen Un f zwill ich dee Di un hl ich mein ich din gänzlich laſen um wigkeit. Du „ f aan mich Wundent lich, 3u mir Kreuz, Ih Leben wer und donn 1. Spr aht 30, 1. 14 I. Tauutir in höchſten n 3 1 ei Ding, vöhe . aks h von dir, N icht aun en mir, Mi n L iut bin, Ch n dleir um amt dahin. Ve auhte Ghr, M Lüge K ne von nirſ und aff ehthum gib nn dieſ it ich ferur it Ein an lich Nothduntſ eid, dd ich kann nühnſ Leib, kein groß Jah ee. Von den Engeln. 5 † Lerfr ſein, Dd. 3.. m dt 1. Mangel ſei Und auch kein Ueberfluß abei. 4. Sonſt, wenn ich würde zu ſatt ſein, Möcht ich verleugn den Herren, a mein Und ſagen: Was frag ich nach 1 Gott! Ich bin verſorgt für aller Noth. 5. Oder, wenn Armuth drückte mich, zum Stehlen möcht gerathen ich, Oder mit Sünd trachten nach Gut Ohn Got⸗ tes Scheu, wie Mancher thut. 6. Des Herren Segen machet reich Ohn alle Sorg, wenn du zugleich In deinm Stand treu und fleißig biſt Und kbhuſt, was dir befohlen iſt, Zuſatz. 7. Und, wenn vorhanden iſt mein End, nimm meine Seel in deine Händ, Gib ihr und allen Chriſten gleich Daß ewge Leben in deinm Reich. L. Oehler, um 1550. Sprüchw. 30, v. 7. 8. 9. Mel. Singen wir aus Herzens⸗Grunde. A 4 veiorler bitt ich von dir, *◻ Zweierlei tragich dir für Dir, der Alles reichlich gibt, Was uns dient und dir beliebt. Gib mein Bitten, das du weißt, Eh ich ſterb und ſich mein Geiſt Aus des Leibes Banden reißt. 2. Gib, daß ferne von mir ſei Lügen und Abgötterei: Armuth, das die Maße bricht, Und groß Reichthum gib mir nicht: Allzu arm und allzu reich 8 nicht gut, ſtürtzt Beides gleich Unſre Seel ins Sünden⸗Reich 3. Laß mich aber, o mein Heil! Nehmen mein beſcheiden Theil, Und beſchere mir zur Noth Hier mein täglich Bißlein Brodt. Ein klein Wenig, da der Muth Und ein gut Gewiſſen ruht, Iſt führwahr ein großes Gut. 4. Sonſten möcht im Ueberfluß Ich empfinden Ueberdruß, Dich verleugnen dir zum Spott Fragen: Wer iſt Herr und Gott? Denn das Herz iſt Frechheit voll, Weißoft nicht, wenn ihm iſt wohl, Wie es ſich erheben ſoll. 5. Wiederum, wenns ſtehet bloß Und die Armuth wird zu groß, Wird es untreu, ſtiehlt und ſtellt Nach des Näch⸗ ſten Gut und Geld; Thut Gewalt, braucht Ränk und Liſt, Iſt mit Unrecht usgerüiſ Fragt gar nicht, was chriſt⸗ ich iſt. 6. Ach, mein Gott! mein Schatz! mein Licht! Dieſes Keines ziemt mir nicht: Beides ſchändet deine Ehr, Bei⸗ des ſtürzt ins Höllen⸗Meer. Drum ſo gieb mir Füll und Hüll, Alſo, wie dein Herze will, Nicht zu wenig, nicht zu viel. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. IX. Von den Engeln. Hymnus. Bitte um der Engel Sendung. Mel. O Gott, ich thu dir danken. 21 5 A¹*¹ treuer Gott, ohn Ende! . Vom hohen Himmels⸗ Saal Dein Engelein mir ſende In dieſes Jammerthal, daß ſie die auern ſein Rund um auf allen Seiten Und ſicher mich geleiten, Ich geh aus oder ein. 2. Nachdem der Menſch geſchwinde In dieſer böſen Welt Gerathen kann in Sünde, wo Gott ihn nicht erhält: So laß Herr, Jeſu Chriſt, Dein En⸗ gel mich bewahren Vor Satans Liſt und Schaaren, Heut und zu aller Friſt 3. Noch Eines ich begehre, Daß mir dein guter Geiſt Ein reines Herz be⸗ ſchere Und treue Hilfe leiſt, Zu dienen dir allein, Daß ich nicht widerſtrebe, Vielmehr gottſelig lebe, Gleichwie die Engelein. 9 130 Von den Engeln. teinem Ende, loben, Der durch ſein Engel uns al⸗ 4. Auch ſend an meinem Ende, loben, Der h Ing. Wenn ich abſcheiden ſoll, Dein Engel, hier Beſchützen läßt von oben. Mi .. 7 18 Don Pu der behende Mein Seel von hinnen wollen ſingen ſeinen Preis, Den Me⸗ hol Und führ ſie an den Ort, Da ich mand zu erzählen weiß, Auch keine dul m itt um die 2r foll ewig leben, In Freuden bei dir Menſchen Zunhg9e. ſchweben, Nach deinem theuren Wort. 2. Wir ſollten billig unſern Klam 5. Bewahre mein Gebeine Durch Mit dieſen Himmels⸗Sängern Dung deine Engelein, Bis ich ſtark, klar und einen ſüßen Lobgeſang, Im höhen reine Geh in den Himmel ein, In Ton verlängern; Doch dieſes in deines Vaters Reich Und lobe Gott die Zunge nicht, Der Mund erſtattz mit Freuden, Nicht fürchte Tod und der Klang zerbricht; Wir ſindu Leiden Und ſei den Engeln gleich. arme Sünder. Amen! D. Böhme, g. 1605, ſt. 1857. 3. Gott ſchuf den erſten Menſihe zwar zum rechten Engel⸗Leben, da ſe 1 83 N Q⁴* 8 † Auf den Michaelis⸗Tag. Engel, der gefallen war In Tugmn nachzuſtreben, Ja ſelbſt an ſeiner Si Mel. Es iſt das Heil uns kommen. zu ſtehn, Den frommen Engeln get 4( 1,80 ͤn zu gehn, Doch dies war bald 21 6 Aus Lieb läßt Gott der zu geh 1. X Chriſtenheit Viel Gu⸗. Bu- tes widerfahren, Aus Lieb hat er ihr 4. Und darum ſind wir auch jezun zubereit Viel tauſend Engel⸗Schaaren; Beraubt des Engel⸗Lebens Ja d Darum manfröhlichſingen mag: Heut rum preiſet unſer Mund Den ait iſt der lieben Engel Tag, Die uns gar ſten nur vergebens, Weil wirmitShh wohl bewahren. den ganz erfüllt Und doch der Süm 2. Sie lagern ſich, wenn kommt die Lob nicht gilt, Das ſie dem Schöff Noth, In Eil gefaßt zu machen Und bringen. reißen die, ſo fuͤrchten Gott, Aus ihrer 5. Allein wirbitten, Schöpfer dih Feinde Rachen; Darum man fröhlich Tilg alle ſchwere Sünden! Erbam ingen mag: Heut iſt der lieben Engel dich unſer gnädiglich Und laß un Tag, Die immer für uns wachen. Gnade finden, Und läutre uns duf 3. Sie führen auf den Straßen Herz durchaus, Ja, reinige dieß gan Wohl Die Großen ſammt den Kleinen, Haus Und was darinnen wohne Daß Keiner Schaden leiden ſoll An 6. Nimm weg, was uns zu drüt Füßen oder Beinen; Darum man pflag. Damit wir recht geneſen, N fröhlich ingenmag: Heut iſt der lieben mit ein Jeder kommen mag Zum ⸗ 1 3 S 3 2 4.. 4— 1—.—„ Engel Tag, Die uns mit Treue meinen. ten Engel⸗ Weſen, Damit, was an un Sn 9 4 1 AA*..—„ 4. Solch Wohltat denen wird er⸗ irdiſch iſt, Werd himmliſch, und z 291,1— 8 F 1. ‿..* 9. zeigt, Die nach dem Herren fragen, jeder Friſt Wir himmliſch ſein geſinn Die Engel ihnen ſind geneigt, Den Satan ſie verjagen; Darum manfröh⸗ 7. So wird aus unſerm Mume lich ſingen mag: Heut iſt der lieben gehn Ein Lob, das dir beliebet; 8 Engel Tag, Die uns in Himmel tragen. wird ein Klang aus uns entſtehn, N D. G. Reimann, ſt. 1615. dir Vergnügung giebet; So wird da Herz von deiner Macht, Von deine Um ein Engels⸗Leben. Gnade ſingen. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. 8. Wir werden deines Namens Ruhm Den Engeln gleich erhöhen, 217 Den Gott der Engel wollen Wir werden als dein Eigenthum A * wir Am Engel⸗Feſte ſtets zu Dienſten ſtehn: Wir werde Weisheit Tag und Nacht, Von dein 46 1 der lStur De p. N Sb d hen Wudan gh ſatgen 91 Zeſen, 9. 151 1 4 1 muhu äle Wält. zer der Ser ¼ M. h 6 b tt ſtefn, 1 au da wunde? di Vahmſoldeim. n Ao 1 un buels⸗4. denmam wohnen— ſ An war Baöt, Sie ſ in Write y ucſt vollh r un der Wriwen ſie m a 4 dindi ſtarten N' dhn äch vermed u efim Aür das daer ſannen die ſchlag 1 uinralnimmner Chri i Id d 4 e Anite Fir dieſe 4☚ dür. heedem A=S iie gatacte, Bei d= m ſtam m 1n danen Degen— 1 m S imn nain fe. — Pnd laß ſie e tndig decten, Kl Krzerbricht. hu e Au ct, A e, refallen va Funſt 38s, Jaſelbſt un tehn Wn fromnen öm 9 Un us eun ſind wir ah nubt ag Engel⸗Cbuns pre tafinſer Mud N nur! ezrdens, Weil urn ganz Fßz lt Und dochdes nich ug Das ſie dens gen. Al unt irbitten,Stin all af vere Sünden unſ a mudiglich Um de f 3am, Und läume dur antt, Ja, reinigedh 8 Un Was darinnen i Nu ameg, was unsu g. Dauun wir recht gene⸗ ein Juuch ommen magih Eng 1 e Men, Damit ui⸗ h iſt E ard himmiiſch Friſ himmüſſchſene S mad aus unſem Eir n das dir bün ein a aus 6 8 zergt ang giebet, Son b 9 e hun Vn Sheit aas und Nacht, M de ſi Wn Mrden deines angeln gli M ans dein be ſtehn. Weſ „ hehn cch dies war mit der Engel Schaar Das Heilig, Heilig immerdar, Das dreimal Heilig ſingen. Ph. v. Zeſen, g. 1619, ſt. 1689. Dank und Bitte um die Engel. Mel. Nun ruhen alle Wälder. u Herr der Seraphinen, 218. 8 Dem tauſend Engel die⸗ nen Und zu Gebote ſtehn, Du über⸗ großer Meiſter Der wunderſchönen Beiſhe⸗ Mein Mund ſoll deinen Ruhm erhöhn. 2. Die ſelgen Engels⸗Thronen, Die in dem Himmel wohnen, Giebſt du zu meiner Wacht; Sie ſehn dein Angeſichte In höchſt vollkommnem Lichte, Doch nehmen ſie mich auch in Acht 3. Das ſind die ſtarken Helden, Die deinen Rath vermelden, Du Großfürſt Michael! Das ſind die Feuer⸗Flammen, Die ſchlagen ſtets zuſammen Um frommer Chriſten Leib und Seel. 4. Ich preiſe deine Güte Mit dank⸗ barem Gemüthe Für dieſe Wunder⸗ Schaar; Ich rühme deine Rechte Für dieſe Gnaden⸗Knechte, Bei denen ich ganz ſicher war. 5. Gibferner dieſe Wache, Daß ſie zu einem Dache Mir wider Alles ſei; Laß ſie auf meinen Wegen Die Hand mir unterlegen, So iſt mein Fuß vorm Stoßen frei. 6. Den Feind laß ſie erſchrecken Und mich beſtändig decken, Wie dort den Gnaden⸗Thron; Es ſei mein ganzes Leben Mit Ihnen ſtets um⸗ geben, Als wie das Bette Salomon. 7. Doch ſollen ſie nicht weichen, So laß mich ihnen gleichen In wah⸗ rer Heiligkeit: Wie ſie die Kinder lieben Und ſich in Demuth üben, So mach auch mich dazu bereit. 8. Sie thun ja deinen Willen, Den laß mich auch füllen Sie leben keuſch und rein; O, laß mich Nichts beflecken, Zu Gutem mich erwecken, Vor dieſen reinen Geiſtern ſcheun. Von den Engeln. 131 9. Hau ab mir Händ und Füße Und was zum Aerderniſſ Mir hier gereichen kann: er ärgert dieſe Kleine, Dem hangen ſchwere Steine Zu ewiger Verdammniß an. 10. Und endlich, wenn ich ſcheide, So führe mich zur Freude Auf ihren Armen ein: Da werd ich dich erſt loben Und in dem Himmel droben Dir und den Engeln gleiche ſein. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Der Engel Geſchäfte. Mel. Jeſu, du mein liebſtes Leben. 219 Ehr und Dank ſei dir ge⸗ 2 ſungen, Großer Gott, mit ſüßem Ton! Alle Völker, alle Zungen Müſſen ſtehn vor deinem Thron Und dich unaufhörlich loben, Daß du deiner Engel Schaar, Welch uns ſchützet vor Gefahr, Deinem Völklein gibſt von oben. Ach, wer kann doch würdiglich, Herr der Engel, preiſen dich? 2. Dieſe Geiſter ſind geſchaffen, Daß ſie ſollen Nacht und Tag Schützen uns mit ſolchen Waffen, Die kein Menſch nicht kennen mag; dieſe Hel⸗ den müſſen kämpfen Wider das, was in der Welt Uns an Leib und Seel nachſtellt, Sonderlich den Satan dämpfen. Ach, wie kann man wür⸗ diglich, Gott, für ſolches preiſen dich? 3. Zwar es müſſen auch die From⸗ men, Wenn der Herr Sie prüfen will, In Gefahr und Trübſal kommen, Dann ſo ſtehn ihr Engel ſtill; Aber wenn ſie ſich gehalten Ritterlich, ſo treten dann Auch ihr Engel wieder an, Die ſo wohl ihr Amt verwalten. Ach, wie kann man würdiglich, Herr, für ſolches preiſen dich? 4. Gott, der ſorget für die Sei⸗ nen, Ob er erſt zwar in Gefahr Seine Kinder läſſet weinen, Zeiget er doch offenbar, Daß er ſie bald wolle retten. Er allein weiß unſer Beſt, Er, der ſeine Fürſten läßt Uns zum Dienſt und chutz auftreten. Ach, wie kann man 9 8 — Von den Engeln. 8 würdiglich, Herr, für ſolches prei⸗ ſen dich? I Der Engel Schutz. Nicht allein durch tapfere Tha⸗ 5 Nicht allein urch tap 1 In beſonderer Melodie. ten Helfen ſie vielmals geſchwind, Engel wiſſen auch zu rathen, Wenn 220 Es ſtehn vor Gottes wir ganz verirret ſind. Als Elias L’Throne, Die unſre Die⸗ gar nicht wußte, was zu thun? Da rieth ihm bald Gottes Engel, was Geſtalt Seinen Weg er nehmen mußte. Herr, wie kann man würdiglich Auch habn ſo kleines, für ſolches preiſen dich? geborn. 3. E können uns erfreuen,„, 6. Engel können uns erfreuen, 2. Sie ſehn ſein Angeſichte Um Ng ür 2 Satans 9 8— ſe V Wenn wir Por desnSmn nit Wie haben ſteitig Acht, Nas er i dort klar zu ſehen iſt, Dort an Jo⸗ Auzunichüen Weliehlet ſ beng 6 un ſeph, dem ſie ſagten: Feind Hero⸗ Nacht; Da ſin die deben Pngi des wäre todt Und ſammt ihm des Geſchwind, regen die Flügel, I Kindleins Noth, Daß ſie Nichts nach fahren hin und her: Dräuen fragten. Herr, wie kann 3.— Wo Chriſten⸗Leute wohnen an man würdiglich Auch für ſolches Häuſern groß und klein, Da ſ preiſen dich? ſelber nicht können Vor Fei⸗ 27. Engel können Troſt ertheilen, Wenn es ſcheinet, daß man ſchier Müſſe zur Verzweiflung eilen, Denn In ſteter Huld und Wacht. ſo treten ſie herfür, Gießen Kraft 4. Solches hat Loth erfahn in unſre Herzen, wie ſie Chriſto. d ches hat Loth erfahten ſelbſt gethan, Als er auf dem Lei⸗ Auch Abram und ſein Knecht; Jſaa dens⸗Plan Fühlte mehr, denn tau⸗ 9 G 1 eDec ſend Schmerzen. Herr, wie kann recht; Jacob ſah auf der Leiter de ich würdiglich Auch für ſolches prei⸗ Boten Gottes heiter Im Traun ſen dich? gehn auf und ab. 8. Nun, ſo will ſich ja geziemen, ner ſind, Der in ſeinm lieben Sohn Liebt aller Menſchen⸗Kind, Daß a auch nicht der eines Veracht wi Als jemals den ſicher ſein, Wo nicht ein Engels Lager Umher wird aufgeſchlagn bei vierzig Jahren Nahm ſo Rebecean zibiſtüt dert A. ſer du ba r b zn W dr ſo 5. er M ſcn Hof e rüdutu wohnen, M ſ dr(im mun dun k dr ghn=f 1 ſ nn di gelett. ſ. ſdnenppen In jet! en N aig werde di* nd e u lyyicht. Wſee, ohne Ki nd neamd Geiſt, de Anwi Weiber Und= nf Richtt. Jör Wiſſen*n ge⸗ Ar ſatlichen Verſtu ſei im te gziget, Was ⸗ a bc Vbeet. d loen ohne S in niänems alt, Sinte ſti ui pſteinde, Voll hran be din zul wunderban= n nbinmal ruhn:ru de di, den Wi) he ) Ia geziemen 5. Elias war entſchlafen, En Daß wir unſre Herrlichkeit, Welch Engel weckt ihn auf; Eliſa hat u w iid die Hot uns Gott ertheilet rühmen, Wenn ſchaffen, Viel Engel warten draut i aun e er uns in dieſer Zeit Solche grote Erſchienen auch den Hirten Um rihhe a h: r ſi Fürſten gibet: Helden, die bei Tag große Freude kehrten, Daß Chrit e dem ſa di und Nacht Schützen uns durch ſeine geboren wär Idenu deiig He f Macht. Schauet, wie der Herr uns.u ene ſtrin e ll liebet! Ach wie kann man wür⸗ 6. Bei dieſes Kindes Wiegn ih Ju ſeine ₰ ſi diglich Auch für ſolches preiſen Der Joſeph ſchlafen lag; Ein Fein dich? wollt ihn bekriegen, Ein Engel es h. die dil ſhh n 9. Ehr und Dank ſei dir geſun⸗ ihm ſagt; zog fern in fremde Lande et ir Aund. gen, Großer Gott, mit ſüßem Ton! Das ſoll in ſeinem Stande Glau⸗ it mhe Koſten. Alle Völker, alle Zungen Müſſen ben ein jeder Chriſt. natt Si m ſtehn vor deinem Thron Und dich 7. Auch La arus, der Arme, Wenn⸗ 8 e geboren 14 1 unaufhörlich loben, Daß du deine gleich zum Sterben kömmt, Goktt, 9 don den dde b Engel⸗Schaar, Die uns ſchützet für der ſich ſein erbarmet, Hat Engel. mehfit' Gefahr, Sendeſt täglich noch von ſchon beſtimmt, Die ihn gen Him⸗ en Gut, ſei oben. Laß hinfort uns würdiglich, mel bringen. Dem laßt uns All 1 du de annen a eſ Herr der Engel, preiſen dich! ſingen Ewiges Lob und Preis! 6 N ewiſen Un 25 be Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. M. L. Helmbold, g. 1532, ſt. 1598. i ſes an— 9 2 8 1 n ſein An ae H 1l ds A e n Beftehlt d ni können Nn ter nn Vn — tter nnß und Vact Jac h auf der Lir Gatt heiter In d auf amab. Elin twar entſchlefn we tin auf; Eln n, L b Fngel warte enen am h den Hirm Irt ua kehrten, Daß n w Bei it es Kindes. Joſe u Klafen lag, Gn ihn eht egen, En(i igt; ann ern in ftende oll W nem Stande n je 1n hriſt. luch aah us, der um, zum s erben kömnt, h ſ n charmet, u beſtt un Die inn gaſ ring a yem laßt un Ew an ob und Pris M. Hnbold, g. wit — — — 221. ßen Welt, Der ſo viel tauſend Gei⸗ Weſen und Geſchäfte der Engel. Mel. Lobet Gott, unſern. ott, meines Lebens Mei⸗ ſter, Du Herr der gro⸗ ſter An ſeinen Hof beſtellt: Wie herrlich mußt du wohnen, Wie ſchöne muß es ſein, Wo Cherubim und Thronen Bei dir gehn aus und ein! 2. Mir iſt es noch verborgen, Was dieſe Geiſter ſind, Bis daß heut oder morgen Ich, dein geliebtes Kind, Mit allen Seraphinen In jenem hellen Licht Dir ewig werde dienen Und ſehn dein Angeſicht. 3. Die Engel, ohne Leiber, Sind lauter Kraft und Geiſt, Sind weder Mann noch Weiber Und was ſonſt ſterblich heißt: Ihr Wiſſen überſteiget Den menſchlichen Verſtand, Weil ihnen ſchon gezeiget, Was uns noch unbekannt. 4. Sie leben ohne Sünde Und werden niemals alt, Sind mächtig und geſchwinde, Voll himmliſcher Geſtalt, Voll wunderbarer Stärke, Bei der ſie keinmal ruhn: Und das lnd ihre Werke, Den Willen Gottes thun. 5. Sie ſind die Hochvertrauten Des Herren Zebaoth: Vortrefflich muß es lauten, Wenn ſie vor die⸗ ſem Gott Das Heilig, Heilig, Heilig Mit Engel⸗Zungen ſchrein Und Alle woollen eilig Zu ſeinen Dienſten ſein. 6. Ach, wie viel ſchöne Poſten Hat uns ihr Mund gebracht, Da Gott mit Proßen Koſten Auf unſer Hei gedacht! Sie waren Chriſti Boten, Da er geboren ward Und aufſtand von den Todten Und bei der Himmelfahrt. 7. Mein Gott, ſei hochgeſprieſen, ſ Daß du der armen Welt Die Wohl⸗ that haſt erwieſen Und Engel uns beſtellt, Die jetzt auf meinen We⸗ Von den Engeln. gen, Wo ſich ein Anſtoß findt, Die Hand mir unterlegen Und treue Wäch⸗ ter ſind. 8. Die Zeit wird auch noch kom⸗ men, Da ich, verklärt und rein, Von aller Angſt entnommen, Bei Engeln werde ſein: Da will ich denn recht ehren Dich Vater, Sohn und Geiſt, Und deinen Ruhm vermehren, So lang es Ewig heißt. C. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Sehnſucht nach Gleichheit der Engel. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 222 Hjen du haſt in deinem Reich Große Schaaren heilger Engel; Dieſen bin ich noch nicht gleich, Denn mein Herz iſt voller Mängel: Ach, wenn werd ich auch ſo rein Als die guten En⸗ gel ſein? 2. Mich beſchweret Fleiſch und Blut: Hilf du, daß ich geiſtlich werde; Gieb mir einen Engel⸗Muth, Der ſich trenne von der Erde, Daß ich als dein liehes Kind Allzeit himm⸗ liſch ſei geſinnt. 3. Mache mir dein Wort bekannt Durch des heiligen Geiſtes Gabe, Daß ich Weisheit und Verſtand Wie ein Engel Gottes habe, Bis wir einſt in jenem Licht Völlig ſehn dein Angeſicht. 1 4. Auch dein Wille ſoll geſchehn In dem Himmel und auf Erden; arum laß uns dahin ſehn, Daß wir dir gehorſam werden, Und ver⸗ leih, daß ich dabei Aller Engel Mit⸗ Knecht ſei.. 5. Unſre Welt iſt voll Gefahr, Denn ſie hat viel böſe Stellen. Sende deiner Engel Schaar, Daß mich Nie⸗ mand könne fällen, Und da, wo wir ſchlafen ein, Laß ſie meine Wächter ein. 6. Mach es wie mit Lazaro, Wenn ich künftig werde ſterben: Und da⸗ mit ich eben ſo Möge Troſt und 134 Segen erben, zur Ruh Tragen nach dem mel zu.. 7. Laß uns nur vor deinem Stuhl Bei den Auserwählten ſtehen, Wenn die Böſen in den Pfuhl Mit dem Satan werden gehen, Und darnach in jenem Reich Mache mich den Engeln gleich. C. Reumann, g. 1648. Heiß die Engel mich Him⸗ ſt. 1715. Engel⸗Schutz wider Satans Liſt. In eigener Melodie. 223. Perr Gott, dich loben Alle .D) wir Und ſollen billig danken dir Für dein Geſchöpf der Engel ſchon, Die um dich ſchwebn in deinem Thron. 2. Sie glänzen hell und leuchten klar Und ſehen dich ganz offenbar; Dein Stimm ſie hören allezeit Und ſind voll göttlicher Weisheit. 3. Sie feiern auch und ſchlafen nicht, Ihr Fleiß iſt ganz dahin ge⸗ richt, Daß ſie, Herr Chriſte, um dich ſein Und um dein armes Häu⸗ felein. 4. Der alte Drach und böſe Feind Vor Neid, Haß und vor Peind brennt; Sein Abſicht ſteht allein darauf, Wie von ihm werd zertrennt dein Hauf. 5. Und wie er vor hat bracht in Noth Die Welt, führt er ſie noch in Tod; Kirch, Wort, Geſetz, all Chrbarkeit Zu tilgen iſt er ſtets bereit. 6. Darum kein Raſt und Ruh er hat, Brüllt wie ein Löw, tracht b und ſpat, Legt Garn und Strick, braucht falſche Liſt, Daß er verderb, was criftlich iſt. 7. Indeſſen wacht der Engel Schaar, Die Chriſto folgen immder dar Und ſchützen deine Chriſten⸗ hei Wehren des Teufels Liſtig⸗ 8. An Daniel wir lernen das, Da er unter den Löwen ſaß; Desgleichen Von den Engeln. auch dem frommen Lot Der Engal half aus aller Noth. 9. Dermaßen auch des Feuez Gluth Verſchont und keinen Schaden ͤli 6 6 thut Den Männern in der heißen Flamm: Der Engel wohl zu Fi des pic tam. 10. Alſo ſchützt Gott noch han zu Tag Vor Uebel und vor mae cher Plag Uns durch die lieben. gelein, die uns zu Wächtern gel ſein. 11. Darum wir billig loben diß Und danken dir, Gott, ewiglich, We auch der lieben Engel Schaar Dih preiſen heut und immerdar; 12. Und bitten dich, du wollſt al⸗ zeit Dieſelben heißen ſein bereit, g ſchützen deine kleine Heerd, So ht dein göttlich Wort im Werth. D. P. Eber, g. 1511, ſt. 158 Freude an der Engel Gemeinſchaft Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 224 L ber Gott, du haſtw .&☛ Engel Uns zu unſrerhu beſtellt: Dieſe thun, was dir gefült Sind wir gleich ſo voller Mänge Dennoch giebt der Engel Wacht Af uns ſchlechte Menſchen Acht. 2. Wir ſind ſchon in unſern Mi⸗ tern In gewiſſer Welt⸗Gefahr; Doh ſie nehmen unſrer wahr. Wie wil Unglück macht uns zittern, Und ſe ſchaun auf jedes Kind, Weil ſie ihre Wächter ſind. 3. Alſo wandeln wir auf Erden Und verſtehen Vieles nicht, Was de Feinde zugericht. Doch, daß wirhe ſchirmet werden, Das macht Freude in der Welt, Weil der Herr ſ Wache hält. 4. Vater, dir ſei Dank geſaget Daß uns deine Güte liebt Und der⸗ gleichen Wächter giebt. Nun, es ſi mit dir gewaget! Auf, wir wollen Telter gehn, weil ſie uns zur Seit ſtehn. 5. Schleuß uns Haus und Hef und Güter in der Engel Lager ein, 1 m eaed a S geichte n dammuirer Jabl 1 onin Aamn Nlerſeligf.n unr Maängen dof— Orr er Gn Amlüchkeit. 1 dr wltncht heilg. Po RGhxe ſaig ſind, brid N n Dnd D weier a afäden. Dort nen gab⸗dcht Meines: 4 deyjitt . i N herm, ih Geier dm mſimmen 3 en den tt dort beir⸗n in Saga a unſem— di uw änmelſchall⸗ Un ihmatt 1 lanſen ſclag= R n gean an meine Ke iwh ir Engel Lu Ki dutts Kinder, 5 Wätt hin Auf den=r 6 1 — — — — 2 = — 3 3 —— —— — — A PA Paunder, 6. 1654 ₰ enan für der( 4 Schutz. 8 p ari Adamz Fall iſ 1 ni M R 8 nit Monde Lobt 6 nn zeduuth elunde J 9 dr Gnne 4½ 1 gött hiVort im Ven . Sber.l de cn Engel Gemin Mel. ul vas ſoll ich Sinde 4] ber 4 u * ngel Uuns zu un t: Trthun, ue 6 wir ah cch ſo voler och st der Engel Ar chlee? enſchen Act. Wir aff ſchon in unſm In Ker Welt⸗Gefeke hme u uſrer wahr. U idhn the uns zittern, au af is Kind, Vailß ter ſ m Alſo am deln wir aff derſt u ieles nicht, N zug tür. Doch, diht. et w ann. Das mact r V Weil der hf haàl Vat wir ſei Dank ns ans Güte liebt lo W ut giebt. Nu gehn u gil ſie uns zu Schl inems Haus M üter nar Engel Lun b Laß ſie allzeit munter ſein, O du treuer Menſchen⸗Hüter! Drauf ent⸗ ſchlafen wir mit Ruh, So geht Alles glücklich zu. 6. Mögen doch die Höllen⸗Drachen Auf die Deinen ſauer ſehn; Dennoch ſoll uns Nichts geſchehn, Weil die Himmels⸗Fürſten wachen; Schützt uns dieſes Himmels⸗Herr, Schadet Satan uns nicht mehr. 7. Wenn wir endlich ſterben ſol⸗ len, Fahren wir in Frieden fort; Denn wir wiſſen Gottes Wort, Daß uns dieſe tragen ſollen. Wir ſind froh, wenns Ende nah, Weil der Engel⸗Wagen da. 8. Laſſet das Gerichte kommen, Da wird man in ihrer Zahl Zu den Engeln allzumal Allerſeligſt aufge⸗ nommen, Und erlangen hocherfreut Gar der Engel Aehnlichkeit. 9. Da will ich recht heilig werden, Wie die Engel heilig ſind, Auch ge⸗ ſchwinde wie der Wind Und viel weiſer, als auf Erden. Dort beſchaut mein Engels⸗Licht Meines Gottes Angeſicht. 10. Lobt den Herrn, ihr reinen Geiſter; Denn wir ſtimmen auch mit ein. Wenn wir dort beiſammen ſein, Sagen wir zu unſerm Meiſter, Daß der ganze Himmel ſchallt: Dein allein iſt die Gewalt! 11. Unterdeſſen ſchlag ich Sün⸗ der Voller Reu an meine Vruſ 4 n Wagen ziehn. b M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Dankſagung für der Engel Schutz. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. 22 un dankt, ihr Chriſten 225. alle, Gott Mit Herzen und mit Munde! Lobt Gott, den Herren Zebaoth, Weil er zu aller Stunde In der Gefahr Uns immer⸗ dar Erweiſet Gnad und Segen, Auch Von den Engeln. 135 durch die Macht, Der Engel Wacht, Uns ſchützt auf unſern Wegen. 2. Iſt das nicht große Gütigkeit, Daß Engel uns bewachen? Iſt das nicht Lieb und Freundlichkeit, Daß ſie ſich um uns machen Mit ſtarker Macht Und ſind bedacht, Wie ſie von allem Böſem, von Angſt und Noth, Auch oft vom Tod Uns kräftiglich erlöſen? 3. Nun fürchten wir uns nimmer⸗ mehr, Weil wir mit Satan ſtreiten; Denn dieſes heilge Himmels⸗Heer Hat Gott auf ſeiner Seiten, Der hat das Feld, Wies ihm gefällt, Ohn alle Müh erhalten: Es fehlt ihm nicht, Wenn er nur ſpricht, Muß ob uns Hilfe walten. 4. Darum will ich auf meinen Gott In aller Trübſal bauen Und ihm in der Gefahr und Noth Leib, Seel und Gut vertrauen: Gar Nichts acht ich, Ob wider mich Gleich alle Feinde ſtehen, Thuts Engel⸗Heer dur Gegenwehr, Muß Alles wohl abgehen. 5. Ach Herr, laß mir am letzten End auch dieſen Schutz gedeihen, Den deine Güte mir zuſendt, Der Angſt mich zu befreien; Laß mich von hier Fein ſanft zu dir In deinen Schooß hintragen, So will ich dir Und ſie mit mir Dort ewiglich Dank ſagen! Dank und Bitte um der Engel Schutz. Mel. Nun freut euch, lieben. Oder: Es iſt das Heil uns kommen. 226 Gott, der du aus Her⸗ . zens⸗Grund Die Men⸗ ſchen⸗Kinder liebeſt, und als ein Va⸗ ter alle Stund Viel Gutes reichlich gibeſt; Wir danken dir, daß deine Treu Bei uns iſt alle Morgen neu In unſerm ganzen Leben. 2. Wir preiſen dich inſonderheit, Daß du die Engel⸗Schaaren Zu dei⸗ nem Lobe haſt bereit, Auch uns mit zu bewahren, Daß unſer Fuß an kei⸗ nen Stein, Wenn wir auf unſern Wegen ſein, Sich ſtoße und verletze. 136 Von den Engeln. 3. Was iſt der Menſch, o Vater, doch, Daß du ſein ſo gedenkeſt Und ihm dazu ſo reichlich noch Die große Gnade ſchenkeſt, Daß er die Him⸗ mels⸗Geiſter hat, Wenn er nur geht auf rechtem Pfad, Zu ſeinem Schutz und Hüter.. 4. Herr, dieſe große Freundlich⸗ keit Und ſonderbare Güte Erheiſchet von uns allezeit Ein daukbares Ge⸗ müthe; Darum, o Gott, ſo rühmen wir Die große Lieb und danken dir Für ſolche hohe Gnade. 5. Es iſt der ſtarken Helden Kraft Geſtanden uns zur Seiten, Durch ſie haſt du uns Ruh verſchafft Zu dieſen böſen Zeiten, Die Kirche und die Polizei, Ein Jeden auch für ſich dabei In ſeinem Stand er⸗ halten. 6. Verleih, o Herr, durch deine Gnad, Daß wir feſt an Dir bleiben 9 Da 5 Das an mich glaubt und pet Und ja nicht ſelbſt durch Uebelthat Schooß tragen, Da alles Heer dii 14 dun Und eitl 4 Lob erklingt Und Heilig, Heilig,da 1 1 zum 1 lig ſingt Ohn einiges Aufhören. a dch din N: D. S. Geſenius, g. 1601, ſt.16. a Jah l Von dem Aergerniß und deru m Engel Dienſt dagegen. Matth. 18, v. 6—11. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz, 227 Woh über Weh der (.1 gen Welt, Daßh viel fromme Herzen Durch Aergerſſ verführt und fällt! Zwar ich ſ es mit Schmerzen: Der Teufel wa Und hat mit Macht Viel Menſähe eingenommen; Drum kommt gatt n⸗Jahes Viel Aergerniß; Doch Weh, von da 4 — ſie kommen! Intt w mh bei den 10 2. Denn wer da ärgert freven lich Auch 1s geringſte Kindlau⸗. lich kuch d gering V Nel Su di ſcr, o mein. a, Näher 1 „ imn)— Die Engel von uns treiben! Gib, daß mich Mit ſeinem zarten Mündkegt M 655 ein Jal wir rein und heilig ſein, Demüthig Deß Straf und Pein Wird ſchätzt und ohn Heuchel⸗Schein Dem Näch⸗ ſein, Als wenn ihm angebunden e Gut Pei gfeil wirde. ſten gerne dienen. — Amt Verrichten dir zu Ehren Und 2³ Mühlſtein wär Und wuͤrd ins Mat ſtütn Etezt meine. 7. Gib auch, daß wir der Engel Verſenkt, ja gar geſchunden. gerene gürh Unveränd Ra 3. So dein Juß oder Hand allt btz en ſell, was deine Wunder alleſammt Ausbreiten hier Vielleicht dich ärgern wün dingn Am umgmuh D und vermehren. Die du uns und der ganzen Welt In deinem Wort haſt vorgeſtellt Voll Weisheit, Macht und Güte. 8. Und wie du durch die Engel haſt Aus Noth uns oft geführet, Ja, auch bewahrt, daß manche Laſt Und Plag uns nicht berühret, So thu daſſelbe auch hinfort, Befiehl, daß ſie an allem Ort Sich ſtets um uns her⸗ lagern. 9. Laß deine Kirch und unſer Land Der Engel Schutz empfinden, Daß Fried und Heil in allem Stand Ein Jeder möge finden; Laß ſie des Teufels Mord und Liſt Und, was ſein Reich und Anhang iſt, Durch deine Kraft zerſtören. .10. Zuletzt laß ſie an unſerm End Hinweg den Satan jagen Und unſre Seel in deine Händ, In Abrahams Hau ab das Glied und wirfs un ſetat dir Als eine unnütze Bürde,. itt, mathtig 1 bringt dir mehr Nutz, Nuhn utſatttedetkt mich: und Chr, Lahm in den Himnt aeena de gehen, Denn daß Du ſollſt Oh i Gottes Huld Geſund zur Litzn. hee dd Oeilig, in dn Wern ſtehen. ii ui ean. Denn we 4. Will dir dein Auge ſchädih mttzan m ſein So reiß es aus behende Ud Vetttit a ja, zun wirf es weg; dein Schmerz und Pen Mlihindan ſlhem Go= Der nimmt doch auch ein Ende. Do tt zt len. A du gleich biſt, O frommer Chrſt bin Sann. Einäugig hier auf Erden, So kant as ſit Ih Du doch Bei dieſem Joch Des Kreune Füict. bi ein ven ſelig werden.* 1 Lachen u 2 5. Ja, beſſer iſt dieß, daß dut an men wug kommſt Einäugig in das Leben Um 4 Aber da die Chren⸗Krone nimmſt W du dem, der ſie kann geben, Als daß e Vägen bit güna ganz Der Augen Glanz Und muit ds dnesen nde da n hinab zur Höllen, Da überall Nichs i dener a J ur — — — en, Da m emige 1 1 Lol 1en geneni Dieni i M. 27 E Jo urg um Vin T at wer da ärgen . Mi af nem zarten M Ste fed Pein Af Als ant n ihm angän Iſtei mbre Und wüdi enkt, aaf ar geſchunden 8 dtn Juß oder hr Vie dial dich ärgm ab ass Glied und ui Als unt unnüße dn gt. m mehr Nah, Ehr dahm in den n, Tul daß Du ſeh es. aut Geſund au 3 iih muß vergehen: Denn wer kann 1 dein Auge ines aus behen eein Schmurzul nch auch einch 4 O fromm 18 A n. So es w nim leeich ugig och werd Ja ſer iſt dioß i it E mig in di lin ie C anf Ktrone nim der 1um geben, A Der al n Glan zur uaen, Da benlſ auf Erden, A ſem Joch dat 5 1 Aur wer da agn Furcht und Freude bei dem neuen Auc ts geringſt Jahre. an much glaubt un iſt, als Qual Und eitel Unglücks⸗ Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. 137 ſein Sowohl, als ihr, ihr Großen. Die Engel ſind Geiſt, Flamm und Wind, Die Gott und ſeinem Sohne Stets warten auf In großem Hauf Und ſtehn vor ſeinem Throne. 8. Noch gleichwohl iſt kein Kind ſo ſchlecht, Sie müſſen es bewahren, Ein Engel kommt und wird ſein Knecht, Läßt ihm Nichts widerfahren. Des Menſchen Sohn Iſt kommen ſchon, Wird das Verlorne bringen Durch Kreuz und Tod Hinauf zu Gott laß es wohl gelingen! X. Nen-Jahrs- und neuer Wochen Kieder. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 228 bermals ein Jahr ver⸗ 4 Tfloſſen, Näher zu der Gwigkeit! Wie ein Pfeil wird abge⸗ ſcußfn, So vergehet meine Zeit. O getreuer Zebaoth! Unveränderlicher Gott, Ach! was ſoll, was ſoll i bringen, Deiner Langmuth Dank zu ſingen? 2. Ich erſchrecke, mächtig Weſen! Angſt und Furcht bedecket mich; Denn mein Beten, Singen, Leſen, Ach! das it zu ſchläferig; Heilig⸗Heilig⸗Heiliger! Großer Seraphinen Herr! Wehe mir ein Pfand, So du ewig wirſt bewahren Vor des alten Drachen Schaaren? 5. Auf, mein Herz, gib dich nun wieder Ganz dem Friedens⸗Fürſten dar: Opfre dem der Seelen Lieder, Welcher krönet Tag und Jahr! Fang ein neues Leben an, Das dich endlich führen kann Mit Verlangen nach dem Sterben, Da ch du wirſt die Kron ererben. 6. Soll ich denn in dieſer Hütten Mich ein Zeitlang plagen noch, So wirſt du mich überſchütten Mit Ge⸗ duld, das weiß ich doch: Setze denn dein Herz auf mich, Jeſu Chriſte! Du und ich Wollen ewig treu verbleiben Und von Neuem uns verſchreiben. 7. An dem Abend und dem Mor⸗ vor dir beſtehen? 3. Schrecklich iſt es ja, zu fallen In die Hand von ſolchem Gott, Der rechtfertig zuruft Allen: Niemand treibet mit mir Spott; Irret nicht! Wo das geſchicht, Ich Jehova leid es nicht: Ich bin ein verzehrend Feuer, Vor dem Lachen wird gar theuer. 4. Aber du biſt auch ſanftmüthig, O getreues Vater⸗Herz! In dem Bürgen biſt du gütig, Der gefühlt des Todes Schmerz: Steh ich nicht in deiner Hand Ausgezeichnet als gen, O mein Rathl beſuche mich: Laß der Heiden Nahrungs⸗Sorgen Nimmer ſcheiden mich und dich. Prüf in jedem Augenblick Meine Nieren und mich ſchit, Schick mich, daß ich wachend ſtehe, Ehe denn ich ſchnell vergehe. J. Neander, g. 1610, ſt. 1680. Vergangenen Jahres Ueberlegung. Mel. Singen wir aus Herzensgr. 229 bermals iſt eins dahin * Von der Zeiten Anbe⸗ 138 ginn, Abermals iſt dieſes Jahr, Wdi wir ſelber, wandelbar, Iſt nunmehr dahin und alt. Höre, wie die Zeitung bald Von dem neuen Jahr erſchallt. 2. Gott ſei Lob, daß abermals Eins dahin iſt von der Zahl Unſrer Jahre, die wir ſehn Schneller, als den Rauch vergehn, Da von unſrer Pilgrimſchaft Wieder eins iſt hinge⸗ rafft Durch ſo ſchneller Zeiten Kraft 3. Herr, wie groß iſt deine Güt, Ach, wie fromm iſt dein Gemüth! Haſt Du doch bei Tag und Nacht Die⸗ ſes Jahr an uns gedacht; Da doch wir, nur Staub und Koth,, Nichts verdienet, als den Tod, Ja ſogar der Höllen Noth. 4. Herr, dein Nachtmahl, Tauf und Wort Haſt du noch an unſerm Ort Rein erhalten, und dazu Den gewünſchten Fried und Ruh Uns ſo mildiglich beſchert; Ja, was unſer Herz begehrt, Haſt du reichlich uns gewährt.— 5. Billig ſagen wir dir Dank Für die Kleidung, Speis und Trank, Für Geſundheit, Ehr und Gut: Lob ſei Dir, daß auch die Gluth, Noch das Waſſer, noch der Wind Uns, die wir ſo ſträflich ſind, Nicht verderbt ſogar geſchwind. 6. Zwar haſt du uns laſſen ſehn, Was den Sündern muß geſchehn; Aber deine Güt und Treu War doch alle Morgen neu. Ach, regier uns Herz und Sinn, Daß wir jetzt zum Anbeginn Alle Bosheit legen hin! 7. Gute Nacht, vergangnes Jahr, Sammtder Trübſal und Gefahr! Gute Nacht, Du Sünden⸗Kleid, Decke mich, o Frömmigkeit! Süßer Jeſu, führe mich Zu dem neuen gnädiglich, Daß ich lieb und lobe dich. J. Riſt, geb. 1607, ſt. 1667. Nach einem ſchweren Jahre. Mel. Gott Lob, es geht unnmehr. 230 ch Gott, wir haben was 8* gelitten, Doch nicht ſo viel, als wir verſchuldt! Drum Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. NeusJahts⸗ n 8. durer, Daj it N müſſen wir um Gnade bitten 8 Ghlt nehme zn 4 danken gleichfalls deiner Huld, Wut geült Und mit des alten Jahres Schluß n au ſe vieles Leiden ſchließen muß. 2 gi Wih nim 2. Wir ſollten uns geduldig faſtt dinn Drr vorſtehe a Durch Trübſal wird Geduld gal in dernij An S Doch haſt du uns nicht gar verziſ 18 ee drber geb mi 5 Noch dich mit deinem Troſt entfan Rle bni Daß Gott Lob, daß mit des Jahres 8* Iibrrxeblih ſei. Sich ſolche Probe ſchließen mhn Vör ut, daß n 8 3. Wir haben noch was Künze bärn wiih ſol liden*. niſſen; Bald findt ſich da, baldit Gefahr. Das Meiſte mögen t ſie bin m dr E nicht wiſſen, Die Zeit macht a r d Nertnichals* Alles klar. Gott Lob, daß mit balsgratign Mt ir Jahres Schluß Sich mancher t ün mer ſchließen muß! dak i beum loet uf, d 5. Wir wollen nur geduldigt n du u vender= den, Was über uns verhänger ii un mend. G ſtr Gott wird uns auch mit Troſtet dir iun dn dein den, Er iſt und bleibt der gutet hrr in inir Angr n Bis daß mit unſrer Jahre st u k Nuneme Sich aller Jammer ſchließen nn tmi aßt w— 5. Wir wollen auf den Hu 3 Pane dh ih nih m hoffen, Der unſer nicht vergeſſent Snn m a. Danh 1 Sein Himmel ſteht uns auch mot hedond in men dran, Wenn ſich mit unſers Lht Kaupe Schluß Sund Angſt und Unh 3 1 hn thrn 8 ſchließen muß.. 1 hn u— 6. Laß uns das Jahr nur fraut nn din auh enden; Endt ſich doch Gottes 1 in l mur 3 nicht! Wir traun uns ferner ſettt aür we Händen; Er bleibet unſre Zuvetſttt ganz unde ee Bis ſich mit unſrer Jahre Sült eim Vmn dir n — 8 = . — — — 8 3 —=—— ietet den In= All unſer Elend ſchließen muß. 1 unt Laß mich.— M. 6 1, — Mn kin zun unn Beim Anfange der Woche. 33 Mel. O Gott, du frommer Gott. hab angetreten Und weiß wohl, d mir Nichts Von Statten gehen nn Wo ich nicht Alles wohl Mit Biß fange an.„ 2. Laß mich, durch deinen 00 Getrieben, ernſtlich führen In dieſ Woche ſtets Mein Chriſtenthu dt uns das lusat rſens der nder 5 d I ne nah Vunden uns 48 4 t um u ichfl n 8 und ſpüren, Daß ich dein liebes nt allten Inin Kind Und täglich nehme zu An lelg en ſtl 8e dem, was dir gefällt, Und deinen 2. ollen mns am Willen thu. dur hſal rin den 8 3. Gib, daß ich meinen Stand loch du un itrn Nach deinem Wort vorſtehe. Mit loch 1 mit denectg n Freuden, ohn Verdruß An meine ott L n dimnnn rbeit gehe; Du aber gieb mir Kraft, ih 1 Proh en Und Alles benedei, Daß es gefällig 3. baben n ſülee dir Und Nichts vergeblich ſei. ſen&. dfudr noch. 4. Ich weiß auch, daß mir iſt efat 4 lit a Beſtimmt, was ich ſoll leiden Durch ht Ffi die Meiſe a alle Wochen⸗ Tag; Ach, laß mich les e Jeit n nur Nichts ſcheiden Von dir und bre— Gott Loh i deiner Lehr! du wirſt mich als mein r ſ. e luß S Sih n m Gott Und Vater züchtigen Mit Maß 1 4 aunn muß! ud nicht zum Tod. 5. 3 In wollen nur 5. Was du mir legeſt auf, D „ Ls iber ns rain kannſt du auch wohl wenden 39 tt p rums 1 auch mi techter Zeit und Stund: Es ſteht in ,, E ff und ble litt a deinen Händen; Ich bin dein, du à d ut un nfret⸗ Ie biſt mein. Herr, hilf mir! Angſt und ch a 1 amme ſtin Koth Und vich Betummarniß Iſt 3 nollen auf M. ſst mein täglich Brodt. fen, u80 mſer nicht! d 6. Verlei 3 Jda ich mich F in Hum ſteht uns at Sünden ernſtlich hüte, Damit Fün „un dFrann ſnd pi deine Güt und Segen nicht ver⸗ ‿ ſch 6 un ſchütte; Nimm mich in deinen Schutz 1 uß 8d, 2 ſm Und uns hier allzumal Behüte vor eßer unt z. Unglück, Verderben und Unfall. d 8 1 3 das⸗ n⸗ 7. Herr, lehre mich auch recht ſterben wohl beſinnen, Dafern in dieer Woch Ich müßte noch von en Wie mir ganz unbewußt; „ Doch bin ich allzeit dein Im Le⸗ en und im Tod: Laß mich ſtets fertig ſein! tt linn am unſ D zend ſchl üein Dank und Bitte zum neuen Bein mfange der A Beint mifange der M Jahr. Mel. ich tt du ſtmgz. Mel. Vom Himmel hoch, da komm. 3 1 d böremihm as alte Jahr iſt nun Denritaln Denn i dahin, Dir, höchſter W de nau W Gott, iſt unſer Sinn Für alle deine ang ln vei 618 Güti e Mit hohem Preis und .4 ſic ens innn dan bereit. dr Ales well Du haſt uns das vergangne ge an 4 Jehr Aus Noth geriſſen und Gefahr, La St. durch de Gnaden u dter ſtets verſchont riebet uſtlich hn nd nie nach Würden uns gelohnt. ce Mir Cm⸗ b Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. 139 3. Den edlen Schatz, dein wer⸗ thes Wort, Haſt du verliehen die⸗ ſem Ort; Uns dadurch an der Seel geſpeiſt, Dem Leib auch reiche Gnad amweiſt All unſers Glaubens Bitt und desn Haſt du erhört und angeſehn, ft mehr verliehn, als wir begehrt, Dafür ſe ſei ſtets von uns verehrt. 5. ir bitten ferner, frommer Gott, Steh uns noch bei in aller Noth, Verzeih uns unſre Sünd und Fehl. Hilf an dem Leib, hilf an der Seel! 6. Dein Wort, der Seelen Medi⸗ cin, Laß bei uns, Herr, noch ferner bl ühn; Gib treue Lehrer, treib vor⸗ s bei Des Teufels Liſt und Ketzerei! 7. Gib unſrer Obrigkeit auch Gnad, Wend ab den Krieg, gib Friedens⸗ Rath, Daß wir und ſie in ſtiller Ruh All unſer Leben brin⸗ gen zu. 8. Feucht auch das Land, gib r Sonnenſchein, Laß wachſen Gras, Getreid und Wein, Daß Wild und Vieh von deiner Gab Auch neben uns zu leben hab. 9. Gib, was uns dient zu jeder Zeit, Nicht Ueberfluß, nicht Dürftig⸗ keit, Damit nicht unſer Herz be⸗ ſchwert, Noch ſonſt der Geiſt ver⸗ führet werd. 10. Hättſt du es auch, o Gott, erſehn, Wir ſollten theils mit Tod abgehn: So laß uns nicht, hilf, ſteh uns bei, Ein ſelig Stündlein uns verleih! 11. Nimm auf die Seel in deine Hand, Den Leib bedecke kühler Sand, Vis du ſie beide bringſt zur Freud, Da ſie dich ſehn in Ewigkeit. D. R. Selnecker, g. 1532, ſt. 1592. Um neuen Segen. In voriger Melodie. as alte Fahr iſt nun 233. dahin, Grneure Jeſu, Herz und Sinn Zu fliehen aller 140 Laſter Schaar In dieſem lieben neuen Jahr. 2. Gib neuen Segen, Glück und Heil, Hilf, daß wir ſämmtlich haben Theil An dem, was uns, durch höch⸗ ſtes Gut, Erworben hat dein theu⸗ res Blut. 3. Gedenke nicht der Miſſethat, Damit wir, Jeſu, früh und ſpat So oft gehandelt wider dich, Ver⸗ und gib genädiglich! * g 4. 8 Schuld, Gib in der ſtrengen Noth Geduld, Dein guter Geiſt uns wohne bei, Sein Hilf und Troſt ſtets bei uns ſei. 5. Gleichwie das güldne Sonnen⸗ Licht Die Strahlen wieder zu unsricht: So richte deinen Gnaden⸗Schein Auf uns kraftloſe Würmelein. 6. Laß deine Hilfe allezeit, Du Menſchen⸗Freund, uns ſein bereit,. en. Wei Menſchen⸗Freund,„die Gemein Mit unſerm Weih Beſchere Nahrung, Korn und Moſt Und ſegne reichlich Trank und Koſt. 7. Gib auch, Herr Jeſu, dieß da⸗ bei, Daß ich dir ſtets ergeben ſei, Dir dien in wahrer Frömmigkeit Und ſtets zum Tode ſei bereit. 8. Verhüte ſchweren Unglücks⸗ Fall, Durchſüße wohl des Kreuzes Gall; Der Chriſt, der muß doch ins⸗ gemein Allhier im Kreuz und Un⸗ glück ſein. 9. Indeſſen gib zu aller Friſt, O Gott, was uns erſprießlich iſt, Daß wir einmal nach dieſer Zeit Einge⸗ hen in die Ewigkeit. E. C. Homburg, g. 1605, ſt. 1681. Sonſt: B. Wieſenmeyer. Ein gleiches. Mel. Singen wir aus Herzensgr. 23 4. Ds alte Jahr iſt nun ver⸗ gahn, Heut fangen wir ein neues an; Gott Lob und Dank, daß wir die Zeit Haben erlebt in Ruh und Freud. Der geb, daß mit Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. Vergib uns alle Sünd und kr en kält der Im ganz und gar Ihn loben, rae bäitait ſüe em be immerdar. at dar ſiſch p 2. Wie manche Noth, ohuuu 8 Gott, Dieß Jahr uns angetu. ntn hat, Haſt du doch Alles gnädi ametnien Gewendet ab ſo väterlich. Achſ d Gewend rlich. AEht ber Gott, wie ſollen wir Naczi at.e dagg r lggkeitund nach Gebühr Solds eg Pe ani mehr verdanken dir? 9. 3 d r ur 4 3. Wir ſind nicht werth deitt it e nden dein; Dein Vaterherz, das iu dn ph allein, Das wallet für Barme i u t, ewiger et keit, Kann nicht anſehen unſerii tt ſücſſte T 2 Ach, daß ein Jeder ſolchs eie aene Gedächt oft an ſein letztes End,dit ettan ri 5 Sünden ſich zu Gotte wend! 4 1 Fn miaect. raah uls richt ein he I p 4. Es hat ſich Krieg und iſau a n 1 1 Zeit, Der Teufel, Papſt, dn ta ht dre Leut Wohl ſehen lan an n ieh m= bedrängt; Doch hat ſie deine hi en den der rn umſchränkt, Daß unſer Land u 5 1 1¹ G le iemn u werde, f ſi e De d.Den anr eind in alten I a 4 do a† D. jode n. K eln er Kinderlein Dennoch zufrieden nt en merwiih nau Ir den ſein. nl be Xe.. genl. 5. Dich bitten wir, o treuer it etalöm ſeligltre Vergieb uns unſre Miſſethat! Ettt enh rihlich Am K uns ja dein heilig Wort Dieß i n Jit Jahr und alſo fort: Dein freunde Antlitz zu uns kehr, Des Taſ Trug und Liſten wehr Und ſem aller falſchen Lehr! mn emir, zudein Fi dhr. — — —— 1 — uu vud au lobe i G Kit wiglih. Cf 3 — —— —— 6. Breit über uns dein ut Hand Und ſegne unſer Stadt un 6 8*—„ AL Baert 8 1 Land; Gib uns, Herr, unſer titt anat Sie Brodt, Was man bedarf zur Leitk 1 Noth; Erleuchte unſre Obrigkeitli. ühn gib uns Fried und Einigkeit, Dan nttuacht dast a ab Trübſal und alles Leid: nt Jahr. 7. So wollen wir dich allzugket Rrter Nald O höchſter Gott vom Himmeltet ſ 4 Loben zu dieſem neuen Jahr. U 1 Nbänn I1 dann auch ferner immerdar Alh üing b as her a auf Erd in dieſer Zeit, Und datti an ernal ein rh ſelger Ewigkeit Mit rechter watt isedähſten 1 Herzens⸗Freud. Kindlein, F ſn ſnun die . Herzens⸗ Chriſt, Der du ja unſer Hein biſt, Dich bitten wir aus Herzetſt Grund: Steh, Herr, uns bei neuer V han Lieder rt. ganz gn.„„ immer 1Dc gar Ihn ller Stund, Behüt vor Irrthum, rieg, Gefahr, Auch gieb uns mit ein⸗ ¹12 Auch gieb un 6 ott mnde 1 inder gar Ein fröhlich ſeligs neues hat. Jahr un fahr! Hewe 1. Aes„ Wem 9* ſo dürn hank und Bitte zu dem neuen Jahr. 1 1 olle ligkeit dma Kü Mel. Vom Himmel hoch, da. nehr wananken dire as alte Jahr vergangen 3. i ſind nicht n iſt: Wir danken dir, dein; Vaterh tzerr Jeſu Chriſt, Daß du uns in allein, 3c 8 gher Gefahr So gnädiglich be⸗ fatheln, o gr un daul f dad dieß Jahr. Ach, dezrin zuneha. Wir bitten dich, ewiger Sohn Gedäch an ſae ſüdes Vaters in dem höchſten Thron, Sünden i ⸗ ſein lets hu wollſt dein arme Chriſtenheit Fer⸗ 1 8 zu Gatt wer bewahren allezeit. 3,1. Altt ſich arig 3. Entzeuch uns nicht dein heilſam Zeit, Tan eufel, Payt Welchs iſt der Seelen Troſt und keit, Ke dre Leu a nohl ſehen m zort; Vor falſcher Lehr, Abgötterei hüt uns, Herr, und ſteh uns bei! rä t Hilf, daß wir von der Sünd Gen inr Mit unſen blan Und fromm zu werden fa⸗ dennoch zmnen an; Keinr Sünd im alten Jahr Kinderle ben ſein i eedenk, Ein gnadenreich neu Jahr bedräng doch hat ſei umſchrä in Daß unſe 4. die 5. I hitten wi anins ſchenk: Vergieb n unn iat 5. Chriſtlich zu leben, ſeliglich Zu uns ja int heilig Len ierben und hernach fröhlich Am jüng⸗ — Vell ſ Jahr ur autſo fort. du ten Tage wiſßuütehn. Antlitz 3 2 us kehr d ne⸗ Anzugehn, 54 Trug u Kiſten wehr 6. Zu danken uud zu loben dich aller fal t Lehr. ehr kahiit allen Engeln ewiglich. O Jeſu, Sf meerrn Glauben mehr, Zu deines Na⸗ 360 über ms higes Lob und Chr! Ho 1:ꝛ 4 1 Hand 8 gne unſe 28. 1— 3 von J. Steuerlein, g. 1546, ſt. 1613. Land; C 1⁵* 1s, Hen, e V. 4—6 von Jaec. Tappius, um 1620. Brodt, Lrit man bedaft Noth; G umt te unſre O gib uns uß) und Gin ab Trüb ahind alles 7. So unzen wir diht O höchſte z ott vom 236 Ds neugeborne Kinde⸗ Loben zu uußem neuen 9. M lein, Das herzgeliebte dann aue tner adine Bringt abermal ein neues Mit dir in Him⸗ Jeſus Geburt macht das. rechte neue Jahr. In voriger Melodie. auf Erd an eſer Zetz lhzahr Der auserwählten Chriſten⸗ ſelger G Herzens⸗ dnt Mit uir Schaar. 2. Deß freuen ſich die Engelein, 8. OQul ens⸗Kude Die gerne um und bei uns ſein; Sie Chriſt, X lu ja un fingen in den Lüften frei, Daß Gott Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. 141 Freund, Was kann uns thun der arge Feind Trotz Türken, Papſt und Höllen⸗Pfort? Das Jeſulein iſt unſer Hort. 4. Es bringt das rechte Jubeljahr: Was trauern wir denn immerdar? Piſch auf! Jetzt iſt es Singens⸗Zeit, Das Jeſulein wendt alles Leid. M. C. Schneegaß, ſt. 1597. Schul⸗Lied bei dem Anfange der Woche. Mel. Allein Gott in der Höh. ie alte Woch iſt nun vor⸗ 237. D bei, Die neu iſt ange⸗ gangen. Dank ſei dir, Herr, für deine Treu, Die uns bisher umfangen. Ach, fahre fort mit Lieb und Huld, Mit Langmuth, Güte und Geduld Uns Tag für Tag zu tragen. 2. Ach, ſchenke deiner kleinen Schaar Ein Herz, das Jeſum liebet Und hei⸗ lig iſt, wie ſeines war, Und ſich dir ſtets ergibet; Das Lügen, Trotz und Faul⸗ heit flieht Und ſich mit ganzem Ernſt bemüht, In deiner Furcht zu wandeln. 3. Geuß deinen reichen Segen aus Auf unſer Thun und Lernen, Laß ſich von unſrer Eltern Haus Gejuhr und Noth entfernen. Soll dieſe Woch die letzte ſein, So führ uns in die Freude ein, Die du uns haſt erworben. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Gottergebenheit bei dem neuen Jahre. Mel. Lobet Gott, unſern Herrn. 238 Durch Trauren und durch S. ₰ Plagen, Durch Noth, durch Angſt, durch Pein, Durch Hoff⸗ nung und durch Klagen, Durch man⸗ chen Sorgen⸗Stein Bin ich, Gott Lob, gedrungen! Dieß Jahr iſt hingelegt: Dir, Gott, ſei Lob geſungen, Mein Herze wird erregt. 2. Der du mich haſt erbauet, In dir beſteht mein Heil, Dir iſt mein Glück vertrauet, Du biſt und bleiſt mein Theil. Du haſt mich biſt, Dich min wir abmit uns verſöhnet ſei. Grund: is Herr, u 3. Iſt Gott verſöhnt und unſer wohl erhalten, Du biſt mein feſter 1⁴² Troſt; Dich laß ich ferner walten, Wenn mich die Noth anſtößt. 3. Mein Gott, o meine Liede Was du willſt, will auch ich; Gieb, daß ich Nichts verübe, Was irgend wider dich. Dir iſt mein Will ergeben. Ja, er iſt nicht mehr mein, Dieweil mein ganzes Leben Dein eigen wünſcht u ſein. 4 ſein 4. Nach dir ſoll ich mich ſchicken, Un, Herr ich wills auch thun: Soll mich die Armuth drücken, Ich will dabei beruhn; Soll mich Verfolgung pla⸗ gen, Ja, Herr, befiehl du mir; Soll ich Verachtung tragen, Ach, ich ge⸗ horch auch hier. 5. Soll ich verlaſſen ſitzen, Herr Gott, dein Wille gilt; Soll ich in Aengſten ſchwitzen, Mein Heiland, wie du willſt. Soll ich denn Krank⸗ heit leiden, Ich will gehorſam ſein; Soll ich von dannen ſcheiden, Herr dein Wiu iſt auch mein. 6. Soll ich zum Himmel dringen, Gar gern, o Gott, mein Licht! Soll mich die Höll verſchlingen, Nein, dieſes willſt du nicht. Ich habe zwar verdienet Die rothe Höllen⸗ Gkuth, Du aber biſt verſühnet Durch deines Sohnes Blut. 7. Heut iſt das Jahr beſchloſſen: Herr, deine Gnade ſei Heut auf mich ausgegoſſen; Mein Herze werd auch neu. Laß ich die alten Sünden, So werd ich, Gott, bei dir Auch neuen Segen finden: Dein Wort verſpricht es mir. D. G. W. Sacer, g. 1635, ſt. 1699. Laß ihn noch dieſes Jahr. Luc. 13, v. 8. Mel. Machs mit mir, Gott, nach. 239. in Jahr geht nach dem andern hin Der Ewig⸗ keit entgegen: Ach, möchte doch der träge Sinn Dieß fleißiger erwägen; Ach, brächte doch ein neues Jahr . neue gute Früchte dar! 2. Allein wo iſt, wo iſt die Frucht, Die wir bisher getragen? Wie oft Neu⸗Jahrs und neuer Wochen Lieder. hat Gott umſonſt geſucht! Wiez er müſſen klagen! Es that ihm W wenn ſeine Hand Anſtatt der nur Blätter fand. — Baum, Der keine Früchte trin Was nimmt er andern Saft Raum? Komm, Tod, der uu ſchläget, Komm, leg die Art der M zel an, Thu einen Streich ſaſß gethan! 4. All lein der treue Heiland ſtz Laßt ihn noch dies Jahr ſtehen. dh er noch keine Früchte nich da ſie noch zu ſehen. Ach, halt ſtrengen Uithelss Lauf Doch dies n noch mein Vater auf! 5. So gieb denn, lieber He f umniie ode 1,8 Kraft, Dieß Jahr viel Frucht un gen! Ach, laß doch deines Ge Saft In unſre Zweige dringen at auch auf unſrer Eltern Haus 4 Gnade, Kraft und Segen aust D. J J. J. Rambach, g. 1693, ſt Erkannte Nichtigkeit bei den neuen Jahre. Mel. Nun danket Alle Gott. 240. Ensatnl nd 8 ſcheinen Für Gnade mancher M Die mir und auch den Meinen 1 wn Höchſten Hand erzeigt; Herr, nin das Opfer hin, Was ich aus ſin t Nͤ cher Kraft Zu bringen fähig bin 2. Wer bin ich Adams 60 Daß du an mich gedenkeſt, mir ſchenkeſt? Ein leichter Erden⸗ Ein Schatten der ver ſchwinde dennoch hälſt du mäh Als d geliebtes Kind. 3. Was ſind auch auf der Welt, A 15 deinen Ruhm vermehre? Dein in Preis allein, Dein iſt allein disEin Ich ſag es frei heraus: Nichts Ou b iſt in mir, Was ich jetzt denke, ſche Und dank, iſt ſelbſt von dir. t, Daß M deine Huld Und Vater⸗ 4 b es Wadt 3. Haut ab, ſpricht er, den 4 — — erdälbher) 15 69,3 — Wew d eris e 1 tnat.:1672, 1 4 dar Rüöneidung J— Pänuer Melodie. 4 hedic, mein ⸗— 1Lir riben Nar ſ Wmaden bdeckt, Dei Ia W üct mit ang 2 an em pit uf, der da A 1 84 9 en e i eüd dit um hi dhan Ud ſih da tm n Meederriuti am r Sh doh reich a. r. dipetduein Kind A wäd auf Stitng unnim 8 Das ina ſun uns der. 4* ſein oft r „ zeiße Glur ſir un de Som. da finſten⸗ n ſein euer Wgct deed 1 4. Mui Hert. utzüdide in mir nn Der Gegen⸗Liebe Flammen, Laß reine nur But. fand na hebrge Vriuſt Aus meinem Her⸗ b ſn zen ſtammen, Gib, daß ich dir dieß ahr Getreu und dankbar ſei, Und et uns, was du willſt, Für Segen d keerner bei. ſchläge. mm d 1 5. Kommt denn die Zeit heran, zel an, 1 eruß ul Die Erde zu geſegnen, So laß uns gethan en en deine Kraf In bhter ſolh begegnen, 4. A al Gib daß man willig folgt, Wenn nun Laßt ih 1i dei ta dälr die Stunde ſchlägt, Und ſich auf dein er noch t e deuneie Verdienſt Getroſt zur Ruhe legt. ſie noc zit dehen u Benj. Schmolck, g. 1672, ſt, 1737. ſtrenger ag heils Laufd noch m n zater aufl 5. Sub dem, n. Ueber die Beſchneidung Jeſu. Kraft n denn, läna Kraft, it Jahr ne gen! A 4ℳ aß doch demn Saft In aute Zweige dig —½ —— — In eigener Melodie. . ntreiße dich, mein Geiſt, auch au a fiſrer Elem h⸗ 41. E eeſß dich Nacht, di⸗ Gnade, un t und Segn Herz und Sinn bedecket, Dein Heil 112 g. Nanbat, h iſt da, dein Licht mit angeſtecket, Dein Stern geht auf, der dich zur 6 Sonne Wweiſt Verfüge dichzn dfines Erkar mn Nichtiakeit Jeſu Wiegen Und ſich das zarte 1 Nif i 6 Den holden Bräutigam, Zwar arm an Pracht, doch reich an Liebe liegen. M un danket Ale— 2. A ₰ * 2. Hier findeſt du ein Kind, Dem 240 9 iin Jahr ſte Aeb und Huld auf Stirn und 8 ſol n Bruſt gepräget, Das theures Blut ſcheinen uß Gnade m in reinen Adern heget, Das ſich mit Die mir int auch den huns und unſrer Noth verbindt; Hier Höchſten um d erzeigt, zi iſt ein Sohn, den uns der Himmel das Opf t, Was ihr ſchenket, Der durch ſein koſtbar Blut cher Kra tt bringen it Des Abgrunds heiße Gluth Und 2. W win ich Aa. Gottes Zorn für uns zu löſchen Daß du um uch gedentz denket. mir deir i uld Un 3. Kaum hat der Sonnen Licht ſchenkeſt? Ha leichter ho. Zum achten Mal die finſtere Welt Ein Sche aatt der verſe beleuchtet, Da ſchon ſein Blut die dennoch t du mit reinen Windeln feuchtet, Da man geliebtes m von ihm die erſten Früchte bricht; ¹3. Wa un auchaufds Er läßt auf ſich des Moſis Meſſer einen Ru unn dermehre ſchärfen Und deſſen ſchwere Laſt, deinen merr halſe F Preis all deein it alli Die Andern ſo verhaſt, Der Welt ſch ſag ei iß heraus. zu Gut, auf ſeine Schultern werfen. n in mir 1sich ſeztdu 4. Anbetenswerthes Lamm, So Und dank elbſt don Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. 143 zeigſt du ſchon am Morgen deiner Jahre, Daß deine Treu das eigne Vlut nicht ſpare: Du heißt mit Recht ein blutger Bräutigam. Wie kannſt du doch die Braut ſo brünſtig lieben Daß du aus freier Huld Die Quit⸗ tung ihrer Schuld, Die ſie gemacht, mit deinem Blut geſchrieben? 5. Du weißt von keinem Joch Und kein Geſetz darf deine Freiheit binden, Du fühleſt Nichts von Fluch und eignen Sünden, Du biſt ein Herr und dienſt den Knechten doch, Verbindeſt dich, was mir geraubt, zu büßen Und gibſt das Unterpfand Schon jetzund auf die Hand, Da von dem Blut die erſten Tropfen fließen. 6. O unbeflecktes Blut, Du quillſt hervor aus deinem holden Triebe; Du zeugſt von Nichts, als lauter edler Liebe. O theurer Schatz, o überirrdiſch Gut! Ach, möchte dich mein Geiſt recht koſt⸗ bar achten, Und ſolch ein Liebes⸗ Pfann Mit reiner Glaubens⸗Hand Zu ſeinem Heil ſich zuzueignen trachten! — 7. Ich will im neuen Jahr Dein Blut, o Lamm, an meine Schwellen ſtreichen, So wird von mir der ſtrenge Würger weichen, So bin ich frei von Grauen und Gefahr. Färbt dieſes Blut, o Mittler, meine Thü⸗ ren, So wird kein Fluch noch Tod, Kein Sturm der grimmgen Noth In dieſem Jahr die freie Seele rühren. 8. Dank ſei dir, theures Kind, Für dieß Geſchenk der blutgen Lie⸗ bes⸗Proben, Die du mir ſchon zu geben angehoben, Da man dich noch in deinen Windeln findt. Doch läßt dein Herz dabei es nicht bewenden, Es folgt ein rother Bach Den einzeln Tropfen nach, Ein Bach aus Bruſt, aus Adern, Füß und Händen.. 9. Ach, möcht nun auch mein Blut, O ſüßes Kind, für heißer ———— t“ 3 2——— 2 . 2 — —1 144 Liebe wallen! Ach, möchte dir ein Halleluja ſchallen, So oft mein Puls nur neue Schläge thut! Ach, mocht ich dir ſtets neue Proben geben, Daß ich mit ewger Treu Dir höchſt erge⸗ ben ſei, Ja, möcht ich ganz in dei⸗ ren Liebe leben! D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Aenderung von Zeit und Stunden. Mel. Nun danket Alle Gott. 242. G. der du, wie du biſt, hn allen Wechſel blei⸗ beſt Und unſrer Zahl In dei nem Buch che ſchreibeſt, Du Stund und Zeit, Mein Alter Tage ID fleucht dahin, Und ich bin das nicht meh Was ich geweſen bin. 2. Ich war einmal ein Kind Und mußte lindiſch leben, Die muntre Jugend war Der Eitelkeit ergeben; Doch deine Gnaden⸗ Hand, Mein Gott, war über mir Und zog mich aus der Luſt Der ſchnöden Welt herfür. 3. Wie mancher Unglücks⸗Fluth Haſt du mich doch entriſſen, Darin⸗ nen ich gewiß Verderben hätte müſ⸗ ſen, Wenn deine Güte mich Nicht hätte ſo bewacht Und endlich bis hier⸗ her E Sehr wunderlich gebracht. 4. Ich preiſe, treuſter Gott, In Demuth deine Liebe Und bitte, laß mich doch Durch deines Geiſtes Triebe Dir immer dankbar ſemn, Erweck und führe mich, Daß ich in allem Thun Beſtändig lobe dich. 5. Ich hab ein neues Jahr Nun wieder angefangen; Mir it es un⸗ bekannt, Was an mich wiſd gelan⸗ gen, Ch deſſen Lauf vergeht: Dir iſt es hmn bewußt. Ach, laß an ier; uld Mich ſehen meine Luſt! 6. Hilf, daß ich mich an dir Mit Sünden nicht vergehe; Gib, daß ich unverrückt Im wahren Glauben ſtehe; Laß mio in allem Thun Dem Nächſten nützlich ſein Und Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. ände erſt deinen Segen mir, Was nöthig, gen ein! 7. Erhalte meinen Leib Und 3i geſunde. Glieder; der: Bewahre väterlich, was du geben haſt, Und lindre, wie es V 1 1 Der ſchweren Sorgen Laſt. 8. Soll ich auch dieſes Nahr I leicht mein Leben enden, du den Tod Mir noch zum Ba wenden. Nimm, Jeſu meinen Gu Am Ende meiner Zeit Und laß dir mich ſein In alle Ewigkeit J. Sieg. P Immer ſchonende Gnade Gotztt Mel. Jeſu, meines Lebens Leben. D 243. Gott wir hätten duh Plagen, Krieg uh Hunger wohl verſ ſchuldt! Doch 4 willſt nicht harte ſchlagen, Du h noch mit uns Geduld, Darum du Dank verdienet. Ach, wie man ſich erkühnet Und dir muß Sinden lohnt! Das heißt übeln gewohnt. 2. Gib uns mit dem neuen I Einen neuen Sinn und Geiſt, Aß man künftig anders fahre Und teß Kommt Krant über mich, So heile mich auch ue ₰ woll Dank was beſſer weiſt: Sonſt i die ſo große Gnade Unſer deſto gih rer Shade, Weil man ri d Gnaden⸗Friſt Auch die Rechnn ſchuldig i iſt. 3. Schone doch mit deinen Stuſt Unſer werthes Vaterland, Schü für der Feinde Waffen, Straf Arme nicht mit Brand, Nicht un Peſt und theuren Zeiten, Laß u deine Führung leiten, Daß d den Himmel trifft: So iſt Alles we geſtift. 4. Unſer König ſei geſegnet, 3 ſein Land mit Gnade an, Wehre, dt ihm Nichts begegnet, Was demſel ſchaden kann. Ach, getreuer Sunn ſende Tauſend Heil auf alle Ständ Geuß auf unſrer Obern Haus Groſ Gnad und Segen aus! B —= —— — Nau⸗Jehre n 2 1 an 1n 8 kn es unag. 55* b ae Mätt vil ich nict 1 HR. mir Gotts* nien, Ibrlibbe r. ¹ M 6 a Memz und ander a R attdwibar ſein, 2 gtäun gt Da ſih da (len Reonn ſich z tenn e ritni— dit nſr. 7Wlüt lot uns ben. hirrmömd Und m ni n Sein un! 4 Pütc efübren u Gt 4 We pur bat t gebe= khar gen Lben Un— ſt Sh t 1 Scul Kirch„ 4 4 un au— d b a 2 — Bmnat 38 imdra 6 4l 4 Ui deweſſn ler Wochgr. ieder gen n S3mir, Vum gen ei 7.(Ackute main, 5 Mehre Bürger und Gemeine, geſunde Srt ereinen Gönne länger Landes⸗Ruh! Vater, über m iſtSo zeun ſegne Groß und Kleine, Wirf uns der; BeAne heilen unſre Nothdurft zu. Laß die Arbeit geben k rnt väteritn hurtig gehen, Laß den Glauben feſte or ſtehen, Bleib doch unſer Troſt und Der) 1* nr„„„. er ſch 12 Sunhe an Licht, Jeſu, laß dein Zion nicht! „D. Kcch auch dee M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. leicht mättzeben an bent&. eass de utan du den 1A pon 4 1 wenden. ſß mm, Jeſt me Am En a zeiner Zeit l dir mich uf J In alle E Wohlthaten des vergangenen Jahres. Mel. Von Gott will ich nicht. 24 4 elft mir Gotts Güte 1* § 8 Immerahi V preiſen, Ihr lieben Kin⸗ mmer f uend nune derlein, Mit Sang uarern Wei⸗ „ Mel. aat meines dehen 5 hm uzet den dar ſein⸗ Var „/ ott wir hi nehmlich zu der Zeit, Da ſich das Jahr 243. J 9 lan 6 ſoll enden, Die Sonn ſich zu uns Hunger ian verſcude wenden, Das Neu⸗Jahr iſt nicht weit villſt nic mute ſchlaen herbei)(ſchon heut).. toch mit um Gedud.. 2.„Ernſtlich laßt uns betrachten u Dank aan ienet. Ah. Des Herren reiche Gnad Und ſo ge⸗ nan ſich iin hnet Uw iring nicht achten Sein unzählig Sünden ats Das ha ohlihat: Stets führen zu Gemuth, bewohnt. Wie er dies Jahr hat geben All 2. Gi uis mit demm Rothnwft diejem Leben Und uns Finen e e„für Leid behüt; Linen nete Sinn und Gi 3. Lehr⸗Amt, Schul, Kirch erhal⸗ nan kfüin f Lan küͤnf i nders ſiineen In gutem Fried und Ruh, Nah⸗ Dank we nsſſer weiſk run. Alten B „alr antung für Jung und Alten Beſcheret de ſo gro ude Unſedt auch dazu, Und mit gar milder Hand er Scha t Weil um Sein Guͤter ausgeſpendet, Verwüſtung Hnaden⸗ in Auch des Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. 145 ſtum, deinen Sohn, und bitten fer⸗ ner dich: Gib uns ein friedſam Jahre, Für allem Leid bewahre Und nähr uns mildiglich! D. P. Eber, g. 1511, ſt. 1569. Um weiteren göttlichen Schutz. Mel. Wer uur den lieben Gortt. ℳ/”* eerr Jeſu, du haſt uns 245. 85 erhalten Und in dem alten Jahr beſchützt, Wenn ſonſt den Jungen und den Alten Manch Un⸗ glück auf den Kopf geblitzt. Wir ſchließen nun das alte Jahr Und wiſſen wenig von Gefahr. . Ach, breite deine Gnaden⸗Aeſte Noch ferner auf die Deinen aus! Sonſt plündern Peſt und böſe Gäſte Und Hunger unſer Hof und Haus. Halt ab von uns den böſen Geiſt Und Alles das, was Unglück heißt. 3. Gieb neues Leben, neuen Segen, Gib neuen Fried und Sicherheit, Gib neues Heil auf unſern Wegen In dieſer neuen Jahres⸗Zeit: Menn uns dein Schirm und Schatten deckt, So werden wir mit Nichts erſchreckt. 4. O Lebens⸗Baum, laß ferner grünen Dein göttlich Wort und Sacrament! Laß deine Kraft zum Safte dienen, Daß dich ein Jeder recht erkennt, Und wir auf neuer Glaubens⸗Bahn Ein neues Leben fangen an. 1 4. Er hat unſer verſchonet Aus Sd nn och mitdeia häterlicher Gnad. Wenn er uns hätt V Inſer we ait Vateren belohnet All unſre Miſſethat Mit ür der J unß Waffen igleicher Straf und Pein, Wir wären lrme nich n it Brand, ng geſtorben, In mancher Noth Seſt und an ren Zeitn perdorben, Dieweil wir Sünder ſein. eine Füh am leiten, doh 5. Nach Vaters Art und Treuen en Himm umſt: Soſſttgruns ſo gnädig iſt. Wenn wir die eſtift. and bereuen, Glauben an Jeſum 4. Un nigfiieig Chriſ Herzlich, ohn Heuchelei, Thut ein Land r umm nade an Wer all Sünd vergeben, Lindert die om Nichts au met, AuiStraf daneben, Steht uns in Nö⸗ haden kan ach, gettunchen bei.. ende Tau inn Heil aufe 6. All ſolch dein Güt wir prei⸗ noe auft Obern di en, Vater ins Himmel Thron, Die 8 is men aus! du uns thuſt beweiſen Durch Chri⸗ en abgewendet Von dieſer Stadt und Land. chuldig iſ u b 5. Dann wird man, wenn die Welt veraltet, Hin in das neue Zion ehn Und, wenn der todte Leib er⸗ kaltet, Bei ſeinem liebſten Jeſu ſtehn. Ach, Jeſu, ſchenk uns hier und dar Ein recht glückſelig neues Jahr. M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Jeſ. 8, v. 10. Mel. Nun danket Alle Gott. 2 46 Wier iſt Immanuel! Das * ſoll die Loſung bleiben, Da wir ein neues Jahr durch Got⸗ tes Güte ſchreiben. So rufen wir jetzt aus Und ſingt ganz Iſrael; Es 10 Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. „Müſſe nur durch dich gerathen Un den anuel, Gott d ſ Mit un⸗ wraſt bau mich erfüllen, Zu ver nj ſers Konigs Thr onel Es müſſe über ten deinen Wi len. was ih n ihm Stets blühen ſeine s Krone, Sein 4. Wasz ich d W all ein; Wenni s erhö ht, Sein Himmel V Das geſe ſcheh in dir 8 tüiaß Schild ſei i thre dieſes ſein Panier: ſchlafe, wenn ich wache, Wolleſt dtti immer hell, neirell Herr, bei mir ſein! Geh ich u n cg m. N Hie du Jimanu Gott ſteh Mit uns wollſt du mich leiten, Kehr ich ha len mnn Aec nf ſtets dem Bunde, Wenn Menſchen⸗ So ſteh zur Seiten. in deinen e “ de, Die Ifrae ſind gram Ihr Zahl 3 8 ter, die von dir a mir verderbe ſchnell, weil dieſen Wahl⸗ eee Fordenn jn von mir i tnt im ; na— ſpruch. Wilt. Hi def dt dnmn Pre len Dank. Deine Weisheit kann nt i uti da—— hohen Jenn danol ſei ihr Schi id ſtärten Zu der Lieb und un 11 daa n 1 b und Lohn Und trage ſie auf Hän⸗ V Werken. b neinen e 71 V den; In ihren Häuſern fließ Ein ſte⸗ 6. Laß mich Lengene en ä butwe Sün 6, te Sedens⸗ Quell, Wo dieſe Stimme Nur zu deines Nome, 4 d 5 Wan ommigtel=— ſcha allt: Hier iſt Immanuell I daß ich mich ſtets denühe 1 nütet. dcß mich Er r 5. Imme anuel, Gott ſei Bei ſeiner preiſen mehr und mehr; Laß m Vu dn Und in= kleinen Heerde, Daß Zions Licht und Bitten und mein Flehen Auf zuſß 3 Recht Noch innner größer werde; Hier gen Himmel gehen. n Pr itt nein Beg— triefe Lebens 2 T Thau Auf Gideonis 7. Ja, mein Bitten muß u E tten bi mit, Felll So rufet man getroſt: Hier iſt ſteigen, Herr, vor deinen ün un ſhenn Fei Immanuel! Thron, Dann wirſt du zu mit 337 nrdn ſ pius ſein 6. Immanuel, Gott wohn In al⸗ neigen, Wie zu deinem lieben Sah. deis u Vſſ ni. ler roimmen Häuſern, Und ſollte Ach, ich weiß es wird d Aunt dnn Kreuz und; Noth Sich da und dof en Dieß mein 8 Vofer d dir gefallen. güt) äußern, So ſei Gott? Rath und That,. e d ſahe Dehun ae Fahe. ſdo 4 heißt 8. Laß dei de ein Jahr d 1 Verre dahr ſit ahr: Hier iſt Imma⸗ ar, T dehs wan 3 den, Laß mich b büßen meine in 6 ir öde, Bleil E Hnad ilf, daß ſie mir nimmer ſhn⸗ 3 1 willi— Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. Sondern ich Verzeihung find: in di ie e 1 A mand ſonſt, als du, mein 94 (Anfang.) Kannſt die Sünde mir vergehen duge 2 47 73¹ Fil Herr Jeſu, laß ge⸗ V 9. Tröſte mich mit deiner Aeh 2) lingen, Hilf, das neue Nimm, o Gott, mein Flehen tn à 8 Jahr geht an! Laß es neue Kräfte! Weil ich mich ſo ſehr betrübe, Jan 8 h bringen, Daß aufs Neu ich wandeln Ar ngſt und Zagen bin: Stdn 4 Her kann: Neues Glück und neues Leben in meinen Nöthen, Daß mich 5 1 Wollſt du mir aus Gnade geben. und Todt 85 töten. 8 hä 2. Alles, was ich auszurichten ü 10. Salb, o Wnter, meine Vm n aht zu 7. den bin bedacht, Müſſe mich den, Waſche mich mit Nop m Gh dahin verpflichten, Daß Denn Nam Ach, ich bin ganz unverbundeng ldas Men. ſei groß geacht, Daß auch das, was müßt es auch Ww ſein: Tilg, Raßta neues Leden Wo ich gedenke, Dich zu preiſen ſtets ſich meine Miſſethaten, So wird mat i 88 gäen. lenke. Noth gerathen. 3. Meiner Hände Werk und Tha⸗ 11. Große Sünder kannſt duu ſen 1 928, . V . nuel! B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. 8 m —— dr Meiner Zungen Red und Wort en, Ach, ich bin in ihrer Zahl. 8 ger WoſmLieder Müſſe rurch d ſodann 1en Ainh Kraft lem ich Auch 4 du kannſt mir Gnad ertheilen, Hilf ten dein asillen i mir doch aus dieſer Qual: Denn du 4. W s) dichte un kenneſt ja die Schwachen, Die du wie⸗ Das ge ſactin di as der ſtark kannſt machen. ſchlafe, mun ich wa Kne 12. Zahle für mich Hochbetrübten, derr, d Kir ſem Der ich nicht bezahlen kann. Liebe wollſt d un h l 19 mich in dem Geliebten, Dein Sohn, So ſteh an Seiten a Zeſus, nimmt mich an. Jeſus läßt 5. 24 mch nmn. gich nicht verderben, Noch in Sün⸗ nen Na 3n dar nth den ewig ſterben. Trank; un er Rͤjmd 4 13. Herr, du wolleſt Gnade ge⸗ . eemn u uun ben, Daß dieß Jahr mir heilig ſei amen, auf dern ja um ben, dieß J— b dank. en un uUnd ich chriſtlich könne leben, Ohne tärken un der L 4 b Trug und Heuchelei, Daß ich noch Werken. uh u allhier auf Erden Fromm und ſelig möge werden. 6. Laum äch beugen ne— 3 Kur zu 1d Naaan 14. Laß mich armen Sünder ziehen b ,A S Frömmigkeit, Laf daß ich hin ſtets benit, Nur den Weg der Frömmigkeit, Laß preiſen 1uinn und nhr mich beten jederzeit, Laß mich Schand Bitten u⸗ Kruein Flebn und Unzucht meiden Und im Kreuz ditten un anrein Fehm Peeduldig leiden 3 51 n 2. h* 5 2 ehn 15. Jeſus richte mein Beginnen, teigen Jeſus bleibe ſtets bei mir, Jeſus gen⸗ 4: vrt eezäume mir die Sinnen, Jeſus ſei chron, 1 v 1n nur mein Begier, Jeſus ſei mir in aelgen, ag u demem un Gedanten, Jeſus laſſe mich nicht Alch, ich 2u 3, es wid n wanken. Dieß me upfer dir ge(Ende.) (Mittt. D. Jeſus laß mich fröhlich enden S. La d iß ſein an ſes angefangne Jahr, Trage ſtets . mich auf den Händen, Bleibe bei Gnaden, ißt lichbüſant mr in Gefahr! Freudig will ich dich Qüf, da zut mu mm umfaſſen, Wenn ich ſoll die Welt ver⸗ Sondern Verzeihung fm laſſen. J. Riſt, g. 1607, ſt. 1667, mand ſo als du, m Kannſt d ünde m Vorhergehendes Lied kürzer 9. Tr an nich mi di abgefaßt. Pin 1d'tt, mein Mer. Werde munter, mein Gemüth. Numm, ll, rit Wllee Weil ich witmo ſehr be 4 2 47 b„Gilf, Herr Jeſu, laß ge⸗ Angſt un Kgen bin. S 3. lingen, Hilf, das neue in meine inthen, Din Jahr geht an! Laß es neue Kräfte und Tod int töten. bringen, Daß aufs Neu ich wandeln 10. S unto Wten un Laß mich dir befohlen ſein, den, Wut mich mi Auch daneben all das Mein: Neues Ach, ih mm unnaß Glüch und neues Leben Wollſt du müßt es in ewig ſen. mir aus Gnaden geben. 3 meine M uſutn, h M ſfein ein Jahr der Gna⸗ Noth gen r l. den, Laß mich büßen meine Sünd, R1. G an Sinderte Qilf, daß ſie mir nimmer ſchaden, ſen Ach, in in im Sondern bald Verzeihung find. Auch Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. 147 durch deine Gnad verleih, Daß ich herzlich ſie bereu, Herr, in dir; denn du, mein Leben, Kannſt die Sünde mir vergeben. 3. Tröſte mich mit deiner Liebe, Nimm, o Gott, mein Flehen hin, Weil ich mich ſo ſehr betrübe Und voll Angſt und Zagen bin. Wenn ich gleich ſchlaf oder wach, Sieh du, Herr, auf meine Sach, Stärke mich in mei⸗ nen Nöthen, Daß mich Sünd und Tod nicht tödten. 4. Herrr, du wolleſt Gnade geben, Daß dieß Jahr mir heilig ſei Und ich chriſtlich könne leben, Ohne Trug und Heuchelei, Ich auch meinen Näch⸗ ſten lieb Und denſelben nicht betrüb, Damit ich allhier auf Erden Fromm und ſelig möge werden. 5. Jeſu, laß mich fröhlich enden Dieſes angefangne Jahr; Trage mich auf deinen Händen, Bleibe bei mir in Gefahr; Steh mir bei in aller Noth Und verlaß mich nicht im Tod: Freu⸗ dig will ich dich umfaſſen, Wenn ich ſoll die Welt verlaſſen. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Dank und Bitte zu dem neuen Jahr. Mel. Was mein Gott will. 2 48 Ach preiſe dich, Gott, der .◻☛ du mich In viel und großen Nöthen Erhalten haſt, Auch wenn die Laſt Mich oft hat wollen tödten. Schütz und bewahr Auch dieſes Jahr Mich und all andre Chriſten, Stürz Alle die, So ſpät und früh Sich wider dich ausrüſten. 2. Laß Seel und Leib, Gut, Kind und Weib Stets bleiben unverletzet, Gieb täglich Brodt Dem, der, o Gott, Sein Hoffnung auf dich ſetzet. Treib ab den Krieg, Laß Fried und Sieg Sich wieder zu uns wenden. Du haſt die Macht, Gewalt und Pracht Der Feind in deinen Händen. 3. Dämpf überall Verfolgungs⸗ Qual, Befreie die Gewiſſen; Daß du allein Willſt Herrſcher ſein, Das laß die Feinde wiſſen. Erhalt dein 10* 148 Wort An allem Ort Und ſteure fal⸗ ſcher Lehre, Als Peſt der Schrift Und Seelen⸗Gift, Des Teufels Reich zer⸗ ſtöre.„ 4. Geduld verleih, Geſegnet ſei Die Arbeit unſrer Hände. Befiehl, daß ſich Ganz mildiglich Dein Segen zu uns wende, Bfrei unſer Land Von Seuch und Brand, Vorn Schloßn und ſchwerem Wetter: Erhör, o Gott, Und rett aus Noth Die glaubens⸗ vollen Beter. 5. Soll ich dennoch Das harte Joch Der Trübſal auf mir trag:n, So hilf du mir, Gott, wenn ich dir Mein Elend werde klagen: Iſt aber ja Das Stündlein da, So laß mich fröhlich ſterben Und hilf, daß ich Kann ſelig⸗ lich Das Reich der Himmel erben. J. H. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Allgemeine Bitte zu dem N. J. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 249. Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. V Es iſt nunmehr vergangen Das alte ban⸗ und gar: Dir dank ich, o Herr Chriſt, Aus herzlichem Gemüthe Für deine Gnaden⸗Güte, Die unerforſch⸗ lich it. 2. Du haſt mir nicht gelohnet Nach meiner Miſſethat, Haſt meiner mehr verſchonet, Daß ich bin früh und ſpat Gegangen ledig aus, Du haſtmir Freud erreget, Wenn ſich dein Schutz gele⸗ get Rund um mich und mein Haus. 3. Du wolleſt mir beiſtehen Noch ferner dieſes Jahr, Mir ſtets zur Seite gehen, Mich ſchützen vor Ge⸗ ahr, Vor Feuers⸗ und Waſſers⸗Noth, or Peſtilenz und Seuchen, Die ſchnell un hinterſchleichen Und bringen jähen od. 4. Lieb, Hoffnung in uns mehre Zünd an des Glaubens Licht, in deinen Willen lehre, Daß wir, wenn Noth anbricht, Aus großer Ungeduld Whnd, iäermachten Schmerzen Nicht unſt verſcherzen Und hä Sünden⸗Schuld. häuſen 3h Jeſus ganz und gar. un hat ſich angefangen Das liebe neue Jahr, Nahrung legen zu, Daß Sorgen me einniſten, Gieb Segen, Heil und i Hilf, daß wir nicht umſonſt anl Heiden⸗Art uns grämen, Vielm. das Fleiſch bezähmen Und deſſen ai und Brunſt. 6. Regier all unſer Weſen, Wal Schwermuth halt mich freil Gitt Vater, das Geneſen, Wohn unse Gnaden bei! Gib Fried und Gi keit, Bis wir einmal mit Freuden i dieſer Welt abſcheiden Zur wat Seligkeit. E. C. Homburg, g. 1605, ſ. nh Jeſus allein der Anfang zu zu neuen Jahr. Mel. Gott Lob, es geht nunmehr. 250 Nur Jeſus! Nichts, i . N Jeſus heißet Die Loi auf das neue Jahr: Worauf Herz und Mund befleißet, Iſt Ji Kommt von nun an Etwas ein, Solls u Jeſus, Jeſus ſein. 2. Den Anfang muß nur Fu machen, Mit Jeſu fahr ich fröhſt fort Und ſchließ ich was von meite Sachen, Bleibt Jeſus auch das e Wort. In allen Dingen kommeri Nur Jeſus, Jeſus, Jeſus für. 3. Wenn ich in meinem M liege, So ſoll nur Jeſus bei mirſtet Sobald ich mich daraus verfüge, M Jeſus wieder mit mir gehn. Dasſ die Koſt, die mir beliebt, Die Jeil Jeſus, Jeſus gibt. 4. Will ich vor meinen Vatere ten, So ſchick ich Jeſum ſtets zube Der ſoll für mich und mit mir bez So find ich ein geneigtes Ohr. M wallet die Barmherzigkeit, Want Jeſus, Jeſus, Jeſus ſchreit! 5. Wenn ich des Höchſten mein Licht, Sonſt tapp ich drinnewe bei Nachte Und ſehe ſeine Wund t. Alsdann wird erſt die K erreicht, Wenn Jeſus, Jeſus, Jeſl leucht. Pe betrachte, So brauch ich Jeſum il — — üle, Sm us daß Und W e itt inn bawualer Jefls fe u ni d ſonſ E P Je lyä da- Nil ſn Kruye u- ſan. Jn Jun Pefu dm eig ul bd auf Jr ten, ev ns nir ncht. aſtyrVohntt länger am R,Nſus, A Nan. 1 Aitcheauf michtra e ü mein S Cea ſercgrn lſen, 1 Ri lit timn uß. Den r 1 ſin am ud Graus Ml h Wunlt mir vor Km. ih von mr irenm ſihin ai 1 de Arzener 44 Ns, Jeſus 2 Unnt lu JIr g la püs, Jefus ine iin nn Achts a rn 1 1 Jeſus ſſt me. ſäht i Tde s bnich mein Jein Ver e ſar Feis „» kuer Wigt Lieder. 5. Wle Nahru g unſer Lee 6. Ich kann in Sünden nie ver⸗ einniſtey mieb 8 däj derben, Wenn Jeſus mit in Beicht⸗ Hilf, d rwir ehenehn ſtuhl tritt: Sein Blut ſoll meine Heiden. 3 ung ih un Thräne färben, So werd ich bald des 8 Il d hegih mn fluches quitt. Der Gnaden⸗Quell und Burn zähmen Un iſt nie verſtopft, Wenn Jeſus, Jeſus, 6. N Leſus klopft. Mahle, So iſt nur Jeſus ſelbſt mein 1Gib einmal mi me dieſer Wal ahſche 3tetet shabſced g Jeiul Jejul Jeſut dur Jeſus ann her, Ich will es bald auf Jeſum 8* Lim inden, So wird es mir nicht gar „el. 12 t Loh, s aum gen 250 Ff ur Jeitsl R R Jeſus heißtd. 9. Laßt alle Teufel auf mich raſen, auf das m ue Jahr. M. Ol. Jeſus, Jeſus iſt mein Schutz. Herz un T annd beſliſe Laßt alle Feinde Lärmen blaſen, Mit Jeſus g ßrmund gar.. Jeſu biet ich ihnen Trutz. Den aller⸗ von nun zin twas ein, d größten Sturm und Graus Hält Jeſus, ußs ſein. Jeſus, Jeſus, Jeſus aus 2. T lnfang mn as wollte mir vor Krank⸗ machen, int Jeſu fuiri heit grauen, Weil ich von meinem fort Und iif eß ich von Jeſus weiß? Ich will mich ſeiner Sachen, Wbt Jeſus un Kur vertrauen, Er wartet mich mit Wort. Ja en Dinnt höchſtem Fleiß; Die Arzenei für Nur Je S Feſus, dr alle Pein Gibt Jeſus, Jeſus, Je⸗ 1 ich in ſi da nur Jeſusbär e. 4 4 hh ſerben; Denn Jeſus, Jeſus iſt mit 1 hdinun ut mir. Der Tod kann Nichts an mir m bele daerderben, Mein Jeſus iſt mir gut mir bellebh, ſir Has heißt im Tode recht 3„us gelebt, Jeſus, Jeſus i vor meinn hwehi. 1 Jeſus, Zeſns, Jeſns Jeſus w die Koſt, Jeſus, .Wi — en, icht. da rreicht, 2 uuf Jeſus⸗ R eucht. Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. 11. Ich will mit lauter Jauchzen 149 gehn, Wenn aller Himmel Himmel klingt Und Jeſus, Jeſus, Jeſus ſingt. J. Mentzer, g. 1658. ſt. 1734. Neu⸗Jahrs⸗Dank. Mel. Nun laßt uns Gott, dem. un laßt uns gehn und 251. N treten Mit Singen und mit Beten Zum Herrn, der unſerm Leben Bis hierher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten bis zum neuen. 3. Durch ſo viel Angſt und Pla⸗ gen, Durch Zittern und durch Zagen, Durch Krieg und große Schrecken, Die alle Welt bedecken. 4. Denn, wie von treuen Müttern In ſchweren Ungewittern Die Kindlein hier auf Erden Mit Fleiß bewahret werden: 5. Alſo auch und nicht minder Läßt Gott ihm ſeine Kinder, Wenn Noth und Trübſal blitzen, In ſeinem Schooße ſitzen. 6. Ach, Hüter unſers Lebens, Für⸗ wahr, es iſt vergebens Mit unſerm Thun und machen, Wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt ſei deine Treue, Die alle Morgen neue; Lob ſei den ſtarken Händen, Die alles Herzleid wenden. Neu⸗Jahrs⸗Gedanken. 8. Laß ferner dich erbitten, O Va⸗ ter, und bleib mitten In unſerm Kreuz und Leiden Ein Brunnen unſrer Freuden. 9. Gib mir und Allen denen, Die ſich von Herzen ſehnen Nach dir und deiner Hulde, Ein Herz, das ſich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammer⸗Pfor⸗ ten Und laß an allen Orten Für ſo viel Blut⸗Vergießen Die Freuden⸗ Ströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen Zu allen unſern Wegen, Laß Großen 150 Neu⸗Jahrs⸗ und auch Kleinen Die Gnaden⸗Sonne ſcheinen. 12. Sei der Verlaſſnen Vater, Der Irrenden Berather, Der Unverſorgten zabe, Der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbe⸗ trübten Seelen, Die ſich mit Schwer⸗ muth quälen. 14. Und endlich, was das Meiſte, Füll uns mit deinem Geiſte, Der uns hier herrlich ziere Und dort zum Himmel führe. 15. Das Alles willſt du geben, O meines Lebens Leben, Mir und der Chriſten⸗Schaare Zum ſelgen neuen Jahre P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Kurzer Neu⸗Jahrs⸗Seufzer. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 8 2 52 Nun treten wir ins neue * Jahr: Herr Jeſu, rett uns aus Gefahr, Wend ab in dieſer böſen Zeit Krieg, Theurung, Peſt und laß 5 1 68 alles Leid; Wir bitten, laß dir insgemein Die drei Haupt⸗Ständ befohlen ſein. 2. Gib uns dein Wort und Sa⸗ crament Im Lande bis an unſer End; Bekrön das Jahr mit deiner Güt Und uns mit Segen überſchütt. Daß ſolches Amen ſei und wahr, Von Herzen wünſcht der Chriſten Schaar. Eben das. 3 95. 253 9 Jeſu, ſei gepreiſet Zu .☛☚ν dieſem neuen Jahr; Denn du haſt uns beweiſet Viel Gutes in Gefahr, Daß wir haben erlebet Die neu fröhliche Zeit, Die voller Gnaden ſchwebet Und ewiger Selig⸗ keit, Daß wir in guter Stille Das alte Jahr erfüllet. Wir wolln uns dir ergeben Jetzund und immerdar, Behüt uns Leib und Leben hinfort das ganze Jahr. 2. Laß uns das Jahr vollbri Zu Lob dem Nameid r Daß wir demſelben ſingen In chriſtlicher Ge⸗ mein; Wollſt uns das Leben friſten Durch deine ſtarke Hand, Erhalt und neuer Wochen Lieder. dein liebe Chriſten Und unſer Vat land, Dein Segen zu uns wem Gib Fried an allem Ende, Gib u Eerdr 5 6. 3 13n n verfälſcht in Landen Dein ſeligm anſen beut un n chend Wort, Die Teufel mach ir fiſmr bis 1 . Schanden Hier und an allem ſdhnen Heil,n S 3. Dein iſt allein die Chre, Deintt it allein der Ruhm, Geduld im ga uns lehre, Regier all unſer Th Bis wir getroſt abſcheiden Insa Himmelreich, Zu wahrem Friedt Freuden. Den Heilgen Gottes git Indeß machs mit uns Allen Nacht nem Wohlgefallen. Solches ſingt ohn Scherzen Die chriſt⸗gläudh Schaar Und wünſcht mit Mundim Herzen Ein ſeligs neues Jahr. J. Herrmann, g. 1585, ſt.lt Flucht der Zeit. Mel. Vom Himmel hoch, da komm. 2 5 4 ge iſt ein Jahr nunge * der hin! Deß i 1 dich, Herz, Muth und Sin CS 2. So fließt nun hin die Zeitte 3. Freu dich, du werthes Chruutte Kind, Daß wir dem Himmel nitt ſind, da tauſend Jahr ſind wie bh Tag Und keine Zung ausſprete mag. 4. Bedenk und danke deinem Get Der dieſes Jahr ſo manche Woh Recht väterlich hat abgewandt e Kirchen, Obrigkeit und Land. 5. Uns hätt es Satan nicht. ſchenkt, Der Tag und Nacht un Schaden denkt. Es wäre von ue dieſes Jahr Nicht überblieben at Ein Haar. 6. Noch muß der Böſewicht un ſehn Bei Gott in Huld und Segh ſtehn: So hilfet Jeſum ſeinem Wat 7. Nur kränket mein betrübt erz Der Sünden⸗ und Gewiſſelt chmerz; doch ſtets ich an de m 68 deDeun nj leenent. Heut macht Von Jahr zu Jahren immer fort tla 1 4 pe a 16 muiſten erfreut, tirn as⸗Lalf, n Erſ mt r n edeihe den ſüße? 1 W ſi Kts Juhr. I. dn Amt Schuß bis h Mb zur und a. Pnem n Gvigkeit di bätriang Chri Nl Su dt tir, o meine 12 P ium mache* 19, Wehwerzen, r.* mit pit den Der vor a ſtnwmfen dir, herli=— dlin gbetredunge da Re unsheſges Joch, u dien te Kinde Zwa. uh mM h dinde. an derſt du d d in des Bund— — de ud mhen Schulde in ſeſ ſcwer inn s dich b 9 ece. N= t Ghe 4 derue, mmn; nng nct de ſint de t mag dafüt und Mnd 2 Uer N 4 0. er Wr. Lidder dein ha IThrif Thriſten Unn land, San F 8 1 vea San allen dn verfälſ An Landen A chend Mlt, Do n Schan der und an 3. 8 Siſt alleindo allein sRuhm, den dn le 22 Regier al Bls wz koſt abſchedde Himmee, Zu wahmm Freude gen Heilgenget Indeß Hns mit uns Ala nem W ajallen. Slts ohn ie de i Schaar 1) wünſcht nt Herzen ſeligs neues J. Herrmanr, s ucht der zii Mel. a Himmel hoch, N 2 5 41 7 iſt ein zm 2IS der hun z dich, Htr Muth und a treten mnmein neues m. Gott, nahoben kan. 2. Cigsießt nun ſin In Aaage Jahr d Den T twich in den he Daß Zaud Jamnern 3. 7 zz ich, du wertzet Kind, I sn vir dem hm ſind, da ut ſend Jahr ſu Tag Uuheine Zung a mag. 4. Waß kund daubee Der die s Jahr ſo m Recht v imich hat abyme Kirchen, igkeit und 5. Uätt es San ſchenkt, 1 Tag ud (Schaden au kt. Es vit dieſes An Nicht übett Ein Hac 6. M r W Mittt in gud an fet Jeſumſe n Jahren in ränket mli 3 mden⸗ ud ch ſtets i Von Ja — N 7. I Herz De (Schmerz 4 9 nn nuß der Ai Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. Blut gedenk, Der Sünder beſtes Jahr⸗ Geſchenk. 8. Das haſt du aller Sünder⸗ Schaar Vergoſſen heut zum neuen Jahr, Das ſoll mir bis in Himmel ein Mein Troſt, mein Heil, mein Lab⸗ al ſein. 1 9. Dein Jeſus⸗Name allezeit Gan himmelſüß die Seel erfreut; Fall ic 9* in meinem Lebens⸗Lauf, Hilft mir dein Jeſus⸗Name auf. 10. Es iſt dein Nam mein Schutz⸗ Gezelt, Der ſchlägt den Teufel aus dem Feld, Mein Troſt, mein Trutz, mein Feld⸗Geſchrei Dein ſüßer Name 8 8 Jeſus ſei. 11. Auch dieſes Jahr all Uebel wend, Sei unſer Schutz bis an das End, Bis alle Jahr und alle Zeit R Hinfließen in die Ewigkeit. Die Beſchneidung Chriſti. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 255 Warum machet ſolche 212. Schmerzen, Warum machet ſolche Pein Der von unbe⸗ ſchnittnem Herzen Dir, herzliebes Je⸗ ſulein, Mit Beſchneidung? da du doch Frei von des Geſetzes Joch, Weil du einem Menſchen⸗Kinde Zwar gleich, doch gan ohne Sünde. 2. Für dich darfſt du dieß nicht dulden, Du biſt ja des Bundes Herr, Unſre, unſre großen Schulden, Die o grauſam, die ſo ſchwer Auf uns liegen, daß es dich Jammert herz⸗ und inniglich, Die trägſt du ab, uns zu retten, Die ſonſt Nichts zu zahlen hätten. 3. Freut, ihr Schuldner, euch des⸗ wegen, Ja, ſei fröhlich, alle Welt, Weil heut anhebt zu erlegen Gottes Sohn das Löſe⸗Geld. Das Geſetz wird heut erfüllt: Heut wird Gottes Zorn geſtillt: Heut macht uns, die ſollten ſterben, Gottes Sohn zu Got⸗ tes Erben. 4. Wer mag recht die Gnad er⸗ — kennen? Wer mag dafür dankbar ſein? Herz und Mund ſoll ſtets 151 dich nennen Unſern Heiland, Jeſu⸗ lein! Deine Güte wollen wir Nach Vermögen preiſen hier, Weil wir in der Schwachheit wallen, Dort ſoll dein Lob beſſer ſchallen. P. Gerhard, g. 1606. ſt. 1676. Geiſtliche Beſchneidung. Mel. O Gott, ich thu dir danken. 2 56 Wer ſich im Geiſt be⸗ * ſchneidet Und als ein wahrer Chriſt Des Fleiſches Tödtung leidet, Die ſo hochnöthig iſt, Der wird dem Heiland gleich, Der auch beſchnitten worden, Und tritt in Kreuzes⸗Orden In ſeinem Gnaden⸗ eich. 2. Wer ſo dieß Jahr anhebet, Der folget Chriſti Lehr, Weil er im Geiſte lebet, Nicht nach dem Fleiſche mehr; Er iſt ein Gottes⸗Kind, Von oben her geboren, Das Alles, was ver⸗ loren, In ſeinem Jeſu findt. 3. Doch wie muß dieß Beſchnei⸗ den Im Geiſt, o Menſch, geſchehn? Du mußt die Sünde meiden, Wenn du willſt Feſum ſehn, Das Mittel iſt die Buß, Wodurch das ſteinern Herze In wahrer Reu und Schmerze Zer⸗ knirſchet werden muß. 4. Ach, gib zu ſolchem Werke In dieſem neuen Jahr, Herr Jeſu, Kraft und Stärke, Daß ſich bald offenbar Dein himmliſche Geſtalt In vielen nend Seelen, Die ſich mit dir ver⸗ mählen; Ja, thu es, Jeſu, bald! 5. Ich ſeufze mit Verlangen Und Tauſende mit mir, Daß ich dich mög umfangen, Mein allerſchönſte Zier! Wenn ich dich hab allein, Was will ich mehr auf Erden? Es muß mir Alles werden und Alles nützlich ſein. 6. Ach, ihr verſtockten Sünder, Bedenket Jahr und Zeit: Ihr abge⸗ wichnen Kinder, Die ihr in Ueppig⸗ keit Und Wolluſt zugebracht, Ach, führt euch Gottes Güte Doch einmal A cennüthe Und nehmt die Zeit in Acht. — 8— 4—————— d ————=———————— ——— ͤͤͤ“—““— ——————————— —————— — 152 7. Beſchneidet eure Herzen Und fallet Gott zu Juß In wahrer Reu und Schmerzen; Es wird die Her⸗ zens⸗Buß, So gläubig muß geſchehn, Das Vater⸗Herz bewegen, Daß man wird vielen Segen In dieſem Jahre ſehn.— 8. Ja, mein Herr Jeſu, gebe, Daß deine Ehriſten⸗Schaar Mit dir im Geiſt ſo lebe In dieſem neuen Jahr, Daß ſie in keiner Noth Sich möge von dir ſcheiden, Stärk ſie in Kreuz und Leiden Durch deinen bittern Tod! 9. So wollen wir dich preiſen Die ganze Lebens⸗Zeit, Und unſre Pflicht eweiſen In alle Ewigkeit, Da du wirſt offenbar, Und wir mit allen Frommen Nach dieſem Leben kommen Ins ewge neue Jahr. L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Preis und Bitte um die Güte Gottes. Mel. Meine Seele, laß es gehen. 257 ir bewundern deine 207. Gute, Großer Gott, die du gethan, Gib uns doch ein ſolch Gemüthe, Das rechtſchaffen dan⸗ ken kann; Denn was du an uns be⸗ wieſen, Das wird niemals gnug ge⸗ prieſen.. 2. Sei gelobt zu tauſend Malen, Unvergleichlich guter Gott! Ach, da ich was könnte zahlen, Doch du haſt es gar nicht Noth; Iſt doch alle Welt dein eigen. Nur den Willen kann ich zeigen. 3. Wir bekennen die Gebrechen, Keiner macht ſich engelrein, Niemand mag ſich heilig ſprechen, Schau nur du auf Chriſti Pein, Nimm ſein Blut für unſre Schulden, So wirſt du uns weiter dulden. — Neu⸗Jahrs⸗ und neuer Wochen Lieder. 4. Laß uns von dem Böſen we chen, Gib uns rechte Frömmigle Laß doch auch die Gnaden ⸗Zeiche Deiner armen Chriſtenheit, Daß mi uns im Glauben bauen, Bis w dich mit Freuden ſchauen. 5. Ach, daß uns dein Geiſt ernent Ach, daß Jeſus in uns wär! Wan ich mich in ihm recht freute, Thättt ich meine Pflichten Mit der größ Luſt verrichten! 6. Jeſum, Jeſum will ich habe Herr, ich wart auf dieſes Heil. Au wirſt mich damit begaben, Er jſtu das beſte Theil. Jeſum, Jeſum uit ich faſſen, Soll ich gleich ſonſt Ae laſſen. 7. Jeſu wegen wirſt du lieha Schützen, retten, Gutes thun. wirſt uns nicht ſehr betrüben, M wir nur in Jeſu ruhn, Hat man it das Heil im Herzen. Jeſus d für alle Schmerzen. b 8. Gib doch Jeſum deinen Säh fen, Schenke den zum neuen Iih Ol ſo wird ſichs ruhig ſchlafen a in aller Welt⸗Gefahr. Alles werdet wir beſiegen, Wenn wir gleich hi kämpfen, kriegen. 9. Vater, ſchleuß in dein Erbar men Unſern König und das Lan Halt ſein Haus in deinen Armen Laß uns dieſes theure Pfand! Wm dein Wort der Wahrheit grünen Ud uns auch zum Troſte dienen. 10. Herr, erhör uns unſer Bitten Doch nur ſo, wie dirs gefällt, Beſſen hier was Noth gelitten, Als dort in Alles wird gert aufgenommen, Wenn wir nur n der andern Welt. Himmel kommen. M. J. Reunherz, g. 1653. ſt. 1137 b. Inmn O Tberdesitmene rh A Ribt wieſch Y6 Alles ohn Beſchwer. Ach, wie wi it nt dr mi 8 Tnit Se gaur üer Iunm e N R,d5. n deine tiien n — — —* —= — dt Sind Id äte Ph nag Aihts, ſt e nect meinen. a w mr i Fiu l n l nn hindemiſe, u a am und Scild, ſd wmtat mir bier un ſde mzt für, So ki ternu Biten In d. waüc dn. 5 1— N ne ſrrBrüſte reit A nu kine Pud=, nt lit m t au in entprieße 1r s R ſerg der Welt! Ir r eſtzn Galles, Gde a gede zu 3 88 dan Unnnden ünd ih— is Veſſers get— 8 1 Vort geſp.„ Pn Tuſt allin e an ehrgdrch dudn unnen ſein. —— (n Neſum raube 1 Wnmit Alts 5 Nüutnet Maldi. 9P Ale was, un Ade unſ 7 4 un Laß do ich )o 3 C 1 dede nehe dich mi— luben bun Pſ 37, v. 28 e Aden ſchaua 2n uns dengi Mel: Jeſu, deine tiefen Wunden, 5. A ß Ach, de= us j 4 ¹ 3 23 Se, ich mich ſis ran 258. Anun⸗ denenn de Wai⸗ Alles o. reſchwer t erfreut, Nur mein Gott iſt meine ch meit füchten A. Weide: Außer ihm iſt Alles Leid; Luſt veiteinn! Ruhet der in meiner Bruſt, O, ſo tret ich alle Luſt Schnöder Citelkeit Freude über Freude. vir 1. Aſum wi ſen. mmeunit buin 2. Nichts ſchmeckt meinen Lippen 8 üße, Als was mir in Jeſu gulllt, gliczn gind ich etwa Hinderniſſe, Unter „ ihm iſt Sonn und Schild, Kreuz 7. Jauutdegen wirt n und Leiden trägt mir hier Honig⸗ Schützen ten, Gus iſeim und Zucker für, So kann ich virſt un ar ht ſehr beni bei Sturm und Blitzen In den Ro⸗ vir nur e nſu ruhn Hauſen⸗Büſchen jizen.. as Heil us Herzen.. 3. Unverfälſcht iſt ſeine Liebe, Seine ür alle Seierzen. Treu iſt ohne Reu, Seine Neigung 8. Gil ad h Jeſun di iſt im Triebe Immer groß und im⸗ n. S aun mmer neu: Natter⸗Brüſte reicht die 6 Wt s Wel Gold, das keine Probe hält, a aller*8 Gefahr l Er, mein Jeſus, läßt mir fließen dir beſiee i Wenn uu Bache, die aus ihm entſprießen. impfen 4. O Vergnügen über Alles, Him⸗ umpfen, affen. uel ſchon in dibſer Welt! Rühmet 9. Va asſchleuß in deuch des leichten Balles, Erden⸗Kin⸗ ien Unſeekönig und ider, der bald fällt; Nirgends find ich dalt ſein 5 in din ſſen Grund, Es iſt Jeſus Hand und aß uns ns theure Pu Mund, In demſelben hab ich Leben, ein Wor us Wahrhetgt D! wer will was Beſſers geben? ns auch u Troſte dan 5. Ei, ſo ſei ein Wort geſprochen: 10. Her a ehör ns u Chriſtus iſt mein Troſt allein; Herz doch nur i ie dirs gt und Bruſt wird ehr gebrochen, Ch jer was an gelitten, e ihm werd untreu ſein. Reißt ter was ie Als der Tod mich aus der Welt, Immer⸗ er ander rlt. 68 hin wenns G ällt, Ni d 1„Wenn vi hin, ns Gott gefällt, Nieman ufgenom nimmt mir meinen Glauben, Nie⸗ immel ke umn. mand kann mir Jeſum rauben. 1u Neunherz p B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Jeſus unſer Alles. In eigener Melodie. 259. XI Jeſus⸗ieder. Sei von mir viel tauſendmal ſchön⸗ ſtens gegrüßet, Was hören kann, höre, ich will ſonſt Nichts wiſſen, als meinen gekreuzigten Jeſum zu E küſſen, 2. Ich rühme mich einzig der blu⸗ tigen Wunden, Die Jeſus an Hän⸗ den und Füßen empfunden, Drein will ich mich wickeln, recht chriſtlich zu leben, Daß einſtens ich himmelan uöhlich kann ſtreben. 3. Die Welt mag gleich ſtürmen, gleich wüthen und toben, Den lieb⸗ ichen Jeſum will dennoch ich loben; Es mögen gleich Blitze und Donner drein knallen, So will ich von Jeſu doch nimmermehr fallen. 4. Und wenn es ſchon ſollte in Trümmern zergehen, Daß Nichts mehr bliebe auf Erden beſtehen, So ſoll doch mein Herze bei Jeſu ver⸗ bleiben, Von welchem mich ewig kein Teufel ſoll treiben. 5. Denn Jeſus betrachtet die ſchmachtenden Herzen. Verſüßet mit Freuden die bitterſten Schmerzen, Das weiß ich nun Alles, drum will ich nicht laſſen Von meinem Herz⸗ Jeſu, ich muß ihn umfaſſen. 6. Ach! ſehet, mein Jeſus kommt freundlich gegangen Und will mich vor Liebe faſt brünſtig umfangen. O Liebe! o Freude! o liebliches Leben! Wer wollte an Jeſu nicht immerdar kleben? 7. Auf Jeſum ſind alle Gedanken gerichtet, Dem hab ich mich gänzlich mit Allem verpflichtet, Den hab ich mir einzig vor Allem erleſen, So lange mich träget das irdiſche Weſen. 8. Wenn Augen und Herzen im Tode ſich neigen, So will ich doch endlich mit Seufzen bezeugen, Daß Jeſus mein Jeſus, mein Alles ſoll ch, Alles, was Himmel und Erde umſchließet, heißen, Von welchem mich ewig kein Teufel ſoll reißen. Jeſus⸗Lieder. Chriſtus aller Betrübten Zuflucht. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. 260. A⁵⁴ Gott, wie manches Herzeleid Begegnet mir zu dieſer Zeit! Der ſchmale Weg iſt Trübfan voll, Den ich zum Himmel wandern ſoll. 2. Wie ſchwerlich läßt ſich Fleiſch und Blut Zwingen zu dei ewigen Gut! Wo ſoll ich mich denn wen⸗ den hin? du dir, Herr Jeſu, ſteht mein Sinn. 3. Bei dir mein Herz Troſt, Hilf und Rath Allzeit gewiß gefunden hat; Niemand jemals verlaſſen iſt, Der getraut hat auf Jeſum Chriſt. 4. Du biſt der große Wunder⸗ Mann, Das zeigt dein Amt und dein Perſon. Welch Wunder⸗Ding hat man erfahren, Daß du, mein Gott, biſt Menſch geborn. 5. Du führeſt uns durch deinen Tod Ganz wunderlich aus aller Noth! Jeſu, mein Herr und Gott allein, Wie ſüß iſt mir der Name dein! 6. Es kann kein Trauern ſein ſo ſchwer, Dein ſüßer Nam erfreut viel hde Kein Eln mag ſo bitter ſein, Dein ſüßer Troſt, der linderts fein. 7. Ob mir g leich Leib und Seel verſchmacht, So weißt du, Herr, daß ichs nicht acht: Wenn ich dich hab, ſo hab ich wohl, Was ewig mich er⸗ freuen ſoll. S. Dein bin ich ja mit Leib und Seel: Was kann mir hun. Sünd, Tod und Höll? Kein beſſre Treu auf Erden iſt, Denn nur bei dir, Herr Jeſu Chriſt. 9. Ich weiß, daß du mich nicht verläßt Dein Wahrheit bleibt mir ewig feſt; Du biſt mein rechter treuer Hirt, Der mich ewig behüten wird. 10. Jeſu, iemn Freud, mein Chr und Ruhm, Meins Herzens Schatz und mein Reichthum, Nch kanns doch ja nicht zeigen an, Wie hoch dein Nam erfreuen kann. 11. Wer Glaub und Lieb imge zen hat, der That, viel geredt: Freude hätt, Drum hab ichs d Der wirds exahmn len Wenn ich an 81 m 3 1 12. So wollt ich den Tod wi he ann ſchen her, Ja, daß ich nie Sän wär; Denn wer dich nicht imh 13. Jeſu, du werth, Meine höchſte Zierd auf daß Erd, An dir achein ich mich anzt Weit über alle güldne Schätz 14. So oft ich nur dich All mein Gemüth erfren dt So fühl ich Fried und? Lroſt in m 15. Wenn ich in Nöthen bei ſing, So wird. mein Herz recht ter Ding; Dein Geiſt bezeugti ſolches frei Des ewgen Lebens 8 ſchmack ſei. 16. Drum will ich, weil iſ noch, Das Kreuz dir fröhlich i nach. Mein Gott, mach nucht bereit, Es dient zum Beſten al 17. Hilf mir mein Sach en 8 Lauf h 1 fen an, Daß ich mein den kann; Hilf kreuzigen mir Fiit und 2 Zzlut, Für Sünd und Schane mich behüt. 18. Erhalt mein Herz im Glaue zen hat, Der iſt gewiß lebendig tit edler Bräutag den 4 gede nt a rein, So leb und ſterb ich diralln Jeſu, mein Troſt, hör mein h O, mein Heiland, wär ich beid M. Mollar, g. 1547, ſt. 1 Süßigkeit des Namens Jeſu⸗ Mel. O Gott, du frommer Goßt 216. A 9 Jeſu, deſſen 1 m Himmel l und W Erden Durch keines Menſchen Nu Kann gnug geprieſen werde 4 danke dir, daß du, Ein wahrer Manſ Daß ich nicht bin verlorn. 2. Fürnehmlich wird in mit * Jn der Kirche werden nur die Verſe ſungen, welche mit Ziffern bezeichnet ſind 1 geborn, Haſt von mir n — Wiene AHu Himmels 1 lnm inih G lngen Vem n Nöht ich vor? peran bi kann ichn veius beiſft ☚ Piuiad b Häd, D unn d 52 Mte brin. atabch Das dun— diſen dms Und gibt ir und Söthr ſucdem 68 ☛☚ nin W niner armen= te (Aütma Paradies: 1 de dsan. Gne de Menſche* nn d. Nabl in 889 derl 6⸗ d biſt die 314 du i — wvogen 6— drun dn 1— 34 gooße Not 2 * di* um ſi ddei 8o br regen, E uees s 84 — — So fül Fried undi zeln ich in Jütt „Nemn hehe ter Dir 112 Dein Geſt he ſolches Des ege ie ſchmack 1f 6 Weit ima galle güdne e nach. Lieder viel 9 m hit Freud et, 8 14. 1= oſt ich m 1 dich An ein Gemth nam dofnmt Name klingt, Möcht ich vor Freu⸗ den ſpringen. Wenn 15. ſing, 9 Goird mein 16. unln will ic, m noch, Dsmn Kreuz die fuit sl Gott, mahn bereit, ass ient zum We 17. minir mein om fen an, ß ich menn ai den kan anhilf kreuzignn und Bliprür Sünd m. mich be zmn 18. Cudnt mein Heni rein, Suln und ſterb it Jeſu, n utaTroſt, hör me O, meinchrland, writ 2 Mollar, g. 10 Süßi int des Nanent Mel. 13 Hott, du ſten 2160 AI I —„ Im Hnme 6 Erden T an keines Mait Kann g aum geprieſen te danke dun 7 du, Enni geborn, von nir! Daß ich int bin veim 2. Fi zum nlich wird! ——— 3 * In de funſe wenden m fungen, w anit Zifem dein ſüßer Jeſus⸗Lieder. Herzens⸗Angſt geſtillet, Wenn mich Nam Und deſſen Troſt kerfüllet. Kein Troſt ſo kräftig iſt, 8 Als den mir giebt dein Nam, Der ſüße Jeſus⸗Nam, O Fürſt aus Da⸗ an vids⸗Stamm! Jeſu, höchſter Schatz! Du (O Schatz, darin ich finde Schutz wider alles Kreuz, Troſt wider alle Sünde. O, ſüßer Nam, in dir iſt alle Süßigkeit, In dir iſt aller Troſt, In dir iſt alle Freud.) 3. Ach, was mag lieblicher, Als jeſus, Jeſus klingen? Wenn dieſer „Wie kann ich trau⸗ dig ſein? Weil Jeſus heißt ſo viel Als Heiland, als ein Held, Der ſelig machen will. (Du biſt das Himmels⸗Brodt, Das Manna, welches bringet In Unluſt alle Luſt, Das durchs Ge⸗ wiſſen dringet Und gibt Geruch und Schmack, Nachdem es ange⸗ nehm Und meiner armen Seel In ihrer Angſt bequem.) (Du biſt mein Paradies: Du biſt Des Himmels Wonne: Du biſt der Engel Luſt, Der Menſchen Licht und Sonne, Du biſt die Zuflucht deß, Den alle Welt verläßt: Wer Troſt bedarf, findt ihn Bei dir. Das glaub ich feſt.) (Ach Jeſu, was hat dich, Was hat dich doch bewogen Und aus dem Himmels⸗Thron Herab zu mir gezogen? Traun deine große Lieb Und meine große Noth; Aus Lieb haſt du gewandt Die Noth durch deinen Tod.) (Mir eben, mir zu Gut Haſt du dir ſelbſt gegeben Den ſchönen Jeſus⸗Nam, In dem ich finde Deben, Denſelben haſt du mir Zum Schatz ins Herz gelegt, Wie ſeiner Braut zu thun Ein treuer Bräutgam pflegt.) 4. Wenn Satan ſich bei mir Mit Anfechtung will regen, So brauch ich ihn zum Troſt, Heil, Schutz und 155 Pied und Segen, Zur Arznei, eisheit, Stärk Und zur Gerech⸗ tigkeit, Zur Heiligung und was Mich mehr von Angſt befreit. Hier iſt, was ich bedarf. In dieſem Jeſus⸗Namen, Als in dem höchſten Schatz, Iſt aller Schätze amen. Wer Jeſum recht er⸗ kennt, Der wend die Zeit recht an, Daß, wenn er ſterben ſoll, Er freudig ſterben kann.) 5. Daß ich ein Zorn⸗Kind bin, Das macht die ſchnöde Sünde; Dein Name machet mich Zu einem Gna⸗ den⸗Kinde; Du honigſüßer Nam, Je mehr ich Dich betracht Und deine ſüße Kraft, Je höher ich dich acht. (Ich armer Menſch, ich muß Des Sünders Namen führen, Doch weil du Jeſus heißt, Wird mich kein Schrecken rühren. Dein Jeſus⸗Nam hebt auf Die Schuld und Miſſethat, Bringt mir die Seligkeit Und deines Vaters Gnad.) (Ich, ach, ich heiß ein Kind Des Todes und der Höllen, Ein Kind, zu dem ſich Kreuz und Jam⸗ mer muß geſellen: Dein werther Jeſus⸗Nam Erlegt und ſchlägt den Tod, Führt mich zur Herrlichkeit; Die Hölle wird zu Spott.) 6. Ei nun, ſo heilge mich, Der ich bin ganz beflecket, Mein Jeſus, der in mir Der Sünden Nenge decket: Den Fluch nehm er hinweg, Den Segen geb er mir, Er ſtärke mich, auf daß, Was ſchwach iſt, ſich verlier.. 7. Er ſei mein Licht, das mich In Finſterniß erleuchte; Er ſei der Himmels⸗Thau, Der mich in Hitz anfeuchte; Er ſei mein Schirm und Schild, Mein Schatten, Hut und Schloß, Da bin ich aller Furcht, Gefahr und Drangſal los. (Er ſei mein Sieg, wenn ich Mit meinen Feinden kämpfe, Daß ich durch ſeine Macht Sie überwind und dämpfe; Von vielen weiß ich Nichts; Dochſind ſie dir bekannt. So⸗ —— 4—— 4— 8*———— 8 — 4 5 15—— 1“ 5 ——— 4 8 8 4 — 1——* 2 v“ 8 4 8— —— ,,.——“ ö— 8—— ſ“ 2—————————“— —“—————— 3—= X —— 5— 5——— 4— 5— 3——— g 3 8 —*— y——————— 4 8— 8 — 5———— ö—— 8— A ———— ͤIöſ“ — ö—“—— ſſſſſſ¹“ ——*——————— 5——“ —õõ————————ꝑ 8———————-—— 2. 8 —— — bald nur Jeſus klingt, Zerſtieben ſie wie Sand.) (Der traute Jeſus⸗Nam, Er ſei mein Schmuck und Zierde Und meine Speis und Trank, Mein Labſal und Begierde, Witz, Weis⸗ heit und Verſtand, Meine Wille, Lehr und Licht, Mein Hoffnung in der Noth Und meine Zuverſicht.) (Er ſei mein Fels und Bun Und mein grundfeſter Glaube, Da mir der Satan nicht das edle Troſt⸗ Wort raube, Er ſei mein Rath und Kraft, Zucht, Sanftmuth, Lieb und Huld, Mein Andacht und Ge⸗ bet, Mein Unſchuld und Geduld.) (Er ſei das ſtarke Band, Da⸗ mit ich ihm verbunden Verbleib in Noth und Tod, Standhaftig werd erfunden Bei ſeiner reinen Lehr, Als die er ſelbſt gebracht Aus ſeines Vaters Schooß Und mir hat kund gemacht.) (Ohn dieſen Namen will Und wünſch ich Nichts zu haben, Wie denn ohn ihn auch nichts Sind alle Schätz und Gaben, Kein Gut ohn ihn iſt gut, Ohn ihn iſt ganz umſonſt All Ehr und Herrlichkeit Und alle Kunſt und Gunſt.) „(Er ſei mir Alles gar, Er iſts, in dem ich finde, Was ich bedarf, womit Ich Alles überwinde. In ihm hab ich, was ich Hier und dort haben will, Und wär es noch ſo groß Und wär es noch ſo viel.) 8. Er ſei mein Himmels⸗Weg, Die Wahrheit und das Leben; Er ſei mein höchſtes Gut, Darnach ein Chriſt muß ſtreben; Er laſſe mich in ihm Dieß Leben ſchließen wohl, Und fah⸗ ren aus der Welt In Himmel freudenvoll. (Mit dieſem Jeſus⸗Nam, Als mit der ſchönſten Krone, Soll pran⸗ gen meine Seel Hoch vor des Herren Throne; Das wirſt du geben mir O mein Herr Jeſu Chriſt, Du haſt mirs zugeſagt, Der du wahrhaftig biſt.) Jeſus⸗Lieder. Darin Gott j (Auf dieß dein wahres Wm Will ich mich ganz verlaſſen, Un mit Geduld mein Herz In allen Unglück faſſen. Das wohl ſchwer, Doch währt es kun Zeit, Des Namens Jeſu K Verkehrts in lauter Freud.) (Und zwar in ſolche Freud, Auhh die nicht auszuſprechen, Die ut kein Menſch und Tod, Kein 3edn len⸗Geiſt kann ſchwächen, Vor cher iſt wie Nichts All andre Fuß lichkeit, Ja weniger, denn Nichts eh groß man ſie ausſchreit.) (Der Name Jeſus ſoll Mit ſt nen reichen Schätzen Auch meina Kinder Herz In allem Kreuz w götzen: Er ſoll ihr Segen ſein, af Kleinod und ihr Theil, Ihr We ſtand und ihr Schutz, Ihr Aehen Glück und Heil.) — (Wenn ich nun dieſen Säa Den Schatz, der alle Schätzen ſich begreift, mir feſt In u Herzkäſtlein ſetze Und ſchließt Glauben zu, Daß er ſtets bi in mir, So bin ich reich, ſo hi Ich Alles dort und hier.) (Wenn gleich das große Han Des Himmels und der Erden Mt eigen wär und ſollt Jetzt mir nommen werden, Der Schade win Nichts, Er ginge mich nichts me Weil Jeſus in mir iſt, Der dieß erſetzen kann.). (Sein Nam iſt köſtlicher, ü will es frei bekennen), Als Hin⸗ mel, Erd und Meer Und wit ich mehr mag nennen; Er iſt das Paradies, Gepflanzt ohn alls Leid, Er iſt der Himmel ſeltſt Voll aller Seligkeit.) „(Er iſt der Gnaden⸗Stuhl, G iſt der Liebe Bronnen, Der einen vollen Strom In mein Herz hu gewonnen; Er iſt das Heiligthun . elber wohnt, Umd wenn ich Jeſum nenn, In Gul⸗ den meiner ſchont.) . 9. Inzwiſchen helf er mir, Solanzſah ich hier noch wandle, Daß ich in me⸗ ₰ — Unglückſ ait evilkweßferden. d. —— b ach..* 5 Irbih ud in d 3 u nrwllith. w eneſnebeih, Das tn W vil, von d t Dden füt und fi d Prp, vnm U w ſämr llen, Was d Unlit Gnaden iin Wltt, vor Gorm dr Nenttin ich dur f 4 Plüſchm Glüc Auckm. dt ent ammnn, g. 1885)☛ dinm zein Erguicke 14 4 lle, vas Himmt qrpeu, mein Sär 7 d agni ac, zuch nit ätem gi, daßichganr⸗ Aulſnag werden, 6C dn tail dier auf der,— WAdune des Lede itzen Und in nr ny ergießen. n älten der hohen ee mir in Segt n der der Lichter,, llen Tief in m— zu malen; S 8 — — — —— — — — leder. (A Wil E mgen m mit(ad mdu n nem Thun Treu undaufrichtig handle; Ungl Raſen ie Er ſteh mir allzeit bei Mit ſeines dw Geiſtes Gab, Wenn ich in meinem wi Amt Was zu verrichten hab. 10. In Jeſu Namens Kraft Bin aute ſa ich heut aufgeſtanden, Ich thu auch Khar ſochen heut in ihm, Was mir zu thun ob⸗ auszuſprc, lunden In ſeinem Namen iſt Der len⸗G cnun dah Anfang ſchon gemacht: Das Mittel cher 16, ann ſchwaa und der Schluß Wird auch durch ihn lcchter e Küss Ala vollbracht. Dhret weniger denn 11. Dir leb ich und in dir, In 1en ſie ausſchet dir will ich auch ſterben: Ja, ſterben E will ich dir, In dir will ich ererben chi Schäzen Das ewge Himmelreich, Das du er⸗ 1. worben mir, Ich will, von dir ver⸗ klärt, Dir dienen für und für! (O. Jeſu, Jeſu, komm Um dei⸗ nes Namens Willen, Was ich ver⸗ hoff, in mir Mit Gnaden zu er⸗ füllen. Bei Gott, vor Gott, mit Gott, In Gott bin ich durch dich, Ich leb in ſolchem Glück Auch durch dich ewiglich.) J. Heermann, g. 1885, ſt. 1647. Bitte um Jeſu Erguickung. Mel. Ach, Alles, was Himmel. ch Jeſu, mein Schönſter, 262. AaAnts mic Alrnnen uI I Ach, zeuch mich, ach, zeuch mich zu dir nomm a urden, Der Stt mit Erbarmen; Gib, daß ich ganz brün⸗ Nichts 2 ginge miün ſtig voll Liebe mög werden, So lang Weil aßst in nir itich noch leben ſoll hier auf der Erden! erſetzen u.) 2. Die Ströme des Lebens laß (Sei Knam iſt bſtt immer ſtark fließen Und in mir von will es umf bekennen Tag ſich zu Tage ergießen; Ström mel, Cu c mnd Mer l über mich Fluthen der hohen Gena⸗ ich mel mänig nenne G den Und laß mir in Segen doch Paradi Gepflant Alles gerathen. Leid, einht der Hun 3. Du, Vater der Lichter, ſcheuß Voll a nbeligkeit, deine Lichtſtrahlen Tief in mich, dein (Er ür Gudes heiliges Bildniß zu malen; Ach, gi ſt der unn Bronnen mir die Sanftmuth und Dehmuth vor vollen msn In min llen, Daß ich mög dem Herren, gewonn er iſt doit dem Schönſten, gefallen! Darin an ſelber uu 4. Gerechtigkeit wollſt du, vJeſu, mir venn i ſum mem eben, Naf daß ich in Friede und Freude den me a chont) kann leben; Die Früchte des Geiſtes — In in en heffe m laß allzeit ſich finden, Bewahr mich vor hier ae ndl) Dat Werken des Fleiſches, vor Sünden. götzen ſoll ihr Sean⸗ Kleinen ad ui d ſtand amn ihr Schuh ¹ Glück un Heilſ (Wen mrich nun di Den Lachez, der 3 ſich b anget, mir ſit Herzkä talt ſetze Und Glaub; mi, Daß a ſ in mi I bin ich ut Ich A saldort und hin (We maleich das m Des H Am ls und dd eigen runhand ſollt Fa Jeſus⸗Lieder. 157 5. Herr Jeſu, du wollſt dich in Liebe verbinden, Mit deiner herz⸗ flammenden Lieb mich entzünden; Du wollſt mich doch einmal recht freundlich anſchauen, So geb ich das Herz dir mit vollem Vertrauen. 6. Herr Jeſu, du König und Herr⸗ ſcher der Heiden! Ach laß mich doch werden ein Mitglied der Freuden; Ach, laß mich den Himmel auf Er⸗ den genießen; Das bitterſte Leiden kannſt du mir verſüßen. 7. In Kreuz und Anfechtung laß du mich empfinden Die Kräfte des Heiligthums, zu überwinden Den Satan, die Welt nebſt den fleiſchlichen Lüſten, Die Alle vereinigt ſich wider mich rüſten. J. F. Sannom. Nichts ſonſt, als Jeſus. Mel. Was Gott thut, das iſt wohlgethan. b ch Jeſu, mein vergnügtes 263. Licht, Nimm hin mein Herz und Sinnen: Nach Welt und Erde frag ich nicht, Ach, laß mich dich gewinnen; Reiß mich zu dir, O meine Zier! Schleuß mich und meine Seele In deine Wunden⸗Höhle. 2. Nichts kann mir ſonſt erfreulich ſein, Als deine Liebes⸗Flammen, Sie lindern mir die größte Pein, Kreuz, Noth und Tod zuſammen; Heil meine Seel, Immanuel, Nur du bleibſt mein Ergötzen, Du Schatz von allen Schätzen. 3. Lebſt du in mir und ich in dir, Ei, was kann mir denn ſchaden? Re⸗ giere mich nun für und für In deinen ſüßen Gnaden; Nichts außer dir Ge⸗ nüget mir, Ein Strahl von deiner Sonne Bleibt meine ſchönſte Wonne. 4. O angenehmer Bräutigam, b Halt mich bei feſtem Muthe; Roſin⸗ gefärbtes Liebes⸗Lamm, Netz mich mit deinem Blute; Entzünde mich, Solieb ich dich, Krön mich mit deiner Güte, Herr, höre, was ich bitte!— 5. Laß ganz und gar mich deine ſein Auch in den größten Schmer⸗ zen; Vermehre deinen Gnaden⸗ Schein, Pflanz ihn ſehr tief im Her⸗ 158 zen; Ich lebe dir Nun für und für, In dir will ich auch ſterben, So kann ich nicht verderben. Benj⸗ Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Jeſus, der ſchönſte Schatz. Mel. 264.3 meiner Seele, Wohnung haſt Höhle. 2. Rott aus, du theures Glau⸗ bens⸗Pfand, Was nicht dein eigen heißet: Ach, beut dem Willen doch die Hand, Der ſich der Welt entreißet. 3. Es ſchaut dein holder Gnaden⸗ blick Die Sünden⸗Gruft im Herzen, Und zeucht ſie dennoch nicht zurück: Er ſie ht auf Chriſti Schmerzen. 4. Ich öffne dir Herz, Seel und, Sinn Mit brünſtigem Verlangen, Dich, meine Ruh und mein Gewinn, Recht freudig zu empfangen. 5. Komm, komm und halt dein Abendmahl Mit deinem ſchwachen Kinde, Auf daß dein wunder ſüßer Strahl Mich inniglich entzünde. 6. Dein Manna ſchmeckt nach Himmels⸗Luſt, Dein Brunnquell fleußt ins delen, D Davon das, was uns nicht bei wußt, 3 u ſchmecken wird gegeben. 7. Es iſt wohl ein verborgner Ich dank dir ſchon. ch, komm, du ſüßer Her⸗ zens⸗ Gaſt! Du Labſal Bei der du deine In dieſer Jammer⸗ 7. Schatz, Doch bringt er Geiſt und Leben Und läßt den Sündern keinen Platz, Die Andacht zu erheben. 8. So kehrt Gott zu der Seele ein Mit allen ſeinen Gütern, Und machet ſeine Kraft gemein den himm⸗ liſ ſchen Geuüthern. a liegt des Teufels Macht zerſtreut, Die Welt iſt überwunden, Da führt des Geiſtes Freudigkeit Die Sünden⸗ Luſt gebunden. 10 Gott zeigt, was zu erwarten ſe Auf wenig Kreuzes⸗ Stunden, Wenn wir, von dieſen Jeſf ſſeln frei, Die Freiheit ſo gefunden. Jeſus⸗Lieder. ichind tAotnh Arlede⸗ 11. Da, da verbindt ſich Seel unl Gott. In recht verwanderr Liebe; Wa nicht iſt göttlich, wird zu Spott 4 — — — — ½ — — — 12. Wie leicht iſt da des Heiland ch! 5 ſpricht die Seel, daß ich ſe wc Ein Himmels s-Bürger wünd 3. Mein Gott, wenn zeuchſt mich zu dir? Wenn werd ich dang kommen, Daß ich dein Antlitz füru für Anſchaue mit den Frommen 14. Ich glaube doch, ich wen ſehn Das Gut im Freuden⸗Hin Und dort vor deinem Throne ſtehn Nach dieſem Welt⸗Getümmel. 15. Wie ſanft iſt ſeine Büretit — —— — — — pde k zrutee N Ende, 4 11 r. l en S äin ich verinn u mein derg t: t, dchphn feſ t und II 4 Wadih doch uus⸗ e Wa trüber Aah ana Ii(in freudid u. Ver Jeun ——, n Mach meinen Gang gewiß und 1 Ach, leite mich in Allen! 16. Ach, ſtreite wider meinen Fa So kann und werd ich ſiegen; ln wenn ers gleich aufs Aergſte meil Kannſt du nicht unterliegen 17. Drum nimm mein Hetzi gänzlich ein Und ſtärk es aust Höhe! Dann merd ich völlig ſi ſein, Wenn ich dich ewig ſehe. L. Menke, 1658—133 Jeſus Schatz und Herz. Mel. Gott Lob, es geht. 5 65 A⁶ ſagt mir Nichtsu 2 2. 4 eitlen Schätzen, Nuoh was herrlich ſcheit Nichts kann mein Herze mehr a allem dem, Du Geiſt der Gnaden mir bei Und laß mich ja nicht falln uß nich bi a dmn deiner Lied 1 im nirn zu deine r ii y ari dein. 1 dui ü hier 3 1672 N Tanaeng mit Jeſu Lißaludter der Norge rn h, wein herzifn ¹ 6 ſtönjer G ari — — nt Ftbeſuchet haſt ü ſhenl le 1 in dar 2 auch. Läß F , daß dd Inn kna unfangt, r ih nict meht — — götzen, Als Jeſus, meiner San. tsuu ſteen leben“ Freund; Steht der bei mir, ſot fün dr a e ich frei Ich bin vergnügt und fu r drmulle, 1 dabei. ttt ſe nn dein 4 2. Bei Jeſu kann mir gar 8 a um bnei fehlen, In ibm iſt lauter Süßigli hier fehlet, Laßt Andre ſich mit Sorgen ruütn t dru Alen d 8 Liebt Jeſus mich nur allezeit; M b nit 89 wenn üſet Alles niederliegt, Mf 6 ich doch ket⸗ in ihm vergnügt. Mehlan, m ſ 3. Aus Dornen kann er Riſt d 88 1 machen Und aus der Werm e ir zu le adun 5 Zuckerbrodt; Mit ihm gelingen i 4 e dane a 1 Sachen, Gibt er mir Kraft, ſo hüt ſaänn zu n 3 ) 1j teder. Jeſus⸗Lieder. 159 1. G Gott J 32 e dantia nicht iſt zn lich, uid ſi dieſem K ub din gnüget ſein? . d eicht iſ 4. Trotz dem, der meinen Vorſatz och ſwußl i tuxi wende! Ich ſteh auf Jeſum felſen⸗ Ach, ſp ctoi die S 4 u feſt. Nimmt nue Freundſ ſchaft onſt doch Ei i um Ln d ein Ende, Gnug, daß mich Jau 13. 16 Go ott unn nicht verläßt. Cs bleibt dabet, in mich zu ate W ma ſeinem Seht Bin ich vergnügt und tommen, chann na ſorgenlos. für Anſ um n d 1 5. O darum, mein vergnügtes laub en Uin Herze, Halt Jeſum feſt und laß ihn ehn D ne d, nicht: Reißt er dich doch aus allem Und do er 9 1' Vrnn chanerger Nach trüber Nacht folgt Wnn d m Morgen⸗Licht. nicht Noth. Ach, ſollt ich nicht bei 4 ihm allein Recht freudig und ver⸗ —— — ſ Ein freudig Herz boch diß die 8 e un Welt⸗Geum pleibt unbe eſiegt; Wer Jeſum hat, 10. †* eiſt dr om der iſt verg gnügt. nir bei a michn 6. Ach Jeſu, laß mich bis zum Mach me dn Gang guße Grabe Getreu in deiner Liebe ſein! lch, leit nt h in Allu Nimm hin mein Herz zu deiner Gabe, 16. Augteite widenn Es iſt und bleibet ewig dein. Ruhſt So kann aum werd ic ſin du in mir, ſo bin ich hier In dir venn ers zßz ch auf Aan vergnüget für und für. Kannſt 3 ut uht un terlege Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737 17 nimm ne„„1 eſ 11 Vermüählung mit Jeſu. gänz ic n nd ſtärt s 9elu— 4 Höhe! Ta werd in Mel. Wie ſchön leuchtet der Morgenſtern. ſein, Weiinh dich ewgt ch, mein he erzliebſter, 9. d uh 266. A ſchönſ ter Gaſt! Der an du mich jetzt be ſuchet ha Ach, laß 2 3 R chatz und zr nich dich doch ehen Mein finſtres Herz iſt voller Rauch, Der Seelen mott Lob, d3 n Augen ſtarren auch; Laß deinen 265 ſagt un Glanz aufgehen, Daß dich Brünſtig 2 2. eitlen Sin Nach Verlangen mag umfangen meine allem was hert Sale Und ſich nicht mehr länger 1 4 Ale. Nichts un nein Sn 2. Sie, als zur ſteten leben Braut, S Loßen, 2 2 Mue um H Haſt du ja ſelbſt dir anvertraut, Mreund 3 n Jetzt iſt ſie dir vermählet, In Ewig⸗ ich frei: in verguht zeit bleibt ſie nun dein. Ach, gib dadeix. mnn doch, was zum Schöneſein An dei⸗ 2. Bet 4 kann un nem Schmuud hier fehlet, Daß ſich fehlen, In ant iſt lauts Fürſtlich Dir in Allem zu efallen Laß Andi 11 nit Senhs ſie geberde Und nicht Sünden⸗Magd ebt Jeſt 16 nur mehr werde. denn glei Ktlles niede 1 3. Wohlan, mein liebſter Jeſu ich doch ſt 8 ihm deg⸗ Chriſt! Weil ja dein ernſter Will es 3. Aus umunen tamn machen Uunt aus de ſelbſt den Tempel zu, Nach deiner Zuckerbrod wiit iyn di lnenenuen Ruh, Laß deinen Geiſt Sachen, C air mir ii iſt, Forthin is in mir zu leben, So richte drob ſchweben, Der ſich Täglich Mög ergießen und einfließen in mein Leben Und der Andacht Glanz mir geben. 4. Das reine Glaubens⸗Gold all⸗ t hier, Das ſchimmre weit vor Andre für, Der Demuth edle Zierde, Die reine Liebe immer neu, Sammt feſter Hoff⸗ nung ſchöne ſei Voll himmliſcher Be⸗ gierde; Ondlich Laß mich Deinen Willen ganz erfüllen, laß mich leben, Dir forthin, nicht mir ergeben. 5. Ach Herr, nun bin ich gänzlich dein, Du ſelber willſt in mir auch ſein Und ich ſoll in dir bleiben. Was Wunder⸗Liebe ſchmeck ich doch, Ach, wer wird dieſe Würde noch Zur Gnüge recht beſchreiben? Nach ſich Zieht mich Mi ſo warmien Lbes Armen dieſer König, Dem die Welt iſt viel zu wenig. 6. Mein Feeiſch iſt weiter nicht mehr mein, Micht ſoll es Sünden⸗ Diener ſein, Du haſts in dich ver⸗ ſetzet. Detzt biſt du, Herr, der treue Hirt, Der ſein arm Schäflein weiden wird In dem, wo ſichs ergötzet; Führ mich Freundlich Au die Auen, wo wir ſchauen Luſt der Seelen! Sün⸗ den⸗Angſt la mich nicht quälen! D. M. Geier, g. 1614, ſt. 1680. Sehnſucht nach Jeſu. Mel. Ach, wenn kommſt du. 267. Ach, mein Jeſu, fleuchſt du noch? Jeſu, komm, ach, komme doch; Komm, o meiner Frrlen Zier, Jeſu, komm, ich warte ier! 2. Deine Lieb erquicket mich, Wenn ich, Jeſu, ſchaue dich, Ach, komm, meines Lebens Licht, Jeſu, komm, verz zeuch doch nicht! 3. Dein ſo theurer Reben⸗Saft Und des Balſams ſtarke Kraft M Nacht, daß ich ſchrei für und für. Jeſu, bleib, ach bleib doch hier! 4. Zeuch mich nur, ich folge nach In dein heilig Schlaf⸗ Gemach, Wo mir keine Luſt gebricht, Jeſu, ſäum, ach, ſäume niche —ſͤ““ 4 5. Schwärzt mich gleich der Son⸗ nen⸗Schein, Muß ich ſchwarz und häßlich ſein, Dennoch acht ich dieſes nicht; Jeſus iſt mein helles Licht. 6. Sage an, wo weideſt du? Wo iſt deine Mittags⸗Ruh? Gehſt du weg, ſo weiß ich nicht, Jeſu, was für Angſt geſchicht. 7. Nun, ge will nicht ruhig ſein, Bis ſich Feſus ſtellet ein. Wohl, er kommt, ich laß ihn nicht; Ewig bleib ich ihm verpflicht! Jeſu Kommen ſehnlich begehret. Mel. Liebſter Bräutigam. 268. A wenn Lenunt die Zeit heran, Daß ich möge ſchauen an Meinen lie 8 ſten Jeſum Chriſt, Der mein Leib und Leben iſt? Ach, wo bleibſt du doch, mein Licht⸗ Komme doch und ſäume nicht. Komm doch, weil mit großem Schmerz Auf dich wart mein krankes Herz. 3. Kommſt du nicht jetzt alſobald, Meines Leben ns 2 Aufenthalt, So ver⸗ geht mit Liebs⸗ Wegier Mein betrübter Geiſt in mir. 4. Allzeit weißt du, daß ich mich Nicht erhalten kann ohn dich, Weil du, liebſter I eſu Chriſt, Meines Le⸗ bens Leben biſt 5. Drum ſ komm doch bald zu mir Und erfreue mich mit dir, Schleuß mich in die Arme ein, Die für mich verwundet ſein. „Reich mir deinen Thu mir deine Liebe dund Drüch mich an die zarte Bruſt, Die mir ewig ſchaffe Luſt. Alſo werd ich dort und hier Fröhlich ſingen für und für, Daß du, liebſter Jeſu Chriſt, Meines Lebens Leben biſt. J. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. 0 üßen Mund, Sehnſucht nach Jeſu. Mel. Jeſu, meines Herzens. ( wenn werd ich 269. Ahane dich, Liebſter Jeſu⸗ Wenn wirſt du empfangen Jeſus⸗ ther Jeſu! dir, Lieder. mich? Liebſter Jeſu! Mein Herzm un dir ſehnet ſich, Liebſter Jeſul Je liebſter Kefu ht 2. Schmerzlich ich nach dir u J lang, Schönſter Jeſu Meiner 8 iſt ſehr men Schönſter Jeſu! M wo bleibeſt du ſo lang, Schön Jeſu! Jeſu, ſchönſter Jeſu! 8⅓ Alles iſt nur Angſt und 9 Theurſter Jeſu! Was nicht binun was nicht dein, Theurſter bin dein nnd du biſt mein Jeſu! Jeſu, theurſter Jeſ ſul 4. Deine ſüße Lieblicht keit, St Jeſu! Mich erfreut in Trau rih Tußer Jeſu! U d verſüßet al les d Süßer Jeſu! Jeſu, ſüßer Jeſul 5. Komm, o angenehmer Gi Treuſter J eſu Nimm von mir h Sünden Aſt„Treuſter Jeſu Duß meine? Ruh und Raſt, Treuſt er Jeſu, treuſter Jeſu! 6. Je eſu Lieb erſcheine mir, M Meine See lle dürſt Jeſu! Deiner wan Werther Jeſu A. Fritſch, g. 16⁵* 29, ſt. M —— —— T Lun —— di Werther für und für, werther Jeſu! Jeſus uuſre einige Zuverſict Mel. 9 ch, wohin ſoll ich nih 270. wenden, Wo ſoll lichu meiner Noth Hilfe ſuchen? 9 nen Gott! Halt mich feſt in deinen git den: Du biſt meine Zuverſicht; Dih mein Jeſu, laß ich nicht. Ach, was ſoll ich Suünder. 2. Jeſu, du biſt meine worden Da du dich auf dieſe Welt In nA Fleiſch haſt ngeſel Und 1 bracht in deinen Orden: Du neine⸗ Zuverſicht, Dich, mein 8— aß ich nicht. 3. Jeſu, du haſt mich erworben, N du mülddiglich dein Blut Haſt va gof ſen mir zu Lut Und am Kreue iſt geſtorben: Du biſt meine Zunn b ſicht, Dich, mein Jeſu, laß ich nitſ 4. Wenn mich meine Sünnen ni gen, Die ich freventlich verübt, Wend mein Herze ſich betrübt, Wil i 4 4 3 5 juns e— 3 ſißi ten eim Lan Luff 3,8 kupen Flammen* Alnen hthrag ſtEr Pan äen dne 5 1 0 nein ν 1 rmuict l ſar, 2 G wauö dem irten Hand,! dd nu mt fradt 1* u n ffm Nauben: Di nn dceſt dih, men Gh ih ut lR das Her rn dah jil d ſeche Leib erpid nanen Gewinn,“ 4 i ſerctm rechen. d 8 dih, mein l ih 9 9 92 Aasd Grades= dentitine Zeit. higttt, deſt r) fat n n arum, ☚ e eit ri Ji Jtehes kam htegde ſen. em id Am h meine Zud 19) richt fihdan dil dac— 4 daie ehnaben un 85 Sim br 6 mait dih, . t eu, umn n dan G, uan ſiß ohw 4 gied mr, A nen— upuh 5 3 da 1 V18, Lieder. mich? Li uſs en dir ſehne t N iebſter In 2 2. S 2. Sd arm. 2 9. bas nicht ac in dein ſeſu! Je 4. Da 4. Dei teſu! Maz Süßer Jeil büßer Je 5. Kon reuſter ußs ünden L eine Rul eſu, treu 6. Jeſt er Jeſu! r, Wertl r und f erther Je Jeſus u Mel, 70 7(¶ 0U. 6 einer No ott! Halt n: Du b ein Jeſu, 2. Jeſu a du dich eiſch ha acht in ine Zuy⸗ Bich nich 3. Jeſu, mildigli ſſen mir geſtorbe t, Dich, 4. Wenn , Die ich in Herze Refu. Munn Libſter gläubig hn dir ſingen: Du biſt meine t nicht. Na ter i ſchuldet, Haſt du für mich gut ge⸗ 9 macht, Du haſt mir das Heil gebracht =S ast as ſoll ich Li . wohin ſali freut meine Seele; ꝛei enden, Woß Zuverſicht, Dich, meine Jeſu, laß ich t ilfe ſuchen!! nicht. e feſt in di 10. Weil die Zungenoch kann lallen, —ine Zuvaſtz Soll dieß ihre Rede ſein: Jeſu, du an) meine i ſelig Ende! d Dich, mein Jeſu, laß ich nicht! Jeſus⸗Lieder. 161 t, Dich, mein Jeſu laß ich „Theue 6. Wenn der Teufel mir zum t mein d Schrecken ſeine Feuer⸗Flammen weiſt, S Rurſter eu Soll mein blöder Lebensgeiſt Sich in ſiße Lihlitet deine Wunden ſtecken; Denn dich, n in meine Zuverſicht, O mein Jeſu, laß rſüßeta ich nicht. ſiße 7. Du wirſt den nicht laſſen rauben ngenehn Dir aus deiner ſtarken Hand, An Ninm um den du dein Blut gewandt, Der da in dreuſter Jri ſagt mit feſtem Glauben: Du biſt taſt, daß meine Zuverſicht, Dich, mein Jeſu, t. laß ich nich hein n 8. Will der Tod das Herz mir eeine Sezle di brechen, Fällt der ſieche Leib dahin, meeſu! Dein So wird Sterben mein Gewinn, Weil Werther gi ich ſicherlich kann ſprechen: Du biſt A Friſſc, un meine Zuverſicht, Dich, mein Jeſu, laß ich nicht. enn einige zun 9. Du wirſt aus des Grabes⸗Höh⸗ le Meinen Leib in kurzer Zeit Brin⸗ gen zu der Herrlichkeit, Deſſen ſich Darum, meine biſt nur allein, Dem ich ſuche zu 4. I, iſtt nem ſallen, Denn dich, meine Zuverſi at dieſe Wel 5 3 3 2 8 mein Jeſu laß ich nicht. 11. Wird mir gleich der Mund ver⸗ F tummen, So ſoll doch des Herren in., Dich, mn Geiſt, Der die Schwachen unterweiſt, Niemals aus dem Sinne kommen. deſu⸗ meine Zuverſicht, Dich, mein Jeſu, laß ich nicht. 12. Jeſu, Jeſu, komm behende! Feſu⸗ Jeſu, hilf aus Noth! Jeſu, eſu, treuer Gott, gieb mir nur ein eſu, meine Zuverſicht. D. J. Stegmann, g. 1588, ſt. 1632. Um den Gnaden⸗Zug Jeſu. In eigener Melodie. JI c, ziehe mich, ach, ziehe 271. A mich, Mein Jeſu, ganz in dich; Denn mein Herze muß zerflie⸗ ßen, Und mein Geiſt muß ganz aus mir Vor der großen Liebs⸗Begier, Die er hat, dein zu genießen. f„2. Ach, zeuch, ach, zeuch mich zu dir hin, Mein Leib, Geiſt, Muth und inn; Oder komm in meine Seele, Geh durch dieſen offnen Mund, Heil mich, daß ich werd geſund, Edle Salbe ſüßes Oele! 3. Wie wünſch ich dich, mein Him⸗ mels⸗Brodt, Verborgner Menſch und Gott! Selig iſt, der kann haben Deiner ſtarken Gottheit Kraft, Und ſein Herze mit dem Saft Deiner ſüßen Menſch⸗ heit laben. 4. O, gib dich mir und ziehe mich, Mein Jeſu, ganz in dich, Laß mich dich in dir genießen; Denn ich kann in Ewigkeit Sonſt von keiner Luſt und Freud, Als von dir, mein Manna, wiſſen. Einige Zuverſicht in Jeſu. 272 A* enehme Seelen⸗Luſt, * ird mein Jeſu mich umfangen! Nichts vergnüget meine Bruſt, Als mein Heiland, mein Ver⸗ langen: Herz und Mund bleibt ihm verpflicht, Er iſt meine Zuverſicht. 2. Liebe, wer da lieben will, es bleibt Jeſus meine Liebe, Nirgend iſt mein beſſer Ziel, Als bei dieſem ſüßen Trie⸗ be; Gold und Welt vergnügt mich nicht, Er iſt meine Zuverſicht. 3. Bei der Welt muß Zuckerkand oft in Wermuth ſich verkehren, Hier kann meines Jeſu Hand Reines Him⸗ mels⸗Brodt gewähren, Nimmermehr verläſch ſein Licht, Er iſt meine Zu⸗ verſicht. 4. Von der Wiege in das Grab Opfre ich ihm Leib und Leben, Nie⸗ mand trennt mich von ihm ab, Herz und Geiſt bleibt ihm ergeben. Ach, mein Jeſus läßt mich nicht, Er iſt meine Zuverſicht. 11 162 5. Geht, ihr eitlen Sorgen, hin, Weicht, ihrt traurigen Gedanken! Jeſus liegt mir ſtets im Sinn, Tod und Noth macht mich nicht wanken; Zürnt die Welt, mein Herze ſpricht: Jeſus, meine Zuverf ſicht. Benj. Schm olck, 1737. g. 1672, ſt. Süßes Andenken Jeſu. Wo Gott zum Haus nicht. Mel. 273.2 n Jeſum denken oft und viel, Bringt F Freud und Wonn ohn n. und Ziel; Recht aber honigſüßer Art Iſt ſeine Gnaden⸗Ge⸗ genwart. 2. Nichts Liebers meine ſingt, Nichts; Reiners meinen klingt, Nichts Süßers meinem Kerzen iſt, Als mein herz! liebſter; Jeſt us„Chriſt, 3. O. Jeſu⸗ Herzens⸗Freud und Wonn, Lebens 3⸗brunn, O wahre Sonn, Odn dich iſt alle Freud unwerth Und was man auf der Welt begehrt. 4. O Jeſu, deine Lieb iſt ſüß, Wenn ich ſie tief ins Herze ſchließ Erquicket ſie mich ohne Zahl, Viel tauſend⸗ tauſend⸗ tauſendmal. 5. Ach, liebt und lobet doch mit mir Den, der uns liebet für und für, Mit Lieb belohnet Lieb allzeit Und hört nicht auf in Ewigkeit. 6 Mein I eſulein liegt mir im Sinn, 3) geh und Hleh und wo ich bin; Wie froh und ſelig werd ich ſein, Wenn es wird ſein und bleiben mein. 7. An dir mein erz hat ſeine Luſt, Vollkommen iſt die Lieb und Luſt; Mein Ruhm iſt nur auf dich geſtellt, O Jeſu, Heiland aller Welt! Zunge Ohren Alles gegen Jeſum wie Nichts. Hohel. 5, v. 8, 6 Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. uf, erwachet, meine Sin⸗ 274. A nen, Auf, und ſchwin⸗ get euch empor Zu der Seraphinen Chor, Hin zu Jeſu ſchönſten 8 Zinnen, Hin zu d Jeſu ajeſtät, Der zu Va⸗ ters Rechten ſteht! 2. Saget meinem Auserwählten Jeſus⸗Lieder. Wenn er euch Gehöre gibt, Wieit 3 un Sa ganzin ihn verlieb äbt. Wie ſichöeſt tun domn nun in, 4 Seele quälten, Daß ſie ihren Jeit ih niht die m— nicht Könnten ſehn von Angesit eaeiit d dt muun Ja, daß mir die ſchönſten dh den, Au de u hen Wegen Jeſu Lieblichkeit Hin d fori den dieſer Lebens⸗Zeit Nur Verdruß u vin Heun M 424 Ekel machen, blos dieweil ich Jim de nih wumdmna 3 nicht Schauen kann von Angeſict eetntsäodalih 2 4. Fragt er, warum dies ge c 3 A ſrens:„reund? 2ʃ Sprechet um der Eitelkeit Unde 8 4 is ir 1 1n2 Dinge Nichtigkeit, Weil auch A 1 6 zwrrhul Komm k was ich ſehe, Bald in einem ou 5 15 n ſin⸗ 8 weshmie, Gleichwie Nebel, Rut ber en und Wind. 5. Müſſen Silber, Gold Schätze, Scepter, Ehre, Mactn Kron, Aller Herrlichkei ten Thron 6 i zergehn wie ein Geſchwätze, Alſo⸗ in dieſer Welt Nichts, denn 9 i mir gefällt. 6. Drum hab ich mich auch enſi Ihm allein in Glückund Noth, 4 einſtens durch den Tod Mich heißtie ihm ewig leben In der ſüßen 8 keit, Die mir durch ſein Blut bei 7. Sagt ihm auch, wie ich mh freue Im Geiſt, mit Herz, Muthim Sinn, daß ich recht glückſeli ſelig un Wenn er mich aus wahrer Treub, d ſus, die gewünſchte Luſt, Drücken mt an ſeine Bruſt. 8. Und ich darf ihn wieder küſen Um ihn ſtets herum kann dehn n in zu ſeiner Rechten ſtehn, Aller hi mels⸗Luſt ſt genießen Und dafüri ihnin merdar Lehen mit der Engel⸗Schan Scheffler, g. 1624, ſt. 160 Erarrg an Jeſu. In eigener Melodie. 275 Außs auf, mein 5e, . Vergiß den Schmen Steig himmelwär ts, Laß das Traun b ſein, Komm und ſinge deinem Jal lein! Owahrer Menf ſch und Gott, A ſüßes Himmels rde Mein Brude in der Noth! 1 Sei willkommen, mein Freude, Augenweide, Jeſulein, 9n. iebſt du mich! Ich hinwieder dich hinwieder dich. nt a Rd di ver 4 uh. Akktpaer den die u Nn bahte mir, dteih Adum irr n a Parnnütt 1 Und h.* 4 6 atüct, dei= 5 aſan 3 Trae e riat 71 ſeu E in rch pr düce zu. Oh 93 inadn, Ewig I 8 tpitmr Angſt m 5 J dir E à Thäal Jöbleibe,. ride in dast wein i.. i mig venn ich bii aw ih ſol, 8I. n 8 hut a ew r an ng de Welt mith Rrig Wenn ih 1 tns di ich nohe aiat dra. tt Was I 4 ürſe Wet = — d 1 5 —— — 3 —— jeder. Wenn er 1 lanzin ih 3 ec oüt Seele que tl. Daß ſ icht Kör 3tir ſehn u ün 3. Ja, 90 mir n u hen Weg meſr mder(itelkit inge Niuittheit, Wi erſch un 4 l mhin 3 eichwie Rat 5. Mi w Silber, G ſchätze,(auht ter, Chre, M ron, Alle u rlichkeitendh rgehn wi t Geſchwäße,ſ dieſer ul Nichts, dm ir gefäll 6. Dru Anb ich mihan hm allein unFlück und Rut nſtens di hmen Tod Nihe m ewig amn In der ſlia it, Die um zurch ſein 7. Sag if tzn auch, wii eue Im 1it mit Herz N dinn, do atz) recht glütſt Venn er nati us wahrer de 1s, die ge muuchte Luſt, Ai n ſeine A im 8. Und marf ihn wid m ihn ſt menzerum kann t ſeiner 4 en ſtehn, eels-Luſt um zen Und dau Lerdar Lo amtnit der Gne a2 Fcheffler, g. 10 Er emming au A aut ener Nelöit E n aif, i 775. 1 ban teig himn amirts, Loß di in, Kom und ſinge dem in! O we an Nenſch unt ßes Him an Brodt, Mi der Not itei willumn reude, Ar anß eide, Jeſaln bſt du mit ſch hinniae nwieder if b 3 Jeſus ⸗ 2. O Jeſulein! Mein Herz iſt dein, Drum nimm es ein, Ach, verſchmäh mich nicht, Zeige mir dein Gnaden⸗ Angeſicht! Du biſt mein Freuden⸗ Stern, Du, du biſt der Tugend Kern, An dich gedenk ich gern. Wenn ich Än dich im Herzen trage, Muß die Plage, Die mich drückt und mir machet Pein, 6 Balderleichtert ſein, Balderleichtertſein. 3. Ach, Herzens⸗Freund! Mein Aug erſcheint Vor dir und weint Hier im Jammerthal; Komm, nimm mich zu dir ins Himmels Saal. Mein Herz verlanget dich, An dir erfreut es ſich, Mit dir vergnüg ich mich; Du biſt heller, denn die Sonne, Meine Wonne, Leuchte mir, o mein Lebens⸗Licht! Alsdann irr ich nicht, Alsdann irr ich nicht. 4. Ich bin beglückt Und höchſt er⸗ zuickt, Ja, faſt entzückt; Deine Lieb⸗ lichkeit Iſt es, die im Trauern mich erfreut. Nichts gibt ſo ſüße Ruh, Nichts trägt mehr Glücke zu. Ohne dich müßt ich verderben, Ewig ſterben. Außer dir iſt nur Angſt und Leid, In dir Seligkeit, In dir Seligkeit. 5. O Jeſulein! Ich bleibe dein, Du wieder mein, Das iſt mein Gewinn. Selig bin ich, wenn ich bei dir bin; So bin ich, wo ich ſoll, So leb ich freudenvoll, So iſt mir ewig wohl. Darum mag die Welt mich haſſen Und verlaſſen, Wenn ich nur dich erhalten kann, Bin ich wohl daran, Bin ich wohl daran. 6. So dieſe Welt Was in ſich hält, Das mir gefällt, Wär es noch ſo ſchön, Muß es doch nur als ein Traum vergehn; Du biſt viel edler, Du biſt weit lieblicher, Du biſt be⸗ ſtändiger, Allem Reichthum, Gold und Schätzen Vorzuſetzen; Du allein biſt der Seelen⸗Heil Und mein beſtes Theil, Und mein beſtes Theil. 7. O Gottes⸗Sohn! Der Engel Kron, Mein Gnaden⸗Thron! Aller⸗ liebſtes Lamm: Du biſt meiner See⸗ len Bräutigam, Der Ohren Freuden⸗ Poſt, Des Mundes Honig⸗Moſt, Lieder. Des Herzend edle Koſt. Nichts ſoll mich in Angſt und Leiden Von dir ſcheiden: Kommt der Tod, will ich, Jeſulein, In dir ſchlafen ein, In dir ſchlafen ein. M. Z. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Jeſus über Alles. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 276 Das ſoll mein Vergnügen *☛ ſein, Oft an Jeſum zu gedenken, Rede mir Niemand nicht ein, O, er kann mit Wolluſt trän⸗ ken! Tauſend ſchöne Süßigkeit Hat er ſtets für mich bereit. 2. Er iſt mein und ich bin ſein, Andre mögen Schätze graben, Räumt er mir mein Herz nur ein, Ei, ſo kann ich Alles haben! Jeſus überwiegt allein Centner Gold und Cdelſtein. 3. Herzen, die der Welt verwandt, Suchen Himmel auf der Erden: Glas heißt ihnen Diamant, Rauch ſoll ihnen Weihrauch werden. Ach, wie irren ſie ſo weit! Eitelkeit bleibt Eitelkeit. 4. Fragt nicht, wo mein Himmel ſei? Iſt er nicht in meinem Herzen? Nur allhier brennt Jeſu Treu Vol⸗ ler reiner Liebes⸗Kerzen. O, ſo muß ſein Gnaden⸗Schein Nichts, als tau⸗ ſend Himmel ſein! 5. Nirgend kommt mein Troſt ſonſt her, Jeſus heißt allein mein Leben, Meiner Seele kann nur er Paradies und Manna geben. Trag ich ihn in meiner Bruſt, So empfind ich Engels⸗Luſt. 6. Cedern mögen immerhin Him⸗ melhoch ihr Haupt erhehen, Gnug, wenn ich bei Jeſu bin, Er kann mir Erhörung geben, Bei dem hohen Kerngeänier Oeffnet ſich die Him⸗ mels⸗Thür. 7. RotheWunden, zeiget euch, Neh⸗ met mich in eure Höhlen; Es iſt hier mein Königreich; Ruh⸗Platz der ver⸗ liebten Seelen; Ei, was brech ich Ro⸗ ſen hier: Ich bin da ganz außer mir! 8. Kreuze, das mein Jeſus trägt, Hier pflanz ich dich in mein Herze, 11* 163% 164 So bleibſt du mir eingeprägt Gegen allem eitlen Scherze, Rühmt die Welt ihr Luſt⸗Revier, Ach, mein Ruhm ſteht nur bei dir! 9. Einzige Zufriedenheit, Fürſt der Seelen, mein Verauüigen Ich be⸗ ehr zu aller Zeit Nur an deiner Bruſt zu liegen; Von dir hab ich alle Freud, Ohne dich iſt Alles Leid. 10. Nimm mich mir und gib mich dir, Zeuch mich immer von der Er⸗ den! Ich kann auf der Welt doch hier Niemals recht vergnüget werden; Treibe täglich meinen Sinn Zu dem Stern aus Jacob hin. 11. Es ſoll mich die größte Qual Nicht von deiner Liebe ſcheiden, Du vergnügſt mich tauſendmal, Ob ich gleich mit dir muß leiden. Reiß mich endlich aus der Noth, Freund der Seelen, weiß und roth! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Sehnliches Warten anf Jeſum. In eigener Melodie. u biſt, o Jeſu, mein 277. d Verlangen, Komm, Bräutigam, ich warte dein! Ach, ſollt ich dich nur bald empfangen, Mein Troſt, mein Heil, mein Seelen⸗Schatz und Sonnen⸗Schein! 2. Im Wachen kommſt du meinen Sinnen, Im Schlafe meinen Augen ür, Und wenn du noch ſo weit von innen, So träumt mir doch, o Jeſu, allezeit von dir. 3. Du haſt verſprochen, zu erſchei⸗ nen, Ei, was bewegt dich, zu ver⸗ ziehn, Was läßt du mich im Elend weinen, Warum ſoll ich im Jammer länger mich bemühn? mich ſchrecken, O Jeſu, komm, beſchütze mich! Komm, mich vom Schlummer aufhunwechen: Denn auch im Schlaf verlanget meine Seele dich. 5. Du haſt dich ja mit mir ver⸗ mählet, Mein Jeſu, ach, verlaß mich nicht! Viel Stunden hab ich ſchon gezählet Und doch erſcheint mir noch Jeſus⸗Lieder. 6. Mein Jeſu, kann ich dich e mögen, Ei, ſo befiehl mir aufzuſten Daß ich mit Freuden dir entgega Und zu dem Hochzeits⸗Mal im Him mel mög eingehn. M. Z. Herrmann, g. 1643, ſt. 17I3 —— Jeſu Wohlmeinen. Mel. Nun laßt uns Gott, dem. 278. 1 mit den Deinen, Du Brunnaan 4 aller Güte, Du treueſtes Gemut 2. Du kannſts nicht böſe meina Dein Blut verläſſet Keinen, Ni Wort läßt Alle hoffen, Dein he ſteht Allen offen. 3. Du kannſts nicht böſe meinn Wenn du das Glück läßt ſchein Du willſt alsdann mit Segen h Buße uns bewegen. 4. Du kannſts nicht böſe mein Wenn du uns läſſeſt weinen ſchwerem Kreuzes⸗Triebe Und Sch gen deiner Liebe. 5. Du kannſts nicht böſe mein Du züchtigeſt die Deinen, Damit — ſtehen. 6. Du kannſts nicht böſe meine Das kann kein Menſch verneinen, N milde Vater⸗Treue Iſt alle Morge neue. 7. Wohlan! Drauf will ichs we⸗ gen, Mich nicht mit Sorgen plaha Ich habe gnug an Einem:(t kanns nicht böſe meinen. ann böſe meinen. tröſt in Mark und Beinen:(Get länns nicht böſe meinen. Mir ſtets im Herzen ſcheinen, Ekhal mich bei dem Einen: Du kannſtz nicht böſe meinen. —. — von dir kein Morgen⸗Licht. D. V. E. Löſcher, g. 1673, ſt. 1700. Ih nt ur d vach 1 getleugen r Welt föniheng üüms N u kannſts nicht bout meinen, Mein Juu 3 id und Küppen. in den Wehen Wie reines Gold le 8. Das will ich ſtets bedenkn Es ſoll mein Leben lenken, Mih recht mit Gott vereinen, Ders nict Die Nacht der Trübſal will k 9. Er iſt mein Licht im Leide Mein Wahlſpruch, meine Freude, E⸗ Herr, laß dein treues Meinmn Me lrbeit rn ude therdlbeſhrert 7. in t ds Länge. de ut verebtt. T niſ umn eun Konnen. ie wier ſtwünſch j ait, Arthnſts Je At, mkhhin deie!. nener weihm wünſchen I 4 lerteir Sör erwarmer— enl ihw inte Gold, A Ar vid gamchen, Nicht f1 Ghttuns ſuin, Wenn ich wdr ſc Naſhönſtes J r 2 hw nyen durch die?I 2 — in h tarn 1d ch ausſtehn: J er(utns Fügel Schr 3 Cwig d erontes Jeu E. 1 Taßednal 1 2 d w 4 tſendma dazu: I Ru. Käxe 1 enn IAe b R c daß ic den Lahe Rete wh Le⸗ i den en 7 ius d Nradden dlde. 6 der. 6. Me ogen, Eg aß ich inn du as Glück lißt willſt an ann mit 4 ans gen. Du uuſts nitt liſen inn du m lüſſeſt wen derem Kamm s⸗Triebe Um. deiner u. d. Du alts nicht böſen züchtige u the Deinen, N den We u Wie reines G en. 6. Du ats nict bißn s kann ke menſch vernen de Vaten abnue Iſt alel e. Woh n Drauf vili „Mich attt mit Sorgn habe um an(inen ns nicht un meinen. . Das in ich ſiczke ſoll men meben lenkn t mit G aereinen, da n böſe n unr.. e iſ n pin Liht u in Wahl an), meine zn t in Ma ind Beina 1s nicht un meinen. 0. dein tan ſtets in ain zen ſcheinne )bei de uminen. Dut t böſe m um. d. T An ſcher, 9 n Jeſus⸗Lieder. Verlangen nach Jeſu mit Ver⸗ ſchmähung der Welt. In ſeiner eigenen Melodie, „S tat 279. D aun hesfeBetſe wem du willſt: Deine ſcheinbarliche 4 Frande Iſt mit lauter Angſt umhüllt. enen, die den Himmel haſſen, Will ich ihre Welt⸗Luſt laſſen; Mich verlangt Mn nach dirallein, Allerſchönſtes Jeſulein! 2. Müde, die der Arbeit Menge Und der heiße Strahl beſchwert, Wün⸗ böen ſchen, daß des Tages Länge Werde un durch die Nacht verzehrt, Daß ſie aach ſo vielen Laſten Können ſanft und ſüße raſten: Ich wünſch jetzt bei dir zu Vn Allerſchönſtes Jeſulein! 3. Ach, möcht ich in deinen Ar⸗ men So, wie ich nur wünſchen wollt, Allerliebſter Schatz, erwarmen, So wollt ich das feinſte Gold, Das in W Ophir wird gegraben, Nicht für die Ergötzung haben, Wenn ich könnte bei dir ſein, Allerſchönſtes Jeſulein! 4. Andre mögen durch die Wellen Und durch Wind und Klippen gehn, h hren Handel zu beſtellen Und da turm und Noth ausſtehn: Ich will meine Glaubens⸗Flügel Schwingen an die Sternen⸗Hügel, Ewig da bei dir zu ſein, Allerſchönſtes Jeſulein! 5. Tauſendmal pfleg ich zu ſagen Und noch tauſendmal dazu: Ach, würd ich ins Grab getragen, Ei, ſo käm ich ja zur Ruh Und mein beſtes Theil, das würde, Frei von dieſer Leibes⸗Bürde, Je und ewig um dich ſein, Allerſchönſtes Jeſulein! 6. Komm, o Tod, du Schlafes⸗ Bruder, Komm, und führe mich nur fort, Löſe meines Schiffleins Ruder, Bringe mich in ſichern Port! Es mag, wer da will, ſich ſcheuen, Du kannſt mich vielmehr erfreuen; Denn durch dich komm ich hinein Zu dem ſchö⸗ nen Jeſulein. 7. Ach, daß ich den Leibes⸗Kerker Heute noch verlaſſen müßt Und käm an den Sternen⸗Erker, Wo das Haus der Freuden iſt! Da wollt ich 165 mit Wort⸗Gepränge Bei der Engel roßen Menge Rühmen deiner Gott⸗ eit Schein, Allerſchönſtes Jeſulein! 8. Doch, weil ich die Seelen⸗Auen Und den güldnen Himmels⸗Saal Jetzt nicht kann nach Wünſchen ſchauen, Und muß hier im Thränen⸗Thal Noch am Kummer⸗Faden ſpinnen, Ei, ſo ſollen meine Sinnen Unterdeß noch bei dir ſein, Allerſchönſtes Jeſu⸗ lein! J. Frank, g. 1618, ſt. 1677. Verlangen nach Jeſu. Mel. Mein Jeſu, der du. 280 Duwahres Gottes⸗Lamm! 8.2 Du Freund und Bräu⸗ tigam Betrübter Seelen! Wie lange ſoll denn ich So ſehn⸗ und ängſtig⸗ lich Mein Herze quälen? 2. Ach, küß, ach, küße mich! Ach, laß, ach, laſſe dich Doch gnädig finden! enn wirſt du doch mich noch Des ſchweren Sünden⸗Jochs Einſt ganz entbinden? 3. Nach dir, nach dir zeuch mich, Je⸗ ſu, ſo laufe ich In deinen Wegen Und alte mich nur ſtill, Wenn mich die Welt gleich will Mit Spott belegen! 4. Du biſt, du biſt ja mein, Mein Freund, und ich bin dein; Laß dich doch ſehen! Mein Herze ſehnet ſich, Weil du ſo jämmerlich Mich läſſeſt gehen. 5. Mein Freund, komm doch zu mir, Ich ſehne mich nach dir; Du ſtehſt verborgen: Ach, komm, befrei das Herz Von Sünden, Furcht und Schmerz Und allen Sorgen! 6. Mein Jeſu, ſtarker Held, Der du mich von der Welt Zu dir gezo⸗ gen; Sieh, wie mich Fleiſch und Blut(Das, was ihm möglich, thut,) So oft betrogen! 7. Nimm du dich meiner an, Weil ich ſonſt nirgend kann Vor Gott beſtehen; Gib mir dein Unſchulds⸗Kleid, So kann in Ewigkeit Ich dann Gott ſehen. 8. Du ſprichſt: Kommt her zu mir, ch bin die rechte Thür Zum ewgen keben; Nehmt nur mein Joch auf euch, So werdet ihr im Reich Des Vaters ſchweben. 166 9. Du kamſt in dieſe Welt, Daß du, wie dirs gefällt, Das Leben gebeſt, Und in der Gläubgen Herz Vertreibeſt allen Schmerz Und drinnen lebeſt. 10. Ich bin nicht mehr betrübt, Weil du mich ſo geliebt, Und deine Seele Für mich zum Lös⸗Geld gibſt; Drum fahre hin, o Welt, Zur Ab⸗ grunds⸗Höhle. 11. O Jeſu, du biſt mein: Ach brich doch bald herein Mit deinem Tage, Der, wie er mir die Freud, Der Welt bringt Traurigkeit Und ſtete Plage. 12. Ach, machs, ach, machs nicht lang! Sieh, wie den Chriſten bang, So lang zu ſtehen; Der Geiſt und Braut ſpricht! Komm, Ja, komm, Herr Je⸗ ſu, komm, Daß wir dich ſehen! Jeſus der Seelen Speiſe. In eigener Melodie. 0 u zuckerſüßes Himmels⸗ 281. Brodt, Du wahre See⸗ len⸗Speiſe, Du Arznei für den ewgen Tod, Du Koſt auf meiner Reiſe, Wie herzlich ſehn ich mich nach dir, Komm doch mein Schatz, o, komm zu mir, Daß ich dich ſelbſt bei mir mag haben Und mich mit deinem Safte laben! M2. Ich bin verſchmäht und unge⸗ ſund; Du aber kannſt mich heilen, Drum ſchreit zu dir mein Herz und Mund, Daß du wollſt zu mir eilen. Dein Blut, o Jeſu, iſt der Thau, Von welchem grünt mein Herzens⸗Au; Dein Jleiſch iſt meiner Seele Leben, as du für mich haſt hingegeben. 3. Du biſt mein wahres Oſter⸗ Lamm, Für mich am Kreuz geſchlach⸗ tet, Und willig an deſſelben Stamm Von heißer Lieb verſchmachtet; Du biſt des ewgen Lebens Bxrodt, Das meine Seel erhält vorm Tod, Wer dich geneußt, der darf nicht ſterben Und kann in keiner Noth verderben. 4. Du biſt die ewge Süßigkeit, Nach der mein Geiſt ſich ſehnet, Der wahre Troſt nnd einge Freud, Nach der mein Herze thränet: Du biſt meins Mundes Honigſeim Und mei⸗ ner Seele Lebens⸗Keim, Der mich Jeſus⸗Lieder. mit Gott auch in den Flammen Wa einiget und fügt zuſammen. 5. Laß mich doch dich, o Engel Brodt, Oft würdiglich genießen, Ii ich dich möge, ſüßer Gott, In mem e Seele küſſen; Daß ich dich ſchmei dich eſſe, Du honnigſüße Wurzel geſf J. Scheffler, g. 1624, ſt. len Jeſus Alles in Allem. Mel. Wer nur den lieben Gott. 282. Exgöst euch nur, ihr t . Seelen, Und ſuchti 3 ſchnöde Luſt der Welt; Mein Herzilt ſich was Beſſers wählen, Das ſichzut nem Troſte ſtellt: Mein Jeſus iſts, dan er allein Soll mir in Allem Alles ſii 2. Kein Geld und Gut ſoll micht thören: In Jeſu ſteht mein aln Heil; Er iſt die Krone meiner Chue⸗ Der Seelen Schatz, des Herzens Thh Was nicht von Jeſu weiß und ſart Daſſelbe mag und will ich nicht 3. Hier will ich ihn im Glauk küſſen Und bleiben bis in Tod gent Das beſſer iſt, denn alles Wiſſen en Wort erleuchtet mich dabei iie ein Gerechter wiſſen ſoll. 4. Zeuch, liebſter Jeſu, meine On nen Stets von der Erde himmelwärts Tc kann die Welt nicht lieb gewinnen Denn wo mein Schatz, da iſt mein Het Du bleibeſt mein, ich bleibe dein, W kann mir doch vergnügter ſein? 5. So weiß ich denn Nichts hochit — —,— lieben kann.. E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 11ö Vermählung mit Jeſu. Mel. Nun komm, der Heiden. 283. EwgeWeisheit JeſuChriſ u mein rechter Brau ſchatz biſt; — 2 2 2 zatz biſt; Haſt du ſchon vorlängſ mir nicht Ein Verlöbniß zugerichte — Jeſu Chriſt, Wie ſüß und leblichdt mir biſt, Daß ich je mehr und mat 2 rin ſchle 8= — macht mich aller Weisheit voll, N ſchätzen, Als Jeſum, der mein Als heißt: Ich leb und ſterbe voll Ergößen Denn er nimmt den erlöſten Geiſt ſeine Hände ſelig an, Wo ich ihn ewg i dtt t —— — im 9 düſtere ütshn. lieuind 34 p zane ng, Eet Weg ßn h Niuedtah beüt Brün n 1 K ih dchgen die Leimznt 7 rinn zudir—. 18 dimn,. datte ſbut Nt n NM actet b nn Kin wull. dEn e Mre, Lag und Kn U Kr Wetee hnd, U ndadttt Dmen ſr dc 1m ah das dor † emn uh dein ders n Auſtt derr Nſuf An mrhuhn biſt. 3 di nd Gerechtigkei rich ſi w herch kleidt α mir mimet Sünd. dedomis it mehr findt „ Wmnget mir aut. Kälgan gn Geb und Lich— enngt wurhwtig en,= un erg ei wid ſein. . Wachs ſehlt mir hie— üi 1 ndan— 1 1 htewegte Feſtg 3 l an un Dile la 8 aus dir, da 4 ſei D 1 bi ſein, Din m nich nun, dl i veriegelthͤ= üleide nun Gwig 2 1 1 A Vn wiüefn hin, 5 p en e i, Daß 1 8. ni 5 Und dich ein— M. S 3 dri Ih egehr nur in d S 1 Writet din. biſt, T eſſe, Di ſüß und ha 4 h je megr 6 enigfüße ung . 1 heffler, g. lins 1 'de Luſt an Welt; Meng vas Beſ za zählen, Dei Troſteſ uns Mein Zeſlbſt lein So mh in en Kein Gcht und Gut ſolln en: In uu ſteht ma ; Er iſtſt Krone meinat Seelen a8 tz des Herzet nicht d un ſeſu weiß dndſ ſelbe maa gand wil ich n Hier un ich ihn imge n Und launn bis in Ton beſſer i malles Wiſe tt erleu um mich dau dt mich un Weisheit w⸗ Gerechte in uſſen ſoll Zeuch, mil ter Jeſu, mi Stets vo tm Erde humnt kann die l nicht lieb ge n wo me du hat, daiſtm bleibeſt i umm ich bleibedi mir di ntergnügter ſi So we uff denn Nüet zen, Als u num, der mit Ich le ant ſterbe vollch n er ni anz zen erlöſtnge Hände mm, Vo ich 3 n kann reiſer u Verm ig mit Ni Mel.) Anun mm, der Heüa — a beisheitJi 33. E Bavaae biſt; nn du ſchon m nict 4 Jerlöbniß 4 1 3 4 2. Iſt die ſtarke Liebes⸗Hand Nicht mein ſichres Unterpfand? Hatt ich G oc nicht den Siegel⸗Ring, Als ich dei⸗ an nen Geiſt empfing? 3. Haſt du mich nicht ſchon geliebt, 6 Ob ich dich gleich hoch betrübt: Haſt du deine Werbung nicht, Bräutigam, auf mich gericht? 4. Bracht der Vater meinen Sinn Nicht aus Liebe zu dir hin, Als ſein unverwehrter Zug Den Unglauben lberinud 5. Als ich mich nun zu dir wandt, Machteſt du dich mir bekannt, Mehr, als man Verlobte ſchaut Mit einan⸗ der ſein vertraut. 6. So viel Jahre, Tag und Stund N mir deine Liebe kund; Und der Treu Standhaftigkeit Dauert feſt auf deiner Seit. 7. Iſt mir auch das Hochzeits⸗ Kleid Schon durch dein Verdienſt bereit, Da du ſelbſt, Herr Jeſu Chriſt, Von mir angezogen biſt. 8. Dieß iſt die Gerechtigkeit, Die mich ſchön und herrlich kleidt, Daß an mir von meiner Sünd Nichts Verdammlichs ſich mehr findt. 9. Ja, es mangelt mir auch nicht Heiligung, Kraft, Lieb und Licht: Du bringſt mir wahrhaftig ein, Was mein ewig Theil wird ſein. 10. Aber Eines fehlt mir hier, Daß ich nicht ganz ſind in mir Der verbund⸗ nen Einigkeit Uubeegle Feſtigkeit. 11. Denn mein Wille lenkt ſich wohl Manchmal aus dir, da er ſoll In dir eingekehret ſein, Dringen in das Eine ein. 12. Wie du mich nun, edler Gaſt, Durch den Geiſt verſiegelt haſt, Das weiß ich, ich bleibe nun Ewig in der Liebe ruhn. 13. Alſo ziehe meinen Sinn Gänz⸗ lich in dein Weſen hin, Daß ich wie ein Siegel ſteh Und dich eingedrückt mir ſeh. 14. Ich begehr nur in dein Herz, Sonſt nicht auf⸗ noch niederwärts. Ohne dich will ich nicht ſein Irgend⸗ wo gedrücket ein. Jeſus⸗ 167 15. O, daß dieſes Siegel blieb Auf den Armen meiner Lieb Unver⸗ rücket eingeprägt, Wenn ſich nur mein Leben regt! 16. So, daß auch kein Augenblick Mich von der Gemeinſchaftrück; Nichts zu wollen, Nichts zu thun, Als in dir, mein Lieb, zu ruhn. 17. Laß dies Bild ſtets feſte ſein In mein Herz gedrücket ein: Tod und Leben mach mich gleich Deinem Bild im Himmelreich. 18. Wer will alſo ſcheiden mich Von der Lieb, die ewiglich Als ein Siegel in mir ſteht Und aus Gott in Gott ein⸗ geht? G. Arnold, g. 1665, ſt. 1714. Jeſu Mittler⸗Amt. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 28. Pottes und Marien Sohn, Prieſter, Kö⸗ nig und Prophete, Mittler und Ge⸗ naden⸗Thron, Der am Kreuze ſich erhöhte, Gib daß dich mein Glaube kenn und dich ſeinen Jeſum nenn! 2. Du, mein ſüßer Jeſus, biſt Mir geboren, mir geſtorben. Was in Adam iſt vermißt, Haſt du wiederum erwor⸗ ben; Gib, daß ich in wahrer Treu Auch dein Eigenthum ſtets ſei. 3. Alles Heil kömmt mir von dir, Heiland aller armen Sünder! Dein Tod war die Lebens⸗Thür Und des Todes Ueberwinder: Laß auch dei⸗ nes Leidens Pein Mein Verdienſt und Glaube ſein. 4. Tod und Hölle ſind durch dich, Großer Sieger, überwunden, Und durch dieſen Sieg hab ich Ruh im Tod und Grabe funden; Durch dich werd ich auferſtehen Und getroſt zum Richter gehn. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. In Jeſu Alles. Pſalm 37, v. 23—28. Mel. Herzlich lieb hab ich dich. 28 4 ⁵ PWerr Jeſu Chriſt, mein ..£ Fleiſch und Blut, Meim Seelen⸗Schatz, mein höchſtes Gut Und aller Sinnen Freude! Ich bleibe dennoch ſtets an dir, So iſt auch Nichts Lieder. erder dih durch s wich, denn dabei N 1 d 1 9 ,*, V— nimm iin 5 m menns Höll und Tod Haſt du in deiner ( meiſten 8n 8. Mein Seligmacher iſt Imma⸗ Tröſtl ai Name 1 nuel und Sonne, Der ewig, ewig nel. O 3s duf bleibt In jener Himmels⸗Wonne, R e e Mein Leit⸗Stern, der da iſt Das 5.„ f Jeſu, wen ſchönſte Menſchen⸗Kind, Der ſchaffet, c hein Nam im daß ich Ruh, Troſt und Vergebung 3o i nnd wi find. 3 Sealenot 9. Gerechtigkeit und Heil Kann 3 und Tyſtin ich in Jeſu haben, Er hat in jener ei daß du mas Welt Viel tauſend ſchöne Gaben Für nd, De in t Hilfe ſtift mich ſchon beigelegt In ſeiner Herr⸗ Du bi a hin Hen un, lichkeit: Die ſchöne Freuden⸗Kron hner u e rratter, N Hat er für mich bereit. de tilgt e Satans i 10. So oft ich Jeſu Nam In mei⸗ Dein ³unt iſts Löſe⸗h nem Munde habe, So freu ich mich in verſöhr iet, Gottum ihm Denn ſelbſt im finſtern Grabe dir, T aßuh)ſt an meme Wird er mein helles Licht, Auch dort Mein uss e⸗Bräuign mein Alles ſein, Wenn ich durch ſeine mmehr auzorden, Dußt Kraft Geh in den Himmel ein. vens⸗Se unk Nach deinne drden,auf iſt mein uü 1. B. Moſe 32, v. 26. Mein a der Hiffe Mel. Nun danket Alle Gott. Schatz, am Schirmune 286 ch laſſe Jeſum nicht, Mit neines unl 1s Kraft.*☛☚ Jeſu iſt gut leben, Er Du biſt Ros in iſts, der Anfangs mir Das Leben hat t meine ane, Mein Grt beleben: Er iſts, der mirs vermehrt; Freund nt dem ihn Er iſts, der mirs erhält, Wenn dieſer Mein u l deſſenm Erden⸗Ball Vergehet und zerfällt. Herze ſttint Daß es te 2. Ich laſſe Jeſum nicht, Mit Jeſu Luſt Ar iune Vomn iſt gut leiden; Er lindert mir mein Nein R aunl m undnail Heeig Er führet mich zu Freuden Schatz neine Jun Durch Kreuz und Traurigkeit. Wenn 39 te 4 irt Und 1 Jeſus bei mir iſt, So wird die Bit⸗ die W n Da bid terkeit Des Kreuzes mir verſüßt. Jeſus⸗Lieder. 9 ei mir iſt, So kann ich nicht ver⸗ derben: Er führet durch den Tod 3. Ich laſſe Jeſum nicht, Mit Jeſu iſt gut ſtreiten; Will Teufel, Welt und Tod Sich rüſten und bereiten, Zu ſtreiten wider mich, So fuht mir Feſus bei; Er kämpfet ſelbſt für mich, acht mich von Weiiden frei. 4. 5. Ich laſſe Jeſum nicht; Denn wenn ich ihn nur habe, So hab ich hier und dort Die allerbeſte Gabe; Les, red und hör ich was, Und Jeſus iſt nicht drinn, So will mirs ſchmecken nicht; Nach ihm ſteht nur mein Sinn. 6. Ich laſſe Defui nicht, Ich hang als eine Klette An ihm, er hängt an mir, Er iſt die Liebes⸗Kette, Damit wir ſind verknüpft Viel feſter, als ein Stahl: Er wird mich ziehen nach Hin in des Himmels Saal. 7. Drum laß ich Heſum nicht, Ich ſitz, ich lieg, ich gehe Des Abends zu der Ruh; Auch wenn ich früh aufſtehe, Iſt Jeſus meine Luſt, Auf ihn nur iſt gericht Mein Dichten und mein Thun: Ich laſſe Jeſum nicht. Jeſu erwünſchtes Kommen. In eigener Melodie. 287. Jeſu en Mein üſte Bräutigam, Der du dich für mich ge⸗ geben An des bittern Kreuzes Stamm, Jeſu, meine Freud und Wonne, Du mein Hoffnung, Schatz und Theil, Mein Erlöſung, Schmuck und Heil, Hirt und König, Licht und Sonne, Ach, wie ſoll ich würdiglich, Mein Herr deſu⸗ preiſen dich? 2. O, du allerſchönſtes Weſen, O, du Glanz der Herrlichkeit, Von dem Vater auserleſen Zum Erlöſer in der Zeit, Ach, ich weiß, daß ich auf Er⸗ den, Der ich bin ein ſchnöder Knecht Heilig, ſelig und gerecht Ohne di —— — ———— 3““ 8 m— — 8— A— 1 3 5—“ 5 3———=— ———— 8 2— 4—————— 8 u 2—————— r 8——— m,— .———————————— 5— 5 4— 3—. 4 ———————.— 3 ——n—————*——— 8 ——————— S———. 8 ——————— 2 N 1 4 8 170 kann nimmer werden. Herr, ich bleib Welt ganz in mir ſchweige, Tauhnit it ein böſer Chriſt, nicht mit mir iſt. 3. Ei, ſo komm, du Troſt der Hei⸗ den! Komm, mein Liebſter, ſtärke mich! Komm, erquicke mich mit Freu⸗ den, Komm und hilf mir gnädiglich! Eile, bald mich zu erleuchten. Gott, mein Herz iſt ſchon bereit; Komm mit deiner Süßigkeit Leib und Seele zu befeuchten, Komm, du klares Son⸗ nenlicht; Daß ich ja verirre nicht! 4. Komm, mein Liebſter, laß mich ſchauen, Wie du biſt ſo wohlgeſtalt, Dir allein laß mich vertrauen, Dem mein Herz in Liebe wallt; Komm, du Aufent⸗ halt der Siechen, Komm, du lichter Gnaden⸗Schein, Komm, du ſüßes Blü⸗ melein, Laß mich deinen Balſam riechen; Du, mein Leben, komm heran, Daß ich dein genießen kann! 5. Ach, wie wird dein freundlich Blicken, Allerliebſter Seelen⸗Schatz, Meinen Geiſt in mir erquicken Und ihn führen auf den Platz, Da er ſolche Luſt empſindet, Die nicht zu vergleichen iſt! Deine Lieb, Herr Jeſu Chriſt, Iſt es, die mich ganz entzündet, Die mein Herz bei Tag und Nacht Auch im Leiden freudig macht. 6. Schaff in mir noch hier auf Erden, Daß ich wie ein Blümlein feſt Dir mög eingepflanzet werden: Dieſen Schatz halt ich fürs Beſt Auch viel höher, als Rubinen, Theurer, als den güldnen Sand, Schöner als den Diamaͤnt, Die zur bloßen Hof⸗ fart dienen, Beſſer, als der Perlen Schein, Wenn ſie noch ſo kräftig ſein. 7. O, du Paradies der Freuden, Das mein Geiſt mit Schmerzen ſucht! O, du ſtarker Troſt im Leiden! O, du friſche Lebens⸗Frucht! O, du him⸗ melsſüßer Biſſen, Wie bekommſt du mir ſo wohl! Ja, mein liebſter Schatz, der ſoll Mich in höchſter Wolluſt küſſen: Gieb mir deinen zarten Mund, Denn ſo wird mein Herz geſund. 8. Herr, ich bitte dich, erzeige, Daß du reden willſt mit mir, Und die Wo dein Hand Jeſus 2 Lieder. deinen Glanz herfür, Daß ich mu bald zu dir kehre Und dein Worti edle Schatz, Find in meinem Han Platz, Daß mich deine Wahrheit i Daß ich, Sünd nnd Laſter frei, ui mein Gott, gefällig ſei. 9. Lieblich ſind dein edle Hüt Schön von Gnad und Himmels⸗Gu ſüßen Liebe Brunſt. Meine sa Gott, verlanget, Daß ſie fröhlichm ſtehn Und mit klarem Augs ſttt Wie dein hohe Wohnung pran — —— 9 Leib und Seel erfreuen ſich, zu in dir ganz inniglich. 10. Wohl den Menſchen, dieß loben Deine Wohlthat immer dar in durch deinen Schutz von oben at beſchirmen vor Gefahr, Die dich ß ihre Stärke, Welch ihr Leben iui Ruh Und der Tugend bringen Daß man rühmet ihre Werke. Wh ſten, die alſo gethan, Gehen auft Himmels⸗Bahn. 11. Dieſes, Jeſu, ſchafft deint ben, Jeſu, Gottes liebſter Sohn A dich in die Welt getrieben Von hohen Himmels Thron. O, wie ni lich iſt dein Leiden! O, wie heilg dein Wort, Das uns zeigt dest bens Port, Da wir uns in Frade weiden, Wo der Engel große Schut Dir zu Dienſt iſt immerdar! 12. Machet weit die hohen Pu⸗ ten, Oeffnet Thür und Thor i Welt! Wünſchet Glück an allen d. ten, Sehet, da kommt unſer de Sehet, er kommt einzuziehen, M ein Ehren⸗König pflegt, Wenn ſeinen Feind erlegt. Alles Volk ſt ſich bemühen, Hoch zu preiſen unſet Gott, Gott den Herren Zebaoth. 13. Hochgelobet, hochgeehret des Herren theurer Nam! Heullt — — 3— 48 Da du pflegeſt auszuſchütten Dailtt aller rin 1 in ſt 1 raſi 15 int N 1 inu ut öiI, din un Das den! Dh 19, un en Cia zir die Shaſe= di Ksſr de Ohne ae Ud uiſt e auc 1 Sc 1ävider leben d din ſh herd. 0=e n lurtn, du in din m dai a stalet dene I M l Pts Dich kenm den ien Hiten hr thn ſingäim allin, Hr un fa ſc khren, Ar ddaälein. Laß f. netüſtiet, Liß= — — — — —— — — nig, nnn niuet Laß „ 1 K— dn st. Jn= M 7 d aud ani 11. M und re MAA. danesech erhöre N„ — iſt ſein Reich vermehret, Das auf in Gn Gnaden zu uns kam. Er iſt Got der uns gegeben Seel und Leib, al Chr und Gut, Der durch ſeiner Eng Hut Schützet unſer Leib und Leha⸗ ir ſchweig d zu it A Danket ihm zu aller Friſt, Weil der * du 1 se hre Und den Herr ſo freundlich iſt. Schet 8 b J. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. b Jeſus der gute Hirt. ſie Mel. Jeſu, der du meine Seele. in Go e pfüll zune ſud denn ae du p A undinne treuer Hirt, Laß mich auch dein d ent auszuſcün 4 Lie runſt. t 3 8 1 1„ 8„. / un 6 dujfeſu Lieb dein Leben Für die Schafe hin⸗ à daij 4 3 Ma„. 1 u 4 6 Vohmm mich: Laß mich wieder lieben dich! dir aa el e 2. Heerden ihre Hirten lieben Und 0 8 mgl an Hirt liebt ſeine Heerd; Laß uns De en Meuſta auch ſo Liebe üben, Du im Himmel, e Den e hlthatinnat ich auf Erd. Schallet deine Lieb c deit n chug von ue hernieder, Soll dir ſchallen meine wie⸗ hirmen an Hefahr, Den der: Wenn du rufft: Ich liebe dich! Stär elch ihr Ain Riuft mein Herz: Dich liebe ich! h Und Tugend ha 3. Schafe ihren Hirten kennen, Dem B man iz net ihre Ua ſie auch ſind wohl bekannt: Laß mich „ die uft zethan, Gze auch nach dir zurennen, Wie du nmels⸗ amt. kamſt zu mir gerannt. Als des Höllen⸗ 1. Die ast Jeſu, ſceftt Wolfes Rachen Eine Beut aus mir „Jeſu, at es liebttren wollt machen, Riefeſt du: Ich kenne Pin di Wlt getubn dich! Ich ruf auch: Dich kenne ich! ſen Him an Thron. 9r 4. Heerden ihren Hirten hören, iſt den en! D, m Folgen ſeiner Stimm allein; Bärten 1 Worl as uns zin auch zur Heerd ſich kehren, Wenn 8 Port wir un⸗ 8 ſie rufen, Groß und Klein. Laß mich den, A mar Gnall gi h ten, wenn du ſchreieſt, Laß mich zu Dit innau aufen, wenn du dräueſt, Laß mich 12. Ma nt veit di oin du auch mich! „ Oeff us hür und d. 5. Höre, Jeſu, und erhöre Meine, lt! Wi int Glückat deines Schäfleins Stimm; Mich auch „Sehe uag kommt un zu dir ſchreien lehre, Wenn ſich naht het, er an mt einuit des Wolfes Grimm; Laß mein Ehren ait g pflegt, N Schreien dir gefallen, Deinen Troſt nen Fein a hegt. Alz herdieder ſchallen; Wenn ich bete, bemüh och zu wriſn höre mich; Jeſu, ſprich: Ich höre dich! tt, Gott ate Herren Jun 6. Höre, Jeſu, und erhöre, Wenn 3. Hod a et, bahht ich ruf, anklopf und ſchrei; Jeſu, „Herren a arer Nam dich nicht von mir kehre, Steh mir Hr eeire bald in Gnaden bei! Ja, du hörſt; ſein R ß kam Gei in deinem Namen Iſt ja Alles Ja und laden z n Seel un Amen. Nun, ich glaub und fühle ſchon uns ge* d urhſr Deinen Troſt, o Gottes Sohn! rund G uer Siegm. v. Birken, g. 1626, ſt. 1681. t Schutz an ſer bib un Jeſus 2 horchen ſtets auf dich: Jeſu, höre Lieder. 171 Sehnſucht nach der Fülle Jeſu. In eigener Melodie. Ieſu, gib mir deine Fülle:; 289. 3 Siehſt du nicht, Was gebricht? Schweigſt du denn dazu ſo ſtille? Willſt du nicht den Geiſt erlöſen Von dem Böſen? 2. Du biſt Licht, ich leb im Schat⸗ ten, Du biſt rein, Ich gemein, Du biſt Kraft, ich muß ermatten, O Erlöſer von den Sünden, Laß dich finden! 3. Sollte mich mein Arzt nicht heilen? Warum wär Ehmals er Selbſt geweſt ſo voller Beulen? Sollt ich ſtets im Tode ſchweben Bei dem Leben? 4. Ei, die Liebe muß ja lieben, Sollte ſie Denn nicht hier Sich an mir auch wollen üben? Nun, ſie wird ja auch des Armen Sich erbarmen! 5. So gewiß ein Feuer brennet, So gewiß Iſt auch dies, Daß, wer dich als Licht erkennet, Muß durch dein Licht lichte werden Auf der Erden. 6. Aber, warum währts ſo lange, Eh du eilſt Und mich heilſt? Eile, ſonſten iſt mir bange, Daß der Tod mich übereile Bei der Weile. Antwort. 7. Meine Stund iſt noch nicht kommen; Liebe mich, Leide dich, Bis ich dich zu mir genommen! Ich will dich gewiß erlöſen Von dem Böſen. D. C. F. Richter, g. 1676, ſt. 1711. Gänzliche Ergebung an Jeſum. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 290 Jeſu⸗ Jeſu, du mein Leben, *◻☛ FJeſu, meiner Seelen Heil! Sage, was ſoll ich dir geben, Du mein auserwählter Theil? Ich, ich will mich ſelbſten dir, Dir, o Jeſu, meine Zier, Gänzlich geben zu leibeigen: Nichts ſoll meinen Vorſatz beugen. 2. Ich ergebe dir mein Herze, Die⸗ ſes ſoll dein eigen ſein; Auch der größte Höllen⸗Schmerze Und all andre Qual und Pein Soll mich doch nicht kehren ab: Dein verbleib ich bis ins Grab, Ja, ich will in deinem Lieben Mich ohn Ende treulich üben. 172 3. Dir ergeb ich meine Augen, Dieſe ſollen für und für, Wenn ſie gleich des Kreuzes Laugen Beißen, dennoch ſehn nach dir. Du, o Jeſu, du mein Licht, Macheſt, daß mir Nichts ebricht: Du biſt meiner Augen Sonne, Von dir hab ich Freud und Wonne. 4. Dir ergeb ich mein Gehöre, Daß daſſelbe fort und fort Sich auch nach Nichts ſonſten kehre, Als allein nach deinem Wort: Dir ergeb ich meinen Mund, Daß er dein Lob mache kund, Daß er dir Dankopfer bringe, Deinen Ruhm und Ehr beſinge. 5. Dir ergeb ich meine Hände, Dieſe ſollen allezeit Deine Werk ohn einig Ende Zu verrichten ſein bereit: Dir ergeb ich jeden Schritt, Jeder Schritt und jeder Tritt Soll geſchehen dir zu Ehren Und dein Ehre zu ver⸗ mehren. „6. Endlich will ich dir ergeben Alles, Alles, was ich bin; Jeſu, Jeſu, liebſtes Leben, Nimm es gnädig von mir hin! Schlägt gleich Kreuz und Unglück drein, Sollen doch dein eigen ſein Meine Reden, meine Sinnen, Mein Gedanken, mein Beginnen. G. H. v. Ende. Jeſus über Alles. Mel. Meinen Jeſum, der ſich hat. Jeſus⸗Lieder. Tagen; Wollt ihr aber ja was ſn Sagt, wie Jeſus mir gefällt. 4. Jeſu, Jeſu, mei b Jeſu, laß dich finden! Jeſu, ma len binden. lein, Jeſus ſoll mich nur beſ Laß die Höllen⸗Kräfte blitzen, Fa⸗ ich nur in Jeſu ſein. 5. Nenne mich nur deine Pau nenne mich nur deine mich dir recht vertraut; Mache, i ich an dich glaube! Jeſu, Jeſue in mich auf, Ich will dein alleine haiß Mich von allen Sünden reißen, g verhindern meinen Lauf. 6. Zage nicht, o Kreatur, Daß dir noch ſei verbunden, Nun hat die reine Spur Meines Bräutiaane 1 6 gefunden: Was von dir noch aui klebt, Soll nicht immer in mir blat Jeſus wird es ſchon vertreiben, Wan er mich in ſich erhebt. 7. Ihr Geſpielen, ſaget mir, ich finde, den ich meine? Ach, bringet mich zu dir? Saget ihm ſei nun ſeine. Sagt, ich ſei in i entbrannt Und mit Liebesmacht dun drungen. Saget ihm, wie ich rungen, Da ih ſeinen Zug erkann, 8. Doch, ich will ihn ſelber ſenn Ich muß Jeſum ſelber ſprechen Un eſu, meine Ruhl„ du mich doch nu Mit den Liebes⸗e. den Neiem ſuch ich nur e iat Wud R Taubel Na Nlus feng undheit gk he zm evige S Wen IowalsGuten, 3 Ren peärlaß Voller ſi r onma m Njus iſt läßer a Mafricht ds= awa 5 iu tiche rum,* Ie Gelen à mutet. Jeſu r Rwxe Emm dan Strahl= Inn enzült 4 du froh peddg ſen Gh in mr 1 hmnenn — — eſus iſt das ſchönſte Licht, ich weiß, es wird geſchehn, Conn Ah. 291. 3 Jeſus iſt des Vaters ihm ſein Herze ſwheſch Denn ich wi 1 irn oimmels B. Freude So er aus ſich ſelber ſpricht! nicht eher ruhn, Bis ich Jeſum kam den pie ichs begl. Er iſt meine Luſt und Weide. Jeſus umfaſſen, Bis er ſich wird ſehen de tthnden Lod, See iſt die ſüße Kraft, Die mit Liebe mich ſen Und mir ewig Gutes thun. nn mg währe; r= entzündet, Da mein Herz alleine fi⸗ 9. Oft haſt du mich angeblict W iatt i, alſam, 1r det, Was mir Ruh und Frieden ſchafft. gelabt mit deinen Gaben, Doch” Riaan 2. Jeſus iſt die Lieblichkeit Und der ich nicht gnug erquickt, Ach, ich mi Pi Abens⸗B Seele Friede worden, Er verkehret dich ſelber haben! Jeſu, brich in mi nedde padrüchte. 2 alles Leid, Er erleuchtet ſeinen Orden. herfür! Jeſu, werde mir zur Sonn 88 Naen Raum. i un Remen eanan in din wenn ain ganz i¶n.„ eil man ach, ergi ir! del wei„ Alles zin ihm ſnder,Wa⸗ man wünſcht 3 ernib dich Aumtr g. 1676, ſt. 11l de mhewe Dasr. s man will.„.. 4:. Fus ſt ds hapg 3. Jeſus wird von mir geſucht, Je⸗ Vortrefflichkeit und Süßigkeit de nie di Gur ſuswird von mirbegehret. Alles, Alles, Namens Jeſu. ſan mach ur 6 den, ſe veſehi, Wue Wwich in dem Suchen Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. dan durig deh ſtöret! Sagt mir Nichts von Luſt und önſte Nan Fanle ſoll dein qfr en. Welt, Sagt mir Nichts von guten 292. Jelait der whonhenm ume See 4 1 1 ieder. Lagen; llt ihr al Sagt, gi. ahr öbern, Huldreich, prächti 4 ½ es nit ea ommen, Huldreich, prächtig, tugend⸗ 25 zeſu,. Ae, Jeſu, l Nac tnuens K Seiner großen Lieblichkeit Gleicht kein nu Mt Nan. wit und deeit, 2. Jeſus iſt das Heil der Welt, ein, J ans ſo ujſb Arzenei für alle Sünden; Jeſus iſt Laß die 3 en⸗Arg ic uein ſtarker Held, Unſre Feind zu dmn en an beruinden. Wo nur Jejns widde 5. Nurk mig hört, Wird der Teufel bald zerſtört. eeedeeete h ſceeae ne nich dir Geſundheit gibt und Leben; Jeſus 8 h d vernau Ä hilft von aller Pein, Die den Men⸗ nich auf u e ſchen kann umgeben. Bringe Jeſum Nich ve inen Sundan di 8 Herz, So verliert ſich aller dener n Schmerz. erhinde meinen Laſ.. 4. Jeſus iſt mein ewiger Schatz „6. Za n Zicht, oſmam Und ein Abgrund alles Guten; Jeſus ir noch is zerbunde eiſt ein Freuden⸗Platz Voller ie reine dr Meines Ar Himmels⸗Fluthen; Jeſus iſt ein eeſunder ae as von dem kühler Thau, Der erfriſcht des Her⸗ lebt, Sc n ht immeunzens Au. Jeſus wig g ſchon vetttz 5. Jeſus iſt der ſüße Brunn, Der r mich itth erhebt. die Seelen all erquicket; Jeſus iſt 7. Ih 9 ſpielen, ſnandie 5 Sonn 2 Daren Shrahl uns ch finde ad ich mene ganz entzücket; Willſt du froh und vringet 1 irzu er Be he3e ſein, Laß ihn nur zu dir ei nun mß Sagt ihſ hinein. entbrann Ild mitgüen 6. Jeſus iſt der liebſte Ton, Den drungen. 2 gget ihn, ne din dle belt kann ſingen; Ja, iich rungen, noch ſeinen zu hin um Himmel ſchon, Wenn ich Je⸗ 83 Jon th ſi agum hör erklingen; Jeſus iſt meins Ich muß a m ſeber ſe derzens Freud Und mein ewge ch weiß, au vird geſcen Seligkeit. hm ſein a3t brechen d. Jeſus iſt mein Hinimals Brodi licht eher n n, Bsihyi Das mir ſchmeckt, wie ichs begehre imfaſſen, ich er ſich n erhält mich vur dem Tod, Ztüre * mich, daß ich ewig währe; Zucker en und ewin gu er mir im Mund, Balſam, wenn gelabt m us inen Gaben bin verwundt Lebens⸗B b ch nicht am erquick, I N ſf* ſ der edens. Deum, ch mcht LVoller edlen Tugend⸗Früchte: Wenn dich ſelbe agen! Jei her findt im Herzen Raum, Wird derfür! d uff werde mndas Unkraut ganz zunichte; Alles Jeſu, Je natſneine Wihift und Unheil weicht, Das ſein ich, ergib ich ninn„Schatten nur erreicht. 2„ igen 9. Jeſus iſt das höchſte Gut In Vortreffl 4 und Siftdem Himmel und auf Erden; Jeſu le üßen us Jeſn Rame macht mir Muth, Daß ich wirticht kann traurig werden: Jeſu Mel. 1 uan. deſun l Name ſoll allein Mir der liebſte 292 dn it derſt Name ſein! 3. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. . W ller, die un Jeſus⸗ Lieder. Freude der Chriſtenheit. In bekannter Melodie. 293 Jeſu⸗ meine Freude, Mei⸗ *nes Herzens Weide, Jeſu, meine Zier, Ach, wie lang, wie lange Iſt dem Herzen bange Und verlangt nach dir! Gottes Lamm, Mein Bräu⸗ tigam, Außer dir ſoll mir auf Erden Nichts ſonſt Liebers werden! 2. Unter deinem Schirmen Bin ich von den Stürmen Aller Feinde frei. Laß den Satan wittern, Laß den eind erbittern: Mir ſteht Jeſu bei. b es jetzt gleich kracht und blitzt, Ob gleich Sünd und Hölle ſchrecken, Jeſus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz des Todes Rachen, Trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und ſpringe, Ich ſteh hier und ſinge In gar ſichrer Ruh. Gottes Macht Hält mich in Acht; Feendi daß ich Jeſum ſehe, Blick ich in die Höhe. 4. Weg mit allen Schätzen! Du biſt mein Ergötzen, Jeſu, meine Luſt. Weg, ibren eitlen Ehren! Ich mag euch nicht hören, Bleibt mir unbewußt. Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod Soll mich, ob ich Viel muß lei⸗ den, Nicht von Jeſu ſcheiden.. 5. Gute Nacht, o Weſen, Das die Welt erleſen, Mir gefällſt du nicht; Gute Nacht, ihr Sünden, Bleibet weit dahinten, Kommt nicht mehr ans Licht; Gute Nacht, du Stolz und Pracht, Dir ſei ganz, du Laſter⸗ Leben, Gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauer⸗Geiſter! Denn mein Freuden⸗Meiſter, Jeſus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, Muß auch ihr Betrüben Lauter Zucker ſein. Duld ich ſchon Hier Spott und Hohn, Dennoch bleibſt du auch im Leide, Jeſu, meine Freude. J. Frank, g. 1618, ſt. 1677. Frende in der Zueignung Jeſu. In eigener Melodie. 2* eſu, meine Freud und 294. 3 Wonne, Jeſu, meines Herzens Sonne, Jeſu, meine Zu⸗ 173 174 verſicht, Jeſu, meines Lebens Licht, Jeſu, Brunnquell aller Güte, Jeſu, tröſte mein Gemüthe! 2. Jeſu, du biſt mir geboren Und zum Heiland auserkoren, Mir haſt du viel Angſt und Spott Ausgeſtan⸗ den, auch den Tod Mit Geduld für mich gelitten Und das Leben mir erſtritten. 3. Weil, o Jeſu, du dein Leben Willig haſt daſueadden Nur aus Liebe, Herr, zu mir, Sollt ich nicht aus Gegen⸗ Liebe, Wenn Verfolgung ich erhübe, Fröhlich ſterben auch in dir? 4.„yefus ſelbſt iſt unſer Leben; Wer, durch Gottes Geiſt erregt, Je⸗ ſum in dem Herzen trägt, Der iſt gleich den njungen Reben, So da ihren Lebens⸗Saft Nehmen von des Stockes Kraft. 5. Wo in eines Menſchen Herzen Jeſus iſt gezogen ein, Da kann Nichts, als Leben ſein, Da verſchwinden alle Schmerzen; Reißt ihn gleich hinweg der Tod, O, ſo lebt er doch in Gott! 6. z. Jeſu, hilf mir überwinden, Wenn mich Kreuz und Unglück plagt, Wenn mich mein Gewiſſen nagt, Wenn mich drückt die Laſt der Sünden, Alle Schuld werf ich auf dich, Weil du haſt bezahlt für mich. 7. Jeſu, laß mich nicht verderben, Nicht im Leben noch im Sterben Und wenn rückt der Tod herbei, 8 ſu, du mein Helfer ſei! Meine eel an meinem Ende, Jeſu, nimm in deine Hände! M. A. v. Löwenſtern, g. 1594, ſt. 1648. Jeſu Wohlthaten in unſerm ganzen Leben. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben. Oder: Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude. 29 5.2 Jeiu meiner Seelen Leben Meines Herzens höchſte Freud, Dir will ich mich Pnschüchſt geben Jetzo und in Ewigkeit. Meinen Gott will ich dich nennen Und vor Jeſus⸗Lieder. aller Welt bekennen, Daß 14 3tG bin und du mein: Ich will kaſe nih! tur Gün; 8 Andern ſein. urn ſ wu dätg. 2. Deine Hand hat mich beridenne ſ ſe iü nen, It. Dein Mund bließ mir Oden Binden unſn Deine Gnad war ausgebreitet s Aweß in me In mich, da ich ganz llein Lag h um, Mutterleib verſchloſſen; Darun Kau nit,ſet It ich unverdroſſen: Ich bin dein a 4 ſe it 1 du biſt mein, Ich will keinss er d un tnit,3 dern ſein. d. ez h tmein S. Deine Güt hat mich umfan Tue in eret, 2 Als mich erſt die Welt umfi Wing, in 6 dnr* bin ich ſchon angehang en, A 4 ſimn in wemt 340 den Bruſten hing. Dein Si eagtt hat mich aufgenommen, Da itht 4 Aunſm— 4 ans Licht gekommen:“ Ich bini henna* nas und du biſt mein, Ich will i Andern ſein.— EWenn ich nur bin zud di komme. 4. Auf der Kindheit wild ench Folgte mir ſtets deine Güt; Da Geiſtes Trieb und Segen Regte oft mein Gemüth, So ich etwe ge treten, Daß ich wiederkäm mit Ich bin dein und du biſt mem di keines Andern ſein. 5. Ach, wie oft hat meine aun Deine Gnaden⸗ Hand gefaßt, die Frömmigkeit und Tugem in meinem Sinn verhaßt! Däßit nicht ſofort geſtorben, N 1 und Seel verdorben:* Ich b und du biſt mein, 3 will Andern ſein. (Ach, ich wäre längſt geſtete Außer dir und gar verdordan 6. Ja, in meinem ganzen Hat mich ſtets dein Licht geführt d haſt, was ich hab, gegeben, A in meinen Lauf regiert; Deine Güt t1 täglich währet, Hat mich innei ernähret: Ich bin dein und dut mein Ich will keines Andern ſeit Jaß 8 2 4 In andern Büchern iſt in Allen N ſen der Schluß: Allerliebſtes Jeſulein, w ches auch ſcheint Scrivers eigener A ufſas ſein und alſo befindlich in ſeinem Settt Schatze. —= rr ich, ſucht mich deine bi 1 raih ſie mir die Hant 4 lr bin dein mr B hwlenes Andem a ine heſſigkiten Sur ſ ari. Ducht dit rtleten 1.= hinman geträſt Mein nit gagen, u mi wagen: n 8 das — — 5 8 † 3 8 und d n 4 3 9 Andem. „Mallsiſtgegründet— Kasänn⸗ 4 det Das ſei 5 in Da hab ich din dein! M beines Ander 5 Er. und uen. an„Iſt es, daß ich mich betrübe, Tröſt . Ii ul ſie mich im harten Stand; † Bin ich arm, ſie gibt mir Güter; Schlaf ich denn, ſie iſt mein Hüter: Ich — ine ni da bin dein und du biſt mein, Ich will h, da i gan an keines Andern ſein. ltterleit ſgluſe en(* hilfet ſie mir auf;)(† in meinem unver mn. I J.M. auf). biſt m h mn. 8. Schmäht man mich, ſie iſt mein ſein ch will in Chre; Trotzt man mir, ſie iſt mein hatmi rutz; Zweifle ich, ſie gibt mir Lehre, Vnühm Drängt man mich, ſie iſt mein Schutz. eltun Hat der Satan mein begehret, Sie hat ſeinem Grimm gewehret:*Ich * in dein und du biſt mein, Ich will Licht nommen, Ni keines Andern ſein, d 6 nmen. Iu(Niemals hab ich was begehret, ldu b a iein, Ih ui. War es gut, mir wards gewähret;) derm ſe 86. Deines Herzens Süßigkeiten Haſt Wenn aun ur bin zudn du mir ins Herz geflößt; Durch den Schmuck der Herrlichkeiten Haſt du mehrmals mich erlöſt Aus der Angſt, die Kraft erneuet Und die matte Seel erfreuet:*Ich bin dein und du biſt mein, Ich will keines Andern ſein. Deiner diebe Süßigkeiten Sind in mein Herz eingeflößt; Durch den b. Ach utz oſt hatmin Zlick der Herrlichkeiten Deines ine Gn aus⸗Hand giz Himmels wird getröſt Mein Ge⸗ Frömt int und umn müth in ſeinem Zagen, Alles meinen unn verhaßt Kreuz hilfſt du mir tragen:) ht ſofor zgmorben, Nh 10. Dein Geiſt zeiget mir das Erbe, d Seel annben. u Das im Himmel eigelegt; Ich weiß, d du Nußß win, Ici wenn ich heute ſterbe, Wo man meine dern ſe t Seel hinträgt: Zu dir, Jeſu, in die *Ach, atß däre linſt: Freude. Trotz, daß mich was von dir Außer un und garu ſcheide! Ich bin dein und du biſt 6. Ja, an reinem au mein, Ich will keines Andern ſein. 4 7 eeiiiti Pant t mich aut hein Lchtgif gehangen, hing. Dai — ——— —— ſtes T atn ind Segenz mein(amt ith, So ihg teten, T unl wiederkämm bin d amnd du bit m l keines dern ſein. 11. Dieſes Alles iſt gegründet Nicht t, was i ab, gegeten auf meiner Werke Grund; Alles, was inen La ann iert, Deie mein Herz empfindet, Das ſei allen men Hat mit Menſchen kund, Kommt allein aus lich wa in dein u deinen Wunden, Da hab ich mein ähret: keines Ahn Heil gefunden: Ich bin dein und du in, Ich itt it mihn biſt mein, Ich will keines Andern fein. 7. Irt uat mt(Dieſes, was mein Herz empfin⸗ ll ich, i f ddet, Thu ich allen Menſchen kund, Daß es kommt aus deinem Blute, u and battm d Das allein kommt mir zu Gute:) der Sful ees a 12. Drum, ich ſterbe oder lebe, un ſa mlit iſin Bleib ich doch dein Eigenthum; Dir gatze. Jeſus⸗Lieder. 175 allein ich mich ergebe, Du biſt meiner Seele Ruhm, Meine Zuverſicht und Freude, Meine Süßigkeit im Leide: Ich bin dein und du biſt mein, Ich will keines Andern ſein. 13. Höre, Jeſu, noch ein Flehen, Schlag mir dieſe Bitt nicht ab: Wenn mein Augen nicht mehr ſehen, Wenn ich keine Kraft mehr hab, Mit dem Mund was vorzutragen, Laß mich da noch ſeufzend ſagen: Ich bin dein und du biſt mein, Ich will keines Andern ſein. M. Chr. Scriver, g. 1629, ſt. 1693. Jeſus Alles in Allem. Mel. Nun komm, der Heiden. 1 296 Jeſu⸗ meiner Seelen Ruh . ₰ Und mein beſter Schatz dazu, Alles biſt du mir allein, Sollſt auch ferner Alles ſein. 2. Liebet Jemand in der Welt Edle Schätze, Gut und Geld: Jeſus und ſein theures Blut Iſt mir mehr, als alles Gut. 3. Stellen meine Feinde ſich Oef⸗ fentlich gleich wider mich: Jeſus reißt aus aller Noth, Tödtet Teufel, Höll und Tod. 4. Bin ich krank und iſt kein Mann, Der die Schwachheit heilen kann; Jeſus will mein Arzt in Pein Und mein treuer Helfer ſein. 5. Bin ich nackend, arm und bloß Und mein Vorrath iſt nicht groß: Jeſus hilft zur rechten Zeit Meiner armen Dürftigkeit. 6. Muß ich in das Elend fort, Hin an einen fremden Ort: Jeſus ſorget ſelbſt für mich, Schützet mich gänz wunderlich. . Muß ich dulden Hohn und Spott Wider Gott und ſein Gebot: Jeſus gibt mir Kraft und Macht, aß ich allen Spott nicht acht. 8. Hat der Bienen Honig Saft Und der Zucker ſüße Kraft: Mein herzliebſter Jeſus Chriſt Tauſendmal noch ſüßer iſt.. 9. Drum, o Jeſu, will ich dich Immer lieben feſtiglich: Du, o Jeſu, ſollſt allein Meiner Seele Alles ſein. Jeſus 10. Jeſus, was durchs 4 eingeht, Jeſus, was vor Augen ſteht, Jeſus, was die Zunge ſchmeckt Und wor⸗ nach die Hand ſich ſtreckt; 11. Jeſus ſei mein Speis und Trank, Jeſus ſei mein Lobgeſang, Jeſus ſei mein ganzes All, Jeſus ſei mein Freuden⸗Schalll 12. Endlich laß, du höchſtes Gut, Jeſu, laß dein theures Blut, Deine Wunden, deine Pein Meine Raſt im Tode ſein! L. Backmeiſter, g. 1578, ſt. 1638. Kommen und Halten Jeſu. Mel. Jeſu, der du meine Seele. 297 Jeiu meiner Seelen Wonne, *☛ Jeſu, meine beſte Luſt, Jeſu, meine Freuden⸗Sonne, Jeſu, dir iſt ja bewußt, Wie ich dich ſo herzlich liebe Und mich ohne dich be⸗ trübe; Drum, o Jeſu, komm zu mir Und bleib bei mir für und für! 2. Jeſu, mein Hort und Erretter, Jeſu, meine Zuverſicht, Jeſu, ſtarker Schlangen⸗Treter, Jeſu, meines Le⸗ bens Licht, Wie verlanget meinem Herzen, Jeſulein, nach dir mit Schmer⸗ zen! Komm, ach, komm, ich warte dein, Komm, o liebes Jeſulein! 3. Kommſt du? Ja, du kommſt ge⸗ gangen, Jeſu du biſt ſchon allhier, lopfeſt ſtark und mit Verlangen An, an meine Herzens⸗Thür. Bleib doch nicht ſo drauſen ſtehen, Willſt du wieder von uns gehen? Ach, ich laſſe dich durchaus Nicht weggehn von meinem Haus! 4. Ei, warum ſollt ich dich laſſen, Jeſu, wieder von mir gehn? Meine „Lieder. 6. Wohl mir, daß ich Jeſum h O, wie feſte halt ich ihn, Da mir mein Herze labe, Wenn ich und traurig bin! Jeſum hab der mich liebet Und ſicch ſelbſtit⸗ mich hingiebet; Ach, drum la Jeſum nicht, Wenn mir gleich Herze bricht! /. 7. Muß ich Alles gleich verlaſt Jeſum, der gefällt Mir vor u andern Schätzen, An dem ich n kann ergötzen, Er iſt meine aa ſicht, Meinen Jeſum laß ich mißtt 8. Ach, wer wollte Jeſum ſaſt Jeſum laß ich nimmermehr, M mögen Jeſum haſſen, Jeſun allein begehr In den gut⸗ und Tagen, Daß er mir mein Krait tragen; Weil er iſt mein Weguu Licht, Laß ich meinen Jeſum um 9. Ich ſollt in der Hölle Immerfort und ohne Zahl, Undu wie ein Schlacht⸗Schaf biegent dem Schwefel⸗Pfuhl und Qual, der Tod ſollt ewig nagen Meinet wiſſen und mich plagen: Jeiu reißt mich raus Aus des Sam Folter⸗Haus. 10. Jeſus hat durch ſeine Wm den Mich geſund gemacht und hit Daran denk ich alle Stunden, Dun iſt er mein beſtes Theil; Denn due ſeinen Tod und Sterben Macht ermi zum Himmels⸗Erben, Und das gal Weil er mir ſo wohl gethan, Ui dem, 3 lenn ich ume Was ich hab in dieſer Welt, uu ich doch im Herzen faſſen Malt ich ſicherlich, Jeſus machet ſelig nit 11. O, wie ſollt ich Jeſum luſſn G der. di Nſu din. nähn Und nit S Auhe h Laß ich h tnenren Jeun † 1 an Er wnderletten Aottr n efrier eStraßen Be? 1 it wattlm die Neir= ſeit Mi daufel miham ſch Ri V emmn dl ich nur li in, dem abertiff das M. un nt mander⸗Sold A Sas gihhden, Weilſt= ſha weun od Seine C14 4 derit wn Lufel faramn laß ih n. 1 9 Un al wrte Gaben.= dein un Lem r hh., 9 in Fennde 81= Wohlfahrt müßt ich haffen, Wenn ich mich von der breiten Straßen i Hüllen I ließe dies geſchehn; Wohne doch in geführet himmelan; SSinha tt 9 aufern e meinem Herzen, So muß alle Noth immer lieben In den Freuden umnd 18 hi und go und Schmerzen Weichen alſobald von Betrüben, Jeſum laß ich nicht dn det wede mir, Wenn du, Jeſu, biſt allhier. mir, Weil ich leb auf Erden hie. 8, Jeſum 5. Ach, nun hab ich endlich funden 12. Wenn die Welt mit ihn Menen Jeſu Den, den meine Seele liebt, Der ſich Netzen Mich zu Boden fällen wl. h,w u gn mit mir hat verbunden Und ſich ſelbſt Und die Andern ſich ergötzen An d ier a iedmich e für mich hingibt, Den will ich nun ſelben eitlem Spiel, Will ich men 8 c Voſt umd feſt dn aſſen gind durchaus nicht von Jeſum faſſen In die Arm und i te un ile Shna er mir den Segen ſpricht, Meinen Jeſum laß ich nicht. nicht laſſen, Bis daß ich mit ihm gleich Herrſchen werd im Himmelret n dem Ange Then nen M 6. Tom— 3 O, w 4 3 dajüh 13. Demnach mögen Andre wei⸗ mir meß mer ä i den Sich in dieſer Eitelkeit, Mich ſoll und trhan 5 abe An Nichts von Jeſu ſcheiden Und der der mi 86 n. Jein ewgen Seligkeit, Die mir Jeſus hat mich hi ge et Und i erworben, Da er für mich iſt geſtor⸗ Feſum 4 de 3c, d hen⸗ Deun, 0 Welt, ſahr ummer hin, Herze k Wenn m. Wenn ich nur bei Jeſu bin. 27n 14. Wenn ich nur kann Jeſum Was i ich Alls gag haben, Nach dem andern frag ich Was iet b in dele ich doch Irni R nicht, Er kann meine Seele laben 5 erjen faſe Und iſt meine Zuverſicht. In den Jefum 2 gefällt Mri letzten Todes⸗Zügen, Wenn ich hilf⸗ andern 8 Stzen, An w los da muß liegen Und mir bricht lann er gan, E it un der Augen Licht, Laß ich meinen ſicht, Maürt Jeſum la eſum nicht. 8. Amacher wolle 6 15. Sollt ich meinen Jeſum laſ⸗ Jeſum rch ninman ſen? Er wird in der letzten Noth Auf mögen ſgim haſſen der finſtern Todes⸗Straßen Bei mir allein be a In den arn ſtehen, wenn der Tod Seine Grau⸗ Tagen, mac er mir nen ſamkeit ausübet Und die Meinigen rragen; Ml er iſt mn betrübet Und der Teufel mich an⸗ licht, Lot tz meinen zin ſicht; Meinen Jeſum laß ich nicht. 9. JI ellt in da n 16. Jeſum will ich nur lieb ha⸗ Immerſe d ohne gu ben, Denn er übertrifft das Gold in erft a d ohne haß Und all andre theure Gaben: So dn ein ae acht⸗Slnt kann mir der Sünden⸗Sold An d dem Sch ise⸗Pfuhl un ann mir der Sünden⸗Sold An der der Tod Un ewig Seele gar nicht ſchaden, Weil ſie von viſſen unn Lich 3 nmgat der Sünd entladen. Wenn er gleich dien unn gich plagen den Leib zerbricht, Laß ich dennoch eißt mien tus Aus d Jeſum nicht. alter dL r 117. Jeſus bleibet meine Freude, 16„ 1 un hat durch ſn Meines Herzens Troſt und Saft. en Mic Kund gemacte Jeſus ſteuert allem Leide, Er iſt Daran de it) alle Suna meines Lebens Kraft, Meiner Augen ſt er mei ntes Theill An Luſt und Wonne, Meiner Seelen einen Tod inn Sterben Mut Schatz und Sonne: O! drum laß um Him ls Erben, Uwi ich Jeſum nicht Aus dem Herzen h ſicherli Keſus maheſ und Geſicht. 11. O, a ſollt ich owm 18. Jeſus iſt der Feinde Schrek⸗ ℳ7 Veil er matno wohl gi ken, Jeſus iſt der Höllen Zwang, nich von us breiten ömn Drum wird er mich auferwecken eführet haumelan; Jäun Durch Poſaunen Hall und Klang, nmer lie uas In den zu Da ich denn erneuert werde Aufer⸗ hetüüben, u um laß chi ſtehen aus der Erde, Jeſum ſchaun lrr, Weil ii eb auf—i von Angeſicht. Meinen Jeſum laß 12. Wm die Wetn ich nicht. etzen Michu Voden ſ 19. Ach, wie wird mich Jeſus her⸗ nd die A an ſich ergömn zen, Meiner Augen Troſt und Licht, lben eitle epiel, M t Alle Thränen, alle Schmerzen Wi⸗ eſum faſ a n die Am ſchen von dem Angeſicht Und mit cht laſen ³. daß ihm eich Herrſ at werd in om Jeſus⸗Lieder. großem Jubiliren Mich zur Him⸗ 177 mels⸗Freud einführen; Drum, ſo höret Alle her: Jeſum laß ich nim⸗ mermehr. M. Janus, ſt. 1678. Daß ſich Jeſus unſer annehme. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 298 Jeſu, nimm dich meiner . an! Hilf mir meinen Lauf vollenden, Führe mich auf rech⸗ ter Bahn, Trage mich auf deinen Händen, Gib nur deines Geiſtes Ga⸗ ben, Dich von Herzen lieb zu haben. 2. Jeſu, nimm dich meiner an! Wenn mich drücken meine Sünden. Ach, du treuer Pelikan! Wenn mir will der Troſt verſchwinden, Labe mich mit deinem Blute, Laß es kommen mir zu Gute. 3. Jeſu, nimm dich meiner ang Auf den herben Trübſals⸗Wegen Sei mit Troſt mir zugethan; Sonnen⸗ ſchein gib nach dem Regen, Daß aus dem betrübten Herzen Weichen müſ⸗ ſen Angſt und Schmerzen. 4. Jeſu, nimm dich meiner an! Wenn mir meine Augen brechen, Als⸗ denn führ mich himmelan, Wenn mein Mund nicht mehr kann ſprechen, Laß mich in den letzten Zügen, O mein Gott, nicht hilflos liegen! 5. Jeſu, nimm dich meiner an! Wenn du wirſt mit Feuer⸗Flammen Alle, die nicht Buß gethan, Strafen und zum Tod verdammen: Laß mich dir zur Rechten ſtehen Und zu deinen Freuden gehen. Jeſu Lob nach Erlaß der Sünden. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. eſus iſt mein Aufenthalt, 299. 3 Jeſus iſt mein ſüßes Leben, Jeſum lieb ich mannigfalt, Jeſu bin ich ganz ergeben, Jeſus ſoll mein Helfer ſein, Jeſus iſt mein Troſt allein. 2. Jeſus hat mich angeſehn, Je⸗ ſus mir die Sünd vergeben, Jeſus will nun bei mir ſtehn, Jeſus hilft 12 178 im Tod und Leben, Jeſus iſt mit mir verſöhnt, Jeſus mich mit Gnade krönt. 3. Jeſum hatt ich zwar veracht, Je⸗ ſus ward von mir verlaſſen; Jeſus freundlich mich anlacht, Jeſus will mich doch nicht haſſen. Jeſus bleibt mein höchſter Ruhm, Jeſus bleibt mein Eigenthum. 4. Jeſu war ich augeklagt: Jeſum hätt i9 nicht geliebet; Jeſus lieblich zu mir ſagt, Jeſus mir Vergebung ibet, Jeſus will mir bleiben hold, jeſus ſchenket mir die Schuld. 5. Jeſu will ich dankbar ſein. de ſu, dir will ich vertrauen. Jeſus hat eheilt die Pein. Jeſum hoff ich ald zu ſchauen. Jeſum will ich laſ⸗ ſen nicht, Jeſus bleibt mein Zuver⸗ ſicht. A. U. H. zu Br. und L., g. 1633, ſt. 1714. Jeſus unſer höchſtes Gut. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder 300. Jeuus iſt mein Freuden⸗ 2. ◻☛ leben, Jeſus meines 3 Lebens Kron, Jeſus iſt mein Gnaden⸗ Thron, Ihm hab ich mich ganz er⸗ eben. Mich erhält ſein theures Blut: Jeſus iſt mein höchſtes Gut. 2. Ohne Jeſum muß ich ſterben, Ohne ſeinen Gnaden⸗Schein Hab ich lauter Höllen⸗Pein, Leib und Seele muß verderben: Nur ſein Arm mir helfen thut: Jeſus iſt mein höchſtes ut. 3. Hab ich dieſes Gut im Herzen, Eil ſo hab ich Alles wohl, Was ich ewig haben ſoll, Das mir lindert alle Schmerzen, Das mir machet Herz ut. 4. Alſo will ich mich verlaſſen Auf den Herren Jeſum Chriſt Wider alle W Teufels⸗Liſt. Wenn mich Welt und Menſchen haſſen, Wenn mich ſchreckt der Höllen Gluth: Jeſus iſt mein höchſtes Gut.— 5. Niemand kann mir Rettung ſen⸗ Jeſus⸗Lieder. den, Jeſus Chriſt, der Gideon, Got⸗ tes eingeborner Sohn, welcher ſich wird zu mir wenden Mit der Enge Schaar und Hut: Jeſus iſt mein hoch⸗ — ſtes Gut. 6. Nun laß deine Macht mich mer⸗ ken, Hilf dem Sohne deiner Magd. Wenn mich Furcht und Schrecken nagt, Wollſt du deinen Knecht au ſtärken; Gib mir deines Geiſtes Muth. Jeſus iſt mein höchſtes Gut. 7. Ein Gelübd will ich dir geben, Dein getreues Kind zu ſein, Dir am Wort zu dienen rein; Gib mir mr geſundes Leben, Gib mir deines Ge⸗ ſtes Muth: Jeſus iſt mein höchſtes Gut. 8. So will ich mit Freuden blei ben In dem Hauſe deiner Ehr, Ger hüten deiner Lehr Und es laſſen mit verſchreiben: Dir ſoll dienen Geiſtum Blut: Jeſus iſt mein höchſtes Gut D. Ahasv. Fritſch, g. 1629, ſt. Ulhl Troſt in Jeſu Blute. In bekannter Melodie. Oder: Mel. Sei gegrüßet, Jeſu. 3 0 1 Jeſu⸗ o du edle Gabe, Mih .◻☛☚△ mit deinem Blute labe, hann But r. — zatt Und al dieſe Feinnd et ehtt u. 1 1 gern der dud nire 3— ucet Dein Büt Jrüu. 4. „Kiler mir und mein 6 Krdin Buutzum Sclaſn n. 18⸗ 1 G . 1 Dan ih vede Ur ft, 3 hn B Jft, nihan tadig ſerbe n d. df ich ſ dend k. dos Che erhe. Den. 3 Aemder Leib wid at en nd, der, Dein Gericht r n. ein Jat mih zur Rechſ le ad ei gidig Urtheil fl in fut 4. 15 *. Duf werd ic, wie fi⸗. Vorw ngelein begl.— ſe⸗ in wweſen Kleide d in lut zt det Freude. D a ul nich d 1 1o. ohm, Jeſu, dein!=n en dein Tlt mr alleine traſt in Vut als gel dem bringt ts gaatie wanimmet, Dir= ii ih u Glmnben, Ver I fr den Finm wuben? dasndenken an mn Daran hab ich meine Freude Umd ſtets meiner Seelen Weide, Dein Blut mich von Sünden wäſchet Um der Höllen Gluth auslöſchet. Jeſu, ich mich zu dir finde Und in deinen Wunden ſuche Die Erlöſung von dem Fluche. Dein Blut ꝛc. 3. Wenn mir Angſt zum Herzen ſir rücket, Dein Blut, Jeſu, mich erquicket, Blut ꝛc. letzet, Dein Blut, Jeſu, mich ergötet, enn der Teufel mich berücket, Dein Blut, Jeſu, mich erquicket. Dein Blut mich ꝛc. 5. Wenn die Höll mich will ver⸗ſ ſchlingen Und mit ihrem Heer um⸗ ringen, Dein Blut, Jeſu, mich ver⸗ Quälet mich nun meine Sünde 1. 1 When dasrene mich betrülben 1 Das den Troſt dein Blut mir gibet. Dein und Muth: Jeſus iſt mein höchſtes Bl t g 4. Wenn die Welt mein Herz vet⸗ n d tſünes Welt⸗G 2 0 ilus ſchwebt mr z ſe⸗ Iſ fmiat mir in en gidnes Stereelein b Schm r der. n, Jeſu„1 riſt, der g 3'²Su giſt derghe ein. 8 n3 2 4 KnSe brge Aund all dieſe Feind erwürget. aar un a. ant. An. Atn Dein Blut ec. 9 Gun ¹aut Jeits ün 6. Wenn der Tod mir Grauen 6. Nun l de machet, Dein Blut, Jeſu, ihn verla⸗ 1, Hilf 21 deine Mactnz chet, Weil er mir und meinem Orden 4 b eah dein Durch dein Blut zum Schlafe worden. eun Jurcht un Dein Blut ꝛc. 3t We kfhu deinen d 7. Wenn ich werde hingerücket, rken; Gatär deines Geſt Dein Blut, Jeſu, mich erquicket, Da⸗ ſus iſt zam höchſtes hu rauf ich gan freudig ſterbe Und da⸗ 7. Ein Säbd will ch bei das Leben erbe. Dein Blut ꝛc. ein getr au Kind zu ſin 8. Wenn der Leib wird auferſtehen ort zu nain rei, Gb Und, Herr, Dein Gericht angehen, undes Aal, Gid nid Dein Blut mich zur Rechten ſtellet 3 Muth eſus it mn und ein gnädig Urtheil fället. Dein 8. So in ich mit Fen 9. Drauf werd ich, wie mir berei⸗ In deut nuſe deine e tet, Von den Engelein begleitet, Ge⸗ ten deir mehr Und slh hen in dem weißen Kleide Durch dein ſchreibe: zwir ſolldinn Blut zu deiner Freude. Dein Blut ut: Jen Kuſt mein ſäch Mich ꝛc. ₰ 9 147. 5 4 d. 2 Sse Friſc, uni Dein Blut nr dleine keöſen. Dein ern Blut alles Hei dem bringet, Der es Tro i t Jein Aun läubig nur annimmet; Dieß ergreif 3 3 unnter Mahi ich auch im Glauben, Wer will mir Oder:„uamn Sei gegtiße n den Himmel rauben? 01, o duedleou⸗ * Wut deinemhe Stetes Andenken an Jeſu. aran heꝛ th meim Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude. s meir? woeelen Ve, de eſus ſchwebt mir in Ge⸗ ut mich as Sünden 302. 3 ach Jeſus liegt mir „Höllen Wth ausläſtt ſtets im Sinn; Von ihm will ich 2. Quäl n tich nun mins nummer wanken, Weil ich hier im Le⸗ ſu, ich in zu dir fnel hen bin; Er iſt meiner Augen Weide, nen Wu aan ſuche Deß Meines Herzens höchſte Freude, Mei⸗ n dem 7 zun. Dein u ner Seelen ſchönſte Zier: Jeſum lieb 3. Wenn m er Angſt zuſ ich für und für.. tet, Dein tg t, Jeſu, mit 2. Jeſus funkelt mir im Herzen enn das amf ze mich bent Wie ein güldnes Sternelein; Er ver⸗ Troſt 3 dlu wir qi treibt mir Angſt und Schmerzen, Er ut ꝛc. iſt mein und ich bin ſein. Drum er⸗ 4. Wem ig Welt menng reif ich ihn mit Freuden, Wenn ich et, Dein aet, Jeſu, nit ſoll von hinnen ſcheiden; Er iſt mei⸗ enn der as Anich brittnes Lebens Licht: Jeſum laß ich von mich a 3. Jeſu habe ich geſchworen. Da ut em e Höll mih ich von den Sünden rein Und von ün gen U annit ihren Neuem ward geboren In der heil⸗ Jeſus⸗ 10. So kann, Jeſu, dein Erlöſten kr Lieder. 179 Schwur auch halten Und in Allem laſſen walten, Es ſei Leben oder Tod: Jeſus hilft aus aller Noth. 4. Jeſum will ich bei mir haben, Wenn ich geh aus oder ein; Seines Geiſtes Troſt und Gaben Ruhn in meines Herzens Schrein; Ja, wenn ich zu Bette gehe, Oder wiederum aufſtehe, Bleibt doch Jeſus früh und ſpat Meiner Seelen Schutz und Rath. 5. Jeſum will ich laſſen rathen, Der am beſten rathen kann; Er nur ſegne meine Thaten, Die ich fröhlich ange an, Daf in ſeinem theuren amen Alles glücklich ſei und Amen: So wird Alles werden gut, Wenn nur Jeſus Hilfe thut. 6. Jeſus, meiner Jugend Leiter Und Regierer meiner Sinn, Wird auch ſein mein Troſt⸗Bereiter, Wenn ich alt und kraftlos bin, Wenn ſich ümmen meine Glieder Und die Le⸗ bens⸗Sonn geht nieder, Wenn ver⸗ dunkelt mein Geſicht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 7. Jeſus ſoll in allen Leiden Mein getreuer Beiſtand ſein; Nichts, Nichts ſoll mich von ihm ſcheiden, Es ſoll keine Herzens Pein, Keine Trübſal, keine Schmerzen Reißen ihn aus mei⸗ nem Herzen; Ob mir gleich mein Herz zerbricht, Laß ich dennoch Jeſum nicht. 8. Jeſu leben, Jeſu ſterben, Jeſu einzig eigen ſein Und mit Jeſu dor⸗ ten erben, Dies iſt mein Gewinn allein. Jeſu will ich ſein und bleiben. Nichts, Nichts ſoll mich von ihm trei⸗ ben: Laß ich gleich Gut, Blut und Ehr, Jeſum dennoch nimmermehr! Jeſus mein Alles. Mel. Gott Lob, es geht nunmehr. 303 Mein Alles Jeſus ſoll * H verbleiben, Weilmich der Glaub an ihn verſchenkt; Noth, Tod wird mich nicht von ihm trei⸗ ben, Mein Jeſus iſts, der Alles gen, De mlut, Jin ugen Taufe mein; Ihm will ich den lenkt: Drum ſteh mir auch in 12* Nöthen bei, Wenn ich zu dir, mein Alles, ſchreii.. 2. Ach! Was iſt Alles, das wir fin⸗ den In dieſem Unbeſtand der Welt? Ein Rohr⸗Stab; Alles muß verſchwin⸗ den, Wer ſich drauf lehnt, der wird gefällt; Der Welt⸗Troſt iſt ein lee⸗ rer Schein: Drum ſoll mir Jeſus Alles ſein.. 3. Wo Jeſus iſt; da muß es glük⸗ ken Auch in der Noth und Traurig⸗ keit: Die Laſt wird leicht, kann nicht erſticken Den, welchen Nichts von Jeſu ſcheidt: Der Jammer treibet uns zu Gott Und Gott hilft gern aus aller Noth. 4. So ſteur ich mich auf Jeſu Liebe, Auf Gottes Allmacht und ſein Wort, im C trübe, 205 einen Jeſum laß ih 305. M nicht, denn er itz Hort, Mich will und kann und wird Und wird es im Gemüthe trüb Glaub ich doch, daß mein Gott, mein Jeſus⸗Lieder. erlöſn, Wie er gethan und thut, vom 31 Boöſn. Armuth des Geiſtes findet Alles in Jeſu. Mel. Ach, was wollt, ihr trüben. 30 4 Min Armuth macht * mich ſchreien Zu dem Treuen, Der mich ſegnet und macht reich, Jeſu, du biſts, den ich meine, Dem ich weine, Damit ich dein Herz erweich. 2. Ach! wo nehm ich her die Kräfte Zum Geſchäfte, Dazu ich verbunden bin? Herr, mein armes Herz anfeure Und erneure Den zerſtreuten Geiſt und Sinn. 3. Sieh, es eilt zu deiner Quelle Meine Seele, Von dem Durſt geplagt und matt; Du kannſt die Begierde ſtillen Und mich füllen, Daß ich werd erfreut und ſatt. 4. Treibe ferne, die mich hindern, Du kannſt mindern Der Verſuchung ſtarke Kraft. Laß Nichts meinen Glauben ſchwächen, Laß dich ſprechen, So empfind ich Kraft und Saft. 5. Eil mit ausgeſpannten Armen Zu mir Armen, Drücke mich an deine Bruſt. Du erkennſt mein tiefes Seh⸗ nen Und die Thränen, Jeſu, mein Herzens Luſt! 6. Du bleibſt ewig meine Freude Auch im Leide, Wenn mich Angſt un Kummer plagt; Denn du biſt da Auserkorne, Das Verlorne Haſt d niemals weggejagt. 3 7. O vergnügter Kuß des Mu⸗ des Und des Bundes Zuckerſüße 6 ßigkeit. Ach! mein Gott, was ſi ich ſagen? Mein Behagen Bleibett du in Ewigkeit. D. C. Richter, g. 1676, ſt. Iut. Erklärung, Jeſum nicht zu laſſen Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. allein mein Leben: Wer ihn hat, dann Nichts gebricht, Er kann ſich zure den geben, Er gerath in was für Noh. Wärs auch Satan, Sünd und W 2. Meinen Jeſum laß ich nitt Weil kein beſſrer Freund auf Erdeth Denn er, Jeſus, unſer Licht, Sprinzte in allerlei Beſchwerden Mir getrete lich an die Seit, Liebt mich bis it Ewigkeit....“ 3. Meinen Jeſum laß ich niht Wenn mich alle Menſchen haſtt Und der Feinde Macht einbricht, Mi gedenket ſo zu faſſen, Daß ich glai ſoll untergehn, Bleibt mir ſeine Ret tung ſtehn. 4. Meinen Jeſum laß ich nicht Wenn mich meine Sünden quület Wenn mein Herz und Satan ſprich Sie ſind groß und nicht zu zählen Spricht er: Zage nicht, mein Kunl Ich, ich tilg all deine Sünd. 5. Meinen Jeſum laß ich nicht Wenn mir bricht in letzten Zügit Meiner ſchwachen Augen Licht, erſt, da hilft er mir ſiegen. Ja⸗ id letzte Welt⸗Gericht Läſſet er mich bon⸗ men nicht. 6. Meinen Jeſum laß ich nilt Denn er wird mich auch nicht laſſen Dda ea andes M d I glab üt mam Alm wric ummerhaſen 2. Gui tn nein Liht? 1f ſin h h ntt Geotz Lnnet, 1. gleict Etlirung 1ag ntenen Jeunf h 06.A nicht derdr Ii (und Then, Sein ſo fr n eiit Wil nir alle St 4r den,Aum uwhmenger e. e, nnn Jeu, laß ich ni ¹ Nrnen Jeiun laß i ſ, Sl rie ünt ich eſum A ſene kar Glaubens⸗Pfi— f ih Jeün ſtes umfaſſen,*r a⸗ min Mand ſo ſpricht: 2— n, un wh ih ct. Nanen Jeſum laß ir ſt, dl e mih doch nur aus“ In, de Sallen Troſt uud ä t bezens⸗Angſt entldden* 1 Bn ſeine ⁸ i ih ih. 3 Rlanen peuum laß ſt, pi us ich m üm 3 dene zuveriicht, Inr ſ agic lche, der die f at et Neinen Jeſum f ſch ſenen Jeum laß 8 8 b— 4 Kopf zerbricht,— ſ Reriegt, Sätm!. 3 ſtt. Nenen un 18 enn Pinn l e ſen Feicha= ſe 1 Vuu. o nich f unajuſte Veſt— en 4 ſcht gericht: Mei— im di nicht. en— im lena di lnSeer iht nreichtt, d ntna Ca— 6 Da d.. en Irn 4 5 ir der. dd mſ mein ae zens ien Hränn, n Dieſes glaub ich, anders nicht, Und 3. Du n ſt nn er wird mich nimmer haſſen. Darum ich im? a ewig mm ſprech ich: Ihn, mein Licht, Meinen 15 B Jeſum laß ich nicht. rf. Georg Linzner, um 1680. Serkorn Das Latne⸗ 3 agt. Wäin Kuß Gleiche Erklärung. „Jundes Zu eit. il mei den 306 Minen Jeſum laß ich ſagen ein Behaga. nicht, Der daiſt mein in En git. Seil und Leben, Sein ſo freundlich 3. Rihter 11n Angeſicht Will mir alle Schuld ver⸗ meeben, Darum auch mein Herze ſpricht: „. Dich, mein Jeſu, laß ich nicht. lürun? geſum niht 2. Meinen Jeſum laß ich nicht, Ach! wie könnt ich Jeſum laſſen? Mel. Xmaß Jeſum uh hn Meine treue Glaubens⸗Pflicht Heißt 05 einen Jeini mich Jeſum ſtets umfaſſen, Daß da⸗ 2. K nicht, dm her mein Mund ſo ſpricht: Jeſum, in mei nen: Verint eſum laß ich nicht. hts gel in, Er kamſt t Meinen Jeſum laß ich nicht, geben, m erathin neſt Will er mich doch nur aus Gnaden, irs au aatan, Simn Als der Seelen Troſt uund Licht, Mei⸗ 2 Me un Jeſum li ner Herzens⸗Angſt entladen Und be⸗ e Jem hi freien vom Gericht: Meinen Jeſum il kein 0 er Ireund aif laß ich nicht ee auie 3 4. Meinen Jeſum laß ich nicht, alerlei hwada Je weiß, was ich an ihm habe, Er „an d zrit, Leht m dleibt meine Zuverſicht, An dem ich igkeit mich täglich labe, Der die Miſſethat . Mei r geſum t geſchlicht: Meinen Jeſum laß ich nn m lle Menſta nicht. dder F ien Mackt ein 5. Meinen Jeſum laß ich nicht, enket ſt ſſen, daß Der die Hölle hat beſieget, Der der unter, aßt Beibt niſt Schlangen Kopf zerbricht, Daß ſie g ſtehn u orthin unterlieget, Satan bleibt von t. Mei un zeium lii ihm gericht: Meinen Jeſum laß ich inn mi n eine Sünda nicht.. nn me mhrz und Smn 6. Meinen Jeſum laß ich nicht, ſind und nict(Er reicht mir ſein Fleiſch zur Speiſe, richt er ge nich m Auch ſein Blut, ſo mich frei ſpricht „ich ti dn. deine Shn Auf gar unerforſchte Weiſe, Darum . Men szeſum liß werd ich nicht gericht: Meinen Jeſum un mi t icht in lat laß i ch nicht.. iner ſch unen Augen 7. Meinen Jeſum laß ich nicht, da hin 7 4 „Welt aulct Läſſetat ſchweren Fluch zerbricht. So den Cent⸗ M W ner⸗Laſten gleichet, Daß auch meine Jeſus⸗Lieder. 181 8. Meinen Jeſum laß ich nicht Er will mir des Himmels Leben, Wenn allhier der Athem bricht, Aus Genade dafür geben Und ſein mei⸗ ner Seelen Licht: Dich, mein Jeſu, laß ich nicht. 9. Meinen Jeſum laß ich nicht, Sagt mir, wie ich ihn ſollt laſſen? Auf den Sinn und Herz gericht, Der mich will mit Lieb umfaſſen, Der mir Binmals uſ verſpricht: Meinen Je⸗ um laß ich nicht. 10. Meinen Jeſum laß ich nicht, Weil er ſelbſt mein Bruder worden, mir ſiegen Der mir allen Segen reichet, Der den Mich, wenn ſchwindet mein Geſicht, Schreibet in den Engel⸗Orden; Darum bleibt dieß meine Pflicht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 11. Meinen dejum laß ich nicht, Der mir allhier hilfet ſiegen, Wenn mir Macht und Schutz gebricht, Daß ich nicht darf unterliegen; Daher Leib und Seele ſpricht: Jeſum, Jeſum laß ich nicht. 12. Meinen Jeſum laß ich nicht, Wer mir einſt in meinem Sterben Einen ſüßen Troſt zuſpricht, Sage mir, daß ich werd erben Das ge⸗ wünſchte Himmels⸗Licht, Weil ich Je⸗ ſum laſſe nicht.. 13. Nun dich, Jeſum, laß ich nicht, Ob mir ſchon die Augen brechen Wenn der Tod das Herze bricht Wenn mein Mund nicht mehr wird ſprechen, Wenn verlöſcht mein Le⸗ ens⸗icht So laß ich dich, Jeſum, nicht. 14. Laß mich nur auch, Jeſu, nicht, Wenn lich von der Welt abſcheide, Führe mich, mein Glanz und Licht, Alsdenn zu der Himmels⸗Freude Und ſprich mich frei vom Gericht, Denn dich, Jeſum, laß ich nicht. D. J. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. Ewige Treue Jeſu und unſere gegen ihn. In bekannter Melodie. . Mei an zeiun li. Zunge ſpricht: Meinen Jeſum laß un er ſ iins nich au mich nicht. b 307. M nnen deſum, der ſ Blut und Wunden Aus ganz unver⸗ dienter Gnad Mit mir ewiglich ver⸗ bunden, Der mir Hilf und Troſt ver⸗ ſpricht, Der, wenn alle Treu verſchwin⸗ det, Sich bei mir allein befindet, Die⸗ ſen Jeſum laß ich nichM. 2. Zwar es locket mich die Welt Und verſpricht mir Macht und CEh⸗ ren, Hoffart, Wolluſt, Gut und Geld, Meine Seele zu bethören; Aber ſie iſt ſchon gericht: Weg mit ſolchen eitlen Sachen, Die nicht können ſelig machen! Meinen Jeſum laß ich nicht. 3. Auch die Hölle droht Gefahr, Müht ſich, Jeſum mir zu nehmen Und verſucht mich, daß ich gar Mich deſſelben ſollte ſchämen; Aber meine Treu und Pflicht Stehet feſter, als die Klippen Und führt dies ſtets auf den Lippen: Meinen Jeſum laß ich nicht. 4 4. Ob mir gleich die Unglücks⸗ Fluth Alle Hoffnung will verſenken, Und dadurch mein Fleiſch und Blut Ganz von meinem eſu lenken, Ob ſich gleich ſein Angeſicht Nirgend nicht will ſehen laſſen, So will ich den Schluß doch faſſen: Meinen Jeſum laß ich nicht. 5. Jeſus mag ſich immerhin Fremd, erzürnt und harte ſtellen, Ich weiß dennoch, daß ich bin Seine Braut, die Nichts kann fällen; Denn ich traue dem Bericht, Den er mir ſelbſt hat gegeben, Er, mein Heiland, Troſt ni. Leben: Meinen Jeſum laß ich nicht. 6. Jeſum laß ich nimmermehr, Jeſus bleibt in meinem Herzen. Je⸗ ſus, meine Freud und Chr, Heilet alle Seelen⸗Schmerzen; Jeſus gibt mir Troſt und Licht, Jeſus läßt mich auch im Sterben Und im Grabe nicht Verberhen. Summa: Jeſus läßt mich nicht. 7. Weil denn Jeſus mich nicht läßt, So will ich ihn auch nicht laſicht Sondern glaubensvoll und feſt In mein Herz und Armen faſſen Und durch ihn, was micht anſicht, Alles Jeſus⸗Lieder. klein, Hilft ers mir doch ſelber un n freudig überwinden, Ja, das Feld⸗Ger) ſchrei erfinden: Meinen Jeſum la frndit ih lutn in An r ich nicht! and 8. Nun, ſo ſtürme Sünd und doh ebes⸗kube Teufel, Hölle, Kreuz und Leiden: G pe ſ ſoll dennoch keine Noth Mich vm meinem Jeſu ſcheiden; Er blit meine Zuverſicht. Wenn mir Hen zu und Augen brechen, So ſoll dochdie ant vaguget Seele ſprechen: Meinen Jeſum ii rt apür Mine rn dü ich nicht. ih ni liit ad, 1=N p das In Jeſtm dungend e. M Venen Jeſum laß iht& 30] einn Jeſu⸗ie — fnh Gedartn Kicht ih nur e ſ dict, duin Glauben o! n Die beſtändige Jeſus⸗Trenc. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 308 Minen Neſum laß ih . nicht: Ach, wer kan mich beſſer laben? Ruhe, Freude, duſ und Licht Iſt in ſeinem Schooß z haben. Alles, was Vergnügung f Hab ich, weil mich Jeſus liebt. 2. Er iſt mein und ich bin ſei Liebe hat uns ſo verbunden, Eiſt her ümen Dornen B. auch mein Troſt allein Nur in ſein me, lant ud Noth emn tiefen Wunden: Auf ihn bau ichfeſt iun ſ d fnd ich Lch feſt Voller Hoffnung, die nicht litt it in zn herze nich. .3. Ohne Jeſum würde mir ut i iftdſtrs vuollerꝛd. die Welt zur Hölle werden; Habſt z n ic ſchwindene ihn, ſo zeigt er mir, Oft den Hinn i janſtnüder Gaſt— 1kn. Tits llebet mein= 1. Nurrremar vetaß ich ih . Se ſcwing dich hrrn hrſtn niſen—„* — auf der Erden; Hungert mich, ſo ſett ohdn.Ob 8 mir Brodt wie lauter Man 1 e ad ür. drit. 4. Eine Stunde, da man ihn Rt ins Herze ſucht zu ſchließen, Giht dun un g ſeligſten Gewinn, Gnad und Ride i nich in de zu genießen. Ein nach ihm geſciit hn det 1 ker Blick Bringt viel tauſend at unden! Fe an zurück. nt— 5. O, wie wird mein Kreuz h 1 d weuſter Seelet— woin deinen Armer== gen, Richtet es zum Beſten ein! G n e ndemnen Arn will mich nicht immer ſchlagen: Nahh ie kehe ſrine der Ruthe kommt die Huld, Erx be nrdi niee wasr gehret nur Geduld. Gviſeig We h 6. Führt er mich gleich wundetlih dd hih be ue ichſ Rechts und links durch Dick und i did him le u Dünne, Er hat dennoch über mit s nan Vnlli Für,. Immer etwas Guts im Sinne; Iu mn na Aunden— es führt die Wunder⸗Bahn Nirgend ninme üiht it r l hin, als himmelan. e eh 1 Lahmo 76. Die b uſß dige Jeusah ) 8 88 8, meine Juunjß einen eſun. 8. K leim Jeim Höbeſſer aha? wenn mich Jeſus i Er af ein de e hat an ſo verbud mein int allein Nr a Wur nt Auf ihn bu Voller an fnung, den „Ohr n ſum wirden Welt 3 1möölle werde ſo zein m in mir, Oſtdaf der Er mt Hungertnih nir Bimt wie laute Eine dande, dammtt derze ſi nm ſchließen, h ten G am, Gnad m nießen ¹ nin nach iſm Blick unſt viel tuuſ O, num vird men d Hilft an nir doch ſit Richte zum Veſen nich n atn nmer ſchlahn tuthe att die Hul, nur ur[ldd. Führ nan uch glechwe unt us durch A e, Er n dennoch lt r etw maäts im Om rt die 1nder⸗Bahn⸗ ls hu mmm. Leiden acht ich nicht, Hab ich nur Jeſus 7. An der treuen Jeſus⸗Hand Offenbart ſich lauter Liebe; Nichts be⸗ ruht auf Unbeſtand Bei dem treuen Liebes⸗Triebe: Jeſus immer einerlei, Er iſt und verbleibet treu. 8. Blinde Welt, ſuch immerhin Rauch und Tand auf dieſer Erden! Außer Jeſu ſoll mein Sinn Niemals recht vergnüget werden. Alſo bleibts bei dieſer ich nicht. Wich cj Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Das an Jeſum hangende Herz. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. einen Jeſum laß ich 3 0 9 Mamen Alle Sinnen und Gedanken Richt ich nur auf dieſes Licht, Treu im Glauben ohne Wan⸗ ken. Jeſus bleibet mein Gewinn, Nimmermehr verlaß ich ihn. 2. Seele, ſchwing dich himmelan, Chriſten müſſen Virnſoih werden. Hier iſt nur ein Dornen⸗Plan, Jam⸗ mer, Angſt und Noth auf Erden. Nur bei Jeſu find ich Licht, Drum läßt ihn mein Herze nicht. 33. Luſt iſt öfters voller Laſt, Eitel⸗ keit muß endlich ſchwinden; Reich⸗ thum iſt ein ſchnöder Gaſt Und kann doch die Herzen binden; Oben iſt, was mich verpflicht, Meinen Jeſum laß ich nicht. 4. Baum des Lebens, Himmels⸗ Brodt, Meines Jeſu blutge Wunden, Ach! erquickt mich in der Noth Und W verſüßet alle Stunden! Kreuz und mein Lebens⸗Licht. 5. Jeſu, treuſter Seelen⸗Freund, Trage mich in deinen Armen, Schrecke V meinen Seelen⸗Feind, Kröne mich ſtets mit Erbarmen! Höre, was mein Herze ſpricht: Dich, mein Jeſu, laß ich nicht. 6. O, wie ſelig werd ich ſein, Reich und hoch bei Zions Auen! Führe mich bald himmelein, Fürſt des Le⸗ bens, mein Vertrauen! Bleibe hier und dort mein Licht, So laß ich dich nimmer nicht. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Lieder. Pflicht: Meinen Jeſum laß D 183 Erklärung, Jeſum nicht zu laſſen. Pſ. 74, v. 25. 26. Hohel. 3, v. 4. In eigener Melodie. 3 einen Jeſum laß ich 3 10. Manen Jeſus wird mich auch nicht laſſen; Jeſu hab ich mich verpflicht, Sc will ihn ins Herze faſſen, Weiß gewiß und glaube feſt, aß mich Jeſus auch nicht läßt. 2. Meinen Jeſum laß ich nicht, Ich will keinen Himmel achten. Hab ich ihn, mir Nichts gebricht, Ob mir Leib und Seel verſchmachten: Mir ſoll Jeſus nur allein Mehr, als tau⸗ ſend Himmel ſein. 3. Meinen Jeſum laß ich nicht, Er iſt mir ins Herz gepräget; Jeſus iſt mein Glanz und Licht, Mein Vermögen, das mich heget. Jeſus iſt mein Kraft und Saft, Meine Seel an ſeiner haft. 4. Meinen Jeſum laß ich nicht, Wenn mich druͤcken meine Sünden, Wenn der Satan mich anficht, Wenn mir aller Troſt will ſchwinden. Schreckt der Teufel mich gleich ſehr, Jeſum laß ich nimmermehr. 5. Meinen Jeſum laß ich nicht, Wer mir in den letzten Stunden Als ein Chriſt noch Troſt zuſpricht, Sage mir von Jeſu Wunden, Wie ſich Je⸗ ſus mir zu Gut An dem Kreuz zu Tod geblut. 6. Meinen Jeſum laß ich nicht, Ich will Nichts, als Jeſum wiſſen. Wenn mein Herz im Leibe bricht Und ich muß die Augen ſchließen, Wenn kein Menſch mehr helfen kann, Nimmt ſich Jeſus meiner an. 7. Meinen Veſum laß ich nicht: Jeſus wird mir helfen ſiegen Vor dem letzten Zorn⸗Gericht Und hier in den letzten Zügen. Ich weiß, nimmt der Tod mich hin, Daß ich doch bei Jeſu bin. Gleiche Erklärung. Pſ. 63, v. 9. In beſonderer Melodie. 311. Mn Warr n mich gegeben, So erfordert meine Pflicht, Klettenweis an ihm zu kleben. Er iſt meines Lebens Licht; Meinen Jeſum laß ich nicht. 2. Jeſum laß ich nimmer nicht, Weil ich ſoll auf Erden leben; Ihm hab ich voll Zuverſicht, Was ich bin und hab, ergeben; Alles iſt auf ihn gericht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Geſicht, Hö⸗ ren, Schmecken, Fühlen weichen; Laß das letzte Tages⸗Licht Mich auf die⸗ ſer Welt erreichen: Wenn der Lebens⸗ Faden bricht, Meinen Jeſum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch laſſen nicht, Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor ſeinem Angeſicht Frommer Chri⸗ ſten Glaube pranget. Mich erfreut ſein Angeſicht. Meinen Jeſum laß Jeſus⸗Lieder. ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht Meine Seele wünſcht und ſtöh⸗ net; Jeſum wünſch ich und ſein Licht, Der mich hat mit Gott verſöhnet, Der mich freiſpricht vom Gericht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 6. Jeſum laß ich nicht von mir, Geh ihm ewig an der Seiten; Chriſte, laß mich für und für Zu dem Lebens⸗ Bächlein leiten! Selig, wer mit mir ſo ſpricht: Meinen Jeſum laß ich nicht!* M. C. Keymann, g. 1607, ſt. 1662. In Jeſu die beſte Freude. Mel. Gott des Himmels und der Erden. 312 Meines Lebens beſte Freude 4 Iſt der Himmel, Got⸗ tes Thron; Meiner Seelen Troſt und Weide Iſt mein Jeſus, Gottes Sohn. Was mein Herz allein erfreut, Iſt in jener Herrlichkeit. * Die lateiniſchen Buchſtaben J. G. C Z. S. im letzten Verſe bedeuten Johann Georg, Churfürſt zu Sachſen, welcher auf dem Sterbebette ſich alſo erkläret: meinen Jeſum laß ich nicht. 2. Andre mögen ſich erquicken An ſein geſellt; Denn der Erden Gu vergeht, Jeſus und ſein Reich beſtelt 3. Reicher kann ich nirgends wer Phna es freuetſih, E I Mmga ,d dadenäcſt, dr m d e fihtsiaudad es den, Als ich ſchon in Jeſu bin: Al Schätze dieſer Erden Sind ein ſchne⸗ der Angſt⸗Gewinn. Jeſus iſt das rechte Gut, Das der Seele ſanſte thun 4. Glänzet gleich das Welt⸗Ge pränge, Iſt es lieblich anzuſehn, Wähn es doch nicht in die Länge, Es iſt bald damit geſchehn; Plötlich pflege aus zu ſein Dieſes Lebens Glan und Schein. 5. Aber dort des Himmels Gaben, Die mein Jeſus innen hat, Könn Herz und Seele laben, Machen eon reich und ſatt. Es vergeht zu feine Zeit Jenes Lebens Herrlichkeit. 6. Roſt und Motten, Raub und Feuer Schaden auch der Freude nicht Die mein Jeſus, mein Getreuer, Um ſein Himmel mir verſpricht. Da iſt Alles ausgemerzt, Was die Selt kränkt und ſchmerzt. 7. Einen Tag bei Jeſu ſitzen, M viel beſſer, als die Welt Tauſend Jaht in Freuden nützen; Aber ewig ſei geſtellt Zu des Herren rechter Hand Bleibt ein auserwählter Stand. 8. Trinken, Eſſen, Tanzen, Sprin⸗ gen Labet meine Seele nicht: Ab nach dem Himmel ringen Und af Jeſum ſein gericht, Iſt der Seal ſchönſte Zier, Geht au für. Jeſu, die dein Himmel hegt. Sei d ſelber meine Weide. Die mich hiet und dort verpflegt, Und an dirrechtftoh zu ſein, Nimm mich in den Himmel ein! M. S. Liskow, g. 1640, ſt. 1680 Alles in Jeſu. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht bei. 313 Mar Herzens⸗Jeſu, meine . Luſt, An dem ich mit vergnüge, Der ich an deiner Lebes⸗ Priſtfl den Gütern dieſer Welt; Ich wil1 nach dem Himmel blicken Und zu Feſr it wan —— — — — 4 “ — aller Freude 9. Ach, ſo gönne mir die Freude n rn k i iit weinem hn 11 AAlitmen wunderba— t hen aüleNen ten leprücht, Darin ih E tie. ſünn vin mein delr= anz Dwehres Lict. d 4 e Glan lld weiche nichht. 4 DAbt mein ſihrer Hrun — — — — — deg, duc dich ſteht Alet 4. der dih wnieſt Der hat p ar Stagtt getroffen. D uich, ns ten Hinm außer di Ar ſ 1p eil, hinfir o Vege ſafen 5 A t de Vahrheit! ſin Hib ih mir auserleſer. r ime dchſt md und Sd. m it amtund Weſen. Ar ien ſe uh völlig fri, u di eyben ſei, durh= g teſe. 1 , — Atimen Leben, die atdn ngieren N. Külenurſchaft, Fann ſen Daß ic vallr 3n Jiu, laß 41 48 nicht de un ſuſt mein ſüßes 6— ates di 1 2 ettin uumgnse d ha ni. dn ux M Abit d enein Hergei u Snon de ſcheit Gid 1 müt einüihät= er. 4 Andr a g Güter ns h dem K 1n fer Wat dem Il blicken 1 V1 geſellt ann dar a 3 ge, Iſt lus blich anazalt och nie n 6 nzuſein Schein Aber 100 des Himna mein aßs innen hat, e 1 und S Scha n uch der Zrane nein Je u mein Geran Himmen pir verſpritt ainen au bei Jeiu ſhe eſſer, a us An reuden unen; Aber em t Zu iaherren vocht t ein cazm wählter Sm Trinke Ia ſen, Tanzen h fabet 1 umn Seele nit dem§ mel ringen li n ſein 3 icht, 4 d te Zier hyt auch allen Ach, ſing une mir deß die de nmmmel hegt mein ride, Da n rt verr anlt Undandun „Nim umn) in den hum T 15 3 iiskow, g. läh0 A mbin Jeſu. 1. Wo us der Hert i 3. 1 1 Fens „An den ge, T Anl) an deimn u es ſpringt, es freuet dich empfindet, Jeſus⸗Lieder. Bruſt Mit meinem Herzen liege, Mein nt dit düichendie Weil ich von deiner Freundlichkeit ſo gro⸗ in ßes Labſal kriege. 2. Mein Herze wallt und iſt in dich 6 Mit heißer Lieb entzündet; Es ſingt, Mund hat dir ein Lob b — ich, So oft es 3. Du biſt mein wunderbares Licht, decktem Angeſicht, Darin ich mich er⸗ quicke. Nimm hin mein Herz, erfüll es ganz, O wahres Licht. durch dei⸗ (Hirt Und ſelber auch die Weide; Du nen Glanz Und weiche nicht zurücke. 4. Du biſt mein ſichrer Himmels⸗ Mata Weg, Durch dich ſteht Alles offen; Wer dich verſteht, Der hat den Steg S it Zur Seligkeit getroffen. Ach, laß mich, liebſtes Heil, hinfür Doch ja den Himmel Wege hoffen! 5. Du biſt die Wahrheit! dich al⸗ lein Hab ich mir auserleſen; Denn ohne dich iſt Tand und Schein, In dir iſt Kraft und Weſen. Ach, mach mein Herz doch völlig frei, Daß es nur dir ergeben ſei, Durch den es kann geneſen. 6. Du biſt mein Leben, deine Kraft Soll mich allein regieren; Dein Geiſt, der Alles in mir ſchafft, Kann Leib und Seele rühren, Daß ich voll Geiſt und Leben bin. Mein Jeſu, laß mich nun forthin Das Leben nicht verlieren! 7. Du biſt mein ſüßes Himmels⸗ Brod, Des Vaters höchſte Gabe, Da⸗ mit ich mich in Hungers⸗Noth Als einer Stärkung labe. O Brodt, das Kraft und Leben gibt, Gib, daß ich, was der Welt beliebt, Niemals zur ahrung habe! 8. Du biſt mein Trank und deine Frucht Iſt meiner Kehle ſüße; Wer von dir trinkt, derſelbe ſucht, Daß er dich ſtets genieße. O Quell, nach der mein Herze ſchreit, Gib, daß der Strom der Süßigkeit Sich ganz in außer dir Auf keine 3 mich ergieße! So oft es dich im 1 Glauben küßt, Der du dem Herzen Glän f leih d d Alles biſt, Das dich im Glauben findet, 185 9. Du biſt mein allerſchönſtes Kleid, Mein Zierrath, mein Geſchmeide; Du ſchmückſt mich mit Gerechtigkeit Gleich als mit reiner Seide: Ach, gib, daß ich die ſchöne Pracht, Damit die Welt ſich herrlich macht, Als mir verderblich meide! 10. Du biſt mein Schloß und ſich⸗ res Haus, Da ich in Freiheit ſitze: Da treibet mich kein Jeind heraus, Da ſticht mich keine Hitze. Ach, laß 114 änge, Durch welches ich erblicke Mit aufge⸗ mich, liebſtes Jeſulein, Allzeit in dir damit ißß ehn. Pltih du ſei nieſes Lben erfunden ſein, Daß deine Huld mich chütze! 11. Du biſt mein treuer Seelen⸗ haſt mich, da ich war verirrt, Geholt mit großer Freude. Ach, nimm dein chäflein nun in Acht, Damit es weder Liſt noch Macht Von deiner Heerde ſcheide!— 12. Du biſt mein holder Bräuti⸗ gam, Dich will ich ſtets umfaſſen, Mein Hoherprieſter und mein Lamm, Das ſich hat ſchlachten laſſen, Mein König, der mich ganz beſitzt, Der mich mit ſeiner Allmacht ſchützt, Wenn mich viel Feinde haſſen. 13. Du biſt mein auserkorner Feeund, Der mir mein Her beweget, ein Bruder, der es treulich meint, Die Mutter, die mich pfleget, Mein Arzt, wenn ich verwundet bin, Mein Balſam, meine Wärterin, Die mich in Schwachheit träget. 14. Du biſt mein ſtarker Held im Streit, Mein Panzer, Schild und Bo⸗ gen, Mein Tröſter in der Traurigkeit, Mein Schiff in Waſſerwogen, ein Anker, wenn ein Sturm entſteht, Mein ſichrer Compaß und Magnet, Der mich noch nie betrogen. 15. Du biſt mein Leitſtern und mein Licht, Wenn ich im Finſtern gehe, Mein Reichthum, wenn es mir gebricht, in Tiefen meine Höhe, Mein Badtc wenn es bitter ſchmeckt; Mein beſtes Dach, das mich bedeckt, Wenn ich im Regen ſtehe. 16. Du biſt mein Garten, da ich * —ö— .CxCEſͤſͤſſ— c————ſ —— — mich In ſtiller Luſt ergötze, Mein liebſtes Blümlein, welches ich Darein zur Zierde ſetze, Die Roſe in dem Kreuzes⸗Thal, Da freilich Dornen ohne Zahl Den Fuß ſehr hart verletzen. 17. Du biſt mein Troſt im Herze⸗ leid, Mein Luſtſpiel, wenn ich lache, Mein Tagewerk, das mich erfreut, Mein Denken, wenn ich wache, Im Schlaf mein Traum und ſüße Ruh, Mein Vorhang, den ich immerzu Mir um mein Bette mache. 18. Was ſoll ich, Schönſter, wohl von dir Noch weiter ſagen können? Ich will dich, meine Liebsbegier, ein Ein und Alles nennen; Denn was ich will, das biſt du mir: Ach, laß mein Herze für und für Von dei⸗ ner Liebe brennen. D. J. C. Lange, g. 1669, ſt. 1756. Fußfall vor Jeſu Gnaden⸗Thron. In eigener Melodie. lein Jeſu, dem die Se⸗ 314. raphinen Im Glanz der höchſten Majeſtät Selbſt mit be⸗ decktem Antlitz dienen, Wenn dein Befehl an ſie ergeht: Wie ſollten blöde Fleiſches⸗Augen, Die die ver⸗ haßte Sünden⸗Nacht Mit ihrem Schat⸗ ten trüb gemacht, Dein helles Licht zu ſchauen taugen? 2. Doch gönne meinen Glaubens⸗ Blicken Den Eingang in das Heilig⸗ thum, Und laß mich deine Gnad er⸗ quicken Zu meinem Heil und deinem Ruhm. Reich deinen Scepter mei⸗ ner Seele, Die ſich wie Eſther vor dir neigt Und dir als deine Braut ſich zeigt; Sprich: Ja, du biſts, die ich erwähle. 3. Sei gnädig, Jeſu voller Güte, Dem Herzen, das nach Gnade lechzt; Hür wie die Zung in dem Gemüthe: ott, ſei mir Armen gnädig! ächzt. ch weiß, du kannſt mich nicht ver⸗ toßen: Wie könnteſt du ungnädig ſein Dem, den dein Blut von Schuld und Pein Erlöſt, da es ſo reich gefloſſen! Jeſus⸗ ner Ehre führt Und endlich gar e Kronen ziert, Auch in mir ausgett⸗ Lieder. 4. Ich fall in deine Gnaden⸗Händ⸗ Und bitte mit dem Glaubens⸗Kuh. Gerechter König, wende, wende Ii Gnade zu der Herzens⸗Buß! Maz mich gerecht durch deine Wunden,&n iſt nichts Sträflichs mehr an mt. h Bin aber ich verſöhnt mit dir, 6r d bleib ich auch mit dir verbunden. 5. Ach laß mich deine Weiszat leiten Und nimm ihr Licht nicht da mir weg; Stell deine Gnade mir zu Seiten, Daß ich auf dem belietze Steg Beſtändig bis ans Ende wandl Damit ich auch in dieſer Zeit In Lit und Herzensfreundlichkeit Nach der nem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aus da Höhe Und ſtärke mich durch deim Macht, Daß ich im Glauben ſe und ſtehe, Wenn Stärk und Liſt da Feinde wacht: So wird dein Gn⸗ den⸗Reich auf Erden, Das uns zud⸗ tet werden. b 7. Ja, ja, mein Herz will dich ume faſſen, Erwähl es, Herr, zu deimn Thron! Haſt du aus Lieb ehma verlaſſen Des Himmels Pracht un deine Kron, So würdge auch men Herz, o Leben, Und laß es deinen Himmel ſein, Bis du, wenn dieſe Bau fällt ein, Mich wirſt in deinen Himmel heben. 8. Ich ſteig hinauf zu dir im Glau⸗ ben, Sehn du in Lieb herab zu mi Laß mir Nichts dieſe Freude rauben Erfülle mich nur ganz mit dir. 1 will dich fürchten, lieben, ehren, Gh lang in mir das Herz ſich regt, Und wenn daſſelb auch nicht mehr ſchlägt So ſoll doch noch die Liebe währe. W. C. Deßler, g. 1660, ſt.3 Jeſu Beiſtand in Noth. el. Auf meinen lieben Gott. M .— Er 315. Mn Peſus ſtgenag vehre, öt in u d Fenn mich der Feint. k 1— nihlnns— ohn dkgn. Iſ Pe 6 auh Mäod. Für nich.⸗ 5. Umn Sünden⸗ i dlagt wmin Gewiſen nnu treuer gis wachet, NMi und qlht Sein Leiden* Sterbn diht Keinen je ven 6. 8i feithin mein* Mein Jun, Juß und Ha— nir alfdln Ceiten, O! tig ſtue So will ih dr nen gn hezen preien! Aaga Gnazberg, g. 10, 2 glänbige Mei 44. 2), v. B. — — S —. 8 8— —— 3 S S SE — S S — amit id unt) in dieſer 3 d Herz n eundlichkei n Wo Willen ha 3. Reie 1 tr die Wa en he Un airke mich d ucht,„al ich in Giu dſtehe, N nn Stär ud e we iche So wid R Reich ien Arden, dasm Ehre umf Und endlih nen zie luch in mira werder a . Ja, aagj ein Herz wild en, Er tum es, Hert, ae on! † in du aus g aſſen ae Himmels ga le Kro: n5o würdge u 3, o4., Und kß e mmel ſenms Bis du, vn mfällt an Mich wiſ i mel h u Ich ſ natz inauf zu dien Steit n in Lieb hernt, mir dieſe Fraudei lle mi u an nii dich f unhen, lieben in in m uns Henz ſih n daſſe nhich nicht me ſoll dea hoch die Ahn 1s Deßlet, g. 10 —— ——— — —— 1 Jeſu u tand in R Mel. uut reinen lieben t 2 r n geſusii 5.— teht in zur ſage vor mich: Mein Jeſus iſt mein. Auf ihn iſt gut zu trauen; Drum will ich auf ihn bauen, Ihm bleibt mein Herz ergeben Im Tod und auch im Leben. 2. Der Welt ihr beſter Lohn Iſt Schande, Schimpf und Hohn; Wer den nicht will ererben, Der muß der Welt abſterben, Der muß vor ihr ſich wehren, Sich hin zu Jeſu kehren. 3. Wenn mich der Feinde Schaar Will ſtürzen in Gefahr Und mich mit Hohn belegen: Iſt Jeſus mir zuge⸗ en, Sein Schutz zu mir ſich wendet nd alle Feinde blendet. 4. Ob mich angehet Noth Und wär es auch der Tod: Für mich mein Je⸗ ſus ringet Und Noth und Tod be⸗ zwinget, Ja, aus der Höllen Rachen Kann er mich ledig machen. 5. Wenn Sünden⸗Schuld mich plagt und mein Gewiſſen nagt: Mein treuer Jeſus wachet, Mich tröſtet und anlachet, Sein Leiden und ſein Sterben Läßt Keinen je verderben. 6. Sei forthin mein Beiſtand, Mein Auge, Fuß und Hand, Hilf mir auf allen Seiten, O Jeſu, mu⸗ thig ſtreiten, So will ich deinen Na⸗ men Von Herzen preiſen! Amen! Amadeus Creuzberg, g. 1675, ſt. 1742. Das gläubige Mein. Joh. 20, v. 28. ein Jeſus iſt mein, 316. M Dem hab ich mein Le⸗ ben, Mein Sterben ergeben, Ihm bleib ich allein. Welt bleibe vor dich, Ich 2. Mein Jeſus iſt mein, Nichts ſoll mir auf Erden Jetzt lieber mehr werden, Auch was es mag ſein. Ich bleib nun dabei Und ſag ohne Scheu: Mein Jeſus iſt mein. 3. Mein Jeſus iſt mein, kann von den Sünden Doch Niemand entbinden, Als er nur allein Und das durch ſein Tod, Nun leb ich ohn Jeſus⸗Lieder. Mich H Noth: Mein Jeſus iſt mein. 187 4. Mein Jeſus iſt mein, Kein Klein⸗ muth noch Zweiſel, So kommen vom Teufel; Soll nehmen mich ein. Ich bleib bei ihm feſt, Mich tröſt er aufs Beſt, Mein Jeſus iſt mein. 5. Mein Jeſus iſt mein, Dieweil er ſein Leben Für mich hat gegeben, So ſoll ihn allein Mein Herze und Bruſt Verwahren mit Luſt: Mein Jeſus iſt mein. .6. Mein Jeſus iſt mein, Ihn will ich umfangen Mit großem Verlan⸗ gen, Verehren allein. Fahr eitele Welt, Wohin dirs gefällt: Mein Je⸗ ſus iſt mein. 7. Mein Jeſus iſt mein, Er hat ſich mir eben, Wie ich ihm, ergeben Und will bei mir ſein. Mich ſchei⸗ det keine Noth, Kein Leben, noch Tod: Mein Jeſus iſt mein. V J. C. v. Schweinitz, g. 1655, ſt. 1722. V Jeſu Blut machet rein. V In eigener Melodie. V 317 9 Jeſulein! Du biſt das * Heil, Dadurch man an dem Himmel Theil Und Seligkeit kann erben. Wer dich verfehlt Und Andre wählt, muß ewiglich verderben. O heſulein, Dein Blut macht rein, urch dich will ich in Himmel gehen ein, Du ſollſt allein mein Helfer ſein, O Jeſulein! 2. Du biſt allein von Gott beſtellt Zu einem Heil der ganzen Welt; Wer an dich gläubt, ſoll leben. Drum halt ich mich, Mein Heil, an dich; Denn du biſt mir ergeben. O Je⸗ ſulein, Dein Blut macht rein, Durch dich will ich in Himmel gehen ein, Du ſollſt allein Mein Helfer ſein, O Jeſulein! 3. Wenn ich gerath in Angſt und Schmerz, So ſoll ſich mein betrübtes erz Zu keinem Andern wenden, Sprichſt du zu mir; Ich helfe dir, Ich habe dich in Händen. O Jeſulein, Dein Blut macht rein, Durch dich will ich in Himmel gehen ein, Du ſ — —— 11““ Jeſus⸗Lieder. ſollſt allein mein Helfer ſein, O Je⸗ Heiland, als ein Held, Der ſel ſulein! machen will. 4. O Jeſulein, du Lebens⸗Fürſt! Ich weiß, daß du mich nimmer wirſt Vergebens laſſen weinen, Du biſt be⸗ reit und dach erfreut, Mit Hilfe zu erſcheinen. O Jeſulein, Demn Blut macht rein, Durch dich will ich in Himmel gehen ein, Du ſollſt allein Mein Helfer ſein, O Jeſulein! 5. Komm, ſiehe mich mit Gnaden an. Und was ich wider dich gethan, Das wollſt du überſehen;„Ich trage dir Mein Elend für, Du wirſt es nicht verſchmähen. Jeſulein, Dein Blut nenlh rein, Dudeh dich will ich in Himmel gehen ein, Du ſollſt allein Mein Helfer ſein, O Jeſulein! 6. Schlägt gleich ein Unglück auf nich zu, So weiß ich ſchon, wo Schutz und Ruh, Wo ſüßer Troſt zu fin⸗ den: Bei dir allein Muß alle Pein Und Herzens⸗Angſt verſchwinden. O Jeſulein, Dein Blut macht rein, Durch dich will ich in Himmel gehen ein, Du ſollſt allein Mein Helfer ſein, O Jejulein Nichts ſoll von dir mich weiſen 673 geh nicht eher in mein Grab, will nicht Abſchied nehmen, Bis dich feſt Ins Herz gefaßt, Du i mich nicht beſchämen. O Jeſu⸗ lein. Dein Blut macht rein, Durch dich will ich in Himmel gehen ein, Du ullit allein Mein Helfer ſein, O Jeſulein! M. Z. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Mel. Nun danket Alle Gott. 318. 8 8 Fſu huhſte Schatz, E Schatz, darin ich finde Schutz wicin alles Kreuz, Schutz wider alle Sünde. O ſüßer Nam,: in dir ü9 alle Süßigkeit, In dir iſt al⸗ Troſt, In dir iſt alle Freud. er Ach, was mag lieblicher, Als Jeſus, Jeſus klingen? Wenn dieſer Name klingt, Möcht ich vor Freuden ſeringen Wie kann ich traurig ſein, Weil Jeſus heißt ſo viel Als 3. Ohn dieſen Namen will un wünſch ich Nichts zu haben, Wie ohne Pen dich auch Nichts Sind alle S Schät i und Gaben; Kein Gut ohn ihn i gut, Ohn ihn iſt Alles Dunſt, A Ehr und Herrlichkeit Und alle Kun und Gunſt. . Mit dieſem Jeſus⸗ Nam, A z mit⸗ der ſchönſten Krone, Soll pran gen meine Seel Hoch vor des Her⸗ ren Throne, Das wirſt du geben mn O mein Herr Jeſu Chriſt, Du haß mirs zugeſagt, Der du wahrhaftig biſt. Bernhardi überſetztes Lied von Jeſu Süßigkeiten. Mel. Ach Gott, wie manches der: Mit beigeſetztem Hallelujah. Nel. Erſchienen iſt der herrlich. 319. A Feſn ſüc weden Nochſ üßn Freud wird überſchwänkt: aber Alles iſt, Wo du, o Jeſu, ſ ber biſt.(Halleluja!) 2. Jeſu, du Herzens⸗Freud um Wonn, Des Lebens Brunn, du wahte Sonn, Dir gleichet Nichts auf dieſer Erd, An dir iſt, was man je begant Gallluja) 3. Jeſu, dein Lieb iſt mehr, dem ſüß, Nichts i ſt darin, das mich der⸗ drieß; Viel u ſendnal iſts, wie ich ſag, Süßer, als mans ausſpreche mag.(Halleluja!) Jeſu, du Quell der Gütigkei en Hoffnung biſt all unireru Ein ſuͤßer Strom und Gnaden⸗Brom⸗ Des Hurzons wahre Freud und Wonn. (Halleluja!) 5. Dein Lieb, o füßer Jeſn Chi Des Herzens beſte Labung iſt; machet ſatt, doch ohn Verdruß: d huner wächſt im Ueberfluß.(Hale⸗ luja! 6. Jeſu, du unausſprechliche Jie⸗ Wie Vf in Ohren klingſt du mir Du Wunder⸗Honig in dem Mund nac pleu ſſm d iana ſt und beſt 3 2 1 ſiw ubegriſih Güt Ga archermen Genit 4 Ffün lit haben, f 4 hiie der ſonſt hin n kt. Nr ſüber will ich ſte n d iſtet d 1inh „ Aiil, meine Süfig b zalen Toh die zu dr ſch i 3 ſeihen dhrn ſuchen de 6 ud ſcrei innig lch. t dha. 1u bbwein dem n„1 nd F Fiſu ſi k. fend ibe ned, Lemich i. 5 ten Wij ihn halten i Hallelch 1 8 ih geſucht, dat un. N di ehn das I 4 deu ,Irrlid,Jeſu, binichr n Mein 45 mmt unke j ſaͤl 1 ih» Jeſn, dI 5 hett gew Prij gan un* ſitts ſw diſe 9 verz. nii je längr,— dan dall un an, — —— — r Mit ah 4 mein Herz t ni Vaied i= it all men, deae n Heiland all de Wrunnguell der. dneſdein Glanza adb jerſtrett etäh 5 drurigkeit— nat 4 ühn i “ nein§ nn Feſu zuge m Der enhart u ſerſetztes aih Jndsüßigkeiten Mel. Azl ott, wie manches der: NM nggeſetztem Haben Mel. Gatigt nen deen dunh eſu ſüß, werd 9. 42 nkt, Daß ie d wird luni k Alles Wo dur biſt.(ans lujah Jeſu, 6. deſareh an, Des 0ens Brunn d m, Dir ang het Nichts ai An daßn was manſe leluja) 1 Jeſu, us Leb iſt mg Nichts ff varin, das 1 8; Viel an endmal iſt Süße g mans us J.(Hal atth). „Jeſu, ut Mwell der ä Hoffnu ſuͤßer S unz und Gnadels Herzen man re Freud nd lleluja!) „Dein no ſißer Ii Herzen ete Lahung het ſatt, un ohn Verde ager wä n leeberſuß ) Jeſu, un nausſpretit fuß neen Uimin Wunde rig in da — thut; Mir Daß ich in i it al n wußt; Auf dich iſt all mein Ruhm Jeſus⸗ Kein beſſern Trank mein Herz em⸗ pfund. Halleluja!) 7. Jeſu, du höchſte Gütigkeit Meins Herzens Luſt und beſte Freud, Du 1 biſt die unbegreiflich Güt, Dein Lieb umfähet mein Gemüth.(Halleluja!) 8. Jeſum lieb haben, iſt ſehr gut. Wohl dem, der ſonſt Nichts ſucht und ſelber will ich ſterben ab, m das Leben hab.(Halle⸗ luja!) 9. Jeſu, o meine Süßigkeit! Der Seelen Troſt, die zu dir ſchreit, Die heißen Thränen ſuchen dich, Das Herz zu dir ſchreit inniglich.(Halle⸗ luja!) 10. Ich irre in dem Welt⸗Revier Und wünſche, Jeſu, ſei bei mir: Peand über Freud, Wenn ich ihn fänd; Selig, wenn ich ihn halten könnt! Galleluja!) 11. Was ich geſucht, das ſeh ich nun; Was ich begehrt, das hab ich ſchon; Vor Lieb, o Jeſu, binich ſchwach, Mein Herz, das flammt und ſchreit dir nach.(Halleluja!) 12. Wer dich, o Jeſu, alſo liebt, Der bleibt gewiß ganz unbetrübt; Nichts iſt, das dieſe Lieb verzehr, Sie wächſt und brennt je längr, je mehr. Halleluja!) 13. Jeſu, du Blum, du Jungfraun⸗ Sohn, Du Lieb und unſer Gnaden⸗ Thron, Dir ſei Lob, Chr, wie ſichs geziemt, Dein Reich kein Ende nim⸗ mer nimmt.(Halleluja!) 14. In dir mein Herz hat ſeine Luſt, Herr, mein Begierd iſt dir be⸗ geſtellt, Jeſu, du Heiland aller Welt! Halleluja!) 15. Du Brunnquell der Barm⸗ herzigkeit, Dein Glanz erſtreckt ſich weit und breit; Der Traurigkeit Gewölk P vertreib, Du Licht der Welt, Herr, bei uns bleib!(Halleluja!) 16. Dein Lob im Himmel hoch er⸗ klingt, Kein Chor iſt, der nicht von 189 Welt, Die er bei Gott zu Fried ge⸗ ſtellt.(Halleluja!) 17. Des Herren Fried hält uns in Hut Und übertrifft alls zeitlich Gut; Sein Fried bewahrt mein Herz und Sinn, So lang ich hier auf Erden bin.(Halleluja!) 18. Und, wenn ich ende meinen Lauf, So hole mich zu dir hinauf, Jeſu, daß ich da Fried und Freud Bei dir genieß in Ewigkeit!(Halleluja!) 19. Jeſu, erhöre meine Bitt, Jeſu, verſchmäh mein Seufzen nicht! Jeſu, mein Hoffnung ſteht zu dir: O Jeſu, Jeſu, hilf du mir!(Halleluja!) Mart. Möller, g. 1547, ſt. 1606. Lieder. Ohne Jeſu nicht zu leben. Mel. Valet will ich dir geben. 6 chatz über alle Schätze, 320. 8½ Jeſu, liebſter Schatz, An dem ich mich ergötze, Hier hab ich einen Platz In meinem treuen Herzen Dir, Schönſter, zugetheilt, Weil du mit deinen Schmerzen Mir mei⸗ nen Schmerz geheilt. 2. Ach Freude meiner Freuden, Du wahres Himmels⸗Brodt, Damit ich mich kann weiden, Das meine See⸗ len⸗Noth Ganz kräftiglich kann ſtillen, Und mich in Leidenszeit Erfreulich überfüllen Mit Troſt und Süßigkeit. 3. Laß, Liebſter, mich erblicken Dein freundlich Angeſicht, Mein Herze zu erquicken; Komm, komm, mein Freu⸗ den⸗Licht! Denn ohne dich zu leben, Iſt lauter Herzeleid, Vor deinen Au⸗ gen ſchweben, Iſt wahre Seligkeit. 4. O reiche Segens⸗Quelle, O Jeſu, ſüße Ruh, Du treuer Kreuz⸗Geſelle, Schlag nach Belieben zu! Ich will geduldig leiden, Und ſoll mich keine Pein Von deiner Liebe ſcheiden, Noch mir beſchwerlich ſein. 5. Mein Herz, das bleibt ergeben Dir immer für und für, Zu ſterben und zu leben. Und will vielmehr mit dir Im dir ſingt: Jeſus erfreut die ganze tiefſten Feuer ſchwitzen, Als, Schoͤn⸗ 190 ſter, ohne dich Im Paradieſe ſitzen Veracht und jämmerlich. 6. 0 Herrlichkeit der Erden, Dich mag und will ich nicht! Mein Geiſt will himmliſch werden Und iſt dahin ericht, Wo Jeſus wird geſchauet: Ha cht ich de hinein, Wo Jeſus Pütten bauet; Dort, dort iſt gut zu ſein.. 7. Nun, Jeſu, mein Vergnügen Komm, hole mich zu dir, In deinem Schooß zu liegen! Komm, meiner Seelen Zier, Und ſetze mich aus Gna⸗ den In deine Freuden⸗Stadt: So, kann mir Niemand ſchaden, So bin ich reich und ſatt. M. Salom. Liskov, g. 1640, ſt. 1689. Jeſu Liebe über Alles. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 321 Höbönſter Jeſu, liebſtes . Leben, Meiner Seelen Aufenthalt, Dir hab ich mich ganz ergeben; Ob ich wohl gar ungeſtalt, Will ich dennoch lieben dich; Denn ich weiß, du liebeſt mich; Drum will ich feſt an dir hangen Und mit Liebe dich umfangen. 2. Andre mögen Freude haben An der falſchgeſchmückten Welt, Die mit dlen ihren Gaben Bald vergehet, a es ſein, Den ich lieben will allein Und von dem will ich nicht weichen, S Sollt ich ſchon des Tods verbleichen. 3. Andere mögen Wolluſt lieben Und darinnen alle Jahr Sich in gro⸗ ßen Freuden üben: Jeſum lieb ich immerdar. Andre mögen Gold und Geld Halten für ihr liebes Zelt; Nefu will ich mich vertrauen Und auf ihn beſtändig bauen. 4. Nun was frag ich nach der Er⸗ den Und nach dem, was drinnen iſt? Denn mir kann nichts Liebers wer⸗ den, Als mein Heiland, Jeſus Chriſt. Nach dem Himmel frag ich nicht, Denn ich habe mich verpflicht, Meinem Jeſu treu zu bleiben, Mich ſoll nichts von S ihm abtreiben. Jeſus⸗ zerfällt; Nur mein Jeſus ſoll k Lieder. 5. Mag erbeben einſt und krachen Dieſer feſte Bau der Welt, Der Zer⸗ ſtörung kann ich lachen, Ich ſteh als ein ſtarker Held; Denn mein Jeſus iſt bei mir, Der, der wird mich ſit und für, Als mein Beiſtand, maͤch⸗ tig ſchützen Wider alle Teufel Blizen 6. Jeſus, Jeſus iſt mein Leben, Ihm verbleib ich zugethan, Ihm ſol ſein hiermit ergeben Alles, was i eben kann: Meine Sinne, Werkun Wort, Alles ſoll, o liebſter Hort, De geſtellet ſein zu Ehren, Nichts ſol mich von dir abkehren! 7. Jeſum, Jeſum willl ich liehen Hier und dort in Ewigkeit: Sollten mich gleich hier betrüben Aller Jan⸗ mer, alles Leid; Was frag ich na Höll und Tod! Jeſus hilft mir au der Noth, Der wird mich ins ien führen, Da die Seinen jubiliren. Georg Linzner, um 1880. Verſchmähte Eitelkeit bei dem Genuſſe Jeſu. In eigener Melodie. 9 chönſter(Liebſter) In⸗ 322. 9 manuel, Herzog der Frommen, Du meiner Seelen duſſ⸗ omm, komm nur bald! Du haſt mi liebſter Schatz, mein Herz genommen, So ganz vor Liebe brennt und nach dir wallt; Nichts kann auf Erdden Mir Liebers werden, Wenn ich, mein Jeſu, dich nur ſtets behalt. 2. Dein Nam iſt zuckerſüß, Honig im Munde, Holdſelig, lieblich wie en ſchöner Thau, Der Wies und ſa erquickt zur Morgen⸗Stunde: Alſo mein Jeſus, wenn ich ihm vertrau Es weicht vom Herzen Des Todes Schmerzen, Wenn ich im Glaubeni ihn anbet und ſchau.... 3. Ob mich das Kreuze gleich hiet zeitlich plaget, Wie es bei Chriſten oft pflegt zu geſchehen: Wenn meine eele nur nach Jeſu fraget, So kam das Herze ach) ein Roſen gehn, 1 hür Nu Peea 1 aha Sums Lif n — und ſcſn, Bin ich ſchoi 8 vn hn* raunde mo auch ganz! te ninrtu Jeſus doch in t i an Un ſtrkt nich N2t pricht Sipfieden, d b☛ ite Frew de helfen ann. . Du furet immerhin F äelkiten d, Nefu, du bif n ad ich din. Ich will min dr Wal i bereiten, Dul 4 n meinen ud und Herzei= Nein gapaäben Sei dir er⸗ 4 di man nh lgen wird in hnen. dun Friſch, 3.1629, —— — — 2— Iru m dem Seelen Kintigam. R ünner Melodie. Kiisede d 8 ite Aus 1 füm Jeſu, Gottes⸗ r ültSin teꝝ den du freundli N an deine Br V 2 b tih adigemult= 8 — — 1 tag e bi e 1. 3 feſte daei undin Kein Ungewitter Iſt mir zu bitter: em gen zen Ve meinem Jeſum kann ich fröhlich er H 7Whſoh ſtehn. 1 4 Dem en*) Wenn Satans Liſt und Macht „Al a* er widd na mich will verſchlingen, Wenn das ten N un Beiſtan, N. Gewiſſensbuch die Sünden ſagt, ſus 4 alle Tauſela Wenn auch mit ihrem Heer mich rblei 83 iſt mena will umringen Die Hölle, wenn der rmit zugethan,. Tod am Herzen nagt, Steh ich doch unn. en Alls, na ſete, Jeſus, der Veſt, Iſt der ſie Alles e Sinne,Aa lle durch ſein Blut verjagt. Ulles af olilſtr zn 4. Sollt mich gleich alle Welt mei⸗ ſein Chren, is den und haſſen, Bin ich ſchon hier hmäh itelkeit bei G ine Jeſu. In m rMelodie. . 9 A(Liebſte nel, Here en, Daal iner Sala vnn ud Du hait Schatz mun Herz gemm 1 z vor e brennt un 323. Heelen Präntigam, ſt; Naun kann af h bers † um n, Wenn ih ſch nu nus behalt. ein Nuuiſt zuckerſißfſ nde, K anig, lieblühr Thau t ur Wies m dl ven⸗Stunde: an ich ihm da⸗ zur eſus, zen, ul et un nm. mich e Krausſtt blaget pe es ba gt 4 en hen: Las ur na iufrai— rze d in uf ſe 1b ht vo merzen De 1 ich in biu D. Ahasv. Fritſch, g. 1629, ſt. 1701. Freude an dem Seelen⸗ Bräutigam. In bekannter Melodie. eſu, Gottes⸗Lamm, Habe Dank für deine Liebe, Die mich zieht aus reinem Triebe Aus dem Sün⸗ den⸗Schlamm, Jeſu, Gottes⸗Lamm! 2. DeineLiebes⸗GluthStärket Muth und Blut; Wenn du freundlich mich anblickeſt Und an deine Bruſt mich drückeſt, Macht mich wohlgemuth Deine Liebes⸗Gluth. 3. Wahrer Menſch und Gott, Troſt in Noth und Tod, Du biſt darum Menſch geboren, Zu erſetzen, was verloren, Durch dein Blut ſo roth, Wahrer Menſch und Gott! 4. Meines Glaubens Licht Laß verlöſchen nicht; Salbe mich mit Jeſus⸗ Lieder. 191 Freuden⸗Dele, Daß hinfort in meiner eele Ja verlöſche nicht Meines Glau⸗ bens Licht. 5. So werd ich in dir Bleiben für und für; Deine Liebe will ich ehren Und in dir dein Lob vermehren, Weil ich für und für Bleiben werd in dir. „6. Held aus Davids Stamm, Deine Liebes⸗Flamm Mich ernähre und ver⸗ wehre, Daß die Welt mich nicht ver⸗ ſehre, Ob ſie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm! 7. Großer Friede⸗Fürſt, Wie hat dich gedürſt Nach der Menſchen Heil und Leben Und dich in den Tod gegeben, Da du riefſt: Mich dürſt! Großer Friede⸗Fürſt! 8. Deinen Frieden gib Aus ſo gro⸗ ßer Lieb Uns, den Deinen, die dich kennen Und nach dir ſich Chriſten nennen; Denen du biſt lieb, Deinen Frieden gib! 9. Wer der Welt abſtirbt, Emſig ſich bewirbt Um den lebendigen Glauben, Der wird bald empfindlich ſchauen, Daß Niemand verdirbt, Der der Welt abſtirbt. 10. Nun ergreif ich dich, Du, mein ganzes Ich; Ich will nimmermehr dich laſſen, ſondern gläubig dich um⸗ faſſen, Weil im Glauben ich Nun er⸗ greife dich. 11. Wenn ich weinen muß Wird dein Thranen⸗Iluß Nun die meinen auch begleiten Und zu deinen Wun⸗ den leiten, Daß mein Thränen⸗Fluß Sich bald ſtillen muß. 12. Wenn ich mich aufs Neu Wie⸗ derum erfreu, Freueſt du dich auch zugleiche, Bis ich dort in deinem Reiche Ewiglich aufs Neu Mich mit dir erfreu. 13. Hier durch Spott und Hohn, Dort die Ehren⸗Kron: Hier im Hof⸗ fen und im Glauben, Dort im Haben und im Schauen; Denn die Ehren⸗ Kron Folgt auf Spott und Hohn. 14. Jeſu, hilf, daß ich Allhier rit⸗ terlich Alles durch dich überwinde 192 Und in deinem Sieg empfinde, Wie ſo ritterlich Du gekämpft für mich. 15. Du, mein Preis und Ruhm, Werthe Sarons Blum, In mir ſoll nun Nichts erſchallen, Als was dir nur kann gefallen, Werthe Sarons⸗ Blum, Du, mein Preis und Ruhm! A. Dreſe, g. 1630, ſt. 1718. Selige Gegenwart Jeſu. Röm. 8, v. 31. In eigener Melodie. 32 4 er Jeſum bei ſich hat, 4 kann feſte ſtehen, Wird auf dem Unglücks⸗Meer nicht unter⸗ gehen, Wer Jeſum bei ſich hat, was kann dem ſchaden? Sein Herz iſt überall mit Troſt beladen. 2. Wer Jeſum bei ſich hat, der hat den Himmel, Wünſcht zu verlaſſen nur das Welt⸗Getümmel: Wer Jeſum bei ſich hat, der lebt vergnüget Mit dem, was Gottes Güt ihm zugefüget. 3. Wer Jeſum bei ſich hat, der mag nicht haben Die Citelkeit der Welt und ihre Gaben: Wer Jeſum bei ſich hat, hat gnug auf Erden Und mag in Ewigkeit nicht reicher werden. 4. Wer Jeſum bei ſich hat, kann ſicher reiſen, Er wird ihm ſchon den Weg zum Himmel weiſen: Wer Je⸗ ſum bei ſich hat in höchſten Nöthen, Den kann kein Teufel nicht, noch Mör⸗ der höien., bei ſich h 5. Wer Jeſum bei ſich hat, iſt wohl beſchützet, Wenns heftig zat, und wenns ſchrecklich blitzet: Wer Jeſum bei ſich hat, darf nicht er⸗ ſchrecken, Wenn ſeine Sünd ihm Z Furcht und Angſt erwecken. 6. Wer Jeſum bei ſich hat, darf nicht verzagen Und kann den Teufel auch leicht von ſich jagen: Wer Je⸗ ſum bei ſich hat, dla nicht verder⸗ ben, Wer Jeſum bei ſich hat, kann fröhlich ſterben. * Wer Jeſum bei ſich hat, kann nicht verderben; Wer Jeſum bei ſich hat, kann ſelig ſterben: Wer Jeſus⸗ Lieder. Jeſum bei ſich hat, hat alle Füͤle 33 Jeſum bei ſich hat, iſt ruhig tille. — Ch. F. Connow, g. 1612, ſt. 1681 Jeſus unſer höchſtes Gut. Mel. Seelen⸗Bräutigam, Jeſu. ter Vielen auserkoren, Leben den die verloren, Und ihr Licht dazu, Jan⸗ ſüße Ruh? 2. Leben, das den Tod, Mich a aller Noth Zu erlöſen, hat geſchmate Meine Schulden zugedecket Und un aus der Noth Hat geführt zu Gelt 3. Glanz der Herrlichkeit, Du kit vor der Zeit Zum Erlöſer uns ket In der Füll der Zeit, Gian der Herrlichkeit! 4. Großer Sieges⸗Held! Tod, St Höll und Welt, Alle Kraft des au ßen Drachen Haſt du wolln zu Sch⸗ den machen Durch das Löſe⸗ 325 Mer iſt wohl, wie wſ Je. U Jeſu, ſüße Ruh, me ſchenket Und in unſer Fleiſch verſer 1 „ eſu ich r 3 lit a 4 w. Unſetrbte 8 Bm der Wlen I r ribn acht Vil des In stiti dien, Polſt K dand awſrden, Hibe e i ſat Hüni der Nacht Smm hedden⸗Muth, ra dut un An Gem un drs in loſf Pd des Fleiſce. iſe, Cinur höchſtes Gutt 4 den thews Vat l4. dals zum Sterben? Velſt ubmiſtehn, Micrnn ddes⸗Ahl begliten Und A itfet lnn Daß ich ehr in Mcm echten ſtehr dreingbauſen, g. 1670, H — Deines Bluts, 5. Höchſte Majeſtät, König umd Prophet, Deinen Scepter will ichtiſ ſen, Ich will ſitzen dir zu Füße Wie Maria thät, Höchſte Majeſtit 6. Laß mich deinen Ruhm Als den Eigenthum Durch des Geiſtes Lich erkennen, Stets in deiner Liebe brei⸗ nen Als dein Eigenthum, Allerſchti⸗ ſter Ruhm! 7. Zeuch mich ganz zu dir, Daß von Liebe mir Schier mein Herz und Sinn zerſchmelze Und auf dich mem Elend wälze, Das ſtets drücket mic euch mich ganz in dich. 8. Deiner Sanftmuth Schild, Dir ner Demuth Bild Mir anlege, i mich präge, Daß kein Zorn, nolh Stolz ſich rege: Vor dir ſonſt Richts gilt, Als dein eigen Bild. Welt will hin, Daß ich nicht moh von dir wanken, Sondern bleiben i den Schranken; Sei du mein Gewinn, Gib mir deinen Sinn. o Held! 9. Steure meinem Sinn, Der zur eſſtzaunLitd der r d Cirin derlobten Set Nbännter Melodie Ni ſchn leuu 67 Norgenſten. wdanbei von den— Ne s ſ tg 5 Iiſſe du er. ſeſum is ich hat Cer J. unn bo hat, he iler I be ſc ſu 10. Wecke mich recht auf, Daß ich “ meinen Lauf Unverrückt zu dir fort⸗ e. Connan wun ſetze Und mich nicht in ſeinem Netze — 1 Satan halte auf: Fördere meinen Lauf. Jeſn m ſfer hüöcſt. 11. Deines Geiſtes Trieb In die Wel. a dk Seele gib, Daß ich wachen mög und A= riutgm d beten: Freudig vor dein Antlitz tre⸗ 25 IIſer iſt wehl 5 Ungefärbte Lieb In die Seele 4: 4 1 eſu, ſß*— Vieler am ertern g 12. Wenn der Wellen Macht In verlore und ihr Lihta der trüben Nacht Will des Herzens Ruh— hemn Schifflein decken, Wollſt du deine Lebe anis den dan, Hand ausſtrecken, Habe auf mich See iee hi e ine Se lun zugedect. 13. 2„Der de der 2 tts da Sa Gut und Blut Gern um deinetwil⸗ . Glau aur Herrlicht den laſſe Und des Fleiſches Lüſte der 8& zum üeen haſſe, Gib mir, höchſtes Gut, Durch nket Uſan unſer Neit dein thenvess Pate Sterben gehn I 5,. D. Derr ul da Sa Wollſt du bei när ſtehn Rch darhhs Groß 3 8 eges⸗Heh en Todes⸗Thal begleiten Und zur Herr⸗ l und u. Al Kat lichkeit bereiten, Daß ich einſt mag Drach maſt du wolng ſehn Mich zun hechiem lohn 1739 mach urd de A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1729. nes B aun o Held! 1u auf n Geiſtlich Braut⸗Lied der mit c un ſiten dn Chriſto verlobten Seele. 8 3. 1 de Säſ In bekannter Melodie. enthun n 9⸗ 44 ie ſchön leuchtet der nuthu 312 5 d 32 6. W Aladorna Voll Als d i igenthun in Gnad und Wahrheit von dem Herrn, Rubn Sie ſüße Wurzel Jeſſe! Du Davids „Ruhn Sohn aus Jacohs Stamm, Mein J. Zeuc mtch ganz un Sohl.. li7 Liebe un Schier ma König und mein Bräutigam, Haſt Nene e Um am mir mein Herz beſeſſen, Lieblich, an zer ee nsde Freundlich, Schön und herrlich, groß nd wäl lzas ſtets din 4 25 3 nd wal aughas dic und ehrlich, reich von Gaben, Hoch uch mic ag tz in uen und ſehr prächtig erhaben. . Dein San M 3 2. Li, meine Perl, du werthe Dem t il kein zu Kron, Wahr Gottes und Marien h präg taß an 8 Sohn, Ein hochgeborner König, olz ſich us Vor di Mein Herz heißt dich ein Lilium; Dein t, Als in igen A. ſüßes Evangelium Iſt lauter Milch b. Steu n Ang und Honig. Ci, mein Blümlein, Ho⸗ elt will un Daß ich m Jeſus⸗Lieder. 193 ſianna, Himmliſch Manna, das wir eſſen, Deiner kann ich nicht vergeſſen. 3. Geuß ſehr tief in mein Herz hinein, Du heller Jaspin und Rubin Die Flamme deiner Liebe Und er⸗ freu mich, daß ich doch bleib An dei⸗ nem auserwähltem Leib Ein lebendige Rippe. Nach dir Iſt mir, Gratioſa Cöli Roſa, krank und glimmet Mein Herz, durch Liebe verwundet. 4. Von Gott kommt mir ein Freu⸗ den⸗Schein, Wenn du mit deinen Aeugelein Mich freundlich willſt an⸗ blicken. Herr Jeſu Chriſt, mein trautes Gut, Dein Wort, dein Geiſt, dein Leib und Blut Mich inniglich erquicken. Nimm mich Freundlich in deine Arme, daß ich warme werd von Gnaden; Auf dein Wort komm ich geladen. 5. Herr Gott Vater, mein ſtarker Held, Du haſt mich ewig vor der Welt In deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm ſelbſt vertraut, Er iſt mein Schatz, ich bin ſein Braut, Sehr hoch in ihm erfreuet. Eia, Eia, Himmliſch Leben wird er geben mir dort oben. Ewig ſoll mein Herz ihn loben. 6. Zwingt die Saiten in Cythara Und laßt die ſüße Muſika Ganz freu⸗ denreich erſchallen, Daß ich möge mit Jeſulein, Dem wunderſchönen Bräut⸗ gam mein, In ſteter Liebe wallen. Singet, Springet, Jubiliret, trium⸗ phiret, dankt dem Herrn: Groß iſt der König der Ehren! 7. Wie bin ich doch ſo herzlich froh, Daß mein Schatz iſt das A und O, Der Anfang und das Ende! Er wird mich doch zu ſeinem Preis Aufnehmen in das Paradeis: Deß klopf ich in die Hände. Amen, Amen! Komm, du ſchöne Freuden⸗ Krone, bleib nicht lange! Deiner wart ich mit Verlangen. D.P. Nicolai, g. 1556, ſt. 1608. e, du merö n Schran an Sei duuem* Die lateiniſchen Anfangsbuchſtaben werden alſo erkläͤrt: Wilhelm Ernſt, Graf Vnd b mir d dn Sinn. Herr Zu Waldeik, welchem der Autor als ein Waldecker dieſes Lied dedieirt hat. 4 13 8A Ruhm in Jeſu Kreuze. 1. Cor. 2, v. 2. Gal. 6, v. 14. 327. Welinr Pwiſe Wall Wollt ihr ;. 2% weiß? ihr lernen, was ich weiß? Wollt i ſehn mein Eigenthum? Wollt ihr hören, was mein Ruhm? Jeſus, der Gekreuzigte! 2. Wer iſt meines Glaubens Grund? Wer ſtärkt und erquickt den Mund? Wer trägt meine Straf und Schuld? Wer ſchafft mir des Vaters Huld? Jeſus der Gekrenzigte!:: 3. Wer iſt meines Lebens Kraft? Wer iſt meines Geiſtes Saft? Wer macht mich gerecht und ſchlecht? Advents⸗Lieder. Wer macht mich zu Gottes Knecht⸗ Jeſus, der Gekreuzigte! 4. Wer iſt meines Leidens Troft Wer ſchützt, wenn der Feind erbof Wer erquickt mein mattes Herz Wer verbindet meinen Schmerzt Jeſus, der Gekreuzigte!: ——— Wer hilft in der letzten Noth? Ma macht mich den Engeln gleich? p. ſus, der Gekreuzigtel:, 6. Und ſo wißt ihr, was ich wei Ihr wißt meinen Zweck und Pust Glaubt, lebt, duldt, ſterbt,— Ra wem, Daß wir recht ſind angenehme Jeſu, dem Gekreuzigten!: M. J. C. Schwedler, g. 1672, ſt. ln. XII. Advents-Lieder. Geſchichte der Verkündigung Mariü. Luc. 1, v. 26— 38. In eigener Melodie. 328 ls der gütige Gott * Vollenden wollt ſein Wort, Sander einen Engelſchnell, Deß Namen Gabriel, Ins Galiläiſch Land. 2. In die Stadt Nazareth. Da er eine Jungfrau hat, Die Maria ge⸗ nannt, Joſeph nie hatt erkannt, Dem ſie vertrauet war. 3. Als der Bot vor ſie kam, Fing er mit Freuden an Und macht ihr offenbar, Was ihm befohlen war, Und ſprach freundlich zu ihr: 4. Sei gegrüßt holdſelig, Gott der Her allmächtig, Iſt mit dir allezeit, du Gebenedeit Unter allen Frauen! 5. Als die Jungfrau gehört So wunderliche Wort, Ward ſie bald traurensvoll Und bedacht ſich gar wohl, Was ſie drauf ſagen ſollt. 6. Er ſprach: Eil ſei getroſt, Denn Gott hat zu dir Luſt, Und du wirſt empfangen und gebären einen Sohn, Und den heißen Jeſum. 7. Maria antwort ihm: Iſt doch mein Herz und Sinn Auf poim Mann gewandt. Iſt mir auch ute kannt, Wie ſolches ſoll ergehn. 8. Der Engel ſprach zu ihr. N heilge Geiſ Sohn Unverrückt empfangen. 9. Maria gläubet ihm Und ſprah⸗ Wohlan, ich bin Des Allerhöchſtt Magd, Er thu, wie du geſagt, M mir wies ihm behagt. ihrer Jungfrauſchaft, Und ſie empfi zur Hand Chriſtum, der Welt ha land; Und der Engel verſchwand 11. Dankſagung und Der Du Menſch worden biſt. 12. ewge Seligkeit! Mich. Weiß, ſt. lll Advents⸗Aufmunterung. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen kommt heran, Empfahet unverdel t in dir Wird ſo gu Wunder thun, Und du wirſt Gotts 10. Bald wirket Gottes Kraft h Preis, Lob und Herrlichen Klarheit Sei d in Ewigkeit, O Herre Jeſu Chriß O, komm, durch deine Git Auch in unſer Gemüth, Verleih un Heiligkeit, Deine Gerechtigkeit Unt 329. Arndess 1]M 5. Wer iſt meines Todes Tohlſ ſcon verſetzt mich in ſein Reich? Aaß: ir Laß m Hoſian dhi„ot 6 ſ 3 nah⸗ Naaſt und Schmerzen. luyſ Sct, nu 5 zicht wöflich iſt zu nennen döüſt vöſlih jtzu Ans detn 4. 4 Tauf ud Vort. ſih, iht Jezag brm Nergeren: Der Her f t dr Ach t vichen B peiſen G vll euch Hif?. da daupn z den Lod. — Launf Aw Nroes ſeid beda hut eſom Sorgen. Gol. ſt ihn wabergen, Er gibt Acht. 5. Ged fonn, ihr Unte der Amgit gerecht. Laßt.*r Dex in uhnen Und made tt Ntvahr, er mein 5 ih uns die 1 a une ſict, ertragen tutah. n Ac d ln um gleih K Fanng Us Alles raut 5 3 im zuſamme nh dR Gennn. 1 fite de ben E= == —ö— —— — == —— —= ,8 — — em ant uzigten! 1: M. J 40 hwedler, P1ini — iede n derz ur Sinn Au gewe inn Iſt mir aud Wie an s ſoll egen Der anl ſprach zuin Geiſt i dir Wud ſ rthr aund du witt Inver um ennjinhn taria endhn ni 1, ie i t Des All Er 4 8 du geſeg s ih un hagt. Bal at 5 aßs 4 ungf! uug aft, Und ſem ug ann um, der Wi 4 —* Ind mungel verſhmn Prei anb und de dn 1 Klarhet s gkeit Herre Nül Mi in worden hſt O, u, unnn memüth, Nelln⸗ m Gerechttä eligke Mit. nif ven wa fmuntmg Von wil ich ritn 8 auf ihr R .92 1 ſen, dar 3 hera in npfahet unt ſen Den großen Wunder⸗Mann; Ihr Chriſten, geht herfür, Laßt uns vor allen Dingen Ihm Hoſianna ſingen Mit heiliger Begier! 2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der König iſt euch nah, Hinweg all Angſt und Schmerzen! Der Helfer iſt ſchon da: Seht, wie ſo mancher Ort Höchſt tröſtlich iſt zu nennen, Da wir ihn finden können Im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten! Der König iſt nicht fern. Seid fröh⸗ lich, ihr Verzagten! Dort kommt der h Morgen⸗Stern: Der Herr will in der Noth Mit reichem Troſt euch l ſpeiſen, Er will euch Hilf erweiſen, Ja dämpfen gar den Tod. 4. Nun hört, ihr frechen Sünder: Der König merket drauf, Wenn ihr, verlorne Kinder, In vollem Laſter⸗ Lauf Auf Arges ſeid bedacht. 5 thut es ohne Sorgen: Gar Nichts iſtihnn verborgen, Er gibt auf Alles Acht 5. Seid fromm, ihr Unterthanen! Der König iſt gerecht. Laßt uns den Weg ihm bahnen Und machen Alles ſchlecht. Fürwahr, er meint es gut; Drum laſſet uns die Plagen, Die er uns ſchickt, ertragen Mit uner⸗ ſchrocknem Muth. 6. Und, wenn gleich Krieg und Flammen Uns Alles rauben hin: Geduld! weil ihm zuſammen Gehört Advents⸗Lieder. doch der Gewinn. Wenn gleich ein früher Tod Uns, die uns lieb, ge⸗ nommen, Wohlan, ſo ſind ſie kom⸗ men Ins Leben aus der Noth. 7. Friſch auf in Gott, ihr Armen! Der König ſorgt für euch; Er will durch ſein Erbarmen Euch machen groß und reich. Der an ein Thier gedacht, Der wird auch euch ernäh⸗ ren; Was Menſchen nur begehren, Das ſteht in ſeiner Macht. 8. Hat endlich uns betroffen Viel Kreuz, läßt er doch nicht Die, welch auf ihn ſtets hoffen Mit rechter Zu⸗ verſicht. Von Gott kommt Alles her, Der läſſet auch im Sterben Die 195 Seinen nicht verderben, Sein Hand iſt nicht zu ſchwer. 9. Friſch auf, ihr Hochbetrübten! Der König kommt mit Macht; An uns, ſein Herzgeliebten, hat er ichon längſt gedacht. Nun wird kein ngſt, noch Pein, Noch Zorn hinfort uns ſchaden, Dieweil uns Gott aus Gna⸗ den Läßt ſeine Kinder ſein. 10. So lauft mit ſchnellen Schrit⸗ ten, Den König zu beſehn, Dieweil er kommt geritten Stark, herrlich, ſanft und ſchön, Nun tretet All eran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz verſüßen Und uns er⸗ öſen kann. 11. Der König will bedenken Die, welch er herzlich liebt, Mit köſtlichen Geſchenken, Als der ſich ſelbſt uns ibt Durch ſeine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, Wir Alle wollen loben Dich freudig hier und ort. 12. Nun, Herr du gibſt uns reichlich, Wirſt ſelbſt doch arm und ſchwach; Du liebeſt unvergleichlich, Du gehſt den Sündern nach. Drum wollen wir allein Die Stimmen hoch erſchwingen, Dir Hoſianna ſingen Und ewig dankbar ſein. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Von der geiſtl. Zukunft Chriſti. 3 30 Aun Zion, auf, auf, * Tochter, ſäume nicht! Dein König kommt, dich freundlich zu umarmen, Er brennt aus Lieb, aus Mitleid und Erbarmen: Halt dich bereit, damit nicht Oel gebricht. Laß allezeit die Glaubens⸗Lampe brennen, Dein Auge muß jetzt keine Schlafſucht kennen.. 2. Es iſt genug, es iſt ſchon lange Jeit, Daß dein Gemüth den Lüſten nachgegangen Und daß dein duß ſich in der Welt vergangen, as reuet dich: der König iſt er⸗ freut; Er geht dir nach, er kommet, dich zu ſchauen Und ſich mit dir in Gnaden zu vertrauen. 15* 3. So zeige denn, daß Ernſt vor⸗ anden ſei; Ergib dich ihm, ver⸗ hnde deinen Willen; Die Eſelin, das angebundne Füllen, Die lſe ab und führe ſie herbei; Der König weiß ſie beide ſo zu zwingen, Daß ſie dich nicht in ferner Unheil bringen. 4. Auf, Tochter, auf, des Kö⸗ nigs Glanz bricht an, Geh ihm her⸗ aus entgegen auf die Gaſſen; Beut ihm das Herz, da er dich will um⸗ faſſen; Breit dein Gewand, ſtreu Palmen auf die Bahn! Wir wol⸗ len ihn, da er ſich uns will nahen, Von ferne noch mit Lobgeſang em⸗ pfahen.. 5. Komm, edler Held, du Held aus Davids Stamm, Komm, komm zu uns, die wir ſo ſehnlich hoffen: Dir ſtehet Herz und Geiſt und Alles offen. Komm von dem Herrn, komm, werther Bräutigam, Wir wollen dir ein Hoſianna ſingen: Ach, komm und laß es Alles wohl gelingen! J. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677 Von der wahren Menſchheit Jeſu Chriſti. Mel. Chriſtum wir ſollen loben. 331 Doß Gottes Sohn der 21. wahre Chriſt, Mein Bruder und mein Goel iſt, Das faſ⸗ ſet die Vernunft zwar nicht; Doch glaub ichs, weils die Wahrheit ſpricht. 2. Ein wahres, doch jungfräulich Weib Hat, da den unberührten Leib Die Kraft des Höchſten fruchtbar macht, Ihn an das Licht hervorge⸗ bracht. 3. Die Schrift legt unſerm Aug und Ohr Sein ganz Geſchlechts⸗Re⸗ giſter vor Und lehrt uns, daß von braham Er den verheißnen Ur⸗ ſprung nahm. 4. Er heißt ein Menſch und Men⸗ ſchen⸗Kind, Wie andre Menſchen⸗ Kinder ſind, Des Weibes Same, Davids⸗Sohn, Der Erbe von deſſel⸗ ben Thron. Advents⸗Lieder. Gleich andern Menſchen Leib und 5. Man findt an dem Immanuel Seel, Verſtand und Willen, Feeſch und Bein, Wie ſollt er nicht mein Bruder ſein? 6. Iſt gleich von Sünden keine Spur In ſeiner menſchlichen Natu, So kann ſie doch wahrhaftig ſein Ob ſie gleich iſt von Flecken rein. 7. Die Schwachheit, die uns mn umgibt, Hat dieſer Gott⸗Menſch mit beliebt; Durſt, Hunger, Trau⸗ ren, Müdigkeit Ertrug er mit Ge⸗ laſſenheit. 8. Sein Körper ſchwitzte blutgen Schweiß, Er gab ihn allen Martem Preis, Und nach vollbrachtem K⸗ bens⸗Lauf Gab er den Geiſt im Ster⸗ ben auf. 9. Ich freue mich, o Menſchen⸗ Sohn, Daß man nun auf dem höch⸗ ſten Thron Die Menſchheit, deine liebe Braut, Im Schmuck der Gotr⸗ heit prangen ſchaut. 10. Mein Bruder, ſieh mich gna dig an, Mach mir zu deinem Vatet Bahn, du liebeſt ja dein Fleiſch undt Bein; Ach, laß mich ganz dein eigen ſein! D. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1130. Sehnſucht nach Ehriſti Zukunft. In eigener Melodie. 332 Dei König kommt zu dir⸗ 4 Eröffne ihm die Thür. Laß ihn nicht draußen ſtehen; Dein Herze ſoll es ſein, Wo er will kehren ein, Laß ihn nicht von dir gehen. 2. Komm, Jeſu, komm, ach, komm, Komm, mache mich ſo fromm, Wie ich dir kann gefallen; Und bleibe ſtets in mir, Bis ich ganz werd in dir Dort in den Himmel wallen. —— n Bewillkommnung Jeſu. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 333 1 u Geſegneter des Hertn, . Warum willſt du drau⸗ ßen ſtehen? Komme doch, o Jacobz⸗ Stern, In uns allen aufzugehen: woh n Gnden⸗Thrn.*14 d c nan. Wbr= 1 ſühe hißt: Dun ¹ 4 D ämunug, engegent, 1† daben wolln wir 3 Fißen legen Du 84 4 1 un lüt. Drun ſind nn mit an ſ Iar 3 N bſt kommen 1 uch ſr dn Vort md 1a e Ud dein 5 freut deber denen inh⸗Adve. Cöchtt ſage dir Lauter r m Gchebbter Davids⸗ dih af d Wege küſſen,23 V deſe ü remiſen, Ach, dein gichertahl Und zeig n HällerJull 5. ſerrtd noch in Gn Ab, ſ lh dich feſte hr n uns ume nunter ſein, 1 Glauſen nicht erkalten, eiſte zämft macht, Daß der lohtn lct 6. N hett man das r„ der, Wh d gehn wir Kerie zw öfnet uns= durd dn ſchönen Sterner r dr Ch wy man erft grſim ſtrit da. Schmolk, g. 16 † J Tocer g ſlr kommt erwi iec ſtellt dir E eul dis git, dlhh dic nicht br ieit 8 dnie d en inng, de ich erwe T t8 dn iih rnht 6 Kann 1 b . ſede e d dn n a Keeten iſ, 8o vil 9 17 C glei⸗ n Sünde * 1 ſein— 5. enſchlichen n 1 ſie un wahrhaſi 1 eich aft m Flecen Sch umheit, die 10 1 Hat mar Gott A bt; a Hunger d n K m ſchwiht lit Er Kann hn allen Ma Ind inn pollbrachten (Gal unten e 3 frei wich, o Mai aß u an un auf denſ on 14 Renſchheit, i ut, anz 5chmuck dere gen ſ un. ein ant er, ſieh mih Mach m zu deinen lieb uft dein Flicht h, la nnh ganz dein O. J l ach, g. 1663, 11 ht m mhriſti Zuhmt In ei im Melodie. De fnig ueſ ☚ au ine ihm de 4 nicht znzzen ſtehen, es ſan Wo er wilt ihn n umon dir 1 im, unt omm, ach nache inn ſo fromm unn in en; Un nir, Wch ganz veh in de u mmel wala villle un ung Itn rit — == — 1 — — —— Deine mmm laß ich 1 gneterdeih 8 e wilſt d 1 Kt an doch, 1 In u in len aufähe noch In dem igke I trug er mi Eile doch, o werther Gaſt, Nimm in unſern Herzen Raſt! 2. Glaub und Liebe gehen dir, O Immanuel, entgegen; Was wir haben, wollen wir Dir zu deinen Füßen legen. Du biſt unrſer Fleiſch und Blut; Darum ſind wir wohlge⸗ uth. 3. Du biſt kommen und kommſt Wort nnd Sacramen⸗ te, Und dein Fion freut ſich hoch Ueber deinen Kirch⸗Advente. Ihre Töchter ſingen dir Lauter Hoſianna ür. 4. Hochgelobter Davids⸗Sohn, Laß Wo wir ichterſtuhl Und zeigt uns den 15. Kehrſt du noch in Gnaden ein, Ach, ſo laß dich feſte halten Und uns immer munter ſein, Auch im Glauben nicht erkalten; Denn die erſte Zukunft macht, Daß man bei der letzten lacht. 6. Da hebt man das Haupt em⸗ por, Ach, da gehn wir aus dem Kerker; Zion öffnet uns das Thor Durch den ſchönen Sternen⸗Erker In der Stadt, wo man erfreut Ewig Hoſianna ſchreit. Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 1737. Zach. 9, v. 9. Mel. Du Friede⸗Fürſt, Herr. 33 4 D Tochter Zion, freue 2G dich! Dein König kommt zu dir: kommt erwünſcht und meldet ſich, Er ſtellt dir Gnade für; Drum, weil dirs gi füllt, So laß dich nicht betrüben. 2 dirs gilt, Was er er⸗ ch, ſieh, wie dieſer theure Gaſt Sich gegen dich erweiſt, Indem dein König, den du haſt, Zugleich dein Helfer heißt: Du wirſt geliebt Und was er giebt, Kann Höll und Tod nicht rauben. 3. Ach, ſiehe, wie du ſelig biſt, Er ſtellt ſich willig ein, Eh er von dir gebeten iſt, So will er bei dir ſein, Advents⸗Lieder. 197 Er iſt dein Gut, Der Alles thut, Was dir zum Heil gedeihet. 4. Ach, ſiehe, was für Gütigkeit Hat er dir zugedacht, Daß er auch deine Sterbens⸗Zeit Zur ſüßen Freu⸗ de macht; Denn alle Noth, Ja ſelbſt der Tod Iſt fröhlich überwunden. 5. Wohl dem, der ſich in Zeiten ſchickt, Weil ers ſo treulich meint, Und der ſein Herz im Glauben ſchmückt, Eh dieſer Tag erſcheint: So wird der Gaſt Auch deſſen Seele finden. 6. Wiewohl man habe nur Ge⸗ duld, Wenn Fleiſch und Blut er⸗ dich auf dem Wege küſſen; Hier ſteht ſch noch dein Gnaden⸗Thron. dieſe Zei vermiſſen, Ach, ſo kommt dein Höllen⸗Pfuhl. rickt, So zeiget ſich des Königs Huld, Die unſern Geiſt erquickt: Die Traurigkeit Und alles Leid Muß lau⸗ ter Liebe werden. 7. Der König, ſo ſich Jeſus nennt, Der Recht zum Himmel hat Und der die Seinen alle kennt, Der ſchaffet Rath und That. Was er beſtimmt Und was er nimmt, Muß doch zum Beſten dienen. 8. Wohlan, ihr Chriſten, freuet euch, Eur König kommet an, Er macht euch hier in Hoffnung reich, Bis er ſich zeigen kann: In jener Welt Hat ers beſtellt, Das ſoll uns ewig tröſten. M. C. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. Das Fleiſch gewordene ewige Wort des Vaters. Joh. 1. v. 14. Mel. O Gott, du frommer. 33 5 D weſentliches Wort, 4 Vom Anfang her ge⸗ weſen, Du Gott, von Gott gezeugt, Von Ewigkeit erleſen Zum Heil der ganzen Welt, O mein Herr Jeſu Chriſt, Willkommen, der du mir Zum Heil geboren biſt! Komm, o ſelbſtſtändig Wort, Und ſprich zu meiner Seelen, Daß mirs in Ewigkeit An Troſt nicht ſolle fehlen. Im Glauben wohn in mir Und weiche nimmer nicht, Laß mich auch nicht von dir Abweichen, ſchön⸗ ſtes Licht! ſeine Raſt In ———— 198 Advents 3. Du weſentliches Wort Warſt bei Gott, eh geleget Der Grund der großen Welt, Da ſich dein Herz be⸗ weget Zur Liebe gegen mich. Ja, du warſt ſelber Gott, Damit du machſt im Fleiſch Sünd, Höll und Tod zu Spott. 4. Was hat, o Jeſu, dich Von Anfang doch bewogen? Was hat vom Himmels⸗Thron Dich in die Welt gezogen? Ach, deine große Lieb Und meine große Noth Hat deine Gluth entflammt, Die ſtärker, als der Tod. 5. Du biſt das Wort, wodurch Die ganze Welt formiret; Denn alle Dinge ſind Durch dich ans Licht ge⸗ führet. Ach, ſo bin ich, mein Heil, Auch dein Geſchänf und Gab, Der Alles, was ich bin, Von dir empfan⸗ gen hab. 6. Gib, daß ich dir zum Dienſt Mein ganzes Herz. allein zum Preis Auf dieſer Erde lebe. Ja, Jeſu, laß mein Herz Ganz neu geſchaffen ſein Und dir bis in den Tod Gewidmet ſein allein. 7. Laß Nichts je in mir ſein, Was du nicht haſt geſchaffen; Reut alles Unkraut aus Und brich des Feindes Waffen. Was bös, iſt nicht von dir, Das hat der Feind gethan; Du aber fuhr mein Herz Und Fuß auf ebner Bahn. 8. Das Leben iſt in dir Und al⸗ les Licht des Lebens: Laß an mir deinen Glanz, Mein Gott, nicht ſein vergebens! Weil du das Licht der Welt, So ſei mein Lebens⸗Licht, O Feſu, bis mir dort Dein Sonnen⸗ icht anbricht! L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Auf das Johannis⸗Feſt. Joh. 1, v. 20. Mel. Nun danket Alle Gott. s, war die ganze Welt 336. E Von Moſis Fluch er⸗ ſchrecket, Bis Sanct Johannes hat Den Finger ausgeſtrecket Auf Jeſum, ⸗Lieder. agebe, Auch dir 5 welchen er Zum Heiland aller Welt Als ſein Vorläufer hat Gezeigt und vorgeſtellt,. 2. Vor dem im Mutterleib Mi Freud er aufgeſprungen, Zu dem e ſich bekannt Mit unberedter Zungen In ſeiner Mutter Leib, Mit des Elias Geiſt Bei Groß und Kleinen ihn Gepredigt und geweiſt: 3. Sieh, das iſt Gottes Lamm, Das unſre Sünden träget, Das ſich ‿ der ganzen Welt Zum Opfer nieder⸗ Uun leget; Bei dem man aller Sünd Vergehung Friede, Ruh Und alle Gnade findtt 4. Wohl dem, der dieſes Lamm Das uns Johannes weiſet, Im Glau⸗ ben feſt ergreift Und in dem Lehm preiſet. Wer dieſer Tauf gedent Und wahre Buße übt, Der wie von ihm auch ſein Begnadigt u geliebt. 5. So gib, du großer Gott, Da wir Johannis Lehre Von Herz nehmen an, Daß ſich in uns bekehw Was bös und ſündlich iſt, Bis m nach dieſer Zeit Mit Freuden gehal ein in deine Herrlichkeit. M. J. G. Olearius, g. 1635, ſt. I7l. Auf Mariä Verkündigung. Mel. Was mein Gott will, das. reu dich, du wertee 337. 4 Chriſtenheit, Dieß iſ der Tag des Herren, Der Anfang unſrer Seligkeit, Den Gott zu ſet⸗ nen Ehren Nach ſeinem Rath Erwi⸗ let hat, O Gott laß wohl gelingen! — Hilf uns mit Fleiß Zu deinem Preis Ci fröhlich Danklied ſingen. Wort, Was er einmahl zuſaget, Das iſt gewiß an allem Ort, Ohbſchon die Welt verzaget: Heut Gottes Sohn, Der Gnaden⸗Thron, Zu uns auf Erd gelanget, O Wunder groß, Mariens Schooß Den großen Gaſt empfanget! 3. Sie hört vom Engel Gabricl Sie ſollt Jeſum gebären, Der gal⸗ zen Welt Immanuel, Den mäch⸗ Sieh, das iſt Gottes Lamm 7 8. 0 den Ceſhichen, be Ve ſi gehört dij ne e nan, a dch Daüttiih, Leht 1 pnſchauen. if us Zuhanniä⸗ nl. ln Gut in der b6 338 Ge ſiit du „V Gotl Du h gok dgltt, Du haſt der? 4 an der loh Das Horn de gichice,ams von Sünde= a Nan vid uns Armen*. dohl, Tch wr erlöſet werde 2 Dſctm deinen d 4 dn du walnſt geſchworer—= dund, en unituns gema t mn uit veroren: Wi— 1 Gott iſt gerecht in ſeinen 4 e di uu und wiſſe allzt Dr heilg dienen r . Jhunis, als ein Gotte) 7 uch ſidn Shwachen Be 3 89 Mieten h un Galt geliebt, In Ädhu mgidt ün S Mr. KNAeunher, g. 105, küſcen Gottes im d hu konn, der Heiden (et ſei Dant d S 4neh Welt, D— im tült Und der untS b 18 u mns hergeſer 1ent der alten Väter— b jicſer u Und van uit und Se n⸗ Aaßeerreen,⸗ — gt un 4 82 ch Wel ſer Tauf aud in Begnadig gib, großer Gt anniz hre Von e in, I unt ich in uns hi unt dlcch it, Fe er Ze dilit Freudeng ine§ zmichkeit. .J. C u urius, g. 1635,5 Mar aim erkündigum Was um Gott wil, dn r nſich, du m in enheit, di des Men, Der Mi eligke mhen Gott u Nach untem Rath Em⸗ — Go un wohl gelne mit nn Zu deinen ſch D inld ſingen. tt iſ a hrecht in ſen as er amahl zuſage, an m. Ott, ver; un Heut 69 er Gn an Thron, R gelang an) Wunder g Schol inem großen hört nn Enge Jeſum miren, N 4 Im um l, Den Vi 399. tiggroßen Herren: Das Jungfräu⸗ lein, So keuſch und rein, Erſchrak ob den Geſchichten; Doch gläubt dem Wort, Wie ſie gehört, Gott wird es Am wohl verrichten. 4. Wohl uns der gnadenreichen 1 Beit Daß wir erlangt den Orden, aß du, o Gott, von Ewigkeit Biſt unſer Bruder worden, Wir bitten dich Demüthiglich, Lehr uns deinm Wort vertrauen, Bis wir zugleich im Himmelreich Das Wunderwerk anſchauen. P. Hagius, ſt. 1620. Auf das Johannis⸗Feſt. Mel. Allein Gott in der Höh ſei Ehr. 338. G Genhoo hre ul üht, dr Volk beglücket, Du haſt den Retter aus der Noth, Das Horn des Heils, bice Der uns von Sünden helfen falr Nun wird uns Armen wieder wohl, Daß wir erlöſet werden. 2. Du haſt an deinen Eid gedacht, Den du vorlängſt geſchworen; Dein Bund, den du mit uns gemacht, Der geht nun nicht verloren: Wir preiſen die Barmherzigkeit und wiſſen, daß wir allezeit Dir heilig dienen ſollen. 3. Johannis, als ein Gottesmann, Mußt ihm den Weg bereiten; Er machte bei den Schwachen Bahn Und ſtand mit Troſt zur Seiten; Er ſagte, daß uns Gott geliebt, In Chriſto alle Schuld vergibt Und uns vom Tode rettet. M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Erfülltes Wort Gottes im Advent. Mel. Nun komm, der Heiden Heil. ott ſei Dank durch alle Welt, Der ſein Wort beſtändig hält Und der Sünder Troſt und Rath Zu uns hergeſendet hat. 2. Was der alten Väter Schaar Höchſter Wunſch und Sehnen war, Und was ſie geprophezeit, Iſt erfüllt nach Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jacobs Heil, der Jungfraun Sohn, Advents⸗Lieder. 199 Der wohl zweigeſtammte Held Hat ſich treulich eingeſtellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hoſianna, du mein Theil! Richte du auch eine Bahn Dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehren⸗König, ein! Es gehöret dir allein; Mach es, wie du gerne thuſt, Rein von allem Sünden⸗Wuſt. 6. Und gleichwie dein Zukunft war Voller Sanftmuth, ohn Gefahr, Alſo ſei auch jederzeit Deine Sanftmuth uns bereit. 7. Tröſte, tröſte meinen Sinn, Weil ich ſchwach und blöde bin, Und des Satans ſchlaue Liſt Sich zu hoch für mich vermißt. 8. Tritt den Schlangen⸗Kopf ent⸗ zwei, Daß ich, aller Aengſten frei, Dir im Glauben um und an Selig bleibe zugethan; 9. Daß, wenn du, o Lebens⸗Fürſt, Prächtig wiederkommen wirſt, Ich dir mög entgegen gehn Und vor dir ge⸗ recht beſtehn. H. Held, um 1643. Dreifache Zukunft Chriſti. Mel. Menſchen⸗Kind, merk eben. Zukunft in das Fleiſch. 3 40 Gottes Sohn iſt kommen, * Uns Allen zu From⸗ men, Hier auf dieſe Erden In armen Geberden, Daß er uns von Sünde Freie und entbinde. Geiſtliche Zukunft. 2. Er kommt auch noch heute Und lehret die Leute, Wie ſie ſich von Sünden Zur Buß ſollen wenden, Von Irrthum und Thorheit Treten zu der Wahrheit. 3. Die ſich ſein nicht ſchämen Und ſein Dienſt annehmen, Durch ein rechten Glauben Mit ganzem Ver⸗ trauen, Denen wird er eben Ihre Schuld vergeben. 4. Denn er thut ihn ſchenken In den Sacramenten Sich ſelber zur Speiſe. Sein Lieb zu beweiſen, Daß ſie ſein genießen In ihrem Gewiſſen. 200 5. Die alſo bekleiben Und beſtän⸗ dig bleiben, Dem Herren in Allem Trachten zu gefallen, Die werden mit Freuden Auch von hinnen ſcheiden. 6. Denn bald und behende Kommt ihr letztes Ende: Da wird er vom Böſen Ihre Seel erlöſen Und ſie mit ihm führen Zu der Engel Chören. Zukunft zu dem Gericht. 7. Von dannen er kommen, Wie denn wird vernommen, Wenn die Todten werden Erſtehn von der Er⸗ den Und zu ſeinen Füßen Sich dar⸗ ſtellen müſſen. 8. Da wird er ſie ſcheiden, Die Frommen zur Freuden, Die Böſen zur Höllen In peinliche Stellen, Da ſie ewig müſſen Ihr Untugend büßen. 9. Ei nun, Herre Jeſu, Schick unſre Herzen zu, Daß wir, alle Stunden Rechtgläubig erfunden, Im Glauben verſcheiden Zur ewigen Freuden. M. Weiß, ſt. 1540. Von der hohenprieſterlichen Fürbitte Jeſu Chriſti. Mel. Jeſu, der du meine Seele. 3 41 Großer Mittler, der zur 1. lechten Seines großen Vaters ſitzt Und die Schaar von ſeinen Knechten In dem Reich der Gnaden ſchützt, Den auf dem erhab⸗ nen Throne In der königlichen Krone Alles Heer der Ewigkeit Mit ver⸗ hülltem Antlitz ſcheut! 2. Dein Geſchäft auf dieſer Erden Und dein Opfer iſt vollbracht; Was vollendet ſollen werden, Das iſt gänzlich ausgemacht: Da du biſt für uns geſtorben, N uns Gnad und Heil erworben, Und dein ſiegreich Auferſtehn Läßt uns in die Frei⸗ heit gehn. „Nun iſt dieſes dein Geſchäfte In dem obern Heiligthum, Sch 5 worbnen Segens⸗Kräfte Durch dein Evangelium Allen denen mitzuthei⸗ len, Die zum Thron der Gnade Advents⸗Lieder. eilen; Nun wird uns durch dein Hand Heil und Segen zugewandt, 4. Deines Volkes werthe Naman Trägeſt du auf deiner Bruſt, Um an den gerechten Samen Dentet du mit vieler Luſt; Du vertritt die an dich gläuben, Daß ſie d vereinigt bleiben, Und bittſt in de Vaters Haus Ihnen eine Wo nung aus. 5. Doch vergißt du auch der M men, Die der Welt noch dienen nicht, Weil dein Herz dir vor r barmen Ueber ihrem Elend brich Daß dein Vater ihrer ſchone, Daß er nicht nach Werken lohne, Daß i ändre ihren Sinn: Ach, da zielt dan Bitten hin. 6. Zwar in deines Fleiſches u gen, Da die Sünden aller Ma Dir auf deinen Schultern laan Haſt du dich vor Gott geſtellt, Vah mit Seufzen, bald mit Weinen fu die Sünder zu erſcheinen: O, † welcher Niedrigkeit Bateſt du n ſelben Zeit! 7. Aber nun wird deine Wi Von der Allmacht unterſtützt, Dan der vollkommnen Hütte Die verilett Menſchheit ſitzt; Nun kannſt du de Satans Klagen Majeſtätiſch nieder ſchlagen, Und nun macht dein reden Blut Unſre böſe Sache gut. 8. Die Verdienſte deiner Kedde Stelleſt du dem Vater dar lid machſt liebreich und beſcheiden Den Verlangen offenbar, Daß er wole Kraft und Leben Deinem Volk auf Erden geben Und die Seelen zu di ſehn, Die noch deine Freundſchaſ liehn. 9. Großer Mittler, ſei geprieſen Daß du in dem Heiligthum So vit Treu an uns bewieſen; Dir ſei Chue Dank und Ruhm! Laß uns den Verdienſt vertreten, Wenn wir zu —— — 3 4 dem Vater beten; Sprich für uns n g letzter Noth, Wenn den Mund ver⸗ ſchließt der Tod. D. J. J. Rambach, g. 1633, ſt.11 gan Chriſti Perſon A Pohlthaten. 342,„ 12 oigket lus ſeinem derz beſ Nacwie geſchreben 12 tritderwryn erne V 4 er ſ fre Vor an wn Uar. 2 Fi u en Menſch gn 8 nlestaeldr Jeiz de r verora If pungftäulih f at, Da dd für uns zah,. den bmn h ha 1L en wiedatberht 1 3 L m n deiner Let etenntnz uim u, Daß Naubenbtn Und dienen it e Daßtinegen mögen ſh dein Siügtt in Herzen Un ſen ſtets nah d. 4 D Shxfer alle Dind ditrlich Kmt, Regierſt voe u End Kt aus eigner* Ha m u dir wende— Aall um enne, Daß ſiim dn woni. Et ms durh dein anet e duch dein Gnad n Amän dinte, Daß dr ang Kohl hier auf die Nüdm und all Ber— ddmhadn zu dir —— —— — ant. A. Caophius, V Iymnus. b u fir Jeſu Zuknuft 1 herr Jeſu, meins Lebe Frn A eſ S n(m⸗nn her tnenheds Um 5 it dit angeſelt: trdunken dir m Numd Renithigih n n uns ſcenteſt) l. Nun m Heil in Deine 1 zugena t vie ussn a uben, Duu us. Ihnen eine ufzen nder Nied geitt ber im wird deim Alli um unterſtätt ¹ komn am hütte Die mi it ſin ui ſtun kannſtn Klag en Najeſtätſſc n Un t macht denn ifrel in Sache guit ie V an iſte deiner du u Vater da lebrei indd beſchede en o ußß ar, Daß al nd L lan Deinem N eben ann die Sellg Die ui deine eaiſ nd mit Vem erſcheinen. voßer Muller, ſei gan in daan eiligthun d uns a eſen, Diiſ nd N u! Laß un t ve mm, Wenn u er be n Sprich firn oth, En den uf er 4 b „,. Kann bhath, g. 1 6 1 6 d un ze 4 duhh mnit Bateſtu Advents⸗Lieder. Von Chriſti Perſon und Wohlthaten. Mel. Herr Gott, nun ſei gepvreiſet. 3 42 Hen Chriſt, der einig . Gotts⸗Sohn, Vaters in Ewigkeit, Aus ſeinem Herzen ent⸗ ſproſſen, Gleichwie geſchrieben ſteht: Er iſt der Morgenſterne, Sein Glanz ſtreckt er ſo ferne Vor andern Ster⸗ nen klar: 2. Für uns ein Menſch geboren Inm letzten Theil der Zeit, Der Mutter unverloren bheit, Den da a Den Himmel aufgeſchloſſen, Das Le⸗ hr jungfräulich Keuſch⸗ od für uns zerbrochen, ben wiederbracht. 3. Laß uns in deiner Liebe Und Erkenntniß nehmn zu, Daß wir im Glauben bleiben Und dienen im Geiſt ſo, Daß wir morgen mögen ſchmecken Dein Süßigkeit im Herzen Und dür⸗ ſten ſtets nach dir. 4. Du Schöpfer aller Dinge, Du väterliche Kraft, Regierſt von End zu Ende Kräftig aus eigner Macht. Das Herz uns zu dir wende, Kehr ab all unſre Sinne, Daß ſie nicht irrn von dir. 5. Ertödt uns durch dein Güte, Erweck uns durch dein Gnad, Den alten Menſchen kränke, Daß der neu hben mag, Wohl hier auf dieſer Er⸗ den Den Sinn und all Begehrden Und Gdanken habn zu dir. E. Cruzigerin, ſt. 1558. Sonſt: A. Cnophius, um 1525. Hymnus. Dank für Jeſu Zukunft. Mel. Herr Jeſu, meins Lebens. 3 43 Her Jeſu Chriſte, Gottes .) Sohn, Der du vom hohen Himmels⸗Thron Herab biſt kommen in die Welt Und uns zu Gut dich eingeſtellt; 2. Wir danken dir mit Herz und Mund Demüthiglich zu aller Stund, Daß du uns ſchenkeſt zum Erb⸗ 201 theil Durch dein Zukunft das ewge Heil. 3. Wir bitten dich, o treuer Herr, Weil nun das End nicht mehr iſt fern, Du wolleſt uns zu Gnaden dein Dir laſſen ſtets befohlen ſein. 4. Hilf, daß wir leben würdiglich Und in dir ſterben ſeliglich, Daß wir lieben und loben dich Hier zeitlich und dort ewiglich. Amen! D. Böhme, g. 1605, ſt. 1657. Wunder der Empfängniß Chriſti. Auf das Feſt Mariä Ver⸗ kündigung. Mel. Auf, mein Herz, geh mit. 3 4 4 Heu iſt uns der Tag er⸗ * Thſchienen, Worauf Adam ſchon ſo oft, Wie auch Jacob, und ſammt ihnen Alle Väter längſt ge⸗ hofft, Dran iſt Abraham erquicket, Als er ihn im Geiſt erblicket. 2. O des Tages voller Wonne, Welchem ſonſt kein Tag nicht gleicht, Seitdem, daß jemals die Sonne Hat um dieſes Rund geleucht. O der hoch gewünſchten Stunden, Die ſich nunmehr eingefunden! 3. O, du Anfang unſrer Freu⸗ den, Sei gegrüßt, gewünſchtes Licht, Als mit dem uns armen Heiden Jetzt ein neuer Troſt anbricht Und vor welchem wir ehdeſſen Stets in lauter Nacht geweſen! 4. Nunmehr trieft des Heiles Re⸗ gen Von des Himmels Höh herab Und die Wolken ſchütten Segen; O der großen Wundergab! Gott, der Herr, kommt ſelbſt auf Erden, Ein wahrhafter Menſch zu werden. 5. Nunmehr wird die höchſte Höhe Mit dem tiefſten Thal vereint, Ehre nimmt die Schmach zur Ehe, All⸗ macht wird der Schönheit Freund, Herrlichkeit kommt zu uns Armen Und aus Rache wird Erbarmen. 6. Jungfrau, ſo die Keuſchheit ſelber, Du gebenedeites Weib, Statt 202 der hohen Stern⸗Gewölber Wird dein unbefleckter Leib Heut zum Got⸗ tes⸗Thron erleſen, Du empfängſt ein ewigs⸗Weſen. 7. Hier iſt Gottheit in dem Kinde, Tochter, du mußt Mutter ſein, Selbſt das Heil wird hier zur Sünde; Du empfängſt und bleibſt doch rein: Jungfrau bleiben, ſchwanger gehen, Kann allhier beiſammen ſtehen. 8. O Geheimniß. deſſen Gleichen Man auf Erden nie geſehn! Dieſes iſt ein Wunder⸗Zeichen, Das von Gott iſt heut geſchehn. Welches kein vernünftig Sinnen Kann begreifen, noch gewinnen. 9. Vater und doch Kind daneben, Unſer Bruder, Fleiſch und Blut, Ach, was können wir dir geben Für dieß allzu große Gut? Hilf, daß wir mit Herz⸗Verlangen Geiſtlich dich, o Herr, empfangen! J. Franck, g. 1618, ſt. 1677. Auf das Johannes⸗Feſt. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. ochgelobt ſei unſer Gott, 345. 8 Der ſein Volk beſucht und liebet! Cr erlöſet aus der Noth, Weil er uns den Heiland gibet. Un⸗ ſer Horn des Heils iſt hier: Lobet unſern Gott mit mir! 2. Was der Herr verheißen hat, Solches hat er auch erfüllet; Nun wird unſern Thränen⸗Rath Unſer Kummer wird geſtillet; Unſre Ketten ſind entzwei, Wir Gebundne ſind nun frei. 3. Gott hat an den Eid gedacht, Den er Abraham geſchworen; Er hat einen Bund gemacht, Dieſer geht dnun nict Herlörene Ach, das iſ armherzigkeit: Lebt ihm dant ee him auch zi Jeſus macht von Daß wir ihm mit Feinden los, Willen dienen. Schätzen wir die Rettung groß, So b Advents⸗Lieder. 5. Das macht Gottes Vater⸗ jrund für di in*¼ Daß die Sonn uns aufgegangen bean dortit mſe Alſo weicht der Seelen⸗Schma bur Hſanna in d Wenn wir dieſes Licht erlangen a Dann vergeht die Höllen⸗Nacht: Ga Hen hä rſan nah nnd 63 . 1 3 1 nd 1 ugehen lün dn ſei Dank, der uns bedacht! bern Varun wilſtdu Fe 6. Nun, ſo ſind wir underzat Fijanna bit d 1 Fürchten keinen Todes⸗Schatten, Na 6 hunt hallehjn! ——, — mit Jeſu friſch gewagt! Dieſer Oulſ an Ehnals,9 7 i erfriſcht die Matten. Gehn wir dahßh uung Jeiu al en den Friedens⸗Weg: Jeſus, Jeſus i Bi Rnas. 1 der Steg. ach näth ar 4 4 3 4 b M. J. Neunherz, g. 165, ſt. N2,. Ma. Ah nuin betz, ge 5, g N 6 5 4 u, großer G2 Fröhli 47 h„Kuſend Fröhliches Hoſianna. 1 Matth. 21. v. 9. M u ms h. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 5 Rü dr Sde einzukehret. 346. Pſianna! Davids Satte hne enud b .£) Kommt in Zion ein 2 Aann imen, Geld z☚ zogen. Ach, bereitet ihm den Thra n, Stötnd Linder zu —— ind uw kar u beſiegen 7 9 du wwuct hörn, Ddl 7 ſon nicteheben, Sonder M. Setzt ihm tauſend Ehren⸗Bagu Streuet Palmen, machet Bahn, N er Einzug halten kann. 2. Hoſiannal ſei gegrüßt; Kon ſiſe ſttta wir gehen dir entgegen; Unſer en a Glthet iann man die u iſt ſchon gerüſt, Will ſich dir zu Füßett lden, Eann ſüßt den König n n legen. Zeuch zu unſern Thoren at un it nine dich mit Fœm Du ſollſt uns willkommen ſein. Kmen meherzens⸗aus, ar 3. Hoſianna; Friedens⸗Fürſt, Cie u in ſeſtlacte Hohle, Fran ren⸗König, Held im Streite, Alez krehne nn Seele! was du ſchaffen wirſt, Das iſt unſt: luttudoch zu jenen e Sieges⸗Beute. Deine Rechte hlebt ann zatgaßen Stat erhöht Und dein Reich allein betttt i e tireiten, Wen m 4. Hoſianna! lieber Gaſt, Wir ſih it Ahe int. Du witſ deine Reichs⸗Genoſſen, Die du ie ue un Meines 9, erwählet haſt: Ach, ſo laß uns u. ittefttn.* verdroſſen Deinem Scepter dientö unn ee Sinn un⸗ ſein, Herrſche Du in uns allein. herhn ni, wie dits 5. Hoſianna! komme bald, Luß nich in Gehes arin uns deine Sanftmuth küſſen, Woll umans e H 3 gleich die Knechts⸗Geſtalt Deine N. Waus in Sücen Lihe jeſtät verſchließen, Ei, ſo kennet ginn gerian tn. i ſchon Gottes und auch Davids⸗Soht.. 6. 8 diſt du vorwille. 6. Hoſiannal ſteh uns bei, O Hert, en, Wegih Wen 6 „. 1— 3 hilf, laß wohl gelingen, Daß wir ohne b hi m die nhden Heuchelei Dir das Herz zum Opfet elßer Wah iſchs ringen. Du nimmſt keinen Jünge jer gdig m muß vuch dei onbe rünen Daß an recht und heilig lebt Und das Herz zu Gott erher— an, Der dir nicht gehorchen kann. 7. Hoſianna! laß uns hier an den Oelberg dich begleiten, Bis wir enn a t Gottes N uns aug ſtens für und für Dir ein Pſalmen⸗ n wi. er Sellen⸗s Lied bereiten. Dort iſt nnſer Beth⸗ verg 1 jes Licht an phage: Hoſianna in der Höh! 12 eHöllen⸗un 8. Hoſianna nah und fern! Eile, Nur s bedatt bei uns einzugehen. Du Geſegneter ten 41 t m des Herrn, Warum willſt du draußen een e Todes⸗Scha ſtehen? Hoſianna! biſt du da? Ja, eſu ſi t evagt din du kommſt, Halleluja! riedee Zach Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Bewillkommnung Jeſu als un⸗ ſers Königes. Mel. Auf, mein Herz, geh mit zu. . eſu, großer Gnaden⸗ Sun 1 Hoſianm. 347. J rigs Tauſend Dank Main 21. v. 9. ſei dir gebracht, Alle Welt iſt dir zu l. M autzeſum usizn venig; Doch haſt du uns hoch ge⸗ 4„7 mnn d uit acht, Auf der Erde einzukehren, Ihr 9. 1 f t¹Dois den Himmel zu gewähren. 12 u 2. Andre vnngen Geld zu krie⸗ mgen, Städt und Länder zu zerſtörn, tPa ulend Chre⸗h dand und Leute zu beſiegen; Dieß e ae 1 jl zgeri i zil ſichdug leiden, Salem ſtößt den König aus; Zeut at unſer Am Nun, ich nehme dich mit Freuden lſt un millkommen un J oſian am Friedens⸗zußſ nun in die ſchlechte Höhle, Komm, nig, itsß im Streit,! bewohne meine Seele! ſcho ufwirſt, Aas. 4. Machſt du doch zu jenen Zeiten Beu deine Nart Keinen weltlich großen Staat, Läßt Und m Reich allent dir Kleider unterbreiten, Wenn man oſian im eber Gaſt Uſ nicht Tapeten hat; Du wirſt auch teichs ofen, u 5 vene Nlohen Meines Herzens t haſ th, ſo laßu nicht verſchmähen. 109 91 gſd 5. Komm, regiere Sinn und Wil⸗ errſch in uns aln len, Herrſch in mir, wie dirs gefällt; oſian in komme bi Laß mich dein Geheiß erfüllen Und ne S a uth küſen. ſo wandeln in der Welt, Daß bei ie Kn Geſtalt dn mir aus allen Stücken Liebe, Treu, ſſchlie Ei, ſ ien Gehorſam blicken. dden neh ottes an uuch Darde 6. Sonnſt wirſt du vorwillen neh⸗ ſiam an huns bi men, Wenn ich Wenig liefern kann, wohl gen Daui. Und mein Opfer nicht beſchämen; Herz un Nimm die Seufzer gnädig an, Wie 5 3 anſt keinen R du dort vorlieb genommen, Ob man 1SDl a arhorbn nur mit Zweigen kommen. ſan ü9— ſing 7. Unter Jeſu iſt gut wohnen: Gna⸗ 3 A 9 h cht 1 C. dich ken, Bm e, Licht, Gerechtigkeit, Friede, Freude, — Advents⸗Lieder. 203 Himmelskronen ſind dem Unterthan bereit. Unſer König, den wir ken⸗ nen, Läßt ſich unſern Bruder nennen. 8. Hoſianna in der Höhe! Hörets, Höll und Welt zugleich, Daß ich unter Jeſu ſtehe Hier in ſeinem Gnadenreich! Wollt ihr mich von Jeſu reißen? Er wird euch den Kopf zerſchmeißen. 9. Zeige deinen Unterthanen, Daß du noch ihr König ſeiſt, Ach, zerreiß der Feinde Fahnen Und regier uns durch den Geiſt, Daß wir Chriſten himm⸗ liſch werden, Weil dein Reich nicht auf der Erden! M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Jeſus als unſer König. Mel. Brunnquell aller Güter. 3 4 8 Jeſu, großer König! Ich bin .gar zu wenig, Dich zu neh⸗ men ein. Komm doch aus Erbarmen Indie Glaubens⸗Armen Und den her zens⸗Schrein! Die Herz⸗Pforte ſteht dir offen, Ich will Hoſianna rufen. 2. Mein Herz iſt beladen, Löſe es in Gnaden Zu erwünſchtem Lauf. Du biſt ja ſanftmüthig Und dein Herz demüthig, Hilfſt den Sündern auf. u kommſt arm zu mir auf Erden, Daß ich ewig reich mag werden. 3. Ach, du Heil der Sünder, Die verlornen Kinder Nur verlangen dich! Zion, die Betrübte, Deine Vielge⸗ liebte Freuet innig ſich; Sie ſpricht: Kehre ein mein Leben, Alles ſei dir übergeben! 4. Du ſiehſt meinen Willen Und wirſt das erfüllen, Was an mir ge⸗ bricht, Mich ja nicht verſchmähen, In mein Herz zu gehen, Das auf dich gericht. Komm, mein Helfer, meine Treue, Dein hilfloſes Kind erfreue. 5. Ich will freudig ſtreuen Deine Sieges⸗Maien, Herre Zebaoth! Unter deine Füße Breit ich mich und küſſe Dich, mein Herr und Gott! Deinen Gnaden⸗Scepter neige, Wenn ich mich⸗ ſo vor dir beuge. 6. Oeffnet Herz und Pforten Weit an allen Orten, Nehmt den König ein! Wer ihn will ausſchließen, Wird — 2*—— ſ⸗ 1——))“ e 1 8 3 8 4 8 ——.“ . 1 —— v 204 auch ewig müſſen Ausgeſchloſſen ſein. Den, der Jeſum wird einneh⸗ men, Soll der Himmel dort beque⸗ men. 7. König aller Ehren, Dein Reich zu vermehren. Herrſche als ein Held! Für dein Volk zu ſtreiten, Tritt uns an die Seiten Bei der böſen Welt. Herr, es müſſe dir gelingen, Dein Lob hier und dort erklingen! 8. Herrſche im Gemüthe, Herze und Geblüte Sind dir unterthan! Du wirſt mich regieren, Zu der Herr⸗ ſchaft führen In den Himmel an, Da wird dir mit Engels⸗Zungen Kraft und Ehre zugeſungen. Abrah. Kleſel, g. 1635, ſt. 1702. Begierde nach Jeſu Zukunft. Mel. Nun komm, der Heiden. 3 49 Jeſu, komm doch ſelbſt zu . ☛ mir Und verbleibe für und für; Komm doch, werther See⸗ len⸗Freund, Liebſter, den mein Herze meint. 2. Tauſendmal begehr ich dich, Weil ſonſt Nichts vergnüget mich. Tauſendmal ſchrei ich zu dir: Jeſu, Jeſu, komm zu mir! 3. Keine Luſt iſt auf der Welt, Die mein Herz zufrieden ſtellt. Dein, o Jeſu, Beimirſein, Nenn ich meine Luſt allein. 4. Aller Engel Glanz und Pracht Und was ihnen Freude macht, Iſt mir, ſüßer Seelen⸗Kuß, Ohne dich Nichts, als Verdruß. 5. Nimm nur Alles von mir hin, Ich verändere nicht den Sinn. Du, o Jeſu, mußt allein Ewig meine Freude ſein. 6. Keinem Andern ſag ich zu, Daß ich ihm mein Herz aufthu; Dich al⸗ leine laß ich ein, Dich alleine nenn ich mein. 7. Dich alleine, Gottes Sohn, Heiß ich meine Kron und Lohn; Du, für mich verwundtes Lamm, Biſt al⸗ lein mein Bräutigam. 8. O, ſo komm denn, ſüßes Herz, Advents⸗Lieder. Und vermindere meinen Schmaz Denn ich ſchrei doch für und fußrſ Jeſu, Jeſu, komm zu mirr n 9. Nun, ich warte mit Geduhts Bitte nur um dieſe Huld, Daß it mir in Todes⸗Pein Wolltt ein ſit Jeſus ſein. —— — — J. Scheffler, g. 1624, ſt 16 — — i zurmanam geni Von dem Geheimniß der perſtetft di erurſhmnn lichen Vereinigung in Chriſte De es aign 13 etunft, N dch. auss id,de Cwe 3 Mel. Ein Kindlein, ſo löbelich. wach Der i au beriich gpangen, De Nut an ſih 350 I mamel laß demmu herr 2 9. Geiſt Mich dein baen gleitund 1 heimniß lehren, Dich, Jeſum, daigtit Kautt nch dem. Gott⸗Menſch heißt, In Demut nich tat Mein u verehren, Du biſt ein Gott vor alnen unditn ſen, Fn de Zeit Und hochgelobt in Ewigkeit h — — erſchaſt itmen, Was rn doch im Fleiſch erſchienen. Gehenitetteick.. niß, du biſt kindlich groß, Der hat i. Weſat men Glaube nu macht ſeine Knechte loß Und intnu Ghft und ſicher hr n für dieſe dienen! Rt Jreuien ad ich meinen 1.4 2. Denn über ſeiner Muttertn Wutdr et zu ſchauent a War Gottes Geiſt gekommen, i batRenitede für mich hin l da umgab den Mann das Weih⸗wt aananue d nich erwarb, k hat Gott angenommen Die wat Anderſanitanen, Mein t n menſchliche Natur; Allein es itu ind ihn at ſehn. Ach Menſchheit nur Selbſtſtändig in a i lad n dieß geſchehntn e Sohne, Doch ſo, daß aller Gottt inn, Hi pin, Amen! Licht, Die Fülle, welcher Nichts pe Nanuhan Krauſt, g. G bricht, In ihm leibhaftig wohne V 3. Das Wort ward Feit ddinn Nattb. 21. 9. Ra gän gun laß ih nit „wie ande I 3 d nehs 1 Anlete ee, deſſen alle H In der Perſon kann keine Zeit Aun 3 donmo heland aller,, ſelbſt der Tod nicht ſcheiden. Gu And tſehen ofen hr iſt ein Menſch, ein Menſch iſt Got deneis Jer, Komm, mit gegjer Spott, Ein Gott⸗Menſchmußtebän 1 5 1 — — — Dl. jNnnn mei ditgs⸗Lälm 1 2 2 ve auttryere me in ie gh 6 men dren Eigenſchaft Am ganzen Chriſto preiſet. 1 3 Im Fleiſche ward Gott offenbar, m Das Leben iſt erſchienen, Er iſt, eh Abraham noch war: Gott ſollt durch 1n Blut verſühnen. Die Menſchheit hat mit aller Pracht Auch göttliche Ge⸗ .Sürffer a, walt und Macht Im Himmel und — Advents⸗Lieder. 205 dir erzeugen Und im Glauben dein Verdienſt Mir zueignen mit Ge⸗ winnſt. 4. Hoſianna! Davids Sohn, Ach Herr, hilf, laß wohl gelingen! Laß dein Scepter, Reich und Kron Uns viel Heil und Segen bringen, Daß in Ewigkeit beſteh: Hoſianna in der öh! auf Erden. Der zwei Naturen große Höh 1 der mheimuiß ua. Kraft Hat unzertrennt gewirkt und hen Lan nigun— ſcafft, daß wir verſöhnet werden. ung inah 6. Dieß Alles iſt geheimnißvoll, Mel. 1g Kinlen, 1 un Vernunft, gib dich gefangen, Mein 2s manu h ihwaches Fleiſch, die Erde ſoll In . E Geiſt R eſu herrlich prangen, Der nahm niß l an d Mc d mein Fleiſch und Blut an ſich, Die Men dic, Jem Ewigkeit vereinigt mich dem Heile, ren eißt, In An das mich heilet. Mein Freund iſt Und adn ite Getg mein und ich bin ſein, In der Ge⸗ Ep tin Guit meinſchaft iſt gemein, Was er mir din a aſſciemn mitgetheilet du it dlich goß. 7. Wohlan, mein Glaube kann „en a t nechte bß ie hierauf Ganz feſt und ſicher bauen, ieſe d uil Mit Freuden end ich meinen Lauf, Denz u der ſeiner Mu Das Wunder dort zu ſchauen: Der Got min zeiſt geionn Gatt⸗Menſch, der für mich hinſtarb, ngab Mann dasl Immanuel, der mich erwarb, Heißt Gott am nommen I Wunderſam mit Namen; Mein Fleiſch hliche aſe rur, Allin wird ihn erhöhet ſehn: Ach Gott, chheit m Selbſtſtinm wie bald wird dieß geſchehn? Ja, e, Di tl), daß allet omm, Herr Jeſu, Amen! Die. welcher N M. Jonathan Krauſe, g. 1701. In aut leibhaftig ut üin Hoſianna. Matth. 21. 9. Das t ward ſai n 5 inſtmn Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. ſchaft er er vu 35 Kaum⸗ du werthes Löſe⸗ er. T uldei Naumat 1. MGeld, deſſen alle Heiden r Pe un kann keine zi hoffen, Komm, o Heiland aller Welt! der ann ucht ſchedn Thor nnd Thüren ſtehen offen: Komm Mer inein Menſhi in angewöhnter Zier, Komm, wir kam Welt bu warten mit Begier. Ein Menſchm 2. Zeuch auch in mein Herz hinein die Jun Vereinn O, du großer Chren⸗König, Laß mich ſtaun ahen, Iig deine Wohnung ſein! Bin ich armer Verm un ung, N Menſch zu wenig, Ei, ſo ſoll mein La 31 Doh u Meicthun ſein, Wenn du bei mir ennte nd Mädie 3. Nimm mein Hoſianna an Mit 8 m almn mmd den Sieges⸗Palmen⸗Zweigen: So viel ait 4 Au ud de ich nur immer kann, Will ich Chre 3 Gottfr. Olearius, g. 1635. ſt. 1711. Von der Gottheit Jeſu Chriſti. Mel. Nun lob, mein Seel, den. 352 Kommt, Seelen, und beſchauet Des ewgen Sohnes Herrlichkeit! Eh Gott die Welt gebauet, So war er ſchon vor aller Zeit. Gott ſelbſt hat ihn ge⸗ zeuget, Er iſt des Vaters Bild, Vor dem ſich Alles beuget, Was Erd und Himmel füllt, Er iſt die Him⸗ mels⸗Krone, des Vaters Freuden⸗ Spiel, Der ſich in dieſem Sohne Am liebſten ſehen will. 2. Der Vater hat ſein Weſen Von Ewigkeit ihm mitgetheilt Und ihn dazu erleſen, Daß er den Biß der Schlangen heilt; In ihm hat ſich ergoſſen Der Gottheit Glanz und Pracht, Durch ihn iſt ausgefloſſen Das Licht in unſre Nacht, Er iſt ein Strahl der Sonne, Die keine Flecken kennt, und die mit Kraft und Wonne Die Finſterniſſe trennt. 3. Es wohnt in ſeiner Hütten Des wahren Gottes Nam und Zier Des Vaters Art und Sitten Sieht man ganz ausgedrücket hier: Vor Grund⸗ legung der Erden War er in ſeinem Schooß; Er ſprach, ſo mußte wer⸗ den Der große Erden⸗Kloß: Der Krea⸗ turen Orden Schließt dieſen Sohn nicht ein, Sie ſind durch ihn gewor⸗ den, Er muß ihr Schöpfer ſein. 4. Er träget alle Dinge Durch ſein allmächtig kräftig Wort, Was groß iſt und geringe, Geht nur durch ſei⸗ nen Willen fort, Sein weiſer Schluß regieret Die unterworfene Welt Weil er das Ruder führet, Geſchieht, was —— ——— ſ“ 206 ihm gefällt. Wird er die Stimm er⸗ heben, So wird Grab, Meer und Luft die Todten wiedergeben, Die er zum Leben ruft.. 5. Ihm läßt Gott Ehr erzeigen, Die keinem Fremden zugehört, Vor ihm muß man ſich beugen, So oft man ſeinen Namen hört, Der Him⸗ mel wirft ſich nieder Vor ſeinem hohen Thron, Der Seraphinen Lie⸗ der Erheben ſeinen Sohn. Wer nicht auf dieſer Erden Auf ihn allein ver⸗ traut, Der kann nicht ſelig werden, Der hat auf Sand gebaut. 6. Dir ſei Lob, Preis und Ehre, Erhabner Heiland, großer Gott! Be⸗ ſchäme und bekehre Die ſtolze und verwegne Rott, Die deine Krone rau⸗ bet Und frech mit Füßen tritt, Die deinem Wort nicht glaubet, Theil ihnen Gnade mit, Dich gläubig zu erkennen, Laß die, ſo dich erkannt, In deiner Liebe brennen, Dein Ruhm füll jedes Land! D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Freudige Aufnahme Jeſu. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 5 kommſt du, kommſt du, 353. K Licht der Heiden? Ja, du kommſt und ſäumeſt nicht, Weil du weißt, was uns gebricht, O du ſtarker Troſt im Leiden Jeſu, meines Herzens Thür Steht dir offen, komm zu nid du biſt b b „Ja, du biſt bereits zugegen, Du Welt⸗Heiland, Jungfraun 3 Sohn; Meine Sinne ſpuren ſchon Deinen gnadenvollen Seegen, Deine Wunder⸗ Seelenkraft, Deine Frucht und Her⸗ zens⸗Saft. 3. Adle mich durch deine Liebe, Jeſu, nimm mein Flehen hin, Schaffe, daß mein Geiſt und Sinn Sich in deinem Lieben übe! Sonſt zu lieben dich, mein Licht, Steht in meinen Kräften nicht. .4. Jeſu, rege mein Gemüthe Jeſu, öffne mir den Mund, Daß dich mei⸗ nes Herzens Grund Innig preiſe für die Güte, Die du mir, o See⸗ len⸗Gaſt, Lebens⸗Zeit erwieſen haſt. Advents⸗Lieder. 5. Laß durch deines Geiſtes 1 ben, Liebe, Glauben und Genu zu dir ſein Hoch erhaben: Dann ſo ich ſingen dir Hoſianna für und f E. C. Homburg, g. 1605, fi. lu Chriſti. Mel. Schmücke dich, o liebe Seen Durch Bereuung meiner Schuld Mut 3— Von dem königlichen Amt 6, HA en Uleber Jore, — — — — —— —— —= 2— — ——y, = 3— S= önig, dem kein fu 354. Rnr Deſſen Nu kein Mund erreichet, Dem als Ge das Sceptex führet, Dem das Ni gehört zum Throne, Als des Wa ewgem Sohne, Den ſo viel kommenheiten Krönen, zieren u begleiten! 2. Himmel, Waſſer, Luft und ch Nebſt der ungezählten Heerde N Geſchöpfe in den Feldern, Fu Seen, in den Wäldern Sind, m über Tod und Leben, Dir zunt genthum gegeben; Thiere, Menſte Geiſter ſcheuen, Menſchen⸗Sohm it mächtig Dräuen. 3. In des Gnaden⸗Reiches Gm 4 3 — — — glänzen, Wo viel tauſend treuee Die durchs Scepter deines Mude Nach dem Recht des Gnaden⸗Bunde wie du, das Unrecht haſſen. △e Von der Menge deiner Knechte, verklärtes Antlitz ſchauen, Dienſt erweiſen. dem Ueberfluß der Schätze, An d Ordnung der Geſetze An Vurnj 3 1 Bürger haben; Du beſchüteſt dei Feinde lichkeit der Gaben, Welch Freunde, Du bezwingeſt deine das Reich gebühret, Der als Ma — zen Sieht man dich am ſchönſt len Dich zu ihrem Haupt erwähſn Sich von dir regieren laſſen Un In dem Reiche deiner Efmt Kann man ſtets dich loben hän Von dem himmliſchen Geſchan dort ohne Furcht und Grauen N Die dh unermüdet preiſen Und dir Ehr un zeſus dunt ils ein pil. aah. 9. v. 8. reigenet da 42 2 E bes derz edent M 55. Tn Fumn aichte dih ſit freudig auf l 4 Ganithe, Jeſtss ar als en öug, Der ſich. cſer umt Und ſih durc= dar dr ch celſt zu dein— derpfändt.... 1 AcendeferdiruGut J= de Wältgoonnen. Als ein E te auo Pdm Himmel auft ten. Wen hefer herrſcht 1— ntr us in Gnaden⸗Reich— a helft wder kommen Ur n ſelbt when gleich. 4. Die ſch nun Helfer r dd zwe nit in bloßen Jm ſendennzit e in der That= eſtge deſt Amen. Was i. un duchiſte Sucheſt H nuldaſch deinen Helf— a dn lethalben nah. dßlſen allezit; L dit im ihm Ungen; m Nnng zu. A älch agen: Du hat= ſas ich dei uch dein 4 Jlauber ch— 1 eſen 33 4 ingen 1 Hoſian fan ambutz i Von us königlicen 4 Chhriſti Rel E Inde k. dich, lic 1 nng, den ichet, Deſe Scep mihret, Dem u 4 2 t zuf wone, As 6 denhs a nn Krönen, iten! n, in Him hn Laſſer, At W der an ezählten q üpfe u den Feden, in 1u. Wälden en Tod n Leben, R um e aen n. Thiere R. er ſch an Menſcheren ig D um. In d a imaden⸗Rechs Sieht mn dich an en, Wachel tauſend dich z n em Haupt urchs 33 npter bun 4 dem d ant des Gnadai von an regieren liſt u, de n necht haſen In un Keiche deir mar M dich bbn dem an aliſchen O der Maul deiner Fnett hne mnßt und Gru tes I unl ſchauen, d üdet mmen Und dich erwe um„ — Me im in dreien Nie am zu verglacf eberft iner Schäh⸗ ng d un eſetze A er en, 1 hab mu beſch e, Di mlingeſt dein San zen Ueber Zorn, Schhmerzen; Laß mich deinen Schutz 355 6. Herrſche auch in meinem Her⸗ Furcht, Luſt und enießen, Laß mich dich im Glauben üſſen, CEhren, fürchten, loben, lieben Und mich im Gehorſam üben, Hier mit leiden, kämpfen, ſchwitzen, Dort mit auf dem Throne ſitzen. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Jeſus kommt als ein Helfer. Zach. 9. v. 8. In eigener Melodie. iebes Herz, bedenke doch Deines Jeſu große Güte, Richte dich jetzt freudig auf Und er⸗ wecke dein Gemüthe! Jeſus kommt dir als ein König, Der ſich deinen Helfer nennt Und ſich durch das ort dir alſo Selbſt zu deinem Heil verpfändt. 2. Als ein Helfer dir zu Gut Iſt er in die Welt gekommen; Als ein Helfer iſt er auch In den Himmel aufgenom⸗ men; Als ein Helfer herrſcht er jetzo Unter uns im Gnaden⸗Reich; Als ein Helfer wird er kommen Und uns ihm ſelbſt machen gleich. 3. Da er ſich nun Helfer nennt Und zwar nicht im bloßen Namen, Sondern zeigt es in der That; Was er ſaget, das iſt Amen: Was beküm⸗ merſt du dich ofte, Sucheſt Hilfe hie und da? Der ſich deinen Helfer nen⸗ net, Iſt dir allenthalben nahh. 4. Er will helfen allezeit; Was dich drückt, darfſt du ihm klagen; Stößt dir Noth und Mangel zu, Du darfſt ihm nur kindlich ſagen: Du haſt einen ſolchen Helfer, Der von Ewigkeit dich liebt, Der die Noth auch ſelbſt erfah⸗ ren Und im Leiden ſich geübt. 5. Ja, er will es nicht allein, Son⸗ dern nimmt es ſo zu Herzen, Daß er dich nicht laſſen kann, Wenn du ſchreiſt in deinen Schmerzen. Er ſpricht: Es bricht mir mein Herze, Daß ich mich erbarmen muß, Und dann gibt er zur Verſichrung Einen ſüßen Gnaden⸗Kuß. Advents⸗Lieder. 207 6. Nun, mein Jeſu, weil du dich Selbſten unſern Helfer nenneſt Und zu deinem Herzen uns Freien Zutritt herzlich gönneſt, So komm ich und falle nieder Hier vor deinem Gnaden⸗ Thron. Du kannſt dich ja nicht ver⸗ leugnen; Hilf mir, großer Gottes⸗ Sohn. 7. Hilf mir allzeit ritterlich Rin⸗ gen in den Glaubens⸗Kämpfen; Hilf mir auch mein Fleiſch und Blut Durch dein Kreuz und Leiden däm⸗ pfen; Hilf, daß ich mög überwinden, Wie du überwunden haſt; Hilf mir Aidlich ſelig ſterben Und ablegen alle a ſt. 8. So will ich dich, meinen Gott, Stets als einen Helfer preiſen; Ich will auch durch deine Gnad Hier ſchon in der That erweiſen, Daß ich einen Helfer habe, Der da herrſcht in aller Welt, Und auf welchen ganz alleine Meine Hoffnung bleibt geſtellt. 9. Halleluja! Dank ſei Gott, Der uns dieſe Gnad erzeiget Und auf uns, ſein armes Volk, Seine Huld ſo reichlich neiget, Daß er ſeinen Sohn uns ſchenket, Der uns nicht verlaſſen kann. Amen, Amen, Halleluja Singe mit mir Jedermann! Chr. Jac. Koitſch, g. 1671, ſt. 1135. Bewillkommnung Jeſu. Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude. ijebſter Jeſu, ſei will⸗ 356. 1 kommen Hier in dieſer böſen Welt, Da du nicht wirſt an⸗ enommen, Da man dich verächtlich hält: Ich, ich will dich nicht verſcher⸗ zen, Wohne nur in meinem Herzen. Du biſt mein uud ich bin dein, Al⸗ lerliebſtes Jeſulein! 2. Zwar du kommeſt gar nicht prächtig, Aber ich bin ſchon vergnügt: Du viß dennoch reich und mächtig, Haſt mir Alles zugefügt, Was mich Sünder, was mich Schwachen Kann gerecht und ſelig machen. Du biſt mein und ich bin dein, Allerliebſtes Jeſulein! 3. Dein ſo armes Kummer⸗Leben — — 3 4— 3 — 1 1 6 — 8 4 4—— * 4* 6 8— 2. 2 8—— 5 ₰————— ——““ 3—————— * 8“ 8* 8“—— 1—— 8———. ——— 3 4 3—=— 8 *—————————— 8 —————— 5 4 ſſ ,,——*— 8— 3 4— ———. 8* 1 3 8 —“ —————— 4——“ — 1 C——— ———ÿÿ“——— N — ——— Soll mein Reichthum allzeit ſein; Nun bin ich dir ganz ergeben Und vertraue dir allein, Daß du mir in jenem Leben wirſt die Ehren⸗Krone geben. Du biſt mein und ich bin dein, Allerliebſtes Jeſulein!— 4. Will dich alle Welt gleich mei⸗ den, Dennoch find ich mich zu dir; Dich und mich ſoll Nichts je ſcheiden, Sondern ich will für und für Unver⸗ rückt an dir bekleiben, Todt und le⸗ bend dein verbleiben. Du biſt mein und ich bin dein, Allerliebſtes Jeſulein! 5. Deine Schmach und deine Schande, So dir dieſe Welt anthut, Dienet mir zum höchſten Pfande Und verſichert meinen Muth, Daß du mir in jenem Leben Wirſt die Ehren⸗Krone geben. Du biſt mein und ich bin dein, Allerliebſtes Jeſulein! 6. Nun, mein Herze ſteht dir offen, Zeuch, mein Heiland, bei mir ein! Laß mich nicht vergeblich hoffen, Laß mich nur dein eigen ſein; Tilge du all mein Verbrechen, So kann ich ſtets fröh⸗ lich ſprechen: Du biſt mein und ich bin dein, Allerliebſtes Jeſulein! M. S. Groſſer, g. 1664, ſt. 1736. Dankſagung für die Zukunft Chriſti. Mel. Vom Himmel hoch, da komm. 3 57 pob ſei dem allmächtigen * ☛ Gott, Der ſich unſer er⸗ barmet hat, Geſandt ſein allerliebſten Sohn, Aus ihm geborn im höchſten Thron. 2. Auf daß er unſer Heiland würd, Uns freite von der Sünden Bürd Und durch ſeine Gnad und Wahrheit Führte zur ewigen Klarheit. 3. O große Gnad und Gütigkeit! Otiefe Lieb und Mildigkeit! Gott thut ein Werk, das ihm kein Mann, Auch kein Engel verdanken kann. 4. Gott nimmt an ſich unſre Na⸗ tur, Der Schöpfer aller Kreatur, Ver⸗ achtet nicht ein armes Weib, Zu wer⸗ den Menſch in ihrem Leib. Advents⸗Lieder. 5. Des Vaters Wort von Ewig Wird Fleiſch in aller Reinigkeit, Ia A und O, Anfang und End, Gin ſich für uns in groß Elend. 6. Was iſt der Menſch, wasſ ſein Thun, Daß Gott für ihn gi ſeinen Sohn? Was bdarf unſer de höchſte Gut, Daß es ſo unſerthalte thut?. 7. O Weh dem Volk, das dich dar acht, Der Gnad ſich nicht theilhaßtg macht, Nicht hören will des Sohme Stimm! Denn auf ihm bleibet Ges tes Grimm. 8. O Menſch, daß du es nicht he⸗ ſtehſt Und dem König entgegen gaif Der dir ſo ganz demüthig kommtun ſich dein ſo treulich annimmt! 9. Ei, nimm ihn heut mit Freudan an, Bereit ihm deines Herzens Bazn Auf daß er komm in dein Gennitt Und du genießeſt ſeine Güt. 10. Unterwirf ihm deine Vernut In dieſer gnadenreichen Zukunft, i tergib ſeiner Herrlichkeit Die Wi deinr Gerechtigkeit. — — — Bewahrt dich vor der Höllen⸗Pen⸗ 8 Wo nicht, ſo ſieh dich eben für da er ſchleußt dir des Himmels Thu⸗ dre wird erſchrecklich ſein, Den Geßt⸗ loſen zu großer Pein. Werden alsdann zur Freud eingenn Und beſitzen der Engel Chör, Daßſe kein Uebel mehr berühr. 14. Dem Vater in dem höchſten Sohn, Dem heilgen Geiſt zu gleiche Weis In Ewigkeit ſei Dankund Prei Pf. 24, v. 7— 19. In eigener Melodie. bnnd alit Wel Ilg ih, uuchzt, 11. Wo du dieß thuſt, ſo iſt erdi m iin uſt eun 7 en audt, m 1h deeni Got Nin r8 aich von Rath... 12 Erprt, in2 aritftie ſein beſät Fänigs⸗Aron jt Hellge kunh ſ Vornherigtit 8 4 ſeth zun Gder bringt, tt, nit Frelden ſingt. Is ſi mein Got, Mein Heilan? unn Tha 3, D villdem Land, o 2 eindt, edieen König 1 † Pohl aln Heten insgene iſſer Koig zehet en’ G rechte emade⸗Sonn, BEWi ich lauber Freud und Wo obet ſeimin Gokt, Mein 1 1 fruh und pct 4 Mät loh die Thür, d nacht net, Er Herz zum bereit Aur Jveiglein dee= lcteit Stctauf mt Anda id Frad Eo komnt dei 2 uh zu ah Jn Hell und L Iſt in ſanftmüthiger Geſtalt; Die ue Thron Sammt ſeinem eingebornn M. Weiß, ſt. 1540. 5 acht hoch die Thür, die 358. M Thor macht weit! G kommt der Herr der Herrlichkeit, En König aller Königreich, Ein He⸗ Meich Gärbetſei mein Ge⸗ , ul dhwr voll Gnad 12. Sein erſte Zukunft in die Wit om d men Heilan= dſt geis Herzens T— mnit Ah euch mit denet — — großer Pein ö.eN ſundlichteit an 13. Die aber jetzt in Chriſto ſtehn. 5 An helher Geiſt d aam deg aur epga, enen dein, ohe demd Chr! 6.Weiſſl, g.159 ——— —— — üh Lobgeſanges 4 lede munter, mein Ge 9 Mine Seele ſoll dihulln mne Wo Amsß thuſt oß hrt da thor der Häle ir iin dich eben i Die ebel nuzs berühr. Dem Mar in dent6 1 San um einem einne 8 6 Dem n nen Geiſt zat In Ew ams ſei Dankmh M. Weiß, ſ Pf. 4* v. 7—19. V In unir Melodit. . 1 1 por mactni der H mer denlitt aller a igreit, vpen jauchzt, mit Freuden ſingt: reich von Rath! t von That! 1 Stadt, Die dieſen König bei ſich hat! umn dieſer König ziehet ein! Er iſt die in rechte Freuden⸗Sonn, Bringt mit obet ſei mein Gott, Mein Troſter 1 Chriſt! rd er 4 lich ſein, da zu gr u Pein. etzt in Chrſte n als zuns zur Frad ſſtzen nteongel Chür, N. erſchein! Dein heilger Geiſt uns führ 1 und allein Pfleget die betrübten Ar⸗ Advents⸗Lieder. 209 land aller Welt zugleich, Der Beil Lnhe, utt nimmt doch ſich unſrer r 2 und Leben mit ſich bringt; De lobet ſei mein Gott, Mein Schöpfer, 2. Er iſt gerecht, ein Helfer werth, Sanftmüthigkeit iſt ſein Gefährt, Sein Königs⸗Kron iſt Heiligkeit, Sein Scepter iſt Barmherzigkeit; All unſre Noth zum End er bringt; Derhalben jauchzt, mit Freuden ſingt: Gelobet ſei mein Gott, Mein Heiland, groß 3. O wohl dem Land, o wohl der Wohl allen Herzen insgemein, Da ſich lauter Freud und Wonn: Ge⸗ früh und ſpat! 4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit, Eur Herz zum Tempel zubereit! Nur Zweiglein der Gott⸗ ſeligkeit Steckt auf mit Andacht, Luſt und Freud! So kommt der König auch zu euch, Ja Heil und Leben mit zugleich: Gelobet ſei mein Gott, Voll Rath, voll That, voll Gnad! 5. Komm, o mein Heiland, Jeſu Meins Herzens Thür dir offen iſt; Ach, zeuch mit deiner Gnade ein, Dein Freundlichkeit auch uns und leit Den Weg zur ewgen Selig⸗ keit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr! G. Weiſſel, g. 1590, ſt. 1635. Inhalt des Lobgeſanges Mariä. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. eine Seele ſoll erheben 359. Menes ſüße Gütigkeit, Und ich will in meinem Leben Mei⸗ nen Heiland hocherfreut Preiſen und ihm dankbar ſein; Denn er einig men Anzuſehen mit Erbarmen. al⸗ an. Ge⸗ ben, Stößt er in der Höllen Die da fromm und niedrig bleiben, Setzt er auf den Ehren⸗Stuhl, Macht die Hungerigen ſatt, Läßt die Reichen leer und matt Und hilft allen ſei⸗ nen Frommen, Wenn die Böſen gar umkommen. 2. Sind wir gleich ſchlecht und „wie große Wunder⸗Dinge Hat er ſchon an uns gethan, Uns erſchaffen und erlöſt, Auch erhalten und getröſt, 2 Gaben ewiglich zu rühmen haben. Daß wir ſeine gute 3. Und zwar läßt er ſeine Güte Noch jetzo nicht alle ſein, Sein erbar⸗ wendes Gemüthe Stellt ſich täglich wieder ein. und ehrt, Da wird ſeine Gunſt ver⸗ mehrt, Und er Leuten Seine Gnade ſich ausbreiten. Wer ihn fürchtet, liebt läßt bei frommen 4. Gottes unerſchöpfte Treue Spricht uns alle Morgen zu Und beſuchet uns auſs Neue, Schauet, was ein Jeder thu, Gibet, was uns Gutes fehlt, Dämpfet, was uns plagt und quält Und, blitzen, ſitzen. wenn Kreuz und Trübſal Läßt er uns im Schooße 5. Die Gewalt und Hoffahrt trei⸗ Pfuhl, 6. Nun, o Vater, laß den Deinen Solche deine Gütigkeit Immer für und für erſcheinen; Hilf der armen Chriſtenheit Und beſuche wohlgemeint, Als der allertreuſte Freund, Uns mit deinen Gnaden⸗Schätzen, Daß wir uns mit dir ergötzen. M. S. Liskov, g. 1640, ſt. 1689. Das rechte Advents ⸗Herz. In eigener Melod 360 Merſchen Kind„ merk . eben, Was da ſei dein Leben, Warum Gott hat ſeinen Sohn Geſandt vom höchſten Thron, Hat baſſen Menſch werden Hier auf dieſer rden: 2. Nämlich, daß er lehre, Dich zu ſich bekehre, Für deine Schuld ſterbe, Gnade dir erwerbe, Dich vor Gott vertrete Und ſtets für dich bete. 14 210 3. Und daß er durch ſein Geiſt, Den er ein Tröſter heißt, Und durch ſein Wort kommen Dir zu Troſt und Frommen, Möcht in deinem Herzen ohnen ohne Schmerzen. 4. Ei, gib Statt dieſem Geiſt Und thu, was dich Gott heißt; Oeffne deines Herzens Pfort, Daß Chriſtus durch ſein Wort In dich möge kom⸗ men Und ſtets in dir wohnen. 5. Alsdann ſieh nur eben, Daß du dich ergeben In gottſelig Leben, Ihm nicht widerſtreben, Sondern ſeinen Willen Allzeit mögſt erfüllen. 6. Seine Lieb beweiſen, Mit der nießen Friedſames Gewiſſen, Dir auch meiden Und auf allen Seiten mit dem Satan ſtreiten: Doch es wird dir wohlgehn, So du dieß wirſt ausſtehn. 9. Denn der Herre wird dir Durch den Tod kommen ſchier, Deine Seel abſcheiden Zur ewgen Freuden, Bis die Poſaun angeht Und alles Fleiſch aufſteht. 10. Denn er wird leibhaftig, Sehr herrlich und kräftig Von dem Him⸗ mel ſteigen, Reden und nicht ſchwei⸗ gen, Dir und Allen ſagen, Die jetzt ſein Joch tragen: 11. Kommt, ihr Benedeiten, Zu der rechten Seiten! Kommt, ihr Aus⸗ erkornen, In mir Neugebornen, In meines Vaters Reich, Es wartet längſt auf euch! 12. Alsdann wirſt du froh ſein Und, ledig von aller Pein, Im ver⸗ klärten Leben Mit dem Herren ſchwe⸗ ben, Voller Freud und Wonne, Leuchten als die Sonne. 13. Wohl nun dem, den Gott zeucht Und durch ſein Geiſt erleucht, Daß er Chriſtum annimmt, Wenn er durch ſein Wort kömmt, Und bei Advents⸗ Lieder. ihm ſein Fleiß thut; Denn ſein Sach iſt gut. 14. Wer aber nichts achtet, Nah Chriſto nicht trachtet, Sein hier zu genießen, Der ſoll dießmal wiſſe, Daß er dort wird müſſen In der Hölle büßen. 15. O, komm, Herre Jeſu, Schit dein armes Volk zu, Daß es deinen Willen thu Und darnach in deine Ruh Lobe deinen Namen In Ewig keit, Amen! M. Weiß, ſt. hl Jeſ. 40, v. 3. 4. Mel. Von Gott will ich nicht. 361 it Ernſt, o Menſchar e 1. à Kinder, Das Heuzi euch beſtellt! Bald wird das Heh der Sünder, Der wunderſtarke Heh⸗ Den Gott aus Gnad allein N Welt zum Licht und Leben Geſende und gegeben, Bei euch auch kehen ein. 1 en 5 8 4 inner dmibar ſi 362 24 So werden 8 8 X lit, 5n lige Aorents⸗Jti Nel, Duch Adans Fall ſt— † Un it der d— 1 Saligkeit de= umn aneckoben. Vun iſtd ſis Mod ud Neid Gedämpr grcchen dem Gottes Soh dnoden dm Jſt ſelbſt ine1 1 fommen, Wudſ Gut hat=. und Bat dm Nenſchen an? nen. 2. Nn it ds Vaters fült: Drolubigen Verlan N ₰ nach dem dritten, aber ohne Grund ein geruͤcket: Das war Johannis Stimme, N war Johannis Lehr: Gott ſtrafet dan hör. O Herr Gott, mach auch mich 4 deines Kindes Krippen, So ſollen men Lippen mit Ruhm erheben dich! * Von Einigen wird folgender Velt mit Grimme, Der ihm nicht gibt Ge nun nah Herens⸗Wunſch. Denn Jäwſt enpfangen, Ar echält, pit ſch geſellt zu d leenen Ainden, Var er gleic⸗— Vid eroh geih Den arme? ſen Kidn. 3,O ſchr doſt, o großes M. .Sw aler t entſtehet, G.— ns engonder Bik Und 1E ech ertohs daß unſer Sta — — ſch verrm mt Gott und dete. zw ben wir Du in ſie zm Himmel eine e 4 Cetiſt ſch unſer Nleiſ he me uns auſ r en hmmel auserwähl. 1 nnnnn werden; Jirn 3 drwertraut Das n„ 4 n Und s— 8 4 acht Mit ſeine t ſi nun di, du⸗ du 1 doß allen deinen 8 M N den. t 1 thut dm . We am r nichts 3 to m 4 achtet u 17 pol diau wird m H arme d 3 8 i th Ng iu a5 arnach; Lobe au m 8 Amen Anma i M Wihn. 0, v. 3.4 2 1 ich uit t Ernſt, o Na 9 Kinder, duß beſtel. Zald wid d lünde d ger wundeſmn Gott 3 G zum uis und Lelen h egebe zei euch ache Berei toch fein füt dem n n Gaß, z erich at Laßt Alles n Mad u the Bahnen ua laßt un erhöhet, M was uat ſtehet, Vat eich u mchlecht. Ein. ass das Demug Gott im höchſten ſit das§ ade uth liebet, M unde un: Ein Hety d t Un Klget Gotts kann in recht berit ommt i dis Chriſt Ach, mnche du ni Zu daat heiligen R und an armen, ön berei weuch in nu Vol mtall und w Von auen wird fohent en 5 aber au ücket: Ddas n u m ohannis Stum r Joh inn Lehr: Goteſ Grin amn der ihm nit O ott, math aut nes 44 u rippen, So dln pen m m erheben 1 1 fels Mord und Neid Gedämpfet und nad alln ni Aus Liebes⸗Macht Mit ſeinem Kin⸗ Der Feiland, uns zu heilen: Hier iſt Krippen; So werden Herz und Lip⸗ pen Dir immer dankbar ſein. V. Thilo, g. 1607, ſt. 1662. Selige Advents⸗Zeit, Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. 362. Nun iſt der Tag der Seligkeit Den Sün⸗ dern angebrochen. Nun iſt des Teu⸗ erochen; Denn Gottes Sohn, Der naden Thron, Iſt ſelbſt ins Mittel kommen, Das höchſte Gut Hat Fleiſch und Blut Von Menſchen angenom⸗ men. 2. Nun iſt des Vaters Wort er⸗ M füllt: Der Gläubigen Verlangen Iſt nun nach Herzens⸗Wunſch geſtillt; Denn Jeſus iſt empfangen, Der uns erhält, Hat ſich geſellt Zu den ver⸗ lornen Sündern, War er gleich reich, Wird er doch gleich Den armen Men⸗ ſchen⸗Kindern. 3. O ſüßer Troſt, o großes Glück, Das aller Welt entſtehet! Gott gibt uns einen Gnaden⸗Blick Und hat uns hoch erhöhet, Daß unſer Stand Iſt Advents ⸗Lieder. 211 Gottheit Nichts verloren: Hilf, daß wir dich Nun ewiglich In unſern Herzen tragen, Durch Kreuz und Leid Zur Herrlichkeit Mit dir uns durch⸗ zuſchlagen. M. S Liskow, g. 1640, ſt. 1689. Advents⸗Ermunterungen. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 346 Jun jauchzet all, ihr 363. N Frommen, In dieſer Gnaden⸗Zeit, Weil unſer Heil iſt kommen, Der Herr der Herrlichkeit: Zwar ohne ſtolze Pracht, doch mäch⸗ tig, zu verheeren Und gänzlich zu Piloren Des Teufels Reich und acht. 1 2. Er kommt zu uns geritten Auf einem Eſelein Und ſtellt ſich in die Mitten Für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut, Er will viel⸗ mehr erwerben Durch ſeinen Tod und Sterben, Was ewig währen fhut. 3. Kein Scepter, keine Krone Sucht er auf dieſer Welt: Im hohen Himmels⸗Throne Iſt ihm ſein Reich beſtellt. Er will hier ſeine Macht und Majeſtät verhüllen, Bis er des nah verwandt mit Gott und ſeinem Worte. Nun haben wir Durch Je⸗ ſum hier Zum Himmel eine Pforte. Vaters Willen Im Leiden ganz voll⸗ bracht. 4. Gott hat ſich unſer Fleiſch ver⸗ mählt Und unter uns auf Erden Sich ſeinen Himmel auserwählt, Auf D daß wir himmliſch werden; Zu ſeiner Braut Hat er vertraut Das menſch⸗ liche Geſchlechte, Und uns bedacht des Rechte. 5. Trotz ſei nun dir, du Seelen⸗ Feindt Trotz allen deinen Pfeilen! Denn unter uns wohnt unſer Freund, — der Mann, Der helfen kann Und dei⸗ nen Kopf zertreten: Hier iſt ein Kind, Dar ſich verbindt, Für uns ewig zu eten. 6. O Jeſu, trauter Gottes⸗Sohn, Der du zwar Menſch geboren, ind doch von deinem Ehren⸗Thron Und 4. Ihr großen Potentaten, Nehmt dieſen König an, Wenn ihr euch wol⸗ let rathen Und gehn die rechte Bahn, Die zu dem Himmel führt: Sonſt. wo ihr ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Euch Gottes Zorn dann rührt. 5. Ihr Armen und Elenden In die⸗ ſer bößen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angſt und Leid, Seid dennoch wohlgemuth, Laßt eure Lie⸗ der klingen Und thut dem König ſin⸗ gen, Er iſt eur höchſtes Gut. 6. Er wird nun bald erſcheinen In eina Herrlichkeit, All euer Klagen, Weinen Verwandeln ſchnell in Freud, Er iſt, der helfen kann, Halt eure Lampen fertig Und ſeid ſtets ſein ge⸗ wärtig: Er iſt ſchon auf der Bahn. M. M. Schirmer, g. 1606, ſt. 1673. 14* Der Geſang St. Ambroſi⸗ verdeutſcht durch D„Martin Luthern. In eigener Melodie. 36 4. un komm, der Heiden Heiland, Der Jung⸗ frauen Kind erkannt, Deß ſich: wun⸗ dert alle Welt, Gott ſolch Geburt ihm beſtellt. 2. Nicht von Mannes⸗ Blut, noch vom Feig Allein von dem heilgen Geiſt Iſt Gottes Wort wordn ein Menſch Und blüht ein Frucht Weibes⸗Fleiſch. V 3. Der Jungfraun Leib ſchwanger word, Doch bleibt Keuſchheit rein be⸗ De⸗ wahrt, Leucht herfür manch Tugend ſchon, Gott da war in ſeinem Thron. 4. Er ging aus der Kammer ſein, Dem königlichen Saal ſo rein, Gott von Art und Menſch ein Held, Sein Weg er zu laufen eilt. 5. Sein Lauß kam vom Vater her Und kehrt wieder zum Vater, Fuhr hinunter zu der Höll Und wieder zu Gottes Stuhl. 6. Der du biſt dem Vater gleich, Führ hinaus den Sieg im Fleiſch, Daß dein ewig Gottes⸗Gewalt In uns das krank Fleiſch erhalt. 7. Dein Krippe glänzt hell und klar, Die Nacht gibt ein neu Licht dar, Dun⸗ kel muß nicht kommen drein, Der Glaub bleibt immer in Schein. 8. Lob ſei Gott, dem Vater, gethan, Lob ſie Gott, ſeinm eingen Sohn, Lob ſei Gott, dem heilgen Geiſt, Im⸗ mer und in Ewigkeit! D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Neues Kirchen⸗Jahr. Mel. Erſchienen iſt der herrlich Tag. 365. chen⸗Jahr, Deß freut ſich alle Ehriſten Schöar Dein König kommt, drum freue dich, Du werthes Zion, ewiglich. Halleluja! „Wir hören noch das Gnaden⸗ Wort Vom Anfang immer wieder fort, Das uns den Weg zum Leben Advents⸗Lieder. un kommt das neue Kir⸗ weiſt. Gott ſei für ſolche Gnad g⸗ preiſ. Halleluja! Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, Die unſern Glauben ſtets ver mehrt, Das laß bekleiben, daß wi dir Lob und Preis ſagen für und für Halleluja! D. J. Olearius, g. 1611, ſt. 1684 Vom prophetiſchen Amte einſ Mel. 366. Lehrer, den m kein a and gleich, An Eifer, und Klugheit reich, Des ewgen? 9 ters höchſter Rath, Prophet, berülmt durch Wort und That, Den Gottu unſerm Heil geſandt Und ihn geſadt mit eigner Hand: 2. Du kamſt aus deines Pati Schooß Und machteſt alle Sien gelln Damit ſein Reich umgeben war, Dun dich wird Alles offenbar Und an da helle Licht geſtellt, Was Fit nſtern umſchloſſen hält. 3. d weiſeſt uns die wahres Sm Zu Gott, dem Schöpfer der Nau, Du haſt den Weg uns recht geeig⸗ Auf welchem man zum Himmelſt ſte eig Was du vom Vater ſelbſt gehör, DW Vater unſer im Himmelreich. haſt du unverfalſcht gelehrt. 4. Du ſaheſt in der Gottheit Act Mit aufgeklärtem Angeſicht, Wue des Himmels weiſem Rath Man in ſtig ſu erwarten hat; Du ſagſt deutlicher zuvor, als jemals dche pheten Chor. 5. Die Lehre, die du haſt gefühn Haſt du mit Heiligkeit geziert ln mit viel Wundern oft beſtäch, Da⸗ aus man deine Allmacht merkt, Fi endlich, als es Gott geſchickt, Ein bu⸗ tig Siegel drauf gedrückt. 6. Nachdem du hingegangen bit Wo aller Weisheit Urſprung iſt, 60 ſetzeſt du an jedem Ort Dein Lehr Amt durch die Knechte fort, Die den Beruf herbeigeführt Und ſie mit e⸗ ben ausgeziert. 7. Du ſendeſt aber deinen Gif Den du den Gläubigen verheißt N ſa mä von eignen d — kuhrn dr georſem ſeil 11 wen häi in Achrer ſein, Fr n tdeine Sgule en dJs Ranbac, g. 169 demtheboller Advent 21 Mel. hetlich thut nich verla—. 367 wieſo gar ſanft Kommftdu, 5— dhriſt N u bu mn 5 dh d in Konig biſ 1 Un Körigrechm Wie groß au da„Fften unnſt zu Koch di Rtd deine Makt 2. 1 Phr gekomme r Efüngsgt, Und baſt denommen eh el ſches Nielt as thh vid ſhe d ſäſte Gen So haſt du di ⸗ 13S 86 rechs⸗Geſta a da ljehen wird vE de Pät ttätes für ſch lecht— m ntmhhet Ein jede e att te n unn)— den e Welt, Ar n wohnet Und de — 1 3 g anhi 4 Sten⸗ 6 in benen, Von He d stſe 2 t von mir, a Inge, Nur ſanfte 2 mi des der ens n ben dn* geſc itt,= 5 nar richt Kichtſchn uif 1 aufes Abens 6 AD 8 miin eEt emh 8 Ker ddurh 8 6 s bekleiben. e b Al is ſonone d unt K eis ſxenſn d ℳ arius, g läll,in iſer im Hinmelni hbrer, dem bna eich, An Eſa Des 9 rophet, ba Vor un Th 8 :Heil an ndt Und ihng mer u: Du kimt aus deins! 3 Un a achteſt all di ſein? tis umgebenue. ird A Aloffenbar Uma icht anglt, Was ii dſſen n du w anfuns die wahe dtt, des mchöpfer da ſ ſt de Kngg uns rectg elchen amnrzum Hinm u von Muter ſelbſtgehmn 1 um annſcht gelehrt du ſa tn der Gattit ffgekle um Angeſicht, We mmel au ſem Nath U erw um hat; Di her zu auals jemals d Cho Die A aa die du hotg du m n nligkeit gejg el Wr zmm oft beſtitt an d Aum llmacht mi als ntt geſchite egel in gerück lachde mu hingegangt ler A anit Ürſprum du a an m Ott N urch an echte for, 4 herbe muytt Und ſen sgezi du 8 aber dimn lden an igen vethi at, Dat Die Welt hält es allen Seelen, die er liebt, Erkenntniß, Licht und Wahrheit gibt Und der, wo man ihn nicht vertreibt, Dein Wort in Derz vnd Sinne ſchreibt. 8. Ach, laß, o himmliſcher Pro⸗ phet, Mich ſchauen deine Majeſtät; Mach mich vom eignen Dünkel frei, Damit ich dir mein höchſter in deine Schule ein. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Demuthsvoller Advent Jeſu. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 367 9 wie ſo gar ſanftmüthig ☛) Kommſt du, Herr Jeſu Chriſt, Ohn allen Stolz, nur gütig, Ob du ſchon König biſt Und allen Königreichen, Wie groß auch ihre Pracht, Befehlen kannſt zu weichen, Noch birgſt du deine Macht. 2. Du biſt zu uns gekommen In der Erfüllungs⸗Zeit, Und haſt an dich H genommen Des Fleiſches Niedrigkeit; Damit uns wird erwecket Die herr⸗ lichſte Gewalt, So haſt du dich bedek⸗ ket Mit armer Knechts⸗Geſtalt. 3. Dein Anſehen wird verachtet, für ſchlecht, Und ſo wird noch verachtet Ein jeder deiner Knecht. Mit Schimpfe wird belohnet Von der Vernunft der Welt, Bei wel⸗ chen Demuth wohnet Und der nach dir ſich hält. 4. Dein Geiſt woll uns entfernen Vom äußerlichen Schein: Gib, daß von dir wir lernen, Von Herzen nie⸗ drig ſein. Du, Höchſter, wirſt geringe Und heiſcheſt nicht von mir, Zu ler⸗ nen große Dinge, Nur ſanften Muth von dir. 5. Komm in des Herzens Tempel Und mach uns doch geſchickt, Zu fol⸗ gem dem Exempel, Das man in dir erblickt. Sonſt Alles iſt vergebens, Wo man nicht Demuth liebt, Die Richtſchnur unſers Lebens Iſt das, was du geübt. 6. Die Demuth iſt die Kerze Und Advents⸗Lieder. gehorſam ſei! Du ſollſt leb Lehrer ſein, Führ mich 3 213 das Herze Die Selbſt⸗Erkenntniß bricht, Die uns kann unterweiſen, Wie man die Welt verſchmäht, Und die 1 natlehret preiſen Des Höchſten Ma⸗ eſtät. 1 „7. Laß mich, o Jeſu, ftreben Nach dieſem, wie du mir Befohlen haſt, zu eben, Kommt mirs gleich ſeltſam für. war bin ich viel zu wenig, Zu thun, was vor dir gilt. Du, Herr, bift un er König Mach aus mir, was du wi D. G. W. Sacer, g. 1635, ſt. 1699. Auf Mariä Verkündigung. Mel. O Herre Gott, dein göttlich. 368 9 Wunder groß! Mariens 4 — Schooß Hat heut das Heil umgeben, Den großen Held, Der Alls erhält, Der Menſchen Troſt und Leben. O Wunder⸗Freud! Gott ſelbſt wird heut Als wahrer Menſch empfan⸗ gen; Vernunft, Verſtand Muß Gottes and Ergeben ſich gefangen. „2. Nun bin ich ſein, Mein Gott iſt mein, Mein Gott iſt ſelbſt Menſch worden, Mein Fleiſch und Blut, Mein höchſtes Gut, Schenkt mir des Him⸗ mels Orden. Gott Lob, der mich So väterlich Erquickt, Der mir gegeben Durch ſeinen Sohn Den Gnaden⸗ Thron, Daß ich kann ewig leben. D. J. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. das erhabne Licht, Wodurch uns in Auf Mariä Heimſuchung. Jeſ. 11, v. 1—5. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 8 uthe, die zum Heil ent⸗ 369. R ſproſſen Und aus Iſai geſchoſſen, Laß mich dich, o mein Er⸗ götzen, In den Grund des Herzens ſetzen; Laß in mich doch auch vor Al⸗ len Deine ſüßen Früchte fallen, Laß ſich deinen Saft ergießen Und voll Geiſtes in mich fließen! 2. Ach, mein Heiland, dieſes leiſte: Gib mir doch von deinem Geiſte, Laß o, laß, dein Reich zu mehren, Mi den Geiſt der Weisheit lehren; Die⸗ ſes laß zu allen Zeiten Mich in alle Lieder. 214 Advents⸗Li 9. p erpfundt Wahrheit leiten, Daß ich nur nach biſt: Siehe, was für Neues hlühe asefm K ſeinem Lichte Alles glaube, wirk und Eine Jungfrau ſchwanger iſt, Sie 1 Un ht minen I bichte. wird einen Sohn gebären, Der allen ber us herrſche Sünd 1 3. Laß in allen Zweifels⸗Fällen kann Heil gewähren. Siehe, we einndn holl u In mir den Verſtand aufhellen, Daß die Chriſtenheit Sich erfreut zu dieſe un lienmd de helfen ko 3 ich immer klarer ſehe Und auf keinem Zeit! je ſie werde ne a(ct ſch aff alr bn Irrweg ſtehe, Daß ich dich ſtets beſſer 2. Fragſt du, wie ſie werden Rah bnen, der ſein k denne Und der Glaube heller brenne, nen Ihren Sohu? Immanuel. Lerne Slätt I Kei an nasr Dir mit brünſtigem Verlangen Im⸗ du den recht erkennen, Der ſich git e eefatrt dem 2 J mer feſter anzuhangen.„ ffür unſere Seel. Er läßt, Gott mie luuh Wmeteannet a 4. Soll ich je zu Schluß und Tha⸗ uns, ſich heißen, Ihn als Gott m nd Vut ten Etwa mir und Andern rathen, Menſch zu preiſen. Siehe, wie de 4 Dande rätſchafne h H Heiland, ach, ſo laß mein Denken Chriſtenheit Sich erfreut zu diſnGürdigkäm Gerchiieit e. Deinen Geiſt des Rathes lenken! Oder, Zeit!—= ſen Um maoen, Aus R2 wenn ich Schwachheit merke, Gib mir 3. Drum laß alle Feinde taben warenen deinen Geiſt der Stärke, Daß von ſein⸗ Die ſich widerſetzen dir, Du kant z. Abu p grß Siechtl a und meinen Siegen Teufel, Welt und deinen König loben, Der dich ſchäh umt Uwne Art wte Fleiſch erliegen. für und für. Er regiert an alen iand, Dat a m ſeine go= 5. Macht mich Menſchenfurcht er⸗ Enden, Alles ſteht in ſeinen Hända ind wi ſut wahrhaft k. ſchrocken, Will mich Sicherheit ver⸗ Siehe, wie die Chriſtenheit Sich a⸗ Sms. h vill Bam: ſtocken, Ach, ſo laß mich dieſen Strik⸗ freut zu dieſer Zeiit! dt thun Kd L lt 5— ken Deinen Geiſt der Furcht entrücken, 4. Was hält er für eine Waſß u 81 4 ſe Wel Md Daß vor deines Mundes Stabe Ich Hier in dieſem Jammer⸗Zelt? Butz ii 3i er ihr A, die Furcht, die kindlich, habe, Und Honig iſt die Speiſe, die vor Andn un ſi beind ſe mach= wie du, was recht iſt, liebe, Ja, was ihm gefällt; Daß er zu verweiſt mie du geübet, übe. wiſſe Böſes und das Gute küſſe. t. Gtſten den Ci den 6. Laß, Herrl mir denwahren Glau⸗ he, wie die Chriſtenheit Sich erfrutt an, Auhäin David nachm ben Nicht aus meiner Seele rauben, zu dieſer Zeit!..e uei, zu geben Laß vielmehr mich durch dein Stärken 5. Nun, du werthgeſchätzte Seatt Kahn iiug ihn der Wee Seinen ſteten Wachsthum merken; Denk an deinen Ehren⸗Stand, Wa dn.* Deinen Geiſt und deſſen Gaben Laß ſich jetzt mit dir vermähle, Du li 8 Gotht auch den dadurch mich leiblich haben, Vollbe: Jeſu ſelbſt verwandt. Er wil ih tts aus dtn z reiten, ſtärken, gründen Und mich ſtets mit Himmels⸗Schätzen Als den d Werrig undn* mit dir verbinden! Bräutigam ergötzen. Siehe, wiede en nten vor la un2 7. Zweig, aus dem mein Heil ge⸗ Chriſtenheit Sich erfreut zu dieſt d net 8 floſſen, Der aus Davids Stamm ent⸗ Zeit! Pl wie ihr ſ ſproſſen, Gib, daß ich dich in der Höhe 6. O der großen Herrlichkeiten, dè ic nicht wur Als den Baum des Lebens ſehe, dein Heiland dir verſpricht! Auf, d u arten ſie im Und daß dann in deinem Lichte Deine ſollſt ſein Lob ausbreiten, Er bleid thi 6 ſchönſten Lebens⸗Früchte Durch ein deines Lebens Licht! Wohl dir, weil 3 himmliſches Goniedn Mir die Ewig⸗ dein Jeſus kommen, Jeſus iſt d nrn keit verſüßen! Haupt der Frommen. Siehe wie ie i dn Jrab propheze F. D. Schubart, g. 1739, ſt. 1591. Chriſtenheit Sich erfreut zu dieſer Zeit 3 Kngngfrauaus Einn. Zohann Getee ntmn Savds Sau. 5 Auf das Feſt Mariu Verkündi⸗. 8 d wirt er mi gung. Auf eben dieß Feſſi.(um Vlu im Aus Jeſaiä 7, v. 10—15. Mel. Vom Himmel hoch, da komm. ſeidenun du⸗ 12 Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebände. 6 on Adam her ſo lange det frdt . jehe, liebſte Seele, ſiehe, 371. H eit War unſer Fleihe l2. Harghe 3 6 0. 9 Wie du Jeſu Freundin 8 1 ümſen Meae. er I vermaledeit, Seel und Geiſt bis i 1 Siehe 1 2 h erfreut a Drum ul alle Feinden ich w as gen dr, A Kön Pöben, d fim Alle t wie ais hriſtenheit d u die en Las u er für en! dieſe nmmer⸗Heltek iſt di e iſe, die ve h fällt; ß er zu vm böͤſes an das Guteliſt die u tenheit Eih er Ze u tun, da Merthgeſchäßb in de un Chren⸗Stam zu amu m. enheit ar regiert m t mit u vermähle, N. lbſt un ndt. Er m imme ochätzen M gam anggen. Siehe nheit is erfreut a der ing Hertlihkein eiland uverſpricht 4 in L n sbreiten, gi Leber wiaht! Wohlän eſus un en, dis der 7 un nen. Sichet beiti is rfreutzu din oham k Auf an dieß 1 „Vom u nel boch, da bnn . U 9 n deit, ³ un G Der dihſt ht in ſeinenji kund Und Kraft, Schuf vom Blut ihrer Jung⸗ Kind, Bei dem man Gnad und Wahr⸗ Tod verwundt, Am ganzen Menſchen Nichts geſund. 2. Uns hat umfangen große Noth, Ueber uns herrſchte Sünd und Tod: Wir ſanken in der Hölle Grund Und war Niemand, der helfen konnt. 3. Gott ſah auf aller Menſchen Stätt Nach Einem, der ſein Willen thät, Er ſucht ein Mann nach ſeinem Muth, Fand aber Nichts, denn Fleiſch und Blut. 4. Denn die rechtſchaffne Heiligkeit, Würdigkeit und Gerechtigkeit Hatten ſie in Adam verlorn, Aus welchem ſie waren geborn. 5. Als er ſo groß Siechthum er⸗ kannt Und keinen Arzt noch Helfer fand, Dacht er an ſeine große Lieb Und wie ſein Wort wahrhaftig blieb. 6. Sprach: Ich will Barmherzig⸗ Erd keit thun, Für die Welt geben mei⸗ nen Sohn, Daß er ihr Arzt und Heiland ſei, Geſund ſie mach und be⸗ nedei. 7. Gott ſchwur den Eid dem Abra⸗ ham, Auch dem David nach ſeinem Stamm, Verhieß, zu geben ihm den Hohn Und durch ihn der Welt Hilfe thun. 8. Er thats auch den Propheten breitets aus durch ſeinen Mund, Daß Könige und fromme Leut Sein warteten vor langer Zeit. 9. Ob ſie wohl, wie ihr Herz be⸗ gehrt, Deß leiblich nicht wurden ge⸗ währt; Doch hatten ſie im Glau⸗ hen Troſt Daß ſie ſollten werden erlöſt. 10. Da aber kam die rechte Zeit, Von welcher Jacob prophezeit, Las er ihm eine Jungfrau aus, Einm Mann vertraut von Davids Haus. 11. In der wirkt er mit ſeiner frauſchaft Das rein und benedeite heit findt. 12. Herr Chriſt, gebenedeite Frucht, Advents⸗Lieder. Empfangen rein in aller Zucht, O, ſegne uns und mach uns frei, Sei unſer Heil, Troſt und Arznei! Michael Weiß, ſt. 1540. Advents⸗Erweckung. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. F. ach auf, du werthe 372. W Chriſtenheit, Nimm wahr der freudenreichen Zeit, Dein Hell iſt nun vorhanden! Des Tages eicht iſt wiederbracht, Vergangen iſt die finſtre Nacht, Daher groß Freud entſtanden. 2. Denn Gottes Sohn kommt uns zu Gut, Nimmt an ſich unſer Fleiſch und Blut, Will unſer Bruder wer⸗ den; Bald wird bei uns dieß Kin⸗ delein Als wahrer Gott und Menſch hier ſein Und bringen Fried auf Erden. 3. Du Tochter Zion freu dich ſehr, Auf einem Eſel kommt der Herr, Will an dem Kreuze ſterben. Wohl dem, der ſeine Zuverſicht Und Glauben hat auf ihn gericht, Der wird das Heil ererben! 4. Durch das gehörte Wort allein Kehrt er bei jedem Chriſten ein, Ders nur recht nimmt zu Herzen: Wer nicht betracht dieſen Advent, Chriſtum durchs Wort nicht recht erkennt, Der wird das Heil verſcherzen. 4. Hilf, Vater, hilf, du wahres Licht, Wenn dein Sohn halten wird Gericht, Daß wir recht wohl beſtehen Und wie die klugen Jungfräulein Mit Lam⸗ pen ſchön gezieret ſein, Zur Hochzeit einzugehen. D. Bernh. Derſchau, g. 1591, ſt. 1639. Die geiſtliche Zukunft. 1. B. Moſe, 24, v. 31. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 22 arum willſt du drau⸗ 373. 11” ßen ſtehen, Du Ge⸗ ſegneter des Herrn? Laß dir bei mir einzugehen Wohlgefallen, du mein Stern! Du, mein Jeſu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit, Hilf, o 216 Heiland, meinem Herzen Von den Wunden, die mich ſchmerzen! 2. Meine Wunden ſind der Jam⸗ mer, Welchen oftmals Tag und Nacht Des Geſetzes ſtarker Hammer Mir mit ſeinen Schrecken macht. O der ſchweren Donner⸗Stimm, Die mir Gottes Zorn und Grimm Alſo tief ins Herze ſchläget, Das ſich all mein Blut beweget! 3. Dazu kommt des Teufels Trü⸗ gen, Der mir alle Gnad abſagt, Als mütßt ich nun ewig liegen In der Hölle, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger iſt, So zermartert und zer⸗ frißt Mich mein eigenes Gewiſſen, Mit vergiften Schlangen⸗Biſſen. 4. Will ich denn mein Elend lin⸗ dern Und erleichtern meine Noth Bei der Welt und ihren Kindern, Sink ich vollends in den Tod: Da iſt Troſt, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herz⸗ leid machen, Gute Freunde, die mein lachen. 5. In der Welt iſt Alles nichtig; Nichts iſt, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die iſt flüchtig; Hab ich Reichthum, was iſts mehr, Als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Luſt, was iſt ſie werth? Was iſt, das mich heut erfreuet, Daß mich morgen nicht gereuet? 6. Aller Troſt und alle Freude Ruht in dir, Herr Jeſu Chriſt; Dein Erfreuen iſt die Weide, da man ſich recht fröhlich ißt. Leuchte mir, o Freuden⸗Licht, Ehe mir mein Herze bricht; Laß mich, Herr, an dir er⸗ quicken, Jeſu, komm, laß dich er⸗ blicken! 7. Freu dich, Herz, du biſt erhöret: Jetzo kommt und zeucht er ein; Sein Gang iſt zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen ſein Und bereite dich ihm zu, Gib dich ganz zu ſeiner Ruh, Oeffne dein Gemüth und Seele, Klag ihm, was dich drückt und quäle. 8. Was du Böſes haſt begangen, Advents⸗Lieder. Das iſt Alles abgeſchafft, Gottes Liehe nimmt gefangen Deiner Sünden Macht und Kraft. Chriſti Sieg be⸗ hält das Feld, Und was Böſes in der Welt Sich will wider dich erregen, Wird zu lauter Glück und Segen. 9. Alles dient zu Deinem From⸗ men, Was dir bös und ſchädlichnt in ſcheint, Weil dich Chriſtus angenom men Und es redlich mit dir mein. Bleibſt du dem beſtändig treu, Iſts gewiß und bleibt dabei, Daß du me den Engeln droben Ihn dort ang werdeſt loben. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1673. Süßer Advents⸗Troſt. Mel. Herzlich thut mich verl. A. 4. E. ie ſoll ich dich empfen⸗ 374. W gen Und wie begen ich dir? O aller Welt Verlangen. meiner Seele Zier! O Jeſu, Iin ſetze Mir ſelbſt die Fackel bei, T mit, was dich ergötze, Mir kund iſt wiſſend ſei!„ 2. Dein Zion ſtreut dir Palma Und grüne Zweige hin, Und ich wil dir in Pſalmen Ermuntern meinan Sinn. Mein Herze ſoll dir grün In ſtetem Lob und Preis Und de nem Namen dienen, So gut es kan und weiß. 3. Was haſt du unterlaſſen gu meinem Troſt und Freud? Als h und Seele ſaßen In ihrem größten Leid; Als mir das Reich genommen, Da Fried und Freude lacht: Da bit du, mein Heil, kommen Und haſt mich froh gemacht. 4. Ich Du kommſt und machſt mich los; zich ſtand in Spott und Schanden, N kommſt und machſt mich groß Um hebſt mich hoch zu Ehren Und ſchentt mir großes Gut, Das ſich nicht derhren. Wie irdiſch Reichthun ut. 5. Nichts, Nichts hat dich getrie⸗ ben Zu mir vom Himmels⸗e Als das geliebte Lieben, Damit du ——— — ᷓ 2 ☚η — h D J ihra mimn 4 lid grcen Jamnerd, Nund bmm ausſagen, der 1 1 1n ata euhh nicht be ſoch 85 dmund Jacht, 5 ſn mnlti 4 b 4 Nacht: G bnmt, er Ville, Ruler Lieb und 12 l Angtm Nuth zu ſtile— m an uh lepußt. § Auh drt ihr nicht erſtke Ver eutn dinden⸗Schuld; peus wul ſe decen Mit r det ud 33 Er kom ſommt da dindern Zu Tror aahrem Hal Schaft daß be= Kinde Jahleib ihr Err dhel. Loazfagi nach dem S= lag in ſchweren Banden, 6 4 ihrt Tüc vid ſe zrſtreuen In 3 ayndit 8 kommt, 3 lr . 3 wahrlich alle r 1da d zu wenig Zu— daſat enig Zuee 4 35 n nedg— in der ihm fluche 3 1 temn Lichte Den x Kia uht. Ach komg n u amend hel ung, 8 Lcht und Ir Vean genden⸗Saal! h Burhan, 3. 1606, e dän zu Ente kan 5 1 d nich die lette g b. We ramnüge 641 4 men ae detthes Bnun rahrtriig mmen A⸗ und Hort. b Naſche Toſt er. it Al 98 ant g. an zät düte das u 6 Velt 6. Ulnd vas Velt Fi vie emm Gram und Schmer e Sich häufen Süßt d vents⸗Arn del.. a thut mih m ihm an euch bewußt. l ſoll ichdihm . 1 d en Und* ?Om Wal Vei See per! O N lir ſenttdie Fact as diß i ötze, Nrw ſeil Ddein 4 ſtreut dr üne unt e hin, Un Pſal an Erm Mei a urze ſoll dig em L und Preis l nmen men, So gue iß. Cas un du unterlaſg Troſ u Freud? N. ele ſe an In ihren g ls m uus Reich gemm d ur aude lacht. N n Hei un men Undhen nacht 1 h 4 in ſchweren i nſt u unachſt mihl⸗. Spinad Schand und an t mic m h hoc an Chren Uh es Cens das ſchit „3 I wiſh N — — hts, Ais hat di Omh n dinma geli ieben, Du tn. Der eure Herzen ladet Und tröſtet, n Macht: Er kommt, er untern 1 heunss, werthes Wort! MNenſchen Advents⸗Lieder. Und großen Jammers Laſt, Die kein Mund kann ausſagen, So feſt um⸗ fangen haſſt. 6. Das ſchreib dir in dein Herze, Du hochbetrübtes Heer, Bei denen ellt ſich ein; Wel gehöret, Kann bei Chriſto ſelig ein 2. Chriſtus Jeſus heißt der Name, Der hat Alles gut gethan, Gott, und auch des Weibes Saame: Gott, daß er nicht trügen kann; Auch ein Menſch, daß er die Sünder Auf den letzten Richter⸗Tag Als verwandte Menſchen⸗Kinder Seiner Hilfe tröſten nag. 3. Ach, was ſoll mich den ver⸗ hindern⸗ Jeſus neigt ſich zu mir er, Wenn ich unter allen Sündern Auch der allergrößte wär: Wo die Sünde mächtig ſcheinet, Wird das . Schrecken doch veracht, Jeſus, der es 8. Auch dürft ihr nicht erſchrecken treulich meinet, Hat in Allem größre Vor eurer Sünden⸗Schuld; Nein, Macht. Jeſus will ſie decken Mit ſeiner 4. Nun mein Herz, was willſt ieb und Huld; Er kommt er du klagen? Jeſus kommet in die ündern Zu Troſt und Welt, Er will nach den Sündern mehr und mehr. nehr. Seid unverzagt, ihr habet Die Hilfe vor der Thür: ſteht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch ſorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes kommt mit Willen, Iſt voller Lieb und Luſt, All Angſt nnd Noth zu ſtillen, Die t — kommt den wahrem Heil, Schafft daß bei Got⸗ fragen, Denen ſein Verdienſt gefällt. tes Kindern Verbleib ihr Erb und Fuhlſ du Etwas im Gewiſſen, Ach, Theil.. ſo mache dich heran: So wirſt du 9. Was fragt ihr nach dem Schreien bekennen müſſen, Wie ſein Wort er⸗ Der Feind und ihrer Tück? Der freuen kann. Herr wird ſie zerſtreien In einem 5. Jar Gott ſagts, ich muß es Augenblick. Er kommt, er kommt, gläuben, Sein Wort iſt mir gut da⸗ ein König, dem wahrlich alle Feind für. Nun, ich will bei Jeſu blei⸗ Auf Erden viel zu wenig Zum Wi⸗ ben, Bleib du, Jeſu, auch bei mir, derſtande ſeind. ühl ich meine Noth und Sünde, 10. Er kommt zum Welt⸗Gerichte, Fall ich in des Todes Nacht, Gnug, Zum Fluch dem, der ihm flucht; Mit daß ich den Troſt empfinde, Daß Gnad und ſüßem Lichte Dem, der mich Jeſus ſelig macht. ihn liebt und ſucht. Ach komm, ach, 6. Ich mag leben oder ſterben, fomm, o Sonne Und hol uns allzu- So bin ich in Gnaden ſatt; Denn mal Zum ewgen Licht und Wonne wie kann ein Menſch verderben, Wel⸗ In deinen Freuden⸗Saal! cher Jeſum bei ſich hat? Satan, Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. zähle meine sünden? Aber zähl auch Chriſti Blut! KRannſt du den nicht überwinden, Run ſo wächſt mir auch der Muth. M. C. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. Sehnſucht nach Jeſu Kommen. Jeſus Sündern zu Gute kommen. Mel. Ach, daß nicht die letzte St. 375 Wie vergnüget Gott die * Frommen Durch ſein Chriſtus Als der roſt und Hort. Alle In eigener Melodie. 1 376 Wo bleibt mein Seelen⸗ * Schatz, mein Jeſu⸗ wahrhaftig kommen 217 alle Welt In ihren tau end Plagen Veinde ſind verſtöret, Luſt und Friede t ich ei Denn, wer in die 2148 Weihnachts⸗Lieder lein? Ach! warum ſtellt es ſich nicht eilend ein? Jeſu nach ohn Un⸗ 2. Ich ſeufze terläß, Er iſt mein Morgen⸗Thau; ich Laub und Gras.. 3. Mein Jeſu, kannſt du denn mich ſchmachten ſehn? Laß deinen Troſt⸗ H Wind doch mich bald anwehn! 4. Mein Jeſu, bleibſt du weg, ſo bin ich todt; Mein Jeſu, wenn du kommſt, ſo hats nicht Noth.. 5. Du biſt mein lieber Gaſt, mein Licht, mein Schatz, Ich räume dir ſchon 6. Du biſt mein Bräutigam, harre dein, Dein Lager ſein! ein den Herzens⸗Plaz. 11. Die I f ich gilt mir gleich, Ich find an Fir⸗ Laß meine Seele doch und auf andere 7. Du biſt mein Freuden⸗Oa komm, ſalbe mich! Dein Mund iſ Honigſeim, ich küſſe dich. 8. Wenn ich an Jeſum denk, ver geht der Schmerz, Wenn IJeſus an mich denkt, freut ſich man erz.. 9. Du kommſt, mein Seelen⸗Tuoſt du liebeſt mich; Und fleuchſt d 10. Ich liebe dich, mein Heil, me du mich liebſt, Auch lieb ich dih mein Troſt, wenn du mich brrhſt 11. Die Welt beraube mich, s Himmelreich. M. Z. Herrmann, g. 1643, ſt. lli. lein ein XIII. Weihnachts-Lieder und auf andere zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. Dankbare Bewunderung der Geburt Chriſti. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 377 Adun hat im Paradies 2. c Seinen Bund mit Gott gebrochen; Gott, der ihn doch nicht verſtieß, Hat Erlöſung uns verſprochen, und nun kommt in ſei⸗ nem Namen Der verlangte Weibes⸗ Samen. 2. Komm, mein Helfer in der Noth, Komm o Heiland aller Sün⸗ der! Du wirſt Menſch und biſt auch Gott, Pür uns arme Men⸗ ſchen⸗Kinder; Denn wer könnte ſonſt erretten, Wenn wir keinen Jeſum hätten? 3. Aber, Gott, was bin ich doch, Daß du deinen Sohn mir gibeſt? Reicht die Gnade ſchon ſo hoch Wenn du deine Feinde liebeſt: Was wird ſie denn künftig geben Denen, die in ohriſonleben⸗ .Daß du Menſchen haſt gemacht, Hatdich ja vor dem hen haf er zcht denn zuweg gebracht, Daß ſich nun dein Herze freuet, We nn man deit . nich; Und fleutzſt di ſe vnt Jö gleich von mir, doch lieb ich dich. ian Sohn auf Erden Sieht zu eiſt Menſchen werden? 5. Iſt die Krippe nicht zu ſchlecht Iſt der Stall nicht zu geringet Wird mein Gott ein armer Kut Daß er mir den Segen bringen get alle Sinnen. Die ſich auch von dir verloren, Was hat denn der Menſch gethan Daß du nur für ihn geboren? Mis kann Fleiſch und Blut dir geban Daß wir ſollen ewig lebe: 7. Auf, mein Herz, hier iſt den Gott: Heiß ihn tauſendmal willlone men! Deine Sünden, deinen èn Hat er ſchon auf Künftig wird er Und du wirſt den für dich ſterben Himmel erben. Gott, dem Vater aller Betet unſern Heiland an, Der un hilft aus allem Schaden, Chre ſ Gott in der Höhe Und des Satn Reich vergehe! Casp. Neumann, g. 1648, ſt. nn Herr Jeſu, dein Beginnen Uebeiſti 6. Nimmſt du nicht die Engel an ſich genommen 8. Drum ſo danke, wer da kanne Gnaden zur geb 3 1 Aj dit Krippe Jeſu t ale Got .0 Ac freideweihe 378. Abrgie ind 3 Ich vir ich da ſeef 8 ririten den und Eppa e it e nih feſhmert Ne diie vi 1 1 Zleſc md Bli Wee harr Ffuss liexnl as bin ihd un Vnlih hſr ſen dir ich dner Art! Gar ⸗ Fjulein, 6 33 Gid dmrh und Gedu! dt mein N fiuln r nun dein gu, Nen Liebſtes len. Kam, lge dich in r dier haſt umene Bruſt. J d düſſedh,O Jeſu, meinen 4. D' Gn freun ſih ſo. de duniſtgemren. Ach! ſin= dr nichtfue Uns bit du= un. Athen Munſchen 1 di meie hut bedecht, Mei= ndwalon, Wenn- d dülh tt 8 d nen Panier!)= in 4 bu unde— aaud uh zöchſte Zier;)= h ün Lede. R 5 1 äe Retter Ae a geil und Sea Aanteaz ud gn. iji* Dani Wan Herr, — = — — tzet bald da V ſtein. Trumpfl⸗ 1 ſeneahe 8. 1653,— k rürgriignnge⸗ Ml. 8 fonnt het zu nit N. ta dn ir th 8 Jedey Vashaut, ir g1 dn Ich fma n t Wedch. a M. A rmann, 9. 169 — dir mein Herz uf a alte zur Gemn feſtt. rze fi um Wenn um auf mWn Sieht a den n ungi? ſt di an zope nicht zuſt er E as nicht zu m mein M ein armr r mi n Segen bun Zeſu, n Beginnen e timm u nicht die G ich Krt von dir m hat d under Menſ u nu Rn ihn gebon M Fleiſe u dd Blut di vir ſera wig leben⸗ luf, aun Herz, ſit Heiß u tauſendmin Dein ninden, den r ſch muf ſich gen w u wi ſen Hinme 5 drum ranke, wed dem ter alu unſer mmiland an, 1 ius tins Schaden Leben, Licht und Freude; Schmuck und höchſte Zier; Mein ur für dh e 66 3 ch, daß ein Jeder nähm 3 379. A4 Acht, Was heut Maria Auf die Krippe Jeſu. Mel. Nun danket alle Gott. 1 ch freudenreiches Feſt! 378. A Liegt Jeſus in der Krip⸗ pen? Ach, wär ich da geweſt! Das wünſchen Herz und Lippen. Wie hätt es mich geſchmerzt, Daß man df dich ſo veracht: Ich hätte dich ge⸗ mherzt Und dir mein Bett gebracht. 2. Ich habs ſo gerne gut, Das Beſte will kaum tügen: Schau, zar⸗ tes Fleiſch und Blut, Wie hart muß t Jeſus liegen! Was bin ich denn ſo zart? Was will ich beſſer ſein? Ach, wär ich deiner Art! Geduldigs Jeſulein! 3. Gib Demuth und Geduld, Laß gefallen. Ich will nur deine Huld, Mein Liebſtes unter Allen. Komm, lege dich in mich, Hier haſt du meine Bruſt. Ich herz und küſſe dich, O Jeſu, meine Luſt! 4. Die Engel freun ſich ſo, Für die du nicht geboren; Ach! ſind denn wir nicht froh? Uns biſt du auser⸗ koren. Du biſt ein Menſchen⸗Sohn, Den meine Haut bedeckt; Mein Heil und Gnaden⸗Thron, Wenn Sünd und Hölle ſchreckt. 5. O Jeſu, mein Panier! Mein Mein Troſt in allem Leide; Mein Thurm und Sicherheit; Mein Retter in Ge⸗ fahr; Mein Heil und Seligkeit; Mein Alles ganz und gar. 6. O millionen Dank! Was kann ich ſonſten geben? Herr, machs nicht 63 zu lang, Nimm uns ins andre Leben! Wir wollen dich gern ſehn: Iſt nicht die Zeit bald da? Wohlan, 3 wird geſchehn. Triumpf! Hal⸗ uja! M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Auf Mariä⸗Reinigungs⸗Feſt. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 219 wohl gemacht, Die früher nicht zum Tempel kam, Als ihre Zeit der Rei⸗ nigung, Nach des Geſetzes Forderung Erfüllt, ein Ende nahm. 2. Wenn man das Herz gereinigt hat Nach Gottes Willen in der That, Alsdann will Jeſus kommen Und ſich im Tempel ſtellen dar, Die⸗ weil er nicht wird offenbar, Als bei den wahren Frommen. 3. Gedenke nicht, daß Jeſus Chriſt Im Herzen gegenwärtig iſt, Wo Fleiſch und Blut regieret; Nein, wo der Geiſt nicht triumphirt Und Fleiſch und Blut gefangen führt, Wird Je⸗ ſus nicht geſpüret. 4. Sein Tempel iſt ein reines Herz, Zerknirſcht von wahrer Reu und Schmerz, Und da ſein Blut die Schwellen Gezeichnet. Ach, da wohnt er gern, Und da kann man ihn Gott, dem Herrn, In Glaubens⸗ Kraft darſtellen. 5. Dann kann man vor des Va⸗ ters Thron Als Gottes⸗ und Ma⸗ rien⸗Sohn, Ihn als ein Opfer brin⸗ gen, Der für die Schuld der ganzen Welt Sich willig ſelbſt hat dargeſtellt, Gottes Herz zu bezwingen. 6. Ach, ſtell mein Herz, dich ganz und gar Dem großen Himmels⸗Herren dar Und laß zurück die Sünden! Verlaß die Welt und all ihr Thun Und ſuch in Gott allein zu ruhn, So wirſt du Gnade finden. 7. Bring Tauben⸗Einfalt, reine Lieb Zum Opfer nach des Herren Trieb, Gott wird dich nicht verſchmä⸗ hen. Bring Lämmleins⸗Art und Frömmigkeit, Das wird der Herr zu jeder Zeit Mit Gnad und Huld an⸗ ſehen. 8. Laß opfern die verkehrte Welt Dem Satan Wolluſt, Gold und Geld Und was das Fleiſch erdenket: Es wird der Dienſt nach dieſer Zeit Be⸗ lohnt mit Qual in Ewigkeit, Die ihr wird eingeſchenket. 9. Hingegen, wer wie Simeon —ſſſ — ö—ö—ö—ö—ö—ö— 8 ——. 6 8 A 1.* 3. Gott fürchtet und des Höͤchſten Sohn Zum Heil verlangt zu haben; Wer voll des heilgen Geiſtes iſt Und wartet auf den Herren Chriſt, Der opfert reiche Gaben. 10. Der kann mit Simeon zuletzt Hinfahren, wo er ſich ergötzt, In Wer Friede, Freud und Wonne; ſeinen Heiland hat geſehn Im Glau⸗ len kann in Fried hingehn, Zu ſchauen ſeine Sonne. 11. Ach, daß ich doch voll Geiſtes wär, Erfüllet mit dem Liebes⸗Meer, Das ſich ergießt von oben, So würd ich auch mit Simeon In Frieden bald zu Gottes Thron Nach Herzens⸗ Wunſch erhoben. 12. Herr Jeſu, mache mich bereit, Daß ich der Herzens⸗Reinigkeit Mög emſiglich nachſtreben, Bis du mich wenn es dir gefällt, Aus dieſer Welt zum Himmelszelt In Frieden wirſt erheben. L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Auf das Feſt der Weiſen. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht. 380 A ⁶ wie erſchrickt die J. böſe Welt Vor Gottes Freund und Kindern! Wie wird ihr Angeſicht verſtellt, Wenn ſie nicht kann verhindern, Daß ſie im Glau⸗ ben fahren fort, Des Herren Werk an allem Ort Zu treiben und zu bauen. 2. Herodes und Jeruſalem Er⸗ ſchrecken, wenn ſie hören, Daß Jeſus iſt in Bethlehem Geboren, da ihr Lehren Doch zeuget aus der Schrift davon, Daß hier des Allerhöchſten Sohn Geboren ſollte werden. 3. Sie wiſſen dieſes aus dem Wort Herodi anzupreiſen; Doch ge⸗ hen ſie nicht an den Ort, Den ſie doch ſelbſt anweiſen: So geht es noch; wie Mancher weiß Des Herren Wahrheit und Geheiß, Thut doch nicht nach dem Wiſſen. 4. Wer bleibet in Jeruſalem In Stolz und Pracht des Lebens Und Weihnachts⸗Lieder und auf andere in der That erquicken. Ach, daß mi gehet nicht nach Bethlehem, Der ſucht ſein Heil vergebens; Auch wa die Schrift von außen nennt Um thut nicht, was er wahr erkenn Wird Jeſum nimmer finden. 5. Die Weiſen forſchen ſo lam nach, Bis ſie das Haus erblicen Wo ſie an der geſuchten Sach Si möchten thun, wie ſie, Und ſpan weder 85 noch Müh, Bis wir die Heil gefunden! 6. Herodes fraget heimlich nah Wann dieſer Stern erſchienen? U ob ers thäte nur aus Rach, So liß es dazu dienen, Daß wir nur in des Sternes Schein, Der Jeſus bekümmert ſein, So lang wir forſthe können. 7. Gold, Weihrauch, Myrrhen ſi die Gab, Die wir zum Opfer ei gen Sammt Seel und Leib, all u Hab, So wird es uns gelinza Daß unſer Fuß⸗Fall Gott geitt 7 3 Und Jeſus ſich zu uns geſellt Leben und im Sterben. 8. Herr Jeſu, der du wundeltn Die Heiden haſt gezogen, Gih i mehr und mehr Zu deines Nantit Preis und Ehr, So lang ich lehaf Erden. 4 9. Na. preis, o werthe Chrifte heit, Wie dir es heut gebühret, N Gott aus der Unwiſſenheit Die Hei⸗ den hat geführet Und denke, di die Finſterniß Ein böſes Ende nee men muß, Wenn man als Hede lebet. Weihnachts⸗Ermunterung. Mel. In dulci jubilo. Q uf, die ihr Jeſum lilt 38 1. A 5 ihu Lob eut übt, Setzt Herz und Mund zuſamnnen Stimmt Freuden⸗Pſalmen an: Stei heilge Andachtsflammen, Zum Hi mels⸗Thron hinan! Jeſus zu uns., (1. DVom Himmel ich, wie die Heidenſchaar. Im Heri werd bewogen, Zu ſuchen dich a mtelädn, Ken R Areng ermen Heer, Ser L. Laurentii, g. 1660, ſt I kam der 9 theures Gn d he 2 3n n da 4 Das hel der ungn ranmehr fäigſelt Der 15* ſcienen r Segen mun e⸗ mche e di ihm diene Ind Alm de ihm dinn— Finmals⸗ütmn ſpeit Gott nit UnS..:..*. 6 Deß fe ihr billir fre⸗ i 44 So bhr bi mir ein, len Seh deine G 6 Jeyllem,— Herte in wmer Seele fott.— did und gut mih ſtirke, 6, nich dei Amt D, Immam: 6. Ves tem euch thy 5. Inmaue wemn Licht,3 ih laß ih ntt. Bis mit= eegen ſcnüit Und deine) wit. en geſt ſch un dit n h db mih geih Michal. Nenn Jännauel:. 6. E’ m und will eu C 6. Drm uinmel, Erd und) — 1 Neht ſol von Jeſ. It fttt nicht den To⸗ Kit länn... dü nißt ihr d eüſter, g. 1678. heuniit Geburt Ie Ke gan Gott in der Hoh N. ieui euch du= ne unm — 8 — auf um. ſein ae nunmehr feſtgef eodei a Ah, gen — 6 Himmels⸗Gütern ſpeiſt, Gott iſt nun zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 2. O theures Gnaden⸗Pfand! Vernimm es Stadt und Land! Ein ſ Kind iſt uns geboren, Das Held und Vater iſt, Zum Gnaden⸗Stuhl erko⸗ ren; Sei tauſendmal gegrüßt, Mein Immanuel!:; (2. Iu Bethlehem, in Davids.) 3. Das Heil der ganzen Welt Iſt tellt, Der König iſt erſchienen, Der Segen nun erweißſt, Und Allen, die ihm dienen, Mit ſcinn mit uns., Bu d am Stern hein, imert aif So lang niſ n. Gold, hrauch, Mmh. ab, noir zum Drt Samm s tell und Lit A So m h es un g unſe n rs⸗Fall Got Jeſus iſ zu uns g und inm terben. Herr p der du um Heider alnt gezogen, d die die uin ahenn Irj bewt amn Zu ſuchen und in Zu deines und So lang ihl Ja, am o werthe(t Wie Nat heut geblün aus um nwiſſenheit d. dat& mi et Und dui nſterr rän böſes muß, m man a 3 rrentü, g. ii geihn uun⸗Ermuntem M A dulci jibib Caul die ihr Iim. . 3 4. ſeinen etzt E nn nd Nändun nt Fre un Pſalmenani Ande inte ammen, Thro man! — — ges Jeſulein, Setz deine Gnaden⸗ ſſſts, Poin Wimel en 6. Deß ſollt ihr billig fröhlich.) 4. So kehre bei mir ein, Holdſel⸗ Perke in meiner Seele fort, Dein Leib und Blut mich ſtärke, Es heile mich dein Wort, O, Immanuel!:, (4. Was kann euch thun) 5. Immanuel, mein Licht, Ich laß, ich laß dich nicht, Bis mich dein Segen ſchmücket Und deine Gnade krönt; Mein Geiſt ſich an dich drük⸗ ket, Ob mich gleich Michal höhnt, Mein Immanuel:; (6. Er kann und will euch.) 6. Drum Himmel, Erd und Meer, Du reines Sternen⸗Heer, Seid Zeu⸗ gen, daß kein Leiden, Kein Kummer h. Noth Mich ſoll von Jeſu ſchei⸗ den, Ich fürchte nicht den Tod; Je⸗ A ſus iſt bei mir.; (6. Zuletzt müßt ihr doch,) D. E. Löſcher, g. 1673, ſt. 1749. Heilwürdige Geburt Jeſu. Mel. Allein Gott in der Höh ſei. 6 uf, freuet euch von Her⸗ 382. Auf, feeuenan Ihr, die ihr wart verloren; Nun wird das große Wunder kund, Daß Gott iſt Menſch geboren: Er bringt das Heil von oben her, Da Alles noch im Tode wär, Wenn er nicht wär erſchienen. 2. Er iſt das Wort, ſo Alles ſchafft, Der Alles hält und träget: Der ſchöne Glanz, die ewge Kraft, Ohn welche ſich Nichts reget, Und dieß will nun unſer Fleiſch und Blut Ver⸗ öhnen und erneuen. 3. Er iſt des ewgen Vaters Sohn, Von Ewigkeit gezeuget; Doch ſieh, wie er von ſeinem Thron Zu uns herniederſteiget, Mit unſerm ſchwachen Fleiſch ſich paart, Auf daß in uns die göttlich Art Mög angerichtet werden. 4. Der Menſchen Haufe lag im Grab, Zum Guten ganz erſtorben; Drum kommt das Leben ſelbſt herab, Daß die, ſo ganz verdorben, Im ſchö⸗ nen Rock des Heils verhüllt, Mit neuer Lebens⸗Kraft erfüllt, Den Tod beſiegen können. 5. Und weil die Welt mit finſtrer Nacht Ganz überdecket ſtunde; Weil ſie nicht ſelbſt aus eigner Macht Das Licht erwecken konnte: So kommt das unumſchränkte Licht und will mit hellem Angeſicht In aller Her⸗ zen leuchten. 6. Wie bleibſt du denn, o Men⸗ ſchen⸗Kind, In deinen Sünden lie⸗ gen, Wie biſt du doch ſo ſtarr und blind Und läßt dich ſo betrügen? Ei, folge deiner Trägheit nicht, Chriſt will dir Leben, Kraft und Licht, Aus ſeiner Fülle ſchenken. 7. Hier iſt mein Herz, o Veſu Chriſt, Der du biſt Licht und Leben, ch, mach es, wie dein Herze iſt, Dazu will ich dirs geben: Ach, heil der alten Schlangen Biß, Treib aus des Todes Finſterniß, So biſt du mir Menſch worden! M. J. F. Ruopp, ſt. 1708. Erweckung, das Jeſus⸗Kind zu ſuchen. Mel. Nun ſich der Tag geendet. 6 uf, Seele, auf, und 383. A ſäume nicht, Es bricht das Licht herfür: Der Wunder⸗Stern gibt dir Bericht, Der Held ſei vor der Thür.;: 1. 2. Geh weg aus deinem Vater⸗ land, Zu ſuchen ſolchen Herrn, Laß was uns kommt zu Gut; Er deine Augen ſein gewandt Auf die⸗ ſen Morgen⸗Stern.“ —ö— ——— 2 222 3. Gieb Acht auf dieſen hellen Schein, Der dir aufgangen iſt: Er führet dich zum Kindelein, Das hei⸗ ßet Jeſus Chriſt.: 4. Er iſt der Held aus Davids Stamm, Die theure Sarons⸗Blum, Das rechte theure Gottes⸗Lamm, Iſraels Preis und Ruhm.:; 5. Drum höre, merke, ſei bereit, Verlaß des Vaters Haus, Die Freundſchaft, deine Eigenheit, Geh von dir ſelber aus.“, 6. Und mache dich hehende auf, Befreit von aller Laſt, Und laß nicht ab von deinem Lauf, Bis du dieß Kindlein haſt.:, 7. Du, du biſt ſelbſt das Beth⸗ lehem, Die rechte Davids⸗Stadt, Wenn du dein Herze machſt bequem Zu ſolcher großen Gnad.:, 8. Da findeſt du das Lebens⸗ Brodt, Das dich erlaben kann, Für deiner Seelen Hungers⸗Noth Das allerbeſte Man.:“ 9. Nimm wahr, mein Herz, doch deiner Sach, Als ginſt du ganz all⸗ ein, Und forſche weiter fleißig nach Und ſuch das Kindelein.;,: 10. Halt dich im Glauben an das Wort, Das feſt iſt und gewiß; Das führet dich zum Lichte fort aus al⸗ ler Finſterniß. 11. In ſolchem Lichte ſiehet man Das wahre Licht allein; Ein armes Menſchen⸗Kind, das kann Nur da⸗ von Zeuge ſein.:, 12. Johannes ſelbſt, der treu es meint, Der zeuget ja von ſich, Daß er ſei nur des Bräutgams Freund: Zu ſolchem nahe dich.:,: 13. Verſinke du vor ſeinem Glanz In tiefſter Demuth dein, Und laß dein Herz erleuchten ganz Von ſol⸗ chem Freuden⸗Schein.:; 14. Gib ihm dich ſelbſt zum Opfer dar Mit Geiſte, Leib und Seel, Und ſinge mit der Engel⸗Schaar: Hier iſt Immanuel.:, 15. O wunderbare Süßigkeit, Die dieſer Anblick giebt Dem deſſen Herz Weihnachts⸗Lieder und auf andere dazu bereit Und dieſes Kindlen liebt.„ 16. Die Engel in dem Himme⸗ Saal, Die freuen ſich darob, N Kinder Gottes allzumal, Die bringaſ hier ihr Lob.:, 17. So ſieh und ſchmeck, wie ſi die Luſt, Die hier verborgen lim In deines Jeſu Liebes⸗Bruſt, Ie alles Leid beſiegt.:,: 4 18. Genieße hier das Engat⸗ Brodt, Die ſüße Himmels⸗Koſt, Um lobe herzlich deinen Gott Bei dieſen Freuden⸗Moſt.:, 19. Hier iſt das Ziel, hier iſt der Ort, Wo man zum Leben geht, his iſt des Paradieſes Pfort, Die wient offen ſteht. 20. Hier fallen alle Sorgen Zur Luſt wird alle Pein; Gy erfreuet Herz und Sinn In dieſn Jeſulein.:,: 21. Hier iſt in Allem Ueberft Was Einem nur behagt; Da iſtſt Kummer, noch Verdruß, Der i das Herz zernagt.:,: 22. Mit Gott und allen Selhet Haſt du Gemeinſchaft hier; Der di iſt wohl am glücklichſten: Hier we net Gott in dir.ü, 23. Der zeigt dir einen anden Weg, Als du vorher erkannt, N ſtillen Ruh⸗ und Friedens⸗Steg dun ewgen Vaterland.“,: 24. Denſelben geh und folge dam Und kehre nicht zurück, Herodi es ſt zeigen an, Der heget einen Tück 25. Er will das Kindlein bringe um, Die edle Gottes⸗Frucht: Da theuren Schatz, dein Eigenthum, G dir zu rauben ſucht.:,: 26. Laß toben, würgen, will, Dir widerfährt kein Leid, — 1* = 1 1 — — — — G du die Leidens⸗Bahn in Still Jut frohen Ewigkeit.:; M. Müller, g. 1673, ſt.oh Wunder der Geburt FJeſt. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. ₰ userwähltes Wunder⸗ 384. A'enls nie wie et dixxa, A 4 „to in ern erz, 3 binnch dergmn. di Geland Knil „Jh awige, aber M runt drns nich auig S Glaube ui nach utr ſhh geſawm legen. he d Gottes Sohn ret rm hohan Jinmuls⸗Thron. 3 Der W ganze Telt f den nich t und Hinnel Didd in deen Jleich ge dill ſich phrm laſſen da we Ewicht Untewirt ſih n heit — — — „ — —— — nagen, Nſchſ machet n Vind, Albi muhem Wet den, Dpär enſchen Ha wegt, Sdn Vindeln hingt 75. de R all Welt er Relt nchmbämnnt den E, Dn man(it und Vater m der wil ab en Kind erſc, dne 8 welche rein,= ts ſene ör ſen. i Grßt gat, du haſt h wir haſt gek e hünde ſehen; ³ ic ſu päracht, Als de. hitzen. Deine. M msol. auf a ain „Hie iin das Zie Wo t ann um Le 3 Par ſteht. 4. Hie An en alle Sa duſt an alle Pen, 3— 4 4 S: G. et Hen wad Sinn zu in. re „hian en gi 1 — Hie in in Allem a Einen m behagt; Ni ner, im Verdruß, A derz z umſt.: Mit u und alln du G aniſchaft hier. d hl ar an nicklichſten: Fe vott i:⸗ De nengt dir eimnt Als un vorher ertm Ruh u Friedens⸗ Va um d.: De mmn gehundfi tehre in zurüc, Han an, ans heget eingi Er ln as Kindlint Die un Gottes⸗Intt Scmt dein Eigente rauf mccht. dna daſ un zen, würgen d A ährt kein 6 Lei an hahn in d Ewi a t⸗ V 2 Müller, 1hi 8 ſich geſangen lege den nicht Wel itess Prt dn 3 1 6 ka ar erwäßlts h ſch zur Geburt Chr Hirten ſind, O Lippen: Du Jetzt als Heiland vorgeſtellt. 2. Ich erwäge; aber ach! Vernunft kanns nich der Glaube denket Gott wird Menſch, ja Gottes Sohn Kommt n. vom hohen Himmels⸗Thron. 3. Der die ganze Welt gebaut, Welt und Himmel faſſen, Wird in dieſem Fleiſch geſchaut Und will ſich gebären laſſen; Der da war von Ewigkeit, Unterwirft ſich jetzt der eit it. 4. Selbſt die Weisheit wird ein Kind, Selbſt die Allmacht läßt ſich tragen; Der ſelbſt machet Luft und Wind, Will bei rauhem Wetter za⸗ gen; Der der Menſchen Hand be⸗ wegt, Wird in Windeln hingelegt. 5. Der, der alle Welt erkennt, Bleibt noch unbekannt den Seinen, Den man Gott und Vater nennt, Der will als ein Kind erſcheinen, Eine Jungfrau, welche rein, Soll jezt ſeine Mutter ſein. 6. Großer Gott, du haſt gemacht, Daß wir ſolche Wunder ſehen; Nichts hat dich dazu gebracht, Als daß uns mag Heil geſchehen: Deine Liebe, deine Huld Gibt den Sohn für un⸗ ſre Schuld. der Herr die Menſchen liebet; Siehe, was für einen Held Er für dich zum Opfer gibet: Wie der Liebe tacht Ewige Verſöhnung 8. Ach ), wie kann ich dankbar ſfein: Ach, wo bleibt die Gegenliebe? Kann ich Gott mein Herze weihn, Der ich ſelbſt noch Laſter übe? Ach es iſt nichts Guts an mir, Nimm mich mir und gib mich dir! 9. Habe ferner nur Geduld, Wenn das Fleiſch den Geiſt beſtreitet, Tilge meiner Sünden Schuld, Wenn mein wacher Fuß noch gleitet, Und da V von deiner Krippen, Wo die blöden pfern Herze, Geiſt und d Du biſt ja der ganzen Welt Die t erwägen, Nur nach und muß 7. O, ſo ſchaue doch, o Welt, Wie D Lob, Sen meldt Der Herr und Schöpfer aller elt. ſagt, Chriſt, Ma it 1 Gei iſti gehörige Feſte. 223 ich oft ſtraucheln kann, Ach ſo nimm ich meiner an! 10. Ehre ſei Gott in der Höh! Feie im Himmel und auf Erden! eſus tilget alles Weh, Daß wir Gott gefällig werden: Jeſu, wahres Menſch ſind! en⸗Kind, Denke, daß wir Brüder M. A. G. Thebeſius, g. ſt. 1652. Wunder der Geburt Chriſti. In eigener Melodie. 385 bhriſtum wir ſollen lo⸗ F ben ſchon, Der reinen Magd Marien Sohn, ſo weit die liebe Sonne leucht Und an aller Welt Ende reicht. 2. Der große Schöpfer aller Ding Zog an eines Knechtes Leib gering, Daß er das Fleiſch durchs Fleiſch erwürb Und ſein Geſchöpf nicht Alls verdürb. 3. Die göttlich Gnad vom Him⸗ mel groß, Sich in die keuſche Mutter goß: Ein Mägdlein trug ein heim⸗ lich Pfand, das der Natur war un⸗ bekannt. 4. Das züchtig Haus des Herzens zart Gar bald ein Tempel Gottes ward: Die kein Mann rühret, noch erkannt, Von Gottes Wort man ſie ſchwanger fand. 5. Die edle Mutter Den Gabriel verhieß z Sanct Johann mit Sp a er noch lag im Mutterleib. 6. Er lag im Heu mit Armuth groß, Die Krippe hart ihn nicht ver⸗ droß, Es ward ein ſchlechte Milch deß Speis, Der nie kein Vöglein hungern ließ. 7. Des Himmels Chör ſich freuen drob Und die Engel ſingen Gott Den armen Hirten wird ver⸗ hat geborn, uvorn, Den ringen zeigt, 8. Lob, Ehr und Dank ſei dir ge⸗ eborn von der reinen d, ater und dem heilgen ” Von nun an bis in Ewigkeit! D. M. Luther, 8. 1483, ſt. 1546. 224 Weihnachts⸗Lieder Freude bußfertiger Sünder über Jeſu Geburt. Mel. Singen wir aus Herzens⸗Grund. 386 Da Chriſtus geboren war, D — Freute ſich der En⸗ gel Schaar un fe und ſungen mit Hau⸗ fen ſchon: Ehr ſei Gott im höchſten Thron! Gottes Sohn iſt Menſch geborn, Hat verſöhnt ſeins Vaters Zorn: Freu ſich, dem ſein Sünd iſt leid. 2. Die Hirten erſchraken ganz Vor der Engel hellem Glanz, Hör⸗ ten fröhlich neue Märchen, Daß Chri⸗ ſtus geboren wär. Gottes Sohn iſt Menſch geborn, Hat verſöhnt ſeins Vaters Zorn: Freu ſich, dem ſein Sünd iſt leid. 3. Sie ſuchten das Kindelein, Ein⸗ gehüllt in Windelein, Wie der En⸗ t die Zorn: iſt leid. 4. Sie fanden das Kindlein zart, Liegend in der Krippen hart, Bei dem Vieh im finſtern Stall, Welchs die Stern erſchaffen all. Gottes Sohn iſt Menſch geborn, Hat ver⸗ ſöhnt ſeins Vaters Zorn: Freu ſich, dem ſein Sünd iſt leid. 5. Aus der Mutter Bruſt ſo rein Nähret ſich das Kindelein, Welchs durch ſein göttliche Kraft Allem Vieh ſein Futter ſchafft. Gottes Sohn iſt Menſch Heborn⸗ Hat drſöhnt ſeins aters Zorn: Freu ſich, dem ſein Betes hurd. Bin ſh, em ſ 6. Solch große Barmherzigkeit Laßt uns preiſen allezeit, In Gotts⸗ furcht und Glauben rein, Mit Ge⸗ duld gehorſam ſein. Gottes Sohn iſt Menſch geborn, Hat verſohnt ſeins Vaters Zorn: Freu ſich, dem und auf andere Freudige Annahme des nen gebornen Jeſnu. 3 87. 2 Geſange loben, Dem ſ 2. Als ein Knecht zu dienen, zf , er uns erſchienen, Daß er für un wachte, Gott zum Freunde machte 3. Er, der Gott der Chren, li ſich winſelnd hören, Weil ihn mein Sünden In der Krippen binden 4. Jeſu, Herr und Meiſter, Na⸗ meine Geiſter, Daß ich dich erkenn Und dich Bruder nenne! 5. Jeſu, wollſt uns retten, Me liegt in Ketten; Alles liegt in Git⸗ den, Niemand will dich finden. 6. Niemand kann dich finden We gen ſeiner Sünden. Aller Meſah Leben Iſt der Welt ergeben. 7. Gib uns erſt das Wollen, Wei wir kommen ſollen, Zeuch unsi entgegen, Daß wir kommen miß 8. Herr, ich bin verloren, Iun Lieb erfroren: Heile meinen te den, O du Gott der Gnaden! en die Engel droben M ewig dienen, Der iſt uns erſchienn e „Aerteund en hde n glt daſer und latein? u deinacts⸗Geſang DO duem pastores N? 4 Nubus angeli di: Ppsit vick jam timere; Natus Gtt gloriäe. -.' de ortn obten ſehr U n i bnwelnoch vi= Fördt alh ucht zu deſer*. Gedorn i herr Jeſus ☚ P fnd di lieben Eng N helen dcen Erſchiener* ſutte dnonen, ſo ihr S i Nonenten Im weiten 9. Hunderttauſend Sünden Wi Beulen Haſt du da zu heilen. 10. Alle Tag und Stunden uit ich hier gebunden; In des Feſti Banden Stehe ich mit Schanden 11. Mich von dieſen Ketten Wiß lich zu erretten, Mußt du in d Wiegen Angfefeſſelt liegen. 12. Kommt, ihr Engel, ſchan Was mir Gott vertrauet. Mir ii mir zu Gute Wohnet Gott im N 13. Den ich angefeindet, Der mir befreundet, Der wird mein kannter Und mein Blutsverwand 14. Selbſt der Teufel zittert die Höll erſchüttert, Wenn ſus weinet Und für uns er 15. Denn die Teufel wiſſen, d ſie weichen müſſen. Höll und A verſtecken Ihren Gift vor Schrettt 16. Daß iſt meine Freude in di größten Leide; Denn auf di —½ == = 3 4 — — ⁸⁴ — 1 — ſein Sünd iſt leid. M. Weiß, ſt 1540. Kinde Lieget meine Sünde. du bei mir finden, Gift und Eir n Le — — mein Je ſcheine —.— acter Gieteud und gu oln w ad offenbaren,“ und ale col widerfahre) Seſ ſt Menſch gebo Nenſch pien Hat verſt Rtes pn des Vaters 2 1u ambulaban dnun umyrrham pord lumilha mec dncen⸗ Leqni etnne. 1 Paiſen kamen 5 — A, dauch, Ryrrhen„ „ ſe mitte 1 ebornen A „2. Eein Knecht er un Schiene wacht! Oftt zu 3.— der Gott de Und. Bruder nenn⸗ .5. V wollſt unsn liegt i tten; Alls 4 den, and willdih 6. † and kann iih gen ſe= Sünden. An Leben f ſder Welt ant 7. G= woerſt das Au wir ke= zn ſollen, za entgeg— Daß wir kn 8. 4r ich bin derhn Lieb— en: Heile ne den, O=z Gott der Otu 9. †. uttauſend en du beimn finden, Git Beulene=t du da zu 10. Tag umd en ch hien unden; Iuw Bandeit=— hhe ich mi et 11. ☛☚☛ von dieſen e ich zu ten, Mußti Wieger gefeſſelt lumn 12. mt, ihr En Was m dtt vertraut 3. Ir=ch angeſeind nir beft Kdet, Der witi annter. mein But 14. 1M at der Teuilt ie Höl ies hüttert, Vm us we tnd für un 15. 1 die Teufl i e weie Prnüſſen. 9 erſtecke— ren Giſt win 16. 7 Krſt meine rößten e, Da tinde Lun meine nir zu ⁸. ꝓWohnet Gat n Abſchied geben. zur Geburt Chriſti gehorige Feſte. 17. Wenn ich dich nur habe, O du u Wunder⸗Knabe! Alle Teufel ſollen Nichts mehr an mir wollen. 18. Laß mich dieſem Leben Endlich Hier iſt mein Ver⸗ derben; Mich verlangt, zu ſterben. 19. Mich verlangt, zu wohnen, Herr, bei deinen Thronen, Daß ich in der Nähe Gott⸗und Menſchheit ſehe. D. C. Ziegler, g. 1621, ſt. 1690. Alt⸗deutſcher und lateiniſcher Weihnachts⸗Geſang. 388 Quem pastores laudavere *Quibus angeli dixere: Absit vobis jam timere; Natus est rex gloriae. Den die Hirten lobten ſehre ₰☚. Und die Engel noch vielmehre: Fünct euch nicht zu dieſer Friſt; eborn iſt der Herr Jeſus Chriſt. Beut ſind die lieben Engelein im hellen Schein Erſchienen bei der Nachte Den Hirten, ſo ihr Schäfelein bei Mondenſchein Im weiten Feld be⸗ wachten. Große Freud und gute Mähr wolln wir euch offenbaren, Die euch und aller Welt ſoll widerfahren: Got⸗ tes Sohn iſt Menſch geborn, Iſt Menſch geborn, Hat verſöhnt des Vaters Zorn, Des Vaters Zorn. 2. Ad quem magi ambulabant, Aurum, thus, myrrham portabant, Immolabant haec sincere Leoni victoriae. Zu dem die Waiſen kamen geritten, Gold, Weihrauch, Myrrhen brachten 1 ſie mitte, Sie fielen nieder auf ihre Knie: Gelobet ſeiſt du, Herr, allhie! Sein Sohn, die göttlich Majeſtät, euch geben hat Und ein Menſch laſ⸗ ſen werden. Ein Jungfrau ihn ge⸗ boren hat in Davids Stadt, Da ihr ihn finden werdet, Liegend in einm Krippelein nackend, blos und elende, Daß er all euer Elend von euch wende: Gottes Sohn ꝛc. 3. Exultemus cum Maria In coelesti hierarchia. Natum probant voce pia, Dulci cum melodia. Freut euch Alle mit Maria In des des Himmels Hierarchia, Da die Engel ſingen alle In dem höchſten Thron mit Schalle. Darnach ſangen die Engelein: Gott gebührt allein In der Höh Preis und Ehre! Groß Friede wird auf Erden ſein, deß ſollen ſich fein Die Menſchen freuen ſehre Und ein Wohlgefalln han, daß der Heiland iſt kommen, Hat euch zu Gut eur Fleiſch an ſich genommen: Gottes Sohn ꝛc. 4. Christo regi, deo nato, Per Mariam nobis dato Merito resonant vere Laus, honor et gloria. Freut euch alle Leute gleiche: Gottes Sohn vom Himmelreiche, Uns zu Troſt iſt er geboren: Loh und Ehr ſei Gott, dem Herrn! Die Hirten ſprachen: Nun wohlan! So laßt uns gahn Und dieſe Ding erfahren, Die uns der Herr hat kund gethan, Er wird indeß unſer Vieh wohl bewahren. Da fanden ſie das Kindelein in Tüchelein gehüllet, Das alle Welt mit ſeiner Macht erfüllet. Gottes Sohn iſt Menſch geborn, Iſt Menſch geborn, Hat verſ öhnt des Va⸗ ters Zorn, Des Vaters Zorn. Petrus Dresdenſis, um 1410. verd. N. Hermann, ſt. 1561. Mariä Reinigung. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 3 89 er alte fromme Siemeon 4 Hat Jeſum, Gottes eig⸗ nen Sohn, Auf ſeinen Arm genom⸗ men. Ach, Heiland, ſollt ich auch nunmehr Zu dieſer allergrößten Ehr Und höchſten Freude kommen! 2. O liebſter Schatz, vergnüge mich; Doch unterdeſſen nehm ich dich In⸗ 15 226 meine Glaubens⸗Armen; Ich drücke dich mit ſüßer Luſt An meine kranke Liebes⸗Bruſt Und will an dir er⸗ warmen. 3 3. Gib einen hellen Glaubensſchein In mein noch dunkles Herz hinein, Daß ich nach dir verlange Und mit gewiſſer Zuverſicht, Bis mir mein Herz und Auge bricht, An dir, o Heiland, hange. 4. Iſt mein erwünſchter Abſchied da, Dann iſt mir auch mein Glücke nah. Du, Jeſu, biſt mein Leben. Du nimmſt die ſelge Seel zu dir; Drum wird der matte Leib von mir Mit Freuden hingegeben. 5. Laß mich die ganze ſchnöde Welt Und Alles, was dem IFleiſch gefällt, Durch deine Kraft beſiegen; Laß mich der kahlen Eitelkeit Zu meinem gro⸗ ßen Herzeleid Nicht weiter unter⸗ liegen. 6. Ich werde, hoff ich, auch ein⸗ mal Aus dieſer Welt⸗ und Sünden⸗ Qual Mit Fried und Freude fahren. Weil du, herzliebſter Jeſu Chriſt, Mein allertreuſter Heiland biſt, Wirſt du mich wohl bewahren. 7. Ich lobe dich, mein Herr und Gott, Daß du für mich in Angſt und Tod Dein eigen Kind geſchenket, Und es zum Heiland dieſer Welt Bereits perſönlich dargeſtellt, Ja, mir ins Herz geſenket. 8. Mein Gott und Vater, ſei ge⸗ preiſt, Du haſt durch deinen heilgen Geiſt Mir in der Schrift verſprochen, Daß ich im höchſten Himmels⸗Wohl Den Heiland ewig ſchauen ſoll: Drum fröhlich aufgebrochen! M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Freudiger Chriſt⸗Tag. Aus dem alten Lateiniſchen: Dies est laetitiae. Jer Tag, der iſt ſo freu⸗ 390.„ denreich Aller Krea⸗ ture; Denn Gottes Sohn vom Him⸗ melreich Ueber die Nature Von einer Jungfrau iſt geborn. Maria, du biſt : Weihnachts⸗Lieder und auf andere Was geſchah ſo wunderlich? Gottes Sohn vom Himmelreich, Der iſt Menſeh geboren. 2. Ein Kindelein ſo löbelich R uns geboren heute Von einer Jung⸗ frau ſäuberlich, Zu Troſt uns armen Leuten. Wär uns das Kindlein nicht geborn, So wären wir allzumal var⸗ lorn: Das Heil iſt unſer Aller. 6 du ſüßer Jeſu Chriſt, Der du Menſ geboren biſt, Behüt uns vor da Hölle! Glas Mit ihrem klaren Scheine Un doch nicht verſehret das, So mertei allgemeine: Zu gleicher Zeit geboren ward von einer Jungfrau rein un zart Gottes Sohn, der werthe, ar ein Kripp ward er gelegt, Große Ma⸗ ter für uns trägt Allhier auf dieſe Erde. Erfuhren neue Mähre Von den a geliſchen Schaarn, Wie Chriſt g. boren wäre, Ein König über all K. nig groß, Herod die Red gar ſeht verdroß, Ausſandt er ſeine Boten⸗ Ei, wie gar eine falſche Liſt Erdatt er wider Jeſum Chriſt: Die Kindlen ließ er tödten. D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546 Auf die Chriſt⸗Nacht. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt. „ieß iſt die Nacht, dami 391. erſchienen Des großen Gottes Freundlichkeit, Das Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkelheit, Und dieſes Welr⸗ und Himmels⸗Licht Weicht hundett⸗ tauſend Sternen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Verſäume nicht den Gnaden⸗Schein! Der Glanz in dieſer kleinen Höhle Streckt ſich in alle Welt hinein; Er treibet weg der Höllen Macht, Der Sünden und des Kreuzes Nacht. 3. In dieſem Lichte kannſt du ſehen Das Licht der klaren Seligkeit, Wenn Sonne, Mond und Stern ver⸗ auserkorn, Daß du Mutter wäreſt. gehen Vielleicht noch in gar kurzen 3. Als die Sonn durchſcheint das 4. Die Hirten auf dem Felde wan zinder wän... Wm Th ſtm 5. trahle mi machs⸗Gbas vol. Sosp gr Fahtenhofer,. 1624)9* d Auf do j der heiligeln= Finige. Ml. Wiſſön leuchtet der. 302 u Sten aus„ e— gotes⸗Sohn. 2 erig ud ande Thron, d Vabrs bie Zum ſelit nnen ſar Genact uns ⁷ ffande Wmiſet mein r de, Din hi zu Theil deden wns af Erden. H. don zm um dich nicht ſm bon. 1 ein Shatten dn d Als tauervoll 3 mlenn Ferne, Docre Rin he nmen Herz, Ar da n„Lr un duig delen⸗Schme⸗ dinn gnnerStern.. Di 2 n aiſtirneben, muß uh im Entn, Lißt 3 nit 3„Läßt in? latte mir, mein hde — — — — — — 4 * 3 M — — 48 Welt ja. aß wich ſel —ꝑ— = e — — — —— 2 — — — — 5 —ᷓ — —. ₰½ — = = ——= — * —έ △ — — 4 ———= E¼=== —— — —— —= 3 m 30 4 wundan dren. eic, da 2 Fi. 1. dci— delein ſo ſäuln wute Bm a en. 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Laß nur indeſſen helle ſcheinen Dein Glaubens⸗ und dein Lebens⸗ Licht; Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonſt hilft dir dieſe Sonne nicht; Willſt du genießen dieſen Schein, So darfſt du nicht mehr Sünder ſein. 5. Drum, Jeſu, ſchöne Weih⸗ nachts⸗Sonne, Beſtrahle mich mit deiner Gunſt! Dein Licht ſei meine Weihnachts⸗Wonne Und lehre mich die Weihnachts⸗Kunſt, Wie ich im Lichte wandeln ſoll Und ſei des Weih⸗ nachts⸗Glaubens voll. Casp. Fr. Nachtenhöfer, g. 1624, ſt. 1685. Auf das Feſt der heiligen drei Könige. Mel. Wie ſchön leuchtet der. 392 D Stern aus Jacob, e Gottes⸗Sohn, Mein König und Genaden⸗Thron, Du haſt des Vaters Güte Zum ſeliggroßen neuen Jahr Gemacht uns Heiden offenbar, Das preiſet mein Gemü⸗ the; Dein Heil Zu Theil Laſſen werden uns auf Erden. Hier und droben Kann man dich nicht gnug⸗ ſam loben. 2. Ich ſitz im Schatten dieſer Welt, Da Alles trauervoll beſtellt, Und lebe in der Ferne; Doch leuch⸗ teſt du, Herr, in mein Herz, Bei mei⸗ nem dunklen Seelen⸗Schmerz Mit deinem Gnaden⸗Sterne. Dieß Licht Kann nicht Untergehen, muß beſtehen auch im Sterben, Läßt im Tode nicht verderben.. 3. So leuchte mir, mein ſelig Licht, Daß mich die Welt ja blende nicht, Auf dein Wort laß mich ſehen, Bis nach der Fremde dieſer Welt Mein Herz dein Vaterland erhält, In Got⸗ tes Stadt zu gehen. Auf dich Seh ich, Will nicht wanken, all Gedan⸗ ken zu dir wenden, Selig bei dir an⸗ zuländen. 227 4. Indeſſen ſucht mein Herze dich, Kann nicht zufrieden ſtellen ſich, Bis es dich, Jeſu, findet. Nach Bethlehem ſteht auch mein Sinn, Zu ziehen mit den Weiſen hin. Mein Herze ſich verbindet Leiden, Freuden Nicht zu achten; blos zu trachten, dich zu ha⸗ ben, Aus dem Brunnen mich zu laben. 5. Vor deiner Krippe liegt mein Herz Und bringet Myrrhen, Reu und Schmerz Für die begangnen Sünden; Dabei Gebet, mein Weihrauch, liegt, Der wider Tod und Teufel ſiegt, Den wolleſt du anzünden, Daß ich Mög⸗ lich Alle Sinnen und Beginnen, ja mein Leben Dir mög völlig übergeben. 6. Das Gold des Glaubens iſt in mir, So gegen dich glänzt für und für Wird von dir hoch gehalten. Das bring ich dir, mein Jeſu lieb, Und zwar durch deinen Gnaden⸗Trieb, Du wirſt ja endlich walten, Daß ich Fröhlich Kehrzzurücke zu dem Glücke, wo die Heiden Du wirſt als das Lämmlein weiden. A. Kleſel, g. 1635, ſt. 1702. Freude über die nubefleckte Geburt Chriſti. uer natus in Bethlehem, Beth- lehem, unde gaudet Jerusalem. Halle-Halleluja! 39 3 Ein Kind geborn zu Beth⸗ lehem, Bethlehem, Deß feruet ſich Jeruſalem. Halle⸗Halle⸗ uja! 2. Hic jacet in praesepio, prae- sepio, qui regnat sine termino, Halle-Halleluja! 2. Hier liegt es in dem Krippelein, Krippelein, Ohn Ende iſt die Herr⸗ ſchaft ſein. Halle⸗Halleluja! 3. Cognovit bos et asinns, asinus, quod puer erat dominus. Halle- Halleluja! 3. Das Oechslein und das Eſelein, Eſelein Erkannten Gott, den Herre ſein. Halle⸗Halleluja! 4. Reges de Saba veniunt, ve- niunt, aurum, thus, myrrham of- ferunt, Halle-Halleluja! 4 15* „—— 8— —— —- 228 4. Die Köng aus Saba, kamen dar, Kamen dar, Gold, Weihrauch, Myrrhen brachtn ſie dar. Halle⸗ Halleluja! 5. Ex matre natus virgine, vir- gine, sine virili semine. Halle- Halleluja! 5. Sein Mutter iſt die reine Magd, Reine Magd, Die ohn ein Mann geboren hat. Halle⸗Halleluja! 6. Sine serpentis vulnere, vul- nere de nostro venit sanguine. Halle-Halleluja! 6. Die Schlang ihn nicht vergif⸗ ten konnt, Vergiften konnt, Iſt wor⸗ den unſer Blut ohn Sünd. Halle⸗ Halleluja! 7. In carne nobis similis, simi- lis, peccato sed dissimilis. Halle- Halleluja! 7. Er iſt uns gar gleich nach dem Fleiſch, Nach dem Fleiſch; Der Sünd nach iſt er uns nicht gleich. Halle⸗ Halleluja! 8. Ut redderet nos homines, ho- mines deo et sibi similes. Halle- Halleluja! 8. Damit er uns ihm machte leich, Machte gleich und wieder⸗ rächt zu Gottes⸗Reich. Halle⸗Hal⸗ leluja! 3 9. In hoc natali gaudio, gaudio benedicamus domino. Halle-Hallel. 9. Für ſolche gnadenreiche Zeit, Reiche Zeit Sei Gott gelobt in Ewig⸗ keit! Halle⸗Helleluja! 10. Laudetur sancta trinitas, trinitas, deo dicamus gratias. Halle-Halleluja! 10. Wir loben die heilg Dreifal⸗ tigkeit, Dreifaltigkeit Von nun an bis in Ewigkoite Halle⸗Hallelujal resdenſis, um 1410. Auf die Chriſtnacht. Mel. Du biſt ein Menſch, das. 39 4 rmuntre dich, mein Xe ſchwacher Geiſt, Und trage groß Verlangen, Ein kleines Weihnachts⸗Lieder und auf andere zu empfangen. Dies iſt die Nacht darin es kam Und menſchlich We⸗ mit Treuen Als ſeine Braut zu freien 2. Willkommen, ſüßer Bräutigam Du König aller Ehren! Willkommen Feſu⸗ Gottes Lamm! Ich will dein Lob vermehren, Ich will dir all mein Lebenlang von Herzen ſagen Prii und Dank, Daß du, da wir verb 3. O großer Gott, wie konnte ſein, Dein Himmelreich zu laſſen, 3 kommen in die Welt herein, Da Nichts denn Neid und Haſſen? Wie iom⸗ teſt du die große Macht, Dein gi⸗ nigreich, die Freudenpracht, Ja, da erwünſchtes Leben Für ſolche Fein hingeben? 4. Iſt doch, Herr Jeſu, Braut Ganz arm und voller Schan den; Noch haſt du ſie dir ſelbſt de⸗ traut Am Kreuz in Todes⸗Banden Iſt ſie doch Nichts, als Aergern Fluch, Elend, Tod und Finſtern Noch darfſt du ihretwegen Den Set ter von dir legen. ots Denn „ Du kluger Rath und tapferer Held, A möglich, daß du dich Erniedriget ſt jämmerlich, Als wäreſt du im Otden der Bettler Menſch geworden. 6. O großes Werk, o Wunder⸗ Nacht, Dergleichen nie gefunden! De chüttern. 7. O liebes Kind, o ſüßer Knab, Schätz auf Erden! Komm, Schön⸗ ſter, in mein Herz hinein, Komm, laß mich deine Krippe ſein: Komm, komm, ich will bei Zeiten Dein Lr ger dir bereiten. Kind, das Vater heißt, Mit Freuden 8. Sag an, mein Herzens⸗Bräu⸗ ſen an ſich nahm, Dadurch die Wal ren, Für uns biſt Menſch geboren. 5. Du Fürſt und Herrſcher dien Welt, Du Friedens⸗Wiederbringt, ſtarker Höllen⸗Zwinger! Wie iſt u haſt den Heiland hergebracht, Da Alles überwunden; Du haſt gebracft den ſtarken Mann, Der Feur ud Wolken zwingen kann, Vor dem die Himmel zittern und alle Berg a⸗ Holdſelig an Geberden, Mein Bu⸗ der, den ich lieber hab, Als ale 3 ii 5 Phun 1 124 lun Ni dr do he he di, Sr t Sei di von m nein uder* beßt? — gen, Dch Am 5 ſt Und hat de Welt becl 1 dazih deine Gütigkeit= rreis in der naden⸗ b näg henah vt lben 4 ☚ dic lobm. J Ri,g. 1607 T ajdi Chrit⸗Racht Mel. Get du ftommer g *(nünihereuder⸗ 3956 de Gott zur. dren, daht de der Finſten dict de Act gboren. Oo— R ſehet d Gor der Enger ſdnt, D Natt di uns zu— den 3 d heils gebiert! 2 Gbendtes Weib, HoI de Fun! Gott läſſet u d Dn Abes⸗Samen Nit Ghens eindenfall Fi r Wohl dohn Doh aus Ir ntt uh luter Segen lC grs Punder⸗Ki dehm pißet. O Jacc. ſätigct h, ſär ätn t. fand: hit Reihlehem, 8 e Nommen, Nuf — — — — ——2 — —— — — 5 —4 — —. — —. — 1 — = — — ſn ferhtſam ent, din her ba an ebüch. 4 un d auf te empfa; enlang zr Dan;. 4 Für znrbiſt Aerihi to. Gott, 1 „Dein in nelrei ne n in 28. Lelt herein d Neid war Haſſen ih 4 Lud„ M eeuldenpracht, ſ. unſchte 2 en Für ſin eben? i üt . 5 „It ae Herr Jy, t han im und vallas Noch iaß du ſie di ſi 9* Am sitz in Todeh on dir 6 ₰‿ HC 2* 1 Du ken und Here ‿ 3No 3.N h „Du ußg dens⸗ident luger taind tapferaht r Höl an winger! Wi ich, da Kit dich Ernid darfſt retwegen aln. rerlich, aus wäreſt dumt Zettler Kſh geword 9 e Werk, oM „ t, Der aiglen nie gefunda den Kaltend hergebut überr uthen; Du haft tarken al n, Der ſar en zwi apekann, Verw nel zit un und alle R ern. O liel wind, o ſüße llig ar h verden, Mut den ie uber hab, P auf arhil Komm e in me i nierz hinen t ich dei arrippe ſein. ich n ulltei Zeiten N r bere imn Sag au miein Herzut b zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 229 tigam, Mein Hoffnung, Freud und Leben, Mein edler Zweig aus Jacobs Stamm, Was ſoll ich dir doch geben? Ach, nimm von mir Leib, Seel und Geiſt, Ja Alles, was Menſch iſt und heißt: Ich will mich ganz verſchrei⸗ en, Dir ewig treu zu bleiben. 9. Lob, Preis und Dank, Herr Jeſu Chriſt, Sei dir von mir geſun⸗ gen, Daß du mein Bruder worden biſt Und haſt die Welt bezwungen. Hilf, daß ich deine Gütigkeit Stets preis in dieſer Gnaden⸗Zeit Und mög hernach dort oben In Ewigkeit dich loben. J. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Auf die Chriſt⸗Nacht. Mel. O Gott, du frommer Gott. 26 rwünſchteFreuden⸗Nacht, 395. E Die Gott zur Luſt er⸗ koren, Nacht, die der Finſterniß Das Licht der Welt geboren. O Nacht, da ſelbſt der Chor der Engel muſi⸗ cirt; O Nacht, die uns zum Troſt Den Tag des Heils gebiert! 2. Gebenedeites Weib, Holdſeligſte der Frauen! Gott läſſet uns aus dir Den Weibes⸗Samen ſchauen; Mit Evens Sündenfall Fiel unſer Wohl dahin; Doch aus Mariens Frucht Muß lauter Segen blühn. 3. O großes Wunder⸗Kind, Das Ewig⸗Vater heißet; O Ncdbs Held, der nun Den Himmel ſelbſt zerreißet, O Heiland aller Welt, Der uns im Fleiſch begrüßt, Ach, ſei viel tauſend⸗ mal, Viel tauſendmal geküßt! 4. Veflücles Bethlehem, Du Luſt⸗ Haus aller Frommen, Nun iſt des Davids Sohn In Davids Stadt ge⸗ kommen. Der Lebens⸗Herzog zieht I Stall und Krippen ein, Der über Iſrael Soll Herr und König ſein. 5. Erfreutes Hirten⸗Volk, Dem gleich die Engel⸗Schaaren Den Erz⸗ und Seelen⸗Hirt Frohlockend offen⸗ baren; Je mehr des Engels Glanz Dein Herz furchtſam entzückt, Je ſüßer war die Luſt, Als du das Kind erblickt. 6. Nun, mein Immanuel, Ich knie vor deiner Krippe, Ich bringe de⸗ muthsvoll Das Opfer meiner Lippe: Bereite ſelbſt mein Herz Als deinen Tempel zu, Komm, nimm es ein und ſprich: Hier, hier iſt meine Ruh. Jeſus unſer Bruder und Mittler. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht. 396 Ewig ſei dir Lob geſun⸗ *- Dgen, O du wunderbarer Held, Mit dem Herzen und den Jum⸗ gen, Daß du biſt auf dieſe Welt Mir zu Gut ins Fleiſch gekommen Und aus lauter Freundlichkeit, O du Sohn der Ewigkeit, Fleiſch und Blut haſt angenommen Und mein Bruder worden biſt: Sei willkommen und gegrüßt! 2. Sei gegrüßet: dir gehöret Heut ein Lobgeſang mit Recht, Weil du ſo gar hoch geehret Unſer menſchli⸗ ches Geſchlecht, Daß du ſolches haſt vermählet Deiner göttlichen Natur, Unſre, die ſo niedrig nur, Unſre Menſchheit auserwählet Und geſetzt auf Gottes Thron, Du, des Vaters einzger Sohn. 3. Die in Adam ganz verderbet Und befleckt durch Sünde war, So von ihm uns angeerbet, Wird jetzt wieder weiß und klar, Klar und rein in dir: von wegen Adams war ſie ganz verflucht; Du gebenedeite Frucht Der Jungfrauen biſt ihr Segen. Satan machte ſie zu Spott, Du ver⸗ bindeſt ſie mit Gott. 4. Du, du biſt der Mittler wor⸗ den Zwiſchen Gott und Menſchen; du Haſt den armen Menſchen⸗Orden Wiederum in Fried und Ruh, Als du wurdeſt Menſch, geſetzet, Uns beim Vater ausgeſöhnt Und mit ſeiner Huld gekrönt, Solche Gnad und Liebe ſetzet Meinen Glauben wider Tod, Wider Sünd und Höllen⸗ Noth. 5. Sollte Gott nicht ſein gewogen Mir und ich in ſeiner Hut, ———— 3... 3 4 — — oöoöooöoöoöoſſ — 230 mein Fleiſch hat angezogen? Haßt man au ſein Fleiſch und Blut? Iſt ſein Sohn nicht mir geboren Und bekleidt mit meiner Haut? Hat er mich nicht ihm vertraut? Trotz, der ſagt, ich ſei verloren! Stoß mir um dieß Felſen⸗Wort, Daß Gott ſelber iſt mein Hort!. 6. Wird das Leben doch mein Le⸗ ben, Leuchtet mir doch ſelbſt das Licht; Wird das Heil doch ſelbſt gegeben Mir zum Heil. Ach, was gebricht Weiter uns? Die Quell der Freuden Fällt in dieſes Jammerthal Aus dem hohen Himmels⸗Saal, Uns zu Troſt in allem Leiden. Meine Lieb und Se⸗ ligkeit Iſt ein Menſch geboren heut. Weihnachts⸗Lieder und auf andere zu eigen hin, So empfindet Sinn Freude, Freude ꝛc. 4. Jeſu, nimm dich deiner Gliede man bitten kann, Brüder; Gib der ganzen Chriſten Schaar Nieden und ein ſelig Jahn Genaden⸗Sonne. Alles uns geſchenket mit Chriſe Röm. 8, v. 32. 33. Mel. Warum ſollt ich mich denn, 7. O du allerſchönſter Knabe, O du keuſcher Jungfraun⸗Sohn, Meiner Seele reichſte Habe, Meines Glau⸗ bens edle Kron, Laß mich neugeboren werden, Mach mich fromm, ſei du, o Kind, Das man in der Krippe findt, Meine beſte Freud auf Erden! Laß Da vor Freud Alle Engel ſinen Hört, hört, wie mit vollen Chäre Alle Luft Laute ruft: Chriſtus geboren! für dieſen Gnaden⸗Schein Mich dir ewig dankbar ſein! V Erasmus Finx, g. 1627, ſt. 1694. Weihnachts⸗Freude. In eigener Melodie. 397. Freutt euch, ihr Chriſten alle, Freue ſich, wer immer kann! Gott hat Viel an uns gethan. m. Freuet euch mit großem Schalle, Daß er uns ſo boch Kaichn, Sich mit uns befreundt gemacht. Freude, Freude über Freude: Chri⸗ ſtus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Er iſt die Genaden⸗Sonne. 2. Siehe, ſiehe, meine Seele, Wie dein Heiland kommt zu dir, Brennt in Liebe für und für, Daß er in der Krippen⸗Höhle Harte lieget, dir zu Gut, Dich zu löſen durch ſein Blut. Freude, Freude über ꝛc. 2 3. Zeſu, wie ſoll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir Meine Se⸗ ligkeit herrühr: Ach, laß mich von dir nicht wanken; Nimm mich dir 2. Heute geht aus ſeiner Kamm Gottes Held, Der die Welt M aus allem Jammer. Gott wi Menſch, dir Menſch zu Gute, Ge⸗ tes Kind, Das verbindt Sich mi unſerm Blute. 3. Sollt uns Gott nun fönng Herz und Ferner in Gnaden an; Schenke, wo Ri 6 Zu erquicken den . * „ Freude, Freude über Freude: Chu⸗ ſtus wehret allem Leide. Wonn Wonne über Wonne: Er iſt u M. C. Keymann, g. 1607, f. 16 398 Fuühlich ſoll mein de *☛ ſpringen Dieſer hat haſſen, Der uns gibt, Was er lit Ueber alle Maßen? Gott gibt, un⸗ ſerm Leid zu wehren, Seinen Sohn Aus dem Thron Seiner Macht ud Ehren. 4. Sollte von uns ſein gelehret Der ſein Reich Und zugleich Sich ſelbſt uns verehret? Sollt uns Gak tes Sohn nicht lieben, Der jett kömmt, Von uns nimmt, Was uns will betrüben? 5. Hätte vor dem Menſchen⸗Onden Unſer Heil Einen Gräul, Wär er nicht Menſch worden. Hätt er At zu unſerm Schaden, Ei, ſo würd Unſre Bürd Er nicht auf ſich laden. r6. Er nimmt auf ſich, was au Erden Wir gethan, Gibt ſich an / Unſer Lamm zu werden, Unſer Lamm, das für uns ſtirbet Und bei Gott Füt den Tod Heil und Fried erwirbet. 1 Tan ,5 1 Und lch, 8 dhit zu ſen.iſet fahren, l wn. Scht he Jt die Tu dn wahc gaden. Faßt ervit ac führen A⸗ Dn, Da hrit Guch kein e= rird rühim. 17 ue W ſh indt beſchwe 7 erzen, Nayindt Seine t lud Geriſas⸗Stmerzen, S tuſt. Har vid gefunden,— in Eil Nate ſeil Die ver Nunden. 11. Deit amn ſeid und d. Konmt ſeite, Fület frei 1. Glaabens gude. Hier ſine zuten Caben Uw das Gold, ſolt Gur Fa mit laben. 12 Siſes gei,, laß dich de, Laf mh dr, meine Zie 1 derüct gionn. Du biſt t. dhens ſten. Aun kann ichſ dh dih Aa ufrieden gel. 3 Wimechud kann min düt dun dmiu haſt Mei⸗ Murdmzicken. Kein anug ſden, Ich bin gaß⸗ n bellt meier Sünde Kh in vin um deine A git gup Chr und E 5 4 enzuhüllen. 5 hetie ſchließen, d in, dde Vlum, Laß di 1 — — hi 1 n A 33 dt l eg nl ich fahren. fathan ſun dan Kit Dart im 4. Gechand, 9. 1606 auf gurtee gen hns 0 empfindan Jre S Freuu i 4 ne ü. Wonne.. den⸗C gtor. 2 1„Keymann, P 16 uns ag chenltt nig Rü r, v. 32. 39 plich ſoll mi . euft ace uft En en Deute iag aus ſeiner fu à Hel aider die An allem a nmer.(ah h, di l nſch zu Gute ind, ag verbindt 8h n Bl g Sollt ut Gott um „Der au gibt, Wasn alle llen? Gott gh Leid z aahren, Seina: dem T an Seiner Nih Sollt un uns ſein gi ein R en Und zuglih uns v et? Sollt uw pdohn in lieben, R) „Vor am nimmt, W etrübe r dätte unmem Menſte Heil aum n Gräul, 1 Nenſd am den. Hätt ſerm müs den, G Bürd icht auf ſt Er ni am auf ſich, u Wir ug an, Gütſt Lamm aerden⸗Uial runs anlt Und babn dd He u io Fried eu Ruft ſu wohl, er wird euch führen An den zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 7. Nun, er liegt in ſeiner Krippen, ſich Mich und dich, Spricht mit ſüßen Lippen: Laſſet fahren, lieben Brüder, Was Euch quält! Was euch fehlt: Ich bring Alles wieder. 8. Ei, ſo kommt und laßt uns laufen, Stellt euch ein, Groß und Klein, Kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet, Schaut den Stern, Der uns gern Licht und Labſal gönnet. 9. Die ihr ſchwebt in großen Lei⸗ den. Sehet, hier Iſt die Thür Zu den wahren Freuden. Faßt ihn Ort, Da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren. 10. Wer ſich findt beſchwert im Herzen, Wer empfindt Seine Sünd Und Gewiſſens⸗Schmerzen, Sei ge⸗ troſt: Hier wird gefunden, Der in Eil Machet heil Die vergiften Wunden. 11. Die ihr arm ſeid und elende, Kommt herbei, Füllet frei Eures Glaubens Hände. Hier ſind alle guten Gaben Und das Gold, Da ihr ſollt Euer Herz mit laben. 12. Süßes Heil, laß dich umfan⸗ gen, Laß mich dir, meine Zier, Un⸗ verrückt anhangen. Du biſt meines Lebens Leben; Nun kann ich Mich durch dich Wohl zufrieden geben. 13. Meine Schuld kann mich nicht drücken; Denn du haſt Meine Laſt All auf deinem Rücken. Kein Fleck iſt an mir zu finden, Ich bin gar Rein und klar Aller meiner Sünden. 14. Ich bin rein um deinetwillen, Du gibſt gnug Ehr und Schmuck, Mich drein einzuhüllen. Ich will dich ins Herze ſchließen, 8 mein Ruhm, Edle Blum, Laß dich recht genießen! 15. Ich will dich mit Fleiß be⸗ wahren; Ich will dir Leben hier, Mit dir will ich fahren. Mit dir will ich endlich ſchweben Voller Hreud, Ohne Zeit, Dort im andern Leben. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. 231 Freundlichkeit des Jeſus⸗Kindes. In eigener Melodie. 399 or Freuden laßt uns * ſpringen, Ihr Chriſten, allzugleiche,:: Mit Mund und Her⸗ zen ſingen; Denn Chriſt vom Him⸗ melreiche Von einer Jungfrau iſt geborn, Wer hat zuvor gehört von ſolchen Dingen? 2. Der allem Fleiſch beſcheret Sein Speis vom Himmels⸗Throne,:, Der es erhält und nähret, Der ewge Gottes⸗Sohne Von einer Jungfrau iſt geborn: Ei, wie gar freundlich er ſich zu uns kehret! 3. Dem armen kleinen Kinde, Dem Nichts ſonſt zu vergleichen,:: Muß Meer und alle Winde Mit Furcht und Zittern weichen; Ihm dienen alle Engelein, Vor ihm erſchrickt der Teufel mit ſeinm Gſinde. 4. Wann wollt ihr euch bekehren Zu ihm, o lieben Leute?:,: Weil ers ja thut begehren Und ruft Euch auch noch heute. Mie meint ers doch ſo herzlich gut, Und ihr wollt euch deſſelben auch noch wehren? 5. Thut euch zu ihm doch finden Laßt ihn umſonſt nicht rufen,:, Steht ab von Euren Sünden, Weil noch die Thür iſt offen: So werdt ihr zeitlich hier und dort Den Teufel und alls Unglück überwinden. 6. Herr Chriſt, den rechten Sa⸗ men Erhalt bei uns auf Erden,„ Zu Ehr deinem heilgen Namen, Daß wir dein Kinder werden! Verleih, daß uns die Menſchheit dein Helfe zu dir hinauf mit Freuden. Amen! Aufgang aus der Höhe. Luc. 1, v. 78. Mel. O Herre Gott, dein göttlich. 400 G* auf, meins Herzens „. Morgenſtern, Und werde mir zur Sonne! Geh auf und ſei von mir nicht fern, Du wahre Seelen⸗Wonne! Erleuchte mich ganz inniglich, Daß ich in deinem Lichte Noch dieſen Tag Beſchauen mag Dein liebſtes Angeſichte. 232 2. Ich wünſche Nichts, als dich zu ſehn, da auch ſonſt kein Verlangen; Ach, wenn wird es doch bald geſchehn, Daß ich dich werd umfangen? Du biſt das Licht, Das mein Geſicht Alleine will erblicken; Du biſt der Strahl, Der allemal Kann meine Seel erquicken. 3. Du biſt der Glanz der Herrlich⸗ keit, Du gibſt der Welt das Leben; Dein Anblick macht noch in der Zeit Mich in den Himmel ſchweben, Dein Freuden⸗Schein Macht meine Pein Mir lieblich zuckerſüße, Deins Geiſtes Gruß, Deins Mundes Kuß Macht, daß ich ganz zerfließe. 4. Wo biſt du, ſchönſter Bräu⸗ tigam, O auserkorner Knabe, Wo biſt du, ſüßes Gottes⸗Lamm, Daß ich mich mit dir labe? Komm doch geſchwind, Du Gottes⸗Kind; Komm, komm, eh ich vergehe: 1 Mein Geiſt und Sinn, Der fällt ſchon hin; Schau, wie ſo ſchlecht ich ſtehe. 5. Der Leib wird matt, die Seel iſt ſchwach, Die Augen ſtehn voll Thränen, Der Mund erblaßt, ruft Ach und Ach! Das Herz iſt voller Sehnen. O Jeſu mein! Der du allein mich herzlich kannſt erquicken: Verzeuch doch nicht, Mit deinem Licht Mich gnädig anzublicken. J. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. Wohlthaten der Geburt Chriſti. In bekannter Melodie. 401 Gelobet ſeiſt du, Jeſu ◻☚ᷣ Chriſt, Daß du Menſch geboren biſt Von einer Jungfrau, das iſt wahr; Deß freuet ſich der Engel Schaar. Kyrie, eleiſon! 2. Des ewgen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippe findt; In unſer armes Fleiſch und Blut Ver⸗ kleidet ſich das ewge Gut. Kyrie, eleiſon! 3. Den aller Welt Kreis nie be⸗ ſchloß, Der liegt in Marien Schooß; r iſt ein Kindlein worden klein, Der alle Ding erhält allein. Kyrie, eleiſon! Weihnachts Lieder und auf andere Gibt der Welt ein neuen Schein. Es leucht wohl mitten in der Na Und uns des Lichtes Kinder macht Kyrie, eleiſon! 5. Der Sohn des Vaters, Gott un Art, Ein Gaſt in der Welt hier wan Und führt uns aus dem Jammerthal Er macht uns Erbn in ſeinem Sa Kyrie, eleiſon! 6. Er iſt auf Erden kommen an Daß er unſer ſich erbarm Und i dem Himmel mache reich Und ſein lieben Engeln gleich. Kyrie eleiſen 7. Das hat er Alles uns gechan Sein groß Lieb zu zeigen an. N ffreu ſich alle Chriſtenheit Und dan ihm deß in Ewigkeit. Kyrie, eleſſn D. M. Luther, g. 1483, ſt. öts Lobgeſang Zachariä. Luc. 1, v. 68—79. Mel Vom Himmel hoch, da komm. in der Noth, Und da es gäntt hat beſucht. Der allen Zorn ganz abgewandt Um uns erlöſet kräftiglich, Deß widd Iſrael freuen ſich. 3. Da es mit uns war Alles aus In ſeines Dieners Davids Has Hat er ein Horn der Seligkeit Ge⸗ ſetzt zum Troſt der Chriſtenheit. 4. Als uns vor Zeiten machte kud durch er uns hat angemeldt, Er woll uns retten als ein Heldd. 5. Der Feinde Trug, des Haſers Hand, Ob ſie vor Zorn gleich ſin entbrannt, Woll er zerbrechen als der Mann, Der Tod und ATeufel zwingen kann. 6. Hierzu hat ihn ſein Herz be⸗ dacht, Vorlängſt mit Abraham ge⸗ macht. 4. Das ewge Licht geht da herein, 7. Wie auch an dieſes, was er hat — 4 402 Galobt ſei Iſraels Gu 4 Der Herr, der ſein M war verflucht, Mit großen Gmdn 2. Er hat uns ſeinen Sohn geſand Der heiligen Propheten Mund, Du wegt, Das er mit Gnad und Güte trägt. Er hat an ſeinen Bund ge⸗ dnnit uf 1o. Drgndken, du wn duphet de hücſten heißen, d nhe imn ham n 8 mact in uchig ſeine ⸗ J annann, g. 1886, 2. Erempelder Weiſen aus Min dand, ſ geſus⸗Kind recht ſehen. dan En oelein ſo löbel (cut zu der fr ba uß glum Weiſen; Dr un gegfn nt Gefahr Sin⸗ 4 4 u preiſen Das. üdelen Dieß laß m. e uchen Gott, befh⸗ h gul n Nleiß, o, and, i Fteuden na ſſen dut ach, ma 3 unte 9 iu ſehen Da; am ort, G nn an renden Ort 8 b ü Kägen, da nühet es d auf MAne 4 un 1 t der leucht ac uns mmi ütn in d ie, delei i r S ächtes Kinde Der(a des Ein( twin führt e s macht mrbn ed e, elei er ſeinat Er iſ m Lol fanug Zacharä Lu v. 68— 70. del Vohmumel hoch, da m 2. 0 obt ſei Iſtat zeer Herr, daſm er No„A Und da 6 verflun Mit großen heſucht. Er hat umu ſeinen Sohngi llen3 nr anz ees erlöſe iftiglich, di l freu ſ nh. Da es in uns war l eines 3 ners Daude er ein acn der Säüit um Tittuder Ch griin Als u n or Zeiten matt Heiligen woheten Mw er un Mn igen 66 letten sbin Hed. Der Jatz Trug⸗ deſ „Ob ap or Zorn gii unnt, alt er zertret Rann, ₰ Tod m en kan 4 t 3 Hi dierne ihn ſein Das uwüt Gnod Er mem ſeinen Vorl an mt A9 Wie a ſcen dieſes, be zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. Geſchworen ihm an Eides Statt, Zu geben denen, die da ſind Von ihm gezeugt, auch Kindes⸗Kind. 8. Auf daß, wenn wir erlöſet ſein Vom Teufel, Tod und Höllen⸗Pein, hm dieneten ſein Lebenlang Ein Ne. ohne Furcht und Zwang, 9. Gerecht und heilig in der Welt Nach ſolcher Art, die ihm gefällt, Nicht wie des Menſchen Witz erdenkt, Damit man ſich vergebens kränkt. 10. Du Kinplein du wirſt ein Prophet des Höchſ ten heißen, der da geht vor ſeinem Herren fein voran Und macht ihm richtig ſeine Bahn. 11. Aus herzlicher Barmherzigkeit, Kraft deren uns in unſerm Leid Der a Aufgang aus der Höh beſucht, Das iſt der Liebe Gab und Frucht, 12. Auf daß, die er im Finſtern findt Und die im Todes⸗Schatten ſind, Des Lichtes Kinder können ſein Durch ſeinen hellen Glanz und Schein, 13. Daß ihre Füße richtig ſtehn Und auf dem Wen des Friedens gehn; Ja, endlich alleſammt zualeich Mit Freuden gehn ins Himmelreich. J. Heermann, g. 1586, ſt. 1647. Exempel der Weiſen aus Morgen⸗ land, das Jeſus⸗Kind recht zu ſehen. Mel. Ein Kindelein ſo löbelich. 403. Glück zu der frommen Heiden— Schaar! Glück zu, Glück zu den Weiſen; Die weit vom Morgen mit Gefahr Sind kom⸗ men, he zu preiſen Das neuge⸗ borne Kindelein; Dieß laß mir einen Glauben ſein; Demn ob ſie zwar nicht wiſſen, Als was geſchrieben Daniel Und Bileam, ſind ſie doch Wichnell. Zu ſüichen Gott befliſſen. polg ihrem Fleiß, o Sünden⸗ Kinh it Freuden nachzugehen Dem höchſten Gut; ach, ſei nicht blind, Ermuntre dich, zu ſehen Das Jeſu⸗ lein in ſeinem Wort, Es liegt ja nicht an fremden Ort, Hier findeſt du die Krippen, Da ruhet es gar ſäu⸗ berlich Und lehret in der Kirche dich Mit honigſüßen Lippen. 3. Kam doch aus Reich Arabien Die Königin gezogen Gen Salem, daß ſie finde da Den Mann, der ſie bewogen Durch ſeiner Weisheit Glanz und Sonn; Ach, hier iſt mehr, denn Salomon; Wer wollte denn nicht eilen, Dem Kindelein zu ziehen nach? Der Weg belohnt es tauſendfach, Hätt er gleich tauſend Meilen. 4. Betrachte die Beſtändigkeit Der Weiſen, die zwar kamen In Gottes und der Engel Gleit, Und gleichwohl nicht vernahmen Vom neuen König in der Stadt, Die den berühmten Tempel hat: Ei, wohl, ſie ließen ſtehen Jerufalem und benſien fort, Das Jeſulein am andern Ort, Zu dehegen zu ſehen. O frommes Herz, folg überall, dus faße Kind zu finden, Und laß dich keine Noth und Qual im Suchen überwinden. Wohl angefangen iſt zwar gut; Viel beſſer, wenn mans ſtandhaft thut, So kann man freudig ſagen: Gekämpfet hab ich als ein Held, Bin wohl gelaufeni in der Welt, Vald werd ich Kronen tragen. 6. Kommt, laßt uns unſer Jeſu⸗ lein Beſ ſuchen jetzt mit Freuden Und ſammt den Weiſen munter ſein; Denn dieß wird unſer Leiden Ver⸗ kehren bald in Lieb und Luſt: Es iſt uns ja kein Schatz bewußt, Der fröhlicher kann machen Ein Herz, das hoch bekümmert iſt Als unſer Heiland, Jeſu Chriſt, Der ſtärket auch die Schwachen. 7. Was acht ich Reichthum, Ehr und Pracht, Was Schwelgen, Tan⸗ zen, ſpringen? Ei, das vergeht in Einer Nacht, Kann auch wohl Herz⸗ leid bringen: Die rechte Luſt beſtehet nur in Gott, nicht in der Creatur; Nur Gott kann Freud erwecken Den Schwachen, welche Sünd und Tod Oft führen in die ühöchf te Noth Und heftig ſehr erſchrecken. 8. Kommt, laßt uns in der Wei⸗ ſen Schaar Vor dieſes Kindlein tre⸗ ten, Daſſelbe mitten in Gefahr Voll Wer kommen will, der komme früh Und fall in Demuth auf die Knie: So muß man Ehr erweiſen Dem Herren aller Herr⸗ lichkeit, Und ihn in dieſer Gnaden⸗ Glaubens anzubeten, Zeit von ganzer Seele preiſen. 9. Wo bleiben aber die Geſchenk, Als Weihrauch, Gold und Myrrhen? Ach Gott, wenn ich daran gedenk, Empfind ich ein Verwirren In mei⸗ nem Sinn, als der ich nicht Erwo⸗ gen diesfalls meine Pflicht, Das Kindlein zu begaben: Verzeih es Jeſulein, deine Glie⸗ ) mir, ich will hinfort, O nach deinem Wort Auch der laben. 1 I Lueas Backmeiſter, g. 1578, ſt. 1638. Die glückſeligen Morgeuländer. Mel. Gott des Himmels und der. 404. „ ker Heil und Licht! Saba ſieht den Freuden, Der von dir ſpricht: Sem und ha⸗ Dich zu ſehn, Stern mit am Himmel phet kommn von fern, du Jacobs⸗Stern! 2. Wir geſellen uns zu denen, Die aus Morgen⸗Lande ſind. Unſer Fra⸗ gen, unſer Sehnen iſt nach dir, du großes Kind? Biſt du in Jeruſalem? der nur in Bethlehem? G 3. Kein Herodes kann uns Wo dein Thron iſt aufgericht⸗ von ſich. 4. Doch dein Wort iſt Stern und laß, Herr Chriſt, Mit dir uns ewig ott der Juden, Gott der Heiden, Aller Völ⸗ Weihnachts⸗Lieder und auf andere Pfad, Wo dich, Held aus Jacc — wurden froy. 5. Nun wir eilen mit Verlange ſias, zu umpfangen, Der den Himm ſchenken kann. ſich, Unſer Arm umfaſſet dich. 6. Nimm die aufgethanen Schaz⸗ Schatz, der unſer Herz erfreut: Dan tigkeit! Hier iſt kein Arabia, Gs lauter Armuth da. 7. Nimm für Gold und ane Gaben Glauben, Lieb und Hoffnn an. Laß dich einen Weihrauch labe Den die Andacht weihen kann, Un als Myrrhen geben wir Die Gehu und Buße dir. 8. Nimm die Opfer zu Genche Von der Demuth Herzen an, mn laß keinen Feind uns ſchaden, dich nicht vertragen kann. Iſti⸗ uns unverletzt. Laß mit Segen uns von dir: ga nur Bahn durch Dorn und Küphe Still der Feinde Mord⸗Begier; Mah uns einen Weg bekannt, Der in führt ins Vaterland. 10. Ob es Könige geweſen, De aus Saba kommen ſein, Hat um nicht gewiß geleſen! Doch es tuſt gewiſſer ein, Daß, wer hier dein U terthan, Dort ein König heißen kam⸗ Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Gläubige Zueignung der Gebutt Jeſu. ſagen, Jo dei enn wir die Gelehrten fragen, Wiſſen ſie die Weisheit nicht. Suchen wir, o König, dich, Weiſet uns die Welt 405. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. ottes und Marien Flamme Und bezeichnet Haus un Stamme, Tuyrus angebetet hat, d die erſten Heiden ſo Deines Gl nas Wie die Läufer Midian, Dich M Unſre Kniee beuga Mildigkeit erſetze Unſrer Hände Dun gr. diffmr Armen aus rodis Schwerdt gewetzt, So erhn 9. Nun gehn wir von deiner Kripe E Sohn, Liebſter Jeſu, ſei willkommen! Der du ſelber in Perſon Unſre Menſchheit angenom⸗ men; Rette mich aus aller Noth, 9 mein Bruder und mein Gott! ſar ein eul it di 4— ber gib nir ene Stelle Un⸗ den die d Pohnen werd 3 ſe mein Herz voll= dit, Hl u, daß es n ſeibe. Vchr ſebt in meiner. Ve i dar Nuutet Lib ti, gan nt di erfüllt, Trae= 8s Ebed. 6 It lit du ein Meo hn, Mat nich zu Gottes— A ichſtts wr ſeinem Thrort Nuer arin nde, Er ſei m tiht mcyr pnd, Denn ich l ſcher Freun 1 dem Vndenn waren! d zuſktt fir ſolche G il nan Sinden ein D i vi ſ uwider, Un= fder ls unn, Zieh n 1 ſin m. — — — — — — — — — — — — — d 2 2 an Nligt in der Kripp s nun Gättes Schooß, r 1 nen Gerippe, füih pit, Leget auf 6 — —. 1de Nrrſcen ihre 48 men höchſter dn enſch iſt ſr — — — ——— — — — —— — . — — 1 = 1 — — 1 en M n dein mit Le,— vmm mit Leih un —— — = — — — —— —— „8 n dr daß wirz A ud hinmnt duch dh Deer Wohlthat 3 8 — — — = — 6 — — — — = S= —— ⁸½ — — — S — — — „8 r H agtei fre Unſrer Hinn t. Hi tm kin Arati, Nim p Opfer zu der atalth dere 1 einen 1s) uns ſchdn nicht mrhagen kam⸗ Schr aur ge Sot unver e geneg, Nun ucksvir von deinet mit S uf uns von dr Bahn ans) Dorn ud der Fe rvaehn einen ins Latp and. Ob S nige geweſn, Saba aie ſein, ji gewiß ag ſen! Doch g er ein 18 3, wer hierd n, De mit König heizet AAnnchmolck g. 16i pige auejnung dat keſu. 1. Me man zeſum laß ij it 7(Nes und 1 2.(EGohn, Lcth llomr um Der du ſk Unſi anſchheit m Rette din ans ala grude un mein Oh bekannt, d. 2. Wir empfinden Alle noch, Was uns Adam hat verloren, Und auch ich bin in dem Joch Seiner Miſſe⸗ that geboren; Aber jetzt hoff ich auf dich, andrer Adam ändre mich! 3. Du biſt worden, was ich bin; Laß mich auch, was du biſt, werden. Nimm das Elend von mir hin, Das die Menſchen plagt auf Erden, Und gib mir von deinem Heil, Mein Er⸗ löſer auch mein Theil! 4. Aus dem Himmel kommſt du her: Hilf mir Armen aus der Hölle! Nur ein Stall iſt dir noch leer; Aber gib mir eine Stelle Unter de⸗ nen die bei dir Wohnen werden für und für. 5. Steckt mein Herz voll böſer Luſt, Hilf nur, daß es nicht ſo bleibe; Wohne ſelbſt in meiner Bruſt, Wie in deiner Mutter Leibe, Bis ich, ganz mit dir erfüllt, Trage Got⸗ tes Ebenbild. 6. Jetzt biſt du ein Menſchen⸗ Sohn, Mache mich zu Gottes Kinde, Daß ich ſtets vor ſeinem Thron Einen Vater an ihm finde; Er ſei mir auch nicht mehr Feind, Denn ich bin ſein naher Areund. 7. eine Windeln waren klein Und zu ſchlecht für ſolche Glieder: und Hülle meine Sünden ein Denn ſie ben zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 23⁵ Hilf auch, daß ich lebenslang Sage deinem Namen Dank! Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Auf Mariä Reinigung. Mel. Allein Gott in der Höh ſei Ehr. 2 ott Lob, mein Jeſus 40 6. G macht mich rein Von allen meinen Sünden; Was er büßt, muß bezahlet ſein, Nun kann mich nicht mehr binden Der Sünde Strick, des Teufels Macht: Drum mein Glaub Höll und Tod verlacht, Weil Jeſus iſt mein Leben. 2. Was traur ich denn? Er lebt ja noch, Der das Geſetz erfüllet, Der durch den Tod und Kreuzes⸗Joch Des Vaters Zorn geſtillet. Was er hat, das iſt Alles mein: Wie könnt doch größrer Reichthum ſein, Als den mir Jeſus ſchenket? 3. Weil Jeſus mich von Sünden rein Durch ſein Verdienſt will machen, Daß ich, los aller Qual und Pein, Nicht fürcht des Todes Rachen, So tröſt mich ſeine Heiligkeit; Sein Un⸗ ſchuld, Heil und Seligkeit Iſt mein Schatz und mein Leben. 4. So kann ich auch mit Fried Freud, Wie Simeon, mein Le⸗ Beſchließen, frei von allem Leid ſind mir ſelbſt zuwider, Und dein Mich meinem Gott ergeben. Sobald Geiſt, der Alles kann, Zieh uns Je⸗ ſum Chriſtum an. 8. Ach, dein Elend iſt ſehr groß, Denn du liegeſt in der Krippe; Tra⸗ ge mich in Gottes Schooß, Wenn man künftig mein Gerippe, Es ſei zeitlich oder ſpät, Leget auf ein har⸗ tes Brett. 9. Wenn der Teufel ſich erbost Auf der Menſchen ihren Orden, Bleibe das mein höchſter Troſt, Daß Gott ſelbſt ein Menſch iſt worden. Ich bin dein mit Leib und Seel: Hilf mir mein Immanuel! 10. Nun ich weiß, es wird ge⸗ ſchehn, Gib nur, daß wirs Alle glau⸗ ben, Und hinfort durch kein Ver⸗ ſehn Dieſer Wohlthat uns berauben; mir, Herr, ich ſchließ mein Augen zu, So wird mein Tod mein Schlaf und Ruh, Ich ſeh des Himmels Freude. 5. Wie werd ich dann ſo fröhlich ſein, Wenn ich die Welt verlaſſen, Wenn mich die Himmels⸗Geiſterlein Geführt zur Lebens⸗Straßen, Wenn ich erblickt die Ewigkeit, Wenn ich erlangt die Seligkeit, Die mir mein Gott bereitet!— 6. Hilf, Gott, daß ich ſtets ſei be⸗ reit, Laß mich Nichts von dir wen⸗ den; Bring mich zu deiner Herrlich⸗ keit, Hilf ſeliglich vollenden! Komm bald, hilf mir aus aller Noth, Hilf durch dein Blut und Tod: Ja, komm, Herr Jeſu, Amen! D. Joh. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. ——————— 2——— 5„ 236 Verbindung Gottes mit den Menſchen. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 407 ütigſter Immanuel, Sei * willkommen auf der Er⸗ den! Willſt du, ſüßer Freuden⸗Quell, Der Betrübten Bruder werden? Schenkſt du dich, o Licht voll Pracht, Einer Welt voll Furcht und Nacht? 2. Angenehmes Wunder⸗Kind, Das die Gott⸗ und Menſchheit paaret, Das die Schwachheit lieb gewinnt Und ſein Blut zur Marter ſparet. O geheimnißvoller Schluß, Den mein Geiſt bewundern muß! 3. Hier iſt mit der Sterblichkeit Die Unſterblichkeit verbunden. Hier wird ohne Neid und Streit Eine reiche Ar⸗ muth funden. Allmacht, Ohnmacht, küſſen ſich, Unerhört und wunderlich. 4. Gott liegt hier im Fleiſch und Bein, Ja in Windeln eingekleidet. Der wird arm und dürftig ſein, Der die Armen nährt und weidet. Der liegt an der Mutter Bruſt, Der des Vaters höchſte Luſt. „5. Gott iſt nun mit uns vereint, Gott iſt unſer Bluts⸗Freund wor⸗ den, Er iſt uns nicht ferner Feind; Denn er träget unſern Orden; Er hat ſelbſt als eine Braut Sich die Menſchheit auvertraut. Fleiſch gehaßt, 6. Wer hat je ſein Das er träget, pflegt und nähret? Da Gott unſer Fleiſch umfaßt Und ſ unsueſprechlich ehlet So iſt deſ⸗ en Freundlichkeit Au u deſſen Schut hereit. 3 j 7. Greift ihr Menſchen, greift nur zu, Brauchet eures Schöpfers Güte; Er ſucht bei euch Raum und Ruh, Oeffnet ihm doch das Gemüthe. Thut, ach, thut die Thore auf, Laßt der Löh ffreien Lauf! . Zeuch Immanuel, uns hin dem holden Vater⸗Herzen; Sineinn rüttle unſern Sinn, Dieſes Heil nicht zu verſcherzen; Locke, lenke unſern Geiſt, Bis er, Gott, in dir geneußt. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Weihnachts⸗Lieder und auf andere 408. V Auf Mariä Reinigung. Mel. Herzlich thut mich verlangen. err Jeſu, Licht d ꝛ) Heiden, Der Fromna Schatz und Lieb, Wir kommen ja mit Freuden Durch deines Geiſe ſuchen mit Begier, nach Simeen 2. Du wirſt durch uns gefundan O Herr, an jedem Ort, Dahin dud — Wort; Vergönnſt noch heut zu da Daß man dich gleicher Weis M Glaubens⸗Armen trage, Wie hier e alte Greis. 3. Sei unſer Glanz und Won Ein helles Licht in Pein, Im Säri ken unſre Sonne. In Kreuz i Gnaden⸗Schein, In Kleinmuth Ghn und Flamme, In Noth ein Freze⸗ Strahl, In Krankheit Arzt und Ann⸗ Ein Stern in Todes⸗Qual. 4. Herr, Laß auch uns gelin. Daß jetzt, wie Simeon, Ein ſen Trieb In dieſen deinen Tempel uu Exempel, Dich, großer Gott, allhi verbunden Durch dein Verheißung Chriſt kann ſingen Nachdem ich ſchon hienieden Ne Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben Mein Jeſu, dich geſchaut; Kein Fein kann dich mir rauben, Wie heftige auch dräut. Ich wohn in deinen Herzen, Und in dem meinen due Uns ſcheiden keine Schmerzen, Kei Angſt, kein Tod dazu. 6. Hier blickſt du zwar zuweile Mich hart und ernſtlich an, Daß t vor Angſt und Heulen Ich dich nich nennen kann; Dort aber wirds 3 2 chehen. Daß ich von Angeſicht 6 —2 klares Licht. Jeſn Flucht nach Aegypten. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 40 9. Heu vor dem die rdefii⸗ het, Du nahmſt ehmals „Den ſchäne Schwanen⸗Ton: Mir werden u mit Frieden Mein Augen zugedrih Angeſicht ſoll ſehen Dein imm Joh. Franck, g. 1618, ſt. 167, — 1* —— —= — — — —— 6d 1 — — — — — — — — — — — — — —½ — — 2 — — — — — L 1 dn, So en, Theirng dunger, Branr dii Lch mrhen Clends⸗J= R ſichs ſo brübt anläßt, Ergel uns bätten. Jeſu, laſt⸗ pent erbiten 6. Ah, ahale deine dchüße zen, dr dich recht 1. dadre dns Ranens Chre= in qites Punent. Gib zur= un dei eyen, An dem As en. 3 T u üher haſt beſch dait Panderſchf H nnn euz⸗Genoſſer. n ſan md Kraft, Fü if ntr Straßen 1nd nict verlaſſen. 4 dile Morgenſt ſinrſilatdigen Empf ii mn wnderbaren Geburt. M Riſus, meine Zuverſic i am Glanz ud elles zaßß in därns enS 8 N imm Flam amm Noth en 1. In aam kheit Arz m anen⸗ ut. Mir venn riedel rin Augen zue em in thhon hienee nd ha zm lickt. Ja, 14 ch hab im Jeſu, tis geſchaut: Ken dräut ah wohn in 1, U un dem nin ſcheid mine Schmenn kein an dazu. Hier tit ſt du zw hart u ernſtlich an ngſt n Heulen Ih n kan andort abar i n. Dnh von Aui ſcht. i ſeben Rf Licht 4 ann Franck, g. l eſn 8 duh nach Aent He Ang babe ahus p r., vordendine 9. f et, Dumn ſelbſt die Flucht, Als Herodes ſehr bemühet Deinen Tod mit Liſt ge⸗ 8 ſucht Du biſt in dem Pilger⸗Orden nſers Elends Bruder worden. 2. Allen uns zu Troſt und Freu⸗ den, Daß uns in dem Wander⸗Stand Und in dem Verfolgungs⸗Leiden Werde recht dein Herz bekannt. Nun⸗ mehr weißt du, wie es ſtehet, Wenn ein Chriſt ins Elend gehet. 3. Du haſt uns hiermit erworben Die verlorne Vater⸗Stadt. Wenn wir ſelig ſind geſtorben, Endet ſich der Wan⸗ der⸗Pfad. Unſer Wandel iſt im Him⸗ mel Nach ſo vielem Welt⸗Getümmel. 4. Weil wir aber hier noch wal⸗ len, So führ uns auf rechter Bahn; Laß uns nicht in Sünden fallen, Segne, was wir fangen an; Gib den Geiſt zu unſern Kräften, Glück und Heil zu den Geſchäften! 5. Wende Krieg und andere Pla⸗ en, Theurung, Hunger, Brand und Peſt. Laß in dieſen Elends⸗Tagen, Da ſichs ſo betrübt anläßt, Deine Engel uns behüten: Jeſu, laß dich heut erbitten! 6. Ach, erhalte deine Lehre, Schütze den, der dich recht kennt; Fördre deines Namens Ehre, Gib ein gutes Regiment; Gib zur Nah⸗ rung deinen Segen, An dem Alles iſt ◻ ten gelegen. dich ma mauben, Pit 7. Wo du aber haſt beſchloſſen, Daß du auf der Wanderſchaft Uns nimmſt an zu Kreuz⸗Genoſſen, Ach, ſo gib Geduld und Kraft, Führ uns ſelbſt auf rechter Straßen. Nun, du wirſt uns nicht verlaſſen. Jeſus der helle Morgenſtern in ſeiner heilwürdigen Empfüng⸗ niß und wunderbaren Geburt. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 410 Heu welch Neues ſchafft *)dein Rath! Soll ein Weib den Mann umgeben? Der ein ewig Leben hat, Fängt an als ein Kind zu zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 237 leben. Dieſes Wunder iſt ſehr groß; Gott liegt in der Mutter Schooß. 2. Heiliger und guter Geiſt! Sei für dieſes Werk geprieſen: Denn was gut und ſelig heißt, Haſt du uns dadurch erwieſen, Daß von dir der Herr und Chriſt Wunderbar empfangen iſt. 3. Dieſes Wunder wollen wir Tief in unſre Herzen ſchreiben; Wir be⸗ wundern für und für: Mutter und doch Jungfrau bleiben. Iſt es nicht ein Wunder⸗Ding, Da die Magd den Herrn empfing? 4. Dieſer heißt Immanuel Und des Höchſten Kraft und Stärke. O, wie freut ſich meine Seel Ueber ſolche Wunder⸗Werke! Jeſus, der den Himmel hält, Kommt vom Him⸗ mel auf die Welt. 5. So gewiß, ſo wunderbar Wird der Gottes Sohn geboren; Und es wird der Engel Schaar Fbn zu lo⸗ ben auserkoren; Ehre ſei Gott in der Höh! Fried auf Erden täglich ſteh! 6. Heiligſter Marien⸗Sohn! Gro⸗ ßer Gott, von Gott entſproſſen! Nun⸗ mehr ſind wir Menſchen ſchon Dei⸗ nes Vaters Reichsgenoſſen. Für dich danken wir dem Herrn, Jeſu, heller Morgenſtern. M. G. Kluge, g. 1715, ſt, 1761. Der himmliſche Auguſtus. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 4 1 1 ochgeborner Gottes⸗ *- ¶.ᷣ) Sohn, Sei willkom⸗ men auf der Erden! Du verläßt des Himmels Thron Und willſt unſer Bruder werden; Der du biſt das höchſte Gut, Kleideſt dich in Fleiſch und Blut. 2. Da man ſchätzte alle Welt, Kommſt du, unſer Schatz, hernieder. Da Auguſt das Scepter hält, Singt man dir die Wiegen⸗Lieder, Weil du, hochgelobter Chriſt, Deines Reichs Vermehrer biſt... 3. Unbeflecket iſt die Bruſt, Die dich unterm Herzen träget, Bis man dich, der Engel Luſt In die harte Krippe ————— 238 Weihnachts⸗Lieder und auf andere leget. Weil kein Raum iſt ſonſt für recht und rein zu machen: Als unge dich, Lege, Jeſu, dich in mich Löſe⸗Geld. . Pruhrges Jeruſalem, Du biſt 4. Denn er iſt rein von Sünden nicht ſo hoch erkoren, Als ein armes Reich an Gerechtigkeit, Ein helle Bethlehem, Wo das Heil der Welt Licht der Blinden, Der Chriſten Gh geboren. Ich will gerne niedrig ſein, ren⸗Kleid Er iſt ein Arzt, zu heil Und Labſal mitzutheilen Der krante —. 7. 44 Kehr nur, Jeſu, bei mir ein! Und d h nlle N Chriſtenheit. 5. Dunkle Nacht, verwandle dich In die ſchönſte Morgen⸗Röthe; Denn 5. ganz del, Sch die Sonne zeiget ſich, Hier iſt unſer heilig, unbefleckt, Und ſolchen ſſ Lichts⸗Prophete. Selbſt den Stall nen Adel macht dieſer Gaſt Zum geſtirnten Luſt⸗Palaſt. 6. Auch die himmliſche Muſik Dringet durch der Hirten Ohren Und das Echo ſchallt zurück: Gottes Sohn iſt Menſch geboren! Sucht die Wiege, ſucht das Kind, Wo ihr es gar.. in Windeln findt. Weeil Jeſus dem Geſetze Für um 7. Nun, ich trete ganz entzückt Mit ſich ſtellet dar. den Hirten zu der Krippen Und 7. O9 Jeſu, Troſt der Sünder, M was ich allhier erblick, Küß ich mit bitten dich mit Fleiß, Vertritt un entbrannten Lippen. Was der Engel V arme Kinder Und mach uns un Mund bemüht, Das iſt auch mein und weiß: Nimm weg der Sün Wiegen⸗Lied. Mängel, Du reiner Friedens⸗Enn 8. Ehre ſei Gott in der Höh Und Durch deinen blutgen Schweiß. ſein Friede auf der Erde, Daß hin⸗ 8. Auch hilf uns hier im Ceha förders alles Weh Lauter Wohlge⸗ fallen werde! Alſo freut ſich Leib und Seel: Gott mit uns, Imma⸗ nuel! Beni. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. mit einem Pflaſter Verbunden um bedeckt. 6. Durch ihn iſt unſer Herze Ge⸗ heiligt, rein und klar, Von ala Sünden⸗Schwärze Gereinigt ganzund gar. Nun gibt es ſchöne Schät⸗ auserwählten Schaaren In dein Seligkeit! M. S. Liskov, g. 1640, ſt. 1680, Auf Mariä Heimſuchung. Mel. Jeſu, meine Freude, meines. Auf Mariä Reinigung. Mel. Herr Chriſt, der einge Gottes. 412 Hechſelig ſind zu ſchätzen, ₰ Die reines Herzens ſind; Da will ſich Jeſus ſetzen, Das hoch⸗ Püpft, ihr hohen Hügl gelobte Kind; Er will mit Freuden 413. I lt ier han äh kommen Zu wohnen bei den Frommen, Wo ſich der Glaube findt. 2. Weil aber Nichts, als Sünder Hier anzutreffen ſein, Weil alle Menſchen⸗Kinder Im Herzen insge⸗ gebenedeite Kommt, beſucht mich mein Mit Laſtern ſind beladen Und heute wenn wir uns gleich baden, Iſt Kei⸗ 2. Angenehmes Grüßen, Sol ic ner fromm und rein: b dich nicht küſſen, Theure eibes⸗ 3. So hat um unſertwillen Sich Irt Jeſus dargeſtellt, Die Sünden⸗ Noth zu ſtillen, Und die befleckte Welt Von ungerechten Sachen Ge⸗ Jetzt entgegengeh. Berg und Ihal Frucht? Komm, du biſt willkommen Und wohl aufgenommen; Nimm, was du geſucht. Mein Herz ſpringt Und mein Mund ſingt, Weil ich ganz 5. Er iſt ganz ohne Tadel, Schän Hat er uns vorgeſtrett,in Dadurch ſind unſre Laſter Als mh zar Gedu 2 eene Uebar i Fraon ſwimme lebe bin vil dich echeben! 4 3. 0 hen, O, Amnnan Een Pe atte ud ich End Gns durch d dnn ſeig te auf Eden 1 ieſen badenn. 1 ad dit goſe ding,= jeer beſngAn mir, Herr, dſen fon beiig Und noern reulid, Wiich denken ka un für gwmih bei dir der ferigkei gmien Und me⸗ verſüßen. 6. Dins Arnes Stärke dr Hofänt ert Und der ennn, Er m alle Große⸗ den Sühl wjen Indie T Daß wir der Reinigkeit Uns imme dar ergeben; Und dann zur Sterbens Zeit Laß uns in Frieden fahren 3u Gehen nach der Höh: Jeſus kommt gegangen, Dem ich mit Verlangen Schallt überall; Denn der Hoch⸗ dr ahcht Ba niedrig leb⸗— de Hugxin mit buden 12 cen duhar .Awu aſt verſproche— Kunäinten Und gedent drgenas Samen Warſr mna hich glauben k. u nu Alles hier,= ma pſtähren, Bis ich. khe e Schmolc, g.167. N Nun dantet Alle G 4 dim nit in ¹o heiße dich will, in zrtes nüent nüs ſaommen, Mein Brüd, — wie ein ſüßer T wändeſch ſi Ge reBei A aus, d. — — d auf naure t und e. ⸗Geld 4 zu machen. ¹ Er ig az ohne Tad , u ſäck, lnnan Aldel 373 er us m durch gmmfre Laſtet 9 einen † af ckt. ſ Letnu mDut ia iſt unſe gt, vrmn lden⸗S uch de ln Nan 3. n es ſtats l Jeſt tum Geſeze z ſtellet L O J an ooſt der Sind n dich ut Fleiß, Vam e Kin xrlnd mac m weiß um weg da ngel, Gamtleiner Frieder⸗ cch dein twlutgen Scne Aucdd uns hier mi 3 wir sleinigkeit Um ergebei ſ and dann zuet Laß u m Frieden ſehm erwähl u Schaaren N igkeit! a M ziskov, g. 10 5 Auf inüä Heinmſuthn Mel. J r pieine Freude, ui 3 J asiſt, ihr hohmt . eine Glauben den nac it Höh: Jeiu ungen, ich mi N t entge mspeh. Berg m allt ü ats; Denn i mnedeite*. mmt, daiu he. Ange ues Grim nicht uig en, Them cht? Kuum du biſt vin wohl on ommen, In geſucht. m e a Muni angt, Wuß rze Gereinita zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. in Freuden ſchwimme Ueber deiner Stimme. 3. Ich will dich erheben Und dir Ehre geben, O, Immanuel! Weil du, mir zu dienen, Biſt im Fleiſch erſchie⸗ nen, Jauchzet Leib und Seel. Gott, mein Heil, Mein beſtes Theil, Und mein Himmel auf der Erde, Kannſt du mir nur werden! 4. Mein elendes Weſen Haſt du, auserleſen Und hoch angeſehn: Wer will mir den Glauben Und die Ehre rauben, Die mir iſt geſchehn? Gott und ich Sind Eins durch dich; Ich kann ſelig hier auf Erden Schon ge⸗ prieſen werden. 5. Du haſt große Dinge, Wie ich hier beſinge, An mir, Herr, gethan, Deſſen Name heilig Und noch mehr erfreulich, Als ich denken kann. Für und für Kann ich bei dir Der Barm⸗ herzigkeit genießen Und mein Leid verſüßen. 6. Deines Armes Stärke Stürzt der Hoffart Werke Und der Starken Sinn; Er kann alle Großen Von dem Stuhle ſtoßen In die Tiefe hin. Er erhebt, Was diedrſg lebt, Füllt die Hungrigen mit Garben, Und die Reichen darben. 3 7. Was du haſt verſprochen, Hälſt du unverbrochen Und gedenkeſt dran. Abrahamens Samen Warſt du Ja und Amen, Daß ich glauben kann, Du wirſt mir Noch Alles hier, Wie ver⸗ heißen, ſo gewähren, Bis ich heim ſoll kehren. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Vewillkommnung Jeſu als nunſers Bruders. Mel. Nun danket Alle Gott. 41 4 J freue mich in dir Und . heiße dich willkommen, Mein zartes Jeſulein! Du haſt dir vorgenommen, Mein Brüderlein zu ſein: Ach, wie ein ſüßer Ton, Wie freundlich ſieht er aus, Der große Gottes⸗Sohn! 2. Gott ſenkt die Majeſtät, Sein unbegreiflich Weſen, In eines Men⸗ 239 ſchen Leib: Nun muß die Welt ge⸗ neſen. Der allerhöchſte Gott Spricht freundlich bei mir ein, Wird gar ein kleines Kind Und heißt mein Jeſulein. 3. Wie lieblich klingt es mir, Wie ſchallt es in den Ohren! Es kann durch Stahl und Erz, Durch harte Pelſen bohren, Das liebſte Jeſulein. Wer Jeſum recht erkennt, Der ſtirbt nicht, wenn er ſtirbt, Sobald er Je⸗ ſum nennt. ſ4. Wohlan, ſo will ich mich An dieſen Jeſum halten, Und ſollte gleich die Welt In tauſend Stücke ſpalten. O Jeſu, dir, nur dir, Dir leb ich ganz allein; Auf dich, allein auf dich, O Jeſu, ſchlaf ich ein. D. C. Ziegeler, g. 1621, ſt. 1690 Glaubens⸗Zutritt zu der Krippe Jeſu. Mel. Allein Gott in der Höh. 62 ch ſteh an deiner Krippe 415. J hier, O Jeſulein, mein Leben, Ich komme, bring und ſchenke dir, Was du mir haſt gegeben. Nimm hin es iſt mein Geiſt und Sinn, Herz, Seel und Muth, nimm Alles hin Und laß dirs wohlgefallen. 2. Du haſt mit deiner Lieb erfüllt Mein Adern und Geblüte, Dein ſchö⸗ ner Glanz, dein ſüßes Bild Liegt mir ſtets im Gemüthe, Und wie mag es auch anders ſein? Wie kann ich dich, mein Herzelein, Aus meinem Herzen laſſen? 3. Da ich noch nicht geboren war, Da biſt Du mir geboren Und haſt mich dir zu eigen gar, Eh ich dich kannt, erkoren; Eh ich durch deine Hand gemacht, Da hat dein Herze ſchon bedacht, Wie du mein wolleſft werden. 4. Ich lag in tiefſter Todes⸗Nacht, Du wurdeſt meine Sonne, Die Son⸗ ne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne: O Sonne, die das werthe Licht Des Glaubens in mir zugericht, Wie ſchön ſind deine Strahlen! 5. Ich ſehe dich mit Freuden an Und dih ſahis nicht ſatt ſehen, Und weil ich nun nicht weiter kann, So will ich vor dir flehen: O, daß mein Sinn ein Abgrund wär Und meine Seel ein weites Meer, Daß ich dich möchte faſſen. 6. Vergönne mir, o Jeſulein, Daß ich dein Mündlein küſſe, Das Münd⸗ lein, das den ſüßen Wein, Auch Milch⸗ und Honig⸗Flüſſe Weit übertrifft in ſeiner Kraft, Es iſt von Labſal, Stärk und Saft, Der Mark und Bein er⸗ quicket. 7. Wenn oft mein Herz im Leibe weint Und keinen Troſt kann finden. Da ruft mirs zu: Ich bin dein Freund, Ein Tilger deiner Sünden! Was trau⸗ erſt du, mein Brüderlein, Du ſollſt ja guter Dinge ſein, Ich zahle deine Schulden. 8. Wer iſt der Meiſter, der allhier Nach Würden kann ausſtreichen Die Händlein, ſo dieß Kindlein mir Be⸗ ginnet zuzureichen? Der Schnee iſt hell, die Milch iſt weiß; Doch fället ihrer Beider Preis, Wenn dieſe Händ⸗ lein blinken. 9. Wo nehm ich Weisheit und Ver⸗ ſtand, Mit Lobe zu erhöhn Die Aeug⸗ lein, die ſo unverwandt Nach mir ge⸗ richtet ſtehen? Der volle Mond iſt ſchön und klar, Schön iſt der güldnen Sterne Schaar, Sein Aeuglein ſind viel ſchöner. ö10. O, daß doch ein ſo lieber Stern Soll in der Krippe liegen! Für edle Kinder großer Herren Gehören güldne Wiegen. Ach, Heu und Stroh iſt viel zu ſchlecht; Sammt, Seide, Pur⸗ pur wären recht, Dieß Kindlein drauf zu legen. 11. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu, Ich will mir Blumen holen, Daß meines Heilands Lager ſei Auf Roſen und Violen, Mit Tul⸗ pen, Nelken, Rosmarin Aus ſchönen Gärten will ich ihn Von oben her beſtreuen. 12. Zur Seite will ich hier und Weihnachts⸗Lieder und auf andere unſrer Statt zu leiden; Suchſt menne en deiner Aeuglein Paar Im Schli ſanft bedecken; Doch liebt Alles das, Was ich hier nenn m denke. 13. Du frageſt nicht nach Luſtae Welt, Noch nach des Leibes Freuda Du haſt dich bei uns eingeſtellt N 1 Seelen Herrlichkeit Durch dein ſaltſ eignes Herzeleid, Das will ich i nicht wehren. 14. Eins aber, hoff ich, wirſt mir, Mein Heiland, nicht verſagen Daß ich dich möchte für und füri⸗ bei und an mir tragen; Drum mich doch dein Kripplein ſein, Konn. komm und lege bei mir ein Dichm all deine Freuden. 15. Zwar ſollt ich denken, pi gering Ich dich bewirthen werde, A biſt der Schöpfer aller Ding, bin nur Staub und Erde; doch ſo ein frommer Gaſt, In Du b Daß i noch nicht verſchmähet haſt Den, i dich gerne ſiehet. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. Iann. Freude über die Geburt IJeſ⸗ Mel. Lobet Gott, unſern. 416 Ihr Chriſten auserkoren ..◻☚ Hört gute neue Mähte Der Heiland iſt geboren, Er komm auf Erden her; Deß freuet ſich den oben Der heilgen Engel Schaar, Re Gott, den Herren, loben Fetzt un dort immerdar. 2. So ſingen ſie mit Schalle: Ne Chriſten insgemein, Freut euch van Herzen alle Ob dieſem Kindelein. 3 euch iſt es gegeben, Euch iſt das Hil bereit, Daß ihr bei Gott ſollt leben In ſteter Seligkeit. 3. Kein Menſch ſich ja betrübe, Denn dieſes Kindelin Euch bringet Fried und Liebe: Was wollt ibr tra rig ſein? Den Himmel er dem ſchen⸗ ket, Der an ihn gläubet feſt: A/d dieſen Schatz gedenket, Er iſt da da Viel weiße Lilien ſtecken, Die ſol⸗ allerbeſt. das dürre Gras Dieß Kindelein, as tennen mag wu d. 3 Ganz Kenet g. 1601, 8 Ermuntmn ar Weihnat⸗ Nteude. Mel. den ih habe mißgeh. 117 P Geſirn, ihr 2 417. 8 un ds ſtmamen diss und, ihr dre üfte, DieBederſchallzertt Hruchhet ſtiit lißt das Se⸗ Set bis mü lalen dringe 2 Aber ur Nenſch, vor hehe dein enm enpor, La z Nrudenlie gtalen Dort m, m e das den j. df der Lahehat verkündiat ⸗ 8 h verkündigt 33 Nreun Iwhin hohen H dedde iche 5 dant, man gehen!. ud duhmn i gahll R. ſat ams dern 6 hn gboren. 1 34 tnnen, Heil de. ellennen, Jeuleinl deins r dden. 15. In rſſollt ich m ring J= ppenühn t der pfer aller d n nur* b und Gde, ch ſo wommer Gan ch nich e ohmäͤhtt haid h germ ſet. 3(Gerhan, 9.lch Freude Mir die Gebm. M bet Gott, unſe. *. 1 6. Whört gute nae⸗ r Heile sant geboren, G †Erder e; Deß freutſ en Der ſegten Engel St tt, der. ren, loben t imme mme 2. So garn ſie mit Stul riſten inafasrein, Frabh zen alle ieſem Kindent h iſt es aag ben, Eohitt eit, Da ir bei Gottſ ſteter Knlseit. 4 Kein Ie iſch ſih t in dieſe d endelin Gul ed und? dae Was dult ſein?, u8 himmel an Der mm gläubtt en Sch Füideitet d rbeſt. trennen mag von dir. nm urt ſe bei nireing Chriſten ut 4. Nun ſeid ihr wohl gerochen An eurer Feinde Schaar; Denn Chriſtus hat zerbrochen, Was euch zuwider war. Tod, Teufel, Sünd D nhe und Hölle, Ihr lieget ganz geſchwächt; Gott gibi die Ehren⸗Stelle Dem menſchlichen Geſchlecht. 5. Drum wir auch ſelbſt dich loben, Jeſu, zwiefacher Held, Daß du vom immel oben Biſt kommen in die Welt. Komm auch in unſer Herze Und bleib drin für und für, Daß weder Freud noch Schmerze Uns Georg Werner, g. 1607, ſt. 1671. Ermunterung zur Weihnachts⸗ Freude. Mel. Herr, ich habe mißgeh. 417 Ihr Geſtirn, ihr hohen T- Lüfte, Und du lichtes Firmament, Dieſes Rund, ihr dunklen Klüfte, Die der Wiederſchallzertrennt, Jauchzet fröhlich, laßt das Singen Jetzt bis an die Wolken dringen. 2. Aber du, o Menſch, vor Allen Hebe deine Stimm empor, Laß ein Freudenlied erſchallen Dort mit je⸗ nem Engel⸗Chor, das den Hirten auf der Weide Hat verkündigt große Freude. 3. Freude, Freud in hohen Höhen! Freude, Freud im tiefen Thal! Freud und Wonne, wo wir gehen! Freud und Jauchzen ohne Zahl! Freude, Freud in unſern Thoren! Gott iſt heut ein Menſch geboren. 4. Sei willkommen, Heil der Er⸗ den, Sei willkommen, Jeſulein! Daß wir möchten Herren werden, Stelleſt du als Knecht dich ein; Du verläßt die hohen Thronen Und willſt nun hier unten wohnen. 5. Bethlehem, uns wundert Alle, Wie es immer zu mag gehn, Daß in deinem kleinen Stalle Kann der ganze Himmel ſtehn, Hat denn auch der Sterne Menge Raum in einer ſolchen Enge? zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. ſchließen, Der die Winde hält im Zaum, Der muß hier den Stall be⸗ grüßen Und hat in der Krippe Raum; er dieß ganze Rund erfüllet, Liegt in Windeln eingehüllet. 7. Weil du denn die ſchlechte Hüt⸗ ten, Jeſu, nicht verſchmähet haſt, Ei, ſo laß dich doch erbitten; Komm, ach, komm, du edler Gaſt; Aendre deine Ruhe⸗Stätte; Ach, wenn ich dich doch ſchon hätte! 8. Komm, ich habe dir zur Wiegen Schon ein Räumlein ausgeſucht, Da⸗ rin ſollſt du ſanfter liegen, Als in jener harten Bucht; Komm, mein Herz, das ſoll zum Beſten, So viel möglich, dich beköſten. 9. Zwar iſt ſolche Herzens⸗Kam⸗ mer Wohl kein ſchöner Fürſten⸗Saal, Sondern voller Noth und Jammer: Doch, ſobald dein Gnaden⸗Strahl zn demſelben nur wird blinken, Wird es voller Sonnen dünken. J. Franck, g. 1618, ſt. 1677. Wunder⸗Früchte der Geburt Jeſu. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten 41 8 Iumanrel⸗ du Freuden⸗ 4. Kind! Ich eile mit Be⸗ gier Hin, wo die blöden Hirten ſind, Nach Beth⸗ Nach Bethlehem zu dir, lehem Ju dir. 2. Mein Mund, der dich als Schöpfer ehrt, Preiſt jetzt als Hei⸗ land dich; Du haſt es ſelbſt mein Herz gelehrt, So trifft die Freud auch mich.;;: 3. Auguſt ſetzt eine Schätzung an, Gott ſchätzet ſeine Welt; Doch weil kein Menſch ſich löſen kann, Bringſt du das Löſe⸗Geld.:, 4. Du kommſt vom Himmels⸗Thron herab auf dieſen Erden⸗Plan; Uns ziehſt du von der Erde ab Und führſt uns himmelan.: 5. Du liegſt an deiner Mutter Bruſt, Wir in des Vaters Schooß; 6. Den die Welt nicht kann um⸗ * Du büßeſt Evens böſe Luſt, Wir ſind der Schulden los.: 16 6. Du wirſt ein armer Menſchen⸗ Sohn, Ich werde Gottes Kind; Du wählſt den Stall für Gottes Thron, Daß ich den Himmel findt.,: 7. Du wirſt in Windeln einge⸗ hüllt, Ich bin der Banden frei; Du wirſt mit Mutter⸗Milch geſtillt, Daß mein Brodt Manna ſei.: * 8. Du duldeſt Froſt und Ungemach, Es liegt die Straf auf dir, Die mei⸗ ner Erbſchuld folgte nach: Die Engel dienen mir., 3 9. Die tragen mich in Abrams Schooß, Da dich die Kripp um⸗ ſchließt, Wo du auf Stroh und Heu liegſt bloß Und meine Sünden büßt::.: 10. Du wirſt geboren in der Nacht, O großes Licht der Welt, Mit dir wird Alles Licht gemacht, Da dein Glanz auf uns fällt. 11. Es muß mein Sünden⸗Fin⸗ ſternis In dieſem Licht vergehn; Ich ſeh bei Jacobs Stern gewiß Die Gnaden⸗Sonne ſtehn.“ c12. Du willſt, o hochgelobter Sohn, Jetzt ſchlecht gehoren ſein, Daß nur der Menſch zu Gottes Thron Dring deſto näher ein.:“ 13. O wundergroßer Liebes⸗Trieb, O Güte, der nichts gleicht! Wie hat der Herr den Menſch ſo lieb! Wer iſt ſo gnadenreich?,: M. A. G. Thebeſius, g. 1596, ſt. 1652. Altes Freuden⸗Lied in Weih⸗ nachten. In eigener Melodie. 419 Ir dulci jubilo, Nun ſinget 12⸗T und ſeid froh, Unſers Her⸗ zens Wonne Liegt in praesepio Und leuchtet als die Sonne Matris in gre- mio, Alpha es et 0, Alpha eset O. 2. 0 Jesu parvule, Nach dir iſt mir ſo weh! Tröſt mir mein Gemüthe. O puer optime, Durch alle deine Güte, O princeps gloriae! Trahe me post te! Trahe me post te! 3. O patris caritas! O nati le- nitas! Wir waren All verdorben Per nostra crimina: So hat er uns er⸗ Weihnachts⸗Lieder und auf andere der uns hat befreit Von worben Coelorum gaudia. Eia, wän wir da! Eia, wärn wir da! 4. Ubi sunt gaudia? Nirgende mehr, denn da, Da die Engel ſingen Nova cantica Und die Schellen iin⸗ gen In regis curia. Eia, wänn wir da! Eia, wärn wir dal Petrus Dresdenſis, um 1410, Ein gleiches. In bekannter Melodie. 420 aßt uns Alle fröhlt . A ſein, Preiſen Gott, da Herren, Der ſein liebes Söhnelen Uns ſelbſt thut verehren. 2. Er kommt in das Jammerthul Wird ein Knecht auf Erden, Danit wir im Himmels⸗Saal Große Heran werden. 3. Er wird arm, wir werden ni⸗ Iſt das nicht ein Wunder? Duu lobt Gott im Himmelreich Alit wie jetzunder. 4. O Herr Chriſt, nimm ut wahr Durch den heilgen Nan Gib uns ein gut neues Jahr, Wißt begehrt, ſprech: Amen! Urban Langhaus, lüi Auf Mariä Verkündigung. Mel. Herr Gott, nun ſei. 421 zdaßt uns mit Ernſtbetnai⸗ * Tten DenGrundder Sali⸗ keit Und überall groß achten Da Sünden, Tod und Höllen, Der ſterbend au zu fällen Den Satan war bereit. 2. Der Jeſus war genennet, A er empfangen iſt, Der wird von us er ſei Jeſus Chrit bekennet, Daß Der uns macht frei von Sündan Und läßt die Seel empfinden M Troſt zu jeder Friſt. 1. 3. Er ſollte Chriſtus heißen, da Heiland aller Welt, Und Satand Reich zerreißen Bald als ein tapfie Held, Das Höllen⸗Schloß zerſire thun, was ihm gefällt. 4. Es ſollte Jeſus wehren N Sünd und Miſſethat, Gerechtigtt Dadurch den Himmel mehren Um an Sieg den od venn e Ales widdebringen, Was en hat.. 5 Lan et it ihn aht5 4 Stand Uns g ih wahre Freider'lmnd. de(r it w bat erkore un geherprechm G ſe 4 geſchworn, Dier mit 74 Ruhm En ohs Amt 1 Und avigich ſal günen 4S tons ſchölſte Ban. 7 Er tid auh Herr gerrr dem Allesunnhan, Voduron nri bekemt Daß er ohn 2 Pahn AichGit ſi in dem Durch deu pr lhs geneſen dc ſer Ungläücs Vahn. 38 Nuuc deSchrift bez⸗ Daß er Juhr eft Dem allr ſch beugm, da alle Wela ſreſt, Ja, dn von alen 3 Bid Lohm Dmn geunge= weit die Sam vſt. *. Se Eat mß ewi er. enemh ewig d Gen Segi ſchet feſt, Er ans tin Pem. Er ij. hei R Men d g voch t dr aujpführe 8 Jermn offenbar; t doche ut daßh fir de tlhd ſegnet fü R, He Gettyn den, G fe G nicht wenn i alhier. r er hat Den. eitg iſt durch d hhtt erſcaffen, G. Oſt gfe d d auf Rre ben Ceum Chn da! a ei en eiedee 3 In 1. euria. En da! as wärn wrd rrus Drexdenß — u ₰ gleiches. mnter Melti 2 ßt uns Al t Uns Nlſ 20. 8 ein, Preiſen e⸗ ren, t ein liebes d s ſelbſt Ta verehren 2. Er den. 3. Ern Gurm, vir vann das ſdiein Wunde t Gott f Himmelrech jetzun arn 1. Q e Chriſt, umm hr Du ehden heihe b uns mnut neues zat gehrt, ſſ heam Amenl Urban Langi Auf Li ä Verkündihn rr Gott, wu ſt. 21 tunsmitöndt I1. 1◻☛ DenGnude Me 4 t Und aehll groß atz uns mmn befreit Vu t dd und ue n, Der ſtatn fällen! naeSatan va 2. Der a7 s war gelne empfar Der unn tennet, u6 5 ei M er uns uns ht frei da d läßt aie Seel enym ld, Dat llen⸗Scl adurch „was ni 4 gefä. 4˙ Es S. Jeus n und un niſſethat, be 24 wäm ue 3 Hohenprieſterthum. ganze Welt, er ausgebreitet, Es iſt durch ſeinen Rath beſcheren Und als des Vaters Rath Im Sieg den Tod verſchiingen, Auch Alles wiederbringen, Was man ver⸗ loren hat. 5. Von Gott iſt ihm gegeben Der Scepter in die Hand, Sein König⸗ reich daneben, daß er in ſolchem Stand Uns geiſtlich ſoll regieren, Und durch ſein Leiden führen Ins wahre Freuden⸗Land. 6. Er iſt von Gott erkoren Zum Er ſelbſt hat ihm geſchworen, Daß er mit großem Ruhm Ein ſolches Amt bedienen Und ewiglich ſoll grünen Als Sa⸗ rons ſchönſte Blum. 7. Er mird auch Herr genennet, Dem Alles unterthan, Wodurch man frei bekennet, Daß er ohn eiteln Wahn Auch Gott ſei in dem Weſen, Durch den wir blos geneſen In die⸗ ſer Unglücks⸗Bahn. 8. Muß doch die Schrift bezeugen, Daß er Jehova heißt, Dem alle Knie ſich beugen, Den alle Welt hoch preiſt; Ja, dem von allen Zungen Wird Lob und Dank geſungen, So weit die Sonne reiſt. 9. Sein Stuhl muß ewig dauern, Sein Scepter ſtehet feſt, Sammt Zions ſtarken Mauern; Er iſt aufs Allerbeſt Mit Freuden⸗Oel gezieret⸗ Hoch iſt er aufgeführet, Der nicht ſein Volk verläßt. 10. Iſt Gott nun offenbaret Im Fleiſch, ſo glauben wir, Daß der, ſo uns bewahret Und ſegnet für und für, Sei Gott und Menſch zu nen⸗ nen; Es läſſet ſich nicht trennen Der Gott und Menſch allhier. 11. Durch Jeſum iſt bereitet Die er hat Den Himmel Der Engel Heer erſchaffen, Ein Heer, 8 ohne Waffen Oft große Wunder that 12. Er, Jeſus, kann erwecken Die Todten kräftiglich, Er weiß ſein Ziel zu ſtecken Dem ſtarken Wütherich; Er prüfet Herz und Nieren, Will in zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 243 den Himmel führen, Die ſelbſt ver⸗ leugnen ſich. 13. Laßt uns zuſammentreten, Den Allerhöchſten Sohn in Demuth an⸗ zubeten; Denn ihm iſt ja die Kron Der Ehr und Macht gegeben. Gib, Herr, nach dieſem Leben Auch uns den Gnaden⸗Lohn! Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Lob des unengebornen Jeſnu. In bekannter Melodie. 422 Lobet heut Mariä Söhne⸗ 1. lein mit Mund und Herzen, Lieben Leut, denn er durch ſein Geburt heilt unſre Schmerzen, Ohn das wärn wir ſonſt ganz und gar verloren, Maria auserkoren, Hat uns zu Gut den rechten Held geboren. 2. Lobet heut, jetzt und zu aller Zeit mit Herz und Munde, Lieben Leut, denn uns iſt ganz geheilt der Schad und Wunde, Die wir bekom⸗ men von der alten Schlangen, Die iſt nun gar gefangen, Wie wir dar⸗ nach gehabt ein groß Verlangen. 3. Jeſulein, geborn ein Kindlein, klein, doch ohne Sünden; Lämmlein rein, hilf, daß beim Vater dein wir Gnade finden, Und wenn wir einſt aus dieſem Kreuz und Leiden Von hinnen ſollen ſcheiden, So führ uns mit dir zu der rechten Freuden! Die erniedrigte Majeſtät. 423 obt Gott, ihr Chriſten, 4— allzugleich In ſeinem höchſten Thron, Der heut aufſchleußt ſein Himmelreich Und ſchenkt uns ſeinen Sohn.: 2. Er kommt aus ſeines Vaters Schooß Und wird ein Kindlein klein: Er liegt dort elend, nackt und bloß In einem Krippelein.:: 3. Er äußert ſich all ſeiner Gwalt, Wird niedrig und gering Und nimmt an ſich eins Knechts Geſtalt, Der Schöpfer aller Ding.:“ 4. Er liegt an ſeiner Mutter Bruſt, Ihr Milch, die iſt ſein Speis, An 16* dem die Engel ſehn ihr Luſt; Denn er iſt Davids Reis,:, 5. Das aus ſeinm Stamm ent⸗ ſprießen ſollt In dieſer letzten Zeit, Durch welchen Gott aufrichten wollt Sein Reich, die Chriſtenheit.ü: 5. Er wechſelt mit uns wunder⸗ lich: Fleiſch und Blut nimmt er an Und gibt uns in ſeins Vaters Reich Die klare Gottheit dran.: 7. Er wird ein Knecht und ich ein Herr: Das mag ein Wechſel ſein; Wie könnt es doch ſein freundlicher, Das liebſte Jeſulein!é,: 8. Heut ſchleußt er wieder auf die Thür Zum ſchönen Paradeis, Der Cherub ſteht nicht mehr dafür: Gott ſei Lob, Ehr und Preis!:; Ric. Hermann, ſt. 1561. Kurzes Weihnachtsfrenden⸗Lied. Mel. Ehriſtum wir ſollen loben. 42 4 un iſt es Zeit zu ſingen T. M hell, Geboren iſt Im⸗ manuel Von Maria, der reinen Magd, Wie Eſaias hat geſagt. 2. Der Freuden iſt kein Maß noch Ziel, Geboren iſt Immanuel; Gott iſt mit uns in gleichem Fleiſch, Doch ohne Sünde, worden Menſch. 3. Die Welt vergeh nun, wenn ſie will, Geboren iſt Immanuel! Bei Gott ſollen wir ewig ſein. Eia, ihm ſei der Preis allein! M. Ludw. Helmbold, g. 1532, ſt 1598. Aufs Feſt der heil. drei Könige. Mel. In dich hab ich gehoffet. 42 5 Jun, liebe Seel, nun iſt * es Zeit, Wach auf, er⸗ wäg mit Lieb und Freud, Was Gott an uns gewendet, Sein lieben Sohn Vom Himmels⸗Thron Ins Jammer⸗ thal er ſendet. ꝛ2. Nicht nur den Juden blos al⸗ lein, Die ſeins Geblüts und Stam⸗ mes ſein, Sondern auch allen Heiden Iſt aufgericht Das ewge Licht, Er⸗ leuchtet ſie mit Freuden. 3. Der Heiden Erſtling wunder⸗ Weihnachts⸗Lieder und auf andere lich Durch einen Stern er holt zu ſich, Daß ſſe den Heiland ſchauen Und ihren Herrn in Andacht ehm Mit gläubigem Vertrauen. 4. d Jeſu, unſer Heil und Licht Halt über uns dein Angeſicht, M deinen Strahlen walte, Und mein Gemüth Durch deine Güt Bei dei nem Licht erhalte. 5. Dein Glanz all Finſterniß ver⸗ zehr, Die trübe Nacht in Licht ver⸗ kehr, Leit uns auf deinen Wegen, Daß dein Geſicht und herrlich Licht Wir ewig ſchauen mögen. Georg Weiß, g. 1590, ſt. 1635 Das In qulci jubilo ganz deutſch. In eigener Melodie. 426 NMun ſinget und ſeid fi 9. Jauchtzt All und ſinge ſo: Unſers Herzens Wonne Lag in der Krippe blos Und leucht dochmie die Sonne In ſeiner Mutter Schot Du biſt das A und O, Du biſt de A und O. 2. Sohn Gottes in der Höh, Naht dir iſt mir ſo weh! Tröſt mir meit Gemüthe, O Kindlein zart und ren Durch alle deine Güte, O liehſtes Jeſulein! Zeuch mich hin nach die Zeuch mich hin nach dir! 3, Groß iſt des Vaters Huld; Ne Sohn tilgt unſre Schuld; Wir we⸗ ren All verdorben Durch Sünd umd Eitelkeit: So hat er uns erworben die ewge Himmels⸗Freud. Eia, wänn wir da! Eia wärn wir daa 4. Wo iſt der Freuden⸗Ort? N⸗ ends mehr, denn dort, Da die Gugl ngen Mit den Heiligen all, Um die Pſalmen klingen Im hohen Fra⸗ den⸗Saal. wärn wir da! Nach P. Dresdenſis, um 1410 Jeſu, unſers Bruders, Umpfangen. Hohel. 8, v. J. Mel. Laßt uns Alle fröhlich ſein. 427 9g du Herzens⸗Brüder⸗ * d. lein, Jeſu, Troſt des Eia, wärn wir da! Eig, ume i u na uns ein, L uw n as d dleſhin 8 da mfniem dich Auf den jaten uuf es junnn nit, d drüber weine. 1 4 Vasſtlihd Fü Piltomma gte Eiwas nuß es ſen, nſ umn ir leben.. 5 Geh u bu ii ni nir, Das wüds anh nicht n. dieſes Aldi gl be dir Ni ſchlechte Saben 6 1u 6. Doc G ſij auch, was Das ich 14 8 Ales t gern herb gwr Amoſen⸗Gal 7. Wa w der, geſuche⸗ Iſt wohl mew Sünde. Nh in, mein hör Gaſt Als del gcbinde. §. Sie itz de dih zu mi⸗ Nich daron nt. dn iſ. derz woll ſeheh, Als die wi Veiten. 18, AMn ume Bund Unter deinen haupte, Darm⸗ ui wa Daß man di Nri inſte k „W. die ſnfte kann ſatin n d 8 3 hier iſt, w de nis ee Nen in Sut dr du Nen eſtnd bal di n zu Aüthrenn. 2 ſei n. auf an Licht e me. Dein(mli all Fi N 7 n Die t Auh Leit Smnif delna l dein Carf und hertlih wwig ſ umt mögen. 1 Weiß, 3.1ö9, ſ In dut oidil ganz dem Ii aus ier Melodie 6. 1 unſinget und ſeht Anſers ze zens Vome Kripp 3 Und leuchtdr onne uner Mutterei iſt das nd O, Duh d O Sohn mads in der hlh,) t mir ach! Toöſt mn tthe, Luſt dlein zart wo )alle 1190 Güte, OW ein! 7 uutz mich hin mi mich aust uach dirl Groß A p Vaters Hlh. tilgt imm Schuld R = lll ver umn Durch Sn eit: Ebitt er unz an oge Hi umms Freud. Gh dal Ei um arn wir dal V Wo i Freuden⸗Ah mehr ud idort, Dadi i Mit ag Heilgen u ſalmen a Jen Im ſeig Saal. and wärn wir d vir 1u wir d a ornau⸗ „unſe Kͤders, lunt 4 8,*. del. L. A s Alk fritäht „,1 h Pn 7(. 1 i, Jeſu, leben. d uchtt Al mi⸗ du ſo vergnügt, Daß man dirs kaum Frommen, Stellſt du dich nun bei uns ein, Ei, ſo ſei willkommen! 2. Ach, du allerliebſter Schatz, Herrſcheſt über Alle, Haſt du keinen beſſern Platz, Als im finſtern Stalle? 3. Wie gar ſchlecht behilfſt du dich Auf dem harten Steine; Ach, gewiß es jammert mich, Daß ich drüber weine. 4. Was ſoll ich dir, Jeſulein, Zum Willkommen geben? Etwas Liebes muß es ſein, Sonſt kann ich nicht 5. Geld und Gut iſt nicht bei zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 245 14. Mein Gedächtniß ſoll kein Wort, Als dich, Jeſum, wiſſen. Alles Dichten bleibt hinfort Nur auf dich gefliſſen. 15. Nimm mein armes Herz zu⸗ gleich, Brauchs zu deiner Wiege, So wird es ein Himmelreich, Wenn ich dich drein kriege. 16. Nimm die Augen auch dazu, Du biſt ihre Sonne, Nimm die Ohren, denn nur du bleibeſt ihre Wonne. .17. Mund und Zunge ſoll nur dich Zum Geſpräche führen, Und die Stimme ſchicket ſich, Dir zu jubiliren. mir, Das wirds auch nicht machen: Dieſes Alles gilt bei dir Nur für Al ſchlechte Sachen. 6. Doch es ſei auch, was es ſei, Das ich etwa habe, Alles trag ich gern herbei Zur Almoſen⸗Gabe. 7. Was du, Herr, geſuchet haſt, Iſt wohl meine Sünde; Nimm ſie hin, mein lieber Gaſt, Als dein An⸗ gebinde. 8. Sie iſts, die dich zu mir trieb, ich davon zu retten. Dir iſt mein 18. Hier legt ſich mein Rücken dar, les Kreuz zu nehmen. Hand und Fuß llI ganz und gar Sich nach dir bequemen. 19. Da will ich dir alle Kraft Zu den Füßen legen, Aller meiner Adern Saft Soll ſcch dir nur regen. 20. Und was hab ich neben dem, Als mein armes Leben? Iſt dir die⸗ ſes angenehm, Das ſei dir gegeben. 21. Weiter weiß ich außer dir Gar Nichts beizutragen; Doch dich laß ich nicht von mir, Sonſt müßt ich verzagen. Herz wohl ſo lieb, Als die weichſten etten. 9. Nun die ganze Bürde liegt Unter deinem Haupte, Darauf liegſt glaubte. 10. O, wie ſanfte kann nun ich Forthin bei dir ſchlafen, Denn du überhebeſt mich Aller Schuld und Strafen. 11 Du liebſt mich ja gar zu ſehr, ch kanns nicht gnug preiſen, Was ſoll ich doch immermehr Dir für Dank erweiſen? 12. Jeſu, hier iſt, was ich bin, Alles, was ich habe, Da nimm Leib und Seele hin Statt der reichſten Gabe. 13. Mein Verſtand ſei nunmehr dein, Dich recht zu erkennen. Mein Verlangen ſoll allein Nach dir ſtets entbrennen. 22. Du biſt ja deswegen hier, Dich mir zu verſchreiben; Drum mußt du auch für und für Ganz mein eigen bleiben. 23. Nimm, du lieber Bruder, du, Nur mit mir vorwillen, Naniſerd Kußſ geb ich zu, Dich und mich zu ſtillen. 24. Nun der Tauſch mag richti ſein, Herr, auf deinen Namen Biſt du ewig, ewig mein, Ich bin dein. Ja, Amen! J. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734, Bewillkommnung des Jeſus⸗ Kindes. Mel. Wie ſchön leuchtet der. 0 Fürſten⸗Kind aus Da⸗ 428. 9 vids Stamm, O mei⸗ ner Seelen Bräutigam, Mein Troſt mein Heil, mein Leben! Wie ſoll ich ewig danken dir, Daß du ins Elend kommſt zu mir? Was ſoll ich dir dann geben? Es geht Und ſteht Außer Leiden nur in Freuden, was man ſiehet, Weil der Friedens⸗Fürſt einziehet. 4 het. ſelbſten bin der Frenden voll, Ich weiß nicht, was i ſchen⸗ ken ſoll Dem auserwählten Kinde. Ach Herzens⸗Kind, nimm immer hin, Nimm hin mein Herze, Muth und Sinn Und mich mit Lieb entzünde Schließ dich In mich, In mein Herze, S ich ſcherze und Ich küſſe, Dich auch ewig lieben müſſe. 3. Bleib, höchſter Schatz, o mein Saphir, O mein Orion, bleib bei mir, Du Hoffnung der Verzagten! Du, Himmels⸗Thau, befeuchte mich, Du, ſchönes Manna, zeige dich Den Armen und Verjagten! Laß nicht Dein Licht Hier auf Erden dunkel werden, laß den Deinen Hier dein Wort noch ferner ſcheinen. Phil. v. Zeſen, g. 1619, ſt. 1689. Das Wort ward Fleiſch. Joh. 1, v. 14. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 429 9 höchſtes Werk der Gna⸗ J⸗Dden! O Werk, das auch den Schaden Der Seele heilen kann! O Demuth, auserkoren! Gott wird ein Kind geboren, Nimmt unſre wahre Menſchheit an. 2. Der Vater hat gezeuget Den Sohn, Der ſich geneiget Uns armen Menſchen zu. Der ſtets bei Gott geweſen, Kommt jetzt, daß wir gene⸗ ſen Und finden bei ihm ewge Ruh. 3. O, wundervolle Sachen, Die uns beſtürzet machen! Das Wort von Ewigkeit Kommt in der Zeit der Fülle, Damit es ſich verhülle, Zu treten an den harten Streit. 4. Dies Wort iſt ohne Schmerzen Aus ſeines Vaters Herzen Von Ewig⸗ keit gezeugt. Bald ſteht es in der Mitten Und machet durch ſein Bitten Den zorngen Vater uns geneigt. Weihnachts⸗Lieder und auf andere 5. Dieß Wort, das wir hoch ehren Hat ſelbſt uns wollen lehren, Wie Gottes Will es ſei, Daß er pon allem Böſen Uns kräftig ſoll erlbſen Und machen ewger Strafe frei. 6. Dieß Wort hat uns geſchicke Sein Wort, das uns erquicket Durch einen ſüßen Schall; Er läſſet au mit Haufen Die Menſchen⸗Kinde taufen Und kräftig lehren überall. 7. Dieß Wort iſt in dem Orden Der blöden Kinder worden Au ſelbſt ein Kindelein; Denn ſollt a Gott verſühnen, So mußt er, un zu dienen, Selbſt Menſch und dan ſterblich ſein. 8. Gott konnte ja nicht ſterhen Noch uns das Heil erwerben, Hiß er nicht Fleiſch und Blut. Er ſpie⸗ uns ganz verloren, Drum warh a Menſch geboren, Er ſelbſt, das alle⸗ höchſte Gut. 9. Sollt Einer Mittler wen Im Himmel und auf Erden, mußt er Beides ſein; Denn alk Orten wandeln, Mit Gott und Ner ſchen handeln, Konnt Eines wahricht. Was ul mem n Der Stahrgend nit alen nicht allein. 10. Dieß große Wort von ohen Das auch die Thronen loben, F Gott von Ewigkeit: Dieß hat all angenommen Das IFleiſch, der Wät zu Frommen, In der von Gott be ſtimmten Zeit. 11. Nun kann es recht erkennen Das, was wir Schwachheit nennen, Ja tragen mit Geduld Der hochbe trübten Sünder, Der armen M⸗ ſchen⸗Kinder Schon längſt gemachte Sünden⸗Schuld. 12. Nun kann es ſich der Armen Auch brüderlich erbarmen Und lieben Nun kann es tapſer kämpfen, Die Macht der Feinde dämpfen Als ein recht ſtarker Wun⸗ alle Welt. der⸗Held. 13. O Wort, ſo hoch geprieſen! Au haſt uns das erwieſen, Was ſchwel⸗ lich wir verſtehn; Doch wollen wit dich loben Am meiſten, wenn dort zur getut „un age 4 34 M 5 Rit S. 1607 1 illein geſu ürüderics nd v derz gegel u⸗ ſcine Hebt. 271. 11. 14 17. 18 Mel. Wit Eürſten⸗Leut. 30. 4 Sr, 430. f Mma 4 Hi8 Se 3 Paradies, R wune legt; Fier iſt det Dt Ner lest Dor Rit unem gih peſt; angekleidet. 3 Dem Mar ud Vid 1 ann ſind, Git ſt un Danſt⸗ ritd ein Kutt dr dindet. Cottes⸗Soht, Ait Gd und 1 Gering undſchwah wi wir und inder. 3. Du jöhſts Gut, Hehſt r But In deme dron hoch über höhen. Du ehye Kaft, Nachſt drſchaft Mtms die wie ei D ud Rauch wagehen 4 Was pll uns mm Zu 1 Gallen, We wift er mir: dern ſin Wi ldan it und it ihm geiben à Schwigmgr Feind! De din Freunſcen Feiſch und 1 9 den yinnel droben, fült, di znt der Heb b 3um g großer E. M 1 een Gi und But in m 3 Himmels⸗ mn äen wie Kall. Jummnull, E i all ihr Rei ei Ae tes N m 4 „ D n 5 ns brifti die edoer Sunefu Kn=t hat ma Sa Suns am Suh call. Eeh 4* die Nenſtenn n Unß ftig lehren ia Dis n iſt in ong löd inder worde ein t Jelein; damſ „verſſee i, So muht ienen,= bſt Manſch um Got nte ja nihß 1 luns e Heil erwera icht Fi und But g ganz aren, Drun ſch ge me, Er ſelbſt, de te Gu Sol ner Mitlern Himn Und auf Ede t er ſeis ſein; Dan n wan Mit Gott mi hand Frſonnt Eines n allein t b. Die a oße Wort wn auch Thronen lat von zankeit. Dieß m. nomm nas Fleiſch, N. romm anm der von bi ten 5 ti .Nun 4 es recht in was rkuschwachheitm ragen iin Heduld Daß en Si zar Der arne Kinde No hon längſt ge den⸗Se an Nun uuf es ſich dat brüde Kirbarmen Ut Welt. Eun kann en fen, f Macht da fen A n recht ſtuite eld. OWutno hoch gexei uns de A goieſen, Vi dir vei Kaßt; Doch kun oben am neiſten, den — — zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. oben ſehn. J. Riſt. g. 1607, ſt. 1667. Jeſu brüderliches und mitleidiges Herz gegen uns, ſeine Brüder. Hebr. 2, v. 11. 14. 17. 18. Mel. Wir Ehriſten⸗Leut. 430. 8 Jeſu Chrit, Den . Kripplein iſt Mein Paradies, da meine Seele weidet. Hier iſt der Ort, Hier liegt das Wort Mit unſerm Fleiſch perſönlich find angekleidet. 2. Dem Meer und Wind Gehor⸗ ſam ſind, Gibt ſich zum Dienſt und wird ein Knecht der Sünder. Du, Gottes⸗Sohn, Wirſt Erd und Thon, Gering und ſchwach wie wir und unſre inder. 3. Du höchſtes Gut, Hebſt unſer Blut In deinen Thron hoch über alle Höhen. Du, ewge Kraft, Machſt Brü⸗ derſchaft Mit uns, die wie ein Dampf und Rauch vergehen. 4. Was will uns nun Zuwider thun Der Seelen⸗Feind mit allem Gift und Gallen? Was wirft er mir Und Andern für, Daß Adam iſt und wir mit ihm gefallen. 5. Schweig arger Feind! Da ſitzt mein Freund, Mein Fleiſch und Blut, hoch in dem Himmel droben, Was du gefällt, Das hat der Held Aus Davids Stamm zu großer Ehr er⸗ hoben, 6. Sein Geburt und Blut Macht Alles gut, Der Himmels⸗Schatz bringt allen Schaden wieder; Der Freuden⸗Quell, Immanuel, Schlägt Teufel, Höll und all ihr Reich dar⸗ nieder. 7. Drum, frommer Chriſt, Wer du auch biſt, Sei gutes Muths und laß dich nicht betrüben! Weil Got⸗ tes Kind Dich ihm verbindt, So kanns nicht anders ſein, Gott muß dich lieben. 8. Gedenke doch, Wie herrlich hoch Uns armen 247 Wir deine ewge Klarheit Er über allen Jammer dich gefüh⸗ ret; Der Engel Heer Iſt ſelbſt nicht mehr, Als eben du, undl Seligkeit ge⸗ zieret. 9. Du ſieheſt ja Vor Augen da Dein Fleiſch und Blut die Luft und Wolken lenken: Was will doch ſich, Ich frage dich, Erheben, dich in Angſt und Furcht zu ſenken? 10. Dein blöder Sinn Geht oft dahin, Ruft Ach und Weh, läßt allen Troſt verſchwinden. Komm her und richt Dein Angeſicht Zum Kripplein Chriſti: da, da wirſt dus nden. 11. Wirſt du geplagt, Ei. unver⸗ zagt! Dein Bruder wird dein Unglück nicht verſchmähen. Sein Herz iſt weich Und Gnadenreich, Kann unſer Leid nicht ohne Beileid ſehen. 12. Tritt zu ihm zu, Such Hilf und Ruh, Er wirds ſo machen, daß du ihm wirſt danken. Er weiß und kennt, was beißt und brennt, Ver⸗ ſteht wohl, wie zu Muthe ſei dem ranken. 13. Denn eben drum Hat er den Grimm Des Kreuzes auch am Leibe wollen tragen, Daß ſeine Pein Ihm möchte ſein Ein unverrückt Erinnrung unſrer Plagen. 14. Mit Einem Wort: Er iſt die Pfort Zu dieſes und des andern Le⸗ bens Freuden; Er macht behend Ein ſelig End An Alle dem, was fromme Herzen leiden. 15. Laß aller Welt Ihr Gut und Geld Und ſiehe nur. daß dieſer Schatz dein bleibe. Wer den hier feſt Hält und nicht läßt, Den ehrt und krönt er dort an Seel und Leibe. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Süßigkeit des Jeſus⸗Kindes. In eigener Melodie. Jeſulein ſüß, o Jeſu⸗ 431. 9 8 mild! Deins Va⸗ ters Willn haſt du erfüllt: Biſt kommen aus dem Himmelreich, Menſchen worden gleich. O Jeſulein ſüß, O Jeſulein mild! 2. O Jeſulein ſüß, O Jeſulein mild! Deins Vaters Zorn haſt du geſtillt, Du zahlſt für uns all unſre Schuld Und bringſt uns in deins Va⸗ ters Huld. O Feſulein ſüß, O Je⸗ ſulein mild!. 3. O Jeſulein ſüß, O Jeſulein mild! Mit Freud haſt du die Welt erfüllt. Du Bunnſ herab vom Him⸗ mels⸗Saal Und tröſt uns in dem Jammerthal. O Jeſulein ſüß, O Je⸗ ſulein mild! 1 4. O Jeſulein ſüß, O Zeſulein mild! Sei unſer Schirm und unſer Schild; Wir bitten durch dein Gburt im Stall, Behüt uns All vor Sün⸗ den⸗Fall! O Jeſulein ſüß, O Jeſu⸗ lein mild! 1 5. O Jeſulein ſüß, O Jeſulein mild! Du biſt der Lieb ein Ebenbild; Zünd an in uns der Liebe Flamm, Daß wir dich lieben alleſammt. O Jeſulein ſüß, O Jeſulein mild! 6. O, Jeſulein ſüß, O Zeſulein mild! Hilf daß wir thun Alls, was du willt; Was unſer iſt, iſt Alles dein, Ach laß uns ewig bei dir ſein! O Jeſulein ſüß, O Jeſulein mild! N. Rammold. Aufs Feſt der heil. drei Könige. Mel. Valet will ich dir geben. 22 König aller Ehren, Herr 432. 9 Jeſu, Davids Sohn, Dein Reich ſoll ewig währen, Im Hiumeh iſt dein Thron, Hilf, daß all⸗ hier auf Erden Den Menſchen weit und breit Dein Reich bekannt mög werden Zur ewgen Seligkeit. 2. Von deinem Reich auch zeugen Die Leut aus Morgenland, Die Knie ſie vor dir beugen, Weil du ihn biſt bekannt. Der neu Stern auf dich weiſet, Dazu dasgöttlich Wort; Drum man dich billig preiſet, Daß du biſt Unſer Hort. 3. Du biſt ein großer König, Wie Weihnachts⸗Lieder und auf andere uns die Schrift vermeldt; Doch ag⸗ teſt du gar wenig Vergänglich Gi und Geld, Prangſt nicht auf einen Roſſe, Trägſt keine güldne Kran Sitzſt nicht im feſten Schloſſe, gie haſt du Spott und Hohn. 4. Doch du biſt ſchön gezieret, Dan Glanz erſtreckt ſich weit, Dein Gi allein regieret Und dein Gerechtigien Du wollſt die Frommen ſchiita Durch dein Macht und Gewalt, Tiß ſie in Friede ſitzen, Die Böſen ſit zen bald. 5. Du wollſt dich mein erbarmen In dein Reich nimm mich auf, Dau Güte ſchenk mir Armen Und ſezme meinen Lauf. Mein Feinden welſ du wehren, Dem Teufel, Sünd um Tod, Daß ſie mich nicht verſehren Rett mich aus aller Noth. 6. Du wollſt in mir entzünen Dein Wort, den ſchönſten Stern, falche Lehr und Sünden Sein u meinm Herzen fern. Hilf, daß icht erkenne Und mit der Chriſtenheit i meinen König nenne Jetzt und Ewigkeit. Martin Bohemus, g. 1557, ſt lünn Liebe, die Urſache der Gebunt Jeſu. Mel. Mein Freund zerſchmelzt. 433. 9 hat zerriſſen, zu mir ins Elend niederließ: Was ft ein Trieb hat dich bewegen müſen Der dich zu mir ins Jammerthal der wies? Die Liebe hat es ſelbſt gethm Sie Schaut als Mutter mich in mi nem Jammer an. 2. Die Liebe iſt ſo groß in deinn Herzen, Daß du für mich das groth Wunder thuſt; Die Liebe macht di meinetwegen Schmerzen, Daß nun b Gut du unter Dornen ruhſt. unerhörter Liebes⸗Grad, Der ſe— des Vaters Wort ins Fleiſch geſer det hat! 1 3. Die Liebe iſt mein Anverwand ir in C den kan ar verdamm, Deveil Liebe, die den din ie ſih i worden Nin vai de bornjeiitit Dece dht nun aiſn Dr käit vermählt ſſ N— thn ebit ſteih gedom lanz der wit verlorn erosreſoſut, De einigki: teit ausgeſtſut, Ne Ae zalen wiedehutt, Sie wir Und als ein rin Aron deit eingewet 5. Die Weihet piet mm w: uf der Erde Duuch das 1 iies in Meiſcengint. Nunb. dir aus Gat goen verden, die Geburt de 3 dzudient. reugeborne delk ſpukt, Daß 1 andrer Giſtus irem Urſpe dührt. 6. Kein GEnd dann nun 1 hen deſiege, amanul it bei 5 i der Noth, zc daf ja nu Gnaden⸗Qull tigen, So dient ſälſt das Gen ud der Tod. Ammer häümtnru voch an, hein uc nicht ſchä 1. Die Sinde nn nich auch ſie dach ihn vedunnetit. Wa⸗ desed ut in ſie uanue lüt bhe mieſt 1 1 4 ſiht et hat ſie 18 Jih t un ein en dim Ll Kittdun ui uuſt dnen* 1 Wen ver el n ganz M ee 3 ute Strom 1S Auf, af e 7 an, me ſt 6 a. harit 7 des⸗Naht de Du eat dih mie Du aut di dein zs ü mis e ſche tir Armen n nen L ſu a h wehrei zm t hrei im Teufel, dn „Daſt nicht de mich mr aller Aah 1 un He Syern. Hißf di ine Unn at der Chriteke ien Kaͤrn nenne Jatr gkeit. Ma rrizzohemus, z Bihſ iebe, älrſache der( Jeſu. Mel. in i Freund zerſcuh 33. Oibeun nir ins d niederlie Trieb mc dich bewegat dich u ur ins Janna Scha as Mutter nit X₰ 4 Jam mran. Die ai iſt ſo grc ₰ zen, D lr n nder t iun De Len netweg? nchmerzen, N du um. Dornel 1 rhörter bes⸗Grad Vater E tort ins Nei hat!„ Die zan iſt meine a für nihn ter worden, Mein Bruder iſt ſelbſt die Barmherzigkeit, Die Gottheit ſelbſt lebt nun in meinem Orden, Die Ewig⸗ keit vermählt ſich mit der Zeit. Das Leben ſelbſt iſt Menſch geborn, Der Glanz der Herrlichkeit; das Licht, das wir verlorn. 4. In ihm wird nun die Menſch⸗ Heit ausgeſöhnet, Die Reinigkeit der Seelen wiederbracht; Sie wird als Braut der Gottheit nun gekrönet, Da ſie der Himmel ſelbſt ſo angelacht: Die Menſchheit wird nun ganz erneut Und als ein reiner Thron der Gott⸗ heit eingeweiht. 5. Die Weisheit ſpielt nun wieder auf der Erden, Dadurch das Para⸗ dies im Menſchen grünt: Nun können wir aus Gott geboren werden, Weil die Geburt des Herren dazu dient. Die neugeborne Seele ſpürt, Daß ſie ein andrer Geiſt aus ihrem Urſprung rührt. 6. Kein Elend kann nun unſer Herz beſiegen, Immanuel iſt bei uns in der Noth; Ich darf ja nur die zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 249 Kraft und Glanz beſtrahlt dich wie⸗ der Und der Verluſt iſt völlig wie⸗ derbracht. O ewig, ewig wohl iſt mir, Daß ich in Chriſto nun ein Wohl⸗ gefallen ſpür! D. C. F. Richter, g. 1676, ſt. 1711. Auf Mariä Reinigung. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 43 4 Breer für die ganze Welt, . Du kommſt heut in dei⸗ nen Tempel, Daß du würdeſt vorge⸗ ſtellt Uns zum löblichen Exempel, Wie man ſich von Jugend an Deinem Vater opfern kann. 2. Deiner Mutter Reinigung, Im Geſetze vorgeſchrieben, Gibt uns die Erinnerung, Dein Gebote ſtets zu lie⸗ ben Und den Weg mit Luſt zu gehn, Der uns heißt im Tempel ſtehn. 3. O du Brunn der Reinigkeit! Nimm von mir die Sünden⸗Flecken, Und laß deiner Unſchuld Kleid Meine Blöße ganz bedecken: Dein Verdienſt mein Wohl⸗Geruch Wider des Geſetzes u Gnaden⸗OQuelle rügen, So dient mir Fluch ſelbſt das Elend und der Tod: Der Jammer hängt mir nur noch an, Der mir in Chriſto doch nicht ſchädlich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, Dieweil ſie ſelbſt durch ihn verdammet iſt; Was ſchaden nun der Seele ihre Flammen, Weil Chriſti Blut und Waſſer in ſie fließt? Immanuel löſcht ihren Trieb, Er 8. Ich habe nun ein ewig Leben funden, Viel Reichthum, Ehr und Wolluſt ſchenkt er mir; Ich bin mit ihm, er iſt mit mir verbunden, Den ich in mir mit Liebeswirkung ſpür: bin vergnügt und ganz geſtillt, ich Walin ril 3 Weil mich der lautre Strom mit ſei⸗ ner Lieb erfüllt. 9. Auf, auf, mein Geiſt, vergiß die Trauer⸗Lieder, Erfreue dich in dieſer Liebes⸗Macht! Des Himmels läßt die Seele nicht, er hat ſie viel P 87 Di ac e hat es ſihſt zu lieb 4. Haſt du dieſes ſchwere Joch Willig über dich genommen, Da du ohne Sünde doch Wareſt in die Welt gekommen: Ach, ſo ſtelle, Jeſu, dich Zur Erfüllung auch für mich! 5. Laß mein Opfer Tauben⸗Art Ohne Galle an ſich haben, Glanz und Liebe ſei gepaart, Nimm vorlieb mit meinen Gaben; Girrt das Turtel⸗ Täubelein, Gib Geduld in meiner ein. 6. Ich will dich mit Simeon An mein treues Herze drücken, Du wirſt als der Gnaden⸗Thron Mich mit Rath und Troſt erquicken; Du biſt der Troſt Iſrael, Süßeſter Immanuel! 7. Sei der müden Augen Licht, Wenn der Tod ſie will verſchließen. O mein Heiland, laß mich nicht, Wenn ich werde ſterben müſſen! Du biſt deines Volkes Preis Und der Weg ins Paradeis. 8. Dieſes ſei mein Schwanen⸗ jed: Herr, laß mich in Friede fah⸗ A Gh lafdun mein Auge ſieht Bei den auserwählten Schaaren, Wo man dort in jener Welt Erſt das rechte Licht⸗Feſt hält. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Wunder der Geburt Jeſu. Mel. Nun lob, mein Seel, den. 435 Wohlfahrt über alle, .☚ Nun weiß der Menſch von keiner Noth: In einem finſtern Stalle Sieht man den unſichtbaren Gott. Der Schöpfer aller Sachen Wird eine Creatur Und ſchläfet, wenn wir wachen, In einer Windel⸗Schnur. Er hat ihm angeleget Mein armes Fleiſch und Blut, Und eine Krippe träget Das allerhöchſte Gut. 2. Woher in dieſem Kleide, Du reicher Herr der großen Welt? Hat man für Gold und Seide Nur Heu und Stroh für dich beſtellte Was oll ich mir gedenken, Daß du hier liegſt und ſchreiſt? Kann dich die Mutter tränken, Der du uns Alle ſpeiſt? O fremder Gaſt auf Erden, Für dich iſt das zu ſchlecht, Ein ſol⸗ ches Kind zu werden Und ein ſo armer Knecht. 3. Es hatte dich gereuet, Daß du die Menſchen haſt gemacht, Und nun biſt du erfreuet, Daß dich ein Menſch zur Welt gebracht. Ach, ſage doch, mein Leben, War dir ohn mich nicht wohl? Kann dir der Menſch was geben, Daß er nicht ſterben ſoll? Und iſt es deiner Liebe Unmöglich und zu ſchwer, Daß ſie im Himmel bliebe Und ich verloren wär? 4. Ja, freilich, liebſter Bruder, Ich bring dich in die Welt herein; Dein Kreuze ſoll mein Ruder, Dein Grab einmal mein Schifſchen ſein, Das mich in Himmel führe; Drum kommſt du vor zu mir Und öffneſt mir die Thüre Und holſt mich heim zu dir. Dir nimmſt du meine Sün⸗ den, Mein Elend, meine Pein, Daß Weihnachts⸗Lieder und auf andere 8 ver ich ſoll Freude finden. Wie kanſtn dten 0 darhite rendt Um dn beſſer ſein? 5. O Jeſu, mein Erretter, Hab eiwi 1 Dank für deine Treue! Nun binit t von dem Wetter Der ſchweren Raae ſaft Gottes frei. Du ſchreibſt mich in da Orden der Auserwählten ein: Nh biſt mein Bürge worden: Ich wile dein Diener ſein. Ich liebe dich dan Herzen Weit über alles Gold Um weiß von keinen Schmerzen: Mirſi daſe⸗ mein Jeſus hold. 6. Dir, Vater aller Gnaden, Au dir ſei Dank für deinen Sahm. Du wendeſt meinen Schaden li hilfſt mir wunderlich davon. O, dß ich dein Geſchenke Mit Nichts na⸗ gelten kann! Worauf ich auch e⸗ denke, Da fehlt noch Etwas dann. Denn was mir Jeſus bringet, Ff mehr, als ich verſteh. Singt, Uiehmn Gußil ſinget: Ehr ſei Gott in in öh! Casp. Neumann, g. 1648, ſt. z Erläuterter engliſcher Lobgeſan. l Laßt 9 aln, Goſt um guten Wor⸗ Luc. 2, v. 14. In bekangter Melodie. 436 Ringen wir aus Ft . zens-Grund, Aat Gott mit unſerm Mund, Treten i der Engel Schaar, Die vom Hinn ruſen gar: Chre ſei Gott in der ho Bei den Menſchen Fried entſteh Umd nach Wohlgefallen geh! 2. Gott, dem Vater, ſei die Eft Der uns Menſchen ehrt ſo ſehr Um die böſe Welt ſo liebt, Daß er ſein Sohn uns gibt. Ehre ꝛc. 3. Heilig, heilig, heilig iſt Unſer Heiland, Jeſus Chriſt! Gottes Soht von Ewigkeit Iſt Menſch worden in der Zeit. Ehre ꝛc.. 4. Gottes Kraft, der heilge Geiſ Dieſes Wunder⸗Werk beweiſt, Daß Maria Mutter wird, Der der Jung⸗ fraun Kron gebührt. Chre ꝛc. 5. Fried iſt nun mit Gott, ſen Sohn Bringt den Fried aus ſeinen Erden it. 1 Gritt 8 treg nicht wt 9. Wer tuült gun nict pia imnd und Vohlgefalnn ab derzens⸗G und ausbreze mt den N. dhre a.. 10. Hat dch bct un Wo= aln An unz mmen Menſchen dgrittus hetwe ageſöhnt, t den Himmehäh blehnt. Chre.= l Laßt ud un zum Hinl= ſn. 3 8 1 doh dem, ' Wegnitt wſchnide?. d ſch dr gleich hbe K. 4 d Lrzt wr anc durchau n i Gotts Pla wehlgef dt das lateGut Stets t. mals Uoſt t(hre ꝛc. ſt ch din Vohlge — = — —,—— B ——=— ——. —— —— — — S. A= S — — — — . nin i, Bei den Men⸗ Khl nach Wohlg desimenit.1eh ir Nunen d rengbornen d. Calſt mir Gohts a N ls à N as 6 7den, Das ſchn prih M d auf grare or ſa. en. N er len* a8 Thron. Und den A— tta ſdt. hn 3 1 6. Fried iſt nun aufs Neu ge⸗ f Sdu ſthettan ſchafft Mit us ſn Die thun auf d 4 Da ſteht nun kein Cherub für. Chre u ſei ꝛc. te 7. Friede, Freude, Troſt und Ruh Iſt auch im Gewiſſen nu. Heb dich, 14 euſ, weiche, Sünnd, Gdein Theil „Dir, ast r aller ee. ihr mehr an uns findt! Chre eꝛc. ſei 5 4 Guug 8. Fried auf aller Erden iſt, Freu wend apneinen emm dich, du betrübter Chriſt! Wer in t mir aud l Shuda Ehriſti Friede ſteht, Dieſer Welt dein etdam Krieg nicht angeht. Ehre ꝛc. en kan V t nt 9. Wer wollt an der guten Poſt 2, f ellt vralf ij u Nun nicht haben Freud und Luſt, m wa* Noch Gas Wohlgefalln aus Herzens⸗Grund „ w r Jeſus benn Und ausbrechen mit dem Mund: 4 als Pef verieh. Eng Chre ꝛc. dl, ſu as Ehr ſei Ga 10. Hat doch Gott nun Wohlge⸗ falln An uns armen Menſchen alln; Chriſtus hat uns ausgeſöhnt, Mit dem Himmelreich belehnt. Ehre ec. 11. Laßt uns nun zum Himmel 1 Dien min. vüber zen Acgübe . von fein S n Jeſt tteld 6ss teumann,g 1ähi intert⸗ nulliſcher 9 4 walln, Gott zum guten Wohlge⸗ 8n 2, v. 1 falln: Weg mit dir, du ſchnöde Welt! 3 as nger Man. Weh dem, der ſich dir gleich ſtellt! ggen wi a Chre ꝛc. 6. 8 zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. Unfried von uns wendt Und den Geiſt des Friedens der Engel Brüderſchaft, B uf des Himmels Thür, ſcha men hat: Der Sohn, der uns er⸗ koren, Heißt Wunderbar und Rath, Ein Held von großer Kraft, Ein ewig treuer Vater, Beſchützer und Fther, Der Ruh und Friede f. 2, Kommt Alle zu der Krippen, Die ihr ſonſt Kinder heißt, Bereitet eure Lippen, Daß ihr ein Kind hier preiſt: Ein Gott⸗ und Menſchen⸗ Kind, Das alle Menſchen⸗Kinder Als ſonſt verdammte Sünder Aus Satans Schlingen reißt. 3. Willkommen hier auf Erden, Du Davids Herr und Sohn! Ein Menſch zwar an Geberden, Ein Gott auf ſeinem Thron, Willkommen in der Welt; Willkommen zur Gemeine, Die du erkennſt für deine, Die dich für ihre hält. 4. Willkommen auch daneben In mein erfreutes Herz, Du gibſt mir erſt das Leben Und wendeſt allen Schmerz, Den Gottes Zorn emacht. Du biſt der Regenbogen Nach trüben Wuſſerwogen Aus dem der Himmel acht. 5. Laß Stall und Krippe liegen, Komm, bette dich i n mich. Ach, eile, mein Vergnügen, Mein Herze ſuchet dich! Du angenehmer Gaft⸗ Wo man dich gläubig ſchauet, Iſt Bethlehem gebauet, Das du erwählet aſt. 6. Bin ich nicht alſo ſchöne, Wie 3.Gen.. 12. Laßt uns auch durchaus in ae Oan alin Gottes Willen wohlgefalln: nt m. ban unn Gott, das allerbeſte Gut, Stets wohl, Engel zmß iar, Die ung niemals Uebels thut. Ehre ꝛc. 1 gar e ſei Get un 13. O Gott, laß dein Wohlgefalln haf den Jshen riddenn Uns im Kreuz auch wohlgefalln, Woh iſgglen gehl Daß wir unſern Willn und Sinn uns u 14. Daß dein Wohlgefalln auf doſe V am d Jetzt von uns erfüllet werd, muns h. Chre. Bis wir dort im Himmel gar Singen Heili t ailig, helgit mit der Engel Schaar: Ehre ſei nd, Bei den Menſchen Gott 33 Vate, ſin di O eben hin. Ehre ꝛc. u ehtuß Dir zum Opfer g h h e V tt liebt, Dßu Er 3 au Ehriſt Gutt Gott in der Höh, Ewigl ieſt Menſch un ie entſteh Und nach Wohlgefallen 154. 3 15 1 9 jeit. ä. 1 g D. v. Schweinitz, g. 1600, ſt. 1667. Gotte Käaft, der bi Wr Wert das Namen des neugebornen Jeſu. a Mr uin an 1 Mel. Helft mir Gotts Güte. Kro runt. e ns iſt ein Kind gebo⸗ Friel denun mi 5 437. 11 ren, Das ſchöne Na⸗ Bril igen Nidd de dein Palaſt ſoll ſein, So waſche, ſo verſöhne, So mache du mich rein Und gib, daß ich hinfür Bei dir, als Gones Kind, Mich als ein Kind befinde Und thu, was mir gebühr. 7. Ja, weil du mir den Himmel Jetzt Velbſt entgegenträgſt, Und für das Welt⸗Getuͤmmel Dich Herze prägſt, mir ins So waffne meine Seel, Wenn ſie die Hölle plaget, Daß ſie mit Freuden ſaget: Hier iſt Immanuel!. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Ueber die Namen des nengebornen Kindes. Jeſ. 9, v. 6. 7. Mel. Allein Gott in der Höh ſei Ehr.— Ins iſt, uns iſt ein Kin 43 8. 1 born Ein Sohn iſt uns gegeben, Damit die Welt nicht würd verlorn Und wieder möchte leben; Merk auf, o Seele, ſchaue an, Was Gott durch dieſes Kind gethan Uns armen Menſchen⸗Kindern! 2. Es ſpielt in ſeinem Angeſicht Mit reicher Luſt und Sonne Des Vaters Klarheit, Lieb und Licht, Er iſt die wahre Sonne, Die in der Finſterniß aufgeht, Darin die ganze Welt jetzt ſteht, Um ſolche zu erleuchten. 8 3. Dieß Kind hat männlich auf⸗ gefaßt Auf ſeinen zarten Rücken Der ganzen Herrſchaft ſchwere Laſt Und was uns ſonſt kann drücken; Iſt Etwas, das euch drückt und plagt, Seid nur getroſt und unverzagt, Er hats ſchon abgenommen. 4. Sein Name heißet Wunder⸗ bar, Gott wird ein Menſch, o Wun⸗ der! Mit ihm kommt auch die En⸗ gel⸗Schaar, Macht ſich in Lüften munter. Nun ſoll durch dieſes Wun⸗ der⸗Kind, Das uns durch ſich mit Gott verbindt Die Welt verſöhnet werden. 5. Biſt du, der Rath von nöthen hat, Will dirs an Weisheit fehlen: Dieß Kind heißt Rath, iſt groß von That, Wenn du dich wirſt vermäh⸗ len Mit ihm, wird er in Noth und Pein Dein treuer Rath und Leitſtern ſein, Der dich am beſten führet. 6. Fehlt dirs an Kraft, o liebe Seel, Zu gehn auf Gottes We en, Sei unverzagt! Immanuel Wird ſeine Kraft beilegen. Er heißet Kraft, der Alles thut, Macht feurig Herzen⸗ Sinn und Muth Und ſtärket die Kraftloſen. 7. Fehlt dirs an Muth und Tapfer⸗ Weihnachts⸗Lieder und auf andere. Lidd. u Bethl. keit, Die Feinde zu bekriegen: gi Alts geibracht iſt der Held, der in dem Streit d eu m gebom nicht läßt unterliegen: Wer inn e In a it gebern en an die Spitze ſtellt, Der ſieget un 440.1 dlein En Kinde ⸗ behält das Feld, Er wird die Fn 5 Um⸗ dr gungteu erlanat heißt daſdale halim, biit Inmam zerſtreuen. 8. Ein Ewig⸗Vater 4 Kind, Ein Vater der Verom Dc aeatt än, h.— Der ſolche wieder ſucht gelind, Maſti un 1 ſie zu Neugebornen; Er hat ein Gäleuja 1bn, e. mt= terlichs Gemüth, Voll Vater Lanſ Das fiſtn af Treu und Güt, Die ewig, ewig wähte autt:; Dch t Uns helf aus r. wig,„RAazaleui 9. Den Friedens⸗Fürſten nemt 2 Falejün indlin e ſich, Der Frieden dir erſtreite, det Wi an nn alh n rauf bei ſeiner Tafel dich Zu izäenn Eämuuin dens⸗Gütern leitet; Er macht daubrn, 1 1 i ds freum Herz von Schrecken los, Legtdihi. Die Ginſ ſücſten P ſeiner Liebe Schooß, Da magſtit uben G Wm ſicher ruhen. aleHaleä— 10. Drum freue dich, mein i. Den Pen habn ſe 2 in ihm, Nimm an, was(Gtteen d ni Ffus gete geben, Erhebe jauchzend deine Siinn haleib 4 hvr reis ihn mit deinem Leben Ge Jij ud duſt den( ſich dir, gib wiederum Dit tt t ſier deir daua 1— zu ſeinem Eigenthum, So uu Mhäün de dieß Kind dich ſelig! M der C1= 8 ch ſelig:(Cümun an einm Kr= Ueber die Namen Jeſn. nd Hlklkſal Wi dh in Kind gerre , 5 1 6 Mel. Vater unſer im Himmelreich. t Ein uni himmels un r 439 ns iſt ein Kindlein bett Haleälldha 4 geborn Von einer zun 1 8ie lmen dar gen B,— frau auserkorn, Ein wahrer Meuſtle 5 kdäi ſie dar o und wahrer Gott, Daß er uns haleöaltt aus aller Noth. Sein Nam iſt Vm 5 der Weirnuch, God derbar und Rath, Durch ihn mi 8 fin; Zum Zeugniß haben funden Gnad. bein ſei Halle⸗Halleh 2. Was hätt uns Gott nah können thun, Denn daß er uns zi ſeinen Sohn, der von uns wegge nommen hat All unſer Sünd ſi Miſſethat, Erlöſt uns von der hh und Pein, Darin wir mäßten ent 1 99 dall⸗alelja ſein. ſe t üin uic ais 3. Freu dich, du werthe Chritt Keon nn an bis m g Ann pjer, enig L 4 dale⸗allauja aches 3 dſei dem Vater un= ammt heilgem Gei heit, Und dank es Gott in Ewigkiſ üäleHuletuja Haff aber alle Sünd und Lſß 1 Weals e von du theur erlöſet biſt. Sei int tndel Weinahts Ju, an tugendſam und rein, Zu Ch* dieſem Kindelein. 4 Sran Meludie. Benj. Schmolck, g. 1672, t.IN T. im dimmel ha, vnnih un. ⸗ diß nde zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 258 der zu be.. 1 dla der in 0 Altes Weihuachts⸗Lied. euch eine neue Mähr, Der guten ht läſg t. lle— 1— die eriener h. Nel. Ein Kind geborn zu Bethl. Mähr bring ich ſo viel, Davon ich alt d afelt de ns iſt geborn ein Kin⸗ ſingn und ſagen will. ſtreus ai, ER n 1 440. 1' delein, Ein Kindelein,„2. Cuch iſt ein Kindlem heut ge⸗ 3. G Von Marig, der in born Von einer Jungfrau auser⸗ . G g⸗ Von Maria, der Jungfrau rein, Ban t HalleHalleluja! hu 2 Dan ichs ith, J cuun h, Voll 9 er Lees Schorß, d Und loben Gott im er Halle⸗Halleluja! 10. Dnnn freue dic, n. 6. Den Hirten ihm, iſs un an, unh Mähr,: Wie daß Jeſus geboren en, Ciect jauchzendden wär, Halle⸗Halleluja! eis il n nt deinem Läa 7. Zu Hilf und Troſt den Sün⸗ dir b wiederun dern hier: Die ihr Vertrauen ſtelln ſeine nmäigenthum, d auf ihn, Halle⸗Halleluja! Kir t ch ſelig! Die Weiſen von der Erden 5.. lamntn dn einm Stern Ue xnie behend, Halle⸗Halleluja! Mi Anna 9. Wie daß ein Kind geboren Mel. 2& unſer im hime 5 6 din Ronig Himmels und der 2Op ns itt einam Erd, Halle⸗Halleluja! 39 f wn n 10. Sie kamen dar gen Bethle⸗ t au alnn, Ein wun hem„ Dem Kindlein ſie dar opfern wal is öott, Daß e dein, Halle⸗Halleluja! ua* Sotz Aue 11. Von Weihrauch, Gold und 4 an Rath duß Myrrhen fein:, Zum Zeugniß, daß en fi e Gud. nr Heiland ſei, Halle⸗Halleluja! m 4 i9 u 6. 12. Dem ſollen wir auch opfern Wnsä d aßt weis:,: Dank⸗Opfer, ewig Lob und nen t amt Denn u Preis, Halle⸗Halleluja! en Engge der 9. 13. Ehr ſei dem Vater und dem umen 26 All mſe Sohn:: Sammt heilgem Geiſt in ſetha J löſt uns m Einem Thron, Halle⸗Halleluja! Pei min uſt n 14. Welchs ihm auch alſo ſei be⸗ 1. abt reit,: Von nun an bis in Ewig⸗ Fre it a), du wale keit, Halle⸗Halleluja! Un M ut&s Gcti abe n e Sin m Des Engels Weihnachts⸗Botſchaft. du In eigener Melodie. 8 a erlöſet bit em F Sae atas 1. M konm ich her, Ich bring z 1 2 hrecken las M 2. Deß Name heißt Immanuel:, un Wie uns verkündigt Gabriel, Halle⸗ korn, Ein Kindelein ſo zart und fein, des ſoll eur Freud und Wonne ein. 3. Es iſt der Herr Chriſt, unſer Gott, Der will euch führn aus aller Noth, Er will eur Heiland ſelber ſein, Von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, Die Gott, der Vater, hat bereit, Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, Die Krippe, Windelein ſo ſagten ſie die ſchlecht: Da findet ihr das Kind ge⸗ legt, Das alle Welt erhält und trägt. 6. Deß laßt uns Alle fröhlich ſein Und mit den Hirten gehn hinein, Zu ſehn, was Gott uns hat beſchert, Mit ſeinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und ſieh dort hin, Was liegt dort in dem Krippelein? Weß iſt das ſchöne Kin⸗ delein? Es iſt das liebe Jeſulein. 8. Bis mir willkommen, du edler Gaſt! Den Sünder nicht verſchmähet⸗ haſt Und kommſt ins Elend her zu mir, Wie ſoll ich immer danken dir? 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, Wie biſt du worden ſo gering, Daß du da liegſt auf dürrem Gras, Davon ein Rind und Eſel aß! 10. Und wär die Welt vielmal. ſo weit, Von Gdelſtein und Gold⸗ bereit, So wär ſie dir doch viel zu klein, Zu ſein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seiden dein, Das iſt grob Heu und Win⸗ delein, Darauß du König groß und reich Herprangſt, als wärs dein Himmelreich. 12. Das hat alſo gefallen dir, Die Wahrheit anzuzeigen mir, Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut Vor dir Nichts gilt, Nichts hilft, noch thut. 13. Ach, mein herzliebſtes Heſulemn, Mach dir ein rein ſanft Bettelein, 6 2 Zu ruhn in meines Herzens Schrein, Daß ich nimmer vergeſſe dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich ſei, Zu ſpringen, ſingen immer frei Das rechte Suſannine ſchon, Mit Her⸗ zensluſt den ſüßen Ton. 14. Lob, Ehr ſei Gott im höchſten Thron, Der uns ſchenkt ſeinen eingen Sohn! Deß freuet ſich der Engel Schaar Und ſinget uns ſolch neues 1 Jahr. S. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Glückſelige Vereinigung Gottes mit den Menſchen. Mel. Vom Himmel hoch, da komm. 4 Pom Himmel kam der 442. U Engc Schaar, Erſchien den Hirten offenbar, Sie ſagten ihn: Ein Kindlein zart, Das liegt dort in der Krippe hart. 2. Zu Bethlehem, in Davids Stadt, Wie Micha das verkündigt hat, Es iſt der Herre Jeſus Chriſt, Der euer Aller Heiland iſt. 3. Deß ſollt ihr billig fröhlich ſein, Daß Gott mit euch iſt worden Ein, Er iſt geborn eur Fleiſch und Blut, Eur Bruder iſt das ewig Gut. 4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn iſt wor⸗ den eur Geſell. 5. Er will und kann euch laſſen nicht, Setzt ihr auf ihn eur Zuver⸗ ſicht. Es mögen euch Viel fechten an: Dem ſei Trotz, ders nicht laſſen kann! 6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht, Ihr ſeid nun worden Gotts Geſchlecht. Deß danket Gott in Ewig⸗ keit Geduldig, fröhlich allezeit. D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1586. Aufs Feſt der heil. drei Könige. Mel. Chriſtum wir ſollen loben. 443. Wes fürchtſt du, Feind erodes, ſehr, Daß Weihnachts⸗Lieder und auf andere zur Gebu— i dn a Eopen Pra— 4 Gerih⸗=— 1— Willlch Er ſucht kein ſterblich Königreich, Der 1 dfein deine zu uns bringt das Himmelreich. 2. Dem Stern die Weiſen folgen nach, Solch Licht zum rechten Lict Abe ſie bracht. Sie zeugen mit den Ga⸗ ben drei, Dieß Kind Gott, Menſh und König ſei. 1 3. Die Tauf im Jordan an ſih. nahm Das himmeliſche Gottes⸗Lamn iſeit Lohl dem d Dadurch, der nie kein Sünde that danet Sch win) — — —2— — — = — chet) Von Sünden uns gewaſchen hat. Rudt wirt Ach Neſ, 4. Ein Wunder⸗Werk da neu g⸗ in wit bit, Dis nt d ſchah: Sechs ſteinern Krüge man da ſing antutt ſah Voll Waſſers, das verlor ſein i. aſt findlin, laſſet e Art, Rother Wein durch ſein Vottliten bm ans Jeſn dem draus ward. lnd ſed bertz inn zu vert 5. Lob, Ehr und Dank ſei dir urem 21 —— —— — — — ſei di arem Hezn allzii. St geſagt, Chriſt, geborn von der veina is Wnde ale Welt. G. Magd, Mit Vater und dem heilge un Fleſch aah dorgeſtelte Geiſt Von nun an bis in Ewigkei 8. Digt der Glan des E D. M. Luther, g. 1483, ſt.h eſen, Von geicer Karhei⸗ und Paacht, Von allen Eng⸗ deleſen, Dem Ales umerthan*r Pih, legtt euch in arem S es gandes Krype hin. Aubetung des Jeſus⸗Kindes. Mel. Wer nur den lieben Gott. ſ 4 4 4 Wilttommen, liebſten g. de Kndlein hat d= Kr. 3e han auf illkommen, Jeſu, unſre Luſt! Wßn Wut, Un wenn die Jr. ſollen wir betrübet werden, Da dr ſülaſa, eeue ge dich nahſt zu unſrer Bruſt? Wir benerin, za, was u.. ten jetzt in Demuth an, Was dein am ſat. Das ſchweht c Lieb an uns getheoen. en. 2. Wie arm und bloß wirſt dipln Und geſchauet, O längſt erwünſchtes Gok ne gie tes⸗Kind, Durch welchen dieſe Wel p,d gebauet Und wir, die in derſelbet ad ſind; Ach, mach uns arm und laß un it de Jie ſehn, Wie wir noch in der Blöße gehu 3. Der Schöpfer wird ein Kid geboren, Der Herr und Herxſchit wird ein Knecht Für ſeine Kinden die verloren Das Heiligthum un Vater⸗Recht; Ach, Jeſu, beuge unm ſern Sinn Von allem Stolz zuin Demuth hin. 1 4. Nichts Königlichs kann ma erblicken, Du ſollteſt doch ein Kondſte ſein; Vernunft weiß ſich nicht dren de zu ſchicken, Denn es iſt Gottes Wer deuch tte 1 allein. Nun ſitzeſt du auf deinen Amer ſch zun eite f ü dotts⸗ uns geborn kommt Chriſt, der Herr? — Thron, Laß mich anbeten deine Ku ſh güſe fanan 8 ius w B. Lo hr und dm agt, Cümt geborn var d gd, i Vater und d t Won am an bis inh eM Luther ,l Anbet zundes Jeſus⸗gi Mel. 3 nur den liehm t. 44 f Hjlonme *T. d Schaß auf Ullom atar Jeſu, unſte a en wi anrübet werdn nah a nunſrer Bruſhl jetzt memuth an, M. dan zumgethan. . Waum und buß hauet 3 ängſt erwünt Kind, hen d wet al wir, die nhe Adl unt h uns armm „Wi amm noch in dei Des aböpfer wid dren, ☚ Herr und hein uß ht Für ſint verle ie Das hele er⸗Re Ach, Jeſu Sir! non allen. th 3 Ni Iiaanilss 1 ken, ac ollteſt doh 1 iſt Gett hicee ann es iſes 1. Jnlſizeſt d n, Laüich anbe u Leben haſt du mitgebracht: wo ein He weicht des du, mein Licht, Bis mir der Tag anbricht! lehren Von eures Jeſu Kindes Gnad. rch welchen 6 B Und gleichen baſt del Und trä Ver mnt weif ſhit Dieß iſt ein un ſehn gelüſt 5. Wie lieblich iſt dein Angeſichte, Holdſelig deiner Lippen Pracht, Du kommeſt ja nicht zum Gerichte, Das O ſelig, rahl, da s dein Licht ſo voller Dun⸗ 15e trifft Dein St s Todes Gift! 6. Die Nacht hat un geſchenket, Die Nacht, kelheit. Wohl dem der dieſes recht bedenket, Sich wünſchet von der Nacht befreit! Ach, Jeſu, leuchte volle et euch doch Herrlichkeit rehren Mit Schaut an lt: Gott ſelbſt ellt. z des höchſten 7. Ihr Kindlein, laſſ Und ſeid bereit, ihn zu ve eurem Herzen allezeit. das Wunder aller We im Fleiſch euch vorgeſt 8. Da liegt der Glan zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. 2⁵5⁵ 13. Ach, laß uns denn zu Jeſu treten, Ihn drücken tief in unſre Bruſt! Ach, laſſet knieend uns anbeten Dieß Kindlein, unſers Herzens Luſt: Ja, laſſet uns zu keiner Zeit Vergeſſen ſeiner Freundlichkeit! Unvergleichliche Weihnachts⸗ Freude. In eigener Melodie. B ir Chriſten⸗Leut:, Habn 445. W jetzund Freud, Weil uns zu Troſt iſt Chriſtus Menſch ge⸗ boren, Hat uns erlöſt. Wer ſich deß tröſt Und gläubets feſt, ſoll nicht wer⸗ den verloren. 2. Ein Wunder⸗Freud::, Gott ſelbſt wird heut Von Maria ein wahrer Menſch geboren, Ein Jungfrau zart Weſen, Von gleicher K und Pracht, Von allen erleſen, Dem Alles unter Ach, leget euch dieſes Kindes K 9. larheit, Licht Engeln aus⸗ than gemacht. in eurem Sinn Vor rippe hin. Dieß Kindlein hat die Welt fiſchaffen Und träget ſie noch durch ſein Wort, Und wenn die Menſchen ſicher ſchlafen, So wacht ſein Auge immerfort, Ja, was nur lebt und Odem hat, Das ſchwebt in dieſes 10. Und was ſagen ſoll ich noch weiter 2 Hier liegt das ſchöne Gottes⸗ ild, Die Aarons⸗Ruth, tragen, Der Brunn, der Lebens⸗Waſſer zuüll. Der Friedens⸗Fürſt, das ſtille Lamm, Der ſtarke Löw aus Judas tamm. 11. Der Augen Bach vor Liebe auillet, Die Lippen triefen Honigſeim, Die Wangen ſind mit Gnad erfüllet dem Würz⸗Gärtelein: ganze Leib ſo zart und weiß, Al⸗ er nimmt ihm nicht den Preis. 12. Denn dieſes Kindiſt ohne Wan⸗ get alle unſre Schuld: wahrer Gottes⸗Handel, ſich zeiget Gottes Huld. O das der Engel Schaar Zu et offenbar! Der odurch Wunder, die Frucht ge⸗ G 446. Gnaden⸗Q und Morgenſtern, Du Jungfraun⸗ Sohn, Herr aller Herrn! Halleluja! Sein Mutter ward, Von Gott, dem Herren, ſelbſt dazu erkoren. 3. Die Sünd macht Leid,:, Chriſtus bringt Freud, Weil er zu uns in dieſe Welt iſt kommen. Mit uns iſt Gott Nun in der Noth: Wer iſt, der uns als Chriſten kann verdammen? 4. Drum ſag ich Dank:, Mit dem Geſang Chriſto, dem Herrn, der uns zu Gut Menſch worden, Daß wir durch ihn Nun All los ſein Der Sün⸗ den Laſt und untraglicher Bürden. 5. Halleluja,:, Gelobt ſei Gott! Singen wir All aus unſers Herzens runde; Denn Gott hat heut Ge⸗ cht ſolch Freud, Der wir vergeſſen n zu keiner Stunde. M. C. Fugger, ſt. 1617. ma ſoll Der Sünde Troſt aus der Ge⸗ burt des Immanuel. Mel. Erſchienen iſt der herrliche Tag. rſingen dir, Immanuel, Du Lebens⸗Fürſt und uell, Du Himmels⸗Blum 2. Wir ſingen dir mit deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, Daß du, o lang gewünſchter Gaſt, 256 Dich nunmehr eingeſtellet haſt. leluja! 3. Vom Anfang, da die Welt ge⸗ macht, Hat ſo manch Herz um dich Hal⸗ gewacht; Es hat gehofft ſo lange Jahr Der Väter und Propheten Schaar Hallel. Vor Andern hat dein hoch be⸗ gehrt Der Hirt und König deiner Heerd, Der M ann, der dir ſo wohl gefiel, Wenn er Spiel. Hallel. 5. Ach, daß der Herr aus käm Und unſre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch her⸗ ein, So würde Jakob fröhlich ſein! Halle J. 6. Nun biſt du hier, da liegeſt du, Hälſt da im Kripplein deine Ruh; Biſt klein und machſt doch Alles groß, Bekleidſt die Welt und komn nſt doch bloß. Hallel. 7. Du kehrſt in fremder Wohnung ein Und ſind doch alle Himmel dein; Trinkſt Milch aus einer Men iſchen⸗ Bruſt Und biſt doch aller Engel Luſt. Hallel. 8. Du haſt dem Meer ſein Ziel ge⸗ ſteckt, T deckt; Bi ſt Gott und liegſt auf Heu und Stroh, Wirſt Menſch und biſt das A und O. Hallel. 9. Du biſt der Urſ ſprung aller Freud Und duldeſt ſo viel Herzeleid; Biſt aller Hude Troſt und Licht, Suchſt ſelber Troſt und findſt ihn nicht. Hallel. 10. Du biſt der treue Menſchen⸗ Freund, Doch ſind dir ſo viel Men⸗ ſchen Feind; Herodis Herz hält dich für Gräul Und bi ſt doch Nichts, als lauter Heil. Hallel 11. Ich aber, dein geringſter Knecht, Ich ſ ſag es frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht ſo viel, Als ich dich gerne büben will. Hallel. 12. Der Will iſt da, die Kraft iſt llelns Doch win dit nicht zuwider ſein Mein armes Herz, und was es kann, Wirſt du in Gnaden nehmen an. Hallel. nicht groß; Der Stall, ſehr gering. dir ſang auf Saiten⸗ Du wirſt 35 halten mich für Zion Neer Du trägſt den Du wirſt mit Windeln zuge⸗ Weihnachts⸗Lieder und auf andere 13. Haſt du dich ſelbſt doch ſchwa gemacht, Erwählter, e die Welt var⸗ acht; Warf ſt arm und dürftig, nahmt fürlieb Da, wo der Mangel dich hin⸗ trieb. Hallel⸗ 14. Du ſchliefſt ja auf der Erda Schooß, So war dein Kripplein aut das Heu, das dich umfing, War Alles ſchlecht un Hallel. 15. Darum ſo hab ich guten 6 O Je fulein, dein frommer Sinn Macht, daß ich ſo voll Troſtes bin Hallei. 16. Bin ich gleich Sünd und? ſter voll, Hab ich gelebt nicht wie 6 ſoll: Ei kommſt du doch d eswec gen her, Daß ſich der Sünder zu dir in daüle Hätt ich nicht auf! wire 6 Schulde Hätt ich kein Theil* iner Huld; Vergeblich wärſt du 1 mr born, Wenn ich noch wär in Gotts Zorn. Hallel. 18, So faß ich dich nun ohne Schen Du machſt mich alles Jammers fit n Zorn, du würgſt N Tod, Verkehrſt in Freud all Angt und Noth. Hallel. 19. Du biſt mein Haupt, hing derum Bin ich dein Glied und 6 genthum Und will, ſo viel dei in Geſt mir giebt, Stets dienen dir, wie dißs beliebt. Hallel. 20. Ich will dein Halleluja hier M Freuden ſingen für und für, dort in deinem Ehren⸗Saal 6ut ſchallen ohne Zeit und Zahl. Halleluint P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676 Aufs Feſt der heiligen drei Könige. Mel. Gelobet ſeiſt du, Jeſu. o iſt der neugeberne 447. U Held, Der iſt ein He⸗ land aller Welt? Wo treff ich mei nen König an, Daß ich Pon recht ver ehren kann? Kyrie, eleiſon! 2. Mein Herze ſuchet mit Begie zur Ge 4 4 rens Pen ie fen aud Davds Sth wein, wit! d ſtäin. 1 9 uin Herig ſe g. der du mein Hert und Bn Pilt wnaramut 68 oA. oſo une Aük en brih= 61 a5 J Köni über In efreuet i Ind Seel, T wMWuch largud banger Nact 1 uf Erden ht ferach Kr 5. Du dern aus d Schein Diingt num un ale* ein, Dh auch die Heiden 1 1 vaht, 1 diufg zu de— rrach, Kore leiſn 6. Hir bum c auch dE Sohn, Un werſe mich vo Jnnn Un bete meinen K der mr b Vrdder zugetha— ſeiſn 1duiimneüm,it12 Den ſclechten Schaß des Hel⸗— Rirdrehenit zu lein= die dir geſcenkt ſein. Krri⸗— 8 Junm ſin von mir de) dens Cod, Und bleibe deir der hod, ns ich einſ m nan ſt w dnen Kronen— ann. 1 leiſon. „Kier it mein Weihr debet bets Ac, dieſen an= 3 Trrl ein libes* ₰ 18 1 ih muß auf Ede. E - ua tfüg ichn 3 ſthen wahrer. binn 4 3 d auf g Cre 3.§ nacht, Wa Frahlt 2 5 1 gerin 5. tar wirſt am) G Jeſule fr omme 4 d Ah ſo voll Tun 8 tnige 4 d Hider Sünder an Daß 3* „Hä di richt auf mee d., 8 kich kein Thelln de 4 wärſt dn Warruch noch virn H bn So an h dich nun ohme nachſ ut h alles Imm rägſt aas Zorn, du wi Ver ct in Freud Noth. c allel Du ftd mein Hauxt n Bin tn dein Gidn um 1 nvill, ſo vilm ſieebt, 8 s dienen din t. † a Ich Wahein Hallelitt en ſ aam für und ſu in Ehren⸗Sal nohr et und Zahl 2 Gerhard, z. lih ufs issder heilige öunige. Mel. ung et ſeiſt du, 3 — 1. kann. Kyrie eleiſon. 449. Ihr Salems⸗Bürger, ſaget mir, hier, wo er ſich funden hat? nein, er iſt in Davids Stadt. Ky⸗ rie eleiſon. 3. Du großer Herzog ſei gegrüßt, Der du mein Herr und Bruder biſt, Willkommen auserwähltes Licht, Das alſo durch die Wolken bricht. Kyrie eleiſon. 4. Du König über Iſrael, Es iſt erfreuet Leib und Seel, Daß Gott nach lang und banger Nacht Ein Licht auf Erden hat gebracht. Kyrie eleiſon. 5. Du Stern aus Jacob, deſſen Schein Dringt nun in alle Welt her⸗ ein, Daß auch die Heiden ſelbſt er⸗ wacht, Und häufig zu dem Lichte bracht, Kyrie eleiſon. 6. Hier komm ich auch du lieber Sohn, Und werfe mich vor deinen Thron, Und bete meinen König an, Der mir als Bruder zugethan. Kyrie eleiſon. 7. Du biſt mein Schatz, ich ſtelle dir Den ſchlechten Schatz des Herzens für, It dir derſelbe nicht zu klein, So ſoll. er dir geſchenket ſein. Kyrie eleiſon. Nimm hin von mir des Glau⸗ bens Gold, Und bleibe deinem Die⸗ ner hold, Bis daß ich einſt in Ka⸗ naan Mit goldnen Kronen prangen 2* 9. Hier iſt mein Weihrauch des Gebets, Ach, dieſen wollſt du, Jeſu! ſtets Dir als ein liebes Opfer weihn, So lang ich muß auf Erden ſchrein. Kyrie Jeiſont, ich noch difent her 10. Zuletzt füg ich no dieſem bei, Die Myrrhen wahrer Buß und Reu, zur Geburt Chriſti gehörige Feſte. mich Noth und deine Herrlichkeit, 257 I⸗ Erbarm dich meiner Sünden⸗Laſt, 8 ch Mei ein Herze ſuchet Ruh und Raſt. Kyrie eleiſon. 11. Und weil ich lebe, leite mich, Daß ich ja nicht verliere dich, Du führſt allein die rechte Bahn, Daß Niemand uns verführen kann. Ky⸗ rie eleiſon. 12. Wenn meine Wallfahrt auf der Welt, Und auch mein Leben fadſt verjällt So führe mich durchs nſtre Thal, Daß ich dich find in Salems Saal. Kyrie eleiſon. Jeſu Name, Wunderbar. Jeſ. 9, v. 7. Mel. Singen wir aus Herzensgr. 448 Wuderbarer Gnaden⸗ Thron, Gottes und Mariens Sohn, Gott und Menſch, ein kleines Kind, Das man in der Krippe find, Großer Held vor aller Zeit, Deſſen Macht und Herrlichkeit Rühmt die ganze Chriſtenheit. 2. Du biſt arm und machſt zu⸗ gleich Uns an Leib und Seele reich, Du wirſt klein, du großer Gott Und machſt Höll und Tod zum Spott; Alle zelt verſpüret klar, Ja auch deiner Feinde Schaar, Daß du Gott biſt wunderbar. 3. Laß mir deine Güt und Treu Täglich wieder werden neu! Gott, mein Gott, verlaß mich nicht, Wenn Tod anficht. Laß mich Deine Lieb und Breundhichkeit Schauen dort in Ewig⸗ e it. J. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. XIV. Paſſions-Kieder. 3 3 Ach, Hilfe will zerrinnen. Doch, o Troſtlied von dem Leiden Jeſu mein Gott! vergönne mir, Daß ich Chriſti, aus dem Auguſtinus. vor reden mag mit dir, Eh denn ich muß von hinnen. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 2. Schau doch, o frommer Vater, ch, Herr! wie ſchreck⸗ V an, Den, lich iſt dein Grimm, U Jetzt hör ich deine Donner⸗Stimm der allerfrömmſte der für uns hat gnu gethan, nd was er hat erduldet. Iſts nicht Sohn, Der ausge⸗ 17 258 ſtanden Spott und Hohn, Für mich, der ichs verſchuldet? 3. Er iſt der Sohn, ich bin der Knecht: Dennoch, auf daß ich leben mocht, Haſt du ihn laſſen tödten; Wie er denn auch gehorſamlich Zum Kreuzes⸗Tod geſtellet ſich, Geholfen mir aus Nöthen. 4. Er iſts, der mir dieß Alles ſchafft, Den du erzeugt aus deiner Kraft, Den du mir haſt geſchenket: Der hat für mich zu rechter Zeit Theilhaf⸗ tig meiner Dürftigkeit, Sich in den Tod geſenket. 3 5. Darum, o Gott! ſchau doch und merk Auf dieſes große Gnaden⸗ Werk, Dem keines zu vergleichen. Deins Sohnes Leib hängt ausge⸗ ſpannt, Gleichwie ein rothes Blut⸗ gewand: Laß dieß dein Herz er⸗ weichen. 6. Wie ſind die Hände doch, o, Gott! Vor lauter Blut an ihm ſo roth; Vergib, was ich für Sünden Mit meinen Händen oft gethan; Ob ich ſie ſchon nicht zählen kann, Dein Augen ſie doch finden. 7. Schau an, mit was für Grau⸗ ſamkeit Hat ſeine allerheiligſt Seit Ein ſcharfer Speer durchdrungen! Erneure mich mit großer Gnad Durch dieſes edle Waſſer⸗Bad, Aus ſeiner Seit entſprungen. Schau, o, Gott! an, wie dei⸗ nem Kind Durchgraben ſeine Füße ſind: Laß meine Füß nicht gleiten: Die Welt ſehr ſchlüpfrig macht die Bahn, Ohn dich ich leichtlich ſtrau⸗ cheln kann, Drum wollſt du ſelbſt mich leiten. 9. Schau an, wie er ſein Haupt geneigt Am Kreuz, und Jedermann gezeigt, Daß er den Tod nicht ſcheue: Von wegen ſeiner Freund⸗ lichkeit Sei zur Erbarmung mir bereit, Dein arm Geſchöpf erfreue. 10. Schau, Herr! wie iſt ſein Ders entblößt, Als man durch ſeine deite ſtößt, Wie blaß ſind ſeine Wangen; Der Leib verſchmacht, der Mund erbleicht, Den Armen alle Paſſtons⸗Lieder. Kraft entweicht, die Bein geſtreche hangen. 11. Die Augen brechen, die geſehn Was in der ganzen Welt geſchehn, Das Blut die Füße netzet, Da Blut, ſo aus den Wunden fleußt Und ſich wie eine Fluth ergeug Das uns in Gnade ſetzet. 12. Die Glieder ſind ihm gar ver wundt, An ſeinem Leib iſt Nichts geſund, Der Schmerze hat kein Ende Gedenke, was für ſchwere Stuaf Am Kreuze deinen Sohn betraf. Von deinem Grimm dich wende. 13. Ich bitte dich, o, treuer Gatt Um deines eingen Sohnes Tod, Ma alle Schuld erlaſſe: Denn er ja meime Miſſethat Am Kreuz für mich getilhe hat, Der ichs im Glauben faſſe. J. Heermann, g. 1585, ſt. 164 Beſondere Erwägung der Schmerzen Jeſu. Mel. Du, o, ſchönes Welt⸗Gebäude 450 ch, mein Jefu welch . Wehen Dringen mi durch Mark und Bein! Alle Kuaf will mir vergehen, Und das Lehef zieht ſich ein, Wenn du mir in mei nem Herzen Deine bittren Todes Schmerzen, Damit du durchmartent warſt, Recht empfindlich offenbart 2. Deine himmelsvolle Sell Sank in lauter Höllen⸗Pein, Sie ſat eine finſtre Höhle, Ohne allen Son⸗ 1 fänmerich. N in geren Auh in mens SammerSnnd 5 Pa din Rütkn nicht= iſen, Ai in ungellgtes Deine Vrit ds Troſts mu„ in, Baretalih aufge deine Seiewmd urchſtochen dos Herz alängt gebrcen,— herz n dibe ein, numſchrinter Ben. Wfalm 2 6. Aru ud Veine mußtis ken, Zitem ſcwächte deine Deine Leiden mußten hinken,= de Marer lämte ſie Hatt= zuß wad dr duchhammer in Kreu Uot angelammert, 3 aerſt mi Wat und Saft 11— dine Lelens⸗Raft. „1. Du glicſſt eien Vur n daxe Ctümſth drm= le enſſaität den Schrde ih weiß wohl, nen es git R radamnten gülln⸗Brande, i wrine Sünd und Schan S deſe Schmer ſehs⸗ in 13 nal. dung 5 Pein Die vol ,8. Dau in mei ütss ds luter ene d 2 ie der Lan ſber det ta nenſchein; Lauter Angſt und tiefts it miu Trauern, Schrecken, Furcht und her Pialen tig Schauern, Sammt der höchſtan aama Todes⸗Qual, Folterten ſie ohne Zahl. 3. Was für unerhörte Plagen Haben mit der ſtärkſten Macht Der nen zarten Leib zerſchlagen Und in ſolchen Schmerz gebracht, Daß kin Gliedchen ohne Wunden, Ohne Pau⸗ len, Striemen ſtunden, Ja auch ni ein einges Haar ohne Blut umd Schmerzen war. 4. Das hochtheure Haupt durdh wühlte Mancher ſcharfe Darna eden d Iicht, die he 6 3. 11.7— Stich und das ſchönſte Antlitz fühlte 14 ugen buag Seine Schläge jämmerlich; Die bhe 48. n Aan en da reichen Augen⸗Kerzen Brachen vor lut Füße m Geſchwulſt und Schmerzen; Zung 1d’h s di Ua und Mund war ausgebrannt, Wie 4 1 Re eine zaß ein trockner Sommer⸗Sand. he Gnche 5. War dein Rücken nicht durch⸗ 12.— Jlieder ſindin ri 5 — rl in riſſen, Wie ein umgeflügtes Feld, — einen 15 Deine Bruſt des Troſts mußt miſ⸗ chmen an ſen, War erſchrecklich aufgeſchwellt; eden das fir ſoe. Deine Seite ward durchſtochen, Und m H= deinen ain das Herz voll Angſt gebrochen, Dein on dn„Grimm dhn Herz ſchinol im Leibe ein, Wegen 13. I itte dih, n unumſchränkter Pein. Pſalm 22, 15. 6. Arm und Beine mußten ſin⸗ m dei ü= iingen Sohnai le Sde LAxlaſſe: dam ken, Zittern ſchwächte deine Knie, iſeth m Krau ſun Deine Lenden mußten hinken, Denn nt, D 3 im din die Marter lähmte ſie. Hand und deermam zuß Fuß ward dir durchhammert Und am Kreuzblock angeklammert, Du ver⸗ lorſt mit Blut und Saft Endlich deine Lebens⸗Kraft. 7. Du gleichſt einem Wurm und 1o. ſhnns Wü Made, O erbärmlichs Jammer⸗Bild, 150 4* men Wie entſetzlich iſt dein Schade; Doch — B ich weiß wohl, wem es gilt. Mir urch ſ. und Benluͤ verdammten Höllen⸗Brande, Sollt vill mi geehen, Uwiß für meine Sünd und Schande Alle ieht ſiine, Wenn um dieſe Schmerzens⸗Pein Die vollgültge nem S☚ Deine hm Löſung ſein, Schmet Damit dg 8. Denn in meiner Seele ſtecket varſt, ee empfindlih Nichts, als lauter Schlangen⸗Wuth, 2.„ e hinunaae Die der Teufel ſelber wecket! Drum Sank itmer Höllen⸗Pä iſt auch kein Tröpchen Blut Durch eine fin⸗— höhle, Dmit den ganzen Leib zu finden, Das nenſchet auter Angit nicht mit viel tauſend Sünden Sich Trauer hrecken, zuht in allen Gliedern regt, Und den bö⸗ lig Sch at, Sammti ſen Samen hegt. Dodes 1tl, Faletn 9: Dafür ſollt ich alle Plagen, b Die nur zu erfinden ſein, Lebens⸗ Be mere Erwagan merzen Jei⸗ Zahl.. t 3 unethet lang und ewig tragen; Doch du H5 Aen En ſrtin trittſt ins Mittel ein, Du läßt dir eib zerſchus die Schuld auflegen, Unterwirfſt 4 n 1 dich auch den Schlägen, Macheſt ne Wunden! mich von Allem frei, Daß ich ewig ſumnden. ſelig ſei. — bſund„10. Ei, ſo habe doch von Herzen, ein ein Jetzund und mein Lebenlang, Für ſo Schmer* har. ſeligreiche Schmerzen Vielmal hun⸗ ochthenre it derh g ir 1. un ſtn dert tauſend Dank! Alle meine nen zat m ſolchen ten Gliedchſt len, Sterran wühlte Paſſions⸗Lieder. 259 Schmerzens⸗Wunden Sind mir nun durch dich verbunden. O wie wohl, wie wohl iſt mir, Jeſu, habe Dank afür. 11. Ach, vergib mir aus Erbar⸗ men, Daß ich noch ſo laulich bin! Laß mich an dir recht erwarmen, Gib mir einen heißen Sinn. Tilge mir durch deine Schmerzen Alle böſe Luſt im Herzen. Laß mich ſtets in dich allein Schmerzlich krank verlie⸗ bet ſein. 12. Schickſt du mir an Seel und Leibe Manchmal auch ein Schmerz⸗ chen zu, Damit ich dir treu verbleibe: Nun, Du Herzens⸗Jeſu, du! Laß mich deine Schmerzen laben, Und den Troſt beftändif haben: Es iſt nur ein Liebes⸗Schlag, Der mir gar nicht ſchaden mag. 13. Solls denn an die etzten Wehen, Die der liebe Tod noch macht, Endlich auch noch harte gehen, Daß das Herze bricht und kracht; ch will mich darum nicht kränken, ondern nur an dich gedenken. Dein Schmerz macht den Todes⸗Schmerz Mir wie einen ſanften Scherz. 14. Damit iſt es überſtanden, Schmerz und Seufzen fallen hin, Wenn ich frei von allen Banden, Bei dir in dem Himmel bin, Da ich dich für deine Schmerzen, Aus recht dankerfülltem Herzen, O, du liebſter Schmerzens⸗Mann, Ewig, ewig preiſen kann. J. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734. Abſterben der Sünde bei Jeſu S terben. In eigener Melodie. 1 ich, Jeſu, dein Sterben, 451. He großer Spott und Hohn Macht mich zum Erben Der ſchönen Himmels⸗Kron. 2. Ach laß mich dein Liebe, Dein roſenfarbnes Blut, In recht frommen Triebe Erkennen treu und gut. 3. Hilf, daß ich der Sünde Auch täglich ſterbe ab, Und den Himmel 17 finde; Wenn ich nun geh ins Grab. Amen. Buß⸗Regung bei Jeſn Leiden. Mel. O Gott, du frommer Gott. 452 A* klag, ach klage nun, —* Du Geiſt in meinem Herzene Ach ſeufze Weh und Ach, ein Jeſus leidet Schmerzen, Mein Jeſus blutet hier Und leidet Seelen⸗ oth, Mein Jeſus hänget dort Und nun, nun iſt er todt. 2. Ach, was hab ich gethan, Daß du, mein Jeſu, büßeſt, Und hier an ha meiner Statt Die Sünden⸗Laſt ver⸗ ſüßeſt? Ich war mit Leib und Seel Dem Teufel unterthan, Du aber haſt für mich, Mein Heiland gnug gethan. 3. Du haſt, Gott gleich zu ſein Für keinen Raub gehalten, Und läſ⸗ ſeſt die Perſon Doch nicht in dir erſpalten; Du biſt die Ehre ſelbſt, ind wirſt für mich ein Spott, Da⸗ hero leideſt du, Als Menſch und wahrer Gott. 4. Die Dornen haben dir Dein zartes Haupt durchſtochen; Dieweil ich von dem Strauch Die Roſen abgebrochen, Nun ſoll mein Herze ſtets in Deiner Dornen⸗Pein, Und dein zerritztes Haupt In meinem Herzen ſein. 5. Du haſt dir an dem Kreuz Die Arm ausſtrecken laſſen, Damit du mich, dein Kind, In ſolche möchteſt faſſen. Du öffneſt deine Bruſt Und bieteſt ſie mir an, Damit ich mich in ihr Getroſt verbergen kann. 6. Wohlan, ich lege mich In deine hohle Seite, Die ich für meine Seel Im Glauben wohl be⸗ reite. Ich ſauge mir daraus Die wahre Lebens⸗Kraft; Denn deines Leibes Blut Die Seligkeit mir eft i, uie, men Jein, bl „Hilf mir, mein Jeſu, hilf! Daß ich beſtändig gläube, In 34 und gegen dich Recht fromm und dankbar bleibe. So ſchlaf ich der⸗ maleinſt In deinen Wunden ein, Paſſions⸗Lieder. Und kann durch dein Verdienſt Dort ewig ſelig ſein. Wunder⸗Rath Gottes im Leiden Jeſu. 1. Cor. 1, 18— 24. Röm. 5, 8. Mel. Gott des Himmels und der Erden. ch, mein Herz, was ſoll 453. A ich ſprechen, Daß di Gott am Kreuze ſtirbt? Heißet das die Sünde rächen, Wenn der Fromme ſelbſt verdirbt? O wie ſeltſam iſ der Rath, Der mein Heil erfunden t? 2. Welcher Menſch hat ſo viel Liebe, Daß er ſtirbt für ſeinen Feinde Aber Gott aus eignem Triebe Hat es doch ſo gut gemeint; Daß ſen eingeborner Sohn Für mich leiden Spott und Hohn. 3. Auch die Felſen ſind zerſprun⸗ gen Und des Tages Licht verging Da der Tod mit ihm gerungen Um er zwiſchen Mördern hing. Drun iſt der noch mehr als Stein, Da nicht wollte traurig ſein. 4. Heiden iſt das ein Gelächte, Und den Juden Aergerniß; Aber, Jeſe, du Gerechter, Mir biſt du, wie ho⸗ nig ſüß. Ja, dein Kreuz iſt unſer Ruhm, Und der Chriſten Eigenthum. 5. Stirb mein Heiland, daß wit leben; Lebe, daß ich ſelig ſterb; Dem du biſt für mich gegeben, Daß ih Armer nicht verderb. Deine Kron und jeder Dorn Hat im Staqchel Gottes Zorn. 6. Deine Ketten und die Bande, Dein Verſpeiung und all Noth, Deine Schläge, Schmach und Schande, Deine Wunden und der Tod, Das ſind Frucht⸗ meiner Schuld, Die du trägeſt mit Geduld. 7. Alſo zahlſt du fremde Sünden, Und verſöhneſt meinen Gott. Da⸗ rum werd ich überwinden hölle Teufel und den Tod; Denn dei Blut iſt ſo viel werth, Daß es allen Fluch verzehrt. 8. O, wie ſoll ich das vergelten Lin dir en Gni unaf i Hie bin d nn. Pelcher u zuße ſt d5 alle Wet dabe Dant, m— und Got gh bin dein bis Tod.(ai Jeumann,. 1641 Wurdet des Todes Ch*. Nel. Ac, Gott, erhör me 5 1 Ac ſirbt dennr 4⁵4 Tänar d it hin mn Geſt it auf= Mein hot it udt! O Lt ſoth! Kan zemand auch,— in Kunmer ſcweben⸗ 2. An Abend ſirbt der) ans der Hhe. Es leget fühgeingt Rehe. Ach, w nür, Kagt meie Zier. Ah ſicht nit ihr zu Erde gehe 3. Nes Vaters Wort, d= und Tut dr Frommen, ein it ſcmählich umge m des Lunms Preis, Des, eis, di gos in Thal iſt— dlt ſenonnen. 4 Miit ertart, vor r fül aſtutt Vor 382 ar lohe Hinnel büd ele grand, des Tode Kd im dem dod ins fu üche.— 6 Gräber, brecht.. ſen, ſpüttert! Du hr Grderllſte ſhi 5 du Mer, Ket= ſagt en irs dn den Hern, ihr 21 4 6. 34 u ned en d Jeſu. Cor. 8 18— 4 Rön; 1. Ge dimme m 5 * ich ſprechen ae prechen t am as ze ſtubt) Jünd een, Wenden wie ſch t vei e O. r mein Hala Rath We2G NMenſc ba 2, Dem ctibt füt ſeinnn Gon S eignem dm doch„ut gemuint, d eborn: vohn Fir ut tt un. hn. Aueck Felſen ſud 1 Und 9o Tages Ahn der T; Wiüt ihm genna wiſche? nördern him der n. nehr als Etn t woll t aurig ſein. Hein uſt das ein G den J 86 Aergernſß Ah Gereck*. Mir biſt dug ſüß. ym, U 4 Err Chriſten Gh⸗ „Stir u in Heiland, i n; Lel aß ich ſelg ſetz biſt fümlch degta ner nintterderb. da jeden d rn Hat in tes ZI am 5 .Dei t atten und ni verſi d 1 wer t m fel ur Kton LTod, u iſttſo dis werth, Mi verz— 83 Kagus as dein Kreuz i der Was mein Gott an mir gethan? Wenn gleich in viel tauſend Welten eder ſage, was er kann; Doch wird, e deine Pein Ewig unausſprech⸗ ich ſein. 9. Herr, hie bin ich, dein Erlöſter, Welcher dir zu Fuße fällt; Du alleine biſt mein Tröſter, Drum verlach ich alle Welt. Habe Dank, mein Herr und Gott, Ich bin dein bis in den Tod. Caſp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Wunder des Todes Chriſti. Mel. Ach, Gott, erhör mein. 45 4 A¹*⁴ ſtirbt denn ſo mein 4 allerliebſtes Leben? Ja es iſt hin, der Geiſt iſt aufyegebent Mein Gott iſt todt! O Angſt! o Noth! Kann Jemand auch, wie ich, in Kummer ſchweben? 2. Am Abend ſtirbt der Aufgang aus der Höhe; Es leget ſich das frühgejagte Rehe. Ach, weint mit mir, Klagt meine Zier: Ach, daß ich V nicht mit ihr zur Erde gehe. 3. Des Vaters Wort, der Schutz und Trutz der Frommen, Der Sie⸗ gesfürſt iſt ſchmählich umgekommen: es Himmels Preis, Des Davids Reis, Die Ros im Thal iſt von der Welt genommen. 4. Der iſt erſtarrt, vor dem die Höll erſchricket, Vor welchem ſich hohe Himmel bücket. Der Seele Freund, Des Todes Feind, Wird von dem Tod ins finſtre Grab gerücket. 5. Ihr Gräber, brecht; ihr har⸗ ten Felſen, ſplittert! Du Sonn, er⸗ blaß; ihr Erden⸗Klüfte, ſchüttert; Du Luft, du Meer, Du Sternen⸗Heer, Klagt euren Herrn; ihr Elemente zittert.. 6. Der Hirt iſt todt für die ge⸗ liebte Heerde, Komm, Joſeph, komm, und bring ihn zu der Erde, Gih her Gewand Mit milder Hand, Gib Salben, daß er wohl begraben werde. Paſſions ⸗Lieder. 261 7. Mein deſu Chriſt, auch ich will dich bedenken, Ich will dir, Herr, die Spezereien ſchenken Der wahren Reu; Mein Herz wird neu, In dieſes Grab will ich dich Heiland, ſenken. 8. Dieß Grab ſoll mir dein guter Geiſt verſiegeln, Der Glaube ſen mirs feſt und wohl verriegeln. Bleib du in mir, Laß mich in dir Und deiner Treu andächtiglich beſpiegeln. D. G. W. Sacer, g. 1635, ſt. 1699. Aller Creaturen Trauern bei Jeſu Tode. Mel. Nun danket alle Gott. ch wein, du Engels⸗ 455. A Chor! Ach wein, du armer Sünder! Ach weint, ihr Sterb⸗ lichen! Ach weint, ihr Freud⸗Erfin⸗ der! Weil euer Jeſus leidt, Weil euer Heil erblaßt: Indem des Va⸗ ters Zorn Den liebſten Sohn umfaßt. 2. Ach, merke, Himmel drauf, Du Erde, nimms zu Ohren, Wie dein Herr Jeſus iſt Zum Zagen auser⸗ oren, Schaut, wie er Blut⸗Schweiß ſchwitzt In ſeiner Todes⸗Noth, Schaut, wie zur Erden fällt Des Himmels großer Gott. 3. Bald kommt ein Cherubim, Der deinen Jeſum ſtärken Und Troſt beibringen will: Hier kannſt du Sün⸗ der merken, Was doch die Sünde ſei, Bei welcher Jeſus zagt, Die ihn mit Höllen⸗Schmerz In dieſem Kampfe plagt. 4. Jetzt ſteht auch Judas da, Der ſeinen Jeſum herzet, Um daß er die⸗ ſer ſei, Mit dem er fälſchlich ſcherzet, Den er verrathen will, O teufliſch falſcher Kuß, Vermittelſt deſſen Gott Gebunden werden muß. 5. Nun ſieh das böſe Volk, Wie hart ſie ihn verklagen, Und mit ver⸗ fluchter Fauſt Ins Angeſichte ſchla⸗ gen! Der, welcher Alles hat Von Sünd und Tod erlöſt, Wird durch der Feinde Grimm Der Kleider ſelbſt entblößt. 6. Nunmehr wird Gottes Sohn Von Ruthen hart zerriſſen; Ach, auellt ihr Augen doch, Man ſollt dich, Jeſu, küſſen; So wird dir bei⸗ gebracht Ein peinlich tiefer Schmerz, Der deinen Leib durchdringt, Und mir verwundt mein Herz. 7. Noch iſt es nicht genug, Sie machen auch die Krone Von Dor⸗ nen, welche dir, O Jeſu, bleibt zu Lohne, Dein heiligs Haupt ver⸗ wundt; Sie zieren deine Hand Mit einem leichten Rohr, Herzliebſter Schatz, zur Schand. 4 §8. Seht, welch ein Menſch iſt das, Kein Wunder, es erſchreckte Natur, Menſch, Engel, Erd: Kein Wunder, es erweckte Viel Bären aus dem Wald, So mit ergrimmtem Zahn Die böſe Satans⸗Brut Zerriſſen auf dem Plan. 9. Ach, aber iſts genug? Nein, nein! ſie müſſen denken, Wie ſie den liebſten Schatz Aus ihren Augen lenken; Drum folgt noch ſtete Klag, Zu ſtellen dieß ins Werk. Schau, wie das böſe Volk Gebraucht des Leibes Stärk. 1 10. Ergießt euch, Thränen, doch! Ach, fließet, meine Zähren! Weil Nichts der Juden Zorn Und Eifer kann abwehren; Vielmehr mit voller Stimm Das kreuzge, kreuzgel ſchrein; Das Kreuz, o Jeſu, ſoll Dein Fluch und Strafe ſein. 11. Du wareſt ganz zerfleiſcht Von vielen hundert Sereichen, d gar daß, Jeſu, du Auch wollteſt ſchier erbleichen; Dennoch folgt neuer Schmerz, Die Wunden ſpringen auf Ob ſchwerer Kreu wdenaſp O, Flu der Thränen, kaußt„Niuß 12. Mit was für herber Pein Du ſeiſt ans Kreuz eſchlagen, Iſt leider wohl bekannt; Hier nutzet nicht das Fragen, Die Worte zeigens an: O, Vater, wahrer Gott, Schau doch an meinen Schmerz, Läßt du mich in der Noth? 13. Kein Schmerz iſt auf der Erd, Der meinem könnte gleichen, Ja, ſelbſt Paſſions⸗Lieder. der Höllen⸗Schmerz Muß meinen Schmerzen weichen. Schau, große Sünder, ſchau; Dieß haſt du ange ſtellt, Warum ich, Gottes Sohn, Gelitten in der Welt. 14. Was ſoll ich, Jeſu, wohl Di für ein Opfer bringen, Statt hohe Dankbarkeit? Dir will ich, Jeu ſingen Ein oft genetztes Lied: 39 werde lieben Buß, Daß ich undand bar nicht Erfunden werden muß. 15. Dein aufgeſpaltne Seit Sa mir ein Ort der Fronden⸗ In wel⸗ chem meine Seel Sich ſeliglich kan weiden; Deiner fünf Wunden Zazl Ergötzen mich hinfort, Bis ich ei⸗ mal gelang An den gewünſchten He M. Gottfr. Fuchs. g. 1650, ſt. 17n. Jeſu Leiden überſteigt allen unſern Dank. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben. ch, wie ſoll ich dirs ver 456. danken, Daß du, Jai für uns ſtirbſt, Und uns widen Höllen⸗Ranken Jenes Paradies er⸗ wirbſt? Waren wir doch deine Feinde, Sünder ſind nicht Gottes Freunde Du, o großer Herr und Gott, Ki⸗ deſt für uns Noth und Tod. 2. Ach, wir haben Schrecken, zi⸗ tern, Furcht und Höllen⸗Angſt var ſchuldt; Aber du willſt ſelbſt erſchür⸗ tern, Du haſt ſolche Qual erduld Daß die Glieder Blut geſchwitet Ob nun Satan auf mich blihet, Mleſb ich dannoſh unverzagt: Jefus iſt für mich geplagt. 3. O, du König aller Chren! 9. wie wirſt du ausgehöhnt! Was füt Worte mußt du hören, Als der Dor⸗ nen⸗Kranz dich krönt; Wie wirſt du verlacht, verſpeiet, Ja, verdamnt vermaledeiet! Doch, das bringt mir für den Hohn Eine ſchöne Chren⸗ Kron. 4. Beul und Wunden ſind die Heichen Auf dem Rücken und Geſicht, Wie man dich mit Geißelſtreichen Und mit Schlägen zugericht. Deine ASom.. 1. Reng ſeegeſt d den 3 Pollends tiit dem LTode zü. 2 ine Sünden 1 Fahl it woh d finden, nein Bäg Fn ſich gnu gethan,. Mg nen Geen mi it= daß ich ürmen ewig Wob 175 auhe, To ud agen Du 3 wiedergehen ſal: Ddenn was„ dr erzeuſen! tnich Ales ſt— ſeigen! t un durch dein 1= fuft, Umd i deinen dd 7. Pul li mit ſtets bir Wei ich di verflitet bin! herz un Pllen leten, Tödr nen Eiceninn, Laß mich dir heiland lhen Deinem Krer entergeken, Und hif, daß I Thitöih m öm N Keinter, 9. 1853 1 Nothvendigkeit und Nutze⸗ arnze⸗Todes Chriſt 457 Gwir armen ir rwe alnſre Miſetha di enrſeng Und geborenſ forch uns Alle In ſole 3h. unanafe= aeligen Tod. Kyrie F ht kien Krrie eleiſon 3 un ls den Aud wi n 5 tnſe eigen Werk, 4 meitet, Die Sünde une fün e fünf Vu zen 1 3 hinfort, Bei gelan den gewünſche MaSfr. Fuchs.§.läähſ eſu Lan überſteigt rern Dank. Mel. J 2 eines Lebens Leha 6. R.) viiſſelich .* Panken, Duu uns ern, Und un n⸗Ra re Jenes Pare t? W rHrvir doch deie der ſit Wricht Gottez mN o gr. Weherr und(ch ür unt doth und T. Ach, r Feaben Schrain Furc u dd Höllen⸗Ah dt; Al u wilſt ſebbie Du imn ſolche Quul die ater Bäut pit nun men auf mih! ich 4 unverzagt r mic ag lagt. O, di t ig alle Ein virſt da usgehöhnt, B e muſ ud ihören, An tranz Hutkrönt; Wur aledeie: doch, das 6 den F ud Gine ſtone Beul uu Wundn en Au W n Rütenme man ufg mit R mit uchen uim Narb in Händ und Füßen, Läßt von deinen Schmerzen ſchließen; Doch das gibet mir ein Herz Wider allen Höllen⸗Schmerz. 5. Endlich ſiegelſt du dein Leiden Vollends mit dem Tode zu. Drauf will ich getroſt verſcheiden; Denn dein Tod iſt meine Ruh. Viel und groß ſind meine Sünden, Doch die Jahl iſt noch zu finden; Aber du, mein Bürg und Mann, Haſt unend⸗ lich gnug gethan. 6. Nun mein Glend muß ich klagen, Daß ich für mein ewig Wohl Für dein Kreuze, Tod und Zagen Dir Nichts wiedergeben ſoll: Denn was kann ich dir erzeugen? Iſt nicht Alles ſchon dein eigen? Ich bin durch dein Blut er⸗ kauft, Und in deinen Tod getauft. 7. Jeſu! laß mich ſtets bedenken, Wie ich dir verpflichtet bin! Wolleſt Herz und Willen lenken, Tödte mei⸗ nen Eigenſinn, Laß mich dir, mein Heiland! leben, Deinem Kreuz mich untergeben, Und hilf, daß es bald geſcheh, Daß ich dich im Himmel ſeh! M. J. Neſtnherz, g. 1653, ſt. 1737. Nothwendigkeit und Nutzen des Krenzes⸗Todes Chriſti. 457 A⁵⁴ wir armen Sünder! 1, Unſre Miſſethat, Darin wir empfangen Und geboren ſind, Hat gebracht uns Alle In ſolch große Noth, Daß wir unterworfen Sind, dem ewigen Tod. Kvyrie eleiſon! Chriſte eleiſon! Kyrie eleiſon! 2. Aus dem Tod wir kommen Durch unſer eigen Werk, Nimmer werdn errettet, Die Sünde war zu ſtark. Daß wir würdn erlöſet, So konnts nicht anders ſein, Denn Got⸗ tes Sohn mußt leiden Des Todes bittre Pein. Kyrie eleiſon! Chriſte eleiſon! Kyrie eleiſon! 3. So nicht wäre kommen Chriſtus in die Welt, Und an ſich genom⸗ men Unſer arm Geſtalt, Und für unſre Sünde Geſtorben williglich, So hätten wir müſſen Verdammt ſein Paſſions⸗Lieder. ewiglich. Kyrie eleiſon! Chriſte eleiſon! Kyrie eleiſon! 4. Solche große Gnade Und väter⸗ liche Gunſt Hat uns Gott erzeiget Lauter gar umſonſt, In Chriſto ſeinm Sohne, Der ſich gegeben hat In den Tod des Kreuzes Zu unſter Selig⸗ keit. Kyrie eleiſon! Chriſte eleiſon! Kyrie eleiſon! 5. Deß ſolln wir uns tröſten Ge⸗ gen Sünd und Tod, Und ja nicht verzagen Vor der Pollen Ghahe Denn wir ſind errettet Aus aller Fährlichkeit Durch Chriſtum unſern Herrn, Be⸗ nedeit in Ewigkeit. Kyrie eleiſon! Chriſte eleiſon! Kyrie eleiſon! Drum wolln wir loben Und danken allezeit Dem Vater und dem Sohne Und dem heiligen Geiſt, Und bitten, daß ſie wollen Behüten uns vor Gefahr, Und daß wir ſtets bleiben Bei ſeinem heilgen Wort. Kyrie elei⸗ ſon! Chriſte eleiſon! Kyrie eleiſon! „(7. Ehre ſei dir Chriſte! Der du leideſt Noth, An dem Stamm des Kreuzes Für uns den bittern Tod, Und herrſcheſt mit dem Vater alle Ewig⸗ keit; Hilf uns armen Sündern Zu der Seligkeit. Kyrie eleiſon! Chriſte eleiſon! Kyrie eleiſon!) M. H. Bonus, g. 1504, ſt. 1548. Abſagen der Sünde und Welt bei Jeſu Kreuz. Mel. Zion klagt mit Angſt. 458 ch, wo ſoll ich Ruhe 4 finden, als bei dir, mein Bräutigam? Du allein trägſt meine Sünden, O du wahres Got⸗ tes⸗Lamm! Meine Schuld hat dich betrübt; Doch haſt du mich ſo ge⸗ liebt, daß du auch zuletzt dein Leben Für mich in den Tod gegeben. 2. Sollt ich noch die Sünde lieben, Die dir ſo viel Blut erpreßt? Nein, ſie bleibe nun vertrieben: Denn es ſoll der Ueberreſt Meines Lebens nur allein Deinem Dienſt gewidmet ſein, Und hernach will ich dich oben Mit dem Heer der Engel loben. 3. Deine Bande, deine Ketten, Wurden dir nur angethan, Daß ſie Auf der mich vom Strick erretten Eitelkeiten Bahn. D Du den falſchen Kuß, erinnern muß, Wie helfen ſiegen, will bekriegen. 1 4. Deine blutgefärbten Händ Bieten ſich dem Sünder dar: Strecke ſie am le etzten Ende Nach mir, umfaß wich gaͤr. Wenn du mich im Tod umarmſt Und dich meine Angſt erbarmſt, Werd ich in d letzten Zügen Sa anfte, wie auf Ro⸗ ſen, liegen. 5. Weil der Geißeln harte men Dir ſo manchen Schn macht. Ach, ſo will ſichs ja gezie⸗ men, Daß die Seele ſtets betracht, Wie der Schl läge bittre Qual ner Sünden große mir weggetrieben ewig lieben. 6. Ich will empfingſt Daß ich mich du mir wirſt Wenn die Welt Daß ich an die Krone Die dein heilig Haupt zerritzt, die Dornen 3 mich ſenken, das Fleiſch nac Wolluſt Aller Reichthum, Stolz und Pracht Werde ganz von mir veracht. Sollt ich mich nach Ehren ſehnen, Und Wenn ſchn vitzt; 1. Wurdeſt du aus Hohn ver⸗ ſpeiet, So erduld ich auch die Schmach, Ob es Andere gereuet, So dolg ich doch willig nach; Geht es dem Herren ſchlecht, So be⸗ ge hr ich. als der Knecht, Bei den angepflöckten Füßen Auch Beſſeres zu genießen. 8. Nun Herr Jeſu! Seelen, Meines Lebens Ich will mir dein Kreuz erwah dlen, Andre Schätze mag ich nicht. Deine Marter ſtets das Liebſte ſein. der Welt entriſſen, als Jeſum wiſſen. Heil der und will Nichts Amadeus Crel u3 derg, d. 1., Phil. Balth. Sinold, gen. v. Schütz, g. 1657, ſt. Paſſions⸗Lieder. mich mir aabentan Joch Di ich ſe lder mi e Verdruß und Hei lland leidet Pein, und gekrönet: Jug Um d Strie⸗ T merz ge⸗ verſöhnet, Du haſts verbre hen hatt vaeſ ehn; Er 2) Füht, ter gehn; Zahl habe von für dich erd di lch ſoll denken ge ꝗ le ite 1. Leichte Laſt unſers Kreuzes gegen Chriſti Kreuz. In eigener Melodie. 459. Aumf ſeligs Hüttlein me⸗ ner Seelen! Du uwüſtes Neſt! was ſuchſt du doch In den zu qu aͤlen? Dein Hau Und d. du willſt befreiet ſein? Sieh dei nes Herrſchers tiefe Wunden di r dich zu gleichem Bund verbund den Denl 2. Zwar du wirſt recht mit— Er leidet ſonder Recht u deiner Bosheit, Troh n dich mit deinem Oet Lrulg, Der will für dich zur Mer⸗ Du haſt die Straf um Tod verfchuſdet. Er hat dieß Al uldet. 3. Wie manchmal iſt Wie dein Fi oft hat die verwezm Hand Sich zum verbotnen Zweck ge wandt, V verleitet! Was 85 gebraucht: V Geiſtes Da du dich zum Schimpf ließt kronen? Trieb Fft müſſen wanken. nichts 83 auf Roſen gehet, träget. Dieß Bürd L brumn men; Die hohe Poſt, Die mehr als Angſt und Pein Soll mir Ich bin nun b kann, Hat a von Sünden frei gezäͤhlet ud a ewig ſich mit mir vermäͤhſet 4 1742. O Wie oft hat dich dein 9 Satans Erb⸗Gift m Das haſt du vielmals m Mein Herz hat aus da Schranken Durch deinen gehaucht, 4. Drum leide was Gott aufge leget, Er meint es mit dir herzich gut: Du kennſt ja ſeinen diß Muth, Damit er deine Schwachhent Joch, die Laſt, die Laß dir ein ſichres Daß, wer nich hier und Pein, Merkmal ſein, in Gnaden ſtehet Zuverſicht! 5. Laß d deun das ZHeer des Abgrunde theure Schuld, die alle Schäße koſtt, Die unbegreiflich ſchwere Sum⸗ men, Die Satan auf uns bürden e hat mein Jeſus abgethan 6. Ah bes Jochen. Aaiftes Jünde ed, 1 4 Bei ſeinem Gott ber rerrtnt w o Pas Go ufßtin Nr der r h And trägt, m bien Nüten I 1 bnd kän ug 5 laa ir Pu 6. won un nigz Gotte 2 Glutt Uunit mein Laſter 8! 1 für nid Her, 1 hut La dent drhar d Dünp npf all 2S 1 Sund Gib d i 3Gdid Thr mich, daſ ieIa ſoum meinem e de Ki 8 i nd dn. Leid den e e a, Her, dei ir mich damn As Oottes Nuth af mt ſhug, Zu 1 hel uft Toſt genießen. Laf S ds Gu, R u awarbſt, 1 ſir m 5 in Folze ſtarbſt d dei de Krrch g ind 1- So wedd ich n dir ſelig ſte a Troſtoclles Prieſter⸗Amt(u ſeinm Leiden. A tüdnr Relodie. 460 P A 3 Nenſch, ſlde tgre z Jaih Ler cn un⸗ ſh des Herre ren Natur g4,1 atrud dind Urſae wſt unden tuſe jenf 8 Lun dommt und ſch n der gozen Biſchef a uie Sunden⸗Schuld d dor E en m. Der ſſt s, n xre Nraden⸗ Aeit2 4. ſt, Noch„par, Nr ind 41 1 1 rie u mit ändennn m Kä Ader A lit, Ass 845 ſdhn d 5 er. eichte unſe — unſerz n. ge erhriſti n dener Nelodis Emfelys ret: 1 aidet ſonder gh ehn: adc haſt die en verſd alu. ere en ich er nnt. Er hat ih 8, A 9„— Er usn es mit n Du uult ja ſeinen d, Datner deine Stt t. D. Joch, di und isn Laß dir ä mal ſ it Daß, wa Roſen ag et, Wei ſeine naden 4 et. Laß deunmas Heer del men; ◻ theure th Poſt, au nehr als he Die 1 inreiflch ſen Die us m auf un ntein— fre O, fu en och do, ſui hel di Kreuzes⸗i 460. Beweine aeelbshuiſten Dru i nde was Gai Noth wohl hundert tauſendfach. ausgeſöhnt des ſtrengen V Muth; es muß ſein eigen Blut und zwar mit unſre Seelen noth Paſſions⸗Lieder. mir das erworben haſt, Daß ich mit Gott vereinigt würde: Wie leicht iſt, T was Gott aufgelegt; Weil Chriſtus ſelber hebt und trägt, Weil Gottes Kind ſelbſt ſeinen Rücken Will unter meine Bürde bücken. 7. Tilg, ach Herr Jeſu! mein Ge⸗ brechen, Löſch unſers Gottes Eifer⸗ Opfer nicht mehr fürchten darf den od: Der unſre Schwachheit ſelbſt Roſtet und verſucht, Und doch un⸗ chuldig iſt, und bleibet unverflucht. 5. Nun Vater, nimm denn an des Sohnes bittern Tod, So oft wir zu dir ſchrein in unſrer Sün⸗ Gluth, Momit mein Laſter Schaden thut; Laß für mich, Herr, dein Lei⸗ den ſprechen; Dämpf alle Bosheit, alle Schuld, Gib Troſt in Leiden, gib Geduld; Lehr mich, daß deine Vater⸗Ruthe Komm meinem argen Geiſt zu Gute. 8. Laß mich dein Leid dein Blut⸗ vergießen, Was, Herr, dein Lieb ſin mich ertrug, Als Gottes Zorn⸗ uth auf mich ſchlug, Zu meinem Heil und Troſt genießen: Laß, Herr, das Gut, das du erwarbſt, Als du& für mich am Holze ſtarbſt, Mich, deinen Knecht, dein Kind ererben. So werd ich in dir ſelig ſterben. Troſtvolles Prieſter⸗Amt Jeſu in ſeinem Leiden. In eigener Melodie. eigne Noth, Vor Schmerz und Herze⸗ leid, und nicht des Herren Tod; Denn wir, die von Natur ganz elend ſind und ſchwach, Sind Urſach ſeiner 2. Drum kommt und ſchaut mit mir den großen Biſchof an, Der unſre Sünden⸗Schuld vor Gott ver⸗ ſähnen kann: Der iſt es, der uns führt in jenes Freuden⸗Reich, Denn einmal iſt, noch war, noch wird, ihm Niemand gleich. 3. Er hat mit Rindern nicht, eie mit der Kälber Blut, Als Prieſter Vaters großer Pein, Zur Heilung unſrer Seel, am Kreuz ein Opfer ſein. 4. Ein ſolcher Prieſter war für „Der nach dem! wi liebſt: Und nach ſo viel Liebes⸗Küſſen Auch dein Herzens⸗Blut hergibſt; Daß du Alles willſt anwenden, Mein Erlöſung zu vollenden. den⸗Noth; Schaff uns durch deinen Geiſt bei Beiten Hilf und Rath, Wenn die Begier uns reizt zu Fall und Miſſethat. Chr. Knorrv. Roſenroth, g. 1636, ſt. 1689. An das verwundete Herz Jeſu. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 461 Bs gegrüßt, du Königs⸗ 1+ Kammer, Du Haus der Barmherzigkeit, Aufenthalt in allem ammer, Fiei. Stadi in der böſen eit; Allerliebſtes Jeſus⸗Herze! Sei gegrüßt in deinem Phehze 2. Thron der Liebe, Sitz der Güte, Brunnquell aller Süßigkeit, Ewger Gottheit eigne Hütte Tempel der Dreifaltigkeit, Treues Herze! ſei gegrüßet Und mit wahrer Lieb ge⸗ et. 3. Haſt du denn auch müſſen lei⸗ den Und ſo viel verwundet ſein? O, du Urſprung aller Freuden! Mußt du denn auch fühlen Pein? Muß man denn auch dir, mein Leben! Einen Stich durchs Herze geben? 4. Was für Lieb hat dich gedrun⸗ gen, Auazuſtehen ſolchen Stoß? Weil der Da du ſtarbeſt nackt und blos, Da dein Geiſt mit bitterm Leiden Von dem Leibe mußte ſcheiden. eind ſchon ward bezwungen, 5. Ach, du thuſts, daß ich ſoll en, Daß du mich ganz innig 6. Du von Liebe brennend Herze, Meines Herzens Paradeis, Meine Ruh in allem Schmerze, Meiner Liebe Ruhm und Preis, Deines Geiſtes 266 höchſte Freude, Meiner Seelen beſte eide. 7. Geuß die Flammen deiner Liebe, Wie ein großer Strom in mich; Läutre mich, daß ich mich übe, Dich zu lieben würdiglich: Laß mein Herze noch auf Erden Deinem Her⸗ zen ähnlich werden. 8. Durch das Blut, das du ver⸗ oſſen, Liebſtes Herze, laß mich ein, aß mich deinen Hausgenoſſen Und Bewohner ewig ſein. Denn ich mag auch bei den Thronen Ohne dich, mein Schatz, nicht wohnen. 9. Laß mich ein, mit einem Worte Laß mich ein, du freier Saal! Laß mich ein, du offne Pforte! Laß mich ein, du Lilien⸗Thal! Laß mich ein: denn ich vergehe, Wenn ich länger draußen ſtehe. 10. Ach mir Armen und Betrüb⸗ ten! Daß ich doch nicht damals ſtund, Wo das Herz meines Gelieb⸗ ten Ward geöffnet und verwundt! Denn es wäre mir gelungen, Daß der Speer in mich gedrungen. 11. Ach, wie wollt ich mich er⸗ götzen! Ach, wie wollt ich fröhlich ſein, Und mit wahrer Freud erſetzen Mein Betrübniß Angſt und Pein! Ach, wie wollt ich mich verſenken Und mein durſtig Herze dränken. 12. Laß mich ein, du goldne Höhle, Ewger Schönheit ſicher Haus! Laß mich ein! eh meine Seele Vor Verlangen fähret aus: Laß mich ein, du ſtiller Himmel! Nimm mich aus dem Welt⸗Getümmel. 13. Laß mich ein, auf daß ich bleibe, Dir ganz inniglich vereint, Und mein Herz dir einverleibe, Daß es nicht mehr meine ſcheint; Denn ich wünſche Nichts auf Erden, Als dein Herzens⸗Herz zu werden. J. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. Bußfertige Betrachtung des Blutes Jeſu unter dem Kreuze. Mel. Brich entzwei mein armes. 462. lut, ach Blut! was ſeh ich fließen? Mein 4 2 Paſſtons⸗Lieder. Jeſus liegt im Blute hier. Sol ich dich, mein Heil, nicht küßen Blut⸗Bräutigam, ich nah zu die Herz meines Herzens, Schmerz alles Schmerzens! Ach Pein! Sollſt i ſo gequälet ſein? 2. Freund! wer hat dich ſo ge⸗ ſchlagen? Ach, meine Sünde hat gethan. Was ſind das für Jammer Plagen? Ach, mein Gewiſſen ſagt mich an. Ich habs verſchuldet, D haſts erduldet: Ach Leid! Dir had ich die Pein bereit. 3. Ach, ergießet euch, ihr Thui⸗ nen, Ihr ſtarken Hände ringet euch Brich, mein Geiſt, in lauter Sehnan, Mein hartes Herze, werde weich Das Leben bebet, Der Möde lebet! Ach Noth! Ich bin Schuldin Jeſu T Jeſu Tod. 4. Aber ach! ihr theuren Wunden Schließt euch vor meiner Seele amf Hier hab ich den Troſt⸗Brunn fun den: Laßt euren Quellen ihren Laſf Soll ich nicht dürſten Nach meinen Fürſten? Ach Blut! Du biſt mein Liebes⸗Fluth. 5. Harte Bande, rauhe Stiit Ach bindet mich an Jeſum faßt DVer vom Speichel trüben Biik⸗ urchdringet mich aufs Allerbett Schweiß, gleich dem Blute, Komm mir zu gute; Ach Schmerz! Niſt du im Schmerz mein Herz. 6. Backen, angefüllt mit Stiie⸗ men, ſollt mein Balſ ſein: Pfriemen, Ritzt bis zu meiner ein: Ihr Geißeln reißet, Was luſt heißet: Ach Kreuz! Kreuzige den Sünden⸗Reiz. 7. Ach! o Schmerz!, mein dä erblaſſet, Mein Jeſus ſtirbt an mei⸗ ner Bruſt; Ei! ſo ſei auch hier un faſſet, Du bleibſt im Tod auch mene Seele Luſt. Auf dieſes Scheiden Sterb 1 mit Freuden: O Tod! Rette m von Todes⸗Noth! Benj. Schmolck, g. 1672, ft. 16 n te Ahact bri In(5 Kreu. „der du meine Set 110 Mrect, ihr Seuſße’ 463,Nger f ſin Ledet u. Schaar 2 au es weftet. Dab der digen un, D d will ih do ratem Menn Jeum noch 1e en Und b ſener Angſt un⸗ dall mei Gaube Zeuge ſen 2 Ach nin Heland! w agen, Vwſit Aengſtelid— du m ſeht ds Kreuze E d mau fpottt dein dazu. L= u mußt fir hrmacht ſchn. dollt ich diß geringe achten! ſtſa miie Laſt Bas du,= etragen hat. 3. De verdammten S nnechte Fihrn dih zur Shäb= it, wes lüdet der Gerechte— tt Nicts vetrochen hat’= did ſchvah. d, große Verk=— rälerrt ſeie Stätte, Der d unewit Jé dee ir ſtirb. Wt Ihr am⸗Gartet Dorn uud Nägel, gleich den Wol nu, nah 3 mgſee ehen merz—.- Men gequd in? enn agen— Achz ießet euch, in. „JIhi a fen Hände rin u To „Abte lihr theurnde ließt He wor meiner d hah den Troſtähhm Laß 1 en Ouellen in lich Hu dürſten Nhn ſten? d.l Blut! Du ih ees⸗Fl dG Har!»ande, mahet — bint nich an in von? peichel truln chdri Semich aufß N weiß, I h dem Va zu u Ach Schnezſt m S mnz mein dch Bac rmangefüll m „Ihr laf mein Vaſn Do d Ni. emen d t bis zu min Ibr eln reihet, N heiße Neh Kreuz! Ke den⸗d 352 Ach à Schnerz n ſſet, aul Jeſus ün Bruſt ſo ſei ac Du ug oſt im nr Aif 3 3 Stene Freu 880 Tod Tode Wch! B trchmolc. 9. Mn b Paſſions⸗Lieder. 267 Wahre Andacht bei Jeſn Chriſti 7. Du biſt aus der Angſt geriſſen, Kreuz. Und brauchſt unſe⸗ Thränen nicht. . Du darfſt ferner Nichts mehr büßen; Mel. Jeſu, der du meine Seele.. Denn das ſtrenge Zorn⸗Gericht Iſt 463 Vrecht ihr Seufzer, fließt vorlängſt ſchon aufgehoben; Du ge⸗ e. M ihr Zähren! Jeſus tritt nießeſt jetzt der Gaben, Die du nach ſein Leiden an. Tolle Schaar! willſt der Leidens⸗Laſt Auch als Menſch du es wehren, Daß der Leib nicht empfangen haſt. folgen kann, O, ſo will ich doch von 8. Drum befiehleſt du den Dei⸗ weitem Meinen Jeſum noch be lei⸗ nen: Liebſten, weinet über euch! ten, Und bei ſeiner Angſt und Pein Ach! darüber will ich weinen, Daß Soll mein Glaube Zeuge ſein. ich Satans Höllen⸗Reich Wider dich 2. Ach, mein Heiland! was für mit Macht erreget, Und ſelbſt Hand Plagen, Was für Aengſte leideſt du? an dich geleget. Ich, ich bin ja Du mußt ſelbſt das Kreuze lragen, Schuld daran, Daß Gott dein nicht Und man ſpottet dein dazu. Ach, ſchonen kann. du mußt für Ohnmacht ſchmachten, 9, Ach, ich bin der Uebelthäter, Sollt ich dieß geringe achten? Alles Der dich ſo gemartert hat, Und der iſt ja meine Laſt, Was du, Herr! wüthende Verräther, Der den mör⸗ getragen haſt. deriſchen Rath Deinen Feinden an⸗ 3. Die verdammten Sünden⸗ getragen. Alles Leiden, alle Plagen, Knechte Führen dich zur Schädelſtatt. Kommen von den Sünden her. Ach, Ach, was leidet der Gerechte, Wel⸗ das macht mein Herze ſchwer! cher Nichts verbrochen hat? Gott wird ſchwach. O, große Werke! Der verlieret ſeine Stärke, Der das Le⸗ Sünden ſind die Schande, Womit ben uns erwirbt, Ja, das Leben ſel⸗ man dich hat belegt. Ich, ich habe ber ſtirbt. ihr dich verhöhnet, Ja gegeißelt und ge⸗ 4. Springt, ihr Felſen! brecht, ihr krönet, Angeſpeiet und verlacht, Und Küfte! Klagt dem Himmel eure Noth! zuletzt ans Kreuz gebracht. Oeffnet euch, ihr Todten⸗Grüftei 3 11 Men Erlöſer, iſt noch Gnade Cuer Herr und Gott iſt todt! Erde, Fur den böſen Sünden⸗Knecht? Ach hebei. Sanne, nehe und er ihter Iendent ſen n ein Doch du nnder Hähre. ee, h Alesn ſühlich vienn ts Reihe Gad 5 ſelbſt macht, Hüllet euch in finſtre Nacht! lns Mittel tritteſt Und für deine S Ach Fucin ers daun iſtrchs Mörder bitteſt, Da man dich doch uhl ß i iches hof⸗ dabei? Salßt du nicht ugr Liebe ganz derwarf, Daß ich Gleiches hof weinen? Hartes Herze! brich ent⸗.. 1 zwei. Willſt du Jeſum jetzt nicht 12. Schaue meine Thränen⸗Güſſe! klagen, Und ihm dieſen Troſt ver⸗ Ach, mein Glaude faſſe dich! Laß ſagen, Da er, leider! in der That die purpurrothen Flüſſe Deines Blu⸗ Sonſten keinen Tröſter hat? tes auch auf mich Und auf meine 6. Liebſter Jeſu; nimm die Thrä⸗ matte Seele Aus der offnen Seiten⸗ nen Als mein letztes Opfer an. Höhle Reichlich lüeßen, und gib Kraft, Schaue meines Herzens Sehnen, Die ein neues Le en ſchaft. Weil ich ſonſt Nichts bringen kann. 13. Gute Nacht, ihr alten Sun⸗ Rühre ſelber das Gewiſſen, Daß die denl Macht ihr Jeſu ſolche Noth? milden Ströme fließen, Die auf je⸗ O, was würde ich empfinden! Ich den Herzens⸗Stoß Petrus bitterlich V bin euch durch Jeſum todt. Je⸗ ergoß. ſus iſt mein einzig Leben, Dieſer 268 wird auch Kräfte geben, Daß meine Leidens⸗Bahn Glücklich einſt vollenden kann. Brechend Herz bei Jeſu Tode. In bekannter Melodie⸗ 46 4. rich entzwei, mein ar⸗ B mes Herze! Mein ar⸗ mes Herze, brich entzwei! Ach, mein Schmerz, mein großer Schmerze, Der ſoviel und mancherlei; Der Himmel zittert, Die Erde ſchuttert: Ach Noth, ach Noth, ach Noth, Je⸗ Jeſus Chriſt, ſtummen ſus Chriſt, mein Schatz iſt todt! 2. Aechzet mit, ihr Mauern! Ach, ſehet euern Schöpfer an; Kanns euch nicht, ihr Steine, dauern, Was harte Felſen dauern kann? Die Berge ſpringen, Die Fel⸗ ſen klingen; Ach Noth, ach Noth, ach Noth! Jeſus Chriſt, mein Schatz, iſt todt! 3. Seufzet mit, ihr ſtillen Flüſſe! Bejammert eures Königs Fall! Wei⸗ net doch, geſammte Güſſe, doch, ihr Quellen, überall! Die Meere brauſen, Die Seen ſauſen⸗ Ach Noth, ach Noth, ach Noth! Jeſus Ch priſt, mein Schatz, iſt todt! 4. Trauert mit, ihr hellen Lichter, der frohen Stern, verſinſtert euch! Verfinſtert euch und die Geſichter! 466. Cbriſtus, der nich! dt von Herzen, Itt dar Der Herrſcher hängt jetzt blaß und bleich; Die Sonne wimmert, Kein Mond mehr ſchimmert: Ach Noth ach Noth, ach Noth! Jeſus Chriſt, mein Schatz, iſt todt! 5. Fall und ſtirb, du Sammt und Seiden! Vermodre aller ſtolzer Pracht! Jetzo muß mein Jeſus ſorzen, Mein Jeſus wird jetzt umgebracht. Scharlach ſchweißet, Der Vorhang reißet Alche Noth d, ach Noth, ach Noth Jeſ us S Chriſt, mein Schatz, i iſt todt! 6. ken, Ach, weinet vielmehr, die ihr lebt; Jetzo muß mein König ſinken, über Alles lebt und ſchwebt. todten Frommen, Die müſſen kom⸗ men. Ach Noth, ach Noth, ach Noth! Jeſus Chriſt, mein Schatz, iſt todt! ich 465.9 Sünde der Weint t, Pein und Schmerzen reiß aus darinnen ich Sollte bleiden ewigi Der b Laſſe, Welt, jetzt Luſt und Trin⸗ ſ Der V Die Paſſtons⸗Liedet. —. 4. Je eſus Chriſt, mein Schatz un Leb ben Hier bin ich: mein Herz m und an Soll ſich ganz der Welthe geben, Soll heulen, weinen, weile kann, So lang ſichs reget und ſich be weget; Ach NSth ach Noth, ach Not Jeß ſus Chriſt„mein Schat, iſt todt Jeſus Chriſt, mein Schun bgede Ach, jämmerlich an eine Pfahl; Ach, mein Schatz, den ich mm lieben In Ewigkeit und überall d Der muß ich miſſen Und nicht mehr ii ſen; Ach Noth, ach Noth, ach Noth. mein Schatz, iſt todt M. David Tromme. . R In bekannter Melodie. (hriſte, du Lamm Gor⸗ tes! Der du träͤgſt de Welt, Erbarm dich unſ 2. Chriſe. du Lamm Gottes! 8 du trägſt die Sünde der Welt, E. barm dich unſer! 3. Chriſte, du Lamm Gottes N du trägſt die Sünde der uns deinen Frieden! Amen! Jeſu Leiden in Vorbildern und im Weſen ſelbſt betrachtet. Mel. Zion klagt mit Angſt und. Und erdulde Daß er n ni Aus der 9 urtheilt zu dem Tod, der Noth, Welt On W ein dei 8. 14,1 daß er lunt 5 1 dn ue Buders e 41 n Gben enden 6 ſn ſäht) ſaae, ſcha= zunmen We 1 dotz zum 2 ri Wea des auf fſcher in Wamfgfaſe ein aug berchn At hiu dier, J ringt E Gtbi Äng d dir mnt E lker Heufen, 5 kin Goll unnt erkagfen 6. Stu di lwfercthe St) 1 mit Bae aan beſt, 2 Schau, Id deſen Vurm ange, Nr für dich wird 1.— entt. Pir din Glauben I. aif ion, So vad Seelen⸗Gi c etn. Ud d rim 3 H. dachen Weden dir din 2 nben. hier, vie ein r. Schau s Tha me S cleuder— b 1„ 2 3 hind ſ ien — — — ——= —= — —— — — — — — — — 4* b 99 2 1 ee d dei deinem 5 1ie n p wandre hin m a0 dh dindend Sein Kreuz iſt auf ihn geleget, u üfir len. ches er geduldig träget. ant te huh. 2 Vandre 6 2. So iſt wider den Keh Fhnf Der n in ⸗ Solch ein Urtheil iſt gefäll Ult Wider den Vantregin Keen 3 1 der Nichts derbrochen, Ja, den Rich n. mn ülerade und ter aller Welt. Allhier richtet Gra⸗ Ä6, it tbezwi. ſamkeit, Weil der Kläger iſt der Ne Uhade, d u A„4 Lügen ſoll die Wahrheit gleißen, Um kandt Un nsden ih ſchu Id ſelbſt ſoll Sünde heißen. uich lade Demät dolle 3. Siehe, meine Seele, ſiehe, M macht Gid, d ſüwe dein die Jüden ſind erboßt Du bring ned, und auf ic de 4r. ihn in ſolche Mühe, Daß man au Ue den Kreljed ſchau der Stadt ihn ſtoßt t; Auf daß er erlſt ih na doe ſen dgrit Paſſions⸗Lieder. 269 dich, Nimmt er alle S e doch den Armen, Steine „Siehe, wie dein Heiland kran⸗ ket, Wie ihn deine Sünden⸗Laſt So matt machet, daß er wanket Und cht hinſinkt faſt; Ach, du hier geſchehn, du den Abel ſehn, Der 1. ſeines Bruders Händen Kläglich muß ſein Leben en ie er Holz zum Feuer dies auf ſich genom⸗ ſoll ſein gelegt. Den hſt du hier, Welcher l dir, Dir und allen Die kein Gold nicht trägt, Wie er maen, Worauf er Verſöhn⸗Bock ſi bringt Erlöſung Völker⸗Haufen, konnt erkaufen. 6. Schau die ku t Die mit Blute und dieſen Wurm um⸗ für dich wird aufge⸗ dein Glaubens⸗Aug Seelen⸗Gift ver⸗ grimmgen Höllen⸗ n dir kein Unheil pferrothe Schlange, Chri nu Lamm Gotz uiſt an Sünde der A Chrigtu Lamm Gat tgſt ai zünde der Ae deine ſ neden! Ame ziehn, Und die Drachen Werde 7. Schau hier, wie ein David gehet, Wie er eine Der dem Rieſen wide u Le 12e in Vorbilden wißein Hai Wann Schleuder trägt, a W naiſelbſt betruhn iehen Der do t; Zu dem Zorn⸗Bach b „ Wählt fünf Stein, — Seine heiligen fünf ilt zu ua. Tod, Umm u deinem Fall er⸗ aus 1 oth, Aus d nen pollte bleiben Krei n pauf ihn gel Wunden Sind z —— 8. Nun, ſo wandre hin mein Le⸗ ben, O, du Sünden⸗Tilger du! Der du dich für mich gegeben, Auf daß ich Der du mein Erlöſer hin, o Held, und ringe, llen⸗Macht bezwinge. Ach, mein Helfer, gib die Daß dein Kreuz ich wohl⸗ nicht Wolluſt auf ſchwer dein Kreuze Gib, daß ich die Sünden auf dich ſchau allezeit, euze dich gedrücket, So uider den ein 1 anulit gefäll eichts mag rochen, Ir ler Ldas Allhier ii mich lade, Die ſ Sieh u gine Selke ch 10. O, mein Tröſter! o, mein Hof⸗ fen! Schaue wie ſo manchesmal ich ſo große Noth betroffen, Sie iſt jetzt och ohne Zahl; Du, du Kreuzes⸗ Träger weißt Gar wohl, wie mein Kreuze heißt, Und wie ſchwer es wird mir Schwachen, Drum wollſt du es leichter machen. 11. Ach, laß Hilfe doch erſchei⸗ nen, Denn mein Kreuz erdrückt mich bald, Ich bin ſchwach von vielem Weinen, Vor den Jahren werd ich alt; Es iſt meinem Herzen bang, Ach, mein Leiden währt ſo lang, Ich kann kaum mehr Odem holen, Drum aß mich dir ſein befohlen. 12. Gib Geduld in meinen Schmer⸗ zen, Wendeſt du mein Kreuze nicht; Nimm den Kleinmuth aus dem Her⸗ zen, Stärke meine Zuverſicht: Rufe mir ein Troſt⸗Wort zu, Und ſei meiner Seelen Ruh. Herr, um dei⸗ nes Kreuzes willen Wollſt du meine Bitt erfüllen. 13. O, mein Gott, wenn ich einſt laſſe Dies Jeruſalem der Welt, Wenn mein Leib des Todes Straße Wan⸗ dern muß, wenn dirs gefällt; Ach, ſo ſtehe du mir bei, Daß ich uner⸗ ſchrocken ſei. Der Troſt ſei mir zu⸗ heſwwochen: Jeſus hat die Bahn ge⸗ rochen. 14. Wenn die Lebens⸗Kräfte wei⸗ chen Und die Scherben trocken ſeind, Wenn die Augen ⸗Lichter ſchleichen Und zum Sterben iſt gemeint, Wenn die Hand ſich nicht mehr hebt, Wenn mein krankes Herze bebt, Wenn mir zittern Knie und Lenden, So wollſt du zu mir dich wenden.. 15. Hilf, daß ich nicht traurig werde, Wenn ich ſage gute Nacht, Und mein Leib ſoll in die Erde; Gib, daß ich die Welt veracht, Und mich in mein Kämmerlein Willig laſſe ſchließen ein, Bis der Zorn varitbergehe Und ich fröhlich auf⸗ erſtehe. 16. Laß mich dies durch dich erlan⸗ en, O, mein Jeſu! o, mein Theil, Der du biſt zum Tode gangen, Der ———— ——————.————— ———— “ ö“ “——— ö 3 5—— ————— 8— T —————— * ſſſſ“ — ö“ ““—— 8 ſſſſͤſͤſſſſſſͤnͤ—— “ 3.— S—— —— — Von Geißeln verletzet, mir gibet ewig Heil. Dein Tod S mir das Leben ſchafft Er gibt mei⸗ f ner Seele Kraft, Daß ich kann in fried und Freuden Aus der eitlen Bur i eiden. Jeſu, wie viel Himmels⸗ Ge de Haſt du wohl um dich ge⸗ ſount⸗ Als du, ihr Gott und ihr Meiſter, Wurdeſt aus der Stadt ge⸗ führt? Laß auch die begleiten mich, Wenn mein Leben endet ſich, dahin die Seele bringen, Und ſie dreimal Heilig ſingen. 18. O, da will ich dich erſt loben, Da ſoll dein Verdienſt erſt ſein Nach Gebühr von mir erhoben, Wo der Engel Chor ſtimmt ein; Herr, mein Geiſt ſehnt ſich nach dir, Er wünſcht D dtaeheden hier; Dein Tod macht mir ſüßes Sterben Und läßt mich den Himmel erben. D. G. W. Saeer, g. 1635, ſt. 1690. Die Stunden des Leidens Jeſu. 467. CThriſ tus, der uns ſelig macht, Kein Bös hat begangen, Der ward für uns in der Nacht Als ein Dieb gefangen, Ge⸗ führt vor gottloſe Leut Und fälſch⸗ lich verklaget, Verlacht, verhöhnt Paſſtons⸗Lieder. Laß ſeph genommen, und verſpeit, Wie denn die Schrift ſaget. In der erſten Tages Stund Ward er unbeſcheiden Als ein Mör⸗ der dargeſtellt Pilato, dem Heiden, Der ihn unſchuldig erfand, Ohn Ur⸗ ſach des Todes, Ihn derhalben von ſich ſandt Zu Konig Herodes. 3. Um drei ward der Gottes⸗ Sohn Auf f ein hei⸗ Die Do Kron liges Königs⸗Haupt Pſeßet, Gekleidet zu Hohn und pott, Ward er ſehr geſchlagen, Und das Kreuz zu ſeinem Tod Mußt er lber tragen. 4. Um ſechs ward er nackt und bloß An das Kreuz ge ſchlag en, An dem er ſein Blut vergoß, etet mit Wehklagen, Die Zuſchauer ſpotten ſein, Auch die bei ihm hingen, Bis die V Muth und Kraft, kam, ſich nahm, ae hieß er niederſizen Sonn auch ihren Schein Entzeg ſolchen Dingen. 5. Jeſus ſchreit zur neunta Stund, Klaget ſich verlaſſen, Ban ward Gall in ſeinen Naud A Eſſig gelaſſen: Da gab er auf ſeine Geiſt, lund die Erd erzittert Un des Tempe els Vorhang reißt, Mancha Fels zerſplittert. 6. Da man hat zur Vesper⸗ di Die Schächer zerbrochen, Ward ſus in ſeine Seit Mit einem Span geſtochen, Daraus Blut und Waſ rann. Die Schrift zu erfüllen, nn Johannes zeiget an, Nur um unſent villen. 7. Da der Tag ſein Ende nahm Der Abend war kommen, Ward z ſus vom Kreuzes⸗ Stamm Durch Herrlich und u jüdiſcher Art In ein Grab gel leget Auch mit Hütern wohl ver rwakn Wie Matthäus zeuget. 8. O hilf, Chriſte, Gottes Sohm Durch dein bitter Leiden, Daß Dir ſtet s unterthan, All Untugen meiden; Deinen Tod und ſein Ur ſach Fruchtbarlich bedenken, Dafi apöhe arm und ſchwach, Dir Dant Opfer ſchenken. M. Weiß, ſt. 1560 Hiſtorie der Paſſion. In eigener Melodie. b 46 8. D dar Berr diſan Oſter⸗Lämmlein aß Und wollt von hinnen ſcheiden; Seinn Jüngern en treulich vofohl, Daß man allit verkünden ſoll Leiden. 2. Denn, wer daſſelbge recht be⸗ tracht, Dem gibt es Stärk, Tooßt In Trübſal⸗ 1 und Nöthen; Sein Kren wird 4 nicht halb ſo ſchwer, Ob er glech kommt in Tods⸗Gefahr, Sein Feeiſ der Geiſt kann tödten. nun an den Oelbeng 3. Da er Drei Jünger in Garten mi äh lin ſn. Sünd nact ü ni 3 nn anen 4 u 1 8 m m denn alſi⸗ dei Vu und nic nein, Bufgn nll ſt= danit A d de Brüder? ſiag retten von der Höllen⸗ heen du dud erwerben Judls bn, dasverlornen. praht nit ich das Rt dire rrn unt 4 ngen; Mt anem Auß e⸗ di gijen iin, und 1 in mit. Küude und gefan- 1. S. bens ni dem S C ſhug drän, Nr gerr prach S ſen! ſtets m ein Und l⸗ ſo b G ual und muß= enn Soſt aih tuſand G. eer mn woll ſehen 6, Und 3 ind, 45 t9, l Sein Tod und bitter 8. See katm in dem C . De donas Hohergrieſte den denn düt a ſrager. ſne ün und ſein Khr aas ſein Jan und Weſen dos ſollt la imn doch ſag en. A unant nit r hat ma a dean nünls d nüc ghin huhn 4— gnb in guecht en Ba ädi Körig aler Gira. 0. da falche nee heat dan Laitrs that um de de dan dn 33 dilt Dd g. ni 1 n. du ſa u 86 nd un Gercht tNra ner . ieder. Sonn iihre 6 Paſſions⸗ V— ken Schen ichen 4 r. n Sprach: Bet und wacht ein kleine und— 2 ſchreit u Zeit, Und ging von ihnn eins Stein⸗ n 1 ſich de 4 wurfs weit, Vor Angſt er Blut that e.— ll ſe 4 iig g. 4 le diſt 1 die Etd a 85 Tem I BPorhang wen hels zer ⁵ orha t1 6. ſchwitzen. 4. Unſere Sünd macht ihm Weh und Bang, Mit Teufel, Tod und Höll er rang, All ſein Kraft ihm entginge; Er ſprach: Vater, es mag ja ſein, Nimm hin den Kelch und De* nn die Scht= daune ſchwere Pein; Troſt er vom Engl 1s in ſe Seit Mihe empfinge. eſtochen⸗— zaus Na 5. O Vater! muß denn alſo ſein, un. J hund Wn Dein Will geſcheh, und nicht der ohann eet mn ha mein, Herzlich gern will ich ſterben; ſillen. mu t Damit ich nur die Brüder mein 7. D= Tag ſi 1 Mag retten von der Höllen⸗Pein, der AG em hhen 1 Und ihnn dein Huld erwerben. 8 vom s⸗Sm 6. Judas kam, das verlorne Kind, 2h gete as Jaa Ad bracft t ſich das jüdiſch diſcherr—= In ein Gr Bnd t hwertern und hn uch 99 üttern woll m verrieth, Sie griffen ihn, und führtn bie Mär 1s zeuget ihn mit, Gebunden und gefangen. 8. OM Chriſt, ut. 7. St. Petrus mit dem Schwert durch Nan itter Kden z ſchlug drein, Der Herr ſprach: Ach eir ſtetztezerthan, A nein! ſtecks nur ein, Und laß jetzt teiden; e en Tod udf alſo gehen, Es ſoll und muß gelitten ich FruteArlcch bedemn ſein, Sonſt etlich tauſend Engelein iewohl kan ind ſchwac,. Würden bei mir wohl ſtehen. ppfer ſeumn. 8. Sie brachten ihn dem Caiphas Raul dar, Der damals Hoherprieſter war, [1 Den Berten thät er fragen Um Srmie der Paſin ſeine Jünger und ſein Lehr, Und teener Mich was ſein Thun und Weſen wär, 168 b a der Har Das ſollt er ihm doch ſagen. ſter⸗Lirmin aß Umd Ticce i 6 Toet. Mlus antwortet mit einem nen ſr en. Sei. gehört Oeffentlich vielmals lehren, mnen n 2uu di mich gehört habn, darum frag: ertünde Sen daer Da gab ein Knecht ein Backenſchlag iden Dain Kähig at 1 de a ſtellt Aden. 10. Viel falſche Zeugen ſte 2. 21. zue daſe man dar, Der Wahrheit doch Nichts ach⸗ n d ahnlich war, Caiphas that ihn be⸗ duth un Sein r ſchwören Bei Gott, daß er ihm ad Not Fr San mih ſagen wollt Ob er wär, der da ſcht hat hnn kommen ſollt, Und der Meſſias mmt ☛*Gej wäͤre? ar Geif ue n tödten. n 11. Du ſagſts, ſprach Chriſt, ich 3. Dr nun a i leugn es nicht, Daß ich werd ſitzend In Tempel hat man mich m, Di Hna n Zum Gericht In einer Wolken kom⸗ h nah„Ne Lieder. 271 men: Caiphas gar bald zerriß ſein Kleid, Sprach: Hört, was er giebt für Beſcheid, Das habt ihr wohl vernommen. 12. Ein Urtheil drauf gefället ward, Sein Leben müßt er geben dar, Er ward verſpottet, verhöhnet: Sie ſpeiten ihm ins Angeſicht, Kein Schmach ſie unterließen nicht, Sein ward gar nicht verſchonet. 13. Gleichwie ein Dieb ſie ban⸗ den ihn, Und führten ihn zu Pilato hin, Fälſchlich er ward verklaget. Da Judas merkt, daß alſo ging, Mit einem Strick er ſich erhing, Verzweifelt und verzaget. 14. Pilatus aus der Klag ver⸗ nahm, Daß Chriſtus hätt nichts Args gethan, Herodi man ihm brachte: Da er dem nicht gab guten Bſcheid, Zog man ihm an ein weißes Kleid, Verſpott ihn und ver⸗ lachte. 15. Für Pilatum er wieder kam, Der ſchlug ihn für und Barrabam, Dern ein er wollt losgeben; Ver⸗ meint ſie würden bitten los Chriſtum und nicht den Mörder groß; Den Juden wars nicht eben. 16. Pilatus ließ ihn züchtigen Mit Ruthen ſcharf, und geißeln; Von Dornen auch eine Krone Floch⸗ ten die Kriegs⸗Knecht zu der Stund, Damit das heilige Haupt verwundt Ward Chriſto, Gottes Sohne.. eine ur⸗ 17. Ein Rohr ſie gabn in Hand, Und legten ihm an ein pur⸗Gewand, Pilatus ihn rausführet: Da ſeht doch euren König an, Mit der Straf wollt euch gnügen lan, Mehr hat er nicht verbühret. 18. Sie ſchrien All: Nimm ihn nur hin Von unſern Augn und kreuzig ihn: Sonſt wirſt du nichts Guts ſchaffen, Sondern damit du klar beweiſt, Daß du kein Freund des Kaiſers ſeiſt, Und wollſt Aufruhr nicht ſtrafen. 19. Der Red erſchrak Pilatus ſehr, Und ließ ihm bringen Waſſer 272 her, Draus wuſch er ſeine Hände: Ich bin unſchuldig an dem Blut, Teht drauf, Ihr Juden, was ihr thut, All Schuld auf euch i wende.. 8 20. Sein Blut(ſchreit das jü⸗ diſch Geſind), Sei über uns und unſer Kind, Ueber uns wirs nehmen wollen, Geſchicht ihm Unrecht an ſeinm Tod, So ſtraf an uns der grechte Gott, Die Schuld wir tragen ſollen. 21. Als er hinaus geführet war, Da folgt ihm nach ein große Schaar, Die Weiber weinten ſehre: Weint über euch ſelbſt und eure Kind, Denn große Straf vorhanden ſind, Zu ihnn ſprach Chriſt der Herre. 22. Zween Schächer man mit ihm ausführt, Zwiſchen die Beid er ghangen wird; Chriſtus hub an zu ſchrein: O, Vater! rechn es ihnn nicht zu! Dies Volk weiß jetzt nicht, was es thu; Drum wolleſt ihm ver⸗ zeihen. 23. Viel ſchrieen, haſt du andern Leut Geholfen, ſo hilf dir auch heut, Ein Schächer ſprach desgleichen: Biſt du Meſſias, Gottes Sohn, So hilf dir ſelbſt und uns davon, Daß wir dem Tod entweichen. 24. Der andre Schächer ſtraft ihn drum, Und kehret ſich zum Herrn herum, Bat ihn mit ganzem Fleiße: Gdenk mein in dein Va⸗ ters⸗Reich! Der Herr ſprach: Heut mit mir zugleich Sollſt du ſein im Paradeis. 25. Um ſechs Uhr ward ein Fin⸗ ſterniß, Desgleichen nie geweſen iſt, Sich entſetzt die Nature; Die Erd erbebt, die Felſen hart Zerriſſen, ul betrübet ward Darob all Crea⸗ ire. 26. Zum Vater ſchreit mit lau⸗ ter Stimm Der Herr, ſein Seel befahl er ihm, Damit ſein Geiſt aufgäbe; Darnach Joſeph, der from⸗ me Mann, Kam, und nahm ſich des Leichnams an, Beſtattet ihn zum Grabe. Paſſions⸗Lieder. 27. Wir danken dir für deine Tod, Herr Jeſu, und ſolch guiße Noth, Die du um unſertwillen G⸗ ch litten haſt, denn ſonſt fürwahr Ka Opfer im Himmel und Erden wa Das Gottes Zorn könnt ſtillen. 28. O, Gottes⸗Lamm, Herr I Chriſt, Der du für uns geſchlachte biſt Und ein Sünd⸗Opfer werde Dadurch du haſt all Sünd um Schuld Für uns bezahlt in guoße Gduld, Wehrs Teufels Liſt un Morden. 29. Erhalt vor ihm dein Kir und Wort, Daß hier zeitlich un ewig dort Geheiligt werd dein Nams Dein Leiden, Kreuz und bittrer do Sei unſer Troſt in aller Noth, He Chriſt, das hilf uns! Amen! Nic. Hermann, ſt. 156. Die ſieben Worte Jeſn am Kreue 469 D Jeſus an dem Krau * ſtund, Und ihm ſih Leichnam ward verwundt, Sogarn bittern Schmerzen, Die ſieben Wan die Jeſus ſprach, Betracht in deinan Herzen. 2. Zum Erſten ſprach er gar ſühi lich Zu ſeinem Vater im Hinme reich Mit Kräften und mit Sinnen. Vergib ihnn, Vater, ſie wiſſen nit Was ſie an mir vollbringen. 3. Zu Andern gdenk ſein Ban⸗ herzigdit Die Gott am Schaäha at geleit, Sprach Gott gar gnädg⸗ liche; Fürwahr du wirſt heut be mir ſein In meines Vaters Reiche 4. Zum Dritten gdenk ſein großen Noth, Laß dir die Wort nicht ſi ein Spott: Weib, ſchau dein Sohu b nimm dei gar eben, Johannes, utter wahr, Du ſollſt pflegen. 5. Nun merket, Wort war: Mich dürſt ſo hart ohf Unterlaß, Schreit Gott mit laute Stimme; Das menſchlic Heil thi er begehren, Sein Nägel that i empfinden. ihr ebe eid was das viett ſchreit. Men ot teuz auſcrät Das= tuſit 4 5 7) Daw ſchſte war gat inf be ie nancer Sünder färt Aus ſenen Kütliten Ar dg iſt vollract mein Leder 2 eehl hie au dxſr Sunde. 8 gan Schenen hfeh mi L= tr, in deme dind, Dein) peſt du u mt ſend In 1 — eäten Jatn, Vemn ſich mei— fon Letbalſtedt, Nag längtn abeiten.. 9. Wer Gotes Marter inre zat Un) oſt gedenkt der I Vort, Nh vil Gott eben) Vohl hit af Edd mit ſeiner nd dor in ewgen Leben. Joh Vöſchenſtein, di ſchen Vorte Jeſt Mel. Da Kils an den Kreu 470 3 d un desz 276 Stamm Der„ delt Sind auf ſic nuin, 2 in ſeiſen Shmerzen Nochl⸗ du. de laſſt uns Erwäge in Herzen ditt, Dal ſe 2, — S=S —= —— — — — — — — ₰ +⸗ —— — — — = S 4 5 — — — — — — — 8 5 2 — S — S. — ¼ — S= — — „ — 4 ——. —— —— 2— — = B — S=— — — — — — 8 überwinden; Denn das iſt unſer Glück, Daß du für uns gebunden biſt; Drum kann 33 den nict zwingen, Der dei⸗ ner nicht vergißt. V 3. O, laß mich ſtets bedenken, Daß ich errettet ſei, So werd ich mich nicht kränken, Noch in die Sclaverei Des Sa⸗ tans und der Sünde gehn, Wohl aber ſeinen Feſſeln Großmüthig widerſtehn. 4. Wenn uns um deinetwillen Ein Widerſacher bindt, So laß uns dieß hier ſtillen, Daß wir Gefreite — ſind. Der Geiſt will ungebunden ſein; Es bindet mein Gewiſſen Kein Kerker, Band und Pein. 5. Und wenn der Leib in Plagen Gleich als in Banden liegt, So will ich nicht verzagen: Ich weiß es, daß man ſiegt. Wir werden durch den lieben Tod Von Banden aufgelöſet: Dann weichet alle Noth. 6. Man heiße lauter Ketten Sarg, Bahr und Todten⸗Gruft; Mein Je⸗ ſus wird mich retten, Wenn er mich wieder ruft. Ich weiß, daß ich auf jenen Tag In Freiheit auferſtehen Und triumphiren mag. 7. Ich will die Bande küſſen, Die Leib und Seel befrein. Die Feſſeln ſind zerriſſen: Ich ſteig in Himmel ein. Wenn Andre zu der Höllen gehn, So wilk ich dort mit Ehren In deinen Banden ſtehn. 8. O binde, Jeſu, binde Mich ganz und gar an dich, So ſcheidet keine Sünde, Kein Teufel dich und mich; So trennt uns weder Welt noch Zeit, So bleiben wir zuſammen Auch in der Ewigieit. 9. Wir ſind genau verbunden; Denn ich bin deine Braut. O ſüße Freuden⸗Stunden! Du haſt dich mir vertraut. Ich bin dein Glied und du mein Haupt. Trotz Teufel, Welt und Hölle, Daß man mich Chriſto raubt! M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Meine Liebe iſt gekreuzigt. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. er am Kreuz iſt meine 473* 1 Liebe, Meine Lieb iſt Paſſtons⸗Lieder. Jeſus Chriſt. Weg, ihr argen Ses⸗ len⸗Diebe, Satan, Welt und Fle⸗ ſches Liſt! Eure Lieb iſt nicht von Gott, Eure Lieb iſt gar der Tod. Der am Kreuz iſt meine Liebe, Well ich mich im Glauben übe. 2. Der am Kreuz iſt meine Lebe. Frevler, was befremdet dich, Daß ich mich im Glauben übe? Jäſus gab ſich ſelbſt für mich: So wird er mein Friede⸗Schild, Aber auch mein Lebens⸗Bild. Der am Kreu iſt meine Liebe ꝛc. 3. Der am Kreuz iſt meine Liebe. Sünde, du verlierſt den Sturm. Weh mir, wenn ich den betrübe, Dar — ſtatt meiner ward ein Wurm Kreu⸗ zigt ich nicht Gottes Sohn? ditt ich nicht ſein Blut mit Hohn? Da am Kreuz iſt meine Liebe c. 4. Der am Kreuz iſt meine Libe Schweig, Gewiſſen! Niemand mahnt Gott preiſt ſeine Liebes⸗Triebe, Wem mir von der Handſchrift ahnt. Schau, wie dieſer Bürge zahlt: Gottes Wu hat ſie durchmalt. Der am Krelt iſt meine Liebe ꝛc. Drum, Tyranne, foltre, ſtoß! Hun⸗ ger, Blöße, Henkers⸗Hiebe, Nichts macht mich von Jeſu los, Nicht Ge⸗ walt, nicht Gold, nicht Ruhm, Er⸗ gel nicht, kein Fürſtenthum. Der am Kreuz iſt meine Liebe ꝛc. Freund! Wenn ich, wie ein Staul, zerſtiebe, Wird mein Jeſus mir ver⸗ eint: Da, da ſchau ich Gottes Launm, Meiner Seelen Bräutigam. N am Kreuz iſt meine Liebe, Weil i mich im Glauben übe. J. Mentzer, g. 1658, ſt. 1134 Röm. 5, 8. Mel. O Gott, du frommer Gott⸗ Jie Liebe hängt am Kreu 474. 1 Der Menſchen Schuh zu büßen, Sie läßi ihr reines But Für fremde Gräuel fließen; Jest da dieß große Werk Vollkommen i 5. Der am Kreuz iſt meine Leber 6. Der am Kreuz iſt meine Lebe Komm, Tod, komm, mein beſte lbrabeGi f vgroſe d * nſen,(a g ſes git di zeſen hmt vae 3 h ir doff B Id ad itt.. Di Grbewiigtihr Haut E ſharfe Dornen ſichen, der 3 ader Elm Nah ſest ohm drechen, derhpen. gſen ſth— drem Panar hoß, Das 5* Findet jcht Den allerlezten 6 4 Ac, newe Libe ſtibt= f die Lah, Gct ſübet, Me— unnd, der aus Lieb Die Lier mwirbet, Scleuft, der ich de. ſend, Fur nih de Augen s durh ſeien Tod Mich nahre Nh. 5 Wars den noch nicht dß du, men Pſu, kameſt Ur Nleiſh und But Aus groß= ennahmät? Nuß nun auch 1, ingſt Lein gimnger Hent ind deiſſerheber Tod Beſtt dine Pen⸗ 6. N ſe daß iſt der Wath h die Wet gefaſſe, 5 Goles Keth An ſchnäd= ſt Solt Gottes ſteenge dh it veähnt ſen, 5 8 dh ſch Jum Opfer= —— — — — — — —— — — — 9 1 — Vani derehri 8 Trac, 3 ijnnt, dae Glal, 3 innde Armuh doch; 2 dinen n Leiſchmä dan i Awnitich danken b 8 dünne wir ka Frell a ſehen, L. dan ve t hi eeena den ma nach üt Vait bu den 1 8 Die 9—. dbe Htun, Tatn Li 4 Lib iſ am— k iſ Lär de nich. meine Cit, Do en übe ler— „. remdet d nich lauben ührn ſch= fr mich. e nem ☚„Schid, un Lebse ild. Dar mn eine r. um Der † Nreuz iſt mant de, d erlirſt da d mir, t= ich den beuite mein u id ein Purm. ich n A zottes Sohn icht ſei alut mit Hohn Areuz Feine Lebe. Der mtreuz iſt min veig, Citen! Nemann preiſt ir i Liebes⸗Trüe don derasdſchriftahnt dieſer gete zahlt: Gute ſie di Halt. Der mi eine LMlac. Der treuz iſt meiet n, Ty mrr, foltre, ſuß Blößt akers⸗Hiebe, t mich ma Jeſu los J nicht a8e), nicht Aum nicht, uts Fürſtenthun treuz ai pine Leben Der d amreuz iſt mies n, T eomm, ma nd! WKich, wie eia be, Argm nein Jeſus m Da, df ru ich Gottec — 14 er S aln Bräutign treuz in pine Lebe, im G man übe. 1 uer, g. 165 4 3s. 5, 8. gel. O aut du frommer hi airiebehängmt er Menſcke I aicäßt ihr rin 4 äuel füeßen b annahmeſt? Muß nun auch tauſend Paſſion vollbracht, Gib ſie, o große Lieb, Aus Liebe gute Nacht. 2. Die Liebe ſchreiet laut, alle Welt ſoll wiſſen, Es ſei ihre Macht Das Höllen⸗Reich zer⸗ riſſen, Hat gleich der Schlangen⸗ Stich Die Ferſen hart verletzt, Zer⸗ treten bleibt ihr Kopf Bis an den Tod auch jetzt. 3. Die Liebe neigt ihr Haupt, Daß ſcharfe Dornen ſtechen, Der Augen holder Glanz Muß eht ohnmächtig brechen; Der Lippen Roſen ſtehen Von ihrem Purpur bloß, Das Herz em⸗ pfindet jetzt Den allerletzten Stoß. D vdaß 4. Ach, meine Liebe ſtirbt, Gott G iſt die Lieb, Gott ſtirbet, Mein Hei⸗ land, der aus Lieb Die Liebe mir erwirbet, Schleußt, der ich doch ſein Feind, Für mich die Augen ſetzt durch ſeinen Tod Mich wahre Ruh. 5. Wars denn noch nicht genug, Daß du, mein Jeſu, kameſt Und un⸗ ſer Fleiſch und Vlut Aus großer Lieb Angſt Dein grimmger Henker ſein Und dein ſehr herber Tod Beſchließen deine Pein? 6. Ja, ja, daß iſt der Schluß, Noch eh die Welt gefaſſet, Du biſt nach Gottes Rath Am ſchnöden Holz erblaſſet; Sollt Gottes ſtrenger Zorn Durch Blut verſöhnet ſein, Mußt Gottes Liebe ſich Zum Opfer ſtellen ein. 7. Womit verehr ich nun, O Liebe, deine Treue, Ich habe nichts, denn nur Den Glauben, Lieb und Reue: Ach, nimm die Armuth doch Von mei⸗ nen Händen an, Verſchmäh das Opfer nicht, Womit ich danken kann. 8. Doch gönne mir zugleich, Bei deinem Kreuz zu ſtehen, Laß mich zu keiner Zeit Von deiner Richtſtätt ge⸗ hen; Dein Kreuz ſei ſtets mein Ruhm, Dein Blut ſei meine Pracht, Dein Leiden meine Kunſt, Dein Tod die größte Macht. D. M. B. K. s⸗Lieder. 275 Alles an dem leidenden Jeſu uns zugeeignet. Mel. Nun laßt uns den Leib. 475 ie Seele Chriſti heilge ☛ mich, Sein Geiſt ver⸗ ſetze mich in ſich: Sein Leichnam, der für mich verwundt, Der mach mir Leib und Seel geſund. 2. Das Waſſer, welches auf den Stoß Des Speers aus ſeiner Seite floß, Das ſei mein Bad und all ſein Plut erquicke mir Herz, Sinn und t V„U. 3. Der Schweiß von ſeinem An⸗ geſicht Laß mich nicht kommen ins ericht; Sein ganzes Leiden, Kreuz und Pein, Das wolle meine Stärke ein. 4. O Jeſu Chriſt, erhöre michl 5 zu Und Nimm und verbirg mich ganz in dich, in die Laß mich in deine Wunden ein, Daß ich vorm Feind kann ſicher ſein. 5. Ruf mir in meiner letzten Noth Und ſetz mich neben dich, mein Gott, Daß ich mit deinen Heilgen alln Laß ewiglich dein Lob erſchalln. Joh. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. Zugeeignete Schmerzen Jeſu. Jeſ. 53, 3. 4. 5. Mel. O Gott, du frommer Gott. u(O) großer Schmer⸗ 476. D ellane Bnn Va⸗ ter ſehr geſchlagen, Herr Jeſu, dir ſei Dank Für alle deine Plagen, Für deine Seelen⸗Angſt, Für deine Band und Noth, Für deine Geißelung, Für deinen bittern Tod! 2. Ach, das hat unſre Sünd Und Miſſethat verſchuldet, Was du an unſrer Statt, Was du für uns erdul⸗ det. Ach, unſre Sünde bringt Dich an das Kreuz hinan; O unbeflecktes Lamm, Was haſt du ſonſt gethan? 3. Doch deines Herzens Lieb Er⸗ weiſet unſern Herzen, Wie lieb wir dir geweſt; Dein Leiden, Tod und Schmerzen Hat nun verſöhnet Gott, Den Vater, mit der Welt, Uns 18* ſeine Gnad gebracht, Zufrieden ihn geſtellt.. 4. Dein Kampf iſt unſer Sieg, Dein Tod iſt unſer Leben; In deinen Banden iſt Die Freiheit uns gege⸗ ben; Dein Kreuz iſt unſer Troſt, Die Wunden unſer Heil, Dein Blut das Löſegeld, Der armen Sünder Theil. 5. O hilf, daß wir uns auch Zum Kampf und Leiden wagen Und unter unſrer Laſt Des Kreuzes nicht ver⸗ zagen! Hilf tragen mit Geduld Durch deine Dornen⸗Kron, Wenns kommen ſoll mit uns Zum Tode, Schmach und Hohn. 6. Dein Schweiß komm uns zu Gut, Wenn wir im Schweiße liegen; Durch deinen Todes⸗Kampf Laß uns im Tode ſiegen; Durch deine Bande, Herr, Bind uns, wie dirs gefällt; Hilf, daß wir kreuzigen Durch dein Kreuz Fleiſch und Welt. 7. Laß deine Wunden ſein Ein Arznei unſrer Sünden; Laß uns auf deinen Tod Den Troſt im Tode grün⸗ den; O Jeſu, laß an uns Durch dein Kreuz, Tod und Pein, Dein Leiden Angſt und Noth Ja nicht ver⸗ loren ſein! M. A. G⸗Thebeſius, g. 1596, ſt. 1652. Joh. 1, v. 29. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. 477 Ein Lämmlein geht und „D trägt die Schuld Der Welt und ihrer Kinder, Es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder; Es geht dahin, wird matt und krank, Es gibt ſich auf die Würge⸗ Bank, Entzieht ſich aller Freuden; Es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angſt, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod Und ſpricht: Ich wills gern leiden. 2. Das Lämmlein iſt der große eund Und Heiland unſrer See⸗ en; Denn den hat Gott zum Sün⸗ den⸗Feind Und Sühner wollen wählen; Geh hin, mein Kind, und Paſſions⸗ Lieder. nimm dich an Der Kinder, die ich ausgethan Zur Straf und Zornes⸗ Ruthen! Die Straf iſt ſchwer, der Zorn iſt groß; Du kannſt und ſollt ſie machen los Durch Sterben um durch Bluten. 3. Ja, Vater, ja, von Herzens⸗ Grund! Leg auf, ich wills gern tragen. Mein Wollen hängt an deinem Mund, Mein Wirken iſt dein Sagen. O Wunder⸗Lieb, d Le⸗ bes⸗Macht! Du kannſt, was nie kein Menſch gedacht, Gott ſeinen Sohn abzwingen. O. Liebe, Liebe, iu biſt ſtark, Du ſtreckeſt den ins Grah und Sarg, Vor dem die Felfen ſpringen! 4. Du marterſt ihn am Kreuzes⸗ Stamm Mit Nägeln und mit Spie⸗ ßen; Du ſchlachteſt ihn als wie ein Lamm, Machſt Herz und Adern ſiie⸗ ßen: Das Herze mit der Seufzer Kraft, Die Adern mit dem edlen Saßt Des purpurrothen Blutes. O ſüßes Lamm, was ſoll ich dir Erweiſen dafür, daß du mir Erzeigeſt ſo vie Gutes? 5. Mein Lebetage will ich dich Aus ich ſtets, gleichwie du mich, Mit Le⸗ bes⸗Armen faſſen. Du ſollſt ſein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht. Sollſt du mem Herze bleiben. Ich will mich dir mein höchſter Ruhm, Hiermit zu deinem Eigenthum Beſtändiglich ve⸗ ſchreiben. 6. Ich will von deiner Lieblichket Bei Nacht und Tage ſingen, Mih ſelbſt auch dir zu aller Zeit Zum Freuden⸗Opfer bringen. Mein Bah des Lebens ſoll ſich dir Und deinem Namen für und für In Dankbar⸗ keit ergießen, Und was du mir zu Gut gethan, Das will ich ſtets, ſi tief ich kann, In mein Gedächtni ſchließen.. 7. Erweitre dich, mein Heſin Schrein: Du ſollſt ein Schatz⸗Haus werden Der Schätze, die viel größe Sprach⸗Gell meinem Sinn nicht laſſen; Dich wil ü Pfia er Schaz, Herr 8 3 fitſe ſt Au2 es Wulden.. Pbe 9 und wil ichr a aln Jeitn mah, Streite ſol 6 ſein mein* in Trurghit mein Lach n nein Scitenſpit vemn ir icts mehr a rill, Col nih dieß Nan ſe: I d ſols ſeir Waſſer del In Enſamtr u Haus u auf Reſen.... 9. A ſadet mir den- Gift? Dde But, das ir Leben: Dem mich der hite tuſt, So lunn mirs(0 geden. dct nr des Wra enef a So find ichi meine Kuh, Ab auf dem r Kranka, Un wenn des 1 Ungeſtim Ven Schifllin um un u, do biſt du dar Ander. düchſengües gehen Umd 41 3 nich merrat Als eir⸗ 8 Nut An deis I Gerhan, g. 160, Ain ulbraht Äh. 19,9. 30. 8 e ſ pnug ſo nim .(Eüraltraätt anen das Gottes⸗Qa — ſſſidun ts dr reles. ſch ge, Gott einee ingen. Lenr ſäns tark, treckeſt den rn Sarht dr dem de gen! Du fanſt ihn an g nm M geln und 6 Du ſo Jteſt ihn ab he n. M Herz und m Das r mit der en . Die A*n mit dem ähn purpr annen Blutes. d n, w oall ich di or 9 Mein age wil ihdtt em Siagricht laſſen, dh ets, g aivie du mich M. lrmen a f en. Du ſalſ es HenrrsLicht, und wmr in S. utpricht. Solſtan bleil xr Ich will mi höch. Ruhm, Him Eig tmm Beſtändißt ben. Ich n: Aon deiner d Nacht trn Tage ſingen auch i zu allr 6 den⸗Op xrringen. M ebens Uaſſich di Ur für un für N— gieße. N nd was dn ** 8 S wll ih n kan mn mein Get en. Erweit! 5 in: D if aſt ein Sca n Del ie aße, die d 363 „ daß ur anir Grzeiget 82 Paſſions⸗Lieder. 277 ſein. Als Himmel, Meer und Erden. einen Lob⸗Geſang, Die Schriften ſind eg mit den Schätzen dieſer Welt nun all erfüllet, Des Vaters Zorn Und Allem, was der Welt gefällt! im Blut Feſtillet Es iſt vollbracht! Ih hut in 1fies Fenden ulenn Es iſt vo großer Schatz, Herr Jeſu Chriſt, 2. dieſes, was gefloſſen iſt Aus deines verehes iſt wolbruche Was Gott Leibes Wunden. 8. Das ſoll und will ich mir zu m Nutz Zu allen Zeiten machen: J mein Lachen, In Fröhlichkeit mein Saitenſpiel, Und wenn mir Nichts mehr ſchmecken will, Soll mich dieß Manna ſpei⸗ ſen; Im Durſt ſolls ſein mein Waſſer⸗Quell, In Einſamkeit mein Sprach⸗Geſell Zu Haus und auch auf Reiſen. 9. Was ſchadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das iſt mein Leben: Wenn mich der Sonne Hitze trifft, So kann mirs Schatten geben. Setzt mir des Wehmuths Schmerzen zu, So find ich bei dir meine Ruh, Als auf dem Bett ein Kranker; Und wenn des Kreuzes Ungeſtüm Mein Schifflein treibet um und um, So biſt du dann mein Anker. 10. Wenn ich ſoll endlich treten ein In deines Reiches Freuden, So oll dies Blut mein Purpur ſein, ſch will mich darein kleiden; Es ſoll ſein meines Hauptes Kron, In wel⸗ cher ich will vor den Thron Des höchſten Vaters gehen Und dir, dem er mich anvertraut, Als eine wohl⸗ eſchmückte Braut An deiner Seite epon P. Gerhard, g. 1606. ſt. 1676. Es iſt vollbracht! Joh. 19, v. 30. Mel. Es iſt genug, ſo nimm. 478 Es iſt vollbracht! So ruft J * das Gottes⸗Lamm Auf ſeinen Eſſig⸗Trank, Und ſingt damit m hohen Kreuzes⸗ Stamm Noch lbracht! n dem Para⸗ dies: Ich, Weibes⸗Sam Und auch des Vaters Rath, Ich fühl den Schlangen⸗Biß, Wie iſt mein Leib Streite ſoll es ſein mein Schutz, 3 Traurigkeit ſo wund durchſtochen, Doch auch hierdurch ihr Kopf zerbrochen: Es iſt vollbracht!: c 3. Es iſt vollbracht! Ich bin das Gegen⸗Bild, Das Moſes aufgericht; Sieh nur auf mich: Mein Kreuz iſt Schirm und Schild, Wenn dich die Höll anficht. Wer an mich gläubt, iſt nie verdorben; Denn ich bin als ein Fluch geſtorben: Es iſt voll⸗ bracht!: 4. Es iſt vollbracht, Was David von mir ſagt: Mein Gott ver⸗ läſſet mich; Er hat mich ſcharf Für alle Welt geplagt, Und alſo auch für dich. Die Händ und Füße ſind durchgraben, Ein Trank von Galle muß mich laben: Es iſt voll⸗ bracht!,: 5. Es iſt vollbracht, Was Eſaias ſpricht: Denn ich bin ſo ve tellt, Das alle Welt Vor mir das Ange⸗ ſicht Mit Spott zurücke hält. Das leid ich um der Menſchen Sünden, Damit ſie in mir Friede finden: Es iſt vollbracht!:;: 6. Es iſt vollbracht Des Danielis Wort Von der Gerechtigkeit: Ich bin der Fürſt, Der Menſchen ſichrer Purt In mir iſt Sicherheit. Der ünden Schuld iſt zugeſiegelt, Sie wird im Grabe feſt verriegelt: Es iſt vollbracht!:;: 7. Es iſt vollbracht! Denn Alles iſt geſchehn, Was zu bezahlen war. Der Alles ſieht, Kann keine Schuld mehr ſehn; Ich mach ein freies ahr. Die Handſchrift iſt ver⸗ tilgt, zerriſſen; Ich ließ mein ro⸗ thes Blut drauf fließen: Es iſt voll⸗ bracht!: 278 8. Es iſt vollbracht! Willſt du nun dankbar ſein, So laß die Miſſethat Und de,j. ſtets An meinen Schmerz und Pein Und an mein blutig Bad. Ach, was erlitt ich doch für Plagen, Eh ich, wie jetzo, durfte ſagen: Es iſt vollbracht!;,: 9. Es iſt vollbracht! Wer neue Bosheit thut, Der kreuzigt mich aufs Neu Und untertritt Mein heilig Gottes⸗Blut Ohn alle Furcht und Scheu. Es bleiben auf ihm alle Sün⸗ den; Es kann auch nicht dieß Wort ſtattfinden: Es iſt vollbracht!, 10. Für dieſes Wort Sei dir, mein treuſter Held, Mein Alles, Lob geſagt! Es ſei mein Troſt, Wenn mich hier auf der Welt Ein Schmerz und Jammer plagt. Tret ich denn einſt ins Todes Reihen, So laß mir deinen Geiſt zuſchreien: Es iſt vollbracht! Es iſt vollbracht! Ruhm in Chriſti Kreuz. Gal. 6, v. 14. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 479 Es ſei ferne, von mir J. Srühmen, Ohn in Chriſti Kreuz allein. Seine Wunden, ſeine Striemen, Seine Dornen, ſeine Pein Sind mein ſchönſter Ehren⸗Ruhm, Meines Glaubens Eigenthum, Meine Krone, die mich ſchmücket Und mein Troſt, der mich erquicket. 2. Rühmt, ihr Menſchen, eure Schätze, Rühmet Gold und Gdelſtein: Stricket in des Mammons Netze Eurer Seelen Wohlfahrt ein: Mein Schatz und mein höchſtes Gut Blei⸗ bet meines Jeſu Blut. Wenn ich dieſes nur beſitze, Iſt mir ſonſt kein Reichthum nütze. 3. Weg mit euch, ihr eitlen Lüſte, Die ihr Bahn zur Hölle macht. Reiche, Wolluſt, deine Brüſte Dem, der keinen Himmel acht. Dieſes heiß ich meine Luſt, Was aus mei⸗ Paſſions⸗Lieder. nes Jeſu Bruſt Durch die Wunden iſt geronnen: Das ſind meine Aebes⸗ Bronnen. 4. Welt, behalte Sammt und Seide, Prange, wie es dir gefäll Meines Jeſu Purpur⸗Kleide Weicher alle Pracht der Welt. Ich verhleie mich in ihn. Diamanten und Rubm Kann ſein Blutſchweiß mir gewähren, Wenn ich ſollte Schmuck begehren. 5. Laßt euch große Titel geben. Die ihr hoher Sinnen ſeid. zo verlange nicht, zu ſtreben Nach der gleichen Eitelkeit. Wer mich Etmas nennen will, Nenne mich des Kra⸗ zes Ziel; Denn es will mir ſont kein Rühmen, Als in Chriſti Krau geziemen. 6. Nun, mein Jeſu, deine Schma⸗ zen, Deine bittre Paſſion, Dein Seelen⸗Angſt im Herzen, Dein ſcharfe Dornen Kron, Deine Bande deine Noth, Deine Wunden, deine Tod Nenn ich meinen Ruhm uf Erden: Er wird es auch awg werden. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 179 Thräuen bei Chriſti Leiden. Mel. Zion klagt mit Angſt. 480 Füeßt ihr Augen, ſiießt . ☛ von Thränen Und be⸗ weinet eure Schuld; Brich, mein Herz, von Seufzen, Sehnen, Wal ein Lämmlein in Geduld Nach Je⸗ ruſalem zum Tod, Ach, zum Ad für deine Noth Und der ganzen Welt hinwandelt: Denk, ach, wie de haſt gehandelt! 2. Es ſoll nun vollendet werden Das, davon geſchrieben iſt, Und warum auf dieſe Erden Iſt gekom⸗ men Jeſus Chriſt: Schauet nun des Höchſten Sohn In dem Leiden, Schmach und Hohn, In den Wun⸗ den, in den Schmerzen Und nehnt Alles wohl zu Herzen.. 3. Es wird in der Sünder Hände Ueberliefert Gottes Lamm, Daß 8ſich vn ötbe a⸗ dede ſane ir Gcf HHederbenm und Ra= 3 mämn. Werk Lieb egrndaa 5. 1CI b d u Her Beſfre w bätte dih, dieſe fuc icen, Daß 1 beweg ſc Jils ſteht Statt Vwdeldnſch ven⸗ Büßet Jeis wd aduldet, Sünd r hvoſhuddet. 6. E tt ſenen heilge Geiße, Phud Veitſche: kann zih ohn Reu erblicke. die rche MerScaar Ho an Gettesdid Das ſo ft. fromm ud nid, Und doun wird gehum. Der ian f Gräul ſthuen⸗ 7. Ale ſat man dir. du vents Menſchen⸗H! fun hm dih zu ſegne kager dem Schmerz, † entzeſi Un wid d nerligdgetrt derwund⸗ gen, dM dn Maß nock; Pager „8. Witoid der Schl en. diis muß zum T. Und dih wid abgebt: liht lirin ite Jleh. as ui agehlt, Jeſus, d 3* Weg mit di 8 i Raft der Hau⸗ di dem un Sc un i uurg ncch ſege bete do md Ac, 1 dn en gind, Ae den Bürg 5. au i iht Bher rlangt t, zu ſuta eichen bit dn nnen E Nenne miht 3 Zic enn es diln mn Rüf n., Alss i Gfi ziemet 4 6. Ni— ſein Jeſu, dene n. Jeu Paßn eelen z= ſt im dam darfe Ir= e⸗Kron, Der ine Ne Deine Wunda od Mrrxiich meinen t rden:— wird es u erden. — Schmolc, z.i Thrä n dei Chriſi t in klagt mit mt M 80. une einet 6½ Schuld; Ihß eufzen, Sehn erz, vo n Läm in Geduld ſſalem. Tod, Ach p er dein hth Und di zelt hin melt: Denk ahf aſt gehe 2. Es ſen nun vollade as, di geſchriehn grum 6 Rieſe Erden R en Jeſt N riſt: Schen ochſten=m In dn chmach r Hohn, N n, in i P thnan 1 wo Herzen. 13 e i dn d eberliefen nttos Lanm. dein Verderben wende. Jud und Heide ſind ihm gram Und verwerfen dieſen Stein, Der ihr Eckſtein ſollte ſein: Ach, dieß leidet der Gerechte Für die böſen Sünden⸗Knechte. 4. Jeſus ſteht in Strick und Ban⸗ den, Deſſen Hand die Welt gemacht, Bei Verachtung, Spott und Schan⸗ den Und wird höhniſch ausgelacht; Backenſtreich und Fäuſten⸗Schlag, Jud⸗ und Heiden⸗Grimm und Rach Duldet er für deine Sünden: Wer kann ſolche Lieb ergründen? 5. Laß es dir zu Herzen gehen, Beſſre und bekehre dich, Wer kann dieſe That anſehen, Daß man nicht bewege ſich? Jeſus ſteht an unſrer Statt: Was der Menſch verdienet hat, Büßet Jeſus und erduldet, Was der Sünder hat verſchuldet. 6. Er hält ſeinen heilgen Rücken Geißel, Ruth und Peitſche dar: Wer kann dieß ohn Reu erblicken? Wenn die rohe Juden⸗Schaar Hand anlegt an Gottes⸗Bild, Das ſo freundlich, fromm und mild, Und doch nackend wird gehauen: Wer kann ſolchen Gräuel ſchauen? 7. Alſo ſollt man dir begegnen, Du verruchtes Menſchen⸗Herz! Aber nun kommt, dich zu ſegnen und zu zaßen deinen Schmerz, Jeſus und entblößet ſich Und wird dort ſo jäm⸗ merlich Abgeſtraft, verwundt, zerſchla⸗ gen, Daß kein Maß noch Ziel der Plagen. 8. Endlich wird der Schluß geſpro⸗ chen: Jeſus muß zum Tode gehn, Und der Stab wird abgebrochen. Es hilft hier kein Bitten, Flehn; Barra⸗ bas wird losgezählt, Jeſus wird zum Kreuz erwählt: Weg mit dieſem, dem Verfluchten! Ruft der Haufe der Ver⸗ ruchten. 9. Folge denn zur Schädel⸗Stätte Deinem Jeſu traurig nach; Aber auf dem Wege bete, Bet im Geiſt mit Weh und Ach, Daß der Vater auf ſein Kind, Als den Bürgen für die Sünd, Sehen woll und ſich erbarmen Ueber die Elend und Armen. Paſſions⸗ 279 10. Muß ich, Jeſu, dich denn je hen Am verfluchten Kreuzes⸗Pfahl, Ach, ſo laß ich übergehen Meine Thränen ſonder Zahl. Ach, erbarm dich! Gottes⸗Lamm, Das da hängt am Kreuzes⸗Stamm! Ach, erbarm dich, weil dein Leiden mir gedeihen ſoll zur Freuden! 11. Ich will dir ein Opfer geben; Seel und Leid iſt deine Gab: Jeſu, nimm dieß arme Leben, Weil ich ja nichts Beſſres hab; Tödt in mir, was dir mißfällt, Leb in mir auf dieſer Welt; Laß mich mit dir leben, ſter⸗ ben Und dein Reich im Himmel erben. 12. Tauſendmal ſei dir geſungen, Liebſter Jeſu, Preis und Ruhm, Daß du Höll und Tod bezwungen! Nun bin ich dein Eigenthum Und du meine Freud und Wonn: Möcht ich dich, o ſchönſte Sonn, Bald in deiner Krone ſehen! Komm, dein Leiden iſt geſchehen. Laur. Laurenti, g. 1660, ſt. 1722. Lieder. Thräuen⸗Fluth bei Chriſti Leiden. Mel. Wie biſt du Seele. 481 ließt, fließt, ihr Thrä⸗ 1* nen, Weil Jeſus leiden muß. O falſches Lieben, O du ver⸗ fluchter Kuß, So meinen Heiland hingegeben, Der doch die Wahrheit und das Leben! 2. Fließt, fließt, ihr Thränen, Mein Jeſus ſchwitzet Blut, Hier kann ich ſpüren, Was ſeine Liebe thut. Das Gras muß ſeinen Schweiß auffaſſen Und ſeinen Geiſt betrüben laſſen. 3. Den Herrn drückt nieder Des Todes Angſt und Weh. Er trauert, zaget, Der Kelch vorübergeh! Nicht mein, dein Wille ſoll geſchehen, So hörſt du ihn im Staube flehen. 4. Dieß wa mein Leiden, Der Hei⸗ land litt für mich. Mein Jeſus füh⸗ let Für mich den Schlangen⸗Stich; Dieß, was mein Sündigen verſchul⸗ det, Hat Jeſus, Gott und Menſch, erduldet. 280 5. Schau, wie die Mörder Die Glieder taſten an, Daß vor den Ban⸗ den Sich keines rühren kann, So geht mein Jeſus aus dem Garten, Geh, Seele, hir iſt nicht zu warten! 6. Geh, geh und ſchaue Ihm nun von ferne nach, Schau, was für Schmerzen, Angſt, Schläge, Schimpf und Schmach Man deinem Jeſu will anlegen, Daß es kann Klipp und Fels bewegen. 7. Schau an den Schönſten, So je ein Weib gebar; Nimmt man an⸗ jetzo Auch ſeiner Schönheit wahr? Das Antlitz, ſo uns vor erfreuet, Wird von den Juden angeſpeiet. 8. Schau, liebſte Seele, Schau, welch ein Menſch iſt das! Werdet, ihr Augen, Vor Schmerz und Beileid naß. Man ſchleppet Jeſum hin und wieder, Es dringet Blut durch alle Glieder. 9. O mein Erlöſer, Mein Jeſu, haſt du noch Nicht ſatt getragen Mein hartes Sünden⸗Joch? Dein Leib iſt ja genug zerriſſen, Die Schuld iſt mein und du mußt büßen. 10. Dein Purpur⸗Mantel, Den deine Achſel trägt, Das Kreuze, ſo man Auf deine Schultern legt, Soll deiner Pein ein Ende machen, O, daß die Erde nicht ſoll krachen! 11. So träget Iſaac Sein Holz zum Opfer hin, Vergönn, Erlöſer, Daß ich Begleiter bin! Laß mich mit dir zu Grabe gehen Und deiner Angſt ein Ende ſehen. 12. Gekrönter Jeſu! Doch nur zum Schimpf und Spott Gehſt du ſo wil⸗ lig Für meine Sünd in Tod. Du wirſt für mich ein Fluch geachtet Und ärger, als ein Schalk betrachtet. 13. Da wird der Reinſte Den Mör⸗ dern zugeſellt, Die ihn ſelbſt läſtern Und ſchänden vor der Welt. Doch Je⸗ ſus will geduldig leiden Und als ein Lamm von hinnen ſcheiden. .14. Er bittet ſelber: Vergib, es weiß ja nicht, Vater, der Haufen, Was er an dir verbricht. Daß er das Him⸗ Paſſions„Lieder. melreich kann erben, Will ich geduldig für ihn ſterben. 15. So hängt mein Jeſus! O m⸗ erhörte Noth! Hör, wie er ſchreiet Vor Angſt: Mein Gott! mein Gott! Wa⸗ rum haſt du denn mich verlaſſen Und willſt dein eigen Kind ſelbſt haſſen? 16. Fließt, fließt, ihr Thränen, Der Fürſt des Lebens ſtirbt, Der durch ſei Sterben Das Leben mir erwirbt. Die Sonneſelbſten will erblaſſen, Weil ſe muß Jeſum ſterben laſſen. 17. Reißt, reißt, ihr Felſen, Iht Klippen, reißt entzwei, Dieweil mei Jeſus Nun ſeiner Schmerzen frel Komm, Seele, Laß mich ihn begra⸗ ben Und ſeinen Leib ein Grabmal haben! 18. Ruh wohl, mein Jeſu, Nach ausgeſtandner Pein. Laß meiner Sün⸗ den Durchaus vergeſſen ſein, Undmich nach dieſem Erden⸗Leben Vergnügt mit dir im Himmel ſchweben! Fünf Wunden Jeſu unſere Heil⸗Brunnen. Mel. Ach Gott und Herr. 482 Fnf Brünnlein ſind, Da⸗ . raus mir rinnt Fried, Freud, Heil, Troſt und Leben; In Angſt und Noth Bis in den LTod Mir ſolche Labſal geben. 2. Die Quell du biſt, Herr Jeſu Chriſt, Die Brünnlein deine Wunden, Daraus ich mich Lab inniglich I heißen Kreuzes⸗Stunden.. 3. Laß mir ſtets ſein Das Kiden Dein Ein Regel, Riegel, Spiegel, Dai ich nach dir Mein Fleiſch regier Und laß ihm nicht den Zügel. 4. O Gottes⸗Lamm, O9 Lebes⸗ lamm, O meiner Seelen Freudel Nimm hin die Sünd, Das Herz ent⸗ zünd, Daß mich von dir Nichts ſcheide 5. So werde ich Recht ſeliglich Den Lebens⸗Lauf vollbringen Und fröhli hier, O Gott, mit dir:„Es iſt vol⸗ bracht!“ noch ſingen. G. Alberus, ſt. 1553 rſt mn grat f 1 eemmtinöcft di ln 16 rruie Siii Ffll 3, v..10 hanigter, wei5 483. Gas 9 i 1 dir Eins il kan Jhh 1 ¼ t dhe un vil mr allin Ri 5 teunzin in thngen ,W ich dei B2 tor bu Aenen ſäbſteigneen Wefu, geteuzgetſein 13 d deingen! Damn ſelf ih ſo r und will mr allin Mit dir, 7 Giih dem Geſea Hanz abzgieten öhte trachte. ſeſen uianigih Joch Alr⸗ ſicht melr angehend achten!* eafß ich ſo ſcnich z. 4. Ap, de ih doch mit Delt Myct ab ein Sterbende aſen uUnd woö drſelben wohd e dteDingeginzichhaſſen ſufß ich ſo ſchich a. b. Al, 1 de alte Ad Rit an dos gaaz feſt leße ſ 4 4 4 lüſte uij Nier nun an dürſen plagen!r⸗ di ih ſo ſnich 4 Si nit an dein= l, lecht emeinſcha d dankas endteſe t un glich überninden 1 n 1 u laß midl An, mein Jeſu, gekreug à. E. Lahin 4 meceng der Welt⸗g ei 1euun n. Hert ich wich habe mi der. Nuf, 8 drn 65 2 der. eich ka. ihn ſte en. „Rul mr Il, men ſtan ein. Laß urcha Srgeſſenſen lin dieſen en⸗Lhen n ir im ne mel ſchweben ünf Lanshen Neſu un ( Brunnen. Mel. ans Gott und hen⸗ 2 1un Brünnlinſa en uus mir rint „He roſt und Län und ast) Bis in mi olche imgal geben. Die aull du dit, he „Die urkmlein dein le ¹s ien ech Lab inmlt Kre 289Stunden. Laß 1aen ſein dul Fin Rag Riegel, Syit ch di An it vmt. m nit teen Zügel. O Gstr⸗Lamm, 9 8 n, Om ner Seelen hin und 3 Daß dinoon dir ätte 4 4 acch Recht ſlht Lau a bringen lyyff Ge! 4 dir: ,E un ehngen. 1 8 G. Alenzit T meinae ma 483. G Kraft und etwi mein Jeſu, à, 2. Ach. und Tod Herz und n ſchlingen So, daß i vor Gott Als mein nena bringen! Drum ſeuf 1 und will nur elein Jeſu, gekreuziget ſein! 3. Alh deſſen unerträglich Joch Mit dir, o mein 3 Um die Gemeinſchaft des Leidens und Kreuzes Chriſti. Phil. 3, v. v. 10. ekreuzigter, mein Herze ſucht Im Glauben mit dir Eins zu werden, Ach, deines Todes rucht Iſt mein Verlan⸗ en hier auf Erden. ſeehe und will nur allein Mit dir, o gekreuziget ſein! daß ſich um dein Kreuz Gewiſſen möchte ich dein Verdienſt ſelbſt eignes könnte ich ſo ſehnlich it dir, o mein dem Geſetze doch möchte trachten, Und Als mich nicht mehr angehend achten! Drum ſeufz ich ſo ſehnlich ꝛc. 4. Ach, daß ich doch mit dir die Welt Möcht als ein Sterbender ver⸗ laſſen Und, was derſelben wohlgefällt, „daß ich Ganz abzuſterben Paſſions⸗Lieder. Ich ſeufze und M 281 2. Wie ſoll ich denn Wolluſt pfle⸗ gen Und, o ſchnöde Welt, mit dir Gehen auf den breiten Wegen Der verderblichen Begier? Nein, ich will nun Jeſu leben Und euch gute Nacht jetzt geben. 3. Ich mag euch durchaus nicht hö⸗ ren, Die ihr bald ein frommes Herz it dem Anſehn könnt bethören; He⸗ bet euch nur hinterwärts, Ihr ſollt mich nicht mehr verblenden, Noch von Jeſu mich abwenden. 4. Beſſer iſts, mit Jeſu leiden Hohn, Verachtung, Schmach und Spott, Als von ihm ſein abgeſcheiden, Und bei der Gottloſen Rott Hier in großen Ehren ſitzen Und dort in der Hölle ſchwitzen. 5. Weg mit Hoffart, weg mit Pran⸗ gen, Weg mit allem Uebermuth! Mei⸗ nes Heilands Haupt und Wangen Triefen überall von Blut; Ja dem Schutz⸗Herrn aller Frommen Sind die Kleider ſelbſt genommen. 6. Ach, das Haupt muß Dornen tragen Und die Glieder prangen noch; Als todte Dinge gänzlich haſſen! Drum Ja, der Herr muß Blöße klagen Und ſeufz ich ſo ſehnlich ꝛc. 8 ſtolziret doch: O d 5. Ach, daß der alte Adam ſ der Kerch ſtolziret doch: O du falſch Mit an das Kreuz feſt ließe ſchlagen, Daß deſſen böſe Lüſte mich Nicht mehr von nun an dürfen plagen! Drum ſeufz ich ſo ſehnlich ꝛc.. 6. So laſſe mich an deinem Tod, 9 Jeſu, recht Gemeinſchaft finden Und dadurch alle Sünden⸗Noth, Geſctz, Welt und Fleiſch überwinden! Erhöre mein Seufzen und laß mich allein Jeſu, gekreuziget ſein! .E. Schmidt, 1669— 1745. der Welt⸗Lnſt bei riſti Kreuz. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. Oder: Auf, mein Herz, geh mit zu. 48 4 Gute Nacht, ihr eitlen . Freuden! Gute Nacht, du falſche Welt! Sehet doch, welch Angſt und Leiden Jetzt ausſteht der Lebens⸗ Held; Wie er zittert, wie er ringet, Daß ſein Blut auch von ihm dringet. Begebung ch beſchöntes Gleißen! noch chriſtlich heißen? fen denn dan. Weſen noch mich Furcht un recken überlaufen, Wenn ich nur bedenk, wie ſich uf zu ihrem großen Schaden Viel Wolluſt überladen! Sünden Hiermit no Weichet fern und Wer kann dich 7. Weiche, Schwelgen, weiche, Sau⸗ dein Weſen macht, daß uch in 8. Und dem Schöpfer aller Dinge Hats ſo gut nicht können ſein, Daß, als er am Kreuz nun hinge, In der ſchwerſten Todes Pein Er, ſein mattes erz zu laben, Möcht ein Tröpflein aſſers haben. 9. Drum geb ich euch ſchnöden chmals gute Nacht; bleibt dahinten; hr habt Gott die Angſt gemacht, daß er klaget ohne Maßen, Wie ſein Gott ihn hab verlaſſen. 10. Daß des Lebens Herr ſelbſt ſtirbet Und daß er ein Fluch jetzt iſt, Der den Sege n uns erwirbet, Das ſoll mich zu jeder Friſt Von der Sün⸗ den⸗Bahn abſchrecken Und zu wahrer Buß aufwecken. 11. Habe T Dank, o Freund der See⸗ b len, Für die Angſt und Traurigkeit, ür die Striemen, Noth und Quälen, dir des Todes Bitterkeit, Die du haſt, von Sünd und Schanden Uns zu retten ausgeſtanden! 12. Gib, daß wir hinfort bereuen Unſrer Sünden ſchwere Laſt n die Strafe nicht erne duen.8 Die du je zt be⸗ zahlet haſt, Son ndern d dir uns ge 85 zz er⸗ geben Und nach deinem Willen leben. J. H. v. Heppen, g. 1656. Dank für Chriſti Schmerzen. In eigener Melodie. 85 5 err Ehriſt! Von ganzem ‿ 9 Herzen Dank ich dir für die 485. zen: Fürwahr, dein Pein und Plagen, Die du für uns getra⸗ gen n, Kann Keiner recht ausſprechen. Das Wort will uns gebrechen. 2. Du ließt dich heftig plagen, Den ganzen Leib zerf ſchlagen, Mit? Ruthen und mit Riemen Macht man dir blutge Striemen, Trugſt ſt Pein an allen S Sin⸗ nen, Von außen und von innen. 3. Die Juden dich be drängten 1, Die Sünden dich ſehr kränkten, Der gött⸗ lich Zorn ſehr wüthet, Satan ſein Zorn ausſchüttet, Und kein Y ſenſchdas bedenket, Was dir dein Herz ſo kränke 4. Herr Chriſt! Ich müßt ver bäeet Weil mich mein Sünden plagen, Wenn ich mit ernſter Reue Dein Zorn und Strafen ſcheue, Vor Leid ich ſterben müßte, Wenn ich von dir Nichts wüßte. 5. Laß ſolch dein ſchweres Leiden Mir bringen Troſt und Freuden, Da⸗ mit ich nicht verzage, Wenn ich viel Elend trage; Dein Lieb an mir be⸗ weiſe, Daß ß ich d ich lob und pre 6. Hilf, daß ih an dir klebe ller nicht halsſtarrig lebe, Ich nicht zu meinem Schaden Mög! Strafe auf mich laden: Laß mich dir Dank erweiſen, Dich jetzt und ewig preiſen! Martin Bohemus, g. 1557, ſt. 1622. Paſſions⸗Lieder. Betrachtung des ganzen Leiden⸗ In eigener Melodie. 486. Hen Jeſu, ach, du hi 48 ſehr Viel für ni litten, Mit Sünde, Höll und Todli auf das Blut geſtritten; Laß dan Schmach und Pein Mir Sünder gu allein Stets in Gedanken ſchwete Und Troſt der Seele geben! 2. Wir waren dlerſes von R gewichne Sünder Und alſo fan Nichts, als nur verlorne Finde Wir ſollten hier und dort Jan deinem Urtheils⸗Wort Als Aa die nicht läuiben Von dir geſonden bleiben Ban ſau uns 33e; und Seile m gen. Das trugen wir zum Lohn N unſern Fall davon; Und von d feſten Ketten Konnt uns kein Mat erretten. biſt ins Elend kommen Und haft deiner Huld dis Laſt t auf dich rnn men. Achj dein Jeſus⸗Herz za meinen Sänden⸗S Der und alle Plagen Nach Lammes getragen. dich feindlich zu verkaufen, Undi laufen. Die Feinde greifen d dich, R Jünger fürchten ſich. Du geheſt uun in Banden Und Niemand itt ber handen. 6. Der Vater ſelbſt iſt dir mi ſeinem Troſt entgangen; Du ruf kann den Frevel ſehn, Wenn na dich Rabbi grüßet Und als Verrüth küſſet. Richter vors Gerichte; Doch hat! tit Klag⸗Geſchrei und Zeugniß kein wichte; Sie lügen wider dich Un widerſprechen ſich; Du aber kannſt n 4. Allein du haſts gethan. 4 Schmerz, Den ni 6 1 2. drſ dir hier. 5. Man hat ſich nicht geſchelt der größten Noth von dir hinwegme er höret nicht: man nimmet dich 1 fangen; Er läſſets gern geſ ſchehn Un 7. Die Sünder ziehen dich d Schweihen Von deiner Algen. m Le Kint nme b hmach, mit Spei 1 Glage 1 A. tſo val lfen Fragen, 2 4 1 Nuj dein pebeugt” zu denen grüßten dot Garfe Loren⸗ Krone. 4 z. di Stiemen und der r de Menee dine Punden,— und 8 Vunt t die dei⸗ gien den Leiden f twakt th tme ahll dS 2 1 ventſer, It midi 38 da ſt voch nicht= Nan fodt dih zu tödten= s wiligt en. Doh in d ten 9 Eweiſeſt du= dd blbet atud 1 an Krelz ſthet An unſt= ir Bad. hmach und zr fir To ud Saben ith= 9 enf gfunden, F Für d 4 8 Ach, laß&n WW len zu gewim — — — —,— mehn nich 9 1 hen d dn 8 me fnde und d aRür nich 5. eder. mth teenet Melodie ſetrach 1— des gau 2. W. paren allereit .— els vichne nder hff 2 Jts,'nur wetbm ir ſo e hier ud m 1Idavon; Um n den KishiKonnt uns ii etten. 4. Aa du haſts gin tins 1 kommen Uwt ner H Slie Laſt auf dn n. Aue, dein Jeiben inen unnten⸗Schmer d d alle— gen Nach um ragen 5. Mrrrhat ſich nitt h fein Hal zu verkaufn gröf r ſoth von dißs fen. 4 Feinde guint nger zmien ſich Duſt Band ulnd Niemm nden. 6. T mater felſt i nem Iſanentgangen, 6 höret Aän: man rinne ggen; 1as ſſets gern gat in de ß vel ſehn, N „Rab* Füßet Ünd 16 1 liü daßs hte; as lügen whf derſor„äſich; Du ber durch dein Leiden In Trübſal voller erben. Ach, Jeſu, heile mich Mein Herze ſehnet ſich, Wornach? nach Paſſions⸗ Schweigen Von deiner Unſchuld zeugen. 8. Wie kränkt man dich mit Schmach, mit Speichel, Spott und Schlagen, Wie müde macht man dich mit ſo viel loſen Fragen, Man ſetzet unerlaubt Auf dein gebeugtes Haupt Zu deinem größten Hohne Die ſcharfe Dornen⸗Krone. 9. Die Striemen und der Schmerz, die Menge deiner Wunden, Der Zorn und Höllen Angſt, die deine Seel empfunden, Dein Leiden allzumal Iſt wahrlich ohne Zahl! Dein Blut, daß du vergoſſen, Iſt mildiglich ge⸗ oſſen. 10. Das iſt noch nicht genug. Man fordert, dich zu tödten. Pila⸗ tus willigt ein. Doch in den größ⸗ ten Nöthen Erweiſeſt du Geduld Und bleibeſt ohne Schuld, Wenn du am Kreuze ſtirbeſt, An unſrer Statt verdirbeſt. 4 11. Ach, Jeſu, hilf, daß ich ſolch Leiden wohl bedenke Und dich ja nimmermehr mit ſchnödem Undank kränke. Du haſt ſo Viel gewagt; Drum ſei dirs zugeſagt: Ich will mich unterſchreiben, Dir ewig treu zu bleiben! 12. Dank ſei dir hier und dort für Bande, Schmach und Wunden, für Tod und Seelen, Noth und was ich ſonſt gefunden, Für dein ver⸗ Lieder. Frende über das Blut Chriſti. 1. Joh. 1, v. 7. Mel. Nun laßt uns den Leib. 480. Tj'se entheht da das labt, das macht allein Mein Herz von allen Sünden rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehren⸗Kleid, Dein Unſchuld und Ge⸗ rechtigkeit Macht, daß ich kann vor Gott beſtehn Und zu der Himmels⸗ Freud eingehn. 3. O Jeſu Chriſte, Gottes Sohn Mein Troſt, mein Heil und Gnaden⸗ Thron. Dein theures Blut, dein Le⸗ bens⸗Saft Gibt mir ſtets neue Le⸗ bens⸗Kraft. 4. Herr Jeſu, in der letzten Noth, Wenn mich ſchreckt Teufel, Höll und Tod. So laß ja dieß mein Labſal ſein: Dein Blut macht mich von Sünden rein. D. Joh. Olearius, g. 1611, ſt. 1684 Dankſagung für Chriſti Leiden. Mel. Herzliebſter Jeſu, was haſt du. 48 8 Her Jeſu, treuſter Hei⸗ .Dland, ſei geprieſen! Du haſt mir deine Liebe recht bewieſen: Aus Liebe haſt du dich ſo ganz ent⸗ oſſnes Blut: Ach, laß es mir zu ut, Das Leben zu gewinnen, Auf meine Seele rinnen! 13. Laß mich in aller Noth, be⸗ edere meiner Sünden, In deinem lut und Tod Ruh und Erlöſung ſinden. Verſichre mich im Geiſt, Daß du mein Jeſus ſeiſt, So bin ich reuden. 14. Ach, Jeſu, ſei mein Troſt im Leben und im Sterben; Laß mich durch deinen Tod die Seligkeit er⸗ deinen Freuden. Ach, hilf mir durch dein Leiden! M. Chriſt. Kahl. herzetUnd Viel verſchmerzet. 2. Du litteſt Schmach, Verleum⸗ dung, Strick und Bande, Verſpeiung, Schläge, Spott und alle Schande, Du wollteſt meine Schmach in Ehre kehren Und Troſt gewähren. 3. Ach, ach, wie hat die Höll auf dich geblitzet, Daß du den Blutſchwei drüber ausgeſchwitzet: Dein Seelen⸗ Leid ſoll meine Marter büßen Und ganz verſüßen. 4. Du wirſt mit Geißeln ſchmerz⸗ lich wund geriſſen Und läßt dein Blut aus deinen Adern fließen. Du willſt für uns mit deinen Wunden⸗ Maalen Vollkommen zahlen. 5. Du willſt den Fluch in einen ner Seelen höchſtes Gut; Das ſtärkt, ——— ——ͤſͤſͤſͤͤͤ 4. 3— “ — — ſhh8ö—ö—8—ö—öoö—öoöooö—ö—öböoöoöoöoͤöoͤoſͤſͤohͤhhſ 3 —— 284 Segen wenden Und deine denhen Tod verpfänden; Drum läßt du dich als unſern treuen Bürgen Am Kreuz erwürgen. 6. Dann wird mein Wrigälröedrn lein auch begraben;. oll davon die ſchönſte Ernte haben; Denn durch dein Grab ſoll mir das Grab auf Erden Zur Kammer werden. 7. Dein Leben von der Krippe bis zum Grabe War lauter Noth, davon ich Segen habe. Schleuß, Yeſu, mich in deine Seiten⸗Höhle, Du treuſte Seele! 8. Durch deine Wunden, die von Blute troffen, Steht mir nunmehr der ganze Himmel offen. Ich werfe mich hinein, da will ich ſterben Und nicht verderben.. 9. Wir wickeln uns in Chriſti Tod und Leiden, Und wenn wir von der eitlen Erde ſcheiden, So wollen wir ſein Blut ſelbſt mit uns nehmen Und uns nicht grämen. 10. Allein, wie wirds mit unſern Sunden ſtehen? Will man denn auch dieſelben mehr begehen, Da Jeſus ihretwegen ſo gelitten Und ſo geſtritten? 11. Nein, nein, ich will das böſe Weſen laſſen; Du biſt mir lieb; die Sünde will ich haſſen; Mir will ich. ch haß Schand und Sünden, Bis zu den ſterben, Dir, o Jeſu leben, Mich ganz ergeben. 12. Daß Fleiſch und Welt mich ſelbſt vergeblich reize, So ſollen ſie mir Beide an das Kreuze. Du biſt mir lieber, o Herr Jeſu Chriſte, Als alle Lüſte. 13. Dein Leben iſt die Krone mei⸗ nes Lebens; Dein Leiden ſei an mir niemals vergebens. auch mit Liebe, Das Kreuze leiden. 14. Preis, Ehr und Dank will ich im Himmel geben. Jetzt bring ich 5 dafür Wein eil und Leben; Dort will ich dich für deiner Liebe Proben Ohn Ende lten M. Joh. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Luſt und Freuden Ans Kreuz gehenket. Ach, laß mich Paſſtons⸗Lieder. Treu durch Urſache des Leidens Chriſti Mel. Herr, unſer Gott, laß nicht. 489 epüibſte Jeſu, wa -. I haſt du verbroche Daß man ein ſolch ſcharf Urtheil ia geſprochen? Was iſt die Schulden was für Miſſethaten Biſt du rathen? 4 2. Du wirſt gegeißelt und mt Dorn gekrönet, Ins Angeſicht ge⸗ ſchlagen und verhöhnet; Du pitß mit Eſſig und mit Gall geträͤnie 3 3. Was iſt die Urſach aller ſe⸗ cher Plagen? Ach, meine Sündan haben di geſchlagen. Ich, ich, Ha Jeſu, habe dieß verſchuldet, Wasn erduldet. (Thriſti Paſſion ein Jünden-Spiegel. 4. Wie wunderbarlich iſt dieſe Strafe! Der gute Hirte ſei⸗ für die Schafe: Die Schuld bezat Knechte. 5. Der Fromme ſtirbt, der recht in richtig wandelt; Der Böſe lebt, de wider Gott mißhandelt; Der Mauſt ⸗ an das Kriuſeffen, SCog dinen Geſ Nr wich regiere, 1 ch ded In U 8 den zuid betnätn Aus L wange N barcten, Ber⸗ stets zu wilen. 13, Ich wedde 4⁸ e8 an deie K⸗ 1 4 7 Peit aſtaten! da Dohit voch Gwos 4 zahae, 2„ 1 1 iſs Jan ſun Herze nich er heſten, So gi f „ guten fülre ſj werd ihh r 12. Aldan 4 30 red ich ich ber deinen 4 9 dr zu Ehren agen, Kenaru nicht achtenr. tmach, wt Uagen, Nichtr derſolgumg, Ahts von 4 3 ömerzen Nönen zu Herzen. 4. D Uls, obs für ſ⸗ vat iſt zu ſtigen, Wirſt d nich gu de Seite ſetzen verwirkt den Tod und iſt entgangen Gott wird gefangen.. 6. Ich war von Fuß auf vole Scheitel war nichts Guts zu ſindm Dafür hätt ich dort in der Hälln müſſen Ewiglich büßen. 7. O große Lieb, o Lieb ohn al Maße. Die dich gebracht auf die Marter⸗Straße! Ich lebte mit de Welt in Luſt und Freuden, Und du mußt leiden! (Chriſti Paſſion ein Gnaden⸗Spiegel.) 8. Ach, großer König, groß zu d len Zeiten, Wie kann ich gnugſan ſolche Treu ausbreiten? Kein menſch lich Herz vermag es auszudenkn Was dir zu ſchenken. b 9. Ich kanns mit meinen Sine nicht erreichen, Womit doch dein Er barmung zu vergleichen. Wie kan aden wiht du diss von mr men, K niht beſcäämen 15. Wm ut, Herr Niu, an denm aune Auf ma anpte fehn de Chren⸗Krone E Kl ic an nn Ales wird- gen, GWnd Dant ſingen do hemum. g. 1585, ſt.- ta imuſe Schatz und Neaner Malddie. „ c) ſchmerzlich bi* d 1e ſümer ich bit 7 hf 84 ſorre * dazen „A= mnſ g ich dir denn deine Liebes⸗Thaten 48 enl Im Werk erſtatten? 7 ſücſe 10. Doch iſt noch Etwas, das dir Daß m n aſt i i angenehme: Wenn ich des Wiſches 3„Müdtu Lüſte dämpf und zähme, Daß ſie was f diſeth itdes aufs Neu mein Herze nicht entzün⸗ rathen aten den Mit alten Sünden. 2. n dirſt egeß(Chriſti Paſſion eine gebens-Regel.) 8 1 11. Weils aber nicht beſteht in d verhöhnet 1 eignen Kräften, Feſt die Begierde mut nd mit al an das Kreuz zu heften, So gib mir Ans 4— ehenkt. deinen Geiſt, der mich regiere, Zum 3.2— die Urſac 1 Guten führe... V c, nan. 12. Alsdann ſo werd ich deine haben DBeſclluge d Huld betrachten, Aus Lieb zu dir Jeſu, h⸗ Hieß derſcude die arge Welt verachten; Bemühen lde werd ich mich, Herr deinen Willen Stets zu erfüllen. (Cdrſ ſſion ein zim 13. Ich werde dir zu Ehren Alles 4. wundebnit wagen, Kein Kreuz nicht achten keine dieſe S=t Der gut Schmach, noch Plagen, Nichts von für die= ife: Di Sm Verfolgung, Nichts von Todes⸗ der He= der Gercht— Schmerzen Nehmen zu Herzen. Knechte 14. Dieß Alles, obs für ſchlecht 5. 2 war iſt zu ſchätzen, Wirſt du es „5. Dſ omme ſtittn doch nicht gar bei Seite ſetzen; In richtig elt; Der At Gnaden wirſt du dies von mir an⸗ wider(der mißbmdet d nehmen, Mich nicht beſchämen. verwirk— Tod ud ün 15. Wenn dort, Herr Jeſu, wird Gott m ⸗efangen. vor deinem Throne Auf meinem 6. ar von I l Haupte ſtehn die Ehren⸗Krone, Da Schand ra Sünden will ich dir, wenn Alles wird wohl Scheitel eer nichts Gußt klingen, Lob und Dank ſingen. Dafür †. ich dort ud Joh. Heermann. g. 1585, ſt. 1647. müſſen rlich büßen. 7. Oae Leb,* Maße. †(dich gebractt Marter t=hel Ich lit Welt in⸗= und Fren mußt l Jeſu Leiden unſer Schatz und Troſt. In eigener Melodie. Paſſions⸗Lieder. ner Heerd, Euch wird die Angſt zer⸗ 285⁵5 du um meiner Sünd erduldet haſt; Drum ſoll dein Leiden, Angſt und Pein Mein beſter Schatz und Trö⸗ ſtung ſein. 3. Ach, große Sünde In mir ich finde, Womit der Satan mich gefan⸗ gen hält; Sie iſt gebüßet, Das Kreuz verſüßet Durch Chriſtum, der da trägt die Sünd der Welt. So ſoll dein Leiden, Angſt und Pein Im Kreuze mein Ergötzen ſein. 4. O Jeſu Chriſte, Mach alle Lüſte Des Satans und der Welt zu Schand und Spott, Die ſie mir le⸗ gen Auf allen Wegen, Mich zu ver⸗ ühren zur verdammten Rott. Ich halte mich an Deine Pein, Da kann ich wohl befreiet ſein. 5. Wenn ich ſoll ſterben, So laß mich erben, Herr Jeſu, nach dem Tod die Seligkeit! Drauf will ich ſcheiden Aus dieſem Leiden Zu jener Freud, die du mir haſt bereit. So ſoll dein Leiden, Angſt und Pein Im Sterben meine Freude ſein. Jeſu Seelen⸗Leiden im Garten. 491 Hi liegt mein Heiland * in dem Garten, Auf ſeinem heilgen Angeſicht, Der Sün⸗ den Strafen ſeiner harrten, Doch fliehet er von ihnen nicht; Angſt Noth und alle Trauer⸗Wogen, Die haben ſeine Seel umzogen. 2. Er klagt, er zagt, er betet, trauret Und rufet ſeinen Jüngern zu: Bleibt hier, damit ihr wacht und dauret, Was gebet ihr euch jetzt zur Ruh? Jetzt, da mir aller Menſchen Sünden Herz, Muth und Geiſt und Seele binden. 3. Ach, meine Seel iſt hoch be⸗ trübet, Betrübt bis in den bittern Tod, Ach, daß ihr Jünger munter bliebet Und wacht mit mir in dieſer Noth, Ihr ſeid ja wie verirrte Schafe Und übergebt euch doch dem Schlafe. 4. Ich, euer Hirt, werd jetzt ge⸗ ſchlagen Und euch, ihr Schafe mei⸗ 286 ſtreuet jagen, eriſſen werd. A daß Febet erſchalle Und Keiner in Ver⸗ ſuchung falle. 5. Es liegt mein Jeſus auf der Erden, Ruft: Vater, kann es mög⸗ lich ſein. So laß von mir genommen werden Des bittern Kelches herbe Pein; Doch den Gehorſam zu erfül⸗ len Nach deinem, nicht nach meinem Willen. 6. Ich ſeh ihn mit dem Tode ringen Und matt in ſeinem Schweiße ſtehn, Ich ſeh Bluts⸗Tropfen aus ihm dringen, So aus dem heilgen; Leibe gehn, Sein Angſt⸗Schweiß will nicht ſtille werden, Er läuft wie Bäche zu der Erden. — X9 4* A 7. Ach, meine Sünd, ach, mein Verüben, Mein Unart und erboste Schuld, Die habens leider ſo ge⸗ trieben, Daß Huld, Im an dern Tode zu verder⸗ ben, Sollt ewig, ewig, ewig ſterben. 8. Mein treuer Heiland aber wachet Und tilgt die Handſchriſt, die mich bindt, Die mich dem Tode zins⸗ bar machet, So daß mein Herz nun frei ſich findt. Das thut er durch d bittre Leiden, So will ihm Leib und Seele ſcheiden. 9. Das Angſt⸗Bad, ſo mir war geſetzet, Der Kelch, der mir war eingeſchenkt. Hat ſeinen heilgen Leib genetzet Und ſeinen Geiſt mit Schmerz getränkt, Weil er von mir der Seelen Schaden Und alle Laſt auf ſich ge⸗ laden. 10. Was Adam dort am Baum empfangen, Das Garten⸗Gift, der Sünden⸗Saft Und das, was ich dazu begangen, Ermattet meines Jeſu Kraft; Was in dem Apfel ſie ge⸗ nießen, Muß Jeſus hier im Schweiße büßen. 11. Hierdurch hat er des Zornes Feuer Bei ſeinem Vater nun ge⸗ dämpft, Die Macht der Höllen⸗Un⸗ ganz abge⸗ geheuer In ſeiner Angſt kämpft, Und alſo mir zum Seelen⸗ Wenn ich von euch Auf, wacht, daß eur ich, entfernt von Gottes Paſſtons⸗Lieder. Leben Den Frei⸗Brief durch ſen Blut gegeben. 12. Herr Jeſu, laß dein Angſt dein Schwitzen Und deinen draui erfolgten Tod Mich vor der Mach der Sünde ſchützen In meiner letzten Seelen⸗Noth; Laß deinen Schweif zum Troſt⸗Genießen Sich ſtets in meine Seel ergießen! Magdal. Sybil. Herzogin zu Wuͤrtend. geb. Landgr. von Heſſen⸗Darmſtadi. 1652—1712. Kurze Paſſions⸗Geſchichte. 92 ilf Gott, daß mirs ge⸗ 4 9 Hllge Du edler Schopfe mein, Mein Herz ich jetzo buing Zu Lob dem Namen dein, Daß i mag fröhlich heben an, Von deinen mt Wort zu ſingen: Herr, du wollſt m 3 4 beiſtahn! 2. Ewig dein Wort wird bleihen Wie Eſaias meldt, In ſeinem Bu thut ſchreiben, Eh wird vergehn die Welt Und was Gott ſelber jemal ſchuf, Sollt es Alles verderben, G thät kein Widerruf. 3. Jeſus, das Wort des Vaten Iſt kommen in die Welt Mit guoßen Wunderthaten, Verkauft um ſchnädes Geld, Durch Judas, ſeiner Jünget ein, Ward er in Tod gegeben, Jeſus⸗ das Lämmelein. r 4. Nachdem ſie hatten geſſen, Var nehmt das Oſter⸗Lamm, Da tüt er nicht vergeſſen, Das Brodt un ſein Hand nahm, Sprach: Eßt, das iſt mein Leichnam lind, Der für euch wird gegeben Zur Vergebung da Sünd. 5. Reicht ihm auch hin zu trinten 8 Soin Im Wein ſein Blut ſo roth. Sel⸗ Tod ſollt ihr verkündgen, Paulis Wer' würdig von dieſem Brodt Und trinkt aust geſchrieben hat: dieſem Kelche, Der wird nicht ſehn den Tod. 6. Jeſus wuſch ihn ihr Füß Wohl zu derſelben Stund, Lehtt ſt 1³⁴ .„ † Faatte lße A ſeinen lun Nurd' Lebet duune 1 zi Dabewid un erten ſer menn Iünder ſeld. hr nan I, d ugr da hct. Der Juden d 4 F Sie führtg hn züm N 4 degeceet m gnet. e1 erurtheilt wod. b 3 Hod m d Kreli Ji 3 der doch eker Fürſ Nachn dit ihn morn, Darm 1 gät ihn ſamen, T M NMich zürt Nrnimm, nalt der Selighi, Durum ein 8 n toren Aor ant veinen 19 a tt ſnn daupt geneit) aen Gdt whob, Als une nnnes zelyt, E word geno. Vom ſr, ins Grab we degt, An diten Lag erſtt⸗ s ſein die er vfr bi geſagt. do. Udawben Tage⸗ Inar lehrt, Alleit⸗ Aert zu wmin, Predgen in! Aat. Ner zuben thut und 1 8 Nen den lreg be me lliben, Vie d. uft, de ht das epge ⸗ Duch Grd im erkauft. 1l. Lach ger ſcoön thut enn dinmeffahrt, nochen ſu Jeninm durd? iches Aer, Vdder das d in walt der F⸗ at. 2 ki diſer thät er dr. El aüſter thät er ſ⸗ eanzatge Git Va. i Uit hnden In Wa, dernet Pnggben vIn W dnränm: Snnn d Uns nicht ver enn güh bütin. n: F. da it leitn Ramen 3 de der Denn. Seint. Nült. 3.1631 Sonſt. deinrich von! 3— öil. Herzogin u gh gebar k. von daſene 1652-lfl. K ur M ſſions⸗gtſtit 92. inge, Duedles in, gerz ich ſegr g froh ort zu ſtahn!! 2. Ewi. Wort widt le Eſaiſt adt, In ſeumn t ſchrei m Eh wud ven elt Umg s Gott ſelbe af, Soh Alles verdet t kein ſ krruf. 3. Jeſu us Port da komm die Welt M. underth d= Verkauftunſt ld, Du udas, ſeine „War mn Tod gegebn — Läm ml. imt da ³ ter⸗Lamm, N nicht na ſen, Das M Hand an, Sprac. h mein Labim lind, Naf d gege Ks Zur Vergein nd. 8 5. Reid ir auch hi ur Wein 10 Vut ſo uh ſollt i verkündyn brieber: Aer ni dieſen* odt Und m em Ke e Der uid it Tod. mit Worten ſüße Aus ſeinem gött⸗ lichen Mund: Liebet einander alle⸗ zeit, Dabei wird man erkennen, Daß ihr mein Jünger ſeid. 7. Chriſtus, der Herr, im Garten, Da er gebetet hat, Der Juden thät er warten, Von ihn gebunden hart: Sie führten ihn zum Richter dar, Gegeißelt und gekrönet, Zum Tod verurtheilt ward. 8. Hoch an ein Kreuz gehangen Der hochgeborne Fürſt, Nach uns thät ihn verlangen, Darum ſprach er: Mich dürſt, Vernimm, nach un⸗ ſrer Seligkeit, Darum ein Menſch geboren Von einer reinen Magd. 9. Mit ſeinem Haupt geneiget Er ſ ſeinen Geiſt aufgab, Als uns Jo⸗ hannes zeuget; Er ward genommen ab Vom Kreuz, ins Grab ward er gelegt, Am dritten Tag erſtanden, ie er vor hat geſagt. 10. Und in denſelben Tagen Je⸗ ſus ſein Jünger lehrt, Allein ſein Wort zu tragen, Predgen in aller Welt: Wer gläuben thut und wird getauft, Der hat das ewge Leben Durch Chriſtum ihm erkauft. 11. Lucas gar ſchön thut ſchrei⸗ ben Von ſeiner Himmelfahrt, Doch allweg bei uns bleiben, Wie er ver⸗ ſprochen hat, Vernimm durch ſein göttliches Wort, Wider das kann 1 nicht ſiegen Kein Gwalt der Höllen⸗ 1. Nach se ie hatten geſ Pf fort.— 12. Ein Tröſter thät er ſenden, Das war der heilge Geiſt, Von Gott, der thät ſie lenden In Wahrheit allermeiſt: Denſelben wolln wir rufen an, Der wird uns nicht verlaſſen, T Sondern treulich beiſtahn. * das iſt, leiten. 13. Recht laßt uns alle bitten Chriſtum für Obrigkeit, Ob wir ſchon von ihr litten Gewalt, auch für all Feind, Daß ihn Gott wolle gnädi ein Zu Lobe ſeinem Namen Dur hriſt, des Herren Pein. Heinr. Müller. g. 1631, ſt. 1675. Sonſt: Heinrich von Zütphen. Paſſions⸗Lieder. Die ſieben Worte Jeſu am Kreuz. Mel. Was mein Gott will, das. 493 Har an, mein Herz, die * Eſieben Wort, Die Jeſus ausgeſprochen, Da ihm durch und blutgen Mord Sein Herz am Kreuz gebrochen. Thu auf den Schrein Und ſchleuß ſie ein Als edle hohe Gaben, So wirſt du Freud In ſchwerem Leid Und Troſt im Kreuze haben. 2. Sein allererſte Sorge war, Zu ſchützen, die ihn haſſen, Bat, daß ein Gott der böſen Schaar Wollt ihre Sünd erlaſſen: Vergib, vergib, ſprach er aus Lieb, O Vater ihnen Allen, Ihr Keiner iſt, der ſeh und wüßt. In was für That ſie fallen. 3. Lehrt uns hiermit, wie ſchön es ſei, Die lieben, die uns kränken, Und ihnen ohne Heuchelei All ihre Fehler ſchenken. Er zeigt zugleich, Wie gnadenreich Und fromm ſei ſein Gemüthe, Daß auch ſein Feind, Ders böſe meint, Bei ihm Nichts findt, als Güte. 4. Drauf ſpricht er ſeine Mutter an, Die bei Johannes ſtunde, Tröſt ſie am Kreuz, ſo gut er kann, Mit ſeinem ſchwachen Munde: Sieh hier dein Sohn, Weib, der wird ſchon Mein Amt bei dir verwalten; Und Jünger, ſieh, Hier ſtehet, die Du ſollſt als Mutter halten. 5. Ach, treues Herz, ſo ſorgeſt du Für alle deine Frommen. Du ſiehſt und ſchaueſt fleißig zu, Wie ſie in Trübſal kommen; Tritt auch mit Rath Und treuer That Zu ihnen auf die Seiten; Du bringſt ſie fort, Gibſt ihnen Ort Und Raum bei guten Leuten. 6. Die dritte Red haſt du gethan Dem, der dich, Herr, gebeten: Ge⸗ denk und nimm dich meiner an, Wenn du nun wirſt eintreten In deinen Thron, Und Ehr und Kron Als Himmels⸗Fürſt aufſetzen. Ich will Dual Paſſions⸗Lieder. gewiß Im Paradies, Sprichſt du, 13. dich heut ergötzen. 8 willſt 7. O ſüßes Wort, o Freuden⸗ plagen, Stimm, Was will uns nun er⸗ ſeinem Ecken. Stürmt er gleich ſehr, Was zugeben, kann er mehr, Als Leib und Seele gläubig ſcheiden. Indeſſen ſchwing Ich mich Leben. Er aber ſelbſt fängt an und ſchreit, meinen Wird dich gar bald erfreuen. Sei ter von du nur treu Und halt dabei Stark an mit gläubgem Schreien. und hell, Klagt, wie ihn heftig dürſte. 9 Nich dürſtet! ſprach der Mel. Wie matt er ſi getragen An veinne Dank. 11. Er deutet auch daneben an, Gottes ſein Kreuz bei Jedermann Frucht 2. D Seelen⸗Angſt muß quälen: Das gemacht. Nacht Begunnt herein. zudringen, 3. Wi Sprach Gottes Sohn: Es iſt voll⸗ Strafe! bracht Das, was ich ſoll veiloringen, machen, gen würd und tödten. 4. Er n ſchreden! Laß gleich den Tod mit abtragen? Es. iſt vollbracht, Das Gleich als ein Löwe brüllet: Eli, Aus meinem kalten Herzen hnd nein Gott! Welch Angſt und Noth hiemit wird der große Hirt C Sutbur Muß ich, dein Kind, ausſtehen! Ich den aller Schmerzen. Kind Wenn Gott ſich grauſam ſtellet; treuen Schooß hinſenden; Ach ſiß⸗ Schau, daß du, wenn ſich Trübſal mein Hort, Dein letztes Wort Mi findt, Nicht werdeſt unngefal et. Halt letztes Wort auch werden, So dan) ſteif und feſt, Der dich jetzt läßt, ich ſchön Und ſelig gehn Zum Wr ewge Licht Schleußt Keinen nicht Wir konntens nicht erſetzen, Gel Vom Theil und Heil der Seelen. gab aus ſeinen Schätzen Die Nint 12. Als nun des Todes finſtre ſelber her. Iſts s denn vollbracht, was du nun Dich ſo ve ergeblih Als müßt ein Menſch mn Thun Die Sünden⸗Schu 1 großem Grimm Hergehn aus allen nimm in Acht, Du darfſt hier Nicht Als daß du gl äu üſt Umd bleibſt In deinem gan und ring Ins Paradies der 14. Nun endlich redt er noch a Frenden mal, Schreit aus ohn alle Ma din Nun wohl, der Schächer wird Mein Vater, nimm in deinen 8u nit Freud Aus Chriſti Wort erfüllet, Das, was ich jeßzt muß laſſen, Vm Geiſt, Der ſich bier ruf und du Schwei igſt ſtill dazu, 15. O wollte Gott, daß ich man Läßt mich zu Grunde gehen. End Auch alſo möchte enden, Um Nimm dies zur Folge, frommes meinen Geiſt in Gottes Händ l der Erden! P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1en 10. Der Herr fährt fort, ruft laut Dank für Chriſti blutige Zahlung. 8 Was willſt du dich betrübe ewge L Quell Und edl e Fhens Farſt 494. J bringe meinen m de Was meint er dier Er zeiget dir,= gen Viel millt tene Du läßt dich für uns m Laſt, Die du ihm haſt Gemacht in gen, Ich kann dir lebenslang n Sünden⸗ Tagen. gnu gſam d dauhar ſein. W waren Feind Nun aber ud wit Wie ihn ſo hoch verlange, Daß dieß Freundo⸗ Das bringt d ania zu hätteſt nicht galtt W. bring und wohl vorfanger Das merk wir nicht Schuld gemacht, Du oif mit Fleiß, Wer ſich im Schweiß Der ohn uuſer Bitten Die Zahlung ſeh Das machte die Beſchwa⸗ Lir hatten böſe Sachen, De Ri wa 9 gewl iß, Und Keiner Vein Daß man ſie uns erltet Was hier und dar Die heilge Schaar Wir Alle mußten ſterben Und elwg⸗ Der Hüter und Propheten Hat auf⸗ lich verderben, Doch Jeſus, unſe geſetzt, Wie man zuletzt Mich kreuz⸗ Leben, Hat fuc für uns gegeben. trug die ſchweren Schul⸗ d Priſ N zer ft R emden Volhr 9 dien et jet hat. Vadi 8 ſit Un 15 Mrnicen⸗ — In Snaaler Sinder, J ribe it — — — — — ——= — — — — — — — — — — 4— — —— — dt m auſend n nch chen 1 815 — 2— — = —— —2 1— 8 4 S . d dae A Satt deut den 2 dar E ul de Schuld u Dra nf m ä fröhl ſch leb b n um Vict Riahr. d a Gotlt vec t1 8 en lebes ind 3 8. d 1n Daß ſröblich ſm. Drüct ung che eh. Jott iann s neae, denn er iſt enen Ih usgeſöhnter G 8. Un rußte r Frieden, d N dane ſein Und 2 c Von 4 din Wea dr tudde 4 b t nn 1n kelden, D 13 ernher, z. 1658 3 4 i s ir des leidende 4 dan um ſter Phnn— ken. Ms ſeber A 2 wy. 4 dit N 345 4 ſchmerz 2 e han, W Wie wird d 1 n dm, * ei les* 1 uen 1 ir de An 5 13.= llſt= Sdenn y lſ dn dihnd nem J.= ut An tragen 2 A Simah — Tach. mnin A Du darft 6 geben, daß du lü ben. mg 14 dlih nata 1 Sch— ohn dl ein Vo rumm 1s, wa kett muß laſ inen(☛☚ Der 15. O—9 Gott, dß d Aut en nöchte ende nen G Kfn Gottes ſin len Sen hinſenden. n Hor in lettes An es Wan ach werden, 8e ſchön a ſelig gehn ga von do dens * Gerhard, 9 16, al für ſti blutige zit Mel. An Slſt du dich bettin — 4 7 bringe meim * T. en Wiel un ik. Dil nt dich für m Ich mendir lebenlan. gſam dürum ſein. Mr tes Fe aear Nun aber ſ inde,*Sw ringt deri Du autt nicht gelite nicht Cucho Pnuh A uuſer mfttn Die Zahun icht. Wemachte die konn arm nicht erſezn, aus ſe tan Schätzeen del her. V 8 tman böſe Sahe fe war, Und eint en, T 4 nan. Allle r atrr ſterb l verder in Doch Niu „Hat f für uns oh 3 Er ondie ſchwennn — den Und trat an unſrer Statt, Er wollte für uns dulden, Was man verdienet hat. Er ſtarb für mich und dich Und alle Menſchen⸗Kinder, Die Strafen aller Sünder, Die nahm er über ſich. 5. Er mußte völlig zahlen, Die Hälfte that nicht gut, Drum gab es Wunden⸗Malen, Es koſte Schweiß und Blut und tauſend Höllen⸗Noth. So wird nach Zahlung gelten müſſen, Es zahlt der große Gott. 6. So kann ich Gnade finden, Weil Jeſu Chriſti Blut Dem Rä⸗ cher für die Sünden Vollkommne Gnüge thut. Gott beut den Frieden dar, Er will die Schuld vergeben. Drauf kann ich fröhlich leben, Es hat nun nicht Gefahr. 7. Bin ich mit Gott verſöhnet, Bin ich ſein liebes Kind. Wer iſt es, der uns höhnet, Daß wir ſo fröhlich ſind? Drückt uns noch manche Noth; Gott kanns nicht böſe meinen, Denn er iſt mit den Seinen Ein ausgeſöhnter Gott. 8. Mein treuſter Friedenmacher, ch will der Deine ſein Und meinem Widerſacher Von Herzen gern ver⸗ zeihn, Was er verſchuldet hat. ſterbe nun mit Freuden, Denn dein Verdienſt und Leiden, Das ſchafft mir ewig Rath. M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Auf die Seite des leidenden Jeſu. Mel. Chriſt, unſer Herr, zum Jord. 495. J eclie hemne gern vergiebet, Wie ſchmerzlich Weh wird dir gethan, Wie wird dein Leib betrübet! Es grüßet dich mein gan⸗ S zer Geiſt, Du, meines Heilands Seite, Du edler Quell, aus welchem fleußt das Blut, das ſo viele Leute on ihren Sünden wäſchet. 2. Ich mach, Herr Jeſu, mich zu dir, Ach, halte mirs zu Gute, Und laß mich ſuchen Troſt für mich In Paſſions⸗Lieder. ſolchem Büßen Die Und Ich T 289 Du werthe weites Thor deiner Wunden Blute, Wunde ſei gegrüßt, Du der Gnaden, Daraus ſich Blut und Waſſer gießt, Und da all unſerm Schaden kann abgeholfen werden. 3. Du riechſt mir ſüßer als der Wein und heilſt das Gift der Schlangen; Du flößeſt mir das Le⸗ ben ein Und ſtillſt des Durſts Ver⸗ langen. Eröffne dich, du, liebe Wund, nd laß mein Herze trinken, Iſts möglich, laß mich gar zu Grund In dir gehn und verſinken, So werd ich mich recht laben. 4. Mein Mund ſtreckt ſich mit aller Kraft, Damit er dich berühre, Und ich den theuren Lebens⸗Saft In Mark und Beinen ſpüre. Ach, wie ſo ſüße biſt du doch, Herr Jeſu, meinem Herzen! Wer dich recht ſchmeckt, dem wird das Joch Der bittern Todes⸗Schmerzen leich als wie lauter Zucker. 5. Verbirge mich, und ſchleuß mich ein In deine Seiten⸗Höhle; Hier laß mich ſtill und ſicher ſein, Hier wärme meine Seele, Wenn mich der kalte Tod befällt, Und wenn der höllſche Leue Nach mir und mei⸗ nem Geiſte ſtellt, So laß in deiner rreue Mich denn fein ruhig bleiben. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Kränkung über Jeſn Leiden. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 496 Jeſu, dein betrübtes Lei den, Deine ſchwere Kreu⸗ zes Pein, Soll mein ganzes Denken ſein, Allen Welt⸗Tand will ich mei⸗ en. Jeſu, deine bittre Noth Krän⸗ ket mich bis auf den Tod. 2. Dein geronnen blutig Schwitzen, Deiner Seelen Höllen⸗Qual, Deine triemen allzumal, Deiner Krone Dornen⸗Spitzen, Solche deine bittre 2c. 3. Ach, was ſoll ich Armer ſa⸗ gen? Alle Wunden, die du hegſt lle Striemen, die du trägſt, Ha ich dir ſelbſt helfen ſchlagen; Jeſu, deine bittre ꝛc. 4 4. Dein Geſicht iſt blau geſtoßen, 19 290 Deiner Augen Freundlichkeit It mit Unwuſt vol lgeſpeit Von des Teufels Hilfs⸗Geno ſen. Jeſu, deine ꝛc. . Daß du uns biſt nachgegan⸗ en, Haſt verlaſſen deinen Thron, F. nun dieß dein Dank und Lohn, aß du mußt am Kreuze hangen? eſu, deine ꝛc. Seſie e Sollte mich denn dieß nicht kränken? Sollt ich nicht bei dieſer Zeit fliehn der Erden Eitelkeit, lin an deinen Tod gedenken? Jeſu, deine de⸗ 7. 8 Laß, Herr Jeſu, laß dein Lei⸗ den, Deine Marter, Angſt und Pein, Meine letzte Suß lucht ſein, Wenn ich ſoll von hinnen ſcheiden: Hilf, daß ich dunh deinen dod Sanft be⸗ ſchlief Be meine Noth. L. Tob ßnitzer, g. 1684, 4 Clau 1619, ſt. Paſſtons⸗Betrachtung. Mel. Jeſu Leiden, Pein und 49 7. Jeſu⸗ deine Paſſion Will .₰ ich je atvedende. Wol⸗ Tod. leſt mir vom Himmels⸗Thron Geiſt und Andacht ſchenken, Gieb d doch dei⸗ nen Gnaden nchein. Jeſu, meinem Herzen, üie du, unſer Heil zu ſein, Litteſt alle Schmerzen. 2. Meine Seele Angſt und Bande, Deinen Speichel, Schläg und Schmach, Kron, Speer⸗ und Nägel⸗Wunden, Deinen Tod, o Gottes⸗Sohn, Und den Leib voll Schrunden. 3. Doch, laß mich ja nicht allein Deine Marter ſehen: Laß mich auch die Urſach ſein⸗ Und die Furcht ver⸗ ſtehen. Ach, die Urſach war auch ich Ich und meine Sünde, Dieſe hat gemarkert dich, Groß ich ſie vrinde 4. Jeſu, lehr bedenken mmich Dieß mit Buß und Reue: Hilf, daß ich mit Sünde dich Martre fan t aufs Neue, Sollt ich dazu haben Luſt, Und nicht wollen meiden, Was Gott ſelber büßen mußt Mit ſo großem Leiden? erlaubet ſe hen mag Deine Deine Kreu⸗ zes⸗Schande, Deine Geißel, Dornen⸗ Centner⸗Laſt, Die Paſſtons⸗Lieder. 5. Wenn mir meine Sünd wil Machen heiß die Hölle; Jeſu, nenn Gewiſſen ſtill, Dich ins M tittel ſtelle Dich und deine Paſſion Laß mit gläubig faſſen; ebet mich der lis Sohn, Wie kann Gott mich haffen 6. Gib auch, Jeſu, daß ich gen Dir das Kreuz 13 nachmage, Daß ih 0 Demuth von dir lern, Und Geduld i Plage „Daß ich dir geb Aebff Und dir Dank ern rweiſe, D Daß i iin 8 o Herr, es gib, Dort im Rnenel rra Sieg. v. Birken, g. 1626, ſt. 1631 Troſt der Wunden Chriſti. Aus Augnſtinus. Mel. Zion bas mit Angſt und. 498. Jeſn 3 deine tiefe Wm den, Deine Qual m bittrer Stunden Troſt in Leibs und Sall Tod geben mir zu an Noth. Fällt mir etwas Arges ä Denk ich bald an deine Pein, N meinem Herzen Mit i Sünde nicht zu ſcherzen. 2. Will ſich denn in Wol weiden mein verderbtes Fleiſch mn Blut, So gedenk ich an dein Leim, Bald wird Alles wieder gut. Koum der Satan und ſetzt mir Heftig 4 halt ich ihm für D Gnaden⸗Zeichen; Bald muß er dan dannen weichen. 6 ren Auf die weite Wolluſt t⸗Bahn, Nichts iſt, als Jubiliren;, Aüdn ſchau ich emſig an Deiner Mai du All 1Sgeſtandan haſt, So kann ich in Andacht bei ben, Alle böſe Luſt abtreiben. 4. Ja, für Alles, was mi dh din ket, Geben deine Wenn mein Herz hinein ſich ſen nie Krieg ich neuen Lebens⸗Saft. D. nes Troſtes Süßigkeit Wendt 1 mir das bittre Leid, Der du u das Heil erworben, Da du biſt ſt⸗ mich geſtorben. 5. Auf dich ſetz ich mein Ve trauen, Du biſt meine Zuverſ ſict deine Gnad m 3. Will die Welt mein Herze ft fu Wunden Kraft —= — — —— 2 din d) dal den dod ratt„. r rich ann tödten n dir hobe Theil, dir. Trot. 9 dhuh und. dHeil, Dei vid ut geben Auferſtedur und Lefel. 6, HAih dich in mein zen, A. dum aler Gütit= ge n h din deg narp 81 dich, Wel= 4 vneten m nic Wer dein Vanden, Der hat i* li⸗ * el tvunden. Jderrman, g. 1. 4 Verſtfte dodes⸗Kampf: 1 Ien Todes⸗Roth. N hekannter nu b 1g 9 Jan der du ſe heuht Pn hif ſir, denn ich ſterl Wenn der dd mich ſchreck nich niin Giſen nagt 7. dindei gamn Wenn de= nid wnag, Laß mich n — — — 8 —— — —— — — — — — S g — n bitt 1. un. ntn Ider letzten Not— e6 ſchwiten. ſnn t Shu 1 U dem — — —= —== 38 Geit d 1 ben. 6. Gi— r das n ds emuth— lern Un 8 zerweiſe, Daß n. Dort Uinzim 4 Sd. Birken, Gln 3 1 Traſt Bunde dn Auguſtinns wer T th. Fi r nir etwas n nt ich ran deine N. dubet eem Herzen N men w. . Will s„Welt mein hi Auf dur te Wolluſt⸗ ots iſt uan Jubilrren, M. u ich irm an Deine tner⸗L„r Die du auay „So ar ich in Anu „Alle ese Luſt abweid „Ja, Muällles, was hi Gebet ine Wuda in me naz hinein ſi g ich urs Lebens⸗ct Troſ K üßigtet We das att Leid, Dan Heil uben, Da ni geſto 136 1 N 8 ſg 1 5 en, 1 niſt mein z dein Tod an dir habe Theil, 8 in deine Wunden, Aus des Todes Rachen; A ſelig machen. . hat den Tod zerhauen, Daß er mich kann tödten nicht. Daß ich Bringet mir Troſt, Schutz und Heil, Deine Gnade wird mir geben Auferſtehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinem Her⸗ zen, Du Brunn aller Gütigkeit, So empfind ich keine Schmerzen, Auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, Welch Feind kann verletzen mich? Wer ſich legt Der hat glücklich überwunden. J, Herrmann, g. 1585, ſt. 1647. Verſüßter Todes⸗Kampf durch Jeſu Todes⸗Noth. In bekannter Melodie. 499 Jeu, der du ſelbſten wohl . Haſt den Tod geſchmecket, Hil mir, wenn ich ſterben ſoll, enn der Tod mich ſchrecket, Wenn mich mein Gewiſſen nagt Und die Sünden plagen, Wenn der Satan mich verklagt, Laß mich nicht ver⸗ zagen. 2. Jeſu, zeige mir die Seit Und die rothen Wunden, In dem letzten ſcharfen Streit Meiner Todes⸗Wun⸗ den; Laß mir deinen bittern Tod, Blut⸗ und Angſt⸗Schweiß nützen, Wenn ich in der letzten Noth Todes⸗ Schweiß ſoll ſchwitzen. 3. Von dem Speer der letzte Stich Naht dir zu dem Herzen; Ach, Herr Jeſu, denk an mich, ühlt mein Herz auch Schmerzen; lut und Waſſer von dir fleußt; P Laß mich dieſes laben, Wenn mein ſchwacher, matter Geiſt Todes⸗Durſt wird haben. 4. Jeſu, meines Lebens Licht, Dich nicht von mi wende; Ach, Herr Jeſu, laß mich nicht An dem letzten Inder Jeſu, reiße mich, mein Schu „ein Tröpflein deines Bluts Kann mich Mich. Bapzien. Paſſions⸗Lieder. 291 Zneignung der inner⸗ und äußer⸗ lichen Leiden Jeſn. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben, 500 Jeſu, der du wollen bü⸗ . ßen Für die Sünden aller Welt, Durch dein theures Blut⸗ vergießen, Der du dich haſt darge⸗ ſtellt, Als ein Opfer für die Sün⸗ der, Ach, laß deine Todes⸗ Pein Nicht an mir verloren ſein. 2. Rette mich durch deine Plagen, Wenn mich meine Sünde plagt, Laß, ach laß mich nicht verzagen, Weil du ſelbſt für mich gezagt. Hilf, daß mich dein Angſt⸗Schweiß kühle, Wenn ich Drangſals»Hitze fühle, Ach, laß deine Todes⸗Pein ec. 3. Mache mich durch deine Bande Von des Satans Banden frei; Hilf, daß dein erlittne Schande Meine Krone und Chre ſei; Troſt der See⸗ len, Heil der Erden, Laß mich nicht zu Schanden werden; Ach, laß deine Todes⸗Pein ꝛc. 4. Rede durch dein Stilleſchwei⸗ Len, Liebſter Jeſu, mir das Wort, Wenn mich Sunden überzeugen Und verklagen fort und fort, Wenn mein bös Gewiſſen ſchreiet Und mir mit erdammniß dräuet; Ach, laß deine Todes⸗Pein ꝛc. 5. Laß mich Freuden⸗Roſen brechen, Liebſter Jeſu, meine Zier, Von den Dornen, die dich ſtechen; Jeſu, nahe dich zu mir, Kröne mich mit Huld und Gnade, Daß kein Sünden⸗Dorn mir ſchade; Ach, laß deine Todes⸗ Pein ꝛc. 6. Heile des Gewiſſens⸗Striemen, Nimm von mir der Schmerzen Laſt, Durch die Geißeln, durch die Rie⸗ men, Welche du gefühleſt haſt, Daß ich böſer Knecht der Sünde Satans Streiche nicht empfinde; Ach, laß deine Todes⸗Pein ꝛe. 7. Ach, laß deine tiefen Wunden, Friſche Lebens⸗Brunnen ſein, Wenn mir alle Kraft verſchwunden, Wenn ich ſchmacht in Seelen⸗Pein; Senk 19* Gnaden Alle in Abgrund deiner 6 8 Ach, laß Schuld, die mich beladen; deine Todes⸗Pein zc. 8. Ach, zerbrich die Eifer⸗Ruthe, Ach erzeige Gnadund Huld. Tilge doch mit deinem Blute Meine ſcht were Sün⸗ den⸗Schuld. Laß mich in der Angſt der Sünden Ruh in deiner Seite finden; Ach, laß deine Todes⸗Pein. 9. Hilf, daß mir dein Dürſten nütze, Das am Kreuze dich geplagt. Wenn ich lechze, wenn ich ſchwitze, Wenn mich meine Sünde ladt Laß mich deinen Durſt Lenieße Laß mir Lebens⸗Ströme fließen; Ach laß deine Todes⸗Pein ꝛc. 10. Jeſu, komm, mich zu befreien Durch dein lautes Angſt⸗Geſchrei. Wenn viel Tauſend Sünden ſchreien, Stehe doch mir Armen bei. mir Mund und Sprach entfallen, Laß mich ſanft von hinnen wallen; Laß mir deine sPein Leben, Heil und Himmel ſe in. J. Franf, ode g. 1618, ſt. 1677. Geſegnete Betrachtung der Paſſion, In eigener Melodie 501. 3 3 Seiden Pein und Tod, ltiefe Wunden Ha⸗ ben l. edt. faſt todt, Heil⸗ ſamlich verbunden. Menſchen, der Suünde ab, Wir worden, Sollen kommen aus Grab In der Engel Orden. 2. Jeſus in den Garten ging, Trau⸗ rich an Geberde, Mit Gebet das Werk anfing, Knieet auf die Erde, Seine Seel bis in den Tod Heftig war betrübet; Schau in was 45 Moße Noth, Er für dich ſich gieher Wachet, betet, Jeſusſpricht: D ihr duich tverzaget, Der Geiſt ſich; noat hoch verpflicht, D dem * es ſoll gelingen, Sei nicht ein vermeſſ ner Mann In ſo ſchweren Dingen. 4. Jeſu, dem der Engel lurwerzvandt aufwarten, D Was ich, Welt Gutem oran ſieden. Wenn 7 gelitten, I nicht Ab für mich zu bitten, ſagt ſind Chriſten allein Gerechte ſtalt, rück, Seinen auf ſeinen ereide Blick Bitterlch geweinet, 8 Wenn Das Fleiſch ſich nicht waget, Mit Ge betfang Alles an, Wenn 4 Volles ganzer Hauf: Chor den zu ſtaͤrk⸗ ken kam hervor Ein Engel im Gar ten. Wenn kommt meine leßte Zeit Dein Engel mich ſtärke, Damit ich im letzten Streit Todes⸗Angſt nicht merke. 5. Jeſu, dein blutrothe Schweiß, betrübes Zagen, Macht die ſchwarzen Sünden weiß, Kann Weh muth verjagen, Menſch hen, n nicht ſo ſehr, Chriſtus hat erde du und Andre mehr, ſendmal verſchuldet. 6. Mit einm Kuß Judas, d War ein Gotts ⸗ Verräther, nennet einen Freund Dieſ leſen Ueda⸗ thäter. Wenn dich auch die fahhe Alſo will t Dein del, Ml⸗ 4* A Der Feind, Der doch betrügen, Böſes utt Alsdann wirſt d Alle Jünger laufen weg, Jeim im ſtecken, Petrus ſelbſt, ſo keck, We et ihm den Rücken. haͤlt aus geduldiglich, Der auch he Der mir hilft und läͤßt nos he 8. Jeſu, ohne Miſſethat Im ten vorhanden, Da man dich a bunden hat Feſt mit harten Band Wenn uns will d der boͤſe Feind N So laß u 11s, 1 der Sünde binden, 8 unn Dadurch Loſung Menſchen Freund, finden. 9. Jalſche Zeugniß, Hohn und Spott, Speiche! auch der Knechte wahrhaftige Gott, da Und du ſündige Ge Willſt du todt dich haͤrt nen Wenn Verfolgung mit Gewalt? Auch auf mich losſtürmen. 10. Petrus, der nicht denkt; Gott verneinet, d Leid het der eſu blicke mich au ih an. ich t will büßen, dan ich boͤſes hab gethan, Rühre me Gewiſſen. 11. Judas henkt ſich und darau Den Landpfleger reizend Schreit des Weg, nur weg udas ſen thateſt, ans Kreuze! Nicht nur dern ich Und die Niſ 2 rufale. iur 1 bn. n, Re n ai 8 nun . Je. 1 n 4 blutte Mi zuſe r ein— ⸗Verräthe a. net 6— Freund diha er. ſt= di t Alſe l benrga,d 5 D, Alsdam „Alle e ger laufen ag, um ſt Petrus ſälte ec, I ihm den Rü aus ⁵ aldiglich, Na ten, Ir a nir hilft und Ab üch zu biten Jeſt ten e Miſſethat n vorh An, Da man den h ſt mit hart in unt Ül der böſe u Sün adden, So lit ſſchen ind, Dadut n Falſ Szeugniß, ſih tt, Sufel auch der t et den hrhaftige On n Ge u Und du ſün Wi u todt dih Ve Moiug mit(eni mich Farmen. ). Pe zun der niht w Sein r Hott vernnt ſeinen m ſten Bit k inet. E blcce nih n ich mnr t will büja! oͤſes Angethan, h iſſen. Jud Kenkt ſi mi Land affr weijend dir s gar rspauf: War Kreuze ict nur 3 ich all die ſt Haben unbarmherziglich Meinen Gott verrathen. 12. Jeſu Blut den Juden iſt Tod und lauter Hölle. Prüfe ſich ein jeder Chriſt, Daß er ſich recht ſtelle, Wenn er will das theure Blut Wür⸗ diglich genießen, Sollen aus betrüb⸗ f tem Muth Zuvor Thränen fließen. 13. Jeſus ſein Kreuz ſelber trägt, Daran ihn zu heften: Simon wird es auferlegt, Trägt mit allen Kräften, Doch gezwungen er dieß faſſt. Gib, Herr! Kraft und Gaben, ſo will ich ein Theil der Laſt Ungezwungen tragen. 14. Jeſus angenagelt iſt An das Kreuz ſehr feſte, Beides durch Gewalt und Liſt Seiner Freund und Gäſte. Menſchen, die ihr ferne ſeid, Könnt euch ihm verbinden, Wenn vom Unrecht in der Zeit Euch zurecht wollt finden. 15. Jeſu! deine beiden Händ Und auch deine Füße, Alleſammt und ohne End für die Welt jetzt büßen. Hier iſt gar kein Unterſchied Unter Jud und Türken, Allen Gnade iſt bereit, Wo dein Geiſt darf wirken. 16. Jeſu! unter deinem Kreuz Stehe ich und weine, Weil ich ſeh, daß allerſeits Vom Haupt auf die Beine Fleußt dein Blut, der edle Saft, Als der Leib ſo hanget: Das gibt mir vollkommne Kraft, Wonach mich verlanget. * Fleußt ſein Blut, der edle Saft, Als der Leib erblaſſet, Das gibt mir vollkommmenKraft, Wohl dem der es faſſet. 17. Jeſus hier von Nazareth, Ein König der Jüden, auf des argen Volkes Bitt Schmerzlich iſt verſchie⸗ den. Wenn der böſe Jude kann Kei⸗ nen Heiland leiden, So will ich ſein Unterthan Sein mit allen Freuden. 18. Die Kriegs⸗Knechte theilen ſich In des Herren⸗Kleider, Und ver⸗ looſen ſein Gewand. Alſo geht es leider, Wer Chriſtum annoch bekennt, Will der Feind verzehren, Lüſtert, raubet, mordet, brennt, Und läßt ſich nicht wehren. Paſſions⸗Lieder. 293 19. Jeſus hänget an dem Holz, Bittet fuͤr die Thäter, Die ihn haſſen ſteif und ſtolz, Mehr als ſein Ver⸗ räther. Deine Sünden tödten ihn, O Menſch! das bereue, Sein Fürbitt iſt dein Gewinn, Dich hinwieder reue. 20. Er nahm Alles wohl in Acht In den letzten Stunden, Seine Mut⸗ ter wohl bedacht, Setzt ihr ein Vor⸗ munden. O, Menſch! mache Rich⸗ tigkeit, Gott und Menſchen liebe, Stirb darauf vhn alles Leid, Und dich nicht betrübe. 21. Jeſus dem das Paradies Voll Erbarmen ſchenket, Ein Schwur dieſes ihm verhieß, Der nur ſprach; Gedenke! Denk, o, Menſch! und bitte Gott, Daß er dein gedenke, In ſo vielfältiger Noth, Linderung dir ſchenke. 22. Unglück dem das Leben bracht, Der ſchon war verloren, Und hieran wohl nie gedacht, Wird von Gott erkoren. Deine Ruthen, liebſter Chriſt! Dir nicht wenig dienen, Wenn dar⸗ auf bei dir auch iſt Wahre Buß er⸗ ſchienen. 23. Mein Gott, mein Gott, Je⸗ ſus rief, Wie bin ich verlaſſen, Fühle in der Angſt ſo tief, Leiden ohne Maßen. Ruf auch du, wenn Noth iſt da, Gott an, deinen Herren, Er will dennoch ſein dir nah, Ob er gleich ſcheint ferren. 24. Jeſu gab man bittre Gall, Unſerm Lebens⸗Fürſten, Der da iſt mein einig All, Muß für Armuth dürſten. Jeſu, wenn ich leide Noth, Will ich mit dir leiden, Daß ich mag bei dir, o, Gott! Bleiben ungeſchei⸗ den. 25. Jeſus Alles hat vollbracht, Was nur von Propheten Lange vor⸗ her iſt geſagt, Nichts mehr iſt von⸗ nöthen. Weine nicht, nur Chriſti Werk Hat Alles erworben, Wenn der Troſt mich nicht geſtärkt, Wär ich längſt verdorben. 26. Vater! Jeſus allermeiſt Rief 294 an ſeinem Ende, Ich befehle meinen Geiſt Dir in Deine Hände. Seele meinem Gott Will ich ſhets befehlen, O, da wird ſie keine Ninm enohe nicht quälen. Als geſchehen war die Jefns ſein Haupt neigte. am Holz ſo verſchied, Seine beugte. Hören will ich deine Wort, Küſſen ſein Erlöſten, Seinen Vater du dort, Die ſich ſeiner troſten. 28. Finſterniß die ganze Bitt, ten Felſen ſpellt, Todte ſich erheben. Kann mein todter Jeſus nun Sol⸗ ches thun jetzunder, Wie vielmehr vird er denn thun, Herrſchend, große Wunder. 29. Jeſus iſt ein frommer Menſch, Gottes Sohn geweſen, Wie wir denn von dem Hauptmal in, Auch viel An⸗ dern leſen, Die ſich ſchlugen an die Bruſt, Ließen 4 von Sünden. zur Beſſerung hat Luſt, Mag Zeit ſich finden. 30. Den Verſtorbnen ein Soldat Jeſu im in geſtochen pat Da ſahen viele L Wie das Blut und Waſſer Herab auf die Erden; Wodurch bei Leute, des Weib und Mann Sollen ſelig werden. 31. Jeſu! du liegſt in der Erd, Als ein Wurm begraben. Laß mich, wenn ich ſterben werd, Ruh im Grabe haben, So werd ich, Herr Jeſu Chriſt, Durch dein Blut und Wun⸗ Wer rann bei⸗ di 4 Wenn die Winde ſauſen, Und die Iu⸗ then brauſen Denno Vhag Ich nichts darnach, men ange; den, Dermaleinſt, wenn es Zeit iſt, Sicher wieder funden. 32. Jeſu! ſelig werd ich ſein, Ich bins ſchon durch Hof ffen, Weil ih von der Sünden⸗Pein, So mich bin, The ure, ich mit Herz ergötze. 33. lauter Kron Weide. theure Schätze, Jeſu! Deine Paſ Laſſion Iſt mir Freude, Dean WMnden und Hohn Meines Herzens Meine Seel auf Roſen in ſeinem theuren Blute, alles Gute. je betroff fen, Durch dein Blut erlöſet Daran V und Sinn Gwig mich Jeſ. 53, 5. ihm, anf daß wir Friedeu hutten. Meine ſchenke. Noth Hangend d I Kniee Welt Decket, das Erdbeben Auch die har⸗ Schw Aüe Rachen Richten die Seite Mit einm Speer Paſſions⸗Lieder. geht, Wenn ich daran denke: In dem Himmel eine Stätt Mir deswegen 34. Jeſu! der du wareſttodt, Lebet nun ohn Ende; In der letzten Todes⸗ Noth Nirgend mich! hinwende, Als zu * dir, der mich verſühnt. O, mein trau⸗ ter Herre— Gib mir nur, was du verdient; Mehr ich nicht begehre. M. Paul Stockmann, g. 1684, ſt. 1112. Auf die Wunden Chriſti. H ohel 2, v. 14. 502 Jeſus, meine Freude, meines. liebſte Seele, Deimer 2. J unden Höhle?; Ji m 502. halt. Wenn die Höllen Giu then Und die Sünden⸗Fluthen Toben mit Ge valt, Lauf ich zu, Und funde Ruh, In der offnen Seiten Nh⸗ Da ic ſicher ſit itze. 2* Drachen IM wider ich. Wenn die Sündenaget, Gewiſen 2. Wenn db Feuer⸗ plaget, All lles reget ſich, Grau let 1. Doch nicht dafür, Unter Jeſu Dorna Hecken Kann ich mich Verecon 3. Wenn die Waſſer wallen, Um die Berge fallen Mitten in das Men Ja gleich noch ſo ſeht Denn H 4 b ſch ün in Jeſu Naͤgel⸗ Wohnung funden. 4. Weun die Ungl ücks⸗Wogen Kom⸗ zogen Hundert tauſend ffach Wuunde Wenn es ſchneiet, ſprehet, Wenn 8 regnet, wehet, Saner Unge mad, Bleib ich doch Bei Jeſu noch, Deun ab 14) M. Sal, Liskov, g. 1640, ſt⸗ 168 Die Strafe liegt auf Mel. Chriſtus, der uns ſelig⸗ 50 3. 7 geſu, meiner Seelen Licht Freude meiner —= — — —— ci s h iin und her dhd dan— Daß du her⸗ W verdd dat auf di ich T u Aant dewalt und da d Schläͤae dah un Banden, u. Schadt, Keuz und To anden a3 Pahewogenheit die Deines„ aund c An dei tre de. Jei bots allin 9⸗ aß ki 11 dn derzagte, dr Sindn lm und Na Fewiſen. 4 D mundadarer Rat nan n ande. O der dorten ehe. Ne man nirge 1 3 Sn Nenſch, der r Toh hat dct. d d. 1 derdrochen. An Ge 4. 8 33 n g ſoch c gerecht, . d cc S rhen. 5. NA eid Lüſte u gier d 9 dh b 9 geſchla agen. 8r di u 5 N h ch dr, 8 Jeſu täxen Nane Schudd und! At Wh ſ verbür get a dat Unich Id gar N A idd un u ait u mir Vkant at k Aehe. Macht; 1 4 en d wſſe ſen, id T 1 Od, 3 grniehen.„ den. den— daran dent 1 = Stätt Mr n Je n Ce.„In der lettenh eirg hmn n mi ſühnt. O, n B—l 2, v. 14 3= eine run, na 2— libbſteSaled 4— 4 1 (— nden Höhleh dalt: enn die hälg dd d) nder h wal uf ich zu, Umf In Soffnen Sein ſich ze. dem Feuer⸗Drahe L- Kichten 1 ie Ei naget, Dasht Alr Set ſich, Grut⸗ chtitei Unter Jeude Kati nich verſten dent e Waſſer walen! ge* Mitten in dol ie Ntm ſauſen, Ündu uſe u gleich noch o ofro Fe nichts darnah e⸗Wunden hu ng mun. deun 1a inglücks⸗Poge geze u S undert tſei 8 ſeNrtt, ſprehet, Aa w ten Lauter Uhpe hd ei Jeſu wh m en Wiute, M. ute. a. Liskov,„lihi , 5 8 ſ Striſt li if tegir Friede nner d cet, meiner 5 .1 Ph, Fan⸗ 1 C du warettw if ſ= Sunden ürü b nes Herzens Herz! Paſſions⸗Lieder. Freuden, Meines Lebens Zuver⸗ icht, Nimm doch für dein Leiden Dieſen ſchlechten Dank hier an, So viel meine Seele Immermehr dir bin en kann In der Schwachheits⸗ e. 1w2. Ich erwäg es hin und her, Was dich doch bewogen, Daß du ſo viel Herz⸗Beſchwerd Haſt auf dich gezogen. Daß du Angſt, Gewalt und Noth, Schläge, Hohn und Banden, Läſte⸗ rung, Schmach, Kreuz und Tod Wil⸗ lig ausgeſtanden. 3. Gottes Wohlgewogenheit, Va⸗ ter⸗Lieb und Güte, Deines Herzens Freundlichkeit Und dein treu Ge⸗ müthe, Jeſus hats allein gemacht, Daß kein Menſch verzagte, Wenn der Sünden Meng und Macht Die Gewiſſen nagte. 4. O, du wunderbarer Rath, Den man nie ergründet! O der uner⸗ hörten That, Die man nirgend fin⸗ det! Was der Menſch, der Erden⸗ Knecht, Trotzig hat verbrochen, Wird an Gott, der noch gerecht, Durch und durch gerochen. 5. Mein Fleiſch, Lüſte und Be⸗ gier Hat dich ſo geſchlagen, Dieſe Krankheit hab ich dir, Jeſu aufge⸗ tragen. Meine Schuld und Miſſe⸗ that Hat dich ſo verbürget, Bis ſie dich auch endlich hat Unſchuldig er⸗ würget. 6. Alle Strafe, der ich war Tag und Nacht verbunden, Liegt auf dir nun ganz und gar, Und durch deine Wunden Wird uns Fried und Heil Pebracht Drum will mir geziemen, eine ſtarke Liebes⸗Macht Ewiglich zu rühmen. 7. Laß doch dieſe Sicherheit Gleich⸗ falls mein Gewiſſen, Zwiſchen Angſt und Tod, und Streit, Kräf⸗ tiglich genießen. Ach, ach, mei⸗ Wirf durch deine Schmerzen Meine Schmer⸗ zen hinterwärts Fern aus meinem Herzen. 8. Und wie ſchnell mein Herz 295 erſchrickt Ueber Straf und Sünden, So ſchnell wird es gleich erquickt, Wenn du dich läßt finden. Jeſu! ſieh, ich falle dir Mit zerknirſchter Buße, Und mit Beſſerungs⸗Begier, Glaubensvoll zu Fuße. 9. Nun ich weiß worauf ich bau, Und bei wem ich bleibe, Weſſen Fürſprach ich vertrau Und an wen ich gläube. Jeſu! du biſt es allein, Der mich hält und ſchützet, Wenn gleich alle Höllenpein Auf mich ſchießt und blitzet. 10. Ich will, weil ich mit dir frei Werd im Himmel erben, Herr, in deinen Armen treu Leben und auch ſterben, Bis man fröhlich ſa⸗ gen wird Nach des Todes Banden: Sieh, dein Bräutgam und dein Hirt, Jeſus, iſt vorhanden. Heinr. Held, ſt. 1643. Größe und Frucht der Leiden Jeſu. In beſonderer Melodie. 50 4 Jeu meines Lebens Le⸗ 4 ben, Jeſu, meines To⸗ des Tod, Der du dich für mich ge⸗ eben In die tiefſte Seelen⸗Noth, In das äußerſte Verderben, Nur das ich nicht möchte ſterben. Tauſend, tauſendmal ſei dir, Liebſter Jeſu! Dank dafür. 2. Du ach! du haſt ausgeſtanden Läſter⸗Reden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Ban⸗ den, Du gerechter Gottes⸗Sohn! Mich Elenden zu erretten Von des Teufels Sünden⸗Ketten. Tauſend, tauſendmal ſei dir ꝛc. 3. Du haſt laſſen Wunden ſchla⸗ gen, Dich erbärmlich richten zu, Um zu heilen meine Plagen, Und zu ſetzen mich in Ruh. Ach! du haſt zu meinem Segen Laſſen dich mit Fluch belegen. Tauſend, tauſendmal ſei dir ꝛc... 4. Man hat dich ſehr hart ver⸗ höhnet, Dich mit großem Schmerz 4 Paſſtons⸗Lieder. —„Shulh u Chti belegt, Und mt Dornen gar ge⸗ ſpricht, Und am Kreuze ſucht. Uſte zinh krönet, Was hat dich dazu be⸗ tödten, Nach den Schriften der gu⸗ Leide wegt? Daß du möchteſt mich er⸗ pheten.. Du. duun Nrun ſi 11 ötzen, Mir die Ehren⸗Kron aufſetzen. 3. Jeſu, laß mir deine Wunde Fu. wahrt auſend ꝛc. Stels vor meinen Augen ſein; V 506. Pi Sohn. d 5. Du haſt dich hart laſſen ſchla⸗ die Jünger nicht verſtunden, Drüch nnt t 85 hi gen, Zur Befreiung meiner dein mir ins Herz hinein; Was verborgen dn Ac dhen; Fälſchlich laſſen dich anklagen, Daß ihnen war; Stell mir ſelbſt im Bide pen ich könnte ſicher ſein, Daß ich möchte dar; Wie du haſt von jenen Heiden ” 3 dauen troſtreich Wengſen Haſt du ohne Band und Geißel müſſen leiden. ln n eu. Troſt gehangen. Taufond zc. 4. Ach, die Woche wende viee 2 Nen end un 2e 8 v„et 5 enl. 6. Du haſt dich in Noth geſtecket, Dich autfs Neue kreuzigen, Bei de Uriad dla Magen: S ₰ 3 1 d 89 gei helt1 Haſt gelitten mit Geduld, Gar den Teufels Fa ſtnachts⸗Spiele Sich n hts⸗ dedals e gegelh — d b he en⸗ Tp ſte die dir Allir herben Tod geſchmecket, Um zu Larven laſſen ſehn. Ach, ent a dagen, a Geit büßen meine Schuld. Daß ich würde meinen Sinn, Daß ich nicht ſe nſu 1 losgezählet, Haſt du wollen ſein ge⸗ gottlos bin; Sondern an dein Blu quãälet. gedenke Und dich nicht von Neuam 7. Deine Demuth hat Dehüß tkränke. Meinen Stolz und Uebermuth, Dein 5. Ach, was darf man Lane Tben Tod meinen: Tod ver rlüßet, Es kommt tragen? Sind wir doch ſchon geit 19 Alles mir zu gut: Dein Verſpotten, blind; Müſſen leider, Alle ſan ſeine S. 5 n. dein Verſpeien Muß zu Ehren mir Daß wir 25 der Bettler ſind, d Tza ntder Knec gedeihen. Tauſend c. am Wege dorten ſaß. Was ſi Hant, IMp nn dich ſoge, 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Thorheit iſt doch das? Man mil inttet hair ane Laſt a⸗ Je u, für geſammte Noth„für die Andern ſich verdecken Und doch ſeibt dn dich t m Erde reiß⸗ Wunden, für die Schmerzen, Für den in Blindheit ſtecken. et an ehdeOrt Dir. herb den bittern Tod Für dein Zittern, 6. Nimum die Schuppeu von de 5 iie htrt für dein Zage en, Für dein tauſendfa⸗ Augen Bei den Kindern dieſer Vai 9 5. Daſ u mmn Nuch der! ches Pl agen, Für dein Angſt t und tiefe Weil die Werke gar nicht ta deen„ n dl M ds Kreus auft, Pein Will ich ewig dandbar ſein. Wo man dein Gedächtniß hält. d deum dui befäll. 3 C. Homburg, g. 1605, ſt. 1681. den Teufel in den Pfuhl Und z r. ahämgh Iſi n inket, ſtöre Satans Schul. Fluche den dnt deric an dir, Komt Auf den Faſtnachts⸗Sonntag. die dir fluchen: Komm zu denn. u mn Wir 4 dell, 4 nr 41.. die dich). Wk die dich ſuchen. Suun d daß Die heilige Kreuzfahrt.— be⸗ vm. ¹ g 4 zfah 5 4. Will mich gl leich die Well Ue⸗ dan M vancte di um. Luc. 18, v. 31—43. dräuen, So werd ich, o Davidnn iu hut mur ſtarter 8 Sohn! Noch viel ſchärfer zul ſchreien, Du biſt ja mein Gnaden 505. 3 u geht zu ſeinem Lei⸗ T bron Ach, ehe m, erbarm dich den, Auf, und laßt uns mein! Und laß deinen Wunder⸗Schein 3 mit ihm ge hn! Bannt von euch In die blöden Augen lachen Umd 6 die eitlen Freuden, Die euch in dem mein Herze lichte machen. 1 a i kant N von ihm va de, delht wegen men) 88 wegen mein Mel. Jeſu deine tiefe Wunden. Wege ſtehn. Tretet zu der Zwölfen 8. Aulf ſo ſeh ich dich im Glaube Schaar Und verlobt euch ganz und Bis ich dort im Schauen bin. Wil gar, wo ihr wollt mit Chriſto erben, der Tod das Licht mir ra uben, NoͤmntsSaal Auch zuvor mit ihm zu ſterben. Nimmt er nur, was leiblich, hin bis 5 doch es vommnt Np Jeſus rufet: Seht, wir gehen Ich muß doch, wenn Sls gef ſhehn dol durcplagte Seel kach Jeruſalem hienauf! Und gibt In Jeruſalem dich ſehn. Nicht, wo ütan dier d nn deutlich Ju Vorſte hen, Daß der ange⸗ man dein Kreuze heb et, Sondern Bunerdi Ve 3 n ſtellte Lauf Nur an dieſen Ort ge⸗ ohne Kreuze lebet. dutt Tr ſ tnn n recht, Wo man ihm das Urtheil Bent. Schmolcke, J. 1672, ſt 13.. Aa dil dendedäſg bith ndern an 8 en an da unt h nict wm ſch er darf um 8 8 AJdi doch ſhun Mi r= leider, M 1 r d ar Beiteer ſn ge a Cen ſaß. Mi tit ch das? Im ſich ae ſecken Und dhſ dhe ken. tim † a Schuppeu ra Bei 1=Rindern dißed 1 ata: schul. Fuhe fl e Komn u ſu r 1 Lill inn gleich di bh ich, o d Su dd ich, No ctiel ſchänfer g Di t ja mein hu A barm, erbm ndu sfinen Wundee bl 18e Augen latai erze Hl. machen. lſo Poich dich im dor un Schauen ha 8 Kricht mi m er unn was 8 — 4 as gi 3 d. ven M ſal! rnich ſeh in a ze hebt, 88 euz 81 t. Ber 8.„mwolcke,.W3 6 Unſere Schuld an Chriſti Leiden. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 506. 3 eine wahrer, Gottes⸗ Paſſions⸗Lieder. als eine Feſtung legen, Ganz be⸗ ſchützt vor Sturm und Streit, Vor den härtſten Donnerſchlägen, Auch was ihr ſonſt bange macht, Und ſie in die Luft gebracht. haſt 10. O, Herr Jeſu! nimm ſie auf den Tod erlitten, Und durch Marter, Spott und Hohn Mir die Seligkeit wenn ſie den ſchweren Lauf Ihres erſtritten. Ach, laß deine Angſt und Lebens wird vollenden, So die Pein An mir nicht verloren ſein. Mit getreuen Heilands⸗Händen, Und ihr nach allem Leid Die erwünſchte 2. Meine Sünd und Miſſethat Iſt Seligkeit. die Urſach aller Plagen: Sie, ach, ſie ſiſts, die dich hat So gegeißelt und ge⸗ ſchlagen; Sie iſts, die dir alle Noth Hat verurſacht, o, mein Gott! 3. Daß du heißes Blut geſchwitzt, Daß du wie ein Dieb gebunden, Daß die Dornen dir geritzt So viel Striemen, Beulen Wunden, Daß dein Spottet Jedermann, Das hat meine Schuld gethan. 4. Daß ein ſchnöder Knecht dich ſchlägt, Daß man dich ſogar zer⸗ ſchmeißet, Und dir eine Laſt auflegt, Die dich faſt zur Erde reißet, Ja zuletzt am Schädel⸗Ort Dir durch Händ und Füße bohrt. 5. Daß als einen Fluch der Welt Man dich an das Kreuz aufhänget, Und, als dich der Durſt befällt, Mit vermyhrrtem Eſſig tränket, Ja, ſo hart verfährt mit dir, Kommt, o, Jeſu! nur von mir. 6. Ich bin Schuld, daß Gottes Grimm Und Gerichte dich umfaſſen. Daß du ſchreiſt mit ſtarker Stimm Und klagſt dich von ihm verlaſſen, Herr, du leideſt wegen mein Alle dieſe Todes⸗Pein.. 7. Aber, o, der großen Treu! Dieſes Alles mir zu Gute, Daß ich wieder werd aufs Neu Gott ver⸗ ſöhnt mit deinem Blute, Der mir für der Höllen⸗Qual Nun verheißt den Himmels⸗Saal. 8. Siehe doch es kommt zu dir Meine wohl durchplagte Seele, Und begehret Freiſtatt hier, Herr! in deiner Wunden⸗Höhle, Wie ein Vogel in der Flucht, Der ſich einen Felſen ſucht. 9. Da will ſie in deine Seit Sich Unſere Schuld an Jeſnu Leiden. V Mel. Auf, mein Herz, geh mit zu. eſu! zeige meiner Seelen 507. 3 Deiner Marter Urſach an. Was hat doch zu deinem Quä⸗ len Wohl die meiſte Schuld gethan? O, Herr Jeſu! meine Sünden Müſſen ſich ſelbſt ſchuldig finden. 2. Warum haſt du das geduldet, Der du ohne Sünde biſt? Ich, ich hab es ja verſchuldet, Was auf dich gebürdet iſt. Ach, es war die große Liebe, Die dich zu der Marter triebe. 3. Speer und Dornen, Geißeln, Ruthen trafen meinetwegen dich, Leib und Glieder mußten bluten, Daß ſie nur erlöſten mich; Jeſu, durch dein Kreuz und Sterben Kann den Himmel ich ererben. 4. Habe Dank für deine Wunden, Habe Dank für deinen Tod; Meine Seele hat gefunden, Was vertreibt der Höllen Noth: Jeſu! dir bin ich ergeben; Jeſu Tod iſt ganz mein Leben. 5. In dein Wunden will ich ſchwin⸗ gen Mich in meiner Todes⸗Noth, So kann meine Seele zwingen Sünde, Teufel, Welt und Tod: Nun, ſo wirſt du mir mein Leben, Jeſu! ewig wiedergeben. 4 6. Nichts ſoll mich betrübet ma⸗ chen, Denn dein Leiden bringet Freud; Ich will aller Feinde lachen, lles Leidens dieſer Zeit: Jeſu! dei⸗ nes Leidens wegen Hab ich hier und dort den Segen. . 8 4 3 2 4 ———— ———— 2—— — 4—— 7——— —. 6—— 2 8 3 2 1— ———-—— öö“ ———- Raſſtons⸗Liede 2 298 Paſſions⸗Lieder. Seelen⸗Leiden im Garte 3 miät 1 Jeſu Seelen⸗Leiden im Garten. über mich zuſammen, Als nicht den a gmm Anſt 4 4 Rath ſortgeh. A n Nagen, Orii Mel. Herzlich thut mich verlangen⸗ 8. Bald weckt er ſeine Scham du a ſen di b 508. hr Herzen, voll von Und ſprach d dem Simon zu: Km ranam dant i ht un. Sünden, Die grimme ihr ſo ſicher fahren? Willſt du i Mendi mag n l Schuld anſteckt, Die boſe Luſt ent⸗ ſüße Ruh Nicht eine Stund uß⸗ in. 5 unh den de de zünden, Die ihr den Ben erweckt, ſchieben? Ach, wacht und ſchat n 1 tiſe 1 Der ſchon mit Schwefel Regen Und zu Gott! Den Geiſt mag Kcz aan zß ir dih n 84 1 8 men lichter Blitzen Macht Und harten betrüben, Dem Fleiſch graut ſi a d P Donnerſchlägen Auf eurem Haupt dem Tod. n a g n an erkracht. 9. Er ging mit mattem Hergn wn Ver diß be 2. Schaut, wie das K ben; zaget Und ſchreit zum andernmal. Si Um en t Dr wird zu Ob eurer Laſter Laſt, Wie ſehnich ich den Kelch voll Schmerzen, Wol Mn h Jeſus klaget, Und wie die Stürk wehmuthsherber Qual, Voll Jam ld lile bring die — en erblaßt! Wie wollt ihr doch beſte- mer gar austrinken, Mein Patat da anaaane uem. hen Vor Gottes Richter⸗ Thron ſo be ſteh Dein weiſes Butben 5 t vi 6 di Nui ber wohne⸗ Wenn ſchier in Angſt vergehen Will Dein, nicht: mein Will geſchet* 1 bud dund Pr ſein gerechter Soh n2 V 10. Die Jünger So e te 3. Er heißt die Jünger wachen Voll Schlaf und Trau igket de in um omutt deweg. Auf einem Ort allein, Und bei ſo Auge n kaum erhe eben, Drum les 1 N d. dende f ſchweren Sachen Im Beten emſig bei ſolchem Leid Der Herr ſie ſchun u mwrne N. ſein. Doch Zebedus Kinder llad mend ſitzen, Der jetzt im voh d ſe d un der Petrum führt er mit; Bald betet Zwang Begat 89 Blut zu ſch witzen. 9 de hn lnn denem für uns Sünder Sein ſuedeneie Und mit dem Tode rang. ſl e marhn Gemüth. 11. Bis auf ſein banges Kant t d eun. nwige 4. Ach, ſpricht er⸗ Furcht und Ein Engel ihm erſchien, Der 1— ienet. Schmerzen Dringt häufig zu mir derte ſein Zagen Und ſtarte ſeina Fäit An dg hern 5 ein, Die Kraft in meinem Herzen Sinn. Drauf weckt er die im Gartet 5 dw mrümte Gol; Verſchwindt in Todes⸗Pein: Bleibt Auf, ſprach er, ach, wacht. mn ſter r munter hier, ich gehe, Zu klagen Ihr könnt nicht länger war en 1 6 unch ma. meine Noth, Die Angſt, in der ich Dort kommt der Sünder Hauf 94 närbrtgt den⸗ ſtehe, Dem allmachtsvollen Gott. 12. O wahre Freud, o Ade- d e. 5. Da er von ihnen kommen ASanu aller Kotbt W 1 8 ad S Schier einen Steinwurf weit, Fällt die Seel aufgeben Und trete m nhum Snnaen er, ganz eingenommen Von uͤber⸗ vor Gott, So hilf mirs fi R ins n nnts — n ſchweremt Leid, Auf ſein Geſicht zur wagen Auf dein Angſt Scht reß nnd id imerneh 4 an Erden, Der ſonſt die ganze Welt, allein. Dein ſammervolles Jagen u i 5 n Und was er je hieß werden, In Laß mir Erquickun ng ſein! Ks ecde i 1 feſtem Stand erhält. A. Gryphſus, g. 1616, ſt. 1604.. o ich bes t—— 7,1. d le S 4 3 6. Alch, Schöpfer al aller Sachen! g ds“ 8 4 NA ſ 2 2 Nurphoe H b ſte Ach, Vater!— fängt er an, Dem. Geſegnete Erklärung des Leidens mmen dut in dafldeu wenn er was will machen, Nichts Jeſu Ar vrd de ſei 4 widerſtehen kann! Iſts möglich, daß 8 did Ngene dct d dein Schließen Sonſt auszuführen Meu⸗ Wier nur den lieben Get. 1 annd ddß 1 ſei, Als durch mein Blutvergießen, K uun Weltluſt, vie d d 1ls S 3„ c. 38 56 t 5 As Ri So ſprich des Kelchs mich frei.*..K willſt, und reize Din Rungn Chriti mit! 3 Doch nicht nach meinen Bitten, den verd A1 umte 1 Süun nden Brand; d e NA dem Nach deinem Willen thu, Schick eh ſteh hier bei des Herren Kreue Na Per nr 14 der Höllen Wüthen Auf dieſe Seele llnd frage N iihts nach deine em Tamd dder, Per ar den Reden Gc u, Schl 1 d 1 8 wie nah zu, Schlag ſchwefe llichte Nautmen⸗ Wer Chriſti Tod recht überlegt N Nemn ſäde mi Schlag ewig Ach und Weh! Eh Der wird durch keine Luſt beweg⸗ Ra am da d d K Söhn ths r Qual, 1 ar Arinken, Men 1 5= weiſes Githit nid in Wil gſtz J ünger mocte Sch Lund Trurii ti m erheben, Im den:= Der Herr ſet ſit— der jett in Bre nte But uſ liit ner Tode rang B ſein bauk ng n erſchien, N ſen en Und ſtütei Du f Aheckt er de ingt ſpr Ster, ach, da om icht länger om! ar Sünder Oll Omr hre Freud, der α. r Noth! M. eel inaben Und tin ott hilf mis 1 Fdein Ani Ani jammervolls ir Wackung ſein! * Gomyviſat, li net D klärung dih Jeſn. del. 24 nur den lieben 8 unm, Welhi 9 oillſt, und 8 Luc. 22, v 44 den Sünden⸗Ar 2 d. rda mun Sünda e Mel. Wer nur den lieben Gott. ier des dHenil Oder: Wer weiß wie nahe mir. ird ua ch kein 4 rag Iſ ts nach din ommt an der Tod, da Ch Frf Tod 1 510. Kon ſoll ringen, Da iſt 2. Kommt Angſt und Trübſal Qual und Plagen, Greift mir die Seele heftig an, Mein Jeſus hat die Laſt getragen, Damit ich ruhig bleiben D kann. Wer ſeinen Tod recht überlegt, Der wird durch keine Noth bewegt. 3. Komm cblaſer Tnd, tuuim angezogen, ürchte dich gewiß⸗ lich nicht, Weil Jeſus deinen Pfeil und Bogen Heut an dem Kreuz⸗ Altar zerbricht. Wer dieß bedacht⸗ 1 ſam überlegt, Der wird zu keiner Furcht bewegt. 4. Komm, Hölle, bring die Legio⸗ nen der ungeheuren Macht mit dir! ſch will bei Jeſu ſicher wohnen; Er iſt mein Helm, Schild und Panier: er ſeinen Tod recht überlegt, Wird von dem Satan nicht bewegt. 5. Mein Jeſu, wende dein Ge⸗ ſichte auf die verworfne Kreatur, Und leite mich mit deinem Lichte Auf die gewiſſe Friedens⸗Spur, Wo man dein Sterben recht erwägt, Und ſonſt nichts Anders überlegt. 6. Ach, mache mir die Schädel⸗ Stätte Und das berühmte Golgatha Zu einem ſchönen Blumen⸗Beete, So iſt mein Heil gewißlich nah. Wer deinen Tod recht überlegt, Der wird zu keiner Luſt bewegt. 7. Laß dein gebenedeites Sterben Den Urſprung meines Lebens ſein, Und Preib mich zu den Himmels⸗Erben, it deinem Blut, o Jeſu, ein: So werd ich nimmermehr bewegt, Ob man mich gleich zu Grabe trägt. 8. Herr, höre, was ich jetzt gebe⸗ ten, Und laß dein letztes Angſt⸗Ge⸗ ſchrei Mich vor des Höchſten Thron vertreten, Damit ich ewig ſelig ſei: Denn wer dein Leiden recht erwägt, Der wird in Gottes Schooß gelegt. A. Gryphius, g. 1616, ſt. 1664. Das Ringen Chriſti mit dem Tode. Paſſions⸗Lieder. 299 zwar meiner Seele bang; Jedoch, getroſt, es muß gelingen, Weil Jeſus mit dem Tod auch rang. ein Aingen, Jeſu, mit dem Cod, Erhalte mich in Todes⸗ Moth. 2. Der Sünden Heer, des Rich⸗ ters Strenge, Der Höllen Gluth, des Todes Graus, die treiben mich, ach, in die Enge; Mein Jeſus hält ſie für mich aus. Dein Uingen, Jeſu, mit dem Tod, Errette mich in Todes⸗Noth. V 3. Hier lieg ich armer Wurm, Hund bete; Ach, kämpfet, betet doch mit mir, Daß Jeſus meine Seele rette, Und mich hindurch im Glau⸗ ben führ. Dein Kingen, Jeſu, mit dem Cod, Reiß mich aus aller Codes Moth. 4. So, Jeſu, werd ich nicht er⸗ liegen, In dich hüll ich mich gläu⸗ big ein. Wer mit dir ringt, wird mit dir ſiegen, Der Tod wird jetzt verſchlungen ſein. Dein Kingen, Jeſu, mit dem Tod, Hat es vollbracht; es hat nicht Moth. Gläubige Zuneigung der Paſſion. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 511 ebſte Heiland, biſt du . mein? Ach, ſo ſchenke mir dein Leiden; Ich muß auch ge⸗ ſtorben ſein, Und dein Tod gehört uns Beiden. Darum rechne mir es an, Was du ſelber haſt gethan. 2. Tod und Hölle macht mir heiß: Hilf doch ihren Rachen ſtopfen. Und von deinem Todes⸗Schweiß Gib mir die bluthrothen Tropfen, Daß ſie künftig auch einmal Lindern meine Todes⸗Qual. 3. Nimm die Ketten und das Band, Wenn dichs deine Feinde bin⸗ den, Und zerreiß mit ſtarker Hand Das Gefängniß meiner Sünden: ——ſſſſſ 7*————— Daß ich awig. los und frei Unter allen 8 einden Caiphas ſund ſein böſer Rath Daß du wegen meiner Sunden Solz⸗ Marter mußt empfinden. Supen lauter falſ 4 Kl lagen. Was mein Herz verbrochen hat, ungeheißen ſagen. Hilf mir auf deinen agron, O, du großer Gottes⸗Sohn. 5. Petri Mund verleugnet dich; Aber uns wirſt du bekennen. Drum nem Namen nennen: So will ich denn ganz allein Dein, Andern ſein. 6. O, du Wunder der Geduld, Wende von mir Gottes Rache; Denn du leideſt ohne Schuld; Hilf mir aus der böſen Sache, mich im Gericht, das Urtheil ſpricht. Züchtige mein Fleiſch und Blut, W ſie dich niit Geißeln ſchlagen. Kröne mich mit deinem Gut; Hilf mir auch mein Kreuze tragen. Und ſo oft ich denk an dich, Laß weinen über mich. 8. Stille bei mir allen Schmerz, Den du ſelber haſt empfunden. Labe Will ich nur 2. D Du, mein Jeſu, wirſt t gedm. den, Bald verſpottet, bald ver pet Und noch mehr als alle Stunda Wird dein Leiden dir erneut. Dan Gefängniß macht mich los: Dan Schande macht mich groß. Deg betrübtes mir des Himmels erlaube, daß ich mich Darf nach dei⸗ ergeh: Und vertritt V Schlägen Blühen möge Troft n Wenn mir Gott geliebter Gottes⸗Sohn! du für Schläge Fliegen dir ins und keines S 0 und keines Jeſu, meine Laſter⸗Wege dnd Leiden Schaßf Freuden. für Speichel, ſchweres 8 3. Was was fi A ngeſich ä das zugericht. und Weh, Und Du vertre ägeſt An Daß es mir nur daß mir nach dein Seßen 4. Ach, du König aller Ehren, A Was muit Spott anhören? Kreu und Dornen Fund dein Lohn, Sprer uu mich Eſſig ſind ſeſt du dich quälen, Nägel nd dein Dank, Gal 8 dein Trant: Und ſe 3 9 8 2 Daß mir Li nicht ſoll fehlen. mein verſchmachtet Der Heile mich durch deri Wunden. Waſche mich Mit deinem Blut, Kren zige den böſen Muth. 9. Mein Gott, laß mich nicht. Ich befehl am letzten Ende Mit; gewiſſer Zuverſicht, Meine Geiſt in deine Hände. Hilf mir gen: Gute Nacht, Gott ſei L. iſt vollbracht! 1S 4 4 7 Casp. Neumann, g. 1648, ſt. Gott, mein Gläubige Zueignung der Paſſion. Mel. 512. 1f dens ſch va Zeit, Freu dich ſehr, o meine. I Lbſter 4 elu Ye deine nah zul Herzen, Deines T des Bit⸗ terkeit Kränken mich bei Tag und Nacht, Weil ich dich dazu gebracht, 5. Du fuhſt da nram t Trägſt ein altes Purpur⸗Kleid, di ich angekleidet bleibe, Würdig ln 1 Seligkeit, Ach, dein Purpur ſt 1 ket mich, p Und durch all du mir zum hren⸗ Stande. anzu ſchauen n nt it deine Schande Huff Lwig 6. Jeſu, deiner Dornen Sitzn Haben dich ſo ſehr verletzt, Daß di Haupt Leib mit Blut benetzt. nen der Höllen⸗Gluth: Ja, iſt lauter Ritzen, Und da Deine Dor Blut Säüba ver ein Wu mir zun und dein und Dornenkrone Himmels⸗Throne. 7. Jeſu, den Helfen Meine He den Wun Krankheit de ſind verſchwim meiner Sünden den Und verſcharret in dein Grch Schmerzen, D Deines Lei⸗ Gehen mir ſehr Fünd und Krankheit werd ich bi Weil man dich ins Grab verc Qual und Wut Deine Striemen, 4 den Haben mir mein Herz der bunden. — 145 . mr en deine Schmerz eens⸗Wule euie nnz nrie Je d len 9 . betitzi Todes⸗Leiden o e Wh fein, Deine , San mn dod Helfen! n ner N 4. lnd 1 riclat ſl Heren⸗ Lebſter Jeſu, Erfüllet Lider und W zungu ur Criſti Leid A tener Nelodie. 3 ſäm d dank wir 919. 5.(bhriſte( dihn r 1R gen m gati lr. Kien. G bn ſai und et. 6 fehor min nd N Rw 4 1 Sn Ami dhna is getg e Villgichdo de lebe nit Läf h M ſ 8 einen ln i dene Pr ilte e 19r ſagten an. 3 ln. d der 44 d. 9 in ſhn 18 gedoten de e g n lüadim n kin 3 1n i ne 5 meiner Sünd, er 12 enyfndet nas „ ſ 83 u Jeſn, un, 9 rſpottet, bad 8 3 hr als ale an det dden dir ernent gu 9 mich os. nds Anht nich g tes T oeres Leden 8 5*☛ nels Jreuden Ad a König allr Gn ter a es⸗Sohn! Ar. r d d anhören) zn en nndein Lohn, dm f SSein Dan, ei ſin n Trant. Unf u d Ktuälen, Daßm ſoll Wim. Dſ jſt da mit lua ten tes Purpure ige 4.. bleibe, Vuh keit e, dein Pum lichd oig anzuſcun din cle deine Schw ir rerChren⸗Stand JIe„pveiner Dornnt 1ds ſehr verlett d t i mter Riten mi t beneßt. N un in Buut 5t9 oöl errluth: I M Di unrrone Helfn t gel ◻ one. Je„weine Sthman Sei ers neiner Ktud den ſind i w Un ² ſcharret in me un Grankheit w 1 me nch ins Eu 4 arzenen, Oulm. Ho nge mit nun n. d nem H ſchützzen Fuͤr der Egypter Mord. 1 lleihär und mit Gall, Paſſions⸗Lieder. 8. Tod und Teufel ſind geſtorben, Kreuz und Leiden ſind verſüßt, Heil und Leben ſind erworben; Jeſu, weil bekleibet Auf unſers Glaubens Grund du ſo gehüßt, Weil du dich für mich Der dein Leiden klaget, Das er im verbürgt Und am Kreuze biſt erwürgt, Geiſt erſehn, Und ſo deutlich ſaget, Bleibe mir, wenn ich gleich ſterbe, Als wär es ſchon geſchehn. Kyrie Das erwünſchte Lebens⸗Erbe. eleiſon. Chriſte, wahrer ꝛc. 9. Nun, o Jeſu, laß dein Leiden, 6. Danket nun von Herzen Dem Deine Marter, Kreuz und Pein, treuen, milden Gott, Der der Höllen Dein betrübtes Todes⸗Leiden Mei⸗ Schmerzen Von uns genommen hat ner Seele Labſal jein; Deine Wun⸗ Und für uns gelitten Den Tod ſo den, Blut und Tod Helfen mir in jämmerlich, Schafft uns Heil und meiner Noth, Und verſchleuß in mei⸗ Frieden Im Himmel ewiglich, Kyrie erzen, Liebſter Jeſu, deine eleiſon. Chriſte, wahrer Menſch und Schmerzen. Gott, Chriſte, erhör uns in der Noth. M. S. Liskow, g. 1640, ſt. 1689. Amen. 301 5. Eſaias ſchreibet Solchs auch aus Gottes Mund, Welchs Wort feſt Dieſes Kied wird an einigen Orten mit folgendem Beiſatz geſungen. Hen Chriſte, Schöpfer aller Welt! Dein Sterben uns beim Leben hält, Dich loben wir mit Innigkeit Um all dein großes Herzeleid. 2. Du biſt kommen aus höchſtem Saal Zu uns her in des Sünders erduldet Am Leibe große Pein, Was Stall, Zu tilgen allda ſeine Noth, wir haben verſchuldet, Haſt du ge⸗ Die er lang aufgehäufet hat. büßt allein. Kyrie eleiſon. Chriſte, 3. Solchen Unrath der Sünden wahrer Menſch und Gott, Chriſte, groß Nahmſt du von uns in deinen erhör uns in der Noth. Schooß; Trugſt unſre Ungerechtig⸗ 2. Weil du große Schmerzen Für keit In Armuth und in Dürftigkeit. uns gelitten haſt, Williglich von Her⸗ 4. Deine Demuth und arme Pracht en Uns ſolche Liebe thuſt, Läßſt dich Haben dein eigen Volk veracht, Und ſhmählich tödten, Als einen ſchnö⸗ ob du gleich der Herr und Chriſt den Mann, Wie deine Propheten Und ihres Reichs ein Erbe biſt.. Zuvor ſolchs zeigten an. Kyrie⸗ 5. Zum Kreuz biſt du verurtheilt eleiſon. Chriſte, wahrer ꝛc. gar Gerechnet zu der Buben ⸗Schaar, 3. Moſes hat geboten Dem gan⸗ Daß wir nur möchten ſicher ſein Fürs fen Iſrael, Zu ſchlachten und zu Satans Zorn und Höllen⸗Pein. raten Ein Lamm ohn allen Fehl, 6. O Herr Chriſte, du treuer Held! Und ſein Blut zu ſpritzen An ihrer Weil du biſt kommen in die Welt, Häuſer Pfort, Daß ſie Gott ſollt Zu dienen uns mit ſolchem Fleiß, So ſingen wir dir Lob und Preis. Erfüllete Vorbilder und Weiſſa⸗ gungen von Chriſti Leiden. In eigener Melodie. 513 Lb und Dank wir ſagen * Dir, Chriſte, Gottes Sohn, Daß du haſt getragen Für uns viel Spott und Hohn, Und dazu Chriſti, wahrer ꝛc. David und die Väter Solchs Auf Chriſti Verlaſſung von Gott wie ſie dich laben Mit Eſſig haben auch gemeldt, Wie ſich ein gegründete Bitte, nicht verlaſſen Nerräther Zu deinem Tiſch 2 zu werden. Händ und Füß durch⸗ Mel. Wer nur den lieben Gott. raben, Spotten mit großem Schall. V ein Gott! du wirſt mich yrie eleiſon. Chriſte, wahrer ꝛc. 514. M nicht verlaſſen, Denn 2 ich verlaſſe mich auf die 1 ſoll i4h mich zwar billig haſſen, Dieweil ich oftmals freventlich Mein weltge⸗ ſinntes Herz verſtockt, Ob du mich gleich zu dir gelockt.. 2. Doch neh ich bitte meine Sün⸗ den Dir voller Weh⸗ und Demut ab. Laß mich in Jeſu Gnade fin⸗ den, In Jeſu, der ſich für mich gab, Und Gnade mir bei Dir erwarb, Als er am Kreuze für mich ſtarb. 3. Da konnte ſich mein Herz nicht faſſen. Mein Gott, mein Gott! hieß da ſein Wort; Ach, warum haſt du mich verlaſſen? Dein ſüßer Troſt weicht gänzlich fort. Ach, das iſt Angſt, ja Höllen⸗Pein, Von Gott verlaſſen worden ſein. 4. Nun, Vater! höre, was ich bitte, Ich bitte durch dieß Angſt⸗Ge⸗ ſchrei, Und das, was Jeſus damals litte, Steh mir in meinen Nöthen bei! Du weißt gar wohl, was mir gebricht, Verlaß, verlaß, verlaß mich nicht! 5. Verlaß mich nicht in meiner Seele, Wenn ſie Tod, Sünd und Teufel ſchreckt; Ach, ſalbe ſie mit Freuden⸗Oele, Das Troſt und Muth in ihr erweckt. Verſichre mich durch deinen Geiſt, Daß du mein Gott und Vater heißt. 6. Verlaß mich nicht in meinem Leibe, An dem ſich nichts Geſundes findt. Mein Vater und mein Arzt, verſchreibe Mir Mittel, die mir heilſam ſind, Und brauch ich was, ſo lege du Der Arznei deinen Se⸗ gen zu. 7. Verlaß mich nicht in meinem Glauben, Laß mir Nichts meinen Glaubens⸗Grund, Gott, Jeſum und die Bibel rauben, Hilf, daß ich mei⸗ nen Glaubens⸗Bund Feſt halte, bis, mein Lebens⸗Hirt, Mein Glaube dort zum Schauen wird. 8. Verlaß mich nicht in meinem Leben, Theil mir des Lebens Noth⸗ durft zu; Laß mich nach wahrer Tu⸗ hend ſtreben. Hilf, daß ich nie was Böſes thu; Mein Leben ſei in Allem Paſſions⸗Lieder. dich: Du ſoll⸗ ſchlecht, Gottſelig, züchtig und g⸗ cht. 9. re deiner Huld Und deiner Vater⸗Liee ligkeit Verſüßet mir hier alles Le 10. Verlaß mich nicht in meinen Sterben, Wenn einſt mein Lebem⸗ Lauf vollbracht, So reiß den Geit aus dem Verderben Des Satam frohe Vaterland. und ſchön Mit Leib und Seel gat Himmel gehn. 12. Alsdann will ich dir Ge bringen Und mit der frohen Hi⸗ mels⸗Schaar Ein unaufhörlich Daß merdar Mich aus der ſchwerſten n gen⸗Laſt Erlöſt und nie verlaſſen it 13. Mein Gott l ich ſchließ in git Namen Mein Glaubens⸗Wort: he⸗ laß mich nicht! Sprich ſelbſt, wiit auf ſolches Amen, Weil mir die lieber Sohn verſpricht: Mein Bütm Beten, Rufen, Schrein Soll in iſß Ja und Amen ſein. — M. J. Gottft⸗Käßten Leiden. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 51 5 eine Seel, ermulte * dich, Deines Ni Lieb bedenke, Wie er für dich g ſich, Darauf deine Andacht bi Ac, erwäg die Srdhe Treue, U dich deines Jeſu freue! 2. Sieh, 35 wahre Gottes du Iſt für dich ans Kreuz gehänget, 23 Haupt trägt die Dornen⸗Kron, f Leib iſt mit mit Blut beſprenget⸗ ſcheiden. Gib Leidens⸗Kraft, Mah⸗ h und Geduld, Die Hoffnung jener e⸗ 9. Verlaß mich nicht in meinn Leiden, Laß mich kein Kreuz ve und des Todes Macht, Und trag in durch der Engel Hand Zu dir is Lied ſingen, Daß du auf Eddent 11. Verlaß mich nicht in meinen Grabe, Erwecke mich durch denn Sohn. Wenn ich genug geſchlaſn habe, Hilf mir vor Chriſti Richter Thron, Und laß mich drauf verllät die höſe Eahe. Sünde, die böſe Snd lnd da für dich ſſt 6. Ich kun nnner, nimme Das Geinſſe mr vergelten erbindt nih alhuſehr, Meine Dringende Liebe Jeſu in ſeinmn — dit muß it ſhatn, Daß i ſ ſchlech gütt Und wob it Sün) hihtt 71. V 48 ſoll nun Finfor mar un mir geſc ich mur erült gfuce de vn eſu, du me Nwl N„du meiy Nnü gan daſt ee b n d dl ih dein d ui nit be 2 ich gemug. ſür vor Eint 1, uaß nich druf 9 ſchit Ni iel en mit der froha Sd aSin mauffäntt ſin wrDaß du auf G ar ar Jaus der ſchwein aſt Aerit und nie daue Marz'oottlich ſchit en 2 Glaubens⸗Ar ncch tar:! Sprich ſähß ole nen. Bi SusGerſpricht: Mi 3 Schrein dll nd aAun ſein. 4 M. Ghti ng Ardiebe Jiſt iſt Leiden. el. 319 eer Jeſu, nir in . Nin Oe,m 55 dich, Du dt dnn We ar ſt De ur deine Andet D 2. 8 du er a die große Me 1 e ei s eeſu fra Si ge wahr git rtacU.s Kreuh gähin . Darnegeäl Wüdie Dornan lit Leib ud a läßt ſich für dich verwunden. iſt größre Lieb gefunden? 3. Da du ſollteſt Nälen. Träget Jeſus deine Sünden, nd läßt dich Genade finden. 4. Durch ſein Leiden Deines Gottes Zorn und Rache. Er hat das Geſetz erfüllt, Gut gemacht die böſe Sache; Sünde, Teufel, Tod umſchränket, Und den Himmel dir geſchenket. 5. Was zu thun, o liebes Herz, Wie ſollſt du dich recht anſtellen? deſu Leiden iſt kein Scherz, Seine jebe kein Verſtellen: Denke drauf, was dir oblieget Gegen den, der für dich ſieget. 6. Ich kann nimmer, nimmermehr für Ruhe ngſte für Ehre verbindt mich allzuſehr, Meine Träg⸗ ewig werd ich loben, Wenn ich ganz Daß ich ihn zu Gott erhoben. ſo ſchlecht geliebet, Und wohl gar Das Geringſte nur Er vergelten, heit muß ich ſchelten, mit Sünd betrübet. 7. Was heichehen ſoll nun nicht Hinfort mehr von mir geſchehen: ein Schluß ſei nun feſt gericht, Einen andern Weg zu gehen, Darauf ich nur Jeſum ſuche, Und betrübt, verfluche. 8. Weg, ihr Sünden, weg von mir! Ich kann euch an mir nicht leiden, Euretwegen muß ich hier Und dort von dem ſein geſchieden, Ohne welchen iſt kein Leben, Keine Gnade, kein Vergeben. 9. Du, mein Jeſu, du mein Heil! Dir will ich mich ganz verſchreiben, Daß ich dir, als meinem Theil, wig will getreu verbleiben, Dir zu leben, dir zu leiden, Dir zu ſterben, dir zu meiden. 10. Du, mein Jeſu, ſollſt es ſein, zum du mein, ſo will ſtets und beſt, will ſoll mich 11. Was du willſt, das ſei mein Will, Dein Wort meines Herzens “ Paſſtons⸗Lieder. Wo Spiegel, Wenn du große Pein Ewig leiden in der Höllen, Und von Gott verſtoßen ſein Wegen vielen Sünden⸗ iſt geſtillt was ihn 303 ſchlägeſt, halt ich bleibt mein Pfand ich ſoll den Him⸗ kann ich fröhlich 12. Nun, ſo bleib ich feſt dabei, Neſus ſoll es ſein und bleiben, Dem ſich lebe, deß ich ſei: Nichts ſoll mich von Jeſu treiben. Du wirſt, Jeſu, mich nicht laſſen; Ewig will ich dich unfaſſen. hereits j 9 13. Iſt bereits ſchon jetzo hier Solche Freud und Ruh zu finden, Wenn im Glauben wir mit dir Uns, mein Jeſu, recht verbinden; Schenkſt du ſchon ſo viel auf Erden: Ei, was will im Himmel werden! 14. Was für Luſt und Süßigkeit, Was für Freud und Jubiliren, Was nach dem Streit, Was wird uns zieren! Ewig, ſtill, Dein Geiſt und Siegel, Daß mel erben; Darauf ſterben. 15. Ach, ich freu mich alle Stund Auf dieß freudenvolle Leben, Danke dir mit Herz und Mund, Du, o Jeſu, haſts gegeben; Nur im Glauben laß mich halten, Und dein Kraft in mir ſtets walten. J. C. Schade, 1666— 1698. Ueber das Seufzen Chriſti. Marc. 7, v. 34. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. 516 Mein Heiland, Urſprung . dreiner Luſt, Du Brunn⸗ quell wahrer Freuden! Ach, was er⸗ ſchüttert deine Bruſt? Du Licht und Troſt der Heiden! Was kränkt und drückt dein treues Herz? Was macht, daß ſich der innre Schmerz Durch kläglich Seufzen äußert? Das tiefe Elend der Natur, Die du zur Braut erwählet, Das brin⸗ get dich auf dieſe Spur, Das iſt es, was dich quälet, Was dieſe Seufzer dir auspreßt, Und dich nicht fröhlich werden läßt In deines Fleiſches Tagen. 5. Du ſiehſt, wie Gottes edles Bild Zerſtöret und verblichen, Wie 304 Finſterniß den Sinn erfüllt, Wie alles Licht entwichen, Wie aller Schmuck der Heiligkeit, Der Seelen ſchönſtes Ehren⸗Kleid, Zerriſſen und verloren. 4. Du ſieheſt, wie der Freiheit Kron Von unſerm Haupt gefallen, Wie wir voll Elend, Schmach und Hohn In ſchweren Feſſeln wallen; Du ſiehſt, was für ein ſchimpflich Band Das Meiſterſtück der höchſten Hand, Die freie Zunge bindet. 5. Dieß Joch, das Seel und Leib beſchwert, Bewegt dich zum Erbar⸗ men, Dieß macht, daß man dich ſeufzen hört Für die gefangnen Ar⸗ men, Die größten Theils die eigne Noth, Die ihnen das Verderben droht, Aus Blindheit nicht erkennen. 6. Du aber trittſt ins Mittel hin An der Verlaßnen Stelle Und öff⸗ neſt mit betrübtem Sinn Dein Herz, die Lebens⸗Quelle, Daraus ein lau⸗ tes Seufzen fließt, Das ſich in Got⸗ tes Herz ergießt Und um Verſchonen bittet. 7. So ſiehe denn, o Vater, an Dein ſeufzend Kind und ſchone. Mach ſeinen Seufzern freie Bahn Zu deinem Gnaden⸗Throne. Nimm die verdorbne Kreatur In deine ſegensvolle Cur, Damit ſie recht geneſe. 8. O Heiland, laß dein Hephata In unſre Bande dringen, Damit wir dir Halleluja Mit freier Zunge ſingen. Laß dein mitleidig Bruder⸗ herz In aller Angſt, in allem Schmerz, Uns Armen offen ſtehen. 9. Du himmliſch Täublein, ach, vernimm Das Girren deiner Taube, Erhalt durch deines Seufzens Stimm In ihnen Muth und Glaube. Be⸗ ſprenge ſie mit Chriſti Blut, Das lauter Liebes⸗Wunder thut, Das Seel und Geiſt erquicket. 10. Nimm unſre letzten Seufzer an, Wenn Herz und Augen brechen. Wenn unſer Mund nicht reden kann, Noch unſre Zunge ſprechen, So führe du für uns das Wort Und bring Paſſions⸗Lieder. uns an den ſichern Ort, Wo Schmen und Seufzen weichet. D. J. J. Rambach, g. 1693, ft. 177 Der mit Jeſn ſterbende Chrit. Mel. Gott Lob! es geht nunmehr. 517 Min Jeſus ſtirbt, wa 4 ſoll ich leben? Ma Haupt erblaßt, wo bleibt ſein Gled⸗t * Ach, ſollt ich ihm den Geiſt nißt gehen, Da jetzt ſein Geiſt von danmn zieht? Ach, ja, ich ſterbe nun ni dir, Dein Tod beweiſe ſich in mi⸗ 2. Mein Jeſus ſtirbt, die Augn brechen; Ach, nimm den letzten Mit von mir! Sein Mund verſchnach was ſoll ich ſprechen? Mein laitz Wort iſt Jeſus hier! Ach, Fei⸗ Jeſu, laß mich nicht, Wenn in du Tod das Herz mir bricht! 3. Mein Jeſus neigt das Ha zur Erden; Welt, gute Nacht, i ſcheide mit; Soll Jeſus eine Am⸗ werden, Was ſcheu ich denn i letzten Schritt? Ich küſſe ſeit blaſſen Mund, Er ſtirbt, ſo ſterb auch jetzund. 4. Mein Jeſus wird ins Git geſenket: O legt ihn in mein Haß hin, Und daß denket, Daß ich mit ihm geſtanke bin, So ſetzt mir dieſe Grabſchiſt bei: Daß Jeſu Tod auch un Tod ſei. 7 Benj. Schmolcke, g. 1672. ſt.l Jeſus büßet unſer Verſchulden. Mel. Herzliebſter Jeſu, was haſt⸗ daß ich könnte Thrinn 518. B, gnug vergießen, ᷣ Augen, laſſ Auch du, mein Herze, ſei nicht glei dem Steine! Ach, weine, weine 2. Der dir zu gut iſt in die Wi geboren, Der deine Braut erkoren, Der N ket, wie wir argen Kinder, als ein Sünder. 1 3. Für die Verdammten leide e Gerechte, Der fromme Herr ſt Nichts verwn⸗ rirbt man immer dah et eure Quellen ftießenn. f Seele hat ug annen trde böu whte, Jür r dee b Keche, b ſetten m ſchwere Plag . Nen 4 uieam vit en Ne ghenſc deit Erlöſer, Sein n nihkt von dir, du ir dih vid Jelus in der eben, du ſolt lben. nntes daupt i bflſſen, Ddafür wi zupt jem ige llet 6 Ddz uiitt ewig S nchteſt tye däht er ſich ſe ſich in ſän Auih ſclagen. iih zum üümält Ruhm er Ward er vifpeit 7. Dan dh läßt oſt ſie dr Weltäern, Das ſein del gas deme ange Böſes ha tudet, haa gdudet. §. Nrin duänken w din Mund wun Der krank dnd kann nih Paſſer haben: Ind Galb hnman im Schw den ftomma ammne. .9. M ih aus Hoc fanant ud Käas kleiden en n Pis Blf und A d Rd in Himmel na fnden, Läßt e A Avbefreit von Rrnd en, Darum dn dag daerläſer tra⸗ melöſer tragen. A 1 8 . 1 Da ſer Naßen, 913 Af daß in ain, Redrrig im A a m zm Paſſtons⸗Lieder. letzt in höchſter Huld Ihrem Vater 5. Doch hält er ſtill, Und was überlaſſen, die ſelbſt ſtarb und für Gott will, Das läßt er ihm gefalln Zorn micht ein widerſpenſtig Wort Lißt mich bat, Daß mich nicht der ſollt faſſen, Weil mich ihr Verdienſt ſein Mund erſchalen. vertrat. 6. Der Juden Schaar, So gan viel Wunden und gar Werblendet und bethone 5. Liebe, die mit ſo ſeine Braut, Un⸗ Fället den mit Waffen an, Dan Gott ſelber ehret. ewig anvertraut: Liebe, laß auch 7. Ein ſchlechtes Geld Wird ſi meine Schmerzen, Meines hebens d den Held Aus Jacobs Stamm ge⸗ Jammer⸗Pein In dem blutver⸗ nommen, Des Verräthers Loſungs⸗ wundten Herzen Sanft in dir ge⸗ Kuß Uebergibt den Frommen. ſtillet ſein. 8. Drauf muß er fort An iſn 6. Liebe, die für mich geſ ſtorhen Ort⸗ Wo Lügner ſich erkühna Und ein immerwährend Gut An für den zu klagen an, Der den dem Kreuzes⸗Holz erworben, Ach, verdienet. wie denk ich an dein Blut! Gegen mich, als aufhörlich ſich verbunden Und auf 1. Ach, 9. Sein Angeſicht, Das Sonne wie dank ich deinen Wunden, Du Licht, Muß harte Gtreiche leiden. verwundte Liebe du, Wenn ich in Mancher wirft den Speichel damn den letzten Stunden Sanft in deiner Aus vergäl lltem Neiden. Seite ruh! n d M. 5d e Lh. hn Wid 7. Liebe, die ſich todt getränket 10. Nur Spott und Ha Ines Und für mein erkaltes Herz In ein ihm zum Lohn Für ſeine Himme Herz J Lehre, Keiner findet ſich allhier, kaltes Grab geſenk Ach, w laltes ab geſenket, lch, wied dank ihm dankbar wäre. ich deinem Schmerz! Habe Dank,— daß du geſtorben, Daß ich e wig le ben 11. Dieß iſt der S uß: N Siſtrer muß Sich vor Pilato ſtelle kann, Und der Seelen Heil erw orben; Darauf fühet ten ihn dahin Schalt Nimm mich, liebſter Jeſ ſu an! 1 und Diebs⸗G eſellen. 3. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. 12. Wie offenbar, Wie ſom Kurze Erwägung des ganzen klar Sind da der Jüden Lügen; n noch muß die Wahrheit! nicht I Leidens Jeſu. V Lügen ſiegen. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. 13. Der Richter thut Nicht, wäs 520. H Gottes⸗Lamm, Mein er gut Und heilig hat befunden 9⸗ Bräutigam, Ich danke Sondern läßt die Unſchuld ſühi dir von Herzen, Daß du wegen Geiß eln und verwunden. meiner Schuld Leideſt ſo viel 14. O Thyrannei! O Bübent Schmerzen. Heißt das, was recht iſt„handel, 2. Ach Traurigkeit, Ach Herzeleid, Oder die Gerechtigkeit In ein Spe Mein Heiland iſt betrübet, Seines verwandeln Herzens⸗Angſt bezeugt, Wie er uns 15. geliebet. du? Schreien die böſen Buben, Ie 3. Ach, weſſen Mund Wirds ma⸗ ten aber Barrabam Aus des K chen kund, Was er hat ausgeſtanden, kers Gruben. 9 Wie er ganz umringet war Mit der 16. Der Dieb kommt los, Da Höllen Banden? Herr ſteht bloß, D Das Urtheil ii 4. Er wendet ſich So jämmerlich ſprochen: Jeſus ſoll ans Krellzes Wiit dem Geſicht zur Erde„Bittet, Holz, Der Stab iſt ge brochen. daß vom Vater ihm Möchte Windrttne 17. Ach. werden. Gott An ſeinem ſon din d we Id hen Spott Erdid ne 1 lieben Sohne Zum Kreuze zu, Was ſäun .4 N beſtinut in guru ſi Dornenl Krone. Ie Pöbel wa wacht l Zum Kralhe, elze, Di dt nicht ein d au gbarmung ue ti 19. drui fä der Ho. legt n uf ds Kreutze. Büde du um Simon n Daß im lätter würde. X. Hölhaha, Jeßt Der fil d 1 ſoll ſtett daß wi wt ſinen Tod Lben be A. Du fehmt ihr für, ger⸗Than R denn hier⸗ darmer Hlew zerſch 3 Schon dit ſon des M. 22. l ſ. ach Stein lls dm ſin, daß dein ts Si Minen Hern. M. A la ſellt umfaſſen 23. W hungt das La 6 m Ac, ſe nn ine Adde naei ummulde 24. Werin t ſichs, D d d9 un Heil, au ein rgge geben dic A. 161 4½ taer 5 5 Wgeiag oen ma dir Haſt du, lun 1 3s iöreieſ jeſt du, 9 Ealnh tmer 1 ſhreiet 4 en 1 1 A er ommen der aun utt, annen Lict lert. Non dit Lanze N dl des ad dn bu Ta lhes elbe=t. ſen g Ein †Echtes Geh W eld— Jacohs Eim en,— Merräthers di ,— K lebst jden Iromna a ſAm an, Der net. S6 geſicht, Dae M. ute Strih der m den Sgitt verg A☚ Neiden. N. ppott und ünd um 1* Für ſeine hi Ke rindet ſich all dank! Muäre. D Kiſt der Shu. m ich vor Pilu Dieb Mellen. Ai affenbar, Wen Sind er Jüden Lin muß* Wahrheit niht. ſie r 6 1 aichter thut Ah ut 1 Erheilig hat bi dern ul die Unſch An 1 Werwunden. O8 ranmil d 8 da u rett ſt die möchtigkeit Jug d. 54 3 2 reuze i Le Schi idie böſen der aEabam Aut Gru 3. g jieb kommt t 1 en An Weim lieben ecf An Kreuzes⸗Stamm, r uf fitena ihn dahin d zur Ruh, Ach, ja die W beſchimpft in Purpur ſteht Und der Dornen⸗Krone. 18. Der Pöbel wacht Und ſchreit mit Macht: Zum Kreuze, fort zum Kreuze, Daß er nicht ein Theil des Volks Zur Erbarmung reize. 19. Drauf eilt der Hauf, Und legt ihm auf Des Kreuzes ſchwere Bürde; Doch kam Simon mit daran, Daß ihm leichter würde. 20. O Golgatha, Jetzt iſt er da, Der für die Welt ſoll ſterben, Auf daß wir durch ſeinen Tod Heil und Leben erben. 21. Was nehmt ihr für, Ihr Ti⸗ HerAhiere Iſt denn hier kein Er⸗ barmen Ueber den zerſchlagnen Leib? Schont doch, ſchont des Armen. 22. Ach Fels, ach Stein! Was ſolls denn ſein, Daß dein ergrimm⸗ tes Haſſen Meinen Herrn nagelt an, Den du ſollſt umfaſſen? 23. Da hängt das Lamm Am Ach, ſchreit ihr Steine, ſchreiet! Daß das blinde Jüden⸗Volk Sei vermaledeiet. 24. Wie reimet ſichs, Daß Mör⸗ der dich, Mein Heil, auf beiden Seiten Angeſchlagen geben um Und dich ſo begleiten? 25. Ach Weh, ach Weh, du zartes Reh Wirſt gar zu früh gejaget, Ueber, neben, unter dir Haſt du, was dich plaget. 26. Was ſchreieſt du, O meine Ruh, Es will dich ſchmerzlich dürſten; Aber nur ein Eſſig⸗Schwamm Tränkt dich Lebensfürſten. 27. Drum ſchreieſt du Und eilſt Porte geben: Alles, Alles iſt vollbracht! Darauf ſtirbt mein Leben. 28. O große Noth, Mein Licht iſt todt, Er ſtarb für mich in Schmer⸗ zen. Sollte das nicht zwingen Blut Aus dem frommen Herzen? 29. Der Sonnen Licht Scheint heute nicht, Der ganze Welt⸗Bau trauert; Von des Tempels Vorhang auch Wird mein Herr bedauert. 30. Doch muß ein Speer Noch Paſſions⸗Lieder. einmal her Und ihm das Herz auf⸗ ſchließen, Daß die Ströme ſeines Bluts Völlig aus ihm fließen. Heinrich Bergmann. Sonſt: Hans Baumgärtner. Auf das blutige Haupt Chriſti. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 521 9 Haupt voll Blut und *Wunden, Voll Schmerz und voller Hohn! O Haupt, zum Spott gebunden Mit einer Dornen⸗ Kron! O Haupt, ſonſt ſchön ge⸗ zieret Mit höchſter Ehr und Zier, Jetzt aber hoch ſchimpfiret: Gegrüßet ſeiſt du mir! 2. Du edles Angeſichte, Davor ſonſt ſchrickt und ſcheut Das große Welt⸗Gewichte, Wie biſt du ſo be⸗ ſpeit! Wie biſt du ſo erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, Dem ſonſt lich zugericht? 3. Die Farbe deiner Wangen, Der rothen Lippen Pracht Iſt hin und ganz vergangen; Des blaſſen Todes Macht Hat Alles hingenommen, Hat Alles hingerafft, Und daher biſt du kommen Von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, Iſt Alles meine Laſt; Ich hab es ſelbſt verſchuldet, Was du getragen haſt, Schau her, hier ſteh ich Ar⸗ mer, Der Zorn verdienet hat, Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblich deiner Gnad! 5. Erkenne mich, mein Hüter, Mein Hirte, nimm mich an. Von dir, Quell aller Güter, Iſt mir viel Guts gethan; Dein Mund hat mich gelabet Mit Milch und ſüßer Koſt, Dein Geiſt hat mich begabet Mit mancher Himmels⸗Luſt. 6. Ich will hier bei dir ſtehen, Verachte mich doch nicht; Von dir eill ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht: Wenn dein Haupt wird erblaſſen Im letzten Todes⸗Stoß, Alsdann will ich dich faßen In meinen Arm und Schooß. 20 4 kein Licht mehr gleichet, So ſchänd⸗ ... 1 ſͤͤͤ 5— —— ——“ 4— g 3 3 3* 1ee 1 3“ - öbbbö—b—8“bſſ k—— — Es dient zu meinen Freuden, un kommt mir herzlich wohl, Wenn ich in deinen Leiden, Mein Heil mich finden ſoll. Ach möcht ich, mein Leben, An deinem Kreuze hie⸗ Mein Leben von Mir geben, Wie wohl geſchähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, O, Jeſu, liebſter Freund! Für deines Todes Schmerzen, Da dus ſo gut emeint. Ach, gib, daß ich mich halte Zu dir und deiner dren Und wenn ich nun erkalte, In dir mein Ende ſ 9. Wenn ich einmal ſoll ſcheiden So ſcheide nicht von uids We ich den Tod ſoll leiden, Sostritt du dann herfür. Wenn mir am aller bangſten Wird um das Herze ſein, So reiß mich aus den Aengſten Kraft deiner Angſt und Pein. 10. Erſcheine mir zum Schilde, Zum Troſt in meinem Tod, Und laß mich Lh dein Bilde In deiner Kreuze s⸗Noth. Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Dich ſei an mein Herz drücken. Wer o ſtirbt, der ſtirbt wohl. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Labſal ans Jeſu Wunden. In eigener Melodie. 522. 9 Jeſu Chriſte, Lebens⸗ Fürſt, Der du für mich am Kreuz geſtorben, Mein Herz nach dir ſich ſehnt und dürſt, Weil du die Senigkeit erworben; Laß doch die tiefen Wunden dein Ein Labſal meiner Seele ſein. 2. Ich komm in meiner Angſt zu dir, Der ich mit Sünden bin be⸗ laden, Aus Gnaden wollſt du helfen mir, Und heilen meiner Seelen Schaden. O Jeſu, laß die Wunden dein Ein Labſäl meiner Seele ſein. Den ſehr vergiften Schlangen⸗ Biß. Den kann ich gänzlich nicht verwinden, Herrührend aus dem Paradies, Indem ich lebe ſtets in Paſſions⸗ Lieder. Labſal Chriſt, Mein hätten, h bittre nicht daß Sünden; Laß aber doch die Wun⸗ 523. 4 Schuld, 9 du durch 3 inen Tod zu büßen angenommen 3 Geduld; Genaden möchten Wumen 1. 2. Was Adam hat verder machſt du wieder gut, liegt auf dir den dein, Herr Jeſu, ſein. 4. Waſch mich von meinen dot rein Mit deinem Blut am Kreuz vergoſſen, Und führe mich. zum Himmel Troſt mir aufgeſchloſ durch die Wunden dein, Die la mein Labſal ewig ſein. 5. Du twirſt es thun, Herr Jeſu ein, ſtets Sün⸗ Den du zum ſſen, Am Kreuze Dich in Genaden mein er⸗ barmen, Mich ſchließen ein zu jedel Friſt In deine ausgeſtrecten Arma Wirſt auch die tiefen Wunden demn Labſal ewig laſſen ſein Tob. T Rel. Jeſu, wie Damit auf wir ſcheutſch r, ſt. 1675. Verehrung des blutigen Lammes otte Wenn ich in Angſt und. 2 Lamm. Gottes gr oß iſt uſ n heing ünde er N 2 De 1 wir Friede daß 2 Und dein unf ſchuldig Vas Kann uns aus Satans von dem Tod erretten. 3. Uns drückte Gottes du haſt uns verſöhnt, werthes Haupt verhöhnet und ge⸗ ſchlagen, Mit Dornen hat gekrönt, n ſchweres Kreuz zu Marter laſſen tragen. 4. Der Bl ut⸗ und Waſſer⸗ Strom, der uns von der ſo middiglich aus deiner quillet, Und Gottes Zorn Lualbf Iſt uns ein Lebens⸗Saft, und Schmerzen ſtillet. 5. O, Jeſu! habe Dank für deine Laß dein Verdienſt doch dich ein Sünd Pein, und dein ſo M. Z. Herrm Reich un Zorn, und Als man dein en wäſcht, Und Selle r Ang t ſchmählich Ster⸗ Hif ben An uns verloren ſein, H, wir durch dein Himmelreich ererben. Blut das ann, g.1643, ſt, 1116. Pafſionz⸗ Ardoch Mel. d Lamm Gottes 97 52 4. Jeſu welche ſöweren unf doh duri ſanfter riien det dudd hmaim Du ner Sap du trugſt Snc dtorn dic iſe Am dt nit Luſt uf den Nn bi Gott verdie tängt t en Kreuzes⸗ Holze, die on öde rind. der 8 un t du kannſt un 1 hrm dich unſer 3. M rulen bei den dc en Kldern pran vilh ha haft ſt ſeshmah empfinden duti hmgen. Du unj nſtnn, Und Alles dr. Gbern dich unſer . n Sömerz bring r— d. d shmah brin ehre Dwihndt erig le ih Gott a gühöre, D Das haf 1 rwerdg d d am Kreu ben. rn d un nſer, o 5 Uü m und allen 19 rnm peſtich kämpf 5 hs nen Lüſten den te dmpfen, deſthn Und en de be kim ui unſer, 3 8 daz und GEle h 4 us die Taauer 3 Mm ſummer ja edi 5 N 9 — S= =He —— 5 —— 2 rer S — — — — — — = — — — in. 1 meinen ei 4 ½ eadte denen aae — Den e ülſen Aute e bſal. ſein. wd thun, hn did Genaden nin lißen ein An „dei asgeſtrecken Um ich ü iefen Wuna bſa t e) laſſen ſen. . Tſcheutſchner n ng Beblutigen Lum 2 ttes. . Trich in Angtt um. 15 u, Gatts⸗lh » ie groß it m Dis durch deinn! 4 Prnmen Iyn ſth Turn wir Sün mn kommen. 4s 1 G. hat verdant du Wir gut, Die en di uf daß wir ſh Un d u unſchudig ns an Satans Reh 1Da eretten. 8 d cor Gottes Zen uns a„ahnt, Als umd He ten verhöhnet un „Whornen hat gi⸗ h Aͤchweres Kru ein 20 ns⸗Saft d me martillet. 1 Je knabe Dankſüi ein, uas dein Vedm d o ſchmülh⸗ un erloren ſal urn dein Iat eich un'en. eic 24 rrmam 8. 6 7 Daß wir nun geiſtlich kämpfen Das Paſſions⸗Andacht. Mel. O Lamm Gottes unſchuldig. 52 4 9 Jeu, welche Laſten Be⸗ 3 . weren unſre Herzen; Doch daß wir ſanfter raſten, So dul⸗ deſt du die Schmerzen. Du Hirte dei⸗ ner Schafe! Du trugſt für uns die Strafe. Erbarm dich unſer, o Jeſu! 2. Man hat mit Luſt und Stolze Den Zorn bei Gott verdienet: Du hängſt am Kreuzes⸗Holze, Daß uns die Gnade grünet. Der Satan mag uns fluchen, Du kannſt uns Segen ſuchen. Erbarm dich unſer, o Jeſu! 3. Wir wollen bei den Sünden Noch gern in Kleidern prangen: Du willſt die Schmach haſt du bloß gehangen. Du mußt dich für uns ſchämen, Und Alles auf dich nehmen. Erbarm dich unſer o Jeſu! 4. Dein Schmerz bringt lauter reude, Die Schmach bringt lauter Paſſions⸗Lieder. empfinden, Drum ſ 309 9. Dir bleibt von deinen Sachen Kreuz, Nägel, Beul und Wunden: will mirs eben machen. Hier ab ich Schätze funden, Sie ſind mein beſtes Erbe, Darauf ich fröh⸗ lich ſterbe. Gib uns deinen Frieden, o Jeſu! M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Unſere Schuld von dem Lamme Gottes gebüßet und bezahlet. Mel. Herzliebſter Jeſu, was haſt. 52 5 9 Lamm, das keine Sünde 8 je beflecket, Das Adams Gift, wie uns, nicht angeſtecket, Das ön und reiner, als die Seraphi⸗ nen, Die dich bedienen. 2. Du biſt das Heilge, aus dem Geiſt empfangen, Das man im Schmuck der Unſchuld ſahe prangen, Der Allerhöchſte unter Menſchen⸗ Ehre. Daß ich nicht ewig leide, Daß ich Gott angehöre, Das haſt du mir Kindern, Nicht aus den Sündern. 3. Wie gehts denn zu, wie ſoll erworben, Da du am Kreuz geſtor⸗ ben. Erbarm dich unſer, o Jeſu! Hilf uns und allen Chriſten, Fleiſch ſammt ſeinen Lüſten Mit dei⸗ nem Kreuze dämpfen, Dem Böſen widerſtreben, Und nach dem Geiſte leben. Erbarm dich unſer, o Jeſu! ich mich drein finden, Daß es dir geht, als ob du alle Sünden Ver⸗ übt? und Nichts ſo ſchnöd, als du, auf Erden Könnt funden werden? 4. Nicht nur der Abgrund, ſon⸗ dern auch der Himmel Stürmt auf dich zu, man ſiehet ein Getümmel Der Schaaren, die mit Luſt und 6. Wenn Kreuz und Elend pla⸗ gen, Und uns die Trauer⸗Geiſter In Angſt und Kummer jagen, So laß uns, lieber Meiſter! Nach deinem vielen Freuden Dir machen Leiden. 5. Dort liegeſt du in Angſt, in Schweiß und Blute, Wer kanns be⸗ greifen, wie dir ſei zu Muthe? Man Kreuze blicken, Und uns ins Leiden ſchicken. Erbarm dich unſer, o Jeſu! 27. Wenn ſich mein Herze ſchämet, Wenn Spott und Sünde kränken, Wenn mich die Schande grämet, So laß mich wohl bedenken, Was du für Schmach und Wüthen, Für Haß und Hohn erlitten. Erbarm dich unſer, o Jeſu! 1 8. Wir ſcheun uns für der Höl⸗ len: Du läßt die Uebelthäter Dir an die Seite ſtellen, Und bleibeſt mein Vertreter. So komm ich großer Herzen Viel Qual Gott verlaſſen ſchmecken Den Tod mit Schrecken. ſiehet dich vor Gottes Zorn⸗Gewit⸗ tern Und Grimm erzittern. 1 6. Man fällt dich an, man führet dich gefangen, Man höhnt, man ſchlägt, beſpeiet deine Wangen. Man krönt und geißelt dich, macht deinem und Schmerzen. 7. Ja, was noch mehr, du irſt zum Fluch gemachet, Ans Holz ge⸗ ſchlagen und dabei verlachet, Von — und mußt endlich 8. Sag an, o Menſch, ſind das nicht Sünder Dort unter Gottes Kinder. lauter Plagen, Womit man ſollt den Erbarm dich unſer, o Jeſu! größten Sünder ſchlagen? Warum —— — 310 muß denn die Unſchuld ſelbſt ohn Maßen Sich ſtrafen laſſen? 9. Das macht, daß ſie ſich hat für uns verbürget, Drum hat man ſie für mich und dich erwürget: Gott mußte ſo, ſollt er den Schuldner ſchonen, Dem B Zürgen lohnen. 10. Die Sünde konnt nicht bleiben ungerochen, Des Todes Urtheil war ihr längſt geſprochen, Dieß mußt einmal auf der ſehr höſen Erden Vollzog V dottos un Vollzogen werden.= 26. 9 Luntm G pottes, unſchul⸗ was ſie 9 dig Am Staum es 3 l 11. Was Sünde ſei und längſt verdienet, Hat Gott, da ihm Kreuzes geſchl lachtet, eriund 6 der Sünder wurd verſühnet, Zum geduldig, Wiewohl d 4 Ze eugniß ſeines Ernſtes,) wollen zeigen, tet; Al Sund haſt wo Aetrgl Uind nicht mehr ſchweigen. Sonſt müßten wir verſag gen. E⸗ 12. Hab Dank, o Lamm„ für barm dich unſer, vo Jeſu! deine Wun der⸗ Liebe, Darin du die⸗ 9. O Lamm Gottes, un ſchud ſer Zorn ⸗Ant ſtrenge Hiehe Erduldet, Erbarm dich unſer, o Jeſ und was über mich ſollt komn men, 3., O Lamm Gottes 4 anſchude Auf dich genommen. Gib uns deinen Frieden, o Jef 1 1 Führwahr, du du mich durch deinen Tod und Wun⸗ den So hoch verbunde en. 19. Nichts kann und ſoll hinfon von dir mich ſcheiden, Ich bleide dein, bis du mich dort wirſt weiden, deine Liebe mit verklärten Jun⸗ gen Stets wird beſungen. A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1139. Wo Das lateiniſche Agnus dei, Joh⸗ 1 5. 29. trugeſt meine Nie, Decius, ſt. 103 94 und S Schmer zen, Die Strafe lag u dir und deinem Herzen; Daß Geſchichte d du mir könnteſt Gnad und Fried er⸗ Mex. Da der Herr Chriſt zu theilen, Wirſt du voll Beulen.* 527. 3 Menſch, borwen dei 14. Ich nehr me an, mein Heil, 11 Suͤnde groß, Daru was du erworben, Und glaube, daß 24. ſeins Aaters Schooß N du biſt darum geſte den, Daß mir, leß und kam auf Erden Von ein der ich der Sch nunmehr ent⸗ Jungfrau rein und zart Fün un laden, Kein To ſoll ſchaden. 8 hier geboren ward, Er wollt der 15. Ach, ſtärke nur durch deine Kraft den Glanben, Daß er ſic die⸗ Mittler werden. — Den Todten er das Leben ga⸗ ſen Schatz nicht laſſe rauben, Der Und legt dabei all Krankhett 3 nicht vermag mit allem Gut der Bis ſich die Zeit herdrange, Daß d Erden Bezahlet werden. fuür uns geopfert würd, Trug unfna 16. Laß deines Leidens Frucht Sünden ſchwere Bürd Wohl an dem mich ſtets genießen; Laß d dieſen Quell Kreuze lange. 1 auf mein Gewiſſen fließen: Es müſſe 2. enn als das Feſt der Jüdet 9 NaS 3 8* ſein 1, 3* 1 ſteter Lulſt ulltt 8 Freude, Des kam, Jefus 2 ſein Jünger z01 ſich nahm Heiſtes Weide De Geiſtes lde.. Gar bald thät er ihn ſagen: des 1 17. Die Sünde, der an dir ihr Menſ ſchen Sohn verrathen! wird, Ans 8 56 41 48 C 4 5. 8 3 Recht geſchehen, Die müſſe nun mit Kreuz geſchlagen und ermordt„Dr Schanden untergehen, Es müſſe an rauf die Jüden dachten. 1 „ 1! orth diener Sich 4 te kanlt mir. ähr. forthin zu dienen, Sich In Simons Haus ein Fraus dui Nlets iuhnen. Viel koſtlich Waſſer zu ihr nahſ 18, Nur dir, v Gottes 8 Lamm, 3 ſoll ſein mein Leben Zum Eigen⸗ Der Meledie we⸗ gen ſind die langen Reni thum bim wir derum gegeben, Wozu getheilt, daß aus einem zwei ge vötdeß 5.SA. Fwbenvrie ſter el 8 9 8 Tn 11 verrathe r fn. de 9 Nhenn dui Venng Deen Ad n opf zet iun Jüngern ka t 1„ 1 1-8 n ſcon, 1 1 . 1*ℳ4 ir ſe nirim della, 4 8 4, Jamt er an den 1 J ? 3 9 tat. WM Partt und Ztten hat. 4¹ de e nnd thut Ens Sandas weit . 1 p 1 Akan 1 ſe 61 (orn 1 8 k dd 8 d ( n. 35 9 in LLn i eicheh Deln An Irgs M 1 4 nen 5 vin 19 9 Aal n den düng otye„ irn, 8 ſche 1 . mih der n 8 d0 v belet ihr A. 9 3 dn e ul dedt, ſieh, 82 vr. M Schaar er M leße Und Aben d m „ 1 Neiden der„ „ her iin 11, pracden in d a Hauf ant a 99 de 4 im „ nt ets Abeſun en. 5 uſen, g. 1670, dn * In Tuer Melodie . 1 geſ.— tet, Allzeit am ,— nuf Laft rtottes, ſtut tdir ſer, o Jeſu La m ottes, unſhu 8 J.= Frieden, vhf Nie. Deeins, in hich! s Leidens zit Da rderr Chritt zu dit 1 kenſch, bewen 3 ünde groß, A 8 ſi Waters Scheoß d ke uff Erden Mui au t. und zart zi⸗ gel ward,(r vh wenr en Men er das Lba egt ri all Krantht h die. t herdrang d 8 ge It würd, Tunr 1 ſo„Bürd Pohluf lan dem lad das Feſt dat eſun= Jünger zuſte ald d der ihn ſon en overrathen ui geſo dr und ernunt e J2e dachen. Sim e Haus en in ſtli zaſſer zu wegm id dilag Te Sng anun piß m Gottes u ig Am Stamn Frau gar nicht ſchallt, Judam verdrießen. 3. Zum Hohenprieſter er ſich fügt, en ügt, Nahm dreißig Pfenng behende. Bald Jeſus mit ſein Jüngern kam, Und Den Herren zu verrathen, aß mit ihn das Oſter⸗Lamm, Und thät daſſelbig enden. Er ſatzt uns ein ein Teſtament, Seins Tods zu denken bis ans End, V Durch den 1 r J Bildt Verläugnet ihnen für die Liebe ſchon, Und wie Mit Troſt Wuſch ſeiner Jünger Füße: ſie würden ihn verlan, thät ers beſchließen. 4. Darnach er an den Oelberg trat; Mit Furcht und Zittern er da Ach betet und thut wachen. Steinwurfs weit er fürder ging, Zu ſeinem Vater auch anfing: bat: Eins Mein Vater wolle machen, Daß dieſer Kelch jetzt geh von mir, Denn alle Ding ſind möglich dir, Doch es geſcheh dein Wille! Solchs er zum dritten Male bat; So oft auch zu den Jüngern trat, Sie ſchliefen all in Stille. 5. Er ſprach: Schlaft ihr in mei⸗ nem Leid? Es iſt genug, die Stund iſt bereit, Des Menſchen Sohn wird geben In die Händ der Sünder. Steht auf, Der mich verräth, der lauert drauf, So betet ihr daneben. Als er noch redt, ſieh, Judas kam, Ein große Schaar er mit ſich nahm Mit Spießen und mit Stan⸗ gen. Ein Zeichen der Verräther gab: Welchen ich küß: merkt eben ab, Den ſollt ihr weislich fangen. 6. Als Jeſus nun wußt alle Ding, Gar bald er ihn entgegen ging, Und ſprach zu ihn mit Güte: Wen ſucht ihr hier mit ſolcher Gwalt? Jeſum, ſprachen ſie, und fielen bald Zurück in ihrem Wüthen. Judas gab ihm den Kuß behend Der grauſam Hauf auf Jeſum rennt, Und fingen ihn mit Grimme. Petrus ſein Schwerdt auszucket Paſſtons⸗Lieder. Thäts übern Herren gießen. Etlich der Jünger murrten bald, Jeſus die Das thät (Er ſprach: 311 recht, Hieb ab das Ohr des Prie⸗ ſters Knecht. Jeſus bald antwortet ihme: 7. Ficht nicht, und ſtecke dein Schwert ein, Soll ich den Kelch nicht trinken mein? Den Knecht macht er geſunden. Der Hauf Je⸗ ſum zu Hannas führt, Und auch zu Caiphas, der regiert, Gefangen und gebunden. Petrus folgt in den Hof hinein bekannten Jünger ſein, dreimal den Herren. Der Prieſter fragte Jeſum hart, Sie ſuchten falſche Zeugn und Rath, Ihn zu verdammen führen. 8. Chriſtus antwortet ihnen nicht. Der Hoheprieſter zu ihm ſpricht: Was willſt du dazu ſagen? Ich beſchwör dich bei dem Gotte mein, Sag, biſt du Chriſtus, der Sohn ſein? Jeſus antwort ohne Zagen: Ich bins und ſag: Von dieſer Zeit Werdt ihr des Menſchen Sohne weit In Wolken ſehen kommen, Sitzen zur Rechten Gottes fein. Da zer⸗ riß der Prieſter das Kleid ſein, Und ſprach: Ihr habts vernommen, 9. Daß er geläſtert Gott ſo ſehr; Merk auf, was wolln wir mehr? Sie ſprachen: Er ſoll ſter⸗ ben; Und ſpeiten ihm ins Angeſicht, Viel Backenſtreich auf ihn gericht, Mit Läſter⸗Worten herben. Verdeckten ihm das Antlitz ſein, Und ſchlugen ihn mit Fäuſten drein, Sagten: Wer hat dich geſchlagen? Am Morgen früh der Haufe gar Fragten Jeſum mit mancher Gfahr, häten mit ihm bald jagen. 10. Und geben ihn Pilato bhend. Als Judas ſah Verrathes End, Die Sach ihn mußt gereuen; Das Geld er bald den Prieſtern gab, Und ſprach: Ich ſehr geſündigt hab. Er⸗ kannte ſeine Untreue, Erhenket ſich und barſt entzwei. Die Hohenprieſter beiderlei Rath⸗ ſchlagten um das Gelde. Eins Töpfers Acker kauften ſie Den Pil⸗ gern zum Begräbniß hie, Prophet uns meldet. 11. Als Jeſus vor Pilato ſtund, Paſſtons⸗Lieder. nahm, als der Und führten ihn mit großer Stimm, Das Kreuz Krjed ſich große Klag ohn Irund. V Gar boch ſie ihn verklagten: Dem Kaiſer hat er zwider gthon, Nen⸗ net ſich Gottes eingen Sohn, Ver⸗ fübrt das Volk all Tage. Pilatus ihn viel fragen thät, Je⸗ nahm Pilatum Wunder. Er ſchickt ihn zu Hefodes s hin, Herodes freuet trüge. ſich auf ihn, Meint was zu ſehn beſonder. 12. Als Jeſus ihm keine Antwort gahe Verachtet ihn Herodes drob, l Schickt il ihn Pilato wieder. Pilatus brief die Jüden; ſprach: Den Men⸗ ſchen auch Herodes ſah, und achtet ihn für bi eder ·d. i. gut, ehrlich. Ihr wißt, bas ich gewohnet ſei, Zu geben ein Gefangnen frei; X 1 Sie Jeſum will ich losgeben. Sie ſchrieen all mit lauter Stimm: Je⸗ ſum hin an das Kreuze nimm, Laß Barrabam uns leben! 13. Pilatus Jeſum geißeln ließ, Unter die Schaar ins ſtieß Und einen Purpur truge. Aus Dornen flochten ſie ein Kron, Die mußte durch ſein Haupt ſchier gehn, Mit einm Rohr ſie ihn S ſchlugen. V Grüßt en ihn einen König mit Spokt, V erſpeiten ſein zart An⸗ gſicht roth Sein heilges Haupt auch ſchlugen. Pilatus ſprach: Seht an don Mann, finden kann, Fuge! 14. Sie ſchrieen All mit lauter den hin Sonſt biſt du nicht Kaiſers Als nun Pilatus hört das 3 Richters d wollt ſein S dern keeie da lehr zu kreuzgen Stimm: nimm, Freunde. Wort, Setzt er ſich an des Ort, Wuſch die Händ, ohn Sünde. Gab ihn der bam, Bald Kreuzig, kreuzige! Mörder Barra⸗ N 3 Jeſum er Nach ihrem falſchen Willen. Sein Kleider ſie anthäten ihm, trug er mit Stille. 15 Als ſie nun gingen aus nit ihm, Zwangen ſie Simon mit ihrm Daß er ihms Kreuz nach⸗ Viel Volks und Frauen Bald Jeſus ſprach, Grimm, weinten da, e. als er ſie ſah Thät ſich zu ihnen ſus aber keine Antwort redt, Das ſah. K zu ihne biegen, Und ſprach: mich, Jer Töchter Weinet nicht über Zion, be ewen ſich Ein Jedes und ſein Kinder, 4 werdt noch ſprechen: Selig! die! U fruchtbarn, und die ſäugten ue Für Furcht und Qual der Sünde 16. Sie kamen bald zur Sche⸗ del⸗ Stätt, Sween Uebelthäter mm da hätt, Die man ans Kreuz au ſchluge, Zur linken und zur rechten Hand, Wie uns die Schrift länm hat bekannt, Jeſus bat, ſprach n Juge: 4 Verzeih ihn, Vater, dieſe Tha Keinr weiß, was er hie gethan hat! Pilatus thät auch ſchreider Hebraiſch, griechiſch und latein: Fe Richt thaus An dem ich kein Schuld d Hab ihn nicht ſtrafens nahme. Die ſus ein König der Jüden fein. Das ihat, die Prieſt betruͤben. ter . Als J de us nun gekreuzigt wat Sa Kleider e bald nahmen dar Looſten d durum heheonde Als; da ſein Mutter ſah, 28 Dazu hannem, bald er ſprach: Weib, die ſen ich dir ſende: Dieß iſt dein Sohn! Zum Jün⸗ ger t ſekicht. Das iſt dein Mutter laß ſie nicht! Bald er ſie zu ſch Hohenprief ſe trieben Spott, Auch andere viel läſterten Gott: Biſt du, der von Gott kamen 18. Biſt du mmn Gottes lieber Sohn? Steig Jjeß t vom Kreuz, bif dir dabon⸗ Das thäten auch die ſchächer; D och einer ſich zum an⸗ Jeſus nſchuld er ihn rt, Sprach: Jeſus, s, denk! nein nachher, 3 unten.” zo Vrni du in n din! Er nnt: Hel di müt ri Voll in de dieſe Fiuſterniß 6 i ſen Snan uhm neune Pefu von Gru nd, And laut ter Stin Weiſe Line An act mei Go ü d 1 Spott d bad ſ. in gaben efls den d hatt, S Spuad e Lallracti ih thät! Si rupt ließ ſinen. 9 Watt i die Hände de fhl ich dr w dele mein! tl mit! lun einn ume, Gab d geiſt Nr Mhang bhend denpel ij auwi zu End Falſen wihenim⸗ 20. d Aareih auch e dur, Die Gt rurden off de Ham An And ſein L Sundc⸗ en. nt. der F 4 U d 9 eehn, die R 1n hlgen ihr He ſhwinde. E ſ 1 A Fhehen de. Wein br. 8 in ein, And ae au d un 8.— erie at geſehen All, de ift zeuget, — bant n ein 9 1 3 4 3 9 Linwand in einem n pell, Da ſr ni 4; a Daät ten ei dan n 4 a dingen n Jer mit Süil Als= un g w— un Lngen dh *— ſe Sinon m 8* ihms Kaa ſo= Wn nn — Weine rict cchter zin, d 1d cher. Stuth Sa n bab zu ätt, mn Uebelthätn t,=nn ans Kren „3 tken und zu n A us die Säntt tann ſus bat, ſam dih u Vater, din we. as er lie n Pile E thät auc ſt ſch, iſch und lmn n K* der Jüden in ie Nf ⸗= betrüben. Als s nun geki Rlei=: bald nahna 1 d nn behende. A in Wler ſah, M n, 1R Ir ſprach. W di e: iſt. c Sohn! zm richt: as iſt dan richt: as iſt dem n ni! a Bald er ſen dobenifn 3 A Tndere vill A Etndere 4 Biſ t der von bent Bt mun G S wetzt vom Ket Sin thäten u w ein ſtn er 5 l ſbune 2h t lls 1 66 eh Jxis,N rt, 4 1 I Klag, Verhutens Grab. ten Tag Jeſus ſtund auf mit An allen Gliedern finde. Gewalte, Auf daß er uns ja from⸗ men möcht, Und mit ihm in ſein Blut, Paſſtons⸗Lieder. 313 So kommſt du in das Reiche Reiche brächt, Aus der ſündlichen dein! Er ſprach: Heut wirſt du Gſtalte. bei mir ſein, Wohl in dem Para⸗ Darum wir billig fröhlich ſein, dieſe! Ein Finſterniß war zur ſech⸗ Daß unſer Seligmacher fein, Chri⸗ ſten Stund. Um neune Jefus ſchreit ſtus, hat überwunden Für uns der Pererund, Und lauter Stimm und Sünden große Noth, Dazu die Hölle Weiſe: V . und den Tod, Und auch den Teufel 19. Mein Gott, mein Gott, wie bunden. läßt du mich? In Spott brachten 23. So laßt uns ihm nun dank⸗ ſie bald Eſſig, Und gaben ihm zu bar ſein, Daß er für uns litt ſolche trinken. Als Jeſus den verfuchet Pein, Nach ſeinem Willen leben. hätt, Sprach er: Vollbracht iſt, das Auch laßt uns ſein der Sünden ich thät! Sein Haupt ließ er da feind, Weil uns Gotts Wort ſo ſinken. helle ſcheint, Tag und Nacht darnach O Vater, in die Hände dein Be⸗ ſtreben. fehl ich dir die Seele mein! Schreit Die Lieb erzeigen Jedermann, er mit lauter Stimme, Gab auf ſein Wie Chriſtus hat an uns gethan, Geiſt. Der Vorhang bhend Im Mit ſeinem Leiden und Sterben. Tempel riß entzwei zu End, Die O Menſchen⸗Kind, betracht es recht, Felſen wichen ihme. Wie Gottes Zorn die Sünde ſchlägt. 20. Das Erdreich auch erzittert Thu dich davor bewahren. gar, Die Gräber wurden offenbar, M. Sebald Heyden, g. 1498, ſt. 1561. Der Hauptmann und ſein beſinde Sprachen: Fürwahr der Fromme; was, Und Gottes Sohn, dieß zeu⸗ Rede des leidenden Jeſu. Mtoas. Schlugen ihr Herz ge⸗ Mel. Da Jeſus an dem Kreuze. Als ſie den Schächern brachn 528. 9 Menſch ner auff enß die Bein, War Jeſus todt, brachn icht mei eich er. KNag⸗ Die i ihm kein, Und ſtachen auf ſein un deener Hammer⸗ lag, bi e i Seiten. Es rann daraus Waſſer Pin dich mu lühren hfbin Die und Blut. Ders hat geſehen, zeu⸗ Heuhe ſich verlchterei enſch, Di gets gut, Die Schrift zeugets auch Kräf i 2.7 weiter..2. Sonſt bin ich zwar der rechte 21. Nachdem als nun der Abend Held, Ein Held im Streit, der nie⸗ kam, Joſeph, der Fromme, Jeſum mals fällt, Der Mann von großen nahm Vom Kreuz In zu begraben. Kräften: Jetzt aber werd ich ſchwach Dazu auch Nicodemus kam, Viel und matt, Ans Kreuz laß ich mich Aloes und Myrrhen nahm, Damit heften.. ſie Jeſum haben 3. Ich bin ein Purpur⸗Würmlein Gewickelt in ein Leinwand rein; roth, Das man zerquetſcht bis auf Da war ein Grab in einem Stein, den Tod. Den Saft nur zu erlangen, n einem Felſen neue, Darin ſie Mein Saft iſt roſinfarben Blut, Jeſum legten ſchon, Thäten ein Stein Wohl denen, die es fangen. darüber thun, Und gingen hin mit Reue. werd Getreten, alf ein Wurm, zur 22. Die Jüden führten noch ein b Erd, Wie ich mich krümm und winde. 6 Am drit⸗ Da ich vor 2 5. Im Richt⸗Palaſt ſteh ich voll a man ſo hart mich geißeln e ——. — e eu— 314 thut, Da man nach Dornen ſchicket, Flicht eine ſcharfe Marter⸗Kron Und in mein Haupt ſie drücket. 6. Mein Leib aufs Kreuze wird ge⸗ legt, Mit ſcharfen Nägeln man durch⸗ ſchlägt Mein Händ und meine Füße, Auf Das Blut herunter fließe. Paſſions⸗Lieder. 15. So bin ich worden, dir m Gut, Ein Würmlein, das mit ſeinen Blut Den Herzens⸗Wurm getüdtet Daß er dich nicht mehr nagen dar Weil dich mein Blut durchröthet. 16. Wenn dir der Tod am la⸗ daß da in vierfachem Strom ten End Dein abgemattet Herz be rennt, Daß du vor Angſt dich wen⸗ 7. Am Kreuze wird mir meine deſt Gleich einem Würmlein hn Seit Mit einem Speer geöffnet weit, und her, Bis du das Leben endet. Draus Blut und Waſſer ſpringet; Bin ich, o Menſch! denn nicht ein zwingets*8 8. Wie Blut iſt deine Sünde roth, Drum hats erfordert auch die Noth, Daß ich mit Blut ſie büße. Ohn Blutvergießen war ſonſt Nichts, daß ſie ſich zahlen ließe. 9. Mein Blut, das iſt der Purpur⸗ Schmuck, Darinnen du haſt Recht und Fug, Vor deinen Gott zu treten, Magſt als ein Prieſter, ſchön geziert, Für deine Sünden beten. 10. Der König trägt ein Purpur⸗ Kleid; Mein Purpur⸗Saft hat dir bereit Die königliche Krone, Die du im Himmel tragen ſollſt Mit Freud vor meinem Throne. 11. Wenn dich die aufgeblaſne Welt Auch für ein armes Würmlein hält, Laß dich das nicht betrüben, Sie hat mir auch zuvor gethan, Bin doch ein König blieben. 12. Trag mit Geduld Schimpf, Hohn und Schmach, Und übergib Gott deine Sach, Bei dem biſt du in Gnaden; Er hat dich lieb, er ehrt dich hoch, Steht dir für allen Schaden. 13. Wenn dich der arge Böſe⸗ wicht Von wegen deiner Sünd an⸗ ſicht, Zeigt dir, was du verdienet, So zeige du ihm wiederum, Womit ich dich verſühnet. 14. Ob du gleich biſt ein Sünden⸗ — Wurm, Den Satanas mit Grimm und Sturm In ſein Mord⸗Reich will treiben, Da ein beſtändig na⸗ gend Wurm Dein Theil bleiben. 17. So nimm mich 1 armes Wir gü d nſch melein Zu dir in deines Herzen 3 5 8* 3 K—„ 5 9 4 Wurm, Aus welchem man Blut Schrein, Merk auf, wie ich gern⸗ uih gen, Auf Erden liegend in der An Und deinen Tod verſchlungen. 18. Wird gleich der Leih der Würmer Speis, Will ich ihn dad mit Ehr und Preis An jenem W erwecken, Daß er au f meinem G. ren⸗Saal Das Freuden⸗Mahl niid ſchmecken. 119. Mit Purpur⸗Kleidern nili ihn Nach deines Herzens Wunſch ziehn, Die ich dir hab erworben, M ich, in meinem Scharlachroth, dich am Kreuz geſtorben. 20. Deß ſollſt du dich In aller Noth J. Heermaun, Troſt. 529. Du biſt verdammet Des Teufels Raub ſoll ewig halt. Von Sünden, Pein; So mußt du bald Um Hilfe, Hei 3. Mein Tod gibt dir das Leben, Wm du vor mir kannſt ewiglich In mels⸗Freuden ſchweben. gorelich kroitt herzlich troſt ½½ NA beſtändiglh 22 2 447 EOE* 164 g. 1989. 14 19 8 Jeſn Blut unſer einiger Mel. Herr Jeſu Chriſt! meins⸗ Menſch, wer biſt du dah Wenn du in Sünden ſteckeſt nohe und verftuct o Mſch „ der Höll Frucht. 1 n 2. Ach, willſt du nun erlbſet ſi Teufel, Höll n dich bemühe l und Aufelt — 1 eil Solch Heil und Hif äͤl t ſteft de jüfa punn Sen tih verpoßnes 1,. i Ir Hi d öile g 4 Snn Ui it dine Feil, Venn de Geſetes D ſeil Dich Gratt und dir! 1 dual It den Uagſt und doacht Uvtwrendert ſein Vecht. 1. Seir Alt tiht dir der in Schmez Un ſtirket dei zutes Hetz, Pen dih verſcht ril die Hill Kedann ſein Beu ditt die Stul Und wm u nußt dura 8. e d Natß ſujdns Cottes 2 hebot Als veſr Ne e Ais it Delt und wcd Fun i das tiefe 9 S f d Son d Blut dein n, n dhah, dein 4 ni Id duh Daß dur d iam er, Getrof ftjch ſ Getrſt, d O N.. W. Nr jünni 8 ie Wnen Ne n dnm Tage wird Ve 8 Mn Aan N ehn K N 9 34 Bü ucht und wo 1 N ſt du ſein ſet 6„ ſeli de nit der Glm ſeemm deinem mct i, Of Pnd n Vand 1. ſda m SNii N EiMlmmlein, 8 t JI erzens⸗un 3 ernicht mehr 6 il di— in Biu dut 6. dir der I En=in gnen nt, †— †eu vor Anſta G.— einem Ain dhet= z du das h 27. 1 imm mich am lein udir in deit hrein erk auf, viei , Al D den liegend nm. d de= Tod verſchung 18. ◻☛ ürme eis, Will ih t Eha Preis An decket f ⸗Sa meckt 19.*† Purpur⸗Klede. nNa nes Herzensbe hn, h dir hab aret „ inz nem Schaud h auz geſtorben 20. ₰ ſollſt du heut ch ller Noth bit . 4 d kein aß er auf mn as Freuden⸗M 0 Jibt dir date mvon— kannſt ewigit els⸗Jn ſchweben. Heermaun, W In ülut unſtt i Troſt 12 herr Jeſu Gri 9( Nwnit 2— BJB vex b genn= in Sinden ſt zu d adamma ih des—ls Raub, N rucht„ 2. E oillſt du m gon hen, da gein;= mußt un ald* Hilfe, dü alt. ☛ heil m 3. gleich dr ſn dir ſchafft Des ſüßen Jeſu Trauben⸗ Saft, Sein reich vergoßnes theures Blut Dir Heil und Hilfe gibt und Muth. 4. Sein Blut iſt deiner Seelen Heil, Wenn des Geſetzes Donner⸗ Keil Dich ſchrecket und dir machet nen⸗Thal. 5. Sein Blut macht dich von Sünden los, Vor Gott gerecht, be⸗ liebt und groß; Sein Blut iſt dein recht Ehren⸗Kleid, Dein Schmuck, dein Ruhm zu jeder Zeit. 6. Sein Blut des und Liſt, Zerſtörung, Gift und Töd⸗ tung iſt, Dadurch er gänzlich iſt ge⸗ ſhwächr Und hat verſcherzt ſein altes echt. 7. Sein Blut tilgt dir der Höl⸗ len Schmerz, Und ſtärket dein ver⸗ zagtes Herz, Wenn dich verſchlingen will die Höll, Alsdann ſein Blut ver⸗ tritt die Stell. Paſſions⸗Lieder. Qual In dieſem Angſt⸗ und Thrä⸗ ſch Teufels Macht M 315 Dein Labſal ſein und höchſte Freud, In allem Kreuz und Leidens⸗Wuſt, ein Leben, Aufenthalt und Luſt. 14. Du biſt ja auf dieß Blut ge⸗ tauft, Hierdurch zum Himmelreich er⸗ kauft, Im Abendmahl dieß Blut dich wwänit Vergebung deiner Sünden enkt. 15. Wie ſollte denn dieß theure Blut Dir nicht ſein heilſam, nütz und gut, Wie ſollt es dir nicht ſelig ſein Und dich in Himmel führen ein? 16. O Bluts⸗Freund, liebſter Jeſu Chriſt, Der du der Kelter⸗Treter biſt, Dein Blut ſei mir in Ewigkeit ein Troſt, mein Heil und Se⸗ ligkeit. Letztes Wort Jeſu. Joh. 19, v. 30. In eigener Melodie. 530. 9 Menſch, ſchau Jeſum Chriſtum an, Den 8. Und wenn du mußt durch To⸗ des⸗Noth Auf deines Gottes Macht⸗ Gebot Aus dieſer Welt, und ſchei⸗ den ab Hinunter in das tiefe Grab, 9. So iſt dieß Blut dein beſter Schutz, Dein Schatz, dein Troſt, wahren Menſch und Gott, Der für uns hat genug gethan Durch ſeinen bittern Tod; O, wie große Angſt und Pein Drang in ſein Herz hinein. 2. Am Kreuz ſtund er hoch aus⸗ geſtreckt, Und trug ein Dornen⸗Kron, dein Hilf und Trutz, Daß du kannſt ſelig ſchlafen ein, Getroſt, beherzt und fröhlich ſein. 10. Am jüngſten Tage wird das Blut dir geben einen Helden⸗Muth, Daß du wirſt recht und wohl be⸗ dehn. Und in das Himmelreich ein⸗ gehn. 11. Darum, o Menſch, du Sün⸗ den⸗Knecht, Willſt du ſein ſelig und gerecht, So greife mit der Glaubens⸗ Hand Nach dieſem deinem theuren Pfand. Hing im Fleiſch, butig, bloß und nackt, Voll Schmerzen, Spott und Hohn. Aus der Seit und Herze ſein Floß Heil der Seelen mein. 3. Sein Mund ſprach: Nun iſt Alls vollendt, Was Gott verſöhnen kann, Der bußfertigen Sünder End Nehm ich mich treulich an, O herz⸗ liebſter Vater mein, Laß mein Volk V dein Erbe ſein. 4. Den Troſt hört ich aus Jeſu Mund Ins elend Herze mein Reden in ſeiner letzten Stund Tief in mein 12. In Chriſti Wunden, Blut und Schweiß Such Hilfe, Troſt mit Fleiß; So kann Heil und dich über⸗ winden nicht, Was deiner Seele wi⸗ derſpricht. 13. Laß deines Jeſu Blut allzeit Seel hinein; O, thu das, Herr Jeſu Chriſt! Der du mein Heiland biſt. 5. O Herr, dein Angſt, dein Blut, dein Tod, Dein tröſtlich An⸗ geſicht, Laß du in meiner letzten Noth Sein meine Zuverſicht, Daß 1 316 ich dank deinem Namen, In Ewig⸗ ein Becken, Und ließ die Jin keit, Amen. ſeine Liebe ſchmecken, Wuſch 6 „v. Schweidnitz, g. 1600, ſt. 1667. e ſelbſt, und that das allen Wok hlge 5 fallen. Seelen⸗Durſt nach Jeſu theurem 3. Nuch der Verräther den Blute. ausgeſchloſſen, Dem doch der Tauſ 7. ſchon ſein Herz verſchioß ſen, Ja, i In eigener Melodie. noch mehr, in den er auch gefahran 531. 9* thrures Blut! O rothe Mit vielen Schaaren. 5 Fluth! Wie quillſt du aus den Wunden, Die mit unerhör⸗ gehen, Ob ſie gleich Chriſti S ter Angſt Jeſus hat empfunden. noch nicht verſtehen; Nur San 2. Ach, theurer Fluß! Ach, Fluß, Petrus will ſich mit Verwundm ich muß Mit dir die Seele laben, Von ihnen ſondern. Sonſten kann ſie in der Welt Keine 5. Herr, ſpricht er, ſollſt du ue fn f n his 5 dach p ge, 7 d 5 an wiſſet at vürn nget. Labſal haben. ſichen meine FJüße? Das un 3. Fleuß auf ſie zu, Und ſchaff ihr ſchimpflich, wenn ich dieß zu Ruh, Wenn ſie die Sünde naget, Heut und in Ewigkeit wuds e Wenn ſie fühlet Höllen⸗Angſt, Und mand ſehen An mir geſchehen⸗ nach Troſte fraget. 6. Was hilft dir doch, ſagt Cif 4. O Gottes⸗Sohn! Mein Gna⸗ ſtus, ſolch Verf ſchwören? den⸗Thron! Du ſtirbſt, auf daß ich es ſei umſonſt dieß mein Ba lebe, Und an dir o Weinſtock! ſei ren? Was ich jetzt thu, will aad Eine grüne Rebe. nachmals zeigen, Jetzt ſollſtit 5. Ich Sünden⸗Knecht! Bin nun ſchweigen. gerecht, Mein Fluch wird mir zum 7. Waf ſch ich dich nicht ſo un Segen; Denn ich bin des Höchſten du dich ſ ſelbſt trennen Von mir,n Kind neines Jeſu wegen. aaußer mir zur Hölle rennen; Duß 6. Ich danke dir, o Himmels⸗ laß mich dieß, wie und in ande 5 . Ih 21 Jier!. Daß du für 1 mich gelitten, Sachen, Wie ich will mat her Daß du ſterbend meinen Tod Rit⸗ 8. Herr, ſpricht er, ich wi terlich erſtritten. mehr ſein dawider, Waſch ſet de 1 N 8* 88 1 O Pelikan! O veiner Schwant. Füße, Händ und alle Glied 4 8t Laß ſolches mich bedenken, Bis man ich mit ſolchem Schaden widerſteinn endlich meinen Leib Ins Grab wird Wie konnt ich leben? verſenken“ 9. Es iſt genug, ſagt Jeſus, d 8. Dann leb ich wohl, Gleich wie den Füßen, Wozu ſoll ich dir an ich ſoll, Und ſterb in deinem Na⸗ das Haupt begießen? Ihr ſeid ſont 4 3 85 9 H 1 e me⸗ Komm, die beurs A und O! ſchon gewaſchen und rein wade Mich zu holen, Amen. Ord M. S. Dach, g. 1601, ſt. 1659. In eurem Drden. S. 8*⁴ 354 8 10. Doch kann ich dieſes nicht A Uen ſagen; Ich weiß! wohl, 8 Herzliebſter Jeſu, was haſt. läßt mancher Menſch ſein Herz dir Ueber das Fußwaſchen. Mel. 6 4 532 t tiefe Demuth, wer blenden Und von mir wenden. 96. kann dich ermeſſen? 11. Da er nun dieß volbran Der Sohn des Höchſ ſten, nach dem legt er ihm wieder Sein eigne Abend⸗Eſſen, Nahm einen Schurz, der an und ſett ſich nieder⸗ 1 und band ihn mit den Händen Um Liebſten, ſpricht er, jetzt ſollt ſeine Lenden. anhönen Was ich will lehren. 2. Darnach goß er ihm Waſſer in Ein Beiſpiel hab ich euch ii —⸗ — 9 NVo au 1s 8 4. Didandern Nünger laſßn 81 1hſin Her pene. Der M wen ich möchte klagen. Ach ue s 9. 1. Nlhen N Dahde 1 rrun ſe ach ſas get ider un nen Glieder. 1. 1 miie 8 N — — — . „— —. —2 ( 8 — — crrift ait in Jünger, e ränr in Dde F.Dr lh 1 c rich ſtete Shj 5* Nh dez woll i d Daß ich hläun a in Umnau vergelte in nacht ci l. Da i nic allr Chr 3 rnnem, A waſchen diß t tam. Und i kanin diem Namen,. Mir, Am 1 döam. n, 3, 1585, ſt. N werdet un ena ger überwi ſcher Jin Jag im Garten Jäzm di ade Vme„Stu und! A dac M N ſir He land na di ui 1* drs ker 9 rite e S Paſſions⸗Lieder. 317 mit gelaſſen, Das ſollt ihr merken 4. O, heilig Haupt, wie biſt du und zu Herzen faſſen. Ihr pflegt doch verwundt, Wie hat dich eine ü mich Herr und Meiſter ſtets zu nen⸗ Dornen⸗Kron umſchränket, Von Fü⸗ . A Veriſee nen, ich muß bekennen: ßen bis aufs Haupt iſt Nichts ge⸗ ſch—= äther 13. Ihr redet recht, ich bins, ſund, Die Qual ſich dir in alle n ſoe h verch drum ſollt ich ſchließen, Es ſoll auch Adern ſenket. m choſen n euch kein Liebes⸗Dienſt verdrießen;.5. Des Leibes Pein haſt du ge⸗ ring geacht, Der Sünden Wuſt, vie hen er ach Thut wie ich euch gethan als treue DX. aaie Brüder Und meine Glieder. darinnen wir verſtricket, Die hat „ ern Nung lhe 14. Der Knecht iſt dennoch, als dir hier viel tauſend Angſt gebracht, gleich Cgnt ſein Herr geringer, Der Meiſter Dieß war die Laſt, ſo dich zu Bo⸗ us e eſtehen, Ane übertrifft auch ſeine Jünger, Drum den drücket.. 1ih e ſich mit Am ſollt ihr euch wielmehr in Demuth 6. Wie beteſt du, Herr: Nimm mnder. üben Und herzlich lieben. den Kelch von mir, Iſts möglich, 8 pricht er, ol. 15. 2 ſelig ſeid ihr, ſo ihr dar⸗ Vater! doch nach deinem Willen, — Füße? du nach ringet, Und dieß, was ihr Bin ich bereit, ich folge willig dir, npfl— denn ich do nun wiſſet, auch vollbringet. Ihr Durch Sterben deinen Rathſchluß tu Ewigkeit u werdet allen Jammer überwinden zu erfüllen. d ſe ta An mir geſche Und Gnade finden. 7. O großes Werk, o wunderba⸗ W ikt dir dot. 16. O Jeſu, laß mich ſtets hieran rer Rath, Der einzig nur aus Liebe ſoht rſchwören, di gedenken, So auch ein Judas mein hergerühret, Zu büßen Adams üble ſei im riſt dieß ma 5 wolle kränken, Daß ich mit zredel⸗That, Die er verübt durch TScch jeßt teu m Wohlthun ſein Untreu vergelte Und Schlangen⸗Ais verführet. mal: igen, Jeg i ihn nicht ſchelte. 3 8. lieber Menſch, leg ab die eige 17. Daß ich mich aller Chriſten eitle Pracht, Womit die Welt aus Abe ich dich niht ſtets annehme, Zu waſchen ihre frechem Muthe pranget, Leg ab die ſich dih mttt ſtets annehme, 31 dich. trennen V düße mich nicht ſchäme, Und ihnen Zier, darauf dein Herze lacht, Die r m r Hälle vam Gutes thu in deinem Namen, Herr, ſchnöde Luſt, ſo deinem Sinn an⸗ mid ß, wie au hilf mir, Amen. hanget. den Lag will 15 J Heermann, g. 1585, ſt. 1647. 9. Gedenke an den großen fin⸗ „prict er,ihr ſtern Tag, Die Trauer⸗ Stund in ſei 3 der Puſte Ueber Jeſu Angſt im Garten. der der Herr geſtorben, So wirſt du 2r und alle Gli frei von aller Sorg und Plag, Weil 3 D Shmam In eigener Melodie. dir dein Gott am Kreuz das Heil b 3 Trauer⸗Stund! und erworben. tr n Pten 533. 9 großer ſinſtrer Tag, 10. O Zeſu mein! Hilf, daß ich G f Po 1 An welchem unſer Heiland große ſei bedacht, Zu rühmen, was du Füf an Wozu ſo · Schmerzen Erduldet hat, mit har⸗ hier für Angſt gelitten, Und haſt ter bittrer Plag; Erweicht euch doch, dem Tod genommen ſeine Macht, 1 gewen und uf ihr felſenfeſten Herzen!(Das Leben mir und auch dein eure 1nden. nir 2. O große Noth, ach jammer⸗ V Reich erſtritten. d.. T ſemn ich dieß reicher Stand, O Seelen⸗Qual, Tob. Tzeutſchner, ſt. 1674. n ſo ite 8 9 die ben Deren hat gedrüder Die er ich ir chte kagn zugleich an Leib und Geiſt empfand, 8 Leide riſti. ma act Munſch ſut Für uns, die wir im Laſter tief Betrachtmug des Leid 93 Khri den url von mir nen verſtricket. Mel. Run ruhen alle Waͤlder. 1 1. nr um n 3. O. Garten⸗Angſt, o thränen⸗ 53 4 9 Welt, ſieh hier dein er unoieder Seni voller Bach, Da dein Erlöſer mildes e*☛ Leben Am Stamm des an amn ſett ſih nn Blut geſchwitzet; Erwäget dieß im Kreuzes ſchweben, Dein Heil ſinkt ſten uf icht dn in Herzen tauſendfach, Die ihr mit in den Tod! Der große Fürſt der wen s ich vili Luſt in Sünden⸗Kammern ſitet. Chren Läßt willig ſich beſchweren . Cripil bu Mit Schlägen, Hohn und großem Spott.. 2. Tritt her, und ſchau mit Plihe Sein Leib iſt ganz mit Schweiße Des Blutes überfüllt, Aus ſeinem edlen Herzen, Für uner⸗ ſchöpften Schmerzen Ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich ſo geſchlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen D So übel zugericht? Du biſt ja nicht ein Sünder, Wie wir und unſre Kinder, Von Miſſethaten weißt du nicht. 4. Ich, ich, und meine Sünden, Die ſich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das ſich ſchläget, Und das betrübte Marter⸗ Heer. Ich bins, ich ſollte büßen An Handi und an Füͤßen Gebunden in der Höll. Die Geißeln und die Ban⸗ den, Und was du ausgeſtanden, Das hat verdienet meine Seel. 6. Du Die Laſten, ſchwerer als ein Stein. Du de n Segen, mein Labſal ſein. 7. Du ſetzeſt dich zum Bürgen, Ja, läſſeſt dich erwürgen, Für mich Mir luſſeſt du die dich höhnen, Und leideſt Alles mit Ge⸗ und mene Schuld. dich krönen Mit Dornen, duld. 8. Du ſpringſt in Todes Rachen, Mich frei und los zu machen Von Mein Sterben L nimmſt du abe. Vergräbſt es in dem ſolchem Ungel heur. Grabe. O unerhörtes Liebes⸗Feur! (Danukſagung für das Leiden Chriſti.) verbun⸗ A Augenblick und Stunden Ich bin, mein Heil, de Dir und Seel vermögen, und Ehr. 10. Nein, ich kann nicht Viel geben Paſſions⸗Lieder. nimmſt auf deinen Rücken die mich drücken, Viel wirſt ein Jͤluch, dagegen Verehrſt du mir Dein Schmerzen muß uberhoch und ſehr, Was L Leib 535. 9 Das ſoll ich die ärgſten billig legen Allzeit an deinen Die enſt Kind beklagt Adams Jal dieſem armen Leben; Eins ahn ll ich thun: Cs ſoll dein Tod un wnden Bis Leib und Seele ſcheden Mir ſtets in meinem Herzen ruhn (Mögliche Anwendung.) 11. Ich wills vor Augen ſetzen, Mi ſtets daran ergötzen, Ich ſei auch m ich ſei. Es ſoll mir ſein ein Spig Lieb und unverfälſchten Treu. 12. Wie heftig unſre Sünden Da frommen Gott entzünden, Wie ih und Eifer gehn, Wie grauſamn ſene Ruthen, Wie zornig d Will ich aus deinen Leiden ſein ich mein Herz ſoll zieren Mit ſilla ſanften Muth, Und wie lieben, Die mich ſo ſehr betrite Mit Werken, ſo die Wehei n t 14. Wenn böſe. Mir Glimpf und Namen pu So will ich zähmen mich, Daslt recht will ich dulden, dem Nätt ſeine Schulden Verz zeihen ge m 8 williglich. 15. Ich will mich mit dir ſtt en And Kreuz und dem d ¹ Was meinem Fleiſch gelüſt, We deine Augen haſſen, Das nllt t fliehn und laſſen, So viel mir in mer möglich iſt. 16. Dein Seufzen und d nen Und die viel tauſend Thränes Die dir geflof ſſen zu Die ſoll en m Hände Begleiten zu der ewgen P. Gerhard, g. 1606, 1 Ueber Jeſn Wunden. Luc. 19. v. 41. O theures Blut, o rothe Flutt⸗ Wunderf luth höchſte Gut! Sünder Got e i böſe Kinda 2. Immanuel, Der Franderdn Wird hier ein Quell der Thränen⸗? b V Mel. — —= —— = 5 Der Unſchuld und ein Siegel N eine F ute ich die ſel Zungen ſti ein Sta am Ende In deinen Schooß n 3 2 — 4 1 — in ſie dus ſch wah Unhas igbit 3 te da 4 Sindet ſehren 4 n 46 ri en⸗raun ſen eun Nel 9 keine wah Lift bei ünfun 15 Er ſalt ich dar, Di Schaar M R dywen zu ver Und des Ginnas war Son ihn ebölne 6. Komm bte in, f dich zu zu diſe Le 1s ſtudi 53 Laß ie Tywr, die ſi 13. Ich will daraus ſtud diren We eihlic a i 7 Ac bun en h Der rStch 8 min deinen i In ſa Aut und T. mi Dins Ritlers bade .L die Thau Die ded des K vah durchd o wirſt nt deſſen bu en 4 tdatur, Kalt, lan l nd mi kin T 9 hue Ih bot die T ui B de hie gheinen. 1h. O duth, Kon 6f Hen o der dir N .Täatat,3.1693 dr käund h Jeſu N aru frommer h. hhr 1 vimm ſont Dae. KNrieden ht de kni de Ven en ä en 2 nig mit dn der a Ale dect, 1 u ſ derſchn aüt. b s 4 8 1 de Ae ſte d d ſie dhen d Der La 9 dai iſe eine Wuaten — h Awman 1. Jas „Und vieih en, mnich o ſch 6 W ¹ ſo die Wraßt 4. büſe ſunß Grn und Namn wil de zähmen mih, twit dulden, dn e Su m Verzeihn e iglie 5. oill mih mi Ant. euz und dm S Ir in Fleiſch giü de Ae haſſen, N on K aſſen, So vi m iſſt. 6. 1 ½ Seufzen udd Ur t viel tauſen dit„ ſſen zu Dwi Er amm deinen en nde eesten zu der a 3. Gerhard, g.h 1uAM. Jeſn Wuht c. 19. v. ℳl. ul. r urs Auu, utf Wunderitt 95 1 6 31J n ira 1 Sünder. 6 dr oer Adams l d w e uel, Der gun rd ſchen⸗Freund Beweint der ſind durchbort, Paſſion ſich nach Barmherzigkeit Für die en. Zerbricht vor melzt in heißen Herzens Härtigkeit Sünder ſehn 3. Das zarte Herz Schmerz Und ſch Flammen, Unſers Weinend zu verdammen. 4. Gott ſelber weint! Der Men⸗ Menſchen Sünden, Weil ſich keine wahre Reu Läßt bei ihnen finden. 5. Er ſtellt ſich dar, Die freche Schaar Mit Thränen zu verſöhnen, Und des Himmels ſchweren Zorn Von ihn abzulehnen. 3 5. Komm, harter Sinn, Komm, wirf dich hin Zu dieſer Liebe Fü⸗ ßen: Laß die Thränen, die ſie weint, Reichlich auf dich fließen. 7. Ach ſchmerzet dich Der Schlan⸗ gen⸗Stich, So darfſt du deinen Scha⸗ den In dem Blut⸗ und Thränen⸗ Strom Deines Mittlers baden. 8. Laß dieſen Thau Die dürre Au Des Herzens wohl durchdringen! So wirſt du durch deſſen Kraft Reue Früchte bringen. 9. Biſt du erſtarrt, Kalt, fühllos, hart, Und kannſt kein Thränlein weinen: Opfre Gott die Thränen auf, Welche hier erſcheinen. 10. O heilge Fluth, Komm mir zu Gut Im Leben und im Sterben! Laß mich einſt durch dein Verdienſt Ewig Freud ererben. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. R Die Wunder bei Jeſu Tode. s⸗Lieder. 319 auf Scheitel ab, Iſt Nichts an ihm geſund. 3. Das Licht der Welt erblaßt, Gleich als der Ta ſich theilet: Die Sonne wird mit Nacht Im Mittag übereilet, Und löſcht die Flammen aus: Das ganze Land erſchrickt, In⸗ dem er kaum ſich ſelbſt In Finſter⸗ niß erblickt. 4. Doch geht dem Mörder auf Ein neues Licht im Herzen; Der Gottes Kind geſchmäht, Ruft jetzt in heißen Schmerzen Den großen König an, Und will(trotz Kreuz und Pein) Nicht Mörder, ſondern mehr Ein Lebens⸗Retter ſein. 5. Der Mittler eilt zum End, Er will den Tod umfangen, Und ruft ihm überlaut, Obgleich die Kraft entgangen, Ob ſein zerfleiſchter Leib Hier ganz verblutet ſteht, Hat er die ſüße Stimm Doch ſterbend auch erhöht. 6. Der Vorhang, der das Stift Des innern Tempels decket, Reißt oben ab entzwei: Was für uns ward verdecket, Steht offen. Laßt uns gehn! Dieß Wunder zeigt uns frei, Daß Nichts mehr Heiligs im Ent⸗ weihten Tempel ſei. Der Erden Grund erkracht, Die trotzgen Felſen ſpringen, Die Klippen ſpalten auf, Die ſchnellen itzen dringen Faſt in den Nittel⸗ Punkt, Die Länder fallen ein, Und wollen Zeugen nur Des großen Mor⸗ Mel. O Gott, du frommer Gott. 536 Reiß Erde, Himmel brich! 8* Ihr Friedens⸗Engel klaget! Der Fürſt der Welt vergeht! Sauſt Lüfte! Menſchen zaget! Der llles trägt, verfällt, Die Ehre wird veracht, Der Alle deckt, iſt nackt; Der Troͤſter iſt verſchmacht. 2. Der Höchſte ſteht am Holz, Genagelt an die Aeſte; Die Hände Durch die die Wol⸗ en feſte In ihren Stand geſetzt: Der Leib iſt eine Wund, Von Juß des ſein. 8. Der Tod verliert ſein Recht; Der Grüfte Marmor zittern, Die Gräber brechen ein, Der Heilgen Leiber ſchüttern, Und ſchaun mit ihrem Geiſt Vermählt das Opfer an, Das Gottes heißen Grimm Der Rach auslöſchen kann. 9. Volk, Hauptmann und Sol⸗ dat, Bewegt durch ſolche Zeichen, Bedenkt die grimmge That, Die Her⸗ zen ſelbſt erweichen. Ach wahrlich! ruft man jetzt: Der war ein from⸗ mer Mann, Und Gottes Sohn, — ——— Paſſions⸗Lieder. un dem Das Recht Nichts tadeln dieh ererben, Und darinnen ſelg a ſterben. Man bricht, weil ſchon der 3 O wie freundlich kannſt du laben T Sich gegen Abend neiget, Der Jeſu, Alle, die dich haben. Die ſcch Mörder Bein entzwei⸗ Ein neues Nalten an dein Leiden, Können ſelig⸗ Wunder zeiget Den Grund der Pro⸗ lich abſcheiden; Laß mich deine Lich phezei; Ihm, der den Tod entſetzt, ererben Und darinnen ſelig ſerban Wird von der grimmgen Fauſt Kein(66. Wenn der Feind mich wil einzig Bein verletzt. anklagen. Laß mich, Jeſu, nicht ver 11 Doch durch die bloße Seit zagen; Wenn ich aus dem Elend ſt ihm ein Speer gedrungen, Aus fahre, Meine Seele wohl bewahre, Ihe bald für uns Ein Gnaden⸗ Laß mich deine Lieb genießen, Un Brunn entſprungen, Ein Blut⸗ und mein Leben drinn beſchließen.) Waſſer⸗Strom, Der unſre Sünd(. Süßer Jeſu, Gnaden⸗ Son abwäͤſcht, Und die entbrannte Glut Mein Schatz, höchſte Freud und Der ſchwarzen Höll auslöſcht.“ Wonne, Ewig, ewig laß uend loben 12. Und zweifelt noch ein Menſ ch, Mit den Engeln dich dort oben, Dae der Verſprochne kommen, Daß Singen immer Heilig! Heilig! A⸗ er der Menſchen Schuld Auf ſich, dann bin ich ewig ſelig. auf ſich genommen? Wenn ununne⸗ M. Chr. Keymann, g. 1607, ſt löt Luft und Sonn, Und Erd und Grab bewährt, Daß durch ihn Grab und Tod und Hölle ſei verheert. Andr. Gryphius, 1616, ſt. 1664. —— Auf den Charfreitag. Jeſu Anrede vom Kreuz an ſie Sünder, ſammt dem Vor⸗ md. Nachgeſange dazu. Um ſeliges Sterben durch i Jefn Tot chaut, ihr Sünder, Jeſn 5od. 538. 5 macht mir große Pei In eigener Melodie. Ihr ſollt Kinder Des Todes? edi ei gegrüßet, Jeſu, gütig, ſein; Durch mein Sterben Seid it 537 3 9 Ueber all lle Maaß ſanſt hi berren Und nun Erben A müthig. Ach, wie biſt du ſo ver⸗ wahren Seligkeit. achtet Und dein ganzer Leib ver⸗ 2. Keine Schmerzen Sind meinen ſchmachtet; Laß mich deine Lieb er⸗ Schmerzen gleich, Die im Mazzi erben, Und darinnen ſelig ſterben. Und Leib ich trug für euch; Solche 2 O mein Jeſu, Gott und mein binden Und ängſten mich zwar ſehr Heil, Meines Herzens Troſt und Eure Sünden Und Undant noh mein Theil, Beut mir deine Hand vielmehr. und S Seiten, Wenn ich werde ſelber ſtreiten; dis: 68 deine Lieb erer⸗ Leiden an, Nicht ver jachtet, Wa ben n, Und darinnen ſelig ſterben. für euch gethan; Fallt zu Fuße Den 3. Schone, Jeſu, meiner Sün⸗ hocherzürnten Gott, Und thut Brte den, Weil ich mich zu dir will finden Eh euch berückt der Tod. Mit betrübtem Geiſt und Herzen, 4. Durch die Wunden, So nire Dein Blut lindert meine Schmerzen; ſchlagen ſein, Habt ihr funden C Laß mich deine Lieb ererben, Und offnes Brünnelein, Daraus nm darinnen ſelig ſterben. Noch täglich Waſſr und Mu. 3 4. O du weiß und rothe Quelle, gemießen, Euch, die ihr Buße thu Kühle meine matte Seele; Wenn 5. Schaut, mein Armen Hab ic ich werde unterliegen⸗ Kif mir ſchon ausgeſtreckt Zum Erbarmen, ritterlich obſiegen; Laß mich deine O wohl iſt der bedeckt, Der umſan e — 3. Dieß betrachtet, Und ſ eht mein b — ſn n Hier! iegt a 1 gen Trägt b9 knna eilet Zu 4 Fuuch D' euch heilet Un vider au, Vas ihr Sün Adam herg gertbt ln nih Durch eige Schuld verderb 7. Keimt kornnt t Ale, in Giaue enit; Keiner fa aadas,hiteſch.I Durch mei dan ü m c Tod thaden Wit und emner zu dien Antde Jeſu e Sünde in Chr⸗Freite Trrgelang. Hn it o Naſch, Ein Tralea, An welche ſ heiland iea Grltten! Odt dantdR ag 2. Helt ſite Gott: Wer ſochs bedett dos Leben ſe⸗ an dem an ün Und uns Jun Suda Drf fer ſch ³ Kamm mene Sell b zun Kregz ete zu höre des Todh lh ſei, Un doh Vele 8 und e dänen R D Niu, 8. Mu für un m au m Und unh t nie Chren⸗ K egi 5 wich J. unu d 8 1i gen deilen 539 Jane 8 ai dreu kn 88— ererb Paſſtons⸗Lieder. 321 4 -. gen Hier liegt an meiner Seit Und Jür ein Trieb zur Buße reize. Willſt wi— diich tannſtu Verlangen Trägt nach der Seligkeit! du unempfindlich ſein? O, ſo biſt Allet dich haben 10 6. Darum eilet Zu dieſer Gnaden⸗ du mehr, als Stein. = eiden Kumna Fluth, Die euch heilet Und machet 2. Schaue doch das Jammer⸗Bild 5 n dnßs wieder gut, Was ihr Sünder Von Zwiſchen Erd und Himmel hangen, n u rinnen ſinn Adam her geerbt Und nicht minder Wie das Blut mit Strömen quillt, VWand er Feind ui Durch eigne Schuld verderbt. Daß ihm alle Kraft entgangen! Ach, en. uc 9 m 7. Kommt, kommt Alle, Umfaßt der übergroßen Noth: Es iſt ja mein N:1 Vl, Aic aus dn im Glauben mich; Keiner falle, Wie Jeſus todt! M= zelle dch Sdne, hinter ſich. Durch mein Leiden 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, ich— Lieb en in S oll weder Sünd noch Tod Euch nun Alles das hab ich verſchuldet, Und Le m vetine ſcheiden Von mir und eurem Gott. du haſt aus großer Huld Pein und Si F„eſu, Gnqde. Tod für mich eerduldet. daß ich Sie uhſte de Zu dieſer Anrede Jeſu an die nicht verloren bin, Gibſt du dich ans e,(1 exviig laß nitt Sünder am Char⸗Freitage. Kreuze hin. den=ealn dih dan 4. Unbeflecktes Gottes⸗Lamm, Ich n i Heinnl Bargeſang. de. verehre deine Liebe. Schaue von des bin 7 Heilig! Heiihe B iſt, o Menſch, Ein großer Kreuzes⸗Stamm, Wie ich mich um in rig ſelig. Trauer⸗Tag, An welchem unſer dich betrübe; Dein im Blute wallend 1 Keymann, ni Heiland große Plag Erlitten hat Und Herz Setzet mich in großen Schmerz. Au Charfrein todt danieder lag!.. 5. Ich kann nimmer, nimmermehr — 1 2. Heut ſtirbet Gott: Wer iſt, der Dieſe Plagen dir vergelten; Du ver⸗ Att vom Kreui a ſolchs bedenkt? Das Leben ſelbſt heut bindeſt mich zu ſehr. Schenkt ich der a mt dem Ja⸗ an dem Kreuze hängt Und ſich für dir gleich tauſend Welten, Ach, das 10 reſange dag uns Zum SündenOpfer ſchenkt.„ wäre nicht genung Nur für deinen 8 h 4 3. Komnm⸗ wene eff, Und tritt Gallen⸗Trunk. J aut, ihr Sin zum Kreuz her ei, Zu hören, was N jc h was fü uu mir gi, des Todes Urſach ſei, Und trage dich⸗ Keune ic di eiße 3 asgür Alt her Des düd drob Von Herzen Leid und Reu. Dieſes ſoll beſtändiglich Unter deinem du ein Sterden e Nachgeſang. Kreuze leben. Wie du mein, ſo will ich 1 h— Und nun Gie mi danken dir, O Jeſu, Gottes dein Lebend, leidend, ſterbend ſein. n&* Jitt. Sohn, daß du für uns gelit⸗ 7. Laß dein Herz mir offen ſtehn, eit merzen ein ten Spott und Hohn Und uns da⸗ Oeffne deiner Wunden Thüre: Da ere 2 ich, De u durch Geſchenkt die Ehren⸗Kron. hinein will ich ſtets gehn, Wenn ich keih rug für euhe 2.§ Kreuz nnd Noth verſpüre, Wie ein de it ae Hilf, daß dein Tod, O Herr, mein Kre d e, Wi B ſtm miat Leben ſei, Dein Blut mach uns von Hirſch nach Waſſer dürſt, Bis du Nimm uns zu mich erquicken wirſt. Stm Und Undat allen Sünden frei, 1n dir Durch dein Valet⸗Geſchrei. hr. 1 8. Kreuzige mein Fleiſch und Blut, die ei achtet lw 3. Herr Jeſu Chriſt, Den Geiſt Lehre nuid Jdie 13 d un Hlut, at e ht vemntt befehl ich dir: Wie zu dem Schächer, Laß mich dich, du höchſtes Gut, ch n Falt u neige dich zu mir Und mich am End b Immer vor den Augen ſehen; Führ üürl„Hott, Und t Ins Paradies einführ. in allem Kreuze mich Wunderlich, ch dent der Tod. M. A. v. Löwenſtern, g. 1594, ſt. 1648. nur ſeliglich. Du t Wunden, elf V 1 de Habt ür in Betrachtung des anf Golgatha 9. Endlich laß mich meine Noth e z1 e auch geduldig überwinden. Nirgend 8 er lein, dun gekreuzigten Heilandes. ſonſt wird mich der Tod, Als in täg*. Waſſr und 2 Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. deinen Wunden finden; Wer ſich 2 die ihr Din 0.— A 4 en, † T, die ne L⸗ eele, geh auf Golgatha, hier ſein Bette macht, Spricht zu⸗ Sd us mein umm 539. 9 Setz dich unter Jeſu letzt: Es iſt vollbracht! au ig eckt dun. Kreuze Und bedenke, was dich da Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. 21 322 Paſſtons⸗ Am Palmſonntage. Geleit Jeſu zu ſeinem Leiden. Mel. Chriſtus, der uns ſelig. Oder: Schwing dich auf. 5 40. Heele, mach dich heilig auf, Jeſum zu beglei⸗ ten Gen Jeruſalem hinauf, Tritt ihm an die Seiten. In der Andacht folg ihm nach Zu dem bittern Leiden, Bis du nach dem Ungemach Zu ihm wirſt verſcheiden. 2. Seele, ſiehe, Gehet zu dem Leiden, Bräutigam, Als zur Hochz eit⸗ Freu⸗ den. Geht, ihr Töchter von Zion, Jeſum zu empfangen; Sehet ihn in ſeiner Kron Unter Dornen prangen! 3. Du zeuchſt als ein König ein, Wirſt dafür empfan agen; Aber Bande warten dein, Dich damit zu fa Angen Für die C ihre Hohn und Spott? Wird nan dir, Herr, geben Bis du durch des Kreuzes To od Schließen wirſt dein Leben. 4. Thron, Drau Dein Haupt Bis in Tod Reich auf der Leiden: So iſt Bis zum letzten 5. Du wirßt rr der Herrlichkeit, Ja wohl müſſ en ſter ben, Daß des Himmels Ewigkeit Ich dadurch mög erben. Aber ach, wie herrlich glänzt deine Kron von ferne, Die dein ſieg⸗ reich Haupt bekränzt, Schöner, als die Sterne! 3 6. Liebſter Jeſu, nun Glück zu! Es muß dir gelingen: Nach der V guten Freitags⸗ Nuh Wirſt du Freude 8 . Gottes 8 Lamm Deine r Seelen Kreuz iſt der Königs⸗ if man dich wird ſetzen, mit der Dorne n⸗Kron ver letzen. Jeſu, dein Welt Iſt ja lauter es von dir beſtellt Scheiden. Das g„ Oer ringen. Tritt nur die Todes Bahn: Die geſtreuten Palmen B den dir den Sieg voran Aus di Oſter⸗Pſalmen. 7. Laß mich dieſe Leidens⸗Zeit Fruchtbarlich bedenken, Voller An⸗ dacht, Reu und Leid Mich darüber V Gottes Sohn ſchwißt Blut! Sel beulen, Seht, Lieder. nach allem Leiden ich Geh zur Ruhe⸗ Kammer. Abrah. Kleſel, g. 1635, ſt. 1702. Sehet, welch ein Menſch! Joh. 19, v. 5. In voriger Melodie. 5 541. Hehat Menſchen, ſehet auf, Seht um Gottes willen! Sehet, wie viel geht darauf Gottes Zorn zu ſtillen! Seht, wie zürnt der große Gott, ihn verhöhnet! Seht, Wenn i mon ohn Gottes Blut und Tod Wird Gott nicht ver⸗ ſöhnet!“ 2. Sehet, welch ein Menſch iſ Gott! Sehet Gottes Klagen! Schet 5: ſeiner S Seelen Noth! Seht ſein Zittetn Zagen! Seht, wie Gott ſo 1 thut! S Seht ſein Herze⸗Klopfen! 3 b G Blutes⸗ Tropfen 3. Sehet, nelc ein Menſch ſteſt dar An der Marter⸗ Säulen! Sehe der der Schönſte! var, Iſt voll Gu r Voller Striemen, voller d. Sind die zarten Glieder! Seht, w eine rothe Fluth Fleußt am Rüt nieder! 4. Welch ein Menſch iſt Gotis Sohn, Seht, ihr Menſ chen⸗Kinden Seht, er trägt die Dornen, Kron N⸗ ſtatt aller Sünder Seht, wie iſt ſei Haupt zerritzt! Seht wie iſts zar ſtochen! Sehet, wie das Blut ber ſpri tzt, Wo ein Dorn zerbrochen 1 5. Sehet, welch ein Menſch i Gott, Der ans Kreuz geſchlagen er iſt der Leute Spott, Jöl ler Fluch und Plagen! Seht, A krümmt ſich wie ein Wurm, Dar von Gott verdammet! Seht, ſo vi thet Gottes Sturm, Wenn ſin E fer llanunet ihm habt ihr Müh ge⸗ Seht, naußt. Seht, mit euren Sünden, 9 Die nicht ihr ungebüßt vollbracht, zu ergrunden! Gott verſöhnt den kränken. Auch dein Leide en tröſte mich Bei ſo vielem Jammer, Bis großen Gott! Gott ſtirbt für di Sünder! Jeſu, deiner Seelen! olh Zeuget Gottes⸗Kinder! lebtt tben ſie Wor Iece Nomo! Na hun dancet ale 6 54 1 tt, welch ei dosl Ihr! Ihr Un ko nunt, 1 unnen ſeht D De l untd din de Jor Sünde, natkt auf, k S inet Jyr Höllen weint, Deändes. höchſte 2. Sch vitein un Nenſc 1 Vütk doler 1 dnen 1 voller Shmad D. Lippe Sehnen ut loldodes⸗ 4 B Bade an Koth! oiler Banl D Leib voll). udl 3. Sat rchen Renſch Ach, ſehti feme Vunden ir 34 1 iht Den nd are Lü Hc wäͤgt? tm einn an 4.8 dt nih d en Menſch 1hg in ana luthe Lüle ebud nan d been a Jit rict vor und hf k ,= e. — X. — f — 2 8 llen en ich Geh ar ger. B). Kleſel, 3. g in ——. Sehete ucch ein Naſt. — 19, v. 5. 8 — ger Melodie. 1— kt, Muſcen 1 2— u Seht um „St= wie viel gehti 28 30 u ſtillen! 55 verho— Seht, ohn h und Wird Gottit t! elch ein Ma Sel ottes Klagen Secl th Sthtſeng en! S e(wie Gott ſe ie Seht ims herze⸗Klopfenis es So. witt Bautl d tes⸗Ty fi Sehet Ach ein Maſß An d arter⸗Säulen? der S aeiee war, Jſ uli en, Wtelötriemen, ula d die z ½ Glieder Sch. rothe 7) Feeußt an er! „Welt g Meanſch iſ t on, Saehr Menſchet gt, er t um tdie Dornen⸗n taller mnder! Seht, wit pt zer des Seht, wie hen! E2 wie das b gt, Wi ue Dorn zetbut . Sch elch ein Na tt, Dets Kreuz g ht, er Aufr Leute S Fluch an Pagen 36 mmt ſulcie en 5 1 Gott uammet; S4h, t Gotte 2. urm, Vem flamm t 3 Seht i a habt 41 icht, Se uabit euren 4 ungeb ns wollbrach 1 ergrür une Gott un ßen E g Got ſñ 19 inder! ſſal deinet v .. uget G. ſindan b O Beacken voller Koth! 5 pulle Blut! O Leib voll Noth und O Paſſtons⸗Lieder. (Ueber eben die Worte.) Ecce homo! Mel. Nun danket alle Gott. 5 42 Heht, welch ein Menſch 4 iſt das! Ihr Menſchen, kommt zuſammen, Ihr Ungerechten, ſeht Die Unſchuld hier verdammen! Ihr Sünder, merket auf, Hier bebt die Heiligkeit; Ihr Höllen⸗Kinder, weint, Der Sohn des Höchſten ſchreit. 2. Seht, welch ein Menſch iſt das! O Blicke voller Thränen! O Antlitz voller Schmach! O Lippen voller 8 Men autwoldndes⸗S hweſß b erze 3. Seht, welch ein Menſch iſt das! Ach, ſeht in ſeine Wunden! Habt ihr, ihr Sünder, nicht Den Heiligen gebunden? Sind eure Lüſte nicht ie Dornen, die er trägt? Iſts eure Bosheit nicht, Die ihn ans Kreuze ſchlägt? 4. Seht, welch ein Menſch iſt das! Ach, opfert Thränen⸗Fluthen; Denn eure Blut⸗Schuld macht das Herze Jeſu bluten; Geht nicht vorüber hier, Wo Schmerzen über Schmerz, Seht durch die offne Bruſt In eures Jeſu Herz. 5. Seht, welch ein Menſch iſt das! Ach pia⸗ wir wollen ſehen, Was dir, du eu Menſchen⸗Freund, Durch Menſchen iſt geſchehen; So lang ein Auge blickt, So lange ſoll die Pein, Die du für uns erträgſt, Auch unvergeſſen ſein. 6. Seht, welch ein Menſch iſt das! Ach, ſieh uns auch in Gnaden, Wenn wir uns voller Buß In Jammer⸗ Thränen baden; So laß den Blick vom Kreuz In unſre Seele gehn, Und dein vergoßnes Blut Für uns im Mittel ſtehn. 7. Seht, welch ein Menſch iſt das! So werden wir dich ſchauen Und unſern ganzen Troſt In deine Wun⸗ den bauen, Wenn ſich dein Haupt nun neigt, So ſterben wir mit dir; 323 Wenn unſer Auge bricht, So leben wir dafür. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Zuflucht in Jeſu Wunden. In eigener Melodie. 5 43 Heele raffe dich zuſam⸗ ¹ men, Flügle dich mit reinen Flammen, Feu in Jeſu Wunden ein. Dieſe u die auf⸗ geriſſen, Dieſer Leib, der ganz zer⸗ ſchmiſſen, Soll ein Paradies mir ſein. 2. Wo ich hinſeh, werd ich innen, Daß mir Lebens⸗Ströme rinnen In dem Waſſer und dem Blut. Las mich feurge Pfeile brennen, Laß ſich Leib und Seele trennen; Hier hab ich mein Lebens⸗Gut. 3. Ach, wie wohl wird meiner Seele Hier in dieſer blutgen Höhle! Satan feindet mich nur an. Jeſu Blut vertritt mich Armen; Hier ſeh ich, was das Erbarmen Meines lie⸗ ben Vaters kann. 4. Weiche, Welt, weicht, irdſche Glieder, Todte Sünden, kommt nicht wieder, Heilge Wunden, nehmt mich auf! Hier will ich mich dir ergeben Und in deinen Pflichten leben, Bis ich ſchließe meinen Lauf. 5. Sichre Wunden, ſeid die Kam⸗ mer, Wenn ich nach vollbrachtem Jammer In dem Tode ſchlafen geh. Delge Wunden, bleibt mir offen, Wenn mein Jeſus mich wird rufen, Daß ich wieder auferſteh. 8 J. Gerlach, g. 1625, ſt. 1672. Liebeskuß des gekreuzigten Jeſn. ei gegrüßet, Heil der 544. 9 Armen, Das geneigt iſt zum Erbarmen! Wie ſind deine heilgen Glieder Ausgedehnet hin und wider! Gib, daß ich in deiner Liebe Allzeit lebe und mich übe. 2. Jeſu, meine Liebes⸗Weide, Sei gegrüßt, Gott, meine Freude! Heilge Bruſt, ſei mir geküſſet, Die mir alle Schuld gebüßet! Gib, daß ich in 21* rer Schutz für meine Seele! Hier iſt Paſſions deiner Liebe Allzeit lebe und mich übe. 3. Sieh, ich falle dir zu Fuße, Schone, Jeſu, ich thu Buße. Du wirſt mich in Gnad annehmen, Muß ich mich gleich in mir ſchämen. Gib, V daß ich in deiner Liebe Allzeit lebe und mich übe.. 4. O du heilge Seiten⸗Höhle, Sich⸗ Kühlung für die Flammen, Kraft und Labſal alls beiſammen. Laß mich deiner Lieb genießen Und mein Leben drin beſchließen. 5. O, wie ſüße ſchmeckt dein Küſ⸗ ſen, Wer dein, Jeſu, will genießen! Wer die Gnade kann ererben, Kann vor Lieb auch fröhlich ſterben. Laß mich deiner Lieb genießen Und mein Leben drin beſchließen. V J. Gerlach, g. 1625, ſt. 1672. „Lieder. [Daß ſie mögen alle Stunden Bei mir unvergeſſen ſein. Du biſt doch mein ſchönſtes Gut, Da mein ganzes Herze ruht: Laß mich hier zu deinen Füßen Deiner Lieb und Gunſtgenießen. 5. Dieſe Füße will ich halten, Auf das Beſt ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten Und michſelbſten freundlich an Von dem hohen Kreuzes⸗ Baum Und gib meiner Bitte Raum, Sprich: Laß all dein Trauern ſchwin⸗ den, Ich, ich tilg all deine Sunden. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Beſchreibung des leidenden Jeia⸗ Jeſaig c. 53. Mel. Chriſtus der uns ſelig macht. 5 46 Hiche, mein geleebter XL. ₰ Knecht, Der wird weis lich handeln, Ohne Tadel, ſchlect und recht Auf der Erden wandent Auf Jeſu durchbohrte Füße. Mel. Zion klagt mit Angſt und. 5 45 Hei mir tauſendmal ge⸗ . ₰ℛ grüßet, Der mich je und je geliebt, Jeſu, der du ſelbſt gebüßet Das, womit ich dich betrübt! Ach, wie iſt mir doch ſo wohl, Wenn ich knien und liegen ſoll An dem Kreuze, da du ſtirbeſt Und um meine Seele wirbeſt! 2. Ich umfange, herz und küſſe Der gekränkten Wunden Zahl Und die purpurrothen Flüſſe Deiner Füß und Nägelmaal. O, wer kann doch, ſchönſter Fürſt, Den ſo hoch nach uns gedürſt, Deinen Durſt und Liebs⸗ Verlangen Völlig faſſen und um⸗ fangen! 3. Heile mich, o Heil der Seelen, Wo ich krank und traurig bin; Nimm die Schmerzen, die mich quälen, Und den ganzen Schaden hin, Den mir Adams Fall gebracht Und ich ſelbſten mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird ſich all mein Jammer ſetzen. 4. Schreibe deine blutgen Wun⸗ Gegen ihn zuhalten, Ihm hier laſſen werden, den, Jeſu, in mein Herz hinein, Sein getreuer frommer Sinn Wid in Einfalt gehen, Und je denne wird man ihn An das Kreuz it höhen. 2. Hoch am Kreuze wird mes Sohn Große Marter leiden, Unt Viel werden ihn mit Hohn Als dn Scheuſal meiden; Aber alſo witd ſein Blut Auf viel Heiden ſpringen Und das ewge wahre Gut In inß Herze dringen. 3. Könge werden ihren Mum Und aus inn⸗ rem Herzens⸗Grund Ihre Hände falten. Das verblendte taube Heit Wird ihn ſehn und hören, Und mit Luſt zu ſeiner Ehr Ihren Glauben mehren.. 4. Aber da, wo Gottes Liht Heimlich wird geſpüret, Hält man ſich mit Nichten nicht, es gebühret; Denn wer glaubt im Ju⸗ den⸗Land Unſrer Predigt Worten! Wem wird Gottes Arm bekannt I Iiraels Orten 4 5. Niemand will faſt ſeinen Preis enn er ſchießt auf wie ein Reis Aus derdünmn Erden; Krank, verdorret, ungeſtale Wie es ſich Jalet But und eam ſpeut ir Jung und ſoäten Fael. . pu brt e demn Pas ſd ſine Stuldm nr i luman ſh ruß dalſere dat er eiwa ridt Ba gudel Cagen n anich git Seinen Nagenn dn. Ver inar vahrha Er iſt ohe Suddn, Sond der Neih ir Nen Bi enipfindc Vwfir Kranthe und Wch le um Recht, Das iſt, di ihn in die das Krelz pfüdet §. Deſinolt ſo heftt Thut er wſetwilen, Daß Bürde tin Danit will, Gottes zm ud großen Daß wi ſmd haben du Liden udi im Leib u ſaben. 18 Vrh de wirin Als die tgi gngen, U ſeis urgilerahir Als d deingn n dat der fre drn, Amm ne wir d Und Laz ſen Sohne naß un derfähna. al. Aa⸗ hr es herz d de mn hazen, C dn dn zm ds Herrn daſen ehnan Und vol gedn oi 1 Ta 1 Nie elen Wörtl Ar R, ſo dne 8 duld 3 bſehmnn d . W Uunmmlein r. ſie e alle e ch: L in; ſ — dein Trauemſt Ich, g all deine ei herhard, 9. 1605, Ke jreibi n es leidenn ia c. 53. Rel. Gl nan der uns ſelig mai 1 he, mein a. 6. en Hande— Dhne Tadel i recht A der Erden ua⸗ getre*r rommer Sim Einfalt n, Und jem man i An das im en. Hoch ee Kreuze widn in Gr= Narter leidn! werd u mit Hohn A euſal=nn, Aber aht Blut. viel Heiden ſei h das n wahre Gut ze drin tm: Köt Zerden ihra! gen ihn aälten, Und u Herz= Grund Ihre en. Ts ziſadt 1 ed ihn Aund ören, zu ſe rEhr Ihran 1h t, w Oß nüch, Mi geppint üu mit i nicht, 3 ühret; wer ga Land Ter Pmiie in wir tes Am Als Ot 4 Re er wil fai in i hier iraln werden 6 4. n Reis Auudn eßt auf ure dornt-9 den; m berdenn == Paſſtons⸗Lieder. 325 Voller Blut und Schmerzen, Daher er ſterbend Tod und Grab Mächtig ſcheut ihn Jung und Alt Mit ver⸗ ſtocktem Herzen. 6. Ei, was hat er denn gethan? Was ſind ſeine Schulden, Daß er da für Jedermann ſolche Schmach muß dulden? Hat er etwa Gott be⸗ trübt Bei geſunden Tagen, Daß er ihm anjetzo gibt Seinen Lohn mit Plagen? 7. Nein fürwahr, wahrhaftig nein, Er iſt ohne Sünden; Sondern, was der Menſch für Pein Billig ſollt empfinden, Was für Krankheit, Angſt und Weh Uns von Recht gebühret, Das iſts, was ihn in die Höh An das Kreuz geführet. 8. Daß ihn Gott ſo heftig ſchlägt, Thut er unſertwillen; Daß er ſolche Bürde trägt, Damit will er ſtillen Gottes Zorn und droßen Grimm, Daß wir Friede haben Durch ſein Leiden und in ihm Leib und Seele laben. 9. Wir ſinds, die wir in der Irr Als die Schafe gingen, Und noch ſtets zur Höllen⸗Thür Als die Tollen dringen; Aber Gott, der fromm und treu, Nimmt was wir verdienen, Und legts ſeinem Sohne bei, Der muß uns verſühnen. 10. Nun, er thut es herzlich gern, Ach, des treuen Herzen, Er nimmt an den Zorn des Herrn Mit viel ſtauſend Schmerzen Und iſt allzeit voll Geduld, Läßt kein Wörtlein hören Wider die, ſo ohne Schuld Ihn ſo hoch beſchweren. 11. Wie ein Lämmlein ſich dahin Läßt zur Schlachtbank leiten, Und hat in dem frommen Sinn Gar kein Widerſtreiten, Läßt ſich handeln, wie man will, Fangen, binden, zähmen. Und dazu in großer Still Ihm ſein Leben nehmen. 12. Alſo läßt auch Gotttes⸗Lamm, Ohne Widerſprechen, Ihm ſein Herz am Kreuzes⸗Stamm Unſertwegen brechen. Er ſinkt in den Tod hinab, überwindet. 13. Er wird aus der Angſt und Qual Endlich rausgeriſſen, Tritt den einden allzumal Ihren Kopf mit üßen. Wer will ſeines LebensLäng Immerdar umſchränken? Seiner Tag und Jahre Meng Iſt nicht auszu⸗ denken. 14. Doch er iſt wahrhaftig hier Für ſein Volk geſtorben, Und hat völlig mir und dir Heil und Gnad erwor⸗ ben, Kommt auch in das Grab hinein, Herrlich eingehüllet, Wie die, ſo mit Den er ſelbſt doch bindet, Weil Reichthum ſein In der Welt erfüllet. 15. Er wird als ein böſer Mann von der Welt geplaget, Da er doch noch nie gethan, Auch noch nie ge⸗ ſaget, Was da bös und unrecht wär, Er hat nie betrogen, Nie verletzet Gottes Ehr, Sein Mund nie ge⸗ logen.. 16. Ach, er iſt für fremde Sünd In den Tod gegeben, Auf daß du o Menſchen⸗Kind, Durch ihn möchteſt leben, Daß er mehrte ſein Geſchlecht, Den gerechten Samen, Der Gott dient und Opfer brächt Seinem heil⸗ gen Namen. 17. Denn das iſt ſein höchſte Freud Und des Vaters Wille, Daß den Erdkreis weit und breit Sein Erkenntniß fülle, Damit der gerechte Knecht, Der vollkommene Sühner, Gläubig macht und recht gerecht Alle Sünden⸗Diener. 18. Große Menge wird ihm Gott Zur Vetehrung ſchenken, Darum, daß er ſich mit Spott Für uns laſſen kränken, Da er denen gleich geſchätzt, Die ſehr übertreten, Auch die ſo ihn hoch verletzt, Bei Gott ſelbſt verbeten. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Das Geleit auf dem Kreuzwege Jeſu. Was mein Gott will, das. (Die Serle o gehſt du nun, mein 547. H Jeſu hin, Den Tod Mel. ür mich zu leiden, Für mich, der ich ſur dih zu bin, Der dich betrübt mit Freuden. Wohlan, fahr fort, D edler Hort, Mein Augen ſollen fl keßen Ein Thränen⸗See Mit Ach und Weh, Dein Leiden zu begießen. Jeſus.) 2. Ach Sünd, du ſcandlich Schlan⸗ gen⸗Gift, Wie weit kannſt du es ringen, Dein Lohn, der Fluch, mich jetzt betrifft, In T Tod thut er mich zwingen. Fetzt kommt die Nacht Der d Sunden⸗ Macht, Fremd Schuld muß ich abtragen: Betracht es recht, Du Sünden⸗Knecht, Nun darfſt du nicht verzagen. (Die Seele.) 3. Ich, ich, Herr Jeſu ſollte zwar Der Sünden S Strafen leiden An Leib und Seel, an am und Haar, Auch D ewig aller Freuden Beraubet ſein Und leiden Pein, So nimmſt du l hin die Schulde; Dein Blut und Tod Bringt mich vor Gott Ich bleib in deiner Hulde. Jeſu 18.) 4. Ja, liebe Seel, ich büß die Schuld, Die du hättſt t ſollen büßen; Erkenne daraus meine Huld, Die ich dich laß genießen, Ich zwähl den Fluch, Dieweil ich ſi uch S Vom Fluch dich zu befreien Denk meiner Lieb, Paſſions⸗ Lieder. ſtirbſt du denn, mein allerliebſtes Leben? Ja, du biſt hin, dein ee iſt vol libracht: Mein Gott iſt todt, ſein Geiſt iſt aufgegeben. 2. Mein Schatz iſt hin, den meine Seele liebt, Der neigt ſein Daut dem ſich der Himmel bücket; Der mir und aller Welt das Leben gibt Wird von dem Tod ins finſtre Grah ger ü cket. 3. Kommt ihr Geſchöpfe, kommer doch herbei, Klagt euren Herrn, ihr Erden⸗Klüfte, zittert, Du Abgrund, brich und gib dein Angſt⸗ Geſtni Ihr Gräber, reißt, ihr harte en Felſer ſplittert! 4. Ach, traurt mit mir, ach ſeht der Held im Streit, Des Vatai Wort, die Zuflucht aller Fronun Der Menſchen Heil, der Herr der Herrlichkeit, Der Lebens⸗Fürſt ſchmählich umgekommen. 5. Wie ſchmählich iſt dein i doch uuperict Wie ſchmerzlich dein Lebens⸗Band Ferriſſ en; Dai trennet dieſer Riß die Leebe rit Sie kniet vor deinem Kreuz und ſ dich küſſen. 6. Ach, kann ich dir, mein Scht zu guter Letzt Denn nicht noch ethee Anger nehmes ſchenken? Hier iſt nen Herz; Ach, iſts ſo werth geſchätt Durch deren Trieb Die Segen dir gedeihen. 3 .(Die Seele.) 5. Was kann für ſolche Lie ebe dip, Herr Jeſu, ich wohl geben? S Ich weiß und finde Nichts an mir, Doch will, weil ich werd leben, Mich eigen dir, Herr, nach Gebühr, Zu dienen ganz verſchreiben, Auch bleiben. C. Wagner. Andere: M. Casp. Friedr. Nachtenhöfer. In dem Tode Chriſti gründet ſich nnſer ſeliger Tod. 548. 9. gibſt du nun, mein Jeſu, gute Nacht? So nach der Zeit In Ewigkeit Dein Diener ſein und So laß dich doch in dieſes Grat verſenken. 7. So ſchließ ich denn mit d mein Herze zu: Nun hab ich do. wie kann ich denn verderben? Wing du mich auch, wenn dirs gsſlt zur Ruh. Mit dir will ich, mein Jein willig ſterben. 8. Komm immer, Tod, und ſelt und alle Kräfte brechen Wird meinem Tode Leben ſelbſt ze⸗ ſprechen. 9. Mein Jeſus tödtet dih, w willſt du, Tod? Er hat dich ja ſ ſ in den Sieg verſchlungen Dun ſel nen Tod. Was hab ich den n fit — mich ins Grab; Söaleich mei in Herz So li b mein Jeſus doch nicht von mir ab Noch? J ahin vom dod huam 1. d ag ichs! Len 13 1 9' Auf ale zit alt ſe tte 5 men dh uitt mehr 8 ſt ei Do ds. erben. eine ii 1 4 föda, Nii dit bans digr b dein e 1 — — — 1= — — — 3 8 i 3 N durch! ſn Lictor fol m nihc i treffl 13. Arn pi nmt, Gottes⸗om ngfäng tt ſeiner Lms dn d nit mi, tvie ein führtmt zw 8 keude. 14. Trſttt u mir nen, liches ge Auf ſo ril i dch meraui ricke mi les, A dnme Se Anm, ſommad laß di dr düch. b. Nen d 1 di dir r ſe 8 1 d M de intbeil ji in Annals d gp * 8 8 6 4 1 ſ aut ſein! m dat An W 19 18s 1 a⸗ I X bſtehin ü A n, d gaiſ ufgegeben. icket. V „Non r Geſchfe, berb agt euren ge en⸗ 49,— zittert, du Uh. d und ddein Angſt⸗g — Gräh— dißt,ihr hatn ttert! 3 Acht tt mit nit Heldſr— Streit, Dds rt, dit Slucht alle en Nſer Hal da rlichten jer Lebens⸗ſh nählicht ekommen. b. Wii mählihh iſt R d zug= Wie ſähnen n Leh= and zerrſſ mnet d= Riß die Lar kniet ndeinem Kreu u küſſe 3. Ach u.n ich dir, nene guter denn nicht uh genehn— henken? Hari 3; Adt s ſo weuth laß= doch in di ſenken. 1 :7. Ste ſeß ich dem n Het Nu hu 4 kann Wnn verdata mich.r, wenn die Ruh.*. ir wil ich nn lig ſta s . Ko gunmer, Lyn „ins: Obgleichu h ins. e. O 3 5 d alle Wiſte brehen, in Jeſ Soch nict m rd me 1= Tode Lonß h eſus tädtt u i 1 2 2 d hat di r 4 Lerſchlungen der H be hy Tod. Noth? Ich bin vom Tod zum Leben durchgedrungen. 10. Drum wag ichs und ſcheu keine Sterbens⸗Noth! Auf Jeſu Tod iſt allezeit gut ſterben! So iſt denn nun mein Tod nicht mehr ein Tod, Er iſt ein Weg, das Leben zu er⸗ erben. 11. Willkommen, Tod, ich ſterbe wohlgemuth: Ich liefre dir zu dei⸗ nen treuen Händen, Mein liebſter Gott, dein theures, eignes Gut, Den Geiſt, dafür dein Sohn ſich ließ verpfänden. 12. Drauf will ich fort, ihr Engel, ſeid ihr da? Kommt, holet mich, die Welt iſt mir zu enge! Nun bin ich durch! Triumph, Victoria! Gott holt mich ein mit trefflichem Ge⸗ pränge. 13. Mein Jeſus kommt, das liebe Gottes⸗Lamm Empfänget mich auf ſeiner Himmels⸗Weide, Thut ſchön mit mir, gleichwie ein Bräutigam, Er führet mich zur ſtolzen Ruh und Freude. 14. Er ſpricht zu mir: Willkom⸗ men, liebes Kind! Auf ſo viel Angſt will ich dich nun erquicken Im Pa⸗ radies, da fromme Seelen ſind; Komm, komm und laß dich an mein Herze drücken. 15. Mein Jeſu, dir ſei ewig Lob und Dank, Daß mich dein lieber Anblick ſo erfreuet! So nehm ich denn mein Erbtheil in Empfang Und bin zum Himmels⸗Fürſten ein⸗ geweihet. 16. Hier iſt gut ſein! O Herrlich⸗ keit, o Pracht! Weg, Welt, mit dei⸗ nen Perlen und Rubinen; Gnug. daß nunmehr der Himmel mich an⸗ lacht, Die Engelsburg, das Schloß der Seraphinen. 17. Es hält mich hier entzückt ein ſchönes Licht, Und neben mir die Engel und die Thronen; Ich ſeh von Angeſicht zu Angeſicht Gott, der Ein Weſen iſt in drei Perſonen. Paſſions⸗Lieder. 327 18. Ich hör hier ſtets die ſüße Melodei, Die Engel⸗Stimm der be⸗ ſten Muſikanten, Es wohnet mir in tauſend Freuden bei Die Schaar von Himmels⸗Freunden und Ver⸗ wandten. 19. Trotz Unglück! Trotz, daß eins ſich an uns macht! Trotz, daß mir Satan droht mit einem Stoße! Furcht, Sorge, Kummer, Trauren, gute Nacht; Ich lache dein in mei⸗ nes Jeſu Schooße. 20. Weicht, Schmerz und Weh, die ihr mich in der Zeit So hart gedrückt: Habt Dank für eure Pla⸗ gen! Ihr habt gemacht, daß ich in Ewigkeit Darf deſto ſchönre Chren⸗ Kronen tragen. 21. Ade, mein Leib, du armes Marter⸗Haus! Ade, ihr matten ab⸗ gezehrten Glieder! Ihr habt euch ganz durchächzt: Nun iſt es aus: Geht, leget euch in Gottes Namen nieder. 22. Nimm, Erde, den entſeelten Körper an, Laß ihn in deinem Schooß fein ſanfte liegen, So will ich Alles, was du mir gethan An Angſt und Drangſal, ewig nimmer rügen. 23. So laß ihn fein dir wohl be⸗ fohlen ſein, Bis Jeſus ruft: Auf, lieben Freund und Brüder! Kommt, nehmt mit Leib und Seel den Him⸗ mel ein! Dann gib ihn ohn Verzug der Seele wieder, 24. Daß ich mit Leib und Seel aus meiner Gruft Dem wunderſchö⸗ nen Aufgang aus der Höhe Entge⸗ gen werd gezücket in der Luft, Und in ſein Reich mit vollem Springen gehe. D. A. Pfeiffer. Thränen bei Jeſu Tode. 8 hränet, ihr Augen, und 9 49. C weinet von Herzen, Weil nun mein Jeſus voll Jammer und Schmerzen, Jeſus, mein Heiland, mein einziges Leben, Wird für die Sünder zum Opfer gegeben. ——————— —.—— — —— — —— Paſſions⸗Liede 328 2. Gott wird mit ſpitzigen Dor⸗ uns, die Armen, die ſonſt t Nee mand nen gekrönet, Gräulich gemartert ret tten kann: Daß der Menſch ni und ſchrecklich verhöhnet: Alle Qual V ſoll verderben, Will Gott lieber Sehet ſeine Liebe n. auf einmal hat ihn berühret⸗ Wird ber ſterben. als ein Lämmlein zum Tode ge⸗ Aber auch, was Sünde kann. führet. 4. Drum, ſo laßt der Buße Thra⸗ 3. Spitzige Nägel durch Hände und nen Häufig fließen Wangen ab. Tüß ze Geben das Leben, erquickende Denn ihr ürft nicht etwa wahnn Flüſſe, Rothes Roſinen⸗ Bh lut, bimm⸗ Daß die Sünd Nichts auf ſich hab⸗ läche Quellen Oeffnen den Himmel Weil ihr ſelber ſeht und wiſſet, We und ſteuern der Hollen. der Heiland dafür büßet, Und uis 4. Kommet, ihr Chriſten, zum fremde Schulden⸗Macht Ihn in Nouz und Tod gebracht. ht Laßt uns den ſter⸗ Unterdeſſen Daß wir die 5. Kreuze getre ten, benden Jeſum anbeten, Laß dein Loide J 4* Schmerzen im Herzen empfinden Unſern Troſt, o Jeſu ſein! Hui Und uns ſein theures Blut waſche daß wir die Sünde meiden, Siat von Sünden. beden keu deine Pein, Deine 5. Kaufet den edelſten Balſam men, deine Wunden, Wie ſie he i Pfunden Drü icket und ſchmücket uns verbunden, Und wie dam die heili igen; Wund en, Küſſet d die Lip⸗ Blutes Kraft Aller Welt Erle pen und offene Seiten, Die uns zur ſchafft. bimmim iſchen Freude begleiten. 4 6. Jeſu, ſei gnädig, ſei gnädig Unendlicher Dank für Jeſu uns Armer„Laß d dich doch über uns unzählige Leiden. Sünder erbarmen, Daß wir durchs 1 bittere Leiden und Starben Mögen Mel. lch, was ſoll ich Sünder. das ewige Leben ererben! 551. ITrautzter a deſu, deine P 94 gen, Die du nit de ſchwerſten Laſt Für uns u 39 Buß⸗Rene bei dem Büßen Jeſu. den haſt, Sind unmöglich ausait gen: Denn du litteſt n 3. Mel. Jeſu, der du meine Seele. Dank ſei dir un zaͤhli ig Mal! 550. Thrant ihr Augen, weint 2. So entſetzlich viele Suude hr Herzen, Gott geht Aller Menſcher n in der Welt, So di ſelber in den Tod, Duld het Schläge, Schlange hat gefällt, Waren gau leidet Schmerzen, Träget Hohn, Plag, auf dir zu finden; Ach, ſie ſind Schmach und Spott; Ihm, de doch ohne Zahl. Dank ſei dit unzahte Nichts hat verbrochen, Wird das Mal! 4 Kreuzge zugeſprochen, Und der Nichts 3. Deiner Seolen Angſt u nd Wr b begangen hat, Büßet für die Miſſe⸗ gen, Der du alles Höllen“ 1 4¼ „* If ſ. 6144 that. N. verdammten E wigeit Haßt en Ach, das machen unſre Sün mal miſſen trage Bleibet eni den, linſre Sünden tödten Gott! ohne Zahl. Dank kee dir unzaͤhlich Dieſe ſinds, die Jeſum binden, Dieſe Mal; 4. 8 1411 A 1 51„— 5 bringen ihn in Noth; Was der 4. Deine Striemen, deine Schrun Sünder hat verſchuldet, Der Ge⸗ den, 8 du Schmerz Blutbräutgam rechte für uns duldet, Machet durch O zerfleiſchtes Gottes Lamm Dam ſein reines Blut Unſre Sünden Flek Blut⸗ und Eiter⸗ Wundan lleberſte⸗ ken Aut gen alle Zahl. Dank ſei dir unaan⸗ 3. Seine Liebe, ſein Erbarmen lig Mall 4 Sichet unſer Elend an Und errrettet 5, Aller Lügen Teufel Heere, d Spma . dem 4 5 cf 4 r 1 M Kahi ig ful otent 3 A s h. A 11* Nreßte M er Ads Gra 8 2 uls, 2* d G gr uij dein 8 han Allrdind 19 dr 1 dn 4 M 3+— 4* 8. Sh 3, An. Sa ) ur) k. L. 5 4 de Alle, 8 An nur ert mr lt le Aen plh in cten 6 7 8 5 3 . ens 4 Nee, 1 1 A; Her 1 11 W † herel A,, 8 * 8 8 n 1Ns 2 r denen 4 3 1 en dee Reierhe t Ilir ſin K. dandur ſe ſtin „„ ungt Rendi. der. 3 die 42 en kan ern T wir e 3 ller Lad t. lnend e Dun ſir g uniige Leiden. Mel. as ſoll ich Sihn 1(* ffer Jjiu, din 1. VN w, Die um erſten e Für uns am haſt, †.— unmögüthh an Den! u litteſt ohme k ſei ſu zählig Mall Soſte tlich diel 6 r Me uc in der Wel? lange gefällt, Pun dir zu aien; Ach, ſeß Zat ank ſei di m Dein! alen Angſtm Der aules Höllerc ammt oögkeit Haßtu⸗ müſſ nagen, Weiin Zah: an ſei dm Deit 8e iemen, dine OdS mery Bü erfleiſe Vuterem . un r⸗Vundm i alle A Dank ſi dn hal Mal! Alle&r n Tafiie alle Zahl. Mal! Paſſions⸗Lieder. ler Feinde Drachen⸗Grimm Speiten voller Ungeſtüm Auf dich ganze Lä⸗ len! 329 3. Starker Jeſu, Trotz der Höl⸗ Du vertilgteſt unſre Noth: ſter⸗Meere; Deine Schmach iſt ohne Welt und Satan, Höll und Tod Zahl. Dank ſei dir unzählig Mal! 6. Ach, in was für großen Nöthen Preßte dir der Todes⸗Graus Ganze Ströme Blutſchweiß aus, Als ſein Giſt dich wollte tödten; Deine Not iſt ahue Zahl. Dank ſei dir unzählich al! 7. Doch iſt auch der reiche Segen, Den du durch unzählich Leid In der Zeit und Ewigkeit Auf dein armes Volk willſt legen, Allerdings ohn Dank ſei dir unzählich 8. Sünde, Hölle, Schmerz und Schande, Tod und alle andere Pein Kann mir nicht mehr ſchädlich ſein; Ich bin im gewünſchtem Stande, Voller Freiheit ohne Zahl. Dank ſei dir unzählig Mal! 9. Heil, Gerechtigkeit, Troſt, Flende Friede, Leben, Herrlichkeit ſt mir nun durch dich bereit; Lau⸗ ter ſüße Seelen⸗Weide Find ich in dir ohne Zahl. Dank ſei dir unzäh⸗ lich Mal! 10. Laß mich bald in vollem Lichte Tief in dieſen Abgrund ſehn. Jeſu, da wird es geſchehn, Daß ich dir von Angeſicht Für dein Leiden ohne Zahl Danke viel unzählig Mal! J. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734. S Begierde, Jeſu für ſein Leiden recht dankbar zu ſein. In voriger Melodie. V 552 Treuer Jeſu, ſei geprie⸗ — 4 ſen Für dein Leiden, deine Qual; Für die Wohltat ohne Zahl, Die dein Tod uns hat erwie⸗ ſen! Laß dafür in Kreuz und Pein Uns, o Herr, dir dankbar ſein. 2. Liebſter Jeſu, Troſt der Ar⸗ men! Daß wir nicht verloren ſein, Machet einig und allein Deine Gnad und dein Erbarmen: Laß dafür in Kreuz und Pein Uns, o Herr, dir dankbar ſein. Kron. Sind zu ſchwach, dein Volk zu fäl⸗ len! Laß dafür in Kreuz nnd Pein Uns, o Herr, dir dankbar ſein. 4. Süßer Jeſu, Fürſt des Lebens! Die, ſo uns den Tod gedräut, Sind durch ſeinen Tod zerſtreut: Unſer Troſt iſt nicht vergebens: Laß dafür in Kreuz und Pein Uns, o Herr, dir dankbar ſein. 5. Werther Jeſu, unſre Freude, Du haſt uns ein Hans bereit In der ſüſſen Ewigkeit Nach der Welt grauſamen Leide: Laß dafür in Kreuz und Pein Uns, o Herr, dir dankbar ſein! Auf Jeſu Dornen⸗Krone. Mel, Jeſu, der du meine Seele. FPreuſter Jeſu, deine Wun⸗ 55 3. C den Heilen mein ver⸗ wundtes Herz. Was dein edler Leib empfunden, Lindert meinen Seelen⸗ Schmerz. Deine ſcharfe Dornen⸗ Krone, Sammt dem vielen Spott und Hohne, Dienen mir zu lauter Ehr. Das vergeß ich nimmermehr. 2. Daß man dich unſchuldig rich⸗ tet, Daß iſt auch mein großes Heil. o wird meine Schuld vernichtet, So wird Alles mir zu Theil, Was mein Geiſt von Gott begehret; Denn die Laſt, die dich beſchweret, Die er⸗ trägeſt du für mich. O mein Gott, ich preiſe dich! 3. Welch ein Menſch! Ach, ſiehe, ſiehe! Was macht ihn ſo ungeſund? Unſre Sünd. Ach, fliehe, fliehe, Wenn die Sünde ſo verwundt. Welch ein Menſch! Schau, ſeine Beulen Werden unſern Schaden hei⸗ len. Senk dich in die Wunden ein, Daß ſie deine Heilung ſein. 4. Deine Schmerzens⸗Wunden heißen Meine Freud und Chren⸗ Weg mit Dingen, die da gleißen! Meines Jeſu Spott und Kann viel beßre Herrlichkeiten jener Welt bereiten. k.Mln Iſt mein rchhes K onigs S öne Aüennn bn dend den ——— — 2.— wirſt e es tane and ders men Rhn dh nich nur ſelis unt J. Neunherz, g. 1653, ft 1737. duß d ſeines Zornes Gluth erweckten Grimm ſollſt dein Genen den ſo 6 Dein 2 t mit Geißel⸗ Suigde Kücht ſie Beſthn am Dor⸗ Dennoch hoſte ich lauter ſhr deäner deſe Haß ſie unter kanns nicht 1 Leln die trifft man as Kreuzge, g des für uns eruuin augten Aumnn Gottes. die* 3 einer Liebe. werät mwerliches Weſen, dledagreiſtich höchſtes ſen, aus erle n Paſſtons⸗Lieder. Vertr auen 1 Ehren⸗ Schmerz! ſo armes Würme lein audten Sünder Fre rund, freundlich anzulachen, De Herzen Lämmlein f dl. Du biſt drunter de g bucket zu gen; aller Jammer traf 1 M Menf ſchheit zarte Gli jeder, doch du nir gend zerdam⸗ aus sgeſoöhnt. enn Gott Und ſtillen Durch roth 2. Ich verehre deine Läebe, Unbe⸗ durch ihr⸗ Feuer Triebe Dich gebr⸗ an ans Kru zes Stamm Ach, lecktes Gottes⸗Lamm, die Dein von echſche—* Herz, Dadurch lindern me *d. i. entbranntes. 3. a 59 fan niht verth o. an dir mich ſo 1 ein Arzt der Schw ache kläͤglich weint. 4. Dr um ſieh * 2 1 Ns Würde, Lamm, das aller Wun 15 1 Sch au hingege ie 2, Die den matten Billig⸗ ſch Weißt du doch, echten. zu he, Welchen drück Her leid. Pen. aur ſt, Weil du ſelbſt Chriſten und Blute Dieſes J mich ihm haſt. 4— 2. hn s Schmach hat dich gehöhnt. Ie Mit d Dein Va daßt du uns wieder 6. Laß mich dieſe Freunde ſchniecken, So auf ewig fekgat Laß dein Blut die Schuld d Das du haſ zumn Loſe Geld Dain Vater dargegeben Durch der Li 1d er. 2 2 Nacht, 75 — — — — — — 84 uns das Leben, Liebſter R ſu, W derbracht. 7. Laß dein Herz mir oſſen ee Oeffne deiner Seite Thür, dan 3 ſoll mein Herze gehen. Welm keine Kraft mehr ſpür. Wiſ Hirſch in vollem Springe n, Late abgematten Geiſt Hin zu d Wunden dringen, Daraus Blut W buſſer flen ußt.— 8. Dieſer Balſam müſſe ſne daß i5 dcht fonr 21 durg⸗ Und im tu gem Umd dadurch d 3 Mr und 3 kür merter Ka M 2„n 1 ſein. Lunnbn hen 3 voiten 1 nss Helalt 1 4 rübr 4 In. D 4* — 1 — — — ,— — — — 5 — — — — — — — = — b eih— „Laum wt dih me 1. ran t pieder m h Air 1 ell, 8 verſchreibe ſt wen⸗ diſt tbiden ewiſtt. an d 4 5* worde 18e 3 M 1 5 —— 2— — — — 2 5 Senn s d r bald 1ch Wi c in nn Der 4 da Agen 1 1 5 8& enſen 4 J. A. Fn 3, e 18 70 e W paneer r Won e. We wmneer.. Ge * h.' If, ihr 555. Snnen n derz, See M uch Hel 3 ein id ht 3 dl Lkn bhm. Das d Da⸗ 1 8 3 4 döhe G t.Im 8 mebriſtt um, ¹ Um 8 tain I Veiſ ſ che 5† W 1 21 1I 5 84 9 =. 15 wiße dir 8 i 3 4. Her 1 ft r r ee doriödeit — af 8 * Admß 1 älnre dimme 3 K 1 rufr de d 4 4 Leh 3 3 — , — —. ——— ——— ——— ——— *— I1* 84 1 4 412. 1 Sa 4. een. Nr 1 1e p Inen 1äen — — — — — —½ — — — — ertrauf chmer c ſolt aagf Arſ Schwachen, übten er Freund, 4 eundlite= ulachen, dan glich= 4. Da ſieh nict a bürde, Im, das alt erth;=m hingegn e ürde, a den matten hwert. —Mu— Lelchen drüctt n Laſt eil du ſelhtn nd La Dieſes Iah aſt. 5. OM hat es dit derzens m mlein, ftomne du biſ kenter tief gä en; 1= Jammer ui Nenſch t zarte Glat schma dich gehühn aſt dur A wieder Mi usgeſtimma 6.?. Frich dieſe mm hmecke o auf awg aß de lut die Stut das Ru zum Lehe zater a geben Duh Lunde? acht, Und w ns da een, Letſet erbrg. 1 7. T ei Henz nit defne er Sein Ii l n a jen din eine 1or n dirſch t lllem Spun bgem en Geiſt ds Vunde 3 3 4 3 Vaſſer 2.Iiſt. 11 8. ¹ 12 Valſan 1 verſchreibe mich daneben, arme— irmelein, d 5 eißt du doh g Geiſt und Seele, Mark und Bein. Laß mich neue Kräfte merken, Dir, o Lämmlein, treu zu ſein. Zeichne meines Herzens Pfoſten, Daß der Würger mich nicht rühr. Laß mich wahre Freiheit koſten, Die mich zu der Ruhe führ. 9. Lamm du haſt dich mir erge⸗ ben, Dir ergeb ich wieder mich Und Dein zu bleiben ewiglich. Du biſt nun er⸗ höhet worden. Liebſter, zeuch mich dir bald nach, Daß ich in der Engel Orden Deine Treu beſingen mag. J. A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. Dank⸗Lied für die Leiden Jeſu. Mel. Werde munter, mein Gemuthe. 8 z Machet auf, ihr meine 555. W Sinnen, Wachet auf, A Herz, Seel und Muth, Helfet mir ein Lied beginnen, Das das aller⸗ höchſte Gut, Jeſum Chriſtum, Gottes Lamm, Unſern ſüßen Bräutigam, Möge mit den beſten Weiſen Wegen ſolcher Wohlthat preiſen. 2. Lob und Dank ſei dir geſungen, Herr, für deine Traurigkeit, Die dich dergeſtalt bezwungen, Daß man dich zur ſelben Zeit Fand bis an den Tod betrübt: Das heißt recht die Welt geliebt, Trauren, daß wir nach dem Sterben Könnten Himmels⸗Freud ererben. .3. Lob ſei dir, daß du gefallen Auf dein heilig Angeſicht, Zu ver⸗ ſöhnen uns vor Allen Deinem Vater, daß er nicht Nagt uns weg von ſei⸗ nem Thron: O du großer Gottes⸗ Sohn, Fällſt darum ſo kläglich nie⸗ der, Daß du uns aufrichteſt wieder. 4. Lob ſei dir, daß du gekämpfet Mit des Todes Bitterkeit Und deſ⸗ ſelben Macht gedämpfet So, daß wir jetzt ſein befreit Von des Wür⸗ gers Spieß nnd Schwerdt, Der nur uns, nur uns begehrt; Tod, du biſt nun überwunden, Nirgends wird dein Stachel funden! Paſſtons⸗Lieder. 5. Lob ſei dir, daß du geſchwitzet Heißes Blut in höchſter Noth, Als des Vaters Grimm erhitzet, Quälet dich bis auf den Tod: Lob ſei dir, daß ich nun weiß, Wie mein kalter Todes⸗Schweiß Iſt geheiligt durch dein Leiden Und ich freudig kann abſcheiden. 6. Lob ſei dir, daß du gefangen Und drum hart gebunden biſt, Daß ich Freiheit könnt erlangen Nur durch dich, Herr Jeſu Chriſt. Lob ſei dir, daß du geplaget Und ſo fälſchlich biſt verklaget, Daß ich möchte von Beſchwerden Des Gerichts erledigt werden. 7. Lob ſei dir, daß du verſpeiet Und geſchlagen biſt dazu, Daß ich alles Hohns befreiet Leben möcht in Fried und Ruh. Lob ſei dir, daß du ſo ſehr Biſt beraubet aller Ehr, lber nur zu meinem Frommen Hab ich Ehr und Preis bekommen. 8. Lob ſei dir, daß du geſchmücket Biſt mit Purpur blos zum Spott, Auf daß ich würd hoch erquicket Und geziert von dir, mein Gott. Lob ſei dir, Mariens Sohn, Daß du biſt mein Ritter⸗Kron, Ganz von Dornen ſehr verhöhnet, Nun bin himmliſch ich gekrönet. 9. Lob ſei dir, daß du genommen Haſt ein Rohr in deine Hand Und ſo manchen Schlag bekommen, Dir zur Marter, Schmach und Schand, Alles darum, daß nur ich Könnt aufheben ſicherlich Dieß mein Haupt und im Vertrauen Freudig auf gen Himmel ſchauen. 10. Lob ſei dir, daß du geſtanden Für dein Volk auf jenem Plan, Wie mit Ketten, Stricken, Banden Und mit Purpur angethan, Daß dein Vater mög anſehn Uns, wenn wir gebunden ſtehn, Und alsdann in dei⸗ nem Willen Unſre Noth und Knecht⸗ ſchaft ſtillen. 11. Lob ſei dir, daß du getragen Haſt ein ſchweres Kreuz allein, Daß auch wir in unſren Plagen Möchten fein geduldig ſein. Liebſter Jeſu, ——— ——— äööõÿüj“ gib doch mir, Daß ich möge für und für Alles willig auf mich nehmen, Was mein Fleiſch und Blut kann zähmen. 12. Lob ſei dir, daß du gelitten lich ſein? Zwiſchen Mördern Spott und Hohn, Da du doch von Art und Sitten Biſt ganz rein, o Gottes Sohn, Dieſes macht mich ewig frei Von der Höl⸗ len Sclaverei, Laß mich auch nach dieſem Leben Stets in Ehr und Würden ſchweben. 13. Lob ſei dir, daß du geſtorben, Da dein Leib voll Blutes ſtund, Haſt dadurch den Sch much erw deden Uns, daß wir ſchön und geſund Möchten leben in der Stadt. Da man nie wird Freuden ſatt, Da man jauchzet, ſpielet, ſpringet Und das dreimal Heilig ſinget. 14. Lob ſei dir, der du bezahlet Unſre Sünd und M Niſſethat, Da dein Leib mit Blut bemalet, Auch die Stein erweichet hat; Nunmehr iſt die Schrift erfuüllt Und des Höchſten Zorn geſtillt, Nun iſt das verlorne Leben Uns, Gott Lob, aufs Neu gegeben! Und ſo wohl gef ſalbet biſt: Ach, möcht ich im Herzen haben Dich nur ſtets, Herr Jeſu Chriſt, Sollt alsdann mein Herz allein Stets dein Grab und Wohnung ſelne Ach, wie feſt wollt ich dich faſſen, Ja, dich nimmermehr verlaſſen! 16. Wachet auf ihr meine Sinnen, Wachet auf, Herz, Seel und Muth. Laſſet uns recht lieb gewinnen Jeſu theur vergoſſnes Blut, mit ihm zug Zleich Springen in ſein Freut won Neich. Komm, Herr Jeſu, komm behende, Gib mir bald ein ſeli 1g Ende! J. Riſt, g. 1607, ſt. 1667 Abſterben der Welt⸗Freude, da Jeſus ſtirbt. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 55 56. W Welt, mit deinen Freuden Und was dir Paſſions⸗Lieder. leiden, Der ſich Er läßt Laſſet uns verlaſſen, Damit er bei mir ſei i, Um wohl gefällt! Dein Jeſus! muß jah zum Opie ſtelt Entfernet euch, ihr Lüſte, Der ha trägt Qual und Peint Wie kann d Knecht, ein Chriſte, Daneben froh 2. Ach, ſeht ſein Seelen⸗Schret Er wird in Tod betrübt ladn nuh den Zorn⸗Kelch ſchmecken, Den iin ſein Vater gibt; Seht, wie 4 u 557. VhE. bet — chre, Woluſt Elt ud Gel zu Gute Selbſt mit bem Tode ring. Und wie ſein Schweiß vom Bat Durch das Geſichte dringt! 3. Er wird verkauft, verrathe Man legt ihm Feſſe eln an. Ach„une Miſſ ethaten, Die haben das gehm ſich falſch verkl agen, G wird wrhöyut, verſpeit, Verſpete und gef ſchlagen, Der Herr der Har lichkeit. 4. Man ſetzt dir, Goktes 8 Mit Geißeln grauſam zu, die Dornen⸗Krone, Du Fim König, du! Du wirſt ans Krhn heftet, Das du getragen haſt; — was dich mehr entkräftet, De as iſt Sünden⸗Laſt. 15. Lob ſei dir, daß du begraben 5. Wer hätte bei d en Ma Lürda Die Unſchuld doch geſucht?— Dens gen zu berordern Wirſt du von verflucht. Die dich zu baͤm n ten, Woher dir Weh geſchicht, dieſe willſt du beten, Von n weißt d d nicht. 31 ein Durſt, du Lebens⸗O uc Ge ht Mauf mein Seelen⸗ Del d fühleſt Tod und Hölle, Das Leben iſt mein Theil. Du wirſt t von Gah weil du mußt erblaſſ en, Bin ichvun Tode frei. 7. Die ausgeſtreckten Hände Sm gegen mich gewandt: Du neigſt di Haupt am Ende, Pfand. Das iſt ein Die Ruhe für den Schmerz lndi der offnen Seite, Herr Jeſu, in dei Herz. 8. Die Welt mag voller Fraude Hin nach der Hölle gehn n, Ich wildi 1 ge Liebes Ich ſeh in deinem Stratz zeſu Leiden fien— 4 9 Jol die h dich in dd n dont. N ichem di be Mein d felber ab. Abſterben de pelt bei I derkt. Ml. K mu u ni, pi G,ng nüd dll mich tar ſtrinzn. pius hängt he aügeipann det ſein Her, mam gran nd der will für nün Ingen 2 Was ig t n nd then⸗Gunſt Fit dh 4 enſonſt W büche i iſt um emm dit Kh rachet von odrmann, dr Huld Getaa. 3 Hier diß nd ſt ſt nen, Auf diße dh It er für dhaaben. D daſ 48 n Stu ſter Liedemh aud das 1 näheih rnntn p d u inn, o lieb Sſe doc Reden Höl aipenachen er Sm lnd dei d Tö doh, di auls ſ eud⸗ doh in hi änne nwint Sealg aa Pneß tnnen min Ae 8 nicta dr Asre ſr andig Her 3 üib ind dae ſ Im Ster Schweiß un urch eſccte dimm 3. G.=d vertauſt, u an leg I Feſſeln an b. iſſtthg mn die haben wr 8 läßt u falſch veichn rd veſ- 4 verſpeit, Ne d geſt., Der Her i Reit. 4. M itt dir, Gats it Gel grauſam a, d Dor ärone, Du ſa 2 Auu wirſt an ie ftet, 4—=u getragen ka às didrm r entkräftet de ünden 5. A=ütte bei da e 11 doch geiuctt n zu ſi aern, Wirſt dum fflucht: e dich zu ke 1, Wdir Weh geſcct ſe wi= n beten, Aa eißt di= t. 6. D urſt, du Lön bt a ein Seala i Hleſt nd Höle, de mein— l. Du wifw laſſet= nit er be m il dur erblaſen, Ri de f„ 7. 3 8 geſtrecken iu gen 1ewandt. An and. ſeh um le Ru t den vnn rz. 928 8. Dk A mag 3 nnq Hälle gin ſehn. O Jeſu, deine Liebe Tred Paſſions⸗Lieder. 333 Nicht mehr der argen Sünden Schuld Und Citelkeit abſcheide. D. J. B. Schuppius. Rechter Gebrauch des Leidens Jeſu. Mel. Hilf Gott, daß mirs gelinge. V enn meine Sündn mich 55 8. W kränken, O mein Herr Jeſu Chriſt, So laß mich wohl be⸗ denken, Wie du geſtorben biſt Und alle meine Schulden⸗Laſt Am Stamm des heilgen Kreuzes Auf dich ge⸗ nommen haſt. 2. O Wunder ohne Maßen, Wenn mans betrachtet recht! Es hat ſich 3 martern laſſen Der Herr für ſeine ſchen⸗Gunſt? Es iſt doch Alles ganz Knecht. Es hat ſich ſelbſt der wahre umſonſt, Was Sterbliche zuſagen; Gott Für mich verlornen Menſchen Es iſt um einen Tritt gethan, So Gegeben in den Tod. weichet von dir Jedermann, Der zu 3. Was kann mir denn nun ſcha⸗ dir Huld getragen. den Der Sünden große Zahl? Ich 3. Hier dieſer Freund iſt ſtandhaft bin bei Gott in Gnaden, Die Schuld treu, Auf daß er dir ein Leben ſei, iſt allzumal Bezahlt durch Chriſti Iſt er für dich geſtorben: Du, Gott, theures Blut, Daß ich nicht mehr haſt meiner Sünden Schuld In darf fürchten Der Höllen Qual und höchſter Liebe und Geduld Das Him⸗ Gluth. melreich erworben. 4. Drum ſag ich dir von Herzen 4. O, komm, o, komm, o liebe Seel, Jetzt und mein Lebenlang Für deine Beſiehe doch die Gnaden⸗Höhl Der Pein und Schmerzen, O Feſu, Lob aufgemachten Seiten Und deines lie⸗ und Dank, Für deine Noth und ben Jeſu Tod, Der dich aus ſchwerer Angſt⸗Geſchrei, Für dein unſchuldig Sünden⸗Noth Zur Himmels⸗Burg Sterben, Für deine Lieb und Treu. kann leiten! 5. Herr, laß dein bitter Leiden 5. Ach, mein Herr Jeſu, nimm Mich reizen für und für, Mit allem mich an, Weil ich durch dich alleine Ernſt zu meiden Die ſündliche Be⸗ kann Der Laſter ſein benommen, O, gier, Daß mir nie komme aus dem laß dein roſinfarbnes Blut Auch Sinn, Wie viel es dich gekoſtet, Daß meiner Seelen, Herr, zu Gut Am ich erlöſet bin. letzten Ende kommen. 6. Mein Herz und meine Pla⸗ 6. Du ſollſt ja meine Liebe ſein, gen, Sollts auch ſein Schmach und Auf dich ſetz ich den Troſt allein, Spott, Hilf mir geduldig tragen. Dir will ich mich ergeben, Hilf, daß Gib, o mein Herr und Gott, Daß ich laſſe nicht von dir, Gib ein ver⸗ ich verleugne dieſe Welt Und folge ſtändig Herze mir Im Sterben und dei Exempel, Das du mir vorge⸗ tellt. im Leben. 7. Ach, ſühne mich beim Vater 7. Laß mich an Andern üben, Was du an mir gethan, Und meinen aus Und nimm mich aus dem ird⸗ ni nen Haus In deines Himmels Freude, Nächſten lieben, Gern dienen Jeder⸗ mann Ohn Eigennutz und Heuchel⸗ Jeſu Leiden Und ſeinem Kreuze dich in Tod und Grab; Drum ſtirbt aus gleichem Triebe Mein Herz ſich ſelber ab. V Abſterben der Welt bei Jeſu Kreuze. V Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. A eg, weg mit dir, du 557. ſchnöde Welt! Weg Ehre, Wolluſt, Gut und Geld, J will mich höher ſchwingen: Mein Jeſus hängt hier ausgeſpannt, Der hat ſein Herz zu mir gewandt Und der will für mich ringen. 2. Was frag ich viel nach Men⸗ Daß mich von deiner Lieh und Huld 1 o Seele, Ves I bn Schein Und, wie du mir erwieſen, 8. Ach, Na K dreuze un u Aus reiner Lieb allein. des Areuzes Stanm zaut 8. Laß endlich deine Wunden Mich und ſchlex Das werthe Gens⸗ ſals a Ih lndtmus? tröſten kräftiglich In meinen t letten Samm⸗ T Wie N. 3„Speer! de Wſade I wnrben. Stunden Und deß verf ſichern mich, Zungen Füß erz, Händ, Säten ul Weil ich auf dein Verdienſt nur trau, durchgedr ungen! ö ein Du werdeſt mich annehmen, Daß 9. Nen mehr, ach Seele, 4d 361. ln len. 1 2 deer enn hlaſe 8 ich dich ewig ſchau. Wort⸗ ach Herdens Shlchf Dein i lt 2nsna D. Juſt. Geſenins, g. 1604, ſt. 1671. ſter Jef 18, Dein Leben, ſtirbt für di derichied 39 Frut n rell Ach, K komm, ach, ſtirb vor d 8 dr At zean Jeſus der Keltertreter. den, Laßdich ja Nichts von Jeſuſe 5 10 Komm, falle nieder, Jeſ. 63, v. 1. u. 2. Liebſter Jeſu Chriſt, Der Mel. Wie biſt du, Seele, in mir⸗ Liebe ür mich ge ſtorben d 559 W iſts, ach Seele, Wer du für mich und meine Sünden A „TUiſts, der vor dir ſteht? laſſen 3 Kreuze binde Wer iſt der Schöne, Der dort aus G Edom geht? Wie iſt ſein Kleid 1o Laß d idens Pein Au roth vom Blute, Wem kommt, wem Helzendasd ehes Labſalſei W leidet er zu Gute? die Laſt der Sünden drücket 2. Yſts nicht Jeſus, Der Angſt und Schmerz da d nd werthe Menſchen⸗Freund, Aus deſſen 12. Und wenn da ge Antlitz Nur bnuter Li ebe ſcheint, Ach ſtickt mein Lebens⸗Licht, 3 S iſt dein Heil, dein Leben, Der Jeſu, Du mir dein Ange demn Gr as de . 2 Tod ge geben di 1 ich mit dir und d rch 1 ene 3 ide 4 ebſter Jeſu! Wa as G ttroſt von hier zu 5 ab am der 1 Andr. Acoluth, g. 1654, zat, Die dich ſo ſchn wundt, geſchla t? 1 Schuld, was da⸗ Cerbrechen, 6 hunn auf dich ein Nrtm ſpres hen? de übe 5 1. Beln 4 Ach, meine Sünden, Ihr nur Mel. Herr Jen ſei„Suld daran; Jetzt ſeht, en dſin⸗ 560. 3 in. 1. dl A 14 a det, Was eure Wol beußt kan in; 2 2„e riſt, Dab Und haß Kehen a: in Tod denegchen dunh dein ere res Blut Vor Ge 5. Ach T Thränen, Thränen! Brich, gemacht ger recht und gut. der ach Seele, brich! Ach, ſeufze, Und bitten dich, wahr Nanit weine! Ach, Herz, ermuntre dich! un Gott, Durch dein Huin ſin Entweich demn Schlaf der ſchnöden Wunden roth, Erlös uns von de Sünden, Laß Reu, laß Schmerzen ewgen Tod Und noſt un 18 in N dich entzünden, letzten Noth. 6. Schau deinen Jeſum. Wie er 3. Behüt uns anch. or die Kelter tritt, Wie er den Vater Schand, Rett uns urch dein de S ünd u 21. Für deine Sünden bitt, Wie er ſein mächtge Hand, Daß wir im Kun Blut als Schweiß vergieß et Und alle geduldig ſein⸗ Uns t tröſten dein deine Schuld hen büßet. ſchweren Peit 7. Wie er duld et Schmach, Schl Mäge, Und ſöpſen draus d die 3 Spott und Hohn, Wie verſchn nerzet asr. Daß du uns wirſt v aüſein Der Dornen Marter⸗Kron, Wie er Sondern ganz rreulich bei uns! der Geißlung ſich dhnaidet Und dich Bis wir durchs Kreuz ins e 1 bis in den Tod geliebet. M. Chriſtoph Fiſcher, g. 14, ſ.lan leder. 8. Ach . Kreſt⸗— mm; ru ungen Her rchged uin — — — — = —— ——=— ——— —— für ſt= Ind meine Sin ngſt ui 12. 1 dt me * ſu, ich m und durc dn etroſt ‿ djier zu dir aſt dr. Acoluth, li bens⸗Licht 7 ltes 1* witd ſit gint M a Jeſu Chrit u 8 ir danken d 60 ¹ Die Enit r uns e rben bit Ut rch d zeures But d macht* iht und glt 2. U cteen dich vlf d Ge durch den i zunde=r), Gllös mer ogen ke Und tiiſt m zten 1 l 2 3. B Mnus auch dor chand tt uns du ächtge d, Daß me duldi, 1 tin were en 4 1 uhfe W 3 dt, D uns vinn onder Ee z wellch 3 1 is wu r cs Kreli n 1 ☛ ſtoph — — ——— —— “ reuze lina — dens Pein Iutn rzend eLabſalſein De Laſt.— Zünden diichi — merz das hantn 1R=ſenn das Stet dens⸗Liht, a Aur dein Anyiit iche 4 K 335 XV. Vom Begräbniß Chriſti. Joſephs und Nikodemus Bitte, Jeſum zu begraben. In eigener Melodie. 561 A¹ Gottes Lamm aus . Liebe Entſchlafen und verſchieden, Erwacht in treuem Triebe aar recht frommer gen. *Andere: Nls Gottes Lamm und Leue Entſchlafen und verſchieden, Erwacht in Lieb und Treue ꝛc. 2. Alſo weiß Gott die Seinen Im Kreuz in Acht zu nehmen Und, die es böſe meinen, Zu rechter Zeit zu zähmen: Das Wüthen nimmt zuletzt ein End, Und wenn die Unſchuld gnug geſchändt, So findt ſich, der ſie ehret. 3. Denn Einer aus dem Rathe, Joſeph, der fromme Reiche, Der wagt es, ging und bate Pilatum um die Leiche; Pilatus war bereit und gab Befehl, Daß man ſie nähm herab Und Joſeph übergäbe. 4. Geſegnet ſei dein Bitten,“ Joſeph, und dein Begehren, Daß keiner Feinde Wüthen Du dir⸗haſt laſſen wehren,** Daß du, den meine Seele liebt, Vom Kreuze, da man ihn betrübt, So freudig losgebeten. guter Freund ra. Geſegnet ſei dein Wille. *ra. Gott wolle dir die Fülle Der Freude dort gewähren. 5. Hierzu hat ſich auch funden Des Nikodemi Treue, Der bringt bei hundert Pfunden Der beſten pezereie, Die Myrrhen ſammt der Aloe, Zu ſalben den, der aus der Höh Uns ſalbt mit ſeinem Geiſte. 6. Da ſiehſt du, wie die Schwa⸗ chhn Zuletzt geſtärket werden; Gott kann zu Helden machen, Was blöd iſt hier auf Erden: Der Glaube, der im Finſtern lag, Bricht endlich an den hellen Tag Und leuchtet wie die Sonne. Jüden, Die W maachten ſich zum Kreuz hinzu, Dich, dao du unſrer Seelen Ruh, In deine KRuh zu brin 7. Nun dieſe beiden Frommen Er⸗ greifen mit viel Weinen Den, der vom Kreuz genommen, Und wickeln ihn in Leinen, Verwahren ihn zu⸗ gleich dabei Mit edler theurer Spe⸗ zerei, Wie in Judäa bräuchlich. 8. So ſoll man Chriſtum zieren, enn er nun liegt danieder; Wir ſollen balſamiren Ihn und ſein arme Glieder, Die Unbekleidten wickeln ein Und die, ſo ganz verlaſſen ſein, Mit unſerer Hilf annehmen. 9. Es war nicht weit von hinnen, Wo Chriſtus ſtarb, zu ſchauen Ein Garten und darinnen Des Joſephs Grab gehauen Gar neu in einen Felſen⸗Stein: Da legten ihren Schatz himeen Die zwei geliebten Herzen. 10. Ach, Jeſu, deſſen Schmerzen Mir all mein Heil erworben, Komm, ruh in meinem Herzen, Das in der Sünd geſtorben! Laß dirs gefallen, ich will dir Dein Grab bereiten in mir hier: So leb und ſterb ich ſelig. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Um die Früchte des Begräbniſſes Chriſti. . In eigener Melodie. uf, mein Herz, geh mit 562. X zu Grabe, Dein ſehr iſt todt! Hole was von ſeiner Habe, Denn er iſt der reiche Gott, Und du wirſt nach ſei⸗ nem Sterben Einen ganzen Himmel erben. 2. Herr, mein Anfang und mein Ende Sind der Erde Staub und Koth. Nimm mich auf in deine Hände Und hilf mir aus aller Noth, Weil du ſelbſt dahin biſt kommen, Wo du mich haſt hergenommen. 3. Ja, verlaß die finſtre Höhle Deiner ſchwarzen Todten⸗ Gruft; Komm und ruh in meiner Seele, Die ganz ſehnlich nach dir ruft, Komm und ſei mir ſtets im Sinne. Bis ich dich recht lieb gewinne. ———höö —————— 336 4. Oder willſt du zu den Todten, Ach, ſo nimm mich mit ins Grab! Und weil in den zehn Geboten Ich den Fluch verdienet hab, So ver⸗ ſcharr jetzt meine Sünde, Daß ſie Gott nicht wieder finde. 5. Hüll in deine Grabe⸗Tücher Allen meinen Jammer ein; Denn wo kann ich anders ſicher, Als an dieſer Stätte ſein? Dein Verdienſt ſei meine Decke, Daß ich nicht vor Gott erſchrecke. 6. Künftig, wenn ich werde ſter⸗ ben Und mein Grab von ferne ſehn, Wo mir Fleiſch und Bein verderben, Wie ſchon Vielen iſt geſchehn, Ach, ſo laß mich ſtets erwägen, Daß auch du haſt da gelegen. 7. Schaffe ſelbſt die rechten Hüter, Daß mein Grab mit Frieden bleib, Und wie aufgehobne Güter, So be⸗ wahre meinen Leib, Bis du mir in jenem Leben Ihn wirſt herrlich wie⸗ dergeben. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Trauer der Welt bei Jeſu Grabe. Mel. Jeſu, meine Freude, meines. 563 Hu o ſchöne Sonne, Dei⸗ * Iner Strahlen Wonne In den tiefſten Flor; Sterne, ſpringt in Stücken, Flieht mit euren Blicken In der Höllen Thor; Erd und Luft, Ach, ſeufzt und ruft: Der uns ſo viel Heil erworben, Jeſus iſt geſtorben! 2. Großes Welt⸗Gebäude, Geh in tiefem Leide, Denn dein Schöpfer fällt. Klagt, ihr Engel, klaget! Fragt, ihr Menſchen, fraget: Wo iſt unſer Held, Unſer Schutz und ſtärk⸗ ſter Trutz, Der uns ſo viel Heil er⸗ worben? Ach, er iſt geſtorben! 3. Hätt ich tauſend Thränen, Mich nach dir zu ſehnen, O du ſüße Ruh, Könnt ich ſelbſt mein Leben Dir zum Dienſt aufgeben, So geſchäh es nu. Meine Schuld und deine Huld, Die mir ſo viel Heil erworben, Macht, daß du geſtorben. 4. Fließt, ihr Thränen, fließet! Vom Begräbniß Chriſti. Küßt, ihr Lippen, küſſet Meine Herren Gruft. Meine Ruh, man Glücke, Meine Freuden⸗Blicke Sim in dieſer Kluft. Ich vergeh! o Wel ade! Der mir ſo viel Heil erworkan Jeſus iſt geſtorben! Char⸗Freitags⸗Gedanken. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein. und Seele wohl verpflegt. 2. Ich freue mich vor meite Grabe. SSieht gleich die Höhle finſte aus, So geh ich doch mit puolb Weil mein Erlöſer, Jeſus Giß Darinnen Sonn und Leben iſt em Denn I Grabe. Ein Knochen ſieht dern gleich. Was gilt die o Macht und Habe? Wer unterſchit Arm und Reich? Der ſchön mn ſchlechte Leichen⸗Stein Muß unſtt Staubes Decke ſein. 4. Ich tröſte mich mit maen Grabe. Schlepp ich mich gleich u eine Zeit Mit dem beſchwerten Pan⸗ derſtabe, Und feufze über Mih ud Leid, Seh ich doch hier den lebn Plan, Da ich einſt ſanfte ruhen kann 5. Ich ſchicke mich zu manen Grabe Und ſage hiermit aller Wel, Vornehmlich meinen Sünden al Hilf, Gott, daß mich der Tod befäll, Grabe ſieg, ensvoll im Sinne lieg. Wenn Jeſus, der im Mir glau 6. Ich bleibe nicht in meinem Grahe Der Weg, den Jeſus daraus fand, Himmels und das Vaterland N Auserwählten wartet mein. Da mein Wohn⸗ und Luſthaus ſein. V Ambroſius Leich Sonſt: M⸗Martin Grüͤnwah. And. Gryphius, g. 1616, ſt.l663 564 Jh ſehne mich nachmet Te nem Grabe. Weil it den allerliebſten Schatz In küßla Gruft gefunden habe, So weißitz ſchon, daß dieſer Platz Mich in di Schooß und Arme legt, Der wi Trabe In dieſes mir beſtimmte galtz 3. Ich ſpiegle mich an men fl Iſt mir gebahnt, die Uebergabe De Da wid Fcetrac 36 nitn Lerf Aah u 4½ a 6,d 565. ſncensge hin, Der ddesüde wil heit überzieſ N Glider ginnet gan tonden, das Grab ſit enes Him den. O gth gut. Mei der iſt tödz Nn Ffius i 2, Mein guth der iſt angenehme a Und Re les Heils, W öude mach Der will mmt ſich d Sterben ſcſuzn Und kein dinführo Ie ſefen. Kothl z. 13. Menn ſe writ Augen Fabemhl Jſ Kreuzes⸗Samen duntler Saal, Cs iin ſch die bhee ſdaf dehl a. nn. . Neir ga ſt 8 hun vetl da rothe Sihdeiß uid em bie 3 ditn Dee 7 4 lven ſ duſt Le er —— G ſttt ſ 3 dn W gahe Not tauſante n lutt Nn e es Gie urie ln Dber⸗M Bom Begräbniß Chriſti. rde d Betrachtung des todten Jeſu. Deie u 6 .. ſſo viel hel ſus iſt= tben! büm = Eryphüs, ln 1 In bekannter Melodie.. Nach des Auſten Verfaſſers Verbeſſert und verſtändlicher u ſatz. gemacht. . ein Jeſus, der iſt todt!. Men eſus, der iſttodt! 5 65 5 M ein Neldederi ſtreicht 9 6 6. ſ eneden ſtreicht hin, Der Todes⸗Nebel will die Klar⸗ hin, Man ſieht die Todes⸗Nacht ſein heit überziehn, Der Glieder Kraft be⸗ Antlitz überziehn, Der Glieder Kraft ginnet ganz zu ſchwinden, Und will beginnet nun zu ſchwinden, Und das Grab ſtatt ſeines Himmels fin⸗ keine Regung iſt nicht mehr zu fin⸗ den. O große Noth! Mein Jeſus, den. O große Noth’ Mein Jeſus, der iſt todt, Mein Jeſus iſt todt. der iſt todt, Mein Jeſus iſt todt. 2. Mein Neſus, der iſt todt! der 2. Mein Jeſus, der iſt todt! der 5 e! Mal Qriß, wie dabe me 64= ſehne mich m „ nem(rabe N n alls=en Schah A ruft geman habe, Ern don, d ſer Plaz NMe chooß ⸗ ürme leit, N. angenehme Mund, Und Redner vol⸗ angenehme Mund, Die Quelle alles dd Sel hl ver in A les Heils, der Gnade machte kund, Heils, der Gnade machte kund, Will 2 5 nd Der will nunmehr ſich durch das der nunmehr ſich durch das Ster⸗ rabe. enaun Sterben ſchließen, Und keinen Troſt ben ſchließen, Und keinen Troſt hin⸗ abe. Ie glei dieat hinführo laſſen fließen. O große führo laſſen fließen? O große Noth! 1s, S= ich doch m Noth! ꝛc. Mein Jeſus ꝛc. rabe J= s nir befiinm 3. Mein Jeſus, der iſt todt! der 3. Mein Jeſus, der iſt todt! ſein aunn= tiſe, e Augen Feuer⸗Strahl Iſt an dem holdes Alete bricht/ In düſtre Fin⸗ arm m und Sn Kreuzes⸗Stamm ein duntler Trauer⸗ ſterniß verkehret ſich das Licht, Das 4.e= Ns Saa, d kehren ſich die Sonnen ſonſt ſo oft mit ſüßen Gnaden⸗ e= n K Cometm, Siewel der Fürſt des Blicken Der Müden Herz ſich freute un 31 e Tas lün Lebens ſich läßt tödten. O große zu erquicken. O große Noth! Mein kacht d abe? Wer ma.. à rm ut eich? Der ſhi gblechte Eien⸗Stein M taubes e ſein. 4. J ſſte mich ni -rabe. 1b— pp ich mich g ne Zeit—. dem beſchwe erſtabe ☚ᷣ feufze überJ eid, G. d doch hieri einſt ſenſten 5.„ hicce mich g rabe ☛ age hiernitl orneht e meinen m iff, Gh F nich drc lan, a genn 1ur der in dir glene voll im dm 6 Ich nicht inmin der W ann Jiius un ſt mir= hnt, vent immelt d das M— uSerm M a wartet ſ ein A 1 ud Dunſt; Noth! ꝛc. 1 4. Mein Jeſus, der iſt todt! das Purpur⸗Wangen⸗Feld Hat Speichel Hohn und Spott durch blaſſen Schaum verſtellt. Den rothen Glanz, den Engel wollen küſſen, Muß Schweiß und Blut mit Seufzer⸗Angſt befließen. O große Noth! ꝛc. 55. Mein Jeſus, der iſt todt! och ſira ich nicht umſonſt, Weil deſſen hren Ach Gott, mein Gott! wo ſoll ich Hilfe finden, Weil Jeſus ſtirbt, ſo trägt er meine Sünden? O große Noth! ꝛc. 6. Mein Jeſus, der iſt todt ler neigt das zarte Haupt, Das wilde Grauſamkeit mit Dornen hat be⸗ laubt, Der Stachel dringt durch ſeine Lebens⸗Geiſter Und Sterben wird des Leibes Ober⸗Meiſter. O große Noth! ꝛc. 7. Mein Jeſus, der iſt todt! der hat verſtopft der Sterbens⸗ O Hände Liebes⸗Bund Wird durch der Jeſus ꝛc. 4. Mein Jeſus, der iſt todt! das Angeſicht verfällt, das ſchnöder Speichel⸗Schaum mit Hohn und Spott verſtellt. Den Glanz, den auch die Himmel ſelbſt nicht faſſen, Sieht man nunmehr erbleichen und er⸗ blaſſen. O große Noth! ꝛc. 5. Mein Feſus, der iſt todt! iſts nicht umſonſt zu ſchrein, Da ſeine Ohren nun todt und verſtopfet ſein? Ach Gott, mein Gott! wo ſoll i Hilf erlangen, Wenn Jeſum ſelbſt des Todes Band umfangen? große Noth! ꝛc. 6. Mein Jeſus, der iſt todt! er neigt ſein heilig Haupt, Das wilde Grauſamkeit mit Dornen hat be⸗ laubt, Es ſinkt die Kraft von allen Lebens⸗Geiſtern, Und Sterben will des Lebens ſich bemeiſtern. O große Noth! ꝛc. 7. Mein Jeſus, der iſt todt! es hört des Blutes Lauf Aus den durch 22 338 Vom Begräbniß Chriſti. Nägel Macht am Kreuzes⸗Aſt ver⸗ Nägel⸗Stich durchbohrten Händen wundt, Womit er mich ſonſt freund⸗ auf, Die, um nur mich einſt ſellg lich wollt umſchließen, Die müſſen V zu umſchließen, Was ich verſchudde jetzt als Sünden⸗Glieder büßen. O am Kreuz jetzt wollen büßen. d große Noth! ꝛc. große Noth! ꝛc. 8. Mein Jeſus, der iſt todt! der 8. Mein Jeſus, der iſt todt! da unbefleckte Leib, Den ohne Laſter⸗ unbefleckten; ruſt, Der Nichts ven Maal geboren hat ein Weib, Dem Sünden⸗Gift noch Schulden iſt be ſoll ein Menſch noch Sünden⸗Wun⸗ wußt, Dringt noch ein Speer u 9. Mein Jeſus, der iſt todt! die 9. Mein Jeſus, der iſt todt!de Friedens⸗Schenkeln ſind Mit Nägeln Füß erſtarren nun, Die jederzit angeheft, als ein gottloſes Kind, geeilt, nur Menſchen wohl zu thun Um mir hiermit den Himmels⸗Weg Die mir geſucht den Himmels⸗Me zu bähnen, Wenn Welt und Tod zu bähnen, Trägt fremde Hilf i mich kränkt mit heißen Thränen. Grab mit heißen Thränen. D guß⸗ O große Noth! ꝛc. Noth! ꝛc. 10. Mein Jeſus, der iſt todt! wo 10. Mein Jeſus, der iſt todtſ ſind ich Hilfe doch, Wenn Sünd find ich hilfe nu, Wenn Sünd un und Höllen⸗Angſt mir anlegt Pein Höllen⸗-Noth mich ſetzt aus mi und Joch? Ich will, mein Heil! dein Ruh? Ich will, mein Heil, di theures Kreuz umfaſſen, Und auf theures Kreuz umfaſſen, Und m dein Blut mich inniglich verlaſſen. darauf ganz inniglich verlaſſen. O große Noth! ꝛc. Troſt in Noth! ꝛc. 11. Mein Jeſus, der iſt todt! auf 11. Mein Jeſus, der iſt todt ni daß ich leben kann, Sein ſchwarzes daß ich leben kann, Sein Gang i Erden⸗Grab wird mir zur Himmels⸗ finſtre Grab wird mir zur Himmet Bahn. Wohlan, ich will mein Bahn. Wohlan, ich will mein ha Herze nun bereiten, Daß Jeſu Lieb auch ihm bereiten, Daß ich dunn ſich mög darin ausbreiten. O greße mag ſeine Lieb ausbreiten. Nc Noth! ꝛc. Troſt in Noth! ꝛc. 1 12. Mein Jeſus, der iſt todt! ruh 12. Mein Jeſus, der iſt todt nn wohl, geliebter Freund! Weil doch wohl, geliebter Freund! Weil dot nach kurzer Zeit des Tages Glanz nach kurzer Zeit des Tages Glu erſcheint, Es ſoll dir Nichts die erſcheint, Es ſoll dir Nichts die Sah⸗ Sabbaths⸗Ruhe ſtören, Bis Engel baths⸗Ruhe ſtören, Bis Engel ſit ſich im Grabe laſſen hören. O im Grabe laſſen hören. Ach di große Noth! ꝛc. in Noth! ꝛc. 13. Mein Jeſus, der iſt todt! jetzt 13. Mein Jeſus, der iſt todt! ung wird mein Herz gelöſt, Und der Ge⸗ wird mein Herz getröſt Und de Der Sünden Tod iſt durch den Tod flößt. Den Sünden⸗Tod ha vertrieben, Ich aber bin durch Chri⸗ Tod vertrieben, Ich aber bin du den ritzen, Daß ich nur mög in Frie⸗ dem gebrochnen Herzen, Nur di den drinnen ſitzen. O große Noth! es mir zur Zuflucht werd in Schmet Mein Jeſus ꝛc. zen. O große Noth! ꝛc. wiſſens⸗Angſt ein Labſal eingeflößt. Gewiſſens⸗Angſt mir Labſal ihe 3 36 ſtum Gott verſchrieben. O große Chriſtum Gott verſchrieben. 8e Noth! Mein Jeſus, der iſt todt, Mein weicht die Noth! Mein Jeſus, d Jeſus iſt todt! iſt todt, Mein Jeſus iſt todt J. C. Männling, g. 1658, ſt. 1723. 3. — — Litteköngn Arrütriſe eientt Mlodit 567 Men Nsi 967.1 elaßt, S. weggewicn, Ud unter dens⸗Laſt dsdsſchon Der lebe batnm ſorder fühles Gach g ſener Nu 2. G Ä theure F ſe geſtege m ud gr. 3. Dch lir heße Auch naodnahde ehren nit Ernitniken ſch, D. Lob zu nem die ſollr Grabe 4 nd dir z Dienſte ſih * Wagzict ic, das Dich Wo Kreuzes Weritet wm Strbe⸗ oll iſi unme: dt des jan Sthein Bnft aug ien in. 13 Ar denus dr Und Awenxen, S dr en bieſer Sgr ei en bihser Der ſitt derjge Amit d netir giß n nd hek ur 7. Der ne Nag en anreſte Lä 7 Neſl duch 8 6 verkleir 1 dhe Fant ſe We hi A alden, N 8 89* he 4 — —*— 2 —— 9 340 Vom Begrähniß Chriſti . Ihre n cher Weis Gerieth in harten Stand; Die Berge ſpringen himmelan, Daß nd ni ſee So muß mein Jeſus traurig zagen, man den Abarund ſchauen kann nd d un 1nd Und ſchwere Band mit Feſſeln tra- 4. Die Wolle ſchreien Weh und da driß gen Mein Jeſus ruht. Ach, die Fe lſen geben großen Krat, 16, 0 Mein Jeſus ruht: Der Moſes Den Loß dien bffn net ſich die Thur ds n veurer Zeit Hat recht ein rothes Und ſie ge gehn aus dem Grab berfir Ir Meer; Sein heißes Blute Das iſt uns 5. So muß der Herr der der⸗ ds ja bereit Wider das Sünden⸗Heer. lichkeit Geprieſen werden dieſer Jett diſer Wer gläubig i iſt, wird Labſal finden. Als man denſelben in der Su. Es muß der Höllen⸗Feind verſchwin⸗ Hinab Jur Ruhſtätt bringen will u; den. Mein Jeſus ruht. 8. Die Weiber ſte ben zwar von drach 1 8. Mein Jeſt us ruht: Der Me enſch en fe Und wollten ſehn der n Aus⸗ b Rüh. 5 vomt Joſua, Dem Sonn und Mond eſteht, dan gern, Doch wiſſen ſie maß vr— i and. Auch ganz verbleibt, E war dem wo man wohl Den Leib zu Grabe di n en Eand Dunkle geht; doch gelitten, geſtritten. Tode nah, Da ſe ins Wie ſchmerzlich hat er Doch auch gar ritterlich Mein Jeſus ruht. V 9. Mein Jeſus ruht: Des Gide eonis 5 Brodt Hat Uebert win dungs⸗Kraft, Es V fällt der Feind; In Leibs⸗ und See⸗ len⸗ Noth Wird uns doch Heil geſchafft; Ach, ſei mit uns in allen Leiden, Und la aß 1 nicht von dir abſcheiden. Mein 3 efus ruht. 10. Mein Jeſus ruht: So ruhe 2 Joſ ſephs Sch Aaf⸗ 85 Seelen⸗ Keunnn Es ſchwei⸗ Gemache O Lobens Fürſt get nun der Feind, Cs 3 boöret auf die Schmach. Mein Jonas wird Das Grab ſoll ſich ſchon erwecken, Mein Jeſus ihn drei Tage decken. ruht. Geſchichte und Anwendung des Begräbniſſes Jeſu. Mel. O Mel. Jeſu Chriſt, meines. Nun laßt uns den Leib. 2 zMun gibt mein Jeſus 564 Au gute Nacht, Nun iſt b ſein Leſden zans vollbracht, Nun h gat er ſeiner Seelen Pfand Geliefert in des Vaters Hand. 2. Kommt, i herbei, Erhebet bald ein Klagge⸗ ſchrei, Das grauſam ſei zur ſelben Friſt, Da Gott am Kreuz verſchie⸗ den iſt. 3. Des Tempels Vorhang trenne ſich, das Erdreich b ebe fürchterlich, ihr Geſchöpfe kommt tragen ſoll. Der D aß 3 leget ihn in 11 Nun Gottes Sohn, der ue Herz, Daß dich der Sünden bühr rer Schmerz Hinfüro nicht detri⸗ ben kann, Die ſelbſt be rarub der Schmerze de Müen G r 1— 7. Zulet zt be⸗ giebt ſich in Geſeh Nur— Joſe Ph, der ein Rathsherr wu 19. gehe 41 18 2 dn der Obriſtum liebt und wollte miat Erd, Ien Rrad man ihn brächte vors Gen werd, Amna ſihen 1₰ 1 A U 8 4. 1m m Kälng Getroſt iſt ihm ſein Herz Sinn, Drun geht er. Begehrt den Leichne un à Jau Chr 2¹ ur uüt vel Der ihm auch nicht ver rweigert Ruhn. Ken Grab 9. Bald kommt der Nieodeme un Heit eim. dm 6 auch, Zu ſalben Pyn nach albn in Ira Bac Hat Brauch, Er bringt d er beſte 1 Speze nen d Dh n. Sammt ſaube ern Tüchen en manchen 2. I Wam de lie 10. Da Jeſus nun it daham bei, Waami En 3 Und fein auf Todten⸗Art g geziert, d 8 ſcre. Tan nin. ſenket man ihn ſanft hinab Un fom ſehn! Uds Lar Mä 3. Mſ ſrn erand 1 Joſephs Gr ab. erweckt, Wird ſelbſt mit einem Sn bedeckt, O. Menſch, mert auch zn as d u Mu bexrüd. Friſt, Daß dir ein Grab beret n„. en 8. 12. Was trotzet un der am N ssr Nact S Staub? Der Wnrger macht lhe ni 5 nct, bald zum Raub! Ach prange nüht. Pu itattact 6 du eitler Staub, Heut König, mor⸗ an ot dit gen Todes Raub. itt da ndaenen 13. C mitd vielleicht nicht bie 2 Seh n ſamirt Dein Leichnam, noch ſo ſchöt geziert; iſt nud. wenn mat ihn hintragt Und ehrlich i e Grube legt. 14. Doch freue dich, o fromnes . Hast ab, 13. Nun, er that d deine Bosheit ad Shriſti. gern=h wiſen ſei man mf jen Lib ah 1 en ſoll. „Zulgt ſiebt ſich in de Joſept ein Ratbeher bt und wulbe manf rächte vors be Getrt ihm ſein daf n, Dru ht er zu An ehrt d. äichnam Jeiu ihm(E⸗ nicht verwege Balf imt der Nee d, Zuen ihn mh. uch, Gr egt der beſten en umt ſa ³e Tüchern mut 0. Da d. 7s nun it bu dfein*☚ dten⸗Art gen et maf ſanft himt, t ihn ſephs Gral⸗ 1 Nu ttes Sohn, d eckt, AE aelbſt mit enn. ect, I Tſch, merkauhi ſt, Da ee ein Grab ban 2. Y= cohet denn d uub? Würget u d zum ⸗ b! Ach nm eitler 2 b, Heut Ko Tod ubh. 8 2 d peeleich me irt D a richnam, uühf gert,=t gnug, h hint 2= Und eh be 1 4 1 B reue dih. 9 kan 8 mner Sr hadih 5. d zeit gehn. ſichtbarlich. Vom Begräbniß Chriſti. Und nahm ſie gänzlich mit ins Grab, vom Tod befreit, Und als er ward Da bracht er mit 16. Sterb ich es mehr? Steh Gerechtigkeit. ich doch der Sünden⸗Schlamm, Den ich aus dieſer Welt mit nahm. 17. Mein Heiland hat in jener Nacht Den Sabbath mit zuwege⸗ bracht; Er hilft mir bald zur ſüßen Ruh, Indem ich thu mein Augen zu. 18. Hier leb ich aller Unruh voll, Und wenn mans dennoch loben ſoll, So heißt es gleichwohl, daß hierbei Nur Müh und Angſt geweſen ſei. 19. Sobald ich gehe von der Erd, Ins dunkle Grab verſenkt ich werd, So wohn ich ſicher, ſtill, be⸗ hend Und all mein Unglück hat ein nd. 20. Heißt das nicht wohl ein gro⸗ ßer Ruhm; Mein Grab wird mir zum Heiligthum: Denn Chriſtus, der im Grab erwacht, Hat heilig auch mein Grab gemacht. 21. Bald kommt die liebe Zeit her⸗ bei, Wenn uns der Engel Feld⸗Ge⸗ ſchrei Macht munter, daß wir Je⸗ ſum ſehn Und zu des Lammes Hoch⸗ Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Abſterben der Sünde bei Chriſti Tod und Begräbniß. Mel. Ich hab mein Sach Gott. 570 Nun iſt es Alles wohlge⸗ 3 macht, Weil Jeſus ruft: Es iſt vollbracht! Er neigt ſein Haupt, o Menſch, und ſtirbt, Der dir er⸗ wirbt DasLeben, das niemals verdirbt. 2. Erſchrecklich, daß der Herr er⸗ bleicht Der Herrlichkeit, dem Niemand gleicht, Der Lebens⸗Fürſt; die Erde kracht, Und es wird Nacht, Weil Gottes Sohn wird umgebracht. 3. Die Sonn verlieret ihren Schein, Des Tempels Vorhang reißet ein, Der Heilgen Gräber öffnen ſich Ganz wunderlich, Und ſtehen auf gar 4. Weil denn die Creatur ſich nun gleich, was iſt ch auf mit Pracht und Ehr, Im Grabe bleibt 341 regt, So werd, o Menſch, hierdurch bewegt. Zerreißt ein Fels, und du wirſt nicht Durch dieß Gericht Be⸗ wogen, daß dein Herze bricht.? 5. Du biſt die Schuld, nimm dieß in Acht, Daß Jeſus iſt ans Kreuz gebracht, Ja gar zum Tod und in das Grab, Weil er aufgab Den Geiſt, und mit Geſchrei ſchied ab. .6. Drum folge Jeſu nach ins Grab, Und ſtirb dem Gräul der Sünden ab; Gehſt du nicht mit ihm in den Tod, Vom Sünden⸗Koth, So mußt du fühlen Höllen⸗Noth. 7. Ach Vater, ach, dein einger Sohn Erbleicht am Kreuz mit Schmach und Hohn; Nun dieß ge⸗ ſchicht für meine Schuld, Drum hab Geduld, Und ſieh an Jeſu Gnad und Huld. 8. Ich will mit ihm zu Grabe gehn, Und, wo die Unſchuld bleibet, ſehn; Ja ich will ganz begraben ſein Im Tod allein Mit ihm, und ſelig ſchlafen ein. 9. Ertödt, o Jeſu, ſelbſt in mir Das, was noch widerſtehet dir, Den alten Menſchen, daß ich ſtreb, Und mich erheb Gen Himmel, und dir, Jeſu, leb. 4 10. Sollt ich den Sünden⸗Unflath noch Mehr hegen? Nein, dieß ſchwere Joch Sei abgelegt, es hat mir lang Gemachet bang: Nun weiß ich, daß ich Gnad erlang. 11. Ich will heut abgeſtorben ſein Der Sünd, und leben dir allein, Es hat dein Tod das Leben mir Gebracht herfür, Und aufgethan die Himmels⸗Thür. 1 12. O Jeſu Chriſte, ſtärke mich In meinem Vorſatz kräftiglich; Laß mich den Kampf ſo ſetzen fort, Nach deinem Wort, Daß ich die Kron er⸗ lange dort. 13. So will ich dich Herr Jeſu Chriſt, Daß du für mich geſtorben biſt, Von Herzen preiſen in der Zeit, Und nach dem Streit, In Freud und Wonn in Ewigkeit. L. Laurentit, g. 1660, ſt. 1722. 342 Vom Begräbniß Chriſti. 1 ilf, Herr! mir fröhlich ſterb Troſt bei Jeſn Tod hilf, Herr! mir fröh en, Klage und Troſt Jel Den Himmel erben. Grabe. Fr. D. Gettrud Müll. v. Königsderg. In eigener Geſangsweiſe, Grab⸗ und Klage⸗ Lied bei Jeſu oder: Grabe. Herzliebſter Jeſu, was haſt. b In bekannter Melodie. 571. Herzens⸗Angſt, d Ban⸗ 4 572. Tr aurigkeit, O Herze⸗ gigkeit und Zagen! 9 leid! Iſt das nicht u Was ſeh ich hder für eine Leiche beklagen? ⸗ Gott des Vaters eing tragen? Weß iſt das Grab? Wie iſt Kind Wird ins Grab getragen. der Fels zu nennen? Ich ſoll ihn kennen. todt! Am Kreuz iſt er geſtorben! dau 2. Ach rinnt, ihr Thränen, fließt ¹dadurch d das Himmelreich Uns uus ach fließt, ach Wehe! Es iſt der Lieb erworben. Herr, mein Liebſter, ich vergehe! 3. O Menſchen⸗ Kind! Nurd Mein treuſter Schatz, den einig ich Sünd Hat dieſes ausgerichtet, D mloren Geht mir verloren. durch dieſe Miſſethat Wareſt gan 3. Halt ſtill, ihr Träger, wartet, vernichtet. beire ſtille, Verzieht, bis ich den 4. Dein Bräutigam, Das Gottes⸗ Leib mit Thränen fülle, Den ſchönen Lamm, Liegt hier mit Blut beflſen Leib, Dem ſich mein ganzes Leben Welches er ganz mildiglich Hat f Allein ergeben. dich vergoſſen. 4. D Jeſ u! ach mein Herr, du 5 O ſüßer Mund! O Glaudens Licht der Erden! Wie haſt du müſ⸗(Gumdt Wie biſt du ſo zerſchlage ſen ſo getödtet werden? Wie? läßt Alles, was auf Erden lebt, Mi Gott dich, ſein liebſtes Kind, erwür⸗ V dich ia beklagen. gen? ¹ lich du ve hür gen 1 1 O lieblich Bild! Schön zant 5. Wo bleib ich nun? was thu d— 4 ine 8 ich, ach, ich Sünder? Ich Balühn mir d Sohnlein de dn hn Biu Brand, es ſtirbt mein Ueberwinder. Ohne Reu anſchauen, Der Reine ſtirbt, und ich ſoll leben 7. O ſelig iſt Zu jeder Friſt Der bleiben. Wer kann das gläuben? dieſes recht Biſign Wie der hi Ich gläub, ach ja, ich gläube, 8 er Herrlichkeit Wird ins Grab he Frhas Lieben Hat, liebſter Jeſu, ſenket. dich dahin getrieben, Daß du den 4 O Jeſu du Mein Hilf und Tod für mich auch haſt erd„Ruh, Ich bitte dich mit Thränen, Den ich verſchuldet. brnen 4 h mich bis ins Gre 7. Drum kann jich in dir Huf Hilf, daß ich mich Nach oge ſehnen. und Leben haben, Drum kann mein ſach dir möge ſch Riſt, g. 1607, ſt.1667 Geiſt in deinem Blut ſich laben, 3 uhe⸗ Drum kannſt du nun die Schuld bei Jeſus und unſer Grab eine Ruh Gott verbitten, Weil du gelitten. V Kammer. Komm her, mein Herr, komm, Mel. O Traurigkeit. nu in meinem Herzen, So fühl ich 573. 1 ruheſt du, O win nicht Noth, Angſt, Gefahr, noch Ruh! In deiner Hra⸗ 16 dei 1 Dad Schmerzen, Schau, wie ich ſuch in bes⸗Höhle, Und erwadſt durch deinen brünſtigem Verlangen Dich zu em⸗ Tod Meine todte Seele. 3 pfangen. 2. Man ſenkt dich ein Nach ie 9. Gieb, daß ich ſtets bedenke dieß Pein, Du meines Lebens dea dein Leiden: Ach, laß mich für und Dich hat jetzt ein Felſen⸗ Grab, für die Sünden meiden, Auf deinen des Heils, umgeben. 2. O große Noth! Gott ſelbſt legt r Neuer t B 3 85 3ö. ri N Tan aufe Hen AAih uf 45 Keil ich uu dud deine dod un nd Gud diitg 6. Gar ſihs dedibt, T 8 ſirrdt t Doh vid er auf Und in In vtlärter 3. dem n tha rl ih, Mein 16 3 ah 1 ſenken n den 4 diten Tod, Bis denken. ⁶. dund, 1 telen⸗Aehei Jeſu Ru gabe. dl. dtie Niu, vit ſin 914.. nir Jſu, m. dän 4 à a.unned e bt tendheia de a ut tm Grabe 5* nn ugenonm 2 Dießs h it zw anden be 1 . 1 m erworbe geſtorben. X Geilli Kdadtun de rähn Steine. 16, 4 Nä Dhar hn Aalodie. 5, 79, 1 Gott nich N Anter Melodſe 2 raurigkeit 9 . raurigkeit, 4 id! Ift das 4 gen? des Nats Wi— Wirhm Grab getme erch da erworm O Wen⸗Kind) k d Hat=— ausgerichet 2 dieſt R Iſethat War ichtet. Dein atigam, Daß t er mit Buutit m, Li 1 hes eiz mildiglic ſe vergoſ u O ſü— tund! O Ga nd! W aſt du ſo zeſh 8, wa f Erden lo ja bet. Olie Bild! Schönm „Duſt oelein der zum nand l☚ dein heße e Reum hauen. O ſe Zu jeder i 8 rech eAd entet, Vied Herrliſ= Wird ins(r t 17 O un du Mei gh „Ich ee dich mt dh daß mich bis ie ir ½ ☛ ſehnen. Idi d ſähun 1 un na er Grab in mmer. 1) Truutigkii ruheſt du, d. 3. dein Höhle, anei duc Meit t te Seik. Mar 2 dich en 19 nes Lband 3 in;„ord hat tain Fälſen b Heils, aa eben. bekannt mein Vom Begräbniß Chriſti. 343 3. Ach biſt du kalt, Mein Auf⸗ 3. Drum iſt auch der Ort ſo rein, enthalt? Das macht die heiße Liebe, Daß noch Niemand da gelegen: Denn Die dich in das kalte Grab Durch aus deiner Kraft allein Kommet ihr Feuer triebe. aller Menſchen Segen, Und die Ret⸗ 4. O Lebens⸗Fürſt! Ich weiß, du tung von den Sünden Iſt bei An⸗ wirſt Mich wieder auferwecken; dern nicht zu finden. Sollte denn mein gläubig Herz Vor 4. Nicodemus ſalbet dich Mit viel der Gruft erſchrecken? guten Spezereien; Aber dieſe können 5. Sie wird mir ſein Ein Käm⸗ mich Von Ver we flen nicht befreien: merlein, Da ich auf Roſen liege, Nur im Blute deiner Wunden Hab Weil ich nun durch deinen Tod, ich meine Salbung funden. Tod und Grab beſiege. 5. Unſre Fehler waren bloß, Nun⸗ 6. Gar nichts verdirbt, Der Leib V mehr ſind ſie ganz bedecket. In der nur ſtirbt; Doch wird er auferſtehen, Erde finſtern Schooß Haſt du meinen Und in ganz verklärter Zier Aus Fluch verſtecket! Gottes Zorn iſt dem Grabe gehen. aufgehoben, Und mit dir zugleich be⸗ 7. Indeß will ich, Mein Jeſu, graben. ken, 6. Mund und Augen haſt du zu, Tod, Bis in Tod Doch ſie liegen nur im Schlafe; S. Franck, 1659— 1725. V Dieſer Tod i voller Ruh, Und auch .. meiner keine Strafe, Denn ich werde Seelen⸗Ruhe bel Zeſr Ruhe im mit den Alten In der Erde Sabath rabe. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind. halten. 574. WMhonnir efu. du biſt ich In meine Seele ſenken, Und an deinen bittern gedenken. 7. Schlafe wohl, du großer Held! enn man trä⸗ hat wo Deine Feinde ſind bezwungen; Dich b vohl der Tod gefällt Aber du get dich zu Grabe; Nunmehr hat es haſt ihn verſchlungen, Und das kann keine Noth, Weil ich einen Heiland habe, mir Hoffnung geben, Daß wir Alle Der auch bis zum Grabe kommen, werden leben. Und ſich meiner angenommen. 8. Derowegen habe Dank, Ich will 2. Dieſes Grab iſt zwar nicht mich darauf verlaſſen, Und zuletzte dein, Joſeph hat dirs nur gelehnet; ſterbenskrank Dich in Herz und Seele Doch es muß geborget ſein, Wo faſſen; Sodann werd ich, auch be⸗ man fremde Schuld verſöhnet. Du graben, Meinen Jeſum bei mir haſt andern Guts erworben, Und haon biſt nicht für dich geſtorben. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. XVI. Oſter-ieder. Geiſtliche Betrachtung des abge⸗ Und mein geheimes Grämen: Jeſus wälzten Steines. lebt und ich bin todt, Ach Vater! das iſt meine Noth, Und ich kann Marc. 16, 4. ihn vor Sünden Nicht finden. 2. Wer wälzet dieſen Stein von In eigener Melodie. mir, Der mich ſo hart beſchweret? Oder: Chriſt lag in Todes⸗Banden. Wenn öffnet ſich die Grabes⸗Thür? 575 A¹ Gott, mich drückt ein Wenn wird mir Troſt gewähret? 6. ſchwerer Stein; Wer Soll ich aus dem Tode nicht Durch⸗ will ihn von mir nehmen? Dir iſt brechen zu dem Himmels⸗Licht? Wer Schmerz und Pein, will mich von den Ketten Erretten? 344. Oſter⸗Li 3. Betrübtes Herz, verzage nicht, Dein Jeſus iſt erſtanden, Der Tod und Höllen⸗Macht zerbricht, Und lößt die Sünden⸗Banden; Er wird auch, durch ſeinen Tod, Dich reißen aus der Sünden⸗Noth, Und zu dem Geiſtes⸗Leben Erheben. 4. Er iſt darum erſtanden heut, Daß du mögſt auferſtehen Durch ſeine Kraft zur Seligkeit, Und fröhlich mit ihm gehen Durch viel Trübſal, Angſt und Qual, Und durch das finſtre Todes⸗Thal, Zu Freud und Wonn erhoben Dort oben. 5. Dein Jeſus läßt dich nicht zu⸗ rück. Weil er iſt vorgegangen; Er wird zerreißen Band und Strick, In welchen du gefangen, Und aus dem Grabe ziehn, Ohn alle Sorgen und Bemühn, Und nehmen deine Schmer⸗ zen Vom Herzen. 6. Des Herren⸗Engel ſind bei dir, Die dich zu Jeſu leiten, Und auf dem Weg zur Lebens⸗Thür Mit Flammen fuͤr dich ſtreiten. Suchſt du den Gekreuzigten? So geh hin mit den Heiligen, Wo Jeſus iſt von Banden Erſtanden. 7. Er iſt nicht in dem Sünden⸗ Grab; Nein, wer mit ihm erſtanden, Und folget ſeinem Hirten⸗Stab, Bei dem iſt er vorhanden: Darum prüf, o Menſch, dein Herz, Thu Buß in wahrer Reu und Schmerz, So iſt der Stein gehoben Von oben. 8. Flieh aus dem Grab ins Him⸗ Sieg Chriſti über die Hölle. Hoſea 13, 14. In eigener Melodie. 576 A heilig iſt der Tag, J. Daß ihn Niemand mit Loben erfüllen mag, Denn der einige Gottes⸗Sohn, Der die Hölle über⸗ wand, Und den leidigen Teufel da⸗ rinnen band. Damit erlöſt der Her die Chriſtenheit, Das war Chriſts ſelber, Kyrieleis..:, M. Schirmer, 1606— 1673. Geſchichte der Auferſtehung Chriſti. Marc. 16, 1—8. Mel. Erſchienen iſt der herrlich Tag. 577 m Sabbath früh Marin 4 6 drei Kamen zum Guat mit Spezerei, Als jetzt der h Tag anbrach, Und man die Sann⸗ aufgehen ſah. Halleluja. 2. Wer wälzt uns von des Graßte Thür Den großen Stein, der lit dafür? Alsbald ſie aber kamen dar am Stein davon gewälzet war. Hallelut 3. Da gingen ſie zum Grah him⸗ 48 „1 Und ſahen drinn die Engelein N Grab ſitzen zur rechten Hand In einn langen weißen Gwand. Halleluſe 4. Sie erſchraken ſehr vor din Gſicht, Der Engel antwort: Fürt euch nicht, Ihr ſuchet den gekreugg⸗ ten Chriſt, 8 4 1 . 6 1 W Vom Tod er auferſtant den iſt. Hallelula. 5. Da ſehet her, das iſt die Stut melszelt. Da iſt dein Heil zu finden; Geh aus im Glauben aus der Welt, Verlaſſe, was dahinten; So wird Jeſus ſich in Eil Dir zeigen, als das beſte Theil, Und wirſt ihn nach Ver⸗ langen Umfangen. 9. O Jeſu, laß mich auferſtehn, Im Geiſt, und mit dir leben, Bis du mich ſelig wirſt erhöhn Und mir die Krone geben, Die mir iſt nach dieſer Zeit Bereit im Reich der Herrlichkeit: Herr, hör, und laß mein Flehen Geſchehen. L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. An welcher er gelegen hat. Soggehtun hin und ſagts von Stund Sein Fn⸗ gern, und thuts Petro kund. Halle 1 9, 6. In Galiläam ſie heißt ga Da will der Herr ſich ſehen len. un Grab ſie gingen ſchnell heraus — 4 Es kam ſie an ein Zurcht und Graus Halleluja.. Chr 1 Wir en dir, Chriſt! Daß erſt biſt Und haſt zerſtört ſein Geuui und Macht Und uns das W. en wiedergebracht. Halleluja. Nic. Herrmann, Herr Jeſl ſt. 15l 8 du vom Tod erſtanden n rendiger Tuth hei dan duim. In ar Meodie 578. Inzm f aij Frude Nim vas heut geſh hitl Vi ien roßem Lidi n dn ſ dü Mein händer 1 wo man un ſüttäſt, W uns unſer Geſtönöinnel 2 Er wen i binb er Feind iunme biſh gvermeint wamt Ni lider ftei li ut. 8 Schwingt füt iemd Fähnlein alz at hed, T und Muth t 13 Der Htt uuj den Und ſieht ſihmmteum, D ſegt und lig me Git, G Üngeſtüm. Grrt u Chr Sein Höller⸗kih und muf in de Sie asmd Ergel und Hand. 8. 4. Das ſtm nuſchau ſcchtes Frene ehel. R dir nicht narmn Vor n ni lil bnhmen duth, Zuſmmmaͤlen nit durch gidhrſt A enen i im 1 3 dee Gäluine Rot mmmen nir ſar. D 8 ar. an ſom ch ſen Bleit 7 82 „ 4 9 N 7 ‿ ge ndt led g ein Haupe ds ſin G rinnt g nh iſ gan n gan, dn den 1 ach mit. V , Aurch We V 5 ieg Ch⸗s übtr zit a 1, 1l. V J er Melodir 6. 4— waih f d 1 8,0 n Nienm 1 erfüt nag, demdn 8 der di hle d, Uun leidigen Tan Shriſte mit erlſ i —(1= as va r, Kyr—. dh . Szimn lölhee geſchit— r Aufetſetm 4 16, 1—8 el. Erſ. it der berrih n 7 Sabbath fruh. . ei Kamen zm Spezs Als jetzt anbrg— lnd man dei ehen ſ Halleluja. Wer 1z uns von dah r Den a en Stein, w † düs M eaber kanenda n davo. ülzet war jul Da g ſie zum Grhft ſahentm die Gnge bſitzen auchten Hand)i en we m Hwand. Halt Sie ff Staken ſehr u ht, DA gel antwort nicht, †. ſuchet den gh Chriſt ☚ n Tod er uit iſt. SIrja.. Da ſ Seer, das it velchel megen hat. An und ſa= m Stund en „und ta Petro bund ſi In iam ſi de will*= Her ſic b. a Gra ſf ging ſnt kam ſi wwin Furcht umde ae ken die 9 ſt D ar von Aß Und 39. rijin Mau nd Me derged or Hallln 5 MNit. Herrnon 4 wieder frei Und ruft: Oſter⸗Lieder. 345 Frendiger Muth bei Chriſti Sünd 1enJ Noth,, Er reihet durch Auferſtehnng. die Höll, in ſtets ſein Geſe. f ſteh ü. Er dringt zum Saal der Ch⸗ In eigener Melodie.„ren, Ich folg ihm immer nach: Und 578 Auf auf, mein Herz mit darf mich gar nicht kehren An einzig 4 Freuden, Nimm wahr, Ungemach; Es tobe, was da kann, was heut geſchicht! Wie kommt nach Mein Haupt nimmt ſich mein an; Troßen Leiden Nun ein ſo großes Mein Heiland iſt mein Schild, Der icht? Mein Heiland war Pelegt Da, alles Toben ſtillt. wo man uns hinträgt, Wenn von 9. Er bringt uns an die Pforten, uns unſer Geiſt Gen Himmel iſt gereiſt. V Die in den Himmel führt, Daran mit . Er ward ins Grab geſenket, güldnen Worten Der Reim geleſen Der Feind trieb groß Geſchrei. Eh V wird: Wer dort mit wird verhöhnt, ers vermeint und denket, Iſt Chriſtus Wird hier auch mit gekrönt, Wer Victoria! dort mit ſterben geht, Wird hier auch Schwingt fröhlich hie und da Sein mit erhöht. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676 Fähnein hlaaei Held, Der Feld 1 und Muth behält. Frij Chriſti. 3. Der Held ſteht auf dem Grabe Irüchte der Auferſtehung Chriſti Und ſieht ſich munter um, Der Feind MNel. Liebſter Heilaud, du biſt mein. legt iind legt abe Gift. Gal und Oder: Jeſus meine Seh, de Ungeſtüm. Er wirft zu Chriſti Fuß uf, mein Herz, des Her⸗ Sein Höllen⸗Reich und muß Selbſt V 579. A ren Tag Hat die Nacht in des Siegers Pfand Ergeben Fuß der Furcht vertrieben, Chriſtus, der und Hand. begraben lag, Iſt im Tode nicht ge⸗ 4. Das iſt mir anzuſchauen Ein blieben. Nunmehr bin ich recht ge⸗ rechtes Freuden⸗ Spiel. Nun ſoll tröſt: Jeſus hat die Welt erlöſt. mir nicht mehr grauen Vor Allem, 2. Nunmehr iſt er Gottes Sohn, was mir will Benehmen meinen Und hat dieſes klar erwieſen. Allen Muth, Zuſammt dem edlen Gut, So Feinden auch zum Hohn, Sei er mir durch Jeſum Chriſt Aus Lieb dafür hoch geprieſen: Denn es kom⸗ erworben iſt. 5 in der That, Was ſein Mund 5. Die Höll und ihre Rotten, Die geredet hat. krümmen mir kein Haar. Der Sün⸗ 3. Unſre Schulden ſind wohl groß, den kann ich ſpotten, Bleib allzeit Aber doch iſt Gott vergnüget, Denn ohn Gefahr. Der Tod mit ſeiner mein Bürge kommet los, Der für mich Macht Wird ſchlecht bei mir geacht; im Grabe lieget. Aller Zorn iſt abge⸗ Er bleibt ein todtes Bild, Und wär lehnt, Und der Menſch mit Gott er noch ſo wild. verſöhnt. an6. Die Welt iſt mir zum Lachen 4. Sterben war der Sünden Sold; Mit ihrem großen Zorn; Sie zürnt, Nun iſt Chriſtus unſer Leben, Der und kann Nichts machen, All Arbeit V für mich nicht Geld und Gold, Son⸗ iſt verlorn. Die Trübſal trübt mir dern ſich ſelbſt hat ergeben, Und nicht Mein Herz und Angeſicht; Das ſein Auferſtehen macht, Daß ich jetzt Unglück iſt mein Glück, Die Nacht kein Sterben acht. mein Sonnen⸗Blick. 5. Sterbe, wer da ſterben kann, 7. Ich hang und bleib auch han⸗ Jeſum werd ich doch behalten; Da⸗ gen An Chriſto, als ſein Glied; Wo rum liegt mir wenig dran, Ob die mein Haupt durch iſt gangen, Da Meinen auch erkalten; Wenn man mmmt es mich auch mit. Er reißet alle Welt begräbt, Weiß ich doch durch den Tod, Durch Welt, durch daß Jeſus lebt. ——— —õyj O— AA K. 8 4 1 ———— 4——— ———CQO——⸗—xx:—— 2 3— 346 Oſter⸗Lieder. 6. Ja, wenn Gott mich ſelber ruft, 2. Den Tod Niemand zwingn 2,D3 pun be n Daß ich werde ſollen ſterben, Fürcht kunnt Bei allen Menſchen⸗Kinden Unſtud, brn u 6 ich mich vor keiner Gruft, J will Das macht Alles unſer Sünd, Kei hu Den um öimmal doch den Himmel erben: Denn mein Unſchuld war zu finden. Daum batt, Und Aan gee Simſon hat bei Nacht Grab und kam der Tod ſo bald Und nahn gemacht. Helt 1 Himmel aufgemacht. über uns Gewalt, Hielt uns in ſeim 3 dod undädata 7. Dieſer Erſtgeborne lebt, Den Reich gefangen.„Hallelujal En ſtarter(n,(n wir alle Brüder nennen, Deſſen 3. Jeſus Chriſtus, Gottes Sohn⸗ lumm, Der A ir de Herz an meinem klebt, Der ſich nicht An unſrer Statt iſt konmen Un ten gſeß, Bic von mir will trennen. Darum hat hat die Sünde abgethan, Damiden in Grabe lieſt. Gälea! es keine Noth, Weil mein Jeſus Tod genommen All ſein Recht ud 4 Aber es räntenicht dre nicht mehr todt. ſein Gewalt, Da bleibet Nichts dan hüüts ſeg M dod unter 8. Tod, wo iſt nun deine Kraft? Tods Geſtalt, Den Stachel hat n Karlor al ſen eaſt und Hölle, wo ſind deine Ketten? Hier verloren. Hallelujan ftus erſat Wr alner iſt Gott, der Hilfe ſchafft; Hier iſt 4. Es war ein wunderlicher Krie, halelua! Einer, der kann retten, Wenn gleich Da Tod und Leben rungen, du. Maria wu ohne unſer Fleiſch und Bein Lange wird Leben behielt den Sieg, Es hat en le dit am e egnet ſe verweſet ſein. Tod verſchlungen. Die Schrit ſt zn men zin Pius 9. Herr, dieß gläub ich dir zum verkündet das, Wie ein Tod d Kahrhaftig awden iſ. Ruhm, Und mein Troſt iſt nicht ver⸗ andern fraß; Ein Spott aus di kaja gebens; Denn ich bin dein Eigen⸗ Tod iſt worden. Halleluja! 36. Zween Gyl ſcin in thum, Gleichwie du mein Fürſt des 5. Hier iſt das rechte Oſter⸗Lamn ab, Desgatg geiehen Lebens. Dir ſei auch viel Dank be: Davon Gott hat geboten, Das ſt an Schwezeüten und reit Jetzund und in Ewigkeit! an des Kreuzes Stamm In hit rnd, Drim igh in der Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Lieb gebraten. Deß Blut zeiht R hulen unſre Thür, Das hält der GCih h Aber Wpid menn h Lobgeſang von der Auferſtehung dem Tod für, Der Würger ki di Wahiimm d Chriſti uns nicht rühren. Hallelujal f. Das Ghf er, ſein l 6. So feiern wir das hohe d Käin, An Paſch 580 Uhriſt iſt erſtanden Von Mit Herzens⸗Freud und Wäne den. Hallu .D der Marter alle! Deß Das uns der Herr erſcheinen lit 5 ſacheu ch ſollen wir alle froh ſein; Chriſt will Er iſt ſelber die Sonne, Der dut iud meinn Füen un unſer Troſt ſein. Kyrie eleiſon. ſeiner Gnaden Glanz Erleucht un hh 2. Wär er nicht erſtanden, So wär Herzen ganz, Der Sünden Nactit daln ſe nih uxhafti die Welt vergangen. Seit daß er vergangen. Halleluja! öäläunt 3 erſtanden iſt, So lobn wir den Herren 7. Wir eſſen nun und leben wall 3 Uana zen dns; Jeſum Chriſt. Kyrie eleiſon. I rechten Oſter⸗Fladen, Der d d hnee ade j 3. Halleluja! Halleluja! Halleluja! Sauerteig nicht ſoll Sein bei den Ar difn ai i Deß ſollen wir Alle froh ſein; Chriſt Wort der Gnaden. Chriſtus pi nni von d art 4 will unſer Troſt ſein. Kyrie eleiſon. die Koſte ſein Und ſpeiſen die dl Gi rland Aus dem 12. Jahrhundert. allein, Der Glaub wil keins Andm u uutus Diter leben. Halleluja! 6 un ſegnn dndes. iſtli O. M. L. 1483, ſt t. ih uns bi Der Chriſten geiſtliche Oſtern. O. M. Luther, 9. 14 18 lhe 581 Chriſt lag in Todes Ban⸗ Sieg des Lammes Gottes. Aleluja 8 den eng gegebe 8 de den, Flr unſre Sünd Mel. Erſchienen iſt der— V Re zertnann,ſ n, Der iſt wieder erſtanden jſto dem Oſter⸗Lämme Und hat uns bracht das Leben Deß V 582. Thu Inh hat etbt wir ſollen fröhlich ſein, Gott loben ſein Schäfelein, Singt heut die le und ihm dankbar ſein Und ſingen: Chriſtenheit: Lob, Ehr ſei Got Halleluja! Halleluja! Ewigkeit. Halleluja! d Niemand unt Bn ent as mac les unſer 8 nſchuld= zu fmda im der* ſo bald 1 ber uns Ialt, Hieltun teich ge er Halllh 3. Je hriſtus, Gote In unſ tatt iſt lonn Da Tod— Leben unn leben bo= eden Sieg, G Tod ver M gen. De ei verkünde, Wie en à andern— Ein Spott n Tod iſt ſt= n. Halelwu 5. Hitrun das rechte Dſe Davon= chat geboten, an des es Stamn) Lieb gela n. Deß Au unſre Ia= Das hält n dem To„ Der Uin uns nich ren. Halllii 6. Sſ ftn wir dos Mit H6= ⸗Fraud u Das un r den eiſte Er iſt ſi⸗= die Sonn, d ſeiner Cran Glanz G 1 Herzen* 1 Der Sünda vergang— Halllujal 7. W n mu m 4 In rech ſter⸗ ſuomt Sauerte icht ſoll 8i Wort] umden. M die Koſ— ¹ Und pemn allein,= Alaut wil lin teben.— 9 Si 5 Lumd M” hienen it n n 2 D 5 riſto den e 4 582 ſein S6F iin, ein 4 Chriſteſ— e Ewigke allluhe 2. Das Lamm Gottes, mit ſeinr Unſchuld, Hat uns erworben Gottes Huld Den Sünder zu Genaden racht, Und zu einm Himmels⸗Erbn dt gemacht. Halleluja! 3. Tod und Leben traten in Kampf, Ein ſtarker Löw, ein ſchwaches Lamm; Der Tod meint, er hätt ſchon geſiegt, Weil Chriſt der Herr im Grabe liegt. Halleluja! 4. Aber es währte nicht drei Tag, d Chriſtus ſiegt, der Tod unten lag, Verlor all ſeine Kraft und Macht, 1. Chriſtus erſtand aus eigner Kraft. 4. Es ein wunderlthe 86 ſius eri G ſ alleluja! 5. Maria, ſag uns ohne Scheu, O Wer dir am Weg begegnet ſei? Es A war mein Heiland Jeſus Chriſt, Wahrhaftig er erſtanden iſt. Hal⸗ leluja! 6. Zween Engel ſaßn in ſeinem Grab, Desgleichen ich geſehen hab Sein Schweiß⸗Tüchlein und Leine⸗ wand, Drinn Joſeph ihn verhüllet hat. Halleluja! 1 7. Aber Chriſtus, mein höchſter Troſt, Wahrhaftig iſt vom Tod er⸗ ſ löſt. Das Grab iſt leer, ſein Leib iſt hin, Am Wege ſelbſt er mir er⸗ ſchien. Halleluja! 8. Er ſprach: Maria, geh ſchnell hin Zu meinen Brüdern, und ſag u ihn: Sie ſolln in Galiläam gehn, Da ſolln ſie mich wahrhaftig ſehn. Halleluja! 9. Marien Zeugniß, das iſt wahr, Gott geb, was log der Juden Schaar, Wir wiſſn gewiß, daß Jeſus Chriſt Wahrlich vom Tod erſtanden iſt. Halleluja! 10. Jeſu, du wahres Oſter⸗Lamm! Hilf uns ſiegen im Todes⸗Kampf, Steh uns bei in der letzten Noth, Und ſchütz uns vor dem ewgen Tod. Halleluja! Nic. Herrmann, ſt. 1561. Alter Oſter⸗UHymnus. 583. CTbrit. Ueberwinder, dur K uns arme Sünder, Die wir verloren, Biſt du Menſch geboren, Oſter⸗Lieder. 347 In Tod gegangen, An dem Kreuz gehangen, Die Höll gefangen. 2. Am dritten Tage Nach der Schrift Weiſſage, Wieder erſtanden Von des Todes⸗Banden, Uns dadurch eben Frei gemacht, das Leben Uns wieder geben. 3. Lob, Preis und Ehre, Jeſu, lieber Herre! Sei dir geſungen, Mit fröhlichen Zungen, Für ſolche Gena⸗ en, Daß du uns entladen Von allem Schaden. 4. Laßt uns ohne Leide Dieſe Oſter⸗ Freude Chriſtlich begehen, Daß wir end⸗ lich ſtehen Vor deinem Throne, Und die ſter⸗Krone Uns werd zu Lohne! men. Böhm. Brüder. Hiſtorie der Auferſtehung Chriſti aus dem Matthäo. E hriſtus iſt erſtanden, Hat 584. C überwunden:,: Gnad iſt nun vorhanden, Wahrheit wird funden: Darum, lieben Leute, Freut euch heute, Lobet euren Herren, Je⸗ um, den König der Ehren. 2. Thut nicht, wie die Juden, Die Chriſtum veracht:,: Bosheit auf ſich luden, Trachten Tag und Nacht, Wie ſie ſeiner Bürden Ledig würden, Hoch in Ehren blieben Und ihren Muthwillen trieben. 3. Daß er möcht verderben, Und nicht König ſein:: Sein Reich mit ihm ſterben, Durch verfluchte Pein Tödten ſie ihn endlich, Trefflich, ſchändlich Zwiſchen zweien Mördern, An einem Kreuz im Feſt der Oſtern. 4. Hangend in der Mitten, Für gottlos geſchätzt:,: Ward ein herr⸗ lich Titel Auf ſein Kreuz geſetzt, Den wollten ſie wandeln, Uebel handeln, Verkehren und ſchänden, Aber ſie mochtens nicht enden. 5. Er ward auch begraben Nach herrlicher Art:,: Und ſie wolltens haben, Daß er würd verwahrt, Daß ſein Volk nicht käme, Und ihn nähme, Sagten denn in Landen, Er ſei vom Tod auferſtanden. Oſter⸗Lieder. deinem Namen, Nun und in(uin⸗ it. Amen. Vöhm. R Sonſt: Zoh. Stoll, um l6ul Ein Stein war geleget Vor de 5. Grubes Thür„Daß ihn Nie⸗ mand reget, Auch Wachter dafür; Aber am dritten Tag, Nach der r e V 8 V Sfo en Wehklag, Erſtund er hell und e Theilnahme an Jeſu Siege. V V Mel. Kommt, ſeid gefaßt; zum 585. D Leben unſers Kuii iegt, Und hat ſich dut W hüd ſo wohl Und kein Wächter ward ſeiner ge⸗ wahr. 7. Ein Engel behende, Welches 13 Leget ſeine Hände An den großen Stein, Oeffnet d des Grabes Thür, Setzt ſich dafür, Be⸗ weget das Erd dreich, Nachet die Hü— vor ſeinen Füßen liegt. ter. den Todten gleich. 8. Darnach hat i ſie oich Ding e Pfaffen, Dens zu Bald an einem Orte, Rathe, Ihn Geldes⸗ Kraft darſtell⸗ ten, Daß ſie nur die Red nicht Antlitz Schein: den Tod Seſch wungen: erfreulich iſt, daß es Kräfte ein. 3. Was grämt und kümmertma 4 meldten. 4 ſich doch, Daß Satans Kr aft ſahn 9. neprachen zu ihnen: Nehmt uns findet? Iſt der nicht un uns, der ſeine Regung bindet Joſua, dein Fürſt, und dbena och? 4. Sein Sieg iſt noch nicht geendt, Er kämpft und ſiegt i Geld, Denn es iſt euch Noth Und thut, was uns wohlgefällt, Das iſt unſer Rath: Sprecht han geſchlafen, Und im Solaſe Haben ihn verhohlen Seine Jünger uns geſtohlen. ſerm Geiſte; Die Helden⸗ Krat 10. Sie nahmens mit Freuden, er in dieſer Welt erweſte Denn es war ihn lieb„ Sagten ruhet nicht bis er die Säitt unbeſcheiden, Sein Jünger ſein vollendet. Dieb. Dennoch bleibt ihr Lügen 5 Wenn ihm nun Alles un Nicht verſchwiegen, Denn Chriſtus hie 8. Da ſollſt du dein Tums erweiſet, Wird als Gottes Sohn 3 Lie 2 d ſollſt mit Fraute gepreiſet.(Lied ſingen, Und ſol lſt dich durch alle Alrnnal ſ ſchwinge 11. Noch war er ihr König der n Bleibts auch immerdar Das a0 2 W deil auch der letzte Feind), del U fällt ihn wenig, Wie denn offenbar wird fein beſiegt. 1 Denn er hat durch ſein Heer Ihn 6. Nur friſch im Glauben fort Gut und Ehr, Land und Stadt 1 tanft Wenn ſich die Schlangen genommen, Davon müſſen ſie ver⸗ ſtummen. 12. Seht an, lieben Leute, Den ihr ſchnödes Gift d durch ſolchen König und Held:B Und höret ihn gedämpft. heute, Thut was ihm Jefällt: Denn 7. Inzwiſchen nit mmt das b M — — 7 rc es wird vernommen, Daß er kom⸗ zu, Und grünt geln lieblih di men, Jedermann belohnen, Keines K afte: Der herbe Böſen will verſchonen. 5 — Streit bewegt die Lebens⸗ Laſt 13. Singt, alle Zungen, Sprecht: wirfet mit zur Halleluja!: Lob ſei dir geſungen, Sabbaths⸗Ruh. Und Halleluja! Der du auferſtan: 8. Du, Gott, durhdringſ den biſt, O Jeſ u Chriſt! Preis ſei Erde ganz, Daß ſie die Raubi lungen, Und daß der Draens Kir 2. Nun kann ich nicht mehr ua⸗ ichs troffen, Als ſrig ſein, Weil der Beherrſcher alt Irachten vor die Schmerzen, Das Wort mir nahe Herzen ging, in meinem Mund und Herzen, in In einm dringt als Sieger auch in nit ſ ſ dir reget, Und nur getroſt den N auf ihren Kopf beweget, Sr Sturm M M 48 Frucht der ſuß periietet und nan gat ſ Ini ihren 5 räüte pürd, 1 ſer denaih it d. nen Glauz. 9. Galobt eit, Der mn ben, Dab, dieKra aft des We n in Gla üben ütesebens⸗ d 76, felt. 5 8. F hüln, 5 1 Fleiche 8 ne iber Jeſu Mel. Es it d bil und kem 886. Pe ) m Der Tod dre ſln ungen, de Sunns— verheett. dr, G vei e derunn) e han 3,Dur ch öm itd hahn Uns Weuufc 3 2 das MW alen Shudd In bms vedorbe ſat d des Anzaüut und Hul bmm ernür. J Nr ſt ſtar as Davids Sem dat ſein 5 dom Saangelöſcht en. Blute. 3 3. Heut! tan dem Gr an dit ger ſa hu gedroch ü auf dos heimier, G 4 ant dei uta deg ben an Uns 8 9 SAn eas Ja, al NS — u ne aſent zet Vo nii ecn dr habe 1 aben 19 und J 4 geſtü milget Gott 5 d egt in dt veführt: dvormalsſt wn 4 dr G d dilts ſtrtenae Tod Ha⸗ § Ppend a derihn däg ieds Lrum dbgeſen ins einwahres a zum Heil n, Nan m a oonſt: Zat. eul = M au äji 5 umt, ſeid Fffant u — din dnſet T= ſgeUuiut den To wungen. d erfreuliſ— h lungen L daß der dmg meiſ Nund und hm dringt— JSieger auc Kräfteſf— 3= ränt und üm ſich do aß Satans e uns füß— Iſtt der mt nns, di ne Regung h Joſua,= Fürſt, und t noch? 4.(m Hieg iſt noch geendt Tämpft und ſa ſerm 3= i Die Heldderit er in*☛☚ r Welt ar ruhet ☛☚, bis er di vollen— 5.= ihm mu A liegt, lſt du di Lied ſ.2. Und ſollt n dich N alle Himnl Weil ka der lette Fen wird r reſiegt. 6. r atiſch in Gan⸗ käͤmpf um ſich dess dir e Iind nur g auf il Kar Kopf bewat ihr 1— Gfft durh gedän tef. 8.& et un F 5 Daß ſi M ht i Erde ernt Oſter⸗Lieder. verlieret, Und man gar jüße 9 In dhren Früchien ſpüret, Weil un⸗ ſer Erdreich fühlt des Himmels rei⸗ nen Glanz. Zeit, Der uns die Freude hat gege⸗ ben, Daß, wenn man in ſich ſpuͤrt die Kraft des Todes leben, Man auch im Glauben fühlt des Lebens Tapfer⸗ keit. D. C. F. Richter, g. 1676, ſt. 1711. Gleiche Frende über Jeſu Sieg. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 586 Der Höllen Pforten ſind * zerſtört, Der Tod iſt nun verſchlungen, Des Satans Reich iſt ganz verheert; Lob ſei dir, Gott, ge⸗ ſungen; Der Sünden Macht iſt abge⸗ than, Durch Chriſtum iſt die Himmels⸗ Bahn Uns wieder aufgeſchloſſen. 2. Was uns des alten Adams Schuld Im Paradies verdorben, Das hat des Andern Gut und Huld Uns wiederum erworben: Der ſtarke Held aus Davids Stamm Hat ſeines Va⸗ ters Zornes⸗Flamm Gelöſcht mit ſei⸗ nem Blute. 3. Heut iſt er aus dem Grab her⸗ für Mit großer Macht gebrochen Und ſtecket auf das Heils⸗Panier, Gleichwie er hat verſprochen; Er bringt nach wohlgeführtem Streit Uns wieder Fried und Freudigkeit, Ja, alle Him⸗ mels⸗Schätze. 4. Darum laßt uns in Fröhlich⸗ keit Herz und Gemüth erheben, Weil uns die gnadenreiche Zeit Vom Him⸗ mel iſt gegeben; Wir haben Chriſti Reich und Macht; Er iſt geſtürzt, der Tag und Nacht Vor Gott uns hat verklaget. 5. Der alle Welt verführt in Noth, Liegt in der Kluft der Erden, Der voormals ſtarke Seelen⸗Tod Hat müſſen kraftlos werden; Des Lammes Blut en hat ihn bekriegt, Sein wahres Zeugniß obgeſiegt Und uns zum Heil erhalten. 6. 99 Vir werden auch nach dieſer Zeit, Wie Chriſtus auferſtehen, Und 349 Kraft Himmels⸗Freud eingehen; Denn wo das Haupt geblieben iſt. da müſſen auch, wie Paulus ſchließt, Die an⸗ dern Glieder wohnen. 9. Gelobt ſei Gott ſchon in der M. M. Schirmer, g. 1606, ſt. 1673. Fröhliches Oſter⸗Feſt. Mel. Von Gott will ich nicht. 587 Der Tod hat zwar ver⸗ .2 ſchlungen Den Herrn der Herrlichkeit; Doch iſts ihm nicht gelungen In dieſer Oſter⸗Zeit. Heut ſtellt ſich Chriſtus ein. Die gnaden⸗ reiche Sonne Bringt Leben, Heil und Wonne, Wer wollt nicht fröhlich ſein! 2. Ein Engel kommt von Oben, Der von des Grabes Thür Den ſchweren Stein gehoben, Kein Siegel iſt dafür; Der Juden Schaar, Herr Chriſt, Die dich zum Tode brachten, Und bei dem Grabe wachten, Nun gar verwundet iſt. 3. Man ſinget in den Landen Mit Herzens⸗Fröhlichkeit Daß Chri⸗ ſtus ſei erſtanden, Wie er ſelbſt pro⸗ phezeiht; Sein Werk erfüllet iſt, Freut euch, ihr Menſchen alle, Und ſingt mit großem Schalle: Wir dan⸗ ken dir, Herr Chriſt! 4. Du haſt uns unverdroſſen Durch dein hochtheures Blut Den Himmel aufgeſchloſſen, Erworben großes Gut; Drum halten wir aufs Beſt Mit Jauchzen und mit Freu⸗ den, Nach deinem ſchweren Leiden, Das fröhlich Oſterfeſt. 5. Herr, der du überwunden Den Tod und hölliſch Heer, In letzten Todes⸗Stunden Ein ſanftes End beſcheer, Führ uns ins Himmels⸗ Thron, Weck uns ohn alle Klagen Den Leib am jüngſten Tage, O Jeſu, Gottes⸗Sohn. Georg Werner, g. 1607. ſt. 1671: Ich lebe und ihr ſollt auch leben. Joh. 16, 19. Mel. Gott Lob, es geht nunmehr. mit ihm in die Herrlichkeit Und 588. Dirritdes zes nun: Mein Jeſus, hebet, Will ferner Und ſtellt mir iſt ſelbſt begraben der ſein Haupt er nicht im Kerker ruhn, dieſe Loſung für: Ich leb, und ihr g lebt auch mit mir. 2. Nun liegt der Tod zu meinem Füßen, Der Lebens⸗Fürſte ſtirbt nicht V mehr; Er weiß die Gräber aufzu⸗ ſchließen, Er ſtürzt das blaſſe Sün⸗ den⸗Heer. Das Sieges Lied kiingt herrlich hier: Ich leb, und ihr lebt auch mit mir. 3. Mein Jeſus, Wahrheit, Weg und Leben; Der Leben hat und Leben gibt; Wie ſoll ich den Triumph er⸗ heben, Der Rach an meinen Feinden übt? Sie liegen dort, du rufeſt hier: Ich leb, und ihr lebt auch in mir. 4. Das Haupt belebet ſeine Glie⸗ der, Wer wollte denn geſtorben ſein? Die Lebens⸗Sonne ſcheint uns wie⸗ der Und leuchtet uns ins Grab hin⸗ ein, Da leſen wir die Grabſchrift hier: Ich leb, und ihr lebt auch in mir. 5. O todter Tod! wie kannſt du ſchrecken? Mein Jeſus nimmt das Schrecken hin; Wie er ſich ſelbſten kann erwecken, So werden wir erweckt durch ihn. Wenn Jeſus lebt, ſo leben wir: Ich leb, und ihr lebt auch in mir. Benj. Schmolcke, g. 1672, ſt. 1737. Vorbild und Gewißheit des Sieges Jeſu. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 589 Dises iſt der Tag der A 4 Wonne, Dieſes iſt das Freuden⸗Feſt, Dran der Herr, die Le⸗ bens⸗Sonne, Seine Strahlen ſchießen läßt. Chriſtus iſt durchs Grab gedrun⸗ gen Und hat nun den Tod verſchlungen. 2. Tod, wo iſt dein Stachel blie⸗ ben? Hölle, wo iſt nun dein Sieg? Deine Macht iſt aufgerieben, Nun⸗ mehr endet ſich der Krieg, Gott hat uns den Sieg gegeben. Trotz, wer uns will widerſtreben. dreimal! Oſter⸗Lieder. 4 Wohl, o wohl, ja wohl der Stunden Drei und drei und noch Denn das Lamm hat überwunden. We. nur weg niͦ Angſt und Qual! Nunmehr wohne ohne Scheuen Schafe bei den grinn⸗ en Leuen. 4. Pharao ſammt Roß und Wana Sind ins tiefe Meer geſtürzt 4 Philiſter ſind geſchlagen, Ihre Bozſ iſt verkürzt; Unſer Simſon hat iit Prangen Seine Siegs⸗Fahn außh⸗ hangen. 5. Goliath iſt ganz erleget, Une David iſt der Held, Der ihn heuta Boden ſchläget. Gar kein Feind da mehr ins Feld: Jeſus, der dat erſtanden, Macht all ihre Machtg Schanden. 6. Geh, und laß das Grab ur riegeln, O du blinde Juden⸗Schan Geh, und laß den Stein verſtegetz Stelle Hut und Wache dar. Jän wenn er will aufſtehen, Kann dut 1 bhe Du 8. Sei geehrt, gewünſchtes Licht Am die Hölle ward zerſtöret, Und dertt ward hingericht. Lebens Erben, Weil der Tod hatnit ſen ſterben. Joh. Franck, g. 1618,, Freudiger Oſter⸗Tag. Mel. Nun danket Alle Gott. 590 Erfreute Gnaden⸗i . Und längſt erwünſtt (Stunden! Da Chriſtus alle Nat Des Satans überwunden, Es ſti bes⸗Nacht, Für trübe Finſterni i helles Licht anlacht.. 2. Beglückte Sterbliche, Die de Vlick erfreuet, Da Himmel, Erd u Menſch Sich wiederum erneutt 1 ſchwarzes Thränen⸗Brot Ilößt 7 uns Nectar ein, Die Engel wolht nun Des Grabes Hüter ſein. der Sonnenſchein Aus dunkler Gu fndt In Pum de. Feide gwhe Sch 4. de F en 6 den⸗Ströme den Menſchntttet D deſte Thell BWire Seele Von allem Git l 6. Schreid,Piu diſen T Jahr⸗Buch ninrnnen, nir hier in umgf den Kanz gewimn doch, w einſtens gehusdiſer Mart So laß mig ſtdott Den Nter⸗Tag. diſtorie un ithilder d trtähag Chriſti. 5 lätenen it der hl. E ſch näg freun ug Chrit, her., heut timet. All ſei e gefangen ſit Haletu 2 Die atoimg, auch präd Me idn Ae 35² 3. Und, ſeit daß er erſtanden iſt, M aria zum Volk. dod Konm un a bilh Sa allel zuja!:„So loben wir den Herrn 18. Nun ſinget All zu dieſer zi dn⸗Rolh za. Jeſum Chriſt. Halleluii jal n. Halleluja!: Erſta Inden ti der de H Pulpus, 24 Es gingen drei heilge Frauen, Chriſt. H. alleluja!:; Aeroctutz ilr it Halleluja!: Des Mor⸗ gens fruh im 1. D Ikachlüſt ie. — 19. Gem eine. eß ſolln wir zeſt eſege Thauen. Hal llelui al. fröhlich ſein, Halleluſa!: Umd Fe 5. Sie ſu uchten den Herren Jeſum V ſoll unſer Troſter 7 n 5 M. W. nne Feent Chriſt, Halleluja!:. Der von den Hallelna! A g. ſeen s 1488&. 4 maus Sa Todten erſtanden itt. Halleluja! Elilla D. M. nther, 33 59 birlderr 6. Sie funden da zween ngei 1 at dat geſes vum iſ ſchon, Halle Auja! Die troſtn die Verſicherte Auferſtehung Chri Um 8 ſaixem Frauen lobeſan. Halleluja!:, V ur dir(trit E ngel. Erf ſchrecket ni icht, und Mel. Erſchtenen iſt der heir ſeid all froh, Dallelia. Denn, 59 3. Ebhn nden iit del ha rfet! nd 1 1m kira den ihr ſucht, der iſt nicht da.* C riſt Der aller W 2. Was au mhanfech Halleluja!, ein Heiland iſ S zeigen uts mir ſei it din en b 8. Marig. Ach Engel, lieber En⸗ Engel fein, Gett! Lab Vnni rüſt gel fein, Halleluja! Wo findt ich nen ſein. mi ſich duämmer, doch den, Herre 1 mein? Halleluja!: 2, Als dod dedm de dr 9. Engel. Er iſt erſtanden auns S zrab, Und f Ehr M ütum dem Grab, Halleluja! Heut an dar, Belkün Sünden enümür dem heilgen Oſter Tag. Halls Lluja!„ Stein, Den N diem al nd rln en 3 Sra c den S 10. Maria. Zeig uns den He rren allein. Hallen 38 ija! M 1 d n. Jeſum Chriſt, Hallelui 2„ Der 3, Da that ſich auf des Guutt Puna 113 von dem Tod erſtanden iſt. Halle⸗ Thür, nnd ſtund ein ſchönen aen 8— luja! dafür, Fach: Was konan Redel 8 t Auh 11. E ngel. Se. fiet herzu und allzu euh. r Denche ſuch für— 4 ſeht die Statt, lelujal Da iſt nicht hie. Ha öroßen Sin m kien man ihn hingel bget hat Halle Auia!„· 4. Er iſt erſta 1 4 J aten 4 12. Maria. Der Herr iſt pin, Sieg des Tods 9 34 nan Nelne Er iſt nicht da, Halleluja! Wenn ſucht das Grab, n. Mede d wir ihn hätten, ſo waͤrn wir froh. mehr, Denn die C att Aan gen Halleluja! leer. Halleluf ja 1 13. Engel. Seht an das Tuch, 5. So geht nun hin, und darin er lag, Halleluja! Ge⸗ mir, Ihr werdt den Herret widelt bis an dritten Tag. Hal⸗ ſünet. Solchs ſagt jei Pien leluja!. un Petro, D amit ſie wieden 14. Maria. Wir ſehens wehl 1 froh Halleluja! d zu dieſer Friſt, Halleluja!—, Zeig 6. Deß freu ſich nun ein ſi N uns den Herren Jeſum Chriſt. Chriſt Daß Jeſus anjerſtene ieh Halleluja!, Welcher für uns am Kreuze A„, hel Jftaa a 15. Engel. Geht hin ins Galilä⸗ Und uns ſeines Vaters Hulde v 39 8 ſche Land, Hallelu 4 1*, Da findt ihr V Halle 3 lal 1 9. A Atxens 15 ihn, ſagt er, zur dand. Hall eluja! 7. Der lebt und herrſchet 1ns Mand. 16. Maria. Habt Dank, ähr lie⸗ Gut, Der Tod ihm micht u den, id ben Engel fein, Halle Auia!„ Nun Schaden thut. Er gibt Weiahe Rl und bene 8 n watln mnr Alle fröhlich ſein. Hal⸗ Gerechngtetr Erlöſung und die B ele le le 1 2 geit. H 5 Nachte 17. Engel. Geht hin, ſagt es uni Al Pn Alla zu ihm u d Kleic Sanct Peirp an, Halleluia! Und han, Und ihn mit Glaubes u u ſrüt ſeinen Jüͤngern lobeſan, Halleluja!: an. Ach, Jeſu Ehriſt, des d W, Nach R. Halle ieder. ia zum da Hallelu Erſtanden Zallelun anden ſiſ Chriſt.) bha 4 t n 119. GCrAne. Deßſohe frohlich dalleluja: ſoll un roöſter ſen 1 Hallelu). M. Lutter g Verſicht Auferſtehan M chienen iſt der n 59)9= ennn 2 hriſt, dan ein Heiſt— ſſt, Das fag Engel ſr die den zumn nen ſeiſ allelujal 2. NM e früh kang Grab,=brachten dit dar, ☚ᷣ nnert warn; Stein, Niemand ui allein. celuja! 3, Ih u ſich afm Thür, ſr eſtund ein ſtu dafür, prach: Vut allzufri. Oden ihr jaztſt iſt nich Falkluja 4.(f erſtanden ſi Sieg Stods gewalit ſucht= Grab, ihr mehr,[u die Grab-di lleer. 1uM. uja! 5. Gt. ht nun hin m mir, nerdt den h ſchier. 2 Ds ſagt ſenan und P En danit ſie vie froh. a uja! 6. ſe nu ſih m n Je a (Welche f. uns an Und ut nes Vatersſh Hallelt 1 1 7. I bt mn ns (Gut, C dod in k Gut, 6 u (Gerech Nr, Eldſim 9 ligkeit. it leluja. 8 7 ꝛnget All ang Oſter⸗Lieder. Tod, Komm uns zu Hilf in Ster⸗ bens⸗Noth! Halleluja. M. Vulpius, 1560— 1616. Z Verachtung aller Feinde bei Jeſn Siege. Mel. Jeſu, meine Freude. 59 4. Fruut euch, Gottes Kinder, nſer Ueberwinder, Je⸗ ſus, hat geſiegt! Satan iſt gefangen Und der Kopf der Schlangen In dem Staube liegt! Jeſus Chriſt Hat ihre Liſt Durch ſein göttlich Wort gedäm⸗ pfet Und für mich gekämpfet. 2. Was kann mich anfechten, Weil mir ſteht zur Rechten Ein ſo großer Gott! Laß ſie grimmſg rüſten, Wider mich ſich brüſten Kummer, Noth und Tod! Gold und Welt Gar leicht zer⸗ fällt; Ehr und Reichthum, Luſt der Sünden Sicherlich verſchwinden. 3. Satan, laß dein Stürmen, Mich wird wohl beſchirmen Mein Immanuel; Weg mit deinen Lügen! urch ihn will ich ſiegen Wider dein Gebell. Er wird mir Auch für und für, Trotz ſei allen deinen Tücken, Großen Schutz zuſchicken. 4. Wenn ſchon meine Glieder Sich nun ſenken nieder Zu der lan⸗ gen Nacht: Da wird Gott gebieten, Daß vor allem Wüthen Seiner En⸗ gel Wacht Mir Geleit zur Ewigkeit Und dem rechten Freuden⸗Leben Si⸗ cher möge geben. Guſt. v Mengden, ſt. 1688. Fülle des Troſtes aus Jeſu Auferſtehung. Mel. Erſchienen iſt der herrlich. 5 95. f dih Morgens 4 Mie Heiland Ehriſtus auferſteht: Vertrie⸗ ben, iſt der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Hallel. .2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Noth Verſchloſſen, gleich als wär ich todt, Läßt du mir früh die Gna⸗ den⸗Sonn Aufgehn, nach Trauren 3. Nicht mehr, als nur drei Tage lang Mein Heiland bleibt in Todes⸗ wang, Den dritten Tag durchs Grad Fahnring Kühre iegs⸗Fahne ſchwingt. Ha el. 4. Jetzt iſt der Tag, da mich die Welt Mit Schmach am Kreuz ge⸗ fangen hält; Drauf folgt der Sab⸗ bath in dem Grab, Darin ich Ruh und Frieden hab. Hallel. 5. In Kurzem wach ich röhlich auf, Mein Oſter⸗Tag iſt ſchon im Lauf, Ich wach auf durch des Her⸗ ren⸗Stimm, Veracht den Tod mit ſeinem Grimm. Hallel. ra. Und achte nicht des Todes Grimm. Hallel. 6. Am Kreuz läßt Chriſtus öf⸗ fentlich Vor allem Volke tödten ſich: Da er durchs Todes Kerker bricht, Lüſt lets die Menſchen ſehen nicht. allel. 7. Sein Reich iſt nicht von dieſer Welt, Kein groß Gepräng ihm hier gefällt; Was ſchlecht und niedrig geht herein, Soll ihm das Aller⸗ liebſte ſein. Hallel.. 8. Hier iſt noch nicht ganz kund gemacht; Was er aus ſeinem Grab Pelracht Der große Schatz, die reiche eut, Drauf ſich ein Chriſt ſo herz⸗ lich freut. Hallel. „Uns Chriſten billig hoch erfreut. Halleluja! 9. Der jüngſte Tag wird zeigen an, Was er für Thaten hat gethan, Wie er der Schlangen Kopf zerknickt, Die Höll zerſtört, den Tod erdrückt. Hallel. 10. Da werd ich Chriſti Herrlich⸗ keit Anſchauen ewig voller Freud, Ich werde ſehn, wie alle Feind In Pöllen⸗Pein geſtürzet ſeind. Hallel. 1. Der Herr den Tod zu Boden ſchlägt, Da er ſelbſt todt und ſich nicht regt; Geht aus dem Grab in eigner Kraft, Tod, Teufel, Höll an ihm Richts ſchafft. Hallel. 12. Q Wunder groß, o ſtarker Freud und Wonn. Hallel. Held Wo iſt ein Feind, den er nicht 23 353 Mit Ehren ſein — 2 8— 3 1n— p— ——— 43 3 2—. —————jj ———y — 8— 8 — Oſter⸗ fällt? Kein Angſt t⸗Stein liegt ſo ſchwer auf mir, Er wälzt ihn von des Herzens⸗Thür⸗ Halleluuaadl 13. Kein Kren und Trübſal iſt t ſo tief, mein Heiland thut darin ein Griff, Er fährt mich aus durch ſeine Hand; Wer mich will halten, wird zu Schand. Halleluja! V * a. Kein Kreuz und keine Noth ſich findt, Die Chriſti Sieg nicht überwindi. 14. Und daß der Herr erſtanden 1 bie Das iſt von allem Zweifel frei: Der Engel ſelbſt bezeugt es klar, Das ere Grab machts offenbar. Hallel. 15. Lebt Ehriſtus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herz⸗ 1 lich liebt. Wenn mir gleich— Welt ſtärb ab, Gnug, daß ich Chri⸗ 8 ſtum bei mir hab. Halle Auja! 16. Er nährt, er ſchützt, er tröf ſtet mich: Sterb ich, ſo nimmt er mich zu ſich: W er jetzt lebt, da komm ich hin, Weil ich ſeins Leibes Glied⸗ maß bin. Halleluja! 17. Durch ſeiner Kraft Komm ich zur Engel⸗ ſchaft; Durch ihn verſöhnt, Die Feind abgelehnt. Hallna 18. Mein Herz darf nicht entſetzen ſich, Gott und die Engel lieben mich; Die Freude, die mir iſt bereit, Ver⸗ treibet Fur cht und Traurigkeit. Halleluja! 19. Für Held, Herr 9 Aufer ſtehung Br Üder⸗ ſchaft iſt ganz Troſt, o großer dankt dir alle Welt. dieſen Jeſu, Dort wollen en mir mit größerm Fleiß Erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja! J. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Eben dieß Lied kürzer. Mel. Erſchienen iſt der herrlich. 596. G Hott Lob und„Dank Es ſtnunmehr Die fröhlche Zeit jetzt kannen her, Da unſer Hei⸗ land Jeſus Chriſt Von Todten auf erſtanden iſt. Halleluja! 2. Drum traure nicht, o Seel! Laß zittern Teufel, meine Tod und Lieder. Höll, bin ich mit Gott Dein Herr hat ſie erleget; 6 Deß freu dich ſehr, ſ Gott m Schall. Halleliaa 3. Es iſt noch nicht ganz dur gethan. Was er durch ſeine Sieges Fahn Zum Beſten dir hat mitge⸗ bracht Aus der ſo blutgen Todes⸗ Schlacht. Hallelui 9 4. Ich hab guug, daß mein Hen noch l lebt Und nun in lauter Faer den ſchwebt; Ich weiß, daß er mit 1 herzlich liebt, Er troſt much, wenn ich biſ vetrübt, Halleluja! Es ſei ein Kreuz, ſo grohs wil Hat er ihm doch geſetzt ſa ziel, Kein Angſt Stein Uem f ſhwer auf mir, Er wälzt des Herzen Thür Hallehuäal 6. Sterb ich auch gleich un ins Grab, Mein Sabbath ich darimen we Sn e e nnd hab, Am jüngſten Tag auf, Fübrn mich mit ſich in Hinm nauf. Halleluja! 7. Da hab ich meinen Oſter dn Bin frei und le edig aller Wnn N ich kann ſeine Herrlichkeit Anſchen ewig voller Freud. Halleluja! §8. Mit dieſem Troſt erga mich, So oft, Herr Chriſt, an dich; Ich weiß, du wirſt Inns nem End Mein Seele nehmen i deine Händ, Hallelujal Marr. 16, 1—8. meine Seele⸗ Me el. Freul d dich ſehr, 9 597 en err des Todes! Fü 9097. 1) des Lebens! Schun du deine Süges Fann. Und hat ſie der Tod vergebe ens Wider mich Re vorgethan? Ja, man ſingt deun Alle Feinde Aiegen da, Du haſe tans Reich verbeeret, Seine umgekehret,— 2. Hier ſteh ich bei meinem Sr Bringe meine Spezerei. Wal 3 ſonſten gar nichts habe„ Sen 1f meine Thränen bei, den Thränen ſind. Kei e n Arm gewinnt, Und der bend 1 erſcheinet, Den zuvor ich todt b weinet. jonen Die 1' d in Helden m r. Jral du hi dine Gru 8 d Sudeh war 2 wir* wehl u derze faſſen Tod der uunn ſei. N Sabdaths Nh. du ſch Augen; u d— 1 p 1* erſtanden, Fms zabbat danden 4. Le ri elll t md Mit dir ait aüferſt ſtehr ntt Gejiln wy. Mt Weit au un Dei Süt bern ledt M a Srelh Sonder nmhn Ohe gtein 6 den den melle. 3. Ii N ichen M 1 Gehi d Ae d ün 6. Wi erdtant du[Oſte Deme 8 un. gf up 1 m Tonne, la Schmterz t z, d acha 3 mir, 7 Fr 1Aan Ler o ſch Sde dn gar z den. Senm demuht der de 8 R dene Rabe 5, 1 884 * iel, Ko ngſt⸗Sten 9 bwer atrm,(r viſt s Herz= ür. Hallelha 6. Ste auch gleich u 1s Grabn Sruiahunt ab, Ami ü ſſten Tag dh uf, Füh ch mi ſih ni auf. Hq a 7. Dat ich meinen N zin freift Iledig aller Nu h kann* Herrlichkei N wig vol reud. Haletha 8. M ſſem Aoſt nf nich, SE„Herr Chri in dich)= weiß, du viit⸗ nem Er ein Seele u eine A allelujal ⸗*V. 16, 1 9 Mel. ich ſebr, o meint 4 *—nr des d 597 E des 35 du dein= zes⸗Fahn li der Tod? cebens Pins vorgeth= a, man fu Alle i igen d.n ungekee unge in binin Bringe*☚ Shhn fonſten— nichts hale neine ien bei der weinet. Deine Strahlen auf mein Herz Und ſo leichte werden! Oſter⸗Lieder. 3. Du haſt deine Gruft verlaſſen, mer, Oder nehm ich daraus ab, Da der Sabbath war vorbei, Daß Daß man dich geſtohlen hat? Nein, wir wohl zu Herze faſſen, Was der der engliſche Legat Heißt mich drü⸗ Tod der Frommen ſei: Nämlich eine ber nicht entſetzen, Ich ſoll Jeſum Sabbaths⸗Ruh; Du ſchleußt unſre lebend ſchätzen. Augen zu, Und wenn wir daraus erſtanden, Iſt ein Sabbath noch vor⸗ Leben! Lebſt du, mein Immanuel? handen. Was will ich mir Kummer geben 4. Laß mich heut und alle Tage Ueber meines Grabes Mit dir geiſtlich auferſtehn, Daß ich warſt todt, jetzt lebeſt du. Mein Tod nicht Gefallen trage, Mit der böſen bri ch nun zur Ruh, Weil ich Welt zu gehn, Die in Sünden⸗Grä⸗ ihn in deinem Grabe Längſtens über⸗ bern lebt Und an Eitelkeiten klebt, wunden habe. Sondern mich der Oſtern freue Und 11. Nun iſt aus des Satans Mor⸗ mein Leben ganz erneue. den; Denn du biſt der Höllen Peſt 5. Bei der frühen Morgenröthe Und des Todes Gift geworden. Heut Gehſt du aus der Gruft hervor, erſcheint das Sieges⸗Feſt. Glaube, und die Sonne, dein Prophete, Lieb und Hoffnung ſtellt Hier dein Steigt in vollem Glan empor. Got⸗ Zeichen auf das Feld Und läßt dieſe tes Zorn hat eine Nacht Voller Fin⸗ Loſung hören: Unſerm Könige zu ſterniß gemacht; Da du aber auf⸗ Ehren!.. erſtanden, So iſt Gnad und Licht 12. Halleluja! Gottes Kinder, Freut vorhanden. euch, Jeſus hat geſiegt! Seht, wie 6. Wirfdochauch, du Oſter⸗Sonne, dieſem Ueberwinder Alles jetzt zu Füßen liegt. Kommet her zu ſeiner Gruft, Merkt, was dieſe Stimme 35⁵ erfülle mich mit Wonne, Komm, vergrabe meinen Schmerz, Treib der ruft: Jeſus, unſer Haupt, lebt wie⸗ Sünden Nacht von mir, Daß ich ſei der, Durch ihn leben ſeine Glieder. ein Licht in dir: Wer ſo ſcheinet auf B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. der Erden, Soll dort gar zur Sonne Chriſti Sieg Troſt gegen aules werden. 7. Seh ich drei bemühte Frauen Elend. In eigener Melodie. dier bei heinen Grabe kehn 9 ſo hab i as Vertrauen, Au 4 teümnen utzugehn Dieß dr 598. J) ut diunphire Gonte Zahl ſtellet dir Glaube, Lieb und Tod erſtanden ſchon, Halleluja, Hal⸗ Seffmund für: Dieſe ſo 4 dich richt leluja! Mit großer Pracht und Herr⸗ faſſen Und auch in der Gruft nich lichteit; Deß danken wir ihm in Ewig⸗ aſſen... keit. Halleluja, Halleluja! 8. Nun, wer wälzt mir von der 2. Dem Teufel hat er ſein Ge⸗ Thüre Den ſo ſchweren Stein hin⸗ walt Zerſtört, verheert ihm all Ge⸗ weg; Doch der Kummer, den ich ſtallt, Halleluja!:: Wie pflegt zu führe, Hindert gar nicht meinen Zweck thun ein ſtarker Held, Der ſeine Feind Als ich deine Gruft nur ſah, War gewaltig fällt. Halleluja! kein großer Stein mehr da; Ach, laß 3. O ſüßer Herre Jeſu hef⸗ mir die Laſt der Erden Immer noch Der du der Sünder Heiland biſt⸗ Halleluja!: Führ uns durch dein 9. Aber noch ein neuer Kum⸗ Barmherzig eit Mit Freuden in dein Wer Hier iſt nur ein leeres Grab. I Herrlichkeit! Halleluja!.,: ſt mein Auge voller Schlum⸗ 4. Hier iſt doch Nichts, denn Angſt 23* ——————————— —— ——————— ———— ¼ — 356 und Noth: Wer gläubet und hält dein Gebot. Halleluja! De Satan 5 Denn hier iſt des Weihes Same, iſt er ein Hohn und Spott, Muß Oſter⸗Lieder. 4. Sage, was dein Schanher f leiden oft ſelbſt ſchnöden Tod. Hal⸗ leluja! 4 den du in Tod gebracht, Brachte dich ſchaden um deine Macht, Und da wir in 5. Nun kann uns kein Feind mehr; Ob er gleich murrt, iſt ohn Gefahr, Halleluja!;, Er liegt beſiegt, Jüßen hegen der arge Feind, Dagegn wir Gottes Kinder ſeind. Halleluja!:. jh 6. Dafür danken wir Alle gleich gehn. Und ſehnen uns ins Himmelreich. Halleluja!„ Es iſt am End, Gott ben iſt nun mein Gewinn; Afſ helf uns Alln, ſo ſingen wir mit großem Schalln. Hallaha., 7. Gott, dem Va Thron Sammt Chriſto, ſeinem liebſten Sohn, Halleluja! Dem heilgen fahr ich freudig hin, Da der ADoſt ſvor Augen ſchwebet: Jeſus, mein ater, im höchſten Erlöſer, lebet. 6. Jeſus, mein Erlöſer, lebett Welches ich gewißlich weiß; Gebet. Geiſt in gleicher Weis Sei Lob und ihr Erlöſten, gebet Seinem Namen Ehr mit hohem Preis! Halleluja!:,: Dank und Preis; Singet, ſingt daß Baſilius Föriſch, ſt. 1619. Sieg über Sünde, Hölle, Teufel und Tod. Mel. Werde munter, mein. 599 Jauchatt Gott in allen * Landen, Jauchze, du erlöſte Schaar! Denn der Herr iſt auferſtanden, Der für uns getödtet war. Jeſus hat durch ſeine Macht leluja! Rufet, ruft Victoria! Singt und ruft in allen Landen: Heut it Chriſtus auferſtanden! Erdm. Neumeiſter, g. 1671. ſt. 1. Oſter⸗Betrachtung bei Jeſu Grabt Mel. Herzlich thut mich verlangen, 600 34 geh zu deinem Gruak U. ₰ Du großer Oſter ⸗Funſ Weil ich die Hoffnung habe, Daßi mir zeigen wirſt, Wie man kann fröhlich ſterben Und fröhlich aff⸗ Das Erlöſungs⸗Werkvollbracht, Wel⸗ ches er auf ſich genommen, Da er in das Fleiſch gekommen. 2. Sünde, was kannſt du mir ſtehn, Auch mit den Himmels⸗Erben Ins Land des Lebens gehn. 2. Du liegeſt in der Erde Um) ſchaden? Nun erweckſt du keine Noth: Alle Schuld, die mich beladen, Iſt bezahlt durch Chriſti Tod; Das Geſetz hat er erfüllt, Alſo Fluch ſein Wiederleben Die Gerechtigkeit zugehört. gegeben. 3. Hölle, ſchweig von deinen Ban⸗ ich auch meine Ruh An dieſem Die den! Strick und Ketten ſind ent⸗ hauuf 5 6 haſt ſie eingeweiht, Wenn ich begtu⸗ en werde, Daß ſich mein Herz nicht cheut, Auch in den Staub zu legen 1 as Aſch und Staub vermeht, und Zorn geſtillt Und mir durch Weil dir doch allerwegen Die Erde 3. Du ſchläfeſt in dem Grabe, 4 habe; Du drückft die Augen äu wei. Da mein Jeſus auferſtanden, ſoll mir gar nicht grauen, Wen erde in ich vom Gefängniß frei, Und mein Geſicht vergeht; Ich w Säit ir zur Sel wie ſeine Höllenfahrt Im Triumph wohl ſchauen, Der mir volizoden ward, So iſt ſeinen Reichs⸗ ſteht. en Nun der Himmel aufge⸗ 4. Dein Grab war wohl verſiegel Genof ſchloſſen. Doch brichſt du es entzwei, nich der M verieget nhas n. du vitf ſton rütm de ach bet un id Der nich vun dod er 5. Du fähri in de zeigeſt nt d Vahn, endlch Ahe, Mi knn. Om it ſche Po lauteGen mn dic ten laute Kw meines„od Wh Jc dir ergebn a neiner l Ich will mi gete mach ner lieben Guſt. Da we erwachen Jem dine S 1l. A riſt dn Oelb Wo mat mn Himnel vwill ich n ſeigen, eingetehr N Sälens Häuſer: A ſeits Lict näͤgt mat Sigesheiſe. ih ur ſmu dei' stnolk, 3. 1 AudlNoſt 55 Me. dganug, ſorr 4 tie guug degnügerm nnn Nets un ehde 1 Weibe dn r dit dei op kant I 5 in 1 wacht, Wue ſi ſes. an ri 1 4 1 1 äßen liege 8 m 5. T gleich a g hn: Die fefu ſind 1 auferſtehn. in Geunr. ar ich frs hin, d R erden mi n iſt mu loſer, le I 6. Jeſu jeiches ig= ülih deß rErlöſteſ det Seinen i ank und— Singen,ii r 8. s uja! Ru— uft Victor d ruft 1,— n Landen. hriſtus d=anden 1 Er mmeizer,S. löl ſter⸗Bet nun bei Jeu Mel. 4†— thut mich vuan — (— ceh zu deinne 600* großer ſe geil ih ffnung habe¹ ir zeigg rſt. Wi mf öhlich g= Und frählin ehn, A t den Hinnei ns Lan= Abens get 2. Duſ— tt in der aſt ſie r eiht, Vemi en werd E ſich menſ heut, ax den Stalb Sas A ad Stu Zeil dir= allerwegen N 5 d ett in den lu eht. 1 d A mb nawi doch bif cdu e H 81 mſt un nh in Gliſn! willl ich dennoch frei. Du ſchon rücken, Der bedeckt: Der mich vom Tod endlich kann. Dort ten lauter Kronen auf mich. meines Todes Tod! dir ergeben In meiner letzten Noth. Ich will mein Bette machen ner lieben Gruft: Da erwachen, Wenn Häuſer: ich nur ſchon da! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Aus 1. B. Mofe Mel. Es iſt genug, 601 30) habe gnug! Mein Je⸗ .Pſus lebet noch, Der mich vergnügen kann; Er hat den Zorn Des Vaters ausgeſöhnt Und für mich gnug gethan. Kann er verderben, So werd i Ich hab ewig ſterben. 2. Ich habe gnug! iſt mein Haupt, Angſt⸗Geſchrei, verſchi gerichtet Und meinen vernichtet. Ich habe iſt Fürſt; Der hat der Menſchen Heil Und dürſt. Wo ſich In deiner Hand 6. O meines Lebens Leben, O deine Stimme ruft. 7. Du wirſt den Oelber Wo man gen Himmel fährt: Da fröhlich ſteigen, Bis daß ich eingekehrt In Salems Friedens⸗ Da heißts Victoria! trägt man Sieges⸗Reiſer; Ach, wär ch bin ſein theures Glied. Das neigte ſich Mit großem Als er am Kreuz ied: Nun hat ers wieder auf⸗ gung. 3. Ich habe gnug! Mein Jeſu⸗ mein Herr Und theurer Le ein Her Das nach ohlergehen h der Herr hat hin⸗ begeben, Da ſoll der Diener falls leben. Ich habe Oſter⸗Lieder. mich der Tod verriegelt, ſo bin ich wirſt den Stein auch mein Grab Da werd ich den erblicken, erweckt. 5. Du fähreſt in die zeigeſt mir die Bahn, gehe, Da ich dich finden iſt es ſicher Wo lauter Glanz um dich; Höhe Und ohin ich wohnen, Da war⸗ Ich will mich n dei⸗ werd ich ſchon zeigen, Da 55, 28. ſo nimm. im Tode nicht ch auch nicht e gnug!:, Mein Jeſus Tod zugleich ) ens⸗ gleich⸗ 357 4. Ich habe gnug! Mein Jeſus iſt mein Glanz Und heller Gnaden⸗ ſchein: Dieß Freuden⸗Licht Läßt Kei⸗ nen ohne Troſt Und unvergnüget ſein; Denn von derſelben Oſter⸗ Sonne Kommt Leben, Seligkeit und Wonne. Ich habe gnug!: 5. Ich habe gnug! Nur zeuch mich, Herr, nach dir, Damit ich auf⸗ erſteh, Weil du aufſtehſt, Und endlich wohl vergnügt Zu deiner Freud ein⸗ eh. Zeuch mich aus dieſer Leibes⸗ öhle, So rufet die erfreute Seele: Ich habe gnug!: M Moller, g. 1547, ſt. 1606. Hiob 19, 25— 27. Mel. Wenn mein Stuündlein vorh. 602 Jch weiß, daß mein Erlö⸗ * ſer lebt, Das ſoll mir Niemand nehmen, Er lebt und was ihm widerſtrebt, Das muß ſich endlich ſchämen. Er lebt fürwahr, der ſtarke Held, Sein Arm, der alle Feinde fällt, Hat auch den Tod bezwungen. 2. Deß bin ich herzlich hocherfreut Und habe gar kein Scheuen Vor dem, der alles Fleiſch zerſtreut, Gleichwie der Wind die Spreuen. Nimmt er gleich mich und mein Gebein Und ſcharrt uns in die Gruft hinein, Was kann er damit ſchaden! 3. Mein Heiland lebt, ob ich nun werd Ins Todes Staub mich ſtrecken, So wird er mich doch aus der Erd Hernachmals auferwecken, Er wird mich reißen aus dem Grab Und aus dem Lager, da ich hab Ein Kleines ausgeſchlafen. 4. Da werd ich eben dieſe Haut Und eben dieſe Glieder, Die Jeder jetzo an mir ſchaut, Und was ſich hin und wieder Von Adern und Ge⸗ lenken findt Und meinen Leib zu⸗ jaunnen bindt, Ganz richtig wieder aben. 5. Zwar Alles, was der Menſch hier trägt, Das Fleiſch und ſeine Knochen, gnug!:,: Wird, wenn er ſich hin ſterben legt, ermalmet und ze a⸗? De Motten, und was mehr Gehö⸗ ich glauben ſoll. ret zu der Würmer Heer, Doch ſolls nicht ſtets ſ In ſeinem vorgen derlag, wird Gott erhöhn, Was um⸗ kam, wird geneſen; Was durch die Fäulniß war verheert Und die Ver⸗ weſung ausgezehrt, Wird Alles wie⸗ derkommen. Und faß ein feſt Vertrauen, Ich ganz werde den, der ewig bleibt, In mei⸗ 8 4 † ☛ 4 nem Fleiſche ſchauen; Ja, in dem Fleiſche, das hier ſtirbt Und die Ver⸗ weſung faſ Gott ſehen. V Ihn ſehn und mich erquicken; Mein Auge wird ſein Angef zer Lu ſehn, mir zur Freud Und dienen ohne Zeit, Ich ſelber und verleih, daß dieſer Tag Ewig nit kein Fremder. will Mein Herze blöde machen! Wärs noch ſo mächtig, groß und viel, Kann ich doch fröhlich lachen. Man treib Und verkläre mich, dein Kind, und ſpanne noch ſo hoch Sarg, Grab ich in des Vaters Reich Werde de und Tod, ſo bleibet doch Gott, mein— Erlöſer, leben. Oſter⸗Lieder. rbrochen Von Ma⸗„Alles recht und wohl Glaube, was 3. Thomas mag in Zweifel ſtehen o bleiben. Und Kleophas traurig ſein: Mir laß 6. Es ſoll doch Alles wieder ſtehn alle Furcht vergehen, Reiß auch allen Weſen; Was nie⸗ Zweifel ein Und in einer jeden Noth Bleibe du mein Herr und Gott. 4. Tod und Teufel ſind bezwun⸗ gen: Theile nun den Sieg mit min Und wie du biſt durchgedrungen Alſo nimm mich auch zu dir, Daß ich aus des Satans Macht Werde z zu Gott gebracht. 7. Das hab ich je und je gegläubt 5. In mir ſelbſt bin ich erſtorben. Wecke mich, mein Heiland, auf, Umd der Geiſt, den du erworben, Fühn⸗ ſt verdirbt, Darin werd ich täglich meinen Lauf, Daß ich aff der guten Bahn Fang ein neus 8. Ich ſelber werd in ſeinem Licht Leben an. 6. Künftig wird die Zeit erſchen ſicht Mit gro⸗ nen, Da wir ſelber auferſtehn Um — 5 Luſt erblicken; Ich werd ihn mir zu dir mit Fleiſch und Beinen We werd ihm den aus dem Grabe gehn. N erfreuen mag! 7. Bringe denn die armen Ge der, Die jetzt krank und elend ſin Aus dem Schooß der Erde wiede △ 4 DAh Noi⸗ Nei⸗ 9. Trotz ſei nun Allem, was mir nem Leibe gleich. 1 8. Zeige mir da Händ und züßt Welche Thomas hat geſehn, Daßit ſie mit Demuth küſſe, Wei 8 hien „ nicht iſt geſchehn, Und hernach, dan Bitte, um die Kraft der Aufer⸗ Sünden frei, Ewig dein Gefährteſt⸗ ſtehung Chriſti zu genießen. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1l5 V Phil. 3. 0. V Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Vergnügen über Jeſu Sieg. Mel. Gott des Himmels und der. Mel. Jeſu, meine Frende Mel. Jeſu, freude. 8 34.. 603 Jeſu⸗ der du Thor und 60 4 eſu, mein Vergnügen, 72. Riegel Der Verdamm⸗*. ₰ Ei, wie kannſt du ſiege niß aufgemacht, Und im Grabe Ueber Höll und Tod! Deiner Feinde Stein und Siegel Haſt ſo viel als Wüthen, Die mit dir geſtritten Nichts geacht. Mache doch mein Brachten dich in Noth; Doch du a Herze frei, Daß es nicht verſchloſſen ſei Die Centner⸗ Laſt Und die Strick 2. Hebe weg die ſchweren Steine, die dich bunden, Glücklich über⸗ Die kein Menſch nicht heben kann, wunden. Daß mir Nichts unmöglich ſchene. 2. Weicht, ihr ſtolzen Jeinde Was du haſt für uns gethan, Bis ich Jeſu, meinem Freunde, Der enh en lann Sch des 6 1 Und d ſe Rieg liegt. Sol ſhäßen Ud m Herz 3 Da, nir Gbarne daß ich Amrnih vergn Denn du hi di Leben tingegeben Dapht e ſoll ic,, men pu dich dienſt un Puda preſſe Dank erweiſe 4. Du kitat dem 6 ih an di he bnen Fr Trotz den häln⸗Heere nich beghe, Del mich dürſt! Di lett mein) lin, Wemih inſt in G Daß ich ſtr ſehe 5. Satahläderwinder deine Kide Dr hefp Wenn wiigns ſerden, uns als ütn an der en. Koma ut Hinat 3o ſind wa alen Rö Feind kan m ödten. Aädyih, 3. Jeſt Gt üher, Naih. N,R djinb. 8 IA ier Nelodie 605. Fsdgritus d der der „3. Tod, Si Taig und 1 Lu ann errett Pl d ini dein dl den I t —d.„Oſter. ſaden,d 606 mean urchte hen, Reß n eifel eit— in einer ſan eide duß Herr 1. Tod rm Taufel ſin 1: Theiln den Eim den Sieg m d wie a biſt dunen o mmufr rh auch an aus etns Mutt 3z zu Gt zebracl. 6. In= albſt bin ic aie ecke migr— in Heilen 11 „Geiſt, edu erwahn, lich mm Lauf, Daj guten Am Fang är den an. 6. Kün ge vird die zä a, Da r ielber auferſtg dir mit ſch und Beina n aus m Grabe gein rleih, d eſer Tag Gr reuen uUr 7. Brit enn die amn r, Die ⸗ rank und ein us dem ⁵— oß der Edeß nd verklt Zich, dein ſi in des ☚ lers Reich Wa m Leibe h.. 8. Zeig u da Händ m elche Thuer hat geſehn d mit Di küſſe, Pal cht iſt gn, Und hem ünden f wig dein Gei 6er eumann, z.lehi Vergu* über Jein à u, meine Frelde M„ 1, mein Ba i wie konnt 604. Daurr eber Hö Tnl 3 Züthen, ☛☚ mit dan rachten Aut. A die Cent raß 1 ee dich emn, hunden]. 4 2 e e ir utt ſeſu, 1 — —— ſ 1. 75 9 legen kann. Seht, des Grabes Sie⸗ gel Und der Höllen Riegel Iſt nun weggethan. Jeſus ſiegt, Ihr aber liegt. Sollt ich mich nicht glücklich ſchätzen Und mein Herz ergötzen? 3. Du, o mein Erbarmer, Macheſt, daß ich Armer mich vergnügen kann; Denn du haſt dein Leben Für mich hingegeben, Das zeigt Liebe an! Wie ſoll ich, mein Jeſu dich Nach Ver⸗ dienſt und Würden preiſen Und dir Dank erweiſen? .4. Du ſteigſt aus dem Grabe, Daß ich an dir habe Einen Friede⸗Fürſt. b Trotz dem Höllen⸗Heere, Daß es mich begehre, Weil mich nach dir dürſt! Du bleibſt mein, Mein Jeſu⸗ lein, Wenn ich einſt im Grabe liege, Daß ich mit dir ſiege. 5. Satans⸗Ueberwinder! Laß uns, deine Kinder, Dir befohlen ſein; Wenn wir einſtens ſterben, So nimm uns als Erben In den Himmel ein. Kommen wir Hinauf zu dir, So ſind wir aus allen Nöthen, Kein Feind kann uns tödten. M. J. Opitz, g. 1597, ſt. 1639. Jeſn Gewalt über Alles. Math. 28, 18. Offenb. Joh. 1, 18. In eigener Melodie. eſus Chriſtus, unſer Hei⸗ 605. Jlius Der den Tod über⸗ wand, Iſt aufgeſtanden, Die Sünd hat er gefangen. Kyrie, eleiſon! er ohn Sünde ward geborn, Trug für uns Gottes Zorn, Hat uns V verſoͤhnet, Daß uns Gott ſein Huld gönnet. Kyrie eleiſon. V 3. Tod, Sünd, Teufel, Leben und Gnad, Alls in Händen er hat. kann erretten, Alle, die zu ihm treten. Kyrie eleiſon! V D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1046. Oſter⸗Frende. Mel. Chriſtus iſt erſtanden, hat. 9 2 eſus iſt erſtanden, Freu V 606. Ihſes Oſter⸗Herz! Freu⸗ den ſind vorhanden, Weg iſt aller Oſter⸗Lieder. 359 Schmerz; Nach dem Marter⸗Leiden Kommen Freuden; Was dich kann be⸗ trüben, Iſt im Todten⸗Grabe blieben. 2. Deine Oſter⸗Wonne, Großer Oſter⸗Held, Dringet als die Sonne Durch die trübe Welt In die Trauer⸗ Herzen, Die mit Schmerzen Dich ge⸗ ſtorben ſagen Und als ganz verloren klagen. 3. Ich war faſt geſtorben, Da mein Jeſus ſtarb: Dadurch, was verdor⸗ en, Dein Verdienſt erwarb. Nun mein Jeſus lebet, Sich erhebet, Le⸗ en, Herz und Sinnen Können Nichts, als Luſt beginnen. 4. Ich kann hier im Leben Solche Oſter⸗Luſt Nicht recht von mir geben. Meine Seele koſt, Was in kein Herz kommen, Da die Frommen Sich in Oſter⸗Freuden Als die Auserwählten weiden. 5. Doch ich, weil ich lebe Und du aus Güte Armen Sündern ruft, Die mit Petro weinen. Dein Erſcheinen Wen⸗ det alles Klagen, Daß kein Sünder darf verzagen. Halleluja! nur Athem hab, Freudig mich erhebe Zu dem Oſter⸗Grab, Da iſt wahre Freude, Seelen⸗Weide Aus dem Oſter⸗ Garten Ewig ſelig zu erwarten. 6. Wenn ich um die Sünden Höchſt betrübet bin, Kann ich dein Grab finden, Alle Angſt iſt hin: Da ſind ſie verriegelt Und verſiegelt Und der Stein vom Herzen, Womit ſonſt iſt nicht zu ſcherzen. 7. Ja, in deinem Grabe, Jeſu höchſtes Gut, Meine Luſt ich habe, Da iſt Wohlgemuth; Denn weil du erſtanden, Iſt vorhanden Hoffnung zu dem Leben, Das uns wird Ver⸗ kamung geben. 8. elch ein treu Gemüthe Bringſt der Gruft! Deine Huld und 9. Für dein Auferſtehen Laß mich dankbar ſein, Jeſu, ſelig gehen Zu der Wonne ein, den, Ungeſchieden, Wir dir werden ſingen, Ewig Halleluja bringen. Wo in Oſter⸗Frie⸗ 10. Singet alle Zungen, Sprecht: Lob ſei dir geſungen Und —* 8— ——— — Oſter⸗Lieder. Der du auferſtanden biſt, Jeſus trägt euch, ſeine Glieder deinem Na⸗ Gebt nicht Statt der Traurigtet. Amen! Sterbt ihr, Chriſtus ruft Euch wieder, Wenn die letzt Poſaun erklingt, Die auch durch die Gräber dringt. 9. Lacht der finſtern Erden⸗Kluft Lacht des Todes und der Höllen. Denn ihr ſollt euch durch die Lut Eurem Heiland zugeſellen. Dam Halleluja! D. aufen O Jeſu Chriſt, Preis ſei d men Nun und in Ewigkeit! Abrah. Kleſel, g. 1635, ſt. 1702 Ich weiß, daß mein Erlöſer lebt. Hiob 19, 25. In bekannter Melodie. gen unter eurem Fuß. wird Schwachheit und Verdruß Li⸗ 607 Jeibs⸗ meine Zuverſicht . ₰ Und mein Heiland iſt im Leben: Dieſes weiß ich; ſollt ich nicht Darum mich zufrieden geben, Was die lange Todes⸗Nacht Mir auch für Gedanken macht? 2. Jeſus, er, mein Heiland, lebt: zu ſein. Ich werd auch das Leben ſchauen, Sein, wo mein Erlöſer ſchwebt; Wa⸗ rum ſollte mir denn grauen? Läſſet auch ein Haupt ſein Glied, Welches es nicht nach ſich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung 10. Nur daß ihr den Geiſt er⸗ hebt Von den Lüſten dieſer Erden Um euch dem ſchon jetzt ergebt, Dem ihn beigefügt wollt werden. Schick di V g. 1627, ſt. 1667. Jeſu Krieg und Sieg. In eigener Melodie. den; Meine ſtarke Glaubens⸗Hand Wird in ihn gelegt befunden, Daß war ergeben, Der hat herrlich it mich auch kein Todes⸗Bann Ewig mit Macht Sieg und Leben wiet von ihm trennen kan. bracht; Er iſt aus des Todes Ba⸗ 4. Ich bin Fleiſch und muß da⸗ den Als ein Sieges⸗Fürſt erſtande her Auch einmal zu Aſche werden: Halleluja, Halleluja! Das geſteh ich; doch wird er Mich 2. Er hat ritterlich gerungen erwecken aus der Erden, Daß ich in Höll und Teufel wohl bezwungen, der Herrlichkeit Um ihn ſein mög allezeit. Kein Feind kann uns ſchaden mehh. 5. Dann wird eben dieſe Haut Ob er tobet noch ſo ſehr. Dauu Mich umgeben, wie ich gläube; Gott Zion, fröhlich ſinge Und mit volle wird werden angeſchaut Dann von V Stimm erklinge: Halleluja! 3 mir in dieſem Leibe, Und in dieſem 3. Gehe deinem Held entgegen, Ne Fleiſch werd ich Jeſum ſehen ewiglich. dir bringet Heil und Segen. Mathe 6. Dieſer meiner Augen Licht Thor und Thüren weit, Denn der Hen Wird ihn, Nunmehrit 8 X * 5 ◻ 5 88 Band Zu genau mit ihm verbun⸗ 608 Jus. unſer Troſt ut 4 Leben, Der dem A meinen Heiland, kennen; kommt aus dem Streit: Ich, ich ſelbſt, kein Fremder nicht, die Schlacht erhalten, Auf, ihr Jun Werd in ſeiner Liebe brennen; Nur gen und ihr Alten! Halleluja die Schwachheit um und an Wird von mir ſein abgethan. den, Weiland aus der Sünder⸗Dren 7. Was hier kranket, ſeufzt und weil das ſtrenge Sünden⸗Recht Aus⸗ fleht, Wird dort friſch und herrlich getilget und geſchwächt: Weil d gehen; Irdiſch werd ich ausgeſät, Schuld⸗Brief der Gewiſſen Ganz ier Himmliſch werd ich auferſtehen; Hier ſtücket und zerriſſen. Hallelujal?: geh ich natürlich ein, Nachmals werd 5. Tod und Hölle müſſen ich geiſtlich ſein. Wiedergeben ihre Beute; Was da 8. Seid getroſt und hocherfreut: Höllen⸗Reich entführet, Folgt 1 — — — — — Herze da hinein, Wo ihr ewig winſc L. H. Churfürſtin v. Brandenbuig 4. Wir ſind Gottes Kinder wer Jeſu, jubilie Alos 4 derreit Sinſ und ſpringe 1 21 gerrofen. zaleln 37 Lrit uswiswhl dieie Wehlhatuitoerach ther Seelen⸗Wruuigan, hiff du Gotsenn, Daß gen nach dr ieyn, Cwig Engeln ſinen. hileujn, 7. G. Honbutg,9. 160 4 5 5 Edler Oferetgen mit, ttktnet. Mel. Dann mein Süündle 9 un vidder 1 „e Kmtern Gr. p ——— =B —— — — = — — 5 &☛ — — — — — — 41, — — — — — — Dat als — — — — . —= vS= —, e — — — —. hun tinn Gottts 1 Auf ſoitim mit aund Am d aner Jren ſc kd hohlgepl NMr Mge 8 ai halhs dar ſiſt üt ſch nehr dut d ai den gen jeder. ſen unte- em Fuf 10. enaß ihr dag ebt Von m üͤſten dieſer on uch dem EA jett ergid, eigefügt)* werden. 8n. derze daf*n, Wo ihrexge u ſein. — ihurfürſtin Bune §. 1627,ſ.li It rieg und di — agener Meledie 608 eſus, unſern — Leben, Der var erger⸗☛ Der hat he nit Mat ieg und Lhan dracht; aaus des èih den Als— Sieges⸗Fürtt i Hallelujtt e llelujal 2. G t uittalih Höͤll une fel wohl be Kein Fo=wmn uns ſin Ob er 1=woch ſo ſelt Zion, ft ſinge Und 1 Stimm= ge: Halläin 3. Ge☚η☛άσ jm Held antes dir brin eil und 3u Thor un—= tren wei, dan kommt[=—m Stett 4 die SchMrhalten, 1 gen un Alce bu 8 4. W ld ette n den, Wm aus dneh weil dat ahe auitt Kiaetle. t. E d— der Geviſne ſtücet= rihai ii 5. 0l Bau Wieder= ihre m Hollen*h ent Oſter⸗Lieder. Jeſu, jubiliret; Alles, Alles, was befreiet, Singt und ſchreiet; Halleluja!: 6. Nunmehr liegt der Tod gebun⸗ den, Von dem Leben überwunden, f Wir ſind ſeiner Tyrannei, Seines Stachels los und frei: Nunmehr ſteht den! der Himmel offen, Wahrer Friede iſt Mann getroffen. Halleluja!;,: 7. Laßt uns dieſes wohl betrachten, Dieſe Wohlthat nicht verachten. Wer⸗ ther Seelen⸗Bräutigam, Fi ach, wir mö⸗ den nach dir ringen, Ewig mit den ngeln ſingen: Halleluja, Halleluja! hilf, du Gottes⸗Lamm, Da E. C. Homburg, g. 1605, ſt. 1681. SEhler Oſter⸗Segen mit Danken erkennet. Mel. Wenn mein Stündlein. ſpringet, ruft und 361 zu dem Tode mächtig ſprach: Wo iſt nunmehr dein Stachel? (Hier iſt doch Nichts, denn etc.) 5. Denn Chriſti Sieg iſt gut da⸗ ür Und öffnet Riegel, Schloß und⸗ Thür, Trotz Teufel, Welt und Sün⸗ Mit dieſem großen Sieges⸗ ſt Alles kurz und gut ge⸗ than: Wo bleibt dein Sieg, o Hölle! (Nun kann uns hein Feind etc.) 6. Zum Siegel ſolcher Seligkeit Gibt uns der Herr zu eſſen Die Speiſe der Unſterblichkeit, Die Nie⸗ mand ſoll vergeſſen; Der Lebens⸗ Saft uns heilſam tränkt, Den das erwürgte Lamm uns ſchenkt: O edler Oſter⸗Segen! (Dafür danken wir Alle etc.) 7. Gott, unſerm Gott, ſei Lob und Dank, Der uns den Sieg gege⸗ ben, Der das, was hin ins Sterben 609 Raum wieder aus der ſank, Hat wiederbracht zum Leben; 4 finſtern Gruft, Fottergebnen Sinnen, Schöpft neuen uth und friſche Luft, Blickt hin nach Zions Zinnen; Denn Jeſus, der im Grabe lag, Hat als ein Held am dritten Tag Des Todes Reich beſieget. (Heut triumphiret Gottes ttr.) 2. Auf, danket ihm mit Herz und Mund Am Tage ſeiner Freuden; Er hat den ewgen Gnaden⸗Bund Ge⸗ gründet durch ſein Leiden; Er hat dem Tod entwandt die Macht, Das Leben aber wiederbracht Und unver⸗ gänglich Weſen. (Dem Teufel hat er ſein etc.) 3. Nun tritt, was Chriſto ähnlich iſt, In Glaubens»Kraft zuſammen, Zeil Chriſtus auferſtanden iſt. Wer will ſein Volk verdammen? Hier iſt der Mann, der überwand Und nach zerriſſnem Todes⸗Band Gottes ſitzet. (O ſüßer Herre Jeſus etc.) 4. Du wohlgeplagtes Chriſten⸗ Heer, Vergiß, was drückt und naget! Geſetzt, es häuft ſich mehr und mehr, Nur friſch auf den gewaget, Der Ihr Zur Rechten D Der Sieg iſt unſer, Jeſus lebt, Der uns zur Herrlichkeit erhebt: Gott ſei dafür gelobet! (Gott der Vater im höchſt.) D. V. E. Löſcher, g. 1673, ſt. 1749. Erfüllte Weiſſagungen von Chriſti Auferſtehen. Mel. Sollt ich meinen Gott nicht. aſſet uns den Herren 610. 1 preiſen, O ihr Chriſten überall! Kommet, laßt uns Dank er⸗ weiſen unſerm Gott mit ſüßem Schall! Er iſt frei von Todes⸗Banden, Sim⸗ ſon, der vom Himmel kam, Und der Löw aus Juda Stamm, Chri⸗ ſtus Jeſus, iſt erſtanden! Nun iſt aus der lange Streit: Freue dich, o Chriſtenheit! 2. Chriſtus ſelbſt hat überwunden es ergrimmten Todes Macht. Der in Tüchern lag gebunden, Hat die Schlang jetzt umgebracht; Satans Reich 6 ganz verheeret, Chriſtus hat es nach der Ruh Ausgetilget und dazu Belial ſein Schloß zerſtöret, durch des Grabes Riegel brach Und Daß wir haben frei Geleit: Freue dich, o Chriſtenheit! 1 pach dem Krieg: Leib und 8.u ale Led⸗ u dich, 3 riſendnt 3. Wareſt du nicht u Sündemn auch ins Grab g du bleibeſt unverdorben: D dis Erd erregt, i die Macht Aus gebracht Und des nommen, Schenkſt uns nun ligkeite Freue i b Chriſtenhe 3deben id dürſs, Ur dunahat Gruft Todes Raub g ge⸗ T Den d du, großer aeins dur den Aruüf haſt wiede aus die Bei ut. 3 der da Sumſon h hat Als 6 iſt dein nagt⸗ D daß aem na fid Putan Bölee gar Nichts Seine Pfeile wurden banene wir ſets mit deſde ue 2 Nen hus lhem renn Hecj, 35 a aun Dof 4 Boſen t, 51 punm und ihrn ſot zälllna 3 det tdoh wein F fus Fih, der en dr nir tb Halli 1l rkam de dagegie 4 1 dr imnner froh. Fabeuja! „ JS ſeh ut utt n eal Inidan nih venn i dell. wolt. Hallitmt⸗ Dele en 4 Vr an den it lun Ter iſt l, △△ à iſt kein Gift gewef ſen, armen Sündern ſch ue. wir mit dir auferſtehn. Sünde logen feſt, Und vir I in unſem Her zen, Net her unde Wiederunt di uch † G8t. der heile 8 unfre Wenn wir nirgend uns Kach deien Tagen Lhued wie⸗ A Drum muß ich nun Samirn Eauanes M ei nen Leib wird Aber leichwohl ei we uns in de E⸗ nt Gräb dn mi rd utdeden us nd daß iſt aus eee den iſt g u18 nit El hren angethan: ven wiſſen Und die an den kamm. Chriſtus iſt der Eck⸗ das iſt von dir jeßte dor Augen düm bef ſeleben 1 d Düe dich leden wie langen ſolchen Schein, en auf der Erde mein Lei b Hen 8 Crrt Soll dem deinen äbmii Voller Pracht und Herrüitie Irene dich, o Cyri ienheß Freue d dich. o Ehriſtenbeitt ſchon vom Bach am Wege! Angenommen: einen Trank Und Wlitten tanſend S S dir dach Shlen d D „wir werd een awig meen eſu, nach dem Streit: 0 Chriſtenheit! Herr, dieß ſind recht edle dein Auferſtehung Sit vir the n vor Gerichte, Sieg. rſ und Friede den anän 15„Se rntedh fei dhn, Daß tm himm angeh in. älaua. Rei en 1 4 Tod z 1 W gehr ſei eraher 45 da a w und rei 3 1 fun . 1Uaab n Jeiu Su n Aht libet 8 8 3 ſen Ki d lwal, 81 mohn 44 t und vm mein d toben M rnd ale b zalell la 5. 3 J 1 5 ren dr für 1 müöt. n Not die 4 ni ¹ d ſih men dai N mi N weinen AM von„ Hal lelh g:. A eſtande 21 4 d in a. d ded bunn m 1l, 6 udhs mer — 2 —* Oſter⸗Lieder. Und Sein Hinderniſſe, Daß du mir mein Alles ſeiſt. 6. Stehe auf in meinen Sinnen, Siege über Sünd und Welt Waihr. b mich auch gar von hinnen, Wenn es dir, mein Held, gefällt. Wennmaneinſt zur Himmels⸗Gabe Von den Todten auferſteht, So gib, daß aus meinem Grabe Ein verklärter Engel geht. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. Mein J Hier am jüngſten Triumpf iſt uns bereit, Gott o Chriſtenheit! M. A. G. Thebeſius, g. 1596, ſt. 185 Jeſus, unſer Haupt, lebet. Mel. * 614. M Wer nur den lieben Gott ich ſterben? Hier ſti M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1 mein Haupt und truunphint. 84 .. muß ich ja das Leben erben 8 Fr des d. Früchte des Sieges Jeſn Noth und Tod die Mat dett Weg, Irautiſtat Vergnüͤgung del änt a 15 dr gi 1 d das 83 Grab it u eſus lebt, 613. 9* Gott, o Chriſtenheit! V Dein Erlöſer triumphi⸗ 2 Mem Jeſus lebt, dumm ſa ret, Jeſus ſieget nach dem Streit, zu Füßen, Was mir das Leben in Den er berrhch ausgeführet. E ben kann; Der Tod muß um durchbricht die Todes⸗ Nacht Und ſteht Grd de küſſen, Mir wind der Saim una auf mit drohe Macht. tha an. Der Höllen⸗Abgrund N r 2. Nun wird unſer Bürge frei, bebt, Dennüberallf ſchallts: Jeinsſtt Dieß iſt ein gewiſſes Zeichen, 8 3. Mein Jeſus lebt, ds die Schu Id bezahlet ſei. Tod und offen: So geh ich freudig in die de hofe kann ich auch im To Tag erwecm, Aih ein Jeſ ſus lebt, was ol ſdl ſtoh. 1! der l per e,. ir gi 5 Im wid Friede eden rüſf weich S emie N it. 1. D 1 — dem 8 stn in ſagt uu luim nin A 4 6 rdel ders⸗Vite 49 Herr, A Daß di A weſt we ſte Äichen 1 ſe dit 4 un lni ih g Pha 4 tn fſt.. den A mit Freuden teuun Un ſen Th oie Unge durch die L 5. Sehet n af de Wann ic ch dh denr ich 4 r Sa d gewal lorner dhef⸗ hanz unn der Hir dt ſein Le llr) un) uh af den n n Teufel muß nun weichen Jeſus hat d uns frei gemacht, Die Verſoöhnung Daß mich ſein Wort ins Leba n Slraden Trathſutt des uns Poricht b Wie ſüns bau die Sünm 7 i. 3. Mein Erlöſer Dank ſei dir Ich eb un Ahr ebt auch mem aget mit dm Gre Daß du uuſer F 1. Danke ſoinnder 4. Mein Jef ſus bleibt alſo mat 8 dr 4 4 4 9 Al s Tonn dure Und auch durch des Grabes Thür den, Er lebt in meinem Herzetz nne un ſe Ruh, Eigenmächtig durchgedrungen; Nun Und ſoll ich ihm mein 1 Leden n zmen es Venn erkennt die Lanze Welt Dich o gro⸗ V Der d kommt nit nicht ſcntt Wn adät Mit, we er Sieges⸗Held 1l Ve) den Ho In Hach erwahg 4 d 4. Sioe du d den ſchweren Ste dite o ehru Jenus itnd ded. A Kesr 5 düüs ſie ein aht,e Ai Delrund dhden, po Auch von meiner Sünden⸗Höhle, A Laß Venj. Schmodek, g. 1672,, d mich mit dir Sieger ſein Und befreie 6 N 60 meine Seele, Daß ich mit dir aufer⸗ Jeſus, unſere Liebe lebet. Pn ſteh Und dir froh entgegengeh. Mel. Meinen Jeſum der ſich hä aut Nitzung 5. Schrecke ſelbit die ſchwarze 6415 3 Teine L Liebe lebet vot, lda dinn, a md 4 Sohagr. Die um deine Seele wachet, 2. Hat den Tod in dn. H Ich bin ſrer von d der Gefahr, Die verſlungen⸗ Durchd derHlen en g en znnd mir ihre Tücke machet, Wenn ein loch Iſt ſie freudig durchgedrune 616, 11 näuferi Strahl von deinem Licht Meine Fin⸗ Mein Licht iſt nun wieder ltt d mg 4 irahnd Pennißadrhbnt 4 im Grabe lag erbleichet, deß N in. Aiten gn. nſand Ich will an ndddu Jeſu⸗ W biſt mein, Sonn und Sternen gleichet Nüte ſan du n le he N einitens den eine bleiben; Fühl kläͤrtem Angeſicht⸗ derlice ir in.“ die Ar naſt Vesun üb Pein, So wirſt d du 2. Hoffnungsvoller Freude u e ee nun bei dir,— Snle der Iſt mein Herze Himmliſch, unvergänglichse Keſn Pie K AE 1 So iſt deines auch bei mir. ches den verwahrten Stein u 7. Jeſus lebt und ich durch ihn: zum Denkmal auserleſen⸗ daß lasd Nun kann mich der Tod nicht ſchrek⸗ Glieder ihrem Haupt Gleich 6 wan ken, Jeſus wird mich nach ſich ziehn Leiden, gleich im Sterben, dn ſ Oſter⸗Lieder. Sein. 4 ha 8w Leben ſollen erben, Deſſen ſie der zwar ſich Wahrhaftiglich In den Tod t a Tod beraubt: um unſer Leben Hab dahin gegeben. .b,he. 3. Liebe, ſtärker, als der Tod, 3. Niemand ſoll nun finden, Daß Thebeſin Slg Schickt mir ihre Liebes⸗Zeichen: von unſern Sünden Noch was übrig Jeſ⸗ Selbſt der Feind wird Friedens⸗Bot, ſei; Weil der wiederkommen, Der e= auſer Heuf Der dem Leben müſſen weichen Nach ſie übernommen, Ja, indem er frei, Reſe= nur deu luba t dem gar verlornen Streit. Soll mich So iſt nun Genug zu thun, Weil 61 ein Jeislt denn die Kunde ſchrecken, Die mehr die Zahlung voll befunden, Keiner ic iet 6 ſagt von Auferwecken, Als von Ster⸗ mehr verbunden. mein m und n bens⸗Bitterteit? 4. Was will uns nun ſchaden, muß ichas Tbm a„. 4. Herr, du weißt, ich glaub es Weil wir zu Genaden Sind einmal Noth a d etn feſt, Daß die Beine wieder grünen: gebracht? Will der Teufel dräuen, Weg, Jr n klu Der verweſte Aſchen⸗Reſt Wird ſich, Dürfen wir nicht ſcheuen Sein ver⸗ Mei 3 ben. agn wenn der Tag erſchienen Deiner hnt luune Macht. Hier iſt der, Vor an Par Ilebt das Ge kunft, aus der Gruft Zu dem Geiſt welchem er Augenblicklich muß er⸗ 2. M. Piu lect, m mit Freuden ſchwingen Und zu dei⸗ beben Und hinweg ſich heben. ſe Füß Jas mir dß nem Throne dringen Ungehindert„5. Hölle, willſt du pochen? Der den kaf eer Tod m durch die Luft. 1 dich hat zerbrochen, Stellt ſich lebend Erde tü nirwirddaen 5. Sehet nicht auf die Geſtalt, dar. Weil du nun gelaſſen Und than. · üöllen⸗Abgad Wenn ich ſterbe, denn ich ſchlafe, nicht mochteſt faſſen Den, der Bürge bebt, D yerallſchalls Weil der Satan die Gewalt Ueber wahr, So haſt du Fort immerzu Dei⸗ 3. M zeſus lett, dae die verlornen Schafe Ganz verloren, nes Rechtes dich begeben Wider un⸗ offen:¹ dhichfredigu nun der Hirt Selbſt ſein Leben hat ſer Leben. b Hier ka y auch in gelaſſen Und noch auf den finſtern.6. Laßt die Zähne blecken Und Daß m an Wort iug Straßen Treulich ſucht, was ſich ver⸗ die Hand ausſtrecken Wider uns den Wie ſu allt die ein irrt. Tod; Denn ſein Pfeil und Bogen Ich leh rrrihr lebt uh 6. Traget mich dem Grabe zu, Finden ſich betrogen! Es hat keine 94 5 a Feius bleittut Das die Lebens⸗Sonn durchhellet; oth. Ob er trifft, Iſts drum kein ben, G in meinn Komme nur, du ſüße Ruh, Wenn Gift, ſondern er mit ſeinen Pfeilen Und ſor ihm men ue es meiner Lieb gefället! Wenn ſie ihre Muß uns vielmehr heilen. Der D unt nir ut Stimm erhebt, Will ich, wenn das 7. Darum mir nicht grauet, Wenn der nich in n Fleiſch erwachet, Welches ſie lebendig mein Geiſt anſchauet, Daß ich in lur, r als Jeiet machet, Sein und bleiben, wo ſie lebt. das Grab Mein⸗ müden Glieder bedt, 1.M M. Gottl. Balduin, g, 1640, ſt. 1684. Werde legen nieder, Weil ich dieſes hab, Daß mein Hori Mir dieſen Dit . jebel elbſt mit ſeinem Leibe wei e, Da unſer 1 Kraft der Auferſtehung Chriſti ich 9 nith ſcheue. h 5 „ m n über Sünde, Tod und Hölle. 8. 8 ſind alle Chriſten Dir und 61 eine Lebe deinen Lüſten Todt, o Eitelkeit! Wie 1ünu. Wer Jeſu ruus Thande— ie ns inn haben Huſſene mit be verſchli r: Durchderd un iſt auferſtanden Aus graben Hier in die er Zeit, So wir deſ S famg dute 616. 31m Todes BandenGott⸗ er, Der große Herr, Uns hervor auch Mein Sʒ iſt mu nuns und Menſchen⸗Sohn; Jeſus hat ge⸗ mit ſich führen Und mit Kronen im Gt ag erblitt ieget, Daß nun Alles lieget Unter zieren. m n †. 15ternen lü ſeinem Thron. Alle Feind, So viel 9. Denn dieß ſicher ſtehet: Weil Lten W ſht ihr ſeind, Hat er auf das Haupt ge⸗ das Haupt nun gehet Aus dem Grab b klärte mgsvollt ſu ſchlagen Und zur Schau getragen. heraus, Müſſen auch die Glieder imme wergin ¹2. Daß er wollen ſterben, War, Sonder Zweifel wieder Aus dem Himm verwahtn n uns zu erwerben Heil und Seligkeit. Todten⸗Haus, Wenn jetzund Die liebe ſches u walin Nachdem dieß geſchehen, Dürfen wir Stund Ihnen wiedergibt das Leben, zum 1 em Hau S nun ſehen, Daß auf kurze Zeit Er Zu ihm ſich begeben Gliede in Set⸗ 1 Leiden —— „ Oſter⸗Lieder. 10. O der großen Freude! Wer lich auferf rſtehn, Zu dir in Himme wollt nun das Kleide Dieſer Sterblich⸗ einzugehn, Mit deinen ſüßen Freuda keit deunn aeſſehediheneten doch V Uns zu weiden. hingegen nach ſo kurzer Zeit Jef ſus M. Sal. Liskow, g. 1640,f.lis Chriſt bereitet a. Ihn zu kleiden mit der Sonne. In der Hümmels⸗Wonel D. P. J. Spener, g. 1635, ſt. 1705. Okter driumph⸗Aied. Mel. Chriſt lag in Todes⸗Banden. 617. 4 un iſt das Heil, die Kraft und Macht des 5 Herren Jeſu worden! Der arge Feind, der ſtets getracht, Die See elen zu er⸗ morden Und der uns täglich hat ge⸗ 2. Nun weiß i ich, nein plagt, Iſt ſelbſt geſchlagen unv ver⸗ Kann Niemand mir abſ prechen d Hagt,— Sen Reich iſt nun verf ſtoret kann mit meinem Jeſu heut Din nd verheere Freudiger Oſtertag. Mel, Chriſt lag es⸗Banden. 618. 9* allerſ ſchönſter g Freude Tag,“ O Tag, da nein Sonne, Mein Jeſus, durch ſein Grah durchbr ach, zu meines derneden Laß deiner Klarheit bellen Schas Doch auch auf mich gerichtet fi Danntt ich fröhlich ſinge: Halleu * in Tod ( —— Hell* Tod und Hölle brechen. M i 2. Es mußte zwar des Höchſten Irraelis Heer Will ich aut d Sohn dem Satan unterliegen. Nun Sir todte Meer Hin in m muß der Feind mit Spott und Hohn theil reiſen. Halleluja! Sich unter Jeſum ſch miegen. Des 3 Weg, Satan, weg, w Herren Jeſu Blut und Tod Bringt ſches⸗Luft! Weg, fündliches d un elbſt in Noth, Die Matn 8 1 Tod und Teufel ſelbſt in Noth, D Mein Kanaan iſt mir bew Feinde ſind bezwungen Und ver⸗ Jeſu, dem Geliebten. Ach, de ſchlungen. Daß die — 3. War Jeſus durch den Tod er⸗ Schas, derbie mir, Si würgt, So Jebet er doch wieder: Er deds fliehe! Hallelujal hat die Sünde ausgebürgt, Nun liegt 4. Mein Heiland⸗ weil d der Tod danieder. Er ſtehet auf, mir, S So hilf, daß ich di 1 u g verläßt ſein Grab Und ſtürzt des h mich emuf für und fir N Teufels Dher binab, Daß auch der daß ich mie lufaſt ven. ganzem Ernſt beſ ſtrebe, Außß ſn Höllen Rachen Nichts kann machen. 3 den⸗Grab, Damit c 4. Hiermit nun iſt die Sünden⸗ vom Sünden⸗Grab⸗ e dich! 9 er Welt gei lege ab, Was mich und dic ir doth in aller Welt ged dämpfet, Da⸗ trenn en. Halleluzal zu der Teufel und der Tod Durch nnei. weil du auferſtanden Jeſum Chriſt bekämpfet; Hingegen 5½ Hhn . — n k Laß mich auch einſt aufſtehen de iſt die Sicherheit, Das Leben und dorthin, wo mein Erbtyeil it N Gerechtigkeit Den armen Sündern Freuden⸗ Springen geben⸗ ndeſer o 2 f 2 2 1 3 Jhl allen Zugefallen. iſt mein Herz bei dir, Mein Fn V 5. Lob, Ehr und Preis ſei dir ge⸗ ſagt, T du den Teufel haſt verjagt, Uns auch, als deine Kinder, Erlöſet von des Todes Macht Und auch durch deine Sieges⸗Pracht Den Frieden, Heil und Leben Haſt gegeben. 6. O Jeſu, laß durch deinen Sieg Den deude uns bezwingen, Daß durch den detzten Todes⸗Krieg Wir hin zum Leben dringen Und endlich fröh⸗ In dii „ bald von dier In di Du ſtarker Ueherwinder Daß hol mich bald von Himmels⸗Freude. ha alleluja I J. Verehrung Jeſu als eines Dun brechers. del. Was Gott thut, das iſt 619. 9 G auferſtandner 8 1. 4 28 Fürſt, Du Lben Leben! Heut bringf ſ Si du Fride, 28 teude uns ie Noth di t bſt du al ferſta Tedesdanden. ie M. nnd unſe Kaa d5 n Feſ ſſe du wirt Iu. 1 3 dan Von an dn geangen, Tel d bervor⸗ nir N du mn n benn in irem 5 nadie a. V h 8 Seel Mit uda⸗Del Vo ſalbet woren Ui ſeht — —. — —— 3 hhdr Kle A 4 Die mn d iner n. dat Orab um dn S Sicg ih, N ns m zun vole guder Schei 8 Todes V 9 DA hällen G d Mttmun, Un neugeboren. Mif iſjen theu 3 adij nat n 8 1 dat d df ia tin d rüct ermn den am ſen dct li in führen M vr ul in a n 3 1 A ſaden da 1,88 d M Ku d ind aundt ·= iger Dſtt G 1r Halleuija „ſches⸗G 2 Xg,ſündiche Mein zm it mir d Jeſu, heliebten. 6, Schatz„— ihe mir, Dowr ganzen= iſt beſtrebe, 5. 1 eil du aufnte aß Sruch einſt 9 Freud= pringen gin Oſter⸗Lieder. 367 du wirſt Zur Freude uns gegeben; 9. Laß uns do Erſt bracht die Noth Dich in den ſtehn, W Tod, Jetzt biſt du auferſtanden Und V Und können doch das Licht nicht ch mit dir aufer⸗ ir liegen noch im Grabe frei von Todes⸗Banden. ſehn. Die Kraft von deiner Gabe, 2. Die Laſt und unſre Sünden⸗ Die du durch Macht Uns mitge⸗ Schuld Ließ dich in Feſſeln fallen; bracht, Führ uns heraus zum Leben, Du gabeſt dich aus großer Huld Zum Daß wir an dir feſt kleben. Krrue für uns Alle: un ſind wir 10. Es liegen tauſend Hüter hier, frei Von Sclaverei, Darinnen wir Die unſer Herz berennen, Daß wir gefangen, Weil du hervorgegangen. aus dieſer Grabes⸗Thür Nicht zu 3. Nun bricht uns fröhlich wieder dir kommen können: Der Sünden auf die rechte Gnaden⸗Sonne; Die Nacht Hält ſelbſt die Wacht; Die vor erſtarb in ihrem Lauf, Gibt Welt mit ihren Schätzen Fängt an, Strahlen neuer Wonne: Jetzt iſt die es zu beſetzen. Seel Mit Freuden⸗Oel on dir ge⸗ 11. Die Wolluſt, Sorge, Neid und ſalbet worden Und ſteht im neuen Geld Schiebt vor die ſtärkſten Rie⸗ Orden.. gel; Der Phariſäer dieſer Welt Drückt 4. Die Kraft von deiner Majeſtät ſelbſt darauf das Siegel. Wer wälzet Bricht ſelbſt durch Grab und Steine; ab Von dieſem Grab Den ſchweren Dein Sieg iſts, der uns mit erhöht Stein der Sünden, Den wir in uns Zum vollen Gnaden⸗Scheine. Des inden? Todes Wuth, Der Höllen Gluth Hat 12. Herr Jeſu, du biſt es allein, alle Macht verloren, Und wir ſind D neugeboren. 1„Daß uns die Feind möchte brennen! Denn anders nicht nicht ſchaden. Uns 13. Erſcheine uns mit deiner Güt, wir nicht Glauben Wenn wir in Buße weinen, Und laß ſpüren * uns deinen theuren Fried Zum er⸗ 6. So brich denn ſelbſt durch unſer ſten Anblick ſcheinen: So können wir, Herz, O Jeſu, Fürſt der Chren, Und O Held, mit dir Die rechten Oſtern aß vorher die Glaubens⸗Kerz Sich in feiern Und uns in dir erneuern. uns Schwachen mehren, Daß wir in 14. Ach, laß das wahre Aufer⸗ dir Die offne Thür Zur ewgen Ruhe ſtehn Auch uns in uns erfahren, ſinden Und auferſtehn von Sünden! Und aus den Todten⸗Gräbern gehn, 7. Ach, hilf, daß wir zur rechten Daß wir den Schatz bewahren Das Zeit Zu dir, o Jeſu, kommen Mit theure Pfand, Das deine Hand Zum Spezerei der Reu und Leid Die aus Siegen uns gegeben, So gehn wir dem Grund genommen, Daß wir in ein zum Leben. Eil Zu deinem Heil In wahrem J. H. Böhmer, g. 1674, ſt. 1743. Llauben laufen Und Buße⸗Salben Tod, wo iſt dein Sta chel? 8. Vertreib den Schlaf der Sicher⸗ 1. Cor. 15, 55. heit, Daß wir bei frühem Morgen Mel. Es iſt das Heil uns kommen. Zu ſuchen dich ſtets ſein bereit, Wenn Oder; Nun freut euch, lieben. du dich gleich verborgen, Und wei⸗ V 620 9 Tod, wo iſt dein Sta⸗ chen ab Vom Sünden⸗Grab, Weil G 4* chel nun? Wo iſt dein du hervorgebrochen, Auch unſern Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt Feind gerochen. der Teufel thun, wie grauſam er ſich Oſter⸗Lieder. ⸗ Gott ſei gedankt, der uns Leib wird ähnlich dort Des Hern all mi nit lörn f fielle M ſi eh hat nach die⸗ verklärtem Leibe... Lel ih s 1ch ewer ſem Krieg Durch Jeſum Chriſtum ge⸗ 9. Der alte Drach mit ſeiner Rat 5 Der To latbine K geben! Hingegen wird zu Schanden; Erlet. Wi dirfn Vn iit ſc 2. Wie ſträubte ſich die alte iſt er mit Schimpf und Spolt, N in ſen Sies zidmn Schlang, Da Chriſtus mit ihr Chriſtus iſt erſtanden, Des HauptzSeß ſolt ihr ac afteue kämpfte! Mit Liſt und Macht ſie Sieg der Glieder iſt; Drum kam din ich eun huft dr auf ihn drang, Jedennoch er ſie mit aller Macht und Liſt Uns Se⸗ ir wenn ir ni gautt dämpfte. Ob ſie ihn in die Ferſen tan nicht mehr Schaden. der nit mirlin dümnfe Per ſie doch darum nicht, 10. O Tod wo iſt dein Siatg Der hülrsn,d Der Kopf iſt ihr zertreten. nun? Wo iſt dein Sieg, d Hölb mein, Ich hbeſezrſtre 3. Lebendig Chriſtus kommt herfür, Was kann uns jetzt der Teufel thun. nict fürchte ir den, Den Feind nimmt er gefangen, Zer⸗ Wie grauſam er ſich ſtelle? Gottſt und mein Ga ſat Un bricht der Höllen Schloß und Thür, V gedankt, der uns den Sieg So har Faufels Mät m Lt Trägt weg den Raub mit Prangen, lich hat in dieſem Krieg Durch F⸗ ſin Kopf jahin i N Nichts iſt, das in dem Sieges⸗Lauf ſum Chriſt gegeben! muu nicht ſtudn Den ſtarken Held kann halten auf, D. J. Geſenius,§. 1601, K. he. Nun glt ſi Dank Alls liegt da überwunden. Sonſt: Lue. Batzaßee dm Sieg at Erium 4. Des Todes Gift, der Höllen en, Und un da fride Peſt Iſt unſer Heiland worden, Gott ſei Dank, der uns den eit Krieg Und ſit di e Wenn Satan auch noch ungern läßt gegeben hat! Erworben, dr de Sünd SNli NRt Taug g Von Wüthen und von Morden Und, dett Tafß jälmdwe da er ſonſt Nichts ſchaffen kann, Nur 1. Cor. 15, 57 Uns ſtirzet ruden Tag und Nacht uns klaget an, So In voriger Melodie. zanlGazan, 16 iſt er doch verworfen. origer Melodie. 5. Des Herrn Rechte, die behält 621 ei fröhlich Alles weie Chriſten famntokre den Sieg und 5 erhöhet; Des Her⸗* breit, Was vormalzn hlſ titt au ren Rechte mächtig fällt, Was ihr verloren, Weil heut der Heit t Cih 2, 9. 5. 6. entgegen ſtehet. Tod, Teufel, Höll und Herrlichkeit, Den Gott ſelbſt hatt. M an lh s alle Feind Durch Chriſti Sieg ge⸗ koren Zum Sünden⸗Büßer, der 62 datrſind dämpfet ſeind, Ihr Zorn iſt kraftlos Blut Am Kreuz vergoſſen unt Nes. Nn 3 d worden. Gut, Vom Tod iſt auferſtande. uch, Ban hi. 6. Er war getödtet, Jeſus Chriſt, 2. Wie ſchön haſt du durch din in Fr Räüt hi Und ſieh, er lebet wieder! Weil Macht, Du wilder Feind des Lede s dns dt in n f nun das Haupt erſtanden iſt, Stehn Den Lebens⸗Fürſten umgeunt Rn i 6 ſt ſeh wir auch auf, die Glieder. So Je⸗ Dein Stachel iſt vergebens Dht 1L tebe. mand Chriſti Worten gläubt, Im ihn geſchoſſen, ſchnöder Feind! 3 Ung zn ſejen ſtdug Tod und Grabe der nicht bleibt: Er hatteſt wahrlich wohl gemeint, fot ud aein lebt, ob er gleich ſtirbet. würd im Grabe bleiben. i ſätanoued rmaten 7. Wer täglich hier durch wahre 3. Nein, nein, er hebt ſein hutt Frein nuhn öc, Reu mit Chriſto auferſtehet, It dort empor, Iſt mächtig durchgedrun ſce lcn Chrite vom anderen Tode frei, Derſelb ihn Durch deine Bande, durch dein An 5 Fe nicht angehet, Genommen iſt dem Ja, hat in Sieg verſchlungen a wiein in Tod die Macht, Unſchuld und Le⸗ ſelbſt, daß, wer an ihn nur 4 n Vin mſeis de Wal ben wiederbracht Und unvergänglich Mit dir jetzt ein Geſpötte träli ut fit. ieg Weſen. ſpricht: Wo iſt dein Stachel? ür ſeta u 1 9 dwäre 8. Das iſt die rechte Oſter⸗Beut, 4. Denn deine Macht, die ſhn 34 dot d. dem Kerke Der wir theilhaftig werden: Fried, hin Und kann nicht Schaden 1 ehde daſ dten ſind Heil, Freud und Gerechtigkeit Im gen All denen, die ſich mit m iu nenns Jen 9 Himmel und auf Erden. Hier ſind Sinn Zu dieſem Fürſten ſchminhe Sri oth: Fehen, wir ſtill und warten fort, Bis unſer Der fröhlich ſpricht: Ich leb und h Adlinsan 1 its — ſeit auf — ——— 370 tolle Rotte, Grab gebracht, Du Liſt und Macht zu die Chriſtum hat ins wirſt mit deiner Spotte Sammt Oſter⸗Lieder. Wir dürfen nun, Gott Lob, In Sünden nicht verzagen: Auf, macht ein Fad⸗ Geſchrei; Auf, jauchzet, jubilirt, Da Allen, die das Grab bewacht. große Siegesfürſt Hat nun victoriſit 5. Was helfen deine Hüter, deine 2. Der himmliſch Simmſon hat de Riegel? Du Ottern⸗Zucht und Schlan⸗ gen Brut! Der Löw von Juda Stamm zerbricht die Siegel Und machet Alles wieder gut. 6. Du magſt nun wohl erſchrecken und erbeben, Weil der, den du durch⸗ ſtochen haſt, Hat aus der Gruft her⸗ wiederbracht das Leben, Zu deiner Pein und ſchweren Laſt. 7. Willſt du noch ſeinem Zorn und Grimm entfliehen, So iſt es Zeit, zu ſtehen auf, So mußt du dich dem Sünden⸗Grab entziehen Und zu ihm richten deinen Lauf. 8. Er iſt erſtanden, blöden Herzen, Die ihr voll Angſt und Schmerzen ſeid: Gott iſt ver⸗ ſöhnt durch ſeine Pein und Schmerzen; Die Sünde kann euch thun kein Leid. 9. Laſt euren Geiſt, wie Jakobs Geiſt erwecken. Joſeph lebt noch, er iſt nicht todt, Müßt ihr gleich ſeinen Tod in Etwas ſchmecken, ſo lebt ihr doch mit ihm in Gott. 10. Was mit ihm ſtirbt, muß wie⸗ der mit ihm leben, Es kann nicht die Verweſung ſehn. Der Weinſtock gibet Kraft und Saft den Reben, Daß ſie in vollen Früchten ſtehn. 11. Ihr dürft nun weder Tod noch Grab mehr ſcheuen, Legt euch nur ohne Furcht hinein, Chriſtus wird euch durch ſeine Kraft erneuen, Euch merkts ihr hölliſchen Philiſter Erwürgt mit gr⸗ ßer Macht, Und unſer Schuld⸗Reg⸗ ſter Mit ſeinem theuren Blut Gehet ans Kreuzes Stamm: Heut ſchwingn die Sieges⸗Fahn Der Held aus Da⸗ He ſiegreich auferf nunmehr Des Todes ſtarke Ban⸗ den: Das Raubſchloß iſt zerſtort den⸗Klang 2 dringen: Laßt unſers alles Volk Den Herrn der Herrlichſit 5. O großer Freuden⸗Tag d Sünde iſt verſ Grab, Die Höll iſt zugeriegelt ſe gegen offen ſteht Die Thür zum melreich, Die hohe Sieges⸗Pfort,c Sünder freuet euch! 6. Wir ſind nunmehr erlöſt, R Tod iſt überwunden. Der Stn⸗ liegt im Pfuhl Mit Ketten hart ſe bunden, Die Freuden⸗Sonne ſchein. Die Seligkeit iſt nah. Es lebt d theure Held, Triumph, Victorial Der Chriſteu geiſtliche Anferſtebuu Mel. Allein Gott in der Hoͤh. kann betreffen keine Pein, 12. Triumph, Triumph! Der Herr iſt auferſtanden, Er iſt nicht hie, er iſt nicht da, Er liegt nicht mehr in Todes Strick und Banden: Triumph, Triumph, Victoria! A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. E ach auf mein He 625. W ih. Nacht iſt hin, 9 Sonn iſt aufgegangen; Ermun dee nen Geiſt und Sinn, Den zu empfangen, herfür, Der ganzen Oeſterliches Sieges⸗Lied. Pſ. 118, v. 15. Nun danket Alle Gott. ⸗riumph, Victoria! Die Mel. 2. Steh aus dem * Unſers Bluts⸗Verwandten u 624. Feinde ſind geſchlagen, [Hiob 19, v. 25. gulfätre eies Glalben dij den hez ſc hehm ne, da din d it vai droben däenChrit lich auferſtaid. 3. Tergif ur vos d Und tracht nah dem, we Damit dein Her z ſede Jeiu ſei elobe, Nit: VU Erſchallen weit und breit, Und peſn iegelt In Jeſu Git Heilan Der Heute dur— Todes Thür Gebrochen aus dem 4 den auf Und ſuch ein neues Leben nd Erläſes de böſe Aet n ſteb jmmmels⸗Rt. Ww Je inden. 4 Duäldih änſtver Siein, Den zus vidi s kann ein Grit beier In Freud ud Pomne le din Anleeſen af den 9 ſerge nicht G it nich f dit aufeſtaden „5. Geh ſütUera Mag Salome zm Giade, Ddef ans Lebe ſcn Mtitrer Gube So dirt du ſehn, 1' Vun ad beut au Und nitti Gnd zu „6. G ſ de Lä a luum dut ſtgric übe Und das enüt otes⸗ uns inn ſel cinden d nd Garetügtt, eller) rundnem eni, d Fein Vagen. 4 han di. mein 5e ang vne den mfct U n vi als d § Todes 4 üiann ſexne 8 Lieder. Wir dimn, Gottgoh nicht ve en: Auf, mat Geſchr uf, jauchzet ſn große IFfürſt Hat mn s.= amnliſch Sinm baüi hiliſter Errnn her M== ünd unſer 8h 8ſter M nem theuren ſ ans K= Stamm h 1die Spe=ßahn Der de vids⸗S In. .3.= Lebens⸗Heg rſiegrei= erſtmnde d nunm des Todes ſe n den:( Naubſchlcß 8 Stimt Halleluſa. g d die Se=t, Tiiumph n u 4. ſr iph, Victoral Trom S ligen, Daßſih 1 den⸗Krr Mög durch d ſſt dring ißt unſers Get 8 r⸗ Erſcho= veit und breizl n; alles=den Herm daßt d 5. oßer Freuden⸗ ds Sünd* verſiegelt Inhi er Grab=— Holl iſt zugat en gegen ſteht Die Dar hr melreſ- ie hohe Siepesſ Sünd uet euh! ie⸗ 6. f F ſid nunnen die Tod berwunden d bet liegt fuhl Mit Katt ſie bund ie Reudenm Die 1E ei iſ mh. och theus= d, Diumh, ird Der ſt ier geſttüel uch len eatudf 1 ab ai n err 62 die Auh n Sonzſ ugeymx nen ſt und Sunn, d = en, Der dut u eE gn daag 4 mhet ie. Die B. gen, diod er iſt auferſtanden. biſt Von Todten auferſtanden, Rett uns aus Satans Macht und Liſt Und aus des Todes Banden, Daß Fried Oſter⸗Lieder. Vollführe deines Glaubens⸗Lauf Und laß dein Herz ſich heben Gen Him⸗ mel, da dein Jeſus iſt, Und ſuch, was droben, als ein Chriſt, Der geiſt⸗ lich auferſtanden. 3. Vergiß nur, was dahinten iſt, Und tracht nach dem, was droben, B Damit dein Herz zu jeder Friſt Zu Jeſu ſei erhoben; Tritt unter dich die böſe Welt Und ſtrebe nach des Himmels⸗Zelt, Wo Jeſus iſt zu finden. 4. Quält dich ein ſchwerer Sorgen⸗ Stein, Dein deſus wird ihn heben, Es kann ein Chriſt bei Kreuzes⸗Pein In Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn, Und ſorge nicht: Er iſt nicht fern, Weil 5. Geh mit Maria Magdalen Und Salome zum Grabe, Die früh dahin aus Liebe gehn Mit ihrer Salbungs⸗ Gabe: So wirſt du ſehn, daß Jeſus Chriſt Vom Tod heut auferſtanden h iſt Und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Löw aus Juda Stamm Heut ſiegreich überwunden, Und das erwürgte Gottes⸗Lamm Hat, uns zum Heil, erfunden Das Leben und Gerechtigkeit, Weil er nach über⸗ wundnem Streit, Die Feinde Schau getragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, Weil Jeſus überwun⸗ den; Er wird auch überwinden weit In dir, weil er gebunden Der Feinde Nacht, daß du aufſtehſt Und in ein neues Leben gehſt Und Gott im Glauben dieneſt. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch V Tod, Noch gar der Höllen Rachen; Dein Jeſus lebt, es hat kein Noth, Er iſt nah bei den Schwachen Und den Geringen dieſer Welt Als ein gekrönter Sieges⸗Held; Drum wirſt du überwinden. 9. Ach, mein Herr Jeſu, der du 371 Leben gehen ein, Das du uns haſt erworben. 10. Sei hochgelobt in dieſer Zeit Von allen Gottes⸗Kindern, Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Ueber⸗ windern, Die überwunden durch dein lut. Herr Jeſu, gib uns Kraft und Muth, Daß wir auch überwinden! L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Aus Jeſu Grabe gebrachter Friede. Mel. Du Friede⸗Furſt, Herr Jeſu. 626 Wi⸗ lieblich ſind doch deine Füß, Wie freund⸗ ich iſt dein Mund, Wie tröſtet mich dein Wort ſo ſüß, Omeines Glaubens Grund! Du guter Bot, Du Todes⸗ Tod, Du Friedens⸗Wiederbringer! 2. Nun iſt des Höchſten Wort erfüllt; Sei ſroh, mein ganzer Sinn! Nun iſt des Herren Zorn geſtillt; Nun iſt das Zagen hin: Mein Jeſus hat An meiner Statt Die Sünden⸗ Schuld gebüßet. 3. Der Friede Gottes herrſcht in mir, Der über die Vernunft; Mir öffnet ſich des Himmels Thür: Weg, weg, du Höllen⸗Zunft! Du ſchreckſt mich nicht, Mein Heiland ſpricht: Mit mir ſoll ſein der Friede. 4. Wenn des Geſetzes Donner hallt, Und wenn mir in das Ohr Der Fluch aus Moſis Büchern ſchallt, So ſchütz ich Meſum vor, Du ſchreckſt mich nicht, Mein Heiland ſpricht: Mit mir ſoll ſein der Fiede 5. Wenn mich die Welt erbärm⸗ lich plagt Und ſetzt mir heftig zu, on einem Ort zum andern jagt, So ſchafft mir Jeſus Ruh. Die Welt ſchreckt nicht, Mein Heiland ſpricht: Mit mir ſoll ſein der Friede. 6. Wenn mich die Noth und Trüb⸗ ſal drückt, Wenn mich mein Freund verſtoßt, Werd ich doch kräftiglich er⸗ quickt: Mir bleibt des Herren Troſt. Die Noth ſchreckt nicht, Mein Hei⸗ land ſpricht: Mit mir ſoll ſein der ede wir zuſammen insgemein Zum neuen 7. Wenn mich mein Fleiſch un⸗ 24*¾ . 3 6 * e Bo —— ͦ———— ———— 4. ———— ———— Oſter⸗Lieder. 9. Laß unſer Aller Sünden Ins Grab verſcharret ſein, Uns einm Schatz hier finden, Der ewig kam ruhig macht Und reizt zu eitlem Wahn, Wird doch ſein Wille nicht vollbracht, Ruf ich nur Jeſum an. Das Fleiſch ſchreckt nicht, Mein Heiland ſpricht: erfreun. Mit mir ſoll ſein der Friede. 10. Wir ſind mit dir geſtorbe, So leben wir mit dir; Sas uns 8. Wenn auf mich dringt der grim⸗ me Tod Und rufet: Du So will auch in der Todes⸗Noth Mein täglich für. eiland bei mir ſein. Der Tod 11. ſchreckt Mit mir ſoll ſein der Friede. V 9. Dank ſei dir, o du Friede⸗Fürſt, ſtehn. Für das erworbne Gut, Das du mir 12. Der Tod kann uns nicht ſoh⸗ wohl erhalten wirſt: In dir mein den, Sein Pfeil iſt nunmehr ſtumgf Herze ruht, Und wenn es bricht, Er⸗ Wir ſind bei Gott in Gnaden U ſchreck ich nicht: Ich fahre hin in rufen ſchon Triumph! Friede. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. Uin D. G. W. Sacer, g. 1635, ſt. 1699. —* △ 1. Cor. 0, v. 6. 1.§. Bewillkommnung des auferſtande⸗ Mel. Chriſt lag in Todes⸗Banden. nen Jeſu. nden. . V 628 Wi haben auch eindite Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben.. Lamm, Das W eſe ü zillkommen, Held im den Schatten, Weil Chriſtus für ue . WM Streite, Aus deines an dem Stamm Des Kreuzes it⸗ Grabes Kluft! Wir triumphiren braten. Drum, ihr Liebſten, ie aus, Und laßt in eures Herzens h 2. Hier liegen die Philiſter, Die Den Sauerteig der Sünden Garſtt Verwüſter Sind gänzlich ausgefegt. 2. Denkt, was für ſcharf Geſt 3. Hler ſchwimmt in ſeinem Blute war Der Öſtern bei den Alten! Wei Der Rieſe Goliath, Und uns iſt wohl nicht rein war, der durfte gar Ae Paſſch nicht mit halten; Darunn 4. Hier iſt der alten Schlange Der waſcht und roiniget Das Herz, 6 as euch von G Der Sal⸗ erteig Der Bosheit, Schalkheit, Sün⸗ cht ein Hein feig, Daß es nicht kann empfinden Die rechte innere Oſter⸗Freud, Wi 3 n Wir aber können ſagen: Mit uns iſt 6. Zu der Gerechten Hütten Schallt mich die Sünde von ihm 4 in Heuz ſelbſt in die Mitten Und bringſt den kränket. 4. Feg aus durch deinen biſt mein! dein Tod erworben, Das ſtell in Wir wollen hier ganz fröhlic nicht, Mein Heiland ſpricht: Mit dir zu Grabe gehn, Wenn wie nur dorten ſelig Mit dir auch aufe⸗ reuden⸗ 3 Kann ih aus mr iih rin di dünden⸗J aaß da Au(hrite b zam Guter in ma regen treichdi Dmpid hüt Glauben rin von di nag eingehn We de . Und daß d alte Rith in niht mr verü diines Geiſts Bey ſeig, und Geiſt emene, b d duterkeit, In Tahrhei d zeiigeit) b randeln, Jct u handeln 7 Und vem derlh dod, Mich adlihnun vil diß nich in GludenseKro Gat Durhrit Alut l daß ich rihalch hit ting ds dimneeshwd duchdr ſevig Lab mag ſingn U bringen. ſönd glet. gb. 16 t jeilgeit Ne d, Got, te Nel. Chit Nr du bi (29 hun lhrd it, deer Gel älet dieer Gaſt ur di Ieni neißt R. ſch 4 Glone Vahn ſa kann, Jadt Ri 16 9. Laß Grab ve— 41a Schatz hi den, Nm erfreun. n 10. Wif) nit i — So leben— mit. 111. Wrr len hie rwe Mit dir be gehn, 4 nur dortet g Mitdm ſtehn. 12. D’= d kam m den, SeilKil iſ munt Wir ſind— Gott in Gu rufen ſchh iumph. — Sämolt,„.m 1 5, v. 6. Mel. ☚l☛ά◻Q◻lag in Todebee 628 Mang den Sch⸗= Weil Chrie an dem ra uim Des Kuge braten. ☚☛☚, ihr Litſe aus, Un⸗ in eures han Den Sat⸗ der Sündend finden.. 2. Dem was fir ſhli war Do— m beidaull nicht reſt r. der dufe Paſſch==— nit hatn. waſcht=äniget TWi Gott vot met; Wasaht abſcheid 2 beſchnde 3. O= mer Getl erteig I Sheit, Shalt den Von* und mi t feig, I= niht ne Die rec nere dns t mich di== dde von 6 Trauriz berſettet 1 nän. ꝛ dun dn i Geiſt D aure Si „ Die la= aur⸗ b Lös s Touſb h 4. Lös d.. Bo u h ich mit 2 h ſt dir ein. de 3, alle Sn! Oſter⸗ 5. Kann ich aus mir nicht gänz⸗ lich rein Die Sünden⸗Brocken fegen, Laß das Blut Chriſti kräftig ſein, Zum Guten in mir regen, Und be⸗ ſtreich die Herzens⸗Thür, Daß ich im Glauben rein von dir Zum Leben mag eingehen, Wohl beſtehen. 6. Und daß der alte Sauerteig Mich ja nicht mehr verſäure, Mir deines Geiſtes Wege zeig, Die Seel⸗ und Geiſt erneure, 8 des Lebens Lauterkeit, In Wahrheit Lieb, und Heiligkeit Vor dir, Gott, fromm zu wandeln, Recht zu handeln. 7. Und wenn der letzte Feind, der Tod, Mich endlich nun will würgen, Laß mich in Glaubens⸗Kraft, Herr S Gott, Durch Chriſti Blut losbürgen, Daß ich ritterlich hier ring, Hin in das Himmels⸗Land durchdring, Dir ewig Lob mag ſingen Und Preis bringen. Abrah. Kleſel, geb. 1635, ſt. 1702. Luc. 24, v. 25. Mel. Chriſt, der du biſt. 1 o willſt du hin, weils 629. Abend iſt, O liebſter Pilgrim, Jeſu Chriſt? Komm, laß mich ſo glückſelig ſein Und kehr in meinem Herzen ein. 2. Laß dich erbitten, liebſter Kerund, Dieweil es iſt ſo gut gemeint; Du weißt, daß du zu aller Friſt Ein herzenslieber Gaſt mir biſt. 3. Es hat der Tag ſich ſehr ge⸗ neigt. Die Nacht ſich noch von ferne zeigt; Drum wolleſt du, o wahres dicht Mich Armen ja verlaſſen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn Zum Himmel ſicher finden kann, Damit die dunkle Sünden⸗ Nacht Mich nicht verführt, noch irre macht 5. Vor Allem in der letzten Noth Hilf mir durch einen ſanften Tod. Herr eeu⸗ bleib, ich halt dich ſeſt, Ich weiß, daß du mich nicht ver⸗ 26 läßt Lieder. 373 Liebreiches Nahen Jeſu zu den Jüngern auf dem Wege gen Emmaus. Mel. Du, o ſchöens Welt⸗Gebäude. d ween der Jünger gehn 630.3 mit Sehnen Ueber Feld nach Emmaus; Ihre Augen ſind voll Thränen, Ihre Seele voll Ver⸗ druß: Man hört ihre Klage⸗Worte; Doch es iſt von ihrem Orte Unſer Jeſus gar nicht weit Und vertreibt die Traurigkeit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen Ihrem ſtillen Kummer nach; ie bejammern voller Schmerzen Nor Noth und Ungemach. Man⸗ ches wandert gar alleine, Daß es nur zur Gnügs weine! Doch mein Jeſus iſt dabei, Fragt, was man ſo traurig ſei? 3. Wenn zwei Seelen ſich beſpre⸗ chen, So iſt Chriſt der dritte Mann; Er bemerket die Gebrechen, Redet, was uns uns tröſten kann. Denn er kann uns nicht verſäumen, Wie wir in Gedanken träumen; Er hat Alles im Geſicht, Seine Treu ver⸗ läßt uns nicht. 4. Jeſus iſt mir nachgegangen, Wenn ich meiner Eitelkeit Und den Sünden nachgehangen: O der un⸗ glückſelgen Zeit, Die man dergeſtalt verloren! Doch er hat mich neu ge⸗ boren, Jeſus hat an mich gedacht Und das Schäflein wiederbracht. 5. Hat ſich eine Noth gefunden, So ließ er mich nicht allein; Jeſus ſtellt zur rechten Stunden Sich mit ſeinem Beiſtand ein. Wenn ich mich bei ihm beſchwere, Gleich als ob er ferne wäre, O, ſo iſt er mehr, als nah Und mit ſeiner Hilfe da. 6. Treuſter Freund von allen Freun⸗ den, Bleibe ferner doch bei mir! Kommt die Welt, mich anzufein⸗ den, Ach, ſo ſei du auch allhier! Will der Teufel auf mich blitzen, Wollſt du tröſten und beſchützen. 374 Oſter⸗Lieder. Komm, in meinem Geiſt zu ruhn: Ihrem Kummer nachzuſinnen, daz Ich will dir Nichts Leides thun. ſie ſich ſatt weinen tonnen, So ſpric 7. Bin ich traurig und betrübet, ihrer Seele zu: Liebes Kind, was So gib mir in meinen Sinn, Daß V trauerſt du?. mich deine Seele liebet Und daß ich 9. Hilf wenn es will Abend wer⸗ der Deine bin. Laß dein Wort mich den Und der Lebenstag ſich neig. feſte gründen, Laß es auch mein Herz Wenn dem dunklen Aug auf Eren entzünden, Daß es voller Liebe brennt Nirgends ſich ein Helfer zeigt; Bli Und dich immer beſſer kennt. alsdann in unſrer Mitten, Wie dih 8. Tröſt auch andre fromme See⸗ deine Jünger bitten, Bis du ſie g⸗ len, Wenn ſie tief in Sorgen ſtehn; V tröſtet haſt, Bleibe, bleibe, theune Wenn ſie in verborgnen Höhlen, Gaſt!. Kammern, Feld und Wäldern gehn, M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 11 b —nꝗyᷓ—ͥÿÿomo—yõ— XVIII. Himmelfahrts⸗-Lieder. Jeſu Sieg in der Himmelfahrt. ſein, Daß wir mit Demuth gehn ſer e; ein, All Ueppigkeit verachten. Mel. Wie ſchön leuchtet der. art, Hoffart Laß uns meiden, ri⸗ 631 A, wundergroßer Sie⸗ lich leiden, wohl ergründen, Wo 4. ges⸗Held, Du Sünden⸗ Gnade ſei zu finden. Träger aller Welt! Heut haſt du 5. Sei, Jeſu, unſer Schutznh vich geſetzet Zur Rechten deines Va⸗ Schatz, ſei unſer Ruhm und ters Kraft, Der Feinde Schaar ge⸗ Platz, Darauf wir uns verlt bracht zur Haft, Bis auf den Tod Laß ſuchen uns, was droben 8 dR verletzet. Machtig, Prächtig Trium⸗ Auf Erden wohnet Trug und W To —— phireſt, jublireſt: Tod und Leben Iſt, Es iſt auf allen Straßen Lähn Herr Chriſt, dir untergeben. Trügen, Angſt und Plagen, de d 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel nagen, die da quälen Stündlich aune tauſend hohe Seraphim Dich, Sieges⸗ Chriſten⸗Seelen. Fürſten, loben, Weil du den Segen 6. Herr Jeſu, komm, o Gnader wiederbracht, Mit Majeſtät und gro⸗ Thron, Du Sieges⸗Fürſt, ded ßer Pracht Zur Freude biſt erhoben. Davids Sohn, Komm, ſtille di Singet, Klinget, Rühmt und ehret Verlangen! Du, du biſt uns alln den, ſo fähret auf gen Himmel Mit zu Gut, O Feſu, durch dein thens Poſaunen und Getümmel. Blut Ins Heiligthum gegange 3. Du biſt das Haupt, hingegen Komm ſchier, Hilf mir; Demn wir Sind Glieder, ja, es kommt von V ſollen, denn ſo wollen wir ohn Ei dir Auf uns Licht, Troſt und Leben. Frohlich klopfen in die Hände. Heil, Friede, Freude, Stärk und Kraft, G. C. Homburg, g. 1605, ſ.. Keauückung, Labſal. Verzens»Saft Wird uns von dir gegeben. Bringe,. zmmtl Dringe Mein Gemudhe mein Geblilte Aufs Evangelium am Hinme daß es preiſe, Dir Lob, Ehr und fahrts⸗Tage. Marc. 16, v. 14— 20. Dank erweiſe. nach dir, Hilf, daß wir künftig für Mel. Helft mir Gotts etbes 4. Zeuch, Jeſu, uns, zeuch⸗ uns und für Nach deinem Reiche trach⸗ A ls gleich die Jünger djn 1 632. X Bei Tiſch, eil m ten, Laß unſer Thun ohn Wande zull Un fit im ius wih timi j, Daß K gnd den Tohes⸗Gand igich. 2 Er ſrian in Herzens Hüihtt doch entfalln, Emn zei, Was ih ach Dab ic wedaſeſete Vater gehmn Un m gen an. 3. Ihr hultéiiht der überorchmn goſ und von ſtaen, d nit Luſt: doh dh i Mein Her und Gan; och voll gd und( nit euch Geüud 4. D end ihe Geht aus iiglelbelt 2 Kinder lehn gyr ſed tell. Gettſm md Lh els euch nict vedrien Veich wert niſen Solg Ind h 25 Ter gutt nd l Erangt di Sähhi nnß eriafen Uw ka ein Gd. Wr der d 3 6 duchUn nmelrei fbtrauben d w ſtruben — = — —½ — — d hr oll mi nin uw n he woip 1 dhr veig u mein 19 b hrer Se. Liebe dh e. Lebes m rauerſt as 1 9. Hilſe=en es wi 1— ill lon den Un Lebenstn n Wenn d antklen dur ſi Nirgends„D ein Helfer rr Nit deine I 1= bitten, Bew troſtet hh. leibe, bleie, Gaſt! 1 — Reunher,„ lih, tlahrtz eder. ſein, Dar u mit demuh 4 ein, All agkeit verate art, Hoſexaß uns mei lich leidee ahl ergründen! Gnade t finden. 5. St ſu, unſer oh Schatz, m anſer Ruhm m Platz, tmf wir uns w Laß ſut ferms, was du Auf Er r vohnet daj u Es iſt im allen Stuain Trügen †¾ Cſt und Paan. nagen, 1 quälen Stne Chriſten en. 6. HKn ſu, komm oh hron,+ Sieges⸗Im Verlang! ndu, du ditr zu Gut eſu, du 3 Blut †Ser Helügthm g Komm ie, Hif m. ſollen, rano wollnme Frohlich een in die R⸗ 8.. Homtung, 5 maelindt ul Aufs rägelium m ührts⸗üht 11 16,* 1- „ eit ni Ech 63 ,1 8n I” lsgltbdedt 2,R29 Himmelfahrts⸗Lieder. Zahl, Und mit einander aßen, Kam dem Vater Jeſus noch einmal Und offenbarte ſich, Daß er gewiß erſtanden Und ſei den Todes⸗Banden Entgangen iſt ihm kräftiglich. 2. Er ſtraft an ihnen Allen Des Wie iſt euch D Herzens Härtigkeit. doch entfallen, Sprach er, in kurzer Zeit, Was ich euch kund gethan? Daß ich werd auferſtehen, Zu meinem Vater gehen Und mein Reich fan⸗ gen an. 3. Ihr habt nicht wollen trauen Der überbrachten Poſt Von Männern und von Frauen, Die mich geſehn mit Luſt: Doch, daß ihr wiſſen ſollt, Mein Herz und ganz Gemüthe Sei noch voll Gnad und Güte, Trag ich mit euch Geduld. 4. Die Sünd ich euch vergeben. Geht aus in alle Welt, Wo Menſchen⸗ Kinder leben, ſtellt. Geht hin und lehret ſie; Doch ſolls euch nicht verdrießen, Ob ihr gleich werdet müſſen Ausſtehn viel Sorg und Müh.. 5. Wer gläubt und läßt ſich taufen, Erlangt die Seligkeit. Die Sünde muß erſaufen Und kann ihm thun kein Leid. Wer aber gläubet nicht, Der wird ihm durch Unglauben Das bleibt gericht. 6. Ihr ſollt mit Wunder⸗Zeichen Erweiſen eure Lehr; Es muß der Teufel weichen Zu meines Namens Ehr, Ob er gleich wohl verwahrt, Nicht leicht iſt zu gewinnen; werdet reden können Vor aller⸗ ker Art. bl Vertreiben durch Ein Wort; Habt Ihr Namn Vergebung der Sündn Neder⸗ mann, Tauft und lehrt alle gleich Und 7. Auch werdet ihr die Schlangen Reich. 375 gleich, Zu ſeiner rechten Hand. Nun kann er Alles wenden, Gewünſchte Hilfe ſenden. Die Noth bekannt. 9. Die Jünger aber gingen Und predigten mit Fleiß Von allen dieſen ingen Zu Gottes Lob und Preis, Mit Dienſt hierzu verhaft. Gott gab an allen Orten Auch Zeugniß ihren Worten, Durch ſeiner Wunder Kraft. J. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Geſchichte der Himmelfahrt Chriſti. Mel. Als Jeſus Chriſtus, Gottes, ls vierzig Tag nach 633.*X Oſtern warn Und Chriſtus wollt gen Himmel fahrn, Bſchied er ſein Jünger auf ein Berg, Vollendet da ſein Amt und ſprach: All Ding erfüllet geſchrieben Ihr ſeid aufs Neu be⸗ Werk. 2. Er ſind, Die man von mir findt In Moſis und Propheten Lahr, Die Schrift er ihn auslegte klar. 3. Alſo, ſprach er, hats müſſen ſein, Daß Chriſtus litt des Todes Pein Und mußt wieder vom Tod aufſtehn, Durchs Kreuz und Tod in ſein Reich Himmelreich ſelbſt rauben; Er iſt und 4. Im Himmel walt 8 gehn. iſt mir all Ge⸗ egebn, auf Erden gleicher Gſtalt; Deß ſollt ihr meine Zeugen ſein, Solchs wird mein Geiſt euch lehren fein. 5. Geht hin, predigt in meinem alle Völker ſammelt mir ein ewig 6. Wer gläubet und ſich taufen ihr im Trank empfangen Was Tödt⸗ läßt, Derſelb die Seligkeit empfäht; lichs da und dort, Solls euch doch ſchaden nicht. Auf Kranke legt die Hände, So nimmt der Schmerz ein Ende, ſticht. 8. Bald war der Herr genom⸗ men Hinauf ins Himmelreich, Hat V alle Macht bekommen Und herrſcht der in den Gliedern Wer aber dammt: Macht ſolchs in aller Welt bekannt. gehört, Mit Fleiß lehrt, J End; euch ſend. nicht gläubt, wird ver⸗ 7. Alls, was ihr von mir habt daſſelb ſie halten ch will bei Euch ſein bis ans a Wart, bis ich meinen Geiſt 8. Darnach der Herr hob auf ſein Händ, Geſegnet ſie und ſchied be⸗ hend Von ihn und fuhr in Him⸗ mel hoch, Sehnlich die Jünger ſahen nach. 9. In weißen Kleidern ſtanden da Zween Männer, die ſagten alſo: O ihr Männer von Galilä! Was ſeht ihr viel gen Himmele? 10. Dieſer Jeſus iſt aufgenommn In Himmel und wird wiederkommn, Gleichwie er auffuhr von euch jetzt, Zus Vaters Rechten er nun ſitzt. 11. Sein Reich hat er gefangen an, Alls muß ihm nun ſein unter⸗ than, Durchs Wort er ſelbſt ſein Kirch regiert, Mit Gaben er ſie ſchmückt und ziert. 12. Wie er nun in fuhr, Oeffnet er uns des Himmels Thür, Die Gfängniß er gefangen führt, Ohn End er nun herrſcht und regiert. 13. Am jüngſten Tag er zum Ge⸗ richt Wird kommen und ausbleiben nicht, Sein Lämmer er abſondern wird Von Böcken, der getreue Hirt. 14. Auf dein Zukunft mit Herz⸗ Begier Und Seufzen, Herr Chriſt, hoffen wir; Komm, lieber Herr, erlös uns ſchier, Hol uns aus dem Elend zu dir! N. Hermann, ſt. 1561. Chriſti Himmelfahrt der Grund unſerer Nachfahrt. Himmelfahrts⸗Lieder. 635. die Höh auf⸗ Himmel gfahren, Mel. Allein Gott in der Höh. 2 uf Chriſti Himmelfahrt 634. A allein Ich meine Nach⸗ fahrt gründe Und allen Zweifel, Angſt und Pein Hiermit ſtets über⸗ winde. Denn weil das Haupt im Himmel iſt, Wird ſeine Glieder Je⸗ ſus Chriſt Zur rechten Zeit nach⸗ holen. We eil er gezogen himmelan Und große Gab empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonſt nirgends, Ruh erlangen. hin, Da iſt auch ſtets mein Hen und Sinn; Nach ihm mich ſtets der⸗ langet. 3. Ach Herr, laß dieſe Gnade mich Von deiner Auffahet ſpüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Mag meine Nachfahrt zieren Und dann einmal, wenn dirs gefällt, Mit Freuden ſcheiden aus der Welt: Herr, hin doch mein Flehen! M. Joſua Wegelin, ſt. 1640. Vollziehung der Himmelfahte an uns. In voriger Melodie. aus höchſter Bgier, Mit Witt, n woll bewahren Uns arme Süme hier auf Erd, Die wir von weßt mancher Gfährd Ohn Hoffnung w kein Troſte. iſt gmacht, Uns ſteht der Hiu offen: Chriſtus ſchließt auf f großer Pracht, Vorhin wars N verſchloſſen. Wers gläubt, deß het iſt freudenvoll, Dabei er ſich den rüſten ſoll, Dem Herren nach folgen. 3. Wer nicht folgt und ſen Willen thut, Dem iſts nicht Emn zum Herren; Denn er wid a vor Fleiſch und Blut Sein Hinme⸗ reich verſperren. Am Glauben liegts ſo der iſt recht, So wird auch gwh das Leben ſchlecht Zu Gott im Hinn gerichtet.„. 4. Solch Himmelfahrt ſäht i uns an, Wenn wir den Vater fir⸗ den Und fliehen ſtets der Bahn, Thun uns dern: Die ſehn hinauf und 1 herab, An Treu und Lieb geht i Nichts ab, Bis ſie zuſammen on men.. 5. Dann wird der Tag erſt 5 denreich, Wenn uns Gott zun Denn wo mein Schatz gekommen kren ſen Glt uf dieſen Tag heden ken wir, daß Chriſtgn Und dantken Got 2. Drum ſei Gott Lob, der Nh Welblt zu Gottes gi⸗ nehmen Und ſeinem Sohn wird m hen glich As wir d d Muth 3 Gottwo *6. Ghr ſedm herrn der für und ſt gütorben rufertonden t Da Jat worhen, Daß wir nn nch zal Umtonme wh Sonder di lchn 0 d·t himnliſh gefre Mel. Jeus, mine Zuve 2 ꝗhuf nen 9 63 b. 44 Nahd dich zu heber. Nr de fir dich Alzallſme Fre Mene Seel winict al nehm bei Got au ſen. 2. Reiß dch dmn der Jſ doch Alls ulerei drt mein zewstnGnrb gaüge dindn Githe nen⸗Saat, Wonmdrtd 4,9, werdintt Mur Gelvor eden R ſen Herze Ltt. 8. ſe.Gn diſer werden. Venand bun tfe n, Daß nd e ² ut ſe na nget. ¹ Wm nihſa 3 Ace laß d D 57—. leſe G V eon dein ⸗Efah tſpirn un waht aulenit An achfahrtr in Und dn enn d efällt, M 8 heiden= er Welt. dn ich meiffTjen! ai = Joſua Wezein i Vollziſm der Hinnui in uns. M iger Malctie 3 5 8 dieſen da *— ken wir, daß 6 immel— In, Und dun us höch!— Bgier, Min oll befgn Üns am er auff— Die wir w ancher id Ohn Hoffm in Tro. 2. Dr i Gott Loh, n gmat as ſeeht dr fen: z us ſthißt u toßer. Voriin du erſchloſſ.Ders glutt t freud.:, Dabei er ſt iſten ſ— Dem Heren agen. 3. A auct folht u gilen ir Den ii im Hers Denn a m or Flei ad But Snt eich ve Am Glacai eich verſt 1. Am G Hder iſs=t, So wid u as Lebi echt Zu Gutin eridg dinnaliit ns an Qam wir at en Unſen ſtets n zahn, l uns zu ic ern: ehn hinal erab, 1. reu und 4 1 nihts. Bis ſie zuum lichts— nen. 9.— enreich m me ehmen de ſeinem dig Himmelfahrts⸗Lieder. 377 chen gleich, Als wir denn jetzt be⸗ nieder? Den Tröſter, den heiligen kennen. Da wird ſich finden Freud Geiſt, Zu Troſt der armen Chriſten⸗ und Muth Zu ewger Zeit beim höch⸗ heit. Kyrie, eleiſon! ſten Gut. Gott woll, daß wirs erleben.(2. Sitzt zu Gottes Rechten, Zu Zuſatz. Gut ſeinen Knechten, Da will er *6. Ehr ſei dem Herren Jeſu Chriſt, unſer Mittler ſein, Zu dem wir rufen Der für uns iſt geſtorben Und wieder ſolln allein. Kyrie, eleiſon!) auferſtanden iſt, Des Vaters Huld er⸗(3. Sein Volk beſchützet Wider den, worben, Daß wir nun nicht in Adams der uns trotzet, Das iſt der Fürſt Fall Umkommen, noch auch ſterben in dieſer Welt, Sein Wort er wohl All, Sondern das Leben erben. vor ihm behält. Kyrie, eleiſon!) D. J. Zwick, ſt. 1542.(4. Mit den Wohlthaten Will er . uns berathen, Deß ſei dir Lob, Herr Die himmliſch geſinnte Seele. Jeſu Chriſt, Daß du gen Himmel Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. gefahren biſt. Kyrie, eleiſon!) 707⸗.,; a(5. Halleluja, Halleluja, Halleluja! 636. Auf. mein Herze, ſchicke dich, Nach den Sternen Deß ſolln wir Alle froh ſein: Chri⸗ dich zu heben; Nur dach dene kann ſtus will unſer Troſt ſein. Kyrie, ür dich Auserleſne Freude geben. n! Chriſtoph Solius. keine Seele wünſcht allein Ange⸗ 4 Vet zu ſein. geeng V Der 110. Pſalm. 2. Reiß dich von der Erden ahn, ehen Iſt doch Alles voller Sünden; Aber Miel. Nun fteut euch liehen.. dort mein Jeſus kann Garben voll Ver⸗ 638 Der Herr ſprach in ſeinm gnügen binden; Es iſt hier nur Thrä⸗ 0 höchſten Thron Zu nen⸗Saat, Bis man dort die Ernte hat. Chriſto, meinem Herren: Du biſt mein 3. O, wer dieſes recht betracht, Hat eingeborner Sohn, Dir gbührt die nur Ekel vor der Erden. Raſt die Welt, göttlich Ehre; Drum ſetz dich zu ſein Herze lacht. Es muß endlich meinr rechten Hand, Bis daß ich leg beſſer werden. Niemand kommt nach die Feind allſammt Zum Schemel Kanaan, Er trifft eine Wüſte an. deiner Füße. 4. Hoffe nur und trag Geduld, 2. Der Herr wird dir auch aus Ob dir Gott befiehlt zu weinen, Es Zion Deins Reiches Scepter ſenden; geſchieht aus lauter Huld, Plagt Dein Wort ſoll ſich da heben an und liebt er doch die Seinen: Pein Und gehn bis zur Welt Enden, Daß und Trübſal muß allein Eines Chri⸗ du ſollſt herrſchen ganz und gar ſten Wappen ſein. Uebr aller deiner Feinde Schaar, 95. Roſen warten doch auf mich Daß ſie ihr Sünde büßen. In dem Paradies der Seelen: Nun, 3. Wenn du wirſt durch das Lei⸗ mein Geiſt, bereite dich, Brich die den dein Den Tod und Sünd be⸗ Maaht der finſtern Höhlen: Selig, kriegen, Und dir mein Volk ganz ſelig wirſt du ſein, Wenn du gehſt willig ſein, Durch dich im Glauben zum Biume Sch malc g. 1672, ſt. 1737 legen eDin weeden deine Kindr ge⸗ . e e. ee. born, Wie der Thau ühl und aus⸗ Altes Freuden⸗Lied von Chriſti Ronn Früh von der Morgen⸗ 4 1 Himmelfahrt. 4. Der Herr geſchworn hat über Mel. Chriſt iſt erſtanden von. dich Und wird ihm nicht gereuen: 637 Triſ fuhr gen Himmel: Du biſt ein Prieſter ewiglich, Den 4 Was ſand er uns her⸗ Gotts⸗ Dienſt zu erneuen, Ganz “ “——— 8——— meete———— 2 ——————-—“— ———— 2 2 5—,— 4 8————————— —————— nach der Weis Melchiſedek, Das alt Opfer muß gar hinweg, Wenn du dich ſelbſt läßt tödten.. 5. Noch wird der Herr ſtets bei dir ſein Und ſtehn zu deiner. Rech⸗ ten Und ſtrafen mit ewiger Pein All, die wider dich fechten, Zur Zeit, wenn einſt ſein Zorn ergrimmt, Die gwaltig Könige hinnimmt, Wird ſie mit Macht zerſchmeißen., 6. Er wird herrlich mit großer Pracht Unter den Er wird thun gar viel dem Fürſten dieſer Welt, Der ihm ſich ſtets entgegen ſtellt, Sein hölliſch Reich zerreißen. 7. In Schwachheit, Leiden, Kreuz und Tod Wird er hier zeitlich ſterben Und überwinden alle Noth, All Got⸗ tes Güter erben Und auferſtehn am dritten Tag, Daß er ewig regieren mag, Ein Köng über Himml und Erden. Burchard Waldis. Sehnſucht, Chriſto nachzu⸗ fahren. 639 D fähreſt, Jeſu, him⸗ * melauf, Ich bleibe noch auf Erden; O, laß auch mei⸗ ner Seele Lauf Zu dir gekehret wer⸗ den. Wie lange ſoll ich noch allhier Im Leben elend wallen? Komm, Jeſu, zeuch mich auch zu dir, Das ſoll mir wohlgefallen. 2. Dein Geiſt beginnet die Begier Zum Himmel zu erwecken Und lehret, daß mein Wandel hier Sich aufwärts möge ſtrecken. Im Leibe leb ich auf der Welt Und ſtrebe nach der Höhe, Nach dem gewünſchten Himmels⸗Zelt, Da ich dich, Jeſu, ſehe. 3. So oft hiervon ich Vorſchmack me In deines Wortes Gnaden, So wün In dir, der Welt entnommen. Himmelfahrts⸗Lieder. 4. Herr, führe doch zu dieſen vünſch ich, daß mein Leib erlieg, dich ni t allzu ſchmerzlich qudl: N Kein Sterben kann mir ſhabe 3 dich ichte lin id ahren Denn was ich hier im Vorſchmack aus dem hab, Allda wird ſein vollkommen, ſchönen Himmels⸗Saal, Da Jii Wenn ich im Himmel mich erlab mich wird tröſten. Tag Die Seel aus meinem Lae. O, daß ich noch nicht ſchauen mag Das, wo ich ewig bleibe! Ich hale ſchon ſo manches Jahr In Gitllii verweilet; Nun, Jeſu, nimm der Seele wahr, Die willig zu dir eil. 5. Jetzt nimm die Seel, bald Sel und Leib Vereinigt in den Himmal Damit ich bei dir ewig bleib, E⸗ löſt vom Welt⸗Getümmel. Komm Heiden richten; Gottes Wagen, bringt mich hin gi er große Schlacht den erwählten Schaaren, Daß ich Widr die, ſo ihn vernichten; Er wird bei eſu ewig bin, So bin ich woſ gefahren. M. H. Elmenhorſt, g. 1632,. lt. Gewiſſe Nachfahrt des Glänigm, Mel. Nun freut euch lieben. 6 40 Du fährſt gen Himt 4 Jeſu Chriſt, Die Sit mir zu bereiten, Auf daß ich Uit wo du biſt, Zu ewiglichen h Du fährſt, mein Heiland, in dith Auf daß ich in die Höh aucht Dieß kann mich recht ergöhen. 2. Du fährſt, mein Jeſu, wola an Und dringſt durch alle Hint Damit ich dir nachfahren kann ii dieſem Welt⸗Getümmel. Du n mein Jeſu, aus dem Leid Gegan in die höchſte Freud, Daß ſtete mich labe. b 3. Wo Jeſus iſt, da komm ich hn Bei Jeſu will ich bleiben, Dum ſteht zu Jeſu ſtets mein Sinn, Vch ſoll mich von ihm treiben. Ob h ſchon duld hier manche Nol 6 werd ich doch nach meinem Tod d Jeſu recht erquicket. 4. Verzage nicht, du Laß nur den Kummer meine u fahren Un Gelange Jammert al Hin in d — ——— : 5 Händel, um I D. Gottl. b ghett Ethüng iſ Ehühung. Rel. Pmuntre dich 6 4 zu Gbens⸗ pu Ehr tit ugeuomma Gen den Vater ſ ld di Fronmen. Wephli Sieg, Den d mn durd rn Keieg(waten ha en Und di gmn Ghr 2 Du dit dehäll Juth Ganz ntric be jaſt den Tafe Vetund denen Toy vrſchlunge ſeieget wet ud brett ih ſolche fenüttet, O. ſmm Leben Nach Wüde heben? 3, Du ſct dich zu Hand des Ktes hing Ales dir ha unevend was uns vre die ſ ungebracht, dunp) fnns gennce N gar Vahen Str henich S gen. 4. Nan ligt Ales dih ſelbſt 18 uosgene riſen Eng ſt ud narten unnen. D ſien auf dr gann U u metn Ver, Erd daden 1 du ſt n Luft dr nasau ſüßen S tal d ſeri en, Ii die wirs hiaöm en. an ſchon ſrznche Seele 5. JIMAinm diea und 9 erreinigt i 3 Damit ⸗Ebei dir ewig loſt vo elt⸗Getmne Gottes ⸗ en, bring ri den ere zen Schaare, bei Jeſ⸗g bin, So bhi gefahre — Elmenhorſ d l Gewiſſt= chfahrt des Gi un freut euch late mir zue 3 iten, Auf dyit wo duf. Zu ewigltn Du fäl KAnein Heiln n Auf j in die dän Dieß mich recht ergit 2. 1 hrfſt, menn in an Unf ugſt durh de Damit ir nachfahrai dieſem—t⸗Getümmt. mein rm aus den Aa in die)=ce Freud, Dät mich= 3. 1= cſus iſt da hm Bei J⸗oll ich blin „ſteht ſtets mein ein ſollm m ihm bün ſchon ier mante ſchon M hier mane werd h nach meumn. ZJeſu ſor rauickt. t 4. age nict, dm aus Ir ammerth mich 11— ie wilij 644—e Himmelfahrts⸗Lieder. Chriſti Erhöhung iſt auch unſere Erhöhung. Mel. Ermuntre dich, mein. u Lebens⸗Fürſt, Herr 641. Jeſu Chriſt, Der du biſt aufgenommen Gen Himmel, da dein Vater iſt Und die Gemein der rommen: Wie ſoll ich deinen großen ieg, Den du uns durch den ſchwe⸗ ren Krieg Erworben haſt, recht prei⸗ ſen Und dir gnug Ehr erweiſen? 2. Du haſt die Höll und Sünden⸗ Noth Ganz ritterlich bezwungen, Du haſt den Teufel, Welt und Tod Durch deinen Tod verſchlungen, Du haſt geſieget weit und breit: Wie werd ich ſolche Herrlichkeit, O Herr, in dei⸗ ſem Leben Nach Würden wohl er⸗ heben? 3. Du haſt dich zu der rechten Hand des Vaters hingeſetzet, Der Alles dir hat zugewandt, Da du, was uns verletzet, Die ſtarken Feinde umgebracht, Triumph und Sieg darans gemacht, Ja gar auf deinem Wagen Sehr herrlich Schau getra⸗ gen. 4. Nun lieget Alles unter dir, Dich ſelbſt nur ausgenommen; Es müſſen Engel für und für Dir auf⸗ zuwarten kommen; Die Fürſten ſtehen auf der Bahn Und ſind dir willig unterthan; Luft, Waſſer, Feuer, Erden Muß werden. V 5. Du, ſtarker Herrſcher, fähreſt auf V Mit Jauchzen und Lobſagen, Und gleich mit dir in vollem Lauf Auch der Poſaunen Klang: Mein Gott, vor allen Dingen Will ich dir auch Schatz Nicht lobſingen. 6. Du biſt gefahren in die Höh, Hinführend, die gefangen, Die uns mit hränen, Ach und eh Genetzet oft die Wangen; Drum preiſen wir mit ſüßem Schall, O ſtarker Gott, dich überall, Wir, die wir ſo viel Gaben Hierdurch empfangen haben. wir, Gib dir zu Dienſte für, 379 7. Du biſt das Haupt in der Ge⸗ mein Und wir ſind deine Glieder, Du wirſt der Glieder Schutzherr ſein, Wir dienen dir hinwieder. Du ſtärkeſt uns mit Troſt und Licht; Wenn uns vor Angſt das Herz zerbricht, Dann kannſt du Freud und Leben, Ja Fried und Freude geben.) (8. Du ſalbeſt uns mit deinem Geiſt Und gibſt uns treue Hirten: Die Lehrer, welch uns allermeiſt mit Himmels⸗Brod bewirthen. Du, Hoherprieſter, zeigeſt an, Daß deine Hand uns retten kann, Ja von der Höllen Rachen Uns frei und ledig machen.) 9. Du haſt durch deine Himmel⸗ fahrt Die Straße uns bereitet, Du haſt den Weg uns offenbart, Der uns zum Vater leitet: Und weil denn du, Herr Jeſu Chriſt, Nun ſtets in deiner Wonne biſt, So werden ja die Frommen Dahin zu dir auch kommen. 10. Iſt unſer Haupt im Himmel⸗ reich, Wie die Apoſtel ſchreiben, So werden wir, den Engeln gleich, Von ihm nicht ferne bleiben. Du wirſt uns deine Gliederlein, Mein Gott, nicht laſſen von dir ſein, Die da ſo feſt vertrauen, Dein Herrlichkeit zu ſchauen. (11. Herr Feſu, zieh uns für und Daß wir mit den Gemüthern Nur oben wohnen ſtets bei dir In deinen Himmels⸗Gütern. Laß unſern Sitz und Wandel und Wahrheit geht mehr, den tauſend Wagen; Du fäh⸗ in deinem Weſen, reſt auf mit Lobgeſang, Es ſchallet iſt, geneſen.) ſein Wo Fried herein, Laß uns Das himmliſch 12. Hilf, daß wir ſuchen unſern hier in dieſem Leben, ondern nur dort, wo du den Platz Wirſt Gottes Kindern geben. laß uns ſtreben dem, was künftig werden ſoll: So können zelt Ach, feſt und wohl Nach wir ergründen, Wo dein Ge⸗ zu finden. 13. Zieh uns nach dir, ſo laufen uns des Glaubens Flügel 380 Lilf daß wi ſiehen uf Iſraelis Hügel. Mein Gott Aui Jſunr ich doch dahin, Woſelbſt ich ewig fröhlich bin; Wann werd ich vor dir ſtehen, Dein Angeſicht zu ſehenne„S„ 14. Wann ſoll ich hin ins Para⸗ dies, Zu dir, Herr Jeſu, kommen? Wann koſt ich doch das Engel üß? Wann werd ich aufgenommen? Mein Heiſand, komm und nimm mich an, luf daß ich fröhlich jauchzen kann Und klopfen in die Hände: Gelobt ſei Gott ohn Ende! V J. Riſt, g, 1607, ſt. 1667. weit von hier Offener Himmel, beſiegte Hölle. b Mel. Nun lob, mein Seel, den. 6 42 Feohlockf jetzt mit Hän⸗ 4 den Und jauchzet Gott mit ſüßem Schall, Ihr Völker aller Enden! Lobſinget ihm mit lautem Hall; Es fähret auf mit Prangen Der Held von Iſrael, Nachdem er hat gefangen Tod, Teufel, Sünd und Höll; Jetzt iſt er aufgeſtiegen Gen Himmel klarheitsvoll; Kommt, laſſet uns ſein Siegen Betrachten recht und wohl. 2. Was hat doch erſt gelitten Des Allerhöchſten liebes Kind! Wie hat der Held geſtritten, Als ihn die Feinde ſo geſchwind Und grauſam überfielen! Sein Leib wohl ſchwitzte Blut, Das Völklein mußte kühlen An ihm den heißen Muth. Nun hat ſichs ganz verkehret, Der vor verach⸗ tet war, Wird nunmehr hoch geehret Auch von der Engel Schaar. 3. Der Herr hat ausgezogen Die Fürſtenihümer und die Macht Der Starken ſo gebogen, Daß er den Sieg davongebracht; Darum iſt Chriſtus worden Das Reich, die Kraft, das Heil, Und dieß kommt unſerm Orden Abſonderlich zu Theil: Der Satan iſt bezwungen Durch den ſo herben Krieg, Der Tod auch Himmelfahrts⸗Lieder. 4. Jetzt kann und will ich pochen Mein Gott, Tod, Teufel, Hölle, Sünd und Met Dein Stachel iſt zerbrochen, O Wir ger, und du ſelbſt gefällt: Die hil iſ leben In Gottes Freuden⸗Reich. 5. Es iſt uns aufgeſchloſſen N längſt verſperrte Gnaden Thür, Um Chriſti Reichs⸗Genoſſen Regieren mi ihm für und für. Gott iſt ui mehr bedecket Mit Wolken, wie j⸗ vor; Der Fluch uns nicht nen ſchrecket: Hebt man jetzund eue Das Haupt, Herz Mund und Hande Wird man gewiß erhört, Die Fein⸗ ſchaft hat ein Ende, Der Zorn zun nicht mehr währt. 6. Hat mich nun gleich betuft 4 dieſer Welt Kreuz, Angſt Da kann ich ohne Trübſal Drum alle Schmach auf Erdem ſonſt verzehrt mein Herz, Muß erträglich werden; Denn was mag der Schmerz, Im Fall ichin⸗ bedenken Die Ruh und Sichett Die mir mein Gott wird ſcheite In jener Ewigkeit. 7. Ei, ſoll und muß ich ſtectn Mir iſt der Himmel aufgethan, W Leib muß zwar verderben, Der Gl geht eine andre Bahn; Gar ſthe wird er geführet In Gottes mäh Hand, e keine Qual ihn ull Und wo ſein Vaterland. Bald wi das Stündlein kommen, Daß 1 des Grabes Thür Mein Leih wi ſammt den Frommen Zum gehn herfür. 8. Inzwiſchen ſitzet droben de Herr zu Gottes rechter Hand, ſelbſt ihn herrlich loben Die bein lun ſ lchem eiſch zu finden dd Cbel Gs mäſſe nun vech — ——— — — 1 iſt verſchlungen, Gelobt ſei Gott, im Sieg.. t ſchon zerſtöret, Die Sünd iſt ah gethan, Ei, kommet doch und hörz, Was auf dem Sieges⸗Plan zu Wunder ſich begeben, Wie wir, dn den Engeln gleich, Dort ewig ſolln ein; Der Himmel ſteht mir h Lebn S d Iſt unst Suana An guts den, Was uns betrübt ſo ſehr; dn J en Thei regeret In unt da er uns m Sindn gan hLob ſi dr Her Diu dihſäbſt ause den hinn haſt geſch dn Tunh davonge d afföſtloſſen W dahe in Und uns emſe Vurdnet fü Ai, Guc gelnger nen dzzrhlich, En u fnoen t dinss Va a Niſ, g. Alttt latewicedeutſch un er gimmelf M. Iiwerit Christas 6(us Ween Vhanbäujal. an rex gore. Hälle 65 Himmlaufyeihr d hui. D güi Fäus Chriſ. Haletna 1 deist Uähatrddex fnja. Gubexät gelun Haleluja à Et ſch zu 32 R ſict ar nchr and Halläli un fmud alſnd. dal 8 dien Vhent dliha batrgDaxigigen man iDwülüden .3 Aitefl 8 Saleäan 4 Im com dalleluiat g Ils en tin decedii d de 1 den(leſt 4 O uja! 8e 14 Aun ſit ha Vnn hlei 35 rochn 5 de Fn del nalentmbor leluja i o Himmelfahrts⸗Lieder. 381 unſer Theil regieret In großer Herr⸗ altig lichkeit, Wohin er uns auch führet, keit, Halle uja! Von nun an bis in Von Sünden ganz befreit. Ewigkeit! Halleluja! 9. Lob ſei dir, Herr, geſungen, M. Frank, ſt. 1639. Daß du dich ſelbſt aus eigner Macht SGen Himmel haſt geſchwungen Und Erweckte Himmels⸗Begierde. en Engg acheh Wuß den Triumph davongebracht; Daß H g See ich, Dot en du haſt aufgeſchloſſen Des Himmels Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. den AMets Fadan goldne Thür, Und uns zu Reichs⸗ 644(ott fäͤhret auf gen Him⸗ 5. Es aufgeſteßt Genoſſen Verordnet für und für. To LEymel Mit frohem Ju⸗ 8 Ach, laß es doch gelingen Der from⸗ bel⸗Schall, Mit prächtigem Getümmel 6. Lob ſei der heilgen Denifaitig. h. 1;; d dr 5 zhriſti Na Genoſſenn men Schaar zugleich, Ein Loblied dir Und mit Poſaunen⸗Hall. Lobſingt, hm für— Ir anen zu ſingen In deines Vaters Reich! lobſinget Gott, Lobſingt, lobſingt mit nehr bei=Mr i Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Freuden Dem Könige der Heiden, 9 A** 8 ehhe(Dem Herren Zebaoth. à nit zniſh. gor 2. Der Herr wird aufgenommen hrecket. Alter lateiniſch⸗Deutſcher Nymnus g en, eeter vuh bäuns von beifch deutſches Der ganze Himmel lacht; Um ihn eeDal— en Numm on der Him gehn alle Frommen, Die er hat frei dud me Viß erhört, di Mel. Surrexit Christus hodie. „1 gemacht. Es holen Jeſum ein Die haft hqf 1 Ende, Da zu 6 43 Coelos ascendit, hodie, lautern Seraphinen, Den hellen Che⸗ icht mett hrt.* Whalleluja! Jesus Chri- rubinen Muß er willkommen ſein. 6. Hatrer nun gleihn stus, rex gloriae. Halleluja! 3 3. Wir wiſſen nun die Stiege, n dieſe lt Kreuz, Pni( en Himmel aufgefahren iſt, Hal⸗ Die unſer Haupt erhöht, Wir wiſſen bein; mmel ſteht n—— leluja! Der König der Ehren, zur Genüge, Wie ma P leluja! n zum Himmel da kantm ohne duha Jeſus Chriſt. Halleluja! geht. Der Heiland geht voran, Will drum af hmach aufGdr 2. Sedet ad patris dexteram, hal- uns nicht nach ſich laſſen, Er zeiget mſt veut amein Her, N leluja! Gubernat coelum et terram. uns die S ſt f. non. Halleluja! tagli Dmn„2. Er ſitzt zur rechten Gottes⸗ denken Ruh ud d. Hand Halleluja! Herrſcht über Him⸗. Denae. Gott ww mel und alle Land. Halleluja! hen von der Erden Dorthin zu un⸗ 4—— ket 3. Jam finem habent omnia, hal- ſerm Schatz, Ihr Herzen, macht euch in lenes Mell. 3 leluja! Patris Davidis carmina. Hal- V auf: Wo Jeſus hingegangen, Dahin 7. Ei, el☚ und nuß ihſt leluja! b ſei das Verlangen, Dahin ſei euer V 1u traßen, Er bricht uns ſichre Bahn. 4. Wir ſollen himmliſch werden, Der Herre macht uns Platz; Wir ge⸗ dir iſt— inmel aufgit.3. Nun iſt erfüllt, was geſchrieben Lauf! eih m= venenn it, Halleluja! In Pſalmen von dem 5. Laßt uns zum Himmel ſpringen ot eint en Bahm verren Chrit. Halleluja! Mit herzlicher Begier; Laßt uns zu⸗ ird er tet an Gt 4. Jam dominus cum domino, gleich auch ſingen: Dich, Jeſu, ſuchen eend, inr dun h halleluja! Sedet in dei solio. Hal- wir, Dich, o du Gottes⸗Sohn, Dich ind wo u Vaterand. M leluja. . Weg, dich wahres Leben, Dem alle as Stii kommen, 1 4. Nun ſitzt beim Herren Davids Macht gegeben, Dich, unſers Herzens 8 Grs= hür Nin Herr, Halleluja! Wie zu ihm ge⸗ Kron! mmt—rſcommen au ſprochn hat der Herr. Halleluja4 6. Ade mit deinen Schätzen, Du 4 ber 5. In hoc triumpho maximo, hal- trugesvolle Welt! Dein Luſt kann nicht ean 31 13 ſitet don leluja! Benedicamus domino. Hal- ergötzen. Weißt du, was 8. A N 4 6„ uns gefällt? tur in leluja! b„Der Herr iſt unſer Preis, Der Herr eerr nn loben N 5. Nun dankt dem Herren Jeſu iſt unſre Freude Und köſtliches Ge⸗ lbſt ih i Stmn d Chriſt, Halleluja! Der heut gen Him⸗ ſchmeide: Zu ihm geht unſre Reis. in; ineem dwuun mel gefahren iſt, Halleluja! 7. Wann ſoll es doch geſchehen? leiſch ſf den, d, 6. Laudetur sancta trinitas, hallel. Wann kommt die liebe Zeit, Daß wir 8 41 ei Deo dicamus gratias. Halleluja! ihn werden ſehen In ſeiner Herrlich⸗ en, W 1 keit? Du Tag, wann wirſt du ſein, Daß wir den Heiland grüßen, Daß wir den Heiland küſſen? Komm, ſtelle dich doch ein! D. G. W. Sacer, g. 1635, Der Wandel im Himmel. Marc. 16, v. 14— 20. Mel. Gott Lob, es geht nunmebr. 6 4 5 ott Lob, der Weg iſt mir . gebahnet, O triumphi⸗ render Herr Chriſt! Daß ſich mein Geiſt beweglich ſehnet, Zu ſein, wo mein Erlöſer iſt. Ich ſeufze täglich mit Begier: Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir! 2. Der Oelberg zeigt mir deine Füße, Wie ſie zur Himmelfahrt be⸗ reit; Da gibeſt du die Abſchieds⸗ Küſſe Den Jüngern zu der letzten Zeit. Ach, wende dich doch auch zu mir: Zeuch mich nach dir!:,: 3. Du gibſt den Jüngern harte Worte Bei ihres Herzens Härtigkeit. Der Glaube führt mich nach dem Orte, Den uns dein Sieg hat einge⸗ weiht; Drum ſei der Zweifel weit von mir: Zeuch mich nach dir!: 4. Du mußteſt endlich auferſtehn; Alsdann folgt deine Himmelfahrt. Laß mich vor aus dem Grabe gehen, Darin die Sünde mich verwahrt; Alsdann treff ich die Himmels⸗Thür: Zeuch mich nach dir!:, 5. Du läßt dein Wort bei uns zu⸗ rücke, Das ſoll hinfort epredigt ſein: Das ſind die rechten Liebes⸗Stricke, Die ziehen uns zum Himmel ein. Im Wort iſt ſchon der Himmel hier: Beuch mich nach dir!„ 6. In dieſer Welt ſind lauter Schlangen, Man ſchenkt uns Gift für Labſal ein; Drum laß mich bald dahin gelangen, Wo es wird ewig beſſer ſein. Ach, reiche deine Hände mir: Zeuch mich nach dir!::: ſt. 1699. — 3 dort geſchah dir!: Ich frage nicht nach jener Höhe Wo deine Stapfen ſollen ſein; Wem ich nur feſt im Glauben ſtehe, Get ich gewiß zum ein Triumph iſt mein mich nach dir!:: ſt noch einmal wieder kommen, Gleichwie du aufgefahne d ſchon iſ 7. Die Wolke wird dein Him⸗ mels⸗Wagen; Mein Tod wird eine Wolke ſein, Die mich in deinen Schooß wird tragen, Wo lauter Himmelfahrts⸗Lieder. dir!:, 8. um Himme 9. „ 10. Du wir — allhier: Licht und Sonnenſchein. Komm i⸗ verſehen auch zu mir: Zeuch mich na „Ich ſehe dir mit Glaubens⸗ Blicken In deinen Freuden⸗Himme nach; Du wirſt mir auch ſchon Män⸗ ner ſchicken, Wie deinen Jüngen „Daß mich ihr Pot l führ: Zeuch mich nat Himmel ein. Dem biſt; Alsdann werd ich auch auf⸗ nommen Da, wo mein Bürgertett mich nach dir! Benj. Schmolck, g. 1672, ſ. Andächtige Zueignung der ie melfahrt Chriſti. Mel. Freu dich ſehr, o meine Senl ußit 3 6 46. Ber. auf Erden m leiden Und bin de Warum willtee ährſtdu Armen der bleibe dohn Angſt und Weh. ſcheiden? Warum f in die Höh? Nimm mich auch mit dir! O mir, Daß ich dich und deine Gaben Möge täglich bei mir haben. 2. Laß dein Herze mir Und nimm meines mit hinauf, ich Seufzer zu dir von mir den Himmel auf; beten kann, Rede Denn du ſitzſt zu ſeiner rum hilf uns, deinen 3. Zeuch die Sinnen von Daß ich Ueber alles dir himmliſch werde, noch ſterblich bin, U meine Zeit Richte nach der Em Bis wir auch zu dir gel du biſt vorangegangen. ſchicke, Mac Und ſo i — der Eitle hin, Mache ſöt ch nit du den Vater m Rechten, è Knechten. = Le & — — S — — Panier: Zeuch t. Indeſſen bleibtmein Wunſc Zeuch mich nach dir! Jeh aurit Wem 1 — =ä= 1 — = — — 6 dit dß 9t ſüblls iberge dih auc de Nnen an ih bittch 5 4 da dienen am. Ronhe in vder ſit Ac ſ uir i, Aim Ste Fihe,de ai ihwe ¹ Men Bahung m Daher in des Nurs Hal vede gegenwirtg Del en wn als, NM der ln di u. dum bri au hh um an tn Gde Min Geiſt hände Konn um e Zei dr der dugtes zuge erliſ ma Gäer, Die in Gune aat gichte diſe e vn Vort fit nd nh uageſand. n mz un dier F Laip Jemam, 9. 16 rndixe Gthutt zur- an. Nel Eſtian it det he ( 14 ſe Pu C. 46 ¹ Amur 39 ni m i ſets iu un i 1 iſe en 2 emn Wer ſendheg; nit m 1 10 don ni Lieder —— — dirſ. mt. gahr „Ich— dir mi ſe 3 mit Ga ten um mennt 3. intru ¹ ſchicg Wie dein ai tded= Daß ni i din=ühr: deuch nt I= nihtmim a pfen ſolln ei 5 na 0. Di= ſt voch einman men,= chwie du wi Abm verd ic he umen= wo mein zin niſt.* ſſenbleibtmen deer:—m mich nach d h naf b *= Schwolck, 3. 1n dächt= zueignung d mahrt Chriſt Nel. ich ſehr, o min 46 Derr, auf Edat igſt. deh. Vamn n mibe den? Wanni die un Nimn ni ch m Oder bliet r, D dich und det oge 1 bei mir hün 2. G” in Herxe m anas mehdt ad nitmn inesn hn Seu dir ſchick, AM ;. Un ſi ten Nem Rede du d rhi 3 delmn hr 3 S= Sman eber=— Eite di is m 8. h u di fun rbiſt en engennh ſtmn ur Glauben ſi gewi ☛ Himmel m TritMiſt mein mir ** leiden Undi Bahn, Himmelfahrts⸗Lieder. 4. Dir iſt Alles übergeben, Nimm dich auch der Deinen an; Hilf mir, daß ich chriſtlich leben Und dir bil⸗ lig dienen kann. Kommt der Sa— tan wider mich, Ach, ſo wirf ihn unter dich, Zu dem Schemel deiner Füße, Daß er ewig ſchweigen müſſe. 5. Meine Wohnung mache fertig Droben in des Vaters Haus, Da ich werde gegenwärtig Bei dir gehen ein und aus, Denn der Weg da⸗ hin biſt du; Darum bringe mich zur Ruh Und nimm an dem letz⸗ ten Ende Meinen Geiſt in deine Hände.. 6. Komme, wenn es Zeit iſt, wie⸗ der, Denn du haſt es zugeſagt, Und erlöſe meine Glieder, Die der Tod im Grabe nagt. Richte dann die böſe Welt, Die dein Wort für Lüge hält, Und nach ausgeſtandnem Leide Führ uns ein zu deiner Freude! Casp. Nenmann, g. 1648, ſt. 1715. Freudige Sehnſucht zur Nachfahrt Jefu. Mel. Erfchienen iſt der herrlich. 6 47 He Jeſu Chriſt, zieh 1. uns dir nach, So wie dein heilger Mund verſprach: Du wurdeſt himmelan erhöht, Wohin der Wunſch der Deinen geht. Hal⸗ leluja! 2. Wenn du uns ziehſt, ſo laufen wir und richten unſern Weg zu dir; Laß uus im Geiſt ſtets fahren auf Und fördre unſern Sieges⸗Lauf. Halleluja! 3. Doch geht Niemand zum Him⸗ mel ein, Er muß zuvor erniedrigt ſein; Kreuz, Demut und des Flei⸗ ſches Tod Sind vor der Auffahrt dein Gebot. Halleluja! 4. Die Reiſe, die das Haupt ge⸗ than, Iſt gleichfalls ſeiner Glieder o dieſer eines von dir weicht, Wird die Gemeinſchaft nicht erreicht. Halleluja! .5. Wer ſtandhaft iſt, den läßt du nicht Und gibſt ihm Lehr und Unter⸗ 383 richt, Kommſt ſelbſt und bieteſt ihm die Hand Und nimmſt ihn aus dem Waiſen⸗Stand. Halleluja! 6. Dein Abſchied und was einſt geſchehn, Zielt auf ein fröhlich Wie⸗ derſehn Und ward den Jüngern offen⸗ bar, Als Zeit und Troſt vorhanden war. Halleluja! 7. Du gingeſt in die Herrlichkeit Und haſt die Wohnung zubereit, Die iſt der Frommen Aufenthalt Und Schutz vor Trübſal und Gewalt. Halleluja! 8. Die Stätt iſt ihnen da be⸗ ſtimmt, Wo Fried und Ruh kein Ende nimmt. Du biſt bei ihnen dort und hier, Ihr beſter Umgang iſt mit dir. Halleluja! 9. Hier ſucheſt du ſie freundlich heim, Dadurch gewinnt ihr Glück den Keim; dort grünet, blüht und trägt es Frucht, Die rechter Glaub und Hoffnung ſucht. Halleluja! 10. Du biſt in Wort und Thaten nah, Verlangt dich wer, ſo biſt du da, Dieweil dein Thron, und was du biſt, Zur Rechten deines Vaters iſt. Halleluja! 11. Durch dich wird Gottes Werk mit Macht Im Reich der Himmels⸗ Höh vollkracht, Und du beherrſcheſt auch die Welt, Daß Alles dir zu Fuße fällt. Halleluja! 12. Ihr Menſchen, gebt ihm denn Gehör Und achtet dieſer Welt nicht mehr; Wer noch an dieſem Untern klebt, Gelangt nicht dahin, wo er lebt. Halleluja! 13. Hebt euer Aug und Herz em⸗ por, Es ſchalle nur in eurem Ohr Und ſei der Sinnen Ziel geſteckt, Wo, wann und was er auch entdeckt. Halleluja! 14. Das fördert euch die Selig⸗ keit Und mindert euer zeitlich Leid. Wer zu ihm führt, erkennt ſein Licht Und ſchauet Gottes Angeſicht. A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. Freude über des erhöhten Hei⸗ landes Sieg der auch unſer Sieg iſt. MNiel. Heut triumphiret Gottes. 6 48. eut fährt mit Freuden * Gottes Sohn Hinauf zu ſeines Vaters Thron, Halleluja, Halleluja! Er gehet ein zur Herrlich⸗ keit, die überall iſt ausgebreit. Hal⸗ leluja, Halleluja!— 2. Er hat zerſtört des Teufels Macht, Sein Heer erlegt und um⸗ gebracht, Halleluja, Halleluja! Wie mit Gewalt ein ſtarker Held Im Treffen ſeine Feinde fällt. Halleluja, Halleluja! 3. Zwing unſer Fleiſch, Herr Jeſu Chriſt, Der du der Sünder Heiland biſt, Halleluja. Halleluja! Daß wir, indem du uns machſt rein, Theil⸗ haftig deines Sieges ſein. Halleluja, Halleluja! 4. Laß ſein den Feind in uns ge⸗ dämpft, Weil du uns haſt das Heil erkämpft, Halleluja, Halleluja! Tilg aus ſein Werk, daß er nicht mehr Sich wider unſre Seel empör. Hal⸗ leluja, Halleluja! Zeuch und führ uns mit dir zugleich Als Gottes⸗Kinder in dein Reich, Halleluja, Halleluja! Da wir ein ewig Freuden⸗Lied Dir aufzuopfern ſind bemüht. Halleluja, Halleluja! 6. Gott Vater, ſei von uns ge⸗ preiſt Sammt deinem Sohn und heil⸗ gem Geiſt, Halleluja, Halleluja! Der heilge unſrer Seelen Grund, Damit dir danke Herz und Mund. Halle⸗ luja. Halleluja! A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. Frende auf den Himmels⸗Wagen. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Momm mit dem Himmels⸗ 649. K Wagen, O Jeſu, laß mich tragen: Ich kann nicht weiter gehn. Du biſt hinauf gefahren, Da laß auch mich verwahren, Laß mich nicht länger draußen ſtehn. mich D. Himmelfahrts⸗Lieder. 2. Komm mit dem Himmels⸗Ma⸗ gen, Laß mich nicht ferner plage Schau doch mein Elend an; Num mich ins andre Leben, Da wirds Ruhe geben Vielmehr, als man ge⸗ denken kann. 3. Komm mit dem Himmels⸗Ar gan, Ich werde dann nicht klagan Denn dort iſt Fröhlichkeit. Dort hu man keine Mängel, Dort leben wi als Engel, Dort findet Friede ſih ſtatt Streit. 4. Komm mit dem Himmels⸗Wr gen. Wer wollte denn verzagen? pf habe Gottes Geiſt. Du haſt mit de nem Gute, Mit deinem I Aleiſch un Blute, Herzliebſter Jeſu, mich geſpet 5. Komm mit dem Himmelsr gen, Kein Feind ſoll mich vetſaze Ich komm in Gottes Hand Feinde mögen kriegen, Ich kami deſſen ſiegen Und geh ins ut Friedens⸗Land. 4 6. Komm mit dem Himmehl gen, Ich werde nicht mehr fez Wie ſteht es in der Welt? 3 in Sternen⸗Auen Wohl beſſre gi ſchauen. Weg, weg mit Chre, Git und Geld! 7. Komm mit dem Himmelse gen, O Troſt in alten Tagen! N ganze Leib iſt matt, Die Zeiten ſi verflogen, Die Kraft iſt ausgeſcſe Komm, komm, ich bin des Lebens 3 8. Komm mit dem Himmels⸗Ue gen, Kein Kummer wird mich nane Dort gibt es keine Noth. Laß michzut Wagen ſteigen, Laß mir dein Ant zeigen, Mein aufgefahrner Menſchmn Gott! M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. Lobſingen über Jeſu Auffahtt. In eigener Melodie. 6 50 Lobſin e doch, lobſing . VI werthe Chriſtenheit hebe dein Stimme empor mit gin Freud Und dicht ein ſe auf dieſe liebe Zeit; Dieweil 4 Oſter⸗Herr aufs Neue triump Mit ſeiner Sieges⸗Fahn die ho == —= ſchönes G Pulkn ttr’ Dbe ſih bir mn 2 Mi Jüchn hen gen Hinm h dülln Pera 9 den Tod und dafel⸗ Stid um Stwadt, feülg Volk iemt a de cwig im w o vemdnet ſin, Rte dieg nit Freldn aus à Gleihwie g un Finnal wid gübtt wagrer Gitt hrrch Und uns un dnnen ren Gabe zit eo w. ſen Tay ebäderurmme frenger ißt dech Geſtat, W alen Un tizta gang md Al. „4 Wr bin dih, Stihſer dl Wel, Sch „ Setn Hel Duc ſeine 6 und weangite„ 1 ſd vem uu om tihr vehyy var, an —— —— —— —— =Z=S — 9 u) ſahtung des aünfadenen 1 erde dan it ſt Frdhlicti m—Nängel, dot . Dort findet i 4 Ken mit dem Hm a. A ollte denn den be G Geiſt. Du t m G.= Mit deinen ute, ſeuebſter Jeſu, me 5. Kr mit dem zin 7, K eind ſoll mihf 9 karin Gottes 9 inde—n kriegen, zii ſen an Und geh t nedene— d. 6. Ar mit dem him a, JII Ade nicht me ie ſts; in der Wall Ster e rluen Wohl b auen., weg mid d G 2 7. Km mit dem Him 1, Orr in alten da nze u d matt, De ſ flogen? e Kraft it w⸗ mm, Im, ich bin del 8. Kotm mit dem Him n, Kei. mmer wirdnt art gih e säne Noh. Ait agen n, Laß mir R gen, 1 t ufgefahrne dtt! Neunherz,„. Lobſi rüber Jtſt Ai 82 igener Melodie 30¹ f dieſ i t ſeini iege obſinge doh. 1 une üin den D mme empa, nd 1 gricht en üir e dii dm er⸗He mufs Mak he ter He. s⸗Jahn 1 8 „ ſolch Ehr und Lob gehührt. 2. Mit Herr gen Himmel fährt, Nachdem der Pfort er gänzlich abgekehrt. Dem Tod und Teufel auch zerbrochen arum ſein Engelein, Die ewig ihm von Gott zum Dienſt Höllen Schild und Schwerdt, D heilig Volk ſammt allen verordnet ſein, Iſt emſig, Sieg mit Freuden auszuſchrein. 3. Gleichwie er nun gar ſanft gen Himmel wird geführt, wahrer Gott er herrſchet und regiert aus mit ſchö⸗ ziert, So wird am jüng— ſten Tag er wiederkommen bald, Ein ſtrenger Richter doch in ſichtbarer Geſtalt, Ohn allen Unterſchied zu Und uns von dannen nen Gaben richten Jung und Alt. 4. Wir bitten dich, o Herr, du Schöpfer aller Welt, Schau uns mit Gnaden an, bedeck in deinem Zelt Dein arm erlöſtes Volk, So dich in Ehren hält, Daß uns des Satans Grimm und Zorn nicht übereil, Und bring uns nicht mit Liſt um unſer Seelen⸗Heil Durch ſeine Mord⸗Ge⸗ ſchoß und todt⸗vergifte Pfeil. 5. Und wenn du kommen wirſt in Wolken zum Gericht Und Alles, was bisher verborgen war, ans Licht Soll werden dargeſtellt vor deinem An⸗ geſicht, Ach Herr, ſo gib uns nicht nach unſerm Thun den Lohn, Ver⸗ giß dein ſtrenges Recht, aus Gna⸗ den unſer ſchon Und hol uns ein zu dir in deinen Freuden⸗Thron! Lob und Anbetung des in Him⸗ mel gefahrenen Jeſu. Himmelfahrts⸗Lieder. Wolken rührt, Dabei ihm billig denn Jauchzen dieſen Tag der Da als ein Mel. Wie ſchön leuchtet der. 651. C4, r. deme, gehe erhieltſt das Feld, Und heute dich ge⸗ ſetzet Zu deines Vaters rechter Hand: Die Feinde ſind nun übermannt, So dich vorhin verletzet, Daß fort Sie dort und Leben Iſt dir völlig übergeben, 385 2. Die Engel alle dienen dir, Der Auserwählten ihr Gebühr Iſt, Jeſu, dich zu lohen, Weil du den Segen wiederbracht, Da du mit Majeſtät und Pracht Gen Himmel dich erho⸗ ben. Singet, Klinget, Jubiliret, tri⸗ umphiret, daß ihr ehret Chriſtum, der gen Himmel fähret. 3. Du biſt das Haupt, hingegen ſolchen wir Sind Glieder und allein von dir Entſtehet unſer Leben; Auch aller Se⸗ gen, Stärk und Kraft Und was uns ſonſten Nutzen ſchafft, Wird uns von dir gegeben. Dringe, Zwinge Mein Gemüthe und Geblüthe, dich zu prei⸗ ſen, Lob und Dank dir zu erweiſen. 4. Zeuch, liebſter Jeſu, uns nach dir, Hilf, daß wir fleißig für und für Nach deinem Reiche trachten. Laß uns von Sünden allzeit rein, Hingegen voll von Tugend ſein, Das Eitle zu verach⸗ ten. Unart, Hoffahrt Laß uns meiden, chriſtlich leiden, was uns drücket Und uns deine Hand zuſchicket. 5. Sei, Jeſu, unſer Schutz und Schatz, Sei unſer Hilf und beſter Platz, Darauf wir uns verlaſſen; Bring uns dahin, wo du nur biſt, Weil hier doch Nichts, denn Jammer iſt Und Elend ohne Maßen; Lügen, Trügen, Angſt und Plagen täglich nagen, ſtünd⸗ lich quälen Alle fromme Chriſtenſeelen. 6. Herr Jeſu, der du durch dein Blut Uns armen Menſchen biſt zu Gut Ins Heiligthum gegangen; Komm, hol uns doch auch gleichfalls nach, Laß unſers Lebens Ungemach Ein ſelig End erlangen. Dafür olln wir Fier und oben ewig lo⸗ ben deinen Namen, Bring uns nur dahin bald, Amen! Sehnſucht, daß Jeſus uns bald nachhole. Von Gott will ich nicht. Mel. V Jlein Jeſus fuhr gen 652. M n. Jeid Da er den Lauf vollbracht. ir zu Füßen liegen müſſen; Tod G ſch bin noch im etümmel, Laß ndc nicht aus der Acht. Ach, hole mich auch nach. Ich 25 Himmelfahrts⸗Lieder. wäre gern dort oben. Wann werd ich zet ihm mit großem Schall, Diewei nachgehoben? Hilf aus dem Ungemach. er ſeiner Gottheit Macht Duech ſeinen 2. Komm, Jeſu, machs nicht Sohn ans Licht gebracht: Triumph, lange; Komm, Jeſu, komm nur bald. all Mir wird auf Erden bange, Komm, ſus hat den Feind gefäll. komm, mein Aufenthalt. Mein Herz 2. Er iſt erſtanden von dem do verlangt nach dir. Die Welt wird Der Lebensfürſt, der wahre Gott mir zu enge; Zeuch mich aus dem Er hat des Teufels Burg zerſtön Gedränge. Komm, ſtille die Begier. Und 3. O, mache mich im Leiden In⸗ Triumph, ꝛc. deſſen unverzagt, Daß man mit allen 3. Er iſt erſchienen wie ein Bii Freuden Die ſauren Gänge wagt. Und hat bethört der Feinde Witz; E Iſt meine Kraft zu ſchwach, So hilf hat bewieſen du ſelber tragen. Du ſtärkſt ja ſonſt zuvor verkündigt hat, Triumphen in Plagen Die Deinen tauſendfach. 4. Er hat nun überwunden gar 4. Gehts gleich in meinen Aeng⸗ Sein Leiden, Trübſal unb Geſahr ſten Bisweilen harte her: Wenn mir Sein Haupt trägt ſchon mit großen am allerbängſten, So währet die Glanz Den ewig grünen Kerben⸗ Beſchwer Nur eine kurze Zeit. Dort Kranz. Triumph, ec. folget nach dem Klagen, Nach Kum⸗ 5. Die Wunden, die er hier in⸗ mer, Angſt und Zagen Rechtſchaffne pfing, Da er ans Kreuz genagll Lieblichkeit. hing, Die leuchten wie der Morgen 5. Du haſt das Heil verſprochen, Stern Und ſtrahlen von ihm ii Und ob es manchmal ſcheint, Ob und fern. Triumph, ꝛc. würde das gebrochen, Was dieſer 6. Er iſt nun voller 8 große Freund Uns zugeſaget hat, Und herrſchet über Ort und Zeie Doch wird zu ſeinen Chren Zuletzt lebt voll Freud im Paradeis i der Ausgang lehren, Dein Wort ſei hört mit Luſt ſein Lob und P lauter That. Triumph, ꝛc.. 6. Ich will auf dein Verſprechen 7. Nun danket Gott, ihr Cheiin Mit meinem Glauben baun: Du wirſt all, Und jauchzet ihm mit graen mir das nicht brechen. Wir wollen Schall. Ihr ſollt in ihm ind dir vertraun: Du wirſt die Zuverſicht auferſtehn Und in die ewge Frau Dereinſt mit Chren krönen. Die gehn. Drum ruf Triumph de Welt mag immer höhnen, Mein Je⸗ ganze Welt, Denn Jeſus hal di ſus läßt mich nicht. Feind gefällt. 7. Der Himmel ſoll mir werden: Und da wird alles gut. Du fähreſt von der Erden, Das macht mir Herz und Muth und lindert alle Pein. Dein Vater iſt mein Vater Und pu biſt mein Berather; Drum muß ich bei dir ſein. V M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Triumph⸗Lied über Jeſu Chriſti Auffahrt. Vater unſer im Himmelreich. un danket Gott, ihr 3. Daß unſer 9 1 Chriſten all, Undjauch⸗ Chriſt, Wahr Gottes⸗Sohn, Mii Seaiauet Segen der Himmelfahrt Chriſi Mel. Als vierzig Tag nach Oſtetne 654. Lobſengt be Erzeigen Chriſto güttiheg Mel. 653. J. Scheffler, g. 1624, ſt.1ö0 Gott Kinder, all: Der ha cchall. 11 Triumph ruf alle Welt; Denn N Und Gottes Himmelreich gemehn, en mit der That, Was n warden it dei fre glſehr Und gonnen Ehr. ‧ Der her hat reri bt ſoll tit. Lofagt im, vbſmget in mi a 5 Pn ſe Grbe nit, Wr ſid den et. Do ihn di en Uid doin mi den.. 6. Gs hht mit un Vuth: Ter nm, S da Alfenm 4 E dn ſind Dah Gotte in. JI. I hn 6 hanb, f d e dh ln töf me d ii Van d ms be fis Nor AI baut a di Für aupn ſund u Alein de Glnb 4 3 reht Giantni C 23. Nerbeip Gaſt ſärt, Gaud w ge ii und m. et Und us n drib 8 n n Trüb * heilen do he teue 8 3 Lieder. t ihm mi ſeine 66 S riumne= Pdntt numph Vit. 2 h d=m gt . Ex iſ aden unm der Leben er nin 4 hat d fels Wm nd Got 8 at bewig— it der Thn d vvor verſi- Jt hat dan 4. Er ranz. ph, v. 5. Die= den, di a ing, N ans Kre ing, Diß= ten wie de btern U phlen von h nd fern— umph, u. 6. Er lenun voler: ind hert⸗= üͤber Ort ud bt vollr md im Pam ört miten ſein Loh m riumph S 7. Nu Iket Got, in , Unſe E chzet ihm me ſchall.— ſollt in in uferſtehß d in die an ehn. mMl! ruf Tin anze AR Denn Jeb geind ☛☚. 4 5 g 3. Scheffler z 3 Segen himmelfuht Mel.“ ierjig Taß uh .8 Rn frut at 354 Kinder, A ährt af großem ehn nget i— obſinget in hm mi er Lüm 1 2. D und 43 deer Ci t Chißnig Ind— ihm Das tm lieben Eht 3. ſfunſer b hriſt,= r Gottesch Himmelfahrts⸗Lieder. worden iſt, Deß freuen ſich die En⸗ 8 ſehr Und gönnen uns gern ſolche r 4. Der Herr hat uns die Stätt bereit, Da wir ſolln bleibn in Ewig⸗ keit: Lobſinget ihm, lobſinget ihm, Lobſinget ihm mit lauter Stimm! 5. Wir ſind Erben im Himmel⸗ reich, Wir ſind den lieben Engeln gleich: Das ſehn die lieben Engel ern Und danken mit uns Gott, dem errn. 6. Es hat mit uns nun nimmer Noth: Der Satan, Sünd und ewge Tod Allſammt zu Schanden wor⸗ den ſind Durch Gottes und Marien ind. 1 7. Den heilgen Geiſt ſendt er herab, Auf daß er unſre Herzen lab Und tröſt uns durch ſein gött⸗ lich Wort Und uns behüt vors Teu⸗ fels Mord. 8. Alſo baut er die Chriſtenheit Zur ewgen Freud und Seligkeit; Allein der Glaub an Jeſum Chriſt Die recht Erkenntniß Gottes iſt. 9. Der heilge Geiſt den Glauben ſtärkt, Geduld und Hoffnung in uns wirkt, Erleucht und macht die Herzen 6 Und uns in Trübſal nicht ver⸗ äßt 10. Was uns die göttlich Majeſtät Am heilgen Kreuz erworben hat, Das theilet aus der heilge Geiſt, Darum er unſer Lehrer heißt. 11. Der Vater hat den Sohn ge⸗ ſandt, Der Sohn wird anders nicht erkannt, Ohn durch den heilgen Geiſt allein, Der muß die Herzen machen rein. 12. So manche ſchöne Gottes⸗Gab Welt Ein Bringt uns der heilge Geiſt herab Und uns vorm Satau wohl bewahrt: Das ſchafft des Herren Himmel⸗ fahrt. 13. So danket nun dem lieben Herrn Und lobet ihn von Herzen Pern, Lobſinget mit der Engel Chör, daß man es in dem Himmel hör: 14. Gott Vater in der Ewigkeit, Es ſagt dir deine Chriſtenheit Groß feſt 387 Chr und Dank mit höchſtem Fleiß, Zu allen Zeiten Lob und Preis. 15. Herr Jeſu Chriſte, Gottes Sohn, Gewaltig, herrlich, prächtig, ſchön, Es dankt dir deine Chriſten⸗ heit Von nun an bis in Ewigkeit. 16. O heilger Geiſt, du wahrer Gott, Der du uns tröſt in aller Noth, Wir rühmen dich, wir loben dich und ſagen Dank dir ewiglich. D. E. Alberus, ſt 1553. Die Worte Chriſti. V Marc. 16, v. 15. 16. Mel. O Gott, du frommer Gott. 72 8 ſüßes Gnaden⸗Wort, 655. 0g Das Jeſu Mund läßt fließen, Das ſich an allem Ort Der Erde ſoll ergießen: Geht hin in alle Welt Und predigt Gott zum Ruhm, Weils ihm alſo gefällt, Das Evan⸗ gelium. 2. Dieß iſt die Friedens⸗Stimm Und Botſchaft vieler Freuden, Die ohn Geſetzes Grimm An Juden und an Heiden Erſchallet in der Zeit Und noch im Herzen ſchallt: Ach, daß es wär bereit, Dem Ruf zu folgen bald! 3. Gott iſt noch jetzt getreu, Er bietet an den Frieden, Das Herz zu machen frei Vom Sünden⸗Fluch hie⸗ nieden; Allein der Menſ verſtößt Den Rath der Seligkeit Und ſündiget getroſt Auf Gnad in Sicherheit. 4. Ach, denk, mein Herze, nach Der großen Güt und Gnade Und ſteh auf, weil es Tag, Daß dir die Nacht nicht ſchade, Die bald einbre⸗ chen möcht. Ach, ach, es iſt der ſchreckliches Gericht Für Undank feſt beſtellt. 5. Gott läßt die Gnaden⸗Stimm Von Neuem heut erſchallen: Wach auf, mein Herz, vernimm, Was Got⸗ tes Wohlgefallen: Dieß Evangelium Will dich aus Gott ganz neu Gebä⸗ ren wiederum; Drum komm in wah⸗ rer Reu. 6. Wer glaubt und iſt getauft Und im Glauben bleibet, Dem hilfts, 25* daß er erkauft; gläubet, Himmelfahrts⸗Lieder. Wer aber ſo nicht Denn es iſt Alles auf Erden voll⸗ Kann nicht die Seligkeit Er⸗ bracht. langen, ſondern iſt Verdammt, a Herzeleid Und iſt ein nicht im bleibſt doch Himmelreich wird das dir doch nur glaubt, falſcher 7. Biſt du getaufet gleich im Glauben, So Der Satan rauben Und wer zum Schein Nicht in der Liebe flammt, Chriſt. Und Wie Gottes Wort vorſchreibt, Der bleibt todt und verdammt. 8. Ach, daß die böſe mal möchte faſſen Und das, gefällt, Von ganzem Herzen w ahn, Da mir ſteht offen, Alles zu hoffen Den falſchen Glaubens⸗ man ſich bildet ein, Daß auf der Sün⸗ Man könne gläubig ſein. verdammter Schein, Herz verführeſt Und Nichts, als Weh und Pein Und Höllen⸗ Der Glaube kann nicht ſtehn bei Sünden⸗Werk und Gräul muß untergehn, den⸗Bahn 9. Hinweg, Der du das Furcht gebiereſt! Thun; Der Welt Es ein⸗ was ihr haſſen: Soll Gott im Herzen ruhn. 10. O Jeſu, leite mich In meinem anzen Leben, Damit mein Herz zu dir Sich möge hoch erheben Und Him⸗ So halten, bis ich dort, Wo man dich ewig preiſt, Ein⸗ gan melfahrt im Geiſt geh zur Himmels⸗Pfort. Laur. Laurenti, g. 1660, ſt. 1722. Troſt⸗Lied wegen entnommener ſichtbaren Gegenwart Chriſti. Mel. Liebſter Immanuel, Herzog. 6 56 Hüßeſter Jeſu, wohin biſt 2O. du kommen? Iſt deine Wohnung nicht mehr in der Welt? Hat dich der Vater uns wieder ge⸗ nommen, Daß dir der Himmel alleine gefällt? Laß doch auf Erden Dieſes werden, Daß wir den Herren noch der Herrlichkeit ſehn. c2. Nein, liebſte Seele, die Zeit iſt vergangen, Da der Sohn Gottes Men Trage nur weiter kein ſolches Verlangen, Das ſich mit irdiſcher Gegenwart tröſt. Unſere Gaſſen Hat er verlaſſen; die Menſchen erlöſt: 3. Wohl denn, mein Heiland, ſo fahre mit Nernden⸗ Weil du ſo herr⸗ lich die Hölle beſiegt; Herrſche nach deinem bluttriefenden Leiden Ueber den Haufen, der gegen uns kiigt. Stoße danieder, Was dir zuwider Bis wir auf Erden vollkommen erlöſtf 4. Bin ich doch, Jeſu, dein Fleiſch und Gebeine, Da, wo du bleibeſt da komm ich auch hin; Deine Ver⸗ ewigung bringet auch meine, Wil ich von deinen Erlöſen bin. N Daxum, weil Jeſus im Himmel re⸗ giert. 5. Sei nun gelobet, du König de Ehren! Alles, was Odem hat, bere dich an. Deinen Ruhm ſoll auch mein Herze vermehren, Dir will ih dienen, ſo lang ich nur kann, Bis i den Deinen Wieder erſcheinen Undſe wirſt richten am Ende der Welt. 6. Bleibet, ihr Sünder, der W luſt ergeben, Meine Gedanken alle bei Gott. Wo mein Erlöſent da will ich leben: Irdiſches achti für Schaden und Koth. Auf ſein Throne Liegt meine Krone: Ane das glaub ich, es wird auch geſchehne Casp. Neumann, g. 1648, ft. Ii3 Unſer Bruder im Himmel Mel. Erſchienen iſt der herrlich. 657 Wi danken dir, Hm . Jeſu Chriſt, Daß d gen Himmel gefahren biſt, O ſtae Gott, Immanuel, Stärk uns 6 Leib und an der Seel! Halleluin 2. Nun freut ſich alle Und ſingt und ſpringt ohn alls Leid. Gott Lob und Dank im hüh ſten Thron! Unſer Bruder iſt Gor tes Sohn. Halleluja! we hah 3. Gen Himmel iſt er gefahren hot Sein Macht und Gnad unendlich i Wahr Gott und Menſch zu ale Friſt. Halleluja! Chriſtenhet Und iſt doch allzeit bei uns noch, „ Nrtberal Hin Aeber al Gngel lüber al Neuſcen all Kreanin führ z Zur hen G at dag al h. Al Tng nötethen, Gcts! Shn. Hleb Al Tan d und Td Gralnä dot, vrdull dran, Da dig wu han Halllhn 7. Wäll den de thuut Un hi iyr Nauh Mt vi fragt nap dire Nac anſer Weir, hale Ar it da he 8 dem Mand. Uner Nin un Ta 1 jaleäja dl ihn der 6* — — — — 5 — — — = —= — — — — — — — — — — = — —i —. —— — —— — —— — — — S —— y= y= — n Sal vn uns in ln da 4 Näleüja lnen wol d.h. Selneec es les auf Ga G, mein Heln enit fA n, Weld 1 1 da— jegt, Henſten Sen nden Lda n daufs r gegen uns re „dauſ Was d un dur al= an vollunmaa Gin Jeiu, daß mm mch hin. Din ing bſge auch mei on d Elb m, w Sei 1r relobet, du ſn u A= pas Oden e an.— m KRuhm ſai Herznehren, Dr m 7, ſo m ich nur kann, deiner Lher erſcheinal richtst(nde dr M Bleib„r Sünder, R ergeb.„hNeine Gedate dei G.—Wo mein(l ill ich eln: Idiſches Schad: d Koth. Aff ne Lt Fueine Krone. k. Zlaub wird auch Ca mann, g. 1646 i Inſer* Kher im Him Mel. nen iſt der hentt v danken d 7. hrit,d Himn Hahren bil 1 „J umruel, Stä und ar Seel hul Nun aer ſich ale Git ſing u ſoringt 9 Go und duni Thro nfer rü Sohn leluial Gen eul itergitn iſt Beallzeit bi m Ma a Gna 93 2 Halleluja! Himmelfahrts⸗Lieder. 4. Ueber all Himmel hoch erhebt, Ueber all Engel mächtig ſchwebt, Ueber all Menſchen er regiert Und alle Kreaturen führt. alleluja! 5. Zur Rechten Gotts, des Vaters groß, Hat er all macht ohn alle Maß, All Ding ſind ihm ganz unterthan, Gottes und der Marien Sohn. Halleluja! 6. All Teufel, Welt, Sünd, Höll und Tod Er allein überwunden hat. Trotz, wer da will, es liegt Nichts dran, Den Sieg muß er doch allzeit han! Halleluja! 7. Wohl dem, der ihm vertrauen thut Und hat in ähm nur friſchen Muth! Welt, wie du willſt wer fragt nach dir? Nach Chriſto ſteht unſer Begier. Halleluja! 8. Er iſt der Herr und unſer Troſt, Der uns durch ſein Blut hat erlöſt, Das Gefängniß er gefangen hat, Daß uns nicht ſchad der bittre Tod. Halleluja! 9. Wir freuen uns aus Herzens⸗ Grund Und ſingen fröhlich mit dem Mund: Unſer Bruder, Fleiſch, Bein und Blut Iſt unſer allerhöch⸗ ſtes Gut. Halleluja! 10. Durch ihn der Himmel unſer iſt: Hilf uns, o Bruder, Jeſu Chriſt, Daß wir nur feſt trauen auf dich Und durch dich leben ewiglich. Halleluja! Lehr, Des Teufels Trug und Liſten wehr! Halleluja! Herrlichkeit, Führ uns aus dieſem anmerihal In deines Himmels und ſein reuden⸗Saal. Halleluja! 13. Amen ſingen wir noch ein⸗ mal, Sehnen uns in den Himmels⸗ Saal, lein Das Amen wollen ſingen fein. 389 Alles unſer, weil Jeſus im Himmel iſt. Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebaͤude. 2A o iſt Jeſus hingegan⸗ 658. gen? Er fuhr den Himmel auf; Uns den Himmel zu erlangen, Schleußt ſich ſein ſo ſaurer Lauf, Ja, ſein Gang durch Kreuz und Leiden Endet ſich mit Himmels⸗ Fienden So ſoll ich auch herrlich tehn Und durch Kreuz in Himmel gehn. 2. Herr, du biſt in Himmel kom⸗ men; Doch du bleibſt auch da mein Freund, Haſt dein Herz mit hinge⸗ nommen, Das es mit uns treu ge⸗ meint. Du halfſt gern gebeugten Leuten: Du hilfſt noch in dieſen Zeiten. Zu dir ſteht die Zuverſicht: Deine Liebe läßt mich nicht. 3. Hat man dich nicht im Geſichte, Merken wir doch deine Kraft, Krie⸗ gen Glanz von deinem Lichte, Brin⸗ gen Frucht durch deinen Saft. Deine Fahrt iſt uns kein Schade; Denn wir finden Gnad um Gnade, Weil dein Gnaden⸗Brünnlein quillt Und das Haupt den Leib erfüllt. 4. Ich kann Allem Trotz gebieten, Es ſei Teufel oder Welt; Jeſus herrſcht in ihrer Mitten, Der mich ſchützet und erhält. Das ſchmeckt meiner Kehle ſüße Recht zum Schemel deiner Füße Müſſen dieſe Feinde hin: Alſo bleibt mir mein V b V b V V mund heißt? uns in der Und die Da wir mit deinen Enge⸗ Ei, was D. N. Selneccer, g. 1532, ſt. 192. ſprecher zu ſein. Sollten wirs ihm nicht wagen? Kann uns Gott Etwas verſagen, Wenn mein Jeſus ewinn. 5. Nun kann ich getroſter beten, Jeſus geht in Himmel ein, Seine Behen zu vertreten Und ihr Für⸗ mit Geiſt Selber unſer Vor⸗ 6. Nun kann ich getröſtet werden ſchnöde Welt verſchmähn. ſoll die Luſt der Erden? 8 durf nur gen Himmel ſehn: Da oll i meine beſten Gaben, Womein Haupt, was Rechtes haben, Da ſind da ſoll ich ſein: So iſt ja der Him⸗ mel mem. V 7. Nun werd ich mich ſchlecht be⸗ trüben, Ob mir was verloren geht; Iſt mir doch mein Theil geblieben, Jeſus hat mich ſchon erhöht, In ſein Himmelreich verſetzet, Und das iſts, was mich ergötzet. Iſt es hier gleich noch ſo ſchlecht: Droben iſt mein Bürger⸗Recht. 8. Er hat uns die Stätt bereitet Und anjetzt den Gnaden⸗ Thron Tröſtlich über mich gebreitet. Einſt wird dieſer Gottes⸗Sohn Uns zum Glücke wiederkommen, Da wird man zu ihm genommen. Jeſu, komm, hol uns zu dir, Zeuch uns nach, ſo laufen wir! 9. Unſer Geiſt verlangt zu ſchei⸗ den, Sieht den Himmel fröhlich an: Alſo ſterben wir mit Freuden, Weil der Himmel aufgethan. Jeſus Chriſt hat ihn durchbrochen, Jeſus hat uns auch verſprochen, Daß er uns nach⸗ ziehen will. Flügel her, dort iſt mein Ziell M. S. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Vom jüngſten Gericht. 6 59 Zeuch uns nach dir, So .₰½ laufen wir Mit herzlichem Verlangen Hin, da du biſt, 8 Chriſt, Begier; b nen: So dürfen wir Nicht, hier Den Kummer⸗Faden ſpinnen. Zeuch mich nach dir! Hohel. 1, v. 4. Mel. Ach Gott und Herr. Jeſu Aus dieſer Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir In Libhs⸗ ier; Ach, reiß uns doch von hin⸗ wir Nicht länger 3. Zeuch uns nach dir, Herr Chriſt und führ Uns deine Himmels⸗Stege Wir irrn ſonſt leicht Und ſind ve⸗ ſcheucht Vom rechten Lebens⸗Wege. 4. Zeuch uns nach dir, So falgen wir Dir nach in deinen Himme Daß uns nicht mehr Allhier beſchwet Das böſe Welt Getümmel. 5. Zeuch uns nach dir Nur fir und für Und gib, daß wir nachfahten Dir in dein Reich, Und mach we gleich Den auserwählten Schaam Ludämilia Eliſabeth, Gräſin v. Schwarzburg⸗Rüt ſtadt, g. 1640, ſt. 1672 —ꝛ—x—:———yyjy-——— 2 XVIII. Vom jüngſten Gericht. Gottes nahende Gerichte der Welt ſich mehrendem Verderben. In bekannter Melodie. 1 ch Gott, thu dich er⸗ 660. A barmen Durch Chri⸗ So gar ſtum, deinen Sohn, Uebr Reich und V über Armen, Es wird ihm Keinr entlaufen. 2. Gott hat uns lang gerufen Durch ſeine treuen Knecht; Unſ Ohrn ſind aber nicht offen, Darum geſchieht uns Recht. Sein Straf habn wir jetzt in dem Land, Ich fürcht, ihr ſind mehr vor der Hand; Gott woll Hilf, daß wir Buße thun Und ſich ein Jedr d ,use thut! Ich fürcht, Gott hat gebunden ein Ruth, Er will uns damit ſtra⸗ fen, Den Hirten mit den Schafen, ſie von uns wenden Und ſ Gnad uns ſenden, Es ſteht i Veinen Händen. 24 3. Es gſchehn groß Wunder⸗Fe⸗ ſchen, Noch ſchlagen wi Alls i Wind, Die uns ſollten erweichen, ſind wir verblendt, wir erkenn die Wahrheit nicht, M uns jetzt Gottes Wort bericht, Na wir uns daran kehrten ſperrten. beginn der Welt; Ein jeder mah wohl leſen, Was den iſt, Ein jeder braucht ſein get Und ihm ſein Schweiß Daß nur ſein Groſchen klinget. Und ſeiner Gnad begehrten, Nicht ſo dawider 4. Aerger iſts nie geweſen Von A Chriſtus hat meldt; Kein Lieb noch Glaub aufc 3 und Liſt; Der Reich den Armen zwin iit; Der Reichden abdringet, zKer nt Alls rit de A mit irem Saufn ud Fre and geoßer Pact G Linge leden ſiht, d rict ohaſch ſin nit wig vetlorer, Dem. dn,Pir ſäſe, nie 6 Cott i gwi dur, un. — ½ G2 Da ſict ale nen beend, A Fagt. Da glübt nitt, der wli ſ prcht. E. hm wo näüten, W kulen zälten. de danl h 1 Ai Aat li Das vid vakyfn d) ſe dem inz Grhe tehnſtie, Der duf datt, Ih nm Varverach ugtgi Aitot, Trehtdeusn N pid ſän 1 45 An dild ſiin w da Hülen⸗ 6 à(grſi ſe 8 Cnrſt ſe nu dfült 8 3 dhir duj nän f di ii in Ahdr ſii gen ud 36nich mah n . „ v. 4, 6) Gott und Ser 59 th uns uah Wo. uns nach 1— ufen wir Mig , da du bit —, 4 A P=iieſer Vel h 2. Zeu S nach di gier; eiß uns dohn n. Sgt men wir N 1 Den= mer⸗Faden 3. Jeu mn znach dir d führf deine Himm ir leicht Undi eucht Ja rechten Leber 4. Zeu Ss nach dir 8 r Dirh D in deinen aß ung mehr Allhin 8 böſlt Getümnul 5. Zen is nach dr d für ib, daß wirm r in Jrxteich, Undm lich d Ferwählten Ludämilia Elf —in v. Schwarzuu tadt, g. 1640,. gſten Wricht. vonm wenden l nad 1= ſenden, G nen K. n. 3. EIs Ihn groß Wh en, R= cchlagen wii ſind, Duns ſolle t o gafö wir dat r erkee e Wahrhet s jetzt Ties Wort hit r uns⸗n kehrten b nad l⸗ ten, Nit ſ rrten. 4 314— iſts nie erii zelt; Ein ſe Vas Chritt r iieb noch Ga Leib und Seel Vom jüngſten Gericht. 5. Wer kann Alles ermeſſen, Was treibt die Welt mit Macht Mit ihrem Saufn und Freſſen, Hochmuth und großer Pracht? Gott wirds die Länge leiden nicht, Schau, daß dich nicht erhaſch ſein Gricht, Sonſt biſt ewig verloren, Dem Teufel auser⸗ koren, Wär beſſer, nie geboren. 6. Gott eilt gewiß zum Ende, Das ſeigt all Kreatur; Er wird kom⸗ men behende, Deß habn wir ſchön Figur. Das gläubet der Gottloſe nicht, Der wohl in ſeinem Herzen ſpricht: Es kann noch lang Zeit währen, Wir wollen ſchlemmn und zehren. Der Teufel thut ſies lehren. 7. Die Welt läßt nun nicht abe, Das wild vielköpfig Thier, Man werf ſie denn ins Grabe: Es wird ge⸗ ſchehen ſchier. Der Teufel hats dahin gebracht, Daß man Gott und ſein Wort veracht, Fragt Nichts nach ſeinm Gebote, Treibt daraus nur ein Spotte, Sagt wohl: Es ſei kein Gotte. 8. Die Axt iſt ſchon geleget Dem ſ Baum an ſeine Wurz, Als uns Jo⸗ hannes zeiget, Ins Feuer muß er kurz. Wohl dem, der es zu Herzen nimmt Und wacht, wenn ſein Erlö⸗ ſer kömmt: Liebt allezeit das Gute, Der wird ſein wohl behütet Ja vor der Höllen⸗Gluthe. 9. Chriſtus ſein Prophezeie Iſt nun erfüllet gar; Ein Jeder merk dabeie Und nehm fein eben wahr, Daß Gott aus ſeinem Munde, Die Welt wird gehn zu Grunde. 10. Solchs Alles iſt verborgen In der Gottloſen Sinn. Das ſieh alle Morgen, Wie läuft die Welt dahin, Daß ſie nur krieg das zeitlich Gut, Das Ewge ſie vergeſſen thut; Daran thut Niemand denken, Thut b verſenken, Manch Chriſten mag es kränken. 111. Gott hat in ſeiner Hute All, die er hat erweckt, Erkauft durch Chriſti Blute, Am Kreuz hoch aus⸗ t man Der V nicht Satan er ſein Leben anders ſchick Und keit! Hier iſt Chriſtum in ſein Herz verſtrick. Nie⸗ aber ewiglich mand weiß, welche Stunde, Spricht Schreien. Ach, 391 geſtreckt, Da er uns All erlöſet hat Vom Teufel, Sünd und ewgem Tod, ſelbſt für uns geſtorben, Des Jaters Huld erworben, Sonſt wärn wir All verdorben. 12. Dieß Lied ſei jetzt geſungen Zu Troſt der Chriſtenheit Den Al⸗ ten und den Jungen; Und dem ſein Sünd iſt leid, Der bitte Gott allzeit um Gnad, Daß er nimmer in Sün⸗ den bad, Das helf uns Gott allſam⸗ men, Zu Lobe ſeinem Namen, Durch Jeſum Chriſtum, Amen! D. Erasmus Alberus, ſt. 1553. Sonſt: M. Gabriel Volck. Bedenk das Ende! Sir. 7. v. 40. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 661 Bedenk, Menſch, das Ende, Bedenke deinen Tod! Der Tod kommt oft behende: Der heute friſch und roth, Kann morgen und geſchwinder Hinweg ge⸗ torben ſein; Drum bilde dir, o Sün⸗ der, Ein täglich Sterben ein! 2. Bedenke, Menſch, das Ende, edenke das Gericht! Es müſſen alle Stände Vor Jeſu Angeſicht. Kein Menſch iſt ausgenommen, Hier muß ein Jeder dran Und wird den Lohn bekommen, Nachdem er hat gethan. 3. Bedenke, Menſch, das Ende, Höllen Angſt und Leid, Daß dich blende Mit ſeiner Eitel⸗ ein kurzes Freuen, Dort Ein kläglich Schmerzens⸗ Sünder, hüte dich! 4. Bedenke, Menſch, das Ende! Bedenke doch die Zeit, Daß dich ja Nichts abwende Von jener Herrlich⸗ keit, Damit vor Gottes Throne Die Seele wird gepflegt: Dort iſt die Le⸗ bens⸗Krone Den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken Der Zeiten letzte Reit Daß ſich nach dir zu Laß mich den deinen Richter⸗Stuhl, Laß mich auch nicht verachten Der Höllen Feuer⸗ ein Herze ſei bereit; Tod betrachten Und lenken Pfuhl! Vom jüngſten Gericht. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten, 8. Dir iſt allein bewußt Die m⸗ I. Doct du weif Auf Fine letten Tag Mit Buße gefälſchte Luſt Und edle Seelen— IM jent ur ſbis b mich bereiten Und täglich ſterben Speiſe In deinem Paradeiſe, de ih däzuikhen Und ſo mag! Im Tod und vor Gerichte kannſt du wohl beſchreiben; Ich kann Di ale Stund und Steh mir, o Jeſu, bei, Daß ich Nichts mehr, als gläuben. Kni dr dage im Himmels⸗Lichte Zu wohnen 9. Doch was ich hier gegläutt dis jid Herr würdig ſei! Das ſteht gewiß und bleibt Nen au ii din dud in Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 1737. Theil, dem gar nicht gleichen dA U niß vetke T Güter aller Reichen: 4 4 andre; Am uit ſcrebe, 3 Süße Gedanken von dem Eingange Gui vergohe. Mein Erbtheil, dar a al d in das ewige Leben bei der Zu⸗ 10. Ach, Herr, mein ſchönſte kunft Jeſu Chriſti. Gut, Wie wird ſich all mein Bun. Auunglts d In allen Adern freuen Und auf das aij Mürgien Mel. Auf meinen lieben Gott. Neu erneuen, Wenn du mir wir 662 ie Zeit iſt nunmehr nah, mit Lachen Die Himmelsthür au⸗ 1bn 4 8. . 1 Herr Jeſu, du biſt da: machen. 1 Na. Bf wwilic Die Zeichen, die den Leuten Dein An-⸗ 11. Komm her, komm und u⸗ 669 Nrluü kunft ſollen deuten, Die ſind, wie wir pſind, O auserwähltes Kind, Konm, Vima i — geſehen, In großer Zahl geſchehen. ſchmecke, was für Gaben Ichmd aäl eten Bo de 2. Was ſoll ich denn nun thuen? mein Vater haben; Komm, wiſtt inip i, Me ct Ich ſoll auf dem beruhen, Was du ſagen, weide Dein Herz in ewn utn l Jls des mir haſt verheißen, Daß du mich Freude! tzand Verboryen leg wolleſt reißen Aus meines Grabes 12. Ach, du ſo arme Welt, dW bemd zu he 8 Kammer Und allem andern Jammer. iſt dein Gold und Geld Hier pui 2 Pr nän ur 5 3. Ach, Jeſu, wie ſo ſchön Wird dieſe Kronen Und mehr; als oitz ſatt In Futm itg mirs alsdann ergehn! Du wiſt mit Thronen, Die Chriſtus hingeſtt wms in Ginante u0 tauſen Blicken Mich durch und durch Dem Volk, das ihm gefället ſenad ſtg P erquicken, wenn ich hier von der Erde 13. Hier iſt der Engel Land, P uthiga ſn. ſi Zu dir mich ſchwingen werde. ſelgen Seelen Stand, Hier hrt Anan Glaun 4 4. Ach, was wird doch dein Wort, Nichts, als ſingen, Hier ſeh ich ſut de ſt agaa O ſüßer Seelen⸗Hort, Was wird als ſpringen; Hier iſt kein nitßte a t wſtne doch ſein dein Sprechen, Wenn dein kein Leiden, Kein Tod, kein bin im i d 8 — 4 Herz wird ausbrechen Zu mir und Scheiden. ö...eem n d meinen Brüdern, Als deinen Leibes⸗ 14. Halt ein mein ſchwahn i, d Gliedern! Sinn! Halt ein, wo denkſt du ſi 8 5. Werd ich dann auch vor Frend Willſt du, was grundlos, grindn de ſolcher Gnaden⸗Zeit, Den Augen Was unbegreiflich finden? Hier nlſ ihre Zähren Und Thränen können der Wit ſich neigen Und alle Ne⸗ wehren, Daß ſie mir nicht mit Hau⸗ ner ſchweigen..u fen Auf meine Wangen laufen? 15. Dich aber, meine Zier, N 6. Was für ein ſchönes Licht Wird laß ich nicht von mir, Dein wilich mir dein Angeſicht, Daß ich in je⸗ ſtets gedenken, Herr, der du m nem Leben Werd einſtmals ſehen, wirſt ſchenken Mehr, als mit mi⸗ geben! Wie wird mir deine Güte ner Seelen Ich wünſchen kann t Entzücken mein Gemüthe! zählen. 7. Dein Augen, deinen Mund, 16. Ach, wie iſt mir ſo wehe Den Leib für mich verwundt, Darauf ich dich aus der Höh Her ſehen wir feſt vertrauen, Das werd ich Alles uns kommen! Ach, daß zum He 4 ſchauen, Auch innig herzlich küſſen Irunnmen Du meinen; unſc n 1 Die Mal an Händ und Füßen. illen Noch möchteſt heut erfü 1 — —— 8. Diff Wullei 8. Ulein bepg jälſcht—ſt lnn peiſe 4 1 Anem Pandei unſt dt— b e creiten 1 chts Uoals üͤter 6—3 hn ut ver⸗—= Miin Gr ſtehet. ü 1— 10 3— Herr, ma 1, I dd ſih alm allet m freuen Unu u ern=— Wenn u m meckeſt= für Gaben in Wrm aben. Komn hen, ſi= Dein Her n eude! 12. A— u ſo arme M dein= und Geld ha ſe Kri= Und mehr, d dronen e Ghriſtus ſn em W. as ihm gefält 13. 1.—* der Engl i gen Sll Stand, Finf chts, ggen, dierſch 3 jprſ Hier iſ i n Leit Mein Tod, ini cheider 14. mein men t inn! 1. Tein, wo dentd illſt is grundles das ut illich finden⸗ 8 r Witf r neigen Ui ſchi. 1 5. 1— e neineie 3ich—☛ von mit, dn ¶ d ts gAm., Helr, rſt ſcir 1 Mehr, 4* r Sedrmch wünſca hlen.. e ä d 1 ich:— der 1 dicht. er 8 5* Ach, diß u meinen M vomm mene len= nötit e Vom jüngſten Gericht. 393 17. Doch du weißt deine Zeit . 6. Denk, was du thuſt, Iſt Gott Mir ziemt nur ſtets bereit Und fer⸗ bekannt, Ders auch ans Licht wird — tig dazuſtehen Und ſo einherzugehen, bringen; Dein Herz hat Jeſus in der Daß alle Stund und Tage Mein Hand, D Herz mich zu dir trage. er gibt in allen Dingen Genaue Acht und hält es dir Und 18. Dieß gieb, Herr, und verleih, Andern Alles künftig für: Dann Auf daß dein Huld und Treu Ohn wird ſein Fluch durchdeingen. Unterlaß mich wecke, Daß mich dein 7. 9 O Jeſu, hilf, daſ ich den Tag nicht ſchrecke, Da unſer Schreck Sinn Zum Guten allzeit wende, auf Erden Soll Fried und Freude Damit nicht, wenn es kommt dahin, werden. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676 Offenbarung alles Verborgenen auf deu jüngſten Tag. 1. Cor. 4, v. 5. Mel. Es iſt gewißlich an der. 663 Dr Menſch, wer du auch 4 immer biſt, Gedenk in allen Sachen, Was dermaleinſt zu⸗ künftig iſt, Wie Gott wird ruchbar ioch hier, der Andre dort Uns gute Nacht jetzund Verborgen liegt im tiefſten machen Und Alles das, was no Grund, Zu ſeiner Zeit entdecken. 2. Wir meinen zwar, was bei der Nacht Im Finſtern iſt geſchehen Und was in Einſamkeit vollbracht, Daß es Niemand geſehen, Werd immerdar verſchwiegen ſein. Sünden Glanz und Schein Nur bei der Nacht entgehen? 3. Ach, das iſt ja ſehr weit ge⸗ irrt, Biſt du gleich jetzt ohn Sor⸗ gen; Weil Nichts ſo hehl gehalten, wird, Das vor Gott wär verborgen, Als deſſen Sonnen⸗Angeſicht So hell des Nachts, als je das Licht Am hellen lichten Morgen. 4. Gott ſiehet in das Herz hinein, Das keine Sonn erblicket, Wenn dieſe ſchon ihr Licht und Schein Mit vollen Strahlen ſchicket Und die Gedanken, die in dir Sich regen, kommen ihm ſchon für, Auch eh ſie dich berücket. 5. Gott will dereinſtens mit der Zeit Vor Menſch⸗ und Engel⸗Schaa⸗ ren, Wenn er uns vor Gericht ent⸗ beut, Die Rathſchläg offenbaren, Die man aufs Heimlichſt hat geführt; Drum ſollſt du thun, was dir gebührt, O Menſch, und recht verfahren. Kann man der Mein Thun mich ewig ſchände: Ver⸗ gib das, was ich hab gethan, Und dring es vor Gericht nicht an, Am allgemeinen Ende! Gewißheit des jüngſten Gerichts wider die Sicherheit. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 66 4 D ſieheſt, Menſch, wie 4 fort und fort, Der Eine muß geben; Der Tod hält keinen andern Lauf, Er ſagt zuletzt die Woh⸗ nung auf Uns Allen, die wir leben. 2. Bedenk es weislich in der Zeit Und fleuch den Schlaf der Sicher⸗ heit, Sei augenblicklich wacker; Gewiß, es bleibet nicht dabei, Daß hier dein Leib V begraben ſei Auf einem Gottes⸗Acker. 3. Wir werden aus den Gräbern gehn Und Alle vor Gerichte Alehn, Das Chriſtus ſelbſt wird hegen, Wenn auf der Engel Feld⸗Geſchrei Die Gluth das große Welt⸗Gebäu Wird in die Aſche legen. 4. Alsdann wird erſtlich aller Welt Belohnung werden zugeſtellt, Die Sünder ſollen büßen, Und ihnen ohn Betrug und Schein Selbſt Kläger, Richter, Henker ſein, Ver⸗ dammt durch ihr Gewiſſen. b 5. Ach, Gott, kommt mir das Urtheil vor, So ſteigen mir die Haar empor, Mein Herz fühlt Angſt und Schrecken; Ihr hohen Hügel, heb ich an, Ihr Berg, und was ſich ſtürzen kann, Fallt her, mich zu bedecken! 6. Herr Jeſu, meine Zuverſicht, Ach, laß dein ſtrenges Welt⸗Ge⸗ richt, Ach, laß es mir nicht ſchaden! 1 “ 394 Keig an dem Vater den Vertrag, amit ich künftig hören mag Den ſüßen Spruch der Gnaden. 7. Gib, daß Sinn Und weil ich n ten bin, Bereite zum Abſterben, Auf daß ich mag nach dieſer Zeit Der Seelen Heil und Seligkeit Aus lau⸗ ter Gnad ererben. Simon Dach, g. 1605, ſt. 1659. Bitte, daß Chriſtus am Abend V der Welt bei uns bleibe. V Luc. 24, v. 29. Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebände. 21* ndlich muß dies Rund der V 665 dim⸗ 4 EErden Sammt demHim⸗ kann beſtehn: Alles nahet ſich zum Alles muß zu Vom jüngſten Gericht. bens, ein Held den wahren Glauben, Daß ſkein Feind uns den mag rauben ich mich bei gutem Sonderlich zur letzten Zeit, Da man ich noch bei Kräf⸗ lebt in * 6. Alles zittert jetzt auf Erden Angſt und Trübſal häufen ſich, Soll es denn nicht Abend werden, A man ſpürt, wie jämmerlich Kriegn Morden, Lügen, Brennen, grauſam nur zu nennen, Mann; Die kein Menſch ſonſt zwingen in⸗ Schaue doch, o Herr, vom hinne Auf das ſchwere Kriegs⸗C ‿ ſo gar verworfen ſein. Schütze doch an jedem Ort Als Neid und Streit. Tag ſich mehrt annoch? 9 ha Jeſu, bleibe doch! Bleib und ſteure doch dr Kriegen Als ein Held und Siegts⸗ — *7. Laß die Feinde unterliehen iegs⸗Getünnne aß dein chriſtlich Häufelein N *˙8. Jammer, Trübſal, Angſm Ja, wa Tag ſit Natth. 5 1 1 araener Melbdi Ddet. heniſ t nich d 666(untat Nm geigt n Sbenn dr Kbend nen, de fiſt Nucht Cs hnt ſch dipnahet fanrn mi Padt Au be und vwache Wte nach. 2 Mact aue Corpen 8 füllet ſe mt R n ſed Ende, Ja dies Stündlein kommt 3 i R behende, Da dieß große Haus der Plagen, Peſtilenz und theunt Vanrann Welt Ueber einen Haufen fällt. V Elend, das nicht auszuſagen, t t iun 8 1 2. Laſſet uns zu Jeſu treten, Dem ſchen nunmehr weit und breitttz athan ud mü getreuen Wanders⸗Mann, Laſſet uns len, Weinen, kläglich Girren, h im ngeGh fu von Herzen beten: Ach, der Abend Wermuth, Gall und Myrrhen tſe pn 3 wuundk heran, Pioblich will es hier ſen uns zu dieſer Friſt Nht n e auf Erden, Liebſter Jeſu, finſter bleib, Herr Jeſu Chriſt! Rutxan innn werden, Bleib doch, d du klares 9. Alles fänget an zu hitt ua Licht, Bleib, o Herr, und laß uns Luft und Erde, Feuer, Meer⸗ Nutz Dum crenih 9 nicht! iſt es, daß wir wachen; Dam ſa tunedhn 3. Laſſet uns zuſammen ſetzen In Tod kommt ſchnell daher, Da w Fhing eheg 3 der höchſten Traurigkeit, Da wir uns Engel⸗Heer Poſaunen Machen dls. s gein, d 9 mit Thränen netzen, Da man aus Fleiſch erſtaunen, Das der Sim N ihin dn— der eei dchreit. Seſſet u recht denſthor iſt: Bleib, ach, bleih in usnd ig binden Durchs Gebet und Jeſu Chriſt! e r Vole pßt überwinden Jeſum, der zu jeder Friſt 3— hriſebe doch, mein ſchone W 1 mmm Unſer Gaſt und Gleitsmann iſt. Leiden Eilet nunmehr auch zun ehe bent ie Per ſn 4. Böſe Zeiten ſind vorhanden, Herr, die Seele will jetzt ſchedn damn im ä dene Satan ſäumet wahrlich nicht; Mach Nimm ſie auf in deine Händ! bt nitwaben 6 An ihn aber ganz zu Schanden, Jeſu, Dunkelheit umgibet Jetzt mein deh ä Arbeten nnd meine Zuverſicht: Steure doch, o das ſich betrübet Ueber Sun 15 den Heurzeen wuten, Tdi nur deines Macht und Liſt: Bleib, ach, hih u otten, Tr ie H Thriſt 4 n if dunkle Nacht, Die Kleibehine endi⸗ Naur Nein 8 niſt du Herr witſte b u mit thum macht. hen Jer den Stets bei mir in Angſt un uſ dſ nich 5. Gönn uns, Herr, das Licht Nun ich weiß, du wilſt vernah dunn i en des Lebens, Welches iſt dein heilig Kräftiglich den ewgen Tod; Nu vil bamne 3 Wort, Unſer Flehn ſei nicht verge⸗ weiß, du wirſt mir geben Nach d ketau me die n Gericht. 1s, Schütze dae Held 4 nc 3 a Feind u onderlich zur le t in Neid und Streit *6. Alles zttet ne gſt und Trubſa— denn nicht Abend van i ſpürt, wie ſämmeri orden, Lügen, Brennen, da nuſam nur zu nennen 4r g ſich mehrt annoch! uu, bleibe dochh „7. Bleib und ſtane d legen Als ein Held udie unn; Laß die Feinde me kein Menſch ſonſt Wwingad Jaue doch, o Herr, vmi f das ſchwere Kriegs⸗Git Z dein chriſtlich Häufelen gar verworfen ſein. Jammer, Wülſel, Nh agen, Peſtilenz und then nd, das nicht auszuſagen, n nunmehr weit und brei Weinen, kläglich Girren, rmuth, Gall und Mynen uns zu dieſer Friſt; Ri b, Herr Jeſu Chriſtt .. Alles fänget an zu ie tund Erde, Feuer, Mer. es, daß wir wachen; dm ;kommt ſchnell daher, A gel⸗Heer Poſaunen Migi ſch erſtaunen, Das derei ſtbar iſt: Bleib, ach, blih ¹ Chriſt! 0. Bleibe doch, mein ſtn en Eilet nunmehr auc zut „ die Seele wil fet ie un ſie auf in deine dände kkelheit umgibet d un ſich betrübet Ueber ht und Liſt: Bleib, ch Jeſu Chriſt JNum ich wäſf d ens Stets bei mir in Angie Sich weiß, ues tiglich den ewgen Loh . aaiche mir gehn R jed hen Gh en ma— zten hidn oh ſei 4 8 8 gewärtig, Bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions ſchreien: Der R Auf, auf, ihr Reichs⸗ htrübt! Es ſind die Freuden⸗Stunden Ww weil ſie überwunden, Die Krone nun hj vertraut. Vom jüngſten Gericht. Zeit ein himmliſch Leben, Das durch dich erworben iſt: Bleib, ach, bleib, Herr Jeſu Chriſt! Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Matth. 25, v. 1— 13. In eigener Melodie. Oder: Herzlich thut mich verlangen. 666 rmuntert euch, ihr From⸗ * D men, Zeigt eurer Lam⸗ pen Schein! Der Abend iſt gekom⸗ men, Die finſtre Nacht bricht ein; Es hat ſich aufgemachet Der Bräu⸗ tigam mit Pracht: Auf, betet, kämpft und wachet! Bald iſt es Mitter⸗ nacht. 2. Macht eure Lampen fertig Und füllet ſie mit Oel Und ſeid des Heils Bräutigam iſt nah! Begegnet ihm in Reihen Und ſingt: Halleluja! — —— V Kreuz und V dem 395 7. Die ihr Geduld getragen Und mit geſtorben ſeid, Sollt nun nach lagen In Freuden, ſon⸗ der Leid, Mit Leben und regieren Und vor des Lammes Thron Mit Jauchzen triumphiren In eurer Sie⸗ ges⸗Kron. 8. Hier ſind die Sieges⸗Palmen, Hier iſt das weiße Kleid; Hier ſtehn die Weizen⸗Halmen In Frieden nach Streit Und nach den Winter⸗ Tagen; Hier grünen die Gebein, Die dort der Tod zerſchlagen; Hier ſchenkt man Freuden⸗Wein. 9. Hier iſt die Stadt der Freuden, Jeruſalem, der Ort, Wo die Er⸗ löſten weiden; Hier iſt die ſichre Pfort, Hier ſind die goldnen Gaſſen, Hier iſt das Hochzeits⸗Mahl, Hier ſoll ſich niederlaſſen Die Braut im oſen⸗Thal. 10. O Jeſu, meine Wonne, Komm bald und mach dich auf! Geh auf, 3. Ihr klugen Jungfraun alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle zum fro⸗ hen Engel⸗Chor! Die Thür iſt auf⸗ geſchloſſen, Die Hochzeit iſt bereit: henoſſen, Der Bräutgam iſt nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen; Drum ſchlafet nicht mehr ein. Man ſieht die Bäume blühen, Der ſchönſte Frühlings⸗Schein Verheißt Erquik⸗ kungs⸗Zeiten, Die Abendröthe zeigt Den ſchönſten Tag von weitem, Da⸗ vor das Dunkle weicht. 5. Wer wollte denn nun ſchlafen? F Wer klug iſt, der iſt wach: Gott kommt die Welt zu ſtrafen, Zu üben Grimm und Rach An Allen, die nicht wachen Und die des Thieres Bild Anbeten ſammt dem Drachen. Drum auf, der Löwe brüllt! .6. Begegnet ihm anf Erden, Ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Geberden Und ſeid nicht mehr be⸗ Gekommen, und der Braut Wird, wird verlangte Sonne, Und fördre deinen Lauf! O Jeſu, mach ein Ende Und führ uns aus dem Streit! Wir he⸗ ben Haupt und Hände Nach der Erlöſungs⸗Zeit. L. Laurenti, g. 1660, ſt. 1722. Das jüngſte Gericht und Bitte um Gnade. In eigener Melodie. s iſt gewißlich an der 667. E Zeit, Daß Gottes Sohn kommen In ſeiner großen Herrlichkeit, Zu richten Bös und rommen. Dann wird das Lachen werden theur, Wenn Alles wird ver⸗ gehn im Feuer, Wie Petrus davon ſchreibet. 2. Poſaunen wird man hören gehn An aller Welt ihr Ende, Darauf bald werden auferſtehn All Todten gar behende; Die aber noch das Leben han, Die wird der Herr von Stunden an Verwandeln und verneuen. 3. Darnach wird man ableſen bald Ein Buch, darin geſchrieben, Was alle Menſchen, jung und alt, Auf 396 Vom jüngſten Gericht. Erden habn getrieben, Da denn ge⸗ Der gemeine Hauf der Chriſten, R wiß bald Nenednen Wird hören, er hat gethan In ſeinem ganzen Leben. 4. S Weh demſelben, welcher hat Des Herren Wort verachtet Und nur auf Erden früh und ſpat Nach V großem Gut getrachtet! Er wird für⸗ wahr gar kahl beſtehn Und mit dem Satan müſſen gehn Von Chriſto in die Hölle, 5. O Jeſu, hilf zur ſelben Zeit Von wegen deiner Wunden, ich im Buch der Seligkeit Werd aus⸗ gezeichnet funden! Daran ich denn auch zweifle nicht; denn du haſt ja den Feind gericht und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Fürſprecher ſei, Wenn du nun wirſt erſcheinen, Und lies mich aus dem Buche frei, Da⸗ rinnen ſtehn die Deinen, Auf daß ich ſammt den Brüdern mein Mit dir geh in den Himmel ein, Den du uns haſt erworben. 7. O Jeſu Chriſt, du machſt es lang Mit deinem jüngſten Tage: Den Menſchen wird auf Erden bang Von wegen Vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß. Und mach uns in Genaden los Von allem Uebel, Amen! B. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1598. Böſe Zeiten vor dem jüngſten Tage. Luc. 21, v. 25— 36. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 8 s ſind ſchon die letzten 668. E Zeiten, Drum, mein Herz, bereite dich, Weil die Zeichen ſchon von weitem Zum Gericht er⸗ eignen ſich; Himmel, Erde, Luft und Meer Machen ſich, als Gottes Heer, Auf zur Rache, ſonder Schonen, Ueber die im Finſtern wohnen. 2. Rennet man nicht zum Ver⸗ derben Mitten in der Chriſtenheit? Glaub und Liebe will erſterben, Alles lebt in Eitelkeit. Wie es war zu Noä Zeit, So lebt jetzt in Sicherheit Verdacht. was in Sünden⸗-Luſt ſich brüſten. 3. Unverſtand und Sünden⸗Alen Herrſchet und nimmt überhand, A dem Unheil widerſtreben, Sind a Fremdling unbekannt Und wie pyie ſelbſt veracht, Ja ihr Thun ſtett n ht. Wie iſt denn der Nh zu rathen Bei dergleichen Frau 2* haten? 4. Jeſus wird bald ſelbſteinbretzn Daß Weil ſein Heer ſich aufgemacht Un ſein armes Häuflein rächen, Daun ihm ſchreit Tag und Nacht, Darui hebt das mels Haupt empor Zu des hin Thür und Thor, Daß ihrn Heil umfahet, Weil ſich die Erlöſun nahet. 5. Weil der Feigenbaum ausſt get Und anlegt ſein Hoffnungse So weiß man, daß ſich anheleiit erwünſchte Sommer⸗Zeit, Ri Blätter zeigen ſich In den Funm häufiglich: Wer bemerit d Zeichen, Wird dieß Gleichnt erreichen. 6. Wächſt das Reich der ait niſſen, So wächſt auch des de Reich, Jenes wird bald vith müſſen, Aber der Gerechten zin Wird in ſteter Blüthe ſtehn, Te die Welt wird untergehn, Dun freuet euch, ihr Frommen! de Jeſus wird ſchon kommen. 7. Hütet euch, daß nicht mit e ſen Und mit Saufen euer Heizet mit Nahrungs⸗Sorg indeſen e beſchwert als Blei und Gi d nicht komme dieſer Tag Wie einh und Donnerſchlag Ueber die 1 — — p. t Von den ſchöne Himmels Bran ge bah werden! Erden wohnen, Ohn erbarnen 4 inen Ae 8. Ja wir wollen deinen de in Pioren l.nd mach ſelber Bahn un Plat, 3 ſüüe un Stwir jungten Gtit zn egener Melo 669 6 vird ſch V Vau herbor de Behet nt ſehr z Pos Gittehwvorher vid jtt büt. 4 d All ton G efahrn, dß er ſei g lanen Whan, Die J ronne Nar Flllch 4 Der vedunte Sol Wel uns un de. Tha m4. Jeſus wird bal ſähi deeen e .„ dchor he m ſchreit Tag und ebt das Haupt empor 1 nels Thür und Thor, Pn deil umfahet, Wei ſichdei lahet.— 4 5. Weil der Feigenbam 1 let Und anlegt ſein Hoffna So weiß man, daß ſich mie rwünſchte Sommer⸗)ei, Zlätter zeigen ſich In den äufiglich: Wer bemert d zeichen, Wird dieß Gleit rreichen. 6. Wächſt das Reich daſ iſſen, So wächſt auch di leich, Jenes wird bad! nüͤſſen, Aber der Gerettn Vird in ſteter Blüthe ſtin ie Welt wird untergehn, teuet euch, ihr Fromna heſus wird ſchon kommn. 7. Hütet euch, daß nitn en Und mit Saufen euerh nit Nahrungs⸗Sorg indſt eſchwert als Blei und di icht komme dieſer Ta Teu nd Donnerſchlag leber 1 rden wohnen, Ohn erhana erſchonen.. e 40 wir wollen hs olgen, trauter Seelen⸗ 1 4 er Höllen Macht und 9 1 ſelber Bahn un ein Zion werd gehnn höne dimmelsBun en dieſer Erden Mög erden! u rathen Bei haten? — 8. Laurenti. ud Vom jüng Nähe und Schwierigkeit des jüngſten Gerichts. In eigener Melodie. 669 E: wird ſchier der letzte .SD Tag herkommen; Denn die Bosheit hat ſehr zugenommen; Was Chriſtus hat vorhergeſagt, Das wird jetzt beklagt. 2. Der Abfall vom Glauben wird erfahren, Daß er ſei geſchehn vor langen Jahren, Wie Paulus der fromme Mann, Klärlich zeiget an. 3. Der verdammte Sohn hat ban geſeſſen In dem Tempel Gottes ho⸗ vermeſſen; Sich gerühmt und ſein Gebot, Gleich als wär er Gott. 4. Viel falſche Propheten ſind er⸗ ſtanden, Ja noch Rotten und Secten vorhanden, Die mit ihrer That und Lehr Der Welt ſchaden ſehr. 5. Weil uns nun des Antichriſten Orden Durch Gottes Wort offenbar iſt worden, So laßt uns fliehen mit Fleiß Seine Lehr und Weis. 6. Laßt uns in den Bund des Herren treten Und darinnen ſtets wachen und beten! Denn der letzte Tn geht her, Kommt uns immer nähr. 7. Die Welt mehret ſich in Sünd und Thorheit Und trachtet, zu däm⸗ pfen Gottes Wahrheit; Der Herr wirds laſſen geſchehn, Ihr alſo zu⸗ ehn 8. Aber, wenn ſie meint, ſie hab gewonnen Und ſei allem Unglücke entronnen, Wirds ihr erſt mit aller Macht Kommen hundertfach. 9. Große Plag wird plötzlich ſie umgeben Und ihr alle Schöpfung widerſtreben; Dann wird Chriſtus kommen frei, Daß er Richter ſei. 10. Und er wird ſeinen Erz⸗Engel b ſchicen Und alle Verſtorbne laſſen wecken, Daß ſie alleſammt aufſtehn Und zum Richtplatz gehn. 11. Dann wird er zu ſeinen En⸗ geln ſprechen: Nun will ich mich an meinen Feinden rächen: Wer wider 397 mich hat gethan, Wird nehmen ſein Lohn. ſten Gericht. 12. Verſammelt mir her mein Aus⸗ erkornen, Alle Gläubigen und Neu⸗ gebornen, Die meinen Bund wohl bedacht, Treulich habn vollbracht. 13. Und die werden ſich zur Rech⸗ ten ſtellen, Da der Herr ein lieblich Urtheil fällen, Wird ſie ſetzen gewal⸗ tiglich In die Luft bei ſich.. 14. Aber zum Gottloſen wird er ſprechen: Nun wohlan, ich werde mit euch rechnen: Warum habt ihr mei⸗ nen Bund Genommen in Mund? 15. So ihr doch gottſelig verach⸗ tet Und nur nach Untugend habt getrachtet; Ich ſchwieg, und da mein⸗ tet ihr, Es wäre nichts vor mir. 16. Weicht von mir, all ihr Ver⸗ maledeiten, In das Feur, welches vor langen Heiten Allen Teufeln iſt bereit Für ihre Bosheit. 17. Alsdann werden ſie zur Hölle müſſen Und daſelbſt ihre Untugend büßen In unausſprechlicher Pein, Der kein End wird ſein. 18. Aber ſein Volk, von dieſen ge⸗ ſchieden, Wird er führen zum himm⸗ liſchen Frieden, Da es, wie der Son⸗ nenſchein Ewiglich wird ſein. 19. Ei nun, Herr, ſo ſteh uns bei auf Erden Und bereit uns, daß wir würdig werden, Zu ſchauen in Ewig⸗ b keit Deine Herrlichkeit! Michael Weiß, ſt. 1540. Zeichen der letzten Zeiten. Matth. 24, 11. 12. 2 ott hat das Evangelium 670. G Gegeben, daß wir wer⸗ den fromm; Die Welt acht ſolchen Schatz nicht hoch, Der größte Theil fragt Nichts darnach. Daß iſt ein Zeichen vor dem jüngſten Tag. 2. Man fragt Nichts nach der guten Lehr; Der Geiz und Wucher Uur vielmehr Hat überhand genom⸗ men gar, Noch ſprechen ſie: Es hat kein Gfahr. Das iſt ꝛc. Vom jüngſten Gericht. 398 3. Täglich erdenkt man neue 5 13. Der Mond und Sterne im⸗ ſt Snnn un Mon Das ſind der Gottloſen Geſetz, Da⸗ ſten ſich Und ihr Geſtalt ſteht ſr V lehen gei mit ſie alles Gut zu ſich Gern woll⸗ merlich; Wie gern ſie wollten ue md herlihtet Ben ten reißn gewaltiglich. Das iſt ꝛc. den frei Von ſolcher großen Büdet Nact vwid kähn, Das iſt ꝛc. nigen zigen 4. Man rühmt das Cvangelium 14. Darum komm, liebſter üm K. Aur detahte de Und will doch Niemand werden(riſt! Das in, Hehſler fromm. Fürwahr, man ſpott den lie⸗ Chriſt! Das Erdreich überdrüſſt 6 nd d Kreugs bent Zu tragen ſolche Höllen⸗Bun. de Agt in dum ben Gott: Noch ſprechen ſie: Es hat ſoldh kein Noth. Das iſt ꝛc. Drum machs einmal mit iir t ampinda iit 5. Es iſt doch eitel Büberei, Die Lud llnd laß uns ſehn den injr dutin Snil Weit die Armen dränget frei, Als ag! O. E. Alberu iw ma e N ob kein Gott im Himmel wär, Daus un zni d. darf erchredm, deuuh muß ſich leiden ſehr. Das Gläubiges Verlangen nach m i ttnmt iſt r. Gir hen nimmt! jüngſten Tage. u aa de Eee Sga de ftze nimn e, enen aea,h, iees man hin, Das wird ihn bringen Mel. Freu dich ſehr, o mein dndant dan. kein Gewinn; Die Armen läßt man r. es laufen zwurt de Hinmeedh leiden Noth Und nimmt 9 aus 671.' zauen laf a ſun Pnnehn 8 dem Mund das Brodt. Das iſt ꝛc. Strom dahin, Da ein Ehri Feh dde 4 1. Die Schätz der Kirchen ſind allen Seiten Immer muß uA uhhm a dg ihr Gift, Sie ſind von ihnen nicht ziehn; Aber er ſeufzt Tag udith 0 wil t dih geſtift; Noch nehmen ſie das Kirchen⸗ Daß die Welt ihm Kumman arn auseiwäln” Gut: Sieh, was der leidge Geiz Und verlangt, der Qual aufbi nid das deſean nicht thut. Das iſt ꝛc. Wo es möglich, los zu n di für dih bäl 8. Man fragt nach Gott, dem 2. Doch was ſind das firte e nih Nmenl Herrn, nicht mehr, Dir Welt jagt ken? Alles iſt nur Eitelkeit, d Und awarte mt Dar nur nach eitler Ehr, Die Hoffart und Pein hat ſeine Schrantent Kübſe, zu ewinpe mimmt ganz überhand, Betrügen, auch die beſtimmte Zeit, Nadet Lügen iſt kein Schand. Das iſt ec. und jeder Tag, Den er nochitet uhe Gumn 9. Wo bleibt die brüderliche Lieb? Und⸗ Sind doch Zeugen deinei 38 Die ganze Welt i volhe Dieh. Und auch Stufen zu den bhn Ke ſt. 3. rr, es währet t Na. ger' Sefu ghr in Treu noch Glaub iſt in der Daß dein Tag noch nicht aiſtet 6 de Biuch 0.' üia Welt, Ei icht: Hätt i nur beld ei Prihe Bätt ic de den Grißen it daa 4 „ S Le: aß die Creatur ſelbſt weitt ſen welen Dir tewillzihr nicht laſſen ſich ſehnet, los zu ſein Von det n da Mehrn, An oite ie u will ſich ſen Denſt und Pein, d tet es Menand dehrn eie haben hn ihl derdartihne, Bnſ 3s e junn und Saufen ſe Enn nur Freſſen mehr zu dienen. in. kurlnſtdg aufen ſehr. Das iſt ꝛc. 4. Ach, du haſt ihn längin Jnun dü d lell hr größte Kunſt iſt herrlich ſprochen; Hemme doch der g 9 n, Für köſtlich Pupur Alles gebn; Lauf. Komm, ſprich zu den vim 2 ann. die Welt ohn Maß und Knochen: Alles Fleiſch ſteh ſeg 3 Hil In ihr iſt Luſt und Bosheit auf, Und verwandle, die noh 8 viel. Das iſt ꝛc. Auf dich warten mit Bejin 1 12. Die liebe Sonne kann nicht wenn Erd und Himme brd e mohe Zuſehen und entſetzt ſich ſehr; Sich erfreun, mit dir zu ſprechan 1 Dan n verliert ſie ihren Schein: 5. Laß der Sonnen lanz Dir die ge lund as mag ein große Trübſal ſein. ehen, Daß man deine Klarheit wandin R dmans d hi — Das iſt ꝛc. nd die Engel Gottes ſtehen, ten Gericht. 2,13. Der Mond Stee ae den ni We un en en frei Vo Das iſt ꝛc. niälta goin du tagen ſült däl⸗ ene 2 e nd la 4 Tag! 3 uns ſüna d..ün Gläubiges Verlangen n jüngſten Tagt Mel. Freu dich ſeht, om 671 Jjr E lufag .- Zeiten Alsa Strom dahin, Da ein E allen Seiten Immer un iehn; Aber er ſeufft Tagm Daß die Welt ihm Kunm Und verlangt, der Quala Wo es möglich, los zu we 2. Doch was ſind das ſü en? Alles iſt nur Gitellit und Pein hat ſeine Schant zuch die beſtimmte Zeit. R ind jeder Tag, Den er nh⸗ nag, Sind doch Zeugen deie Und auch Stufen zu den 3. Aber, Herr, es wihn Daß dein Tag noch niht Ja, den Chriſten iſt une daß die Creatur ſebſ wn ch ſehnet, los zu ſein Vud en Dienſt und Pein, Di icht darf erkühnen, Imzme iehr zu dienen. 4. Ach, du haſt inn he prochen; Hemme doch 1 auf. Komm, ſprich zl⸗ nochen: Alles Feeiſh ſ uf, Und verwandle, dem luf dich warten mit Veße denn Erd und Hume 1 zich erfreun, mit dr u 5. Laß der Samn 1 ehen, Daß man vius ind die Engel Gottss ſ σ— — — = — — Herr Jeſus Chriſt. dein Und wollten gern ſein. offenbar und gar am Tag, Deß führt verkündigt Daniel; Drum komm, lie⸗ Vom jüngſten Gericht. ſich Sonn und Mond bemüht, Daß ſie bei der letzten Zeit Deine Pracht und Herrlichkeit, Wenn ſich Tag und Nacht wird neigen, Allen Völkern mögen zeigen. 6. Nun betrachte deine Schmerzen Und des Kreuzes Centner⸗Laſt, Nebſt der Angſt in deinem Herzen, Die du ausgeſtanden haſt; Sieh an den blutrothen Schweiß Und der Nägel⸗ maal Beweis, Daß, wenn du mich wirſt erwecken, Ich vor dir nicht darf erſchrecken. 7. Zeichne demnach meinen Na⸗ men In das Buch des Lebens ein, Daß ich als ein guter Samen Mag in deiner Scheuer ſein. Oeffne mir die Himmels⸗Thür, Stelle mich dem Vater für, Daß ich auch bei deinen Knechten Leben mag mit den Ge⸗ rechten. 8. So will ich dich ewig ehren In der auserwählten Welt, Da man wird das Lob⸗Lied hören, Was du dir für dich beſtellt. Eile nur, er⸗ löſe mich, Meine Seele hofft auf dich Und erwartet mit Verlangen Dich, Erlöſer, zu empfangen. Nahe Erwartung des jüngſten Tages. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. hr lieben Chriſten, freut Ruhm nicht komm. 399 5. Sanct Simeon wart auch auf dich Und deiner Zukunfi freut er ſich: Er ward auch ſeiner Bitt gewährt, Da er ſah, was ſein Herz begehrt. 6. Er ſprach: Nun will ich ſterben gern, Weil ich leſehn hab meinen Herrn; Doch ſoll es nicht geſtorben ſein Sondern in Friede fahr ich ein. 7. So warten wir nun auch der Stund Und bitten dich aus Herzens⸗ Grund, Du ſollſt nicht außenbleiben lang Und ſtrafn einmal die alte Schlang. 8. Die alle Welt ermordet hat Und kann nicht Lügen werden ſatt; Nimm ſie ſammt ihrer Laſter⸗Schul Und wirf ſie in den Höllen⸗Pfuhl. 9. Dein lieben Kinder warten all, Wenn doch einmal die Welt zerfall, Und wenn des Teufels Reich vergeh Und er in ewgen Schaden ſteh. 10. Er iſts, der deinen Namen lohindt Und der die armen Leute blendt. Der böſe Geiſt ſucht ſeinen und hindert, daß dein Reich 11. Was du befiehlſt, das läſtert er Und tobt dawider gräulich ſehr; Was uns beſchert dein milde Hand, Das nähm uns gern der Höllen⸗ rand. 12. Der Satan hört nicht auf zu wehrn, Daß ſich ſo wenig Leut be⸗ 672. euch nun, Bald wird er⸗ ſcheinen Gottes Sohn, Der unſer Bruder worden iſt, Das iſt der lieb 2. Der jüngſte Tag iſt nun nicht fern; Komm Jeſu, Chriſte, lieber Herr! Kein Tag vergeht, wir warten bald bei dir 3. Verrathen iſt der Widerchriſt, Sein Heuchelei und arge Liſt Sind er täglich große Klag. 4. Du treuer Heiland, Jeſu Chriſt, Dieweil die Zeit erfüllet iſt, Die uns ber Immanuel! kehrn: Er wendt die Leut von dei⸗ nem Wort Und richtet an Haß, Neid und Mord. 13. Der Satan brächt uns gern zu Fall Und wollt uns gern ver⸗ ſchlingen All; Er tracht nach Leib, Seel, Gut und Ehr: Herr Ehriſt, dem rothen Drachen wehr! 14. Die Welt kann nun nicht länger ſtehn, Iſt ſchwach und alt, ſie muß vergehn; Sie kracht an allen Orten ſehr Und kann die Laſt nicht tragen mehr. 15. Die Kreatur nicht länger kann Der Eitelkeit ſein unterthan, Und wollt gern wieder werden frei Vom Türken⸗Mord und Tyrannei. 16. Der Papſt hat ſie ſo hart be⸗ ſchwert Und alle gut Ordnung ver⸗ ſtört; Drum wär ſie gern ſammt uns erlöſt, Wir hoffen All auf deinen Troſt. 17. Die alten Väter warten all, Wenn du erſcheinſt mit großem Schall, Mit aller lieben EngelSchaar: Drauf warten wir manch hundert Jahr. 18. Ei, lieber Herr, eil zum Ge⸗ richt, Laß ſehn dein herrlich Ange⸗ ſicht, Das Weſen der Dreieinigkeit: Das Helf uns Gott in Ewigkeit! V Erasmus Alberus, ſt. 1553. Aufmunterung, dem Bräutigam die Lampe zugericht, Daß es zu begegnen. Matth. 25, v. 6—10. In eigener Melodie. 2 achet auf, ruft uns die 673. W Stimme Der Wäch⸗ ter ſehr hoch auf der Zinne, Wach auf du Stadt Jeruſalem! Mitter⸗ nacht heißt dieſe Stunde! Sie rufen uns mit hellem Munde: Wo ſeid ihr klugen Jungfrauen? Wohl auf, der Bräutgam kommt! Steht auf die Vom jüngſten Gericht. wenn der Bräutgam Lampen nehmt! Halleluja! Macht euch bereit Zu der Hochzeit! Ihr müſſet ihm entgegen L ehn. 2. Zion hört die ächter ſingen: Das Herz thut ihr vor Freuden ſpringen, Sie wachet und ſteht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Him⸗ mel prächtig, Von Gnaden ſtark, von Wahrheit mächtig: Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werthe Kron, Herr Jeſu, Gottes Sohn! Hoſianna! Wir folgen All Zum Freuden⸗Saal Und halten mit das Abendmahl. 3. Preis und Ruhm ſei dir geſun⸗ den Mit Menſchen⸗ und mit Engels⸗ Zungen, Mit Harfen und mit Cym⸗ beln ſchön. Von zwölf Perlen ſind die Thore An deiner Stadt; wir ſtehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je geſpürt, Kein Ohr hat je gehört Solche Freude; Drum jauchzen wir Und ſingen dir Das Halleluja für und für. D. Phil. Nicolai, g. 1608. Gleiche Ermunterung. Matth. 25, v. 6—10. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 4. achet, wachet, ihr aung 674. W frauen, ü 4 Bräutgam bricht herein, Laſſet ah nicht ſchläfrig, ſchauen, Zeiget am Lampen Schein: Schmückt euch, ſchüt euch, macht geſchwind, Daß er ah bereitet find; Wollt ihr erſt in Krämer gehen, Ei, ſo bleibt ihr dme ßen ſtehen. 2. O, wie ſelig iſt die Sell, 1 iht R nicht am Oele, Wenn der Beäuthn kommt, gebricht! Das iſt eine 1 Braut, Die darauf, weils geiit ſchaut, Die wird bei dem Win gam ſtehen Und mit ihr zur Hochhi gehen. 3. O, wie thöricht ſind hinzzt Die der Feind alſo berückt, Iiſ ſich nicht bald drauf legen, I Lampen ſein geſchmückt. ſpricht: i hin, ich kenn euch nicht! Wem Gnaden⸗Zeit verfloſſen Und dußß mels⸗Thuͤr verſchloſſen. 4. Gib, mein Bräutgam, daß ſtt Herze Sei mit Glaub und Lihe füllt, Und ich nicht die Zeit verſche Da du Hochzeit halten willt, En dern, wenn der Tag bricht an m die Thür wird aufgethan, Ih n uheRendnem Leide Eingeh Ri Hochzeits⸗Freude. d 893 Laß mich beten, laß mich w chen, Bis mein letzter Tag antit Laß mich ja Nichts ſchläfrig ma 1 Bleibe du bei mir, mein Lcht!' ſtets deiner Gnaden Sch. in mein Herz hinein, Hilf hilf mir kämpfen Und die gung dämpfen! — 4 „ mir ringe erheben deinen Ruhm, Laß mi dein Lob vermehren thes Eigenthum, Nimm do 1 Trägheit hin Und ermuntre nen Sinn. Rüſte mich mit o füſteß dl 6. Deine Liebe laß mich ean ¹ Als dein wf i e afen, ſur we nih ſhafen. J Sreur den Fle —½ — . — nänn Lau, Nh Stunde Kluhen zung fund. 362 Scheidung u dm j Nul. Ei f grülch Fu. 979. Wimech Volken hnme hn vnn ſenen Thm 3 und zrommn, dam nen enfl de Sthw verde offenaxr, R Sd. ¹ d vic us dg iſt we⸗ ſüder. 7 rih he ſidd bald 5 zu! den m zun n Gericht. Gleiche Ernunten, Matth. 25, v. 6-10 . Mel. Freu dich ſe — 4. achetata en ,,. frauen, Late räutgam bricht herein Aſe cht ſchläfrig ſchauen, din ampen Schein Schmich 46; ich, macht geſchwind, di 3 reitet find; Wolt it g rämer gehen, Ei, ſo lliti i ſtehen. 48 2. O, wie ſelig iſt dee de e Lampe zugericht, Daß s ſcht am Oele, Wenn der di mmt, gebricht! Das iſ en raut, Die darauf, weit haut, Die wird bei dm im ſtehen Und mit ihr 1' hen. 3. O, wie thöricht ſid h ie der Feind alſo berück, h nicht bald drauf legen, impen ſein geſchmückt.) enn der Bräutgam ſpriht n, ich kenn euch nicht, A naden⸗Zeit verfloſſen Undt Als⸗Thür verſchloſſen. 4. Gib, mein Bräͤutgan,M erze Sei mit Glaub ud llt, Und ich nicht die gett ve a du Hochzeit halten vil en. wenn der Tag hiihen Thür wird aufgethan, N erſtandnem Leide Eingeh ſchzeits⸗Freude. 9 5. 1 Laß mich beten, laß f n, Bis mein lezter WMn ß mich ja Nichts ſchläfig 1 eibe du bei mir, mein 4 s deiner Gnaden Shen 3 mein Herz hinein, bifg f mir kämpfen Und di ng dämpfen!. 89 Deine Lebe laß nij 1 heben deinen Ruhm, V hr, 1 nen — — — ⁰— 8 3 — 8 Eigenthum, Vom jüngſten Gericht. was du willſt, laß Fleiſche, wehr dem böſen Welt dazu, ſchläfrig machen Und doch ſtören meine Ruh; Wecke du mich ſtündlich auf Und befördre ſtes⸗Waffen, Nur mich ſchaffen. 7. Steur dem Drachen Und der ie mich wollen meinen Lauf, Daß Stunden Klugen Jungfraun gleich funden. Scheidung an dem jüngſten Tage. Mel. Es iſt gewißlich an der Zeit. 67 5 Wenn dort des Allerhöch⸗ * ſten Sohn Wird in den Wolken kommen, In großer Kraft von ſeinem Thron, Zu richten Bös und Frommen, Dann wird vor ſei⸗ nem Stuhl die Schaar Der Völker werden offenbar, Die je gelebt auf rden. 2. Da wird, was hier verborgen war, Von Gott entdecket werden, Es mag ſein Lügen oder wahr Und was geſchehn auf Erden, Gut oder bös, dort wird nicht ſein Verhehlt, es ſei groß oder klein, Es muß entdecket werden. 3. Weh dem, ja Weh in Ewigkeit, Der dann beſchämt muß ſtehen, Weil Alles, was in dieſer Zeit In Bosheit iſt geſchehen, Ja, was man heimlich hat verricht, Alsdann muß kommen an das Licht: Ach, daß man dieß bedächte! 4. Man wird ja nicht ſo unge⸗ ſcheut In Sünden⸗Gräueln leben, Beſonders, weils noch heißet heut, Zu Gott das Herz erheben In wahrer Buß und Glaubens⸗Kra t, Damit, wenn uns der Tod hinrafft, Wir S freudig ſcheiden mö en, 5. Allein die Welt fährt immer fort in ihren Sünden⸗Gräueln, Ihr Weg iſt weit und breit die Pfort, Sie iſt nicht mehr zu heilen; Drum wird bald kommen zum Gericht Der Herr und länger ſchonen nicht, Er wird ſie gar vertilgen. 6. Dort wird die Scheidung ge⸗ ich werde alle voll Und läßt er⸗ J. G. Wolf, 1684— 1754. 401 hen an Der Böcke von den Schafen, Die hier noch nicht geſchehen kann, Wenn Alle, die da ſchlafen, Zur Rech⸗ nung werden auferſtehn Und Jeſum in den Wolken ſehn, Den ichter aller Menſchen. 7. Hier ſteht der Acker Unkrauts⸗ ſich prächtig ſehen: Allein, o Menſch, die Scheidung ſoll Dort ganz gewiß eſchehen: Man wirds in Bündlein binden ein Und werfen in die Höllen⸗Pein Zum ewi⸗ gen Verderben. 8. Hier iſt noch Gut und Bös ver⸗ mengt, Der Weizen mit der Spreue: enn aber das Gericht anfängt, So wird man Wölf und Säue Sammt allen Böcken ſondern ab, Und was aus der Gottloſen Grab Mehr auferſteht zur Schande. 9. Bedenket, ihr Gottloſen, doch, Ihr Böcke dieſer Erden, Die ihr in Sünden lebet noch Und wollt nicht anders werden, Die ihr die Frommen nagt und plagt Und Alles ungeſcheuet wagt, Bedenkt, was dort wird kom⸗ men. 10. Ihr werdet dort zur Linken ſtehn, Als die verfluchten Böcke, Und in das ewge Feuer gehn; O Laſter⸗ Hauf, erſchrecke! Es wird fürwahr nicht bleiben aus, Wo ihr nicht an⸗ ders haltet Haus, Das Urtheil iſt geſprochen. 11. Ihr laſſet Jeſum hungrig ſtehn In ſeinen armen Gliedern, Und lieb⸗ los unbekleidet gehn Zu ſeinen from⸗ Ja, wenn er fremd men Brüdern; und als ein Gaſt 6 ihnen trägt t ihr nicht die der Ketten Laſt, Beſu einen. 12. Seht, nicht nur, was man hat gethan, Auch das, was unter⸗ laſſen, Wird Jeſus bringen auf die Bahn; Drum die hier täglich praſ⸗ ſen Und machen ihren Bauch zum Gott, Die werden dort mit Schand und Spott Zur Hölle müſſen gehen. elt, o Welt, bekehre dich 13. Und was noch zu bekehren, Daß dein 26 Vom jüngſten Gericht. Zukunft weit, Die ſich doch bald ge⸗ funden. Sünden Binden So d (Augen, die nicht taugen, aufzuwachen, eſSich auf dich bereit ſu machen. ſich Und du nicht as Urtheil, das ge⸗ Geht von mir, ihr der Herr erbarme ſ mögeſt hören D ſchrieben ſteht: Verfluchten, geht; Geht in das ewge Feuer! O, laß mich bei den Fünfen 14. O Jeſu Chriſt, bewahre mich en Die ſich auf deine Zukunftfren Und alle Rommen Herzen, Daß wir Und ihre Lampen tragen. Gelh nicht unvorſichtiglich Die Seligkeit t mnaben Liebe, Hoffnung zu. Da verſcherzen; Laß uns zu deiner Rech⸗ allerſchönſte Licht biſt d de. Davon di Früße, Kiſe Nacht muß tagen. Deine Taube, deren Glaube dich m⸗ ſchließet Und dich herzlich wieder küſen 5. Ihr Thörichten, ſchlafti inmer ten ſtehn Und zu der Himmels⸗J Freud ten en Wenn du wirſt kondmen⸗ Amen! L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Die Stimme des Bräutigams und der Braut. Mel. Wie ſchön leuchtet der. Nu Mitternacht ward ein 676. 3 Geſchrei: Der Bräuti⸗ gam naht ſchon herbei: Auf, gehet 6 ihm entgegen! Kommt, premnet eure Die ihr mit Glauben hin be miiher, a Daß euer Glaube ſcheine Drum klopfet ihr vergebens an, Van euch nicht me hr wird auf faeüm le ihr umſonſte weinet. Klaget, Eurem Hoffen ſteht nichts. Laßt das Rennen, Jeſus wil a nicht mehr kennen. b b V h V V e Lampen an, angethan Und eucht etallerwegen.L Lau⸗ 6. Du aber kenne mich, Wi fet, Kaufet Glaubens⸗Oele, ſchmückt Freund, Wenn deine Zukung die Seele, ihr Jungfrauen, ihr euren Bräutgam ſchauen. 2. Du auserwählter Bräutigam! Du Allerliebſtes Gottes 3⸗Lamm! erſcheint, Eröffne mir die Diü ich zu deiner Hochzeit geh em rechten Brautſ chmuck ſte meine Seele ziere. Laß 145 e Wollt 1 44 ò Ich d höre deine Stimme. Du rufſt mir Dich umfaſſen und nicht laſſen auch, als deiner Braut, Der du im Verlangen! Werd ich dich: rihth Glauben d ich vertraut, Gib, daß mein umfangen? Gieß e, Schl ieße Mein ammen, da meinen Geanben groben Sünden⸗T kenne. und 1 3. Es iſt ſchon, leider, Mitter⸗ un Wlit u nich nacht, Die Jc terni regiert mit Zeit verſäumen. Mein Macht, Der Glaub iſt ganz ver⸗ gam, Komm geſchwinde ſchwunden. Die Welt ſchläft in uns dort oben Durch ein ewiges der Sicherheit Und ſchätzet deine ſloben Benj. Schmolcke, g. 1672, Herze glimme. Flammen recht zuſ brenne Und man e ich Der Satan wiege mich richtenn rräumen, Laf kr euzigen Und V V V Lamm, 3 V XIX. Pfingſt- gilder Geſchichte der Ausgießung des heiligen Geiſtes. V Als vierzig. Tag nach Oſtern. Kel. (Is Jeſus Chriſtus, Got⸗ 67 7. 7 stes Sohn, Mit ſeiner leiblichen Le Lſon Von dieſer Welt ab⸗ unverhohln⸗ 2. Ich geh zu Gottes Ihr aber geht nicht aus Bis euch Beſtätiget ur der d Ritterſchaft. 4 7. Indeſſen laß mich mu mter ſi — zuvor bimmüjſte a 4 Ihr wollt euch nicht nach e W- und 4 n 144 Thörichten Die on ſt.I — — ſcheiden wolln, Sagt er ſein Jüngen Miſ 3 Die Fünger 1e„Kln verſ Dt, Eintä ig Pess Nand U n1 T, wrannen inne dun„Lnd nn indet in tn. 9 f u Antt ün Sinn, Sa 42 — — —— 68 3 1 Nig, Da ging. 8. T derhabm r am marhem denn mſt Sme dn unig 4 uih aun ndtr reyen wed 8 un nihr feud A Gericht. ukunft weit, Die nden. Sünden 8” 15. ugen, dis nicht augen, afjm ich auf dich bereit umu O, la i di den d in, Die ſich auf deine uuns nd ihre Lampen dugn. lauben, Liebe, offnung; 3 lerſchönſte Licht biſt du acht muß eine Taube, we tagen. Griße deren Glaube ir liießet Unddich herzlichwide 5. Jhr Thörichten, ſhlatn. n, Ihr wollt euch nict mt mühn, Daß euer Glaube b rum klopfet ihr vergebensm, cch nicht mehr wird aufgehn r umſonſte weinet. Klagetg urem Hoffen ſteht nihs. aßt das Rennen, Jeſus n cht mehr kennen. 6. Du aber kenne wih 1 reund, Wenn deine zun. ſcheint, Cröffne mir die Thi d zu deiner Hochzeit ghl. m rechten Brautſchmut ßt. eine Seele ziere. Laß mh. ich umfaſſen und nicht liſa erlangen! Werd ich dih it nfangen? 7. Indeſſen laß michmnt er Satan wiege mich niht oben Sünden⸗Träumen, Lit nd Blut mich kreuzigen li it denen Thörichten de i eit verſäumen. Mein Lanm t. im, Komm geſchwindemd ¹s dort oben Durch ein eue. ben. Benj. Schmolcke g. 1 f ſt- Lieder. Heiden wolln, Sagt eſändt Gotts Nu averhohln: 2. Ich geh zu — 8. hr aber geht nitt en is euch zuvor lin eſtätiget zur Ritterſchet 1 nennen mag, Himmelfahrt, Stund, Weil Sinn, That, Mit neuen Sprachen ohne Ding, „ſie denn unſre Sprach, jihnen freudig Rechenſch 10. Gottés Sohn, Betet Pfingſt⸗Lieder. 3. Die Jünger glaubten dieſe Wort, Blieben verſammelt an einem Ort, Einträchtig nach chriſtlicher Meis, Betend zu Gott mit allem eiß. 4. Nach Oſtern am fünfzigſten Tag, Den man den Pfingſt⸗Tag Neun Tag nach Chriſti Ward ein groß Wun⸗ der offenbart. 5. Des Morgens um die dritte ſie beten aus Herzens⸗ Grund, Kam der heilige Geiſt ins Haus Als ein Sturm⸗Wind mit großem Braus. 6. Saß auf einem Jeglichn unter ihn, Gab ihnen Alln rechtſchaffnen Sagt ihnen Gottes Wunder⸗ Spott. 7. Auf dieſen Sturm lief viel Volk zu Und ſieh, die Jünger redten nu Mit neuen Zungen große Das Vielen ſehr zu Herzen ging. 8. Derhalben ſprachen Etliche: Die Männer ſind aus Galilä, Wie reden ſ So große Ding vorbringen auch? 9. Etlich ſagten: Sind Weines voll, Sie reden wie die Trunkenbold. Petrus aber, voll Salteafftraſt Gab aft. Nahms Wort vor ſich aus Joels Buch Und aus dem Pſalter manchen Spruch; Redet, daß durch viel Herzen drang Und ſie alſo zu reden zwang: 11. O, lieben Brüder, rathet zu, Wie kommen wir zu rechter Ruh? Wir finden bei uns Nichts, denn Sünd, Sagt, wer uns denn davon entbindt? 12. Petrus ſprach: Beſſert euer Thun Und gläubt an Chriſtum, ihn an mit eurem Mund, Laßt euch taufen auf einen Bund. 13. Sie thaten, wie ihn Petrus rieth, Kamen von ihrem böſen Tritt, 403 Gläubten, empfingen auch die Tauf, Liefen einen gottſelgen Lauf. 14. Ei, nun verleih, heilger Geiſt, Daß wir uns halten allermeiſt Nach dieſer erſten Kirchen Weis, Dir, Gott, zu Lob, Dank, Ehr und Preis! M. Weiß, ſt. 1540. Noas Taube ein Bild des heili⸗ gen Geiſtes. 1. Buch Moſe 8, v. 11. Mel. Jeſu, meine Freude. ngenehme Taube, Die 67 8. A der Väter Glaube Längſt geſehen hat, Laſſe dich her⸗ nieder, Hier ſind Chriſti Glieder; Hier iſt Gottes Stadt. Halte Raſt, erwünſchter Gaſt, In den Herzen, die verkangen, Dich jetzt zu empfangen. 2. Setze dich auf Jeden Und laß deinen Frieden Ueber Alle ſein. Wie du dich erhebeſt, Auf dem Waſſer ſchwebeſt So. kehr bei uns ein. Zeig uns hier das Oelblatt für, Als ein höchſt erwünſchtes Zeichen, Daß die Fluthen weichen. 3. Was du trägſt im Munde, Zeugt vom Friedens⸗Bunde, Der aufs Neue grünt. Die in Noä Kaſten Als im Kerker raſten, Sind mit Gott verſühnt. Sturm und Fluth nicht Schaden thut. Kirch und Arche hwwimmen oben Bei der Wellen oben. 4. Was du abgebrochen, Iſt uns längſt verſprochen, Und dies edle Blatt, Iſt vom Lebens⸗Baume, Der in Edens Raume Längſt gegrünet hat, Treuft es doch vom Oele no„ Welches Jeſus laſſen fließen, Als er leiden müſſen.. 5. O Geruch des Lebens, Der uns nicht vergebens Unſer Herz erquickt. Dieſes Oelblatt kühlet, Daß man Lindrung fühlet, Wenn das Kreuze drückt. Es gibt Kraft und Lebens⸗ Saft. Wenn es wohl wird aufge⸗ bunden, Heilt es alle Wunden. 6. Bote von dem Himmel, Dringe . 26*. Pfingſt⸗Lieder. b durchs Getümmel Dieſer eitlen Welt. Neuem ganz erquicke, Wenn es, derchs mach eine Stille, Daß ein 2 gabſal, dich erblicket! 5. Wie ein Hirſchlein ſtöhntt, Herz, Ein Wille Uns zuſammen ält. Laß das Blatt, das dein Mund ban Unſer Aller Lippen rühren, wird gejagt: So pleg mein Ge⸗ Deine Sprache führen. im müthe, Herr, nach deiner Güt⸗, 7. Dieſe Friedens⸗Heichen LaM Wenn es wird geplagt, Tief uuſu laß Sich nach Waſſer ſehnet, Wenn es weichen. Ja, zen und im Dürren Nach dir, wi Blatt Gar zum Baume wer⸗ girren. den, Der ſchon hier auf Erden Deine Menſchen⸗Schöpfen, Früchte hat. Sterben wir und gehn Gott ven zu d Laß uns ſolche Blätter fin⸗ C Lebe den, wironen draus zu winden. dij n 8. Nun, du liebe Taube, Aller Glaube Nimmt dich zu uns ein. Wohneſt du bei keinen, Als 7. nur bei den Reinen: Ach, ſo mach Schlaß Fühne aten eua M uns rein! Tauben⸗Art bringt Him⸗ umd Gang, ſicht, arm Gedichte, D Daß un melfahrt, Trag uns einſt auf deinen Daß mein Flügeln Zu den Sternen⸗ Hügeln! ſchlecht Geſang, Wandel, Nei 1 Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Stand vor Allen, Dir, o W . V mag gefal llen. Sehnſucht nach des heilgen 8. Laß den Fürſt der Höllen Geiſtes Gaben. mit Lüſten fällen. Meiner 6 7 0. Irunnquell aller Güter, V 2 cher Strom, zu 6. Wahrer Unſ ſers Tones Töpfer, Zunder keuſcher ich mich. übe⸗ dieſ es Gib b, Unſer Kreuz! ſtell lei — Lauf, Nimm nach dieſen Leiden zu Himmels Freuden D dein er 9. U Herrſcher der Gemü⸗ auf: Da ſoll ſich mein Mund i ther, Lebensvoller Wind, Stiller ben, Dir ein Halleluja geben. Joh. Francke, g. 1618, ſt. 161 Des Geiſtet, und der Brant imme. Offenb. 30 22, v. 17— 07 Mel. Preis, Lob, Ehr, A tuhm. aller Schmerzen, Deſſen Glanz und Ker zen Mein Gemüth entzündt, Lehre meine ſchwache Saiten Deine Kraft und Lob ausbreiten! V 2. Starker Gottesfinger, Frem⸗ der Sprachen⸗Bringer, Süßer Her⸗ zens⸗Saft, Tröſter der Betrübten, 680. er Geiſt, der von⸗ 6 Flamme der Verliebten, Alles Athems ‿ Höchſten Thron, N Kraft, Gib mir deine Brunſt und Blitz und Lcht und Kraft aesrch Vater und den Se Gaben, Dich von Herzen lieb zu Der mit dem 2 habenl In ewig gleichem? Weſen ſtehet, R 3. Bräutigam der Seelen, Laß ſich herab zu uns Glenden neig Und durch den Sohn den Weg M Vater zeigt; 2. Der Geiſt, der uns, als mich in der Höhlen Deiner Leeblich⸗ keit Ruh und Zuflucht finden, Laß mich ſein von Winden Trüber Noth Got befreit: Komm hervor, o Gnaden⸗ Pfand Und Siegel, die Verſchem Sonnel Küſſe mich mit Troſt und gibet, Daß Gott mit treuer Liee Wonnel Hand Uns hält und wie ein Vu liebet; Der Geiſt, der uns in d Komm, ich bin Wahrheit führt, Der uns mit mit Kraft und Gnade Fat 1 3. Und ſie, die auserwähl 2 Durch Chriſti Blut und Tod ein 4. Theure Gottes⸗Gabe! o, komm, mich labe, Sieh, ver ſchmacht; Komm, o mein Verlan⸗ gen, Komm, mein Lieb, gegangen, V Denn mein Herze lacht, Wird von — 1 8 1 ds dammdet der Mraat utzan, ſie vom Ki mir 37 fr der — 3 S 2S= ———* ———— ——— Jahl hl der; näher w ſdſä hü ort. R 1 Nt 8 8 18n2 Aamm es dagen.. ſch mhj 8 prit e — —— 2— — — —— — —— — —— 2 8 8——— eder. uem anz erqui bf al, ach etüatt Len 5. Herr, nach deinen ge enn es wird dud d. und im Dürren juh iſ r Strom, zu girrn. 6. Wahrer nte ers Tones Töpfer, Ont vigkeit! Zunder kaſte 4 b, daß ich mich übe, au euz und Leid Alles dir aitn Ueen Und mich tröſtii allen i 7. Führe meine Sachen, hlaf und Wachen, Mena d Gang, Glieder und 6 aß mein arm Gedichte, di lecht Geſang, Wandel, i tand vor Allen, Dir, ag gefallen. 8. Laß den Fürſt der Hölle t Lüſten fällen Meine uf, Nimm nach dieſen Lede Himmels⸗Freuden Deine: f. Da ſoll ſich mein Mu n, Dir ein Halleluja gebar Joh. Francke, g. 1618, 7. Des Geiſtes und der dn Stimme. Offenb. Joh. 22, v. 17 Mel. Preis, Lob, Ehr, Auhn er Geiſt, dem 80. DSchn I litz und Licht und Kraft un er mit dem Vater und due mewig gleichem Weſen ſtt h herab zu uns(ledde er zeigt; 2 Der eit der un ü and Und Siegel, die bei det, Daß Gott mit telle 3 and Uns hält und wie 85 bet; Der Geiſt, der 1g ahrheit führt, Der ur it Kraft und Gna ru 3. Und ſie, die ausenie 4 urch Chriſti Buut un zu dämpfen; Pfingſt⸗Lieder 405 ben, Aus ſeiner offnen Seit erbaut, da er für ſie am Kreuz geſtorben, Die keuſche Braut, die Himmels⸗ Königin, Voll Gottes⸗Kraft, voll Chriſti Geiſt und Sinn; 4. Die ſchöne Braut in Chriſti Blut Gewaſchen und ſchneeweiß ge⸗ badet, Die Gott mit ſeiner Segens⸗ luth An Seel und Geiſt ſo hoch egnadet: Die Braut, die er, der Bräutgam, frei gemacht Und ſie vom Wuſt der Erden wegge⸗ bracht: 5. Die Zwei, ob man ſie gleich nicht ſchaut, So hört man ſie doch Beide ſchreien: Komm! ſpricht der Geiſt; komm! ſpricht die Braut; Dein 5 ſoll die Zwei erfreuen. Der Geiſt ſpricht: Komm! und ſtellts der Braut ſchon für. Die Braut ſpricht: Komm! in ſchmerz⸗ licher Begier. 6. Der Geiſt verlangt die große Schaar Und Zahl der Heilgen voll zu haben; Drum ruft und lockt er immerdar Und bricht hervor mit ſei⸗ nen Gaben. Je ſtärker ſich die Zahl der Frommen mehrt, Je⸗ niher wird ſekn Ruf: Ach, komm! gehört. 7. Die Braut, wie werth ſie Je⸗ ſus hält, So liegt ſie doch in Spott und Plagen, Iſt allezeit ein Fluch der Welt Und muß die Schmach des Lammes tragen; Drum ſehnt ſie ſich nach ihrem Bräutigam Und ſpricht: Ach, komm, komm, Held aus Davids Stamm! 8. Der Geiſt, der hier auf Erden b eugt, Zeugt auch in ſeiner Boten unde, Daß ſich die Welt zum Ende neigt; Erruft: Es iſt die letzte Stunde! Er ruft der Welt: Komm, es iſt hohe Zeit! Er ruft dem Herrn: Komm, komm zur Herrlichkeit! 9. Die Braut trägt hier den Sün⸗ den⸗Leib Und hat ſo viel mit ſich zu kämpfen; Sie weiß von keinem Zeit⸗ vertreib, Als nur die ſchnöde Luſt Drum wirkt der Geiſt in ihr dieß Achgeſchrei: Komm, Jeſu, komm und mach mich ein⸗ mal frei! 10. Der Geiſt wird von der Welt verlacht: Und ſie, die Braut, iſt hier auf Erden Verdeckt in ihrer Zier und Pracht; Dort hofft ſie offenbar zu werden. Der Geiſt ſpricht: Komm, zeuch Macht und Eifer an! Die Braut ſpricht: Komm, bring mich nach Canaan! 4 11. So ſpricht der Geiſt, ſo ſpricht die Braut: Komm, Jeſu, komm! und wer es höret, Der ruft und ſchreit auch überlaut: Komm! Alles, was Gott angehöret, Das ſpreche: Komm! es wird auch bald geſchehn: Es hats die Braut im Geiſt vor⸗ her geſehn. 12. Kommt doch nur her, die ihr das Heil Der Seele ernſtlich ſucht und meinet; Kommt doch und nehmt das beſte Theil; Kommt, eh noch unſer Heil erſcheinet. Er ſelber ſpricht: Ja, ja, ich komme bald. Ach, kommt dann her, eh noch ſein Zorn erſchallt. 13. Kommt, trinket, wenn ihr durſtig ſeid, Hier öffnet ſich die Le⸗ bens⸗Quelle; Licht, Kraft und Troſt iſt hier bereit Mit Arzenei auf alle Fälle. Kommt, nehmt das Heil aus Chriſti Händen an Und ſeht, was er, mein Schatz, an mir 14. ch kam, als er durch ſeinen Geiſt Mich kräftig zog und fand das Leben; Denn Alles, was nur Gnade heißt, Hat er, mein Hirte, mir gege⸗ ben. Er kam zu mir, eh ich noch zu ihm kam; Ich kam zu ihm, da er in Schooß mich nahm. 15. Wie lieblich hat er mich er⸗ quickt! Wie oft hab ich von ihm getrunken! Wie hat er mich ans Herz gedrückt, Wenn ich in ſeine Lieb geſunken! Wie manchen Troſt at ſeine Liebes⸗Kraft Aus ſeinem ort in meine Seel geſchafft! 16. Wie oft hab ich in dieſer Luſt In Kraft des Geiſtes: Komm! ge⸗ ſchrien, Wenn er in meiner matten ———— 1 1 4 4 — * 5 1 406 Pfingſt⸗ Bruſt T Den Giauben mir dazu ver⸗ liehen? Ich war durch ihn ein Glied von ſeiner Wrant Drum hat mein Geiſt oft nach ihm ausgeſchaut. 17. Und ſiehe da, es iſt vollbracht; Ich rufe: Komm in Glaubens⸗Blit ken; Mein Bräutgam, komm um Mit⸗ ternacht, Mich hin vor deinen zu rücken! Ich ging mit ihm ner Hochzeit ein, Wo Geiſt und vor ihm beiſammen ſein. J. J. Winkler, g. 1670, ſt. 172 zu ſei⸗ Kuürze Vorſtelung des Nerlen In eigener Melodie. 681 1 Der heilge Geiſt vom Him⸗ 0O1. mel kam, Brauſen das ganze Haus einnahm, Darin die Jünger ſaßen; Gott wollt ſie nicht verlaſſen. O, welch ein ſelig Feſt:, Iſt der Pfingſt⸗Tag geweſt! Gott ſendet noch jetzund und Mund Den heiligen Geiſt: Lieder. allen Sprachen Gottes Wort, Den Kreaturen aller Ort. Thron werd ſtahn denkt nicht Braut darum nicht ſehr, Wenn ihr verant⸗ In unſer Herz Das 2 3. Sagend zu ihnen: Nehmet 6 Den heilgen Geiſt jetzt offenbar, D Win euch lehren ganz gewiß, Wns geſchehn und zukünftig it. 4. Sagend zu ihnen: Wenn ihr Vor Könign, Fürften dran Und kümmert euch 5. Ihr werd⸗ Ferlangn zur ſelben ◻ Stund Vernünftig Herz und ft eien Mund; Eur Kummer wird ge ſtiletbad Aus Gottes Kraft, Macht u und Gewal⸗ 6. Nun preiſet des Tröſters Wohe that, Der alle Ding erſchaf ffen ha Der Sünd und Jrrthum von uns wende Die Flamm der Lieb ins Herze ſend 7. Darum mit Vroßen Freuden⸗ Schall Singt Lob mal, Der heiligen Dreieimget gen wir Dank in Ewigkeit. ſei ja, das ſei ja⸗ Das ſei ja, ja, ja, ja, So ſingen wir Halleluja! 2. Der Jünger Zungen feurig warn, Das Wort ſoll brünſtig heraus ⸗ fahrn, Der Geiſt Dſaß auf ihn allen, Ihr Herz vor Freud thät wallen. O, welch ein xc. 3. Sie Sprach, Durch der geſchah, Vi 3 Ge iſt das ten. O, welch ein ꝛc. M. L. Helmbold, g. 1532, ſt. 1598⸗ Erfüllte Zuſagen von dem Tröſter. Iſt das lateiniſche Spiritus Sancti Gratia. 52 Als Jeſus Chriſtus. . Wa helhen — reiche Gnad der Apoſtel hat Er 68 zen d ſeiner Gütigkeit, Geſchenkt der Spra⸗ chen Unterſcheid. 2. Chriſt hat vorhin an der Welt End Zu predigen ſie ausgeſendt In Geiſtes d Die ullt mit ſt Eben daſſelbe auf andere n In eigener Melodie. 02 b Bes heilgen Geiße 682. U reiche Gnad N Herzen der Apoſtel hat Effüllt i H ſeiner Gütigkeit, Geſchenkt der Shm predigten in mancher chen Unterſcheid; Darum mit Fra Wun⸗ den lobet Gott, Der uns ſein Geit 1 V Wort hörten Und ſich zum Herrn bekehr⸗ b 5 V gegoben hat. Er ſandt V Zu predigen mit manchen Zungen Got ttes Wort. A Kreatur an allem 8 Ort; Darum ri Freuden lobet Gott, Der uns v- 3. Er ſprach zu ihnen: Nehme hin Den heilgen Geiſt mi Sinn, Der wird euch lehren gau wiß, Was vergangen und lü Darum mit Freuden lobet Goſt 4. Derhalben, wenn är wede tahn Vor König, Fürſten, dentt me Was hr ſollt nden uun Vom Himmel ſolls de vel Darum mit Flel dd Der uns ꝛc. ſie in aller Welt aun 3 ganzem F leiß, N J dran, Stund, den dund. lobet Gott, it hohmn an g niftig git ſun ble det Ald d Der ns al fh Hät agt dabe ins ſan hel gend Dreifttoei it; m dwigcit. 4 4n atshu 5. à dan A m durhlech 5 ih undf iri nih in M üx ehrem nd., ain menn nt u 8 der. en Sprachen daturen /h Luts Uur d Sagend zu ihnen de 3 5 aüher ſän d d euch lehren chehn und zukünftig 3 ſ. l. Sagend zu ihnen. No⸗ ed ſtahn Vor Könim, zu kt nicht dran Und kün um nicht ſehr, Wenn ir 1 rt wine Lehr. h. Ihr werd erlangn und Vernünftig de 1 6 ind; Eur Kummerwiddgjültt § Gottes Kraft, Nacht unba 6. Nun preiſet des Tröſtersd. t, Der alle Ding erſchaffen hi ind und Irrthum von nnär Flamm der Lieb ins den 7. Darum mit großem ſe Hall Singt Lob dem Herrnt l, Der heiligen Dreieing wir Dank in Gwigkeit Eben daſſelbe auf ander! In eigener Melodie. 82 b D* heilgen 8 reich Om zzen der Apoſtel hat Gitt ner Gütigkeit, Geſchent das n Unterſcheid; Darum mi lobet Gott, Der uns ſa geben hat. 2. Er ſandt ſie in allr Vit predigen mit ganzem ſei nchen Zungen Gottes ah Latur an allem Ort. Ddum ruden lobet Gott, Der m 3 3. Er ſprach zu iun 8 Den heilgen Geiſt mi t un, Der wird euch lehr 3 „, Was vergangen und ins rum mit Freuden 1 . Derhalben, wenn— 8 on Vor König, Fürſin 9 n, Was ihr ſolt Mai ind, Vom Himmlſ 9 tund: Darum mit d kund; Darum 1 et Gott, Der uns. 4 „ 1 in Ewigkeit. Pfingſt⸗ 5. Nun lobet All den Tröſter werth, Der uns all Wahrheit hat gelehrt, Hat abgewandt all Ungenad, Viel flöß Gaben uns geſchenket hat. Lob ſei der heilgen Dreifaltigkeit Von nun an bis J. L. Leon, um 1607. Rechte Pfingſt⸗Feier. Mel. Auf, auf, mein Herz, und. 683 D“ Geiſt des Herrn, der *9. du von Gott ausgehſt Und doch mit ihm in gleichen Weſen ſtehſt: Kraft aus der Höh, komm, mich zu überſchatten, Komm deinem Lob und meiner Bitt zu Statten! 2. Das Herz erquick, entzünde mein Gemüth, Auf daß es ſchmecke neue Lieb und Güt: Du Balſam⸗ Kraft, ich will nur deiner warten, Komm doch ach, komm und weh durch meinen Garten. 3. Du Weisheits⸗Brunn, du Ab⸗ U — grund ohne End, Vernunft und Kunſt iſt ohne dich verblendt: Gib mir Verſtand und dein geheimes Wiſſen, ie Salomon zu bitten ſich befliſſen. 4. Des Worts, in welchem ſich Gott offenbart, Weißt du allein die ei Denkungs⸗Art: Aus dir allein, ur der Prophet und ſchrieben. 5. Drum, Klarheit, komm, komm und durchleuchte mich, Sonſt tappe ich und ſtoß mich jämmerlich: Komm, Meiſter, lehre mich, Chriſtum erken⸗ dieß an mir thun, nen Und meinen H Licht ihn nennen. 6. Ja reines deinem Glanz, Wort des Vaters ganz. O Gottes⸗ Kraft, ſchließ auf, was noch verbor⸗ gen, Und zeige mir den hellen, lich⸗ ten Morgen. 7. Beſtrafe aber auch in mir die Sünd, Feg aus, was Sündlichs noch im Fleiſch ſich findt, malm, entſündge meine Sinnen ſchaff in mir neu Leben, neu Be⸗ ginnen. ——ÿ Lieder. 8. Mach, daß mein Geiſt vor dir zerknirſcht erſchein, In ſeinen Grund öß Weh⸗ und Demuth ein; Ach, ſäubre ihn von allen Eitelkeiten, Daß deinem Trieb Nichts könne wider⸗ ſtreiten.. 9. O ſanfter Trieb, ach zeuch mich von der Erd, Damit ich folg, wenn ich beweget werd. Verſiegele und ſtärke mich im Glauben, Die Sieges⸗Kron laß mir den Feind nicht rauben. 10. Du Salbungs⸗Oel, vermehre deine Kraft Und flöß in mich den beſten Lebens⸗Saft: Du reiner Geiſt, laß deinen Troſt mich ſpüren, Der Leib und Seel und Geiſt kann kräf⸗ tig rühren. 11. Du göttlich Feuer, entzünde mein Gebet, Wenn deine Brunſt in meiner Bruſt entſteht; Die Andacht laß mein Herz durchdringend fühlen nd dir darin zum Ruhm mit Freu⸗ den ſpielen. 12. Gib den Geſchmack der künft⸗ gen Welt mir ein, Der ſüßer iſt, als Honig, Milch und Wein: Laß Chriſti Sinn in mir geboren werden Und tilge, was ſich ſehnt nach dieſer Erden. 13. Bewohn mich ganz, dein gold⸗ deine Kraft getrieben, Hat nes Tempel⸗Haus, Und füll es ganz Jünger es ge⸗ mit Herrlichkeiten aus; Ach heilge mich, wie du der Heilge heißeſt, Und unſern Sinn der Sünd und Welt entreißeſt. 14. Wirſt du, o Lebens⸗Geiſt, So werd ich recht errn in deinem von meinen Werken ruhn; Und ſo du mich inwendig wirſt erneuern, So Licht, brich an in kann Verklär in mir das feiern. ich jeden Tag ein Pfingſt⸗ Feſt S. König, um 1700. Bedürfniß des Gnaden⸗Geiſtes. Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude. Oder: Jeſu, der du meine Seele. naden⸗Geiſt, ach, ſei 684. G willkommen, Zeuch in Zerbrich, zer⸗ unſre Herzen ein, Da du wohl wirſt Und aufgenommen, dürftig ſein; Glieder, Löſe, Wenn wir troſtbe⸗ Tröſte dieſe ſchwachen was gebunden, wie⸗ 408 der, Lenke, was da irrig heißt, O du ſanfter Gnaden⸗Geiſt! 2. Zwar kein Menſch lebt auf der Erden, Der des Geiſtes Gaben werth: Solln die dem gegeben werden, Der mit Sünden ſich beſchwert? Ales liegt an Chriſti Gnaden; Denn der heilt der Seelen Schaden, Der hat uns auch zugewandt Gottes Geiſt, das theure Pfand. 3. Ach, wir waren wilde Reben, Gänzlich aus der Art gebracht; Tod und Fluch war unſer Leben: Nun iſt Alles gut gemacht; Was uns Sün⸗ der, was uns Schwachen Kann gerecht und ſelig machen, Gibt uns in der Tauf der Gei iſt Der der Geiſt der Gnaden heißt. 4. Nun, du Brunnquell aller Gü⸗ As 2 Juuden Geiſtg du Feben⸗ Wind. deine Huld erwar men,— deines Troſtes Saft, Wher u uns Tod⸗ ten Leben ſchafft. 5. Treuer Beiſtand unſrer See⸗ len, Stifter wahrer Einigkeit, Wer nn Sünden quälen, So gib dir Ruhe finden, Steure du den Unglücks⸗ du Gnaden⸗ Daß wir in dir heilig ſein! 6. Wie ein Hirſch nach Waſſer ſchreiet, Wenn ihn Durſt. und Hitze nen ſein befohlen,? So wird auch mein Herz er⸗ Wenn mich mein Gewiſſen dich uns unſ re du Zufriede enheit; daß wir in Winden; Brich hervor, Schein, plagt, freuet, nagt. finden, Gnaden⸗Geiſt, ach, laß Komm, ne mir dich zu ver⸗ binden, Daß ich jetzt und aleziit D Dei⸗ nen Ruhm und Lob ausbreit! M. Benj. Prätorius, um 1668. Sehnſucht nach dem heil. Geiſte. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. ben Unveränderlich ausgeht, daß heute mir gelinge, zum Opfer bringe! Troſt will wir V c, V irre Und weiß P eiſt, den reine Geiſter Db n, Ewig hohe Maje⸗ 94 Der vom Sohn und Vater dro⸗ Hilf, Was ich dir Pfingſt⸗Lieder. 2. Geiſt, der mich lehrt Jeſun kennen, Der mich frei von Sünda ſpricht, Und den Vater Abba nennen zenn mich ſchrecket ſein Geri iir W Zu dir komm 1. jetzt getreten,? L Herz und Zunge beten. 3. Zeuch mich von der Welt a rücke, Hemme den verkehrten Pm Einer deiner Gnaden⸗B. licke Th utn ſchon den Himmel auf: f Wodom weg mit Goſen! Deine: nen tragen Rof ſen. 4. Herr, Du weißt, wie nnäng, müthe Oft auf l leichtem S Sa Wie es ſeufzt nach deiner Gäln 1 die Andacht ihm vergeht, Wem Himmel wird zur Erden Und ſen Waſſer werden. 5. Himmels„Jackel die da tet In der duntlen trüben Dmuell⸗ ſo meinen Geiſt an Wenn, die de Anaht. ihn lech h Dor. Dor⸗ Vedies 1 Wenn u9, wie Wenn ich wie ein Täuble Oeffne mir des Knd ns⸗Ha mich deine Luſt anwehen, W aus der Welt ſoll gehen. 7. Ich begehre nicht iu ſerde Wo dd. Geif nie Ewig muß der Geiſt vard in deiner Huld nicht iſt Wenn dui ihn n S: heim wirſt holen. Benj. Schmolck, g. 1672, fe Bitte um Wiedergeburt un de neuerung durch den heiligen 686. V Geiſt. 1 Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind Hier V 2 Hütt. du haſt in on Mich vons nem Thron, Was noch meinem 6 ben, Sodann werd ich Al 6s 2.„Ach, ich bin lebendig tod zum Guten ganz verloren. keit erwählet: Sohn nun uns fehlet, und gib mir des Geiſt de Hei Gäit, in har u Füſt it men Jerd n den Hiumee er. drebe we die Räm) rionn Geda das, wos Cot vera Vrunit in8 ehnn run ſ im. unn a 1 d dene auh von u ſäüt ud in 4 2 . 4 6 4 — — — 82= — ͤ— 3— Re übe len ur 3 1 Meh 4 me de a le ic 6 di 1. 33 trare —— eieder. 2. Geiſt innen, D der mi er mich 4 ehn kicht, Und den Pue uunen Venn mi 4 iner deiner Gader den 4 hon den Himnl* M en tragen Roſen. 4. Herr, Du 1 düthe Oft auf leiten ém⸗ Cie es ſeufzt nach deinerGi ſe Andacht ihm vergeht A 5. Himmels⸗Fackel, den b M trübe zwuell, ſo meinen Geiſt an Venn die Angſt ihn lechzen ſc,, mich martern tauſendet eucht und quill in meinen 6. Wenn ich wie en i re Und weiß weder ein u Venn ich wie ein Täubln deffne mir des Lebens⸗m lcch deine Luſt anwehen, N us der Welt ſoll gehen. 7. Ich begehre nicht gi Vo du, Geiſt, nicht mit m wig muß der Geiſt verden deiner Huld nicht iſt: Eut en ſein befohlen, Wenn dit eim wirſt holen. Benj. Schmolck, g. 1601 hitte um Wiedergeburt n. neuerung durch den heit Geiſt. Mel. Liebſter Jeſu, wit ſin . ott du haſt ind 86. G Sohn luimi it erwählet: Sende um w hof em Thron, Was noch meine I ir des Geite blet, und gib 4 d 1 en, Sodann werd 5 Sodan bin lebendi t 2.. Ach, ich de am uim Guten ganz Pfingſt⸗Lieder. Geiſt, mein Herr und Gott, Mache du mich neu geboren! Denn das Fleiſch iſt mein Verderben Und kann nicht den Himmel erben. 3. Treibe weg die finſtere Nacht Meiner irrigen Gedanken; Dämpfe das, was Gott veracht, Halte die Vernunft in Schranken, Daß ich an⸗ ders nicht, als gerne Selbſt von dir die Weisheit lerne. 4. Was mein Herze dicht und tracht, Iſt von Jugend auf nur böſe, Aber hilf, daß deine Macht Mich auch von mir ſelbſt erlöſe, allen guten Dingen Gib mir Wollen und Vollbringen. 5. Schaffe mir ein reines Herz, Daß ich ſtets an Gott gedenke Und mich oft mit Reu und Schmerz Ueber meine Sünden kränke; Doch nach den betrübten Stunden Führe mich in Jeſu Wunden. 6. Pflanze mich daſelbſt in ihn, h Als ein Glied an ſeinem Leibe, Und wenn ich ſein eigen bin, Hilf mir, daß ich es auch bleibe: Er der Wein⸗ ſtock, ich die Rebe, Daß ich ganz in Jeſu lebe. 7. Hierzu bitt ich dieſe Drei: Glau⸗ ben, Hoffnung und die Liebe; Steh F auch ſonſt mir alſo bei, Daß kein Teufel mich betrübe; Gib mir De⸗ muth, Fried uud Freude Und auch Sanftmuth, wenn ich leide. 8. Hilf mir reden recht und wohl, Auch zuweilen gar Nichts ſagen; Hilf mir beten, wie ich ſoll, Hilf mir auch mein Kreuze tragen. Wenn es Zeit iſt, hilf mir ſterben Und dabei den immel erben! Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Bitte um den heiligen Geiſt. Luc. 11, v. 13. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. 687 Gett, gib einen milden .* Regen, Denn mein Herz iſt düͤrr wie Sand; Vater, gib vom Himmel Segen, Tränke du dein dur⸗ ſtig Land; Laß des heilgen Geiſtes Gab Ueber mich von oben ab Wie die Und zu l — 409 ſtarken Ströme fließen Und mein ganzes Herz durchgießen. 2. Kann ein Vater hier auf Er⸗ den, Der doch bös iſt von Natur, Sei⸗ nen lieben Kindern geben Nichts, als gute Gaben nur: Sollteſt du denn, der da heißt Guter Vater, deinen Geiſt Mir nicht geben und mich la⸗ ben Mit den guten Himmels⸗Gaben? 3. Jeſu, der du hingegangen Zu dem Vater, ſende mir Deinen Geiſt den mit Verlangen Ich erwarte, Herr, von dir; Laß den Tröſter ewig⸗ ich Bei mir ſein und lehren mich In der Wahrheit feſt zu ſtehen Und auf dich im Glauben ſehen. 4. Heilger Geiſt, du Kraft der Frommen, Kehre bei mir Armen ein Und ſei tauſendmal willkommen; Laß mich deinen Tempel ſein. Säubre du nur ſelbſt das Haus Meines Her⸗ zens, wirf hinaus Alles, was mich hier kann ſcheiden Von den ſüßen Himmels⸗Freuden. 5. Schmücke mich mit deinen Ga⸗ ben, Mache mich neu, rein und ſchön, Laß mich wahre Liebe haben Und in deiner Gnade ſtehn; Gib mir einen ſtarken Muth, Heilige mein leiſch und Blut, Lehre mich vor Gott hintreten Und im Geiſt und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir ergeben, Dir zu Ehren ſoll mein Sinn Dem, was himmliſch iſt, nachſtreben, Bis ich werde kommen hin, Da mit Va⸗ ter und dem Sohn Dich im höchſten Himmelsthron Ich erheben kann und preiſen Mit den ſüßen Engels⸗Weiſen. Maur. Cramer, g. 1646, ſt. 1702. Gnaden⸗ Wirkungen des heiligen Geiſtes bei allen Fällen. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 2 ott Vater, ſende deinen 688. G Geiſt, Den uns dein Sohn erbitten heißt, Aus deines Himmels Höhen! Wir bitten, wie er uns gelehrt; Laß uns doch ja nicht unerhört Von deinem Throne gehen. Pfingſt⸗Lieder. 2. Kein Menſchen⸗ Kind hier auf Er ſetzt und richtet unſern Fuß, Daß der Erd Iſt dieſer edlen Gaben er nicht anders treten muß, Als we werth, Die Chriſtus uns verdi Bußer und Verſühnen. Beiuns iſt kein Verdienen. gilt gar Nichts, als Lieb und Gnad, Hier man find den Se egen.) (11. Er macht geſe enat hat Mit aus Die Diener, die des Herren hus g dieſem Leben bauen; Er jin Es jammert? deinen Vater⸗Sinn r. H erz. Mund und Verſtan nd, 8 Der große Jammier, Durch Adams Fal dieſes Fallen iſt d die M ſen Geiſ und auf uns Al llen. 4. Wir hal ten 5 Heil, Und in Theil In C Die wir dij r 8 Hin 4. turn 1 1 Und wenn auch gleich Welt S lbſt wider un Feld, So kann er do 7. Wo Gotte tes ßt der Ho zwei, Pen de 8 Un Rul e e Glafe (10. Der Geiſt, Himmel gibt, ihn liebt, Auf wohl all gefallen. leider, bracht Auf ihn 5 r, 1 reiß len B jand ent⸗ G tröſt und macht das H frei Von Allem, was u ött Der leitet Alles, wa⸗ gebahnten Weg egen; da wir hin ihnen, was uns unbekannt, Zu un⸗ acht gib e A Kr ie an inſeuin Lraft enn es fäl let, 2 rin igt ers 8 Lll w for 1, lä ll gedeihen.) Er lehret uns die Furd 13. C t Herrn, Liebt Reinig gern In frommen Was niedrig iſt as Buße. thut ögen: 8 Das pflegt er zu otſt und „uns auch, im T dhdes Fü rſt der O ſe elig, wer ſich legt ins dieſem Gaſte Seel * dort zur ewgen Fre Hütte rtragen) nüth Uns allen d 1 deinen Geiſt, der uns al e und dort füͤr und für Leben labe! P. Gerhard, g⸗ 1606, liſ Mlücks Verklärung Jeſn durch den bl Geiſt. Mel, Ach, was ſoll i9 Sümee der du dei nen 6 gen I kart Und die Herz zen Jeg Daß ſie uns dein . Dank ſei dir, du Heil d der Wel 5 9 ier Regiet Im euhn 1Helhe S 6 t nl und M eN 3 ct: arher apf l lar „Wort vermi d 2 Pn 1 15 no Dieſen arobe h .. A 1 dman 88 dn p N U d dr* 5 er. ſetzt und richte tet u. nicht anders nnſu* an find den Segen. im Beſten (12. Er Im 3 1 6 denn alle Ding abſtehn. E aſre letzte Oual, Läßt unst s Himmels Saal Getroſtm h gehen. (15. O ſelig, wer in diſe ißt dieſem Gaſte Haus m n ſeiner Seel aufſchlagen n aufnimmt zu dieſer di ird er dort zur ewgen Rie ottes Hütte tragen.) 16. Nun, Herr und Vun üt, Hör unſern Wunſch mu emüth Uns allen dieſe Ga inen Geiſt, der uns allint d dort für und für M ben labe! P. Gerhan,„ hi gerklärung Jeſu durch n Geiſt. Mel. Ach, was ſol it Sine 889. Js der du deien Deinen heüi ſchert,„„ Gerzen angett. 4 in mir, ärt Und die Hexz ott um Daß ich ſeiner mit Begier Immer aß ſie uns de 2r bi mehr und mehr begehre, Er iſt Gott gank ſei dir, du 1 ten Buße Welcher dich gime kläre Meinen Jeſum auch Pfingſt⸗ 2. Ja, du ſendeſt noch den Chriſten und Gottes So Dieſen großen Wahrheits⸗Geiſt, Der die Seelen unterweiſt Und in dieſer Elends⸗Wüſten Ihren ſauren Gang verſüßt, Ja derſelben Leiter iſt. 3. Laß uns dieſen Führer leiten, Daß wir niemals irre gehn, Son⸗ dern feſt im Glauben ſtehn. Hilf bei dieſen argen Zeiten, Daß ich meine Lebens⸗Bahn Dennoch chriſtlich wan⸗ deln kann. 4. Wehre doch dem Lügen⸗Teufel, Der das Wort verdächtig macht, Das du ſelbſt vom Himmel bracht; Dämpfe den verdammten Zweifel, So der Wahrheit widerſpricht. Mehre mir mein Glaubens⸗Licht. 5. Gib mir nicht zu ſchwere Fra⸗ gen In der hohen Kreuz⸗Schul auf, Schlag nicht allzu harte drauf; Rede, daß es zu vertragen, Oder ſtärke Kraft und Muth, Dann iſt auch die ache gut. 6. Laß mich Alles freudig gläuben, Was uns Gottes Geiſt gelehrt, Was man in dem Worte hört; Denn was deine Jünger ſchreiben, Geht gewiß aus Gottes Rath, Den dein Geiſt geöffnet hat. 7. Ueberzeuge mein Gewiſſen, Daß dein Wort die Wahrheit ſei. Geiſt V der Gnaden, ſteh mir bei, Laß mich deinen Troſt genießen Und bewahr die Güter wohl, Die man künftig haben ſoll. 8. Sage mir von jener Freude, Wenn ich Trübſal dulden muß. Stille meinen Welt⸗Verdruß Mit der ſüßen Himmels⸗Weide. Weg mit aller Eitelkeit, Dort iſt mir mein lück bereit! 9. Doch gedenk auch unſre Seele An den Tod und Richter⸗Stuhl, An den heißen Schwefel⸗Pfuhl, An die Qual und Marter⸗Höhle, Daß wir nicht in Sünden ruhn Und bei Zei⸗ thun. mein Herzens⸗Gaſt, ver⸗ 8 10. O Lieder. 411 hn und zugleich mein Gnaden⸗Thron. 5 11. Jeſus iſt mein Seligmacher, Sünden⸗Tilger, Schatz und Schutz Und mein allerſtärkſter Trutz Wider meine Widerſacher, Er mein Leben, Licht und Heil Und mein innig be⸗ ſtes Theilxl 12. Drum verkläre dieſe Sonne, Heilger Geiſt, in meiner Bruſt. Je⸗ ſus ſei ſtatt eitler Luſt Unſrer Seele Troſt und Wonne, daß man gegen ſäner Pracht Alles, Alles gar Nichts 4 13. Laß uns Jeſum ſo verehren, Daß wir ihm getroſt vertraun, Hoff⸗ nungs⸗Schlöſſer auf ihn baun Und deſſelben Ruhm vermehren, Daß wir danken, zu ihm ſchrein Und mit Luſt gehorſam ſein. 14. Laß uns auch mit tauſend Freuden Schmach, Verfolgung, Kreuz und Noth, Ja den bittern Marter⸗ Tod Dieſem Herrn zu Ehren leiden. Wo ſich ſolche Kraft erweiſt, Da wird Jeſus hoch gepreiſt. 15. Steht es nicht in meinen Hän⸗ den, Meinen Heiland zu verklärn: Dennoch kannſt du mirs gewährn Und das große Werk vollenden. Je⸗ ſus hat uns Heil und Kraft, Licht und Leben gnug verſchafft. 16. Nimm aus ſeiner Gnaden⸗ Fülle, Die vollauf Vermögens hat: Gib mir reiche Kraft und Gnad, Daß ich meine Wünſche ſtille; Schreib mir ihn ins Herz hinein, So wirſt du das Siegel ſein. M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Auf die Evangelia der drei Pfingſt⸗Feiertage. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 2 eſum lieb ich ewiglich, 690. 3 Sein Wort will ich treulich halten; Seine Liebe ſtärket mich, Wenn mein Herze will erkal⸗ ten: Er hat mich verbunden ſich, Jeſum lieb ich ewiglich. Pfingſt⸗Lieder. ſeinen Fried, luun gnädige Zukunft und Wirkung d9 Hänmas à Nir 2. Jeſus läßt mir 65 Denn er iſt für mich geſt torben, Sei⸗ des heiligen Geiſtes. SAde berr eiſtes reiche Güt Hat er mir nes G e Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben. Rit ien Fn derte enthe: am Kreuz erworben: Dieß erquicket 8 3 K Hhu mein Gemüth; Jeſus läßt mir ſeinen 6* 1. Kun an, du ſwis ſein V Brauſen, O Geiſt lani Drun dleut Gn aden⸗Wind! Wau himmlich ſie nen, Daß er det, A Fried. 3 Weiche weg, was Trauren heißt 3. Weiche weg,„ Sauſe— Ma m Glalda! Jeſus will mir reichlich lohnen; Sauf ſen Erauittt dein mattes 8 a u Vater, Sohn und heilger Geiſ Rein met Wenahe, Himmeie Ddng 9 dan don dih na in meinem Herzen wohnen; Mich er⸗ e! B 8 me AW e 5 ins dort Nichts verdamme Zur Fi⸗ Jur, Sunn — reuet Gottes Gei t: Weiche weg, was! 3.,8 5 rauren heißt. ſ len⸗S Feuer⸗ Pein.(5 ſ fnnd aber i 4 k Komm, Friedens⸗Täublein Uir. der Hiff mom t. 4. Alſo liebt vom Himmels⸗Thron ee eager h ue 1 ds h Ei en A 9— 3 sa d ne Weite daß zer ege a Seie Muth eil ich hier ringe, dit ſel hjn mne is Alle mochten leben: Muß ich heute d da⸗ Bote 49 drd⸗ Geiſt an Gebenn ae gleich davon, Liebet mich doch Gottes Mit L Sowen Grimme b rüllt; tr Die Vernunt ma Sohn. duer ſaübis Geiſt, auf Erd 8 Komm,. teſs . 1 ei Friedens⸗ Schild! 5. Wenn mir um Troſt wirdlu⸗ Sprich neue Kraft mir ein: Der Wene an ſonen Jeſ Maren, BLesnn Niemand ihm den Himmel raubt, ihn Er iſt ewig auserkoren: Ihm den was ſchon lange Mein Labſal Himmel Niemand raubt, Wer an 6. Das Herze will erkalt kn— dn ſeinen Jeſum glaubt. Guten iſt es träg; Wird an R 5 ſc n de 5 de Tüna wil Aan den 1 Süiien nuct tnid er Thn . Khrem nih dha e buigtit auge in 4 4 dam. d 6. Weil nun Jeſus mir iſt hold, nun walten Dein Antüi Will ich gern vor ſein Gerichte; 7. Dein Antlitz laſſe le Wenn ich heute ſterben ſollt, Wird gnädig überſchau. Das ders vor ſeinem Angeſichte Mich nicht feuchten Ein milder Himmelsn quälen meine Sch uld: Jeſus iſt und 8. Verkläre, Himmels ⸗Lehter, 3 Mehbt mir huld. Jeſum lauter rein, Laß un — Jeſus liebt mich für und für, Whrte Hörer Und treue Whaft undle d Drum will ich ihn wieder lieben; 9. Erhalte, Himmels⸗ hmnr gadb althe Er hat an des Himmels Thür Wich. fort auf ebner Bahn. Erhed a de neda o Regierer, Auch endlich hinnen I Müfſ nt 10. Wird Gott Gerichte hegen, f Ma nih Sunh ä duch für und für. de du das Wort, Daß widam usüähir 8. Jeſus mir den Himmel weiſt, mögen Nhtseind⸗ wüäem ann4 unr— Drunn will ich ihm ewig trauen. 11. Für nus dern dünle nid he Vtiad Jeſus und ſein Freuden⸗ Geiſt Füh⸗ uns, ach, ſeufzen u. Bis Had e hi ſein Schäflein, angeſchrieben; Er i ſelbſt die Lebens⸗Thür: Jeſus leht = —— 1 ren mich auf grünen Auen: Er die beſchtttet Dem Väön ein W b Fälten Thür zun Schafen heißt, Weil er V Sammt T 2 ſol und dem S Srin nt ſetem en mir den Himmel weiſt. Sammt Val Da de ldetenne delh heilger Geiſt, d dich preiſen D A einmen Ich bleib Jeſu Eigenthum, Bin ſchen Engel⸗Ton. denomnen ſein Schaf und er mein Hirte; Er ngel⸗d Ehre mihie mein Gottes⸗Lamm, mein Ruhm, Lete den au⸗ dde Träget meine Sünden⸗Bürde, Dieſes Um her Geiſtes Gottes a iſt und bleibt mein Ruhm: Ich bleib Mel. Liebſter Jeſu, wir in ene omm, du Trd ofe hen, 8 Jeſu Eignthumn 692. D. Chr. Sonntag, g. 1654, ſt. 1717. — 6 Wel lt! Konn, W Lieder. im gnädige Zukuuftunhg des heiligen Geiſt Mel. Chriſtus, der 4 591. Onaden⸗Wind! Das h ſti Sauſen Erquickt dein n 2. Komm, Himmels⸗Fara ne! Verzehre, was niht d uns dort Nichts verdanm i en⸗Feuer⸗Pein. 3. Komm, Friedens⸗Taubln ge Den Müden wahre ſ Muth, weil ich hier ringe, das Beſte thu. b 4. Der Mord⸗Geiſt i be Mit Löwen⸗Grimme brilt, heilger Geiſt, auf Eden, äm ſei Friedens⸗Schild! 5. Wenn mir um Tooſtwi Sprich neue Kraft mir en was ſchon lange MeinLalſt 6. Das Herze will erkatz. Guten iſt es träg; Vidi nun walten Dein Antitz wi 7. Dein Antlit laſſe leucte gnädig überſchau. Das he feuchten Ein milder Himmt 8. Verkläre, Himmels⸗A Jeſum lauter rein, Eir din it mein La Z— Sammt Vater und den 4 deilger Geiſt, dich preife ſchen Engel⸗Ton. Um des Geiſtes bunt Mel. Liebſter Jeiu,vit i 692. R ue Pfingſt⸗Lieder. des Himmels Pforte: Ich verachte Gold und Geld, Sehne mich nach deinem Worte, Das mich ſoll zu allen Zeiten In die rechte Wahrheit leiten. 2. Mein Verſtand iſt ganz ver⸗ blendt; Drum erleuchte meine Sin⸗ nen, Daß er den, Der dich jetzt ſendt, Mag im Glauben lieb gewinnen; Denn ich kann des Glaubens Pflich⸗ ten Ohne dich niemals verrichten. 3. Vater, Sohn und du biſt Gott, Es ſind aber nicht drei Götter; Je⸗ der Hilft uns in der Noth; Dennoch bleibt nur Ein Erretter; Denn wo ſie beiſammen wohnen, Heißts Ein Weſen, drei Perſonen. 4. Hier iſt meines Glaubens Ziel, Die Vernunft kann das nicht kennen: Wer nur dieſes wiſſen will, In dem muß der Glaube brennen: Außer dir iſt Nichts zu finden, Dieſen in mir anzuzünden. 5. Lehre mich des Vaters Kraft, Der mich und die Welt erſchaffen. Wer nur an der Erde haft, ag ſich an der Welt vergaffen; Aber ich will an den Schätzen Seiner All⸗ macht mich ergötzen. 6. Lehre mich, daß er den Sohn In der Ewigkeit gezeuget, Ob die Nach⸗ richt gleich davon Die Vernunft weit überſteiget, Daß er auch ſei Menſch ge⸗ boren Und die Gottheit nicht verloren. 7. Beige, wie der Menſch und Gott In der Welt für mich gelitten Und für mich Sünd, Höll und Tod In der Todes⸗Angſt beſtritten, Wie er aus derſelben Banden Auch aus eigner Macht erſtanden. 8. Wie er in die Hölle fuhr, Daß G ich auch vor Gott kann treten, Weil die menſchliche Natur Mich vertritt mit ſtetem Beten, Und wie er wird wiederkommen, Wenn der Lauf der Welt benommen. 9. Lehre mich, daß du, den Heiden ausgegangen Und daß du mein Tröſter heißt In der Noth, die mich umfangen: Speiſe mich mit deinen Gaben, Daß ſie meine Seele u dit laben 413 10. Endlich, wenn die Sterblich⸗ keit An mir wird ihr Ende finden, So ſei mir mit Troſt bereit, Bis mein Gott mich wird entbinden; Du kannſt mit dem Herzen ſprechen, Wenn die Worte mir gebrechen. 11. So wird in der neuen Welt, In der Auserwählten Schranken, Wenn ich Jeſu beigeſellt, Dir mein Mund mit Loben danken, Und für deinen Dienſt im Leben Dir ein ewig Opfer geben. Der alte Hymnus Ambrosii: Veni Creator Spiritus, verdeutſcht. Um die mancherlei Gaben des heil. Geiſtes. In eigener Melodie. . omm, Gott Schöpfer, 693.R heilger Geiſt, Beſuch das Herz der Menſchen dein; Mit Gnaden ſie füll, wie du weißt, Daß dein Geſchöpf vorhin ſein. 2. Denn du biſt der Tröſter ge⸗ nannt, Des Allerhöchſten Gabe theur, Ein geiſtlich Salb, an uns gewandt, Ein lebend Brunn, Lieb und Feur. 3. Zünd uns ein Licht an im Ver⸗ ſtand, Gib uns ins Herz der Liebe Brunſt, Das ſchwach Fleiſch in uns, dir bekannt, Erhalt feſt dein Kraft und Gunſt. 4. Du biſt mit Gaben ſiebenfalt, Der Finger an Gotts rechter Hand; Des Vaters Wort gibſt du gar bald Mit Zungen in alle Land. 5. Des Feindes Liſt treib von uns fern, Den Fried ſchaff bei uns deine önad, daß wir deinm Leiten folgen gern Und meiden der Seelen Schad. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl, Dazu Jeſum Chriſt, ſeinen Sohn, Daß wir des Glaubens wer⸗ den voll, Dich, Beider Geiſt, zu 7. Gott Vater ſei Lob und dem Sohn, Der von den Todten aufer⸗ ſtund, Dem Tröſter ſei daſſelb gethan oGeiſt, Von verſtehn. In Ewigkeit zu aller Stund. D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Um des heil. Geiſtes Gnaden⸗ Gaben. In beſonderer Melodie. 69 4 Roum⸗ heiliger Geiſt, 9X. Rdu höchſtes Gut, Ent. zünd mein Herz mit deiner Gluth, Schlag deines Geiſtes ſüße Flam⸗ men Ganz kräftig über mich zuſam⸗ men, Erweck in mir durch deine Gunſt, O Herr, der wahren Liebe Brunſt! 2. Erleuchte mich, du wahres Licht, Daß ich im Finſtern ſterbe nicht; Beſchatte mich, dann wird es kühle, Daß ich nicht fremde Hitze fühle; Er⸗ quicke meines Herzens Au Mit deiner heilgen Gottheit Thau. 3. Komm, komm, du allerliebſter Troſt, Der unſrer Seelen Liebe⸗ Koſt! Komm, komm, du Geber aller Gaben, Ohn welchen wir Nichts können haben: Erfülle meines Her⸗ zens Schrein Mit deiner ſtarken Gottheit Wein. b 4. Gib, daß ich wie ein liebes Kind Gott fürchte und ihm folg ge⸗ ſchwind; Laß mich die Frömmügkeit erlangen Und wahre Wiſſenſchaft em⸗ pfangen, Daß ich den Weg der Se⸗ ligkeit Betrete Mit Beſcheidenheit. Dir dienen wie ein Krieges⸗Mann; Dein Rath regiere meine Sinnen, Daß ſie recht unterſcheiden können, Verleih mir göttlichen Verſtand, Daß mir dein Wille ſei bekannt. —6. Geuß deiner Weisheit goldnen Fluß In mich durch deiner Liebe Kuß, Daß ich in meinem Herzen wiſſe, Wie gut du biſt und wie ſo ſüße; Daß ich anſchau zu jeder Friſt Die Wahrheit, die du ſelber biſt. 7. O Jeſu, der du dieſen Gaſt Mir ganz gewiß verſprochen haſt, Laß ihn doch kommn in meine Seele Und benedeien dieſe Höhle, Send ihn grad in mein Herz hinein Und laß Der Fingr ihn ewig bei mir ſein! J. Scheffler, g. 1624, ſt. Pfingſt⸗Lieder. i. 695. R dem Glauben verſ Volk aus aller Welt Zungen: ſei dir, Herr, zu Lob geſungen. leluja, Halleluja! Laß uns leuchten des Lebens Und lehr uns Gott recht erienie⸗ Herr, behüt vor fremder Lehr, Veni Sanete Spiritus, verdeutſcht, um Licht und Troſt des h. Geiſts⸗ In eigener Melodie. omm, heiliger Geſ eij Gläub⸗ en Herz, Muth und Sinn, Dau rünſtig Lieb entzünd in ihn! 9 Herr, durch deines Lichtes Glanz ge ammelt haſt Do! & 24 Da Ha 2. Du heiliges Licht, edler Hm Wn A Von Herzen Vater ihn nennent wir nicht Meiſter Jeſum Chriſt mit rechtem 8„ L. 88 ſuchen mehr, Ganb Und ihm aus ganzer Macht ke trauen. Halleluja, Hallelujal n t, ſüßer. 3. Du heilige Brunf Nun hilf uns fröhlich un In deinem Dienſt beſtändig — ln Die Trübſal uns nicht abtreltet Herr, durch dein Kraft un Und ſtärk des Fleiſches Wit Daß wir hier Tod und Leben zu dir dringen leluja, Halleluja! D. M f Veni Creator Spiritus, undete. um die mancherlei Gaben deßtt Geiſtes. In beſonderer Melodie. 696 omm, heilger 239O. R zauch bei unsen 4 ᷣ N füll mit deiner Gnaden Schein à Herzen, die du ſelber Dienſt erſchaffen hier. 2. Du biſt der Tröſter in der) Die Gabe von dem Die Liebe ſelbſt, der Lebeld en Das Freuden⸗Oel und Gnaden⸗e 1 3. An Gaben ſiebenfalt erian y— Dein Wort durch treuer Geiſ, —. Herre Gott, Erfülmt deinem Gnaden⸗Gut Deiner rchter Babn. ritterlich ringen, Mu Luther, g.1437fht dir Zu deinn 1 böchſende Burn Lebens⸗Bll⸗ an Gottes rechber 9p In allen Sprachen machſt d 9 den, D 1677. Lehrer 6. Arrunzde Va d we mard 5. In Glanber nohmm Pie d un Fdat 1 Lbſemarer duch unfer Tiſer D her, duih deien In deine zad w. MA. Avuter domm, o palher omm, diewäl men ton villenma ſ dere dei mi e, titet Mu he a, Das fil din ¹ ſomn, umm . 1 eucht d ieder. Veni Sancte Spi Diritus denh im Licht und Troſt 5 bi 4 eigener Medi. 695. Kamm, deilge 6 2 8 erte G„Eri einem Gnaden⸗Gut De 4 ſen Herz, Muth und Em rünſtig Lieb Dnn n der,, durch deines Atts Gin dem Glauben verſammel di Volk aus aller Welt dunge ei dir, Herr, zu Lob gejingn eluja, Hallelujal „2. Du heiliges Lich, an⸗ jlaß uns leuchten des Loin Ind lehr Von Herzen Vater ihn nn Herr, behüt vor fremder dh. vir nicht Meiſter ſuchen ma Jeſum Chriſt mit rechen t Und ihm aus ganzer Mu rauen. Halleluja, Hallelne 3. Du heilige Brunſt ſih Nun hilf uns fröhlich m In deinem Dienſt beſtändi Die Trübſal uns nicht aün Herr, durch dein Kraft u. Und ſtärk des Fleiſches NM Daß wir hier ritterlich rngn Tod und Leben zu dir drie eluja, Halleluja! 4 luja, H. D. M Luther,h Feni Creator Spiritus Gnüh- um die mancherlei Gäbenſ Geiſtes. In beſonderer Melodie 06 Koum⸗ heihn 696. R puch bei nng üll mit 1 S Herzen, die du ſelber d Ay Dienſt erſchaffen hier. V 2. Du biſt der duſen ie Gabe von dem dnns Leebe ſelbſt, der nu 6 ddere 8 Freuden⸗Del undmdas 88 — — —— 44 9 -/ — ο Fingr acht d n allen Sprachen ag 2 Wort durch treuer Ehn —, - — m Nn du von Beiden uns Gott vct an deiner Gnaden Shn An Gaben ſiebefi — Hottes Fingr an Got“ ch Seht, daß thut unſer Gott! Pfingſt⸗Lieder. 4. Zünd im Verſtand uns an ein Licht, Aht unſers Fleiſches Blödigkeit Durch deine Kraft ſtärk allezeit. 5. Treib ab von uns der Feinde Heer, Den lieben Frieden uns be⸗ ſcher; Und weil der Menſch leicht irren kann, So führ uns ſelbſt auf rechter Bahn. „ 6. Lehr uns den Vater kennen wohl Und wie man den Sohn ehren ſoll; Glauben mach uns auch bekannt, wirſt erkannt. 7. Lob ſei dem Vater und dem Sohn, Auch unſerm Tröſter und Patron; O Herr, durch deinen Geiſt uns leit In deine Freud und Herrlichkeit! M. A. v. Löwenſtern, g. 1594, ſt. 1648. Sehnſucht nach dem heil. Geiſte. Mel. Von Gott will ich nicht. 42 omm, komm, o Him⸗ 697. K mels ⸗Taubel Komm komm, o werther ſchon willkommen heißt. . Komm, kehre bei mir ein, Es iſt, wie ſichs Komm, gebühret, Mein Herz ſchon ausge⸗ im größten Toben Ichſ 415 5. Du biſt ein Glanz der Trüben Die Lieb in unſre Herzen richt, Der Müden Ruh und Stab, Der Sehnenden Belieben, Treibſt allen Kummer ab: Du hebeſt auf den Stuhl; Denn wer in hohen Sachen Sich allzu groß will machen, Den wirfſt du in den Pfuhl. 6. Oft, wenn es mit den Deinen Jetzt ſcheinet aus zu ſein Und die Ty⸗ rannen meinen, Sie wären all allein, Den Niemand ſteuern kann: Da pfle⸗ geſt du ein Schrecken In ihnen zu ſerwecken Und ſtürzeſt Roß und Mann. 7. Will Pharao gleich denken, Durch unerhörte That Dein Iſrael zu kränken, So weißt du doch ſchon Rath. Wenn er der Frommen Schaar Die Arbeit heißt verdoppeln Und Stroh zuſammenſtoppeln, Schickſt du den Moſen dar. 8. Nun wohl auch will ich trauen, Du werdeſt bei mir ſtehn Und alles Unglücks Drauen Vorüberlaſſen gehn. Wenn vor der Welt mit mir Es ſcheinet Geiſt! Komm, wie geſchehen, Läßt du dein Allmacht komm, dieweil mein Glaube Dich ſehen Und zieheſt mich herfür. Drum komm, o Troſt, von oben, kehre bei mir ein. So kann — till und ſicher zieret, Das ſoll dein Luſthaus ſein. ſein. Dir iſt mein Angſt bekannt: Im 2. Komm, komm, du goldner Re⸗ ärgſten Ungewitter Guͤckſt du ſchon gen! Befeuchte meinen Sinn, Komm, durchs Gegitter Hart hinter meiner ſchütt auch deinen Segen Auf alle Fromme hin. Laß deinen Liebes⸗ Bach Mit reichen Strömen fließen nd derer Herz begießen, Die da ſind matt und ſchwach. 3. Du biſt ein Mund der Blöden, Der Armen Schatz und Gut, Ein Vand. Joh. Frank, g. 1618, ſt. 1677. Um kräftigen Zuſpruch und Ver⸗ trauen des heil. Geiſtes. Römer 8, v. 15. 16. 26. Mel. Gott des Himmels und, Gaſthaus in der Oeden, Der hart omm, o, komm, du Geiſt Erſchreckten Muth, Ein Weg vt 698. Ki ane oe n duGeſß der da irrt, Der Blinden Sonne, Der Herzbetrübten Wonne, Der Kranken Arzt und Wirth. V .4. Du kannſt die Herzen lenken In einem Blick und Nu: Wenn Men⸗ ſchen Arges denken, So ſprichſt du Nein dazu, Machſt ihren Rath zu Spott, Kannſt ihren Hochmuth ſchwä⸗ en, Daß Jeder drauf muß ſprechen: Licht und von Ewigkeit! vergebens, Weisheit, Daß wir Denn was Dein Erkenntniß werde groß Und mach uns von Irrthum los. Deine Kraft ſei nicht Sie erfüllt uns jederzeit: So wird Geiſt und Licht und Schein In den dunklen Herzen ſein. 2. Gib in unſer Herz und Sinnen Rath, Verſtand und Zucht, Anders nichts beginnen, nur dein Wille ſucht; 416 Pfingſt⸗Lieder. 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrts⸗ Stege: Das, was hinter uns gethan, Räumeferner aus dem Wege; Schlecht den⸗ zu und recht ſei um und an; Wirke heilger Geiſt! wohn Im Herzen allermeiſt, M deinem Licht und Gaben Und Frau⸗ den⸗Oel zu laben, Komm, werthe 2. Du biſt ein Troſt der Frommen, Reu an Sünden Statt, Wenn der Fuß geſtrauchelt hat. 4. Laß mich ſtets d fühlen, Daß wir Gottes ſi Die auf ihn alleine zielen, Wenn ſich Noth und Drangſal findt; Denn des Vaters Liebes⸗Ruth Iſt uns alle⸗ wege gut. 5. Reiz uns, ten Frei mit aller Gieß aus dein heilig Oel Und t dein Zeugniß ommen, Rinde an Herz und Seel Erfreuen innigit, Komm, Tröſter, zu erquicken R Seelen, die ſich bücken Im Get demüthiglich. 3. Laß allen Troſt verſchwinden Den mir die Welt verſpricht Beit⸗ daß wir zu ihm tre⸗ nir d lt ve Freudigkeit; Seufz rem Dienſt der Sünden, auch in uns, wenn wir beten, Und ver⸗ doch tröſtet nicht. Was eus mi tritt uns, allezeit: So wird unſre Bitt anpreiſt, Dem will ich feſte gitun erhört Und die Zuverſicht vermehrt. Du ſollſt mein Tröͤſter bleiben d 6. Wird uns auch nach Troſte bange, d Gott, heilger Geiſt! Daß das Herz oft rufen muß; Ach, 4. Du kannſt mein Herz aifte mein Gott, mein Gott, wie lange! Und kräftig rüſten aus, 3 Ei, ſo mach uns den Beſchluß; Sprich gar erneuen Mein armes der Seele tröſtlich zu Und gib Muth, Haus; Drum komm, mein ſh Geduld und Ruh. Gaſt, Und bleib im Tod und in 7. O du Geiſt der Kraft und b Als Tröſter mir gegeben, Bonmn Stärke, Du gewiſſer neuer Geiſt, Geſicht erblaßt. Fördre in uns deine Werke, Wenn 5. Der du als Gott des Satans Macht ſich weiſt; Schenk Vom Vater und dem Sohn uns Waffen in den Krieg Und er⸗ mich im Geiſt erhöheſt Zu bet halt in uns den Sieg. 4 Stuhl und Thron Kehr gudd 8. Herr, bewahr auch uns den mir ein Und lehr mich Jefm 4 3 S G 4* A tehr mich JIo Glauben, Daß kein Teufel, Tod noch nen Ihn meinen Herren ſan Spott Uns denſelben möge rauben: Mit W ahrh eit, nicht zum Schei 6.— Du biſt unſer Schatz und Gott. Sagt das Fleiſch auch immer Nein, Daum Drun — 4. 5 28.* Dor meine Seele lebt: 1 Laß dein Wort gewißer ſein. Der meme Seele liebt; 9. Wenn wir endlich ſollen ſterben auch mein Berather; Wenn i⸗ „ Verf mmehr. ds, die Welt betrübt, So konmn ie So verſichre uns je mehr, Als des Himmelreiches Erben, Jener Herr⸗ lichkeit und Ehr, Die uns unſer Gott erkieſt Und nicht auszuſprechen iſt. Joach. Neander, g. 1640, ſt. 1680. tröſte mich Und ſtärk im r F 7. Ja Von Jeſu ganz allein, Von ſin Tod und Schmerzen Und ſie Wahrheit Schein, Daß ich gai Geiſtes. zeugt Kein Bild in meinn gg Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. mein Herz ihm gleicht.: Füng 699 Nmn Tröſter, komm 8. Leit mich mit deinem ſe 9. Rhernieder Vom hohen O Geiſt, von Gottes Thrane n Himmels⸗Thron Auf, Chriſti Herz⸗Bezwinger, duß g und Brüder, Komm eilig, komm und dohi Um Troſt und Frende des heiligen 1 1 Freund mein Herz kein Schmach, noch es zu mir kommen, Das ſich min △ 1 8 4 Der mch Tuül Jin 3 diſdt, vin Ttt — hed 1 *¼ einaroſt! 2. nuenti 9 Frelde Augrneints hot Geiſ. In beiannet] 1.de 2 du herhsdt 5 3 Van den Küten heilgen Nel. zuu da; . der gau dch ſir === ———— — — — 2— —— Sꝑ — — — — — — — — — —— — — — — — — 4— — — — — — — —— —2 2 = — c=. * — — — —.—. 8—— —=— — — — = — —— = —— — ieder. vohn Herze. deRAn, en⸗Del zu laden, Komm eilger Geiſt! be 12. Du biſt ein Trot der an dieß aus dei haln Oüid ³ zu mir kommen, de ſen derz und Seel Grfreuen n. omn, Tröſter, zu erguitet verlen, die ſch büüm a emüthiglich. 23. Laß allen Tuſt witn den mir die Welt verſihet em Dienſt der Sünden, d och troͤſtet nicht Vas qi npreiſt, Dem will ich feſt du ſollſt mein Tröſter bleide Gott, heilger Geiſt 4. Du kannſt mein Hen nd kräftig rüſten aus, zam ar erneuen Mein armes daus; Drum komm, men haſt, Und bleib im Tod m. lls Troſter mir gegeben, d jheſicht erblaßt. 5. Der du als Gott a Jom Vater und dem Sch nich im Geiſt erhöheſt g Stuhl und Thron. Kehr gu nir ein Und lehr mich Fir ſen, Ihn meinen denm. Rit Wahrheit, nicht zun dt 6. Du kommſt ja von dn der meme Seele liebt; d zuch mein Berather, Ae ie Welt betrübt, So um röſte mich Und ſtärk in ga idden Mein Herz mit rin len, Daß es erguiceſch. 7. Ja, zeug in 8 Von Jeſu ganz allein, uf in Bild i eugt Kein Bild in nins Als Jeſum moͤg erwähl nein Herz ihm gleicht. 8. Leit mi 9 Geiſt, von Goll nein Herz ⸗Bezuie ein Schmach, no 39 Pfingſt⸗Lieder. 4³⁷ Trübſal, keine Noth Von meinem Jeſu ſcheide; Im Kreuz ſei meine Freude, Mein Troſt bis in den Tod! L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Allgemeines Gebet um den heiligen Geiſt. In bekannter Melodie. 700 Nun bitten wir den heili⸗ * D gen Geiſt Um denrech⸗ ten Glauben allermeiſt, Daß er uns behüte An unſerm Ende, Wenn wir heimfahren aus dieſem Elende. Ky⸗ rieleiſon!. 2. Du werthes Licht, gib uns dei⸗ nen Schein, Lehr uns Jeſum Chriſt kennen allein, Daß wir an ihm bleiben, Dem treuen Heiland, Der uns bracht hat zum rechten Vater⸗ land. Kyrieleiſon! 3. Du ſüße Lieb, ſchenk uns deine Gunſt, Laß uns empfinden der Liebe Brunſt, Daß wir uns von Herzen Einander lieben Und in Fried auf Einem Sinne bleiben. Kyrieleiſon! 4. Du höchſter Tröſter in aller Noth, Hilf, daß wir nicht fürchten Schand, noch Tod, daß in uns die Sinne A Nicht verzagen, Wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleiſon! Dr. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Von den Kräften und Gaben des heiligen Geiſtes. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. du allerſüßeſte Freude, 701. 8 O du allerſchönſtes Licht, Der du uns in Lieb und Leide Unbeſuchet läſſeſt nicht, Geiſt des Höchſten, höchſter Fürſt, Der du hältſt und halten wirſt Ohn Aufhören alle Dinge, Höre, höre, was ich ſinge! 2. Du biſt ja die beſte Gabe, Die ein Menſch nur nennen kann; Wenn ich dich erwünſch und habe, Geb W ich alles Wünſchen dran. Ach, ergib dich, komm zu mir In mein Herze, das du dir, da ich in die Welt gebo⸗ H ren, Selbſt zum Tempel auserkoren. 3. Du wirſt aus des Himmels Throne Wie ein Regen ausgeſchütt, Bringſt vom Vater und vom Sohne Nichts, als lauter Segen mit: Laß doch, o du werther Gaſt, Gottes Segen, den du haſt Und verwaltſt nach deinem Willen, Mich an Leib und Seele füllen. 3 4. Du biſt weis und voll Ver⸗ ſtandes, Was geheim iſt, iſt dir kund; Zählſt den Staub des kleinſten Sandes, Gründſt des tiefen Meeres Grund: Nun, du weißt auch zwei⸗ felsfrei, Wie verderbt und blind ich ſei; Drum gib Weisheit und vor Allen, Wie ich möge Gott gefallen. 5. Du biſt heilig, läßt dich fin⸗ den, Wo man rein und ſauber iſt, Fleuchſt hingegen Schand und Sün⸗ den; Wie die Tauben rein du biſt. Mache mich, o Gnaden ⸗Quell, Durch dein Waſchen rein und hell; Laß mich fliehen, was du flieheſt; Gib mir, was du gerne ſieheſt. 6. Du biſt, wie ein Schäflein pfleget, frommen Herzens, ſanften Muths, Bleibſt im Lieben unbewe⸗ get, Thuſt uns Böſen alles Guts: mir auch Die⸗ Brauch, Daß liebe, Keinen, Ach, verleih und gib ſen edlen Sinn und ich Freund und Feinde den du liebſt, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zu⸗ frieden Wenn du mich nur nicht verſtößt; Bleib ich von dir unge⸗ ſchieden, Ei, ſo bin ich genug getröſt. Laß mich ſein dein Eigenthum; Ich verſprech hinwiederum, Hier und dort all mein Vermögen Dir zu Ehren anzulegen. 8. Ich entſage Alle deme, Was dir deinen Ruhm benimmt; Ich will, daß mein Herz annehme Nur allein, was von dir kömmt. Was der Satan will und ſucht will ich halten als verflucht; ich will ſeinen ſchnöden egen Mich mit Ernſt zuwider legen. 9. Nur allein, daß du mich ſtärkeſt Und mir treulich ſteheſt bei: Hilf, mein elfer, wo du merkeſt, Daß mir Hilfe nöthig ſei; Brich des böſen Fleiſches 27 Pfingſt Sinn, Nimm den alten Willen hin, Mach ihn allerdinges neue, Daß mein Gott ſich meiner freue. 10. Sei meim. Re ter, halt mich eben; Wenn ich ein Stab; Wenn ich ſterbe, ſei mein Leben;: I Wenn ich liege, ſei mein Grab. Wenn ich wieder auferſteh, Ei, ſo hilf mir, daß ich geh Hin, da du in ewgen Freu den Wirſt dein Auserwäh lten weiden Paul Gerhard, g. 1611, ſt. 3 Wer nur den flehen Hatt. . Sich rein dnd unbef 3 A Uem mnde 1 farbte B Lane ir und breit Der mein Und mir erwüͦ wünfc⸗ Gott, ſtehe mir Und gib mir Der neu, gewiß g 4. Doch, weil a meine Schwach⸗ heit merke, Mein Vater, ſo verwirf mich nicht Und ſtoß mich wegen r mei⸗ . e Ja nicht von deinen ſicht; Laß mich hier in der C Und dort in dein en dinrmel 8 on! du Geiſt 5. Nimu deinen Geiſt, d der Liebe, Ja uun und nimmermehr von mir Und leite e mich h pünc h Durch z ſen nen . Aud. D. 3 J. Lſearus. g. uttur ſ. 1684. Um Empfindung der Einwohnung des beiligen Mel. 6 Geiſtes. Wi⸗ ſchön leuchtet de heilger Geiſt, kehr bei uns ein Und laß uns Lieder. * ohnung ſein, O kon deine n onnel Dum Iuumabs uns kräftig; ſein Iu ſeu⸗ Fre Wonne! Sonne, i liſch Leben wil iſt wir beten: Zu dir treten. 2. Du Al. len geußt 4, Lo e hö ten,„Daß wir in . 1! Vonnune den treu dir bleiben in fü wir ja leiden müſſ Was zerriſſen ſchauen Und bauen. Sunpünd en Dadurch Auf das wir i Begegnen aler freud een Ge lich Troſt Afineden, winden. ₰½ don 5. O ſtarker Fels und Fhat Hort, Laß uns dein himmäͤüs Wer In unſern Herzen den Daß wir uns moͤgen n Vae deiner Weish Wiheüte Cini um unſe land nenne n. 6 üßer Himmels⸗Thau. dich buntto Herzen ränit Und ſdent uns deine Laebe, dn unſer Sinn verbunden ſei D De de darinnen übe. Kein Neid⸗ 3 o ean a Streit Dich betrübe; Fried und? ct ud d unſer S erſad ſte en ſtets mit Liebes 3⸗Treu Un 1 ieder. ng ſein, D m, 1— U 6. 4 Schein imnttt ir beten: u dir firdelen, R eten. du d unma d D 2. Du Qu it fleußt, Di ren, Daß wir in Glnmn t, Mit deiner verthen ii 1. den vans en ere, Lehre, Daß wr Una d Sinnen dir ergeben, N. b und uns zum Lehen 3. Steh uns ſtets bei ni ath Und führ uns auf den ad, Die wir den Weg nitz b uns Beſtändigkeit, daßt u dir bleiben für und fü, r ja leiden müſſen. Scheu as zerriſſen und gefliſſen, auen Und auf deinen N uen. 4. Laß uns dein edle R. aft Empfinden und zu aft Dadurch geſtärket n if das wir unter deinn; gegnen aller Feinde dm udigen Geberden. Laß dih )Auf uns nieder, daß uir oſt empfinden, Alles Ungltt nden. 4 5. O ſtarker Fels und de rt, Laß uns dein hinnit ort In unſern Herzel im ß wir uns moͤgen mmm i deiner Weisheit rihn d deiner Lebe teme. eße Deine Güte ins Gn z wir können Chriſtun we lland nennden. 3. Du ſüßer dinm d In unſre benmn 3 dſ 3 deine ℳ id ſchenk uns deine Lei der Eimn verdundenſi dnh ſtets mit Lebes⸗Du 3 einnen übe. Kein Mas reit Dich betrübe, Rie 4 1 Könnt ich Galleluja, Halleluja! ſchaft, Sehr groß iſt deiner Gottheit Kraft. Pfingſt⸗Lieder. müſſen ſchweben, Fried und Freude wirſt du geben. 7. Gib, daß in Herzens⸗Reinigkeit Wir führen unſre Lebenszeit, Sei un⸗ ſers Geiſtes Stärke, Daß uns forthin ſe unbewußt ſches Luſt Und ſeine todten Werke. Rühre, Führe Unſre Sinnen und Beginnen von der Erden, Daß wir Himmels⸗Erben werden. M. M. Schirmer, g. 1606, ſt. 1673. Bekenntniß des Weſens und der Wohlthaten des heiligen Geiſtes. und dem Sohn, Ein großer Gott ins Ein Gott, der uns mit ſeinen Gaben In Noth und Tod Halleluja, Hallel. Schöpfer dieſer blaue Himmels⸗ Die Eitelkeit, des Flei⸗ M guter Geiſt, vollb Zelt, Dazu den Umkreis dieſer Er⸗ den Sammt Meer und Waſſer laſſen werden; Des Himmels Heer mit aller Pracht Iſt auch durch deinen Mund Geach. Du haſt als Gott Leib, Seel und Leben Im Anfang uns ja ſelbſt gegeben. Halleluja! 3. In aller Welt iſt gar kein Ort, Da du nicht ſchwebeſt fort und fort, Wie ſolches in der Schrift zu leſen. Unendlich iſt dein Thun und Weſen: Fahr ich hinauf, ſo find ich dich, Fahr ich hinunter, ſiehſt du mich, ich der Welt am Ende ſtehen, Würd ich auch da dir nicht entgehen. Halleluja, 4. Du biſt der Geiſt der Wiſſen⸗ aft. Was Menſchen⸗Witz nicht weiß zu finden, Was kein Verſtand ſonſt kann ergründen, Erkläreſt du gar leicht und wohl, Du weißt, 419 was künftig werden ſoll, Den Lauf und Aendrung aller Zeiten Verkuün⸗ digſt du voraus von weitem. Halle⸗ luja, Halleluja! 5. Du haſt durch der Propheten und Der ganzen Welt gemachet kund, Was große Wunder⸗Ding auf Erden Sich kunftig noch begeben werden. Du tenneſt ja des Men⸗ ſchen Herz Und deſſen Luſt, Leid, Freud und Schmerz, Ja ſein Be⸗ gehren, Hoffen, Sorgen Iſt deiner Weisheit unverborgen. Halleluja, Halleluja! Neues ſchaft Und große Sachen kann Recht hoch be⸗ gabte Männer waren. Halleluja, 7. Wir glauben auch, daß Jeſus Chriſt Mit 3 dir, o Herr, geſalbet iſt. Du biſt es, der allein regieret Das Predigt⸗Amt und heilig zieret Die Lehrer, daß in dieſer Welt Der Got⸗ tes⸗Dienſt wird recht beſtellt Vermit⸗ telſt deiner theuren Gaben, So wir nach allem Wunſch jetzt haben. Hal⸗ leluja, Halleluja! 8. Du ſraſſt die Welt durchs Predigt⸗Amt, Die ſich durch Sünde ſelbſt verdammt Und deinem Willen widerſtrebet, In tauſend Schand und Laſtern lebet. Du lehreſt auch, daß Jeſus Chriſt Das Heil der armen Sünder iſt, Den ohne dich kein Menſch kann kennen, Noch gläubig ſeinen Heiland nennen. Halleluja, Halleluja! 9. Du biſt es, der uns neu ge⸗ biert, Du biſt es, der den Glauben ziert Mit Tugenden und guten Wer⸗ ken, Wobei man ſoll den Glauben merken. Durch dich wird Adams Sünden⸗Luſt Gekreuziget in unſrer Bruſt. Du biſt, der unſern böſen 27* Pfingſt⸗Lieder. Willen Kann zähmen und mit Zucht Wir werden jetzt durch deine Macht erfüllen. Halleluja, Halleluſa! Zum Guten neu geboren. Du biſt 10. O werther Geiſt, daß wir in der Glanz, der uns erleucht, De Und Gnaden ſtehn, verſchaffeſt Hand, die uns zum Guten zeucht, Ru p Gut 3 hau haſt die Sünden⸗Bahn ver⸗ Das Pfand der Auserwählten. . du, riege u edelt. Du biſt das rechte Gnaden⸗ Du biſt der Liebe ſ 2 Al, SE:. lt Und die Verheißung uns ver⸗ 4. Dein Sinn, der aus dem Hin mel rührt Und unverändert blieben, ſtärkſtes Hat denen Herz und Hand regin, PGfand, de ſtärkſte It denen Here Dan Wfan Uind über Chriſti Reichs⸗Ge⸗ Die Gottes Wort geſchrieben. Au noſſen Mit reichem Maße ausgegoſ⸗ gibſt auch noch der Bibel Kut ſen. Halleluja, Halleluja! Daß dieſes im Gemüthe haft, Wis 11. Du hilfſtin dieſem Lebens⸗Lauf Gott dem Menſchen ſaget. Uns oft mit Freuden wieder auf, Daß 5. Wie wunderbar aitt hri wir getroſt zum Himmel treten, Im Wort Auf der Apoſtel Zungen Van Geiſt und in der Wahrheit beten, einem in den andern Ort Durchale Du tröſteſt uns in Noth und Qual Welt gedrungen; Denn jetzun ſet Und hilfſt uns ſeufzen manches Mal, der Chriſten Schaar, Wo manm Daß wir uns Gottes Huld erfreuen Zeiten heidniſch war Und ſtummen Und Abba, lieber Vater, ſchreien. Götzen diente. Halleluja, Halleluja! 6. Nun, Herr, mein ganzes Gßf 12. O heiliger, o guter Geiſt, Den ſtenthum Steht auch in deinen hif Chriſtus unſern Tröſter heißt, Laß den; Du mußt es ſelbſt zu daine uns in keiner Noth verzagen! Ach, Ruhm Anfangen und vollenden hilf, daß wir es freudig wagen, Durch Armer kann Nichts ohne dichzte dieſes Thränen⸗Thal zu gehn; Laß wegen dank ich, daß du mich mich im Kreuz auch herzhaft ſtehn. meinem Jeſu führeſt. Hilf du mir, Herr, dieß auch voll⸗. Sieh da, hier iſt mein ganei Dein i oringen, So werd ich ewig dir lob⸗ dch hab en dir gegeben. Dein ſingen. Halleluja, Halleluja! ndert meinen Schmerz, Dein Ui Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. iſt mein Leben; Drum, wenn mlit mich nicht verſtößt, So bin ich ſchng⸗ nug getröſt Und ſage fröhlich Amar Dankbares Bekenntniß von dem An Casp. Neumann, g. 1648, ſteit Weſen und den Wohlthaten des heiligen Geiſtes. ren W 1 b eiſtes Mel. Allein Gott in der Höh. Gottheit des heiligen E 705 9 heili er und guter Geiſt, Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich zu un *☛☚ Du Taube voller Liebe, 706 heiliger und rine Du Licht, was mir den Himmel weiſt,. Geiſt, Der. ſih Du Kraft von hohem Triebe, Mein wahrer Gott erweiſt, Dein auserwählter Herzens⸗Gaſt, Mein Nam und Eigenſchaft Schatz, den kein Gedanke faſt, Mein ner Gottheit Kraft. Geber aller Gaben! 2. Du biſt der ewige Beſchluß Von Gottes heilgem Weſen Und aller Gna⸗ den Ueberfluß, Durch welche wir ge⸗ neſen; Du herrſcheſt auch auf Einem Thron Mit Gott, dem Vater, und dem Sohn In ungetheilter Ehre. 3. Dein Segen hat das wieder⸗ bracht, Was Adam uns verloren; Vom Sohn und Vater nicht i Dein Weſen iſt mit Beiden g dit lebſt und wohnſt in gleichem— 3. Die Allmacht und Allwiſendä Allgegenwart und Einigkeit Und 3 der Eigenſchaften mehr, Vergriß deiner Gottheit Ehr. 4 b 4. Mit Werken biſt du ſo Bezeugen d M 2. Jehova wirſt du, Herr, genenn eich, A ſet niemſ 1. Du hyrwdt biſchenet uh du in äner SCal Aurnahn in k § Tu gtt Der ſendet dh Gleichwie dr J Komm auc zur 1 Aif ſccther Pir deine gai d' verſprochle fahht der Jinyer „l. Uniigt Und ſeteſt äwe duncs ur mn nimmt und it! lI. Nun ſ, hery Ach h Sämer. Fh nir Aui ud fürl n diliem. 17 reicli der. ir werden jet dun e im Guten neu dannn 3 1 7 el rührt Und unverändert 6 at denen Herz und Hand ne ie Gottes Vort geſtriden oſt auch noch der Ihl aß dieſes im Gemüthe haft ott dem Menſchen ſagt. 5. Wie wunderbar jſ ort Auf der Apoſtel Zungn iem in den andern Ort Dat⸗ elt gedrungen; Denn jezm r Chriſten Schaar, Wo nnf iten heidniſch war Und ſin otzen diente. 6. Nun, Herr, mein gang nthum Steht auch in denn n; Du mußt es ſelbſt zud uhm Anfangen und vollende rmer kann Nichts ohne dih⸗ egen dank ich, daß du m einem Jeſu führeſt. 7. Sieh da, hieriſt mein gans ch hab es dir gegeben. Dei ndert meinen Schmerz, Den mein Leben; Drum, wemt ich nicht verſtößt, So bin icſt ug getröſt Und ſage fröhliht Casp. Neumann, g. 168. — — —— — —— — — — — 6 — — — 4 — — Gottheit des heiligen Giit Mel. Herr Jeſu Chrift, dih Kn heiliger undn ahrer Gott erweiſt, M am und Gigenſchaft Beiehn r Gottheit Kraft. 2. Jehova wiß de be om Sohn und Vater nchiſ ein Weſen iſt mit Beiden 1 bſt und wohnſt in gleichen 3. Die Allmacht n ligegenwart und Einigte r Eigenſchaf 3 1 iner Gottheit Ehr. nerniit Werken hͦ N 1 1 — — — —— 1 —⁹ 8 1 — — 3 * 4 = K Pfingſt⸗Lieder. 421 müht, Daß man davon die Früchte ſieht; Da jene Schöpfung nun vor⸗ bei, Macht deine andre Alles neu. 5. Die Taufe gründet ſich auf dich, An deinen Namen glaube ich. Ich will kein ſchnöder Spötter ſein, Denn ſolche trifft die Höllen⸗Pein. 6. Ein unterſchiedene Perſon Von Gott, dem Vater, und dem Sohn Biſt du, Herr, die da ewig bleibt, Wie dich des Höchſten Wort beſchreibt. 7. Du höreſt, redeſt, in Geſtalt Erſcheineſt du, bezeugeſt bald, Daß du in einer Seele wohnſt Und deine Aufnahm ihr belohnſt. 8. Du gehſt vom Sohne ewig aus, Der ſendet dich ins Herzens⸗Haus, Gleichwie der Vater ſolches thut, Komm auch zu mir, du höchſtes Gut. 9. Auf ſichtbarliche Weis und Art Wird deine Zukunft offenbart Durch die verſprochne Feuer⸗Tauf, Auf dieſe folgt der Jünger⸗Lauf. 10. Unſichtbar aber kommeſt du Und ſetzeſt eine Seel in Ruh, Die dich durchs Wort und Sacrament An⸗ nimmt und hält bis an das End. 11. Nun ſieh, ich öffne dir mein Herz, Ach, lindre meinen Sünden⸗ Schmerz. Ich bin dein Tempel, wohn in mir, Auf dich, Herr, hoff ich für und für! C. G. Stübner, um 1727. Um Heiligung des heil. Geiſtes. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jeſu. 7b hochgelobter Gottes⸗ 707. 9 Geiſt, Gib ſelber Kraft und Segen, Daß meine Seel dich würdig preiſt, O holder Gnaden⸗Re⸗ gen! Mit meinem Thun iſt Nichts gethan, Wo du nicht Gnade gibeſt Und mich übeſt; Drum zeige mir die Bahn: Ich weiß, daß du mich liebeſt. 2. Du biſt durch meiner Taufe Bad Schon über mich gefloſſen, Und haſt ſchon damals deine Gnad Gar reichlich ausgegoſſen. Du haſt dich ſtets mit mir bemüht, Den Glau⸗ ben angezündet Und gegründet So, daß man Friede ſieht Und heilge Freude findet. 3. Ich danke dir für alle Huld Und unverdiente Liebe; Ach habe nur mit mir Geduld, Verzeih, daß deinem Triebe Mein Sinn nicht ſtets gefolget hat. Du wollſt doch bei mir bleiben Und mich treiben, Auch deine Kraft und Gnad Mir gar ins Herze ſchreiben. 4. Hilf meiner armen Schwachheit auf, Hilf mir im Kampfe ringen; Ach, laß mich meinen Chriſten⸗Lauf Gewünſcht zu Ende bringen: Und wenn ich von dem Wege geh, So ſtrafe mein Gewiſſen, Hilf mir bü⸗ ßen, Und wenn ich wieder ſteh, So hilf die Reu verſüßen. 5. Du ſieheſt, daß ich fleiſchlich bin, O großer Neugebärer! Ach, gib mir einen neuen Sinn; Denn du biſt mein Bekehrer, Ich deine neue Kreatur, Wenn ich in Chriſto lebe, An ihm klebe Und ſtets auf ſeine Spur Genaue Achtung gebe. 6. Was himmliſch iſt, verſteh ich nicht, Wirſt du mich das nicht lehren; Erleuchte mich mit deinem Licht, Du kannſt mich nicht bethören. Laß deines Wortes Eigenſchaft Im Her⸗ zen beſſer ſchmecken, Luſt erwecken Und deiner Liebe Kraft Mir mehr und mehr entdecken. 7. Ein armer Sünder ſchämet ſich, Die Augen aufzuſchlagen. 9 Heiligmacher, heilge mich, Du wirſt mirs nicht verſagen: Und hab ich was nicht recht Mheſucht, So hilf mir ſelber beten, Mich vertreten Und alle falſche Furcht Aus meiner See⸗ len gäten. 8. Gib meinem Geiſte Zuverſicht Und kindliches Vertrauen, Daß er ſeine Abba, Vater, ſpricht: So laß ich mir nicht grauen. Ach, laß, o freudenreicher Gott, Mich deinen Troſt erblicken Und erquicken! So kann mich meine Noth Nicht ganz zu Bo⸗ den drücken. 9. Ich dchte nicht den Troſt der 5½ 4 4 4 4 4 2 Welt, Nur deinen will ich haben; Dein Troſt iſts, der uns wohlgefällt, Der kann die Seele laben. Du biſt mein Siegel und mein Pfand, Daß ich, dein Kind und Erbe, Selig ſterbe Und dann in deiner Hand Auch ewig nicht verderbe. 10. Wenn du in meinen Herzen biſt, So kann ich daraus ſchließen, Daß auch mein Jeſus drinnen iſt: Drum kann ich dich nicht miſſen. Du wirſt auch immer bei mir ſein, Du wirſt mich ja nicht haſſen, Son⸗ dern faſſen Und in der letzten Pein Im Tode nicht verlaſſen. 11. Nun, die Verheißung iſt ge⸗ ſchehn: Wenn wir in Jeſu Namen Um Gottes Geiſt den Vater flehn, Iſt alles Ja und Amen. Wohlan, wir ſchrein um dieſen Geiſt, Du wirſt um Chriſti willen Auch erfül⸗ len, Was du verheißen haſt, Auch unſre Wünſche ſtillen. M. Joh. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Selige Pfingſt⸗Feier. Mel. 70 8 theurer Tröſter, heilger . Geiſt, Der du dich in die Herzen geußt, Die ſich zu dir in Demuth kehren: Ich flehe dich, mich zu erhören Und mein erkaltetes Ge⸗ müth Durch ſüße Feuer deiner Güt Erwärmen und es zu erneuern, So kann ich recht die Pfingſten feiern. Halleluja, Halleluja! 2. Durchdringe du mit deiner Kraft Des Herzens harte Eigenſchaft, Zermalme dieſen Fels der Sünden, Daß du dein Haus da könnteſt fin⸗ den; Ach, leider, es iſt angefüllt Mit dem, was Welt und Wolluſt ſtillt, Es liegt noch feſt am Koth der Erden, Wie kanns denn deine Woh⸗ nung werden? Halleluja!: 3. Der Wille liebt die Zeitlichkeit Und hält die Nacht für ſüße Freud, Verläßt die Nu, das wahre Weſen, Und will durch Todes⸗Gift geneſen, Dein theures Wort erkennt er nicht, Komm, heiliger Geiſt. Pfingſt⸗Lieder. Ja ſchmecket nicht des Glaubens Licht Die ſanfte Speiſe unſrer Satt Wie kann ich denn dich, Gaſt, a⸗ wählen? Halleluja!:, 4. So elend iſt des Herzens Haus, Ach, kehre ein und fege aus Den Schlamm und Koth der Finſtent ſen, Ergänze, was daſelbſt zeriſſan Zerſtör das faule Sünden⸗Neſt, Das ſich auf Belial verläßt, Und lu mich aus der Knechtſchaft gehen Und in der ſüßen Freude ſtehen. Halleluja!:,: 5. Du edler Pfingſt⸗Gaſt, dring herzu Und gib der Seele wahn Ruh, Arbeite ſelbſt an meinem her⸗ zen Und zünde an die Glauben⸗ Kerzen. Schlag deine Werkftatt ba mir auf Und führe meinen Lebens⸗ Lauf, So kann ich durch dein we⸗ thes Laben Den wahren Friedeni mir haben. Halleluja! 6. Du Geiſt der Kindſchaft, zei mir, Wie ich in Andacht komm dir, Ach, lehre mich von Herzenke ten, In wahrer Kraft vor dicht treten. Ich bin ganz laulicht, ſiit mich, Daß Herz und Seel entzünd ſich, Auf dich blos ſein Vertrau ſetze, So hat es den Schat all Schätze. Halleluja!:;: 7. Leg du mir dieſes Zeugniß kit Daß ich ein Kind des Höchſten Treib ſelbſten mich zu deinen We gen, Daß ſich in mir die Lüſte b⸗ gen, Und ich im wahren Glauen kann Das Abba, Vater, ſtimman an; Geuß aus durch deine ſtarkm Triebe Die Ströme Gottes reihe Liebe. Halleluja!: 8. Umgürte mich Daß ich in deiner Kraft beſtehe Un nicht auf fremde Wege gehe. Geiſt der Weisheit, lehre mi 2 eele ſich Na Herze, Geiſt und Ses deiner hohen Weisheit ſehne Un von dir alle Macht entlehne. luja!„ 9. O Geiſt, regiere meinen Geiſ Daß er dir folge, was du heißt, Ddäh in allem Steit Mit wahrer Glaubens⸗Freudigbet Hall⸗ tt der Sündel.. güa, leber br huh und Friem ſüße deinen Tc Sünd dich vorm deinem Bunde lelcjal Dr. Jes Narbindung ni heiligt ſtets Dant det. halllucl; Dar du vom Wt Reiſt, und au w nneſt in der ohe ſe dic gießck a nir zum Letg, gern dich geehn 3 du Geſt det Kraft, Jae der. aus der Knethſh 3 d in der ſüßen&. lehnnal e ſüßen Freud ſh . Du edler Pfingſt⸗Gaß d um l,d gb egtah „Leg du mir dieſes— ich ein Kind des Hötſte ib ſelbſten mich zu deinn Daß ſich in mir die lli Und ich im wahren Gh n Das Abba, Jater, ſim Geuß aus durch deine ſit be Die Ströme Gotte ni e. Halleluja!: b Umgürte mich in allm 4 wahrer Glaubens⸗ nait ich in deiner Kraft beſtt auf fremde Wege get 1 t der Waishat 3 nich d 2, Geiſt und Se V wenn Weisheit ſähn 1 dir alle Macht entlehne 1 V * 2 FGeiſt, regiere men hi ZGeiſt, regiere memen e 8 dir folge, was du heiit 9 ſelber wohl bereit. Pfingſt⸗Lieden. er der Sünden Mauer breche Und Abba, lieber Vater, ſpreche; Laß Ruh und Fried im Herzen ſein Und flöße deinen Troſt hinein, Daß keine Sünd dich von mir treibe Und ich in deinem Bunde bleibe. Halleluja, Hal⸗ leluja! Dr. J. H. Böhmer, g. 1674,ſt. 1749. Verbindung mit Gott durch den heiligen Geiſt. Mel. Komm, heiliger Geiſt. 709. recht erkennen Und Dadurch 423 alle Tugenden dabei. Stärk, heile, tröſt und führe Mich, daß ich ja dich nicht verliere. Halleluja!:, „Du Freuden⸗Oel, mit dir ſind wir Geſalbet, wende dich zu mir, Die Welt ſammt ihren Lüſten Laß nicht bei mir einniſten; Was dich von mir will jagen hier, Welt, Sünd und Satan treib von mir, Laß mich dich nie betrüben, Noch was, ſo dich be⸗ trübet, lieben. Halleluja!:, 7. Erhalte mich bei reiner Lebr, Daß ich nur lebe Gott zur Ehr, Sei meiner Seelen Freude Im Todes⸗ Kampf und Streite. Dein Friede, der ſei, wo ich bin, Daß er bewahr mein Herz und Sinn, Daß ich lieb Fried und Treue Und ſolche Lieb immer erneue. Halleluja! 2, 8. Du Finger Gottes, ſchreibe du Doch Jeſum in mein Herz und ruh In mir zu allen Zeiten, In Trüb⸗ ſal, Angſt und Leiden; Ach, ſei mein Beiſtand immerfort Und bleibe bei mir hier und dort, Hilf mir, wenn ich gefallen, Und ſei mein Alles mir in Allen. Halleluja!:;: 9. Mit dir hat Gott uns auf das Beſt Verſiegelt, drum verſiegle feſt, O Herzens⸗Gaſt, mein Herze, Daß es Gott nicht verſcherze. Laß die Dreieinigkeit und mich Vereinigt bleiben ewiglich, Hier ſie im Glauben ſehen Und dort ewiglich vor dir ſtehen. Halleluja!:, Ludämilia Eliſabeth, Graͤfin zu Schwarz.⸗ Rudolſt., g. 1640, ſt. 1672. Um die Gaben des heil. Geiſtes. Herr, ich habe gemißhandelt. Oder: Auf, mein Herz, geh mit zu. 710 Hrrahl der Gottheit, Kraft * der Höhe, Geiſt der Gnaden, wahrer Gott, Höre, wie ich Armer flehe, Das zu geben, was mir Noth; Laß den Ausfluß deiner Ga⸗ ben Auch mein dürres Herze laben! 2. Glaube, Weisheit, Rath und Stärke, Furcht, Erkenntniß und Ver⸗ ſtand, Das ſind deiner Gottheit Werke, wirſt du uns bekannt; 4²⁴ Dadurch weißt du recht zu lehren, Wie wir Gott und Jeſum ehren. 3. Theurer Lehrer, Gottes Finger, Lehr und ſchreibe deinen Sinn Auch ins Herz mir, deinem Jünger, Nimm es ganz zu eigen hin, Daß ich dann von deiner Fülle reichlich lern, was ſei dein Wille. 4. Laß das Rühren meine Daß ich auch Feuer deiner Liebe Zung und Mund, mit heißem Triebe Gottes Thaten mache kund; Laß es Seel und Herz entzünden Und ver⸗ zehren alle Sünden. 5. Leg hingegen meiner Seele Deine heilge Salbung bei, Daß mein Leib auch von dem Oele Dein ge⸗ weihter Tempel ſei; Bleib auch bei mir, wenn ich ſterbe, Daß ich Chriſti Reich ererbe. 6. Strahl der Gottheit, Kraft der Höhe, Geiſt der Gnaden, wahrer Gott, Höre, was ich Armer flehe, Das zu geben, was mir Noth; Laß den Ausfluß deiner Gaben Auch mein dürres Herze laben! Wirkungen des heiligen Geiſtes. Jeſu, meine Freude. Mel. n A 82 4 Afrſprung wahrer Freuden, 4 11* Al Komm in meinem Leiden Und erfreue mich! Strafe meine Sünden, Doch daß ich mag finden, Daß du kräftiglich Dich in, mir, o werthe Zier, Haſt ergoſſen, daß dein Lieben Ich hier mög ausüben. 2. Laß nicht Lieb erkalten In mir, ſondern halten Meines Herren Wort. Lehre mich ergründen Dieß Wort; laß mich finden Hier an meinem Ort, Werthes Licht, Was mir gebricht! Doch laß mich in meinen Klagen Gleichwohl nicht verzagen. 3. Auch wollſt du in Zeiten Mich behutſam leiten Alle Wahrheit ein, Daß ih mige kämpfen Ritterlich und dämpfen, Was mir bringet Pein. Wenn die Sünd Auf mich geſchwind Baren Stachel ſchießt, mich ſtärke, Daß ich Troſt vermerke. Pfingſt⸗ Lieder. 4. Wenn ich nun ſoll ſterben Und mein Fleiſch verderben, Da verlaß mich nicht. Tritt mir an die Seit⸗ Hilf, daß ich ſo ſtreite, Daß ich in⸗ Gericht Ja nicht komm; O, mache fromm Mich, daß ich in dieſem L⸗ ben Blos mög hiernach ſtreben! Chriſtvph Runge, g. 1619, ſt. 167 Geiſt zu ihrem Gaſte haben wollen. Mel. Lobet Gott, unſern Herren. 712 Wir ſeufzen mit Verl. 4 gen Nach dir, du er len⸗Gaſt, Sobald wir dich empfanzn Kommt unſer Herz in Raſt; Dan was ein Chriſt muß haben, O wertze Gaſt allhier, Leib, Seel und Gif zu laben, Das findet man bei die 2. Du richteſt unſre Sinnen z Andacht kräftiglich; Ja, was ſ Guts beginnen, Das kommt ur dich; Du ziereſt unss 8 durch oben Mit Gaben mancherlei, Ju der Feinde Toben Hälſt dutß Völklein frei. 3. Wenn wir auf Erden nuut So förderſt du den Lauf, Undſt wir denn gefallen, Hilf du wi wieder auf! Wenn wir auch N⸗ gel leiden, So gibſt du, was M Noth, Du kröneſt uns mit Fraude Und tödteſt gar den Tod. 4. Wenn Satan uns läßt ine Als der durch ſeine Liſt Gar leichit „ kann verwirren, Was ſchwach m du vor als furchtſam iſt, Pflegſt du vor Dingen Dein arme Schäfelein Dam wiedrum zu bringen, Wo ſehe wohl muß ſein. 5. Du biſt auf finſtern Wegen Gr V bauf f Es iſt an Ne herrlich unſer Licht, n M gelegen, Daß wir verderben nh Soier ſcit Du regeſt unſern Willen, 4 ſein Beſtes thut, Durch zugadi er ſtillen der böſen Lüſte lut 1 6. Du waffneſt unſre Hände, N richteſt unſre Füß Und zwar fu ſ chem Ende, Das lieblich iſt ud ſi Daß d — —2== S == SR Sſä 8= —— S=. du Lüheſ mhn Vrn s bi Sa ſchäten, Ne dihe Art der Herzen, die den heilign — 8. doh wids der bieheiter Chl in Sin lim ſogr, Dcß a uh Ir ener böſe Stt R nid bichn R dendel. h. Hör auf, eM Was ſtyöde Pldu dann wirt du getin guten Geſt. Bae Shmerzen, A M J, nnt zertnrſchtn in da Liebes⸗Zan N Per cha ſ Diiß ſerriche vor alen Dinſn d Pdent Herr Ji g Daß wir dulh zn nſen Geſt z1 Man ſein berit. A Laß unſe&n ds nas himuſ Gum ihen Da ch däß uns Fegiede m gand, Gr umd vüin rt der Herzen, die den Geiſt zu ihrem Gaſte duhn wollen. a gen Nachdir ne n⸗Gaſt, Sobal wir an ommt unſer Herz in Ann as ein Chriſt muß halen dn aſt allhier, Leib, Seel m laben, Das findet man bi 2. Du richteſt unſre Sme ndacht kräftiglich; Ja, w uts beginnen, Das konm erch dich; Du zeereſt m een Mit Gaben mancherle, r Feinde Toben Hälſ d ollklein frei. 3. Wenn wir auf Erden n o förderſt du den Lauf, U tr denn gefallen, Hilf u leder auf! Wenn wir aub lleiden, So gibſt du, uet oth, Du kröneſt uns mit zr nd tödteſt gar den Tod. 4. Wenn Satan uns lißtn 1s der durch ſeine Liſt Gerlit an verwirren, Was ſchwuh rchtſam iſt, Pflegſt du unt ingen Dein arme Schäftlena edrum zu bringen, Woſß ohl muß ſein. 1 5. Du biſt auf finſtern Vend rrlich unſer Licht, G it un legen, Daß wir verdie 1 u regeſt unſern Wilen, 1 n Beſtes tn eu dupm⸗ ſtillen der öſen Aufß 4 Du waffneſt unſre bn hteſt unſre Füß Umd Puns un Ende, Das lieblihi d Liſte Gun. dein guter Geiſt. Pfingſt⸗ Du lehreſt unſre Jugend, Daß ſie die Laſter ſchilt Und ſtrebet nach der Tugend, Die bei dem Himmel gilt. 7. O herrliches Geſchenke, Ja, Schenker, groß von Macht, Wenn ich daran gedenke, Was du mir haſt ge⸗ bracht, So kann ich mich ergötzen, So ruf ich überlaut: O, ſelig ſind zu ſchätzen, Die dieſer Gaſt erbaut! 8. Doch wird es nicht gegeben Der laſterhaften Schaar; Die ſtets in Sünden leben, Verſchmähet er ſogar, Daß er auch nimmer wohnet In einer böſen Seel; Was fromm iſt, wird belohnet Mit dieſem Gna⸗ den⸗Oel. 9. Hör auf, o Menſch, zu lieben, Was ſchnöde Wolluſt heißt, Als⸗ dann wirſt du getrieben Von einem guten Geiſt; Beweine doch mit Schmerzen, Was du zuvor gethan, Ja, mit zerknirſchtem Herzen Lauf in der Liebes⸗Bahn. 10. Wer aber ſoll uns bringen Dieß herrliche Geſchenk? O Gott, vor allen Dingen Bleib unſer ein⸗ gedenk. Herr Jeſu, gib aus Gnaden, Daß wir durch Frömmigkeit Nur dieſen Geiſt zu laden Von Herzen ſein bereit. 11. Laß unſre Seelen lieben Nur das, was himmliſch iſt; Laß ſich im Guten üben Den Leib zu jeder Friſt; Laß uns Begierde tragen Zur Tu⸗ gend, Ehr und Zucht, So werden wir erjagen Des Geiſtes edle Frucht. 12. Laß unſre Augen ſehen Nach Sions goldner Stadt; Laß unſre Poße gehen Den theuren Friedens⸗ Pfad; Laß unſre Ohren hören Das Wort der Seligkeit; Laß unſre Lip⸗ pen lehren Nur das, was Gott gebeut. 13. Laß uns doch nimmer wanken Von deiner rechten Bahn; Gib hei⸗ lige Gedanken, Steur allem falſchen Vahn, Hilf, daß wir herzlich haſſen, Was Sünd und Laſter heißt: So wird uns nicht verlaſſen, O Gott, Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Lieder. 425 Bitte um den Trieb des heiligen Geiſtes für alle Stände der Chriſtenheit. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen, Oder: Was willſt du dich betrüben. 2 euch ein zu deinen Tho⸗ 4 13. 3 ren, Sei meines Her⸗ zens Gaſt, Der du, da ich geboren, Mich neu geboren haſt, O hochge⸗ liebter Geiſt, Des Vaters und des Sohnes, Mit beiden gleiches Thro⸗ nes, Mit beiden gleich gepreiſt! 2. Zeuch ein, laß mich empfinden, Und ſchmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Er⸗ rettung ſchafft. Entſündge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiſte Dir Ehr und Dienſte leiſte, Die ich dir ſchuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, Du haſt mich gut gemacht; Der Tod durchdrang mein Leben, Du haſt ihn umgebracht Und in der Tauf erſtickt, Als wie in einer Fluthe, Mit deſſen Geiſt und Blute, Der uns im Tod erquickt. 3 4. Du biſt das heilge Oele, Dadurch geſalbet iſt Mein Geiſt und meine Seele Dem Herren Jeſu Chriſt Zum wahren Eigenthum, Zum Prieſter und Propheten, Zum König, den in Nöthen Gott ſchützt im Heiligthum. 5. Du biſt ein Geiſt, der lehret, Wie man recht beten ſoll; Dein Be⸗ ten wird erhöret, Dein Singen klin⸗ get wohl; Es ſteigt zum Himmel an, Es ſteigt und läßt nicht abe, Bis der geholfen habe, Der Allen helfen kann. 6. Du biſt ein Geiſt der Freuden, Vom Trauern hälſt du nicht, Er⸗ leuchteſt uns im Leiden Mit deines Troſtes Licht. Ach ja, wie manches Mal Haſt du mit ſüßen Worten Mir aufgethan die Pforten Zum goldnen Freuden⸗Saal! 7. Du biſt ein Geiſt der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willſt nicht, daß uns betrübe, Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feind⸗ ſchaft biſt du Feind, Willſt, daß durch Liebes⸗Flammen Sich wieder thun zu⸗ ſammen, Die voller Zwietracht ſeind. 8. Du, Herr, haſt ſelbſt in Händen Die ganze weite Welt, Kannſt Men⸗ ſchen⸗Herzen wenden, Wie es dir wohl⸗ gefällt: So gib doch deine Gnad Zum Fried und Liebes⸗Banden, Verknüpfin allen Landen, Was ſich getrennet hat. 9. Erhebe dich und ſteure Dem Herzleid auf der Erd, Bring wieder und erneure Die Wohlfahrt deiner Heerd. Laß blühen, wie zuvor, Die Länder, ſo verheeret, Die Kirchen, ſo zerſtöret Durch Krieg und Feuers⸗ oru.. 10. Beſchirm die Polizeien, Bau Vom göttlichen Worte unſers Fürſten Thron, Daß er und wir gedeihen; Schmück als mit ein Kron Die Alten mit Verſtand, N B Frömmigkeit die Jugend, Mit Ge⸗ tesfurcht und Tugend Das Volli ganzen Land. 11. Erfülle die Gemüther Mit ner Glaubens⸗Zier, Die Häuſer m die Güter Mit Segen für und ſit Vertreib den böſen Geiſt, Der ſih widerſetzet Und, was dein Hetze götzet, Aus unſern Herzen raſßt t12. Richt unſer ganzes Leben, N zeit nach deinem Sinn, Und wa wirs ſollen geben Ins Todes Raze hin, Wenns mit uns hier wirdd an So hilf uns fröhlich ſterben Undmt dem Tod ererben Des ewogen Chen Haus. XX. Vam gättlichen Luc. 24, 29. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. 71 4 ch, bleib bei uns, Herr * Jeſu Chriſt, Weil es nun Abend worden iſt; Dein gött⸗ lich Wort, das helle Licht, Laß ja bei uns auslöſchen nicht! 2. In dieſer ſchwer betrübten Zeit Verleih uns, Herr, Beſtändigkeit, Daß wir dein Wort und Sacrament Rein bhalten bis an unſer End. 3. Herr Jeſu, hilf, dein Kirch er⸗ halt: Wir ſind gar ſicher, faul und kalt; Gib Glück und Heil zu deinem Wort, Damit es ſchall an allem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort Und wehr des Teufels Trug und Mord; Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Muth und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu, Auf dieſer Erd iſt keine Ruh; Viel Secten und viel Schwärmerei Jetzt kommen haufenweis herbei. 6. Den ſtolzen Geiſtern wehre doch, Die ſich mit Gwalt erheben Worte und der chriſtlichen zit doch Und bringen ſtets wattt her, Zu fälſchen deine rechteit 7. Die Sach und Ehr, Hen Chriſt, Nicht unſer, ſondern die iſt; Darum ſo ſteh du deuett Die ſich auf dich verlaſſen fin 8. Dein Wort iſt unſers hat Trutz Und deiner Kirchen ie Schutz: Dabei erhalt uns, lieberitt Daß wir nichts Anders ſuchennt 9. Gib, daß wir thun nachdetet Wort Und darauf ferner fährente Von hinnen aus dem Jannaise Zu dir in deinen Himmels⸗Sm D. R. Selneccer, g. 1532, f 1ähh Luc. 24, 29. Mel. Chriſtus, der iſt mein Leban — =— — Jeſu Chriſt, Daß uns hinfont ſchade Des böſen Feindes Aſt 2 —4 Bei uns, Erlöſer werth, Daß n Beid, hier und dorte, Sei Gütt Heil beſchert. P. Gerhard, g. 1606 f3t „. d 1 71 5. A uae he Ach, bleib mit deinem d 1 I Ac) hlei i uns, d wethe Nährheit und unſhur rren nihtt. 4 dh, lleib nt Rei ms, du wite Gnod und ie Ume dählich verneht Ab bleib md gei we du furra der Feid licht uh üüſe Wett 6. Ach, blei ni Ri uns, wit ſm Wtandigkeit delih aler Noth! d. J Sfhnan, Der A Nſ dgctet Nld 76 A Gatt , AM ſc ww dih vf ardarmn. A dr Felgen dein Kad Aenem Dein A li laben mahr, M hn raiſchen gar M ale dndern. 9 S“ 2 See lehren ſälfſt thn Vg eir g Enss dinnes ſ G eunde. Der vilt i d dd, Sie tmmen m Na ld geßm ſten A. dt dol zerter 3 lütaem 1 du ir Guny il duh 4 1 5 dä tt und aae 8 den Wa Frömm— 5. tesfurch. 8 gad 1 ganzen 7 1I.(2. d . 4* 1 6 ner Gle— 6 Tn No 634 4 die Gñß 1 Hegen füt 1 ertreif—böſen Geit da widerſe ud, was göͤtzet, unſern 5 4 hel, erzen n 112 Anſer ganzeſ zeit natem um Sinn 1 .Wn wirs ſöorm eben Ins d bin, Wran mit uns e Aen mit uns hir Se hilj rohlich ſteta dem Toe ben Des ede Haus. Haus. P. Gethan, + und= hrillitn doch 1=A ringen ſtt der, 31, hen deine uct 7. D ich und(hr .. Chriſt, n unſer, ſodn K iſt, Dar ſo ſteh dn Die ſic= dich verlaſenf 8. Ir* Vort iſt une Trutz ſa deiner Kuta Schutz(ii erhalt unzlt Daß w hts Anders ii 9. G.— aß wir thunm Wort M arauf fernaiſt Von hm— aus den n Zu dir ninen Himmei D.— eelnecter, g. Whi uc. 24, 9 Mellu Diſus, der it nn Ae 7. Reſu Grüs Daß m ſchade—= döſen Ruden 2. R= leib mit d —— Bei un rlöſer nnt Beid, nd dotte Heil beo 2 d n 15 L n 3 d der chriſtlichen Kirche. 427 3. Ach, bleib mit deinem Glanze Bei uns, du werthes Licht; Dein Wahrheit uns umſchanze, Damit wir irren nicht! 4. Ach, bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr; Dein Gnad und alls Vermögen In uns reichlich vermehr! 5. Ach, bleib mit deinem Schutze Bei uns du ſtarker Held, Daß uns der Feind nicht trutze, Noch fäll die böſe Welt! V 6. Ach, bleib mit deiner Treue Bei uns, mein Herr und Gott, Beſtändigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Noth! D. J. Stegmann, g. 1588, ſt. 1632. Der 12. Pfalm. In eigener Melodie. 716 A⁵ Gott vom Himmel 1JP. ſieh darein Und laß dich deß erbarmen: Wie wenig ſind der Heilgen dein, Verlaſſen ſind wir Armen! Dein Wort läßt man nicht haben wahr, Der Glaub iſt auch verloſchen gar Bei allen Menſchen⸗ indern. 2. Sie lehren eitel falſche Liſt, Was eigen Witz erſindet; Ihr Herz nicht Eines Sinnes iſt In Gottes Wort gegründet. Der wählet dieß, der An⸗ dre das, Sie trennen uns ohn alle Maß Und gleißen ſchön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle Lehr, Die falſchen Schein uns lehren; Da⸗ zu ihr Bung ſtolz offenbar Spricht: Trotz! Wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein; Was wir ſetzen, das gilt gemein: Wer iſt, der uns ſoll meiſtern? ten ſoll Desgleichen alle Stunden, Es will durchs Kreuz bewähret ſein, Da wird erkannt ſein Kraft und Schein Und leucht ſtark in die Lande. 6. Das wollſt du, Gott, bewahren rein Vor dieſem argen Gſchlechte, Und laß uns dir befohlen ſein, Daß ſichs in uns nicht flechte. Der gott⸗ los Hauf ſich umher findt, Wo dieſe loſen Leute ſind in deinem Volk erhaben. D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Um Zions Erlöſung. 717 A Herr, wann kommt . das Jahr, die Deinen zu erlöſen? Wird denn dein Volk nicht bald von ſeinen Banden frei? Wie lange ſoll uns noch die ſtolze Hand der Böſen Mit Frevel und Gewalt bedrängen ohne Scheu? Ach daß doch die Hilfe aus Zion bald käme Und Iſraels ſchwere Gefängniß wegnehme! 2. Willſt du dein Eigenthum ſie laſſen gar beſitzen? Wo bleibt dein Eifer noch und deine große Macht? Iſt deine Hand zu ſchwach, dein den zu beſchützen? Bleibt die Ver⸗ eißung weg, wird keine Hilf ge⸗ bracht? Ach, laß es nach deiner Ver⸗ heißung geſchehen, Laß Iſrael Hilfe aus Zion bald ſehen! . Ach, Iſraelis Gott, o Vater, Herr und Schöpfer! Erbarm dich dei⸗ nes Volks, das nach dir iſt genannt; Wir Alle ſind dein Thon und du biſt unſer Töpfer! Wirf doch dein armes Werk nicht gar von deiner Hand. Ach, laß uns die Hilfe aus Zion erſcheinen, Sei gnädig und 4. Darum ſpricht Gott: Ich muß ſende Erlöſung den Deinen! auf ſein; Die Armen ſind verſtöret, 4. Herr, zürne nicht ſo ſehr von hr Seufzen dringt zu mir herein wegen unſrer Sünden Und denk hab ihr Klag erhöret. Mein nicht ewiglich der ſchweren Miſſe⸗ heilſam Wort ſoll auf dem Plan that: Laß uns doch nun einmal Ver⸗ Getroſt und friſch ſie greifen an zeihung wieder finden; Ei, nimm uns Und ſein die Kraft der Armen. wieder an Und zeig uns deine Gnad, 5. Das Silber, durchs Feur ſieben⸗ Ach, tröſte uns wieder nach vielerlei mal Bewährt, wird lauter fun⸗ Plagen Und laß uns die Hilfe aus den: An Gottes Wort man war⸗ Zion anſagen! E oſͤſ Vom göttlichen Worte 428 frael, kehr dich zu Fleiß, Jeruſalem, dich ehre, Im Ar„, itt Venn al dehen euer ſo zerſweuet iſt fang deiner Freuden preis, br 4 ſnan und Gei und in der Irre geht; Schaff. da und immermehre. Gedent der Kin rettes bü ſie doch nicht mehr der Thiere Speiſe Edom ſel hr Am Tag Jeruſalem dtän anxeille, Du werde; Komm, rette ie nun ſelbſt, Herr, Die voller Bosheit ſpreh n Buh. Den 1 die ſo verlaſſen ſteht. Ach, laß doch Reiß reiß ab zu aller Stm attuw Sitt p ſri die Hilfe aus Zion bald kommen, Zu Veiß ſie gar bis auf den Gun — die Schafe, dir dir ſind ge⸗ Den Boden wolln wir brechen. ena dſe V 5. Du ſchnöde Tochter Bathe Verzeuch doch ſelber nicht, ſteh Zerbrochen ſchee zerſtöret, Wohl dn auf, d r Hirte Komm, ſtärt der dir wird gebn den Lohn, Undi 2 hile ſelbſt, n was ſchwach i iſt und das wiederkehret. Dein Ueberm thw verwundt; Such, das verloren iſt, Schalkheit groß Und mißt di bring wieder das Verirrte Und aife mit ſolchem Maß, Wie du um darauf bald mit uns den Gnaden⸗ gemeſſen. Wohl dem, der dein Bund. Ach, höre doch Iſraels der klein Erhaſcht und ſt Schreien und Flel hen Und lcß bald einen Stein, Damit dein werd d die Hilfe aus Zion ergehen! geſſen! Dnnn Heae In J. P. Aſtmann, g. 1696. ſt. 1745. e 9 Um Schutz und Friede dert⸗ meine Chriſti. 71 In eigener bekannter Meleäi 9. CThriſ ſte, du Beiſtand i Kreuz⸗ Ge mein mit Hilf und Rettung uns et (Steuls den Feinden, Ihre d chte Mache zunichte! 2. Streite doch ſelber z A arme Kinder, Wehre an b ſeine Macht verhinder, Alles, e kämpfet Wider deine Gliede, e darnieder.:,: 3. Friede bei Kirch⸗ und d dhu uns beſchere, Friede zugleih det Fus Der 137. Pſalm. A4 W 7 718. A* Waſſerflüſſen Baby⸗ lon, Da ſaßen wir mit Schmerzen, Als wir gedachten an Zion, Da weinten wir von Herzen. Wir hingen auf mit ſchwerem Muth r Die Harfen und die Orgeln gut An rich ihre Bäum der Weiden, Die drin⸗ nen ſind in ihrem Land: Da mußten wir viel Schmach und Schand Täg⸗ lich von ihnen leiden. 2. Die uns gefangen hielten lang So hart an ſelben Orten, Begehrten H — von uns ein Geſang Mit gar ſpött⸗! zei gewähre; Friede dem hen lichen Worten, Und ſuchten in der 5 e omnder ſen Gib u nie V u Traurig keit Ein fröhlichn Gſang in i unſerm Keid: clihe lieber. thut dt e — Dis à Jhſoe wir in bindärm Bwunn Und Glend, jetzt e Dem Her⸗ ren ſingen ein Geſang So gar in rte fremden Landen? Jeruſalem, deginh Freude über dem Wa ich dein, So wolle Gott der Rechten Mel. O Gott, du fron bele mein Vergeſſen in meinm Leben; 720. B liebes Bita Wenn ich nicht bleib dein ei ingedenk, Du biſt ſt mi Mein Zung ſich oben angehenk Und Garten: Dein licblihe bleib am Gaumen kleben. Zeigt Blumen mancher Arten, 4. Ja, wenn ich nicht mit ganzem denen man den Thau Für 9 mer Güt. ſebſen m trnih! immerae 2 Mit 1 1 à de ſtürs d che F runn, wim te. Si 69 8 delel 2 dh 6 din denn mMan n 1 b viſ ſe Paban m flent di, ten witt. 4 Du hege Uiel⸗ mm wir Aletiſer So de n Na M di wi en. Shryjſdeor nenn Saben Dah auch wir zm u nn verden 1 A elg i Bielbuch ufmertl n Wöfüt 20 9 ic 2n nid 4 s 8. Nr ti 3 illicha ſithe: 5 duß dus dus Pfelm iinn tNelodie M fte Var ge Cit(in dſen N tt un —* ——— — —— — — — — —— = — — —— — — — — — — — — —— E == —— == ==PY=— SESé== —. — — — Anir das wite Aret. Deinllän Schall 4 mit ſole= Maß, Vene gemeſſ ohl dem, d der kl haſcht und 4 einen 6— Damit dend Bolſgang dehßi Um(að und Füik eine Chriſt — ner bekannter ge 719 iſt ugit Kreuz⸗Gent mit Hi d Rettung u Seu— Feinden, In richte ſe zunichtel, 2. WKte doch ſebea arme ſrxr, Wehre w ſeine Aa. verhinder, kämpfé— der deine Gli darniek.—: 3. 1= bei Kiirhen uns b.„Friede zuxtt lizei g=e, Friede i Friede⸗ Gewiſen b eßen—„ ſi 1= win zeitit lerhobe loo widd an „Ende 1⸗== dich,odubt armen= e, Himn u M=A. Löwenſten, 9 Freud Ker den Be RE Gott, du fimn —1—. 1 lebs 726- 2 1 Dein lhub d Garteſ Dein t Zeigtta n mn ndenenn Herzen drückt, Wenn auf der grünen Au Sich Seel und Geiſt erquickt. 2. Du werthes Bibel⸗Buch, Mit Schätzen angefüllet, Dubiſt ein ſchö⸗ nes Buch, Drein Jeſus eingehüllet. Sucht in der Schrift, ſprichſt du, Da⸗ ſelbſten findt ihr mich! So ſuch ich immerzu: Mein Jeſus, zeige dich! 3. Du ſchönes Bibel⸗Buch, Du Brunn, der immer helle; So mancher Lebens⸗Spruch, So manche Zucker⸗ Quelle! Wie lieblich trinkt ſichs hier, Wenn man nach Troſte dürſt! Ja, Balſam fleußt aus dir, Wenn du geleſen wirſt. 4. Du heilges Bibel⸗Buch, Aus dem wir Alles wiſſen, So Segen als den Fluch, Und wie wir wandeln müſſen: Schreib jedes Wort von dir In meiner Seele an, Daß auch mein Herze mir zum Himmel werden kann! 5. Du ſelig Bibel⸗Buch, Laß mich von fern erblicken, Was für ein Wohl⸗ geruch Mich dorten wird erquicken, Daß, wenn einmal der Tod Mit mir von hinnen geht, Mein Nam alsdann bei Gott Im Lebens⸗Buche ſteht! B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Der chriſtlichen Kirche Troſt und Schutz aus Pſalm 46. . In eigener Melodie.—. 721 Ein feſte Burg iſt unſer ¹ Gott, Ein gute Wehr und Waffen; Er hilft uns frei aus aller Noth, Die uns jetzt hat betrof⸗ fen. Der alte böſe Feind, Mit Ernſt ers jetzt meint; Groß Macht und viel Liſt Sein grauſam Rüſtung iſt, Auf Erdn iſt nicht ſeins Gleichen. 2. Mit unſrer Macht iſt Nichts ge⸗ than, Wir ſind gar bald verloren; Es ſtreit für uns der rechte Mann, Den Gott ſelbſt hat erkoren. Fragſt du, wer der iſt: Er heißt Jeſus Chriſt, Der Herr Zebaoth, Und iſt kein andrer Gott, Das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teu⸗ fel wär Und wollt uns gar ver⸗ ſchlingen, So fürchten wir uns nicht ſo ſehr: Es ſoll uns doch gelingen. und der chriſtlichen Kirche. 429 Der Fürſt dieſer Welt, Wie ſaur er ſich ſtellt, Thut er uns doch Nichts: Das macht, er iſt gericht; Ein Wört⸗ chen kann ihn fällen.. 4. Das Wort, ſie ſollen laſſen ſtahn Und kein Dank dazu haben; Er iſt bei uns wohl auf dem Plan Mit ſeinem Geiſt und Gaben. Nehmen ſie uns den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: Laß fahren dahin, Sie habens kein Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben. (5. Lob, Ehr und Preis dem höch⸗ ſten Gott, Dem Vater aller Gnaden, Der uns aus Lieb gegeben hat Sein Sohn für unſern Schaden, Dem Tröſter, dem heilgen Geiſt, Von Sünden er uns weiſt, Zeigt uns Allen geich Den Weg zum Himmelreich: er helf uns fröhlich, Amen!) D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Um Erhaltung des Wortes Gottes und der Kirche Chriſti. Mel. Lobet Gott, unſern Herren. 722 erhalt uns deine Lehre, * Herr, zu der letzten Zeit; Erhalt dein Reich, vermehre Dein edle Chriſtenheit; Erhalt ſtand⸗ haften Glauben, Der Hoffnung Leit⸗ ſtern⸗Strahl; Laß uns dein Wort nicht rauben In dieſem Jammerthal! 2. Erhalt dein Ehr und wehre Dem, der dir widerſpricht; Erleucht, Herr, und bekehre, Allwiſſend ewig Licht, Was dich bisher nicht kennet; Ent⸗ decke doch der Welt, Der du dich Licht genennet, Das ewig dir gefällt! 3. Erhalt, was du gebauet Und durch dein Blut erkauft, Was du dir haſt vertrauet, Die Kirch, auf welch anlauft Der grimmge Sturm des Drachen; Sei doch ihr Schutz und Wall, Daß, ob die Welt will krachen, Sie nimmermehr verfall. 4. Erhalt, Herr, deine Schafe, Der grimmge Wolf kommtan; Erwach aus deinem Schlafe, Weil Niemand retten kann Ohn dich, du großer Hirte; Leit uns auf guter Weid, Treib, 430 nähr, erfreu, bewirthe Uns in der Wüſtenheit! 5. Erhalt uns, Herr, dein Erbe, Dein werthes Heiligthum; Zerreiß⸗ zerſchmeiß, verderbe, Was wider dei⸗ nen Ruhm; Laß dein Geſetz uns führen, Gönn uns dein Himmels⸗ Bradt, Laß deinen Schmuck uns zie⸗ ren Heil uns durch deinen Tod! 6. Erhalt und laß uns hören Dein Wort, das ſelig macht, den Spiegel deiner Chren, DasL Lichtin dieſer Nacht: Daß die ſer Brunn uns kränke, Des Himmels Thau uns netz, Daß dieſe Nihi chnur lenke, DerHonigſ eim Le ötz. Erhalt in Sturm und Wellen Demn Häuflein, laß d doch nicht Uns Wind. und Wetter fällen, Steur ſelbſt dein Schiff und richt Dend Lauf, daß wir erreichen Die Anfuhrt nach der Zeit, Hilf uns die Segel ſtreichen In ſelger E wigkeit! Andr. Gryphius, geb. 1616, ſt. 1664. Um die Erhaltung der Chriſtenheit. In eigener Melodie. 72 3.( prhalt uns, Herr, bei dei⸗ e nem Wort Und ſemn des Papſts und Türken Mord, Di Je eſum Chriſtum, deinen Sohn, Stür⸗ zen wollen von ſeinem Thront 2. Beweis dein Macht, Herr Jeſu Cyhriſt, Der du Herr aller Herren biſt; Bef ſchirm dein arme Chriſten⸗ heit, Daß ſie dich lob in Ewigkeit! 3. Gon ſpendaer Geiſt, du Tröſter werth, Gib deinm Volk einrlei Sinn auf Erd; Steh bei uns in der letzten Noth, Glei itunsins Leben aus dem Tod! D. M. Luther, g. 1483, ft. 1546 Zuſatz. 4. Ihr Anſchläg, Herr, zunichte mach! Laß ſie treffen die bos üht Und ſtürz ſie in die Grud hinein, Die ſie machen den Chriſten dein. 5. So werden ſie erkennen doch, Daß du, unſr Herrgott, lebeſt noch Und hilfſt gewaltig deiner Ainad Die ſich auf dich verlaſſen gar. Vom göttlichen Worte Der 14. Pſalm. Vom Heuchel⸗Chriſtenthum. In eigener Melodie. 724. Pnbenenn gar, Es thut ihr Keiner kein m⸗ Jemand würd' finden, Der Verſtand gerichtet hätt, Mit 6 nach Gottes Worten thät Un fr nac ſeinem Willen. Da war Niemand rüfnt nit Bahn, Sie warn All ausgeſchie Ein Jeder ging nach ſeinem Und hielt verlorne Sitten. 6 ihr Keiner doch kein Gut, gar Viel betrog der Muth, ſoli Gott gefallen. „Wie lang wollen unwiſtt di ſolche Muͤh aufladen Um dafür das Volk mein Und mit ſeinm** Schaden? G Trauen nicht auf Gott, ihn micht in der Noth, ſich ſelbſt verſorgen. 5. Darum iſt ihr Herz unn ſil Und ſteht allzeit in zunde Gott bei den Frommen ble bleiben u Dem ſie im Glaubn gehorchen aber ſchmäht des Armen Rath l 9 höhnet Alles, was er ſagt, Dat ſein Troſt iſt worden. 6. Wer ſoll Ihrael, dem Arnen⸗ Zion Heil erlangen? Gott wid ſeins Volks erbarmen Und l lö a Gefangnen. Das wird er thunde ſeinen Sohn, Wonne han Und Irrael ſi ſich D. M. 8ue, g. 1483, ſ r N W n * v. 2. undere feſen: moͤcht. elbſt hat wü 8 3 4. hat chu hat.3 Lutherus gu da ſat D. Juſt. Jonas, g. 1493, ſt. 1555. dere leſen: Und naͤhren ſich mitẽ ten Gott wir meinen; Doch it ii 3 Herz Unglaubens voll, Mit Wmiet ihn verneinen. Ihr Wej ſen iſt vede bet zwar, Vor Gott iſt es ein Grit 2. Gott ſelbſt vom Hinmel herab Auf aller Menſchen Kude Zu ſchauen ſie er ſich begab, dr Davon wird 1 8 2i rud iber dn ice kit Mel. Ve e munt A fehen ach 9. Fander, gatts Naht un Sünder, Laßt dr) mn puit⸗ valt er Gt Krt twwg fühn, doh vit me r uu dotes fid 2 Sene Har Ueber Ales, ww d Hand ig 1mdbde reget, ledt und ſtve ſutt 1 yet ſn! we Am h uny) dmm ducin tGeiſ eiſ und n amj t und Llben A Aun, ihſ Sünde den, Kalt it eadle Ait tihr Getasghnde etndat d Sim ud ottes Git un Nac at nhen Kh m önnt unma l m den Fronnm. Ala Ha an rnſer fraden⸗ ann alr dunnan mn d buer ſch ti 1 und d, 8 3 4 do wind à ud wr miin JDann, lutrſig ſer we lit i Aö Nunf ftat e⸗ dut 6 G und ai ten Die tun b nn ia denes 9 8 la 5 teluatet a ee 55 chen W.= Bahn, t r 14. Pſn 1 8 uchel Chrit eigener Mlai. d. 724 ſorict d .„Mund vr ten Gi r meinen d derz e ens vul, ihn ver. 3. Ihr Lſai det 3d e Grdagst gar, Crat ihr Keinah 2.= ſt um Zu ſch ſie er ſich hn Jeman ird? finden, Verſta dLichtet hätt d nach Gr. Vorten thitt 3. ⁵⁸ Jar Niemanda 3 warn All glis Ein Jr⸗ aing nach ſin Und hAxllorne Sita ihr Ko r. woch kein Gu, gar Vi Aog der Muh. ſollt Carfallen. 4. 1= ng wollen uw Die ſo= üh auflodal dafür= olk mei Umt mit ſei en Schaden? Trauet amrt auf Golt? ihn ni u der Noch ſich ſel! zrſorgen. 5.[„em iſt ihr de ſtill M dht alzeit u Gott he Dem ſir Glaubn gemi aber ſtlmt des Arm hohnet †. I, waser ſeht ſein T ſt worden. 6. 1M=l Iſrae dnb 2 Get. irlangen! itt zion 9* ſeins ³ erbarnen li- Gefan== Das wida ſoi— Da ſeinen n, Dun Wonm Und Irmi * v.ßß dere ſeſen: vit ſel t wünd. 1 6 hat esduhm de e: Urd nihrzit — wie Blitz und Donner, Fromnen e von n „M. Luthe 5 1 3 und der chriſtlichen Kirche. Freude über den Beruf der chriſt⸗ lichen Kirche. Mel. Werde munter, mein. 725 Fu euch, ihr Gottes⸗ G*◻☛ Kinder, preiſet mit mir Gottes Macht; Freuet euch, ihr armen Sünder, Laßt der Welt den Stolz und Pracht; Freut euch, daß euch Gott regiert Und zu ſeiner Kirche führt, Daß wir arme Heiden können Uns nun Gottes Kinder nennen. 2. Seine Herrſchaft ſich erſtrecket Ueber Alles, was da lebt; Seine Hand ſchützt und bedecket, Was ſich reget, lebt und ſchwebt. Wenn er ſpricht, ſo geht ſein Wort Schnell, ie fort Und durchdringet Geiſt und Leben, Das kann Troſt und Leben geben. 3. Nun, ihr Sünder hier auf Er⸗ den, Wollt ihrs endlich haben gut, Wollt ihr Gottes Kinder werden, Ei, ſo ändert Sinn und Muth! Preiſet Gottes Güt und Macht, So wird er euch geben Kraft, Daß ihr auch zu ihm könnt kommen Und euch freuen mit den Frommen. 4. Aller Heiden Troſt iſt kommen, Jeſus, unſer Freuden⸗Licht, Der Be⸗ ſchirmer aller Frommen, Unſer Schutz und Zuverſicht. Preiſet ſeine Güt und Treu, Die uns doch wird immer neu: So wird er euch Allen geben, Hier und dort mit ihm zu leben. J. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. Unterſchied der zwei Stücke des göttlichen Wortes. Mel. Nun freut euch, lieben. 12 eſetz und Evangelium 726. G ſin beide Gottes Gaben, Die wir in unſerm Chriſten⸗ thum Beſtändig nöthig haben; Doch bleibt ein großer Unterſchied, Den nur ein ſolches Auge ſieht, Das Got⸗ tes Geiſt erleuchtet. 2. Was Gott in dem Geſetz ge⸗ Heut, Iſt uns ins Herz geſchrieben: 431 Wir ſollen nämlich jederzeit Gott und den Nächſten lieben; Daß aber Gott die Welt geliebt Und ſeinen Sohn für Sünder gibt, Das muß er ſelbſt entdecken. 3. In dem Geſetz wird unſre Pflicht Uns ernſtlich vorgetragen; Das Evan⸗ gelium kann Nichts, Als nur von Gnade ſagen. Jens zeigt dir, was du thun ſollſt, an; Dieß lehrt, was Gott an dir gethan; Jens fordert, dieſes ſchenket. 4. Was das Geſetz dir Guts ver⸗ ſpricht, Wird dir nicht zugewendet, Es ſei denn, daß du deine Pflicht Vollkommen haſt vollendet. Was Chriſti Gnade Guts verheißt, Wird dem, der gläubig ſich erweiſt, Frei und umſonſt gegeben. .5. Wo das Geſetz den Sünder findt, Da ſchlägt es ihn danieder; Das Evangelium verbindt Und heilt die Wunden wieder; Jens predigt Sünde, Zorn und Fluch, Dieß öffnet dir des Lebens Buch In des Erlö⸗ ſers Wunden. 6. Jens decket dir dein Elend auf, Dieß ſaget von Erbarmen; Jens ſchläget unbarmherzig drauf, Dieß hebt und trägt die Armen; Jens zeigt und dräuet dir den Tod, Dieß hilfet dir aus Tod und Noth Und bringt dir Geiſt und Leben. 7. Was das Geſetz zu ſagen hat, Gehört für rohe Herzen, Für Heuch⸗ ler, die ſchon reich und ſatt, Die mit der Sünde ſcherzen. Des Gnaden⸗ Wortes Balſam⸗Oel Senkt ſich in eine kranke Seel, Die elend und beladen. 1 8. Wenn das Geſetz den Zweck erreicht, So hört es auf zu fluchen; Sein Zwang, ſein Blitz, ſein Drohen weicht, Wenn man will Gnade ſu⸗ chen; Es treibt zum Kreuz des Mitt⸗ lers hin: Wenn ich an dieſen gläu⸗ big bin, So hat der Troſt kein Ende. 9. Mein Gott, laß dieſen Unter⸗ ſchied Mich in der That erfahren; Laß Sünden⸗Angſt mit Troſt und Fried Sich in der Seele paaren; Treib mich, o Herr, durch dein In deiner Gnade holdes Ner*In des Erlöſers Arme! 10. Gib aus dem Evangelio Mir Kräfte, d dich zu lieben Und als dein Kind, das frei und froh, Mich im Ge⸗ ſetz zu üben; Gib Gnade, daß ich meine Pllicht Mit Heiligkeit und Zu⸗ verſicht In Lieb und Glauben leiſte. D. J. J. Rambach, g⸗ 1693 ſt. 1735. Bitte, Chriſti Schaf zu bleiben. Mel. Meinen Jeſ ſum 185 ich nichte 727. leins dich erharn nen nUnd Detnes nc Hirten Pflicht Tragen heim auf d dei nen Armen? Willſt du mich nicht aus der Qual Holenin de n Freuden⸗Saal⸗ Schau, wie ich verirret bin Auf ten dieſer Erden: Komm und doch hi ein Zu den Sche afen rden; Führ mich in den Uein, Wo die heilgen Läm⸗ der 2 W Vüſ bringe mich: 83 Mich verlangt, dich mit der aar, Die dich loben, anzuſchauen, da weiden ohn Gefahr Auf den Vom aölich Worte. t Herz durch dein Wort zu dir, Lah fetten Himmels⸗Auen, Die nicht mehr 4 mich dein Wort bewahre an Sd mich de ein Kind und Erbe „Dein Wort bewegt ae Dse Seel geſund, Dein Wort iſts, da me ein Herz erfreut, Dein Wort zit Troſt und Seligkeit Gr nd, Dein Wort macht Lb m 3. Ehr ſei dem Dader. udd Sohn, Dem he e Geiſt Throne D der rhei Lob 1 d. J. Olearius, g. 3. ku, ſt. läht Eigenſchaften und Wirn ager zaſt gegeber en, buin Ort Solln richten Leben, Iſt worden kun Mund Und in der Sch Rein, ſchle echt und rec Knecht, Vom heilgen Geif 2. Dieß Worf, das jett ins n ſteht, Iſt feſt und um b Wwan Himmel und die E in Furchten ſtehn Und nicht können irre gehn. 4. Denn ich bin hier ſehr bedrängt, Muß in ſteten Sorgen leben, Weil die Feinde mich umſchräͤnkt Und mit Liſt und Machtumgeben T Daß ich armes Schäfelein Keinen T Bligiannſicher ſein. 5. O Herr Jeſu, laß mich nich In der Wölfe Ruhen mmen mir nach der Hirten⸗Pflicht, Daß ich ihnen werd entnommen; Hole mich dein S cafelein, In den ewgen So ſtall ein! J. Scheffler, g, 1624, ſt. 1677. 5* Kraft des Wortes Gottes. * Erhalt uns, Herr, bei. Vlndere: wir dieſes Wort Von Herzen ſil 4 gerr, öffne mir die Her⸗ de zens⸗Thür, Zeuch mein man ſoll willig ſterben, Und 1 Wo du Hirt gehſt aus und ein. Gotts Wort bleibt aber e (Höll, kein Plag, Wird können es denen ſoll ſein ewig darnach recht richt een. 3. Es iſt vollkommen hell m dlos. Ein Richtſchnur reiner Lan Es zeigt uns auch ganz offen nber de 8 4/ n och jün Igſle A vernich ten; nn wohl, 1 f ſeinen Dienſt und Ehre, Und wen l hier leben wohl, Lieb, hefmn Dlauden üben; Drum fort 23 lieben. 33 4. Im Kreuz gibts Luft, in dn rigkeit? Zeigt es die Freuden⸗ duss Den Sünder, dem die Sünd it Entführet es der Hölle, Git 9 an Hand, macht auch bekann, 9 gleich das Himmel lreich Durch . ſtum ſei zu erben. 5 Sich, folhen zui, De umri Her Vert ti uns d un wi rir ſe plen ſete dudra ſe We ſe uwahte Und m Na diſe 6. M r, ert Ver, Lch t ſei den. 8 Enr — 8 ganzen 4 1 WW d I 1 Kene Nadt lichen We. Herz dum mich dei= mich deitt 9 7 — Grund,= Abewande 55 4 Dein Wo 5 Tn ei dnt Moſt ut ügkei. 3 Eb.— dem Vater w 8 un eilgen Genn ron: äligen Dreidit Loh unge jabett Lob un in Goigiit Eigettmen und git ¹ artes Gatt N h Mans fuli 720 er Jebwht Wort, Mit haſt geg= Daß wir n allem Q ollnn richten Leben, orden kund a Mund ☚ nder Schriſtt Rein,— und ract d Knecht, heilgen Geing 2. D ort, das ſatt ten ſteht; aͤfeſt und ut Zwar— und die G Gotts e cbleibt aber a Höll, ke ag, noch jün Wird kiren es veniich denen ſ n ewig woh darnach=— richten. 3. Gi= volltomnen klar, G cchtſchnur ra Es zeigeAauch ganzof ſeinen— und Chre, lt ſoll hiet= et wohl, Ehſt Glaubemn n; Dum fit⸗ wir die— Jort Von dn lieben.„, 4. J eu gibts kut .2 8 rigkeit es die han Den Sa, den mon Entfühſ der Hul an Ha aht ant A man ſo lig ſterben l gleich d= eimmalri d ſtum ſe⸗erben. 8 ilf, mein Gott, wie muß 73 0. ſich leiden Deine Wahr⸗ *) Andere: Und laß es frei verkunden: und der chriſtlichen Kirche. 433 5. Sieh, ſolchen Nutz, ſo große Kraft, Die nimmer iſt zu ſchäten⸗ Des Herrn Wort in uns wirkt und ſchafft, Darum wir ſollen ſetzen Zurück Gold, Geld und was die Welt Sonſt herrlich pflegt zu achten, Und jederzeit in Lieb und Leid Nach dieſer Perle trachten. 6. Nun, Herr, erhalt dein heilig Wort, Laß uns ſein Kraft empfin⸗ den; Dein Feinden ſteur an allem Ort, Zeuch uns zurückvon Sünden:* So wollen wir dir für und für Von ganzem Herzen danken. Herr, unſer Hort, laß uns dein Wort Feſt hal⸗ ten und nicht wanken. Chr. Knorr v. Roſenroth, g. 1636, ſt. 1689. Sieg der göttlichen Wahrheit. Mel. Freu dich ſehr, o meine. heit immerdar! Wie ſo heftig pflegt zu neiden Welt und Teufel deine Schaar! Ach, wie tobt die Lüge doch, Wenn dein göttlich Wort ſich noch Etwas weiter will ausbreiten Und den Lügen⸗Geiſt beſtreiten! 12. Doch dein Sohn hat ſelbſt em⸗ D pfunden Unrecht, Lügen, Spott und Hohn, Schläge, Marter, Kreuz und Wunden War ſein unverdienter Lohn; Drum, weil er den Feind be⸗ kriegt Und dem Teufel obgeſiegt, Wird die Wahrheit ſtehen bleiben, Keine Macht kann ſie vertreiben. 3. Gottes Wahrheit wird beſtehen, Sein Wort bleibt gewiß und feſt, Sollte gleich die Welt vergehen, Wohl dem, der ſich drauf verläßt! Wer auf dieſen Grund gebaut Und nur ſeinem Gott vertraut, Der wird fröhlich über⸗ winden Und im Tod ein Leben finden. Kraft des Evangelii gegen alle Verfolgung. In eigener Melodie, Oder: Was mein Gott will, das. 731. O Pere Gon, din ſün verdunkelt blieben, Bis durch dein Gnad uns iſt geſagt, Was Paulus hat geſchrieben Und andere Apoſtel mehr Aus deinm göttlichen Munde. Das Dank ich dir mit Fleiß, daß wir Erlebet dieſe Stunde. 2. Daß es mit Macht an Tag iſt bracht, Wie klärlich iſt vor Augen, A Gott, mein Herr, erbarm dich der, Die dich noch jetzt verleugnen Und achten ſehr auf Menſchen Lehr, Darin ſie doch verderben. Deins Worts Verſtand mach ihn bekannt, Daß ſie nicht ewig ſterben. 3. Willſt du nicht fein ein Chriſte ſein, So mußt du erſtlich glauben; Setz dein Vertraun, darauf feſt bau Hoffnung und Lieb im Glauben Al⸗ lein durch Chriſt zu aller Friſt: Dein Nächſten lieb daneben; Das Gewiſſen frei, rein Herz dabei, Daß kein Creatur kann geben. 4. Allein, Herr, du mußt ſolches thun, Doch gar aus lauter bulches Wer ſich deß tröſt, der iſt erlöſt Und kann ihm Niemand chaden; Ob wollten gleich Papſt, Raiſer, Reich ich und dein Wort vertreiben, Iſt doch ihr Macht gar Nichts aeaf Sie werdns wohl laſſen bleiben. 5. Hilf, Herre Gott, in dieſer Noth, Daß ſich auch die bekehren, Die Nichts betrachtn, dein Wort ver⸗ achtn Und wollns auch nicht leh⸗ ren. Sie ſprechen ſchlecht, es ſei nicht recht, Und habns nie geleſen, Auch nie gehört das edle Wort. Iſts nicht ein teufliſch Weſen? 6. Ich glaub gwiß gar, daß es ſei wahr, Was Paulus uns thut ſchreiben: Eh muß geſchehn, daß Alls vergeh: Dein göttlich Wort ſoll bleiben In Ewigkeit, war es auch leid Viel hart verſtockten Herzen. Kehrn ſie nicht um, werden ſie drum Leiden gar große Schmerzen. 7. Gott it mein Herr: ſo bin ich der, Dem Sterben kommt zu Gute, Dadurch uns haſt aus aller Laſt Erlöſt mit deinem Blute. Das dank 28 — —— — — ——ÿõÿ— —=— Se ereen—— —— ———— C ———— Vom göttlichen Worte ich dir; Drum wirſt du mir Nach 3. Und was ſich ſonſt deinr Verheißung geben: Was ich dich bitt, verſag mirs nicht Im Tod und auch im Leben. 8. Herr, ich hoff je, du werdeſt die In keiner Noth verlaſſen, Die dein Vort recht als treue Knecht Im Herzn und Glauben faſſen; Gibſt ihn bereit die Seligkeit Und läßt ſie nicht verderben. O Herr, durch dich, Laß ſie am Himmel haben ihres Herzens Glauben ſei verlaufe b hat Von dir, das ſuche du mit 9— Und ihr verwundt Gewiſſen hel, Theil. 4. Den Tauben öffne das Gehör Die Stummen richtig reden lir. Die nicht bekennen wollen frei, Va 4* 'M„5. Erleuchte, die da ſind verhledt Bring her, die ſich von uns getrant bitt ich, laß mich Fröhlich und wil⸗ Verſammle, die zerſtreuet gehn, Mat lig ſterben! A. H. Z. W. um 1527. feſ Um Schutz der Chriſtenheit. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. 732 Herre Gott, erbarme [942. B dich Und ſteh uns bei genädiglich, Vergib uns alle Miſſe⸗ that, die dich ſo ſehr erzürnet hat. 2. Schaff in uns, Herr, ein rei⸗ nes Herz, Das ſich zu dir bekehr ohn Scherz, Beſchirm dein arme Chriſtenheit Vors Türken Mord und Grauſamkeit. 3. Zerſtör des Feindes große Macht Und allen Rath, den er er⸗ zeitlich und dort ewiglich Gnade preiſen dich. Luc 8, v. 5, Mel. Es ſpricht der Un Frucht kennt man die S wer das Land beſͤet hat, der Verderber. 2. Iſt nun dein Herz gleich Und einer Nebe Von ſeinem königlichen Thron. 4. Herr Jeſu Chriſt, tritt auf den Plan Und nimm dich deines Erb⸗ theils an, Mach den gottloſen Haufn geſchwind Wie Staub und Spreue vor dem Wind. b b 35. Dein reine Lehr, das wahre Licht, Laß ja bei uns auslöſchen nicht; es Erhalt uns ſtets bei deinem Wort, Vögel Alles fraßen; Ach, iſt kein Scherz! It Erhalt uns ſtets bei dein armes4 Daß wir dich loben hier und dort! klagen. 3. Denn iſt der Same Vertreten und gefreſſen, Auf Erden und im Himmelreich, Fie tung auf dein Leben! Wo Und für Frucht dein Herzens⸗Feld dacht, Zu ſtürzen deinen lieben Sohn Dornen oder Reben? Denn att ſte, die im Glauben ſtehn. 6. So werden ſie mit uns zuglaih un Lu Für ſalh M. Heermann, g. 1585, ſt. 19. Prüfung bei Gottes Wort int dem viererlei Acker. ſeg. weiſen, 1 — 734. 8. Manich, u SA 2 Vas at Nn gat. WM. 18 8 K Gott te M — AMA 4¼ demn n⸗Straza, Da auf dem breiten Laſter⸗Steig prüfe d ſo dewant Herz, So biſt du un weggen So haſ Bitte um Bekehrung der Irrigen. keine Glaubens⸗Kraft, Noch Sei Mel. Herr Gott, dich loben Alle. 733 0 Jeſu Ehriſte, wahres 102. Licht, Erleuchte, die Spur Zum dich kennen nicht, Und bringe ſie zu deiner Heerd, Daß ihre Seel auch Verhärtet durch die ſelig werd! der SameV ſchlecht verlk *2* Erfüll mit deinem Gnaden⸗ſolchen Felſen⸗Gründen: Schein, Die in Irrthum verführet Stein hat keinen Saft; ſein, Auch die, ſo heimlich fichtet an der Same keine Kraft In ihrem Sinn ein falſcher Wahn. und zu ſchießen. Speis zu — Leben ganz A ver vahr ſ N 4 3 Zu ſpiit —„ 12 eſſen: Fällt dir ins Dhn Same nur Und nicht ins Hae in 4. Iſt auch dein Herze Fehert Sünden, O4 irt A 1 5, So lan no dein Herz Unh do en Duch hahte Shnetz St ngen. Bedie Be Gloub fi S So iſ dn. 6 Dtt it de vol. Mt Gchen ldet es in Nei wid der Smn we fckt anz udge änna vſfebu. bellagen. 1 Sa un Ged müͤhet Umd Wat Mit Awh 1 t 6 dd uh 1 Da kon bin g t nan ſer l itt. der Som „8 doch ſ ge ond Auf wi Nas Got, Anzer N in den Fae Sane, den Gat dunderfältig Fü ind de wäm e „6 Ver dhm. nd priße ſch — M 735 4 9 ſte 5. Erae, die da ſindde Dring 1— ie ſich mufhs Verſam ie zerſtreue 4 feſte, dit* Glauben ſten. 66. S den ſienim Auf Ert ndim Himme. zeitlich ort ewiglih ſ Gnade=n dic. ermann, g. 1i Prüfun i Gottes ne KR viererlei An ut 8,. 5, 4 z ſpricht der Uumn 73—2 Menſch ri 1 2 1 1 35 Herz beſtelt tung a in Aben! h für Fru in Herzens⸗e Dornen= Reben? Dm Frucht m: man die du wer da= d beſäet ha der B—er. 2. 1 mn dein hen gleicht* einer Vetn. Da auf„ breiten Lulae Vögel L. fraßen, At, es iſt— Scherz! N dein af= Herz, So bi klagen 3. ziſt der om — amr Vertrecr nd gefteſen 4 keine(eLens⸗Kaft, N Speis 2 ſen: Fältit Sameln And nichtini Spur Acben gan Sput 4. 32 9 Uel 2 4. ih dein o Verbd m urch die bi der Gm ſchlecht un der* ündn. 1 olchen en ⸗Grle Steinmkeinen 9 der S„ keine Kn und ſfeben. — 5. So lang noch nicht zerknirſcht dein Herz Und vom Geſetz zerſchla⸗ en Durch wahre Buße, Reu und chmerz, So kanns nicht Früchte tragen. Bedenk es wohl und thue Buß, Glaub feſt und falle Gott zu Fuß, So iſt dein Herz geneſen. 6. Oft iſt das Herz auch dornen⸗ voll, Mit Sorgen angefüllet; Oft lebet es im Reichthum wohl, Da wird der Sam verhüllet, Ja, er er⸗ ſticket ganz und gar Und wird nicht einmal offenbar: Das iſt wohl zu beklagen. 7. So geht es, wenn man nur um Geld Und Reichthum ſich be⸗ mühet, Und nach der Wolluſt dieſer Welt Mit Aug und Herzen ſiehet. Da kann kein Gutes haben Statt, Wo man der Wolluſt nicht wird ſatt: Der Same muß erſticken. 8. Doch iſt, Gott Lob, noch gutes Land Auf dieſer Welt zu finden, Das Gott, dem Herrn, allein bekannt, Da in den Herzens⸗Gründen Der Same, den Gott eingelegt, Noch hundertfältig Früchte trägt; Das ſind die rechten Herzen. 9. Wer Ohren hat, der höre noch Und prüſe ſich ohn Heucheln, Die⸗ weil es Heute heißet noch; Hier muß ſich Keiner ſchmeicheln. Die Zeit vergeht, das Ende naht: Fällt auf kein gutes Land die Saat, So mußt du ewig ſterben. 10. Herr Jeſu, laß mein Herze ſein Zerknirſchet und zerſchlagen, Da⸗ mit der Same dringt hinein, Und laß ihn Früchte tragen, Die mir im Himmel folgen nach, Da ich ſie finde tauſendfach: Das wünſch ich mit Verlangen. L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Gegen die Feinde der Chriſtenheit. Mel. Wenn wir in höchſten. 735 ſtarker Gott ins Him⸗ * D mels Thron! Wach auf und hilf durch Schau, wie hat ſich der Feind ge⸗ und der chriſtlichen Kirche. 435 rüt Daß er dein liebe Kirch ver⸗ wüſt. 2. Wir wiſſen keinen Widerſtand, Herr, ohn dein Macht und ſtarke Hand; Drum mach dich ſelber auf den Plan, Du biſt der rechte Krie⸗ ges⸗Mann. 3. Uns kränkt im Herzen Nichts ſo ſehr, Als daß deins Namens Wort und Ehr So ſehr ſchrecklich geſchändet wird, Und manche ſeine Seel verführt. 4. Der Feind frohlockt zwar ſehr und lacht, Weil ers ſo gar hat hoch gebracht, Sein Wille ſieht auf lau⸗ ter Krieg Und meint, er habe ſchon den Sieg. 5. Du aber in dem Himmel hoch, O, wahrer Gott, lebſt gleichwohl noch, Die Sach iſt dein, dein Wort iſt dein, Drum laß es dir befohlen ſein. 6. Es muß vergehn eh Himml und Erd, Eh daß dein Kirch ver⸗ tilget werd; Ohn dich hat ſie kein Aufenthalt, Drum brich des Feindes groß Gewalt. 7. Steh hoch bei uns, ſtreit wi⸗ der ihn, Daß der Verderber nicht gewinn; Vergiß, Herr, der Gefang⸗ ben nicht Und tröſte die, ſo er hin⸗ richt. 8. Behüt uns und das ganze Land Gib uns ihm ja nicht in die Hand; Erhalt uns, Herr, dein liebes Wort, Daß wir dich loben hier und dort. Martin Bohemus, g. 1557, ſt. 1622. Gegen eben dieſe Feinde. Mel. Erhalt uns, Herr, bei. 28 ett, o Herr Jeſu, rett 73 6. Nat. Ehr, Das Seufzen deiner Kirche hör; Der Feind An⸗ ſchläg und Macht zerſtör, Die jetzt verfolgen deine Lehr.. 2. Groß iſt ihr Liſt, ihr Trutz und Macht, Sie fahren hoch daher mit Pracht; All unſre Hoffnung wird 1 verlacht, Wir ſind bei ihn wie Nichts deinen Sohn, geacht 3. Vergib uns unſre Miſſethat, 28* Vertilg uns nicht, erzeige Gnad, Beweis den Feinden in der That, Es gelte wider dich kein Rath. 4. Steh deinem kleinen Haͤuſlein bei, Aus Gnaden Fried und? verleih: Laß Jedermann— frei, Daß hier die rechte Kirche ſei. 3. Laß ſehn, daß du ſeiſt unſer Golt, Der unſre Feinde ſetzt zum Spott, Herr, Uhre Hoffnung mache todt Und hilf den Deinen aus der Noth! J. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Freude an Gottes Wort, oder heilige Bibel⸗Luſt. gel. Gott des Himmels und der. 737. Theures Wort aus Got⸗ tes Munde, Das mir lauter Honig trägt, Dich allein hab ich zum Grunde Meiner Seligkeit gelegt: In dir treff ich Alles an, Was zu Gott uns führen kann. 2. Will ich einen Vorſchmack ha⸗ ben, Welcher ſchmeckt, So kannſt du mich herrl lich laben, Weil bei dir ein Tiſch gedeckt, Der mir lauter Manna ſchenket Und E Vom göttlichen Worte N then hat. nach dem Himmel Präge mir im Herzen ein; Laß den Zweifel ferne ſein. 7. Was ich leſe, laß mich meren. Was du ſageſt, laß mich thun. Wird dein Wort den Glauben ſtär⸗ ken, L es nicht dabei beruhn, Son⸗ dern gib Leben ähnl ſich ſei. 8. Hilf, das alle meine Mege nach dieſer Schnure gehn. Was hier zu Grunde lege, Müſſ ſe wem Felſen ſtehn, Daß mein Geiſt ant Rath und That In den größe Laß dein Sriege In der Folge Jeſu ſii Druücke drauf ein Gnaden⸗ Schleu den Schatz im Herzen in Daß ich feſt im Glauben ſteh, R ich dort zum Schauen geh. Benj. Schmolck, g. 1672, ſ 1 Um Schutz wider Berfaln⸗ daß auch dabei Ihm das Wort mir inn Mel. Zion klagt mit Angſt und 73 8. T Treuer Hirte deiner Hi — Deiner Glieder Schutz, Sieh h doch, wie die Erde, Großer Gott, mit Grimman mit Lebens⸗Waſſer tränket! 3. Du, mein Paradies auf Erden, Schleuß mich ſtets im Glauben ein; 8 mich täglich klüger werden, Daß dein heller Gnaden⸗ Schein Mir bis in die Seele dringt Und die Frucht des Lebens bringt. 4. Geiſt der Gnaden, der Worte Mich an Gottes Herze Lat. Oeffne mir des Himmels Pforte, Daß mein Geiſt hier recht erwäg, Was für Schätze Gottes Hand Durch ſein Wort ihm zugewandt! 5. Laſſe mich in dieſen Schranken Sonder eitle Sorge ſein: Schließe mich mit dem Gedanken In ein ſtil⸗ les Weſen ein, Daß die T gar nicht ſtört, Wenn mein Herz dich reden hört. 6. Gib dem Sam⸗Korn einen Acker, Der die Frucht nicht ſchuldig bleibt; Mache mir die e Augen wacker, Und was hier dein Finger ſ ſchreibt, im Welt mich Trutz Tobt und wüthet wid Und vermißt ſich freventlich Kirche zu zerſtören Und theil zu verheeren! 2. Du, Herr, biſt Wir ſind dein mit eib und 2 Menſchen⸗Hilf iſt ja zu wenig, I nicht du, Immanuel, Zu der Dein Rettung wahſt Und dich ſel t Felde machſt, Für dein wa ahres! zu kämpfen Und der Feind kean dämpfen. 3, Gs. trifft deines Namens hn Deiner Wahrheit Heiligthun, e dDeines Glaubens Lehre, Deines 4 dens Kraft und Ruhm. und. 1 Dienſt, den dir allein Wir nutii ſchuldig ſein: Daßu kannſt nicht ſchweigen, Deine M wirſt du zeigen. 4. Du verlachſt Treibſt der Voſen Rath und Muth und An ja unſe el Kän 1 Macht⸗9 ⸗Han inde Til der Fei 5 li ſchläg ſelbſt t znit — — = — — — —* — — — derr nur— wder dich ſih 3 5 Stärke dber Js geiſch und 6 mit Furdt 1 ſchrecen nd Dacheit kennt nder ſchwac J 6 u viel 5 Hiff den T Vnugn gung ſrar ſe u uns nüß dich der Beräng de auf r ran ducch Satan A ih Heil betrign . i ns dt au und u d Ganz ga ſſe 3 dobei uns fi küͤglich die böſe 3a d unei Vor d mt den 4n dms e ee 9 6 ſi tt für . tins wt 1 de neum Gder dßten vedan Cath Gerde Worte ath und= u n öthen ha Ji d 9. Laß=n Watt m. diegel à8 r Folge ia rücke di in Gnada⸗ chleuß d chat in a aß ich ſ Glauben 3 hdort zu chauen geh. =Schmwolk, g. 16hi Um Sch⸗vider Verfä Mel.— clagt mit unin 38 röirtedeim .— einer Glid ſchuß, S⸗ och, wie de rde, Gromnzott, mit Gin rut Toſ w wüthetw nd vern Kich freventih irche zu⸗ ören Und i beil zu wo een! 2. Du, biſt ja mat Vir ſind= mit Leid mi denſchen⸗W iſt ja zu va icht du, anuel, Zud h PM jettung †.=t Und dic t elde mat— für dein vin Lkämpfe Ad der Feid ämpfen. 4 133s t Ipdeines Nuna deiner Wo cit Heilgthu eines Gl Mts Lehr di ens Kra ad Nam 1 dienſt, da* allein ä huldig[☚. Dazul 9 icht ſchn=„Deine Ahe 1 t du—. 4= der 3 reibſt de= ſen Rahn Ruth un und der chriſtlichen Kirche. 437 Daß er nicht gelingen muß. Die Verfolgung hat ihr Ziel, Du ver⸗ hängſt ihr nicht zu viel Und pflegſt derer nur zu ſpotten, Die, Herr, wider dich ſich rotten. 5. Stärke nur den ſchwachen Glauben, Den, bei ſo betrübter Zeit, Fleiſch und Satan uns zu rauben Und mit Furcht und Blödigkeit Uns zu ſchrecken ſind bemüht. Deine Weisheit kennt und ſieht Deiner Kinder ſchwach Vermögen; Sie wird nicht zu viel auflegen. 6. Hilf den Deinen und bekehre Der Verfolger blindes Heer; Der Verfolgung ſteur und wehre, Daß ſie uns nicht ſei zu ſchwer. Nimm dich der Bedrangten an, Leit auch die auf rechter Bahn, die noch jetzt durch Satans Lügen Sich ſelbſt um ihr Heil betrügen. 7. Laß uns recht und redlich han⸗ deln Und in Tauben⸗Einfalt dir Ganz gelaſſen heilig wandeln, Auch dabei uns küglch hier Schicken in die böſe Zeit Und vor falſcher Hei⸗ lialet Vor der Geinde Liſt und üthen Uns mit Schlangen⸗Klug⸗ heit hüten. 8. Laß mit Beten und mit Wachen Stets uns ſtehn auf unſrer Hut Und nur dich, Herr, laſſen machen: So wird Alles werden gut Jeſus ſtreitet für uns hier Und vertritt uns dort bei dir, Bis wir auf der neuen Erden Bei ihm tri⸗ umphiren werden. H. Cath. v. Gersdorf, g. 1648, ſt. 1726. Zur Zeit der Drangſal und des Krieges gegen die Chriſtenheit. Mel. Singen wir aus Herzensgr. 739 Treuer Wächter Iſrael, * Deß ſich freuet meine Seel, Der du weißeſt alles Leid Dei⸗ ner armen Chriſtenheit: O, du Wäch⸗ ter, der du nicht Schläfſt, noch ſchlu merſt, zu uns richt Dein hilfreiches Angeſicht! 2. Schau, wie große Noth und Qual Trifft dein Volk jetzt überall! Täglich wird der Trübſal mehr, Hilf, ach, hilf, ſchütz deine Lehr! Wir verderben, wir vergehn; Nichts wir ſonſt vor Augen ſehn, Wo du nicht bei uns wirſt ſtehn. 3. Hoherprieſter, Jeſu Chriſt, Der du eingegangen biſt In den heiligen Ort zu Gott Durch dein Kreuz und bittern Todt Uns verſöhnt mit dei⸗ nem Blut, Ausgelöſcht der Höllen⸗ Gluth, Wiederbracht das höchſte Gut. 4. Sitzſt auch heut ins Vaters Reich, Ihm an Macht und Ehre gleich, Unſer Mittler und Patron, Seine höchſte Freud und Kron, Den er in dem Herzen trägt, Wie ſich ſelbſt zu lieben pflegt, Dem er keine Bitt abſchlägt:.. 5. Kläglich ſchreien wir zu dir, Klopfen an die Gnaden⸗Thür, Wir, die du mit höchſtem Ruhm Dir er⸗ kauft zum Eigenthum: Deines Va⸗ ters Zorn abwend, Der wie lauter Feur jetzt brennt Und ſchier alle Welt durchrennt! 6. Zeig ihm deine Wunden roth, Red von deinem Kreuz und Tod, Und, was mehr du haſt gethan, Zeig ihm unſertwegen an; Sage, daß du unſre Schuld Haſt bezahlet in Ge⸗ duld, Uns erlanget Gnad und Huld. 7. Jeſu, der du Jeſus heißt, Als ein Jeſus Hilfe leiſt! Hilf mit deiner ſtarken Hand; Men⸗ ſchen⸗Hilf hat ſich gewandt: Eine Mauer um uns bau, Daß dem Feinde davor grau Und mit Zittern ſie an⸗ au! 8. Liebſter Schatz, Immanuel, Du Beſchützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Noth, Neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trotz dem, der uns thut ein Leid! Gottes Straf iſt ihm bereit. 9. Deines Vaters ſtarker Arm, Komm und unſer dich erbarm! Laß jetzt ſehen deine Macht, Drauf wir hoffen Tag und Nacht: Aller Feinde —— r.— — — —y——— ——— — —— ———⁄— 5——— — — — Macht zertrenn, Daß dich alle Welt erkenn, Aller Herren Herren nenn. 10. Andre traun auf ihre Kraft, Auf ihr Glück und Ritterſchaft: Deine Chriſten ſehn auf dich, Auf dich traun ſie feſtiglich; Laß ſie werden nicht zu Schand, Bleib ihr Helfer und Beiſtand: Sind ſie dir doch ganz bekannt.*) 11. Gürte dein Schwerdt an die Seit Als ein Held und für uns ſtreit Und zerſchmettre deine Feind, So viel ihr auf Erden ſeind; Auf die Hälſe tritt du ihn,**) Leg ſie dir zum Schemel hin Und brich ihren ſtolzen Sinn. 12. Dubiſt ja der Held und Mann, Der den Kriegen ſteuern kann, der da Schwerdt und Spieß zerbricht; Der die Bogen macht zunicht, Der die Wagen gar verbrennt Und der Menſchen Herzen wendt, Daß der Krieg gewinnt ein End. 13. Jeſu, wahrer Friede⸗Fürſt, Der der Schlange hat zerknirſcht Ih⸗ ren Kopf durch ſeinen Tod, Wieder⸗ bracht den Fried bei Gott: Gib uns Feieden gnädiglich, So wird dein Volk freuen ſich, Dafür ewig prei⸗ ſen dich! Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Troſt der Kirche gegen die Feinde. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. erzage nicht, o Häuflein 740. U klein, Obleich die Feinde Willens ſein, Dich gänzlich zu ver⸗ ſtören Und ſuchen deinen Untergang, Davon dir wird ſehr Angſt und Bang: Es wird nicht lange währen. 2. Dich tröſte nur, daß deine Sach iſt Gottes; dem befiel die Rach, Laß ihn alleine walten. Er wim durch döinen, iden, Den er wohl weiß, dir helfen ſchon, Di und ſein Wort erhalten. ſc Dich v. 10.*) a. Schütz uns und das ganze Land, Unſre Noth iſt dir bekannt. as ganz v. 11.**) a. Und die uns zuwider ſeind, Vom göttlichen Worte 3. So wahr Gott Gott iſt und ſein Wort, Muß Türke, Papſt und Höllen⸗Pfort, Und was dem mag anhangen, Endlich werden zu Schand und Spott. Gott iſt mit uns ud wir mit Gott, Den Sieg wolln wie erlangen. Guſtav Adolphs(g. 1594, ſt. 1633) Feldlied; durch des Köngt Beichtvater, Jac. Fabricins, Reime gebracht. (4. Drum ſei getroſt, du kleines Heer, Streit ritterlich für Cotte Ehr und laß dir gar nicht grauent Gott wird den Feinden nehmn dan Muth; Daß ſie ſterben in ihrm Blut, Wirſt du mit Augen ſchauan Chriſt, Dieweil du unſer Schutzhen biſt, Hilf uns durch deinen Nana fröhlich ſingen: Amen!) S Der 124. Pfalm. Dankſagung für die Rettunztt Feinden. In eigener Melodie. 741 War Gott nicht mim 1 dieſe Zeit, So ſoll Jiin 6* ſagen, Wär Gott nicht mit in dieſe Zeit, Wir hätten müſſn va gen, Die ſo ein armes Häuflein ſit Veracht von ſo viel Menſchen⸗in Die an uns ſetzen alle. 4 2. Auf uns iſt ſo zornig ihr Sin Wo Gott das hätt zugeben, Va ſchlungen hätten ſie uns hin M ganzem Leib und als die ein Fluth erſäuft, Und ihe walt verſchwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der ni zugab, Daß ihr Schlund uns fangen! Wie ein Vogel des Sün kommt ab, iſt unſer Seel entaan frei, des Herren Name ſteht uns be Du kannſt ſie zur Strafe ziehn. 5. Amen, daß hilf, Herr on So wollen wir, deine Gemein, Mh loben und dir dankbar ſein un am. Zehner, g. 1594, ſ. Leben; Wir wom die groß Waſſer läuft Und mit Ge noct Strici gen. Strick iſt entzwei und wlr ſ Des Gotts Himmels und Srde, N. Er wol 1 *1 Mer i ſeuen Herzi, 1 dr Wett behh dt in Schnere fes⸗Adker Gott ge ddeihen, doß geltt Den Meſ Fr lt in vichm 4 des Here! ke Die gehf a eie thut und ſch Ind macht das He ſbet dem, derzube di nicht haben. T ſch in der Na Gaben Und fluch, 3. So ſeide, Krecht, Erhal c Daß ſie dein Vor Käſt ſe mit heſt ler Wöhfe Gh u deine Heerd ſather firchien deineeim den Lahren Un ſt 9. Phil. Geder üſeügkeim In iißene au dn Und i de liin tehn gen duf der ganze 3. Sol — ein Wort 5 Gatt n Hollen⸗P u en t nhande Fwene md Se ven 1 vir wpot ott iſt mi mit(. Den Sie 3 rlangen. G.=A olphs 2(g.lPa — ied; dung 8 water, Jac. du, 4 8 e gebracht. r i getroſt 22 S—— 1 1 zee StA rxritterli 2 ähr und Vir gar m 69 1 t r irt— einden ug — dut 9=ſie ſterben i Aut, W mit Augn 5. Alr daß hilf, i briſt, D= du unſer et »o wolleie—, deine Geni oben un 124. Pfaln. dankſagumür die Retm eenden. mner Melcdie 41 1— r Gott nichtn I.— eſe Zeit, Soſa agen, A⸗=— Fott nicht u ieſe Zeit ☚: hätten miſte en, Diee armes Hauſt zeracht vU viel Menſte die an u ſen ale. 2. Auf miſtt ſo zornigite Co Gotta= hätt zugte hlungen n ſie un anzem Le d Leben. M 1s die ei ⸗— th erſäut li je groß=r läuft Umt dalt verſée amet. 3. 8* und Dan i gab, D Schlundm ngen! 1=— enn Vogal e⸗ 2— 84 mmt ah— unſer G en. Striſ entzwei ud ei des ³.—= Name tit⸗ 63 Gott= mels une *( ott 1—.. Luther,. und der chriſtlichen Kirche. Mel. Es woll uns Gott genädig. 2/;⸗ er Gottes Wort an⸗ 742. dächtig hört Und hegt in ſeinem Herzen, Der wird nicht von der Welt bethört Und bringet Frucht in Schmerzen. Seins Her⸗ zens⸗Acker Gott gefällt, Gott gibet das Gedeihen, Daß ſeine Gaben un⸗ gezählt Den Menſchen auch erfreuen, Er lebt in reichem Segen. 2. Des Herren Lehre kommt nicht leer, Die geht aus ſeinem Munde, Sie thut und ſchaffet ſein Begehr Und macht das Herz geſunde. Es gibet dem, der zuvor hat, Benimmet, die nicht haben. Der Geiſt erweiſt ſich in der That Mit vielen Wunder⸗ Gaben Und fleucht, die ihn verachten. 3. So ſende, Gott, viel treue Knecht, Erhalt auch, die wir haben, Daß ſie dein Wort hier führen recht, Rüſt ſie mit Geiſtes⸗Gaben; Wehr aller Wölfe Liſt und Grimm, Die deine Heerd verheeren, Auf daß ſie fürchten deine Stimm Und folgen dei⸗ nen Lehren Und ſich zu dir bekehren. G. Phil. Harsdörfer, g. 1607, ſt. 1658. Glückſeligkeit der Schäflein Jeſu. In eigener Melodie. ie herrlich iſts, ein 743. W Schäflein Chriſti wer⸗ den Und in der Huld des treuſten Hirten ſtehn! Kein höhrer Stand iſt auf der ganzen Erden, Als unverrückt dem Lamme nachzugehn. Was alle Welt nicht geben kann, Das trifft ein ſolches Schaf Bei ſeinem Hirten an. 2. Hier findet es die angenehmſten Auen, Hier wird ihm ſtets ein friſcher Quell entdeckt; Kein Auge kann die Gnade überſchauen Die es allhier in reicher Menge ſchmeckt. Hier wird ein Leben mitgetheilt, Das voll Ver⸗ gnügen iſt Und nie vorübereilt. 3. Wie läßt ſichs da ſo froh und ruhig ſterben, Wenn hier das Schaf im Schoß des Hirten liegt! Es darf ſich nicht vor Höll und Tod entfär⸗ ben, Sein treuer Hirt hat Höll und 439 Tod beſiegt. Büßt gleich der Leib die Regung ein, So wird die Seele doch Kein Raub des Mordes ſein. 4. Das Schäflein bleibt in ſeines Hirten Händen, Wenn gleich vor Zorn der ganze Abgrund ſchnaubt; Es wird es ihm kein wilder Wolf entwenden, Weil der allmächtig iſt, an den es glaubt; Es kommt nicht um in Ewigkeit Und wird im Todes⸗ Thal Von Furcht und Fall befreit. 5. Wer leben will und gute Tage ſehen, Der mache ſich zu dieſes Hir⸗ ten Stab: Hier wird ſein Fuß auf ſüßer Weide gehen, Da ihm die Welt vorhin nur Träber gab; Hier wird nichts Gutes je vermißt, Dieweil der Hirt ein Herr Der Schätze Gottes iſt. 6. Doch iſt dieß nur der Vorſchmack größrer Freuden; Es folget noch die lange Ewigkeit: Da wird das Lamm die Seinen herrlich weiden, Wo der kryſtallne Strom das Waſſer beut; Da ſiehet man erſt klar und frei, Wie ſchön und auserwählt Ein Schäflein Chriſti ſei. J. Jac. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Um ein feines gutes Herz bei Gottes Wort. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 744 Wi Menſchen ſind zu * dem, o Gott, Was geiſtlich iſt, untüchtig; Dein Weſen, Wille und Gebot Iſt viel zu hoch und wichtig. Wir wiſſens und ver⸗ ſtehens nicht, Wo uns dein göttlich Wort und Licht Den Weg zu dir nicht weiſet. 2. Drum ſind vor Zeiten ausge⸗ ſandt Propheten, deine Knechte, Daß durch ſie würde wohl bekannt Dein Will und deine Rechte. Zum Letzten iſt dein lieber Sohn, O Vater von des Himmels Thron Selbſt kommen, uns zu lehren. 3. Für ſolches Heil ſei, Herr ge⸗ preiſt, Laß uns dabei verbleiben Und gib uns deinen guten Geiſt, Daß wir dem Worte gläuben, Daſſelb an⸗ nehmen jederzeit Mit Sanftmuth,Chre, Lieb und Freud Als Gottes, nicht der Menſchen.. 4. Hilf, daß der loſen Spötter Hauf Uns nicht vom Wort abwende; Denn ihr Geſpötte, endlich drauf Mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du ſelbſt deinem Donner Kraft, Daß deine Lehre in uns haft, Auch reich⸗ lich in nus wohne. 5. Oeffn uns die Ohren und das Herz, Daß wir das Wort recht faſ⸗ ſen, In Lieb und Leid, in Freud und Schmerz Es aus der Acht nicht laſſen, Daß wir nicht Hören nur allein Des Wortes, ſondern Thäter ſein, Frucht hundertfältig bringen. 6. Am Wege wird der Same fort Vom Teufel hingenommen; In Fels und Steinen kann das Wort Die Wurzel nicht bekommen; Der Same, ſo auf Dornen fällt, Von Sorg und Wolluſt dieſer Welt Verdirbet und erſticket. 7. Ach, Herr, hilf, daß wir werden gleich Allhier dem guten Lande Und ſein an guten Werken reich in un⸗ ſerm Amt und Stande, Viel Früchte bringen in Geduld, Bewahren deine Lehr und Huld In feinem gutem Herzen! 8 Laß uns, dieweil wir leben hier, Den Weg der Sünden meiden; Gib, daß wir halten feſt an dir In Anfechtung und Leiden; Rott aus die Dornen allzumal, Hilf uns die Welt⸗Sorg überall Und böſe Lüſte dämpfen. 9. Dein Wort laß allewege ſein Die Leuchte unſern Füßen, Prſein es bei uns klar und rein, Hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rath und Troſt in aller Noth, Daß wir im Leben und im Tod Hierauf beſtän⸗ dig Sehan. . Laß ſich dein Wort zu deiner Ehre, O Gott, ſehr weit ausbreiten! Hilf, Jeſu, daß uns deine Ehr Er⸗ leuchten mög und leiten! O heilger Geiſt, de ttlch Wort Laß in uns Vom göttlichen Worte wirken fort und fort Geduld, Lich Hoffnung, Glauben!„ Dav. Denicke, g. 1603, ſt 158 Der 124. Pſalm. In eigener Melodie. 7 4 5 W Gott, der Herr nihh „ bei uns hält, Wem unſre Feinde toben, Und er nicht m⸗ ſrer Sach zufällt Im Himmel ſah dort oben; Wo er Irraels Schun nicht iſt Und ſelber bricht der Feine Liſt, So iſts mit uns verloren. 2. Was Menſchen⸗Kraft und Wh anfäht, So billig uns nicht ſchre ken; Er ſitzet an der höchſten Stit Der wird ihrn Rath aufdecken. Wan ſies aufs Klügſte greifen an, Sogt doch Gott ein andre Bahn: G. in ſeinen Händen. 3. Sie wüthen ſehr und fahte her, Als wollten ſie uns freſſen h würgen ſteht all ihr Begehr,(et⸗ Wellen ſchlagen an, Nach Läm Leben ſie uns ſtahn: Deß winſ Gott erbarmen. 4. Sie ſtellen uns wie h nach, Nach unſerm Blut ſiet Noch rühmen ſie ſich Chriſtn n Die Gott allein groß achten. 4 Gott, der theure Name dein R ährer Schalkheit Deckel ſein: Duwi einmal aufwachen.“ 5. Sie ſperren auf den ſate weit Und wollen uns verſchlinen Lob und Dank fe Gott allzeit d wird ihn nicht gelingen: Ex widd i Strick zerreißen gar Und ſtürzeniit falſche Lahr; Sie werdens Gottſt wehren. 6. Ach, Herr ſpricht: Es iſt nun Alls verlaren hoch das Kreuz hat neu geborn, J deiner Hilf erwarten. 7. Die Feind ſind all imn g⸗ Hand, Dazu all ihr Gedanken, Es ſet eeei er eiß he zeira⸗ iſt bei ihn vergeſſen. Wie Mr Gott, wie reich it ſteſt du, Die gänzlich ſind verlaſßtn Die Gnaden⸗Thür ſteht nimm t Vernunft kann das nicht faſſen, Ul in dein Anſchläg ſind dir wohl belamnt. 4 nur, daß wir ntth wider den Ga Fürftge wil fi trar ritt llber tröten. § den Himel de bdd haſt du Her dt. Aun gib, diß ved Gib, 9 5 In vwäter Lieb de Ninls mn Cͤbh Dät laß imm nu D. Jufus Jine kewecte Lielt zu Nel. Herzlid tutn mls⸗Wort Dewi d Vons Teuels Ffuss ſich befnde dchl. Ver ſchuf der lohet leherbol 2. Bt du qillit rähten Cehensgat, renint, Konn ſ Dos wid dir läht 6 pin Kich din M. Ale 4 4 Nenſit 7.Ans 64 ſad 4 menaefh 5 Reue Le ain diſe düſer allr Shne bnen 5 unns Ciſ jSüixie a hen Wan wirken fe b Dul nd voffnung ubfat Ga. —z. Denilke,§.lh — 124. Pfaln —1= ener Malni 1 4 5= o Gott, de R fre Jc. bei uns ſa unſre Jei, Doben, Und ag rer Sadh Sällt Im e dort ohese do er Iraus. nicht iſt ur iſt. S.— Liſ, Sokenmit uns dm. ) A 2. W ken; Er ſ. an der hin Der wird ⸗ der ſt ſies aufs gſte greifng doch Goh e andre Vuhr in ſeinen den. 38. S ben ſchr u her, Als= ten ſie unsffi würgen K all ihr Ba iſt bei ih ggeſſen. We Wellen— en an, Nai Leben ſin ſtahn: Dat Gott erhemn. 4. G Alen uns m nach, N aſerm Buutſit Noch rüſe ſie ſich Eint Die Gotz ein groß ah Gott, de ure Aan ihrer Sel Miit Deckel ſeir! einmal † Tichen. 5. G erren auf di weit Una ilen uns m Lob und—-k ſei Gotti wird ihn ² gelingen. 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Biſt du vielleicht verirret Vom rechten Lebens⸗Port, Hat dich die Welt verwirret, Komm, hier iſt Gottes Wort: Das wird dir klärlich weiſen Die rechte Tugend⸗Bahn, Darauf du müſſeſt reiſen, Wenn du willſt himmelan. 441 3. Biſt du vielleicht betrübet, Ja, wirſt du fort und fort In Kreuz und Noth geübet, Komm, hier iſt Gottes Wort: Dieß wird dich ſchon erquik⸗ ken, Daß, wenn gleich Höll und Welt Dich wollten unterdrücken, Du doch behältſt das Feld. 4. Haſt du dich laſſen blenden, So daß bald hier bald dort Du tappeſt an den Wänden, Komm, hier iſt Got⸗ tes Wort: Dieß machet, daß die Blin⸗ den Sich zu dem rechten Steg Hinwie⸗ der können finden Von ihrem Irreweg. 5. Wirſt du gleich auch geführet Durch den ſtockfinſtern Ort, Da ſonſt er Tod regieret, Komm, hier iſt Gottes Wort: Dieß iſt der Stab und Stecken, Mit dieſem kannſt du dich Vors Teufels Liſt und Schrecken Be⸗ ſchützen mächtiglich. 6. Hilf, Jeſ u, daß ich liebe Dein ſelig⸗ machend Wort, Daß ich mich ſtets drin übe; Hilf, liebſter Seelen⸗Hort, Daß ichs in meinem Herzen Bewahr durch deine Huld, Damit in Kreuzes⸗Schmer⸗ zen Es Frucht trag in Geduld! Anna Sophia, Landgräfin zu Heſſen⸗ Darmſtadt, g. 1638, ſt. 1683. XXI. Vom Glauben und der Rechtfertigung und derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. 1. Tim. 1, 15. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. 747 A⁶ ein Wort von gro⸗ * ßer Treue, Theuer und annehmenswerth, Ehre ich in tief⸗ ſter Reue Lebenslang auf dieſer Erd. Hier in dieſer Welt, ihr Kinder, Ein Erlöſer aller Sünder, Jeſus Chriſtus kommen iſt. Trotz nun Welt und Satans Liſt! 2. Schöpfer, ach, ich muß beken⸗ nen Jetzt zum Preiſe deiner Gnad: Böſes war wohl Nichts zu nen⸗ nen, Ich war deſſen fähig ſatt; Leider, ach, vor Andern allen Ließ die Sünde mir gefallen; Aber die „Barmherzigkeit Sich weit größer mir anbeut.. 3. Chriſte, drum muß ich auch billig Hier als ein Exempel ſein, Wie du freundlich, gnädig willig Alle Sün⸗ der ladeſt ein: Rufſt: Ach, kommt, ihr blöden Tauben! Tretet doch her⸗ zu im Glauben, Ziehet an das Hoch⸗ zeitskleid In der letzten Gnaden⸗Zeit. 4. Halleluja! Kommt, ihr Armen, Lobt mit mir des Höchſten Güt; Laßt uns preiſen ſein Erbarmen, Eitel Gnade uns jetzt blüht. Leben er den Todten ſchenket Und mit ſeiner Lieb uns tränket. Jeſu, laß uns für und für Halleluja ſingen dir! J. H. Schröder, g. 1666, ſt. 1728. h ——,—y — — ——— ——ò —— — 1 † 1 4 ¹ 4 8 5 1 3 z ℳ 1 3 4⁴² Ergreifung der Gnade Gottes für Sünder. Mel. Ich dank dir, lieber. 7 48 A*⁴ Gott, ich muß dirs . klagen, Daß ich ſo elend bin; Mein Herz will mir verzagen, Mein Sünd liegt mir im Sinn: J kann ihr nicht vergeſſen, Sie iſt zu groß und ſchwer, Sie hat mich gar beſeſſen, Bracht in Noth und Gefähr. 2. In Sünd bin ich empfangen, In Sünd bin ich geborn, Viel Sünd hab ich begangen, Darum bin ich verlorn. Ich kann nicht freudig wer⸗ den, Den Himmel anzuſehn, Und ſchäme mich auf Erden, Vor dir, o Gott, zu ſtehn. 3. Nun ſollt ich ja vertrauen Dei⸗ nem Sohn, Jeſu Chriſt, Auf ſein Verdienſt feſt bauen, Weil er mein Fürſprach iſt: So ſchreckt mich mein Gewiſſen, Das zweifelt immerdar Und ſpricht: Dich wird verdrießen, Daß ich die Sünd nicht ſpar. 4. Ich wollt auch herzlich gerne Beſſern das Leben mein, Mit Werk, Wort und Geberden Fromm und gottsfürchtig ſein; Ich kanns ſo nicht vollbringen, Wie ichs hab oft be⸗ dacht; Ich laß mich davon dringen Des Satans Liſt und Macht. 5. Was ſoll ich denn nun machen? Wie kann ich doch beſtehn? Ich fall der Höll in Rachen, Wenn ich dir Vom Glauben und der Rechtfertigung und Vors Teufels Strick und Wegelh mir zuſagt beſtändig: Wer glaubt wird ſelig ſein 8. So wahr, als ich ſelbſt beh Sprichſt du, mein Herr 4 de Ungern ich übergebe Den Sünderi den Tod; Ich will, daß er unke Und ewig leb bei mir. Den nechn Weg mich lehre, So komme ich zu 9. Mit deinem heilgen Geiſte Ma und Beiſtand leiſte Zu deines ſi mens Ehr. Stege; Vor aller Sünd und Schan wahr durch deine Hand. 10. Segne mein Leib und Llla⸗ Auch mein Beruf und Werk, W du mir haſt gegeben, Behüt dut deine Stärk; Erhör mein Gaa 21 ſchwachen Glauben mehr, Mir gh iſte Hu deines p nt es nicht n Leit mich mit den Schreien Und mein furchtſame a Daß ich mich dein kann freuen, Ur achtn des Satans Mord. 11. Zuletzt laß mich abſchedegte einem ſelgen End, Und nim us dieſem Leiden Mein Seelin deinh Dafür will ich dich preiſen; Dankbarkeit: Du wirſt mith erweiſen Und helfn in Ewigitt M. B. Rollenhagen, g. 1540 Glanbens⸗Frendigkeit, in M zu ſein. △7 4 aſr 3 9 Hens. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins kehent will entgehn. Herr, zu dir komm ich wieder Und ſuch Barmherzigkeit; Ich falle vor dir nieder, Mein Sünde iſt mir leid. 6. Du haſt dein Sohn gegeben Für aller Menſchen Sünd, Daß Je⸗ dermann ſollt leben, Der an ihn glauben könnt; Will gleich mein Herz nicht trauen, So glaub ich dennoch feſt: Hilf du meinem Unglauben, Dein Hilfe iſt die beſt. 7. Ich bin nicht werth der Güte, Die du an mir gethan, Daß für mich mit ſeinm Blute Bezahlt dein lieber Sohn; Bedarf es doch nothwendig Und glaub dem Worte dein, Das 749 A Gott, in vr f . Freudigkeit Schune ſich mein Herz zu dieſer Zeit 6i ich nur an Jeſum denk Und niche ſeine Wunden ſen! 2. Wie freuet ſich mein Gait dir, Was Ruh und Freude ſch mir Der Glaub an dich, ogefu Oi Der du mein Ein und Alls k 3. Wenn ich dich recht und 1 betracht, Mein Herz all Luſt der veracht; Wenn mein Sinn zu 1 gericht, Die Erd mir graut ihh ihr nicht.. V 4. In was für Liebe ſebetn Die Liebe, ſo bezwungen dich, Dd 1 6 E detſelbet! e Ade fit nih Gide, Leben, did 5. Das titd rtündt Aus Le gr Sünd, Sabn gahr, wird dht und gar. V 6(s winſttt dlen In dich ſan tn. Nurdich, nud „Nun, was fll teſcht Erweck in nüht Ich trau und! Pi dich, mein Fei⸗ 3 Wenn ich m ich Und in den th, Die du fü m nit ein: Sollt nr mädig ſein? 9. Gnaͤdig eriſ ͤict Mehr zürnn. rericht Vas zurhe e. Nit mi h ejaht. 1l. Wewohlih. da din, So nim dn Streit. „l Mih did Se wir all Soutt, Aem Ziſe vm a, de k dnmen fann, d . en werd deſer Ed⸗ t de Jäl, ſ dern Jeſu Thels ict 8II1 11aöa 4—ͤIIͤö1— — achtn==Satans M 211.] ht laß micht 3 einem An End, ÜUm dieſen= Mein Seele 2 Dafüt⸗ iich dich preſa⸗ „Dankl= St: Du witſi G Frendigtiit — Fraudigi dir, a. Ruh und In mir DDban dih, „ Der dr— in Ein mſ den ein Herzalch gericht— Erd mir gu derſelben Früchten, Friede des Todes für mich ſtirbſt, Mir Gnade, Leben, Fried erwirbſt. e Das Herz wird ganz in mir a entzündt Aus Lieb zu dir und Haß il, da, zur Sünd, Sobald es deiner wird gewahr, wie du dich mir gibſt ganz und gar. M 6. Es wünſchet nur dich und allein In dich ganz tief zu ſenken mein; Nur dich, nur dich es haben will, Eh ruht es nicht, noch ſteht es ſtill. 7. Nun, was für Troſt und Zu⸗ verſicht Erweckt in mir der Glaube nicht? Ich trau und trotze ungeſcheut in Auf dich, mein Jeſu, allezeit. 8. Wenn ich im Glauben bei dir ſteh Und in die rothen Wunden ſeh, Die du für mich trägſt, fällt mir ein: Sollt mir mein Gott nicht gnädig ſein? 9. Gnädig er iſt, er kann, traun, nicht Mehr zürnen: Sein Sohn hat verricht, Was zur Verſöhnung nöthig war; Mit mir hat es nun kein Gefahr. 10. Wiewohl ich noch ein Sün⸗ der bin, So nimmt die Sünd doch Jeſus hin Und ſchenkt mir ſein Ge⸗ rechtigkeit, Hebt zwiſchen Gott und mir den Streit. 11. Bin ich durch ihn gerecht vor Gott, Iſt mir all Anklag nur ein Spott; Wenn Jeſus mich vertritt, „ eſu Ghrſt, us komm an, Der mich ſodann ver⸗ dammen kann. 12. Wenn ich mit Gott den Frie⸗ en hab, Des wahren Glaubens t ſich me etz zudeirt S wahr b ich n Jeſum delt Frucht und Gab, So ruh und ſeine m hen ſenkl! ſchlaf ich ſanft und ſtill Ins Vaters Schoß, will, was er will; 13. Und bin gewiß, daß kein Ge⸗ fahr, Kein Noth, Tod, ja der Teufel gar Von meinem Gott mich ſchei⸗ den werd, So lang ich leb auf dieſer Erd. tröſtet mich feſtiglich, Erb des Heils, Nicht Satans, dern Jeſu Theils. 433 15. Der Feind findt an dir keine Macht, Du wirſt bei Tag und Nacht bewacht Durch meinen und der En⸗ gel Schutz; Was dir begegnet iſt dein Nutz. 16. Gott iſt dein Vater; Bitt und ſchrei, Er läßt dich nicht, er ſteht dir ei; Verzag in deiner Schwachheit nicht, Was du nicht kannſt, er ſelbſt verricht. 17. Dein Seufzen allzeit Gott gefällt, Das gläubig zu ihm iſt ge⸗ ſtellt; Schweigt gleich der Mund, er hört die Bitt Seins Geiſtes, der dich wohl vertritt. 18. Ob dieſen Troſt ganz inner⸗ lich Mein Seel und Geiſt erfreuet ſich, Wenn Jeſu Name, Kraft und Geiſt So mächtig ſich in mir enwiiſt 19. Welch herrlich mächtig Kun Stück iſt Der Glaub an dich, Herr Jeſu Chriſt; Er machet heilig, freu⸗ digs Muths, Er ſchafft und wirket alles Guts. 20. Wer ihn nicht hat, der wird verdammt, Mit ihm die Heuchler alle⸗ ſammt; Und wer ihn hat, ſchon ſelig iſt, Er lebt und ſtirbt als wahrer Chriſt. 21. Drum Jeſu, ſtärke für und für Den wahren Glauben, daß ich dir Vertrau, dich lieb, dir leb und ſterb, So bleibt die Seligkeit mein Erb. und Freude im h. Geiſte. ₰ 22. So lang ich denn als Pilger werd Noch wallen hier auf dieſer Erd, So lange will ich deinen Ruhm Ausbreiten ferner um und um. 23. Wenn aber ſich das Leben ſchließt Und meine Seel ſich ganz ergießt In dich, Herr Jeſu, mit was Freud Werd ich dich lobn in Ewigkeit! M. J. C. Schade, g. 1666, ſt. 1698. In Jeſu Troſt gegen alle Feinde. In eigener Melodie. ch Jeſu, meiner Seelen 14. Denn, Herr, dein Geiſt ſelbſt 750. A zoſn, Mein Reich⸗ Und ſchreiet: Glaub nur thum, Du biſt ein Kind und Mein Heil wenn ich Mangel leide, in meiner Sündenlaſt, ſon⸗- Mein Anker, wenn mein Schiff will wanken, Mein Licht, wie kann — 7 ℳq 6 K — ——— — ——j 5—jj——ͤIZ8—8öZö—öoſſſ“ —— 1 4⁴⁴1 ich dir verdanken, Daß du mich ſo geliebet haſt?— 2. Ich armer Knecht, ich war mein Herr, du verloren Und du, me eerr, d wirſt geboren Und gibſt für mich dich in Gefahr. Ich war dein Feind, du kommſt gelaufen, Mein eben durch dein Blut zu kaufen, Das anders nicht zu retten war. 3. O Treu, die nicht iſt auszu⸗ ſinnen, Was ſoll ich Armer doch be⸗ ginnen, Der dieß nicht wohl begreifen kann? Doch wohl, ich habe feſten Glauben, Den ſoll mir auch der Feind nicht rauben Und lief er noch ſo heftig an. 4. Ich weiß, daß Gott mich hat erkoren, Daß mich ſein Geiſt hat neu geboren, Daß mir ſein Sohn geboren iſt. Ich weiß, Herr, daß du biſt mein Leben, Daß du auch biſt für mich gegeben, Ja, daß du auch mein Helfer biſt. 5. Schlägt Moſes ſeine Donner⸗ Flammen Um mein verdammtes daunt zuſammen: In dir, o Jeſu, ud ich Ruh; Muß ich mit Sünd und Hölle ſtreiten, So lauf ich, Herr, — auf deine Seiten Als meine ſtärkſte Vom Glauben und der Rechtfertigung und Jeſu lerne. Mein Herr und( verläßt mich nicht, Er iſt nend nicht ferne; Es mag mir woh übel gehn, So eilet er, mir beizuſte Mein Gott, mein Heil, mein git 2. Der Vater läßt mich me —⸗ allein, Weil er mich herzlich la Er kann nicht ferne von mirſt Weil er mir Jeſum gibet; E zu mir und ſteht mir bei, Dim⸗ ich außer Heuchelei An dieſen zi glaube. 3 3. Das hab ich von der Gue Wahl, Gott hat die Welt gltt Daß er ein hohes Liebes⸗Ml ſeinem Sohne gibet. Ich ut daß er mich nicht vergißt. d Gott liebt, deſſen Name iſt Himmel angeſchrieben. 4. Mein treuer Heiland ſtltt Bei dem ich Alles finde dm Mm ein, ſoll Nichts verloren ſein, allein die Sünde, Die ii tiefe Meer verſenkt, Daß dif i mehr an ſie gedenkt, Uni Leben habe. 5. Gott ſchenket ſich dat Welt, Und wir ſind Chriſtit Was er uns gibt und ihm 4 1 Feſtung zu. 6. Und kommt auch gleich der Tod geſprungen, Hat Jeſus doch für mich erungen Und durch den Tod den od verjagt. Was darf mir vor dem Tode grauen, Wenn ich durch ihn kann wirklich ſchauen, Was mir mein Jeſus zugeſagt? 7. Nun, Jeſu, laß mich an dir kleben, So bleibet dir mein ganzes Leben. Mit ſtets verbundner Treu verpflicht; Denn wer ſich hier mit dir verbindet, Der lebt, obgleich ſein Leben ſchwindet, Und ſtirbet auch im Tode nicht. Chr. Knorr v. Roſenroth, g. 1636, ſt. 1689. In Jeſu gewiſſe Zuverſicht nicht verloren zu werden. Mel. Allein Gott in der Höh. 751. A er ch, ſeht, was ich für Recht Schluß: Wer glaubt, und Licht Von meinem verloren. 2 Das geben wir ihm wiedet, dit uns als ſein Eigenthun, Uft iſt Gott ein ewger Ruhm, Me die Seinen ſchützet. 6. Drum, Tod betrübt, ſingen; Alſo hat ie M liebt; Das kann den Feind he gen. Wo Jeſus bleibt, da hi wir, Sein Leben iſt ſchon gut di Daß uns kein Tod kann ſchit 7. Gott helfe nur durch ſe Geiſt, Daß ich von Herzen Und in der Hoffnung 1 1 Gott die R 8 4* allerme ſeinem Worte bleibe. Ich ſi gewiſſes Theil Und will in andern Heil Ein ewig Leben 8. Drum wenn ich heute Gott Nichts, als vin e, laub f Ich g dereehen 1. ſe de Ve Dett muß, So ſchallt in meinen 9 ſinntt in, Dum ean fin Und eblg, N. Ehr. Weiſe Süßt eudüit Mal. Babt ul tin 5) A. 7)2. udön Ins erzihet hat da tum erennt! rder nennt, Dr m aöbubdGläffetilbe Dieß zwan dei A Die uns fü Gch id haſſet, würſt A Amn neint, ſie diewede ſeakeet Gttuit eent ſie auch niätſ Indeſſen lmes dem uns die biſ dunmehr gedeitt 7 Kal wir ſtehn me Dr rühmen unza D wit des Häcſt „4. 8o Jemand ſut 1 dd tragen Got im. der Feind lUwſ un Barmherzigät Ads Gottes⸗Kid Keit ggiint. e5 dem wir di Sümat den ech gen nach da ſid geem, In ülm auem Wir perye nm enn ung. 8. Walt dun h der Rei — — — ““ 4 — r u 5 Me 1 zu m daß igung uh Jeſu*—. — 6 verläſſ ch B4* n nicht. übel— So eil —“p mein — — — ‿ — — S — glauh und 3. Wah Daß ſeinen — — hab ich von w ott hat den hohes Aee ohne gibe daß iich nicht u Gott, deſſen Am Himn gaeſchrieben. 4. 2n treuer Halu ein, 1n iem ich Allef ſoll„e&☛᷑ verloren ſih allein= Sünde, N ⸗ tiefe„ verſenkt, di 8 mehr m rie gedenk, 1 t r gen. J Leben 2n. 5.—t ſchenket ſih Welt wir ſind Gm Was=ns gibt um DasIu wir ihm wid uns=iin Gigenthun iſt G= n emger Nuhn die Gn ſchütet. 6.= m, wo uih Tod ¾. bt, So wit ſinget ſo hat Got liebt== kann den eſus blett wir,= ben it ſtu 8 - Und Hoffnunga ſeinet Aree blebe 9 gewiſ- anden All Ein ewi =m wem muß.= ſch Nicht als da 3 Schi= Wer ln verlon a Und meint, ſie diene damit Gott Denn 1 gen nach, So ſind wir in ihm an⸗ Zeit Die Erben wahrer Seligkeit. Kraf Von unſrer Kind⸗ und Erbe⸗ a Geiſt Gott Abba, lieber Vater, heißt, 7. 4 Daß wir in voller Zuverſicht Zu Geiſt— ih ich un ihm hintreten an das Licht. ſer an, Wenn unſer Mund nicht be⸗ heil Umn ten kann, Vertritt uns auf das Aller⸗ beſt, Wenn er die Seufzer gehen läßt, ven Die Gott verſteht, obgleich der Mund Welt Und trachten nach dem Him⸗ derſelben Früchten, Friede ſtimmet ein, Drum werd ich unver⸗ loren ſein Und ewig, ewig leben. M. Chr. Weiſe, g, 1642, ſt. 1708. Süße Kindſchaft bei Gott. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 75 R 752. Aunſehanadalche Wieh uns erzeiget hat, der uns ſein Eigen⸗ thum erkennt Und Würmer ſeine Kinder nennt, Der uns Unwürdigen aus Huld Erläſſet alle Sünden⸗Schuld. 2. Dieß zwar verſtehet nicht die Welt, Die uns für Gottes Feinde hält Und haſſet, würgt, belegt mit Spott ſie erkennet Gott nicht recht, Drum kennt ſie auch nicht ſein Geſchlecht. 3. Indeſſen kann es ſchaden nicht, Wenn uns die böſe Welt anſicht; Nunmehr gedeiht es uns zu Gut, Weil wir ſtehn unter Gottes Hut. Wir rühmen uns auch in der Pein, Daß wir des Höchſten Kinder ſein. 4. So Jemand fluchet, ſegnen wir Und tragen Gott im Beten für, Daß er der Feind Unwiſſenheit Vergebe nach Barmherzigkeit; Wie denn ein jedes Gottes⸗Kind Iſt ſeinem Vater gleich geſinnt. 5. Wenn wir denn alſo Kreuz und Schmach Dem Sohne Gottes tra⸗ genehm, In allem guten Werk be⸗ quem Wir werden ſchon in dieſer Dann zeuget Gottes Geiſtes⸗ t, Durch welches Zeugniß unſer 7. Der nimmt ſich denn auch un⸗ or ihm ſie nicht kann machen kund. 8. Durch ihn verachten wir die und Freude im h. Geiſte. mels⸗Zelt, Das droben für uns ſteht bereit, Zu wohnen da in Ewigkeit; Daß unſre Hoffnung wird erfüllt Und unſer ſehnend Herz geſtillt. 9. Iſt denn für uns der große Gott, Was ſcheuen wir denn noch den Tod? Iſt Gott, für uns, der uns losſpricht. Was kann denn übri⸗ ges Gericht? Wer iſt, der uns von Gott abtrennt, da Gott vor Liebe zu uns brennt? 10. So bleibt es, daß Gott un⸗ ſer Freund Und wir deſſelben Kin⸗ der ſeind; Zwar iſt es noch erſchie⸗ nen nicht, Was wir vor Gottes An⸗ geſicht Dort werden ſein in Ewig⸗ keit Und was uns allda ſei bereit; 11. Doch aber wiſſen wir gewiß, Daß dieſes einſt erſcheinen müß, Daß wir in Gottes Freuden⸗Reich Sind ihm und ſeinen Engeln gleich, Weil da ein jeder Glaubens⸗Mann Ihn, wie er iſt, wird ſchauen an. 12. Drum, Vater, preiſen wir aufs Beſt Dich, der du uns dieß wiſ⸗ ſen läßt. Wir bitten, gib uns dei⸗ nen Geiſt, Der uns die rechten Wege weiſt; Darauf wir zu dir, Vater, gehn Und vor dir ewiglich beſtehn. D. H. G. Neuß, g. 1654, g. 1716. Gottes Vater⸗Herz. Mel. Ach, was ſoll ich Suünder. 753 A* wie groß iſt deine . Gnade, Du getreues Vater⸗Herz, Daß dich unſre Noth und Schmerz, Daß dich aller Men⸗ ſchen Schade Hat erbarmet väterlich, Uns zu helfen ewiglich! 2. Du haſt uns ſo hoch geliebet, Daß der Menſch von aller Pein Frei, ſoll ewig ſelig ſein, Daß dein Sohn ſich ſelbſt hingibet Und beruft uns all⸗ zumal Zu dem großen Abendmahl. 3. Ja, dein werther Geiſt bezeu⸗ get Durch die Tauf und Abendmahl Unſer Heil im Himmels⸗Saal, Der die Herzen zu dir neiget, Weil er uns den Glauben ſchenkt, Daß uns Sünd und Tod nicht kränkt. 445 Cͤͤ 3———— —1——— 446 Vom Glauben und d 4. Weil die Wahrheit nicht kann lügen, Will ich dir Vertrauen feſt, Weil du Keinen nicht verläßt; Weil dein Wort nicht kann betrügen, Bleibt mir deine Seligkeit Unver⸗ rückt in Ewigkeit. 5. Lob ſei dir für deine Gnade, Du getreues Vater⸗Herz, Daß dich meine Noth und Schmerz, aß dich auch mein Seelen⸗Schade Hat er⸗ barmt ſo väterlich! Drum lob ich dich ewiglich. O. J. Olearius, g. 1611, ſt. 1384. Joh. 3, v. 16. Mel. Wer nur den lieben Gott. 7 5 4 Alo hat Gott die Welt 3 t. geliebet, Daß er ſein eingebornes Kind Für Alle zur Ver⸗ ſöhnung gibet, Die der Verdammniß ſchuldig ſind: Wer glaubt, der ſoll von Sünden rein Und jenes Lebens Erbe ſein hat G f„2. Alſo hat Gott auch mich ge⸗ liebet Und liebt mich dieſe Sunde noch; Ob mein Gewiſſen mich betrü⸗ bet, Ach, ſo erfreut mich dieſes doch: Ich habe Chriſti theures Blut, Das macht mein Böſes alles gut. 3. Ich weiß, der Sünden meiner Jugend Gedenkt mein frommer Gott nicht mehr. Ach, ich verließ den We der Tugend Und alle Laſter liebt ich ſehr. Nun, Alles iſt mir herzlich leid, Ich ſuche blos Barmherzigkeit. 4. Zwar will Gott ins Gerichte gehen, So bin ich ein verlorner Knecht; Wie könnt ich doch vor ihm beſtehen? An mir iſt Alles ungerecht; Doch das iſt meine Zuverſicht: Wer glaubet, der wird nicht gericht. 5. Gott ſiehet ja nicht an die Sünden, Ob man derſelben viel ge⸗ than; Viel Schuld ſoll viel Verge⸗ bung ſinden, Nur Reu und Glauben ſieht er an; Reißt gleich die Sünde mächtig ein, Soll doch die Gnade mächtger ſein. 6. Ei nun, ſo rücke mi Teuf „ſo ir der Teufel ſchuldt, Zu liegen Nur immer meine Gräuel für, Mein.. 5 er Rechtfertigung und mir Nach meiner 7. nicht; Mein Jeſus wird mir Ne geben. Was meiner Schwachhetn⸗ gebricht. Ich habe Nichts, dot allein Soll Alles mir in Allem e 8. So ruhet mein erſchrech = Friedr. Chriſt. hennt Joh. 3, v. 16. Und ſpricht: Gott handelt nicht m er Sünd und Mi that, Weil Chriſtus ſie gebüßet ſe Auf dieſen Glauben wil leben, So ſterb ich auch und ande wiſſen, So hat mein Geiſt getrte Muth. So will mich Gottes de küſſen, So wird mein End undit gut. Das iſt mein Troſt und a den⸗Licht: Ich laſſe meinen Pinn t Oder: Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſen In eigener Melodie. 75 5 3 lſo hat Gott we ‿. geliebt, Daß nm p ſeinen Sohn gegeben, Glauben ihm ergibt, De ewig mit ihm leben: War daß Jeſus ihm geboren, ewig unverloren: Und iſt in das den betrübt, Den Gott itie ſein Jeſus liebt. 2. Nun bin ich auch ein Git Welt Und glaube feſt undit Zweifel,: Daß mich mein Rei⸗ Berhen hält Und ſchützet wine feufel, Daß ich zum Leben We nommen Und der Verdamm entkommen: Und iſt kein vi den betrübt, Den Gott und alch Jeſus liebt.„, 3. Hat mich der Satan ſo deiſt Daß ich in Sunden din geiln Daß Gottes Zorn mich bilig n Und Höllen⸗Gluthen auf mic — Und iſt kein Leid, das de e Den Gott und auch 4. Ich habe zwar den d in der 9 Doch hat menn e — Rachen;:“: Herz iſt frei von Angſt und Zweifel mir Geduld Und will mich— h ve⸗ So kann ich doch beſtändn 9 Mir ſtehet Gottes Himme 18 derelben cüg machen Lil tederben, Jch ſol eben. Und in kein deriit Den Gott is liebt. 3 Fommt Kum ran und Ach 1 nit Maht erſicen, nict dn ärgien nih iberall nnud dw alergrüßt; Led ömmel richt cöſced dd, das den ber und auch ſein Feiws 6. Zwat Felk, J At Sind wider nit en.„ Emn a dſt Und ſind geom ſen, Doch kang wit ſden, Gott iit nenen Nöthene d de nich betüll, ach ſein Jefus het J. Gjſchrect ma iiht, Vot welhm: ehen, ⸗ Welmi nc Js ſla dhen, Doch nid y nüt richten, Gi. Annden ſchichen. do wich betült auh ſn Jeus . ſält euid in Ud vil 3 d der Re= n Und ſſ. mir JR Got ma⸗ that, 7 — leben,=e den,= Jterb ich an 4 ucn nicht Tn Jeſus 1 1 — „geben h gebrig h allein= Alls .uhet men ai 1 1 Friedt d lt d detn. Neumeiſter, 4 n 1 Joh. 3, d l 1— eigener Moh 875 Tlſo hat on N= geliebt, a ſeinen= 4 gegeben, de Glaul⸗ Im ergit, d 1⸗ ewig*☛ ihm leben. A . 2 3 4 1: daß Iu Aihm geboren, s ewig r. loren: Und ſf das rrlbt, Dan Gt er ſein us lebt. tt 2. ua bin ich auchn g Welti— glaube fif⸗ h Zweiſf. Daß mihm d, Herzei t Und ſchhet Teufs ßß ich zum le te nomn and der Nan er entkot: Und it in m den—t, Den Gotu t. Jeſus er 8 3. xrich der Sumi Daß Sünden h 5s Zoct nih dß s 8 9 nd„Gluthen un e. So aihh doch beſt en Mir ſi ¹ Gotts Im e Und n Ed, Wn „ 7 „ de Und b 29 de Den 1 und auch ſu 4. habe und l(ſchulz i lexan n 5 Doch hat nl gen,:, 1. derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. ſelig machen, Will meine Seele nicht verderben, Ich ſoll ſein Paradies er⸗ erben: Und iſt kein Leid, das den betrübt, Den Gott und auch ſein Jeſus liebt. 5. Kommt Kummer, Jammer Kreuz und Noth Und wollen mich mit Macht erſticken,:,: Ich fürchte nicht den ärgſten Tod, Gott will mich überall erquicken; Mich kann das allergrößte Leiden Von ſeinem Hindel nicht abſcheiden: Und iſt kein Leid, das den betrübt, Den Gott und auch ſein Jeſus liebt. 6. Zwar Feuer, Waſſer, Erd und Luft Sind wider mich mit ihren Kla⸗ Ein Jedes Gott zur Rache ruft Und ſind geſonnen, mich zu pla⸗ gen; Doch kann mich keines ſchädlich tödten, Gott hilft mir aus, aus meinen Nöthen: Doch iſt kein Leid, das mich betrübt, Den Gott und auch ſein Jeſus liebt. 7. Erſchrecket mich auch das Ge⸗ richt, Vor welchem ich nicht kann be⸗ tehen,: Weil mein Gewiſſen ſelber ſpricht, Ich ſoll zu den Verdammten gehen, Doch wird mein Jeſus mich nicht richten, Sein Blut wird meine Sünden ſchlichten: Und iſt kein Leid, das mich betrübt, Den Gott und auch ſein Jeſus liebt. 8. Fällt endlich gar der Himmel ein Und will die Erde mich nicht tragen,:,: So wird doch Gott mein Himmel ſein Und mir die Stelle nicht verſagen, Bei ihm in Ewigkeit zu beiben, Mich wird kein Feind von ihm vertreiben: Und iſt kein Leid, das den betrübt, Den Gott und auch ſein Jeſus liebt. 9. So bleib ich nun ganz unver⸗ letzt, Weil Gottes Liebe mich bedek⸗ ket,:,: Wenn gleich Tod, Teufel an mich ſetzt Und mich der Höllen Schlund erſchrecket; Was grauſam iſt, das muß verſchwinden, Ich aber doch ſ den Himmel finden: Und iſt kein Leid, das mich betrübt, Weil mich mein Gott und Jeſus liebt. M. Sal. Liskov, g. 1640, ſt. 1689. 447 IJoh. 3, v. 16. Mel. Ermuntre dich, mein. 7 56 lſo hat Gott die Welt 4 geliebt, Das merke, wer es höret, Die Welt, die Gott ſo hoch betrübt, Hat Gott ſo hoch geehret, Daß er ſein eingebornen Sohn, Sein eingen Schatz, die einge Kron, Das einge Herz und Leben Mit Willen hingegeben. 2. Ach, wie muß doch ein einges Kind Bei uns hier auf der Erden, Da man doch Nichts, als Bosheit ſindt, So hoch geſchonet werden; Wie hitzt, wie brennt der Vater⸗ Sinn, Wie gibt, wie ſchenkt er Alles hin, Eh als er an das Schenken Des Eingen will gedenken! 3. Gott aber ſchenkt aus freiem Muth Und treuem, mildem Herzen Sein einges Kind, ſein ſchönſtes Gut In mehr, als tauſend Schmerzen. Er gibt ihn in den Tod hinein, Ja in die Höll und ihre Pein; Zu unerhörtem Leide Stößt Gott ſein einge Freude. 4. Warum doch das? Daß du, o Welt, Frei wieder möchteſt ſtehen Und durch ein theures Löſe⸗Geld Aus deinem Kerker gehen; Denn du weißt wohl, du ſchnöde Braut, Wie, da dich Gott ihm anvertraut, Du wider deinen Orden Ihm allzu un⸗ treu worden. 5. Darüber hat dich Sünd und Tod Und Satanas Geſellen Zu bittrer Angſt und harter Noth Beſchloſſen in der Höllen. Und hier iſt gar kein andrer Rath, Als der, den Jott ge⸗ eben hat: Wer den hat, wird den Hau⸗ dn Der höllſchen Feind entlaufen. 6. Gott hat uns ſeinen Sohn ver⸗ ehrt, Daß aller Menſchen Weſen, So mit dem ewgen Fluch beſchwert, Durch dieſen ſoll geneſen; Wen die Verdammniß hat umſchränkt, Der ſoll durch den, den Gott geſchenkt, Erlöſung, Troſt und Gaben Des ewgen Lebens haben. 7. Ach, mein Gott, meines Lebens 448 Grund, Wo ſoll ich Worte fin⸗ den? Mit was für Lobe ſoll mein Mund Dein treues Herz ergründen? Wie hat doch können das geſchehn? Was haſt du an der Welt erſehn, Daß, die ſo hoch dich höhnet, Du ſo gar hoch gekrönet? 8. Warum behielſt du nicht dein Recht Und ließeſt ewig preſſen Die⸗ jenge, die dein Recht geſchwächt Und freventlich vergeſſen? Was hatteſt du an der für Luſt, Von welcher dir doch war bewußt, Daß ſie für dein Verſchonen Dir ſchändlich würde lohnen? 9. Das Herz im Leibe weinet mir Vor großem Leid nnd Grämen. Sünd und Miſſethat Will gii Wenn ich bedenke, wie wir dir So gar ſchlecht uns bequemen. Die Meiſten wollen deiner nicht, Und was du ihnen zugericht Durch deines Sohnes Büßen, Das treten ſie mit Füßen.— 10. Du, frommer Vater, meinſt es gut Mit allen Menſchen⸗Kindern, Du ordneſt deines Sohnes Blut Und reichſt es allen Sündern, Willſt daß Sie mit der Glaubens⸗Hand Das, was du ihnen zugewandt, Sich völlig zu erquicken, Feſt in ihr Herze drücken. 11. Sieh aber, iſt nicht immer⸗ fort Dir alle Welt zuwider? Du baueſt hier, du baueſt dort, Die Welt ſchlägt Alles nieder; Darum erlangt ſie auch kein Heil, Sie bleibt im Tod nnd hat kein Theil Am Reiche, da die Frommen, Die Gott gefolgt, hinkommen. 12. An dir, o Gott, iſt keine Schuld, Du, du haſt Nichts verſchla⸗ fen; Der Feind und Haſſer deiner Huld Iſt Urſach deiner Strafen, Weil er den Sohn, der ihm ſo klar Und nah ans Herz geſtellet war, Auch einzig helfen ſollte, Durchaus nicht haben wollte. 13. So fahre hin, du tolle Schaar! Ich bleibe bei dem Sohne: Dem geb ich mich, deß bin ich gar, Und er iſt meine Krone. Hab ich den Sohn, Vom Glauben und der Rechtfertigung und ſo hab ich gnug, Sein Kreuz und Leiden iſt mein Schmuck, Sein Ang iſt meine Freude, Sein Sterlas meine Weide. 14. Ich freue mich, ſo ot undin Ich dieſes Sohns gedenke: Diß — —— —— mein Lied und Saitenſpiel, Wem mich heimlich kränke, Wenn me — — — —= 3 * 1 — — — ſein, als Gottes Gnad, Und n mir meinen Glauben Mein Herz will rauben. == 1 15. Ei, ſprech ich, war mir da ——— 8 3 3 geneigt, Da wir noch Feinde wan So wird er ja, der kein Recht beu Nicht feindlich mit mir fahra ſt jetzo, da ich ihm verſühnt, Dau m ich Böſes hab verdient, Sein ea der Nichts verſchuldet, So vilt mich erduldet. 16. Fehlts hier und das Giin verzagt! Laß Sorg und K. ſchwinden: Der mir das Größt verſagt, Wird Rath zum finden. Hat Gott mir ſein geſchenkt Und für mich in dan geſenkt, Wie ſollt er, laßt mie ken, Mit ihm nicht Alles ſtate 17. Ich bin gewiß und drauf Nach meines Gottes M Mein Kreuz und ganzer Lebensii Wird ſich noch fröhlich ſtillen i ᷣ‿ hab ich Gott und Gottes Sohnit dort bei Gottes Stuhl und Am Da wird fürwahr mein Lhei ewgen Freuden ſchweben. Paul Gerhard, g. 1606, ſt ll Kürzer. Joh. 3, v. 16. betrübt, Daß wir nun ewig lebele Gott, wie groß iſt deine Lic,2 kein Menſch kann von Herzen de ermeſſen, O Herr, deine Gnade H Daß wir dieß nicht vergeſſen Mel. Ich ruf zu dir, Herr S 4 lſo hat Gott die Un 757. A geliebt, daßenh 1 hat geben, Sein lieben Sohnnd derälben 2 Gbriſtus hat u traht Ohn aler J gllein dr Glube ale unſee Werke. De n Jeun Ghüt, D Aben. Mertt cher kin Glaube i R ſeig werden. 4 Wer nitt ge terdammt, As Gr ſagen, Ewig uWt G ſhämt, Wer koßt Glauben, An ihu geglagt, Kann ach den, Liegt gefumgen, eGnad, c in 4 Wer gläubigb de ſch knnt Vor allerett rid er auch m tc dott mit Ehr ber enen Seinet M dar Nreud wid ſen der Rechtt= ung un 9 hab Leiden ſm un S 1 iſt meicx Sümuü meine. mem d S. 66. mi Sal mich het y dutet Sünd— Miſſet ſein, al O ttes ſjc A mu— Glauben me Herz wi— iben. R 9. 1 ech geneigt,* wi der Nigh- af mich eren. 16.—. hier und ui verzagtſ== Sang m ſchwinde verſagt,——d Rath zm finden..„Gott mir ſen geſchenh für mich i geſenkt,= ſollt er, laßte ken, Miſ i nicht Als 17. 1oin gewiß m drauf 4 Mein Ki⸗unnd ganzer h Wird ſii h fröhli ſi⸗ hab ich m und Gottes e⸗ dort bei⸗= es Stuhl m Da wiſ rwahr meng ewgen= n ſchweben ul Gerhard,„ l Kürzer. h. 3, v. 16. Met— uuf zu dir bm —— ſo hat Goti 7 57— anm hat gebz ein Üäben t betrübt, 3 une Gott, p. 0 Mp. kein Me⸗= Eann 5 1. ermeſſen— un Daß wi= u at. er mir dasi ENreines Gotez dig glaubt an ihn, Hat derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. 2. Chriſtus hat uns den Himmel bracht Ohn aller Allein der Glaube 449 V 4. Darum ſelig iſt, der gläubet An Menſchen Stärke; den theuren Gottes⸗ Sohn Und bei ſelig macht Ohn ihm beſtändig bleibet; Wie auf ihn alle unſre Werke: Darum wer gläubt die Väter ſchon Ihre Hoffnung auch an Jeſum Chriſt, Der hat das ewge geſetzt Und an ihm ihr Herz ergötzt, Leben. Merkts aber eben: Denn wo Darum auch aus ihrem Orden Je⸗ kein Glaube iſt, Mag kein Menſch dermann iſt ſelig worden. ſelig werden. 5. Dieß iſt aber das Gerichte Und 3. Wer nicht glaubt, der iſt ſchon der Welt ihr Untergang, Daß ſie zu verdammt, Als Chriſtus ſelbſt thut dem hellen Lichte Sich nicht kehren ſagen; Ewig vor Gott muß ſein be⸗ will mit Dank, Das doch wendet ſpät ſchämt, Wer trotzt auf Werk ohn und früh Seinen Gnaden⸗Glanz auf Glauben, An Leib und Seel wird er ſie; Sie will nicht vom Böſen laſſen, geplagt, Kann auch kein Ruh erlan⸗ Drum pflegt ſie das Licht zu haſſen. gen, Liegt gefangen, Ohn alle Got⸗ 6. Wer das Arge thut mit Freu⸗ tes⸗Gnad, Ewig in Todes⸗Banden. den, Der iſt auch des Lichtes Feind, 4. Wer gläubig bleibt bis an ſein Daß er nicht darf Strafe leiden, Weil End, Der wird gwiß ſelig werden. die Werke böſe ſeind. Wer die Wahrheit Wer Chriſtum frei ohn Furcht be⸗ liebt und übt Und der Tugend ſich er⸗ kennt Vor aller Welt auf Erden, Den gibt, Der läßt ſeine Werkeſehen; Denn wird er auch im höchſten Thron Vor ſie ſind in Gott geſchehen. J. H. Gott mit Ehr bekennen Und ihn nennen Seinen Mit⸗Erben ſchon: Ermunterung, Chriſti Gerechtig⸗ Der Freud wird ſein kein Ende. keit zu ſuchen. Mel. uf, auf, o Menſch! Es 759.—d iſt nun Zeit, Zu ſuchen die Gerechtigkeit, Die Chriſtus hat erworben, Der durch ſein Blut Gema⸗ Welt, Daß er ſeinen Sohn dir gibet ſchet gut, Was Satan hat verdorben. Als das theure Löſe⸗Geld, Auf daß 2. Du warſt des Schöpfers ſchön⸗ du und Jedermann, Der ihn faßt mit ſtes Bild, Mit Lieb und Licht von Glauben an, Nicht mit dem verdamm⸗ ihm erfüllt, Als er dich erſt formirte ten Haufen Dürfe nach der Hölle Und ſeine Hand In ſolchen Stand laufen. Dich einer Braut gleich zierte. 2. Sondern, daß er ewig lebe Und 3. Doch ſieh, wie durch der Schlan⸗ in Freuden ohne Zahl Mit und bei den gen Liſt Du bald darauf gefallen Engeln ſchwebe Vor dem Herrn, frei biſt Aus dieſem ſchönen Orden, Wie ohne Qual; Denn Gott hataus ſeinem du ganz blind Und voller Sünd Thron Darum nicht geſandt den Sohn, Zum Scheuſal biſt geworden. Daß er ſoll die Menſchen richten Und 4. Da liegſt du nun in deinem verdammen: Nein, mit Nichten! Blut, Getrennt von Gott, dem höch⸗ 3. Vielmehr ſoll er ſelig machen ſten Gut, Und deſſen Licht und Leben, Jedermann, der ſich bekehrt, Und Der dir dafür, Das ſich aus des Teufels Rachen Herzlich Todes Lohn könnt wünſchet und begehrt. Wer beſtän⸗ 5. Sch das Leben an, Den zum Gewinn: Wer nicht glaubet, der Mann, Jeſum, 3— müſſen Vor Gerichte ſtehn und V ter, Der ſelbſt für dich Geopfert ſich, üßen. Joh. 3, v. 16— 21. In dich hab ich gehoffet. Mel. Freu dich ſehr, o meine. b Alſo hoch hat Gott gelie⸗ 758. A bet Dich, du arge böſe glaube mir, Des 29 450 Vom Glauben und der Rechtfertigung und 6. Geh hin und falle ihm zu Fuß ſag ihm deinen Jammer, Schreie in Und ſprich in wahrer Herzens⸗Buß: V um Hilfe an. Er ſteht dir bei: in Herr, tilge meine Sünden; Denk dich alle Menſchen haſſen, Kann um nicht daran, Was ich gethan, Ach, 7. Bringſt du ein recht zerknirſch⸗ tes Herz, Das ſeiner Sünden Qual und Schmerz Empfindt und mit Ver⸗ b u flieht Und den an⸗ der deiner werth! Dein Jeſus ſ 9 trauen Zu Jeſu flie t. ein Je dir fort nicht grauen. Der um dich ſo treulich wirbet ln ſieht, So darf 8. Dieß Opfer iſt Gott angenehm, für dich aus Liebe ſtirbet; Drunm Und dir iſt es dann recht bequem, ſein biſt. An Chriſti theuren Schätzen, Die 6. Auf, hinauf, was droben ſui ſeine Treu Dir ſchenket frei, Dich(Teuche ded lein dahi Won innig zu ergötzen. Jeſus; ſonſt verſlu e Allen ſchnadn 9. Beſſelben rein und theures Blut, Sunden ⸗Sinn. Zum Hinl So er vergoſſen dir zu Gut, Wird Welt und Erde muß verſchwite heilen deine Wunden; Dieß iſt der Nur bei Jeſu iſt zu finden Diit Saft, Der Heil und Kraft Dir gibet Ruh. M. J. C. Schade, g. 16 ſt alle Stunden, Menſch, d 10. Drum auf, o Menſch, denn 5 3 der es iſt Zeit, Geh, ſuche die Gerechtig⸗ Braut⸗Stand der Kinder(it Deine Sinne von der Erd, Schwing dich, dem zu ergeben, Was dui V 1 näg, Mafhis wind er dich nicht laſſen, Das glaub⸗ laß mich Gnade ſinden!. V V 5. Hoch, ſo hoch du kannſt erhehn keit, Die Chriſtus dir erworben, So Hoſea 2, v. 19. 20. kommeſt du Zum Fried und uh Und bleibeſt unverdorben! Mel. Es iſt das Heil uns koi 761. An . tes Lamm, Hut Geiſtlicher Friede und Freude. um, M licher Friede 4 5 zur Braut erwählet, Er hatſit 14 ¹ In eigener Melodie. als Bräutigam, O Gnade, ſit 760 Aur hinauf zu deiner mählet. Er brennt vor Lebe 8 Freude, Meine Seele, dich, Sein heilig Herze ſehnt h Herz und Sinn; Weg, hinweg mit Nach deiner Gegen Gihen 4 Hi urze N deinem Leide, Hin zu deinem Jeſu 2. Er liebet nicht auf Ruzite hin! Er iſt dein Schatz, Jeſus iſt dein Nein, ſo iſt nicht ſein Lieben,Ret eigen Leben; Will die Welt kein Ort an dir in Ewigkeit Recht treneti dir geben, Bei ihm iſt Platz. üben. Bleib du ihm auch i de 2. Fort, nur fort, ſteig immer treu Und augenblicklich ſie eine weiter In die Höh zu Jeſu auf; An, Sein Lieben wird nicht wanbn hinan die Glaubens⸗ Leiter Klettre 3. Er will ſich in Gerebiß mit geſchwindem Lauf! Gott iſt dein Mit dir nach Wunſch verteumne Schutz, Jeſus bleibet dein Beſchirmer iſt ohn Unterlaß bereit, Tur 9 6 Wider alle Seel⸗Beſtürmer Und bietet anzuſchauen; Er meint 5 ſch Gerehit Trutz. 3. Feſt, fein feſt dich angehalten die dich Als dein Gewa An die ſtarke Jeſus⸗Treu! Laß bha laß dir B du Gott nur walten, Seine Güt iſt täg⸗ Und Gnade zu beweiſeni 8 d ollke den 4 lich neu; Er meints recht gut: Wenn was dein Herz erfreut, Wit if die Feinde dich anfallen, Müſſen ſie Manna ſpeiſen. er ihnwe zurückeprallen; Hab 18. tärkt und 1 3 p Hab guten Muth bet, hat es gut, Gn 3 Un ſw „4. Ein, hinein in Gottes Kammer, Sinn und Muth, Die dir Jeſus aufgethan! Klag und Himmel. 4 rrſehn du knnſt af verppricht, geſ 6. Du wirti huth Als daler Auchſelbſt derſch dch nicht voti pid er dich zu Ab ſeine Braut hiſccmückt un 7. Ach, Secle, dr dich herzih den zum Gißent Gnade übet., ſch Bruſt, Und lißd Luſt Der eitlen I „8. Ach, zudd Dich inniglig g tets meiden, wis nem Thun betü Seel und Sinmn ganz ergeben Un verbleibe. Nreudigkeitn. . Nal. Erſcim 88.T haſſen,g en, de Dan 1 hoch du ien. Deine— von der Ch dich, da; e eben, Aa der deit erth! Ten für dich as Liehe ſtibe ſein biſt 6. A aanf, was dn Trachte—allein duhn Neſus; verfluche Ala Sünden Dm. Welt u Nur bei=eiſt zu fudad „ U Zum Fa de muß 1 duh. C. Scthade, l Braut⸗. der Kunn = 2, v. 10. 4 Mel.= das deil uk 761— u, Seele— = tes Lanm. zur Br’= awählet, Erſt als Brit km, O Gnad mählet. brennt vor g dich, Sre eilig Herx Nach d⸗= Gegen⸗Aihe 2. G it nicht af h Nein, ſti ücht ſein lütn an dir oigkeit Recn üben.„ du ihm ali treu U ugenblicih Sein— t 3. GAl ſich in be Mit dit= Wunſchun⸗ iſt ohn n laß beut d mzuſcht ☛ Er meint 6 anzuſchät Eir ſchentet LA'elbſt zur die dich= ein Gewung atan dir bm Und Gzu deeiene was dei ze der nn Manna ⸗n. tüts det, hat= tl, ch 9 Sinn u Auh R Himmel Geſchmückt und für, 5. Du darſſt dich ſeiner Liebes⸗ Brunſt Im Glauben nur vertrauen, Du kannſt auf ſeine große Gunſt Mehr, als auf Felſen bauen; Er iſt die Wahrheit und das Licht, Er weiß von keiner Falſchheit nicht, Was er verſpricht, geſchiehet. 6. Du wirſt ihn erſtlich in der Noth Als deinen Herrn erkennen, Auch ſelbſt der ſchreckenvolle Tod Wird dich nicht von ihm trennen; Dann wird er dich zum Himmels⸗Saal, Als ſeine Braut, zum Hochzeits⸗Mahl berrlich führen. 7. Ach, Seele, liebe wiederum Den, der dich herzlich liebet; Ergib dich dem zum Eigenthum, Der an dir Gnade übet. Ach faß ihn tief in deine Bruſt, Und laß dich nicht die ſchnöde Luſt Der eitlen Welt verleiten. 8. Ach, zünde mich, o Deſu an, Dich inniglich zu lieben; Laß mi ſtets meiden, was dich kann In mei⸗ nem Thun betrüben. Nimm meine Seel und Sinnen hin, Daß ich dir ganz ergeben bin Und deine Braut verbleibe. R. Oetling. Freudigkeit in Jeſu Wunden. Mel. Erſchienen iſt der herrlich. 2 Mrich durch, mein ange⸗ 762. B fochtnes Herz, Brich durch den innern Seelen⸗Schmerz; Komm, ſchaue deinen Bräutigam, Den Gnaden⸗Brunn, das Gottes⸗ Lamm, Am Kreuzes⸗Stamm. .2. Dein Jeſus reicht die Arme dir Und legt dir Ruh und Leben Die Krone der Gerechtigkeit, Der Zugang, der uns iſt bereit Zur Seligkeit. 3. Sei nur getroſt und ringe recht, Durch Ringen wirſt du Gottes Knecht, Denn aller Anfall lehret dich, Wie manin ihm ganzritterlich Bewaffne ſich. 4. Die Wunden reicht dir Jeſus zu Zur Sicherheit und ſüßen Ruh, Darin der Zuflucht finden kann, Der ihn im Glaubet ſiehet an, Den Wunder⸗Mann. derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. 5. Hier iſt die Burg für alle Noth, Die Gegen⸗Cur für Höll und Tod, Die Quell, daraus das Leben quillt, Das Meer, ſo Durſt und Hunger ſtillt, Mit Gnad erfüllt. 6. Stürmt auf uns die Verſuchung los, Wohlan, wir treten zu ihm blos, Da ſtärkt uns unſer Jeſus Chriſt, 3⸗ nur das Herz aufrichtig iſt, Zu aller Friſt. 7. Nun, ſüßer Jeſu, meine Ruh, Ich eile deinen Wunden zu; Mein Her, und Glauben läßt dich nicht, Bis auch dein theures Gaden⸗Licht In mir anbricht. 3 8. Mein Herz empfindet Sturm und Wuth, Auf allen Seiten ſtrömt die Fluth, Ich fühle ſtets der Sün⸗ den Pfeil; Drum ich zu dir im Glau⸗ ben eil, Und ſuche Heil. 9. Zu deinen Wunden fliehe ich, V ch In deiner Seite ſtärk ich mich, Ich labe mich mit deinem Blut, Das auch durch deine Liebes⸗Gluth Mir kommt zu Gut; 10. O unerſchöpftes Gnaden⸗Meer, Iſraels Ruhm und Zions⸗Ehr, Wie ſtärkt uns deine treue Hand, Das auserwählte Gnaden⸗Pfand Und Lie⸗ bes⸗Band. 11. Da hängeſt du aus großer Huld Für fremde Sünd, für unſre Schuld, Nur daß die angefochtne Seel Erlang in deiner Seiten⸗Höhl Das Gnaden⸗Oel. 12. Du, Heilger, wirſt vor aller Welt Zum Trauer⸗Schauſpiel vorge⸗ ſtellt, Und kaufeſt uns durch deinen Tod Die Freiheit aus der Seelen⸗ Noth, Bringſt uns zu Gott. 13. Ei, wie ſollt ich denn traurig ſein, Ich kehr bei dir, mein Jeſu, ein; Hier find ich wahre Ruh und Raſt, Weil du auf dich die Sünden⸗ laſt Genommen haſt. 14. Dieß ewge Wort trägt volle Kraft, Hier iſt die beſte Ritterſchaft, Wohlan denn, Jeſu, mein Gewinn, Dir liefre ich Herz, Seel und Sinn, Ach, nimm es hin! T. H. Böhmer, g. 1674, ſt. 1749. 29* 451 —.——— ——————— ööoöͤo ———————=———— We* 8—— —* 2.— ————— — — =ͤͤͤͤͤ —— ——j— Wortee eſus Chriſtus ſtellt ſich dar ſteift In völligem Vertrauen Um nd i Böſen, nicht zun Frommen In die ſein Welt 6 den⸗Krocht V 2. Daß er dort die Sünden⸗Knecht, zur ſeli S h ſ4i Die ſchon in des Todes Rachen, Mochte h ſeligen Hinfahrt Sich ſchi ledig und gerecht Und aus Gnaden ſelig machen, Unter welchen ich vor die⸗ ſen Mich als den vornehmſt erwieſen. 3. Aber darum iſt an mir Die Barmherzigkeit geſchehen, Auf daß Andre auch allhier Möchten durch die Gnade ſehen, Wie er auch am böſen Zweige Alle die Geduld erzeige. Herren; Drum bitt, daß er ihnin dir ſtärk Und täglich woll vemme ren; Laß ſein: Sonſt iſt der Glaube eit V Heuchelei 4.Es iſt ein ſchändlich böſer Wan 4. Daß ich werd an meinem Theil 88 Siſtein ſche ndlich biſ u in Crempel aülen Leuten, Walthe an 6 ihn, als ihr Heil, ollten in den letzten e; jemen. Wer dor Zeiten Feſte glauben und denegen Shriſtan nicht geßien e Und ein ewig Leben ſchauen. nur ſei Heuchelei Und werd gſl — Glaubens⸗ und Werke⸗Ver⸗ Chriſt Mit Ernſt ſein angelegen bindung. er aufrichtig jeder Friſt Sich Mel. Es iſt das Heil uns kommen. Vom ſchwachen Glauben. Mel. Vater unſer im Himmelreic, todt; Drum willſt du meiden ewge 71. 6 Ber Glaub iſ 766.0 2. Die Liebe ſei des Nächſten ſchwach und mat, N Knecht, Die thu aus gutem Herzen, Dabei nur glaube recht und ſchlecht, Daß bloß durch Chriſti Schmerzen Und ſeinen Tod du ſeiſt gerecht Und flieh, zu ſein der Sünden Knecht: Gott will uns All bekehren. Art des wahren Glaubens. cü 9 Heil Und wünſcht: Ach, hä 1 d In voriger Melodie. wohl, Dieweil ihn Finſterniß h 76 5 De Glaub iſt eine Zuver⸗ Und die Unwürdigkeit ihn A ſicht Zu Gottes Gnad 3. Doch wenn der Glau noch ſo ſchwach, So wohnt de und Güte; Der bloße Beifall thut es daran Theil! Doch wenn er dum So bebet er un 1 zer lben ien Dah Fym „NMoh ſe Lattr bei, G n Vuſſt Von ſohh Fleiches⸗duſt 4, r rihnt ſ heit nicht, G m ihm gebrich, Kl Wehmuth an G p laut er kan: ich glaube gert. ¹ chen nicht ſo ern 5. Iſter ſchnei So iſt er docm iberwindet Süun geich der Kauf der übet gute R auch mit der llin 36. Er legt de Dadurch er ſtht er hungert nch! 3 G6 Oehg ma eun b Feeeeich gettag ſirich mr M 8.3 3 da Glücſeliktt Räül Eirif der ger * 7 1 Rechtfe 4 nicht: Gr. ⁵ 3— Zu Gotamal den m gründen auf 2:„ Zweifel 1☛☚ Jeſum Aum rect ang ſein Verſem thut bauen des Glat ¹rechte Ar zur ſeliz zinfahrt dih ohne Gi= 1 71 V 113 D cber it bin M Wert: J ſaub domnn Herren;—n bitt dhai dir ſtärt— h tägüch wulg des ren; Laß auch Schein, ru† guten Wen ſein: Sott der Glaubet . 4 ES ſchändlich ui Des Gii s ſich woln⸗ Und böſk doch nuhme Chriſtenſteziemen. Vad der ſoll †☛ frei Daß ſe nur ſei ſin lei Und wan ihn brinf— 5. DrAlaſſe ſich eng Chriſt N ſtt ſein angelx er aufrit, D eder Fritt dch Gottes A.—, Daß ſein Gh Heuchele:-„Gott, dem han ſchaffen 5. Ind vor den leuchte.„A. Gotter,„.ii V 3 wachen Glann die Zun e gelähmtlhe dit auen ſt— eſchämt. tr r 68—in Ehrith 3 Heil u häte h daran greifen 1 5 wohl, A jaket inſt ndigkettini Und dis ⸗ irdge g 3. D enn noch 2* Sovegtd ün Fin aauch mit der kleinen Kraft. ſchwach, So ſtärke ihn und hilf ihm her, Wenn meine Lampe dürr und ſprich mir Muth im Sterben ein! Glückſeligkeit in Jeſu Hirtentrene. 8 ³ ☛ 767. S'ai'ie E derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. Linem Dach Ihm nie Betrug und Heuchelei, Noch ſonſt ein herrſchend aſter bei, Er reiniget die ganze Bruſt Von Hochmuth, Geiz und Fleiſches⸗Luſt. 4. Er rühmt ſich ſeiner Schwach⸗ heit nicht, Er merket wohl, was ihm gebricht, Er klagt ſich ſelbſt vor Wehmuth an, Er weint und ruft, ſo laut er kann: Ach, lieber Herr, ich glaube gern; Ach, ſei mir Schwa⸗ ſchen nicht ſo fern! 5. Iſt er ſchon einem Fünklein gleich, So iſt er doch an Waͤrme reich, Er überwindet Sünd und Welt, Ob⸗ gleich der Kampf ihm ſchwerer fällt, Er übet gute Ritterſchaft Und ſiegt 6. Er legt die Mittel treulich an, Dadurch er ſtärker werden kann: Er hungert nach dem Lebens⸗Wort Und wächſet dadurch immerfort, Er dürſtet nach dem Liebes⸗Mahl Und ſeufzt um Kraft unzählig Mal. 7. Er ſchätzet ſeinen Heiland hoch, Verſteckt er ſich, er ſucht ihn doch; Er achtet alle Welt für Koth, Er dringt zu Gott durch Noth und Tod, Er kämpft, bis in des Mittlers Blut Sein lechzendes Verlangen ruht. 8. Mein Heiland, wird mein Glaube nach. Ach, blas das kleine Fünklein an. Damit es Andern leuchten kann; Ja, mache eine Flamme draus, Die auch ergreift des Nachbars Haus. 9. Gib Oel, gib Oel, mein Heiland, leer, Befördre durch dein himmlich Licht Erkenntniß, Beifall, Zuverſicht; Laß mich getreu im Leiden ſein Und D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Der 23. Pſalm. Mel. Chriſt, unſer Herr, zum. Der Herr iſt mein Hirt. 453 in der Sünder Orden Getreten und vorlängſten ſchon Mein Bruder iſt geworden, Und durch den höchſten Liebes⸗Zug Sich völlig dargegeben Zum Lamm, das meine Sünde trug Und ſterbend ward mein Leben: Der iſt mein einger Hirte. Mir wird Nichts mangeln. 2. Drum wird kein Mangel in der Noth Sich jemals bei mir finden. Bin ich verwundet, ſchwach, ja todt, Be⸗ ſchwert von Fluch und Sünden: Iſt er doch die Gerechtigkeit, Durch die ich wieder ſtille Mein Herz in jedem Kampf und Streit Und nehm aus ſeiner Fülle Genade um Genade. Er weidet mich auf einer grünen Aue. 3. Er weidet mich auf grüner Au Der himmelsſüßen Lehre, Da ſchmeck ich Gottes Gnaden⸗Thau; Mit dem ich mich ernähre, Als meines Hirten Eigenthum, Der täglich mir darrei⸗ chet Sein ſüßes Evangelium, Dem Milch und Honig weichet, Wenn Gott die Seele ſpeiſet. Und führet mich zum friſchen Waſſer. 4. Wird mein Geiſt durſtig, führt er mich Zu friſchen, ſtillen Flüſſen, Wo Gottes Lebens⸗Ströme ſich In Fülle recht ergießen; Da ſchmeck ich meiner Taufe Kraft, Die tauſend Freude bringet, Wenn meines Hir⸗ ten Blutes⸗Saft Mir recht ins Herze dringet Im Abendmahl und Worte. Er erquicket meine Seele. 5. Denn hier wird meine Seel erquickt, Die ſonſten muß vergehen, Wenn ſie in Gottes Troſt entzückt Kann gläubig Gott anſehen; Wie ſie in ihm und er in ihr Vereinigt ſei und bleibe, Daß auch von ſeiner Liebs⸗Begier Sie kein Geſchöpf ab⸗ treibe, Ja weder Tod noch Leben. Er führet mich auf rechter Straße. 3 6. Er führet mich auf rechter Bahn, Entfernt vom Pfad der Sünde, Da —]“ᷓ́“““““ —= ——— öͤͤ“%ſ——— Ae— 4— ——— 3 nimmt mich Gott in Buße an Zu ſeinem Gnaden⸗Kinde, Wenn. meines Hirten Reinigkeit Mein unrein Herze decket: Hein Geiſt auch täglich mi fortleit Und von der Sünd ab ſchrecket, Erneut zu ſeinem Bilde. Um ſeines Namens willen. 7. Um ſeines Namens willen thut Er alle dieſe Gnade, Bei mir iſt kein Verdienſt noch Gut, vielmehr Ver⸗ luſt und Schade: Der Nam iſts, der aus Noth erlöſt, Der Jacob Schutz verleihet, Der Nam, der auch den Moſen tröſt Und Irrael erfreuet, N Angſt auf Gepredigt von dem Herren. AUnd ob ich ſchon wanderte im ſinſtern CThal, fürchte ich doch kein Unglück; 8. Und ob ich wandr im finſtern Thal Der tödtlich⸗ſchweren Schatten, Da manche herbe Seelen⸗Qual Mich Armen ganz abmatten, Fürcht ich gleichwohl kein Unglück nicht, Nichts, das mir könnte ſchaden; Nichts iſt, das mir mein Herze bricht: Nichts, das mich könnt beladen Mit ewger Angſt und Sorgen. Denn du biſt bei mir, dein Stecken und Stab tröſten mich. 9. Denn du, Herr, biſt doch ſtets bei mir, vereinigt in der Liebe: Was iſt denn, das mich irgend hier Be⸗ ſtändiglich betrübe? Dein Stab und Stecken tröſten ja Weit über alles Leiden, Kommt mir das Unglück denn recht nah, Weißt du mich wohl zu weiden Mit Manna in der Wüſten. Du bereiteſt vor mir einen Tiſch gegen meine Feinde. 10. Du haſt bereitet einen Tiſch Voll himmelsſüßer Lehre; Da werd ich recht geſund und friſch Und ſpott der Feinde Heere, Die auf mich öfters ſetzen u, Wenn Teufel, Höll und Sünde Mir ſtören wollen meine Ruh, als die ich überwinde Blos durch das Schwerdt des Geiſtes. Du ſalbeſt mein Hanpt mit Oel. 11. Du ſalbeſt mir das Haupt mit Oel Des Geiſtes deiner SPoup Das Vom Glauben und der Rechtfertigung und dringet ein in meine Seel, Daß i mich nicht betrübe, Wenn Herzens⸗ und Kreuzes⸗Pein Zuſammen mich ſchlagen, Weil meir Gottes Troſt und Schein Mir i⸗ dern alle Plagen Im Leben undin Sterben. Und ſchenkeſt mir voll ein. 12. Du ſchenkſt den Kelch de Heils mir ein, Voll von Genad und Leben, Voll Lieblichkeit und Freuden Wein, Die deine Wunden g Wenn ich im Glauben trink hierran Macht mich voll Troſt dein Hulle Dein Blutſchweiß, Angſt, Schat Spott und Hohn Gibt Hertichtt ſelbſt dein Tdm der Seelen, Ja Leben. mein Lebenlang. 13. Barmherzigkeit und 1 Mater. 2 S. rufet mich, befreit von Pflanzt mich in dich als Redt Lehrt mich das Abba beten, en es, die mich ſanfte ſchlägt, Bmt den lehrt abtreten Und niſtt ans Ende. Und ich werde bleiben im Hauſt du ie immerdar. 14. In Gottes Hauſe wei nun Stets bleiben ohne En werd ich frei von allem dh Und Mühe meiner Hände, Lm Gott wird laſſen ſchauen ſich 1 ich, in Lieb entzücket, An ſeinen gen freuen mich, Dem(lend ſi durch den Glauben, ohne Verdi der Werke. In bekannter Melodie. 768. men her Von Gn lauter Güte; Die Gutes und Parmherzigkeit werden mit ſch an dem Weinſtock Früchtet Von der Rechtfertigung dor bu 3 iſt das Heil m Werke helfenn Das Huld Begleiten mich im Lebenet entrücket, In Jeſu Schauß in Armen. 1 D. A. Hinckelmann, g. 1662, ſ m n derdlber nernehr, Sie mög er Glaub ſiht , Der hat ging. Be 6 lct, Da um 5 Eat ſch zm Vor Gott ſo um eich wolt itt. um Gſet abtde nar mit uns ſll 3 G wa mſ bei, Gott hät ſän Als ob wir’ ſü Nach ſeinen Al 8 nut ein Sritf zigt an die ſtidg gleſſh verborzm. *d. i. verfüt 4 Nicht nöhit Iit Aus eigan ies oft ſmi nehrt ſich Gleners Wett und ſdem Fliſh Aazeit war aina — Glauhenz wct den Liber 1 4 ith wala er Rech 4 Anng 1 dringet mich ni Angſt ut meine Sa rübe, Ven euzes⸗Pen ſi un dern all gen Sta d Sterben. 1 12. Heils mi—=, V d J2 ai Wein, Wenn i Glauben ni Macht oll Tooſt de Dein Wr ſeeiß, Angſ d Spott 1chohn 68 1 der Secl.— ia ſelbſt da Leben. Gutes um e erzigzent wennn in Kebenlang. 13. ſ.= herzigkeit un Huld B.=n mich in rufet me. befreit vm Pflanzt= in dich alsſe an demt= inſtock Frich Lehrt mi. S Abba ben es, die ſt=anfte ſchlägt, den leht treten Und m ans en Uw ich 1⸗ Gleiden im haut- immerdar. 14. ottes Hauſen nun Sth leiben ohm d werd itz ä von all Und M⸗=neiner Händ Gott wi ſſen ſchaunf ich, in C ttzücket, Un gen fret r. niich, Dem dh entrückeh 1 Jeu d Armen. 2— nckelmand, 19l Von de= sctfertigung durch deenben, ühe er Werkt ar kannter 2u lauter G= Die Wer lagen, L derſelben Früchten, Friede mermehr, Sie mögen nicht behüten: Der Glaub ſieht Jeſum Chriſtum an, Der hat genug für uns All ge⸗ than, Er iſt der Mittler worden. 2. Was Gott im Gſetz geboten hat, Da man es nicht konnt halten, Erhob ſich Zorn und große Noth Vor Gott ſo mannigfalten; Vom Neiſch wollt nicht heraus der Geiſt, Vom Gſetz erfordert allermeiſt; Es war mit uns verloren. 3. Es war ein falſcher Wahn da⸗ bei, Gott hätt ſein Gſetz drum geben, Als ob wir“ möchten ſelber frei Nach ſeinem Willen leben. So iſt es nur ein Spiegel zart, Der uns zeigt an die ſündig Art, In unſerm Fleiſch verborgen. * d. i. vermöchten. 4. Nicht möglich wars, dieſelbig Art Aus eignen Kräften laſſen; Wie⸗ wohl es oft verſuchet ward, Noch mehrt ſich Sünd ohn Maßen; Denn Gleißners Werk Gott hoch verdammt, Und jedem Fleiſch der Sünden Schand Allzeit war angeboren. 5. Noch mußt das Gſetz erfüllet ſein, Sonſt wärn wir All verdorben; Darum ſchickt Gott ſein Sohn her⸗ ein, Der ſelber Menſch iſt worden: Das ganze Gſetz hat er erfüllt, Da⸗ mit ſeins Vaters Zorn geſtillt. Der über uns ging Alle. 6. Und wenn es nun erfüllet iſt Durch den, der es konnt halten, So lerne jetzt ein Frommer Chriſt Des Glaubens recht Geſtalte. Nicht mehr denn: Lieber Herre mein, Dein Tod ſoll mir das Leben ſein, Du haſt für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag: Dein Wort kann nicht betrügen. Nun ſagſt du, daß kein Menſch verzag, Das wirſt du nimmer lügen: Wer glaubt an dich und wird getauft, Demſelben iſt der Himml erkauft, Daß er nicht werd verloren. 8. Er iſt gerecht vor Gott allein, Der dieſen Glauben faſſet; Der Glaub gibt uns von ihm den Schein, So er die Werk nicht läſſet. Mit Gott der und Freude im h. Geiſte. 455 (Glaub iſt wohl daran, Dem Näch⸗ ſten wird die Lieb Guts thun, Biſt du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gſetz erkannt Und ſchlägt das Gwiſſen nieder; Das Evangelium kommt zur Hand Und ſtärkt den Sünder wieder Und ſpricht: Kriech nur zum Kreuz herzu; Im Gſetz iſt weder Raſt noch Ruh Mit allen ſeinen Werken. 10. Die Werk, die kommen gewiß⸗ lich her Aus einem rechten Glauben; Denn das nicht rechter Glaube wär, Wolltſt ihn der Werk berauben, Doch macht allein der Glaub gerecht, Die Werke ſind des Nächſten Knecht, Da⸗ bei wirn Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart der rechten Zeit, Was Gottes Wort zuſage; Wann das geſchehen ſoll Lur Freud, Setzt Gott kein gwiſſe Tage. Er weiß wohl, wanns am beſten iſt, Er braucht an uns kein arge Liſt: Deß ſolln wir ihm vertrauen. 12. Ob ſichs anließ, als wollt er nicht, Laß dich es nicht erſchrecken; Denn wo er iſt am beſten mit, Da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewiſſer ſein, Und ob dein Herz ſpräch lauter Nein, So laß dir doch nicht grauen. 13. Sei Lob nnd Ehr mit hohem Preis Um dieſer Wohlthat willen Gott Vater, Sohn, heiligem Geiſt, Er woll mit Gnad erfüllen, Was er in uns angfangen hat Zu Ehren ſeiner Majeſtät, Daß gheiligt werd ſein Name. 14. Sein Reich zukomm, ſein Will auf Erd Gſcheh wie ins Himmels Throne; Das täglich Brodt ja heut uns werd; Wollſt unſer Schuld verſchonen, Wie wir auch unſern Schuldnern thun; Laß uns nicht in Verſuchung ſtehn, Lös uns vom Uebel! Amen! D. P. Speratus, g. 1484, ſt. 1554. Frendigkeit in Gott. Mel. Was Gott thut, das iſt. 769 E traure, wer da trauren *D kann, Ich mag mich —— — 4 1 —————————— — S————— ————— 2 8— 3 456 nicht betrüben. ſchon abgethan Mein Kummer iſt Und in die Luft ge⸗ ſchrieben. Weg Angſt und Schmerz! Hier iſt mein Herz, Das in den Roſen lieget, Das ſich in Gott vergnüget. 2. Es traure, wer von Gott Nichts weiß Und blos die Welt erkoren; Wer hier nur ſucht ſein Paradeis, Hat jenes ſchon verloren; Doch das erfreut, Wenn in der Zeit Man ſchon den Himmel ſchmecket, Der uns zum Ziel geſtecket. 1 3. Es traure, wer nicht glauben kann, Daß Gott die Schuld vergibet. Mein Glaube ſiehet Chriſtum an, So bin ich unbetrübet. Schreckt mich der Fluch In Gottes Buch; Er iſt mit Blut durchſtrichen Und ich mit Gott verglichen. 4. Es traure, wer den Mammon liebt, Wenn er nicht ſatt kann wer⸗ den. Wenn mir mein Gott die Noth⸗ durft gibt, So hab ich gnug auf Er⸗ den. Es bleibt das Geld Doch in der Welt; Nur ein vergnügtes Herze Steigt bis zur Himmels⸗Kerze. 5. Es traure gleich die ganze Welt! Ich will allein mich freuen; Wer ſich an Gottes Freundſchaft hält, Den wird es nimmer reuen. Die beſte Luſt Iſt dem bewußt, Der alle Traurigkeiten Kann mit Geduld beſtreiten. Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 1737. Den Gott begnadiget, bleibt unbeſchädiget. In eigener Melodie. s traure, wer da will, 770. ich will mich freuen, Es ſoll kein Trauergeiſt bei mir ge⸗ deihen; Denn Jeſus ſteht mir bei in allen Gnaden, Mir kann kein Kreuz, kein Leid, kein Teufel ſchaden. 2. Ficht mich gleich Unglück an auf allen Ecken, So ſoll doch ſolches Leid mich nicht erſchrecken; Denn Jeſus ſteht mir bei in allen Gnaden, Mir kann kein Ungemach, kein Jammer ſchaden. Vom Glauben und der Rechtfertigung und nicht Ruhm noch Ehre, Kränkt diee Mangel mich doch gar nicht ſehr⸗ Denn Jeſus ſteht mir bei in alen Gnaden, Mir kann kein Armu nicht, kein Elend ſchaden. 4. Bin ich hier ganz veracht, mi unterliegen, Soll doch die ſtolze We mich nicht beſiegen; Denn Jeſus ſt mir bei in allen Gnaden, Mir km nicht ſchaden. 5. Wenn gleich ſo Noth und d ſchwer und arg, das mich betrilen Denn Jeſus ſteht mir bei in al Gnaden, Und kann auch die Ge mir ſelbſt nicht ſchaden. 6. Verſtößt mich Jedermann it Gram und Haſſen, Darf ich ut doch den Neid nicht kränken laſe Denn Jeſus ſteht mir bei in ale 3 kein Hohn und Spott, kein Schinf So kann die Feinſtit mir mit Nichten ſchaden 7. Schwebt auf der ganzait nur Kreuz und Leiden, So lit Geiſt und Herz in lauter Futz Denn Jeſus ſteht mir bei nit Gnaden, Drum kann kein Heit der Freude ſchaden. 3 8. Und wenn die Feinde iii grauſam toben, So bin ich it verwahrt und aufgehoben, Am Jeſus ſteht mir bei in allen he⸗ den, Er ſchützt und decket michi ihrem Schaden. »9. Auch macht die tiefe Noih höchſtes Leiden In meinem lt Gott mich voller Freuden; N Neſus ſteht mir bei in allen un aß an. der Seligkeit mir Rit kann ſchaden. 10. Was frag ich nach der W und ihren Schätzen; Mich kann men reicher Gott vielmehr ergöten, D 1 Gnaden, 7 Jeſus ſteht mir bei in allen Gmm Er macht mich groß und raich heh allen Schaden. 3 11. Muß endlich Seel und dt von hinnen ſcheiden, So ſahr 41 von hier zu Jeſu Freuden, 4 „ 3. Hab ich nicht Geld noch Gut, Jeſus ſteht mir bei in allen der elben den, Drun brngt kinen Schde. 12. Nun trürt, oll nic ſteue, G⸗ Geit de mi zda ſeſt mir bi üale lann kein Kren,bin ſhaden. RNs dnott des Gexiſer ſöhnung m Mel. Iiu derd 7 f nc .C piſen und guten Muits ſt zerriſſen, Den Gutz, Laß din d Venen, Gotlh ſteinen, Du ſüſ ſein Bei ihn N 2 Swar dch d dn Und das ang nand donnte dih ne nut Verzwiſtn ut hat dih k Vonnte dich erutmn un heile dit Ue undt de Noh d mich na Dem⸗ tei d en Gnaden A en Hohhr—) Spott k nicht ſch- h ne 5. We=eich ſo uh mich ga ugdet N ſcwer h. gg, das nit (Denn J. ſteht mit k (Gnadent- Ikann auhn mir ſelbſe nt ſchaden 6. Nt mich Pan (Gram u aſſen, Daft doch den=. nicht hina Denn J ſteht mir d Gnaden= kann die ſe mir mit iE ien ſchaden. 7. SC= d auf der gu nur Kreut Leiden, Eh. Geiſt un zin laur Denn J== ſteht mir bai * (Gnaden,— m kann kinz der Freu aden. 8. Unt ꝛm die Fem grauſaml- a, So bn verwahrt aufgehoba Jeſus ſt=uir bei in a den, Er M und dectr ihrem St—n. 5 2— ht die teſen höchſtes Ti In memm Gott mi ller Freuda Jeſus ſta bei nalat Daß an- cSeligkeit m. kann ſchhrm 10.— ich uhn und ihrs= igen; Ni reicher G almehr ain geſus ſte r bet in iln Er mach* u groß ud von hinz eeden, Erſtn jen: aldn von hiet Jeſu V Jeſus ſt= n bi 1 kaum erkennen kann; Nur damit an ſeinem Tiſche Sich dein Geiſt und Seel derſelben Fruͤchten, Friede und Freude im h. Geiſte. den, Drum bringet mir der Tod gar keinen Schaden. 12. Nun traure, wer da will, ich will mich freuen, Es ſoll kein Trauer⸗ Geiſt bei mir gedeihen; Denn Jeſus ſteht mir bei in allen Gnaden, Mir kann kein Kreuz, kein Leid, kein Teufel ſchaden. M. Liskov, g. 1640, ſt. 1689. Troſt des Gewiſſens aus der Ver⸗ ſöhnung mit Gott. Mel. Jeſu, der du meine Seele. 771 Kreu dich, ängſtliches Ge⸗ . wiſſen! Sei vergnügt und guten Muths, Satans Handſchrift iſt zerriſſen, Dein Erlöſer thut dir Guts; Laß dein Trauren, laß dein Weinen, Gott läßt für dich Gnade ſcheinen. Du biſt frei und ſollſt auch ſein Bei ihm, Deinem Jeſulein. 2. Zwar dich drücken deine Sün⸗ den Und das angeerbte Gift. Nie⸗ mand konnte dich verbinden; Angſt, die nur Verzweiflung ſtift, Centner⸗ Laſt hat dich betreten, Niemand konnte dich erretten; Doch dein Je⸗ ſus heilte dich Und nahm ſelbſt die Straf auf ſich. 3. Dein verdammliches Verbrechen Sollte Teufel, Höll und Tod Unauf⸗ hörlich an dir rächen; Jeſus aber nimmt die Noth, Die dich ewig ſollte drücken, Selber auf ſein Haupt und Rücken, Leidet Trübſal, Tod und Pein, Daß du möögeſt ſicher ſein. 4. Gottes Eifer; Grimm und Toben,“ So dein Frevel hatt erregt, Wird von dir hinweggehoben Und auf Gottes Sohn gelegt, Der dich aus gewognem Willen Läßt mit Gnad und Segen füllen, Der dir volle Gnüge ſchenkt, Sich mit Gall und Myrrhen tränkt. 5. Gottes Kind auf ſeinen Reiſen, Die es blos für dich gethan, Mußte Noth und Unfall ſpeiſen, Als man V. 4.*) Strenges Verfahren, wie 4. M. 457 erfriſche, Da aus ſüßer Liebes⸗Gluth Er dich ſpeiſt mit Leib und Blut. 6. Ja, er ſtillt der Höllen Fluthen, Die gerechter Grimm errgt; Durch ſein Leiden, Durch ſein Bluten Wird des Vaters Sinn bewegt, Daß er um des Sohnes willen Nicht will ſeine Rach erfüllen, Die dein Antlitz wohl ver⸗ dient: So wirſt du mit Gott verſühnt. 7. Treuſter Feſu, Troſt und Le⸗ ben, Meiner Seelen beſtes Theil! Du biſts, der mir Ruh gegeben, Der mein ganz verlornes Heil Sammt dem Segen wiederbrachte; Hilf, daß ich Nichts höher achte, Weder hier noch ewig dort, Als dich, meinen Schaß und Hort. 8. Nimm mein Alles, was ich habe, Zur Vergeltung deiner Treu; Iſts doch ein Geſchenk und Gabe, Billig, daß ich dankbar ſei. Richte Geiſt, Sinn und Gemüthe Auf den Reichthum deiner Güte, Daß ſonſt Nichts, als deine Treu Mir ſtets im Gedächtniß ſei. 9. Tilge meiner Sünden Menge, Hilf⸗ daß mich kein ſchneller Fall, Kein Verderb noch Anſtoß dränge, Son⸗ dern laß mich überall Stets in deinen Wegen bleiben, Laß mich mein Ver⸗ langen treiben Nur zu dem, was dir 10. Herr, ich will für deine Güte, Für ſo theure Gnad und Huld Mit höchſt dankbarem Gemüthe Mein Ver⸗ mögen, meine Schuld Dir, mein Hei⸗ land, gern abtragen Und dir Lob und Dank ſtets ſagen. Du ſollſt ewig, ewig ſein Mein herzliebſtes Jeſulein. Joh. Riſt, g. 1760, ſt. 1667. Friede mit und in Gott. In eigener Melodie. 9 riede, ach Friede, ach 772. göttlicher Friede Vom Vater durch Chriſtum im heiligen Geiſt, Welcher der Frommen Herz, Sinn und Gemüthe In Chriſto zum ewigen Leben aufſchleußt, Den ſollen die gläubigen Seelen erlangen, Die 16, 46 das Wüthen vom Herrn. Alles verleugnen und Jeſu anhangen. gefällt Und mich dir zu Dienſt erhält. 8—— ——————. * ͤ—— 8— .—“ ———— 458 2. Richte deswegen, friedliebende Seele, Dein Herze im Glauben zu Jeſu hinan; Was da iſt droben bei Thriſto, erwähle, Verläugne dich ſelbſt und den irdiſchen Plan! Nimm auf dich das ſanfte Joch Chriſti hie⸗ nieden, So findeſt du Ruhe und göttlichen Frieden. 4 3. Nahm doch der Mittler des Frie⸗ dens viel Schmerzen Von wegen des Vaters Verſöhnung auf ſich: Nimm dieß, o Seele, recht fleißig zu Her⸗ zen Und ſiehe, was thut wohl dein Jeſus für dich: Er bringet mit ſei⸗ nem Blut Frieden zuwege Und machet, daß alle Unruhe ſich lege. 4. Nun dafür biſt du ihm ewig verbunden, Du ſollſt dafür gänzlich ſein Eigenthum ſein, Weil er dir ewge Erlöſung erfunden Und ſchleußt dich im Gnaden⸗ und Friedens⸗Bund ein; Drum ſiehe, daß du dich ihm gänzlich ergibeſt Und immer beſtän⸗ dig vom Herzen ihn liebeſt. 5. Siehe, von deinem Fried⸗Bun⸗ des⸗Genoſſen Erfordert er herzliche Liebe und Treu; Darum ſollſt du von dir Alles ausſtoßen, Nicht lieben die feindliche Gegen⸗Partei: Welt, Teufel und Sünde, die mußt Du beſtreiten, Was Jeſu zuwider iſt, fliehen und meiden. 6. Weislich und fleißig mußt du dich entſchlagen Der böſen Geſell⸗ ſchaft und ſündlichen Rott, Welche den weltlichen Lüſten nachjagen, Nicht fürchten und lieben den heiligen Gott; Denn die ſich zu ſolchen Gott⸗ loſen geſellen, Die fahren mit ihnen hinunter zur Höllen. 7. Küchlein, die bleiben bei ihrer Gluckhenne, Sie ſchreien und laufen den Raben nicht nach: Alſo auch, Seele, nur Jeſu nachrenne, Dich ſündlicher Brut und Weltvögel ent⸗ ſchlag! So wird auch dein Heiland ſein Küchlein beſchirmen, Wenn auf dich Welt, Teufel und Hölle los⸗ ſtürmen. 8. Liebe und übe, was Jeſus dich Vom Glauben und der Rechtfertigung und bige thu. Haſſe und laſſe, was ſe Wort verwehret, So 10 ne he den und ewige Ruh. Denn ſelig, d alſo ſich Jeſu ergeben Und gläubn und heilig nach ſeinem Wort leben 9. Jeſu, du Herzog der Friedens⸗ Heerſchaaren, O König 17 Suln ach, zeuch uns nach dir, Daß wi ren, Im Wege des Friedens dieſe⸗ gen allhier! Ach, laß uns doch der nen Geiſt kräftig regieren Und di nach im Frieden zum Vater hinführen Barth Craſſelius, g. 1651, ſt. nal Der rechtfertigende Glaube Mel. Durch Adams Faliſt. auf dich gericht, Sein Fittiſt ſchwebet. Er iſt dein Heile Troſt und Theil, Wie kannſttit nun trauren? Der treue Hat ſeinem Wort verſpricht ſih ſt zu Mauren. 2. Ohn iſt es nicht, es kütt zwar, Wo ſo viel Sünd beganze Und iſt es leider allzuwaht, wir in Sünd empfangen, Dolhſtt darauf, Daß in der Tauf dir ſilt ſind geſchenket Und dir zu bi Durch Chriſti Blut Ins keeſe Me verſenket.— 3. Ja, ſprichſt du, wenn ic it aufs Neu Den Tauf⸗Bund il ſchritten! Was du verdrochen it bereu, Gott läßt ſich wohl erbiten Fall ihm zu Fuß Und thur hi Und ſich dein det Des Böſen recht will ſchämen, gethan, Und nie es zu im Kampfe mit ſeiner Schwachſet 773 Priſch auf, mein Sechim ⸗ traure nicht„Deu ſe ſus lebt, er lebet; Sein Augir Er wird dich gern aufnehmen, Am den Friedens⸗Bund treulich bewa⸗ Reue treulich lobeſt an, Vergic was geſchehen; Weil Jeſus hrſt lehret, Und was er dir ſaget, daſſel⸗ Mittler iſt Für die, ſo an ihn d Nher deähs ter Doch ich it uter Der Shgt 5. Glaub feſt a ds Sohn, Duch! Scheiden Sanmt Spott und Hoſe nußt leiden, Gi, Iſt dir bertt l dlſſen. Du ſü diß ſchlecht In faſſen. V i Fählſt dum groß, Wie d wo mn. Grgib dch Gn dir wolt ge ud wau, Daß e zn hör und kane Vort, Bet imnei giit benenne. 7. So auch, wi Janm Nicht li nerken, Wenn qh iren Stamm Te derwelken: Au d den vertrau, Eri deit enden. Au Naube mir, Gen⸗ wolenden. t ſchten w ud ſonſen die lath ga + — — a- ——— = — — —. —, — — der Rechtf ng umd bige the Aäge h iſſe und laſſee ort t, So d b den un eRl. den uis ſche e ergeben und hei Heerſchg= O K— a ach„ ze ren, In= he des Friet B; 68 jedona gen all F nen Ge — — Der fertigende eh im Kauſỹ nnit ſeiner ein b urch Adans hali 773—= ic auf, mins taaure niht ſus leb lebet; Sein k auf dich⸗ aht, Sein ſit ſchwebe e iſt den hi Troſt u heil, Wie km nun trq=! Der treue ſeinem= verſprict ſ zu Matrm 2. Q= t es nict, ar,= a viel Sünd ind iſ= leider alzume vir in—. empfange arauf in der Tai ind gfket Und d Durch ſri Blut Jut verſente 3. II ichſt du, van Dodhen Taufeh ſchritte Zas du vetut bereu,*—— läßt ſic nne Fall 1 Fuß Un Er wir=— gem aufnim es kein-. tz, Und ſt Des B recht wil ſtie 4. A⸗ 1ss dichſchnn gethan,— nie es 1 was geſ— 4, Wellyyih Mittler Kür die, ſ A- Aau derſelben Früchten, Friede ben; Doch ſieh dich für, Daß Nichts allhier Den Schatz dir möge rauben. 5. Glaub feſt an Jeſum, Got⸗ tes Sohn, Durch deſſen Tod und Scheiden Sammt ausgeſtandnem Spott und Hohn, Und was er ſonſt mußt leiden, Gnad, Heil und Freud Iſt dir bereit Und alle Schuld erlaſſen. Du biſt gerecht, Wo du dieß ſchlecht Im Glauben weißt zu faſſen. 6. Fühlſt du den Glauben nicht ſo groß, Wie du wohl möchtſt begeh⸗ ren; Ergib dich Gottes Willen blos, Ob er dir wollt gewähren Die Bitt, und tran, Daß er genau dein Seuf⸗ en hör und kenne. Halt dich ans Wort, Bet immerfort, Der Hilf nicht Zeit benenne. 7. So auch, wenn ſich der Liebe Flamm Nicht läßt nach Wunſche merken, Wenn Hoffnung will an ihrem Stamm Des Glaubens ſchier verwelken: Auf Chriſtum ſchau Und dem vertrau, Er kann die Schwach⸗ heit enden; Ja auch in ihr, Das glaube mir, Sein Werk und Kraft vollenden. 8. Auch wenn dich Fleiſch und Blut anficht Durch Locken und durch Reizen; Wenn Satan ſeinen Pfeil gericht Auf dich und gleich dem Wei⸗ zen Dich ſichten will; Wenn Feinde viel Auch ſonſten ſich auflehnen Und dir die Noth, Ja gar der Tod, Aus⸗ preſſet Ach und Thränen: 9. Lauf unverzüglich und mit Eil d allen dieſen Dingen Zu Jeſu Chriſto, deinem Heil, So muß es dir elingen. Er wird dein Ach Und ngemach Bald ſtillen und dir ge⸗ ben, Daß nicht der Feind Ders böſe meint, Sich dürfe überheben. 10. Glaub, es iſt keine Noth ſo ſchwer, So bitter iſt kein Leiden, Cs drück das Kreuz auch noch ſo ſehr, Schmerz ſei nicht zu vermeiden; Gott hilfet doch, Das glaub ich noch; Darum nur nicht verzaget, Gott le⸗ bet noch, Sitzt nicht zu hoch, Nur friſch auf ihn gewaget! *ℳ und Freude im h. Geiſte. 459 11. Wohl, wohl und ewig, ewig wohl, Wer ſteif auf ihn vertrauet! Es gehe, wie es mög und ſoll, Er hat ſehr wohl gebauet; Wenn bricht die Welt, Der Himmel fällt, Sein Vels wird doch nicht fallen; Das ahrheits⸗Wort Bleibt fort und fort: Gott hilft den Seinen allen. 12. Und ſollt es auch der Tod gleich ſein, So gib dich doch zufrieden; Stell, liebe Seel, das Trauren ein, Du blei⸗ beſt ungeſchieden Von dem, der heißet Jeſus Chriſt, Im Tod iſt der dein Leben. Was willſt du mehr? O freu dich ſehr, Bedenk, was dir gegeben! M. J. C. Schade, g. 1666. ſt. 1698. Verſiegelung und Befeſtigung Glauben. Mel. Zion klagt mit Angſt und. 77 4 Fnnner Vater, Gott der *☛ᷣ☛△ Stärke! Dein Licht iſt des Wechſels frei, Biſt in jedem dei⸗ ner Werke Heilig, wahrhaft und ge⸗ treu. Ach, ich klage dir mit Leid Meine Unbeſtändigkeit; Denn mein Herz iſt gleich den Wogen, Leicht be⸗ wegt und leicht betrogen. 2. Bald durch Menſchen⸗Furcht und Liebe, Bald durch Ehre, Ruhm und Geld, Bald durch böſe Wolluſt⸗ Triebe Und durch Aergerniß der Welt; Bald treibt die Verfolgung mich, Bald die Armuth hinter ſich; Bald macht eine andre Seuche, Daß ich von dem Höchſten weiche. 3. Ich bekenne dir, wie billig, Und bekenns mit einem Ach. Oftmals ſcheint mein Geiſt zwar willig; Aber ach, mein Fleiſch iſt ſchwach. Ach, ich bitte, rechne du Mir nicht ſolche Sünde zu Und entzieh mir nicht die Gaben, Die ich ſoll beſtändig haben. 4. Ach, befeſtige mein Herze! Nur die Gnade macht es feſt, Daß mich unter allem Schmerze Muth und Hoffnung nicht verläßt. Deine Ehre, Furcht und Ruhm Sei mein einzig (Eigenthum, Lehr mich aller Gunſt und Schätzen Deine Liebe vorzuſetzen. im 460 5. Laß den allertheurſten Glauben Und die ſiegende Geduld Mir Nichts auf der Erde rauben, Steh mir bei mit deiner Huld, Da ich, Herr, von deiner Treu Eui unzertrenn⸗ lich ſei; Gib mir aber alle Stunden Nus Kraft aus Chriſti Wunden. 6. Laß den Undank dieſer Erden Und den Hohn der ganzen Welt Mir nicht zur Verſuchung! werden, Wenn das Leiden mich befällt; Denn es iſt der Chriſten Freud, Li den um Ge⸗ rechti gkeit. Laß mich dein Verheißen faſſ en Und mich feſt darauf verlaſſen. Gib ein Herze, das im Glucke Ncht verwegen, ſtolz und frei, Und bei widrigem Geſchicke Nicht verzagt d noch mürriſch ſei Zieh mein Herz mit Großmuth an,“ kann Und nicht vor dem Kampf und Siege Mit dem Guten un nterliege. 8. Wehre allem Trug vom T Teufel, Der die Wahrhoßt will verdrehn; Laß mich wider allen Zweifel Auf der Wahrheit Gottes ſtehn; Daß ich alle Satans⸗Wuth Und der Pfeile d Schwefelgluth Nur aus deines Wor⸗ tes Grün winden. (9. Herr, verſiegle, weil ich bebe Meinen Geiſt mit deinem Geiſt, D ein ſichres Zeugniß gebe, Daß du mich dort erben heißt; Damit zeichne Haupt und Herz, Daß der Feind weich hin⸗ terwärts, Und ich deinen Segen preiſe, Weil ich dir verſiede elt heiße.) 10. Mach mich auf den Grund er⸗ bauet, Den man unbewe 5 ch nen int Wo man dieſes Siegel ſch auet, Daß noch Gott die Seinen kennt. Nimm durch deine Gottes⸗Macht Meine Seligkeit in Acht, Und bewahre mich Erben. Frende in der Gnade Jeſu. Freu dich ſehr, o meine. Mel. Heht ihr traurigen Ge⸗ 77 6 5. danken, Die i mein Herz beſchwert, Flieht aus mei⸗ Vom Glauben und der Rechtfertigung und frei. Daß es Etwas wagen Wenn ich Jeſum nicht ſollt g nden Kräftiglich kann über⸗ im Sterben Noch als deinen Himmels⸗ M. P. F. Hiller, g. 1699, ſt. 1769. Und iſt über mich ihr mir driſelſ ner Sinnen Schranken, Daß ihr un„ perda nm mer wiederkehrt. Weg mit dir, I ii noch uü ud lancholei, Ich will leben froh m läubige gewi Jeſus wird nach ſeinem We üt, men Sim len Mein betrübtes Herze ſilenu uin in W 2. Was ſoll ich mich ſelber die nn 1 ken, Da mich doch mein Peus let 9. kne In Ich will ſtets daran gedenten. g mtd deinen tan, du magſt ſein be trübt, N du di min mides dr nicht, wie ich, getauft, Du biſtnt. mun Wort ſer wie ich, erkauft; Dir iſ Ehi un benimm uir nicht geſt torben, Dir iſt Nichts ne e d 4 mnir erworben. 25 äln 6 Wenn ich gleich 3chäge Alles Gold und 6 Welt Gegen dieſe Chre ſehe dieſes Lö öſegeld, Wär mir und Luſt In der ganzen wußt: Ei, ſo wür de michs! ni — Nun wohlan, er wird n ben⸗ Daß ich mich ſein fr Leiden, Tod, Verdienſtund les, was er hat gethan, Er er hat, iſt mein, Und ich bint der ſein: Teufel, Hölle, Todu den Kann ich durch in il üb Es iſt wahr, ich b un de⸗ Aber meines Jeſu M der Sünden Zahl dahinter 9 r macht mich gerecht und gut. W gerechte Gottes⸗Lamm! Ma am Kreuzes⸗Stamm Durch ſ liges Verdienen Bei dem großeich ver ſüh'nen. ear . Es iſt wahr, ich muß in de fden. 5 9 ben Durch die Todes⸗J Thüt Aber ich ſoll nicht verderden, 8 wieder auferſtehn: Jeſus hde des Macht Durch ſein Sterben k gebracht, Daß er mir ein D 5 2 worden Zu der Himmas⸗Bin 76 Orden. 3 7. Es iſt wahr, der Sanm d c bemüht,„8 1 ch. Angſt und Jurcht erwecket, 2 mir zuſammenzieht! Aber ich a daran, Jeſus iſt der b Der den Teufel hat geſchlagen die Hölle Schau getragen.— ain; ann geben me 4 (Bans M n hört, de ſ 1„ 68 8 1 ℳ närxu Z= üer das 4 8. Jeſus hat durchaus beſtre — -„ ng und ner S— 34 di— Schranten dii lancon rte W frei. J. li I id usſ 2. 2 uüͤbtes Hax ten, d. l ih mh *h doch nen ſ Ich i daran nh, dm cht, 3 wie 1 1 getau A auft; Dr i 3. Arm ich gleih Schätzs— es Gold 1 Welt(e dieſe Chr 6 dieſes ſld, Wär nn. und Q der ganzen wußt:— würde mihzm Wenn um niht ſu 1. N= Johlan, er un ben, D nich ſen ſe Leiden,— 3 Verdienſtundt les, wo hat gethan, 6. er hat, in, Und ichk der ſein fel, Hölle, Ta den KaJ= in durch init 5. Gü wahr, ich hn der; A— eines Jeu 3 der Sr Zahl daht macht ſt= zerecht ud gerechték⸗=es⸗Lamm bl am Kr.„Stamm Dui liges A☚☚ ren Jeideng verſühn* 6. G¹ wahr, ic mit ben Nie Adeslt „DOrden. Aber iſ nnicht verdetn wieder=tehn; Jejuö des M.⸗= Durch ſiin dn gebrach, ßß er miranim worden der Hinns 7. Gi* vahr, dasn Und iſi*t nich benin Angſt!* zurcht ene mir zun nnieht 14 daran, it der ſin Der d fel ti die Hd han getnh 2 8 h urcu 776. derſelben Früchten, Friede Die verdammte Finſterniß; Er be⸗ ſchützt noch und beſchirmet Seine Gläubigen gewiß. Fürchte dich nur nicht, mein Sinn, Schlage die Ge⸗ danken hin; Jeſus wird dich wohl erhalten, Laß ihn nur geduldigwalten. 9. Jeſu, meiner Seelen Freude, Gib mir deinen Freuden⸗Geiſt, Der mein müdes Herze weide, Wie dein heilſam Wort verheißt. Ach, mein Hort, benimm mir doch Dieſes ſchwere Trauer⸗Joch; Laß mich ſein in dir zufrieden Und zu keiner Zeit geſchieden! 10. Gib, daß ich in dir erfreuet, Ein geruhig Herze hab, Welches durch und Freude im h. Geiſte. 461 Mein Herr, ich laſſe dich in meinem Glauben nicht, Bis mir dein holder Mund den treuen Segen ſpricht. 3. Alſo bin ich gewiß, daß Gott die Menſchen liebt, Weil er den theu⸗ ren Sohn der Welt zum Pfande gibt; Daß ein getaufter Chriſt, wenn er an Jeſum gläubt, Hinfort in Noth und Tod unangefochten bleibt. 4. Ach Jeſu, ich bin dein und du biſt gleichfalls mein; Damit ſoll un⸗ ſer Band niemals getrennet ſein; Sprich mir als Bräutigam im Geiſte freundlich zu Und locke mich hier⸗ durch, daß ich dergleichen thu. dich ganz erneuet Sich in dir ergötz und lab; Sei du meiner Seelen Hort, Und laß durch dein heilig Wort Deinen Geiſt mich wohl erquicken Und darinnen dich erblicken. 11. Laß mich Ungeduld vermei⸗ den, Die zuweilen dich erregt; Laß mich dir zu Ehren leiden, Was du mir haſt auferlegt; Laß mich zwin⸗ gen Fleiſch und Blut Und erheben meinen Muth; Laß mich deine ſein und bleiben Und von dir mich Nichts abtreiben. 12. Jeſu laß mich ja nicht fal⸗ len, Hante mich bei deiner Hand; Laß beſtändig mich in Allem An dir eiben unverwandt; Laß mich alle Angſt und Noth, Alle Furcht, ja ſelbſt den Tod Durch dich fröhlich überwinden Und des Glaubens Ende 5. Sprich mir im Glauben zu, denn freilich iſt es viel, Daß ein ſo großer Gott was Schlechtes lieben will; Jedoch der Freuden⸗Geiſt klopft alſo bei mir an: Gott hat ein Wort ge⸗ redt, das nicht betrügen kann. 6. Sprich mir im Leben zu, wenn etwa Fleiſch und Blut In meiner Frömmigkeit mir viel zuwider thut; Damit mein blöder Muth das Macht⸗ Wort nicht vergißt, Wie gleichwohl deine Kraft in Schwachen mächtig iſt. 7. Sprich mir im Sterben zu, ob⸗ gleich des Todes Bild Mich in der etzten Noth mit lauter Angſt erfüllt. Dein Geiſt erquicke mich und gebe mir den Sinn: Gott hat ein Wort geredt, der Tod iſt mein Gewinn. 8. Ach Gott, es bleibt dabei: Im finden! M. J. G. Olearius, g. 1635, ſt. 1711. Um ſüßen Zuſpruch Jeſu im V Leben und Sterben. ZHott hat ein Wort ge⸗ redt, da weicht er nicht davon, Als er vom Himmel ſprach: Du biſt mein lieber Sohn, An dem mein Vaterherz ein Wohl⸗ gefallen hat, Wer ihn bedachtſam hört, der findet Troſt und Rath. 2. Gott hat ein Wort geredt; nun folgt mein Herze nach Und führt das ſchöne Wort, das Jacob dorten ſprach: 777. lein iſt in ſeiner Ruh; Ich liege nun in Jeſu 3 8 Vaters Liebe meinen Sinn, Daß ich mit Gott verſöhnet bin. Anfang war das Wort, Das Wort war ſelber Gott; nun geht der Se⸗ gen fort, Der eben deſen Spruch in meine Seele ſchreibt: Gott hat ein Wort geredt, das ewig ſtehen bleibt. M. C. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. Friede mit Gott. Wer weiß, wie nahe mir.. ott Lob, ich habe Frie⸗ den funden, Das Täub⸗ Mel. unden, Mich deckt des zu; Der Geiſt bezeuget 462 Vom Glauben und der Rechtfertigung und 2. Wi die harte war mir Moſes Stecken, ſchlug! Was herrſchte da in mir für Schrecken! Was merkte ich da für Betrug! Der Fluch entſeelte faſt mein Herz Und warf mich in den größten Schr merz. 3. Sobald ich aber den ergriffen, Der auch der Fried dens⸗Mittler iſt, So kann ich wieder ſicher ſchiffen, weil er den Fluch ſelbſt hat gebüßt Und dieſen Krieg ſchon abgethan, Den mir der in kündigt an. 4. Die an dſchrift iſt nun ausge⸗ löſchet, Die mir ſo hart entgegenſtund, Dure Jeſu? Blut, das mich rein wͤſchet, Tret ich mit Gott in neuen Bund; Er liebet mich und zürnet nicht, Weil Jeſus ſelber für mich eihtht 5. Wer wi ill 17 ‿☛‿ℳ20 die hoißen Rechen⸗ Eher kann ich nach der — ean ſtille ſein. 3. o ſchenke mir nun dieſen Frieden, Den ja die Welt nicht ge⸗ kan War ich zuvor von dir geſchieden, So nimm mich nun aufs Neue an, Wenn ja der Feind aufs Neue kla gt Und mich in neues Da uns die „ Ach Jeiu, fe Doch mei iner üick, Daß ich im Frieder ſicher chlafe Und ſtets nach deinen Wun⸗ den blick, Da aller Men liegt, Der Sünden Noth und Tod beſiegt. 5 Um Wachsthum des Glaubens. Mel. O Gott, du frommer Gott. Von dem wir alle Ga Da er an mein Gen wiſſen klage dir, Dich, wie ich gerne wollt, Im Gla⸗ ſchen Friede neten, So bitte auch für nich J. G. Weber, ſt. 1753. ben Und, was uns nütlich iſt ſt. Dut Bal Bitte müſſen haben, Ich Sünde Daß leider 10 nicht kan ben beten an. 2. Ich glaube ja zwar wohl, dan mit ſehr ſchwachem Glauben, N mir noch will dazu Der böſe fe wegrauben: Inf ſolcher Noth, St Weil ich auf dich allein; Vernm 3. Ach recke du zu mir Dochd ne Gnad den⸗Hände, Hilf Schwachheit auf ünd Stürt Feſhnde Obſchorn gleich Mein Gl aube So laß ihn doch bei Wachat thum ſein. wolleſt du Mein treuer Helfer ſau in 4. Ich bin zwar ſchwo Der Glaub in mir eaa deine Stärk und Kraft Schl wachen kräftig: hin zu dir, Herr, meine 3 Auf daß ſich mehr in mir ren Glaubens Licht! 5. O frommer Gott, de üünklein angezündet Des auf, Daß Noth find det, J Und gute R zeit Durch es Lichtes Kraft 6. Herr Jeſu blice d 2* aus lauter Vne hedan Wie dort arme Weib Von Can an, d Mit vielem Unglück war 4 du mich bei Gott, Danit ſchwacher Glaub Hier welden S Gott 1 1.1 z leber Herr, w 1. De 2 n, 1 t gebeter dn chte dei tegonn wahren 9 er 3 5— m d — ——*— — — ——— ÿ = du mein Mittler biſt, Valge Will ja Und mir erſprießlich Erhöre mich, mein dee Got, mich doch erhöre, Mat⸗ mein Jlehen, Herr, Die D gewä hxe. Daß ich des de⸗ jgkeit Ziel, Der Seelen Seligkei t, Cn 4 1 err, allerhöchſter Gott, 1 dort einmal bei dir in Gwigke derelben Röm. 8 h. G Ml. † Lolet 1 79. Jö bin dn D D 4 1d. A k ſedee Das aht Rtera aif! n iur S 4 vabrlich iſ 1 t h freit dten Ar ich all d er win mich . Gottes K zung Armah 8 manczerlit di 4 güe valten, Na ; ſend Pein M 16 fi ech ſen t da 4 find und Er. doch kann. Ms d Jrſcherung aus m; 8 ben Un . 1 1 n Bitte 1⁷ 8 veüh r Bit Dhab 5 3 5 3 aß leider t ben, ſgerne wlh t ben be 4 a 2. ab; 2. J ube la zon mir nd 21 az R „A Nſthe wolleſt Qſein treuer 5 A ke du uma — Hände, oi „= auf Und eit 4,4 — — 5 ne G Schwag zuſende „ Wachs 1 ſein. tD J. iwur ſtun Der Gi Tin mir geſte deine(☚ und Kraft Schwarm räftig: Ach hin zu xherr, mein Auf dee mehr in uif ren Gli us Lict! 5. Cmnner Gott d . Fünklei, Fezündet De blas dr—, Daß, wem ² Noth Ich wohl 3 Und g.= iiteerſchaft A * zeit Dkieſes Lchts „ 6.[☚ feiu, blike d aus lg= naden, M „ arme l* Von Canan d „ Mit w.= Unglück wr t, du 1 dei Gott, da t. ſchwad r, zu— 1. ——= — — — — — Zlaub Hir m 780. derſelben Früchten, Friede Röm. 8, v. 32—39. Mel. Lobet Gott, unſern. 779 Ich bin bei Gott in Gna⸗ ¹ den Durch Chriſti Blut und Tod; Was kann mir endlich ſchaden? Was acht ich alle Noth? Iſt er auf meiner Seiten, Gleichwie er wahrlich iſt, Laß immer mich be⸗ ſtreiten Auch alle Höllen⸗Liſt! 2. Was wird mich können ſcheiden Von Gottes Lieb und Treu? Ver⸗ folgung Armuth, Leiden Und Trüb⸗ ſal mancherlei? Laß Schwerdt und Blöße walten, Man mag durch tau⸗ ſend Pein Mich für ein Schlacht⸗ Schaf halten: Der Sieg bleibt den⸗ noch mein. 3. Ich kann um deſſen willen, Der mich geliebet hat, Gnug meinen Unmuth ſtillen Und faßen Troſt und Rath; Denn das iſt mein Vertrauen, Der Hoffnung bin ich voll, Die we⸗ der Drang noch Grauen Mir ewig rauben ſoll: 4. Daß weder Tod noch Leben Und keiner Engel Macht, Wie hoch ſie möchte ſchweben, Kein Fürſten⸗ thum, kein Pracht, Nichts deſſen, was zugegen, Nichts, was die Zukunft hegt, Nichts, welches hoch gelegen, Nichts, was die Tiefe trägt, 5. Noch ſonſt, was je erſchaffen, Von Gottes Liebe mich Soll ſcheiden oder raffen; Denn dieſe gründet ſich Auf Chriſti Tod und Sterben: Ihn fleh ich gläubig an, Der mich, ein Kind und Erben, Nicht laſſen will noch kann. Verſicherung der Gnade Gottes aus der Taufe. In eigener Melodie. ch bin bei Gott in Gna⸗ den, Mich irret keine Noth, Kein Teufel kann mir ſchaden, *) Einige ſingen dies Lied ohne die Worte, die in 0) bei jedem Vers eingeſchloſſen ſind, auf die Melodie; Herzlich thut mich verlangen. M. S. Dach, g. 1605, ſt. 1659. und Freude im h. Geiſte. 463 Nicht Sünde, Höll nnd Tod; Laß alles Kreuz mich drücken, Gott ſelbſt verberge ſich, Sein Bund kann mich erquicken, Das glaub ich ſicherlich, (Mein Heiland habe mich Mit ſeinem Blut erkauft; ich bin getauft.) 2. Laß alle Teufel wüthen, Die Hölle ſei mir gram, Der wird mich wohl behüten, Der mich zum Kind annahm; Ich bin nun ganz befreiet Der ſtrengen Sclaverei, Durch Chriſti Blut erneuet Und jener Knechtſchaft frei.(Gott hat von ſeinem Grimm Mich übertheur erkauft; Ich bin getauft.) 3. Will ſich die Sünd erheben Und ſuchet an mir Theil; Sie iſt mir ja vergeben, In Chriſto find ich Heil. Er hat ſie ſelbſt ertränket In ſeinem theuren Blut; Was iſts, daß ſie mich kränket Und mir viel Leides thut? (Als wenn das grimmig Meer Um einen Felſen lauft; Ich bin getauft.) 4. Will mich mein Unglück plagen, Setzt mir viel Kreuze zu; Ei, ſollt ich drum verzagen? Ich gebe mich zur Ruh; Gott hatt ja theur ge⸗ chworen, Mein treuer Gott zu ſein nd mich zum Kind erkoren, Was irrt mich alle Pein?(Wenn alle Welt zerfiel, Sich hadert zankt und rauft; Ich bin getauft.) 5. Will mir den Stachel zeigen Der nur gemalte Tod? Das Leben iſt mir eigen, Es hat, Gott Lob, nicht, Noth; Der Würger iſt erwürget, Der Schatten ſteht nur hier, Gott hat ſich ſelbſt verbürget; Sein Tod war gut dafür.(Den Mörder aller Welt, Hat Chriſti Blut erſauft; Ich bin getauft) (6. Will Gott ſich fremde ſtellen, Entzeucht der Gnaden Licht Und ſtürzt mich zu der Höllen, Noch wankt mein Glaube nicht; Er hat ſich mir verpflichtet, Er, der nicht lügt noch treugt; Sein Bund wird nicht vernichtet, Er bleibt mir wohl geneigt,(Mir, den ſein Geiſt er⸗ neut Und Chriſti Blut erkauft; Ich bin getauft.) ͤͤͤͤ u d——ÿ 4— — —— 464 Von Gottes Guade. 1. Cor. 15, v. 10. Mel. Wer nur den lieben Gott. 781. Ich bin ein Menſch von f Gottes Gnaden: O. ſüßes Wort, das mich ergötzt! Der Menſ ſch mit ſeinem Sünden⸗ Schaden Wird doch be Gott ſo hoch geſchätzt, Daß er in ſeiner Gnade e ſteht Und über alle Würden geht. 2. Ich bin ein Chriſt von Got⸗ tes Gnaden: In Chriſto hab ich die⸗ ſen Ruhm: Was will mir Welt und Teufel ſchade en? Ich bleibe Gottes Eigenthum. Durch dieſe Gnade nur allein Kann ich gerecht und ſelig ein 3. Ich bin ein Kind von Go tes Gnaden: Drum ſchweigt, ihr Kinder dieſer Welt! Bin ich gleich hier mit Kreuz beladen,„So wißte d daß Gott es alſo hält; K Gnaden ſtehn, Die müſſen durch die Thränen gehn 4. So bin und bleib ich hier auf Erden Von Gottes Gnaden, was ich bin. Aus Gnaden wird mir dorten werden Ein unausſprechlicher Gewinn; Dort ſoll mir Nichts erfreulich ſein, Als Gnade, Gnade nur allein. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. mrirdi mit und in Gott. Durch Adams Fall iſt ganz. Ich bin getroſt und freue? ₰ mich, Weil ich hab Je⸗ Ich lieg und ſchl Ae ſum fu nden. ſicherli ch J den. Died iſt der Ort, allwo mich nicht Sünd, Tod und Höolle ſchrecket, Weil mir in Chriſto Nichts gebricht ln ſeine Macht unc decket. Er ſpricht zu mir: Ich bin ganz dein Und du biſt mein hinwieder; Ich mach dich frei von aller Pein, Drum ſinge Friedens⸗Lieder. Ich fülle dich mit meiner Freud Und tröſte dich mit Wonne, Ich gebe mich dir ſelbſt zum Kleid, Du biſt ſchön wie die Sonne. 3. Wer will mich nun von Chriſti Vom Glauben und der Rechtfertigung und n ſeinem Schooß und un. Was künftig iſt D Ge eiſt erl 1 Dahin ſich auch mein Geiſt elhie Huld Und ſeiner Liebe ſcheiden? Aa mir beimiſſet eine Schuld, Dem hat ich vor ſein Leiden. Dieß fellens in Sicherheit Und ſtillet mein Gewi ſen; Den Frieden kriege ich ur da Zum Schild und ſanften Kiſſen. 4. Hab Dank,o Jeſu, Gettee Sen Du Friedens⸗ Wiederbringer, d Dabu herab von deinem Thron Biſt! t bn men als Bezwinger Des Ll bid den Frieden ſtört; Ach, laß mai Herz doch werden Zum Temel, der Fried einkehrt; Sei ſelbſt mat Fried auf Erden! Gewißheit des Glaubens. 2. Tim. 1, v. 12. Mel. Gott Lob, es geht nunmeht. 783. Ich bin gewiß inm (¶ e — Glauben de in Chriſto einverleibt: We er ka dieſes Kleinod rauben, Das Blut und Tod verſchrei „ theures Wort bekräftigt dieß ſagt mein Glaub: Ich bin 2. Ich bin gewiß inme juade Die nur an meinem Je eiulf ebt wenn ich mich im Glauben; Jeſus in dem Herzen lebt of Lieben iſt mein Paradies: Er üt mich, ich bin gewiß. 3. Ic bin gewiß in mein inents Ben Daß Jeſu Gnade bei nir i Die hilf lft mir allen Jamn mer! Wenn ſich mein Herz an ein ſchließt: So acht ich keiner Hindern Gott ſorgt für mich, ich bi tin wm 4. Ich bin gewiß in meit unes den: Kein Engel und kein Füute thum Mag mich von meinen ſcheiden: Er iſt mein Heil, mein nD mein Ruhm; So ſchadet Sch de Biß: Geduld ſagt de ch bin gewi 8 3 Ich din 5 wiß in neuem fes⸗ Was segem wärtig iſt, verge ſteht mir nicht of — — d Die Hoffnung macht den ſuß Weil ſie ſtets ſingt: Ich bi ngen derſelzen a oing unßi hen. Daß nih enn fann. Er mac mi Fben Von den 1 Ein ander lul Mein Fefus lite ü 7. Ich b edi D di aus dem d 5 e Gwigtet an Wfung bleibt. Zc Benj. Stme dns u3 ich ¼ I chu Alld ln iſt Ne 8 3 ih mi lir We nr ve V 1 der Reihtſpe ng und mir bein 5. le eſch d id ver= ie Sn 2 S Än da 1 1 ſen; Dei d 1 S enk 1 Zum Sf= md legeit —4. 94 erab v men als— inger Deshſ e den Fr— Herz daoß der Fri Fried at Ge — iit des Glun — iim. 1, v. 13 Mel.— Lob, es geht un 8 1 3— h bin gewijn 1 83— Glauben.„ in C hriſ verleibt: Va dieſes Ka rauben, da Blut u dd vercri theures bekräftigt d ſagt meif— ub. Jch ln 2. Jor r zewiß in mein Die nut em neinem Jiube wenn d— im Glaubenu Jeſus n Herzen d Lieeben 5 Paradies. mich, i cgewiß. 3. J= gewiß in me ben, D. ſu Enndei Die hilf ren allen Jam Wenn mein helz u ſſchließt: acht ich kinai „Gott ſoc r nich iht 14. Jä gewiiß in ni den: K= mMgel ud knn thum M rich vun un ſcheiden=tt min in mein Je S0 t Schlang= ß. Gaͤub Ich bin— 4 5. 4 3 fo 4 A genwärig in Was kürm iſt, ſnnne . 8 un 8 Dahin*& ach mn Die Hermg ma„ 1a2e e asſen mich ſchaut. 7 Ja- gewiß in nin M derſelben Früchten, Friede 6. Ich bin gewiß in meinem Ster⸗ ben, Daß mich kein Tod nicht tödten kann; Er macht mich nur zu einem Erben Von dem beglückten Canaan. Ein ander Leben folgt auf dieß: Mein Jeſus lebt, ich bin gewiß. 7. Ich bin gewiß, ſo ſoll es heißen, Bis aus dem Glauben Schauen wird; Es ſoll mich Nichts von Jeſu reißen: Ich bin ſein Schaf, er iſt mein Hirt. In Ewigkeit folgt hier kein Riß: Die Loſung bleibt: Ich bin gewißz. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Früchte der Rechtfertigung. Mel. Singen wir aus Herzens⸗Grund. 78 4 Jch bin Gottes Bild und . Ehr, Bin ſein Kind: was will ich mehr? Chriſtus iſt mit mir verwandt, Ueberköſtlich iſt mein 84 und Kleid Hier und dort in Ewigkeit. Durch ihn werd ich hoch erfreut. 2, Gott hat mich gerecht gemacht, Chriſtus hat mir Heil gebracht. Gott zürnt nimmermehr mit mir. Ich bin ſelig für und für. Gott hält mich auf ſeinem Schooß, Ich bin Gottes Haus⸗Genoß, Mein Sitz iſt im Him⸗ mels⸗Schloß. 3. Gott verläßt mich nimmermehr, Er gibt, was ich nur begehr; Alles, was Gott hat, iſt mein, Chriſti Taufe wäſcht mich rein; Ich bin Gottes Heiligthum, Chriſtus zieret mich mit Ruhm, Schenkt ſich mir zum Eigenthum. 4. Gottes Liebe wohnt in mir, Gottes Gnad iſt mein Panier; Chri⸗ ſtus hat mich auserwählt, Er hat ſich mit mir vermählt, Er hat ſich mit mir vertraut, Ich bin Chriſti Schatz und Braut, Chriſti Auge auf 5. Meine Ruh bleibt ungeſtört, ein Vergnügen ewig währt, Meine Luſt vergehet nicht, Ich komm nim⸗ mer ins Gericht. Chriſtus ſelber iſt der Mann, Der für mich genug ge⸗ Stand; Chriſtus iſt mein Sahnne eren Pein; Ich geh than: Keine Plage rührt mich an. und Freude im h. Geiſte. 465 6. So bin ich ſtets wohlge⸗ muth, Weil mich Chriſtus hat in Hut Und ſein Herz mich ewig liebt, Ja, weil er ſich mir ergibt, Auf, mein Geiſt, und nicht verweil, Gott, dein wahres Gut und Theil, Stets zu lieben für dieß Heil! Jef. 61, v. 10. Mel. ch freue, freue mich in 7 85. 3 Gott Und meinem Her⸗ ren, Herren, Und laſſe mir in keiner Noth Die Fröhlichkeit verſperren. Mein Leib und Seel iſt höchſt erfreut, Drum ſag ich auch zu aller Zeit: Ich freue mich im Herren. 2. Ich war von dem Geſetze los Durch meine Miſſethaten: Ich ſtand vor dem Gerichte bloß, Mir konnte Niemand rathen. Die Sünden Schul⸗ den waren groß, Der Satan ging ſchon auf mich los. Nun freu ich mich im Herren. 3. Denn alſo hat Gott mich ge⸗ liebt, Daß er für meine Sünden Den eingebornen Sohn hingibt, Mich da⸗ von zu entbinden; Nur daß mein Herze an ihn glaubt Und bis ans Ende treu verbleibt. So freu ich mich im Herren. 4. Gott ſelbſt kam in ſein Eigenthum Und predigte den Armen Das ſüße Gvangelium, Sich unſer zu erbarmen. Sobald du ſprichſt: Gott, ſei mir huld! Spricht er: Ich tilge deine Schuld. So freu ich mich im Herren. bin ich allbereit Es iſt das Heil uns. 5. Mit Kleidern Des Heiles angezogen; In dem Rock der Gerechtigkeit Bin ich nunmehr entflogen Der Höllen Angſt und ſchwer in dieſem Kleid herein Und freue mich im Herren. 6. Nun bin ich wie ein Bräuti⸗ am Mit Prieſterſchmuck gezieret. ch werd als eine Braut dem amm Mit Freuden zugeführet. Des Her⸗ ren Jeſu theures Blut Macht alle Schuld und Strafe gut. ich mich im Herren. 30 So freu 7. Ich denk jetzund an meine Tauf Und an mein Anerbieten; Und ob ich gleich von Jugend auf Den Taufbund überſ chritten, So ſteht er doch bei Gott ec feſt, Der ſein Wort niemals wanken läßt. Ich freue mich im Herren. 8. Was mir Gott damals zuge⸗ ſagt, Das wird auch bleiben ſtehen, Und wenn mich all mein Thun ver⸗ klagt, Darf ich doch nicht vergehen. Ich bin durch Jeſum Chriſt erkauft nnd auf ſein Blut und Tod getauft: So freu ich mich im Herren. Ich denk jetzt an das Abend⸗ mahl, Das ich ſo oft genoſſen, Bei dem viel Gutes 0h ne Zahl Auf mich herabgefloſſen. Da bin ich Jeſu einverleibt, Und weil mein Herz Phm treu verbleibt, S So freu ich mich im Herren. 10. Wohlan, ich warte nur mit Luſt Auf ein glückſelig Sterben; Mein Jeſus ruht in meiner Bruſt, So dan ann ich nicht derdarben Mein Theil, Mein k mein datz, mein Hilf und Dunn freu d mich im Herren. ſch geh mit Freuden aus, der Welt Und 8 dem Welt⸗Getümmel, Das mich noch jetzt gefangen hält. Gott öffnet mir den Himmel; In dieſen geh ich fröhlich ein Und will ſtets bei dem Herren ſein. So freu ſich mich im Herren. 12. Ach Tag! Koöomm, Jeſu, mein Verlangen, Damit mein Herz und Seele ma g Dort ewig an dir hangen! Nun will ich bald bei Jeſu ſein; Nun geh ich ſchon in Himmel ein Und freue mich im Herren M. J. C. Schwedler,„g. 1672, ſt. 1730. Grund: der Seligkeit in Gottes Erbarmung. Mel. Wer nur den lieben Gott. 7 86. 2 J habe nun den Grund 8 gefunden, Der meinen Anker ewig haͤlt: Wo anders, als in Jeſu Wunden? Da lag er vor der Vom Glauben und der Rechtfertigung und für, So ſtark an unſre Herzer „komme bald, erwün iſchter Zeit der Welt, Der Grund, der un⸗ beweglich ſteht, Wenn Erd um Him⸗ mel untergeht. 2. Es i iſt das ewige Erbarma, Das alles Denken überſteigt, G⸗ ſind d offnen Liebes⸗ Armen N De, der ſich zu dem Sünder neigt, Den allemal das Herze bricht, Wir d kon⸗ men oder kommen nicht. 3. Wir ſollen nicht verloren we den; Gott will, uns ſoll genſ ſein; deswogen kam d der Sohn au Erden Und nahm hernach den Him mel ein; Deswegen klopft er für 1 4. O Abgrund, welcher a den Durch Chriſti? Blut ve hat! Das heißt die verbinden, Da findet lein N men ſtatt, Weil Ehriſti But! dig ſchreit: Barmt herzigk keit, her zigkeit! 5. Darein will ich mich n ſenken, Dem will ich mich vertraun Und, wenn mich Sünden kränken, Nur ba Gottes Her ze ſchaun: d fi zu aller Zeit Unendliche Muut zigkeit. 6. Wird alles Andre Was Seel und Leib erblicen Darf ich von keinem Troſte wi Und ſcheine völli ig ausgethan. die Erretttu ing noch ſo weit: N bleibet die Barm cerzigkeit. 7. Beginnt das Irdiſche zud drüct Ja, häͤuft ſich Kummer und Venni Daß ich mich noch in vielen Stütt Mit eitlen Dingen mühen muß. Wch ich danench oft ſehr zerſtreut, Dei hoff ich auf Irncher zigkeit. 8. Muß ich an meinen beſten ken, Darinnen ich denndand 4 Viel Lridoh lkommenheit bemeren. So fällt wohl alles Rühmen ſnn Doch iſt auch dieſer Troſt bereit Mein der iſt voi Barmheri gli 9. Es geh mir nun nach deſe Willen, Bei dem ſo viel Erbarm iſt; Er wolle ſelbſt mein Herze ſ — len, Damit es das nur nicht vergih⸗ Wunde nit blebben, So la rrägt, Dos flli treiben, So lün wegt. So ſigihe D Aogrund ſ de 31 2. Ain. Mel. We m i Jeſum, n Wnad ſeie went ſe ſeine parh tmir 6 A k nihe am Saa 4. Hdc, ch, „Wa t ta Umn, da dn ch ſit di r au die nn mn e Rechtf Dii de— Der Gemd, derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. 467 e wegli 11 N. mel untet=— Vem Gm) So ſtehet es in Lieb und Leid In, eröffnet ſtehn: Daraus kommt mir 2. ESr as eui durch und auf Barmherzigkeit. Freude, Wenn in meinem Leide Ich Das allz nmen ei 10. Bei dieſem Grunde will ich faſt will vergehn. Gottes Sohn ſind die n Liebesd bleiben, So lange mich die Erde mein Gnaden⸗Thron! Ohne dich der ſich 1a.— Sins Aa trägt; Das will ich denken, thun und will ich nicht leben, Weil ich hier allemal d er 4 treiben, So lange ſich ein Glied be⸗ muß ſchweben, men oder e nen nct wegt. So ſing ich einſtens hocherfreut: 2. Deiner Wunden Höhlen Sind 3. TS nich O Abgrund der Barmherzigkeit. ja meiner Seelen Sichrer Aufent⸗ halt; Sie ſind meine Schirmen, den; Ga 1 nicht veimn g. A. Rothe, g. 1688,ſt 1758. zie ſi ſein: Da⸗ an kun d.. Venn die Feinde ſtürmen, Lauf ich Erden hm s 2. Tim. 1, v. 12. hin alsbald. Hier iſt Schutz, da ich kden Am hernach i Mel. Wer nur den lieben Gott. mit Truß Mich kann allzeit ſicher decken Vor der Feinde Schrecken. 8 — mel ein⸗ egen llopſt 6.. ſür Se ſ llopſt aſ 787 ch weiß, ich weiß, an wen für So[Bn unſte Hern*☛ ich glaube, Ich glaub 2 Dane 3. Wenn ich ängſtlich ſchwitze Von 8 2 W. welcher 1 an Jeſum, Gottes Sohn; An Jeſum, der Gunden hiirdf Weſch mich den Dun* fiſi Butdatz der mich ſeine Taube, Der mich ſaugt aus; Wenn mich nagt und hat! Dg, ißt die Um nennt ſeine werthe Kron; Der, der quälet Und faſt gar entſeelet Der verbindet= findet ung hat mir das Heil erworben, Da er Gewiſſens⸗Braus: Laben mich herz⸗ men ſtatt—il Chrſtt iun für mich am Kreuz geſtorben. inniglich, Jeſu, deiner Wunden Flüſſe, dig ſchrz armherzigtet. 2. Ach, ach, ich habe nun ver⸗ Deines Blutes Güſſe. herzigkeit ſtanden, Was ich in Jeſu worden ſei; 4. Dafür fall ich nieder, Meine 5. De⸗ awilll ich miahh In Jeſu bin ich von den Banden ſenken, ſme wil ich una Der Sünden und des Satans frei, vertraun 1I, wenn mie In ihm bin ich, von Gott betrachtet, Sünden en, Jur uM So heilig als er ſelbſt geachtet. matten Glieder Beugen ſich hinzu; Meine Seele ſauget Alles, was ihr tauget Zu des Herzens Ruh. Wie b dle er. gar leicht ein Täublein fleugt Zu Gottes„i.= ſchaun: Nßt 3. In Jeſu bin ich ſchon vollkom⸗ dem Waſſer, Wenn es h un zu aller= Unendlhhet men, Ich bin ganz ohne Schuld und ggar ſehnlich lechzet. igkeit. Sünd; In ihm hat mich Gott ange⸗ 1 5. Neine dies d. 6. W es Ahde n nommen Zu ſeinem lieben Gnaden⸗ mich Aeiedieies Nuullen, Ich win Was S d Li aunt Kind; In Jeſu bin ich neugeboren mich dch Labzal ſaen nhde mue Darf ichſe 3 keinen dn Und Gott zum Dienſte auserkoren. Laſſ 1n 9 5 n l.:der aon Uar 1 ig ausagih 4. In Jeſu bin ich auch geſchaffen Edi den⸗ à du Gee en⸗Zier as Und ſche⸗ allig ausgethe Werken als ein Chriſt; In gibt Saft, Troſt, Freud und Kraft; nd ſc d ſ S Zu guten Werken als ein Chriſ In DOnn Ton die e. die Erroin u. wuc ihm bin ich mit Kraft und Waffen A. Iie weichen ſchon 1e Schmerzen bleibet de rmheriictbe. Zu allem Kampf wohl ausgerüſt; In Aus dem müden Herzen! 7. Bagt aas Idſtt Jeſu bin ich, wenn ich ſterbe, En„6. Jeſu, deine Ritzen Sind mir Ja, häuff=Kummer mtb Si ſ * — Sieges⸗Fürſt und Himmels Erbe. ſtarke Stützen, Da ich fliehe hin; Daß ich E noch in viln 5. O, was für theure Glaubens⸗ Deiner Wunden Fächer Sind mir⸗ Mit eitle=gen mühenm Schätze, Die ich ſo lange nicht ge⸗ breite Dächer, Da ich ſicher bin; Ob ich dadie aft ſehr eum wußt, In welchem ich mich nun er⸗ V der Feind vor Zorne ſchäumt, Ob V hoff ich ſr armherigtt götze, In welchem meine höchſte Luſt! er blitzt und Feuer ſpeiet, Höllen⸗ 3 Ml an meinen Ver iſt der, der mich will anklagen? Marter dräuet. ten, Daſ—t ich ſ Auf Jeſum will ichs mit ihm wagen. 7. Trot dir, Feuer⸗Drachen! Trotz di U„ ommenbet E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. dir, Todes⸗Rachen! Troß dir, Höl⸗ So fälll-ml ales un len⸗Gruft! Sehet Jeſu Wunden, Doch iſt deenn Frendigkeit in den Wunden D ie hab ich gefunden, Die ſind meine do vol Ban* Kluft. Hört das Wort, das eſus Mein 8 mir nun Chriſti. dort Saget: Teufel, du ſollſt ſchwei⸗ — 3 Kn 1 vnd Mel. Jeſu, meine Freude, meines. gen, Dieſer iſt mein eigen! Wi en,* iſt: Er ebi mi 788 Jeſu⸗ deine Wunden Seh 8. Hier ſind Striemen, Wun⸗ Dan das 1 len, Daß nur n ich alle Stunden Mir den, Ich ſteh angebunden An des 30* — 468 Vom Glauben und der Rechtfertigung und drſel Kreuzes Stamm; Hier iſt Blut und Schmerzen, S Höllen⸗ dier it im Herzen, Hier iſt Gottes Lamm, So auffaßt der Sünden Laſt Und die Hand⸗ ſchrift reiß ßt in Stücke: Teufel, geh zurücke! 9. Merke, mein Herz, eben Höre, wie dein Leben, Jeſus, dich vertritt. Laß den Höll len Drachen Brauſen, donnern, krachen, Weich keinen Schritt. Jeſu Blut ſtärkt dir den — ſſ Muth, Solches faſſe nur mit Freu⸗ den Und vergiß dein Leiden. 10. Noch ein Feind ſtel t hinten, Der mich hart will binden, Der ſehr bittre Tod: E zückt So choß und Pfeile, Drum i ch zu dir eile In ſo d groß er Noth. Laß ach er, du Seelen⸗Zier, Sehen deiner Wunden d Stärke, Auf mein Flehen merke! 11. Nun kann ich feſt hoſſon Daß mir ſtehet offen Deiner und Thür; Darein will ich fliehen ich fort muß ziehen Aus dem Wel Revi=s der Noth und dur iſt du mich zum F 8 du mir wirſt geben. 12. Ich will ſanft einf ſchlafen, Du wirſ Ruhe ſchaffen, Lauter ſü Raſt. Zu dir kommt die Seele, Der Leid in der Höhle ruhet ohne Laſt; Da iſt ſein Schlaf⸗ Kämmerlein, Er liegt ohne Qual und Sorgen Bis zum großen Morgen. 13. Gleich jetzt komn nt behende Meines Lebens Ende, Jet zund ſchlägt die Uhr. Fort, ich muß auf ſſtehen Und zu Chriſto gehen, Neiner Seelen⸗ Cur. Ach, wo iſt mein« Jeſus Chriſt, Der aus dieſem Angſt⸗Getümmel Mich ſtracks führt in Himmel? —: — — 14. Jeſu, Morgenſteine, S Du zeigſt W dich von ferne, führ mich gläubig fort; Leucht mit deinem Strahle D In des Todes Thale, Führ mich an den Ort, Da man geht zu Gott und ſteht Mit der goldnen Ehren⸗Krone Vor des Höchſten Throne. 15. Nun⸗ ihr lieben Meinen, Stillet euer? Weinen, Gönnet mir die dieſe hier. Ich ſteh Ruh, Die der Wunder⸗Thäter, Gurr Janz, 3 9 0 Schlangen⸗Treter, Jeſus, euch ſagt un n zu. Gönnt mir heut die Herrlic⸗ Sund den uut keit, Die mir Gott gibt für das nd zr Leiden, Lebet wohl in Freuden! 18 1 16. Seht die Himmels⸗ Lei iter, Scht 5. 86 un die Weg⸗ Bereiter, Gottes⸗Gnge lein, zen ndd Nrhü Reichen mir die Hände, Dahin th Werther Geit mich wende, Tragen himmelen Veune uden Al pald weg! Dio iſt der Sten 8 Welcher führt zur vimm nels⸗Pforte⸗ über! Wir ſind ſchon am 4 F Was rni n in traue e ſen l d 17. Großer Gott Herrlich und Hechpräch nun vor dir. Du let Und vorlängſt ſaß, D Dank e dir m nit ſ ls⸗Kro Me. iſt gar kein Lei zer aeie Bo ſchör In p Ewig ſo olles engen inn A Nug dhſe Einwohnnng Chriſti in den rich mehrwih Herzen. un Mel. Auf, mein dan geh mit. 789. ich liebe dich! Komm d len⸗Rather, Heilger Ge eiſt, ah did dnu 2 We Mad J mich! Laß mich, o dreieinig Wafeh⸗ me Dir zur Wohnung ſein erleſen NMähr he 2. Laß mich, Jeſu, deine nt Palt e vdc a Vollen Glauben ſtellen zu; Demns 1 iſt die rechte Pforte Zu der ſlh Seelen⸗Ruh. Niemand kann den 8— roſt ergründen, Der in deinen Port zu finden. 3. Sende nun, o Vater, ſeln Deinen Geiſt von deinem ir Der mein Herz zu dem nur wene pu men Was dein Alerliäbſter Sohn, Diſ ů4 lehe Wort wir angehöret, Uns von de 1 din nem Willen lehret. du 9 d 4. Von mir ſelbſt kann ichs ni ,Ka faſſen, Mein Herz iſt verfnſttt fe Rechtfertiſ e 2und lub, Die d= in ſchlangen⸗n Jiius 1. Gonnt r heut d it, Die ott git eiden, Leh, hl in J 116. Seht.— —— — G 3 1 — ——O— —— — —— — r. — — — — — — — — —— —— — — — — — 8 — No2. Nal Kar Nes üt d Sr fü l Hümmels⸗ dir ſind ſmnm Om 17. Grg= Fott ſoy 17 Erd. ott ſeit u Herrlich un hprähhtig A un vor di u haſt m et Und u Iſt gezählt h heſe hier. ☚ ſ ung lub, Danſ= mit ſüßen —* 1 — 8 heilig! d nein Geſaß— zen mit nirt er Zier Gtzt= höne Gngl Ewigſollegrmn! d. J. Pretn Einwot σ Chriſti in erzen. Mel. ziein Herz, geyn 789=, komm nit (82- eter, Komn Komm o wm. Troſt ergmnn, Da ni Wort witt Auns em Wil hret. nem Wi 4. Voft* ſelbſt imi .— Herz ſt 3 faſſen,— derſelben Früchten, Friede ganz, Ich geh auf den Irrthums⸗ Straßen, Wo nicht deines Geiſtes Glanz Den verblendten Sinn regie⸗ ret Und zur hellen Klarheit führet. 5. Zünd doch an die Lebens⸗Ker⸗ den Und durchhitze Geiſt und Muth; 9 erther Geiſt, laß unſre Herzen Brennen in der Liebes⸗Gluth! Schaff, daß deine heilgen Flammen Schlagen über uns zuſammen. 6. Führe mir ſtets zu Gemüthe, Was mir Jeſus zugeſagt, Daß ich traue ſeiner Güte, Wenn vielleicht der Zweifel fragt, Ob auch meiner Bitt und Flehen Hilf und Rettung werd ergehen? 7. Es kann keine Noth nicht ha⸗ ben, Weil mein Jeſus wohnt in mir; Ich genieße ſeiner Gaben, Die ſein Geiſt mir ſtellet ſür, Wenn ich ihn beſtändig liebe Und in ſeinem Wort mich übe. 8. Wer nach ſeinem Wort nicht lebet Und ihn nicht von Herzen liebt, Nur nach ſchnöder Wolluſt ſtrebet, Der muß ewig ſein betrübt; Gott wird nicht mehr in ihm wohnen, Sondern ihn mit Zorn belohnen, 9. Mein Herz, du darfſt nicht er⸗ ſchrecken, Jeſus iſt dein Aufenthalt, Denn ſein Friede wird dich decken Wider all Feinds⸗Gewalt, Die ver⸗ geblich auf dich ſtürmet, Weil ſein Friede dich beſchirmet. 10. Fahre hin mit deinem Friede, Mehr, als feind⸗geſinnte Welt; Dei⸗ ner werd ich zeitlich müde, Weil dein Friede bald zerfällt. Gottes Fried er⸗ freut die Herzen; Welt, dein Friede bringet Schmerzen. 11. Nun ſoll weder Angſt noch Leiden, Jeſu, keine Macht noch Liſt Mich von deiner Liebe ſcheiden, Weil dein Friede bei mir iſt. Ja, es ſol⸗ len meine Sinnen Nichts, als Jeſum lieb gewinnen. 12. Jeſu, der du vorgegangen, Durch den Tod zum Vater hin, Hol mich, der ich mit Verlangen Dir zu folgen willig bin; Willſt du, ich will 469 ern aufſtehen Und mit dir von innen gehen. Rud. Friedr. von Schultt, um 1699. Ruhe in Chriſto. Mel. Liebſter Jeſu, du wirſt kommen. 2 eſu, Ruhe meiner See⸗ 6 90. 3 len, Laß mich deine Ruh erwählen, Wenn die Miſſethat ihr Spiel In der Unruh zeigen will! 2. Denn du bleibeſt mein Ergötzen Und ich kann mich ſelig ſchätzen, Wenn mein Geiſt in deinem Blut Und in deinen Wunden ruht. 3. Deine Ruhe bringet Gaben, Welche Seel und Herze laben, Deine und Freude im h. Geiſte. Ruh iſt meine Koſt Und ein ſüßer Freuden⸗Moſt. 4. Und bei dir, du Seelen⸗Weide, Findet man gewünſchte Freude, Heil und Friede in dem Geiſt Und was nur erfreulich heißt. 5. Ach, was kann auf dieſer Er⸗ den Doch für Ruh gefunden werden? Arbeit, Schmerz und Herzeleid Iſt der Menſchen Lebenszeit. 6. Auf der Welt iſt Alles bitter, Und bei ſtetem Ungewitter Wird der Menſchen Ruh und Raſt Eine cent⸗ nerſchwere Laſt. 7. Aber deine Ruh iſt ſüße, Und ſobald ich ſie genieße, Weicht aus meinem trüben Sinn Unruh, Laſt und Unmuth hin. 8. Ja, wenn ich in deinen Wun⸗ den Habe Troſt und Ruh gefunden, Hab ich dein erworben Heil Und das allerbeſte Theil. G) 9. Wenn die Sünden mich ver⸗ giften Und im Herzen Unruh ſtiften, Eile ich nach Jeſu zu Und ſo find ich neue Ruh. 10. Dorten kann ich, Trotz der Höllen, Mein Gemüth zufrieden ſtel⸗ len; Und für die Gewiſſens⸗Pein Nehm ich ſüße Ruhe ein. ns 11. Muß ich gleich auf Erden leide Und entblößt ſein aller Freuden; Muß 8 gleich im Finſtern ſtehn Und kein Licht und Stern mehr ſehn: * 470 12. Leid ich dennoch alle Schmer⸗ zen Mit Geduld und ſtillem Herzen; Denn ich weiß, ich trage doch Mei⸗ nes Jeſu ſanftes Joch. 13. Nun, ich will die Welt ver⸗ fluchen Und hingegen Chriſtum ſu⸗ chen, Welchen meine Seele liebt, Weil er ſolche Ruhe gibt.. 14. Ich will ihn ins Herze faſſen, Durch den Glauben ihn nicht laſſen; Weil er mich die rechte Bahn Zu der Ruhe führen kann. 15. Nun, ſo komme denn, mein Leben! Deinen Frieden wollſt du geben. Laß mich nicht in ſteter Pein Und Gewiſſens⸗Unruh ſein. 16. Führ, ach, führe meine Seele Hin in deine Seelen⸗Höhle, Und be⸗ reite mir die Ruh In dem ewgen Leben zu!. A. Gotter, g. 1661, ſt. 1735. Herrlichkeit der Gläubigen. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 791 Jeſu, wenn ich mein Ge⸗ .☛☚ müth Chriſtlich in mich ſelbſten lenke Und den Reichthum deiner Güt, Meine Seligkeit, bedenke, So deucht mir, ich ſag es frei, Daß ich ſchon im Himmel ſei. 2. An dem ſchnöden Sünden Wuſt Mag ich alsdann nicht mehr kleben. Ich verſpüre Kraft und Luſt, Heilig und nach Gott zu leben. Ich bin reiner Freuden voll, Mir iſt über⸗ ſchwänklich wohl. 3. Dir ſei Dank, Preis, Ehr und Macht, Jeſu, daß du durch dein Sterben Mir das Heil haſt wieder⸗ bracht Und mich ſolches laſſen erben In der Tauf, die durch dein Blut lle meine Schuld abthut. 4. Dieſes macht mich ſchön and fein, Ohne Flecken, ohne Makel, Hei⸗ lig, ganz gerecht und rein, Heller, als die Sonnen⸗Fackel; Denn dein Unſchuld, mein Herr Chriſt, Macht mich, mui dn Llder biſ .Höll und Teufel ſind gefällt, Ihre Macht hat weichen müſſen; At, hrs fluchte böſe Welt Tret ich ritterlich mit Vom Glauben und der Rechtfertigung und Füßen; Und die Freude Chriſti macht Daß mein Herz den Tod verlaht. Schrecklich über alle Böſen: Hie ſteht Chriſtus, der mich ſchützt, Der mich kann vom Fluch erlöſen, Deſſen Thun vor Gott ſo gilt, Als hätt ih es ſelbſt erfüllt. 7. Er, der große Welt⸗Heilan Hat Luſt, in mein Herz zu ziehen, Und hat mir zum Liebes⸗Pfand Oe⸗ nen werthen Geiſt verliehen. Gott mein Vater, wohnt in mir, Ich hin ſein Kind für und für. 8. Sage mir, Vernunft, ja nich. Du biſt elend und gebrechlich; Dem mein Glaub an Chriſtum ſpricht Ich bin herrlich, unausſprechſich, Niemand ſchrecke mich forthin, Meit ich hier ſchon ſelig bin. 9. Treib, o Gott, aus mir dara Was den Glauben will zerſt Laß dein Evangelium, Tauf m Abendmahl mich nähren; Dieht mir in Freud und Leid Meine li Seelen⸗Weid. 10. Und beiſolcher werthen Koſtc ich mich ſo lang ergötzen, Bis dum⸗ mein ſüßer Troſt, Wirſt zur Himes⸗ Tafel ſetzen, Da ich recht ſoll nehna ein, Was es ſei, ganz ſelig ſein. Röm. 8, v. 31— 39. Mel. Herzlich thut mich verlangen. ſt Gott für mich, ſo tet 7 92. 3 Gleich Alles wiedermit So oft ich ruf und bete, Weicht Ales hinter ſich. Hab ich das Haupt zm Freunde Und bin geliebt bei Gott Was kann mir thun, der Feinde Un Widerſacher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feſt Ich rühms auch ohne Scheu, diß Freund und Vater ſei, Und daß 3 allen Fällen Er mir zur Rechten ſte Und dämpfe Sturm und Wellen Und was mir bringet Weh. 1 3. Der Grund, da ich mich gründe 6. Donnert das Geſetz und blit 4 Gott der Höchſt und Beſte, Nin Iſt Chriſtus und ſein Blut: Dus wmſſeh nacet, dchihf Gut. An ma Jſt Ricts aufde ſus mir gegeſen werth.. nh Jen Glanz und ſcſt nicht in mir wir, ir nicht Vo Und vor den müßte ſtracks de in Feuers⸗Hih 5. Mein Nit nit ſich führ d rich rein wiſce that Di ſind mim Untheil mich aſc niich betrübt We decet Mein hii 7. ein Ge fn, Regire 16 dt Song ud den Kummeg fin gnt h . Ein Gi die indſ den Gott itan Aug 1 I d ne tane ürfſh An 4 K ſKit u ne Rechtfert ☛ und füßen; Un— daß mein— teude Ghrſ — — hun vor(.0 gt Pen d z ſelbſt* oße 1 8 7 1— dat Luſt, jr n in Her nd hat n Ltes in Kind ſſi dfür. „8. Sage— Vernunft, dn du biſt 3 d gntent ten Glaut.(hritun ſ ih din), mnsint demand ſche mich forthaz H hier ſchgF z bi. 9. Treib, ſtt, aus ni das den= yn vil zu aß dein elum, bendmahlſt— nähren; d ir in Freitt d Liid Mem eelen⸗Wei 10 Undhſr Derwerthen li mich ſo lm göten, Bisd ein ſuͤßer ³½ Wirſt zurhin afel ſetzen, cch rech ſln n, Was éſe ganz ſeli ſt * Rö d. 31-9 Mel. He e= hut mich delun -Oo)„ ttt für nitzſt 9 2* 1=ch Alles widn ooft ich. dbete, Nit nter ſich. ich das dau reunde U n gelett bit dh An zas kann un, der Fend ziderſacher.2 7 2. Nun f. und Imi h rühmstn ieh ott der 1 und de teund unde cer ſel uu jen Fäͤllet=mir zur 3 nd dämpw urm uh inget W nd was inget We 3 Der Gmn wih nig t Chriſtu d ſei Re Der an des Herzens Grunde Erſiehet derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. machet, daß ich finde Das ewge wahre Gut. An mir und meinen Leben Iſt Nichts auf dieſer Erd; Was Chri⸗ ſtus mir gegeben, Das iſt der Liebe werth. 4. Mein Jeſus iſt mein Ehre, Mein Glanz und ſchönes Licht; Wenn der nicht in mir wäre, So dürft und könnt ihr nicht Vor Gottes Augen ſtehen Und vor dem ſtrengen Sitz, Ich müßte ſtracks vergehen, Wie Wachs⸗ in Feuers⸗Hitz. 5. Mein Jeſus hat gelöſchet, Was mit ſich führt den Tod; Der iſts, der mich rein wäſchet, Macht ſchneeweiß, was iſt roth. In ihm kann ich mich freuen, Hab einen Heldenmuth Darf kein Gerichte ſcheuen, Wie ſonſt ein Sünder thut. 6. Nichts, Nichts kann mich ver⸗ dammen, Nichts nimmet mir mein Herz; Die Höll und ihre Flammen, ie ſind mir nur ein Scherz; Kein Urtheil mich erſchrecket, Kein Unheil mich betrübt, Weil mich mit Flügeln decket Mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geiſt wohnt mir im Her⸗ zen, Regieret meinen Sinn, Vertrei⸗ bet Sorg und Schmerzen. Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir ſchafft, Hilft mir das Abba ler meiner Kraft. . Und wenn an meinem Orte Sich Furcht und Schrecken findt, So ſeufzt und ſpricht er Worte, Die un⸗ ausſprechlich ſind Mir zwar und mei⸗ nem Munde, Gott aber wohl bewußt, ſeine Luſt. 9. Sein Geiſt ſpricht meinem Geiſte Manch ſüßes Troſt⸗Wort zu, Wie Gott dem Hilfe leiſte, Der bei ihm ſuchet Ruh, Und wie er hab er⸗ bauet Ein edle neue Stadt„ Da Aug und Herze ſchauet, Was es ge⸗ glaubet hat. 10 Da iſt mein Theil, mein Erbe Mir prächtig zugericht; Wenn i gleich fall und ſterbe, Fällt doch mein ſ Himmel nicht. Muß ich auch gleich V 471 hier feuchten Mit Thränen meine Zeit, Mein Jeſus und ſein Leuchten Durch⸗ ſüßet alles Leid. 11. Wer ſich mit dem verbindet, Den Satan fleucht und haßt, Der wird verfolgt und findet Ein harte, ſchwere Laſt Zu leiden und zu tragen, Geräth in Hohn und Spott; Das Kreuz und alle Plagen, Die ſind ſein täglich Brodt. 12. Das iſt mir nicht verborgen; Doch bin ich unverzagt: Gott will ich laſſen ſorgen, Dem ich mich zu⸗ geſagt. Es koſte Leib und Leben Und Alles, was ich hab: An dir will ich feſt kleben Und nimmer laſ⸗ ſen ab. 1 13. Die Welt, die mag zerbrechen, Du ſtehſt mir ewiglich; Kein Bren⸗ nen, Hauen, Stechen Soll trennen mich und dich; Kein Hunger und kein Dürſten, kein Armuth, keine Pein, Kein Zorn des großen Fürſten oll mir ein Hindrung ſein. 14. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, kein Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein Angſt und Herzeleid, Was man nur kann erdenken, Es ſei klein oder groß, Der Keines ſoll mich lenken Aus deinem ſchreien Aus al⸗ Arm und Schooß. 15. Mein Herze geht in Sprün⸗ gen und kann nicht traurig ſein, Iſt voller Freud und Singen, Sieht lau⸗ ter Sonnenſchein. mir lachet, Iſt mein CEhriſt; Das, was mich chet, Iſt, was im Himmel iſt. Die Sonne, die Herr Jeſus ſingend ma⸗ P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Die Freiheit, zu Gott im Namen ſeines Sohnes zu kommen. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. 793 Kein größrer Troſt kann * ſein im Schmerz, Als ch daß man Gottes Vater⸗Herz Durch einen Sohn darf ſprechen an, Der allen Zorn abwenden kann. 472 2. Wie ofte kommt man du rch den Sohn Beförd ert vor des Köt nigs Thron; Ein Sünder, der den Tod verdient, Wird durch des Richters Kind verſ ühnt. 3. So wird auch din leibeigener Knecht bei ſeinem Herrn vft. bracht zurecht Und wird Feſtellt au auf freien Fuß, Da er ſonſt ecig denen muß. 4. Dieß troſtes mich, o fromme Gott, Der i befleckt mit Sünd Not h, Daß deiner M geſtät In deine»Namen tret. 5. Nus Lieb zu mir, Mich aus dem führ; Des Teufels ziwei Und mache MMe ine Zwar mein Veldienſt un dgkeit Dräut mir den Tod und Leid; Doch Nein F riſ thentes Iſt w dieder a ₰. 2 emere dem 1S den, in Ben der für, die worden 8. Drum ſieh, dein Sohn, Meine Gnaden⸗T 4 o geopfert Miſſethat. 9. Der nicht ver darf, Ob das Geſetz iſt noch ſo ſcharf Er ſ elber r hat ſein eigen Blut Ver⸗ goſſen rdi ichlich mir zu G. ut. 10. Ach, dieß ſein Opfer iſt groß, Daß ich werd ale er Su ſos; Ein Opfer, das dir woh Dadrc d verſoynt i iſt alle We 11. Das unbefleckte Lamm iſ hier Das meine Sünden nahm von mir; Das Lamm, von welchem man kein Wort Vor ſeinem Scherer hat gehört. 12. Der than, Den dein kann⸗ o Gott, hier iſt nges deih mein t auf⸗ on, Der ſich ſel hat Am Krku⸗ gi meine 22 rſö öhnet werd den gar nichts Uebels hat ge⸗ man mit Recht nicht ta⸗ Der hat d die ſwere S 3 Sefaß t. Vom Glauben und der Rechtfert Gib bin, I In Reue meiner Sün nde en; zu, zerknirf ſche Geiſt und Hetz 2⸗ tigung und 13. Durch ſeine 2 Wunden find tri heil Und haben jett am Himm. Theil; Darum o Get erbarm dit mein, Der ich mit ihm vor dir e ſ ſchein 4 14. Ach, laß es kommen mir Statt, Was er am Kreuz erwatt hat: Ich ſet all meine Hoffnu drauf, Hilf n einem ſchwachen Gea⸗ ben auf. 15. O Gott, mein Vater, miht⸗ gier! Herr Jeſu, hilf mir,„und mt fu hr! O heilger Geiſt mein or annahm, Daß ich ſtets ter Bahn! Joh. 4 12 eermau BS eerm d un, 8.1 980, ſl. 1 Vielerlei Guade. F Mel. Wie ſchön leuchte 1794 Komm, komm, man (J. R ler Morgenſte t der. du uns gläſſeſt ne ih und Silber⸗Strahle blicken! mich mit deinem Licht, arme Sa nicht Vergeh i Stricken. Ruf mich Ern mich Smerzen recht von on meine Sünden, Die ſich in um mir finden. (Erleuchtende Gnade.) 2. Ergieße deinen edlen h In mein verfinſtert Herz Uiea h gib mir reine Tri P ſhw grze Sunden⸗Nacht De 1 ngſ ſt und Zelg wie du aus Liebe Auf die Alle Plage, die ich trage, haſtge⸗ 4 men Und wie ich ſoll zu di konm (Bekehrende und wiedergebärende Gnahe tell S o We Bange macht, Zeiz ſ dich Si 2 3. Erweiche meinen hatta 8 mich in Angſt un Säl 1 meinen Seelen⸗ Schue mit ich nS V inniglich empfinden dlann 3 Lieb Auch den Gun mein Vau nicht rauben Heh Si — 2 kder Dend h. 6 W d — — — — S= 2 — nda 14 aß — 4 1 aß cs konm 1 Ste 6 d 4 dun— an tena drauf, 3 nen ſthe den auf uuia 15. 8— mein Van er. büh me mnnahm er G annah 4 G 1 ſ 7 ter Bahn g ſes g B hrermaun 1 Dlerlei Guaht NM zſchön leuhtn = anterndt Gran —— 7 9 4= omm, donn = ler Nonn du uns E ſt nah ud Silber⸗=Alen blicen! mich m= um Licht, d arme SSicht Vergeh Strickem— f mich Erit mich ſden recht m meine Srn, Di ſihi mir fſi.— uttende bmn 2. Cf; deinen an In mei— inſtert dehit gib mit ditbe, gr ſchwarzz= den⸗Natt d Angſt 1= Hange mat du n Lebe luf mWiD Wie Alle Pl ie ich wmge .„ n men Un m ic ſollun Becht 9d witdegtim 3. G.e meinn ut Gib i Angt me din, I= emeina öin 11 8* Geit un , einen Stüri aib Au* Auch A gi b mn laß 1MRAtauben derſelben Früchten, Friede gen, Dich mein Heil, bald zu um⸗ fangen. (Gerechtmachende Gnade.) 4. Denn du biſt ja mein Sonnen⸗ Licht, Dem Nichts an Glanz und Schein gebricht, Mit dir kann ich be⸗ ſtehen, Wenn ich vor deines Vaters Thron Soll bringen eine Ehren⸗Kron Und vor den Richtſtuhl gehen; Hab ich Nur dich, Gnaden⸗Sonne, meine Wonne, kann ich prangen Und in dir das Heil erlangen. (Reinigende Gnade.) 5. Und weil du mich in deinem Glanz nunmehr haſt eingekleidet ganz, So reinge mein Gewiſſen. Du haſt mich zwar mit deinem Blut, Als welches heilig, rein und gut, Dem Sünden⸗Wuſt entriſſen; Doch ſoll Sich wohl Mein Licht breiten vor den Leuten und im Herzen Brennen deine reinen Kerzen. (Eindringende Gnade.) 6. Dring in mich ein mein Licht, mein Heil, Ich find an dir mein beſtes Theil, Drum will ich auf dich hoffen; Du haſt dich feſt mit mir vereint, Mein Herz mit dir es treu auch meint, Weil der Vergleich ge⸗ troffen, Von dir, Mit mir, Bin ich deine und du meine, ſind wir Beide Feſt beiſammen auch im Leide. (Befeſtigende Gnade.) 7. Drum mach auch feſt mein wankend Herz, Laß mich ſo leicht durch keinen Schmerz, Entfallen noch entſinken. Befeſtige mich ſelbſt in dich, Du biſt mein Grund da ruhe ich, Laß michs nur nicht ſo dünken; Fall ich, Heb mich, Beſſre, ſtütze, wo es nütze, laß mich finden Kraft, mich ſelbſt in dich zu gründen. (Schmückende Gnade.) . 8. Den Glaubens⸗Schmuck trag ich an mir, Vermehr nun auch die Tugend⸗Zier, Die man zum Schmucke zahlet Ich bin ein König dir zu uhm, Von dir hab ich das Prieſter⸗ und Freude im h. Geiſte. let. Mach mich Herrlich Schmücke, ziere, daß ich führe dieſen Namen So, daß es ſei Ja und Amen. (Böllig überzeugende Gnade.) 9. Verklär auch dich noch mehr in mir, Ein reich Erkenntniß gib von dir; Laß mich gewiſſer werden, Daß ich in deiner Gnade ſteh, Auf dei⸗ nem Wegen ſicher geh, So lang ich leb auf Erden; Denn dich Will ich Tief einſchreiben, einverleiben in mein Wiſſen, Deiner Klarheit zu genießen. (Vergnügende Gnade.) 10. Erfreue mich, mein Seelen⸗ Schatz! In meinem Herzen haſt du Platz, Erfüll es mit Vergnügen. Gieß in mich einen ſüßen Saft Von deiner Gnad und Liebes⸗Kraft, Laß mich in Freuden ſiegen. Wollſt mich, Wünſch ich, Freundlich grüßen, lieb⸗ reich küſſen und umarmen, Da, da werd ich recht erwarmen. (Im Licht erhaltende Gnade.) 11. Erhalte mich in deinem Licht Und laß mich ja im Leben nicht Von deiner Gnade trennen; Vollführ in mir dein Gnaden⸗Werk, Gib Geiſtes⸗ Kraft und Glaubens⸗Stärk, Dich muß ich ewig kennen. Laß mich Durch dich In dir leben, an dir kle⸗ ben, bis ich ſterbe Und mit dir das Reich ererbe. (Aeberall umgebende Gnade.) 12. Umgib mich endlich überall Mit deiner reichen Gnaden⸗Zahl, Stets mich damit umhüte. Auf dei⸗ ner⸗ Gnade ſtehe ich, In deiner Gnade führſt du mich, O wunderbare Güte! Weil mir Von dir Kommt nur Gna⸗ de, kann kein Schade mich abtreiben, Jeſu Gnade wird mir bleiben. 473 Ewige Liebe Gottes und Chriſti mit unſerer Gegen⸗Liebe. Mel. Gott des Himmels und. 7 59 iebe, die du mich zum „2 ** Bilde Deiner Gottheit erſt emacht, Liebe, die du mich ſo milde thum, Zur Braut bin ich erwäh⸗ Nach dem Fall haſt wiederbracht, 474 Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh, als ich geſchaffen war, Liebe, die du Menſch geboren Und mir gleich wardſt ganz und gar, Liebe, dir er⸗ geb ich mich, Dein zu ꝛc. 3. Liebe, die für mich gelitten Und geſtorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erſtritten Ewge Luſt und Seligkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu ec. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geiſt und Wort, Liebe, die ſich blos ergeben Mir zum Heil und Segens⸗Hort, Liebe, dir er⸗ geb ich mich, Dein zu ꝛc. 5. Liebe, die mich hat gebunden An ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden Und mein Herze hat dahin, Liebe, dir er⸗ geb ich mich, Dein zu ꝛc. 6. L die mich ewig liebet, Liebe, Die für meine Seele bitt, Liebe, die das Lös⸗Geld gibet Und mich kräf⸗ tiglich vertritt, Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu ꝛc. 7. Liebe, die mich wird erwecken Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umſtecken Mit dem Laub der Herrlichkeit, Liebe, dir kegeb ich mich, Dein zu bleiben ewig⸗ lich. Joh. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. Troſt aus der Vereinigung mit Chriſto. Mel. Ach Gott und Herr. b ein Freund iſt mein 796. M Und ich bin ſein, Ihm hab ich mich ergeben: In Freud und Leid Bin ich bereit, Dir, Jeſu, ſtets zu leben. M12. Ich glaub an dich, An dir kleb ich, Ich will dich auch nicht laſſen, Bis du mich wirſt, Du Lebens⸗ fürſt, Mit deiner Gnad umfaſſen. 3. Herr, dein Verdienſt Iſt mein Gewinnſt; Dein Todes⸗Angſt und Sterben Hat mich verſöhnt, Ja gar gekrönt Zu einem Himmels⸗Erben. Vom Glauben und der Rechtfertigung und vrüle 4. Die Kreuzes⸗Laſt, Die du hi pr Geriht, Daf haſt Für mich auf dich genonn ddet. M mich berel an dhe Nh Das ſonſt auf mich gekommen. Wu minen 5. In deinem Reich Werd ich maß in menn. 9 4 gleich Den lieben Engeln un eind deſ ſ Und ſicher ſein Von aller Pein, B un Aiche n ſt allerlei Beſchwerden. 5. So ſcentt — — 9 h t den en e e Bn Noth! Von dir kann mich i an W mich li Die mir mein Leid — wenden, Weil ich forthin Bewazt ae mint N bin In deinen heſan Händen dn demnndert und 7. Trotz ſei nunmehr Des d.Er it da fels Heer, Dieweil du haſt geimne n tren ud Die alte Schlang, Die auf n n Aan drang, Mich tödtlich zu verwundt Machen, Wer inn 8. Trotz ſei der Höͤll, Weine e ennt, Solte Geſell Sie gänzlich hat zaittt wea⸗ Der Höllen Macht Und duntteittt Iſt nun ganz umgekehret. 9. Trotz aller Welt! Dem Feld Bin ich nun abgeſtorden An Jeſus hat Ein andre Stt 5 9 licht Alle miſer el ſchon vorlängſt erworben 10. Herr Jeſu Chriſt, huu 1 biſt mein höchſter Schatz an dn Ach, laß mich nicht, Mein it Licht, Von dir geſchieden nuit 11. Denn du biſt mein Uit bin dein, Dir hab ich mich agte In Glück und Freud, In Kati eid, Im Sterben und im Gie M. J. Neunherz, g, 1653,,. Epheſ. 1, v. 3—5. Mel. In dich hab ich gehofft, 22 Arein Geiſt und Simn 797. M hoch eihu Ih 4 der mich hat benedeit In Chrip nem Sohne, Den erzum Heil ndeß Theil Geſandt von ſeinem d 2. Er hat mich von der M wählt Und ſeinen Kindern ſu Thn Er wird mich nimmer laſſe 1u S Gnaden-Füll Gibt was ich eſthrt Sein leb iſt ohne Maßen. ich Sünd unverſehrt, duldet; Drum trifft mi ict2 8— See————IöIIöIöIſIſIſIſIſIſIſͤIoſͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤſ 2 hlang, Die w 9, 4 bzv ölit 1 4 A=i der Holl Ae zänzlic hat zi Höl e acht Und dm lun n umgekehnet A Aler Welt Dah Bin K= un abgefwrda⸗ in andre Cin vo Ft erworben. d. 41=z eſu Chrit, A mein sſſter Schat aff laf unt) nicht, Min „Wmiir geſchiede 1 du biſt men dein 6 Sünd, Die — hab ich nitn und Abſcheu haſſet. 5. So ſchenkt er mir auch ſeinen Geiſt, Der mir den Weg zum Leben Herze gießet, Die mir mein Leid Und Traurigkeit weiſt, Sein Lieb ins Vermindert und verſüßet. 6. Er iſt der allerbeſte Freund, Ders treu uud gut ſtets mit mir ſeines meint, Man find nicht Gleichen; Wer ihn erkennt Und Va⸗ ter nennt, Sollt er von dem wohl weichen? 7. Ich habe und behalte ihn, Ich geb mich ihm vollkommen hin, Ohn ihn will ich Nichts wiſſen; Weil ich ihn hab Zu meiner Gab, Kann ich leicht Alles miſſen. 8. Er iſt mein Leben, Licht, Mein Fels, en, Troſt und mein Heil; drum acht ich nicht Selbſt Himmel und die Erden, Weil mir ohn ihn Nach mei⸗ nem Sinn Kein Gut und Theil mag werden. 9. Er iſt mein Allerhöchſtes Gut, Glü te Freud, Ne Mein Herz in ſeinem Herzen ruht, In S= eben und ink . Neunher,„ lihi d ſ. 1, v. 34 del. 1ah hab ich geoft fein Geſtme ſteht mir 7. hu ſingen. mich e Gbenedeit Inen Solz'en erzun äll gehn, Ich il Gmr von ſeinm de rſpru mich vadn Mein Herz wird ſich, DOhn Ende in ihm weiden. lt U Simen Kinden bleiben fort, So hier als dort, Ver⸗ eint und ungeſchieden. 10. Er ſegnet mich, wenn man mir flucht, Und wenn der Feind mein Unglück ſucht, Wirds ihm doch nicht felingen. Er macht mich frei Und t bei, Daß ich kann fröhlich 11. Es wird mir ewig wohl er⸗ werd ihn ſelbſt mit Augen Urſprung aller Freuden; ſehn, Den Das glaube ich, wird un h nimmer u 12. Kein menſchlich Ohr hat es nden n le ohme Juin . Git mu ehört, Was mir von Gott noch iſt eſchert, Ich ſeh es ſchon ihm Glau- B 1 liicch it en ben Und freu mich ſehr, Daß nim⸗ twe Bleit ſin „ 1 erſeh„le Fns det; n tii mermehr Kein Feind es mir kann J. F. Stark, g. 1680, ſt. 1756. rauben. Ich ſchlafe ganz in Frieden; Wir V derſelben Früchten, Friede Zorn⸗Gericht, Daß ich ſonſt hätt ver⸗ ſchuldet. 4. In Chriſto ſiehet er nicht an, Was meine Unart hat gethan, Wenn ihn mein Glaube faſſet Und alle ſich noch findt, Mit Ernſt V und Freude im h. Geiſt. Um beſtändige Erhaltung des Glaubens. Mel. Wer nur deu lieben Gott. 798. M daß ohne Glauben Kein Menſch dir wohlgefallen kann; Drum laß mir Nichts das Kleinod rau⸗ ben Und zünd ein Licht im Herzen an Durch Zu wahrer Glaubens⸗Wiſſenſchaft. 2. Haſt du in meiner Taufe Bade Die Funken in mein Herz gelegt, So gib durch deines Geiſtes Gnade, Daß dieſe Gluth ſich ſtets bewegt: Geuß immer neues Oel darein, So wird mein Glaube kräſtig ſein. 3. Mein Glaube heißet dich be⸗ kennen, Gott, Vater, Sohn nnd heil⸗ ger Geiſt! Doch liegt es nicht am bloßen Nennen; Ich muß dir, der du alſo heißt, Auch lebenslang zu Dienſte ſtehn Und deinen Namen ſtets erhöhn. 4. Gib, daß ich dich mit Herz und Munde, Auch in der That bekennen kann, Und lege ſelbſt dein Wort zum Grunde, In welchem du mir kund gethan, Was Glauben ohne Heuche⸗ lei Und Wiſſen mit Gewiſſen ſei. 5. Laß mich allein auf Jeſum ſchauen, Der meines Glaubens An⸗ fang iſt, Und dem Vollender feſte trauen, Daß er ſein Werk in mir beſchließt: In ſeine Wunden muß allein Des Glaubens⸗Loos geworfen ſein. 6. Will Kreuz und Angſt den Glau⸗ ben ſchwächen, So wollſt du mein zerſtoßnes Rohr Nicht laſſen ganz und gar zerbrechen: O, heb es wie⸗ derum empor! Mein glimmend Docht, das noch ſo klein, Laß dennoch un⸗ auslöſchlich ſein. 7. So bald mein Glaube will er⸗ kalten, So laſſe mich an deine Macht, armherzigkeit und Wahrheit halten, Nehm ich das Kleeblatt nur in Acht, So wird mein Glaube nicht vergehn Und wie auf einem Felſen ſtehn. 475 ein Gott, ich weiß, deines Wortes theure Kraft —oſ——— ——— 5 2 3——— ——ͤͤͤͤſſſſ 476 Vom Glauben und der Rechtfertigung und 8. Weil ich ein ander Leben glaube, So richte meinen Sinn dahin, Daß derben len-⸗Luſt, Ich ruhe ſanft und ſizewanikit Und ſeiner Liebes⸗Bruſt. aler zteud, Tuut ich nicht in dem Erden⸗Staube Mit 5. Mein Gott und Vater fhden.. Eitelkeit verwickelt bin, Vielmehr im mich mächtig ſtärken Und ſein s 4. Sol aber ih lauben dahin geh, Wo ich einmal legt mir ſtets neue Kräfte ba im Schauen ſteh. ich gen Himmel mich zu ihm 9. Und endlich gib des Glaubens ſchwingen frei Und ſeines Geß en, Ende, Daß iſt der Seelen⸗Seligkeit, Wirkung in mir merken, Dantzin ſteſe feſt, Bi Wenn ich den Kampf und Laufvollende ich ſelbſt nicht kann, das ſtufitde gef U ih Nach überſtandner Leidenszeit. In⸗ in mir, Und ſo verbleib ich ſint 3aa. deſſen bleibt der Schluß bei mir: Im er mein für und für. I Glauben leb unb ſterb ich dir. 6. Mein Gott und Vater vilrt gie Stiumen Benj. Schmolcke, g. 1672, ſt. 1737. nimmer ſchelten, Ich kann du ohn Furcht in Jeſu Chrütw Und in Gerechtigkeit des Gut ihn anſehn. Er will mit i ſeinen Auserwählten. Ich — nit ſolchen Sorger unch deiner Gütige amen Seelen, A Ma. Herr Jefu Gr di. M Mbeu ar wohl, was i Süße Kindſchaft bei Gott. In eigner Melodie. 799 Mn Gott und Vater . kann mich nimmer haſſen, Denn ich bin ja mit ihm durch Chriſtum ausgeſöhnt; Sein aller⸗ treuſtes Herz mit Gnaden mich be⸗ krönt, Er kann und will mich nimmer⸗ mehr verlaſſen, Sein Liebes⸗Brunn er⸗ gießtſich auf mich allezeit; Ich bin ein liebſtes Kind in alle Ewigkeit. 2. Mein Gott und Vater kann mir Alles geben, Denn ſeine Mildigkeit iſt über alles Maß Und fließet ſtrö⸗ meweis auf mich ohn Unterlaß. Ich bin vergnügt mit ihm im meinem Leben, Sein Reichthum hat kein End, und wird niemals verzehrt, Er gibt mir Alles das, was nur mein Herz begehrt. 3. Mein Gott und Vater kann mich hoch erhöhen; Denn ſeine Ma⸗ jeſtät iſt über alle Macht, Und ſeine Herrlichkeit begreift die höchſte Pracht Und bleibt in ihrem ſchönen Glanz beſtehen. Ich habe Ehre gnug, weil er mir iſt befreundt, Und ich ihm bin verwandt, ja gar mit ihm vereint. 4. Mein Gott und Vater kann mich wohl beſchützen, Daß mir nicht ſchaden kann der Feinde Haß und Neid. Er ſchaffet, daß ich hier in ſtol⸗ zer Sicherheit Kann unterm Feigen⸗ Baum und Weinſtock ſitzen. Nichts mich zerſtören darf in meiner See⸗ — — Siegel⸗Ring, ſein liebes traute Das er zu ſeiner Luſt ſtets nitt beſet als mir ſet ſeiner Hand dr dh 7. Mein Gott und Vaterltzt geich der Geit ewig lieben, Ich ſoll in ſtitn pung erm ſtets um und bei ihm ſeittit nit immer i ſelbſt ſeinen Schooh zu ie n ,1 3 3. Ho thu ich vil Und ſeeh im, Gs lenit mih d diets um verbon geben ein: Wie ſollt int jemals denn betrüben? 3* meine Seligkeit und memt Um gewiſſes Zeugnif ric 8„Stande WMt perfähr, Gnaden⸗Stane i ni 4 Mel. Nun freut euch ihg n u weit. ein Herz, 1 5 d Gute 800. ſpricht ſchgt ſi Um dah 11 Wo willſt du Gnade fiddne t dür dein Ver⸗ große Gott, der zürnt nit 0 3 gaſſe lder wegen deiner Sünden. I 6 lun und mit ſeiner Miſſethat So dih telrn ih 0h beleidigt hat, Dem iſt et Pmn 3 1 nitdem gnädig.„ 1 ditöch nt 2. Drum gib du mir mt Ich liehe n Gnad Ein inniglich Veime 5 d Daichni gegen Sünd und Miſſethat 9 3 ein Chrit dir anzuhangen, Daß ich 4 88 d da bl⸗ Zeichen ſeh, Wie ſotihm a Bsſuſtue ben ſteh Und an dir, dn We et) Und ſi 3. Ach, lehr mich ein 1 Venil ich demn Vom ganzem Herzen glau 9 19 A dilß tn du mir wolleſt gnädig ſein 14 8 ſaf nic gewogen bleiben; nd uld ln j . 8.Bruſt. nſe Traurigkeit Und mache mein Herz Geduld. 5. It Gott und a voller Freud, Troſt, Hilfe Heil und ergehn nich u ſärte a Leben. V t P nene a 4. Soll aber ich mich fernerweit ch umel wig e mit ſolchen Sorgen quälen, So hilf chwiſ en frei Und at nach deiner Gütigkeit, Herr, meiner Wirkt— mir man armen Seelen, Daß ich im Glau⸗ cch ſef Icht kum n, ben ſtehe feſt, Bis dieſe Prob zum in mi want Ende geh Und ich errettet werde. ohn ſr at in Jol ih Und ead 1 ihn((ñ.. E will 1i ſeinen erwählten.„ Siege Cg ſeinlebestu Das ſeiner Luſt ſeiner d. 7.* 3 Gott und Am. 1 1 8 4 ewig*=I, Ich ſoll ni ſtets und bei ihm ſe ſelbſt ren Schooß zum⸗ geben* Wie ſoll i jemal e betrüben, ſ. in Gadd lobe Jeſun meim ⁵ gkeit und mi u 2 wiſſes Zeugrit Frnaden⸗Stn Nun freut ech 1 ein He. 800 A ſrttit Wo sr du Guneß großt t, der zürn n wege nner Sünden 3 Ivach. Barth. Meyer, um 1700. Die Stimme des Elenden. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. 477 Laß Gnade für das Recht „Sonſt werd ich ſchlecht vor dir beſtehn. 10. Dein Blut iſt ja von ſolcher Kraft, Daß es noch immer Rettung ſchafft. Das halt ich dir im Glau⸗ ben für, Verſtoße mich nicht ganz von dir. 11. Beſprenge mich mit dieſer Fluth Und mache meinen Schaden gut. Verändere den kalten Sinn Und ſchaffe, daß ich frömmer bin. 12. Laß meinen Vorſatz feſter fahn Und mich auf guten Wegen gehn. 801 Mi Jeſu, meines Le⸗ Steh mir mit deinem Geiſte 4 bens⸗Licht! Du weißt bei, Daß ich ein Kind des Lichtes ſei. gar wohl, was mir gebricht. Es 13. Dein Geiſt ermuntre meinen iſt dir mein betrübter Stand Weit Geiſt, Daß er der Welt ſich ganz beſſer, als mir ſelbſt bekannt. 2. Das Fleiſch iſt ſchwach, ob⸗ gleich der Geiſt Sich manchmal willig gnug erweißt. Die Sünde klebt mir immer an Und führt mich von der rechten Bahn. 3. So thu ich denn, was ich nicht will Und ſteh im Laufen öfters ſtill Es lenkt mich der verderbte Sinn Stets zum verbotnen Baume hin. 4. Der Geiſt der Welt herrſcht noch in mir, Daß ich mein Herz gar oft verführ, Die Luſt zu ſchnö⸗ der Citelkeit Setzt mich vom Him⸗ mel gar zu weit. 5. Das Gute ſetz ich mir wohl für Und doch gefällt das Böſe mir Ich hör dein Wort, doch ohne Frucht Und haſſe leider deine Zucht. 6. Wie lau und kalt iſt mein Ge⸗ mit ur Mſſethet e bet! Wenn ich ohn Andacht vor dich belei dp'at, Den üiuf tret Und mit dem Munde zu dir nah, So iſt doch nicht das Herze da. n gi du 7. Ich liebe mehr den falſchen inniglih A Schein, Da ich rechtſchaffen ſollte ſein. Ich bin ein Chriſt doch ohne That, Dai tn er nur den bloßen Namen hat. dtun„ 8. Das ſiehſt du als ein Richter an, er. e Weefttön 1 1 Zeich ſ rr,; befitön Der Herz und Nieren prüfen kann. 2 Gna gege id und Niſſttr dir cmgrungen, d dir 3. 1 Van Ie un dan du Ie Wolleſt gnc 1 gew 187 bleben, den khem Wie will ich denn vor dir beſtehn, Wenn du willſt ins Gerichte gehn? 6 9. Ach, ſtraf mich nicht nach mei⸗ ner Schuld Und habe noch mit mir entreißt, Mit Eifer nach dem Him⸗ me ſtrebt Und nur in dir alleine ebt. 14. Wenn Fleiſch und Blut dawi⸗ der ſtreit, So rüſte mich mit Tapfer⸗ keit Und treibe mich ſtets freudig an, Daß ich mich ſelbſt verleugnen kann. 15. Den alten Menſchen dämpf in mir, Den neuen bringe ſtets her⸗ für, Daß Adam in mir untergeht Und Chriſtus in mir auferſteht. 16. Und endlich führe mich dahin, Wo ich erſt recht vollkommen bin, Da will ich deinen Ruhm erhöhn, Wenn Erd und Himmel wird vergehn. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Geiſtliche Frende. Mel. Wie ſchön leuchtet der. b 802 Jalein Jeſu, ſüße Seelen⸗ e Luſt, Mir iſt Nichts außer dir bewußt, Wenn du mein Herz erquickeſt, Dieweil dein Kuß ſo lieblich iſt, Daß man auch ſeiner ſelbſt vergißt, Wenn du uns Gnade ſchickeſt, Daß ich Herrlich Aus dem Triebe deiner Liebe von der Erde Ganz zu dir gezogen werde. 2. Was hatt ich doch für Troſt und Licht, Als ich dein holdes Angeſicht, Mein Jeſu noch nicht kannte? Wie blind und thöricht ging ich hin Da ——— 478 mein verkehrter Fleiſches⸗Sinn Von Welt⸗Begierde brannte, Bis mir Von dir Licht und Leben ward ge⸗ geben, dich zu kennen, Herzlich gegen dich zu brennen! 3. Die arme Welt hat zwar den Schein, Als wär ihr ſchlechtes Fröh⸗ lichſein Ein herrliches Vergnügen: Allein wie eilend gehts vorbei! Da ſieht man, daß es Blendwerk ſei, Wodurch wir uns betrügen; Drum muß Jeſus Mit den Schätzen mich ergötzen, die beſtehen, Wenn die Welt⸗Luſt muß vergehen. 4. Wer Jeſum feſt im Glauben hält, Der hat die Kraft der andern Welt Hier allbereit zu ſchmecken. Pflegt Jeſus gleich zu mancher Zeit Bei großer Herzens⸗Traurigkeit Sein Antlitz zu verdecken, Iſt doch Sein Joch Sanft und feiner, als wenn Einer auf dem Bette Dieſer Welt zu ſchlafen hätte. 5. So weiß ich auch aus deinem Wort, Daß du dich, liebſter Seelen⸗ Hort, Nicht ewiglich verſteckeſt. Du thuſt vor mir die Augen zu, Auf daß du deſto größre Ruh Hernach in mir erweckeſt, Wenn ich Treulich Als ein Rebe an dir klebe, auch im Leide, Nicht nur in der ſüßen Freude. 6. Derhalben ſoll mich keine Noth, Mein Jeſu, wär es auch der Tod, Von deinem Dienſt abſchrecken. Ich weiß, daß mich dein Herze liebt, Darum ſo geh ich unbetrübt Mit dir durch Dorn und Hecken: Plage, Schlage, Ich bin ſtille; iſts dein Wille, mich zu kränken, Du wirſt meiner doch gedenken. 7. Und ſollt ich auch, mein Hort, in mir Dein ſüßes Manna nicht all⸗ hier In dieſer Zeit empfinden, So will ich doch zufrieden ſein Und werde deinen Gnaden⸗Schein In jenem Leben finden, Da man Stets kann, Sich zu laben, Jeſum haben, ſtets erblicen Und ihn in die Arme drücken. 8. Allein, du holder Menſchen⸗ Sohn, Ich kenne deine Liebe ſchon, Vom Glauben und der Rechtfertigung und Glauben kann mich Niemand t ſtarker Jeſu rauben, Weil derſelbe in dit die vunde alle Angt die al Wenn uns dis Dornen ſtechen. Ne Herz, das mich in Trauren ſe ſern Geiſt ſich verſchleußt, muß doch ait uin unßa 9) lauter Liebe brechen; Drun iiſ 4 Geni me Und quillt In mein Herze nah it pine Aebes⸗Hei Schmerze deine Süße, Die ihnſ harz ſo ſentgl allhier genieße. ann in mir enr 9. Du ſalbeſt mich mit Frau Durch das ich ka Oel, So daß ſich öfters Leib unde grichen, Ju de Recht inniglich erfreuen. It n ar Vergedung wohl, daß du mich betrübſt, Jha erluth die an auch, was du denen gidſt, R z ze mehr d davor nicht ſcheuen; Drum geizt gr kehret, g Trieb, Unabwendig uud kat Sägkeit genieit treu zu bleiben Und racht ſſttt ttat vergißt, dich zu gläuben. um 10. Der Glaub iſt eine ſtatziet ias paz den ſij Und hält dich als ein feſtes tt Jf nahr wird a Ach, ſtärke meinen Glauben t man Glauben kann dich Niemandmi z. Der Gnade 1 a. △ eele ſließet, De —— — — Welt und Drachen kann 8 und die Sünden Durch dttur Und Abens⸗Sttt ben überwinden. gieße. Behält i S. Chr. Lange,g. Mt ſeien Lu, 8 Süßer Genuß Jeſu im Gutz 7. Dem ſihi . C 4 Mel. So iſt denn nun die ditt aä 8 3 M ein Salomo,t dahdas gebe f 5 6. 1 4 n 8 0* K freundliches Rehm. ſüitet Aüchesnte ütet der Weish Stillt alles Weh, das mänette iſt den deji beſchwert: Wenn ſich zu dt dnt lm dle g blödes Herz bekehrt, So läßt ſüe abyefet dein Friedens⸗Geiſt verſpüren 4 1 Vasden g. Gnaden⸗-Blick zerſchmelhet une ugeten, Das Sinn Und nimmt die Fu 19 nce flbſ hei Unruh von mir hin. n an heilgtat i 2. Gewiß, mein Freund gbte nd nahh de edle Gaben, Die alle Welt mten ſ verſchaffen kann. Schau an ie ſchau ihren Reichthum an⸗ ja nicht die nuden Helh ein Jeſus kanns, 2 Neen deſ Wenn alle Wetti Lict in ſtehen muß.. Wlch be O lher Freund, wie 3 1 Ken zäſ ſ dem Gemüthe, Das im 4 wni, de nng ſo ermüdet hat Und nun zu ſa Seelen⸗Leben, naht Und —. — ᷣ—— dch,= denen Ji vor n un heuen: dam ieh, en wandg ma 2 39 Jden Und ug 1 38 10. 3 aub iſ eimſt ab iſt eineſu nd h h al en feie laubeſ dich Nemadn lauben 3 mich Nemm irker Nn guuben, Välihn delt ü crachen kamn n id die= den Durch a n übe ch wen. Chr. Langt,.i üßer 1wiß Jeſu in Mel= tt denn nun de 3 ₰ ein Salen 0 L ſeannüs tillt a deh, das min ſchwer: Venn ſich w u⸗ 9 odes HS behrt, Soſit in Fri ue ⸗Geiſt veiſtin naden 4 zerſchnaht 1 inn Un dumt die ie nruh dignir hin. 2. Ge inein Jraud i le Gal Fddie ale Län rſchaffe un n. Schauaute au ihr: meichthun m nicht da müden Sain beiin J aus kanns, d 4 berfluf! Fenn ale hen ms in dir die wunderſüße Güte, Die alle Angſt, die alle Noth verſchlingt Und unſern Geiſt zu ſanfter Ruhe bringt. 4. Gewiß, mein Freund, wenn deine Liebes⸗Zeichen Mein armes Herz ſo ſänftiglich durchgehn, So kann in mir ein reines Licht entſtehn, Durch das ich kann das Vater⸗Herz erreichen, In dem man Nichts, als nur Vergebung ſpürt, Da eine Gna⸗ den⸗Fluth die andre rührt. 5. Je mehr das Herz ſich zu dem Vater kehret, Je mehr es Kraft und Seligkeit genießt, Daß es dabei der Eitelkeit vergißt, Die ſonſt den Geiſt gedämpfet und beſchweret, Je mehr das Herz den ſüßen Vater ſchmeckt, Je mehr wird es zur Heiligkeit er⸗ weckt. 6. Der Gnaden⸗Quell, der in die Seele fließet, Der wird in ihr ein Brunn des Lebens ſein, So in das Meer des Lebens ſpringt hinein Und Lebens⸗Ströme wieder von ſich ießet. Behält in dir dieß Waſſer hinen Lauf, So geht in dir die Frucht des Geiſtes auf. 7. Wenn ſich in dir des Herren Klarheit ſpiegelt, Die Freundlichkeit aus ſeinem Angeſicht, So wird da⸗ durch das Leben angericht, Die Heim⸗ lichkeit der Weisheit aufgeſiegelt, Ja ſelbſt dein Herz in ſolches Bild ver⸗ Klärt Und alle Kraft der Sünden abgekehrt. 8. Was dem Geſetz unmöglich war zu geben, Das bringt alsdann die Gnade ſelbſt herfür: Sie wirket Luſt zur Heiligkeit in dir Und ändert nach und nach dein ganzes Leben, Indem ſie dich aus Kraft in Kräfte führt Und mit Geduld und Langmuth dich regiert. 9. Es müſſe doch mein He z nur Chriſtum ſchauen: Beſuche mich, mein Ausgang aus der Höh, Daß ich das Licht in deinem Lichte ſeh Und koönne ſchlechterdings der Gnade trauen! n Kein Fehler ſei ſo groß und ſchwer in mir, Der mich von ſolchem Blick der Liebe führ. derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. 479 10. Wenn meine Sünd mich vor dir niederſchläget Und deinen Geiſt der Kindſchaft in mir dämpft, Wenn das Geſetz mit meinem Glauben kämpft Und lauter Angſt und Furcht in mir erreget, So laß mich doch dein Mutter⸗Herze ſehn Und neue Kraft und Zuverſicht entſtehn. 111. So ruh ich nun, mein Heil, in deinen Armen: Du ſelbſt ſollſt mir mein ewger Friede ſein; J wickle mich in deine Gnade ein. Mein Clement iſt einig dein Erbar⸗ men, Und weil du mir mein Ein und Alles biſt, So iſts genug, wenn dich mein Geiſt genießt. D. C. F. Richter, g. 1676, ſt. 1711. 2 Geiſtlicher Friede. Mel. O eu Lieye meiner Liebe. reine Seel, komm zu 2 0 4. M den Wunden Chriſti hin zur ſüßen Ruh, Allwo Friede wird gefunden; Hin, o Täublein, fleuch hinzu; Gib dich wie ein Lamm zufrieden, Ruhe aller Sorgen los, Da, wohin er dich beſchieden, In dem theuren werthen Schooß. 2. Auf, meine Seele, von der Er⸗ den, Schwinge dich in Jeſu Herz; Laſſe dir Nichts liebers werden, Denn du haſt ſonſt eitel Schmerz. Einem ſei dein Herz ergeben, Jeſum liebe nur allein; Nur nach Jeſu mußt du ſtreben, Alſo kannſt du ruhig ſein. 3. Als ein liebes Schäflein ſuche Nur auf Jeſu Rücken Platz; Sün⸗ den dieſer Welt verfluche, Gott im Himmel ſei dein Schatz. O, was willſt du lange achten Auf der Güter falſchen Schein? Pein iſts; darum mußt du trachten, Bei dem liebſten Schatz zu ſein. 4. Haſt du Luſt, dich zu ergötzen? Richte dich nach Gottes Wort; Je⸗ ſus liebet ohn Verletzen, Jeſus labet hier und dort. Alles iſt in ihm zu lieben, Er hat allen Ueberfluß, Ruhe, Reichthum ohn Betrüben, Lebens⸗ Gnüge ohn Verdruß. ————————— ——õ—————— —————— ————— —————ſſ——— ———————— — — 6——————— —————————.— 2„— 3—-—— 8— ů—————, 8 öööö—— r 3 8 A 480 Vom Glauben und der Rechtfertigung und 5. Jeſus hält vor in— Freundſchaft; ſei ihm nur getreu. Immanuel. Ei, was kann dir doch geſallen? Joh. Soph. Gr. v. Schaumten Reichthum? Davon mach dich frei; und Eippe, Joia Dieſer Bräutgam wird ja ſchenken V In der Welt, was dir iſt Noth. Der ganze Rath Gottes den Ei, ſo mußt du dich nicht ſenken unſerer Seligkeit Ein in dieſer Erden Koth. V gkeit. In eigener Melodie. Hier iſt Immanuel. 6 806. X Chriſten⸗Gmein, Un Andern allen in dieſe Ruh, o Seel, Denn hierit Jun freut euch, Ueie Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. e ͤͤ un Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. laßt uns fröhlich ſpringen, Daß 805 Man Seele, ſei ver⸗ getroſt und All in Ein Mit Luſtin — 4 1 gnügt, Es mag aus⸗ Liebe ſingen, Was Gott an un wärts heftig toben; Wenn der Leib wendet hat Und ſeine ſüße Wune im Leiden liegt, Soll das Herz den That: Gar theur hat ers erun Helfer loben: Nichts betrübe meine 2. Dem Teufel ich gefanga Seel, Denn hier iſt Immanuel. Im Tod war ich verlore 1 '—2. Wenn die Finſterniß einbricht, Sünd mich quälte N acht un Wird mein Herz ein Goſen bleiben; Darin ich war geboren; Ih Es umſcheints des Himmels Licht, auch immer tiefer drein, GE Guts am Leben mein, Die a 3 Er ſolt nein heimüch führt ing in meind Leufel wollt ſ 7. Er ſprac un mich Eoſ Ich geb nich Ja will ich ſü ich bin dein im vo ich bleib, d fl der Fein) 8. Vergießtn Aut, Dazu ne ſid ich Allesd nit feſtem Glar ſhingt das A ſtuüd wägt e dn ſelig worz „9. Gen Humm Fahr ich aus di Nichts verblende meine Seel, Denn Das kann auch die Nacht vertreiben: i uß hatt mich beſeſſen.„m n 0 hier iſt Immanuel. 3. Mein guten Werk, dint. nd in de 4 2.. 3. H„Well, D. 1 N; 25 Wanket oft die Zuverſich, nicht, Es war mit ihn vettit lnn B Wenn ich muß nach Emmaus gehen: Der frei Will haſſet Gottz ie Baas as Chriſtus zeigt ſein Angeſicht, Läßt Er war zum Gutn erſtorben i ant das t den Freuden⸗Brand entſtehen: Nichts Angſt mich zu verzweifeln triehet niehrt gu Lohmm ü dich ver R Waron verdirſt 3 entkräfte meine Seel, Denn hier iſt Nichts, denn Sterben bei mäth Immanuel. Zur Hö ßt ich ſin 3 4. Quälet Sodoms Citelkeit, Oder Bun ll rnütßß ich ſitn ih ih dir z lockt mit Aſchen⸗Früchten, Gottes Mein Elend über Maßnn Dßs Rettung iſt nicht weit Und hilft allen dacht an ſein Barmherzigket, Schein vernichten: Nichts verkehre wollt mir helfen laſſen; Er bnn in Vachstzen meine Seel, Denn hier iſt Immanuel. zu mir ſein Vater⸗Herz, Es wal 1,- H. Trotz dem Fürſt der finſtern ihm fürwahr kein Scherz Er 4 lijget Nacht! Gottes Engel ſteht zur Sei⸗ ſein Beſtes koſten 96 ten, Der bezeiget ſeine Macht Und 5. Er ſprach zu ſeinem ln tß d erfriſchet in dem Streiten: Nichts Sohn: Die Zeit iſt zu etbenn ntüwe li beſtürme meine Seel, Denn hier iſt Fahr 3 hin, meins Herzens i 2 nteun aih Immanuelx..,. Kron, Und ſei das Helr dn inſ n eän „6. Muß dort Jacob in die Flucht, Und hilf ihn aus der Sündengut in 1 vahen Iſt der Sorgen⸗Stein das Kiſſen, Erwür g für ſie den bittern Todh 7 Und dgit Ach, des Himmels Einfluß ſucht laß ſie mit dir leben A h d ud Jacobs Kummer zu verſüßen: Nlchts 6. Der Sohn dem Vatr gt w0 d dn Vte beklemme meine Seel, Denn hier iſt ſam ward: Er kam zu mir auf Oin ö Gu Ffſu, di Immanuel. Von einer Jungfrau rein und u] fel ſa nemne D 7. Drum hinweg, Melancho⸗ 3 4 Enen bä Zue leil Jeſus iſt im Tod mein Leben;„ 3n Lutheri erſtem Orut fun 1 1A dm. In der Noth weiß ſeine Treu Lab⸗ Heiy dum Armen. dilf ihm.. jcl d mich vo ſal, Troſt und Rath zu geben: Kehr laß ihn mit dir leben. Rechtſ. ng 99 dieſe e b mnanſ San da — er Seligki Aenee Mltie 06 un freut as 1 ritr t unge Alich ſoringen N roſt P= Alin En i be ſu= Was Gott at ndet= and ſene ſihet at: C= eur hat asn 2. D äffel ich pn n Toßrer ich vrha ind Snuülte Nattt arin ſ ar gebon ch im ʒefer drein, b uts at den man, i tt mie Meſſen. 3. Mer uten Wan d. ht, G r mit ihnn er frei Sl haſſet Got warſ Gutn atte ngſt m- verzweifeng ichts,*. Sterben bait ur Höm nußt ich ſiit 4. DOr nnert Gottut dein—) über M. icht in Vannt ollt n ffen laſſen d mir* Vater⸗Her b m für* kein Sche in Bo=oſten. 5. G rach zu f bohn:—₰(SZeit iſt u fahr l meins Hant tro das Hell d tron, 1 ind hif d aus deren crwürg⸗ ſie den bitn aß ſie Wdir leben. 4 6. D ohn dem i am wa= ir kam um⸗ b r! Von eieungfral — *— In erien 6 Heil det. Jen 14 fin aß ihn tnr leben. — Soph. Gr.v.i und Lippe, der Pra NRath Grtte derſelben Früchten, Friede Er ſollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er ſein Gewalt, Er ging in meiner armen Gſtalt, Den Teufel wollt er fangen. 7. Er ſprach zu mir: Halt dich an mich, Es ſoll dir jetzt gelingen! Ich geb mich ſelber ganz für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin dein und du biſt mein, Und wo ich bleib, da ſollſt du ſein, Uns ſoll der Feind nicht ſcheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, Dazu mein Leben rauben: Das leid ich Alles dir zu Gut, Das halt mit feſtem Glauben. Den Tod ver⸗ ſchlingt das Leben mein, Mein Un⸗ ſchuld trägt die Sünde dein, Da biſt G du ſelig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr ich aus dieſem Leben; Da will ich ſein der Meiſter dein, Den Geiſt will ich dir geben, Der dich in Trübniß tröſten ſoll Und lehren mich erkennen wohl Und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und ge⸗ lehrt, Das ſollſt du thun und lehren, Damit das Reich Gotts werd ge⸗ mehrt Zu Lob und ſeinen Ehren. Und hüt dich vor der Menſchen Gſatz, Davon verdirbt der edle Schatz: Das laß ich dir zur Letzte. D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546, Um Wachsthum des Glaubens. Mel. Ach Gott, vom Himmel. 807. 9 Batten Fohn, Her recht könne gläuben, Nicht Jederman⸗ nes Ding ja iſt, Noch ſtandhaft zu verbleiben; Drum hilf du mir von oben her, Des wahren Glaubens mich ge⸗ währ, Und daß ich drin beharre! 2. Lehr du und unterweiſe mich, Daß ich den Vater kenne, Daß ich, o Chriſte Jeſu, dich Den Sohn des Höchſten nenne, Daß ich auch ehr den heilgen Geiſt, Zugleich gelobet und gepreiſt, In dem dreieingen Weſen! 3. Laß mich vom großen Gnaden⸗ Heil Das wahr Erkenntniß finden, und Freude im h. Geiſte. 481 Wie der nur habe an dir Theil, Dem du vergibſt die Sünden. Hilf, daß ichs ſuch, wie mir gebührt: Du biſt der Weg, der mich recht führt, Die Wahrheit und das Leben. 4. Gib, daß ich traue deinem Wort, Ins Herze es wohl faſſe, Daß ſich mein Glaube immerfort Auf dein Verdienſt verlaſſe, Daß zur Gerech⸗ tigkeit mir werd, Wenn ich von Sün⸗ den bin beſchwert, Dein Kreuz⸗Tod zugerechnet. 5. Den Glauben, Herr, laß tröſten ſich Des Bluts, ſo du vergoſſen, Auf daß in deinen Wunden ich Bleib allzeit eingeſchloſſen, Und durch den blauben auch die Welt Und, was dieſelb am höchſten hält, Für Koth und Staub nur achte. 6. Wär auch mein Glaub wie Senf⸗Korn klein, Und daß man ihn kaum merke, Wollſt du doch in mir mächtig ſein, Daß deine Gnad mich ſtärke, Die das zerbrochne Rohr nicht bricht, Das glimmend Docht auch vollends nicht Auslöſchet in dem 3aweendaß ich ſets ſrgföt 7. Hilf, daß ich ſtets ſorgfältig ſei, Den Glauben zu behalten, Ein gut Gewiſſen auch dabei, Und daß ich ſo mög walten, Daß ich ſei lauter jederzeit, Ohn Anſtoß, mit Gerechtig⸗ keit Erfüllt und ihren Früchten. 8. Herr, durch den Glauben wohn in mir, Laß ihn ſich immer ſtärken, Daß er ſei fruchtbar für und für Und reich in guten Werken, Daß er ſei thätig durch die Lieb, Mit Freuden und Geduld ſich üb, Dem Nächſten fort zu dienen! 9. Inſonderheit gib mir die Kraft, Daß vollends bei dem Ende Ich üb die gute Ritterſchaft, Zu dir allein mich wende In meiner letzten Stund und Noth, Des Glaubens End durch deinen Tod, Die Seligkeit erlange. 10. Herr Jeſu, der du ange⸗ zündt Das Fünklein in mir Schwa⸗ chen, Was ſich von Glauben in mir findt, Du wollſt es ſtärker machen; 31 48² Was du gefangen an, vollfüh an das End, daß dort bei dir Glauben folg das Schauen! Dav. Denicke, g. 1603, ſt. 1680. vollführ dis Gläubige Zueignung der gött⸗ lichen Eigenſchaften. Mel. Es woll uns Gott genädig. 808 9 meine Seel, erhebe .☚ dich, Mit Andacht zu betrachten, Wie Gott hat offenbaret ſich Und wie man ihn ſoll achten, Daß er der Allerhöchſte iſt Im Himmel und auf Erden Und ſoll gerühmt zu jeder Friſt, Auch anghetufen werden Als Urſprung aller Dinge! 2. Gott, du biſt einig für und für, Nichts ſind der Heiden Götter, Kein Heil und Troſt iſt außer dir, Kein Helfer noch Erretter. Laß mich, o Herr, auf dich allein Von ganzem Herzen trauen, Dir inniglich ergeben ſein, Auf Niemand anders bauen, Dir, Gott, allein anhangen! 3. O Herr, mein Gott, du biſt ein Geiſt Und theileſt bei uns Allen An Gaben aus, was geiſtlich heißt, Nach deinem Wohlgefallen. Laß mich ſtets geiſtlich ſein geſinnt, Daß, wenn ich vor dich trete, Ich deine Kraft in mir empfind Und dadurch dich an⸗ bete Im Geiſt und in der Wahrheit. 4. Du biſt, o Gott, von Ewigkeit, Ohn Anfang und ohn Ende. Gib, daß mein Herz von aller Freud Des Zeitlichen ſich wende, Auf daß ich möge immerdar Drum bitten und drauf denken, Weil Alles hier iſt wandelbar, Daß du mir dort wollſt ſchenken Das unverwelklich Erbe. 5. O Gott, du biſt an allem Ort Und gar nicht zu ermeſſen; Ob Einer iſt hier oder dort, Haſt du ihn nicht vergeſſen. Laß mich nicht zweifeln, wo ich ſei, Du könnſt dich mein an⸗ nehmen; Auch was ich thu, laß mich dabei Des Böſen vor dir ſchämen Und überall dich fürchten. 6. Unendlich, Herr, iſt deine 4₰ Vom Glauben und der Rechtfertigung und Macht, Zu retten, die dich liben Und, wenn der Gottlos dich veraht Die Rache auch zu üben. Gib, da ſich deiner Allmacht Schutz Fortühe mich erſtrecke, Mich auch nicht Mar⸗ ſchen Grimm und Trutz, Nur dei Straf erſchrecke: Du tödteſt Leih mn Seele. 1 7. Voll höchſter Weisheit biſtn. Gott, Niemand kann ſie ergründn Wie wunderſchwer auch iſt die Aoh Weißt du doch Rath zu finden. GQ⸗ 9 daß ich dir ſtets traue zu, Auf n werf meine Sorgen, Auch liit weder denk noch thu, Weil du ſe ins Verborgen Und priffeſt hi und Nieren. 8. Gott, du biſt heilig und g recht, Du kannſt die Sünd n den; Wer ſagen will, er ſeiit Knecht, Der muß das Böſe mein Gib, daß ich mich zu jeder giühn Heiligkeit befleiße, Nachjage alt rechtigkeit, Auch dein Geri u heiße, Ob ichs ſchon nicht hani 9. Du biſt ſehr gnädig fen und gut, Wo ſich bekehrt der di der, Erbarmſt dich, wie ein lit thut, Von Herzen deiner ine Herr, laß von deiner Lieb und(m Mich allweg Troſt bekommen da mir auch meine Miſſethat Stſet ſein hingenommen, Als Morga vom Abend! 10. Gott, deine Wahrheit ſtt du mir gern verleiheſt: Hoffun et m 1, T ſt, was dir beliebet, A frei, Du thuſt, was Sdui ch mit de Was iſt dein heihe 12, Gott, und chr, dein Kann ich mich Ads über ale w du wahres werd nennen, geſcht Anſchan ohn Aufhören 13. Gott, ir Geiſt, De elden Von mi eiſt, Laß dei de Verleih n Sütk, Daß ich dinen Namen mehr und welt ic leb auf Gd d Juſ dilſe Jeſu WMf Adl. 9 809. 9 ner Nreue, Nann, Ich w Au ſeehſt, wi lannſt in einn Rf und Nuh 9 Ceh n 2 Ich mert dn deine Wers 15 Da jch f S S & — = den Gyrm und Tun — — ä= .——— —— — ᷣ———— — eele. 7. BdKA ſtet Waht ott, Na dd kam ſie ard e wuhe wer auchjj 3 dih d„Nathzu fn dder dd ch thu, Pilh Vermn Ünd gi . d d Nic nd 8. Gd i it baln cht, DM⸗ ſt die Simt n. W ken vil, a necht, uß das dir id, daſnnich zu jdaß eiligkeit, 3 iße, Nachjoxe dtigkent uch dein Oa iße, O= i ſchon niht 9. Due a ſehr guädi nd gut,. ¹ ſich bekehrtd r, Erhr dich, wie a ut, N zerzen demn err, 1— deiner Lebm lich all! Tooſt beionn ir aucht ne Miſſethat e in hinz men, Ads Ne m Aͤ05— 10.— deine Wa ſteht, T vohl dem, den t! Det=mel und ui ht, D ort, Her, aßt lib, dd fürchte dit nd All.— oas du duu pffe, wên Wort eiin 1 mir rverleht. ird ni Schanden 11. B bitt deſt ei, DuE, was t ſt ein— r Herrdabi (nt het. Laß nt ch Gut bet. ahm, friedet, Was 5 Zille, Much, daß . 7 8 31 er Gü Uein U- ain arte A= Alem ¹ Was meinen Geiſt n Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. 12. Gott, wenn ich dich ſo kenn und ehr, Dein Wort zum Grunde ſetze, Kann ich mich drob erfreuen mehr, Als über alle Schätze, Bis ich dort, o du wahres Licht, Ohn Lallen dich werd nennen, Von Angeſicht zu An⸗ b geſicht Anſchauen und erkennen Und ohn Aufhören loben.. 13. Gott, Vater, Sohn und heil⸗ ger Geiſt, Der du auch willſt auf Erden Von mir und Allen ſein ge⸗ preiſt, Laß deinen Ruhm groß wer⸗ den, Verleih mir Gnade, Kraft und Stärk, Daß ich zu allen Zeiten, Herr, deinen Namen und dein Werk Könn mehr und mehr ausbreiten, So lang ich leb auf Erden! D Juſt. Geſenius, g. 1604, ſt. 1671. Hilfe Jeſu für geiſtlich Arme. Mel. Erleucht mich, Herr, mein. 12 chau meine Armuth 809. 9 an, O Herr, nach dei⸗ ner Treue, Sei du mein Helfers⸗ Mann, Ich weiß ſonſt keinen nicht, Du ſiehſt, was mir gebricht, Und kannſt in einem Nu Mir ſchaffen Hilf und Ruh. 2. Ich merke deine Kraft, Zu wir⸗ ken deine Werke; Des Geiſtes Lebens⸗ Saft, Den ich ſo oft verſpürt, Der meinen Geiſt berührt, Iſt ſchier ver⸗ trocknet gar, Ach, Herr, nimm mei⸗ ner wahr; 3. Du biſt der Gnaden⸗Quell, Zu dem mein Innres eilet, Ergieß dich mild und hell, Erquicke den, der matt, Erfreu und mache ſatt Den, der zwar deß nicht werth, Doch ſehnlich es begehrt. 4. Ach, nimm doch Alles weg, ſt betrübet! Was mich den Friedens⸗Steg Zu laufen hindern will, Was mir verrückt mein Ziel; Das laß dem Feind zur Pein, O Herr, vernichtet ſein! 5. Ja, eile her zu mir. Mit aus⸗ geſpannten Armen; Ich ſchenk aufs Neu mich dir Und warte deiner Huld, Vergiß du meiner Schuld, Solch Lieb 483 und Glaubens⸗Band Soll trennen keine Hand. 6. Muß ich denn gleich noch oft Mein Sünden⸗Elend fühlen, So kommt wohl unverhofft Ein Blick der Freundlichkeit, Der Gnad und Süßigkeit Von deinem Angeſicht, Der machet Alles licht. 7. Ach ja, das iſt der Bund, In welchen ſich verſenkt Mein Geiſt zu aller Stund, Daß mir nicht ſchaden kann Mein Elend um und an: Herr, dir ſei Dank dafür In Ewigkeit und hier! A. Freylingauſen, g. 1670, ſt. 1739. Rechtfertigung des Sünders vor Gott. Mel. Jeſu, der du meine Seele. 81 0 chöpfer aller Menſchen⸗ . Nσ☛ Kinder! Großer Richter aller Welt! Sieh hier wird ein ar⸗ mer Sünder, Herr, vor dein Gericht geſtellt, Der in Sünden iſt geboren, Der dein Ebenbild verloren. Der mit Laſtern ſich befleckt, Der in tiefen Schulden ſteckt. 2. Mein erwachendes Gewiſſen, Deine Straf⸗Gerechtigkeit, Dein Ge⸗ ſetz, das ich zerriſſen, Nebſt dem Sa⸗ tan, ſtehn bereit, Meine Seele zu verklagen. Ich weiß Nichts darauf zu ſagen; Denn ein Zeuge gibt ſich an, Der geſehn, was ich gethan. 3. Wehe mir, ich muß verderben, Ich ſeh Nichts, als Höllen⸗Pein! Frecher ünder, du mußt ſterben! Wird mein ſtrenges Urtheil ſein. Es erzittert meine Seele Vor des offnen Abgrunds Höhle. Es erſtarret Geiſt und Blut Vor der ewgen Flammen⸗Gluth. 4. Doch, Lob Gott, die Furcht verſchwindet, Weil ein Bürg ins Mittel tritt, Weil ein Advokat ſich findet, Der für den Beklagten bitt. O beglückte theure Stunden! Gottes Sohn hat ſeine Wunden Und ſein blutig Löſegeld Meinem Richter dar⸗ geſtellt. 5. Richter, ſiehe meinen Bürgen, Siehe die Bezahlung an! Dieſer 31* 484 ließ für mich ſich würgen, Dieſer hat genug gethan, Der hat dein Geſetz erfüllet, Der hat deinen Zorn geſtillet. Herr, ich glaube, ſteh mir bei, Sprich von Straf und Schuld mich frei! 6. Ach, was hör ich? Gnade, Gnade, Gnade ſchallet in mein Ohr. Ach, mich Höllen⸗Brand, mich Made Hebt ein ſanfter Zug empor. Gott ſpricht: Sünder, du ſollſt leben! Deine Schuld iſt dir vergeben, Sei getroſt mein lieber Sohn, Komm zu meinem Gnaden⸗Thron! 7. Seht, wie ſich der Abgrund ſchließet! Seht, wie ſich der Himmel freutt Da das Blut des Lammes fließet, Da mich die Gerechtigkeit Des vollkommnen Mitttlers decket. Wer iſt, der mich ferner ſchrecket? Wer iſt, der ſich an mich wagt Und ein Himmels⸗Kind verklagt? 8. Richter, der mich losgeſprochen, Vater, der mich zärtlich liebt; Mitt⸗ ler, der, was ich verbrochen Und ge⸗ raubt, Gott wiedergiebt! Geiſt, der mir den Glauben ſchenket, Der mich in den Mittler ſenket: Gott der Gnaden, dir ſei Ruhm und mein Herz dein Eigenthum! 9. Laß mich nun die Sünde haſ⸗ ſen, Die das Herz mit Angſt be⸗ lchwen Laß mich Alles unterlaſſen, Jas den neuen Frieden ſtört, Reinge täglich mein Gewiſſen, Laß mich eif⸗ rig ſein befliſſen, Mit Verleugnung dieſer Welt Das zu thun, was dir gefällt. D. J. J Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Pſ. 45, v. 10— 16. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 811 Hele, denke, wer du biſt * Und wie hoch du ſeiſt erhaben, Da du nun in Jeſu Chriſt Und geſchmückt mit ſeinen Gaben: Liebe, Freude, Friede, Huld, Sanft⸗ muth, Keuſchheit und Geduld. .Du biſt Jeſu liebe Braut, Schweſter, Freundin und Verwandte, Die er ihm ſelbſt anvertraut, Sobald Vom Glauben und der Rechtfertigung und er ſie ſah und kannte: Ueberlegs i deinem Sinn, Du biſt eine Königin 3. Herr und König iſt dein Nan Ueber Himmel und auch Erde, Scha nur dein Braut⸗Kleid an, Wie ſat das geſchätzet werde, Damit er kleidet dich, Ob es nicht ſei dn ich? 4. Selbſt der Himmel iſt dn Thron, Drauf du ſchon im Glalet ſitzeſt Neben Jeſu, Gottes Sat. Und wie eine Sonne bliteſt, Wan ſie feuerroth aufgeht Und am zale Himmel ſteht. 5. O, wie herrlich biſt du doch ie nigs-Tochter, anzuſehen! Ich giſt und rühme noch, Daß dir großeit geſchehen, So du ſelber nicht gwe Und nun erſt erfährſt mit Liſt 6. Man führt dich zum uu Im geſtickten Perlen⸗Kleide N. chmerzen, ohne Weh Auf dam nen Himmels⸗Weide; Die zun frauen folgen dir Und vunen deine Zier. 7. Man führt dich mit ate ein In des Königs goldne Fn⸗ Tränket dich mit Freuden⸗Un So verſüßet allen Jammer, Dai zu erfahren haſt Bei des Bräuthie ſüßer Laſt. 8. Höre, Tochter, ſchaue dan Neige herzu deine Ohren, Maeit behende auf Von dem Ort dai geboren, Achte nicht der Fuan ſchaft Dunſt, So haſt du des Künt Gunſt. 9. Seele, ziere deinen Stand V alſo, wie ſichs gebühret, Ru zu der rechten Hand Deincs uin wirſt geführet, Auch vielleict iue hutzer Zeit, In der frohen Gu eit. Freude im Geiſte an der den⸗ lichkeit der Gläubigen. In eigener Melodie. m ei fröhlich im Hein 812. 9 bf heilige Saal 3 herrliche im Hochzeits⸗Kleid — derſe Helland, der 4 dböhle lnd ſch inleit, Er ül finem Bit, di Schaden th Makeln und w hat er mi köſt 2 O himmli der naden 6, .bih af, Die danit du bela. in TugendLa Und drückt n in Grabe d lihtes und li kommen, Nan Jach auf di 3. Gs fteul und innen, ſöhnet hſt, A Helzen und& land, Jefem dh vählet, Sein g vermählet 3u Sünde Twotz Porten Du d Gattes ind nu 24. D herrih Güte, So dirſ ſett Was vn dät e dit wier ud Vat vech Nab, Gs i ict wen, N ſw n drun daun ſalb es deddorcen. — feuert Jufgeht Undh mmel 2 geßt Uma 5— eeJ, T Le 38⸗TO anzuſehen a d rüht—,5, 1 d ſchehen= du ſelber uih Id nur Aerfäͤhrſt nit A 6. M ührt dich zmn n geſt,e Peren⸗Ka hhmerzz ne Wah don di„Pede d wuen ſ dir Uud m ine Zit 7. M ahrt dich mi 1In d äönigs godue Fänket i mit Frada verſiſ Allen Junma! erfaht: ſſt Bei dese Ber Lo 8. Ht.— ochter, ſchart eige hel ine Ohren, N hende Von dem di boren,. Je nicht da ſaft Di M 5o haft du dit unſt. 9. Sez e deinen on ſo, wieſxs gebühre, der 1ieen Hand Di erſt gef m Auch rilit rzer Z In der fwohn ft. Freude ras eiſte dl 1 lid der Gläubige 4 ener Meledie 12. 2. und Wort verehrt. derſelben Früchten, Friede Heiland, der zeuch dich aus ſinſtrer Höhle Und ſchmückt dich mit Gerech⸗ tigkeit, Er tilget die Sünden Mit ſeinem Blut, Daß keine zu ſinden, Die Schaden thut, Die Runzeln, Das Makeln und was da beflecket, Das hat er mit köſtlicher Seide bedecket. 2. Ohimmliſche Zierde! Die Sonne der Gnaden Geht über dir ſehr herr⸗ lich auf; Die Bürde der Sünden, damit du beladen, So dich gehemmt im Tugend⸗Lauf, Die fället nun abe Und drücket nicht hart, Weil Jeſus im Grabe Sie hat verſcharrt; Ein lichtes und leichtes Herz haſt du be⸗ kommen, Nachdem du ſein ſanftes Joch auf dich genommen. 3. Es freue ſich alles von außen und innen, Daß du mit Gott ver⸗ ſöhnet biſt; Ach liebe und lobe mit Perzen und Sinnen Den treuen Hei⸗ and, Jeſum Chriſt. Er hat dich er⸗ wählet, Sein Eigenthum, Und ewig vermählet Zu ſeinem Ruhm, Trotz Sünde! Trotz Teufel! Trotz hölliſchen Pforten! Du biſt nun ein ſeliges Gottes⸗Kind worden. 4. O herrliche Schätze, o ewige Güter, So dir mein Heiland hat be⸗ ſchert! Was vormals verloren, das hat er dir wieder Durch ſeinen Geiſt Ergreif es im Glauben, Es iſt ja dein, Laß dir es nicht rauben, Noch fremde ſein, Es iſt dir ja darum ſo theuer erworben, Drum halte es feſte, Sonſt biſt du verdorben. J. E. Schmidt, g. 1669, ſt. 1745. Geiſtlicher Friede. Mel. Allenthalben, wo ich gehe. 813 ollt es gleich bisweilen * ſcheinen, als verließe Gott die Seinen, O, ſo glaub und weiß ich dieß: Gott hilft endlich noch gewiß. 2. Hilfe, die er aufgeſchoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Friſt, Hilft er doch, wenns nöthig iſt. und Freude im h. Geiſte. 485 3. Gleichwie Väter nicht bald ge⸗ ben, Wornach ihre Kinder ſtreben, So hält Gott auch Maß und Ziel: Er giebt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getröſten, Wenn die Noth am allergrößten; Er iſt gegen mich, ſein Kind, Mehr, als väterlich geſinnt. 5. Trotz dem Teufel, Trotz dem Drachen! Ich kann ihre Macht ver⸗ lachen. Trotz dem ſchweren Kreuzes⸗ Joch! Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Trotz des bittern Todes⸗Zähnen! Trotz der Welt und Allen denen, Die mir ſind ohn Urſach Feind! Gott im Himmel iſt mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer nei⸗ den! Will ſie mich nicht länger lei⸗ den, Ei, ſo frag ich Nichts darnach: Gott iſt Richter meiner Sach. 8. Will ſie mich gleich von ſich treiben, Muß mir doch der Himmel bleiben; Wenn ich nur den Himmel krieg, Hab ich Alles zur Genüg. 9. Ich will ihr gar gerne laſſen, Was ich ſonſten wollte haſſen; Sie hab ihren Erden⸗Koth Und laß mir nur meinen Gott. 10. Ach, Herr, wenn ich dich nur habe, Sag ich allem Andern abe; Legt man mich gleich in das Grab, Gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Chr. Titius, g. 1641, ſt. 1703. Grund des Heils allein in Jeſu. Mel. Nun freut euch lieben Chriſten. 814 Huch. wer da will, ein . ander Ziel, Die Selig⸗ keit zu finden: Mein Herz allein be⸗ dacht ſoll ſein, Auf Chriſtum ſich zu ründen. Sein Wort iſt wahr, ſein erk ſind klar, Sein heilger Mund hat Kraft und Grund, All Feind zu überwinden. 2. Such, wer da will, Nothhelfer viel, Die uns doch Nichts erworben: 486 Hier iſt der Mann, der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu Theil, Uns macht gerecht der treue Knecht, Der für uns iſt geſtorben. 3. Ach, ſucht doch den, laßt Alles ſtehn, Die ihr das Heil begehret! Er iſt der Herr und Keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzens⸗Grund, Sucht ihn allein; denn wohl wird ſein Dem, der ihn herzlich ehret.. 4. Meins Herzens⸗Kron, mein Freuden⸗Sonn Sollſt du, Herr Jeſu, bleiben; Laß mich doch nicht von dei⸗ nem Licht Durch Eitelkeit vertreiben; Bleib du mein Preis, dein Wort mich ſpeis, Bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, An dich ſtets feſt zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein An⸗ geſicht, Laß mich im Kreuz nicht za⸗ en; Weich nicht von mir, mein höchſte Zier, Hilf mir mein Leiden tragen; Hilf mir zur Freud nach die⸗ ſem Leid, Hilf, daß ich mag nach die⸗ ſer Klag Dir ewig dort Lob ſagen! G. Weißel, g. 1590, ſt. 1635. Das Bild der ehernen Schlange. Joh. 3, v. 14. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 81 5 Ilebergroße Wunder⸗Güte 4 Haſt du, Gott, an uns gethan, Daß dein väterlich Gemüthe Uns nun wieder lieben kann. O, wie machten wirs ſo ſchlimm Und erweckten deinen Grimm Ueber uns durch unſte Sünden, Die ſich häufig bei uns finden. 2. Dennoch wollteſt du nicht ſchla⸗ en, Wie wirs hatten wohl verdient; Lieber mit Geduld ertragen, Was ſich unſer Fleiſch erkühnt. Ja, du ſuchſt noch immer zu Unſer Beſtes, unſre Ruh, Daß wir nun nicht ewig mdgen In der Höllen Abgrund gen. 3. Als wir keinen Finzer regen Vom Glauben und der Rechtfertigung und Konnten, die Gerechtigkeit Zu erlar⸗ en, brach dein Seegen Los in frühe bes⸗Brunſt Uns erwieſen deine Gunſ 1 Daß der Treter jener Schlangen Sol zu rechter Zeit anlangen. 4. Durch deſſelben Tod und Wun⸗ den Haben wir ſtatt Weh und ſh Schon das Leben wiederfunden, Wi die ſündlich, krank und ſchwach, Wem wir nur im Glaubens⸗Sinn Zu de⸗ ſelben nahen hin Und auf ihn, a Heiland ſchauen, Muß verſchwinden alles Grauen. 5. Jene Schlange war der Schat ten, Du, Herr Jeſu, biſt es ut Den wir dort im Bilde hatten, à biſt der getreue Knecht Deines Git tes, der den Tod, Den der Scher⸗ gen Biß uns droht, Von uns g⸗ lich abgekehret Und das Kehen in beſcheret. 6. Nur, Wenn wir mit Guuen⸗ Augen Dich am Kreuze ſchunm Und aus deinen Wunden i Was uns ewig heilen kann; Pit rechnet Gott uns zu, Was nictn allein nur du Wieder gut hatie len machen, Uns zu retten, diß Schwachen. 7. So hat Gott die Welt geitt Daß er uns von ſeinem Thron Ui lig zur Verſöhnung gibet Sellſt de eingebornen Sohn. Nur, wer an de⸗ ſelben gläubt, Sich im Glauben in verſchreibt, Soll in ſündlichen g ſchwerden Nimmermehr vellei werden. 8. Gnaͤd und Leben ſoll er hihn Was der Himmel Guts verma Süße Botſchaft ſoll ihn laben, de Geſetzes Donnerſchlag r fen nimmermehr. Ach, Her, di 9 Preis und Ehr, Daß wir duthde Sohnes Sterben Sollen ein ſt Heil ererben! 9 9. Durch deſſelben Blut und den Sind wir von der Sünde ſi Können unſer Herz ſtets weiden 1 des Vaters Lieb und Treu. W Friede uns erquickt Und was Rorgen⸗elt Da du, Herr, aus Ci⸗ Soll ihn te derſe vorhin gedrückt meinnge Wer Punden. d3 Liebſter⸗ Daß wir die Sohns in Her a kener Zei ehn, Laß u dehn Und au Pudan wie prüfung des 2⁶ Mel. N 846.) 816. 9 ſtehet, Db Gh J ürihmaucn Gedud, Ins di In u. dienen ſeid ber „2 Der Gla Herzen tief ver Glanz herfüt, ch Erfitt s der dn Devel a worden iſt. Klenet Fei ſenen: 1 1s„„ err 6 — jener 6 l echteſe anlnune Du ſelben— Du”dm ün ür ſtatt Ban on dg eem wiederude ünd!i mkund ſhnn 3 Gr= Dlnnenna wir= im Bide hu der(A₰⁄ Knecht Diin der od, Den dah Biß droht, Van r abger Und das h. heret .Nu=nn wirr mitoh gen IE Am Kreux. 2 a ien Wunda s un= 2 heilen kum. net G⸗ as zu, Vasſ in num Wirder gut ſ mach— lns zu rate wacht . Sor⸗m Hott die Wet 3 er=n ſeinem Im zur IF nung gibe dh gebort: ohn. Nur vea en 4— Sich im Glun chreih oll in ſünli derden mmermelht i den.. Gn d Leben ſol ii 3 de mnel Glt w se BeFEt ſol ihn lin etes erſchlag Sali nimn en hr. Ach, den is un)— t, Daß vir u dnes d den Eolln à erer Du ſſelben Aun Sint derr von da ei mnen 1 1 Herz e Vats d und dn de u acuick Uit derſelben Früchten, Friede vorhin gedrückt. Davon werden wir entbunden, Wenn wir fliehn zu Chriſti Wunden. 10. Liebſter Vater, gib den Segen, Daß wir die Gerechtigkeit Deines Sohns im Herzen hegen, Und ihr ja zu keiner Zeit Wiederum verluſtig ehn; Laß uns feſt im Glauben ehn Und auf deinen Wegen allen andeln wie dirs kann gefallen. A. H. Buchholz, 1607— 1671. Prüfung des wahren Glaubens. 2 Cor. 13, v. 5. Mel. Nun danket Alle Gott. 816. B-oberudneaan ſtehet, Ob Chriſtus in euch iſt, Ob ihr ihm auch nachgehet In Demuth und Geduld, In Sanftmudh, Freundlich⸗ keit, In Nieb den Nächſten ſtets Zu dienen ſeid bereit. 2. Der Glaube iſt ein Licht, Im Herzen tief verborgen, Bricht als ein Glanz herfür, Scheint als der helle Morgen, Erweiſet ſeine Kraft, Macht Chriſto leicht geſinnt, Erneuert Herz und Muth, Macht unszu Gottes Kind. 3. Er ſchöpft aus Cbriſto Heil, Ge⸗ rechtigkeit und Leben, Und will in Einfalt es Dem Nächſten wiederge⸗ ben, Dieweil er überreich In Criſto worden iſt, Preiſt er die Gnade hoch, Bekennet Jeſum Chriſt. 4. Er hofft in Zuverſicht, Was Gott im Wort zuſaget; Drum muß der Zweifel fort, Die Schwermuth wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt Die Hoffnung an den Tag, Hält Sturm und Wetter aus, Be⸗ ſteht in Ungemach. 5. Aus Hoffnung wächſt die Lieb, Weil man aus Gottes Händen Nimmt alle Dinge an, Nicht zürnet, will nicht ſchänden; Denn Alles uns zu Nutz Und Beſten iſt gemeint, Drum dringt die Liebe durch Auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren Gottes Feind, Er gibt uns ſeinen Sohne, Sein einge⸗ und Freude im h. Geiſte. 487 bornes Kind, Zu einem Gnaden⸗ Throne, Setzt Liebe gegen Haß. Wer läubig dies erkennt, Wird bald in ieb entzündt, Die allen Haß ver⸗ brennt. 7. Wie uns nun Gott gethan, Thun wir den Nächſten eben. Droht er uns mit dem Tod, Wir zeigen ihm das Leben. Flucht er, ſo ſegnen wir. In Schande, Spott und Hohn Iſt unſer beſter Troſt Des Himmels Ehren⸗ Kron. 8. Setzt uns Gott auf die Prob, Ein ſchweres Kreuz zu tragen: Der Glaube bringt Geduld, Macht leichte alle Klagen. Statt Murren, Unge⸗ berd Wird das Gebet erweckt, Weil aller Angſt und Noth Von Gott ein Ziel geſteckt. 9. Man lernet nur dadurch Sein Elend recht verſtehen, Wie auch des Höchſten Güt: Hält an mit Bitten, Flehen; Verzaget an ſich ſelbſt Und trauet Chriſti Kraft; Vernichtet ſich vor ihm, Saugt nur aus Jeſu Saft. 10. Hält ſich an ſein Verdienſt, Erlanget Geiſt und Stärke, In ſolcher Zuverſicht Zu üben gute Werte; Steht ab vom Eigenſinn, Flieht die Ver⸗ meſſenheit, Hält ſich in Gottesfurcht, In Glück und ſchwerer Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, Ob Chriſtus in dir lebet; Denn Chriſti Leben iſts, Wornach der Glaube ſtre⸗ bet: Erſt machet er gerecht, Dann heilig, wirket Luſt Zu allem gutem Werk. Sieh, ob du auch ſo thuſt. 12. O Herr, ſo mehre doch In mir den wahren Glauben: So kann mich keine Macht Der guten Werk berauben. Wo Licht iſt, geht der Schein Freiwillig davon aus. Du biſt mein Gott und Herr, Bewahr mich als dein Haus! D. J. J. Breithaupt, g. 1657, ſt. 1732. Kindſchaft bei Gott. Mel. Allein Gott in der Höh. 817. M'ShF on ————— —8—— ———— ͤ ſͤſͤͤſͤſſööööö 488 mich dies laben, Daß ich einſt in dem Himmel Platz Bei meinem Gott ſdll haben Und daß in aller Angſt und Pein Ich doch ſein liebes Kind ſoll ſein, Bis ich zur Ruhe komme! 2. Wie ehrt man eines Königs Sohn, Wie fällt man ihm zu Füßen, Da ihm doch oftmals Kron und Thron Und Scepter wird entriſſen; Ja, wie iſt nicht ein Fürſten⸗Kind ft gar zu ſtolz und hochgeſinnt, Weil es ein Land ſoll erben. 3. Allein was iſt ein Fürſtenthum? Was eine Königs⸗Krone? Das iſt ja ein weit höhrer Ruhm, Daß ich zu Gottes Sohne Durch meinen Hei⸗ land bin gemacht, Als er am Kreuze ward geſchlacht Von wegen meiner Sünden. 4. Was kann mir jetzt der Teufel thun? Was Sünde, Tod und Hölle? Sie müſſen mich nunlaſſen ruhn, Weil er nun mein Geſelle Und lieber Bru⸗ der worden iſt, Der alle Blödigkeit verſüßt Im Leben und im Sterben. 5. Nun wohl, So will ich auf der Welt Nach ſonſten Nichts mehr ſtreben, Als daß ich, wie es Gott ge⸗ fällt, Mög unaufhörlich leben, Weil ich ſonſt um mein Kindes⸗Recht Und Reichthum mich muthwillig brächt, Indem ich ihm nicht folgte. 6. So lang ich aber dieſes thu, Was er gethan will wiſſen, So kann die innre Seelen⸗Ruh Mir alles Leid verſüßen. Was acht ich Hoheit, Gut und Geld, Was frag ich nach der ganzen Welt, Wenn Gott mein Vater heißet? Paul Pfeffer, g. 1651, ſt. 1735. Die erbarmende Liebe Gottes gegen alle, auch die größten Sünder. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 818 eg, mein Herz, mit 4 den Gedanken, Als ob du verſtoßen wärſt; Bleib in Gottes Wort und Schranken, Da du an⸗ Vom Glauben und der Rechtfertigung und ders reden hörſt, Biſt du bös un ungerecht, Ei, ſo iſt Gott ſtomm und ſchlecht; Haſt du Zorn und Ta verdienet: Sinke nicht, Gott iſt der⸗ ſühnet. 2. Du biſt, wie die Menſchenilt Angeſteckt mit Sünden⸗Gift, Walter Adam mit dem Falle Sammt da Schlange angeſtift; Aber ſo du keß zu Gott und dich beſſerſt, hats nit Noth; Sei getroſt, Gott wird den Flehen Und ſchmähen. 3. Er iſt ja kein Bär noch Lau⸗ Der ſich nur nach Blute ſehnt, San Herz iſt zu lauter Treue Und zu Sanftmuth angewöhnt. Gotthatene Vater⸗Sinn, Unſer Jammer jamnen ihn, Unſer Unglück iſt ſein Schmen⸗ Unſer Sterben kränkt ſein Hae 4. So wahrhaftig als ich te Will ich keines Menſchen Tod em⸗ dern daß er ſich ergebe Anmiha dem Sünden⸗Koth. Gottes ftan iſt, wenn auf Erd Ein Verinlti⸗ derkehrt; Will nicht, daß aus ſin Heerde Das Geringſt entzogen kei 5. Kein Hirt kann ſo ſleißti⸗ hen Nach dem Schaf, dgß ſich ie läuft. Sollſt du Gottes berx ſäen Wie ſich da der Kummer häuft We Abbitten nicht der 5 2 Gah es dürſtet, ächzt und brennt ut dem, der ſich abgetrennt Von inn und auch von den Seinen, Wündt du vor Liebe weinne. 6. Gott, der liebt nicht nurde rommen, Die in ſeinem Hauſeſeind ondern auch, die il en Durch den grimmgen Seelen⸗Fei Der dort in der Hölle ſitzt, Und de . Menſchen Herz erhitzt Wider den den wenn ſich reget Sein Fuß, all W beweget. 7. Dennoch bleibt in Liebes⸗Nm men Sein Verlangen allzeit 1. Ruft und locket uns zuſammenge den weite Himmels⸗Schooß. ti ſich nun da ſtellet ein, Suche 1m und los zu ſein Aus des Sn Reich und Rachen, Der macht und Engel lachen. ihm genonme derſel Gott und ben, Dem der nus, Wenn ſie hen, Jauchzen das gefündigt ud wergißt R läden, Ales, gein Seeh den Grund kan gen Strom ſl g n Gat itlle nd ſeit dah, Schud Ale Wo Durch das ge 10. Am, ſ den, Geele, ded wilſt du di w richt vonnotni großes gen, Ae mefr, Geyen Go Ai vas vir nü. II Piren im in. Von dm Aih du hättet al Anen ſind, daui „ dc lange nitt e dall dict Senr Eden daduch nden. ¹2. Min Gt dotten Solche G k. h wn di Laß mig al Nl. Ales t i 1b — — — ER S B—.— ——— — é= — 8 ,,⅛⅓, S=' = — —X— —— 28 . — 5 S= S Eg —‿ł— — 8 de rt kann ſo Na ii ft. SLdu Gonsß auch= den Seina! vor weinen. . Go er liebt utt mmet Se in ſeinm e ndern., die imm rch d ünmgen S dort*—'er Hölkeſtel nſchen— z erhitt Vin m— Sein Fih heget. „Dein— bleibt in oi eerlangen Ue 1 Se hft un teet uns 2 weitt immels⸗Stn nun= mſtellet en,? los mſein Aus d h un Schen, Dat Eng hen. derſelben Früchten Friede, 8. Gott und alles Heer hoch dro⸗ ben, Dem der Himmel ſchweigen muß, Wenn ſie ihren Schöpfer lo⸗ ben, Jauchzen über unſre Buß; Aber was geſündigt iſt, Das verdeckt er und vergißt, Wie wir ihn beleidigt haben; Alles, Alles iſt vergraben. 9. Kein See kann ſich ſo ergießen, Kein Grund kann ſo grundlos ſein, Kein Strom ſo gewältig fließen, Ge⸗ gen Gott iſt Alles klein: Gegen Gott und ſeine Huld, Die er über unſre Schuld Alle Tage läſſet ſchweben, Durch das ganze Sünden⸗Leben. 10. Nun, ſo ruh und ſei zufrie⸗ den, Seele, die du traurig biſt, Was willſt du dich viel ermüden, Da es nicht vonnöthen iſt? Deiner Sünden großes Heer, Wie es ſcheinet, iſt nicht mehr, Gegen Gottes Herz zu ſagen, Als was wir mit Fingern tragen. 11. Wären tauſend Welt zu fin⸗ den, Von dem Höchſten zugericht, Und du hätteſt alle Sünden, So da⸗ rinnen ſind, verricht, Wär es viel, doch lange nicht So viel, daß das volle Licht Seiner Gnaden hier auf Erden dadurch könnt verlöſchet werden. 12. Mein Gott, öffne mir die Pforten Solcher Gnad und Gütig⸗ keit; Laß mich allzeit aller Orten Schmecken deine Süßigkeit; Liebe mich und treib mich an, Daß ich dich, ſo gut ich kann, Wiederum umfang und liebe Und ja nun nicht mehr betrübe. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Freude, Jeſum zu haben. Mel. Alles iſt an Gottes Segen. eil ich meinen Jeſum 819. W habe Und an ſeiner Bruſt mich labe, Fürcht ich keine Noth und Pein: Wer ihn liebet, wer ihn kennet, Wer weiß, wie ſein Herze brennet, Der kann niemals trurig ſein. 1 2. Wo ich ſitze, wo ich ſtehe, Wo ich liege, wo ich gehe, Weicht mein Jeſus nicht von mir; Er iſt mir und Freude im h. Geiſte. 489 ſtets an der Seiten, Will mich über⸗ all begleiten, Ich bin ſeine Luſt und Zier. 3. Er hat mich zur Braut erkoren; Eh ich ſollte ſein verloren, Müßt zergehn die ganze Welt. Ach, was ſollt mich denn betrüben, Da mich der ſo hoch thut lieben, Der ja Alles trägt und hält. 4. Er hat ſich mit mir verbunden; Nichts, ach, gar Nichts wird gefun⸗ den, Das ihn von mir trennen thut; Er, mein Bräutgam und mein Kö⸗ nig, Achtet ſonſten Alles wenig: Ich bin ihm ſein liebſtes Gut. 5. Darum fröhlich, immer fröhlich, Weil ich bin in Jeſu ſelig! Ich bin ſein und er iſt mein: Singen, ſpringen, jubiliren Und in Jeſu triumphiren Soll nur mein Geſchäfte ſein. Heiliger Ruhm der Gerecht⸗ fertigten. Röm. 5, v. 1—4. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 820 Wonn das nagende Ge⸗ . wiſſen Uns der Sün⸗ den Handſchrift zeigt, Und wir ſelbſt bekennen müſſen, Was ſonſt alle Welt verſchweigt: Fällt die Nacht des Todes ein Und läßt uns nicht ruhig ſein; Unſre Ketten ſind die Sünden, Die uns zu der Hölle binden. 2. Wenn wir denn den Jammer ſpüren Und dabei auf Chriſtum ſehn, Unſre Feſſel vor ihm rühren, Seuf⸗ zend auf⸗ und niedergehn; Wenn wir uns in ſeinem Blut Gott, dem allerhöchſten Gut, Hin zu ſeinen Fü⸗ ßen legen: So empfangen wir den Segen. 3. Denn die Sünden ſind gero⸗ chen Am erhöhten Kreuzes⸗Stamm, Als der Richter⸗Stab gebrochen Worden über Gottes Lamm. Wer nun dieſen Mittler liebt, Sich im Glauben ihm ergibt, Kann den Frie⸗ den Gottes erben Und darf nicht in Sünden ſterben. ————— —————— 8—. ——“ ſſ 8——— — 2—.——.— —— ꝗ—y—————— »———— 2— ——— 490 4. Stehen wir ſo denn in Gnaden, Schreckt uns Gottes Stimme nicht, Wenn uns ſolche will einladen, Zu erſcheinen vor Gericht: Spricht er doch uns ſelbſt gerecht, Weil der auserwählte Knecht, Chriſtus, allen ſeinen Willen Hat gewollt für uns erfüllen. 5. Dorten mußte Adam fliehen, Ob er ſchon ein Feigen⸗Blatt Um die Blöße konnte ziehen Nach be⸗ gangner Miſſethat: Wer hingegen glauben kann Und das Opfer ſchauet an, Das man krönt mit Dorn und Hecken, Darf ſich ferner nicht ver⸗ ſtecken. 6. Denn Gott hat den Fluch der Erden Auf ſein heilig Haupt gelegt, Daß wir könnten fruchtbar werden, Weil er unſre Dornen trägt: Er be⸗ zahlet unſre Schuld, Wir genießen Gnad und Huld, Daß wir zu den Gna⸗ dengaben Einen freien Zugang haben. 7. Wer wird uns verdammen wol⸗ len? Fehlt uns doch nun nicht der Ruhm, Den wir vor Gott haben ſollen: Wir ſind Gottes Eigenthum. Splittert gleich an uns die Welt, Die Gott ſelbſten mißgefällt, Bleiben wir doch die Gerechten Unter allen Welt⸗Geſchlechten. 8. Unſer Ruhm iſt ſelbſt im Lei⸗ den, Trübſal bringet doch Geduld Und verdoppelt nur die Freuden Ueber Gottes Vater⸗Huld. Wer ſein Kreuze täglich trägt, Das ihm Got⸗ tes Hand auflegt, Kann mit Jeſu ſich verbinden; Denn er iſt am Kreuz zu finden. 9. Trübſal kann uns nicht betrü⸗ ben; Denn weil unſre Namen ſind In dem Himmel angeſchrieben, Trifft uns mancher rauhe Wind: Alſo prü⸗ fet Gott zuvor, Ob wir noch beweg⸗ lich Rohr, Bis wir unter Sturm und Wehen Wie die Cedern Gottes ſtehen. 10 Unſer Ruhm wird ewig blühen, Wenn einſt die verdammte Welt Wird vor ihrem Richter knieen, Die den Frommen nachgeſtellt: Denn wir Vom Glauben und der Rechtfertigung und werden insgeſammt, Wenn die Vai zur Schmach verd 1 Ehren⸗Kronen Hütten bauen. 11. Dieſe Hoffnung muß auf G. den Unſer Himmels⸗Anker ſein, c läßt nicht zu Schanden werden Mi 4 ten in der Todes⸗Pein. Dieſes ſ die Herrlichkeit, Daß wir nach u brachtem Streit Vor des Lunme Throne dienen Und mit Siege⸗ Palmen grünen. R. Arends ſ. In Fröhliches Vertrauen auf Chuit vollgiltig Verdienſ. Mel. 821 enn dein herziebie 2 Sohn, o Gott wär auf Erden kommen Uun ſit als ich in Sünden todt, Meinzſiſ nicht angenommen, So uft ih armes Würmelein Zur Hät dern in die Pein Um meinmehn willen. 2. Jetzt aber hab ich Rhm Raſt, Darf nimmermehr venzn Weil er die ſchwere Sünden⸗Ait mich hat ſelbſt getragen; Er ſün Allein Gott in der Höhe. n 1 pat 5 iiſ⸗ 1 dir verſöhnet mich, Daß er lichſ lig tödten ſich, Auf daß ich ſi würde. 25. 5 3. Drum iſt getroſt mein Hauu Muth Mit kindlichem Vertnen Auf dieß ſein roſenfarbnes But Uh = ich mein Hoffnung bauen, ab die Miſſethat Und mir du hi erworben. 4. In ſeinem Blut erguti mit Rrel⸗ boff u 1 1 mich Hounm din zu dr en. ſuche Gnad und dich, Non dir ſoll mich Nütsſt den. Was mir durch ſeine M Kron Erworben hat dein Sohn, Kann mir kein Gert 5. Nichts hilft mir die Gen tigkeit, Die vom Geſetz 5 er ſich in eignem Werk eine Wird jämmerlich verführet verdammt, Gott i ſchauen Und bei hi Da⸗ 4 für mich vergoſſen hat, Gewaſn liehe Wwei kein Teufel rute driſel eren Jein Wer 3 ih dnn ſel rit Glauben fuſ 4.9 zuzang zu Go Gph. Ml. dir, di RAw. jdem unarinde ſchs, was fat vird der Frol Kein Sünder rührn, Den Hi gebühn. 2, Der Meſe fallen lnd ſich Majeſtt Vergri prale Kenn ich merſteyt. — 4 —.— — — —. — — — — — ———₰ — — dum wir du ntrſehn de lucht zu gehn. 4 .„S ve en⸗Kt, ſcha 1 3 ¹ uen Umd —i men—n. lich atrane uf ltig Vrnin Meh=n Gott in der 21. enn den ſe — Sohn, Ge — rauf==n kommen ich i⸗ nden todt,Na t ane umen, Son ies„— llein Zur gi n ni ein Um mem. len. 2. J ber hab ih ſt, I nimmermet il er= were Sündert h hat= 4 getragen, verſö= nich, Daß at tödt h, Auf dit rde. 3. Drr⸗vit getroſt wenn uh ſt cündlichen r f dief= roſenfarbnet mein=inung baun — hat, b die †e zhat Und mii vorbet 4. J nem Autn h, Krm hin zu dr . Id e Gnad m „ Ta= ſell miht . N=ir durc 6 on( ben hat d hn, Ki.— mir bei di z. R⸗ Fhilft mi 3 jeit, ivom öß er ſic eignem We rd ſie zerlich vrie rdamnt 1 b Herren Jeſu Werk allein, Das machts, daß ich kann ſelig ſein, Wenn ichs mit Glauben faſſe. J. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Zugang zu Gott durch Chriſtum. Eph. 2, v. 18. Mel. Dir, dir, Jehova, will ich. er iſt wohl würdig, ſich 822. W zu nahen Zu Gott, dem unveränderlichen Licht? Will ſichs, was finſter, unterfahen, So wird der Frevel ihm gelingen nicht. Kein Sünder darf die Heiligkeit be⸗ rührn, Den Heiligen will ſolches nur gebührn. 2. Der Menſch, dieweil er iſt ge⸗ fallen Und ſich an ſeines Schöpfers Majeſtät Vergriffen, muß zurücke⸗ prallen, Wenn er zu ihm zu gehn ſich unterſteht. Er iſt für ſich gar keiner Gabe werth; Nur Fluch und Mangel iſts, was ihm gehört. 3. Doch was ihn kann mit Recht ausſchließen Vom Eingang in des Vaters Heiligthum, Undwas ihn Got⸗ tes zu genießen Unwürdig macht und ihm benimmt den Ruhm, Das iſt bei dem durch Chriſtum abgethan, Der ihn im Glauben hat gezogen an. 4. Der iſt es, der uns ausgeſühnet Durch ſein ſelbſt eignes theures Opfer⸗Blut; Der hat uns Gnad und Gab verdienet Und uns zum Neaund gemacht das höchſte Gut; Drum wir durch ihn uns dürfen unterſtehn, Ins Heilige zu Gott ohn Furcht zu gehn. 5. Der Himmel iſt uns aufge⸗ ſchloſſen, Der Weg dahin iſt uns durchs Blut gebahnt, Das unſer Bürge hat vergoſſen, Als unſer Un⸗ recht an ihm ward geahndt. Nur friſch hinzu! Der Vorhang iſt ent⸗ zwei, Nun ſteht uns, Gnad um Gnad zu nehmen, frei. 6. Er ſelbſt iſt hin zu Gott gegan⸗l gen, Da er als unſer Mittler uns ver⸗ tritt: Seht, wie er brennet vor Ver⸗ langen, Zu thun, was von ihm heiſchet derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. 491 unſre Bitt; Der Reichthum, den er hegt in ſeinem Schooß hin uns, iſt theur und unausſprechlich groß 7. Nun kann und darf ic nimmer zagen, Mein Sünden⸗Elend machet mich nicht ſcheu; Im Glauben will ichs fröhlich wagen, Dadurch ich Abba, lieber Vater, ſchrei Und weiß, weil ich im Namen eln Chriſt Ihn bitte, daß es ihm gefällig iſt. 8. Herr, lehre mich nur recht ſo beten, Denn es iſt deines Geiſtes Gnaden⸗Gab; Laß mich nie anders vor dich treten, Als daß ich deinen Sohn im Herzen hab. Ach, mache mich nur von mir ſelbſten frei, Daß Chriſtus Alles mir in Allem ſei. 9. Sein Nam ſei mir ins Herz geſchrieben! Mein Werk ſei Nichts, nur ſeins allein ſei groß; In Chriſti Schmuck mußt du mich lieben, Ohn ihn ſteh ich beſchämet, nackt und bloß; Bring ich ihn mit, ſteht offen mir dein Haus, Ohn ihn werd ich von dir geſtoßen aus. 10. Nun, Vater, fülle meine Hände, So oft ich ſie in Chriſto hebe auf; Aus ſeiner Fülle mir zu⸗ ſende, Was mächtig iſt, zu fördern meinen Lauf Dahin, wo man ohn End Halleluja Dir und dem Lamme ſinget, das ſei Ja! A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. Verſicherung der Seligkeit. Röm. 8, v. 33— 39. Mel. Ich weiß, daß mein Erlöſer. 823 er will die auser⸗ * 4 wählte Schaar Vor Gottes Thron verdammen? Schaut deſu Liebes⸗Flammen, Der leidet, lutet, ſtirbt auch gar, Steht auf am dritten Tage, Auf ihm liegt unſre Plage, Zu Gottes Rechten iſt erhöht Der Höllen⸗Ueberwinder, Der Hohe⸗ prieſter kräftig ſteht: Für uns ver⸗ orne Sünder.; 2. Wer will mich auserwähltes Kind Der Sünden halber plagen Und mehr vor Gott verklagen? Die 492 Schulden mir verziehen ſind, Damit ich war beladen, Aus lauter Gottes⸗ Gnaden. Des Sohnes ſelbſt verſchont er nicht, Für mich ihn hin zu ſchenken; Drum ihm das Vaterherze bricht,:, Er muß an mich gedenken.,: 3. Soll mich Verfolgung oder Noth, Angſt, Fährlichkeit und Leiden Von Gottes Liebe ſcheiden? Ich bin ge⸗ wiß, auch ſelbſt der Tod Und meiner Feinde Waffen An mir Nichts ſollen ſchaffen. Mich ſcheidet keine Creatur, Kein Wetter noch ſo trübe, Und was man mag erdenken nur:, Von Jeſu liebſter Liebe. M. B. Prätorius, um 1668. Verſicherte Seligkeit durch das heil. Abendmahl. Mel. Wer nur den lieben Gott. 82 4 er will mir nun den L. Himmel rauben? Ich habe Brief und Siegel hier; Hier hangen ſchon die rothen Trauben, Ein Canaan gehöret mir, Wo mehr, kals Milch und Honig fleußt, Weil Jeſu Blut ſich hier ergeußt. 2. Das iſt der Saft, die Kraft zum Leben, Der Thau, der auf mein Herze fällt. Die Nahrung aller zar⸗ ten Reben, Die Jeſu Weinſtock an ſich hält. Das Gegengift für Sünd und Tod, Ein Balſam in der letzten Noth. 3. O Waſſer aus dem Paradieſe, Erquicke meinen matten Geiſt, Zier mich mit einem goldnen Vließe, Das mir kein Feind vom Herzen reißt; Entſündige und waſche mich, Ich werde doch nur rein durch dich! 4. Dein Purpur werde meine Decke, Sind meine Sünden vor Gott bloß; Und wenn ich dich im Kelche ſchmecke, So ſalle mir das ſchöne Loos, Daran des Himmels Erbtheil hangt, Das du, o theures Blut, erlangt. 5. Beſtreiche meines Herzens Pfo⸗ ſten, Der Würger wird vorübergehn. Und ſollt es auch mein Leben koſten, So wird die Seele doch beſtehn, Vom Glauben und der Rechtfertigung und Die ſich in deinen Schutz verhill Der über allen Reichthum gilt 7 6 6. Wenn ich nach Zion werdedir ſten, So labe mich, du rothe Fu Und führe mich zum Lebens⸗Fürſt Der meiner Seelen höchſtes Glh Da kleidet mich dein Purpur i Da werd ich erſt recht ſchöne ſen. Venj. Schmolck, g. 1672, ſ 3 Schenkung des Sohnes Gottes der gewiſſe Grund unſere Seligkeit. Röm. 8, v. 31. 32. Mel. Nun danket Alle Gott 825 ie groß iſt doch,“Ge . Wie groß iſt dei Liebe, Die du zum Menſchennit Wenn ich mich oft betrübe u nem Kreuz und denk An dieſ bi⸗ tigkeit, So wird dadurch mei bin Von aller Angſt befreit. 2. Du gibſt uns deinen 8i Uns, die wir Sünder warett wir zur Höllen Pein Mit Sühnet ſollen fahren Und brennen ei Uns gibſt du deinen Sohn, Uie gibſt du ihn zu Gut In Tod, Sit Noth und Hohn. 3. Auf daß ein jeder Menſt ihn mit Glauben faſſet Und qamn Kind des Lichts Die finſtern haſſet, Das große Himmelreichde in Ewigkeit, Darinnen ſonſt Rit iſt, Denn lauter Fried und Fiu 4. Haſt du mir deinen Sohle frommer Gott, geſchenket, Da mich iſt ans Kreuz Mit Se ₰ —2 —η — — —— . — — * 5 7 — 7 — —— Pein: M Täir m. e Pein: hat Für mich ſo ſchwer Und F wollteſt du mir gram doch können ſein? ſ Pene föhſit Schmach gehenket, Der ausgeſtmde 5. Nachdem ich ſeinen Tod vertragen; Trübſals voll, So darf ich nic 9 zagen. Ich denke bald bei ds deine Lieb und Huld. Sruu du mir Auflegeſt, n duß d 4 Bin ich [ 6. Und glaube feſt bin mit dir Dun ch nicht e delſelſe db und nir 1 ſuubetich Kuthe, e ales A auch thuſ d 1. Wenn m. Ind das Gewiſen dr Snan ſch rich verzaget: Sohn Dder ht Dar Sunden ha let in Gedad. §, Er ht fü ten Tod güth ſhen Schan d Hierauf verldiſh daß ich ſei en Und aller Sind 9. Auuh fil Aus Gnaden aus dr Pelt gel nd glen. N Näh ich R ihlehemehr, We 1. Und me Vmmt, Daß ihn do wolſt du m den Rücken faſen de Daſe ſi geſicht Und ü ll. D ſhc dne großen d) iglich Und m 2,d goßer he ten voller Ftald mn ud Und d Streit. Joh. See tiſiter Bnn r g D ſten. — i Stalt u1n cen ades Soünt der= ſſe Grund ri Seligkeit — 8, v. 31.8 1 un danket Ale at 25 roß iſ u 8 je groß be, 1= a zum Manin enn K=nd dent Iui keit,= dird dadurh m 'n ah agft befrat 2. D ſt uns demn 18, d Sünder wm r zur an Pein M len fih* Und brenne as gi u deinen en Lſtduru Gut In d dth u hhn. 3. A Fein jeder Na nmit= dben faſſet l nd de Z hts Die fuin ſſet, †.= Jroße dHimnn Ewiſ i Darinnen ſit 1 uter Frid m 4. H uir deinn ömme=t, geſchenn ſcch iſ⸗= Kreuz M hmadr=mntet, Dausf t Füln n ſo ſthwes — 1 ko=ein: 4 u mnß nen 1eertrage rübſal*!, So duitt gen. ¹ denke bad me G dd Sud mir-geſt⸗ nin 6. U ube feß Lieb und mir zu Gute Mich züch⸗ tigſt ſäuberlich Mit deiner Vater⸗ Ruthe; Und werdeſt endlich mir Be⸗ nehmen alles Leid, Wie du uns denn auch thuſt, O Gott, zu rechter Zeit. 7. Wenn mich die Sünde drückt Und das Gewiſſen naget, Wenn mich der Satan ſchreckt, Mein Herz doch nicht verzaget: Denn dein herzliebſter Sohn, Der hat die große Schuld Der Sünden baar am Kreuz Bezah⸗ let in Geduld. 8. Er hat für alle Welt den bit⸗ tern Tod gelitten, Und aller Men⸗ ſchen Schaar Die Seligkeit erſtritten. Hierauf verlaß ich mich, Und ſchließe, daß ich ſei Ein Kind der Seligkeit Und aller Sünde frei. 9. Durch ſein Verdienſt kann ich Aus Gnaden wohl beſtehen Und aus der Welt getroſt Hinauf in Him⸗ mel gehen. Den Glauben ſtärk in mir, Daß ich verzage nicht, Hilf, daß ich liebe mehr, Als Finſterniß, das Licht. 10. Und wenn das Stündlein kommt, Daß ich die Welt ſoll laſſen, So wollſt du meine Seele Auf dei⸗ nen Rücken faſſen Und tragen in den Ort, Da ſie ſoll ewig ſein Vor deinem Angeſicht Und aller Sünden rein; 11. Da ſie ohn Unterlaß Wird deine großen Thaten Hoch preiſen ewiglich Und unter deinem Schat⸗ ten, O großer Herr und Gott, Wird ſitzen voller Freud Und wiſſen Nichts von Furcht Und Schrecken, Krieg und Streit. Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Geiſtlicher Braut⸗ und Jeſu herr⸗ licher Stand. Hoſ. 2, v. 19, 20. Mel. O Gott, du frommer. 826. Wi freuet ſich m bin k erz, Leib und Seele, Mein Jeſu, über dir! Mein Geiſt aus ſeiner Höhle Sich ſchwinget hoch empor, Zu prei⸗ ſen früh und ſpat, Was deine große Lieb An mir bewieſen hat. derſelben Früchten, Friede und Freude im h. Geiſte. 493 2. Du haſt, o Jeſu, dich Mit mir aus großer Liebe in Ewigkeit verlobt; Was iſt, das mich betrübe, Weil du mich ſo erfreuſt? Ich bin nun Jeſu, dein Und du biſt gänz⸗ lich mein, Wie kann ich traurig ſein? 3. Nun kann und will ich dich Für meinen Schatz erkennen Und werthen Bräutigam; Ich kann und will dich nennen Mein einge Luſt und Freud, Ich nehm von deiner Hand Den Geiſt zum Glauben an, Zum wahren Liebes⸗Pfand. 4. Du biſt ſchön überall Und vol⸗ ler Lieblichkeiten, Holdſelig, mächtig, reich Und treu zu allen Zeiten; Du haſt von Ewigkeit Mich dir erwählt zur Braut, Und dir durch deinen Tod Im Glauben mich vertraut. 5. Du wäſcheſt mich ganz rein Mit deinem Gottes⸗Blute, Und deine Heiligkeit Kommt gänzlich mir zu Gute, Zu meiner Zierd und Schmuck, Du zeuchſt mich ſelber an Mit einem weißem Kleid, Das dir gefal⸗ len kann. 6. Ich bin ein Gaſt mit dir, Ich will feſt an dir hangen, Als meinem Fleiſch und Bein; Ich will dich ſtets umfangen Mit ungefärbter Lieb; O herrlicher Gewinn, Daß göttlicher Na⸗ tur Ich nun theilhaftig bin! 7. Der wahre Glaub allein Kann mich mit dir verbinden! Die Liebe will der Geiſt Je mehr und mehr entzünden; Die Hoffnung bleibt ge⸗ wiß und unverrückt die Treu, Auf daß der heilge Bund Feſt und be⸗ ſtändig ſei. 8. Du wirſt mich auch gewiß Zur Hochzeit bald hinführen In deines Vaters Haus; Da wirſt du mich recht zieren Mit deinem Himmels⸗ Schmuck, Und in vollkommner Freud Mit dir mich ſättigen In alle Ewig⸗ eit. 9. Drum iſt mein Muth und Sinn Mit Himmels⸗Luſt erfüllet, Die Freud je mehr und mehr Im Mund und Herzen quillet, Wenn ich dieß recht bedenk; Ich muß auch — 494 deinen Ruhm Erzählen fort und fort, O du mein Eigenthum! 10. Laß nur, mein Bräutigam, Dir dieſes ſchlechte Lallen, Das ich in Schwachheit thu, In Gnaden wohlgefallen; Dort ſoll es beſſer gehn, Dann fällt die Schwachheit hin; Wenn ich nun völliglich Mit dir ver⸗ einigt bin. 3 11. Indeß gib, Jeſu, doch, Ja du wirſt Gnade geben, Daß ich, als deine Braut, Beſtändig möge leben Rein, heilig, unbefleckt Ohn alle Lieb der Welt, Bis du mich zu dir holſt In jenes Freuden⸗Zelt. Cyr. Günther, g. 1699, ſt. 1704. Herrlichkeit der Gläubigen. Mel. Wie ſchön leuchtet der. 2* ie groß iſt deine Her ⸗ 827. W lichkeit, O Chriſten⸗ Menſch, hier in der Zeit und noch vielmehr dort oben, Wenn anders, was dein Name heißt, Dein Weſen und die That beweiſt Und deine Stand, Darin dich Gottes ti⸗ Chriſtus Jeſus Hand Geſetzt, und Werk dich loben. Liebes⸗Augen werden taug Vom Glauben und der Rechtſertigung und Hat er dir nicht des Geiſtes Pfm Von ſeinem Thron herab geſandt, A mit du unverrücket Stündlich, Grin lich Mit dem Herzen unter Schme zen ihm anhangeſt Und nach in allein verlangeſt? .5. Du ſtehſt, bedenks, mit an im Bund, Sein Thron iſt dem Herzens Grund, Darin er Wohna machet. Aus dir macht er ſich ein Ruhm, Du biſt ſein beſtes Eia⸗ thum, Darüber er ſtets wachet Ae mehr, Da er Aus Erbarmen in i Armen dich ſtets träget Und wie Nutter heget? 6. Wer iſt, der Alles ſagen ian Was dir für Ehre angethan Ste hier auf dieſer Erden? So iſts ant noch nicht offenbar, Doch bleitts e eh, f Deal leich wirſt werden. De zu ſehen, Wenn du wirſt tti aufſtehen. 7. O Chriſten⸗Menſch, batii Mnde ſeine MW. Salbt mit Oele deine Seele; Gei⸗ Rühm deine Höhe jederzeit Fin ſtes⸗Gaben Sinds, die dich ſo hoch erhaben. 1 2. Du biſt ſelbſt göttlichen Ge⸗ ſchlechts, Der Kindſchaft und des Kindes⸗Rechts Mit der Natur theil⸗ haftig. Sieh, welche Lieb und Ehr iſt dieß; Die Welt hälts zwar nicht für gewiß; Doch, ob ſie gleich ge⸗ ſchäftig, Immer, Schlimmer Es zu machen mit dem Lachen und dem Haſſen, Muß ſie dir die Ehre laſſen. 3. Du biſt ein Prieſter und Pro⸗ phet, Der vor des höchſten Throne ſteht Und wird von Gott gelehret; Du biſt ein König, deſſen Macht Weit größer iſt, als man gedacht, Ob dich gleich Niemand ehret. Frei⸗ lich, Heilig Und ſo herrlich biſt du ſchwerlich ohne Glauben, Den dir doch kein Feind kann rauben. 4. Du biſt auch deines Jeſu Braut: Hat er ſich nicht mit dir vertraut Und dich ſelbſt ſchön geſchmücket? deiner Niedrigkeit, Trag abhu in die Bürde. Lebe, Strebe, Diht Adel ohne Tadel immer bleibe t vor allen Dingen gläube! Euſebius Schmidt, g. 1667i Ssäüßer Genuß des Stle⸗ V Freundes. 1 In eigener Melodie. iſt mi — b 828. W eht de Seln —— — — Wenn ich in deiner Liebe uh ſteige aus der Schwermuths⸗Rin Und eile deinen Armen zu. Muß — — die Nacht des Trauerns ſbe Hier iſt mein Himmel ſchon al den: Wer wollte nicht Ir 8 ——— — 5 8 8 werden, Der in dir ſuchet Auh ß Luſt! ene Feint 2. Die Welt mag mein di derſel richt Wenn, ſie emeſen Bei ei ſcht In du ele, du bit i ewihle, N Penn Freundi Püt haß kan len, Wel in de Pelen Mir de uWcdcdc z. Wil mi dricen, Rit Woeh, Dooht 6 ren Rücken, 8 de Höh Und Punden. Nſ gefunden, Vof treffen kam. à zuſammen Du nill vedamment ſch meiner an. 4 An u Vüſen, Ich ſ al dich Du n in Brüſten Iy ſäſen mih, J9 drPegen,& nd Segen: G ni mr hah. rilſt Herrlich zb und Sterne fülh door hinab. à Der Todl eenen. Mir g 9 e rde uon u IAil. Stüdi wihn— derzen un. ihm angeſt Und 3 ein— eſ h 5 bodentz n weu ein dm i dns= d. Dun an de dir nadt a — biſt ſen bisn im, Aer ſtets vact men ſa⸗ 1 utena uir eunamba 6. A— 9 nic abar, Duch h 3 Undm 1 wahr, Di ich ü perden. Deu bes⸗q werden tuhn ſehen enn du ui ſſtehet 7. Olãʒ ren Menſch ke and,—n dich Golts nd(☛ 7, und ſin ihm zr—höhe jederzit ner=gkeit, dag u Bütz be, Strele, del oh del immer Ui r alls= ggen gläubel aus Sämidt, Süſ— ſenuß des dtt Freundes. — eigener Malet 2 ie wohl i 288 Freund d enn ii deiner Aee ige a Schwernutt dd eih= en Armen ll enn md angenehnn, tt k b den, ☛ in dir ſühtt elt nag un derſelben Früchten, Friede heißen: Es ſei alſo; ich trau ihr nicht, Wenn ſie mir gleich will Lieb erweiſen Bei einem freundlichen Ge⸗ ſicht. In dir vergnügt ſich meine Seele, Du biſt mein Freund, den ich erwähle, Du bleibſt mein Freund, Wenn Freundſchaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fäl⸗ len, Weil in den ſtärkſten Unglücks⸗ Wallen Mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich des Moſis Eifer drücken, Blitzt auf mich des Geſetzes Weh, Droht Straf und Hölle mei⸗ nem Rücken, So ſteig ich gläubig in die Höh Und flieh in deiner Seite Wunden: Da hab ich ſchon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluch⸗Strahl treffen kann. Tritt Alles wider mich zuſammen, Du biſt mein Heil: Wer will verdammen? Die Liebe nimmt ſich meiner an. 4. Führſt du mich in die Kreuzes⸗ Wüſten, Ich folg und lehne mich auf dich; Du nähreſt aus den Wol⸗ ken Brüſten Und labeſt aus dem Felſen mich. Ich traue deinen Wun⸗ der⸗Wegen, Sie enden ſich in Lieb und Segen: Genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß, wen du willſt herrlich zieren Und über Sonn und Sterne führen, Den führeſt du zuvor hinab. 5. Der Tod mag Andern düſter ſcheinen. Mir nicht, weil Seele, Herz und Muth In dir, der du ver⸗ läſſeſt Keinen, O allerliebſtes Leben, ruht. Wen kann des Weges End erſchrecken, Wenn er aus marter⸗ vollen Hecken Gelanget in die Sicher⸗ heit? Mein Licht, ſo will ich auch mit Freuden Aus dieſer finſtern Wildniß ſcheiden Zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie iſt mir denn, o Freund der Seelen, So wohl wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Noth und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügeſt mich Laß ſolche Ruh in dem Gemüthe, Nach deiner unumſchränkten Güte und Freude im h. Geiſte. Des Himmels ſüßen Vorſchmack ſein. Weg, Welt, mit allen Schmeiche⸗ leien! Nichts kann, als Jeſus, mich erfreuen. O reicher Troſt: Mein Freund iſt mein! Wolfg. Chriſt. Deßler, g. 1660. ſt. 1722. Glaubens⸗Zutritt zu dem Gnaden⸗ Throne. Matth. 11, v. 28. 29. 30. Mel. Herzlich lieb hab ich dich. u dir, Herr Jeſu, komme 829. 3 ich, Nachdem du mich ſo ſüßiglich Zu dir haſt heißen kom⸗ men. Mich drücket meiner Sünden Laſt, Sie läßt mir keine Ruh und Raſt; Würd ſie mir nicht benom⸗ men, So müßt darunter ich vergehn, Ich könnte vor Gott nicht beſtehn, Vor dem die Himmel ſelbſt nicht rein: Ich müßt ein Kind des Todes ſein. Herr Jeſu Chriſt, mein Troſt und Licht,,: Erquicke mich und laß mich nicht! 2. Der Sünden Joch iſt mir zu ſchwer, Es drückt mein Herze allzu ſehr: Du, Herr, wollſt es zerbrechen! Gedenke, daß du dieſe Laſt Darum für mich getragen haſt, Damit nicht möchte rächen Der Vater, was ich hab verſchuldt, Vielmehr, daß ſeine Gnad und Huld Mir Armen wieder würd zu Theil. Mach mich durch deine Wunden heil, Herr Jeſu Chriſt, und für mich bitt,:;: Wenn Satan wider mich auftritt! 3. Zu dir ſteht meine Zuverſicht, Ich weiß von keinem Helfer nicht Ohn dich, o Arzt der Sünder! All andre Helfer ſind zu ſchlecht, Du biſt allein vor Gott gerecht, Des Todes Ueberwinder, Die Freiſtadt und der ſichre Ort, Das feſte Schloß, der Schild und Hort, Der Mittler und der Gnaden⸗Thron, Des Vaters Herz und liebſter Sohn, Herr Jeſu Chriſt, das glaube ich,:, Ach, ſtärk in ſol⸗ chem Glauben mich! 4. Hinfort will ich nun jederzeit 496 Auf mich zu nehmen ſein bereit Dein Joch, die ſanfte Bürde. Darunter ſind ich Fried und Ruh, Ich wachs und nehm im Guten zu, Und ob ich dabei würde Aus Schwachheit, die dir iſt bekannt, Ermüden, wird doch Vom chriſtlichen Wandel. deine Hand Mir immer wieder hei auf, Um zu vollenden meinen Laf Herr Jeſu Chriſt, durch dich allen, Kann ich hier und dort ſelig ſen A. Freylinghauſen, g. 1670, ſl Sonſt; M. Joh. Hieron. ng XXII. Vom chriſtlichen Wandel. Den Weg, die Wahrheit und h Um Empfindung der Kraft Jeſu an unſerm Leben. In eigener Melodie. 830 A* Abba, ſchenk in Jeſu . Namen Uns deinen allerliebſten Sohn, Des Glaubens Schild und großen Lohn, Den aus⸗ erwählten Weibes⸗Samen! Gedenk an deine theure Reden, Da du ihn uns verſprochen haſt Zum König, Prieſter und Propheten Für alle Noth und Sünden⸗Laſt. 2. Du haſt ihn zwar ins Fleiſch geſendet Und ihn im Geiſt gerecht beweiſt, Verkündigt durch den Glau⸗ bens⸗Geiſt: Sein Werk iſt äußerlich vollendet. Wir glauben alles Thun und Leiden, Wodurch er uns erwor⸗ ben hat, Uns als Erkaufte zu berei⸗ ten Zur ewgen Freud⸗ und Friedens⸗ Stadt. 3. Doch eben darum ſucht der Glaube Im Geiſte die Erfüllungs⸗ Kraft, So uns die volle Ruh erſt ſchafft, Daß Nichts die Frucht des Lebens raube, Er muß auch ſelbſt in uns eingehen, Tod, Teufel, Höll und Sünd zerſtören: So iſt die Ret⸗ tung ganz geſchehen. Daß wir ihn als den Heiland ehrn. 4. Drum, Vater, bitten wir dieß Leben, Das in dem Sohn der Liebe iſt, Worin du ſelbſt verkläret biſt, Daß du ihn wollſt als Wahrheit ge⸗ ben, Gerechtigkeit und heilge Hülle, Als ewige Erlöſungs⸗Kraft; Denn dieß iſt dein vollkommner Wille, Der unſre Wiederbringung ſchafft. 5. Gib ihn aus deiner Liebe Munde, Das ewge Leben, Licht und Wort, Pfort Zum Heil im tiefſten Saaie Grunde. Blas uns mit ſeinen ei und Odem Lebendig und ergulten an, Daß unſers Herzens dürebe den In ihm nun lieblich grünen in 6. Iſt er nicht geſtern, heut m eben Derſelbe auch in Gwigkitte muß ers uns auch werden ſeut i er zuvor war Abrams Leben. iſt die ſelge Stunde kommen d dein Sohn verkläret werd, W hat von dir genommen De bii die er hat auf Erd.—) 7. Sind wir verordnetit werden Dem Bilde ſeiner pti So ſei ſein Blut zur Kaaftiet Daß wir uns hier noch a den Zu ihm uns laſſen neut Drum drück uns ein ſein ſit Bild; Die Sanft⸗ und wollſt uns lehren, Bis ut Lamms Geſtalt erfüllt. 8. Wir wenden uns in ſeine it den, In ſeines Herzens offie i Bis in des Leidens Bittertit de Neiſch den Tod hat recht gefttne Vir opfern uns in ihm zun A ben Und wolln mit ihm get ſein, Daß wir ſein darein.„ℳ 9. Dein Will, o Vater, ſ 6 Speiſe, Das rechte Brodt von e mel ſchenk! Daß keine Scud weiter kränk, Nähr uns mach d Kinder Weiſe. Eröffn uns an Brunn der Gnaden, tiefen Schaden, Nimm weg gen Sünden⸗Schmerz. 9. 3 1 du unſern gel be * it laß un di iie, lcß meu himmlich binß erben Und hier noch gehen iß Das läbn hn Jeſus⸗Herz, Und heil der du Pen 1o Komn. ſl geſt eſchin, tüüns Lert Ul Jluiben ſie Di dlenel Laß uns ren Und bleit ſfen ſehn. NM Lonn ſtonen, 5 ebit ſehn. 1 Sir duh. gen buds A kn hir Nbe R Sim Mdn be Murdes, diß wi Freud nothhen! de Gdd aiuſt in Himne ſecha Feuer raht etut fnn feig denien J mmfen . Ffül mit n, King us; dr. Erweidee = *— — 9 — — 1 4 M h. iunsnit ſine din Ge — — 9 2= — — ſeſchüpf e pütlich lde 4 zeuch uns vct Su Jan faxzer Seifßet! lits A Wat eine S .- 4 uf, U= vollenden m R herr Ahriſ ena 5 riſ dn dtn — eyli 1 —— Abauſa gin — ——— dlich Jandel. een ſee die Pahti Fort ſt— Heil in tif hrund=n ' M. Iuh. dur n, D ſers Herzens n 1 Tna 6. uitt gſten 6 IF fe auch in c zubt mr Abrans(h die=—Stunde unna an Srmerlläret wade it vo genommen d e er= uf Ed. 7. erden ³( Bilde ſeim o ſei= Alut zaur zm .]⸗ aß w. S hier noch anf n Zuſt⸗— uns laſſen m⸗ rum uns ein ſan d;[Ei Sanſt⸗ m lſt ‿ lehren, Wir mmSalt erfüllt. 8. A 3 unsinſt n, J— uss Hexzens(i is 82 Leidens Iitt leiſch—*Aod hat rett dir o uss in im g n Unrmhn nit ihn n, T ir ſein hunni ben ſ hier noh gi 9. e il, d Va, cunn naden, . 5— 2 579— — et=z auch werden —*☚ᷣ wir verordn . Hi Wort Gottſelig leben immerfort, Zu Vom chriſtlichen Wandel. 10. Komm ſelbſt, o Sohn, im Geiſt erſcheine, Vollende dein be⸗ fohlnes Werk Und uns dazu im Glauben ſtärk, Dir anzuhangen ganz alleine! Laß uns in deinem Herzen, wohnen Und bleib du auch in un⸗ ſerm ſtehn; Du wollſt nur keines Argen ſchonen, Bis wir uns ganz erlöſet ſehn. 11. Führ durch das Blut des ew⸗ gen Bundes Die Seelen der Erkauf⸗ Muth und ſ ten hin; Belebe Herzen, Sinn Mit dem Geiſt deines eignen Mundes, Daß wir dem Lamm mit Freud nachgehen Und bleiben von der Erd erkauft; Den Wandel laß im Himmel ſtehen, Mit Geiſt und Feuer recht getauft. 12. Komm, heilger Geiſt, laß dich hernieder In unſern armen Herzens⸗ Grund; Erfüll mit Kraft vom neuen Bund, Bring uns zu Gottes Einfalt wieder: Erweck der erſten Liebe Leben, Weh uns mit deinem Odem an, Daß dein Geſchöpf dir Ehre geben Und in dir göttlich leben kann! 13. Du heilge Dreiheit, die ſo eben Zu unſerm Heil bemühet iſt, Ach, offenbar dich, wie du biſt! Du mußt uns dir und dich uns geben. O Va⸗ ter, zeuch uns recht von Neuem; O Wort, ſprich uns Erlöſung ein; O Geiſt, laß uns dein Licht, gedeihen; O Lieb, laß uns dir ähnlich ſein!“ Sam. Zehner, g. 1594, ſt. 1635. Kurzer Seufzer um ein chriſt⸗ liches Leben. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 831 ch Gott, gib du uns 21. deine Gnad, Daß wir all Sünd und Miſſethat Bußfertiglich erkennen Und glauben feſt an Jeſum Chriſt, Der unſre Hilf und eiſter iſt, Wie er ſich ſelbſt thut nennen! Hilf, daß wir auch nach deinem 497 Bahn zum Himmel führ Durch Je⸗ ſum Chriſtum, Amen! G. Arnold, g. 1665, ſt. 1714. Von der Verſöhnlichkeit. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich zu. 2* ch Jeſu, gib mir ſanften 832. A Muth⸗ Nach deinem Wort zu leben; Ich bin ein ſchwaches Fleiſch und Blut, Und ſollte dahin treben, Zu üben Rach und halten Zorn? Wie kann ein Chriſt, ein gu⸗ ter Born, Solch Bitterwaſſer geben? 2. Es hat ein Vater uns gemacht Zu Gottes lieben Kindern; Es hat ein Herr das Leben bracht Uns ganz erſtorbnen Sündern; Ein gu⸗ ter Geiſt uns auch regiert Und zu der Himmels⸗Freude führt, Wenn wir ihn nicht verhindern. 3. Wie kann ich doch als Gottes Kind Den ſchwachen Bruder haſſen, Da mir ſo große Schuld und Sünd Von meinem Gott erlaſſen? Soll nicht mein Herz auch ſein bereit, Aus rechter Lieb und Einigkeit Den Bruder zu umfaſſen? 4. Komm, Bruder, komm, reich her die Hand! Mein Herze dirs ver⸗ gibet; Laß deinen Zorn nicht ſein entbrannt! Ein Chriſt den andern liebet. Wer wie ſein lieber Meiſter thut, Der brennet vor der Liebe Gluth Und ſich an ihr ſtets übet. 5. Wir ſollen tragen All Ein Joch, Weil wir uns Glieder nennen: Was wollen ſich die Glieder doch An Einem Leibe trennen? An rechter Lieb und Freundlichkeit Kann man den Chriſten allezeit Als Gottes Kind erkennen. 6. Wir haben alle Gottes Gnad In Einem Herrn zu finden; Ein gnadenreiches Waſſer⸗Bad Und Born wäſcht uns von Sünden; Ein Fleiſch und Blut uns Alle ſpeiſt: Wie ſoll nicht auch Ein Herz und Geiſt Uns alleſammt verbinden? hren deinem Namen; Daß uns dein guter Geiſt regier, Auf ebner 7. Da wir nun haben Einen Geiſt, Wie kannſt du Racha ſprechen? Da dein Leib Gottes Tempel heißt, Wie 32 498 kann ich ihn zerbrechen? Ach, Bru⸗ der, laß uns zürnen nicht, Daß uns nicht treffe das Gericht; Gott möcht ſich an uns rächen; D. J. Maukiſch, g. 1617, ſt. 1669. Sonſt: D. S. Zehner, g. 1594, ſt. 1635. Die Welt, aber nicht die Tugend iſt eitel. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 833 ch mein Herz, was iſt J. die Welt? Ein Begriff der Eitelkeiten; Denn was ſie vor Augen ſtellt In den kummmervollen Zeiten Weiß, daß es den Tag erlebt, Daß man deſſen Sein begräbt. 2. Auch die menſchliche Figur Wohnet nur in irdnen Schalen, Und muß eben der Natur Die ge⸗ borgte Schuld bezahlen, Die der erſte Menſch gemacht, Da er Gottes Bild veracht. 3. Was hilft ihm ſein Geld und Gut? Das ſind Alles eitle Sachen; Was hilft Wolluſt, ſtolzer Muth, Die ihn immer eitler machen, Da der Hochmuth, Wolluſt, Geld Mit ihm in den Staub zerfällt? 4. Alles, was ihn hier vergnügt, Muß er doch im Tode miſſen; Wenn er tauſend Reiche wiegt Muß er doch die Augen ſchließen; Wenn der letzte Tag anbricht, Helfen ſie ihm alle nicht. 5. Drum mein Herz, der eitle Tand Zieht dich aus des Glaubens Schranken; Biſt du von dem abge⸗ wandt Durch die irdiſchen Gedanken, So trägſt du in dieſer Zeit Nicht das Bild der Seligkeit. 6. Zieh dich von der Welt⸗Luſt ab Und fleuch die, ſo irdiſch leben; Denke an das düſtre Grab, In das du dich mußt begeben, Bis der neue Menſch dich ziert, Den der letzte Tag gebiert. 7. Denk an das, was geiſtlich heißt Und was ewig wird beſtehen; Wenn der Himmel ſich zerreißt Und die Erde wird vergehen, So fällt alles Vom chriſtlichen Wandel. 8. Haſt du recht und fromm g⸗ lebt, Nach der Ehriſten Art gerun⸗ Und den GlaubensFeind hezwun gen, So iſt in der neuen Welt N die Wohnung auch beſtellt. 9. Da wirſt du die Herrlichkeit E⸗ . 1 1 1 5 10. Eile nur auf dieſe zu, Som 3 1 in ſtolzer Ruh Jenes dreimal Heit ſingen, So du hier den Schlß ſ macht: Eitles Weſen, gute Nacht Glück. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht eben/ Schenke mir in mein t Einen Freund in allen Tütn Liebſt du mich, ſo kann kein Sühna * friedenheit. 1.— 3. Rede meiner Seelen; ¼ 6 4 9 ¹, In dir hab ich meine und Leid kann mich Halt ich mich nur an So beſteh ich immerfort. 4. Gehe mit Rechts und links, tt endlich zu der Mi Er leit endlich zu dn Jm richt bion gen, Nach der Tugend ſtets geſtre wohl ſchauen, als genießen, Und nit eine kurze Zeit Sehn die Wolht Ströme fließen; Denn eshebt derge 6. Hier it Herz deſer, ten, Erbe, da Reichthum, d Gold das kin do urerverl 1,E., wie Ri den then Döüir felbſt r ten Lauf Doch die Ewigkeit nicht au dir dein Lauf gelingen, Da wirtu Jeſu eigen zu ſein, das hütſt N he.. atheg Einen Augenblick mich tödten i eierde, nt kan ich ſonſt Nichts vergnige u mich ſonſt Mic Ruh. Kul dein Wei Weg gehtin a . 3— 1 5. Nichts ergötzt mich ai Welt Von den Schätzen diſe den; O, wie oft muß Gut und h Nur zu Sclaven⸗Ketten Dis Herzen, die von Jeſu weit Eitle ein; Aber das wird ewig ſein. nur der Eitelleit. da i än Padut und nit Waher är à Gngehiße nir in mere veineBrh Jeiu, laſe ue Himmel ſein A. Nähte m Von dm Mn wenn dine Gh it ach die R We bens, di heuchle 1l. Gig ſ Nennen Jeſun, dergnügt kei a hweht in niir 1 Jejus actn ic ihn haben i danj e l Ne Wo fi alſo herzi oſ a — den hens Feind 3 85 der neuen W. ² Wohn, auch beſtelk Da Peritze ne kurg trömeſ n Lauf— die Gwigiänd 10. Ei m andiſe a t dein thlngen un ſiolzer—— Jenes dreuli 1 4 agen, Jeſu 4 Iu ſein, win Glück Mel. † n Jeſun liß iju =— h, mein Jiih 34 di Gang m gen lell uimm men zu egier, will dirs mi ben, DAke mir in m inen Idr= von deine 2. Hat=n dich, ſo hatn inen„=d in alln jebſt dun, ſo kann kie inen blit nich tin uf dei ligkeit Anin iedenh—. 3. N⸗= tener Saan; inn= nt Nict m in dir rich meine nd d m mih nh dalt itrmh nur 8. o beſ innermt 1.(l nit nir w jechts m links, duh reude=, dein 1 ch” tendlih un führe)— auf din nmer* relan! 1l geit den Sth en; Sr= oft mi dur— 8 1 e,— vun Jun ur d ket. t hier den e acht: 6— Weſen, au Die er für mich erdulden müſſen; Zu ſeinen Füßen in 6. Hier iſt Jeſus, Schutz und Herz, Beſſer, als viel tauſend Wel⸗ ten; Erbe, das zieht himmelwärts; Reichthum, der muß ewig gelten; Gold das keine Zeit zerfrißt; Gold, — das unverwerflich iſt. 7. Ei, wie reich bin ich in Gott Bei den theuren Jeſus⸗Schätzen! Ophir ſelbſt wird hier zum Spott, ier iſt ewiges Ergötzen. Ruhe, Wolluſt und Gedeihn Nehm ich hier mit Wucher ein. 8. Engelſüße Jeſus ⸗Luſt, Fließe mir in meine Seele; Räume dir in meiner Bruſt Eine rechte Liebes⸗Höhle; laß Jeſu, laſſe du allein In mir deinen H Himmel ſein! 9. Nähre mich, o Seelen⸗Freund, Von dem Manna deiner Liebe; O, wenn deine Gnad erſcheint, Nenn ich auch die Nacht nicht trübe; Fürſt des Lebens, deine Treu Liebet ohne Heuchelei. 10. Ewig ſoll mein Herze dich, Meinen Jeſum, lieb gewinnen; Mich vergnügt kein ander Ich; Jeſus ſchwebt in meinen Sinnen; Nichts, als Jeſus lacht mich an, Gnug, wenn ich ihn haben kann. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Begierde, mit Chriſto vereinigt zu ſein. Mel. Wo iſt der Schönſte, den ich. 83 5 Ac, möcht ich meinen Je⸗ 70. ſum ſehen, Der meine Seel ſo herzlich liebt, Ob ich ihn gleich ſo oft betrübt; Ach möcht ich aus mir ſelber gehen Zu dem, der mich ſo kräf⸗ tig ziehet Von dieſer Welt zu ſich hin⸗ auf, Bei der ich mich ſo ſehr bemühet In meinem ganzen Lebens⸗Lauf! 2. Ach, möcht ich doch die Füße küſſen Und preiſen ſeine Nägelmaal, Die Müh und Schmerzen ohne Zahl, Ach, möcht ich mich doch niederſetzen u ſei Geduld Und ſie mit Liebes⸗Thränen netzen, Dieweil Vom chriſtlichen Wandel. 499 3. Ach, laß mich mit Johanne liegen An deiner ſüßen Liebes⸗Bruſt Und treib aus mir der Sünden Wuſt, Laß mich die Welt nicht mehr be⸗ trügen, Der ich ſo lang bin nachgegan⸗ gen, Ihr Tand ſei mir ganz unbe⸗ wußt Hinfort, damit nur mein Ver⸗ langen Zu dir geh, Jeſu, meine Luſt! 4. Ja, ich muß noch was Größers bitten: Zieh mich, mein Jeſu, ganz zu dir Und komm du ſelber auch zu mir. Las mich nur blos nach deinen Sitten Und heilgem Willen einhergehen. Ja, ruf und treib mich ſtets zu dir Und aß mich nicht zurücke ſehen, Mein Heiland, ſo genüget mir. 5. Ich will hinfort nun Alles laſ⸗ ſen Und folgen dir recht kindlich nach Und achten ganz kein Ungemach: Ich will nun recht mein Leben haſſen, Damit ich möge zu dir kommen. Mach mich nur feſt durch deine Gnad Und führe mich zu deinen Frommen, Gib ſelbſt zu Allem Rath und That. M. Magd. Böhmer, ſt. 1743. In Jeſu Alles. Mel. Jeſu, der du meine Seele. 5 ch, unſelig iſt zu nennen, 836. A Der ſich in die Welt verliebt, Der nicht will, noch mag erkennen, Was die Welt für Güter gibt: Stückwerk, unvollkommnes We⸗ ſen Iſt es, was die Welt erleſen; Aber mein Herr Jeſus Chriſt Alles mir in Allem iſt. 2. Ach, wo mag ich hier auf Er⸗ den Finden ein ſo großes Gut, Da⸗ durch recht vergnüget werden Könn⸗ ten Seel, Herz, Sinn und Muth? Aindt ſich hier was, was da herzet, Dort bald ſindet ſich, was ſchmerzet; Aber mein Herr Jeſus Chriſt Nichts, als mein Vergnügen iſt. 3. Nichts nach Himmel und nach Erden Frag ich; nur nach Jeſu Ehriſt Wünſch ich, daß er mir mag werden, Er nur mein Verlangen iſt. Wenn ich den im Herzen ha e, So er träget meine Schuld! hab ich die beſte Gabe; Denn ja 32*¾ —— — —— ————— ——y—— —— —-—j———— —— —;, See ——— ͤ 5 — 500 mein Herr Jeſus Chriſt Alles mir in Allem iſt. 4. Wenn mir Leib und Seel ver⸗ ſchmachtet Und auch Angſt mich preßt und drückt, Doch mein Herz es gar nicht achtet, Weil mein Jeſus mich erquickt; Denn mein Labſal, Troſt und Freude Iſt er in Angſt, Noth und Leide. Ach ja, mein Herr Jeſus Chriſt Alles mir in Allem iſt. 5. In der Schwachheit meine Stärke, In der Finſterniß mein Licht, Daß ich thue gute Werke, Ja, mit ſeiner Hilf geſchicht. Was mein Herz nur Guts begehret, Das wird mir in ihm gewähret. O, der Freud, wenn Jeſus Chriſt Alles mir in Allem iſt!— 6. Drum, wie ſelig iſt zu nennen, Der nur Jeſum herzlich liebt, Ders bedenkt und kanns erkennen, Was für Güter Jeſus gibt; Lauter ganz vollkommne Gaben Wir in Jeſu einzig haben; Denn er ſelber, Jeſus Chriſt, Alles mir in Allem iſt. Geiſtliche Wachſamkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt. 837 A wachet auſ, ihr fau⸗ * len Chriſten! Bedenket, daß euch Gottes Gnad Von tiefem Schlaf der Sünden⸗Lüſten Zum Le⸗ ben auferwecket hat. Verlaſſet doch die finſtre Gruft Und höret, wenn euch Jeſus ruft. 2. Ach wachet! Denn die Sünden⸗ Nächte Entweichen vor dem hellen Licht, Das Gott dem menſchlichen Geſchlechte Im Wort und Herzen aufgericht. Ach, wandelt doch in ſol⸗ chem Schein, Sonſt könnt ihr keine Chriſten ſein chet 3. Ach, wachet! Iſt der Geiſt ſchon willig, So iſt das Fleiſch ditjſchon zu ſchwach; Drum folgen wahre Chri⸗ ſten billig Dem Geiſt und nicht dem Neiſche rnachenr d. themwe Seelen, ug Und folget doch des Geiſtes Zug. alg ih Vom chriſtlichen Wandel. 4. Ach, wachet! Denn die al Schlange Sucht Tag und Nachtme Macht und Liſt Die Menſchen iin Netz zu fangen, Weil wenig zi vorhanden iſt. Ergreifet doch da Glaubens⸗Schild Und wiſſet, d nicht ſchlafen gilt. 5. Ach, wachet, eh die Todes⸗Stund Das unvermerkte Ziel erreicht! ah ſeht ja, wie der Tod Geſunde dr wohl, als Kranke hinterſchleicht Ne letzte Stoß iſt ungewiß; Ach, werte Chriſten, merket dieß! 6. Ach, wachet, daß ihr euch be reitet Auf jenen großen Tag d Herrn; Denn, wie uns Gottes Wat bedeutet, So iſt der Segen nichtm fern. Ach, ſchicket euch, villlitt kommt heut Der erſte Tag n Ewigkeit! 7. Ach, wachet! Jeſus hats qalntn Ach, folget ſeiner Wächter⸗Stin Was ſchlafet ihr doch, wie di de ten? Ermuntert euch und keinm. f Bedenket doch, was euch ü Und daß Gott Allen: wachetl t L. A. Gotter, g. 1661,9 Chriſtlicher Demuth Vorzug V aller Welt Stolz. In eigener Melodie. 19 838 A¹. wie findeſt 9 . ſelten Hilf und Ri nig gelten, Müſſen ſein der ühs Spott! Doch beſteht ein ſolches Gut darſi Einen kurzen Augenblick. 2. Denn, wer groß iſt hiet z Sälces vil cher Siol be aor deiem len In jern Ta, 2 altwere iechn à Gt un dein Pedkendti ale ſin nit berile, dnn wdeh d ſni dm erug u 5 ahx de 8 909. Oder; Gott des Himmels und di.n 9& t oe e t hier a Erden, Trotzend auf den Ehrern Kann gar bald geworfen nah Mit dem Reichen in den Puhh er Qual unb Herzeleid Haben nt in Ewigkeit., 3. Aber wer hier uih S Und im Herzen bleibet klein 1 chem Gott im Himmel gibet, Dij ewig groß wird ſein Und, von hh Armuth los, Sitzen in des hic Schooß.:;: hier Denunth hi g Pthen writ G fuct us dn der⸗ andre Ltrſend. d Arnen ſab,T lih den at. 1.Ado vift u d e dhyr Sünden tn it. Aſ vir Uhuut eng ſig N Avüwenie Verdeena 1 Jeiſcimämmg ihrer gerr „Nel. Aif manen lacht un= Tedn 5 zu, Wel tan orhanden= Ertt laubens! rine — ehde Te * — — — — — — ☛☚ — 2. e Ziel erraigge ht ja, u. 6 ertit gte Stoß„ mgewiß; Wha hriſten, ſu dieß! 6. Ach,= t, daß ir errn; De rpie Uns Gotei deutet, der Segen ni rn. Ad ickt auh, n mmt hder aft n vigkeit! b 7. Ach e il Pfuhr h, folgst— er Vähhee das ſchll MAr doch, wi d 1? Ermt r euch ud ki denket.☛. was auh nd daß m☚m☚ Allen: wade Gotter,z.lätf riſtli emuth Lunm. Welt éth ener Melodi Oder; des Himmels w 38=B, vie fidi 38— ſfälen Fifn nd in poth! Armehn z geltel— iſſen ſen a vott! J eſteht eiſete nen ku en lugenblik 2. Der 1 den, Irn daufdenör⸗ nn g. ldd gewoln t dem= zen in dae Luaſ Herzeled hin Ewig.- 3. A; hier dm d im=ee blit 9 m Go vmmai⸗ ig gri d ſein Unr muth= 5ihen u hooß. en großen 3 jer groß üh ud gevora Vom chriſtlichen Wandel. 4. Solches viel und oft erwäge, Sichrer Stolz bereitet Plag. Laß von deinem alten Stege, Denke doch an jenen Tag, Da du aller deiner Luſt Schwere Rechnung geben mußt.:, 5. Gott und deinen Nächſten liebe; Wandle richtig allezeit. Keinen Men⸗ ſchen nicht betrübe; Haſſe Rachgier, Zorn und Neid; Dein Gewiſſen halte frei Von Betrug und Heuchelei.: 6. Auch der Demuth dich befleiße, Hohen Augen iſt Gott Feind. Ehr⸗ ſucht aus dem Herzen reiße Und was andre Laſter ſeind: Nimm dich an des Armen Noth, Brich ihm willig⸗ lich dein Brodt.. 7. Alſo wirſt du Gnade finden Vor des Herren Angeſicht; Alſo wird er deiner Sünden Im Gerichte den⸗ ken nicht. Alſo wirſt du zeitlich rein Und dort ewig ſelig ſein. 5 M. A. v. Löwenſtern, g. 1594, ſt. 1648. Verſchmähung der Welt und ihrer Herrlichkeit. Mel. Auf meinen lieben Gott. 839 Are. du ſüße Welt! 5 Ich ſchwing ins Him⸗ mels⸗Zelt Die Flügel meiner Sin⸗ nen Und ſuche zu gewinnen, Was ewiglich beſtehet, Wenn dieſes Rund vergehet. 2. Jahr hin mit deinem Gut, W Das eine kleine Fluth Sobalde kann verheeren Und eine Gluth verzehren; Fahr hin mit deinen Schätzen, Die nimmer recht ergötzen. 3. Fahr hin mit deiner Luſt, Sie iſt nur eitler Wuſt, Und deine Fröh⸗§ lichkeiten Verblühen mit den Zeiten; Vas frag ich nach den Freuden, Die mein Gemüth nicht weiden? 4. Fahr hin mit deiner Pracht, Von Würmern iſt gemacht der Sam⸗ met und die Seiden, Die deinen Leib bekleiden; Was mag genennet wer⸗ den, Iſt nur ein Schaum der Erden. 5. Fahr hin mit deiner Ehr, Was iſt die Hoheit mehr, Als Kummer im 501 Gewinnen Und Herzleid im Zerrin⸗ nen? Was frag ich nach den Chren, Die nur das Herz beſchweren? 6. Fahr hin mit deiner Gunſt, Falſch lieben iſt die Kunſt, Dadurch man wird betrogen. Biſt du mir nicht gewogen? Was frag ich nach dem Lieben, Das endlich muß be⸗ trüben? 7. Im Himmel iſt mein Freund, Der mich recht herzlich meint, Der mir ſein Herze gibet Und mich ſo brünſtig liebet, Daß er mich ſüß erquicket, Wenn Angſt und Trübſal drücket. 8. Des Himmels Herrlichkeit Iſt mir ſchon zubereit, Mein Name ſteht geſchrieben Bei denen, die Gott lie⸗ ben; Mein Ruhm wird nicht verge⸗ hen, So lang Gott wird beſtehen. 9. O Zions goldner Pracht, Wie hoch biſt du geacht! Von Perlen ſind die Pforten, Das Gold hataller Orten Die Gaſſen ausgeſchmücket: Wann werd ich hingerücket? 10. O ſüße Himmels⸗Luſt, Wohl dem, dem du bewußt! Wenn wir ein Tröpflein haben, So kann es uns erlaben; Wie wird mit großen Freu⸗ den Der volle Strom uns weiden! 11. O theures Himmels⸗Gut! Du macheſt rechten Muth; Was werden wir für Gaben Bei dir, mein Jeſu, haben! Mit was für reinen Schätzen irſt du uns dort ergötzen! 12. Fahr, Welt, huhr immer hin, Gen Himmel ſteht mein Sinn. Das Irdiſch ich verfluche, Das Himmliſch ich nur ſuche. Ade, du Welt⸗Getümmel, Ich wähle mir den immel! D. Heinr. Müller, g. 1631, ſt. 1675. Wichtige Vorzüge der Kinder Gottes. Mel. Ach, wie nichtig, ach, wie. ch, wie wichtig, ach, wie 840.A richtig Iſt der Chriſten Leben! Denn ſie Gott von Herzen 4 502 lieben, Ihre Buße nicht aufſchieben Und ſich ſtets im Guten üben. 2. Ach, wie wichtig, ach, wie rich⸗ tig Sind der Chriſten Tage! Gott hat alle abgezählet Und zum Beſten auserwählet, Gibt auch Troſt, wenn Kummer quälet. 3. Ach, wie wichtig, ach, wie rich⸗ tig Iſt der Chriſten Freude! Denn ſie ſich an Gott ergötzen, Alle Hoff⸗ nung auf ihn ſetzen, Darum kann ſie Nichts verletzen. 4. Ach, wie wichtig, ach, wie rich⸗ tig Iſt der Chriſten Schöne! Sie ſind innerlich gezieret, Mit dem Glau⸗ bens⸗Schmuck ſtaffiret, Leben auch, wie ſichs gebühret. 5. Ach, wie wichtig, ach, wie rich⸗ tig Iſt der Chriſten Stärke! Denn Gott ſelbſt in ihnen ſtreitet, Sie zum Kämpfen recht bereitet Und den Sieg zu ihnen leitet. 6. Ach, wie wichtig, ach, wie rich⸗ tig, Iſt der Chriſten Glücke! Obs gleich oft ſehr hart hergehet, Bald doch ihnen Hilf entſtehet Und zuletzt erfreulich gehet. 7. Ach, wie wichtig, ach, wie rich⸗ tig Iſt der Chriſten Ehre! Denn Gott ſie als Kinder liebet, Ihnen auch den Himmel gibet, Nichtig iſt, was ſie betrübet. „8. Ach, wie wichtig, ach, wie rich⸗ tig Iſt der Chriſten Wiſſen! Weil ſie ihren Jeſum kennen, Ihn im Glauben Bruder nennen Und auch bis 6 Tod berennen 9.„wie wichtig, ach, wie rich⸗ tig Iſt der Chriſten Dichten! Stets hinauf ihr Herz nur trachtet Und was droben iſt, hoch achtet Und, was irdiſch iſt, verachtet. 10. Ach, wie wichtig, ach, wie rich⸗ tig Sind der Chriſten Schätze! Es mag Fluth und Gluth entſtehen Und die ganze Welt vergehen, Bleibt ihr Schatz doch ewig ſtehen. 11. Ach, wie wichtig, ach, wie rich⸗ ug Iſt der Chriſten Herrſchen! Ueber ünd, Tod, Teufel, Hölle Haben Vom chriſtlichen Wandel. ſie die Ober⸗Stelle, Trot dem Feine . der ſie fälle! 12. Ach, wie michig ach, wie ri⸗ tig Iſt der Chriſten Prangen! Al Pracht der Welt ſie meiden, Sichn Chriſti Unſchuld kleiden Und gein her in reiner Seiden. .13. Ach, wie wichtig, ach, wie ric⸗ tig Sind der Chriſten Sachen! Wal ſie Alles Gott befehlen Und das bet Gut erwählen, Kann es ihnen nir gends fehlen. 14. Ach mein Heiland, ach min Beiſtand, Jeſu voller Güte! Mh durch deinen Geiſt regiere, Daß ih ſo mein Leben führe; Dir ſei eng Preis und Ehre! Sigm. v. Birken, g. 1626, ůt 16 Das goldne Tugend⸗As. Mel. Herr Jeſu Chriſt, wahr, 841 llein auf Gott ſm bil Vertraun, Aute 2 ſchen⸗Hilf ſollſt du nicht haun iit iſt kein Glaub mehr in der M 2. Bewahr dein Ehr, hüt dihnt Schand, Ehr iſt fürwahr dein ſütt ſtes Pfand; Wirſt du die Sümßh einmal verſehn, So iſts um dit Ehr geſchehn. 3. Claff(ſprich) nicht ſo viel ſte dern hör mehr, Das wird dir bing Preis und Ehr; Mit Schweign t s 9 verredt Niemand, Claffen bint Manchn in Sünd und Schand. * „ -** † 58 gering, Daß er dich nicht in Unſch ring; Dem Kleinſten auch kein i ri Sonſtdirtas 3 j 4 Uan(trſtus 4. Dem Größten weich, acht ih recht thu, So bleibeſt du inguter uit 1 5. Erheb dich nicht aus ſthen Muth, Wenn du bekommen haſtge Gut; Es iſt dir nicht darum gat Daß du dich damit ſollſt erhehn. 6. Frömmigkeit laß gefule Viel mehr, denn Gold, das aiun mir; Wenn Geld und Gut ſc dir ſcheidt, So weicht doch nit Frömmigkeit. Arun m 7. Gedenk der 1 10, Kerdhm mann, Da R. fann; Nitle Grund Pas ſch der M⸗ 11 dß bein di Vem dos ſt, gnimng m di Lie ſolcs Ten. „2 Mäßig m Un llein Urſche kat erkennt 46 en hält man wen 1 Niemand bahe 14. 9, un rin= Se 1 2— Seid 13. Ä 4. eiſtand 1 rch dei 1 mein mn fihre; N ſ reis ug tel E v. Birken, g li 1 81 Heiſt regien, Das ne Tugend⸗ Melh=— Jeſu Ehtſ, i 4— leein auf Gitt 1. 1.— Vertraun, N en⸗Hilſt= du rich bm a bei— Glauben ſih kein(. mehr in a? 2. Bet dein Ehr, hüt chand,= ſſt fürwahr i 8 Pfat= Virſt du de mmal uI=p, So iſt u r deſh— 3. Cla tich nict on rn höͤr— Das widut reis ut r. Mit Shen rredt u zand,(lafen tanchn ünd und Stul 4. Deſ ößten waih, ring, 1† Nr dich nihtnt ing; Iir lleinſten uht ht thu= Deibeſt duingm⸗ 5. Erl äch nict abt tuth, I au bekonna ut; Es Kr nicht damn aß du* damit pli K 6. Frit- zkeit lß gü iel ma n God, d r. W'eld und i rſcheit weit dr roömmiſüi 7 der Ammn; 8— 1 ul Friſt, Wenn du von Gott geſegnet biſt; Sonſt dir das widerfahren kann, Was Chriſtus ſagt vom reichen Mann. 8. Hat dir Jemand was Guts gethan, So ſollſt du allzeit denken dran; Es ſoll dir ſein von Herzen leid Wenns deinem Nächſten übel geht. 8 9. In deiner Jugend ſollſt du dich Zur Arbeit halten fleißiglich; Hernach gar ſchwer die Arbeit iſt, Wenn du zum Alter kommen biſt. 10. Kehr dich auch nicht an Jeder⸗ mann, Der dir vor Augen dienen kann; Nicht Alles geht von Herzens⸗ Grund, Was ſchön und lieblich redt der Mund. 11. Laß kein Unfall verdrießen dich, Wenn das Glück gehet hinter ſich: Anfang und Ende nicht gleich ſein, Wie ſolchs oft gibt der Augen⸗ ſchein. 12. Mäßig im Zorn ſei allezeit, Um klein Urſach erheb kein Streit; Durch Zorn das Herze wird ver⸗ blendt, Daß Niemand recht, was Recht, erkennt. 13. Nicht ſchäm dich, rath ich allermeiſt, Daß man dich lehr, was du nicht weißt. Wer Etwas kann, den hält man werth, Den Ungeſchick⸗ ten Niemand begehrt. 14. O, merk, ſo Einer führt ein Klag Vor dir, ſo ſollſt du bald der Sag Nicht glauben, auch nicht richten fort, Bis du höreſt des Andern Wort. 15. Pracht und Hoffart meid überall, Daß du nicht kommeſt zu Unfall; Mancher wär ein behaltner Miaim, Hätt er Hoffart und Pracht gelan. 16. Quad von Niemand, gedenk noch ſprich, Denn kein Menſch lebet ohn Gebrech; Redeſt du Alls nach deinem Willn, Wird man dich gar bald wieder ſtilln. 17. Ruf Gott in allen Nöthen an, Er wird gewißlich dir beiſtahn; Er hilft einm Jeden aus der Noth, Der nur nach ſeinem Willen thut. Vom chriſtlichen Wandel. 503 18. Sieh dich wohl vor die Zeit iſt bös, Die Welt iſt falſch und ſehr gottlos; Willſt du der Welt viel han⸗ gen an, Ohn Schand und Schad kommſt nicht davon. 19. Tracht ſtets darnach, was recht gethan, Obs ſchon nicht lobet Jeder⸗ mann: Es kanns doch Niemand ma⸗ chen ſo, Daß Jedermann gefallen thu. 20. Verlaß dich nicht auf irdiſch Ding, Alls. zeitlich Gut verſchwindt geſchwind; Darum der Menſch gar weislich thut, Der allein ſucht das ewge Gut. 21. Wenn Jemand mit dir hadern will, So rath ich, daß du ſchweigeſt ſtill Und ihm nicht helfeſt auf die Bahn, Da er gern wollt ein Urſach han. 22. Xerxes verließ ſich auf ſein Heer, Drüber ward er geſchlagen ſehr; Wenn du mußt kriegen, Gott ver⸗ trau, Sonſt allezeit den Frieden bau. 23. Ye längr, je mehr kehr dich zu Gott, Daß du nicht kriegſt des Teufels Spott; Der Menſch ein ſolchen Lohn wird han, Wie er im Leben hat gethan. 24. Zier all dein Thun mit Red⸗ lichkeit, Bedenk zum End den letzn Beſcheid; Denn Vorgethan und Nach⸗ bedacht Hat Manchen in groß Leid gebracht. B. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1598. Die vergnügte und chriſtliche Einſamkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott⸗ 8 42 Allein und doch nicht *. ganz alleine Bin ich in meiner Einſamkeit; Denn wenn ich ganz verlaſſen ſcheine, Vertreibt mir Jeſus ſelbſt die Zeit; Ich bin bei ihm und er bei mir, So kommt mir gar nichts einſam für. 2. Komm ich zur Welt, man redt von Sachen, Die nur auf Eitelkeit gericht; Da muß ſich laſſen der ver⸗ lachen, Der Etwas von dem Him⸗ mel ſpricht; Drum wünſch ich lieber ganz allein, Als bei der Welt ohn Gott zu ſein. 5⁰⁴ 3. Verkehrte können leicht verkeh⸗ ren, Wer greift Pech ohne Kleben an? Wie ſollt ich denn dahin be⸗ gehren, Wo man Gott bald vergeſ⸗ ſen kann? Geſellſchaft, die verdäch⸗ tig ſcheint, Wird oftmals nach dem Fall beweint. 4. Zudem kann ſich ein Menſch verſtellen, Wer will in aller Herzen ſehn? Man ſieht oft heimliche Ge⸗ ſellen, Die ſich nur nach dem Winde drehn, Daß der, ſo voller Zucker war, Bald eine Schlange drauf gebar. 5. Drum kann mir Niemand es verdenken, Wenn ich in meiner Ein⸗ ſamkeit mich alſo ſuche zu beſchrän⸗ ken, Daß Gott allein mein Herz er⸗ freut. Die Welt iſt voller Trug und Liſt, Wohl dem, der Gott, verbun⸗ den iſt! 6. Ein Welt⸗Kind mag Geſellſchaft ſuchen⸗ Ich liebe Gott in aller Ruh; Und ſollten mir die Neider fluchen, So ſchließ ich meine Kammer zu Und nehme Gott mit mir hinein, So wird der Neid betrogen ſein. 7. Mit Gott red ich in ſeinem Worte Und durch ſein Wort redt er mit mir; Bet ich an einem ſtillen Orte, So ſindet er ſich bald zu mir; Brauch in in meinem Kreuze Rath, Er iſt, der mich getröſtet hat. 8. Mach ich im Stillen meine Sachen, So hat er ſeine Hand bei mir; Ich mag nun ſchlafen oder wachen, So ſtellt er mir ſein Bild⸗ niß für; Auch in dem Traume ſpie⸗ let er, Als wenn ich wachend bei ihm wär. 9. Wer wollte denn nun nicht er⸗ kennen, Daß ich ſtets in Geſellſchaft bin? Und will die Welt mich einſam nennen, So thue ſie es immerhin; Gnug, daß bei mir, wenn ich allein, Gott und viel tauſend Engel ſein. Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 1737. Abziehung von leiblichen Sorgen. Vom chriſtlichen Wandel. — dir hin: Im Fall du willt, wn Pöinnich iſt, erlangen, So laß da eib**) in dem du biſt gefangen. *) d. i. das Fleiſch oder die Sünde 2. Die Seele muß von dem ge ſäubert ſein, Was Nichts nicht 1 als nur ein falſcher Schein, Mß durch den Zaum der Tugend dämpie können die ſchnöde Luſt der äuße⸗ lichen Sinnen. 3. Ein jeder Menſch hat Etpa⸗ Das er liebt, Das einen Glanz a Schönheit von ſich giebt: Der ſuht Geld und trauet ſich den Welln Der gräbet faſt bis in den Schlu der Höllen. ges⸗That bekannt und ſtehn getef für Gott und für ihr Land, N denket hoch und ſtrebet ganz mn Ehren, Und Jener läßt die Lileſit bethören. uns ein, In dem man pfe Nichts bemüht zu ſein. Ch, a es recht mögen inne werden — kommt der Tod und rafft und in der Erden. abgethan und nimmt ſich mfß Himmels⸗Sorgen an, Sett altt Troſt auf ſeines Gottes Gabin Teufel ſchaden. 9 geſenkt, Da, als er war mit M und See verſchränkt. Der gu Wirf Alles das, was Welt iſ, un drr Srablihki ſka. un olbting ud dunein Ent de Erden vondt Jeich,in dem i win Gott dich lngn. d. 4. Viel machen ſſich durch ſie 5. Indeſſen bricht das A 3 V 6. Wer aber ganz dem Aiht Dem kann nicht Welt, noch dod nt 7. Den Anker hat dir Nonit Troſt hat Abraham erguitet 6 er ſein Schwert nach Iſaac e mnl zücket. keine Noth und Pein dulh Angſt auch den geringſten Sihus zen Erwecken kann in frommer Lant erzen.. f 5 9 Drum ſchau, o Menſch, Iin und über dich Nach dem, was m den Augen zeiget ſich, Was Niem 8 43. Auf. auf, mein Herz und du mein ganzer Sinn, kann beſchließen in den Schrane 8. Der Glaube muß vin 1 ebeten ſein, Der einig macht, dmt diuet eſth g un Todes Nans Tod, d Niht in anden t s läſt 18 4/. 1 99 de en 8 den Wr Wirf?. duf? 8, ir hin;— Suud öttlich 1 keib*) in 3 n. 2. 1 leiſh ded äub. 5 1. lle muß von d 6 3— Was Ais n H DS 2 8— urch der= jfalſcher Schei önnen chen S 9 0. E 2 I das er Maſ ſchönheſc— ſich giehte — iebt. deld un 7 der grã er Höll — — — —— — + — — —.— Go B½ — — —. — — — e — — — — —— — — — — — 8 — — — — 4=„A hen ſich a 8⸗Thatiut und ſiin 1 t und ſt r Gotut für ihr An nket h and ſtrebet 3 hren, ener lißt del thören 5. J. brict dos K 1s ein— dem mm rh ichts hix u ſen. Gh recht= um inne ve mmt d” d und uſft m r Erde 6. W er ganz den gethaurm nimnt ſihn mmels=en an, eh voſt att des Gotts t em kanmer t Welt, woha eufel ſ*.. 1 7. D kker hat di ſenkt, Dals er wat d So ſſchränt. N oſt ha vaham emt ſein=cpert nac Ji ket.. 8. D laube mt deten ſ— der einig 1I ne N nd Pein ln agſt a an geringten 3 Erw= hann in fum 9. Dn au At d id=e Nah Aus get ſic, l. 1A in du?— Vom chriſtlichen Wandel. 505 Der Sterblichkeit und flüchtigen Ge⸗ danken. 10. Vollbringſt du das, mein Herz und du mein Sinn, Und legſt die Laſt der Erden von dir hin, Sagſt ab dem Fleiſch, in dem du biſt gefangen, So wird Gott dich und du wirſt Gott er⸗ langen. D. v. Czepko, g. 1605, ſt. 1660. Des alten Adams nöthige Kreuzigung. Mel. Auf, mein Herz, geh mit. 8 4 4 Chriſti Tod iſt Adams * Leben, Chriſti Leben Adams Tod; Denn aus Lieb hat ſich gegeben Chriſtus in des Adams Noth, Auf daß Adam in ihm ſtürbe, Nicht im andern Tod verdürbe. 2. Adams Tod iſt Chriſti Leben, Adams Leben Chriſti Tod; Adam muß nach Chriſto ſtreben, Sterben auch mit Hohn und Spott, Auf daß er in Chriſto bleibe und erſteh in klarem Leibe. 3. So wir nun mit Chriſto ſter⸗ ben, Seinem Tode werden gleich, Werden wir auch mit ihm erben, Herrſchen mit in ſeinem Reich: Denn, ſo viel wir Chriſti haben, Gnießen wir auch ſeiner Gaben. 4. So wir aber Adams Leben Lieben in beflecktem Rock Und nicht bleiben grüne Reben An dem einigen Wein⸗ ſtock: Ws hilft Laufen, Pfeifen, Sin⸗ gen, Wenn wir faule Früchte bringen? 5. O, es läßt ſich nicht ſo machen, Wie der alte Adam denkt; Chriſti Kreuz vertreibt das Lachen, Wenn das Leben wird gekränkt Nicht allein von Menſchen⸗Kindern, Sondern auch von Teufels⸗Winden. .6. Solches muß im Geiſt erfahren Ein rechtgläubger Chriſten⸗Mann. Wenn er kommt zu ſeinen Jahren, Ja, von ſeiner Jugend an Muß er Chriſti Kreuze tragen, Auch im Tode nicht verzagen. 7. Wer will ſolche Fluthen zählen, Solche Noth und Thränen⸗Saat? Ein Geſcheuter thuts verhehlen, Hält ſich feſt an Gottes Rath. Sei⸗ nen Troſt auf Gott er ſetzet, Ob ihn ſchon die Welt verletzet. 8. Wie gewohnt zu thun die Frommen, Die durch Glauben und Geduld Endlich zu der Ruhe kom⸗ men Und erlangen Gottes Huld: Alſo mag ein Chriſt geneſen, Lebt nach Chriſti Geiſt und Weſen. 9. Den er herzlich liebt und ehret, Seinem Leben folget nach, Mit der Welt ſich nicht bethöret, Weil ſie nur bringt Weh und Ach, Welches ihrer Viel nicht glauben, Sich des letzten Troſts berauben. 110. Nun, wir warten allermaßen, Bis uns Gott hier fordert ab: O, daß wir, ihm ganz gelaſſen, Fröhlich ſuchten unſer Grab, Erſtlich zwar in Chriſti Herzen, Nochmals in der Erd ohn Schmerzen! 11. Denn auch Chriſti Grab ohn Sorgen Und ſanft ruhig Bettelein Iſt mit Geiſt und Wort verborgen In des Gläubgen HerzensSchrein. Wer ihn nur von Herzen liebet, In dem lebt er unbetrübet. 12. Wer ihn aber nicht will ha⸗ ben Und ſein Kreuz nicht leiden mag, Der bleibt in der Höll begra⸗ ben, Voller Schrecken Angſt und Plag. Denn wer Chriſtum hier nicht träget, Der wird ewig dort gefeget. 13. O, hilf, Chriſte, durch dein Leiden, Daß wir dir nachfolgen ſchlecht Durch viel Trübſal zu den Freuden; Du allein machſt uns ge⸗ recht Durch dein Blut und Marter⸗ Kronen; Laß uns ewig in dir woh⸗ nen! A. v. Frankenberg, g. 1593, ſt. 1652. Uebergebung des Herzens an das Lamm Gottes. Mel. Nun preiſet Alle Gottes 8 4 5 Dem blutgen„Lamme, * Das ſich für meine Noth am Kreuzes⸗Stamme Geblutet hat zu Tod, Dem Fürſten, der ſo ſchmerzlich fühlte, Als meine Sünde ſein Herz durchwühlte:: — 2. Dem geb ich heute Mein Herz ——— 4 1 1 8 8 1 * 1 1 1 1 1 3 * 506 aufs Neue hin Zu einer Beute Und gänzlichem Gewinn, Mit mir zu thun, was ihm beliebet, Von mir zu nehmen, was ihn betrübet.:: 3. Ich bin ſehr ſchwächlich, Das weiß mein Heiland wohl, Und ſehr gebrechlich Zu dem, was ich ſein ſoll; Drum muß mein Arzt und Prieſter ei⸗ len Und alle meine Gebrechen heilen.;: 4. In ſeinem Blute Wäſcht er die Flecken aus, Das mir zu Gute Floß aus den Wunden raus; Es iſt ſein tägliches Bemühen, Seelen zu rein⸗ gen und zu erziehen.:, 5. Du gute Liebe! Wenn ich ge⸗ denke dran, Wie deine Triebe Mich von der Sünden⸗Bahn So zärtlich, habn zu dir gezogen Und wie dein Blut mein Herz überwogen::“ 6. So ſink ich nieder Und bin erſtaunensvoll Erhol mich wieder Und ſage: Iſt es wohl Auch möglich. Sünder ſo zu lieben, Die dir ge⸗ machet ſo viel Betrüben?:; 7. Durch viele Mühe Hat michdein Aug bewahrt; So ſpät als frühe Haſt du gar Nichts geſpart; Drum wirſt du mich auch ferner leiten Und mei⸗ ner warten auf allen Seiten.: .8. Du haſt mich Armen An dein Herz hingerückt Und mit Erbarmen An deine Bruſt gedrückt: Wer ſollte nicht zu deinen Füßen In vollem Danken und Lob zerfließen?:, 9. Du großer König! Ein armes Stäubelein, Iſts nicht zu wenig Mit dir vertraut zu ſein? Die Liebe iſt ja unbeſchreiblich, Wers nicht erfah⸗ ren, dem iſts unglaublich.: 10. Drum ſoll mein Herze Dir ganz gewidmet ſein, Bei allem Schmerze Und Unruh bin ich dein: Mein Amt i*ſt auch, dich zu erhöhen; Drum ſoll mein Auge nur auf dich ſehen.:, Eſther Grünbeck, g. 1717, ſt. 1796. Eitel Gutes auf dem ſchmalen Wege zur Seligkeit. In eigener Melodie. 8 46 Der ſchmale Weg iſt breit * Dgenug zum Leben: Wenn Vom chriſtlichen Wandel. und Hölle gehet. man nur ſacht und grad und geht, So wird man nicht ſo ungeweht; hinein begeben, So iſt er breitg nug zum frommen Leben. 2. Des Herren Weg iſt vuls Süßigkeiten, Wenn man es nur i Glauben recht bedenkt, Wenn uu füll das Herz nur fröhlich dazu kent Man muß ſſich eht dazu bereitn O iſt der ſchmale Weg voll Sißß eiten. leichtih Man muß ſich di b⸗ „ Das ſaft Pare drücken, güſe nur gedri fei, damit er! rur ui n anfte Joch kann t Die leich licht Gemüthe, dernet hoch kregt Qt, ſei Fpor, Und ihm 3. Wie kann ein Bär des Schr fes Sanftmuth üben? Kein wiht Wolf gibt ſich in Schranken in Wie kann das Fleiſch nach Gottge ſinnet ſein Und dieſen Weg w Geiſtes lieben? Es kann kein des Schafes Sanftmuth üben. 4. Du mußt erſt Geiſt aus Giſ geboren werden, Dann wandaſth des Geiſtes ſchmale Bahn: Soſti es ſchwer und gehet doch nitm Weg, ſchnöder Sinn, du um der Erden! Ich muß erſt Geßte Geiſt geboren werden. 5. Wer die Geburt aus Uüt hat erlanget, Der folgt allenin Herren treulich nach; Er leidet it er trägt erſt ſeine Schmach, Gi mit ihm im Lichte pranget, Nit „ Geburt aus Chriſto hat erlange 6. Er wird mit ihm in fit⸗ Tod begraben, Er wird im Ginhi eine Zeit verwahrt. Er ſtehet auin hält die Himmelfahrt, Er kriegt i rauf des Geiſtes Gaben, Wenn k vorher mit ihm im Tod begale du 7. Derſelbe Geiſt, der Chrim 4. hier geübet, Derſelbe übt die hunt im Chriſti auch; Der eine Geiſt ii immer einen Brauch, Kein one Weg wird ſonſt beliebet; Dar ger wird, wie Chriſtns, hier ge 8. Und ob es gleich dh und Dornen gehet, So wiſte ne nur die Fers und nicht das u Die Traurigkeit läßt keinen b Schmerz, Wer nur getroft und n ſtehet, Obſchon es durch den Güte, De bi ein leicht Gem Il. geuch, dr nachzulcu nach, zeuch mi Dein ſchmaler keit, Das Gnt Haufen. Zeuc nich, dir nach d.8. dithe Gottes der Mel. Wer m 847. 3. dau und redlic den mögen nich u dem Firman 24 V ieleiten Für Keeiten Für Plat? Soh dd d ungewe lann n dnen— t, Sa ſſ .. erren We bäin Wenn nn 1 Slau bedent W 13 5. dr ſößlch me M*— 6 ueh daur 30 male Weg uls Be j e Wa wl 3. I mm en Bu e 8Salf=rh üben? an g ch in Shmi 3 Nliiſh mt innet nd dieſen N heiſtes= n? Es hmi es Sch= Sanftmuth in 4. II= ßt ert Geſtn ſeboren,— en, Dann un es Gei= hmale Bahn. 3 ſchr= gehet dhr Weg, ſrzer Sinn, u er Erd Geiſt g⸗ dA werden. 5. Irmſie Geburt ag. at erlie Der 41 derren—=ch nach; Elh r trägtt— ſeine Schmat nit ihn rz Lichte prane Beburt ☚ſChriſto hat enn 6. Cd nit imi Tod be, Er vid int ine Zevahrt. Grſtite ält di= melfahrt Gt auf de iſtes Gale h orher Ahm in doh 7. A—=be Geir, di ier gelr derſelbe ld tbriſtiſi—t Der in i mer i Braui, Ka Veg w= onſt bellte ¹ eer wi ie Chriſbes 8. ſt ☚ b S gliht nd Irm gehet 5 3 ur di=s un in die I keit läit ie chmet er mur ſin chet, ſon be nd H= hhet. Ich muß aftt 9. Das ſanfte Joch kann ja nicht harte drücken, Es wird dadurch das Böſe nur gedrückt; Der Menſch wird frei, damit er nicht erſtickt; Wer ſich nur weiß darein zu ſchicken, Das ſanfte Joch kann ja nicht harte drücken. 10. Die leichte Laſt macht nur ein leicht Gemüthe, Das Herz hebt ſich darunter hoch empor; Der Geiſt kriegt Luft, ſein Wandel kommt in Flor, Und ſchmeckt dabei des Herren Güte; Die leichte Laſt macht nur ein leicht Gemüthe. 11. Zeuch, Jeſu, mich, zeuch mich, dir nachzulaufen; Zeuch mich dir nach, zeuch mich, ich bin noch weit! Dein ſchmaler Weg iſt voller Süßig⸗ keit, Das Gute folgt uns da mit Haufen. Zeuch, Jeſu, mich, zeuch mich, dir nachzulaufen! D. C. F. Richter, g. 1676, ſt. 1711. Liebe Gottes mit Ausſchließung der Welt⸗Liebe. Mel. Wer nur den lieben Gott. 8 47 Die Liebe leidet nicht * Geſellen, Inn Fall ſie treu und redlich brennt; Zwei Son⸗ nen mögen nicht erhellen Beiſammen an dem Firmament. Wer Herren, die einander Feind, Bedienen will, iſt Keines Freund. 2. Was hinkſt du denn auf beiden Seiten, O Seel? Iſt Gott, der Herr, dein Schatz, Was haben denn die Eitelkeiten Für einen Anſpruch, Theil und Platz? Soll er dich nennen ſeine Braut, Kannſt du nicht Andern ſein vertraut. „3. Im Fall du Chriſtum willſt behalten, So halt ihn einig und allein; Die Sünden⸗Welt ſoll dir erkalten Und Nichts, denn lauter Gräuel ſein; Dein Fleiſch muß ſterben, eh die Noth Der Sterblichkeit dir bringt den od. 4. Warum ſollt ich doch das um⸗ fangen, Was ich ſobald verlaſſen muß, Was mir nach eitlem kurzen Prangen Brächt ewig Ekel und Vom chriſtlichen Wandel. 507 Verdruß? Sollt ich um einen Dunſt und Schein Ein Scheuſal heilgen Geiſtes ſein? 5. Die Augen dieſer Erde lachen Zwar weidlich in der Sterblichkeit, Beweinen aber in dem Rachen Der Höllen ihr unendlich Leid; Die Him⸗ mels⸗Freud hingegen tränkt Den, der mit Thränen hier ſich kränkt. 6. Ach Gott, wo ſind die, die vor Jahren Ergeben aller Eitelkeit Und in die Welt ſo brünſtig waren Ver⸗ liebt? Des ſchnöden Leibes Kleid Sind Würmer; ihre Seele ſitzt In ewig heißer Gluth und ſchwitzt. 7. Die Welt ſenkt ihre Todten nieder Und weckt ſie nimmer wieder auf; Mein Schatz ruft ſeine Todten wieder Zum unbeſchränkten Lebens⸗ Lauf, Verkläret ſie vor ihrem Gott, Wenn jene nagt der andre Tod. 8. Was hab ich denn, o Welt zu ſchaffen Mit deiner leichten Roſen⸗ Kron; Fleuch hin und gib ſie deinen Affen, Laß mir des Kreuzes Dorn und Hohn! Beſitz ich Jeſum nur allein, Iſt Alles, was zu wünſchen, menmn. Erasmus Finx(gen. Francisei) g. 1626, ſt. 1694. Chriſtus unſer Tugend⸗ Spiegel. Mel. Du Friede⸗Fürſt, Herr Jeſu. 8 48 Dir Ehren⸗König, Jeſu . Chriſt, Bin ich ergeben ganz; Ein Tugend⸗Spiegel, Herr, du biſt, Ach, laß mir deinen Glanz, Du ſchönes Licht, dem Nichts gebricht, In meinem Herzen leuchten. 2. Du haſt ſo hoch geehret Lnith, O ſüßes Jeſulein, Daß meine Seele rühmet ſich Und ſpricht: Mein Fleiſch und Bein Iſt Gottes Kind, durch ihn wir ſind Dem großen Gott be⸗ freundet. 3. Mit Freuden thu ich auf den Mund Und laß ihn füllen dich; Gib du, daß ich aus Herzens⸗Grund Er⸗ kenne dich und mich. Laß mich mit 8 8 —— ————— —— — —— — —— 508 Dank, Herr, Speis und Trank Aus deiner Hand empfangen. 4. Kein Glied an meinem Leib iſt mein; Mein Herr hat es erkauft; Das Glied, das Glied, das Glied iſt dein, Ich bin auf dich getauft: So laß auch mich dir ewiglich Als ein Kind Gottes leben. 5. Des Fleiſches Luſt in dieſer Welt, Der Augen geile Brunſt Den Tod und Gottes Fluch behält. Wie ein Dampf oder Dunſt die Lebens⸗ Friſt vergänglich iſt, Das Weſen bald vergehet. 6. Der Huren Fuß läuft hin zum Tod, Ihr Gang bringt Herzeleid. Wenn irgend hat der Sünden⸗Koth Befleckt mein weißes Kleid, So waſch, Herr, ab, was ich anhab, Am Sün⸗ den⸗Unrath klebend. 7. Laß mich bedenken meine Tauf, Das neue Waſſer⸗Bad, Nach der ſoll ſein mein Lebens⸗Lauf; Das iſt der Jugend Schad, In Ueppigkeit die grüne Zeit Den ſchwarzen Teufeln opfern. 8. Was nehm ich doch dein Ileiſch und Blut Zum ſteten Liebes⸗Pfand; Menn nicht mein Herze, Sinn und Muth Soll ſein in deiner Hand? Darum mir gib, Herr, deine Lieb In mein erkaltet Herze. „9. Mein Leib ſei rein und unbe⸗ fleckt; Da kommt nicht Weisheit hin, Wenn Bosheit meine Seel anſteckt; Herr, heilige den Sinn. Weg, hin⸗ weg Scherz, der Mund und Herz, Der Aug und Ohr vergiftet. 10. So werd ich mit der argen Welt In Sünden liegen nicht, Noch thun, was Fleiſch und Blut gefällt, So kommet ins Gericht. Mein Herz wird ſein ein Gnadenſchrein Des allerſchönſten Jeſu. 11. Durch mich ſoll werden Gott gepreiſt; Ich bin ſein Kirchelein; In mir wohnt Gottes reiner Geiſt; Wie höne muß es ſein, Wo Vater, Sohn hält ſeinen Thron Und beider Geiſt regieret! Vom chriſtlichen Wandel. 12. Das iſt des Himmels Schnun Ich leb in Gott und Gott in mi Der wird mich laſſen nicht Als G⸗ tes Kind in Schand und Sünd NRe ſeiner Gnade fallen. D. Joh. Maukiſch, g. 1611, f l Preis chriſtlicher Unſchnd. und Zier, Verblaſſe, Sonnen⸗Aih rehl beſteh ieren. kianä g it ein ſch its, wenn du Ginad. Ein R mehr, als irre aher iſt gere richt trüͤgen. Syüct den Th gef Mel. Mein Augen ſchließ ich, 8 49 Du liebe Unſchuh m. 4 wie ſchlecht wirti geacht; Wie oftmals wird dein Un von aller Welt verlacht. Du dient deinem Gott, hälſt dich nach ſein Worten, Darüber höhnt man it und drückt dich aller Orten 2. Du gehſt geraden Weg, ſtatt von der krummen Bahn, En ir drer thut ſich zu und wird einnin ann, Vermehrt ſein kleins bi, füllt Kaſten, Boden, Scheun r bleibſt ein armer Tropf und iiſt mit den Deinen. n 3. Du ſtrafſt der Böſeni und ſagſt, was Unrecht ſei; En rer übt die Kunſt der ſüßen hete lei, Die bringt ihm Lieh und b und hebt ihn auf die Höhen m aber bleibſt zurück und muft it unten ſtehen. 4. Du ſprichſt: Die Tugend ſtit Chriſten höchſte Kron: Hingezen ſi die Welt von Reputation. Wer det haben will, ſagt ſie, der nußß i An. A t 1 Jof dor ſel Va gleich den Andern leben. ſtreichſt den er ſ — 3 gewaltig aus Den Selti dick in ſeiner .„ſf ſo laß doch ſehen; Was dit den für Guts, für Glück und Heilt ſchehen? 6. Halt feſt, o frommes 6 halt feſt und bleib getreu Ii derwärtigkeit: dein Gott, der 1 dir bei; Laß dieſen deine Sach haben, ſchützen, führen, So wifft —., 7. Da 1 eben Sich ſchicken in die Zetint an, ſo ſ de freudenvol. Pind, was b fill und ſie badde richten. 9. Stolz,! währt in die Glas am hell die Eid und b Menſcen Glü ſtegen, Co ſtü nuß u Boden 1. Das u ht und woh Gentner⸗Laſt, Genüth Ohn Se und Gewi * manget. die Hertli s „ g„ ½ tun attes* 9 5. Du rühmeſt viel von Gaktiſtt za 4 8 ₰ 5* 3 51 6 Kinder Hal . 4 p Iſt dieſem nun alſo, ſpricht mns ſa 1i II. 2. ſſ des dinn 3 erbaſ⸗ em Der 3— Jatt und t es Ki Balſa — oh. Maukich, Pähh, 8 iſlier lün ¹ dein Augen ſtliß 4 40 1 h i we ſthet geacht— oftmals 3 von ah eelt verlacht. nit Eur .. taſſt der R ind ſag. S Unrectſei d er übſ nün dunſt der ſi ei, Di ugt ihm Lun ind h an auf de hi⸗ lder i& zurück ud n inten ᷑ 4. Ir dſſt: Di duhn riſtetum ſte Kron. Hu ie Wer— Reputatun.J aben M ſagt ſie, der den&chicken in dei 2 0. leich ndern bben. 5. Dt— meſ viel wn reichſt altig ans N en er= Gin ſne id ſt dit—mun alſ ſi laß t— ſehen Aun ür Gt. ür Glüt m eben heh jiſtt, fum aalt m) bleit jn erwär X: dein et. ir bei= dieſendins aben,— an, führen,e ſtiegen, So ſtürzt es unter ſich und Vom chriſtlichen Wandel. wohl beſtehn und endlich trium⸗ hieren. 7. Gefällſt du Menſchen nicht, das iſt ein ſchlechter Schad; Genug iſts, wenn du haſt des ewgen Vaters Gnad. Ein Menſch kann doch nicht mehr, als irren, fehlen, lügen: Gott aber iſt gerecht, ſein Urtheil kann nicht trügen. 8. Spricht er nun: Du biſt mein, dein Thun gefällt mir wohl; Wohl⸗ an, ſo ſei dein Herz getroſt und freudenvoll. Schlag Alles in den Wind, was böſe Leute dichten, Sei ſtill und ſiehe zu, Gott wird ſie balde richten. 9. Stolz, Uebermuth und Pracht währt in die Länge nicht; Wenns Glas am hellſten ſcheint, fällts auf die Erd und bricht; Und wenn des Menſchen Glück am höchſten iſt ge⸗ muß zu Boden liegen. 10. Das ungerechte Gut, wers recht und wohl beſieht, Iſt lauter Centner⸗Laſt, die Herz, Sinn und Gemüth Ohn Unterlaß beſchwert, Seel und Gewiſſen dringet Und aus der ſanften Ruh in ſchweres Leiden bringet. 11. Was hat doch mancher mehr, als armer Leute Schweiß? Was ißt und trinket er? Worin beſteht ſein Preis? Als im geraubten Erb und 14. Drum faſſe deine Seel ein wenig mit Geduld; Fahr immer fort, thu recht, leb außer Sünden⸗ Schuld; Halt, Schatz dort in dem andern Leben Des Höchſten milde Hand dir werd aus Gnaden geben. 15. Was hier iſt in der Welt, da ſei nur unbemüht: Wird dirs er⸗ ſprießlich ſein, wies Gott am beſten ſieht, So glaube du gewiß, er wird dir deinen Willen Schon geben und mit Freuden all dein Begehren ſtillen. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Von dem wahren und falſchen Chriſtenthume⸗ Mel. O, Gott, du frommer Gott. 2 u ſagſt; Ich bin ein 850. J Chriſt. Wohlan, wenn Werk und Leben Dir deſſen, was du ſagſt, Beweis und Zeugniß geben, So ſteht es wohl um dich. wünſche, was du ſprichſt, Zu werden alle Tag, Nämlich ein guter Chriſt. 2. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt, Der iſts, der Jeſum kennet Und ſeinen Gott und Herren Ihn nicht alleine nennet, Sondern thut auch mit Fleiß, Was fordert ſein Gebot: Thuſt du nicht auch alſo, Iſt, was du ſagſt, ein Spott. 3. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt, armer Wittwen Thränen, Die, wie Wer ſichs will nennen laſſen, Muß „ 2 2. 3 ein dürres Land, ſich nach Erqui⸗ lieben, was iſt gut, Mit Ernſt das kung ſehnen. Böſe 2 1. 12. Heißt das nun ſelig ſein? Iſt nicht, Der noch die Sünden liebt, das die Herrlichkeit? O welch ein haſſen. Der liebet Chriſtum hartes Wort wird über ſolche Leut Iſt auch kein Chriſt, ob er Sich Am Tage des Gerichts aus Gottes Thron erſchallen! Wie ſchändlich gleich den Namen gibt. 4. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt; wird ihr Ruhm und großes Prah⸗ Denn ich bin ja beſprenget Mit len fallen! Waſſer in der Tauf, Mit Chriſti 13. Du aber, der du Gott von Blut vermenget. Ja wohl; haſt aber enen Herzen ehrſt Und deine du Gehalten auch den Bund, Den üße nicht von ſeinen Wegen kehrſt, irſt in der Gott mit Manna weidet, Hergehn, „ du mit Gott gemacht In jener Gna⸗ ſchönen Schaar, die den⸗Stund? 5. Haſt du ihn nicht vorlängſt Gar bekleidet. mit Lob und Ehr als einem Rock oft und viel gebrochen? Haſt du als . Gottes Kind Dich, wie du haſt ver⸗ 509 daß den höchſten — r 4 2 ——. 510 ſprochen, In allem Thun erzeigt, Dem Guten nachgeſtrebt? Hat nicht de alte Menſch Bisher in dir ge⸗ lebt? 6. Du ſagſt Ich bin ein Chriſt! Weil Gottes Work und Lehre Ohn allen Menſchen⸗Taad Ich fleißig les und höre. Ja, Lieber, thuſt du auch, Was dieſes Wort dich lehrt? Nicht ders hört, ſondern thut, Der iſt bei Gott geehrt. 7. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt, Ich beichte meine Sünden Und laß im Beicht⸗Stuhl mich Auch öfter⸗ malen finden. Findt aber ſich, mein Freund, Ich bitte ſag es mir, Nach abgelegter Beicht Die Beſſrung auch bei dir? 8. Ach, du bleibſt nach wie vor, Dein Worte, Werk und Sinnen Wird oftmals ärger noch, Dein Vor⸗ ſatz und Beginnen Geht nach dem alten Trieb, Und was noch gut ſoll ſein, Iſt, wenn mans recht beſieht, Nur lauter Heuchel⸗Schein. 9. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt, Laß ſpeiſen mich und tränken Mit dem, was Chriſtus uns Im Abend⸗ mahl will ſchenken. ohl; aber mir, Ob Chriſti Leib und Blut In dir zur Heiligung Auch ſeine 2 irkuns thut? 10. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt: 8 bete, les und ſinge, Ich geh ins Gottes⸗Haus; Sind das nicht gute Dinge? Sie ſind es: aber wenn Sie werden ſo verricht, Daß Gott auch ſtets dabei Ein reines Herze ſieht. 11, Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt. Ich kann dirs nicht geſtehen, Es ſei denn, daß ichs werd Aus deinem Wandel ſehen. Wer ſagt und rüh⸗ met, daß Er Chriſto angehör, Und auch ſein Jünger ſei, Muß wandeln gleich wie er. 12. Biſt du ein ſolcher Chriſt, So mußt du ſein Piinnet, Wie Feſus Chriſtus war. Wenn kindlich Liebe rinnet Aus deines Herzens Quell, Wenn du demüthig biſt Von Herzen, wie der Herr, Soſag, du ſeiſt ein Chriſt. Vom chriſtlichen Wandel. Waſſer⸗Bade, Dem wir b 13. So lang ich aber woc 1 1 J z Perſene dir erſeh und ſpüre, Daß Statz m nit, Wi en Uebermuth Dein Sinn und lit ſch, dhe regiere, Wenn an der Sanfne n Gottafl Stell Sich zeigen Haß und Nd,5 Pngegen it, biſt du ganz gewiß Vom Chrite ſtenen, Umd thum ſehr weit. Li En. 14. Du ſagſt: Ich bin ein Crz. um n der T Und rühmſt dich des mit Frat 4 Nallich Thuſt aber du auch mehr, Als LM mch doch mals kluge Heiden? Ach, ii Kd un bi nicht ſo viel, Was Gutes ſie gete h rih bet Sie werden dorten dich Gewitt ich mag du klagen an. e 15. Sag nicht: Ich bin ein bin ache mich Bis daß dir Werk und Lhen t Damnit 63 deſſen, was du ſagſt, Beweiszn 5 8 3 : Fer Aritt, Du ki Zeugniß geben. Die Wat drun it nicht genug; Ein Chriſt muß. den 9 1 Schein Das, was er wird gein WM ij l Bue venn ie Im 2 ber ſei Ger E Im Weſen ſelber ſein. das be den volt, gi dant fücte überall Mlich ernſtlich zu beſiſten e nnchi ein wahrer Chriſt Und itm ſo zu heißen! Denn welc i und That Nicht hat und itt Glchelig gleich, Der kommet nimmerna 1 dir ins Himmelreich. J. A. Haßlocher, g. 164, i Ap.⸗ Mel. Wer Das wahre Chriſtenthan. 852 Er a 6. Vhß Mel. Es woll uns Gott. MMrgfece e9 8 51 ein Chriſt ſoll mitt ufsau 1 T Meinung ſein, din f But de b ſer Chriſten⸗Leben Beſteh inäent anl Un nur allein, Den Chriſtus uns e ben, Und daß man möge inmamnt Und Nach eignem Wohlgefallen Ud 3 d geerbtem böſen Sinn, In dnet e eben wallen Auf eillen Süntst iar Wegen. 2. Ein wahrer Chriſt de 1 zeit Gebührend zu erweiſen da den men mit der Thätigkeit Und G A mit Dank zu preiſen, Der 1 3 n Geiſtes Kräfte gab u 0 bis ins Grab Nadhflge auj w — — — S=S — — — — — — — — Pfade Des gottergebnen Lehfe ſchen 1 13.— dir er Uebern 2 regieren Den dm Stell . „ 5 3 Sie 1 2 do i rten dih 15. nicht. 3c hn Bis d 1 deſſen= du ſagſt, ne Zeugn ben. 1 A nicht r; Ein Ehiin Schei= 2, was a mn Im„ ² ſelber ſen. „16. men(t g , riſt Um ſo zu— nl Dem et⸗ und Ja ſücht hat m gleich,*(kommet ninnn dir in † nurelrech. A. Haßlocher„k 1=Sahre Chriürit ☛ Es woll un ht 1Pin(hrit ul 85 Neimſt ſer C⸗Leben Beitt nur 12 4 Ghrite ben, aß man nüt Nach e. 2n Wahlgen geerbt üöſen Sim, Leben en Auf äin Wege 2. 1* wahrer Ehnt zeit Gren end zu abe men der Vhäiſt! men Vom chriſtlichen Wandel. 3. Wer ſeinen Gott nicht fürcht und liebt, Wie einem Kind gebühret, Der hüt ſich, daß er nicht verübt, Was ihn von Gott abführet. Der Heuchler Art hingegen iſt, Recht fromm von außen ſcheinen, Und doch durch böſe Tück und Liſt Ein Anders bei ſich meinen Und in der That verrichten. 4. Dergleichen Heuchelei, o Gott, Laß mich doch nimmer treiben. In Lieb und Leid, in Noth und Tod Laß mich beſtändig bleiben. Gib, daß ich mög vor Allen dich, Hernach den Nächſten lieben, Auch ſelbſt diejengen, S welche mich Verletzen und betrüben, Damit ich dir nachfolge. 5. Ich bin ein Menſch und meine Tritt, Die können leicht fehl gehen; Drum richte, Jeſu, meinen Schritt, Daß ich bald mag aufſtehen. Durch Buße, wenn ich etwa fall. Halt mein Herz bei dem Einen, Daß ich dich fürchte überall, Bis du mich zu den Deinen Wirſt in den Himmel nehmen. J. Ritter, 1627— 1667. Glückſeligkeit eines guten Gewiſſens. Ap.⸗Geſch. 24. 16. Mel. Wer nur den lieben Gott. in gut Gewiſſen iſt auf 852. Ei gu Ein unvergleich⸗ lich proße Gut. Wer deſſen nun will theilhaft werden, Det waſche ſich mit Jeſu Blut Von ſeinen todten Werken wohl Und diene Gott ſo, wie er ſoll. 2. Denn das Gewiſſen iſt ein Zeuge Und ſaget aus an Richters Statt, Ob man ſo rechts als links abbeuge Von der Schrift, ſo man vor ſich hat; Es tröſtet, wenn man ſicher ſteht, Betrübet, wenn man irre geht. 3. Ne das Gewiſſen hält zuſam⸗ ie Werke und des Höchſten Wort, Esläutert wie die Feuer⸗Flam⸗ men In unſern Herzen fort und fort; Darauf erfolget gleich der Schluß, as man thun oder laſſen muß. 4. Ein gut Gewiſſen läßt ſich ſpü⸗ ren, Wenn unſre Werk in Gott ge⸗ 511 than, Und wir uns treulich laſſen führen Vom heiligen Geiſt auf rechter Bahn, Der dräuet, ſtrafet, tröſtet, lehrt, Den Glauben ſchenket und vermehrt. 5. Ein gut Gewiſſen machet eben Hier einen rechten Glaubens⸗Held, Es iſt ein ſtetiges Wohlleben Und ſelbſt der Himmel auf der Welt, Da man ſich recht zufrieden gibt Und Gott und Menſchen herzlich liebt. 6. Ein gut Gewiſſen, daß erfreuet Auch mitten in der größten Noth, o daß man bleibet ungeſcheuet Auch wie ein Löwe in dem Tod; Wenn gleich der ganze Höllen⸗Hauf Verlirſe unſern Lebens⸗Lauf. . Ein gut Gewiſſen iſt und blei⸗ bet Der Kinder Gottes wahrer Ruhm; Die Chriſto Jeſu einverleibet Und wirklich veſſen Eigenthum, Die fühlen recht an jedem Tag, Was das Gewiſſen hier vermag. 8. So gib mir denn ein gut Ge⸗ wiſſen, O Gott, der du es geben mußt! Ach, heile doch; was du zer⸗ riſſen. Ach, dämpfe alle böſe Luſt, Damit ich ſolche theure Gab, Ein unverletzt Gewiſſen hab! Um ein reines Herz. Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich zu. in reines Herz, Herr, 853. E ſchaff in mir, Schleuß u der Sünden Thor und Thür, ertreibe ſie und laß nicht zu, Daß ſie in meinem Herzen ruh! 2. Dir öffn ich, Jeſu, meine Thür: Ach, komm und wohne du bei mir, Treib all Unreinigkeit hinaus Aus deinem Tempel und Wohnhaus! 3. Laß deines guten Geiſtes Licht Und dein hellglänzend Angeſicht Er⸗⸗ leuchten mein Herz und Gemüth, O Brunnquell unerſchöpfter Güt! 4. Und mache dann mein Herz zugleich An Himmels⸗Gut und Se⸗ jen reich, Gib Weisheit, Stärke, ath, Verſtand Aus deiner milden Gnaden⸗Hand: 51² 5. So will ich deines Namens Ruhm Ausbreiten als dein Eigen⸗ thum, Und dieſes achten für Gewinn, Wenn ich nur dir ergeben bin. H. G. Reuß, g. 1645, ſt. 1716. Chriſtlicher Kinder Bitte um ein gehorſames Herz. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich. 8 5 4 Eins hab ich, liebſter Va⸗ . ter, dir Jetzt bittend vorzutragen; Ich weiß gewiß, du ſchenkſt es mir, Du kannſt mirs nicht verſagen: Wohl mir, wenn deine Hand mir gibt Ein Herz, das den Gehor⸗ ſam liebt Und ſich darinnen übet. 2. Dieß war, was Davids frommer Sohn Von dir hat ausgebeten, Als er auf ſeines Vaters Thron Vor Kurzem war getreten: Und dieß war dir ſo an⸗ genehm, Daß du ſein Haupt noch über⸗ dem Mit Ehr und Reichthum krönteſt. 3. Gehorſam war der ſchönſte Schmuck An deinem liebſten Kinde, Das unter Armuth, Schmach und Druck Gebüßt die Zauber⸗Sünde, Die uns um unſern Schmuck ge⸗ bracht Und uns dem Satan gleich gemacht, Dem Vater der Rebellen. 4. Wie willig war dieß theure Lamm, O Vater, deinen Willen Bis zu dem Tod am Kreuzes⸗Stamm Gehorſam zu erfüllen! Ach gib mir einen gleichen Sinn, Nimm Herz und Geiſt zum Opfer hin Im Thun und auch im Leiden! 5. War mein b ich au ſam ſei, Wenn mich die Lehrer ziehen; ß. Widerſpruch und „Mich wie den Teufel fliehen; Nimm allen Trotz und Eigenſinn, Nimm mich zu der Weisheit, die bimnü jiſt, führet. 1 ſum recht kenne und weiß, Vom chriſtlichen Wandel. Das einige Nothwendige Luc. 10, v. 42. In eigener Melodie. — 5 2 3 8 ins iſt Noth, ach, han 320. E dieß Eine Lar. erkennen doch; Alles Andere, ie auch ſcheine, Iſt ja nur ein ſchwe⸗ Joch, Darunter das Vergnügen erjaget. Erlang ich i Eine, das Alles erſetzt, So weni mit Einem in Allem ergötzt. irdiſch iſt, dahinten, Menſchheit in Einem vereine e alle vollkommene Fülle aſchent Da, da iſt das beſte, nothwen Theil, Mein Ein und mein mein ſeligſtes Heil, 3. Wie Maria war beffift aif des Einigen Genieß, Da ſieſtt Jeſu Füßen Voller Andacht ließ, Ihr Herze entbrannte if einzig zu hören, Was Jefut Heiland, ſie wollte belehren, f A, yt. 8 . ſenkt, Und wurde ihr Allesininn geſchenkt: 4. Alſo iſt auch mein Verlanzt Liebſter Jeſu, nur nach dirt mich treulich an dir hangen, Stent dich zu eigen mir! Ob Walum So will i ch, Herze ſich m und plaget Und dennoch kein wane Näcs in bringen, AGn Gut, Neu, 6 Aurch dein wo pötſe Gert da du biſt am gaſorben; Dee da hrbe erlan Glaube in Gwi 1.Na ſo Auch nach dein 2. Seele, willſt du dieſes fud Suchs bei keiner Creatur; Laß, e Schwing di über die Natur! Wo Gott undt Alles war gänzlich in Jeſum de umkehrten zum größeſten dns ans dir dennoch in ut i nachlaufen; Denn dein Wort,oe .„.. das man nicht in Jeſu geneußte In dir ja verborgen liegt. Gü m daß ſich auch mein Wille Fein ſolche Schranken fügt, Worinneni Demuth und Einfalt regientt l „ wenn ich nur Ach, So hh ich der Weisheit vollkommenen Pri iſt Leben und Geiſt: Was iſt dei , 5. Aller Weisheit höchſte 3u dit ſ, dn id Heiligung gene göttichen Va di, mein Hel hen. Entreße cen Luſt, de einzig bepußt 8—9 bas gen Ni deſ füh du di Nh uss heilge nt u die en A ich nun d atunden, de teiheit mi l Geſte das Abh „A Valles Gni deo meine S eie ſtiſche Wa nich geſegt. Nc nein Herze erl , Jeſu, di ſihs ae werquickt, As Glauben ern hen Va 80 2 I g Aoüpda ut. 10, 8, 8„ 1 uue Maldi. 7 eins itt .)— eins iſt Aah rtenna dieß dne er ans h. Alle Aw uch ſſnn Iſ in nur h 1e Sa und pb=nd dennohiin Vergnf A pjaget. Gim Eine, Ales eiſegt dh mit Ei AAn Allm eexät 32, Se willtt du di leß, J erze enttam inzig ren, Was R Heiland wollte balem Alles 1 ünzlih in enkt, Jeud ihr Allsu geſchent 4. A aauch nen iebſter ☚, nur mi nich tin an dir ſmne ich zu— n mir unkehrt am güſßeſtn 5o wi dir denmt achlau denn dei Aa t Lebér⸗) Geiſt Weſ 8 as maͤt— ſt in Jeu gi 5. Ar⸗ Weishet ſit i dir nlugt in dir MA borgen 1 aß ſich= h men Al lche ran ken fügt Am demuth= Einfalt w emuthi Emt ub ich zu— Weisheit, lch, wem he m reg ne md 9 hder N † eit vollonn Jeſu 1— Voller Anat Vom chriſtl 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, Als nur dich, mein höchſtes Gut; Jeſu, es muß mir gelingen Durch dein roſinfarbnes Blut. Die höchſte Gerechtigkeit iſt mir erworben, Da du biſt am Stamme des Kreuzes geſtorben; Die Kleider des Heils ich da habe erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun, ſo gib, daß meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht: Du biſt ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Iſt in dir, mein Heiland, mir Alles gege⸗ ben: Entreiße mich aller vergängli⸗ chen Luſt, Dein Leben ſei, Jeſu, mir einzig bewußt! 8. N was ſoll ich mehr verlan⸗ en? Mich beſchwemmt die Gnaden⸗ duut. Du biſt einmal eingegangen n das Heilge durch dein Blut. Da haſt du die ewge Erlöſung erfunden, Daß ich nun der hölliſchen Herrſchaft entbunden; Dein Eingang die völlige Feiheit mir bringt, Im kindlichen heiſte das Abba nun klingt. 9. Volles Gnügen, Fried und Freude Jetzo meine Seel ergötzt, Weil au ichen Wandel. 518 lich lieben, Was von Gott gezeuget iſt Und ihm treu verblieben. er den Vater liebt und ehrt, Sollte der wohl haſſen, Was dem Vater ange⸗ hört? Das wird er wohl laſſen. 2. Wenn ein wahres Gottes⸗Kind Solche Menſchen ſiehet, Die auch Kin⸗ der Gottes ſind, O, ſo grünt und blühet In dem neugebornen Sinn Lauter holde Liebe, Er neigt ſich zu ihnen hin Mit dem reinſten Triebe. 3. Wenn es nun von Jemand hört, Der den Vater kennet, Der den Sohn des Vaters ehrt Und ihn Hei⸗ land nennet, So wird eine frohe Luſt, Die mit Lieb verbunden, In der gottergebnen Bruſt Inniglich em⸗ pfunden. 4. Dieſe Lieb iſt allgemein; Fremde und Bekannte, Wenn ſie Gottes⸗Kinder ſein, Hält ſie für Verwandte; Ob ſie arm ſind oder reich, Edel, hoch, verachtet, Dieſes gilt ihr Alles gleich Und wird nicht betrachtet. 5. Gottes Bild und Chriſti Sinn, Der die Brüder ſchmücket, Zieht den Geiſt zu ihnen hin, Wenn er wird f erblicket: Der verbindet Herz und⸗ — eine friſche Weide Mein Hirt, Jeſus, mich geſetzt. Nichts Süßers kann alſo mein Herze erlaben, Als wenn ich nur, Jeſu, dich immer ſoll haben; Nichts, Nichts iſt, das alſo mich in⸗ nig erquickt, Als wenn ich dich, Jeſu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jeſu, du alleine Sollſt mein Ein und Alles ſein! Prüf, erfahre, wie ichs meine, Tilge allen Heuchelſchein. Sieh, ob ich auf böſem, betrüglichem Stege, Und leite mich, Höchſter, auf ewigem Wege; Gib, daß ich nur Alles hier achte für Koth Und Jeſum gewinne: Dieß Eine iſt Noth! J. H. Schröder, g. 1666, ſt. 1728. Chriſtliche Bruder⸗Liebe. Mel. Schwing dich auf zu deinem. 5 1 Ein von Gott geborner T Chriſt Wird auch herz⸗ und Einigkeit Herz So genau zuſammen, Der er⸗ hebet himmelwärts Die geweihten Flammen. 6. Keine Muth⸗ und Bluts⸗Freund⸗ ſchaft Iſt hier zu vergleichen, Es. muß dieſer Liebes⸗Kraft Alle Liebe weichen; Dieß von Gott verknüpfte Band Wird ſo hoch geſchätzet, Daß man keinen andern Stand An die Seit ihm ſetzet. 7. Trifft Verfolgung, Haß und Leid Die geliebten Brüder, So em⸗ findens jederzeit Die verbundnen Glie⸗ der, Die mit ihrem Oberhaupt Feſt vereinigt ſtehen, Welches ihnen nicht erlaubt, Müßig zuzuſehen. 8. Krönet Gott mit Gnad und Heil Eines ſeiner Lieben, So wird Andern auch ihr Theil Davon zuge⸗ ſchrieben, Jedes iſt für ſich bereit, An⸗ dern gern zu dienen, Weil nur Fried⸗ Unter ihnen grünen. 33 514 9. Dieſe Liebe hilfet auf Brüdern, die gefallen, Sie befördert ihren Lauf, Wenn ſie ſchwächlich wallen; Ja, ſie ſtrecket ſich ſo weit, Daß ſie auch das Leben Für die Brüder iſt bereit In den Tod zu geben. 10. Herr, geuß dieſes Balſam⸗Oel Reichlich auf die Erde, Daß Ein Herz und Eine Seel Aus den Dei⸗ nen werde; Dämpfe Argwohn, Stolz und Neid, Die den Frieden ſtören, Laß uns nicht von Zank und Streit Unter Brüdern hören. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Verſchmähung der Eitelkeiten. In beſonderer Melodie. 857. Eiteleit, Gitelkeit, was 4 wir hier ſehen; Eitel⸗ keit, Eitelkeit, was wir begehen. Kindliche Thaten und kindliches Spiel Iſt auch der Alten ihr tägliches Ziel. 2. Eitelkeit, Eitelkeit, köſtlich ſich zieren; Eitelkeit, Eitelkeit, trotzig ſich führen, Prächtin ſich kleiden, iſt Liebe der Welt, Geiſtlich ſich ſchmücken, den Chriſten gefällt. 3. Eitelkeit, Eitelkeit, große Pa⸗ läſte. Eitelkeit, Eitelkeit, lachende Gäſte. Chriſten, die ſuchen ein ewi⸗ ges Haus, Ihre Gedanken ſind nim⸗ mer daraus. 4. Eitelkeit, Eitelkeit, Kriege zu füh⸗ ren. Eitelkeit, Eitelkeit, fleiſchlich ſtu⸗ diren. Chriſten, die ſtreiten den geiſt⸗ lichen Streit, Trachten nach dem nur, was Jeſus gebeut. 5. Eitelkeit, Eitelkeit, niedliches Eſ⸗ ſen. Eitelkeit, Eitelkeit, Gott zu ver⸗ geſſen. Chriſten genießen verborge⸗ nes Brodt, Welches iſt ihr hochgelo⸗ beter Gott. 6. Eitelkeit, Eitelkeit, Tanzen und Springen.(itelkeit, Eitelkeit, Spie⸗ len und Singen. Ewig im Himmel Halleluja klingt, Wenn man auf Er⸗ Den von Eitelkeit ſingt. Vom chriſtlichen Wandel. Joh. 8, v. 36. In eigener Melodie. 8 5 8 Entbinde mich, mein Get * von allen meinen Ba ſo gebunden iſt. Mach aller Fein Strick und Tücke ganz zu Schande Durch den, in welchem du meinen * Zum recht Gefreieten, ſonſt onn um die Kron. 2. Du haſt mich zwar befreitm Fluch, der mich ſollt drücken, e zwang, das iſt nunmehr in Sitt Da Herr und Zeit ankam ii nes vorgebildt; Und denmc t let ſich bei dieſer Freiheit mruh eine Sklaverei des ſünda U ſens für. 3. Was zieht mich niedett daß ich nicht kann auffliegentt macht mich denn ſo matt innit Chriſten⸗Lauf? Ach, welch en e⸗ Gewicht ſeh ich noch in mi itt Das drückt mich unterwärtz in läßt mich nicht hinauf. 9. tt krieg ich Kraft, daß ich werd tt macht Und nicht mehr als ein den der Sünden werd geacht? 4. Ach, dieſer Todes⸗Leih beten die arme Seele, Die Hütte niti Geiſt, der drin gebunden lieg. wer macht mich doch frei au dfe Sünden⸗Höhle, Daß mein Vaumhe Luft und eirn Zugang kriegt? Ddun brecher, brich doch durch un nnt urch völlig frei, Daß mein Geitit wie ich, mehr ſo gefangen ſt 1 5. Ich weiß, ich liebe dihe ſoll ichs recht bekennen, Aui 1 nicht ſo viel, als meine En gehrt. Es it noch was in 9' kann es ſelbſt nicht nennen, i ters meinen Geiſt in deine, Joach. Neander, g. 1640, ſt. 1680. 11 ſtört. Ach, fänd ich, dent ih Selige Freiheit der Glüubign den, Womit mein armer Geiſt mn ger Retter biſt. Zerbrich, zerſchlg zerreiß und mach mich durch densn jenes Bundes Joch, das uns gen gen hielt, Auch uns durch Sazt ch durch und mat doch nur ein Leb bei dir 6. Such wein es dam relich gut, Mah gänzli mener Laſt dhne nich ke Doh um t otges Fleſch Ginſanet a 7. Geden eitee Phante cerlei, die Die kommt er wird m Spur? ſoll ih gebu ich durcs en⸗ in meine in Pechſel ſ doles Licht u llen meinen uch ſo feini t das nich ttvas nur vo inden kami ſchen W 1 Selig— ihei der Gi KSun 2 2 ligener Nelcdi 85 ntbindenih n „von allnman „2. 1 ſt nich zug Fuuch, mich 4 n ſenes m. 12s Joc, do n gen hi— luch un dut wang e Ciſt nunnegr. Da H d et alg nes veSildt; Und dm let ſich- ddieſer Freiit eine IMerei des ſän ſens. daß itmrt kann ulftte macht ü denn ſo main Cbriſtt= ife Ac, wa Gewit ich woh nn Das t= z mich urm läͤßt äict hina krieg aaſt, daß ihne macht— nicht wehr ui der Smn werd gath Luft! Trin 4 ters= n Gent if ſtört= fmd wer wird mich befreien? Wer zeigt 3.— zieht mih un auf daß ich ein Gefangner ſei. nicht ein Knecht der Sünden, Er Vom chriſtlichen Wandel. doch nur ein Räumelein, Da meine Lieb bei dir möcht ungeſtöret ſein! 6. Such ich die Einſamkeit und mein es da zu finden, So wär es freilich gut, wenn ich da könnt allein Mich gänzlich von mir ſelbſt und meiner Laſt entbinden, Daß ich auch ohne mich könnt recht alleine ſein; Doch nun trag ich mit mir mein arges Fleiſch und Blut, Das in der Einſamkeit auch nimmer in mir ruht. 7. Gedanken plagen mich und eitle Phantaſeien, Zerſtreuung man⸗ cherlei, die Schwermuth der Natur, Die kommt noch wohl dazu. Ach zur Freiheit mir die Spur? Ich Armer, ſoll ich gebunden ſein? Wenn ſchau ich durchs Geſetz der vollen Freiheit ein? 8. Die Eigen⸗Liebe ſchleicht ſich oft in meine Glieder Und ſtört durch ihren Trieb mir öfters alle Ruh, Dieß ſchlägt die Freudigkeit der Seele mächtig nieder; Kaum thut das Herz ſich auf, ſo ſchleußt ſichs wieder zu. Soll Licht und Finſterniß denn ſtets im Wechſel ſein? Wenn kommt mein volles Licht und ſteter Sonnenſchein? 9. Ach, Gott, entbinde mich von allen meinen Banden Und was mich noch ſo fein im Fleiſch gefangen hält. ſt das nicht ſchon genug, wenn Etwas nur vorhanden, Das mich noch binden kann in dieſer Sünden⸗Welt? Soll ich gebunden ſein, ſo bind mit Lieb und Treu Mein armes Herz, rechte ſichre 10. Wen deine Liebe bindt, iſt bleibt in Banden auch ein rechter freier Mann. Mein Abba, ſo will ich mich gerne laſſen binden, Wenn ich dein freies Kind auf ewig bleiben kann; Nur mach mich von mir frei und von der argen Welt, Daß meine edle Seel ihr Freiheits⸗Recht behält. ach wie lang D 5¹⁵ Verleugnung der Eitelkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott. 25 ntreiße dich doch, meine 859. Exreiße Und mach dich von der ECitelkeit Ganz los, verlaß die finſtre Höhle Der Sünden und ſei nur bereit Zu lieben das, was ewig ſteht, Wenn alles Eitle unter⸗ geht. 2. Ergötz dich an den Ewigkeiten, So wird dein Geiſt recht wohl er⸗ freut; Denn dieſes ſind die beſten Zeiten, Wenn Jeſus unſer Herz be⸗ reit, daß wir im Glauben ſchauen an, Was er für Guts an uns gethan. 3. Dieß Eitle kann mich nicht er⸗ götzen, Weil es iſt lauter Unbeſtand: as, was mich ſoll in Ruhe ſetzen, Iſt meinem Herzen wohl bekannt. 4 habe Labſal, Troſt und Freud An meines Jeſu Herrlichkeit. 4. Ich finde hoffend mein Ver⸗ gnügen In jener ſchönen Himmels⸗ Stadt, Wodurch ich kann die Welt beſiegen Und werde ganz von jenem ſatt; Mein Herz genießt die Him⸗ mels⸗Luſt, Die nur den Seinen iſt bewußt. 5. Und leb ich gleich noch auf der Erden, Die Hoffnung gibt den Him⸗ mel ſchon; Mein Geiſt hat Jeſum zum Gefährten, Der zeiget mir die ſchöne Kron. Er ſpricht: Sieh, das hab ich bereit Für dich in meiner Herrlichkeit. 6. O, wär doch ſchon die Zeit verfloſſen, Daß mich mein Jeſus nähme auf, So wollte ich ganz un⸗ verdroſſen Beſchließen meinen Lebens⸗ Lauf. Mein Feſu, brin mich bald e dahin, Allwo ich ewig bei dir bin. Um Erleuchtung, ſich ſelbſt zu erkennen, ob man ein wahrer Chriſt ſei. In eigener Melodie. J. J. Winkler, g. 1670, ſt. 1722. V 860. Eaht i Fe 33* —— 8— 1 1*— 9.— — hhööoöooahhaſͤſͤſ 4— 4 8 2 —— ————y m— 516 mir ſelbſt verborgen Und kenne mich noch nicht; Ich merke dieſes zwar, Ich ſei niche, wie nicht war; Indeſſen Fül ich wohl, Ich ſei nicht, wie ich oll. 2. Ich lebt in ſtolzer Ruh Und wußte nichts von Sorgen Vor die⸗ ſem; aber nu Iſt mir ein ſchwere Laſt Die Sünd, der böſe Gaſt. Was vormals meine Freud, Macht mir jetzt Herzeleid. 3. Kein zeitlicher Verluſt Verur⸗ ſacht dieſe Schmerzen, So viel mir je bewußt. Mich liebt manch treuer Freund; Mich überwindt kein Feind; Der Leib hat, was er will, Geſund⸗ heit, Hüll und Füll. 4. Nein, es iſt Seelen⸗Pein, Es kommt mir aus dem Herzen Und dringt durch Mark und Bein. Nur dieß, dieß liegt mir an, Daß ich nicht wiſſen kann, Ob ich ein wahrer Chriſt Und du mein Jeſus biſt? 5. Es iſt nicht ſo gemein, Ein Chriſte ſein, als heißen; Ich weiß, daß der allein Des Namens fähig iſt, Der ſeine eigne Lüſt Durch Chriſti Kraft zerbricht Und lebt ihm ſelber nicht. 6. Es iſt ein Selbſt⸗Betrug, Mit dieſem Wahn ſich ſpeiſen, Als ob dieß ſchon genug Zur Glaubens⸗ Probe ſei, Daß man von Laſtern frei, Die auch ein blinder Heid Aus Furcht der Schande meidt. 7. Der zeigt es erſt recht an, Daß er an Cüriſto hange, Der ſeines Fleiſches Wahn, Vermögen, Luſt und Rath, Gut, Ehr und was er hat, Mit Ernſt entſagt und ſpricht: Nur Jeſus iſt mein Licht! „Das iſt des Glaubens Wort Und durſtiges Verlangen: Herr Jeſu, ſei mein Hort, Verſöhner, Herr und Schild Und führ mich, wie du willt; Dein bin ich, weil ich bin, Nimm mich zu eigen hin. 9. Wer dieß nicht gründlich meint, Deß Glaub iſt noch untüchtig, Der bleibt noch Gottes⸗Feind. Sein Hoffnungs⸗Grund iſt Sand Und Vom chriſtlichen Wandel. halt zuletzt nicht Stand, Der inn Glaubens⸗Grund Iſt Gottes Gm⸗ den⸗Bund. ſorg i 10. Hier, ſorg ich, fehlt es mi Die Lieb iſt noch nicht dhs d ich ſie, Herr zu dir Sollt haban weil ich doch Bei manchem Anlah noch Die Welt und Luſt noch mir Geliebt, als deine Ehr. 11. Mein Herz begreif dich m. Seel nit den t und effüle 2 Grdt duſt Und um dn Puſt. 3 und Nuth, 3 ud. — Ich muß es redlich wagen, i komm eh nicht zur Ruh. Sagt i hiermit der Welt Und, was du Fleiſch gefällt, Rein ab und Cheuiß an, So iſt die Sach gethan. 12. Du Erdwurm, ſollteſt du da Könge dich verſagen, dem Alles ſe het zu, Der allein weis und um Der Alles iſt zugleich, Der ſelhſtie ganze Welt Erſchaffen und erßät⸗ 13. Wenn Alles wird venzii Was Erd und Himmel heget, s er feſt beſtehn, Sein Weſen uinm nicht ab; Die Gottheit wef m Grab, Und wen der Vatmen Deß Wohlſtand nimmt kein oh. 14. Wer aber in der getth ihm ſich nicht verträget, Der hi in Ewigkeit Von Gottes Fundit Haus Ganz, ganz geſchloſſen ie Vergöß er dort im Weh Aun m Thränen⸗See. 15. Wünſcht nun Gott den et trag, Laß ihn dein Ja⸗Wort ün O liebe Seel, und ſag: Di m ich gänzlich auf, O mein Gottein nen Lauf, Und Geiſt und 8 1 d Leib u Blut, Luſt, Ehre, Hab und Git 16. Thu, was du willſt, mi ſ Werd ich nur zugerichtet Zu de Preis und Zier, Ein Faß der Reun keit, Mit deinem Heil bekleidt, Gah nun und dann: Wohl mir, ſ ſ gethan! Buchfelder, un m Um göttliche Erneuerung Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. 861(Terneure mich, d ene 1. Licht, Und lat. deinem Angeſicht Mein Hel d Und alls N 4. Mab i nen, Daß d Und, Wosd ttindlich Che 5. D mir Und ma⸗ Durch dine! 7 ſehn in A 41 110, Wenn it denden LaE blaube-⸗ en⸗Bu Ra 10.— ¹ ſorg ich; de Lin Vhſt d ſie zu dir e 4 veil h'Bei h ee 9—h Wei munte 4 N lt und L u deliebt 2 deine éht. — Herz begraj Ich ralit ni omm(r= ſt zur Auh. 8 dieermit- Welt Und, n Fleiſch t, Rein ahm an, St Lie Sach gehn 12. u dwurm ſallit Koͤnge t Derſagen, dnl det zu,= allein wein Der A= hugleih, Ni ganze ⸗Erſchaffen wes 13.—en Ales win Was C döHimml ſegs er feſt an, Sein Aan nicht ah e Gotthet ne Grab, H Deß Aud nimmt hi 14. aber in daß ihm ſi m t verträͤget N in Ew= Von Getts Haus 22.[ganz geſte Vergoſ=— ort im Loh Thrän e. 1ö5. trag, 1 7— O lieb⸗= 1, und ſcf. ält zu— iicht Stand 4 und Ji ich gaſu auf, O mant nen 9= And Geij mi keit, Miem deibt nun d mn. Wulm gethan buidn U ttliche Eeuan 1=— dderr deſl in . 4 mar f 86,.FPL b deinen geſcht In wen der Va Vom chriſtlichen Wandel. Seel mit deinem Schein Durchleuch⸗ tet und erfüllet ſein! 2. Ertödt in mir die Fleiſches⸗ Luſt Und nimm hinweg der Sün⸗ den Wuſt: Bewaſſne mich mit Kraft und Muth, Zu ſtreiten wider Fleiſch und Blut! 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geiſt, Der dir mit Luſt Gehorſam leiſt; Ein willig Opfer willſt ja du Und alles Fleiſch taugt nicht dazu. 4. Mach in mir das Gedächtniß neu, Daß es auf dich gerichtet ſei; Und, Was dahinten iſt, vergeß Und ſtündlich Chriſti Tod ermeß. 5. Des Fleiſches Willen töd in mir Und mach ihn unterthänig dir Durch deine Liebe treib ihn an, Zu gehn auf deiner Lebensbahn. 6. Und wie ich ohn dein Gnaden⸗ Licht Erkenne deinen Willen nicht, So leuchte du, o Gott, allein In dem Verſtand mit deinem Schein. 7. Mach in mir das Gewiſſen rein Und laß es abgewaſchen ſein, So kann ich denn durch deinen Sohn Mit Freuden ſtehn vor deinem Thron. 8. Auf dich laß meine Sinnen ehn Und ſtets hinauf gerichtet tehn, Daß ich dein Wort mit Freu⸗ den hör, Mein Herz nach ihm in Allem kehr. 9. Gib, daß ich finde deine Kraft Und ſchmeke deiner Güte Saft; Laß mich dein freundlich Angeſicht Mit Freuden ſehn in deinem Licht. 10. Wenn ich in deinem Wort dich ſuch, So laß es mir ſein ein Geruch, Der Leben, Kraft und Süßigkeit In meiner Seele Kräfte ſtreut. 11. Und weil du voller Güte biſt, Die ſchmeckend und erfreulich iſt, So gib, daß ich dich fühl in mir Und ganz unſchloſſen ſei von dir. 12. Und wie ich von mir ſelbſt Nicht kann, So treib durch deinen Geiſt mich an, Daß er in mir das Ruder führ, Geiſt, Seel, Herz, Sinn und Muth regier. 13. Wie dieſes ohne Glauben nicht In mir kann werden zugericht, Der 517 Glaub ohn dieß auch nicht beſteht, Wo er nicht in die Werke geht: 14. So wirke, Herr, durch deinen Geiſt Den Glauben, der ſich kräf⸗ tig weiſt, Und in ein neues We⸗ ſen dringt.. 15. In Allem, o Herr Jeſu Chriſt, Laß mich mit Kraft ſein ausgerüſt, Zu fechten wider Fleiſch und Blut Und nimm mich unter deine Hut. 16. So acht ich nicht des Teufels Liſt, der jetztund voller Grimmes iſt. Ich bleib im Sieg, in dir will ich, ein Jeſu, leben ewiglich. J. F. Ruopp, ſt. 1708 Eben dieß Lied kürzer. In voriger Melodie. 85⁴ rneure mich, o ewigs 862. E Licht, Und laß von deinem Angeſicht Mein Herz und Seel mit deinem Schein Durchleuch⸗ tet und erfüllet ſein! 2. Ertödt in mir die ſchnöde Luſt, Fe aus den alten Sünden⸗Wuſt; Ach, rüſt mich aus mit Kraft und Miuß, Zu ſtreiten wider Fleiſch und ut! 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geiſt, Der dir mit Luſt Gehorſam leiſt Und nichts ſonſt, als was du wilſt. will dud Herr, mit ihm mein Herz erfüll! 4. Auf dich laß meine Sinnen gehn, Daß ſie nach dem, was droben, ſtehn, Bis ich dich ſchau, o ewigs Licht, Von Angeſicht zu Angeſicht! J. F. Ruopp, ſt. 1708. Um tägliche Erweckung und Erinnerung. 2. Pet. 1, v. 13. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein. 8 rwecke, Jeſu, ſtets mein 863. Exwech Erinnre mich durch deinen Geiſt, Daß ich mit Sünden nicht mehr ſcherhe Die dein Gebot mich fliehen heißt! Erwecke mich, erinnre mich: Ich will dir danken ewiglich. 518 2. Erwecke mich, dir Dank zu ge⸗ ben Für dein Verdienſt, Geburt und Tod. Du ſtarbſt und gabſt für mich dein Leben, Du litteſt Schmerzen, Angſt und Noth: Erwecke mich, er⸗ innre mich, Daß ich mit Dank er⸗ freue dich.. 3. Erwecke mich zur Buß und Reue Und mache mich von Sünden frei. Ach Jeſu, Jeſu, mir verleihe, Daß mein Herz ja nicht ſicher ſei; Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich in Buße ſuche dich. 4. Erwecke mich zum wahren Glauben, Der nach dir dürſtet, ſeuzft und ringt. Auf Dornen wachſen keinen Trauben, Gib Glauben, der auch Früchte bringt: Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich von Herzen glaub an dich. 5. Erwecke mich zur wahren Liebe, Bur Liebe, die dich feſte hält, Zur liebe, da ich dieß ſtets übe, Was dir, mein Jeſu, wohlgefällt: Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich recht brünſtig liebe dich. 6. Erwecke die verſtockten Sünder, Die nicht in deiner Liebe ſtehn; Ach, ſuche doch die armen Kinder, Die Schafe, Die noch irre gehn; Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich nicht haß und laſſe dich. 7. Erwecke alle fromme Herzen, Daß ſie im Guten weitersgehn; Zeig ihnen deine Todes⸗Schmerzen Und laß ſie niemals ſtille ſtehn; Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich ſtets hab und halte dich. 8. Erwecke mich zur Kraft im Leide, Mach mich an Troſt und Hoffnung reich; Dein Kreuze ſei mir lauter Freude; Dein Jeſus⸗Herz iſt zart und weich: Erwecke mich, er⸗ innre mich, Daß ich im Kreuze ſeh auf dich. 9. Erwecke mich zum ſelgen Sterben, Mein Jeſu, mache mich bereit; Laß mich, o Herr, dein Reich ererben Und hilf mir zu der mich, erinnre Seligkeit! Erwecke Vom chriſtlichen Wandel. mich, Das ich im Sterben halz 10. Nun, Jeſu, höre meine Nit, Nimm dich, o Heiland, meiner an ch walle noch in dieſer Hütte, dan eiſt führ mich auf ebner Bahn⸗ Erwecke mich, erinnre mich, Bos i im Himmel ſehe dich. Gottfr. Kleiner, g. 1691, ſt. 1nn Verborgenes Leben der Glänbigtn. Col. 3, P. 4. In bekannter Melodie, 864 E:. glänzet der Chrit . inwendiges Leben, de „N gleich ſie von außen die Sonne in brannt; Was ihnen der König ie Himmels gegeben, N Keinem, Ihnen nur ſelber bekannt. Waszſ⸗ mand verſpüret, Was Niemand t⸗ rühret, Hat ihre erleuchteten ei ezieret Und ſie zu der götlm Wurde geführet. 2. Sie ſcheinen von a ſchlechteſten Leute, Ein Stht der Engel, Ein Ekel der Weith innerlich ſind ſie die lieblichſten hiit Die Zierrath, die Krone, die z gefällt, Das Wunder der Zaiten hier ſich bereiten, Den Köngeſt unter den Lilien weidet, Zu kiſſe in goldenen Stücken gekleidet. 3. Sonſt ſind ſie des Adand n türliche Kinder Und tragen das des Irdiſchen auch: Sie leiden 3 Fleiſche, wie andere Sünder, E eſſen und trinken nach nähſit Brauch. In leiblichen Sachen, ſ Schlafen und Wachen, Sieht ne ſie vor andern nichts Sndas V machen, Nur daß ſie die der Welt⸗Luſt verlachen. 4. Doch innerlich ſind ſie aus lichem Stamme, Die Gott dn ſein mächtig Wort ſelber gän Ein Funke und Flämmlein Rn f ich geſäugt. Die gf ſalem freundlich 5 ſ 3 freundlich w leblih abfinge hertlih, gand 5. Sie ba eben in Him nächtig und ſchmecen den rrrnel, Sie was ihnen g Cde Sieb ſhenen erüd nen wd fül Glauben don 6. Wenn vid offenben meinſt wie e werden ſie Eden Auch Punder dei gieren Und, nel als präc Da widd ma lih ſiren Kohlod te ir Hügel den Samen it Jehovah zum Zeugnif den verheißt. ünen Aufs aſt ihr verbor Vernach ſich tereinet. de 8. D Jeſu deelen, Du meren Welt inlichen N ſeich uns di taſtellt! Hie renig erkenne bhin im; Kfentlich mi chwebet! D. Chr.) 4 4 5 3 Lichtigkeit, Mel, Es 1 4 6 den dim 4 m auf üt Sarm, erinnre nih — ehe dih. ttfr. Kleiner vi Verbo 3 Leben dir h zol. 3, v. 4 1 bekaunter Mli 86* 18 gläͤnzt d gleich— 1auf 6 —— une 8 Himme eben, N ſir Ihnen lber beiant 3 mand— iret, Was lhn rühret ihre erleuctn gezieret—h ſie zu R Würd— hret. 2.= ſſcheinen von w ſchlecht= Leute, En a der G[Fäin(kel der M innerliſ Iiſie die lebüth Die Jmn), die Kron. gefaͤllt Wunder da hier reiten, Dah unter zilien weder, in gol⸗(Stücken gid 3.(⸗ ſind ſie de k türliche ver Und tu des JfVn aut: A ee andere en Fleiſch eſſen trinken uit BVraus u leiblihen dn Schlaſ nd Waten, ſee vo dern vict 3 mache ur daß ſei Amtt verladel der ſt verlahel : 4. inerlih n Mlichem=mme, dih ſein eg Wott m in= ud . 4 ſſ mſalem= dlich gu 1a . ¹ inwendiges Vom Ghriſtlichen Wandel. lieblich abſingen: Das muß denn ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. 5. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, Sie bleiben ohn⸗ mächtig und ſchützen die Welt, Sie ſchmecken den rieden bei allem Ge⸗ tümmel, Sie kriegen, die Aermſten, was ihnen gefällt. Sie ſtehen in Leiden, Sie bleiben in Freuden, Sie ſcheinen ertödtet den äußeren Sin⸗ nen Und führen das Leben des Glauben von Innen. 6. Wenn Chriſtus, ihr Leben, wird offenbar werden, Wenn er ſi einſt, wie er iſt, öffentlich ſtellt, So werden ſie mit ihm als Götter der Erden Auch herrlich erſcheinen zum Wunder der Welt. Sie werden re⸗ gieren Und ewig floriren, Den Him⸗ mel als prächtige Lichter auszieren: Da wird man die Freude gar öffent⸗ lich ſpüren. 7. Frohlocke, du Erde, und jauch⸗ zet, ihr Hügel, Dieweil du den gött⸗ lichen Samen geneußt; Denn das iſt Jehovah ſein göttliches Siegel, Zum Zeugniß, daß er dir noch Se⸗ gen verheißt. Du ſollſt noch mit ihnen Aufs Prächtigſte grünen, Wenn erſt ihr verborgenes Leben erſcheinet, Wornach ſich dein Seufzen mit ihnen vereinet. 8. O Jeſu, verborgenes Leben der Seelen, Du himmliſche Zierde der inneren Welt, Gieb, daß wir die heimlichen Wege erwählen, Wenn gleich uns die Larve des Kreuzes verſtellt! Hier übel genennet Und wenig erkennet, Hier heimlich mit Chriſto im Vater gelebet, Dort öffentlich mit ihm im Himmel ge⸗ ſchwebet! D. Chr. Fr. Richter, g. 1676, ſt. 1711. Leichtigkeit des Chriſtenthums. Mel, Es koſtet Viel, ein Chriſt. 9 s iſt nicht ſchwer, ein 865. E Chriſt zu ſein Und nach dem Sinn des reinen Geiſtes le⸗ 519 ben. Zwar der Natur geht es gar ſauer ein, Sich immerdar in Chriſti Tod zu geben; Doch führt die Gnade ſelbſt zu aller Zeit Den ſchweren Streit.⸗. 2. Du darfſt ja nur ein Kindlein ſein, Du darfſt ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geiſt, ſchau doch, wie gut ers meint: Das kleinſte Kind kann ja die Mutter lieben; Drum fürchte dich nur ferner nicht ſo ſehr: Es iſt nicht ſchwer.:“ 3. Dein Vater fordert nur das ch deze Daß er es ſelbſt mit ſeiner nade fülle; Der fromme Gott macht Dir gar keinen Schmerz, Die Unluſt ſchafft in dir dein eigner Wille; Drum übergib ihn willig in den Tod, So hats nicht Noth.“: 4. Wirf nun getroſt den Kummer hin, Der nur dein Herz vergeblich ſchwächt und plaget; Erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, Wenn Furcht und Weh dein ſchwaches Herze naget; Sprich: Vater, ſchau mein Elend gnädig an! So iſts gethan.: 5. Dein Herze bitte um Geduld, Wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkeſt. Verſiehſt dus oft und fehlſt aus eigner Schuld’, So ſieh, daß du dich durch die Gnade ſtärkeſt: So iſt dein Fehl und kindliches Ver⸗ ſehn Als nicht geſchehn.:; 6. Laß nur dein Herz im Glau⸗ ben ruhn, Wenn dich will Nacht und Finſterniß bedecken; Dein Va⸗ ter wird nichts Schlimmes mit dir thun, Vor keinem Sturm und Wind darfſt du erſchrecken; Ja, ſiehſt du endlich ferner keine Spur, So glaube nur.:, 1 7. Mit neuer Kraft wirſt du auf⸗ ſtehn Und wirſt dein Heil mit großer Klarheit ſchauen. Was du geglaubt, wirſt du dann vor dir ſehn; Drum darfſt du nur dem frommen Vater trauen: O Seele, ſieh doch, wie ein wahrer Chriſt So ſelig iſt.:; 8. Auf, auf, mein Geiſt, was ſäumeſt du, Dich deinem Gott ganz 520 kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, geneuß die ſüße Ruh: Im Beibe ſollſt du vor dem Vater ſchwe⸗ ben. Die Sorg und Laſt wirf nur getroſt und kühn Allein auf ihn.“ D. C. F. Richter, g. 1676, ſt. 1711. Schwierigkeit des Chriſtenthums. In eigener Melodie. 866 8 boſte Viel, ein Chriſt . zu ſein Und nach dem Sinn des reinen Geiſtes leben; Denn der Natur geht es gar ſauer ein, Sich immerdar in Chriſti Tod zu geben, Und iſt hier gleich Ein Kampf wohl ausgericht, Das machts noch nicht.:: 2. Man muß hier ſtets auf Schlan⸗ gen gehn, Die ihren Gift in unſre Ferſen bringen: Da koſtets Müh, auf ſeiner Hut zu ſtehn, Daß nicht der Gift kann in die Seele dringen. Wenn mans verſucht, ſo ſpürt man mit der Zeit Die Wichtigkeit.: 3. Doch iſt es wohl der Mühe werth, Wenn man mit Ernſt die Herrlichkeit erwäget, Die ewiglich ein ſolcher Menſch erfährt, Der ſich hier ſtets aufs Himmliſche geleget. Es hat wohl Müh, die Gnade aber macht, Daß mans nicht acht.: 4. Man ſoll ein Kind des Höchſten ſein, Ein reiner Glanz, ein Licht im roßen Lichte. Wie wird der Leib ſo ſtark, ſo hell und rein, So herr⸗ lich ſein, ſo lieblich im Geſichte, Dieweil ihn da die weſentliche Pracht, So ſchöne macht!:, 5. Als Kind ſollſt du den Vater ſehn, Im Schauen wirſt du ewge Luſt empfinden; Der lautre Strom wird dich da ganz durchgehn Und dich mit Gott zu Einem Geiſt verbinden. Wer weiß, was da im Geiſte wird ge⸗ ſchehn? Wer mags verſtehn?:, 6. Da giebt ſich dir die Weisheit ganz, Die du hier ſtets als Mutter haſt geſpüret; Sie krönet dich mit Hren Perlen⸗Kranz, Du wirſt als Braut im Himmel eingeführet: Dein Vom chriſtlichen Wandel. Leben, welches Wird offenbar. 7. Was Gott genießt, genieß du auch; Was Gott beſitzt, wird dr i Gott gegeben; Der hier verborgen var 2. es doch, mit Jeſu leben? Nichts ſi⸗ her kann an Kraft und Würde ſen Als Gott allein.:, .8. Auf, auf, mein Geiſt, ernie nicht, Laß aus der ſterniß dich reißen! was für Kraft uns Gott verhei Arbeit ruhn, Wie wohl wirds thunt D. Chr. Fr. Richter, g. 167, ſt. Unu Pſ. 73, v. 25. Mel. Auf mein Herz, geh mit zu. Oder: Herr, ich habe mißzet⸗ 867 Ei, was frag ich un -T der Erden, Wane hova bei mir iſt? Eh münm der Himmel werden Trotz der und Teufels Liſt; O Hen meine Krone, Komm, in mit Herzen wohne!. 2. Ei, was frag ich nach Ne ten? Reich genug, Wer Gati hat. Ich verachte Chren⸗Stntg Droben iſt die Ehren Stadt mein Schöpfer, hilf doch glalt Deiner armen Turteltauben! 3. Ei, was frag ich nach dem di mel? Himmels gnug, wer liebt. Pfui, du ſchnöͤdes Wae tümmel, Ach, wie haſt du nihie trübt! Nun will er mich recte götzen In den unſichtbaren Schhet 4. Ei, was frag ich nah u Schmähen, Wenn ich meide ki That? Wie Gott will, ſo muß 9 ehen, O, der Lügen wird wan Rath Enrlich wird der Währbete ben Hellen Mittags⸗Glanz dochgehn 5. Ei, was frag ich nach Loben? Darum bin ich fim nicht; Wahres Lob kommt m oben, Von dem, der ins Herze ſi — Himmel ſteht dt ewig zum Gebrauch: Wie leblih 1 b Macht der Fn⸗ rniß Was ſorgeſtu daß dirs an Kraft gebricht? Beden Wie gut wird ſichs doch nach ie Go wiel wi gen, Ad er 6. Gi, we Allen, Himm Wenn ich lo Gi, was wi Gott allin nir Leib und Je Ermunterun & In 868. deinen Leue Libbe nicht Quelle Jior Pfort, Fahr 2, Lelde d Trüb im Lu Jon, fühlen 3 4 1. 1 Oic, Leide 9 —— der Welt, d machen. Acht Dedd, Nimm rhs Ah Nachen 1 Hio duſt verſpricht . prüfe in Geiſt, D chen Je. * 4„ b auch= G 8 1 ott b R a. dae es dos rauch. ie h t Jeſu lebenn 6d eſſu leben⸗ her 6 1 rit m 1ls. w llen.. 85 nf, mein Gi ſtern s nls der Mah t rnih— jreißen! Aii aß d Knt a h 1 ſ. 73, v. R R f mein her acn 4 1 1 =⸗ der., i kn 86 3 fi, was ſm X der Gdden, N hova= zur iſt Gn der Hiren werden Tußn und la Lit; D ſa meineſt—e, Komn, in Herzen ne! 2. E ass frag ih u ten?= ü genug, M hat. erachte Chrene Drobs die Ehre⸗d mein ſt= ſfer, hilf dt Deinett.— en Turtaltul 3. 0 Lfrag ihmht mel? frF nels guug, n liebt.— 4 du ſhre tümme h, wie hatt ni trübt= n will a nit gtzen a en unſichhbund 4.s feug ihn Schmi*☚ Wenn ih That?= Gott uil, gehen,— der Lüp n Ratblrmich wird d. ben Hë α Kittags⸗Gam 5. 0 as frag ih wum bn üt :es Lob bnn der in 9. Loben nicht.— oben, dem, Vom chriſtlichen Wandel. So wiel wird der Menſch nur tau⸗ gen, Als er gilt in Gottes Augen. 6. Ei, was frag ich nach euch Allen, Himmel, Erde, Glück und Chr⸗ Wenn ich kann nur Gott gefallen, Ei, was will, was will ich mehr? Gott allein will ich betrachten, Wenn mir Leib und Seel verſchmachten. Joach. Neander, g. 1640, ſt. 1680. Ermunterung zum Fortfahren im Guten. In eigener Melodie. 868 Feher fort,:,: Zion, fahre . ☛ fort im Licht, Mache deinen Leuchter helle, Laß die erſte Liebe nicht, Suche ſtets die Lebens⸗ Quelle; Zion, dringe durch die enge Pfort, Fahre fort!:,: 2. Leide dich,:, Zion, leide ohne Scheu Trübſal, Angſt mit Spott und Hohne; Sei bis in den Tod ge⸗ treu, Siehe auf die Lebens⸗Krone; ion, fühleſt du der Schlangen tich, Leide dich!:, 3. Folge nicht,:,: Zion, folge nicht der Welt, Die dich ſuchet groß zu machen; Achte Nichts ihr Gut und Geld, Nimm nicht an das Bild des Drachen; Zion, wenn ſie dir viel Luſt verſpricht, Folge nicht!:, 4. Prüfe recht,:, Zion, prüfe recht den Geiſt, Der dir ruft zu beiden Seiten; Thue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, Beide das, was krumm und ſchlecht, Prüfe recht!:, 5. Dringe ein,:, Zion, dringe ein in Gott; Stärke dich mit Geiſt und Leben, Sei nicht, wie die Andern, todt, Sei du gleich den grünen Re⸗ ben; Zion, in die Kraft für Heuchel⸗ Schein Dringe ein!:, 6. Brich herfür,:, Zion, brich her⸗ für in Kraſt, Weil die Bruder⸗Liebe brennet; Zeige, was der in dir ſchafft, Der als ſeine Braut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Thür Brich herfür!:,: 7. Halte aus,:, Zion, halte deine 521 Treu, Laß dich ja nicht laulicht finden: Auf, das Kleinod rückt herbei; Auf, ver⸗ laſſe, was dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus!:, J. Euſeb. Schmidt, g. 1669, g. 1745. Verſchmähung der Welt. Mel. Einen guten Kampf hab. 869 Fahr nur hin, du ſchnöde . Welt, Fahr ausmeinen Sinnen, Du ſollſt doch mit deinem Geld Mir Nichts abgewinnen. Je⸗ ſum Chriſtum hab ich mir Auser⸗ wählt zu lieben; Alles Andre, was man hier Liebet kann betrüben. 2. Was iſt aller Reichthum hier? Nur ein Stücklein Erde; Eine Laſt, die für und für Drücket mit Be⸗ ſchwerde; Eine Flamme, die das Herz Giftiglich entzündet; Eine Dorne, da der Schmerz Unſre Seel verwundet. 3. Was iſt Ehr und Herrlichkeit? Nur ein Schein und Schemen; Kommt und ſchwindet mit der Zeit, Stürzet uns in Grämen. Wenn wir wollen himmelan Unſre Flügel ſchwingen, Müſſen wir mit dem Ha⸗ man In die Schande dringen. 4. Deine Wolluſt iſtein Gift, Künſt⸗ lich überzogen Mit dem Zucker; wen ſie trifft, Wird durch ſie betrogen; Wer ſie iſſet, muß mit Pein In die Hölle fahren, Trinken von dem Schwefel⸗ Wein Der verdammten Schaaren. 5. O du blinde Menſchen⸗Seel, Magſt du das noch lieben, Was dich in der Höllen⸗Höhl Ewig kann be⸗ trüben Und doch nichts iſt, als ein Rauch, Als ein Dampf und Sche⸗ men? Auf verfluchten Liebe⸗Brauch Folgt verfluchtes Grämen. 6. Biſt du nicht vom Himmel her, Himmliſch an Gemüthe; Kannſt ge⸗ nießen immer mehr Deines Gottes Güte; Wie ſoll denn, was irrdiſch noch Dein Begierde ſtillen? Kann das Erden⸗Pünktlein doch Nicht den Himmel füllen. 7. Fahr hin, Welt, mit deinem Wuſt, Du kannſt mich nicht laben. 522 Jeſus iſt meins Lebens Luſt Wenn, ich den kann haben, Frag ich Nichts nach aller Luſt, Die der Himmel he⸗ get; Alles iſt nur Koth und Wuſt, Was die Erde träget. 8. Iſt im Himmel ſüße Luſt, Gibt das Erdreich Schätze, So iſt mir doch mehr bewußt. Wenn ich mich ergötze In dem Jeſu, der allein Kann vergnüglich laben; Ohne den iſt lau⸗ ter Pein, Erd und Himmel haben. 9. Er iſt mir, was ich begehr, Ohne Lüſt und Trügen, Mein er⸗ wünſchtes Wolluſt⸗Meer, Mein höch⸗ ſtes Vergnügen, Mein Erb und mein Paradies, Mein Schutz und mein Leben, Meines Mundes höchſter Preis, Er kann mich erheben. 10. Fahr nur, Welt, fahr immer hin Mit den goldnen Schätzen; Jeſus kann mir meinen Sinn Mehr als Gold ergötzen. Mangelt Gold, ſo hab ich Gott: Es wird mir gelingen, Sollten auch die Raben Brodt Mir vom Himmel bringen. 11. Bin ich von der Welt veracht Und werd hier betrübet, So bin ich doch werth geacht Bei Gott und ge⸗ liebet. Menſchen⸗Ehr muß wie ein Dunſt, Wie ein Schaum vergehen; Bleibt mir nur des Himmels Gunſt, Will ich doch beſtehen. Heinrich Müller, g, 1631, ſt. 1675. Nachfolge Chriſti. Mel. Herr, nicht ſchicke deine. 870 Flget mir, ruft uns das 2 ⸗&☛ Leben, Was ihr bittet, will ich geben, Gehet nur den rechten Steg; Folget, ich bin ſelbſt der Weg. Folget mir von ganzem Herzen, Ich enehm euch alle Schmerzen; Lernet von mir insgemein Sanft und reich von Vemc deine 2. Ja, Herr Jeſu, dein Begehren Sollt ich billig dir gewaͤhren Wren ich weiß, daß der kein Chriſt Noch mit Recht zu nennen iſt, Der ſich vor der Welt will ſchämen, Deine Laſt auf ſich zu nehmen; Ach, ich 1 Vom chriſtlichen Wandel. weiß es gar zu wohl, Daß nun nachwandeln ſoll. 3. Aber, Herr, wo find ich Etz Zu vollhringen gute Na Sin Luſt zu folgen nach? Ach, ma Gott, ich bin zu ſchmach. Gehit ſchon auf guten Wegen, Muß i bald mich niederlegen; Dich zu ben, o mein Licht, Steht in mein Kräften nicht. 4. Zwar mein Geiſt wird if wogen; Aber bald durchs Fleiſchh trogen, Wenn die Wolluſt titte für, Freundlich rufend: Folge n Ehr und Pracht ſammt Andernen chen Wollen ſich zum Henen m chen; Geiz und Ungerechtigkeit ien men auch zu dieſem Streit. 5. Ach, wie ſeh ich doch ein i nen Nach den Gütern, die wirk nen. Liebet doch die ſchnöde i Nur den Reichthum und das Und dem Herren, der das Nach dem Sterben uns wi Folget Niemand mit der mans gleich verſprochen hat⸗ 6. Aber, Herr, ich will nihte Dich mit Freuden zu umſa mir gnädig, ſtärke mich, Ste feſt zu halten dich. Jener 4 3 laß ich liegen, Nur an dich ſ — 9 6 Inh A „ mich ſchmiegen; Jener Wagt Betrug, Wer dir folget, den klug. 7. Du biſt vor uns hergegande Nicht mit großem Stolz und Bin gen, Nicht mit Hader, Zalt i Streit, Sondern mit Barmheriiſit Gib, daß wir, als Haus⸗Genw Dir auch folgen unverdroſen, Sn diln in der Tupend Wh Vir aſt vor uns gethan. 8. Herr, wie biſt du doch gh fen Unter jenem ſchnöden v Damals, als der Sünden Mabi hat an das Kreuz gebracht, un übergroße Liebe Dich für uns. Sterben triebe, Da dein tan goſſnes Blut Uns erwarb das oc ut. b V Cchuns in Edrtlät Daß uns Ll et vertühft nand ſeh in zm lben, hier det ur uss he Naehr. 10. Pöju ben, Am 6 Und de S ich über don in Schmut MGang nie l deinem arme und Wege ne 12 Laß mi nießen, Angſt nithen, Gei zamn It ei Na man mu ind mit Gle⸗ enn laufend ſdchte fallen k 9 1 N. chen,* und Ungerett —˙„‚⁰30.ßſſßffm , nen.—t doch de ſ 1 4. ☛ mein 6* Jah 1 e 8A 2 für, un die Pu 5. ☛☛ wie ſeh ich do 81 3 eichthun wd „ 1 1 Nur Und— Herren, de 9 Nach= Sterben udn t Folge= mand midi — 1 manz Th verſprohm t 6. Herr, ichul Dich zzreuden zu mii mir—, ſtärke mih „feſt laß iM en, Nur m mich Betri klug. b lten dich. ie — egen; Jan Ver dir fa 7. cbiſt vor me te Nicht ½ großem Suhr 3 gen,*i mit daa „Strei.= dern mitam 1 Gib, ☛☚ wir, als ha Dir(Molgen unvannf deln r Tugend b t haſt 1— as gethm. S.— wie bit ud fen lum jeuem ſcid Dam L der Sünda. hat q- Krefi überg= Liebe dift S iebe, da mf goſſne— ut Uns erun- Gut. 9. Laß uns auch in ſolchen Schran⸗ ken Chriſtlich laufen, ſonder Wanken, Daß uns 4 Feſt verknüpft in dieſer Zeit. Nie⸗ imß mand ſeh in dieſem Stucke, Wohl bald eon zu leben, hier zurücke. taet Ratne een. An Licht 8. 4 Kräft ht. Lieb und Freundlichkeit Chriſtus ge⸗ et vor uns her: Folget, das iſt ſein Begehr. 4 10. Jeſu, du mein Licht und Le⸗ itm ben, Deine Schritte ſind ganz eben, Und die Stapfen deiner Füß Halt ich über Honig ſüß, Hilf, daß ich im Schmutz der Sünden Meinen Gang nie laſſe finden; Zeig Sern. deinem armen Knecht Alle Steig und Wege recht. 11. Laß mich deine Gnade ſpü⸗ ren, Meinen Tritt alſo zu führen, Daß ich in der Unſchuld geh Und nicht bei den Spöttern ſteh. Hilf, daß ich nicht nur in Freuden, Son⸗ dern auch in Kreuz und Leiden, Durch ſo manchen Kampf und Streit Dir zu folgen ſei bereit. 12. Laß mich, Herr, doch nicht ver⸗ drießen, Angſt und Trübſal zu ge⸗ nießen, Weil man weiß, daß dieſe Bahn Iſt ein leidensvoller Plan, Da man muß in Thränen waten, Und mit Elend ſich beladen, Da denn laufend Jedermann Gar zu leichte fallen kann. 13. Mein Gott, laß mich von der Erden Einmal ſo gerücket werden, Daß ich dich, o Gnaden⸗Licht, Auch im Tod verliere nicht. Gib, daß ich von meiner Jugend Bis ins Alter mir die Tugend Recht von Herzen, nicht zum Schein, Hoch laß angele⸗ gen ſein. 14. Hilf mir, Herr, vor allen Dingen, Meinen Lauf ſo zu voll⸗ bringen, Daß ich mich in deiner Lieb Und der wahren Demuth üb! Hilf, daß ich dir hier vertraue Und dich dort mit Freuden ſchaue; Je⸗ nes gib mir in der Zeit, Dieſes in der Ewigkeit. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Vom chriſtlichen Wandel. Geduld. Ebr. 10, v. 36. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 871 G Juld iſt euch vonnöthen, 8 1. WennSorge, Gram und Leid Und, was euch mehr will töd⸗ ten, Euch in das Herze ſchneidt. 8 auserwählte Zahl! Soll euch kein Tod nicht tödten, Iſt euch Geduld vonnöthen, Das ſag ich noch einmal. 2. Geduld iſt Fleiſch und Blute Ein herb⸗ und bittres Kraut. Wenn unſers Kreuzes Ruthe Uns nur ein wenig draut, erſchrickt der zarte Sinn; Im Glück iſt er verwogen, Kommt aber Sturm und Regen, Fällt Muth und Herz dahin. 3. Geduld iſt ſchwer zu leiden, Dieweil wir irdiſch ſeind, Und nur in lauter Freuden Bei Gott zu ſein vermeint, Der ſich dort klar erklärt: Ich ſtrafe, die ich liebe, Und die ich hoch betrübe, Die halt ich hoch und werth. 4. Geduld iſt Gottes Gabe Und ſeines Geiſtes Gut; Der zeucht und löſt uns abe. Sobald er in uns ruht; Der edle werthe Gaſt Erlöſt uns von dem Zagen Und hilft uns treulich tragen Die große Bürd und Laſt. 5. Geduld kommt aus dem Glau⸗ ben Und hängt an Gotttes Wort; Das läßt ſie ihr nicht rauben, Das iſt ihr Heil und Hort, Das iſt ihr hoher Wall: Da hält ſie ſich verbor⸗ gen, Läßt Gott, den Vater, ſorgen Und fürchtet keinen Fall. 7. Geduld ſetzt ihr Vertrauen Auf Chriſti Tod und Schmerz. Macht Sa⸗ tan ibr ein Grauen, So faßt ſie ſich ein Herz Und ſpricht: Zürn immer⸗ hin, Du wirſt mich nicht verſchlingen Es kann dir nicht gelingen, Weil i in Chriſto bin. 7. Geduld iſt wohl zufrieden Mit Gottes weiſem Rath: Läßt ſich nicht leicht ermüden Durch Aufſchub ſei⸗ ner Gnad; Palt friſch und fröhlich aus, Läßt ſich getroſt beſchweren Und denkt, wer wills ihm wehren, Iſt er doch Herr im Haus. ͤ,⅛ „·–˙*—. 4—— ——————-- 524 8. Geduld kann lange warten, Vertreibt die lange Weil In Gottes ſchönen Garten, Durchſucht zu ihrem Heil Das Paradies der Schrift, Und ſchützt ſich früh und ſpäte Mit eifri⸗ gem Gebete Vor Satans Liſt und Gift. 9. Geduld thut Gottes Willen, Erfüllet ſein Gebot, Und weiß ſich wohl zu ſtillen In aller Feinde Spott. Es lache, wems beliebt, Wird ſie doch nicht zu Schanden; Es iſt bei ihr vorhanden Ein Herz, das Nichts drauf gibt. 10. Geduld dient Gott zu Ehren Und läßt ſich nimmermehr Von ſei⸗ ner Liebe kehren; Und ſchlüg er noch ſo ſehr, So iſt ſie doch bedacht, Sein heilge Hand zu loben, Spricht: Gott, der hoch erhoben, Hat Alles wohl gemacht. 11. Geduld erhält das Leben, Ver⸗ mehrt der Jahre Zahl, Vertreibt und dämpft daneben Manch Angſt und Herzens⸗Qual; Iſt wie ein ſchönes Licht, Davon, wer an ihr hanget, Mit Gottes Hilf erlanget Ein fröh⸗ lichs Angeſicht. 12. Geduld macht große Freude, Bringt aus des Himmels Thron Ein ſchönes Hals⸗Geſchmeide, Dem Haupt ein edle Kron Und königlichen Hut; Stillt der Betrübten Thranen Und füllt das heiße Sehnen Mit rechtem guten Gut. 13. Geduld iſt mein Verlangen Und meines Herzens Luſt, Nach der ich oft gegangen; Das iſt dir wohl bewußt, Herr, voller Gnad und Huld. Ach, git mi dnd Kewähre, Mein itten, i egehre Nichts Anders, als Geduld! 3 14. Geduld iſt meine Bitte, Die ich ſehr oft und viel Aus dieſer Lei⸗ bes⸗Hütte Zu dir, Herr, ſchicken will. Kommt denn der letzte Zug, So gib durch deine Hände Auch ein gedul⸗ dig Ende, So hab ich Alles gnug. Vom chriſtlichen Wandel. Um ein fröhliches Herz Mel. Nun danket Allle Gott. ler Gaben, Und laß mich meinei ganz vergnügt So iſt kein Tum⸗ Geiſt, Der dich, mein lieber Ge⸗ Aus meiner Seele reißt! An deinem Worte haben, So tini 2. Gib mir ein fröhlich Herz Wünſchen und Verlangen, Laß man Zuverſicht An dir beſtändig ms Und blicke mich mit Troſt Inn⸗ ner Hoffnung an, Daß ſie in dem Huld vor Anker liegen kann. 3. Gib mir ein fröhlich Herz t oft ich vor dich trete Und durhe Geiſtes Ruf Mein Vater⸗Unſerle⸗ Doch deinem Willen bleibt M. Wille heimgeſtellt; Gib mi nn dir beliebt Und was mir ſeli ſi 4. Gib mir ein fröhlich genbe Kümmerniß und Sorgen; M ja für mich, Und dir iſt met gen, Was meiner Seelen gutit meinem Leibe dient, Du net Mittel auch, Wodurch mein bit grünt.. 5. Gib mir ein fröhlih dt Wenn ich unſchuldig leide. Fit mich die falſche Welt Mit undahet tem Neide, So bleib ich doch itt Du biſt mein beſter Ireund, ewig treu und gut Mit meiner Aie fahrt meint. 6, Gib mir ein fröhlich han th Thörn⸗ und Tauer⸗Tagen Und h mich mit Geduld Die Laſt, derelet tragen; Auf Ungewitter ſolgt N wieder Sonnenſchein, So un auch das Kreuz Voll Frucht unde gen ſein. T ein froöpüch dan ich auch endlich ſterbe, Der Todi mein Gewinn, Weil ich das erbe; Im Himmel gehn auch 3 1 rechten Freuden an. Ach, u heute nicht Von hinnen ſcheiden 9 8. Gib mir ein fröhlich Herz Paul Gerhardt, g. 1606, ſt. 1676. wirſt du mir auch geben. 3 7. Gib mir ein fröhlich Herz Dmn an dit, mein leben, So we Karuenn hinte 872. Gi mir⸗ in de eanmal: Gib! 6.) Pon hriſtli Mel. geuch 883.6 Eitelkit, G In dem, was in einem Ei ſage Sich Sanftmuthi 2 der. Friedens und Wortes Höre Acht, Was n Heiland treul Gott abiehret 3 Mrr hi h Mahrheit Nächſten ſich Genut, Der! Da Fried un Niede wird! lleibt ſein He 4 hingegen deem Haß un goßen Schade enn. Es komm Ariſtus unver eigoſſen, Ihn 4 Ver 5 ſet ſlbſten ſern ihn faſſe ſeth, Darin itſſen din( kend und get t ſtirbt 4 W — - ſoft ita dich tni BGeiſt hen Wr ¹. 4 in frählice Nun danketn 87.Gn 3. it a ner ſſ Ing an du Huld Anter legn a 3. Mimuir ein ſttit fWe rlan in Vaterh Doch,— m Wa Will ugeſtellt. Gi Billegeſtellt, Gün dir h= ÜUnd vas m 4. 5.&mir ein fritit ja fürm), Und di ir gen,— meiyer Salng meint ibe dient, At Mitte me☛☚), Wodurc n grünt —— 9. — mrr en fi Wentün unſchuddig A tmich= alſche Wet M .tem 1. So blei ihn Du= ein beſter gm ſewig ⸗ and gut Ntm fahrt— t. 6, 1= nir ein früct Thörft— Tued mich= zeduld di ti tragen uf Ungewite wiede— nnenſchein a auch= reuz Vollat gen F nirr ein frütſtt ich at dlch ſtite mein— un, Wäl it erbe; ⸗— — euden an. R —= Von hinna 8. 1 N nir em frih wirſt— ir auh Kümſmnz und Sorgar. Vom chriſtlichen Wandel. an dir, mein Gott, Wie eine Klette kleben, So werf ich ganz getroſt Das Trauern hinterwärts Und ſage noch einmal: Gib mir ein fröhlich Herz! E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Von chriſtlicher Friedfertigkeit. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren. an ott iſt ein Gott der uch 873. G Liebe, Ein Feind der aunn Eitelkeit; Er will, daß man ſich übe In dem, was wirket Freud Und Fried in einem Sinn, Der Zwiſtigkeit ab⸗ ſage, Sich brüderlich vertrage, In Sanftmuth immerhin. 2. Der Satan iſt ein Störer Des Fiedens und bedacht, Daß ja des Wortes Hörer Ganz laſſen aus der Acht, Was wider Haß und Neid der Heiland treulich lehret; Und wie von Gott abkehret Die Unverſöhnlichkeit. 3. Wer hier den Frieden liebet 8 Wahrheit ohn Verdruß, Dem ächſten ſich ergibet Ohn Abſicht auf Genuß, Der hat am Himmel Theil, Da Fried und Liebe wohnet, Da Friede wird belohnet: Gott iſt und bleibt ſein Heil. 4. Hingegen wer beladen mit bit⸗ term Haß und Zorn, Der hat deß großen Schaden, Er iſt und bleibt ver⸗ lorn. Es kommt das theure Blut, So Chriſtus unverdroſſen Aus Liebe hat vergoſſen, Ihm nimmermebr zu Gut. 5. Wer ſeinen Nächſten haſſet, Der haſſet ſelbſten Gott; Drauf Gottes Zorn ihn faſſet Und ſtürzt in ſolche Noth, Darinnen er verdirbt, Wöo Abſten kein Erretten; Der Höllen and und Ketten Ihn feſſeln, wenn lzm er ſtirbt. 6. Wer dieſes recht bedenket, Der wird der Sonnen Licht, Wenn es zur Erd ſich lenket Und eh der Glanz gebricht, Nicht laſſen untergehn, Be⸗ vor ſich hat geleget Der Zorn, den er geheget, Wohl, wohl, wenns iſt geſchehn! 7. O Chriſte, ſteur und wende Des Satans Bitterkeit, Damit er 523 nicht behende Erwecke Zorn und Streit Bei denen, die der Geiſt Des Frie⸗ dens ſoll regieren Und in der Stille führen Zu dem, was lieblich heißt. 8. Hilf uns ja fleißig halten Die Einigkeit im Geiſt, Daß über uns mög walten Dein Segen allermeiſt; Nach deinem Geiſt und Sinn Einan⸗ der uns vertragen In Freundſchaft und nachjagen Dem köſtlichen Gewinn. M. B. Luſt am Herrn nach Herzens⸗Wunſch. Pſ. 37, v. 4. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 87 4 Pbe deine Luſt am Herrn * Der dir ſchenket Luſt und Leben, So wird dir dein Gnaden⸗ Stern Tauſend holde Strahlen ge⸗ ben; Denn er beut dir treulich an, Was dein Herze wünſchen kann. M2. Laß der Welt die eitle Luſt, Die in Heulen ſich verkehret; Wer das Herz in ſeiner Bruſt Gott allein zur Luſt gewähret, Dieſer trifft in Allem an, Was das Herze wünſchen kann. 3. Luſt an Gott ſteigt über ſich, Wenn man Gott im Worte kennet; Luſt an Gott iſt inniglich, Wenn man in der Liebe brennet: Solche Luſt geht eine Bahn, Die das Herze wünſchen kann. 4. Wer die Luſt am Herren hat, Hat auch Luſt an ſeinem Willen Und bemüht ſich früh und ſpat, Solchen Willen zu erfüllen; Denn ſo wird ihm auch gethan, Was das Herze wünſchen kann. 5. Iſt die Luſt nicht ohne Laſt, Trag geduldig die Beſchwerden: Wenn du wohl gelitten haſt, Wirſt du erſt recht luſtig werden Und triffſt dort im Him⸗ mel an, Was dein Herze wünſchen kann. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Heiligungs⸗Kraft Chriſti zu ſeiner Nachfolge. Mel. Wachet auf, ruft nus die Stimme. 875 Pnilter Jeſu, Heili⸗ 4 gungs⸗Quelle, Mehr, 526 als Kryſtall rein, klar und helle, Du lautrer Strom der Heiligkeit! Aller Glanz der Cherubinen und Heilig⸗ keit der Seraphinen Iſt gegen dich nur Dunkelheit. Ein Vorbild biſt du mir: Ach, bilde mich nach dir, Du mein Alles! Jeſu, ei nu, Hilf mir dazu, Daß ich mag heilig ſein, wie du! 2. O ſtiller Jeſu, wie dein Wille Dem Willen deines Vaters ſtille Und bis zum Tod gehorſam war: Alſo mach auch gleichermaßen Mein Herz und Willen dir gelaſſen, Ach, ſtille meinen Willen gar! Mach mich dir gleich geſinnt, Wie ein gehorſam Kind, Stille, ſtille. Jeſu, ei nu. Hilf mir dazu, Daß ich fein ſtille ſei, wie du! 3. Wachſamer Jeſu, ohne Schlum⸗ mer, In großer Armuth, Müh und Kummer Biſt du geweſen Tag und Nacht; Du mußteſt täglich viel aus⸗ ſtehen, Des Nachts lagſt du vor Gott mit Flehen Und haſt gebetet und ge⸗ wacht. Gib mir auch Wachſamkeit, Daß ich zu dir allzeit Wach und bete: eſu, ei nu, Hilf mir dazu, Daß ich ſtets wachſam ſei, wie du! 4. Gütigſter Jeſu, ach, wie gnä⸗ dig, Wie liebreich, freundlich und gut⸗ thätig Biſt du doch gegen Freund und Feind! Dein Sonnen⸗Glanz, der ſcheinet Allen, Dein Regen muß auf Alle fallen, Ob ſie dir gleich undank⸗ bar ſein. Mein Gott, ach, lehre mich, Damit hierinnen ich Dir nach⸗ arte: Jeſu, ei nu, Hilf mir dazu, Daß 19 auch gütig ſei, wie du! 5. Du, ſanfter Jeſu, warſt un⸗ ſchuldig; Doch littſt du alle Schmach Hedudig, Vergabſt und ließt nicht achgier aus. Niemand kann deine Sanftmuth meſſen, Bei der kein Eifer dich gefreſſen, Als den du hattſt ums Vaters Haus. Mein Hei⸗ land, ach, verleih Mir Sanfmuth und dabei Guten Eiſer! Jeſu, ei nu, Hilf mir dazu, Daß ich ſanftmüthig ſei wie du! Vom chriſtlichen Wandel. 6. Würdigſter Jeſu, Ehren⸗Könd Du ſuchteſt deine Ehre wenig wurdeſt niedrig und gering: Dumn delſt ganz gebeugt auf Erden Demuth und in Knechts⸗Gebenda Erhobſt Dich ſelbſt in keinem An Herr, ſolche Demuth lehr Mich an je mehr und mehr Stetig üben pe ei nu, Hilf mir dazu, Daß ich müthig ſei, wie du! 7. L keit; Gedanken, Reden, Glieder eir nen, Geberden, Kleidung und k innen War voller Zucht und dh arkeit. O, mein Immanuel, Mai doch Leib und Seel Keuſch undiit tig, Jeſu, ei nu, Hilf mir dazn, it keuſch und rein zu ſein, wie dut 8. Mäßiger Jeſu, deine Weſe Trinken und Genuß der Speſſe dit uns die rechte Mäßigkeit. N und Hunger dir zu ſtillen ſtatt der Koſt, des Vters Ahun Werk vollenden dir bereit in hilf mir, meinen Leib Stets ſüt daß ich bleib In dir ſtets nütz Jeſu, ei nu, Hilf mir daz d ich ſtets nüchtern ſei, wie 9. Nun, liebſter Jeſu, leſteit ben, Mach mich in Allem di in eben Und deinem heilgen Viß gleich. Dein Geiſt und Kf ſt zanz durchdringe, Daß ich vel hin 6) ens⸗Früchte bringe Und tücht b zu deinem Reich! Ach, zeuch nitt zu dir, Behalt mich für und ſi⸗ Treuer Heiland! Jeſu, ei nu, int mich, wie du Und wo du bſſ, finden Ruh! 7 t 100 B. Craſſelius, g. 1666,, Kennzeichen eines wahret Chriſten. Aus dem 15. Pfaln. Mel. Es iſt das Heil uns könme 8 i 24. err, wer wird u 87 6.„ zütten dein de keuſcher Jeſu, all dein d ſen War züchtig, keuſch und an leſen, Voll Tugend, voller Sitzm nung dort? hlihen Ge hier engfang den ſei gaier verd regiert Gnaden 2 Per ſeit Und li tende Güter Schein des R in ſenen R dvon Herzens⸗ Lügen. 3. Per ſe acht, Noch a Mit ſeiner? Al Ding i lobet nicht, hoch die gt Gott fürchter 4 Ker dält, Nicht zu Puczer treib loch Wittwe ein Geſchent dern den ger guten Sache. „5 Wer da den, Es wurd 3 45 ſein nd beſchütt ehalte ſein ſein ſelig lichen[Mel ffinde 4 6. X digſte du=t en hn deit= drigm 8 dem& gebeugt ai Dere Denuh 5 nen, Exden, Kedn din ar voller n Au mein Iunmu „ und Senl gant. 3, † ſei m, bim teuſtem rein 85 „. iger Jeiu dd Trin And Genuß dae uns==chte Mäßigktn und r= ger dir zu ſth ſtatt mm oſt, des Lun Wer enden dir Uit hilf meinen Lei dh daß ai In dir ſis Jeſu m, Hilf mr ich ſ=üchtern ſei wi 9.n liebſter R ben, ꝙ] mich in Ala eben † ◻☚ deinem bei gleik ein Geitt wht ganſu ddringe, Däit bengren zte bringellich zu— zu.— ehalt mih ſt Trei iland! Jei, mich— du Und wi hl 8. Graſelun D zeichen tintt Chriut 18 dem lö. N 1—H u be 31QRT= Pen. n 3 8= h den. Lehr mehr, Dem Guten nachzuſtreben! Vom chriſtlichen Wandel. nung dort erlangen, Auch in der m chriſtlichen Gemein Den Ruhm noch hier empfangen, Daß er mit Glau⸗ ben ſei geziert, Vom heilgen Geiſte werd regiert Und ſei ein Kind der Gnaden? 2. Wer ſich der reinen Lehr be⸗ fleißt Und liebet die Gerechten; Nicht fremde Güter zu ſich reißt Mit einem Schein des Rechten, Hat kein Betrug in ſeinem Mund, Die Wahrheit ſagt von Herzens⸗Grund Und haſſet alle „ Lügen. 3. Wer ſeinen Nächſten nicht ver⸗ acht, Noch aus Verbittrung ſchändet, Mit ſeiner Zung kein Unglück macht, All Ding zum Beſten wendet Und lobet nicht gottloſe Leut, Hält aber hoch die Frömmigkeit Und Alle, die Gott fürchten; 4. Wer ſeine Wort und Zuſag hal Nicht zu Unrechte ſchwöret, Kein ucher treibt mit Korn und Geld, Noch Wittwen⸗Brot verzehret, Und kein Geſchenke nimmet an, Zu hin⸗ dern den gerechten Mann In ſeiner guten Sache: 5. Wer das thut, iſt ein frommer Chriſt, Das mag man kühnlich gläu⸗ ben; Es wird ihn keine Macht noch Liſt Von ſeinem Ort vertreiben; Er wird beſchützt durch Gottes Hand, Behalten ſeinen Ehren⸗Stand Bis an ſein ſelig Enve. 6. Gott Vater, hilf nur gnädiglich Das Böſe überwinden. O Jeſu Chriſt, befreie mich Von Miſſethat und Sün⸗ O heilger Geiſt, durch deine Ermuntre mich je mehr und Uebergabe des Herzens an Gott. Mel. Was mein Gott will, das. 877 Hier iſt mein Herz, Herr, 4. nimm es hin! Dir hab ich mich ergeben. Welt, immer fort aus meinem Sinn Mit deinem ſchnöden Leben! Dein Thun und 5²27 Tand hat nicht Beſtand, Deß din ich worden innen; Drum ſchwingt aus dir ſich mit Begier Mein freier Eeiſt von hinnen. 2. Gott iſt mein allerbeſtes Gut, Nach ihm ſteht mein Verlangen. Ach, könnt ich doch mit frohem Muth Nur meinem Gott anhangen! Ach, daß mir doch das Sänden⸗Hoch Bald ganz würd abgenommen, Daß ich einmal in ſeinen Saal Des Himmels möchte kommen! 3. Ich ſehe doch, daß in der Welt Und allen ihren Sachen. Was ſie von Gütern in ſich hält, Ja gar Nichts iſt zu machen: Ihr Gut ver⸗ ſchwindt wie Staub und Wind, Ihr Luſt, die muß zerſtieben; Nur Gott, mein Schatz, behält den Platz Und bleibet unvertrieben. 4. Was hab ich denn zuvor ge⸗ than, Daß ich den Erden⸗Lüſten Hab allzu ſehr gehangen an, Die doch nur einer T Liten Ich gleiche nun, weil all ihr Thun. Wie gut es uns mag dünken, Macht Seelen⸗Noth und nach dem Tod In ewge Pein verſinken. 5. Was mag doch wohl die Urſach ſein, Daß ich mich ſo bethöret? Die Sünd, die mich genommen ein, Hat meinen Sinn verkehret, Das ich all⸗ hier mich, Gott, von dir Hab öfters laſſen trennen: Dieß laſſe mich, ich bitte dich, Mit ſteter Reu erkennen. 6. Gib, daß ich meinen Sinn zu dir Hinauf gen Himmel ſchwinge Mit Lieb und herzlicher Begier Und mich in keinem Dinge Erfreue hier, als nur in dir, Gott meiner Seele Leben! Du allermeiſt kannſt meinem Geiſt Die beſte Sättgung geben. 7. Drum immer hin, was flüchtig iſt! Ich will es laſſen fahren. Gott einig hat mein Herz durchſüßt, Der wird mich wohl bewahren, Daß, was der Welt ſonſt wohlgefällt, Ich huſſe und verlange Mit Herz und NMut das höchſte Gut, Und ewig ihm anhange. M. Seb. Franck, g. 1606, ſt. 166. 528 Beſchreibung des wahren und falſchen Chriſtenthums. Mel. Ach Gott, vom Himmel. 878 Bi⸗ lieber Gott, wie . 2 goße Noth Hat unſre Zeit betroffen! Ob uns gleich Nichts, als Unglück droht, Will man dochs beſte hoffen: Man ſaget allenthal⸗ ben frei, Daß es ſo bös mit uns nicht ſei, Wir ſind ja Alle Chriſten. 2. Ja Mancher lebt in Sünden fort Und will ſich nicht bekehren; Man thut nicht nach des Herren Wort, Man läßt es nur beim Hö⸗ ren. Genug, daß man zur Kirch ge⸗ weſt, Ob man das Böſe gleich nicht läßt: Das ſoll Gott dienen heißen. 3. Ei, denket man, man kann doch nicht, Wie Gottes Wort will, leben! Es iſt uns wohl ein helles Licht, Wir ſollen darnach ſtreben, Es wär wohl gut und ſtände fein, Doch kann es ſo genau nicht ſein, Wir ſind ja ſchwache Menſchen. 4. Zwar tröſt man ſich, Chriſt iſt für mich, Das glaub ich, ja geſtor⸗ ben, Hat mir durchs Leiden mildig⸗ lich Die Seligkeit erworben, Den Himmel durch ſein Blut erkauft: So bin ich auch auf ihn getauft, Soll ich nicht ſelig werden?. 5. Ja, freilich, ſo dein Glaub iſ recht, So kannſt du dieß auch hoffen, Der macht allein vor Gott gerecht Und zeigt den Himmel offen. Doch wird a Reu, dann Glauben kund, Der ſteht mit Gott im feſten Bund, Nach ſeinem Wort zu leben. 6. Folgt dieſes auf den Glauben nicht, Daß man in ſeinem Leben Sich nach des Herren Willen richt, So iſt der Glaub nicht eben; Er iſt ein Traum und falſcher Wahn, Es ſteht der Menſch auf breiter Bahn, Die zur Verdammniß führet. 7. Für uns iſt Ehriſti reines Blut Zum Lös⸗Geld ja gegeben, Doch kommt es denen nicht zu Gut, Die Vom chriſtlichen Wandel. nach dem IFleiſche leben. Wer hir der Sünde nicht abſtirbt Durch Chrii Tod, derſelb verdirbt In ſeinen ein den ewig. 8. Das dünket Manchem allzu hon Er will davon Nichts hören, Erde ket wohl, was iſt es doch? Iieß ſind ja ſchwere Lehren. Ei, Lile wenn es alſo wär, So wären 3ü verdammt bisher Und Wenig ſat —— worden. g 1 1 1 Wort, Daß Wenig auserwählett e ſteht auch von der engen Pfort, i Chriſtus Wenig zählet, Die nitt durch dieſelbe gehn Und auf i ſchmalen Wege ſtehn, Daß ſie zu Leben kämen. 10. Und endlich will auch Ma cher nicht Von wahrer Buße ſi⸗ Er ſchiebt es immer auf und fruit Ich will mich noch bekehren, 4 hab ich dieß und das zu thun z kann noch nicht, wie ich wiſint Es ſoll noch wohl gut wern 11. O lieber Menſch, was i du? Des liebſten Vaters Armet ausgeſtreckt, er ruft dir zu, i ſich dein erbarme, Wie oft ittſte durch ſeine Macht Dir dein Gatt ſen aufgewacht? Und du wilſt de nicht hören. 12. O Sünder, widerſtrebe ſit Wenn dich der Vater ziehet, an ihm ſein Herz, zu dir gericht heißer Liebe glühet; Gewiß, amt Er will mit Gm es gut mit dir, Er will mit Gi⸗ den für und für Dich reichlih iler gießen.. 13. Nur ſeufze, flehe, kämf md ring, Er will die Wunden ſein Die Seligkeit iſt nicht gering N er dir will mittheilen. von deinen Sünden los, S rill dich auf ſeinem Schoß Ji ſtßn Lieb umarmen. 1 I 14. Sein Himmel ſoll di 1 ſtehn Und lauter Freud und dn Er will zu dir mit Kraft en Zur Luſt, zur Freud, zul 8 Dann ſollſt du freudig deine R 9. Sagt aber nicht des hen Mac dt Fertlaufen un deinem Herzer 15. 0 M ſtumeſt du en, Du find Bei dinem riß dos Sün Junhriſte d ewig leben Un keſe Mel. Wa 793 gen niich der nit Pegier und Bange, den dich inn Gib mu den Mid ale S etmaz Ind inmer ein z aher Buße rich bewei De Hände! Den Dirftig 3 Die Luft iin Daß ſien ſhe 8 1 * — 5 144 8 —2 — A — — —ꝙ —ꝑ — . — —2½ — ehüte n —— 2 ööööö*— 1 aa 3 —— ö-- ,. Wort N (* Jleiſche! er S Maſche lehn Tod) müict vfüt 9.— aber nict d9 enig auserte ſteht— von der en Chriſ= Jenig ihlt u be gin a chmg n ege ſtehn ah Leben en ſin d 10 I endlih nil cher—n Von vahnr Er ſmes inmer uin Ich[1uich wohh dätn hab i 5 und das at kann icht, wiei 1 Es 3 h wohl gut de 11— eber Meuſh n du?= ebſten Vates ausg, er uiſt dg ſich d. barme, Wen durch u⸗ Macht Drn ſen dm xacht? Un un nicht 12.—ünder, wid Went= der Vata zit ihm m erz, zu du m heißet= i glühet. Geri es gur n di, Exult den ſ d für Dähr 4 gießen 13.— ſeufze, ſhe t 3. ring,= ⸗will de Am Die di.— dit itt nitt m er din*! nittheiln. 11= Sünden b⸗ (= einem Stah von dich 8 Lieb h* len. 14=i Himml ſtehn! 1 lauter Ftaur tEr w dir ut ) 9— — „ 4 ann= du frung ur zur au Vom chriſtlichen Wandel. 529 Fortlaufen und ſtets himmelan Mit deinem Herzen ſteigen. 15. O Menſch, o Menſch. was ſäumeſt du, Dem Herrn dich zu erge⸗ ben? Du findeſt hier doch keine Ruh Bei deinem Sünden⸗Leben; Drum reiß das Sünden⸗Band entzwei, Laß Jeſum Chriſt dich machen frei, So ſollſt du ewig leben! J. F. Ruopp, ſt. 1708. Um Beſſerung des Lebens. Mel. Was mein Gott will, das. 879 Bf mir, mein Gott, hilf, *] daß nach dir Von Her⸗ zen mich verlange Und ich dich ſuche mit Begier, Wenn mir wird Angſt und Bange; Verleih, daß ich mit Freu⸗ den dich in meiner Angſt bald finde; Gib mir den Sinn, daß ich forthin Meid alle Schand und Sünde! 2. Hilf, daß ich mich mit Reu und Schmerz In deine Gnad ergebe, Hab immer ein zerknirſchtes Herz, In wahrer Buße lebe, Vor dir erſchein, herzlich bewein Hier alle Miſſethaten, Die Hände mein laß milde ſein, Dem Dürftigen zu rathen. 3. Die Luſt des Fleiſches dämpf in mir, Daß ſie nicht überwinde; Recht⸗ ſchaffne Luſt und Lieb zu dir Durch deinen Geiſt anzünde, Daß ich in Noth bis in den Tod Dich und dein Wort bekenneUnd mich kein Trutz, noch Eigen⸗ nutz Von deiner Wahrheit trenne. 4. Behüte mich vor Grimm und Zorn, Mein Herz mit Sanftmuth ziere, Reis aus den ſchnöden Hof⸗ farts⸗Dorn Und mich zur Demuth führe. Was noch von Sünd in mir ſich findt, Das wolleſt du ausfegen; Laß allezeit Troſt, Fried und Freud In mir durch dich ſich regen. 5. Den Glauben ſtärk, erhalt in mir Die Lieb und mache feſte Mein Hoff⸗ nung, die nicht wankt von dir, Beſtän⸗ digkeit iſts Beſte. Den Mund bewahr, auf daß Gefahr Durch ihn nicht werd erwecket; Speis ab den Leib, doch daß er bleib Von Geilheil unbeflecket. 6. Gib, daß ich treu und fleißig ſei In dem, was mir gebühret; Durch Ehrgeiz, Stolz und Heuchelei Nicht werd aufs Neu verführet; Leichtfertigkeit, Haß, Zank und Neid Laß in mir nicht verbleiben; Ver⸗ ſtockten Sinn und Diebs⸗Gewinn Wollſt du von mir abtreiben. 7. Hilf, daß ich folge treuem Rath Und ab vom Irrthum trete, Dem Ar⸗ men helfe mit der That, Für Freund und Feind ſtets bete, Dien Jeder⸗ mann, ſo gut ich kann, Das Böſe haß und meide Nach deinem Wort, o höchſter Hort, Bis ich von hinnen ſcheide! J. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Erweckung, Chriſten in der That zu ſein. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. 880 Ihr⸗ die ihr euch von —. ☛ Chriſto nennt Und euch zu ſeiner Lehr bekennt, Die ihr ſeid durch ſein Blut erkauft Und auch auf ſeinen Tod getauft: 2. Führt nicht den Namen nur allein! Ihr müßt auch rechte Chriſten ſein, Wenn ihr einſt wollt nach dieſer Zeit Eingehn zu Chriſti Herrlichkeit. 3. Wer dort mit Chriſto herrſchen will, Der muß ihm auch hier halten ſtill In Lieb und Leid und gehn die Bahn, Die er gegangen iſt voran. 4. Wer ewig will bei Chriſto ſein, Der muß ihm leben hier allein, Und nicht dem Satan ſeine Zeit — Aufopfern in der Eitelkeit. 5. Wer ſeinem Jeſu ſich ergibt, Ihn jederzeit von Herzen liebt, Ein chriſtlich frommes Leben führt, Der iſt ein Chriſt, wie ſichs gebührt. 6. Wer Jeſum Chriſtum recht erkennt Und chriſtlich ſeine Zeit an⸗ wendt, Wird ſanft und ſelig ſchlafen ein, Im Himmel bei Gott ewig ſein. J. Ritter, g. 1627, ſt. 1669. Gott im Schilde. Mel. Wer nur den lieben Gott. 8 81 JItGott für uns, was kann *◻☛ uns ſchaden, Ob Alles 34 .ooöbö“ ———— t 4 4 ————— —— —-— — — 530 wider uns ſich ſetzt? Sind wir bei ihm nur in Genaden, So bleiben wir ganz unverletzt. Wer Gott nur hat, hat immer Schutz, Er bietet Welt und Teufel Trutz. 2. Iſt Gott mit uns, ſo müſſen Feinde Auch oft in Freunde ſich verkehrn; Und haben wir nur Gott zum Freunde, So kann uns auch kein Feind verſehrn. Gott macht zu Schanden allen Rath, Der Trug und Falſchheit in ſich hat. 3. Iſt Gott bei uns, ſo ſtehn wir feſte, Wenn Sturm und Wetter blitzt und kracht. Gott decket uns aufs Allerbeſte Und machet Tag aus finſtrer Nacht. Wer unter ſeinem Schatten ſitzt, Der wird vor aller Noth beſchützt. 4. Iſt Gott in uns, ſo hat das Herze In ſeiner Kraft den Helden⸗ uth, So wird die Noth ihm nur ſuun Scherze, So heißt ihm alles öſe gut. Gott und ein gut Ge⸗ wiſſen macht, Daß man der Feinde orn verlacht. 5. Wer wollte nun an Gott ver⸗ zagen? Er will für, mit, bei, in uns ſein. Drum weg mit euch, ihr bangen Klagen! Ich traue meinem Gott allein. Tritt Welt und Teufel nur herfür, Ich ſage: Trotz, Gott iſt allhier! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Die verborgene Herrlichkeit der Gläubigen. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 882 3 hab oft bei mir ſelbſt .☛ gedacht, Wenn ich den Lauf der Welt betracht, Ob auch das Leben dieſer Erd Uns gut ſei und des Wünſchens werth, Und ob der nicht viel beſſer thu, Der ſich fein zeitlich legt zur Ruh? 2. Denn, Lieber, denk und ſage mir: Was für ein Stand iſt wohl allhier, Dem nicht ſein Angſt, ſein Schmerz und Weh Alltäglich überm Vom chriſtlichen Wandel. und Thränen ſei? auf, Der nicht ſein eigen Qual m Plag Auf ſeinem Rücken mit ſich un 4. Hat Einer Glück und gute ze⸗ Neid! Hat Einer Ehr und am Würd, Ach, mit was großer und Bürd Iſt, der vor Andem eehrt, Vor Andern Beſchivert 5. Iſt Einer heute gutes Mu Ergötzt und freut ſich ſeines Git Eh ers vermeint, fährt ſein Geti⸗ Zuſammt dem guten Matte ſt Wie plötzlich kommt ein Ungeite Und wirft die großen Güter im 6. Biſt du denn fromm und ſtuit die Welt Und liebſt Gott mitu Gold und Geld, So wih d Ruhm, dein Schmuck und aller Welt zu Spott und Hoktäi wer der Welt nicht heuchenn in Den ſieht ſie ganz für albennn. 7. Nun iſt es wahr, esſtehtunſe Die Trübſal täglich vor der in Und findt ein Jeder überall Naiſtte zes Noth und bittre Gall; Solhät drum der Chriſten Licht Gartt mehr ſein? Das glaub ich nit 8. Ein Chriſt, der ſeſt an Giit klebt Und ſtets im Geiſt und Gau ben lebt, Dem kann kein Unglit kir Pein Im ganzen Leben ſchädlihſi Gehts ihm nicht allzeit, wie e⸗ 1 So iſt ihm dennoch allzeit me 1 9. Hat er nicht Gold, ſo hn Gott, Fragt Nichts nach büſe he Spott, Verwirft mit Nanm ⸗ verlacht Der Welt vertehrten e und Pracht. Sein Chritt hejn und Geduld, Sein Hoheit in d öchſten Huld. 9 3 3 Es weiß ein Chriſt und 4 dabei, Daß Gott ſein Freund 5 ter ſei; Er hau, er brenn, er ſec . Satt⸗ r AM 1 Haupte ſteh? Iſt auch Ein Ort, ſchneid, Hier iſt Nichts, das usn der Kummers frei Und ohne glg 3. Sieh unſern ganzen Lehen⸗ Lauf: Iſt auch Ein Tag von Juge Iſt nicht die Freude, die uns ſill Auch ſelbſt mit Jammer angefülit Hilf Gott, wie tobt und ſtürmtit p da 1 41 1 quch da im ſchidt, je mehr Go ob er uns 1I, Laß Per(hriſti der iſt ein Penn Erd! Und wenn Fäl Gottes 1. Ds ales Ad Luſt ud Unglüct all gleich verfel unſer Herj daauren zie „ En It gleih Jiis dennoc Auch dolle Per Gott thnt, Der b Wenjehrl. „14 Gleich Feuer geht! teſeht, So Gottes Gnad *△ Schad, Ein 4 dimmel b d, wer na „ Ni Ghriſi 3 chen W= 8 —— — wer m belt nict hau . meh= Das glaub Ders frei l und ann ſei 5 5. un ſern a Laufl 4 nu auch En 5 du üct ſein an Blag m einem Nütnn It ie Fraud m A Freude in Auchfe amit dumm 4— Einer lüt me di= wiee tt ud Neid t Einer Ehn Wü ch, mit wa g ndß 2N It, der ver geeh or Anden eſc E 5* iner heute ge Erg d frett ſih in Eh mmeint ſäht a Juſqf dem gumn N Wie iich koumt an nd— die grozen bi „6.= du denn fronnu s die=lnd lecſt ga Golla. Geld,&n 2 Ruh in Schmud m aller== zu Spott udit Den ſie ganz fh 7.z iſt es wahr, at Die mſal täglich w Unden ein Jdderübeul zes 11= cund bittre Gle⸗ drut=(hriſten Lit 8==(hriſt, de ſit klebt ☚ᷣ ſtets in Ei⸗ benſ dem kannkande Peit Sganzen Liat (Geh u nich alint So m dennoch 1 9= er nitt bu Got= ggt Nihts n Sp Ferwirft nit und=ht. Suc und=lb, Sen ie Höd= buld.. n ah dab= Gottſande rhau, erhm ter 1 M ſchn er it At Vom chriſtlichen Wandel. 531 ihm ſcheidt; Je mehr Gott ſchlägt, je mehr Gott liebt, Bleibt fromm, ob er uns Kleich betrübt. 11. Laß Alles fallen, wie es fällt; 3 Wer Chriſti Lieb im Herzen hält, Der iſt ein Held und bleibt beſtehn, Wenn Erd und Himmel untergehn; Und wenn ihn alle Welt verläßt, Hält Gottes Wort ihn ſteif und feſt. 12. Des Höchſten Wort dämpft alles Leid Und kehrts in lauter Luſt und Freud; Es nimmt dem Unglück alles Gift, Daß, obs uns gleich verfolgt und trifft, Es dennoch unſer Herze nie In allzu großes Trauren zieh. 13. Ei nun, ſo mäßge deine Klag; Sf gleich das Leben voller Plag, ſts dennoch an der Chriſten Theil Auch voller Gottes Schutz und Heil. Wer Gott vertraut und Chriſtum ehrt, Der bleibt im Kreuz noch un⸗ verſehrt. 14. Gleichwie das Gold durchs Feuer geht Und in dem Ofen wohl beſteht, So bleibt ein Chriſt durch Gottes Gnad Im Elends⸗Ofen ohne Schad; Ein Kind bleibt ſeines Va⸗ ters Kind, Obs gleich des Vaters Zucht empfindt. 15. Drum, liebes Herz, ſei ohne Scheu Und ſieh auf deines Vaters Treu; Empfindſt du hier auch ſeine Ruth, Er meints nicht bös, er iſt dir gut, Gib dich getroſt in ſeine Händ, Es nimmt zuletzt ein gutes End. 16. Leb immerhin, ſo lang er will, Iſts Leben ſchwer, ſo ſei du ſtill, Es geht zuletzt in Freuden aus; Im Himmel iſt ein ſchönes Haus, Da, wer nach Chriſto hier geſtrebt, Mit Chriſti Engeln ewig lebt. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Eph. 5. v. 16. Mel. Nun freut euch, lieben. 8 8 4 Ihr Chriſten, ſchickt euch T. ₰ in die Zeit, Seht, wie es um euch ſtehet, Damit ihr nicht in Sicherheit Von Gott euch weit vergehet. Es mehrt ſich täglich die Gefahr, das Elend wächſt von Jahr zu Jahr: Ach, das ſind böſe eiten 2. Ihr Chriſten ſchickt euch in die Zeit, Gebt Acht auf die Gedanken, Damit ſie nicht durch Eitelkeit Vom rechten Wege wanken. Ihr wißt wohl, Fleiſch und Blut iſt ſchwach, Die Erb⸗Luſt reitzt uns tauſendfach: Ach, das ſind böſe Zeiten! 3. Der Chriſten, ſchickt euch in die Zeit, Der Satan ſitzt nicht ſtille; Er ſtiftet manches Herzeleid, Das macht ſein böſer Wille. Er läßt der Kirche keine Ruh Und ſetzt den Frommen heftig zu: Sind das nicht böſe Zeiten? W4. Ihr Chriſten ſchickt euch in die Zeit, Die Welt legt euch viel Stricke. Gewalt und Liſt greift um ſich weit, Ihr Herz iſt voller Tücke. Wer es nicht mit dem Böſen hält, Dem wird betrüglich nachgeſtellt: ſind das nicht böſe Zeiten? 5. Ihr Chriſten ſchickt euch in die Zeit, Bedenkt, wie man jetzt lebet, Wie man nach Geld und Gute ſchreit. Nach Ehr und Wolluſt ſtre⸗ bet, Man hört nicht viel von Got⸗ tes Wort, Man fährt in allen Sünden fort; Ach, das ſind böſe Zeiten! *6. Ihr Chriſten, ſchickt euch in die Zeit, Hört, wie die Menſchen klagen, Man redt vom Kriege weit —— Er läſſet es in Freud und Leid Nach Gottes Willen auf Gott, liebt deſſen Wort, Fährt in der Furcht des Herren fort Auch 34* 1 68 41 4 8 — ¹ 3 4 1 5 3 8 ¹ 1 1 5³² Gib, daß wir ſtets in Buße ſtehn Und All auf deinen Wegen gehn, So folgen beſſre Zeiten. G. Pietſch. Die höchſtnöthige Seelen⸗Sorge. 88 4 Ihr⸗ die ihr Welt und .₰ Erde liebet, Den Bauch für euren Gott erkennt, Das Herz in Sünden⸗Lüſten übet und euch von Gott und Himmel trennt, Be⸗ thörte Sünder! Der Wolluſt⸗Kinder! Ach, ſeht zurück! Ihr ſeid verirret Und ganz verwirret, Die Zeit zur Rückkehr iſt ein Augenblick. 2. Ach, hört, des treuen Vaters Stimme Ruft euch noch heute lieb⸗ lich zu. Eilt zu ihm, eh ſein Zorn ergrimme Und eurer Bosheit Ein⸗ halt thu. Er lockt und lachet, Drum auferwachet, Bedenkt die Plüicht Laßt jeden Morgen Das eine ſorgen. Ach, eurer Seelen Theil vergeßt nur nicht! 3. Wer iſts, der hier am Oelberg ſchwitzet? Wer leidet dort am Kreuze Hohn? Wer hat daſelbſt ſein Blut verſpritzet? Ach, ſeht, es iſt des Höchſten Sohn. Zagt, Sünder, zaget, Der Heiland klaget, Das Leben ſiebr⸗ Gott ſtirbt mit Schmerzen, Nehmt das zu Heezen, Damit ſein Tod das Leben euch erwirbt. 4. Wie könnt ihr Gottes Geiſt ver⸗ achten, Der euer Wohl ſo ernſtlich ſucht, Und nur nach ſchnöden Gütern trachten, Die einſt die ſpäte Reu ver⸗ flucht. Ach, flieht die Sünden Und laßt euch finden In Buß und Reu. Des Höchſten Triebe Sind voller Liebe Und ſeine Treu iſt alle Morgen neu. 5. Wohin, verführt und blinde Seelen? Verwegne Sterbliche, wo⸗ hin? Ach, flieht aus Sodoms Mör⸗ der⸗Höhlen, Verlaßt den ungezähmten Sinn. Der Ehr und Schätzen Bringt Schmerz und Fall, Und ihre Freunde Sind Gottes Feinde; Denn Chriſtus ſtim⸗ met nicht mit Belial. Welt Ergötzen An 6. Bedenkt die heiße Qual der Vom chriſtlichen Wandel. Höllen, Die einſt verworfne Seale chreckt; Drum laßt euch nicht in Abgrund fällen, Was hier den eitlen Trieb erweckt. Ach, ſtrebt mit zie tern Nach jenen Gütern, Die Jeſu reicht, Den Geiſt zu laben; Sut — ſolche Gaben, Mit denen ſich in Schatz der Welt vergleicht. 7. Wohlan, mein Geiſt, zerriß die Bande, Die dir die Welt⸗Luſta. gelegt Und ſchwing dich auf zue nem Lande, Da deine Freiheit Palma trägt, Da Glanz und Krone Vor bit tes Throne Die Siegel ſchmüct, N hier bei Zeiten Durch Kamuf m. Streiten Die Eitelkeit beſiegt m unterdrückt. E. E. Ulber, g. 1714 In Chriſtliche Lebeusregel. Mel. 88 5 In dem Leben hie 8.◻☚ den Iſt doch N Eitelkeit, Bös Exempel, viel? den, Plage, Klage, Müh un Kummer, Sorgen, Angſt und it Krankheit und zuletzt der W 2. O, ſo denke drauf im det Frommer Chriſt, mit allen Fiß Wie du ſolche Noth und Schlint Brechen kannſt wie Grundes⸗ * Gott des Himmels und der. 3. Habe deine Luſt am Heiren 9 ihn ſein dein höchſtes Gut. Et nah und nicht zu ferren, Cinzuſn chen Troſt und Muth; Seine Gha⸗ und ſtarke Hand Gehet durh i ganze Land. 4. Augen⸗Luſt und ſchnöde ſan Ueppigkeit, als Wuſt und Kolh, 4 den Augen Gottes meide, 4* b ſein befreit vom Tod; Deinen 19 das Faß der Ehrn, Sollſt dun mermehr verſehrn. la 5. Nimm dir vor vor Andern 3 Daß du thuſt nur Gott alkine dem Glauben zu gefallen, Be Lieb ohn argen Schein. n deine Sünd und Sch kommſt du Gottes Huld. 6. Nimnn dln, Vochi Wilſſt du v Dermaleinſt Pahrheit? Geiſtes rech 1 Eille denuth lie dm Himme dudig Kr Keinem nich eetragen ka⸗ 8. Stets Und an Ch ſen Wund ommſt du Pein undb Seligkeit Age i herzen Mel. Je 090 16 06 886. eeLamm, d, Du, me du Krone! eher aller; duch nicht 2. Darf i fn Meinen BööM— wing dü in tes Tr ie Seege ſti iten Durc gu — — — 1 — —— SE — — = Streit lie(itellit unterh—§. E.Ulber pn (Sücht Aäbtuetn M it des Himma h 8 8. dem Ahſe den Iſtdoö Eitelks= 3 Grempe, dit g den, † Klage, Mhm e Kumm orgen, Aniu Krantl And zulezt R 2. dente druf n , Fromt=hriſt, mi t ihn ſ nah Wie d he Noth un Brecht uſſt wie Gem Laß a inem Herzn i treueut—richt. 3.— an Laftm r d n höchſtes ht 3 chen 1 and Mth, A und— Hand Gett ganze u.. 4 4. ☚br uſt ud ſti Ueppi*☛☚ als Puf mt de den A„Gottes na d⸗ ſein b vom Sn. r⸗ das Ehrn, eit in merme he rn. in 5. tm dir vemmte rz Daß Kt mu d dem en zu P Lieb ſterrargen 2u n 3 deine=—— un tomm Golts R Vom chriſtlichen Wandel. 6. Nimmer gehe falſch im Han⸗ deln, Noch im Reden, noch im Thun; Willſt du vor dem Herren wandeln, Dermaleinſt auch ſelig ruhn: Liebe Wahrheit, Recht und Zucht Als des Geiſtes rechte Frucht. 7. Eitle Ehr und Pracht verachte, Demuth lieb und Niedrigkeit, Nach dem Himmel ernſtlich trachte; Trag geduldig Kreuz und Leid. Gott thut Keinem nicht mehr an, Als was er ertragen kann. 8. Stets ans Ende hier gedenke Und an Chriſti Kreuz und Tod; In ſein Wunden dich einſenke, Alſo kommſt du aus der Noth, Von der Pein und böſen Zeit Zur gewünſchten Seligkeit. D. Böhm, g. 1605, ſt. 1657. Klage über Unreinigkeit des Herzens nach dem ſechſten Gebot. Mel. Jeſu, der du meine Seele. 886 Keuſcher Jeſu, hoch von . Adel, Unbefleckes Got⸗ tes⸗Lamm, Züchtig, heilig, ohne Ta⸗ del, Du, mein reiner Bräutigam, O du Krone keuſcher Jugend, O du Geber aller Tugend, Ach, entziehe mir doch nicht Dein holdſelig Angeſicht! 2. Darf ich dir in Wehmuth kla⸗ en Meinen tiefen Jammer⸗Stand? lch, ich ſchäm mich faſt zu ſagen; Doch dir iſt es ſchon bekannt, Wie mein armes Herz beflecket Und ganz voller Unflath ſtecket. Dieſer Gräuel, dieſer Gift Mich vom Mutter⸗Leib an trifft. 3. Ach, es iſt mir angeboren Nichts, als nur Unreinigkeit; Aber du biſt auserkoren, Unbeſudelt iſt dein Kleid. An Maria, der Jungfrauen, Läßt ſich nichts Unreines ſchauen; Denn wenn ſie ſchon Mutter heißt, Ich es doch vom heilgen Geiſt. 4. Was Natur an mir verdorben, Hat der reinen Keuſchheit Ruhm Deiner Menſchheit mir erworben, Weil ich bin dein Eigenthum. O du 533 unbeflecktes Weſen, Laß mich doch durch dich geneſen. Unbeflecktes Gottes⸗Lamm, Tilge meiner Sün⸗ den Schlamm! 5. Hat was Böſes angeſtiftet Dieſer Abgrund ſchnöder Luſt Und mir Leib und Seel vergiftet, Wie dir Alles wohl bewußt, Weil Begier⸗ den und Geberden Leichtlich ange⸗ flammet werden, Wo der reine Got⸗ tes⸗Geiſt Nicht im Herzen Meiſter eißt: 6. O, ſo wollſt du mich vertreten, Mein geneigter Gnaden Thron; Laß doch ſein zurück gebeten Den hier⸗ durch verdienten Lohn. Soll es nach dem Rechte gehen, O, ſo iſts um mich geſchehen; Dein für mich ver⸗ goſſnes Blut Sei für dieſe Wunden gut. 7. Sollen nur dein Antlitz ſchauen, Die von Herzen keuſch und rein: O, ſo werden ja mit Grauen Sinken hin zur Höllen⸗Pein, Die mit un⸗ verſchämten Herzen Ihre Reinigkeit verſcherzen; Drum, Herr Jeſu, ſteh mir bei, Mach mich dieſer Bande rei! 8. Ich kann ja nicht züchtig leben, Wenn dein Gnaden⸗Ueberfluß Mirs nicht wird von oben geben, O drum fall ich dir zu Fuß; Du wollſt ein rein Herze ſchaffen, Mich anthun mit Keuſchheits⸗Waffen. Ach, mein Heil, verſtoß mich nicht Weg von deinem Angeſicht. 9. Gib, daß unverfälſchter Glaube Mich von Unrath mache rein Und dein Geiſt, die reine Taube, Nehm mein Herz zur Wohnung ein. Laß mich ſtets in Buße kämpfen Und die böſen Lüſte dämpfen; Nimm das alte Leben weg, Führe mich den Keuſchheits⸗Steg. 10. Hilf, daß Satan nicht beſitze Mich als ſein unreines Haus, No mit ſeiner Gluth erhitze; Stoß ihn völlig von mir aus, Daß er nicht den Leib anſtecke, Geiſt und Seele nicht beflecke; Halt von ſeiner Tyranney Mir auch die Gedanken frei. 534 11. Alle ſchnöde Unzuchts⸗Flam⸗ men Hilf durch deine Gottes⸗Kraft In mir tilgen und verdammen: Gib, was Zucht und Ehre ſchafft. Meine Lenden, meine Nieren Laß den Gurt der Keuſchheit zieren; Reiner Zweig aus Davids⸗Stamm, Sei allein mein Bräutigam. 12. Faſſe mich mit deiner Liebe Und vermähle dich mit mir; Laß mein Herz mit keuſchem Triebe Sein erfüllet für und für; Meine Sinnen und Gedanken Halte ſtets in Zucht und Schranken; Deine keuſche Lie⸗ bes⸗Gluth iſt ſtets für Verführung gut gut. 13. Hilf, daß ich an deinem Leibe, O mein auserwähltes Licht, Stets ein reines Glied verbleibe; Ach, ver⸗ hüte, daß ich nicht Durch verführi⸗ ſche Geberden Mög ein Glied des Satans werden, Laß mich ſein ein rein Gefäß, Deiner Herrlichkeit ge⸗ mäß. 14. Mache mich zur ſaubern Hütte, Da du ſtets gehſt aus und ein Und hilf, daß ich nicht verſchütte Deiner Gnaden Glanz und Schein. Laß mich ja das nicht verlieren, Womit du mich wollen zieren; Laß mich, dir zum Preis allein, Dein verſchloſſner Garten ſein. 15. Laß mich Zucht und Keuſch⸗ heit ſcheiden Von unſaubrer Geiſter Schaar, Wie auch von unreinen Heiden; Setze du dich ganz und gar Mir zum feſten Pfand und Siegel, Deine Furcht zum ſteten Riegel; Laß des armen Herzens Sehlein Keinem, als dir offen ein. 16. Mach in keuſcher Glaubens⸗ Treue Mich dir gänzlich angenehm. Gib, daß ich mich ganz erneue, Eh kommt dein Jeruſalem. Dieſe Thore, dieſe Gaſſen können nichts Unrei⸗ nes faſſen; Wer dieß Himmliſche n ſehn, Der muß weiß gekleidet gehn. 17. Hilf, daß ich dir mög anhan⸗ gen Als Ein Geiſt, Ein Herz, Ein Vom chriſtlichen Wandel. Leib; Auch ganz innig dich unfar en Und dir ſtets vereinigt ten Ja, recht brünſtig dir nachlaufe, A ſchon in der heiigen Taufe Iu wahrer Heiligkeit Mich geraſh und geweiht. 18. Weil du meinen Leib vilh ehren, Daß er dir ein Tempel ſe Und den gänzlich willſt verheeren, Der denſelben bricht entzwei: Nſe ſei, was du geehret, Nie durch l keuſchheit zerſtöret. Alles, N⸗ bleibe rein, Was dir ſoll ein zir 115 pel ſein. 19. Nun, mein Liebſter, der weideſt Unter Roſen reiner zut Keine Welt⸗ und Wolluſt ſaidi Dein Kuß reine Lippen ſucht, d ſollſt ſtets vor Andern allen Mom Augen wohlgefallen, Mein Haumh Nichts laſſen ein, Was di um widrig ſein. 20. Du haſt dich mit milr mählet, Dein Geiſt iſt mein iir pfand; Auch ich habe dich auit Und mit Herzen, Mund und mh Meine Treue dir geſchworen allein hab ich erkoren; Es wiſt Creatur: Jeſum, Jeſum, läu nur!““ 21. Keuſcher Jeſu, hoch von it Unbeflecktes Gottes⸗Lamm, Zith heilig, ohne Tadel, Du, mein timn Bräutigam, O du Krone kuht Jugend, O du Geber aller Tupi daß mein End und Anfang ſeſ Jeſum lieb ich ganz allen. Jacob Baumgarten, g. 1668, el Liebe und Gerechtigkeit gegen i Nächſten. Mel. Freu dich ſehr, o meine 887 inder, die ihr Eiif * K Glirder dns tes Bilde ſeid, Uebet gegen Brüder hrſhe Gerechtigkeit M es mit dem Nächſten gut, i wollt, daß man euch tett 1 Lehre, ſo zu leben, Hat Go Natur gegeben. A 2 Dient Pelche Gott den Baum Pelcher kein einander au Ggennut un und gddenket gäſcende 3 Dme ben, Sicht aus ungeſe ſet eure T trauen unt einander g feſte, Den Beſte 4. Laſſet Daß ihr u gierig zum der Bitter darum an, Gethat, Un nithe Seld Uale. tet und ver iiht annoch bott verwer .6. Gönn degnet und tis hat mie ifung aufe ſ uns ſüct Ein ort oben hoben. 7. Höchſte Lede n uns in der Leib; e.,. b Ir 1 ſe uh ſchon 1 utig nr und fichet N 18. ☛ ehren du mei Und d. e di m n Der 8. inzüch viis ſei, we n brich at teuſ 669 t N 8 bleide Moldt. A pel ſei Ws R Dichts. 1 wichtst en, Pwn widrig i — 1 pfand— 2 ich habe d Und 1. ten, Mmdn Meine— e di gſſtmm allein e. h exkere, 6 (Creatu ffum, Jim nur! 21. t= aher Jjiu, ſhr Unbeflct 8edett heilig ‿ Tadel, Nn Bräutſteen O du fm Jugen du Geka an (Laß ure End und Mi Jeſum„ ich ganz ale Baumgaree Liebe u Gerthtit Nüchſtn reu dih ſeſr 1n 88 Rimn u 80 Gen tes B- ſeid, leb Brüde= tüche Gattt es mi= Nächſten 7 wollt, man eüb Lehre,= leben, b Natur=—en. —- IIIIW1ö1 einander aus dem Kreuz Sonder . t dich mi mählet n Geitt iim 2. Dient einander mit den Gaben, Welche Gott in euch gelegt; Denn den Baum will Gott nicht haben, Welcher keine Früchte trägt. Helft Eigennutz und Geiz; Geht und rathet und gedenket, Daß euch Alles Gott geſchenket. 3. Ohne Falſch, als wie die Tau⸗ ben, Sucht einander beizuſtehn Und aus ungefärbtem Glauben Laſ⸗ ſet eure Werke gehn. Habt Ver⸗ trauen unter euch, Seid am Sinn einander gleich, Haltet an der Liebe feſte, Denkt und hoffet ſtets das Beſte. 4. Laſſet über euch nicht ſchreien, Daß ihr unverſöhnlich ſeid! Seid be⸗ gierig zum Verzeihen, Lanaſam zu der Bitterkeit; Sprecht den Nächſten darum an, Vielleicht hat ers nicht gethan, Und gewinnet ſein⸗ Ge⸗ müthe Selbſt mit Freundlichkeit und ſ Güte. 5. Laſſet uns nicht übel ſprechen, Wenn wir Andrer Mängel ſehn, Denkt, wir haben auch Gebrechen, Die uns wieder können ſchmähn. Höret, was der Heiland ſpricht: Rich⸗ tet und verdammet nicht! Daß wir nicht annoch auf Erden Selbſt vor Gott verwerflich werden. 6. Gönnt einander alles Gute, Segnet und verfluchet nicht: Chri⸗ ſtus hat mit ſeinem Blute Ein Er⸗ löſung aufgericht, Und Ein Vater gibt uns Brodt, Unſre Zeit be⸗ ſchließt Ein Tod, Und ein Himmel iſt dort oben Den Gerechten aufge⸗ hoben. 7. Höchſter, ſchmück uns mit dem Kleide Heiliger Gerechtigkeit, Mach uns in der weißen Seide Zu des Lammes Mahl bereit, Mach uns hier und dort gerecht, Sprich einſt: Du getreuer Knecht, Komm, ich will dich hier ergötzen Und dich über Viele ſetzen! Vom chriſtlichen Wandel. 535 Von der wahren Weisheit. Aus B. Weish. Cap. 9. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 888 Knndt ihr Menſchen, . laßt euch lehren, Kommt und lernet allzumal, Welche die ſind, die gehören In der rechten Weiſen Zahl Und die billig Jeder⸗ mann Als verſtändig ſiehet an, Ob⸗ Nleich Viele ſie verletzen Und ihr Thun für Thorheit ſchätzen. 2. Weiſe ſind, die ſich ſelbſt ken⸗ nen, Wie ſo gar verderbt ſie ſind, Die ſich ſelber Thoren nennen Und befinden, wie ſo blind Beides, Wille und Verſtand, Weil ſie ſich von Gott gewandt; Die ſich ihrer Thorheit ſchämen Und zur Buße ſich bequemen. 3. Weiſe ſind, die Chriſtum wiſ⸗ ſen Durch des Geiſtes Glaubens⸗ Licht, Die ihn als die Weisheit küſ⸗ ſen, Der es nie an Licht gebricht, Die die Weisheit dieſer Welt, Und was ſonſt die Welt hoch hält, Fahren laſſen aus den Sinnen, Um nur Chriſtum zu gewinnen. 4. Weiſe ſind, die Gott ſtets fle⸗ hen Um den Geiſt, der weiſe macht, Die nach deſſen Leitung gehen Und darauf ſtets haben Acht; Denn die Gottes Geiſt nicht lehrt, Bleiben thö⸗ richt und verkehrt, Ob ſie gleich von Geiſtes Sachen Können kluge Worte machen. 5. Weiſe ſind, die ſich erwählen Gottes Wort zum Prüfeſtein, Damit ſie nicht mögen fehlen, Zu erkennen Kraft und Schein. Wer will den betrügen leicht, Der von Gottes Wort nicht weicht, Das, wenn Alles auch vergehet, Ohn Aufhören doch beſtehet? 6. Weiſe ſind, die das nicht ſuchen, Was nicht ewig währen mag, Und die kurze Luſt verfluchen, Die da bringt ein langes Ach, Die nicht lieben in der Welt Ehre, Wolluſt, Gut und Geld, Sondern Allem dem abſagen, Conr. Hubert, ſt. 1686. Weil es doch nur mehrt die Plagen 536 7. Weiſe ſind, die Gott erwählen Als ihr höchſt⸗ und beſtes Theil Und ſich nicht vergeblich quälen, Weil doch ohne Gott kein Heil. Die ſich ihn zum Zweck geſetzt, Die ſonſt Nichts, als er ergötzt, Und ihm zu gefallen trachten, Die kann man recht weiſe achten. 8. Weiſe ſind, die ſich nicht ſchä⸗ men, Sondern deren Sinn ſich lenkt, Chriſti Kreuz auf ſich zu nehmen, Den man ſelbſt ans Kreuz gehenkt. Chriſti Kreuz bringt lauter Licht, Das verdunkelt nimmer nicht: Wer recht weiſe denkt zu werden, Liebe Chriſti Kreuz auf Erden. 9. Weiſe ſind und voll Verſtandes, Die, ſo lang ſie wallen hier, Ihres rechten Vaterlandes Mit entzündeter Begier Sind und bleiben eingedenk, Und nicht mit der großen Meng An⸗ drer ſich hier feſte ſetzen, Sondern ſich als Pilgrim ſchätzen. 10. Herr, deß Weisheit zu errei⸗ chen Keinem möglich hier auf Erd, Hilf, daß dieſer Weisheit Zeichen Ich aus Gnaden fähig werd; Gib, daß ich mich ſelbſt recht kenn, Chriſtum meine Weisheit nenn, Dich um ſei⸗ nen Geiſt ſtets flehe Und vom Worte nie abgehe, 11. Daß ich alles Eitle haſſe Und nur dich allein erwähl, Chriſti Schmach und Kreuz auffaſſe Und ſtets meine Tage zähl! Vater, hilf, ſammt dei⸗ nem Sohn Und dem Geiſt von dei⸗ nem Thron, Daß ich möge hier auf Erden Doch ſo klug und weiſe werden! A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. Ruf Jeſu zur Aufnehmung ſeine s Joches. In eigener Melodie. 8 89 Koumt her zu mir, ſpricht — 27. Gottes Sohn, All, die ihr ſeid beſchweret nun, Mit Sün⸗ den hart beladen! Ihr Jungen, Al⸗ ten, Frau und Mann, Ich will euch geben, was ich kann, Will heilen euren Schaden. Vom chriſtlichen Wandel. ..2. Mein Joch iſt ſüß, mein Bi iſt gring: Wer mirs nachträgt in den Geding, Der Höll wird er entweiten Ich will ihm treulich helfen tragn ſit meiner Hilf wird er eren Das ewge Himmelreiche. 3. Was ich gethan, gelitten ſi In meinem Leben, ſpät und fi Das ſollt ihr auch erfüllen. Wast gedenkt, ja redt und thut, Das wih euch Alles recht und gut, Wen gſchieht nach Gottes Willen. 4. Gern wollt die Welt auc ſitz ſein, Wenn nur nicht wär die ſchn⸗ Pein, Die alle Chriſten leiden, 8. mag es anders auch nicht ſein r rum ergeb ſich nur darein, M ewge Pein will meiden. 5. All Creatur bezeuget das. Wa lebt im Waſſer, Laub und Git Sein Leiden kanns nicht meen Wer denn in Gottes Namn uit will, Zuletzt muß er des u Ziel Mit ſchwerem Gwiſſe t den. 6. Heut iſt der Menſch ſchön i und lang: Sieh, morgen iſt erſſhen und krank, Bald muß er auch 1 ſterben. Gleichwie die Bluma hni dem Feld, Alſo muß auch die ſchnid Welt In einem Hui verderben, 7. Die Welt erzittert vor dem di Wenn Einer liegt in letzter ſuh Dann will er erſt fromm werde Einer ſchafft dieß, der Andre di Seinr armen Seel er ganz veti Dieweil er lebt auf Erden. 8. Und wenn er nimmer li mag, So hebt er an ein genſeſ Will ſich erſt Gott ergeben. Ichſit fürwahr, die göttlich Gnad, allzeit verſpottet hat, Wird ſchwerlch ob ihm ſchweben. 9. Einm Reichen hilft doch 1. ſein Gut, Dem Jungen nicht en aus dieen tolzer Muth, Er muß dieſe elzen. Einer hätt die gut Welt, Silber und Gold und ale Geld, So muß er an den 10. Dem Glehrten hilff 6 nicht ſein Kunſt, Die we Der h gracht iſt bott wird e 1. Nich tt Schaut lit Laßt Gebt Gott den engen Golt wid! 13. Wen. ſces Muth großem Gut aialten; 2 Rühſal her, ſichägt werd halen. „1 Jt el wer, Gede vir, Darein Mit Leib un Ohn Unterla nag doch ni 15. Ihr ——— =— —— — —— =A —— — —— — —— —= — —ᷣ ˙ —— g= ers auch mitne rum— ſc utn ewge(te zvill meida 5. 2 atur bezeugetde bt ieee ſſe, Luu u Hein: kanns ut Wer ſie in Gottss ha will, 3 Ziel ſten ſchwerem bii den. 6. 4i.= der Muſtſt und la ü Jieh, morgmite und ko=2 Bald muß aa ſterben ichwie die Be dem muß aub Welt dem Hui ve 7. Aerjittertwn Wennt.— legt in bi Dann er erſt ſtum Einer.= dieß, de M Seinr ð Seel er gan Diewet= acebt auf Eda 8. Ueenn er um mag, dt er mang Will ſi— Gott axea fürwaß gotllch m allzeit aittet hat, Wiſ ob ihn ben. 9. C a leichen lütl — ſein G em Juna ſtolzer=, Er mlha Maien an(Ein it Welt,** und da⸗ Geld,= uß r uM i l Olhr nicht— Kunſt A muß er de Vom chriſtlichen Wandel. Pracht iſt gar umſonſt: Wir müſſen Alle ſterben. Wer nicht in Chriſto iſt bereit, Weil er lebt in der Gna⸗ den⸗Zeit, Ewig muß er verderben. 11. Höret und merkt, ihr lieben Kind, die jetzund Gott ergeben ſind, Laßt euch die Müh nicht reuen! Halt ſtets am heilgen Gottes⸗Wort: Das iſt eur Troſt und höchſter Hort; Gott wird euch ſchon erfreuen. 12. Nicht Uebel ihr um Uebel 3 gebt, Schaut, daß ihr hier unſchuldig lebt, Laßt euch die Welt nur äffen. ſchätz Gebt Gott die Rach und alle Ehr, Den engen Steg geht immer her: Gott wird die Welt ſchon ſtrafen. 13. Wenn es ging nach des Flei⸗ ſches Muth In Gunſt, Geſundheit, großem Gut, Würdt ihr gar bald erkalten; Darum ſchickt Gott die Trübſal her, Damit eur Fleiſch ge⸗ züchtigt werd, Zur ewgen Freud er⸗ halten. 14. Iſt euch das Kreuz bitter und ſchwer, Gedenkt, wie heiß die Hölle wär, Darein die Welt thut rennen: Mit Leib und Seel muß leidend ſein Ohn Unterlaß die ewge Pein, Und mag doch nicht verbrennen. 15. Ihr aber werdt nach dieſer Zeit Mit Chriſti habn die ewge Freud: Dahin ſollt ihr gedenken. Es lebt kein Mann, der ausſprechn kann Die Glorie und den ewgen Lohn, Den euch der Herr wird ſchenken. 16. Und was der ewig gütge Gott In ſeinem Wort verſprochen hat, Geſchworn bei ſeinem Namen, Das hält und gibt er gewiß fürwahr. Der helf uns zu der Engel Schaar Durch Jeſum Chriſtum! Amen! Hans Witzſtadt, um 1536. Von den acht Seligkeiten. Matth. 5, v. 3—11. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 890 Kaumt und laßt euch * Jeſum lehren, Kommt und lernet allzumal, Welche die ſind, 537 die gehören In der rechten Ehriſten Zahl: Die bekennen mit dem Mund, Glauben auch von Herzens⸗Grund Und bemühen ſich daneben Guts zu thun, ſo lang ſie leben. 2. Selig ſind, die Demuth haben Und ſind allzeit arm im Geiſt, Rüh⸗ men ſich gar keiner Gaben, Daß Gott werd allein gepreiſt, Danken dem uc für und für; Denn das Himmelreich iſt hier: Gott wird dort zu Ehren ſetzen, Die ſich ſelbſt gering hier ätzen. 3. Selig ſind, die Leide tragen, Da ſich göttlich Trauren findt, Die beſeufzen und beklagen Ihr und an⸗ drer Leute Sünd, Die deshalben traurig gehn, Oft vor Gott mit Thränen ſtehn: Dieſe ſollen noch auf Erden Und dann dort getröſtet werden 4. Selig ſind die frommen Herzen, Da man Sanftmuth ſpüren kann, Welche Hohn und Trotz verſchmer⸗ zen, Weichen gerne Jedermann, Die nicht ſuchen eigne Rach Und befeh⸗ len Gott die Sach: Dieſe will der Herr ſo ſchützen, Daß ſie noch das Land beſitzen. 5. Selig ſind, die ſehnlich ſtreben Nach Gerechtigkeit und Treu, Daß an ihrem Thun und Leben Kein Ge⸗ walt und Unrecht ſei, Die da lieben gleich und recht, Sind aufrichtig, fromm und ſchlecht Geiz, Betrug und Unrecht haſſen: Die wird Gott ſatt werden laſſen. 6. Selig ſind, die aus Erbarmen ſich annehmen fremder Noth, Sind mitleidig mit den Armen, Bitten treulich für ſie Gott; Die behilflich ſind mit Rath, Auch, wo möglich, mit der That, Werden wieder Hilf empfangen Und Barmherzigkeit er⸗ langen. 7. Selig ſind, die gfunden werden Reines Herzens jederzeit, Die im Werk, Wort und Geberden Lieben Zucht und Heiligkeit; Dieſe, welchen nicht gefällt Die unreine Luſt der Welt, Sondern ſie mit Ernſt vermei⸗ — ———— ——— ſſſ“ 1 N 3 * — vͤbſ —-—ͤͤͤͤͤſſn- den. Werden ſchauen Gott mit Freuden. 8. Selig ſind, die Frieden machen, Und wan ſehn ohn Unterlaß, Daß man mög in allen Sachen Fliehen Hader, Streit und Haß; Die da ſtif⸗ eten Fried und Ruh, Rathen allerſeits dazu, Sich auch Friedens ſelbſt be⸗ fleißen, Werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig ſind, die müſſen dulden Schmach, Verfolgung, Angſt und Pein, Da ſie es doch nicht verſchul⸗ den Und gerecht befunden ſein, Ob des Kreuzes gleich iſt viel, Setzet doch Gott Maß und Ziel, Und her⸗ nach wird ers belohnen Ewig mit den Ehren⸗Kronen. 10. Herr, regier zu allen Zeiten Meinen Wandel hier auf Erd, Daß ich ſolcher Seligkeiten Aus Genaden fähig werd; Gib daß ich mich acht gering, Meine Klag oft vor dich bring, Sanftmuth auch an Feinden übe, die Gerechtigkeit ſtets liebe, 11. Daß ich Armen helf und diene, Immer hab ein reines Herz, Die in Unfried ſtehn, verſühne, Dir anhang in Freud und Schmerz. Vater, hilf von dieſem Thron, Daß ich glaub an deinen Sohn Und durch deines Geiſtes Stärke Mich befleiße guter Werke! J. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Nachfolge Chriſti. Joh. 11, v. 16. In eigener Melodie. Oder: Jeſu, du, mein liebſtes. 59 Paſſet uns mit Jeſu zie⸗ 2. hen, Seinem Vorbild folgen nach, In der Welt der Welt entfliehen, Auf der Bahn, die er uns brach, Immerfort zum Himmel reiſen, Irdiſch, doch ſchon himmliſch ſein, Glau⸗ ben recht und leben fein, In der Lieb den Glauben weiſen. Treuer Jeſu, bleib bei mir! Gehe vor, ich folge dir. 2. Laſſet uns mit Jefu leiden, Sei⸗ nem Vorbild werden gleich: Nach dem Leide folgen Freuden, Armuth Bom chriſtlichen Wandel. Saat, die erntet Lachen. Hoffnng tröſtet mit Geduld: Es kann lei lich Gottes Huld Aus dem Ifeza Sonne machen. Jeſu, hier leid ich mi dir; Dort theil deine Freud mit nin 13. Laſſet uns mit Jeſu ſterben Sein Tod uns vom andern è Rettet und vom Seel⸗Verderba, Von der ewiglichen Noth. Laßtu tödten, weil wir leben, Unſer Fleſt ihm ſterben ab: So wird er me aus dem Grab In das Himmalie Jeſu, ſterb ich, ſahſt ben heben. Jeſu, ſterb ich, dir, Daß ich lebe für und fir. 4. Laſſet uns mit Jeſu ſeha Weil er auferſtanden iſt, Muß Grab uns wiedergeben. Jeſu, ut Haupt du biſt. Wir ſind deine i bes Glieder; Wo du lebſt, da län wir. Ach erkenn uns für undf Trauter Freund, für deine uhn Jeſu, dir ich lebe hier, Dorten i auch bei dir. Siegm. v. Birken. g. 1626,1 Die geiſtliche Wachſamtei Matth. 26, v. 41. Mel. Straf mich nicht in. 892. Mohe dich, mein hi . TN bereit, Wache t und bete, Daß dich nicht de nt 6t Zeit Unverhofft betrete! Denn Satans Liſt Ueber viele Fron Zur Verſuchung kommen. 2. Aber wache erſt recht auf Ue dem Sünden⸗Schlafe; Denn es ſt 9 bald darauf Eine lange Stanln He dem Tod Nüit Sünden Unvermuthet fnde die Noth Dich in 3. Wache auf, ſonſt kam! nicht Unſer Herr erleuchten: lah ſonſten wird dein Liccht Dir 5 ferne deuchten; Denn Gott will die Füll Seiner Gnaden⸗Gaben U Augen haben.„ 4. Wache, daß dich Sauue Nicht im Schlaf antreffe, uuß ſonſt behende iſt, Daß er dich dit Und Gott gibt, Die er liebt, N hier macht dorten reich, Thränen⸗ ſeine Strafen, Wenn ſie ſicher ſchon 5. Wache Durch Gew ſe ſchh der hringe. W Viel von deinen Glie 6. Wache din Fleiſc richt frever pefart ſch 7. Bete in dem I nuß dic f du ſchläfrie nicht treibe 8. Ja, e bas ſoll ſt Schrein den Und ſend We Keäftig übe 39 doch hhon Ales in durch anflehen; Füll Seme dir glauben 110. Drun Lachen, f Angſt, Not lüher treten neit, Da Und die We I 540 5. Hilf, daß ich Fleiſch und Welt⸗ Geſchäfte Ertödt und dir verbleibe treu, Daß ich auf Chriſti Kreuz ſie hefte Und mir die Welt gekreuzigt ſei; Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Chri⸗ ſtenthum! 6. Laß meinen Glauben, Hoffnung, Liebe Lebendig, feſt und thätig ſein, Daß ich bis an mein Sterben übe Das Chriſtenthum ohn Heuchel⸗ Schein; Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Chri⸗ ſtenthum! 7. So ſchmeck ich ſchon auf dieſer Erde Den Himmel und das Para⸗ dies: Wenn ich mit Gott vereinigt werde, Hab ich den völligen Genieß; Ach, wirk in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Chriſten⸗ thum! Thätigkeit des Glaubens in guten Werken. Mel. Chriſt, unſer Herr, zum. aaein Gott, ich nahe 895. M mich und tret Zu deinem Gnaden⸗Throne, Ich opfre Seufzer und Gebet Vor dir und dei⸗ nem Sohne. Du willſt, ich ſoll der Heiligung In deiner Furcht nachja⸗ gen, Verheißeſt auch Vermögen gnung, Der Sünde abzuſagen, Ach, gib mir Kraft und Gnade! 2. Wo ſich der Glaube thätig kann Als Gottes Werk beweiſen, Da ſcheuet man ſich nicht, bergan Mit Gottes Volk zu reiſen; Man geht getroſt den engen Weg, Man drin⸗ get durch die Pforte So ſchmal ſie ſei, und ſucht den Steg Mit Ernſt nach Gottes Worte, Der zu der Krone führet. 3. Ach, treuer Gott, begabe mich Mit ſolchem ernſten Sinne, Daß ich Nichts lau und freventlich Im Chri⸗ ſtenthum beginne; Erwecke, höchſte Kraft, mein Herz, Daß ich beſtän⸗ dig kämpfe, Auch bis aufs Blut Vom chriſtlichen Wandel. mit Schweiß und Schmerz Die ⸗ der andern, ſen Lüſte dämpfe Und nach den laubens⸗G Kleinod ringe. vandern, D 4. Wen nun ein rechter Ernſt d⸗ ſhaffen. wegt, Der reinigt ſein Gewiſſen, G. 10. Wer wacht, wenn ſich daſſelbe regt, Ga it, Bei der mit geraden Füßen; Es muß ſin: Da Kah, küßt, Kann 9 Gnaden⸗ In Jr ſüße Lindru genehmſtes en bauet! 11. Her Auge helle ſein Und täglich reie werden In Chriſti Blute, der alle Bleibt unſer Licht auf Erden un lehrt im Lichte wandeln. 5. Du kennſt mein Herz, hu Jeſu Chriſt, Und forſcheſt mein de wiſſen; Ach, gib, daß alle Tuͤchm. Liſt Daraus entweichen müſſen. W leihe, daß ich mehr und meh Thun und Laſſen richte; Waswi dein Geheiß und Ehr, Das mt 3 M keil I wirſt mich Selbſt vor halte mich, : 4 Das ich ge ſelbſt zunichte Und mach michtägt Das ich ge neue. mir Kräfte, 6. Ich bitte mehr, ein weiſeret itſchaffne Muß wahre Chriſten leiten, genügen. ½ E — ben nicht in Tag dahin Undn d. Lauf der Zeiten; Der Zwech mſt Beruf enthält, Iſt ihnen ſiim ſchen an Augen, Die Mittel werden aub M. 1 wählt, Die nützlich ſind und in. Sie können küglich handen. 96 7. Drum gib mir höchſter i Ue heits⸗Quell, Die Klugheit der Gt gen es nich ten; Ach, ſende ſelbſt in meim enn atung iſt Den Glanz von deiner Rechten dit Feiſ ſo ſehn mich mein Heil und die Gefahr ſut dder Gotte⸗ täglich beſſer kennen, Den Ui mf ſchied, was falſch und waht, Me 5 Oind gut und bös zu nennen, Ach, m mich täglich klüger! 8. Und dieſe Weishannn nicht Kalt und unfruchtbar laſen dich wahrer Glaub thut ſeine Pi ten hat die — — — — == —— — 1 43. 3. Die 5 Und eilt auf Gottes Straßen d ie 2 iſt ein ſianf der grünt und klüt Knden Das Und reiche Früchte träget; Ein fen Grrnn 8 das man immer ſeßt: n n tu en J das ſich reget, Und ein geſtin enſ eſen.. ch 9. Mein Lebens⸗Finſt hi ſt, auhe Kraf Zum neuen Geiſtes⸗Lehen, wing ⸗Wohl Zweig zieht von dir ſeine Krat 9 d Und Fruchtbarkeit dein Reben. 1 3bing 4 G ich eine Tugend ſollt Darraitente nEn gllichen x4 Liſt d— entwei 4 eichen ni leihe, iham mi 4 5* und Stae Klein Lungi un wegt., peinigt ſinlt wacht.— peinigt ſein g nit it mn Augs— c en, G werde— in Und d er L 1 lehrt 5 ict af 5. 5. Jeſu wiſſen 1 nd fejcet dein= h un En 4 ſelbſt un ſte Und natn neue. Kraf* teuen Gei an6.— itee mehr an 3 luß=e Chriten lätn den 2 Tag dahin lin (Beruſ=äl, It ürn Auge Mittel wem. wa 1— znütlich ſnd w de Sie[- üiglch huna 7. m gib mir ſid heits ☚m☛wUDʒie Alughetd ten; oxende ſelbſt um Den(☚ꝙxz von deiner e mich r u Heil und debe täglicht— eer kennen d „ſchiedſr⸗tz falſch udm gut u K zu nennn mich ☚x küger! 3 8.*n dieſe Weichit nicht= und urfut Ein 1 Glaub tu Und F Jauf Gotts dn iſt eit um, der gunt ſt Und= ſne das ſi immer ſe 1 das cdoet, Und K Weſet 4 9.— Aber ſu Heiſtä Zweit*t von duft Fruch it dein 3 ich eii gend ſal Lauf eiten; Da gut Vom chriſtlichen Wandel. 541 der andern, Und in dem reichen Glaubens⸗Gold Recht thätig vor dir wmandern, Du kannſt und wirſt es ſchaffen. 10. Wer reich an guten Werken iſt, Bei dem wird Jeſus wohnen. Der Kuß, womit ſein Mund ihn : Blens Chriſi e küßt, Kann Alles reichlich lohnen. O Gnaden⸗Lohn, der hier ſchon wird Im Vorſchmack uns gegeben, O ſüße Lindrung unſrer Bürd, O an⸗ genehmſtes Leben, Wenn Jeſus Hüt⸗ ten bauet! 11. Herr, laß mich die Beſtän⸗ digkeit In Jeſu bei dir finden; Du Thunml Laſſen rir wirſt mich ſtärken in dem Streit, Selbſt vorbereiten, gründen. Ich halte mich, Herr, an dein Wort, Das ich gehört, geleſen. Ach, gib mir Kräfte, höchſter Hort, Und ein rechtſchaffnes Weſen, So laß ich mir genügen. D. V. E. Löſcher, g. 1673, ſt. 1749 Abſchen an dem ſündlichen Fluchen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 89 6 Miin Herze haßt zwar * alle Sünden Derglei⸗ chen es nicht wenig gibt; Doch keine Gattung iſt zu finden, Die meinen Geiſt ſo ſehr betrübt, Als wenn ich wider Gottes Ehr Die böſen Men⸗ ſchen fluchen hör. 2. Sind andre Sünden ſchwere Dinge, So iſt die eine Centner⸗Laſt. Viel andre Fehler ſind geringe; Hier wird Gott ſelber angetaſt. Auf alle Sünden folgt die Höll, Doch Flu⸗ chen hat die Oberſtell. 3. Die Wolluſt iſt mit Luſt ver⸗ bunden, Das Stehlen bringet Nutzen ein; Ein Spiel vertreibt die langen Stunden, Beim Saufen kann man luſtig ſein: Was aber bringet dir ein Auch? Als Gottes ſtrengen Richter⸗ Spruch. 4. Wohlan, lernt eure Zungen zwingen Und denket ſtets an jenen rt, Da Gott wird vor Gerichte bringen Ein jegliches unnützes Wort, Und da ein ſolcher ewig raucht, Der Gottes Namen unrecht braucht. J. Hübner, g. 1668, ſt. 1731. Ruh und Vergnügen. Mel. Wo ſoll ich fliehen hin. Aein Herz, was ſorgeſt 897. M du Und ſtöreſt deine Ruh? Laß es auf Gott ankommen, Der dein Gebet vernommen, Was dich hier ſoll vergnügen, Das kann der Höchſte fügen. 2. Er weiß zu Allem Rath Und fördert deine That; Er weiß wohl, was dich quälet Und deinem Herzen fehlet. Was dich hier ſoll vergnügen, Das kann ſein Beiſtand fügen. 3. Wie oft kann ſeine Treu, Daß er dein Vater ſei, Der dich nicht könne haſſen, Ganz deutlich ſehen laſſen? Was dich hier ſoll vergnü⸗ gen, Das kann dein Vater fügen. 4. Hat er dich nicht ſemachi Und an das Licht gebracht Mit Haut, mit Fleiſch, mit Beinen? Du kann es nicht verneinen. Was dich hier ſoll vergnü⸗ gen, Das kann dein Schöpfer fügen. 5. Du biſt ſein liebes Kind, Das immer Zugang findt, Sein Täublein, ſeine Wonne. Er iſt dein Schild und Sonne. Was dich hier ſoll vergnü⸗ gen, Wird, der dich liebet, fügen. 6. Sein Schäflein, das er trägt Im Buſen, das er hegt Und führt auf grüner Weide, daß es nicht Man⸗ gel leide. Was dich hier ſoll vergnü⸗ gen, Das wird dein Hirte fügen. 7. Er hat dich ſelbſt erlöſt, Er iſt es, der dich tröſt, Sein Leib, ſein Blut, ſein Leben Hat er für dich ge⸗ geben. Was dich hier ſoll vergnü⸗ gen, Wird dein Erlöſer fügen. 8. Hat er nicht ſo gezeigt, Daß er dir wohlgeneigt, Wenn er dein ängſtlich Flehen In Gnaden ange⸗ ſehen. Was dich hier ſoll vergnü⸗ gen, Wird dein Erlöſer fügen. 9. Bei deiner rechten Hand Hält er dich unverwandt: Er leitet dich und führet, Er ſchützet und regieret. V G — ———— 3 1 4 * b 3 1 ³ 4 3 * 542 Vom chriſtlichen Wandel. Was dich hier ſoll vergnügen, Das wird dein König fügen. 10. Sei doch getroſt und frei, Denk, daß es Jeſus ſei, Der allezeit den Seinen Als Helfer muß erſcheinen. Was dich hier ſoll vergnügen, Das wird dein Jeſus fügen. 11. Der wunderbare Geiſt, Der auch ein Tröſter heißt, Der Geiſt des Raths, der Stärke, Der treibet deine Werke. Was dich hier ſoll vergnü⸗ gen, Das wird dein Tröſter fügen. 12. Drum Herz, was trauerſt du Und ſtöreſt deine Ruh? Laß es auf Gott ankommen, Der dein Gebet vernommen. Was dich hier ſoll ver⸗ gnügen, Wird der Drei⸗Eine fügen. D. J. Weickhmann, g. 1662, ſt. 1736. Die Wege Jeſu unſere Wege. Mel. Wer nur den lieben Gott. ein Jeſu, zeig mir 898. M deine Wege, Die du für mich gegangen biſt, Und hilf, daß ich auf gleichem Stege Dir folge als ein echter Chriſt. Laß meinen Gang gerichtet ſein Allein zu dir in Himmel ein. .2. Du gingſt vom Himmel auf die Erde, Um mich zu führen him⸗ melan. Ach, daß denn ich auch tüch⸗ tig werde, Zu gehen auf der Him⸗ mels⸗Bahn. Ja, Herr, laß nur ge⸗ richtet ſein Den Gang zu dir in Himmel ein. 3. Du gingſt als Halldeim uin die Ferne, Zu zeigen, daß ich Pilgrim ei. Ich folge dir von Herzen gerne uf dieſem Wege ohne Scheu; Zu⸗ mal da kann gerichtet ſein Darauf mein Gang in Himmel ein. 4. Du gingſt in Tempel, uns zu lehren, Wie wir in Himmel ſollen gehn⸗ So nämlich, wenn wir uns ekehren Und in dem Lauf nicht ſtille ſtehn; Drum laß alſo gerichtet ſein Den Gang zu dir in Himmel ein. 5. Du gingſt an Jordan, ließt dich taufen, Und ſieh, Der Himmel that ſich auf; Nur daß ich ſollt ge⸗ troſter laufen Den in der Taſ e wählten Lauf; So laß denn an gerichtet ſein Den Gang zu di Himmel ein. 6. Du gingſt umher in dein Lande Und thateſt allenthalben un Ach, daß auch ich in meinem Stand So leben möchte, wie ich ſoll! g Herr, laß doch gerichtet ſein de Gang zu dir in Himmel ein. 7. Du gingſt in Demuth, Sant muth, Liebe, Gehorſam und Gedn einher. O, daß aus deines Gei Triebe Auch ich auf ſolchem An wär, So würde denn gerichten A Mein Gang zu dir in Himmel i 8. Du gingſt freiwillig an ii Leiden, Zu büßen meine Sne Schuld; Ich kann daher mit git Freuden mich tröſten deine du und Huld; Mein Gang ann ut gerichtet ſein Allein zu dir in he⸗ mel ein. 9. Du gingſt ins Grab uhat zur Höllen, In Beide als ges⸗Held; Drum kann und ſoüt nicht mehr fällen Tod, Sünde in fel, Höll und Welt; Vielmeti nur gerichtet ſein Mein Gang dir in Himmel ein. 10. Du gingſt zum Vater inde Himmel Und gibſt von dort mit les Heil. Du wirſt auch aus ie Welt⸗Getümmel Mich bringen, hmn in mein Erbtheil: So laß demde r 1 1 dod gerichtet ſein Mein Gang zu diß Himmel ein. 11. Mein Jeſu, dieſe deine otg Drück du mir ſelbſt in meinen öm Und lehr mich, daß die Pforte en Dadurch ich geh zum Lhben Damit nur mag gerichtet ſein Ai Gang zu dir in Himmel ein 12. Kun, Herr, ich weiß, de 3 mich führen Auf deiner ſhmne Himmels⸗Bahn, Dein Geißt m mich auch ſtets regieren; Drum 1 ich nur noch einmal an: dnn Gang gerchtet ſein Allein zu d Himmel ein! V 8.M M. E. Chr. Philippi, g. 168 Laß meinn Mel. A 899. in Leben b m Sin geſchrieben; gebrict, R 2. Meinen Ob nich A Ob michme ja Nihts mich Sünd Jeſum laß 3. Meine Meinem J geſchehe was lann undſch verpflicht, M 4 Meinen Nenen Jeſu Wtverläßt nrſeben; S ſicht Meine 5 Neiner ois er mi Und bis er ni auf den ſus iſt mein ſum[aß; Num laßi ⸗⸗ Weltnmel Mihbw. gerich n Mein mw, u n. n d 8 o 6.— Qan lngſt unha entt 8 a Aden Herr/ ü. vet Ganl oc gerihn ir in dimal Inhe daß aus de bh: du uins ai 1,2= diinde denn g „ 0 1 3 6 Mein g zu dit in ſ 3.— gingſt friwi Leide 1 1 mn 6 üßen mei Schu kann dahe (Freut nuich ni 5 ch rriſen ind 1 Nein üung 1 deif n Allein an. ingſt ins Gui⸗ zur 1 In Wide u ges⸗= drum kamn m nicht= fällen Td dn fel, ⁸ QAnd Wel R nur tet ſein Mu f dir it mel en. 101 gingſt zm Him dͤ giſt mn les§.— Du wirſt a. in m. bbtheil: So l 1 die Him... m 111Au Jjiu, diſen ne Drüctm di ſelbſtum 1s michſte Und t= dich, daß †Dadt a—cch geh im Dam nag gaite Ganz air in Humt 125—, Hen, ih n n Auf dir Himn= ahn, du. mich— tets regierne ich 1 hheinn ne Gange Hhtet ſein W Him le.aölaa — Vom chriſtlichen Wandel. 543 Liebe zu Jeſn. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. Meinen Jeſum will ich 899. M lieben, ſune ich hier im Leben bin; Ihm ergeb ich Muth und Sinn; Er bleibt mir ins Herz geſchrieben; Wenn mir Alles ſchon gebricht, Meinen Jeſum laß ich nicht. 2. Meinen Jeſum will ich lieben, Ob mich Angſt uud Unglück plagt, Ob mich mein Gewiſſen nagt. Nichts, ja Nichts kann mich betrüben, Ob mich Sünd und Höll anficht, Meinen Jeſum laß ich nicht. 3. Meinen Jeſum will ich lieben, Meinem Jeſu halt ich ſtill, Mir geſchehe was er will: Weil ich hauchen ann und ſchnieben, Bleib ich ihm getreu verpflicht, Meinen Jeſum laß ich nicht. 4. Meinen Jeſum will ich lieben, Meinen Jeſum haltich feſt, Ob mich alle Welt verläßt; Wollt auch aller Troſt verſtieben; Ob der Tod durchs Herze ſticht, Meinen Jeſum laß ich nicht. 5. Meinen Jeſum will ich lieben, Bis er mich ins Grab hinſtreckt Und bis er mich auferweckt; Wird mir auf den Sarg geſchrieben: Je⸗ ſus iſt mein Heil und Licht, Meinen Jeſum laß ich nicht. A. Creutzberg, g. 1657, ſt. 1742. Zufriedenheit in Gott. Mel. Du, o ſchönes Weltgebäude. 90 90 Miine Seelebleibetſtille, 9U-T Denn ſie iſt in Gott vergnügt; Wie ſein treuer Rath und Wille Es mit mir im Leben fügt, Alſo laß ich mirs in Allen Auch von Herzen wohlgefallen, Daß ſonſt Nichts, als er allein Mir das höchſte Gut ſoll ſein. 2. Sollte mich das Kxeuze preſſen, Wär ich aller Welt ein Spott, Müßt ich Thränen⸗Brodtaucheſſen: Dennoch harr ich nur auf Gott. Was mir böſe at geſchienen, Muß zu meinem eſten dienen, Daß das Kreuz ein ſüßer Kuß Seiner Liebe heißen muß. 3. Nimmermehr ſoll mir nicht grauen, Denn Gott iſt mein Schutz und Hort; Meine Hoffnung, mein Vertrauen Hält ſich an ſein theures Wort. Ob die Unglücks⸗Wetter ſtürmen, Seine Hand wird mich be⸗ ſchirmen So, daß auf der rauhen Bahn Mich kein Feind nicht ſtürzen kann. 4. Laß die Welt in Freuden leben Und auf lauter Roſen gehn; Laß ſie nur nach Ruhme ſtreben Und nach hohen Dingen gehn: Laß ihr Wün⸗ ſchen und Verlangen An dem ſchnö⸗ den Mammon hangen, Als die Wol⸗ luſt, Ehr und Geld Sich zu ihrem Troſte ſtellt: 5. Mich ſoll Nichts davon bethö⸗ ren; Gott nur iſt mein einzig Heil, Meine Luſt, mein Schmuck der Eh⸗ ren, Meines Herzens Troſt und Theil, Meine Krone, meine Freude, Meiner Seelen Ruh und Weide, Und mein Alles muß allein Gott und ſonſt nichts Anders ſein. 6. Fechten auch des Teufels Werke Mich bei ſchwachem Glauben an; Er, der Felſen meiner Stärke, Macht, daß ich ſie trotzen kann; Ja, das ganze Heer der Höllen Mag ſich mir entgegen ſtellen: Gott iſt meine Zu⸗ verſicht Und darum erſchreck ich nicht. 7. Wird der Tod auch endlich kommen, Nun, er ſoll willkommen ſein; Er, der beſte Freund der From⸗ men, Führet mich zum Himmel ein, Daß ich da im Paradieſe Nun im Schaueu auch genieße, Was mich Gott gewiß und feſt hier im Glau⸗ ben hoffen läßt. 8. Ach, der Tod iſt mir ein Se⸗ gen Und das Sterben mein Gewinn; Komm, ich gehe dir entgegen, Sü⸗ ßer Tod, und nimm mich hin! O, wie wohl iſt mir zu Muthe, Gerne noch in der Minute Stärb ich, mei⸗ nen Gott zu ſehn; Doch, wenn Gott will, mags geſchehn! E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. 5 4 3 4 4 1 54⁴ Ermunterung zu einer neuen Creatur. In eigener Melodie. 90 1 Man Vater, zeuge mich, I. M Dein Kind, nach dei⸗ nem Bilde Und ſchaffe ſelbſt in mir Die neue Creatur, Laß mich doch gütig ſein, Ja heilig, weis und milde Durch deiner Gnade Kraft, Wie du biſt von Natur. 2. Mein Licht, erleuchte mich, Laß deiner Gnade Strahlen Mir dringen in mein Herz, Vertreib die Finſter⸗ niß, Ich fall und irre ſonſt Zu allzu vielen Malen; Ja, werd ich nicht er⸗ leucht, Verderb ich ganz gewiß. 3. Mein Weg zum Vaterland Ach, öffne mir die Pforte, die mi ins Liebes⸗Reich Im Glauben über⸗ bringt. Du weißt ja, daß dein Knecht An einem wüſten Orte Schon lang genug gewohnt Und nun nach reiheit ringt. 4. O Wahrheit, heilge mich In aller deiner Wahrheit Und bringen meinen Sinn Zur rechten Lauterkeit; Vertreib den Lügen⸗Geiſt Durch deines Wortes Klarheit, Und mache mich recht feſt In allem Kampf und Streit. 5. Mein Leben, leb in mir Und laß in dir mich leben, Ich bin ja ohne dich Zum Guten gänzlich todt; Du biſt das Lebens⸗Brodt, Das ein⸗ zig Nahrung geben Kann meinem matten Leib In aller ſeiner Noth. 6. Mein Lämmlein, ſtill und fromm, Rein, heilig und unſchuldig: Ach, wirke doch in mir, Den ſanften Lämmleins⸗Sinn, So werd ich auch wie du, Im Leiden recht geduldig, Und laße mich zum Kreuz Ganz wil⸗ lig führen hin. 7. Mein Meiſter, lehre mich, Den Vater wohl erkennen, Weil ohne dich, p Licht, Ich Gott, das Licht, nicht ſeh; Auch unterweiſe mich, Ihn Abba zu benennen, Daß alles mein Gebet In rechter Brunſt geſcheh. 8. Mein Hoherprieſter, höre Nicht auf für mich zu beten, Ach, rufe doch Vom chriſtlichen Wandel. mit mir Den Vater täglich an, Ai deinen heilgen Geiſt Mit Seufe mich vertreten, Wenn ich im hara Kampf Selbſt nicht mehr beten am 9. Mein König, ſchütze mich, Van Satan, Welt und Sünde, So ſi mein Herze regt, Auf meine 6e ſtürmt; Hilf, daß in deinem Sthen Ich allzeit Ruhe finde, Denn dei ſicher nur, Den deine Macht heſchin. 10. Mein Hirte, weide mich deinen grünen Auen, Und leite mi im Durſt Ans friſche Waſſer hi Hol meine Seel herum; Veltt aufs Eitle ſchauen, So bringe mi zurück Den ausgeſchweiſten ein 11. Mein Arzt, ich bin vern Sind ausgezehrt die Kräfte, doſ die Arzenei, Dein theur derzeite Blut, Mich heilen; laß des d Erneuerungs⸗Lebens⸗Säfte Mi ben und erfreun, Mir ſtärten ie und Muth. 12. Mein Freund vertra Doch beſſer meinem Herzen, hh mich deiner Treu Noch mehr watt ſein, Auf daß zu aller Zeit Jöhnn Seele Schmerzen Getroſt naſtt darf In deines Herzens Schri 13. Mein Bräutgam, liehe it Und ſetze mir das Siegel Daunnt fälſchten Lieb, Den Geiſt auf ni . 1 Ae ft. Bruſt; Laß deinen Grußund ſuſt ſchmecken, ſei mein Spiegel, Dan th mich beſchau Mit aller Herzen 14. Mein Ein und Alles, lint a dir mich Eins hier werden, S mir Alles Nichts, Du aber Ah ſein, Und nimmt auch dein R Mich endlich von der Erden, Eot nah ihr( duch, verlat zem Ruf u Kreuz und! meinem We 2. Ich l euch für M Wer zu mi Darf nicht Ich bin de Wie man 3. Mein kit, Voll Mund, der ſüßem Sanf Gemüthe, ergeben, ſch 4. Jch 36 ich friedevoll In deine Fralen Chr. A. Bernſtein, f.lih Nachfolge Chriſti in wan Selbſtverleugnnng. Matth. 16. v. 24. 25. Mel. Machs mit mir, Gott nadh 5 ich 1 I 90 2. Mabns lich iſtt, Zu Und euer wingen und Smen gels dah zu der t den 6. Wer neint, Wird der ſie bei ichen Ve * zurück t 5 en deinen Hol pen Sal henm. die Ar De 8 . mich ſra den Geiſt R. Kamg== .— Satan; mein.☛ ſtürm ☛☚ deinen im Damins frite N aufs 1 — ausgeſchwein Arzt, ih lin .1 1.11 Sind Erneu s ELebens⸗Si ben u reun, M ſ und Am 12.α Doch f= meinem gem mich Treu Noch neh ſein, iß zu aller a Seele 1 Gennj darf nes Herzens d 13. L Wäutgm, Und ſ.= air das Sizid fälſcht kb, Den Geite Bruſt—einen Onzwe ſchmec— mein Spitgl mich h Mit allr za 14. Ein und ls dir m ts hier nehn mir †1.= Nicts, A ſein, ſe zmimmt ut Mich= von derchn ich frir= A In dein i Chr.Abt mr ii Crün D bſtverleulru — h. 16. 1. abs mit ni k 1 ir mi 90— Mam Ireund den nach ihr Chriſten alle, Verleugnet euch, verlaßt die Welt, Folgt mei⸗ nem Ruf und Schalle, Nehmt euer Krreuſz und Ungemach Auf euch, folgt meinem Wandel nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für Mit heilgem Tugend⸗Leben; Wer zu mir kommt und folget mir, Darf nicht im Finſtern ſchweben; Ich bin der Weg, ich weiſe wohl, Wie man wahrhaftig wandeln ſoll. 3. Mein Herz iſt voll Demüthig⸗ keit, Voll Liebe meine Seele; Mein Mund, der fleußt zu jeder Zeit Von ſüßem Sanftmuths⸗Oele; Mein Geiſt; Gemüthe, Kraft und Sinn Iſt Gott zergeben, ſchaut auf ihn. . Ich zeig euch das, was ſchäd⸗ 4 f lich iſt, Zu fliehen und zu meiden Und euer Herz von arger Liſt Zu reingen und zu ſcheiden: Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ euch zu der Himmels⸗Pfort. 5. Fällts euch zu ſchwer, ich geh voran, Ich ſteh euch an der Seite, Ich kämpfe ſelbſt, ich brech die Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein bö⸗ ſer Knecht, der ſtill darf ſtehn, Wenn er den Feldherrn ſieht angehn! 6. Wer ſeine Seel zu finden meint, Wird ſie ohn mich verlieren; Wer ſie bei mir verlieren ſcheint, Wird ſie zu Gott einführen. Wer nicht ſein Kreuz nimmt und folgt mir, Iſt mein nicht werth und mei⸗ ner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit Leib und Seel nachgehen Und wohlgemuth, getroſt und gern Bei ihm im Leiden ſtehen; Denn wer h nicht kämpft, trägt auch die Kron Des ewgen Lebens nicht davon. J. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. Natur und Gnade. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht bei. 903 Mu was für großer * Seltenheit Und aus⸗ erleſnen Gaben Hat, Höchſter, deine Vom Gchriſtlichen Wandel. 545 Gütigkeit Doch die Natur erhaben? Das, was ſich Schönes an ihr regt, Was ſie für Anmuth an ſich hegt, Haſt du in ſie gepflanzet. 2. Schon die Natur kann den Ver⸗ ſtand Mit ſchönen Gaben zieren, Sie kann von Irrthum, Wahn und Tand Ihn zu der Weisheit führen. Sie ſchmücket ſeiner Seelen Haus Mit Tugend, Witz und Klugheit aus, Daß er vernünftig lebet. 3. Sie gibt dem Menſchen Wiſſen⸗ ſchaft In tief verſteckten Dingen; Er kann durch die verliehne Kraft In ihr Verborgnes dringen. Was die Natur hervorgebracht Und öfters mit Verwundern macht, Kann ſein Ver⸗ ſtand ergründen. 4. Sieht man den Schmuck und Artigkeit, So ſeine Glieder zieret, Und die beſondre Sicherheit, Die man an ihm verſpüret, So lobet man ein ſolches Werk, Das die Na⸗ tur durch Macht und Stärk Des wei⸗ ſen Schöpfers bildet. 5. Doch, was iſt Klugheit und Verſtand, Was Einſicht, Schönheit, Stärke, Wenn nicht des Höchſten Gnaden⸗Hand An einem ſolchen Werke Sich mehr erweiſt und das erhöht, Was von Natur ſo lebhaft ſteht Und durch die Gnade mehret? 6. Die Gnade zieht den klugen Sinn, Der nur nach ECitlem trachtet, Zu Gott und ſeiner Weisheit hin, Dir er zuvor Nichts achtet; Sie macht, daß, was natürlich gut, Durch Jeſu purpurrothes Blut Im Glau⸗ en Gott gefalle. 7. Sie ſchenkt der Demuth reines Gold Und gibt uns wahre Zierde; Sie macht uns Gott und Menſchen hold Und tilget die Begierde, Die uns nur zu dem Irdſchen treibt, Da der Verſtand entfernet bleibt Von dem, was göttlich heißet. 8. Sie ziert den wohlgeſtalten Leib Mit ſchöͤnen Seelen⸗Gaben: Ihr an⸗ genehmſter Zeitvertreib Und, was ſie pflegt zu laben, Iſt blos in Got⸗ tes Wort gegründt, Dies iſt die 35 5⁴46 Weide, da ſie findt, Was ihre Seele liebet. 9. Herr, laß die Gaben der Na⸗ tur Sich durch die Gnade mehren; Laß mich in meiner Lebens⸗Spur Durch Beides dich verehren; Erhöhe durch die Gnaden⸗Macht, Was die Natur hervorgebracht, So werd ich dir gefallen. C. E. S. Ermunterung zum Fortfahren. Mel. Wer nur den lieben Gott. 90 4 Nur immer nach durch .M Dick und Dünne! Mein Jeſus hat die Bahn gemacht. Wenn ich den Himmel nur gewinne, So nehm ich auch den Weg in Acht, Und ob er gleich voll Dornen wär, Geht doch mein Jeſus vor mir her. 2. Nur immer fort! Was willſt du ſtehen? Die Welt muß einmal hinter dich; Die, ſo den Weg nach Zion gehen, Die ſteigen immer über ſich. Dein Wandel muß im Him⸗ mel ſein, Sonſt kommſt du nicht zum Himmel ein. 3. Nur immer durch! Man muß es wagen, Mit Gott geht man durch Gluth und Fluth. Man wird dich nicht auf Roſen tragen, Das Kreuz will einen guten Muth. Wir müſſen durch viel Trübſal gehn, Eh wir in Gottes Reiche ſtehn. 4. Nur immer dran! Es kann nicht fehlen, Der Kampf bringt ſei⸗ nen Sieg zuletzt; Je mehr wir Le⸗ bens⸗Stufen zählen, Je mehr wird unſer Herz ergötzt. Nur nach, nur fort, nur durch, nur dran, So geht der Weg zum Himmel an. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um Zerreißung der Sünden⸗Bande. Mel. Ach, daß nicht die letzte Stunde. 905. 9 Bande, Der du immer bei uns biſt, Bei dem Schaden, Spott und Schande lauter Luſt und Him⸗ mel iſt. Uebe ferner dein Gerichte Vom chriſtlichen Wandel. Durchbrecher aller Wider unſern Adams⸗Sinn, Yh uns dein ſo treu Geſichte Führe aus dem Kerker hin! 2. Iſts doch deines Vaters Wi Daß du endeſt dieſes Werk: i wohnt in dir die Fülle Aller Wer⸗ heit, Lieb und Stärk, Daß du Rit von dem verliereſt, Was er dir e ſchenket hat, Und es von dem Kie⸗ ben führeſt Zu der ſüßen Ruhettit 3. Ach, ſo mußt du uns poler den, Willſt und kannſt ja ander⸗ nicht, Denn wir ſind in deim Händen, Dein Herz iſt auf ung e richt, Ob wir wohl vor allen Laun Als gefangen ſind geacht, Weila Kreuzes Niedrigkeiten Uns vant und ſchnöd gemacht. 4. Schau doch aber unſte Ketez Da wir mit der Creatur Seu ringen, ſchreien, beten Um G von Eitelkeiten, Der uns noch S — 7 drückt, Ungeacht der Geiſt in ſüin U Sich auf etwas Beſſers ſchich Sich einmal zu reißen los m durch alle Welt⸗Geſchäfte Dunhe⸗ brochen ſtehen bloß! Weg mit Re ſchen⸗Furcht und Zagen, Weich a⸗ nunft⸗Bedenklichkeit! Fort mit Stza vor Schmach und Plagen, Wegds Fleiſches Zärtlichkeit 6. Herr, zermalme, brich undie Die verboste Macht entzwei, Dent daß ein armer Menſche Dir in dn Nichts nütze ſei; Heb ihn aus den Staub der Sünden, Wirf die Shl⸗ en⸗Brut hinaus; Laß uns nan reiheit finden in des zeit⸗Haus! 7. Wir veilangen keine Ruhe Fü des Fleiſchs Bequemlichkeit: 8 nöthig findeſt, thue, Um nur zuie Ewigkeit Unſern Geiſt recht zu beui ten, Daß er dir gefüllig ſei⸗ demnen⸗ Herrlichkeiten Einſt dott tun ich erfreu.* 8. Herrſcher, herrſche, Sinf ſiege, König, brauch dein Regintent Natur, Von dem Dienti 5. Ach, erheb die matten Undn — Vaters Hoh it. zühte deine 8 Sllaver aus der Gr neuen Bun gervicht ſo nit uns ja 9. Haben zr Luſt un nß uns nic dod der( treibt uns, vwir dich an Stufen Der 10. Ach worben, N ſein! Dru ſtorben, N tein, Rein ommen,) ddt. Der h nen, Wer I Liebe in Laß Aus dein? ſühr ins dohlan, du eir nur ni dir doch a de Freiheit 6 und ſigemact bü. rn 3 o treu , 5 erker hin 6 28=4 nsn wohnt deſt dieſes Ai wet 1 r die Fül⸗ 4 von d— m Sän 8 ſceitt= en been nd es vn b ben S du der ſtin 3.„ 9 mußt d 1 .— Äm u.= nan — in. Hände ein Herz ſt richt, air wohl dn Als gr n ſind gen Kreuzz edrigkeite A 4.( doch ahe un 5— 1 Da d it der(ham⸗ ringen* ien, beten Ung von —2 Von den h Eitelke ₰ Der unz ni drückt!— Jacht der bift Sich pas Beſets tt 5 erheb die mi Sich mll zu nin! durch— belt⸗Geſtit brocheſt en bloß. tn ſchen⸗1 und Zagen nunft llicchett zmn vor Iram h und Pahn. Fleiſch rtlichkeit! 6. St— zermalme hiüt Die vi Ae Mactt entan „ daß eie ier Meſte d — 7 Nichts n ſei; dch ine Stauh= zünden, Vifd gen⸗Arm inaus; Li l Freihs ien in da Ae zeit⸗— 1 7. 1 lnngn ka des F= Beauenlcht nöthig aſt, thue lur t ſich erl 2 ſiege,— ba Ewigke ten, T dh en ſern 6 3 dir gefälin chkeite Gin 8 6 8.— her, 4 Führe deines Reiches Kriege, Mach der Sklaverei ein End; Laß doch aus der Grub die Seelen Durch des neuen Bundes Blut; Laß uns län⸗ ger nicht ſo quälen: Denn du meinſts mit uns ja gut. 9. Haben wir uns ſelbſt gefangen In Luſt und Gefälligkeit, Ach, ſo laß uns nicht ſtets hangen In dem Tod der Eitelkeit; Denn die Laſt treibt uns, zu rufen, Alle ſchreien wir dich an: Zeig doch nur die erſten Stufen Der gebrochnen Freiheitsbahn! 10. Ach, wie theur ſind wir er⸗ woorben, Nicht der Sünden Knecht zu ſein! Drum, ſo wahr du biſt ge⸗ ſtorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz voll⸗ kommen, Nach dem beſten Bild ge⸗ bildt: Der hat Gnad um Gnad genom⸗ men, Wer aus deiner Füll ſich füllt. 11. Liebe, zeuch uns in dein Ster⸗ ben; Laß mit dir gekreuzigt ſein, Was dein Reich nicht kann ererben; Führ ins Paradies uns ein! Doch wohlan, du wirſt nicht ſäumen, Wo wir nur nicht läſſig ſein: Werden wir doch als wie träumen, Wenn die Freiheit bricht herein. Gottfr. Arnold, g. 1666, ſt. 1714. Barmherzigkeit. Luc. 6, v. 36. Mel. Ach Gott, vom Himmel. 906 9 ewige Barmherzigkeit, 1* Die Jeſus uns anprei⸗ ſet! Ach, wer iſt doch zu dieſer Zeit, Der ſich auch ſo erweiſet? Der gütig ſich, wie Gott, erzeigt, Iſt zur Barm⸗ herzigkeit geneigt Und das aus Herzens Grunde? 2. Daß Gott barmherzig, ſpricht der Mund, Und wer iſt, ders nicht gläubet? Doch da Gott dieß macht alſo kund, Daß er zur Nachfolg trei⸗ bet, So iſt verſchloſſen Herz und Ohr Und wankt der Glaube wie ein Rohr, Weil mans unmöglich achtet. 3. Von Gott will man Barmher⸗ zigkeit In ſeinem ganzen Leben, Ja, Vom chriſtlichen Wandel. 547 daß ſie möge weit und breit Sich über uns erheben; Allein ſoll man Barmherzigkeit Am Nächſten thun, wie Gott gebeut, So will ſich Nie⸗ mand finden. 4. Ach, denke, daß der Höchſte dir Barmherzigkeit erzeiget, Daß dich die Güte überführ, Und du auch ſeiſt geneiget, Zu geben dem, der dürftig iſt Und gar ein Gliedmaß Jeſu Chriſt: Dieß iſt des Herren Wille. 5. Es wird ein grauſames Ge⸗ richt Dort über den ergehen, Der dieſes hat erkannt im Licht Und läßt es nicht geſchehen; Das Wiſſen, das entſchuldigt nicht, Man muß aus⸗ üben, was Gott ſpricht: Das iſt die rechte Liebe. b 6. Wie mancher Richter ſtößet aus Und weiſt von Thür und Pforten Die Armen, die vor ſeinem Haus die Noth mit vielen Worten Aus⸗ ſchütten, daß ein Felſen⸗Stein Dar⸗ über ſollt erweichet ſein: Allein man wills nicht hören. — men in der Hungers⸗Noth, Daß ſie an meinem Stücklein Brodt, O Jeſu, ſich erfreuen. 8. Du gibſt Barmherzigkeit ohn End Mir Armen auf der Erden: So laß auch wieder Herz und Händ Mit frundlichen Geberden Austhei⸗ len, was da mir beſchert, Daß auch der Arme werd ernährt Durch den beſcherten Segen. 9. Iſt unbarmherzig gleich die Welt Und hat ihr Herz verſchloſſen, So laß mich thun, was dir gefällt, Und helfen unverdroſſen; Laß mich dem Vater ähnlich ſein, Der über⸗ flüſſig ſchenket ein Barmherzigkeit und Güte. 10. Ja, Vater, gib mir ſolchen Sinn, Daß ich von deinen Gaben, Die du mir gibſt, geb Andern hin, Die Dürftigen zu laben. Laß mich nach deinem Ebenbild Sein lieb⸗ 35* 548 reich, gütig, ſanft und mild, bitt ich herzlich. Amen! L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Um Keuſchheit und Müßigkeit. v. 4— 6. Mel. Es woll uns Gott genädig. 907 Gott, mein Schöpfer, 4 edler Fürſt Und Vater meines Lebens, Wo du mein Leben nicht regierſt, So leb ich hier vergebens. Ja, ich bin auch lebendig todt, Der Sünden ganz ergeben. Wer ſich wälzt in der Sünden Koth, Der hat das rechte Leben Noch niemals recht geſehen. 2. Darum ſo wende deine Gnad Zu deinem armen Kinde Und gib mir allzeit guten Rath, Zu meiden Schand und Sünde. Behüte meines Mundes Thür, daß mir ja nicht ent⸗ fahre Ein ſolches Wort, dadurch ich dir Und deiner frommen Schaare Verdrießlich ſei und ſchade. 3. Bewahr, o Vater, mein Gehör Auf dieſer ſchnöden Erde Vor Allem, dadurch deine Ehr Und Reich be⸗ ſchimpfet werde. Laß mich der Läſtrer Gall und Gift Ja nimmermehr be⸗ rühren; Denn wen ein ſolcher Un⸗ flath trifft, Den pflegt er zu verführen, Auch wohl gar umzukehren. 4. Regiere meiner Augen Licht, Daß ſie nichts Arges treiben. Ein unverſchämtes Angeſicht Laß ferne von mir bleiben. Was ehrbar iſt, was Zucht erhält, Wornach die En⸗ gel trachten, Was dir beliebt und wohlgefällt, Das laß auch mich hoch⸗ achten, All Ueppigkeit verlachen. „5. Gib, daß ich mich nicht laſſe ein Zum Schlemmen und zum Praſ⸗ ſen. Laß deine Luſt mein eigen ſein, Die Andre fliehn und haſſen. Die Luſt, die unſer Fleiſch ergötzt, Die zeucht uns nach der Höllen, Und was die Welt für Freude ſchätzt, Pflegt Seel und Geiſt zu fällen Und ewiglich zu quälen. 6. O, ſelig iſt, der ſtets ſich nährt Mit Himmels⸗Speis und Tränken, Sir. 23, Vom chriſtlichen Wandel. Das Der Nichts mehr ſchmeck, ſieht und hört Und Nichts zu denken, Als nur, was zu dem ge ben bringt, Da man bei Gotte lebe Und bei der Schaar, die fröhlih ſingt Und in der Wolluſt ſchwele Die keine Zeit aufhebet. Paul Gerhard, g. 1606, t. Wrg Wahre Weisheit. Aus dem B. der Weish. Cap. 9 Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. 908 0 Gott, mein Vate 4— und mein Herr, Um und breit Mit heiliger Gerechtigit Soll herrſchen und regieren: 2. Gib mir die Weisheit, diete dir Um deinen Thron ſtets ſchnit Die deine Werke für und für it net und erhebet. Sie war dat da du die Welt Mit Allem, wasſ in ſich hält, Durch dein Wort hieit werden. Was dir gefällig iſ, t Gott, Und was erfordert dein Getn Weiß man durch ſie auf Erden. 3. Ach, ſende ſie von oben bat Aus deinem heilgen Throne, Den Throne deiner Herrlichkeit, Auf diß Verwirf in die ſem Jammerthal Mich nicht als deiner Kinder Zahl, Ich bin din Knecht geboren. Ich bin ein ſchwe⸗ ches Menſchen⸗Kind, Deß Tage 6 und wenig ſind, Mein Wiſſen verloren 1 4. Drum ſende ſie, daß ſie be mir Stets ſei und helf arbeltn Mich lehre, was gefället dir, Luſſt mich mäßig leiten 8 meinen 5 ken allezeit, Durch ihre große he 6 keit Mich gnädiglich bewahren. 7 weiß und kennet Alles wohl; MM man vor dir recht leben ſoll⸗ ſie in mir wohne. man durch ſie erfahren. Niihtz begehrt annen? We ber hat Brunnquell aller Gaben, Der du da Himmel, Erd und Meer Und, uu ſie in ſich haben, Durch deine Wa⸗ tes Kraft gemacht Und durch ie Weisheit vorgebracht, Den Menſchet zu formiren, Daß er auf Erden mt i y. Denn een Rath,! 21 Menſch Sein Rathu die Seel! Pir können Und was u Faum treffer 6. Wer w lſch iſtO. Wer will de Erfahren und Daß du W. denen, die d der Höhe, Welt, Was falt Und ſe 1 Drum unir, Er dh deine W m und bei i ſets me ch ja nicht duch ſie dich nein höchf lehen fort un unnen. d. Kothwendigl Mel. Es 09.4 ins Ende, d ſüigich no gaul Gerhan, b iur Beii Aus—. der Wiich 0 Mo Waſerfiſe a 901 nn mein Brunn ler Gaben 4 Himm— und Mer k ſſte in ben, Durh in ts macht Undd Weis d6 gebracht, Dag zu forn= e Daß er aufch und br ltt helüge Ge (Soll hſ in und reimn 2, G die Paua dir Umn Thron ſebt Die dei re für udſß net un cbet. Sie u da du alt Mit Alen in ſich— Durch den r werden= s dir geilht Gott, I as erforder de Weiß m urch ſie af ch 3. 1. ande ſie vont Aus der= ¹heilgen Thm⸗ Throneii r Herrüchket ſie in. ahne. Perif ſem Jäm thal Nih n deiner rm: Zahl, ah Knecht Dm. Ic bia ches M= Kid, dil und wDind, Nad verloren 4. 1* ſende ſte M mir G ſſei ud bi Mich 1e= das geiälltn mich m.— eiten In nun ten alle— Durch it 2 m tit A Dihs weiß u met man von recht lüaſ man due erſa Vom chrichſtlichen Wandel. 5. Denn welcher Menſch weiß dei⸗ nen Rath, Und wer weiß dein Be⸗ ginnen? Wer kann, was Gott be⸗ ſchloſſen hat, Erdenken und beſinnen? Des Menſchen Thun iſt wandelbar, Sein Rath und Anſchlag voll Gefahr; Die Seel beſchwert mit Sünden: Wir können, was auf Erden geht, Und was uns unter Händen ſteht, Kaum treffen und erfinden. 6. Wer will denn nun, was himm⸗ liſch iſt, O Herr, erforſchen können? Wer will das, weſſen Raths du biſt, Erfahren und benennen? Es ſei denn, Daß du Weisheit gibſt Und ſendeſt denen, die du liebſt, Den Lehrer aus der Höhe, Damit man lerne in der Welt, Was richtig iſt und dir ge⸗ fällt, Und ſo ins Leben gehe. 7. Drum wende dich, mein Gott, zu mir, Erhöre dieß mein Flehen: Laß deine Weisheit für und für In, um und bei mir ſtehen. Gib, daß ich ſtets mein Herz regier, Damit ich ja nicht irr von dir, Laß mich durch ſie dich kennen: So werd ich, o mein höchſter Hort, Dich herzlich lieben fort und fort Und ewig Vater nennen. D,§. G. Neuß, g. 1654, ſt. 1761. Nothwendigkeit der Nüchternheit. Mel. Es iſt gewißlich an der Zeit. 909 9 Trunkenbold, erzittre . Doch Und denk einmal ans Ende, Da du mit Schlemmen täglich noch Fällſt in des Satans Hände! Wie kannſt du noch ſo när⸗ riſch ſein, Daß du dir Freude bildeſt ein, Wo Nichts, als Weh zu finden. 2. Du nimmſt zu dir mit Ueber⸗ fluß Die theuren Gottes⸗Gaben, Daß Mancher drüber darben muß, Die Deinen auch Nichts haben; Du machſt dich ſelber ungeſund, Du biſt ein Menſch und wirſt ein Hund Durch unflathsvolles Speien. 3. Dabei verarmſt du mehr und mehr, Verlierſt Verdienſt nnd Sin⸗ nen; Bringſt ſelbſten dich um Gut und Ehr, Anſtatt was zu gewinnen; 549 Du Denkſt in deiner Völlerei Nie⸗ mals, was deine Seele ſei, Die geht dabei verloren. 4. Wie, wenn in ſolcher Trunken⸗ heit Dein Ende nun herkäme? Wie, wenn zur unverſehnen Zeit Der Rich⸗ ter dich hinnähme? Wo hättſt du denn zur Buße Raum, Und würde nicht alsdann der Baum, Wie er gefallen, liegen? 5. Du weißt ja wohl das Weh und Ach, So Jeſus denen dräuet; Was Paulus dem für Ungemach Und Qual geprophezeiet, So bis zu ſpä⸗ ter Mitternacht Die Zeit mit Saufen zugebracht; Und doch wirſt du nicht nüchtern. 6. Ei, ei, wie wirſt du in der Pein Der Höllen durſtig klagen! Dort ſchenkt man Pech und Schwefel ein, Du kannſt den Schlemmer fragen: Kein Tropfen Waſſer haſt du dort, Du ſchmachteſt allda immerfort, O, nimm es doch zu Herzen! 7. Ach, ſcheide dieſen Augenblick Dich von des Satans Gliedern; Kehr um, ach, kehre bald zurück von dei⸗ nen naſſen Brüdern! Such Mäßig⸗ keit und Seelen⸗Ruh, Dir ruft noch jetzo Petrus zu: Seid nüchtern, wacht und betet! 8. Des Herren Jeſu Mäßigkeit Be⸗ zahlt was du verſchuldet, Zu deiner ewgen Seligkeit Hat er auch Durſt er⸗ duldet Und, wenn die Luſt zum Trunk dich plagt, So denke dran, wie Jeſus klagt: Mich dürſtet, ach, mit dürſtet! M. Chr. Schmidt, g. 1683, ſt. 1754. Verborgene Herrlichkeit der Gläubigen. Coloſſ. 3, v. 3. 4. Mel. Warum ſollt ich mich denn. was für ein herrlich 910. 9, Weſen Hat ein Chriſt, Der da iſt Recht in Gott geneſen, Der aus ihm iſt neu geboren, Und hier ſchon In dem Sohn iſt zum Kind erkoren! 550 „2. Wenn die Seel ſich von der Erden Ganz loßreißt, Durch den Geiſt Heilig hier zu werden: So iſt das ihr hoher Adel, Welchen ſie Je und je Findet ohne Tadel. 3. Irdſche Scepter, irdſche Kro⸗ nen Sind ein Sand Und ein Tand Nebſt den hohen Thronen: Eine Seel, die Gott regieret, Hoffet ſchon Eine Kron, Die ſie ewig zieret. 4. Köſtlich iſt ſie ausgeſchmücket, Reine Seid Iſt ihr Kleid, Hoch iſt ſie beglücket; Innerlich glänzt ſie von Golde; Pranget ſehr, Lebt in Ehr, Denn Gott iſt ihr holde. 5. Doch ihr Glanz iſt hier ver⸗ decket Vor der Welt, Die ſie hält, Als wär ſie beflecket; Sie lebt jetzt in Gott verborgen, Kriegt oft Hohn Hier zum Lohn; Doch ſie läßt Gott ſorgen. 6. Hier ſteht dieſe Ros im Grunde, Und ihr Schein Bleibet klein Bei der Prüfungs⸗Stunde. Man tritt ſie hier oft mit Füßen, Aber Gott Wird den Spott Ihr einmal ver⸗ üßen. 7. Chriſtus, der ſie hat erwählet Und als Braut Ihm vertraut, Der ſieht, was ihr fehlet; Er tröſt ſie im ittern Leiden; Führt ſie dann Auf die Bahn Der vergnügtſten Freuden. 8. Ihre Hoheit wird vermehret Bei dem Schmerz, Der ihr Herz Hier im Kreuz bewähret; Dieſes ſchmücket ihre Krone, Die einmal Nach der Qual Sie bekommt zum Lohne. 9. Ewig wird ſie triumphiren, Wenn ihr Hirt, Chriſtus, wird In ſein Haus ſie führen Und ihr öffnen alle Schätze, Damit ſie Je und je Sich daran ergötze. 10. Dann wird ſie kein Leid mehr beugen Und ihr Glanz Wird ſich ganz Offenbarlich zeigen. Sie wird leuchten als die Sonne; Gott allein Wird ſtets ſein Ihre Freud und Wonne. 11. Dann wird ſie mit Chriſto ſitzen Auf dem Thron, Ihre Kron wird von Glanze blitzen: Dann wird Jeder⸗ 4 Vom chriſtlichen Wandel. mann ſie kennen Und ſie frei Dhe Scheu Hoch von Adel nennen J. Gabr. Wolf, g. 1684 ſ. 15, Richtige und wichtige Herrlichket der Gläubigen. Mel. Ach, wie nichtig, ach, wie. 9 11 wie richtig und me *☛]) wichtig Iſt der Chriſe Leben! Weder heute, weder men Darf man für Verderben ſorza Denn es iſt in Gott verborgen. 2. O, wie richtig und wie wän Sind der Chriſten Tage! Wer ſ durch die Zeit gedrungen Und ie Ewige geſchwungen, Dem i Tag gelungen. 3. O, wie richtig und wie wit Iſt der Chriſten Freude! Freudet Gott gegründet Und den Geiſt verbindet, Freude, die kein En 4. O, wie richtig und wie ii Iſt der Chriſten Schönel Schönheit im Gemüthe Iſt b in größrer Güte, Als der Schönheits⸗Blüthe. 5. O, wie richtig und wie witth It der Chriſten Stärke! Fleiſchu 24 aunt eufel muß verſpielen Und der bi⸗ ſten Kräfte fühlen, Wenn ſie nit der Seele zielen.. 6. O, wie richtig und wie witth Iſt der Chriſten Glücke! Wem Gott zu ehren denken Und daun ihr Herze lenken, Will Gott ihn Glücke ſchenken... 7. O, wie richtig und wie viti Iſt der Chriſten Ehre! Sie ſind bet tes Freund und Kinder,— der und nicht minder Aller Feine Ueberwinder. S. D, wie richtig und wie wiht Iſt der Chriſten Dichten! Wenſ Gott in tauſend Weiſen, Vad Haus und bald auf Reiſen, Nu Mund, Herz und Leben preſſen 9. O, wie richtig und wie wihſi der Chriſten Wiſſen! Was ſi 1 Welt entriſſen, Iſt auch Nichts⸗ ieſſ befliſſen Und will nur von Zeſuwiſt. Chriſti Be 1 10. 9, Sind der pahren C unſichtbare Dicbe gral 1l.. t der Ch ſn Demut Scepter ſt dort regier It der Et ſt die Pre die Stadt Gaſſen pr. Sind der virkt ſelbſt heißt ſie d disß kann gerrliches 1 Cor. 2, 1„ 8027 durch an— nnen U. 3 Gabr.Wuß⸗ 8 Richtz. iht nd wicti Gliäubia 9 1 neug, b vie nch jſenh. eſe ue e Denn für dhns „ ai Got ven =.d richtig ud uurch, ZFeit gedrund⸗ Ewige=wunba 8 Lag ,— en. 3. richtig udn X—. 1 N de ſten aädln Gott(☚ det Und denon — —— ſ 4 — verbin—reude dekuth 4. zrichig udn riſten Shin nn(enüite z — Güte, Asn t Wlthe. richtig dn — iſten Stürke ſ —N bverſpielen ☛⁵ ſühlen, Vaf DBelen. zrichtig udn Iſt d) ² eiſten Glä! . 1SG — — — — ——— 8— 67 —— —— — — — 2 Gott ren dencen ke ihr H4=nken, Vlb Glüch Alen. 7 1„richtig udn Iſt do= ſten Gre 8 tes Rarnnd Kunder di ) der uß leee cht minder A a richtig ude Iſt da iſten Tictal! Got d Wen Gott lſend Wain Haus— dald auf N Mund= und Cha 9. Srrichtig udmn ,— Fißen Voi der C= Wiſen. 7 Welt ot⸗ n. Iſtaud 8. 1 ¹ befliſſe* wil mm Vom chriſtlichen Wandel. 10. O, wie richtig und wie wichtig Sind der Chriſten Schätze! Was die wahren Chriſten haben, Sind ganz unſichtbare Gaben, Wornach keine Diebe graben. 11. O, wie richtig und wie wichtig Iſt der Chriſten Herrſchen! Dieſe laſ⸗ ſen Demuth ſpüren, Wollen keinen Scepter führen, Nur mit Chriſto dort regieren. 12. O, wie richtig und wie wichtig Iſt der Chriſten Prangen! Chriſten 4 die Pracht vergangen, Bis ſie in die Stadt gelangen, Wo viel goldne Gaſſen prangen. 13. O, wie richtig und wie wichtig Sind der Chriſten Sachen! Gott wirkt ſelbſt ihr Thun und Dichten, Heißt ſie dieß und das verrichten, Dieß kann keine Zeit vernichten. Joh. Chriſtoph Ruben, um 1712. Herrliches Wiſſen der Chriſten. 1. Cor. 2, v. 2. Epheſ. 3, v. 19. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 91 2 Prange⸗ Welt, mit deinem Wiſſen, Das du jetzt ſo hoch gebracht! Ich kann deine Weisheit miſſen, Die der weiſe Gott veracht. Meines Jeſu Kreuz und Pein Soll mein liebſtes Wiſſen ſein! Weiß ich das in wahrem Glauben, Wer will mir den Himmel rauben? 2. Andre mögen Weisheit nennen, Was hier in die Augen fällt, Ob ſie ſchon den nicht erkennen, Deſſen Weis⸗ heit Alles hällt: Mir ſoll meines Jeſu Pein Meine Kunſt und Weisheit ſein; Das Geheimniß ſeiner Liebe Iſt die Schul, da ich mich übe. 3. Andre mögen ihre Sinnen Schärfen durch Verſchlagenheit, Daß ſie Lob und Ruhm gewinnen Bei den Großen dieſer Zeit: Ich will meines Heilands Schmach Ganz alleine denken nach. Chriſten will es nicht geziemen, Daß ſie ſich des Eitlen rühmen. 4. Andern mag es wohl behagen, Wenn ſie hurtig und geſchickt, Große 551 Schätze zu erjagen, Und wenn ihnen Alles glückt: O, mein Reichthum, Glück und Theil Iſt der armen Sün⸗ der Heil; Dieſes weiß mein Herz zu finden Und die Welt zu überwinden. 5. Ei, ſo komm, mein wahres Le⸗ ben, Komm und unterweiſe mich, Dir will ich mein Herz ergeben, Daß es wiſſe Nichts, als dich, Allerliebſte Wiſſenſchaft! Ach, beweiſe deine Kraft, Daß ich einzig an dir hange Und Nichts außer dir verlange! 6. Weiß ich keinen Troſt auf Er⸗ den, Klagt mich mein Gewiſſen an, Will mir Angſt und Bange werden, Iſt Nichts, das mir helfen kann, Drückt mich des Geſetzes Joch, So laß mich bedenken doch, Daß du haſt mit deinem Blute Gnad erlan⸗ get mir zu Gute.. 7. Ach, mein Jeſu, pflanze weiter Dieſes Wiſſen in mein Herz; Sei mein treuer Freund und Leiter Und laß deines Todes Schmerz, Deine ſchwere Kreuzes⸗Pein Mir ſtets in Gedanken ſein! Du haſt dich mir wollen ſchenken: Daran laß mich ewig denken. 8. Endlich, wenn des Todes Grauen Alles Wiſſen von mir treibt, So laß meine Augen ſchauen Dieſen Troſt, der ewig bleibt: Jeſu Leiden, Kreuz und Pein Soll mein letztes Wiſſen ſein. Jeſu, hilf mir das vollbringen, So will ich dir ewig ſingen! Joh. Job, g. 1664, ſt. 1736. Geiſtliches Ringen. Luc. 13, v. 24. Mel. O, der Alles hätt verloren. inge recht, wenn Gottes 913. R Gnade Dich nun ziehet und bekehrt, Daß dein Geiſt ſich recht entlade Von der Laſt, die ihn beſchwert. 1 2. Ringe; denn die Pfort iſt enge Und der Lebens⸗Weg iſt ſchmal: Hier bleibt Alles im Gedränge, Was nicht zielt zum Himmels⸗Saal. 55² 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, Dring hinein in Gottes Reich; Will der Satan widerſtreben, Werde weder matt noch weich 4. Ringe, daß dein Eifer glühe Und die erſte Liebe dich Von der anzen Welt abziehe: Halbe Liebe dält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, Hulte damit feurig an; Laß dich keine Zeit gereuen, Wärs auch Tag und Nacht gethan. 6. Haſt du denn die Perl errun⸗ gen, Denke ja nicht, daß du nun Alles Böſe haſt bezwungen, Das uns Schaden pflegt zu thun.. 7. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, Deines Heils mit Zittern wahr: Hier in dieſer Leibes⸗Höhle Schwebſt du täglich in Gefahr. 8. Halt ja deine Krone feſte, Halte männlich, was du haſt. Recht beharren iſt das Beſte, Rückfall iſt ein böſer Gaſt. „9. Laß dein Auge ja nicht gaffen Nach der ſchnöden Citelkeit; Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe Träg⸗ und Sicherheit. 10. Laß dem Fleiſche nicht den Willen, Gib der Luſt den Zügel nicht: Willſt du die Begierden füllen, So verliſcht das Gnaden⸗Licht. 11. Fleiſches⸗Freiheit macht die Seele Kalt und ſicher, frech und ſtolz, Frißt hinweg des Glaubens Oele, Läßt Nichts, als ein faules Holz. 12. Wahre Treu führt mit der Sünde Bis ins Grabbeſtändig Krieg, Richtet ſich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg. 13. Wahre Treuliebt Chriſti Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Wolluſt⸗Pflege, Hält ſich ſelber Nichts zu Gut. 14. Wahre Treu hat viel nen, Spricht zum Lachen: Du biſt toll! Weil es, wenn Gott wird erſcheinen, Lauter Heulen werden ſoll. 15. Wahre Treu kommt dem Ge⸗ tümmel Dieſer Welt niemals zu nah: Itt ihr Schatz doch in dem Himmel; rum iſt auch ihr Herz allda. zu wei⸗ Vom chriſtlichen Wandel. 16. Drum bedenket wohl, Streiter! Streitet recht und fürthin euch; Geht doch alle Tage weite Bis ihr kommt ins Himmelreih, 17. Denkt bei jedem Augenbli Obs vielleicht der letzte ſei; Bringt die Lampen ins Geſchicke, Holt ſtet neues Oel herbei. 18. Liegt nicht alle Welt im Pe⸗ ſen? Steht nicht Sodom in der Glu Seele, wer ſoll dich erlöſen? Gila eilen iſt hier gut. 19. Eile, wo du dich errate Und nicht mit verderben willſt, Mai dich los von allen Ketten, Flau als ein gejagtes Wild. 1 dich von Allem rein. *) 1. Moſe 19, 22. 22B3. 21. Laß dir Nichts am Herzeit⸗ ben, verborgn Bann, Such in Gott geheim gi⸗ ben, Daß dich Nichts befleckenim 22. Eile, zähle Tag und Stune Bis dein Bräutgam hüpft m. ſpringt Und, wenn du nun übennn den, Dich zum Schauen Gottes brin 23. Eile, lauf ihm doch entgezen Sprich: Mein Licht, ich bin demn Nun mein Hüttlein abzulegen, Mh dürſt nach der Ewigkeit! Joh. Joſ. Winkler, g. 1670, ſ Phil. 2. v. 12. Schaffet, daß ihr ſelig werdet mit Furcht und Zittern. Mel. Freu dich ſehr, o mnaue chaffet, ſchaffet, Ma⸗ 914. 5 haf ziſte Stu eure Seligkeit, Bauet nicht, wie 9 Sünder, Nur auf gegenwärtge hel⸗ Sondern ſchauet über euch, Ring nach dem ſchaunn ach Und dnd euch auf Erden, Wie ihr mögetſil werden! 2. Daß nun dieſes mag geſce hen, Müßt ihr nicht nach Jli 20. Lauf der Welt doch aus da Händen, Dring ins ſtille“) Zoaran Eile, daß du mögſt vollenden, Mat Fleuch vor dem verborgg nnd und Büut gehen, Sot ut, Das bures Lebe nag Fleiſ lebel oder 3. Ihr Daß in eue ir Feeiſch Daß euch daß Gottes das Gute ſiner Gna beelen⸗Sche 4. Selig pft. Selig Und die S Sllig wer n Chriſti nm dem humel wi nit ghriſto Werd. 9n. Sonde dire Neigu tricht eure tiſern Stre nals rechter id die Kre Aohne. 6. Mit de dat bei Chr ih Reden, en Geiſt un te Chriſti, rahrlich nien nit frechem dun und 171 uri Seel Un in, Er iſt nd, nachden 4— 1 die La 4 der legte ſ 1 —wo du w t verdte ä att, 44 e ars 20. m der Vait Ah. Händet!— ing inz 5 Eile, d mogſt volledn, dich vof em ren. . Ae 19, 2, A 21. Mir Nihts mig ben,= vor dem Bann,= 3 in Got Neen den, D ch Nihts biit 22.= zähle Tag uda Bis Bräutgan ſih ſpringtt. wem dum den, Di 1SchauenGet 23. G= lauf ihm dohn Loh Sprich= in Lit, ihh Nun mr⸗nnüttlein abzle dürſt nMrr Grigkett — oſ. Winkler„ n jil. 2. v. 13 Schafft F inr ſeli m un itm A a iih ſi im 914 caffet, ſſt ſchen⸗Kinda eure SI. 1. Bautt iite Sünden==r auf gegenne Sondetſ met ida ah nach d mmelrech l euch alen, Wi irm atda nun dieſts un hen, 4 ℳ ihr richt u und Blut Und deſſelben Neigung gehen, Sondern, was Gott will und thut, Das muß einig und allein Eures Lebens Richtſchnur ſein, Es mag Fleiſch und Blut in Allem Uebel oder wohl gefallen. 3. Ihr habt Urſach zu bekennen, Daß in euch noch Sünde ſteckt, Daß ihr Fleiſch von Fleiſch zu nennen, Daß euch lauter Elend deckt, Und daß Gottes Gnaden⸗Kraft Nur allein das Gute ſchafft, Ja, daß außer ſeiner Gnade In euch Nichts, denn Seelen⸗Schade. 4. Selig, wer im Glauben käm⸗ pfet Selig, wer im Kampf beſteht nd die Sünden in ſich dämpfet, Sal wer die Welt verſchmäht! Un⸗ ter Chriſti Kreuzes⸗Schmach Jaget man dem Frieden nach; Wer den Himmel will ererben, Muß zuvor mit Chriſto ſterben. 5. Werdet ihr nicht treulich rin⸗ gen, Sondern träg uud läſſig ſein, Eure Neigung zu bezwingen, So bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg Folget nie⸗ mals rechter Sieg; Wahren Siegern wird die Krone Nur zum beigelegten kohne. 6. Mit der Welt ſich luſtig machen, Hat bei Chriſten keine Statt; Sünd⸗ lich Reden, üppig Lachen Schwächt den Geiſt und macht ihn matt. Ach, bei Chriſti Kreuzes Fahn Geht es wahrlich niemals an, Daß man noch mit frechem Herzen Sicher wolle thun und ſcherzen. 7. Furcht muß man vor Gott ſtets tragen; Denn er kann mit Leib und Seel Uns zur Hölle niederſchla⸗ gen; Er iſts, der des Geiſtes Oel nd, nachdem es ihm beliebt, Wollen und vollbringen gibt. O, ſo laßt uns zu ihm gehen, Ihn um Gnade anzuflehen! 8. Und dann ſchlagt die Sünden⸗ Glieder, Welche Adam in euch regt, In den Kreuzes⸗Tod danieder, Bis ihm ſeine Macht gelegt. Hauet Händ und Füße ab, Was euch Vom chriſtlichen Wandel. 553 ärgert, ſenkt ins Grab Und denkt oftmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9. Zittern will ich vor der Sünde Und dabei auf Jeſum ſehn, Bis ich ſeinen Beiſtand finde, In der Gnade zu beſtehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht Mit mir Armen ins Ge⸗ richt; Gib mir deines Geiſtes Waf⸗ fen, Meine Seligkeit zu ſchaffen! 10. Amen, es geſchehe, Amen! Gott verſiegle dieß in mir, Auf daß ich in Jeſu Namen So den Glau⸗ bens⸗Kampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk Und regiere ſelbſt das Werk, Daß ich wache, bete, ringe Und alſo zum Himmel dringe! L. A. Gotter, g. 1661, ſt. 1735. Erbauliche Anwendung des chriſtlichen Glaubens. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 915 chöpfer dieſer gan 4192. Welt, Erd und Him⸗ mel, deine Werke, Die dein Wort ſchuf und erhält, Zeigen gnugſam deine Stärke: Alles dieß hat deine Macht Nur aus Nichts hervorgebracht. 2. Alle Creatur iſt gut: Gib, daß ich den Mißbrauch meide Und mein ſündlich Fleiſch und Blut Nicht zu ſehr an ihnen weide. Das Geſchöpfe weiſet mich, Großer Schöpfer nur auf dich. 3. Ich bin deiner Hände Werk, Leib und Seel iſt dein Geſchenke: Gib, daß ich es fleißig merk Und mit Danken dran gedenke, Daß ich deiner Macht vertrau Und noch fer⸗ ner auf dich bau. 4. Web und leb ich nur in dir, Laß mich dir zu Ehren leben: Du wirſt auch noch ferner mir Meines Lebens Nothdurft geben. Ich ver⸗ laſſe mich auf dich: Sorge hier und dort für mich. 5. Gottes und Marien Sohn, Prieſter, König und Prophete, Mittler und Genaden⸗Thron, Der am Kreuze ſich erhöhte, Gib, daß ganzen 5„——.— 5 ————y.—yy 554 dich mein Glaube kennt Und dich meinen Jeſum nennt! 6. Du, mein ſüßer Jeſu, biſt Mir geboren, mir geſtorben; Was in Adam ich vermißt, Haſt du wiederum er⸗ worben: Gib mir Kraft, daß ich fort⸗ hin Auch dein Eigenthum ſtets bin. 7. Alles Heil kommt nur von dir, Heiland aller armen Sünder! Dein Tod war die Lebens⸗Thür Und des Todes Ueberwinder: Laß auch deines Leidens Pein Mein Verdienſt im Glauben ſein. 8. Tod und Hölle ſind durch dich, Großer Sieger überwunden, Und durch dieſen Sieg hab ich Ruh im Tod und Grabe funden; Durch dich werd ich auferſtehn Und getroſt zum Richter gehn. 9. Licht vom Vater und dem Sohn, Leuchte mir mit deinem Scheine; Stärke mich vor Gottes Thron, Wenn mein ſchwacher Glaube kleine; Sprich mir ſelbſt das Abba für, Seufze, guter Geiſt, in mir! 10. Gib, daß ich ein wahres Glied In der Kirche Chriſti heiße, Daß tiemand mein Herz bezieht, Noch den Tempel hier zerreiße, Welchen du, o werther Gaſt, Dir allein ge⸗ bauet haſt! 11. Tröſte mich bei meiner Reu Mit Vergebung meiner Sünde; Stehe mir mit Seufzen bei, Daß für Recht ich Gnade finde; Troſt zerrinnt, Zeige, daß ich Gottes Kind. 12. Laß mich auch nach dieſer Zeit Auf ein ander Leben hoffen, Bis des Glaubens Freudigkeit Auch im Schauen eingetroffen Und, was hier mein Credo*) weiſt, Dorten lauter Amen heißt. Vom chriſtlichen Wandel. Wenn mir aller feſt an dir Mit Verlangen hangen, Bleib mein Schild, und Panier. 2. Lebens⸗Quelle, Klar und hl Biſt du, wenn ich dich empfind: Dan ſüßen Liebes⸗Küſſe Süßer mir, i Honig ſind. 72 2 — —— —2— 6 3. Laß, mein Jeſu, Keine Unau Mich von deiner Lieb abführn de die Welt ſchon Auf dein Zie Haß und Grimm läßt ſpürn. 4. Obgleich Dornen Mich u vornen Und von hinten ner Hier beiſammen mü Dort wird ſcheiden Gott mit Veine Wenn die Ernte wird angehn, 6. Blindes Schnauben Kran Glauben Und verfolgt der C⸗ Hand. Mein Gott, höre, kehre, Daß dein Kirchlein fuutti werd! 7. Und viel Glieder Hin unte der Sich zu dir noch finden ein e wird Freude Nach dem Leide Ui⸗ der Bekehrung ſein.. 8. Armes Zion, Gott iſt dein lin Bleibe du nur ihm getreu, Sä⸗ duldig, Leb unſchuldig Vor der W und rede frei. 9. Schmale Wege, Enge Stz Zeigen, wie vorſichtig wir Vander ſollen, Wenn wir wollen Ohne We ſtoß leben hier. 1 10. Furcht und Zittern Mt ſchüttern Leib und Seel in vaftn Buß; Reu im Herzen, Glaubels Kerzen Gott in uns anütde 1 2 — 635 — . 4 31 muß. *) d. i. Glauben, B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Chriſtliche Beſtändigkeit. 91 6 Herlen Weide, Meine — 4 Freude, Jeſu, laß mich V Wolluſt meiden, thun, was Gott 12. Eifrig haſſ wahrer Chriſt. 11. Brennt der Glaube, Ei ſchaue, Was für Krä beliebt. en, Unterlaſſen de nur Gott zuwider iſt; Seinen M len Zu erfüllen, Darnach 2i. Adam Dreſe, 3.1630,5 fte er uns git Wilüi leiden, Gent * ſl „ 3 r Na 6l laſſen F 3 ¼ 55 ſtrelt dl Chriſt Offer Mel. Frer 917.1 aus den Kau Stände, T Dampf: Ac ſ nicht w 4. Sei daſ dich 1 ſichts vond u Teh und Ungeduld? näͤget MitG * deſtopfet, T deldpfet. 1 llichen 12n. ch r m n, 6. L es Shnuba 2, Glauf— Und verfolgt w n Hanß ein Gott, ſür, h kehre= dein Kertle e, werd 8—81—- 2. 4 1 Biſt!— Bi michd . Honif— feſt a hang N.Mtt B und. be dhe mei 4 —— Ni mein de die 1e deinr d Haß hon duf dn * 4 ‿ rinm liti vor lih Dam 4 rin t— dd von dinm ern dußel du nih vollb 5.=em Kürne Ui 7.— viel Gläede hn. der S= dir noh fin wird=he Nach den der 1eung ſein S.— s Zion, Gottit Bleih nur ihm gen duldiſ= unſchudiy de und— re. 9.=nale Wa 5. Zeigs vorſichtg mr ſollen Im wir vola⸗ ſtoß=. 10⁄= Aht und Jim ſchütt Weid und St Buß;—=t im Hem Kerzg ott in uüt muß. 11 mt der Gu ſchauf— s für Kifttt dol—n den, Vnh thun,*= Gott beütt 12.— z haſſen Uin nur(= auwider ſt, d wahr— itt. len J=llem, Dms Mdan duig9 Vom chriſtlichen Wandel. 55⁵ Chriſtliche Beſtändigkeit. Offenb. Joh. 2, v. 10. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 917 Hei getreu bis an das 6 Ende, Daure redlich aus den Kampf! Leideſt du gleich harte Stände, Duldeſt du gleich manchen Dampf: Ach, das Leiden dieſer Zeit Iſt nicht werth der Herrlichkeit, So dein Jeſus dir will geben Dort in jenem Freuden⸗Leben. 2. Sei getreu in deinem Glauben. n Baue deiner Seelen Grund Nicht auf zweifelhafte Schrauben! Laſſe den Gewiſſens⸗Bund, So geſchloſſen in t der Tauf, Gott nicht wieder ſagen auf: Der iſt gottlos und verloren, Der meineidig dem geſchworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe Ge⸗ gen Gott, der dich geliebt! An dem ächſten Gutes übe, Und ob er dich hat betrübt, Denke, wie dein Heiland that, Als er für die Feinde bat: So mußt du verzeihen eben, Soll Gott anders dir vergeben. 4. Sei getreu in deinem Leiden, Laſſe dich kein Ungemach Und auch Nichts von Jeſu ſcheiden, Murre nicht in Weh und Ach! Hilft denn was die Ungeduld? Ach ſie häufet nur die Schuld: Der trägt leichter, der da träget Mit Geduld, was Gott aufleget, 5. Sei getreu in deinem Hoffen! Hilft gleich Gott nicht, wie du willſt, Er hat bald ein Mittel troffen, Daß dein Wünſchen werd erfüllt. Wiſſe, daß oft iſt die Zeit, Da er dir die Hand anbeut, Da dein Ohren ſind verſtopfet, Wenn er lang ſchon an⸗ geklopfet. 6. Drum getreu, getreu aushal⸗ ten Mußt du deinem lieben Gott; Ien mußt du nur laſſen walten, Wenn du nicht willſt haben Spott; Rufe nur, er iſt ſchon hier, Sein Herz bricht ihm gegen dir, Rufe nur, Gott iſt vorhanden, Hoffnung macht ja nicht zu Schanden. 7. Sei getreu in deinem Herzen, Hüte dich vor Joabs Kuß; Denke, Judas leidet Schmerzen Um den fal⸗ ſchen Teufels⸗Gruß. Falſchheit ſei dein ärgſter Feind, Rede, was dein Herze meint; Sei zwar klug in dei⸗ nem Glauben Und doch ohne Falſch wie Tauben. 8. Sei getreu in allen Sachen, Anfang, Mittel und das End Laſſe Gott in Allem machen, Auf daß aller Zweck ſich wend Förderſt hin zu Got⸗ tes Ehr; Ja, du ſelbſten noch viel⸗ mehr Wirſt auf guten Wegen gehen, Von der Sünden⸗Bahn abſtehen. 9. Sei getreu in deinem Kämpfen, Wechte friſch den letzten Ruck, Laß dich einen Teufel dämpfen, Ach, das iſt der härtſte Zug! Wer alsdann mit Jeſu ringt Und das Sünden⸗Fleiſch bezwingt, Der gewißlich Lob erſieget Und die Lebens⸗Krone krieget. Georg Linzuer, um 1680. Treue Beſtändigkeit an Gott. Mel. Was mein Gott will, das. Q WMei Gott getreu, halt ſei⸗ 918. L nen Bund, O Menſch, in deinem Leben! Leg dieſen Stein zum erſten Grund, Bleib ihm allein ergeben; Denk an den Kauf in dei⸗ ner Tauf, Da er ſich dir verſchrieben Bei ſeinem Eid, In Ewigkeit Als Vater dich zu lieben. 2. Sei Gott getreu, laß keinen Wind Des Kreuzes dich abkehren: Iſt er dein Vater, du ſein Kind, Was willſt du mehr begehren? Dieß höchſte Gut macht rechten Muth: Kann ſeine Huld dir werden, Nichts beſſer iſt, mein lieber Chriſt, Im Himmel und auf Erden. 3. Sei Gott getreu von Jugend auf, Laß dich kein Luſt, noch Leiden In deinem ganzen Lebens⸗Lauf Von ſeiner Liebe hoſden. Sein alte Treu wird täglich neu, Sein Wort ſteht nicht auf Schrauben; Was er ver⸗ ſpricht, das bricht er nicht: Das ſollſt du kühnlich glauben. — OEoIͤ ¹ 3 1 4 3 — 1. 3 4 34 4 * 4 † 8 2* 4 4 b —.——————— 5⁵⁶ 4. Sei Gott getreu in deinem Stand, Darein er dich geſetzet: Wenn er dich hält mit ſeiner Hand, Wer iſt, der dich verletzet? Wer ſeine Gnad zur Bruſtwehr hat, Kein Teufel kann ihm ſchaden: Wen dieß Panier beſchützet hier, Dem bleibet wohl gerathen. 5. Sei Gott getreu, ſein liebes Wort Standhaftig zu bekennen, Steh ſeſt darauf an allem Ort, Laß dich davon nicht trennen. Was dieſe Welt in Armen hält, Muß Alles noch ver⸗ gehen; Sein liebes Wort bleibt ewig fort Ohn alles Wanken ſtehen. 6. Sei Gott getreu, als welcher ſich Läßt treu und gnädig finden, Streit unter ihm nur ritterlich, Laß über dich den Sünden Ja wider Pflicht den Zügel nicht. Wär ja der Fall ge⸗ ſchehen, So ſei bereit durch Buß bei Zeit Nur wider aufzuſtehen. 7. Sei Gott getreu bis in den Tod Und laß dich Nichts abwenden: Er wird und kann in aller Noth Dir treuen Beiſtand ſenden, Und käm auch gleich das höllſche Reich Mit aller Macht gedrungen, Wollt auf dich zu, ſo glaube du, Du bleibeſt unbezwungen. 8. Wirſt du Gott alſo bleiben treu, Wird er ſich dir erweiſen, Daß er dein lieber Vater ſei, Wie er dir hat ver⸗ heißen, Und eine Kron zum Gna⸗ den⸗Lohn Im Himmel dir aufſetzen: Da wirſt du dich fort ewiglich In ſeiner Treu ergötzen. Mich. Franck, g. 1609, ſt. 1667. Der Chriſten Seelen⸗Sorge. Mel. Wer nur den lieben Gott. korgt, Chriſten, ſorgt für 91 9. 9 eure Seele Und ſeid mit Fleiß darauf bedacht, Wie ihr ſie reißet aus der Höhle, Darein die Sünde ſie gebracht. Der Satan, als der Sünden⸗Freund, Bleibt ja der Seelen ärgſter Feind. Vom chriſtlichen Wandel. Glas! Es läßt ſich alle Noth ahne⸗ den, Wenn man nur ſ das, Wie ſie bei Gott in Wäe ſteht. Drum ſeht, wie ihr vorſihh geht. 3. Gott hat ihr Heil euch ande und Gut, Worauf ihr ſonſt ſo iis bauet; Dentkt alſo, denket, vas t thut, Daß ihr ſie Gotte wiedengn Da er ſein Blut für ſie hin — —ꝗ 5. Zum Tempel iſt ſie zu Von Gott, dem werthen — 2 3 ‿☚ — — — — — Satan ſie nicht nehme ein, dieß eure Sorge ſein! 6. Seht, wie ſie ſonſten Geht gabet Mit Weisheit, Kraft, und Verſtand, Wie er ſie miin Troſte labet Und ſie beſchiit ſtarker Hand! Hält Gott die 8 allzeit hoch, So ſorget für die doch. 1 1 n An Als wie die Seele maß ii neſen; Drum ſtürzet ſich die ſchnnd Pracht, Soll euch der Himme ſit bereit, Sorgt für die Seele allact 8. Will Gott der Seele gleic i ſchicken Kreuz, Leiden, Angſt un ſchwere Pein: Die Liebe läßt it nih erſticen, Es muß der Weg zun Himmel ſein; Drum laſſet in Kreuzes⸗Gluth Dieß Sorgen ſeß eur höchſtes Gut. lb 9. Und wenn ſich Satan wl 6 mühen, Die Seele durch der Sunde Brut Zu ſich ins Höälln Keit ziehen, Zu rauben ihr des hiruas Gut, So fliehet ſtets die Sünd 2. Ach, tragt die Seel in euren Seel! Händen, Verwahret ſie wie theus ſtets bedenit trauet: Das iſt viel mehr, als Ge An die Mel, Au 920. ich, wo d ih dein W tmn iſt, De Endlich hin 2, Weißt ſ. Warun ne 8 Jtes denn, wrecht betre wimnen, Ste Ehr 0 0. — † 1 6 49 en? 4 Kan käuet Dttl. S me tfür ſein Löhi. Wohl dem der ſrgeuſe Luſt i 1 a I* AAlp 1 ie ei ſe mi Wem er de 1. 2 en Der mi 8 Iin für eine binen läßt uch mit ſolc Dir wir dich gegeſt ſoth, Und d dt Und doch Ach, de 1 dich lan ih zu ſchicke u dich ſett, inden Ewigw § Was dir das iſt dein An die weltbegierige Seele. Mel. Auf, mein Herz, geh mit zu. i teh doch, Seele, ſteh 920. doch ſtille Und beſinn dich, wo du biſt: Denke doch, wo — zit mebac dich dein Wille, Der ſo gar im Ei⸗ ( t vil nn teln iſt, Der ſogar klebt an der Erde, Endlich hin verleiten werde. 2. Weißt du denn, wo du hinren⸗ neſt, Warum du dir Mühe machſt? Iſt es denn, das du bekenneſt, Oder das ſe durecht betrachſt, Drum du, Alles zu ge⸗ winnen, Stetig kränkeſt deine Sinnen? 3. Ehr iſt Rauch, willſt du den (Dda 6 Blut für ſene fangen? Gold iſt Nichts, denn rothe ſu eigen ſit Erd; Trägſt du darnach ein Verlan⸗ gen? Luſt iſt ganz und gar Nichts orgen fre⸗ iſt ganz Tempel ite werth, Wie die Chre uns erzeiget, 1 — 4„5. 2 on(Aen wrrheh Wenn ſie nicht vom Himmel ſteiget. Der[ allem Gunt dieß 6=orge ſein gabet Weishei d und IfT d, Weſi Toſte=r Und ſe li ſtarker Weſen== Sünden ſitt du Seel 4. Laß der Welt den Dampf der aus tans Snia Ehre, Gönn ihr doch, daß ſie ihr Satat aucht nehmein Gold Mit unrechtem Gut vermehre, n Laß ſie ſein den Freuden hold, Die 6. 1A wie ſe ſonn ein Augenblick erfreuen Und hinge⸗ — gen ewig reuen. 5. Wie ein Fiſcher in den Flüſ⸗ en, Der mit Angeln Fiſche fängt, enn er dem den Wurm entriſſen, Ihn für einen andern ſenkt Und doch keinen läßt verſchlingen; So gehts auch mit ſolchen Dingen. 6 Dir wind heute vorfſeſtreut Bis brrr unbel ich gegeſſen todt, Bald ein Andrer dacht,=— nit die dht daran käuet, Bis er kommt in gleiche neſen— 1 hi ſhe Noth, Und dieß Aas ins Netze trei⸗ Pracht All euch da in bet Und doch endlich Keinem bleibet. bereit, S für de en 8. ott der di Auf dich lange ſchon gewetzt; Eile, 92 er, 0l Hält Gi allzeit So ſorge ſä doch. 7. rin Welt ſorg ſte 8. Was dir ewiglich kann dauren, an Das iſt dein und du Nichts mehr; Warum willſt du denn viel trauren — deem ſih öu Um vergänglich Gut und Ehr, Das mühen= Seele zutn dich heute kann erfreuen Und ſich Brut rmich ins hin morgen muß zerſtreuen, V 9. Achte dich nicht ſo geringe, Du bedene Fehe ſesu biſt viel zu gut dazu, Daß dir ſollten Höbl: 1 4 dem, d döbl- Vom chriſtlichen Wandel. i ſolche Dinge nehmen des Gemüthes — 557 Ruh. Willſt du auf der Erde liegen, Kannſt du nicht in Himmel ſegen. 10. Willſt du dich in Weltluſt ſenken? Du biſt ja zum Reich erkorn; Willſt du dich zu Gott nicht lenken, Der dir hat ſo oft geſchworn? So du dich nur willſt bekehren, Soll dein Freude ewig währen. 11. Chriſtus reicht dir ſellſt die Hände, Lauf, o Seel, im Glauben lauf; Sende Muth, Gedanken ſende, Schwing dich fröhlich zu ihm auf. Wirſt du den Erlöſer ſehen, So wird dir erſt wohl geſchehen. 12. Wirf doch hin, was dich be⸗ ſchweret, Ehriſtus will dein eigen ſein, Der ſich gnädig zu dir kehret Und dich zu ſich läſſet ein. Freund⸗ lich will er den umfangen, Der nach ihm nur trägt Verlangen. 13. O, ſo hilf, Du höchſte Stärke, Und mich alſo richte zu Daß ich deine Kraft vermerke, Daß ich deinen Wil⸗ len thu, Daß ich dich allein betrachte Und der Erde nicht mehr achte! 14. Ich bin lahm, du wirſt mich führen: Ich bin blind, erleuchte mich; Ich bin ſtumm, du wollſt anrühren Meine Zunge, daß ich dich Hier an⸗ fangen mög zu loben Und hernach im Himmel droben. 15. Hilfſt du nicht, ſo iſts geſchehen, Niemand ohn dich helfen wird. Gib, Herr, daß ich dich mag ſehen, Daß ich ſprech: O treuer Hirt! Niemand wird von dir verlaſſen, Der dich will im Glau⸗ ben faſſen. Greg. Richter, g. 1560. ſt. 1624 Rechte Bewahrung des Mundes. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 5 tiller Jeſu bei den Wun⸗ 921. 9 den, Undſchuldvolles Gottes⸗Lamm! Iſt doch bis an Kreu⸗ zes Stamm Kein Betrug in dir er⸗ funden, Zartes Herze, ſüßer Mund, Mach mir deine Stille kund! 2. Gib mir einen ſanften, ſtillen, Sittſamen, gelinden Geiſt, Der Nichts von dem Lügen weiß Und dich fürcht um deinetwillen; Einen Mund, der —— 5⁵8 an ſich hält Und die Zung im Zaume ält. 3. Häng ein Schloß, leg einen Rie⸗ gel Mir an meinen loſen Mund, Drücke du zu einem Bund Mir auf ihn ein feſtes Siegel, Daß nicht meiner Zungen Gift Mir mein eigen Unglück ſtift. 4. Narren, die mit Sünden ſcher⸗ zen, Haben ſtets ihr Herz im Mund; Aber wem die Weisheit kund, Trägt den Mund in ſeinem Herzen. Schreib dieß Sprüchlein mir in Sinn, Bis ich recht verſchwiegen bin. 5. Denn es miſcht ſich viele Sünde Unter vielem Reden ein; Oftmals redet man zum Schein, Oftmals aber ohne Gründe; Denn die Lippen, welche klug, Reden wenig, doch genug. 6. Lippen, ſo die Treue lieben, Die gefallen unſerm Gott; Die ſind Gott ein Gräul und Spott, Welche Nichts, als Falſchheit üben. Gott der Wahrheit, bilde mir Solche Wahr⸗ heit immer für. 7. Wer die Lippen kann bewahren, Der bewahrt ſein Leben hie; Schrek⸗ ken aber kommt auf die, Deren Lip⸗ pen ſchnelle fahren. Großer Gott, bewahre du Meine Lippen immerzu! „8. Lieber Gott, mach mich ver⸗ ſchwiegen, Leg mir dieſe Tugend bei, Daß mein Mund verſchioen ſei; Schenk mir aber dieß Vergnügen, Daß er, als dein Eigenthum, Offen ſteh zu deinem Ruhm. „9. Laß dieß meines Herzens Freude, Laß es meine Wonne ſein, ich zu loben in der Pein, Bis ſich, nach vollbrachtem Leide, Mund und Herze deiner freut In der ſüßen Ewigkeit. M. Phil. Friedr. Hiller, g. 1699, ſt. 1769. Um die Art des Lammes Gottes. In eigener Melodie. 0* tilles Lamm und Friede⸗ 922. 9 Fürſt! Meine Seele nach dir dürſt. Ach, wann wird, O mein Hirt, Doch mein Herz mit Lammes⸗Art von dir umgürt? 2. Gib, daß ich in Lieb und Treu Vom chriſtlichen Wandel. Als ein Lamm gehorſam ſei,„ mein Sinn Lieb ſgewinn, Sich Opfer ganz und gar zu geben ſi 3. Schenke mir den ſanften di Der nur Lindigkeit beweiſt, da mir Sei die Zier Und der Schn⸗ der köſtlich iſt und werth vor d 4. Gib, daß ich mit Tapfet Dich zu lieben ſei bereit, Wemnn Pein Nimmet ein, Daß ich nög a Lamm und Löwe vor dir ſein 5. Halte mich dir unbeſſecke l beſtändig aufgeweckt, Nachzuſti Nachzuſehn Und, wo du hinai getroſt dir nachzugehn. 1 6. Lamm, das überwunden it Gib mir armen Lamm die Gm Daß ich hier Für und für Dunh i Blut geſtärket ſtreit und ſieg in ie 7. Führe mich; Wenn ich aln Wandern muß im finſtern Thallte in Tod, O mein Gott, 9, = —— — 1 für ihren bidri 8 das⸗Kuß u Glaube die 5. Hieri bis du mi uß ich m Onaden⸗I dr Gerech ſhlecht und 6. Hilf, age, Nicht Nange ſel nich dieſe Schmach legyptens 7. Tödt Nach uns Laß den a nich durch die todten thriſto aufe — 4 Wenn und ſchütze du mich in der Iutt 8. Wenn du wirſt auf Sienſt Müſſe man mich um dich ſehn Pein, Weiß und rein; Da ſalt mein Lamm, mein Licht und Tut ſein. D. E. F. Richter, g. 1676 ſe Wahre Bekehrung gegen vunn Heuchelei. Mel. Alles iſt an Gottes Sän. 923 reuer Vater, deineitt 8 So aus einem ſetze 5 ch 7 Zorä Triebe Mich in Chriſto auzergiſt Deinen zugezählt, 2. Hat mich zwar bisher geſchet wollen ſtrafen, Noch mich aus dem U 3. Da ich dacht, ich wär ein Einſe Der davon zu reden wüßte, An Kirch, Altar dabei, Sang und 3 den Armen thate, Keine grobe 1 hatte, War es doch nur Heu ee 4. Todtes Werk, verſtellls Me Iſt, was ſich die Welt erleſen l A dem St ein Faß des Zornes gehen, Doch u tragen mit Geduld So, daß du r n ſchaffen, Mitten in der Sünden Stun a 1 ſchen L jen Lu . Oder b imeine G geine Gla nenen Heile 4. Wird: in Andrer Mee man bſ ih mich dar ſoit mit Ch Hauben rech 1l0. Will: Deder in di Und, eh ich zur Welt geboren, Ste zur Kindſchaft auserkoren Und dn * und 6 ſchaff hatte aft. If,— . Gib— armen Laun „ 3 Blut — — in 8. „Müſ Pein 4 mein ſein. =— —½ aufgenä —— — — Vom chriſtlichen Wandel. für ihren Chriſtum hält. Schatten, Bildniß, Schein und Meinen, Ju⸗ das⸗Kuß und Heuchel⸗Weinen Iſt der Glaube dieſer Welt. 5. Hierin hab ich auch geſtecket, Bis du mich haſt aufgewecket. d ben ſi ben Dndoe.— 9 et e hah h der Gerechte, Mich willſt haben Dlt en du ſchlecht und recht! 6. Hilf, daß ich dem Fleiſch ab⸗ 2 l e mich tn ſage, Nicht nach eitlen Ehren frage, 3 em, das ihem r Für und ſir⸗ ke ſtrit 1 3 mich. Wm —muüß im finſen — mein Got, d — du nich im a du wirtt ufe —n nich un di — und vin. N n, mein Lict a d. 5. F. Nibter n — ekehrung gene Heuchele zur Dein 2 9. ein trag wolle 1 9. Der 2 Kirch den 1 92— Then 21 1 „Triek zu un =²☚ h in Griw ] zur Wettpin 1 haft ausen uhlt, ich zwor bi —* un 1 — Gedudd d =en, Nuhmihu — ittenindeett — h dact ihnin 2 zu rden n =² rr dabi, en e= n thate Kin⸗ — t es doß m 8 Pett u — — iih de Ait Reinge ſelbſten Herz und Sinn, Laß mich dieſe Welt verachten, Chriſti Schmach viel höher achten, Als Aegyptens Luſt⸗Gewinn. 7. Tödt des alten Adams Glieder, Mach uns dir zum Opfer wieder, Laß den alten Sinn vergehn; Laß mich durch des Geiſtes Stärke Fliehn die todten Sünden⸗Werke Und in Chriſto auferſtehn. 8. Wenn am Eitlen Andre kleben, Zwiſchen Luſt und Furcht noch ſchwe⸗ ben, Oder blind zur Hölle gehn, Will ich meine Glaubens⸗Flügel Schwingen zu dem Sternen⸗Hügel Und auf meinen Heiland ſehn. 9. Wird man gute Werk hoch ach⸗ ten, Andrer Wandel ſehr betrachten, Wie man bſondre Gaben ehrt, Werd ich mich daran ergötzen, Wenn mir Gott mit Chriſti Schätzen Nur den Glauben recht beſchert. 10. Will der Satan ſeine Diſteln Wieder in die Roſen niſteln Und mich gerne zu ſich ziehn; Zeigt er ſeines Rei⸗ ches Schätze, Stellet fein und grobe Netze, Laß ihn ſich umſonſt bemühn. 11. Sollte mich Aegypten reuen, Ich nach ſeinen Töpfen ſchreien, Herz und Sinn nach Sodom ſehn, Laß mich beten, wachen, kämpfen, Sünde, Tod und Hölle dämpfen Und dem Anlauf widerſtehn. 12. Wird mir Kraft und Muth genommen, Und wenns ſoll zum Tref⸗ fen kommen, Ich nur hab den Willen noch, So verleih auch das Vollbrin⸗ gen, Weisheit, Kraft in allen Din⸗ gen Und zu tragen Chriſti Joch. 559 13. Will die Eigenlieb mich fällen, Oder ſchlagen Trübſals⸗Wellen Auf mein armes Schifflein zu, Weis ich, daß es Jeſus führet Und er ſelbſt das Steur regieret, Bringt es auch in Port der Ruh. 14. Wer kein Herling will ver⸗ bleiben, Muß ſich Chriſto einverlei⸗ ben Und in guter Ruhe ſein, Sor⸗ gen, Geiz und Wolluſt haſſen, Sich allein dem Heiland laſſen, Meiden allen Heuchel⸗Schein. 15. Wer auf ſeinen Heiland trauet, Der hat auf den Fels gebauet Und beſitzt den Himmel ſchon; Ob er gleich muß zeitig leiden, Folgt doch Herrlichkeit und Freuden Dort vor ſeines Jeſu Thron. 16. Herr, du wollſt mich ſelbſt be⸗ reiten, Wie in Zeit und Ewigkeiten Du dein armes Kind begehrſt; Du kannſt kräftgen, ſtärken, gründen, Mittel, Zeit und Wege finden, Da du mir dein Heil gewährſt. 17. Ich will gerne halten ſtille, Meine Heilgung ſoll dein Wille, Laß mein Herze brünſtig ſein, Dich, mein Heiland, zu umfangen Und dir ewig unzuhangen: Sei du mein, ich bleibe ein! 18. Will mich gleich die Welt ver⸗ nichten, Will man mich in Zion richten, Trag ich ſolches mit Geduld Und will mich dabei vergnügen, Wenn ich nur kann ſicher liegen Unter meines Jeſu Huld. 19. Jeſu, was du angefangen, Das erwart ich mit Verlangen: Ach, verſiegl es noch einmal! Laß mich durch dein Geiſt auf Erden Stark am innern Menſchen werden, Salb mich mit dem Freuden⸗Oell 20. Ich will nach der Stille ſtre⸗ ben Und an deiner Liebe kleben, Gib ein feſtes Herze nur, Daß ich ſtets auf⸗ richtig handle, Lauter ſtets in Liebe wandle Als durch göttliche Natur. 21. Herr, bekehr doch auch die Meinen, Schreib ſie zu der Zahl der Deinen, Zeige ihn dein Angeſicht: Ziehe ſie von oben kräftig, Sei durch 560 deinen Geiſt geſchäftig, Bringe ſie zum rechten Licht!. 22. Ja, laß auch die andern Heer⸗ den Bald herzugeführet werden Und vieltauſend Seelen ſein, Die dich ihren Hirten nennen Undinrechter Wahrheit kennen, Einſt mit dir gehn Himmel ein. 23. Daß wir künftig alleſammet, Wenn die Hochzeit anbenamet Und der Bräutigam allda, Helle Glaubens⸗ Lampen bringen Und dem Lamm ein Loblied ſingen: Halleluja! Gloria! L, A. Gotter, g. 1661, ſt. 1735. Jeſus über Alles. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 92 4*Unbeflecktes Gotteslamm, Ruhe doch in meinem Herzen; Säume nicht mein Bräuti⸗ gam, Und vertreib die bangen Schmerzen; Lege mich an deine Bruſt: Alſo hab ich Troſt und Luſt! 2. Ceder von dem Libanon, Ach, gib Schatten, wo ich ſitze; Treib des Unglücks Sturm davon, Halt zurück der Sonnen Hitze; Angenehmſter Lebens⸗Baum, Recht erquickend iſt dein Raum! 3. Julep, der die Lippen mir Nach dem Jammer⸗Durſte kühlet, Ach, gib, daß mein Herz bei dir Zuckerſüßes Labſal fühlet; Eitle Luſt in Wermuth⸗ Saft, Du biſt Manna voller Kraft. — 4. Lebens⸗Brunn, dein Waſſer fleußt Immer rein und nimmer trübe; Tränke doch den matten Geiſt, Zeige mir den Quell der Liebe; Jeſu, deine Wunden ſein Nur mein Troſt in aller Pein! „5. Guter Hirte, laß mich hier Eine ſüße Weide haben; Blumen⸗Klee wächſt nur bei dir, Ohne dich kann mich Nichts laben; Haſt du mich in deinem Schooß, Reißet mich kein Wolf nicht los. 6. Edelſtein, den weit und breit Niemand kann nach Würden ſchätzen; Es iſt deine Köſtlichkeit Für die ganze Welt zu ſetzen: O, verſetze dich in mich! . Vom chriſtlichen Wandel. 7. Weinſtock, den der Himmel aa⸗ nimmer von dir ab, Nun ich i vereinigt lebe, Saft und Kraft ha ich von dir, Du alleine lebſt inn 8. O mein Alles hier und da Ruhe, Freude, Troſt und Liia Führe mich bald an den Port, zif von Laſt, mit Luſt umgeben, f beſſer dort bei dir. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. ln. Seltenheit wahrer Chriſten. kalt ei ½ — — .☛ — — ˙0 e — ◻☛ —. — — — 1 η — ᷣ — — Auf der Erde Kreis zu finden der goldnen Sonnen Strahl ſein Licht weiß anzuzünden, auch die Chriſten⸗Heerden Stet von beſchirmet werden. ſam ansgeſtreut Wahrer Gottes⸗ne Samen: Derer Zahl, die Chuiſti 4. Liebſter Jeſu, der du mih dt ber durch dein Blut erkaufet lndaf deſſen Namen ich Als ein Chriſte inne taufet, Laß mich deinen Geiſtregiem Solchen Namen recht zu führen 5. Laß mich meiner Taufe Aud mich doch von Herzens⸗Grund en tan, Welt und Feeiſc verachtn di hingegen ſtets mich üben, Gott un Menſchen recht zu lieben. 1 6. Laß, mich auf dem ſohml Weg Durch die enge Pforte gen Laß auf deines Wortes Steg Gn zig meine Augen ſehen; Gi 4 duld im Kreuz und Leiden, Diß nie mich von dir ſcheiden. Nun mein Herz iſt Gold für dich. 7. Komm, vermähle ſelber de An dir bin ich eine Rebe; Reiß mit in ni. bin ſchon im Himmel hier: Nochug 1 2. Chriſten ſind zwar ohne h 8 3. Aber, ach, die Chriſtenhettie ret, leider, nur den Namen, Gsiſſſi⸗ lieben, Iſt gewiß ſehr klein gelliete Ernſtlich immerdar betrachten, W Liebſter 8. Laß Als ein Und ſoda hriſtlich Auch in Und den! 9. Chre A 9 2 0 h Laß ich di gingliche 3. Drun dein trauri als Gottes 8 ch Sache, Wer dieſem Lebe Menſch J e 8 —9+— N Oo 1 92 wlnwafüſtts, 8 der[☚☚☚ Sonnen en 2 ner be, Saft 1 — ——— —— 5 — ꝑ— 8 D it wahrer i bſter Jeſt, vir iht doch* n. Vll uns 4 Mäctt mehr gelten— den Gadſo den— unſrer Ebrita 9 — Auf 1 de Kreis zu fed ſein Lrm eeiß anaaünda auch giſten⸗Headn; von eAnet werdm, 3. ach, de Chrite ret, lea=ur den anazi „, ſam ate. eut Wahrerot 71 ⁸8— 5 Sams„erer Zahl d lieben ☚ gewiß ſehr lan 4. 1☚ r Jjſu, der we ber d iin But ethi deſſen r nich Alseindt : heuſe— nich deinn beit men nct uf Solch 11 5. E ch meiner u Ernſtt merdar beu mich Eoon Herzteit tan, 1A.nd Feeſchts ee ts nich ihn Menſermcht zu läin 6.=r nich af mf Weg de engeſr ines Wolts —„Augen ſin Laß =n ſind zwa Liebſter Heiland, meiner Seelen, Gönne, daß ich ſüßiglich Dich zu meiner Luſt mag wählen; Gib, daß keine Trübſals⸗Fluthen Löſchen unſrer Liebe Gluthen. 8. Laß mich hier in dieſer Welt Als ein wahrer Chriſt nur leben Und ſodann, wenn dirs gefällt, Chriſtlich meinen Geiſt aufgeben, Auch in Himmel zu den Frommen Und den wahren Chriſten kommen. 9. Ehre, Glücke, Kunſt und Ruhm Laß ich dieſer Welt dahinten; Aber nur mein Chriſtenthum Werde ich dort wiederfinden, Wo mit ſchönen Ehren⸗Kronen Gott will wahren Chriſten lohnen. H. J. Warenberg, g. 1651, ſt. 1713. Verleugnung weltlicher Güter. 8 lWMas frag ich nach der 92 J. W Welt, Nach Reichthum, Gut und Geld? Das Alles dient dem Leibe Zum kurzen Zeitvertreibe, Und wenn wir noch ſo viel, Als in der Welt iſt, hätten, Mag uns doch ſol⸗ ches nicht Von Tod und Hölle retten. 2. Der Welt⸗Schatz iſt ein Strick Und zieht das Ungelück Der ſinſtern Teufels⸗Höhle Dem Menſchen auf die Seele, Der ſeine Zuverſicht Auf Gold und Silber ſetzet Und dieß Ver⸗ gängliche Weit über Alles ſchätzet. 3. Drum, Welt, fahr immer hin, Dein trauriger Gewinn Bringt Nichts als Gottes Rache. O, eine ſchlechte Sache, Wenn man nur Eitelkeit In dieſem Leben ſuchet, Die dort der tolle Menſch In Ewigkeit verfluchet! 4. Mein Gott, Ich habe dich Mein Gott behüte mich, Daß ich nicht von dir weiche, Und in des Satans Reiche, Im Unrath dieſer Welt, So unver⸗ nünftig wühle Und bei dem Irdi⸗ ſchen Das Himmelreich verſpiele. 5. Halt meine Seele rein Und laß ſie kräftig ſein Gegründet in der Lehre, Daß ſie ſich zu dir kehre Und ſich an Nichts, als dir, An dei⸗ nem Wort und Schätzen Im Leben und im Tod Mag inniglich ergötzen. Vom chriſtlichen Wandel. 561 6. Nun, Seele, glaube ſchlecht Und halte dich gerecht; Das ſind die beſten Güter, Die tröſten die Gemüther. Wenn Elend Noth und Tod In Menge auf uns ſtürmen, Wird unſer Jeſus⸗ Schatz Uns wohl davor beſchirmen. M. C. Kahl, g. 1728, ſt. 1797. Verleugnung der Welt. Mel. O Gott, du frommer Gott. 926. W ſteghalraahde Schätzen, Wenn ich mich nur an dir, Herr Jeſu, kann ergötzen? Dich hab ich einzig mir Zur Wolluſt vorge⸗ ſtellt; Du, du biſt meine Ruh: Was frag ich nach der Welt? 2. Die Welt iſt wie ein Rauch, Der in der Luft vergehet, Und einem Schat⸗ ten gleich, Der kurze Zeit beſtehet; Mein Jeſus aber hleibt, Wenn Alles bricht und fällt; Er iſt mein ſtarker Fels: Was frag ich nach der Welt? 3. Die Welt ſucht Ehr und Ruhm Bei hocherhabnen Leuten Und denkt nicht einmal dran, Wie bald doch dieſe gleiten. Das aber, was mein Herz Vor Andern rühmlich hält, Iſt Jeſus nur allein: Was frag ich nach der Welt? 4. Die Welt ſucht Geld und Gut Und kann nicht eher raſten, Sie habe denn zuvor Den Mammon in dem Ka⸗ ſten. Ich weiß ein beſſer Gut, Wornach mein Herze ſtellt: Iſt Jeſus nur mein Schatz, Was frag ich nach der Welt. 5. Die Welt bekümmert ſich, Im Fall ſie wird verachtet, Als wenn man ihr mit Liſt Nach ihren Ehren trachtet. Ich trage Chriſti Schmach, So lang es ihm gefällt: Wenn mich mein Heiland ehrt, Was frag ich nach der Welt? 6. Die Welt kann ihre Luſt Nicht hoch genug erheben; Sie dürfte noch dafür Wohl gar den Himmel geben. Ein Andrer halts mit ihr, Der von ſich ſelbſt Nichts hält: Ich liebe meinen Gott, Was frag ich nach der Welt? 7. Was frag ich nach der Welt? Im Hui muß ſie vergehen; Ihr Anſehn 36 m——————— —— 8 K.—— —— kann durchaus dem Tod nicht wider⸗ ſtehen; Die Güter müſſen fort Und alle Luſt verfällt: Bleibt Jeſus nur bei mir, Was frag ich nac der Welt? 8. Was frag ich nach der Welt? Mein Jeſus iſt mein Leben, Mein Schatz, mein Eigenthum, Dem ich mich ganz ergeben, Mein ganzes Himmelreich Und was mir ſonſt gfällt Drum ſag ich noch einmal: Was frag ich nach der Welt? M. G. M. Pfefferkorn, g. 1646, ſt. 4732. Gläubige geben Gott ihr Herz. Mel. Wer nur den lieben Gott. 927 gas gibſt du denn, o . meine Seele, Gott, der dir täglich Alles gibt? Was iſt in deiner Leibes⸗Höhle, Das ihn vergnügt und ihm beliebt? Es muß das Liebſt und Beſte ſein: Gib ihm, gib ihm dein Herz allein! 2. Du mußt, was Gottes iſt, Gott geben. Sag, Seele, wem ge⸗ bührt das Herz? Dem Teufel nicht, er haßt das Leben; Wo dieſer wohnt, iſt Höllen⸗Schmerz: Dir, dir, o Gott, dir ſoll allein Mein Herz aufwärts gewidmet ſein. 3. So nimm nun hin, was du ver⸗ langeſt, Mein Herz und Sinn ohn alle Liſt, Darin du als Erlöſer pran⸗ Kſt, Da dirs ſo ſauer worden iſt: Dir geb ichs willig, du allein Haſt es bezahlt, es iſt ja dein. 4. Wem ſollt ich mein Herz lieber gönnen, Als dem, der mir das ſeine gibt? Dich kann ich den Herzliebſten nen⸗ nen, Du haſt mich in den Tod geliebt. Mein Herz, dein Herz, Ein Herz allein Soll dein und keines Andern ſein. J. L. Stöberlein, g. 1636. ſt. 1696. Matth. 16, v. 26. Mel. Sag, was hilft alle Welt. 928 WMas hilft dir alle Welt, * Gunſt, Ehre, Luſt und Geld, Wenn du verloren gehſt? Wie ſüß ſie immer lacht, Hat chel Drum denke, wie du ſteſſt. 2. Du weißt, daß du befleckt, Mit Vom chriſtlichen Wandel. Sünden angeſteckt Und Gett a Gräuel biſt: Auf, waſche dich, v Chrſt 3. Ein ſehr geängſter Geiſt, da Chriſti Blut befleußt, Der wird don Sünden los Und ſitzt in Jeſu Scheef 4. Wer recht, gerecht und rein, Mui ein Kind Gottes ſein, Und iſt zu Chriſt Vraut Durch ſeinen Geiſt getraut Geiſt Des Geiſtes Tempel heß Der Menſch ſein Heiligthum, Dan tracht nach ſolchem Ruhm. 6. Ein Chriſt iſt Gott geheim, En Wort ſein Honigſeim; Er freut ſih in der Noth Und läßt ſich ſeinem et 7. Ein Chriſt ſtets lobt und itt Gott, demer ſich ergiebt; Er iſt daln ſter Feind Und ſeines Nächſten Frum 8. Vergiß des Fleiſches nicht Hade⸗ nem Amt und Pflicht Und ziere demn 6 Stand, Darein dich Gott geſan 9. Ein Chriſt kann groß und iin Doch ſtets vergnüglich ſein, C Mangel viel; Da droben iſt ſeiit 10. Was keuſch, was wahr 1 ſchlecht, Iſt einem Chriſten rech ſchauet in die Fern Und tägtt Kreuze gern. 11. Gebrauche dich der Watl was dir wohlgefällt, Doch, daßimhe zen haft: O Menſch, thu Rechenſth 12. Sei deinem Jeſus treu, M⸗ ſchmäh die Phantaſei, So iſt de bens⸗Kron Dein ſchöner Gnadenbie M. J. Neunherz, g. 1653,ſ16 g Verleugnung der Welt. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten. 16 as michauf dieſerd 929. W ec Das wähle kurze Zeit; Was aber meine 83 liebt Das bleibt in Ewigkeit. 2. Drum fahr o Welt, mit be und Geld Und deiner Wollſt 9 In Kreuz und Spott kann mur na Gott Erquicken Muth und Sim 3. Die Thoren⸗Freude dieſer Ma⸗ nig ihr Geſicht verſtellt Und undin Leid gebracht., Wohl, wenn des Menſche it nur? endlich ſ 0. Sohn I) Der drot Säin au⸗ 7. Ach Und meit Willen w ſelbſt nur 8. Und An dich, ich nicht Lebens⸗P 2 Mel. 330. der Seele Gottes⸗Lie iaß mich d . tracht ax ſolchem Rah Mangt 10.= keuſch, vun 3. Chri 7. a hriſt ſtets! nem) d Pfühtlne „. e cht,gerec Be A tes ſen Umi W raut— t ſeinen biß 5. ſ — ¹ d= geingin Sum— deſeui 9 Undſüt un ——— ——— —— B— w Geiſtes d ſein Heilg 4 * — 66.(☛☚ lxit it Getze Wortſt ihonigſeim d Wortſt Hhonigſeim d in der Und lißtſich =t —— — — — 1 t 5 — — Gott, mm ſich ergitt Gf ſter 4 dſeinesüth 8. des Jeeiſchsnt Stanz an dih Eut 9.(= yrrit kann gahr ₰‿ I—' 19j Dochſ= rgnüglih ſen I. Da dooen * ſchlech— einem Chritnn ¹ſchaus ⸗ iie Fern Unt „Kreuzu — — — — △- — 1 3 11. auche dich del was drm lgefällt, Ddohm zen ha Menſch hunt 12.= einem Jeiun ſchmäl;- Phantaſei, Gi bens⸗Ii⸗ ddein ſchöneror J. Neunden„l ignung drd 1.= uobt Gon, in ii 44 as michat kurze m Was dlan lüedt 1=keit u G 2.—=i fahr oM und(4 Und deim! In Kaunnd Sratim Gott— tken Mut 3.2= horer Je Wie unna li nig ih— icht reftt Leid r t. i Drum heilige mir Herz und Sinn, Vom chriſtlichen Wandel. 4. Wer aber traut und feſte baut Allein auf Gottes Treu, Der ſiehet ſchon die Himmels⸗Kron Und freut ſich ohne Reu.:, 5. Mein Jeſus bleibet meine Freud, Was frag ich naͤch der Welt: Welt iſt nur Furcht und Traurigkeit, Die endlich ſelbſt zerfällt.:;: 6. Ich bin ja ſchon mit Gottes Sohn Im Glauben hier vertraut, Der droben ſitzt und hier beſchützt Sein auserwählte Braut.“ 7. Ach, Jeſu, tödt in mir die Welt Und meinen alten Sinn, Der deinem Willen widerbellt; Herr, nimm mich ſelbſt nur hin.:, 8. Und binde mich ganz feſtiglich An dich, o Herr, mein Hort! So irr ich nicht in deinem Licht, Bis in die Lebens⸗Pfort.,: Mich. Franck, g. 1609, ſt. 1667. Wider böſe Lüſte. Mel. Ach Gott, wie manches. 930 eg, Luſt, du unluſt⸗ „ volle Seuch, Du Peſt der Seelen, von mir weich! Du, Gottes⸗Liebe, nimm mich ein Und laß mich deinen Tempel ſein. 2. Treib aus, was mich macht frech und wild; Ergänz in mir der Gott⸗ heit Bild, Daß ich mit Herzens⸗Rei⸗ nigkeit Nur dich zu lieben ſei bereit. 3. Laß mich bedenken jene Lieb, Die Gottes Sohn zum Tode trieb, Daß ihm zu Lieb mein Fleiſch ich haß, Nichts, was er haßt, mich lüſten laß. 4. Und warum ſollt unreine Luſt Mir nicht auch bleiben unbewußt, Indem ihr End ein Elend heißt, Das endlich ab zur Hölle reißt? 5. Ein Augenblick, der hier ergötzt, Geſchwind in ewig Trauren ſetzt; O Jeſu, zeuch mich zu dir hin! 6. Schaff in mir, Gott, ein rei⸗ nes Herz, Daß ich den Himmel nicht verſcherz, Erneure meinen Geiſt und gib, Daß ich, was droben iſt, nur lieb, 7. Bis daß ich komme zu der Luſt 1 563 Die keinem Herzen noch bewußt, Wo nichts Unreines, Alles rein, Ganz heilig und gerecht wird ſein. 8. So meid ich glücklich Schimpf und Schand Und bleib in unge⸗ kränktem Stand, Wenn Andre vol⸗ ler Schmach und Pein Von wegen ihrer Wolluſt ſein. 9. Darf auch nicht über Hohn und Spott Dann leiden Schaden, Angſt und Noth, Die endlich der gewiß er fährt, So jene Welt⸗Sirenen ehrt. 10. Drum, keuſcher Jeſu, leite mich, Damit mein ganzer Wandel ſich, Wenn Wolluſt mich will fechten an, Nach deinem Vorbild richten kann. 11. Und gib mir dort im Him⸗ mels⸗Zelt, Anſtatt der Wolluſt dieſer Welt, An deiner ſüßen Jeſus⸗Bruſt Die unumſchränkte Himmels⸗Luſt! Von der geiſtlichen Wachſamkeit. Mel. O Gott, du frommer Gott. 348u elch eine Sorg und 931. 1 Furcht Soll nicht bei Chriſten wachen Und ſie behutſam⸗ lich Und wohlbedächtig machen! Mit Furcht und Zittern, heißts, Schafft eurer Seelen Heil! Wenn kaum der Fromme bleibt, Wie denn der ſünd⸗ ge Theil? 2. Der Satan geht umher Und ſuchet zu verſchlingen, Legt tauſend Netz und Strick In unvermerkten Dingen; Die Welt iſt toll, verführt, Und bindt ihr ſelbſt die Ruth, Ja, gar der ärgſte Feind Iſt unſer Fleiſch und Blut. 3. Man kann ſo manche Sünd Un⸗ wiſſentlich begehen: Vor Gott kommt der Gedank Gleich einem Werk zu ſtehen. Ein einzig räudig Schaf Ver⸗ dirbt den ganzen Stall. Wer ſteht, der ſehe zu, Daß er nicht plötlich fall. 4. Ihr ſollet, ſaget Gott, Wie ich bin, heilig leben, Mir eure Seele ganz, Nicht alb getheilet geben! Vom Adel und Gewalt Hab ich nicht Viel erwählt; Viel Herr⸗Herrſager ſind Der Hölle zugezählt. 36* 564 5. Und wird ein Frommer ſchlimm, So ſoll ihm das Nichts dienen, Daß er vor ſolcher Zeit Rechtſchaffen gut erſchienen: Der Knecht, der es nicht thut, Den Willen aber weiß, Macht ſich viel größre Schläg Durch ſeiner Bosheit Fleiß.— 7. 6. Ein einzger Apfel⸗Biß Konnt uns ſo heftig ſchaden, Und Chriſtus mußt dafür In Gottes Zorne baden; Ein Bruch an deiner Tauf Spricht dir den Meineid zu: Vielleicht kommt Tod und End In dieſem Blickund Nu. 7. Man hat genug zu thun, Die inzge Seel zu retten: Wer noch viel Anders hat, Wie kann er das vertre⸗ ten? Je größer Amt und Gut Und Pfund und Gaben ſein, Je größre Rechenſchaft Bild man ſich Sctlich ein. 8. Die ganze erſte Welt Mußt jämmerlich vergehen; Acht Seelen ſind allein Vor Gott gerecht erſehen; Nicht zehn Gerechte ſind In Sodoms Nachbarſchaft; Des Samens vierter Theil Geht nur in Frucht und Kraft. 9. Es ſind nur Wenige In Canaan gegangen; Auch aus den Zwölfen ſelbſt Iſt Judas aufgehangen; Der Zehnte dankte nur, Daß er vom Aus⸗ ſatz rein: Ach, möchten Fünf doch llug Und Fünf nur thöricht ſein! 10. Des Richters Zukunft wird Gleich einem Blitz geſchehen; Was unrein und gemein, Darf nicht in Himmel gehen; Es fühlt die letzte Plag Aegyptens erſtes Kind; Es wird faſt kein Haus ſein, Da nicht Verdammte ſind. 11. Herr Gott, ſo oft ich dieß Nach aller Läng bedenke, So ſchnei⸗ det Angſt und Furcht Durch Adern und Gelenke, So ſchauert mir die Haut, So gellt und klingt das Ohr, So bebet Mund und Herz Und hebet ſich endar. 4 12. ebe zwar getroſt Durch Glauben, Lieb und Hoßen Und nnch daß deine Gnad Noch allen Mauſchen offen Und deine Lieb und Treu Mich tröſtet und erhält; Doch fleh ich deſto mehr Für mich und alle Welt. Vom chriſtlichen Wandel. „13. Senk deine wahre Furcht r aller Menſchen Herzen; Laß Nieman mit der Buß Und wahrem Glanben ſcherzen; Thu allen Kitzel weg, drig⸗ heit, Vermeſſenheit, Verſtocung Heuchelei, Bosheit, Unheiligkei. 14. Hilf ſiegen über das, Wasm ſchon überwunden; Zerſtör des dar fels Reich, Laß ihn ſein bald gebu⸗ den, Daß wir mit Fleiß und Sng Verleugnen, widerſtehn, Anhaltenni Gebet, Entfliehen und entgehn. 15. Verleih Geduld und Tooſt Kämpfen und im Ringen; Sorg ⸗* Wachſamkeit Laß mit Verſtand dun⸗ 1 dringen; Laß uns in heilger zut Und in Bereitſchaft ſtehn, Daß mn mit Freudigkeit Vor deinen Aun gehn. O. J. R. Hedinger, g. 1664,, Nothwendigkeit der Verlengun der Welt. 4 eltlich Ehr und zi 1 93* W Gut, Wollu ſt aller Uebermuth Iſt eben wiet Gras. Alle Pracht und ſtolzer Vi Verfällt wie eine Wieſen⸗Bum Menſch, bedenk eben das Unir ſorge dich doch baß. 2. Dein End bild dir täglich i⸗ Gedenk, der Tod iſt vor der N Und will mit dir davon. Er klopſtm 1 du mußt heraus, Da wird nun ulte Anders draus; Hätteſt du mnn gethan, So fändeſt du guten Ahr Wenn die Seel von ſin Würmn 3. fährt Und der Leib, von A 3 verzehrt, Wieder wirdauferſtehn, e dann vor göttlicher Kraft. Rechenſchaft: O, wie wird er i ſtehn, Weil er jetzt will mißig gelt 4. Denn dort nir in 1 Herz Viel mehr gelten, de Schag Und aller Menſchen g Wer ſich hier verſöhnt mit Gott, A wird dort nicht leiden Nol⸗ n jetzt Gottes Willen thut, Der i dort ſein wohlgemuth. 4 5. Ein gut Gewiſſen alein beſſer, denn Edelſtein Und böſtitn Geben ſoln wird er dab⸗ denn G 6. Kei walt, K ſtalt Hil denn das nehm au terwerf ſ meinem Adam w 8. 92 Sofern, untergib ſein füßes deulich Engel⸗Se nerdar. „9. Glal Grund U Nund Ur Thu ihm dich ſein er mit ſei aller Nott 10. Re Dank und in Ewigkei Laufnach! Mel. D iſt n, a. U 1 — r t. ₰ n dumt .15.==h Gedub) 81 — ſtlichen ,2 13—. 34— deine aller Iſ m le dlhe e e ea = — — jehen 3 S nens La Nopſ ſt drings mnüdun U eitſchat fehnn ao— haft ſee- mit n tei Por 6— gehn. Nothi n teit dr u der Welt. 93— Ues 1 aller uuth Iſt änt n Gr as— Pracht undſd Verfät eine Wifſe Men ſ — dent eben dul ſorge ᷣ och baz. 2.— nd bid dr t eden Tod it wd Ind 1t didawmn dt dI aus, Dauihn nde ☚ us: Hättn gethat⸗= fändeſt du m 3. A die Sel u fährt Fm der Leih, un leder wirduſn 1 G 1 du t † 6 3 verzeh jett(. Pllan ii dort. oohlgenut 5. n Geriſe. 5. gut Gewn beſee.(delten b lichkeit, In Chriſti aller Vom chriſtlichen Wandel. denn Gold. Wer es in Chriſto er⸗ langt Und ihm ordentlich anhanht, Dem vergibt Gott ſeine Schuld, Steht ihm bei und iſt ihm huld. 6. Kein Reichthum, auch kein Ge⸗ walt, Keine Zierde noch ſchön Ge⸗ ſtalt Hilft was zur Seligkeit, Es ſei denn das derj zugleich In göttlichen J Gaben reich Und geziert mit Geiſt⸗ 1 Theilhaftigkeit. 7. Chriſtus redet offenbar Und ſpricht zu aller Menſchen Schaar: Wer mit mir herrſchen will, Der nehm auch ſein Kreuz auf ſich, Un⸗ terwerf ſich williglich, Halt ſich nach meinem Beiſpiel, Thu nicht, wie ſein Adam will. 8. O Menſch, ſieh an Jeſum Chriſt, Sofern er dir zum Beiſpiel iſt, Und untergib dich gar. Nimm auf dich ſein ſüßes Joch Und folg ihm hier treulich nach, So kommſt du zur Engel⸗Schaar, Die deß wartet im⸗ merdar. 9. Glaub dem Herrn aus Herzens⸗ Grund Und bekenn ihn mit dem Mund Und preis ihn mit der That; Thu ihm fleißig deine Pflicht, Wie dich ſein Wort unterricht, So wird er mit ſeiner Gnad Dir beiſtehn in Noth. 10. Regier dich nach ſeiner Lehr Und gib ihm allzeit Lob und Ehr Mit Unter⸗ thänigkeit; Sprich herzlich mit Innig⸗ Dank und Herrlichkeit, Hier und dort in Ewigkeit! Lanf nach dem himmliſchen Kleinod. Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude. 933. m. de neze an laufen, was er kann; Wer die Krone will empfangen, Der muß kämpfen wie ein Mann: Dazu muß er ſich in Zeiten Auf das Beſte zubereiten, Alles Andern müßi Fen⸗ Was ihm kann im Wege ſtehn. 2. Herzens⸗Jeſu, deine Güte Steckt mir auch ein Kleinod für, Das entzückt keit: O Gott in Dreieinigkeit, Dir ſei M. Weiß, ſt. 1540. 1 565 mir mein Gemüthe Durch den Aus⸗ bund ſeiner Zier: O, wie glänzt die ſchöne Krone Vor dem hohen Ehren⸗ Throne, Die du in der Herrlichkeit Deinen Streitern haſt bereit! 3. Mich verlangt von ganzem Her⸗ zen, Auch nicht weit davon zu ſein, a, ich ziele recht mit Schmerzen Auf den freudenvollen Schein; Doch das Laufen thut mir Bange, Und der Kampf währt mir zu lange; Der geſchmückte Erden⸗Wuſt Nimmt mir öfters alle Luſt. 4. Mein verderbter Eigen⸗Wille Hat bald dieß, bald das zu thun, Hält im Laufen vielmal ſtille Und will in dem Streite ruhn. Satan macht mich auch oft mürbe, Daß mir wohl der Sieg verdürbe, Wo mir deine treue Kraft Nicht erwünſchte Hilfe ſchafft.— 5. Drum, o Jeſu, ſteh mir Ar⸗ men In ſo großer Schwachheit bei, Laß dich meiner Noth erbarmen, Mache mich von Allem frei, Was mir will mein Ziel verrücken, Komm, mich ſelbſt recht zuzuſchicken, Gib mir Kraft und Freudigkeit, Fördre meinen Lauf und Streit! 6. Es verlohnt ſich wohl der Mühe, Ob es mir gleich ſauer wird, Wenn ich mich der Welt entziehe, Die mich ſtets zurücke kirrt: Deine theure Gna⸗ den⸗Krone Iſt mir übergnug zum Lohne: Wirſt du nur mein Beiſtand ſein, So iſt ſie in Kurzem mein. Joh. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734. Wider die falſche Entſchuldigung menſchlicher Schwachheit. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. 93 4 Wer ſich auf ſeine . Schwachheit ſteurt, Der bleibt in Sünden liegen; Wer nicht Herz, Sinn und Muth erneurt, Wird ſich gewiß betrügen: Den Him⸗ melsweg und ſchmalen Steg Hat er nie angetreten; Er weiß auch nicht in Gottes Licht, Was Kämpfen ſei und Beten. 566 2. Was jetzt die Welt nur Schwach⸗ heit heißt, Iſt ihrer Bosheit Stärke; Dadurch Geiſt Sehr mächtig ſeine Werke. Auf, Seele, auf, richt deinen Lauf Bur Allmacht, die dich rettet! Des Heilands Blick zerreißt die Strick, Womit du angekettet. 3. Der erſte Schritt im Chriſten⸗ thum Macht von der Sünde ſchei⸗ den; Bei einem wahren Glaubens⸗ Ruhm Muß man die Welt⸗Luſt mei⸗ den. Wenn Chriſti Geiſt die Seel entreißt Von ihren Todes⸗Banden, So ſpürt ſie Kraft, die Jeſus ſchafft, Mit dem ſie auferſtanden. 4. Mein Heiland, fördre ſelbſt dein Werk, Laß mich bekräftigt werden: Es iſt Gerechtigkeit und Stärk Mein beſtes Theil auf Erden. Du machſt gerecht uns, dein Geſchlecht, Und willſt zugleich uns ſtärken, Daß wir in dir des Glaubens Zier, Die Macht der Gnade merken. 5. Brich durch, o ſtarker Gottes, Sohn, Damit wir auch durchbrechen; Laß uns in dir, o Gnaden⸗Thron, Nicht mehr von Schwachheit ſpre⸗ chen, Wenn deine Hand das theure Pfand Des Geiſtes uns gegeben, Da⸗ durch wir, frei von Heuchelei, Im Streit ſtets ſiegreich leben! 6. Gib Kraft, wo keine Kraft mehr iſt, Gib Kraft, das Fleiſch zu dämpfen; Gib Kraft, Wenn Satans Macht und Liſt uns ſchwächen will im Kämpfen. Wenn uns die Welt viel Anſtoß ſtellt, Gib Kraft ſie zu vernichten, So wird in Noth, ja ſelbſt im Tod Uns deine Kraft aufrichten. D. B. W. Marperger, g. 1681, ſt. 1746. Ein gut Gewiſſen. Mel. Wer nur den lieben Gott. ( ie ſelig iſt ein gut Ge⸗ 9 3 5 AWſeis Das weder Welt noch Teufel ſcheut. Es iſt ein ſanftes Ruhe⸗Kiſſen, Gebettet mit Zufrieden⸗ heit. Ein gut Gewiſſen iſt der Schild Und wenn der Neider noch ſo brüllt. mehrt dann der Höllen⸗ Vom chriſtlichen Wandel. 2. Das ſchönſte Bild beſchmutzen Fliegen, Der Staub fällt auf de urpur auch: So miſcht der Ri verdammte Lügen Wie Dornen in den Roſen⸗Strauch; Ein gut Gewi⸗ ſen aber lacht, Weil es die Unſchul⸗ freudig macht. 3. Die Perle bleibt in ihrn Werthe, Ob man ſiee gleich mit ſotz befleckt; Die Lilie ziert doch die Gant⸗ Wenn man ſie ſchon zu Diſteln ſeact So bleibt ein gut Gewiſſen rei Ob noch ſo viel Verleumder ſein. 4. Verſtummen doch die kühnen Febſche, Sobald ein Licht am Ue So ſchweigt der Nie man dr Ein au ‿ — 4 mir⸗ 3 Ob U. rennt? Schand⸗Gewäſche, Wenn Unſchuld Glanz erkennt. Gewiſſen ſcheut die That, der Lügen auch ſchon Rath. 5. Drum habe du ein gut ſen In Einfalt und in Lauteti So wird die Welt ſich ſchämenmte ſen, Wenn ſie das Kreuzge, Kra ſchreit. Die Frommen werden ſat ſehn, Der Unſchuld wird noch iß geſchehn. Beni. Schmolck, g. 1672, fan Geiſtliche Reinigung. Mel. O Gott, du frommer Goit. 936[MWie wird doch ſo geinn . Die Reinigung ii Herzen Gehalten als ein Ding Da mit ſich laſſe ſcherzen; Es meint eitle Welt, Sie ſei gereinigt ſten Wenn ſie einſt niederfällt dm Schein vor Gottes Thron. 2. Wenn zur gewohnten geit Nn will zum Nachtmahl gehen, So natt man ſich bereit Mit Beten und miül⸗ hen, Bis daß das Werk vorbei Dun fängt man wieder an Zuſündigen alle Neu, Wann, wo und wie man d 3. Indeſſen meint die Welt, 1 ſei ſchon rein gnug worden, dir ſich eingeſtellt Nach Gottes Rn und Ordnen; Sie bleibt bei ijnm Wahn, Glaubts nicht, wemn un ihr ſagt, Sie ſei auf böſer Bahn. Ach, das ſei Gott geklagt! it Genſe 4. W. viel ein neuerung Stets kä da ein C ohn Ziel 5. D. welcher ſo heit, die Werk erg ſtets leer zu, Wird A, e Schlangen 14 ₰ Rit, was nun Alles n Schei 4 Nut Das ſſt der Ha 8. Herr erennen la Rög alle Heinigung 4 bis ich die . vollend. Von der Mel. 2 937. lüezaſ dünſe ad Lural,— Siud derdan= 8o mitt den— gen We R ſen ah 5 auc Enm „freudiggmyt, dil se Unſchu Gewiſſ 6 Ob n gut baßt viel Verlend unde dnher doch 3 7 bald ein ittn b 4 mn* ſhweig he Schan=zäſche, Aen lanz erbmt eut die Thu,a der Li uch ſtzon guß ſen J=—= falt ud in 8 9. J babe dl en 1 So n Wel ſih ſhin ſen, 9— iie das Kraip, ſchreit!— Frommenwede . ſehn, m nſchuld vid i geſcheh iiche Reiuizan MN Gott, du fronmeet 936 ji did d 90ſ Die Rinu ſich ei—lt Nad it und Or ba Wahn Dübts uict 3 ihr ſaz ſie ſei all de Ach, 1 Gott giin mj. Schmolck n 9 Vom chriſtlichen Wandel. 4. Wie iſt die Reinigung Doch viel ein ander Weſen Und die Er⸗ neuerung! Es muß, wer ſie erleſen, Stets kämpfen, Ach, wie viel Findt da ein Gottes⸗Kind Zu beſſern, weil ohn Ziel Der Sünden Mängel ſind. 5. Das Herz iſt eine Quell, Aus welcher ſonſt Nichts fließet, Als Bos⸗ heit, die ſich ſchnell In Wort und Werk ergießet. Wer nicht die Quell ſtets leert Und ſtopft den Brunnen zu, Wird nimmer recht bekehrt Und kommt niemals zur Ruh. 6. Es fehlt an Mitteln nicht, Gott hat ſie gnug gegeben, Wenn man nur will nach Pflicht Des Herren Wort nachleben; Allein es will die Welt Nicht an die Kreuzigung, Und weil das Kreuz mißfällt, Folgt keine Beſſerung. 7. Es kann des Herren Aug Der Schlangen Gift nicht leiden; Es ſie⸗ het, was nicht taugt; Drum muß man Alles meiden, Auch den gering⸗ ſten Schein. Es muß durch Jeſu Blut Das Herze werden rein, Dann iſt der Handel gut. 4 8. Herr Jeſu, der du mich Dieß haſt erkennen laßen, Gib, daß ich für und für Mög alle Sünde haſſen Und in der Reinigung Zunehmen bis ans End, Bis ich die Heiligung Durch deine Kraft vollend. L. Laurentii, g 1660, ſt. 1722. Von dem wahren und falſchen Chriſtenthum. Mel. Wer nur den lieben Gott. ohl dem, der ſich mit 937. W Ernſt bemühet, Daß er ein Jünger Chriſti ſei, Der Chri⸗ ſtum als ſein Kleid anziehet Im Glau⸗ ben und durch ihn wird frei, Der Chriſtum ſtets zum Zweck ihm ſetzt, Ihn über Welt und Himmel ſchätzt! 2. Wohl dem, der ihn zum Licht und Wege Erwählet und ihm folget nach Auß der Verleugnung ſchmalem Stege Und auf ſich nimmt gern ſeine Schmach, Der ſich befleißt, an ſeinem Heil Im Glauben ſtets zu haben Theil! 567 3. Glaubſt du ſonſt, daß er iſt empfangen Und Fleiſchs und Bluts theilhaftig ward, Da du nicht magſt dazu gelangen, Daß er in dir ſich offenbart? Doch ſoll er bei dir keh⸗ ren ein, So muß dein Herz recht⸗ ſchaffen ſein. 4. Glaubt man, daß Chriſtus uns geboren Uns uns die Kindſchaft wiederbringt, Wenn ſich, da wir ohn ihn verloren, Das Herz nicht gläu⸗ big zu ihm dringt, Wenn uns ſein Geiſt nicht neu gebiert, Daß man ein neues Leben führt? 5. Was hilft dem Menſchen Chriſti Lehre, Der der Vernunft ihr Sklave bleibt, Nach eigner Weisheit, Wahn und Ehre Sein Leben, Thun und Wandel treibt? Ein Chriſt, der Chriſtum recht verehrt, Folgt dem nur, was ihn Chriſtus lehrt. 6. Was rühmſt du Chriſti Thun und Leben, Was Demuth, Lieb und Freundlichkeit, Wenn du dem Stolz und Haß ergeben Und ſchändeſt ſeine Heiligkeit? Was hilft es, mit dem Mund allein Und nicht im Werk ein Chriſt zu ſein? 7. Glaubt man da Chriſti Angſt und Leiden, Wenn man nicht will ins Leiden gehn? Nur nach der Pein ſind ſüß die Freuden Und nach der Schmach ſteht Purpur ſchön; Wer hier nicht ſeinen Adam kränkt, Dem wird die Krone nicht geſchenkt. 8. Glaubſt du an Chriſti Tod und Sterben, Und willſt dir ſelbſt nicht ſterben ab? Du liebſt dein Leben zum Verderben: Führt dich die Luſt nicht in ſein Grab? Wird da ſein Will an dir erfüllt, Wenn du dir ſelbſt nur leben willt? 9. Hilft dir dein Löſen und Be⸗ freien, Wo du nicht bleibſt im Bunde ſtehn? Hilft dir, Herr, Herr und Meiſter! ſchreien, Wenn du ſtets willſt zurücke gehn? Was hilft dem, daß er iſt verſühnt, Der noch der Welt und Sünde dient? 10. Glaubſt du an Chriſti Aufer⸗ ſtehen, und bleibſt noch in dem Sün⸗ 568 den⸗Tod? Glaubſt du an ſein gen Himmel gehen, Und klebſt noch an der Erden Koth? Was hilft dich ſein Triumph und Sieg, Führſt du mit dir nicht ſelber Krieg. 17 11. Wohlan, ſo lebe, thu und leide, Wie Chriſtus dir ein Vorbild war! Sieh, daß dich ſeine Unſchuld kleide, So bleibſt du unter ſeiner Schaar, Wer Chriſti iſt, ſucht nur allein Im Leben Chriſto treu zu ſein. Jak. Gabr. Wolf, g. 1684, ſt. 1754. Glück der Frommen, Untergang der Gottloſen. Pſalm 1. Mel. Zion klagt mir Angſt und. 938 Mohl dem Menſchen, der 82 loſer Leute Rath; Wohl dem, der nicht unrecht handelt noch tritt auf der Sün⸗ der Pfad, Der der Spötter Freundſchaft fleucht Und von ihren Seſſeln weicht, Der hingegen liebt und ehret, Was uns Gott vom Himmel lehret! 2. Wohl dem, der mit Luſt und Freude das Geſetz des Höchſten treibt Und hier, als auf ſüßer Weide, Tag und Nacht verharrend bleibt! Deſſen Segen wächſt und blüht Wie ein Palmbaum, den man ſieht Bei den Flüſſen an den Seiten Seine friſchen Zweig ausbreiten. 3. Alſo, ſag ich, wird auch grü⸗ nen, Wer in Gottes Wort ſich übt; Luft und Erde wird ihm dienen, Bis er reiche Früchte gibt; Seine Blätter werden alt Und doch nie⸗ gibt Glück zu mals ungeſtalt; Gott ſeinen Thaten: Was wohl gerathen. 4. Aber wen die Mit dem gehts er macht, muß viel anders zu; Er wird wie die Spreu zerſtreuet Von dem Wind im ſchnellen Nu. Wo der Herr ſein Häuflein richt, bleibt kein Gottloſer nicht. Summa! Gott liebt alle Frommen, Und wer bös iſt, muß umkommen. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Vom chriſtlichen Wandel. nicht wandelt In gott⸗ Sünd erfreuet, Da Wichtigkeit und Tüchtigkeit ie Herrlichkeit der Chriſten. Mel. Ach, wie nichtig, ach wie 9 3 9 W ohl pecht wichtg umn 29. ꝛ· recht tüchtig Iſtn Chriſten Leben! Obgleich Zett m Welt vergehet, Alles Oberſt m ſtehet, Lebt doch unſer Leben, ſets 2. Wohl recht wichtig und un tüchtig Sind der Chriſten Tage des Lebens Lauf zerrinnen: die Sinnen nicht mehr ſinnen, ſi ren wir mit Freud von hinnen 3. Wohl recht wichtig und tüchtig Iſt der Chrif Wenn ſich wechſeln Freud in Licht in Dunkel, Fried in Stii Bleiben unſre Fröhlichkeiten. 4. Wohl recht wichtig und tüchtig Iſt der Chtiſten Nur der Seelen Glanz beſtehen. ſobald ein Lüftchen wehet, Allelit der Welt vergehet. 5. Wohl recht wichte tüchtig Iſt der Chriſte Wunder! Schlachtſchaf, die ale ſen Siegen, wenn ſie ſterben Auch wohl gar ihr Blut we 6. Wohl recht wichtig und tüchtig iſt der Chriſten Glücel iit Gott und Heil beſtehet, d Welt Glück bald vergehet, Mſt eine Kugel drehet. 7. Wohl recht wichtig und in 4 3 tüchtig Iſt der Chriſten Ghrel Ni h die Welt jetzt tritt mit Füßen, Ah wenn ſie vergehen müſſen, Duif Himmel Jeſus küſſen. 8. Wohl recht wichtig und Mn tüchtig Iſt der Ciriſen fh Wenn die Weiſen Witz veilei Läßt uns Chriſti Wort verſolte 1 Daß es uns zu Gott kann ühnn 9. Wohl recht wichtig und ni tüchtig Iſt der Chriſten dite Der die Liebe lieb gewonnen, 9e in Jeſu, ſeiner Sonnen, Mon alle Welt erronnen.) *) errungen. 10. ÄA tüchtig Wenn h ſtehen, hen, W ſehen. 11. A lüchtig Hier als Dorten ü matte He 14⁴ b 4 Das don Mh) 4 nell, Mu 5 6 5. Dr. hen, Sond o verſchn N 6. ahr dett mein nell Jahn Jahre hin, Gle en Wireit und di icteit ut— Ach, wi .„ wie nicii 6 de, 93 awo tn ri Chr⸗ nn it d. N d eben! Dägli 1 , hs 113 „ 2= u uet utſ ſeit na 1 es—G Lauf nd die(m auf errin e e aat 3 ſren it Freud den 6 3. A utt wit tücht i der Ghie Wenf wechſeln Frn. er dicht untel, 4 1 t. Jleit ſſre Frititt bt 4. ‧ uh vici taci Eri ſen(☚*, vemn ſeſett Auch m gar ihr Uu 6. †Il rech vihi tüchti En der Chriſendt Gott mn Heil beſtie, Welt a bald vanz . eine deehet. 7.— Cl rect vit der Chriſen h tüchtt! d der di „die. tt l wenn ergehen niſn Him ſis küſen 8. I wett wit tüchti V at l der Umn Wen= Weiſn Mt Läßt— Ehriſt Wr Daß s zu Grttin 9. ☛ᷣ rect witn Nur ˖ʒfeelen 1n Vom Tod und Sterben. 10. Wohl recht wichtig und recht tüchtig Sind der Chriſten Schätze! Wenn hier Gluth und Fluth ent⸗ ſtehen, Erd und Himmel unterge⸗ hen, Wird man unſern Reichthum ſehen. 11. Wohl recht wichtig und recht tüchtig Iſt der Chriſten Herrſchen! Hier als ſchlecht Fegopfer liegen, Dorten über Alles ſiegen, Kann das matte Herz vergnügen, 569 12. Wohl recht wichtig und recht tüchtig Iſt der Chriſten Prangen! Die wir hier in Schmach geſeſſen, Werden alles Leid vergeſſen, Dorten prangen unvermeſſen. 13. Wohl recht wichtig und recht tüchtig Sind der Chriſten Sachen! Alles, Alles, was wir ſehen, Das muß fallen und vergehen, Wer Gott fürcht, bleibt ewig ſtehen. M. J. C. Schade, g. 1666. ſt. 1698. XXIII. Vom Tod und Sterben. Verlangen nach ſſeligem Sterben. In eigener Melodie. ch, daß doch mein Je⸗ 940. A ſus käme Und die Seele bald wegnähme Hier aus die⸗ ſem Jammerthal Zu ſich in den Freuden⸗Saal! 2. Iſt doch hier mehr nicht, als Klagen, Seufzen, Weinen, lauter Plagen; Alle unſre beſte Zeit Iſt nur Müh und Herzeleid. 3. Nichtig, flüchtig ſind die Tage, Unſer Leben iſt nur Plage; Alles iſt nur Eitelkeit Hier in dieſer Sterb⸗ lichkeit. 4. Was wir ſchauen nur auf Er⸗ den, Muß zu Staub und Aſche werden, Was wir ſehen, das verſchwindt, Gleichwie Staub und Rauch im Wind. 5. Drum begehr ich nicht zu le⸗ ben, Hier in dieſer Welt zu ſchwe⸗ ben, Sondern nur bei Gott zu ſein: So verſchwindet Angſt und Pein. 6. Fahre hin, du Welt⸗Getümmel, Jetzt mein Wandel ſteht gen Him⸗ mel! Fahre hin, Ehr, Gut und Geld, Fahre hin, du falſche Welt! Gleiches Verlangen. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. 9 41 ch, daß nicht die letzte . Stunde Meines Lebens heute ſchlägt! Mich verlangt von Herzens⸗Grunde, Daß man mich zu Grabe trägt; Denn ich darf den Tod nicht ſcheuen, Ich bin längſt mit ihm bekannt, Führt er doch aus Wüſte⸗ neien Mich in das gelobte Land. 2. Hätte gleich mein ganzes Leben Friede, Ruh und Sicherheit, Macht die Sünde doch daneben Lauter Un⸗ ruh, Furcht und Streit. Dieſe Plage, dieß Verderben, Weicht von mir nicht eher hin, Als bis durch ein ſanftes Sterben Ich bei Gott im Segen bin. 3. Ach, das Grab in kühler Erde Iſt des Himmels Vorgemach, Und wenn ich zu Staube werde, So zer⸗ ſtäubt mein Weh und ach. Ja, ver⸗ lier ich Leib und Glieder, So verlier ich Nichts dabei, Denn Gott machet Al⸗ les wieder Aus den alten Stücken neu. 4. Meine Seele zieht indeſſen In dem Gottes⸗Hauſe ein. O, wer mag die Luſt ermeſſen, Welche da wird ewig ſein? Jetzt entzückt mich ſchon das Sehnen; Was wird erſt alsdann geſchehn, Wenn mich Got⸗ tes Hand wird krönen Und ich ihn kann ſelber ſehn? 5. Ach, ich weiß Nichts mehr zu ſagen, Denn ich bin ganz außer mir. Kommt, ihr Engel, bringt den Wa⸗ gen, Führet ihn vor meine Thür. I will fahren, ich will ſcheiden, Scheiden will ich aus der Welt; Fahren will ich zu den Freuden, Die mein Jeſus hat beſtellt. 6. Gute Nacht, ihr ECitelkeiten! Falſches Leben, gute Nacht! Gute 570 Nacht, ihr ſchweren Zeiten; Denn mein Abſchied iſt gemacht! Weil ich lebe, will ich ſterben, Bis die Todes⸗Stunde ſchlägt, Da man mich als Gottes⸗Erben, Durch das Grab in Himmel trägt. E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Auf den Tod eines Ehe⸗Gatten. Mel. Wenn mein Stündlein. 0 ch Gott, ich muß in 942. A Traurigkeit Mein Leben nun beſchließen, Dieweil der Tod von meiner Seit So eilend hat ge⸗ riſſen Mein treues Herz, der Tugend Schein, Deß muß ich jetzt beraubet ſein. Wer kann mein Elend wenden? 2. Wenn ich an ihre Freundlichkeit Gedenk in meinem Herzen, Die ſie mir hat zu jeder Zeit In Freud und auch in Schmerzen Erwieſen ganz beſtändiglich: Mein Kreuz und Angſt vermehret ſich, Vor Angſt möcht ich vergehen. 3. Bei wem ſoll ich auf dieſer Welt Rechtſchaffne Liebe finden? Der meiſte Theil nicht Glauben hält, Die Treu will gar verſchwin⸗ den. Ich glaub und red es ohne Scheu, Die beſt iſt doch getraute Treu, Der muß ich jetzt entrathen. 4. Führwahr, mir geht ein ſcharfes Schwerdt Jetzund durch meine Seele, Die abzuſcheiden oft begehrt Aus ihrer Leibes⸗Höhle. Wo du nicht ſelbſt, Herr Jeſu Chriſt, In ſolchem Kreuz mein Troſter biſt, Muß ich im Leid verzagen. 5. O treugeliebtes, ſelges Herz, Zu dir will ich mich wenden In die⸗ ſem meinem großem Schmerz, Ob ſich mein Angſt woll wenden; Ich will betrachten deinen Stand, Wie Gott dir alles Leid gewandt In höchſte Freud und Wonne. 6. Kein Angſt, Kein Trübſal, Weh und Noth Kann dich jetzund verletzen. Im Himmel will der fromme Gott Mit Liebe dich ergötzen. Die Seele ſchaut mit Luſt und Freud Die heilige Dreieinigkeit Mit allen Vom Tod und Sterben. 7. Der Höchſt hat dich auf ſi nem Schooß Und wiſcht ah an Thränen, Erfüllet dich mit Frande groß, Darnach wir uns Du ſteheſt bei der Engel⸗Schan Lobſingeſt Gott, frei von Gefi Mit ſüßem Ton und Schalle. 8. Der Leib, der ruht gar ſf und fein Ohn alle Qual und en⸗ gen; Vor allem Unglück groß z klein, Liegt er darin verhene Kein Beinlein, ja kein Stuuteit Wird dir davon verloren ſein,. Engel dich bewahren. 9. In kurzer Zeit wird pt Chriſt Dich wieder auferwecken weil du auch ſein Scheffle Wird er die Hand ausſtrecken, führen in ſein Himmelreich du mit Leib und Seel zugleitt ihm ſollſt ewig bleiben. 10. Du kommſt nicht wiedee zu mir In dieß betrübte bit Ich aber komm hinauf zu dir werd ich mit dir ſchweben Jut ſter Freude, Wonn und Lut deine Seele täglich koſt, Drufft mich herzlich freue. 11. O, wie mit großer Fraudi Wolln wir einander kennen] dar uns denn zu keiner Zeit Der i Tod mehr trennen. Ach, ſieh Freude wird dann ſein, Wemi dich, die ich jetzt bewein, Mi i den werd umfangen! 12. Dieß will ich ſtets in u⸗ eten m Wedun de d Chriſten will gebühren. Gott nln Troſtes ſteh bei mir Und mih me ſeinen Geiſt regier Zu ſeines mens Ehren! a. a1 J. Heermann, g. 1585, ü Um Abwendung eines tüſen in len, oder allzu ſchweren Todes 2 1 bchſtes Mel. Herr Jeſu Cbriſt, du höchits 943. A mir betracht, Daß ds Auserwählten. Fleiſch verdirbet, Und dieſes Re auch ſehnn wohl in? firbet: S. an, Denn kann Hier 2. Ich nuß, Do den; Dr. Buß Und dbeut, dieſe meiner He du mich al Hüt Vor hut Und i ſeh rigkeit Mir zu Gemüthe führen, h dind dabei 05* „ 2 . Aaß l vahren Gle fealeine komn heures Blut 8 1b. Hilf, a A0 l, Laß di will ich euer Gnad weine Noth Mel. F 944.7 n uner zet m d briſt— wieder uum e ſei b dal ich ſein dtiß Wud Hand auſtt führen ein Hinnän du mit,„Lund Sell un ihm ſo dig bleiben. 10.= tomnſt nittm u n di din Ich ahh um hinauf ad werd ire dir ſchweden ſter 1 Wom wdh deine(=täglich koſ mich hM.2 Güt uh n 11l. e nit griaße Wolln r= nander kernen uns de einer get d Tod Ion teennen. Nh. Freude— c dann ſei, R dich, düi jett bewen N den we fangen! 12. 1⸗(bil ic ſebi⸗ rigkeit zu Gemütſe fh warten en eduld dr. Chriſteir- gebühren. d Troſtes= bei mir Uor ſeinen u regier l ſ mens(— 1 Hearmann, um Ab= rungtitzun len, Itr allzu ſormn) Mel.¹- SJeiu Gtri 1 8 ch Golt um 943— mir beu Jleiſh bet, UM nit wohl in Acht, Wie elend ſtirbet: So ruf ich dich, mein Vater Vom Tod und Sterben. Wie elend Mancher an, Denn deine Güt und Allmacht kann Hierin mir beſtens helfen. 2. Ich weiß wohl, daß ich ſterben muß, Doch nicht, zu welcher Stun⸗ den; Drum gib, daß ich in ſteter Buß Heut, dieſe Stund und allezeit Zu er dar 6 meiner Heimfahrt ſei bereit, Sobald du mich abforderſt. Und Glauben werd erfunden, 3. Ach, rechne mir es ja nicht zu, Wenn ich mich unterfange Und dieſe Bitte bei dir thu, Warum dem Her⸗ zen bange: Aus lauter unverdienter Güt Vor vielen Schmerzen mich be⸗ hüt Und vor langwiergem Lager! 4. Hiernächſt mein Gott, bewahre mich Vor böſem, ſchnellen Ende. Wahn⸗ witz, Verzweiflung gnädiglich Sammt Ungeduld abwende. Ein ſolches Stünd⸗ lein mir verleih, Daß ich all meine Sünd dabei Im Glauben mög bereuen! 5. Laß mich den werthen heilgen Geiſt Bis an mein End regieren, Und deſſen Beiſtand allermeiſt Im wahren Glauben ſpüren, Daß mir alleine komm zu Gut Des Herren Jeſu theures Blut, So er fürmich vergoſſen. 6. Hilf, Helfer, hilf in Todes Noth, Laß mich nicht lange quälen; Dir will ich meine Seel, o Gott, Zu treuer Gnad befehlen. Verkürz mir meine Noth und Pein, Daß, wenn ich ſeh mein End da ſein, Mit Fried und Freud abfahre! Die allerbeſte Wiſſenſchaft. Pſ. 90, v. 12. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 9 4 4 A Herr, lehre mich * bedenken, Daß ich ein⸗ mal ſterben muß; Lehre mich die Sinnen lenken Auf den letzten Le⸗ bens⸗Schluß; Stelle mir mein Ende für Und erwecke die Begier, Mich noch bei geſunden Zeiten Auf das Grab wohl zu bereiten! 1. Endlich muß ein Licht verbren⸗ nen; Endlich läuft der Seiger aus; 571 Alſo muß ich wohl bekennen, Daß ich dieſes Leimen⸗Haus Endlich auch Piehnen muß, Denn es iſt der alte Schluß: Menſchen, als des To des⸗ Erben, Müſſen auch im Tode ſter ben. 3. Wenn wir kaum geboren wer⸗ den, Iſt vom erſten Lebens⸗Tritt Bis ins kühle Grab der Erden Nur ein kurz gemeſſner Schritt Ach, ein jeder Augenblick Geht mit unſrer Kraft zuruͤck, Und wir ſind in jedem Jahre Allzu reif zur Todten⸗Bahre. 4. Und wer weiß, in welcher Stunde Uns die letzte Stimme weckt! Denn Gott hats mit ſeinem Munde Keinem Menſchen noch entdeckt. Wer ſein Haus nun wohl beſtellt, Geht mit Freuden aus der Welt; Da die Sicherheit hingegen Ewig Sterben kann erregen. 5. Predigen doch meine Glieder Täglich von der Sterblichkeit; Leg ich mich zur Ruhe nieder, Zeigt ſich mir das Leichen⸗Kleid; Denn der Schlaf ſtellt für und für Seinen Bruder, Tod, mir für; Ja, das Bette will mir ſagen: So wird man ins Grab getragen. 6. Drum, mein Gott, lehr mich bedenken, Daß ich niemals ſicher bin; Will die Welt mich anders lenken, Ach, ſo ſchreib in meinen Sinn: Du mußt ſterben, Menſchen⸗Kind! Daß mir alle Luſt zerrinnt, Die mir ſonſt in allen Sachen Kann den Tod geringer machen. 7. Laß mich nicht die Buße ſpa⸗ ren, Bis die Krankheit mich ergreift, Sondern bei geſunden Jahren, Ehe ſich die Sünde häuft, Laß mich täg⸗ lich Buße thun, Daß das aller letzte Nun Mich befreit von aller Sünde Und mit dir verſöhnet finde. 8. Nun, mein Gott, du wirſt es machen, Daß ich fröhli ch ſterben kann. Ich befehl dir meine Sachen, Nimm dich meiner Seelen an. Deines Soh⸗ nes theures Blut Komme mir als⸗ dann zu Gut das mein letztes Wort auf Erden: Jeſus, Jeſus, möge werden! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. 572 Getroſter Muth zur Sterbens⸗Zeit. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht bei. 9 45 ch, lieben Chriſten, ſeid ⸗ getroſt! Wie könnt ihr ſo verzagen, Weil uns der Herr heim⸗ ſuchen thut? Laßt uns von Herzen ſagen: Die Straf wird wohl verdie⸗ net han, Solchs muß bekennen Jeder⸗ mann, Niemand darf ſich ausſchließen. 2. In deine Händ uns geben wir, O Gott, du lieber Vater; Denn un⸗ ſer Wandel iſt bei dir, Hier wird uns nicht gerathen, Weil wir in dieſer Hüt⸗ ten ſein, Iſt nur Elend, Trübſal und Pein: Bei dir der Freud wir warten. 3. Kein Frucht das Weizen⸗Körn⸗ lein bringt, Es ſoll denn in die Er⸗ den: So muß auch unſer irdſcher Leib Zu Staub und Aſche werden, Eh er kommt zu der Herrlichkeit, Die du, Herr Chriſt, uns haſt bereit Durch deinen Gang zum Vater. 4. Was wollen wir denn fürchten ſehr Den Tod auf dieſer Erden? Es muß einmal geſtorben ſein; O, wohl iſt hier geweſen, Welcher, wie Si⸗ meon, entſchläft, Sein Sünd erkennt, Chriſtum ergreift: So muß man ſe⸗ lig ſterben. 5. Dein Seel bedenk, bewahr dein Leib, Laß Gott, den Vater, ſorgen; Sein Engel deine Wächter ſein, Be⸗ hüten dich vorm Argen. Ja, wie ein Henn ihr Küchelein Bedeckt mit ihren Flügelein, So thut der Herr uns Armen. 6. Wir wachen oder ſchlafen ein, So ſind wir doch des Herren; Auf Chriſtum wir getaufet ſein, Der kann dem Satan wehren. Durch Adam auf uns kommt der Tod, Chriſtus hilft uns aus aller Noth; Drum loben wir den Herren. M. Joh. Gigas, g. 1514, ſt. 1581. Unſer Leben voller Elend, Sterben unſers Elends Ende. In bekannter Melodie. ³ 946. A nes itre heunſe Vom Tod und Sterben. 6. (Gunſt? Nur ein blauer Rehel di im Elend ſchweben. Wenn& 1 geweſen iſt, Iſt es Müh zu jeder⸗ ti 2. Ach, was iſt doch unſte 5 Nichts, als nur ein lauter E Da nur Eins das Andre haßt, kein Fried, kein Ruh noch Raſ. 3. Was iſt unſre Frömmigii Eine Unvollkommenheit; Ninn kann damit beſtehn, Wenn Getein Gericht will gehn. 4. Ach, was iſt doch Gut und Ges Nichts, als nur ein Koth im ſi Heute reich und morgen arm, Fat thum bringet Sorg und Harn 5. Ach, was iſt doch Antm Ehr? Nur ein Leben mit Veſtae Wer viel Gaben hat allhier, M geneidet für und für. Ach, was iſt doch Menſte Lieber, trau dem Freunde nicht in lette Auge herzens⸗Gt ſhic? Mi ſaſt, Ach, eaſt Von! Und ich w 2. Herr nen? Sol denn nun gen? Ach, Aſo gar hdarme dich meinem E. dene Händ Kagen, Ri heiner kand ganze Lebe und Noth; der Bruder⸗Glaube bricht. 7. Ach, was iſt die Fröhlttt Eine ungeſunde Zeit, Davon it Seel verdirbt, Mancher vor it hinſtirbt. §. Ach, was Haß und uit Neid Tragen gegen uns Res Hier iſt Zorn, Verläumdung it Alſo gehets fort und fort. 9. Ach, wie krank und mueſt Sind wir Menſchen manche Sin Daß kein Menſch zu finden iſ if Nichts mangelt jede Friſt 10. Ach, was iſt doch unſer Nur ein Ende aller Noth, Naßß ohne Kreuz und Pein Steh 4 Gott werden ſein...“ 11. Drum freu ich mich dla Auf die wahre Himmels⸗Jraud d uns gar Nichts mangeln wid d nur Freude wird geſpürt. 12. Freude, die kein Ohr bett de Die kein Menſchen⸗Herz Freude in⸗ und äußerlich Freude freu ich mich. Begierde, zu Sterben. Mel. Freu dich ſehr, o meine⸗ 4N 947. A uene nmmr gepit Ju d a er bra 3 s 5 2 NM ihn Au feuen? vra 3 don der E as dem L 5. Wie den Haben deom gronß imm großer 4 ganz un döreſt mi ich 1 dimmels⸗Lie och anſchau ten⸗Auen? 6. Ach, Ae Da ſauu 1 te is das ul 03 1 ein Leben 4 6 ..= was iſ t vich 3 a ü ken ür alit u t deien 4 lgehn. qij— was it docen 8 nur ein ih. Heuk=) und naa deun. get Sm mß „was ſt de d — Gaben ha geng an ir und 3 b 6 ☛᷑., was itd Gun 1 V Gun ur en hlu Lied u dem Frunden der(s r Glaube biit 7.☛, was it in 6 1 2A1 ue h dm Seel= rbt, Maga n hinſt= „8., uas 6ch m Neiß gen gpen u Hier t ſorn, Velläund Alſo= s fort ud ſt 9. Xlæ . wie krant m Sin— Menſchen nat Daß fü Nenſch zu fi Nichtr=— ngelt jede i 10 ☛ was it dor Nurſt—inde aller aut. ohne und Nn? Gott) cen ſein. 11 un freu ihn Auf=ahre dimnet uns rm dichts magt nur e wirdd gepit 11= dde, die indt Die== Mernſcmrit Freu und duhit Freu u ich nit Ritrde, u en Fra dih in⸗ 94— 4. 2s letzte Augenblick, Daß ich dir von Herzens⸗Grunde, Jeſu, meine Seele ſchick? Mich verdrießt mein Leben faſt, Ach, wann wird des Lebens Laſt Von mir werden weggenommen Und ich werde zu dir kommen? „Herr, wie lange ſoll ich wei⸗ nen? Soll die Lebens⸗Sonne mir Denn nun nimmermehr nicht ſchei⸗ nen? Ach, wie lange ſoll ich hier Alſo gar verlaſſen ſein? Ach, er⸗ barme dich doch mein, Eile doch mit meinem Ende Und nimm mich in deine Hände! 3. Es iſt hier doch Nichts, als 6 Klagen, Nichts, als lauter Herzeleid; Keiner kann es anders ſagen, Unſre ganze Lebens⸗Zeit Iſt ja lauter Angſt und Noth; Ach, komm doch, du ſüßer Tod, Führe mich doch zu dem Leben, Ich will gar nicht widerſtreben! 4. Ach, wie oft hab ich gebeten! t Ach, wie manche liebe Nacht iſt mein Geiſt vor dich getreten Und hat heiße Seufzer hracht, Daß du, Jeſu, wol⸗ leſt ihn Aus des Todes Leibe ziehn, Von der Sünd und allem Böſen, Aus dem Leibe ihn erlöſen! 5. Wie viel heiße Herzens⸗Thrä⸗ nen Haben mich ſo oft befeucht; Von dem großen Sünden⸗Sehnen Bin ich ganz und gar verbleicht; Und du höreſt mich noch nicht, O du ſchönes Himmels⸗Licht! Wann werd ich dich doch anſchauen In den ſchönen Ster⸗ nen⸗Auen? 6. Ach, wann wirſt du mich er⸗ freuen? Ach, wann wirſt du doch einmal Meine Seele mir erfreuen? O du ſchönſter Seelen⸗Saal! Wie viel Aengſte ſoll ich noch Leiden in des Leibes⸗Joch, Eh mein Geiſt wird weggenommen Und ich werde zu dir kommen; 4 7. Ich will nur geduldig leiden Und indeß bereiten mich, Jeſu, zu den großen Freuden, die mir ſind bereit durch dich; Komme, komme, wenn du willt, O du ſtarker Seelen⸗ Schild, Hole meine arme Seele aus der kranken Leibes⸗Höhle! Vom Tod und Sterben. 573 Sehnſucht aus der Welt Gefahr zu kommen. In voriger Melodie. 9 48 ch, wann kommen doch * die Stunden, Ach, wann kommt der frohe Tag, Da ich wer⸗ den ſoll entbundeu aller Pein und aller Plag, Da ich nicht ſo viel Ver⸗ druß Dulden und empfinden muß, Da mein Angſt und alles Leiden Sich verkehrt in ewge Freuden? 2. Werd ich doch herumgetrieben Auf dem Zorn und Sünden⸗Meer, Und von Kreuz⸗ und Unglücks⸗Hie⸗ ben Immerfort verletzet ſehr; Wie ein Schiff, ſo ſegellos, hier und dort kriegt einen Stoß: So werd ich her⸗ umgejaget Und mit Angſt und Noth geplaget. 3. Hier ſind Klippen, hier Sire⸗ nen, Hier ein Strudel und Abgrund; Dieſe können ſich beſchönen, Daß man nicht der Liſt wird kund; Hört, wie ſüß die Wolluſt klingt, Bis ſie uns zum Netze bringt Und zur Klipp und Wirbel drehen: Dann ſo iſt es gar geſchehen. 4. O, wohl dem, der ſchon gelan⸗ get An den ſichern Ruhe⸗Port Und in ſtolzer Ruhe pranget Dort bei Jeſu, ſeinem Hort! Der iſt außer der Gefahr, Darf nicht ſorgen immerdar: Jetzo wird ein Sturm entſtehen Und das Schiff zu ſcheitern gehen. 5. Hier iſt Sichres nicht zu finden, Man iſt ſtets mit Furcht umſtrickt; Auf den Bergen, in den Gründen A der Satan gar geſchickt, Unſre Schwachheit zu verführen, Er läßt keinen Mangel ſpüren, Wie er ſo bei Müh als Raſten Uns zu ſchaden mög antaſten. 6. Ueberdieß, ſo iſt die Erde Uns zum Wandern nur gelehnt; Wenn ich einſt im Himmel werde Mit der Liebes⸗Kron gekrönt, So hab ich er⸗ langt das Ziel; Darum duld ich gerne viel. Himmels⸗Wonne, ewge Freu⸗ den Machen ſüß die bittern Leiden. 574 7. Nun, Herr Neir gib mir Gnade, Daß ich als ein Pilgrim hier Wandle auf dem rechten Pfade, Laß mich kleben ſtets an dir: Sei du, Herr, mein Leite⸗Stern, Steh in Noth und Tod nicht fern, Und wenn ich von hier abſcheide, Nimm mich in die eewge Freude! Begierde zu ſterben. Mel Jeſus, meine Zuverſicht. 9 49 ch, wann werd ich auf⸗ . gelöſt? Wann zerſprin⸗ gen meine Ketten? Wo iſt Jeſus, der mich tröſt, Der verſprochen hat zu retten? Ich begehre nur allein Dort bei Jeſu bald zu ſein. 2. iſt ja mein Bräutigam: Soll ich ihn nicht bald umfangen? Er mein Hirt, und ich, ſein Lamm, Trage nach ihm groß Verlangen; Ich benehrs nur allein Dort bei Jeſu bald zu ſein. 3. Meine Seele ſeufzt und ächzt, Nichts kann ſie zufrieden ſtellen: Wie der matte Hirſche lechzt Nach den friſchen Anmuths⸗Quellen, So begehrt ſie ſnr allein Dort bei Jeſu bald zu ſein. 4. Doch getroſt, ich ſehe ſchon, Was ich längſt gewünſchet habe: Nun, ſo traget mich davon, Aus dem Bette nach dem Grabe; Ich begehre nur allein Dort bei Jeſu bald zu ſein. 5. Gute Nacht, ſeid unbetrübt, Laſſet mich die Augen ſchließen; Die ich auf der Welt geliebt, Werd ich dort im Himmel küſſen(Künftig ſoll ic nur allein Dort bei meinem Jeſu ſein. 6*) Nunmehr bin ich aufgelöſt, Liege ſchon in Jeſu Armen, Der mir meine Seele tröſt, Mich ergötzet mit 4⁴) In der Form eines Schluß⸗Chores wird der 6. Vers zuweilen ſo geſungen: Ach, nun iſt ſie aufgelöſt, Sie liegt ſchon in Jeſu Armen, Der die edle Seele tröſt Mit Ergötzen, mit Erbarmen. Selig, wer wie ſic allein Dort bei Jeſu wünſcht zu ſein! Vom Tod und Sterben. jalllein Dort bei Jeſu wünſcht zu ſin und Dunkel, Fried und Streiten d Erbarmen. Selig iſt, der mu Benj. Schmolck, g. 1672,ſ 1, * Elend des Lebens nach dem zal Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 8 Ach, wie elend iſt un 950.—2X Zeit Allhier auf ie ſer Erden! Gar bald der Menſchr niederliegt; Wir müſſen Alle ſer ben. Allhier in dieſem Jammerte Iſt Müh und Arbeit überall, u wenn es wohl gelinget. 2. Ach, Adams Fall und Miſete Solchs Alles auf uns erben 3½ 3 Gott, gib du uns guten Rath, wirs erkennen lernen! Daß wir ſe und ſicher ſein Mitten in Trübſalin in Pein, Das iſt ja zu erbanme — 6 3. Herr Gott, du unſre Zuſuu Dein Hilf wollſt uns ſenden ae du der Deinen nicht vergißt, zu dir nur wenden. Mit deinem bit ſteh uns bei, Ein ſelig Stündleimn verleih Durch Jeſum Chriſtum n M. J. Gigas, g. 1516, R Die Eitelkeit des Lebemt⸗ Pred. Sal. 1, v. 2. In bekannter Melodie. =,, wie flüchtig, 951. A³ ſchen Leben; Wie ein Nebel bnd 1 wie nichtig iſt der 4 — — ein Strom beginnt zu rinnen ln mit Laufen nicht hält innen, Soct* unſere Zeit von hinnen. 3. Ach, wie flüchtig, ach, ien tig Iſt der Menſchen Freude 4 abwechſelnd Stund⸗ und Zeiten Ae ind unſre Fröhlichkeiten. 4. 6 8 nichtig, ach, niſß tig Iſt der Menſchen Schönen ein Blümlein bald vergehet, ein rauhes Lüftlein wehet, Eo t unſre Schöne, ſehet! eſt ig c, wiert 5 N, ig It der ſch wie ei worfen mi eine kleine 6. Ach, ig Iſt der eine Kugel dorten ſtehe 7. Ach, ih Itt der den, dem ſine Händ een gar m 8. Ach, 4 r ag JIſt der n art s SSpt Worl vernünftig en Witz l , der Kunſt b mach ſchö 1 ih nicht 10. Ach, ig Sind d ann Glut Nadurch, e s muß zu 11. Ach, n Iſt der „durch Mach letzt aus Hrab danie 12. Ach 12. Ach, tg Iſt der in Purpur, wle ein Go und vergeher wig ſeßen Lu Mel. 8 9523 nem Gott gef — = — 2. hd &.— t Solcht Hott Int uis enlma Dur 3. 2ſ'ott, du miiega Dein 1A olſt uns ſan du de— ean nictvafi. zu dir— jenden. Mtien ieh um Enfthen „verleiſt(h Jeſumhrd R. J. Gigas, 1 itelkeit des dh ²+d. Sal. 1, 11 8 bekannter Mei 9 5 1¹, wie ſit — wie richip i ſchen ☚☚ Wie en Ntt ſtehet m uch wiede ba „So iſrar Keen, ſti 2. WMie nichti ihn hitig Ser Manſta i ein Sr= beginnt u m — nicht hät im und t— l Frie mo ſind Frohlihkin 4. wie richig, n ig J Nertass ein 1 win bab un ein 1. Llften u unfre=ne, ſcht Vom Tod und Sterben. 5. Ach, wie flüchtig, ach, wie nich⸗ t. ktig Iſt der Menſchen Stärke! Der ſich wie ein Löw erwieſen, Ueber⸗ worfen mit den Rieſen, Den ſchlägt eine kleine Drüſen. 6. Ach, wie nichtig, ach wie flüch⸗ i tig Iſt der Menſchen Glücke! Wie ſich eine Kugel drehet, Die bald da, bald dorten ſtehet, Soiſt unſer Glücke, ſehet! 7. Ach, wie flüchtig, ach, wie nich⸗ ſa ſenne tig Iſt der Menſchen Chre! Ueber den, dem man hat müſſen Heute ſeine Hände küſſen, Geht man mor⸗ gen gar mit Füßen. 8. Ach, wie nichtig, ach, wie flüch⸗ tig Iſt der Menſchen Wiſſen! Der das Wort kann trefflich führen Und vernünftig discuriren, Muß bald al⸗ len Witz verlieren. 9. Ach, wie flüchtig, ach, wie nich⸗ tig Iſt der Menſchen Dichten! Der, ſo Kunſt hat lieb gewonnen Und manch ſchönes Werk erſonnen, Iſt doch nicht dem Tod entronnen. 10. Ach, wie nichtig, ach, wie flüch⸗ tig Sind der Menſchen Schätze! Es kann Gluth und Fluth entſtehen, Dadurch, eh wirs uns verſehen, Al⸗ les muß zu Trümmern gehen. 11. Ach, wie flüchtig, ach, wie nich⸗ tig Iſt der Menſchen Herrſchen! Der durch Macht iſt hoch geſtiegen, Muß zuletzt aus Unvermögen In dem Grab danieder liegen. 12. Ach, wie nichtig, ach, wie flüch⸗ tig Iſt der Menſchen Prangen! Der im Purpur, hoch vermeſſen, Iſt als wie ein Gott geſeſſen, Deſſen wird im Tod vergeſſen. 13. Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig Sind der Menſchen Sachen! Alles, Alles, was wir ſehen, Das muß fallen u und vergehen: Wer Gott fürcht, bleibt zeowig ſtehen. Mich. Franck, g. 1609, ſt. 1667. Luſt, zu ſcheiden. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 952. Ahnen hend e ar nem Gott gefällt; Denn es blühet nur 575 Verderben In der elendsvollen Welt; Unſer Leben iſt voll Leid, Voller Thrä⸗ nen unſre Zeit; O, wie ſelig, wer geſtor⸗ ben: Der hat Beſſerung erworben! 2. Oefters ſucht man ein Vergnü⸗ gen Und trifft doch nur Jammer an; Was ſich ſoll zur Freude fügen, Führt uns eine Dornen⸗Bahn. Alle ieb und Treu iſt todt, Und ſtatt deren wird die Noth Alle Stunden neu geboren, Daß wir ganz zur Pein erkoren. 3. Lieber Gott, mach es ein Ende, Wenn es gut und ſelig iſt; Reiche mir die Vater⸗Hände In der letzten Todes⸗ Friſt. Ach, wie wohl wird mir doch ſein, Wenn ich werde ſchlafen ein! Doch, ſoll es noch länger währen, Wirſt du, Herr, Geduld beſcheren. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Sterbe⸗Lied bei dem Begräbniß eines Kindes. In eigener Melodie. 9 53 Ach, wie hat des Herren X Hand Unſre Herzen ſo zerriſſen! Ach, wie heftig gar zer⸗ ſchmiſſen! Der zuvor erfreute Stand Hat ſich in ein Leid verkehret, Wel⸗ ches unſern Troſt verzehret. 2. Lieber Gott, iſts nicht genug An den vormals harten Schlägen? Will dein Zorn ſich noch nicht legen? Soll ein bittrer Gallen⸗Trunk Im⸗ mer auf den andern fließen Und die Augen Thränen gießen? 3. Zwar es trifft uns nicht allein, Was wir jetzt an Trübſal leiden; Denn der Kinder ſchnelles Scheiden Iſt bei Andern auch gemein; Ja, vor langer Zeit und Jahren Hat die Welt ſolch Leid erfahren. 4. Dennoch ſind wir höchſt betrübt, Weil wir eben das verloren, Was zur Freude war geboren Und ein Kind, das wir geliebt. Unſer Licht iſt unter⸗ gangen, Als es ſich kaum angefangen. 5. Von dem herrn iſt es geſchehn, Der des Menſchen Zeit beſtimmet Und bald den, bald jenen nimmet, △‿ 576. Vom Deſſen Auge längſt geſehen, Was den frommen Kindern nützet Und ſie vor Verführung ſchützet. 6. Denn ein frommes Chriſten⸗ Kind Iſt ein Glied an Chriſti Leibe, Und damit es ihm verbleibe, Nimmt er es oft ſo geſchwind Aus dem ſchnöden Welt⸗Getümmel Und ver⸗ ſetzt es in den Himmel. 7. Drum ſo laßt uns in Geduld Dieſen harten Riß vertragen Und im Leide nicht verzagen; Denn es blüht noch Gottes Huld; Dieſer kann aus Trauer⸗Sachen Lauter Troſt und Freude machen. 1 8. Ja, wir wiſſen, daß der Tod, Wenn er uns ſcheint zu verſchlingen, Muß zu Gott in Himmel bringen. Er erlöſet uns aus Noth, Und ein ſelig frühes Sterben Macht uns bald zu Himmels⸗Erben. 9. In dergleichen Glaubens⸗Muth Senken wir die todten Glieder In den Schooß der Erde nieder, Rufen: Es iſt Alles gut! Unſre Todten ſollen leben, Gott wird ſie uns wiedergeben. M. Z. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Luſt und Angſt an Kindern. In eigener Melodie. Oder: Auf, mein Herz, geh mit. OE4 Ach, wie iſt doch unſer 9 54. A Leben Mit ſo vieler Angſt und Noth, Mit ſo vielem Schmerz umgeben, Bis uns nimmt hinweg der Tod! Kinder bringen Luſt und Freu⸗ den, Kinder bringen Angſt und Leiden. 2. Kinder ſind des Höchſten Ga⸗ ben, Ein Geſchenk des Leibes Frucht. Nichts iſt, das wir lieber haben, Als wenn Kinder lieben Zucht. Kinder bringen Luſt ec. 3. Kinder kommen her von Her⸗ zen Und zu Herzen wieder gehn; Trifft ſie Unfall: bittre Schmerzen In der Eltern Herz entſtehen. Kin⸗ der bringen Luſt ꝛc. 4. Werden ſie, die wirgeliebet, Hin⸗ geriſſen durch den Tod, Wiewird unſer Herz hetrübet, Was betrifft uns da für Noth! Kinder bringen Luſt ꝛc. Tod und Sterben. 5. Drum betrübt euch nicht, i Lieben! Seht den Willen Gottesn Der ſo eur Geduld will üben, Ma er thut, iſt wohlgethan. War fii ſtirbt, kommt aus dem Leiden Diſ t Welt zu Himmels⸗Freuden. A. Ungelenk, 1652 1 Tod der Kinder ein Gliüt. Mel. Jeſu, der du meine Seele. ſen Wo die Auserwählten ſein! E + 6 8 3] † n 4 1 gehen tauſend Plagen, Wiſſen Kut von Angſt zu ſagen, Leben imin „— 2 S Sicherheit, Wo Freud iſt und E 2. Wenn ein Menſch m auf Erden, Mit was und Fleiß Muß er aufer Ach, wie manchen ſan Muß er ſchwitzen, eh er kennet man Kunſt und Weisheit Denn ſie wird gei p E wW Uei 44 und fr 85 man treibet ſ drum in fremde 4 Gift Manche Kinder da bei 4, Es wird auch die zarteg Oft durch falſche Lehr verfälttöl geleitet zur Untugend; Nergeant manch Herz erſt erfahren, 1½ G Lnd Daß es in den Kinde⸗ 2 4 Jahren Beſſer ſei, aus dieſe Mi Ziehn ins frohe Himmels⸗Zeit 5. Kann ein Menſch bringen, Daß ihm Dingen Von den Neidern ſtess b trübt, Die ihn drücken, haſfen, 3 gen; Tauſend Centner Müh 9 Plagen, Sorgen Kummer, bahn Noth Iſt gewiß ſein täg ich We 6. Aber in den Sternen⸗Auena ſind alle Sorgen hin, Da kamn hauen, Wasmnaſ —— mit Freuden ſch Luſt⸗Gewinn Dort für Mun berührt: Da denn Gian ſo weits n olt ein Aant chen gibt, Da wird er vor d wt dich Sorgumfan da pranget Kunſt Nach 7. Drun en, Hemm dat doch! et ab das it dahin ko entnommen (uſt, Die! 8. Zwar Venn er derzlich ſtets itt liine Raſt, ppringen,) gen, Thrär Vinſeln, 2 9. Aber Warum k Sinnen au d venig in un deber freuel doß 1 91 Reihen, . 19. Nun lle Kinder gammer⸗Lel nühlten ſein Nagen, W. ſigen, Lebe en n Fried! Aſch Mel. nſa die und — — 4 4 5. ·1 Le be aench edh Der den Alan er K Geduld nil ſtirbt— wohlgehen— Welt ut aus dn in imnnels and — Kinder a J.)). wi ſa klein= ſen Alegine Sendhem Janurat Wo Serwählten en dab—„ Aahulen ſan dedenft. nd Plagn W „2. A ein Maſta nuf Mit was dane und es Ruß erautage Nuß witen, cha —=— man n:t und Wäitt Denn„Jiird gejuck u man=t ſpät und fi 3. cit er Gtwaiga . * Willſt= iſſern ſeine aun ☛ drunfren remde Lme. manz auhe Dund a Unger Rauben, Moh Jeuet wger, Krantht Gift he Kinder Nte 1,= ird auch dem Oft 1h alſche Lehr nn geleit r Untuxnd manz—= berühtt. Ah erſt Cen, Daß Su Jahr ſſer ſei, ue Zieht m 1 frohe Hunne 5. 1☚ ein li 3 bring— a ihm Gite chen 1■ Da wid t Ding ou den Kan trübt= ihn diin, 9 gen;— ſend Catm Plag argan zum Notht— zewiß ſan ii 6.=in den Srm ſind= orgen a d mit t ſchauen, 4 — dat 4 — 7“ Ach, m manchen ſaug Vom Tod und Sterben. Sorg umfanget; Denn daskleinſte Kind da pranget Mit der rechten Himmels⸗ Kunſt Nach des eitlen Lebens Dunſt. 7. Drum, ihr hochbetrübten Her⸗ zen, Hemmet eure Traurigkeit; Lin⸗ dert doch die großen Schmerzen, Le⸗ get ab das ſchwere Leid! Euer Kind iſt dahin kommen, Wo es aller Angſt entnommen, Es iſt in der Himmels⸗ Luſt, Die uns annoch unbewußt. 8. Zwar wer iſt nicht hochbetrübet, Wenn er ſiehet dieß erblaßt, Was er herzlich ſtets geliebet? Ach, da hat man 577 ihr Donner kracht, Und ſo gehab dich wohl Zu tauſend guter Nacht! 4. Ade, mein blaſſer Leib! Schlaf ſanft in deiner Erde, Bis ich in die⸗ ſem Fleiſch Gott ewig ſchauen werde; Du aber, Seele, fleuch Durch alle Sternen⸗Pracht, Und ſo gehabt euch wohl Zu taufend guter Nacht! 5. Ade, o Vater⸗Herz! Ade, o Mut⸗ ter⸗Liebe! Ade, Geſchwiſter all! Gott euch nicht mehr betrübe, Der mich⸗ aus dieſem Leid In Freuden⸗Saal gebracht. Gehabt euch Alle wohl keine Raſt, Da will uns das Herz zer⸗ Zu tauſend guter Nacht! ſpringen, Alle Kräfte von uns drin⸗ gen, Thränen rinnen wie ein Bach, Winſeln, Weinen, Klagen, Ach! 9. Aber wenn wirs recht bedenken, Warum wir betrübet ſtehn, Unſre Sinnen aufwärts lenken Und ein wenig in uns gehn: Sollten wir uns lieber freuen, Wünſchen bald an die⸗ ſen Reihen, Denn je jünger man aus⸗ trankt, Je eh man die Kron erlangt. 10. Drum ja ſelig ſind zu preiſen Alle Kinder, wenn ſie klein Aus dem Jammer⸗Leben reiſen, Wo die Auser⸗ wählten ſein; Sie entgehen tauſend Plagen, Wiſſen Nichts von Angſt zu ſagen, Leben in der Sicherheit, Wo nur Fried und Seligkeit. Abſchied eines Kindes. Mel. O Gott, du frommer,. 0 de, o Vater⸗Herz! Ade 9 56. A o Mutter⸗Liebe! Es muß geſchieden ſein, Wie ſehr ich euch betrübe; Was ſoll ich auf der Welt, Weil mir der Himmel lacht? Darum gehabt euch wohl Zu tauſend guter Nacht! 2. Ade, du kranke Welt! Du füh⸗ leſt vielen Jammer, Und mich ver⸗ wahret Gott In meiner ſichern Kam⸗ mer, Bis daß der jüngſte Tag Auch dir ein Ende macht; Darum gehab dich wohl Zu tauſend guter Nacht! 3. Ade, du Vaterland! Wer weiß, was noch für Plagen Sich um die Chri⸗ ſtenheit Zuſammen dürfen ſchlagen? Doch fleh die Wolken an, Eh daß Siegesvoller Abſchied von der Welt. Mel. Herr Jeſu Chriſt, ich weiß. de, o Welt, ich fahr 957. A jetzt fort, Nun hab ich⸗ überwunden; Ich fahr fort in des Himmels Port Und habe ſchon ge⸗ funden, Was ewig, ewig mich erfreut, Nichts frag ich mehr nach Kreuz und⸗ Leid: Nun hab ich überwunden. 2. Nichts iſt, das mich jetzund verletzt, Nichts iſt, das mir kann ſchaden: Mein Jeſus mich jetzund er⸗ götzt; Ich leb in ſeiner Gnaden; Kreuz, Trübſal, Angſt und was es ſei, Acht ich nicht mehr, denn ich bin frei: Nun hab ich überwunden. 3. Niemand betrübe ſich um mich, Denn ich bin wohl gezogen, Mein Elend hat geendet ſich, Ich bin zur Freud erhoben; Ich bin jetzt aus dem Thränen⸗Thal Verſetzet in den Freuden⸗Saal: Nun hab ich über⸗ wunden. 4. Ach, wie oft habe ich allhier Im Unglück müſſen ſchweben! Mein gan⸗ zes Leben für und für War lauter Kreuz ergeben; Jetzund bin ich durch meinen Tod Erlöſet aus der Angſt und Noth: Nun hab ich überwunden. 5. So ſei nun freudig, liebe Seel, Daß dich dein Gott ſo liebet Und dir für deine Leibes⸗Höhl Den ſchönen Himmel gibet, da du frei biſt von aller Qual Und ſingen kannſt mit hellem Schall: Nun hab ich überwunden. 37 578 6. Es iſt die Welt ein Marter⸗ Haus, Da Nichts, als Kreuz zu fin⸗ den, Da eins geht ein, das andre aus; Auch quälen uns die Sünden; Jetzt leb ich frei von aller Qual Und ſing in dem geſtirnten Saal: Nun hab ich überwunden. 4 7. Wie ſollt ich denn nicht fröh⸗ lich ſein? Kein Feind kann mir nicht ſchaden; Vom Teufel, Sünd und Höllen⸗Pein bin ich erlöſt aus Gna⸗ den Und leb jetzo bei meinem Gott, All meine Feinde ſind zu Spott: Nun hab ich überwunden. 8. Drum wohl, wer aus der bö⸗ ſen Welt Bei Zeiten wird gerücket Und durch den Tod, wenns Gott gefällt, In Himmel wird geſchicket. Ich aber war des Lebens ſatt, Wohl mir, daß es ein Ende hat; Nun hab ich überwunden. 9. Jetzt lieg ich in der Erden Schooß, In ſtolzer Ruh verborgen; Mein Seel, die lebt ins Himmels Schloß, Ganz frei von allen Sor⸗ gen: Kein Unglück mich nunmehr berückt, Der Tod hat mich zur Ruh geſchickt: Nun hab ich überwunden. 10. Geſegn euch Gott, ihr Lieb⸗ ſten mein, Ich hab den Himmel fun⸗ den, Was mir bei euch oft Angſt gemacht, Iſt mit mir gar verſchwun⸗ den, Ich lieg jetzund in ſüßer Ruh, Deckt meinen Leib mit Erde zu: Nun hab ich überwunden. Gebet um guädige Vergebung der Sünden. In eigner Melodie. llein nach dir, Herr Jeſu 958. Chriſt, verlanget Fe Weil ich hier leb auf dieſer Welt auf Erden; Allein an dich, Herr Jeſu Chriſt, glaub ich, Hoffend ge⸗ wiß, der Himmel ſoll mir werden. 2. Den du erworben haſt mit dei⸗ nem Blute, Am Kreuz geſtorben mir zu Gute. O du Lamm Gottes, erhör mein herzlichs Flehen, Meine Augen gen Himmel ſehen. Vom Tod und Sterben. 3. Tröſt mich mit deinem Geß o Herre Gott! Hilf mir in meim Noth! Wenn ich von hinnen ſol i ren, Mein Seel wollſt du hewahren 4. Denn in dem Tod und auch in Leben Hab ich mich dir ergelen O Herr Jeſu Chriſte, nimm mei Seel in deine Hände. D. N. Selneccer, g. 1532, 137 Begierde zu Gott. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seuke 9 59 lles Gut der Walit * flüchtig Und muß u ein Rauch vergehn. Alle Prachtu Schönheit nichtig, Kann die Längenit beſtehn; Alles, was der Menſchit hält, Alles, dem die Welt nathſtit Muß wie leichter Wind verſchwi Deß man keine Spur kann — — h — 2. Nichts kann dem der Rei nützen, Der die Welt ver Weder Gold noch Silber ſtüg Hätt er gleich viel Kaſten velit muß mit der Welt vergehn i drauf hofft, kann nicht beſtehn ihm ſelber tauſend Plagen, Mit ſtets das Herz abnagen 3. Wenn ich, Jeſu, dich kann ben, Hab ich allen Ueberfluß: Di Gnade kann mich laben, Wemn i Alles laſſen muß; Du alleine it mein Ruhm, Silber, Gold und(ige⸗ thum, Nichts iſt an der Walt ge⸗ gen, Jeſus iſt mein Schatz und Saf M. B. Stöltzlein, g. 1603,. Ende alles Jammers in den Himmel. Mel. Wer nur den lieben aut, uf Erden iſt nur a⸗ 960. A 3 Jammer, Auit den iſt nur Herzeleid; Bad lin an des Kreuzes Hammer Mit ſn Angſt und Traurigkeit. Im 3 ir li dein ammur dich ie der eſus ſelber ſpricht.— 2. Auf Erden iſt kein rütst ben, Auf Erden iſt kein Treu — Die Welt Manch fr Im Him Wie der 3. Auf gen, Auf Die Welt nagen, T Brodt: K nicht, Wi 4 Auf ten, Auf Graus; warten E hHaus: Ir dicht, R 1 5. nen, Auf nels⸗Ireu gel fenden dereit, Zu Wie der 7. Aldd Und ſchau Freuden n rühmen ſe Gott von; .8. Alld Throne Ba Perd leuch allen Ause Gott von? 9. Aldda führen Zu Mahl, Da hiiren W Kail zu⸗ delige Dre Be Mel. Ge Nl. *R. Selneete 3 tgierde i en 5 et b 1 8 l: r ch 1. beſtet bält,—, Muß Xaß 4 △ Deß A keine Spur im 1 nütze Alss Gum futn ein Jim vergehn. Ah 27 5 cho= ichtig,Fun 1 lles, vas dn — dem die Wa — ceichter Vind ni 2.— iz kann den ⸗ rütze— r die Wett ut Wed (Häͤtt= leich viel ai muß e der Welt ban drauſ kann nictbie ihm[ tauſend Pam ſtets ½— herz abnagen 3.=— t ich, Jru du ben, ich allen llädet Gnalf E n nich labn! „Alles,— n muß; At mein t, Silber, Ged tbum*ts iſt ad gen,* iſt mein Shtr 1. B. Stültlein z 6'— les Jaunni Himutl. Ber nur da lit 967Ae den eu dich ſeht, d 95 Id noch dilt Vom Tod und Sterben. Die Welt pflegt oftmals zu betrüben Manch frommes Herz und Angeſicht: In Himmel iſt kein Falſchheit nicht, Wie der Herr Jeſus ſelber ſpricht. 3. Auf Erden iſt nur lauter Pla⸗ gen, Auf Erden iſt nur lauter Noth; Die Welt pflegt uns nur ſtets zu nagen, Thränen ſind unſer täglich Brodt: m Himmel iſt kein Plage nicht, der Herr ꝛc. äl 3 4 Auf Erden iſt der Kummer⸗Gar⸗ ten, Auf Erden iſt nur Furcht und Graus; Im Himmel ſollen wir er⸗ warten Ein wunderſchönes Freuden⸗ Haus: Im Himmel iſt kein Kummer nicht, Wie der Herr ꝛc. 5. Auf Erden iſt nur lauter Wei⸗ nen, Auf Erden iſt nur Traurigkeit; Bald trifft es mich, bald auch die Meinen, Bis man kommt in die Him⸗ mels⸗Freud: Im Himmel iſt kein Wei⸗ nen nicht, Wie der Herr ꝛc. 6. Drum will ich mich zu Jeſu wenden Und trachten nach der Him⸗ mels⸗Freud, Er wird mir ſeine En⸗ gel ſenden, Der gar viel tauſend ſind bereit, Zu loben Gott im hellen Licht, Wie der Herr ꝛc. 7. Allda werd ich mit Freuden leben Und ſchauen Gottes Herrlichkeit, Mit Freuden meine Gung⸗ erheben Und rühmen ſeine Gütigkeit Und ſchauen Gott von Angeſicht, Wie der Herr ꝛc. 8. Allda werd ich vor Gottes Throne Bald ſtehen bei den Engelein, Werd leuchten wie die helle Sonne Mit allen Auserwählten fein Und ſchauen Gott von Angeſicht, Wie der Herr ꝛc. 9. Allda wird mich mein Jeſus führen Zu ſeines Himmels Freuden⸗ Mahl, Da wird Nichts ſein, als Ju⸗ biliren Wohl bei der auserwählten Zahl, Zu preiſen in der Ewigkeit Die heilige Dreieinigkeit. Beſtell dein Haus! Jeſ. 38, v. 1. Mel. Gott Lob, es geht nunmehr. 41 64 Beſtell. dein Haus, denn 961. B du mußt ſterben! Wer 579 weiß, wann mich die Stimme ruft? Wir ſind doch Alle Todes⸗Erben; Auf Jeden wartet Sarg und Gruft. So bild ich mir nichts Anders ein, Es muß einmal geſtorben ſein. 2. Was iſt mein Leib? Ein Haus der Sünden, Ein Ort, wo mancher Gräuel wohnt⸗ Und ſollte mich der Tod ſo finden, So würd ich wahr⸗ lich nicht verſchont; Drum laß michs räumen in der Zeit Durch wahre Buß und Sünden⸗Leid: 3. Wie mancher Schmerz pocht an die Thüre Und jede Krankheit iſt ein Bot. Wohin ich meinen Fuß nur rühre, Begleitet mich der blaſſe Tod. Mein Leben nimmt im Werden ab, Ein jeder Schritt führt mich ins Grab. 4. Drum laß mich ſtets ans Ende denken In dieſer meiner Sterblichkeit; Mein Gott, hilf meine Sinnen lenken Und mache du mich ſelbſt bereit; Dein Himmels⸗Haus ſei mir beſtellt, Wenn mir mein morſches Haus zerfällt. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Leben in Chriſto bei dem Sterben: Phil. 1, v. 21. Mel. Jeſu Leiden, Pein und Tod. 962 hriſtus, Ehriſtus, Chri⸗ kI ſtus iſt, Dem ich mich ergeben; Hier iſt eine kurze Friſt In der Welt zu leben: Plötzlich kommt der bleiche Tod, Der mich ſchlägt da⸗ nieder; Doch es hat noch keine Noth, Chriſtus ſchlägt ihn wieder. 2. Was derhalben mir geſchicht, Will ich willig tragen; Weiß ich doch, tes ſchadt mir nicht, Was mich auch mag plagen. Lieg ich ſchon erſchla⸗ gen hier, Dem Tod gleich und eben, Spricht mein Herz doch für und für: Chriſtus iſt mein Leben. 3. Reißt der Tod ſchon ganz ent⸗ zwei Meines Lebens Faden; Dennoch bin ich Zweifels frei, Es kann mir nicht ſchaden; An dem, auf den ich getauft, Bleib ich allzeit kleben, Der mit ſeinem Blut mich kauft: Chriſtus iſt mein Leben. 37* 580 4. Muß ich ſchon in dieſer Welt Alles hinterlaſſen Und ganz bloß ins Todes Feld Wandern meine Stra⸗ ßen, Frag ich doch gar Nichts dar⸗ nach: Sollt ich darnach ſtreben, Das zuletzt bringt Weh und Ach? Chriſtus iſt mein Leben. 5. Soll mein Leib im ſchwarzen Grab Staub und Aſche werden, Doch ich nicht zu klagen hab, Erde wird zur Erden; Aber meine Seele dort, Wie am Stock der Reben Grünet, blü⸗ het immerfort: Chriſtus iſt mein Leben. 6. Hält mir gleich der Teufel für Alle meine Sünden, Will mit Zwei⸗ fels⸗Ketten mir Herz und Sinne bin⸗ den, Daß ich ewig nach dem Tod In der Höll muß ſchweben, Sag ich doch zu ſeinem Spott: Chriſtus iſt mein Leben. 7. Ci, wohlan, ſo mag der Tod Mich nur immer ſtrecken; Er und alle Teufels⸗Rott Sollen mich nicht ſchrecken. Laß es ſein, ich ſterb da⸗ hin, Doch merk dieß daneben: Ster⸗ ben iſt jetzt mein Gewinn, Chriſtus iſt mein Leben. 8. Gute Nacht, ihr meine Freund! Ihr auch, meine Lieben Alle, die ihr um mich weint, Laßt euch nicht betrüben Dieſen Schritt, den ich nun thu In die Erd danieder: Seht, die Sonne geht zur Ruh, Kommt doch mo gen wieder. Petrus Franck, 1616— 1675. Chriſtus iſt mein Leben. Phil. 1, v. 21. In bekannter Melodie. d6 hriſtus, der iſt mein Le⸗ 963. C ben, Sterben iſt mein Gewinn; Dem hab ich mich ergeben, Mit Freud fahr ich dahin. 2. Mit Freud fahr ich von dan⸗ nen Zu Chriſt, dem Bruder mein, Daß ich mag zu ihm kommen Und ewig bei ihm ſein. 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angſt und Noth; Durch ſein heilig fünf Wunden Bin ich verſöhnt mit Gott. Vom Tod und Sterben. dich hin magſt wenden. 4. Wenn meine Kräfte bretzen Mein Athem geht ſchwer aus, Un kann kein Wort mehr ſprechen, Hen nimm mein Seufzen auf, 5. Wenn mein Herz und Gedan⸗ ken Vergehn als wie ein Licht, Da hin und her thut wanken, Wenn iin die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein ſanft und ſil⸗ Herr, laß mich ſchlafen ein Nachder nem Rath und Willen, Wann donnt mein Stündelein. 7. Und laß mich an dir ehn Wie eine Klett am Kleid, Und en bei dir leben Ins Himmels Tam und Freud. (*8. Wohl in des Himmels Sing ich Lob, Ehr und Preis Get Vater und dem Sohne Und dem * Hpoh⸗ Threne fallen; T Schmucks innen wir mit uns! 7. Dr. gum Tod hüte dich erleuchten dich einen eernen ſind ligen Geiſt.) Simon Graf, g. 1603, ſ 16 Vorbilder des Todes in i Natur. Mel. Kommt her zu mir, ſprich 96 4 1 aß alle Menſch .A⅓☛. lich ſein, Das unſre Sünd allein, Die alle gangen. Der Eifer Gottes ſte aus Vom Himmel in das Janiet Haus, Da uns der Tod unnfant 2. OQ Weh, wie übel ſind it dran, Weil Niemand ſicherleben in Vor dieſes Feindes Wüthen de würget, wie er uns antrifft. Pi oder Alt, ſein Grimm und G gar nicht weg zu bitten. ſchweren In was für einem ſchweren ge Du fort und fort mußt ziehen à ſollteſt ja um Ehr und Gel, 8 was gut ſcheint auf dieſer Welt, dü nicht ſo ſehr bemühen. 4. Der Tod ſich deinem Stuin gleicht, Der niemals hambret ne dir weicht Und folgt dir aller Gun Sein Bildniß ſtellt Gott Lftanan dir In allen Creaturen für, We 5. Die Roſe blüht, bald fult 3. Du armer Menſch, bedate d 5 Pſrt S5 dut, Ins dante dein i ſain, dc ſein a * ril umfan 1 Mel. 2 965.: 9. ih den Tod ſch gut ge anſt und har zu wer lihtli ſte 38 Sind und St,— * Herr, u b. nn fein ſent d. nem 1e☚ nd WJleſ mem Wil 3 4 1 — ‿ M 96— N 1 F 1 Nator, Eh und b Vater dem Sohnelln Simon Grif h Btf err des Toci Ratür. umt her zu nir ſ unſre— allenn, Nen gangen er Gfer Gotzei 2. ch, wie illi dran, MNiemand iten Vor[⁵7ñ Feindes U würgs er uns uf oder 1„— in Geinn m gar n=eg zu bitn 3. er Menſc t In w r eirem ſtie Du for= fort mit i was hh aßs nicht E bemühmn. 1. o ii di iin= nienals wen= Und folgedua ein iß ſbtt Getf ir(raatuat — 1— gſt wenden 3. 1= he büüt 3 „ —— e „ Zög2. G. ε h üns n u. kommen; Der Vogel flog vorüber nur Vom Tod und Sterben. ab, Jetzt lebſt du, Menſch, du mußt ins Grab, Wenn deine Zeit wird Und Niemand iſt, der ſeine Spur Hat irgend wahrgenommen. 6. Der Rauch vergeht, Das Glas zerbricht, Das Kleid veralt und dau⸗ ert nicht, Ein Haus muß endlich fallen; Der Baum wird ſeines Schmucks beraubt Und, eh mans innen wird, entlaubt: So geht es m mit uns Allen. 7. Drum lebe ſo, daß du allzeit n Zum Tod ſeiſt fertig und bereit Und hüte dich vor Sünden. ( lin dsshine Laß dich erleuchten Gottes Wort, Das wird dich einen ſichern Ort Im Himmel lernen finden. 8. Du kannſt durch Chriſti theu⸗ res Blut, Das gnug für deine Sünde thut, Ins Paradies gelangen; Drum danke deinem Schöpfer nur, Der dich, ſein arme Creatur, So herrlich will umfangen. Das Grab iſt da! Hiob 17, v. 1. Mel. Wer nur den lieben Gott. 96 5 as Grab iſt da! Hier .X☛ ſteht mein Bette, Da ich den Tod umarmen ſoll. Ach, wer ſich gut gebettet hätte, Der ſchliefe ſanft und ruhte wohl! Man denket 5 zu wenig dran, Daß man ſo leichtlich ſterben kann. 2. Das Grab iſt da! So heißt es im⸗ mer, Wir gehen ein, wir gehen aus. Die Welt iſt wohl ein ſchönes Zim⸗ mer, Doch aber ein geborgtes Haus; Bequemt man ſich am beſten hier, „ſollteſt un Ehr md So weiſet uns der Tod die Thür. 3. Das Grab iſt da oft bei der Wiegen! Wie manches Kind grüßt kaum die Welt, So muß es ſchon im Sarge liegen, Dieweil der Tod nicht Ordnung hält Und Alles ohn Erbarmen bricht, Die Frucht ſei zei⸗ tig, oder nicht. 4. Das Grab iſt da! Die beſten Jahre Sind auch des blaſſen Todes 581 Raub, Der wirft den Stärkſten auf die Bahre Und legt den Schönſten in den Staub. Ein jeder Schritt, den man vollbracht, Naht ſich mit uns zur Grabes⸗Nacht. 5. Das Grab iſt da! Sobald wir älter, So gehn wir auf den Kirchhof u, Die Glieder werden immer kälter nd ſehnen ſich ſelbſt nach der Ruh. Denn Sterben iſt der feſte Schluß: Der Junge kann, der Alte muß. 6. Das Grab iſt da! Was ſollt ich wähnen, Daß es noch erne von mir ſei? Denn man begräbt ja Den und Jenen Und Jeder muß an dieſe Reih. Wie Manchen legt man auf die Bahr, Der jünger und geſünder war! 7. Das Grab iſt da! Ich will mit Buße Dahin ſtets meine Wallfahrt thun. Ich falle dir, mein Gott, zu Fuße, Ach, laß mich nicht in Sün⸗ den ruhn! Wer Sünde mit ſich nimmt ins Grab, Stirbt dir und auch dem Himmel ab. 8. Das Grab iſt da! Wo nichts ſoll laben, So muß ich auch im Glauben mich In meines Jeſu Wunden gra⸗ ben. Mein Heiland, ich umfaſſe dich; Denn du biſt meines Todes Tod, Steh mir bei in der letzten Noth! 9. Das Grab iſt da! Mein kurzes Leben Soll künftig deſto frömmer ſein Und nicht nach Pracht und Reichthum ſtreben, Das iſt ein kah⸗ ler Leichen⸗Stein. Die Grabſchrift, die die Tugend gräbt, Macht, daß man auch im Tode lebt. 10. Das Grab iſt da! Kein Welt⸗ Getümmel Stört mich bei dem Ge⸗ danken nicht. Je näher Grab, je nä⸗ her Himmel. Wer weiß, wie bald mein Herze bricht? Und doch erſchreck ich nicht dafür, Mein Grab wird mir zur Himmels⸗Thür. 11. Das Grab iſt da! Ich ſteh vielleichte Mit einem Fuße drinnen ſchon; Wie, wenn ichs heute noch erreichte? Die Zeit eilt flügelſchnell davon; Doch, ich bin immerdar be⸗ reit, Das Grab ſei nahe oder weit. 582 12. Das Grab iſt da! Weg, Eitelkei⸗ ten! Bei euch vergißt man nur das Grab; Ich will mich täglich ſo berei⸗ ten, Daß ich den Tod vor Augen hab. I bin ein Menſch, ſo heißt es ja: as Grab iſt da! Das Grabeiſt da! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Nöthiges Denken an das Sterben, d. h. Thomae a Kempis geiſtreiche Todesbetrachtung aus dem 23. C. des 1. Buches von der Nachfolge Chriſti. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 966 enket doch, ihr Men⸗ . 2 ſchen⸗Kinder, An den letzten Todes⸗Tag. Denket doch, ihr frechen Sünder, An den letzten Sei⸗ gerſchlag. Heute ſind wir friſch und ſtark, Morgen füllen wir den Sarg Und die Ehre, die wir haben, Wird zugleich mit uns begraben. 2. Doch wir dummen Menſchen ſehen Nur, was in die Augen fällt. Was nach dieſem ſoll geſchehen, Bleibt an ſeinen Ort geſtellt. An der Erde kleben wir, Leider, über die Gebühr; Aber nach dem andern Le⸗ ben Will der Geiſt ſich nicht erheben. 3. Wo ihr euch nicht ſelber haſſet, Ach, ſo legt die Thorheit ab. Was ihr thut und was ihr laſſet, So ge⸗ denkt an euer Grab. Ewig Glück und Ungelück Hangt an einem Augenblick. Niemand kann uns Bürgen geben, Daß wir noch bis morgen leben. 4. Nur gewiſſenloſe Leute Zittern vor des Todes Pein. Gute Chriſten wol⸗ len heute Lieber aufgelöſet ſein: Denn ſie wiſſen, daß der Tod Iſt ein Ausgang ihrer Noth; Und gemalte Todten⸗ Köpfe Sehn ſie an als Blumen⸗Töpfe. 5. Vor der Sünde ſoll man zittern. Weil ſie Gottes Zorn entzündt; Aber nicht vor Leichen⸗Bittern, Welches gute Boten ſind. Einmal müſſen wir daran; Lieber bald dazu gethan; Heute laßt uns lernen ſterben, Daß wir morgen nicht verderben. Vom Tod und Sterben. 6. Was hilft doch ein langes g⸗ ben Ohne Buß und Beſerung, Wer nicht will nach Tugend ſtreben Ach, der ſterbe lieber jung! Unse Bosheit nimmt nicht ab, Sonden mehrt ſich bis ins Grab. Frei da Sünden wird man nimmer Sonden alle Tage ſchlimmer. 7. Daß doch nur Ein Tag des de bens Möchte frei von Laſtern ſen Doch mein Wünſchen iſt ve Unter uns iſt Niemand rein. und Abendmahl genung! Wenig Weli Erneuerung! Scherz habt ihr mibet unverändet ſeid getrieben Und blieben. 8. Langes Leben, große En Große Sünde, ſchwerer Tod Am das an einem Kinde, ben keine Noth. Selig, wer h ter Zeit Sich auf ſeinen Tod Und, ſo oft die Glocke ſchläge nes Lebens Ziel erwäget. 9. Eine jede Krankenſtu euch eine Schule ſein. Andrer in die Grube, Wah müßt auch hinein. Steht 7 = 1) 3 4 führt im Munde; Heute lommt ie leicht die Stunde! 10. Stündlich ſprecht: In di⸗ Hände, Herr, befehl ich meinen Geſt Unverhofft von hinnen reißt. Sei wer ſein Haus beſtellt! Gott konmt oft unangemeldt; Und des Nanſta Sohn echeine Zu der Zeit, d mans nicht meinet. Te dn he 11. Das Gewiſſen ſchläft in e ben, Doch im Tode wacht es dn Da ſieht man vor Augen ſtnie Seinen ganzen Lebens⸗Lauf An ſeine Koſtbarkeit Gäbe man in ſelben Zeit, Wenn man m ſchehne Sachen Ungeſchehen bmn machen, 4 12. Darum brauchet eure ne Dergeſtallt in dieſer Zeit, W wünſcht gethan zu haben, n ſich Leib und Seele ſcheidt. S S9 S hem 31 ſo ſprecht zu Gott: Heute int vielleicht der Tod! Legt ihr eucht Daß euch nicht ein ſchnelles Ei Allen La Tugend Wege gel verleugnen um Chriſt 14. Da Da man dor onton der leßlen . in Baum Kfellt ſell de Sache und Gebet päte. 16. Su nen, Greif ſein Gebe man nur ür ſelber Sterblichke bes Höhle eure Seele 17. Jet bs undd lider, mei in Sicher Gott, ei Spott. ließen Un ſchließen. 18. Dc Dele Bei den Und Vor der d zum halte Lampen in das Lied 9 ihr hölle⸗ getriee Und ſ bliebe Gro Aäm, m Großs= de, ſchwerr d das=m nde, Dai Hor. ben oth. Scig n ter 9 auf ſeinen Und, die Gock ſch une ce ſth 4 1—. Re erwähe. „*. 1 jede mänd euch„= Scule ſein .Andrem iie Gube A „ müßtſ er ſo ſpredzu Gott. d nhinein. Su ie vielleſ e Todl Lnn e⸗ führt! aunde, Heltest n. leichtt tundel ir 4 ß wer ſ , oft utmneldt; Und d 10.=ndlich ſcrett Händ= befehl ih m Daß †P uck ein ſu UnveifV von hinna i aus beſtelte e Sohn m einet du d mans meinet. 11.= Gewiſen ſt ben,— eim Tde Da ſſ= an vor lunn Seinz mzen Lbet ſeine— arkeit Gäte flben=, Van ſchehn— chen Unfſt 3 mache 12= tun brutit Derge in dieſe R m 1 than zu m 1 A ch 2 [Dind e9 Vom Tod und Sterben. ben iſt kein Kinder⸗Spiel. Wer im Herren ſterben will, Der muß ernſt⸗ lich darnach ſtreben, Wie er ſoll im Herren leben. 13. Dieſe Welt geringe ſchätzen, Allen Laſtern widerſtehn, An der Tugend ſich ergötzen, Willig Gottes Wege gehn; Wahre Lebens⸗-⸗Beſſe⸗ a. rung, Stete Willenszüchtignung; Sich verleugnen und mit Freuden Schmach um Chriſti Willen leiden: 14. Das ſind Regeln für Geſunde, Da man Zeit und Kräfte hat, In der letzten Todes. Stunde Iſt es ins⸗ gemein zu ſpat. Krankheit gleicht der Pilgrimſchaft; Keines gibt dem Geiſte Kraft; Beides macht die Glie⸗ der müde Und verſtört den Seelen⸗ Friede. 15. Trauet nicht auf Seelen⸗Meſ⸗ ſen, Die man den Verſtorbnen hält, Todte werden bald vergeſſen Und der Baum liegt, wie er fällt. Ach, beſtellt ſelbſt euer Haus Machet hier die Sachen aus. Fremde Bitten und Gebete Kommen hinten nach zu ſpäte. 16. Suchet Gott ſtets zu verſüh⸗ nen, Greifet ſelbſt nach ſeinem Blut. Kein Gebete wird euch dienen, Das man nur zur Fröhne thut. Denkt ihr ſelber in der Zeit Nicht an eure Sterblichkeit; Wirklich in des Gra⸗ bes Höhle Sorgt kein Menſch für eure Seele. 17. Jetzund iſt der Tag des Hei⸗ les Und die angenehmſte Zeit; Aber, leider, meiſtenstheiles Lebt die Welt in Sicherheit. Täglich ruft der treue Gott; Doch die Welt treibt ihren Spott. Ach, die Stunde wird ver⸗ fließen Und Gott wird den Himmel ſchließen. 18. Da wird Mancher erſt nach Oele Bei des Bräutgams Ankunft gehn; Und da wird die arme Seele Vor der Thüre müſſen ſtehn. Da⸗ rum haltet euch bereit, Füllt die Lampen in der Zeit, Sonſt erſchallt das Lied am Ende; Weicht von mir ihr Höllen⸗Brände! 583 19. In dem ganzen Bibel⸗Buche Kommt mir Nichts ſo ſchrecklich für, Als die Worte von dem Spruche: Ihr Verfluchten, weicht von mir! Selig, wer davor erſchrickt, Ehe ihn der Tod hinrückt. Furcht und Zit⸗ tern hier auf Erden Schafft, daß wir dort ſelig werden. 20. Hier in lauter Freuden ſchwe⸗ ben, Macht im Tode lauter Noth; Aber auf ein traurig Leben Folgt ein freudenreicher Tod; Drum mit dieſer Welt hinweg! Gehet nicht auf ihrem Steg Und erhebet eure Sinnen, Daß ſie Chriſtum lieb ge⸗ winnen. 21. Tödtet eure böſen Glieder, Kreuzigt euer Fleiſch und Blut. Drückt die böſe Luſt danieder, Brecht dem Willen ſeinen Muth; Werdet Jeſu Chriſto gleich, Nehmt ſein Kreuz und Joch auf euch. Daran wird euch Chriſtus kennen Und euch ſeine Jünger nennen. 22. Auf ein langes Leben harren, Da man täglich ſterben kann, Das gehört für einen Narren, Nicht für einen klugen Mann. Mancher ſpricht bei Geld und Gut: Liebes Herz, ſei wohlgemuth! Und in vier und zwanzig Stunden Iſt die Seele ſchon ver⸗ ſchwunden. 23. Ach, wie ofte hört man ſagen, Daß ein Menſch entleibet ſei. Ach, wie Mancher wird erſchlagen, Oder bricht den Hals entzwei. Einen An⸗ dern rührt der Schlag; Wohl im Sauf⸗ und Spiel⸗Gelag. Mancher ſchlummert ohne Sorgen Und erlebet nicht den Morgen. 24. Feuer, Waſſer, Luft und Er⸗ den, Blitz und Donner, Krieg und Peſt müſſen unſre Mörder werden, Wenn es Gott geſchehen läßt, Nie⸗ mand iſt vom Tode frei, Nur die Art iſt mancherlei. Insgemein ſind unſre Stunden, Einem Schatten gleich, verſchwunden. 25. Nach Verfließung dieſes Le⸗ bens Hält Gott keine Gnadenwahl. Jener Reiche rief vergebens In 584 der Pein und in der Qual Fremdes Bitten hilft euch nicht Und wer weiß, obs auch geſchieht? Alſo fallt in wahrer Buße Eurem Gotte ſelbſt zu Fuße. 26. Sammelt euch durch wahren Glauben Einen Schatz, der ewig währt, Welchen euch kein Dieb kann rauben Und den auch kein Roſt ver⸗ zehrt. Nichts iſt Ehre, Nichts iſt Geld, Nichts iſt Wolluſt, Nichts iſt Welt. Alles Trachten, alles Dichten muß man auf die Seele richten. 27. Freunde machet euch in Zei⸗ ten Mit dem Mammon, den ihr habt. Laſſet von bedränkten Leuten Keinen Menſchen unbegabt. Chriſtus nimmt die Wohlthat an, Gleich als wär es ihm gethan, Und der armen Bettler Bitten Hilft euch in des Himmels Hütten. 28. Euer Wandel ſei im Himmel, Da iſt euer Bürger⸗Recht. Lebt in dieſem Welt⸗Getümmel Unbekannt, gerecht und ſchlecht, Flieht vor aller Sclaverei, Machet eure Seele frei, Daß ſie ſich zu Gott erhebe Und hier als ein Fremdling lebe. 29. Dieſe Gnade, zu erlangen, Sparet das Gebete nicht. Netzt mit Thränen eure Wangen, Bis daß Gott ſeine Herze bricht. Rufet Jeſu Chriſto nach, Wie er dort am Kreuze ſprach: Vater, nimm an meinem Ende Meine Seel in deine Hände! J. Hübner, g. 1668, ſt. 1731. Sieg über Schrecken des Todes bei Gläubigen. Mel. Wachet auf, ruft uns. er Tod führet uns zum 967. Leben; Seid fröhlich, die ihr Gott ergeben, Der Tod iſt todt und ferne hin, Sein Stachel gehet ins Verweſen, Der Leib ſteht auf und wird geneſen, Der Chriſten Tod iſt ihr Gewinn. Wasiſt es, das 38 ſtirbt? Die Sünde nur verdirbt; Hoch⸗ gelobet ſei unſer Gott In Todes⸗Noth, Weil in dem Tod der Tod iſt todt! Vom Tod und Sterben. 2. Der Feind iſt nun überwun Der Strick zerreißt, der uns un den, Wir ſind von allem Jammarl⸗ Nun ſchaut die Seele ins Ünandli Und Gott iſt ihr als Gott recht enn⸗ lich, Der in der Majeſtät iſt grij Seht, wie die Seel geziert, Wieen ſie triumphirt. Victorial Ruftſie dun Gott. Was iſt der Tod? Der u iſt nun Nichts, als ein Spott. 3. Sollte uns der Tod anfechte Da Jeſus ſitzt zu Gottes Rechia Der von dem Tod erſtanden iſt! de Herr kann jetzund nicht mehr ſtate⸗ Kein Glied kann an dem Leil ha derben, Ich bin ſein Glied ſein m n Chriſt; Darum iſt mir der Todſ 3 5. 19 t d ſh Od G rechter Freuden⸗Bot. Erlöſte Sea, 35 68 Oeel, wirſt jetzund In Gottes Bund de Elends los und recht geſund. 4. Wohlauf, da du ſollſt hinnn Vor Gottes Stuhl und den anlaz Der Heilig, Heilig, Heilig Dein Jeſus trägt dich mit Grhun Und nimmt dich fröhlich auf iß men, Daß er erquicke deinen Der Tod iſt mir und dir Ditß Lebens⸗Thür, Gott öffnet ſie. Chn iſt das? Ich werd nicht blaß ſinge Gott das Gratias. Peter Lackmann, 1 Glück, wohlbereitet zu ſterben. Mel. Es iſt gewißlich an der zeit ie Zeit bricht an, n 968. D wint davon, Ae Grab iſt dir beſtellet;, Es iſtdann der Sünden Lohn, Das Urtſel gefället; Es müſſen ſterben alun S vihl als Manſchen an de 1 ein Menſch iſt ausgenommen. 2. Des ſch it⸗ Stunden⸗Glaslii aus, Eh mans gedenkt auf Ci Darum beſtell, o Menſ ch dein hune mußt zu Aſche werden, Viellechtit 4 der letzte Tag; Drum denke 4 Leben nach, Ob du dich haſt bete 1 3. Der Baum bleibt lgjenn er fällt, Auch bleibt der Men liegen, Wie er hinfällt, und nahi Welt Wi gen. A denkt Un Wo man 4. Her , Gra ½ 4 8 9 Das azll Das Wei Ch es ka e rn ſuße Fruc 6. Den 2 Spels, D den. Er 5 deiß Zum Des hier Iid in d nird der L käret aufe deele gehe ſig ſein 8. Da eläl Und ier vergoſt UngſeBeſ gleget ſein von Noth! dergangen. 1, in t, er N, er 1 it tt o . — n „ ſt 1 t 4 ¹ 4 „ 1 1 Vom Tod und Sterben. Welt Wird er den Lohn dort krie⸗ gen. Ach, daß man nicht ans Ende denkt Und dahin ſeine Sinnen lenkt, Wo man wird ewig bleiben! 4. Herr Jeſu, meine Lebens⸗Zeit Laß ſein ein ſtetig Sterben, Damit ich täglich ſei bereit, Mich damit zu bewer⸗ ben, Daßich dein Reich nach dieſer Welt Beſitzen mög im Himmels⸗Zelt, Wornach mein Herz verlanget. 5. Muß ich gleich eilig ſcheiden derteme ab, So will ich nicht erſchrecken, — tun iſt mi rechta derdn en wirſt ☚d In Gotteh Elend 1 1 und rect gin a4.*.2 nif, dadu e Vor t= 3 Stuhl und Der=e, Heidig, gil Dein= naͤgt 5 4 Und ſtedt dihhftühlha men,= er ergulke der Der 1= mir ud mz Leben=Ar, Gott üffneſ iſt daa h werd uch ſinge das Gratia⸗ Jeter batan Gli lbereitet at I it grwilih un 96' i (Grab rbeſtellet, G der I1— Khn, duh gefällz;z müſen ſeie 1 Aenſta n Kein 11== iſt ausgeuone 2.== bens Stude aus,= ans gedetu Darut l, Menihan mue nah V der l 19, Mun e Leben 1 Dd vu dü 3.=— Zaum bbitl er fäll ich dliten) liegen er himütt d Weil du mich bald aus meinem derb— din ſ 1 Grab zum Leben wirſt erwecken. n = ein Glihi 28 er 1s Das Weizen⸗Korn muß erſt vergehn, Eh es kann grünend auferſtehn Und ſüße Früchte bringen. 6. Den Leib laß ſein der Würmer Speis, Der Schlangen und der Ma⸗ den. Er wird nach göttlichem Ge⸗ V— Dr heiß Zum Hinnuue gettlich geladen. I wandle meinen Lebens⸗Weg Und Was hier verweslich wird geſehn, elle auf den Todes⸗Steg Wird unverweslich auferſtehn Zur Himmels⸗Freud und Wonne. 7. Wann Jeſus in der Herrlichkeit Wird in den Wolken kommen, So„ wird der Leib zur Ernte⸗Zeit Ver⸗ kläret aufgenommen Und mit der Seele gehen ein, Wo er wird ewig ſelig ſein In jenem Freuden⸗Leben. 8. Da wird die Thränen⸗Fluth eſtillt Und abgewaſchen werden, Die hier vergoſſen iſt ſo mild, Und alle Angſt⸗Beſchwerden, Die werden ab⸗ geleget ſein; Dort weiß man Nichts von Noth und Pein: Das Erſte iſt vergangen. 8 9. Da wirſt du, lieber Jeſu Chriſt, Uns Salems Stadt eingeben, Die unſer Aller Mutter iſt, Und deine Braut erheben An deinem frohen Hochzeits⸗Tag, Dieweil ſie dir gefol⸗ get nach Getreu in Kreuz und Leiden. 10. O Jeſu, wenn ich dieß bedenk, So hüpft mein Herz mit Freuden, Und wenn ich mich in Sorgen kränk, So find ich Troſt im Leiden; Wie geoß wird dann die Freude ſein, Wenn du die Braut wirſt führen ein, Ach, wär ich ſchon dort oben! L. Laurenti, 1660—1722. Annäherung des Todes. Mel. Wer nur den lieben Gott. 969 Die Zeit vergeht“) und -ꝛMläuft zu Ende Und auch die Menſchen mit deeit Viel⸗ leicht geſchiehts, daß ich vollende Noch heut den Lauf zur Ewigkeit; Drum laß, o Herr, mich allezeit Ge⸗ denken meiner Sterblichkeit. 2. Weil dieſer iſt für klug zu ach⸗ ten, Der denket, daß er ſterben muß, So will ich meinen Tod betrachten Und bei mir faſſen dieſen Schluß: Ich laſſe dich, mein Jeſu, nicht, Bis mir dein Mund den Segen ſpricht. 3. So oft ich meinen Fuß bewege, Wenn ich in den Geſchäften bin, Hilf, daß ich bei mir überlege: So ſchreiteſt du zum Grabe hin. Ich 4. Geh ich des Abends in die Kam⸗ mer Und ſchließe Mund und Augen zu; Nan endet ſich vielleicht mein Jammer, Denk ich in dieſer Abend⸗ Ruh: Wer weiß, ob nicht bei früher Zeit Dein Sterbe⸗Bette ſei bereit? 5. Selbſt die Natur führt uns zum Grabe, Wie man ſelbſt ſieht vor Augen ſtehn; Die Blume ſteht und fället abe, Der Baum läßt ſeine Blätter gehn; Was auf der Erd und Lüften ſchwebt, Das hat doch endlich ausgelebt. 6. Wie wollte doch ein Menſch beſtehen, Der an ſich ſelbſten ſterblich iſt? Er muß zu ſeinen Vätern gehen, Wenn Gott ihm ſeine Zeit erkieſt. Gott ſetzt ihm bald ſein Lebens⸗Ziel Und läßt ihn ſterben, wann er will. 7. Herr, wannes wirdzum Sterben kommen, Laß michin Jeſu ſchlafen ein; *) Dieß Lied wird von Andern mit dieſem Vers angefangen, da alle übrigen Verſe ungeändert bleiben; 1) Meins Lebens Zeit geht faſt zu Ende, Wer weiß, obs nicht mein Ende ſei, Daß ich dieß Jahr den Lauf vollende, Geh aus der Welt zum Himmel ein; Gib, daß ich heut und allezeit Gedenk an meine Sterblichkeit. 586 Den ich im Glauben aufgenommen, Der wird mein Licht und Labſal ſein. Auch in dem finſtern Todes⸗ Thal Fürcht ich kein Unglück überall. 8. Was darf ich vor dem Tod mich ſcheuen? Dein Geiſt gibt mir den Troſt ins Herz, Daß ich mich kann aufs Ende freuen, Weil in dem letzten Todes⸗Schmerz Die Seele kommt zur Seligkeit, Die ihr von Anbeginn bereit.. 9. Hier eß ich oft mein Brodt mit Thränen, Dort wiſcht der Herr die Thränen ab; Hier muß ich mich nach Ruhe ſehnen, Dann find ich meine Ruh im Grab; Die Seele kommt in Gottes Hand, Da ihr gar keine Qual bekannt. 12. Herr, lehre mich die Kunſt zu ſterben, Wenn es mit mir zum Ende geht, Daß ich nach meinem Tod kann erben Das Reich, das ewiglich be⸗ ſteht. Ich habe Luſt aus dieſer Welt, Komm, Jeſu, wenn es dir gefällt! Um Erkenntniß des eitlen Lebens. Pf. 90, v. 1— 10. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 970 Du Gott, biſt außer aller .. Zeit Von Ewigkeit in Ewigkeit. Eh als die Welt geſtan⸗ den, Warſt du ſchon, was du jetzund biſt Und wirſt, wenn Alles nicht mehr iſt, Noch immer ſein vorhanden. 2. Hingegen, ach, wir Menſchen ſind Vergänglich, Nebel, Rauch und Wind; Auf dein Wort ſind wir kom⸗ Vom Tod und Sterben. men, Erblicken kaum der Erde ſttet Und werden bald auf dein Gehei Auch wieder weggenommen. 3. Wir fahren hin gleichwie ei Traum, Vergehn wie Schatten ud wie Schaum, Gleich einer Waſer Blaſe. Der Zeit Gewalt eilt mitun fort, Wie mit den Wolken thut de Nord, Die Herbſtluft mit dem Grſe 4. Da Dieſer auch und Derui, leicht Ein gutes Antheil Jahr a reicht, Was wird es groß verfan⸗ gen? Bei dir, dem Nichts ſich glalte mag, Sind tauſend Jahre wie de Tag, Der geſtern iſt vergange 5. Wie lang dieß Leb Nur Arbeit, Schmerz und Angſt iſt, was uns zur Weltget Angſt, was uns leitet hier und ſin Und was uns heißet ſch 6. Erbarmt dich, Vat nicht? Stellſt du noch vor d geſicht Den Gräuel unſrer S Ach, zürne nicht mit dürre Mit Rauch und Staube, Dan Spreu, Ach, laß uns Gnade 7. Schrei unſerm Ohr und ein Des eitlen Lebens Fluchtundt Daß wir die Bosheit fliehen ſuchen blos bei deinem Sohn Un lier, 8 d „ bensſatt, wie Simeon, Zu dir voniſt nen ziehen. M. S. Dach, 3. 1605 ſ. Alter Hymnus. Aus Jeſ. 57, v. 1. 2. 971 Wece, quomodo mort .M justus et nemo ha cipit corde: viri justi tolluntue nemo considerat; a facieiniglint sublatus est justus et erit in 1 memoria ejus. In pacé factne locus ejus et in Sion habitatioch et erit in pace memorin eils Abſchied eines Chriſten van der Welt. 1 mh 7 egypten, Aegypten 9 6 2. 1 Kacht! Die Punß Leben wahrn kann, So iſt es dennoch um unda keit iſt ar bei, Der mehro bi ren Laſt, Aegypten 2. Ge dahre R Rigen we her, wie asder W Denns d datne ſel dein Wort 6. Nun gypten, g. derei! Go Vabel bin mich liebt macht Ve⸗ Geor, tämpfet; mein meinen Le det Und d zugeſendet. Geratien Nreud erren Forthin ne em ele don nit rei die ge 2 kann= iſt es dennogt 7 ece, qummd 7. 97 1 justus dt fort, ☚ 9— N T ag— geſtern iſ uen h Nur ꝛit, Scmei n Ang was us zu. s uns leietgian Und= uns heiße ſte 61=unt dic, Iu nicht— llſt du whm geſigt=n Gräuel une Ach, e nicht nit i Mit*nz und Staube d Spr p, laß ms hu 7==e unſerm Dna ein 1= len Lebensſltt „Daß- cdie Boszet ſi 1 ſuche bei denmen benst= vie Simeon zun nen. RS dt Alter Hyun = Jeſ. 57,11 „.. cipit— ee: viri jwit nenl.— iderat; Ahii subh est justus ttc menſi ⁵⁸ ejus. I hh locu= Set in Siuk et G pace mem A=d eines oit der Blt 9— Nachd Vom Tod und Sterben. keit iſt aus, Mein Moſes rückt her⸗ bei, Der mich aus Goſen führt, Nun⸗ mehro bin ich frei Von aller ſchwe⸗ ren Laſt, die Arbeit iſt vollbracht, Aegypten, Aegypten, gute Nacht! 2. Gomorra,, gute Nacht, Und was, wie Sodam, lebt! Der Himmel thut ſich auf Und dräut mit Schwe⸗ fel⸗Gluth; Ich richte meinen Lauf Zu meinem Zoar hin, Da meine Ruhe wacht. Gomorra,, gute Nacht! 3. Mein Babel,, gute Nacht! Iſrael zeucht zur Ruh, Die Trübſal iſt gewandt; Ich komm auf freien Fuß Und in mein Vaterland. Die Bande fallen weg Und werden aus⸗ gelacht. Mein Babel,:, gute Nacht! 4. Du Eitles,:, gute Nacht! Es iſt genug gekämpft. Mein Geiſt eilt nun zur Ruh, Er fleucht mit frohem Muth Nach Zions Hügeln zu, Da wahre Ruhe wohnt Und recht Ver⸗ gnügen wacht. Du Eitles,:, gute Nacht! 5. Laß deinen:, Diener fort, Nun, Herr, wie du geſagt; Mit Frieden aus der Welt, Laß meinen Abſchied ſein. Wenns dir, mein Gott, gefällt, So ſpanne ſelig aus. Herr, ich trau auf dein Wort, Laß deinen:, Diener fort. 6. Nun, Alles,:, gute Nacht! Ae⸗ gypten, gute Nacht Mit deiner Scla⸗ verei! Gomorra, gute Nacht! Von Babel bin ich frei; Mein Jeſus, der mich liebt, Hat mich nun frei ge⸗ macht Von Allem.: Gute Nacht! Georg Conr. Büttner, g. 1649, ſt. 1693. Geendigter Kampf. In ſeiner bekannten Melodie. „ inem guten Kampf hab 973. E ich Auf der Welt ge⸗ kämpfet; Denn Gott hat genädiglich All mein Leid gedämpfet, Daß ich meinen Lebens⸗Lauf Seliglich vollen⸗ det Und die Seele himmelauf Chriſto zugeſendet. 2. Forthin iſt mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir wahre Freud erregt In des Himmels Throne; Forthin meines Lebens⸗Licht, Dem 587 ich hier vertraue, Nämlich Gottes Angeſicht, Meine Seele ſchauet. 3. Dieſer ſchnöden, böſen Welt Jämmerliches Leben Mir nun län⸗ ger nicht gefällt; Drum ich mich er⸗ geben Meinem Jeſu, da ich bin Tet in vollen Freuden; Denn ſein Tod iſt mein Gewinn, Mein Verdienſt ſein Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund, All ihr, meine Lieben! Die ihr täg⸗ lich um mich weint, Laßt euch nicht betrüben Dieſen Schritt, den ich nun thu In die Erd e nieder; Schaut, die Sonne geht zur Ruh, Kommt doch morgen wieder. H. Albert, g. 1603, ſt. 1668. Um ein ſelig Ende. Mel Mel. Herr Gott, nun ſei gepreiſet. 97 4 Ein ſelig End aus Liebe, . O Jeſu, mir verleih; Ein ſelig Stündlein gibe, Wanns Sterben kommt herbei. Dein theu⸗ res Blut⸗Vergießen Laß mich, o Herr, genießen, Wann ich von hinnen ſcheid. l2. In meiner letzten Stunde, o Jeſu, tröſte mich; Mit Herzen und mit Munde Laß mich bekennen dich, O Herr, mein Sünd verzeihe, Aus Gnaden mir verleihe Des wahren Glaubens Licht. 3. Chriſte, zu mir dich wende Mit deiner Einigkeit; Auch ein vernünf⸗ tig Ende Aus Gnaden mir bereit, In tödtlicher Gefahre Mir mein Ver⸗ ſtand bewahre Zur Seelen Se⸗ ligkeit. 4. In meinen Todes⸗Schmerzen Laß mich geduldig ſein; Ich bitt von Grund des Herzens, Laß mich geden⸗ ken fein, In wahrer Hoffnung eben, Allein ans ewge Leben Im ſchönen Himmel dein. 5. In meinen Todes⸗Zügen, O treuer Heiland mein, Wollſt gnädig mir zufügen Dein liebe Engelein, Die meine Seel ergötzen, Mit Freuden mich verſetzen In Gottes Ehren⸗Reich. 6. Herr Jeſu, deine Chriſten An 588 ihrem End behüt Vors böſen Fein⸗ des Liſten Und vor der Höllen Gluth; Laß ihn hiermit gelingen, Als Recht⸗ Gläubige ringen Zu deiner Herr⸗ lichkeit.. (7. Dir, Herr, ſei Preis gegeben Hier zeitlich, ewig dort: Wir bitten dich daneben, Erhalte uns dein Wort, Auf daß wir ſelig ſterben, Dein Him⸗ melreich ererben. Amen, das werde wahr!) In Todes⸗Nöthen. Mel. Wenn mein Stündlein. 4 in Würmlein bin ich, arm 975. E und klein, Mit Todes⸗ Noth umgeben: Kein Troſt weiß ich in Mark und Bein, Im Sterben und im Leben, Denn daß du ſelbſt, Herr Jeſu Chriſt, Ein armes Würmlein worden biſt: Ach Gott, erhör mein Klagen! 2. Laß mich, Herr Chriſt, an dei⸗ nem Leib Ein grünes Zweiglein blei⸗ ben; Mit deinem Geiſt, Herr, bei mir bleib, Wann ſich mein Seel ſoll ſchei⸗ den! Wann mir vergeht all mein Ge⸗ ſicht Und meines Bleibens iſt mehr nicht Allhier auf dieſer Erden: 3. So laß mich nicht in dieſer Noth Umkommen, noch verzagen; Komm mir zu Hilf, du treuer Gott, Mein Angſt hilf mir auch tragen; Denk, daß ich bin am Leibe dein Ein Glied und grünes Zweigelein: Im Fried laß mich hinfahren! 4. Gedenk, Herr, an den theuren Eid, Den du ſelbſt haſt geſchworen: So wahr du biſt von Ewigkeit, Ich ſoll nicht ſein verloren; Ich ſoll nicht kommen ins Gericht, Den Tod auf ewig ſchmecken nicht! Dein Heil wirſt du mir zeigen. 5. Ach Gott, laß mir ein Leuchte ſein Dein Wort zum ewgen Leben: Ein ſelig Ende mir verleih, Ich will mich dir ergeben. Ich will dir traun, mein Herr und Gott! Denn du ver⸗ läßt in keiner Noth, die deiner Hilf erwarten. Vom Tod und Sterben. 6. Darauf will ich befehlen di Mein Seel in deine Hände, Aa treuer Gott, ſteh feſt bei mir, daſ Geiſt nicht von mir wende, und wem ich nicht mehr reden kann, So nim mein letztes Seufzen an Durch he ſum Chriſtum! Amen! 3 B. Fröhlich, ſt. 163 Begierde, ohne Ungeduld abzuſcheiden. Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebaäude, 976. EEitee Wal, it k 2 4 müde, Meine Se⸗ doig Den net ſich Nach des Himmels Ruhunt Friede: Ach, mein Gott, wann uff du mich? Rufe mich; Ni d Freuden Will ich aus der Aulit ſcheiden: Denn ich weiß, Durch! 1 den T Blut Macheſt du mein Ende mt⸗ it I 2. Mir macht ja der Tod Bange, Denn ich bin des Am ſatt. Wer das Jammerthal ſo lah Als wie ich, gemeſſen hat, W wohl alle Stunden zählen, Wit Freiheit ſeiner Seelen Und dert ſchied aus der Welt Sich erwilſt hat eingeſtellt. 9 3. Zwar bin ich nicht ungedudg Daß mich Kreuz und Clend driſt — Ich bin mehr zu leiden ſchuldig N mir Gott hat zugeſchickt. Weßi doch, daß mich kein Leiden Kanndan ſeiner Liebe ſcheiden, Sondenn ii das Kreuz ein Kuß Seiner Liebe hei ßen muß. 4. Bloß deswegen will ich ſtedan Daß ich Jeſum möge ſehn Und ſm ewig Heil ererben; Möcht es han noch geſchehn! Doch, wer weißn dieſe Stunde, Da ich aller An entbunden, Auf der müden 3 bens⸗Bahn Meinen Lauf wollenes kann? 12 5. So iſt mir der Tod ein Sim Und das Sterben ein Geuim Kommt, ihr Engel, kommt iigee Traget meine Seele hin! Ach 4 wird von jenem Leben Jeinn Vorſchmack ſchon gegeben. 8 weiß, w vuſ ie Schanen 6. Alle, denen i Palet bett ees Hand ſhütet,( nützet.- Gute Nach Erd Sehnſu A Kom 6 8 Ne „† dih ſtets Nuth und Vud dieſe Denn deine daß ſie ver düſt nicht n „ 5. Denne koſt Du ind Troſt; nat bleibſt, „ Thin .N Pel, ih ubleibſt heil Herr bein zu hol M. 1.. M 978, und St= 6.— Mein uf wil ic 6 d 8 .ran— m deme neuer,. hen n r⸗ Geiſt!,— eſt bo b wü=on ren n mein ma en⸗ n ſum CfR n. Anm 1. 8. dric e 1 de, ohnt lane zuſcheida o ſtönas Balte 97——Eü 3., 1 n net ſiſ—h des him 34 Niede η mein Gat du m Rufe mich, Freud ill ich asn 2— — . d 1 Gede=mihnehe 1 Blut du men ii 2. 1 macht ja da Bang m 6 8 ſatt.*☚☚ as Jamnertzi ⸗ Als„ gemeſſen r wohl 1= eundan zühn, ⸗ Freiheſ ſer Seeln e „ ſchied= er Wel She r hat eitf tt. 3.[ bhin ich nitm r Daß e Areu ue Ich bimn r zu ledaſſte , mir G at zugeſcict :doch, 1ich kein Kdas n ſeiner— ſcheiden, em das K= n Kuß Sen ßen m— 9 n 4. 11 ceswegenvlli . Daß i.— um megeſtn h ewig Teerben. Wot t noch gR.An! Doh m. 9— f dieſe an e, Da ihi t entbun=n Auf d t dens⸗1 NMeinen lM e kann? wird rm enen? Vorſch e ſchon gß — — 8 Vom Tod und Sterben. 589 wünſch ich dieß allein, Auch im Schanen da zu ſein. 6. Alle, die mich hier geliebet, Alle, denen ich bekannt Und die mein Valet betrübet, Die befehl ich Got⸗ tes Hand: Gott verſorget, Gott be⸗ u ſchützet, Gott beſcheret, was euch nützet. Alſo iſt mein Haus beſtellt: Gute Nacht, du eitle Welt! Erdm. Neumeiſter, g, 1671, ſt. 1756. Sehnſucht nach einem ſeligen Ende. Mel. Ich hab mein Sach. 4 28 t. 1977. Eags⸗ige Fe ie wart und ſehnet ſich Nach einer ſanften Himmelfahrt, Darauf es ſpart Sein Troſt und größte Freudens⸗Art. 2. Der kranke Leib fühlt ſeine Noth, Kommt immer näher nun dem Tod. Die Seele hat auch jederzeit Viel Kampf und Streit, Und ſo empfindt ſie manches Leid. 3. Viel Seufzen dieſes mir treibt aus, Ich ſehn mich nach des Vaters Haus; An Leibes⸗Kräften ausgezehrt, Sich ſtets vermehrt, was meinen Muth und Troſt verheert. 4. Die Seele, gänzlich abgematt, Wird dieſes Lebens ziemlich ſatt; Denn deine Zucht, o Vater, macht, Daß ſie verſchmacht Und keiner Welt⸗ Luſt nicht mehr acht. 5. Dennoch, Herr Jeſu, Himmels⸗ Koſt, Du bleibſt des Herzens Theil und Troſt; Wenn Alles hin und du nur bleibſt, Das Leid vertreibſt Und alle Thränen mir abreibſt. 6. Nichts tröſtet mich auf dieſer ¹ Welt, Nur Jeſus mir allein gefällt; Du bleibſt meins Herzens Troſt und Theil, Herr Gott, mein Heil, Mich heim zu holen nicht verweil! M. J. C. Schade, g. 1666, ſt. 1698 1. B. der Kön. 19, v. 4. In eigener Melodie. 978. E'Ssemante Da Zions Geiſtern hin; Lös auf das Band, Das allgemach zerreißt, Befreie dieſen Sinn, Der ſich nach ſeinem Gotte ſehnet, Der täglich klagt und nächtlich thränet: Es iſt genug!:;: 2. Es iſt genug Des Jammers, der mich drückt: Des Adams Apfel⸗ Gier, Der Sünden Gift Hat mich faſt ganz erſtickt, Nichts Gutes wohnt in mir. Was täglich mich von Gotte trennet, Was täglich mich be⸗ flecket nennet, Deß iſt genug!,: 3. Es iſt genug Des Kreuzes, das mir faſt Den Rücken wund rhe macht: Wie ſchwer, o Gott, Wie hart iſt dieſe Laſt! Ich ſchwemme manche Nacht Mein hartes Lager durch mit Thränen. Wie lange, lange muß ich ſehnen? Wann iſts genug?:,:“ 4. Es iſt genug, Wenn nur mein Jeſus will: Er kennet ja mein Herz. Ich harre ſein Und halt indeſſen ſtill, Bis er mir allen Schmerz, Der meine ſieche Bruſt abnaget, Zu⸗ rücke legt und zu mir ſaget: Es iſt genug!: 5. Es iſt genug: Herr, wenn es dir gefällt, So ſpanne mich doch aus! Mein Jeſus kommt: Nun gute Nacht, o Welt! Ich fahr ins Himmels⸗ Haus, Ich fahre ſicher hin mit Frie⸗ den; Mein großer Jammer bleibt danieden: Es iſt genug!:;: Franz. Joach. Burmeiſter, ſt. 1688. Der Welt geſagte gute Nacht. In eigener Melodie. 979 zes iſt nun aus mit mei⸗ 2 nem Leben Gott nimmt es hin, der es gegeben; Kein Tröpf⸗ lein iſt mehr in dem Faß; Es will kein Fünklein mehr verfangen; Das Lebens⸗Licht iſt ausgegangen; Kein Körnlein läuft mehr in dem Glas. Es iſt nun aus, es iſt vollbracht! Welt, gute Nacht! Welt, gute Nacht! 2. Komm, Todes⸗Tag und Le⸗ bens⸗Sonne! Du bringeſt mir mehr Luſt und Wonne, Als mein Ge⸗ 4 ——— 590 burts⸗Tag bringen kann. Du machſt ein Ende meinem Leiden, Das ſich ſchon mitten in den Freuden An ſelbgem hat gefangen an. Nun iſt es aus, es iſt vollbracht. Welt, gute Nacht!, 3. Gott Lob, nun kann ich recht geneſen, O Sünden⸗Zeit, du Laſter⸗ Haus! Der Tod ſoll mir ein Engel heißen, Der mir, wie Lot, den Weg kann weiſen. Ich folg mit Freuden nun hinaus, Hinaus, eh Gottes Don⸗ ner kracht. Welt, gute Nacht!:,: 4. Wie gerne wollt ich von dir ſcheiden, Von dir und deinem Jam⸗ mer⸗Leiden; O Welt, mein Babel wareſt du, Da manche Händel mich verwirret, Daß ich wie eine Taub gegirret Mit meinem Seufzen im⸗ merzu. Nun iſt es aus, es iſt voll⸗ bracht. Welt, gute Nacht!:, 5. Welt, gute Nacht! Behalt das Deine Und laß mir Jeſum als das Meine; Denn ich laß meinen Jeſum nicht. Behüt euch Gott, ihr meine Lieben! Laßt meinen Tod euch nicht betrüben, Durch welchen mir ſo wohl geſchicht. Mein Leid iſt aus, es iſt vollbracht. Welt, gute Nacht!:,: 6. Was wollet ihr euch nach mir ſehnen? Ach, ſtillet, ſtillet eure Thrä⸗ nen, Weil meine ſchon geſtillet ſind; Mir wiſcht ſie Jeſus von den Au⸗ gen, Was wollen denn die euren taugen? Gott lacht mit mir als ſeinem Kind. Was Jeſus macht, iſt wohl gemacht. Welt gute Nacht! Welt, gute Nacht! Maguus Dan. Omeis, g. 1646, ſt. 1708. Joh. 19, v. 30. Mel. Es iſt genug. 980 Es iſt vollbracht! Gott Lob, es iſt vollbracht! Mein Jeſus nimmt mich auf: Fahr hin, o Welt, Ihr Freunde, gute Nacht! Ich ende meinen Lauf Bei deni Kreuz mit tauſend Freu⸗ den, Ich ſehne mich von hier zu Vom Tod und Sterben. wecken: Es iſt vollbracht!. ſcheiden: Es iſt vollbracht, Gs ſ vollbracht! 2. Es iſt vollbracht! Mein geſ hat auf ſich Genommen meine Scun Er ſelber hat Am Kreuzes⸗Stam für mich, O ungemeine Huld e büßet, und in Jeſu Wunden i ich die rechte Freiſtadt funden!. iſt vollbracht! 3. Es iſt vollbracht! Weg, Kranthen Schmerz und Pein! Weg, Sore weg, Verdruß! Sein GolgathaSali ein Thabor ſein; Mein matt⸗undman Fuß Wird hier auf dieſen Frieden⸗ Höhen Frei von Beſchwerd und Bn den gehen: Es iſt vollbracht! eri außer Noth, Angſt und Geſa ſetzt, Hier ſpeiſet mich Der h Himmels⸗Brodt, Hier bin in geſchätzt, Hier hör ich auf da e gels⸗Bühnen Den ſüßen Ton daßs raphinen: Es iſt vollbracht! 5. Es iſt vollbracht! Wiet wie wohl iſt mir! Wie leh erfreut In Salems Burg, gemeine Zier, wo ſtete S. Wo keine Feinde zu uns hitz Wo weder Dorn noch Diſteln ſtitte Es iſt vollbracht!. 6. Es iſt vollbracht! Der Lbng immerhin Der Würmer Sßeiſe ſit Ich weiß ja, daß Ich Stauh udiſt bin. Gott wird mein Feiſt i Bein, Wann er die Gräber wid à decken, An jenem Tage ſton 7. Es iſt vollbracht! Gat es iſt vollbracht! Mein Jeſus mms V mich auf: Fahr hin, o Mel⸗— Freunde, gute Nacht! Ich üh meinen Lauf Und allen Vanne mich troffen. Wohl mir! Ich ſad⸗ Himmel offen: Es iſt vollbrahtt Andr. Gryphius, g. 1616 ſ Des Lebens ſatt. Mel. Einen guten Kandf hß, . ir all an⸗ 981. E noe ai An der( ich nicht Chriſte, Thränen, dr Herzli 2. Sag Guch ſo euch vorg bet? Auc Gibt zu e vom Hin ſcheiden. 3. Ne Mich von ihrer eill Aigo Aaugen! W 4. Es iſt vollbracht! Hier bitt hhut, Th. An dem! ſch mein 4. Thöl 5* deber allen wir aufger 9) Ac 31. dan der ſen Fre ſtet werde 5. Wo! botes Lob ich immer Mih auch ebens⸗Br. etſtehn M 6. Sonn Nleuch mit Stunden, tergetragen em Ort, D ad mich Seliglich a M 2d und S 2wie i S= ſcheiß— 5 wah* 8 i vulhen hatgſ tvulbuai Er ſ Schi nd t vollbrattjjn ſeßt,„e ſpeiſet nih R Him= hrodt, hir h geſch— ier hor ih i gels⸗ſ in Dan ſihn g raphi r Es it vlhnt 5.= iſt vollbraht le Liſt mir! We erfreſ. Salems u gems ier, wo ſtbe Wo in u m Wo= dorn voch Tie Es iAbracht 6.= volbratt d limme t⸗n der Wirma Ich 1☛☛☚σ/i daß Ih Su bin.: widd mi 8 Bein An er die Giie „decket wecke jenem an wiſt volbratt 7= it voltust 08. es iſ*n racht! Mig mich— Fahr in it Freu gute Natt mein= Und dlas mich*bn. Vchl ni. Him— fen: Güw. ndr. Swrhut des Lebeniſt dem Welt⸗Getümmel. iſt aus, mein Lauf iſt nun voll⸗ bracht. „ Einen zuten M En 98 983. Vom Tod und Sterben. An der Erde Koth und Wuſt Mag ich nicht mehr kleben; Daß ich, Chriſte, für und für Laſſe ſo viel 9 Thränen, Macht, daß ich hinauf zu an dir Herzlich mich muß ſeh ehnen. 2. Sagt mir, die ihr an der Welt n Euch ſo ſehr verliebet, Was hat ſie euch vorgeſtellt, Welches nicht betrü⸗ bet? Auch das Beſte, ſo ſie euch Gibt zu euren Freuden, Iſt, daß ſie vom Himmelreich Gern euch wollte ſcheiden. 3. Nein, ich laſſe nimmermehr üjn Mich von ihr betrüben; Weg mit w ihrer eitlen Ehr, Uebermuth und Lügen! Wie der Wind den Wolken 4 thut, Thut die Zeit den Schätzen, An dem wahren Himmels⸗Gut Hab ich mein Ergötzen. 4. Thöricht iſt, der ſich hier ſäumt: Ueber allen Sternen Steht mein Haus mir aufgeräumt; Chriſtus winkt von fernen. Ach, ich werde, frei und los Von der Laſt der Erden, In den ſüßen Freuden⸗Schooß Bald ver⸗ ſetzet werden. 5. Wo der frommen Engel Schaar Gottes Lob erklingen, Werd ich fröh⸗ lich immerdar in die Saiten ſingen; Mich auch zu erquicken gehn Bei dem Lebens⸗Brunnen, Um und an beglei⸗ tet ſtehn Mit dem Licht der Sonnen! 6. Sonne, was verzeuchſt du viel? Fleuch mit deinem Wagen; Eilt, ihr tunden, bringt mein Ziel Mit euch hergetragen, Das mich reißt aus die⸗ ſem Ort, Der nur ſtürmt und netzet, Und mich an des Himmels Port Seliglich ausſetzet. M „Simon Dach, g. 1605, ſt. 1659. Teſtament eines Chriſten. Mel. O Vater⸗Herz, denkſt du. ahr hin, o Welt, Du bittres Thränen⸗Zelt! 85 habe groß Verlangen nach dem immel; Eh rufet mich Mein Jeſus hin zu ſich Aus dieſer Trübſal, aus Die Stund Welt, gute Nacht! 591 2. Ich ſoll nunmehr Dort bei dem Engel⸗Heer Und meinem Heiland ewiglich verbleiben; Doch weil ich hier Noch auf dem Kreuz⸗Revier. So will ich erſt mein Teſtament verſchreiben. Die Stund iſt aus, mein Lauf iſt nun vollbracht. Welt, gute Nacht! 3. Gott Vater, dir, Der du die Seele mir Gegeben haſt, dir will ich ſie vermachen An meinem End, In deine Vater⸗Händ Befehl ich ſie und alle meine Sachen. Die Stund iſt aus, mein Lauf iſt nun vollbracht. Welt, gute Nacht! 4. Mein Jeſus, dir, Der du auf Erden hier Den Himmel mir mit deinem Blut erworben, Dir Gottes⸗ Kind, Vermach ich meine Sünd, Für welche du am Kreuze biſt geſtorben, Die Stund iſt aus, mein Lauf iſt nun vollbracht. Welt, gute Nacht! 5. Dir heiliger Geiſt, Vermach ich, wenn ſich ſchleußt Mein Lebens⸗ Licht, den letzten Blick im Sterben, Mein Tröſter du, führ mich zur Himmels⸗Ruh Und laß mich dort die Lebens⸗Kron ererben. Die Stund iſt aus, mein Lauf iſt nun vollbracht. Welt, gute Nacht! 6. Ihr Engel ihr, Die ihr gedie⸗ net mir, Euch ſollen meine Thränen ſein vermachet, Die ich geweint; Ihr treuen Herzens⸗Freund, Habt ewig Dank, daß ihr mich ſo bewachet. Die Stund iſt aus, mein Lauf iſt nun vollbracht. Welt, gute Nacht! 7. Den Leib, der blos Aus einem Erden⸗Kloß Geſchaffen, will der Erd ſo lang vermachen, Bis er ohn Klag Einſt an dem jüngſten Tag, Wenn Jeſus ruft, wird wieder auf⸗ erwachen. Die Stund iſt aus, mein Lauf iſt nun vollbracht. Welt, gute Nacht! 8. Das Glas iſt leer, Kein Körn⸗ lein laufet mehr; Nun ſind vorbei die bittern Lebens⸗Stunden Im Jam⸗ mer⸗Stand; Ich reis ins Engel⸗ 592 Land Durch Jeſu Chriſti tiefe blutge Wunden. So hab ich nun den ganzen Lauf vollbracht. Welt, gute Nacht! A. Hammerſchmidt, g. 1611, ſt. 1675. Sehnſucht zu ſterben. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 983 f lügel her, nur Flügel her! *☛ Jeſu, ich will gerne ſcheiden, Ach, wer doch ſchon bei dir wär Und ſäh dich in deinen Freu⸗ den, Ich ſchwing mich zu dir hinauf: Jeſu, meinen Geiſt nimm aul! 2. Nirgends auf der ganzen Welt Hab ich eine Ruhe funden; Nur die Ruhe mir gefällt Dort in deinen blutgen Wunden: Ich laß Alles ſtehn und lauf: Jeſu, meinen Geiſt nimm auf! 3. Meines Bleibens iſt nicht hier, Fort zu meinem Schatz im Himmel. Jeſu, du biſt Alles mir, Weg, nur weg, du Welt⸗Getümmel; Weg, Tod, Satan, Sünden⸗Hauf: Jeſu, meinen Geiſt nimm auf! 4. Leb ich lang, ſo ſündg ich viel; Drum hilf, Jeſu, deinem Kinde, Wenns dein Will, fein bald zum Ziel, Damit ich nicht mehr die Sünde Als wie Waſſer in mich ſauf: Jeſu, meinen Geiſt nimm auf! 5. Indeß laß all meine Schuld Durch dein Gnugthun ſein verſchwun⸗ den; Laß für Recht gehn deine Huld, Denk, wie du mit mir verbunden Durch dein Blut in meiner Tauf; Jeſu, meinen Geiſt nimm auf! 6. Du biſt ja mein Fleiſch und Bein, Ich halt dich mit Glaubens⸗ Armen: Du bleibſt mein und ich bleib dein, Mich umſchließt ſchon dein Erbarmen; Dein Blut hat ge⸗ macht den Kauf: Jeſu meinen Geiſt nimm auf! 7. Mein Geiſt bleibt in deiner Hand Stets mit deinem Blut be⸗ floſſen. Zeig dein Herz zu ihm ge⸗ wandt Und den Himmel aufgeſchloſſen; Nun du thuſts, ich hoffe drauf: Jeſu, meinen Geiſt nimm auf! Vom Tod und Sterben. Freudige Vorſtellung des Tahes Tages In eigener Melodie. kreu dich ſehr, o mei 984. F Seele, Und vergiß 1 Noth und Qual, Wei Chriſtus, dein Herre, Ruft aus dießn Jammerthal! Aus Trübſal m großem Leid Sollſt du Und in Ewigkeit auch währer. 2. Tag und Nacht hab ich ge fen Zu dem Herren, meinem(a Weil mich ſtets viel Kreuz betafa Daß er mir hälf aus der Au Wie ſich ſehnt ein Wanderemmn Daß ſein Weg ein End mäg ſa 9 — ſich enden möcht mein Leben. Weil dih um 8 610 S fahren in d Feud, Die kein Ohr je hat geh So bab ich gewünſchet eben, Ii 7. In An mei durh de Ins him ſtöne„ thät ſein Ehriſt, e Klarheit 8. Ob Das Geh mein Zun Mein Ver du doch: ben mir, wirſt mi Bahn zu 3. Denn gleichwie die Raſen te hen Unter Dornen ſpitzig gar. M auch die Chriſten gehen aF Noth, Angſt und Gefahr. Uet Meeres⸗Wellen ſind Unter ungeſi Wind, Alſo iſt allhier auf bi Unſer Lauf voller Beſchwerde 4. Die Welt, Teufel, Sim Hölle, Unſer eignes Fleiſch un Plagen ſtets hier unſre Seele dn uns bei keinem Muth, Wirt voller Angſt und Plag, Lauter tit ſind unſre Tag; Wenn wir mig⸗ boren werden, Jammer gmug m ſich auf Erden. 5. Wenn die Morgenröth herkente tet, Und der Schlaf ſich von uns wan Sorg und Kummer daher ſteit Müh findt ſich an allen Gndil⸗ ſre Thränen ſind das Brodt 8. wir eſſen früh und ſpat; Wenn ß Sonn nicht mehr thut ſcheinen, R Nichts, außer Klagen, Weinen 6. Drum Herr Chriſt, du a genſterne, Der du ewiglich aulzet Sei von mir jetzund nicht ferne mich dein Blut 2 hat erloſt; Hil, d ich mit Fried und Freud Nogh hinnen fahren heut! Ach ſe mein Licht und Straße, Mich n Beiſtand nicht verlaſſe! deemigt 19. 5 16 1 deele Un 3 v und Sta- en Wie w Ahnt em Ve Daßz mn deg en G au, 44 ◻ nd s⸗ 1 19 af. d Freu — Vareln 6 Tagts eian n 98. 4* itn Noth n d 3, in Herr 14 „ Herren, m Me 2 ell, mui (Deilſ iſtets dill g 1 Das= ut hi m So ch gewünſct ſich Ar— nocht men aa TeeAda den 1e= Dornen ſigg duich=zhriſen gen „Notb. Dſt un(ei Meer— len ſidluten Wind= a it allira Unſer= voller Vtmn c14. 1(Pelt, Taſs Höllezt J eignes Feißt Plag T!3 hier uni et uns eeinem Nah! ſvoller und Paag dr ſind 1n dag Wun mn⸗ borem i⸗ ven, Jamnag ſich ah hen. 5.— die Maryenit tet, Ut a.☚ Schlaf ſchren Sorg en Kummer d d Mühlte⸗ ſich an alat ſte Pen jid du — und ſpa mich.* Alut dat alt ich n. ddd ud in en. hinneſ ſen helt und Sni ct veruſ mein= en Beiſta Vom Tod und Sterben. 593 7. In dein Seite will ich fliehen An meinm bittern Todes⸗Gang; Durch dein Wunden will ich ziehen Ins himmliſche Vaterland: In das ſchöne Paradeis, Drein der Schächer thät ſein Reis, Wirſt du mich, Herr Chriſt, einführen, Mich mit ewger Klarheit zieren. 8. Ob mir ſchon die Augen brechen, Das Gehör auch gar verſchwindt, Und mein Zung nicht mehr kann ſprechen, Miein Verſtand ſich nicht beſinnt, Biſt du doch mein Licht, mein Hort, Le⸗ ben mir, der Weg, die Pfort; Du wirſt mich ſelig regieren Und die Bahn zum Himmel führen. 9. Laß dein Engel mit mir fah⸗ ren Auf Elias Wagen roth Und meine Seele wohl bewahren, Wie Lazrum nach ſeinem Tod: Laß ſie ruhn in deinem Schooß, Erfüll ſie mit Freud und Troſt, Bis der Leib kommt aus der Erde Und mit ihr vereinigt werde. 1 10. Freu dich ſehr, o meine Seele, Und vergiß all Noth und Qual, Weil dich nun Chriſtus, dein Herre, Ruft aus dieſem Jammerthal! Seine Freud und Herrlichkeit Sollſt du ſehn in Ewigkeit, Mit den En⸗ geln jubiliren, In Ewigkeit trium⸗ phiren! Sim. Graf, g. 1603, ſt. 1659. Kreuz bringt Begierde und Freudigkeit, zu ſterben. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. reu dich ſehr, o meine 985.—₰½ Seele, Und vergiß nun alle Qual; Denn ich ſchon die Stunde zähle, Wo mein Jeſus auf einmal Mich durch einen ſanften Tod Von ſo vieler Herzens⸗Noth Die Erlöſung läſſet ſpüren Und mich wird in Himmel führen. 2. Bleib nur, eitle Welt zurücke, Denn du ſtehſt mir nicht mehr an, Weil ich dein betrüglich Glücke Nun getroſt verachten kann. Ach, mit wenig guter Zeit Haſt du mich bei dir erfreut; Denn wie oft ich wei⸗ nen müſſen, Das wird Gott am beſten wiſſen. 3. Was ich mir zur Luſt erleſen, Wurde mir zur bittern Noth; Thrä⸗ nen ſind mein Trank geweſen; Kum⸗ mer war mein täglich Brodt; Seuf⸗ zen hieß mein Lebens⸗Lauf; Matt von Sorgen ſtand ich auf Und mußt auch beim Abend⸗Segen Oft betrübt mich niederlegen. 4. Aber bald wirds beſſer werden Denn mein Gott iſt mein Gewinn; Freudig fahr ich von der Erden Und zu Gott im Frieden hin. Wo iſt nun mein Sterbe⸗Kleid? Denn ich bin vorlängſt bereit, Daß der matte Leib im Grabe Sein gewünſch⸗ tes Bette habe. 5. Doch weil ich in dieſes Leben Von mir ſelbſt nicht kommen bin, Mag ich Gott nicht widerſtreben, Seinem Willen ſtell ichs hin: Soll ich leben, leb ich gern; Denn ich lebe doch dem Herrn, Bis ich dort das Leben erbe, Wenn ich endlich ſelig ſterbe. 6. Hat er mich dazu verſehen, Daß ich noch mehr leiden muß? Oder ſoll es nur geſchehen, Daß der Welt ihr Ueberdruß Sich in einen Segen kehrt, Der mir tauſend Guts beſcheert? Beides, wie er will in Allen, Soll mir herzlich wohlgefallen. 1 So zerreißt, ihr Kummer⸗ Ketten, Denn in Gott iſt meine Ruh; Beſſer kann ich mir nicht betten, Seine Liebe deckt mich zu; Und ich weiß gewiß, für mich Sorget Gott recht väterlich; Alſo kann ich nicht verderben, Ich mag leben oder ſterben. 8. Wird die Sterbens⸗Stunde kommen, Ei, ſo ſterb ich ja dem Herrn; Zu ihm werd ich aufgenom⸗ men, Darum ſterb ich herzlich gern. Ich bin Gottes, Gott iſt mein: Le⸗ ben oder Tod mags ſein, Oder Lei⸗ den oder Freuden, Kann mich doch von ihm Nichts ſcheiden. E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. 38 b 8 6 1 1 8————ſ. ————— . 1— —— ——ͤ — ¹ —— — — Frendiger Ausgang der Seele aus dem Leibe. In voriger Melodie. 9 8 6 reue dich, gekränkte Seele, JSO. 2 Die gewünſchte Zeit iſt hier, Da du aus der finſtern Höhle Deines Leibes brichſt herfür; Da du aller Sorgen los, Die dich in der Welt umſchloß, Aller Bande frei ſollſt ge⸗ hen, Wo viel tauſend Engel ſtehen. 2. Zwar die matten Glieder kla⸗ gen, Daß du ſie verlaſſen willſt; Und dein Auge ſieht mit Zagen Das ver⸗ haßte Todtenbild; Was dir Blut und Muth verband, Netzt mit Thrä⸗ nen deine Hand; Was geſündigt, muß der Sünden Bittern Sold und Tod empfinden. 3. Warum aber willſt du ſcheuen Einen chriſtlich⸗ſanften Tod? Sollte dich der Wechſel reuen, Der dich ſe⸗ lig führt zu Gott? Der dich aus der trüben Welt Führt zum lichten Him⸗ mels⸗Zelt? Der, was ſterblich war, begräbet, Aber dich zu Gott erhebet? 4. Muß der todte Körper liegen Und im Grabe ruhen aus, Dich kann unterdeß vergnügen Das beflammte Sternen⸗Haus; Der verſchmachten Glieder Laſt, Und was du verlaſſen haſt Wirſt du, wenn die Welt muß ſchwin⸗ den, Neu und beſſer wiederfinden. 5. Höre deinen Heiland rufen: Komm, du auserwählte Braut! Meine Wohnung ſteht dir offen, Mo man Nichts, als Freude ſchaut. Sulamithin, komm herzu Und ge⸗ neuß der ſtolzen Ruh. Komm, ge⸗ neuß der ſüßen Freude, Die ich ſter⸗ bend dir beſcheide. 6. Meiner Unſchuld weiße Seide, Meines Blutes Purpur⸗Rock Dienet dir zum Chrenkleide, Wird dein theurer Hochzeits⸗Schmuck; Dich hab ich mir auserwählt, In Gerechtigkeit vermählt; Weil man ewig, ewig nennet, Bleibſt du von mir unge⸗ trennet. 7. Willſt du nicht mit Freuden ge⸗ hen, Wenn dich Jeſu nach ſich zieht? Vom Tod und Sterben. Willſt du länger ſtille ſtehen, Wo zi dein Verderben blüht? Willſt du ble ben, wo die Welt So viel ſtarke Stii⸗ ſtellt? Wo dich zwiſchen Eis und Gſen Thränen⸗Brodt und Galle ſpeſſen 8. Auf, erhebe deine Flügel, Diene Erde kleben an; Suche dir der Ete⸗ nen Hügel, Wo dein Heiland waf die Bahn. Laß das Sodom diee Zeit, Laß den Leib der Sterbüchie, Beuch wo ſich zu deinen Fiſßen onn und Monden neigen muüſſen 9. Freue dich, gekränkte Sal Die gewünſchte Zeit iſt hier Aan aus der finſtern Höhle Deines Leie brichſt herfür, Deine Augen ſchliee ſich Und der Himmel faſfet it Ihr Grab ſoll der Schooß der Gde Jeſu Arm der deine werden. Das allerſüßeſte Andenken Getit bei Sterbenden. Aus Neh. 13, v. 31 un Luc. 23, v. 42. Mel. Es iſt genug, ſo nimm. Seele. 1 49 43 43. 987 H edenke mein: Meinot 3 4 gedenke mein, Miß am beſten iſt! Ich liebe dich, it dich allein Zu meinem Troſt nt Ach, laß mich doch dein del ſehen, Ach, höre doch mein läts Flehen: Gedenke mein!:, Jeſus. 2. Ich denke dein: O Seale an nicht! Dein Jeſus iſt nicht weit R iſt mein Kreuz, Mein Von ii Lebens⸗Licht, Mein Blut dein Gin Kleid. Iſt nicht mein Leeben me meſſen? Wie ſollt ich deine dein vergeſſen? Ich denke dein!: Seele..n 3. Gedenke mein, Weil mein Welt vergißt Auf dieſer Todechir Mein Herze bricht, Die Lehenzam verfließt, Ac, nimm dich meine Wenn mir die müden Augen 3 chen! Wenn meine Lyppen nihtnt ſprechen, Gedenke mein! 4. du hier wart al Zier, Die En meiner denke de Todes⸗ nen ab Der Tu mergrün gug g. meiner mein!; oh denk 1 . Velt 5 f Sch, in Scha 7 . Sel du will ich d denke deir Hinterlaſſ ³ Wi g dein— fälen 1 2 Das e lifeſt Ann li Sterbeude — Reh. 33, d An = 23, 1. 0. 4 aEs itt genug ſom Sdel 1 edenkemenk 9 8— gddentena am bé Iclübedt dich rhu meinen d 1(Fleha meſſet * 5 d ergeſ rn Jü delt 1 Seal. d 3.=tge men, u Welt re it Auf dieh Mein.= brich * verfli— ch, man Went= die mne 1 den!= et man ſprech Adenle ſ Vom Tod und Sterben. ☛ Jeſus. 4 4. Ich denke dein: Noch heute biſt du hier Bei mir im Paradies. Es wart auf dich Des Himmels Kronen⸗ Zier, Des Lammes goldnes Vließ; Die Engel tragen deine Seele In meiner Wunden tiefe Höhle: Ich denke dein!:; Seele. 5. Gedenke mein: Durch deinen Todes⸗Schweiß Wiſch du den mei⸗ nen ab, Pflanz auf mein Grab Der Tugend Ehren⸗Preis, Den im⸗ mergrünen Stab! Und, wenn ich gnug geſchlafen habe, Vergiß auch meiner nicht im Grahe: Gedenke mein!, Jeſus. 6. Ich denke dein: Du weißt ja ſelbſten wohl, Daß dein Erlöſer lebt, Der deinen Staub Auch einſt erwek⸗ ken ſoll, Den man jetzund vergräbt. Die Aſche werd ich ſelbſt bewahren, So kannſt du nun in Friede fahren: Ich denke dein!:, Seele. 7. Gedenke mein Und der betrüb⸗ ten Schaar, Die ich verlaſſen muß! Sei du ihr Troſt, Ihr Schutz bei der Gefahr, Still ihren Thränen⸗Guß! Ach, willſt du dieſes mir beſcheiden, So ſterb ich ruhig und mit Freuden: Gedenke mein! 35 Jeſus. 8. Ich denke dein Und breite meine Hand Auch auf die Deinen aus; Ich mache leicht Den ſchweren Trauer⸗ Stand, Ich ſchütze Kirch und Haus. Sie ſollen dein Gebet genießen; Nun will ich dir die Augen ſchließen: Ich denke dein!: Hinterlaſſene, oder der ganze Chor. 9. So ruhe wohl! Gott hat an dich gedacht Und es ſehr gut ge⸗ macht. Schlaf, müder Leib, Schlaf wohl zu guter Nacht, Weil Jeſus dich bewacht. Verſchlaf die hier er⸗ littnen Schmerzen! Wir graben dich in unſre Herzen: So ruhe wohl!:, Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Bei Beerdigung der Kinder. Jeſ. 26, v. 20. Mel. Wer nur den lieben Gott. eh hin, mein Kind, in 9 88. G deine Kammer Und ſchleuß die Thüre nach dir zu; Ver⸗ birg dich wohl vor allem Jammer Und ſenke dich in ſichre Ruh, Bis daß der Zorn vorüber geht, Der über Welt und Sünde ſteht. 2. Geh hin, verſchlaf die böſen Tage, Die Andern noch vorhanden ſind; Entlauf der Arbeit, Müh und Plage, Die ſich bei einem Leben find, Das in der Welt viel Jahre weiſt, Ob man es gleich ſehr köſtlich heißt. 3. Die Bosheit mehret ſich auf Erden, Die Sünde wächſet täglich an; Drum kann die Zeit nicht beſ⸗ ſer werden, Weil Gott nicht immer ſchweigen kann: Die Langmuth wird in Zorn verkehrt, Wenn man im Böſen weiter fährt. 4. Ja, ſchonte Gott gleich noch viel Jahre Und gäbe wieder goldne Zeit, So änderte man zwar die Haare, Doch nicht des Herzens Eitelkeit. Es leibt die Welt in Sünden feſt, Ob ſich die Zeit gleich ändern läßt. 5. Läßt nun die Welt nicht ihre Tücke, Behält ſie ihren falſchen Schein, So kann man bei dem gro⸗ ßen Glücke In ihr doch nicht ver⸗ gnüget ſein. Man trifft auf ihrer Roſen⸗Bahn Nur lauter Kummer⸗ Diſteln an. 6. Drum fort, mein Kind, in deine Kammer, Geh und verbirg dich vor der Welt, Die Nichts, als Sorgen, Angſt und Jammer Und GEitelkeiten in ſich hält; Der Zorn bricht an, ach, eile fort, So kommſt du an den ſichern Ort. 7. Man kann zwar nicht bei dei⸗ nem Grahe Von deinem Leben Viel erzähln; Doch wird dir an der Him⸗ mels⸗Gabe Gleichwohl nicht das Ge⸗ ringſte fehln; Du wirſt in deinem Ehren⸗Schein Der hellen Sonne gleiche ſein. 38* — ———— ur“—„ ——————„ — 8. Gott wird ſchon deine Eltern tröſten, Er bleibt den Frommen all⸗ zeit gut; Und wenn die Noth am allergrößten, So ſieht man, daß er Hilfe thut; Drum geh, mein Kind, in deine Ruh Und ſchleuß die Thüre nach dir zu. Troſt über der Unfrigen Abſterben. Mel. Herzliebſter Jeſu, was haſt. eliebten Freund, was 989. G thut ihr ſo verzagen Mit vielem Seufzen, Heulen und Wehklagen, Darum, daß dieſer Leib ſoll in die Erden Geleget werden? 2. Wißt ihr nicht, daß ſein Stünd⸗ lein iſt gekommen? Der Herr hat ihn genädig weggenommen Und aus der Angſt, die ihn oftmals gebiſſen, Gänzlich geriſſen. 3. Hier hat er in Gefahr zu allen Zeiten Mit Teufel, Fleiſch und Men⸗ ſchen müſſen ſtreiten, Viel Herzeleid erfahren und ertragen Mit großen Klagen. 4. Nun iſt er aller ſeiner Feinde Toben Und alles Jammers frei und überhoben; Nun mag ihm keine Crea⸗ tur zuſetzen, Noch ihn verletzen. 5. Nun hat er alles Unglück über⸗ wunden, Den rechten Fried, den beſten Schatz gefunden, darnach er hat, gleich als ein Chriſt, geſtrebet, Weil er gelebet. 6. Sein Geiſt lebt jetzo in ſehr gro⸗ ßer Freude, Iſt angethan mit einem weißem Kleide Und preiſet hoch mit himmliſchen Gedichte Gottes Gerichte. 7. Aber ſein Leib, der jetzt iſt hin⸗ geleget, Wird wie ein Korn ins gute and geſäet, Wird auferſtehn in Kraft mit großem Preiſe, Himmliſcher Weiſe. 8. Das wird geſchehn, wenn ihm und auch uns Allen Die Stimm des großen Gottes wird erſchallen, Der wiederum all unſcheinbare Sachen Wird herrlich machen. Vom Tod und Sterben. Soll dadurch ſelig werden, Gu 9. Dann wird er uns, wenn ſein Glocken klingen, Mit großer Frad wiedrum zuſammenbringen Und puih⸗ tiglich mit vielem Triumphiren Jh Himmel führen, 10. Da wir denn in ganz himn⸗ liſchen Geberden, Ohn Sünd und Klag beiſammen bleiben wardm. Von Teufel, Tod und allen Nerge niſſen Gar Nichts mehr wiſſen, 11. Sondern vollkommen und gan engelreine uns lieben in verklärten Fleiſch und Beine Und ewiglohen Gat in ſeinem Reiche, Den Engeln gleiche 12. Das wollt, geliebten Freun wohl bedenken Und euer Heiz uih wie die Heiden, kränken, Die vo Todten, wenn ſie die begraben, ſen Hoffnung haben. 13. Gott helf, daß wir zur eß auch ſtill einſchlafen Und von m Herrn ſammt allen ſeinen Schai Am jüngſten Tag zum Leben iu der Erden Erwecket werden. B. Ringwaldt, g. 1531, ftt Vom Tode ungetaufter Kini⸗ Mel. Ach, lieben Chriſten, ſeid. 990(Bott iſt nicht ein e . bundner Gott M das, was er befohlen, Er iſt bi über Lebn und Tod, Er kann une zu ſich holen, Wie, wo er wil ſt welcher Zeit, Wir bleiben ſeine de hens⸗Leut In allen unſern Sae 2. Des Lebens Weßge ſchrie n für, Wie es ihm wollt belieben( fordert von uns die Gebühr, Den da ſollen üben; Geht aber en en andre Bahn, Geht die Vernunſtde gan Nichts an, Sie hat ihm blos n olgen.. 8. Wer glaubet und getaufetwid unſer treuer Seelen⸗Hitt, Bn ging auf der Erden; Wer nicht gun ſoll verloren ſein Und bläben 1 der Höllen⸗Pein, Auf ewig ganz ne dorben. dem mi uns ve 6.: Von J ten ſoll men, gar Ar Und ſte in De da Iſt ale dar den aus ſiner C ſgeno auch no Doch es David nicht zu zur Hin 99 5 1 19. J zwi Guch 1 dndau 8 jedru nenbne⸗ a mmenbri üglith illen mad 10. iir dem; teeetass Klag. j umen ble 6 N G adg den 1*+☚ dod m 1 1= lücts mhrn . Irn volltomne engelre nz llenen Fleiſch ꝛ eine Und m in ſin iche, Den Gaoa 92 polt, gelctm oh nd eurr wie di=cen, räne, d Herm t allen ſeinn; Am jten Tag zun a der Ex rreckt wedn Ringwaldt,„ n, Vom ungetanfter A p lieben Giriit 99 Hit it nt I bundner das, 1=r befohlen, 6 über Lr und Tod, A zu ſichat, Wie, wat welchet=, Wir beiai hens⸗G= m allen min 2.= ebens Pax für, T ihm wolt b fordert— uns die Gl „da ſo abben; Gelt n andre I Geht die Um gar Nem, Sieſti folgen 3 H=mtan Jtr Soll=cch ſelg un ſer. Seelen⸗Oi. unſer= Seelen⸗Mh. ging ad— Erden, lnr doll ven ſei Ui der HJ ein, Aufan dorben Vom Tod und Sterben. 597 4. Wohl aber, daß der Herr nicht ſagt: Wer nicht getauft iſt worden, Der iſt im Himmel hart verklagt, Ewig verdammet worden; Sonſt müßten manche Kinderlein Vom Himmel ausgeſchloſſen ſein, Die nicht zur Taufe kommen; 5. Und haben doch daran nicht Schuld, Daß ſie ſo ſchnell abſchei⸗ den. Der Gnaden⸗Vater hat Geduld, Wo wir hier Etwas leiden, Das nicht in unſerm Willen ſteht, Ob es ſchon dem nicht gleich nachgeht, Worauf er uns verbunden. 6. Wer will die zarten Kinderlein Von Iſrael verdammen, Die in Aegyp⸗ ten ſollten ſein Erdrücket von den Am⸗ men, Die in dem Waſſer mußten gar Ausſtehen, was geboten war, nd ſterben unbeſchnitten? 7. Wie viel der Kinder gingen hin Dort in der großen Wüſten, a Iſrael mußt umher ziehn, Die alle darum müßten Geſchloſſen blei⸗ ben aus dem Bund, Wenn Gott aus ſeiner Gnade Grund Sie nicht hätt aufgenommen. 8. Das Söhnlein Davids ſtarb auch noch Eh, als es wurd beſchnit⸗ ten, Für das der König bat ſo hoch, Doch es nicht konnt erbitten; Dem David wollte fahren nach, Gewiß nicht zu dem Höllen⸗Bach, Vielmehr zur Himmels⸗Freude. 9. Der Schächer fuhr ins Para⸗ deis, Wie Chriſtus ihm verſprochen, f Den man auch ungetaufet weiß; Und bleibt doch ungebrochen, Was Gottes Ordnung mit ſich bringt, Die uns nur, ihm nicht, iſt bedingt, Er blei⸗ bet unverbunden. 10. Das laßt, ihr Chriſten⸗Müt⸗ ter, euch Zum Troſt ſein vorgeſungen; Entgehen euch die Kinder gleich, Aus Noth und Angſt gedrungen; Wenn ihr ſie Gott ergebt zuvor, Steht ihnen auch das Himmels⸗Thor Durch Chriſti Blut eröffnet. 11. Das Leben liebt der Vater dort, Er liebt nicht das Verderben; Wer widerſtrebet ſeinem Wort, Der, der muß ewig ſterben; Wer durch den Adam kam zum Tod, Hilft er durch Chriſtum aus der Noth, Die ihm der Menſch nicht machet. 12. Gott hat hierin die freie Hand, Er, er kann Alles ſchaffen, Daß es komm in den Freuden⸗Stand, Ob wir gleich früh entſchlafen. Wenn er die Eltern hat erwählt, Hat er zu ſeinem Volk gezählt Auch ihren lieben Samen. 1 13. Lob ſei Gott in dem büchſten Thron, Dem Vater aller Seelen! Lob ſei auch ſeinem liebſten Sohn, Durch den uns Nichts kann quälen! Lob ſei noch ſeinem heilgen Geiſt, Der überall den Troſt uns weiſt In allen unſern Aengſten! J 7 Joh. Vogel. Tröſtlicher Abſchied frommer Kinder. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 991 ott Lob, die Stund iſt eT⸗ kommen, Da ich werd aufgenommen Ins ſchöne Paradeis. Ihr Eltern dürft nicht klagen, Mit Freuden ſollt ihr ſagen: Dem Höchſten ſei Lob, Ehr und Preis! 2. Wie kanns Gott beſſer machen? Er reißt mich aus dem Rachen Des Teufels und der Welt, Die jetzt wie Löwen brüllen; Ihr Grimm iſt nicht zurſtillen Bis Alles übern Haufen ällt 3. Dieß ſind die letzten Tage, Da Nichts, als Angſt und Plage Mit Haufen bricht herein; Mich nimmt nun Gott von hinnen Und läſſet mich entrinnen Der überhäuften Noth und Pein. 4. Kurz iſt mein irdiſch Leben, Ein beſſres wird mir geben Gott in der Ewigkeit: Da werd ich nicht mehr erben. In keiner Noth verderben, Mein Leben wird ſein lauter Freud. 5. Gott eilet mit den Seinen, Läßt ſie nicht lange weinen In dieſem Thränen⸗Thal. Ein ſchnell und ſelig Sterben Iſt ſchnell und glücklich 8———— ——————— 2 —— 4—— u1u 4— ———. 8 4 3————,. —— 4— N 1 6 erben Des ſchönen Himmels Ehren⸗ Saal., 6. Wie öfters wird verführet Manch Kind, an dem man ſpüret Rechtſchaffne Frömmigkeit! Die Welt voll Liſt und Tücke Legt heimlich ihre Stricke Bei Tag und Nacht zu jeder Zeit. 1 7. Ihr Netze mag ſie ſtellen; Mich wird ſie nun nicht fällen, Sie wird mir thun kein Leid; Denn wer kann den verletzen, Den Chriſtus jetzt wird ſetzen Ins Schloß vollkommner Sicherheit? 8. Zuvor bracht ich euch Freude; Jetzt, da ich von euch ſcheide, Be⸗ trübt ſich euer Herz. Doch, wenn ihrs recht betrachtet Und, was Gott thut, hoch achtet, Wird ſich bald lin⸗ dern aller Schmerz. 9. Gott zählet alle Stunden, Er ſchlägt und heilet Wunden, Er ken⸗ net Jedermann; Nichts iſt jemals geſchehen, Das er nicht vorgeſehen, Und was er thut, iſt wohlgethan. 10. Wenn ihr mich werdet finden Vor Gott, frei aller Sünden, In weißer Seide ſtehn Und tragen Sie⸗ ges⸗Palmen In Händen und mit Pſalmen Des Herren Ruhm und Lob erhöhn: 11. Da werdet ihr euch freuen; Es wird euch herzlich reuen, Daß ihr euch ſo betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen Gedenket zu erfüllen Und ihm ſich in Geduld ergibt! 12. Lebt wohl, nun ſeid geſegnet! Was euch jetzo begegnet, Iſt Andern auch geſchehn; Viel müſſens noch er⸗ fahren. Nun, Gottwoll euch bewahren! Dort wollen wir uns wiederſehn. Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Begierde, zu ſterben. Mel. Wie ſchön leuchtet der. 992 Gott Lob, die Zeit kommt 2 A A. nun heran, Da ich die Hoffnung haben kann, Von hier bald abzuſcheiden. Wie hab ich mich ſo öftermal Gewünſcht aus dieſem Jam⸗ Vom Tod und Sterben. Gefaßt zur Himmels⸗Reiſe; de merthal Hinauf zu Gottes Freuden Sehnlich Hab ich Dieſes Leben dli zugeben ſtets begehret, Bis nin Gott nunmehr gewähret. 1 2. Der Teufel und die böſe Ma Hat mir ja täglich nachgeſtellt In Unglück mich zu bringen; Die Sind die mir angeklebt, Mein Fleiſchmi Blut, ſo widerſtrebt In allen guten Dingen, Hat mir Nie hier Zugeg ben, ſo zu leben, wie ich ſollte Um von Herzen gerne wollte. 3. Zu Allem dieſem kommt annoc Der Trübſal hart⸗ und ſchweres oh Das ich ſtets müſſen tragen Pai durch Verſolgung, Haß und ſid Bald durch viel Krankheit, Wehmg Leid Und ſonſt viel andre Maan Drum ich Sehnlich Gott des angelegen, meinem Leben Baddin ſelig End zu geben. 4. Nun, die Erlöſung nahet 1” So mach ich denn deswegen un 33 ich, nach gar kurzer Zeit, Bei Gotzn in Gott ſein erfreut Auf wundenn Weiſe. Ewig Werd ich Um tt ſchweben, bei ihm leben in viel Fiul⸗ Nach dem ausgeſtandnen Leide. 5. Nichts acht in Sünde AG und Tod, Nichts Welt und Tani alle Noth Hat nun ein ſelig G Hiermit beſchließ ich meinen Lau Herr Jeſu, nimm die Seel Uinmm In deine treuen Hände.(Gia, Ent Jubiliret, triumphiret, himmiſchä ben Wird nunmehr mein Gott m geben. Fr Frohes Sehnen nach der Ewigktt Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich 993 ott Lob, ein Schuit 8„ zur Ewigkeit Iſ dber mals vollendet! Zu dir im Forgn dieſer Zeit Mein Herz ſich ſehnit wendet, O Quell, daraus mein e ben fleußt Und alle Gnade ſ 3 geußt In meine Seel zum L 4 2. Ich zähle Stunden, Dag me Jahr, Und wird mir allzu lange, 3 3, Vo Nein He in mir ij o mit dir ich in dir allhier W 4,9, Ich zähl ch mir d Sterben ner Herrl hat ſich! gürtet. 5. Und auch ſelbſ d ſ 4 4 A 5 dald, ach de ruft u Die rechte vohl ich n ih mit§6 nen heiße ichte mein — ben, wie ihin lvon.= we, Me ſc von f dern valn 1 durch nung, Han n Bald— ill bri iſ vil aen angeleg ui dn 1 4 geben. 44 644— ie Grlöſung i „Gefaßt Ammuls⸗Reie, iich, nag urxer gei,Rit Iin Goiſt afreut Aui mm 4 Weiſe. Werd ig h ſchwebe ihm lehen ine ich, t Nach sgeſtandna d 25. J⸗aht in dm und 1 chts Wett m „alle R tt mu en ſih 3 Hiermit b⸗ ließ ich nein r Herr J Auimm di 8a n In deiſt ten Hand d Jubiling: unphintt ſim ben A anmehr nen a geben. ☛☚ 1Frohes=nen ucnt tieſer Nath tü . 2 4 OQO ott Loh u 99—* aar bn mals Jeet Zudtnt dieſer A ſein hai wendet, el drubr e ben flch— ond all Ci ne Sedlin le Studa nd nirtli⸗ denn dewen es erſcheine, daß ich gar, O Leben, dich umfange, Damit, was ſterblich iſt in mir, Verſchlungen werde ganz in dir Und ich unſterblich werde. 3. Vom Feuer deiner Liebe glüht Mein Herz, daß ſich entzündet, Was in mir iſt, und mein Gemüth Sich ſo mit dir verbindet, Daß du in mir und ich in dir, Und ich doch immer noch allhier Will näher in dich dringen. 4, O, daß du ſelber kämeſt bald! Ich zähl die Augenblicke: Ach, komm, eh mir das Herz erkalt Und ſich zum Sterben ſchicke! Komm doch in dei⸗ ner Herrlichkeit; Schau, deine Braut hat ſich bereit, Die Lenden ſind um⸗ gürtet. 5. Und wenn das Oel des Geiſtes ja In mir iſt ausgegoſſen, Du mir auch ſelbſt von innen nah Und ich in dir zerfloſſen*), So leuchtet mir des Lebens Licht Und meine Lamp iſt an⸗ gericht, Dich fröhlich zu empfangen. 6. Komm! iſt die Stimme deiner Braut, Komm! rufet deine Fromme; Sie ruft und ſchreiet überlaut: Komm bald, ach, Jeſu, komme! So komme denn, mein Bräutigam! Du kenneſt mich, o Gottes⸗Lamm, Daß ich dir bin vertrauet. 7. Doch ſei dir ganz anheimgeſtellt 8 Die rechte Zeit und Stunde, Wie⸗ wohl ich weiß, daß dirs gefällt, Daß ich mit Herz und Munde Dich kom⸗ men heiße und darauf Von nun an richte meinen Lauf, Daß ich dir komm entgegen. 1 8. Ich bin vergnügt, daß mich Nichts kann Von deiner Liebe tren⸗ nen, Und daß ich frei vor Jedermann Dich darf den Bräutgam nennen, Und du, o theurer Lebens⸗Fürſt, Dich doch mit mir vermählen wirſt Und mir dein Erbe ſchenken. 9. Drum preis ich dich aus Dankbar⸗ keit, Daß ſich der Lauf geendet Und alſo auch von dieſer Zeit Ein Schritt *) d. i. aus einem harten, ein erweichtes, in brünſtiger Andacht und Thränen zerfloſſe⸗ nes Herz worden. Vom Tod und Sterben. nochmals vollendet, Und ſchreite hur⸗ tig weiter fort, Bis ich gelange an die Pfort Jeruſalems dort oben. 10. Wenn auch die Hände läßig ſind Und meine Knie wanken, So biet mir deine Hand geſchwind In meines Glaubens Schranken, Damit durch deine Kraft mein Herz Sich ſtärke und ich Himmelwärts Ohn Un⸗ terlaß aufſteige. 11. Geh, Seele, friſch im Glauben dran Und ſei nur unerſchrocken; Laß dich nicht von der rechten Bahn Die Luſt der Welt ablocken! So dir der Lauf zu langſam deucht, So eile, wie ein Adler fleugt, Mit Flügeln ſüßer Liebe. 12. O Jeſu, meine Seele iſt Zu dir ſchon aufgeflogen; Du haſt, weil du voll Liebe biſt, Mich ganz zu dir ge⸗ zogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit! Ich bin ſchon in der Ewig⸗ keit, Weil ich in Jeſu lebe. A. Herm. Franke, g. 1663, ſt. 1727. Jeſus unſer letztes Wort. In eigener Melodie. 0 ott Lob, es geht nun⸗ 9 94. mehr zum Ende, Das meiſte Schrecken iſt vollbracht: Mein Jeſus reicht mir ſchon die Hände, Mein geſus, der mich ſelig macht! Drum laßt mich gehn, ich reiſe fort: Mein Jeſus iſt mein letztes Wort. 2. Was fragt ihr viel nach mei⸗ nem Glauben? Ich glaube, daß mich Jeſus liebt. Kein Tod ſoll mir die Freude rauben, Wenn Jeſus Troſt und Leben gibt. Ich fahre wohl und weiß den Ort, Denn Jeſus bleibt mein letztes Wort. 3. Die Hoffnung hat mich nie be⸗ trogen; Ich bin auf ſeinen Tod ge⸗ tauft: Da hab ich Jeſum angezogen, Da hat er mich vom Tod erkauft; Drum Jeſus bleibt mein Heil und Hort, Sein Name ſei mein letztes Wort. 4. Wiewohl die Sünde will mich kränken, Wer iſt, der ohne Tadel lebt? Allein, ich darf an Jeſum denken, Der mich in ſeinen Tod 600 begräbt: So komm ich an des Le⸗ bens Pfort, Und Jeſus iſt mein letz⸗ tes Wort. 5. Mein Jeſus hat den Tod be⸗ zwungen, Als er am Kreuze ſelbſt verſchied: Da ward mein Tod zu⸗ gleich verſchlungen; Er iſt mein Haupt, ich bin ſein Glied. Was Jeſus hat, das hab ich dort, Drum ſei er auch mein letztes Wort. 6. Gedenkt mir nicht an eitle Sa⸗ chen, Der Höchſte ſorget für die Welt: Befehlt es ihm, er wirds wohl ma⸗ chen, Daß Licht und Recht den Platz behält. Gott wende Jammer, Liſt und Mord Durch Jeſum, als mein letztes Wort. 7. Nun freuet euch, es geht zum Ende: Mein Jeſus heißt der letzte Ruhm. Wie fröhlich klopf ich in die Hände! Wo bleibſt du doch, mein Eigenthum?? Ach Jeſu, Jeſu! ſei mein Wort: Nun ſchweig ich ſtill und fahre fort. M. Chr. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. Die Himmelsbegierige Seele. ute Nacht, ihr eitlen 995. G reuden, Die ihr wäh⸗ ret kurze Zeit; Ich will nun von euch abſche den; In die Himmels⸗Ewigkeit Will ich meine Wohnung ſetzen, Da kein Sturm mich kann verletzen. Ach, komme bald, Jeſu, Jeſu, Jeſu! Führe mich zur Engels⸗Ruh. 2. Was hab ich wohl hier zu hof⸗ fen? Nichts, als lauter Angſt und Plag, Wie michs hat auch ſchon be⸗ troffen Meine ganze Lebens⸗Tag; Ja, ich weiß von Kindes⸗Beinen Nichts, als nur von Angſt und Weinen. Ach, komme bald, Jeſu, Jeſu, Jeſu! Führe mich zur Engels⸗Ruh. 3. Ach, welch tauſend heiße Thrä⸗ nen Hat die Welt mir ausgepreßt, Ich muß mich nach Jeſu ſehnen, Der dort in der Engels⸗Veſt Mir wird ge⸗ ben nach Belieben Herzens⸗Luſt nach viel Betrüben. Ach komme bald ꝛc. 4. Schau ich an den Wolken⸗Bo⸗ gen, Die beſternte Himmelsbahn, So Vom Tod und Sterben. werd ich zu dir ekelt mich an; währen? Ach komme bald a, 5. Die von Angſt ermatte Se⸗ Suchet Jeſum ängſtiglich; Reiß ſe aus der Kerker⸗Höhle, Daß ſie l⸗ dir ewiglich Leb in reinen Enel⸗ Freuden Nach erfahrner Schnat und Leiden. Ach, komme hald. 6. Sollt ich mich allhier ergeze An der ſchnöden Erden⸗Pracht, Ah wie bald würd ich verſcherzen ie ſum, der hält gute Wacht, 3u kein Unfall mich berühre, Gete Gnad ich nicht verliere. Ach, kann bald ꝛc. 7. Bin ich von der Welt verte ſen, Jeſus nimmt ſich meine Ja, die Meinen ſelbſt mich Ach, was hab ich doch gethan, d ich von der Engel⸗Straßen Bi⸗ wichen allermaßen? bald ꝛc. gezogen, Dieſe Gn 3 9), wann wirſt d mich erhören, Jeſu, meiner Bitt g⸗ Ach wm 8. Soll ich denn noch läne⸗ ben Hier in dieſer argen Wal ſ ſo wird mir Jeſus geben Hü,mn Troſt, wenns ihm gefällt, Bin mir nach vielem Sehnen Widie wiſchen meine Thränen. Ach, om bald ꝛc. 9. Nun, ich will mit Freuden r gen, Was mir Jeſus aufferlegt, d- ſhon alle Unglücks⸗Plagen Un i Angſt⸗Sturm auf mich ſchit Liſt und Neid auch auf mich h Will mich doch mein Jeſus ſhüh Ach, komme bald ec. 10. Nichts ſoll auf der Walt n ſchrecken, Denn men yehe ſeit f bei. Jeſus will mich ewig de 3 Jeſu trau ich ohne Scheu. d Gott iſt mein Gott und Leben, D mir Gott in Gott wird geben. W⸗ komme bald ꝛc. nun n Sterben Und muß Abſchièd ſe men hier, So werd ich erben, Welcher ſorget für d Mich zu bringen zu den F mich lihn 4 3 nit Ach, kon 12. 2 Das be wud die Angſt de ſal Wol himmliſc 13. G Welt, o mir nun wohnen N 8 Peſte, C uch bald ſchon— JUnglücks⸗Per „ Angſ= un af „Liſt ſeTteid auch uf 4 Gott— mir i⸗ 4 d Sterx alnd uuh ¹ dir g= Freu und — ich von dn ſen,— nimmt ſih Ja,— einen ſeht m Ac,= hab ith dah ermaßen! .8. Slith den uit den= er deeer win ſo w ar Jeius ga Troſſm ms ihn giit mir= vielem ehn wiſch ine Thriänen. ald. 9. u ich wil mig (mir Jeſus un Will rü doch men u Ach, 2e bald r. 1: ts ſoll ufn. ſchret Denn men i bei.— 3 will mit⸗ Jeſu— ich ohm d d vein Got wi en Gott vid komn IdäA. 1 nt 8 n 1 9 t Engel⸗Sne Vom Tod und Sterben. Da mich Jeſus ſelbſt wird weiden. Ach, komme bald ꝛc. 12. Alſo will ich freudig ſchließen Das bedrängte Leben hier, Jeſus wud die Noth verſüßen Und nach Angſt dort ewig mir Auf die Trüb⸗ ſal Wolluſt geben, Engels⸗Wonne, himmliſch Leben. Ach komme bald ꝛc. 13. Gute Nacht, du eitles Weſen! Welt, o du Verführerin! Ich hab mir nun auserleſen, Da die Engel wohnen in, Die beſternte Himmels⸗ Veſte, Gute Nacht, ihr Erden⸗Gäſte! Ach, komme balb ꝛc. 14. Jeſu, ſchau, ich komm gegan⸗ gen, Jeſu, nimm auf, der dich liebt; Jeſu, Jeſu, mein Verlangen! Jeſu, troſte, die betrübt! Jeſum, Jeſum ich ererbe, Weil ich auf ihn leb und ſterbe. Ach komme bald ꝛc. 15. Ich genieße ſchon dein Lei⸗ den, Ach Gott, was für Freud hab ich! Welt ade! Es geht zum Schei⸗ den, Jeſum küß ich, der da mich Hat in ſeinen Schooß genommen, Welt und Teufel muß verſtummen. Ach, Freud, ach, mein Jeſu, Jeſu, Jeſu! Nun bin ich in der Engels⸗ Ruh. J. H. v. Hippen, g. 1656. Abſchied von allem Eitlem. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht. 996 Gute Nacht, ihr Eitel⸗ 4. keiten, Gute Nacht, du falſche Welt, Die du mir zu manchen Zeiten So gefährlich nachgeſtellt! Gute Nacht, ihr meine Lieben! Die⸗ ſes iſt nunmehr ein Tag, Da ſich endet alle Plag, Alles Sorgen und Betrüben, Da durch einen ſanften Tod Meine Seele kommt zu Gott. 2. Freu dich nun, o meine Seele! Freue dich, mein werther Geiſt, Weil aus dieſer Sünden⸗Höhle Dich dein Jeſus ſelber reißt; Freuet euch nun⸗ mehr, ihr Glieder! Sehet da die ſtolze Ruh, Wo ihr jetzo eilet zu, Bis ihr endlich werdet wieder Aus der kühlen Erde gehn Und vor eurem Schöpfer ſtehn. 601 3. Heute hab ich überwunden Manchen Jammer, manche Qual, Heute hab ich wiederfunden Den beſternten Himmels⸗Saal. Geht nun, ihr verdammten Geiſter, Hin in eur gerechtes Weh! Du, o Jeſu, bei mir ſteh, Der, als meiner Seelen Mei⸗ ſter, Mich von aller Miſſethat Durch ſein Blut gewaſchen hat. 4. Herrlich werd ich jetzo prangen Vor des großen Gottes Thron, Weil mich Jeſus will umfangen Mit der edlen Ehren⸗Kron; Prächtig werd ich jetzo glänzen Dort im ſeidnen weißen Kleid, So da voll Gerechtig⸗ keit, Durch die grünen Himmels⸗ Grenzen, Wo das Manna wird ge⸗ ſpeiſt Und des Lebens⸗Brunnen fleußt. 5. Ach, mein Gott, in was für Freuden, In was Frieden, Ehr und Ruhm Wud ſich meine Seele wei⸗ den Mit der ſüßen Sarons⸗Blum! Lauter Lachen, Laben, Lieben Wird bei denen insgemein Dort in voller Menge ſein, So ins Lebens⸗Buch geſchrieben; Da wird unſer Augen⸗ Licht Sehen Gottes Angeſicht. 6. Und was will ich weiter hoffen? Seh ich doch in ſeiner Zier Schon den hellen Himmel offen Und die goldne Gnaden⸗Thür; Siehe da den Engel⸗Wagen; Meine Seele, der dich will Hin zu deinem Lebens⸗Ziel, Zu dem Herren Jeſu tragen; So vollend ich meinen Lauf: Du, mein Jeſu nimm mich auf. Joh. Heinr. v. Hippe, g. 1656. Freudiger Abſchied der Kinder. Mel. Einen guten Kampf hab ich. 997 Gute Nacht, mein Fleiſch 4 und Blut! Eltern, Freund und Lieben! Die ihr kläglich um mich thut, Mäßigt das Betrü⸗ ben: Scharrt mich doch mit Willen ein, Tauſend Angſt und Strafen Hier in meinem Kämmerlein Selig zu verſchlafen. 602 2. Seht und hört und greift ihr nicht, Was von allen Seiten Für Gefahr und Noth einbricht? Ach, der böſen Zeiten! In die Kirch, ins Land und Haus Folgt ein Weh dem andern; Ich bin froh, daß ich her⸗ aus Kann zum Frieden wandern. 3. Sind nicht liebe Kinderlein Ihrer Eltern Schätze? Ei, ſo grabt mich ſicher ein, Daß mich nichts ver⸗ letze. Mit der Welt iſts doch ge⸗ than, Sie kann fort nicht ſtehen; Sterbe, was da ſterben kann, Der Angſt giu entgehen! 4. Nun ich geh voraus zur Ruh, Frei von allem Jammer; Schließet feſt die Thüre zu Dieſer meiner Kam⸗ mer, Daß mich wecke kein Geſchrei, Jeſu, als das deine, Wenn die Nacht wird ſein vorbei, Daß ich nicht mehr weine. 5. Unterdeß ſei eben er Euer Troſt, ihr Lieben, Bis auch ihr euch legt anher, Auf ſo viel Betrüben Aus⸗ zuſchlafen und erwacht, Los von allen Sorgen: Mir wünſcht auf die gute Nacht Einen guten Morgen. M. Carl Ortlob, g. 1628, ſt. 1678. Abſchied eines Chriſten. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. ( ute Nacht, wir müſ⸗ 9 9 8. G ſen ſcheiden, Liebſten Freunde, weinet nicht, Obgleich Schei⸗ den bringet Leiden; Denkt, wie mir ſo wohl geſchicht; Ich bin aller Trüb⸗ ſal los, Ruhe ſanft in Jeſu Schooß; Ueber Sterne, Wind und Sonne Schwebt mein Geiſt in höchſter Wonne. 2. Meine Seele jubiliret In der größten Herrlichkeit, Wo mein Jeſus triumphiret: Ich prang in dem wei⸗ ßen Kleid Bei des Lammes Abend⸗ mahl, In dem blauen Sternenſaal, Wo die Auserwählten ſitzen Auf den hohen Himmels⸗Spitzen. 3. Wo die Schaar der Seraphinen Das Triumpblied ſtimmet an, Kann ich meinem Heiland dienen, Schwin⸗ Vom Tod und Sterben. gen auf die Sieges⸗Fahn; dreimal Heilig ſchallt, Iſt Tod nicht reuen, Gott und mich erfreuen. 4. Ihr ſollt bald mich wieer ſchauen In dem grünen Fredda Zelt, In den ſchönen Himmels⸗Aun Fahre hin, du falſche Welt! Fuhn hin, du Thränen⸗See! Tauſend, iu ſendmal Ade! Fahre hin, du Au Getümmel! Gott ſei Dank, ih im Himmel! 5. Mein Gott hat mich aufgenan⸗ men In die ewge Seligkeit, Föli aus viel Jammer kommen 3u n Ju . hg 1⁰ ſüßen Himmels⸗Freud, Zu der ſuhn Seelen⸗Luſt; Ich küß meines Bruſt; Ich kann ewiglich m Meinen Jeſum, mein Verla 6. Mein Erlöſer mich exrht 7 Jeſus Chriſtus, Gottes Sohn, it der Himmels⸗Pracht, Hunderttatt gute Nacht! Mein Herzliebſtit mir geben Ewge Leben. Chriſtliche Sterbens⸗Gedante Mel. Herzlich thut mich ean err Chriſt, wennichle 999. vrnkebene und ſchwer, Von Herzen in rit kränke Und bin betrübet ſehr, Cd mir im ganzen Leben Der Tauſiln die Welt, Mein eigen Fleiſch dii ben Ganz grimmiglich nachſtelt 2. Wie muß ich mich doch quäle. So lang ich allhier bleib, Jeht in ſich Angſt der Seelen, Gat Pn ſiech mein Leib; Viel Unglüct li ſich finden, Bis mich der 3 Wegreißt im Hui geſchwinde, weiß, wann, wo und wie? 3. Doch will ich dieß. b O mein Herr Jeſu Chriſt! Pems nur möcht betrachten Zu meinen 6 ten Friſt Dein Garten⸗Angſt 9 Schmerzen, Dazu dein Schwe iie 3 — — Wo do 4 nunme mein Aufenthalt; Laßt euch und Gna Noth, Daß guicket we 4. Dru Alsdann bei mir w brechen Un fhmachtet, Vernunft (hriſt, ſo ich Zittern „ nicht kränk wein! 4 . 4 1R6 et ießen 3 berth, Der 8 Den Tod allie b nicht achte woll mſſon Viſſen 3 3 7 11 5 Und ehelden, T 55 ſf uſte höchſt tene och ni na falte Zetünd= Jäbm hi, d Getün— 5 2 8 nen 4=ae dan 3 mmer konnne ,E nn — 1 n ru iſt;=Ann dan 6 Meinen=Im, mein An 6. †. Erlſer nich a Jeſus nt, ats 3 aunmeht aufgeſezet d prochet rm⸗KArmn. 4 der Lracht, unde zute N Meiin n nir 1—— Grge Fteld 45 Leden Cheen,n Mel. ach thut mich delen 999 zerr Chrit wn denke Menh und · Von darni ränke 1==n betribet ſh nir im= ndan die SAS— in eigen glit den Ga migiih 14 2. W 11 8 So une hat— ich Ang Sealn r 4 iech 1 b. Wl 9 ich fi 15 nich d d Weareiß* Hul V . und w 8 d l ichde ritt mein=— Jeiu ort sur md racht en aum en Fri— Garen Schmers an den en Vom Tod und Sterben. Noth, Daß ich dadurch im Herzen Er⸗ quicket werd im Tod. 4. Drum wenn ich werde zittern Alsdann und zagen ſehr, Weil ſi bei mir wird wittern Der Tod mit ſeinem Speer; Daß mir mein Augen brechen Und abnimmt mein Gehör, Der Mund nicht mehr kann ſprechen uUnd mir mein Leib wird ſchwer; 5. Wenns Herz auch lechzt und ſchmachtet, Weil ihm all Kruft ent⸗ Peht. Auf dieſer Welt Nichts achtet, Vernunft auch nicht verſteht: Herr Chriſt, ſo laß mich denken Ans kläg⸗ lich Zittern dein, Laß mich zu ſehr nicht kränken Die Todes⸗ Pchmreehn mein! 6. Ach, wenn mich will erſchrecken Der Teufel mit der Sünd, Das Gwiſſen will aufwecken, Mir Got⸗ tes Zorn verkündt, Daß ich anfang u weinen, Vergieß viel Zähren heiß, nd mir vor großem Leide Ausbricht der kalte Schweiß: 3 7. So komm, Herr Jeſu Chriſte, dn j ſolchem ſchweren treit, Mit deinem Geiſt mich rüſte, Mach mich der Sünd befreit, Daß ich ja mög genießen Deines Blut⸗Schweißes werth, Den du thäteſt vergießen Mit Thränen hier auf Erd. 8. Und wenns nun kommt zum Scheiden, Daß mich würget der Tod, Welchs iſt das letzte Leiden Und unſre höchſte Noth: So hilf durch deine Güte, Daß ich nicht irre werd, Vor Läſtern mich behüte Und aller Ungeberd. 9 Hilf, daß ich mich ergebe Dir, o mein Herr und Gott, Dir ſterbe und doch lebe Auch mitten in dem Tod Und alſo, Herr, geſchwinde, Kraft deiner Todes⸗ Pein, Den Tod d auch überwinde Und ſäuberlich ſchlaf ein. 10. Herr, treib auch du den Dra chen Und alle Höllen⸗Schaar, Die mich mit ihrem Rachen Verſchlingen wollen gar; Dein Engel wollſt du ſenden, Die ſich als Diener dein Zu meiner Seele wenden Und dir ſie bringen heim. —— æBBBᷓ́Nᷓ——õ—— ch in Händen dein Wolleſt, 603 11. Dem Leib laß in der Erden, Als im Schlaf⸗Kämmerlein, Sein Ruh in Frieden werden; Die Seel o Herr, bewahren Bis an das jüngſt Gericht, Da wir lebendig fahren, Herr, vor dein Augeſicht. 12. Daſelbſten zu vernehmen, Das letzte Urtheil den Daß ſich die Bö⸗ ſen ſchämen, Die Frommen fröhlich ſein, Weil du jene wirſt bringen In höllſchen Feuers Pein Und uns in vollem Springen In Himmel führen ein, M. Böhme, g. 1557, ſt. 1622. In Sterbens⸗Läuften wider des Todes Grauen. 1000. Hemchent dein Gwalt geht über Jung und Alt, Davor laß uns nicht grauen; Beweiſt ſich bald, macht ſchwach und urzeflan Worauf die Menſchen trauen! Auf eine Stund verbleicht Geſicht und Mund, Du kannſt bald Alles ſtillen: Und ob das Leben mir vergeht, So gſchiehts nach dei⸗ nem Willen. 2. Herr, ſo dein Hand wird über uns gewandt Durch väterlich Heim⸗ ſuchen, So gib zu Hand, daß uns ſolchs werd bekannt Und nicht da⸗ wider fluchen; Gib Kraft, allein den guten Willen dein Geduldiglich zu tragen, Daß leiblich Schmerz und Blödigkeit Uns von dir nicht abjagen. 3. Herr, hab Geduld, richt nicht nach unſrer Schuld, Wir müſſen ſonſt verderben; Sei uns nur huld um Jeſu Chriſt Unſchuld, Durch den wir dein Reich erben; Denn deine Kraf ſolchs Alles in uns ſchafft, Daß wir hier nicht verzagen, In Todes⸗ Noth laß uns dir, Gott, Durch Jeſum Chriſt behagen. M. E. Der 90. Pfſalm. Mel. Herr Jeſu Chriſt, ich weiß. 1001. FiLaniweg 60⁴ flucht deiner Heerde. Du biſt gewe⸗ ſen, eh allhier Gelegt der Grund zur Erde; Und da noch kein Berg war bereit, Da warſt du in der Ewigkeit, O Anfang aller Dinge! 2. Du läßt die Menſchen in das Thor Des Todes häufig wandern Und ſprichſt: Kommt wieder, Men⸗ ſchen, vor Und folget jenen andern; Denn dir ſind, Höchſter, tauſend Jahr Als wie Ein Tag, der geſtern war Und nunmehr iſt vergangen. 3. Du läßt das ſchnöde Men⸗ ſchen⸗Heer Wie einen Strom zerflie⸗ ßen, Und wie die Schifflein auf dem Meer Bei gutem Wind hinſchießen: Gleichwie ein Schlaf und Traum bei Nacht, Der, wenn der Menſch vom Schlaf erwacht, Entfallen und vergeſſen. 4. Wir ſind ein Kraut, das bald verdorrt, Ein Gras, das jetzt aufge⸗ het, Wird aber ſchnell von ſeinem Ort Entführet und verwehet. So iſt ein Menſch; heut blühet er Und morgen, wenn ihn ohngefähr Ein Wind rührt, liegt er nieder. 5. Das macht, Herr, deines Zornes Grimm, Daß wir ſo bald verſchwin⸗ den; Dein Eifer ſtößt und wirft uns üm Von wegen unſrer Sünden: Die Sünden ſtelleſt du vor dich, Davon brennt und entrüſtet ſich Dein all⸗ zeit reines Herze. 6. Dieß iſt das Feuer, das ver⸗ zehrt Das Mark in allen Beinen. Daher kommts, daß der Tod verzehrt Die Großen und die Kleinen; Drum fahren unſre Tage hin Wie ein Ge⸗ ſchwätze durch den Sinn, wenn wir die Zeit vertreiben. 7. Wie lang hält doch dieß Leben aus? Gar ſelten ſiebzig Jahre: Wenns hoch kommt, werden achtzig draus, Und wenn man alle Waare, Die hier gewonnen, nimmt zu Hauf, Iſts lauter Müh von Jugend auf Und lauter Angſt geweſen. .8. Wir rennen, laufen, ſorgen viel Und eh wir uns verſehen, Da kommt der Tod, ſteckt uns das Ziel Vom Tod und Sterben. Und da iſts denn geſchehen, B 3. Hi fliehen eilend und behend Uim lernen, M doch Niemand, der ſein End iiehn, Mie Gottes Zorn bedenke. nen Und 9. Lehr uns bedenken, ſrum nühn: T Gott, Das Elend dieſer Erden, u veſt. Wa daß wir, wenn wir an den Tat ſet. denken, klüger werden. Ach,. 4 Jch wieder, kehr uns zu dein Angzt katten, A und ſteh in Ruh Mit deirn ie dun let Knechten! acten, der 10. Erfüll uns früh mit den 8o wird n Gnad An Leib und an der Sin Und auch So wollen wir dir früh unde 5. Nei Dein Lob und Dank erzühlen dben, D freu uns, o du höchſte Frauz ii und Theil gib uns wieder gute Zeit ſate ehoben, viel böſen Tagen. 9 11. Bisher hats lauter Kag ih ſchneit, Laß uns die Sonne ſcheitt Beſcher uns Freude nach denth 6. W. Und Lachen nach dem Wein, t faben, c deiner Werke ſüßen Schein in Und aſo k deinen Knechten kundbar ſinte Wem mir dein Ehr ihren Kindern. len End 12. Bleib unſer Gott un ten Am du, Freund, Halt uns auf feſtentz Dein Und wenn wir etwa irrig ſin e ſinämn 2 gib, daß ſich mit Buße de e in Bid. wieder zu dir wend; Auch fin ilen, das Thun unſrer Händ Un ſt dm. willt unſre Werke! anniſchaft 305, 1 di keine S aul Gerhard, g. 1606,K i belne S 1 4 Ei, 5 7 dlunden, Pſ. 39, v. 5. Sir. 4, v. 9 ngs-Tag. atbunden, Mel. Wer nur den lieben Gott 1002 err Gott, duem en mag;? 2 8 meine ui ſiehſt, daß ich, dein ſchwachs We Den Schatz in ſolchen Schalen 1 1 Die irdiſch und zerbrechli ub Drum mache du mnich allzet Sterben fertig und bereit hun 2. Laß mich nach der Gin ſtreben, Daß du mir haſt— beſtimmt, Und daß nein ung jelleicht gar bald en hrn ſull ich Teban 9 5 ct ge du mich 3 vird dein Schluß, das ich einmal von hinof muß. — 3. Hier hab ich lebenslang zu Gotz. Aand, da ſu lernen, Mich von der Sünde ülhi m bedenk, ziehn, Mich von der Erde zu entfer Gon= uns han nen Und um den Himmel zu be⸗ it— Elen deſn mühn: Dieweil der Tod allein be⸗ — venn ui m weiſt, Was Chriſtenthum und Glaube üger vamn heißt. hi uns w b 1— und an us A trachten, Allwo ich ewig bleiben kann; Kned 1 „10 full 8 achten, den ſeh ich als mein eigen an, viel Tagen. gehoben, Dort iſt das mir verſprochne Heil; Die Welt⸗Luſt iſt mir viel zu — fon e ats un ſchlecht, Im Himmel iſt mein Bür⸗ d nnn der. ehe an ſo will ich täglich 9—= wuut im I ſterben, Ich lebe ſo, als lebt ich nicht; dans— e ſühm en Und alſo kann ich nicht verderben, deins, echen im Wenn mir der Tod die Augen bricht; dem e Ahra Kinden. Mein Ende kommt mir ſüßer für, 12— b unſer Gata Denn du, mein Jeſu lebſt in mir. reu alt uns af 7. Dein Bote kann mich nicht er⸗ Und= wir emam ſchrecken; Die Welt erſchrickt vor ſei⸗ gib, f aͤch mi dues nem Bild; Mir ſoll es lauter Luſt wiedt dir wen, erwecken, Weil du durch ihn mich das. unſeer Hin holen willt; Wo man mit ihm Be⸗ unſte m kel kanntſchaft hat, Da hat das Schrek⸗ uu Germn ken keine Statt. 85 Ei, kommt, ihy angenehmmen Stunden, Komm, eile, mein Erlö⸗ 51=. d Su ſungs⸗Tag! Da ich von aller Noth er ur a un entbunden, Zum Leben ſterbend drin⸗ Beſ 10 Jre gen mag; Da find ich in des Höchſten * man Hand Mein Eden und gelobtes Land. ſiehſt: dich, den ſte 9. Doch, Herr, dir will ich mich Den= in ſo ae ergeben, Dir, deſſen Eigenthum ich en— un an bin; Du, liebſter Jeſu, biſt mein Le⸗ die 1 ſn ben Und Sterben bleibet mein Ge⸗ Druſe e dn winn: Ich lebe dir, ich ſterbe dir Ster m riig in v Sei du nur mein, ſo gnüget mir. 2. nich mhit 10. Willſt du mich länger leben „ſtreh aß du me laſſen, So geb ich mich geduldig drein; fbeſtit Und daß nn Und ſoll ich heute noch erblaſſen, So Lebei leicht gar i wird dein Schluß mein Wille ſein: nimm a, ken 4 Wer deinen Rath erkennt und ehrt, Sch aß ih imn Der iſt zum Himmelreich gelehrt. 1 muß. —ꝭ—ʒ—ʒ˖ʒQ—˖—Q———x—x—x—VO—C—C—ꝭQO—QCQ—Q—OC—Q—C—CQ—CꝑCQC—CC—-— Und, 5 Vom Tod und Sterben. 605 11. Laß dich, mich und die Welt erkennen! Dich, daß du mir mein ⸗ Alles biſt: Mich, daß ich Staub und Nichts zu nennen; Die Welt, daß ſie mein Kerker iſt. Wer dich, ſich und die Welt erkennt, Der macht ein richtig Teſtament. L. R. Senft v. Pilſach, g. 1681, ſt. 1718. Vorſtellung der letzten Todes⸗ Zeichen. In eigener Melodie. 1003 Ben, ich denk an jene 2. Zeit, Wenn ich die⸗ ſem Pilger⸗Leben, Wegen dieſer Sterb⸗ lichkeit, Gute Nacht muß geben, Wenn ich werd auf dein Gebot Durch den Tod Alles von mir geben. 2. Was für Höllen⸗Angſt und Qual, Was für Noth und großes Schrecken, Leid und Trauer ohne Zahl Wird ſich dann erwecken? Satan, du wirſt immerzu Ohne Ruh Meine Sünd aufdecken. 3. Meine Füße werden Eis; Bei den harten Herzens⸗Schlägen Schwitz ich kalten Todes⸗Schweiß, Alles will ſich legen. Meiner welken Zunge Band Iſt geſpannt Und kann ſich nicht regen. 4. Mein verfallnes Angeſicht Und die faſt erſtarrten Sinnen, Mein ge⸗ brochnes Augen⸗Licht Eilen ſchon von hinnen; Alles wird mir wegge⸗ rafft, Geiſt und Kraft Will mir gar zerrinnen. 5. Dieſer Leib und dies Gebein, Ob ich noch ſo ängſtlich zage, Muß der Würmer Speiſe ſein Ueber we⸗ nig Tage; Alles wird der Schlangen Raub, Aſch, und Staub, Was ich an mir trage. 6. Jeſu, ſteh alsdann mir bei, Laß mich Armen nicht verderben; Mach von aller Angſt mich frei Durch dein Tod und Sterben; Tröſte mich durch deinen Geiſt, Der mich heißt Gottes Kind und Erben! 7. Hilf, daß ich das Pilger⸗Land Und dieß eitle Thun mög haſſen, Und mir recht den Himmels⸗Stand Zu Ge⸗ 1 — 606 müthe faſſen, Denn ich will mit Freud und Wonn Hier davon Und die Welt verlaſſen. M. Sim. Dach, g. 1605 ſt. 1659. Um ein ſeliges Ende bei ungewiſſer Art und Stunde des Todes. Mel. Wenn mein Stündlein. 100 4 Har eſu Chriſt, ich . weiß gar wohl, Daß ich einmal muß ſterben; Wann aber daß geſchehen ſoll Und wie ich werd verderben Dem Leibe nach, daß weiß ich nicht, Es ſteht allein in deinm Gericht: Du ſiehſt mein letztes Ende. 2. Und weil ich denn, als dir bewußt, Durch deines Geiſtes Gabe An dir allein die beſte Luſt in meinem Herzen habe, Gewißlich glaub, daß du allein Mich haſt von Sündn gewaſchen rein Und mir dein Reich erworben: 3. So bitt ich dich, Herr Jeſu Chriſt, Halt mich bei den Gedanken, Und laß mich ja zu keiner Friſt Von dieſer Meinung wanken, Sondern dabei verharren feſt, Bis daß die Seele den Leih verläßt, Wird in den Himmel fahren. 4. Kanns ſein, ſo gib durch deine Hand Mir ein vernünftig Ende, Daß ich mein Seel fein mit Verſtand Befehl in deine Hände, Und ſo im Glauben ſanft und froh Auf meinem Bettlein oder Stroh Aus dieſem Elend fahre. 5. Wo du mich aber in dem Feld, Durch Raub auf fremder Grenze, In Waſſers⸗Noth, Hitz oder Kält, Oder durch Peſtilenze Nach deinem Rath wollſt nehmen hin, So richt mich*), Herr nach meinem Sinn, Den ich im Leben führe. *) d. i. nach meinem Glauben, v. 2. 3. wenn ich ihn auch im Sterben nicht bezeugen kann. Andere ſin⸗ gen: und richt nicht, in Abſicht auf Pſ. 143, 2. Hiob 9, 2. 3. 6. Wo aber ich aus Schwach⸗ beit groß Mich nicht recht halten thäte, Ging etwa oder läge bloß Und unbeſcheiden redte, So laß michs, Vom Tod und Sterben. Herr, entgelten nicht, Weils gin mein Bewußt geſchicht Und m nicht kann beſinnen. 1 7. Ach Herr, gib mir in Todenn Ein ſäuberlich Geberde Und hif uh mir das Herze mein Fein ſanſt ain chen werde Und wie ein Lich übrig Weh, Auf dein unſchuddiga — 8 5* 58 vergeh, Das du für mich derguſe 8. Jedoch ich dich nicht lehren ni Noch dir mein End vorſchreiben, an dern dir allweg halten ſtill Bei dein 3 Wort zu bleiben Und glauben als ein Fürſt Des Lebens michehale wirſt, Ich ſterb gleich, wie iich a 9. Derhalben ich in men Mich dir will ganz ergeben, Dennſtt der Tod iſt mein Gewinn, Duakait mein Leben, Und wirſt mein Lat 6. De mich lab kung hab mir zu Höllen⸗G 7 Ddie Laß mir 8 ich nich der 8. Wel reden fre Herzen ſe den Him u gen werd jüngſten Tag Zum Leben auß 23 8 B. Ringwaldt, g. Zueignung des Leidens hit zum ſeligen Sterben N In bekannter Melodie. 1005. 9 Jeſu bhnd 11 Herrſ meins Lebens Licht, Min i mein Troſt, mein Zuverſicht a drückt mich ſehr der Sünden dit 2. 1 Reis Zu dir ins himmliſch Pnci⸗ Da iſt mein rechtes Vaterland, A an du dein Blut haſt gewamt, 3. Zur Reis iſt mir mein Hent matt, Der Leib gar wenig Kriſt i Allein mein Seele ſchreit in mir IM hol mich heim, nimm mich 3 4. Drum ſtärk mich dund Leiden dein Pein; Dein und erquick, Mach mi dein Band und Strick guts 5. Dein Backenſtreich und 5 friſch Der Sünden Snniimee abwiſch, Dein Hohn und. 13 dein Dornen⸗Kron Laß ſein ſ Ehre, Freud und Wonn. lut⸗Schweiß mih 3n meiner lezten däe 1 ch frei dune d 1531, det auf,; Whens Lau N⁸ 13. Am nd mit Gvig ſehen 1 — — un S Herr, t meinſ= 1 Anict ☚ b t. Ame⸗ er e nur d ſchen ☛ übrig vergeſt 8 9. r dern! d Wort t als ei a wirſt, . 9. „Mich r der T a mein a alle a lüngſt — — e meins 8 mein 1 Noch 1 — de uta it iben Und ga hin mn — gan eageden ein Gewinn a — Und wiſm = Das peß i Ringvadd,1 Iſeligen Strt ekannter Man AM D. — der V Feſt ans ücht, M 2= neein Zäueni 1 Erden n drückt 2 n ich nur an — iſehr der Sine Mab vor nir a . Reis 1m☛ ins hinnüſti *2—— matt, hol m. 4. —— n Pein; „ und t dein 5. dein friſch e Sünden bs ues „Chre, Da 611—, rechtes Vaunu an du fee Buut hat gun 9. 0. 4 ris iſt mi nii Aib gar venijäi Allein t— Seele ſcheiun m, uumm n m ſtätt nit a , Leiden= In meineln = SDur Sühe n NMad nih — umd Snik. Jatenſweihn m dein u — und Phn — Zum Lhem mg des Lüdrg Vom Tod und Sterden. 6. Dein Durſt und Gallen⸗Trank mich lab, Wenn ich ſonſt keine Stär⸗ kung hab; Dein Angſt⸗Geſchrei komm mir zu Gut, Bewahr mich vor der Höllen⸗Gluth. 7. Die heiligen fünf Wunden dein Laß mir rechte Fels⸗Locher ſein, Da⸗ rein ich flieg als eine Taub, Daß mich der hölliſch Weih*) nicht raub. 8. Wenn mein Mund nicht kann reden frei, Dein Geiſt in meinem Herzen ſchrei. Hilf, daß mein Seel den Himmel find, Wenn meine Au⸗ gen werden blind. 9. Dein letztes Wort laß ſein mein Licht, Wenn mir der Tod das Herze bricht. Behüte mich vor Un⸗ geberd, Wenn ich mein Haupt nun neigen werd. 10. Dein Kreuz laß ſein mein Wanderſtab, Mein Ruh und Raſt dein heilig Grab; Die reinen Grabe⸗ Tücher dein Laß meine Sterbe⸗Klei⸗ der ſein. 11. Laß mich durch deine Nägel⸗ Mal Erblicken meine Gnadenwahl; Durch deine aufgeſpaltne Seit Mein arme Seele heimgeleit. 12. Auf deinen Abſchied, Herr, ich trau, Darauf mein letzte Heimfahrt bau. Thu mir die Himmels⸗Thür weit auf, Wenn ich beſchließ meins Lebens Lauf. 13. Am jüngſten Tag erweck mein Leib, Hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, Daß mich nicht treffe dein Gericht, Welchs das erſchrecklich Ur⸗ theil ſpricht. 14. Alsdann mein Leib erneure ganz, Daß er leucht wie der Son⸗ nen Glanz Und ähnlich ſei deinm klaren Leib, Auch gleich den lieben Engeln bleib. 15. Wie werd ich dann ſo fröhlich ſein, Werd ſingen mit den Engelein Und mit der auserwählten Schaar Ewig ſehen dein Antlitz klar! Martin Böhm, g. 1557, ſt. 1622. *) d. i. Feind, der wie ein Raubvogel nah der Seele ſtehet. * 607 Um Chriſti Beiſtand im Tode. Joh. 8, v. 51. In bekannter Melodie. 1006 Hjerr Jeſu Chriſt, . wahr Menſch und Gott, Der du littſt Marter, Angſt und Spott, Für mich am Kreuz auch endlich ſtarbſt Und mir dein Vaters Huld erwarbſt: 2. Ich bitt durchs bittre Leiden dein, Du wollſt mir Sünder gnädig ſein, Wenn ich nun komm in Ster⸗ bens⸗Noth Und ringen werde mit dem Tod. 3. Wenn mir vergeht all mein Geſicht Und meine Ohren hören nicht, Wenn meine Zunge nicht mehr ſpricht Und mir vor Angſt mein Herz zer⸗ bricht. 3 4. Wenn mein Verſtand ſich nicht beſinnt Und mir all menſchlich Hilf zerrinnt: So komm, o Herr Chriſt, mir behend Zu Hilf an meinem letz⸗ ten End. 5. Und führ mich aus dem Jam⸗ merthal, Verkürz mir auch des To⸗ des Qual; Die böſen Geiſter von mir treib, Mit deinem Geiſt ſtets bei mir bleib. 6. Bis ſich die Seel vom Leib abwendt: So nimm ſie, Herr in deine Händ! Der Leib hab in der Erd ſein Ruh, Bis ſich der jüngſt Tag naht herzu. 7. Ein frohlich Auferſtehn ver⸗ leih, Am jüngſten Gericht mein Für⸗ ſprech ſei Und meiner Sünd nicht mehr gedenk, Aus Gnaden mir das Leben ſchenk. 8. Wie du haſt zugeſaget mir In deinem Wort, das trau ich dir: Für⸗ wahr, fürwahr, euch ſage ich, Wer mein Wort hält und glaubt an mich, 9. Der wird nicht kommen ins Gericht Und den Tod ewig ſchmecken nicht, Und ob er gleich hier zeitlich ſtirbt, Mit Nichten er drum gar verdirbt: 10. Sondern ich will mit ſtarker Hand Ihn reißen aus des Todes 608 Vom Tod und Sterben. Band Und zu mir nehmen in mein Reich: Da ſoll er dann mit mir zu⸗ gleich 11. In Freuden leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnädiglich! Ach, Herr, vergieb all unſre Schuld, Hilf, daß wir warten mit Geduld, 12. Bis unſer Stündlein kommt herbei, Auch unſer Glaub ſtets wacker ſei, Deinm Wort zu trauen feſtiglich, Bis wir einſchlafen ſeliglich! D. P. Eber, g. 1511, ſt. 1569. Simeons Schwanen⸗Geſang. Luc. 2, v. 29. In bekannter Melodie. 1 007 85 err, nun laß in Friede, * Lebensſatt und müde Deinen Diener fahren Zu den En⸗ gel⸗Schaaren Selig und im Stillen! Doch nach deinem Willen. 2. Gerne will ich ſterben Und den Himmel erben: Chriſtus mich gelei⸗ tet, Welchen Gott bereitet Zu dem Licht der Heiden, Das uns ſetzt in Freuden. 3. Hier hab ich geſtritten, Unge⸗ mach erlitten, Ritterlich gekämpfet, Manchen Feind gedämpfet, Glauben auch gehalten Richtig mit den Alten. 4. Thränen mußt ich laſſen, Wei⸗ nen ohne Maßen, Schwere Gänge laufen, Mit der Chriſten Haufen Ueber Sünde klagen, Kreuz und Trübſal tragen. 5. Nunmehr ſoll ſichs wenden, Kampf und Lauf ſich enden: Gott wird mich erlöſen Bald von allem Böſen; Es ſoll beſſer werden, Als es war auf Erden. 6. Frieden werd ich finden, Ledig ſein von Sünden Und auf allen Seiten Nicht mehr dürfen ſtreiten; Mich ſoll ganz umgeben Himmliſch Freuden⸗Leben. 7. Mir iſt beigeleget, Wo man Scepter träget, Eine ſchöne Krone Zum Genaden⸗Lohne: Da werd ich ergötzet Und zur Ruh geſetzet. 8. Mein Erlöſer lebet, Der mich ſelber hebet Aus des Todes Kamme Da liegt aller Jammer; Frößli ohne Schrecken Will er mich aufwein 9. Dieſer Leib ſoll gehen Und i Klarheit ſtehen, Wenn die Tohn werden Erſtehn von der Edn Chriſtum werd ich ſchauen, Dangi kann ich trauen. 10. Ihm nur willl ichſingen,Lobun Ehre bringen, Rühmen ſeine G Mit Seel und Gemüthe, Preiſen ſite Namen Ohn Aufhören! Amen David Böhme, g. 1605,.nh. Sehnſucht nach dem Tode. Mel. Jeſu, meines Lebens Lehe. 1008. Bigenn „. ſterben Und meinem Jeſu ſein; Denn da wenit mit ihm erben, Was mich ewi erfreun. Heil und Segen, Tuf Leben Wird er mir die Fülen Aller Kummer wird vergehn, Uu ich werde vor ihm ſtehn. 2. Komm, ach, komm, olia Sonne, Reiß mich aus dem Jan⸗ thal; Führe mich zu deiner An In den ſchönen Himmels⸗en Still, o. Jeſu, mein Verlangen in mich deine holden Wangen Sann deiner Herrlichkeit, Die den Vn dir bereit! 3. In der Welt und ihren dü Find ich immer wahre Ruh. A was die Menſchen haben, Aimme plötzlich ab und zu. Kraft undit macht, Leid und Freude, Shm und Ehre, Gold und Seide G und Unglück, Fried und Sm Wechſeln täglich in der Zeit 4. Und wie kann mir Re Schatten, Dunſt und Et 4 Dort iſt Ehre, Kraft und Aan Reichthum und Zufriedenheit. 4 ten wird das Herz in Allen Wnen was ihm kann gefallen; Dortennt die Luſt erfüll, So die ganze nicht ſtillt. 1 4 Auch des Geiſtes Bund Gaben Können in der Sterblat Und in! Niemals Wechſel aber, 1 Zunder Stückwer das Sche 6. 9 Führe, rechten F Schlöſſer kommen, men Alle 4 4 und weie 1r mneinemn ih ſchön Verla ungeachten 100, ſelgen En ſangen T Ic hab Lu liſen Wel euden: ſſu, meings üban 0* 6 Jrüüm ——— — — + 9 ſerben meint ſu ſein. Dand mit ih, an, Was ni erfreu L9 Aller: ner widd vant ich w„= or ihm h 2. nV ac hnn Som nich ausdm tdal; nich zu dm I[= chönen dma a Still, ſu, mein Palm . mich ð holden Vui 1 d— lchkeit, den e dir betn n 3. Welt ud in d Find mer vahm gu was anſchen habn „plötli— und zu. Kir t macht=— und Frudz [und[= Gold und dh und ſe ack, Frid m Wecht alich nm 4.[=iee kam un Schat Dunſt mi .Dort hre, Kf m Reicht* uind Zuſtantt ten mn Hetzin M was i— im gefälln de die La) ült, So deg. nicht ſi⸗ 5. 1n des Geitst Gaben— nen in 82 h Rühmen deine große Vom Tod und Sterben. Niemals meine Seele laben Ohne erni, Wechiel, Furcht und Streit; Dorten aber, 3 n, Von Zunder in mir finden, wenn die Sünden Keinen Wird das Stückwerk abgethan Und ſo geht an das Schauen an. 6. O mein Jeſu, gib mir Flügel, Führe, führe mich hinein, Wo die mrechten Freuden⸗Hügel Und die ſichern Schlöſſer ſein! Laß die liebe Stunde kommen, Da ich völlig werd entnom⸗ men Allem Jammer, der mich kränkt Und in tauſend Schmerzen ſenkt. 7. Nun ich warte mit Verlangen Auf den ſüßen Augenblick, Wenn du kommſt, mich zu umfangen, Komm und weiche nicht zurück. Komm zu meinem Heil und Frommen, Komm, ich heiße dich willkommen. Komm, ach, komm, mein Bräutigam! Komm, o theures Gottes⸗Lamm! 8. O, wie ſoll dann mein Ge⸗ müthe Ohne Miſſethat und Schuld Güte, Deine Treu und Menſchen⸗Huld! Denn wenn Alles wird wohl klingen, Will ich ſchön und lieblich ſingen: Heilig, Heilig, Heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geiſt! C L. Edtling, ſt. 1742. Verlangen nach dem Tode, ungeachtet deſſen, was wir ver⸗ laſſen. In bekannter Melodie. 1009 Berlich thut mich ver⸗ . dl. langen Nach einem ſelgen End, Weil ich hier bin um⸗ fangen Mit Trübſal und Elend. Ich hab Luſt, abzuſcheiden Von dieſer böſen Welt, Sehn mich nach ewgen Freuden: O Jeſu, komm nur bald! 2. Du haſt mich ja erlöſet Von Sünd, Tod, Teufl und Höll; Es hat dein Blut gekoſtet: Drauf ich mein Hoffnung ſtell Warum ſollt mir denn grauen Vorm Tod und höll⸗ ſchen Gſind? Weil ich auf dich thu bauen, Bin ich ein ſeligs Kind. 609 3. Wenn gleich ſüß iſt das Leben, Der Tod ſehr bitter mir, Will ich mich doch ergeben, Zu ſterben willig dir. Ich weiß ein beſſer Leben, Da meine Seel fährt hin, Deß freu ich mich gar eben: Sterben iſt mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden Von Würmern wird verzehrt, Doch auf⸗ erweckt ſoll werden Durch Chriſtum ſchön verklärt, Wird leuchten als die Sonne Und leben ohne Noth In Himmels⸗Freud und Wonne: Was ſchadt mir denn der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, Länger zu bleiben hier, Und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, Doch ich das gar nicht achte: Es währt ein kleine Zeit; Das Himmliſch ich betrachte, Das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun ſcheide Von meinen Freunden gut, Das mir und ihn bringt Leide, Doch tröſt mir meinen Muth, Daß wir in größern Freuden Zuſammen werden kommn Und bleiben unge⸗ ſchieden Im himmeliſchen Thron. (7. Ob ich gleich hinterlaſſe Be⸗ trübte Waiſelein, Der Noth mich über Maße Jammert im Herzen mein, Will ich doch gerne ſterben Und trauen meinem Gott: Er wird ſie wohl verſorgen, Retten aus aller Noth. 8. Was thut ihr ſo verzagen, Ihr armen Waiſelein? Sollt euch Gott Hilf verſagen, Der ſpeiſt die Raben klein? Frommer Wittwen und Waiſen Iſter der Vater treu: Trotz dem, der ſie beleidet! Das glaubt ohn alle Scheu.) 9. Geſegn euch Gott, der Herre, Ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzu ſehre Ueber den Abſchied mein; Beſtändig bleibt im Glauben, Wir werdn in kurzer Zeit Einander wie⸗ der ſchauen Dort in der Ewigkeit. 10. Nun will ich mich ganz wen⸗ den Zu dir, Herr Chriſt, allein: Gib mir ein ſeligs Ende, Send mir dein Engelein; Führ mich ins ewge Le⸗ ben, Das du erworben haſt Durch dein Leiden und Sterben Und blu⸗ tiges Verdienſt! 39 610 11. Hilf, daß ich ja nicht wanke Von dir, Herr Jeſu Chriſt, Den ſchwachen Glauben ſtärke In mir zu aller Friſt; Hilf ritterlich mir ringen, Dein Hand mich halte feſt, Daß ich mag fröhlich ſingen Das: Consuma- tum est. †)* Chr. Knoll, g. 1563, ſt. 1621. Tägliches Sterben. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 1010 ute mir und morgen D. dir! So hört man die Glocken klingen, Wenn wir die Ver⸗ ſtorbnen hier Auf den Gottes⸗Acker bringen. Der Begrabne ruft herfür: Heute mir und morgen dir! 2. Heute roth und morgen todt! Unſer Leben eilt auf Flügeln, Und wir habens täglich Noth, Daß wir uns an Andern ſpiegeln: Wie bald ißt man Aſchen⸗Brodt! Heute roth und morgen todt! 3. Eines folgt dem Andern nach, Niemand findet einen Bürgen, Und die Nucht, die Adam brach, Wird uns Alle noch erwürgen. Jeder findt dein Schlaf⸗Gemach: Einer folgt dem ndern nach. 4. Menſch, es iſt der alte Bund: Für den Tod iſt gar kein Mittel; Biſt du heute noch geſund, Denk an deinen Sterbe⸗Kittel. Morgen fällt, der heute ſtund: Menſch, es iſt der alte Bund! 5. Ach, wer weiß, wie nah mein Tod! Ich will ſterben, eh ich ſterbe: So wird mir die letzte Noth, Wenn ſie kommet, nicht ſo herbe. Rüſte mich dazu, mein Gott! Ach, wer weiß, wie nah mein Tod! 6. Selig, wer in Chriſto ſtirbt! Deſſen Tod wird mir zum Leben: Wer ſich um ſein Blut bewirbt, Kann den Geiſt getroſt aufgeben, Weil er alſo nicht verdirbt. Selig, wer in Chriſto ſtirbt! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. *) Oder: Dein Hand mich halt in Acht, Vom Tod und Sterben. Das lateiniſche Salve Jesn Chrbte welches an etlichen Orten zu Beſchluß bei den Vegribniſtn g ſungen wird, verdentſcht. In eigener Melodie. 1011. F⸗ 2 Chriſte Du in der Barmherzigkeit! Unſer Leben, Au dir ſchreien wir Ins Elend ver Kinder Evä. Zu dir ſeufzen wit Winſeln und Weinen In d Thränen⸗Thal, O darum, unſer⸗ ſprecher, Wend doch zu uns erbarmungsvollen Augen, ü Vollendung dieſes elenden Ahen⸗ Zeige dich uns als Jeſum, Dan h gelobten Sohn deines Vo Sohn Mariäl! Um Hilfe im Todes⸗Kamfft Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Letn 1 regen weder Hand noch Bein nn Mein Leben mit dem Tode ringt 2. Vernunft und alle Sin ſi matt, Meins Lebens bin ich ni und ſatt. Hören und Sehen iſ ie hin; Selig ſterben iſt mein Geuim .3. Darum, Herr Chriſte, zu mi eil, Vertreib des Teufels faug ſehr, Gleichwie ein Löw und giimn⸗ ger Bär.“ 4. Daß mich von deiner Leeb nih Leid; Laß mich doch in dem Rait dein Deinen geringſten Diener ſen 5. Ein feſten Glauben mir ber leih, Daß ich gerecht und eln ſi Erworben durch dein theures Buu Von Sünde, Tod und Höller Glu 6. Wenn nun mein Stünden kommt heran, Laß deine Engel in Daß ich mag fröhlich ſingen: Gott Lob es iſt vollbracht! 9 mich ſtahn Und führen aus dn 0 ſ. ſal und Hoffnung! Heil ſeidi du gnädiger, O du gütiger, Hitn . ₰☛ Wiürmelein im Angſt mein Herz im Leib zerſpemn Pfeil, Der jetzo um mich kill ſcheid Kein Anfechtung, Angſt on Jammer himmels 7. D dein, I Preiſe d Gwigkeit 4. Nur mein, Ih tern mei kämmerl begleiten in Himm zugleich! boffunng Mel. dn Wegtiügi 1 derden T deines Un Sohn 1.1 Um iin Tuntsgn Nel r Mel.= eſu Chriſt, mims 101 Sr leg i .— 4 lrn regen n, Hand voch e Angſt 1t— derz in Lel Mein 4.= mit den doe 2.— unft und all s matt, Kbens ii und ſat jren und dia hin; Sxerben iſt men 3. 1m☚n Herx(tiſt eil, W des duſt Pfeil,= jetzo un ni ſehr, Gtie ein uwm. ger Bä 4. N cch von dani ſcheid( 1 Anfechuung Leid: 1ich doch in dein Dn geringſte d 5.(ſſten Glaub leih, 1=ch gerecht m Erworb ucch den he Von S Tod und 6. Lon nun min ommt—, Laß din mich ſt— und fäha in D dugügt Vom Tod und Sterben. Jammerthal Mein arme Seel ins Himmels Saal, 7. Daß ich ſammt allen Heilgen dein, Im Chor der lieben Engelein, Preiſe deinen heilgen Namen In alle Ewigkeit. Amen! Mart. Moller, g. 1547, ſt. 1606. Zuruf an dem Grabe. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 101 3 Hierlieg ich armes Wür⸗ 12. melein Und ruh in meinm Schlaf⸗Kämmerlein. Mein Leib beſcheid ich dieſer Erd, Bis er widr auferwecket werd, Mein Seel befehl ich dir, Herr Chriſt, Die mit deinm Blut beſprenget iſt. 2. Du haſt mich gſchaffen und er⸗ löſt, Drum biſt du auch mein einger Troſt, Dir lebt und traute ich herz⸗ lich, Dir bin ich geſtorben ſeliglich; Drum kann ich keines Andern ſein, Denn dein allein, o Herr Gott mein! 3. Wenn dirs gefällt, ſokomm, Herr Chriſt! Du weißt wohl, wanns am beſten iſt; Ruf mir und weck mich fröh⸗ lich auf, Laß mich ſein bei dem ſelgen Hauf, Der dich wird ewig ſchauen an Und in dir Freud und Wonne han. 4. Nun gſegn euch Gott, der Herre, mein, Ihr lieben Brüdr und Schwe⸗ ſtern mein, Die mich in mein Schlaf⸗ Kämmerlein Aus Lieb habn helfn begleiten fein. Hilf, Gott, daß wir im Himmelreich Einander wieder ſehn zugleich! M. M. Hoffnungsvolle Ruhe in der Erde. Mel. Wenn mein Stündlein. 1 0 1 4 Be lieg ich in der Er⸗ 1* den Schooß, Davon ich bin genommen, Von Mutterleib ganz nackt und bloß Bin ich auf Er⸗ den kommen; Nackt und bloß fahr ich widr dahin, Der Tod iſt mein Nutz und Gewinn, Chriſtus, der Herr, mein Leben. 2. Gott hat mich gſchaffen zu ſeinm Bild, Mit ſeins Sohns Blut erlöſet, Mir mitgetheilt ſein Gnade 611 mild, Mich mit ſeinm Geiſt getröſtet, Ihm hab ich geglaubt und vertraut Und Hoffnung feſt auf ihn gebaut, Ihm bin ich ſelg geſtorben. 3. Ich blühte wie ein Roſe roth Auf einer grünen Auen; Als mit der Senſe kam der Tod, Ward ich ſchnell umge⸗ hauen, Lieg nun ganz unwerth und verlacht, Mein Ehre, Tugend und all Pracht Zeucht mit mir ganz von hinnen. 4. Hier lieg ich zwar der Würmer Speis, Muß faulen und vermodern; Doch gibt mein Glaub dem Herren Preis, Der mein Seel will abfordern; Er wird auch widr am jüngſten Tag, Nach ſeiner tröſtlichen Zuſag, Die Seel dem Leibe geben. 5. Ich weiß, daß Gott all meine Haar auf meinem Haupt gezählet, Dazu die Pein nnd Adern gar, Die Hoffnung mir nicht fehlet: Es wird der Keins verloren ſein, In dieſem meinem Fleiſch ganz rein Werd ich Gott ewig ſchauen. 6. Ich bin gelegt zu guter Ruh, Dank ſollns die Chriſten haben, Die es ebracht haben dazu, Daß ich fein bin egraben; Der Teufel thut mir mehr kein Leid, Mein Bett ganz herrlich iſt bereit Durch Chriſti Blut und Sterben. 7. Nun gſegn euch Gott, der Herre, mein, Ihr liebſten Freund auf Er⸗ den! Ihr ſollt gar nicht betrübet ſein, Daß ich entnommen werde. Wir werden in dem Himmelreich Einan⸗ der wieder ſehn zugleich, Das helf uns Chriſtus. Amen! Beſſer Leben im Tode gefunden. Hiob 7, v. 16—21. Mel. Gott des Himmels und der. 1015. Jseite Ene Leben, fahr dahin! Nur der Tod weiß mir zu geben, Was da labet Geiſt und Sinn. Wer das Sterben recht betracht, Gibt dem Leben gute Nacht. 2. Liebes Leben, deine Freuden Werden oft mit Angſt bedeckt, Wenn auf Luſt das größte Leiden, Herze⸗ 39* 6¹1² leid und Noth uns ſchreckt. Wer das Sterben recht betracht, Gibt ꝛc. 3. Nichts kann uns dies Leben ſchenken, Als was Ach und Jammer heißt; Thränen pflegen uns zu trän⸗ ken, Wenn uns Kummer gnug ge⸗ ſpeiſt. Wer das Sterben recht be⸗ tracht, Gibt ꝛc. 4. Will den Tod ich grauſam nennen, Weil er mit der Senſe ſchreckt? Nein, bei denen, die ihn ken⸗ nen, Hat er öfters Freud erweckt. Wer das Sterben recht betracht, Gibt ꝛc. 5. In dem Tode kann man fin⸗ den, Was ein rechtes Leben ſei, Da muß alles Ach verſchwinden, Da wird Freud und Leben neu. Wer das Sterben recht betracht, Gibt ꝛc. 6. Nur der Tod macht uns die Thüren Zu dem blauen Himmel auf, Wenn wir nicht mehr können führen Den betrübten Lebenslauf. Wer das Sterben recht betracht, Gibt ꝛc. 7. Drum bleibſt du, o Tod, mein Leben, Deiner ſcharfen Senſe Stahl Kann mir Nichts, als Freude geben. Ei, ſo ſag ich noch einmal: Wer das Sterben recht betracht, Gibt ꝛc. 8. Ich begehr nicht mehr zu leben Und mein Grab iſt ſchon gemacht; Darein will ich mich begeben, Schnö⸗ des Leben, gute Nacht! Sterben halt ich für Gewinn, Schnödes Leben, fahre hin! J. C. Werner. Pilgrimſchaft auf Erden. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1016 4½ bin ein Gaſt auf . Erden Und hab hier keinen Stand: Der Himmel ſoll mir werden: Da iſt mein Vaterland. Hier reis ich aus und abe, Dort in der ewgen Ruh Iſt Gottes Gnaden⸗Gabe, Die ſchleußt all Arbeit zu. 2. Was iſt mein ganzes Weſen Von meiner Jugend an, Als Müh und Noth geweſen? So lang ich den⸗ ken kann, Hab ich ſo manchen Mor⸗ gen, So manche liebe Nacht Mit Vom Tod und Sterben. Kummer und mit Sorgen dez Her zens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Manch harter Sturm erſchratt Blitz, Donner, Wind und Riega Hat mir manch Angſt erweckt; Var⸗ folgung, Haß und Neiden, Ob ich gleich nicht verſchuldt, Hab ich doh müſſen leiden Und tragen mit Ge⸗ uld. 4. So gings den lieben Alten, R Wegen deren Juß und Pfad Wir unsmt täglich halten, Wenns fehlt an au tem Rath: Wie mußte ſich deß ſchmiegen der Vater Abraham, di als ihm ſein Vergnügen Und reht Wohnſtatt kam. 5. Wie manche ſchwere Birde Trug Iſaac, ſein Sohn, Und Jacah deſſen Würde Stieg bis zum mels⸗Thron, Wie mußte er gen, In was für Weh und Schma In was für Noth und Zagen dut oft ſein armes Herz! 6. Die frommen heilgen Stz Die gingen fort und fort Und ähe⸗ ten mit Quälen Den erſt bewohne Ort; Sie zogen hin und wieder ſ Kreuz war immer groß, Bis daße Tod ſie nieder Legt in des Grales chooß. 7. Ich habe mich ergeben Ingi ches Glück und Leid: Was wil in beſſer leben, Als ſolche große Laut Es muß ja durchgedrungen, Es mut gelitten ſein: Wer nicht hat wohlige rungen, Geht nicht zur Freude ein. 8. So will ich zwar nun trelen Mein Leben durch die Welt; Dah denk ich nicht zu bleiben In dieſe fremden Zelt. Ich wandre meme Straßen, Die zu der Heimath fühn Da mich ohn alle Maßen Mein La⸗ ter tröſten wird. 9. Mein Heimath iſt dort oben, Da aller Engel Schaar Den gnin Herrſcher loben, Der Alles ganzun gar In ſeinen Händen träget 1 für und für erhält, Auch Alles 5 und leget, Nachdems ihm wohlgeſält ein ſelig ſchaft, wende nicht me Ziel au hinaus, Um ot nich an hälſt min meiner; ih dieſe gute Ne und wal du, Vat 2. 2 allein, Pein beizuſpr ner See deren 5— h den lieben ö= Pfad Tn V täglich—, W ſen RN Wie mißt ſchmiegt. 8 1 als ibn Vater Aunt 1= Wergnügai Wohnſ 5.——. — aa Trug I nche ſchwe deſſen Stieg bis m gehe Stieg biz m wa Noth und d oft ſein— es Herzl 6. D nmen heihe; Die ginte uort und fottln⸗ ten mittt.— en Den erſtt Ort; Si— en hin undwa Kreuz aner groß, R Tod ſien ir Legt in de Schooß. ces G w Ld. A beſſer lä llls ſolche ga Es muf archgedrunn gelittenſt Wer nict an rungen,==ct nicht zur zu 8. Grrzl ich zwar m Mein L— durch die M denk ich e i zu bleiben ſ fremten ᷑᷑. Ich vn Straßen= zu der hein Da— alle Nahns ter tröſ ird. 9. M= reimath iſ Da alle—zel Schan N Herrſchawa n, der Ali gar Inſt.— n Händen 1 für und x irhält, dut und lege= Tchdems inre 96 nicht mein rechtes Haus. ein Sohn Ui gen, Ir= für Wehunde 7. Je₰e mich eroeba Vom Tod und Sterben. 10. Zu dem ſteht mein Verlangen Da wollt ich gerne hin: Die Welt bin ich durchgangen, Daß ichs faſt müde bin Je länger ich hier walle, Je wenger find ich Luſt, Die mei⸗ nem Geiſt gefalle, Das Meiſt iſt eitel Wuſt. 11. Die Herberg iſt zu böſe, Der Trübſal iſt zu viel: Ach, komm, mein Gott, und löſe Mein Herz, wenn dein Herz will! Komm, mach ein ſelig Ende An meiner Wander⸗ ſchaft, Und was mich kränkt, Das wende Durch deinen Arm und Kraft. 12. Wo ich bisher geſeſſen, Iſt . Wenn mein Ziel ausgemeſſen, So tret ich dann hinaus, Und was ich hier gebrauchet, Um Troſt im Todes⸗Kampf. In eigener Melodie. 1017 ch bin ja, Herr, in dei⸗ .₰ ner Macht: Du haſt mich an das Licht gebracht, Du unter⸗ hälſt mir auch das Leben, Du kenneſt meiner Monden⸗Zahl, Weißt, wann ich dieſem Jammerthal Auch wieder gute Nacht muß geben; Wo, wie, und wann ich ſterben ſoll, Das weißt du, Vater, mehr, als wohl. 2. Wen hab ich nun, als dich! allein, Der mir in meiner letzten beizuſpringen? Wer nimmt ſich mei⸗ ner Seele an, Wenn lnun mein Le⸗ ben Nichts mehr kann Und ich muß mit dem Tode ringen, Wenn aller Sinnen Kraft gebricht? Thuſt du es Gott, mein Heiland nicht? 3. Mich dünkt, da lieg ich ſchon vor mir In großer Hitz ohn Kraft und Zier, Mit höchſter Seelen⸗Angſt befallen. Gehör und Rede nehmen ab, Die Augen werden wie ein Grab, Doch kränkt die Sünde mich vor Allen: Des Satans Anklag hat nicht Ruh, Setzt mir auch mit Verſuchung zu. 4. Ich höre der Poſaunen Ton Und ſeh auch den Gerichts⸗Tag 613 Das leg ich Alles ab, Und wenn ich ausgehauchet, So ſcharrt man mich ins Grab. 13 Du aber meine Freude, Du, meines Lebens Licht, Du zeuchſt mich, wenn ich ſcheide, Hin vor dein Angeſicht, Ins Haus der ewgen Wonne, da ich ſtets freudenvoll Gleich als die helle Sonne Nächſt Andern leuchten ſoll. 14. Da will ich immer wohnen, Und nicht nur als ein Gaſt, Bei denen, die mit Kronen Du ausge⸗ ſchmücket hat; Da will ich herrlich ſingen Von deinem großen Thun Und, frei von ſchnöden Dingen, In meinem Erbtheil ruhn. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Göttliche Antwort. In eigener Melodie. 101 8 o recht, mein Kinb, 9U1O. ergib dich mir, Das Leben gab ich Anfangs dir, Bis hierher hab ichs auch erhalten. Ich bins, der dir den Odem gibt Und wenn es mir einmal beliebt, Wird wann du ſollſt ſein ausgeſpannt, Das ſteht allein in meiner Hand. 2. Ja, ich bins, der dich retten kann, Ich nehm die letzten Seufzer an, auch dein ſiecher Leib erkalten; Doch, Pein Mit Troſt und Rath weiß Die die gepreßte Bruſt läßt fliegen; Wenn aller Sinne Kraft gebricht, So fehlt doch meine Hilfe nicht. Ich, Jehova, ich kann nicht lügen; Ich komme meinen Worten nach, Inſonderheit beim letzten Ach. f3. Getroſt, mein Kind, und leide dich, Setz deine Hoffnung ganz auf mich, Das Alles kann uns doch nicht trennen. Nimmt ſchon die Kraft von außen ab, Und ſiehſt du Nichts, als Tod und Grab, Dein Geiſt wird doch nicht ſterben können. Was ficht dich Sünd und Satan an? Ich bins, der dich erretten kann. 4. Hörſt du gleich der Poſaunen Ton Und ſiehſt du den Gerichts⸗ ☛ 614 ſchon, Der mir bald wird ein Urtheil fällen. Hier weiſet mein Gewiſſens⸗ Buch, Dort aber des Geſetzes Fluch Mich Sünden⸗Kind hinab zur Höl⸗ len, Da, wo man ewig, ewig leidt, Ach, Jammer, Angſt und Wehe ſchreit. 5. Kein Geld noch Gut errettet mich, Umſonſt erbeut ein Bruder ſich, Den andern hier erſt los zu machen; Er muß es ewig laſſen ſtehn, Wir werden ewig nicht entgehn, Faßt ein⸗ mal uns der Höllen Rachen. Wer — hilft mir ſonſt in dieſer Noth, Wo du nicht, Gott, du Todes Tod? 6. Der Teufel hat nicht Macht an mir: Ich habe blos geſündigt dir, Dir, der du Miſſethat vergibeſt. Was maßt ſich Satan deſſen an, Der kein Geſetz mir geben kann, Nichts hat an dem, was du, Herr, liebeſt? Er nehme das, was ſein iſt, hin! Ich weiß, daß ich des Herren bin. 7. Herr Jeſu, ich, dein theures Gut, Bezeug es ſelbſt nach deinem Hhu⸗ Daß ich der Sünde nicht ge⸗ öre. ner nicht Und ſchreckt mich durch nes mich fremder Hand, Und haſt ſo viel an mich gewandt? 8. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, Du läſſeſt mich, dein wah⸗ res Theil, Zu tief in deinen Wunden Vom Tod und Sterben. h der de mit zu Gut, Wenn du nur Was ſchont denn Satan mei⸗ Tag ſchon, Getroſt, laß dichs d⸗ nicht erſchreceen; Hier wird nei Leiden und Geduld, Dort mein Vaters Gnad und Huld Dich nit d Schild der Gnade decken. Ich la der Höllen Macht geſchwächt, i Himmel iſt dein Bürger⸗Recht. 5. Ja, ja, Tod, Ich helfe Wo alle Hilfe ſonſt verſchn⸗ Denn freilich hilft kein Geld nand Ja, durch vergoßnes Bruder⸗ Wird keine Rettung nicht Doch, wer mich ruft im Glau Da hat die Höll kein Macht 6. Recht ſo! An dem, u auf ich Gott, des Tain dir aus dieſer Nat⸗ Glauben ſchaut, Kann Satan — Ich 8 N 2 1 8 3 5 ſetzes Bann Und nehme mihe Meinen an. 7. Getroſt, mein Kind, ma res Blut Kommt freilich di dem Satan nicht, Ihn drüch das Zorn⸗Gericht? Komm, rette dei⸗ 8 Leidens Chre! Was gibeſt du recht begehreſt; Ach, fürcht d das Zorn⸗Gericht, Darunter dune mehr gehöreſt: Er bleibt von me verflucht, verbannt, Dich ſuchet mi Gnaden⸗Hand.. 8. Wohlan, ſuchſt du in mirdin Heil, So ſollſt du, als mein wauns Theil, In meinem Schooß genitz ſitzen: Hier lach ich aller Macht und koth, Es mag Geſetz, Höll oder Tod Auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein: Jetzt kann ich keines Andern ſein. Sim. Dach, g. 1605, ſt. 1659. Lebeusmüde Sehufucht nach dem Tode. Mel. Ach, was ich Sünder. 101 9 Ich bin müde, mehr zu y leben; Nimm mich, Noth, Es mag Geſetz, Höll oder de fallen, Wollt ich herzlich ger ie ſitzen! Hier lache aller Angſt un Auf dich her donnern oder bitzn Verbleibſt du nur im Leben mein: R Tod wirſt du keins Fremden ſen⸗ Ernſt Gottfr. Spenet⸗ 1l. .—.. W doc liebſter Gott, zu dir! Muß ich dan Kieelt r. z glich in Betrüblu im Leben hier Täglich m Hene ſchweben; Meine größte Lebens Geht dahin in Traurigkeit. 3 2. Möcht es dir, mein Gott, nein Fri Betrübne mein täg 4—— 4 4. Oe * 8 iu 3 darmen Dann Ach, wa ch, m ang S. hang? aß mie Allerlieb doch eim doch ein Qual. 649 age G = d — — — — — 5 — 2 — 6 t vertrauf „ke ·é— ——— —— — — — von 5.— will oe 1 ſehes Meinen— 66 1” mein Kin, n 1 o T mit zuſrm Wenn dum recht di Aſt. Ac, un d dem Smnicht, Inn di das Zo⸗ sicht, Daund u mehr(☚ρſt: Er bleite o verfluchmbannt, Dihſit Gnadet= d. b Heil. S☛☚ ſt du, als m n Theil, mð neinem(ca d ſizen! us lache alu r Noth, C6 ag Geſet, d r Auf di a donnern h . Verbleit nur imthar Tod wi u keins Fen Ernſt Gatfies liebſter—. zu di im Lebe r Täglic un ſchweben eine größt Geht dmn Trautiſt ¹ 2. M== dir, m „fallen, t ich h — ommt freüzt 8. 4=n, ſuchſt dun Vom Tod und Sterben. Grab, Da mein Leid geſchnitten ab, Da mein ſchmerzensvolles Wallen Dieſes Lebens bald verſchwindt Und ſein endlichs Ende findt. 3. I verſchmachte faſt vor Sor⸗ gen: Meine milde Thränen⸗Fluth Und des Kreuzes heiße Gluth Sind mein Frühſtück alle Morgen; Furcht, Betrübniß, Angſt und Noth Sind mein täglich Speiſe⸗Brodt. 4. Seh ich jene böſen Rotten, Die ſich in die Welt verliebt, Werd ich inniglich betrübt; Denn ſie meiner höhniſch ſpotten, Wenn ſie ſchreien: Seht den Mann, Dem ſein Gott nicht helfen kann! 5. Dann geh ich in meine Kam⸗ mer, Fall auf meine matten Knie, Heul und feufze je und je Und be⸗ weine meinen Jammer; Meiner Thränen milder Lauf Steigt zu dir die Wolken auf. 6. Gott, wann wirſt du dich er⸗ barmen Ueber meine ſchwere Pein? Wann wirſt du mir gnädig ſein? Ach, wann wirſt du mich umarmen? Ach, mein Gott, wie lang, wie lang Soll mir doch noch ſein ſo ang? 7. Setze mich doch einmal nieder, Laß mich kommen doch zur Ruh, Allerliebſter Vater du, Tröſte mich doch einmal wieder, Gib mir endlich doch einmal Herzens⸗Luſt nach dieſer Qual. 8. Doch wer weiß, wozu es nützte, Daß du mich ſo züchtigeſt, Daß ich werde ſo gepreßt Und vor welcher Noth es ſchützet! Denn wer in der Welt ſich freut, Kommt oft um die Seligkeit. 9. Darum laß die Straf ergehen, Schlage zu und ſtäupe fort, Liebſter Gott, und ſchone dort! Doch damit ichs kann ausſtehen, So verleihe mir Geduld Bei verborgner Vater⸗ Huld, 10. Und nimm mich nach deinem Willen, Nach der ausgeſtandnen Qual, in den großen Freuden⸗Saal, Da ſich alle Noth wird ſtillen. Komm, 615 mein Gott, wenn dirs gefällt, Und nimm mich von dieſer Welt! Georg Neumark, g. 1621, ſt. 1681. Abſchied ſterbender Kinder. Mel. Herzlich thut mich verlangen. Ich bin von euch ge⸗ 1020. 3 ſchieden, Herzliebſte Eltern mein; O, thut euch nicht betrüben, Es muß mit uns ſo ſein! Hier hab ich nun viel Freuden Bei meinem Jeſulein, Auf Erden mußt 19, leiden Viel Jammer, Angſt und Pein. 2. Nichts drum, herzliebſter Va⸗ ter, Ihr euch betrüben wollt? Noch auch, herzliebſte Mutter, Ihr euch ſo grämen ſollt! Gott hat mein Seel geführet In Abrahami Schooß, So kein Kreuz nunmehr ſpüret Und Jammers ganz iſt los. 3. Geſegn euch Gott, ihr Meinen, Eltern, Geſchwiſterlein Und All, ach thut nicht weinen, Nun leid ich nicht mehr Pein. O, wohl iſt mir ge⸗ ſchehen, Wie wohl thut mir hier ſein, Ruh in Gott und thu ſehen Mein liebes Jeſulein! 4. Gar lang auf dieſer Erden Leben, was mag es ſein? Iſts nicht, gequälet werden Und nur lang lei⸗ den Pein? Von Gott ſoll man be⸗ gehren, Daß man erledigt würd Solcher großen und ſchweren Des langen Lebens Bürd. 5. Plötzlich hat zwar genommen, Mich von euch Gott, der Herr; Ihr werdt auch zu mir kommen, Be⸗ trübt euch drum nicht ſehr; Ruht doch mein Seel im Hexrren, Bei dem ich bin verwahrt, Nicht mein Leib in der Erden bleibt ewiglich verſcharrt. 6. Es wird ja Gott mit Schalle Die Todten auferweckn, Rufen und ſondern alle, Mein Grab wird er aufdeckn, Und aus meinm Gbein und Stäublein Ganz lauter, rein und klar Schön bilden ein neu Leiblein, Drum weg, eur Trauren fahr! — 616 Selige Hinfahrt der Gläubigen. In eigener Melodie. 1021. LLet wahhnöag di ſem Jammer⸗Leben; Ich bleibe Gott ergeben; Darum ich Bunh nicht trau⸗ rig bin, Es kann des Todes Schei⸗ den Mir keine Angſt bereiten; Mein Jeſus hat die Furcht verj agt, Da er für mich geſtorben; Drum leb und ſterb ich unverzag gt Und ſcheide unverdorben.: 2. Groß iſt die Furcht der ſchnö⸗n den Welt, Die vor dem Tod erſchüt⸗ tert Und fährt dahin erzittert; Wer aber in dem Herzen hält Jeſum, das Heil der Sünder, Des Todes Ueber⸗ winder, Der wird vom Tode nicht erſchreckt, Er wendet ſeine Sinnen In jener großen Seligkeit,:,: Darein fährt er von hinnen.„ 3. Obgleich in dißfer Welt ver⸗ bleibt, Was wir zumal geliebet, Durch unſern Tod betrübet; Obgl. eich ver⸗ weſet und verſtäubt? In finſtrer Gra⸗ bes⸗Höhle Der Leib, Das Haus der Seele, So weiß ich, d daß Gott Alles dieß Erſtatten wird mit Freuden; Denn mein Erlöſer lebt ge wiß, Drum will ich freudig ſcheiden. J. G. Olear eins, g. 1635, ſt. 1711. 2 ⸗ ehe Eines Chriſten Teſtament. Mel. 2 3 zhue mich verl langen. 10 22. 3 habe Luſt, zu ſchei⸗ J den Mein Sinn geht aus der Welt. Ich ſehne mich mit Freuden nach Zions Roſen⸗Feld. Weil aber keine Stunde Zum Ab⸗ ſchied iſt benennt, So hört aus mei⸗ nem Munde mein letztes Leſtament. 2. Gott Vater, meine Seele Be ſcheid ich deiner Hand: Führ ſie aus dieſer Höhle Ins rechte Vaterland. Du haſt ſie mir gegeben, So nimm e wieder hin, Daß ich im Tod und Leben Nur dein alleine bin! 3 das werd ich, Jeſu, fil nden Vom Tod und Sterben. meine Sünden Als ein demnühe an! Wirf ſie in deine e Wunden, rothe Däüer hinein: So habi äc. gefunden Und ſchlafe ſelig ein. 4. Dir, o du Geiſt der Onaden (Laß ich den letzten Blick. Ward i im Schweiße baden, So ſieh auf fnit zurück. Ach, ſchrei in meinem Fa⸗ zen, Wenn ich kein Glied mehr n Und ſell in meinen Schmerzen Ni Nichts, als Jeſum für! 5. Ihr Engel, nehmt die Fun⸗ nen Von meinen Wangen an weiß, daß euer Sehnen Sanſt vergnügen kann. Wenn Lah Seele ſcheiden, Tragt mich in Schooß, So bin ich volle Und aller Thränen los. 6. Euch aber, meine Lieben. ihr mich denn beweint, was verſchrieben: Gott, euret eie Freund; Drum nehmt den Segen: Es wird gewiß ge 87 der wieder ſehn... 7. Zuletzt ſei dir, o Erde, Wm blaſſer Leib vermacht, De wieder werde⸗ Was du mt bracht: Mach ihn zu Aſ Staube, Bis Gottes Stimm Denn dieſes ſagt mein Glaul bleibt nicht in der Gruft. 8. Dieß iſt mein lezter Pi. Gottt drückt das Siegel drau f. Mun wart ich in der Stille, Bis 1 t meinen Lauf Durch Chriſti n ul ende: So geh ich freudi gh in Un weiß, daß ich ohn Ende ds din mels Erbe bin. 2 679 ſt. 1131. Benj. Schmolck, g. 1672, 10 Luſt abzuſcheiden. Phil. 1, 23. * Mel. Nun ruhen alle Wilder. 102 3. 3 3 habe Liſ zu ſch —₰½ den Von d jeſer mit Freuden, Mein Gott, venn M gefällt. Es ſtehet mein Ver duig Nach dir, laß mich un mfan gell. ſchei Pl ir gefallen kann? Ach, nimm du 2⸗olt Jeſu, dich im Himmels⸗delt! Daß wir auf Zions Wegen bin den Je du mich meine Sü har. iit ſcher werd ihe 6 lns ſin ſtre 7. Ich d helles nich durdh ſcher brin l ſin, gen Nruden⸗S 2 soſe ligkeit. Vom Tod und Sterben. 2. Ich habe Luſt, zu ſcheiden. 2 Herr Jeſu, durch dein Leiden Haſt ſn du mich recht befreit; Geitn meine Sünden, Daß ich kann Gnade Du tilgeſt finden, Schenkſt mir die wahre Se⸗ 3. Ich habe Luſt, zu ſcheiden, Weil all mein Kreuz und Leiden Alsdann n ein Ende hat; Drum ich den Tod nicht ſcheue, Weil ich mich innig freue u Auf jene ſchöne Himmels⸗Stadt. 4. Ich habe Luſt, zu ſcheiden, Es darf mich Niemand neiden, Wenn n. Vn ich bei Jeſu bin, Der kann mich wohl beſchützen Vor aller Feinde ün Blizen, Zu ihm ſteht Herz. Gemüth 6. ¹ und Sing habe Luſt, zu ſchaid 1 6. aber, meine 5. J abe Luſt, zu ſcheiden, nihr m n bene Mein Jeſus wird mich kleiden Mit a was 1ſs jiehen⸗(Gor. enn fieben: Gait an Segen der ehn. 7.[i dtt ſei dir t blaſſer— vernat t 3 wieder a☚e, Was un bracht==ch ihn a . Staubt— Gettes Sim Denn— ſagt men bleibt xn 5 ua „8. iſt mei ba Gottt i=— das Siege dn wart it der Sülk, W meinen ☛ Durch Chriüd ſende: ph ic fruaſ weiß, m-ich ohn Gdei mels= din. . Schmolt, wird geu —/⁴*9 alzuſcheidn Pbil. 1, 3. un ruhen alt de A 10R JGÄ hrbe bi 10 72 Van mit Fi=. Mein it gefällt.= ſtehet mat Nach N ß nith unn⸗ Jeſu,- d Himmale rum nehmt a der Gerechtigkeit, Mit Schmuck des Heils mich zieren, Daß ich kann triumphiren, Wo lauter Luſt und gar kein Leid. 6. Ich habe Luſt, zu ſcheiden, Ob⸗ leich der Tod wird ſchneiden Den Lebens⸗Faden ab; Sterb ich doch nicht im Sterben, Den Himmel werd ich erben, Legt man mich gleich ins finſtre Grab. 7. Ich habe Luſt, zu ſcheiden. Du helles Licht der Heiden, Wirſt mich durchs finſtre Thal Des Todes ſicher bringen, Daß ich kann fröh⸗ lich ſingen, Wenn ich komm in den Freuden⸗Saal. 8. Ich habe Luſt, zu ſcheiden. Mein Jeſus wird mich weiden, Wo Nichts, als Freude iſt, Wo ich nur Ruhe habe und ewiglich mich labe. Hilf mir bald hin, Herr Jeſu Chriſt! Tägliche Vorbereitung zum Tode. In eigener Melodie. 5 ch hab mein Sach 1024. 3 Gott heimgeſtellt Er machs mit mir, wies ihm gefällt! Soll ich allhier noch länger lebn, Nicht widerſtrebn, Seinm Willn thu ich mich ganz ergebn. 617 2. Mein Zeit und Stund iſt, wann Gott will, Ich ſchreib ihm nicht vor Maß, noch Ziel. Es ſind gezählt all Härlein mein, Beid, groß und klein, Fällt keines ohn den Willen ſein. 3. Es iſt allhier ein Jammerthal, Angſt, Noth und Trübſal überall; Des Bleibens iſt ein kleine Zeit, Voll Mühſelgkeit, und wer es bedenkt, iſt immer im Streit. 4. Was iſt der Menſch? Ein Er⸗ den⸗Kloß, Von Muttr⸗Leib kommt er nackt und bloß, Bringt Nichts mit ſich auf dieſe Welt, Kein Gut, noch Geld, Nimmt Nichts mit ſich, wann er hinfällt. 5. Es hilft kein Reichthum, Geld, noch Gut, Kein Kunſt, noch Gunſt, noch ſtolzer Muth. Fürn Tod kein Kraut gewachſen iſt, Mein frommer Chriſt: Alles, was lebet, ſterblich iſt. 6. Heut ſind wir friſch, geſund und ſtark, Morgen todt und liegen im Sarg; Heut blühn wir wie die Roſen roth, Bald krank und todt: Iſt allenthalben Müh und Noth. 7. Man trägt Eins nach dem An⸗ dern hin, Wohl aus den Augen, aus dem Sinn: Die Welt vergiſſet unſer bald, Sei jung oder alt, Auch unſrer Ehren mannigfalt. 8. Ach, Herr, lehr uns bedenken wohl, Daß wir ſind ſterblich allzu⸗ mal, Auch wir allhier kein Bleibens han, Müſſn All davon, Gelehrt, reich, jung, alt oder ſchön! 9. Das macht die Sünd, du treuer Gott: Dadurch iſt kommn der bittre Tod, Der nimmt und frißt all Menſchen⸗Kind, Wie er ſie findt, Fragt nicht, weß Stands oder Ehrn ſe ſind. 10. Ich hab hier wenig guter Tag, Mein täglich Brodt iſt Müh und Plag. Wenn mein Gott will, ſo will ich mit Hinfahren in Fried. Sterbn iſt mein Gewinn und ſchadt mir nicht. 11. Und ob mich ſchon mein Sünd anficht, Dennoch will ich verzagen nicht: Ich weiß, daß mein getreuer 618 Gott Für mich in Tod Sein lieben Sohn gegeben hat.— 12. Derſelbe, mein Herr Jeſus Chriſt, Für all mein Sünd geſtorben iſt Und auferſtanden mir zu Gut, Der Höllen⸗Gluts Gelöſcht mit ſei⸗ nem theuren Blut. 13. Dem leb und ſterb ich allezeit, Von ihm der bittr Tod mich nicht ſcheidt. Ich leb oder ſterb, ſo bin ich ſein; Er iſt allein Der einig Troſt und Helfer mein. 14. Das iſt mein Troſt zu aller Zeit, In allem Kreuz und Traurig⸗ keit: Ich weiß, daß ich am jüngſten Tag Ohn alle Klag Werd auferſtehn aus meinem Grab. 15. Mein lieber, frommer, getreuer Gott All mein Gebein bewahren thut; Da wird nicht eins vom Leibe mein, Sei groß oder klein, Umkom⸗ men, noch verloren ſein. 16. Mein lieben Gott von Ange⸗ ſicht Werd ich anſchaun, dran zweifl ich nicht, In ewger Freud und Se⸗ ligkeit, Die mir bereit. Ihm ſei Lob, Preis in Ewigkeit! 17. O Jeſu Chriſte, Gottes⸗Sohn, Der du fuͤr mich haſt genug gethan, Ach, ſchleuß mich in die Wunden dein! Du biſt allein Der einge Troſt und Helfer mein. 18. Amen, mein lieber, frommer Gott, Beſcher uns Alln ein ſelgen Tod; Hilf, daß wir mögen allzugleich Bald Vom Tod und Sterben. trachten ein, Mich nicht mit Sn beladen, Weil ich wegferti tne Gottes Fried und 7 mit Freud dahin. 3. Ach, ſelge Freud und Uan Hat mir der Herr iſt die Sonne, Leben und Saäli Was kann mir denn nun ſchaden ich bei Chriſto bin? In Gottes i 4. Geſegn euch Gott, ihr ſ Ihr Liebſten allzu ihr nicht weinen, Ich weiß ner Qual. Den Herren. 1f n es mal! Um mch ſtum Laßt nicht aus een 8 Aun A In Gottes Fried und Gnade ich mit Freud dahin. 3. Heen h deh, 1, Himmel iſt mir lieber: Da ruhi ereit, Da Chrſts nir nicht der Geiſt und Gnaden Fahr ichmit Fradiie Da Mel. Wer nur den lieben Get 478 ½ 1026. 3 ℳ n ₰& U⸗ 6 im Fuß im iſt um einen Schritt geth ich meine Hütte abe, 2 als Schwachheit heißen kann ian ſei mir ſtets ein Wort bemutet denke daß du ſterben mußt! 2. Dem Menſchen iſt ein o AIt U 8 ders draus, Wenn man an ſtt Seiger aus: Drum ſchreib i in dein Reich Kommen, und bleiben ewiglich! D. 3. Pappus, g. 1549, ſt. 1610. Hinfahrt in Gottes Fried und Gnade. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1025 Jc hab mich Gott erge⸗ 3. Wie Mancher iſt vorangen⸗ gen! Wer weiß, wann ich in 6 gen muß? Der Tod gütt di friſchen Wangen Ganz unvani den kalten Kuß; Drum weg, nn Herz, mit eitler Luſt: Gedente, n ben, Dem liebſten Vater mein: du ſterben mußt! 4. Wohlan, fo will ich täglih ſe : Hier iſt kein ewig Le⸗ ben, Es muß geſchieden ſein. Der Tod kann mir nicht ſchaden, Er iſt nur mein Gewinn: In Gottes Fried und Gnaden Fahr ic mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; O Welt, was acht ich dein? Der Und macht ihm dieſen feſten 4 O Menſch, in Allem, was dt i Bedenke, daß du ſterben mußtt ben, Daß ich nicht ewig ſterben in Ein Kluger fliehet das Verdattn . 9 1³ʃ Benj. Schmolck, g. 1672, Gedenke, daß du ſterden ut Got 102 Gnaden Fah Gott in heures de ganze mein Gott 2. Jch) das geſche. ◻ 4 4 4 2 l Dage! 2 aaugt mir terbe, De ſicht, Der Nuch die und weil do ſing ie mein Gott Vereitu Mel. We 1028 nerfort zu mir einen; norgen lel ar m. 1S.3 ſelge Fe * r Penn ih d mirdemm b Pr a valg dt ihr 1 0 1 be einen, Jh ben, ²᷑ uch = Derr deri 1= me, Lha m — . A In Fahr ihni de dere ſtum—„ 1= 1 üer nur der laban 16 Jh ihn 1 8 ſaeh n 4=. N zuimt 2.— Menſcen in ſetzet r dida wird aun ders ☛, Wem uu ſten üätet, Sott „Seig u: Drum ſoni in m huſſt: Gden ſterbe zt! = Mancher it u gen! ☚ weiß, vani gen 2 1 Der Ad p friſchh Zangen Oat den l a. Dan! Herz, Fü tiler Luſt be du ſti= mußt! 4. 1 m, ſo wllit nich ewit Ein ſi=et flihet Und h= ihm deen O M= in Allm n — . Bedet— aß du ſetn enj. Shntt Bangigkeit: ¹ Dinge! Vom Tod und Sterben. Gottes Wille im Tode. Ich ſehe nur auf Gottes 4 1027. 3 Willen, So wahr mich Gott in Jeſu liebt, Der muß ſein theures Wort erfüllen, Wenn mich die ganze Welt betrübt; Drum iſt mir nicht vorm Tode leid, Wenn nur der Geiſt im Herzen ſchreit: Was der 83 S mein Gott will, das geſcheh allzeit!* 2. Ich bin einmal dazu geboren, Daß ich mit Chriſto leiden muß; Doch bin ich darum nicht verloren; Das Fleiſch empfindet Ueberdruß, Die Seele bleibt in Gott befreit Und ſpricht in aller Traurigkeit: Was in mein Gott will, das geſcheh allzeit! 3. Soll ich die Sünden⸗Angſt er⸗ fahren, Die zwar von außen mäch⸗ tig ſcheint, So wird ſich Gott ſchon offenbaren, Daß ers in Schmerzen gütig meint; Wem nur ſein Geiſt die Kraft verleiht, Der ſingt in aller Was mein Gott will, das geſcheh allzeit! 4. Zu guter Nacht, ihr eitlen Was ihr verſprecht, das taugt mir nicht; Denn alle Welt iſt n Wata zu geringe, Wem Gott ſein ewig n, dents— du ſterben mi Güt verſpricht; Drum ruft mein Herz: Ich bin bereit In Hoffnung jener Seligkeit. Was mein Gott will, das geſcheh allzeit! 5. Ich weiß, daß ich dem Herren ſterbe, Denn meinen Jeſum laß ich nicht, Der uns ein unverwelklich Erbe Durch dieſes letzte Wort verſpricht. Und, weil mich dieſer Troſt erfreut, So ſing ich nun in Ewigkeit: Was mein Gott will, das geſcheh allzeit! M. Chr. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. Bereitung zu einem ſchnellen Tode. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein. 6 ch ſterbe täglich und 1028. 3 mein Leben Eilt im⸗ merfort zum Grabe hin: Wer kann mir einen Bürgen geben, Ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht 619 hin, der Tod kommt her: Ach, wer nur immer fertig wär! 2. Ein Menſch, der ſich mit Sün⸗ den träget, Iſt immer reif zu Sarg und Grab; Der Apfel, der den Wurm ſchon heget, Fällt endlich unverſehens ab. Der alte Bund ſchließt Keinen aus, Mein Leib iſt auch ein Todten⸗ aus. 3. Es ſchickt der Tod nicht immer Boten, Er kommet oft unangemeldt Und fordert uns ins Land der Tod⸗ ten: Wohl dem, der Haus und Herz beſtellt! Denn ewigs Glück und Unge⸗ lück Hängt nur an einem Augenblick. 4. Herr aller Herren, Tod und Leben Haſt du allein in deiner Hand; Wie lange du mir Friſt gegeben, Das iſt und bleibt mir unbekannt: Hilf, daß ich jeden Seiger⸗Schlag An meinen Abſchied denken mag! 5. Es kann vor Abend anders werden, Als es am Morgen mit mir war; Den einen Fuß hab ich auf Er⸗ den, Den andern auf der Todten⸗ Bahr; Ein kleiner Schritt iſt nur da⸗ hin, Wo ich der Würmer Speiſe bin. 6. Ein einzger Schlag kann Alles enden, Wenn Fall und Tod bei⸗ ſammen ſein; Doch ſchlage nur mit Vater⸗Händen Und ſchleuß in Chriſti Tod mich ein, Daß, wenn der Leib zu Boden fällt, Die Seel an Jeſu Kreuz ſich hält. 7. Vielleicht kann ich kein Wort nicht ſagen, Wenn Auge, Mund und Ohr ſich ſchleußt; Drum bet ich bei geſunden Tagen: Herr, ich befehl dir meinen Geiſt! Verſchließen meine Lippen ſich, So ſchreie Jeſu Blut für mich. 8. Kann ich die Meinen nicht ge⸗ ſegnen, So ſegne du ſie mehr, als ich; Wenn lauter Thränen um mich regnen, O Tröſter, ſo erbarme dich Und laſſe der Verlaſſnen Schrein Durch deinen Tod erhörlich ſein! 9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, So ſchließe mir den Himmel auf; Verkürze mir die To⸗ des⸗Schmerzen Und hole mich zu dir 620 hinauf: So wird mein Abſchied keine Pein, Zwar eilig, dennoch ſelig ſein. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Abſchied ganz zarter Kinder. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1029 Ich war ein kleines 3. J— Kiindlein, Geborn auf dieſe Welt; Aber mein Sterbe⸗Stünd⸗ lein Hat mir Gott bald beſtellt. Ich weiß gar nicht zu ſagen, Was Welt iſt und ihr Schein, Auch hab ich nie gelernet, Was gut oder bös mag ſein. 2. Mein allerliebſter Vater, Der mich gezeuget hat, Und mein herzliebſte Mutter, Die mich geboren hat, Die thun mich jetzt verlaſſen Mit Seufzen herziglich; Aber der Herr, mein Hei⸗ land, Der nimmt mich auf zu ſich. 3. Er nimmt mich auf zu Gna⸗ den, Zum Erben in ſein Reich; Der Tod kann mir nicht ſchaden Ich bin den Engeln gleich; Mein Leib wird wieder leben In Ruh und ewger Freud, Mit ſammt der Seele ſchwe⸗ ben In ewger Seligkeit. 4. Gott gſegn euch, Vater, Mutter, Mir iſt ganz wohl geſchehn! Gott hat mich kleines Pflänzlein Ins Paradies verſehn: Dort wollen wir in Freuden Einander wieder ſehn, Wo unſer Gott und Herre Wird Alls in Allem ſein. Freudigkeit bei aller Ungewißheit der Todes⸗Stunde. Mel. Wer nur den lieben Gott. chweiß, es wird mein 103 0. 3 Ende kommen, Doch weiß ich nicht, wo, wann und wie? Vielleicht werd ich der Welt entnom⸗ men Heut Abend, oder morgen früh; Vielleicht iſt auch mein Ziel beſtimmt, Eh dieſe Stund ein Ende nimmt. 2. Dieß Alles kann mich nicht be⸗ trüben, Ich weiß gewiß, daß meine Zeit In Gottes Händen angeſchrie⸗ ben, Der Tod hilft mir zur Selig⸗ keit; Wenn ich, was ſterblich, abge⸗ than, Zieh ich, was unverweslich, an. Vom Tod und Sterben. 3. Ich weiß aus Gottes Worte, Daß mir der Tod nähe Tod, Er iſt mir eine Himmelegf Ein Ziel und Ende meinet Ein ſanfter Abend, der mich 4. Drum wart ich thenre *„1 1 1 0 1 Wenn ich des Tages Laſt gejüht auch mit herm ihrem Pran ſeten ſein U dein An 4. 9 ben Laß m art, Im S langen, Bis mich der Tod deriaich aus ſ entrückt; Mit Freuden will jü empfangen, Weil Jeſus dieſen h ſchickt, Der aus der Weltfühn Geiſt Und mir den Weg zun ie Wenn ſie aus dieſer Jammerz Und aus der ſchnöden Welt ſo Ach, mache ſtets mein Her Zur Reiſe nach der Seligkett 6. Ach hilf, daß ich durch i Büßen Dir opfre ein zerknirſch Und laß mein Leben mich beſt Auf deinen Tod und bittern s Ach, laß mir deine Todes⸗ Labſal, Troſt und Leben 7. Herr Jeſu, laß mich ben, Steh mir in Todes⸗Nit Damit der Tod mir kein Vai ehn ¹ wo und wann es dir gefällt Mich. Franck, g. köhſſt Tägliche Todes⸗Gedante Mel. Wenn mein Stündlein bort 1 031 ich weiß wohl di ſterben muß. M deinem Bunde, Daß meine Südit Pein Mich tröſt aus Herzens⸗Gm 3 2. Wo Buße folgt, iſt keiräleit Himmel und auf Erden; Da Gott und muß der Tod um fant Engel Heer Bei eines „Geberde derkehr In Freud und Liſ Gehe 3. O treuer Heiland, veſren Erhöre mein Verlangen, Laßſa Herz zu keiner Friſt Der W d i ſese Vielmehr des Lebens⸗Anfangſtes ſcheid ich fröhlich von der Wal W aber nicht die Stunde, Drunſifi Gott, daß ich mit Buß Mich b ſ ſtets bewein, Jedoch aus deiner Ti h g Daſſchwebt derlit Schlafe werden; D ſchwenn tze mich u ien Himme m 5. Im H In Himme i ſchan ha n Gute; nein Ziel, iill Des ſt 9. Sobald adt erſtarre — gge A nicht mehr ſuswirda nuf entri ich ſchich helt Geiſt t nie in. die Und Ach, 4 een eil⸗ z. er din Auf erd be⸗ ben, mel 5. X. Im ½△ Zur 6. la⸗ Büße Und Ach, ¹ —— den u er, Dam es en wo u ott in. eit ein Gott, NA aber 10+ 4 —½ Wel ziin — aus der Aiſ mir den dr — — n. —— beiß aug. 1 mir der d ihrem Prangen, Ste „mir eiehin ben ſein Und als ein fruchtbar Zwei⸗ ne gelein —— — un Ende 8 3 4 en n ides a Gott, Durch deine Qual und art ic —§ nih wnie — ſit Nraud 1 — iu, — — den Pin n Glauben dus dieſer ge ſchnäden Lai 5 — ſees un nach der ei opfre ethi mir in d G ſceba u Aie Stude h 2 h nit uli ich deinen teAde, daßmm. ee? ſtets b Jedoch widt m⸗ Pein n Fröſt aus he h. at, Himm Gott tuß 19 * 9 S chl ihe folgt n d auf Edden.9 ß der dogn rꝛ den, daſthi ne Salf ₰ Bei eind di ie derteh= freud mdt ig⸗ ge m. 2 9. d* er Heiln, „EErhöl rm Verlune Herz drſt N ner ben Laß mich nicht, weder hier noch dort, Im Sünden⸗Tod verderben, Reiß mich aus ſeiner Bande Macht ſetze mich mit großer Pracht Zu dei⸗ nen Himmels⸗Erben. 1 vor der Höllen⸗Pein, „Verſchonen, Worin ein Wurm, der immer zehrt, Ein ewig brennend Feuer⸗ Saal, Ein Wohnhaus ſüßer Freude, if,d Da bei des Lammes Abendmahl, Nach — da ihn vielem Schmerz und Leide, Der Aus⸗ in La a erwählten Schaar ſich letzt Und ihre keua mit fromme Seel ergötzt Mit ſüßer Him⸗ Tod und litn mels⸗Weide. 2 Ld= r deimus ür und Aimt Blut Laß auf dem Himmels⸗Wagen x laß mte Die Seel in ſtarker Engel⸗Hut Zu Wis deinem Throne tragen. at V= èod ni tut vergeht all mein Geſicht und meine dat Vieln me s Lebmsann Ohren hören nicht, Laß mich doch ſcheid=—hlichvon daß nicht verzagen⸗ inn es di pil Rich. Frantg die Toderbit zu Gute; eun nei sinm Meln. ch weh Vom Tod und Sterben. Stets aber dir erge⸗ An deinem Halſe hangen. O wahrer Menſch und großer 4. Ster⸗ Und 5. Im Himmel wollt ich gerne ſein, Himmel iſt gut wohnen; Ich zittre ein, In welcher kein erd, Die Sünden zu belohnen. 6. Der Himmel iſt ein Chren⸗ 7. Durch dein unſchätzbar theures Wenn mir 8. Und eh ich ſterbe, waſche mich Mit deinem theuren Blute, Was ich gethan hab wider dich, Das halte mir Und wenn vorhanden iſt Ziel, So hilf, daß ich nicht lange fühl Des ſtrengen Todes Ruthe. 9. Sobald ich denn geſtorben bin Und todt erſtarret liege, So laß mich ehrlich tragen hin, Daß ich ein Räumlein kriege In frommer Ehriſten Schlaf⸗ Gemach, Worin nach vieler Müh und Ach Ich ruhig mich vergnüge. 10. Obſchon mein Leib ſelbſt muß vergehn, Verfaulen und zerſtäuben, Werd ich doch wieder auferſtehn Und nicht mehr Aſche bleiben, Und mei⸗ nen Gott von Angeſicht In hoher 3433 und hellem Licht Stets ſchauen, oben, lieben. 6 11. Das wird geſchehn, wenn Chri⸗ 621 Und, als ein treuer Seelen⸗Hirt, Die Böck und Schafe trennen; Den Böcken Schmach und Herzeleid, Den Schafen Ehr und Herrlichkeit Als Richter zu⸗ erkennen. 12. Nun, Amen, dieſes werde wahr, Herr Jeſu, komm behende! Bring uns zu deiner Engel Schaar Und allen Jammer wende, Daß wir mit Freuden ewiglich Den Vater, heilgen Geiſt und dich Erheben ſonder Ende. M. J. Georg Scharf, g. 1676, ſt. 1744. Tägliche Näherung des Todes. Mel. Nun ruhen alle Wälder. verloren, Was in der Zeit geboren, Die Alles fällt und(nieder) ſtürzt. 3. Indem ein Jahr vergangen, Hat eines angefangen, Den Anfang führt das End. Die Sonn ging zuvor nie⸗ der, Jetzt kommt ihr Wagen wieder, Der ſchon(in Et⸗) was höher rennt. 4. So, ob wir ſchon veralten, Ob Händ und Herz erkalten, Gehn wir doch gar nicht ein. So viel wir ab⸗ genommen, So nahe ſind wir kom⸗ men Der lewgen) Freude oder Pein. 5. Ach, Menſchen, dieſe Jahre, Die führen nach der Bahre Und nach der Bahr zur Kron; Sie führen zu dem Throne, Dem ewig hohen Lohne: Wo nicht, zu ſteter(Schmach und) Hohn. 6. Unendlich, ewig Weſen, Durch deſſen Tod geneſen, Was Zeit und Jahre zählt: Ach, laß unendlich leben en, dem du dich gegeben Und ewig(dir haſt) auserwählt! 7. Soll mich die Zeit bewähren, So laßtmich nicht beſchweren Mit dem, was zeitlich iſt; Gib ewige Gedan⸗ ken Dem, der in dieſen Schranken ſtus wird Das Welt⸗Gebäu verbrennen Zur(ſelgen) Ewigkeit erkieſt: Vom Tod 8. Daß, wenn der Geiſt ableget, Was er als ſterblich träget, Der rau⸗ hen Jahre Laſt, Sich zu dir mög er⸗ heben, Der du, ein Menſch, im Leben Auch(deine) Jahr gezählet haſt. Andr. Gryphius, g. 1616, ſt. 1664. Himmliſches Verlangen nach Ruhe und Friede. Mel. Jeſu, meine Freude, meines. 1033. 3 matt und müde, ach, komm, o Jeſu, komm, mich aus dieſem Leiden mels⸗Freuden! 2. Dein Knecht hat geſtritten, Kreuz Jeſu, Seelen⸗ ausraſten Von und Noth erlitten: Freund, Laß mich nun der Arbeit Laſten, Morgen oder heut! Jeſu, komm, ach, Jeſu, komm, Bringe mich zur Ruh und Friede! Ich bin matt und müde. 3. Was ich denk und thue, nach Himmels⸗Ruhe Nur richt; Alles iſt „ Iſt allein ge⸗ nur Mühe, Was mir ſpät und frühe Von der Welt ge⸗ ſchicht: Gottes Schein, der gibt allein Sried und Ruhe meinem Herzen, Lindert Seelen⸗Schmerzen. 4. Weichet nun, ihr Sünder, Wei⸗ chet, ihr Welt⸗Kinder, Alle fern von mir, Die ihr ſtreitet, krieget, Die ihr öfters ſieget In dem Böſen hier! Himmels⸗Freud iſt mir bereit, Sanfte Ruh und ſüßes Leben Wird mir Jeſus geben. D. Ashasv. Fritſch, g. 1629, ſt. 1701. Troſt über den Tod der Kinder. Mel. Wie kurz, iſt doch der. 1034 Ibr Eltern, gebet euch zufrieden Und ſtillet eurer Thränen Fluth, Wenn zuch ein liebes Kind verſchieden, Ihr wißt nicht, warum Gott es thut; cht, n G Doch wißt ihr, daß ſein harter Schlu ß Zu eſu, Ruh der Seelen, Laß mich nicht ſo quälen Hier in dieſer Welt! Ich bin Suche Ruh und Friede In dem Himmels⸗Zelt. Komm, t Führe Hin zu Him⸗ und Sterben. 2. Zwar ſollt e ch n Herze brechen, Wenn ihm 3 im Tode bricht? Wer euch wil i lig Unrecht ſprechen, Der weiß w eurer Liebe nicht, Und da ui d 99 9 4 empfindlich ſein. klagen, Er läßt uns gerne Meuſte ſein. Wenn wir nur nicht zu zagen, So räumt Vernunſti Schrift uns ein, Daß unſern ie chen Fleiſch und Blut Die he Wunde wehe thut. 4. Doch müſſen wir auch! bleiben Und in dem Leid al thun; Dem Höchſten ke ſchreiben, In ſeinem Will ruhn Und mitten in der T Doch hoffen auf die Gwigt 5. Wo wollt ihr hin Thränen? Betrübte GEltern, nach; Hebt euer unermeßlih Denn irgend wie das Um e das U 1 w, 1 9c. dergleichen Pein Nicht können s 3. Gott heißt die Todten un b ſirchof hinein zu ſeid? en. Sie ahr ſucht Dadurch d Und was Jacb , Nor der Begehrt ihr aus des Himmte Das Kind in dieſes Thränern 6. Seht nicht ſo ängſtlich 11pF un Grab. Die Blumen könnn! erbleichen, Die Blätter fallen it lich ab. Ihr wißt, daß alles nur Hen Und wie das Gia⸗ Felde ſei. 7. Die Welt muß einmal ili iſß 8 ſein? Der Bau der Erde wid m derben, Zuletzt bricht auch der din mel ein; Doch, wenn der Liib m Alles bricht, Stirbt gleichwohl un Seele nicht. 8. Drum ſehet vielmehr in ni Höhe Von eures Kindes Bahne ſ Seht, wie es bei den Engenn h Selbſt als ein kleiner Serapdin K träget ſchon ſein zartes Haupt R. Krone, ſo kein Feind ihm rault 9. Das Lämmchen ſoll dem 3* dienen, Der Herre nimmt ee ſ 1 zu ſich. Die Blume wird eint f der grünen, Die hier den al eurem Beſten dienen muß. Tag verblich. Das Bette muß di Leichen, Viel weniger nui ehe ſterben Und Menſchen ſolltn int deltern, Alem Ra eſcheint. gemeint. Abſ 2— nr 5 4 1 im eni ben ig=— La euret. br 364. daA4 lempf-„ pem A e 3 1ass die d d ſein ns ge zagen u vir mm nh en, S ct d räunt 2 ie den g0 1 d9 bin F—und u nd u he thut 1 m, tleigſ wüſen ma me thun n Kund u ſchrei xſn ſ ruhn ☛ zn ſeinem Mle uz D 4— mitten in dan m⸗ b= u de Cuih on ollt ihr hind tl Thrdre. Vetl h de— euer unerna ge or Ne vie e (Bege aus des ym ſt Das ii dißs In e. o,. nicht ſo amit ir de ch weimn 6.r 498J— Bumen in n ierblei— Die ättr t 4 7dh 3 wißt, d nur. nd wie d ed— 7.. Welt nuß in — ſerda d Menſca it r ſein?= Bau der Gdr derben ct bricht ut he mel le voch, wenn Rl r Les B8 Stitt gleitu . 88. i t ſeher t vihne be cures Kinet I,r* 8s bei dn bh bſt= in leiner en äget- Aſſein Irteſr rone, iin Feind iu 9.=imntmflr r Herre rim zu ſicht— Bum vne 1 der g e Die in Jag 4. 9. Das We öb 5 e tr t 1 t t denaſ Vom Tod und Sterben. Kirchhof ſein, Solch Weizen⸗Korn u hinein zu ſtreun. 10. Was könnt ihr euren Kindern 8 geben, Wenn ihr auch noch ſo müh⸗ ſam ſeid? Der Eltern und der Kinder eben Iſt Beides Nichts, als Eitel⸗ keit, Und wenn es ja am beſten war, Voll Sorge, Elend und Gefahr. 11. Geſetzt, ihr brächtet ſie zu Ch⸗ ren; Sie ſtehn im Dünnel oben an. Ihr ſucht die Güter zu vermehren, Dadurch das Kind verderben kann, Und was iſt dieſem Gut und Geld, Der Jacobs Schatz entgegen hält? 12. Nun ſeid ihr ſelbſt von vielen Sünden Nach euer Kinder Tode frei; Ihr könnt den Himmel leichter ilr finden, Da legt ihr eure Schätze bei. Ach, leat in ſtiller Seelen⸗Ruh Eur Herz auch eurem Schatze zu. 13. Bedenkt ihr nich⸗ daß Gott feſehen, Was Satan uns für Netze ſtellt? Es wär um einen Tritt ge⸗ ſchehen, So fing ein Kind die falſche Welt Und brächt es durch die Luſt der Zeit Um die beſtimmte Seligkeit. 14. Drum küſſet, ihr betrübten Eltern, Die Hand, ſo euch geſchlagen hat. Eur Augen ſind jetzt Thränen⸗ Keltern, Gott und die Zeit weiß Allem Rath; Da endlich doch gewiß erſcheint. Er hab es mit euch wohl gemeint: M. G. V. Scharf, g. 1676, ſt. 1744. Abſchied eines Kindes. In eigener Melodie. 325 Ibr Eltern, gute Nacht! 10 3 9. Imon allzu gſchwinder Tod, Der hat euch zwar gemacht Viel Schmerzen, Angſt und Noth: Doch laßt das Trauern fahren, Mein Gott hat mich gebracht Zu aus serwählten Schaaren: Ihr Eltern, gute Nacht:: 2. Betrübt euch nicht zu ſehr, Daß ich entriſſen bin; Bedenket nur viel⸗ mehr, Es ſei ſo Gotttes Sinn, Der mich für euch geliebet Und ſogar wohl bedacht, Daß mich dort Nichts betrübet: Ihr Eltern, gute Nacht!:, 623 ch war zwar uge Luſt, So lans war bei euch: Nun hab ich fort zmeß In Gottes Freuden⸗ Reich, Und kann dafür dort oben Mit voller Zier und Pracht Stets meinen Jeſum loben: Ihr Eltern, gute Nacht!:, 4. Die Welt hat Nichts, als Pein Es muß hier durch den Tod Doch einſt geſchieden ſein, Und hätt auch gleich mich Gott Noch laſſen jetzt ge⸗ neſen Und mich geſund gnn h. Was wär es mehr geweſen? Darum in gute Nacht!:, Befehlt nur in Geduld Dem Hohſten euer Leid, So wird deſſel⸗ ben Huld Einſt eure Traurigkeit Mit lauter Luſt bedecken, Wenn von des Todes Macht Mich Jeſus wird er⸗ wecken: Indeſſen gute Nacht!:, M. Joh. Quirsfeld, g. 1641, ſt. 71636. Letzter Abſchied eines Kindes. Mel. O Gott, du frommer Gott. 1036.: Ihr Eltern, gute — Nacht; Nun geht es an ein Scheiden: Ich fahr zu Jeſu hin I In ſeine Himmels⸗ Freuden, Zu Jeſu, welcher mich In Swigkeit anlacht: Ach, weinet, weinet nicht, Ihr Eltern, gute Nacht! 2. Ihr Eltern, gute Nacht! Hört auf um mich zu klagen, Da jetzt mein zarter Leib wird in das Grab getra⸗ gen: Wißt, daß die Seele iſt Zur Him⸗ nes Ruh gebracht. Ach, weinet, ꝛc. Ihr Eltern, gute Nacht! Sehr heirii iſt zu wohnen Im ſchönen Him⸗ mels⸗ ⸗Schloß Daman rerblicket Kronen, Die Gott den Frommen hat Aus Gna⸗ den zugedacht. Ach, weinet, ec. 4. Ihr Eltern gute Nacht! Muß ich euch ſchon verlaſſen, So werdet ihr mich doch Mit Herzens⸗Luſt umfaſ⸗ ſen, Wenn Gott mit euch und mit Der Welt ein Ende macht. Ach, weinet,; 5. Ihr Eltern, gute Nacht! Die Angſt und Marter⸗ Stunden, Die ſind in dieſer Welt Nun völlig über⸗ wunden: Mein Leib ſchläft ſanft, 4 8 ſus füllen Und alle eSchmerz en ſtillen In meiner letzten Todes⸗Stund. Vom Tod bis daß M. Gotth. Schuſter, g. 1672, ſt. 1761. Sanftes Einſchlafen in den Wun⸗ den Chriſti. Mel. Herr Jeſu Chriſt, wahr Menſch. 1036. In fict ande machen mich von Sünden Chriſti Blut und Gerechtigkeit, D mein Schmuck und Ehren⸗Kleid. Damit will ich vor Gott beſtehn, Wen ich zum Himmel werd eingehn; Mit Fried und Freud fahr ich dahin, Ein Got ttes⸗Kind ich allzeit bin. 3. Dank hab, h, Ins ewge Leben wandre ich, Chriſti Blut gereinigt fein. Herr Deit ſtärk den Glauben mein! Paul Eber, g. 1511, ſt. 1569. rein Das iſt Befehlung in Jeſu treue Hände. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 8 eſu, es dein Wille, 1037.2 I 5Ne 19 edulita ſi ſtille, ſtille, Daß ich ſoll ſchlafen gehn, Und fall an me inem End Getroſt in deine Hände, Du wirſt ſchon gnädig bei mir ſtehn. 2. Wenn meine nahen Freunde 7 Sind meiner Krankheit Feinde, Ich ihnen eine Scheu; Keiner Sich kann erbarmen meiner, So ſteh mir, liebſter Jeſu bei! 3. Wenn Sünd und Höll mich Plagen Und mein Gewiſſen nagen, So gib mir Troſt und Kraft Und D laß mich daran denken, Was reichen Troſt kann ſchenken Durch deiner heil gen Wunden Saft. 4. Von himmliſchen Gedanken Laß ja mein Herz nicht wanken; Und wo es kbl lt geſchehn, Daß mein Verſtand ſollt weichen, Will ich doch mit dem Zeichen Des Lamms zu meinem Grabe gehn. 5. Dich, Jeſu, will ich haben, Du, Jeſu, ſo llſt mich laben; Mein Ngen Herz und Mund, Die kann mir Je⸗ rwiederum erwacht. Ach, wei⸗ o Tod, du förderſt. Geiſt und und Sterben. 6. Ich freu mich, Got u ih Vor ſer ne Thron zu ſedn da genehmer Tod! Wann virſt du n⸗ erquick ten Und in den n Himnni Zu d dem dre eieinig großen G 7. In was fuͤr tauſend Ita Wird enden ſich mein Liden, T ich werd bei dir ſein, Herr Jen me Erlöſer,] Meamdelendundmnd Nimm mich in d J 6 8 Su gSs J. Cas P. Schade, g. 2 ☛ Leb den Un noch hab und en b I Wenn(unter ihnen b taar L Die bald ein Trauern ofters ſieht man Herzeleid erſt Luſt gehöret. Wie d Nebel, Rauch und Dunſ Dn um n ich gerne ſterben. 5. Ein Stand; Schätze. wohl — 811. b 3 Drum will ich gerne ſterben. u dc will die E ſühe di 9, 2 d 3 3. Wer lang in dief M un ſich nur lange ſtets 8 das ande t Wel ſterben. 4. Wie fluchtig iſ iſt die ſchwindet große Gunſt ſaener Nichts Nichts ſind d Der Schönheit Schmut; Daß ſie gal kurs 5 böſer Tag 1e 6 ter Allesin den Gem bekannt, Ein ei nzger 6. Drum tra cht ich nur nach vin d Luſt, die ewig feſte bleibet, d d und 8— * — 6. 1—9 . Vor ſ— eu nich G. genehn Thron auſ 1⸗ erzuich od len ul—. du d d in den m .Rhas Vnd=i fir mia ich wer ☚ ie d Pj Rimm liges Ster , M b N n geſu ürit b ſt 10— J R t . „Beiſt 1ben . 3„ nd de Inoch! geete.= un M . Tebett— mm nur ala 9 G 2. I tehnen gehte n verletzt aber, was h „ gött. will ich gm 3. u in diſemt de Muß — — ur lange au h Unglüch= das andn n Jammtt=u manzählen d „ ſchnödeſ ☚᷑☚ò⅞ t bekannt, G ſtetem Ue=nd; Drunxi d ſterben. 4. A ictg iſ deß Die ba 1 Traum ofters ſt dan Herplid; rerſt Lu zöret. Wel. ſchwind ße Guntt 6 3 Nebel, Ji und Dumt, dich gernf mſhen. 5.( auter Näis 1Stand* Uts ſind A 1 Schätze.— Schönzei 4 wohl b’r=, Daß ſe ſ ſgotze; inzger bön 3—— htet Allesind Ddrum Mh geme ſ 1 6 A chtich nurm An Luſt,= g feſte bleit Vom Tod und Sterben. 625 kein Wanken iſt bewußt Und die kein Fall zertreibet. Ich geh zu Jeſu, meinem Freund, Der es recht treulich mit mir meint. Ich will ja gerne ſterben. 7. Und hiermit geb ich gute Nacht Der Welt und ihrem Weſen; Der Himmel iſt mir zugedacht, Nun bin ich wohl geneſen. Willkommen, angeneh⸗ mer Tod! Willkommen, ſüßer Freu⸗ den⸗Bot! Ich will ja gerne ſterben. 8. Ihr Allerliebſten, gute Nacht! Ach, netzt nicht ſo die Wangen! Ich bin nunmehr dahin gebracht, Wo mich die Freud umfangen; Mich ſchmücket jetzt ein Sieges⸗Kranz, Weil mich umgibt des Himmels Glanz. Ich bin ſelig geſtorben. 9. Ich komm zu euch nicht wieder her In dieſes Thränen⸗Leben; Drum leget hin die Angſt⸗Beſchwer, Die euch jetzt hat umgeben Und mäßigt euer Herzeleid, Ihr folget mir in kurzer Zeit. Gott helf euch ſelig ſterben. ö10. Niemand betraure meinen Tod, Mir iſt ſehr wohl geſchehen; Durch Sterben komm ich aus der Noth, Die ihr noch müſſet ſehen; Wohl euch, wenn ihr zu mir gebracht, Lebt wohl, ade, zu guter Nacht, Gott helf euch ſelig ſterben! Gottes Beiſtand wenn Alles uns verläßt. 1039 Kem Stündlein geht J. A dahin, Es liegt mir in dem Sinn Ich bin auch immer, wo ich bin, Daß mich der Tod Wird ſetzen in die letzte Noth. Ach Gott wenn Alles mich verläßt, So thue du bei mir das Beſt! 2. Hier iſt kein Aufenthalt, Der Tod hat die Gewalt, Er frißt und würget Jung und Alt, Er reißt uns fort Aus unſerm Orden, Stand und Ort. Ach Gott, ꝛc. 3. Kein Rath, kein Arzenei, Kein Heulen, noch Geſchrei, Kein Bruder kann mich machen frei, In aller Welt Iſt Nichts, das endlich mich erhält. Ach Gott, ꝛc. 4. Kein Reichthum, Geld noch Gut, Kein kühner Helden⸗Muth Hilft vor des Todes Grimm und Wuth. All Ehr und Gunſt Und Macht vor ihm iſt ganz umſonſt. Ach Gott, ꝛc. 5. Was Schmerz, was Angſt und Pein, O Gott, wird um mich ſein, Wenn nun der Tod wird brechen ein! Wer wird alsdann Mit Troſt ſich meiner nehmen an? Ach Gott, ꝛc. 6. Wenn mein Gewiſſens⸗Buch, Wenn des Geſetzes Fluch, Wenn Sünd und Satan zum Verſuch Tritt wider mich: Wer iſt, der mein erbar⸗ met ſich? Ach Gott, ꝛc. 7. Wenn Sprach, Verſtand und Sinn Auf einmal fällt dahin Und ich nicht mehr bin, der ich bin: Wer ſchreit mir zu, Wenn mir der Schmerz läßt keine Ruh? Ach Gott, ꝛc. 8. Wenn meiner Augen Licht Mir ferner leuchtet nicht, Und mir das Herz im Leibe bricht Vor Angſt und Qual: Wer führt mich durch das finſtre Thal? Ach Gott, ꝛc. 9. Herr Jeſu, du allein Sollſt mir in Todes⸗Pein Die beſte Hilf und Labſal ſein; Auf dich will ich Die Welt. geſegnen ewiglich. Ach Gott, ꝛc. 10. Herr Jeſu, nimm mich auf In deinen Himmel nauf, Wenn ich vollendet meinen Lauf, Ich ruf zu dir, So lang ein Odem iſt in mir: Ach Gott, wenn Alles mich verläßt, So thue du bei mir das Beſt! Mich. Franck, g. 1609. ſt. 1667. Zuruf eines Todten an die Leben⸗ digen, ihr Ende zu bedenken. Sir. 38, v. 23. Mel. Herr Jeſu Chriſt, ich weiß. 10 40 Romm, Sterblicher be⸗ A. WMtrachte mich! Dulebſt, ich lebt auf Erden. Was du jetzt biſt, das war auch ich; Was ich bin, wirſt du werden. Du mußt hernach, ich bin vorhin; Gedenke nicht in deinem Sinn, Daß du nicht dürfeſt ſterben. 2. Bereite dich, ſtirb ab der Welt, Denk an die letzen Stunden. Wenn 40 ——— ——y— 1— —-— — m, 626 man den Tod verächtlich hält, Wird er ſehr oft gefunden. Es iſt die Reihe heut an mir: Wer weiß, vielleicht gilts morgen dir, Ja, wohl noch die⸗ ſen Abend.. 3. Sprich nicht: Ich bin noch gar zu jung, Ich kann noch lange leben. Ach nein, du biſt ſchon alt genug, — Den Geiſt von dir zu geben. Es iſt der Tod kein Alter an: Wie magſt du anders denken? 4. Ach ja, es iſt wohl klagens⸗ werth, Es iſt wohl zu beweinen, Daß Mancher nicht ſein Heil begehrt, Daß mancher Menſch darf meinen, Er ſterbe nicht in ſeiner Blüth, Da er doch viele Beiſpiel ſieht, Wie junge Leute ſterben. 5. So oft du athmeſt, muß ein Theil Des Lebens von dir wehen, Und du verlachſt des Todes Pfeil: Jetzt wirſt du müſſen gehen; Du hältſt dein Grab auf tauſend Schritt Und haſt dazu kaum Einen Tritt: Den Tod trägſt du im Buſen. 6. Sprich nicht: Ich bin friſch und geſund, Mir ſchmeckt auch noch das Eſſen. Ach, es wird wohl jetzt dieſe Stund Dein Sarg dir abgemeſſen: Es ſchneidet dir der ſchnelle Tod Ja täglich in die Hand das Brodt: Be⸗ reite dich zum Sterben. 7. Dein Leben iſt ein Rauch, ein Schaum, Ein Wachs, ein Schnee, ein Schatten, Ein Thau, ein Laub, ein leerer Traum, Ein Gras auf dürren Matten, Wenn mans am wenigſten bedacht, So heißt es wohl: Zu guter Nacht! Ich bin nun hier geweſen. 8. Indem du lebeſt, lebe ſo, Daß du kannſt ſelig ſterben: Du weißt auch nicht, wann, wie und wo Der Tod um dich wird werben. Ach, denk, ach, denke doch zurück! Ein Zug, ein kleiner Augen⸗ blick Führt dich zu Ewigkeiten. 9. Du ſeiſt dann fertig oder nicht, So mußt du gleichwohl wandern, Wenn deines Lebens Ziel einbricht; Es geht dir, wie den Andern; Drum Vom Tod und Sterben. laß dirs eine Warnung ſein! Dein Auferſtehn wird überein Mitdeinn Sterben kommen. 10. Ach, denke nicht: Gs hatnit Noth: Ich will mich ſchon beihe Wenn mir die Krankheitzeigtden du Gott wird mich ſchon erhören. Ae weiß, ob du zur Krankheit kunmt Ob du nicht ſchnell dein Ende nimni an ſt Wer hilft alsdann dir Armn⸗ gar bald um dich gethan; Es ſieht freut Und auf Genade bauet, Ne 11. Zudem, wer ſich in Säne wird mit Unbarmherzigkeit Der hi len anvertrauet; Drum lerne ie ben, eh du ſtirbſt, Damtt du ann nicht verdirbſt, Wenn Gott die Net wird richten. 12. Zum Tode mache dich geſche Gedenk in allen Dingen: Waniß hierüber hingerückt, Sollt as n auch gelingen? Wie konnt ich i zu Grabe gehn? Wie könnt ich vor Gott beſtehn? So wird den —— zum Leben.. öf13. So wirſt du, wenn mitz Geſchrei Der große Gott widd men, Von allem Sterben f frei, Sein ewig aufgenon reite dich, auf daß dein ſchließe deine Pein und Not Menſch, gedenk ans Endel D. G. W. Saeer, g. 1635) ſt Troſtlied an die hinterlaſſene Freunde. Mel. Zion klagt mit Angſt m.. F 10 41 Laſe ab, ihr 1OXJ. X Lieben, Laſſet ahm Traurigkeit. Was wollt ihl in mehr betrüben, Weil ihr deß ſichert ſeid, Daß ich alle Qua um Noth Ueberwunden, und bä Git Mit den Auserwählten ſchwebe dul Freud und ewig lebe? u 2. Derer Tod ſoll man beann Aer 14 iten 3 Die dort in der Höllen⸗Pein Niſt N leiden alle Plagen, Die nur zu ken ſein; Die Gott aber nimm Und mit lauter Woluft ſhn b Wer iſt, der ſich darob kräͤnkel ſich In den Himmel, Teißn mb e — — — 2——+— e —** -— 3 — — —2 Noth u Sünden Sonderli rd . terb;= oird übeen 1 10=d 3 je⸗ No 4— enke ni. dah.— man 4 8 1 de rank 6 1 Sen ſr= o ſg u—zur Kranr g, Ob du= dul Ktandhat Ob dat hnel dn 5₰ — 2— SR S 8 B== ——— —=S — — — 5 = — SESZ ſtrdt, du uicht ſt, Wemn Gat wird 1 9„ ◻ pen Geden lllen Dinger. dierüd, gerück, Sal auch grne Vi m zu Gr ahn? Wee bhn vor G eehn? Sowae zum Qan 13. t: Se große Got n reite de . ſchließs men, men, Jrmilemm Stabaſ frei, S vvig aufgeum uf daß dei i 56 ce Pein um Menſchmm nk ans(nde = E. W. Srcur 1 Troſtt an dit hinn Freunde. 21 n klagt nit Att 1 04 aſſet ah, i — Lieben, Ahf Traurifü Was vol mehr 4—an, Wällin ſichert=Daß ich ald Noth 1=dunden, m Mit dei Derwählenſte Freud ☚ wig lebe 2. 3.— kod ſol m ie dd der döller leiden=— Aagen, Dem ten ſeit e Gott ün en ſeit e 3 ſich 3 dinnd 4 nd nuter W le ſich dm *— damit nicht ſtimmen wollt. =irſt du, wm Vom Tod und Sterben. 3. In des Herren Jeſu Wunden Hatt ich mich geſchloſſen ein, Da ich Alles reichlich funden, Wodurch ich kann ſelig ſein. Er iſt die Gerech⸗ tigkeit, Die vor Gott gilt allezeit. Wer dieſelb ergreift im Glauben, Dem kann Nichts den Himmel rauben. 4. Richtig hab ich ſtets gewandelt, Dieß Lob Jedermann mir gibt. Redlich vor der Welt gehandelt, Niemals Heuchelei geliebt; Ja war Ja bei mir, ein Nein, Mund und Herze ſtimm⸗ ten ein; Das Recht hab ich nie ge⸗ beuget, Wie es mein Gewiſſen zeuget. 5. Gottes Wort und reine Schrif⸗ ten Liebt ich über alles Gold; Durch Nichts ließ ich mich vergiften, Was Eigner Witz und Menſchen⸗Tand Hält in Noth und Tod nicht Stand; Chriſti Wort vor allen Dingen Kann in Angſt Erquickung bringen. 6. Niemand ſag, ich ſei umkom⸗ men, Ob ich gleich geſtorben bin; Mein Gott hat mich weggenommen, Sterben iſt jetzt mein Gewinn. Vor dem Un⸗ blüch hat er mich Hingerafft ſo väter⸗ ich. Jetzt kann mich kein Trübſal preſſen, Alle Angſt iſt nun vergeſſen. 7. Der Leib ſchläft in ſeiner Kam⸗ mer Ohne Sorgen ſanft und wohl Und verſchläft den großen Jammer, Deſſen jetzt die Welt iſt voll; Meine Seele ſchauet an Den, der Nichts, als lieben kann, Der auf ſeinen Schooß mich ſetzet Und mit höchſter Freud ergötzet. 8. In der Welt iſt Nichts zu fin⸗ den, Nichts, als Theurung, Noth und Streit, Und was mehr die großen Sünden Bringen für Beſchwerlichkeit. Sonderlich kommt noch ein Schwerdt, Das der Chriſten Herz durchfährt. O viel beſſer, ſelig ſterben, Denn durch dieſen Fwang verderben! 9. Solcher Noth bin ich entgangen, Nichts iſt, das mich ängſten kann; Fried und Freud hat mich umfangen, Kein Feind darf mich greifen an; Ich bin ſicher ewiglich In des Herren Hand, der mich Ihm zum Egenthum erwor⸗ ben, Da er iſt am Kreuz geſtorben. 627 10. Euch wird, meine liebſten Freunde, Die ihr weinet in der Welt, Schützen wider alle Feinde Gottes Sohn der ſtarke Held. Seid und bleibt ihm nur getreu. Seine Gnad iſt täglich neu; Wer Betrübte will betrüben, Der muß wie die Spreu verſtieben. 11. Nun will ich euch dem befehlen, Der ſich euren Vater nennt, Der die Thränen pflegt zu zählen, Dem ſein Herz vor Liebe brennt; Der wird euch in eurem Leid Tröſten und zu ſeiner Zeit In den Ort, da ich bin, führen Und mit höchſter Klarheit zieren. 12. Da wird uns der Tod nicht ſcheiden, Der uns jetzt geſchieden hat; Gott ſelbſt wird uns alsdann weiden Und erfreun in ſeiner Stadt. Ewig, ewig werden wir In dem Paradies allhier Mit einander jubiliren Und ein Engels⸗Leben führen. J. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Gründe der Zufriedenheit bei dem Tode. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 10 42 aſſet ab von euren 12. X Thränen Und ver⸗ geſſet euer Leid: Die ſich nach dem Himmel ſehnen, Nach der Kron der Herrlichkeit, Denen iſt auf Erden bang Und das Leben viel zu lang, Eins iſt, das ſie hoch betrauern, Wenn ſie lang im Elend dauern. 2. Was iſt, das Jemand auf Erden Lang zu bleiben halten ſollt Und zu wünſchen, alt zu werden? Welchem Menſchen Gott iſt hold, Mit dem eilet er hinaus In ſein ſchönes Freuden⸗ Haus; Lang in dieſer Welt umgehen Heißt viel Noth und Kreuz ausſtehen. 3. Eine wahre Chriſten⸗Seele Sehnt ſich täglich nach dem Tod Und begehrt des Grabes Höhle, Ob der Körper wird zu Koth; Denn ſie fährt zum Leben hin Und der Tod iſt ihr Ge⸗ winn, Wenn der Körper muß zerfal⸗ len, Kann ſie frei zum Himmel wallen. 4. Was verweslich in der Erden Die Vermoderung verzehrt, Unver⸗ 40* *— 48 — 628 weslich muß ihr werden Wiederum der Leib gewährt; Sterblich wird ge⸗ ſchmelzet ein, Was dort ſoll unſterb⸗ lich ſein, Wenn wir werden einſt aufwachen. Das heißt Gold aus Kupfer machen. 5. Wem vergleicht ſich dieſes Le⸗ ben? Einem übergüldtem Glas, Einer zarten Spinnen⸗Weben, Einer dünnen Waſſer⸗Blas, Einem nichtgen eitlen Schaum, Einem falſchen ſüßen Traum, Einem Gräschen auf der Heide, Einem lang gebrauchten Kleide; 6. Einem Faden, ſchwach geſpon⸗ nen, Einem Bau, der kracht und bricht, Einem Stäubchen in der Son⸗ nen, Einem faſt erloſchnen Licht, Einem kurzen Saiten⸗Schall, Einem ſchnellen Waſſer⸗Fall, Einer Luſt, ſo nicht zu haſchen, Einem Fünklein in der Aſchen. 7. Heute prangt der Menſch und prahlet, Gleich als wär er gar ein Gott, Morgen er die Schuld bezahlet, Die von Allen mahnt der Tod. Wie ſich im April ein TagLeichtlich oft verwandeln mag, So iſts auch mit ihm geſche⸗ hen, Eh man ſich recht umgeſehen. 8. Wohl dem, der in ſeiner Ju⸗ gend Auf des zarten Alters Bluͤth, Jung von Jahren, alt von Tugend, Seines Jammers Ende ſieht Und gen Himmel ſteigt empor Zu der Engel Freuden⸗Chor, Da die Schmerzen, Angſt unb Zähren Sich in Fröhlich⸗ keit verkehren. 9. Drum wer ſelig dahin fähret, Da kein Tod mehr klopfet an, Dem iſt Alles wohl gewähret, Was er ſich nur wünſchen kann; Er’ iſt in der feſten Stadt, Da Gott ſeine Wohnung hat, Er iſt in das Schloß geführet, Das kein Unglück nie berühret. 10. Wen Gott hat dahin erhoben, Der verlacht Noth und Gefahr; Ein Tag iſt viel beſſer droben, Denn hier unten tauſend Jahr. Stehn die zarten Blümlein wohl? Sind die Sterne Glanzes voll? Den wir jetzund hier beweinen, Der wird dort noch heller ſcheinen. Vom Tod und Sterben. 11. Drum laßt uns die Thrin ſparen Und uns ſchicken auß n Nleiß, Daß wir ſelig mögen ſaßn Die gewünſchte Himmels⸗Reis, U des Lebens kurze Zeit Geben und Ewigkeit. Chriſtlich in dem han ſterben Heißt das Himmelreite erben. Gregor Richte e Kinder⸗Abſchied. In eigener Melodie. — O„„ Sog( mn Oder: Sleg, Sieg, mein Kamp 8 2 ſus kommen, Verwehrt mi Ort, Da ich werd aufg Ich gehe aus dem Leiden! zur Himmels⸗Freuden. 2. Laßts, Eltern, laßts geſttt 1043. Last Gltm men Xg. X fort, Mig Daß ich die Schiffahrt Sturm und Unglück wehn, dem Port anlände; Ich wählei der Wellen Die ſichern R 3. Laßt, laßt die ähren ihr mir Gutes gönnet; Wasn mit der Pein, Die ihr der kennet? Kanns Gott denn Seinen Wohl jemals böſen 4. Wohlan, ſo laſſet m Jeſus heißt mich kommen, Um ſn bet ſicherlich, Ich bin euch nicin nommen, Es wird gar bald geſche Daß wir uns wieder ſehen. — 6 4 d Kurzer Sterbens⸗Troſt Mel. Herr Jeſu Chriſt, wahr⸗ eb ich, ſo leb ihmt 1044. Lglen ſo hört auf all mein Noth; Jo Jlu Fülal mein Sünd geſtorben iſt. lit 2. Wer an ihn glaubt, der ſün nicht Und kommt auch ninner m Gericht; Drum ich zu ſterben vit bin, Abſterben iſt mein beſter Gom 3. Wenn Goltes Poſaun wida gehn Am jüngſten Tag, will it 3 ſtehn, Bei Ghrifo ſein in 8 Freud: Das helf die wahr Dreient keit! Amen! b daß mein Herr Jeſus Chriſt 4 1 8 1 — 3 M auf der Adams ſen kan muß;2 unſchul 2. A Donnen mich dmmt der) ig 4. G 94, d SSAs und Ster a u. 1.— paen mn A Neiß,—= 1 Ne gen te di des La. des L (Gwigka urze Jet a ee ſterben er erhen.—t das dim n Grigr n 3 n. — di— cigener Mae m . eg, Sieg, mi 10 Lueme 1⸗ Ort, * Eltern lir 3 — — 9 — 2 dß 8 1 L* 1— Stiſſin 9 dem N. ⁵ Unglüt wi. den 1 lände, Ihm er 3— e der W= de ſchen i 4 ihr mirſn gönnet. Vwr mit det==, De im kennet. s Got dme . Seinen jemals bſe 4. ſ cn ſo lſan „ Jeſus Hi= nich komnen „ bet ſicht, i Ich bi uht a nomme— widd gar lodg Daß wan wieder ſeha ) 1 4 Sterbenzedde * 1 tr Jel oünin 104 E r ſo höͤrt! mein Johh. g daß ma Jeſus G mein St. geſtorben it 2. W ihn glute nicht U mnmt aub i 1 Gericht=m ich zuſtt — bin, At rit mentt 3. e huiss din egehn A⸗n gſten Lap.n ſtehn, hri. Freud: helj d dint keit! A 3.— ftt diegünt Vom Tod und Sterben. 629 Armer Sünder Lied. „Mel. Freu dich ſehr, o meine. 10 45 Tieber Gott, ich ſoll K.X nun ſterben Und ſteh auf der Toden⸗Bahn, Nicht wie andre Adams⸗Erben, Da noch Keiner wiſ⸗ ſen kann, Wann und wie er ſterben muß; Aber ich weiß ſchon den Schluß, Daß die wieder ſterben müſſen, Die unſchuldig Blut vergießen. 2. Ach, wie bin ich tief gefallen! Ach, ich fühle Seelen Pein! Lauter Donner hör ich ſchallen, Die nur ſtets um Rache ſchrein. Satan, der mich liebgekoſt, Iſt jetzt raſend und erboſt, Er will auch die Seele fällen, Ach, wie bellt der Hund der Höllen! 3. Ach, wie nagt der Wurm im Herzen! Ach, wie brennt die Höll in mir Jetzt gebiert die Sünde Schmer⸗ zen; Aber was erblick ich hier? Seh ich da nicht Jeſum ſtehn Und mit Blute zu mir gehn? Jeſu Blut kommt hergefloſſen Auf mich, die (der) ich Blut vergoſſen. 4. Gottes Lamm, zu deinen Füßen Fall ich arme Sünderin(armer Sün⸗ der hin); Ach, laß durch dein Blut⸗ vergießen Mich, die(der) ich voll Blutes bin, Wie dem Mörder iſt geſchehn, Auch dein Paradies bald ſehn. eſu Blut muß für mich ſchreien, Soll mir Gott die Sünd verzeihen. 5. Ach, es ſchreit mir ſchon zu Gute, Es beſieget Gottes Grimm; Steh ich hier vor Gott im Blute, Heiß ich doch ſein Ephraim, Wie ſein Vater⸗ Herze bricht, Wenn nur Jeſus zu mir ſpricht: Abba, Vater, dieſe Seele Fleucht in meine Wunden⸗Höhle! 6. Jeſus als mein Hoherprieſter Und ſein Blut beſprenget mich, Durch mein ſchwarzes Schuld⸗Regiſter Machet Je⸗ ſu Blut ein Strich, So wird Gottes Zorn gelöſcht, Daß mich Blut vom Blute wäſcht. Jeſu Purpur kann mich färben, Nun ſo kann ich freudig ſterben. 7. Weicht von mir, Sünd, Tod und Teufel, Denn ihr habt kein Theil an mir: Weg mit aller Furcht und Zwei⸗ fel, Der Genaden⸗Thron ſteht hier, Und die Worte les ich dran: Jeſus nimmt die Sünder an. Nun ſo kann ich nicht verderben, Sollt ich denn nicht gerne ſterben? 8. Scheint der Tod mir freilich bitter, Weil ich jung an Jahren bin, (Weil ich noch nicht kränklich bin). Daß ich mich davor erſchütter, Ei, ſo will ich mich bemühn, Daß mir Jeſu Tod und Pein Immer ſoll vor Augen ſein: Der Gedanke wird mir aunen Alle Süßigkeit verſüßen. 9. Seh ich Aodum feſt gebunden Und vor ſeinem Richter ſtehn, Seh ich ihn mit Blut und Wunden Und zur Schädel⸗Stätte gehn, Und der hatte Nichts verſchuldt Und trug Alles mit Geduld, So ſoll Jeſus mich zur Seiten Bis an meinen Tod begleiten. 10. Sollt ich Furcht und Schwach⸗ heit merken, Jeſu Wort hat Kraft genug. Jeſu Blut, das ſoll mich ſtärken Als mein letzter Labe⸗Trunk. Nun ſo tret ich fröhlich an Meine Angſt und Todes⸗Bahn; Doch bei jedem Tritt und Schritte Geht mein lieber Jeſus mitte. 11. Schwimmet ihr in Thränen⸗ Bächen, Die ihr meine Lieben ſeid, Ach, verzeiht mir mein Verbrechen, Ach, es iſt mir herzlich leid. Habet Dank für eure Treu, Jeſus ſteht mir kräftig bei: Und der helf Euch überwinden, Bald werdt ihr mich wiederfinden. 12. Sünder, ſeht als einen Spie⸗ gel Mich in meiner Strafe an; Denkt, wo habt ihr Brief und Siegel, Da ihr nicht, was ich gethan, Aber ſonſt gar viel verſchuldt, Und Gott hat mit euch Geduld: Wachet auf von eurem Schlafe, Spiegelt euch an meiner Strafe. 13. Nun erwarte ich die Stunden Dieſer meiner letzten Reis, Da geh ich in Jeſu Wunden In das ſchöne Paradeis. Wenn ich niederknieen muß, Gibt mir Jeſus einen Kuß. Nun ſo ſterb ich in den Stunden Selig und in Jeſu Wunden. J. L. Mauersberger, um 1693. 630 Voraus gemachte Ueberlegung unſers Sterbens. Mel. Freu dich ſehr, o meine. Fiebſter Gott, wann werd 10 46.1 ich ſterben? Meine Zeit läuft immer hin, Und des al⸗ ten Adams Erben, Unter denen ich auch bin, Haben das zum Vater⸗ Theil, Daß ſie eine kleine Weil Arm und elend ſind auf Erden Und dann ſelbſt zur Erde werden. 2. Ich zwar will mich auch nicht widern, Zu beſchließen meine Zeit: Trag ich doch in allen Gliedern Sa⸗ men von der Sterblichkeit; Geht doch immer da nnd dort Einer nach dem Andern fort, Und ſchon Mancher liegt im Grabe, Den ich wohl ge⸗ kennet habe. 3. Aber, Gott, was weed ich den⸗ ken, Wenn es wird ans Sterben gehen? Wo wird man den Leib ver⸗ ſenken? Wie wirds um die Seele ſtehn? Ach, was Kummer fällt mir ein! Weſſen wird mein Vorrath ſein? Und wo werden meine Lieben Nach einander hin verſtieben? 4. Doch, was darf es dieſer Sor⸗ gen? Soll ich nicht zu Jeſu gehn? Lieber heute noch, als morgen; Denn mein Fleiſch wird auferſtehn. verzeih es gern der Welt, Daß ſie Alles hier behält, und beſcheide meinen Erben Einen Gott, der nicht kann ſterben. 5. Herrſcher über Tod und Leben, Mach einmal mein Ende gut; Lehre mich den Geiſt aufgeben Mit recht wohlgefaßtem Muth, Hilf, daß ich ein ehrlich Grab Neben frommen Chriſten hab Und auch endlich in der Er⸗ de Nimmermehr zu Schande werde! Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Im Sterben von Jeſu nicht ver⸗ laſſen zu werden. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. Ich Vom Tod und Sterben. wenn ich muß kämpfen; Vem h Tod die Glieder bricht, Hif, dßn ihn möge dämpfen Und durch dene Kreuzes⸗Tod Ueberwinden al Jui 2. Treuer Jeſu, laß nich nii Denn du biſt ein Arzt der Schmate Ja, du haſt dich mir verpflicht, Da A2 du willſt mich ſelig machen. Me Kräfte neigen ſich: O mein aen ſtärke mich! 8 n 6. 42 3. Starker Jeſu, laß mich ni Weil ich doch an dir nur Mich erſchreckt zwar das! Und die Sünde macht mir? alle meine Schulyx. 4. Süßer Jeſu, laß Wenn du ſiehſt, ich ſe Führe mich, du biſt mein; die Engel mir begegnen, dem Himmel zul 2 erben; Darum bleib, ach, mir, Daß ich ſelig ſterb in ſpricht. Kann ohn dich den Gie⸗ 6. Jeſu, laß auch dieſe nicht, 8. r L. 17 8 4 mit Troſt erſcheinen; Zeuch ſie u⸗ 1048. 9 baret Deinen Sohn, mein Heilm Hort, Der ſich ſelbſt nicht pantd dern gab ins Elend groß, Mir omn Hilf mir aus Gefahren, Sandalt in Sterbens⸗Noth. Daß der Mir ein Schlaf ſoll werden. mel nach! Zach. Herrmann, g. 1643, Ui Sterbeus⸗Seufzer. ſob ſei dir, gütiger bet & Daß du mir haſtoffe⸗ J2. Keinen Troſt, denn ich 3 di Hab ich, Zaſu Chriſt, auf Gna . 2 A 3&☛ 4 Rnr Siehe an dein Fleiſch und den Tod gin Ms e 1 ¹ 47 jebſter Jeſu, laß mich nicht, Schau auf mich, 3. Laß mich dir befohlen ſein Aber dein Verdienſt und Huld deie mich zur ſüßen Ruh Tragen 5. Treuer Jeſu, laß mich ntt Denn ohn dich will ich nicht ſtm Niemand, wie dein Mundi dann bitter um mich weinen, Ai 9 55 5 8— 3 r. 31 Knl dein gnädig Angeſicht Ihnen ſie dem Ungemach Endlich in den di in Lebe Glauber Blute Kampf Lebens 4. P Die la Ramen m r Wenn he l n 3 Führe E dH äüt ſl ie En— u N — mich 3 ur begegnan. dem Arerzul 25.= eu um „Denn p will ihmt 4 1i imn f 8 Hric 4. ohn dich den aben, mn dlei, ch lnir, Dſ= ſelig ſecin 1 6. J6 F auch deen dann bi mn m mih vin dein onſ= zAngeſict a mit Tro) heinen; Zahf dem Un m n) Grdüächnn mel 5 - 4 Herrmann„ lht 9** 1 Hab ich— u Chritt ui Siehe aff Kulf mirr ⸗* in Stert.= foth. Da Mir ein Ef ſoll wea 3. Laß= dir befltnt erdienſt und ſs 3 ndaj vom Uebel! will ich Vom Tod und Sterben. im Leben, ſo im Sterben; Hilf den Glauben halten rein Und in deinem Blute färben, Nach vollbrachtem Kampf und Lauf, Bald darauf Des Lebens Kron ererben. 4. Pfleg mein ſtets durch deinen Geiſt Und voraus, wenn ich werd liegen, Und mein Kraft wie Wachs zerfleußt; In den letzten Zügen Gib, daß ich in dir verſcheid Und mit Freud im Gericht mög ſiegen. 5. Herre Gott vom Himmelreich, Geheiliget werd dein Name, Zukomm uns dein werthes Reich, Dein Wille geſcheh allſammen, Friſt das Leben mit Geduld, Tilg die Schuld, Lös Amen! Williges Sterben. Mel. Wenn mein Stündlein. *AAchs mit mir, Gott 10 49 M nach deiner Güt, Hilf mir in meinem Leiden! Ruf ich dich an, verſag mir nicht; Wenn ſich mein Seel ſoll ſcheiden, So nimm ſie Herr in deine Händ! Iſt Alles gut, wenn gut das End. Ich will ja gerne ſterben.) 2. Gern will ich folgen, lieber Herr! Du wirſt mich nicht verderben; Ach, du biſt doch von mir nicht fern, Wenn ich gleich hier muß ſterben, Verlaſſen meine lieben Freund, Dies herzlich gut mit mir gemeint.(Doch erne ſterben.) 3. Ruht doch der Leib ſanft in der Erd, Die Seel zu dir ſich ſchwinget! In deiner Hand ſie unverſehrt Durch Tod ins Leben dringet. Hier iſt doch nur ein Thränen⸗Thal, Angſt, Müh und Arbeit überall.(Drum will ich gerne ſterben.) 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt und Sünd Mir Nichts mehr können ſcha⸗ den; An dir, o Herr, ich Rettung m * Die gateiniſchen Buchſtaben zeigen an den Ramen: Margarita Wernerin. 631 find, Ich tröſt mich deiner Gnaden: Dein einger Sohn aus Lieb und Huld Für mich bezahlt hat alle Schuld. (Drauf will ich fröhlich ſterben.) 5. Warum ſoll ich denn traurig ſein, weil ich ſo wohl beſtehe, Be⸗ kleidt mit Chriſti Unſchuld rein; Wie eine Braut hergehe? Gehab dich wohl. du ſchnöde Welt! Bei Gott zu leben mir gefällt.(Nun will ich gerne ſterben.). 6. Zu guter Nacht, ihr lieben Freund, Gott will euch wohl be⸗ wahren, Die ihr mir lieb im Herzen ſeid, Kein Bös ſoll euch widrfahren; Zu guter Nacht, vergeßt eur Leid! Ich komm zu Gott in ewger Freud. (Drauf will ich ſelig ſterben.) Joh: Herm. Schein, g. 1587, ſt. 1630. Der Todes⸗Tag der beſte. Pred. Sal. 7, v. 2. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1050 Mon Gott, ich hab 4 N.— in meinem Leben Schon manchen Tag dahingelegt; Doch wenn ich ſoll den Ausſchlag geben, Wer wohl den Ruhm vor allen trägt, So ſteh ich billig Jei mir an, Wen ich den beſten heßen kann. 2. Der Tag, der mich der Welt geſchenket, Deigt wohl von deiner Gütigkeit; Doch wenn man Herz dabei gedenket, Daß er mi⸗ Thränen eingeweiht Und ein Propyhete vieler Pein, So kann er nicht der Beſte ein. 3. Der Tag, der mich zur Taufe brachte, War noch ein größrer Gna⸗ den⸗Tag, Der mich zu deinem Kinde Das dir an deinem Herzen lag; Doch ſtand ich nur im Glau⸗ Schauen aber fehlte ir. 4. Ein Tag von deinem Heiligthume Gab mir wohl manche Süßigkeit; Doch fehlte mir bei olchem Ruhme Das unbefleckte Feier⸗Kteid; Der Vor⸗ * “ 8 3 ——— 2 — 8 63² hof iſt doch nicht ſo ſchön, Als wenn wir gar zum Tempel gehn. 5. So haſt du mir auch manche Tage durch deine Güte gut gemacht; Doch jeder hatte ſeine Plage Und mancher ſeine Trauer⸗Nacht; Ich hoffe noch ein ſchönres Licht, Das alle trüben Wolken bricht. 6. Doch kommt ein Tag, der allen Tagen Bei mir ein ſelges Ende macht; So kann ich auch in Wahr⸗ heit ſagen, Daß er das ſchönſte Loos gebracht, Und bilde mir gewißlich ein: Der letzte wird der beſte ſein. 7. Mein Gott, gib, daß ich alle Tage An dieſen Tag gedenken mag Und daß ich fleißig Sorge trage, Daß er ein Buß⸗ und Glaubens⸗Tag: Sö führt er mich zum Himmel ein, Wo tauſend Jahr Ein Tag wird ſein. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Tägliche Sterbens⸗Gedanken. Mel. Wer nur den lieben Gott. Vom Tod und Sterben. Räumlein ein: halben dein. 5. Nun, liebſter Gott, wem it ja ſterbe, So nimm du man Geiſt zu dir, Den ich mit(hii Blute färbe, Und hab ich derin Grabe hier, So gilts mir glichn Die Erd iſt alent ich ſterben ſoll. Jeſus der Sterbenden ihr alt Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht 10 52 Meinen Je —, geht mir wohl, Wann, wo und wi Benj. Schmolck, g. 1672, ſt 1nn △ 7 1 Do M ich nich mich auch nicht verlaſſen, De Gottes Angeſicht Wegen Sünd mußt haſſen; Jeſus w trauter Freund, Der es ha hat gemeint. 1 2. Drückte mich der Sünden i Sein Mund ſprach: Du biſt baln Komme, hier du Ruhe haſt, J heilen deinen Schaden, Kon ich wart auf dich, Du zum? 1081 Mein Gott, ich weiß 1051* M wohl, daß ich ſterbe: Ich bin ein Menſch, der bald ver⸗ Lht, Und finde hier kein ſolches Gbe, Das ewig in der Welt beſteht: V Drum zeige mir in Gnaden an, Wie ich ucht ſelig ſterben kann. b 2. Nein Gott, ich weiß nicht, wann ich ſterte: Kein Augenblick geht ſicher hin; We bald zerbricht doch eine Scherbe! Die Blume kann gar leicht verblühn; Drum mache mich nur ſtets bereit Hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich ſterbe, Dieweil der Tod viel Wege hält: Dem Einen wird das Schei⸗ den herbe, Wenn ſonſt ein Andrer ſanfte fällt; Doch wie du willſt! Gib, daß dabei Mein End in dir nur ſelig ſei. V 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich ſterbe Und welcher Sand mein Grab bedeckt; uuferweckt, So nehm ich leicht nd mein der Salems⸗Herge Soh, d ct: Doch wenn ich dieſes lauter Leben fließen. Jeſu, un teln Inur erwerbe, Daß deine Hand mich von dir Laß ein Brünnlein quln ein mir! haben mich.“n 3. Klagt ich: Groß iſt un Schuld: Jeſus ſprach: Sie iſ ben Dir durch meines Vaters h⸗ Mit mir ſollſt du ewig leben. f will ſein dein Benjamin, Bring nt zu dem Vater hin. 4. Wollte mich der Höllen Fet Heimlich quälen, ängſten, piani Jeſus ſahe meine Noth; Sein Wen ließ mich nicht verzagen. Wieſt Davids Jonathan, So nahm erſih meiner an. 5. Schreckten mich des Todes Pii Jeſus, der den Tod bezwungen, bu den Troſt: Ich bin dein Heill 3 Troſt iſt ins Herz gedrungen, T ich allen Tod verlacht, Well zu Ohnmacht er gemacht. 6. Meine Seel, gleich einen Ne 4 1. Pon Sahe Brünnlein ſich eigießen 1 Die d und St.— in Räumt 4 dabe bü 1* die Ed 4 t. a i lſt gt 5 dei=, Dan ih le Siu Und geht mi 6n gilts na en ic ſeaſ SiWemat 1 b Mel ☚ ½ lien Jeſum 1as; le 1— in n Mleuen i hat gener 2. J= nich der d Sein Nr prach. du ie ß ich war ardich, Duzmd 3. M it: Gu i Schuldt= es ſorac Siit ben Diſt=h meinss Jur ſe Mit mit ſt du ewigla will ſeit— enjamin n n zu dem— hn. 4. Wt. Imich der Fäk r e Heimlich alen, ängſtn, r Jeſus ſ eeine Nuth, En b ließ mir— ht verzagen r Davids==than, Sh un meiner— e 5. S= u nichde di e Jeſus, 1 Tod bezwme den Tra G bin din ſt r Tooſt iſt— herz gedmmg ich allgt= d veruc, r Ohnmat gemadßt 6. M. eel, gleit in „ Sahe L liin ſich agß a der Salt— Jexge dih lauter An rleßen. Vil „ von dir! ein Mune⸗ mir! Vom Tod und Sterben. 633 7. Ich bin matt, erquicke mich, Laß dein heiligs Blut mich laben. Jeſu, komm, ich bitte dich, Dich will ich im Herzen haben; Drück du mir die Augen zu, Lege mich zu meiner Ruh! 8. Ich, ein Glied an deinem Leib, Jeſu, werd dich wieder ſehen. Gib, daß ich bei dir verbleibp, Wenn mein Leib wird auferſtehen. Auch dort meine Seele ſpricht: Meinen Jeſum laß ich nicht! Die ſieben Worte Jeſu am Kreuze im Tode zu Nutze gemacht. Luc. 23, v. 34— 36. Mel. Herzliebſter Jeſu, was haſt du. 10 53 Miin Jeſus kommt, 4 mein Sterben iſt vorhanden, Ich werde frei von dieſes Leibes Banden. Wie ſoll ich aber wohl und ſelig ſterben, Dein Reich ererben? 2. Wie du, mein Jeſu, biſt am Kreuz geſtorben Und haſt dadurch das Leben uns erworben: So laß auf deinen Tod mich auch abſcheiden Zu deinen Freuden. 3. Und was du noch zuletzt haſt ausgeſprochen Und deines Vaters Herz damit gebrochen: Das will ich dir, indem die Augen brechen, Ge⸗ troſt nachſprechen. 4. Vergib, o Vater, denen, die mich haſſen, Die wider mich Neid, Eifer ausgelaſſen; Vergib doch, weil die Feinde nicht verſtehen, Was ſie begehen. 5. Vergib auch mir, o Vater, alle Sünde Und was ich jetzt noch Böſes an mir finde: Ich bin von Fleiſch und Blut oft übereilet, Von dir ge⸗ theilet. 6. Ich habe, Jeſu, Seele, Leib und Leben In meinem Teſtament dir übergeben; Du wirſt die Meinen auch heut oder morgen Hier wohl verſorgen. 7. Ich übergebe ſie zu deinen Hän⸗ den, Behüte ſie vor Sünden, Schmach und Schanden. Du wirſt, o Vater, dieſen meinen Willen An mir erfüllen. 8. Drauf wende ich mein Herz von dieſer Erden. Dein Paradies, das ſoll mir eigen werden: Dein Paradies, das ſchöne, das wird heute Mir ſtehn zur Beute. 9. Ach, Jeſu, zeige mir jetzt deine Güte: Gib mir ein himmeldringen⸗ des Gemüthe, Daß ich ergreife dort zum Gnaden⸗Lohne Die ſchöne Krone. 10. Zwar Höll und Teufel fangen an zu quälen Und ſtehen mir nach meiner armen Seelen, Weil ich dein Wort in dieſer Sünden⸗Hütten Hab überſchritten; 11. Ich aber will die Seußzer tie⸗ fer faſſen: Mein Gott, mein Gott, du wirſt mich nicht verlaſſen, Die⸗ weil du ſelbſt von Gott verlaſſen hingeſt Und mich umfingeſt. 12. Mein Herze dürſtet nach dir und ich ächze Und ſeufze nach dem Himmel, ach, ich lechze Nach dir, nach dir, mit großem Durſt, ich Armer, Du mein Erbarmer! 13. Ach, laß mich nicht in meiner Noth verſinken, Laß mich die Kraft aus deinen Wunden trinken: Ich dürſte, wie ein Hirſch, laß dich er⸗ blicken, Mich zu erquicken. 14. Jetzt kommt der Troſt, mein Herz hat ſich gelabet, Jeſu, mit dei⸗ nem Blut bin ich begabet. Es iſt vollbracht, was übrig iſt geweſen, Ich bin geneſen. 15. Nun iſt vollbracht mein Lei⸗ den, Kreuz und Jammer; Mein ſchwacher Leib ſchläft ſanft in ſeiner Kammer Und wartet nur, bis Jeſus dieſe Glieder Mir gibet wieder. 16. Ich gebe dir den Geiſt in deine Hände: O Jeſu, löſe nun des Leibes Bande! Ich bleibe dir, ich ſterb in deinem Namen, Jeſu, ſprich: Amen! M. Mich. Hunold, g. 1621, ſt. 1672. — — 58 I 1 1 1 1 6 8* 9 — — — — — —— 1 634 Abſchied junger Leute. In eigener Melodie. 1054. M arme Seele ſoll behend Scheiden von meinem Leib; Mein Leben kann nicht länger ſtehn, Es iſt ſehr ſchwach und muß vergehn Im Todeskampf und Streit. 2. Es fährt dahin ein weiten Weg Mein Seel zu Gottes Freud: Mein Leib man traurig ins Grab legt, Wie Aſche er zerſtäubt, Als wenn er nie geweſen wär, Auch nim⸗ mermehr wär kommen her Aus mei⸗ ner Mutter Leib. 3. Ade, ade, o Welt, ade! Verlaſ⸗ ſen muß ich dich, In dir hab ich kein Freude mehr, Von dir muß ſcheiden ich, In dir hab ich kein Freud noch Ruh, Man drückt mir denn die Au⸗ gen zu, Das muß ich klagen ſehr. 4. Ich klag nicht, daß ich ſcheiden ſoll Von dir, du ſchnöde Welt; Allein mein Herz iſt trauernsvoll, Wenn mir die Sünd einfällt, Die ich mein Tag begangen hab, Die kürzet mir mein Leben ab, Bringt meinen Leib ins ab 5. O Jeſulein, du höchſter Gott, Was hab ich doch gethan? All meine Sünd und Miſſethat Mich klagen heftig an; Jedoch will ich verzagen nicht, Vielmehr dein göttlichs Ange⸗ ſicht Um Gnade rufen an. 6. Ach, Herre Gott, mein und Pein Ertrag ich mit Geduld Und bitt dich, liebes Jeſulein, Ver⸗ zeih mir meine Schuld, Nimm mich in Gnaden auf zu dir, Und laß den Zorn nicht gegen mir So heftig ſein entbrannt. 7. Ach, ſieh doch an, du höchſte Flamm, Jeſu, du König mild, Angſt ſchlägt über dem Haupt zuſammn Und mich verzehren will; Mein Herz lüht wie ein glühend Stein Uns iſt ekleidt mit Angſt und Pein: Hilf mir Kreuz Vom Tod und Sterben. ein junges Leben hat ein End, Mein Freud und auch mein Leid: Mein Stelle. Ich habe nun F Jeſum erlanget, Durch Seele im Friede nun nahme mich gefangen; Ich löſt zu ſein, Mit Paulo n langen. Ich habe nun Jeſum erlanget, ꝛc. Raſt noch Friede. Ich war de zungen Oft recht von Herzen in Ich habe nun Friede durch zen erlanget, ꝛc. ſollt des Todes ſterben; Es wardun kein Verdienſt Das Leben zu ane ben. Ich habe nun Friede durh ⸗ ſum erlanget, ꝛc. zu verſchlingen offen, Es hatte ni daher Furcht, Schrecken, Angt troffen. Ich habe nun Friede duf Jeſum erlanget, ꝛc. Alles überwunden, In Nau ſe lllein Ich Ruh und Friede funde Ich habe nun Friede durch Jiin erlanget, ꝛc. .— 4. ſ n. Nam dielel Feindſchaft das Geſetze; Von dieſm *.. 29 p t⸗ in ich los, Mit ihm ich mijs götze. Ich hab nun Friede ent Jeſum erlanget, ꝛc. einmal davon! t.S8. Kein Freud bring ich me hier davon; Drum ich verliſi Welt, Ich ſegne meine Freunden Weils Gott alſo gefällt. Id gh Allen gute Nacht Und will ins gi das mir gemacht, Zur ſtillen git gehn. 6 ſtillen g Eines Gerechtfertigten Triumt Lied im Sterben. Röm. 5, v. 1. 2. In eigener Melodie. 1055. Streit Mit Welt, Tod und Hölle, Ich! Streites quitt Und hab R. a Vyan Hlang 2. Die Sünde wohnt in mi ei att,e p 3. Es ließ die böſe Welt M 4. Der größte Streit war dat 5. Der Höllen Rachen ſtand M 6 4 6. Der Glaube war der Sig, 8 7. Er war der Friede ſelbſt, R ..(d n nd Tod 8. Sein Blut, ſein Kreuz und Ji mir ner Sl angenonn durch 9. Ich alanget, 10. S RMe. T Tenn ic „, — 9. Se 5„ 7 23 Bg 1 unn Mein Leben war a Ru, . 3 durch Je N Ne Seel D —. der l Mel. 105 ſehſt dr verden Doch we wer dich deinen get mach 2 N8 6 d und St 8. 1 hier d.— Nreud bei De 1 4 en Wei— Ine meine † H N — in Allen gefäll in das eacht 4 ds 3 m on gehn.* ucht, zm m ch Eines echt pf ☛. en d:=t —.— eigener Melodi. 8 10 ☛ Tli Lhn 4⸗ Wel. Stri 1 Telt=m hil n 2. 1— h nahme nen zefangen.„ 4 e e, v löſt zu Mitt Paulo ma langen. babe nm zeh n Jeſum.2tt, w. n 3. Gu die böſe Wan a Raſt nt dde. Ihuud n zungen= r Ich hal 4 in b erlanget— 4. Dn te Streitwan ſollt des.— ſterben, Gm ekein Ve— Das Coma. nben. Jôre nun Fraen 1ſum erliimn n. 5. D— en Nahm ſu (zu verſcm offn, Git 3daher Ik⸗E Schrecm, d Htroffen. lÆabe um in (Jeſum(te Tt, xK. 6. De=be wads Alles ut anden, N allein Jt 2 h und Wu Ich habir 7 Fridd dut jerlanget.— 7. Erſ= der Fheſt Feindſchz Geſeze bin ich 1= ſit ihn un ggötze. db nn I Feſum qat, v. & Sei☚ t ſen e Vom Tod und Sterben. 635 Iſt mir zu Gute kommen, Für mei⸗ ner Sünden Schuld Hat Gott es angenommen. Ich habe nun Friede durch Jeſum erlanget, ꝛc. 9. So ward ich ganz gerecht, Von Sünden losgezählet, Ich wurde, Gott, von dir Zu einem Kind erwählet. Ich habe nun Friede durch Jeſum erlanget, ćc. 10. So ſchlief ich ſelig ein, Nach den vollbrachten Jahren; So konnt mit Simeon Ich hin mit Friede fah⸗ ren. Ich habe nun Friede durch Jeſum erlanget, ꝛc. 11. Jetzt trotz ich Sünd und Tod, Welt, Höll und Kreuz daneben; In Jeſu hab ich Sieg, In Jeſu hab ich eben. Ich habe nun Friede durch Jeſum erlanget, ꝛc. 12. Der Leib auch ruht in Fried, Wartet auf ſein Vereinen, Wenn ſein z Erlöſer ihm Zum Leben wird er⸗ ſcheinen. Ich habe nun Friede durch Jeſum erlanget, ꝛc. 13. Des Friedens Werk iſt Gott; Mit Gott im Friede leben Iſt, außer Leid und Streit, In ſteter Ruhe ſchweben. Ich habe nun Friede durch Jeſum erlanget, ꝛc. 14. Drum gönnet mir den Fried Und laſſet ab von Klagen; Bei Friede, bei Triumph Soll billig Nie⸗ mand zagen. Ich habe nun Friede durch Jeſum erlanget, Durch Jeſum die Seele im Friede nun pranget. D. Friedr. Rappolt, g. 1615, ſt. 1676. Der letzte Blick in den Sarg. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1056 Ma letzes Haus auf . Erden, Wietraurig ſiehſt du aus! Mir ſollte bange werden Vor dir, du Toden⸗Haus; Doch weg mit den Gedanken, Denn wer dich recht betracht, Der findt in deinen Schranken, Was ihn vergnü⸗ get macht. 2. Du biſt mein Ruhe⸗Kaſten Wenn ich in dieſer Welt Nicht mehr vermag fu raſten; Wenn eine Sünd⸗ fluth fällt, So iſt der Tod beſchie⸗ den, Der muß mein Noa ſein Und nimmt mich auf mit Frieden In dieſe Arche ein. 3. Du biſt die ſichre Kammer, Wo Gott ſein Kind hinführt, Wenn Nichts, als lauter Jammer Auf Erden hier regiert; So ſchleußt Gott ſelbſt die Thüre Nach ſeinen Kindern zu; Trotz dem, der uns berühre In dieſer ſtil⸗ len Ruh! 4. Du biſt mein ſanftes Bette, Wenn ich auf Dornen hier Gleich ſtets geſchlafen hätte, So find ich doch in dir Ein weiches Roſen⸗Kiſſen, Darauf mein Haupt ſich lehnt, Wenn ſich die Augen ſchließen, Nachdem ſie gnug gethränt. 5. Wohlan, bleib in Gedanken Mir immer vorgeſtellt; Ich weiß, daß mich dein Schranken Nicht ewig in ſich hält. Wie dort des Fiſches Rachen Den Jonas wiedergab, So wirſt du es auch machen, Wenn Gott ſchließt auf mein Grab. Benj. Schmolck, g. 1672, ſi. 1737. Ueberwundenes Schrecken des Ueber⸗ ganges in die Ewigkeit. Mel. Mein Freund zerſchmelzt. 10 57 Miin treuer Hirt, wie 2 komm ich doch hin⸗ über? Mir grauet vor dem finſtern Todes⸗Thal. Du biſt mir ja, mein Hort, mein Heiland, lieber, Als dieſe Welt; woher kommt doch die Qual, Daß mich des Todes Larve ſchreckt, Da gleichwohl deine Huld mich ſo gar treulich deckt? 2. Du haſt mich ja ſo wohl hin⸗ durch geführet, Daß mich dein Licht erſt aus Aegypten riß; Das rothe Meer hat mich faſt nicht berühret, Du zogſt mich aus der dicken Fin⸗ ſeuniß Ich folgte dir mit Herzens⸗ Freud Und ließ der blinden Welt die ſchnöde Herrlichkeit. — — —ö— . —11 1 18 6 1 636 3. Ich fühlte zwar, wie damals Tod und Leben Zu meinem Heil ſich in mir ſcheiden mußt; Doch überwand ich alles Widerſtreben, Der Wahrheit Glanz entzündte meine Bruſt, Du ſtrahlteſt mir ins Herz hinein: Drum konnte mir zu dir auch Nichts im Wege ſein. 4. So haſt du ja den Tod in mir verſchlungen, Und ich bin aus de Todes Gift und Macht Durch deine Kraft zum Leben durchgedrumgen Das Leben, das du haſt ans Licht Pebracht. Belebte meinen Geiſt und Sinn, Des Todes Stachel fiel ſammt aller Furcht dahin. 5. Wie hat dein Geiſt mir Alles aufgeſchloſſen Und mir die Schätze deines Reichs gezeigt! Dein Frieden hat ſich auf mein Herz ergoſſen, Gleichwie der Thau von Hermon niederſteigt; Und deine reine Gottes⸗ Kraft Hat mir ſo manchen Sieg, ſo manchen Troſt geſchafft. 6. Wie lieblich hat mich deine Hand geweidet In deines Wortes ſegensvoller Au! Dein ſüßes Wort, das Leib und Seele ſcheidet, Darin⸗ nen ich dein treues Herze ſchau, Hat täglich meinen Geiſt genährt, Und meinen Arm den Kampf des Glau⸗ bens wohl gelehrt. 7. Du haſt mich durch die Wüſte durchgetragen, Da mancherlei Ver⸗ ſuchung mich gedrückt; Dein ſüßer Troſt hat in ſo manchem Zagen Mein mattes Herz mit neuer Kraft erquickt. Weiß ich von mancher Trüb⸗ ſals⸗Laſt, So weiß ich auch, wie du mir beigeſtanden haſt. 8. Nun aber, da ich durch den Jordan brechen Und durch den Tod in Canaan ſoll gehn, Da will die Furcht mir Muth und Glauben ſchwächen, Der Jordan will die ſtolze Fluth erhöhn. Mein Schiff⸗ lein eilt Fum Hafen ein Und ſoll, wie ohne Maſt, ein Raub der Wel⸗ len ſein. Vom Tod und Sterben. des⸗Decke, Verkläre mich in ſilt 9. Ach Lebens⸗Fürſt, ach a mein Erretter! Ach, zeige mir de freundlich Angeſicht! Ach, nßn raus, ach, führ mich aus dem Ae ter, Verbirge wir jetzt ja dein ha nicht! Was kann mein Herz jezt ders thun? Es muß bei ſalhe Sturm in deinem Herzen nahn. 10. Umnebelt mich die finſtee Finſterniß; Und wenn ich ſche Todes⸗Rachen ſtecke, So machen nur deiner Huld gewiß. Perat deinen Sinn in mir, Auch w meinen Sinn und alle Kraftpeite 11. Laß du mich ſchon im finte Thale wandern, Eh noch der in mein mattes Herz zerbricht, mich die Noth von einem Hut z andern, So komm ich doch aus ie nen Wunden nicht. Muß durch das Angſt⸗Meer gehn wird es dort um mich auchit beſſer ſtehn. 12. Und ob du mich bet haſt zu tödten, So hoff ich n dich, mein Herr und Gott Hoffnung muß an dir ja uthe röthen, Der Glaube wird ſt mermehr zu Spott. Was duenit und frei gemacht, Wird aht⸗ wiß durch dich zur Herrlichten⸗ bracht. 1. 3. Mein Herzens⸗Troſt ij 1 dir übergeben; Du wirſt mit ui o mein Erlöſer, ſehn, Wie du u ſollſt bewahren zu dem Leben, Am ohne dich iſts ja um mich geſhe Dein Blut und deines Blules he Bleibt mir wohl eingeprägt zu ne nem beſten Theil.. 14. Mein Bräutigam erkenneman Seele! Mein Flämmlein tramn himmliſcher Begier, Cs 1* glänzt in deinem lautern Oelefe komme denn, mein Licht, i 3 dir. So gehts zum neuen gun Halleluja! Gott dob, daß ich hin bin! 3 Joh. Zoſ. Winkler, 3.1610 ſ h hir I NM 105 ſhen, Weil m Seh ich mein I Und ze ich m Vunde K meiner iel 5. 2 mir na iſtt euer zur R auf me Thräne Letzt . Tode ind int meine= 1l du m eht. Ah 8⸗ durch e Angſ⸗Ma ſo wird 4 9 oeg. beſſer tt, Hots= mdern ut e. dahe— uuß an düir at röthett t Glaube m merm Spot. Pai. nd und rü zemact, Unr uu⸗ wiß i dich zur hant ſbrach ſte 13,n Herxen dn er dir ien, du uitt zer o mei iſer, ſein, N. en ſollſt ren zudm aft ohne SAts ja mm b⸗ Dein und deins k du Bleibſt— wohl eingeri nem ☚— Weil 4 Braͤutigan t od Seels R* n Flunli ie himm Weger, 6. en glänztrn einem lum lie omm An, mein t fe dir.—chts zunne 1. Hllel== Jott de L bin! unl Jeſ Walkge xt un niha Vom Tod und Sterben. Vorſchmack des ewigen Lebens. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 1058 Miin Valet iſt ſchon 4 gemacht: Men⸗ ſchen, denkt nicht, daß ich ſterbe! Weil mein harter Kampf vollbracht, Seh ich ſchon des Lebens Erbe, Und mein Auge ſieht dort hin, Wo mein Tod nur ein Gewinn. 2. Reiß dich los, erlöſter Geiſt, Und zerreiß die bangen Ketten, Da dir Gott ein Zoar weiſt, Dich aus Sodom zu erretten! Warten doch die Engel ſchon: Eile nur getroſt davon. 3. Meine Zunge ſchmeckt bereits Waſſer aus dem Paradeiſe; Mein bald überwundnes Kreuz Wird zu lauter Ehren⸗Preiſe; Meine Krone liegt ſchon da: Alles ruft Halleluja! 4. Gruß und Kuß von Jeſu Mund Macht mir alles Bittre ſuße; Auf einmal bin ich geſund, Wenn ich nur die Augen ſchließe: Jeſu Wunden, hein Tod Iſt das Ende meiner Noth. 5. Vielgeliebte, weinet nicht, Seht mir nach und lebt im Segen! Gott iſt euer Troſt und Licht: Ich will mich zur Ruhe legen. Schreibet dieſes auf mein Grab: Gott wiſcht alle Thränen ab. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Letzter Kampf mit den letzten Feinden. In eigener Melodie. 1 0 59 Mitten wir im Leben “ ſind mit dem Tod umfangen: Wen ſuchn wir, der Hilfe thu, Daß wir Gnad erlangen? Das biſt du, Herr, alleine. Uns reuet unſre Miſſethat, Die dich, Herr, er⸗ zürnet hat. Heiliger Herre Gott, Heiliger, ſtarker Gott, Heiliger, barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht verſinken In 637 des bittern Todes Noth! Kyrie, eleiſon! 2. Mitten in dem Tod anſicht Uns der Höllen Rachen: Wer will uns aus ſolcher Noth Frei und ledig machen? Das thuſt du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit Un⸗ ſer Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, Heiliger, ſtarker Gott, Heiliger, barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht verzagen Vor der tiefen Höllen Gluth! Kyrie, eleiſon! 3. Mitten in der Höllen⸗Angſt Unſer Sünd uns treiben: Wo ſolln wir denn fliehen hin, Da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Chriſt, alleine. Vergoſſen iſt dein theures Blut, Das gnug für die Sünde thut. Hei⸗ liger Herre Gotte, Heiliger, ſtarker Gott, Heiliger, barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht ent⸗ fallen Von des rechten Glaubens Troſt! Kyrie, eleiſon! Dr. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Simeons Sterbe⸗Lied. Luc. 2, v. 29. In eigener Melodie. 3 it Fried und Freud 10 6 0. M ich fahr dahin In Gottes Wille; Getroſt iſt mir mein Herz und Sinn, Sanft und ſtille: Wie Gott mir verheißen hat, Der Tod iſt mein Schlaf worden. 2. Das macht Chriſtus, wahr Gottes⸗Sohn, Dertreue Heiland, Den du mich, Herr, haſt ſehen lan Und machſt bekannt, Daß er ſei das Leben Und Heil in Noth und Sterben. 3. Den haſt du Allen vorgeſtellt Mit großen Gnaden, Zu ſeinem Reich die ganze Welt Heißen laden Durch dein theuer heilſam Wort, An Allem Ort erſchollen. 4. Er iſt das Heil und ſelig Licht Für die Heiden, Zu erleuchten, die dich kennen nicht, Und zu weiden; 638 Vom Tod Freud und Wonne. D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546 Tode. Mel. Ach Gott, wie manches Herzel. dieſer Welt, Nichts meinem Herzen mehr gefällt, Als wenn ich meinen Jeſum hab Und mit ihm meine Seele lab. 2. Ohn Jeſum iſt mein Herze matt, Ohn ihn mein Geiſt kein Ruhe hat, All meine Sinne ſind betrübt Und auf der Welt mir Nichts beliebt. 3. Wenn ich gleich hätte alles Gut, Das Manchem ſonſt macht einen Muth, Und hätte meinen Jeſum nicht, So wärs ſo viel, als hätt ichs nicht. 4. Wer Jeſum nicht hat in der Noth, Wer Jeſum nicht hat in dem Tod, Der lebt und ſtirbet ohne Gott Und wird ewig zu Hohn und Spott. 5. Wenn aber Jeſus bei mir iſt, Wenn ich ihn hab zu aller Friſt, Wenn ſein Verdienſt mir wird zu Theil So hat mein Herze Troſt und Heil. 6. Wenn Jeſus mich im Wort anblickt, So wird mein arme Seel erquickt; Wenn er mir gibt ſein Leib und Blut, So wird mir wieder wohl zu Muth. 7. Mit Jeſus wird das größte Leid Verkehrt in lauter Wonn und Freud. Jeſus vertreibt Melancholei Und machet mich von Sünden frei. 8. Auf Jeſum ſich mein Glaube gründt, In ihm bin ich ein ſelig Kind! Mit Jeſu ich recht beten kann, Daß mich Gott nimmt zu Gnaden an. 9. Durch Jeſum ich geſegnet werd, So lang ich leb auf dieſer Erd; Es geh, wie wunderlich es geh, Mit ihm ich auch im Kreuz beſteh. 10. Jeſus, der wunderſtarke Held, Den böſen Feind zu Boden fällt Und ſchafft mir vor ihm Sicherheit iſt deins Volks Iſrael Preis, Ehre, 11. Ja, wenns mit mir Jeſus bei uns im Leben und im zur Ruh die Leich 1061. Nicts Beſſers iſt auf Und zu ſich nehmen anit und Sterben. 3 mur zum En ben kömmt, Jeſus ſich mene na annimmt; Mein Seel führt a Himmelreich Und bringt ins ei — 12. Am jüngſten Tag, wennit erwach, Wird er ausfüͤhren ma Sach, Bei dem Gericht vertreten ni 13. Da werd ich ewig beiihn e Ihn loben mit den Engelein d mit der auserwählten Schaar ee Antlitz ſchauen immerdar. 14. Ach Jeſu, ja nicht d weich, Daß mich der Satann ſſchleich! O Jeſu, nimm dich V an, Damit ich ſelig werden! 15. Wenn mir der Feind die bit aufmutzt Und mit der Höllen⸗ trutzt, So gebeut ihm, o Jeſu Laß deine Wunden ſein men 16. In deine Wunden ſchleu ein, Daß ich durch dich kann ſich Und wenn ich nicht mehr reden in So nimm den letzten Seufzern 17. Wenn meine Ohren nich hörn, So laß den heilgen G lehrn, Wenn meine Augen ſehenii So bleib, o Jeſu, du mein uht 1 18. Jeſu, an meinem leßten ie Troſt wegen der Kinder ꝛa Mel. Auf, mein Herz, geh mit 6 4 4 iemand laſſe ſihe 1062. U ſchrecken, Weman zartes Kindlein ſtirbt; Gott wil⸗ 1 dadurch erwecken, Weil die San nicht verdirbt, Daß wir auch u⸗ Sterben denben Und den Geiſti eſu lenken.. 8 1 Daß wir ſterbend nicht vedde ben, Kommt von Gottes Sohne 5 Doch wenn unſre Kinder ſterben, 64 ſie unſre Prediger, Sind ſe unm Propheten, Daß der Tod uns ait Hier und in alle Ewigkeit. wird tödten. 3. L. Wwar at der Ch von Go itt uns ſterben 4. G Iſt ein kann au vertreibt g op⸗ Gold un ihr bleit nun nich 4. 9 Kinder hre,— — wenns n 1 546. 5—ʃ ſe n. 92 hen ea m. 1 1 nd. 1 in Sir aßis ewd Woſe u. Sacht Adad er alſ hts 13— ehma a Äls Jon— werd ſheng nd on mit da h Lu— Sewiüt à att, 14= uen inmetn aat, weich— Velu, ja rit nd ſdlin— J derin an, I ioh ef. 1 ut u ſinm ſ en aufm im trutzt, Jbeut ihm wa ätt Laß t— 1 6.— der ein, I . Und mic nittmern 3 Se Men letten ca t. 17te Atmane ön. 8bn eam 1 lehrn.„— meine Auxait —— Jeſu, du na. 1. 18.= ² an mein rt Nimm ⸗e Seel in dn el Laß ſein dens ib voll, mir hier m. dl wohl! d Troſran der fünn. d N mein Herz, hn jemand bi de 10E ſretn g zartes in ſtirbt. Gaht u, dadurch ecken, Wel 1. nicht vt— t, Daß wi „, Sterbet= en Und u 8 Jeſu l— 3 a 2. I i Kſterbend it ben, Arm von(ottse „ Doch wrm fre indei t ſie unſt— diger, emi t Propbe.— daß da dr vird ti un zarte Unſchulds⸗Kinder Sterben Vom Tod und Sterben. 3. Lange leben auf der Erden It zwar auch ein Gnaden⸗Stand; In der Eh geſegnet werden, Kommt von Gottes Wunder⸗Hand; Doch es iſt uns viel geſünder, Wenn wir ſterben als die Kinder.— 4. Gutes Wiſſen und Gewiſſen Iſt ein Pflaſter auf das Herz: Es kann auch den Tod verſüßen Und vertreibt den herben Schmerz; Aber noch viel gelinder. 8 5. Lang gelebt iſt lang gelitten, Und man wird auch leicht berückt; . Man muß um Erlöſung bitten, Bis z ein ſpäter Tod erquickt; Beſſer iſts, in man ſtirbt geſchwinder Wie die un⸗ Na befleckten Kinder. 6. Jeſu, Todes⸗Ueberwinder, Du biſt auch ein Menſchen⸗Kind, Führe un uns, als deine Kinder, Bis man t endlich überwindt; Hilf, daß wir f die Kindſchaft erben Und als Kinder ſelig ſterben! Abſchied eines Chriſten. In eigener Melodie. Oder: Gott Lob, es geht nunmehr. Jun gute Nacht, ihr 1063. U meine Lieben! Die Seele ſchwinget ſich empor; Um mich ſollt ihr euch nicht betrüben, Ich geh zum auserwählten Chor; Nun gute Nacht, Du Zier der Erden, Mir will ein ander Erbtheil werden! 2. Nun gute Nacht, du eitles Le⸗ ben, Ich habe dein genug und ſatt! Ein beſſer Leben wird mir geben Mein Jeſus, der ich müd und matt: Nun gute Nacht, ihr meine Lieben, Um mich ſollt ihr euch nicht betrüben! 3. Nun gute Nacht, ihr Hab und Güter! Ihr bleibet hier in dieſer Welt. Nun gute Nacht, ihr treu Gemüther! Nun gute Nacht, du Gold und Geld! Nun gute Nacht, ihr bleibt dahinten, Mich könnet ihr nun nicht mehr binden! 4. Nun gute Nacht, ihr meine Kinder! Lebt fromm und haltet euch 639 zu Gott; Bleibt treu, euch wird Nichts deſto minder Entreißen Gott aus aller Noth. Nun gute Nacht, ihr meine Lieben, Um mich ſollt ihr euch nicht betrüben! 5. Nun gute Nacht, du eitle Ehre, Die ich in dieſer Welt genoß! Zu meinem Jeſu ich mich kehre, Der iſt mein treuer Bunds⸗Genoß: Nun gute Nacht, ihr meine Lieben, Um mich ſollt ihr euch nicht betrüben! 6. Nun gute Nacht, ihr Tages⸗ Plagen, Die mich in dieſer Welt gedrückt! Ich laß dich hier, du Angſt und Zagen, Weil ich nun hin zu Gott gerückt: Nun gute Nacht, dort iſt die Freude Und lauter Se⸗ ligkeit, ohn Leide! 7. Nun gute Nacht! Ich bin ver⸗ gnüget, Ich ſchwing mich zu der Se⸗ ligkeit, Ich hab, wie Jakob dort, geſieget, Bin kommen zu der Engel⸗ Freud. Nun gute Nacht, du eitles Weſen, Mir hab ich Jeſum auserleſen! Sieges⸗Lied eines ſterbenden Chriſten. Mel. Herzlich tuht mich verlangen. 106 4 Mun hab ich überwun⸗ 9X. den Durch Chriſti theures Blut Und in dem Himmel funden Das allerhöchſte Gut; Ich gebe dieſer Erden Mit Freuden gute Nacht, Die mir ſo viel Beſchwerden Und wenig Luſt gemacht. 2. Mein Glaub hat überſtiegen Den Berg der ſchweren Zeit, Sieht ihm zu Füßen liegen Das Thal der Eitelkeit; Ich lege freudig nieder der Hoffnung Wanderſtab; Die Laſt der kranken Glieder Verwahrt das kühle Grab. 3. Viel laſſen ſich verblenden Der falſchen Hoheit Schein Und wollen auf den Händen der Welt getragen ſein. Ein ſanfter Engel⸗Wagen Führt mich vor Gottes Thron, Da werd ich ewig tragen Die Siegs⸗ und Ehren⸗Kron. 4. Es ſtehn ihr Viel nach Schätzen, Die Schlacken dieſer Welt Solln ihre Seel ergötzen: Für Gott ſie wäh⸗ len Geld. Was Zeit und Dieb nicht ſtehlen, Was nirgends findet Platz, Was keine Zahl kann zählen, Gott ſelber iſt mein Schatz. 5. Man wohnt in ſtolzen Zim⸗ mern, Schmückt ſie mit Marmor aus, Läßt auf der Erden ſchimmern Ein andres Himmels⸗Haus. Mein Schloß hat Gott gebauet, Wo man für Stein Saphir, Für Fenſter Sterne ſchauet, Wo Licht iſt für und für. 6. Man dienet ſeinem Leibe Mit ſchwer erworbner Koſt, Sieht, wie man Zeit vertreibe Mit oft vergällter Luſt. Hier darf ich nicht mehr wiſſen, Was Sorg und Kummer war, Kann meine Zeit verſüßen Mit aller Engel Schaar. 7. Wir wolln den Himmel finden Durch unermüdten Fleiß Und ſuchen zu ergründen, Was Gott alleine weiß. Ich kann mich höher ſchwin⸗ gen, Durch Jeſu Mund gelehrt, Und weiß von ſolchen Dingen, Die auch kein Ohr gehört. 8. Darum, ihr ECitelkeiten, Luſt, Wiſſen, Schätze, Pracht, Ihr Freunde meiner Zeiten, Ihr Freunde, gute Nacht! Und gute Nacht, ihr Glieder, Schlaft wohl in ſtiller Gruft! Wir ſehn uns freudig wieder, Wenn Gottes Stimme ruft. Hans Aßmann, g. 1646, ſt. 1699. Der ſelige Ueberwinder. Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben. 1 06 5 Nun hab ich überwun⸗ *87. den, Zu guter Nacht, v Welt! Ich zieh durch Chriſti Wun⸗ den Ins rechte Sieges⸗Zelt. Vom Tod und Sterben. 2. Die Bande ſind zerriſſen, d. mir die Welt gelegt, Und das 5 mir zu Füßen, Was NMt 1 Schmerz erregt. 3. Die Wahlſtatt iſt gefärberg meines Jeſu Blut, Der Alles 1 ererbet, Was meiner Seele gut 4. Hier iſt die Sieges⸗Kron a. meinen Scheitel deckt, Und die wein Lohne Des Glaubens ausgeſtet, 12 1 I 5. Den Rock von weißer ei Legt mir mein Jeſus an, Woina Sions Weide Die Roſen brecheninn 6. Mein Name ſteht Im Buch der Seligkeit, nun geblieben Trotz aller Feindene 7. Hier löſcht ihn keine Gan Und auch kein Tod nicht aus. 4 Und von Wenn G. 3. Sei Der ſie a aller Sür nen Sohl 4. Se lend If End. Er N n⸗ It geſtor wo ich Jeſum finde, Da it net Ver Vater⸗Haus. 8. Schreibt er doch meinen nn Vor Gott und Engeln an, Duß für Thränen⸗Samen Nur Fuu ernten kann. 9. Beweint mich nicht, ihr i Ich ſterbe; Gott mit euchr wollt ihr euch betrüben? mi in Gottes Reich. 10. Gedenkt an euren t— folgt ihm ſelig nach: Ihr hahtt 34 6 zum Berather, Was ſeußzt iſt dh und Ach? 11. Nun gute Nacht, du bi Du Himmel, ſei gegrüßt, Woiht⸗ tröſtet werde Mit dem, was engit 12. Laßt mir die Grabſchrithn Hier ſchlief ein Pilger ein, Dam in Sions Auen Ein guter Jui⸗ ſein. Benj. Schmolck.g.1673 f In bekannter Melodie. 1066 Nun laßt uns den Leib .— begraben: Daran wir kein Sweiſel haben, Er wird am jüngſten Tag aufſtehn Und unver⸗ weslich hervorgehn. 2. Erd iſt er und von der Erden, Wird auch zu Erd wieder werden Seligkeit derer die im Herren ſterben. Offenb. Joh. 14, v. 1 Antwort des Verſurlenn 8 o bgrabet mih m 1 067. 9 inmeihin duſ ſo lang verwahret bin, Bis Wu mein treuer Seelen⸗Hilt, Mih n der auferwecken wird. y 2. Ja freilich werd ic dn m Tod Zu Aſche, Erde, Stauh n Drun Aum tra värtigkeit ſt tt, Wei hört. 3. ſarn 4— nnein 0 gan Sion* 1 8 . on Die grſa d ndh kein dd rin 1— un fide d S.— ikt er dohme de= mr e : n⸗Saman aa Ic⸗. uſt, 9. üint mich nhe 2 Ich= Gott mta ute wollt auch betrit der, in C☚ Reic. Vir 10ſk wmemtt an euak ates folgt relig nach Jh zum 2r jer, Vas ſaſt und ſl 111☛ gute Naht. u Lrril ſei gegrint tröͤſtq t=nye Mit den n un⸗ 1214— mirr dienbſte cht, Hier— ein Pllean un⸗ in St Auen En gu ſein.. Stuutz — — — — — —— —— — „ ten gterbet ffend. J. Att des Wri eib 10 9 nber wir 1.N inma am ſo laß wahre t der⸗ mein— Seelen o der d= ecken wud. den Tod ſche ud Vom Tod und Sterben. 641 Und von der Erd wieder aufſtehn, Wenn Gottes Poſaun wird angehn. 3. Sein Seel lebet ewig in Gott, Der ſie allhier aus lauter Gnad Von aller Sünd und Miſſethat Durch ſei⸗ nen Sohn erlöſet hat. 4. Sein Jammer, Trübſal und Elend Iſt kommen zu einem ſelgen End. Er hat getragen Chriſti Joch, Iſt geſtorben und lebet noch. 5. Die Seel lebt ohn alle Klag, Der Leib ſchläft bis an jüngſten Tag, An welchem Gott ihn ver⸗ klären Und ewger Freud wird ge⸗ währen. 6, Hier iſt er in Angſt geweſen, Dort aber wird er geneſen, In ewi⸗ ger Freud und Wonne Leuchten wie die helle Sonne. 7. Nun laſſen wir ihn hier ſchla⸗ fen Und gehn All heim unſre Stra⸗ den Schicken uns auch mit allem Fleiß; Denn der Tod kommt uns zu; d b 3 Wie er auch ſelig ſterben mag. gleicher Weis. - 8. Das helf uns Chriſtus, unſer Koth; Doch wird daß ſchwache Fleiſch und Bein Von meinem Gott verwah⸗ ret ſein. 1 3. Mein Leib wird hier der Wür⸗ mer Spott; Die Seele lebt bei mei⸗ nem Gott, Weil Chriſti Todes⸗Bit⸗ terkeit Sie hat erlöſt zur Seligkeit. 4. Was mich für Trübſal hat ver⸗ letzt, Wird nun mit Himmels⸗Luſt erſetzt, die Welt iſt nur ein Jam⸗ merthal, Dort iſt der rechte Freuden⸗ Saal. 5. Wenn alle Welt durchs Feur zerbricht Und Gott wird halten ſein Gericht, So wird mein Leib verklä⸗ ret ſtehn Und in das Himmelreich eingehn. 6. Wie manche Widerwärtigkeit Hatt ich bei meiner Lebens⸗Zeit? Nun aber iſt mir Nichts bewußt, Denn ewig ſüße Himmels⸗Luſt. 7. So laßt mich nun in ſanfter Ruh Und geht nach eurer Wohnung zu; Ein Jeder denke Tag für Tag, G. Neumark, g. 1621, ſt. 1681. Troſt, Der uns durch ſein Blut hat erlöſt Vons Teufels Gewalt und ewger Pein: Ihm ſei Lob, Preis und Ehr allein! Luc. 2, v. 29. Mel. Gott Lob, es geht nunmehr. 1068. N der ehe s Herr, ich bin des Lebens ſatt. Ich bin ſchon hoch genug an Jahren, Mein Leib iſt öfters ſchwach und matt; Drum trag ich nach der Ruh Begier. O Jeſu, nimm mich nur zu dir! 2. Nun läßt du mich im Frieden fahren. Hier gibt es immer Krieg und Streit; Dort wirſt du mich ſo wohl bewahren, Daß keine Wider⸗ wärtigkeit Den edlen Frieden weiter ſtort, Weil man dort nur von Liebe hört. 3. Nun läßt du mich im Frieden fahren. Mein Friede⸗Fürſt nimmt M. Weiß, ſt. 1540. mich zu ſich. Die lieberfülltem Engel⸗ Schaaren, Die holden Geiſter, holen mich. So fahr ich an den Lebens⸗ Port Und komm zu dir, mein Heil und Hort. 4. Nun läßt du mich im Frieden fahren. Ich frage Nichts nach dieſer Welt; Sie mag nun, wie ſie will, gebahren, Wenn ſie mich nur nicht weiter hält. Ich ſeh der Erden Luſt nicht an, Weil ich was Beſſres ha⸗ ben kann. 5. Nun läßt du mich im Frieden fahren. Ade, du liebes Fleiſch und Blut! Du haſt gewiß recht falſche Waaren. Ich weiß, wie man ſich Schaden thut. Du wirſt nunmehr ins Grab geſteckt Und heilig wieder auferweckt. 41 —— 2—— .————— 6. Nun läßt du mich im Frieden fahren. Das hat mir Jeſus wohl verdient. Hier gehts nicht nach den grauen Haaren, Noch daß uns Glück und Ehre grünt; Weil Jeſus mir das Heil erwirbt, Daher kommts, daß man ſelig ſtirbt.. 7. Nun läßt du mich im Frieden fahren. Ich laſſe meinen Jeſum nicht. Ior möget euch mit Andern paaren, Er iſt mein Schatz und Zuverſicht. Er bleibt mein Licht, mein wahres Loin Durch ihn hab ich das beſte eil. 8. Nun läßt du mich in Frieden fahren. Damit fällt aller Kummer hin. Ich kann mir nun viel Angſt erſparen, Wenn ich ſo ſanft entſchla⸗ fen bin. Dort ſteh ich auch ohn Sor⸗ gen auf, So ſchließ ich fröhlich mei⸗ nen Lauf. M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1757. Troſt⸗Lied bei dem Begrübniß eines Kindes. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meines Lebens. 1069 Nun lieg ich armes AäD Würmelein Und ruh in meinem Kämmerlein; Ich bin durch einen ſanften Tod Entgangen aller Angſt und Noth. 2. Was ſchadet mir, daß mein Gebein muß in das Grab verſchar⸗ ret ſein? Mein Seele ſchwebet ohne Leid In Himmels⸗Glanz und Herr⸗ lichkeit. 3. ſolchem Schmuck, in ſolcher Zier Prang ich vor Gottes Thron allhier; Mein Jeſulein iſt meine Luſt, Mein Labſal, meine beſte Koſt. 4. Was frag ich nun nach jener Welt? Mein Jeſulein mich küßt und hält; d ihm erfreu ich mich allein Ohn ihn kann ich nicht fröhlich ſein. 5. Mit Weinen war ich erſt ge⸗ born, Zum Jauchzen bin ich nun erkorn; Ich ſinge mit der Engel⸗ Schaar Das niß neue Jubel⸗Jahr. 6. Nichts Liebe Vom Tod und Sterben. rs meine Zunge ſingt, Nichts Reiners meinen! klingt, Nichts Süßers meinem d iſt, Als mein herzliebſter Jejus hn⸗ 7. Drum, liebe Cltern, härt a Zu klagen meinen kurzen Lau, 4 bin vollkommen worden badd ſelig ſtirbt, iſt gnugſam alt. 8. Bedenket meinen Freuden Etm Und wie es in der Welt benan⸗ Euch machet Angſt noch Krieg n Streit, Hier herrſchet Fried une ligkeit. 4 9. Wer hier auf Erden lange tit Derſelb auch lang in Sünden ſt Muß ſtreiten oft mit Fleiſch und a Das Manchem weh und Bange ki 10. Ja leiden muß er Kreu Noth Und hat noch wohl en Tod: Hier hab ich ſe urzem Streit Erlangt die Kroni Herrlichkeit. ſi 19s 11. Wie manches Kind fält zu Tod, Wie manches ſtirbt in d ſers⸗Noth; Wie leidet manches in Qual, Eh es kommt aus den er merthal! 12. Sollt euch denn di ſi tröſtlich ſein, Daß ich ſo ſuſt ſchlafen ein, Daß mir daß li ſulein Verkürzet meine Toderhi 5 13. Drum legt die Hand alf in Mund Und ſeht auf Gott, da verwundt, Der euch zu helfeie reit, Wenns dienet eurer Gellt 14. An jenem Tag wit ban ehn, Da vor Gott Groß und l tehn, Zu ſelger Himmels⸗Wennn Freud Mit höchſter Ehr und hef lichkeit. M. Mich. Schirmer, g. 1606,. Sterbens⸗Troſt aus der Hiuwi nehmung der Sünde. 1. Cor. 15, v. 55. 56. b Mel. Wenn mein Stundlein vothonden 070 un ſei hami 1 1( U. Tlunbetribt Dum Geiſt und Gemüthe! Dein M lebt, der dich geliebt, Eh alsdide Geblüte zugericht ſich nich 2. Er Es iſt n ſieber H fordert! tauſend; dieſem J geſtande 3. Zn bens⸗No hen: De Und nin alle ſein wenn ie auf ein 4. D Sünd oft und Sünd getilgt! zur Sa rein: T. Hinführe nicht, da Sünden geſöhnt, ihm Nic 6. E Gnad U mir auf weiß von Feind m pſtüm Kuhe we 7. Du Biſt ſell Du hält Feind d dir ſtehi wir ſtehr dort ung 8. M n ſe See miſcht ſ wählten M. ge gehn, rr⸗ ſtehn, N.* 10 Ua Geiſt„Cemüth ſers N. Se ledanm Qual,** konmt mn merthe 1 i a3 m tröſtlic n Daß ih zi nes ſchlafetu Daß mi di ſulein(r aczet meime d 13. legt di hon Mund fan ſeht af t. verwut— er euch a ſ reit, At⸗A dientt eur 14.— enem Taj n —r Gott Grr uger dinmesn Freud Hochſter Ehr u lichkeit. *= h. Stirna, 1 3 Sterde roſt an nf = anng der ei 1=15,* b — mein Stünlth ſi ebt, N= ſgeh Geblüte Und Fleiſch und Haut ward zugericht: Der wird dich auch gewiß⸗ lich nicht An deinem Ende haſſen. 2. Erſchrecke nicht vor deinem End: Es iſt nichts Böſes drinnen. Dein lieber Herr ſtreckt ſeine Händ Und fordert dich von hinnen Aus ſo viel tauſend Angſt und Qual, Die du in dieſem Jammerthal Bisher haſt aus⸗ geſtanden. 3. Zwar heißts ja Tod und Ster⸗ bens⸗Noth; Doch iſt da gar kein Ster⸗ ben: Denn Jeſus iſt des Todes Tod Und nimmt ihm das Verderben, Daß alle ſeine Stärk und Kraft Mir, wenn ich jetzt werd hingerafft, Nicht auf ein Härlein ſchade. 4. Des Todes Kraft ſteckt in der Sünd Und ſchnöden Miſſethaten, Darein ich armes Adams⸗Kind So oft und viel gerathen. Nun iſt die Sünd in Jeſu Blut Erſäuft, erſtickt, getilgt und thut Fort gar Nichts mehr zur Sache. 5. Die Sünd iſt hin und ich bin rein: Trotz dem, der mir das nehme! Hinführo iſt das Leben mein; Darf nicht, daß ich mich gräme Um einger Sünden Lohn und Sold: Wer aus⸗ geſöhnt, dem iſt man hold Und thut 3 Nichts zuwider. 6. Ei nun, ſo nehm ich Gottes Gnad Und alle ſeine Freude Mit mir auf meinen letzten Pfad Und weiß von keinem Leide. Der wilde Feind muß mir ein Schaf, Sein Un⸗ eſtüm ein ſüßer Schlaf Und ſanfte Ruhe werden. 7. Du, Jeſu, allerliebſter Freund, Biſt ſelbſt mein Licht und Leben; Du hältſt mich feſt, uns kann kein Feind Da, wo wir ſtehen, heben. In dir ſteh ich und du in mir, Und wie wir ſtehn, ſo bleiben wir Hier und dort ungeſchieden. 8. Mein Leib, der legt ſich hier zur Ruh, Als der faſt müde worden; ie Seele fährt dem Himmel zu Und miſcht ſich in den Orden Der auser⸗ wählten Gottes⸗Schaar Und hält Vom Tod und Sterben. das ewge Jubel⸗Jahr Mit allen heil⸗ gen Engeln. 9. Kommt denn der Tag, o höchſter Fürſt Der kleinen und der Großen, Da du am allermeiſten wirſt In die Po⸗ ſaune ſtoßen: So ſoll denn Seel und Leib zugleich Mit dir in deines Vaters Reich Zu deiner Freud eingehen. 10. Iſts nun dein Will, ſo ſtell dich ein, Mich ſelig zu verſetzen: Ach, ewig bei und mit dir ſein, Wie hoch muß das ergötzen! Eröffne dich, du Todes⸗Pfort, Auf daß an ſolchen ſchönen Ort Ich durch dich möge fahren!“ Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Empfehlung in die Gnade des drei⸗ einigen Gottes im Sterben. Mel. O Gott, du frommer Gott. 4102 du dreieinger Gott, 1 0 7 1. 9 Den ich mir auser⸗ leſen, Gedenk an deine Güt, Die vor der Welt geweſen, Und ſei mir Sün⸗ der doch, O Gott ſtets gnädig hier, Daß ich recht chriſtlich leb Und ſterbe ſanft in dir. 2. Ich lege Leib und Seel, O Gott, in deine Hände; Ach, lehre du mich ſtets Gedenken an mein Ende, Auch ſterben, eh ich ſterb, Und hören alle Stund: Menſch, du mußt ſter⸗ ben auch, Es iſt der alte Bund. 3. Weil Jeſus mir zu Gut Ge⸗ ſtorben, wie geboren, So glaub ich gar gewiß, Ich werd nicht ſein ver⸗ loren. Weck mich nur ſtetig auf, Daß ich bereitet ſei, Wie du mich haben willſt, Wenn mein End kommt herbei. 4. Ich traue deiner Treu Durch Jeſu Blutvergießen Und will auch weder Zeit, Noch Ort zum Tod aus⸗ ſchließen. Komm, wann, wie, wo du willſt, Nur daß ich ſelig ſterb, Durch Jeſu Blut und Tod Das Himmelreich ererb. 5. So lang ich leb allhier Und wann ich werd einſchlafen, Geb ich, Gott Vater, dir Das, was du haſt 4 ☛ 4 1 Vom 64⁴⁴ erſchaffen; Gott Sohn, was du er⸗ löſt, Das geb ich wieder dir; Gott, heilger Geiſt, was du Geheiligt, nimm von mir. 6. Mein Jeſus komme mir Stets vor in ſeinem Leiden Und ſage, daß mich Nichts, Nichts, Nichts von ihm ſoll ſcheiden. Er hält mich mit der Hand, Da ich gezeichnet ein, Und rufe ſtets: Ich ſoll Nicht, nicht ver⸗ loren ſein. 7. Vor Sünde, Höll und Tod Und vor des Satans Schroden Mein Jeſus ſtelle ſich Er laß ſein Blut nich decken Un ſein ein Vorſ ſchmack mir Der ewgen Seligkeit Daß ich vor Freud nicht fühl Des Todes Bitterkeit. 8. Das, was ich hinterlaß, Ver⸗ ſorge, ſchüt und liebe Und gib, daß 8 mich im Tod Nichts hindre, noch be⸗ trübe. Erhalt mich bei Verſtand Und einem friſchen Muth, Daß mitten im Gebet Ich ſterb auf Jeſ ſu Blut. 9. Nun geb ich meinen Geiſt Noch⸗. mals in deine Hände Und warte, bis du kommſt Mit einem ſelgen d Ende, drückt die Augen zu, Und bis der jungfte Tag Schenkt eine ſanfte Ruh. 10. Ich weiß, durchs Lammes Blut Terd 19 ſchon überwinden Und einen gnädgen Gott Im Tod und Leben finden. Ich halte mich an Gott Und meines Jeſu Blut. Ich weiß, Gott macht es ſchon Mit meinem Ende gut. 11. Ich ſage Amen drauf J mei⸗ nes Jeſu Namen! Es ſage gleichfalls auch Der Herre, mein Gott: Amen! Ach, ſage Ja zu mir, Dreieinger Gott, komm du, Ach, ſage: Aem. Juliane, Graͤfin zu Schwar Rudolſt., g. 1637, ſt. 1706. Kurzer Sterbens⸗Seußzer. In eigener Melodie. — du freundlicher Herr X hryſ Wie gern wär Daß die Welt voll Be⸗ d bei die, Tod und Sterben. Bis die Zufriedenheit Mir die Welt, hen, Wenn m nan nun ſoll machen; Sei getroſt, Mein Kind, ich komn ne nu. Mann Iſt wohl[daran, Den ſie mi zb.⸗ mehr berühren. trug und Liſt Mich nicht von dira⸗ führ; Hol ni zu dir heim, ohen Daß ich nicht von dir weiche 6 komm, Herr, und ſei nicht fern, F mich ins Himmelreiche. 2. Du weißeſt ja mein Eſend 1 Darin ich jetzo ſchweb; Ach, donn Herr, und tach mich dos, ir fi ich mit dir leb. Mein Herz it Liebe krank, Wollt dich gern lad fangen; Ach, komm, Herr, un nicht lang, Nach dir ſteht me langen! * telteit! Nenſchen Leben? Nichts nn immerdar In tauf ſchweben⸗ .Gleichwie ein Lic Im Regen ud im auch Gleichwi din nR. auch dahin geſchwind 3. Ob Gut und Geld Hä Es mag doch voll Zu ſeinem Grabe gehen 4. W as iſt doch Gunſt? En bi⸗ Dun ter iſt Und wie die Jhi rit ter: Sie ändert ſich Verändenlihl unbeſtändig; Wetter. 5. Hat Amt und Chr Nict ne Beſchwer? Niemand kann ds i Du kriegſt zwar Fuu Aüem auch Feind In deinen 1 6 Be trügerei, Haß, falſch in Süd Laſter, die r regieren; Delfet 6 — 7. Kreuz, Herzens⸗Q. . iſt nur Streit Zu taller Ji dieſer T Welt geweſen. 8. Drum mag der Tod, 2 de b re der Noth Wenns Gott geſält ko mmen; Ich bin beret, In bg keit Zu ſein bei allen Irommen menſchlichen Lebent Freuund 1 b Qual in b ahn Zahl, Und wenn man it Pn b pUm n 107. hier ſolle von uns gegeben, Pelt Ei Ran ka d me j — — ——— — 2 9 = — meine S und alle beet 6. Hi Micj 1 t aß. 2. 1 de⸗ Menſ 7 M. 1d Mea den Nüs neo u+₰ n ſchweb dr N. ſhs ir e⸗ tru. tt, g gt, 9H 88, —4 — —— machen— r 8 8 Allein= Feind In dis und S te fhr. &△& 4 mich i Darin ¹S= z ſud. Herr ad ich 8 d nit Toltdih 5 Liebe nicht” langen Eitelt 10Rg 2. Gi zſſe ein Licthn 1Rr And in Pme auch Gtie ein Rauh NäAbm 941 dahin Im H I 311 =—nde. —— — —— =: — 5 — em(rabe ſir — . 9 5. 5 Beſchw— iemand bme — S achen„...“ 6. 4*— ei, Oa, 1 Sind[um die regkerene Mann= hl daran, 1 mehr MInn. 7. K herzens Lut ohn 348— nd wenn un ſen, Se ur Steet In dis ell gewemt 8. I*) mag der di ge der N enns Gett ſ kommet h bin 1. — keit Zu* bei wenſtlitag 1mn gaß à mag doh i⸗ znan nun ſolge — t doch Gunte und wie die gi S⸗ert ſich Leridet unbeſtä m* Wetter. nt und Ehrſt krieſt man Vom Tod und Sterben. Um tägliches Andenken des Todes. Mel. Wenn mein Stündlein. 1074 9 Gott, der du die Zeit .☛. beſtimmſt, Die wir hier ſollen leben, Der du das Leben von uns nimmſt, Das du doch ſelbſt gegeben⸗ Du haſt uns Allen in der elt Ein gar gewiſſes Ziel geſtellt, Man kanns nicht überſchreiten. 2. Ach, hilf, daß ich gedenken lern, Daß ich auch ſterben müſſe Und daß mein Tod vielleicht nicht fern, Obgleich das Leben ſüße, Daß ich recht klug und weislich ſei, Mein End betracht und ja dabei Nichts 1 Uebels mög vollbringen. N 3. Bin ich gleich noch geſund und ſtark, So laß michs doch erwägen, Daß man mich kann ſo bald in Sarg Als in mein Bette legen; Denn un⸗ ſer Leben iſt wie Glas, Es wächſt und welkt wie grünes Gras, Fällt ab wie eine Blume. 4. Wie bald nimmt uns von dieſer Welt Ein ungeſunder Biſſen; Durch Fener Waſſer, Hitz und Kält Iſt Mancher hingeriſſen: Ein Schuß, ein Stoß, ein Donner⸗Knall, Ein Tritt, ein Schritt, ein Sturz und Fall Bringt oft gar bald das Ende. 5. Weil nun mein Ende ganz gewiß, Die Stund und Art verbor⸗ gen, So laß mich ohne Hinderniß Für meine Seele ſorgen, Auf daß ich heut und allezeit Zum ſelgen Abſchied ſei bereit, Aus dieſer Welt zu fahren. 6. Hilf, daß die Trübſal dieſer Zeit Mich von der Welt entziehe, Daß ich der ſchnöden Eitelkeit Sammt al⸗ ler Luſt entfliehe; Tödt ſelbſt den bö⸗ ſen Sinn in mir, Damit ich heilig leb in dir: So ſterb ich, eh ich ſterbe. 7. Kanns ſein, ſo mache meine Qual Im Sterben kurz und milde; Beängſtet mich der Sünden Zahl, Deck mich mit deinem Schilde; Wenn Satan mit Verſuchung blitzt, So ſei die Gnade, die mich ſchützt, An meiner Seele mächtig. 6⁴⁵ 8. O Jeſu, durch dein Blut und Tod Tilg alle meine Sünden; Laß mich in meiner letzten Noth Troſt und Erbar⸗ mung finden, Und wenn du Leib und Seele trennſt, So laß die Seele, die du kennſt, Fein ſanft von hinnen fahren. 9. Dem Leibe laß ſein Recht ge⸗ ſchehn, Daß er zur Erde werde; Doch laß ihn auch die Gnade ſehn, Daß er aus ſeiner Erde In Kraft und Klar⸗ heit auferſteh Und mit der Seel zur Freude geh, Dich ewig anzuſchauen. Sterbe⸗Gebet zur heiligen 433 Herre Gott! 87* mei⸗ u Dreieinigkeit. 1075. ☚ ner Noth Ruf ich zu dir, Du hilfteſt mir; Mein Leib und Seel Ich dir befehl In deine Händ; Dein Engel ſend, Der mich bewahr, Wenn ich hinfahr Aus dieſer Welt, Wenn dirs gefällt. 2. O Jeſu Chriſt! Geſtorben biſt Am Kreuzes⸗Stamm Du Gottes⸗ Lamm. Dein Wunden roth, In aller Noth Dein theures Blut Komm mir zu Gut, Dein Leidn und Sterbn Mach mich zum Erbn In deinem Reich, Den Engeln gleich. 3. O heilger Geiſt! Ein Tröſter heißt, An meinem End Dein Troſt mir ſend; Verlaß mich nicht, Wenn mich anficht Des Teufels Gwalt, Des Tods Geſtalt; Mein höchſter Hort, Nach deinem Wort Wollſt du mir gebn Das ewge Lebn. D. N. Selneccer, g. 1532, ſt. 1592. Bußfertiger Sterbens⸗Seufzer. Mel. Herr Jeſu Chriſt, ich weiß. 1076 9 Jeſu, denk in To⸗ 4 des⸗Pein Nicht mei⸗ ner ſchweren Sünden, Und hilf mir durch dein Wort allein Die Schmer⸗ zen überwinden. Ach, rette mich durch deinen Tod, Laß wider Satans Macht und Noth Mich Troſt und Hilfe finden. 2. Sprich meiner Seele tröſtlich zu Und beut ihr deine Hände; Dem Leibe gönne ſanfte Ruh Bei ſolchem Lebens⸗Ende. Entfällt mir Schwa⸗ chen aller Muth, So ſtärke mich dein Kreuz und Blut Und deinen Geiſt mir ſende. 3. Drauf laß mich ſelig ſchlafen ein In deinem Schooß und Namen, Und ſammle durch die Engelein Mich zum gerechten Samen; Die Meinen tröſte durch dein Wort, Bleib du ihr Ehren, Amen! Empfehlung in Jeſn Verdienſt bei dem Sterben. Mel. Herr Jeſu Chriſt, wahr. Oder: Herr Jeſus Chriſt, meines Lebens. 14177 4 Jeſu, Gottes Läm⸗ 1077. 9 melein, Ich leb odr ſterb, ſo bin ich dein; Ich bitt, laß mich mir dir zugleich Ein Erbe ſein in deinem Reich. 2. Denn was waͤr ſonſt dein Ster⸗ bens⸗Noth, So viel Striemen und Wunden roth, Wenn ich auch nicht der Seligkeit Genießen ſollt in Ewigkeit? 3. Warum hättſt du dein Leib und Lebn Im Grab verſchl loſſen und deinen Tod Verjagt ſollt werdn, du treuer Gott? 4. Darum, o Jeſu, ſteh mir bei, Gewiſſen Troſt und Hilf verleih; Ver⸗ laß den nicht, Herr Jeſu Chriſt, Der mit deinm Blut gewaſchen iſt! 5. Im Friede laß mich ſchlafen ein Und in dir haben Ruhe fein; 16 6. Das bitt ich dich durchs Leiden Dein Antlitz laß mich ſehen, Herr, Ein ſelig Ende mir beſcher!— dein, Laß das mein letztes Wünſchen ſein⸗ So will ich loben allezeit Dich, O Herr Gott, in Ewigkeit! G. Weißel, g. 1590, ſt. 1635. Um Jeſu Hilfe in Todes⸗Noth. Mel. Wenn mein Stuͤndlein. 1078. Jeſu, lieber Herre Vom Tod und Sterben. nah bei mir ſein In meinen lezte G ort, Bleib Schweiß⸗Tuch ſei, Dein heilger Gi Vater, Gott und Hort, Zu deinen tröſt ich mich mit Grunde. Hin gib mir dein rechte Hand Unt mich heim ins Vaterland 3 3 4! Gorrlich und pl geneſen d aufgebn, Wenn nicht mein Tod durch Herrlich und wohl geneſen; „ r I, Sundon nuat und dich bekehr, Mit Sindm dein Herz beſchwer. Hier bleibtn zer Zeit Bei uns gelebt mein, Ich bitt von Herzens⸗Grunde, Du wollttia ſah Stunde. Mit deinem Geiſte ſteh m. bei, Dein heilſam Wort mein Aähi ſei Bis an mein letztes Ende. 2. Herr Chriſt, du edler Ghe Preis, Du wollſt mein Herz bani ren Durch deine Angſt und halne Schweiß; Laß mich nicht ühelſate Dein Angſt und Schweiß man ſteh mir bei, Zu ſtärken meine Ga⸗ 3. O Herr, durchs bittre Lade dein Verbind mir meine Wunde. Laß deinen Tod mein ALben Vertilg all meine Sünden Sünd und Schuld mich dru Dein Wunden tröſten michd Darauf ich leb und ſterbe. 4. Herr, dein Geſchrei, Ge Flehn Für aller Menſchen ja auch mir zu Gut geſche mels⸗Freud und Wonne. 5. Mein armes Fleiſch mit tergehn, Verfaulen und d Doch wird wieder aufe ich meinen lieben Gott Mtt men ſehn ohn alle Noth Undi ben ſeinen Namen. Herzliebe o ſprich Amen!] 6. ſt. 108 Siegm. Schwabe, g. 1526, J Menſch, denk aus Ende Mel. Vater unſer im Himmelteih, 1=OQ A Menſch, bedente ſ 90 9. 9 dein End Der den Leib als Seele trennt. Gehorche bet 5 tt hil nicht, du mußt davon; Wie du ſe lebſt, iſt dort dein Lohn. an 2. Wo ſind die Kinder dieſet nn Mit ihrer Wolluſt, Pracht m Geld? Wo ſind, die noch vn vole al ir Freud? Sie ſind dahin, De me⸗ Polluſt, ſe gefat 4 di ner Kof und Fr üngſten mit Kla keit Ged An ihre des and auch re den Or Ueberm 8!! 2 7. A Gedenke Dittſt genährt, ““ 49 A Darauf tröͤſt ich gib mir ſteh 82. mir zuſ 42 u ſtärtnna dein Bah mm Laß dei Vertilg Sünd Dein W— tüſten nitn n Geſchre g —„Nerſta d = u Gut geit — „ 4. Hel Fehn F ja auch M echte mich dei ut hm⸗ mels⸗Fre — Vom. Imes gieit tergehn, He ulen und n Doch w Herrlich ich mei 3 wieder a chl geneen,! eben Got z men ſehl en ale lh den ſeins= nen.[dat ſprich A☚ Scpad p l Me enk uns di Mel. RABA urſer i jim 107 enöa en Leib als eedrent Gat en und dich ☛, M Em dein Herh*— ber. djat nicht, du am dapan, d lebſt, iſt ein Lin. 2. Wo—n diekinde . Mit 1 ollut, Ie 11 dd, de ubr s ätt! 1 / Geld? Freud? uuit Gnnd r i Paterland g Vom Tod und Sterben. Hab Iſt Nichts, denn Stank und Staub im Grab. 3. Hieran gedenk, o Menſchen⸗ Kind, Bedenke, was ſie worden ſind! Sie waren Menſchen, gleichwie du, Die meiſte Zeit ſie brachten zu In Wolluſt; aber ach, wie ſchnell Sind ſie gefahren zu der Höll! 4. Hier wird der Leib der Wür⸗ mer Koſt, Die Seel dort leidet Hitz und Froſt, Bis ſie der Herr am jüngſten Tag Zuſammenbringen wird mit Klag Und ſtürzen in das Schwe⸗ fei⸗Feur, zu aller Teufel Ungeheur. 5. Denn weil ſie hier mit Ueppig⸗ keit Gedient dem Satan haben Beid, An ihre Buße nie gedacht Und an des andern Todes Macht: So iſts auch recht, daß ſie zugleich Dort lei⸗ den Qual in Teufels Reich. 6. Was hilft ſie nun ihr Ehr und Gut, ihr Wolluſt, Pracht und Uebermuth? Wo iſt ihr Lachen Spiel und Scherz? Wo iſt ihr ſtol⸗ zes, freches Herz? Verwandelt iſts in lauter Pein, Der nimmermehr kein End wird ſein. 7. Was Gott an ihnen hat ge⸗ than, Er auch an dir erweiſen kann⸗ Gedenke, Menſch, du biſt nur Erd, Trittſt Erd und wirſt von Erd enährt, Zur Erde wirſt du nach dem od Auch werden gleichwie Sand und Koth. 8. Behalte dieß, merk, was ich ſag, Vergieß nicht deinen Todes⸗Tag, Wie ſchnell er brechen wird herein, Vielleichte möchts noch heute ſein. Der Tod mit dir macht keinen Bund. Wie, wenn er jetzt käm dieſe Stund? 9. Gewiß iſts, daß du ſterben mußt; Wann, wie und wo, iſt unbe⸗ wußt. An allem Ort, all Augenblick Wirft aus der Tod ſein Netz und Strick. Biſt, du nun klug, ſo ſei bereit Und warte ſein zu jeder Zeit. 10. Trot nicht auf deinen ſtolzen Leib; Das Sünden⸗Rad nicht länger 647 treib, Wirſt du in Bosheit fahren fort, So fähreſt du zur Höllen⸗Pfort. Gott iſt gerecht, er ſtraft die Sünd, Dort ſtraft er, wie er hier dich findt. 11. Denn wer die Welt mehr liebt, rals Gott, Aus Frömmigkeit nur treibt ein Spott, Lebt täglich wie der reiche Mann, In Völlerei aufs Beſt er kann, Dem Teufel dienet auf der Erd, Wird mit ihm gleicher Straf gewährt. 12. O Jeſu Chriſte, der du mich Aus Finſterniß ſo gnädiglich Berufen haſt zu deinem Licht, Hilf, daß ich mich gleich ſtelle nicht Dem Weſen dieſer argen Welt, Die ganz mit Bosheit iſt vergällt. 13. Verleih, daß ich aus aller Macht Die Welt mit ihrer Luſt ver⸗ acht. Begierd nach Reichthum oder Ehr Laß in mir herrſchen nimmer⸗ mehr, Damit ich dort in deinem Reich Den Engeln Gottes lebe gleich. J. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Hier keine bleibende Stätte. Hebr. 13, v. 14. Mel. Ach, Gott vom Himmel. (1 3 Menſch, bedenk zu 1080˙4 diſer Friſt, Was dein Thun iſt auf Erden; Denn nicht allhier dein Bleiben iſt, Du mußt zur Leiche werden. Es iſt dein Leben wie ein Heu Und fleucht da⸗ hin, gleich wie die Spreu, Welche der Wind verjaget. 2. Und wie ein Vogel, der da eugt, Wenn er die Luft zertreibet, ls uns die Schrift gar klärlich zeigt, Daß kein Fußtapfe bleibet: So ſpüret man auch keine Fahrt, Sobald der Menſch begraben ward, Seins Thuns wird bald vergeſſen. 3. Gedenk, du biſt hier nur ein Gaſt Und kannſt nicht länger blei⸗ ben; Die Zeit läßt dir kein Ruh noch Raſt, Bis ſie dich thut vertrei⸗ ben. So eile zu dem Vaterland, Das dir Chriſtus hat zugewandt Durch ſein heiliges Leiden. 4. Daſelbſt wird rechte Bürger⸗ ſchaft Den Gläubigen gegeben, Dazu k der Engel Brüderſchaft, Ein gar herrliches Leben, Mit ſolcher Wonne, Freud und Luſt, Die gar kein Menſch hat je gekoſt, Noch nie kein Herz er⸗ fahren. 5. Nun laßt uns wachen alle Stund Und ſolchs gar wohl betrach⸗ ten: Die Luſt der Welt geht gar zu Grund, Die ſollen wir verachten Und warten auf das höchſte Gut, Das uns ewig erfreuen thut. Das helf uns Chriſtus! Amen! Joh. Heſſe, g. 1490, ſt. 1547. Das wohlbedachte Ende. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1081 9g Menſch, gedenk ans 21.4 Ende, Willſt du nicht Uebels thun! Der Tod bringt oft behende Das allerletzte Nun. An einem Augenblicke Hängt ewig Wohl und Weh; Drum denke wohl zu⸗ rücke, Wohin dein Leben geh. 2. O. Menſch, gedenk ans Ende! Wer weiß, ob nicht noch heut Der Tod ſich zu dir wende! Drum mache dich bereit, Wenn du ſollſt Rechnung geben Von dem, was du gethan, Damit dein eigen Leben Dich nicht verklagen kann. 3. O Menſch, gedenk ans Ende, Stirb ſtets den Sünden ab, Gib dich in Gottes Hände Und fürchte nicht das Grab, Sei fertig alle Stunden, Halt dich an Chriſti Blut! Stirbſt du in Jeſu Wunden, Soiſt dein Ende gut. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Sterbe⸗Lied eines Kindes. Mel. Wird das nicht Freude ſein. 4942* ſchönes Himmelreich, 1082.9 O Reich der Freud und Ehren, Da lauter Guts zu hö⸗ ren, Dem Nichts auf Erden gleich, Da ſich an Jeſu Schätzen Die Seini⸗ gen ergötzen: O ſchönes Himmelreich! 2. O Reich der Herrlichkeit, Da man in Friede wohnet, Da Gott Vom Tod und Sterben. bitter Leid Ein ſüßes Manna ſtu⸗ et, Das lauter Troſt ervelt ſchönes Himmelreich! 3 3. Was hatt ich in dar Wa Als nur ein ſieches Leben? Ih n mit Angſt umgeben Und ante Kreuz geſtellt, Mußt Thräna vergießen, Hier kann ich Twi nießen: O ſchönes Himmelreit 4. Ich ſteh vor Gottes Thren trage Sieges⸗Palmen, Ich ſinge zm den⸗Pſalmen Und hör im ſüzer e Der Engel Triumphiren, Der in Jubiliren: O ſchönes Himmektet 5. O Reich der beſten Ruh, de Jeſus mir erworben, Als ai mich geſtorben, Und ſagte mir e Mit ſeines Dieners Munde he Tauf⸗ und Gnaden⸗Bunde. Dt nes Himmelreich! 6. Ihr Eltern, weinet nicht wär ich euch entwendet, Jöht an geſendet Ins klare Himn Ich bin dahin genommen ihr denkt zu kommen: Ins ftt⸗ Himmelreich!. 7. Schmerzt euch mein it Stand, Den ich erdulden So ſollt ihr tröſtlich wiſſen, im Vaterland, Da keine Kindatt nen, Da ſie wie Sonne ſchete O ſchönes Himmelreich! 8. Ach kehret euch nicht dar Daß mich der Schmerz petſt Und die Geſtalt verfället, Dim kaum kennen kann; Denn masſ Tod verzehret, Das wird hiert verkläret: O ſchönes Himmeleih 9. Wo kann mir beſſer ſein Ve in dem Reich der Freuden, Am Nichts weiß von Leiden, Vuan in Angſt und Pein? Da nich di g gel küſſen Und mich zu triftn ſen: O ſchönes Himmelreich M. Z. Herrmann, g. 1683, ſ.n — Gegen des Todes Schreckl. —. 61 nden. Mel. Wenn mein Stündlein vorha das Kreuz belohnet, Und man für 1083. esdies voll Zor du dich Peile S das dich ner ſchni nen Pfe 2. Ko. hald Un deiner ſ mit Pein du dami ſind erhe ſie ſiche delden⸗F deine B Mel he wil 9 Gden Wenn f Ich biſcrn 6. 1 wär ich an geſett amns llmn d tern, weint ihr d Himme j 7.(wecttt euch ma Stand= ih ardun. So ſolt Itröſtlichviſe komnen. E min Va—”, Da kwſ nen, 7 wie Som (O ſchoöß ammelreihl . 8 hret auh it Daß 1M der Schmez Und die— alt refflk! kaum r= kann: Dun Tod ve ᷣ, Das vid verklaͤrz! ſchönes Finn 9. 2 m nꝛ hſſet in dem„— der Freda Nichts* don Aden d —. Angſt=ein? da u gel kuüſ d nich ut ſen: Odes Humänt M.ö den ann p Ge 5 Todes dr Mel. 1l☚ tein Stindtu mit Pein und Schmerzen! Was wirſt führte dich zur Sieges⸗Schau, Auf nt zentwendet A nn in genonma, Hand Entflohn und im gelobten 08— 1 b Vom Tod und Sterben. voll Zorn und Blitzen, Wie machſt du dich ſo groß und wild Mit deiner Pfeile Spitzen? Hier iſt ein Herz, das dich nicht acht Und ſpottet dei⸗ ner ſchnöden Macht Und der zerbroch⸗ nen Pfeile. 2. Komm nur mit deinem Bogen bald Und ziele mir zum Herzen In deiner ſeltſamen Geſtalt, Verſuchs du damit richten aus? Ich werde dir doch aus dem Haus Einmal ge⸗ wiß entlauf8en. 3. Ich weiß, daß dir zerſchlagen iſt Dein Schloß und ſeine Riegel Durch meinen Heiland Jeſum Chriſt, Der brach des Grabes Siegel Und daß uns nicht mehr vor dir grau, Ein Spott iſt aus dir worden. 4. Beſiehe deinen Palaſt wohl Und deines Reiches Weſen, Obs noch anjetzo ſei ſo voll, Als es zuvor ge⸗ weſen? Iſt Moſes nicht aus deiner Land Auf Thabor ſchön erſchienen? 5. Wo iſt der alten Heilgen Zahl, Die auch daſelbſt begraben? Sie ſind erhöht im Himmels⸗Saal, Da ſie ſich ewig laben. Des ſtarken Jeſu Helden⸗Hand Hat dir zerſprengt all deine Band, Als er dein Sieger wurde. 6. Was ſolls denn nun, o Jeſu, ſein, Daß mich der Tod ſo ſchrecket? Hat doch Eliä Todten⸗Bein, Was todt war, auferwecket; Vielmehr wirſt du, den Troſt hab ich, Zum Leben kräftig rüſten mich, Drum ſchlaf ich ein mit Freuden. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Das Grab unſere ſanfte Schlaf⸗ Kammer Mel. Nun ruhen alle Wälder. 13 Tod, was willſt du 1084. 9 ſchrecken? Mein Je⸗ ſus will mich wecken, Wenn du mich haſt gelegt Hin in den Schooß der Erden. Ich ſoll lebendig werden, 649 2. Weint nicht, ihr meine Lieben, Wollt ihr euch denn betrüben? Ach nicht, ich geh nur vor. Wo ich bin hingegangen, Müßt ihr auch ange⸗ langen Durch dieſes finſtre Todes⸗ Thor. 3. Die Erd iſt meine Kammer, Wo ich vor allem Jammer Ganz ſicher ſchlafen kann. Nichts wird mich da ermüden, Ich ruh in ſtillem Frieden, Bis einſt des Herren Tag bricht an. 4. Die Aſche meiner Glieder Gibt Gott mir alle wieder, Wenn einſt der große Hirt Mir alle mein Ge⸗ beine Mit einem neuen Scheine Ganz herrlich überziehen wird. 5. Da ſoll mein Leib von Erden So hell und glänzend werden, Wie Jeſu Glieder ſind; Da werd ich nicht mehr weinen, Weil ich ſo ſchön ſoll ſcheinen Als ein verklärtes En⸗ gels⸗Kind. 6. Drum komm, o ſüße Stunde, Da mir aus meinem Munde Mein letzter Hauch fährt aus; Wenn mein Leib wird erſtarren, Daß man mich muß verſcharren In mein beſtimm⸗ tes Todten⸗Haus, 7. Dann werd ich ſicher ſchlafen Bei meines Jeſu Schafen, Trotz dem, der mich verletzt! Die meinen Staub bewahren, Sind ſeiner Engel Schaaren, Die er zu Wächtern hat geſetzt. 8. Wenn ich in meinem Grabe Nun ausgeſchlafen habe, So werd ich auferſtehn. Wie Chriſtus von den Banden Des Todes iſt erſtanden, So ſoll ich einſt auch frei ausgehn! 9. Drum, wenn ich werd erblei⸗ chen, So ſoll mein Grabes⸗Zeichen Sein Sieges⸗Fähnlein ſein. Drauf will ich ſchlafen gehen Und einſt auch auferſtehen Und dringen in den Himmel ein. 10. Nun gute Nacht, ihr Meinen! Laßt euer bitter Weinen, Ich ſehne mich zur Ruh. Nach etlich wenig Tagen Wird man mich ſchlafen tra⸗ Wenn ſich des Herren Geiſt erregt. gen Nach meinem Ruhebettlein zu. 11. Die ſanften Grabe⸗Lieder, Die haben meine Glieder Nun ſchon ge⸗ ſchläfert ein; Der kühle Schooß der Erden Soll mein Schlaf⸗Bettlein wer⸗ den. Valet, es muß geſchieden ſein! M. Joh. Quirsfeld, g. 1642, ſt. 1686. Jeſu, hilf ſelig ſterben! Mel. Was Gott thut, das iſt wohlg. 108 5 9 treuer Jeſu, der du 9 biſt Mein Hirte, Troſt und Leben, Mein beſter Freund zu jeder Friſt, Dem ich mich ganz er⸗ eben: Ich bitte dich Ganz inniglich, Laß mich doch nicht verderben, Wenn kommt die Zeit zum Sterben! 2. Steh mir am letzten Ende bei Und hilf mir überwinden, Mach mich von meinen Schulden frei Und ſprich mich los von Sünden; In aller Noth Sei mir dein Tod Und unverſchuldtes Leiden Ein Anblick großer Freuden. 3. Erſcheine mir zur ſelben Zeit it deinen offnen Wunden, Die du, daß ich ſoll ſein befreit, Aus lauter Lieb empfunden; Dein theures Blut Komm mir zu Gut Und labe meine Seele In ihrer matten Höhle. 4. Und wenn ich nicht mehr ſpre⸗ chen kann, Noch meinen Mund be⸗ wegen, So nimm die ſchwachen Seuf⸗ zer an, Die ſich im Herzen regen. Laß für und für Gar ſüß in mir Den Namen Jeſus ſchallen, Wenn mirs Gehör entfallen. 5. Daneben bitt ich, treuer Gott, Du wollſt mich ganz umfaſſen Und ja nicht in derſelben Noth Armen laſſen. Ach, möcht ich doch Auch heute noch Die theure Gunſt er⸗ erben, In deinem Schooß zu ſterben! 6. Ei nun, ſo komm zu deinem Lamm, Mein Hirte, Troſt und Le⸗ ben, Mein beſter Freund und Bräu⸗ Vom Tod und Sterben. Aus deinen Bußfertige Bereitung zun Tode. Luc. 23, v. 42. Mel. Nun ruhen alle Wäͤdder 3 0 8 6. Welt, ich min ꝛlaſſen, Ich fahry .. d hin mein Straßen Ins pge d land. Mein Geiſt will ic auſgin Dazu mein Leib und Leben d in Gottes gnädge Hard. 2. Mein Zeit iſt nun pollae Der Tod das Leben endet iſt mein Gewinn. Kein P auf Erden, Das Ewge muß mirt⸗ den, Mit Fried und Ireud ihi dahin. 3. Ob mich gleich hat bazze Die Welt, von Gott abzogen D Schand und Büberei, Will it nicht verzagen, Sondern mitt ben ſagen, Daß mir men en vergeben ſei. 4. Auf Gott ſteht mein Vrzen Sein Antlitz will ich ſchauenlt lich durch Jeſum Chriſt, Mit uns iſt geſtorben, Des Vateii erworben; Mein Mittler a worden iſt. 5. Die Sünd mag mir nichiſt den, Erlöſt bin ich aus Gnadenſe ſonſt durch Chriſti Blut, Kenlt kommt mir zu Frommen: Sat ich zu ihm kommen Allein di wahren Glauben gut. 6. Ich bin ein unnütz Knt Mein Thun iviel zu ſchlechte i daß ich ihm bezahl Damit das ent Leben: Umſonſt will er mitz ſn Und nicht nach meinm Verdientin Wahl. 1 20 4) Drauf will ich fröhlich ſtit Das Himmelreich ererben, L mirs hat bereit. Hier mag ihnd tigam, Dem ich mich ganz ergeben, Komm bald zu mir, Nimm mich mit dir Aus dieſem Meer der Leiden Ins Reich der ewgen Freuden! vertreiben, Mein Seele Leibe ſcheidt. mehr bleiben, Der Tod 8 3 8. Damit fahr ich von himn Joh. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. O Welt, thu dich befinnen De m nußt Gott bek begehren; nicht ſchw 4 Hör auf n rich Beten un 5 1084 ihr durch men Ih die uns Kerter! und 8e hier kenn ſeid zu 143 Kammer Jammer euch hind 4. Ch Thräͤnen, wir uns ungen, Dhr gedr 5. Ac gerne ſter die Welt bleiben, loſſen tre 6. Ko auszuſpa uns bald Sonne, Freud un auf— 7* uf(* dos brxn den, 3. G.. 8s 1087. 9,5.arnaeda nd nich ben— Daß nit Kan dahin 3.—nich gleich ſe e— von Gott ch t jen, Sunden verge i. 4. ſott ſteht we Sein vll ihſta lich— Feſum die uns h anrden, Da h erwol ſerr Mein Mif word 5. † Hünd mag nti „. den, 1— bin ich usu ſonſt Chriſt But komm r zu Frouna. ich Su kommen Al wahrff uben gut 6. ☛ in kin umh Mein iſt vielu ſte daß i-r bezahl dund Leben— ſonſt wil an Und duch mein b 7.1*⁴ lll ih fuut Das m rerreich getn mirs Mzereit. Ni u mehr= n, Da W ant vertranm Mein 8 3 Leibe- ct. 8. t= dt faht ähm 0 W u dih bii⸗ nicht ſchwach. Hör auf von Sünd⸗ und Schanden Und richt dich auf die Bahn Mit du mußt auch hernach. Thu dich zu Gott bekehren Und von ihm Gnad begehren; Im Glauben ſei du auch 9. Die Zeit iſt nun vorhanden: Beten und mit Wachen; Sonſt all Vom Tod und Sterben. irdiſche Sachen Sollſt du gutwillig fahren lan. b 10. Das ſchenk ich dir am Ende: Ade, zu Gott dich wende! Zu ihm ſteht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, Nimm mein Abſchied zu Herzen: Meins Bleibens iſt jetzt hier nicht mehr. Joh. Heſſe, g. 1480, ſt. 1547. Das Glück der Selig⸗Verſtorbenen. In eigener Melodie. Glänbige. ihr durch den Tod zu Gott gekom⸗ men! Ihr ſeid entgangen aller Noth, die uns noch hält gefangen. 2. Muß man doch hier wie im Kerker leben, Da nur Sorge, Furcht und Schrecken ſchweben; Was wir her kennen, Iſt nur Müh und Herze⸗ eid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer Sicher und befreit von allem Jammer; Kein Kreuz und Leiden Iſt euch hinderlich in euren Freuden. 4. Chriſtus wiſchet ab all eure Thränen, Habt das ſchon, wornach wir uns erſt ſehnen; Euch wird ge⸗ ſungen, Was durch keines Menſchen Ohr gedrungen. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne ſterben Und den Himmel für die Welt ererben! Wer wollt hier bleiben, Sich den Jammer länger laſſen treiben! 8 6. Komm, o Chriſte, komm, uns auszuſpannen, Lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, Iſt der frommen Seelen Freud und Wonne. M. Simon Dach, g. 1605, ſt. 1659. Selige. a höchſt ſelig ſind wir, 1 088. 3 lieben Brüder: Unſer Mund iſt voller Freuden⸗Lieder: Doch was wir ſchauen, Wird Gott euch gar bald auch anvertrauen. 2. O ihr Ljeben, ſeid doch ja zu⸗ frieden; Wünſcht nicht Freude, weil ihr ſeid hienieden; Laßt euren Willen Sich nur ſanft von Gottes Gnade ſtillen! 3. Aber gleichwohl mußten wir auch kämpfen, Da in uns war Sünd und Tod zu dämpfen; Was euch jetzt quälet, Daran hat es uns auch nicht gefehlet. 4. Duldet euch nur fort bei euren Thränen, Bleibt getreu, euch him⸗ melan zu ſehnen; Eur jetzigs Lei⸗ den Iſt der Saame zu den künftgen Freuden. 5. Freilich iſts hier gut bei Chriſto leben; Doch könnt ihr euch in Geduld ergeben; All euer Streiten Lohnet Chriſtus hier mit Herrlichkeiten. 6. Ach, ihr theuren Seelen, eure Kronen, Eure Palmen, eure goldnen Thronen Sind ſchon bereitet: Schafft nur, daß ihr recht zum Siege ſtreitet! Jac. Baumgarten, g. 1668, ſt. 1722⸗ Beide zuſammen: 7. Nun wir wollen beiderſeits dann loben Gottes Lamm, das uns in Gott erhoben; Ein ewig Leben Iſt uns beiderſeits gewiß gegeben. 8. Lobt, ihr Menſchen, lobt, ihr Himmels⸗Chöre, ebt dem höchſten Gott allein die Ehre! Die Ewigkeiten Werden unſers Gottes Lob ausbreiten. Alter lateiniſcher Uymnus, der an manchen Orten bei Beerdigungen noch gebräuchlich iſt. 1 089 Salve Jesu Christe, rex 9UO. S misericordiae, vitae dulcedo et spes nostra, salve! Ad te clamamus exules filii Evae. Ad te suspir amus. gementes et fHlentes i in I hac lacrymarum valle. Eja ergo ad- vocatè noster, illos tuos misericordes oculos ad nos converte et te Jesum, benedictum patris tui filium, nobis post hoc exilium ostende. O cle- mens, o pie, o dulcis fili Mariae! Um Jeſu Beiſtand im Tode. Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben. 1090. Schau, Jeſu, wie mein 3 Herze Vor Angſtun nd Trauern ſchmacht; Sei du mein Licht und Kerze In finſtre Todes No — 2 4ℳ 8& Umringen mi ch die Sünden, Und quälen meinen Geiſt, So laß mich Sch dutz empfinden, Daß du mein Heiland ſeiſt. 3. Schleiß mich in deine Wunden, Daraus mein Balſam gi uillt; Mir iſt manch Schrne verſchwund den, Wenn du amnich eingehüllt. 4. Ach, laß mich nicht vergeſſen, Was du erduldet haſt, t, Wenn mich die Sün⸗ den preſſen Als eine Centnerlaſt. 5 Nimm, Jeſu meine Thränen Zum ſüßen Opfer an, Weil ſonſt mein herzlich Sehnen Nichts Beſſres ge⸗ ben kann. Nichts Beſſres kann ich bringen, 48. ein zerknirſ chtes Herz, Das von dem Kampf und Rit ingen Nur fühlet Angſt und Schmerz. 7. Ach, Jeſ ſu, mein Erretter Ent⸗ zeuch dich nicht von mir, Wenn mir die Sünden⸗Blätter Der Satan leget für. 8. Komm, ſtehe mir zur Seiten Und ſei mein Schutz und Nath, Wenn wider mich zu ſtreiten Der Tod be⸗ ſchloſſen hat. 65² Vom Tod und Sterben. Aus deinen Ne mich kein Teufel Haus. 10. Trotz dem, Jeſu heim. 11. Halt über iſt, d mich verd 13. Ruf a aus Todes Schmerz zen Tode frei. In meiner letzten nächſten ſein. 15. Nach dir Eitel keit. ich die Augen zu. das Amen Und brin Mel. Meinen J 1091. ve B 6 der Erden; Ort, D den. Sd der 2 Es iſt h 2. Kinder, die Bald abſ ſcheiden, er noch ein Kind. 3. Kleine Kinder tern lieben zwar e Ich kleb an dir, ein Fall beſchäme, So nimm nit I treues S Mutter„Herz, 1 mei ne S Sünd e Ger wo 12. An der nem Iſt Sund und Tod geſe neacht mich gerecht. in Daß ich dein eigen ſei 14. Ich weiß, du die Noth am größten, Wir nen, O Jeſu ſei richt mich gern entwöhnen 16. Allein in deinen M. Z. He rrmann, g. Weil der Nudi dic aunn di Weſſen Seele Gott gefäl, 8 Prhi bald hinweggenommen. Keine 7 ſal der empfindt, Wer ſiubt, nen der will der Himmel hatb ägel⸗ Maalanii 8 ¹s. Dein hr dn der n nich d 17 lähme 1 vie Leim, E ne 4 blu ges Bez zahlen Bringt nith ins Va weil Kinde Bekagten d unmül Name nen 6 deinem Kinde, N KRech 9* bie ter S 9p bon 8 „ ng T 9 1 d. Fr E ngel find. W zef 1 dil, ein Kind, 1. Ade woh Got ttes W zehn D Die den, Vohr ¹ Iore 1 Anſar em Leibe rinen Ge d d Elias SWa „ Rir d ge n. ad. rdes sum, = iinen — Nan a n weil Kinder Gottes Gaben, Sind am Lein 8 beſten ſie verſorgt Bei Gott, der ſie 1 uns geborgt. en, dern 8 4. Jeſus hat nicht nur allein Die dir, wioge Betagten kommen heißen; Kindlein, äme, 5 die unmündig ſein Und doch ſeinen Namen preiſen, Werden auch mit Seen 4 33 zugleich Sitzen in des Vaters x Gevorin 5. Dorten biſt du auch nunmehr, lchis h deinen 8 Liebſtes Seelchen, Bei den Engeln, cle. N= Td git Wo die reinen Jungfraun⸗ Chör Wiſ⸗ 1nl. Ne verdann len n Nichts von Suͤnden⸗Mängeln. gerect as hier ubaetüußt die Zeit, Gibt a2 1☛₰ un dir dort die Ewigkeit. e.[2 1 in 6. Du biſt eine Himmels⸗Braut LLodes— 8 Deines liebſten Heilands worden; Tode*☛ Jeſus, der ſich dir vertraut, Hat dich „ 14. n du vin aus dem Sünden⸗Orden Bald ge⸗ nem In m= egten di nommen; Nun haſt du, Sternen⸗ und die N a grifte Rind, die Himmels⸗Ruh. Licht nächſt—. Pin 7. Dorten an dem Wolken⸗Dach acht. 15— u 1 Glänzt dein Bildniß uns von fer⸗ den, nen, 1☛☚ ſa m dh nen; Seufzer, die wir ſchicken nach, laß mich 3Smied Schwingen ſich bis zu den Sternen. nein Eiteltz üdne d Gute Nacht, du Himmels⸗Seel, Dein 16. 424 indeuen⸗ Leib ruht in ſeiner Höhl! den. ie ich 1 n zu. n M. S. Bornmeiſter, g. 1632, ſt. 1688. benn„ l trnxn Seligkeit der Gläubigen von nun —⁵ hbanmtn an im Tode. Vas 9 suͤn an did eints 9h Offenb. Joh. 14, v. 13. -„ unen Kuht Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. nen inen Jeiun li elig, ſelig ſind die tein 10 E Htunn 1092. 9 Todten, Die am ge un e Ende wohl beſtehen Und mit welchen der Cr Es it iirt Gottes Boten, Engel, ſelbſt zu Grabe gen,. Ort, mu mägtt in gehn, Die von Chriſto, wenn ſie ſter⸗ von den. Welt mg ben, Wohnnng, Heil und Leben erben. hlet Weil— immel me Ihre Seligkeit und Freude Hat 2. r, di un den Anfang, wenn der Geiſt Von int⸗ Bald dden, ſiht dem Leibe, von den Leide, Zu den mir Weſſe= Io Gat gi reinen Geiſtern reiſt, Wenn er auf Wet bad— genomui Elias Wagen Wirdin Abrams Schooß al de= fundt t. Wo getragen. den 5— Kin. 3. Arbeit, Elend, Angſt und Kla⸗ — Kinder Gyli gen„Nammer, Wehmuth, große Noth, eun 8 er Him Alle Morgen neue Plagen, Kreu be⸗ e 2 zvir* das ſchwerer, als der Tod, Droht Vom Tod und Sterben. 653 im Leben nur den Schafen, Und die Todten ruhn und ſchlafen. 4. Nur die Leiber ruhn in Höh⸗ len; Denn Gott ſchafft den Seelen Luſt. Gott entdeckt den frommen Seelen, Was kein Aug und Ohr ge⸗ wußt, Und belohnt ihr Kämpfen, Rin⸗ gen, Das er ſelber half vollbringen. 5. Selig, ſelig ſind die Todten, Die am Ende wohl beſtehn Und mit welchen Gottes Boten, Engel, ſelbſt zu Grabe gehn, Die mit Chriſto, wenn ſie ſterben, Wohnung, Heil und Leben erben. M. Chriſt. Aug. Freyberg, 1684. ſt. 1743. Seligkeit der in Jeſu Ent⸗ ſchlafenden. 1093 Welig, wer ſo ſchlafen 1093.ℳ geht in ſeine Kam mer, Der verſchläfet Krieg, Verfol⸗ gung, Angſt und Jammer, Denn ſein Jeſus ſchließet ſelber zu Und ver⸗ ſchaffet lauter Fried und R Ruh. 2. Selig, wer gerecht in Jeſu wird erfunden, Der hat ſchon das Meiſte glücklich überwunden, Er wird vor dem Unglück weggerafft, Weil ihm Jeſus Heil und Leben ſchaf fft. 3. Selig, wer hier Ae als ein Chriſt gewandelt Und in allem Thun gewiſſenhaft gehandelt Der iſt fröh⸗ lich, wenn er ſchlafen geht, Ob der Sarg gleich bei dem Bette ſteht. 4. Selig ſind, die Kreuz le Lei⸗ den hier getragen, Denn ſie wollen dort von Nichts, als Freuden ſagen; In dem Himmel iſt kein Angſt⸗Ge⸗ 4 Wer ſo ſtirbt, iſt alles Jammers rei 5. Selig, wer ſein Brünnlein wil⸗ lig läſſet fließen, Der wird Alles tauf ſenffült dort genießen; Jeſus ſchreibt ſich ſelber Alles an, Wer hier ſeinen Auman Guts gethan. Selig, wer in Fried und Liebe ſtets gelebet Und darnach in ſeinem Ehriſtenthum geſtrebet, Dem iſt dro⸗ ben Fried und Seligkeit Und auch ewig Lieb und Ruh bereit. 7. Selig, wer nur täglich ſucht ſen, 8. ſei Sünde, Tod und allhier zu ſterben, Der kann ganz gewiß zu keiner Zeit verderben; Er mag ſterben plötlich und geſ ſchwind, So wird er nur bald ein Himmels⸗ n Kind. 8. Jeſu, laß uns alſo glückl ich werden, Nimm uns, wie du willſt, nur ſelig von der Erden; Bringe deine Kinder zu der Ruh, Schließe Augen, Grab und Kammer zu! G. Gerber, g. 1660, ſt. 1731. Sieg nach dem Todes⸗Kampf. Mel. Gott des Himmels und der. 109. 5 e Setroff o mein -. e, Und beſtreite Titzerlich Dieſes Lichidalad Leit bes Höhle, Die Erlöſung nahet ſich, du aller Angſt und Pein S Sel ig wdſ entbunden ſein. 2. Chriſtus verbſt wird füͤr edich kämpfen, Er, egesh Lehrt uns alle Fein 1, Di er ſelber hat gefällt 3 mit i dem Tode rang Und der Höllen Reich bez⸗ wang, 3. Sollt ich aber ſorglich ſtreiten, S ad tnen Seiten, Die er öff mir zu Gut, Sie iſt ein ſehr feſt Schloß, Satan, wider dein Geſch 4. O, wie werd ich dort empfan⸗ gen Den gewünſchten Sieges⸗Lohn. Mein vertläͤrtes Haupt wird pran⸗ gen Mit der rechten Ehren Kron. Alle Schwachheit und Verdruß Wird ſein unter meinem Fuß. 5. Weſſen ich mich ſtets befliſſen, Meines Herzens gute Sach luns ai mein unbeſleckt Gewiſſen Folgen un⸗ elound mir nach, Alſobald mein reter Geiſt Aus dem Körper iſt ge⸗ reiſt. 4 6. Unterdeſſen will ich leiden, Was mein Gott mir aufer rle-gt. Seine k Hand küß ich beſcheiden, Die mich ertrag 1 ſtill, Laß ihn ſchaffen, was er will. ten, welch ein ſo flieh ich in die Hut Seiner der Ir oß. 4. zu dem Bräut am bras er mich an die Bruſt b ohle det— ſich zur Ruhe wend de väterl ch j jetz ae ſclägt Se einen Zorn 3 — Vom Tod und Sterben. r wird mich von llen d — Selig noch zuletzt erloſen zu d Reich der Herrlichkei ds An nach dieſer Welt In den h vorbehält. 8. Ihm ſei Ehr und Dam ben, Ibnerheb ich, wi wie ich in und nach dem ſoll Lob und de rei her ſein, Bis z 2—=— — Triumph⸗Lied eine ſeline Himmels Brun r Nh e B Ln 98 — 418 S8 1 41 .☛ ‿ meine Kr one, e Jun d Gold it Perlen blie malet Und 3. Ach Sinne lachten;. und Grüßen T Küſſen. 5.„Wohl nnir,. ich virda i inzen, uinit Lußt bin ichn geb en: Ade, du Laſter⸗ dedan⸗ 4 6. Drum hört mit Walen H H ranthie Vater⸗Seele, Dend nſchen Lauf Geht hin zur oͤhle: O wohl, wers 4 „Ach, kei euue in Mutt Angſt und clich 1 ben. 6 ſei Ehr m den, ☚ chebich en — eizent a 10(=, S4n Da Ha wirſt J dich held, Die mich leien 211. wid d n Die in alln zit Gollſs ſe gebaut, hii dem Per deen, De Ai Reich malzi I überal bit 31 wunderbart j eiten, welg Fü ſchönes Ome einer der—Schall Abntt ffnet 2 Die(hät ui feſtes Nedſ rend Serayii choß. 4/11 ſie mit fue pfan⸗ zu d räutgam batz vohn. er m die Bmſt d -ran⸗ Sinz hten; En a tron. und=nm Wax Nitt Vird Küſſ 5 ☛ ni, ihhu ſſen, dir i mels Grenn Und als aut Unitte un⸗ ges n, M Mt mein gebe e, du oire ge⸗ 6.=an hort mi ¹On— Pater Su. Men:⸗= Luff Gſt des⸗., O cchl ke det mich zur hh 7. lebſts lis zufriden Stma Wa bein mich gJorn 7.. was eureſM³ th [Ang=d 3 9 n 1☛ veißer Seider g Int veiter Seide d euch geſchieden: Der, ſo mich euch V geheben, Nimmt wieder hin mein Leben. 8. Bah Dank für eure Müh, Für Alle Sorg und Plagen, Die ihr ſo ſpät als früh Für euer Kind getra⸗ gen, Habt Dank für euren Segen, Nun will mich Gott verpflegen. 9. Stellt uur die Thränen ein, Ihr Schweſtern und ihr Brüder, Wenn meine Todten⸗Bein Einſt wer⸗ den grünen wieder Da ſolls gewiß geſchehen, Daß wir uns wiederſehen. 10. Nun, Erde, gute Nacht! Dein falſches, eitles Weſen Wird jetzt von mir verlacht. Ich bin bei dir ge⸗ weſen; Drum weg, du Welt⸗Getüm⸗ mell Ich wähle mir den Himmel. M. Jer. Würfel. Jeſu Kommen in der letzten Stunde. Mel. Schwing dich auf zu. ( iehe, Herr, du kom⸗ 109 6. 9 meſt bald, Komm, Herr Jeſu, Amen! Komm, die Glie⸗ der werden kalt, Denk an deinen Na⸗ men; Denke, daß du Jeſus heißt, Uns zum Heil erkoren, Daß du auch mein Heiland ſeiſt, Und ich nicht verloren. 2 2. Ach, du haſt im Fleiſche ſchon Sehr für uns gebeten, Sollteſt du vor Gottes Thron Jetzt mich nicht vertreten, Jetzt, da Sünde, Höll und Tod Meine Seele ſchrecken, Da mir Schmerz und Todes⸗Noth So viel Angſt erwecken: 3. Ach, mein Glaube ſiehet dich An dem Kreuze hangen, Wie du ſtir⸗ beſt auch für mich, Heil mit zu er⸗ langen: Ja vielmehr noch, wie du ſitzſt Auf des Himmels⸗Throne, Wie du mich mit Vorſprach ſchützſt Und mir reichſt die Krone. 4. Meine Schuld iſt abgethan, Alles iſt vergeben, Du ſiehſt mich genädig an, Ich ſoll mit dir leben; Ach, du reichſt mir ſchon die Hand, Vom Tod und Sterben. Mich zu dir zu ziehen, Sollt ich nicht den Erden⸗Tand Williglich entfliehen? 5. Komm, mein auserwähltes Kind, Hör ich dich mir rufen: Schau was hier für Schätze ſind, Tritt des Him⸗ mels Stufen, Heute ſollſt du ſjein mit mir In dem Paradeiſe, Komm, jetzt⸗ und geb ich auch dir, Was ich theur verheiße. 6. O der großen Herrlichkeit, Die ich ſchauen werde! O ein Blick, der mich erfreut! Weg, du eitle Erde! Schaut, die Engel warten ſchon, Wie es Gott befohlen, Mich alsbald vor ſeinen Thron Selig heim zu holen. 7. Jeſu, ach, wie ſoll ichs dir Immerdar verdanken: Jeſu, ach, laß nicht von mir Meinen Glauben wan⸗ ken! Jeſu, ach, ich laß dich nicht, Wenn im letzten Schmerze Mir mein Herze vollends bricht, Sei dein Herz mein Herze! M. A. G. Thebeſius, g. 1596, ſt. 1652. Letzter Zuruf bei dem Grabe eines Kindes. In eigener Melodie. 097 9o geh nun hin dem 4. Grabe zu, Du zartes Kind, du reine Seel! Geh hin und ſchlaf in ſtiller Ruh, In dieſer Gruft, in deiner Höhl: Schlaf, bis die ganze Welt erwacht, Schaf ſanft, Viel tau⸗ ſend gute Nacht! Gute Nacht! 2. Schlaf, Himmels⸗Kind, der Ster⸗ nen Zelt Hat ſchon den kurzbewirthen Gaſt, Dein Geiſt entnommen dieſer Welt, Von aller Herzens⸗Hitze⸗Laſt: Schlaf, bis die ganze Welt erwacht, Schlaf ſanft, ꝛc. 3. Wohl dir, du haſt gar bald den Lauf In deiner zarten Blüth geendt; Dein Seelchen fähret himmelauf, Zu ruhen in des Herren Händ: Schlaf, bis die ganze Welt erwacht, Schlaf, ſanft, ꝛc. 4. Dich hat noch nie die Welt be⸗ trübt Mit ihrer falſchen Sünden⸗ Luſt; Nun haſt du ja, was du ge⸗ Vom Tod und Sterben. Du liegeſt an der Jeſus⸗Bruſt himmelan? Werd ich nach liebt, Schlaf bis die ganze Welt erwacht, gehen Auf eitler Erden Tandn. Sch 6 lle — — laf ſanft, ꝛc. werd ich nicht bald ſehen Daß ut 5. Dich hat das Vater⸗Herz ver⸗ Vate erland? athn ſorgt, Du lebeſt dort ins Himmels⸗ 5. Gott Lob, nu Haus, Hier hat er deinen Leib ge⸗ Nun ko t die S borat. Der Erd, ſie da un geb h her⸗ iich von d d deefer Frder aus, Wenn wied der alle W u 5 1 Schla ſanft, c. 4 Ihr Engel, ſtehet um die Gruft, Beiveß ört den Leib und die Gebein, Bis dermaleinſt der Himmel ruf Komm in Ki 32 feß i. Nun h Sal 1 Dier ich, vor unſerm Hei wenn ich, dir gleich gem kann geben gute Nacht! E Lebens⸗Lau f. M le wendet Und Sehr matt bin Mei Herz iiſt Bon Seufze Drum km Elter! Lid um dch ſchie⸗ Sieht; ſeh Mutter; Augen a 1 9. Ich eine lurs ſle ſeeher Recht . mi rauch. ſinm 21 Wer geh 8 end rgast Vatel 1 bahſtal 2 9 3 1 Nun— ob, nn ſale ia die Sud und Cde dn 36 Wn ſWn rlit= Weiren Sn GF8 it ien, laßt 8 1 6 N dath e S. Durch amg Eh nt 3L.? 1 der Düſſltm .. len ſänn mat= mer jms 1. ſe ihr auh .= ür euch um Wen niich Üea dürft. aoh uct din em— 3old. In dn m 4. J die d d ich ac 21 in Heind gi Obn acth und nig J d Stunden d Ewig a wid m. neuen werden wr nander ſteuen! 9 — un nunßichſtz Joacd. Au Freug e Nact zn Luſt 1 euden zuch bedach=—e ihr nich un Im ſchy— Paradeis, Da windeſſ„ gute Natt ie Zur ſu bender Kiin Elter. A= lic thut nit H& g ohbitt 10 ☛ 5 vollbne Ichbin ga n get: üſend rutr aber,— Leben, in ſti 2 Was poll i 6 trüden= bts dochſt In werden ſein. Vom Tod und Sterben. 2. Denkt, Vater, wie viel Sorgen, Wie manche wache Nacht, wie man⸗ chen düſtern Morgen Ein liebes Kind oft macht! Was ihm kann wider⸗ fahren, Das fürchtet, der es liebt: Den Kummer könnt ihr ſparen; Drum 8 ſeid doch unbetrübt. 3. Ach, Mutter, laßt die Zähren, Stellt euer Klagen ein! Des Höch⸗ ſten ſein Begehren, Das muß er⸗ Ke füllet ſein. Warum ihr jetzo weinet Und gar zu kläglich thut, Das iſt ſehr wohl gemeinet: Gott machet Alles gut. 4. Die Freude, die ſich reget Bei einem Wandersmann, Wenn er den Stab hinleget Und kommet glücklich an, Die Freude, die empfindet Ein Schiffer, wenn er ſchier Ein ſichern Hafen findet, Die ſpür ich jetzt bei mir. 5. Fahr hin, o Angſt und Schmer⸗ chi zen, Fahr immer, immer hin! Ich freue mich von Herzen, Daß ich er⸗ löſet bin, Ich leb in tauſend Freu⸗ den In meines Schöpfers Hand; Mich trifft und rührt kein Leiden, So dieſer Welt bekannt. 6. Die noch auf Erden wallen In irrthumsvoller Beit Vermögen kaum zu lallen Von froher Ewigkeit. Viel beſſer wohl geſtorben, Als in der Welt gelebt! Die Schwachheit iſt ver⸗ dorben, Worinnen ich geſchwebt. 7. Schmückt meinen Sarg mit Kränzen, Wie ſonſt ein Siegsmann prangt! Aus jenen Himmels⸗Lenzen Hat meine Seel erlangt Die ewig⸗ grüne Krone: Die werthe Sieges⸗ Pracht Rührt her von Gottes Sohne, Der hat mich ſo bedacpht. 8. Noch netzet ihr die Wangen, Ihr Eltern, über mir; Euch hat das Leid umfangen, Das Herze bricht euch ſchier; Des Vaters treue Liebe Sieht ſehnlich in mein Grab, Die Mutter ſiehet trübe Und kehrt die Augen ab. 9. Ich war euch nur geliehen Auf eine kurze Zeit. Will Gott mich zu ſich ziehen, So werfet hin das Leid 657 Und ſprecht: Gott hats gegeben, Gott nimmts! Du haſt das Recht, Bei dir ſteht Tod und Leben; Der Menſch iſt Gottes Knecht. 10. Seht nicht an meine Jahre, Gedenkt vielmehr zurück, Daß ich ein Menſch hier ware Und jeden Augen⸗ blick Zum Tode reif und zeitig Von erſter Kindheit an: Wie ſeid ihr doch ſo ſtreitig In dem, was Gott gethan! 11. Daß ich das Grab muß ſehen, Zeigt unſern ſchwachen Stand; Daß es ſo bald geſchehen, Thut Gottes Vaterhand. Gott wird das Leid euch ſtillen; Ich ſterbe nicht zu jung: Wer ſtirbt nach Gottes Willen, Der ſtirbt ſchon alt genung. 12. Schein ich zu früh entnommen, Sag Jemand, kann man auch Zu früh in Himmel kommen? Gott bleibt bei dem Gebranch: Er eilet mit den Seinen Zur ſchönen Himmels⸗Pracht: Wer mag nun den beweinen, Der bei den Engeln lacht! (Nachruf der Betrübten.) 13. Fahr wohl, o liebe Seele, Ge⸗ neuß der ſüßen Luſt! Uns in der Trauer⸗Höhle Iſt Nichts hiervon be⸗ wußt. Wann wird doch angelangen Deſſelben Tages Schein, Da du uns wirſt umfangen? O, möcht er heute ſein! G. W. Sacer, g. 1635, ſt. 1699⸗ Süße Vorſtellung der Todes⸗ Stunde. Mel. Meine Wallfahrt iſt vollendet. 1100 r komm, geliebte To⸗ . des⸗Stund, Komm, Ausgang meiner Leiden! Ich ſeufz aus dieſem Sünden⸗Grund Nach je⸗ nen Himmels⸗Freuden. Ach, liebſter Tod, komm bald heran, Ich warte mit Verlangen, In weißen Kleidern angethan, Vor Gottes Thron zu prangen! 2. Ihr ſchwachen Glieder ſcheuet zwar, So früh entſeelt zu werden; Die Seele ſelbſten kann nicht gar 42 Ohn alle Pein der Erden, Darin⸗ nen ſie bisher gelebt, Den letzten Abſchied ſagen; Bald iſt ſie freu⸗ denvoll, bald ſchwebt Sie wieder voller Zagen.. 3. Doch, Jeſu, deine Liebe macht Mir alle Furcht verſchwinden; Ich werd in dieſer Todes⸗Nacht Dich, Lebens⸗Fürſten, finden. Ich finde, ja, ich halte dich, Mein Leben, mein Verlangen: Mein Leben, du wirſt ſelbſten mich Mit deinem Licht um⸗ fangen. 4. Drum ſterb ich nicht in dieſem Tod, Der Tod iſt nur mein Leben; Nach kurzem Kampf, nach kurzer Noth Iſt dort ein gwig Schweben Voll Herrlichkeit, voll Ruh und Freud, Voll Fried, voll Troſt, voll Wonne, Voll Seligkeit, wo allezeit Gott ſelb⸗ ſten iſt die Sonne. 5. Der Herzog meines Lebens iſt Durch Tod zum Leben gangen, Und ich werd auch zu meinem Chriſt Auf dieſem Weg gelangen; Der letzte Schritt zur Seligkeit Geſchieht durch ſelig Sterben. Iſt er, mein Haupt, in Herrlichkeit, Wie ſoll ſein Glied verderben? 6. Drum zage nicht, mein ſchwa⸗ cher Sinn, Verlaß den Leib der Er⸗ den; Wirf alles Eitle willig hin, Die Erd muß Erde werden. Die Seele bleibt in Gottes Hand Bei ſolchem Wohlvergnügen, Das nur der Geiſt und kein Verſtand Anjetzt begreifen mögen. 7. Auch wird die ſchöne Freuden⸗ Zeit Am End der Zeit entdecken, Daß Gott der Seele vorig Kleid Auch aus dem Staub erwecken Und ewig herrlich machen kann; Da wird ſein volle Wonne, Wenn wir, mit Klarheit angethan, Dort leuchten wie die Sonne. 8. An uns ſtirbt Nichts, als Sterblichkeit, Wir ſelbſt ſind unver⸗ loren; Der Leib wird von der Laſt befreit Und himmliſch neu geboren; Denn was man hier verweslich ſät, Was hier verdirbt im Dunkeln, Das Vom Tod und Sterben. geſchehen. wird, ſobald es auferſteht, Toll und Schönheit funkeln. 6 9. Drum gebt, ihr ſchwaczen der ihr, Euch willig hin der Gi Es wird von eurer Zahl und zen Nichts verloren werden. Die han die vormals mich bedeck, Wdde mich wieder kleiden, Wenn ih, meinem Fleiſch erweckt, Vata Gott mit Freuden. 10. Dem ich im Glauben hig dient, Der wird mich dorthin be en, Wo Tauſend, Tauſend dar it / 1 ſind Und ewig Heeilig iſing werd ich ſeine Herrlichkeit Mi un nen Augen ſehen, Und was i und Ewigkeit Von ihm mir ⸗ 11. Gott ſelbſt mit ſeinem ſicht Wird ewig mich erg werd ich auch mit ſeinem ſelbſten ihn erblicen. 9 wie freu ich mich, Wenn Seelen Mit ſonnenklaren lun ſich Vor Gottes Stuhl veruit Leidtragender Eltern chriſitt Erklärung über den Tod im lieben Kinder. Mel. Wer nur den lieben Ga 1101 o ſollen wir ſt . 9 wiedergeben, Vi⸗ uns der liebe Vater gab Soſohe Gott aus dieſem Leben En de von unſerm Leben ab? Die Temm kommt uns bitter an: Doh, i Gott thut, iſt wohlgethan. 2. Wir wollen uns na ha ſehnen, Was uns der Herr nihtn ſen will. Es helfen uns die ſn Thränen Bei unſern Tulh 4 nicht viel. Man buingt Rihti in die Welt, WDan man ſih e o traurig ſtellt. ple 3. uee nn man auch dun 35 Weinen Den Todten Nichts i thun; Denn Gott verſorgt e 1 die Sei gen ru beit: 2 Leid 2 1. Glücke, Und ſt dieſe 3 fen wit NMou- Ken fon A, Kleid Und wird mit wie — als wer⸗ Laſt ren, ſäͤt, Das — ſicht= emig ni an ſelbſt erbliken d nd wie[1 ech mich, Wm Seel mit ſonnaun dte ſich ottes Stun S. J. Speuer g iiber d d. lieben Kinde. — ander Elrm E 7er nur den lälat — n o ſole: — ride M be Vater gl zott ums deſen Lhaf von 1 Leben cb. M. kommr— 3 bitter n. Gott u iſt wobhhn 2.= colen ust ſehng s uns da ſen.— Es helen ue Thrä— bei unſen! nicht 1 Nan dmg in di= t, Wem m ſo te ſtelt. 3= n umut Wein n Tmſ thun=m Güt 4 die Seinen, Daß ſie ohn unſer Sor⸗ gen ruhn. Sie ſind in voller Selig⸗ keit: Was hilft ſie denn nun unſer Leid? 4. Wir warten ſelbſt auf jenes Glücke, Darin die Seligen ſchon ſtehn, Und ſie verlangen nicht zurücke In dieſe Zeitlichkeit zu gehn; Drum tref⸗ fen wir hier gar Nichts an, Das uns zum Klagen bringen kann. 5. Zwar die Natur hat unſern Herzen den Trieb zur Wehmuth ein⸗ geprägt; Der macht, daß man nicht ohne Schmerzen Die Kinder auf den Kirchhof trägt; Allein durch Gottes Gnaden⸗Kraft Wird für die Schmer⸗ zen Rath geſchafft. 1 6. Nun dieſe Gnade ſetzt im Leide Die Herzen in Zufriedenheit: Da geht man oft im Trauer⸗Kleide Und dennoch ohne Traurigkeit; Denn was dem Fleiſche wehe thut, macht die Genad im Geiſte gut. 7. Wohlan, wir geben uns zufrie⸗ den: Zeuch hin, du allerliebſtes Kind! Wir ſind auf kurze Zeit geſchieden: Wer weiß, wie bald wir bei dir ſind! Du gehſt uns aus der Welt voran: Wohl dem, der dir bald folgen kann! B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Lebensſatter Wunſch zu ſterben. Mel. Wenn mein Stündlein. 1102. Hrann nunnſhanngus⸗ Spann mich aus meinem Karren; Erlös mich von der Qual und Noth, Ich kann kaum länger harren. Der Welt, des Lebens bin ich ſatt, Vor Angſt der Seelen müd und matt, Daß ich begehr zu ſterben! 2. Denn was iſt doch die ſchnöde Welt? Was iſt auch unſer Leben? Ein nichtig Nichts, das nicht gefällt Dem, der dir iſt ergeben; Drum eil ich aus dem Jammerthal Zu dir in deinen Freuden⸗Saal, Daß ich bei dir ſtets bleibe. 3. Gleichwie der, welcher auf dem Vom Tod und Sterben. Meer Ein Schiffbruch ſoll erleiden, Sich nach der Anfahrt ſehnet ſehr, Die Wellen zu vermeiden, So dürſtet meine Seel nach dir; Drum komm, o Herr, und hilf nur mir, Daß ich den Port erlange. 4. So bitter kann der Tod nicht ſein, Ich will ihn froh umfangen, Weil mein Herr Jeſus iſt allein Mit ihm ſo umgegangen, Daß er ihn bis aufs Haupt erlegt Und Kraft in ſeinen Händen trägt, Daß er zum Schlaf muß werden. 5. Wie ich demnach mich niemals ſcheu, In meinem Bett zu ſchlafen, Alſo von Herzen ich mich freu, Daß du, o Gott, willſt ſchaffen, Daß nur ein ſüßer Schlaf ſoll ſein Der Tod, mir ohne Furcht und Pein, Daß er mich zu dir führe. 6. So ſpann mich aus, ach from⸗ mer Gott, Spann mich aus meinem Karren, Erlös mich aus der Qual und Noth, Ich kann kaum länger harren. Der Welt, des Lebens bin ich ſatt, Vor Angſt der Seelen müd und matt, Daß ich begehr zu ſterben! D. Michael Walther, g. 1593, ſt. 1662. Der redende Tod. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 1103 terblicher, du gehſt vor⸗ 4 bei, Wo man mich hat hingeleget: Schaue hier dein Bild getreu, Wenn man mich zu Grabe träget, Meine Gruft iſt dein Prophet, Daß es dir wie mir ergeht. 2. Dieſer Staub iſt auch vorhin Fleiſch und Bein, wie du geweſen; Wie ich jetzund Aſche bin, So wird man von dir auch leſen. Man ver⸗ gißt im Tode mein, So wird dein vergeſſen ſein. 3. Heute mir und morgen dir, Du mußt endlich an den Reihen; Darum ſtirb in Zeiten hier, So darfſt du den Tod nicht ſcheuen. Du haſt keine Todes⸗Friſt: Menſch, bedenke, was du biſt! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1773, — * — 5 — — ö“ ——— —— Tode. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 11 04. reuer Gott, in deine T Hände Soll mein Geiſt befohlen ſein! Denn der Troſt am letzten Ende Stellt ſich nun gedoppelt ein, Daß du mich von Herzen liebſt Und dich ſelbſt zum Pfande gibſt. Weil ich nun dies wohl verwahre, Weiß ich ſchon, wohin ich fahre, 2. Meine Kräfte ſind verſcht wunden, Doch dein Heil iſt mir bekannt; Noth und Tod hat mich gebunden, Doch du reichſt mir deine Hand, Als in welcher ich forthin Gnädig eingezeich⸗ net bin, Und darin ich mein Ge⸗ ſchenke Ewig zu behalten denke. 3. Jeſus mußte ſelbſt verderben, Wel lcher mich erlöſet hat: Alſo bin ich in dem Sterben Nur am Leibe ſchwach und matt; In dem Herzen hofft der Geiſt Auf den Mann, der Jeſus heißt: Da ſoll ich an ſeinen Gaben Gnad und viel Erlöſung haben. 4. Eben d des Erlöſers wegen Blei⸗ beſt du, mein Gott, getreu, Und der hochverdiente Segen Wohnet mir wahrhaftig bei, So gewiß der Bund beſteht, Der zu meiner Taufe geht, Und ſo wahr ich für die Sünde Dmih ſein wht V 1e dclnan finde g Hilf nur, daß ich Jeſum faſſe, Bis er mir den Sain deium Und, wenn ich die Welt verlaſſe, So ver⸗ laß die Meinen nicht; Nimm ſie wohl und gnädig an, Daß ihr Fleiß was ſchaffen kann, Bis ſie ferner nach den Thränen Sich in deine Hände ſehr nen. 6. Nun, Gott Lob, Ende⸗ Herz und Sinn hat wohl ge⸗ zielt, Welcher ſich in delhe Hände Zu der ſchonſten Ruh befiehlt t, Nun ich werde nicht zu Spott; Denn du biſt mein treuer Gott, lind auf dieſen theuren Namen Spricht n mein Jeſus ſelber: Amen! Vom Tod und Sterben. Ein Chriſt empſiehlt ſich Gott im hier iſt das vergehn, Fröhliches Sterben auf zen Blut. Mel. Süget Ehriſt, di 14 05. 8 Tod Mich nich Mt tfä⸗ len, Wenn an neinem lepte Sich nun Leib und d Seele tren 1 mich quält die Angſt der Hölle 2. Zwar k kein Theil, O we O mein Leben, Hab ic an de Himmel nicht. Ach, ich w dein Gericht Für ein lr zu Bebent 3. Wie ſoll ich ſtehe en Mit ſo vieler du bit 4 reuer Gott, A de g n 4d i mit mir gehen? 4. Aber Stärkt die das höchſ te C 1, ſchwachen M Nuth I Höhle. 5. Da Für mich Arm en ſchrieben an, T g ethan Durch varmen. iſt Platz, 5. dein Aufgeſchloſſen Zu der mels⸗Freud, Die du, H bereit, Mir, als Genoſſen.“ 7. Drum will ich Feſtialit d vertrauen Und mir vor demt ht Feind, Der doch nur den er meint, Gar nicht ferner rlaſſen 8. Nur dieß gib, Oꝛ nein? 155 we ende Die Gedanke Auf dein Kreuz zued Und die Wunden deiner Harde 9. Wenn mir r bricht? Nen Gft Wenn die Sinnen Deinen dutt it recht verſtehn Und dis Kräf dn So nimm du mich, de von hinnen. 1 1 Ja 190. Aufd bein Blut Höchſtes h 4 Will ich ſ erben; Denn durc R hin das 1 bin ich een Daß ich ſoll das 1 g radies, ebi Jeſu, mit dira .. 3 M. Chr. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. eremias Gerlach, g⸗ 1825 du! wollteſt ohne Gnad Ins Gezu 6. Da iſt mir Schon die treue ſe Stet her Ebrit u eine 11 eiſt(= Tn ai ) .] dre, 1 de n 1 . den 19 (Himme at 9 ch t den, dein C)= Jir„ ath zu geg- och 3. 2 . ſeher lit Hrig ice du woſ s dielr Ni h⸗ nn wohſe Ahne Guad ie He⸗ mit m n? Mn en. Skärkt Seele, Um bin dr 2 Gu. Li ibe ſchwach= thIrdierte⸗ ) en Für ſ, d u 6. mir Stm dr Aufgeſe f— Zu der na aur mels⸗F ☛ Die du, Oe. f 84 dt. Genoſſe de 7.[ pilll ih zene ſpertrauf dd nir uri ſe, Feind, doch mr w. d * b meint, richt ferner lſa 3. NEE g, dnat lſich wen e Gedantmm 2s Auf de euz und d en Und diſ! Aden dein t n. 9. Waur bitt 18 Wenn mmen Daunad „ recht ve= Und di in zu vergehn— nimm dum h von hif 10. ☛i But ditt Will if= hen; Dem i Wul!—hen, Denn a u din ich ſte, Dazih 6 2 radies,— ℳ Jeu nüi — n Gerkat, * in dein Erb⸗ .1 Aa Om nd bereit, ☛☚, als demn Freudiges Valet der Welt gegeben. In eigener Melodie. 1 106 VALENT will ich dir ge⸗ O. ben, Du arge, falſche Welt! Dein ſündlich böſes Leben Durchaus mir nicht gefällt. Im Him⸗ mel iſt gut wohnen, Hinauf ſteht mein Begier: Da wird Gott ewig lohnen Dem, der ihm dient allhier. 2. Rath mir nach deinem Herzen, O Jeſu, Gottes Sohn! Soll ich hier dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Ehriſt, davon! Verkürz mir alles Leiden, Stärk meinen blöden Muth, Laß mich ſelig abſcheiden, Setz mich Gut. 3. In meines Herzens⸗Grunde Dein Nam und Kreuz allein Funkelt all Zeit und Stunde, Drauf kann ich fröhlich ſein: Erſchein mir in dem Bilde Zu Troſt in meiner Noth, Wie du, Herr Chriſt, ſo milde Dich haſt geblut zu Tod. 4. Verbirg mein Seel aus Gna⸗ den In deine offne Seit; Rück ſie aus allem Schaden Zu deiner Herr⸗ lichkeit. Der iſt wohl hier geweſen, Der kommt ins Himmels Schloß; Der iſt ewig geneſen, Der bleibt in deinem Schooß. 5. Schreib meinen Namn aufs Beſte Ins Buch des Lebens ein Und bind mein Seel fein feſte Ins ſchöne Bündelein Der, die im Himmel grü⸗ nen Und vor dir leben frei: So will ich ewig rühmen, Daß dein Herz treue ſei. V. Herberger, g. 1562, ſt. 1627. Stete Vorſtellung des letzten Augenblicks. Mel. Jeſu, meine Zuverſicht. 1107. Il'Se gannch gedenken, Und bei jedem Lebensſtück einen Sinn zum Grabe lenken, Daß, wenn du mich nimmeſt hin, Ich bereit und fertig bin! .2. Hier iſt keine Sicherheit, Man iſt immer reif zum Sterben; Darum Vom Tod und Sterben. ſoll man allezeit Sich nur blos um dieß bewerben, Daß man, wenn das Ende kommt, Nur ein ſelig Ende nimmt. 3. Nun ſo laß mir, großer Gott, Allezeit im Herzen ſchweben Meine letzte Todes⸗Noth Und das drauf be⸗ ſtimmte Leben; Laß die ganze Lebens⸗ Zeit Mich zum Sterben ſein bereit. 4. Sarg und Bahre bilde mir, Wenn ich ſchlafe, wenn ich wache, Stets in meinem Herzen für; Laß mich ſterben, wenn ich lache; Bin'ich bei der größten Luſt, So mach Ster⸗ ben mir bewußt. 5. Geht mein Fuß nach Sodom zu Und will Sünd mit Sünden häufen, So laß mir das Herze nur Die Be⸗ gierde bald erſäufen; Bilde mir das Sterben für Und verſchleuß die Sünden⸗Thür. 6. Nun, o mein Immanuel, Nimm einſt in den letzten Stunden, Wenn ich ſterbe, meine Seel In die rothen Purpur⸗Wunden, Und den Leib laß ohne Klag Ruhen bis am jüngſten Tag! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Stete Erinnerung unſerer Ver⸗ günglichkeit. In eigener Melodie. 1108 arum ſind wir ſo .* verliebt In den ſchnöden Schein der Erden, Der uns nicht, was bleibet, gibt, Wenig Luſt und viel Beſchwerden? Wie verraucht die ſchnelle Zeit, Wie bald iſt ein Tag vergangen, Und du willſt mit Nichtigkeit Als mit hohen Sachen prangen? 2. Armer Menſch, bedenkſt du nicht, Daß dein ungewiſſes Leben Faſt im Augenblick zerbricht, Und du willſt in Wolluſt ſchweben? Welt und Welt⸗Luſt muß vergehn; Willſt du, dich an ihr ergötzen, Wie wirds um die Seele ſtehn, Wenn der Tod an dich wird ſetzen? 3. Meide doch die Sicherheit Und bemühe dich bei Zeiten, Wie du 1. ͤͤͤͤͤͤͤͤͤ“ 662 Vom von der Citelkeit Deine Seele mö⸗ geſt leiten: Es bleibt bei dem har⸗ ten Schluß, Daß der Menſch vom Bau der Erden Als ein daco da weichen muß, Sein Leib muß zur Aſche werden. 4. Alch beſchau die ganze Welt, Laß die Jahr ihr Urtheil fällen, Laß de Bäume, Thier und Feld Dir dein Todten⸗Bild vorſtellen, Was du ſie⸗ heſt, muß vergehn, Tag und Stun⸗ den müſſen weichen, Was man früh ſieht herrlich ſtehn, Darf den Abend kaum erreichen. 5. Zeiten beißen n Alles ein, Was bei Menſchen iſt zu finden, Laſſen Nichts beſtändig ſein, Drauf du dech wohl mögeſt gründen; Alles fleugt wie lauter Wind; Bau der Erden, jetzo ſind, Muß durch Gluth zunichte werden. 6. Nicht ſtets kann es Frühling ſein; Nach Ahüen Sommer⸗Tagen Bricht der Herbſt und Winter ein, Bäume, die jetzt Früchte tragen, Stehn in kurzer Zeit entlaubt, Laſſen Frücht und Blätter gehen, Werden ihrer Zier beraubt, Bl leiben kahl und dürre ſtehen. 7. Roſen, die man heute ſieht In der höchſten Schönheit prangen, Findt man morgen ſchon verblüht, Mit ge⸗ bognen Häuptern hangen; Die blut⸗ farbne Tulipan, Die man früh ſieht lieblich blinken, Trifft man ron vor Abend an Matt und welk zur Erde ſine en. 8. Menſch, jetzt lebſt du, weißt doch nicht, Wenu der ſchnelle Tod wird kommen⸗ Daß du durch ihn vor Ge⸗ richt Werdeſt von der Welt genom⸗ men, Hier gilt weder reich noch ſchön, Hoheit kann ihn nicht mochechön Stärkſte können nicht entgehn Seinen unbezwungnen Händen. 9. Drum dein Sterben ſtets be⸗ tracht Und mit Eifer dich bemühe, Daß die Welt mit ihrer Pracht Dich von deinem Gott nicht ziehe, Son⸗ dern, daß du ſeiſt bereit, Deinem mit getroſtem Muth All Ja, der ſchöne. Drauf wir N Renſchen nach, Im Leben fehlt es de Tod und Sterben. geben. 10. Wenn ich ſchließ die A zu⸗ Laß mich, Herr, in Fricd lſte den: Gib dem Körper ſanfte ſih Nimm die Seel zu vand Freu Bis die Erd und Himmel ü der Leib geht aus der Gden, Leib vereinigt wer 11. Herr, wen end eng in an m End In den letzten Aha Sich mein Geiſt doßf Ach, ſo laß mich fröl mir dos dein hn B Zahlung meiner Sünden — — ☛ überwindent Wenn ich nun Thren 3 Zur Berechne ung nen, Nach Verdi ienſt mirn Lies mich aus dem Buch der Wenn von deien Aag ct Böſen wirſt abtreiben: verſtoß mich nicht, Laß 3 mr verbleiben! G. Bleyel,J. lnn Sehnſucht nach dem Hinnn. 1109. 1 Viel verf ſpricht unl Wenig hät beſter Lohn iſt Angſt und Sttet hofft man gleich auf beſſre Zeit, doch Niemand un dafür Ahrn an Nor 1 a hab ich 2. Ich bin ein Glied d dder gmn heit; Doch fühl ich manche da 1 keit. Im L Glanben bin ich un m ſchwach, Im Beten laß 1 8 Ach, wär ich im Himmel, Herr den bei dir! 8 3. Je mehr im Jleiſch die Ch lebt, Da ſie dem Geiſt nus a b ſtrebt, Uum ſo viel leichter ge ſjr Daß mich der Feind verführen 6 1 Doßm klagt die Seel und un 19— 9 jer mir: Ach, wär ich im Himme, Jeſu, bei dir! ſchwer vertrauten Leben Dermalin mit Freudigkeit Selig gute Natt 6 o den. zf 8 alsdann wird vor ſe cht Salm alſchen A 4* ich im Himmel, Herr Jeſu, 9 u5 G 3 Ao lge 4 1 mir Herr J Fre Mel ll Welt? Zerbre re kamn, Grund 3. Hospit d„. mö⸗ har⸗ eug mit 96 Lündn, done. überwi— 12. a . d ich un m V Theen erechnung m nen, 1 erdienſt min Lies m N. Wenn= einem Anyiit „Böſen ültride. Nt. gen, verſtoß 2um icht, Laßnite ſin. 8= icht, Laßnite verbleil. Sirh 3 und Seh m nach den ſi 110 ADe mdt 11 falſces N el 1 Moprele ge⸗ Vie 3 t und Wanig lut⸗ beſter Ar nt Angſt uder eht hefft m ich auf beſſeg⸗ vor doch Nam d gut dſt frde ich im m el, Har hi 2 41 ein Güid n eißt heit; Je⸗Dill ich nn dird keit. 77 zuben hn it! Ge⸗ ſchwach— Beta li i om⸗ nach, an fehlt Gn on, Ach, 3 in Himm den, bei dir 1 nen 3. Jar in Flihi lebt, jdem Gettm be⸗ ſtrebt, ☚ bill lichn „Daß u t Feind hin (Drum— dui SA m mir. A r ich in n 1 Jeſu, h en Müth 4 Das iſt das ewig wahre Gut, Darin erfähret Niemand hier. Ach, Vom Tod und Sterben. 4. Da wird mir ewig wohl ge⸗ ſchehn, Ich werde lauter Engel ſehn, Ja ſelbſt den Engeln ähnlich ſein, Denn Jeſus iſt mein Sonnenſchein Und trägt mir alle Schätze für. Ach, wär ich im Himmel, Herr Jeſu bei dir! 5. Ich ſoll dich ſehen, wie du biſt, Und wie bei dir kein Anfang iſt, Wie drei Perſonen Eines ſind, Wie Gottes Sohn ein Menſchen⸗Kind, Das und noch mehr verſprichſt du mir. Ach, wär ich im Himmel, Herr Jeſu, bei dir! 6. Da wird die Luſt zu finden ſein, Befreit von Unluſt Kreuz und Pein. mein Herz auf Erden ruht. Die Luſt wär ich im Himmel, Herr Jeſu, bei dir! 7. Indeſſen mache mich bereit Und gib im Glauben Richtigkeit; Erhalt mein Leben heilig, rein, So kann die Hoffnung fröhlich ſein; So ſpricht die Seele mit Begier: Ach, wär ich im Himmel, Herr Jeſu, bei dir! 8. Stärk, Jeſu, mich und gib Geduld, Mein Leben ſteht in deiner Huld; Werd ich ſobald nicht aufge⸗ löſt, So bleib ich doch nicht unge⸗ tröſt; Denn Leib und Seele ſchreit in mir: Ach, wär ich im Himmel, Herr Jeſu, bei dir! M. Chr. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. Fremdlingſchaft auf Erden. Mel. Wie biſt du, Seele, in mir. 1110. W ſen midargaſden Welt? Fremdling und Gäſte; Doch wenn es Gott gefällt, So muß bald Einer nach dem Andern Von hier, als einem Gaſt⸗Hof, wandern. 2. Was iſt das Welt⸗Haus Mit aller Herrlichkeit? Nur eine Hütte, Zerbrechlich mit der Zeit; Ihr Weſen, kann gar nicht beſtehen, Es muß zu Grund und Trümmern gehen. 3. Wer lange lebet, Iſt lang im Hospital; Wer zeitlich ſtirbet, Kommt 663 zeitlich in den Saal, Wo ſtets Ge⸗ ſundheit, Freud und Wonne, Da Je⸗ ſus iſt die Gnaden⸗Sonne. 4. Dieß ſchau ich Alles Mit mei⸗ nen Augen an, Was kein Ohr höret, Kein Mund ausſprechen kann Im Lazareth und Welt⸗Getümmel; Den Engeln leb ich gleich im Himmel. 5. Ach, Himmel, Himmel Sei von mir angelacht; Valet du Erde, Sei tauſendmal veracht! Du haſt mit ſte⸗ ter Krankheits⸗Plage Gequälel meine Lebens⸗Tage. 6. Jetzt ruht mein Körper In mei⸗ ner Väter Gruft Sanft, ruhig, ſtille, Bis ihn mein Jeſus ruft, Daraus er einſt hervor wird gehen Und wie⸗ der fröhlich auferſtehen. Sterbe⸗Kunſt gelernt ehe man ſtirbt. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1111. nichte Gemrts bald vielleicht die Reih an mir, So will ich mich bei Zeit bewerben Um ein recht ſeligs Sterben hier: Ich will erſt ſterben, eh ich ſterb, Daß ich im Tode nicht verderb. 2. Weil aber dieß iſt eine Sache, Die nicht in Menſchen⸗Kräften ſteht, So weiß ich, wie ichs klüglich mache Daß mein Vorhaben doch fortgeht: Ich lauf gerade zu dem Mann, Der zum Wohlſterben helfen kann. 3. Das iſt mein Jeſus, der ſein Leben Für meines hat geopfert auf, Mir ſein Verdienſt zum Troſt gege⸗ ben, Sein Blut zu meiner Seelen Kauf, Und mir durch ſeine Todes⸗ Noth Erworben einen ſelgen Tod. 4. Ach, liebſter Schatz, gedenk doch meiner Und halte bei mir endlich aus; Laß allzeit mich genießen dei⸗ ner Und reiß aus aller Noth mich raus! Denn ich will habn in dieſem Nun Mit Niemand, als mit dir zu thun. 5. Laß mich abſterben meinen Sünden Durch ſtete Reu und wahre 664 Vom Tod Buß, Im Glauben mich mit dir ver⸗ binden Und lernen, daß ich ſterben muß, Damit ich mich all Augenblick Zu einem ſolchen Sterben ſchick. 6. Ich gebe dir zu treuen Händen, Herr, meine Seel, dein Eigenthum. Das deine mag ich nicht entwenden; Es bleibet dein zu deinem Ruhm. Gib du nur ſelber Achtung drauf: Herr Jeſu, meinen Geiſt nimm auf! 7. Bereite mich von auß⸗ und in⸗ nen, Wie du mich ſelber haben willt, Den Glauben mehr, ſtärk meine Sinnen Und ſei für mich ſtets Sonn und Schild; Die Sünde tilg, dem Satan wehr Und zeig dich mir mit deinem Heer! 8. Ich bitt mir aus dein heilge Wunden Zur Ruh, dein Wort zur Arzenei, Deins Leidens Kraft zur letzten Stunden, Das Vater⸗Herz, des Tröſters Treu, Dein Blut zur Kron und Sterbe⸗Kleid, Zuletzt zum Grabe deine Seit. 9. Auf dieſe Weiſe ben In Kurzem oder über lang! Mir iſt ds einem Himmels⸗Erben Und Gottes⸗Kinde gar nicht bang: Die Gottes⸗Lieb, das Jeſus⸗Blut Machts ſchon mit meinem Ende gut. M. Chr. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. mag ich ſter⸗ Balet der Welt gegeben. 1112 lWelt, ade, du Thränen⸗ — ¹ Thal, Da Nichts iſt, als Noth und Leiden! Welt, ade, du Trauer⸗Saal! Was ſind alle und Sterben. böſen Welt⸗Getümmel. Welt, ae Was bildſt du dir Gwig für diß Erdgetümmel? 3 4. Welt, ade! Dein breiter Ne Führet mich in das Verderben, Ae ade! Der ſchmale Weg Lehre n hier ſelig ſterben. Welt, aden dur Kreuz und Noth Macht main Get Mich zum Himmels⸗Erben. 5. Welt, ade, du Marter⸗Hu⸗ Da nur lauter Angſt und Gr Welt, ade! ich will hinau will mich zu ſich nehmen. B ade! An jenem Ort Will itiu Mich bei ihm bequemen. 6. Welt, ade! Mein Jeſus lünn Willens, mich hinwegzufüͤhre ade! Mir iſt beſtimmt, Don farb zu triumphiren. Welt, adel Ne Jeſus heißt Meinen Geiſt Gon biliren. Gute Nacht der Welt. In eigener Melodie. 1113 W mein Abſtit . gemacht,) letzte gute Nacht. Ob ich ma guten Tagen Wenig oder Nichtinn ſagen, Die du mir bei dir gan Dennoch wünſch ich gute Natt 2. Na, nun bricht die Naht r ein, Di ut n n ſein, Da ich in dem ſtillem(ii dig leg ich mich dahin, Wal längſt ſchon ſchläfrig bu. 3. Sorgen, Kummer, Herzach Feindſchaft, Mißgunſt, Haßund ſen deine Freuden? Welt, ade! ſu Gnad Und ihn hat, Der kann ſicher weiden. 2. Welt, ade! Ich haſſe dich, Deine Gunſt iſt lauter Lugen. Welt, ade! Ich ſehne mich, Meinen zu kriegen. Welt, ade! hin, Nur im Sinn Ha liegen. Jeſum bald Fahr immer⸗ ich Jeſum 3 Welt, ade! Ich ſeh hinauf Zu den Bergen, nach dem Himmel. Welt, adel Da iſt mein Lauf Von dem Wer Je⸗ Alles es Seufzen, alles Leiden N auch alle ſchnöden Freuden, dem üͤberwunden ſein, Werf ich ine mich hinein.. 4. Welt, ich mag dich nich 9. ſehn. Jeſum ſuch ich. Wbitae ier im Spiegel nur erblickt, 1 ſein Wort ins Herz gedrückt, M ruht die Se nicht, Bis ſie ein Angeſicht. 5. mngeſin wird ein Tod genemt Wenn ſich Leib und Seele nenm. Die recht gut für dih me Ein gewünſchtes Bette habe. ſut Denn vol Trennet Und alsde das recht 6. Mei zut ſich In zu G de Leben di erwar in weine in dine hevahren 2 Mei ien ſehr, nagen: T an Meer. Gedenken D Jeſu. De de mich 3. a, N Von dir Ädes⸗R ich gleich ewig Leb nen Tod 4. W. biſt We Nein hi lt Jods Denn wo Tod und St der⸗ höſen rden Vas— hetün den, Fi Vom Tod und Sterben. 665 Denn vom Leib und von der Seelen Trennet ſich nur Leid und Quälen Und alsdann erfährt ein Chriſt, Was dun adel man ann das rechte Leben iſt. den; hier ſeh 8* Ug 6. Meine Seele, ſchau hinauf: Jetzt ün. Kreuz a s ſhut ih der Drmel i. Fähre uf: Mich dth Nattn hin zu Gottes Throne Und empfang auf! 5 ½ mmeeüin die Lebens⸗Krone, Die dein Heiland 5 daerunn dir erwarb, Da er ſelber für dich Mll, We 4 4... eine wil n à nl mn 7. Schließt, ihr Augen, ſchließt tets adel N ſch nn euch R Schlaf⸗ mein Leib, in doni. tilg. Mich t em Dit un ter Ruh, Bis dich Jeſus wird er⸗ 4 Mid 3 beguemen 1 wecken. Welcher Tod ſoll mich nun 1 ne Uene ſchrecken? Jeſus lebt! Drum hats 1 ilge zur zur erz, zur zum ter⸗ Mir Ind Die hts 708. — ein, I ſein, I. u tin Rn. Dt d eius 1= kinen Gäi 1 dilen. 9 Nacht der R — izener Mahe 11 1 H miiae 7.] Bunte letzte gu cht. Dihn guten 1 Deni daſt ſagen, at nir bein Dennod tas ſch ih gute 2. Nr brct di ſ zt gut fir in dem ſila Ein gel a tes Betheh⸗ Wenn dig 1= mich duüm! längſt[en chläfrig n. 3. S☛. Kummer, e Feindſch. äßgunt, dr Alles ſL un, alss n auch all öden wun. therwuſt ſein, Mt ma bir ſehn. Aa ſuch ih. N. Hier i el mn eie ſein W Hetz gint ruht dicee richt d ſein Ann... ſe Und wird einan eib und d inn nicht Noth; Denn ſo tödtet mich an kein Tod. E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Um ein ſeliges Stündlein. Apoſt.⸗Geſch. 7, v. 58. In eigener Melodie. 1 1 1 4 enn mein Stündlein * 1 vorhanden iſt Und ich ſoll fahrn meine Straße, So gleit du mich, Herr Jeſu Chriſt, Mit Hilf mich nicht verlaſſe! Mein Seel an meinem letzten End Befehl ich dir in deine Händ: Du wirſt ſie wohl bewahren. 2. Mein Sündn mich werden krän⸗ ken ſehr, Mein Gewiſſen wird mich nagen; Denn ihr ſind viel wie Sand am Meer. Doch will ich nicht verzagen, Gedenken will ich an dein Tod, Herr Jeſu: Deine Wunden roth, Die wer⸗ den mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, Deß tröſt ich mich von Herzen; Von dir ich ungeſchieden bleib In Todes⸗Noth und Schmerzen. Wenn ich gleich ſterb, ſo ſterb ich dir: Ein ewig Leben haſt du mir Durch dei⸗ nen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erſtanden biſt, Werd ich im Grab nicht bleiben; Mein höchſter Troſt dein Auffahrt iſt, Tods⸗Furcht kann ſie vertreiben; Denn wo du piſt, da komm ich hin, Daß ich ſtets bei dir leb und bin; Drum fahr ich hin mit Freuden. (5. So fahr ich hin zu Jeſu Chriſt, Mein Arm thu ich ausſtrecken; So ſchlaf ich ein und ruhe fein, Kein Menſch kann mich aufwecken; Denn Jeſus Chriſtus, Gottes Sohn, Der wird die Himmels⸗Thür aufthun, Mich führn zum ewgen Leben.) M. E. Heuniſch, g. 1628, ſt. 1696. Bei dem Begräbniß der Kinder. Mel. Wer nur den lieben Gott. 111 5 Wer aus der Wiege in . MW den Himmel Durch einen frohen Hintritt ſpringt, Und aus dem ſchnöden Welt⸗Getümmel In ſeiner erſten Unſchuld dringt, er thut den allerbeſten Sprung, Er ſterbe gleich auch noch ſo jung. 2. Denn erentſpringet aller Sünde, Die in der Welt im Schwange geht, Und kommet an den Ort geſchwinde, Darin man ewig ſicher ſteht: Wer ſo der Welt enſpringen kann, Der hat den beſten Sprung gethan. 3. Sobald ein Kind das Licht er⸗ blicket, So weiß man, daß der böſe Feind Für ſolches ſchon ein Netze ſtricket, Womit er es zu fangen meint; Doch wer ſein Leben früh beſchließt, Enſpringet dieſes Jägers Liſt. 4. So iſt die Welt auch voller Plage, Man male ſie gleich noch ſo ſchön: Es kann ja an dem beſten Tage Die allergrößte Noth entſtehn; Drum ſelig, dem der Sprung ge⸗ lingt, Durch den er aller Noth ent⸗ ſpringt! 5. Geſetzt auch, daß ein Menſch in Ehren Und in des Glückes Schooße ſitzt, So wird ihn doch der Ausgang lehren, daß Neid und Mißgunſt auf ihn blitzt! Drum ſelig, den Gott ſol⸗ cher Peſt Durch frühen Tod entſprin⸗ gen läßt. 6. Geliebtes Kind, du haſt das Glücke, Daß du der böſen Welt ent⸗ ſpringſt Und mitten durch die Sa⸗ tans⸗Stricke Ganz unverletzt zu Jeſu 8 4 4 4 —— ———*— ——————= 3 4 — — —— — 666 dringſt. Du lebſt und ſtirbeſt, eh du weißt, Was Leben und was Sterben heißt. 7. Die Taufe gab dir ſchöne Ga⸗ ben, Sie ſchenkte dir die Seligkeit. Was Andere verloren haben, Beſitzſt du ſchon in Sicherheit. Du kannſt an einem Orte ruhn, Da Welt und Teufel dir Nichts thunu. 8. Du wirſt in deinem Unſchulds⸗ Kleide Schon unter tauſend Engeln gehn, Und zu der Auserwählten Freube Bor deines Schöpfers Augen ſtehn. So herrlich hat Gott dich be⸗ dacht Und mit dir Alles wohl gemacht. Tägliche Bereitſchaft zu einem ſeligen Ende. In eigener Melodie. 1116 er weiß, wie nahe mir mein Ende! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod. Ach, wie geſchwinde und be⸗ hende Kann kommen meine Todes⸗ Noth! Mein Gott, ich bitt durch Chriſti Blut, Machs nur mit meinem Ende gut! 2. Es kann vor Nacht leicht an⸗ ders werden, Als es am frühen Mor⸗ gen war; Denn weil ich leb auf die⸗ ſer Erden, Leb ich in ſteter Tods⸗Ge⸗ fahr. Mein Gott, ich bitt ꝛc. 3. Herr, lehr mich ſtets mein End bedenken, Und, wenn ich einſtens ſter⸗ ben muß, Die Seel in Jeſu Wunden enlen Und ja nicht ſparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt ꝛc. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus beſtellen, Daß ich bereit ſei für und für Und ſage friſch in allen Fällen: Herr, wie du willſt, ſo ſchicks mit mir! Mein Gott, ich bitt ꝛc. 5. Mach mir ſtets zuckerſüß den Himmel Und gallenbitter dieſe Welt; Gib, daß mir in dem Welt⸗Getüm⸗ mel Die Ewigkeit ſei vorgeſtellt. Mein Gott, ich bitt ꝛc. 6. Ach Vater, deck all meine Sünde Mit dem Verdienſte Chriſti zu, Da⸗ Vom Tod und Sterben. Das gibt mir recht erwünſchte Mein Gott, ich bittꝛc. hätt. Mein Gott, ich bitte 8. Nichts iſt, das mich den ſcheide, Nichts, es ſei Leben ade⸗ Ich leg die Hand in ſeine Satt ſage: Mein Herr und men de Mein Gott, ich bitt ꝛc. 9. Ich habe Jeſum a längſt in meiner heilgen biſt mir daher auch gewogen.e mich zum Kind genommen auf i Gott, ich bitt ꝛc. 10. Ich habe Jeſu Fleitch gen⸗ Ich hab ſein Blut geit Nun kannſt du meiner nicht aaet ſen: Ich bleib in ihm und ete Mein Gott, ich bitt zc. 11. So kommt mei oder morgen: Ich w in Jeſu glückt; Ich in deinen Sorgen, Mi ſchön ausgeſchmückt. bitt ꝛc. 12. Ich leb indeß mit dirnt get Und ſterb ohn all Kit Mir gnüget, wie es mein Gi Ich glaub und bin es gan Durch deine Gnad und Cit Machſt dus mit meinem En Aem. Juliane, Gräſin zu Säritt Rudolſtadt, g. 1637,t. — Bei Beerdigung eines gebenn und bald verſtorbenen Kindes. Mel. Wer weiß, wie nahe mi 11 17 er will mich . von Jeſurſcen Weil er mein halbes Hetze nne Und ſolches Theil mithöhinne den Zu ſeiner Liebes⸗Luft aur Ich merke, daß er auch datg: andern Hälfte günſtig ſei d 2. Ich frage wenig nach drc 1 rein ich mich feſt gläubig winde: 4 le. Weil ich ſchon halb im Hinme 7. Ich weiß, in Jeſu Bu — 4 A Wunden Hab ich mir recht udu gebett: Da find ich Luſt in an Stunden Und Alles, was iü I Igagan! AISgone lgez 4 hst Thhete den Mu —8¼ 44 3 9 4 . IA H Gücke wird — d r und && „eh Da was SL imir 8 Nei— nn mttan 3 η—η ich bit Ga Br= veß gkeit Dufr ab ih 1 ein a fm dhſt Ste nn n annſt hätt.;. les, i und—zm Gott ih d Sai,Wa ulds⸗ JIch. ots es ſeieea dlten Meit= mn Herr unh ten Meiſ= t„ert Un lugen— t Wch bitn h de⸗länzee We Reiuman nacht un— meiner bihn nic— aher auh gd mntcg dind genonnan em Gotz) jhitt m 6— itt z.. — de bu Ich ☚ V ſein No 5 ſein Vu gm late nin nn en ee ſleid in im m. * Me— t, ich bitt ¹ kannt ma odes⸗ in t en. hd durch in 1= tt. Iä e n ☛ Sorgen, M) Sr 1 em ſcha ſchmückt Wn 4 5 peſchmüt. M 111 man 1— leb indeß wt Mor⸗ get er eth ein ul t die⸗ Mit n et, wie es mit Ich und bn sͦ g Dut ne Gnad ud End Ma s mit mannnt ſter⸗ n. Juliane, Griſti nden b Rudolſtadt,„.it le ne 3c=rdigung tin Hdaus ſran bald keſenie din Kindts en. mit Bu mi ru 116 W Un= Theil ntit den iner Lebesin Ich—=, da a n and älfte Wu 1 2☛ frahe weiin Wei= ſchon halbb ins So fleucht der ganze Geiſt dahin; Er weiß am beſten, was die Welt Wel nein halbs e Vom Tod und Sterben. d und wenn ich Etwas traurig werde, liegt. 3. Die lieben Kinder, en, Entſtehen nicht durch unſre Kraft, Sie bleiben Gottes Gnaden⸗ Gaben, Der ſolche Wunder täglich ſchafft; Drum ſchicket ſich ein rechter Chriſt Und gibet Gott, was Got⸗ tes iſt. V 4. Will er dieſelben länger bor⸗ gen, So nehmen wir die Wohlthat an; Will er ſie aber dort verſorgen, So bleibt es gleich ſo wohlgethan. der Kinder⸗Zucht für Netze ſtellt. 5. Dazu, was kann ein Menſch erwerben, Wenn er nach allen Sa⸗ chen ſtrebte Man lerne wohl und ſelig ſterben, So hat man lange gnug gelebt Und Alles auf einmal gethan, Was Jemand thun und hoffen kann. 1118. W⸗ 667 Sehnſucht nach der Auflöſung. Pſ. 42, v. 3, 3. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. ein Hirſch nach -— friſchem Waſſer Schreiet mit großer Begier: Alſo ich auch nicht ablaſſe, Zu rufen, o Gott⸗ zu dir; Nach dir, lebendiger Gott, Mein Herz groß Verlangen hat. * 9* ach, wann wirds doch geſchehen, Daß ich dich, mein Gott, werd ſehen? 2. Ich hab lang genug gelebet ⸗ Hier auf dieſer böſen Welt, Hab manch Unglück überſtrebet; Drum mir hier Nichts mehr nach dir, o Herr, allein geſält; Nur Wünſcht und ſeufzt das Herze mein. Ach, ach, mein Gott, mach ein Ende, Führ mich aus meinem Elende! 3. Wie ein Schiff von großen Wellen Bald hier, bald dorthin ge⸗ führt, Oft auch von dem Sturm gar ſchnelle An einm Fels zerſchmet⸗ 6. Mein Kind, du haſt in wenig tert wird: Alſo ſchweb ich auch gleich⸗ Stunden Das ganze Leben ausſtu⸗ dirt, Nur dieſes haſt du nicht em⸗ pfunden, Was man für Angſt im Tode ſpürt, Wenn das Gewiſſen den Beſchluß Zur Lebens⸗Rechnung ge⸗ ben muß. 7. Ich wünſche mir kein ander Glücke, Wenn meine Stunde kommen wird; Da ſei im letzten Augenblicke Mein Jeſus ein getreuer Hirt Und locke mich verirrtes Schaf Durch einen ſtillen Kinder⸗Schlaf. 8. Indeſſen will ich gern ertragen, Was der verborgne Gott befiehlt, Der bald durch Freude, bald durch Plagen Mit uns als wie mit Kin⸗ dern ſpielt, Er gebe Luſt und Herze⸗ gehn? Ach, ach, daß die Stund bald leid Nur zu gewiſſer Seligkeit. 9. Ich weiß, die Stunde wird er⸗ ſcheinen, Gott laſſe es nur bald ge⸗ ſchehn, Da werd ich ſelber mit den Meinen Dich in des Himmels Klar⸗ heit ſehn. Im Leibe bin ich noch allhier: Dort in Gedanken ſchon bei dir. Benj. Schmolck, g. 1762, ſt. 1737. Sonſt: M. E. G. falls Auf dem Waſſer der Trübſal, Ach, ach, wie gar manch Angſt⸗ Welle Schlägt auf mich und meine Seele! 4. Komm, o Herr, komm, ſei nicht lange, Führ mich aus dem Jammer⸗ thal, Mit den Armen mich umfange, Führ mich in des Himmels Saal; Aus Trübſal und Traurigkeit Führ mich ein in deine Freud! Ach, ach, wie hat ſich mein Herze Nach dir oft geſehnt mit Schmerze! 5. O du edles Freuden⸗Leben! O du edle Herrlichkeit! Wann wirſt du mir einmal geben Ruhe für Müh⸗ ſeligkeit? O Herr, wann wirds doch geſchehn, Daß ich zu dir werd ein⸗ käme Und mich mein Gott zu ſich nähme! 6. O Gott, mein Gott, wie muß klingen, Wenn die Engel vor dir ſtehn, Um dir Lob und Preis zu ſin⸗ gen? Ach, ſollt ich doch auch hingehn Und mit ihnen muſicirn, Deinen Namen ſchön pſallirn! Ach, ach, wie 668 wollt ich vor Allen meine laſſen ſchallen! 4 7. Ja, auch ſelbſt viel fromme Herzen, Auch viel von den Liebſten mein Sind erlöſt von ihren Schmer⸗ zen, Stehn im Chor der Engelein. O, wie wallet mein Geblüt Und wie wünſchet mein Gemüth: Ach, ach, ſollts auch bald angehen, Daß ich auch bei ihn ſollt ſtehen! 8. Nun, Herr Jeſu, du kannſt ſpüren, Wie gar groß ſei mein Be⸗ gier; Drum laß mich nicht von dir führen, Laß mich trennen nicht von dir; Laß mich ja im Reiche dein Ein ſchön Himmels⸗Pflänzlein ſein. Ach, ach, durch dein bittres Leiden Stoß mich nicht von deinen Freuden! 9. Es wärf mich zwar Satan erne In ſein feurig Höllen⸗Gluth, Daß den Himmel ich von ferne Sollt anſchaun mit traurgem Muth; Er laurt auf mich Tag und Nacht, Als ein Löw er mir nachtracht. Ach, ach, Herr, hilf mir zum Schauen, Reiße mich aus ſeinen Klauen! 10. In der Tauf hab ich geſchwo⸗ ren Zu deinem Kreuz⸗Fähnelein; Drum laß mich nicht ſein verloren, Du wirſt mein Beſchützer ſein. Beſter Kriegs⸗ und Sieges⸗Fürſt Du, Herr Jeſu, bleiben wirſt. Ach, ach, wie wollt ich verzagen, Du wirſt meinen Feind wohl jagen! 11. Ja, Herr, wie die Ritters⸗ Leute Allzeit auf die Fahne ſehn, Alſo will ich gleichfalls heute Auch Stimme V We Vom Tod und Sterben. 3. Auch die Täublein Ach, ach, wer nur dich ſann Dem muß gar kein Unfal 15. Nun, o mein G ſchließen Und trauen den dein. Ich will auf dein Bat ßen Wiederholn mein Seuf Wie ein Hirſch nach? So ruf ich zu dir all laß es bald geſe dein Reich mög Nen f gehen! Bei Beerdigung eines untain Kindes. Mel. Wer nur den lieben bit t uns. Herze gränen beut uns etwas Liebes an Un⸗ es gleichwohl wieder nehmen ie noch einwal ſeufzen kann, i weil es in jener Stadt Dies nicht vonnöthen hat 3 eit nicht ferne von dir ſtehn; Ich will als ein Ritters⸗Mann Mich wickeln in dein Blut⸗Fahn. Ach, ach, laß mich darin ſtreiten, Wehren mich auf allen Seiten! 12. Werd ich in die Flucht ge⸗ ſchlagen Von dem grimmgen Erb⸗ Feind mein: Er ſoll nirgend mich hinjagen, Als nur in die Wunden dein. Ja, Herr, deine Wunden roth Solln mein Burg ſein in der Noth! Ach, ach, laß mich darin bleiben Und mich Niemand daraus treiben! Laufe Erprobet ot ß gern be . äßt ſi 2. Gott läßt ſich ens beſchenken, Allein er ſieht i muth an; Drum muß er un was bedenken, Daß mans zun i liefern kann; Er gibt ein Kide wird geliebt, Wenn man es ſtih wiedergiebt. F“ 3. Er gibt ein Kind in dihn ben, Da ſoll es ſchwach undiin ſein, Wenn wir es bald zm ben, So geht es dort zum f ein, Da Jeſus und der Pnudee Die Kinder zu ihm kommen Ken⸗ 4. Wiewohl bei dieſen Pander Gott den Glauber⸗ de Wüll 4 Seu ttern Fliegen in die Falen A In die Stein⸗Ritz ſie ü V 34 1 Dünken ſich ganz ſicher ſein, N hn ich, o Herr, auch mich In dn aa eage l Seit verkriech. Ach, ach, ſiß ae ſü kein Angſt⸗Wetter Mein ban m h Seel zerſchmetter! D5 ge 14. Wenn auch gleich de ſitt al d ſcho Kein euch rie Und t= n e n aß— chmetter euden! ſchl Und Satan deit Gluth, ßen 86 Soilll 4* b: E 3 dlls So Ah zu dir alſt 8 ath, den ud Khint „dch, deu f.ſh mög gehen Reiße Jet 4 Bei= digung tinin ſchwo⸗ 1 Ki 1 nelein; nns loren, Wua uur du l Beſter 1 i hm Herr 14 Herzent wie beu t 1 etwas Ledet neinen es ſtüs ohl wiedernn nod u al ſeufen en tters⸗ wei= t jener Sm ſehn, nich anöthen hat. Auch t lüßt ſih m will beſdt 2, Alen er f viceln mut te Drum mi! laß was en, daß mu mich liefe m; Ex gita wirtie abt, Wem un⸗ t ge⸗ wie tt. Er mich inden ſein mden ben— a der ein, darin Ddi raus — ben ſpll es ſtat = ewohl b de robet Getu men Vom Tod und Sterben. 4. Zeuch hin, mein, Kind! Wir folgen Alle nach, Sobald es Gott be⸗ fiehlt. Du eileſt fort, Eh ſich das Ungemach In deine Jahre ſpielt. Wer lange lebt, ſteckt lang im Leide; Wer frühe ſtirbt, kommt bald zur Freude: Zeuch hin, mein Kind! 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten ſchon Auf deinen from⸗ Geiſt. Du ſieheſt auch, Wie Got⸗ tes lieber Sohn Dir ſchon die Krone weiſt. Nun wohl, dein Seelchen iſt entbunden, Du haſt im Herren über⸗ wunden: Zeuch hin, mein Kind! M. Gottfr. Hoffmann, g. 1658, ſt. 1712. Bei dem Begräbniß der Kinder. Baruch 4, v. 19. 20. 23. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. 112 4 Jieht hin, ihr lieben k. ⁸ Kinder, zieht, Wollt Gott, ich ſollt auch wandern Ins ewge Vaterland zu Gott, euch zuvor mir geben hat! reich, r Ohn Unterlaß d Stets loben wolln vor deinem Thron. 2. An euch hat ich mein Luſt und Freud, Wenn ich gerieth in Traurig⸗ keit; Jetzt aber bin verlaſſen ich, Ganz einſam, Niemand tröſtet mich. 3. Drum hab ich auch mein Freu⸗ den⸗Kleid Verwandelt und trag bil⸗ lig Leid Uebr euch, herzliebſte Kin⸗ der werth, Mein Freud in Weinen mich leiten, iſt verkehrt. 4. Euch iſt zwar geſchehn, Durft keine Noth, wie ich, ausſtehn; Das holdſeligſte Jeſulein Setzt euch nun auf ein Kränzelein. 5. Die lieben Englein ohne Zahl Umfangen euch im Himmels⸗Saal, Kein Ohr hat jemals angehört, Was euch für Freud dort widerfährt. 6. Wohlan, zu ſolcher Himmels⸗ Freud Werd ich auch kommn zu rechter Zeit; Indeß will ich Gott halten ſtill, Weils ſo geweſen iſt ſein Will. 7. Ich will mit herzlicher Begier Zum Herren ſchreien für und für, Daß er verkürz die Lebens⸗Zeit, Darin Nichts iſt, als Herzeleid. 8. Ach, Herr, ſieh meine Thränen gar ſehr wohl 671 an, Vergib die Schuld, die ich ge⸗ ſhan Um die du mich ſo hart geſtraft, ein Leibes⸗Frucht hinweggerafft. 9. Hol mich zu dir ins Himmel⸗ Da wir zuſammen Alle gleich dich und dein Sohn Jeremias Nicolai. Zuſtucht zu Chriſto in Todes⸗Noth. △ Auf den Namen Gacharias Herrmann. Mel. Valet will ich dir geben. 1125 5/ u dir, du Fürſt des Le⸗ LA. 4 4 bens, Herr Jeſu, ruft mein Herz: Ach, laß mich nicht ver⸗ gebens Erzählen meinen Schmerz! Cs ängſten mich die Sünden, Es ſchrecket mich der Tod, binden, Die Hölle macht mir Noth. Der Satan will mich 2. ACII, Niemand kann mich ret⸗ ten, Als du mit deinem Blut; Es zittern Band und Ketten Vor dieſer rothen Fluth. Es ſchreien, die mich haſſen: Wo iſt doch nun dein Gott? Du biſt von ihm verlaſſen, Du bleibſt des Teuſels Spott. Allein in deinen Wunden Er⸗ ich Schutz und Troſt In dieſen Jammerſtunden Für das, was mir zuſtößt. Ich ſehe deine Seiten, Mein Jeſu, offen ſtehn: Laß deinen Geiſt Getroſt hinein zu gehn. 4. Reiß meine matte Seele Aus der verdammten Welt Und aus der Marter⸗Höhle, Die mich gefangen hält. Ach, ſtreckſt du doch die Hände Schon nach mir Armen aus; Den Seufzern, die ich ſende, Biſt du ein Zufluchts⸗Haus. 5. In meinem größten Zagen Soll, Jeſu, deine Pein, Die du für mich getragen, Mein größtes Labſal ſein. Laß mich dein Blut erblicken, Das du vergoſſen haſt, Dein Kreuz laß mich erquiceen, Wenn Mund und Herz erblaßt. 6. Ach, ſtärke meinen Glauben Und nimm mich wohl in Acht! Will — — — — — — — — — ——— 5. 5 — — —— mich die Hölle rauben, So ſprich: 5 — ſſſſſͤſ11—n 672 Es iſt vollbracht! Ich hab es aus⸗ geſtanden, Was dieſer leiden ſoll: Hier iſt mein Blut vorhanden, Hier iſt die Zahlung voll. 7. So kann ich drauf mit Freuden Aus dieſem Kerker ziehn Auf dein Verdienſt und Leiden, Weil ich ver⸗ ſichert bin. Du wirſt, eh ich ver⸗ bleiche, Mir in das Herze ſchrein: Ich ſoll in deinem Reiche Und Pa⸗ radieſe ſein. 8. HERR Jeſu, deinen Händen Befehl ich meinen Geiſt: Du willſt dein Engel ſenden, Wenn er von dan⸗ nen reiſt; Die werden ihn begleiten In deinen Ehren⸗Saal: Da wirſt du mir bereiten Ein ſüßes Ehren⸗Mahl. 9. Mein Körper mag indeſſen Im ſanften Grabe ruhn, Kein Brennen, Faulen, Freſſen Soll ihm was Scha⸗ den thun; Denn, Herr, durch dein Begraben Und ſiegreich Auferſtehn Soll ich ihn wieder haben Und bald in Himmel gehn. 10. Allda ſoll meine Freude, Die ich von ferne ſeh, Nach ausgeſtand⸗ nem Leide, Ach, daß es bald geſcheh! Mit Jeſu triumphiren Und für den Sterbe⸗Gang Zum ſeligen Regieren Ihm opfern Lob und Dank. 11. Nun will ich gerne ſterben: d Wie ſollt ich denn verderben? Ich bin ihm zu⸗ Mein Jeſus geht voran. gethan: Er hat ſich mir verbunden, Sein Bund ſoll feſte ſtehn, Durch ſeine offne Wunden Sollich in Himmelgehn. M. Zach. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Begierde aus der Eitelkeit zu der Ewigkeit. Mel. Mein Jeſu, dem die Seraph. 11 26. 38 dir erheb ich meine . ◻☚ Sinnen, Jeſu, ſtärk mich durch deinen Geiſt, Der mich zur hohen⸗Himmels⸗Zinnen Der Aus⸗ erwählten Wohnung weiſt; Ich laß jetzund das Eitle liegen, Mich ſoll hinfort die ſtolze Welt Und, was da ihrer Luſt gefällt, Sammt ihrer Pracht nicht mehr vergnügen. Vom Tod und Sterben. 2. Seh ich dieß große Meha bäude Und aller Häuſer an, So iſt es ein Die uns ihr Anſ es⸗Stadt ich in dir, So würd ich, wa für und für Erfreuet, reichlich ite kommen! dort an dieſen Wänden deucht, ich kann jetzt ſe tem Die Klarheit de ſehn; Das Glas der 3 Rubinen, Die Thore Saphir; Das Gold muß dir Zur Schönheit dienen. 5. Dort wünſch ich mir ain leben Und will mich nun dal keit Und aller Wolluſt ganz! Wo bleibt die längſt gewi Da ich die Seel in Gottes 5 Mit Freuden wieder liefemn Komm, Tod, ich ſcheu mith it komm an, Du mußt mir doch iit Leben enden. 6. Du mußt mich dochzumgi führen, Wo mein geliebter Heiln 4 1 iſt; Wo ſtetes Wohlſein it un biſt. Was kann mir hier dein chel ſchaden? Werd ich von deine in Gnaden... e he 7. Mein trauter Jefus, man ne langen, Wird meine Seel in ſin Hand Nach meinem Tode pfangen. O wunderſchönes land! Jeruſalem, du ſtehſ . ſcho à Nater⸗ 9 4 1 „ — 4. O unerhörte Zierlichteiten, d. ren Und du, o grimmger Lod, ſe „ 1+ Ho hGd Hand ermordt, So ſterb ich hirmn lebe dort Bei meinem lieben Gi on el —— 1 4 1 l offen! Herr Jeſu, mmm müm 1 u5 A, h ich Alleilt¹ hinein! Bei dir wünſch ich all fgp dem en tem Klarheit dm — — — bif chel N ſehn bald Rub WM— 2 Sa= has Gohd mii dr= Schönheit den dien „ 34 KN „ N 4 annn— „ — 4—* land rer offenſr Ji † — Glas d zn à der ſ 8 i G Die Theu 4 b1Io5]R vünſch ihm den lebemt— will nih m. eren keit ceer Wollit gn Wo 5* die länſſt end ben: Da ſt Sell i dit⸗ ſollt Mit(db en wieder lin 1 zu⸗ Kom Hd, ichhſce k den. komtt.. Du nuft mi 5„ Lebetrn. 7.. 6. uft nich dhm führz o mein gict 4 iſt, trauter Jetsn zird meine e ¹ un, dineit i dir vinii Feld ins Vaterland, Alwo bereit der ſelge Ruhe⸗Stand, Dadurch der Fürſt V den Kampf pflegt zu belohnen. XXIV. Von Verlangen nach dem Himmel. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1128 ch, wer ſchon im Him⸗ 8 mel wäre, Liebſter Gott, bei dir, bei dir! Höre doch mein Schöpfer, höre Und laß mich nicht länger hier. Ich muß ja ſein, wo du biſt, Wo mein Schatz, mein Jeſus iſt! Ich muß aus dem Welt⸗ Getümmel, Weil mein Tröſter iſt im Himmel. 2. Hier kann ich kein Gnüge finden In der böſen Jammer⸗Welt; Denn ſie iſt voll lauter Sünden, Ihr ganz Weſen mir mißfällt. Neid, Verfol⸗ gung Spott und Hohn Gibet ſie zum beſten Lohn. Ach, du ſchnödes Welt⸗ Getümmel, Wäre ich aus dir im Himmel! 3. Wie wohl wird mir doch ge⸗ ſchehen, Wenn ich immer die Gottheit Kann in drei Perſonen ſehen Und der Dreien Einigkeit; Wennich ſehe Gott, das Licht, Gottes heilig Angeſicht; aus⸗= ih d Von der Ewigkeit. 673 ſoll. bäud d 8 an.. Dier an, f aler zi ſein, Auf deine Zukunft will ich 4. Zuletzt macht Gott das Waſſer Die mn i en n hoffen. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. ſelbſt zu Weine, Der herrlich iſt und euden Die. Anfehn 1 alle Gäſt erfreut, Im Glauben ſtärkt den de. arai Zuleht geßts wohl. denenenno heseetendn ieht ve d Mo Siuna In eigener Melodie. meine. 4 reit. 3— ewig daun 1127 Zulett gehts wohl dem, 5. Zuletzt wird erſt die Rahel bei⸗ . obe= zelt nag ie 4 der gerecht auf Erden geleget Dem Iſrael. Zuletzt ward e bhbe diez Durch Chriſti Blut und Gottes Erbe Joſeph groß Und kommt empor, erſt e ud Lührit war. Es kommt zuletzt das ange⸗ war er arm und blos. Zuletzt ward inden obel— tt iſ mm 3 nehme Jahr, Der Tag des Heils, noch Tobias wohl gepfleget. willſt h ſalen, u an dem wir fröhlich werden. 6. Zuletzt und nicht zuerſt nimmt dan⸗ Froth en Du Gatss 2. Zuletzt gibt Gott, wornach wir Gott die Seinen Ins Paradies, ins leiten iUh ☚ù So wind t uns geſehnet, Wenn Glaub und Lieb Lebens Liebes⸗Reich Und machet ſie ſt du für n Erfreur im Kreuz bewähret iſt Und man den Engeln Gottes gleich; Vorhero Nabl. Lomtam en Geduld an unſrer Stirne lieſt, Wenn läßt er ſie erſt gnug ausweinen. Im. 4 Acerhörte zeit wir genug ſind von der Welt verhöhnet. 7. Zuletzt, merkts wohl und halte enen, dort=zeſen Pand i 3. Zuletzt reicht man den Siegern nur fein ſtille, O liebes Herz, dem Scha deuchk kann ſet e ihre Kronen Und führet ſie vom der dich erſt betrübt Und dich dabei An ſegt tn doch wahrlich, herzlich liebt; Gedenke nur: Es iſt ſo Gottes Wille. Ch. B. Bernſtein, ſt. 1699. der Ewigkeit. O, wer aus dem Welt⸗Getümmel Bei Gott wäre dort im Himmel! 4. Keine Ruhe kann ich haben Hier in dieſer Zeitlichkeit; Will Wolluſt, Geld, Gut mich laben: Weg, weg mit der Eitelkeit! Es iſt doch nur Unbeſtand; Ach, heim, heim ins Pa⸗ terland, Heim aus dieſem Welt⸗Ge⸗ tümmel Zu der Ruhe in den Himmel! 5. Dort kann mir kein Feind nicht ſchaden, Keine Angſt, Gefahr und Noth; Denn ich bin in Gottes Gna⸗ den, Gott in mir und ich inGott. Da erreiche ich mein Ziel, Alsdann will ich, was Gott will; Darum weg, du Welt⸗Getümmel, Ich erwähle mir den Himmel! 6. Krankheit, Hunger, Durſt, Froſt, Hitze, Sorge, Furcht und ſteter Streit Machen, daß ich oft hier ſchwitze, Daß ſich häufet Leid mit Leid; Aber Alles höret auf, Wenn ich ende meinen Lauf. O, was biſt du Welt⸗Getümmel? Wäre ich aus dir im Himmel! 43 1129. 7. Wie ſo lieblich wird es ſchallen, Wenn ich das Halleluja Singe mit den Engeln allen. O, wer doch ſchon wäre da! Laß indeß meins Herzens Schrein, Mein Gott, deinen Himmel ſein; Führe aus dem Welt⸗Getüm⸗ mel, Dich zu rühmen, mich in Himmel! 8. Bin ich etwa hier in Freuden, So iſt Trauern wohl nicht weit; Freude aber ohne Leiden Iſt dort in der Ewig⸗ keit. Weiche Unvollkommenheit; Dro⸗ ben iſt die Seligkeit. Gute Nacht, du Welt⸗Getümmel, Eins und Alles iſt im Himmel! 9. Soll und muß ich aber wan⸗ deln Länger noch in dieſer Zeit, So hilf mir, ſtets chriſtlich handeln, Mein Gott, mache mich bereit; Weis mir, wie ich leben ſoll, Wie ich ſterbe ſanft und wohl, Und laß dieſes Welt⸗Ge⸗ tümmel Mich nicht wenden von dem Himmel! 10. Weil du hier mir biſt im Her⸗ zen, So bin ich in rechter Fahrt; Doch mein Herze macht mir Schmer⸗ zen, Denn es iſt ſo boſer Art; Darum will ich Sünden los Lieber bald ins Himmels⸗Schloß; Ach, nimm aus dem Welt⸗Getümmel Mich zu dir, du biſt im Himmel! 11. Strecke deine Arm und Hände Zu mir aus, ich will hinein; Komm mein Bräutgam, komm behende, I will deine ſein allein; Schenk du alle Sünden mir, Oeffne doch die Him⸗ mels⸗Thür; Ich bin aus dem Welt⸗ Getümmel In der Hoffnung ſchon im Himmel! Ludäm. Eliſabeth, Gräfin v Schwarzb.⸗ Rudolſtadt, g. 1640, ſt. 1672. Sehnſucht nach dem Himmel gegen das Elend der Welt. Mel. Wer nur den lieben Gott. ch, wie betrübt ſind 1A fromme Seelen All⸗ hier in dieſer Jammer⸗Welt! Wer kann ihr Leiden all erzählen, Das ſie ſogar gefangen hält? Das ſchmerzet Von der Ewigkeit. mich und kränket ſehr. Ach, wann nur im Himmel wär! anderbe C 4 1 6 1 el. 61 2. Ich mag mich, wo ich vil zi hune c aien n iſt 2. D. Wenn wenden, So ſeh ich Nichts, als u ſend Noth; Ein Jeder hat ſein aan in Händen Und ſein beſcheden n nen-Brodt, und das wird inne mehr und mehr. Ach, wenn inh it im Himmel wär! 0 gerückt! Die liebe Noth iſt ze nd ſe au * 9 1 l ml 4. Hier kann das Glucke machen; Doch kommt es etwanis en G Haus, So machts dem(Einentt alezeit zu lachen, Dem Andern 4 Thränen aus, und wird en.6 des Leidens leer. Ach, wemihn im Himmel! 5. Im Himmel ſind wir iit⸗ Gaben; Im Himmel ſind reich; Im Himmel kann m haben; Im Himmel ſind wiͦ gleich; Im Himmel iſt kein t mehr. Ach, wenn ich nur iſit. A mel wär. öhten 6. Hier iſt der Meuſch ini auſſ Jammer; Mit Jammer unnitte 4 Abend⸗Ruh; Mit Jammer gitt daw aus der Kammer; Mit Jammertnng er Alles zu; Das macht das i 6. ziemlich ſchwer. Ach, wemn in ve im Himmel wär! dich Lo 7. Ei nun, mein liebſter Jeſt, 99 ter R Ei, führe mich nur aus der N Vonn Schleuß auf die goldne Himmelsditn, etun Worauf mein Perz am meiten ite de Ich achte nun der Welt nicht nen u9 Ach, wenn ich nur im Hinnul ni ul M. G. M. Pfefferkorn, z.Etitl üch ſch Herrlichkeit jenes Lebeli. 6 In eigener Melodit. an 1130. A Menſchen näte 8. 4 1 ſterben, Alles Rß itſt vergeht wie Heu; Was da lebet uz Tru on der Gwigt allen, mich u j- dn tſe ſchen 2 1 4 dzens wendet= uilh, w mmel ſend 4= ſ ic 3 tuͤm⸗ in Hät he m 50— un t,m. 3. der 6 lun vn d — 1 umel! uden, reude Wwig⸗ No⸗ t, du 8 iſt Toded B m 8 ar e ni 8 en ee lide aa m⸗ ſchwer wenn ih neenn MNei 4.[ann dasGe ph 46 mir, mache h tudh ſanft Haus,=nupts da Ge⸗ zu laz dem Andn dem Thrän„ und rir wan Her⸗ im v ahrt; 5. mmel im m mer⸗ Gaden— danfe nrum ſreich; Frimmel amn dins haden. F'immel ſmr dem ſgleich:. 7Himm ſtk biſt mehr. ½.— wem ihw mel 6. 1mt der Muiſt. Jamm it Jaume dend 11 Mi Imm aus d u= ner. Mtam er All Das mat ſäemlid de fer. Ad, in Hijrwärk 7. Cvm meinlätſe 198. G, ft üch nu u Schleu ur iegodnedm Worat den i derz an n Jch u da Mi 1☛‿☛ν ſfetim 5 aände zmm, — tiit ian ſind aau nu 114AA Wer 0 ſie„ 4 eg= Da. der erzet m— verderben, Soll es anders werden neu. Dieſer Leib, der muß verweſen, Wenn er anders ſoll geneſen Zu der großen Herrlichkeit, Die den From⸗ Wenn es meinem Gott beliebt, Auch Von der Ewigkeit. men iſt bereit. 2. Drum ſo will ich dieſes Leben, ganz willig von mir geben, Bin darü⸗ ber nicht betrübt; Denn in meines Jeſu Wunden Hab ich nun Erlöſung ſunden, Und mein Troſt in Todes⸗ Noth N des Herren Jeſu Tod. 3. Jeſus iſt für mich geſtorben Und ſein Tod iſt mein Gewin. Er hat mir das Heil erworben; Drum fahr ich mit Freuden hin, Hin aus dieſem Welt⸗Getümmel In den ſchö⸗ nen Gottes⸗Himmel, Da ich werde allezeit Schauen die Dreieinigkeit. 4. Da wird ſein das Freuden⸗Le⸗ ben, Da viel tauſend Seelen ſchon Sind mit Himmels⸗Glanz umgeben, Dienen Gott vor ſeinem Thron, Da die Seraphinen prangen Und das hohe Lied anfangen; Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geiſt! 5. Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Wo auf ihren Ehren⸗Thronen Sitzet die ge⸗ zwölfte Zahl, Wo in ſo viel tauſend Bahien Alle Frommen hingefahren, Da wir unſerm Gott zu Ehrn Halleluja hörn. wie helle glänzeſt du! Ach, wie lieb⸗ lich Lob⸗Getöne Hört man da in ſanf⸗ ter Ruh! O der großen Freud und Wonne Jetzund gehet auf die Sonne, Fezunnd gehet an der Tag, Der kein nde nehmen mag. 7. Ach, ich habe ſchon erblicket Alle dieſe Herrlichkeit: Jetzund werd ich ſchön geſchmücket Mit dem weißen Himmels⸗Kleid; Mit der goldnen hren⸗Krone Steh ich da vor Got⸗ tes Throne, Schaue ſolche Freude an, Die kein Ende nehmen kann. „8. Hier will ich nun ewig wohnen, Liebſter Schatz, zu guter Nacht; Eure Treu wird Gott belohnen, Die ihr Ewig ſelig 3 ggelein! 6. O Jeruſalem, du ſchöne, Ach, 675 an mir habt vollbracht. Liebſten Kin⸗ der und Verwandten, Brüder, Freunde und Bekannten, Lebet wohl, zu gu⸗ ter Nacht: Gott ſei Lob, es iſt voll⸗ bracht! J. G. Albinus, g. 1624, ſt. 1679. Verlangen abzuſcheiden. Phil. 1, v. 23. Mel. Sollt es gleich bisweilen. 1131 llenthalben, wo ich 3 gehe, Sitze, liege oder ſtehe, Sehn ich mich nach Jeſu Chriſt, Der für mich geſtorben iſt. 2. Von der böſen Welt zu ſcheiden Nach ſo vielem Kreuz und Leiden, Wenn es ihm gefällig iſt, Bin ich fertig und gerüſt. 3. Wenn ich werde mit ihm leben, Herrſchen und in Freuden ſchweben: O, wie ſelig werd ich ſein Bei den lieben Engelein! 4. Herzlich werd ich mich erfreuen, Wenn mich Chriſtus wird erneuen Und in Himmel führen ein, Präch⸗ tig ſtets bei ihm zu ſein. 5. Zung und Herze wird da klin⸗ gen Und dem Herren Jeſu ſingen; Ewig werd ich ſtimmen ein Mit den lieben Engelein. 6. Beſſer Leben werd ich finden, ohne Tod und ohne Sünden: O, wie ſelig werd ich ſein Bei den lieben En⸗ Joh. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. Fröhlicher Eingang zur Hochzeit des Lammes. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1132 Doe Bräutgam wird . W bald rufen: Kommt all, ihr Hochzeits⸗Gäſt! Hilf, Gott, daß wir nicht ſchlafen, In Sünden ſchlummern feſt; Bald habn in un⸗ ſern Händen Die Lampen, Oel und Licht, Und dürfen uns nicht wenden Von deinem Angeſicht. 2. Da werden wir mit Freud n Den Heiland ſchauen an, Der durch ſein Blut und Leiden Den Himmel aufgethan, Die lieben Patriarchen. 43* 676 Propheten allzumal, Die Märtrer und Apoſtel Mit ihm ein große Zahl. 3. Die werden uns annehmen Als ihre Brüderlein, Sich unſer gar nicht ein. Wir werden Alle treten Zur Rechten Jeſu Chriſt, All unſern Gott anbe⸗ ſchämen Und mengen mitten ten, Der unſers Fleiſches iſt. 4. Gott wird ſich zu uns kehren, Einm Jeden ſetzen auf Ein goldne Kron der Ehren Und herzen freund⸗ lich drauf; Wird uns an ſein Bruſt drücken Aus Lieb ganz väterlich, An Leib und Seel uns ſchmücken Mit Gaben mildiglich. 9. Gottes Reich. 6. Er wird uns fröhlich leiten Ins ewig Paradeis, Die Hochzeit zuberei⸗ ten Zu ſeinem Lob und Preis; Da wird ſein Freud und Wonne In rech⸗ ter Lieb und Treu, Aus Gottes Schatz und Brunne, Und täglich werden neu. 7. Alſo wird Gott erlöſen Uns gar aus aller Noth, Vom Teufel, allem Böſen, Von Trübſal, Angſt und Spott; Von Trauern, Weh und Klagen, Von Krankheit, Schmerz und Leid, Von Schwermuth, Zorn und Zagen, Von aller böſen Zeit. Melch. Frank, g. 1580, ſt. 1639, nach Joh. Walther, um 1564. Herrlichkeit und Süßigkeit des ewigen Lebens. In voriger Melodie. 8 in Tröpflein von den 1133. E Reben Der ſüßen Ewigkeit Kann mehr Erquickung ge⸗ ben, Als dieſer eitlen Zeit Ge⸗ ſammte Wolluſt⸗Flüſſe; Und wer nach Jenem ſtrebt, Tritt unter ſeine Füße, Was hier die Welt erhebt. 2. Wer von dir möchte ſehen Nur Einen Blick, o Gott, Wie wohl würd Von der Da wird man hören klingen Die rechten Saiten⸗Spiel, Die Mu⸗ ſik⸗Kunſt wird bringen In Gott der Freuden viel; Die Engel werden ſin⸗ gen, All Heilgen Gottes gleich, Mit himmliſch ſchönen Zungen Ewig in Ewigkeit. ihm geſchehen! Die Welt wi⸗ ein Spott Mit allem ihren 18 So herrlich und ſo rein, So liehe Das iſt die Seligkeit, Und al 1 Himmels⸗Auen Ihr ſchönſtes ge 44 men⸗Kleid: Wie war nach Blicken Der Abraham ſo froh, wünſcht er zu erquicken A und O! S. 7 gen Der liebe Jacob nicht. Joh Gottes Wangen Und ka ſicht Geſehn und bin genef glänzte Moſis Haut, Als er bei be geweſen Und ſeinen Mund geſcut 5. Du reichlichſte Belohnung! Auserwählten Zahl, Wie! die Wohnung, Da deiner Strahl Sich offenbarlich herrlich edler Tag, Dem diee ſteiget Und ihn erleuchten m 6. O Licht, das ewig brei keine Noth bewußt, Das ke bel kennet! Geſellſchaft rei off? N 1 Ad Frommen Geſegnet werden ſi 7. Vollkommne Liebe bringttn immer neue Freud, Aus ebher entſpringet Ein ewge Flltit Gott ſelbſt in ſeiner Wonne it cher Liebe Preis, Iſt ſeiner Bun Sonne im bunten Paradeis. 8. Sein Licht wird in uns iet ten, Sein Oel und Honig⸗Saft 3 unſre Lippen feuchten; Von ſn 1˙9¼α — — 1ι☛ — — — — 1¶£ ά☛ — ☛●̈ — — — — — — ganz erfüllet ſel Und ſpiegeln die nem hellen Schein. für Gate Und inn chthum ſan welchen 9. Was wünſcheſt du Du wirſt ſie finden dort ſelbſten haben Den Rei und fort; Denn Gott, vor Kronen Und Perlen Stau / AIu w an 4. Sprach mit Triumph und gi 6 ſo erleſen Iſt deiner Augen Sti 3. Den wahren Gott zu ſcu 5 9 Spott, Wir ſelbſten in uns wehnn Und wir in unſerm Gott. 11 br 10. Wann werd ich einma. men Zu ſolchem Freuden⸗Lle När i ſten a rinmm n en, Bis neht be Re 4, 8 1. tes alls 8 ag Haal, eund⸗ A u Bruſt Mi — ingen Mu tt der n ſin „Mit dig in Ins berei . Da rech⸗ Schat mneu. Uns eufel, Angſt Weh dmerz Zorn zeit. d, nach des n den füßen 9 ge: wer ſeine bt. Nur würd! ſicht=n und bn gn glän= ſis Hatt Abe gew And ſeinen Uu A0.= Sidliſe d Aus— ten Zahl, Wei die n ung, Da dem Ste derr teig ☚ ihn erleuch. 66 ht, das ewig ben keins: 4 bewußt, De del ☚l Geſelſchrt m Da bm und(na in Men== überein, lnd Frot. Geſegnet wede 1ommne Lebe d immg e Freud, Ast 123 Ein 21 Got ☛ in ſeiner Pon cer= Preis, It ſän Son bunten Pand §.= Kit vid un ten, 2—n DOel und halt unſt= pen feuctm deit=— Wir am f Un eln die Gebehr 9 wünſcheſt ui Duſt— ſie finden du ſelbſ Faben Den R undr= Denn Geothe Kro AlInd Petlm; Spe iir ſelbſten un Uns= in unſerm Re = un werd ich nen= ſolcem ich offenderit er Tag, Demd Von der Ewigkeit. in Wär ich doch aufgenommen Und un ſchon an ſichrer Stell! Herr Chriſte n nimm mein an, Bis ich dich ſelbſt anſehen Und Flehen So lang indeſſen recht beſchauen kann. Erasmus Finx, g. 1627, ſt. 1694. Himmels⸗Freude. Mel. Nun lob, mein Seel, den. 11 3 4 riſch auf und laßt uns ſingen, Ihr Kinder Got⸗ tes allzumal, Von unerhörten Din⸗ gen, Der großen Freud ins Himmels Saal; Bald wird der Tag anbrechen. An welchem Gottes Sohn Uns freund⸗ lich wird zuſprechen: Kommt her, empfangt den Lohn, Den ich euch geb aus Gnaden; Kommt her, ererbt das Reich, Darin ihr ohne Schaden Und Trübſal lebt zugleich! 2. O Freud, o Luſt, o Wonne! Wir ſollen Gottes Antlitz ſehn. O Licht, o Glanz, o Sonne! Wie wird uns doch ſo wohl geſchehn. Jetzt ſehen wir im Spiegel Und einem dunkeln Ort, Wenn aber wird das Siegel Eröffnet, ſoll man dort Den Herren ſelber ſchauen, O ſüßer Gnadenblick! Der Tod macht mir kein Grauen, Denn Sterben iſt mein Glück. 3. Hinweg mit aller Freude, Die man in dieſem Leben hegt! Hinweg mit Gold und Seide, Davon man ſchöne Kleider trägt! Hinweg mit Saiten⸗Spielen! Hinweg mit ſüßem Wein! Hinweg mit Königs⸗Stühlen! Hinweg mit Perlen⸗Schein! Ein Augenblick Gott ſehen In ſeinem Himmels⸗Zelt, Macht größre Freud entſtehen, Als alle Luſt der Welt. 4. O Freud in jenem Leben! O Freud im ſchönen Paradeis, Die uns ein Herz wird geben, Das gar von keiner Trübſal weiß, Das ſich nicht darf entſetzen Vor Unglück und Ge⸗ fahr, Das Niemand kann verletzen, Das friſch iſt immerdar; Das, frei von allen Sorgen, Nicht ſuchet Geld noch Gut, Das, vor dem Neid ver⸗ borgen, Stets lebt in ſichrer Hut! 677 5. O Freud in Gottes Kammer! O Freud in ſeinem Freuden ⸗Licht, Da man von Krieges⸗Jammer Nicht das geringſte Wörtlein ſpricht; Da man wird Friede halten Mit Gott und ewiglich In ſtiller Ruhe walten, Nicht mehr betrüben ſich; Da man wird Friede haben Auch mit der En⸗ gel⸗Schaar, Ja Leib und Seel erla⸗ ben Im Frieden immerdar! 6. O Freud, o Jubiliren! O Jauch⸗ zen, o voll Wonne ſein! Wir wollen triumphiren Dort oben in des Him⸗ mels Schein. Wir wollen da bewoh⸗ nen Den Palaſt, der geſchmückt Mit vielen tauſend Kronen, Der zehnmal heller blickt, Als alle Digmanten, Rubinen und Saphir, Ihr Himmels⸗ Auwmwandten⸗ Bedenkt es, was für Zier! 7. O Freud, ein neuer Himmel, O Freud, ein neuer Erden⸗Kreis, Davon das Welt⸗Getümmel Das Wenigſte zu ſagen weiß; Da man in ſteten Lenzen Uneingeſchloſſen lebt, Nicht in gewiſſen Grenzen, Als auf der Erde ſchwebt; Nein, da man nach Gefallen In Gott erfreuet ſich, Der Alles iſt in Allen Und herrſchet ewiglich. 8. O Freud, o lieblich Weſen, In welchem wird zu finden ſein Geſell⸗ ſchaft auserleſen; Ja Gott ſelbſt mit ſein Engelein; Da König und Pro⸗ pheten, Da die Bekenner ſind, Die Gott aus ihren Nöthen Geriſſen hat geſchwind, Woſelbſt die Patriarchen Und keuſche Jungfräulein Beſieger und Monarchen Des Himmels wer⸗ den ſein! 9. O Freud, o Luſt, o Leben! O goldnes Dau⸗ o ſchönſte Zier! Wir wollen kräftig ſtreben In dieſer Sterb⸗ lichkeit nach dir. O, Gottes Antlitz ſehen! O, ſtets in Friede ſein! O, bei den Engeln ſtehen! O theurer Him⸗ mels⸗Schein! O Herrlichkeit ohn Ende! Mein Gott, wenn dirs ge⸗ fäült⸗ So nimm mich auf behende, un gute Nacht, o Welt! J. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. 678 Von der Von der unſeligen Ewigkeit. Mel. O Ewigkeit, du Donner⸗Wort. 1135.(Hedenk, o Menſch, ge⸗ denk einmal An jene große Höllen⸗Qual, Die die Ver⸗ dammten leiden; Ach, laß der Seelen heiße Pein Dir täglich eine Warnung ſein, Der Sünden Dienſt zu meiden. Erſchrickſt du nicht vor dieſer Gluth? Ach, hemme doch den ſichern Muth! 2. Dein Herz iſt nicht von Dia⸗ mant; Drum laß dich doch den Schwefel⸗Brand Zur Reu und Buß entzünden. Die Zeit iſt kurz, die Qual iſt lang, Der Höllen⸗Pfuhl und Folter⸗Bank Läßt keine Gnade fin⸗ den; Der Sünden Luſt währt kurze Zeit, Der Seelen Pein in Ewigkeit. 3. O Ewigkeit, du haſt kein Ziel, Die Martern ſind zu ſchwer und viel Und ſollen immer währen; Die Flamme nagt, o großer Schmerz, Ohn Unterlaß der Böſen Herz Und darf es nicht verzehren. Stell ich mir einſt ſolch Leiden für, Ach, ſo erbebt das Herz in mir! 4. Verruchter Menſch, verkehrter Sinn, Ach, wirf die Welt und Wolluſt hin, Verlaß das eitle Leben! Sieh doch die ſchreckliche Gefahr, Sie zeigt ſich dir ganz offenbar, In der du jetzt mußt ſchweben O Unglücks⸗ Kind, beſinne dich, Der Höllen Gluth brennt ewiglich! 5. Alsdann hilft dir kein kläglich Thun, Die Seele kann dort niemals ruhn Vor übergroßen Schmerzen. Die Teufel hören nimmer auf, Sie ſchütten Pech und Schwefel drauf. Ach, nimm doch dieß zu Herzen! Ach, fleuch der Welt⸗Luſt Zauber⸗ Strick, Kehr um, kehr um, kehr bald zurücke e 6. Wie hart und ſchwer, gerechter Gott, Beſtraft dein Zorn der Süter der Spott Im heißen Schwefel⸗ Pfuhlel Ach, ach, vergib, was ich gethan, Sieh mich mit Gnaden⸗ Augen an Vor deinem Richterſtuhle! mein Kronen⸗Gold; Jeſus Ewigkeit. Denn mich erſchreckt dein Straf richt. Troſt⸗Lied. Phil. 1, v. 21. 22 Mel. Jeſu, meines Lebens Leben C. S. Ulber g.l n 11 36 ute Nacht, du Ma 4 Himmel iſt mein Licht! Jeſus nn 2 mir Alles werden, Meina iie laß ich nicht. Moͤcht es henen geſchehen, Ihn von Angeiitt Täglich in Gedanken ſein. 2. O, wie ſchön ſind die Gedae O, wie ſüße kommt mirs an, Uat mein Geiſt ſich aus den Schune Dieſes Lebens reißen kann, Schranken, wo die Seelen e Angſt und Kummer quälen, Won Furcht und Ueberdruß Sich daßn martern muß. 3. Welt, ich bin nun deinam. Alles iſt mir ärgerlich. Himmels Ruh und Friede vergnüget mich. Deine deine Freude Wird zu lautehet leide, Und mich machet dein bn Faſt zu ſpät mit Schaden lu 4. Was ich bei dir hoch geſtit Iſt nun gänzlich abgethan. Vant ſonſt zur Luſt ergötzet, Ach,diße ſtinkt mich an. Haſt du miit Nichts gewähret, Wasmein Winſt hat begehret; Denn du triüdſt und für Einen ſchnöden Spott mim 5. Weg, ihr Schätze dieſer in Eitle Seelen ſind euch hold! Pi ſoll mein Purpur werden. 8 4 9 mein Geſchmeide; Jeſus nehn mir zum Kleide; Jeſus m Fürſtenthum; Jeſus bleibt main t mens⸗Ruhm. r 6. Darum ſehn ich nich ben, Daß ich bald bei Jeſu bin 3 t ſein Leben zu beerben, So 3 ben mein Gewinn. Wa noch jung an Jahren, Doch Jetzt hör ich Welt und Sünde nicht, 1b ran li⸗ Himmel hinzufahren, Iſt mahe der Erden Demie ſehen! Ach, mir muß er nur äle Kronc nich! werde dor F der C Wo der Erigke it. Denn u en richt. eitnt d d, ge⸗ Suam jene droſrdit Seelen..1n A8 rmung 1.— meines läe heiden. 4ß N G der Gi 2 4— nein d 4 3 4 Muth! Dia⸗ den geſche Buß , die T ll und 2. onſi ei O üame kurze mein ſf jſ⸗ kurze iſich aus d. 4 ₰—.. 1 ai 2 eſes l 5 uans Ziel, Schra r ad die dch d diel Angſt D runner gin Die Furcht K. 2 berdni 6 men 4 AM. Und 3. 11. c bnnm c mir Alles 8 hmm erbebt Himm Er h un Fud vergnt uch. Dam ehrter deine Wid ult volluſt leide, † rüch mabed Sied Faſt E mit Schan ezeigt 4. 1 h bei dir err du It nu 5e lchabgethe lücks⸗ ſonſt 3. ergöhet, lh Gluth ſtinkt.leM. Hat n. Nichts nauttet Vesnl äͤglich hat be.; Dem dr rmals und fü aiſchnödnen erzen. 5. hr Scihen „Sie Eitle= ſind euhit drauf. ſoll pur weia crzen! mein ☚) 1⸗God, uber⸗ mein— eid, Pi bald mir ileide wi (Fürſtét⸗ d. Jeusbei. echter mens1 1. Sün⸗ 6. 1Q ſehn ün wefel ben,= bald bak s ich ſein 4— u veed aden⸗ ben m ewinn. 3 dudie! noch e an Jun nicht, Hinn zufabre ir ärgerih. Von der Ewigkeit. mals nicht zu jung, Sondern täglich alt genung.. 7. Nun, im Friede will ich ſchei⸗ den Und mit Lachen zieh ich hin. Ja, ich ſterbe ſchon vor Freuden, Da ich noch am Leben bin; Denn mir wird von jenem Leben Dest der Vorſchmack ſchon gegeben, is daß mich der Ueberfluß Aller Wolluſt tränken muß. 8. Nun, mein Jeſu, meine Wonne, Meine Luſt, mein Aufenthalt, Meine Krone, meine Sonne, Komm, befreie mich nur bald! Soll es ja noch länger werden; Geht mein Geiſt doch von der Erden Täglich zu dir himmelwärts. Wo mein Schatz, da iſt mein Herz! Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Vorſchmack des ewigen Lebens in dieſem Elende. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1137 Hen ich bin noch hier 1. auf Erden Und in meiner Elends⸗Nacht, Wo bei Trüb⸗ ſal und Beſchwerden Wenig Ruh mir zugedacht. Ach, wann werd ich auf⸗ gelöſt?. Ach, wann wird mein Geiſt getröſt? Wann werd ich nach Fin⸗ jenen Tag ge⸗ ſterniſſen Einmal nießen? 2. Drum ſo leite meine Gänge Durch dieß Todes⸗Thal bergan, Durch die ſehr enge, Auf die wahre Lebens⸗Bahn. Wo mich deine Hand nur führt, Wird in mir auch Kraft verſpürt, Bis ich dich recht die Pforte, in der Nähe Und in deiner Klarheit ſeh noch irdiſch bin. Worte ſchaun, Laß mein Herze Hüt ten baun, Daß ich deiner ſtets ge ehe. 3. Doch eh ich dich da erblicke, So verkläre meinen Sinn, Daß ich mich zum Himmel ſchicke, Ob ich gleich Laß mich dich im vergälle ſtets Welt⸗Begier, Thu ihm, Wenn er aus Daß er herrli men glei ſie hin verſch les bei uns endlich ein; — den, ſer Alter iſt alle Jahr. beſtehn, Und wenn Werdens Hö Freunden, ruhn! Aber müſſen Ihre 4. Denkt, ⸗ ⸗ — — Ewig 679 in mir Alle ſchnöde Zeige meiner Seelen Hoffen Jenen Freuden⸗Himmel offen. 5. Endlich bricht des Leibes Hütte, Welche Krankheit morſch. gemacht: Herr, nach meiner Bitte, dem Grab erwacht, ch auferſteh Und ins Reich der Klarheit geh, Wo die From⸗ gleich den Sonnen Durch dich Licht und Glanz Gottfr. E. Scheibel, g. 1696, ſt. 1759. gewonnen! Selige und unſelige Ewigkeit nach der Vergänglichkeit. In voriger Melodie. 1 138 Her ich zähle Tag und 9.) Stunden Und der Jahre ſchnellen Lauf: Ach, wo ſind wunden? Hört doch Al⸗ auf, Geht doch Alles Doch es ſoll jetzt alſo ein: Nach dem Wandel hier auf Er⸗ Da werd ich erſt ewig werden. 2. Gott, du Urſprung aller Dinge, Der du wareſt, da Nichts war: Un⸗ geringe, Aber du lebſt Ewig wird dein Reich dein Befehl ergehn, Alles ſollte ſchweigen, ll und Himmel zeugen. 3. Wohl demnach uns, deinen Wenn wir werden ewig Weh auch deinen Fein⸗ den, Die beſtändig Böſes thun! Ihre wohlverdiente Pein, Die wird un⸗ aufhörlich ſein, Und ſie werden Alle Thorheit ewig büßen. ihr Menſchen, an die Länge, Die Niemand ausdenken kann; Gebet Acht auf eure Gänge, Stellet Alles chriſtlich an! kleinen Nu Geht die Gnaden⸗Thüre Denn in einem nieße, Ohne dich kein Gut hier wiſſe. zu, Und darnach iſt Nichts zu hoffen: 4. O, wie ſelig ſind die Stunden Wenn man das im Voraus ſchmeckt, Was dort ewig wird empfunden, Wo kein Feind, kein Unfall ſchreckt! Nur Daß ein Chriſ wir jene Welt noch ſehen, „Jetzt nur ſteht der Himmel offen. 5. O, wie wohl iſt uns geſchehen, t das wiſſen kann! Hat es —— — — ——uſW Von der Gott uns kund gethan. Ihm ſei Dank in dieſer Zeit, Ihm ſei Dank in Ewigkeit! Ewig ſoll mein Henß ihn ehren, Ewig ſeinen Ruhm vermehren! Casp. Neumann, 1648. g, ſt. 1715. Himmliſches Jeruſalem. 1 Offenb. Joh. 21. u. 22. V Mel. Wie ſchön leuchtet der. 1 139 Iſts, oder iſt mein ¹ Geiſt entzückt? Mein Auge hat jetzt was erblickt: Ich ſeh den Himmel offen; Ich ſehe Gottes Königs⸗Thron, Zur Rechten Jeſum, Gottes Sohn, Auf den wir Alle hoffen. Singet, Klinget, Spielt auf ſcharfen Davids⸗Harfen, jauchzt von Herzen! Jeſus ſtillet alle Schmerzen. 2. Ich ſeh, er machet Alles neu, Die Braut fährt zu ihm ohne Scheu In reiner ſchöner Seide; Die Klei⸗ der ſind mit Gold geſtickt, Der Bräutgam hat ſie ſelbſt geſchmückt Mit theurem Hals⸗Geſchmeide. Meiſter, Geiſter, Cherubinen, Seraphinen wünſchen Glücke; Jeſus gibt ihr Lie⸗ bes⸗Blicke. 3. Der Braut iſt Nichts, als Luſt bewußt, Gott ſieht an ihrer Schön⸗ heit Luſt, Sie glänzet wie die Sonne; Man führt ſie in den Braut⸗Palaſt, Ins Freuden⸗Haus zur ſtolzen Raſt, Zu ihres Königs Wonne. Klagen, Zagen, Sonnen⸗Hitze, Donner⸗Blitze ſind verſchwunden: Gottes Lamm hat überwunden. 4. Gott hat ſie aus dem Strom erfriſcht, Der Augen Thränen abge⸗ wiſcht, Gott kommt, bei ihr zu woh⸗ nen; Er will ihr Gott, ſie ſein Volk ſein, Selbſt bei ihr gehen aus und ein: Wie reichlich kann Gott lohnen! Trauet, Schauet Gottes Güte, Got⸗ tes Hütte bei den Kindern: Gott wohnt bei bekehrten Sündern. 5. Wie heilig iſt die ſchöne Stadt, Die Gott unds Lamm zum Tempel hat, Zum Grunde die zwölf Boten! Gar nichts Gemeines geht hinein; Ewigkeit. Reine, Feine Cdelſteine ſind gemein⸗ Jaspis ſchimmert. .6. Die Stadt darf keiner nicht, Nicht unſers Mondes lliſ Heiden wandeln weit und broti dieſes Lichtes Wonne. Ihren Da iſt keine Nacht zu hoffen 7. Von Gottes Stuhle gull Fluß, Der mitten auf der muß Das Holz des Lebensn Die Frucht, die der Baumz trägt, Ein jedes Blättche hegt, Soll die Geſund m Schlechte Knechte, Herren, ütia. Kaiſer dürſten nach der Ouelle er fleußt recht kryſtallenhelle. b 8. Wie herrlich iſt die neudt Die Gott den Frommen vallezil Kein Menſch kann ſie erwerlen Jeſu, Herr der Herrlichkeit, Ain die Stätt auch mir bereit, fim ſie auch ererben; Weiſe, Kräfte, ihr Geſchäfte mir brii⸗ Laß mich auf den Anblick end Ahasv. Fritſch, g. 1623,f Unſelige Ewigkeit. Mel. Herr Jeſu Chriſt, mein den⸗ Sicherheit, du t leiterin zu ſchwarzen Höhlen, B führeſt 2 d Menſchen hin! ur du verſprichſt noch lange geite 4 dieſer Welt uns zu beräiten d will mir aber nicht in Sim. 8 weiß, die letzte Lebens⸗Stund Jſtw lich keinem Menſchen kund. 1 2. Wleichmie ten mi fü 1 machet, Zu ſtehlen, wann det c ma badh nd das Geſinde 6 V iſt; Er wartet, bis man gari droſſen Die müden Augen auge ſen, Alsdann gebraucht er fnn Y So kommt auch Gott zuſplcher t Wer gräuelt, muß verbannet ſein, Die dich noch dünket gar zu wei Sein Theil iſt bei den Todte ihr Licht flimmert, Wie ein hele 8 Oonme Licht: Das Lamm iſt ihre enn Hier leuchtet Gottes Herrlichkeit d Ihre Pforte dieſer Orte ſtehetaſ 42 0. falen, wallen hedacht käufeſt, lange; Himme thörich beachte 7. G dan Mnnge dufres und morge d üderfi ſte ſ 1 mein Mei — h ſeh Hottes eſum, Ns Aue it auf don erzen. neu. Sche Klei Der Mi aſter, dinen No. — Luſt chöͤn⸗ ine: Alaſt, Raſt, agen, Blite amm trom age⸗ woh⸗ Volk und nen! Got Gott tadt, mpe oten! gein; ſein, — b tagt=jedes ütt — If. Wle hasv. Fritſ,„ M tiige Guiſt ne Jeir dintn 1440 1 ditatt 2 eun gleiter. ſchwarzen d fubren 1 ie Menſca du veſ t noch lunm dieſer ☚ uns au will n X ric u a weiß, 1 JeLebens Sm lih 18 r Nenſte u 2.— wie kin N mache! ſtehlen, non noch 1l☛ Und das b it: CA tet, bis nnf droſſet=müda 1 ſ n ge n 5=u Gat ui 6 bo 4 de 3 d dünkt ie 4 fallen, Wenn wir in beſten Freuden wallen Und auf kein Sterben ſind 8 bedacht, O Menſch, der du ſo ſicher häufeſt, Und dich mit Sünden über⸗ lläufeſt, Wie bald kommt doch die SHimmels⸗Thron Als wie der Blitz n des Menſchen Sohn. nicht eben, Vielleicht werd ich noch Von der 3. Der Würger pflegt uns anzu⸗ lange Nacht! Es kommt von ſeinem 4. Du ſprichſt: Es iſt mir noch lange leben, Bin ich doch jung, ge⸗ ſund und ſtark. O Blinder, fliehe dein Verderben, Vielleicht kannſt du noch heute ſterben, Der Tod bereitet dir den Sarg, Nicht wann du Alles haſt beſtellt, Zu der Zeit, wenn es Gott gefällt. 5. Das, was wir ſtets an Andern ſehen, Das kann auch mir und dir geſchehen: Durch fremden Schaden wird man klug, Kams geſtern nicht, ſo kommt es heute: Wie ſicher waren doch die Leute, Als Gott die Sodo⸗ miter ſchlug? Es heißt: Du Narr, in dieſer Nacht Wird deine Seel hin⸗ weggebracht! 6. Wer iſt ſo thöricht und verwe⸗ gen, Der ſich darf hin zur Ruhe le⸗ gen, In ein gar altes Schlafgemach, Darinnen Wänd und Pfeiler zittern Und die verfaulten Balken ſchüttern, Ja offen liegen ohne Dach? Ganz thöricht iſt ja der fürwahr, Der nicht beachtet die Gefahr. 7. Es hilft dir Nichts dein ſtolzes Prangen, Der friſche Leib, die rothen Wangen, Dein hoher Muth und tapfres Herz: Ja, lebe ſtets in Saus und Freuden! Wie kläglich mußt du morgen ſcheiden, Wenn dich der bittre Todes⸗Schmerz Ganz unverſehens überfällt Und zu den längſt Verwe⸗ ſten tellt lic 8. Was iſt wohl ſchöner anzuſehen, Als Blumen, die im Felde ſtehen, Viel prächtiger, als Salomon? Wie plötzlich aber kann ein Regen Und rau⸗ her Wind ſie niederlegen, Ihr Herrlich⸗ 681 man heut abbricht, Die achtet man ja morgen nicht. 9. Ein ſchlechtes Ding kann dich verſehren, Dein Neiſch in leichten Staub verkehren, Wie ſolches die Er⸗ fahrung ſagt. Der Tod hält nicht dieſelben Wege, Er findet uns auf jedem Stege; Was iſt es, das dort Simſon klagt, Als er dort überwun⸗ den war? Nicht Feinde, nur ſein lan⸗ ges Haar. 10. Dich nennt ja David einen Schatten, Dem ja der Leib nicht will geſtatten, Daß er ſich ihm vergleichen ſoll, Dieweil der Schatten unbeſtän⸗ dig, Der Nachtgeſell auch ſchwarz und wendig; Und wie der Mond bald klein, bald voll. So iſt, o Menſch, zu dieſer Zeit All deine Ehr und Herrlichkeit. 11. Was alle Pracht, die wir hier kennen, Iſt gleichſam nicht einmal zu nennen, Weil ſie nicht immer dauern kann; Doch ſoll und muß ſie dir gefallen, So ſiehe zu, daß du vor Allem Der Pracht des Höchſten hangeſt an: Nichts Schönres ſoll dir ſein bewußt Auf Erden, als des Him⸗ mels Luſt. Ewigkeit. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Offenb. Joh. 7, v. 13— 14. Mel. Jetzt geb ich meinem Jeſu. Oder: Machs mit mir, Gott, nach. 11 41 Man Gott, dein heilig .ZALBibel⸗Buch Schreibt viel vom jüngſten Tage: Doch weiß ich keinen ſchönern Spruch, Als dort des Aeltſten Frage: Von wannen kommen die heran In weißen Klei⸗ dern angethan? 2. Die Antwort iſt darauf bereit: Sie ſind aus Trübſal kommen Und haben das ſchneeweiße Kleid der Un⸗ ſchuld angenommen, Weil ſie von aller Miſſethat Des Lammes Blut gewaſchen hat. keit fällt ſchnell davon, Die Roſe, ſo 3. Auf dieſes theure werthe Wort 682 Von der Will ich im Glauben trauen; Und wenn die Auserwählten dort Dich einſtens werden ſchauen, So will ich gleichfalls auferſtehn Und auch in weißen Kleidern gehn. 4. Es hat mir ja von Jugend auf An Trübſal nie gefehlet, Der böſen Welt verirrter Lauf Hat mich genug gequälet, Und ob mein Stand gleich chriſtlich iſt, So drückt mich doch oft Trug und Liſt. 5. Je mehr mein Herz zu Gott ſich hält, Je mehr ſind meiner Feinde; Das Fleiſch, der Satan und die Welt Sind niemals meine Freunde. Die Sünde ſchleicht mir täglich nach, Der Geiſt iſt ſtark, das Fleiſch iſt ſchwach.. 6. Doch bin ich von mir ſelbſt nicht gut,(Denn das bekenn ich lei⸗ der!) So weſch ich doch durch Chriſti Blut Im Glauben meine Kleider, Dieſt machet mich ſo hell und rein, Daß ich kann ewig ſelig ſein. 7. Da will ich dir bei Tag und Nacht Vor deinem Throne dienen, Und ewig(Trotz des Todes Macht!) In deinem Tempel grünen, Wenn der, ſo auf dem Stuhle ſitzt, In ſei⸗ ner Wohnung mich beſchützt. 8. Alsdann wird mich in Ewigkeit Kein Durſt noch Hunger plagen, Da werd ich über keine Zeit Der Son⸗ nen⸗Hitze klagen, Wenn mich das Lamm, gleich als ein Hirt, Zum Brunn des Lebens leiten wird. 9. Muß ich indeſſen oft und viel Im Chriſten⸗Stande weinen, So halt ich dir im Glauben ſtill; Die Zeit wird bald erſcheinen, Da du mir, o mein Lebens⸗Fürſt, Die Thränen ſelbſt abwiſchen wirſt. Joh. Jac. Schumann. Um rechten Eindruck von der Ewigkeit. Mel. O Gott, du frommer. 1142. Menhatztiiane Ewigkeit. Dem iſt das zu geringe; Drun nah du mich los Vom Joche dieſe 8 Und führe meinen Sinn Iu dn Ewigkeit. 2. Laß mich ums Zeillihe git Sündliches begehen; Denn das 1 hier gewinnt, Das kann doh 1 beſtehen. Die Hölle wähtett Das Irdiſche geht ein, Und vet böſe bleibt, Wird dort verloren 3. Wenn wir betrübet ſind, zeig uns du die Krone, Die un⸗ welklich iſt, Und gib ſie mi — Lohne, Wenn meine Mbſle Denn Leiden iſt wohl ſchtwer, z 9 ſie wird ewig ſein. Ach, wer ſt⸗ bei dir wär! 4. Schreib auf mein finſtes t Hier iſt des Himmels Peereiht thue mir dann auch Nachd nen Worte. Ich will gern ſtit gehn; Nur bringe mich daßnt ich nicht ſterben darf Und ſirt Jeſu bin. 5. Ja, Herr, ich gebe ni deine Vater⸗Hände; Dem und Treu Hat nimmermehe Beſchleuß du, wenn es Fit ſelig meinen Lauf, So pünti⸗ mein Heil In Ewigkeit nictt u . Ewiges Weh. In eigener Melodie. 2 Ewigkeit, du Lm⸗ 1 143. 9 Wor, 9 Stra das durch die Seele bohrt, d 1 fang ohne Ende! O Cwizlätk ohne Zeit, Ich weiß vor groſe Ä rigkeit Nicht, wd ich mich nnne Mein ganz erſchrocknes Hei in Daß mir die Zung am Gu klebt. ee in alert 2. Kein Unglück iſt in a 6 4 Das endlich mit der geit 3 t Und ganz wird auſſehoben Ewigkeit hat nur kein Zill⸗ 5 6 bet fort und fort ihr Syil n eitle Dinge; Ich aber bin ein Chriſt, nin nimmer ab zu toben; Ja, we 8 Heilan ein E 3. Bang Hier Drum zuſan rſchr iſt zu ſchrech 4. 5 und nenne dauer ein I leben maue und en der Ewit„2 1 Und Den Von der Ewigkeit. 68³ gerjngeen 4 3 5.. en un on ſet Heiland ſelber ſpricht. Aus ihr iſt lich Leid Soll währen bis in Ewig⸗ uich in Ev= menen n kein Erlöſung nicht. da beiß Ach Golt, wie hiſt du ſo ge . A. 3. O Ewigkeit, du machſt mir Ach— at du 7 dugend Sit— nih un 8 Bang; O, Gwig, Ewig iſt chſle n recht, Wie ſtrafeſt du die böſen Knecht 8) S b 1.. 9 2 2. 2 6 t, Der hier egehen. d. Im heißen Pfuhl der Schmerzen! t mich de Ant Das a Hier gitt, ürdähr kein Scharde Auf kurze Stunden dieſer Welt Haſt beſte r d a Drum, wenn ich dieſe lange acht du ſol un beſtellt. Ach, nimm Stand Daß u Die dil Zuſammt der großen Pein betracht, du ſo lange Pein beſtellt. Ach, 1 u it mich diſs degeten k Erſchreck ich recht von Herzen. Nichts es wohl zu Herzen Undz mer auf = Wem iſt zu finden weit und breit So dieß, o Menſchen⸗Kind: Kurz iſt die ott ſich gein n vir bu ſchrecklich, als die Ewigkeit. Zeit, der Tod geſchwind? einne keißnu de e 4. Was acht ich Waſſer, Feur 10. Ach, fliehe doch des Teufels de de a Uh 5 und eMaarduc ‚i Man iſt Rum Strick! Wolluſt kann einen Augen⸗ mn nennenswerth, Es kann nicht lange blick, Und länger nicht, erhühen. Da⸗ nach, ſie een itruls dauern. Was wär es, wenn gleich für wulſf du dein Lrnie ee Ser⸗ ih it, ig ſin ein Tyrann, Der fünfzig Jahr kaum nachmals in des Teufels Höhl In oooͤhoöoͤooͤſͤſſoh ————— ——— leben kann, Mich ließe ſtark ver⸗ große Trübſal ſetzen? Ja, ſchöner ſalbſt 1 Sdafmin mauern? Gefängniß, Marter, Angſt Tauſch, ja wohl gewagt, Das bei den .oft Hicf ſes hmmbz und Pein, Die können ja nicht ewig Teufeln wird geklagt! 1 e. tdus t. Fmn auc jaß ſein. 11. So lang ein Gott im Himmel Rorſti nenſz 4. Sc ulg 5. Wenn der Verdammten große lebt Und über alle Wolken ſchwebt, lleider, gebt=: beinge m Qual So manches Jahr, als an der Wird ſolche Marter währen; Es wird d rein, ich ſ rterben duf Zahl Hier Menſchen ſich ernähren, ſie plagen Kält und Hitz, Angſt, Jeſt u Als manchen Stern der Himmel hegt, Hunger, Schrecken, Feuer, Blitz, Und und r. Hen,, i f Als manches Laub das Erdreich ſie doch nicht verzehren. Dann wird dienen, dein—rHände da trägt, Noch endlich ſollte währen, ſich enden dieſe Pein, Wenn Gott Racht!ſ und umn So wäre doch der Pein zuletzt Ihr nicht mehr wird ewig ſein. Hat nimmene 5 Wenn Beſtem iu, ums recht beſtimmtes Ziel geſet. 12. Die Marter bleibet immerdar, In ſei⸗ ſelig ren Lan⸗ 89 6. Nun aber, wenn du die Gefahr Als Anfangs ſie beſchaffen war, Sie meit= In Gwigttt Viel hunderttauſend tauſend Jahr kann ſich nicht vermindern; Es iſt wigkeit iasn eunmn Haſt kläglich ausgeſtanden Und von ein Arbeit ſonder Ruh, Sie nimmt en. daa— den Teufeln ſolcher Friſt Ganz grau⸗ an Klag nnd Seufzen zu Bei jenen Son ſamlich gemartert biſt, Iſt doch kein Satans⸗Kinder. O Sünder, deine b das Eviges N Schluß vorhanden. Die Zeit, ſo Nie⸗ Miſſethat Empfindet weder Troſt noch V gum mand zählen kann, Die fänget ſtets Rath. . zn eige A von Neuem an. G13. Whah auß„ b Menſch vom d diel 411 Erak 7. Liegt Einer krank und ruhet Sünden⸗Schlaf, Ermuntre dich, ver⸗ 1o de p 1— W gleich Im Bette, das, von Golde lornes Schaf, Und beſſre bald dein wo hat dasſiea dees reich, Recht fürtüch iſt gezieret, So Leben Mach auft s iſt nan hehe Zeit en e Gnede haſſet er doch ſolche Pracht, Auch ſo, Zeit, Es kommt heran die Ewigkeit, t, dobn e Ich weßten daß er die ganze Nacht Ein kläglich Dir deinen Lohn zu geben. Viel⸗ rſebſt en gün 8 3 KLeben führet. Er zäͤhlet jeden Glocken⸗ leicht iſt heut der letzte Tag: Wer aſſtnes Schlag Und ſeufzet nach dem lieben weiß, wie man noch ſterben mag! eman. Daß as die uh LTag. 14. Laß doch die Wolluſt dieſer dedt 8. Doch was iſt das? Die Höllen⸗ Welt, Pracht, Hoffart, Reichthum, der(e Unglücit Pein Wird nicht wie Leibes⸗Krank⸗ Chr und Geld Dir länger nicht ge⸗ dar h nitde heit ſein Und mit der Zeit ſich en⸗ bieten; Schau an die große Sicher⸗ wid a den; Es wird ſich der Verdamm⸗ heit, Die falſche Welt und böſe Zeit (UnJ.*4 un ut ten Schaar Im B und Schwefel Zuſammt des Teufes Wüthen; Vor earme GwiſTz ul. fortit immerdar Mit Zorn und Grimm allen Dingen hab in Acht Die vor⸗ lauter bet Un ſ umwenden: Und dieß ihr unbegreif⸗ erwähnte lange Nacht. „unn — 584 Von der 15. O du verfluchtes Menſchen⸗ Kind, Von Sinnen toll, von Herzen blind, Laß ab, die Welt zu lieben. Ach, ach, ſoll denn die Höllen⸗Pein, Da mehr, denn tauſend Henker ſein, Ohn Ende dich betrüben? Wo lebt ein ſo beredter Mann, Der dieſes Werk ausſprechen kann? 16. O Ewigkeit, Du Donner⸗Wort, O Schwerdt, das durch die Seele bohrt, O Anfang ſonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit. Ich weiß vor großer Traurigkeit Nicht, wo ich mich hin⸗ wende. Herr Jeſu, wenn es dir ge⸗ fällt, Nimm mich zu dir ins Him⸗ mels⸗Zelt! Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Ewiges Wohl. In vorhergehender Melodie. 4* Ewigkeit, du Freu⸗ 1144. 9 den⸗Wort, O Freude, die kein Menſch erhört, O Anfang ſonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, Ich weiß vor großer Fröhlich⸗ keit Nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganz erfreutes Herze ſpringt, Vor Freuden Alles klingt und ſingt. „ 2. Wenn alle Freude in der Welt Doch endlich mit der Zeit hinfällt Und ganz wird aufgehoben, So hat die Ewigkeit kein Ziel, Sie treibet ſtets ihr Freuden⸗Spiel Und hört nicht auf zu loben; Denn meine Seele freudig ſpricht: Die Freude endet ewig nicht. „3. Wie könnte mir doch werden bang, Weil dieſe Freude währt ſo lang, Als Ewig ſich erſtrecket? Die Freude hat die ſchwarze Nacht Der Schmerzen ganz bei Seit gebracht Ewigkeit. nähren, Mehr, als der ginn Laub⸗Werk trägt: Wie lange n ſie währen? Es iſt ihr mi Ziel geſetzt. 3 Schaar Viel hundertauſend tſe Jahr Haſt fröhlich ausgeſtanden i in ſo langer, langer ziiſt ür heilſamlich getröſtet biſt, Iſt dochit Schluß vorhanden. Die Zeit ſ mand zählen kann, von Neuem an. 6. Gott, du biſt gnädig und — recht, Du kröſteſt einen Knecht Nach ausgeſtandnen Sih Hingegen wird dort deine freit von dieſer Leibes⸗Höhl, 4 ter Luſt ſich letzen. O ſchönadet und wohl gewagt, Das alh d Engeln ſelbſt behagt! 8. So lang ein Gott im im lebt Und über alle Wolken ſhn Wird ſolche Freude währen: Um ſie doch nicht verzehren, ſnder Qual und Pein teter Freude ſein. 9. wollte nun im Sühe Schaf, Zubringen hier Ach nein, es möchte ſonſt die ſ Und ganz und gar verſtecket. Nichts iſt zu finden weit und breit So lieb⸗ lich, als die Ewigkeit. 4. Da weiß man nicht von Pein und Qual, Die Freud iſt mehr, als an der Zahl Hier Menſchen ſich er⸗ Der hocherwünſchten Ewigkei— nicht die Freude geben, Die hierin wünſche Nacht und T 10. Was? Soll die 3 Welt, Pracht, Hoffart, Reih Ehr und Geld Mir länger bieten? Nein, weg mit aller — ſonſt ſehr verändert in 16 Verſen zu heit, Daß nicht der Teufel, We 5. Wenn du dort bei der n V Sterne hegt, Mehr, als die Ehf . nict jg noch zuletzt Ein Ende, n 6 Die fängtt ſee gy N ſel Strick, Kann länger nicht git Andre plagen wird die Hiz 1 Kälte, Hunger, Schrecen, Rih So with Bei Goti Zleich ei t verbore Schlaf, Gleich einem 5 uin M Menſch ausſprechen mag Ünd dih Sicer 4 ſterbe 3 ſolch 8 Sie ben trage 1 4 Bis ufen kit. hlich⸗ vende. ringt, ung Wel nfällt o ha reibet hört neine reude — * — erden rt ſo — Die — 4 Der rracht 1 lichts 4 lieb bieten Menſ ä — = — — 5— —— —,— ¹ — — — — —== Dru e dic vn i dieſs= d, o Maſten du ſſt. Joſt fen gfüm 9 delt Luſtkäne Aid iſt nict üm Stri m länger ut Hingr vird dordie freit per eſer Liideszit ter I legen. Dſte und gewagt N Engst ſtt behagt S. 24 ang ein Goti lebt*☚ ber all Auh Wird Freude wän Andt en wird deſ Kälts nn Shnin. ſie di t verzehren 4 ſonds—l und Pa ſteter yx ſen. 9. wolle un⸗ Schleſ äch eine int Scha= ringen ſin s Ich= ꝛ8 nüche ſ Der a wünſchn d nicht= ude gind sünſ a n n— Sel wdh Welt= tt, Hef Ehr= ied Ium in, weg ni heit,—x tlicht der M ſun wende. Nimm mich Von der Ewigkeit. Zeit Mich möge überwüthen! Nimm, jiebe Seele, dich in Acht, Daß dich nicht treff der Sünden Macht! 11. So wird dich als ein frommes Kind, Wie alle Himmels⸗Kinder ſind, Dein Gott dort ewig lieben: Bei ihm wirſt du ohn Angſt und Pein Mit allen Auserwählten ſein. Und niemals dich betrüben. Wo iſt ein ſo beredter Mann, Der dieſe Freud ausſprechen kann? 12. O Ewiigkeit, ogſbreudenrbort, O Freude, die kein Menſch gehört, O Anfang ſonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, Ich weiß vor großer Fröhlichkeit Nicht, wo ich mich hin⸗ dirs gefällt, Herr Jeſu, in dein Freu⸗ den⸗Zelt! M. Casp. Heuniſch. Ewige Freude, nach ihren Um⸗ ſtänden erwogen. Mel. Herzlich thut mich verlangen. Freude über Freude, 1145. 9 Wie bin ich doch ent⸗ zückt! O ſüße Manna⸗Weide, Wie werd ich doch erquickt! Bin ich mit Angſt umgeben, So kommt mir tröſt⸗ lich ein; Ich glaub ein ewigs Leben. Wird das nicht Freude ſein? 2. Mein Abba, dein Erbarmen Schenkt mir dieß größte Gut. Du, Jeſu, kauftſt mir Armen Daſſelbe durch dein Blut. Dein Geiſt macht mich zum Erben; Mein Glaube nimmts allein. Drauf kann ich ſelig ſterben. Wird das nicht Freude ſein? 3. Wie ſeufzet meine Seele Nach ſolcher Seligkeit! Wie eilt ſie aus der Höhle Auf ihren ſchweren Streit! Sie ſiehet ſchon den Wagen Der lie⸗ ben Engelein, Die ſie gen Himmel tragen. Wird das nicht Freude ſein? 4. Der Leib mag ſchlafen gehen Bis auf die letzte Zeit, Da wird er auferſtehen Voll Sonnen⸗ Herrlich— keit. Mein Jeſus wird mich führen doch bald, wenn ſei 68³ Aus meinem Kämmerlein; Wie will ic jubiliren Wird das nicht Freude ein? 5. In was für großen Ehren Will ich zur Rechten ſtehn Und unerſchrok⸗ ken hören, Wie das Gericht wird ehn, Wie die verdammte Heerde it Blitz zur Höllen⸗Pein Hinabge⸗ ſrurhet werde. Wird das nicht Freude ein? 6. Und wenn in vollen Flammen Das große Welt⸗Gezelt In einen Klump zuſammen Zum Untergange fällt, Da zieh ich triumphirend In meinen Himmel ein; Dann ruf ich jubilirend: Wird das nicht Freude n? 7. Wie herrlich werd ich wohnen! Wie golden iſt die Stadt! Wie präch⸗ tig ſind die Thronen, Die dort mein Salem hat! Da ſtrahlt an allen Orten Nur lauter Edelſtein, Da glän⸗ zen Perlen⸗Pforten. Wird das nicht Freude ſein? 8. In dieſem ſchönen Lande Be⸗ trübt mich keine Noth, Kein Zorn, Fluch, Angſt noch Schande, Kein Teufel, Feind noch Tod; Da iſt kein Schmerz zu finden; Ich bin vollkom⸗ men rein Von allen meinen Sün⸗ den. Wird das nicht Freude ſein? 9. Wie wird mir doch geſchehen, Wenn ich dein Angeſicht, O mein Gott werde ſehen! Wie wird dein ſchönſtes Licht, O Jeſu, mich durch⸗ dringen Und mit dir, einigs Ein, Zur ſchönſten Gleichheit bringen! Wird das nicht Freude ſein? 10. Welch tiefes Grund⸗Erkennt⸗ niß Erlanget da mein Geiſt, Wenn du mir das Verſtändniß Durch dei⸗ nen Glanz aufſchleußt! Dein Wille, dein Verlangen Iſt da vollkommen mein; Du wirſt mich ganz umfan⸗ gen. Wird das nicht Freude ſein? 11. Mein Leib wird geiſtlich wer⸗ den Voll Klarheit um und an; Das Weſen dieſer Erden Iſt von ihm weg⸗ ethan. Ich werde Jeſu gleichen; er Sonn⸗ und Sternen ⸗Schein 886 Von der Wird meinem Lichte weichen. Wird das nicht Freude ſein? 12. Der lieben Engel Menge Ge⸗ ſellt ſich da zu mir Und führt mich mit Gepränge Im Siegs⸗Triumph herfür; Sie ſchmücken mich mit Krän⸗ gen, Sie deſen mich mit Wein; Wie wirds doch um mich glänzen! Wird das nicht Freude ſein? 13. Viel tauſend Millionen Der Auserwählten Zahl Stehn da mit goldnen Kronen In dem durchl lauch⸗ ten Saal, Die nehmen mich mit Küſſen In ihren Orden gein, Der niemals wird zerriſſen. Wird das nicht Freude ſein? 14. Da werden meine Lieben Auch wieder um mich ſtehn, Die ich mit viel Betrüben Al lhier voran ließ gehn; Da wolln wir fröh lich ſprin⸗ gen Und ſingen freudig drein; Da ſolls im Himmel klingen. Wir rd das nicht Freude ſein? 15. Dieß Freuden⸗Leben währet In alle Ewigkeit, Es wird durch Nichts verſehret, Es iſt in Gott be⸗ reit. Mein Gott wird mir es geben, Gott bleibet er ewig mein; Drum werd ich ewig leben. Wird das nicht Freude ſein? 16. Nun, lieber Gott, ich gläube Hilf meiner Schn. wachheit auf; Hilf, aß ich treu verbleibe; Hilf, daß mein Lebens⸗Lauf Stets in den Himmel dringe, So geh ich froh herein Und ſinge, weil ich ringe: Wird das nicht Freude ſein? J. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734. Beſſeres Leben nach dieſem. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 8 Oder: Es iſt gewißlich an der. 1146. 1 H Gott, wer dieſes Le⸗ ben wohl Betrachtet, der wird finden, Daß es iſt allent⸗ halben voll Angſt, Elend, Noth und Sünden, Voll Sorg und Leid, oder Eitelkeit, Voll 1 Schwache. Auch wo es iſt am werth der großen Herrlic und klar, Wie Ck hriſti Leid viit Jeßt ret, Und ob er ſchon von I Vumn I Müh, Bef ſchwerniß, Ewigkeit. 2. Nun hab ich, leider, ſo d bad an Jahr Dieß niemals recht ane i ver Es hat die Welt mich lnren t leb Mit falſchem Schein betrogen. de 1. gib mir, Herr, durch den ſ Ehritt Auch dieſe meine Miſſethat nt ander ſchwere Sünden Jetzt aber denke auch an jenes Leben;.34 demüthig an, Daß geben; Hierzud u mich erſ Erloſe ſt von der. 21 auch aus Gnad beru 4. Was mich fu ficht, Die mich noch m Will ich, Gott, mein ganz und gar befel denn Leib und So hilf du, Herr, acht, Weil ich dich! 5. Es iſt das Le Wie ſchwer es iſt auf 5 du y — darauf ſoll werden: dieſeld eit rlangt, Sn übecreichen 1 prangt Auf ſehr geringe A 6. Die T ſehn werden! Von Augen abgewiſchet, 2 Ruh im Freuden⸗Saal Da ii dlrun ſtets erfriſchet; Kein Sähn aha Pr Trübſal, keine Pein hnae „ re Pur a jſalme. mehr zu finden ſein, Nur Uu ür u Freud und Wonne. vase 7. Der Leib wird leuchtn e die L war gefreſſen und verzehrt. 7 den J wird er doch im Himmelrit d wen, heilgen Engeln Gottes gleih, N Fried als die Sonne glänzen. Aur der 8. Alsdann wird unſer 2- 3. Licht Gott, wie er iſt, an ſinn Beſte Angeſicht zu Angeſicht; Ach i enthe wird das geſchehen, Daß deß 1 V me ten irdiſch Haus Zerbrochen Mm Und und ich daraus Geh in des he Fhe Freude? Neei 3 9. O Gott, mein Vater, ſun 11 Mein ſehnliches Begehren is ken. mich hie das Sünden⸗J ehr nih KRiede beſten. länger mehr beſchweren. ſe Ge⸗ mich 2 ur s Mit — Vel 1— Sözn Uendt 4 6 m — err, durc G — meine — Sinde der deket ■s Leben. en, dh n ,1’m auch a er Sünden werth — nad berufen 4 ii ſi ee h n. 6. Nänen werdn werd Van e ahgwſtt nicht Ruh ſ gläube Hilf, daß den froh einge: m. m. es Le⸗ achtet, allent⸗ d und F erniß, hbeit, ſt am ſtets Aüb mehr ret, l als Licht wie er it u längen Aden⸗Sunl) 1f tt; Len eh ine Pei d. aden ſei, Freud Ponn. 7.= LLib wid und „die Ghriſ d e ſchon wm als di= me glänm 8. QAmn rid m Von der Ewigkeit. bald an denſelben Ort, An welchem ich werd immerfort Ohn alle Schwach⸗ heit leben. 10. O Gottes Sohn, Herr Jeſu Chriſt, Der du vom Himmel kommen Und wiederum zuſehends biſt Gen Himmel aufgenommen, Hol auch mich nach und zeige mir Die Macht und Herrlichkeit; die dir Der Vater hat egeben. 11. O heilger Geiſt, regiere mich, Bis ich von hinnen ſcheide, Daß ich empfinde kräftiglich Den Vorſchmack dieſer Freude, Die kein Menſch hier erfahren hat, Und doch an uns nach Gottes Rath Soll offenbaret werden. 12. Nun hilf denn, daß ich meinen Lauf, Herr Jeſu, bald vollende; Ich ſehne mich zu dir hinauf; Gib hier wn ein ſelig Ende! Komm bald, Herr, Hoff⸗ und erlöſe mich, Denn meine Hof Jeſu, nung ſteht auf dich, Komm, komm in Gnaden! Vorbereitung zum Eingange mit dem Bräutigam. 1147 9 ihr auserwählten Kin⸗ der! Ihr Jungfrauen allzumal! O ihr trägen Ueberwinder! Wer iſt unter eurer Zahl, Der da ſäumet, Schläft und träumet, Wißt ihr nicht, was euch gebühret Und was euren Brautſtand zieret? 2. Wachet, wachet, kaufet Oele Jetzt in dieſer Mitternacht, Schmückt die Lampen eurer Seele, Habet auf den Bräutgam Acht. Er wird kom⸗ men, Hört, ihr Frommen, Was die Friedens⸗Boten ſagen: Jetzo kommt der Hochzeits⸗Wagen. 3. Wacht und ſchmücket euch aufs Beſte, Legt die Feierkleider an, Stellt euch als die Hochzeits⸗Gäſte, Daß mans an euch ſehen kann, Wie ſo herzlich Und ſo ſchmerzlich, Ihr euch nach der Ruhe ſehnet, Wie das Herz nach Freiheit ſtöhnet. 4. Nun ſoll Leib und Seel gene⸗ ſen, Alles ſoll im vollen Glanz 687 mit im Sieges⸗Kranz. Weil das Hof⸗ fen Eingetroffen, Die Erquickungs⸗ zeit erſchienen, Muß nun Alles wie⸗ der grünen. 5. Drum ſo laßt uns triumphiren, Stimmet an den Braut⸗Geſang, Laßt uns lieblich muſiziren. Saitenſpiel und Lauten⸗Klang, Auch Trompeten, Orgeln, Flöten Und Poſaunen, Cym⸗ beln, Geigen Machen einen langen Reigen. 6. Ei, wie lieblich wirds erſt klin⸗ gen In der ſtillen Ewigkeit! Engel werden mit drein ſingen, Die ſi längſt darauf gefreut, Da die Schaa⸗ ren Paar bei Paaren Werden ihre Harfen rühren Und die Hochzeit präch⸗ tig zieren. 7. Hört ihrs nicht von ferne ſchal⸗ len? Ach, das iſt ein reiner Thon! Seht die Harfen⸗Spieler fallen Nie⸗ der vor des Lammes Thron, Seine Ehren zu vermehren. Ach, wenn ich nur Flügel hätte! Glaubts, ich eilte um die Wette. 8. Seht, wie Jacobs Roſe blühet Ohne Dorn an ihrem Stock, Und wie unvergleichlich ſiehet Joſeph in dem bunten Rock, Und die Brüder, Seine Glieder, Die ſich legen zu den Füßen, Laſſen Frendan Thränen fließen. 9. Alſo ſehn wir ſchon von ferne, Lauter Seligkeiten ein, Da wir ſchö⸗ ner, als die Sterne, Leuchten ſollen engelsrein; Darum eilet, Nicht ver⸗ weilet, Euch inwendig zu vermählen Mit dem Bräutgam eurer Seelen. 10. Wer dort will als Roſe ſtehen, Trägt hier zwar die Dornen⸗Kron; Dorten muß er Dorn und Schlehen Haben abgeleget ſchon, Daß von Sünden Nichts zu finden, Denn der⸗ gleichen Art von Roſen Blühen nur im Lande Goſen. 11. Drum ſo leide, dulde, trage Nach dem ſtillen Lammes⸗Sinn, Fein geduldig ohne Klage Nimm die Lie⸗ es⸗Ruthe hin. Stilles Lämmlein! Frommes Schäflein! Anders kanns nicht ſein auf Erden, Morgen ſoll es Friede, Freude, lieblich Weſen Erben beſſer werden. Von der 688 12. Rühme, jauchze, lebe fröhlich, Zion, Braut und Königin! Deine Freude währet ewig In dem Chor der Seraphim, Da du weiden Sollſt mit Freuden In viel tauſend Lieb⸗ lichkeiten; Laß dich dazu wohl be⸗ reiten! Wahre Glückſeligkeit im Himmel. Mel. Wach auf, mein Herz, und. 11 48 Seht, welch ein hohes . A Glücke, Seht, welche Freuden⸗Blicke, Seht welche große Gaben Kann man bei Deſu haben! 2. Hier leuchten helle Strahlen, Die Welt mag immer prahlen, Ihr falſches Licht muß weichen, Ihr Schimmer muß erbleichen. 3. Kommt, ihr verſtockten Seelen, Kommt aus den düſtern Höhlen! Was bleibt ihr ſo verſtecket Und mit der Nacht bedecket? 4. Ihr habt euch ſelbſt zum Nar⸗ ren, Ihr wollt auf Freude harren Und doch ſeid ihr betrübet Bei dem was Freude gibet. 5. Sollt ihr zu Chriſto gehen Und im Gebete ſtehen, So fühlen Freude eure Herzen Anſtatt der Schmerzen. 6. Laßt euch nicht ſo bethören, Laßt euch die großen Ehren, Die wir bei Chriſto ſinden, Nicht aus den Händen winden. 7. Blickt auf des Berges Spitzen Und ſeht die hellen Blitzen; Doch war es nur ein Schimmer. Dort währt die Klarheit immer. 8. Auf jenen Thabors⸗Höhen Wird man im Schauen ſtehen; Hier muß der Glaube ringen Und ſeinen Kampf vollbringen. 9. Auf Fällt mancher Troſt zurücke. Die Liebe ſoll mit Flehen Fein ſtark gen Himmel ſehen. 10. Seht, wo die Frommen ſchwe⸗ ben, Seht, wie ſie vor Gott leben! Sie ſind der Noth entnommen, Sie warten, bis wir kommen. Drum laſſet mich indeſſen, Fie 1149 Wi en ATg omude, ſanft in Gottes Schoo S22 de Angſt allbereit. Welt, bei dir iſt bittre Noth, Krankheit und zulez Rried wahre Hoffnungs⸗Blick⸗ Ewigkeit. 11. Wann kommt das leztea 6. Wann rufſt du mich bei Zeite⸗ 4 daß il Jeſu, gib mir Stärke Zu dieen iunt ßen Werke! a 9 12. Du wirſt mein nicht vageſn Kicts, 9 nen Klarheits⸗Höhen, Zum Ane zi F. Berge gehen. 124 Gottfr. Kleiner, g. 6tl,n Wil Die himmliſche Ruhe ⸗Statt mi weltmüde Seelen. In eigener Melodie. dem Himmel zu: Da rechte Friede Und die Ruh. Welt, bei dir iſ Streit, Nichts, denn la In dem Himmel allezeit Friete e und Seligkeit. 2. Ich bin ſchon dahin geit Ich bin meiner Krankheit be ſt Schmerzen ganz entnommm Welt war Angſt und No⸗ d gar der bittre Tod; 2 allezeit Friede, Freud un In 3. Was empfind ich da ftte Was iſt hier für Herrlichkeit ſüße Himmels⸗Weide Labet ni Hier im Himmel allezeit Friede inn 4 heilig, heilig klinget In Riid &△*&- Solial t 4 Friede, Freud und Seligkeit. Goi 5. Laßt doch euer wnan a ben, Liebſte Freunde, wamnt m Es iſt gar nicht zu beſcmdng Spo ; dir Nngſ Potp. Sämt Mer⸗ bei dir iſt Angſt und Pet, n ri el.„odo Frelld ul 5. Himmel allezeit Friede, Fle Vein frählich, △ Wird r muß Kampf A Blick X 4 Ue r gen leben— Deine n. 1 Chor A 9 —. in und Swigkei ₰ 7 JA8A ſtmn dün T biſ arr kamti ren mme Aufer ſanft e 8 1 1 dradm. end ih ui Dr Heniit ren, ſüße Hi ½ 3 Wede at dir allberek kt,, bedri den Noth, ſaeit undul Hier r Jrl aleetn 1 4 precli t (Gottes Awählt ehr heilig, 1 4 mel in= t. Ac Krieg ttit, Mit Eitelkei V dem Im Friede und eh 5.„och eur e ben, 1 Fraund n Es iſt icht zu bte mir h. bei dit ugſt m zen W t bite Himm Rit did t, Sie 3 u entom Von der 6. Denket, daß es wird geſchehen, Daß ihr hier in kurzer Zeit Mit mir ſämmtlich werdet ſtehen In der gro⸗ ßen Herrlichkeit; Denn bei euch war Nichts, Denn Noth, Müh und Angſt und gar der Tod; Aber hier iſt alle⸗ zeit Friede, Freud und Seligkeit. 7. Ich bin nun voraus gegangen, Will euch Allen Anlaß gebn, Daß euch ſoll darnach verlangen, Wo ihr ewig ſollet leben; Denn die Welt hat Angſt und Leid, All ihr Thun iſt Eitelkeit; Aber hier iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. Heinr. Alberti, g. 1604, ſt. 1668. Eben dieſes Lied verändert. 11 50 Wett. ade, Ich bin dein . W müdo, Ich will nach dem Himmel zu: Da wird ſein der rechte Friede Und die ſtolze Seelen⸗ Ruh. Welt, bei dir iſt Krieg und Streit, Nichts, denn lauter Eitelkeit, In dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 2. Wenn ich werde dahin kommen Bin ich aller Krankheit los Und der Traurigkeit entnommen, Ruhe ſanft in Gottes Schooß. In der Welt iſt Angſt und Noth, Endlich gar der bittre Tod; Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 3. Was iſt hier der Erden Freude? Nebel, Dunſt und Herzeleid; Hier auf dieſer ſchwarzen Heide Sind die Laſter ausgeſtreut. Welt, bei dir iſt Krieg und Streit, Nichts, denn lauter Eitelkeit; In dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 4. Unausſprechlich ſchöne ſinget Gottes auserwählte Schaar: Heilig, heilig, heilig! klinget In dem Him⸗ mel immerdar. Welt, bei dir iſt Spott und Hohn Und ein ſteter Jam⸗ mer⸗Ton; Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 5. Nichts iſt hier, denn lauter Weinen, Keine Freude bleibet nicht; Ewigkeit. 689 Will uns gleich die Sonne ſcheinen, So verhemmt die Nacht das Licht. Welt bei dir iſt Angſt und Noth, Sorgen und der bittre Tod; In dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 6. Nun, es wird dennoch geſche⸗ hen, Daß ich auch in kurzer Zeit Meinen Heiland werde ſehen In der großen Herrlichkeit; Denn bei uns iſt lauter Noth, Müh und Furcht, zuletzt der Tod; Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 7. O, wer nur dahin gelanget, Wo jetzund der ſchöne Chor In den goldnen Kronen pranget Und die Stimme ſchwingt empor; Denn die Welt hat Krieg und Streit, All ihr Thun iſt Eitelkeit; In dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirſt du doch an⸗ brechen, Stunden, o wann ſchlaget ihr, Daß ich mich doch mag beſpre⸗ chen Mit dem Schönſten für und für? Welt, du haſt nur Sturm und Streit, Lauter Qual und Traurigkeit; Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 9. Jetzt will ich mich fertig ma⸗ chen, Daß mein Thun vor Gott be⸗ ſteh; Daß, wenn Alles wird zerkra⸗ chen, Es heißt: Komme! und nicht: Geh! Welt, bei dir iſt Angſt⸗Ge⸗ ſchrei, Sorge, Furcht und Heuchelei; In dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. J. G. Albinus, g. 1624, ſt. 1679. Pſ. 42. v. 2. 3. Mel. Nun komm, der Heiden Heil. Oder: Aus der Tiefen rufe ich. 1151 Wie ein Hirſch in Mat⸗ 3 M tigkeit Nach dem friſchen Waſſer ſchreit, Alſo ſchreiet ſtets in mir Meine Seele, Gott, zu dir. 2. Meine Seele dürſt ohn Spott Nach dem lebendigen Gott. O, wann 44 690 Von der komm ich doch dahin, Daß ich als⸗ bald ſchaue ihn?. 3. Ich weiß nicht, was mich auf⸗ hält Bier in dieſer böſen Welt. O, wie lange ſoll ich doch Hier auf Er⸗ den leben noch 4. In mancher Gefahr und Noth, In Verachtung, Hohn und Spott, In Kummer elendiglich? O Herr, komm, erlöſe mich 5. Mit einm ſelgn Stündelein, Denn ich wollt gern bei dir ſein, Lös mich auf, nimm mich zu dir Und mich in dein Reich einführ! 6. Alsdann werd ich große Freud Haben in all Ewigkeit. O, wie wohl wird mir doch ſein Bei viel tauſend Engelein! 7. Allda werd ich ſehen wiedr Meine Bluts⸗ und Glaubens⸗Brüdr Ja auch mein Bekannten all, Die geglaubt, im Freuden⸗Saal. 8. Die Alt⸗Väter insgemein, Die ſchon längſt verſchieden ſein, Die Propheten werde ich Kennen auch ganz eigentlich.. 9. Die Apoſtel in der Zahl Und die heilgen Märtrer all Sammt der Auserwählten Schaar Und die heil⸗ gen Engel klar. 10. Mit denen in Ewigkeit Werd ich haben große Freud, Die ganz un⸗ ausſprechlich iſt, So erworben Je⸗ ſus Chriſt 11. Durch das bittre Leiden ſein; Drum, o liebe Seele mein, Sei ge⸗ duldig hier auf Erd, Ewge Freud iſt deſſen werth. 12. Sei getreu bis in den Tod, Weiche nicht von deinem Gott! So ibt dir Chriſtus zum Lohn Die hinmliſche Freuden⸗Kron. Die Hoffnung der Seligkeit ver⸗ ſüßet alles Kreuz. Mel Herr Jeſu Chriſt, ich weiß. 11 52 Wie froh wird meine . Seele ſein, Wenn Jeſus einſt wird ſagen; Kommt, ihr Ewigkeit. Geſegnete, herein, Befreit von allen Plagen, Kommet, erbet meines Va⸗ ters Reich, Das er bereitet hat für euch, Eh er die Welt erſchaffen! 2. Mit was für Freuden werd ich gehn Zum Freunde meiner Seelen! Ii werde ihm zur Rechten ſtehn, Mich wird kein Feind mehr quälen; Das auserwählte Gottes⸗Lamm, Mein Schönſter und mein Bräuti⸗ gam Wird mich zur Hochzeit führen. 3. Der Vorſchmack muß mich ſchon allhier im Gnaden⸗Reiche laben, Im Himmel ſoll ich für und für Das Brodt des Lebens haben; Die Le⸗ bens⸗Brünnlein ſollen dort Auf Leib und Seele fort und fort Aus ſeiner Fülle fließen. 4. Geſegnet bin ich durch ſein Blut, Das er für mich vergoſſen: Dies Blut macht allen Schaden gut Bei ſeinen Reichs⸗Genoſſen; Es hat getilget alle Schuld; Darum läßt Gott mir ſeine Huld So reichlich widerfahren. 5. Gott iſt mein Vater, ich ſein Kind; Drum kann ich nicht verder⸗ ben. Die Güter, die erworben ſind, Soll ich im Himmel erben: Ich erbe Chriſti Ehren⸗Kleid, Die unſchätzbare Seligkeit, Die hier kein Auge ſiehet. 6. Gott hat vom Anbeginn der Welt Dieß Erbtheil mir bereitet: Ihm gleichet weder Gold noch Geld, Das oft zur Hölle leitet. Dieß Erbtheil bleibet ewig mein; So lange Gott wird ewig ſein, So lange ſoll ichs haben. 7. Darum, mein Herz, verzage nicht In deinem Kreuz und Leiden! Dein Jeſus iſt dein Troſt und Licht, Nichts kann von ihm dich ſcheiden; Das kurze Leid, das dich beſchwert, Iſt jener Herrlichkeit nicht werth, Zu welcher du ſollſt kommen. 8. Da wirſt du Gott von Ange⸗ ſicht Zu Angeſichte ſehen: Wie wohl wird dir bei dieſem Licht In Ewig⸗ keit geſchehen! Du wirſt, befreit von aller Pein, Geſegnet in dem Herren ſein Und ewiglich dich freuen. M. Joh. Jänichen, g. 1659, ſt. 1731. i Mustrlii 3 dnvid nicht H iſte md f aam dt ih übe (inn n ud Siegd n bo P du ch über t Von gs — Aih Atet, Sorg Iih ki Nadt und 22 1 pei Raſt. It einir 6 Nhih ufs andren titiwalsbtnten s ud Ein. der⸗ 8 ““ .— ters= Dne etce 4— prei, Ven as er d 4. ne di in n,— er für nin es nact allaa e= ceichs⸗Gep getilg— Schuld. m 1 7 hh Gott eteine Huha widerſ) Sollſ Himm an Cbriſt ☛☚ Kleid, Rn Selig— ie hier ku 6.= hat von k Welt erbtheil wehr gleicht— er Gold uit In dir Jeſus ain Doſtude lann rm ihm dih ſt kurze T† das dih k 8. iirſt du b ſiht== geſicte ſtu 8 8 2 Et wird i dieſem keit a4 n! Du aller ſt= ¹ Geſeguti „Alich dic il ſin- ciglih di⸗ oh. Jänita Von der Ewigkeit. Das Elend dieſes und die Herr⸗ lichkeit jeunes Lebens. el. Von Gott will ich nicht laſſen. M —11 3 Wi lieblich ſind dort * oben Dein Wohnun⸗ gen, o Gott, Da wir ſtets werden loben Dich, o Herr Zebaoth! Mein Herz und Geiſt begehrt, Daß ich bald da anlange Und Ruh von dem em⸗ pfange, Was mich allhier beſchwert. 2. Hier muß ich immer ſtreiten. Weil bei mir böſe Luſt Einſchleicht von allen Seiten Oft ohne mein Bewußt; Die ſetzt mir denn ſo zu, Daß ich mich unterweilen Von ihr laß über⸗ eilen Und manche Sünde thu. 3. Dort wird nicht mehr empfun⸗ den Des Fleiſch⸗ und Geiſtes Krieg; Dann hab ich überwunden Durch Chriſti Tod und Sieg; Ich kann da meinen Gott Von ganzem Herzen lieben, Erfüllen und ſtets üben Das allergrößt Gebot. 4. Hier hab ich manche Plage, Müh, Arbeit, Sorg und Laſt, Daß ich bei Nacht und Tage Oft habe wenig Raſt; Iſt ein Anliegen hin, Muß ich aufs andre denken Und da⸗ mit oftmals kränken Leib, Seele, Muth und Sinn. 5. Dort werd ich von Nichts wiſ⸗ ſen, Das mir zuwider ſei; Ich werd ſtets Ruh genieſſen, Von Müh und Plagen frei. Sorg, Schwachheit, Hitz und Kält Man da nicht mehr erfäh⸗ ret; Was uns allhier beſchweret, Iſt nicht in jener Welt. 6. Hier muß ich manchmal leben In Noth und Dürftigkeit, Was mir Gott hat gegeben, Iſt in Gefahr allzeit; Von Allem, was ich hab, Känn ich im Tod Nichts faſſen, Ich muß es Alles laſſen Bis auf ein Tuch ins Grab. 7. Dort hab ich zu empfangen Reichthum im Ueberfluß: 3c würn es Alls erlangen Ohn Mißgunſt und Verdruß; Auch iſts ohn all Gefahr 691 Vom Roſte und von Schaben, Kein Dieb kann darnach graben, Es bleibt mir immerdar. 8. Hier bin ich oft von Leuten Ganz einſam und allein; Ich muß auch wohl zu Zeiten Bei böſen Men⸗ ſchen ſein. Iſt noch ein frommes Herz, Das ich nicht gern wollt miſſen, Wirds doch von mir geriſſen Nicht ohne Leid und Schmerz. 9. Dort finde ich ſie wieder, Die Frommen allzumal, Da lieben mich wie Brüder Die Heilgen ohne Zahl. Die Engel ſelber ſich Mein da nicht werden ſchämen, Mich wil⸗ ligſt zu ſich nehmen, Um mich ſein ewiglich. 10. Hier muß ich oft erdulden Verachtung, Schmach und Hohn; Oft krieg ich ohn Verſchulden Für Wohlthun ſchlechten Lohn; er Menſchen Gunſt uud Ehr Sich ins⸗ gemein bald endet, Eh man die Hand umwendet, Hat man davon Nichts mehr. 11. Dort in des Himmels⸗Throne Aus unverdienter Gnad Die ewge Ehren⸗Krone Mir Gott verwahret hat; Kein Auge hat geſehn, Kein Ohr hat je vernommen! Es iſt in kein Herz kommen, Was uns da wird geſchehn. ö12. Wenn ich dieß recht betrachte. Vergeß ich alles Leid, Vü Nichts ich dann mehr achte Die Welt mit ihrer Freud. Ehr, Wolluſt, Geld und Gut Iſt eitel und betrüget; Was ewig bleibt, vergnüget Vollkömmlich Herz und Muth. 13. Die hier mit Thränen ſäen, Mit Freuden erndten dort; Die ſeuf⸗ zen hier und flehen, Dort jauchzen fort und fort. Iſt hier der Trübſal viel, Die ich ein Zeit lang leide, Weit mehr iſt dort die Freude Und ohne End und Ziel. 14. Gieb Herr, daß ich auf Erden Mich ſehne ſtets darnach Und nim⸗ mer müd mög werden Bei allem Ungemach; Hab ich mehr Arbeit 44* ————— —— ꝗ—— —————— hier, Wird auch ins Himmels Woh⸗ nung aus Gnaden mehr Belohnung Dort widerfahren mir. 15. Gib auch, daß mich Nichts ziehe Auf breite Sünden⸗ Bahn, Daß ich mit Sorgfalt fliehe, Was dich er⸗ zürnen kann; Und niemals laſſe ab, Die böſen Lüſt zu dämpfen, Dawider ſtets zu kämpfen, Weil ich das Le⸗ ben hab. 16. Hilf, daß mit reinem Herzen Ich all mein Thun verricht, Daß ich 88 Müh und Schmerzen Dich ſchau von Angeſ icht, Da du, Gott, Alles biſt Und lohneſt deinen Knechten Dort, wo zu deiner Rechten Stets lieblich Weſen iſt. 17. Der Engel⸗Chor wird bringen Uns da der Wolluſt viel; Weit beſſer wird es klingen, Als einig Saiten⸗ Spiel, Das Dank⸗ und Sieges⸗Lied, Dadurch man, Herr, dich ehret, All deinen Ruhm vermehret In Herzens⸗ Freud und Fried. 18. Drum will ich hier auch loben Dich, Vater, Sohn und Geiſt, Daß du im Himmel oben Mir dſo viel Treud verheißt, In alle Ewigkeit. Du wollſt mich nur vom Böſen Auf Erden bald erlöſen. Herr, komm zu rechter Zeit! Hütte weicht; 692 Vom Gebet. Aegypten ein Bild dieſes, Cangan aber jenes Lebens. Mel. Was Gott thut, iſt. —141 5⸗ 4.1 Mi leben hier nur in 2 der Flucht Als auf den Waſſ— Wer hier ein ewges Wohnhaus ſucht, Derſelbe wird betrogen. Die Cde fleucht, D Wir ſind nur Wemue Gäſte und ſitzen nirgends feſte. 2. Dort iſt das rechte Vaterland, Die Stadt, die nicht vergehet; de Welt wird endlich umgewandt, Himmels⸗Burg beſtehet; Da derrſct Freud Und Seligtett Da wird man dis leben, In ſtolzer Ruhe ſchweben. 3. Ich bin zwar ſchon im Glau⸗ ben da, Wir haben es im offen. Die Offenbarung iſt t auch nah, Sein Wort iſt eingetr ſen Doch ſehn ich mich Ganz inniglich Dort den grünen Auen Gott, wie er iſt, zu ichauen. 4. Ach, wenn ich aus Aegypten wär! Wann funum ich zu den Frommen? Gott, laß mich bald durchs rot the Meer Und durch die Wüſten kom⸗ men! Führ mich hinan In Canaan, Laß mich nach dieſen Reſſen An dei⸗ ner Tafel ſpeiſen! XXV. Das Vater⸗Unſer erläutert. Mel. Gott des Himmels und der. 0 14155 55 Abba, lieber Vater, Abba, Wenn dein Kind gen Hunmel ſchreit! Rette dei⸗ nes Namens Ehre; Denn du biſt voll Gütigkeit. Unſre“ Herzen halten dir Unſers Jeſu Namen für, 2. Herr, wer kann dich gnug er⸗ heben? Wie dein Name, So dein Ruhm. Ach, erhalt in Lehr und Leben Deines Namens Heiligthum! Dieſen Namen laß allein Unſers Herzens Freude ſein. Uom uns das beſcheiden Theil: ‚Gebet. 3. Komm zu uns mit deinem Reiche, König, dein kein König gleich! Daß das Reich des Satans weiche, Bau in uns dein Gnaden⸗R eich; Führ uns auch nach dieſer Zeit 2 Reich der Herrlichkeit. 4. Laſſe deinen guten Willen, Lie⸗ ber Gott, bei uns geſ ſchehn, Daß In das wir ihn mit Luſt erfü 35 Und auf dein Gebote ſehn: So ſtimmt Erd und Himmel ein, Wenn wir deines Willens ſein. 5. Gebe aller guten Gaben, Gib Du weißt, was wir müſſen haben, Und bei dir Vfwn mam llädi 2 un nd Err. N irau DWrrtic Gemüthelke äadas ta Aagſt rand Peram 1 1 uns an 4 Scr. 3 mu ſit Uns inner V h 8 n 3 it N guttis 5 ſin zwri b 2 du k tim h Un dum 11 ren u. deden, d 33 ſr W dnß Luum di dg Ninand. à 1d Ti n tt ☚ — = — B n Himm= ua heſple Neudr= Seligteit de ewig= In ſtoter 8. in zwar ſta dee bata en en unng ſt uhr innigiich da N„ ne: gruns— chauf— m Gott, nie 4. ennichausla VanAn ich zu d Gott nich dad k Meer durch die A men!u mich hinn) Laß 1&. Kach dieſen ge ner 1— peiſen. —— Uon t 4 er, in ut ein uns E=nach diſſe 3, t—d zu uns mide Köniſ E kein Könd das[= des Satan n n Gnaden⸗R Reich— berrlicheit. 4.— deinen gun! der Ci- bei uns ght wir it Lut erll dein 1- ⸗e ſehn:& und r-mel ein, Dmf Will in.. 5.= alcer gutn 4. ¹.— nſers uns=ſcheiden de was r üüſſen babe ſteht unſer Heil. et gpetroffen da Vom Gebet. Hat man Gott und täglich Brodt, O, ſo hat es keine Noth! 6. Großer Herr von großen Gna⸗ den, Ach, vergib die Sünden⸗Schuld, T Die wir täglich auf uns laden, Habe nur mit uns Geduld! Laß uns An⸗ dern auch verzeihn: Sonſt kannſt du nicht gnädig ſein. 7. Sucht der Satan uns zu ſichten Und verſucht uns Fleiſch und Welt, Hilf, daß wir den Kampf verrichten, Bis der Geiſt den Sieg behält; Laß uns feſt im Glauben ſtehn Und in keiner Angſt vergehn. 8. Alle Noth und Trübſal wende, Daß ſie uns nicht ſchädlich ſei, Und mach uns an unſerm Ende Auch von allem Uebel frei. Dein iſt Reich und Kraft und Ehr, Amen! Großer Gott, erhör! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Das Vater⸗Unſer weitläufiger erklärt. O Gott, du frommer. Mel. 41 56 ch Vater, unſer Gott, * Der du durch deine Güte Uns immerfort erweiſt Dein väterlich Gemüthe, Hilf, daß von uns auch werd Der Kinder Amt verricht In Furcht, Gehorſam, Lieb, In feſter Zuverſicht. 2. Du biſt im Himmels⸗Thron, An allen Ort und Enden; Wo wir dich rufen an, Willſt du dich zu uns wenden, So höre, Herr, ach, hör Von deinem Freuden⸗Saal, Warum wir bitten dich In dieſem Thränenthal. 3. Ach Vater, unſer Gott, Laß deinen Geiſt uns lehren, Wie deine Majeſtät In Demuth ſei zu ehren, Daß wir betrachten recht, Wie groß, o Gott, du biſt, Und daß der arme Menſch Nur Staub und Aſche iſt. 4. Laß uns Nichts liebers ſein, Als deinen Namen preiſen Für alle 693 Güt und Gnad, Die du uns thuſt beweiſen, Daß Jedermann werd kund, Wie unausſprechlich ſei, Herr, deine Weisheit, Macht, Barmherzigkeit und reu. 5. Ach Vater, unſer Gott, Du haſt uns aufgenommen Hier in dein Gnaden⸗Reich, Da wir die Tauf be⸗ kommen. Gib, daß fortan dein Wort Uns fall wie Himmels⸗Thau Aufs Herze und uns ſtets Zu deinem Dienſt erbau. 6. Erleuchte den Verſtand, Den Glauben uns vermehre, Die Lieb in uns entzünd, Des⸗Satans Reich zer⸗ ſtöre, Verleihe, daß auch wir Oft⸗ mals an unſerm Theil Anwünſchen deiner Kirch Glück, Aufnahm, Fried und Heil. 7. Ach Vater, unſer Gott, Laß doch erfüllet werden, Was dir gefällig iſt, Im Himmel und auf Erden, Daß unſer eigner Will Und ſündliche Be⸗ gier Durch deine Kraft in uns Ab⸗ ſterbe für und für. 8. Regiere unſer Herz, Daß wir in guten Tagen Nicht ſtolz und ſicher ſein, In böſen nicht verzagen. Gib, daß nichts Zeitliches Uns machen kann betrübt, Daß uns auch Nichts erfreu, Als nur, was dir beliebt. 9. Ach Vater, unſer Gott, Laß uns fort deine Gaben Und unſer täglich Brodt Zur Nothdurft heut auch haben. Hilf, daß wir ſparſam ſein Und räthlich halten Haus Und auch mit Wenigem Vergnüglich kommen aus. 10. Gib Einigkeit und Fried, Treu, Ehr und Zucht daneben, Auch heil⸗ ſam Regiment Dem Orte, da wir leben; Wend Feurs⸗ und Waſſers⸗ Noth Durch deine ſtarke Hand; Wend Peſt und Krantheit ab Von uns und unſerm Land. 11. Ach Vater, unſer Gott, Aus lauter Güt und Gnaden Vergib uns unſre Schuld, Damit wir ſein bela⸗ den; Es iſt ja keine Sünd, Dafür nicht habe ſchon Mit ſeinem Blut bezahlt Dein eingeborner Sohn. ———— 6 4 12. Hilf, daß wir denen auch All ihre Schuld erlaſſen, Die uns zuwider ſein, Und ſie darum nicht haſſen, Daß wir von Herzens⸗Grund Vergeſſen Trutz und Schmach Und dir in Gütigkeit Und Sanftmuth ar⸗ ten nach. 13. Ach Vater, unſer Gott, Durch deine Wunder⸗Stärke Hilf, wenn Verſuchung kommt, Und dämpf des Satans Werke, Daß wir auch un⸗ ſerm Fleiſch Nicht folgen und der Welt, Wenn uns zur Sünde reizt Ehr, Wolluſt, Gut und Geld. 14. Laß uns in Lieb und Leid Gleichmüthig von Gedanken, Demü⸗ thig, ohne Falſch, Sorgfältig ohne Wanken, Aufrichtig, tapfer, keuſch, Treu, ehrbar, züchtig, rein Und ohn Keichifertigteit Getroſt und fröhlich ein. 15. Ach Vater, unſer Gott, Du wolleſt uns vom Böſen, Und was uns ſchädlich iſt, Genädiglich erlö⸗ ſen, Daß wir durch deine Hilf Bald werden aus Gefahr, Aus Trübſal, Kreuz und Pein Errettet immerdar. 16. Verleih uns deine Kraft, Durch Alles durchzudringen, Daß unſer Glaube mag Die Chren⸗Kron erringen, Wenn in dem letzten Kampf All Elend, Angſt und Noth Ein ſelig Ende nimmt Durch einen ſanften Tod. 17. Nun, Vater, unſer Gott, Sieh an dieß unſer Beten, Laß uns nicht unerhört Von deinem Thron abtreten; Denn dein, o Herr, iſt fort Je länger und je mehr In alle Ewigkeit Das Reich, die Macht und Ehr. 18. Hierauf ſo ſprechen wir In Jeſu Chriſti Namen, Auf ſein un⸗ trüglich Wort Ein gläubig, freudig Amen. O Jeſu Ghriſt, durch dich Und dein Verdienſt allein Wird Alles ganz gewiß Ja, Ja und Amen ſein. M. Mart. Rinckart, g. 1586, ſt. 1649. Vom Gebet. Kürzere Erklärung des Vater⸗ Unſers. Mel. Herr Chriſt, der einig. ch, Vater von uns 1157. A . Allen, Der du im Himmel biſt, Hör deines Kindes Lal⸗ len, Das hier auf Erden iſt: Ich bet in Jeſu Namen, Ach, laß es Ja und Amen Vor deinem Throne ſein! 2. Laß deinen theuren Namen Bei uns ſtets heilig ſein Und ſtreu des Wor⸗ tes Samen In unſre Herzen ein, Auf daß wir deinen Willen Auf Erden ſo erfüllen, Wie in dem Himmel dort. 3. Gib täglich Brodt zu eſſen, So lang es heute heißt, Und laß uns nicht vergeſſen, Wer uns ſo reichlich ſpeiſt. Vergib uns unſre Schulden, Laß uns den Nächſten dulden In Fried und Einigkeit. 4. Wenn wir verſuchet werden, So ſteh uns kräftig bei, Und mach uns von Beſchwerden Und anderm Uebel frei, Bis du von allem Böſen Uns endlich wirſt erlöſen Durch einen ſanften Tod. 5. Es ſteht in deinen Händen, Dein iſt Reich, Kraft und Ehr; Drum wollſt du zu uns wenden Dein gnädiges Gehör Und auf des Herzens Flehen Mit holden Augen ſehen: So heißt es Amen, Ja! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Der holdſelige Vater⸗Name. Mel. Es woll uns Gott genädig ſein. 1158 Auf meine Seel, und . Lrüſte dich, Vor dei⸗ nen Gott zu treten: Mein Heiland, Jeſus, lehret dich, Im Glauben an⸗ zubeten Den Vater, der uns geben will, Was wir von ihm begehren; Geh zu ihm, bete in der Still, Er wird, was wir entbehren, Uns herz⸗ lich gern gewähren. 2. Iſt Gott mein Vater, ei wohl⸗ an, So darf ich gar nicht klagen! Bin ich ſein Kind, das er nimmt an, So darf ich nicht verzagen; Im ——— — — — — — — — —= —11 —= 5 — — ——— — ——— —= — — — — — — = 8 — — — — — — — baut d 2 = —— — — —= ——— —=— —— ——== —= —— nldid gu da bers Viler l beimgeſtelt, Rvntan 1 d ion gaüll, a n Sacen Vi dt dh nah ſän nen lägit a) die mann. 4. N woger Wenn un i 6 — 3 ddö ma hat, lin R ntte ril unnan e nät d dud Alch Y 8. 1 8 ur— Erklärung 1” „Nicht run Uuſers 3 chwerden l 1, 1 du vm *irt eli Tod. ht in dim ein ich, Kaft r m ct du zu m ein 1 7 es Gehör lu erzen ☛ en Mtt ſoh den: eißt es Am Noth. Shnolt 1 8 58 — — ſe —+ Det da ſelige ure Rel.— uns Get ze) „„ 1 2 „Ju mins — 115 Arn treten: Ni alle — wird, ſ— irr enteära Imen am, Sf ic 1 (Vn s Kim n 1649. an, S- ich nihtre üm 115 dur onnt ih ar 1.. Vom Gebet. Glauben tret ich, Herr, zu dir, In Demuth ohne Prangen; Werd ich, dein Kind, denn nach Gebühr Auch mein Gebet anfangen, So werd ich Gnad erlangen. 3. Wie duͤrft ich bitten, wenn mein Sinn Mit Hoffahrt wär erfüllet? Ic weiß ja ſelber, was ich bin, enn mich die Gruft verhüllet. Ein Aufgeblasner wird von Gott Mit Eifer angeſehen. Ein ſtolzer Bettler wird zu Spott, Er kann ja nicht beſtehen, Sein Hoffen muß ver⸗ geben.. 4. Gott iſt mein Vater, ich ſein Kind, Ich bleib ihm ſtets ergeben, Was er gebeut, dem ſoll geſchwind he Mein Seel und Geiſt nachſtreben; Gehorſam fordert er von mir, Ge⸗ horſam pflegt vor Allen In Himmel Gott, den Eltern hier Erfreulich zu gefallen, Dem will ich auch nach⸗ wallen. 5. Gehorſam und Geduld in Noth Kann meine Seele ſtillen, Gehor⸗ ſam leid ich gar den Tod Nach mei⸗ nes Vaters Willen; Ihm bleib es Alles heimgeſtellt, Er wird zum Gu⸗ ten wachen, Und was mir nützt und ihm gefällt, In allen mei⸗ nen Sachen Wird er zur Freude machen. 6. Ich ſchwaches Kind leb in der Schuld, Dem Vater hoch verpflichtet; Drum trag ich billig auch Geduld, Wenn er durch Kreuz mich richtet, Und läßt er ſchon nicht allſo fort Mir Hilf und Troſt erſcheinen, So hört er doch nach ſeinem Wort Allhier mein kläglich Weinen; Er kanns nicht böſe meinen. 7. Je länger Gott zurücke bleibt, Wenn man in Trübſal zaget, Je mehr er auch zurücke treibt Das, was uns hat geplaget; Er weiß al⸗ lein die recht Stund, In welcher er will kommen, Sein Gnaden⸗Brunn iſt ohne Grund, Kraft welches er der Frommen Sich ſtets hat ange⸗ nommen. 8. Mein Gott, wie lieblich iſt 695 es doch, Daß wir dich Vater nen⸗ nen, Daß wir in dieſem Sünden⸗ Joch Oft bald verzweifelt rennen! och geh und fall es, wie es woll, Ich kann es tröſtlich faſſen, Daß du, der Vater⸗Liebe voll, Mich nimmer⸗ mehr wirſt haſſen, Noch in der Noth verlaſſen. 9. Ein Vater gibt mit milder Hand, Was ſeine Kinder bitten; Wie ſollt denn deine Liebes⸗Hand Nicht Segen auch ausſchütten? Du gibſt Geſundheit, Gut und Ehr; Und was zu dieſem Leben Die Noth auch ſonſt erfordert mehr Das kannſt du leicht daneben Auch deinen Kindern geben. 10. Wenn Sünde, Teufel, Höll und Tod Uns grauſamlich betrüben, So zeigt ſich doch in ſolcher Noth Dein väterliches Lieben; Du tröſteſt kräftig unſer Herz, Wenn das Ge⸗ wiſſen plaget, Und uns deſſelben Höllen⸗Schmerz Bis zur Verzweif⸗ lung naget So, daß man gar ver⸗ zaget. 11. Ich komm, o Vater, als dein Kind, Mit Sünden ſchwer beladen; Sei mir doch freundlich und gelind, Umfange mich mit Gnaden; Ich bins nicht werth und weiß dennoch, Du wirſt die Hand ausſtrecken; Zerbrich das ſchwere Sünden⸗Joch, Laß mich in ſolchem Schrecken Nicht durch die Fluth bedecken! 12. In meiner allerhöchſten Noth Will ich dich Vater heißen; Du bleibſt doch Vater, wird der Tod Mich gleich von hinnen deißen. O Vater, laß durch Chriſti Blut Den Himmel mich ererben; Denn Chriſti Blut, das höchſte Gut, Läßt mich dein Reich ererben, Drauf will ich fröh⸗ lich ſterben.. J. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Freudiges Gebet. In eigener Melodie. 1159. Nis hrgeehne iſt doch ein ſolcher Gott, wie du? Dir will ich meine Lieder bringen; Ach, gib mir deines Geiſtes Kraft dazu, Daß ich es thu im Namen Jeſu Chriſt, So wie es dir durch ihn gefällig iſt. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; Dein Geiſt in meinem Herzen wohne Und meine Sinnen und Verſtand regier, Daß ich den Frieden Gottes ſchmeck und fühl Und dir darob im Herzen ſing und ſpiel! 3. Verleih mir, Höchſter, ſolche Güte, So wird gewiß mein Singen recht gethan; So klingt es ſchön in meinem Liede Und ich bet dich im Geiſt und Wahrheit an; So hebt dein Geiſt mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Pſalmen ſing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten Mit Seufzern, die ganz unausſprechlich ſind; Der lehret mich recht gläubig beten, Gibt Zeugniß meinem Geiſt, daß ich dein Kind Und ein Mit⸗Erbe Jeſu Chriſti ſei, Daher ich Abba, lieber Vater! ſchrei. 5. Wenn dieß aus meinem Her⸗ zen ſchallet Durch deines heilgen Geiſtes Kraft und Trieb, So bricht dein Vater⸗Herz und wallet Ganz brünſtig gegen mich vor heißer Lieb, Daß mirs die Bitte nicht verſagen kann, Die ich nach deinem Willen hab gethan. 6. Was mich dein Geiſt ſelbſt bit⸗ ten lehret, Das iſt nach deinem Wil⸗ len eingericht Und wird gewiß von dir erhöret, Weil es im Namen deines Sohns geſchicht, Durch wel⸗ chen ich dein Kind und Erbe bin Und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dieß Zeug⸗ niß habe! Drum bin ich voller Troſt und Freudigkeit Und weiß, daß alle gute Gabe, Die ich von dir verlange jederzeit, Die gibſt du und thuſt über⸗ Gebet. ſchwänklich mehr, Als ich verſtehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir! Ich bitt in Jeſu Namen, Der mich zu deiner Rechten ſelbſt vertritt; In ihm iſt Alles Ja und Amen, Was ich von dir im Geiſt und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, Daß du mir ſchenkeſt ſolche Seligkeit! Barthol. Craſſelius, g. 1667, ſt. 1724. Vom Beten in Jeſu Namen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1 16 0 etreuer Heiland, hilf 4 mir beten, Ich zünde meinen Weihrauch an; Wo du mich wirſt bei Gott vertreten, So weiß ich, was ich hoffen kann; Mein Abba wird ein Amen ſein, Ich will in dei⸗ nem Namen ſchrein. 2. Ich gründe mich in meinem Bitten Auf dich, mein treuer Advo⸗ kat. Du ſtehſt als Mittler in der Mitten Und biſt des großen Vaters Rath; Drum höret er auch nur allein Die, ſo in deinem Namen ſchrein. 3. Ach, freilich hab ich auch zu Zeiten In deinem Namen Nichts geſucht. Oft nur zum Scheine vor den Leuten Und oft gebetet auf der Flucht Und dennoch wohl dabei ge⸗ dacht: Ich hab es recht und wohl gemacht. 4. Mein Jeſu, laß mich doch er⸗ wägen, Was recht mit Andacht be⸗ ten ſei Und ach, wie viel daran ge⸗ legen, Daß man in deinem Namen ſchrei! Daß Beten gilt bei Gott nücht viel, Wer dieſes nicht bedenken will. 5. Ich bete nun in deinem Na⸗ men, Du ein geborner Gottes⸗Sohn. Sprich du, mein Heil, das Ja und Amen Vor deines lieben Vaters Thron, So wird mein Abba, Flehn und Schrein Ja, Amem und erhö⸗ ret ſein. 6. Ich will im Beten Nichts ver⸗ fehlen: Denn alſo mahnt mich Je⸗ ſus an; Gib, Vater, was zu mei⸗ 1 t radm n R. Dam Get lk . Idoh wer r Nmihi Ju 32 2 4 In Ja⸗Kr⸗ NA. Nun fn 2 AGG W ic anſen d dadl⸗Sdein Füßſen gir de nun, ger vili ii in mei Lon ih in u. mehr Gaer, d 3l ur ſlde nich u d dem und ritt, nin d mn Bae As n ſt in 84 lute 4 neine du— ui udn dat e Deenteſt ſoh 3 Daß— A 2 Shol. Craſſeliuz gh ſig 8 J= ern in gin olche= Wer nur der laiat 4 — len Het* „ 4 b der, wien e hiefenm dern nan e lman ſen Ar n—n ſchrein dir.=e Künde mih 9 Bitte— dich mein m 4115 4 1/. 44. nich iat. †(ſehſt als Ui mniß Mith! d biſt des gh lind Rath= m höret er ut riſti Die, deinem Nam ter„3. ☚᷑ freiüch hw i Zeita— deinem Nam * de ft nur zun 8 t Und oſt geha Fluch.— dennoch vohtt —— z IJeſu, laß mi ſen wäget==s recht mit k den ten ſee ach, wie vin leegen man in din bit⸗ ſchreiſ ß Beten ſi Bil⸗ nicht ☚ Wer dieſes lit will. nen 5.„. bete nun inn del⸗ men, mn gebornedit bin Sprich= mein Heil d dron wird men 8 Vom Gebet. nem Seelen⸗ Und Leibes⸗Wohlſein dienen kann, Nur dieſes nicht, was du erſiehſt, Was meiner Seeele ſchäd⸗ lich iſt. 7. 1. ſteh vor dir in Jeſu Na⸗ men, Der mir Erhörung zugeſagt, Sein Wahrlich, Wahrlich iſt ſchon Amen, Drum hab ichs auch auf ihn gewagt: In Jeſu Namen fang ich an Und rufe, was ich rufen kann. 8. Ich weiß, das Herze muß dir brechen, Wenn ich in Jeſu Namen ſchrei, Du mußt ein Ja nud Amen ſprechen; Drum bleib ich nunmehr ſchon dabei Und halt in Jeſu Na⸗ men an, Weil ich nichts Größers nennen kann. 9. In Jeſu Namen will ich wei⸗ ter Im Beten bis zu Ende gehn, Sein Name macht den Himmel hei⸗ ter, Durch ihn eilt Gott, mir beizu⸗ ſtehn; Sobald der Geiſt im Herzen ſchreit, So denkt er der Barmherzigkeit. 10. In Jeſu Namen will ich ſchließen, Denn dieſes iſt der beſte Schluß, Von welchem alle Beter wiſſen, Daß er bei Gott gelingen muß Ach ja, nach ſolcher Seufzer Lauf Schließt Gott ſein Herz und Himmel auf. 11. Nun alſo wird mein Beten gnügen, Als wenn es Abels Opfer wär, Ich werd um Jeſu willen krie⸗ gen, Denn Gott läßt keinen Beter leer. Jedoch wer will erhöret ſein, Der muß in Jeſu Namen ſchrein. — M. C. Pfeiffer. Im Bet⸗Kümmerlein. Mel. Nun freut euch, lieben. 1161 Fott Lob! Ich bin ein⸗ II9J. ☚ mal allein Und habe mich entriſſen Der Welt verdammten Heuchel⸗Schein Und ihren Wolluſt⸗ Küſſen; Hier hab ich meinen Jeſum nur, Hier will ich meine Seelen⸗Cur In Einſamkeit anfangen. 2. Die ſtolze Michal kann mich nicht in meiner Noth verhöhnen, 697 Mich muß nach Jeſu ſehnen. Hier kann der Thränen milder Guß Frei fließen und ein ſüßer Kuß Den Hei⸗ land mir verbinden. 3. Hier gehn die Seufzer frei her⸗ aus, Vermiſcht mit ſüßen Worten, Als wär ich vor dem Himmels⸗Haus An den erwünſchten Pforten. Hier ſtellt mein theures Gottes⸗Lamm Sich als mein liebſter Bräutigam Im ſüße⸗ ſten Vertrauen. O. V. E. Löſcher, g. 1673, ſt. 1746. Die Litanei in Reimen. Mel. Nun danket alle Gott. 2 ott, Vater, Sohn und 1162. G Geiſt, Voll Weis⸗ heit, Güt und Stärke, Erhöre unſre Bitt, Erhöre, Herr, und merke, Sieh an all unſre Noth, Erbarm dich gnä⸗ diglich; Erbarme dich, o Herr, Herr, erbarme dich! 2. Wir fallen dir zu Fuß, Du wolleſt unſer ſchonen Und nicht nach unſerm Thun, Nicht nach Verdienſt uns lohnen; Gib, daß durch deine Hilf Die Seele und der Leib, Auch Ehre Hab und Gut Uns ohne Scha⸗ den bleib. 3. Behüte uns, o Gott, Vors Sa⸗ tans Trug und Tücken, Daß er durch ſeine Liſt Nicht könne uns berücken; Laß uns auch niemals thun, Was hier der böſen Welt Und unſerm Sünden⸗Fleiſch Beliebet und gefällt. 4. Vor Irrthum, Sünd und Schand In Gnaden uns behüte; Bewahre uns, o Herr, Durch deine Macht und Güte Vor Theurung, Krieg und Peſt, Vor Feurs⸗ und Waſſers⸗Noth, Vor ſchnellem böſen End Und vor dem ewgen Tod. 5. Gott Vater, hilf uns doch, Wir bitten dich von Herzen Durch dei⸗ nes Sohns⸗Geburt, Blut⸗Schweiß, Kreuz, Tod und Schmerzen, Auch durch ſein Auferſtehn Und ſeinen Himmel⸗Gang, Hilf uns, Herr, unſer Gott, All unſer Lebelang! 6. Verleih uns auch, daß wir auf Wenn ich in treuer Liebes⸗Pflicht ſein unſchuldig Leiden Und heiliges 698 Verdienſt aus dieſer Welt abſchei⸗ den. Hilf uns, o Herr, hilf uns, O Herr, verlaß uns nicht In unſrer lebe Noth, Im künftigen Gericht! „Herr, gib, daß deine Kirch Im(un gastzen Kreis der Erden Durch dei⸗ nen heilgen Geiſt Regieret möge werden, Daß daun deſſelben Kraft Die werthe Chriſtenhei Fortwachſe zund ſich mehr das Band der Einig⸗ keit. 8. Erhalt in reiner Lehr Und heil⸗ gem frommen Leben, Die ſich zu deinem Dienſt In Kirch und Schu⸗ len geben, Daß ſie in deiner Ernt Sein fleißig und getreu Und ſpüren mehr und mehr Deins Wortes Kraft dabei. 9. Die Sect⸗ und Rotten dämpf, den Aergerniſſ en wehre, Die auf dem Irr⸗Weg gehn, Durch deine Gnad) bekehre, Laß uns Nichts ſuchen ſonſt In unſerm Chriſ enthumn. Als nur des Nächſten Nutz Und deines Namens Ruhm. 10. Gib, daß an allem Ort Mit Schanden untergehen, Die deinem Geiſt und Wort Halsſtarrig wider⸗ ſtehen; Schütz deine kleine Heerd, Verleih ihr immerdar Troſt, Ret⸗ tung, Hilf und Rath In Trübſal und Gejahre 11. Laß alle Könige, Regenten, Fürſten, Herren Und alle Obrigkeit, Sie ſein nah oder ferren, Erwägen oft bei ſich, Von wem da ſei ihr Amt, Daß ſie es führen wohl Und Rohlih n ſifanemi 2. Gib unſerm König Glück Und Frlen zu allen Zeiten, Schütz unſern Landes⸗Herrn Mit ſeinem Land und Leuten. Gib heilſam Regiment, Gib Nahrung, Nutz und Frucht, Auch fleißig treu Geſind, Gib gute Kinder⸗ Zucht. 13. Herr, Allen, die in Angſt In Noth und Kreuz ſich finden, Mit deiner Hilf erſchein, Daß ſie es über⸗ winden; Die Schwangern wohl em⸗ bind, Die Säugenden erhalt, Der Vom Gebet. auf Erden iſt, Kinder pfleg, wie auch der Kranken mannigfalt. 14. Erlöſe die, die nicht Von we⸗ gen lebelth aten Durch Unglück, Neid und Haß In Bande ſein gerathen; Die Wittwen ſchütz und tröſt In ihrem Trauer⸗Stand, Die Waiſen auch verſorg Durch Allmacht deiner Hand. 15. Die Traurigen erfreu; Rett Alle, die dirs klagen, Daß ſie in Elend ſein, Daß Treiber ſie noch plagen. Herr, aller Menſ den dich Erbarme, ſie bekehr Un 5 deiner Gnad und Puf An Leib und Seel gewähr. 16. Die uns zuwider ſein, Den wolleſt du vergeben; Verl eeihe, daß hinfort Sie friedlich mit uns leben. Gib, daß wir wiederum Dem, der 3 uns Leid gethan, Vergeben und in Noth Uns ſeiner nehmen an. 17. Die Früchte auf dem Land Wollſt du uns, Herr, bewahren Vor Hagel und wodurch Kann Schaden widerfahren. Thu auf die milde Hand, Hilf, daß wir allzeit auch Dir dafür dankbar ſein Bei mäßigem Ge⸗ brauch. 18. O Jeſu, Gottes Sohn, In Gnaden uns erhöre! O Jeſu Chriſte, hilf Zu deines Namens Ehre! O Jeſu, Gottes Lamm, Du Heil der Chriſtenheit, Erbarm dich über uns, Gib Friede, Troſt und Freud! 19. Gott, Vater, Sohn und Geiſt, Voll Weisheit, Güt und Stärke, Erhöre unſre Bitt, Erhöre, Herr, und merke, Sieh an all unſte Noth, Erbarm dich gnädiglich; Erbarme dich, o Herr, O Herr, erbarme dich! Dr. Chr. Kortholt, g. 1633, ſt. 1694. Das Vater⸗Unſer erklärt. Mel. Gott in dem Himmel. 4163. Gott, unſer Vater, der du biſt im Him⸗ mel hoch erhoben Und ſchaneſ was Von achan Throne ngs 3 2 Allet 13 8 di Dug nd ws ſd eidamu Ti Dn. m m n rii us albif. lu utus i ha mmtn Nüe te Nah U Ger dch und Shmah m at Nten. A. Nrd Nrut ſiiw 5 3 it wa ude n dem uns Dallu Ehmhe ac derbe ſege 18 Al ſoth Au Pn: 1 Von Krie und en 1 Gnadan en ——— Lem Gebet. dei⸗ Kinda ants, mann ifrer 19 icht! gen Im fund ☚☚έ G und 1=n Ba del⸗ Die ie nöge idrem traft auch ichſe Hand nig⸗ 15 Alle rs D Elen— e⸗ Elend am. — — — ten Wüüh m ⸗Stand, d Durc l0 — . ſe beieht 1 rdif I m 61 zuwda umfr 4 fot——. zuf Gib, ſedi m uns— nN eta Lan — eei nehma nes ml— ſuͤte uf Sdu— ins, Herr, be Dage wodurch im Rit widen e Tu af (Hand= daß vir als Ad. dr 4 4 le 1 18— JLu, Guts⸗ ¹(Gnadt ahörel Di ines Namen — es Lamm, d ,(rbam dü —₰, Voſt ud n idr 19. Pater, Schr nd Voll heit, Git n (Erbött e Bit, üh nd und 1= Sieh an An ch gnädigit dich,=t, D dem ar „Chr. Konhoh 8 hilf 8¾ hr 1 r Frh “ nd 1¼ t5 id 5 c—h „ r 4 — Zater⸗nft t b „ Gott in den zn An 8— 9 n⸗ mel er auf boben Un — iſt, Von um — wie auh = Adi de Ala Herr, wolle 1h 4 xrgeben, b Apir widdenm ¹ 4 dafür ar ſein Bein ſoben; O unſer Troſt und Zuverſicht, Zu dir iſt unſer Herz gericht, Erhör .. 6.. du uns, deine Kinder! ſ 1 2. Hilf, daß wir deinem Namen Ehr Und Preis in Allem geben; Hilf, daß wir immer mehr und mehr, einen Ruhm erhehen; Dich, deine Weisheit, Macht und Treu Drauriga an Erkennen und ohn Heuchelei Dir de und dem Nächſten dienen. „Daß Däit nl, alle Dan Reich Des heilgen Geiſtes Gaben, 3. Laß uns in deinem Gnaden⸗ 6 Dein Wort und deſſen Kraft zugleich, nin Glaub, Lieb und Hoffnung haben; Des Satans Sünden⸗Reich zerſtör, Schütz deine Kirch und ſie vermehr In Ewigkeit und Wahrheit. 4. Dein Will geſchehe für und für Im Himmel und auf Erden, Daß unſer Will und bös Begier Dadurch gebrochen werden; Verleihe uns in Freud und Leid Ein ruhig Herz, daß jederzeit, Was du willſt, uns gefalle. 5. Gib uns heut unſer täglich Brodt Durch Arbeit unſrer Hände; Peſt, Krankheit, Feurs⸗ und Waſſers⸗ Noth Und was ſonſt ſchadt, ab⸗ wende; Gib treue Obern, Fried und Heil, Auch Jedem ſein beſcheiden Theil Und daß uns dran begnüge. 6. Vergib uns alle unſre Schuld Und ſündhaft böſes Leben; Hilf daß mit Liebe und Geduld Wir Andern auch vergeben; Ach, übe an uns keine Rach Und laß uns Unrecht, Trotz und Schmach Dem Nächſten auch verzeihen. 7. In der Verſuchung, Herr, uns ſtärk Und hilf uns überwinden Das Fleiſch, die Welt, des Satans Werk Und was uns reizt zu Sünden, Daß wenn uns Wolluſt, Ehr und Geld Wird ſüß und liſtig vorgeſtellt, Wir doch darüber ſiegen. 8. Du wolleſt, Herr, von aller Noth, Von Angſt und allem Böſen, Von Krieg und endlich gar vom Tod In Gnaden uns erlöſen; Gib, daß Vom Gebet. 699 wir freudig und getroſt, Wenn uns gleich manches Kreuz zerſtößt, Des Glaubens End erhalten. *9. Dieß Alles, Vater, werde wahr, Du wolleſt uns erfüllen; Erhör und hilf uns immerdar Um Jeſu Chriſti willen; Denn dein, o Herr, iſt alle⸗ zeit Von Ewigkeit zu Ewigkeit Das Reich, die Macht, die Ehre. Klagen über fremde Gedanken bei dem Gebet. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 116 4 Großer Gott, ich muß . dir klagen Meines Herzens ſchweres Leid; Ich muß thränend dir vortragen, Wie die ſchnöde Eitelkeit So viel Unruh ſtift in mir, Wenn ich ſeufzen will zu dir: Wie ſie mir die Andacht ſtöre, Wenn ich, Herr, dein Wort anhöre. 2. Da ich irdiſcher Gedanken Gänz⸗ lich ſollte müßig gehn; Mein Gemüth ohn alles Wanken Laſſen bei dir ſtille ſtehn Und betrachten ſorgenfrei, Was⸗ der Seele nützlich ſei Und zum Him⸗ met uns nun bringen, Schlepp ich⸗ mich mit eitlen Dingen. 3. Da ich ſollte ganz entzündet Und im Geiſte brünſtig ſein, Schlechte Luſt ſich bei mir findet: Ach, wie ſchläf⸗ rig nehm ich ein, Was zur Ewigkeit mich führt Und das zöchſte Gut gebiert! Ach, wie kalt ſind meine Thränen! Ach, wie kalt mein Him⸗ mels⸗Sehnen! 4. Nun, was ſoll ich Armer ma⸗ chen? Herr, es ſteht ja nicht bei mir, Rath zu ſchaffen dieſen Sachen, Son⸗ dern blos allein bei dir: Du, du kannſt den Herzens⸗Stein, Gott, zer⸗ ſchlagen, du allein Kannſt erwecken das Verlangen, Dir mit Eifer an⸗ zuhangen. 5. Laß in meinem Herzen flam⸗ men Deine Liebe brünſtiglich, Was ich denk, halt auch zuſammen, Daß es blos allein auf dich Im Gebet Vor allen Sünden, Vor allem Irrſal, Vor allem Uebel, Vor des Teufels Trug und Leiſt, Vor böſem ſchnellen Tod, Vor Peſtilenz und theurer Zeit, Vom gerichtet ſei; Und laß mir Nichts fallen bei, Was nicht kann die An⸗ dacht mehren, Wenn ich ſoll dein Wort anhören. 6. Vater, lenke mein Gemüthe, Daß es doch erkenne recht Deine füße Herzens⸗Güte, So du mir, dem Sünden⸗Knecht, Trägſt in deinem Worte für; Oeffne meines Herzens Thür, Mit recht ſehnlichem Verlan⸗ gen Solche Gnade zu empfangen. 7. Weg, ihr eitlen Welt⸗Gedanken, Weg, du ſchnöde Nichtigkeit, Weicht aus meines Herzens Schranken, Daß ich jetzt allein bereit Unſerm Gott zu dienen ſei Und von Unruh bleibe frei, Daß ich in mir ſelbſt verborgen Könne für die Seele ſorgen! D. Chriſtian Kortholt. Die Litanei. 1165. N heeen Kyrie, eleiſon! Chriſte, erhöre uns! Herr Gott Vater im Himmel, Erbarm dich über uns! Herr Gott Sohn, der Welt Heiland, Erbarm dich über uns! Herr Gott, heiliger Geiſt, Erbarm dich über uns! Sei uns gnädig! Verſchon uns, lieber Herre Gott! Sei uns gnädig! Hilf uns, lieber Herre Gott! 1128. 21442G 12qo un mocd Vor Krieg und Blutvergießen, Vor Aufruhr und Zwietracht, Vor Feurs⸗und Waſſers⸗Noth, Vor Hagel und Unwetter, Vor dem ewigen Tod— Gebet. Durch deine heilige Geburt, Durch deinen Todes⸗Kampf und blutgen Schweiß, Durch dein Kreuz und Tod, Durch dein heiliges Auferſtehn und Himmelfahrt, In unſerer letzten Noth, Am jüngſten Gericht Wir arme Sünder bitten, G 1ac 214G 12q— Sun 11 Du wollſt uns erhören, lieber Herre Gott, Und deine heilige chriſtliche Kirche regieren und führen, Alle Biſchöfe, Pfarrherren und Kirchendiener im heilſamen Wort und heiligen Leben er⸗ halten, Allen Rotten und Aegerniſſen wehren, Alle Irrige und Verführte wie⸗ derbringen, Den Satan unter unſre Füße treten, Treue Arbeiter in deine Ernte ſenden, Deinen Geiſt und Kraft zum Worte geben, Allen Betrübten und Blöden helfen und ſie tröſten, Allen Königen und Fürſten Fried und Eintracht geben, Unſerm König ſt ten Sieg wi⸗ der deine und ſeine Feinde gönnen, Unſern(Stadt⸗, Land⸗) Rath und Gemeinde ſegnen und behüten, Allen, ſo in Noth und Gefahr ſind, mit Hilf erſcheinen, Allen Schwangern und Säugern fröhliche Frucht und Gedeihen geben, Aller Kinder und Kranken pfle⸗ gen und warten, Alle unſchuldig Gefangenen los und ledig laſſen, Alle Wittwen und Waiſen ver⸗ theidigen und verſorgen, Aller Menſchen dich erbarmen, 11100 2440G ao0qen un e dr. R Luthet, 8s restftt un d. zen Ram l. Auur mit m as ii Ren 1OO. Mdin. 1 Wuer urh deas n d Pett in Mag mnn Gebete vor dih. u Aama m. r. fes vid nigechen. 4 Jéu Name c Nein Gch, d Uin Ed t niher N wena d ſguch, Vem ih na⸗ n 3 3 dn „R S An zs dichrite 8 üw dan rem nin Nundia Den er aimett rütaicen Günt 4Nn ſai Und diſs it mi MSai, venn dor n I t bittn, rre Gtt iſtiteie 5 t angeren m i goiſame gen Oben er⸗ Uriiſe erühſt vi⸗ unſr. dein Grnt⸗ 23 Flße 5 (& A dKift zun ABISA1 — ½ — △ eine Feinde and) Rath ſeoten und un Gefahr ſhenen, ndSängern dedeihen mun ſt⸗ nhen b hiien ver⸗ ſergen, ebarnen, 7 27222 2 2 — 1 310 4 aAe 8„. — ds erlirn, ni nnnn a der Schlüſſel zum Herzen Gottes Jeſu Namen an, Bis mir dein Vom Gebet. en Feinden, Verfolgern gleich ſchweigt, Dir dennoch dieſer neen emda nehanand SS Rame zeigt, Daß auch des Herzens ſe bekehren, 2 2 Angſt allein Ein ſtark Gebete könne die Früchte auf dem Lande 3 ſein. ſegnen und bewahren, S= 5. In Jeſu Namen ſchließ ich ein, d uns gnädiglich erhören. S. Was mir kann gut und ſelig ſein. D Jeſu Chriſte, Gottes Sohn, S In dieſem Worte ſteckt die Kraft, 3 Daran ſo Leib und Seele haft⸗ 9 du Gottes⸗Lamm, das der Welt Sünde trägt, Frbarm dich über uns! diir Gottes⸗Lamm, das der Welt Lünde träat. Frbarm dich über uns! 44 Gottes⸗Lamm, das der Welt Sünde trägt, gerleih uns ſteten Fried! Ehriſte, erhöre uns! Fprie, eleiſon! Ehriſte, eleiſon! grrie, eleiſon! Amen! Dr. M. Luther, g. 14 83. ſt. 1546. Jeſu Name. Mel. Vater unſer im Himmelreich. ein Abba kommt vor M deinen Thron, Zu ar, o Vater, durch den Sohn, Der nit das Wort in Mund gelegt Und mein Gebete vor dich trägt. Ich ruf Herz wird aufgethan. 2, In Jeſu Namen ſteh ich hier, Mein Gott, vor deiner Gnaden⸗ Thür, So hat mich Jeſus unterricht, der zweimal wahrlich, wahrlich! ſrricht, Wenn ich in dieſem Namen ſchri, Daß mein Gebet erhöret ſei. 3. In Jeſu Namen heb ich an, Väl ich nichts Größers nennen kann, da dir das Vater⸗Herze bricht, Als wenn mein Mund den Namen ſpricht; Denn er erinnert dich allzeit Der väterlchen Gütigkeit. ut In Jeſu Namen fahr ich fort dn dieſes iſt mein Loſungs⸗Wort, aß, wenn vor Angſt mein Mund mich Ganz dich. Er Daß ich Und mein Zu dir in dein Gedächtniß dringt. Sein Blut Blut Und iſt das Oel in meiner Gluth. Ja, gäbeſt— hör, So wär er au meh Den Vorſ Eh ich So hörſt du ſchon mein Schreien an. dir, So kommt die zu mir Bis ich Erhörung finden kann. ſtelle dich lange Je lange bleibſt du auch mein Freund, Obgleich das O Wenn ich mit dem bewaffnet bin, So nehm ich Gnad um Gnade hin. 6. In Jeſu Namen ſchwing ich himmelan, zunächſt bei bindet mir die Flügel an, die Wolken brechen kann Gebet, ſobald es klingt, Jeſu Namen halt ich dir 7. Jn Des Cohnes Tod und Sünden für. Biſt du der Vater, ich das So geht kein Sobald dein Gedenkſt du der Barmherzigkeit. 8. In Jeſu Namen ſtell ich dir Des E , Kind, Seufzer in den Wind. Geiſt im Herzen ſchreit, ohnes Tod und Sünden für. ſchreit mehr, als Abels du mir kein Ge⸗ ch nicht Jeſus Jeſu Namen trag ich ſchon chmack deiner Gunſt davon. kann, ehr. 9. In noch beten will und Eh ich noch rufe, Herr, zu Antwort ſchon 10. In Jeſu Namen halt ich an, 0* Ver⸗ wie du willt: So nur, So ſu Wort was gilt, hr verſchloſſen ſcheint. 11. In Jeſu Namen ſchließ ich drauf Der angefangnen Seufzer Lauf. Mein Bitten wird ein Nehmen ſein Und ein vollkommner Freuden⸗ Schein; Denn dieſes Wort betrügt mich nicht, Weil Jeſu Name Amen ſpricht. B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. 7⁰²2 digkeit. Anklopfen bei Gott. Matth. 7, v. 7. Mel. Wer nur den lieben kt 11 67. M ein Gott, ich klopf an deine Pforte— 8 meinem Seufzer⸗Hammer an; Ich halte mich an deine Worte: Klopft an, ſo wird euch aufgethan! Ach, öffne mir die Gnaden⸗Thür: Mein Jeſus klopfet ſelbſt mit mir. 2. Wer kann was von ſich ſelber haben, Das nicht von dir den Ur⸗ ſprung hat? Du biſt der Geber aller Gaben, Bei dir iſt immer Rath und That; Du biſt der Brunn, der im⸗ mer quillt; Du biſt das Gut, das immer gilt. 3. Drum komm ich auch mit mei⸗ nem Beten, Das voller Herz und Glauben iſt; Der mich vor dich hat heißen treten, Iſt mein Erlö ſer Je⸗ ſus Chriſt Und der in mir das ſchrelt, Iſt ja dein Geiſt der Freu⸗ 4. Gib, Vater, Willen, Weß ich, dein Kind, bedürf⸗ tig bin; Du kannſt mir meinen Hun⸗ ger ſtillen, In dir muß aller Segen blühn; Doch gib, du Geber, aller⸗ meiſt, Was meiner Seelen ſelig heißt! 5. Verleih Beſtändigkeit im Glau⸗ Laß meine Liebe brünſtig ſein, will der Satan drüber ſchnau⸗ ben, So halte der Ver ruchung ein, Damit mein armes Fleiſch und 2 Blut Dem Feinde Nichts zu Willen thut. 6. Erweck in mir ein gut Gewiſſen, Das weder Welt noch Teufel ſcheut, Und laß mich meine Sünden bi ßen Noch hier in dieſer Gnaden⸗Zeit, Durchſtreich die Schuld mit Jeſu Blut Und mach das Böſe wieder gut. 7. Ums Kreuze darf ich wohl nicht bitten, Daß es mich Lar verſ ſchonen ſoll; Hat doch. mein Jeſus ge⸗ litten, Und alſo leid 1 billig wohl. Doch wird Geduld ſehr nöthig ſein: Die wolleſt du mir, Herr, verleihn! Vom Gebet. gung im Abba gib nach deinem begeh zrren, 8. Das Andre wird ſich Alles fü⸗ gen, Ich ſei bei dir arm oder reich; An deiner Huld laß ich mir gnü gen, Die macht mir Glück und Un⸗ glück gleich, Und kommt mirs nicht mit Scheffeln ein, Löffel ſein. Ich bitte nicht um langes Le⸗ ben. Nur daß ich chriſtlich leben mag, Laß mir dee Tod vor Augen ſchwe⸗ hen Und meinen letzten Sterbe⸗Tag, Damit mein Ausgang aus der 2 4 So wird auch Den Eingang in den Himmel hält.* m 10. Wie wohl, was will ich mehr ſeen begehren? Du weißt ſchon, was ich haben muß. Du wirſt auch Alles mir gewäl gren, Denn den ſüßen Schluß: Ich ſoll in ſei⸗ nem Namen ſchrein, So wird es Ja und Amen ſein. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Wider die Anfechtung, man nicht beten. Mel. Auf meinen lieben Gott. 1168. 1 allerhöchſter Gott, Ich ſchweb in gro⸗ ßer Noth, Ich fürchte meine Sün⸗ den, Die ſich bei mir befinden, Die werden dir verwehren, Mein Beien u Prhören. 2. Ach, warum bet ich nicht In feſen Zuverſicht t Du willſſt ja nicht das Flehen Der Elenden erſch mä⸗ hen, Du lockeſt ſie, mit Beten Vor deinen Thron zu treten. 3. Wer nur die Kühnheit nimmt freudig zu dir kömmt, Sein Herz da auszuleeren Und Etwas zu Der ſoll von deinen Ga⸗ ben, Sb viel ihm nützet, haben. 4. Darum verzeihe mir, Daß ich, d Höch ſter, dir Durch ſindliche Ge⸗ danken Und Hin⸗ und Wiederwanken Nicht jederzeit getrauet Und feſt auf dich gehandt, .Gib d t mir Zuverſicht, Daß, wern mir was gebricht, Ich, Herr, von dir Nichts minder, As wie die lieben Kinder Die Eltern um was Jeſus macht als dürfe 2 8 d ordemal Leäamma — ——— —2— ——= —— ——— —— —=— —s— —— —— — it Glt 5 omm m 4 ur nt— Leid Höhle Nach überſtandnem Leiden Zu 8o 3 did a t un unge nglann tugen ſte ſan gen ſtur enn * dung, als di t lein. 1 nn. Gott. llerjtſter Gott v. 4 Ih ſtred ingo⸗ tie teine Sin⸗ Mir binden, R det, Nein Rmn na. fültheit ninni 1ld Etwos z don deinen Ga⸗ ihe, haben. Gleichwie in jener Himmels⸗Welt, rr, Diß ih Aſo bei uns auf Erden, Hilf, daß wir tündliche be di gehorſam ſein In Lieb und Leid, WPiederwanen in Luſt und Pein. Laß uns, wenn du ſilnd fetu hbettäteſt, Bedenken, daß du, Herr, jmuns ſchlägſt Und es alſo zu machen lerſcht, N pflegſt Mit denen, die du liebeſt. M, Ich, b, a5. Gib uns heut unſer täglich et Als wie de Brodt Und was den Leib ernähret; tim un n b bitten, dit auhh Ale Vater nenneſt, r ümmt, Sein 5 Auch mein Herz mög aus⸗ mach mich endlich frei ao Plagen mancherlei, Und führ nir meine Seele Aus ihrer Leibes⸗ deinen Himmels⸗Freuden. C. B. orſchter Gunſt e Der du im amel biſt Und Alles ſiehſt, was eig it Auch uns ſelbſt haſt ge⸗ Wie man recht kräftig beten ſoll Gib, daß, der Mund dich eifers⸗ voll Von ganzem Herzen ehret! 2, Laß deines hohen Namens Kuhm, Dem ſich die Thronen beugen, nddemder EngelFürſtenthum Pflegt (ie zu erzeigen, Vor dem ſich Luft und Erdreich bückt Und die erſchreck⸗ ich Höll erſchrickt, Bei uns dreihei⸗ heißen! Gib reine Lehr und if dazu, Daß wir uns, großer Gott, 4 * Vom Gebet. 703³ Die Land und Leut verheeret, Daß wir geſund mit guter Ruh Das kurze Leben bringen zu: Geſegn all unſre Sachen; Treib Theurung ab und Peſt⸗ Gefahr, Hilf, daß wir dir uns trauen gar Und nur dich laſſen machen. 6. Daß unſre ſündge Adams⸗Art Durch ſchreckliches Verbrechen Gar oftmals iſt ein Widerpart, Wollſt du, o Herr, nicht rächen; Gleichwie auch wir aus Herzens⸗Grund Den⸗ ſelben, die durch That und Mund Uns Leid anthun, vergeben. Herr, gib uns einen ſanften Geiſt, Der auch denſelben Guts beweiſt, Die uns ſtehn nach dem Leben. 7. Verleih auch einen Helden⸗ Muth, Wenn wir jetzt ſollen kämpfen Mit Teufeln, Welt und unſerm Blut, Hilf, daß ſie uns nicht dämpfen; Sei du der rechte Mittels⸗Mann Und nimm dich unſer treulich an, Lehr unſre Arme kriegen, Daß wir behalten Oberhand, Und wenn der Feind iſt übermannt, Mit großen Freuden ſiegen. 8. Und weil in dieſem Jammer⸗ thal Nichts Gutes iſt zu hoffen, Weil Nichts, als Elend, Müh und Qual f daz nie du, Der Heiligkeit befleißen. 3 Vergönn uns, Herr, dein Gna⸗ „Reich Auch noch in dieſem Leben, öss daß wir dermaleinſt zugleich Mit ein Freuden ſchweben. Dein werther Geiſt, der wohn uns bei, Daß unſer Herz nicht irdiſch ſei, Er ſchenk uns ſene Gaben, Daß wir in dieſer Wan⸗ der⸗Zeit Den Vorſchmack ſüßer Ewig⸗ deit Und Himmels⸗Sehnſucht haben. 4 Herr, was du willſt und dir ge⸗ fällt Muß auch vollendet werden; 9* Hdel ½ Wend ah die ſchwere Krieges⸗Noth, Allhier wird angetroffen, So ſteh uns in dem Unfall bei Und mach uns in demſelben frei, Bis daß die Zeit wird kommen, Daß wir zu deiner Herrlichkeit Aus ſterblicher Beſchwer⸗ lichkeit Ganz werden aufgenommen. 9. Denn dein, Herr, iſt das Reich und Thron, Wir ſind dein Unterſaſ⸗ ſen, Es muß vor deiner Allmachts⸗ Kron All andre Macht erblaſſen. Ob dieſe Welt gleich wird vergehn, Bleibt deine Kraft doch ewig ſtehn. Lob, Preis ſei deinem Namen! Weil Jeſus ſelbſt ſo bitten heißt Und uns die rechte Bet⸗Kunſt woſſt, Sind wir erhöret. Amen! Joh. Franck, g. 1618, ſt. 1677. Um GEnade, recht zu beten. Mel. Ach Gott, vom Himmel. 1170 9 Vater, unſer Gott, es iſt Unmöglich aus⸗ 8„ ——————— —.—————— 8—— 7049 Vom Gebet. ugründen, Wie du recht anz zurufen diſt, Vernunft kanns gar nicht finden; Deshalben gieß, wie du verheißt, Selbſt über uns aus deinen Geiſt Der Gnad und des Gebetes, 2. Daß er mit Seufzern kräftiglich Mög uns bei dir vertreten, So oft S wir kommen, Herr, vor dich, Zu dan⸗ ken und zu beten; Laß nicht nur be⸗ ten unſern Mund, Hilf, daß zu dir aus Herzens⸗ Grund, O groer Gott, wir rufen. 3. Zeuch unſer Herz zu dir hin⸗ auf Im Beten und im Singen Und Opfer dir zu bringen, falle, wenn alda Das Herz den Lippen nah Und nicht von dir entfernet. 4. Dun Geiſt und Wahrheit laß zu dir Das Herz uns immer richten; Mit Andacht beten für und für Ohn fremdes Denken, Dichten. Bib uns des Glaubens Juverſicht, Daß, was wir bitten, zweifeln nicht, Durch Chri⸗ ſtum zu erhalten. 5. Gib, Maß Im Beten dir Anhalten ohne Unterlaß; allein auch bleiben, Was dir gefällt, was deine Ehr Und unſre Wohl⸗ fahrt mehr und mehr Befördert hier und ewig. 6. Laß uns im Herzen und Ge⸗ müth Auf dunſer Thun nicht bauen; Laß einzig deiner großen Güt Uns ganz und gar vertrauen; Ob wir es gleich nicht würdig ſein, So wolleſt du aus Gnad allein Der doch ger währen. 7. Du, Vater, weißt, was uns ge⸗ bricht, Weil wir noch ſein im Leben; Es iſt dir auch verborgen nicht, Wie in Gefahr wir ſchweben. Um Bei⸗ ſtand flehen wir dich an, Dein Va⸗ lia Herze uns nicht kann Verlaſſen, deine inder⸗ 8. Wir haben ja In Jeſu Chrif t auplangen; Der Gna⸗ Das dir ge⸗ iſt mit 1171. Alle heißeſt gleich Brüber ſein und dich rufen an daß wir keine Zeit noch vorſchreiben, Bei dem Dein Wort bei uns hilf fhalten rein, Bitt uns S brich, die Freudigkeit zu erlangen; Drum laß hier und an allem End Uns ſtets auf heben heilge Händ Ohn allen Zorn und Zweifel. 9. Dein Nam, o Gott, geheiligt werd; Dein Reich laß zu uns kom⸗ men: Dein Will geſchehe auch auf Erd; Gib Brodt, Fried Nutz und Frommen; All unſr Sünden uns verzeih; Steh uns in der Verſuchu ng bei⸗ Erlös uns von dem Uebel 10. Dieß Vater, werdewahr, Du wolleſt es erfüll eni Erhoö ör und hilf uns i ümmerdar Um Jeſ ſu Chriſti willen: Denn dein, o Herr, iſt alle⸗ 1 V„ Aake„ D 8 thu uns auch die Lippen auf, Ein zeit Von Sr gkeit zu Swigteit as Reich, die Kraft, die Ehre. 95, ſt. 1621. Joh. Arndt, g. 157 Das Vater⸗Unſer durch Doctor Marthin Luther erklärt. In bekannter Melodie. Urter unſer. im Him⸗ melreich, Der du uns „Und willſt das Beten da nicht bet daß es geh von uns han: Gib, allein der Mund, Hilf, von Herzens Grund! 2. Geheiligt werd der Name dein, Daß wir auch leben heiliglich, Nach deinem Namen windiglich, Behüt uns, Herr, vor falſcher Lehr, Das arm verführet Volk beke ehr! 3. Es komm dein Reich zu dieſer Zeit Und dort hernach in Fwigkeit. Der heilge Geiſt uns wohne bei t Mit ſeinen Gaben mancherlei. Deß. atans Zorn und groß Gewalt Zer⸗ vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will geſcheh, Herr Gott, zugleich Auf Erden, wie im Himmel⸗ reich! Gib uns Geduld in Leidens⸗ Zeit, Gehorſam ſein in Lieb und Leid: Wehr un und Blut, Das wider deinen Willen thut den Stuhl iſt da bereit, Die Hilfe d ſteur allem Ileiſch⸗ Gib uns heut unſer täglich Br rodt Und was man bdarf zur Lei⸗ bes⸗Noth; Behüt uns, Herr, vor nalj un s In Glauben e 4 nnſein in un Kicti ebegen In a Wa nr den NAann 6ν drüb r Irn Nan in nn W ium mir ſü a r N wem! P ln 47½ dem d: r d 7 9 8 1 ar h b 4 d Kudas 3 rmen d dott, de 1 lem Kenihin krüdſe 1 Nn zod ſn 6 I det Mn dansee an „GErhör um Un geu hrſ 1 tr iſt alle 1 the d dnt Doctor tegllärt t Nnde. uſr in Hin⸗ it, Der du uns nide ſein und ölſtns gr dj rict be i ſaß es geh 3 lirſalten ren, de hu Ewigket wohne bei mberlei. Deß Pbewal Zer⸗ ſie erhalt. —, Herr Gott ieim Himmme⸗ din Leidens⸗ i Lieh und Pnjer tigih aun d. V Herr, por⸗ b 1 1ereit In rechter Lieb und Einigkeit. dn nadenat 3 ¾ 3 iokeit Ddas cho ſ lal. I ſuame dein, Rih zu dieſer rellem Feiſh vinn ilen Vor Seuchen Daß wir in Der Sorg und fried und Streit, i vor theurer Zeit, utem Fiienn ſehn. zes müßig gehn! eies l L, Schuld vergib uns, err, Daß ſie uns nicht betrüben mehr, Wie wir auch unſern Schul⸗ digern Ihr Schuld und Fehl verge⸗ ben gern; Zu dienen mach uns 7 Führ uns, Herr, in Verſuchung ni dhen uns der böſe Geiſt an⸗ ſicht Zur linken und zur rechten Hand, Hilf uns thun ſtarken Wider⸗ Lob⸗ und Dank⸗Lieder. fand, Im Glauben feſt und wohl gerüſt, Und durch des heilgen Geiſtes roſt. 8. Von allem Uebel uns erlös: Es ſind die Zeit und Tage bös; Erlös uns von dem ewgen Tod Und tröſt uns in der letzten Noth; Beſcher uns auch ein ſeligs End, Nimm un⸗ ſer Seel in deine Händ. 9. Amen, das iſt: Es werde wahr! Stärk unſern Glauben immerdar, Auf daß wir ja nicht zweifeln dran, Was wir hiermit gebeten han Auf dein Wort in dem Namen dein: So fprechen wir das Amen fein. Dr. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. XXVI. Lob- und Dank-Kieder. Ueber unſern im Himmel an⸗ geſchriebenen Namen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1172. Acins aan dem mein Nam im Himmel ſteht? ſücchts kann mir ſüßern Troſt ver⸗ lihen, Als wenn mein Blick nach zion geht. Mein Name glänzt in Gottes Reich, An Glanz iſt er den Sternen gleich. 2. Rühmt Andre nur die großen Namen, Ihr habt nur Titel dieſer Welt, Aus euren Blumen wächſt ein Samen, In den nur Gift und Mehlthau fällt; Und ob ihr Götter heißt allhier, Nichts fragt der Tod nach eurer Zier. 3. Gar anders muß mein Name prangen Vor Gott, der nur die Seinen lennt, Er hat mich in der Tauf umfan⸗ gen, Recht väterlich ſein Kind genennt; In ſeine Hand ſchrieb er mich an; ichts iſt, das mich verlöſchen kann. 4 Gedenk ich dann an Jeſu Wun⸗ den,Ei, wie wird dieſe Luſt verſüßt, Bei ihm wird auch mein Name funden, O Tinte, die wie Purpur ſließt! Hier ſteht die Schrift an ſei⸗ 8 Bruſt Roth, wie ſein Blut; o amens⸗Luſt! 5. Er ſchreibe gleich nun meinen Namen Noch manchmal hier mit Thränen auf; Es bleibet doch ein edler Samen, Ruh und Vergnügung fol⸗ get drauf; Es iſt ſo böſe nicht gemeint, Hat doch mein Jeſus auch geweint. 6. Wohlan, ſo ſoll mich Nichts vergnügen, Als daß mein Nam im Himmel iſt. Laß Noth und Tod mich hier bekriegen, Das Loos iſt lieblich auserkieſt. Im Himmel werd ichs ſelber fehn; Nur wohlgemuth, es ſoll geſchehn! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Lob und Anbetung der heiligen Dreieinigkeit. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 1173. Au Ehr und Lob ſoll * Gottes ſein; Er iſt und heißt der Höchſt allein. Sein Zorn auf Erden hab ein End, Sein Fried und Gnad ſich zu uns wend. Den Menſchen das gefalle wohl, Da⸗ für man herzlich danken ſoll. 2. O lieber Gott, dich loben wir Und preiſen dich mit ganzr Begier; Auch knieend wir anbeten dich; Dein Ehr wir rühmen ſtetiglich, Wir dan⸗ ken dir zu aller Zeit Um deine große Herrlichkeit. 45 3. Herr Gott, im Himml König du biſt, Ein Vater, der allmächtig iſt. Du Gottes Sohn vom Vater biſt Einig geborn, Herr Jeſu Ehriſt. Herr Gott, du zartes Gottes⸗Lamm, Ein Sohn aus Gottes Vater⸗ Stamm. 4. Der du der Welt Sünd trägſt allein, Wollſt uns gnädig, barmher⸗ zig ſein! Der du der Welt Sünd trägſt allein, Laß dir unſr Bitt ge⸗ fällig ſein, Der du gleich ſitzſt dem Vater dein, I gnädig, Wollſt uns barmherzig ſein! .Du biſt und bleibſt heilig und rein. Ueber Alles der Herr allein; Der Allerhöchſt t allein du biſt, Du lieber Heiland Jeſu Chriſt Sammt dem Vater dn heilgen Geiſt In gotllichen Majeſtät gleich! Amen, das iſt gewißlich wahr, Dos bekennt aller Engel Schaar, Und alle Welt ſo weit und breit Dich lobt und ehret allezeit, Dich rühmt die ganze Chriſtenheit Von Anfang bis in Ewigkeit Dr. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Der 100. Pſalm. Mel. Gott des Himmels und der⸗ 1—17 e. 4. 5 Ule Welt, was lebt und .* webet Und im Feld und Häuſern iſt, t, Was nur Stimm und Zung erhebet, Jauchze Gott zu jeder Friſt; D dienet ihm, wer dienen kann, Kommt mit Luſt und Freud heran! 2. Sprecht: Meiſter; Er hat uns aus Nichts ge macht, Er hat unſre Leib⸗ und Gei⸗ ſter An das Licht hervorgebracht; Wir ſind ſeiner Allmacht Ruhm, Seine Schaf und Eigenthum. 3. Gehet ein zu ſeinen Pforten, Geht durch ſeines Vorhofs Gang; Lobet ihn mit ſchöne get ihm Lob, Preis und Dank! Denn der Herr iſt jederzeit Voller Gnad und Gütigkeit. 4. Gott des Himmels und der Erde, Vater, Sohn und — Lob⸗ und Dank⸗Lieder. 1175. b alle Kräft Stimmt All in heißen Liebe Der Herr iſt unſer V n Worten, Sa⸗ heilger z groß werde, Beiſtand ſelbſt und. diſ uns leiſt; Gieb uns Kräfte und gier, Dich zu preiſen für und iunl Mich. Franck, g. 1609. ſt. 1767. Alles, was in uns iſt, erweckt zum Lobe Gottes. Mel. Zerfließ, mein Geiſt X uf, auf, mein Geiſt. *X und 8 o mein n Ge⸗ müthe! unf⸗ meine Seel, auf, auf, mein Sinn! Auf, e mein Leib, mein Herz und mein Geblüte! A und was ich bin! Ver⸗ einigt euch und lobt mit mir Der Engel Troſt, der Menſchen Zier; 1 men Zu Lobe meines Herrn zu⸗ b ſammen! 2. Erhebt euch wie die Adler von der Erden, Schwingt euch hinauf vor ſeinen T Thron; Erſcheint vor ihm mit dankbaren Geberden U nd ſinget ihm im höchſten Ton; Seid fröhlich, munter, Frohlockt mit Zladen jauchzt und lli ngt, tanzt und ſpringt;; Erzeigt euch voller heilger Freuden Zu Lob und Ehren ſeiner Leiden! 3. Es müſſen dir zu Chren dei⸗ ner Wunden Stets wachend meine Sinnen ſein; Zu deinen Ehrn werd immerdar gefunden; In meinem Füh⸗ len deine Pein. Mein Auge ſehe dir zu Ehrn, Mein Ohr merk auf dein Wort und Lehrn, Es müſſe ſmein Geſchmack dich ſchmecken, Nach dir nur mein Geruch ſich ſtrecken. 4. Es lobe dich, Herr, mein Ver⸗ ſtand und Wille, Gott, mein Ge⸗ dächtniß lobe dich. Zu deinem Lob ſei meine Bildung ſtille, Mein Geiſt erheb ſich über ſich; Mein Odem lob dich für und für, Mein Puls ſchlag ſtets das Heilig dir; Es ſin⸗ gen alle meine Glieder Zu deinen Ehren tauſend Lieder. 5. Mein Herze müß in deiner Lieb erfließen, einem Ruhn Geiſt: Daß dein Ruhm bei uns Die Seel in deinen vergehn; Mein Mund dich ſtets mit etan Woülthats Re l, naine Ftu 1. uf dnr 1.A Ide as zich dinl 1 ähſt du in wens hin, anan in Id 8 dtr ler da be Aen dgwohnendren. f. aKen rin Mine 4 ſ Cden Remuls 63 1 Aor, Gen 1 3 dn dände Ueder a Feſeli Alihd dko unnn lun vn n m a dmd den w 8 4. d dit Gent b 4 ſ bn ſelſt udin täte und 1 ſt un ſe „I lin t ug 3 ii, ernet ottes en geit. 5 don dch hinauf Giſbeint 5 kelden Um Dn, Sed R ind küngt, anzt und dueer heilge Gren ſeiner Shren der ralend meine nem Glanz und deinem Leben. Dente, was ich bin! Denke doch, hhhbhͤhſhͤhſͤhͤoͤhͤhohohoe nphrn wad menem Füh⸗ Nuge ſehe Ir merk auf 7, Es müſt hmden, Nach ſc trecen. n mein Le⸗ t, mein Ge deinem Lob „ Mein Geiſt Nein Oden NMenn Bu dr. Es ſi⸗ r Zu deinen 1 deiner dih dinem Aypn do ſtete nt Lobe küſeen Und Tag und nuar dir offen ſtehn. Es müſſen dienen dir zur Luſt Die tiefſten Seufzer meiner Bruſt. Es müſſe dich mit Lob umgeben Mein Warten und mein ſehnlichs Leben. 4 6. Weil aber Alls nicht gnug iſt, dich zu preiſen, So wollſt du ſelbſt dein Lob vollführen Und dir durch nich Dank, Ehr und Preis erweiſen, Wie deiner Hoheit will gebührn. Du wollſt erſeten, o mein Licht, Was mir an deinem Lob gebricht, Bis du nich wirſt in dich erheben Zu dei⸗ Joh. Scheffler, g. 1624, ſt, 1677. keberlegung der in unſerm Leben genoſſenen Wohlthaten Gottes. Mel. Jeſu, meine Freude, meines. 176 Auf⸗ du arme Seele AIn des Leibes Höhle, wie lange Gehſt du in dem Gange Dieſes Lebens hin, Und wie weit ſt deine Zeit Unvermerket mit den gahren Mit dir hingefahren! ² Unſre Tagen dringen Unter allen Digen In das Alter ein; Doch wir binden Leute Denken nur auf Heute Und gewohnen drein. Weil man itzt in Leben ſitzt, Meinen wir, es könn auf Erden Niemals anders werden. 3. Aber, Gott ohn Ende, Der du e Hände Ueber Alles ſtreckſt, ſoll ich dir danken, Daß du Ziel ind Schranken Mir ſo ferne ſteckſt? R T4 mir, nur ganz in dir Bin *8 ich — έ½ ¹ — 'S S ..̈⏑ᷣ — — — — —2 un = „4 Du haſt Geiſt und Leben Erſt⸗ lich ſelbſt gegeben Dieſer meiner Bruſt Auch von allen Jahren, Da ſee noch nicht waren, Jedes ſchon Piwußt: Und ſo fort biſt du der Hort, Der mir meine Tage lehnet Und mit Gnade krönet. 9 5. Sage, mein Erbarmer, Woher in ich Armer Dieſer Liebe werth, Daß Lob⸗ und Dank⸗Lieder. 707 verbunden, In der Welt beſchert? Iſt das recht für einen Knecht, Den man ſeines Herren Willen Wenig ſieht erfüllen? 6. Wie viel kleine Sünder Sterben ſchon als Kinder, Eh ſie was verſtehn! Und wie viel der Andern, Welche täglich wandern Und zu Grabe gehn! Aber ich befinde mich Mitten unter den Geſchäften Bei gewünſchten Kräften. 7. Darum, mein Erhalter, Der du mir das Alter Bis hierher ge⸗ bracht, Ich bin alle Tage Schuldig, daß ich ſage: Du haſts wohl ge⸗ macht! Ich bin dein nur ganz allein, Dir auch bleibt mein armes Leben, Weil ich bin, ergeben. 8. Ich will deinen Ehren Ihren Ruhm vermehren, Weil ich reden kann, Und mit Hand und Munde Keine Vier⸗ telſtunde Uebel legen an, Bis einmal nach aller Qual Ich, der böſen Welt entnommen, Zu dir werde kommen. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Dank⸗Lied nach überſtandener Krankheit. Mel. Wach auf, mein Herz, und. 1177 Auf mein Gemüth und * ſinge Und Gott Lob⸗ Opfer bringe, Der dir und deinem Leben Will neue Kräfte geben. 2. Ich lag vor wenig Tagen, Als wär ich ganz zerſchlagen: Der Leib war ausgezehret Und Angſt mit Angſt gemehret. 3. Denn wenn ich ruhen ſollte, Auch ſonſt mich laben wollte, So Nichts, als Furcht im Herzen. 4. Doch, Herr, nach Vaters Treue, Der ich mich ſtets erfreue, Ließt du für meine Sünden Mich Züchtigung empfinden. 5. Du ſtrafſt ja nur mit Maßen Und haſt mir helfen laſſen; Drum ich mit Herz und Munde Dir dank in dieſer Stunde. 6. O Vater aller Frommen, Laß mit ſo vier Stunden, Die mit Glück mein Lob vor dich kommen, Das ich 45* war der Leib voll Schmerzen Und ,— E*“ ͤͤͤ—. Krankheit mich zu lehren, dir, wie ich ſollte, Gern würdig brin⸗ gen wollte. 7. Dich preis ich, Lebens⸗Sonne, hün deine ſüße Wonne, Daß du mir aſt vergeben Die Sünd im ganzen Leben, 8. Daß, als die Angſt vorhanden, Dein Geiſt mir beigeſtanden, Der mich mit Troſt ergötzte, Wie ich im Schweiß mich netzte, 9. Daß du mein großes Leiden Verkehret haſt in Freuden Und, da du wollteſt tödten, Mir halfſt aus allen Nöthen. 10. Es war ja Nichts, als Liebe, Die dich, o Vater, triebe, Durch mich zu bekehren. 11. Drum dank ich für das Und für die Kreuzes⸗Ruthe; ſei den Wunder⸗ Händen, Die Kreuz und Schwachheit wenden 12. Hilf, daß ich hieran denke Und 19e von Sünden lenke, Daß ich mich dir ergebe Und dir zu Chren lebe. Lob der heil. Dreieinigkeit. Mel. Es iſt d 11 78. L Lob und Ehr Aus freudigem Gemüthe; Ein Jeder Got⸗ tes Ruhm vermehr Und preiſe Güte! Ach, lobet, lobet das Heil uns kommen. 58 e Gott, Der uns befreiet aus der Noth, Und danket ſeinem Namen! 2. Lobt Gott und rühmet allezeit Die Maje⸗ Die großen Wunde er⸗Werke,? ſtät und Herrlichkeit, Die Weisheit, Kraft und Stärke, Die er ber weiſt in Ding Drum danket ſeinem Namen! aller Welt Und dadurch alle erhalt. Loht Gott, der uns erſchaffen hat. Leib, Aus lauter väterlicher Allen hat gegeben, Der ſeine Engel ſchützt Und täglich gibet, was Namen! 4. Lobt Goit⸗ nen Sohn, Der für uns uns Pringt her dem Herren Seele, Geiſt und Leben Gnad Uns durch Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Durch worden 1 ſt der Hölle Gift Und Frieden Zu dir ſeine der uns ſchenkt ſei⸗ ben Und uns die ſelge Lebens⸗Kron ſeinen Tod erworben, Der hat mit Gott geſtift: Drum danket ſeinem Namen! 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geiſt den Glauben angezündet Und alles Gute noch verheißt, Uns ſtärket, kräftget, gründet, Der uns erleuchtet durch ſein Wort, Regiert und treibet fort und fort: Drum danket ſeinem Namen! 6. Lobt Gott, der auch das gute Werk, So in uns angefangen,? Vol⸗ führen wird und geben Stärk Das Kleinod zu erlangen, Das er hat Allen dargeſtellt t Und ſeinen Gläub⸗ gen vorbehäit: Drum dantet t ſeinem Namen! 7. Lobt Gott, ihr ſtarken phim, Ihr Fürſtenthum! und Th nen! Es loben Gott mit heller Stimm, Die hier auf Erden woh⸗ nen! Lobt Gott und preiſt ihn früh und ſpat, Ja, Alles, was nur? Odem hat, Das danke ſeinem Namen! Cyriae. Günther, g. 1649, ſt. 1704. Sera⸗ Thro⸗ Jeſus geſtern, heute und ewig ge⸗ prieſen. Hebr. 13, v. 8. Mel. Gott des Himmels und der. 1 179. NJankt dem Herrn, 6— ihr Gottes⸗ Knechte, dommt, er ebet ſeinen Ruhm! Er balt Iſraels C heſchlechte D Doch noch für ſein Figent um. Jeſus Chriſtus i iſt noch heut, Heſtern und in Ewigkeit. 2. Sprich nicht: Es iſt dieſer Zeiten Nicht noch, wie es vormals war, Gott macht ſeine: Heimlichkeiten Jetzund Niemand effenbar Was er Warmnals hat gethan, Das geht uns anjetzt nicht an. 3. Sprich Hände Sind mit Nichten Des Höchſten ſo nicht. jetzt zu uns nützt: Drum danket ſeinem ſchwach; Seine Güte hat dein Ende, Er iſt gnädig vor wie nach, Jeſus iſt geſtor⸗ in Ewigkeit. Chriſtus iſt noch heut, Geſtern und i R d. 5 9 G. 4 ¹6 8 das Nagri. Lac. 1, 9. d Kernt ber ſ ſ P 4 b di 1 5 ane„dih b nſ den. A d w nt En id ſene Nand. ng an wid nit ſahn rds ed m Rr Aat u N M de deida d Deie 4. 8 din mät, Vad 9 3 Ae. i dt Wher 9 dn räe, 8 aien in fn da d Ne la. 4 Mie ſenem Seir nn ud 38 antn in dit d Nriee Dun dantt i uns dur en an 8 rden 5 Glaͤub⸗ t ſuten Senn⸗ dun und Thr⸗ Rt mit helle 1 7 wet rät ihn frih bas nur en m Jamen w P, f. l. u' cxig ge 3*. 8 melt und der. dn Hern. Gates⸗Knecht. In Ruhm! E kdoch woch ſir Chriſtus it di Gwigkit. ſtjieſer geiten wmals war, dliten Jebund wer vormal⸗ uns aniest Lob⸗ und Dank⸗Lieder. 709 zalte dich in allen Dingen Nur ut de Gottes Treu; Laß dich nicht ur Freude bringen, Ehe dich dein Gott freu; Such in aller deiner Noth Nichts zum Troſt, als deinen Gott. 5 All ihr Knechte Gottes, höret, Sucht den Herrn in eurer Noth; Wer ſich zu wem Anders kehret, Als zu ihm, dem wahren Gott, Der geht ir in allem Stück Und bereitet Un⸗ gelück. 6. Die nur, die dem Herren trauen, gehen auf der rechten Bahn; Die in Angſt, in Furcht und Grauen Ihn nur einig rufen an, Denen wird allein bekannt Gottes Herrlichkeit und and. br Drum dankt Gott, ihr Gottes⸗ Knechte, Kommt, erhebet ſeinen Ruhm! Et hält Ifraels Geſchlechte Doch noch fir ſein Eigenthum. Jeſus Chriſtus iſt noch heut, Geſtern und in Ewigkeit. D. H. G. Reuß, g. 1654, ſt. 1716: Das Magniſicat. Luc. 1, v. 46. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 21 Mich, ſeine Magd, und recht erquickt, Nun wird mich ſelig preiſen Auch ſindes⸗Kind und Jedermann; Denn Gott hat Viel an mir gethan Auf wunderbare Weiſe. 3. Sein Nam iſt heilig, ſeine Macht Widd hoch in aller Welt geacht, Er dläbet allzeit Allen reich An Güte und Barmherzigkeit, Die ihn zu gibt den Feinden ihren Lohn, Die er zu Boden fället. 5. Er ſetzt die Niedrigen hinauf, Die ſeines reinen Wortes Lauf Be⸗ fördern und groß achten, Den Hun⸗ grigen gibt er ihr Brodt, Die Rei⸗ chen läßt er leiden Noth, Ihr Leben muß verſchmachten. 6. Er denket der Barmherzigkeit Und nimmt hinweg daß große Leid, Das Iſrael mit Schmerzen Ausſtehen mußt in dieſer Welt, Dem hilft er auf, wenns ihm gefällt, Und trägt ihn ſtets im Herzen. 7. Wie er denn hat mit Abraham, Zu dem er in die Hütte kam Und ſeinen Kindes⸗Kindern Durch einen Eid verbunden ſich, Das wird er halten ewiglich, Er läßt ſich Nichts verhindern. 8. Ich dank auch dir von Herzens⸗ Grund, O Gott, für das, was mir dein Mund Verſprochen hat zu geben. Es iſt gewiß, hier wirſt du mich er⸗ retten und dort ewiglich In Freuden laſſen ſchweben. Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Lob des wohlmachenden Gottes. Marc. 7, v. 37. In bekannter Melodie. 1187 Der Herr hat Alles wohl 2(. 2 gemacht: Das zeigt des Himmels ſchöne Pracht. Wie herrlich iſt er ausgeſtreckt! Mit ſeiner Gnad er uns bedeckt. 2. Die Erde ſteht auf feſtem Fuß, So ſteif, daß ihr Grund bleiben muß; Das wilde, bodenloſe Meer Mit gro⸗ ßer Fluth geht um ſie her. 3. Wie ſchnelle läuft das Sonnen⸗ Licht, Dem weder Glanz noch Macht gebricht! Damit die Jahre richtig gehn, So muß der Mond gewechſelt ſtehn. fürchten find bereit Nach ſeinem ohlgefallen. 4. Mit ſeinem Arm übt er Gewalt, Suir und zerſtreuet Alles bald, Nas ſich mit Stolz aufſchwellet. Die chtigen ſtößt er vom Thron Und 4. Der Herr hat Alles woblgemacht, Mit Güt und Treu an uns gedacht; Denn, was ſich reget um und an, Das hat er unter uns gethan. 5. Als wir in Sünden warn ver⸗ flucht, Hat er uns gnädig heimge⸗ * — ——— ͤ — 8“ 1en ——— — — r—— 4 4 22 3 8 en .—j—j——————— .— 3 2 8 9 8— ———— ſucht, Geſendet ſeinen Sohn herein, Daß er ſoll unſer Mittler ſein. 6. Er hat vergoſſen uns zu Gut Sein roſinfarbnes, mildes Blut, Fürn Tod das Leben wiederbracht Und alles Böſe gut gemacht. 7. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Gottes Wohlmachen nach Marc. 7, v. 37. Mel. Ermuntre dich, mein. 11 82 De Herr hat Alles wohl Nich.☛ gemacht, Er wird Nichts böſe machen, Dieß, fromme Seele, wohl betracht In allen deinen macht Nach ſchwerem Kampf und Sachen, In Freud und Leid, in harter Schlacht; In Himmel hat er Glück und Noth, In Krankheit, Jam⸗ ſich gewandt, Geſetzt zu Gottes rech⸗ mer, Kreuz und Tod, In Kummer, ter Hand. Angſt und Schmerzen: Das glaub, 8. Da herrſchet er als wahrer o Herz, von Herzen! * Gott, Sein Reich beſchirmt er in der Noth, Ziert uns mit Gaben man⸗ 2. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht, Noch eh er uns erſchaffen; cherlei, Von aller Schuld macht er Er hat uns mit dem Heil bedacht, uns frei. 9. Er ſendet den heiligen Geiſt, Daß er uns Kraft und Beiſtand leiſt; Den Glauben er ſelbſt zündet an, Daß wir beſtehn auf rechter Bahn. 10. Drum will ich ſingen Tag und Nacht: Der Herr hat Alles wohl gemacht! Mir iſt erworben Gottes Gnad, Ich bin befreit von Schand und Schad. 11. Ob ich gleich leid viel Kreuz und Noth, Bis endlich rückt herbei der Tod, So muß doch alle ſolche Pein Mir eine Reis im Himmel ſein. 12. Den Tod ich nunmehr gar nicht acht; Der Herr hat Alles wohl gemacht: Der Tod in Sieg verſchlun⸗ gen iſt Durch unſern Herren Jeſum Chriſt. 13. Und wenn das letzte Stünd⸗ lein kömmt, Daß mich Gott von der Welt hinnimmt, So will ich ſagen wohlbedacht: Der Herr hat Alles wohlgemacht! 14. Mein erſtes Wort am jüng⸗ ſten Tag, Wenn ich aufſteh ohn alle Klag, Soll ſchallen nach der langen Nacht: Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht! 15. Drauf, wenn ich geh in Him⸗ mel ein, Da will ich erſt recht fröh⸗ lich ſein Und ſingen, daß das Herze lacht: Der Herr hat Alles wohlgemacht! Chriſtoph Runge, g. 1619, ſt. nach 1680, V Das einig unſer Waffen, Ja unſer Schild und Rettung iſt; Er hat uns vor der Zeit erkieſt, Eh man die Sterne zählet, Da hat er uns erwählet. 3. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht, Das rühme wer es höret, Als er uns hat hervorgebracht Und nach der Hand genähret; Da er das menſchliche Geſchlecht Geſegnet, daß auch Früchte brächt Das Erdreich und was drinnen Begriffen wird mit Sinnen. 4. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht; Da ſchon der Menſch gefallen, Da hat er dennoch fleißig Acht auf ihn und auf uns Allen. Er rief und ruft noch mich und dich Aus lauter Lieb und ſehnet ſich In ſeinen ſüßen Flam⸗ men Nach uns hier allzuſammen. 5. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht, Der uns ſein Wort gegeben, Davon oft unſer Herze lacht. Wenn wir in Aengſten ſchweben, Da iſt er unſre Zuverſicht Er tröſtet uns und läßt uns nicht in allen unſern Nö⸗ then Und ſollt er uns gleich tödten. 6. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht, Da er für uns geſtorben, Uns Heil und Leben wiederbracht Und „ durch ſein Blut erworben. Was willſt du mehr, betrübter Geiſt? Komm her, ſchau hier, was Lieben heißt: Sollt der nicht Alles geben, Der für dich gibt das Leben? 7. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ — — —— Urie Herzen w 3 n Gott hnaur — — — —. —— — — B⁸½ r ſeten —— * — — —— —— — ——. 4 3 -. ünſen Luf tn —= 1 ß 4 un die fnſt m pit und uns ſtet⸗ — — — Nüdervirigteim 4* Audi Li — — 4 — in Glauben,. Inlß muben. 1der per hatel Dem g in e Whimmera an ug ni uns viddr 17 Nältn Menſchen h Fären Vege rial nmen Vilen, D d. Da her hanl nit Ven 4 n Wm, dd glicch, d d nid d na Kſd afh. 3 ün ſeuon d und ſ ahoben. tn tta 1 4 ¹ * —— 0. 79 mel, J Unſer itz Er hatums e es hüre, dieſer kurzen 3 wergtracht Um iet, Daerds Gkegnet, daz ds Gnreic nſnvidmt iyicht ufin Eief unduſt lurlauter dih mnſißen Flan algſammen. Nls wohl g⸗ Mat gegeben, ehcht. Venn khel, Da iſt er tiſet uns und i uſern Nö zgeich tödten. 1 wohl ge⸗ gejorben, Un Rabracht Un en. Was wilf ſii Konm hen heibt: Solt „Der füt dic ls waßl g Lob⸗ und Dank⸗Lieder. 711 Da er vom Tod erſtanden nat, ganz eigner Kraft und Macht Uns von der Höllen Banden Und ihren Ketten hat befreit, Daß unſer Muth getroſt ausſchreit: Wo it der Sieg der Höllen Und ihrer Trübſal hat erfahren. Er h Stätt uns da bereit, Da wir nach ſcweben Und ewig mit ihm leben. 9. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht, Wenn ſeinen Geiſt er ſendet zu uns herab, der uns bewacht Und unſre Herzen wendet Von dieſer Welt zu Gott hinauf Und daß wir endlich unſern Lauf Ganz ſeliglich vollziehhen, Wenn wir von hinnen ſliehen. 10. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht, Auch wenn er uns betrübet, Wenn uns die finſtre Kreuzes⸗Nacht Befällt und uns ſtets übet In Kreuz und Widerwärtigkeit, In Angſt, in Trübſal und in Leid, Wenn er uns fürtt in Glauben, Den Niemand uns muß rauben. 11. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht, Wenn er in Lieb und Treue ſocch immerzu an uns gedacht Und macht uns wieder neue; Wenn er den alten Menſchen bricht Und die vetkehrten Wege richt Nach ſeinem frommen Willen, Daß den wir einſt erfüllen. 12. Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht. Wenn er wird wieder kom⸗ men, Und ob gleich Alles blitzt und kacht, Er wird doch ſeine From⸗ men Zu ſich aufziehen in die Höh Und retten ſie von allem Weh, Daß wir und ſie erhoben Ihn ewig ſol⸗ ln laben .Der Herr hat Alles wohl ge⸗ macht, Es wird kein Sinn wohlzan Hier ſeies Ruhmes große Pracht, Er muß zurücke weichen Und ſchreien aus mit voller Macht: Der Herr hat Alles wohlgemacht! Dafür wir hier und oben Ihn billig ewig loben. 14. Nun, er hat Alles wohl ge⸗ macht, Er wird Nichts böſe machen. Er träget dich gar ſanft und ſacht; Darum in allen Sachen, In Freud und Leid, in Glück und Noth, In Krankheit, Jammer, Kreuz und Tod, In Kummer, Angſt und Schmerzen Gib ihm Lob, Dank von Herzen! D. Heinr. Müller, g. 1631, ſt. 1675. Bei erlebtem Namens⸗Tage. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 1183 Dieſer Tag beſtimmet . D mir Das Gedächt⸗ niß meines Namens. Bei der Freude dank ich dir, Heiland des erlöſten Samens. Herr, dein Name ſei ge⸗ preiſt, Der groß über Alles heißt! 2. Lehret mich mein Name nicht, Ich ſei eins von deinen Kindern? Satan ſoll die Zuverſicht Nicht durch Widerſprechen hindern. Da man mich zuerſt benannt, Haſt du mich dafür erkannt. 3. Fehlt mirs öfters in der That, Was mein Name mit ſich bringet, Schafft dein theurer Name Rath, Daß es mir ja nicht mißlinget: Die⸗ ſer iſt mein feſtes Schloß Wider feindliches Geſchoß. 4. Gib, daß ich zu keiner Zeit Weder dir die Ehr entwende, Noch durch Ungerechtigkeit Meinen eignen Namen ſchände. Hilf, daß, wenns waricht angeht, Er im Lebens⸗Buche ſteht. 5. Ob man meiner ſonſt vergißt, Wenn du mich nur weißt zu nennen, Der du Aller Schutz⸗Herr biſt, Welche deinen Namen kennen, Fürcht ich mich doch nicht ein Haar Vor Ver⸗ achtung und Gefahr. 6. Drum gedenk ich noch zuletzt, Wie ich Gnade vor dir finde; Werd ich ihrer werth geſchätzt, Welch ein reiches Angebinde Wird von deiner lieben Hand Mir dadurch nicht zu⸗ gewandt! “——* ———ſſͤ e eise. ee S ——= hhnmei uieue ee 71² Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Lob der unendlichen Majeſtät und Liebe Gottes. Mel. O Gott, du frommer Gott. 118 4 Du hochgelobter Gott, IIOd. ◻ Herr Himmels und der Erden, Es müſſe Seel und Mund Voll deines Ruhmes werden, Wie deine Hofſtatt dir Das ewge Heilig ſingt, Vom Halleluja ſchallt Und ganz durchdringend klingt. 1 2. Dir, König in der Höh, Dir jauchzen deine Schaaren; Sie feiern dir ein Feſt Zu tauſend, tauſend Paaren. Von deinen Engeln wird Kein Lob⸗Triumph geſpart, Auch ſelbſt von Sonn und Mond Und Stern nach ihrer Art. 3. Und Alles, was auf Erd Bis in die Tiefen gründet, Wiewohl dein Himmel ſich Auch aller Orten fin⸗ det, Das beugt ſich, Herr, vor dir, Das fällt auf ſein Geſicht, Das betet vor dir an Und iſt zu dir ge⸗ richt. 4. Wie herrlich iſt dein Nam, O Herr in allen Landen! Menſch, Vieh und Element, Was iſt und was ge⸗ ſtanden Und was noch kommen ſoll, Erhebt ſich ganz und gar: Herr, De⸗ muth, Furcht und Lieb Stellt einen Dank⸗Altar. b 5. Dein Jubel iſt uns mehr, Als Julep und Juwelen, Und Pſalmen ſind noch weit Für Balſam zu er⸗ wählen; So lieb⸗ und köſtlich iſts, In deinem Lob zu ſtehn, Und wenn zum Opfer⸗Preis Der Lippen Farren gehn.— 6. Ach, könnten wir nur auch Dir ſo vollkommen danken, Als wie man ſollt und wollt In dieſer Schwach⸗ heit Schranken! Ach, Herr, daß unſer Dienſt Könnt mehr, als engliſch ſein; Drum führ uns ja nur bald Zu dei⸗ nen Freuden ein! 7. Indeſſen laß dir doch Das Lal⸗ len wohlgefallen, Und was den Wor⸗ ten fehlt, Soll in dem Herzen wallen, Ja aus den Worten ſelbſt Sei dir dein Lob bereit Ohn Undank, Heu⸗ chelei, Bosheit, Unreinigkeit. 8. Weh dem, der noch ſo gut Zu loben dich vermeinet Und doch in Furcht und Lieb, Im Glauben leer erſcheinet. Verflucht iſt, wer dein Werk Falſch und nachläßig thut, Wer dich nicht lobt, noch liebt Bei gut⸗ und üblem Muth! 9. Uns aber laß vor dir Im heil⸗ gen Schmuck anbeten, Vor deine Majeſtät Mit innger Andacht treten, Ein freudenreicher Schall Steig im⸗ mer auf zu dir, Erfülle uns, dein Haus, Mit Herrlichkeit und Zier. 10. Bringt, ihr Gewaltigen, Bringt her nun Ehr und Stärke: Wer iſt, wie unſer Gott? Schaut ſeine gro⸗ ßen Werke! Ein Dreiling iſt die Erd, Der Himmel wird umſpannt, Gott reget Berg und Thal, Die See und trocknes Land. 11. Die Welten ſind ein Tropf, Der in dem Eimer bleibet; Die In⸗ ſeln eben ſo, Wie man ein Stäub⸗ lein reibet. Das iſt der Herr allein, Deß Herrſchaft niemals fällt; Das ii per Herr allein, Der offne Tafel hält. 12. Von ihm und durch ihn ſind Die Weſen aller Dinge; All ihre Pracht und Macht Sind gegen ihn geringe. Er ſetzet Könge ab Und ſetzet wieder ein, Beugt und demü⸗ thigt euch, Ihr Alle, Groß und Klein! 13. Das iſt der Herr allein, Der mächtig, Fluch und Segen, Tod, Le⸗ ben, Zorn und Gnad Auf Jeglichen zu legen; Der nie und nirgends nicht Der All⸗Natur vergißt, Ja noch viel tauſend Welt Zu ſchaffen kräftig iſt. 14. Er ſtillt, was brauſen will, Und aller Völker Toben; Er leget Ehre ein Und kehrt das Unterſt oben. Kein Feind beſteht vor ihm, Er ſtürzt in einem Nun; Er kann auch über Bitt Ganz überſchwänklich thun. 15. Der Herr wird nimmer arm, So viel er immer ſchenket; Die — — — — —— Le — = —= ——= —=——= — = — —y,; — — —— —.— ——= ſ 4 1 m. asit eöndt s ſ l leunrStt tus a, Wn dals. N urti Neu ſ 4 ni dünden, d5 i Anüſen unne daithrteſt uns Min de en. Du übett Dah Raß und Za d dale ſcmers Vefandlih, Herr, dn fanzich cten gibſt, n rdhit erauſt; Win dithen Schinniglrn dttt ſrit de Seeln dettt J dun ſör inds tndit wweten bnn hüt dih In lauter e rnlhd futgt doßn tigbidrſe ſem m wpr tebe⸗ a Tia me zudr de Aet Und de näne got dei aſgant, Get dser und d ei. Tropf üet, Di gn⸗ n dr Stüub⸗ de rallein, ls fält, Das dr qjne Taje durc ihn ſim ge. All ihre id ſegen ihn nge ab Und R ud demü⸗ Pnd Klein. r lein, Dder in, Tod, L⸗ duf eglchen igds nicht dt noch vil enräftg it wnſen wil, du gnädig willſt, ias, Die müſſen nun verſchwinden; Au überſchatteſt uns Mit deiner Klar⸗ Ohn alle Maß und Zahl. Leblichkeit. n. Er legt de Untert tt vor ihm. , Er kann ¹ etcwintlih ünmer orm, hentet di —yjj— at mehret er, Je mehr man Müülhennde Denn aller Himmel Kreis, Die träufeln oben ab, Von ſind zu Kindes⸗Kind Fleußt alle Se⸗ Gab. E hade ihn nur liebt und fürcht, der gehet nicht verloren; Der Bund fäll niemals hin, Woraus der Troſt eboren. Er ſtraft und züchtigt wohl, Lerwirfe aber nicht, Weil die Barm⸗ herzigkeit Noch viel zu brünſtig bricht. 17 Mehr, als der Sand am Meer eind deine Liebes⸗Thaten, Damit Daß uns, Herr, ſi geratzen. Kein Sinn, kein Wort, azlichts Spricht es ſo herrlich aus, Was du der Seele thuſt, Dem Tem⸗ del, deinem Haus.. 18. Du wirkeſt Reu in ihr, Du ilgeſt ihre Sünden; Die Bäche Be⸗ ſeit Strahl; Du überſchatteſt uns 19. Die Seele ſchmeckt, empfindt, die freundlich, Herr, du ſeieſt, Ein frundlich Leben gibſt, Auch Kraft und Geiſt erneueſt; Wie Braut und Zräutigam Sich inniglich erfreut, So ſhwelzet faſt die Seel Vor ſüßer 2. Drum höre in der Seel, Was wit nicht ſprechen können; Herr, ſie chebet dich In lauter Liebes⸗Bren⸗ nen Und jauchzet, daß ſie wird Auf ewig bei dir ſein; Kommt, ihr Geſeg⸗ neten, Sagſt du, geht bei mir ein! 2. Gott, laß doch dieſe Freud Bald d dem Haupte ſchweben; Wollſt lieb⸗ ich Weſen uns Zu deiner Rechten geben, Indeſſen wohn in uns Und laß uns in dir ruhn; Laß uns nach Th Wort Und deinem Willen 2. Du hochgelobter Gott Von unßer Treu und Güte, Von deinem ſoozen Lob Wird Sinn und Geiſt uih müde, Denn deine Wahrheit, Uacht, Lieb, Troſt und Gnad be⸗ ſeht, So weit das Wolken⸗Dach Lob⸗ und Dank⸗Lieder. 713 23. Vor deinem heilgen Thron Wirft ſich der Himmel nieder Und Alles, was nur lebt, Singt dir die ſchönſten Lieder; Herr, was nur Odem hat, Was je von Adam ſtammt, Das liebt und lobet dich Allein und alleſammt. 24. Unendlich großer Gott, Der du niemals verjähreſt, Der du im heilgen Drei Dich ewig offenbareſt, Es denkt an deinen Dank Der Lieb⸗ und Lobes⸗Streit; Es ehrt dich um die Wett Die Zeit und Ewigkeit. D. Joh. Dan. Herrnſchmidt, g. 1675, ſt. 1723. Der 146. Pſalm. Mel. Valet will ich dir geben. 118 5 Du meine Seele, ſinge, . Wohl auf, und ſinge ſchön Dem, welchem alle Dinge Zum Dienſt und Willen ſtehn! Ich will den Herren droben Hier preiſen auf der Erd; Ich will ihn herzlich loben, So lang ich leben werd. 2. Ihr Menſchen, laßt euch leh⸗ ren: Es wird auch nützlich ſein; Laßt euch doch nicht bethören Die Welt mit ihrem Schein! Verlaſſe ſich ja Keiner Auf Fürſten Macht und Gunſt, Weil ſie, wie unſer Einer, Nichts ſind, als nur ein Dunſt. 3. Was Menſch iſt, muß erblaſſen Und ſinken in den Tod; Er muß den Geiſt auslaſſen, Selbſt werden Erd und Koth. Alsda iſts dann ge⸗ ſchehen Mit ſeinem klugen Rath, Und iſt frei klar zu ſehen, Wie ſchwach ſei Menſchen⸗That. 4. Wohl dem, der einzig ſchauet Nach Jacobs Gott und Heil! Wer ſich dem anvertrauet, Der hat das beſte Theil, Das höchſte Gut erleſen, Den ſchönſten Schatz geliebt: Sein Herz und ganzes Weſen Bleibt ewig unbetrübt. 5. Hier ſind die ſtarken Kräfte, Die unerſchöpfte Macht: Das wei⸗ Und all das Aeußerſt geht. ſen die Geſchäfte, Die ſeine Hand ͤ111— 7¹⁴ Lob⸗ und Dank⸗Lieder. gemacht, Der Himmel und die Erde 2. Hinweg mit aller Eitelkeit, Weil Mit ihrem ganzen Heer, Der Fiſch un⸗ mein Herz Gott verlanget; Hinweg, zählge Heerde Im großen wilden Meer. was gibt und nimmt die Zeit, Wo⸗ 6. Hier ſind die treuen Sinnen, mit der Weltling pranget. Was Die Niemand Unrecht thun, All de⸗ ſichtbar iſt, gar ſchnell vergeht; Un⸗ nen Gutes gönnen, Die in der Treu ſichtbar iſt, was ewig ſteht, Da meine beruhn. Gott hält ſein Wort mit Seel anhanget. ̈2 4—₰ 4 1 7 † ⸗ 8⸗ 2[1* v*2 5* Freuden, Und was er ſpricht, ge⸗ 3. Die Vögel fliegen in der Luft, ſchicht, Und wer Gewalt muß leiden, Die Fiſch im Waſſer ſchweben, Das Den ſchützt er im Gericht. Uingziefer in der Kluft, Die Thier J7. Er weiß viel tauſend Weiſen, auf Erden leben: So ſoll der Menſch, Zu retten aus dem Tod. Er nährt zu Gottes Ruhm Erſchaffen als ſan und gibet Speiſen Zur Zeit der Eigenthum, Stets nach dem Himmel auh Hungers⸗Noth, Macht ſchöne rothe ſtreben. Wäth un Gr 8 Wangen Oft bei geringem Mahl, mm n we Und die da ſind gefangen, Die reißt 4. Gleichwie ein neugebornes Kind ts er aus der Qual. Hängt an der Mutter Brüſten, In 8. Er iſt das Licht der Blinden, ſelben ſeine Nahrung findt, Ohn Erleuchtet ihr Geſicht, Und die ſich andrer Speis Gelüſten: Alſo mein ſchwach befinden, Die ſtellt er auf⸗ Herz nach Gott verlangt Und ſtets gericht; Er liebet alle Frommen an ſeinem Willen hangt, Entſaget Und, die ihm günſtig ſeind, Die fin⸗ böſen Lüſten. Aün me den, wenn ſie kommen, An ihm den 5. Mein Gott, der du die Herzen n ut üm u er beſten Freund. kennſt, Kannſt ihre Wort verſtehen; dälg, 9. Er iſt der Fremden Hütte, Die Der du mit heilgen Flammen brennſt, uua Sale Hit Waiſen nimmt er an, Erfüllt der Die Deinen zu erhöhen: Halt für ge⸗ em im gralde Wittwen Bitte, Wird ſelbſt ihr Troſt nehm die ſtumme Sprach, Indem Pinxehn bedt⸗ und Mann; Die aber, die ihn haſſen, mein Fuß nun nach und nach Mit hrär Bezahlet er mit Grimm, Ihr Haus, dir ſich will begehen. Nr Geſt und wo ſie ſaßen, Das wirft er um 6. In dir, o Schöpfer aller Ding, und um.“ In dir lebt unſer Leben; Du haſt anud Nact 210. Ach, ich bin viel zu wenig, uns einen Siegel⸗Ring An unſre hdum u döll 6 Zu rühmen ſeinen 9 luhm; Der Herr Hand gegeben: So vielmal unſer Herz u den helnn ft ba daß dh mehen hläst, Soll dein dor ſich erheder. Sein Lob vor aller Welt. 7. Mein Herz klopft an des dim u nm P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676 mels Thür, Indem es ſtetig ſchläget g P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. 17,.: ind kuür ¹ Und ſinget ſchiwingen ür und für du ent ziin G.,gee Hch W. An8 EC l So oft es ſich beweget: O, heilig, hei⸗ a wlg Immer ſchallendes Heilig, lig biſt du. Gott! D, heilig biſt du, ri Heilig. Zebaoth! Alls deine Güte träget. V 1 nenss 8. Mel. Allein Gott in der Höh. 8. Mach mich gleich einer treuen 5 au zla 1—41 86 Proffne dich, mein Uhr, In welcher eine Saiten Hängt wan ahi IHIOSO. C ſchwacher Mund, an dem Schöpfer der Natur, Das Rimtht ze Dem Höchſten Lob zu ſingen, Der Zeiger⸗Herz zu leiten; So vielmalſan mut znr dich ſo manchen Tag und Stund ſich mein Herz bewegt, So oft es im In Ruhe läßt zubringen. Mein heilig, heilig! ſchlägt Jetzt und zu ant ih Ga ilch gebtet. das dorten vo S d nnd lact 7 . ————— Gott, der du von Jugend auf Ge⸗ allen Zeiten. do lh u w. leitet meinen Lebens⸗Lauf, Laß mir 9, So wird auf dieſe feine Weis da dn mit dieß Lied gelingen! Geheilget Gottes Namen, Daß das la ut mnn⸗ nutt vic n. 9 ſtrſen als ſ um ang Entjage rdu die Herzn Pert verſehen. ſannen brennſt. e. falt für ge⸗ Au, Indem udnah Nit inng An unſe nulunſer den Pul in Leibe n wh ſhh erheben. ſta des hin⸗ g ſeig ſchläget d lr und fir. D beilig, he⸗ „haig bit du. Güt näͤget. iſt fine Bes nel, Daß das Lob⸗ und Dank⸗Lieder. u ſeinem Preis Vermehrt Ge zn Samen. Gott iſt ein Geiſt, der wohl verſteht Der Puls⸗ und Herzens⸗Andacht Red Und ppricht dazu das Amen. 10. Von dieſem hohen Gottes⸗ Ruhm Soll uns Nichts mögen ſchei⸗ den: Nicht Welt, Gewalt, noch Für⸗ ſenthum, Noch Hunger, Tod, noch eiden; Der heilig, heilig, heilig iſt, Verlängert unſre Lebens⸗Friſt, Wenn wir die Sünden meiden. 11. Gleichwie die goldne Sonnen⸗ Blum Sich nach ‚dem Himmel keh⸗ rt, Und dieſes Gartens Lenzen⸗ Ruhm Von ſolchem Lichte nähret, So wird von meinem ganzen Sinn Und Allem, was ich kann und bin, 715 An meinem heilgen Lebens⸗ End Wird ſich mein Geiſt in Gottes Händ Mit dieſem Wort entbinden. Melch. Frank, g. 1580, ſt. 1639. Oder: G. Ph. Harsdörfer, g. 1607, ſt. 1658. Loblied zur Frühlings⸗Zeit. Mel. Singen wir aus Herzens⸗Grund. 1187 Ei⸗ ſo gebt Gott alle⸗ . zeit Nun auch Lob und Dankbarkeit; Sprecht: Sei hoch, o Gott, geehrt, Der du unſre Klag erhört! Du biſt Herr und gibſt allein Freud und Troſt nach Angſt und Pein Und nach Regen Sonnenſchein. 2. Gott, dich rühmet Hitz und Kält Und dir ſpielet Wald und Gott ſtetiglich geehret. 12. Was dorten vor des Höchſten ahron Die Engel⸗Schaaren klingen, Das kann mein Herz mit ſchwachem don Auch ihm zu Ehren ſingen: Das Heilig, Heilig fort und fort Iſt meiner Seele Heil und Hort, das mir kann Freude bringen. 13. Hingegen bebt all Augenblick Und weiſt viel Trauer⸗Zeichen Der Welt⸗Geiſt, ſo des Teufels Strick Nicht denket zu entweichen. Er wan⸗ delt Tag und Nacht ohn Ruh, Ihn jieht Satan der Höllen zu, Da Viel ind ſeines Gleichen. 14. Das Heilig, Heilig, welches macht Die blöden Lippen lallen, Muß in dem Schlaf auch bei der Kacht In meinen Adern wallen. Mein Herz ſingt tauſend tauſendmal Das Heilig, Heilig ohne Zahl Die Engel wiederſchallen. 15. Ihr meines Leibes Aederlein, Hört niemals auf zu ſchlagen, Gott 6 ſoll von euch gelobet ſein In gut⸗ und böſen Tagen. So ehann in de Sterblichkeit Ihr meines Lebens ſugen ſeid, Sollt ihr ſtets Heilig . 16. Hierdurch ich Gott vor Augen hab Und hüte mich vor Sünden; Das Wort iſt meines Herzens Gab Und macht mich frei von Sünden; Feld; Dich erhöhet Tag und Nacht; lles, Herr, haſt du gemacht. Fluß und Meer und Beider Grund, Und ihr Winde, thut ihn kund, Er ge⸗ denkt an ſeinen Bund. 3. Es erfreut ſich Land und See Nach dem langen Froſt und Schnee; Alles, was ſich regen kann, Nimmt ein neues Leben an; Kälte, Traurig⸗ keit und Wuſt Wird gekehrt in Gnüg und Luſt, Wenn du deinen Schatz aufthuſt. 4. Jetzt geußt ſich dein Segen aus Und erfüllt Land, Stadt und Haus, Wenn ſich deine Hand auf⸗ thut, Triefen wir von deinem Gut; Es wird Fruchtbarkeit gehegt, Wo ſich hin dein Fußtapf regt, Der Milch, Oel und Honig trägt. 5. Jetzo nimmt der Ackersmann Sich des Landes Arbeit an. Wild und Haus-Vieh iſt erfreut Bei der ſchönen Frühjahrs⸗Zeit, Weil dus gnädig angeblickt Und ihm Nahrung zugeſchick, Die ſein mattes Herz er⸗ quickt. 3 6. Bäch und Ströme fließen klar, Da der muntern Kälber Schaar Ne⸗ benhin mit Springen geht; Um die liebe Morgenröth Hört man durch Geſchrei und Klang Tauſend Vögel Lobgeſang, Alles ſagt dir Preis und Dank. 7. Jetzo wird nach ſeiner Art Wald, Gebüſch und Feld gepaart, Auch der Fiſche Heer, o Gott, Mehret ſich auf dein Gebot. Gras und Laub kommt jetzt herfür, Alle Bäum und ihre Zier Grünen ihrem Schöpfer, dir. 8. Es bemühet ſich die Bien, Um ihr Honig auszuziehn, Und die Schwalb hängt ihr Gemach Unter armer Leute Dach, Summa: Alles iſt belebt, Da dein Segen ſich erhebt Und um uns, dein Völklein, ſchwebt. 9. Aller Augen ſehn auf dich, Herr, ſo lang, bis gnädiglich Jeglichem zu rechter Zeit Seine Koſt wird ausge⸗ ſtreut; Sieheſt du uns gnädig an, Wenn du gibſt, ſo ſammelt man, Daß noch übrig bleiben kann. 10. Thuſt du deine Hand nur auf, So ſind wir erquickt zu Hauf; Nimmſt du denn dein Antlitz hin, So ent⸗ fällt uns Herz und Sinn; Wir ſind ſtracks des Todes Raub Und ver⸗ welken wie ein Laub, Bis wir wer⸗ den Aſch und Staub. 11. Herr, die Allmacht deiner Hand Löſt nun unſrer Zungen Band; Rühmen wir dich noch ſo ſehr, Du biſt tauſendmal noch mehr; Nichts läßt doch ergründen ſich, Was ein Menſch erkennt um dich, Deine Gnade ſonderlich. 12. Erd und Himmel wird ver⸗ gehn, Mond nund Sonne nicht be⸗ ſtehn; Aber deiner Gnade Schein Wird vor Allen ewig ſein Und in den voraus verliebt, Der ſich hier dir kindlich gibt, Unſchuld, Lieb und De⸗ muth übt. 13. Herr, nimm die nicht von uns hin, Fehlet uns gleich Geiſt und Sinn; Laß uns durch derſelben Kraft Sämmtlich werden hingerafft; Sie ſei täglich uns erneut, Hilf durch ſie zu aller Zeit Unſers Lebens Dürftigkeit, 14. Was dein Segen jetzt ver⸗ ſpricht, Fehl hernach im Mindſten nicht; Hagel, Sturm, Froſt, Näß und Brand Sei von uns fern abge⸗ wandt. Du weißt, Vater, was uns Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Noth, Gieb uns unſer täglich Brodt Und den Himmel auf den Tod! M. Sim. Dach, g. 1605, ſt. 1659. Loblied zur Sommer⸗Zeit. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 118 8 Geh aus, mein Herz und . ſuche Freud In die⸗ ſer lieben Sommer⸗Zeit An deines Gottes Gaben; Schau an der ſchönen Gärten Zier Und ſiehe, wie ſie mir und dir Sich ausgeſchmücket haben! 2. Die Bäume ſtehen voller Laub, Das Erdreich decket ſeinen Staub Mit einem grünen Kleide; Narciſſen und die Tulipan, Die ziehen ſich viel ſchöner an, Als Salomonis Seide. 3. Die Lerche ſchwingt ſich in die Luft, Das Täublein fleucht aus ſeiner Kluft Und macht ſich in die Wälder; Die hochbegabte Nachtigal Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Thal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, Der Storch baut und bewohnt ſein Haus, Das Schwälblein ſpeiſt die Jungen; Der ſchnelle Hirſch, das leichte eh It froh und kommt aus ſeiner Höh Ins tiefe Gras geſprungen. 5. Die Bächlein rauſchen in dem Sand Und malen ſich und ihren Rand Mit ſchattenreichen Myrthen; Die Wieſen liegen hart dabei Und klingen ganz von Luſt⸗Geſchrei Der Schaf und ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienen⸗Schaar Fleugt hin und her, ſucht hier und dar Die edle Honig⸗Speiſe; Des ſüßen Weinſtocks ſtarker Saft Bringt täg⸗ lich neue Stärk und Kraft In ſei⸗ nem ſchwachen Reiſe. 7. Der Weizen wächſet mit Ge⸗ walt, Darüber jauchzet Jung und Alt Und rühmt die große Güte Deß, der ſo überflüſſig labt Und mit ſo manchem Gut begabt Das menſch⸗ liche Gemüthe.. 8. Ich ſelbſten kann und mag nicht ruhn, Des großen Gottes großes Thun Erweckt mir alle Sinnen; Ich — S 2 — — = — — — — — = 4 8 Aachr Gett, vt t. 19 iy nine Ka r ihch der ei unens Brebs Amenn 6 etlkevage dens Watt grſille is Dih ich dir 1 Indl mic e, d zu dei Orrens ſcht Krux leier e — ——— — 1 M gdan. berha bahntz⸗Ta wR. Ränen Jeim 1d9. Ge r tügi d en ha 1 3 lini ſ. 169 nit oriht ni ham Frad hn ii geit 5 dene 1 er ſhüne j Jie ſie mi hmätt haben 3 8 Laut „Fennn Staud lde Rwriſen ieher ſich di nun Sedd. nnt ſch in de eutt us ſene nd Pälda. dthn Ernit Schal Berg Rt. tiir Völllen und bewohmt Allei peit de iſt leiche int qus ſeine mongen. uich in den ih und ihten gen heyrthen. nt Nbei Und vöſbrei 21 l Penn⸗Schaa ſuht jier und ſe'des füßen Bingt täg⸗ im In ſeie iſe mit Ge⸗ inge mit, wenn Alles ſingt Und h e, was dem Höchſten klingt, Aus inem Herzen rinnen. lnes nid denk ich, biſt du hier ſo ſchön Und läßt dus uns ſo lieblich gehn Auf dieſer armen Erden: Was will doch wohl nach dieſer Welt Dort in dem reichen Himmels⸗Zelt Und goldnen Schloſſe werden? 10. Welch hohe Luſt, welch heller Schein Wird wohl in Ehriſti Garten ſin, Wie muß es da wohl klingen, Da ſo viel tauſend Seraphim Mit unverdroßnem Mund und Stimm Ihr Halleluja ſingen! 11. O, wär ich da, o, ſtänd ich ſchon, Ach, ſüßer Gott, vor deinem Thron Und trüge meine ich nach der Engel Weis Erhöhen deines Namens Preis Mit tauſend ſchönen Pſalmen!— 12. Doch gleichwohl will ich weil ich noch hier trage dieſes Leibes Joch, Auch nicht gar ſtille ſchweigen; Mein herze ſoll ſich fort und fort An die⸗ ſem und an allem Ort Zu deinem Lobe neigen. 13. Hilf mir und ſegne meinen Geiſt Mit Segen, der vom Himmel ſeußt, Daß ich dir ſtetig blühe; Gib, daß der Sommer deiner Gnad In meiner Seele früh und ſpat Viel Glaubens⸗Frücht erziehe. 14. Nach in mir deinem Geiſte Kaum, Daß ich dir werd ein guter Baum, Und laß mich wohl bekleiben; Verleihe, daß zu deinem Ruhm Ich deines Gartens ſchöne Blum Und Pllanze möge bleiben. 115. Erwähle mich zum Paradeis Und laß mich bis zur letzten Reis An Leib und Seele grünen: So will ich dir und deiner Ehr Allein, und erriner t gung und gße Güt loht Undmü dus menſc⸗ nn magiih * gxxje ſonſten Keinem mehr, Hier und dort ewig dienen. P. Gerhard, g. 1606, ſt, 1676. Geburts⸗Tags⸗Lied. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 1189. ott, der du durch deine Macht Mich jmmen 3 Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Palmen, So wollt 717 in meinen Kindheits⸗Jahren Haſt auf dieſe Welt gebracht Und hier laſſen Viel erfahren, Schaue deinen Diener (deine Dienrin) an Und nimm, was er(ſie) bringen kann. 2. Deine Werke ſind zwar groß; Wer ſie denket zu erzählen, Irret ſehr und ſtehet bloß, Es wird ihm in Allem fehlen: Doch ſchau deinen Diener an Und nimm, was es bringen kann. 3. Heute wach ich fröhlich auf, Heute ſing ich Freuden⸗Lieder, Denn der Tage ſchneller Lauf Bringt mir die Geburts⸗Zeit wieder; Drum ſchau deinen Diener an Und nimm, was er bringen kann. 4. Hier bin ich in tiefer Schuld, Seele, Leib und alle Glieder Sind Ge⸗ ſchenke deiner Huld; Darum fall ich vor dir nieder; Schaue deinen Diener an Und nimm, was er bringen kann. 5. Habe Dank viel tauſendmal, Dank für deine Liebes⸗Thaten, Daß du in dem Thränen⸗Thal Mir ſo väterlich gerathen: Schaue deinen Diener an Und nimm, was er brin⸗ gen kann. 6. Gib mir ferner deine Hand, Laß mich dir ſein anbefohlen, Bis du mich ins Vaterland Wirſt aus meinem Kerker holen, Da ich werde ſchauen an, Was die Welt nicht geben kann. D. J. Weickhmann, g. 1662, ſt. 1736⸗ Die ganze Natur ruft uns zum Lobe Gottes. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 11 90 Gott, du Stifter aller 5 Wonne, Deſſen Gna⸗ den⸗Schein durchwirkt, Was allhier die heiße Sonne Mit dem weiten Strahl umzirkt, Dich muß aller Odem loben, Was hier unten und dort oben: 2. Alles Wild, das auf der Heiden, Was durch Buſch und Hecken eht, Alles Rindvieh auf den Weiden, Was in Stall und Hürden ſteht, Was auf Bäum und Felſen klimmet, Was durch See und Flüſſe ſchwimmet. — Lüften Und in Thälern ſingen h Und die ohne Kunſt und Schriften Alles, Blümlein in b was man Frünen ſieht, Muß, wenn gleich die 3. Auch die Schaar, die man in — ingen hört, Uns die Sorgen meiden lehrt, Muß vor dir die Stimm erheben Und mit Furcht die Chre geben. 4. Alle Gräslein in den Feldern, Was in Gärten blüht, Alle den Wäldern; Alles, Renſchen ſchweigen, Dei⸗ nen Ruhm und Macht bezeugen. 5. Wie ſollt ich denn dies verheh⸗ len, Was dasſtumme Laubwerkpreiſt; Sollt ich nicht vielmehr erzählen, Was du, Herr, mir haſt beweiſt, Mir, der ich mit böſem Leben Anlaß dir zum Zorn gegeben? 6. Du haſt mich aus Nichts for⸗ miret, Haſt von Sünden mich erlöſt, Haſt mich mit Verſtand gezieret Und durch deinen Geiſt getröſt, Haſt mich dir zum Dienſt erwählet, Von Ver⸗ dammniß losgezählet. 7. Du läßt mir zu Gut aufſprießen Bäume, Kräuter, Oel und Moſt, Daß ich deſſen kann genießen, Gibſt mir Vieh und Wild zur Koſt: Erde, Meer und Luft muß geben, Was da Noth 1192. G iſt meinem Leben. 8. Wer kann deine Güt erzählen? Herr, das iſt für mich zu viel; Zeit und Wort und Kräfte fehlen, Denn dein Hilf iſt ohne Ziel; Drum ſo laß mein kindlich Lallen Dir in Einfalt, Herr, gefallen! Joh. Franck, 1618, ſt. 1677. Der 46. Pſalm. 1191 G ott iſt unſre Zuver⸗ 1II.&☚ᷣ ſicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöthen, die uns troffen haben; 2. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer ſänken, 3. Wenn gleich das Meer wüthete und wallete und von ſeinem Unge⸗ ſtüm die Berge einfielen. Sela. 4. Dennoch foll die Stadt Gottes fein luſtig bleiben mit ihrem Brünn⸗ Lob⸗ und Dank⸗Lieder. lein, da die heiligen Wohnungen des Höchſten ſind. 5. Gott iſt bei ihr drinnen, darum wird ſie wohl bleiben; Gott hilft ihr frühe. 6. Die Heiden müſſen verzagen und die Königreiche fallen, das Erd⸗ reich muß vergehen, Wenn er ſich hören läßt. 7. Der Herr Zebaoth iſt mit uns, der Gott Jacobs iſt unſer Schutz. Sela. 8. Kommet her und ſchauet die Werke des Herrn, der auf Erden ſolch Zerſtören anrichtet, 9. Der den Kriegen ſteuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerſchlägt und Wagen mit Feuer verbrennet. 10. Seid ſtille und erkennet, daß ich Gott bin, Ich will Ehre einle⸗ gen unter den Heiden, ich will Chre einlegen auf Erden. 11. Der Herr Zebaoth iſt mit uns, der Gott Jacobs iſt unſer Schutz. Nach überſtandnem Kreuz. Wer nur den lieben Gott. ott Lob, die Noth iſt nun vorüber, Die mir mein Gott hat zugeſchickt; Mein Herze freuet ſich darüber, Daß mich Gott wieder hat erquickt; Denn ob⸗ gleich ſtäupet ſeine Ruth, So bleibet doch ſein Herze gut. 2. Mir machte zwar die Laſt ſehr bange, die du, mein Gott, mir auf⸗ gelegt. Ich ſchriee oft: Ach, Herr, wie lange? Mein Seufzen hat dein Herz bewegt. Du ſaheſt meine Thrä⸗ nen⸗Fluth, Drum iſt auch Alles wor⸗ den gut. 3. Mich klagte, wer mich nur ge⸗ ſehen, Wie mich die Angſt gedrücket hat; Ich meinte ſelbſt, ich müßte ge⸗ hen Den hart⸗ und bittern Todes⸗ Pfad: Doch hat, Herr, deiner Liebe Gluth Bei mir gewendet Alles gut. 4. Das Kreuz muß uns oft ſchla⸗ üben in Mel. gen nieder, Daß wir uns Ke. Ad luuftn i d 1 1— det füt Und 1 6 e Ie 5. 1654 arbülcher undſ Wobſthaten ier Ker ant aud Dahnupg drinn d 4 5, Aru 1 Got hifti nüſſen der Nelzage falle de 1 en er ſt — ch nit uns ſee en mm in Ä uuf( tt üi ſegen teuert i zugn zatrit nd Wyxn ni in gen. läaut d de Kothi vouber, di 1 3 8 yſtitt. Mn ba, Ddaß nich it, denn öb i Sobltet ti Laſt ſecr Got mir au t h, der, fen hat dein twine Urä⸗ nh les wor- wih nur g⸗ u gedrütt ih müßte g j rn Todes⸗ 8 „diner Liebe t Ales t. un iſt ſhle ns ibenin Lob⸗ und Dank⸗Lieder. ld: Wir lebten ſtets ſonſt Gott and Und häuften täglich Sün⸗ den⸗Schuld. Gott ſtärkt im Kreuz der Chriſten⸗RNuth Und macht zu⸗ lgt auch Alles gutt.. 5. Drum dank ich dir, mein Gott von Herzen, Daß du dein Kind ge⸗ ſtärket haſt: Daß meine Pein, Leid, Roth und Schmerzen Gewehret mei⸗ ner Sünden⸗Laſt, Daß deine Lieb und Vater⸗Ruth Befördert meiner Seelen Gut. 4 Soll ich, mein Gott, noch fer⸗ ner eiden, Wenn es dein weiſer Rath beſtimmt, So ſtehe nur auf meiner Seiten, Daß kein Kreuz mir die Hoffnung nimmt: Daß, Herr, durch deines Sohnes Blut Mir bleiben muß daß höchſte Gut. D. Gotth. Chriſt. Blumberg, g. 1664, ſt. 1736. Wegen leiblicher und geiſtlicher Wohlthaten. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1193 ott, mein Vater, ſei HIg9*. geprieſen Für die goße Gütigkeit, Welche du mir haſt awieſen So ſorgfältig allezeit. Ach, wie ſoll ich doch dafür Recht zur Gnuge danken dir? Alle mein Ver⸗ ſaand und Sinnen Sollen dieß dein Lob beginnen. 2 Duhaſt, was genanntmag werden, Erſt aus Nichts hervorgebracht, Auch den Menſchen aus der Erden An⸗ fangs wunderbar gemacht. Dieſe deine Wunder⸗That Muß ich preiſen früh und ſpat; Denn wo wird ein Gott gefunden, Der ſich deſſen unter⸗ wunden? 3. Daß ich mit Vernunft geboren Und geſund bin in der Welt, Auch zun Chriſten auserkoren, Wiſſen iann, was dir gefällt, Oder mag zu⸗ lin; Drum, o Gott, ſei hochgeprie⸗ ſer Daß du mir haſt dieß erwieſen! 4. Du haſt auch die Straf und Magen, Die mit Sünden ich ver⸗ wider ſein, Das hab ich von dir al⸗ 719 dient, Deinen Sohn ſelbſt laſſen tra⸗ gen Und biſt mit mir ausgeſühnt, Da er an des Kreuzes Stamm Meine Sünden auf ſich nahm: Ach, ſei auch dafür geprieſen, Was du dießfalls mir erwieſen!. 5. Dazu werden deine Wege Mir noch täglich kund gethan, Da zum rechten Himmels⸗Stege Du mich läſ⸗ ſeſt führen an, Daß ich ſchon in meinem Sinn Durch die Hoffnung ſe⸗ lig bin: Dafür laß mich dich hier prei⸗ ſen Und dort ewig Dank erweiſen! 6. Bin ich ſchon mit Kreuz bela⸗ den, Setzt mir gleich der Teufel zu, Muß mir ſolches doch nicht ſchaden, Du verſchaffſt mir Hilf und Ruh: Ja es muß die Kreuzes⸗Pein Mir mehr nütz⸗ als ſchädlich ſein. Sollt ich dich dafür nicht preiſen Und dir ewig Lob erweiſen? 7. Reichlich haſt du auch gegeben Mir, o, Gott, mein täglich Brodt:; Läſſeſt mich im Frieden leben, Frei von Peſt und Hungers⸗Noth. Meine Ehre, meinen Stand Hab ich blos von deiner Hand. Für ſo viele Gü⸗ tigkeiten Muß ich, Herr, dein Lob ausbreiten. 8. Kürzlich: Deine Güt und Treue Iſt wahrhaftig ohne Zahl, Sie iſt alle Morgen neue; Drum, ihr Menſchen allzumal, Bringet doch mit höchſtem leiß Unſerm Gotte Lob und Preis, Rühmet ſeine große Güte, Lobt ſein väterlich Gemüthe! 9. Auch ihr Engel und ihr See⸗ len, Die ihr ſeit im Himmel ſchon, Helft des Herren Lob erzählen, Tretet doch vor Gottes Thron, Preiſet ſeine Gütigkeit, Rühmet ſeine Herrlichkeit, Laſſet euch zu ſeinen Ehren Mit viel Lobgeſängen hören. 10. Ich will auch zu ſeinen Zei⸗ ten, Wenn ich werde bei euch ſein, Dem Herrn ſein Lob zubereiten, Mit euch fröhlich ſtimmen ein. Un⸗ terdeſſen ſoll von mir, So viel im⸗ mer möglich hier, Gott zu Ehren und Gefallen Ein dankbares Lied erſchallen. 7 —3 5 3 2. 2 1 —— — 8—— — ſſſſ 11. Heilig, heilig, heilig werde, Gott, dein Name ſtets genannt; Denn der Himmel und die Erde Machen deinen Ruhm bekannt; Deine Güte, deine Macht, Weisheit, Ma⸗ jeſtät und Pracht Hat doch nirgends ihres Gleichen: Gott, wer kann dein Lob erreichen! Chr. Genſch v. Breitenau, g. 1538, ſt. 1732. Dank⸗ und Bet⸗Lied um fernere Regierung des Leibes und der Seele. Mel. Nun danket Alle Gott. 119 4 Bab Dank, mein from⸗ * Mmer Gott, Für deine große Güte, Die du an Leib und Seel, An Sinnen und Gemüthe Von Kindheit mir erzeigt; Hab Dank für alle Gnad, Die mich und mein Ge⸗ ſchlecht Bisher beſtrahlet hat! 2. Laß deinen Segens⸗Brunn Noch ferner ſich ergießen Und ſeinen Saft und Kraft Durch meine Adern fließen; Gib Weisheit und Verſtand, Geſunde Seel und Leib Und daß in dieſem auch Ein gut Gewiſſen bleib. 3. Regier und führe mich, Damit ich deinen Willen In allem meinen Thun Nach Wunſche mög erfüllen; Damit ich allemal In deinen Wegen geh Und ja zu keiner Zeit Bei böſen Leuten ſteh. 4. Ach, ſegne mich, mein Gott, In allen meinen Werken! Laß deinen uten Geiſt Zum Guten mich ſtets tärken; Gib, daß ich ſo mein Thun Anfange und beſchließ, Damit ich Nutzen ſpür Und keine Hinderniß. 5. Erfülle mein Gemüth Mit dei⸗ nes Geiſtes Gaben, Daß alle meine Wort Auch Kraft und Nachdruck ha⸗ ben; Regiere meine Zung, Daß Alles mit Bedacht Zu ſeiner Nutzbarkeit Allzeit werd vorgebracht. 6. Gefällt es ſonſten dir, In dieſem Kummer⸗Leben An Ehre, Gold und Gut Auch Etwas mir zu geben, So Lob⸗ und Dank⸗Lieder. an, Damit ich ewiglich Vor dir be⸗ ſtehen kann. 7. Behüte Leib und Seel Vor Schmach, Gefahr und Sünden Und laß bei meiner Schuld Mich wieder aller Feinde Macht Und falſcher Zungen Stich! 8. Gib mir ein keuſches Herz Und heilige Gedanken; Gib, daß ich mit Geduld Verbleib in dieſen Schranken, Darein du mich geſetzt, Daß ich mit Jedermann So weit, als chriſtlich iſt In Frieden leben kann. 9. Ja hilf, o ſtarker Gott, Damit ich meine Feinde Mit Sanftmuth überwind Und alle Herzens⸗Freunde In ſteten Ehren halt; Damit ich je⸗ derzeit Mit allen Kräften ſuch Die wahre Seligkeit. 10. Laß endlich meine Seel Durch deinen Engels⸗Wagen Zu dir, o treuer Gott, Hinauf in Himmel tra⸗ gen; Gib, daß dem blaſſem Leib Werd ſeine Ruhe gewährt Und endlich mit der Seel In Ewigkeit verklärt. Laur. Wilh. Crantz, g. 1674, ſt. 1142. Lob des dreieinigen Gottes für ſeine Wohlthaten. Mel. Wie ſchön leuchtet der. 119 5 J letuſe Lob, Preis ..) und Ehr Sei unſerm Gott je mehr und mehr Für alle ſeine Werke! Von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit Sei in uns Allen ihm bereit Dank, Weisheit, Kraft und Stärke! Klinget, Singet: Heilig, heilig, freilich, freilich, heilig iſt Gott, Unſer Gott, der Herr Zebaoth! 2. Halleluja, Preis, Ehr und Macht Sei auch dem Gottes⸗Lamm gebracht, In dem wir ſind erwählet, Der uns mit ſeinem Blut erkauft, ſich mit uns vermählet. Heilig, Se⸗ lig Iſt die Freundſchaft und Gemein⸗ ſchaft, die wir haben Und darinnen uns erlaben. hilf, daß ſolch Geſchenk Ich alſo lege Gnade finden Vor deinem Gnaden⸗ Stuhl; Ja Vater ſchütze mich Vor n eet uir dante p — ☛ — —— — — — — = = — üööyö=— — — — — — — — — — —— —= —— — — — äa artz Krſelu, de dmmtint Lob⸗ rtwfi, vedeuta Nattin Lut Mäͤzener Relo Pr Gotd WW. vir, 1het Vaer in Gi⸗ te ueel ſehr we ldy ud himmele 9 5 1 han „W ih inn m Afüm iſ Sot ln e tden R denn Ln —— derr, * 15 Damit beſprenget und getauft Und A dde — E —2 = — — — ZB. —½ Sg ——— , —= 3* —— — — und Ee wn nud Rii nan ner ſet Dir Puß ch mmi ſeit Äs hritit en dan 9 di, 3 — 1 Ammel i it wenln. ut, Pt ſe ne. ger bottet füt ſhane. ladte der j Gob, Pres Enbejunſem nc Für ale uiſkt zu Gvig⸗ llen ihm berei gtund Stt⸗ ſeiig ſrilih, t, ei, Ehr und 2 ſen Gnnda qimihgin Ind endlih mt d Stärte! jer Gott. eanſt l f nd Gemeir Und darinnen Lob⸗ und Dank⸗Lieder. a Halleluja, Gott, heilger Geiſt, 83 awiglch von uns gepreiſt, Durch en wir neu geboren, Der uns mit Glauben ausgeziert, Dem Bräutigam uns zugeführt, Den Hochzeit⸗Tag er⸗ foren Eia, Eia, Da iſt Freude, da ſt Weide, da iſt Nanna Und ein ig Hoſianna! ewig Hoſtann Lob, Preis und Ehr 4. Halleluja, Lo Sei unſerm Gott je mehr und mehr Stimmt d ſeinem großen Namen! 4 1 aller Himmels⸗Schaar Und ſnget nun und immerdar Mit Freu⸗ den: Amen, Amen! Klinget, Sin⸗ tt: heilig, heilig, freilich, freilich, büg iſt Gott, Unſer Gott, der Herr zebaoth! Barth. Craſſelius, g. 1667, ſt. 1724. der allgemeine Lob⸗Geſang St. Ambroſti, verdentſcht durch D. Martin Luther. In eigener Melodie. 1196. Pero dich loben Herr Gott, wir danken dir; dich, Gott Vater in Ewigkeit, Ehret die Welt ſehr weit und breit. Al Engel und Himmels⸗Heer, Und was dienet deiner Ehr, Auch Cherubim und Seraphim Singen immer mit hoher Stimm: heilig iſt unſer Gott! Heilg iſt unſer Gott! Heilg iſt unſer Gott, der Herre Ze⸗ baoth! Dein göttlich Macht und Herrlichkeit Geht über Himml und Erden weit. Der heiligen zwölf Boten Zahl „Und die lieben Propheten all, die theuren Märtrer allzumal Loben dich ſperr, mit großem all. die ganze werthe Chriſtenheit Rühmt dich auf Erden allezeit; dic, Gott Vater im höchſten Thron, Deinen rechten und eingen Sohn. heilgen Geiſt und Tröſter 721 Mit rechtem Dienſt ſie lobt und ehrt. Du König der Ehren, Jeſu Chriſt, Gott Vaters ewger Sohn du biſt! Der Jungfraun Leib nicht haſt ver⸗ gmäht, Zu erlöſn das menſchlich Geſchlecht. Du haſt dem Tod zerſtört ſein Macht Und all Chriſten zum Himmel Pracht;. Du ſitzſt zur Rechten Gottes gleich Mit aller Ehr ins Vaters Reich; Ein Richter du zukünftig biſt Alles, was todt und lebend iſt. Nun hilf uns, Herr, den Dienern ein. Die mit deinm theurn Blut erlö⸗ ſet ſein; Laß uns im Himmel haben Theil Mit den Heilgen in ewgem Heil! Hilf deinem Volk, Herr Jeſu Chriſt, Und ſegne, was dein Erbtheil iſt; Wart und pfleg ihr zu aller Zeit Und heb ſie hoch in Ewigkeit! Täglich, Herr Gott, wir loben dich Und ehrn dein Namen ſtetiglich. Behüt uns heut, o treuer Gott, Vor aller Sünd und Miſſethat! Sei uns gnädig, o Herre Gott, Sei uns gnädig in aller Noth; Zein uns deine Barmherzigkeit, Wie unſre Hoffnung zu dir ſteht! Auf dich hoffen wir, lieber Herr: In Schanden laß uns nimmer⸗ mehr! Amen! Dankſagung nach erhaltenem Frieden. Mel. Nun danket alle Gott. 1197 Hen Gott, dich loben * wir! Regier, Herr, unſre Stimmen; Laß deines Geiſtes Gluth In unſern Herzen glimmen! Komm, komm, du edle Flamm, Ach, komm zu uns allhier! So ſingen wir mit Luſt: Herr Gott, dich lo⸗ ben mir!. 2. Herr Gott, dich loben wir! werth Wir preiſen deine Güte, Wir rüh⸗ 46 ERA e es , —— ——— 4 men deine Macht Mit herzlichem Gemüthe. Es ſteiget unſer Lied Bis an des Himmels Thür Und tönt mit roßem Schall: Herr Gott, dich oben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir Für deine große Gnaden, Daß du das Vaterland Von Krieges⸗Laſt entla⸗ den, Daß du uns blicken läßt Des goldnen Friedens Zier; Drum jauch⸗ zet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! 4. Herr Gott, dich loben wir, Die wir in langen Jahren Der Waffen ſchweres Joch Und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unſer Mund Mit heralicher Begier: Gott Lob, wir ſind in Ruh: Gott Lob, wir danken dir! 5. Herr Gott, dich loben wir, Daß in Pfeil und Wagen, Schild, Bo⸗ g Spieß und Schwerdt Zerbro⸗ chen und zerſchlagen! Der Strick iſt nun entzwei; Darum ſo ſingen wir Mit Herzen, Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir! 6. Herr Gott, dich loben wir, Daß du uns zwar geſtrafet, Jedoch in deinem Zorn Nicht gar haſt weg⸗ geraffet. Es hat die Vater⸗Hand Uns deine Gnaden⸗Thür Jetzt wie⸗ der aufgethan: Herr Gott, wir dan⸗ ken dir! „7. Herr Gott, wir danken dir Und bitten, du wollſt geben, Daß wir auch künftig ſtets In guter Ruhe le⸗ ben. Krön uns mit deinem Gut, Erfülle nach Gebühr, O Vater, un⸗ ſern Wunſch! Herr Gott, wir dan⸗ ken dir! 8. Herr Gott, wir danken dir Mit Orgeln und Trompeten, Mit Har⸗ fen, Saiten⸗Spiel, Poſaunen, Gei⸗ gen, Flöten, Und was nur Odem hat, Ertön jetzt für und für: Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir! Joh, Franck, g. 1618, ſt. 1677. und Dank⸗Lieder. Dank⸗ und Bet⸗Lied um alles Gute. Mel. In dich hab ich gehoffet. b Ach danke dir demüthig⸗ 1198. ₰ lich, O Gott, nag 4 7 Vater, daß du dich Von deinem Zorn gewendet Und deinen Sohn Zur Freud und Kron Uns in die Welt geſender. 2. Er iſt gekommen, hat ſein Blut Vergoſſen und in ſolcher Fluth All unſre Sünd erſticket. Wer ihn nur faßt, Wird aller Laſt Benommen und erquicket. 3. Ich bitte, was ich bitten kann, Herzlieber Vater, nimm mich an In dieſen edlen Orden, Der durch dieß Blut Gerecht und gut Und ewig ſelig worden. 4. Laß meines Glaubens Aug und Hand Ergreifen dieſes werthe Pfand Und nimmermehr verlieren. Laß die⸗ ſes Licht Mein Angeſicht Zum ewgen Lichte führen. 5. Bereite meiner Seelen Haus, Wirf allen Koth und Unflath aus, Bau in mir deine Hütte, Daß deine Güt In mein Gemüth All ihre Lieb ausſchütte.— 6. Wenn ich dich hab, iſt Alles mein, Du kannſt nicht ohne Gaben ſein, Haſt tauſend Weg und Weiſen, Dein arme Heerd Auf dieſer Erd Zu nähren und zu ſpeiſen.. 7. Gib mir, daß ich an meinem Ort Allſtets dich fürcht in deinem Wort Und meinen Stand ſo führe, Daß Glaub und Treu Stets bei mir ſei Und all mein Leben ziere. 8. Gib mir ein gnügſam Herz und Sinn, Denn das iſt ja ein Haß Ge⸗ winn, In ſteter Andacht liegen, Und wenn Gott gibt, Was ihm beliebt, Sich laſſen gerne gnügen. 9. Das Wenge, das durch Gottes Gnad Ein Frommer und Gerechter hat, Iſt vielmal mehr geehret, Als alles Geld, Davon die Welt Mit fre⸗ chem Herzen zehret. 10. Die Frommen ſind dir, Herr, ſes Oudes m i bt wier libest. adan Shooß undſte mz Al zuammaa te h ln Feindes:a daurs⸗Kamme h 6 nm all der Ir 66 5 5 w w w ehalten. Lulaban,g.) da lP Pfalr Ne An get niht n. Rp dn dn ghrit d G * 4 ſs Led dn ga dlld — — ☛̈ — —— —— === —— —— den, ht eing aüen. Laßdt ict dun evy tr Selen Suus, und Vlatf a, düin diß dene Ütſ N ihr e Hiu it Ale ſicht ne Gaben 4. 3) ii geromae Schein ßt; Du biſt ihr und ſie deine ) benulun werden nicht zu Schanden. L Lllee 4— mmant theure Zeit, Findt ſich bereit demmgrodr in allen Landen. 11. Gott hat den, der ihn fürchtet, leb, Sieht zu, daß ihn kein Unfall tüb, Hat Luſt zu ſeinen Wegen; Und wenn er fällt, Steht Gott und hält Ihn feſt in ſeinem Segen. 12. Des Höchſten Auge ſieht auf die, Die auf ihn hoffen ſpät und fruͤh, Daß er ſie ſchütz und rette Aus aler Roth, Wenn ſie der Tod Auch felſſt verſchlungen hätte. 13. Herr, du kannſt Nichts, als gitig ſein, Du wolleſt deiner Güte Uns und All denen gönnen, die ſich mit Mund Und Herzens⸗ b uund Allein zu dir bekennen. 14. Inſonderheit nimm wohl in Acht Den Fürſten, den du uns ge⸗ nacht Zu unſers Landes Krone; Laß inmerzu Sein Fried und Ruh Auf ſinem Stuhl und Throne. 15 Halt unſer liebes Vaterland zn deinen Schooß und ſtarker Hand; Väüt uns All zuſammen Vor fal⸗ cha Lehr Und Feindes⸗Heer, Vor get und Feuers⸗Flammen. 16. Nimm all der Deinen eben wahr, Treib, Herr, die böſe Höllen⸗ Schaar Von Jungen und von Alten, beg un Veſeen, if Mer Ed h dü. ih in meinmn ürdt in deine Stn ſo füfte, 1 Shts bei nir ben ſere iſn Herz und ſr en groß Ge tt egen, Un ne hm belibt Ne eehret, Nb d di, hn. fin di, hen nic, Und daß deine Heerd Hier zeitlich werd Und ewig dort erhalten. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Der 145. Pſalm. Mel. Wär Gott nicht mit uns. Oder: Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. 1199. 3 odeWuidn Noch muß gehen, Will dennoch Gott nit großer Freud Und Herzens⸗Luſt aſtzen. Mein Gott, Du König, höre Ich will ohn alles Ende dich deinen Namen loben. 83 Ich will dir mit der Morgen⸗ ch Ein täglich Opfer bringen; So iftdie lebe Sonn aufgeht, So oft ich ſingen wi diner Macht, Das ſoll auch in der Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Dem großen Namen 723 ſpäten Nacht Mein Werk ſein und Geſchäfte. 84 3. Die Welt, die dünkt uns ſchön und groß, Und was für Gut und Gaben Sie trägt in ihrem Arm und Schooß, Das will ein Jeder haben; Und iſt doch Alles lauter Nichts, Ch als mans recht genießt, zerbrichts Und geht im Hui zu Grunde. 4. Gott iſt alleine groß und ſchön, Unmöglich auszuloben, Aus denen, die doch allzeit ſtehn Vor ſeinem Throne droben. Laß ſprechen, wer nur ſprechen kann, Doch wird kein Engel, noch kein Mann Des Höch⸗ ſten Größ ausſprechen. 5. Die Alten, die nun nicht mehr ſind, Die haben ihn gepreiſet; So hat ein Jeder auch ſein Kind Zu ſolchem Dienſt geweiſet; Die Kinder werden auch nicht ruhn Und werden doch, o Gott, dein Thun Und Werk nicht ganz auspreiſen. 6. Wie Mancher hat vor mir dein Heil Und Lob mit Fleiß getrieben! Und ſiehe, mir iſt doch mein Theil Zu loben übrig blieben. Ich will von deiner Wunder⸗Macht Und der ſo herrlich ſchönen Pracht Bis an mein Ende reden. 7. Und was ich rede, wird von mir Manch frommes Herze lernen, Man wird dich heben für und für Hoch über alle Sternen. Dein Herr⸗ lichkeit und ſtarke Hand Wird in der ganzen Welt bekannt Und hoch ge⸗ rühmet werden. 8. Wer iſt ſo gnädig, als wie du? Wer kann ſo Viel erdulden? Wer ſieht mit ſolcher Langmuth zu So vielen ſchweren Schulden, Die aus der ganzen weiten Welt Ohn Unter⸗ laß bis an das Zelt Des hohen Him⸗ mels ſteigen? 9. Es muß ein treues Herze ſein, Das uns ſo hoch kann lieben, Da wir doch in den Tag hinein, Was gar nicht gut iſt, üben. Gott muß nicht anders ſein, als gut, Daher fleußt ſeiner Güte Fluth Auf alle ſeine Werke. 1e. 46*¾ Lob⸗ und Dank⸗Lieder. 10. Drum, Herr, ſo ſollen dir V ren. Er mißt das Unglück, das ſie auch nun All deine Werke danken, b plagt, Und zählt all ihre Zähren Voraus die Heilgen, deren Thun Und reißt ſie endlich aus der Laſt, Sich hält in deinen Schranken, Die Den aber, der ſie kränkt und haßt, 1 ſollen deines Reichs Gewalt Und Den ſtürzt er ganz zu Boden. ſchöne Regiments⸗Geſtalt Mit vollem Munde rühmen. mehr, Als ein Lob kann erzwingen, 11. Sie ſollen rühmen, daß der Das ſoll mein Mund zum Ruhm Ruhm Durch alle Welt erklinge, und CEhr Des Höchſten täglich ſingen, Daß Jedermann zum Heiligthum Dir Und alſo thut auch immerfort, Was Dienſt und Opfer bringe. Dein Reich webt und lebt an jedem Ort, Das K ad Stand 66 wom das iſt ein ewges Reich, Dein Herr⸗ wird Gott wohlgefallen. ſchaft iſt dir ſelber gleich, Der du Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. kein End erreicheſt. 12. Der Herr iſt bis an unſern Tod Beſtändig bei uns Allen, Er leichtert unſre Kreuzes⸗Noth Und hält uns, wenn wir fallen. Er ſteuert manchem Unglücks⸗Lauf Und hilft uns wieder freundlich auf, Wenn 1200 wir ganz hingeſchlagen.. ſinge, Herr, deine 13. Herr, Aller Augen ſind nach dir Wunder⸗Gnad, Die mir ſo große Und deinem Stuhl gekehret; Denn Dinge Bisher erwieſen hat; Denn du biſt auch, der Alles hier So vä⸗ das iſt meine Pflicht, In meinem terlich ernähret. Du thuſt auf deine ganzen Leben Dir Lob und Dank milde Hand, Machſt froh und ſatt, zu geben, Mehr hab und tann was auf dem Land, Im Meer und ich nicht. Lüften lebet. 1 2. Du haſt mein Herz erhöhet Aus 14. Du meinſt es gut und thuſt mancher tiefen Noth; Den aber, der uns Guts, Auch da wirs oft nicht da gehet Und ſuchet meinen Tod denken. Wie Mancher iſt betrübten Und thut mir Herzleid an, Den haſt Muths Und ſrißt ſein Herz mit du weggeſchlagen So, daß er meiner Kränken, Beſorgt und fürcht ſich Tag Plagen Sich nicht erfreuen kann. und Nacht, Gott hab ihn chn lich 3. Herr, mein Gott, da ich Kran⸗ aus der Acht Gelaſſen und vergeſſen. ker Vom Bette zu dir ſchrei, Da 15. Nein, Gott vergißt der Seinen ward dein Heil mein Anker Und nicht, Er iſt uns viel zu treue; Seia ſtand mir treulich bei; Da Andre Herz iſt ſtets dahin gericht, Daß er fuhren hin Zur finſtern Todes⸗Höhle, uns letzt erfreue. Für Gottes Güte im Kreuz. Der 30. Pſalm. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 5 ch preiſe dich und Gehts gleich bis⸗ Da hieltſt du meine Seele Und mich, weilen Etwas ſchlecht, Iſt er doch noch wie ich bin. heilig und gerecht In allen ſeinen 4. Ihr, Heiligen, lobſinget Und Wegen. danket eurem Herrn, Der, wenn die 16. Der Herr iſt nah und ſtets Noth herdringet, Bald hört und hery i bereit Einm Jedem, der ihn ehret, lich gern Uns Gnad und Hilfe gibt; Und wer nur ängſtlich um ihn ſchreit, Rühmt den, des Hand uns träget Der wird gewiß erhöret. Gott weiß Und, wenn er uns ja ſchläget, Nicht wohl, wer ihm günſtig ſei, Und deme allzu ſehr betrübt. ſteht er dann auch bei, Wenn ihn 5. Gott hat ja Vater⸗Hände Und die Angſt nun treibeet. ſtrafet mit Geduld, Sein Zorn nimmt 17. Den Frommen wird Nichts bald ein Ende, Sein Herz iſt voller e abgeſagt, Gott thut, was ſie begeh⸗ Huld Und gönnt uns lauter Guts. 18. Dieß Alles und was ſonſten 84 — = abn ihs Lhdr hyier Cör, 4* n 4 nidul. dt bmn bigel, — — — — — — — — dot zuicte, a 5 ſct du dt vut dirchhr Rennd zu 5 n Frbe Gedent is undeun el und t uir guit zun d t Kih d gden n 1 M d ſterfüll.2 t Mein Hi⸗ bränen hie in menem mn Scmerz nd. „Awi nit n⸗ dit as ic 9 Antlaundet J dd. wi ds ra 5 — 3 5 4 — —— — — — d —— ——— M. S 4 5 8 1 3 — — — 1 — — 51 . 85 3 3 4 11 — — 8 4 —— — — — 1 6 — — = —— — 4 Herdan in Kreu⸗ . Nealn. Jöehas Grunde neſe dih m ſnne Herr de M nr ſo gah diſe hat Da igt, In meina r Cb und Dant ſc und kamn nft A , Len aber d üher neinen d) zeddn, Den ſatt So daß er mene erreen kann. dat do ich ſem. u d ſchrei, N men Anker Un b Da Ande ferrodes⸗höhle heele Und mi Sonn uns g d weiß V lbinget n Jer, wenn d Ad ort und be dund Hilfe gi zan uns ki p chläget, M guer Hinde l Sen Pen Im V in Hetz it ole n laute üu Lob⸗ und Dank⸗Lieder. d währt das Weinen, Des Pn dbe mnch das Scheinen Der 4 Muihs. Sulde rach zur guten. 9 n 354 wohl erging: Ich ſteh nuf feſtem Grunde, A grring; ch werde nimmermehr, Das ich, niederliegen, Denn Gott, der nicht kann trügen, Der liebt mich ſe u ſehr. e. un. Als aber dein Geſichte, Ach von mir wandt, Da ward zunichte, Da lag mein beden⸗Stand. Es ward mir Angſt und Bang, Ich führte ſchwere Kla⸗ en Mit Zittern und mit Zagen: here, mein Gott, wie ſo lang? 8. Haſt du dir vorgenommen, Gott, ſich mein Troſt Mein ewger Feind zu ſein? Was verden dir denn frommen Die aus⸗ adorrten Bein Und der elende Staub, ze welchen in der Erden Wir wer⸗ dn, wenn wir werden Des blaſſen ddes Raub? 9. So lang ichs Leben habe, Lob⸗ ing ich deiner Ehr, Dort aber in dm Grabe Gedenk ich dein nicht nhr. Drum eil und hilf mir auf und gib mir Kraft zum Leben, Da⸗ ſit will ich dir geben Mein ganzen Tens⸗Lauf. 10. Nun wohl, ich bin erhöret, Nein Seufzen iſt erfüllt. Mein Kreuz umgekehret, Mein Herzleid iſt ge⸗ ſilt. Mein Grämen hat ein End. 6s ſind von meinem Herzen Der ditern Sorgen Schmerzen Durch dich, Herr, abgewandt. 1l. Du haſt mit mir gehandelt Noch beſſer, als ich will. Mein Kla⸗ gen iſt verwandelt In eines Reigens Spiel, Und für das Trauer⸗Kleid, In den ich vor geſtöhnet, Da haſt du mich Froͤnet Mit ſüßer Luſt und Freud, 12. Auf daß zu deiner Ehre Mein Ehre ſich erhüb Und nimmer ſtille wite, Bis daß ich deine Lieb Und ungezählte Zahl Der großen Wun⸗ derDinge Mit ewgen Freuden ſinge Im goldnen Himmels⸗Saal. 72⁵ Für die Schöpfung und Fürſorge Gottes. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten. ch ſinge dir mit Herz 1201. 3 und Mund, Herr, meines Herzens Luſt! Ich ſing und mach auf Erden kund, Was mir von dir bewußt.:; 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad Und ewge Quelle ſeiſt, Daraus uns Allen früh und ſpat Viel Heil und Gutes fleußt.ü, 3. Was ſind wir doch? Was ha⸗ ben wir Auf dieſer ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd?:; 4. Wer hat das ſchöne Himmels⸗ Zelt Hoch über uns geſetzt? Wer iſt es, der uns unſer Feld Mit Thau und Regen netzt?:,— 5. Wer wärmet uns in Kält und Foſt⸗ Wer ſchützt uns vor dem ind? Wer macht es, daß man Oel und Moſt Zu ſeinen Zeiten findt?:, 6. Wer gibt uns Leben und Ge⸗ blüt? Wer hält mit ſeiner Hand den goldnen, werthen, edlen Fried In unſerm Vaterland?:,: 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, Du, du mußt Alles thun, Du hältſt die Wach an unſrer Thür Und läßt uns ſicher ruhn.;, 8. Du nähreſt uns von Jahr zu Jahr, Bleibſt immer fromm und treu Und ſtehſt uns, wenn wir in Gefahr Gerathen, herzlich bei,;;: 9. Du ſtrafſt uns Sünder mit Ge⸗ duld Und ſchlägſt nicht allzu ſehr, Ja, endlich nimmſt du unſre Schuld Und wirfſt ſie in das Meer.“ 10. Wenn unſer Herze ſeufzt und ſchreit, Wirſt du gar leicht erweicht Und gibſt uns, was uns hoch erfreut Und dir zu Ehren reicht.: 11. Du zählſt, wie oft ein Chriſte weint Und was ſein Kummer ſei; Kein Zähr⸗ und Thränlein iſt ſo klein, Du hebſt und legſt es bei.;, 12. Du füllſt des Lebens Mangel P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. aus Mit dem, was ewig ſteht, Und ſſͤͤ — ———yP —ü——ÿ 726 führſt uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht.⸗; 13. Wohlauf, mein Herze, ſing und ſpring Und habe guten Muth! Dein Gott, Der Urſprung aller Ding, Iſt ſelbſt und bleibt dein Gut. 14. Er iſt dein Schatz, Dein Erb und Theil, Dein Glanz und Freu⸗ den⸗Licht, Dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, Schafft Rath und läßt dich nicht.:, 15. Was kränkſt du dich in dei⸗ nem Sinn Und grämſt dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf ſie hin Auf den, der dich ge⸗ macht.,: 16. Hat er dich nicht von Jugend auf Verſorget und ernährt? Wie manchen ſchweren Unglücks⸗Lauf Hat er zurück gekehrt!:,: 17. Er hat noch niemals was ver⸗ ſehn In ſeinem Regiment; Nein, was er thut und läßt geſchehn, Das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, ſo laß ihn ferner thun Und red ihm nicht darein: So wirſt du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich ſein. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Der 146. Pſalm. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 1**.) Ach will den Herren lo⸗ 1202. J ben, Sein Lob ſoll immerdar Noch ferner ſtehn erhoben Als bei der Sternen Schaar. Es ſoll mein Herz und Mund Sich Gottes Güt erfreuen, Ja weit und breit aus⸗ ſchreien Deſſelben Gnaden⸗Bund. 2. Helft mir den Herren preiſen, Ihr Chriſten überall, Mit wunder⸗ ſchönen Weiſen, Mit Inſtrumenten⸗ Schall. Er hat ſein gnädigs Ohr Mir zeitig zugewendet Und Hilfe mir geſendet, Drauf kam ich bald empor. 3. Nur der iſt wohl beſtanden, Der ihn hat angeſehn, Denn Keiner wird zu Schanden, Der ihm kann nahe gehn. Da der Elende rief, Hat Lob⸗ und Dank⸗Lieder. ſtehen Sein Ohren Tag und Nacht. ihn der Herr erhöret, In Luſt ſein Leid verkehret, Darin er lag ſo tief. 4. Ach, ſehet doch und ſhmene Wie freundlich der Herr iſt, Wie fein er uns bedecket Vor Satans Macht und Liſt! Er wachet um uns her. Wohl dem, der auf ihn bauet Und ſeiner Güte trauet, Dem fällt n kein Kreuz zu ſchwer! 5. Des Herren Augen ſehen, Was der Gexechte macht; Auch müſſen offen Er höret ihr Geſchrei; Wenn Trübſal ſie will tödten, So hilft er ſchnell aus Nöthen Und macht ſie ſorgenfrei. 6. Der Herr iſt nahe denen, Die traurigs Herzens ſind. Wie ſich ſonſt Eltern ſehnen Nach ihrem ſchwachen Aa Kind: Alſo nimmt gnädig an Zer⸗ ſchlagene Gemüther Iſraels Hirt und Hüter, Der Alles heilen kann. 7. Der Herr hat nicht verborgen Sein Angeſicht vor mir; Denn als mein Herz voll Sorgen Sich ſelbſt verzehrte ſchier, Da trat er bald herzu Und ſtillte mein Verlangen; Als ich ſein Hilf empfangen, Da fühlt ich ſtündlich Ruh. 8. Er kennet ja den Jammer, Der oft ſo grauſamlich In dieſer Thrä⸗ nen⸗Kammer Verzehret dich und mich; Drum iſt mein Herz gewiß, Daß er auf Alles merket Und die Betrübten ſtärket In ihrer Kümmerniß. 9. Laß gnädig dir gefallen, Du meines Lebens Hort, Dieß meiner Zunge Lallen, Es ſind dein eigne Wort. Ach, nimm ſie von mir an, Dieweil mir will geziemen, Von Her⸗ zen dich zu rühmen, So lang ich reden kann.. 105 Man lobt dich in der Stille, Du Zions Schutz und Heil! Herr, hilf, daß ich erfülle, Was ich zu mei⸗ nem Theil Dir kindlich leiſten ſoll; Inmittelſt laß vor Allem Dieß Opfer dir gefallen, So werd ich Jauchzens voll. .11. Das iſt ja meine Freude, Daß ich in Glück und Noth Von meinem Gott nicht ſcheide: Und ob mich gleich hTes tlltgunz. Geit autt im drmna⸗ wama JIden holl ton ſe ihr Ant ahthcten ſe die s müwrden wen I Nam uften ſuit oſter dalg it G eut helg it aui halg iſt E daun din Chr de r w. Von der Shne und Baleen g. nlKauchs! S R Luhe tetarn Geb riettun —— — — — — — riht verberge tnn, Denn ai oren Sich ſalht A tit er bad zu tauſend Malen Seraph menn berlngen. enyfngen, da uh. r dn mmer, dr Nr kiſer Tm⸗ hedi und mi. puß, Daß indd Betribtn hnmetnißH. d gſallen, A n, Hieß meine ſod dein eigne ſe von mir an, jem Von her⸗ a, Go lang ih hin der Stil. ind Heill hen Ps ic zume⸗ ich liſten ſ ſlen Dieß Oyfe d ih Juüchen 3 n grude, R 1 ln nirn nſb nihglit Lob⸗ und Dank⸗Lieder. dod Hinreißt aus dieſer Welt, Wui ich 88 Gott ergeben, Der friſte mirmein Leben, So lang es ihm gefällt. 12. Wie kan ich Di Pezablen deine Güt und Treu? 0 be aiein Sant ie erden neu. Auf, meine Seele, fort, b Herren will ich ſingen, Laß immels⸗Lieder klingen Mit Freuden hier und dort! Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Das deutſche Sanctus. Eſa. 6. In eigener Melodie. 1203 Jdic dem Propheten, .₰ das geſchah, Daß er im Geiſt den Herren ſitzen ſa Auf einem hohen Thron in hellem Glanz; Seins Kleides Saum den Ehor erfüllet ganz. Es ſtanden zween bei ihm daran, Sechs Flügel han: Mit zween Antlitz klar, Mit ween bedeckten ſie die Füße gar Und nit den andern zween ſie flogen frei. hen ander ruften ſie mit großem öſchrei: Heilig iſt Gott, der Herre gebaoth! Heilig iſt Gott, der Herre zebaoth! Heilig iſt Gott, der Herre Febaoth! Sein Ehr die ganze Welt afüllet hat. Von dem Gſchrei zittert Schwell und Balken gar, Das Haus auch ganz voll Rauchs und Nebel war. D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. ſah er einen Jeden perbargen ſie ihr Nach erhörtem Gebet in großen Anfechtungen. Nel. Jeſu, meine Freude. 120 4 Jeſu meine Liebe, Die 109. ₰ ich oft betrübe Hier in dieſer Welt, Dir dankt mein Ge⸗ muthe Wegen deiner Güte, Die mich noch erhält, Die mir oft gar unver⸗ offt Hat geholfen in dem Klagen, Noth, Leid, Angſt und Zagen. 2. Nun, ich will dran denken, Wenn ich werd in Kränken Und in Aengſten ſein; Wo ich werde ſtehen, Wo ich werde gehen, Will ich den⸗ 727 für Dankbar ſein in meinem Herzen, Denken dieſer Schmerzen. 3. Ich bat dich mit Thränen, Mit Leid, Angſt und Sehnen; Mein Aug und Geſicht Hob ich auf und ſchriee, Neigte meine Kniee, Stand auch auf⸗ gericht; Ich ging hin und her, mein Sinn War bekümmert und voll Sor⸗ gen Durch die Nacht zum Morgen. 4. Ich, als ich nicht ſahe, Daß du mir ſo nahe, Sprach in meinem Sinn: Ich kann nicht mehr beten; Komm, mein Heil, getreten, Sonſt ſink ich dahin, Ja, ich ſink. Ei, ſprach dein Wink, Halt, meinſt du, daß ich nicht lebe, Noch fort um dich ſchwebe? 5. Ich war noch im Glauben, Den mir doch zu rauben Satan war be⸗ müht, Der die armen Seelen In der Leibes⸗Höhlen Vielmals nach ſich zieht. Ich ſprach doch: Ich glaube noch! laubt ich nicht, wollt ich nicht be⸗ ten, Noch vor dich hintreten. 6. Herr, wer zu dir ſchreiet, Seine Sünd bereuet, Dich ruft herzlich an Aus getreuem Herzen, Deſſen große Schmerzen Wirſt du, Herr, alsdann, Wenn er feſt glaubt, dich nicht läßt, Als die deinen ſelbſt empfinden, Til⸗ gen ſeine Sünden. 7. Drum, o meine Liebe, Die ich oft betrübe Hier in dieſer Welt, Dir dankt mein Gemüthe Wegen deiner Güte, Die mich noch erhält, Die mir oft gar un⸗ verhofft Hat geholfen in dem Klagen, Noth, Leid, Angſt und Zagen. Chriſtoph Runge, g. 1619, ſt. nach 1680. Edelſter Dienſt im Lobe Gottes. Mel. Herr Gott, dich loben wir. 120 5 a Numu Menſchen⸗ * Kinder, rühmt und preiſt Gott, Vater, Sohn und heil⸗ en Geiſt, Die allerhöchſte Majeſtät, or welcher Augen ihr jetzt ſteht. 2. Ihr Lippen, hebet freudig an, Die Zunge folge, was ſie kann, Ver⸗ ſtand und Wille ſtimmen ein, Das den dein; Ich will dir, Herr, für und Herz ſoll nicht entfernet ſein. 2— 3. Er iſt es, ja, er iſt es werth, Der König Himmels und der Erd, Das nicht Ein Tag vorüber geh, Da man nicht dankbar vor ihm ſteh. 4. Dieß iſt der Engel edles Amt, Die Gottes Feuer angeflammt. Und wollen wir einſt Engel ſein, So ſchik⸗ ken wir uns bald darein. 5. Die Welt, die gar im Argen liegt Und uns mit Delila betrügt, Palt zwar von Gottes Lob nicht viel, eil eigen Lob ihr eitles Ziel. 6. Wir ſelbſt, da wir im Fleiſche ſind, Wenn uns nicht trieb des Her⸗ ren Wind, Vergeſſen Gottes Ruhm gar ſehr; Der Klage⸗Lieder hört man mehr. 7. Denn unſer unvergnügtes Herz Macht ohne Noth ſich manchen Schmerz Und denkt indeß nur wenig dran, Was Gott ihm hatzu Gut gethan. 8. Doch, Herr, es ſoll nunbeſſer gehn, Weil Mund und Augen offen ſtehn; Im Schmuck des Glaubens opfern wir Die Farren unſrer Lippen dir. 9. Nimm an den ſchwachen Preis und Ruhm Von deinem Volk und Eigenthum, Hör unſerm Lied in Gnaden zu, Du treuer Gott und Vater du. 10. Als Schöpfer ſollſt du ſein gepreiſt, So lange man uns Men⸗ ſchen heißt. Du gibſt das Leben, nährſt uns wohl Und machſt uns deines Segens voll. 11. Herr Jeſu, Heiland aller Welt, Vor dir man billig niederfällt; Denn was dein Blut an uns gethan, Iſt mehr, als man verdanken kann. 12. Dein Ruhm ſoll auch unend⸗ lich ſein, O Geiſt, der bei uns keh⸗ ret ein, Wie deine uns erzeigte Treu, Dein Trieb iſt alle Morgen neu. 13. Nimm an das Lob in dieſer Zeit, O heiligſte Dreieinigkeit, Verſchmähe nicht das arme Lied Und ſchenk uns Segen, Heil und Fried! 14. Wann kommt die Zeit, wann kommt der Tag, Da man befreit von aller Plag Dir tauſend Halleluja Lob⸗ und Dank⸗Lieder. bringt Und heilig, heilig, heilig ſingt! D. V. Ernſt Löſcher, g. 1675, ſt. 1749. Preis des Vaters über die in Chriſto uns geſchenkte Gnade. Mel. Jauchzeſt All mit Macht. 1205 b Paſſet uns den Herren ‿. preiſen Und vermeh⸗ ren:, ſeinen Ruhm, Stimmet an die ſüßen Weiſen, Die ihr ſeid ſein:, Eigenthum! Ewig währet ſein Er⸗ barmen, Ewig will er uns umarmen Mit der ſüßen Liebes⸗Huld, Nicht ge⸗ denken unſrer Schuld. Preiſet ewig:, ſeinen Namen, Die ihr ſeid von Abrams Samen, Rühmet ewig ſeine Werke, Gebet ihm Lob,:, Ehr und Stärkel 2. Ehe noch ein Menſch geboren, Hat er uns zu⸗:“ vor erkannt Und in Chriſto auserkoren, Seine Huld uns, zugewandt. Selbſt der Him⸗ mel und die Erden Müſſen uns zu Dienſte werden, Weil wir durch ſein liebſtes Kind Seine Kinder worden ſind. Ewig ſolche:, Gnade währet, Die er uns in ihm beſcheret: Ewig wollen wir uns üben, Ueber Alles, ihn zu lieben. 3. Ja, wir wollen nun mit Freuden Zu dem lieben,: Vater gehn, Uns in ſeiner Liebe weiden, Wie die thun, ſo:; vor ihm ſtehn, Heilig, heilig, heilig ſingen. Halleluja ſoll erklingen Unſerm Gotte und dem Lamm, Un⸗ ſerm holden Bräutigam. Laſſet ſei⸗ nen:;Bõ Ruhm erſchallen Und erzählt ſein Werk vor Allen, Daß er ewig uns erwählet Und zu ſeinem, Volk gezählet! 4. Lernet euren Jeſum kennen, Der euch theur er⸗:, kaufet hat; Lernet ihn fein lieblich nennen Euren Bru⸗ der,:, Freund und Rath, Euren ſtar⸗ ken Held im Streiten, Eure Luſt in Fröhlichkeiten, Euren Troſt und euer Heil, Euer allerbeſtes Theil! Ewig ſol⸗ che: Güte währet, Die euch durch ihn widerfähret: Ewig ſoll das Lob erklin⸗ gen, Das wir ihm zu:: Ehren ſingen. 5. Tretet nur getroſt zum Throne, Da der Gnaden⸗:, Stuhl zu ſehn: Es kann euch von Gottes Sohne We Alwmmen Guit irn t geſemmten a wir werden⸗ aälca. Prei dar.⸗Nact und: wchnt ſeine A. r. Iu.Koitſch wehag u dem L Aieener Ne 55 nen Bageen. Kon „ 1il whhufe, w 7 mthumt Derd t Gnnde nunn guden ate ghn, Uns Wedie hun „Alp, helg ljaſlerkingn en lanm, U⸗ 2 mm. faſſet ſi en lhd erzäh M er evig AI ſinem. Herze hat, igteit b mianen, der tt hat; Lernet 9 eLuſt in int und 1 üu eul durch 1 (uren ſer 1 os Lob erin n Eiren Brn in 4 5 8 üits, als Lieb und:, Huld geſchehn. Aürarte mit Verlangen, Bis er könne uns umfangen Und das aller⸗ höchſte Gut Uns mittheilen durch ſein Blut. Große Gnad iſt:,: da zu fin⸗ den: Er will ſich mit uns verbinden, Und ſoll niemals Etwas können Uns von ſeiner; Liebe trennen. 6. Er hat nunmehr ſelbſt die Fülle einer Gottheit:, aufgethan, Und es ſt ſein ernſter Wille, Daß nun kom⸗ „ Jedermann. Keiner ſollt ſich bierbei ſchimen, Sondern Gnad um Gnade nehmen: Wer ein hungrig Wird aus ſeiner Fülle ſatt. Ewig ſolche: Fülle währet, Die uns ſo viel Guts beſcheret; Wol⸗ uſt, die uns ewig kränket, Wird uns daraus:; eingeſchenket. 7 Nun, du Liebſter, unſer Lallen, Damit wir dir:: dankbar ſein, Laß di gnädig wohlgefallen, Bis wir Alle:, insgemein Ewig deine Gü⸗ Mit geſammtem Lob aus⸗ breiten, Da wir werden. Gloria Sin⸗ gen und Halleluja. Preis, Ehr, Ruhm, hank,:„ Macht und Stärke, Und was rühmet ſeine Werke, Werde unſerm Gott gegeben; Laßt uns im zu: Chren leben! Chr. Jac. Koitſch, g. 1671, ſt. 1735. Erweckung zu dem Lobe Gottes. In eigener Melodie. 3 2096 Pobe den Herren, den 120 6. X mächtigen König der Ehren, Meine geliebte Seele, das iſt mein Begehren. Kommet zu Hauf, Walter und Harfe, wacht auf, Laſ⸗ ſet die Muſicam hören! 12. Lobe den Heren, der Alles ſo hertlich regieret, Der dich auf Adelers Fttigen ſicher geführet, Der dich er⸗ ſüt Wie es dir ſelber gefällt: Haſt du nicht dieſes verſpüret? 33. Lobe den Herren, der künſtlich und fen dich bereitet, Der dir Geſundheit verliehen, dich freundlich geleitet: In wie viel Noth Hat nicht der gnädige Lob⸗ und Dank⸗Lieder. 4. Lobe den Herren, der deinen Stand ſichtbar geſegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe gereg⸗ net; Denke daran, Wasder Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herrn, was in mir iſt, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er iſt dein Licht: Seele, vergiß es ja nicht, Lobende, ſchließe mit Amen! Joach. Neander, g. 1640, ſt. 1680. Der 146. Pſalm. In eigener Melodie. 1207 obe den Herrn, o meine „Seele! Ich will ihn lo⸗ ben bis in Tod; Weil ich noch Stun⸗ den auf Erden zähle, Will ich lob⸗ ſingen meinem Gott. Der Leib und Seel gegeben hat, Werde geprieſen früh und ſpat! Halleluja, Halleluja! 2. Fürſten ſind Menſchen, vom Weib geboren, Und kehren um zu ihrem Staub; Ihre Anſchläge ſind auch verloren, Wenn nun das Grab nimmt ſeinen Raub. Weil denn kein Menſch uns helfen kann, Rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja!:,: 3. Selig, ja ſelig iſt der zu nen⸗ nen, Deß Hilfe der Gott Jacob iſt, Welcher vom Glauben ſich Nichts läßt trennen Und hofft getroſt auf Je⸗ ſum Chriſt! Wer dieſen Herrn zum Beiſtand hat, Findet am beſten Rath und That. Halleluja!; 4. Dieſer hat Himmel, Meer und die Erden, Und was drinnen iſt, gemacht; Alles muß pünktlich erfül⸗ let werden, Was er uns einmal zu⸗ gedacht. Er iſts, der Herrſcher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja!:,: 5. Zeigen ſich welche, die Unrecht leiden, Er iſts, der ihnen Recht ver⸗ ſchafft; Hungrigen will er zur Speis beſcheiden, Was ihnen dient zur Le⸗ bens⸗Kraft. Die hart Gebundnen macht er frei; Seine Gnad iſt man⸗ cherlei. Halleluja!;: 6. Sehende Augen gibt er den Gott Ueber dir Flügel gebreitet! Blinden, Erhebt, die tief gebeuget 730 Lob⸗ und Dank⸗Lieder. ehn; Wo er kann einige Fromme Aanden, Die läßt er ſeine Liebe ſehn; Sein Aufſicht iſt des Fremden Trutz, Wittwen und Waiſen hält er Schutz, Halleluja!:,: 3 7. Aber der Gottes⸗Vergeſſenen Tritte Kehrt er mit ſtarker Hand zurück, Daß ſie nur machen verkehrte Schritte Und fallen ſelbſt in ihren Strick. Der Herr iſt König ewiglich; Bun dein Gott ſorgt ſtets für dich. Halleluja!:,: 8. Rühmet, ihr Menſchen, den hohen Namen Deß, der ſo große Wunder thut; Alles, was Odem hat, rufe Amen Und bringe Lob mit fro⸗ hem Muth! Ihr Kinder Gottes, lobt und preiſt Vater, Sohn und heilgen Geiſt! Halleluja, Halleluja! D. Joh. Dan. Herrnſchmidt, g. 1675, ſt. 1723. Für geiſtliche und leibliche Wohlthaten. Mel. Singen wir aus Herzens⸗Grund. 120 8 Lobe, mein Herz, deinen *X.☛ Gott, Der dir hilft aus aller Noth. Der dir alle Sünden⸗ Schuld Schenkt aus lauter Gnad und Huld, Der dir hier Gerechtigkeit, Gnade, Troſt und Heiligkeit Und dort gibt die Seligkeit. 2. Da iſt Leben, Fried und Freud, Da iſt Ehr und Herrlichkeit: Da iſt deines Vaters Haus, Da iſt alles Weinen aus. Was kein Aug ſieht jederzeit, Was kein Ohr hört weit und breit, Haſt du dort in Ewigkeit. 3. Da will dein Gott Alles ſein, Da wird Gott, dein Freuden⸗Schein, Leib und Seel erneuen ganz, Gleich dem ſchönen Sonnen⸗Glanz; Da iſt Gott dein Troſt und Schild, Der dein Herz mit Freuden füllt, Weil du biſt ſein Ebenbild. 4. Dir, Herr, zu Lob, Ehr und Dank Will ich meinen Lob⸗Geſang Fröhlich ſingen immerdar Mit der Auserwähl⸗ ten Schaar, Wenn mein Leib und Seel erfreut In des Himmels Herr⸗ lichkeit Wohnen wird in Ewigkeit. Der 150. Pfalm. In eigener Melodie. 1209. Lrbe Holteunſen Jer thum, Zu Lobe ſeinen Ehren Macht herrlich ſeinen Ruhm: Lobt ihn im Firmamente, Da ſeine groß Gewalt Und ſein ſtark Regimente Zu ſehn iſt mannigfalt. 2. Lobet mit Herz und Munde All ſeine Wunderthat, Die er zu aller Stunde Häufig verrichtet hat. Ob ſeiner Majeſtäten Und großen Herrlich⸗ keit Thut ſein Lob weit ausbreiten In alle Ewigleit. 3. Lobet ihn fröhlich Alle Mit der Poſaunen Klang, Dem Herren zu Ge⸗ fallen Macht lieblichen Geſang. Mit Pſalter, Harf und Geigen, Sammt an⸗ dern Inſtrumenten, Mit Pauken, Pfei⸗ fen, Reigen Preiſet ſein Lob behend. 4. Des Herren Namen Alle Lobet mit Saiten⸗Spiel, Mit hellem Cym⸗ bel⸗Schalle Macht ſeines Lobes viel; Mit Cymbeln, die wohl klingen, Rühmt ſeine Gütigkeit, Von ſeinem Lob ſollt ſingen Immer und allezeit. 5. Es ſoll den Herren loben Und preiſen immerdar Im Himmel hoch dort oben Der heilgen Engel⸗Schaar: Desgleichen auch auf Erden Alles, was Odem hat, Soll ſeines Ruhms voll werden, Preiſen ſein Wunderthat. 6. Amen mit Mund und Herzen Sprecht, o ihr gläubge Schaar! All Traurigkeit und Schmerzen Treibt von euch ganz und gar; Seid fröhlich in dem Herren Und lobt ihn allezeit, Er wird in Freud verkehren All euer Herzeleid. 7. Er wird euch reichlich geben Alls, was euch nöthig iſt Allhier in dieſem Leben Und dort zu aller Friſt; Wird euch gen Himmel führen Und ſelig machen gar, Thuts eidlich euch betheuren, Amen, das werde wahr! Der 117. Pſalm. Mel. Was mein Gott will. it Schall, i 1210. Lebr GottmitFchalien 4 — am rr il 13 reldel Lond 4 Füt dilf 1 Un Munett! De drr di,H Kwh bnuds n wemehren, an de leb Und ae dr lung it en duhaſtd der Welt ſendatt, Du⸗ ſteeun wiever hhenir genaͤget, in gech des invetudbret et mecen Un Joh. dn ubgtſ A. 1, V myiten aitin a. d. din nän b ditjasrei onbanntar eäern gf⸗ ma ndalezeit. enn ben Um In Menel hoc a1Gigl Scha. Gddenles, vas nes hhms vul Awerthat. d Herhen ae Shaar! A deren reibt von ftlichinden allgei, Er vid Naau Herzeled. rihich geben i itAllhier n Ra aler Frſt, n fihren Und utz idich ac öwede wair zſel Gott vil⸗ 1 tmi Sthal, t al, rdüle, jſtdenHerren! IhrVölker, preiſt den Pei Bem Gnad und Gunſt walt iber uns, Er hilft von Herzen gerne. Was er verſpricht, das trüget nicht, Ewig ſein Wort wird bleiben; Mit frohem Mund von Herzens⸗Grund Singn wir zu allen Zeiten Halleluja mit Freuden. Corn. Becker, g. 1561, ſt. 1604. Für Hilfe in Nöthen. Mel. Nun lob, mein Seel den. 1211 Me. lobt dich in der 1. Stille, Du hocherhab⸗ ner Zions⸗Gott! Des.Rühmens iſt die üle Vor dir, o Herr Gott Zebaoth! Du biſt doch, Herr auf Erden Der From⸗ men Zuverſicht; In Trübſal und Be⸗ ſchwerden Läßt du die Deinen nicht; Drum ſoll dich ſtündlich ehren Mein Mund vor Jedermann Und deinen Kuhm vermehren, So lang er lallen kann. 2 Es müſſen, Herr, ſich freuen Von ganzer Seel,undjauchzen ſchnell, Dieun⸗ aufhörlich ſchreien: Gelobt ſei der Gott Iſraell Sein Name ſei geprieſen, Der große Wunder thut, Und der auch mir erwieſen Das, was mir nütz und gut. Kun, das iſt meine Freude, Daß ich an ihm ſtets kleb Und niemals von ihm ſceide, So lang ich leb und ſchweb. 3. Herr, du haſt deinen Namen Sehr herrlich in der Welt gemacht; Denn als die Schwachen kamen, Haſt du gar bald an ſie gedacht, Du haſt mir Gnad er⸗ ſiiget: Nun, wie vergelt ichs dir? Ach, dleibe mir geneiget, So will ich für und für den Kelch des Heils erheben Und preiſen weit und breit Dich, Herr, mein Gott, im Leben Und dort in Ewigkeit. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Der Lobgeſang Mariä. Luc. 1, 46— 55. Mel. Gott ſei uns gnädig und. 212. Merr Feteen mein Geiſt freuet ſich Gottes, meines eilandes. 2. Denn er hat die Niedrigkeit ſeiner Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Perden mich ſelig preiſen alle Kindes⸗ ind. 3. Denn er hat große Dinge an mir gethan, Der da mächtig iſt und deß Name heilig iſt, 4. Und ſeine Barmherzigkeit wäh⸗ ret immer für und für Bei denen, die ihn fürchten. 5. Er übet Gewalt mit ſeinem Arm und zerſtreuet, Die hoffärtig ſind in ihres Herzens Sinn. 6. Er ſtößet die Gewaltigen vom Stuhl und erhebet die Niedrigen. 7. Die Hungrigen füllet er mit Gütern Und läſſet die Reichen leer. 8. Er denket der Barmherzigkeit Und hilft ſeinem Diener Iſrael, 9. Wie er geredet hatunſ ern Vätern, Abraham und ſeinem Samen ewiglich. 10. Lob und Preis ſei Gott, dem Vater, Und dem Sohn und dem heiligen Geiſte: 11. Wie war es im Anfang, jetzt und immerdar Und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen! 1 Mariä und Zachariä Lob⸗Lied. Luc. 1. Meinen Jeſum laß ich nicht. eine Seele erhebet dich, Herr des Himmels und der Erden, Und mein Geiſt er⸗ freuet ſich, Daß du, Gott, mein Heil willſt werden. Du haſt meines Her⸗ zens Flehn Und mein Elend angeſehn. 2. O, wie ſelig wird man mi Ueber meinem Glauben preiſen! Große Dinge zeigen ſich Die du kannſt an mir bewei⸗ ſen. Deines Namens Heiligkeit Und auch deine Macht geht weit. 3. Du biſt voll BarmherzigkeitUeber denen, die dich ſcheuen; Doch dein Arm will allezeit Die Hoffärtigen zer⸗ ſtreuen. Du zerbrichſt der Stolzen Thron Und biſt der Verachten Lohn. 4. Du gibſt deine Güter her De⸗ nen, die da Hunger leiden, Und die Reichen läßt du leer, Die ſich ſonſt in Wolluſt weiden. Deinem Diener Mel. 1213.1 Magd angeſehen: Siehe, von nun an Iſrael Hilfeſt du an Leib und Seel. 5. Sei gelobt, Iſraels Gott, Du haſt dein Volk heimgeſuchet Und machſt unſern Feind zu Spott, Der uns hat bisher gefluchet. In dem Hauſe David ſteht Dein gewaltig Horn erhöht. 6. Wie vor Zeiten iſt geſagt Durch die Lippen der Propheten, So muß den, der uns geplagt, Deines Mundes Athem tödten. Du haſt an den Bund gedacht, Der mit Abraham gemacht. 7. Dein erlöſtes Volk ſoll dir Ohne Furcht im Leben dienen, Weil ihm in dem Finſtern hier Angenehmes Licht erſchienen. Aus des Todes Schatten weicht, Weil der helle Tag erreicht. 8. Ach, beſuch auch uns noch heut, O du Aufgang aus der Höhe! Gib, daß unſer Fuß allzeit Auf dem Weg des Friedens gehe, Bis man aus der Wüſten geht Und in Zions Grenzen ſteht. Beuj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Auf das Feſt Marik Heimſuchung. Mel. Nun lob, mein Seel, den. 1214. Marde heee aus Barmherzigkeit So reiche Gnad erweiſet In dieſer ſehr betrübten Zeit. Wie ſtark iſt deine Güte, Wie groß iſt deine Gunſt! Dein väterlich Ge⸗ müthe Hegt lauter ſüße Brunſt. Wo⸗ hin ich mich nur wende, Da find ich Gnad und Treu, Dein Lieben hat kein Ende, Ja wird noch täglich neu. 2. Es haben ſtets genoſſen, Herr, deine Liebe Groß und Klein; Kein Menſch wird ausgeſchloſſen, Du mußt der Welt Erbarmer ſein, Uns All auch Kinder nennen, Wenn wir de⸗ müthiglich, Als Vater, ſtets erkennen Und herzlich lieben dich; Drauf will ichs kühnlich wagen Und treten zu dir hin, Du wirſt mirs nicht verſa⸗ gen, Was ich benöthigt bin. 3. Hinfort ſoll mich nicht ſchrecken Des Teufels Zorn und große Macht; Willſt du dein Hand ausſtrecken, Mein Gott, ſo ſieg ich in der Schlacht. Ge⸗ walt kannſt du leicht üben, Dein Arm iſt ſtark und groß, Will mich ein Feind Lob⸗ und Dank⸗Lieder. betrüben, So ſuch ich dich nur blos; ——y Denn du, Herr, kannſt zerſtreuen Die Stolzen weit und breit, Und deine Kirch erfreuen Nach vieler Traurigkeit. 4. Dir, dir wilk ich ſtets geben Von ganzer Seele Lob und Dank, Du kannſt mich leicht erheben, Bin ich gleich niedrig, ſchwach und krank Ich will in großen Dingen, Mein Schöpfer, wandeln nicht, Nach eitlem Thun nicht ringen, Das oft die Seele ſticht. Ich will nach hohen Sachen Nicht ſtreben in der Welt, Du kannſt mich ſtärker machen, Im Fall es dir gefällt. 5. Ach, Herr, ich bin beladen Mit Sünd undUnrecht mannigfalt; Erquicke mich mit Gnaden Und ſtille meinen Hun⸗ ger bald. Gleichwie die Hirſche ſchreien Nach einer friſchen Quell, Alſo kann mich erfreuen Dein Gnaden⸗Brunn ſo hell, Ich ruf in meinem Zagen: Herr, meiner Seel iſt bang, Erhöre doch mein Klagen! O Helfer, wie ſo lang? 6. Ich will mich nicht mehr grä⸗ men Um das allein, was zeitlich iſt: Von dir kann ichs ja nehmen, Der du mein Gott und Vater biſt. Laß meinen Theil mich faſſen, Wenn ich recht dürftig bin; Du kannſt mich nicht ver⸗ laſſen. Ich kenn, Herr, deinen Sinn. Es müſſen deine Güter Mir ſtets zu Dienſte ſein. O treuer Menſchen⸗ Hüter, Du ſorgſt für mich allein. 7. Obgleich der Feind ſehr dräuet, Ja ſpritzet Feur und Flamme aus, Auch Satan Unglück ſtreuet, Umzu⸗ ſtoßen dein heilig Haus; Will ich doch nicht erſchrecken, Denn du biſt unſer Hort, Dein Hand kann uns bedecken, So tröſtet mich dein Wort. Auf dich Herr, will ich ſchauen, Du hilfſt zur rechten Zeit, Wer dir nur kann ver⸗ trauen, Bleibt ewig wohl befreit. 8. Nun, Herr, was du verſprochen, Das ſoll und will und muß geſchehn: Dein Wort bleibt unzerbrochen, Ich will auf deine Wahrheit ſehn; Dein Mund kann ja nicht lügen Nach eitler Menſchen Art, Auch wird uns nicht betrügen Dein hohe Gegenwart; Was uns und unſerm Samen Von dir a 11, Ramnädig. i um den Arme Vi ich an Fhrmen. durch zit. Js bier i Mdd un den àhm dne W h dul ſir dei Dn Nenden⸗Km darn macet d 8 p 4 d ear it ein dm irdeft de ett den ſed wereden voni naa ſnogedlag a it, T bom ſit Und uel, Nſo kam udergrunnſt Käah: Her⸗ hirdich men eſy lng. iht ner gi⸗ da fi ich ſt Aone der de ſt laywenen demn ih vt nihricht ver⸗ „dinn Sinn. N ſtets u ler Rnſchen⸗ nichgein. dſeyr dräuet, Alanne aus, ſteut Umz⸗ Pälch doch w lit unſer un ſedecen, dar ffdich Du bilfſt zur ur bnn ver⸗ dlbereit vrprochen, nuß eiczehn. bul Ic tſcr, Din n Jich düſe itdins rict enwurt, Was en Von d — Den Menſchen⸗Kindern mannixalt ißen i z muß in deinem erheißen iſt, Das muß in G Pehe Geſchehn, Herr Jeſu Chriſt! Joh. Niſt, g. 1607, ſt. 1667. Der 145. Pſalm. Mel. Nun freut euch, lieben. 5 ein Gott und König, 1). deine Güt Will ich mit Lob erheben. Ich will aus freu⸗ igem Gemüth In meinem ganzen Tihen, Gott, ale Tage preiſen dich Und deinen Ramen ewiglich Vor Jedermann erhöhen.. 2. Sehr groß und löblich, Herr, du⸗ biſt, In Nöthen kannſt du rathen, Dein Größe unausſprechlich iſt, Es werden deine Thaten Gepreiſet noch von Kin⸗ des⸗Kind, Denn man ſie allenthalben findt Voll Stärke, Güt und Weisheit. 3. Ich will dein Lob mit meinem Mund Nun und zu allen Zeiten, Auch inniglich von Herzens⸗Grund Vermehren und ausbreiten, I von deiner Ehr und Pracht, deiner großen Wunder⸗Macht, So lang ich lebe, reden. 4. Du biſt voll Gnade, Lieb und Treu, Der Frommen zu verſchonen, Und gleichwohl auchgerecht dabei, Die Böſen abzulohnen. Der Herr iſt voll Barmherzigkeit, Geduldig, gütig alle⸗ eit, Wenn man ihm recht vertrauet. . 5. Er iſt genädig Jedermann Und hilfet gern den Armen; Nimmt aller ſeiner Werk ſich an Durch väterlich Erbarmen. Von Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Die flehend vor ihn treten; bei Allen denen da, anbeten. Der Frommen Schreien Gott erhört Und ihrer Bitte ſie ge⸗ währt, Er läßt ſie ch will ſ Durch ſeine Allmacht er ethält, Was hier in dieſer ganzen Welt Sich regt, bewegt und lebet. 6. Herr, deine Werk und dein Ge⸗ walt Soll hier bei uns auf Erden Bekannt gemachet werden. ein Reich, Gott, iſt ein ewig Reich Und deiner Herrſchaft iſt Nichts gleich, Sie bleibet jetzt und ewig. 7. Der Herr verſtößt die Sünder nicht, Wenn ſie den Fall beklagen; Die werden von ihm aufgericht, Die nieder ſind geſchlagen; 55 keiner Noth er die verläßt, Die ſich an ihn er⸗ geben feſt Und Hilfe bei ihm ſuchen. 4 733 Aller Augen warten dein, 8. Herr, Du gibeſt ihre Speiſe Zur rechten Zeit, daß insgemein Vater, preiſe, milde Hand Und ſättigſt Alles in dem Land Man dich, o Du thuſt auf deine Mit Luſt und Wohlgefallen. 9. Groß iſt der Herr und ganz gerecht In allen ſeinen Wegen; Drum ſegnet er auch das geht auf ſeinen Stegen; Und wie er heilig iſt die allein, Geſchlecht, Das und rein, So liebet er auch Die heilig vor ihmwandeln. 10. Der Herr iſt Allen denen nah, Er iſt Die ihn mit Ernſt Hilfe finden. 11. Der Herr in Gnaden die be⸗ wahrt, Die ihn von Herzen lieben; Vertilget auch die böſe Art, Die fromme Leut betrüben. Mein Mund oll ſtets nach ſeinem Wort, Auch Fleiſch wird immerfort Des 12. Gott, Vater, Sohn und heil⸗ ger Geiſt, Ohn Anfang und ohn Ende, Der du viel Gutes mir erweiſt Durch Allmacht deiner Hände, Sei von mir jetzt und allezeit, Von nun an bis in Ewigkeit Gelobet und gepreiſet! Lob für die geiſtlichen Gnaden. Mel. Wo ſoll ich fliehen hin. 121 6 Mein Vater, deine “ Gnad, Die du mir früh und ſpat So reichlich haſt er⸗ wieſen, Die ſei von mir geprieſen: Jetzt und zu allen Zeiten Will ich dein Lob ausbreiten. 2. Auf, auf, mein Herz, empor, Hinauf zum Engel⸗Chor Sollſt du dich eiligſt ſchwingen Und mit demſelben alles Herren Namen loben. * ſingen Lob, Preis, Kraft, Macht und Stärke Dem Herrn ſo großer Werke. 3. Wenn der durch ſeine Kraft In uns ſelbſt wirkt und ſchafft, Daß wir den Vater kennen Und Herzens⸗Abba nennen, So muß uns dieſe Erden Ein ſchöner Himmel werden. 4. ſüßer Jeſu Chriſt, Der du Stunden: Mich haſt du oft erquicket, Wenn mich die Laſt gedrücket. 5. Du gabeſt mir den Sieg Und Waffen in den Krieg, Auch Krä recht zu kämpfen, Halfſt mir die Feinde dämpfen, Und durch Kraft deines Blutes Bin ich noch guten Muthes. 6. Wer Chriſti Blut ergreift, Dem wird auch dargereicht Vergebung ſei⸗ ner Sünden, Die ſind nicht mehr zu finden; 5 aber wird gegeben Troſt, Friede, Freud und Leben. 7. Allein das Herz muß ſein Auf⸗ richtig, redlich, rein; Es muß die Sünde haſſen Und alle Lüſte laſſen Und Jeſum einig faſſen, Sich ſelbſt und Welt verlaſſen. 8. Drum, Seele, wenn du nun In allem deinem Thun Im Licht vor Gott wirſt wandeln Und chriſt⸗gebührend handeln, So wird dir noch auf Er⸗ den Viel Guts geſchenket werden, 9. Viel Gnade, Kraft nnd Stärk In allem deinem Werk; Er wird ſich dir verbinden Und gnädig laſſen fin⸗ den, Wirſt du nur in ihm bleiben, Dich ihm zum Dienſt verſchreiben. 10. Es wird dich ſeine Huld Täg⸗ lich von aller Schuld Und innerm Gräul der Sünden Befreien und ent⸗ binden, Denn, wo die Sünd verge⸗ ben, Da iſt Geiſt, Kraft und Leben. 11. Und dafür preiſet dich, Mein Jeſu, inniglich Zu aller Zeit und Stunde Munde. Bei mir und Allen! Amen! Abgebetene Schwachheit bei dem Lobe Gottes. Mel. Jeſu, der du meine Seele. 434 icht ſo ſchläfrig, meine 121(. U Seele, Nicht ſo träge, Zung und Mund! Auf, verzeuch nicht und erzähle, Wie Gott abermal zur Stund Meinem Jammer hat gera⸗ then, Was an mir für Wunder⸗Tha⸗ ten Er, mein Helfer, hat gethan: Stimme bald ein Dank⸗Lied an!. Auch Kräfte, Lob⸗ und Dank⸗Lieder. mein Reichthum biſt, Dich hab ich treu erfunden In ſchweren Kreuzes⸗ 2. Zwar mein Dank iſt viel zu we⸗ nig Gegen alle Güt und Treu, Die du über mich, mein König, Täglich läſſeſt werden neu; Mein Mund iſt zu un⸗ beſchnitten, Mein Herz vor dir aus⸗ zuſchütten: Oeffne ſelbſt die Lippen mir, Mein Gott, Lob zu ſingen dir! 3. Fertig bin ich wohl zu ſchreien In der Noth; doch wenn mein Herz Sich ſoll deiner Hilfe freuen Und dir danken nach dem Schmerz, Iſts verdroſſen und hat deſſen, Mein Hort, leider, bald vergeſſen, Was dirs in der Noth verſprach, Hängt nur blos dem Eitlen nach. 4. Mein Gewiſſen hält mit Zittern Solchen Undank mir oft für: Vater, laß dich nicht erbittern Und verbirg dich nicht vor mir! Wenn ich aber⸗ mal muß ſchreien, Laß die Hilfe dich nicht reuen, Weil ich ſolcher unwerth bin; Aendre den verkehrten Sinn! 5. Nicht, Herr, nach Verdienſt und Rechte, Nur nach Gnade thu an mir! Kennſt du doch mich, dein Gemächte, Und iſt Nichts verborgen dir, Was in meinem Herzen ſtecket, Wies die Erbſchuld hat beflecket, Daß es bald vor Furcht verzagt, Bald auch Alles trotzig wagt, 6. Wie du mich bisher getragen, Herr, ſo habe noch Geduld, Wenn ich dir nicht kann Lob ſagen So, wie deine Lieb und Huld, Die du ſtets erzeigſt mir Armen, Und dein herz⸗ nd liches Erbarmen, Deſſen mein ganz Le⸗ Die ſchwache Zung im Gelobet ſei dein Namen ben voll, Würdig iſt, und wie ich ſoll. 7. Dir ſoll auch in meinem Leben, Herr, wie viel ich kann und du Sel⸗ ber mir wirſt Gnade geben, Alles, was ich laß und thu, Meine Dankbar⸗ keit erweiſen, Dich in deinen Gliedern preiſen, Daß mein Licht, zum Preiſe dir, Leuchte vor den Leuten hier! 8. Bleibe nur mit deinem Geiſte, Liebſter Jeſu, ſtets bei mir, Der mir ſelber Beiſtand leiſte, Dir zu danken für und für, Willig, was du ſchickſt, zu leiden, Alles Sündliche zu mei⸗ den, Auszugehen von der Welt Und zu thun, was dir gefällt, ne b 1 ſc 22, Dos u nt n den erüllt Fuit unrgat du rh n And t d 4 5 Cenddot. 6 9. 6 9 r il, 2T baunte Melc PNns udüde. Dr grohe heiö!. NMremigreibe Go wi wem ben Einit in h aln Freden nan finer md adr Lͤe glich meb⸗Tone, Den iad deiden wird Je ndn h. Nnt Kincert ir, 3. v. A N. Lott Gott, ihr deſe ſein eſen Pa di h, Gu 9 V gt nr hütni ziten oſtin Vate mnln verdi ven 1 über. ab deſihfe dch ſahernvert känten Sinn! Haninſt um ddethu n mir di genacht, teen d, Pas e Nis di t Daiss bald addu Ales her gtragen, ul, den ic gen eo, wie Neſu ſtets ind di herz⸗ tmen anzLe⸗ ndwhich ſol⸗ naie Ceben, 1und)u Se⸗ geben, Alls, an dntbar nen gliedern t an Perie eien hier! (nen Geiſt, nir, Der mi⸗ ir z danken znj ſchiit 4 zu ma⸗ er! 1 delt Und Lob⸗ und Dank⸗Lieder. is mein Trübſal⸗Maß auf Chn e⸗ du mir beſchieden haſt, Gänzlich wird erfüllet werden, Und nach abgelegter Laſt Von dem Eitlen nich entreißen Und zu dir wirſt kom⸗ men heißen, Wo mit allen Engeln ich Kann vollkommen loben dich. 5. C. Freiin v. Gersdorf, g. 1648, ſt. 1726. Sir. 50, v. 24— 26. In bekannter Melodie. 8 Nun danket Alle Gott 1.N Mit Herzen, Mund und Händen, Der große Dinge thut An uns und allen Enden, Der uns von Mutter⸗Leib Und Kindes⸗Beinen an Unzählig viel zu Gut Und noch etund gethan! 2. Der ewig reiche Gott Woll uns hei unſerm Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben, Und uns in ſeiner Gnad Erhalten fort und fort Und uns aus aller Noth erlöſen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis ſei Gott, dem Vater und dem Sohne Und den, der Beiden gleich Im höchſten dimmels⸗Throne, Dem dreieinigen Gatt, Als der ohn Urſprung war Und ſt und bleiben wird Jetzund und im⸗ merdar! M. Mart. Riuckert, g. 1586, ſt. 1649 Sir. 50. v. 24— 26. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten. 1249 un danket All und 1819⸗U bringet Ehr, Ihr Menſchen in der Welt, Dem, deſten Lob der Engel Herr Im Himmel ſtets vermeldt, Im Himmelſtets vermeldt!:; 22. Ermuntert euch und ſingt mit Schall Gott, unſerm höchſten Gut, Der ſeine Wunder überall Und große Dinge thut,: 3 Der uns von Mutter⸗Leibe an ſiich und geſund erhält Und, wo ein Menſch nicht helfen kann, Sich kin um delſer tel deich h h 4. Der, ob wir ihn gleich hoch be⸗ rübt, Doch bleibet gutes Muths, Die Straf erläßt, die Sünd vergibt Und 735 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz Erfriſche Geiſt und Sinn Und werf all Angſt, Sorg, Furcht und Schmerz Ins Meeres Tiefe hin., 6. Er laſſe ſeinen Frieden ruhn In Iſraelis Land; Er gebe Glückzu unſerm Thun Und Heil zu allem Stand;:“ 7. Er laſſe ſeine Lieb und Güt Um, bei und mit uns gehn; Was aber ängſtet und betrübt, Gar ferne von uns ſtehn.,: 8. So lange dieſes Leben währt, Sei er ſtets unſer Heil Und bleib auch, wann wir von der Erd Ab⸗ ſcheiden, unſer Theil.: 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, Uns unſre Augen zu Und zeig uns drauf ſein Angeſicht Dort in der ewgen Ruh.:; Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Zuſatz. 10. Daß wir ihn loben allzugleich Um ſeine Gütigkeit Und ſingen Gott in ſeinem Reich Lob, Preis in Ewig⸗ keit.., Der 100. Pſalm. Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich zu. 1220 Nun jauchzet Gott, All 1 4 in der Welt, Kommt her, zu ſeinem Dienſt euch ſtellt, Kommt mit Frohlocken, ſäumet nicht, Kommt vor ſein heilig Angeſicht! 2. Erkennt, daß Gott iſt unſer Herr, Der uns erſchaffen ihm zur Ehr, Und nicht wir ſelbſt: Durch Gottes Gnad Ein jeder Menſch das Leben hat. 3. Er hat uns ferner wohl bedacht Und uns zu ſeinem Volk gemacht, führen ſtets auf gute Weid. 4. Ihr⸗ die ibr nun bei ihm wollt ſein, Kommt, geht zu ſeinen Thoren ein Mit Loben durch der Pſalmen Klang, Zu ſeinem Vorhof mit Geſang. 5. Erhebet Gott, lobſinget ihm, Lobſinget ihm mit hoher Stimm; Lobſingt und lobet alleſammt: Gott loben, das iſt unſer Amt. 6. Er iſt voll Güt und Freund⸗ hhut uns alles Guts.:, lichkeit, Voll Treu und Lieb zu je⸗ Zu Schafen, die er iſt bereit Zu red nwnr reehriee erii ee inn weee⸗ der Zeit; Sein Gnade währet dort und hier Und ſeine Wahrheit für und für. 7. Gott Vater in dem höchſten Thron Und Jeſus Chriſt, ſein einger Sohn, Sammt Gott, dem werthen heilgen Geiſt, Sei nun und immerdar gepreiſt! Dav. Denicke, g. 1603, ſt. 1680. „Der 103. Pſalm. 9 In bekannter Melodie.- )* Tun lob, mein Seel, 1221. den Herren, Was in mir iſt, den Namen ſein! Sein Wohl⸗ that thut er mehren! Vergiß es nicht, o Herze mein! Hat dir dein Sünd vergeben Und heilt dein Schwachheit groß, Errett dein armes Leben, Nimmt dich in ſeinen Schooß, Mit reichem Troſt beſchüttet, Verjüngt dem Adler gleich; Der König ſchafft Recht, behütet, Die leidn in ſeinem Reich. 2. Er hat uns wiſſen laſſen Sein heilig Recht und ſein Gericht, Dazu ſein Gut ohn Maßen; Es manglt an ſeinr Erbarmung nicht. Sein Zorn läßt er bald fahren, Straft nicht nach unſrer Schuld, Die Gnad thut er nicht ſparen, Den Blöden iſt er hold; Sein Güt iſt hoch erhaben Ob den, die fürchten ihn; So fern der Oſt vom Abend, Iſt unſre Stund dahin. 3. Wie ſich ein Vatr erbarmet Uebr ſeine jungen Kinderlein, So thut der Herr uns Armen, So wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte, Gott weiß, wir ſind nur Staub, Gleichwie das Gras von Rechte, Ein Blum und fallend Laub. Der Wind nur drüber wehet, So iſt es nimmer da: Alſo der Menſch ver⸗ gehet, Sein End, das iſt ihm nah. 4. Die Gottes⸗Gnad alleine Steht feſt und bleibt in Ewigkeit Bei ſeiner liebn Gemeine, Die ſteht in ſeiner Furcht bereit, Die ſeinen Bund be⸗ halten. Er herrſcht im Himmelreich. Ihr ſtarken Engel, waltet Seins Lobs und dient zugleich Dem großen Herrn zu Ehren Und treiht ſein heil⸗ ges Wort! Mein Seel ſoll auch ver⸗ Lob⸗ und Dank⸗Lieder. *5. Sei Lob und Preis mit Ehren Gott, Vater, Sohn, heiligem Geiſt! Der woll in uns vermehren, Was er in Gnaden uns verheißt, Daß wir ihm feſt vertrauen, Gänzlich uns gebn auf ihn, Von Herzen auf ihn bauen, Daß unſr Herz, Muth und Sinn Ihm kindlichthun anhangen. Drauf ſprechen wir zur Stund; Amen, wir werdns er⸗ langen, Glaubn wir von Herzens⸗ Grund. D. J. Poliander, g. 1487, ſt. 1554. Ermunterung der chriſtlichen Kirche zum Lobe Gottes. In eigener Melodie. 1222 Nun preiſet Alle Got⸗ 1. NM tes Barmherzigkeit! Lob ihn mit Schalle, Wertheſte Chri⸗ ſtenheit! Er läßt dich freundlich zu ſich laden: Freue dich, Iſrael, ſeiner Gnaden!:, 2. Der Herr regieret Ueber die ganze Welt; Was ſich nur rühret, Ihm auch zu Füßen fällt; Viel tau⸗ ſend Engel um ihn ſchweben; Pſal⸗ ter und Harfen ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Heiden, Laſſet das Trauern ſein, Zu grünen Weiden Stellet euch willig ein! Da läßt er uns ſein Wort verkünden, Machet uns ledig von allen Sünden.“ 4. Er gibet Speiſe Reichlich und überall, Nach Vaters Weiſe Sättigt er allzumal, Er ſchaffet früh⸗ und ſpäten Segen, Füllet uns Alle mit ſeinem Segen. 5. Drum preis und ehre Seine Barmherzigkeit, Sein Lob vermehre, Wertheſte Chriſtenheit! Uns ſoll hin⸗ fort kein Unfall ſchaden: Freue dich, Iſrael, ſeiner Gnaden!, Matth. Ap. v. Löwenſtern, g. 1594, g. 1648. In eigener Melodie. 1223 9 daß ich tauſend Zun⸗ . B gen hätte Und einen damit um die Wette Vom allertieſ⸗ mehren Sein Lob an allem Ort. ndd Brünſtige Begierde, Gott zu loben. tauſendfachen Mund, So ſtimmt ich ſten Herzens⸗Grund Ein Lob⸗Lied ah w geer Ju Gont tam lnd finmete ru ſ Pnars⸗Jeit wid tagloſel. 1 Ales, Ales,; hh enen Odem i ſünit um Get nain Vemögen rimn Vunder zu aäten un nich ſ — 4 Pfff * 3 dr ſäi,o allerli anth Lod ſüt Ses w nideſte B. a ae git⸗Jerte p ganzn Wett n t elt (Plan dauter Jeſr K We t 8 1 dodnebernun d ni ſ difreich Rnit uuh Bat eanas er ller Teu di dene Gizenth 5 lut i ſaj ewis ded enne Amme dotes ſi iit amn de Ca wnsts von ni u dn attt „an iheſämet dhuchriät, —— — — d ſ. li Müni rriſe Alle Gor „Prhſte lhr ich dandih ih, Nuel, ſene — gien leber d ſchnr rihrt Iſält. giel mm⸗ ſoweber, Pa⸗ N Cte ehen. dedde,aſſtdas en! N läßt a rtünde Machet Sidn.. und are Seine n Lob vermeite tſ Uw ſoll hin⸗ 4.u, den. ſrele dich ⸗. 4 4 e it zu deinem Eigenthum befreit! 2nl ·n,P194, 9.1646 ont zuloben. vältdit jFon alerter 1 Cob⸗Led Lob⸗ und Dank⸗Lieder. nach dem andern an Von dem, was Goit an mir gethan! 2 9, daß doch meine Stimme ſhallte Bis dahin, wo die Sonne ſeht, O, daß mein Blut mit Jauch⸗ en wallte, So lang es noch in Laufe ehtl Ach, wäre jeder Puls ein dant Und jeder Odem ein Geſang 3. Was ſchweigt ihr denn, ihr neine Kräfte? Auf, auf, braucht alen euren Fleiß Und ſtehet munter in Geſchäfte Zu Gottes, meines Her⸗ un, Preis! Mein Leib und Seele, ſciice dich Und lobe Gott herzinniglich! ℳ. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, Bewegt und regt euch doch nit mir! Ihr ſchwanken Gräschen n den Feldern, Ihr Blumen, laßt noch eure Zier Zu Gottes Ruhm be⸗ det ſein Und ſtimmet lieblich mit nir ein. „Winters⸗Zeit wird dieſer Vers weggelaſſen. 5. Ach, Alles, Alles, was ein Le⸗ n Und einen Odem in ſich hat, eall ſich mir zum Gehilfen geben; dan mein Vermögen iſt zu matt, de großen Wunder zu erhöhn, Die dlenthalben um mich ſtehn. 6. Dir ſei, o allerliebſter Vater, inendlich Lob für Seel und Leib! ſei dir, mildeſter Berather, Für in edlen Zeit⸗Vertreib, Den du 99 al 31 nn in der ganzen Welt Zu meinem Kuten haſt beſtellt! . Nein treuſter Jeſu, ſei geprie⸗ in, Daß dein erbarmungsvolles Herz iich mir ſo hilfreich hat erwieſen Und mich durch Blut und Todes⸗ Schmerz Von aller Teufel Grauſam⸗ 8. Auch dir ſei ewig Ruhm und thre, D heiligwerther Gottes⸗Geiſt, dn deines Troſtes ſüße Lehre, Die vich ein Kind des Lebens heißt! Ach, d was Guts von mir geſchicht, Das ritet nur dein göttlich Licht. „Wer überſtrömet mich mit Se⸗ dit du es nicht, o reicher Gott? er ſchützet mich auf meinen We⸗ den Du, du, o Herr Gott Zebaoth! 737 Du trägſt mit meiner Sünden⸗Schuld Unſäglich gnädige Geduld. 10. Vor Andern küß ich deine Ruthe, Die du mir aufgebunden haſt. Wie viel thut ſie mir doch zu Gute Und iſt mir eine ſanfte Laſt! Sie macht mich fromm und zeugt dabei, Daß ich von deinen Liebſten ſei. 11. Ich hab es ja mein Lebetage Schon ſo manch liebes Mal geſpürt, Daß du mich unter vieler Plage Recht wunderbarlich haſt geführt; Denn in der größeſten Gefahr Ward ich dein Troſt⸗Licht ſtets gewahr. 12. Wie ſollt ich nun nicht voller Neuden In deinem ſteten Lobe ſtehn? Wie ſollt ich auch im tiefſten Leiden Nicht triumphirend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig ſein. 13., Drum reiß ich mich jetzt aus der Höhle Der ſchnöden Eitelkeiten los Und rufe mit erhöhter Seele: Mein Gott, du biſt ſehr hoch und groß! Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herr⸗ lichkeit Gehört dir jetzt und allezeit. 14. Ich will von deiner Güte ſin⸗ gen, So lange ſich die Zunge regt; Ich will dir Freuden⸗Opfer bringen, So lange ſich mein Herz bewegt; Ja, wenn mein Mund wird kraftlos ſein, So ſtimm ich doch mit Seufzen ein. 15. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel ſoll es beſſer wer⸗ den, Wenn ich den Engeln ähnlich bin: Da ſing ich dir im höhern Chor Viel tauſend Halleluja vor. Joh. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734. 5. Buch Moſe 32, v. 3. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. *)* gei Lob und Ehr dem 1224. 9 höchſten Gut, Dem Vater aller Güte, Dem Gott, der alle Wunder thut, Dem Gott, der mein Gemüthe Mit ſeinem reichen Troſt erfüllt, Dem Gott, der allen Jammer ſtillt: Gebt unſerm Gott die Ehre! 2. Es danken dir die Himmels⸗ Heer, O Herrſcher aller Thronen, 47 Und die auf Erden, Luft und Meer In deinem Schatten wohnen, Die preiſen deine Schöpfers⸗Macht, Die Alles alſo wohl bedacht: Gebt un⸗ ſerm Gott die Ehre!— 3. Was unſer Gott erſchaffen hat, Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und ſpat Mit ſeiner Gnade walten. In ſeinem ganzen Königreich Iſt Alles recht und Alles gleich: Gebt unſerm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Noth: Ach Gott, erhör mein Schrei⸗ en! Da half mein Helfer mir vom Tod Und ließ mir Troſt gedeihen; Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; Ach danket, danket Gott mit mir: Gebt unſerm Gott die Ehre! 5. Der Herr iſt nah und nimmer nicht Von ſeinem Volk geſchieden; Er bleibet ihre Zuverſicht, Ihr Se⸗ gen, Heil und Frieden. Mit Mutter⸗ Händen leitet er Die Seinen ſtetig hin und her: Gebt unſerm Gott die Ehre! 6. Wenn Troſt und Hilf erman⸗ geln muß, Die alle Welt erzeiget, So kommt, ſo hilft der Ueberfluß, Der Schöpfer ſelbſt, und neiget Die Vater⸗Augen denen zu, Die ſonſten nirgends finden Ruh: Gebt unſerm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Lebenlang O Gott, von nun an ehren; Man ſoll, o Gott, den Lobgeſang An allen Orten hören. Mein ganzes Herz er⸗ muntre ſich; Mein Geiſt und eib, er⸗ freue dich! Gebt unſerm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Chriſti Namen nennt, Gebt unſerm Gott die Chre; Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Gebt unſerm Gott die Ehre! Die fal⸗ ſchen Götzen macht zu Spott; Der Herr iſt Gott, der Herr iſt Gott: Gebt unſerm Gott die Ehre! 9. So kommet vor ſein Angeſicht Mit jauchzenvollen Springen; Be⸗ zahlet die gelobte Pflicht Und laßt uns fröhlich Angen⸗ Gott hat es Alles wohl bedacht Und Alles, Alles recht gemacht: Gebt unſerm Gott die Ehre! Joh. Jae. Schütz, g. 1640, ſt. 1690. Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Danklied für erlangte Geſundheit. Jeſ. 38, v. 10—11. lns danse Mel. Singen wir aus Herzens⸗Grund. h ummn tn 122 5 Sir e deinem Gott, mein n ul ſn . ₰☛ Herz, Der gewendet 1 A 9 Ades deinen Schmerz, Der an ſeine Guͤte eln nnd us denkt Und dir neue Kräfte ſchenkt, ui diarie ze Der dir Odem macht und Luft Und ndt dn Aen 4 dein Leben wieder ruft Aus der fin⸗ m hat n l ſtern Todes⸗Gruft. ran bit lt 2. Ich ſprach: Nun muß ich bald un dti ebebt 1 fort, Fahren zu der Höllen⸗Pfort, Crd und pung 4 Meine Zeit iſt ſchon dahin; Denn ich(aAtn un Rde aufgeräumet bin, Wie des Hirten Hütt nuläts hus. und Hab; Wie der Faden reißet ab, ü in al⸗ Val So trägt man mich in das Grab. ſit P eldedung 3. Gott verwundet und verlett, wencd de Sen Wie ein Löw er an mich ſetzt, Miin n jnmt, ihr K. Gebein er ſauget aus, Jetzt zerfällt. Aellohgeſen, der Seelen Haus; Schwalb und Kra⸗ iaſten ihm nich winſeln drein, Ich muß ſtets i onnden⸗Thm. im Seufzen ſein, Girren wie ein ſiſih di Ju Täubelein. e he bedauch d 4. Herr, ich leide Noth, hilf mir,(ume So will ich ſtets danken dir! Lindre Aoſtag ich nach mirs, der Agen Licht Mir vor To⸗ Vanmaayus mir des⸗Angſt zerbricht: Nun mein Leben ſſtsn nir it iſt vollbracht, Mit mir Abend iſt ge⸗: aummit Jäjus macht, Ich geb euch nun gute act deir ub mich ſel 5. Mir ein kleines Steinelein Muß feiſ gfus ſa von ein ſtarker Würger ſein; Dich ein—dae uſt, Fieber legt in Staub; Jener wirdd der Würmer Raub, Wenn er mit da ll. P dem Rieſen ringt; Morgen den der Atuun Ren Tod bezwingt, Der heut als ein Hirſch⸗ M nngtd lein mingt t auf, mein ſwwot 660, N rrss 6. Doch merk auf, mein ſchwacher mrili Geiſt, Was dein Gott an dir be⸗ bain lhn weiſt; Der dich ſtraft, wie er dich we tm Jral ſie liebt, Da er dich dem Tod nicht gibt; aitr in en b Dein Herr, ein getreuer Gott, Der Vam e Am mit dir iſt in der Noth, Reißt dein munſ K Leben aus dem Tod. 1 1 hir 7. O, wie will ich reden noch! Gott p ann hat meiner Schmerzen Joch Aufgeld⸗ imſt den 8 ſet; Da ich klagt, Half er mir, wie er in ſaa 8 geſagt: Menſch, hab einen friſchen mmie nen Muth, Was zuſagt das höchſte Gut, ra Als ein wahrer Gott auch thut. Il d 8. Die Betrübniß ſchwebet mit dm bhhe r nüte(änne . 10-l 1 ad det Hiſen i dht Dem. jews ira i de Rt„jiſ mn. danten yir Linde Echt Mi vor do⸗ t Nun gein Lede nirend ii ⸗ ih nun nte u es Siitelein M ſer ſin Dih an tanb, Fener wid 7 1 i. Nm ar mi NMergn den de heutal ein iſſt if mn ſchwache Gott an dir be⸗ ſtat, wie er dih ſen au rict gibt rraer Gott N Nut, Reißt di od hraer wch bi en Jc Aligi Halfir mir wien h enen fiſhn das fücſſe bü Rt aich thut. 1 hwebt n Lob⸗ und Dank⸗Lieder. 739 ich ſehr bangt, Hab ich reichen 6 c ige Du haſt meiner See⸗ en dich Angenommen väterlich, Daß dn Tod nicht ſtürzet mich. 9. Du wirfſt hinter dich zurück Meine Sünd und Todes⸗Strick. Ach du ſtarker Lebens⸗Hort! Welche Kraft hat doch dein Wort! Herr, von dei⸗ ien Wort man lebt, An demſelben nein Geiſt klebt Und ſein Haupt dom Schlaf erhebt. 1o. Herz und Zunge ſtimmet ein, Daß ich ein neu Liedelein Sing in neines Gottes Haus: Ich will ſein oh breiten aus, Weil ein Aederlein ſch regt, Weil die Zunge ſich bewegt, Weil der Leib die Seele trägt. 11. Kommt, ihr Kinder, unſer Nund Soll hoch preiſen Gottes Bund, Der uns ſeinen lieben Sohn Hat ge⸗ ſegt zum Gnaden⸗Thron. Was i dde, leb ich dir, Jeſu, meine Luſt Stille für und für, Da mein und Zier, Bleib auch du, mein Schatz, bei mir! 12. Was frag ich nach allem Gold, Venn mein Jeſus mir iſt hold? Je⸗ 1s Alles in mir iſt; Jeſus meiner niht vergißt; Jeſus mir ſein Heil teveiſt, Jeſus mich ſelbſt tränkt und ſreſt. Jeſus ſei von mir gepreiſt! D. Joh. Maukiſch, g. 1617, ſt. 1669. Der 149. Pſalm. In eigener Melodie. 1226 Hinget dem Herrn ein 0. ₰ꝙ neues Lied, Die Ge⸗ weine ſoll ihn loben, Weil er ihren Als an ſeinem eignen Volke: Er läßt ſchweben für und für Ueber dir die Gnaden⸗Wolke. Herrlich hilft er auch dem Armen, Wenn er ihm zu Fuße fällt, Sein Vertrauen auf ihn ſtellt, Will er ſeiner ſich erbarmen. 4. Drum ſei fröhlich alle Zeit, Aller Sorgen dich entſchütte; Denke ſeiner Herrüchkeit Preiſe ſeine große Güte. ob ihn Alles nah und ferren, Was nur Lebens⸗Athem trägt, Was nur ſeine Glieder regt, Lobet Alle Gott, den Herren! Matth. Ap. v. Löwenſtern, g. 1594, ſt. 1648. Erwägung der unendlichen Liebe Gottes. In eigener Melodie. 2 kollt ich meinem Gott 1227. 9 nicht ſingen? Sollt ich ihm nicht dankbar ſein? Denn ich ch ſeh in allen Dingen, Wie ſo gut ers mit mir mein. Iſt doch Nichts, als lauter Lieben, Das ſein treues Herze regt, Das ohn Ende hebt und trägt, Die in ſeinem Dienſt ſich üben. Alles Ding währt ſeine Zeit, Got⸗ tes Lieb in Cwigkeit. 2. Wie ein Adler ſein Gefieder Ueber ſeine Jungen ſtreckt, Alſo hat auch hin und wieder Mich des Höchſten Arm bedeckt, Alſobald im Mutter⸗ Leibe, Da er mir mein Weſen gab Und das Leben, das ich hab Und noch dieſe Stunde treibe. Alles Ding ꝛc. 3. Sein Sohn iſt ihm nicht zu theuer, Nein, er gibt ihn für mich hin, Daß er mich vom ewgen Feuer Grenzen Fried Hat verſprochen hoch Durch ſein theures Blut gewinn. 9 dan oben; Iſrael ſich freue deſſen, Pelcher ihn gemachet hat Und in Nengſten ſchaffet Rath, Seiner ſoll a nicht vergeſſen. 2. Zion, über deinen Gott Freue ich mit deinm Samen: Halt in thren ſein Gebot. Lobe ſeinen wer⸗ hen Namen; Nimm die Pauken, nmm die Saiten, Such hervor das darfenſpiel, Weil er es ſo haben vill Seine Wunder auszubreiten. 3. Denn der Herr hat Luſt an dir, du unergründter Brunnen, Wie will doch mein ſchwacher Geiſt, Ob er ſich gleich hoch befleißt, Deine Tief er⸗ gründen können? Alles Ding ec. 4. Seinen Geiſt, den edlen Füh⸗ rer, Gibt er mir in ſeinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmels⸗Pfort, Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubens⸗Licht, Das des Todes Macht zerbricht Und die Hölle ſelbſt macht ſtille. Alles Ding ꝛc. 49* 5. Meiner Seelen Wohlergehen Hat er ja recht wohl bedacht; Will dem Leibe Noth zuſtehen, Nimmt ers gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Können, mein Vermögen Nichts ver⸗ mag, Nichts helfen kann, Kommt mein Gott und hebt mir an Sein Vermögen beizulegen. Alles Ding ꝛc. 6. Himmel, Erd und ihre Heere Hat er mir zum Dienſt beſtellt; Wo ich nur mein Aug hinkehre, Find ich, was mich nährt und hält. Thier und Kräuter und Getreide, In den Grün⸗ den, in der Höh, In den Büſchen, In der See: Ueberall iſt meine Weide. Alles Ding ꝛc. 7. Wenn ich ſchlafe, wacht ſein Sorgen Und ermuntert mein Ge⸗ müth, Daß ich alle liebe Morgen Schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht geweſen, Hätte mich ſein Angeſicht Nicht geleitet, wär ich nicht Aus ſo mancher Angſt geneſen. Alles Ding ꝛc. 8. Wie ſo manche ſchwere Plage Wird vom Satan zugeführt, Die mich doch mein Lebetage Niemals⸗ noch bisher berührt. Gottes Engel, den er ſendet, Hat das Böſe, was der Feind Anzurichten war gemeint, I die Ferne weggewendet. Alles ing ꝛc. 9. Wie ein Vater ſeinem Kinde Sein Herz niemals ganz entzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Thut Lob⸗ und Dank⸗Lieder. Chriſten⸗Kreuz hat ſeine Maße Und muß endlich ſtille freuet. ben, Bis ich di Mel. 1228. gen? Dein That Güte ſchmecken. 3. Den böſen erwürget, Iſrael Brodt verſorget. 4. Dabei wir und aus der Bahne weicht, Alſo hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu Gut, Will mein Fehlen mit der Ruth Und nicht mit dem Schwerdte rächen. Alles Ding ꝛc. 10. Seine Strafen, ſeine Schläge, Ob ſie mir gleich bitter ſeind, Den⸗ noch, wenn ichs recht erwäge, Sind es Zeichen, Daß mein Freund, Der mich liebet, mein gedenke Und mich von der ſchnöden Welt, Die uns hart gefangen hält, Durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding ꝛc. 11. Das weiß ich fürwahr und laſſe Hethiter Stärke, ſtändig Gerichte, deiner Hände 8. Du ſ Gefangnen Und Raub mit hohen Mirs nicht aus dem Sinne gehn: ſtehn. Wenn der Winter ausgeſchneiet, Tritt der ſchöne Sommer ein: Alſo wird auch nach der Pein, Wers erwarten kann, er⸗ Alles Ding währt ꝛc. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende Sich in Gottes Liebe findt, Ei, ſo heb ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind, Bitte, wollſt mir Gnade geben, Di meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzem Le⸗ ch nach dieſer Zeit Lob und lieb in Ewigkeit! Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Dich aus gller Der 135. und 136. Pſalm. Danket dem Herren, denn. as Lobes ſolln wir dir, o Vater, ſin⸗ kann keines Men⸗ ſchen Zung aufbringen. 2. Du haſt uns wahre Siegel auf gedrücket, Dabei wir deine Gunſt und * Pharao im Meer in der Wüſtn mit ſollen lernen heut und morgen, Daß du willſt unſern * Leib und Seel verſorgen. 5. Zu beweiſen dein hohen Wun⸗ derwerke, Haſt du zerknirſchet der 6. Dazu ein ewgen Bund mit uns gemachet; Wohl dem, der mit dem Herzen darauf achtet! 7. O Vater, deine Reden ſind be⸗ Wahrheit, Werke endeſt die Erlöſung den trägeſt weg den Prangen. „9. Theur, ſchrecklich, unvergänglich iſt dein Name, Wer den fürchtet, der wird zur Weisheit kommen. 10. Lob, Ehr und o Vater, werden In Ewigkeit, a hier auf dieſer Erden! Dank muß dir, „ Wüin en arme ars bemrthaln, u am On läctli vebet en deie Hand tig Mmren wenn tn ddh ic ni mit in Nichs dit Rrun der A e Pvitt al m Nuntvier Hand; d nct uit Hud u denn ih vniht a hi gteu, ic Rim ih gx ein lammoratrüchſ dize ſtüdem dngniden Baer⸗Han duſl eoman ts d ſädewal gebore a wi os wd mm wen. ehl 4, T hand, ſels,. bn aam ines Mar nden waſr Eiegel auf Ndeie puntund Garw in Mer n da Püſtn mit alln lenen hen dvilſt unſen orgen din oen Wm⸗ 1 wenrſchet der enuud mitme m, d mit den 1. ne Ron ſind be⸗ Paxrtet, Wet on mir Was dir gebührt, das geb ie Gröung da rügeſt weg den une. h wergingi dmfirchtet, mmn. d Dat muß d, n Gigken al n! Lob⸗ und Dank⸗Lieder. dankbare Demüthigung vor Gott. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 29 Wi iſt es möglich, höch⸗ 12. U ſtes Licht, Daß, weil vor deinem Angeſicht Doch Alles muß eblaſſen, Ich und mein armes Fleiſch und Biut, Mit dir zu reden, eingen Nuth Und Herze ſollte faſſen? 2. Was bin ich mehr, als Erd und Staube Was iſt mein Leib, als Gras und Laub? Was taugt mein ganzes leben? Was kann ich, wenn ich Alles immn? Was hab und trag ich um und an, Als was du mir gegeben? 3. Ich bin ein arme Mad und Burm, Ein Strohhalm, den ein klei⸗ ner Sturm Gar leichtlich bin kann weiben. Wenn deine Hand, die Alles nägt, Mich nur ein wenig trifft und tlägt, So weiß ich nicht zu bleiben. 4 Herr, ich bin Nichts; du aber dſt Der Mann, der Alles hat und ſe In dir ſteht all mein Weſen. do du mit deiner Hand mich ſchreckſt und nicht mit Huld und Gnaden diſt, So mag ich nicht geneſen. 5. Du biſt getreu, ich ungerecht, du fromm, ich gar ein böſer Knecht Und muß mich wahrlich ſchämen, Daß ih bei ſolchem ſchnödem Stand Aus dener milden Vater⸗Hand Ein einigs Gut ſoll nehmen. 16. Ich habe dir von Jugend an lichts anders, als Verdruß gethan, Bin fündenvoll geboren, Und wo du nicht durch deine Treu Mich wie⸗ der machteſt los und frei, So wär ch ganz verloren. 7. Drum ſei das Rühmen fern üh dir, Du biſt allein zu ehren. Ach, laß, Herr Jeſu, meinen Heiſt Und was aus meinem Geiſte fleußt, Re dir ſich allzeit kehren! 8. Ach, wenn ich gleich was wohl gemacht, So hab ich doch nicht ſelbſt vallbracht, Aus dir iſt es entſprun⸗ gen. Dir ſei auch dafür Ehr und Dank, Mein Heiland, all mein Le⸗ 741 benlang Und Lob und Preis geſun⸗ gen! P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Tauſend Dank für tauſendfültiges Gute. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben. 1230 Womit ſoll ich dich . wohl loben, Mäch⸗ tiger Herr Zebaoth? Sende mir da⸗ zu von oben Deines Geiſtes Kraft, mein Gott! Denn ich kann mit Nichts erreichen Deine Gnad und Liebes⸗ Zeichen: Tauſend, tauſendmal ſei dir, Großer König, Dank dafür! 2. Herr, entzünde mein Gemüthe, Daß ich deine Wunder⸗Macht, Deine Gnade, Treu und Güte Stets erhebe Tag und Nacht! Denn von deinen Gnaden⸗Güſſen Leib und Seele zeu⸗ gen müſſen: Tauſend ꝛc. 3. Denkich nur der Sünden⸗Maſſen, Drauf ich häufte Schuld mit Schuld, So möcht ich vor Scham erblaſſen Vor der Langmuth und Geduld, Wo⸗ mit du, o Gott, mich Armen Haſt getragen mit Erbarmen: Tauſend ꝛc. 4. Ach ja, wenn ich überlege, Mit was Lieb und Hütigkeit Du durch ſo viel Wunder⸗Wege Mich geführt die Lebens⸗Zeit, So weiß ich kein Ziel zu finden, Noch den Grund hier zu ergründen: Tauſend ec. 5. Du, Herr, biſt mir nachgelau⸗ fen, Mich zu reißen aus der Gluth; Denn da mit der Sünden Haufen Ich nur ſuchte irdiſch Gut, Hießeſt du auf dieß mich achten, Wornach man zuerſt ſoll trachten: Tauſend ꝛc. 6. O, wie haſt du meine Seele Stets geſucht zu dir zu ziehn, Daß ich aus der Sünden⸗Höhle Möchte zu den Wunden fliehn, Die mich ausgeſöhnet haben Und mit Kraft zum Leben laben: Tauſend ec. 7. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit Sind vor deinem Ange⸗ ſicht; Du, du trittſt hervor in Klar⸗ heit, In Gerechtigkeit, Gericht, Daß man foll aus deinen Werken Deine Güt und Allmacht merken: Tauſendec. 8. Wie du Cbeſt jedem Dinge Zeit, Zahl, Maß, Gewicht und Ziel, Da⸗ mit keinem zu geringe Möcht ge⸗ ſchehen, noch zu viel, So hab ich in tauſend Weiſen Deine Weisheit auch zu preiſen: Tauſend ꝛc. 9. Bald mit Lieben, bald mit Lei⸗ den Kamſt du, Herr, mein Gott, zu mir, Nur mein Herze zu bereiten, Sich ganz zu ergeben dir, Daß mein gänzliches Verlangen Möcht an dei⸗ nem Willen hangen: Tauſend ꝛc. 10. Wie ein Vater nimmt und dider Nachdems Kindern nützlich iſt, o haſt du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Niſt Und dich mei⸗ ner angenommen, Wenns auch gleich aufs Höchſte kommen: Tauſend ec. 11. Mich haſt du aufs Adlers Flü⸗ eln Oft getragen väterlich, In den hälern, auf den Hügeln Wunder⸗ bar errettet mich. Wenn ſchien Alles zu zerrinnen, Ward doch deiner Hilf ich innen: Tauſend ꝛc. 12. Fielen Tauſend mir zur Sei⸗ ten Und zur Rechten zehnmal mehr, Ließeſt du mich doch begleiten Durch der Engel ſtarkes Heer, Daß den Nö⸗ then, die mich drangen, Ich jedennoch bin entgangen: Tauſend ꝛc. 13. Vater, du haſt mir erzeiget Lauter Gnad und Gütigkeit, Und du haſt zu mir geneiget, Jeſu, deine Freundlichkeit, Und durch dich, d Geiſt der Gnaden, Werd ich ſtets noch eingeladen: Tauſend ꝛc. Um Verleihung göttlicher Gnade. Dank, Daß es mir bisher gelungen! Ach, laß meines Lebens Hag Feener doch durch Jeſu Leiten Nur gehn in die Ewigkeiten: Da will ich, Herr, für und für Ewig, ewig danken dir L. A. Gotter, g. 1661, ſt. 1735. Erweckung zum Lobe Gottes. In eigener Melodie. 1231 WWunderbarer König, M Herrſcher von uns Allen, Laß dir unſer Lob gefallen! Deine Vater⸗Güte Haſt du laſſen triefen, Ob wir ſchon von dir weg⸗ liefen. Hilf uns noch, Stärk uns doch; Laß die Zunge ſingen, Laß die Stimme klingen! 2. Himmel, lobe prächtig Deines Schöpfers Thaten Mehr, als aller Menſchen⸗Staaten! Großes Licht der Sonnen, Schieße deine Strahlen, Die das Foße Rund bemalen; Lo⸗ be gern, Mond und und Stern, Seid bereit zu ehren Einen ſolchen Haen 3. O du, meine Seele, Singefröhlich, ſinge, Singe deine Glaubens⸗Lieder! Was den Odem holet, Jauchze, preiſe, klinge; Wirf dich in den Staub da⸗ nieder! Er iſt Gott Zebaoth, Er iſt nur zu loben Hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, Wer den Her⸗ ren kennet, Wer den Herren Jeſum liebet! Halleluja ſinge, Welcher Chri⸗ ſtum nennet, Sich von Herzen ihm ergibet! O, wohl dir! Glaube mir: Endlich wirſt du droben Ohne Sünd 14. Tauſendmal ſei dir geſungen, Herr, mein Gott, Preis, Lob und ihn loben. Joach. Neander, g. 1640, ſt. 1680. XXVII. Um Verleihung göttlicher Gnade zu allem Guten. Um Uebung wahren Chriſten⸗ thums. Mel. Was mein Gott will, das. 1232 ch, höchſter Gott, ——. verleihe mir, Daß ich nur dich begehre, Daß deine Gnad mich für und für In Chriſto neu ge⸗ bäre; Daß ich, dein Kind, dich ſuch und findt In allem Kreuz und Lei⸗ den, Damit der Tod, noch Halen, Noth Mich nimmer von dir ſcheiden! 2. Gib meinem Herzen wahre Reu Und Thränen meinen Augen, Daß ich hinfort das Böſe ſcheu Und meine Werke taugen; Hilf, daß ich ſei, ohn rhedri, der Stmin daß ic mii u helld dof auf Nerh Get, vor dſ u mc vct vuim lhnien lebel mehmeicheln, d Baci meie dhnh dmt ümn nct gewi gen ven Ante wrniüg iiht — vwil gehn ſewigſanen d bter e,m noc tärt un u n d nen oche, Herren! eel,öneſröhlit, Glaudas Lider le Juhe eſe, in der(tnd de⸗ t Jau 6 ſt und ewg dobe. ge, Ve den her⸗ een hen Jeun ne, oher Gh⸗ do 1 in dir Geube me. dhen dne Sind ndt 40,.13 nähn Grüen. n find dih ſuh 1 Trd und de kd nuh Hle rvon dr ſchede jeren vahne e 1. cheu und nem drß ihſicn zu allem Guten ſo verfaſſe, daß ich zur Noth mein täglich elei, Ein Schutz und Troſt der euhe Auch jederzeit voll Freund⸗ lichkeit Mich ihrer mög erbarmen. 3, Löſch aus in mir des Fleiſches Puſt, Daß ich in deiner Liebe, Nicht in der Welt empfinde Luſt Und ſtets mich alſo übe Nach deinem Wort an allem Ort In tugendreichen Dingen: So wird mein Geiſt ſich allermeiſt u dir, Herr Jeſu, ſchwingen. 4. Treib aus von mir den ſtolzen Laß mich in Demuth leben; Neid und Zorn nimm von So kann ich bald vergeben. Wenn ſchon durch Liſt mein eben⸗ Ehriſt Ins Elend mich getrieben, Weiß ih doch wohl, daß man auch ſoll Die ärgſten Feinde lieben. 5. Herr, gib mirdieſe Dreierlei: Erſt Bei welchem rechte Treue ſei, Die nimmer ſteh auf Daß ich mich üb in wah⸗ der Lieb Und hoff auf deine Güte, Die mich, o Gott, vor Schand und einen feſten Glauben, Schrauben, Spott Auch bis ins Grab behüte. 6. Nach vielem Reichthum, Gut Herr, laß mich ja nicht b Gib, daß ich alle Pracht der Welt Mög inniglich verachten, hoher Ehr und großem Namen ſtrebe, Beſon⸗ ders nur nach rechter Spur Der und Geld, trachten; Auch nimmermehr nach wahren Chriſten lebe! 7 Vor Schmeicheln, Liſt und Heuche⸗ Bewahr innen Und laß mich ja durch Gleißnerei Den Nächſten nicht gewinnen; Laß Ja und Rein mein Antwort ſein, Dar⸗ nach man ſich zu richten; Denn dieſes kann bei Jedermann Die Sache leicht⸗ lei Bewahre meine ſcch ſchlichten. 8. Herr, ſäuhre doch von Eitelkeit Mein ſündliches Gemüthe, Daß ich in dieſer kurzen Zeit Vor ſchnöder Luſt nich hüte! Des Herzens⸗Grund ſei, vie der Mund, Dem Nächſten nicht zu Schaden: So werd ich nicht wie ſonſt geſchicht, Mit Schmähen überladen. 9. Gib, daß ich ja den Müßiggang, rägheit haſſe, Dagegen Sammt aller herr, mein Lebenlang Mein rbeit 743 Brodt Mit Ehren mög er⸗ werben Und, wenn ich ſoll, fein ſanft und wohl in dir, Herr Jeſu, ſterben. 10. Ach, gib mir deinen guten Geiſt, Daß ich die Laſter fliehe Und nur um das, was chriſtlich heißt, Von Herzen mich bemühe: So kann kein Leid in dieſer Zeit Aus deiner Hand mich treiben; Beſonders ich werd ewiglich Bei dir, Herr Jeſu, bleiben. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Des menſchlichen freien Willens geiſtliche Ohumacht. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1233 Du armer freier Wille, .XÆ☛ Erſt warſt du frei und reich, Nun biſt du arm und ſtille, Dem ärmſten Knechte gleich; Doch will der Herr erneuen, Die Gnade fället bei, Hier will ſie dich befreien, Dort wirſt du völlig frei. 2. In Geiſt⸗ und Himmels⸗Sachen, Da biſt du gänzlich blind; Du willſt der Dinge lachen, Die Gottes Weisheit ſind; Der Wille iſt erſtorben, Du weißt nicht deinen Tod; Begierden ſind ver⸗ dorben In tauſendfacher Noth. 3. Wann wird man dich erlöſen? Was Uneecht ſuchſt du nur? Du ringſt nach lauter Böſem, Verdorbne Crea⸗ tur! Du biſt von Gott geriſſen Durch arge Satans⸗Liſt, Willſt ſeinen Weg nicht wiſſen, weil du verkehret biſt. 4. Im bürgerlichen Walten Vermö⸗ gen wir noch was; Doch läßt ſich auch noch halten, Es iſt doch Alles laß. Die Buße iſt verborgen, Die groß und täglich heißt, Natur kann da nicht ſorgen, Da es die Gnade leiſt. 5. Was Unrecht, will man ſtete Und wählt auch dieß und das; Be⸗ gierden ſind die Räthe, Voll Gott⸗ und Tugend⸗Haß; Kein Menſch wird je bekehret Nach ſeinem Willn und Muth; Nein, wenn er nur nicht wehret, Was Gott und Gnade thut. 6. Natürlich Widerſtreben HebtGott und nimmt es hin, Wer würde ſon⸗ Um Verleihung ſten leben? Sträubt aber ſich der Sinn Und ſagt ein hart Gemruthe. Wir hoͤ⸗ ren, woht nicht! So weicht die große Güte, die Felſen ſonſt zerbricht. 7. Nicht trägt der Menſch ein Stäubchen Zu der Bekehrung bei; Das edle Himmels⸗ Täubchen, Der Geiſt macht Alles frei; Der Menſch liegt nur zerſchlagen Und hält ſich leidentlich; Gott ruft, Gott muß uns tragen, So hebt der Todte ſich. 8. Laß Nains Grenzen beben, Gott tritt dem Sarge nah; Laß La⸗ zars Stein aufheben, Gott ſpricht ſein Hephata: So folgt ein neues Leben, Man ſieht das todte Kind Der Mutter wiedergeben, Die ſich getröſtet findt. 9. Die ſchönen Amtes⸗Gaben Und Glaubens Aehnlichkeit Kann die Natur nicht haben, Da Gottes Geiſt ſie beut; Was Chriſti Blut bedeu te, Weißt du nicht von Natur; Drum ſeht, ihr armen Leute, Die Gnade thut es nur. 10. Zum Tempel kannſt du wallen, Doch nur wie Auguſtin, Nicht, Gotte zu gefallen; Am Aeußern nur zu weiden, Wie in der Spötter Schaar Herodes voller Freuden Nach Jeſu Wundern war. 11. Du armer freier Wille, Das kannſt du lediglich Bei dargebotner Fülle, So wiederſetzt du dich. Ach, ſetze dich und weine, Sprich! Aerger, als ein Klotz Iſt Alles das, was meine, Der bietet Niemand Trotz. 12. Ich aber widerſtrebe, Ach Gott, Gott, heile du; Nur wenn ich an dir klebe, So bl lühet meine Ruh. Ver⸗ zweifelt iſt der Schade. Mir iſt es herzlich leid, Ach, Freiheit und Ge⸗ nade, Ach, ewge Sicherheit. 13. Ach, Freiheit von der Erden, Laß mich nach dieſer Zeit Zum rech⸗ ten Freiherrn werden; Hier iſt nur Dienſtbarkeit Von Sünden⸗Schuld und Mächten: Ja, daß mehr ſei, Hilf Jeſu, deinen ten, So ſind ſie ewig frei D. C. H. Zeibich, g. 1677 7, ſt. 1748. Knech⸗ Hingegen deinen S Sinn enden n, immerzu Das den thu, So ich nicht will, noch ſollte. göttlicher Gnade Um Vollbringung des Guten nach gegebenem Wollen. Röm. 7, v. 18— 24. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 123 4. 1 Ju ſagſt mir zu, o from⸗ maer Gott, Wenn ich dich liebe bis in Tod, So willſt du mir daßes Leben Nach der verfloſſnen Trübſals⸗Zeit Und dort ins Himmels Herrlichkeit Die Lebens⸗Krone geben. 2. Von Herzen gerne wollt ich nun, O Gott, nach deinem Willen thun Und dir getreu verbleiben Be⸗ vorab, da du gnädiglich Durch Guts und Böſes pflegeſt mich Hierzu ſtets anzutr ab en. 3. Ach aber, weil mein Fleiſch und Bun tir Widerſtand hierinnen thut, So trag ich Luſt zur Sünde, Sogar, daß ich zu Alle dem, Was gut iſt, leider unbequem Und träge mich beinde 4. Der Teufel trachtet auch dahin, Wie er mir böſe Luſt in Sinn Und mich in Sünden bringe; Er ſchafft dazu Gelegenheit, Braucht große Liſt und Wachf ſamkeit, Bis daß es ihm gelinge. 5. So ſucht die böſe Welt ja dieß, Wie ſie mir durch e Aergerniß Den Fallſtrick mag bereiten. Pracht, Ehre, Wolluſt, Gut und Geld d It, was ſie mir vor Augen ſtellt, Dadurch mich zu rleiten. Nehm ich denn nun gleich oft⸗ nuc mir Mit rechtem Ernſt was Gutes für, Kann ichs doch nicht voll⸗ Weit mir darin der böſe Feind, Welt, Fleiſch und Blut zuwider ſeind Und mich davon abwenden. 7. O Gott, wie übel bin ich dran, Daß ich d as Gute nicht ſo kann verrich⸗ ten, wie ich wollte; Da ich hingegen Böſe recht mit Fen erbarme dich doch 8. Ach, Herr, mein Und laß mich nicht verworfen ſie nicht ſ ſein, Gib mir ein reines Herze, Da⸗ mit ich thu, was dir gefällt, Und nicht mit der gottloſen Welt Dein Himmelreich verſcherze. — Ant . mnhs en 1 in der dine Tafel, He in Aaſtoß leide toſten Muuth Ww und Vat ielitede b lm 3 dr ſo d t ſ gera den 3 t m ſelig ſch 1 n nen tdein heili dans anr uſſegen. Adum itic noch lsi ditbs anse umuri ſen. Ac uulnüri at ri di ewi 3d Preten, Rw uuf des, dr 67. Pſ 4 äͤgener Re dswoll 3 dg ſe 8 tn an d dän eden Caeat 39 N vir 1 gar ge rih lei ge luih lefinde rcht ux duhin aſt mönnn Ün rin, g ſaft Genuct prſeci Bod n djedtſr di, el Aeißz de en. Auht,Ghre hed h was ſe t, Duuch mich tun geich of⸗ en Giſt was s dohncht vole ndalue geind, dutzuvder ſein icht; vendon. — S — — — — —, — — zu allem Guten. daß tr Hilfe, Rath und Beiſtand leiſt 3 ganzen Leben; Von ihm von ihm allein, Daß man dir kann beſtändig ſein; Das wolleſt daß er mich leit und feſt und ſtandhaft bleib An deiner reinen Lehre Und Pllicht Ja nimmermehr vergeſſen Vielmehr recht eifrig ſtreben, Damit bei mir dein heilig Wort Feing immer Früchte fort und fort Durch ein gottſelig Leben. 12. Hilf, daß in ſchwerer Leidens⸗ zeit Ich dir mit Glaubens⸗Freudig⸗ eit Geduldig mög aushalten; Und weil doch alle Kreuzes⸗Pein Muß meiner Seele heilſam ſein, Dich laß in Allem walten. 13. Voraus laß in der letzten Noth Bon Sünde, Teufel, Höll und Tod Nich keinen Anſtoß leiden, Daß ich enn mit getroſtem Muth Auf deines Sohnes Tod und Blut Aus dieſem blend ſcheiden. 14. Wenn ich dir ſo getreu hier lb, Auch ſo getreu den Geiſt aufgeb, Kann ich mich ſelig ſchätzen, Weil du aus Gnaden mir wirſt dort, Wie nir verſpricht dein heilig Wort, Die Lebens⸗Kron aufſetzen. 15. Drum bitt ich nochmals flehent⸗ licch Gib, daß ich bis ans Ende mich Dir mag getreu erweiſen. Ach, treuer Gott, ihbitte noch, Um Chriſti willen gib mirs doch, Ich will dich ewig preiſen! Ch. G. v. Breitenau, g. 1668, ſt. 1732. Um den Lauf des Evangelii. Der 67. Pſalm. „ In eigener Melodie. 23 s woll uns Gott genä⸗ 1235. E dig ſein Und ſeinen delm peben, Sein Antlitz uns mit zellem Schein Erleucht zum ewgen Leben, Daß wir erkennen ſeine dein guter Geiſt 745, Werk Und was ihm bliebt auf Erden, Und Jeſus Chriſtus Heil und Stärk Bekannt den Heiden werden Und ſie zu Gott bekehren. 2. So danken, Gott, und loben dich Die Heiden überalle, Und alle Welt, die freue ſich und ſing mit großem Schalle, Daß du auf Erden Richter biſt Und läßt die Sünd nicht walten; Dein Wort die Hut und Weide iſt, Die alles Volk erhalten, In rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich Das Volk in guten Thaten! Das Land bringt Frucht und beſſert ſich, Dein Wort iſt wohl gerathen. Uns ſegne Vater und der Sohn, Uns ſegne Gott, der heilge Geiſt, Dem alle Welt die Ehre thu, Vor ihm ſich fürchte aller⸗ meiſt. Nun ſprecht von Herzen: Amen! Dr. M. Luther, g. 1483,ſt. 1546. Gedenke mein, mein Gott, im Beſten! Nehem. 13, v. 31. Mel. Wie wohl iſt mir, daß ich. 26 edenke mein, Jeho⸗ 1236. G va, ſtets im Beſten, Wenn meine Noth und Jammer iſt am größten, Bewache mich mit deiner Liebes⸗Treu Und laſſe mich von dir ja nimmer wanken, Wenn Alles mich will einſten ſchrecken in Ge⸗ danken, Wenn meine Feinde ſtürmen ein. Gedenke mein! 2. Gedenke mein, wenn ich dein will vergeſſen, Und laſſe mich ja nicht ſein ſo vermeſſen; Erinnre mich ſtets deiner großen Treu, Damit ich nicht durch Untreu von dir weiche, Noch mich der arge Feind mit Tücken hin⸗ terſchleiche; Ach ja, bewahr mich hier⸗ von rein. Gedenke mein! 3. Gedenke mein, wenn meine Lüſte ſtürmen, Und laß mich deine große Macht beſchirmen; Ach, ſchenk mir Muth und Kräfte aus der Höh, Daß ich doch ihnen keine Herrſchaft laſſe Und alles ihr Begehren ſtets verfluch und haſſe, So werd ich frei von ihrer Pein. Gedenke mein! 88ö—ö—öoöoöoöoöohſhſſſſſſſ““ —, — —— 1 Um Verleihung 4. Gedenke mein, wenn des Un⸗ glaubens Kräfte Ausſ augen aus mir deines Lebens Säfte; Ach, mir Waffen auch in dieſem Krieg Und hilf mir ſeine Finſterniß beſie⸗ gen, Laß mich ihm nimmermehr ſo zu den Füßen liegen, Wenn ſeine zunſtre Nacht bricht ein. Gedenke mein!. 5. Gedenke mein auf allen meinen Wegen Und leite du mich ſtets deinem Segen; Schwing dein Pa⸗ nier*) der Liebe über mich, Daß ich auf dich getroſt all mein Thun wage Und im Geringſten nicht an deiner Treu verzage, Verbirg mich ſtets in dich hinein. Gedenke mein! 6. Gedenke mein, o ſüße Jeſus⸗ Liebe, Und fördre in mir deine Liebes⸗Triebe; Ach, züun dein Feuer in mir völlig an Und laß den ar⸗ men Geiſt nicht mehr ſo ſchmachten; Lehr unaufhörlich mich as Liebe dich betrachten; Tilg allen falſchen Heu⸗ chelſ chein. Gedenke meſn 7. Gedenke amnein und bring mich in die Stille Des Herzens, daß ich thue, was dein Wille im Herzen von mir fordern wird; Laß alle meine Sinnen ſtille werden Und leine Creatur, ſo lang ich leb auf Erden, Mehr in mein Herze wurzeln ein. Gedenke mein! 8. Gedenke mein mit Erbarmen, und ſuch mich eignen Wege laufe hin; Ruh in meinem Herzen bleiben, Bis ich mich von dir laß ſo in die Enge 7 Daß Nichts mehr mög mein treiben, eigen ſein. Gedenke mein. 9. Gedente mein und gib mir eine Seele, Die keuſch und rein, ohn Flek⸗ ken, vhne Fehle, Iunmanuel in dir ſtets möge ſein; Laß mich den Geiſt der Zucht in mir bewahren, Daß keine falſche Luſt ſich möge mit mir paaren; Ach, paa mach mich züchtig, keuſch und rein. Gedenke mein! *) Deine Heeres⸗Fahne ſchenk Wenn ich nicht kann V in deiner Lieb erwarmen Und meine Laß keine göttlicher Gnade 10. Gedenke mein, ddemuthsvoll Liebe, Befreie mich von allem Hof⸗ farts⸗T Triebe, Dsß Nichts von ſtoi⸗ zem Sinn mehr uͤbrig bleib. 10. mache mich doch vor mir ſelbſt Schanden Und reiße mich auch b aus dieſen ſchweren Banden, mache mich von Allem rein. Ge⸗ denke mein! 11. Gedenke mein, ich trinke oder zu eſſe, Daß ich dabei ja deiner nicht vergeſſe; Laß mich dein Mäßigſein recht üben aus 3 Regiere du mein Schlafen und mein Wachen, Laß, wenn ich wachen ſoll, mich ja Nichts ſchläfrig machen; Laß immer mich gedenken dein. Gedenke mein! 12. Gedenke mein, wenn Alle 48 vergeſſen Und mir, was ich an d verdient, zumeſſen; Wenn Alles mic für irr⸗ und thöricht hält Und Riee⸗ mand mehr mir will was Guts zu⸗ trauen, So laß mich einig nur ai dich, mein Jeſu, bauen!? Wenn 2 mir zuwider ſein, So denke ne dle 13. Gedenke mein, ſo kann ich an dich denken Und Leib und Seel und Geiſt auf dich hinlenken. Gedente Velfh r Jammer⸗Hütte auch, So viel du mir, Herr, wirſt für nöthig! hal⸗ ten: Ich! laß dich! lediglich, mein Gott, in A llem walten; Komm, komm in meines Herzens Schrein! Ge⸗ denke mein! — Um allerlei geiſtliche Dugenden. 237. G nach dir Ein herz⸗ liches Ve erlangen, Daß ich dich fün und für Mag ſuchen und umfangen, Daß ich in deiner Lieb Des Fleiſches Liſt und Trieb Durch dich mög kräftig daͤmpfen Und ſtets dawider b käͤmwpfen.. Zerknirſche meinen Geiſt, Gib wafre Reu und Buße, Den Glau⸗ ben und was ſleuf Daraus und auf dem Fuße Ihm ſolget nach; dla Kib mir, mein Gott, mich Dadurch. eſt halten dich; Das nit 240 dh u b ſn din. Vatr,— gair hür u 4 Unurdideffer ee renotrit 8 dde din m Mehen es** ei dm ead ie ar.Ratde uin er. i nen nN. läre, nid* 4 1w den a dite uu 4 k. ken 3 3 anen Und! 1d, wie der m u uha 1 in it mnb 9 a rir i dn lüg ſegere d nen e dd ch n d „Vmilles ni dt ſt lm vil naGuts n i mn auen Aem le v mein in, ſo wn ich mn Leit undSel und nlentn. Gedente ütte uc So vie t ſe thig hi diglichnen Got, Konn, dnn s Octin! Ge litt dgenden nir nein Got. ach d n her Da i) dic fü n und umfangen Liet des Jieiche Duch dich nig id ſtet dawde nen Geit, Cö lje, den Gu ft Arus m folge nat, alken dic, N zu allem Luſt⸗Feuer vergehen, Dein Liebes⸗ tehen. da uſeben den Hoffarts⸗Geiſt, bit ein demüthig Leben; Daß nicht der Zorn einreißt, So gib mir, dei⸗ nem Reben, Doch Sanftmuth und vetſüß Der Sinnen Bitterniß; Gib mir, mich tei⸗ bu üben Im Glau⸗ „Hoffen, Lieben. de Faf die Eitelkeit, Laß 4. Nimm we— meinen Sinn nicht wanken; Laß nicht zu, daß ſich weit Ausſchweifen die Gedanken; Der Lippen Narrethei, Des Bauches Völlerei Und was onſt ſündlich blicket, Sei von mir ern entrücket 5. Ich bitte, Vater, dich In Jeſu, deinem Sohne Laß fließen über mich Die Gnad aus deinem Throne, Daß ch kann Gutes thun Und möge nim⸗ ner ruhn Von deines Geiſtes Triebe Uind von rechtſchaffner Liebe. 6. Gib mir ein Chriſten⸗Herz, Das, wenn ſich Andre kränken, Daraus nicht treibe Scherz; Laß mich viel⸗ mehr gedenken, Wie ich helei Dann ihnen wohne bei Mit helfen, Tröſten, Rathen In Worten und in Thaten. 7. Laß dieß mein Weſen ſein, Daß Z ich die irren, lehre; Zu denen, die da ſchrein, Mit Liebes⸗Hand mich tehre; Daß ich die, ſo betrübt Und welch ein Unglück übt, Und die, ſo unterdrücket, Nicht laſſe unerquicket; 8. Daß ich mich nehme an Und nicht die Roth verachte Deß, der mir Leid gethan; Daß ich dem, der ge⸗ dachte, Er wollte ſchaden mir, Mag dienen für und für Und die auch, die mich haſſen, Nicht ungeliebet laſſen; 9. Daß ich das Böſe mag Mit Gutem ſtets vergelten Und Chriſto folge nach; Die loben, die mich ſchel⸗ ten; Den dulden, der mich ſchlägt; den, der mir Pein auflegt, Aus ſeiner Pein erretten Und löſen ſeine Ketten; 10. Daß, wie der Herr gethan, Für Ale ich mag bitten, Die mir Schmach legen an. Ach, mache meine Sitten Doch Chriſti Sitten gleich, Daß ich an Guten. 747 Tugend reich, An Laſlern arm mög werden Noch hier auf dieſer Erden. 11. Was gut iſt, gib mir doch, Das Böſe laß entrinnen, Das ſchwere Sünden⸗Joch Reiß ab von meinen Sinnen Und ziehe mich zu dir. Gib dich mir, nimm mich dir, Daß ich⸗ die Sinne zäume Und mich dir ganz einräume; 12. Daß ich die eitle Welt Als argen Unrath achte, Und wie es dir el Nach dir allein nur trachte, aß ich dir ganz allein Ergeben möge ſein: So werd ich dir gefallen, Mein Alles, Gott in Allen! H. G. Neuß, g. 1654, ſt. 1716. Um Guade, dem Berufe zur himm⸗ liſchen Mahlzeit zu folgen. Matth. 22, v. 1 u. f. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 1238 Gedrheeaieee ohn Heu⸗ über alle Welt, Der du deinem lieb⸗ ſten Sohne Eine Hochzeit haſt beſtellt: Dir ſei Dank ohn End und Zahl, Daß zu dieſem Liebes⸗Mahl Von den äunen, an den Gaſſen Du mich auch haſt laden laſſen. 2. Herr, wer bin ich? Und hinge⸗ gen, Wer biſt du? Was deine Pracht? Ich ein Würmlein an den Wegen u der König großer Macht⸗ Staub, Erde, Aſch und Koth, Du der Herr Gott Zebaoth; Ich ein Scherz und Spiel der Zeiten, Du der Herr der Ewigkeiten. 3. Ich grundbös und ganz ver⸗ dorben, Du die höchſte Heiligkeit; Ich verfinſtert und erſtorben, Du des Lebens Licht und Freud; Ich ein arm elendes Kind, Lahm und krumm, ſtumm, taub und blind, Du das Weſen aller Weſen, Ganz vollkommen auserleſen. 4. Und doch läſſeſt du mich laden Zu dem großen Hochzeits⸗Mahl: O der übergroßen Gnaden! Ich ſoll in des Himmels Saal Mit dem lieben Got⸗ tes⸗Lamm, Meinem Herrn und ———— ä²—— 3 2— 85.— — 1 2 ——— öö —— “— ——— — — ſſ ——————— d——— 2—— 13 748 Um Verleihung Bräutigam, Bei der Engel Chor und Reihen Ewig mich, ach, ewig freuen. 5. Felder, Wälder, Bäum und Büſche, Hügel, Gründe, Berg und Thal; Vögel, Thiere, Vieh und Fiſche, O ihr Engel allzumal! Himmel, Erde, Land und Meer, Rühmet, ſinget, jauchzet ſehr: Gott läßt zu dem Mahl der Gnaden Das elende Volkeinladen. 6. Wen nun dürſtet, ſoll ich laben Mit der ſüßen Lebens⸗Quell; Wen nun hungert, der ſoll haben Brodts Tnn für ſeine Seel. O, ein ſüßes Mahl und Ort, Da ſich Gottes Herz und Wort Seiner Braut und Hoch⸗ zeits⸗Gäſten Gibt zur Speis und Trank am beſten. 7. O du großer Herr und König, Der du rufſt: Kommt, kommt herbei! Ach, ich bin, ich bin zu wenig Aller deiner Lieb und Treu! Ach, ich kann dir nimmermehr Danken gnug und alſo ſehr, Wie ich ſchuldig bin und ſollte Und wie ich wohl gerne wollte! 8. Laß dir doch das ſchwache Lallen, Das ich kaum gefangen an, Meiner Zunge wohl gefallen, Weil ichs ja nicht beſſer kann. Mache brünſtig mei⸗ nen Mund, Ja auch ſelbſt des Herzens Grund; Laß dein Gnaden⸗Licht durch⸗ zum Lebens⸗Quell und Strom; Komm zum Brodt, davon zu zehren Und den Geiſt damit zu nähren! 11. Oeffn, ach, öffne deine Ohren Zu der Stimm, die alſo klingt, Die zu deinen Freuden⸗Thoren, O Jeruſalem, göttlicher Gnade. So nicht ferner mit den Säuen An den Sünden⸗Träbern käuen. 12. Laß der eitlen Welt Getüm⸗ mel, Die als Dämpſe bald wegfliehn, Von des Lammes Mahl im Himmel, Das ſtets bleibt, mich nicht abziehn; Kleide, Jeſu, in der Zeit Mich in dich, mein Hochzeits⸗Kleid, Daß ich deine Hochzeits⸗Ehren Möge feiern ohn Aufhören! Der Kirchen⸗Segen. Pſ. 67. Mel. Meine Seele erhebet den Herren. 20 ott ſei uns gnädig und 123 9 G barmherzig Und geb uns ſeinen göttlichen Segen. 2. Er laſſe uns ſein Antlitz leuch⸗ ten, Daß wir auf Erden erkennen ſeine Wege. 1 3. Es ſegne uns Gott, unſer Gott; Es ſegne uns Gott und geb uns ſeinen Frieden. Amen! 4.(Lob und Preis ſei Gott, dem Vater, Und dem Sohn und dem hei⸗ ligen Geiſt: 5. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, Und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen!) Die gläubige Seele fragt Gott um Rath. Mel. Von Gott will ich nicht. 1 2 40 Gott über alle Götter, . Du Hüter Irrael, Mein Hort und mein Erretter, Dem ich mich anbefehl, Der Alles, was ich thu, Von oben muß regieren, Zum guten Ende führen Und ſprechen Ja dazu; 2. Herr deiner Heere Schaaren, ſchon vor langen Jahren Regieret hat die Welt, Der aller Menſchen Sinn In einem Nu kann lenken Und neigen, wenn ſie denken, Zu ſeinem Willen hin: 3. Was ich mir vorgenommen, Iſt dir nicht unbekannt, Was mir in mich bringt. Laß den, den du theur erkauft Und auf dich ſelbſt iſt getauft, Du ſitzſt im Regimente, Sei doch Hand; Drum bring ichs dir nun für; Rath, Kraft und ſtarker Held, Der Sinn iſt kommen, Beruht in deiner Pmtwu i hm 8 U vͤig d w Nal 1 ahun Rte 1 en dn Nurge 1 9 zſel ih dh e 3 2 ren li, wi nen V rit dunn herz, L i w fülen, T tutnden, De nan hd brau t p ſiume de ehm ud eile 5 —— — = — * 1 1 leuh⸗ riennen Got wi: Get t und pb in nen. is ſi Git de ohn een hei mn Aiin, es dvmn Ergkät dle ſtat Gott ch. ril ijuht berall Gütter 1 Hüte Jfras, Errtr,Dem ich les virich thu ren, Iun quten wecen y. dauu, eare Shaaren, nie Ned, dA aͤra Vegjrt aler Nerſcen kannletn Und nen, J feinen geunnen, Ji Pas mir i auht n dine tsdirnnftt dte, Hei dah — zu allem auch mein Regente, Der Fortgang meine Suchn. Sr. frrſche du mein Herz, Laß mich Nichts hi und machen, Das mir kann bringen Schmerz. Was dir zuwider iſt, Das will ich gerne haſſen Und erne fahren laſſen, Weil du mein ater biſt... 5. bi Sinn hat ſich genei⸗ get Zu dem, Was dir bewußt, Was nir mein Vorſchlag zeiget, Dazu hätt ih wohl Luſt. Wie ſieht dein An⸗ ſicht? Was willſt du mir nun ra⸗ geſicht? Was ihen Bei dieſen meinen Thaten, Soll, dder ſoll ich nichlt8e?. 6. Nach dir will ich mich ſchicken Mit Freuden, lieber Gott, Du kannſt nich ſchon erquicken, Biſt bei mir in der Noth. Was du willſt, will auch cc. Wo nicht, will ich nicht wollen, Ich mach es wie wir ſollen, Und lte mich an dich. 7. Thu mir kund deinen Willen, derr zeige deinen Rath; Mein Herz ſt nicht zu ſtillen, Wenns keinen Führer hat. Wie eine wilde Fluth Ausreißt an allen Enden, So pflegt 4 ſich zu wenden, Denkt, Alles ſei ihm gut. 8. Ich habe dir ergeben, Was ich aur kann und bin, Mein Leib, mein Seel, mein Leben; Ach, nimm mich ſlber hin! Du kannſt und willſt ja auch Dein liebes Kind verſorgen Den Abend als den Morgen, Nach Va⸗ ters Art und Brauch. 9. Soll ich dich Vater nennen Und ſagen, daß dus biſt, So gib dich un erkennen Und brauche keine Friſt. Du wollſt ja ſäumen nicht; Ach, Abba, komm und eile, Brauch doch nicht ange Weile, Thu, wie dein Vort verſpricht! 10. Wie fröhlich will ich ſingen, Mein Gott zu deiner Ehr, Wenn mir nun wird gelingen, Was ich von dr begehr. Es ſoll ſich all mein But In meinen Adern freuen, Herz Zung und Mund ſoll ſchreien: Der Herr macht Alles gut! Guten. 749 11. Ja, ja, du wirſts wohl ma⸗ chen, Mein Glaube ſagt es mir; Ge⸗ rathen meine Sachen, Wem dank ichs denn, als dir? Dir, dir gehört der Ruhm, Dich, Wunder⸗Gott, dort oben, Dich ſoll und muß man loben, Mein Schatz und Eigenthum! 12. Ich mag Nichts weiter ſagen, Wo kann ich ſonſt hingehn? Dich ſoll um Rath ich fragen, Das iſt von mir geſchehn. Nun, Vater, es iſt Zeit, Komm, lenke meine Sinnen, Regiere meine Beginnen, Dein Kind hält ſich bereit. D. J. Weickhmann, g. 1662, ſt. 1736. Um die göttliche Weisheit. B. d. Weisheit 9, v. 4. el. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. M 1 41 Werr, aller Weisheit . Quell und Grund, Dir iſt all mein Vermögen kund; Wo du nicht hilfſt und deine Gunſt, Da iſt mein Werk und Thun umſonſt. 2. Ich, leider, als ein Sünden⸗ Kind, Bin von Natur zum Guten blind; Mein Herze, wenn dirs die⸗ nan ſoll, Iſt ungeſchickt und Thorheit voll. 3. Ja, Horr, ich bin gering und ſchlecht, Zu handeln dein Geſetz und Recht; Was meinem Nächſten nütz im Land, Iſt mir verdeckt und un⸗ bekannt. 4. Mein Leben iſt ſehr kurz und ſchwach, Ein Lüftlein, das bald läſſet nach; Was in der Welt zu prangen pflegt, Das iſt mir wenig beigelegt. 5. Wenn ich auch gleich vollkom⸗ men wär, Hätt aller Gaben Ruhm und Ehr Und ſollt entrathen deines Lichts, So wär ich doch ein lauter Nichts. 6. Was hilfts, wenn Einer gleich Viel weiß Und hat zuvörderſt nicht mit Fleiß Gelernet deine Furcht und Dienſt, Der hat mehr Schaden, als Gewinnſt. 7. Das Wiſſen, das ein Menſch hier 750 führt, Wird leichtlich in ihm ſelbſt verirrt; Wenn unſre Kunſt am mei⸗ ſten kann, So ſtößt ſie aller aller En⸗ den an. 8. Wie Mancher urzet ſeine Seel Durch Klugheit, wie Ahitophel, Und nimmt, weil er dich nicht recht 62 Mit meinem Witz ein ſchrecklich End! 9. O Gott, mein Vater, kehre dich dn meiner Bitt und höre mich: Nimm ſolche Thorheit von mir hin Und gieb mir einen beſſern Sinn. 10. Gib mir die Weisheit, die du liebſt Und denen, die dich lieben, gibſt, Die Weisheit, die vor dei⸗ jem Thron Allſtets erſcheint in ihrer Kron. 11. Ich lieb ihr liebes Angeſicht, Sie iſt meins Herzens Freud und Licht, Sie iſt die Schönſte, die mich hält Und meinen Augen wohlgefällt. 12. Sie iſt hoch edel auserkorn, Von dir, o Höchſter, ſelbſt geborn; Sie iſt der hellen Sonne gleich An Tugend und an Gaben reich. 13. Ihr Mund iſt ſüß und tröſtet ſchön, Wenn uns die Augen über⸗ gehn; Wenn uns der Kummer nie⸗ derdrückt, So iſt ſies, die das Herz erquickt. 14. Sie iſt voll Ehr und Herrlich⸗ keit, Bewahrt vorm Tod und großem Leid; Wer fleißig um ſie kämpft und wirbt, Der bleibet lebend, wenn er ſtiibtt. 15. Sie iſt des Schöpfers nächſter Rath, Von Worten mächtig und von That; Durch ſie erfährt die blinde Malt⸗ Was Gott gedenkt in ſeinem Zelt. 16. Denn welcher Menſch weiß Gottes Rath? Wer iſts, der je er⸗ funden hat Den Schluß, den er im Himmel ſchleußt den Weg, den er uns laufen heißt? 17. Die Seele wohnet in der Erde Und wird durch ihre Laſt beſchwert: Die Sinne, hin und her zerſtreut, Sind ja vom Jrrthum nicht befreit. Um Verleihung göttlicher Gnade 18. Wer will erforſchen, was Gott ſetzt, Und ſagen, was ſein Herz er⸗ götzt? Es ſei denn, der du ewig letſt Daß du uns deine Weisheit gebſt. 19. Drum ſende ſie von deinem Thron Und gib ſie deinem Glau⸗ bens⸗Sohn; Ach, ſchütt undigeuß ſie reichlich aus In meines Herzens ar⸗ mes Haus! b 20. Beſiehl ihr, daß ſie mit mit ſei Und, wo ich gehe, ſtehe bei, Wenn ich arbeite, helfe ſie Mir wa⸗ gen meine ſchwere Müh. 21. Gib mir durch ihre weiſe Hand Die recht Erkenntniß und Verſtand, Daß ich an dir alleine kleb Und nur nach deinem Willen leb. 22. Gib mir durch ſie Geſchicllich⸗ lichkeit, Zur Wahrheit laß mich ſein bereit, Daß ich nicht mach aus Sauer Süß, Noch aus dem Lichte Finſterniß. 23. Gib Lieb und Luſt zu deinem Wort, Hilf, Daß ich bleib an mei⸗ nem Ort Und mich zur frommen Schaar geſell, In ihren Rath mein Weſen ſtell. 24. Gib auch, daß ich gern Jeder⸗ mann Mit Rath und That, ſo gut ich kann, Aus rechter ungefälſchter Treu Zu helfen allzeit willig ſei: 25. Auf daß in Allem, was ich thu, In deiner Lieb ich nehme zu. Denn, wer ſich nicht der Weisheit gibt, Der bleibt von dir auch un⸗ geliebt. P. Gerhard, g. 1606,ſt. 1676. Um Kraft, in unſerm Stande Gutes zu thun. Beſonders für Dienſtboten und Arbeiter. Mel. Auf meinen lieben Gott. 8 err Gott, durch deine 1242. 85 Hand Führ mich in meinem Stand, Darein du mich be⸗ ſtellet: Damit, was dir gefället, Mit gutem Fleiß und Willen Ich möge ſtets erfüllen. 2. Verleihe, daß ich nicht Vergeſſe koeen So mein Her wer düir dir zu tnderhören. 1 rtt Jitrung ehr. Nün 143,9 1dPn neiner e 29T = — — — S —— — — = — Vdet du e ns deine 1 ri ſeleiching net mit a Ht nahas önr mähteinſenn nd git deirn ich leit an me⸗ iih au iumnen ihren gech nein ign Jer und Ih, ſo zu der mefüſſhe lheit wlig ſei ieb ih wehme zu ict dr Weishät vor dr auch ur⸗ nſemn Stande Riiet ers für n Wweiter Kliön Gott Got. urch din ndzibr mihh n rein ſu mich be di gfälle M M Ich nge rtt Wanyſt rd,0 ſ. 6l zu allem ne Pflicht; Laß ohne Widerſt re⸗ penai izn Werke leben; Laß mich doch thun in Allen Nach dei⸗ nen Wohlgefallen. 3 Hilf, daß ich laſterfrei Und ſtets choriam jei Dem Herren und den auen, Die mir ihr Thun ver⸗ kauen; Laß mich zu ihrem From⸗ nen Sein in den Dienſt genommen. 4. Gib Gnade, daß ich treu, omm, keuſch und redlich ſei, Und 3 ja Nichts geſchehen, Draus Schade tann entſtehen; Laß mich auch Nichts begehren, So mein Herz kann be⸗ weren.— üeisendheit Kraft und Stärk Gib mir, daß ich mein Werk Kann nach Gebühr vollbringen; Laß mich nach Jugend ringen Und neben andern daben Auch Witz und Klugheit haben. 6. Dem Allen, was ich thu, Gib den Gnade zu. Auf allen meinen Pegen Verleih mir deinen Segen, Daß alle meine Thaten Mir mögen wohl gerathen.— 7. Ach Gott, Eins bitt ich noch: Ein alhu ſchweres Joch Wollſt du mir nicht aſenden, Daß ich noch kann anwen⸗ den Ein Stündlein dir zu Ehren. Gott, du wirſt mich erhören. fälhn vas um göttliche Führung auf ebener Bahn. Pſalm 143, v. 10. Mel. O Jeſu, meiner Seelen Leben. 9), 3 Werr Jeſu Chriſt, mein 124.. 1 1 inhriſte Er⸗ neure meinen Geiſt ſammt Leib und Seel! Dir, dir hab ich mich ganz er⸗ geben, Mit meiner Seel dich innig⸗ ich vermähl: Ach, nimm dich meiner Seele an Und zeige mir und zeige mir die Lebens⸗Bahn! 2. Gott, mich heißt. ach, führe mich auf ebner Bahn! Und weil ich auch allhier noch ſbe, So gib mir deinen heilgen, gu⸗ ten Geiſt, Daß ich in deinem Willen ſchwebe Und thue nur, was du, mein 6 Ach nimm dich meiner allziit an Und führe mich, Guten. 751 3. Mein Jeſu, laß mich mit dir ſterben Und dann auch mit dir gehn in Ewigkeit; Was ſündlich iſt, laß ganz verderben; Ach, mache mich, mein Gott, fein bald bereit! Ach, nimm dich meiner Seele an Und führe mich, ja führe mich die Lebens⸗ Bahn! 4. Wenn ich von auß⸗ und innen leide Anfechtung, Schmach, Verfol⸗ gung, Angſt und Pein, So gib, daß ich ſtets bleib in Freude Und allzeit könne gutes Muthes ſein. Ach, nimm dich treulich meiner an, So fehl ich nicht, ſo fehl ich nicht der rechten Bahn! 5. O Jeſu Chriſte, Heil der Men⸗ ſchen, O wahrer Gott von aller Ewig⸗ keit, Die Sünde wollſt du in mir dämpfen, Die ſich in mir noch regt zu dieſer Zeit! Ach, nimm dich mei⸗ ner herzlich an Und führe mich, ja führe mich die Lebens⸗Bahn! Joh. Friedr. Sannom. Um tägliche Ernenerung. Mel. Herr Chriſt, der ewig. 12 4 4 Per Jeſu, Gnaden⸗ b. Sonne, Wahrhaf⸗ tes Lebens⸗Licht, Laß Leben, Licht und Wonne Mein blödes Angeſicht Nach deiner Gnad erfreuen Und mei⸗ nen Geiſt erneuen: Mein Gott, ver⸗ ſag mirs nicht! 2. Vergib mir meine Sünden Und wirf ſie hinter dich; Laß allen Zorn ver⸗ ſchwinden Und hilf henadiglich Daß deine Friedens⸗Gaben MeinHerze ferner laben: Ach, Herr, erhöre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen Den alten Adams⸗Sinn Und laß mich dich erwählen, Auf daß ich mich forthin zu deinem Dienſt ergebe Und dir zu Ehren lebe, Weil ich erlöſet bin. 4. Befördre dein Erkenntniß In mir, mein Seelen⸗Hort, Und öffne mein Verſtändniß Durch dein heili⸗ ges Wort, Damit ich an dich gläube Und in der Wahrheit bleibe Zu Trotz der Höllen⸗Pfort. 5. Tränk mich an deinen Brüſten Und kreuzge mein Begier Sammt 75² Um Verleihung allen böſen Lüften, Auf daß ich für und für Der Sünden⸗Welt abſterbe Und nach dem Fleiſch verderbe, Hin⸗ gegen lebe dir. 6. Achl zünde deine Liebe In mei⸗ ner Seele an, Daß ich aus rechtem Triebe Dich ewig lieben kann Und dir zum Wohlgefallen beſtändig möge wallen Auf rechter Lebens⸗Bahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, Verleih mir Kraft und Muth! Denn das ſind Gnaden⸗Werke, Die dein Geiſt ſchafft und thut; Hingegen meine Sinnen, Mein Laſſen und Beginnen Iſt böſe und nicht gut. 8. Darum du Gott der Gnaden, Du Vater aller Treu, Wend allen Seelen⸗ Schaden Und mach mich täglich neu; Gib, daß ich deinen Willen Gedenke zu erfüllen, Und ſteh mir kräftig bei! L. A. Gotter, g. 1661, ſt. 1735. Um brünſtige Liebe zu Gott. Mel, Auf meinen lieben Gott. 12 4 5 Har Jeſu, mine Ruh, . Ach, laß mich immerzu In deiner Liebe brennen Und dich im Herzen kennen Und preiſen deinen Namen Mit dem erwählten Samen! 2. Herr, deiner Liebe Kraft, So Alles in mir ſchafft, Erneure meine Sinnen; Mein Thun und mein Be⸗ Ninnen Sei nur auf dich gerichtet, ir hab ich mich verpflichtet. 3. Verlobe dich mit mir, Ich hab mich ja auch dir Zu eigen ganz ge⸗ ſchenket: In dir bleib ich verſenket, Wir müſſen uns im Lieben Stets mit einander üben. 4. Du biſt allein mein Heil Und meines Herzens Theil; Ach, gib dich meiner Seelen, Wollſt dich mit mir vermählen, Dir bin ich ganz ergeben Im Tod und auch im Leben. 5. Herr, deine Freudigkeit Sei meine Freud im Leid, Und deine große Güte Rühr kräftig mein Ge⸗ müthe, Daß ich auf dich nur baue Und auf dein Heil nur ſchaue. 6. Zu deiner Herrlichkeit Mach mich, o Gott, bereit; Laß mich ſtets göttlicher Gnade an dir bleiben, Kein Luſt von dir ab⸗ treiben; Ach, komm doch in mein Herze Und freundlich mit mir ſcherze! 7. Send mir von deinem Thron, Du wahrer Gottes⸗Sohn, den Geiſt der Kraft und Stärke, Daß ich ihn ſtets vermerke In allen meinen Sin⸗ nen, Er ſelbſt ſei mein Beginnen. 8. So ſei auch für und für, Herr, anbefohlen dir: Der alte Adam ſterbe, Der neue Menſch ererbe Das Reich der Kraft und Ehren, Ein Amen laß mich hören! J. F. Sannom. Um göttliche Leitung und Lehre. Pſalm 143, v. 10. Mel. O Gott, du frommer Goti. 12 46 Peun⸗ meines Lebens . A&eᷣ Fürſt, Ich weiß nicht recht zu leben, Wo du zum Lehren wirſt Nicht deinen Geiſt mir geben; Ach, drum ſo ſende mir den Geiſt der Wahrheit zu, Daß ich im Leben ſtets nach deinem Willen thu. 2. Mein Sinn, der ſündlich iſt, Treibt mich nur zu dem Allen, Was Fleiſch und Blut gelüſt, Was Satan mag gefallen; Allein dein guter Geiſt Muß lenken Herz und Sinn, Damit nach deinem Wort Ich dir gefällig bin. 3. Ach, Herr, drum lehre mich Durch deinen Finger wiſſen Den Wandel, deſſen ich Soll ſtetig ſein befliſſen; Ja lehre mich doch gehn Die Wege, die ich weiß, Damit aus meinem Thun Blüh deines Namens Preis. 4. Wohlan, du biſt mein Gott! Dir hangich an im Glauben, So kann mich dir zum Spott Kein düſtres Irr⸗ licht rauben; Du biſt mein Gott, das ſchließt Zugleich den Denkſpruch ein: Gott ſoll, Gott will, Gott wird Mein treuer Leitſtern ſein! M. D. Mehnert, g 1694, ſt. 1756. Um wahren Ernſt im Chriſtenthum. In voriger Melodie. 1147. Hebertei d 0, ⸗— 1. 5 3 (dict nch kfin Aara iis Ru ſen n busn ſtrke m rih indinen Vor drnde du ma dintwe ibe un ultih Kächſten d bien bdud, ticbn Und hih Güe mnütig nöge —— — — — — — — — — — — ꝑ= — = — — — — — ———— — —— —— —= — == — —— — Rejwlnd Migte Vaterlan Teun brtes 4 Air agener h 6)dc henſet errte das Rit b 4 Ameic Pß. Sannon tung u dehrt. 3, w. U. du fronnt Goh t, Renns Leben⸗ ürt Ib eiß i v u an Lehta eit nr geber demn ſen Geit Dihim Ceber llet h „der ſüdich i. u dn ler, Was — dlſt Ws Satn ein digterGeſt unden, Dant cdrgälig i mlegenic nit u menen Nanen Prt. ii min Gott! Nauben So ann Kindures I ſtweinott, ds tDauiſruch en. rttid Rin n Kt, ln,.ni Nobritenthmn halai d elitlſtr Cet du ſiir dieſe zu allem Guten. Leib, Seele und Vernunft Pberen haſt gegeben, Regiere ferner mich Durch deinen guten Geiſt, Daß er in allene dhun Mir Kraft und iſtand leiſt! Liſ Hilf,daß ich allezeit Des Fleiſches Liſte meide, Hingegen emſiglich Des Geiſtes Werke treibe Und gute Ritter⸗ ſchaft Ausübe, auch dabei In Hoffnung immer ſtark Und feſt gegründet ſei. 3. Gib, daß ich als ein Chriſt Wie Ehriſtus mich bezeige, Und meine Ohren ſtets Zu ſeiner Lehre neige; Im Glauben ſtärke mich, Daß ich der argen Welt Nicht folge, wenn ſie mich Von deinem Wort abhält. 4. Entzünde du mein Herz Mit deiner wahren Liebe Und gib, daß ich zugleich Am Nächſten Liebe übe. Ver⸗ lihe mir Geduld, Wenn Trübſal bricht herein, Und hilf, daß ich im Glück Demüthig möge ſein. 5 Verleihe, daß ich ſtets Nach dei⸗ nem Reiche ringe, Auf daß dein Se⸗ gen ſich Zu mir herunter dringe: Wer nach dem Ewigen Vor allen Dingen tracht, Der wird auch wohl mit dem, Was zeitlich iſt, bedacht. 6. Haß, Falſchheit, Uebermuth Und heuchelei daneben Laß ja an mir nicht ſein In meinem ganzen Leben; ditt, Unrecht, Frevel, Geiz Und Un⸗ barmherzigkeit Sei ferne weg von mir, O Gott, zu aller Zeit! 7. Mit deiner rechten Hand, Herr, wolleſt du mich leiten Und ſchützen Tag und Nacht, Daß meine Tritt nicht gleiten; Du wolleſt meine Burg Und Schutz in Nöthen ſein, Wenn ich in meinem Amt Ausgehe oder ein! 8. Zuletzt erlöſe mich Von allem Kreuz und Leiden, Und wenn ich ſoll eumal Von dieſer Welt abſcheiden, So ſtehe du mir bei Mit deiner Gnaden⸗Hand Und führe mich hinauf Ins rechte Vaterland! Um Gnade Gottes im Leben und Sterben. In eigener Melodie. 1248. es ed za9 dich, oHerr! Ich bitt, 753 Aus wollſt ſein von mir nicht fern Mit deiner Hilf und Gnaden. Die ganze Welt erfreut mich nicht, Nach Himml und Erde frag ich nicht, Wenn ich dich nur kann haben; Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, So biſt du doch mein Zuverſicht, Mein Heil und meines Herzens Troſt, Der mich durch ſein Blut hat erlöſt. Herr Jeſu Chriſt, Mein Gott und Herr, Mein Gott und Herr, In Schanden laß mich nimmermehr! 2. Es iſt ja, Herr, dein Gſchenk und Gab Mein Leib und Seel und was ich hab in In dieſem armen Le⸗ ben: Damit ichs brauch zum Lobe dein, Zu Nutz und Dienſt des Näch⸗ ſten mein, Wollſt mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falſcher Lehr, Des Satans Mord und Lügen wehr; In allem Kreuz erhalte mich, Auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jeſu Chriſt, Mein Herr und Gott, Mein Herr und Gott, Tröſt mir mein Seel in Todes⸗Noth! 3. Ach, Herr, laß dein lieb Enge⸗ lein Am letzten End die Seele mein In Abrahams Schooß tragen, Den Leib in ſeinm Schlafkämmerlein Gar ſanft, ohn einig Qual und Pein Ruhn bis am jüngſten Tage! Als⸗ dann vom Tod erwecke mich, Daß meine Augen ſehen dich In aller Freud, o Gottes⸗Sohn, Mein Heiland und mein Gnaden⸗Thron! Herr Jeſu Chriſt, Erhöre mich, Erhöre mich: Ich will dich preiſen ewiglich! K Mart. Schalling, g. 1532, ſt. 1608. Um allgemeine Hilfe in allen Dingen. Pſ. 118. v. 25. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 9 ac⸗Milf uns, Herr, in allon 1249. 9 Dingen, Daß wir unſer Amt und Werk Wohl anfan⸗ gen und vollbringen, Gib uns Weis⸗ heit, Kraft und Stärk. Ohne deine Segens⸗Hand Iſt verloren Stadt und Land. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß Alles wohl gelingen! 48 2. Hilf uns, Herr, an allen Or⸗ ten, Wo wir dein bedürftig ſein; Brich der Höllen Macht und Pforten Und gib deinem Häufelein Und der ganzen Chriſtenheit Liebe, Fried und Einigkeit. Hilf uns, Herr, ec. 3. Hilf uns, Herr, auf allen Sei⸗ ten, Im Gelück und Ungelück, Käm⸗ pfen, ſtreiten und arbeiten Wider Satans Liſt und Tück, Wider ei ſches⸗Luſt und Pracht, Wider weltlich Ehr und Macht. Hilf uns, ꝛc. 4. Hilf uns, Herr, in allen Nö⸗ then, Aller Trübſal und Gefahr; Alles, was uns könnte tödten Und verderben ganz und gar, Durch dein Hand und deinen Fuß Uns zum Beſten dienen muß. Hilf uns, ꝛc. 5. Hilf uns, Herr, aus allen Flu⸗ then Der betrübten Krieges⸗Noth; Wirf einmal die Zornes⸗Ruthen In die Gluth, die feuerroth. Laß uns ohne dieſes Joch Nur im Friede Um Verleihung göttlicher Gnade ſterben noch. Hilf uns, ꝛc. 6. Hilf uns, Herr, aus allem Jam⸗ mer Der beſorgten Hungers⸗Noth, Die uns führt zur Todes⸗Kammer Und iſt ärger, als der Tod. Das be⸗ ſcheiden Theil beſcher, Ueberfluß und angel wehr. Hilf uns, ꝛc. 7. Hilf uns, Herr, aus allen Lei⸗ den In der letzten Todes⸗Noth; Laß uns fahren hin mit Freuden Und durch dich und deinen Tod Bald und glücklich kommen fort Zum gewünſch⸗ ten Lebens⸗Port. Hilf uns, ꝛc. 8. Hilf uns, Herr, aus allen Aeng⸗ ſten Dieſer eitlen kurzen Zeit In das Land, da wir am längſten Bleiben in all Ewigkeit, In das ſchöne Pa⸗ radeis, Uns zur Freude, dir zum Preis. Hilf uns, ꝛc. 9. Hilf uns, Herr, aus allem Zwei⸗ fel In der höchſten Seelen⸗Angſt, Die uns Welt, Vernunft und Teufel Ein⸗ gebildet hat vorlängſt. O, Herr Jeſu, laß dein Wort Sein und bleiben unſern Hort! Hilf uns, ꝛc. 10. Hilf uns, Herr, aus allem Grauen In der größten Sünden⸗ Angſt, Daß wir auf die Zahlung bauen, Die du haſt gethan vorlängſt. O, Herr Jeſu, laß dein Blut Mir ja kommen auch zu Gut! Hilf uns, ꝛc. 11. Hilf uns, Herr, in letzten Zä⸗ gen Aus der letzten Höllen⸗Angſt; Laß uns ritterlich obſiegen, Wie du obgeſieget längſt. O, Herr Jeſu, deine Hand Leiſt uns Hilfe und Beiſtand, Daß wir dir in allen Dingen Ewig Lob und Ehre ſingen. M. Mart. Rinckart, g. 1586, ſt. 1649. Eben dieſes Lied kürzer und ver⸗ ändert. In voriger Melodie. Oder: Werde munter, mein. )/ bMWilf uns, Herr, in 1249. H allen Dingen, Daß wir unſer Amt und Werk Wohl an⸗ fangen und vollbringen, Gib uns Weisheit, Kraft und Stärk. Ohne deine Hilf und Gunſt Iſt all unſer Werk umſonſt. Hilf uns, Herr, in allen Dingen Und laß Alles wohl gelingen! 2. Hilf uns, Herr, an allen Or⸗ ten, Wo wir dein bedürftig ſein: Brich der Höllen Macht und Pforten Und gib deinem Häufelein, Deiner armen Chriſtenheit, Liebe, Fried und Einigkeit. Hilf uns, Herr, ꝛc. 3. Hilf uns, Herr, in allen Roö⸗ then, Aller Trübſal und Gefahr, Laß uns keine Drangſal tödten, Nimm doch unſer Aller wahr, Das Kreuz, Elend und Verdruß Uns zum Beſten dienen muß. Hilf uns, ꝛc. 4. Hilf uns, Herr, aus allen Lei⸗ den In der letzten Todes⸗Noth; Laß uns fahren hin mit Freuden Und durch deinen bittern Tod Kommen in das Paradeis, Uns zur Freude, dir zum Preis. Hilf uns ꝛc. 5. Hilf uns, Herr, in letzten Zü⸗ gen, Hilf nach unſrer Zuverſicht, Laß uns ritterlich obſiegen Und zu Schan⸗ den werden nicht. O, Herr Jeſu, deine Hand Leiſt uns Hilfe und Bei⸗ ſtand, Daß wir nach vollbrachtem Rin⸗ gen Dir Lob und Dank ewig ſingen. —— 1 — 2— ——=— 8h —= — — — —* G⅜ — — ₰ na —. —— — — — — — — 5 — — nJ hh wich in chnidvelaſfer enthinden, ni di So wer enen beſſ dyſit mein bl. ps 1 Fhähne. 4 üücuin 1 Nan in Get . nin g Gi la kürzer ert. t Melehi. muntzt me n ſerr, i 3 alen omen, Ah Ri Pohl a Ningn, Gib un und Sin. Ohn unſt Nt il umee funs hn inalen lesnagleingen 4* en N en N· n baüig ſen. Natt m Pern Huftn, Daner „Lede ried un 6, H. n, ij illen R⸗ lund Geahr, Loh 1 tden Ninn lu pn Beſte rahr, Des Kreut un, d. en, ab alen Le Tldesdoth, La it ed ns hle und 9 lnichen onkevig ſinge li. u allen Lei⸗ um gewiſſeuhaften Wandel. Mel. Nun danket Alle Gott. 50 3 danke dir, mein 12 ¹ Gott. Bas du mi egeben Gnad und Zeit, daß i ht den hier zu Ehren leben; Re⸗ gier nun auch mein Herz, Steh bei mir früh und ſpat, In allem meinen Thun Gib ſelber Rath und That. 2. Laß mein Vorhaben ſtets Auf deine Augen ſehen, Die Alles ſehen, was Ich thu, was ſoll geſchehen, Laß die Gedanken ſtets Auf dieſer Probe ſtehn: Gott ſiehts, Gott hörts, Gott trafts, Du kannſt ihm nicht entgehn. 33 Lehr mich bedenken wohl In allen meinen Sachen: Iſts denn auch techt, wenn ichs Der Welt gleich wollte machen? Iſts denn auch recht, abs gleich Die Menſchen achten nicht? Its recht vor Gott? Iſts recht Vor ſeinem Angeſicht? 4 Ach, führe mich, mein Gott, Und laß ja nicht geſchehen, Daß ich ſellt ohne dich Auch Einen Schritt nur gehen; Denn wo ich ſelbſt mich führ, So ſtürz ich mich in Tod; Führſt du nich aber, Herr, So hat es keine Noth. 5. Laß mich verlaſſen mich Und von mir ſelbſt entbinden, Nicht ſuchen mich, nur dich, So werd ich mich doch iinden An einem beſſern Ort; Sucht ich mich ohne dich, So würd ich doch gewiß Niemals recht finden mich. 6. Laß deine Gnad an mir Doch in nicht ſein vergebens, Erfülle mich vielmehr Mit Kräften deines Lebens So, daß ich meine Seel In Ewigkeit ahöh Und ich ſchon jetzt in dir Geh, ſite, lieg und ſteh. D. J. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. V. 4. 5. 6. Verfaſſer unbekannt. Um Förderung der Berufs⸗Arbeit. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 25 4 In Gottes Namen fang 1251. 4 ich an, Was mir zu thun gebühret: Mit Gott wird Alles wohl gethan Und glücklich ausgeführet. as man in Gottes Namen thut, zu allem Guten. 755⁵ Iſt allenthalben recht und gut Und kann uns auch gedeihen. 2. Gott iſts, der das Vermögen ſchafft, Was Gutes zu vollbringen; Er gibt uns Segen, Muth und Kraft Und läßt das Werk gelingen, Daß uns ein reicher Zug entſteht Und dergeſtalt zur Nahrung geht, Daß wir Vergnügen haben. 3. Wer erſt nach Gottes Reiche tracht Und bleibt auf ſeinen Wegen, Der wird gar leichtlich reich gemacht Durch Gottes milden Segen: Da wird der Fromme voll und ſatt, D ß er von ſeiner Arbeit hat Auch Ar⸗ men Brodt zu geben. 4. Gott iſt der Frommen Schild und Lohn, Er krönet ſie mit Gnaden; Der boöſen Welt ihr Neid und Hohn Kann ihnen gar nicht ſchaden. Gott decket ſie mit ſeiner Hand, Er ſegnet ihre Stadt und Land Und füllet ſie mit Freuden. 5. Drum komm, Herr Jeſu, ſtärke mich, Hilf mir in meinen Werken; Laß du mit deiner Gnade dich Bei meiner Arbeit merken; Gib dein Ge⸗ deihen ſelbſt dazu, Daß ich in Allem, was ich thu, Ererbe deinen Segen! 6. Regiere mich durch deinen Geiſt, Den Müßiggang zu meiden, Daß das was du mich ſchaffen heißt, Geſcheh mit lauter Freuden, Auf daß ich dir mit aller Treu Auf dein Gebot gehor⸗ ſam ſei Und meinen Nächſten liebe. 7. Nun, Jeſu, komm und bleib bei mir! Die Werke meiner Hände Befehl ich, liebſter Heiland, dir: Hilf, daß ich ſie vollende Zu deines Namens Herrlichkeit Und gib, daß ich zur Abend⸗ Zeit Erwünſchten Lohn empfange! M. S. Liskow, g. 1640, ſt. 1689. Um wahre Seelen⸗Ruhe. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. Oder: Auf, mein Herz, geh mit zu. 1252 Mehre doch nun einmal . A wieder, Liebe Seel, und ſuche Ruh; Lege alle Sorgen nieder Und gedenke, wie doch du Deinem Gott im Tod und Leben Willſt zu eigen dich ergeben. 48* ——— —— —— — . , — — 4 *——m —— 4 2. Du haſt ja genug geſehen Alles Eitle in der Welt, Es wird dorten Nichts beſtehen, Was dir jetzt ſo woh gefällt: All dein Freude, all dein Nachen Wird dir eitel Herzleid machen. 3. Ei, ſo laß doch Alles fahren, Was ſo nicht⸗ als flüchtig iſt; Suche dich mit dem zu paaren, Deß du ſchon ganz eigen biſt, Der durch ſei⸗ nen Tod und Sterben Dich erlöſet vom Verderben. 4. O Herr Jeſu, meine Liebe, Nimm du mich doch wieder an; Gib, daß ich mich recht betrübe, Wenn ich dich nicht lieben kann; Laß mein Sinnen und mein Dichten Nur al⸗ lein zu dir ſich richten. 5. Bleib du mir in meinem Herzen, Sei du meine Lieb und Luſt; Laß mich ſtetig mit dir ſcherzen, Drücke mich an Um Verleihung göttlicher Gnade und Herr! Von dir laß mich Nichts treiben, Halt mich bei reiner Lehr. 1 Herr, laß mich ja nicht wanken, Gib mir Beſtändigkeit: Dafür will ich dir danken In alle Ewigkeit. deine Bruſt. Küſſe mich mit deinem Munde In der letzten Todes⸗Stunde! 6. Hab ich gleich es oft verſehen Und mich abgewandt von dir, So wirſt du mich nicht verſchmähen, Wenn ich vor der Gnaden⸗Thür Mich dir lege zu den Füßen Und Buß⸗ Thränen laſſe fließen. 7. Ich bekenne meine Sünde, Ich beklage meine Zeit. Ach, wie mancher Tag und Stunde Iſt vollbracht in Eitelkeit! Nun, ich ſoll dir Rechnung geben Wie ich hab geführt mein Leben. 8. Ach, ſei gnädig und verſchone, Geh nicht mit mir ins Gericht, Son⸗ dern mir aus Gnaden lohne, Und was Gutes mir gebricht, Wolleſt du durch dich erſetzen Und mich als dein eigen ſchätzen! 9. Ich bin dein und will es blei⸗ ben: Herze, Seele, Muth und Sinn Soll kein Leid noch Freud abtreiben; Nimm mich gnädig zu dir hin; Laß mich in der Liebe ſterben Und das Himmelreich ererben! A. H. Buchholtz, g. 1607, ſt. 1671. Um Beſtändigkeit im Guten. Mel. Herzlich thut mich verlangen⸗ D. N. Selneceer, g. 1532, ſt. 1592. Der 86. Pſalm. Mel. Herr, nicht ſchicke dein 2 ſaß, o Herr, dein Ohr 1 25 4. 1 ſich neigen, Dir mein Wort zu Herzen ſteigen; Stoß mich ja nicht von dir hin, Weil ich arm und elend bin. Hüte meine Seel und Leben, Die ich heilig dir ergeben. Deinen Diener bring aus Noth, Der auf dich nur hofft, o Gott! 2. Gnade, Herr, wenn mit Gebete Alle Tag ich vor dich trete; Springe deinem Diener bei, Daß mein Hexz erfreuet ſei,; Denn zu dir ſteht mein Gemüthe, Du biſt gut und ſelbſt die Güte Und verſtößeſt Keinen nicht, Welcher dich um Schutz anſpricht. 3. Herr, ich bitte, laß mein Schreien Vor dein treues Ohr ge⸗ deihen; Höre, ſtarker Helfersmann, Meine Seufzer gnädig an! Wenn mich Trübſal ganz umringen Und die höchſten Nöthe dringen, So geht mein Geſchrei vor dich, Denn ich weiß, du höreſt mich. 4. Niemand kann ſich dir verglei⸗ chen, Aller Rath muß deinem wei⸗ chen. Aller Heiden große Schaar, Die dein Werk ſind ganz und gar, Werden, Herr, vor dir ſich neigen, Deinem Namen Ehr erzeigen. Gro iſt deiner Wunder Schein Und du biſt nur Gott allein. gehen Und in deiner Wahrheit ſtehen, Halt mein Herz bei dem allein, Daß ich dich, Gott, fürchte rein; Dan will ich, o Herr, dir ſagen, Wenn du wegnimmſt meine Plagen, Del⸗ nes Namens Herrlichkeit Will ich preiſen jederzeit. 6. Groß iſt deine Güt und Gabe: 1253. Läauesenene Du haſt aus dem tiefen Grabe Meine 5. Lehr auf ebner Bahn mich ian Grtesr dobes 2e„ fir un ardn Salk ſir n bua uan . fn hälr, nt Hell„ar die Näealän Undmm Win nirg t ren Firde gräm berſſtnen, n Sht pecit Und dihi nn bot Vate⸗ lntaben ſch ver i dud dinen T dädle Auth, Heilg ftwin Und auf! e Ahic jett u upiemrſä bereit iin d lanntt de der ſcher Gnaden⸗ Syrichw. 23, 80 Nun ſich der; bwr mr, de uwu 4 detz vera in gtits g Aain Geſch n ie uberuf tiniäit an zu allem Guten. 757 lh nich g ebracht. O Gott, ſtolzer 5. Doch aber ſteht es nun in Reu, be mm Sehahac Will an meiner Noth Erkennt ſein Uebelſtand Und träget diitwain gi laben, Die dich nicht vor Augen jetzo vor dem Scheu, Daraus zuvor füt il h haben; Die Gottloſen ſtehen mir Luſt fand. Guigie 5 der Seele für und für. 6. Hier fällt und liegt es dir zu dar, g.hd ſ.h 7. Du hingegen haſt Erbarmen, Fuß Und ſchreit: Nur ſchlage zu; Zer⸗ r, mein Helfer, mit den Armen. knirſch, o Vater, daß ich Buß Recht⸗ Pſelm. 5 biſt gnädig für die Schuld, Trä⸗ ſchaffen vor dir thu! r tien geſt lange Zeit Geduld. Deine Güt 7. Zermalm mir meine Härtigkeit, 15 ed it nicht zu zählen. Deine Wahrheit Mach mürbe meinen Sinn, Daß ich hen dn. nag nicht fehlen; Siehe mich nur wie⸗ in Seufzen, Reu und Leid Und Thrä⸗ in. 3 1 de an, Mda ih Gnadn üren ienn nen ganz zerrinn. en Shh ni„Laß doch deinen ſich ſtär⸗ 8. Sodann nimm mich, mein Je a Vicm ien, Deiner Magd Sohn: Rettung Chriſt, Tauch mich niche dein Wen teme ealug metken. Laß ein Gnaden⸗Zeichen ſehn Ich glaub, daß du gekreuzigt biſt dit Nagta Und zum Veſten mir geſchehn, Daß Der Welt und mir zu Gut. Mas h I ſch meine Feinde gräne Und dar 9. Stärk mein ſonſt ſchwache Glau⸗ *Ge über müſſen ſchämen, Wenn du mich bens⸗ Haad, zan foßſen anf der a⸗ rens, m Schuß gefaßt Und ſo reich getrd⸗ zia de Behedung Unterpfund: Das ich tie Spina fet haſt. mluce Allege Ang nterpfand: Da A 1 51 9. diſ Gott uter. daßveinhr e u d. Schent gnir nach deiner Jeſus⸗ hn Allenthalben ſich vermehre; Jeſu Huld Geechtigkeit und Heil. Und 1 1 atudſlbſtde Chriſt, durch deinen Tod Rette mich. undt eit im nt. as aller Noth; Heilger Geiſt, mich nimm auf dich mein Sünden⸗Schuld Stug itc. fart regiere Und auf rechtem Wege Und mein verdientes Theil. bit, N ni. führe, Daß ich jetzt und allezeit Dir 11. In dich wollſt du mich klei⸗ dtraus ſr g u dienen ſei bereit! den ein, Dein Unſchuld ziehen an, Daß ich von allen Sünden rein Vor ker giirenann, di i Wemn 3 dun. Und Uebergabe des Herzens zu gött⸗ Gott beſtehen kann. 12. Gott, heilger Geiſt, nimm du drnna, Sn gäit licher Gnaden⸗Wirkung. auch mich In die Gemeinſchaft ein: di Pm ih G. Ergieß um Jeſu willen dich Tief in h. 3 Sprüchw. 23, v. 26. mein Herz hinein!. 3 wſch di vergle⸗ Mel. Run ſich der Tag geendet. 13. Dein göttlich Licht ſchütt in un dnn 95 ein Gott, das Her mich aus Und Brunſt der reinen 5 Schn, 1255. M ich bringe Br Nens Lieb; Löſch Finſterniß, Haß, Falſch⸗ H iid ga., Gabe und Geſchent dn rderſ die⸗ heit uus, Schenk mir ſtets deinen ſt neigen ſes ja von mir, Deß bin ich einge⸗ 1 un 1 dent. 8 g 14. Hilf, daß ich ſei von Herzen Sun nd 2. Gib mir mein Sohn, dein Herz, treu Im Glauben meinem Gott, Daß tmichſt du, Das iſt mir lieb und mich im Guten nicht mach ſcheu Der mn Un nih werth; Du findeſt anders auch nicht Welt Liſt, Macht und Spott. hante geͤn. Auh Im Himmel und auf Erd. 15. Hilf, daß ich ſei von Herzen dn alin, Dßh 3. Nun, du, mein Vater, nimm es feſt Im Hoffen und Geduld, Daß, he t Dan an, Mein Herz, veracht es nicht! Ich wenn du nur mich nicht verläßt, Mich t en, Wem ebs, ſo gut ichs geben kann: Kehr tröſte deine Huld. 4 e Pogn, D mir dein Geſicht. 16. Hilf, daß ich ſei von Herzen et Wü ic 4. Zwar iſt es voller Sünden⸗ rein Im Lieben und erweis, Daß Wuſt ÜUnd voller Eitelkeit, Des Gu⸗ mein Thun nicht ſei Augenſchein, Güud Git. en aber unbewußt, Der wahren Durchs Werk zu deinem Preis. nGite Rm Nrömmigkeit. 117. Hilf, daß ich ſei von Herzen 7 1 * 1 3————— ——————— —— 758 Um Verleihung ſchlecht, Aufrichtig, ohn Betrug, Daß meine Wort und Werke recht, Und Niemand ſchelt ohne Fug. V 18. Hilf, daß ich ſei von Herzen klein, Demuth und Sanftmuth halt, Daß ich von aller Welt⸗Lieb rein, Vom Fall aufſtehe bald. 19. Hilf, daß ich ſei von Herzen fromm, Ohn alle Jelrchelol⸗ Damit mein ganzes Chriſtenthum Dir wohl⸗ gefällig ſei. b 20. Nimm gar, o Gott, zum Tem⸗ pel ein Mein Herz hier in der Zeit, Ja, laß es auch dein Wohn⸗Haus ſein In jener Ewigkeit! 21. Dir geb ichs ganz zu eigen hin: Brauchs, wozu dirs gefällt. Ich weiß, daß ich der Deine bin, Der Deine, nicht der Welt. Drum ſoll ſie nun und nim⸗ 12, ſd Dieß richten aus bei mir, Sie lock und droh auch noch ſo ſe hr, Daß ich ſoll Renen ihr. 23. In Ewigkeit geſchieht das nicht. Du falſche Teufels⸗Braut! Gar we⸗ nig mich, Gott Lob, anficht Dein glänzend Schlangen⸗Haut. 24. Weg Welt, weg Sünd! Dir geb ich nicht Nein Herz; nur, Jeſu, dir Iſt dieß Geſchenke zugericht: Behalt es für und für! M. J. C. Schade, g. 1666, ſt. 1698. b Um wahre Gottesfurcht. ein Gott, ich kann 1256. M aus eigner Kraft Nicht fromm und heilig leben; Laß mir den Geiſt, der Alles ſchafft, Ein frommes Herze geben. Verderbet iſt mein Fleiſch und Blut, Mein Thun und Dichten iſt nicht, guu. Ich wäre gern davon befreit; wahre Frömmigkeit! 2. Der Heiland hat es uns ver⸗ dient, Daß wir fromm wandeln ſol⸗ len. Wo Jeſus nun im Herzen grünt, Und wir ihm dienen wollen, Da brauchen wir die theure Gnad, Die ſein Verdienſt erworben hat, Da 5 a⸗ Drum gib mir göttlicher Gnade gen wir dieß neue Kleid; Drum gih mir wahre Frömnmigkeit! 3. Der heilge Geiſt treibt unſer Herz Zu keinen Aergerniſſen; Der Tauf⸗Bund iſt wohl auch kein Schers Und heiſcht ein gut Gewiſſen. Die Schrift iſt ſolcher Sprüche voll, Daß man dotzelg leben ſoll: Ach, mache mich dazu bereit Und gib mir wahre Frömmügkeit! 4. Wer ſich zu Gott mit Ernſt be⸗ kehrt, Wird auch das Gute lieben: Wer Gott im Glauben recht begeh hrt, Wird auch die Tugend üben. d Buß und Glaube nur bei mir, So iſt gewiß auch dieſe Zier, Die wahre Gottesfurcht, nicht weit; Drum gid mir wahre Frömmig keit! 5. Wer fromn iſt, der verleugnet ſich, Er folgt nicht ſeinen Lüſten; Er ſuchet, frommer Jeſu, dich Und läßt die Welt nicht niſten O, liebſter Heiland, nimm: mich mir, Nimm mich mir ſelbſt und gib mich dir. Weg Chrſucht, Geiz und Eigenheit. Ach, gib mir wahre Frömmigkeit! 6. Wer fromm iſt, fürchtet ſeinen Gott Und ſcheuet alle Sünde; Er liebt den Fben bis in den Tod Und gleichet einem Kinde, Das durch ver⸗ baßtes Buben Spiel Den Vater nicht zürnen will. Bewahre mich vor cherheit Und gib mir wahre Fröm⸗ wben 7. Wer fromm iſt, disnet Gott, dem Herrn, Mit Beten, Leſen, Sin⸗ nen; Er will dem Hei iland gar zu gern Sich ſelbſt zum Opfer bringen, Er nimmt auf ſich die Kreuzes⸗ Laſt Und trägt, was du verhänget haſt, Mit williger Gelaſſenheit. Ach, gib mir wahre Frömmigkeit! 8. Wer fromm iſt, wandelt auch im Licht Und folget Chriſti Lehre; Er läßet die Verſammlung nicht Und ſucht des Höchſten Ehre; Denn Got⸗ tes Ehr iſt unſer Zweck. Weg⸗ fal⸗ ſche Herzens⸗ Gogen weg, Dier weil ihr Gon zuwider ſeid. Ach, gib mir wahre Frömmigkeit! it. lh Damu — 5 5 vi ltt! de W in fanm t dt Und dbr⸗ 4 Fat übe Rand de⸗— 14* M Hochmuk dun Und Gott unſe N. Ver nur d kn. N. dot u a t ſt dewreunn ſeinen 8 n ie, dhld ſten. ſebſtr nir,nn mic nih N. Wog Eiheden Nc) rnniiiet t, fürcit enen ile En Er in addun „ Douch ver⸗ Dan Patr nicht vahre nih vor nir wohw grön⸗ t dun Gatt ten, en, Sin⸗ Heiland ſar zu Dyfrtingen, de geues⸗Laſ derſint hat dhit Jit dt randit auch Ghiſt Lehne gungnäht lud ce. Am Go⸗ el 9 fa⸗ e dhwel ir 1 g m 1 — zu allem Guten. 9. Wer fromm iſt, hat den Näch⸗ ſten lieb, ſe duldet ſeine Fehler. u dienen iſt ſein ſteter Trieb, Er it kein Leute⸗Quäler; Er gibt den Armen und vergibt, Wo man ihn nicht ſo ſehr betrübt; Er hütet ſich vor Haß und Neid. Ach, gib mir ſche Frömmigkeit! 4. Pee fromm iſt, wird auch redlich ſein Und Niemand Nichts entwenden. Kein Diebſtahl, weder gooß noch klein, Beklebt an ſeinen Händen. Dem Lügen, Trügen iſt er Feind; Er redet, wies das Herze meint Und liebt die Wahrheit jeder⸗ zeit. Ach, gib mir wahre Fröm⸗ migkeit!.. 11. Wer fromm iſt, nimmt die zucht in Acht Und braucht die rech⸗ een Maße; Hält über ſeine Seele Wacht Und geht die Mittel⸗Straße, Aleucht Müßiggang und Schwelgerei, Pracht, Wolluſt, Liſt und Heuchelei Und führt mit ſeinem Fleiſche Streit. Ach, gib mir ſolche Fröm⸗ migkeit! 12. Wenn du mir deine Furcht verliehn, So hilf mir auch verhüten, Daß ich darauf nicht ſtolzer bin. Nan muß doch Gnade bitten, Die⸗ weil man auch noch immer fehlt Und hier und da viel Mängel zählt, Das bringt denn Angſt und Herze⸗ ſid. Was ſoll uns ſtolze Fröm⸗ migkeit? 113. Der Hochmuth ſchlägt das Chriſtenthum Und ſtürzet in die Hölle. Ach, Demuth, Demuth ſei mein Ruhm! Sie dient für alle Fälle. Mein armes Thun iſt viel zu ſhlecht. O, Jeſu, mache mich gerecht, So krieg ich mit der Chriſtenheit Dort höchſt vollkommne Frömmigkeit! M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Gott unſer Alles. 125 Wer nur den lieben Gott. — ein Gott, mein Al⸗ 1257. M les über Alles In aller Noth, zu aller Zeit! Ich fürchte 759 mich nun keines Falles, Denn du, mein Gott, bis ſtets bereit, Mir wi⸗ der Alles beizuſtehn, Mit Allem an die Hand zu gehn. 2. Du biſt mein Alles in dem Worte, Wo Alles Ja und Amen heißt. Hier zeigſt du mir die Lebens⸗ Pfeute, Hier gibeſt du mir deinen eiſt, So weiß ich Alles als ein Chriſt, Daß du in Allem Alles biſt. 3. Du biſt mein Alles in dem Werke. Ich leb und web und bin in dir; Von deiner Allmacht hab ich Stärke, Aus dir quillt alles Heil herfür. Ich wäre Nichts und weni⸗ ger, Wenn nicht mein Gott mir Al⸗ les wär. 4. Du biſt mein Alles in der Liebe, Die gegen mich dein Herze bricht; Wer mir die ganze Welt ver⸗ ſchriebe, Dem geb ich deine Liebe nicht; Denn alles, was mein Herz nur denkt, Hat deine Güte mir ge⸗ chenkt. 5. Du biſt mein Alles in dem Kreuze, Bin ich gleich aller Plagen Ziel, Wenn mich der Satan wie den Weizen Im Jammer⸗Siebe ſichten will, So haſt du Alles vorgeſehn, Und läßeſt mir kein Leid geſehn. 6. Du biſt mein Alles in dem Grabe, Wenn ich zu gar Nichts wor⸗ den bin. Gunug, daß ich dich, mein Gott, nur habe, So heiß ich Ster⸗ ben mein Gewinn; Und geh ich denn zum Himmel ein, Wirſt du, mein Gott, mir Alles ſein. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um wahre Furcht Gottes. In voriger Melodie. 9 pein Gott, weil ich 125 8. M in meinem Leben Dich ſtets vor Augen haben ſoll, So wollſt du mir ein Herze geben, Das deiner Furcht und Liebe voll; Denn Beides muß beiſammen gehn, Soll unſer Chriſtenthum beſtehn. 2. Laß deine Furcht bei Thun und Denken Den Anfang aller o*. ““ ]sl“——— ——— 3 4— 2 3 1— 5———— —— 5 760 Um Berleihung Weisheit ſein Und mich auf ſolche Wege lenken, die alles— mich befrein: Denn wer dich fürchtet in der That, Der meidet auch der Thor heit Pfad. Der Geiſt, den du mir haſt gegeben, Iſt ja ein Geiſt der Furcht des Herrn; Laß mich nach ſeinem Triebe leben, Daß ich dich herzlich fürchten lern; Doch muß die Furcht auch kindl ich ſein, Soll er in mir das Abba ſchrein. 4. Gib, daß ich ſtets zu nehme, Daß du allgegenwärtig biſt, Und das zu thun mich hüt und ſchäme, Was, Herr, vor dir ein Gräuel iſt, Ja deine Furcht be⸗ wahre mich Vor allen Sünden wi⸗ der dich! 5. Laß mich vor deinem Zorn er⸗ behen Und wirke wahre Buß in mir; Laß immerdar in Jurcht mich leben, lier, Die meiner in der Miſſethat Mit Langmuth oft verſchonet hat. 6. Erhalt in mir ein gut Ge⸗ wiſſen, Das weder Welt noch Teu⸗ fel ſcheut, Und wehre allen Hinder⸗ niſſen Und meines Fleiſches Blödig⸗ keit, Daß keine Menſchen⸗Furcht mich ſchreckt Und ein verzagtes Herz entdeckt. 7. Hilf, daß ich wandle, Daß deine Furcht mein Leit⸗ ſtern ſei, Und niemals im Verborg⸗ nen handle, Im bloßen Schein und Heuchelei; Du ſieheſt in das Herz hinein, Nichts kann vor dir verbor⸗ gen ſein. 8. Ach, laß mich keine Trübſal ſcheuen; Durch Kreuz und Wider⸗ wärtigkeit Muß wahre Gottesfurcht gedeihen Die krönet uns zu rechter Zeit; Drum gib mir einen Sinn, Wenn ich in Hoſſnung bin. und Zittern Zu ſchaffen meine Se⸗ ligkeit; Her zen Daß ich die Gnade nicht ver⸗ mich immer alſo tapfern Furcht und der, Der Erben deines Reichs. 9 Ach, gib mir ſtets mit Furcht Laß mich nicht deinen Geiſt erbittern Durch Eigenſinn und Sicher⸗ göttlicher Gnade. heit Und ſtelle mir die Hölle für, Daß ich den Himmel nicht verlier. 10. In deiner Furcht laß mich auch ſterben, So fürcht ich weder Tod hend Grab; Da werd ich die Verheißung erben, Die mir dein Wort aus Gnaden gab. Die Gottes⸗ furcht bringt Segen ein, Ihr Lohn wird eine Krone ſein. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um täglich nene Kraft zum Guten. Mel. Herr Gott, nun ſei gepreiſet. 1259. Ml 3 Mit neuen Kräften an; Wenn Keeiſch und Welt erwachen, So zeige mir die Bahn, Auf der ich nach der m Strei te Zum Eingang deiner Freude Dereinſt gelangen n kann! 2. Der alte2 1' Menſch der Sünden Bewohnet meine Bruſt: Du kannſt das Herz ergründen, Ja, dir iſt ſt wohl bewußt, Wie mich die Schuldend drük⸗ ken Und tauſendfach berücken; Drum reiche mir die Hand. 3. Ich kann mir ſelbſt nicht rathen, Ich bin durchaus verderbt; Denn Adams Miſſethaten Sind auch auf geerbt: Das Gute thun und laſſen Und alles Böſe haſſen, Steht wahrlich nicht bei mir. 4. Drum feure meine Sinnen Zum neuen Weſen an, Daß ſie nur das beginnen, was dir gefallen kann, Gib neue Kraft und Stärke, Daß ich zu deinem Werke Bereit und willig ſei. 5. Bin ich von dir gewichen, So nimm mich wieder an. Es hat dein Sohn verglichen, Was ich nicht lei⸗ ſten kann: Der gibt mir armen Sün⸗ der Das Recht und Macht der Kin⸗ 6. Drum fliehet, Welt und Sünde, Fleuch, ſchnöde Neiſches Luſtt Was Nebel, Rauch und Winde, Das ſeid ihr meiner Bruſt. Ich bin zu Gott a. Fanther, g. deuun uuch Got n der Sün r er dei b 1, Di ni d nn d ugah. di tt nalt, in ne tni zum ten. nün ſi ſegeſet Sozi nird hnachden Stret er prude Dereiſ nic der Sünden ru. D luni f. Je,diſ ve die Shudn rit h berlta, dum dh 4 nrt. ein Einen gum daß ſo dur du geiale. tann, nd Süte, Da ete Rrit und t witen, Et m. Ghat den au ih ſiht li⸗ rir unn Sin⸗ Nadt der Kn⸗ Nhs. det un Sünde he⸗a Tas ſind, dos ſi h i ur bet an d zuch d zu allem Guten. gezogen: Wie könnt ich euch gewo⸗ Und ihr mir tröſtlich ſein? Gn ld heuube meine Liebe Ver⸗ ſangt kein ſolches Gut: Des Höchſten wine Triebe, Des Geiſtes Feuer⸗ Gluth Beherrſchen meine Sinnen; Drum heler euch von hinnen Bleibt wiglich entfernt!. apih aber meine Sonne, Mein Jeſu, brich herfür; Brich an in vol⸗ er Wonne, Erſchein und ſtrahl in mir So wird der Tag entſtehen, die Finſterniß vergehen Und Alles helle ſein.. 3 19 Herr, der du angefangen, Voll⸗ führe ſelbſt den Lauf, Befördre mein erlangen, Hilf meiner Schwachheit auf Und laß auf tapfer Ringen Mich n die Freude dringen, Die du ver⸗ heißen haſt! Cyriac. Günther, g. 1649, ſt. 1704. Verlangen nach Gott bei dem Elend der Sünden. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. 260 Nach dir, o Gott, ver⸗ 109 U. K langet mich; Mein hott, ich denke ſtets an dich, Zieh nich nach dir, nach dir mich wend, Aus Zion deine Hilf mir ſend! 22. Nach dunkler Nacht geht auf die Sonn, So folg ich dir, o meine Wonn. Nun wünſcht ich, daß ich könnte hier ganz frei von Sorgen folgen dir. 3. Doch, leider, hat das Sünden⸗ Gift Solch Uebel in mir ſchon geſtift, Daß ſich der matte Geiſt nicht kann dafür recht ſchwingen himmelan. 4. Ach, wer wird mich befreien doch von dieſem ſchweren Sünden⸗ Soche O, Herr, ich ſehne mich nach dr, Befreie mich und hilf doch mir! 5. Es iſt mein Will nach dir ge⸗ icht, Doch das Vollbringen mir ge⸗ bricht, Und wenn ich auch hab Guts dehan, So klebt doch viel Unreines 6. Ich laufe zwar, doch bin ich matt; Ach, laß den Willen finden 761 Statt, Erleichtre mir die ſchwere Laſt, Der du mich oft erquicket haſt. 7. Gedenke, daß ich bin dein Kind, Vergib und tilge meine Sünd, Daß ich zu dir mit Freuden lauf, Mich könne ſchwingen himmelauf. 8. Den Sinn der Welt tilg in mir aus, Sei Herr in meines Her⸗ zens Haus; Den Schild des Glau⸗ bens mir verleih Und brich des Feindes Pfeil entzwei. 1 9. Nach dir, o Gott, laß ſtets fort⸗ hin Gerichtet ſein den ganzen Sinn; Ich eigne dir mich gänzlich zu Und ſuch in dir nur meine Ruh. 10. Hinweg, verdammte ſchnöde Luſt, Bleib mir auch ewig unbewußt. Was mein Herz fort vergnügen ſoll, Deß iſt allein der Himmel voll. 11. Ach, Alles, was mich reißt von dir, O höchſtes Gut, das treib von mir; In dir, mein Gott, in dir allein Laß hinfort meine Freude ſein! Ant. Ulr. zu Braunſchw., g. 1633, ſt. 1714. Der 25. Pfalm. Mel. Wenn wir in höchſten 1261 Nach dir, o Herr, ver⸗ 24. langet mich, Du biſt mein Gott, ich hoff auf dich; Ich hoff und bin der Zuverſicht, Du werdeſt mich beſchämen nicht. 2. Der wird zu Schanden, der dich ſchändt Und ſein Gemüthe von dir wendt; Der aber, der ſich dir ergibt Und dich recht liebt, bleibt unbetrübt. 3. Herr nimm dich meiner Seele an Und führe ſie die rechte Bahn; Laß deine Wahrheit leuchten mir Im Steige, der uns bringt zu dir. 4. Denn du biſt ja mein einges Licht, Sonſt weiß ich keinen Helfer nicht. Ich harre dein bei Tag und Nacht: Was iſt, das dich ſo ſäu⸗ mend macht? 5. Ach, wende, Herr, Dein Augen ab Von dem, was ich geſündigt hab. Was denkſt du an den Sünden⸗Lauf, Den ich geführt von Jugend auf? fentſtehen kann. ſteht uur im Mund, Du aber liebſt 6. Gedenk, o meines Lebens Hort, An deine Güt und ſüßes Wort, Da⸗ mit dein Herz zu tröſten pflegt Das, was ſich dir zu Füßen legt. 7. Der Herr iſt fromm und herz⸗ lich gut Dem, der ſich prüft und Buße thut. Wer ſeinen Bund und Zeugniß hält, Der wird erhalten, wenn er fällt. 3 8. Ein Herz, das Gott von Her⸗ zen ſcheut, Das wird in ſeinem Leid erfreut, Und wenn die Noth am höchſten ſteht, So wird ſein Kreuz zur Wonn erhöht. 9. Nun, Herr, ich bin dir wohl bekannt, Mein Geiſt, der ſchwebt in deiner Hand; Du ſiehſt, wie meine Seele thränt Und ſich nach deiner Hilfe ſehnt. 10. Die Angſt, ſo in mein Herz mir dringt Und daraus ſo viel Seufzer zwingt, Iſt groß; du aber biſt der Mann, Dem Nichts zu groß 11. Drum ſieht mein Auge ſtets nach dir Und trägt dir mein Be⸗ gehren für. Ach, laß doch, wie du pflegſt zu thun, Dein Aug auf mei⸗ nen Augen ruhn. 12. Wenn ich dein bedarf, ſo wende nicht Von mir dein Aug und Angeſicht; Laß deiner Antwort Ge⸗ genſchein Mit meinem Beten ſtim⸗ men ein. 13. Die Welt iſt falſch, du biſt mein Freund, Ders treulich und von Herzen meint, Der Menſchen Gunſt von Herzens⸗Grund. 14. Zerreiß das Netz, heb auf die Strick Und brich des Feindes Liſt und Tück; Und wenn mein Unglück iſt vorbei, ß ich dankbar ſei. 15. Laß mich in deiner Furcht beſtehn, Fein ſchlecht und recht ſtets einhergehn; Gib mir die Einfalt, die dich ehrt Und lieber duldet, als beſchwert. 16. Regier und führe mich zu dir, Auch andre Chriſten neben mir; Um Verleihung göttlicher Gnade. So gib, daß ich auch Nimm, was dir mißfällt, von uns hin, Gib neue Herzen, neuen Sinn. 17. Waſch ab all unſern Sünden⸗ Koth, Erlös aus aller Angſt und Noth Und führ uns bald mit Gna⸗ den ein Zum ewgen Fried⸗ und Freuden⸗Schein. 1 Paul Gerhaͤrd, g. 1606, ſt. 1676. Um Gnade zu aller Berufs⸗ Verrichtung. In bekannter Melodie. (RUecht glauben.) 1262 9 Gott, du frommer e. Gott, Du Brunn⸗ quell guter Gaben, Ohn den Nichts iſt, was iſt, Von dem wir Alles haben: Geſunden Leib gib mir, Und daß in ſolchem Leib Ein unverletzte Seel Und rein Gewiſſen bleib! (Chriſtlich leben.) 2. Gib, daß ich thu mit Kleiß, Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet, Gib, daß ichs thue bahd Zu der Zeit, da ich ſoll, Und wenn ichs thu, ſo gib, Daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede ſtets, Womit ich kann beſtehen, Laß kein unnützes Wort Aus meinem Munde gehen, Und wenn in meinem Amt Ich reden ſoll und muß, So gib den Worten Kraft und Nachdruck, ohn Verdruß. (Geduldig leben.) 4. Findt ſich Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, Gib einen Helden⸗Muth, Daß Kreuz hilf ſelber tragen; Gib, daß ich meine Feind Mit Sanftmuth überwind Und, wenn ich Rath bedarf, Auch guten Rath erfind. 5. Laß mich mit Jedermann In Fried und Freundſchaft leben, So weit es chriſtlich iſt. Willſt du mir Etwas ge⸗ ben An Reichthum, Gut und Geld, So gib auch dieß dabei, Daß von unrech⸗ tem Gut Nichts untermenget ſei. 6. Soll ich auf dieſer Welt Mein Lebe höher bringen, Durch manchen Vr fcnau mn l Phbn, ſ da 6 di Fumm dn. U. ſa we erumhiten Ga 1 jußn urr 8 — 4— 9. Rr Jür, dir n Wu punel d zin hrzhrit. let r dtt hellge bn Geclſe mehr D Her denge Golt, dras wh. aermann, g. diſ ut uuſer anehme. 1 8, v. 1 Nägener Melot 16 Jeſu, 1eh, Nben, hcenends der, dlorit wen Got, ee a m ch mei en de Leh 1ae- t. tärd, 1106 L wmallr chtung. tet Mahi lanbtn) Gott w ae n, Dhn du Nüt in dmt d Leh ün l ſeih Ei werte eviſen deid ic lin) rnie Laß lin unigs em Mahe gehen nem An ſch vden dgi d Ven ruc, on Verdni ig lhn) 4* ii einn ß Krrus iif ſebe zih nene Fein erwin nd, wen Auch gten Rath ederma Jnn leben, Eo weite du wirtvad⸗ Gutun Ged 8 „Daj ton un ntermerget. diſſer delNen t Danh manc den; Dem aß hören im Ur ae lebb weck auf Und führ ihn ſchön arilärt Zum auserwählten Hauf. bft 1 zu allem Tritt Hindurch ins Alter drin⸗ ſune gib dedh vor Sünd Und Baanden mich bewahr, Auf daß ich nagen mag Mit Ehren graues Haar. (Selig ſterben.) 3— 3 7. Laß mich an meinem End Auf hriſtt Tod abſcheiden; Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freu⸗ Leib ein ehnnlein hön Bei frommer Chriſten Grab, Auf da 4* Ruh An ihrer Seite hab. 8 Wann du an jenem Tag Die Tod⸗ en wirſterwecken, Wollſt du auch deine zand Zu meinem Grab ausſtrecken; deine Stimm Und meinen 99. Gott Vater, dir ſei Preis, gier und im Himmel oben! Gott ein, Herr Jeſu Chriſt, Ich will dich llgeitloben; Gott, heilger Geiſt, dein fuhm Erſchall je mehr und mehr; Derr, dreieinger Gott, Dir ſei Lob, reis und Chr! Joh. Herrm ann, g. 1585, ſt. 1647. Daß ſich Gott unſerer Seelen annehme. Jeſ. 38, v. 17. In eigener Melodie. 9692 a Jeſu, meiner Seele 1263. 9 Leben, Mein höchſter Schatz und meines Herzens Luſt, Dir wil ich mich, mein Gott, ergeben, Ach, dimpfe doch in mir den Sünden⸗Wuſt! ich, nimm dich meiner Seele an nd zeige mir die Lebens⸗Bahn! 2 Wenn mir die Welt die Stricke eget, Wenn Satan mich von dir wil ziehen ab, Wenn in mir ſich das Böſes reget, So ſei, o Gott, mein Licht und feſter Stab. Ach, uimm dich meiner Seele an Und zige mir die Lebens⸗Bahn! 3. 9 Gott, du Licht der frommen hezen, Vor dir iſt Alles, Alles ſonnenklar; Du zähleſt ab der From⸗ men Schmerzen, Du hilfeſt deiner 763 dich meiner Seele an Und zeige mir die Lebens⸗Bahn! 4. Ach, ſende, Herr, aus deinem Throne Licht, Leben, Kraft und Gnade deinem Kind. Hilf Irraeli, deinem Sohne, Vergib aus Gnaden alle meine Sünd. Ach, nimm dich meiner Seele an Und zeige mir die Lebens⸗Bahn! D. H. G. Neuß, g. 1654, ſt. 1716. Vor der Schule. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 1264 0 Vater, der ſo viel . zu Gut Uns, deinen armen Kindern, thut, Wir danken dir durch deinen Sohn, Als unſern lieben Gnaden⸗Thron, Daß uns die Schulen offen ſtehn, In welche wir mit Freuden gehn. 2. Wir kommen blind in dieſe Welt Und wiſſen nicht, was dir ge⸗ fällt. Wir lernen ohne Unterricht Den allerliebſten Heiland nicht; Der Sinn verſteht nicht, was er ſoll, Und unſer Herz iſt Bosheit voll. 3. Drum gibſt du uns Gelegen⸗ heit, O Vater der Barmherzigkeit, Zu lernen, was ein wahrer Chriſt Von dir zu wiſſen ſchuldig iſt, Und lenkſt den thorheitsvollen Sinn Durch kluge Zucht zum Guten hin. 4. Herr Jeſu, großer Kinder⸗Freund, Du warſt dem Müßiggange Feind; Du ſaßeſt bei den Lehrern dort Und hörteſt gerne Gottes Wort; Drum nahmſt du auch an Weisheit zu. Ach, gib, daß ich desgleichen thu! 5. O heilger Geiſt, treib meinen Sinn Mit Freud und Luſt zur Schule hin. Laß mich fein ſtill und fleißig ſein, Flöß meinem Herzen Weisheit ein, ib, daß ich fromm auf dieſer Erd Und dort des Himmels Erbe werd! D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. Um Gnade, Armen wohl zu thun. Mel. Meine Seele, laß es gehen. Guten. augerwählten Schaar. Ach, nimm 1265. Reahr Sebe a er 764 Um Verleihung gleich durch meine Hand Einen Theil die Armen haben. Sind ſie doch nur wie ein Pfand, So du darum uns gegeben, Daß es Arme wieder heben. 2. Alles hat dein reicher Segen, Herr, allein bei mir gethan. Gib mir Gnad, ihn anzulegen, Wie es dir gefallen kann, Daß bei Gütern dieſer Erden Ich kann reich in Gott auch werden. 3. Gib, daß ich mich nicht erhebe, Weil ich bei Vermögen bin, No in Pracht und Wolluſt lebe, Denn der Tod reißt Alles hin. Nur was Kirch und Arme kriegen, Bleibt in deiner Hand mir liegen. 4. Kann ich Allen auch nicht rathen, Laß mich Niemand harte ſein. Halte bei mir Wort und Thaten Frei von allem Heuchel⸗Schein, Und ſollt ich nicht Arme laben, Laß mich lieber ſelbſt Nichts haben. 5. Vater, ach, ſo laß in Liebe Mich ſtets gegen Arme ſtehn; Gib, daß ich mich fleißig übe, Ihnen an die Hand zu gehn, Bis du einſt mit Heſſern Schätzen Reich und Arme wirſt ergötzen! M. G. B. Scharf, g. 1676, ſt. 1744. Pſ. 51, v. 12— 14. Mel. Nun freut euch, lieben. 43646 chaff in mir, Gott, ein 1266. L reines Herz! Mein Herz iſt ganz verderbet; Es fühlt von Sün⸗ den großen Schmerz, Die ihm ſind angeerbet Und die es noch thut ohne Scheu: Ach, mache, daß es wieder ſei, Wie du es haſt erſchaffen. 2. Gib mir auch einen neuen Geiſt, Der, wie du, ſei geſinnet, Der ſtets dir anhang allermeiſt Und, was du willſt, beginnet; Gib, daß er haſſe Fleiſch und Blut, Den Glauben üb in ſanftem Muth, Zucht, Demuth, Hoffnung, Liebe. 3. Verwirf von deinem Angeſicht, Ob ich es gleich verdienet, Mich, allerliebſter Vater, nicht, Weil Jeſus dich verſühnet; Laß nimmer, nim⸗ göttlicher Gnade mer, nimmermehr Mich, dein Kind alſo fallen ſehr, Daß du es von dir wärfeſt.. 4. Den heilgen Geiſt nimm nicht von mir, Den böſen Geiſt vertreibe Daß ich, als nie entführt von dir Stets deine ſei und bleibe. Beherrſche mein Herz, Sinn und Muth Durch deinen Geiſt, ſo iſt es gut Im Leben und im Sterben. 5. Mit deiner Hilfe tröſte mich, Noch Hilf und vergib die Suünden; Und ſucht dann meine Seele dich, So laß dich von ihr finden Und dein Ver⸗ e h do m l n tn Sui dienſt, Herr Jeſu Chriſt, Darinnen a Troſt und Leben iſt, Trotz Sünde, Tod und Teufel. 6. Dein heilger Geiſt erhalt mich doch Mit ſeinem Freuden⸗Oele, Da⸗ mit nicht das Verzweiflungs⸗Joch Ver⸗ derbe meine Seele; Sei du mein Freund, o Herr, allein; Ach, laß mich deine Freude ſein Und führe mich zur Freude! Ludämilia Eliſabeth, Gräfin v. Schwarzburg⸗ Rudolſtadt, g. 1640, ſt. 1672. Um Gnade, Gott zu ſinden. In eigener Melodie. /9 ieh, hier bin ich, Chren⸗ 12 67. 9 König, Lege mich vor deinen Thron: Schwache Thränen, Kindlich Sehnen Bring ich dir, Du Menſchen⸗Sohn! Laß dich finden, laß dich finden Von mir, der ich Aſch und Thon. 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, Lenke mich nach deinem Sinn! Dich alleine Ich nur meine Dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, Gib dich mit und nimm mich hin. 3. Ich begehre Nichts, o Herre, Als nur deine freie Gnad, Die du gibeſt, Den du liebeſt, Und der dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden, Der hat Alles, wer dich hat. 4. Himmels⸗Sonne, Seelen⸗Wonne, Unbeflecktes Gottes⸗Lamm, In der Höhle Meine Seele Suchet dich, 0 1 aatin Vnder, üug der 5 a müt ſtr,1. dier, dir 1 8 geben In drſod, Den m al auh je die da böchſte eru brnich, den ernden Hab Daih ſen u dl, dn d aleir Ne, in lw fihre me Glinnt, Schvanzburg Klä hns Gott a ſuhen. ner Meli h,iet ch Chra⸗ Küni ghe michmm Schwate Thränn, Vrin ih di A 1Li dch finde Von mr, der it auf uih Hen, ih nich nach deinen ine zh ur meine rhihbi. Laß dih inen, Cib dihmn n Nichte hern ie Gndd, din theſt Vnd der bhts fide der ne, Selen ome 2S⸗L m, N ſe 6 het dih n gräutig hezze zu dir drin Alles, we zu allem Guten. Laß dich finden, laß dich 3 Heid aus Davids r, wie kläglich, Wie beweg⸗ ſch Dir die treue Seele ſingt; Wie wenüthig Und wehmüthig Deines ſindes Stimme klingt! Laß dich fin⸗ den, laß dich finden, Denn mein finden, Summ! 5. Hb g... N. eiten Eitelkeiten, Reich⸗ 6. Dieſer Z ri hum, Wolluſt, Ehr und Freud ur Schmerzen meinem Herzen, Wel⸗ ucht die Ewigkeit. Laß dich ct dich finden, großer Gott, ih bin bereit. Joachim Reander, g. 1640, ſt. 1680. 3 Lied nach der Schule. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 268. Vecendis eng. gen deiner Hand, Den du mir in mei⸗ em Leben Und auch jetzo zugewandt. habe Dank, o höchſtes Licht, Für nn treuen Unterricht, Den ich auch n dieſen Stunden Hab aus deinem Pert gefunden! 2. Ach vergib mir meine Sünden, die ich in der Schul gethan; Laß dar dir mich Gnade finden Und nimm nich zum Kinde an! Hab ich nicht den Wort geliebt,Hab ich Muthwill ausgeubt, So laß meiner Jugend Zeccen Meines Jeſu Blut bedecken! 3 Schreibe, was ich Guts gehö⸗ at, Tief in mein Gedächtniß ein. daß dem, was man mich gelehret, Meinen Wandel ähnlich ſein. Segne meines Lehrers Zucht, Laß mich brin⸗ gen gute Frucht. Laß mich deinen Geiſt cheren Wenn die Welt mich will verführen. 4. Nimm mich, o du höchſtes We⸗ ſn, Ganz zu deinem Eigenthum; Du laſt dich mir auserleſen, Laß mich leben dir ſun Ruhm; Ich entſage, Herr, aufs Neu Aller Sünd und Heuchelei; Ich vertrau auf deinen Namen, Mach mich fromm und ſelig, men! O. 3.3. Nan dach, g. 1693,ſt. 1735. 765 Das bekehrte Herz bittet um fernere Gnade. Mel. O Gott, du frommer. 86 aas kann ich doch für 126 9* W Dank, O Herr, dir dafür ſagen, Daß du mich mit Ge⸗ duld So lange Zeit getragen, Da ich in mancher Sünd Und Uebertretung lag Und dich, o frommer Gott, Er⸗ zürnet alle Tag? 2. Sehr große Lieb und Gnad Er⸗ wieſeſt du mir Armen: Ich fuhr in Bosheit fort, Du aber im Erbarmen; Ich widerſtrebte dir Und ſchob die Buße auf: Du ſchobeſt auf die Straf, Daß ſie nicht folgte drauf. 3 3. Daß ich nun bin bekehrt, Haſt du allein verrichtet. Du haſt des Sa⸗ tans Reich Und Werk in mir ver⸗ nichtet. Herr, deine Güt und Treu, Die an die Wolken reicht, Hat auch mein ſteinern Herz Zerbrochen und erweicht. 4. Selbſt konnt ich allzu viel Be⸗ leidgen dich mit Sünden: Ich konnte aber nicht Selbſt Gnade wieder fin⸗ den; Selbſt fallen konnte ich Und ins Verderben gehn: Ich konnte ſel⸗ ber nicht von meinem Fall aufſtehn. 5. Du haſt mich aufgericht Und mir den Weg gewieſen, Den ich nun wandeln ſoll: Dafür ſei, Herr, geprie⸗ ſen! Gott ſei gelobt, daß ich Die alte Sünd nun haß Und willig, ohne Furcht, Die todten Werke laß! 6. Damit ich aber nicht Aufs Neue wieder falle, So gib mir deinen Geiſt, Dieweil ich hier noch walle, Der meine Schwachheit ſtärk Und darin mächtig ſei Und mein Gemüthe ſtets Zu deinem Dienſt erneu. 7. Ach leit und führe mich, So lang ich leb auf Erden, Laß mich nicht ohne dich Durch mich geführet werden? Führ ich mich ohne dich, So werd ich ald verführt; Wenn du mich führeſt. ſelbſt, Thu ich, was mir gebührt. 8. O Gott, du großer Gott, O Vater hör mein Flehen! O Jeſu, 1270. 18 ſ c ken⸗ Gott hat mich je und je geliebt Und mir ſein ganzes Herz verſchrieben, Da er ſein eigen Kind mir gibt. 1 Durch dieſe Gnade zeigt er an, Wie herzlich er mir zugetan. 2. Er hat von Ewigkeit beſchloſſen, I ſoll ſein liebes Schoos⸗Kind ſein. isher iſt keine Zeit verfloſſen, Daß mich ein neuer Liebes⸗Schein Mich in dem Herzen überzeugt, Er ſei mir väterlich geneigt. 3. Ich finde täglich ſolche Proben, Daß ſeine Liebe ſich vermehrt, Und ſeine Huld nicht aufgehört, Kein Au⸗ genblick geht da vorbei, Er häufet 3 ſeine Lieb und Treu. 8 — 4. So hat er mich zu ſich gezogen, Daß ich nicht mein, nur ſeine bin, Und weil er mir ſo ſehr gewogen Und liebet mich von Anbeginn, So mach ich billig auch den Schluß, Daß ich ihn wieder lieben mußs. 5. Wer wollte ſich nicht ziehen laſſen, Wenn er in Liebes⸗Seilen geht? Ich müßte mich ja ſelbſten daſen Wo mich der kräftige Magnet je und je im Herzen glüht. 6. Doch weil ich nicht von ſolchen Kräften Bei meines Fleiſches Schwach⸗ zu heften, So ziehe, mein Gott, mei⸗ nen Sinn Durch deine Kraft ſo feſt zu dir, Daß ich in dir und du in mir! iehe⸗ Die mich in Sünden Stricken Um Verleihung göttlicher Gnade 766 Gottes Sohn, Laß deine Kraft mich ſehen! O werther heilger Geiſt, Re⸗ gier mich allezeit, Daß ich dir diene hier Und dort in Ewigkeit! D. Juſtus Geſenius, g. 1604, ſt. 1671. Das Liebes⸗Seil. Jer. 31, v. 3. 4 Mel. Wer weiß, wie nahe mir. kann es nicht genugſam loben, Daß Nicht auch zu ſolcher Liebe zieht, Die heit bin, Mich an dein treues Herz 7. Gib, daß ich mich der Welt ent⸗ Darinnen Mancher ſich verliert, Wenn er bei Wolluſt Gut und Geld Ins Sünden⸗Labyrinth verfällt. 8. Führſt du mich gleich auf rauhen Wegen, Das Kreuz iſt auch ein Liebes⸗ Seil. Wer ſeinen Nutzen will erwaͤ⸗ gen, Der findet hier das beſte Theil, Das ihn auch auf der Dornen⸗Bahn Zu lauter Roſen führen kann. 9. Und endlich wirf mir auch im Sterben Das ſchöne Seil der Liebe zu Und ziehe mich aus dem Verder⸗ ben Durch Jeſu Tod ins Land der Ruh. Dort iſt die beſte Harmonie, Da lieben wir uns je und je. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Gott iſt nicht Schuld au der Menſchen Elend und Schwachheit. Mel. O Gott, du frommer. 4 4 Jporan fehlts immer⸗ 12 7 1. il mehr, Mein Herze daß du bleibeſt Nur immer ſchwach und krank Und fort dein Klagen hei⸗ beſt? Wer iſt denn Schuld daran? Geh nur recht auf den Grund, Durch rechtes Forſchen wird Die Urſach end⸗ lich und.“ 2. An Godtt fehlts keinmal nicht Denn er iſt ſelbſt die Liebe; Sein Henz Den Menſchen Guts zu thun; Sei Wille bleibet feſt, Sich mitzutheilen dem, Der ihn nur wirken läßt. 3. Gott iſt der Schöpfer ſelbſt Der theuren Menſchen⸗Seelen: Wie ſoll er ſich denn wohl Vor ihnen ſo verheh⸗ len Und ſeine Kraft entziehn? Wasen hervorgebracht, Wird allezeit ſehr hoch Und werth von ihm geacht.. 1 4. Hat er doch ſeinen Sohn Fu dich dahingegeben, Weil du in Ewig⸗ keit In ihm ſollſt ewig leben. Was hätt er dieß bedurft? Er kam aus freier Wahl, Was lockte ihn zu dir Gar nichts, Nichts überall. 5. Nichts Gutes war in dir; Hin⸗ gegen war zu finden Ein Strudel vol führt, Und ihre goldnen Netze fliehe, ler Wuſt Und eine Welt voll Sün⸗ iſt allzeit voll Der ſüßen Liebes⸗Triebe. gent Wn Ne nn nng w arihn b m. Er en Intan G ior lu inm t de dn F Clig di ld dia uüllg dich wiit Ain er n ſch lWs hi weh 9. ensh du, it Ghache meinen dh gr karn. N Sale Aug iih neden, Daß dat eih icte ne au dm Finm fahthet deg, 4 olezeit me 4 Vübeing, de 3 = 5 14 = — = —— 2— — 3 —— —— d is Land d de vir Farmit ns h j.. Sahmolt lb72, ſln tScund an der Elen and achbeit ott, d fumer. dean fähts inm neir Nein gag du mer ſcnat at din laner de⸗ emn Scld danan fdn Gtud. Narc win Re trſat en⸗ fehts kimal nit de Lehe, Sein hen ſüten dees Tdi⸗ Durs u hun, n t, Si litzuthele er wiin läßt Schipft ſet de k⸗Sanen Wie be Verääne ſ venen it ertzelne Be Lird aleettſehr e 1 31 t Ddie ad durch War gar nen Menſchen an. † ewig en, Wu afte. imn— Ein gräuelvolles Meer, hahl von Höllen⸗Koth; In ſolcher Haßlichkeit Lag deine Seele todt. De Als ein verworfen Kind Lagſt du in deinem Blute; Nicht eine Sreatur That Etwas dir zu Gute; de arme Seele trug Des Teufels an ſich, Dein Zuſtand durch 9 A. zu jämmerlich. 7. Da kam der Seelen ⸗Srelund Und nahm ſich in Genaden Des ar⸗ Er heilte deinen Schaden Mit ſeinem theuren Blut Und daß er völlig dich Mit Gott tereinigte, Nahm er dein Fleiſch in ſich. 3 Und was hat wohl das Herz des Vaters ſo bewogen, Daß er ſo iemal dich Durch ſeinen Geiſt ge⸗ agen? Drum liegt es nicht an hett, Der es gar treulich meint: Du dit dir heimlich ſelbſt Dein aller⸗ ngſter Feind. 9 Ach ja, mein treuer Gott, Du ubeſt der Gerechte, Auch wenn dch richten will Das ſündliche Ge⸗ ticchte. Du haſt mich jederzeit Ge⸗ ſcht zu dir zu ziehn; Ich aber nur ucht, Dein Gnaden⸗Werk zu fliehn. 10. Nun, Herr, erforſche mich und ſieh auf meine Wege Und wende meinen Fuß Vom falſchen Heuchel⸗Stege! Du, Herr, erkenneſt nich, Erleuchte meinen Sinn, Weil Larv nnoch gar zu blind In deinen Wegen bin. 11. Der Seele Auge laß In mir enfältig werden, Daß es nicht mehr augleich Sich richte nach der Erden ind nach dem Himmel zu; Nimm ne Schaltheit weg, Dein Wille ſei alein Und allezeit mein Zweck. 12. Vollbringe, Herr, dein Werk, Vas du haſt angefangen. Laß mich ducch deinen Geiſt Einmal dahin angen, Wohin dein Wort mich weiſt, Daß ich zur Reinigkeit, Die denem Volk gebührt, Gelang in die⸗ ſu nt gebührt, Gelang in die zu allem Guten. Ein 13. So wird mein Leib und Seel 767 Und Geiſt in dir ſich freuen Und täglich deinen Ruhm Und ſüßes Lob erneuen. Wohl mir, wird ſein mein Wort; Gott hat viel Gnad erzeigt, Sein Ruhm erſtrecket ſich, So weit der Himmel reicht! Chriſt. Jac. Koitſch, g. 1671, ſt. 1735. Zeuch mich nach dir! Hohel. 1, v. 4. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 1272 geuch mich, zeuch mich 8.☛ mit den Armen Dei⸗ ner großen Freundlichkeit! JeſuChriſte, dein Erbarmen Helfe meiner Blödig⸗ keit: Wirſt du mich nicht zu dir ziehen, Ach, ſo muß ich von dir fliehen! 2. O, du Hirte meiner Seelen, Suche dein verirrtes Schaf; Wem ſoll ich mich ſonſt befehlen? Weck mich aus dem Sünden⸗Schlaf. Guter Meiſter, laß mich laufen Nach dir und nach deinem Haufen. 3. Wie ein Wolf den Wald er⸗ füllet Mit Geheul bei finſtrer Nacht, Alſo auch der Satan brüllet, Um mich wie ein Löwe wacht. Herr, er will dein Kind verſchlingen, Hilf im Glauben ihn bezwingen! 4. Seelen⸗Mörder, alte Schlange, Tauſend⸗Künſtler, ſchäme dich; Schäme dich, mir iſt nicht bange; Denn mein Jeſus tröſtet mich; Weil er ziehet, muß ich laufen, Er will mich ihm ſelbſt erkaufen. 5. Zeuch mich mit den Liebes⸗ Seilen, Zeuch mich kräftig, o mein Gott! Ach, wie lange, lange Weilen Machſt du mir, Herr Zebaoth? Doch ich hoff in allen Nöthen, Wenn du mich gleich wollteſt tödten. 6. Mutter⸗Herze will zerbrechen Ueber ihres Kindes Schmerz; Du wirſt dich an mir nicht rächen, O du mehr, als Mutter⸗Herz: Zeuch mich von dem böſen Haufen, Nach dir, Jeſu, will ich laufen! Joach. Neander, g. 1640, ſt. 1680. Das unverzagte Herz gegen alle Sorgen.. Mel. Was Gott thut, das iſt. 1273 A, laßt mich gehn, Iæ*. Mihr Sorgen ihr, Mein Jeſus wohnt im Herzen. Netzt er mich gleich mit Thränen hier, Auf Schmerzen folget Scherzen. Er iſt ja mein, Laß Alles fein: Im Glück und Ungelücke Seh ich auf ſeine Blicke. 2. Aus ſeinem Herzen quillt mein Heil, Bei ihm bin ich vergnüget; Er iſt mein Licht, mein beſtes Theil: Trotz dem, der mich beſieget! Hält er nur mich, Getroſt bin ich; Ein Strahl von ſeiner Sonne Bringt lau⸗ ter Luſt und Wonne. 3. Hat es bisweilen einen Schein, Als wollt er mich nicht kennen, Ruf ich umſonſt in meiner Pein, Darf ich nur Jeſum nennen; Ich weiß, ſein Herz Sieht meinen Schmerz; Kreuz, Noth und Angſt muß ſchwinden, Und Jeſus läßt ſich finden. 4. Lacht mir das Glück nicht im⸗ merfort, Tritt mich der Feind da⸗ nieder; Ein Blick von ihm, ein ein⸗ zig Wort Tröſt mich mit Gnade wie⸗ der. Iſt er mir gut, Nur wohlge⸗ muth: Geduldig ſein im Leiden Er⸗ quickt mit reichen Freuden. 5. Blühn mir gar ſelten Roſen auf, O, laß die Dornen ritzen! Hier muß ein Chriſt bei ſeinem Lauf Recht wohl im Kreuze ſchwitzen; Es kommt zuletzt Noch, was ergötzt: Ein Troſt nach Wunſch und Sehnen Rinnt endlich aus den Thränen. 6. Es iſt mein Schluß: Ich bin vergnügt, Herz, laß die Schmerzen XXVIII. Von dem göttlichen Willen und Wohlgefallen. Die freudige Gott⸗Ergebenheit. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 127 4 A, mein Herze, gih 1☛ X. A dich drein, Nimmmit deinem Gott vorwillen! Nur dein Je⸗ ſus kann allein Alle deine Sorgen ſtillen; Richte dich nach ſeiner Huld: Er gibt Troſt und auch Geduld. 2. Gehſt du hier die Dornen⸗Bahn, Iſt dein Trank vermiſcht mit Gallen, Nimm es nur geduldig an: Alſo hat es Gott gefallen. Glaube nur, was dieſer thut, Das iſt Alles recht und gut. 3. Bleibe deinem Gott getreu: Od das Kreuze bringet Schmerzen, Haſt du dennoch ſtets dabei Ruh und Troſt in deinem Herzen. Nichts beſiegt auf dieſer Welt Einen Sinn, der Gottgefällt. 4. Schicke dich in Gottes Brauch: Chriſten müſſen dulden, hoffen; Hat doch deinen Heiland auch Manches Ungemach betroffen. O, er weiß wie dir es thut: Leide nur mit frohem Muth. 5. Kronen folgen auf den Streit, Kämpfe nur mit feſtem Glauben; Jeſus iſt nicht immer weit, Niemand kann ſein Herz dir rauben. Bete, leide, lebe rein, Selig wird dein Ende ſein. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 173⸗ Der frendige Geiſt im Kreuz. Mel. Was mein Gott will, das. A(7 2 G 6 29 reuzvolles Herz, was 1275. K zageſt du? Kroͤnt dich die Welt mit Plagen, Halt dich an Gott, ſo findſt du Ruh; Hier darfſt du nicht verzagen. Rührt dich ein Schmerz, Gott hat ein Herz Recht gehen! Wer nur in Jeſu Armen liegt, väterlich im Lieben; Ja, er iſt treu Ach, der kann wohl beſtehen! Luſt Und hat dabei In ſein Herz dich ge⸗ folgt gewiß, Drum ſag ich dieß: Ihm hab ich mich ergeben, Nur Jeſus bleibt mein Leben. 1 ſchrieben. 2. Sieh nicht auf das, was dich betrübt, Schau nur auf Gottes Wil⸗ Beni. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. len. Trink aus den Kelch, den el Verbiſeten bet 4 ulitgli Poſet ſh J MhNi — — —— — — — — — — — — — — — — —Z — — — — — — aüdmimn udrergnü⸗ un ſan Auth u N 5 t — — — — ¾-— — — — — — — — — — —2 8 —— — — ——= —— =—=— —— ==— — e 2 — — K —— ——— — —=Z — 8 —— — ZB ——— —— — — — — — — —— —2 — Wea ot i tan in Gote Braud. uida fafen, har and auh Nunches en. D dwei wie de nur ſichen gen auf dn Stect t ſeſten Nlauben rner wei, Riemam dir raten. Mi, Sei pidd di molt, U?, ſt.li Geiſ in Krat n Gt ul, Ma. goolls ſery was getdu räm do gen,olt dih m Nuh; Hier dft Rähr dic en tt in ſetz Rett n. w et it in n ſen hedihe if das we dt 1 alf get We en Hech 4 dir gibt, Trag glich die ales Kreuz in Si b es gleich ſcheint, er ſei dein 35 Er hühh kein Erbarmen. Führ⸗ wahr, ſein Herz iſt voller Schmerz, Fall ihm nur in die Armen. 3 Reiß dich aus aller Ungeduld, Kegiere dich im Klagen. Es iſt dein Gott voll Lieb und Huld, Er weiß, was du kannſt tragen. Halt ihm nur hier ſein Wort ſtets für, Herz, Mund und Hand wird tröſten. Wer Gott nur hat, findt Rath und That, Wenn Noth am größten. 4. Ach, wohl dem Menſchen, der albier Auf ſeinen Gott kann trauen! legt uns die Welt gleich Dornen für, dißt er doch Roſen ſchauen; Drum aage nicht, wenn dein Gott ſpricht: du ſollſt dein Kreuz umfaſſen! Bleib Gott getreu, ſo bleibts dabei: Sein derz wird dich nicht laſſen. Benj. Schmolck, g. 1672. ſt. 1737. Der gute Wille Gottes. Mel. Was mein Gott will, das. 1276 asiſtja gut, was mein .o Gott will, Sein Will, der iſt der beſte, Dem folge ich und din ganz ſtill, An ihn halt ich mich ite. Der liebe Gott hilft in der Koth Und will den nicht verlaſſen, Der auf ihn ſchaut und ihm ver⸗ traut, Er wird ihn feſt umfaſſen. 2. So ſei denn immer ſtill zu Gott, 9Seele, und vergnüget! Weich nicht won ihm in Noth und Tod, Es iſt gut, wie ers füget; In Lieb und Leid ei du bereit Dich ihm zu übergeben. Er hüt und wacht, ſtets für dich tracht In deinem ganzen Leben. 3. Wo du nun geheſt dieſe Bahn, So kann dir gar Nichts fehlen; Wer iſt, der dir noch ſchaden kann, Wer mag dir Etwas ſtehlen? Weil Gott, dein Gut, ſteht auf der Hut, Bereit, für dich zu ſtreiten; Drum freue dich Haun ioüch Jetzt und zu allen 4. So führe mich denn immerhin, Mein Gott, nach deinem Willen Von dem göttlichen Willen und Wohlgefallen. 769 Und gib mir einen ſolchen Sinn, Daſſelbe zu erfüllen, Was über mich du gnädiglich In deinem Raih be⸗ ſchloſſen; Laß deine Kraft und Lie⸗ bes⸗Saft In mir ſein ausgegoſſen, 5. Auf das ich thu, was mir ge⸗ bührt Und Alles möge meiden, Was eigen iſt und mich verführt, Auch von dir kann abſcheiden. Ach, nimm mich mir und gib mich dir, Laß mich dir ſtets ankleben Und folgen ſtill, wohin dein Will Mich führt im Tod und Leben! J. Casp. Schade, g. 1666, ſt. 1698. Es gehe, wie Gott will! Mel. Nun danket Alle Gott. 1 277 E: geh mir, wie Gott will, 4 So gehts mirs nach Vergnügen; Vertrau ich deſſen Huld, So muß ſich Alles fügen. Aus ſeiner Vater⸗Hand Kommt zwar des Leidens viel; Bei mir bleibt doch der Schluß: Es geh mir, wie Gott will! 2. Auch eine Wüſte kann Oft ſüßes Manna haben; Man muß das feinſte Gold Aus ſinſtern Höhlen graben. Treibt gleich die böſe Welt Mit Frommen nur ihr Spiel, Acht ich doch ſolches nicht: Es gehe, wie Gott will! 3. Ich werd in meinem Leid Doch Gottes Huld genießen; Allein Ge⸗ duld iſt Noth, Die Wermuth zu ver⸗ ſüßen. Ich hab in dieſer Welt Gleich Wenig oder Viel, So bin ich doch vergnügt: Es gehe, wie Gott will! 4. Bin ich zu Thränen mehr, Als Freuden hier geboren, O, darum iſt mein Troſt nicht ganz und gar ver⸗ loren. Es ſind die Seufzer hier Der Chriſten⸗Saitenfpiel; Ich hoff auf memnen Gott: Es geh mir, wie Gott will! 5. Empfind ich Haß und Neid, Will mich kein Freund mehr kennen, So ſoll mich dennoch Nichts Von meinem Jeſu trennen. Der Troſt von ihm erquickt, Wie Thau vom Him⸗ mel fiel, Verfolgt mich gleich die Welt: Es geh mir, wie Gott will! 49 „—— —. ———— * 8ö—ö—ſſ — — Von dem göttlichen Willen 6. Soll ich die dunkle Gruft In deinem Gott; Halte ſtill dem der meinem Grabe grüßen Und meinen dich liebet, Der abzählet deine Noth. Lebens⸗Lauf Mit müden Augen ſchlie⸗ ßen, Lieg ich doch ſanft, weil ich In Je⸗ ſu Arme fiel; Es bleibt mein letztes Wort: Es geh mir, wie Gott will! 7. Kreuz, Leiden, Angſt und Noth Und Alles, was ſonſt plaget, Komm immer auf mich los: Ich bin doch unverzaget; Ich leb und ſterbe ſo, Der Himmel iſt mein Ziel, Der bleibts bis in den Tod: Es geh mir, wie Gott will! Chriſt. Titius, g. 1641, ſt. 1703. Heilige Befriedigung in Gottes Willen. Ap.⸗Geſch, 21, v. 14. Mel. Jeſu, meine Freude, meines. 8 siſt Gottes Wille, Lie⸗ 1278. E bes Herz, ſei ſtille In der Traurigkeit; So hat ers verſehen, Alſo muß geſchehen Beides, Luſt und Leid. Er verhängt, was uns be⸗ drängt, Tritt uns oft im Zorne nie⸗ der, Hebet uns doch wieder. 2. Es iſt Gottes Wille, Leide nur und hülle In Geduld dich ein, Sein Rath iſt verborgen, Aber laß ihn ſorgen, Bis es Zeit wird ſein; End⸗ lich ſcheint, wie ers gemeint, Troſt und Sonne nach dem Regen, Herzen folgt den Schlägen. 3. Es iſt Gottes Wille, Liegt doch Luſt die Fülle In des Kreuzes Laſt; Sehn wir unbeweget Auf die Hand, die ſchlä⸗ get, Bis wir ſie gefaßt. Ei, ſie heilt ob ſie verweilt, Träuft nicht allezeit von Myr⸗ rhen, Heißt nicht immer girren. 4. Esiſt Gottes Wille, Lieber Gott, nun fülle Immer Thränen ein; Schmeckt es bitterſüße, Auf die Finſter⸗ niſſe Blickt ein Freuden⸗Schein. Es geh mir, wie du willſt, hier, Tröſt ich mich doch in der Stille, Herr, es iſt dein Wille! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Geduldiges Stillhalten im Kreuz. Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude. 1279 Frommes Herz, ſei un⸗ J. betrübet Und vertraue Laß du deinen Vater walten, Der ſo lange hausgehalten; Er iſt deine Zuverſicht, Er verläßt die Seinen nicht. 2. Mußt du gleich viel Leid erfah⸗ ren, Wundre dich deswegen nicht. Schaue nur vor alten Jahren Aller Heiligen Geſchicht: Iſt auch Jemand ohne Leiden Kommen in den Saal der Freuden? Nein, ſie haben Alle Theil So am Kreuze, wie am Heil. 3. Nimm vor dich in allen Stük⸗ ken Deines Jeſu Lebens⸗Lauf; Nimm ſein Kreuz auf deinen Rücken, Nimm es doch nur willig auf. Gott wird dir in jenem Leben Seligkeit und Himmel geben, Denn da wird auch aller Hohn Dir zu einer Chren⸗ Kron. 4. Jeſus iſt durch ſchweres Leiden Gangen ein zur Herrlichkeit, Und du wollteſt nur in Freuden Hier zubringen deine Zeit? Wahrlich, du mußt hier mit weinen, Wenn dir dort das Licht ſoll ſcheinen; Wenn der Knecht iſt wie ſein Herr, Was will denn der Knecht noch mehr? 5. Und was ſieheſt du zurücke Auf das Thun der argen Welt? Was ſiehſt du auf ihre Tücke, Auf das Netz, das ſie dir ſtellt? Schaue nur auf deinen Schöpfer Und gedent, er ſei dein Töpfer, Der bereitet dir die Kron, Solchen Topf aus ſolchem Thon. 6. Laß den alten Drachen wüthen Laß ihn toben, weil er kann, Laß ihn ſeine Frucht ausbrüten, Daß ſein Ziel bald naht heran: Gott wird ſeine Zeit ſchon finden, Ihn mit Ketten anzubinden; Dann wird er ihn von dem Stuhl Stoßen in den Feuer⸗Pfuhl. 7. Aber dich wird er erhöhen, Wenn du treu verbleiben wirſt; Du wirſt in die Freud eingehen, Wenn dein Weh vorüber iſt; Du wirſt in dem Freuden⸗Saale Sitzen bei dem 6 dinern reneſſen, her ul u d thech belohner 6.G. Neuß natrung zu NA ihener M 40) dana de Geduld d ich wr t n aer Ehre⸗ urhſtres Lede t haitteit, Un ei Kedden hir e Rt. Waxrit, nit weien, Wem oiht il ſgeen ij vieſen Hen, ſehet dwrücke h ryen Pelt, We⸗ felle chaue m ſäpfr Ud geden ten dohen withen, Mrrel i nn, d rauetrit, Daß ſnn hern. Gott wif irde JIon M dn. Ann vird tuhl ehzen in 1 id er ethäha vetlite witt. N ud änehen, enf ſte Du witi er iſ, Du win 1 e bi d Abendmahle Mit der Patriarchen⸗ dn, Schaar, Wenn das Heil wird offenbar. m laß ſie das Maß der Sün⸗ 9 Duugellſſen machen voll; Laß ihr Knäuel ſie voll winden, Weil es ja oll; Laß ſie nur ſo ferner ſußeen zu ihrem Unglück wachen: Gott weiß ſchon Maß, Zeit und Ziel und wird kommen, wann er will. 9. Aber harre du indeſſen, Leid und haue deinem Gott; Der wird 1 deiner nicht vergeſſen, Wird im Hun⸗ ger geben Brodt; Er wird dich von alem Böſen Mit gar ſtarkem Arm alöſen, Daß kein Unfall ewiglich Stürz und überwinde dich. 10. Du vielmehr wirſt überwinden, Weil dein Jeſus dich erhält; Du wirſt bei Gott Gnade finden, Weil dein Weſen ihm gefällt. Er wird dier in allen Nöthen Als dein Helfer un dir treten Und dort in der Herr⸗ ichkeit Wohl belohnen alles Leid. H. G. Neuß, g. 1694, ſt. 1756. Aufmunterung zur Geduld. In eigener Melodie. 1280 eduld, Geduld, Ge⸗ duld, Ihr unver⸗ mügten Herzen! Was gebet ihr dem himmel Schuld? Ich weiß, Gott Lob, an keinen Schmerzen, Denn mich dergnüget die Geduld. Wer dieſes ſiſſen hat, Der kann im Schlafe aachen Und darf um keinen Traum Sich einen Kummer machen; Drum nur Geduld, Geduld, Geduld! 2. Geduld, Geduld! Im Harnſch Pirſt du gar nicht weit laufen, Wer unde thut, kommt beſſer fort! Der difer fället übern Haufen, Die Sanft⸗ nuth aber findet Port. Und kommt dee Tugend auch Zuweilen ins Ge⸗ nänge, Wer Raum im Herzen hat, Dem wird die Welt zu enge; Drum nu Geduld, Geduld, Geduld! 3 Geduld, Geduld! Es kommt icht eben Alles heute; Doch morgen mmt man auch ins Haus. Die Ret und ich, wir ſind zwei Leute, und Wohlgefallen. 771 Die richten endlich Alles aus; Nur Eilen bringt kein Guts, Das Spiel kann es verderben Und die Verwe⸗ genheit Hat Kinder, die bald ſterben; Drum nur Geduld, Geduld, Geduld! 4. Geduld, Geduld! Man muß Der Hoffnung Etwas borgen, Sie liefert Alles doppelt ein; Ihr dürft nicht um die Zahlung ſorgen, Sie will für Alles Bürge ſein; Denn fromme Zuverſicht Läßt keine Hoff⸗ nung ſtecken; Doch denket allemal: Das Glücke fährt mit Schnecken: Drum nur Geduld, Geduld, Geduld! C. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Glückſeligkeit der Geduld. Mel. Wer nur den lieben Gott. * eduld in Widerwär⸗ 1281. G tigkeiten Erleichtert ſelbſt das Ungemach, Daß es nicht weiter ſich kann breiten Und bleibt in Ufern, wie der Bach. Läuft Un⸗ geduld beim Kreuz mit ein, Dann wird es zweimal größer ſein. 2. Ergib dich Gott und ſeinem Willen, Wenn ja dich das Verhäng⸗ niß drückt; Denn er kann Alles wie⸗ der ſtillen Und machen, daß du wirſt beglückt, Dein Unſtern fänget neues Licht, Wenn er die trüben Wolken bricht. 3. Drum warte ſeiner Gnaden⸗ Stunde, Wenn dieſe kommt, iſt Alles gut, Es bleibt beim alten Bund und Grunde, Daß wohlgethan iſt, was er thut. Sieht es gleich traurig und betrübt, Der Glaube wird dadurch geübt. 4. Unmöglich iſts, daß Gottes Kinder In der Verſuchung unter⸗ gehn; Verfährt er ſtrenger, als ge⸗ linder; Wird er doch dir zur Seite ſtehn; Er machts, daß ein gedrückter Mann Durch ihn die Luſt ertragen kann. 5. Laß ihm nur ſeinen Vater⸗ Willen Und widerſtrebe nimmer⸗ mehr; Er wird das Ungewitter ſtil⸗ len Zu deiner Wohlfahrt Wieder⸗ 49* M 1 1 kehr; Denn wenn der Sturmwind Von dem göttlichen Willen d 2 6. Der Eigenwill wollt zwar ins ausgetobt, Dann heißt es: Gott ſei Reich Mit andern treuen Kämpfern hochgelobt! gern eingehen; Daß aber er mit 6. Der Herr, der austheilt Chren⸗ ihnen hier zugleich Erſt leiden ſol,, Steilen, Der füllt und räumet jeden das will ihm nicht anſtehen; Wie Plan, Kann die, ſo ihm ſich zuge⸗ gern wollt er doch mit gekrönet ſein, ſellen, In Kurzem ſetzen oben an. Nur ohne Pein! Mach Regen kommt oft Sonnenſchein, 7. Dadurch wird aber Gott ſein Der breche bald bei dir herein! Swie Verderbt, 5 e mit uns, den 4 Seinen treibet; Man kehrt die Ord⸗ Geduld iſt Noth. nung um, die uns zum Ziel Der Hebr. 10, v. 36. Ehre führt und ihr uns einverleibet, 8 Es wird der weiſe Rath, den er be⸗ Mel. Es koſtet Viel, ein Chriſt. 191 duld iſt Noth 2 dacht, Zunicht gemacht. 1282. enibel nuni i) weun V. 8. Drum thut Gott wohl, daß er das ſchwere Joch des Kreuzes drücket, ich nucht An ſeine zarten Heiligen Nicht Jedermann da in der Prob roß kehret, Daß er uns, ungenna beſteht. Wenn er geht unter dieſer ein Blei⸗Gewicht Der Centner⸗Noth Laſt ebücket: D 4 das Krer anhängt und alſo wehret, Daß nicht aſt gehücket; Drum mieig Has Kreuz ſein Schluß an uns allhier auf Erd mit Recht zu nennen ſein Ein Prüfe⸗ Verei Alher Anf a Stein Vereitelt werd. 2. So frech und trotzig unſer 9. Indeſſen bleibt er fromm und Muth, Wenns geht nach unſers Flei⸗ treu, Läßt uns nicht ohne Maß ge⸗ ſches Luſt und Willen, So ſehr er⸗ ſängſtet werden, Sein Gnaden⸗Liht ſchrickt man vor des Kreuzes Ruth; wird täglich bei uns neu, Daduch Es läßt die Zagheit ſchwerlich ſich E uns erleichtert die Beſchwaden. verhüllen: Wie kleinlaut macht der In endlich bricht, wenn ſein Wlll iſ unverhoffte Schmerz Das blöde Herz! vollbracht, Die Kreuzes⸗Macht. 3. Kaum rührt uns Gottes Fin⸗ 10. Erkenne dieß, du armer Staub, ger an, So fangen wir ſchon an Und lerne dich in Gottes Wage mit Macht zu ſchreien: Herr, ſchone, ſchicken; Sei nicht ſtracks wie ein ſchone mein! Die Kreuzes⸗Bahn leicht und bebend Laub, Wenn dich Scheint uns ſobald den Untergang die Noth und Trübſals⸗Preſſen drüt⸗ zu dräuen; Vernunft denkt, wenn ſie ken; Schau auf die treu und ſüße hört ein Lüftlein wehn: Nun iſts Vater⸗Hand In ſolchem Stand. geſchehn! 11. Sie will dadurch zu deinem 4. Ach, daß doch Gott ein Wun⸗ Heil Nur deine Treu, Geduld und der thät, Spricht man, ſobald das Demuth üben; Drum ehre ihn in erſte Weh ſich reget; Ein Wunder, ſolchem deinem Theil, Sei ſtill und dadurch das, was früh und ſpät Mich laß dich Nichts zu ſehr betrüben; quält, zu Boden würde ſtracks gele⸗ Nur unverzagt, halt einen kleinen get; Das Fleiſch erzittert ſtets vor Strauß Ohn Murren aus! ſeinem Tod, Drum ſcheuts die Noth. 12. Sei männlich und ſteh felſen⸗ 5. Gott aber fraget viel darnach, feſt, Laß keinen Sturm zu Unmut Was unſre Zärtlichkeit von ihm be⸗ dich bewegen, Und wenn er dich ein gehret: Er mehrt die Gluth und preßt wenig zappeln läßt, Getroſt, ſo wird aus manches Ach, Anſtatt, daß er das Wetter ſich bald legen! Denk, uns unſre Bitt gewähret: Dürft er V wenn er dich führt mitten in den uns doch auch, wenns nach uns ſollt V Tod: Geduld iſt Noth. gehn, Kaum ſchel anſehn. A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1733. ben w, Indt, da nan K. Vohl. dnr Kretenetei rih lrine, G ren, glt bmms nie 3 bcthms nie t t uih an da Un it fir mei E n nich ferne Vütanes Blu 1 — — — — — — — — — it nene — —. — — — B—— —— — — =— — == — —— dd aberbat e as er ni un Nen bin diede ins zm il de hr u aute ſe Rach dn abe macht. 4 ine zut Hälier er un ingeſ Der batner ah wahr Daß ne ins älhe aufG. 44 t de Wäwerden. „vem en Wil üt Treuzescdhcht. eß, dume in Gdtes Re t ſrat wie en Laud, Penn di * 8 Otaub. dadurh zu deinen Trau, Gedud wm Drun dre ihn i Tdel, 3, ſill un zu ſen betriben halt arn llein urn ae. ſlih und ſeh Spun au Unna wen er dih ä Noth. auſen 0 1 1 52 5 We und Wohlgefallen. Gott meint es gut mit uns. In eigener Melodie. 6 3 Gott kanns nicht böſe 128— meinen ſein Vater⸗ Wort betrüget nicht, Darin er mir 3 feſt verſpricht, Er wolle mich mit einen Augen leiten, So folg ich ſei⸗ nem Zug zu allen Zeiten; Ich habe Herz und guten Muth, Gott meints mit ſeiner Führung gut. Er läßt mich nicht, wenns gleich oft ſo will theinen, Gott kanns nicht böſe mei⸗ nen. Wills gleich böſe ſcheinen, Gott kanns nicht böſe meinen. 2 Gott kanns nicht böſe meinen, NMiemand iſt gut als er allein, Wie zann ſein Wille böſe ſein? Er will, daß Allen ſoll geholfen werden, Macht Alles wohl im Himmel und auf Er⸗ den. Wer nur ſein Werk im Glau⸗ ten thut, Findt, daß ers mit ihm meine gut. Wohl, wer ihm traut, denn er verſäumet Keinen; Gottkanns icht böſe meinen, Er verſäumet Kei⸗ nen, Gott kanns nicht böſe meinen. 3. Gott kanns nicht böſe meinen, er hat mich an das Licht gebracht Und täglich für mein Heil gewacht; Er wird mich ferner bis ins Alter rragen Und was mir ſelig iſt, mir nicht verſagen. Ich ſteh in meines Vaters Hut, Gott meints mit ſeiner Führung gut. Er ſorgt für mich von meinen Kindes⸗Beinen; Gott kanns nicht böſe meinen Von mein Kindes⸗Beinen. Gott kanns nicht böſe meinen. 4. Gott kanns nicht böſe meinen, der Sünden Menge ſchreckt mich ſehr, Doch3iſt der Güte Gottes mehr. Ich nef: Gott ſei mir armen Sünder gnädig! Er ſprach: Getroſt, du biſt von Sünden ledig. Mich reinigt Jeſu theures Blut, Gott meints mit ſeiner Jührung gut. Er macht ge⸗ rech und zählt mich zu den Seinen, Gott kanns nicht böſe meinen, Er tennt ſchon die Seinen, Gott kanns 773 5. Gott kanns nicht böſe meinen, Wenn ich mir ſelbſt nichtrathen kann, Nimmt Gott ſich meiner Seele an. Gnug, ich befehl dem Herren meine Thaten, Er wirds wohl machen und mir treulich rathen. Es gilt mir gleich, wenns Gött nur thut, Gott meints mit ſeiner Führung gut; Er lenkt das Herz der großen und der Kleinen, Gott kanns nicht böſe meinen; Er lenkt Groß und Kleinen, Gott kanns nicht böſe meinen. 6. Gott kanns nicht böſe meinen. Was mir nicht gut iſt, geht zurück, Das grötzte Unglück iſt mein Glück; Ich weiß, daß denen, die Gott lieben wollen, Zum Beſten alle Dinge die⸗ nen ſollen. So geht es denn durch Gluth und Fluth, Gott meints mit ſeiner Führung gut. Den Abend lang währt nur das bittre Weinen, Gott kanns nicht böſe meinen; Bald vergeht das Weinen, Gott kanns nicht böſe meinen. 7. Gott kanns nicht böſe meinen. Die Welt meints falſch zur böſen Zeit, Und wenn mirs wohl geht, hab ich Neid; Doch mag die Welt gleich ganz im Argen liegen, So will ich ihre böſe Luſt beſiegen. Trotz biet ich aller Feinde Wuth; Gott meints mit ſeiner Führung gut. Meints Niemand gut, ſo hab ich dennoch Einen, Der kanns nicht böſe meinen, Ich trotz auf den Einen. Gott kanns nicht böſe meinen. 8. Gott kanns nicht böſe meinen. Weil ich im Leben Chriſti bin, So iſt der Tod auch mein Gewinn. Ich bin gewiß, daß mein Erlöſer lebt Der mich, ſein Glied, zu ſich, dem Herrn, erhebt. Die Seele lebt, der Körper ruht, Gott meint es auch im Tode gut. Er ſpricht mich los, wenn Jeſus wird erſcheinen, Gott kanns nicht böſe meinen. Jeſus wird erſcheinen, Gott kanns nicht böſe meinen. nicht böͤſe meinen. Joh. Kleß, g, 1669, ſt. 1720. Geduldiges Schweigen. Pſ. 39, v. 10. Mel. Herr Jeſu Chriſt, ich weiß. 128 4 ott Lob und Dank, * ich hab einmal Die große Kunſt erfahren, Dadurch ich mir in aller Qual Viel Kummer kann erſparen. Es breche, was da will herein, So ſoll mein liebſtes Stichblatt ſein: Ich will geduldig ſchweigen. 3 2. Mein Jeſus hat mit ſolcher Art die hochbetrübten Stunden, Da⸗ rinnen er gemartert ward, Höchſt ſelig überwunden. Was nun mein Hei⸗ land hat gethan, Das nehm ich zum Exempel an: Ich will geduldig ſchweigen, 3. Ach, mag mich doch die liebe Noth Gleich noch ſo harte preſſen, Und muß ich ſchon mein Bißchen Brodt Mit Salz und Elend eſſen; Ja langt es manchmal kärglich zu, o leb ich doch in guter Ruh: Ich will geduldig ſchweigen. 4. Iſt in der ganzen Welt kein Freund. Der es in meinem Harme o treulich mit mir Aermſten meint, Daß er ſich mein erbarme; Will gar kein Menſch mehr bei mir ſtehn, So will ich dennoch nicht vergehn: Ich will geduldig ſchweigen. 5. Wenn mir die ärgſte Drachen⸗ Brut Mit abgefeimten Ränken Den allergrößten Schimpf anthut, Nur daß ich mich ſoll kränken; Iſt ſolches Teufels⸗Zeug nicht wahr, So acht ich Alles nicht ein Haar: Ich will ge⸗ duldig ſchweigen. 6. Hab ich nicht ein geſundes Glied An meinem ganzen Leibe, So daß man augenblicklich ſieht, Wenn ich nun außen bleibe; Zermalmet mir der ſchärfſte Schmerz Mein ohnedem verdorrtes Herz: Ich will geduldig ſchweigen. 7. Ja liebſter Gott, läßt deine Macht Gleich hunderttauſend Pla⸗ hen Daß Alles donnert, blitzt und acht, Um mich zuſammen ſchlagen; Von dem göttlichen Willen Wirfſt du gleich Erd und Himmel andern ein So will ich ohne 6 ſein: rin Kl hr Ich will geduldig ſchweigen. iit ſün 8. Willſt du auch meinen matten un Uid 1 Geiſt Gar wieder von mir nehmen, Bn Bei dt So will ich mich, wenn du es heißt, zan p diinn ü Zum Tode gern bequemen. Da will uh le ich armer Erden⸗Kloß In meiner nbafbet erſten Mutter Schooß Erſt recht ge⸗ aliſbct halen ſ duldig ſchweigen. dilut wen I 9. Allein, wenn ich die rechte Ziit Perrien Nun ausgeſchlafen habe, So rufe mich 6 aiweilt nit auch hocherfreut Aus meinem ſtillen auagiüle Grabe. Da ſoll mein Mund geſchäf⸗ g ii Püd de tig ſein, Da ſtimm ich mit den Engernn i zn, Viſd ein, Da will ich nicht mehr ſchweigen. Jaam dun vil J. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734. fül a din Pil Wül Gott⸗Ergebenheit im Kreuz. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben. ott, mein einziges 1285. G Vertrauen, Gott, du meine Zuverſicht, Meine Augen zu dir ſchauen, Deine Hilf verſag mir nicht! Laß mich nicht vergebüch ſchreien, Sondern hör und laß ge⸗ deihen, So will ich, Gott, halten ſtill: Gott, dein Will iſt auch mein Will. 2. Du haſt mich von Kindes⸗Bei⸗ nen Stets geleitet und geführt, Durch mein Klagen und mein Weinen Wird dein Vater⸗Herz gerührt, Daß mirs Hilf und Nahrung ſende, Noth und Trübſal von mir wende; Drum halt ich dir ferner ſtill: Gott, dein Will iſt auch mein Will. 3. Führe mich, wohin du denkeſt, Daß es mir am beſten iſt, Wenn du nur, mein Gott, mich lenkeſt, Geht mirs wohl zu jeder Friſt; Laß mich dir, mein Gott, vertrauen Und auf deine Gnade bauen, Laß mich dir nur halten ſtill: Gott, dein Will iſt auch mein Will. 4. Muß ich Schmerz und Qual empfinden Und mit Galle ſein ge⸗ tränkt, Mich gleich einem Würm⸗ lein winden, Mit viel Unglück ſein umſchränkt; Doch will ich es Alles Vhrhur de Mac ntweder an 8 ſtnih So llt, dei 1 2 —— —— ——— — — —— ——— — — Wich werhe di habe So ufemig 'de ufemi 3 naint ſie ſin wn güöl⸗ dhnide ongi ttmeſtvein. en gh.. eit in teu :8 Läben lba t. lin zinzige Ierruen, Gotz t. Nir Auge Dine dl vrch h tict Ryelich don Files⸗Be⸗ Ind geüt, Duro jein Vinn Wid wüht, Niß nir ſede th und ende, Num hat Got èin Wl rohin d dendef jſenſt emndu kt, Geht rrueen lid uü e, Coj nich d ot dn Blli nich drücken, und Wohlgefallen. 5 Bin ich gleich veracht auf Er⸗ Und muß din Werd ich doch erhöhet werden Dort in deinem Himmels⸗Thron. enn mich alle Welt will haſſen, Ba ich mich auf Gott verlaſſen, So will ich Gott halten ſtill: Gott, dein Will iſt auch mein Will. 6 Alles ſei dir heimgeſtellet, Schaff 6, wie du willſt, mit mir; Tod und leben mir gefället, Willig, willig plg ich dir; Wird des Kreuzes Joch Wirſt du wieder mich Drum will ich Gott halten rauicken; Drum will ie— dein Will iſt auch mein dill: Gott, Wil.. 7. Laß mich nur den Himmel erben, Mach mich weder arm noch reich; dhriſtlich leben, ſelig ſterben, So werd ch, den Engeln gleich, Heilig, heilig, belig ſingen Und dir mein Lob⸗ dyſer bringen, So will ich Gott hal⸗ en ſtill: Gott, dein Will iſt auch mein Will. 8. Nun, mein Gott, in deine Hände heh ich Seele, Leib und Gut; Alles nir zum Beſten wende Und halt nich in deiner Hut. Dieſes bitt ich nochmals kühnlich, Gib mir nur, was nir iſt dienlich, So will ich dir hal⸗ ten ſtill: Gott, dein Will iſt auch mein Will. Gliſ. Eleon. Herzogin zu Sachſen⸗Meiningen, g. 1658, ſt. 1729. Gottes Wille unſer Alles. Mel. Gott des Himmels und der. 9 ottes Wille iſt mein 1286. G Wollen, Das iſt aller Chriſten Pflicht. Wo ſie ihm gefallen ollen, Widerſprechen ſie ihm nicht, denn es pflegt ſein Ja und Nein Auch ihr Ja und Nein zu ſein. 2. Gottes Wille ſoll im Glauben Meine beſte Richtſchnur ſein; Will um mir die Wahrheit rauben, Gibt ein Wort mir hellen Schein Und 775 zeigt mir die rechte Bahn, Daß ich nimmer irren kann. 3. Gottes Wille ſoll im Leben Meine ſtete Regel ſein. Er wird das Vollbringen geben, So ſtimmt mein Gehorſam ein Und ſo wird das Fleiſch betäubt, Daß es in der Zucht verbleibt. 4. Gottes Wille gibt im Beten Mir das rechte Maß und Ziel; Ich will kindlich vor ihn treten: Gibt er Wenig oder Viel, So will ichzufrieden ſein, Er theilt Alles weislich ein. 5. Gottes Wille wirft im Leiden Mir das beſte Pflaſter zu; Will er mir ein Kreuz beſcheiden, Denkt er doch an meine Ruh. Wer ſich in Geduld nur faßt, Der bekommt nur halbe Laſt. 6. Gottes Wille ſoll im Sterben Auch mein beſtes Labſal ſein; Werd ich doch den Himmel erben, Das verſüßt des Todes Pein. Ich will an den Lebens⸗Port Lieber heut, als morgen fort. 7. Nun, mein Gott, laß deinen Willen, Welcher ja vollkommen gut, Mich durch deine Kraft erfüllen, Beuge ſelbſten meinen Muth, So halt ich dir immer ſtill Und mein Loos iſt: Wie Gott will! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Gottes Wohlmachen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 6 ott weiß es Alles wohl 1287. G zu machen, Als der nichts Böſes je gethan; Wer nur ſein Weinen und ſein Lachen Nach Gottes Fügun fügen kann, Der hält im Glück und Unglück ſtill Und will was Gottes Wille will. 2. Kann doch kein Unfall mir be⸗ gegnen, Es ſei denn Gottes Will da⸗ bei; Auch kann mich Niemand anders ſegnen, Als meines Schöpfers Vater⸗ Treu; So ſei es helle oder trüb, Wies Gott geliebt, iſt mirs auch lieb. 3. Zwar zähl ich ja wohl tauſend Proben Von meines Schöpfers Gü⸗ 776 tigkeit, Die ich nicht alle weiß zu loben In meiner Unvollkommenheit, Daraus ich ſicher ſchließen kann: Was Gott thut, das iſt wohlgethan. 4. Ergötzen mich zuweilen Freuden Und ſitz ich ihnen als im Schooß, So ſchadet nicht hinwieder Leiden, Es würde ſonſt der Muth zu groß; Denn ſo prüft Gottes Prüfe⸗Stein, Was recht bewährte Chriſten ſein. 5. Drum wünſch ich mir im Kreuz und Glücke Geduld und Demuth jeder⸗ zeit, Damit ich mich gehorſam ſchicke Zur wahren Gottgelaſſenheit Und achte weder Wohl noch Weh, Wenn ich in Gottes Gnade ſteh. Gott⸗Ergebenheit im Kreuz. Mel. Seelen⸗Weide, meine. 9 gott wills machen, 1288. G Daß die Sachen Gehen, wie es heilſam iſt. Laß die Wellen, Sich verſtellen, Wenn du nur bei Jeſu biſt! 2. Wer ſich kränket, Weil er den⸗ ket, Jeſus liege in dem Schlaf, Wird mit Klagen Sich nur plagen, Daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter, Gott, dein Wäch⸗ ter, Schläfet ja noch ſchlummert nicht; Zu den Höhen Aufzuſehen Wäre deine Glaubens⸗Pflicht. 4. Im Verweilen Und im Eilen Bleibt er ſtets ein Vater⸗Herz. Laß dein Weinen Bitter ſcheinen, Dein Schmerz iſt ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feſte, Daß das Beſte Ueber dich beſchloſſen ſei. Wenn dein Wille Nur iſt ſtille, Wirſt du von dem Kummer frei. 6. Laß dir ſüße Sein die Küſſe, Die dir Jeſu Ruthe gibt: Der ſie führet Und regieret, Hat nie ohne Frucht betrübt. 7. Willſt du wanken In Gedanken, Faß dich in Gelaſſenheit. Laß den ſorgen, Der auch morgen Herr iſt über Leid und Freud. 8. Gottes Hände Sind ohn Ende, 6 Sein Vermögen hat kein Ziel. Iſts Von dem göttlichen Willen beſchwerlich, Scheints gefährlich, Dei⸗ nem Gott iſt Nichts zu vrüih de 9. Seine Wunder Sind der Zun⸗ der, Da der Glaube Funken fäͤngt. Alle Thaten Sind gerathen Jedes⸗ mal, wie ers verhängt. 10. Wenn die Stunden Sich ge⸗ funden, Bricht die Hilf mit Macht herein, Und dein Grämen Zu be⸗ ſchämen, Wird es unverſehens ſein. 11., Eignen Willen Zu erfüllen, Leidet ſichs noch ziemlich wohl, Da itt Plage, Noth und Klage, Wo man leiden muß und ſoll. 12. Drum wohl denen, Die ſich ſehnen Nach der ſtillen Willens⸗ Ruh! Auf das Wollen Fällt dem Sollen Die Vollbringungs⸗Kraft bald zu. 13. Mehr zu preiſen Sind die Weiſen, Die ſchon in der Uebung ſtehn, Die das Leiden Und die Freu⸗ den Nur mit Hiobs Aug anſehn. 14. Nun, ſo trage Deine Page Fein getroſt und mit Geduld: Wer das Leiden Will vermeiden, Häufet ſeine Sünden⸗Schuld. 1 15. Die da weichen Und das ze⸗ chen Ihres Bräutigams verſchmähn, Müſſen laufen Zu den Haufen, die zur linken Seite ſtehn. 16. Aber denen, Die mit Thränen Küſſen ihres Jeſu Joch, Wird dee Krone Auf dem Throne ihres Hei⸗ lands werden noch. 17. Amen, Amen! In dem Namen Meines Jeſu halt ich ſtill; Es ge⸗ ſchehe Und ergehe, Wie und wann und was er will. J. D. Herrnſchmidt, g. 1675, ſt. 1723. Völlige Ergebung in Gottes Willen. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei. Terr, Wie Du wilſt 12 89. Ha ſcits uit— *) Die Prinzeſſin Maria zu Sachſen⸗Weimar ſchrieb die vier Buchſtaben HWD W Aſ ihren Wahlſpruch: Herr, wie du willſt. Ihr zu Liebe iſt dies Lied gemacht worden. 1 teit. neinem gotſe d Kerleih ni det, daß G ptin dit udstltih en ſeig G gb Ehritun Tre d Nlüſmn zufitr i G I Be mnd 2903 galte diem Glle Güte nir bechder nüget ſih mn T der zunr ritt im ie dein begintt za 2. Pilſt du mi det lgen, Ih Nangl ſen? Re en Un eüit d 8 1 u de ldan de älln Wile Vola gllte bengns⸗gti preſe zind d in dr Uedumg ddenlnd ie Fue ds Pg grjehn Ne Nae nit Ganb. Wer vermde Hiufe ld. ud. icen Udas ge⸗ gans wrchmähn, den glen, di ſehn. , Demihränen u Jat, Kird di Trone Utes He⸗ 4 mir, err,„ ue Worte] Behüt ſh „Lerleih mir Herr, en en Ad Nanen ih ſil GCs „Teud wam hmd.65,f.123 ung in bitt len. er Roth ſiri rr Wilu Vi zatjin⸗Wunt zu Sadſer⸗Wn ſüben IWD Hett, lie d hilſt died gen aht worden ſ ſtit ni n und Wohlgefallen. geben und im Sterben! Allein zu dir ſteht mein Begier: Hem⸗ la ich nicht verderben! Erhalt mich nur in deiner Huld, Sonſt wie du mir Geduld; Dein Will, beſte. Ehr und Treu verleih Und Lieb zu deinem mich, Herr, vor fal⸗ ſher Lehr Und gib mir hier und dorte, Was dient zu meiner Selig⸗ dit; Wend ab all Ungerechtigkeit In meinem ganzen Leben; 3. Soll ich einmal nach deinem Rath Von dieſer Welt abſcheiden, nur deine Gnad, geſcheh mit Freuden! Mein wilſt; gib der iſt der 2. Zucht, Daß es aid und Seel befehl ich dir: O Herr, en ſelig End gih mir Durch Jeſum Ehriſtum! Amen! D. C. Meliſſander, g. 1540, ſt. 1591. zufrieden in Gottes Willen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 290 3 bin mit dir, mein ◻☛ Gott, zufrieden, Ich dalte deinem Willen ſtill. Was deine Gute mir beſchieden, Mit dem ver⸗ nnüget ſich mein Will: Mein Will, der zwar nicht ferner mein, Dieweil a dein beginnt zu ſein. 2 Willſt du mich auf das Siech⸗ bett legen? Ich will. Soll ich in Nangel ſein? Ich will. Soll ſich en Unfall regen? Ich will. Und willſt du, daß ich wein? Ich will. Und gbſt du mich dem Tod? Ich willl. Dein Will geſcheh, o Gott! 3. Willſt du mich in den Him⸗ 9— — — 2 9 nel haben? Herr, dieß iſt meiner Wünſche Füll. Sollt ich denn zu der Hälle traben? Ich weiß, Herr, das it nicht dein Will; Daß dein Will ſo nicht wollen ſollt, Hat deines Soh⸗ nes Tod gewollt. „. Sein Tod erklärt mir deinen Willen, Dein Will iſt, daß ich hei⸗ ig ſei. So will ich zwar, doch das Gffüllen Verhindert, leider, Man⸗ Geerlei; Bald wird ſich Unwill men⸗ 777 gen ein, Bald Muthwill mein Be⸗ herrſcher ſein. 5. Nicht ſo, mein Herz, was Gott dir gibet, Bös oder Guts, nimm willig an. Weg Eigenwill! Was Gott beliebet, Das ſei mit Luſt von mir gethan. Ja, ja, mein Herz ruht ſanft und ſtill, Es wählt, es will, was mein Gott will. A. Ingolſtetter, g. 1633, ſt 1711. Vergnügung in Gottes Willen. In voriger Melodie. 1291 Ach bin vergnügt nach ¹ Gottes Willen Und wie ers mit mir ſelber ſchickt. Was helfen doch die Kummer⸗Grillen, Da⸗ durch man oft das Herz erſtickt? Drum ſelig, wer mit mir erwiegt Die ſchö⸗ nen Wort: Ich bin vergnügt! 2. Ich bin vergnügt, ob ich auf Erden Schon großen Reichthum habe nicht Und muß mirs laſſen ſauer werden, Was mir zur Nothdurft noch gebricht. Ich denke: Gott hats ſo gefügt. O, ſchöner Troſt: Ich bin vergnügt! 3. Ich bin vergnügt, ob meine Zeiten Schon nicht in hohen Ehren ſtehn. Was hilfts, es ſind doch Eitelkeiten, So wie ein Rauch vom Wind vergehn. Wer dieſen traut, ſich ſelbſt betrügt. Gott iſt mein Ruhm: Ich bin vergnügt! 4. Ich bin vergnügt obſchon das Glücke Mich hier nicht freundlich lachet an Und mir dagegen ſaure Blicke Und vieles Unglück ſchaffen kann. Ich hab Geduld, dieſelbe ſiegt In aller Noth: Ich bin vergnügt! 5. Ich bin vergnügt, wenn Kreuz und Leiden Nach Gottes Rath mich überfällt, Wenn meine Freunde von mir ſcheiden, Weil es um mich gar ſchlecht beſtellt; Doch iſt mein Freund, wenn Alles fliegt, Der treue Gott: Ich bin vergnügt! 6. Ich bin vergnügt, ob mich hier neidet Die Welt und Mancher, der iſt Freund, Mich oft mit ſeiner Zunge . 778 ſchneidet, Daß weint. Gott gnügt! 7. Ich bin vergnügt, was Gott Aus ſeiner milden Vater⸗ Hand; Und ob er mich hierbei be⸗ trübet, Bleibt mir doch ſeine Huld mir gibet bekannt. Sein wahres nimmer lügt, Ich bin vergnügt! 8. Gaben, laben, Wohlan, mein Ziel: Ich bin vergnügt! 9. Ich bin vergnügt, wenn Nothdurft meinen Unter⸗ wenn die Kräfte nehmen habe Nach halt; Auch mir das Herz im Leibe lebt, der ſolche Feinde biegt Und mich erhält: Ich bin ver⸗ Verſpricht mir dieß: Ich bin vergnügt mit Gottes Es ſei gleich wenig oder Viel. Muß Brodt und Waſſer oft mich ſo bleibt doch das Wer Gott vertraut und hier ſich ſchmiegt, Den läßt er nicht: Vom göttlichen Willen Wort, das ich nur abe Und ich nun werde ſchwach und alt, Bleibt dies mein Troſt, daran mirs liegt: Gott ſorgt für mich: Ich bin vergnügt! 10. Ich bin vergnügt, es wird mir geben 1 e Ein fröhlich Herz, Und was der armen er allerhöchſte Wunder⸗Gott geſundes Leben Seele Noth; Das Uebrige, ſo es mir tügt, Be⸗ fehl ich Gott: Ich bin 11. Ich bin vergnügt, us einen ſanften am Ende Mein Jef Tod Und nimmt zu ſich Mein Seele hin aus aller Wenn Sünd und Hölle mit Hände Noth. vergnügt! gibt mir in ſeine mir kriegt, Schützt Jeſus mich: Ich bin vergnügt! Andreas Tag. Vergnügung in Gottes Willen. 1292. ganz eigen ſein; mir auch nach? ſchönen Freuden⸗Saal. Ich bin vergnügt, wies J Gott mit mir will dann Stand, weiß deine Hand Mih fügen, Dem ſoll mein Herz und Sinn Denn er läßt mich nicht ſtets im uſan liegen, Er gönnt egen Sonnenſchein. Er läßt mich Freude ſpüren Und will mich einſten fuͤhren Aus dieſem Jam⸗ merthal Dahin, wo ſchon die Engel muſiciren Und wo man ſchaut den 2. Muß ich auch ſchon biswei Wethſel fuhlen, Daz leid und zu mit untermenget iſt, Ja, will das Glück mit mir nach Willkür ſpielen Und übt an mir auch ſeine Tüch und Liſt, So bin ich doch im Leiden Als wie bei großen Freuden Mit meinem Gott vergnügt. Man kann nicht ſtets im Roſen⸗Garten weiden, Weil man nach Sonn auch wieder Regen kriegt. 3. Drum ſei, o Seel, mit deinem Gott zufrieden. Ob er dich gleich zu⸗ weilen traurig macht, Er hat dir ſchon die Freuden⸗Stund beſchieden, Laß nur vorbei die ſchwarze Trauer⸗ Nacht. Laß Welt und Teufel toben, Gedenke, Daß dort oben Dein Feſus dir beſtellt, Wohin er ſelbſt zur Freude ward erhoben, Den Gnaden ⸗Thron⸗ das ſchöne Himmels⸗Zelt. Ergebung in Gottes Willen. Mel. Was mein Gott will, das. und Sinn Mein 1293 J hab in Gottes Herz Herz und Sinn ergeben. Was höſe ſcheint, iſt mir Gewinn, Der Tod ſelbſt iſt mein Leben. Ich bin ein Sohn deß, der den Thron Des Him⸗ mels aufgezogen; Ob er gleich ſchlägt und Kreuz auflegt, Bleibt doch ſein Herz gewogen. 2. Das kann mir fehlen nimmer⸗ mehr: Mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, So will er mich nur üben Ünd mein Gemüth in ſeiner Güt Gewöhnen feſt zu ſtehen. Halt ich wieder zu erhöhen.. 3. Ich bin ja von mir ſelber nicht Entſprungen, noch formiret: Mei Gott iſt, der mich zugericht, An Leib und Seel gezieret, Der Seelen Sitz mit Sinn und Witz, Den Leib mit Fleiſch und Beinen. Wer ſo viel thut, deß Herz und Muth Kanns nimmer böſe meinen. gei, Ae ret, Ab ſi Dein Gul m 9 Haſt ſot m Näh, Inwbmbu lnd deitt ttn heſcheh au dm 17 Jütwi drd und ihn mhter hon langſtd ſine und bechm Aus das dichichſi Di alen: h in vch tu Nah ſeyn I 8. Wani git, ſiiht Kr teuen, Was d f und Pen, Wd dihen. Watno⸗ ind Hüd Ad A af eingal W.Gma, in benſ in d Guts Käle N Gtl hal ntes her und On Men egeben Pas lüſe Gewinn, Der Tad ehen. Nl bin en nThron hes Him⸗ Dut gath ſchläg t, Weit doch ſen er mu nch leben. ch glih virſt im er nich ur üben üth in ſener Güt 9 demehed Nit en. Wer ſe nd Much Ranns „.. 1 haſt, Was wmfben. Halt ih dir und Wohlgefallen. Woher wollt ich mein Aufent⸗ hu Mohrrerr Welt erlangen? Ich wäre längſtens todt und kalt, Wo nich nicht Gott umfangen Mit ſei⸗ em Arm, der Alles warm, Geſund und fröhlich machet. Was er nicht iält das bricht und fällt: Was er eeteut, das lacet. 5. Zudem iſt Weisheit und Ver⸗ ſand Bei ihm ohn, alle Maßen; heit, Drt und Stund iſt ihm bekannt, zu thun und auch zu laſſen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann leid Uns, ſeinen Kindern, diene, Und was er thut, iſt Alles gut, Obs noch ſo traurig ſchiene. 6. Du denkeſt zwar, wenn du nicht Fleiſch und Blut begehe nt, Als ſei mit einer großen Laſt dein Glück und Heil beſchweret; zaf ſpät und früh viel Sorg und Nuh, An deinen Wunſch zu kommen, nd denkeſt nicht, daß, was geſchieht, Geſcheh zu deinem Frommen. 7 Fürwahr, der dich erſchaffen hat und ihm zur Ehr erbauet, Der hat tion längſt in ſeinem Rath Erſehen und beſchauet Aus wahrer Treu, ans dienlich ſei Dir und den Deinen allen: Laß ihm doch zu, daß er nur thu Nach ſeinem Wohlgefallen. 8. Wenns Gott gefällt, ſo kanns nicht ſein, Er wird dich letzt er⸗ auen Was du jetzt nenneſt Kreuz tir fehen ninme und Pein, Wird dir zum Troſt ge⸗ dihen. Wart in Geduld: Die Gnad und Huld Wird ſich noch endlich inden; All Angſt und Qual wird auf einmal Gleichwie ein Dampf derſchwinden. 9. Das Feld kann ohne Ungeſtüm Gar keine Früchte tragen: So fällt ict auch Menſchen⸗Wohlfahrt um Bei luter guten T den Die Aloe bringt dittes Weh, Macht gleichwohl rothe Wangen: So muß ein Herz durch Augſt und Schmerz Zu ſeinem Heil gelangen. 10. Ei nun, mein Gott, ſo fall ich Getroſt in deine Hände: Nimm 779 mich und mach es ſo mit mir Bis an mein letztes Ende, Wie du wohl weißt, Daß meinem Geiſt Dadurch ſein Nutz entſtehe, Und deine Ehr je mehr und mehr Sich in ihr ſelbſt. erhöhe. 1 11. Willſt du mir geben Sonnen⸗ ſchein, So nehm ichs an mit Freu⸗ den; Solls aber Kreuz und Unglück ſein, Will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Thür Noch ferner offen ſtehen: Wie du mich führſt und führen wirſt, So will ich gern mitgehen. 12. Soll ich dann auch des Todes Weg Und finſtre Straße reiſen, Wohl⸗ an, ſo tret ich Bahn und Steg, Den mir dein Augen weiſen. Du biſt mein Hirt, der Alles wird Zu ſolchem Ende kehren, Daß ich einmal in deinem Saal Dich ewig möge ehren. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Micha 7, v. 7. 8. 9. In voriger Melodie. ( ch habs verdient, was 1294. 3 will ich mich Doch wi⸗ der Gott viel ſperren? Komm immer her, du Kreuzes⸗Joch Und bittrer Kelch des Herren! Ohn Angſt und Pein mag der nicht ſein, Der wider Gott gehandelt, Wie ich gethan, da ich die Bahn Der ſchnöden Welt gewandelt. b 2. Ich will des Herren Straf und Zorn Mit willgem Herzen tragen; In Sünden bin ich ja geborn, Hab auch in Sünden⸗Tagen Mit eitler Freud oft meine Zeit Ganz lieder⸗ lich verzehret; Gott, meinen Hort, in ſeinem Wort Nicht, wie ich ſoll, gehöret. 3. Ich habe den gebahnten Steg Verlaſſen und geliebet Den gott⸗ vergeſſnen Irre⸗Weg, Drum wird auch nun betrübet Mein Herz und Muth durch Gottes Ruth; Er hält ein recht Gerichte Vor ſeinem Thron, übt Sold und Lohn Mit völligem Gewichte. Vom dem göttlichen Willen 4. Gott iſt gerecht, doch auch da⸗ Gottes Gefallen mein Gefallen. bei Sehr fromm und voller Die Vater⸗Lieb und Mutter⸗Treu, Die wohnt ihm im Gemüthe. Gott zürnet nicht, wie wohl geſchicht Bei uns hier auf der Erden, Da mancher Mann nicht wieder erweichet werden. 5. Nein, traun, dieß iſt nicht Gottes Sinn, Sein Zorn, der hat ein Ende; Wenn wir uns beſſern, fällt er hin Und macht die ſtren⸗ gen Hände Sanft und gelind, hört auf, die Sünd Hier bei uns heim⸗ zuſuchen. Gott kehrt den Grimm mit Gnaden um ÜUnd ſegnet nach dem Fluchen. 6. Das wird fürwahr auch mir geſchehn, Es ſoll ein Jeder ſpüren: Gott wird einmal zum Rechten ſehn Und meine Sach ausführen. Sein Angeſicht wird mich ans Licht Aus meiner Höhle bringen, Daß ſeine Treu ich friſch und frei Erzählen mög und ſingen. 7. Drum freut euch nicht, ihr meine Feind, Ob ich danieder liege, Denn mein Gott wird, eh ihrs ver⸗ meint, Mir helfen, daß ich ſiege. Sein heilge Hand wird meinen Stand V Schon wieder feſte gründen; Es wird ſich Freud und gute Zeit Nach trübem V Wetter finden. V 8. Ich bin in Noth und weiß doch nicht Von rechter Noth zu ſagen; Denn Gott iſt meines Herzens Licht, Wo der iſt, muß es tagen Auch in Güte; 6 1295. ſein holdſelig und meine Se Was 3 gnügen, So la Welt: Mein eigner trügen, Der das nicht will, was Gott Mel. Wer nur den lieben Gott. ch halte Gott in Allem ſtille; Er liebet mich in Freud und Schmerz. Wie gut iſt kann Zur Sühn Gottes Vater⸗Wille, Wie freundlich Herz! Er iſt mein Hort Zier: Was Gott geäällt, gefällt auch mir. 2. Mein Gott weiß Alles wohl zu Sein Wille So lang gefällt. Ich denk Gebühr: Was auch mir. 4. Er will und wird mich ewig lieben, Er weiß, was Seelen nützlich ſei, ben Weg eig Was Gott gef werde, Er will der Drum reiß ich mich von dieſer Erde der Nacht, da ſich die Macht Der Finſterniß vermehret; Licht mir ſcheint, ſo bricht Und fällt, was mich beſchweret. 9. Es kommt die Zeit und iſt nicht weit, Da will ich jubiliren. Der aber, der mich jetzt verſpeit Und pfleget zu vexiren In meiner Noth: Wo iſt dein Gott? Der wird mit Schanden ſtehen; Er wird mit Hohn, ich mit der Kron Der Ehren davon gehen. Wenn dieſes 5. Gott will, machen, Er iſt der ewig treue Freund, (Er läßt mich nach dem Weinen lachen; Was er nur thut iſt wohlgemeint. in Lieben währet für und füt: Gott gefällt, gefällt auch mir. bleibet mein Ver⸗ ich leb auf dieſer Wille kann nur an meine Chriſt⸗ Gott gefällt, gefältt Er hat mich in die Hand geſchrie⸗ Mit lauterm Golde ſeiner Treu. ner Wille, weg mit die! ällt, gefällt auch mir. daß mir geholfen Seelen Seligkeit, Durch wahre Gottgelaſſenheit. Sein Will ergehe dort und hier: Was Gott gefällt, gefällt auch mir. L. W. Crantz, g. 1674, ſt. 1743. Kindliche Zufriedenheit. In voriger Melodie. 1296. Zaauene nur, wies ihm gefällt;— halten, So lang ich leb gerne ſtille in dieſer Welt. 2 er Gott, es fügt, So bin ich auch ſehn V V wohl vergnügt. 2. Gehts gleich nicht meinem Willen, Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1776. Unfall auch mich zu⸗ 5 J Wie er, mein lieber ſtets nach Stürmt gleich ein So ſoll mich dſchricb dm ch will ihn ſa din ni Pellets 7. gezält dm betriten oh ſ Nichts gut ch vergüß, M r ds fügt 7 id vid nich ewi ndͤ Gde pher Dee. ile, ug nit dir t geüil nuch mi⸗ wdaß uit geholfr der SalenSeligtet ſnih von deſer End thyelſeneit. Sen undhir. Was Get uch ni. gleich. Stand. dasSalgt nütlch, ieHan geſchie⸗ Srung plb ſt. rfidenſet. Pluſe btin Ale⸗ rut, gt nnte vfil, P wil in en, Go lng ih Pes, nen e vo binit auch ſt und Wohlgefallen. ille ſtillen Und ſetzen in Wille ſtilgal ich mit Allem, Von ganzem Herzen ottes etrügte Ruh, was Gott fügt, bin vergnügt. üin vagn ich nicht gleich ſo hoch ge⸗ ſchätzet Und nicht, wie Andre, groß und reich; Mein kleines Gütchen mich ergötzet, Als wäre ich dem Cröſus ich. Ich bin mit Wenigem ver⸗ gnügt, Weil Gott es alſo mit mir fügt. 4. Wie Mancher fällt in Seelen⸗ Schaden Durch das erſcharrte Geld und Gut; Wie Mancher fällt aus Gottes⸗Gnaden Durch Reichthum in die Höllen⸗Gluth! Derhalben leb ich wohl vergnügt Mit dem, was Gott mir zugefügt.. 5. Ich ſtrebe nicht nach hohen Stufen, Weil ſicherer der Mittel⸗ Wie mich der Himmel hat derufen, Wie mich geführet Gottes Hand Und wie er es mit mir gefügt, So bin ich auch ſehr wohl vergnügt. 6, Ich achte nicht des Glückes lachen, Wie freundlich es auch immer ſi, Auch laß ich mich nicht zaghaft nachen Durch ſeine ſtarke Wütherei, Indem ich lebe wohl vergnügt, Wie mein getreuer Gott es fügt. 7. In Gottes Hand ſteh ich ge⸗ ſhrieben, Er hat ja all mein Haar gezählt; Drum kann kein Unfall mich detrüben, Ohn ſeinen Willen mich Kichts quält. Ich leb in Allem wohl vergnügt, Wie mein getreuer Gott es fügt. 8. Mein Wille ſoll ſich recht ver⸗ pflichten Sowohl im Leben als im Tod, Nach Gottes Willen ſich zu rich⸗ ten, So hat es mit mir keine Noth. Weil ich mit dem, wie Gott es fügt, Im Leben, Sterben bin vergnügt. Chr. A. Kopp. Gottes gute Hand. Eſrä 8, v. 18— 22. Mel. Was Gott thut, das iſt. 1297 3 lege mich in Gottes . Hand, Mein Wille Gottes Wille! Und was er mir hat 781 zuerkannt, Das leid ich in der Stille? Viel beſſer iſt Zu aller Friſt, Des Herren Hand ertragen, Als Men⸗ ſchen laſſen ſchlagen. 2. Ich küſſe meines Gottes Hand, Sie trieft von lauter Liebe, Sie macht aus Wermuth Zuckerkand, Und wenn es noch ſo trübe, So ſteckt ſie mir Ein Licht doch für, Daß auch die Finſter⸗ niſſen Des Todes weichen müſſen. 3. Ich traue meines Gottes Hand, Wenn Menſchen⸗Hände ſinken; Sie iſt mein beſtes Unterpfand Und läßt mich nicht ertrinken. Wenn ſie mich hält, So mag die Welt Zu lauter Trümmern gehen, Ich will doch feſte ſtehen. 4. Ich halte meines Gottes Hand, Und will ſie gar nicht laſſen; Denn wenn der Tod den Bogen ſpannt, Darf ich ſie nur umfaſſen, So muß ſein Pfeil In aller Eil Von mir zu⸗ rücke prällen Und kann mich gar nicht fällen. 5. Ich leb in meines Gottes Hand, So lange mirs beſtimmet; Und ob mein Leben ſo bewandt, Daß es in Thränen ſchwimmet, So führt er mich Doch wunderlich Und wird mich auf den Wellen, Wie Petrum, ſicher ſtellen. 6. Ich ſterb in meines Gottes Hand⸗ Viel lieber heut als morgen; Sie füh⸗ ret mich ins Vaterland, Da bin ich wohl geborgen; Denn dieſe Hand Iſt zuerkannt Den Seelen der Gerech⸗ ten Und Gottes treuen Knechten. 7. Wohlan, ich ſtell in Gottes Hand, Was er mir hat gegeben, Mein Glück und meinen Jammer⸗Stand, Mein Sterben und mein Leben: Wie Gott gebeut, Will ich allzeit, Er wirds zum Beſten wenden, Ich bin in ſei⸗ nen Händen. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Wahlſpruch: Wie Gott will! Mel. Wenn ich in Angſt und. 1298. Zzerekenehene 782² Spruch ſein. Sein Will und ſein Befehl Iſt unſer Glück auf Erden. Ich bin nicht ſelber mein; Drum will ich ſeine ſein: Was kann mir Beſſers werden: 2. Ich glaube, wie Gott will! So bleib ich feſte ſtehn, Ob ſich gleich wider mich Der Höllen⸗Pforten legen. Sein Wort kann nicht vergehn: Wenn mir nur dieſes bleibt, So kann mich Nichts bewegen. 3. Ich lebe, wie Gott will! So leb ich techt vergnügt: Ihm hab ich mich allein Mit Seel und Leib ergeben. Wie es ſein Wille fügt, So will ich allezeit Mit ihm zufrieden leben. 4. Ich leide, wie Gott will! So leid ich nicht zu viel; Er weiß am beſten ſchon, Wie viel ich kann ver⸗ tragen, Mein Kreuz und Lebens⸗Ziel. Ich weiß, er heilet auch, Wenn er zuvor geſchlagen.— 5. Ich hofſe, wie Gott will! So bricht mein Anker nicht, Obgleich die Wellen ſich So ungeſtüm geberden. Ich weiß, wohl, was er ſpricht: Wer ſich auf mich verläßt, Soll nicht zu Schanden werden. 6. Ich ſterbe, wie Gott will! Der Tod iſt mein Gewinnſt. Mein Glaube läßt mich auch Im Sterben nicht verderben. Sterb ich auf ſein Ver⸗ dienſt, So kann ich nicht zu früh, Auch nicht zu langſam ſterben, 7. Derhalben, wie Gott will, So will ich immerfort. Und wenn mich Noth und Tod Mit Haufen treffen ſollen, So weiß ich doch ein Wort: Er kann und will und wird Nichts Böſes von mir wollen. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Aufſehen auf Gottes Willen. In eigener Melodie. 1299 3 ½ ſehe nur auf Gottes Willen, So wahr mich Gott in Jeſu liebt, Der muß ſein theures Wort erfüllen, Wenn mich die ganze Welt betrübt: Drum iſt mir vor dem Tod nicht leid, Wenn Von dem göttlichen Willen nur der Geiſt im Herzen ſchreit: Was mein Gott will, das gſcheh allgeü 3 gſche 2. Ich bin einmal dazu gebor Daß ich mit Chriſto leden nun Doch bin ich darum nicht verloren, Das Fleiſch empfindet Ueberdruß, Die Seele bleibt in Gott befreit Und ſpricht in aller Traurigkeit: Was mein Gott will, das gſcheh allzeit! 3. Soll ich die Sünden⸗Angſterfah⸗ ren, Die zwar von außen mächtig ſcheint, So wird ſich Gott ſchon offen⸗ baren, Daß ers im Schmerzen gütig meint. Wenn nur ſein Geiſt die Kraft verleiht, Der ſingt in aller Traurigkeit: Was mein Gott will, das gſcheh allzeit! 4. Zu guter Nacht, ihr eillen Dinge! Was ihr verſprecht, das taugt mir nicht; Denn alle Welt iſt zu geringe, Wenn Gott ſein ewig Gut verſpricht. Dann ruft mein Herz S. bin bereit In Hoffnung jener eligkeit: Was mein Gott will das gſcheh allzeit! 5. Nur Etwas geht mir noch zu Herzen: Gott läßt mir oftmals Li vchehn, Da meine Freunde voller Schmerzen Auf die betrübten Wechſel ſehn; Doch weil der fromme Gott gebeut, So denket die Gelaſſenheit: Was mein Gott will, das gſcheh allzeit! 6. Gott wird des Helfens doch nicht müde, Es macht ſein allerliebſter Sohn, Der gibt dem ſchüchtern Her⸗ zen Friede, Es ruft der angenehme Ton: Es währet eine kleine Zeit Das Leiden dieſer Sterblichkeit: Was mein Gott will, das gſcheh allzeit 7. Geſetzt, daß ich auch endlich ſterbe; Doch laß ich meinen Jeſum nicht, Der mir ein unverwelllich Erbe Durch dieſes letzte Wort verſpricht Und weil mich dieſer Troſt befreit, So ſeufz ich ſtets und bin bereit Was mein Gott will, das gſcheh allzeit! Chr. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. lin, Und che Von d pont Fas A rajert duf rche gutn 2. G ſegt i Macht di ſn p Pergtabt nd er uch ſt ſh Got ſlterwä 4 de fängt an Mani En gtes a ldbengs do Er wut en Süle Dach m uſ l 5. Wi Man Sinn Fut iber ſegt er geblih ſch ben 6 Drun, lit rer ld dre näsdhn Un blizet, Wrrinmn düre nichVom 1 Välähe n Dau ſch un d uumſe Salen fir dr Wäishe Knit anettt Kn mn) In griug em nein Gatil das uit n Hen. geſt ne ah n t wir oimes LC ine Frnd vole e beträttm Wechſe⸗ der fume Get et die Glaſendeit t wil d gſcheh ·s heffnd h i t ſenn alelubſer Welſe,9. 3* R tn und Wohlgefallen. Ohumacht menſ chlichen Raths ohne Gott. Jer. 10, v. 23. 9 Jeſus an dem Kreuze. 8 dich ſu ich gehoffet, er 4* ch weiß, mein Gott, 1300. 3 daß all mein Thun Und Werk in deinem Willen ruhn; Von dir kommt Glück und Sehen, Was du regierſt, das geht und ſteht Auf rechten, guten Wegen. 3 Es ſteht in keines Menſchen Macht, Daß ſein Rath werd ins Wert gebracht Und ſeines Gangs ſich freue: Des Höchſten Rath, der machts allein, Daß Menſchen⸗Rath gedeihe. 3. Oft denkt der Menſch in ſeinem Muth, Dieß oder Jenes ſei ihm gut, Und iſt doch weit gefehlet; Oft ſieht auch für ſchädlich an, Was doch Gott ſelbſt erwählet.. 4. So fängt auch oft ein weiſer Mann Ein gutes Werk mit Freuden an Und bringts doch nicht zu Stande; 6n baut ein Schloß und feſtes Haus, Doch nur auf lauterm Sande. 5. Wie Mancher iſt in ſeinem Sinn Faſt über Berg und Spitzen hin, Und eh er ſichs verſiehet, So ſegt er da und hat ſein Fuß Ver⸗ geblich ſich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du Kron Und Scepter trägſt im Him⸗ mels⸗Thron Und aus den Wolken blitzeſt, VBernimm mein Wort und höͤre mich Vom Stuhle, da du ſitzeſt! 7. Verleihe mir das edle Licht, Das ſich von deinem Angeſicht In fromme Seelen ſtrecket Und das in mir der Weisheit Kraft Durch deine Kraft erwecket. .8. Gib mir Verſtand aus deiner Höh, Auf daß ich ja nicht ruh und ſteh Auf meinem eignen Willen! Sei du mein Freund und treuer Rath, Was gut iſt, zu erfüllen. 9. Pruf Alles wohl, und was mir gut, Das gib mir ein; was Fleiſch und Blut Erwählet, das verwehre. Der höchſte Zweck, Das beſte Theil Sei deine Lieb und Ehre. nen. 783 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, O meiner Seelen Sonn und Zier, Gefallen und belieben! Was dir mißfällt, laß mich ja nicht Im Werk und That verüben. 11. Iſts Werk von dir, ſo hilf zu Glück; Iſts Menſchen⸗Thun, ſo treibs zurück Und ändre meine Sin⸗ as du nicht wirkſt, pflegt von ihm ſelbſt In Kurzem zu zerrinnen. 12. Sollt aber dein und unſer Feind An dem, was dein Herz gut gemeint, Beginnen ſich zu rächen, Iſt das mein Troſt, daß ſeinen Zorn Du leichtlich könneſt brechen. 13. Tritt du zu mir und mache leicht, Was mir ſonſt faſt unmöglich däucht, Und bring zum guten Ende, Was du ſelbſt angefangen haſt Durch Weisheit deiner Hände. 14. Iſt ja der Anfang Etwas ſchwer, Und muß ich auch ins tiefe Meer Der bittern Sorgen treten, So treib mich nur, ohn Unterlaß Zu ſeufzen und zu beten. 15. Wer fleißig betet und dir traut, Wird Alles, da ihm ſonſt vor graut, Mit tapfern Muth bezwingen; Sein Sorgen⸗Stein wird in der Eil In tauſend Stücke ſpringen. 16. Der Weg zum Guten iſt faſt wild, Mit Dorn und Diſteln ausge⸗ füllt; Doch wer ihn freudig gehet, Kommt endlich, Herr, durch deinen Geiſt, Wo Freud und Wonne ſtehet. 17. Du biſt mein Vater, ich dein Kind; Was ich bei mir nicht hab und find, Haſt du zu aller Gnüge; So hilf nun, daß ich meinen Stand Wohl halt und herrlich ſiege. 18. Dein ſoll ſein aller Ruhm und Ehr; Ich will dein Thun je mehr und mehr Aus hocherfreuter Seelen Vor deinem Volk und aller Welt, So lang ich leb erzählen. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Vergnügt in Gott. Ebr. 13, v. 5. Mel. Wer nur den lieben Gott. 130 1. Jniceher Rirn mer. nem Gott zufrieden ſein; Denn was des Höchſten Hände geben, Dabei iſt lauter Gnaden⸗Schein. Ich bin ver⸗ gnügt, wie mirs Gott gibt; Was ihm gefällt, auch mir beliebt. 2. Wenn ich nur meinen Jeſum habe, So frag ich Nichts nach Gut und Geld, Denn Jeſus iſt die beſte Gabe, Die meinem Herzen wohlge⸗ fällt. Weg Gold, weg Gut, weg ſtolze Pracht! Ich habe, was mich glücklich macht.* 3. Gnug, wenn mir Gott Geſund⸗ heit gibet So viel, als ich bedarf zur Noth. Gnug, wenn mich nur mein Heiland liebet Und mich erhält vor Schand und Spott, Auch mein Ge⸗ wiſſen rein bewahrt Bis zu der See⸗ len Himmelfahrt. 4. Dieß iſt ein Zeugniß Gottes Gnaden, Wer lebet in Zufriedenheit; Was kann mir Neid und Feindſchaft ſchaden? Die Zeit verkehret alles Leid. Ob Kreuz und Noth mich überfällt, Gott ſteht mir bei, der mich erhält. 5. Wenn alles Unglück ſich em⸗ pöret, Wenn Mangel mich verzaget macht, So weiß ich, daß mich Gott ernähret, An dem ich hange Tag und Nacht; Drum ſoll kein Elend bis ins Grab mich ſcheiden ab. 6. An Frömmigkeit will ich ſtets halten In meiner ganzen Lebens⸗Zeit Und meinen Gott nur laſſen walten Im Wohlſtand und in Traurigkeit. Gibt mir Gott Wenig oder Viel, Zu⸗ friedenheit bleibt doch mein Ziel. *»Andre ſingen den 2ten Vers ſo: (2. Wenn ich nur meinen Jeſum habe In meinem Herzen, Sinn und Muth, Das acht iſt für die größte Gabe Und für das allerhöchſte Gut. Weg Geld und Gut, weg Stolz und Pracht! Mein Jeſus nur mich freu⸗ dig macht.) Wie Jeſus will. Mel. Gott des Himmels und der. 4* jeſus, Jeſus, Nichts, 1302. J als Jeſus Coll mein Von dem göttlichen Willen Von meinem Gott Wunſch ſein und mein Ziel! Jetzund mache ich ein Bündniß, Daß ich will was Jeſus will, Denn mein Herz, mit ihm erfüllt, Rufet nun: Hert⸗ wie du willt! .2. Einer iſt es, dem ich lebe, Den ich liebe früh und ſpat: Jeſus iſt es, dem ich gebe, Was er mir ge⸗ geben hat. Ich bin in dein Biut verhüllt: Führe mich, Herr, wie du willt! 3. Scheinet was, es ſei mein Glücke, Und iſt doch zuwider dir, Ach, ſo nimm es bald zurücke, Jeſu, gib, was nützet mir; Gib dich mi, Herr Jeſu mild; Nimm mich dir, Herr, wie du willt, 4. Und vollbringe deinen Willen In, durch und an mir, mein Gott Deinen Willen laß erfüllen Mich im Leben, Freud und Noth, Sterben als dein Ebenbild, Herr, wann, wie und wo du willt, 5. Sei auch, Jeſu, ſtets geprieſen, Daß du dich und viel dazu Haſt ge⸗ ſchenkt und mir erwieſen, Daß ich fröhlich ſchreie nu: Es geſchehe mir, mein Schild, Wie du willt, Her, wie du willt! Lud. Eliſabeth, Gräfin zu Schwarzb. Rudolſt., g. 1640, ſt. 1672 Das mit Gott befriedigte Herz. Freu dich ſehr, o meine. Mel. Aach es, Gott, nach 1303.2 Ie 2. M deinem Willken, (Alles, wie es dir gefällt; Gib nur, daß mein Herz im Stillen Dich für ſeine Freude hält. Auf dich will ich Felſen baun, Laß mich nur dein Antlitz ſchaun; Es ſoll auf der gan⸗ zen Erden Nichts ſonſt mein Ver⸗ gnügen werden. 2. Ach, wie wohl kann ſich ergötzen Eine Seele, die dich liebt! Lacht die Welt bei todten Schätzen, Ich bin darum nicht betrübt; So nur Gott mein Troſt, mein Licht, Acht ich alles Andre nicht. Bei dir kann ich alle hier nn ſits dbſten min Gen deinem gnden⸗Se venn t bdirR dier. Nattgdeine 8j du bm i d 6. Pn nihd Nlügdl Slcb um hriſt Bnde ſe Hab ih dnin me die Wa güh un doch nein Ghube Gaben, Auch vergnügtes Herze haben. B3a Dernalmüſa Jn unſchlegen. 2* Bu Sch Noh, biſc Mr. auj mn dr Mtſgr g diß G ſbe ¹ ſeht. Kiſe Sa ed dütedihden dane finan g 3 Ati dir nein g V dn h ha / nge dan Ale 6 in nl, met Hatl ß efülengic 1 eſn tsgpreſe d vi di zaſtg⸗ erwiien u ih u. Cs gihemn, Die du vil hen Grift ſwung⸗ dudolſt,d, ſt. 67. hefrieig Hen. ich ſehr e nene. 1 3 Ct ma deinem Wille t. Afd aß uic — — =8 — —4 — = —— — — Schild iſ Treu biſt du in deinem Lieben; du ih nur dein Herz und Hand, Kann mich keine Noth betrüben, Rüh⸗ ret mich kein Uebelſtand; Es wird mir die Laſt zur Luſt. Trägſt du mich an deiner Bruſt, So kann ich bei Thrä⸗ nen lachen, Chriſti Kreuz zu Palmen en. nn Mag doch alles Unglück toben, Es iſt mir ſtets wohl bei dir. Ruh und Friede kommt von oben, Ja dein iſt über mir; Nach der trüben Wolken Lauf Geht die Sonne wieder auf, Edler Samen heißt das Weinen, Bis die Ernte wird erſcheinen. 5. O, mein Gott, laß deine Güte bier mein ſtetes Labſal ſein; Richte flbſten mein Gemüthe Nur nach deinem Gnaden⸗Schein. Ehre gnug wenn ich bei dir Kind und Erbe heiße dier. Recht zu deinem Himmel haben, ei das kann in Hoffnung laben! 6. Trag mich durch des Geiſtes ügel Stets zum wahren Lichte hin; Chriſtt Wandel ſei mein Spiegel; Hab ich den in meinem Sinn, Mag die Welt gleich untergehn, Es bleibt doch mein Glaube ſtehn; Roſen ohne Dornen müſſen In dem Himmel mich umſchließen. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Apoſt. Geſch. 21, v. 14. Mel. Auf, mein Herz, geh mit zu. 1304. Meelchm der Welt jetzt geht; Meine Seele, laß es ſtehen, Wie es jetzo geht und teht: Liebſte Seele, halte ſtille; Denke, daß es Gottes Wille. 2. Iſt die Welt dir gleich zuwi⸗ der Und biſt deiner Freunde Spott; Drücken dich die Feinde nieder, So ver⸗ raue deinem Gott: Liebſte Seele, ec. 78. It in deines Herzens Kammer ſichts als lauter Herzeleid; Plaget dch ſehr großer Jammer Hier in die⸗ ſer Sterblichkeit: Liebſte Seele, ꝛc. V Gott pflegt die getreuen Herzen, enn ſie durch das Kreuz bewährt, und Wohlgefallen. 785 Wohl zu tröſten nach den Schmerzen Und thut, was ſie nur begehrt: Liebſte Seele, ꝛc. 5. Auf den Regen ſcheint die Sonne, Alſo kommet Luſt auf Leid; Auf die Angſt kommt lauter Wonne, Freude kommt auf Traurigkeit: Liebſte Seele, ꝛc. 6. Sollſt du von der Welt abſchei⸗ den, Scheide nur getroſt zu Gott. Gott gibt auf das Scheiden Freuden, Frande gibt er auf die Noth: Liebſte eele, halte ſtille; Denke, daß es Gottes Wille. Gottgelaſſenheit im Kreuz. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. 1 30 5(AMeine Seele, ſei ver⸗ —*9 gnügt, Gib in Jeſu dich zufrieden! Was auf deinem Her⸗ zen liost Hat der Himmel dir beſchie⸗ den: Mache dir es ſelbſt nicht ſchwer, Denk, es kommt vom Vater her. 2. Sollte dir der herbe Schmerz Oefters unerträglich ſcheinen, Glaube, Gottes Vater⸗Herz Kanns auch da nicht böſe meinen. Alles, Alles, was er thut, Bleibet ſeinen Kindern gut. 3. Kreuz, ein rechtes Liebes⸗Seil: Jeſus will dich zu ſich ziehen. In dem eiden ſoll dein Heil, In der Wall⸗ fahrt Wohlfahrt blühen; Denn auf deiner Leidens⸗Bahn Treibt er dich zum Beten an. 4. Ach, hier lehrt dich Gottes Geiſt Fein an Gott und Jeſum denken Und von dem, was eitel heißt, Dei⸗ nen Sinn zum Himmel lenken, O, wie heilſam wird die Welt Durch des Kreuzes Weh vergällt! 5. Gott ſucht Glauben und Geduld Durch dieß Feuer zu bewähren; Es will ſeine Vater⸗Huld Dich nur prü⸗ fen, nicht verzehren; Du wirſt durch die Leidens⸗Pein Mehr und mehr von Schlacken rein. 6. Hilft der Herr doch deine Laſt Selbſt am ſchwerſten Orte tragen; Was du zu erdulden haſt, Das ſind abgemeßne Plagen: Laß es gehen, 50 wie es will, Gott ſetzt Allem Maß und Ziel. 7. Endlich, wenn du nun genung In der Prüfun ausgehalten, Kommt die Zeit der Beſſerung, Da des treuen Gottes Walten Dir den Freuden⸗ Becher ſchenkt Und den Geiſt mit Wolluſt tränkt. 8. Und geſetzt, du müßteſt noch Lange Zeit im Elend liegen, Ei, ſo Von dem göttlichen Willen wirſt du endlich doch Ueber alles Un⸗ glück ſiegen, Wenn dich Jeſus kom⸗ men heißt Und dir jene Krone weiſt. 9. Drum, o Seele, traure nicht, Waffne dich mit feſtem Glauben; Laß dir deine Zuverſicht Weder Fleiſch, noch Satan rauben! Leide dich nur immer hier: Gott iſt dein, was ſcha⸗ det dir? M. J. Ketzler. Der 62. Pſalm. Mel. Jeſu, meine Freude. 1306 Me Sebliſtſilh . Gott, deſſen Wille Mir zu helfen ſteht; Mein Herz iſt vergnüget Mit dem, wies Gott füget, Nimmts an, wie es geht. Geht es nur ganz verſcharret Tief in Jeſu Bruſt. Sie wird ſtark durch Ho di Naſt ſie je betroffen, Träget ſie mit Luſt, Faſſet ſich ganz männiglich Durch Geduld und Glauben feſte: Am End kommt das Beſte. 6. Amen! Es geſchiehet: Wer zu Neſu fliehet, Wird es recht erfahrn, Wie Gott ſeinen Kindern Pflegt das Kreuz zu mindern Und das Glück zu ſparn Bis zu End: Alsdann ſich wendt Das zuerſt gekoſte Leiden Un gehn an die Freuden. J. C. Schade, g. 1666, ſt. 1698. Der 39. Pſalm. Mel. Auf meinen lieben Gott. 1307 M ein Gott, ich habe . mir Garfeſt geſetzet für, Ich will mich fleißig hüten, Wenn meine Feinde wüthen, Daß, wenn ich ja was ſpreche, Ich dein Gebot nicht breche. 2. Wenn mein Gemüth entbrennt, So hab ich mich gewöhnt, Vor dei⸗ nen Stuhl zu treten, Laß Herz und Zunge beten: Herr, zeige deinem Knechte, Zu thun nach deinem Rechte. zum Himmel zu Und bleibt Jeſus ungeſchieden, So bin ich zufrieden. 2. Meine Seele hanget An dir und verlanget, Gott, bei dir zu ſein Aller Ort⸗ und Zeiten Und mag Kei⸗ nen leiden, Der ihr rede ein. Von der Welt, Ehr, Luſt und Geld, Wor⸗ nach ſind ſo Viel gefliſſen, Mag ſie gar Nichts wiſſen. 3. Nein, ach nein, nur Einer, Sagt ſie, und ſonſt Keiner Wird von mir geliebt: Jeſus, der Getreue, In dem ich mich freue, Sich mir ganz ergibt. Er allein, er ſoll es ſein, Dem ich wie⸗ der mich ergebe Und ihm ewig lebe. 4. Gottes Güt erwäge Und dich gläubig lege Sanft in ſeinen Schooß; Lerne ihm vertrauen, So wirſt du bald ſchauen, Wie die Ruh ſo groß, Die da fleußt aus ſtillem Geiſt. Wer ſich weiß in Gott zu ſchicken, Den kann er erquicken. 5. Meine Seele harret Und ſich 3. Herr, lehre mich doch wohl Be⸗ denken, daß ich ſoll Einmal von die⸗ ſer Erden Hinweggeraffet werden, Und daß mir deine Hände Geſetzet Zeit und Ende. 4. Die Tage meiner Zeit Sind einer Hand nur breit, Und wenn man dieß mein Bleiben Soll recht und wohl beſchreiben, So iſts ein Nichts und bleibet Ein Stäublein, das zerſtäubet. 2 5. Ach, wie ſo gar Nichts werth Erd, Die doch Sind Menſchen auf der ſo ſicher leben Und gar nicht Acht drauf geben, Daß all ihr Thun und Glücke Verſchwindt im Augenblicke 6. Sie gehen in der Welt Und ſuchen Gut und Geld, Den Schatten, einen Schemen Und können Nichts mitnehmen, Wenn, nach der Menſchen Weiſe, Sie thun des Todes Reiſe. 7. Sie ſchlafen ohne Ruh, Arbei⸗ R üſer neinen ——— — 10. Venn du dei de Amt her d deEünd hem der ſthlt wd fn iiner Swnde A Grunle⸗ unte 1l. Dr ſtön der ichn Van wie en Aed d die J 5 Mits bleibef ſprt und ſeehſt nein Schne 8 heiße Thinn, Penn ſc min 13 Dm n NAlein auf din Herze ſcyen dorget, Pie n du nibe ſl 14. It Pnd Dein d und Pülgrinumdden de Naitn mir hnommen donmen Pfaln. nen lä h ü. ein Gat h hale nir def h4 ſeißigzin Ven ithen, di wem e, I bt Gemic aürm gewöhtt or de⸗ eten, h on ud Herr, fiy dinen nach deim eche nich dohwh he ſoll Eimhondi eggernft verden, ine Häne Geſezt neine Ri Sind breit l rem Beiben al vec eiben,& ts en et Ein üuühen I r t neth Iieri dene nd ger ſitt At lirdenm dt in Uenblit, 4 64 in der Aet jedd, enöhatn ind bm Nüis emtin hiie te das R 7 ohne R) lie Erbe werde kriegen. zen immerzu, Sind Tag und Nacht keliſen lün können doch nicht wiſ⸗ ſen, Wer, wenn ſie niederliegen, Ihr „Nun, Herr, wo ſoll ich hin? We tröſtet meinen Sinn? Ich komm an deine Pforten: Der du mit Werk und Worten Erfreueſt, die dich ſcheuen Und dein allein ſich freuen. 9. Wenn ſich mein Freund erregt Und mir viel Kampf auflegt, So will ich ſtille ſcweigen, Mein Herz zur Ruhe neigen; Du Richter aller Sachen, Du kannſt und wirſts wohl achen. n 33 Wenn du dein Hand ausſtreckſt, Des Menſchen Herz erſchreckſt, Wenn du die Sünd heimſucheſt, Dem Sün⸗ der ſchiltſt und flucheſt, So geht in einer Stunde All Herrlichkeit zu Grunde. 11. Der ſchönen Jugend Kranz Der rothen Wangen Glanz Wird wie ein Kleid verzehret, So hier die Motten nähret. Ach, wie gar Nichts im Leben Sind, die auf Er⸗ den ſchweben!. 12. Du aber, du, mein Hort, Du bleibeſt fort und fort Mein Helfer, ſiehſt mein Sehnen, Mein Angſt und heiße Thränen, Erhöreſt meine Bitte, Wenn ich mein Herz ausſchütte. 13. Drum ruhet mein Gemüth Allein auf deiner Güt; Ich laß dein Herze ſorgen, Als dem es nicht ver⸗ dorgen, Wie meiner Feinde Tücke Du treiben ſollſt zurücke. 114. Ich bin dein Knecht und Kind, Dein Erb⸗ und Haus⸗Geſind, Dein Plgrim und dein Bürger, Der, wenn der Menſchen Würger Mein Leben mir genommen, Zu dir gewiß wird kommen. 15. Zur Welt mußt ich hinaus, Der Himmel iſt mein Haus, Da in der Engel Schaaren Mein Eltern und Vorfahren, Auch Schweſtern, Freund und Brüder jetzt ſingen ihre Lieder. 16. Hier iſt nur Qual und Pein, Dort, dort wird Freude ſein, Dahin, und Wohlgefallen. 787 ſanft und ſtille Aus dieſen Jammer⸗ Jahren Zur Ruhe will abfahren. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Um Vollbringung des Willens Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1308 Mi Gott, gib Wol⸗ * len und Vollbrin⸗ gen, Du Vater aller Gütigkeit, Und mache mich vor allen Dingen durch deinen guten Geiſt bereit, Daß mei⸗ nem Herzen nur gefällt, Was mir dein Wille vorgeſtellt! 2. Du haſt mir deinen guten Wil⸗ len In deinem Wort genug erklärt; Ach, könnt ich ihn nur recht erfül⸗ len, So wär ich deiner Gnade werth! Nun aber fehlt mir noch gar Viel, Ich bin noch weit vom rechten Ziel. 3. Mein Eigenwille ſteht im Wege, Daß ich nicht will, was dir gefällt; Indem ich das zu wollen pflege, Was elt und Fleiſch für rathſam hält; Des Menſchen Wille bleibt verkehrt, Für Zucker wird oft Gift begehrt. 4. Dein Wille, Vater, aber lenket Mich aüleeit zum Guten hin; Denn wo der leiteſt du doch unſern Sinn Und läſſeſt uns zuletzte ſehn, Daß es zum Beſten ſei geſchehn. 5. Gib, daß mein Wille deinem Willen Sich kindlich unterwerfen kann, Und mag ich Alles nicht erfül⸗ len, So nimm den guten Willen an meiner Schwachheit noch Geduld. 6. Willſt du, daß mir die Sonne ſcheine, So laß mirs auch gefälli ſein; Willſt du, daß mir der Himmel weine, So ſchicke mich gelaſſen drein; Willſt du zum Kreuz und Grabe gehn, So laß mich auch zufrieden ſtehn. 7. Ich folge demnach deinem Wil⸗ len, Der Schatten folgt der Sonne nach; Gibſt du zur Arznei bittre Pil⸗ len, Die Wirkung folget allgemach: Wer ſich nach deinem Willen mißt, wenn es dein Wille, Ich fröhlich, Dem wird die Laſt mit Luſt verſüßt. 50* enſch nicht hingedenket, Da Und habe du aus großer Huld Mit ——— — — fraͤ 8. Mein Jeſus iſt mir vorgegan⸗ n, Der deinen Willen gerne that, Wiü ich nun mit dem Namen pran⸗ gen, Den er mir ſelbſt gegeben hat, So muß ich auch darauf beruhn Und willig deinen Willen thun. 9. Laß mich im Leben und im Sterben Nach deines Willen Lei⸗ tung gehn Und dieſen Troſt im Glau⸗ ben erben, Dein Wille werde feſte ſtehn; Du willſt ja meine Seligkeit, So mache mich dazu bereit! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Ergebung unſeres Willens in den Willen Jeſu. Mel. O Gott, du frommer. 1309. Min yu⸗ dii er 8 mich allzeit wollen Im Leben, Leiden und Wann ich werd ſterben ſollen, Hilf, daß dein Wille nur In Allem werd erfüllt, So leb und ſterb ich dir, Mein Jeſu, wie du willſt! 2. Mein Jeſu, wie du willſt! Hilf, daß in meinem Leben Ich dir und deinem Wort Sei jederzeit ergeben, Damit mein Herze nicht Mit Laſtern werd erfüllt, Ich lebe dir, drum machs, Mein Jeſu, wie du willſt! 3. Mein Jeſu, wie du willſt! Kann ich das Kreuz nicht meiden, So laß michs als ein Kind Nur gar geduldig leiden; Haſt du dochöfters dieß In mir auch ſchon geſtillt; Drum leg es immer auf, Mein Jeſu, wie du willſt! 4. Mein Jeſu, wie du willſt! Und ſoll mich Krankheit plagen, So laß auch dieſes Joch mich gar geduldig tragen. Du biſt der Arzt, der mir Mein Herz mit Troſt erfüllt, Dir leb ich friſch und krank, Mein Jeſu, wie du willſt! 5. Mein Jeſu, wie du willſt! Soll ich denn endlich ſterben: Ich weiß du läßt mich auch Im Sterben nicht ver⸗ derben. Wenn meine Seele ſich In deine Wunden hüllt; Drum ſolls geſtorben ſein? Mein Jeſu, wie du willſt; Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Von dem göttlichen Willen Wie Gott will, iſt mein Ziel. In voriger Melodie. 1310. Men aen .. 6 willſt, So laß mich allzeit wollen; Wenn Trübſal Angſt und Leid Mich hier betreſſen ſollen, So gib, daß allezeit Dein Wille werd erfüllt, Ich leb und ſterbe dir, Mein Jeſu, wie du willſt! 2. Mein Jeſu, wie du willſt! Soll mich Verfolgung plagen, So laſſe nur mein Herz im Glauben nicht verza⸗ gen; Es geh mir, wie es geh, Wenn nur dein Wort noch gilt, So leid ich alle Noth, Mein Jeſu, wie du willſt! 3. Mein Jeſu, wie du willſt! Soll ich in Artmuth leben. So mach hinge⸗ en du Die Seele reich daneben; Gieb, daß dein Wort mir nur Den Hunger allzeit ſtillt Und nimm ſonſt Alles hin, Mein Jeſu wie du willſt! 4. Mein Jeſu wie du willſt! Soll ich auf Dornen gehen, So laß mir hier und da Auch eine Roſe ſtehen. War doch dein Weg hier auch Mit Dornen angefüllt; Drum führ mich immerhin, Mein Jeſu, wie du willſt! 5. Mein Jeſu, wie du willſt! Soll ich in Thränen ſchwimmen, So laß mein Fünklein Troſt Nicht ganz und gar verglimmen. Haſt du doch ſelbſt geweint; Drum, wenns nicht anders gilt, So wein auch ich mit dir, Mein Jeſu, wie du willſt! 6. Mein Jeſu, wie du willſt! Soll ich verſpottet werden, Es geht den Frommen ja Nicht anders auf der Erden; Drum, wenn mich auch die Welt Für einen Ketzer ſchilt, So hur ichs willig an, Mein Jeſu, wie du willſt! 7. Mein Jeſu, wie du willſt! Will mich ein Jeder neiden. So laß michs als dein Kind Nur fein geduldig lei⸗ den: Haſt du doch manche Noth Bei auf, Mein Jeſu, wie du willſt 8. Mein Jeſu, wie du willſt! Nimmt mir der Tod die Meinen, So laß mich als ein Chriſt Mit Maßen mir bisher geſtillt, Drum lege ferner reif, di lt ni iiht vedun,! ſch In dim Wu olls geitba ſen du willl 11. Nn oe, bin ic oih hefi dieb md Ld, I ſhieden Eonemi Dein Vlk wed V De A gegnet bs la Zald vmme de vie du viht nie uie. eſu, ve Nnilte wie duvih 3 en. Som ige dic dan Git tnur d ungr ninm 3 M wie du bilt pie du vl Sol ſehen, en Heine ghf ſehen den lin u M Drun ſit nch Jeſu, viewwübh wie duxiſt Sal Gwimna, 5o b voſt Nittgazmnd Haſt du wo ſebſ wenns ntanders h it nüdh, Min ſt U„ wie duvilſt Sal den, G ght da ht andes uf de enn ni nh eter ſhit, o h hein fu, we u rie uri l den, So li nich wfein guudig li⸗ mande joch R V ddie Mien, grüt M Maen 5m und Wohlgefallen z beweinen: Sie ſind ja, Herr, bei k bn Freuden angefüllt; Drum hole mich nur nach, Mein Jeſu, wie du willſt! l 9. Mein Jeſu, wie du willſt! Wilſt du mit Krankheit ſchlagen, So laß auch dieſes Kreuz Mich gar eduldig tragen. Du biſt mein beſter Arzt, Der alle Schmerzen ſtillt, Dein bin ich friſch und krank, Mein Jeſu, *— ie du willſt!. ni0. Mlein Jeſu, wie du willſt! Soll ich auch endlich ſterben, Ich weiß, du läßt mich auch Im Sterben nicht verderben, Wenn meine Seele ſch In deine Wunden hüllt; Drum ſolls geſtorben ſein? Mein Jeſu, wie du willſt!.. 11. Mein Jeſu, wie du willſt! So bin ich auch zufrieden, Haſt du mir dieb und Leid, Noth oder Tod be⸗ ſciieden, So nehm ichs auf dein Wort, Dein Wille werd erfüllt! Drum ſag ich noch einmal: Mein Jeſu, wie du willſt! B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Zufriedenheit gegen Trauren. Mel. O Urſprung des Lebens. 1241 AMlein Herz, ſei zufrie⸗ 4311. M den, Betrübe dich nicht: Gedenk, daß zum Beſten Dir Alles geſchicht; Wenn dir was be⸗ gegnet, Obs Unglück gleich regnet, Bald kommet die Sonne mit froh⸗ ichem Schein: Mein, ſei nur ganz ſtile, dein Trauren ſtell ein! 2. Mit Trauren und Sorgen Iſt Nichts ausgericht; Wer nur iſt zufrie⸗ den Dem gar Nichts gebricht: Wer ſch läßt begnügen An Gottes Ver⸗ fügen, Der lebet ſchon ſelig auf ir⸗ diccher Welt, Weil er iſt zufrieden, wie Gott es gefällt. 23. Gelaſſener Wille, Darinnen be⸗ ſteht, Daß man iſt zufrieden, Wies immer hergeht. Bei glücklichen Ta⸗ gen Kann Mancher wohl ſagen: Ich will nun zufrieden mit meinem Gott ſein; Mein, ſei auch zufrieden, wenn Kreuz ſich ſtellt ein. 789 4. Ein friedſames Herze Iſt beſſer, Denn Gold Mit aller Welt Schätzen Nicht tauſchen ich wollt. Den Him⸗ mel auf Erden Hat, wem es mag werden, Und der es auch unter der Prüfung hält feſt; Drum ſag ich: Gelaſſenheit iſt doch das Beſt. 5. Gott geb einem Jeden Gelaſſenen Muth, Daß, was er ihm ſchicket, Er halte für gut; Mit Sorgen und Grämen Läßt Gott ſich Nichts neh⸗ men; Es ſchwächt die Geſundheit, dem Herzen bringts Pein; Drum ſei nur zufrieden, dein Trauren ſtell ein. 6. Wohl! Ich will zufrieden Mit meinem Gott ſein; Er ſchicke mir Freuden, Er ſchicke mir Pein: So ſoll mir in Allen Sein Wille gefal⸗ len, Denn er weiß am beſten, was nützlich mir ſei; Drum bin ich zufrie⸗ den, es bleibet dabei! Ergebung in Gottes Willen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1312 Men Wille ſieht auf 12. Gott in Allen, In Allen machts ſein Wille gut; Drum laß ich Alles mir gefallen, Was Gott mit meinem Glücke thut. Ich weiß, Gott iſt mein beſter Freund, Unmög⸗ lich, daß ers böſe meint. 2. Laß ſein, daß mancher Schmerz entſtehet Und macht mir Angſt und Ueberdruß; Laß ſein, daß mirs ſo nahe gehet, Daß ich vor Unmuth ſeufzen muß, So bleibt mir doch der Troſt bekannt: Der Kreuz⸗Kelch kommt von Gottes Hand. .3. Das weiß ich wohl, Gott ſchlägt die Seinen Und ſpeiſet ſie mit Thrä⸗ nen⸗Brodt Und miſchet ihren Trank mit Weinen; Doch weiß ich auch, daß aller Noth Zuletzt ein ſolches Ziel beſtimmt, Das ein erwünſchtes Ende nimmt.. 4. Wenn Alles ſo ergehen ſollte, Wie ſich mein Sinn die Rechnung macht, Und wenn Gott ſtracks in Allem wollte. Was ſich mein Wille zugedacht, So würd oft nur zu größ⸗ ter Pein Mein Wunſch mein eignes Unglück ſein. 3. Und wenn man ſich zu Tode ſorgte, Geht doch die Hoffnung leer hinaus; Und wenn man alle Klugheit borgte, So wird zuletzt ein Fehl dar⸗ aus, Wenn Gottes Gnaden⸗Wille nicht Sein Ja und Amen dazu ſpricht. 6. Ach, möchte man nur Gott ver⸗ trauen, Der uns ſo Viel verheißen thut, Wir würden da mit Freuden ſchauen, Wie ers ſo herzlich, treu und gut Mit uns und unſrer Wohlfahrt meint, Wenn uns ein Ding gleich böſe ſcheint. 7. Ich ſteh in Gottes Hand ge⸗ ſchrieben, Der hat auch all mein Haar ezählt; Drum ſoll kein Zufall mich etrüben, Der unvergnügte Seelen quält. Ich traue Gott und bleibe ſtill, So mag es gehen, wie Gott will. 8. Mein Wille ſoll ſich ſtets verflich⸗ ten, In Hoffnung und Zufriedenheit Nach Gottes Willen ſich zu richten, So folgt der Troſt zu ſeiner Zeit, Daß Gott nichts Anders mit mir fügt, Als was mich hier und dort vergnügt. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Um Rath und That von Gott. Sprüchw. 8, 14. Jer. 32, 19. Mel. Gott des Himmels und der Erden. 131 3 Nathe mir, was ſoll ich „J. Nmachen, Liebſter Gott, heut dieſen Tag? Du haſt laſſen mich erwachen Und heut ſchlafen ſonder Plag. Dein iſt Beides, That und Rath: Ach, Herr, gib mir Rath und That! 2. Soll mein Werk heut nicht ver⸗ derben, Soll ich das wohl richten Von dem göttlichen Willen 4. Soll die Welt mir rathen heute? Sie iſt blind, ach, ich und ſie Vue in die Grube Beide, Sie verführt und führet nie. Was iſt Menſchen⸗ Rath und That? Gott, gib du mir That und Rath!. 5. Ach, ich will zu Rathe gehen, Großer Gott von Rath, bei dir, Laß nach deinem Rath geſchehen, Was ich laß und thu allhier. Soll mir nützen That und Rath; Ach, ſo gib mir Rath und That! 6. Laß ſein meine Rathes⸗Leute Deine Zeugniß, treuer Hort! Selhſt mich führe, ſelbſt mich leite, Daß ich folge deinem Wort. Mein Thun bdarf wohl Rath und That: Gott, gib du denn That und Rath! 7. Sei mein Rath, wenn ich ſoll beten, Sei mein Rath an jedem Ott, Sei mein Rath in Angſt und Ri⸗ then, Sei mein Rath ſtets hier und dort: So gelinget That und Rath. Amen, Herr, mein Rath und Thatl Ludäm. Eliſ., Gräfin zu Schwarzb.⸗Rudolſt. g. 1640, ſt. 1676. Richtung nach Gottes Willen. V Mel. Freu dich ſehr, o meine. 12 ichte, Gott, mir mei⸗ 1314. R nen Willen Ja nach deinem Willen ein, Daß mein Herz und Muth ſich ſtillen Und in dir geruhig ſein; Daß ich mög in Leb und Leid Fröhlich ſagen allezeit. Herr, es gehe, wie es gehe, Nur dein Will an mir geſchehe! 2. Laß mich wiſſen und bedenken, Daß dein Wille, Rath und Schluß (Sich zu meinem Beſten lenken Und ein, Chriſtlich leben, ſelig ſterben Und mir endlich dienen muß; Daß der dir ganz gelaſſen ſein, So erforderts Zucht Rath und That: Gott, gib du mir That und Rath! und Strafen Ruth Meiner Seelen Vortheil thut. Wenn ich die ſes wohl verſtehe, Sag ich, Herr, 3. Geh ich mit mir ſelbſt zu Rathe, dein Will geſchehe! So betrüg ich ſelbſten mich; Mein Rath iſt mein größter Schade, Denn mein ärgſter Feind bin ich. Ich weiß 3. Wenn des Leibes Kraft und Stärke, Fertigkeit, Geſtalt und Zier Nehmen ab und ihre Werke Au weder That noch Rath: Ach, Herr, nicht wollen helfen ſchier; Wenn mir gib mir Rath und That! Händ, Füß, Ohr und Aug, Lung Gewäts itee Päll aſchte 8. 5. dal ih 111 dn rich ni ächt wr lt Reine Sl guſt kum 21 winden Erm in. Whmt Und ſilit der Gſtbe dein Pile m 7. Pem d brecher die Haus, G, d ſprechn. Nm uns, hene Lege ſar den nit nir gen guter Mll wahn Meß Aa. 1315. 8s blibt d dint men in Anſtud ſi⸗ zu Schumtehdeſt, 0, ſt.164 Gottei gilen. ich ſehr, lrit hte, Gch, ſit m⸗ nen Wile Ja nat in, Daj nen He ſtilen Ui in d ß ich ſig in Le lich ſoon aleget kgt d Aa m Sthß n d un Iſcier, Pen 1 und Ag⸗ un hehee iſſen wldentn. und Wohlgefallen. taugt, Laß ichts mehr und Leber Nich h Hur⸗ wenn es ſoll vergehen: 8i Wille foll geſchehen! 4. Wenn ſich denn nun auch da⸗ neben Meiner Seelen Kraft und Geiſt Aus der Erden Staub erheben Und zu dir gen Himmel reiſt, Laß den Erden⸗Kloß und Thon Auch beim Leben faulen ſchon, Daß ein neu Gewächs erſtehe Und dein guter Will geſchehe! 5. Soll ich, was die Welt ge⸗ eben, Hab und Güter büßen ein; 9 mich tröſten, daß dieß Leben Nicht nur lebt von Brodt und Wein. Meine Seel, o Gott, mein Honl, Laß ſich laben durch dein Wort; Soll fremd Gut verloren gehen, Herr dein Wille mag geſchehen! 6. Sollt ich, Gott, dann auch em⸗ pfinden, Was der Neid und Miß⸗ guſt kann, Will ſich Mancher unter⸗ winden, Ehr und Glimpf zu greifen an: Laß nur mein Gewiſſen rein Und die Unſchuld tröſtlich ſein. Soll der Gift und Bosheitſ chmähen, Herr, dein Wille mag geſchehen! 7. Wenn dann endlich gar ſoll brechen Dieſes Fleiſches ſchwaches Haus, Ei, laß mich mit Freuden prechen: Nun, mein Gott, ich ſcheide aus, Herr, ich fahr in Frieden ab, Lege nur den Leib ins Grab Und mit mir gen Himmel gehe, Daß dein guter Will geſchehe! G. u. B. Wahre Gottgelaſſenheit. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein. 1315 I haffs mit mir, Gott, 9. ₰ nach deinem Willen, Es bleibt dir Alles heimgeſtellt; Du wirſt mein Wünſchen ſo erfüllen, Wies deiner Weisheit wohlgefällt. Du biſt mein Vater, du wirſt mich Verſorgen, darauf hoffe ich. „2. Richt nur mein Herz zu dir in Himmel Und zieh es ab von dieſer Welt; Gib, daß mir in dem Welt⸗ Getümmel Das Ewige ſei vorgeſtellt, das Kreuz betrübt, 791 Daß ſich die Seele ſtets befreit Von dieſer eitlen Eitelkeit. 3. Zu dir, mein Gott, ſteht mein Vertrauen, Du biſt mein Schild, mein Schatz, mein Schutz. Auf dich, auf dich, Herr, will ich bauen, Mit dir biet ich dem Feinde Trutz. Iſt Gott für mich und bleibet mein, Wer mag mir dann zuwider ſein? 4. Ich preiſe meiner Seelen Glücke, Gott, als mein Vater, iſt mir huld; Mein Jeſus gibt mir Liebes⸗Blicke Und bürget wegen meiner Schuld; Des heilgen Geiſtes Gnaden⸗Schein Soll lebenslang mein Beiſtand ſein. 5. Es mag mich Noth und Tod anfechten, Ich bleib auf dieſem Grunde ſtehn; Will ſich ein Kreuz bei mir einflechten, Ich kanns mit Gott noch übergehn. Schlagt, wilde Wellen, nur herein, Gott ſoll mein beſter Anker ſein. 1 6. Rath, Troſt und Hilfe iſt zu finden Bei meinem Gott, dem Le⸗ bens⸗Hort; Ich tröſte mich in mei⸗ nen Sünden Mit ſeinem krafterfüll⸗ ten Wort, Das mir, wenn mich Das allerbeſte Labſal gibt. Ob mich gleich hier auf dieſer Erden Gar ſelten eine Luſt ergötzt, Wirds doch im Himmel beſſer wer⸗ den, Darauf die Hoffnung bleibt ge⸗ ſetzt. Die ewge frohe Seligkeit Ver⸗ ſüßet alle Bitterkeit. 8. Liebt mich mein Jeſus, meine Nerude⸗ So bin ich eine Himmels⸗ raut, Ein Lamm, das auch auf wüſter Heide Dem Hirten auf dem Berge traut, Von welchem, wenn mich Noth umſchwemmt, Die aller⸗ beſte Hilfe kömmt. Du, liebſter Gott, ſollſt mein Vergnügen Im Leben und im Tode ſein; Des Himmels Schatz kann überwiegen Das beſte Gold und Edelſtein, Daraus nehm ich mit Zuverſicht, Was mir in dieſer Welt gebricht. 10. Ich nehme Chriſti Blut und Wunden Zu meinem Lebens⸗Balſam an, Daran ich ſtels mein Heil ge⸗ funden, Das ich ſonſt nirgends finden kann: Weich, Schlange, mit dem To⸗ dee lich Des Weibes Same heilet mich! 11. Nun, Gott, ich bleib dir ganz ergeben, Steh mir mit deinem Geiſte bei Und mache mich in meinem Leben Von wiſſentlichen Sünden frei; Sonſt machs mit mir gleich wunderlich, Nur ſelig, darum bitt ich dich! Vergnügtes Hoffen im Kreuz. Mel. 1316 eele, ſei vergnüget, * Und wie Gott es fü⸗ get, So gib dich darein. Ach, es kann ſein Lieben Nimmermehr betrüben, Nur Geduld muß ſein. Auf der Welt Jeſu, meine Freude. iſts ſo beſtellt! Man muß leiden, was uns troffen, Aber doch auch hoffen. 2. Gute Hoffnung machet, Daß das Herze lachet Auch bei aller Pein. Läßt man Gott nur ſorgen: Er kann alle Morgen Noch den Geiſt erfreun. Angſt und Schmerz Frißt nur das Herz. Für den Kummer muß dieß Leben Oft die Hälfte geben. 3. Niemand kann auf Erden Stets vergnüget werden; Es iſt Eitelkeit. Hat man durch Bemühen Roſen ſehen blühen, Iſt der Dorn nicht weit. Nirgends hat man Hilf und Rath; Gott allein kann unſern Sachen Einen Ausgang machen. 4. Bleib bei deinen Schranken, Opfre die Gedanken Heiliger Geduld. Raſen deine Feinde, Nimm nur Gott zum Freunde, Er iſt voller Huld. Vor ihm ſcheut ſich Liſt und Neid; Ottern⸗Gift muß bei den Seinen Nur wie Balſam ſcheinen. 5. Zeit und Gott verſprechen, Edle Frucht zu brechen; Drum gedulde dich. Laufen Thränen⸗Güſſe, Ja, dergleichen Flüſſe Tragen Gold in ſich. Zweifle nicht, daß es geſchicht; Jeſus macht aus dieſen Wellen Doch viel Zucker⸗Quellen. Von dem göttlichen Willen Schade des eigenen Willens. Mel. Meine Seele, willſt du ruhn. eele, wenn du ſtets 1317. 9 willſt ruhn u 3 immer gütlich thun, Sucheſt du des Herzens Laſten Dich beſtändig zu entlaſten, Willſt du haben, was he⸗ ſteht: Laß es gehen, wie es geht 12. Wenn du, o mein leeber Chriſt, Annoch eigenwillig biſt, Wär es auch in ſolchen Dingen, Die Gott ſchei⸗ nen Ruhm zu bringen, Und Gott denkt nicht auch dahin, So verdirbt dein Eigenſinn. 3. Unſer Geiſt iſt oft verſtellt Und begehrt, was ihm gefällt, Uns gar oft zur ſauren Bürde, Wenn es nicht verhindert würde. Wohl und ſelig iſt man dran, Wenn es Gottallein gethan. 4. Wenn der Ausgang nicht er⸗ füllt, Was das Herz ſlch eingebildt Und der Sinn ſich vorgenommen, Dann muß Sorg und Kummer kom⸗ men. Sprich, wo bleibt zu ſolcher Zeit Chriſtliche Gelaſſenheit? 5. Wenn Dir jede Kleinigkeit Dein verwöhntes Herz zerſtreut Und, was ſich nicht nach dir ſtrecket, Ungeduld und Zorn erwecket: Sage, wie gelan⸗ geſt du Zu der wahren Chriſten⸗Ruh? 6. Gott ſchickt Alles, was geſchicht, Es gefall uns oder nicht, Es ent⸗ ſtehe, wie es wolle, Daß man dran ſich prüfen ſolle; Es iſt Alles gut gemeint, Ob es noch ſo widrig ſcheint. 7. Gott hat, wie es ſich gebührt, Nun ſo lange Zeit regiert: Ei, ſo laß denn deine Sachen Deinen Schöpfer ferner machen. Endlich ſingſt du mit Bedacht: Gott hat Al⸗ les wohl gemacht! Joh. Chriſt. Ruben, um 1712. Triumph der Geduld, aus Gottes Freundſchaft. Mel. Jeſu, meine Freude.. 1318 Alrwergnüͤgte Seele,Na ). N dich aus der Höhle Schwarzer Traurigkeit! Unter blaſſen Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Sorgen Liegen nur verborgen Angſt will ich we 30 Dornen üf Chriſt. Nemand ner Glick brſn ſt: Gib dih de Sübe di, c doch er hlt u 1 4. Hehwd hemütha Ba ondlich müſa ſhudd ſien,d Nur Gedud kannſt zu dach hüt Uhi 5 Hebihct den alegendege Neid und n Gott von bhn, leber nirſeſt heißet ſch de tre Baie Um veher aei neinem Heamn. ih n ſeni in Vr 2 3ü ul, dl ti gänſix ſchwige 6 erdadc n gire u- Rh d lede ungen, Ua ahin 8 Viit elaſethet ede Kenuitdmn zerſtreutn, ds ſtrecet Uhhedud : Sage ne geler — — — S —— ſit rege Si, t — 6 machen Fndi act: Get nt. — = 2 rif. Ruüm ſn 1 dul, aü bett ſſcheft. kitl und beſ N- rveturge li t ſte ſolhe — * 3 Muß dein Wein aus Gid dich nur in Got⸗ Willen, Der kann Alles ſtillen. e ngen voller Thränen Löſchen nicht das Sehnen Eitler Ungeduld; Nur getroſt im Herzen! Auch in größten Schmerzen Lacht des Him⸗ mels Huld. Alles Leid nimmt ab durch Zeit; Dicke Wolken trennt die Sonne: So bringt Leiden Wonne. 3. Kinder Gottes müſſen Rauhe Dornen küſſen; Ohne Kreuz kein Chriſt. Niemand kann in Roſen Im⸗ mer Glücke looſen, Nichts beſtändig ſt; Gib dich drein, es muß ſo ſein; Bücke dich, Gott ſchlägt wohl nieder, Doch er hilft auch wieder. 4. Haß und Neid iſt bitter, Redliche Gemüther Nagt die ganze Welt; öndlich müſſen Lügen Vor der Un⸗ ſhuld biegen, Obgleich Alles fällt. Rur Geduld, trau Gottes Huld, So eannſt du durch Kreuz auf Erden Ehriſti Bildniß werden. 1 5. Hab ich Gott zum Freunde, Mö⸗ gen alle Feinde Raſend um mich ſtehn. ſeid und Leid mag toben, Hält mich Gott von oben, Alles muß vergehn. leber mir ſteht ſein Panier, Jeſus heißet ſich den Meinen; Nun, was will ich weinen? Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um wahre Zufriedenheit. In eigener Melodie. 4210. as dir, mein Gott, 33 19. beliebt, Gefällt auch meinem Herzen; Es falle gleich das Loos Auf Wohlſtand oder Schmerzen, So fällt es lieblich hier. Soll ich hier ein hetrübt Und meine Freuden⸗Sonn In Trauer⸗Wolken gehen, Wohlan, ih bin vergnügt, Indeſſen mag ge⸗ hehen, Was dir, mein Gott beliebt. .2. Ich will, Herr, wie du willſt, Soll ich in Dornen ſitzen Und mein geängſtigt Herz Nur immer Thränen ſtwizen: Ich küſſe deinen Schluß, Er werd an mir erfüllt. Geſetzt, ich ere nur In Angſt wie eine Taube, Geſetzt, ich leide Noth, Spricht end⸗ und Herzeleid. Wehrmuth ſein, und Wohlgefallen. 793 lich doch mein Glaube: Ich will, Herr, wie du willſt. 3. Machs, wie es diygefällt! Soll ich mich einſam nennen, So lehr mein ein⸗ ſam Herz Dich und ſich recht erkennen. Schließ mich in dich, wenn mich Von ſich ausſchließt die Welt, Soll meine Trübſals⸗Nacht Kein Freuden⸗Tag ver⸗ jagen? Willſt du mich an das Kreuz, So lang ich lebe, ſchlagen? Machs, wie es dir gefällt! 4. Ich ſehne mich nach dir, Nicht nach der Erden Freuden, Die mit Verdruß von uns Und wir von ihnen ſcheiden, Wenn uns der Tdd zuruft: Genug, nun folge mir. Wie ſollte mich nach Freud Und toller Luſt gelüſten? Ihr Manna ſättiget Mich nicht in dieſer Wüſten, Ich ſehne mich nach dir. 5. Nach dir verlanget mich, Du trö⸗ ſteſt meine Seele. Der Wolluſt⸗Apfel iſt Nur eine Würmer⸗Höhle, Und ſei⸗ ne Schönheit deckt Des Todes ſchnel⸗ len Stich. Nach dir, mein Bräutigam, Der Lebens⸗Früchte giebet Und mich mit Blumen labt, Die keine Zeit be⸗ trübet, Nach dir verlanget mich. Wolfg. Chriſt. Dreßler, g. 1660, ſt. 1722. Gottes Wohlgefallen. Pſ. 37, v. 5. In bekannter Melodie. 1320 Wa⸗ Gott thut, das . iſt wohlgethan! Es bleibt gerecht ſein Wille; Wie er fängt meine Sachen an, Will ich ihm halten ſtille. Er iſt mein Gott, Der in der Noth Mich wohl weiß zu erhalten; Drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan! Er wird mich nicht betrügen, Er führet mich auf rechter Bahn: Drum laß ich mich begnügen An ſeiner Huld Und hab Geduld; Er wird mein Unglück wenden, Es ſteht in ſeinen Händen. 3. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan! Er wird mich wohl beden⸗ en; Er, als mein Arzt und Wun⸗ der⸗Mann, Wird mir nicht Gift ein⸗ ſchenken Für Arzenei. Gott iſt ge⸗ Von dem göttlichen Willen. treu; Drum will ich auf ihn bauen weihe wie nah der Morgen, Der di Und ſeiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ ethan! Er iſt mein Licht, mein Le⸗ dem Der mir nichts Böſes gönnen kann; Ich will mich ihm ergeben In Freud und Leid: Es kommt die Zeit, Da öffentlich erſcheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan! Muß ich den Kelch gleich ſchmecken, Der bitter iſt nach mei⸗ nem Wahn, Laß ich mich doch nicht ſchrecken, Weil doch zuletzt Ich werd ergötzt Mit Da weichen alle Schmerzen. V 6. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan! Dabei will ich verbleiben: Es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich Ganz väterlich In ſeinen Armen halten; Drum laß ich ihn nur walten. M S. Rodigaſt, g. 1649, ſt. 1708. Der Gläubige überläßt ſich Gott im Kreuz. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. as hilfts, daß ich 1321. W mich quäle Durch dieß und jenes Leid? Entſchütte, meine Seele, Dich aller Traurigkeit. Gott machet Alles wohl, Der wirds au ferner machen, Wie dirs und deinen Sachen Zum Beſten dienen ſoll. 2. Du wirſt auch Nichts gewin⸗ nen, Wenn du gleich Nacht und Tag Willſt hin und wieder ſinnen, Wie dirs doch gehen mag; Bei Gott ſteht es allein. Laß ſeine Hand dich füh⸗ ren, Die wird dich ſo regieren, Wie dirs wird nützllich ſein. 3. Was dich will niederſchlagen, Was dich zur Erde biegt, Und was mit Angſt und Plagen Dir auf dem Herzen liegt, Schooß Und wickle dein V V allem Kummer los. eigen egen ſchenkt, Auf den die Hoff⸗ nung blickt? Ein Herz, das ihm ver⸗ trauet Und gläubig auf ihn da Wird doch zuletzt erquickt. 5. Ach, wenn wir nur bedächten, Wie treulich er es meint, Er fördert die Gerechten Und iſt ihr Herzens⸗ Freund, Siehts gleich gefährlich aus, Kann er ſie doch nicht haſſen, Und in der Unruh laſſen, Er reißt ſie endlich raus. 6. So fall ich denn mit Freuden In Gottes Arme hin; Von ihm kann ſüßem Troſt im Herzen: mich Nichts ſcheiden, Weil ich ſein „ bin. Er bleibt auf ewig mein Und wird mir Alles geben, Was mei⸗ nem Stand und Leben Wird gut und ſelig ſein. E. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Chriſti Wohlmachen. Marc. 7, v. 37. Mel. Nun freut euch, liebe Chriſten. 1322 Ws Jeſus thut, iſt 4 wohlgethan! Mein Herz, gib dich zufrieden, Niemand dich Jeſum tadeln kann, Was wilſtdudich detrüben? Laß fahren deine Ungedudd, Sonſt machſt du größer deine Schuld. Sprich: Hab ichs doch verdienet. 2. Was Jeſus thut, iſt wohlge⸗ than! Bedenk, er iſt allmächtig, Dazu ſ D ch der beſte Helfers⸗Mann, Sein Wort dich tröſtet kräftig; Warum ſinkt doch ſo bald der Muth? Hat Jeſus doh ſein theures Blut Tröſtlich für dich vergoſſen.. 3. Was Jeſus thut, iſt wohlge⸗ than! Denkſt du, du biſt verlaſſen, Weil dich betrübt faſt Jedermann Und kränket höchſter Maßen; du denn mehr, als Jeſus ſein Um Das wirf in ſeinen Der will Gemüthe Durch Troſt auf ſeine Güte Von bleiben ohne Kreuz und Pein? Das laß dir nicht nachſagen. 4. Was Feſus thut, iſt wohlgethan! dich ſo probiren, d rechtſchaffen als ein Mann Dein Chni b ſtenthum wollſt führen; Meinſt du daß er nicht an dich denk? Ach, nein, 4. Er. wird dich wohl verſorgen drum du dich nicht ſo kränk, Es wid Und beſſer, als man denkt; Wer bald beſſer werden. Wilſt . Wu Jyſe ben Ahded die falche W nnd Jer 3 doch, we ee h der Neide ih. er doch dei ze 8. Toh Jh than! Aate d Wenn drlhucht ol werdengach mmer ti di hen wil Imd 9. Wos hl Ihh wil muſt und Noth an Kürz etreten, woch dem, N 1 ſun fühdt mi J dech he ved ind iti leitgütdm denn wi enn wdan; Lantmim eiden, Wilih ſ bleibt ufe ig nen les gebena ni⸗ eben Aigutm umeiſt, n teui,li tn „ Jyib ut fridden handdh nn, Waßrltudich dhren deindheedid, größerdirShh. s doch uͤhnet us tlt,Prahhe iſt alnitt, den ⸗Mam dhn Len g; Wannſut di th? Hht Naus dc wohigetw Nen — ut Trüſih üt do 14 s thut, ſaſge u, du litraßſn, =— als Jlie ein mn enß un ge de as Jeſus thut, iſt Shlg. 13 Menn man ſich recht bedenket, So iſt mit Gott am beſten dran Der, dem er Kreuz⸗Kelch ſchenket. ch, glaube mir, ob du in Noth Mußt eſſen lauter Thränen⸗Brodt, Dort wirſt Neid gar ſehn ünd 9 laß nur fahren.. 4 Was Jeſus thut, iſt wohlge⸗ than! Auf den Troſt kannſt du bauen, die falſche Welt nur fahren lan und Jeſu recht vertrauen; Es geht doch, wie ers haben will, Hättſt du der Reider noch ſo viel, So bleibt er doch dein Jeſus.. 8. Was Jeſus thut, iſt wohlge⸗ than! Hat er doch ſelbſt verſprochen, Wenn dir Unrecht wird angethan, ſoll werden gerochen; Sei du im Leiden mmer ſtill, Dein Jeſus es recht ma⸗ chen will Am lieben jüngſten Tage. 9. Was Jeſus thut, iſt wohlgethan! Ich will nur fleißig beten; All Angſt und Noth er wenden kann, In einer Kürz erretten; Der Goliath muß doch noch dran, Mein Jeſus ihn bald fäl⸗ len kann. Jeſu, mein Seufzen höre! 10. Was Jeſus thut, iſt wohlge⸗ han! Mit Dank will ich ihn ehren Für Alles, was er mir gewann, Und ſets ſein Lob vermehren. Mein Je⸗ ſus gibt, mein Jeſus nimmt: Den Herren Jeſum preiſt und rühmt! Mein Jeſus wirds wohl machen. 11. Was Jeſus thut, iſt wohlge⸗ than! Nun bin ich ganz zufrieden; Er führet mich zur Himmels⸗Bahn, Die Welt mag ich nicht lieben; Das kleine Leiden dieſer Zeit Iſt nicht werth ewger Herrlichkeit, Die ich em⸗ biangen werde. „Was Jeſus thut, iſt wohlge⸗ than! Ich ſoll ewig regieren, Ihn ſoll ich ewig ſchauen an Und ewig trium⸗ phiren. Halt feſt an Hoffnung und und Wohlgefallen. 795 Geduld, Dein Jeſu hats alſo gewollt, Nun ſprech ich fröhlich: Amen! Gottes Wille im Leben und im Sterben. In bekannter Melodie. 1323 Wos mein Gott will, . das gſcheh allzeit: Sein Will, der iſt der beſte; Zu hel⸗ fen den er iſt bereit, Die an ihn glau⸗ ben feſte; Er hilft aus Noth, Der fromme Gott Und züchtiget mit Ma⸗ ßen; Wer Gott vertraut, Feſt auf ihn baut, Den will er nicht verlaſſen. 2. Gott iſt mein Troſt, mein Zu⸗ verſicht, Mein Hoffnung und mein Leben: Was mein Gott will, daß mir geſchicht, Will ich nicht widerſtre⸗ ben, Sein Wort iſt wahr; Denn all mein Haar Er ſelber hat gezählet; Er hüt und wacht, Stets für uns tracht, Auf das uns gar Nichts fehlet. 3. Nun muß ich Sündr von dieſer Welt Hinfahrn nach Gottes Willen Zu meinem Gott; wenns ihm gefällt, Will ich ihm halten ſtille; Mein arme Seel Ich Gott befehl In mei⸗ ner letzten Stunden. O frommer Gott, Sünd, Höll und Tod Haſt du mir überwunden. 4. Noch Eins, Herr, will ich bitten dich, Du wirſt mirs nicht verſagen: Wenn mich der böſe Feind anſicht, Laß mich doch nicht verzagen; Hilf, ſteur und wehr, O Gott, mein Herr, Zu Ehren deinem Namen! Wer das begehrt, Dem wirds gewährt: Drauf ſprech ich fröhlich: Amen! Alb. Markgraf zu Brandenburg⸗Culmbach, g. 1522, ſt. 1557. Gottes Wohlgefallen auch das unſere. Mel. Was Gott thut, das iſt. 132 4 Wos meinem lieben 8 Gott gefällt, Das ſoll auch mir gefallen; Er iſt mein Schild, der ſtarke Held Und Schönſte unter Allen; Aus aller Noth, Ja gar vom Tod, Von Satans Band und Ketten Weiß er mich zu erretten. 2. Was meinem lieben Gott gefällt, Das ſoll mir auch gefallen: Er iſt mein Gott, der Glauben hält Uns, die wir vor ihm wallen. Der fromme Gott Läßt nicht in Noth Umkommen, noch verderben Uns, ſeine Himmels⸗Erben. 3. Was meinem lieben Gott ge⸗ fällt, Das ſoll mir auch gefallen; Ihm ſei es Alles heimgeſtellt Bei vollem Unglücks⸗Knallen: Er iſt getreu, Der uns aufs Neu Hat päterlich verhei⸗ ßen, Uns aus der Noth zu reißen. 4. Was meinem lieben Gott gefällt, Das ſoll mir auch gefallen; Wenn mir der böſe Feind nachſtellt, Muß er zurücke prallen, Weil ſeine Liſt Vor Gott Nichts iſt, Der kann den Satan fällen Und uns zufrieden ſtellen. Vergnügt in Gottes Willen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 12905 as mein Gott will, 1325. MW ſoll mir gefallen: Was mein Gott will, geſcheh allzeit Er meinets gut mit mir und Allen, Es ſei Freud oder Traurigkeit. Hier iſt ſein Wort, das niemals trügt, Und das macht mich in Gott vergnügt. 2. Zwar Sünde darf ich nicht er⸗ wähnen, Als die ich tauſendfach ge⸗ häuft; Mein Auge fließt mit heißen Thränen, Wenn mir die Angſt ans Herze greift, Die als ein Centner auf mir liegt; Jedoch bin ich in Gott vergnügt. 3. Denn Jeſus tröſtet mein Ge⸗ wiſſen Und machet alle Schulden gut. Die Handſchrift iſt durch ihn zer⸗ riſſen, Und durch ſein theures werthes Blut Wird Höll und Belial beſiegt, Und ſo bin ich in Gott vergnügt. 4. Soll ich auf dieſer Welt was leiden, Wies jeder Chriſt erfahren muß? Ich will mich deſſen gern be⸗ ſcheiden. Das Kreuz iſt mir ein Liebes⸗Kuß, Wodurch man Gott im Schooße liegt. So bin ich herzlich wohl vergnügt. 5. Hab ich gleich keine großen Schätze, Ei, ſo begehr ich ſie auch nicht. Von dem göttlichen Willen Gnug, daß ich mich an dem ergi Was mir die Seligkeit verſei Wer ſich nach ſeinem Stande ſchmiegt Iſt reich in Gott und lebt vergnügt. 6. Soll ich mein Leben höher bringen Durch manchen ſauren Schweiß und Tritt? Soll man mir heut zu Grabe ſingen? Wohlan, ich nehme Beides mit Wie Gott nur will und wie ers fügt, So bin ich bis in Tod vergnügt. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756., Einſtimmung in Gottes Willen. Mel. Nun danket Alle Gott. 26„ie Gott im Himmel 13. 1 will, So will ich auch auf Erden, Wie Gott im Him⸗ mel will, So mag es immer werden, Dieß ſei mein ſteter Zweck Und mein gerades Ziel, Daß ich gewillet bin, Vie Gott im Himmel will. 2. Wie Gott im Himmel wil, So gehts in meinem Leben; Hier ſei ich dir, mein Gott, Und was ich bin, ergeben; Machs, wie es dir gefällt, Dieß ſei mein ſtetes Ziel, Daß ich gewillet bin, Wie ꝛc. 3. Wie Gott im Himmel wil, So will ich mich bequemen, Will allzeit willig ſein, Aus ſeiner Hand zu neh⸗ men, Was meinen Theil betrifft. Dieß ſei mein ſtetes Ziel, Daß ich gewillet bin, Wie ꝛc. 4. Wie Gott im Himmel will, Soll Angſt und Noth mich preſſen, Soll ich mein liebes Brodt Vielleicht im Weinen eſſen? Ach Gott, ich bin dein Kind: Drum bleibet auch mein Zic, Daß ich gewillet bin, Wie ec. 5. Wie Gott im Himmel will, So mag die Noth mich drücken, Gott wird mir ſchon Geduld In meinem Kreuze ſchicken; Ich hin ja noch ſein Kind: Drum bleibet auch mein Ziel Daß ich gewillet bin, Wie ꝛc. 6. Wie Gott im Himmel will, Und hab ich gnug gelitten, So iſt gewiß⸗ Gott kommt Auch wiederum geſchrit⸗ ten Und hilft unfehlbar mir: Drum bleibet auch mein Ziel, Daß ich ge⸗ willet bin, Wie Gott im Himmel will. e Stht Jabnd 16 Gott ni dt Stes ſinene 3. We bott m eergnüg, Mnd wie er b ſtitt! Wie eri wllkerr m hiermit ga nache, w i den odt Srtde 4. W'e dett Pas en in Kbe nich an dos L n nicht men ei 5. Ve Oct ih treugn Gle Oteht dt wi ſen Das vil mit! h faſſe in Ga Gott nit wider nir zun Win 6, We botm ſeh Gpehdur 9 vornen ij dac letwide uj ſeiſen da d wolſgfähe Nabaglt n Ganden lih den nah Nel ga n Beg der Jwet Ud nin ah ic prſet tn inndl e im Himmäil, 8l Leben, i ſe Um un hi 1 wie as d eflt fies gu 1i ih d, im Himmavl, E- puemen, Wl alhet ſeiner yudzu ne⸗ 2 1 ſnen Thl etiſt tets gi haß ih öutt hſindi m Hunnlil, So nen 7 ch hi z ot in bet annin Ji⸗ lbor ni. Dnm Ziel DC) 1¹ 5 4 1. 9 pll 1 ſtin oin und Wohlgefallen. Gute Führung Gottes. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 7 Wi Gott mich führt, lles Eigen⸗Wählen; Geſchieht, h 5 mir Auserſehn, Wird mirs un Keinem fehlen. Wie er mich führt, geh ich mit Und folge willig Schritt in. vor Schritt In kindlichem Vertrauen. 2 Wie Gott mich führt, ſo bin ich ſill Und folge ſeinem Leiten, Obgleich in Fleiſch der Eigenwill Willöfters wi⸗ derſtreiten; Wie Gott mich führt, bin ih bereit, In Zeit und auch in Ewig⸗ et Stets ſeinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, Ich ruh in ſeinen Händen; Wie er es ſchickt und mit mir fügt, Wie ers will kehrn und wenden, Sei ihm hiermit ganz heimgeſtellt: Er ache, wie es ihm gefällt, Zum Le⸗ den oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, ſo geb ih mich In ſeinen Vater⸗Willen, Scheints der Vernunft gleich wunder⸗ ich, Sein Rath wird doch erfüllen, Was er in Liebe hat bedacht, Eh er nich an das Licht gebracht: Ich bin ſg nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, ſo bleib ih treu Im Glauben, Hoffen, Leiden; Sieht er mit ſeiner Kraft mir bei, Was will mich von ihm ſcheiden? Ich faſſe in Geduld mich feſt: Was Gott mir widerfahren läßt, Muß mir zum Beſten dienen. 6. Wie Gott mich führt, ſo will ich gehn, Es geh durch Dorn und Hecken. Von vornen läßt ſich Gott nicht ſehn, Doch letzt wird ers aufdecken, Wie er nach ſeinem Vater⸗Rath Mich treu und wohl geführet hat: Dieß ſei mein Glaubens⸗Anker. Lampertus Gedicke, g. 1683, ſt. 1735. Glauben, leiden, hoffen, warten, ſterben nach Gottes Willen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1328. IB ene 3ga 797 will, alſo iſt mein Ziel. Was ſollt ich mich mit Sorgen plagen? Sie helfen Nichts und ſchaden viel. Zu⸗ dem bin ich nicht ſelber mein; Drum ſoll ich gottgelaſſen ſein. 2. Wie Gott will, alſo will ich gläu⸗ ben, Sein Wort betrügt mich nim⸗ mermehr; Das will ich mir ins Herze ſchreiben, So iſt es nie von Troſte leer, Wer Gottes Wort zum Labſal hat, Den machet keine Trübſal matt. 3. Wie Gott will, alſo will ich lei⸗ den; Denn ohne Leiden iſt kein Chriſt. Ich will mich deſſen gern beſcheiden: Gnug, daß mich Gottes Liebe küßt, So daß der bittre Kelch zuletzt Mit ſüßer Freude mich ergötzt. 4. Wie Gott will, alſo will ich hoffen: Wer weiß, wo noch mein Glücke lacht! Sein treues Auge ſtehet offen, Das über mir zum Se⸗ gen wacht Und den erwünſchten Ort ſchon ſieht, Wo mein beſtändig Wohl⸗ ſein blüht. 5. Wie Gott will, alſo will ich war⸗ ten; Denn Roſen bricht man mit der Zeit. Gott führt mich endlich in den Garten, Wo ſeine Gnade mich erfreut Und wo mein Wunſch, den ich gethan, Sich in Vergnügung weiden kann. 6. Wie Gott will, alſo will ich leben: So muß das Leben ruhig ſein. Will er mir auf der Welt Nichts geben, Ei nun, ſo bleibt der Him⸗ mel mein. Ja, bleibet Gott nur mein Gewinn, So fahr auch Welt und Himmel hin! 9 7. Wie Gott will, alſo will ich ſterben; Denn wenn man mich zu Grabe trägt, Werd ich die Krone dort ererben, Die er mir ewig beigelegt. So kommt der Tod, wo, wann und wie, Mir nicht zu ſpät und nicht zu früh. 8. Wie Gott will, ſag ich ſtets mit Freuden; Wie Gott will, glaub ich auf ſein Wort; Wie Gott will, trag ich alles Leiden; Wie Gott will, hoff ich immerfort; Wie Gott will, wart und leb ich ſtill Und ſterb auch end⸗ lich, wie Gott will. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Eines Gott ergebenen Herzens Glückſeligkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1329. Wie ſelig kann ein * Chriſte leben, Wenn er ſich ganz in Gott ergibt Und ſich bemüht, nach dem zu ſtreben, Was Gott, der höchſte Vater, gibt; Der kann in aller Angſt und Pein Mit ſeinem Gott vergnüget ſein. 2. Er weiß von keinen Welt⸗Ge⸗ danken. Er weiß von keiner eiteln Luſt, Er bleibet ſtets in dieſen Schran⸗ „ken Und machet ſich ſonſt Nichts be⸗ wußt. Gott leitet ihn nach ſeinem Rath, An dem er ſein Gefallen hat. 3. Ach Gott, du kenneſt meinen Willen, Du prüfeſt und erforſcheſt mich. Was dir gefällt, will ich erfül⸗ len, Denn meine Seele liebet dich; Und was mich nur allein vergnügt, Iſt Jeſus, der den Tod beſiegt. 4. An dieſen hab ich mich ergeben Durch meine ganze Lebens⸗Zeit, Dem will ich nur zu Ehren leben; Drum bin ich allemal bereit, Zu thun, was dieſer Heiland will, Was er beliebt, das iſt mein Ziel. 5. Die Welt mag ihre Luſt behal⸗ ten, Die doch nur Furch und Hoff⸗ nung iſt. Ich laſſe Gott und Jeſum walten, So weichet Furcht und alle Liſt; Was Welt⸗Geſinnte fröhlich macht, Das hat mein Herze ſchon veracht. Von dem göttlichen Willen Bis mich der Weg zum Himmelführt. Auf dieſen ſoll in aller Pein beſter Troſt gerichtet ſein. Mein 9. Gott Lob, der Wunſch iſt ein⸗ getroffen. Gott iſt und bleibt mei höchſtes Ziel, Auf den will i mein ch be⸗ ſtändig hoffen; Alſo geſchiehet, was Gott will, Der machet Alles gut und wohl, Daß ich ihm ewig danken ſell. 10. Wohlan, ich bin in deinen Händen, Gott führe mich, wie dirs gefällt; Du kannſt die Noth am beſten wenden, Drum führe mich bald aus der Welt. Dort geht das rechte La⸗ ben an, Da ich mich ewig freuen kann. Heldenmüthiger Entſchluß nach Mel. ohn Dichten 2. 6. In Jeſu kann ich Freude ſpüren, An dieſem hab ich meine Luſt; Sollt ich ſonſt allen Troſt verlieren, So bleibt mir Jeſus doch bewußt, Der hier in meinem Herzen wohnt Und mich mit Freud und Luſt belohnt. 7. Der hat mich allemal geliebet, Drum kann ich recht vergnüget ſein; Kein Kreuze macht mich nun betrübet, Gott redet Troſt dem Herzen ein; Bei dieſem treff ich reichlich an, Was ſich mein Herze wünſchen kann. 8. Hiernächſt befehlich meine Wege Dem Herren, der mich wohl regiert; Dem überlaß ich Tritt und Stege, kanns Gott wehren? nicht Haarausraufen. ehn, Gottes Gefallen. Was mein Gott will, das. ies Gott gefällt, ſo 1330. W gfällt mirs auch Und laß mich gar nicht irren; Ob mich zu Zeiten beißt der Rauch, Und wem ſich ſchon verwirren All Sachen gar⸗ weiß ich fürwahr, Gott wirds zulest wohl richten; Wie ers will han, ſo muß es gahn, Solls ſein, ſo ſeis Wies Gott gefällt, zufriedn ich bin, Das Uebrig laß ich fahren, Was nicht ſoll ſein, ſtell ich Gott heim, Der will mich recht erfahren, Ob ich auch will ihm halten ſtill: Gott wind doch Gnad beſcheren. Ich zweiflenicht: Solls ſein, man ſpricht, So ſeis! Wer 3. Wies Gott gefällt, ſo gfälltmirs wohl In allen meinen Sachen. Wies Gott verſehen hat einmal, Wer kann es anders machen? Drum iſt um⸗ ſonſt Welt⸗Witz und Kunſt, Es hilft Man murt odr beiß, ſolls ſein, ſo ſeis! Widd doch ſein Weg nauslaufen. 4. Wies Gott gefällt, laß ichs er Will mich darein ergeben ollt ich ſeinm Willen widerſtehn So müßt ich bleiben kleben; gwiß fürwahr all Tag und 3 Bei Gott ſind ausgezählet: 367 Denn ahr cich 71 Wo blt dill Uid betet Nein öatſg Das iem din Das Khen nenn Auf atn Gu licht aufs Go. Will Got alin 8. Aiesit en, Wil mhe ſt allein da ih ſchoi wir ſ Noth, 1 nich wihl ere ſolls ſein ſoſe wollte vette⸗ Ambr. Süuft:8 Jrader⸗gn reihnr Au 83 Got teue An anmerſüh 3 Amme ſri dis gige je gelit 2 Dmm ich ewi i lm er Enſcha m Gefalu. dein Git du⸗ gies Get file, Afültmuce icht ire ſb n er Rand lld ven rren Alenhenga ͤr, Gott Bezin Wee ers dl ſm, n, Sollzſt ſſts eren Jöſeſeit ſpritt Sſis Wa hren⸗ neinen bah. Wi hat enma, derimn 3 hen? dum it un⸗ Bund knt Gey raufen. Nn me ſein ſeſce Wn nauslonfen t gfl lß ihen ſich daren. ergähn Pilen liderin leiben län, Dn all Tah m wögejäblt Jt Ihan, vird wohl toäilthhälnte und Wohlgefallen. nich drein; es gſchoh, ſolls ſein: So ſeis bei mir erwählet! 5. Wies Gott gefällt, ſo ſolls er⸗ gahn In Lieb und auch im Leide; Hamit mein Sach ich gſtellt will Daß ſie mir ſollen Beide Ge⸗ fallen wohl; drum mich der Nein nicht ſchrecken: Schwarz oder weiß, ſolls ſein, ſo ſeis! Gott Gnad erwecken. 6. Wies Gott gefällt, ſo laufs hin⸗ aus: Ich laß die Vöglein ſorgen; Kommt mir das Glück heut nicht zu Haus, So wird es doch ſein morgen. Was mir iſt bſchert, bleibt unver⸗ ſehrt, Ob ſichs ſchon thut verziehen: Dank Gott mit Fleiß, ſolls ſein, ſo fes Er wird mein Glück wohl fügen. 7 Wies Gott gefällt, daſſelb ich will Und weiter Nichts begehren: Meinr Sach hat Gott geſetzt ein Ziel, Das kann kein Menſch verſehren. das Leben mein ſetz ich auch drein, Auf guten Grund zu bauen Und nicht aufs Eis: Solls ſein, ſo ſeis! Wil Gott allein vertrauen. 6. Wies Gott gefällt, ſo nehm ichs an, Will um Geduld ihn bitten. Er it allein, der helfen kann, Und wenn ih ſchon wär mitten In Angſt nnd Noth, läg gar im Tod, Kann er nich wohl erretten Gewaltger Weis; ſolls ſein, ſo ſeis! Ich gwinns, wer wollte wetten? Ambr. Blaurer, g. 1492, ſt. 1567. Sonſt: J. Fr. I. Ehurf. zu Sachſen. g. 1503, ſt. 1554. Freunden⸗Muth über Gottes lieb⸗ reichen Gnaden⸗Zug. Aus Jer. 31, v. 3. Mel. Gott Lob, es geht nunmehr. 5„ †„„ 0 4 ie ſo bekümmert, meine 1331. Seele? Heb auf dein thränend Angeſicht Aus dieſer deiner Hner Höhl Und höre, was der Bunnelſericht Verninm⸗ was Troſt dies Einge gibt: ab dich j je geliebt. Kibte Ich hab dich jeund 2. Drum hab ich dich zu mir ge⸗ 799 Sgen Aus lauter väterlicher Güt. Wort, vor dem Schwerdt, Pfeil und Bogen Der Anfechtung den Kür⸗ zern zieht. Hier haſt du Gottes Herz und Hand, O theuer Liebes⸗ Unterpfand!. 3. Was? Sollte dich dein Herz verdammen? Nein!l ſieh auf deines Gottes Herz, Das mit ſo heißen Lie⸗ bes⸗Flammen Verſchlinget allen dei⸗ nen Schmerz. Nicht wahr? Die Cent⸗ ner⸗Laſt zerſtiebt, Wenns heißt: Ich habe dich geliebt. 4. Ach, liebt mich Gott, was ſoll ich zagen? Mein Gott, der Höchſt in⸗ aller Welt, Vor deſſen Allmacht alles Plagen Der Creatur in Staub zer⸗ fällt; Ja, was iſts, das mich je be⸗ trübt, Da mich Gott je und je geliebt? 5. Die Liebe ſelbſt hat mich gelie⸗ bet Mit Liebe. nicht nur kurze Zeit; Nein, was ſelbſt ewig, dieſes gibet Auch Liebe grauer Ewigkeit. Gott hat in Jeſu mich geküßt, Eh noch die Welt gegründet iſt. 6. Sein Lieben hat ſich reich er⸗ goſſen Auch auf mein Haupt in die⸗ ſer Zeit; Da ſo viel Gutes mich umfloſſen, Daß Leib und Geiſt des Heils ſich freut; Ja, wenn gleich Erd und Himmel bricht, Vergeht doch Gottes Liebe nicht. 7. Die Liebe, die ſein Herze heget, Hat ſeine Hand mir kund gethan; Die ſich zu meinem Heil beweget Und mich gezogen himmelan; Ja freilich lief ich ſelbſten nicht, Weil mir dazu die Kraft gebricht. 8. Du haſt mich ſelbſt, mein Gott, gezogen, Dein Gnaden⸗Wort hat ſolche Kraft; Ich bin ein Moſes, dem die Wogen Des Waſſers Herr⸗ lichkeit geſchafft. In Kraft der Speis im Abendmahl Kann ich gehn bis zum Himmels⸗Saal. 9. So manche Wohlthat, ſo viel Züge Hat deine Hand an mir ge⸗ than; Ja, wenn vor Kreuzes⸗Laſt ich biege, So zeuchſt du mich die Lebens⸗ Bahn. Ich ſeh den Weg voll Dornen ſtehn, Allein er läßt zum Himmel gehn. 10. Dein härtſter Angriff iſt doch Liebe, Die mich aus Satans Klauen rückt, Daß ich frei von Verdammniß bliebe, Darinnen Viele ſonſt erſtickt: So reißet mich, als einen Brand, Heraus die treue Vater⸗Hand. 11. Muß gleich der alte Menſch verweſen, Gnug, daß aus ſeiner Aſche blüht Des Geiſtes tägliches Geneſen, Das wiederum mich zu dir Von dem, was zu dem zeitlichen Leben zieht. Aus lauter Güte ziehſt du mich So wunderlich, doch ide 12. Drum weicht, bekümmerte Ge⸗ danken, Mein Fuß geht bei dem ſchwerſten Lauf, O Troſt, in lauter Liebes⸗Schranken; Das Ende weitt ein Kleinod auf, Das mir gewiß der Ausſpruch gibt: Ich hab dich je und je geliebt. J. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734, XXIX. Von dem, was zu dem zeitlichen Leben und Gütern gehört. In großer Dürre. 4 Mel. Ach Gott, vom Himmel ſieh. 1332 AG Gott, der du die . ganze Welt Im An⸗ fang haſt gegründet Und ihr ein ſolch Licht aufgeſtellt, Das wärmet und ent⸗ zündet, Das nach der Ordnung Tag und Nacht, So lange die ſteht, immer macht Und kurz und lang verändert. 2. Wie ſchön haſt du das Firmament Mit Körpern ausgezieret, An dem man deinen Ruhm erkennt, Wenn du ſie aufgeführet. Sie zeigen deine Ma⸗ jeſtät Und müſſen auch an ihrer Stätt Uns großen Nutzen bringen. 3. Viel ändern manchmal die Ge⸗ ſtalt, Stehn in der Näh und Ferne, Die Luft wird durch ſie kalt, Feucht, trocken; und die Sterne, Die kaum das Aug erſehen kann, Haſt du ſo in die Höh gethan, Daß ſie der Tiefe dienen. 4. Durch ſie wächſt alles Laub und Kraut Und Alles, was ſich reget; Das Land wird darnach angebaut, Wie ſich ihr Lauf beweget. Der Prühlinge Sommer wird gemacht, er Herbſt und Winter vorgebracht, Nach Ordnung ihrer Zeiten. 5. Die ſtehn nun, Herr, in deiner Hand, Wie deine Seraphinen, Und müſſen einem jedem Land Zur Straf und Segen dienen. Nun machen ſie ein ſolches Jahr, Wie es zur Zeit Elias warm und ten. war, Da Noth die Menſchen plagte. 6. Ach Gott, der heiße Sonnen⸗ Strahl Will Laub und Gras ver⸗ brennen; Das Vieh muß ächzend überall Nach friſchem Waſſer rennen. Die Saat verdorrt und Nichts wächſt auf, Das Brodt ſteigt ſtets im ho⸗ hern Kauf Und Alles will verderben. 7. Gedenke, was du zugeſagt, Daß Saat und Ernt ſoll ſtehen, Weit man ſich mit der Erde plagt, Bis Alles wird vergehen, So mach doch nicht das Leben ſchwer Und rufe deine Wolken her Und laß mit Segenregnen! 8. Es ſieht ja recht erbärmlich aus, Daß Vieh und Menſchen ſchmachten; Die Erde brennt zu Staub und Graus, Das Sünder noch nicht ach⸗ Ach Jeſu, ſei nicht ſo entbrannt, Erquicke doch das arme Land, Das von der Hitze ſpringet! 9. Du haſt noch Brüder in der Welt, Die Kreuz und Unglück drücket, Den Iſebel die Luſt vergällt Und ſie mit Dornen ſchmücket; Darum er⸗ barm dich derer noch Und mindre das ſo ſchwere Joch, Das Vieh und Menſchen ängſtet. 1 10. Gebeut den Wolken in der Höh, Daß ſie ſich ſtark bewegen; Und wie der Winter bringet Schnee, So gib im Sommer die Erde nöthig hat;. Land und jede Stadt Dir danken. Amen! Joh. Auguſt von Riemberg herzlich Regen, Wenn ihn So wird das pen Peſtlenz und uns iict i 3. In deſe ſicht, Wad A ſorn⸗Geitt, Nund Fr dei ens⸗Grund. à Bei Miſvat Mel. Nch Gt 133* 4 hen unjer land ges Flltben l ſandt! der Ver ſin Un, wd do weitherunte veggenumme, Frommm. 2. Der Nin unten it de ſe hoben, Ken Mitwahs dei Daß A ft die Irſetſein doch an de „3. Ne dne ÜUnd htfen fi der wiljſeſt iijichmer d lden in N Me dſ dhit dint nit ui deſen ale zud Ke in Dchnfe ſl ſeh piln So mac uh nich er 3 1j dine aß mit Ehmegnen rech ebinich un Menſchen thachtn. ut zu snt und ünder nangt ai ſei nicht ſebrannt s arme dun, Das vingtt nch Wrüd in e und Ungltdrück, e Luſt wat Un hmüctt, mmer r noh dhd ninde zuch, Areh Nazuft bin Bei Peſt⸗Zeit. Mel. Wenn wir in höchſten Nöthen. ch Gott, in Gnaden 1333. A Pun uns(wend icß große Kreuz und groß Elend, Nenss dhr ſind umgeben gar Und ſtehn all Augenblick in Gfahr. 2 Behüt uns, deine Kinderlein, Um Chriſti, unſers Herren, Pein, Vor eſtilenz und ſchnellem Tod Und laß uns nicht in dieſer Noth. 3. In dieſer Noth, ach, laß uns nicht, Wend von uns, Herr, dein zorn⸗Gericht, Daß dir lobſinge unſer Mund Für deinen Schutz aus Her⸗ zens⸗Grund! B. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1598 Bei Mißwachs und Theurung. Mel. Ach Gott, thu dich erbarmen. 8 ch Gott, wie große 1334. A Ruthen Durchſtrei⸗ hen unſer Land, Da deines Grim⸗ mes Fluthen Uns Theurung zuge⸗ ſandt! Der Vorrath iſt faſt gar da⸗ hin Und wir durch unſern Eigenſinn So weit herunterkommen, Daß Alles weggenommen, Was ſonſten nützt den Frommen. 2. Der Himmel zürnet oben Und unten iſt die Kraft Der Erde aufge⸗ hoben, Kein Segen da noch Saft; Der Mißwachs drückt den Ackers⸗Mann, Daß er faſt ganz umſonſt gethan Die Arbeit ſeiner Hände; Ach, mache doch ein Ende All unſerem Elende! 33. Die armen Schafe ſchmachten Und laufen hin und her; Der Hun⸗ ger will ſie ſchlachten Und mehrt ſich äglich mehr. Vieh und die Menſchen liden Noth. So bald kannſt du, ge⸗ rechter Gott, Die Miſſethat und Sün⸗ den Der Menſchen⸗Kinder finden, Daß ſie die Hände winden. 4. Wahr iſts, wir habens Alle Ver⸗ dient mit unſrer Schuld, So daß in dieſem Falle Kein Einger Gnad und Huld Vor Andern werth und würdig iſt, Doch rufen wir, Herr Jeſu Chriſt, 1 und Gütern gehört. 801 Zu dir um Gnad und Güte, Erhöre unſre Bitte, Eh uns der Tod zerrütte! 5. Die Ueppigkeit der Reichen, Ihr Schweigen, Soff und Fraß, Geiz, Unrecht nnd dergleichen Erfüllt ihr Sünden⸗Maß; Bei Armen aber fehlts auch nicht, Die nur auf Trug und Trotz erpicht; Ihr Untreu, Laſtern, Lü⸗ gen, Raub, Faulheit, Unvergnügen Muß jetzt die Strafe kriegen. 6. Vor Allem bringt den Jammer Und Mangel dieſer Zeit In unſre Speiſe⸗Kammer Die große Lauigkeit, Da man dein theuer werthes Wort Nur hat verlacht an dieſem Ort, Drum haſt du Klein und Großen, Als Sünden⸗Mitgenoſſen, Den Segen zugeſchloſſen. 7. Ach aber, ach Genade, Erbarm dich väterlich, Es frißt der große Schade Schon allzuweit um ſich; Soll denn das Armuth gar vergehn? Willſt du uns Alle ſterben ſehen? Ach, laß von Chriſti wegen Sich deine Rache legen Und gib uns neuen Segen! 8. Schleuß auf[zu] die Himmels⸗ Thüren, Gib Wachsthum auf der Erd Und laſſe ſich verlieren Das, was uns jetzt beſchwert; Nimm Miß⸗ wachs, Dürr[Näß] und Hungers⸗ Noth Genädig weg, o frommer Gott; Laß Raupen, Hagel, Schloßen Nicht auf uns Arme ſtoßen, Mach unſer Land wie Goſen. 9. Nun haſt du vormals können, Wie zu Eliſa Zeit, Die Theurung bald zertrennen, So wend auch un⸗ ſer Leid; Wir wollen allzeit dank⸗ bar ſein, Stets denken deiner Ruth und Pein Und künftig alſo leben, Daß wir nach Beſſrung ſtreben Und dir uns ganz ergeben. Wetter⸗Lied. Wel. Erbarm dich mein, o Herre. 3 ch Gott, wie ſchrecklich 1 3 3 5. A dein Grimm, Wenn du ſtark auf den Wolken gehſt Und deine ſchwere Donner⸗Stimm Mit ſtarkem Krachen von dir ſtößt! Wir arme blöde Menſchen⸗Kind Erkennen 51 deine große Macht; Drum wir in Furcht und Schrecken ſind, Weils aus dem Himmel blitzt und kracht. 2. Die Erde, die ſich ſonſt nicht regt, In großer Furcht erſchüttert ſich; Wenn du nur ſchnaubeſt, wird bewegt Der Erde Grund und fürchtet dich. Dein Arm iſt ſtark, dein Hand iſt ſchwer, Wenn du im Zorn ſie hebeſt auf Und wirfſt die Strahlen hin und her: Mit Zittern treten wir zu Hauf. 3. Wir hätten wohl verdient, o Gott, Mit unſern Sünden ſchwer und viel, Daß du uns ſchlügſt mit Grimm zu Tod, Weil faſt Niemand gehorchen will; Doch weil wir deine Kinderſ eind, Dein Volk und Schafe deiner Weid, Das Volk, das deine Schuld beweint, So hoffen wir Barmherzigkeit. 4. Wir wiſſen Nichts und nirgends hin, Wenn wir durchlaufen alle Welt, Zu dem wir ſicher möchten fliehn; All Creatur zur Rach ſich ſtellt. Wir wiſſen Nichts, als deine Gnad, Die alle Morgen neu aufgeht, Die groß iſt und kein Ende hat, Die Jedermann ſtets offen ſteht. 5. Wir ſchreien aus dem Jammer⸗ thal Durch Chriſtum, deinen lieben Sohn, Hinauf zu dir ins Himmels Saal; Um ſeinetwillen unſer ſchon! O Vater der Barmherzigkeit, Straf uns ja nicht, wie wirs verſchuldt; Uns iſt die Sünde herzlich leid, Kehr dich zu uns mit Gnad und Huld! 6. Laß nicht anzünden deinen Blitz, Was du an Nahrung haſt verehrt; Vor Donner⸗Schlägen uns beſchütz, Laß unſern Leib ſein unverſehrt; Sei du bei uns in dieſer Noth, Zu dir all Hoffnung iſt gericht; Behüt vor böſem ſchnellen Tod, Mit deiner Hilf verlaß uns nicht! 7. Bedecke du mit deiner Hand Leib, Leben, Haus, Vieh, Gut und Hab; Bewahr die Früchte auf dem Land, Und was ſonſt mehr iſt deiner Gab, Vor Schloßen, Hagel, Waſſerfluth, Vor Feur und anderm Wetter⸗Schad; Halt uns, o Gott, in deiner Hut, „ ir wollen rühmen deine Gnad. Von dem, was zu dem zeitlichen Leben 8. Dubiſt allein der Herr und Gott Dem Donner, Blitz, Feur, Luft und Wind, Dem Alles ſtehet zu Gebot Und ſeinen Willen thut geſchwind Ach, Herr, wo iſt dir Jemand leich im Himmel und in aller Vel Wer hat ein ſolch gewaltig Reih Dem Alles ſtracks zu Boden fällt? 9. Sprich nur Ein Wort, ſo weichet bald Des ſchweren Wetters Grauſam⸗ keit; Dein Wort durchdringet mit Ge⸗ walt, Drum uns zu retten ſei bereit. Ach, komm, ach, komm und jett be⸗ weis, Daß du der rechte Helfer ſeiſt: So wollen wir dir ſingen Preis Sammt⸗Chriſto und dem heilgen Geiſtt Joh. Heermann, g. 1585, t.1647. Zur Krieges⸗Zeit. Mel. Ach, Gott, vom Himmel ſish. 42260 Ich Sott, wir neten 1336. A hier vor dich Mit traurigem Gemüthe; Wir bitten dich demüthiglich, Rett uns durch deine Güte! Schau an die große Kriegs⸗ gefahr, Die bei uns anhält inmer⸗ dar Und dräuet zu verderben. 2. Gedenke, Vater, jetzt nicht mehr, Daß wirs verdienet haben, Und ſonder⸗ lich, daß wir ſo ſehr Geſchändet deine Gaben. Wir haben ſie viel Jahr und Zeit Zur Pracht, zur Wolluſt, Ueppig⸗ keit Und Schwelgerei gebrauchet. 3. Es iſt von uns der Neben⸗Chriſt Gedrücket und betrogen; Durch Rech⸗ tes⸗Schein Gewalt und Liſt Iſt ihm das Sein entzogen; Darum ſich nun die Strafe findt, Ja, unſre unerkannte Sünd, O Herr, wird uns vergolten. 4. Verzeih uns ſolche Miſſethat Um Jeſu Chriſti willen, Derfür uns deinen Eifer hat Am Kreuze wollen ſtillen. Die Schuld iſt da auf ihn gelegt, Er iſt das Lamm, das für uns trägt Die Sünd und Sündenſtrafe 5. Um deſſentwillen hilf uns nu, Erhöre unſer Klagen; Schickuns den Frieden wieder zu Nach ſo viel ſchwe⸗ ren Plagen. Herr, unſer Land ſiehl elend aus, Man hält darin ſehr übe Haus, Es iſt voll Noth und Jammer! Der Könge ain Hutda n eauhe dätt, vende n ditndih doch durc wahr tner Leſel,— m unfern e e gtoſe N. elangen. . Mrit uli und de NR Ficüt ud. Vend Uugüt werden wir Ne onod und Güt ondern wraſen 9. Däl Du wolkt une hiff minmer wilen Dam en Von bri heich, jie Me gei ſ Mel. Vatet 337. 337. riift alermal gen unſrer M Thau icc R ichts a d derdirht Gta „2 Sos ga ich, Jie lil 33 Erbar Geden der Un wech Dimnul ha kein Rege Erd⸗Gene 4. Ac, und Grim derninm, Wetens dim⸗ drthrnean à u ntenſibent omm undſegt e e 8 t ſeüt ſnen grit nddentig gii eernmn l ieges⸗Wi. t, vom ginne ch Got, h the. Arten di ett uns u en n die guie iris unz anhit nmg zu verdatt ater, ſet ittnehr rethaben ſorder⸗ ſehr Gehudt deie ben ſiederud zur Wolhi leyo gerei gümbet uns dree het trogen, drh alt und ſt in gen; Dumich mu Ja untewranne wird vrngn ins ſolh Näglähu wilen, Mir u An Kad vele hudd itd au th JLann, fürm und bitentteſe wilen difuns m gen. Shit n N u Jacſoit ſtie er unſe an ſi dari ſih d . tren hier ur dh R uth pndoInnnat V und Güte er Könge Herzen, Rath und Cin Vuſ du ja in den Händen, Du runnſt ſie auch allein dahin, Wo dirs beliebet, wenden; Ach, neige du ſie ſlbſt dazu, Daß ſie doch ſtiften Fried und Ruh Und allem Jammer ſteuern. 7,9 Herr, wir fallen dir zu Fuß Und bitten dich danehen, Du wolleſt doch durch wahre Buß Auch beſſern unſer Leben, Daß wir nicht ſelbſt un unſerm Theil Fort hindern die⸗ ſes große Heil Und Friede bald angen. 1ih Prei aus um unſer Reich und Land die Flügel deiner Gnaden, 803 d Daß ſie bringen zu rechter Zeit rn gehört. rüh⸗ und Spät⸗Regen auf das Land, Welches von Hitz iſt ſehr verbrannt. 5. Mit Regen unſer Feld erweich, Wäſſre das Land und mach es reich, Sein Furchen und Gepflügtes tränk, Ein voll und reichlich Ernt uns ſchenk, Vor Hagel das Getreid bewahr Und krön mit deinem Gut das Jahr. 6. Erhör uns lieber Herre Gott, Und ſend uns Hilf in dieſer Noth Von wegen deins Sohns JIeſu Chriſt, Der unſer Mittler worden iſt! Dafür wolln wir den Namen dein Rühmen und in dir fröhlich ſein. Beſchütz und ſegne jeden Stand, dend Unglück ab und Schaden: So werden wir dich jederzeit Für ſolche Gnad und Gütigkeit Sammt unſern Kindern preiſen. 9. Dieß Alles, Vater, werde wahr, Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Um Regen. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht. 1338. A,Hatr,Auhahens du wolleſt uns erfüllen; Erhör und dilf uns immerdar Um Jeſu Chriſti wilen! Denn dein, o Herr, iſt alle⸗ eit Von Ewigkeit zu Ewigkeit Das ſteich, die Macht und Ehre! Bei großer Dürre. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 1227 Ich Herr, du aller⸗ 1337. höchſter Gott, Uns nifft abermal große Noth, Weil we⸗ gen unſrer Miſſethat Das Feld kein dhau noch Regen hat, Sondern iſt Nichts, als Aſch und Staub, Davon verdirbet Gras und Laub. 2. Das ganze Land ſteht jämmer⸗ lich, Fürs Vieh kein Futter findet ſch, Die lieben Feld⸗Frücht dorren ein, Verwelkt ſind alle Blümelein, Weil ſo dürr worden iſt die Erd, Ass wenns in Eiſen wär verkehrt. 3. Erbarm dich unſer, lieber Herr, Gedenk der großen Sünd nicht mehr, Um welcher willen jetzo du Den Hummel haſt geſchloſſen zu, Daß gar tein Regen fällt herab, Davon all Erd⸗Gewächs ſich lab! 4. Ach, Herr, wend ab dein Zorn und Grimm, Unſer ſehnlich Gebet vernimm, Den Wolken in der Höh wohl verdienet Mit nnſrer Sünd und Miſſethat, Daß unſer Feld nicht grü⸗ net, Daß Vieh und Menſchen traurig ſein: Wenn du verſchleußt den Himmel dein, So müſſen wir verſchmachten. 2. Herr, unſre Sünd bekennen wir, Die wollſt du uns verzeihen; All unſre Hoffnung ſteht zu dir, Troſt, Hilf thu uns verleihen: Gib Regen und den Segen dein Um deines Na⸗ mens willn allein, Herr, unſer Gott und Tröſter! 3. Gedenke, Herr, an deinen Bund Um deines Namens willen! Wir bitten dich von Herzens⸗Grund: Thu unſre Noth doch ſtillen Vom Himmel mit dem Regen dein; Denn dein iſt ja der Himml allein, Ohn dich kann es nicht regnen. 4. Kein Götze, der vermag es nicht, Daß er ſollt Regen geben; Den Him⸗ mel haſt du zugericht, Darinnen du thuſt ſchweben; Allmächtig iſt der Name dein, SolchsAlles kannſt du thunallein, Herr, unſer Gott und Tröſter! *5. Wir wollen hinfort allezeit Uns dir, o Gott, ergeben, Durch dei⸗ nes Geiſt Gnad bereit Nach deinem Willen leben; Wir wolln dir Freuden⸗ Opfer thun, Deinm Namen ſingen 51* 804 Von dem, was zu Feemd und Ruhm Durch Jeſum hriſtum! Amen! 3 Nic. Hermann, ſt. 1561. Sonſt: D. S. Zehner, g. 1594, ſt. 1634. Nach erlangtem Regen. Mel. Nun freut euch, lieben. „2 ch, Herre Gott, wir 13 39. A loben dich Und prei⸗ ſen deinen Namen, Daß du uns haſt ſo gnädiglich Unſer Gewächs und Samen Befeuchtet mit dem Regen warm: O höchſter Gott, dich doch erbarm Und ferner uns bedenke. 2. Gib fruchtbarn Regn und Son⸗ nenſchein Zu rechter Zeit und Stunden, Daß unſer Land mit Früchten fein Er⸗ füllet werd gefunden. Krön du das Jahr mit deinem Gut, Halt unſer Feld in guter Hut Und unſre? urchen tränke. 3. Du weißt ja, daß wir deine Kind Und hochgeliebte Erben, Dazu deins Sohnes Brüder ſind, Drum laß uns nicht verderben. Behüt uns, Herr, vor Hungers⸗Noth, Und gib uns unſer täglich Brodt Aus reichen, milden Gaben. 4. Wenn du aufthuſt dein milde Hand, So ſtehet alls im Segen; Wenn du gnädig anſchauſt das Land, So neiget ſich der Regen; Wenn du aufthuſt, ſo ſammeln wir; Wenn Schutz und Schirm herkommt von dir, Mag uns kein Unglück ſchaden. 5. Behüt uns auch, o treuer Gott, Mit allem unſerm Samen Vor aller Feind Gewalt und Spott Zu Chren deinem Namen. Beſchütz vors Türken Tyrannei, Vors Papſtes Mord und Trügerei Durch Jeſum Chriſtum! Amen! Um Geſundheit. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich zu. 13 40 Ah Herr, mein Gott, er⸗ N höre mich, Du wahre Lebens⸗Quelle! Ich ſchreie zu dir in⸗ niglich: Gib, Vater, Raum und Stelle Den Seufzern, die dein Kind dir ſchickt, Hilf, daß der Schmerz, ſo jetzt dem zeitlichen Leben 2. Du Arzt und Helfer Iſrael, Er⸗ ſcheine, mich zu heilen, ſec heil an Leib und Seel, Ach, kannſt du noch verweilen? Hilf du mir, ſo wird mir allein Geholfen; meine Noth und Pein Will, daß du mögeſt ellen. 3. Zwar ich erkenne mehr, als wohl, Daß blos von meinen Sün⸗ den, Als deren Maß ſchon übrig voll, Sich alle Schmerzen finden. So muß man lernen, was für Noth Es bringe wenn man dich, o Gott, Zum Eifer will entzünden. 4. Doch, Herr, verzeihe, Herr, ver⸗ gib Mir meine Miſſethaten, Worei ich durch des Satans Trieb Bin, leider, oft gerathen, Wie du ſonſt Alles denen haſt Verziehen, die in glei⸗ cher Laſt Dich um Vergebung baten. 5. Und geuß zuvörderſt Chriſti Buut Auf meine kranke Seele. Mach Alles mit demſelben gut; Durch deines Geiſtes Oele Erquicke mich, damittich frei Und mir nicht förder ſchreckich ſei Der heißen Hölle Höhle. 6. Dann ſchau den Leib auch gnädig an Und wie du uns gegeben Geſund⸗ heits⸗Mittel, derer man Sich braucht in dieſem Leben: So gib mir zu den⸗ ſelben auch Und ihrem heilſam guten Brauch Den Segen bald daneben. 7. Wie wunderbar iſt deine Hand, Sie pfleget uns zu ſchlagen, Durch ſie wird unſer Fleiſch entbrannt, ſie uns wiederum geſund, Sie heilet, wenn ſie hat verwundt, Damit ſoit nicht verzagen. §. Ein Starker bdarf des Arztes nicht, Er wird ihn nur verlachen, Wem aber Stärk und Kraft gebricht Wem ſchon beginnt zu krachen Des Leibes Hütte, der wird ihn Mit Bitt und Gaben an ſich ziehn, Sie badd geſund zu machen. 9. Du haſt der Kranken viel gehabt Viel haſt du aus dem Grunde Mit Troſt und Hilfe wohl gelabt; Sieh aber meine Wunde,„Wie ſehr gefähr⸗ lich ſolche ſei, Und mache mich derſel⸗ mich druckt, Mich nicht zu Boden fälle! ben frei Mit deinem ſuͤßen Munde⸗ Und doch nach vielen Plagen Macht r poite di han und, aun at dat nu pi 12. Duh t 9 Seale daltens denbede. In zeit M. Sbit 1341. Wett nuß d den un) Gb hören, Gz l 2. Pir h. d 3 d6 S ſir,9 Go Die acmen Denn dem dohh R w un u dch w Lohr u 4 4 Fn dir richt; dühſul 1 wördettognt G de Sezle R 1 gut, Ad dein zuice mit amitih icht füdeſpeclt Höll häx. den ih dſen uns gegta eund. rer man Sih rouch „So pbmaudn. dihrem hihn guten egen bad heben. erbar itdin Hatd. uſtzen dud Feich atrnn dielen gart Naht m geſuw 3e heilt rwundt, Nut di tr dduf d leie ihn mu beaen, Krm änit lrit, innt u alen de wid in tdit ſch zin,i dad en. Krankenvie gthatt s den Owdde⸗ wohl gitlt, Oi de Wi geir dmacen hdet inem ſliben Munde 8 40. Ja, ſprichſt du nur Ein Le⸗ uor So muß das Uebel weichen. Wer heilte die Hebräer dort Von Schlangen und Blindſchleichen? Kein Kraut und Plaſter hats gethan, Dein Vort nur; ſprich auch mich mit an Und thu an mir ein Zeichen. 11. In deinem Namen werf ich nun Das Netz aus, gib in Gnaden, Daß ich, wie du kannſt Alles thun, der Krankheit werd entladen; Jedoch geſchehe nur dein Will, Ich halte dir thorſam ſtill Und weiß, mir kann Nichts ſchaden. 712. Du haſt ja Alles wohl 1 macht, So wirſt du jetzo wieder uf unſern Wohlſtand ſein bedacht; Gi mir geſunde Glieder Und ein Gott iebes Herz, ſo ſoll Geiſt, Mund und Seele dankensvoll Dir opfern Freu⸗ denlieder. M. J. Neunachbar. zur Zeit eines Ungewitters. el. Es iſt gewiß ein große Guad. M 13 41 Ach lieber Herr, du 1041. Ngroßer Gott, Den alle Welt muß ehren, Auf welches Win⸗ in und Gebot Der Donner ſich läßt dören, Es breiten ſich die ſchnellen Blitz Jetzt weit von deinem hohen Sit, Ihr Glanz geht hin und wie⸗ der, Dein Regen trieft hernieder. 2. Wir hören Wolken, Donner, zeur, Dazu den Wind dort oben, Mit Praſſeln, Brüllen ungeheur Und Schlägen ſchrecklich toben; Die P en ſpalten ſich vor dir, Die hohen Berge ppringen ſchier, Die Waſſerſtröme drauſen, Die ſtarken Winde ſauſen. 3. Des Himmels Säulen zittern ſehr, O Gott, vor deinem Schelten, Die armen Sünder noch viel mehr, Denn deine Macht mußt gelten Sehr hoch in unſerm ſchwachen Sinn, Ach, Herr, wo ſoll man fliehen hin, Wo du dich wirſt erheben, Der Welt den Lohn zu geben! 4. Wirſt du nach unſrer Miſſethat Die Straf ergehen laſſen, So können wir nicht Troſt und Rath Vor großer Trübſal faſſen; Denn alles Fleiſch iſt und Gütern gehört. 80⁵ liederlich Von dir gewichen hinter ſich, Kein Menſch kann ſchier beſtehen, Dein Grimm läßt uns vergehen. 55. Ach aber, Herr, erbarme dich, Du biſt ja groß von Gnade, Wend ab das Wetter väterlich, Daß uns der Blitz nicht ſchade! O frommes Herz, du Lebens⸗Herr, Du Glücks⸗ und Heils⸗ Beförderer, Ach, hör, ach, hilf ge⸗ ſchwinde, Schau nicht auf unſre Sünde! 6. Kein Unglück laß uns treffen doch, Herr, hilf nach deiner Güte; Wir ſind ja deine Kinder noch, Ach, ſchone dein Geblüte, Thu nicht nach, deinem Zorn und Grimm, Habt Acht auf unſre Jammer⸗Stimm, Herr, hilf in dieſen Nöthen, Laß uns den Strahl nicht tödten! 7. Bewahre Menſchen, Vieh und Kraut, Dazu die Frücht in Feldern, Und was zur Wohnung iſt erbaut, Schon auch der Bäum in Wäldern; Hilf, daß ja nicht von oben her Ein heißer Blitz uns ſchnell verzehr Und unſer Gut und Erbe Bis auf den Grund verderbe. 8. Laß deinen Donner, Wind und Blitz, O lieber Gott, aufhören, Daß weder Knall noch Schlag, noch Hitz Uns treffen und verſehren; Gib, daß ein ſchöner Sonnenſchein Nach dem Gewitter möge ſein, So wollen wir dich preiſen Und ewig Ehr erweiſen. Joh, Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Frendige Arbeit im Vertranen auf Gott. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 13 42 Aus fröhlichem Ge⸗ DIe. M müthe Fang ich mein Arbeit an Und hoff auf Got⸗ tes Güte, Der ohne Mühe kann Mit Segen machen reich. Umſonſt iſt früh aufſtehen Und ſpät zu Bette gehen, Wo Gott nicht ſorget gleich. 2. Das iſt auch Gottes Orden, Da ich nach ſeinem Rath Bin hingerufen worden, Mein Gott befohlen hat, Daß ich in meinem Schweiß Mein eigen Brodt ſoll eſſen, Den Segen ihm zu⸗ meſſen, Nicht meiner Kunſt und Fleiß. 3. Gott läßt das Gut gedeihen Und weiß das Stündelein, Das mich auch ſoll erfreuen; Mit Segen bringt ers ein, Was er verſchoben hat. Ihm iſts leicht, reich zu machen Den Armen, alle Sachen Regiert er früh und ſpat. 4. Was ſind die kleinen Kinder? Gott hat ſie mir geſchenkt; Er iſt der Segen⸗Finder, Wenn er an uns ge⸗ denkt, Da fällt uns Alles zu. Der Geizhalz läuft und ſcharret Und oft ſein Gut vernarret; Der Fromm iſt in der Ruh. 5. Wohl dem, der ein Weib findet, Der findet großes Gut, Und Alles überwindet Mit einem friſchen Muth; Gott hat ſie ihm beſchert. Den Wein⸗ ſtock mit den Reben Hat ihm der Herr gegeben; Das iſt ja Viel verehrt! 6. Die Sorge mich nicht kränket, Gott hat mein Brodt geſucht. Der Herr hat mir geſchenket Geſunde Leibes⸗ Frucht, Die ſeine Gabe heißt: So muß er ſie verſorgen, Er kommt heut oder morgen, Der Segen von ihm fleußt. 7. Hab Viele ich zu ſpeiſen, So weiß ich auch zugleich, Daß auch viel Zungen preiſen Gott und ſein Him⸗ melsreich. Wohl mir, ich hab es gut! Die Kinder den Oelzweigen Sind gleich und ſtarke Zeugen, Daß Gott auch mir wohl thut. 8. Ich will auf Gott mich werfen, Was mir ſehr hart anliegt, Und mei⸗ nen Kindern ſchärfen Sein Wort, ſo nicht betrügt: Ihr Kinder, fürchtet Gott Und haltet ſeine Wege, Daß er den Se⸗ gen leße Auf uns und gebe Brodt. 9. Wie ihr ſeid Gottes Gaben, So ſollt ihr jederzeit Gott in dem Herzen haben; Denn ſeine FreundlichkeitUns als die Küchlein lockt, Zu decken mit den Flügeln, Die Klarheit will ſich ſpiegeln In euch, ſeid nicht verſtockt. 10. O Vater, du regiereſt Uns mit Gelindigkeit Und deine Kinder führeſt Im himmliſchen Geleit. Ach, nimm mein Häuflein auf, Das liegt zu dei⸗ nen Füßen, Laß uns das Glück ge⸗ nießen Im ganzen Lebens⸗Lauf! Von dem, was zu dem zeitlichen Leben ſie richten ſchmerzlich Bei Gott Mel. ſchäften ten⸗Spiel 3. Du 4. Du Gefilde Und wäſſerſt es ganz lich und milde Und gibſt Befehl, daß 11. Die Engel laß verwa Rings umher Hof und Haus, 9 89 nen Fleiß nicht ſparen, Dein Wort aus. Der Satan zeucht durchs Land, Die Frommen zu ver⸗ ſchlingen, Da muß in allen Dingen Uns decken deine Hand. 12. Gebiet, o Herr, dem Segen Daß er ſtets bei uns ſei Auf allen unſern Wegen. Ach, Vater, ſteh uns bei! Was du beſcheeret haſt, Daß wirt du wohl ernähren Und mich als dein Kind lehren, Recht tragen meine Laſt. 13. Darauf will ich die Hände Zur Arbeit ſtrecken aus, Gott ſeinen Se⸗ gen wende Zu uns, ſonſt wird Nichts draus. Herr, kehr ab Schand und Spott! Das Kreuz ich nicht aus⸗ ſchlage; Der Tag hat ſeine Plage Doch unſer Gott iſt Gott. 14. Gott iſt Gott, wenn er ſchläget, Von Herzen ers nicht meint; Sein Vater⸗Herz ſich reget, Wenn ſein Kind weint; O große Liehes⸗ Gluth! Gott ſchläget und verbindet man Hilfe findet; Gott iſt das höchſte Gut. D. J. Mankiſch, g. 1617, 5 1669 Nach erlangtem Segen. Die Sonn hat ſich mit. ereite dich, mein Herz 1343. B aus allen Kräften, Entzeuch den Sinn von irdiſchen Ge⸗ ſten⸗ Nimm alſobald dein Sei⸗ zur Hand Und ſing ein Led in Geiſtes⸗Gluth entbrannt. 2. Schwing jetzt empor deiner Sinnen Und preiſe Gott, der von des Himmels Zinnen Hat dein Gebet und Seufzen angehört: Sprich. Herren Herr, dein Nam iſt hochgeehrt höreſt ſtets des armen Vol⸗ kes Flehen Und pflegeſt ſein Geſchre⸗ nicht zu verſchmähen; Wir kaumdir, großer Gnaden⸗Thron, Die Noth geklagt, ſo hilfeſt du uns ſchon⸗ die Flügel haben das lechzende ieheſt an gnädig⸗ 6 s Weth 8. Auch Gnader'Seger anſte derl in Rih md deß, ucs dal Pöba Kii Nel. No⸗ ¶/4 1344 himm über icch ſcien,N machen: Den Und die A 2 St 3. Jett Jeholgofts von ſönen und hüge Fand, K. Maukiſt, l 4,ne angtem er Sonn hat ftr. inn vonidißen e alſobad den Sä⸗ and Udſipenne h entormn. etzt empar N. Kühe Und priſe dett e 3 die Wolken⸗Fluth i6 wie ſie jetzt auch und Gütern gehört. Ergießen ſoll, thut. 5. Ein Tropfen⸗Strom, getrieben dem Winde Aus Weſten her, netzt 8* durren Gründe; Und unſer Feld, das vor ſo ſchmächtig ſchien, Das ſtehet jett gan fruchtbar, friſch 6. und grün. o iſt doch wohl ein Gott dir an vergleichen? Wer hat wo luet ſo Wie du, o Gott? übet ſolche Zeichen, hl je ver⸗ Dir muß der Sonnenſchein, Wind, Blitz ſtets zu Geb Regen den. großer Herr, 7. Nun, deinem Namen, daß zu rechter ote ſein. wir danken Wir danken ihm, er Gras, Frucht und Samen Zeit durch Regen, Thau erauickt Und wieder drauf ein war⸗ mes Wetter ſchick. 8. Auch bitten wir, 897 mögend, Keine Hoheit, Macht und Kunſt, Die dagegen Nichts, als Dunſt; Weiſe mir Ort oder Gegend, Nenne mir doch einen Mann, Der derglei⸗ chen machen kann; 6. Der ſo in den Lüften brauſen Und ſo mächtig donnern kann, Der ſolch Wetter zündet an, Der ſo läßt die Winde ſauſen, Der auf Erden und im Meer So gerüſt und ſchrecklich wär; 7. Der, wenn es im Himmel wit⸗ tert, Bäum und Häuſer niederlegt, Menſch und Vieh zu Trümmern ſchlägt, Der die Felſen bald zerſplit⸗ tert, Ja, der aller Kronen Pracht So auf einmal bebend macht? 8. Das biſt du und bleibſt alleine, Großer Gott von Ewigkeit! Reich von laß deinen Gnaden⸗Segen Sich ferner noch um unſre Felder legen, Daß wir mit Dank, in Ruh und ungekränkt Genießen deß, was deine Hand un s ſchenkt. Johann Franck, g. 1618, ſt. 1677. Bei Ungewitter. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. Macht und Seltenheit, Herrlich, ſtark in der Gemeine. Wir erkennen deinen Stand Und die Allmacht deiner Hand. 9. Wir, die wir anjetzt bereuen, Was wir Böſes je gethan Und dich aängſtlich rufen an, Laß, ach, laß dein zornig Dräuen, Wir beſeufzen unſre Schuld, Aber habe du Geduld! 10. Denk an deines Sohnes Lei⸗ deſſelben Centner⸗Pein Uns ſereitedihmen Hen aus ala hräſe, ls Zirna ſat dn en angtit Snt rNamittehheint ſtets des dnen e ſ pfleget ei Gete nähen, I bn Gnader Arn, bietduusſtn an dasl 8 tes ganz l 3 riſ Bechl, W 4 4 3 3 4 4 Bl und Donner, die 10. I jetzt krachen Und den Himmel überziehn, Der vorhin ſo lieb⸗ ſich ſchien, Müſſen uns voll Schrecken machen; Denn ſie preiſen Gottes Werk Und die Allmacht ſeiner Stärk. 2. Jetzt geht Dampf von ſeiner Naſen, Rauch und Gluth von ſei⸗ nem Fuß, Daß das Erdreich beben muß; Jetzt läßt er zu Felde blaſen, Jetzt rührt er der Berge Grund Und eröffnet ſeinen Mund. „3. Jetzt verſteckt ſich das Geflügel, Jetzoläuft das Wild hinweg, Alles Vieh von ſeinem Steg, Jetzo zittern Berg und Hügel⸗ Drumerkenn, o Menſchen⸗ Kind, Was wir arme Menſchen ſind! 4. Hat auch wohl dergleichen Blitze, Gleichen Donner, gleichen Knall, Gleiches Peutr, gleichen Schall, Gleichen Pfeil der beſte Schütze? Hat wohl eines Königs Macht Je dergleichen vorgebracht? 5. Nein, das iſt kein Menſch ver⸗ den, Laß ein ſicher Pels»Loch ſein Und ſein Blut die Sach entſcheiden, Strafe nicht, wie wir verdient, Die wir Staub und Aſche ſind! 11. Laß den Donner uns nicht rühren, Nicht zerſchmettern unſern Leib; Gib, daß unverſehret bleib Alles, was wir um uns führen; Leib und Seele, Hab und Gut Nimm, o Herr, in deine Hut! 12. Laß des Blitzes Feuer⸗Flam⸗ men Nicht entzünden unſer Haus, Jag uns nicht durch Brand heraus. Warum willſt du gar verdammen? Uns hat ja dein Sohn erlöſt, Der uns jetzt auf Gnade tröſt. 13. Laß auch Hagelſtein und Schloßen Unſrer Frucht nicht ſchäd⸗ lich ſein, Noch die Fluthen brechen ein, Keinen Sturm das Haus um⸗ ſtoßen; Decke ſelbſt mit deiner Hand Uns und unſer Vaterland. 14. Laß nach Donner, Blitz und Regen Uns die Sonne wieder ſehn Und mit Danken vor dir ſtehn; Bring uns Gnad und Hilf entgegen Und erweiſe, daß du ſeiſt Gott, der uns aus Nöthen reißt. 15. Gib den Regen unſern Fel⸗ dern Und durch ſolchen neue Kraft; Gib, daß neuer Wuchs und Saft Sei in Thälern, Berg und Wäldern; Und erquicke, was da dürſt, O du rechter Segens⸗Fürſt! 16. Gib, daß Donner, Knall und Krachen, Unſer Land voll Fruchtbar⸗ keit Und uns frei von Sicherheit, Ja zu neuen Menſchen machen: So erkennen wir, wie jetzt, Daß auch Blitz und Donner nützt. 17. Laß uns auch dabei erwägen, Wie dein letzter Donner⸗Knall Wird bei dem Poſaunen⸗Schall Alle Welt danieder legen, Daß wir immer ſein bereit Und in guter Wachſamkeit. 18. Amen, Amen, frommer Vater, Hore deiner Kinder Schrein, Laß uns unbeſchädigt ſein; Sei jetzt Helfer und Berather, So wird dir das Lob bereit Hier und dort in Ewigkeit! M. Chriſtian Schmidt, g. 1683, ſt. 1754. Dankſagung nach abgewendetem Wetter⸗Schaden. Mel. Auf meinen lieben Gott. 2 Mas Wetter iſt vorbei 1 345. Durch Gottes Vater⸗ Treu, Nach unſerem Verlangen Iſt es wohl abgegangen; Wir ſind der Furcht erledigt, Uns iſt gar nichts beſchädigt. 2. Das macht das Vater⸗Herz, Des Heilands Blut und Schmerz, Des Tröſters ſein Beſchirmen, Daß dieſes Wetters Stürmen Kein Härlein uns verletzet, Noch in Gefahr geſetzet. 3. Gott Lob, Gott Lob dafür! Nun ſei und bleibe dir, Nächſt unſerm Leib und Leben, Der Ruhm allein gegeben; Ja alle Chr und Stärke Für dieſe Allmachts⸗Werke. 4. So ſieh, o Höchſter, doch Auf uns auch ferner noch, Laß deine Gnad uns faſſen, In Lieb und Leid nicht Von dem, was zu dem zeitlichen Leben laſſen Und deine Hilfe ſpuren, Eg lange wir uns rühren! 9 „5. So wollen wir in dir Unsfre für und für, Dir alle Chr weſteu Dich auch von Herzen preiſen, Bis wir im Himmel oben Dich recht voll⸗ kommen loben. Bei vielem Regen. Mel.„Wer nur den lieben Gott. 13 46 Der Himmel weint mit U. ☛☚.* vielem Regen, Das naſſe Wetter hält noch an. Das macht, daß man der Felder Segen Nicht in die Scheuern bringen kann Das gibt bei Vielen naſſe Zeit Und bringet manche Traurigkeit. 2. Jedoch wir haben es verſchul⸗ det, Denn unſre Sünden ſind bekannt. Du haſt uns lange gnug geduddet Und krönſt doch jährlich unſer Land Wir können wohl um Hilfe ſchrein, Doch wollen wir nicht frömmer ſein. 3. O Gott bekehr uns große Sünden Und habe noch mit uns Geduld, Erbar⸗ me dich der armen Kinder, Vergih uns unſre Sündenſchuld, Erlaß die Straf, Die wir verdient, Daß deine Gnahe wieder grünt! 4. Willſt du die Früchte ſelbſt ver⸗ derben, Die du bisher gegeben haſte Das Körnlein müßte wieder ſterben, Wo es ſo fort noch weiter naßt. Ach, gib doch ſchönen Sonnenſchein, So bringt man noch den Zuwachs ein. 5. O, laß den Himmel wieder la⸗ chen; Du weißt, es ſteht allein bei di Du kannſt allein das Wetter machen, Wir ſtehn an deiner Gnaden⸗Thür Und bitten um dein heitres Kcht. O, treuſter Schöpfer, laß uns nicht! 6. Wir wollen dich mit Freuden lo⸗ ben, Wenn dudie naſſen Seufzer hörſt, O frommer Vater, hilf von oben! Laß uns auch leben, wie du lehrſt: So haben wir hier gute Zeit und dort die beſte Ewigkeit. M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1137 Um das tägliche Brodt. Mel. Chriſte, du biſt der r Tag. 1347.Be Men n t Atsgtze Nuth, lach n vam, der Uns ethall.— i Und in G ge dr drhch ti in diſer ſisd un Om 95 Ch. Nu gagt, Gct J Nlact Rt den Nmm mnd z ra Dil No. 13,2 . fegt an mir ſ ih meiren dd fihre, dennii Eeinnet wic ſpricht. 3, 8 it Dil nich a ſucht didrc Der Gteltet um erdüch nach den hät gunde Sünden i nge gun ſähräc 1 ab och weite Sonnenihat,&N zein iner Gudn Tü dein ſäin lit. 1 fer, lj ui ih! dich mit eden in b 41 h jedulegrteS hala naſſen Sa hifvon t und dutde bii unterz,lh bI gliche dr. du biſt der. Nenſch hte umr ſi hr uns ieüne derber tut allin von Bu, und Gütern gehört. ndern von einem jeden Wort, Das Sunan Munde Gottes geht, Darin der Menſchen Heil heſteht. 4 Gott, Vater der Barmherzigkeit, erbarm dich unſrer Dürftigkeit, Uns Arme ſpeis mit Himmels⸗Brodt, Dadurch wir halten dein Gebot. 3 Daß wir dich ehrn, o höchſtes Gut, Aus ganzem Herzen, Sinn und Muth, Auch mögen lieben Jeder⸗ mann, Der uns hat Bös und Guts an. da Und in Gehorſam uns behalt Bei dir durch chriſtliche Gewalt, Daß wir in dieſer letzten Zeit Erleben Fried und Einigkeit. 5. Lob, Preis und Dank ſei dir geſagt, Gott Vater, Sohn in Einer Macht Mit dem heiligen Geiſte gleich, Rüimm uns zu dir ins Himmelreich! Kranken⸗Lied. Mel. Ach Gott, vom Himmel. 3 47 b Di Krankheit, du ge⸗ 4+%,. rechter Gott, Die ich ſezt an mir ſpüre, Die ſagt mir, daß ih meinen Tod Stets in und bei mir führe, Denn jede Stunde, jede Zeit Grinnert mich der Sterblichkeit Und ſpricht: Denk an dein Ende! 2. Du haſt die Schmerzen aufer⸗ ſegt, Die jetzt die Glieder tragen, Und da mich deine Ruthe ſchlägt, So willſt du damit ſagen: Des Todes Urſach ſt in dir, Dein Leben aber kommt von mir Und ſteht in meinen Händen. 3. So iſt es; deine Vater⸗Hand Will mich zum Leiden weiſen, Sie ſucht dadurch mich aus dem Stand Der Eitelkeit zu reißen; Wenn ich zum endlich mürbe bin, So wird her⸗ nach dein treuer Sinn Der Krank⸗ heit gründlich helfen. 4. Du gibſt den Blinden ihr Ge⸗ ſicht, Die Lahmen heißt du gehen, Es müſſen, wenn dein Mund nur ſpricht, Auch Todte auferſtehen, Und alſo kannſt du auch allein Der Arzt von meiner Schwachheit ſein, Wenn du Ein Wort wirſt ſprechen. 5. Die Menſchen ſchreiben Mittel 809 für, Daß ſich die Schmerzen legen, Allein die Hilfe kommt von dir Und ohne deinen Segen Macht uns kein Kraut und Pflaſter frei; Dein Wort, Herr, iſt die Arzenei, Die unſre Schmerzen heilet. 6. Beſchließeſt du in deinem Rath, Ich ſolle länger leben, So kannſt du leicht auch in der That Kraft zu den Mitteln geben; Iſt aber dieß dein weiſer Schluß, daß ich anjetzo ſter⸗ ben muß, So bin ichs auch zufrieden. 7. Dieß Eine bitt ich, heile nur Die Wunden meiner Seelen, Wenn gleich im Leiblichen die Cur Und alle Mittel fehlen; Denn lebt der Geiſt in dir, mein Gott, So ſoll der Mund auch in dem Tod Noch deine Güte preiſen. Dank⸗Lied nach der Ernte. Mel. Von Gott will ich nicht. 1348 Hie Ernt iſt nun zu * Ende, Der Segen ein⸗ gebracht, Woraus Gott alle Stände Satt, reich und fröhlich macht. Der alte Gott lebt noch, Man kann es deutlich merken An ſo viel Liebes⸗ Werken; Drum preiſen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen ſeine Güte, Die uns das Feld beſtellt Und oft ohn unſre Bitte Gethan, was uns gefällt, Die immer noch geſchont, Ob wir gleich gottlos leben, Die Fried und Ruh gegeben, Daß Jeder ſicher wohnt. 3. Zwar manchen ſchönen Segen Hat böſes Thun verderbt, Den wir auf gu⸗ ten Wegen Sonſt hätten noch ererbt; Doch hat Gott mehr gethan Aus un⸗ verdienter Güte, Als Mund, Herz und Gemüthe Nach Würden rühmen kann. 4. Er hat ſein Herz geneiget, Uns Sünder zu erfreun, Und gnugſam ſich bezeuget Durch Regn und Son⸗ nenſchein; Wirds aber nicht geacht, So hat er ſich verborgen Und durch verborgnes Sorgen Zum Beten uns gebracht. 1 5. O allerliebſter Vater, Du haſt viel Dank verdient, Du mildeſter Bera⸗ ther, Machſt, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir Für abge⸗ wandten Schaden, Für viel und große Gnaden: Herr Gott, wir danken dir! 6. Zum Danke kommt das Bit⸗ ten: Du wolleſt, frommer Gott, Vor Feuf uns behüten Und aller andern Noth; Gib friedenvolle Zeit, Erhalte deine Gaben, Daß wir uns damit laben; Regier die Obrigkeit. 7. Beſonders laß gedeihen Dein reines wahres Wort, Daß wir uns deſſen freuen Und auch an unſerm Ort Dieß gute Sam⸗Köͤrnlein Ver⸗ langte Früchte bringe Und wir in allem Dinge Recht fromme Leuteſ ein. 8. Gib, daß zu dir uns lenke, Was du zum Unterhalt Des Leibes haſt ge⸗ ſchenket, Daß wir dich mannigfalt In deinen Gaben ſehn, Mit Herzen, Mund und Leben Dir Dank und Chre geben: O, laß es doch geſchehn! 9. Kommt unſer Lebens⸗Ende, So nimm du unſern Geiſt In deine Va⸗ ter⸗Hände, Da er der Ruh geneußt, Da ihm kein Leid bewußt: So ernten wir mit Freuden Nach ausgeſtand⸗ nem Leiden Die Garben voller Luſt. Gottfr. Tollmaan, um 1733. Um Ruhe nund Frieden. 13 49 D“ Friede: Fürſt, Herr . Jeſu Chriſt! Wahr Menſch und wahrer Gott, Ein ſtar⸗ ker Noth⸗Helfer du biſt Im Leben und Von dem, was zu dem zeitlichen Leben nach deiner Lieb, Die du feſ 8 dagen feſt zu uns . Es iſt groß Elend und Gefahr Wo Peſtilenz regiert; Aber vifhe ßer iſts fürwahr, Wo Krieg geführet wird; Da wird veracht und nicht betracht, Was recht und löblich wäre 6. Da fragt man nicht nach Chr⸗ barkeit, Nach Zucht und nach Ge⸗ richt; Dein Wort liegt auch zu ſol⸗ cher Zeit Und geht im Schwange nicht; Drum hilf uns, Herr, neid von uns fern Krieg und all ſchäd⸗ lich Weſen. 7. Erleucht auch unſern Sinn und Herz Durch den Geiſt deiner Gnad, Daß wir nicht treiben damit Scherz, Der unſrer Seele ſchad; O Jeſu Chriſt al⸗ lein du biſt, Der ſolchs wohl kann aus⸗ richten! M. L. Helmbold, g. 1532, ſt. 1596. Bei Donner⸗Wettern. Mel. Auf meinen lieben Gott. 26ʃ6 rin Wetter ſteiget auſ, 135 0. Mein Herz, zu Gott hinauf! Fall ihm geſchwind zu Fuße Durch wahre Reu und Buße, Damit gleich deine Sünden Durch Chriſti od verſchwinden. 2. Herr, der du gut und fromm, Zu dir ich gläubig komm; Bitt mir aus dein Erbarmen, Hab Chriſtum auf den Armen, Um deſſentwillen im Tod; Drum wir allein im Na⸗ men dein Zu deinem Vater ſchreien. 2. Recht große Noth uns ſtößet an Von Krieg und Ungemach, Da⸗ raus uns Niemand helfen kann, Denn du; Drum führ die Sach, Dein Vater bitt, daß er ja nicht Im Zorn mit uns verfahre. 3. Gedenk, Herr, jetzund an dein Amt, Daß du ein Fried⸗Fürſt biſt, Und hilf uns gnädig alleſammt Jetz⸗ und zu dieſer Friſt; Laß uns hin⸗ fort dein göttlich Wort Im Fried noch länger ſchallen. 4. Verdient haben wir Alles wohl Und leidens mit Geduld; Doch deine Gnad größer ſein ſoll, Denn unſre Sünd und Schuld; Darum vergib ſchone, Mir nicht nach Sünden lohne. 3. Durch Chriſti theures Put Mach mir ein Herz und Muth, Das ſich nicht knechtiſch ſcheue, Viel li⸗ ber deiner Treue In Allem kndlich traue Und auf dein Helfen baue. 4. Ich will mit dem, was mein Dir ganz gelaſſen ſein: Dein Flügel wird uns decken, Verjagen alee Schrecken Und laſſen uns aus Gna⸗ den Das Wetter gar nicht ſchaden. 5. Wohlan, verlaß uns nicht Bleib unſre Zuverſicht Und laß dein Vater⸗Lieben Auch jetzt an uns ſit üben, So wolln wir, weil wir leben Dir Preis und Ehre geben! Aem. Juliane, Gräfin zu Schwarzb⸗ Rudolſtadt, g. 1637, ſt. 1706. arklied b 2 3 3l.G 4 mu ſdenti nlitt mß 79 Grht de utt dn ſi den Lrch ſe nacht, lndi di ſohen S pieß un Ve tann ſin Wer 3. Ii,Ab die ſcwwate du artrſ i ſer hz di Frdeis⸗J cwadt geſ Land geglager 4 3 b rucht Ganer Vergeſen dſt Vieh und J Weinſtodt un Wohnmg g Das Land 5. GColt! Thron Der hen; Lum er Bei Tag Golt, der⸗ Stuhl leit dein Gerich 6. He Schul die der weſſe der Miſ diueen Ins dei reichen 7. Her „ 4 N uchunſe in ditdi u dani dier, da d dent ſolch 1 du delmbond,, e,Rns nner⸗in. meinen liia lut 1 Pteftiget n Menda uget d jm giſch n guh teu und h, Dunt Sünden dul Ghrſi deo. r du gtw fronn, uobig donn bitt me rnen, ho Shriſtm en, Un dſrtwilln t nacheindn bhn. dern ad Daß b Ehriſt gunes L Herz ud-th, di ſich ſten Gin e ue Ir Aler indich dein hlfen bau. mit dn, nen ſen ſen dn Jüßt len, Daphn. ale laſen ue us bm⸗ er gir ſit tdn. verlaß Us ric veict i di 1 ſluch jet Ehre gee 19 hwend⸗ ne Giffs enn ſont z.ſ J uns ſt rvir, nälrirln und Gütern gehört. Dank⸗Lied nach erlangtem Frieden. Nel. Nun freut euch, lieben Chriſten. 51 aſPebt unſerm Gott die 3.&☛◻ᷣ CEhr allein, Der jetzt an uns gedenket; Die Krieges⸗Flamm gelöſht muß ſein, Den Friedens⸗ Srrom er ſchenket; Gott unſern Gren⸗ an Frieden ſchafft, Die Herzen er durch zen Frieden ſchaf meldl große Kraft Wie Waſſer⸗Bäche leitet. 12 Er hat den Friedens⸗Bund be⸗ dacht, Den ſein Sohn mit den Sün⸗ Durch ſein hochtheures Blut ge⸗ macht, Und hilft uns armen Kindern. Die ſtolzen Wellen er hinlegt, Die Spieß und Waffen er zerſchlägt, Wer tann ſein Werk verhindern? 3. Dir, Lebens⸗Vater, ſtarker Gott, Die ſchwache Zung dankſaget, Daß du erhöreſt in der Noth, Was un⸗ ſer Herz dir klaget. Du zeigſt das driedens⸗Zweigelein Und haſt das Schwerdt geſtecet ein, Das unſer Land geplaget. 4. Das bunte Feld der Friedens⸗ grucht Geneußt, die grünen Auen Vergeſſen oft verſuchte Flucht, Die Bieh und Menſchen ſchauen. Der Weinſtock und der Feigenbaum Zur Wohnung gibt den ſüßen Raum, Das Land mit Luſt zu bauen. 5. Gott hat erhört von ſeinem Thron Der Kinder Stimm und Fle⸗ hen, Auf unſer Land und Korn hat er Bei Tag und Nacht geſehen. Herr Cott, der König freuet ſich, Sein Stuhl bleibt feſt, wie wunderlich Muß dein Gericht ergehen! 6. Die reine Kirch und werthe Schul Die Himmels⸗Pflanzen mehre; Der weiſen Rath und Richter⸗Stuhl Der Menſchen Frevel wehre; Es muß aufhören Sünd und Schand, Daß uns, dein Volk, das fette Land Mit reichem Sehen nähre. u. Herr Gott, wir rühmen deinen Bund, Der bringt ein gut Gewiſſen, ünd danken dir aus Herzens⸗Grund, Daß du uns läßt genießen, Daß ſich 811 Treu zu jeder Zeit Auf dein Wort freundlich küſſen. D. Joh. Maukiſch, g. 1617, ſt. 1669. Lied eines Kranken. In eigener Melodie. 1351„(Hott, den ich als Liebe . kenne, Der du Krank⸗ heit auf mich legſt Und des Leidens Flamm erregſt, Daß ich davon hitz und brenne: Brenne doch das Böſe ab, Das den Geiſt bisher gehindert, Das der Liebe Regung mindert, Die ich öfters von dir hab. 2. In der Schwachheit ſei du kräf⸗ tig, In den Schmerzen ſei mir ſüß; Schaffe, daß ich dich genieß, Wenn die Krankheit ſtreng und heftig; Denn was jetzt den Leib bewegt, Was mein Fleiſch und Mark verzehret, Was den Körper jetzt beſchweret, Hat die Liebe ſelbſt erregt. 3. Leiden iſt jetzt mein Geſchäfte: Anders kann ich jetzt nicht thun, Als nur in dem Leiden ruhn. Leiden müſ⸗ ſen meine Kräfte, Leiden iſt jetzt mein Gewinnſt: Das iſt jetzt des Vaters Wille, Den verehr ich ſanft und ſtille, Leiden iſt mein Gottesdienſt. 4. Gott, ich nehms aus deinen Hän⸗ den Als ein Liebes⸗Zeichen an; Denn in ſolcher Leidens⸗Bahn Willſt du meinen Geiſt vollenden. Auch die Labung, die man mir Zu des Lebens Stärkung gibet, Kommt von dir, der mich geliebet: Alles kommt, mein Gott, von dir. 5. Laß nur nicht den Geiſt ermüden Bei des Leibes Mattigkeit, Daß er ſich zu aller Zeit In dich ſenk in Lieb und Frieden; Laß des Leibes Angſt und chmerz Nicht der Seele Auffahrt hindern Und die Ruhe in mir min⸗ dern; Unterſtütze du das Herz. 6. Hilf mir, daß ich ganz beſchei⸗ den, Ganz in Ruh mit Freundlichkeit, Sanfte mit Zufriedenheit Mög auf mei⸗ nem Bette leiden; Denn wer hier am Fleiſche leidt, Wird errettet von den Sünden, So den Körperoft entzünden, Fried und Gerechtigkeit In Lieb und Und an ſeinem Geiſt erneut. 7. Dir empfehl ich nun mein Leben Und dem Grabe meinen Leib. Gib, daß ich mit Freuden bleib An dich völ⸗ lig übergeben; Denn ſo weiß ich feſtig⸗ lich, S0 mag leben oder ſterben, Daß ich nicht mehr kann verderben; Denn die Liebe reinigt mich. Chriſt. Friedr. Richter, g. 1676, ſt. 1711. Um Regen. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 3* ott, deß Güte ſich nicht 1352. 6 endet, Haſt du denn die Vater⸗Hand Gänzlich von uns ab⸗ gewendet? Willſt du uns und unſer Land Mit den vielgedräuten Plagen Ganz und gar zu Boden ſchlagen? 2. Warum willſt du, Gott der Göt⸗ ter, Ueber uns ſo zornig ſein? Ach, was ſind wir? Stoppeln, Blätter, Würmer, Schaum, ein leerer Schein; Laß doch unſre heißen Zähren Dei⸗ nen Zorn in Gnade kehren! 3. Sieh, o Herr, das Feld muß trauern, Weil es nicht getränket wird; Unſre Aecker ſind wie Mauern, Es iſt Alles ausgedörrt; Unſre Gründe ſind ganz trocken Und die Saat will bleiben ſtocken. 4. Iſt der Himmel denn verſchloſ⸗ ſen? Doll auf unfrer Felder Au Nicht mehr werden ausgegoſſen Milder Re⸗ gen oder Thau? Nichts mehr unſer Feld ergötzen? Nichts mehr unſre Saat benetzen? 5. Soll das Land nun Eiſen wer⸗ den? Soll das Feld nun öde ſtehn? Sollen wir ſammt unſern Heerden Gar verſchmachten, gar vergehn? Ach, Herr, laß dich doch bewegen, Laß doch deinen Zorn ſich legen! 6. Denke doch an deinen Bogen, Den du in die Luft geſtellt, Als du deinen Bund vollzogen Nach der Sündfluth erſter Welt; Du, Herr, haſt noch nie gebrochen, Was du da⸗ mals haſt verſprochen. 7. Ja, du haſt mit deinem Segen Uns zu jeder Zeit beſchenkt, Haſt mit früh⸗ und ſpätem Regen Unſer dür⸗ res Land getränkt; Denn dein Wort Von dem, was zu dem zeitlichen Leben bleibt ewig ſtehen, Muß gleich G und Luft vergehen. 3 gleic Gn Drum, o Herr, wir wollen trauen, Du wirſt unſre Bitt erhörn: Du wirſt unſre Felder bauen Und derſelben Früchte mehrn; Du wirſt uns mit Fülle ſpeiſen, Daß wir dich drum werden preiſen. Joh. Franck, g. 1618, ſt. 1677. Wetter⸗Lied. Mel. Gott, der Vater, wohn uns bei. 2 aſott, der Vater, ſeimit 1353. uns Und laß uns nicht erſchrecken Vor des Wetters Noth und Brunſt, Sein Hand woll uns be⸗ decken. Ach, vor Schaden, Herr, be⸗ wahr Die Seel, den Leib, das Leben, Das Land und Stadt daneben, Laß, Herr, dir ſein ergeben, Daß wir in gio⸗ ßer Gefahr An deiner Hilf nicht zagen, Kein Wetter⸗Schaden klagen Undkön⸗ nen dir Dankſagen. Amen, Amen, das ſei wahr! Drauf ſingen wir Halleluja. 2. Jeſus Chriſtus bleib bei uns Und laß uns jetzt nicht ſtecken ec. 3. Gott, heilger Geiſt, der wohn in uns, Laß uns kein Angſt erwecken e. Lied in Krankheit. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1353. Ganraime liebesvoller Schluß Sterblichezuihrem Guten Züchtigen und ſchlagen mußt Wenn dein freundliches Bemühn Uns nicht kann der Welt entziehn, Sucheſt du auf rauhe Weiſen Uns dem Eitlen zu entreißen. 2. Jetzo haſt du meine Glieder Auch mit einem Kreuz beſchwert, Und mein Leib liegt hart danieder, Weil er deine Zucht erfährt; Doch, mein Gott, ich kenne dich, Deine Güte ſuchet mich, Und das wohlverdiente Leiden Sol die Schlacken von mir ſcheiden. 3. Zwar die Krankheit meiner Sün⸗ den Macht mir auch das Aeußte ſchwer; Tod und Satan will ſich fin⸗ den Und weiſt meine Schulden her Darum leid ich, was ich ſoll, Denn ich 5. Fwilt 1 grit vohl ge E vrfuct i ſicts geyinnen orſom ſſ ateſt, Nen tecettt 6. Da un w Daß ich wiene Stfe 1 1 giebe zuhn dein GeſtRt heißt, Dw e Mein Genäth 7 Wam d zen Deiren Jy du auch dm dem Geiſe ſehr zernalme entziehn Und tauen Nich! 1 Mel. Frad 35ʃ, wohnſt ſit d dall in ulle in allmn S dald ein C Ins weld, T ben, Dan 2 Got, R dh d ſun Ghi Salignach und zried haben an Steh hr 3, Göott da den? rr oh. Pund l,gn tter Lied r Vate⸗ vohn 1 4. HSStadt dn, geben, Dane ig 8 ndü ſen. Amenllgen u fſingenuthlleln riſtls hit im ett nicht ſent der Geit weuen n — ein Angt miee 1 Kranthit. hſehr, o meie heele Lott duhtrchie ) uthe Rend uß Statietibre eee,ve der At atzien frauhe Niſn le entreien. du meingteruh beſchvet Udmen mieder Ailerein Doch nen Gat h re Glle ich nih edient(ädn Sl mir ſteien. rnheimmier Sü auch de HSämpl icht win Stuln e oichſtl demit und Güteen gehört. lzu wohl, Wie ich Gott bei nüt Tagen Oefters aus der Acht eſchlagen. Kihighn ich laſſe Sturm und Winde Gerne übermich ergehn, Weil ich dieß dabei befinde, Daß es mir zu Nutz geſchehn; Deine Stimme ruft, o Herr: Sündige hinfort nicht mehr, Daß du nach dem Maß der Sünden Nicht was Aergers darfſt empfinden! 5. Freilich ach, dein treu Gemüthe Greift wohl gern mit Strenge an, Es verſucht erſt in der Güte, Ob es ſichts gewinnen kann; Denn wer dir gehorſam iſt Und den beſten Theil ectief, Dieſen braucht kein ernſter Schrecken Erſt vom Schlafe zu erwecken. 6. Darum will ich mich bewahren, Daß ich niemals künftighin Deine Strafe darf erfahren; Laß mich deine diehe ziehn Und dem folgen, was dein Geiſt Mich, o Herr, vollbringen deißt, Das Betrübniß meiner Seelen Mein Gemüth nie dürfe quälen. 7. Wenn du nun an meinem Her⸗ zn Deinen Zweck erhalten haſt, Wirſt zu auch dem Leib die Schmerzen, dem Gewiſſen ſeine Laſt, Weil ich ſehr zermalmet bin, Wieder wiſſen zu entziehn Und auf gläubiges Ver⸗ trauen Mich die Hilfe laſſen ſchauen. Um Friede. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1984(G ott, gib Fried in dei⸗ 1354. nem Lande, Da du wohnſt mit deinem Wort, Glück und Hell in allem Stande Gib uns auch in allem Ort; Mach des Kreuzes bald ein End, Deinen Frieden zu uns wend, Daß wir ſtehen mögen blei⸗ ben, Dein Wort ungehindert treiben. 2. Gott, gib Fried deiner Gemeine, Di dich ehrt und recht erkennt, Je⸗ ſum Chriſtum ganz alleine Ihren Seligmacher nennt; Laß ſie Schutz und Friede han, Daß ihr Richts mehr haben an Alle, die wider ſie ſtreiten, Steh ihr bei auf allen Seiten. „3. Gott, gib Fried an allen Enden, Da dein Wort im Schwange geht; 813 den, Weil darauf dein Ehr beſteht, Wend von uns ab falſche Lehr, Die dein Wort verdunkelt ſehr, Laß uns dein Wort helle ſcheinen, Mach ſelig dadurch die Deinen. 4. Gott, gib Fried zu allen Zeiten, Weil wir jetzt das Leben han, Sonſt kann Niemand für uns ſtreiten, Mit Menſchen iſt Nichts gethan; Darum du, Herr Jeſu Chriſt, Der du unſer Kriegs⸗ Fürſt biſt, Streit für uns, als deine Freunde, Und ſtürz alle deine Feinde. 5. Gott, gib Fried, es thut von⸗ nöthen, Weil die Feind ſo grauſam ſein, Die mit ihrem Rauben, Tödten Schonen nicht der Kinderlein; Räche das unſchuldge Blut, Das um Rache ſchreien thut, Straf der Feinde Sünd und Schanden, Derer ſie ſich unter⸗ ſtanden. 6. Gott, gib Fried, den nicht kann geben Die gottloſe böſe Welt, Die mit ihrem Krieg kann ſtreben Nur nach Ehre, Gut und Geld; Jeſu Chriſt, du Friede⸗Fürſt, Wenn du Friede geben wirſt, Wollen wir dir Ehr beweiſen, Dich mit Freuden loben, preiſen! M. G. Edelmann, g. 1660, ſt. 1727. Zur Zeit eines Gewitters. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1355. Guideiage de Fürſt und Herr der ganzen Welt! Hilf, daß ich jetzt mit Andacht ſinge; Gib, daß mein Seufzen dir gefällt; Ich laß den ſehr betrübten Ton Vor deinen hohen Gnaden⸗Thron. 2. Die Wolken ziehen ſich zuſam⸗ men; Der Himmel ſieht erzürnet aus, Er ſpeiet Blitz und Donner⸗Flam⸗ men Auf unſre Stadt[unſer Dorf, auf unſer Haus, Der Donner knallet in der Höh: Die Menſchen ſchreien Ach und Weh. 3. Ihr Sünder, dieſes Zorn⸗Ge⸗ richte, Dieß Wetter habet ihr erregt. Wenn Gott die ganze Stadt(dieß ganze Dorf] zunichte. Durch ſeine Laß dein Wort nicht von uns wen⸗ Donner⸗Keile ſchlägt, Wenn uns ſein ““ Strahl zu Aſche macht, Wird alle Schuld auf euch gebracht. 4. Doch, Vater, dürfen Kinder bitten, So höre, wie wir kläglich ſchrein: Du wolleſt Stadt(Dorf) und Land behüten Und in dem Zorne gnädig ſein; Streck aus den Arm, der uns bedeckt, Vertreib das Wetter, das uns ſchreckt. 5. Allein der Donner deines Wor⸗ tes Zerſchmettere den Sünden⸗Geiſt, Damit ein Jeder ſeines Ortes Dich, Gott, durch frommes Leben preiſt. Rühr unſre Herzen allemal Durch einen Buß⸗ und Glaubens⸗Strahl. 6. Erſcheinſt du aber in dem Wet⸗ ter, O Jeſu, Richter aller Welt, So ſei mein Bruder und Erretter, Damit das Urtheil gnädig fällt, Mir keine Gluth, die ewig brennt, Den Himmel aber zuerkennt! Mart. Grünwald, g. 1664, ſt. 1716. Dank⸗Lied für den Frieden. Mel. Nun lob, mein Seel. 4* ott Lob, nun iſt erſchol⸗ 1356.G len Das edle Fried⸗ und Freuden⸗Wort, Daß nunmehr ruhen ſollen Die Spieß und Schwerdter und ihr Mord. Wohl auf, und nimm nun wieder Dein Saiten⸗Spiel her⸗ vor, O Deutſchland, ſinge Lieder Im hohen, vollen Chor! Erhebe dein Ge⸗ müthe Zu deinem Gott und ſprich: Herr, deine Gnad und Güte Bleibt dennoch ewiglich. 2. Wir haben Nichts verdienet, Als ſchwere Straf und großen Zorn, Weil ſtets noch bei uns grünet Der freche, ſchnöde Sünden⸗Dorn. Wir ſind für⸗ wahr geſchlagen Mit harter, ſcharfer Ruth, Und dennoch muß man fragen: Wer iſt, der Buße thut? Wir ſind und bleiben böſe, Gott iſt und blei⸗ bet treu, Hilft, daß ſich bei uns löſe Der Krieg und ſein Geſchrei. 3. Sei tauſendmal willkommen, Du theure, werthe Friedens⸗Gab! Jetzt ſehn wir, was für Frommen Dein Bei⸗ uns⸗wohnen in ſich hab. In dich hat Gott verſenket All unſer Glück und Von dem, was zu dem zeitlichen Leben Heil; Wer dich betrübt und kra Der drückt ihm ſelbſt den Pfede Herzleids in das Herze Und lüͤſcht aus Unverſtand Die goldene Freu⸗ den⸗Kerze Mit ſeiner eigen Hand. 4. Das drückt uns Niemand heſ⸗ ſer In unſre Seelund Herzhinein, Als ihr zerſtörten Schlöſſer Und Städte voller Schutt und Stein, Ihr vor⸗ mals ſchönen Felder, Mit friſcher Saat beſtreut, Jetzt aber lauter Wäl⸗ der Und dürre, wüſte Heid, Ihr Gräber voller Leichen, Und blutgem Helden⸗Schweiß, Der Helden, deren Gleichen Auf Erden man nicht weiß. 5. Hier trübe deine Sinnen, O Menſch, und laß den Thränen⸗Bach Aus beiden Augen rinnen Geh in dein Herz und denke nach: Was Gott bisher geſendet, Das haſt du aus⸗ gelacht: Nun hat er ſich gewendet Und väterlich bedacht, Vom Grimm und ſcharfen Dringen Zu deinen Heil zu ruhn, Ob er dich mochte zwingen Mit Lieb und Gutesthun. 6. Ach, laß dich doch erwecken, Wach auf, wach auf, du harte Welt, Ch als das letzte Schrecken Dich ſchnell und plötzlich überfällt! Wer aber Chriſtum liebet, Seiunerſchrocknen Muths, Der Friede, den er gibet, Bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: Das Ende naht herzu: Da ſollt ihr bei Gott leben In ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Lied der Land⸗Leute unter der Arbeit um Gedeihen der Land⸗Früchte. Mel. Herr, wie du willſt, ſo ſchicks. Oder: Wo Gott, der Herr, nicht. 1357 Gott Vater, der du * deiner Schaar Haſt ugeſagt auf Erden, Daß ſie von dir oll immerdar Im Kreuz getröſtet werden, Daneben auch das täglich Brodt Sammt Rettung aus der Angſt und Noth Genädig überkommen: 2. Gib reine Luft und Sonnen⸗ ſchein, Gutn Thau und fruchtbarn Regen, Damit die Frücht erwachſen Vergib unsm eiwa mt Git entzünde Hil au nch, Nfd und icß M 1 6, Gi gnädt Yett ii wolſſtdmitin unen ſpeien. hroß und K Känderlin n 7. Wr hm dein Gnade weißt ſohl, Hatt lange ho noh frner vitd dinen nen Namen) Barch Um Aus dem 3 Nel. r 358. ſchenien ül det zanger Nan und 2 Die naß Und nn n Az lale 1 ſaen He, Nt egtade aur k, wüſte H d 1 45 Und ſanm e. Der geden d ddden nin nie be dein s 3 aß den Aräin ringen — A deim Lieb und Geat. ituuma du haree d ſecke Dihſtt md t! Wer ahrbrſpn ſchrocnen uite, de gibet, Waltt ale die Lehre gier. Da rzu: Da fllkihr be ewgem Fmaud h Gerhard,„llt ſ liſ nd⸗Leut me der b m Gedeiher er d⸗Frücht. ie du wilt ſeſic jott, det Hett, Ao Cott Vau, der U deiner oöhenr hi den, Döjſtän Kran räſt Auit un enna⸗ 2 1mn fute die grüch 1m „ Durch deinen reichen Segen, be hier zu Lande früh und ſpat Der Ackermann geſäet hat Auf dein in die Erde. Part lon dich, ſo iſt all ſeine Kunſt, Schweiß, Arbeit und Vermögen Ber⸗ gebens, wo du deine Gunſt Nicht geben virſtt zum Pflügen Und allen Samen vecen auf, Daß er wohl reif und ſei⸗ nen Lauf Mit gutem Gwinn erlange. 4 Herr, ſtraf uns nicht in deinem orn, Gedenk an deine Güte; Den bentve und das liebe Korn Uns nädiglich behüte Vor Hagel, Nroſt turmwind und Schlag, Vor tehl⸗ hau und was ſchaden mag Den Früchten insgemeine. 5 Vor großer Dürre uns bewahr, Vergib uns unſre Sünde, Damit nicht awa mit Gefahr Das Wetter was etzünde, Halt auch das Erdreich nicht zu naß, Auf daß wir mögen Scheur und Faß Mit deinem Segen füllen. 6. Gib gnädig, was uns deine Hand gezt reichlich gar will weiſen; Du wollſt damit im ganzen Land all Crea⸗ enren ſpeiſen: So wird dich loben öroß und Klein, Die Alten und die ſinderlein Und was auf Erden lebet. 7. Wir trauen dir, o Herre Gott, Dein Gnade wird es walten; Du weißt wohl, was uns mangeln thut, Haſt lange hausgehalten Und wirſt noch ferner ſo regiern, Daß man wird deinen Seegen ſpürn Und dei⸗ nen Namen preiſen. Barth. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1598. Um gute Witterung. Aus dem 36. 65. und 104. Pſalm. Mel. Dankt dem Herrn heut. 1258 Lott Vater, der du 135 8. G deine Sonn läßt ſcheinen über Bös und Fromm Und der ganzen Welt damit leuchſt, Mit Regn und Thau die Erd befeuchſt. 2. Die Berg machſt du von oben naß Und läßt drauf wachſen Laub und Gras, In Gäng und Flötz gut Erz da legſt, Fried, Schutz und Recht und Gütern gehört. 815 3. Du gibſt auch reichlich Brodt und Wein, Das Menſchen⸗Herz kann fröhlich ſein. Du deckſt auch unſre Sünde zu; Dein Wort bringt uns Troſt, Fried und Ruh. 4. So bittn wir nun dein Gnad und Güt: Im Wort und Fried uns ſtets behüt, Die Frücht der Erde uns bewahr, Gib, Vater, uns ein reiches Jahr. 5. Ein fruchtbar Wetter uns beſcher, Dem Hagl und Ungewitter wehr; Schnee, Regen, Wind und Sonnen⸗ ſchein Allzeit deinm Wort gehorſam ſein. 6. Heuſchrai und Raupen ſind dein Ruth, Alls, was Schaden an Früchten thut; Solch Ungeziefer, Herr, vertreib, Daß dein Gab unbe⸗ ſchädigt bleib. 7. Denk, daß wir arme Würmelein Dein Gſchöpf, Erbgut und Kinder ſein Und warten auf dein milde Hand, Uns aus deinm Wort und Werk bekannt. (Um ſchön Wetter.) 8. Die liebe Sonn uns ſcheinen laß, Heiß wachſen Erz, Brodt, Kraut und Gras, Daß Leut und Vieh ihr Nahrung hab Und dich kennen aus deiner Gab. (Um einen gnädigen RKegen.) *9. Durch Chriſt, dein Sohn, hör unſre Bitt, Theil uns ein gnädgen Regen mit Und krön das Jahr aus deiner Hand, Mit dein Fußtapfen düng das Land. 10. Den Herrn von Zion man dich nennt, In aller Welt dein Güt man kennt, Hörſt unſre Bitt und hilfſt allein, Gib Gnad, daß wir dir dankbar ſein! Nic. Hermann, ſt. 1561. Zur Peſt⸗Zeit. 2. B. Sam. 24. 1. B. Chron. 22. Mel. Ach, daß nicht die letzte Stunde. err des Lebens, ſtren⸗ 1359.) ner Jäicen, enl ger Gott Zebaoth, Laß erblaßte An⸗ eſichte Gnade finden in der Noth, a dein Rach⸗Schwerdt auf uns ſchlä⸗ get Und das tödliche Geſchoß, Das dein Arm hat aufgeleget, Geht ge⸗ du ſelber hegſt. ſpannt und bogenlos! 2. Staub und Aſche fället nieder, Herr, vor deinem Gnaden⸗Thron, Iſrael ſtimmt ſeine Lieder Voller Angſt im Trauer⸗Ton, Weil Aegyp⸗ tens Sterbe⸗Plage Wider uns iſt ausgerüſt Und der Würger alle Tage Davids Heerde raubt und frißt. 3. Midians verruchte Sünden Stei⸗ gen auf von Sodoms Schlamm, Welche deinen Zorn entzünden; O, wo iſt ein Abraham? Wo ſind jene zehn Gerechte, Daß ſie treten vor den Riß? Moſes und des Herren Knechte, Die er ſich erbitten ließ? 4. Ach, wir haben uns vergan⸗ gen, Unſre Bosheit iſt faſt werth, Daß wir von den Feuer⸗Schlangen Grauſam würden aufgezehrt; Aber, Herr, laß deine Hilfe, Deine All⸗ machts⸗Wunder ſehn, Die den Vätern bei dem Schilfe Und der Wüſten ſind geſchehn! 5. Laß die Seufzer von den Tennen Dringen in dein Heiligthum; Hilf den Armen, die dich nennen, Du Gott Jacob, unſer Ruhm! Daß das Opfer wahrer Buße Vor dir wohlge⸗ fällig ſei, Womit Zion dir zu Fuße Fällt mit Weh⸗ und Angſt⸗Geſchrei. 6. Laß auf ſo viel tauſend Leichen, Die dein Grimm danieder legt, Sich dein Vater⸗Herz erweichen, Sprich, wenn der Verderber ſchlägt: Gnug, laß ab die Hand zu tödten, Denn das Uebel reuet mich; Daß in un⸗ ſern Sterbens⸗Nöthen Deine Ret⸗ tung zeige ſich. 7. Hilf, wie die erhöhte Schlange, O Meſſias, unſer Heil! Deinem Volke wird ſo bange, Tod und Grab iſt unſer Theil; Zwar wir weigern nicht zu ſterben, Doch in ſolcher Landes⸗ Noth Unter deinem Zorn verderben Iſt ein allzu bittrer Tod.. 8. Mache der Gerechten Ende Aehn⸗ lich unſern Lebens⸗Schluß, Daß kein Freund ſich von uns wende, Der ſetzt leider fliehen muß, Sondern die entſeelten Glieder Zu den Vätern ſammlen kann, Daß ſie aus dem Von dem, was zu dem zeitlichen Leben Sprüchw. 30, v. 7. 8. 9. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht bei. 1360 Hhriſe du wollſt * Glück und Heil Zu meiner Nahrung geben, Beſchere gnä⸗ dig mir mein Theil In dieſem armen Leben; Doch wirſt du wiſſen Maß und Ziel, Mir nicht zu wenig, nicht zu viel, O lieber Herr, zulegen. 2. Denn würdeſt du zu wenig Brodt Und Nahrung mir abmeſſen, So möchte ich ans großer Noth Der Gor⸗ tesfurcht, vergeſſen Und etwa ſuchen unrecht Gut Und alſo aus gottloſem Muth Zur Hölle endlich fahren. 3. Gib mir auch ſolchen Reichthum nicht, Der mir gereicht zum Schaden, Ich möchte ſonſt, wie oft geſchicht, Mißbrauchen deiner Gnaden Und etwa treiben einen Spott Mit deiner Furcht und von dir, Gott, Mein Herze gar abwenden. 4. Drum gib ſo viel, als ſelig iſt, Mehr will ich nicht begehren, Hiff, daß ich ohne Trug und Liſt Mich ehr⸗ lich mag ernähren; So gib durch deine Gnade auch, Daß ich daſſelbe recht ge⸗ brauch, Was du mir wirſt beſcheren. 5. Vor Allem gib die Selqgkeit Das iſt das Allerbeſte; Hier ſind wi die geringe Zeit Doch Nichts, als lauter Gäſte. Eh mans verſieht, ſind wir dahin; Wohl Jedem, der in ſei⸗ nem Sinn Stets nach dem Himmel trachtet! Ernte⸗Lied. Mel. Nun laßt uns Gott, dem. -o4ꝗ wFerr Gott ins Himmels 136. 9 Throne, Der du mit deinem Sohne, Wie mit dem Geiſt he⸗ weiſeſt, Daß du allein uns ſpeiſeſt 2. Man lobt dich in der Stlle, Daß du gibſt Hüll und Fülle, R⸗ ſcherſt durch deinen Segen Wind, Sonnenſchein und Regen. 3. Wenn man aufs Feld ſpagie⸗ ret, So ſieht mans ſchön gezieret Du krönſt das Jahr mit Gütern, Dein Lieb und Treu ſich wittern. Grabe wieder Gehn ins rechte Canaan. 4. Die Auen, Wieſen, Anger 6. R. 7. Jun bit wolſt gut Wet ih vich verde zunger ſteber § Wütt ve rir die rüch uns frchlich ſt vohl entbeinge 9. das gü Daß hir ſich ſegn Gi d dein Caben h 1o Penn en, So wüd Duun hif, d dinzich ſen 1I. ahme hüte vohl ge ried biſchee! 22 Aunb büſerLäe S dhfeten Auch „B. PVor Nauu ur de ung nolſt vas nitz beſ 4. Gitſ fan, 5) habe di wi ſen den Macht d. Ge A s ſta dan man dein 16 Hi d, No Velnehr auch nöge 12 Zul In Hinme — — — — 4 ſo vie, Wſig nicht bayn hit ug und en, Soghm die , u nnir oitſtenn n gib d te⸗Led laßt uns Goten. err Gottingum Thron, Mumt Wie mitdmlete wallen us ſeet 8 1 t dih n dr Süll Gül und i. R V einen Segn Pind d Regen. n aufs ged ſhah⸗ nans ſch gaint Jahr nit m Treu ſih u 1n⸗ en, Wefen, W mit Früchten ſchwanger, Daß Berg und Thal gleich quillet, Sind mit Getreid erfüllet. 5. Die Bäume voll Obſt hangen, Darob wir Luſt empfangen. Viel ugemüs beſchereſt Reich und Arm it ernähreſt.. nit erhie Vögel lieblich ſingen, Die Thier in Feldern ſpringen Und gehn auf grüner Heide Zum Waſſer und zur Weide. 7I. Nun bitten wir daneben, Du wollſt gut Wetter geben; Die Frücht aß nicht verderben, Daß wir nicht Hungers ſterben. 8. Behüt vor ſtetem Regen, Wenn wir die Frücht nun legen, Und laß uns froͤhlich ſingen, Wenn wir ſie wohl einbringen. 9. Das Körnlein mehr in Garben, Daß wir nicht dürfen darben, Und ſegn es in den Mandeln, Wenn wir dein Gaben handeln. 10. Wenn wir dein Willen lern⸗ ten, So würden wir wohl ernten; Duum hilf, daß wir im Leben Dir gänzlich ſein ergeben. 1I. Laß uns ohn bös Gewiſſen Dein Güter wohl genießen, und Ruh und Fried beſchere Und allem Uebel wehre. 12. Drum wollſt du uns behüten Vor böſer Leute Wüthen, Die unſre Frücht abfretzen, Auch Leib und Seel verletzen. 13. Vor Seuchen uns bewahre, Dazu vor Peſt⸗Gefahre; Der Theu⸗ rung wollſt du wehren Und uns, was nütz beſcheren. Sind all 9 8 1 i 14. Gibſt du uns nicht mit Schef⸗ ſein, So haben wirs mit Löffeln; Hilf, daß wir ſein begnüget, Nachdem es dein Macht füget. 15. Gib uns das Brodt zu eſſen, Laß uns dein nicht vergeſſen, Be⸗ ſcher zum Säen Samen, So preiſt umn nanen deanen t verſch Hilf, daß wirs nicht verſchwen⸗ den, Noch übel was anwenden, Vielmehr den Armen geben, Daß ſie auch mögen leben. 31⁄ Zuletzt wollſt du uns bringen In Himmel, da wir ſingen Und uns zund Gütern gehört. 817 mit deinen Gaben In Freuden ewig laben. Mart. Bohemus, g. 1557, ſt. 1622. Nach einem Wetter. Mel. Herr Chriſt, der einig Gottes⸗Sohn. 24 Zerr Gott, nun ſei ge⸗ 1362. M nttp umii ge⸗ ſer Zeit Uns Schutz und Heil erwieſen In der Gefährlichkeit Des Donners, der uns ſchreckte, des Blitzes, der ſich ſtreckte Auf unſer Hof und Haus. 2. Wir haben klar geſehen, Herr, deine große Macht, Vor der Nichts kann beſtehen; Denn, wenn dein Donner kracht Und ſich dein Blitz entzündet, Ach Gott, ach, ſo befindet Sich Alles in Gefahr! 3. Das Wetter iſt vergangen, Vor⸗ bei iſt die Gefahr, Wir haben Schutz empfangen Durch Gott, der bei uns war. Haus, Hof, Gut, Leib und Leben, Und was er ſonſt gegeben, Blieb uns ganz unverſehrt. 4. So voller Güt und Gnaden Iſt der getreue Gott, Der uns be⸗ wahrt vor Schaden In ſo ſehr gro⸗ ßer Noth; Drum wir ihn herzlich loben, Sein Ruhm ſei hoch erhoben, So weit der Erdkreis geht. 5. Laßt uns auch fertig machen, Daß wenn der jüngſte Tag Mit Donnern und mit Krachen Vielleicht bald kom⸗ men mag, Wir Alle ſo beſtehen, Daß wir mit Gott eingehen Zur ewgen Seligkeit. G. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 17562 Bei Sturm⸗Winden. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. 1363 Hjandehroih, ſoll denn . dein Grimm UndEifer uns verzehren? Willſt du dem harten Ungeſtüm Des Windes denn nicht wehren? Das ſtrenge Brauſen ſchrek⸗ ket mich, Der Thürme Gipfel neigen ſich, Die Mauern wollen brechen, Die feſten Dächer gehen ein Und ach, wer mag wohl fähig ſein, Das Elend auszuſprechen? 2. Es ſcheint, als ſollt die ganze Welt In einen Haufen fallen, Wo uns nicht deine Hand erhält, So geht es mit uns 52 818 Allen, Wie es mit Hiobs Kindern ging, da auch der Wind die Kraft empfing Von deinen Allmachts⸗Hän⸗ den, Sie durch das eingeriſſne Haus Und durch deſſelben Schutt und Graus Dem Tode zuzuſenden. 3. Die Erde bebet unter mir, Die regen Schwellen zittern, Das Haus ſchützt ſeine Schwäche für, Indem die Pfoſten ſchüttern; Ja was mein Leid am ſchwerſten macht, Iſt, daß die ein⸗ gefallne Nacht Den Schrecken bei mir häufet, Dieweil man bei der Tages⸗Zeit Noch eh, als in der Dun⸗ kelheit, Den nächſten Rath ergreifet. 4. Doch welcher Rath, doch welcher Troſt Iſt außer dir zu finden? Drum ſei doch ferner nicht erboſt Auf uns und unſre Sünden. Wie leicht iſt es mit uns geſchehn, Läßt du nicht Gnad an uns ergehn, So ſind wir bald ver⸗ loren. Ach, nimm dich unſer gnädig an, Denk, was dein Sohn für uns gethan, Nachdem er Menſch geboren! 5. Behüt uns doch durch deine Gunſt Bei dieſen harten Winden, Daß keine Gluth und Feuers⸗Brunſt Mög unſer Haus anzünden. Bewahre, was du uns beſchert, Vor Wolkenbrüchen unverſehrt, Ich weiß, du wirſt der Armen, die dich um deinen Beiſtand flehn Und ohne dich verlaſſen gehn, Aus Gütigkeit erbarmen. Genügſamkeit der größte Reichthum. Mel. Wer nur den lieben Gott. 136 4 3 bin der reichſte — 4 Menſch auf Erden, Ich habe gnug und habe Viel; Ein Andrer mache ſich Beſchwerden, Wie er den Mammon finden will; Wer mehr nicht ſucht, als Gott beſchert, Dem iſt der größte Schatz gewährt. 2. Der Reichthum lieget in Gemü⸗ thern; Wer ſich vergnügt, iſt nimmer leer. Biel bleiben arm bei großen Gü⸗ tern, Das macht, ſie wollen immermehrt Und wer ſich ſelbſten nicht be Ha men Nicht Eine Stunde Von dem, was zu dem zeitlichen Leben 3. Ein Geizhals hat bei uen Grä⸗ röhlichkei Er hat und darf ſich doch Nichts vüchtar Weil er ſichs immer ſelbſt verbeut: So wird er von ſich ſelbſt verzehrt Und iſt nicht eines Hellers werth. 4. Wie fröhlich aber kann hingegen Mein Herz bei der Vergnügung ſein Gibt mir der Himmel einen Segen, So bild ich mir groß Reichthum ein Und denke, Gott gibt Einen Tag Mehr, als ein Kaiſerthum vermag. 5. Gibt er die Nothdurft meinem Leibe, Mein Brodt und auch mein Salz dazu, Wohl mir, wenn ich ihm treu, verbleibe Und brauch es ſo in ſtiller Ruh! Gott leihet mir ſein Eigenthum Zu meinem Nutz und ſeinem Ruhm. 6. Das iſt mein Wucher in Ge⸗ danken, Der mich nicht leicht betrügen kann; Und wollte die Vergnügung wanken, So ſchreib ich dieſe Loſung an: Es gilt dem Höchſten Alles gleich, Ein Chriſte ſei arm oder reic. 7. Ein Geizhals gehet zum Ver⸗ derben, Der nur nach Geld und Gut geſtrebt; Ich aber kann mit Freuden ſterben, Weil mir kein Geld am Her⸗ zen klebt. So fährt die Seele ſelig hin, Wo ich bei Gott der Reichſte bin. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Bergnügt mit ſeinem Stande. 25 ch bin vergnügt mit 1365. 3 meinem Stande, In den der Himmel mich geſetzt, Und acht es gar für keine Schande, Bi ich nicht Jedem gleich geſchätzt: I darf ſo wenig meinen Schöpfer An⸗ klagen, als der Thon den Töpfer. 2. Mißt mir mein Gott mein Glück mit Löffeln, Auch dieß nehn ich in Demuth an Und ſehn nich nicht nach ganzen Scheffeln, auch gleich ſo meſſen kann; Ich kann durch Sorgen und Bekümmern Nichts wehren, aber viel verſchlimmern. 3. Was Gott thut, muß mich nich verdrießen, Gnug, wenn er uns niͦe t gar vergißt; Der Alles weiß, wird einen Schatz, der Niemand nützt. auch wohl wiſſen, Was und wie dilni rühli h in deie — —— ——— ——— —— ——— — — —. — — — — ——— — 5— — e — — 12 h; das beg „. lict die S — 3 ☛ — —. —— —— ——— —— —— —— —— = S S. —, — — meine halle nachn kun ſchwänticht in Wan v W. M dun Lufe Geſciläc Haatausr dert Glü — ——= than t und ſeinm fuhn. mein Puher n he c nictlittgtin lte de Laügmn reib ich dee ein Hochſterle git arm Odar wi. hals gehat m Ne er nach Ged uhhr 8 9 ber kann mi te ſi h fährt des Gott derpehte n; Schmolc, g. U ſt, 1 it ſeinn ann h bin denigt mi meinen Awhe, h el mich ſit, wkeine Shbe, hh gleih gic. 3 neinen otpe N N 4 Alden nir kein Gadaa he. iſt; Gott pflegt mit iel mir nützlich d in dieſem Leben Oft Manchem nicht gar viel zu geben. 4. Zudem iſt Gott mir auch Nichts ſchuldig, Er gibt mir was ihm nur gefällt, Wie ſoll ich werden ungedul⸗ dig, Wenn er, was ſein iſt, vorbehält; H wohl dem, der mit dem zufrieden, Was Gottes freie Hand beſchieden! 5. Auch deß, was ich bereits em⸗ pfangen, Bin ich als Sünder Keines werth, Sollt ich noch drüber was verlangen, Das hieß mit Sünden was begehrt. Ein Bettler darf auch nicht die Scherfen, Die man aus Gnaden gibt, wegwerfen. 6. Mußich doch eben nicht auf Erden Gleich reich, geehrt und glücklich ſein, Koch überflüßig mir das werden, Was Gott macht Wenigen gemein, Auch für die allerſchlechtſten Gaben Kann Gott nicht gnug Dank von uns haben. 7. Ich habe gnug an meinem Biſſen, Der mich noch täglich machet ſatt; Ein Weniges und gut Gewiſſen Sind Schätze, Da man gnug dran hat; Das iind die reicheſten Gemüther, Die nicht verlangen große Güter. 8. Will Gott die Broſamen mir mehren, Die ſeine Gnaden Hand mir gibt, Will ich dafür ihn herzlich ehren, Nicht murren, wenns ihm nicht be⸗ ſiebt, Das gibt die ſeligſte Vergnü⸗ gung, Sich ſättigen an Gottes Fügung. 9 Treff ich nicht Vorrath in dem Keller, Noch in dem Kaſten Reich⸗ thum an: So trau ich dem, der meine Heller Zu tauſend Thalern machen kann, Ja, der auch über⸗ ſhwänklich handeln Und Waſſer kann in Wein verwandeln. 10. Hilft doch kein Schnellſein nicht zum Laufen, Noch auch zum Glück Geſchicklichkeit, Nicht Ungeduld, nicht Haarausraufen, Wenn uns nicht for⸗ dert Glück und Zeit, Mit Einem Vort: An Gottes Segen Iſt unſer ganzes Thun gelegen, 11. So laß ich meinen Gott denn walten Wie vormals, künftig, ſo auch nun, Der mich ſo lange Zeit erhalten, und Gütern gehört. 819 Will und wirds auch noch ferner thun. Drauf will ich, weil ich werde leben, Mich ſeinem Willen ganz ergeben. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Um getreue Freunde. Mel. Du, v ſchönes Welt⸗Gebäude. 1366 Jeſu, allerliebſter Bru⸗ Xe. Ider. Ders am beſten mit mir meint, Du mein Anker, Maſt und Ruder Und mein treuſter Her⸗ zens⸗Freund, Der du, ehe was gebo⸗ ren, Dir das Menſchen⸗Volk erkoren, Auch mich ar nen Erden⸗Gaſt Dir zu Lieb erſehen haſt. 2. Du diſt ohne Falſch und Tücke, Dein Herz weiß von keiner Liſt; Aber wenn ich nur erblicke, Was hier auf der Erde iſt, Find ich Alles voller Lügen: Wer am beſten kann betrü⸗ gen, Wer am ſchönſten heucheln kann, Iſt der allerbeſte Mann. 3. Ach, wie untreu und verlogen Iſt die Liebe dieſer Welt! Iſt ſie Jemand wohl gewogen, Währts nicht länger, als ſein Geld. Wenn das Glückuns fügt und grünet, Sind wir ſchön und hübſch bedienet; Kommt ein wenig Un⸗ geſtüm, Kehrt ſich alle Freundſchaft um. 4. Treib, Herr von mir und verhüte Solchen unbeſtändgen Sinn; Hätt ich aber mein Gemüthe, Weil ein Men⸗ ſchenkind ich bin, Schon mit dieſem Koth beſprenget Und der Falſchheit nachgehänget, So erkenn ich meine Schuld, Bitt um Gnad und um Geduld. 5. Laß mir ja nicht widerfahren, Was du, Herr, zur Straf und Laſt Denen, die mit falſchen Waaren Han⸗ deln, angedräuet haſt, Da du ſprichſt, du wolleſt ſcheuen Und als Unrath von dir ſpeien aller Heuchler falſchen Muth, Der Guts vorgibt und nicht thut. 6. Gib mir ein beſtändigs Herze Gegen alle meine Freund, Auch dann, wenn mit Kreuz und Schmerze Sie von dir beleget ſeind, Daß ich mich nicht ihrer ſchäme, Sondern mich nach dir bequeme, Der du, da wir arm und bloß, Uns geſetzt in deinen Schooß. 7. Gib mir auch nach deinem Wllen 52*† Einen Freund, mein Herze möge 4 Mund ſich ohne Scheu Oeffnen und erklären möge, lege Nach dem Von dem, was zu in deſſen Treu Ich ſtillen, Da mein Da ich Alles von mir Maße, das mir gnügt, dem Herzen liegt. Was mir auf 8. Laß mich Davids Glück erleben, Gib mir einen Jonathan, Der mir ſein Herz möge geben, Der auch, wenn nun Jedermann Mir nichts Gutes mehr will gönnen, Sich nicht laſſe von mir trennen, Sondern feſt in Wohl und Weh Als ein Felſen bei mir ſteh. 9. Herr, ich bitte dich, erwähle Mir aus aller Menſchen Meng Eine fromme heilge Seele, Die an dir fein kleb und häng, Auch nach deinem Sinn und Geiſte Mir ſtets Troſt und Hilfe leiſte, Troſt, der in der Noth beſteht, Hilfe, die von Herzen geht. 10. Wenn die Zung und Mund nur liebet, Iſt die Liebe ſchlecht be⸗ ſtellt; Wer nur gute Worte gibet Und den Haß im Herzen hält; Wer nur ſeine Kuchen ſchmieret Und wenns Bienlein Nichts mehr führet, Als⸗ dann gehet nach der Thür: Ei, der bleibe fern von mir! 11. Hab ich Schwachheit und Ge⸗ brechen, Herr, ſo lenke meinen Freund, Mich in Güte zu beſprechen Und nicht als ein Löw und Feind. Wer mich freundlich weiß zu ſchlagen, Iſt, als dem zeitlichen Leben len, Bleib mein Freund bis in mein Grab; Bleib mein Freund und un Allen Mein getreuſter, ſtärkſter Sut Wenn du dich mir wirſt verbinden, Wird ſich ſchon ein Herze finden, Das⸗ durch deinen Geiſt gerührt, Mir was Gutes gönnen wird. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Nach einer Brunnen⸗Cur. 1367. Jeb Duunn dec hörlich nagt. todt, Als in ſteten Thränen⸗Flüſſen Lebenslang nur ſiechen müſſen, 3. Stets das Bette hüten, Manche Seufzer ſchütten, Herr, in deinen Schooß, Iſt ein Jammerleben, Mit dem Tod umgeben, Doch nicht hoff⸗ nungslos. Dieſe Fluth Machet gut, Was kein Kraut und Pflaſter heilet Und kein ſtarker Trank zertheilet. mich nicht vergebens An dem Orte ſein. der in Freuden⸗Tagen Reichlich auf mein Haupt mir geußt Balſam, der am Jordan fleußt. 12. O, wie groß iſt meine Habe, O, wie köſtlich iſt mein Gut, Jeſu, wenn mit dieſer Gabe Dein Hand meinen Willen thut, Daß mich meines Freundes Treue Und beſtändigs Herz erfreue. Wer dich fürchtet, liebt und ehrt, Dem iſt ſolch ein Schatz beſchert. 13. Gute Freunde ſind wie Stäbe, Da der Menſchen Gang ſich hält, Daß der ſchwache Fuß ſich hebe, Wenn der Leib zu Boden fällt. Wehe dem, der nicht zum Frommen Solches Stabes weiß zu kommen, Der hat einen ſchweren Lauf! Wenner fällt, wer hilft ihm auf. Stärke meine Glieder Und laß endlch wieder Die gehäufte Pein Von mir hin Sich verziehn; Denn es iſt an deinem Segen Alles doch auch hier gelegen 5. Was dein Rath beſchloſſen, Wil ich unverdroſſen, Liebſter Jeſu, thun, Und in deinem Willen, Solchen zuer⸗ füllen, Lediglich beruhn. Hilfſt dumn, Dank ich dir. Soll ich ferner Kreuie tragen, Will ich dennoch Lob dir ſagen. 6. Laß nur meine Sünden bei dem Brunnen ſchwinden Durch dein the⸗ res Blut; Und bei dieſem Baden Mache du den Schaden Meiner See⸗ len gut. Heile mich Gnädiglich; Denn im Blute deiner Wunden Wird der Lehens⸗Brunn gefunden! 14. Nun, Herr, laß dirs wohlgefal⸗ 7. Alle meine Tage will 4. Drum, o Arzt des Lebens, Laß ich dieſe Nate hid,, britdenhäl fnden. R.6 8 ſch noch ſot dr Gdm. at behelt 2 Zonr Ein ſartes, Schwei, N Dorner bid 3. Noc Den guah Indem wir reiche ſucht Arbei ionn 4 Numn nen als. A zum Hals, gebens gebrackt d 5. Ghm Gid Rggen, Das Wah poät und ft Hinwicderu 6. Heve Sovohl w ſhädlicem de NeihJ mntn 63 git 6 Denn und hedt Kreu. de 8. G Gerhand B 13ls,n Srunnengt. le Jum d 6, Air dant ma h⸗ nichermitädfir redlen dulledirum eine Aud Mät ergen,Fuh ner Mabt gnde wachen Glat Wiſ nidder, Ne j di ncc lange Sünan achen heam Una O main Gat Geſe teten Trnaliſe e ſiechen nſ Bette hutennte en, Hen, i dnm in Janmaie eben, Doh n ſof n eſe Fluth alet au ut und Wßt ſi er Trant nt ier. N hene rueſ glieder Uen irhin ddemotterſämn Crir ens, Li treſin h galegen alrne Thränenvoll bereun. Meiner Peneeh Quelle Soll in dieſer Stelle Zugeſtopfet ſein; Und mein Mund Nache kund, Daß in dieſen ſchönen Gründen Heil für Leib und Seel zu finden. M. G. B. Scharf, g. 1676, ſt. 1744. Saat⸗Lied. Mel. In dich hab ich gehoffet. 1368 Llreiche Gott, dein .Segens⸗Wort Erzeiget ſich noch fort und fort Geſchäftig auf der Erden. So kann das Feld Mit Nutz beſtellt Und angebauet werden. 2. Zwar hat der ſchwere Sünden⸗ Fall Der erſten Eltern auf uns All Ein ſaures Joch geleget. Es koſtet Schweiß, Weil ohne Fleiß Der Acker Dornen träget. 3. Jedoch hat deine Gnaden⸗Hand Den Fluch gemildert und gewandt, Indem wir gleichfalls wiſſen, Wie weiche Frucht, So man geſucht, Die Abbeit kann verſüßen. 4. Drum ſtreut die Hoffnung Sa⸗ men aus; Allein gibſt du nicht Gunſt zum Haus, Iſt Müh und Kunſt ver⸗ gebens. Durch deine Macht Wird auf⸗ gebracht Der Unterhalt des Lebens. 5. Laß nun die Saat geſegnet ſein; Gib Regen, Wind und Sonnenſchein, Daß Wachsthum und Gedeihen Uns ſpät und früh Nach Sorg und Müh Hinwiederum erfreuen. 66. Bewahre ſie das ganze Jahr Sowohl vor feindlicher Gefahr, Als ſchädlichem Gewitter; Sonſt macht die Noth Am lieben Brodt Uns alle Freude bitter. 7. Ich ſeh im Uebrigen allhier Zu⸗ gleich ein tröſtlich Bild vor mir; Denn unter Stürm und Winden Er⸗ hebt ſie ſich: So muß auch ich Durch Kreuz den Himmel finden. 8. Gleichwie das Körnchen erſt verdirbt Und in der Erde gleichſam ſtirbt, Um neue Frucht zu bringen: So werd, o Gott, Ich durch den Tod Ins beſſre Leben dringen. „9. Auf dieſen ſeligen Gewinn Freut ſich bereits mein Herz und und Gütern gehört. Sinn, Wenn bei betrübten Fällen Die Thränen⸗Saat Nach deinem Rath Ich öfters muß beſtellen. 10. Verleihe mir nur auch hierbei, Daß ich vor dir kein Unkraut ſei, Viel⸗ mehr zu deiner Ehre Stets grün und blüh Und je und je Zur reinen Saat gehöre. M. C. Gotth. Jentſch, g. 1681,ſt. 1729. Brunnen⸗Lied vor der Cur. Mel. Wer nur den lieben Gott. 8. ein Herze, geh jetzund 1369. M zum Bade, Jedoch geh auch vorher zu Gott; Damit dir dieſes Bad nicht ſchade, So ſchrei zu ihm in deiner Noth Und ruf um Hilf und Heil ihn an: Er iſt der Arzt, der helfen kann. 2. Ach, hilf, mein Jeſu, deinem Kinde Und lindere der Krankheit Laſt, Nachdem du es von ſeiner Sünde So gnädiglich entbunden haſt; Ver⸗ ſchaffe durch dieß warme Bad Dem meiſt erkalten Leibe Rath! 3. Du läſſeſt ja die Quellen fließen, Es kommt von deiner Güte her. Laß deinen Segen ſich ergießen, Er iſt ein unergründlich Meer. Ich weiß es ja, wo der gebricht, So hilft mir alles Baden nicht. 4. Mein Jeſu, unerſchaffner Engel, Berühre doch dieß Wunder⸗Bad, Das für ſo vieler Tauſend Mängel Schon oft und viel geholfen hat. Ach, mach es, wie Bethesdens Teich, An neuer Kraft und Wirkung reich! 5. Ich denke bei der ſchönen Quelle An meiner Taufe rothe Fluth; Die löſcht das Feuer in der Hölle, Die macht der Seelen Schaden gut. Ach, gib, daß ohne Heuchelei Dieß Bad mir ſtets vor Augen ſei! 6. Regiere meiner Augen Gänge, Daß ſie auf nichts Verbotnes ſehn, Und daß bei vieler Worte Menge Nicht auch viel Sünden mit gſchehn Gib, daß der Leib von Schwachheit frei, Die Seel ohn allen Anſtoß ſei. 7. Hilf mir durch deines Geiſtes Gnade, Daß ſich mein Herze nicht ver⸗ brennt In geiler Lüſte heißem Bade, Darein die Welt ſo thöricht rennt; Der aber für die Luſt und Pracht Der Höchſt ein Bad von Schwefel macht. 8. Ach, Jeſu, laß mich wohl er⸗ wägen, Daß du mit mir im Bade biſt Und daß du deinen milden Se⸗ en So gar genädig auf uns gießt. aß uns mit Lobe drinnen ſtehn Und auch mit Dank aus ſelbem gehn. 9. So gehn wir denn in Gottes Namen Voll Hoffnung in das Bad hinein. Mein Jeſu, ſprich ein gnä⸗ dig Amen; Und ſo Viel in dem Bade ſein, An denen zeige Tag und Nacht Durch reiche Hilfe deine Macht! M. G. B. Scharf, g. 1676, ſt. 1744. 82 Allgemeine Fürſorge Gottes. Mel. Herr Gott, dich loben Alle. 1370 un danket Gott, was 4 Odem hat, Für ſeine große Wunder⸗That, Der alle Crea⸗ tur erhält Und ihnen Zeit und Tage tellt! 2. Gibt Regen, Froſt und Son⸗ nenſchein, Dem auch zu Dienſt die Winde ſein: Bald muß das Meer wie Mauern ſtehn, Bald läßt es ſtarke Wellen gehn. 3. Durch deinen Segen trägt uns ein Die Erde Kräuter, Korn und Wein Davon wird Menſch und Vieh er⸗ freut; Drum danket ſeiner Gütigkeit. 4. Wir bitten ſeine Majeſtät, Daß er uns ferner früh und ſpät Mit reichem Segen überſchütt Und uns vor theurer Zeit behüt. 5. Es ſegne Gottes milde Hand Die lieben Frücht in unſerm Land, Auf daß wir ſie mit Dankbarkeit Genießen je und allezeit. 6. Speis uns mit deinem Him⸗ mels⸗Brodt, Behüt den Leib vor Hun⸗ gers⸗Noth, Vor Peſt, vor Brand und Kriegs⸗Gefahr, O Gott, aus Gnaden immerdar! 7. So wollen wir je mehr und mehr, O HERR, dir opfern Dank und Ehr Und dich durch unſern Lobgeſang Erhöhen unſer Lebenlang. Von dem, was zu dem zeitlichen Leben Nach erhaltenem Sonnenſchein. Mel. Auf meinen lieben Gott. un iſt der Regen hin. 1371. U Wohl auf, mein Herz und Sinn, Sing nach betrübten Lei⸗ den Gott, deinem Herrn, mit Freu⸗ den! Gott hat ſein Herz gekehret Und unſre Bitt erhöret. 2. Sein Zorn war ſehr entbrannt Auf uns und unſer Land. Er ſprach: Ihr Menſchen⸗Kinder, Geht, ſeid und bleibet Sünder, Wollt von der Bos⸗ heit⸗Straßen Euch gar nicht wenden laſſen. 3. Drum ſoll mein Himmels⸗Licht Sein klares Angeſicht In ſchwarze trübe Decken Und dunkle Wolken ſtecken Und für das helle Scheinen Nur immer zu euch weinen. 4. Bald aber fiel ſein Grimm Durch unſers Seufzens Stimm, Das ewige Gemüthe Dacht an ſein ewge Güte Und ließ auf unſer Schreien Ihn ſeinen Zorn gereuen. 5. Die Wolken flohen weg, Der feuchten Winde Steg, Daher die Waß⸗ ſer floſſen, Nahm ab und wadd der⸗ ſchloſſen; Die hohen Himmels⸗Tiefen Die hörten auf zu triefen. 6. Steh auf, du mattes Feld, Aus laß nun wieder Die ſüßen Sommer⸗ Lieder Zu deines Schöpfers Chlen Mit Luſt und Freuden hören. 7. Sieh hier, der Sonnen Zier Geht wieder ſchön herfür, Bringt nach dem Schlag und Regen Den lieben warmen Segen Und wiltt auf Berg und Thalen Mit wunder⸗ baren Strahlen. 8. Die Erde wird erquickt, Und was durch Näß erſtickt, Das wird nun wieder leben Und reife Früchte geben; Die Aecker gut Getreide, Die Wieſen, Gras und Weide.— 9. Die Bäume werden ſchön In ihrer Fülle ſtehn; Die Berge werden fließen Und Wein und Oele gießen: Das Bienlein wird wohl tragen Bei ſtillen warmen Tagen. deinem Trauer⸗Zelt; Steh auf und Merſth auh tos C) und richt berübe Schmene d gii küſe Ml. N. „ 37 dbechiufen 0 2. duſ gedultig m und fir, J Sündn ſt ſteht dor m Herr Jeſu der Wäſch G 33 Pu en th Sumaniei ber fill ſn ber ful ſin(rinn delffens im d Dact ſt ene Gauf wir shre rn gereuen hohen Hinnedehn nes Shxi öhn Freuden ſin. t, der anm he ſchön herit nn lag und ee dn Thalen Mree 1 wid änſt d wecd erſtikt, de en Und vit fer gut Geti 3 fel 5 — 1 (i und ein vidd vohl niil Tagen. vendn 0h ik d M 8 8 10. Davon wird unſer Theil Das ewge Gut und Heil Uns alleſammt zumeſſen; Wir werden ſehn und eſſen Und mit dem Gut der Erden Zur Gnüg geſättigt werden. 11. Nun, Gott iſt fromm und treu, Sein Huld iſt immer neu Und läßt ſch leicht verſühnen, Gibt, was wir nicht verdienen; Läßt gnädiglich ſich iinden, Straft nicht nach unſern Sünden. 519 Darum, ſo richte nun, O Menſch, auch du dein Thun Zu Got⸗ tes Lob und Liebe, Daß dein Herz nicht betrübe Mit mehrerm Zorn und Schmerze Das allerfrömmſte Herze. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Zei Peſt⸗ und Sterbens⸗Läuften. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1372 Uun wachen Gottes 1372. N Suaf⸗Gerichte Bei überhäuften Sünden auf, Nun wer⸗ den plötzlich Viel zunichte Und ſhließen ihren Lebens⸗Lauf. Ach, uürne nicht, Herr Jeſu Chriſt, Der du im Zorn auch gnädig biſt! 2. Du ſprachſt ja ſelbſt: Ich bin geduldig und will nicht zürnen für und für, Wenn man ſich gibt der Sünden ſchuldig Und reuig ſie ge⸗ ſteht vor mir; Denk an dein Wort, Herr Jeſu Chriſt, Der du der Mund der Wahrheit biſt! 3. Wir folgen, wie du haſt gera⸗ then, Und ſagen ohne Heuchel⸗Schein, Das unſre ſchwere Miſſethaten, Wie Sand am Meer, unzählbar ſein. Ach Gnad, ach Gnad, Herr Jeſu Chriſt, Der du der rechte Tröſter biſt! 4. Vor Reue will das Herz zer⸗ brechen, Die Augen weinen bitterlich; Der Mund kann nicht viel Worte prechen, Der ſchwache Geiſt betrübet ſich. Ach, tröſt uns doch, Herr Jeſu Chriſt, Der du der rechte Tröſter biſt! 5. Laß uns durch deinen Angſt⸗ Schweiß finden In aller Noth den Freuden⸗Muth, Und mach uns rein von unſern Sünden Mit deinem ro⸗ ſinfarbnen Blut, Vergib die Schuld, und Gütern gehört. 823 Herr Jeſu Chriſt, Der du der Sün⸗ den⸗Tilger biſt! 6. Erlaß die wohlverdienten Stra⸗ fen, Raff uns im Zorn nicht aus der Welt, Damit wir nicht im Tod ent⸗ ſchlafen, Wenn ſchleunig unſer Leib zerfällt; Erhalt uns doch, Herr Jeſu Chriſt, Der du der Fürſt des Le⸗ bens biſt! 7. Wir bitten dich um deiner Wun⸗ den, Um deiner Marter, Noth und Pein; Ach, laß doch unſre Lebens⸗ Stunden Nicht plötzlich abgekürzet ſein; Gib Raum zur Buß, Herr Jeſu Chriſt, Der du von großer Lang⸗ muth biſt! 8. Laß, Herr, des Uebels dich ge⸗ reuen, Das uns ſchon oft getroffen hat, Hör unſer Winſeln, Klagen, Schreien, Sei gnädig der betrübten Stadt(Sei gnädig unſerm Land und Stadt) Und thu uns wohl, Fer Jeſu Chriſt, Der du der rechte ater biſt! 9. Laß unſre Seelen vor dir leben Und theuer ſein bei dir geacht; So wollen wir dein Lob erheben Und rühmen deine Treu und Macht. Er⸗ hör uns doch, Herr Jeſu Chriſt, Die⸗ weil du unſer Bruder biſt! C. Porſch, g. 1652, ſt. 1713. Geſundheits⸗Brunnen⸗Lied. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 122 du Herre Zebaoth, 13( 3. 82 Groß in allen deinen Dingen, Der du läßt auf dein Gebot Brunnen aus den Felſen ſpringen: Alle Waſſer loben dich, Der du hei⸗ ßeſt wunderlich. 2. Was für Schätze kann dein Arm In den Schooß der Erde legen; Kalte Quellen machſt du warm Und kannſt ſie gar leicht bewegen, Daß oft ein Bethesda quillt Und die Noth der Kranken ſtillt. 3. Deine Macht hates gethan, Daß ein Heil⸗Brunn hier entſproſſen, Der von vielen Zeiten an Uns zu Nutzen iſt gefloſſen Und dich, weiſen Schöpfer, preiſt, Daß du unbegreiflich ſeiſt. 211 Von dem, was zu 8²⁴ 4. Moſes ſchlug den Felſen dort, Und er ließ das Waſſer ſpringen, Hier muß auf dein ſtarkes Wort Aus der Kluft ein Brunnen dringen, Daß er uns in Mancherlei Ein geſunder Jor⸗ dan ſei. 5. Süßer Brunnen Iſrael, Laß uns deſſen Kraft genießen; Großer Arzt für Leib und Seel, Waſch zuvörderſt mein Gewiſſen, Daß dein Wunder⸗ nam dabei Meiner Curen Anfang ſei. 6. Edens klarer Gnaden⸗Brunn Iſt durch Adam ſehr getrübet, Da ſich manche Krankheit nun An der Men⸗ ſchen Glieder übet; Doch wir Chriſten haben ſchon Jacobs Brunnen, dei⸗ nen Sohn. dem zeitlichen Leben Bei großer Nüſſe um Sonnen⸗ Schein. Mel. Wär Gott nicht mit uns. 1 37 4 Gott, der du das Fir⸗ 1* 8⸗ mament Mit Wolken thuſt bedecken, Der du ingleichen kannſt behend Das Sonnen⸗Achter⸗ wecken, Halt doch mit vielem Regen ein Und gib uns wieder Sonnen⸗ ſchein, Daß unſer Land ſich freuel 2. Die Felder trauren weitund breit, Die Früchte leiden Schaden, Weil ſu von vieler Feuchtigkeit Und Näſſe ſind beladen; Dein Segen, Herr, den du gezeigt Uns Armen, ſich zur Erde neigt Und will faſt gar verſchwinden. gennde, 3 geäund und Banhesdn! der Gine ſer miſet wn gäit unel ſitt Prig au 1 L uns d en, Daß wr d aud wi: do annen. Nab wt ränl de Gü ar Buh ud; Dum le Sde, Diß u a. Wirlagern 7. Deſſen Blut, das rothe Meer, 3. Das machet unſre Miſſethatlilnd ſanſt ſndn Hat erſäuft die Macht der Sünden, ganz verkehrtes Leben, So deinen ſun gid dol Daß ein Pilgrim hin und her Kann Zorn entzündet hat, Daß wirin Nö⸗ aaß Getiu geſunde Brunnen finden, Daß die then ſchweben. Wir müſſen zign e⸗ Andiſes Hagar oft erblickt, Was der Wüſten unſre Schuld: Weil wir die Buße in, Wemmm Durſt erquickt. nicht gewollt, So muß der Himme ſatt Dalte 8. Ach, um deſſentwillen laß Mei⸗ weinen.. den, Daitt deß nen kranken Leib geneſen, Heil durch 4. Doch denke wieder an die du, Sonirdet dieſes edle Naß, Das ſchon Vielen Die du uns haſt verſprochen Und. lnd ach in, gut geweſen, Was an mir gebrechlich wohne uns in Gnaden bei, Diw 7 Nn(. iſt, Weil du, Herr, allmächtig biſt! dich kindlich ſuchen. Wie hält ſchß nte gide 9. Laſſe mich bei dieſem Bad An hart dieſer Zeit Dein Herz und dene um wöd mein theures Tauf⸗Bad denken, Daß Freundlichkeit? Du biſt ja unſer Vater. ind auc dar ich nicht durch Miſſethat Solche 5. Gib uns von deinem Himmels⸗ us der Ti Schätze mag verſchenken, Weil ſonſt Saal Dein klares Licht und Sonne zu hinms dieſer Wunder⸗Fluß Mir zur Sünd⸗ Und laß uns wieder überall Empfin⸗ Fluth dienen muß. den Freud und Wonne, Daß alle zur 10. Laß mich nicht mit Bathſeba Welt erkenne frei, Daß außer die Unrein aus dem Bade ſteigen; Die⸗ kein Segen ſei Im Himmel und auf du ſer Schwefel⸗Hamdf kann Miir als Erden! Nic. Hermann, ſt. 156. 366 1 einen Vorſchmack zeigen, Was Gott n 23 98 für ein Sthweſel⸗Had Für die So⸗ Brunnen⸗Lied. rnſemn Fder doms⸗Kinder hat. Mel. Wer nur den lieben Gott. ſolten bili 11. Ach, die Brünnlein Iſrael Müſ⸗ 137 5 Gott, du Brunnen hat dandar ſen, leider, ſparſam fließen! O, mein ¹ aller Gaben, Du daͤurch Fd Gott, laß meine Seel Nur ein Tröpflein Quelle voller Mildigkeit, Du beſter onmer Troſt genießen, Daß ich deinen Sab⸗ Arzt, den man kann haben In Krank⸗ 2. Alein bath⸗Tag Hier im Herzen halten mag. heit und in Sterbens⸗Zeit, Wie hat W di die 12. Und wenn ich nun lang genung du zu dem Menſchen Luſt, Daß di ſei 1 T Hier aus Mara trinken müſſen, Ach, ihm ſo viel Gutes thuſt! M Sind ſo laß den letzten Trunk Mir zur 2. Du gibeſt hier geſunde Quellen So daß d ſanften Ruh genießen, Daß ich dort dür uns und für manch fremdes Land; hs zu. in Canaan Honig⸗Bäche trinken kann! Da wird in vielen Krankheits⸗Fällen n Ic, Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1137. Der Nutzen und der Werth erkannt, Auch On en ſe um Se unn⸗ hein. e⸗ S S —= ———= — —— hat, Dämn ⸗ Wel ni h i, —o nu un e wiederaedm ſt rerprita Gnaden be, dedi 1 W hen. Wie ſihſihſe No ſar zäße Dein henm dene du bſſtſeune ate. von deinen hinal⸗ rs Lict Gonne ieder ülen pfi⸗ Wann dh ale ei, Daß uhr di Im Hünnnda Nic. Hernam,ſ. lidl. enen⸗Lit. ur den liber Go Gott, u humn aller Ghn Dh Nidigkit A. nn haven Niran rbens⸗Sit Jiebot nicen di,i d tes thuſt hier geunden manchtende ln Keuuthet uü — — — — Hder Verhſtnn, d een botr enn der, dem kaum zu helfen ſteht, Waud und friſch von dannen geht, 3. Bethesda heilte manchen Kran ken, Doch Einen nur zu Einer Zeit; Hier müſſen wir dir täglich danken⸗ Denn, Herr, durch deine Gütigkeit Heilt unſer Brunnen, unſer Teich ſicht Wenig auf einmal zugleich. 4 Laß uns die Gnade recht erken⸗ nen, Daß wir derſelben würdig ſein. Sind wir vor Andern fromm zu nennen, Daß wir ſie haben? Nein, ach, nein! Die Güte lockt inſonderheit zur Buße und zur Dankbarkeit. 5. Drum lernen wir bei dieſem gade, Daß uns ein Bad gewaſchen hat. Wir lagern in der Ungenade, Kein Menſch fand vor dem Richter Statt. ſan gibt das Waſſer⸗Bad die Kraft, Daß Gott in uns viel Gutes ſchafft. 6. An dieſes laß uns ſtets geden⸗ ten, Wenn man das Bad vor Augen ſieht. Den alten Menſchen hilf erträn⸗ ten, Damit die Frucht des neuen blüht, So wird das Herz von Sünden rein Und auch ein Quell des Guten ſein. 7. Nun, Gott, du Brunnen aller Gaben, Gib dieſes noch, ſo iſts genug; Nan wird des Leibes Hilfe haben Und auch der Seelen Beſſerung, Bis uns der Tag, den du wohl weißt, Zur Himmels⸗Quelle kommen heißt. Zur Ernte⸗Zeit. In voriger Melodie. 1376 Gott, es ſteht dein s. milder Segen In unſern Feldern herrlich ſchön; Wir ſolten billig allerwegen Die Wohl⸗ that dankbarlich erhöhn: Du lockeſt dadurch Jedermann Zur Buß und ſwommen Leben an. 2. Allein wer folget dieſem Triebe? Wo iſt die wahre Dankbarkeit? Man ſect in Welt⸗ und Fleiſches⸗Liebe, 4 Sünde, Schand und Sicherheit, So daß dein Segens⸗Ueberfluß Uns blos zur Wolluſt dienen muß. did Ach, Wunder, daß du nicht durch Strafe Uns, wie viel ander und Gütern gehört. Volk, erſchreckſt Und aus dem tiefen Sünden⸗Schlafe Durch Hunger, Krieg und Peſt erweckſt! Das ma⸗ chet deine Gütigkeit, Die ſchonet un⸗ ſer noch zur Zeit. 4. O Gott, bekehr uns große Sün⸗ der, Vergib uns unſre ſchwere Schuld, Crbarme dich der armen Kinder Und habe noch mit uns Geduld, Wirk in uns kräftig durch dein Wort Und treib die Luſt zur Sünde fort! 5. Ach, ſegne ferner deine Gaben, Die jetzo in dem Felde ſtehn, Laß uns gut Ernte⸗Wetter haben Und alle Noth vorüber gehn! Gib, lieber Gott, daß Jedermann Die Früchte völlig ernten kann! 6. Hilf, daß wir ſie auch recht genießen Und ſie in Fried und Ruh verzehrn, Den Armen auch von unſerm Biſſen Aus Lieb und Mildig⸗ keit ernährn; Verhüte bei uns allezeit Den Mißbrauch deiner Gütigkeit. 7. Und alſo laß uns künftig leben, Wie uns dein Will im Worte lehrt, Daß wir dir Dank und Ehre geben Und ſich dein Segen täglich mehrt; Führ endlich auch uns insgemein In deine Himmels⸗Scheuern ein! M. Gottfr. Hoffmann, g. 1658, ſt. 1712. Nach erlangtem Regen. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 1377 9 Gott, man dankt dir 4 weit und breit, Weil du uns herzlich liebeſt Und uns jetzt nach der dürren Zeit Fruchtbaren Re⸗ gen gibeſt, Der macht den Acker mild und feucht, Im Feld man deinen Se⸗ gen reucht Und deiner Güte danket. 2. Du wäſſerſt es und machſt es reich, Dein Brünnlein lieblich quillet; Davon wird Furch und Feld zugleich Schön mit Getreid gefüllet. Die Erd das Waſſer in ſich ſäuft, Von dein Fußtapfen Fettes träuft, Da wird das Land geſegnet. 3. Du wollſt das Wetter und die Zeit Auch fortan alſo führen, Daß wir hier in der Dürftigkeit Dein Güt vom Himmel ſpüren; Zum Samen iſt das Körnlein Noth, Den gib uns und zu eſſen Brodt, So preiſt man deinen Namen. Um Abwendung der Peſt. Mel. Wenn wir in höchſten Nöthen. großer Gott, jetzt ſehn 1378. 9 wir frei, Daß dein Zorn⸗Ruth gebunden ſei; Du haſt ſie ſchon in deiner Hand, Zu ſtrafen unſer Vaterland. 2. Die böſe Seuch und giftge Peſt Sich hin und wieder ſehen läßt, Weil unſre Sünd und Miſſethat Dir dei⸗ nen Zorn erreget hat! 3. O Gott Vater, wo ſolln wir hin? Su dir wir wenden Herz und Sinn. ir falln auf unſer Angeſicht, Laß uns ſo elend ſterben nicht! 4. Wir habens ja verdienet wohl Mit unſern Sünden ohne Zahl, Die reuen uns mit Leid und Schmerz: Ach, wend uns zu dein Vaterherz! 5. In dieſer ſchrecklichen Gefahr Mit deinen Flügeln uns bewahr; O, wehre doch, daß dieſe Seuch Ja nicht in unſer Häuſer ſchleich. 6. Ach, ſchon auch derer, from⸗ mer Gott, Die ſolches Elend troffen hat, Befiehl deinm Engel, daß er eil Und wend ab alle giftge Pfeil. 7. Gib ihnen Troſt, Geduld und Stärk, Sie ſind ja deiner Hände Werk, Sie ſind erkauft durch Chriſti Blut; Drum nimm ſie auf in deine Hut. 8. So wollen wir mit ihn zugleich Hier zeitlich und dort ewiglich Lob⸗ ſingen deinem großen Namn: Das hilf uns, o Herr Jeſu! Amn! Bei Krieges⸗Noth. Mel. O grvßer Gott von Macht. 10. großer Gott, ſchau an, 13 4 9. 9 Wir leben in Gefahr; Man ſchwingt die Krieges⸗Fahn, O Herr, nimm unſer wahr! Der Einfall in das Land iſt da, Drum ſei mit dei⸗ nem Schutze nah, Ach, bleib bei uns hienieden, Erhalt den lieben Frieden! 2. Wir müſſen wohl geſtehn, Daß wir der Strafe werth. Wie kann Von dem, was zu dem zeitlichen Leben es anders gehn? Dein ha 3 nicht begehrt; Man lebt har viele Eitelkeit, in Hoffart, Haß und Sicher⸗ heit. So hat man dich beweget, Daß deine Rechte ſchläget. 1 t.3. Erbarme dich, o Gott, Erlaß die große Schuld; Schau deines Sohnes Tod Und habe noch Geduld! Der Krieg verwüſtet Stadt und Land. Verhüte doch den Jammer⸗Stand, Laß uns in Frieden ſitzen! Du kannſt uns wohl beſchützen. 4. Wie herrlich iſt die Ruh! Man wandelt aus und ein, Der Segen kommt dazu, So kann man fröͤhlich ſein. Hilf, daß uns nicht der Feind verzehrt, Was deine milde Hand be⸗ ſchert. Erhalt uns deine Gaben, Die wir bekommen haben. 5. Was bringt der Krieg? Ach, ach! Brand, Rauben, Mord und Blut. Die Furcht iſt tauſendfach, Man geht auf Leib und Gut, Ich weiß, daß dir, o Herr der Welt, Solch Weſen ſelber nicht gefältt O, drum zerbrich die Waffen Und laß uns ruhig ſchlafen. 6. Doch, wenn es ſo ſein ſoll, Daß uns das Unglück trifft, So gehs der Seele wohl. Vertreib das Sünden⸗ Gift, Gib, daß die Sünder Buße thun Und dann in Chriſti Wunden ruhn, Auch wirklich frommer werden: So nützen die Beſchwerden. 7. O Friede⸗Fürſt, gib auch, Was unſre Seele ſtillt. Die Welt iſt als ein Rauch, Der uns den Geiſt nicht füllt. Wer ſich in ſeinem Gott ver⸗ kriegt, Ach, der kann Friede finden Und Alles überwinden! 8. Ich komm zu dir, mein Hell Iſt Gott der Sünde Feind, So biſ doch du mein Theil Und treuſter See⸗ len⸗Freund. Ich ſenke mich um ganz in dich, Vertritt mich, bitte du für mich, So kann mein arm Ge⸗ wiſſen Der ſüßen Ruh genießen. 9. Was will ich mehr? Noch was. Ich will das Friedens⸗Haus, Das ewig iſt, das, das! Dorthin willich din Fridens ſ nn gut dus den lwein In beſond 8808 grahen! d Sünde üiht e ans, undr tyl Ftiedn bic uns endt guäd Gütigen Regen daß dich den J Goſt urd Tae Dreimal heilh dr Herte debn ſiner Giren w Föße! Gebbet in Nanen des der Höhel Un Emneit Nel. Penn n 184,9 gnügt Und immer Troſt von oben doc, daß unſe nns hevetget uuf nach, Iüted Sihnrger znr Boinde nd dgic 1 3 Ipa tetß pe „Drun w ne bind 8 s 4 1 So un. Äß uns ſih s deine mdeond uns 6 bringt de ſig, a Nauben Fend m Jurht it mferit⸗ if Lid wh t i 4 glück trift, ere n Vertreit ds Sündn daß die einler b ionn in Chit Wunde wirllich fonm werde ie Beſchwna e⸗Fürd, Phalt, W — ſt vih gft ſſg ttr ſillt. NeMt ſt ie der uns wlei ic in fm mmer Ant. 2 on Dben der konn zite indn berwinden! unm au W, ken het Sünde ind E n Vrrit ul litn 1 1380. 9 NAI Ff. 1 Al V maus. Wenns übel auf der Erde fnunuen Alles durch einander geht, So hif mir aus dem Jammer In deine Friedens⸗Kammer! Feind, kein Streit kann hin, O ſichre Friedens⸗Stadt! Wie daß ich furchtſam bin, da man die ung hat? Man tödte mich, wenns Gott zuläßt, So komm ich in dein Friedens⸗Feſt. Wer will uns da verſehren Und unſern Frieden ſtören? M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Um gute Witterung. Aus dem lateiniſchen Domine Rex. In beſonderer Melodie. Herre Gott! Du höch⸗ ſter König! Du Gott Abraham! Laß uns Armen unſre Sünde nicht entgelten Und verleih uns, unſer täglich Brodt In gutem Frieden täglich zu genießen. Gib uns einen gnädigen und fruchtbaren gütigen Regen)(Sonnenſchein), Auf daß dich dein Volk immer Als ihren Gott und Vater erkenne und lobe. Dreimal heilig, heilig, heilig Iſt der Herre Zebaoth! Alle Lande ſind ſiner Ehren voll, Hoſianna in der höhe! Gelobet ſei, der da kommt in Namen des Herrn; Hoſianna in der Höhe! Um Sonnenſchein bei großer Näſſe. Mel. Wenn wir in höchſten Nöthen. 1381. Ddnne och, das ins hervorgebracht, So ungeſtalt und . 8 uns auch der Him⸗ mel blind, Des Firmamentes Glanz und Gütern gehört. 827 verſchwindt, Wir warten, wenn der Tag anbricht, Auf Tages⸗Licht und kommt doch nicht. 5. Man zankt noch immer fort und fort, Es bleibet Krieg an allem Ort, In allen Winkeln Haß und Neid, In allen Ständen Streitigkeit. 6. Drum ſtrecken auch all Element Hier wider uns aus ihre Händ; Angſt kommt uns aus der Tief und See, Angſt kommt uns aus der Luft und Höh. 7. Es iſt ein hochbetrübte Zeit, Man plagt und jagt die armen Leut Eh, als es Zeit, der Grube zu Und gönnet ihnen keine Ruh. 8. Drum trauert auch der Freu⸗ den⸗Quell, Die Sonn, und ſcheint uns nicht ſo hell; Die Wolken gießen allzumal Die Thränen ohne Maß und Zahl. 9. Ach, wein auch du, o Menſchen⸗ Kind, Und traure über deine Sünd; Halt doch mit deinen Laſtern ein Und mache dich durch Buße rein. 10. Fall auf die Knie, fall in die Arm Des Herrn, daß ſich ſein Herz erbarm Und der ſo wohlverdienten Rach In Gnaden bald ein Ende mach. 11. Er iſt ja fromm und bleibet fromm, Begehrt Nichts mehr, als daß man komm Und mit geneigter Furcht und Scheu Ihn bitt um önad und Vater⸗Treu. 12. Ach, Vater, Vater, höre doch Und löß uns aus dem Sünden⸗Joch Und zeuch uns aus der Welt herfür Und kehr uns ſelbſten ganz zu dir. 13. Erweiche unſern harten Muth Und mach uns Böſe fromm und gut; Wen du bekehrſt, der wird bekehrt, Und wer dich hört, der wird erhört. 14. Laß deine Augen freundlich ſein Und nimm mit gnädgen Ohren ein Das Angſt⸗Geſchrei, Das von der Erd Aus unſerm Herzen zu dir fährt. 15. Reiß weg das ſchwarze Zorn⸗ Gewand, Erquicke uns und unſer Land Und der ſo ſchönen Früchte Kranz Mit ſüßem warmen Sonnen⸗Glanz. 16. Verleih uns bis an unſern Tod⸗ Alltäglich unſer liebes Brodt Und dermaleinſt nach dieſer Zeit Das ſüße Brodt der Ewigkeit! P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Un leibliche Wohlthat. Mel. Wenn ich in Angſt und Noth. 5 Gott, wir danken dir, 1382. 9 Du haſt uns noch er⸗ nährt, Regieret und beſchützt, Auch Fried und Ruh erhalten, Viel Uebels abgewehrt; Du läſſeſt über uns Noch Gnad und Wahrheit walten. 2. Doch ſiehſt du die Gefahr Des Landes mehr, als wir; Wir hätten auch den Krieg Mit Sünden wohl verſchuldet. Wie wenig dankt man dir; Ach, Wunder, daß dein Arm Uns immer noch ſo duldet! 3. Wir ehren dich nicht recht, Man liebt den Nächſten nicht, Man lebt nicht, wie man ſoll; Wir wollen auch Nichts, leiden, Man denkt nicht ans Gericht; Drum herrſcht die böſe Luſt, Stolz, Saufen, Zorn und Neiden. 4. Bekehr uns, lieber Gott, Gib ein zerknirſchtes Herz; Gib Glauben an den Sohn, Gib auch ein neues Leben; Betrachte Chriſti Schmerz Und ſchreib uns ſolchen zu, So wird die Schuld vergeben. 5. Wird uns die Schuld geſchenkt, So fället auch die Pein. Ach, laß des Friedens⸗Poſt Im ganzen Land erſchallen; Laß Friede bei uns ſein, So können wir mit Ruh, Wohin wir wollen, wallen! 6. Bewahr vor theurer Zeit, Vor Seuchen und vor Peſt, Vor Brand und andrer Noth, Vorm Satan, Sünd und Hölle. Wo Jeſus uns nicht läßt, So ſind wir wohl beſchützt, So dienen alle Fälle. 7. O, Heiland, bittedoch Füruns, dein Eigenthum; Du haſt uns theur erkauft, Erbarm ddich deiner Brüder! Wir geben dir den Ruhm; Denn du vertrittſt an⸗ noch Uns ungeſtalte Glieder. 8. Wir legen Kirch und Schul Und alle Sorg auf dich; verſorge, ſchütze, ströſte Und rette Groß und Kleine. Voön dem, was zu dem zeitlichen Leben Dir überläßt man ſich. nimmermehr, Wir bleib Deinen! Verlaß ung .2 en ganz die M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Zur dürren Zeit. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 138 3 a 0 ſtarker Gott, du liſ⸗ 4 ſeſt recht Uns unge⸗ erfahren, Wie, daß du deinen ſchwe⸗ ren Zorn, Den du gedräuet haſt zu⸗ vorn, Nun ferner nicht kannſt ſparen. 2. Du haſt geſaget: Werdet ihr M nicht gehorchen für undfür, So ſollder Himmel Eiſen Und eure Erde ſein als Erz, Ich will euch mein erzürntes Herz Durch Hitz und Dürre weiſen. 3. Es ſoll der Acker hart und dicht Des Landes Früchte tragen nicht, Ich will den Himmel ſchließen, Daßihrem⸗ pfindet Hitz allein. Wo wird alsdann zu finden ſein, Was nöthig, zu genießen⸗ 4. Ach, Gott, jetzt haben wir er⸗ lebt, Wornach wir lange Zeit geſtrebt Mit unſern ſchweren Sünden. Der Himmel iſt verſchloſſen gar, Das Erdreich trocknet immerdar, Die Saat muß ſich entzünden. 5. Wie kläglich ſtehet Feld und Au, Sie ſeufzen nach dem kühlen Thau, Der Alles ſonſt erquicket, Die Berge liegen ganz verbrannt, Die Dürr hat unſer ganzes Land Und deſſen Frücht erſticket.. 6. Mein Gott, was iſt doch unſre Stärk? Umſonſt iſt Aller Hände Werk; Jetzt gibſt du Staub für Re⸗ gen Und Aſche für die Fettigkeit Davon verdirbt uns das Getred; Hinweg iſt Heil und Segen. 7. All Ackers⸗Leute trauern ſehr, Die Winzer heulen mehr und mehr, Daß ſie den Moſt der Erde Nicht, wie vorhin, mit Freuden ſehn, Ihr Arbeit muß zu⸗ rücke gehn, Sie ſelber dürftig werden. 8. Die Hitz iſt groß, man ſpün kaum In Wäldern einen friſchen Baum, Die Flamm hat angezündet Die Felder, Stauden, Laub und Gras, Dieweil man weder Thau noch Na Im ganzen Lande findet. rechte Sünden⸗Knecht In dieſer Zeit dih onzuilehe rocnen zett dit befrik i 13. Nixl ſhnel N San el Un pm fiehl den And Daß ſie ded nit das kand 14. Gib m Nuuct, Gtab egucht de Mah uf Daß wir deim uben dich au 1. Sandmn dat, Geſeute ennt Fiin Damit mandir Nleber Gat in Lohn ſt 4 atinnſte An. 8. trihlucne Ses Päaaß zit daſe geihwe i dt der 6 6 ben nan 6 dürren Jxſ. nt her du nir ſorit. 4 ricter iht riſhlergzite lein. Vop aledm Was näthin Monsh dsnüthigmenieeh ott, jeßt he wite hwir me gi git ſchwern dinn. Na verſchlſen gr, Ns netiimede. Snt zünden. däglch ſon dd w ufzen mh de ii lles ſort enüttt ganz vetann, inſer ganzs And l erſtctt. 1 4 1 Sott, wos ſtdohwie ſonſt it Alr Hin giſt i wt ſire ſche ſir de eiiti irbt unz de gend, deil und h. rs⸗Leutetruen e,W ſich. en b Vi ka u lgaſimn ag, halte Hand, Durch welchen über alles Land ſei fſt aus dem dit und di weien nn lr weiſen. derAt lnaunddit 3 8 5 en mehr wne Ih erErdegiteweenn ſehn, Jorächä me ie ſlber dif wnn Hit goh, n. de Gäͤder din in Jlanen bot Aäbed fauden,Laub weder Thal Lande fildet. ehh und Gütern gehört. 829 z ſchreien auch die wilden Thier Gaſhe fürund für, Sie nahen ſchdem Sterben; Sie ſtehn und gafſen eonmerlich Die Fiſch im Waſſer blä⸗ hen ſich, Sie fühlen ihr Verderben. 10. Ach, Vater, zürne nicht ſo hart, nicht ſo Widerpart, Wir wollen gern bekennen, Daß du der Rä⸗ cer biſt allein, Der unſer Land heißt dürre ſein Und jämmerlich verbrennen. 11. Der Segen ſteht in deiner Nuß Thau und Regen fallen. Du feuchteſt das gepflügte Feld, Du läſ⸗ Wolken⸗Zelt Die ſtarken Donner knallen. 12. Du gibſt allein das liebe Brodt, Daß ſie die Wolken treiben her, Da⸗ das Land ſich freue. 14. Gib uns von deinem Samen zrucht, Erhalt auch Vieh⸗ und Vo⸗ gel Zucht, Laß Alles fruchtbar wer⸗ den Mach unſre Auen ſegensvoll, Daß wir vergnüget leben wohl Und loben dich auf Erden. 15. Send uns den Regen früh und pat, Gebeut dem Wetter, daß die Saat Fein wachs und zeitig reife; Damit man dir für Speis und Trank, d lieber Gott, zu Lob und Dank Ein Liedlein ſing und pfeife. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. zeieinem ſchweren Donner⸗Wetter. Mel. Schwing dich auf zu. 222 b KFchwing dich auf zu 1383. 5 deinem Gott, Hoch⸗ erſchoocne Seele! Vor dem Herren gebaoth Zittert Thal und Höhle, Faſſe gleichwvohl deinen Muth, Ob die Welt verginge: Jeſus lebt, der 2. Gott der Ehren donnert ſehr, Zwar, es iſt natürlich; Doch, gib ihm dabei Gehör, Fürchte dich gebührlich, Wenn er aus dem Wetter ſpricht, Zeigt er ſeine Rache; Drum erfordert deine Pflicht, Daß dein Herze wache. 3. Höret, wie ſein Donner brüllt, Wie des Himmels Säulen Zittern, wenn der Herr ſo ſchilt Mit den Donner⸗Keilen! Schauet, wie der Wetter⸗Strahl Gleich den Schlangen fähret, Sie erſcheinen alluumal Wenn ſie Gott begehret. 4. Falle vor ihm auf die Knie, Bet ihn an demüthig, Daß das Wetter ſich verzieh, Denn Gott iſt ſehr gütig. Wenn er ſpricht, ſo hört es auf In der Luft zu knallen. Er läßt nicht dem Zorne Lauf Und den Bund nicht fallen. 5. Sprich: O Herr von großer Macht, Die ichjetzt erkenne, Wenn man deinen Arm betracht, Was iſts, das man nenne, Das vor deiner ſtarken Kraft In der Welt beſtehe? Mir verſiegt der Lebens⸗Saft, Weh mir, ich vergehe! 6. O, wie häuet deine Stimm Alsdie Feuer⸗Flammen! Darum fürcht ich deinen Grimm. Willſſt du mich ver⸗ dammen? Es bedarf ein kurzes Nu, Daß ein Fall geſchehe. Ach, wo kehre ich mich zu, Daß mich Gott nicht ſehe? 7. Steckt ich tauſend Klaftern tief In dem Grund der Erden, Läg ich in dem Meer und ſchlief, Könnt un⸗ ſichtbar werden, Würde mich doch deine Hand Allenthalben finden; Denn es kann vor Gott Niemand Aus der Welt verſchwinden. 8. Darum will ich mich vor dir Nicht verzagt verkriechen; Bleibe, Gottes⸗ Lamm, bei mir, Bis die Angſt gewi⸗ chen; Rede nicht in ſtetem Blitz Und mit Donnerſchlägen, Sondern laß in deinem Sitz Dich zur Ruh bewegen. 9. Freilich, meiner Sünden Zahl Macht den Himmel rege, Jeder Schlag und Feuerſtrahl Heißet Gottes Wege, Die er mit Gerechtigkeit Schrecklich pflegt zu gehen; Darum muß man Hilfe thut; Darum bet und ſinge. allezeit In Bereitſchaft ſtehen. 10. Denn es dräuet unſer Gott Von des Himmels Throne Feuer, Blitz und Wetters⸗Noth, Zu verdientem Lohne Denen, welche ſeinen Geiſt Sich nicht ſtrafen laſſen, Und ſo lang es heute heißt, Nichts zu Herzen faſſen. 11. Alſo muß ich auch von mir Leider nur bekennen, Daß ich viel⸗ mals mich von dir Satan laſſen trennen. Gottes Liebe, Gottes Huld Hat mich zwar gezogen, Aber nicht von meiner Schuld Abzuſtehn bewogen. 12. Darum willſt du, Herr, auf mich Deine Pfeile ſchießen, Müßte von dem Wetter ich Gleichwie Wachs zer⸗ fließen; Doch du wirſt nicht die Na⸗ tur Wider Alles rüſten; Denke, deine Creatur Iſt vom Blut der Chriſten. 13. Vater, ſchau, ich liege hier Mit zerknirſchtem Herzen, Wende deinen Zorn von mir, Heile meine Schmerzen. Laß mich jeden Donnerſchlag Geiſt⸗ lich auferwecken, Daß mich nicht der jüngſte Tag Ewig möge ſchrecken. 14. Denn gleichwie der Blitz aus⸗ bricht Ohne viel Verweilen, Alſo wird auch zum Gericht Jeſus Chriſtus eilen. Sichre Welt, es kommt die Zeit, Willſt du ſie verſchlafen? Da der Herr in Ewigkeit Wird mit Feuer ſtrafen. 15. Aber dieſer Richter läßt Bei den Schwefel⸗Güſſen, Wenn man Sturm und Feuer bläſt, Blut zur Löſchung fließen, Blut, das nicht um Rache ſchreit, Sondern Gnade, Gnade. Ob die Hölle Flammen ſpeit, Weicht doch aller Schade. 16. Mein Erlöſer, ſtelle dich Jetzt vor deinen Vater, Bitte, Gottes Sohn, für mich, Bleibe mein Berather, Tilge meiner Sünden Schuld Kraft der heilgen Wunden, Habe, Herr, mit mir Geduld, Sprich: Du biſt entbunden! 17. Unter dir, du Lebens⸗Baum, Will ich gläubig beten. Hät ich in der Welt nicht Raum, Sicher wo zu tre⸗ ten, Unter deinem Schatten mag Ich in Frieden ſitzen; Mich berührt kein Donnerſchlag Unter tauſend Blitzen. 18. Stärke durch den Geiſt der Kraft Von dem, was zu dem zeitlichen Leben Meinen ſchwachen Glaube meiner Ritterſchaft Benuep den in ben; Daß ich als ein wahrer Chriſt Alle meine Tage, Weil du Schild und Sonne biſt, Nicht an Gott verzage 19. Deine gnadenvolle Hand Hemme Blitz und Schläge, Schonedieſer Stadt und Land, Denn du macheſt Wege Wo ſich hin dein Donnerſtrahl Muß zum Glücke wenden, Und das Wetter auf einmal In der Wüſten enden. 20. Tröſte, die, ſo ſchon vielleicht Deine Schwefel⸗Blitzen Da und dor⸗ ten hat erreicht Und im Staube ſitzen, Daß ſie deinem Willen ſich Bei er⸗ haltnem Leben Dankbar und gedul⸗ diglich, Hiob gleich, ergeben. 21. Löſche ſelbſt das Feuer aus, Wende größern Schaden, Baue wie⸗ derum ihr Haus, Kröne ſie mut Gna⸗ den. Wenn auf ſie dein Segen fließt, Liegen ſie gleich nieder, Gibſt du, was ſie eingebüßt, Ihnen zehnfach wieder. 22. Laſſe deines Zornes Strahl Keinen Menſchen fühlen, Sonderlich die oftermal Mit den Wettern ſpie⸗ len. Soll es ja getroffen ſein, Laß uns ſelig enden. Auch im Wetter ſchläft man ein Unter Jeſu Händen. 23. Leib und Seele, die du mi, Schöpfer, haſt gegeben, Hab und Gut befehl ich dir, Laß uns vor dir k⸗ ben, Ach, verſchone Vieh und Fed, Herr, mit viel Erbarmen! Du Erre⸗ ter aller Welt, Denke derer Armen. 24. Und wie dich in deiner Macht Blitz und Donner loben, Alſo ſei di Preis gebracht Hier und auch dort oben, Bis wir deiner Majeſtät In dem Freuden⸗Leben Sonder ängſli⸗ ches Gebet Ewig Ehre geben. Um Segen in der Nahrung. Mel. Auf meinen lieben Gott. 138 4 o tret ich demnach an, 4 Wie ſtark ich immer kann, Mein Amt, Beruf und Weſen, Dazu mich Gott erleſen, Der wird mi ſeinen Segen Auch wiſſen beizulegen 2. Dir, Vater, ſag ich Dank, Da . ert, Li fu g Joh, un git an behh 385ʃ anſern Jitn 3 3 G Andyrr utt reiten, zennd d vergi fit M. B 3880. dnnen Gt tt ſauer onl dinder, Cr i nbins e den Gi g 2 Va Get Rthen e nen, Namte um amgi eich, antn ſebſt do ne and nScrde Pwe , Ktöne ſennt G⸗ fſe den 4 ſien nieder,G Ihnen zen vide deines zus St hen fühl d dach; Nit den Vin ſi⸗ ja getoffn ſi, Lch en. Auc m Mte n Unver fil inden ind Seabe dedu mi. gegeben, hnd b Laß uns m dr ſchone Iihud zen⸗ Erbarnal du Ene⸗ Dente den Arnen je dic indi ir deine tit Leben Sonde ingſi vig Ghr ge in dit Rüun. meinen liebe Got. dtt ih denah 1 Pee ſat hime nt Venſud den erlſe Da eidm duch wiſen biöl 4 bhr ihdii du, 11 au mein Lebenlang So reichlich Und manche Gnad deine Güt und Gaben Nich heut und an Allem mög erfüllen. I Il 3e te Stel und Leib Und Alles von mir treib, Was meine Nahrung hindert Und deinen Segen mindert; Laß mich in Fried und Freuden Zuletzt von hinnen ſcheiden! Joh. Heinr. v. Hippen, g. 1656. Um Friede und Ruhe. In bekannter Melodie. 190 Jerleih uns Frieden gnä⸗ 1385. U diglich, Herr Gott, zu unſern Zeiten! Es iſt doch ja kein. Andrer nicht, Der für uns könnte ſteiten, Denn du, unſer Gott, alleine. *2. Gih unſerm König und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment, Daß wir unter ihnen Ein geruhig und tlles Leben führen mögen In aller Gottſeligkeit und Ehrbarkeit. Amen! Dr. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. das vergnügte Herz bei ſparſamer Ernte. Mel. Was Gott thut, das iſt. 202◻ as Gott thut, das 1386. Wiſt wohlgethan! So denken Gottes Kinder. Er ſiehet ſie oſt ſauer an Und liebt ſie doch nicht ninder; Er zieht ihr Herz Nur him⸗ melwärts, Wenn er ſie läßt auf Erden Ein Ziel der Plagen werden. 2. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan! Gibt er, ſo kann man neh⸗ nen; Nimmt er, wir ſind nicht übler dran, Wenn wir uns nur bequemen. Die Linke ſchmerzt, Die Rechte herzt, Und beide Hände müſſen Wir doch in Demuth küſſen. 3. Was Gott thut, das iſt wohlge⸗ than! Erweiſt uns oft den Segen, Und cher noch gedeihen kann, Muß ſich die und Gütern gehört. Loffuung legen: Weil er allein Der Schatz will ſein, So macht er andre Güter Durch den Verluſt uns bitter. 4. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan! Wenn man nach reichem Säen Doch wenig Garben erndten kann, So iſts vielleicht geſchehen, Weil Gott auch Frucht Bei uns ge⸗ ſucht Und doch hat müſſen klagen, Daß wir ſo ſchlecht getragen. 5. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan: Wir müſſen beſſer werden: Man baue nur die Herzen an, So folgt die Frucht der Erden. Den Man⸗ gel muß Ein Ueberfluß Zu andrer Zeit erſetzen Und Feld und Herz ergötzen. 6. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ gethan! Laß ihm nur ſeinen Willen: Hängt er den Brodt⸗Korb höher an, Er wird ihn wieder füllen. Wer ſo viel nimmt, Als ihm beſtimmt, Der kann auch bei den Brocken Vergnügt ſein und frohlocken. 7. Was Gott thut, das iſt wohl⸗ dethan⸗ Das Feld mag ledig ſtehen, Wir gehn getroſt auf Zions Bahn Und wollen Gott erhöhen. Sein Wort iſt Brodt: So hats nicht Noth; Die Welt muß eh verderben, Als wir vor Hunger ſterben. 8. Was Gott thut, das iſt wohlge⸗ than! So wollen wir ſtets ſchließen, Und iſt bei uns kein Canaan, Wo Milch und Honig fließen, Doch iſts genug Zur Sättigung, Wenn Gott den Löffel ſegnet, Obs gleich nicht Scheffel regnet. 9. Was Gott thut, das iſt wohlge⸗ than! Wie er es nun gefüget So neh⸗ men wir es billig an Und ſind dabei vergnüget. Wenn gleich der Kad“* Sehr wenig hat, doch wird ein jeder Biſſen Im Munde quellen müſſen. Beuj. Schmoſck, g. 1672, ſt. 1737. * 1. Kön. 17, 12— 16. Kranken⸗Lied. Mel. Wenn mein Stündlein. 13 87 Wenn mein Geſundheit 1* leidet Noth, Mich Schmerz und Krankheit drücken, So gib mir Zeit, o frommer Gott, Mein Haus recht zu beſchicken; Mit mei⸗ nem Herz mich zu dir wend, Daß ich denk auf ein ſelig End, Du wirſt mirs nicht verſagen. 2. Gott machts mit mir, wies ihm gefällt, Ich hab mich ihm ergeben; Fordert er mich von dieſer Welt, Der Tod bringt mich zum Leben. Kein Haar fällt mir von meinem Haupt, Es ſei denn, daß es Gott erlaubt, Doch Alls zu meinem Beſten. 3. Da es ihm wobhlgefallen hat, Bin ich ein Menſch geboren, Und durch das ſelig Waſſer⸗Bad Zu Got⸗ tes Kind erkoren; Drum ſoll ich Chriſti Mit⸗Erb ſein Und durch ihn nehmen glücklich ein Das Reich der ewgen Freuden. 4. Mein Herz iſt Gottes Kirche⸗ lein, Da wird ſein Wort gelehret, Durch täglich Buß halt ichs ihm rein, Daß es bleibt unverſehret; Iſt er in mir und ich in ihm, So kann mich ja des Todes Grimm Von Gott nimmermehr ſcheiden. 5. Der alte Bund ſei immerhin: Wir müſſen Alle ſterben; So bleibt doch Sterben mein Gewinn, Denn ich kann nicht verderben! Mein Leib wird ruhn in friſchem Sand, Mein Seele kommt in Gottes Hand, Bis zu dem jüngſten Tage. 6. Da werden Leib und Seele neu Einander wieder ſehen Und wegen großer Lieb und Treu Nicht mehr zu Grabe gehen; Gleichwie auch Chriſtus ſeine Braut, Die er ihm hier durchs Wort vertraut, Einfüh⸗ ren wird zur Freude. 7. Wo ſollte mir nur beſſer ſein? In dieſem Hoſpitale, Da Jedermann beklagt das Sein? Oder ins Him⸗ mels⸗Saale, Da lieblich Weſen, völlge Freud, Leben und ewge Seligkeit Ueber uns ſtets wird ſchweben? 8. Drum, heilige Dreieinigkeit, Mach mich nur dir gar eben, Daß ich geſchickt ſei und bereit Für dieß und jenes Leben; Zu leben trag ich keine Scheu, Zu ſterben ſtärkt mich Gottes Treu, Die er mir oft beweiſet. . Von dem, was zu dem zeitlichen Leben 9. Denn er legt mir ja nicht mehr auf, Als mein Herz kann ertragen, Und ſtärket mich in meinem Lauf, Das Kleinod zu erjagen. Mein Kan wird glücklich laufen ab, Daß ich aus Gnad zu gwarten hab Die Kron des ewgen Lebens. Joh, Thimens. Dankſagung nach erlangter Geſundheit. Mel. Chriſtus, der uns ſelig macht. 1388 H Jer wohl auf iſt und As geſund, Hebe ſem Gemüthe Und erhebe ſeinen M Zu des Höchſten Güte. danken Tag und Nacht MNit geiſ⸗ lichen Liedern Unſerm Gott, der uns bedacht Mit geſunden Gliedern. 2. Ein geſundes friſches Blut Hatein fröhlichs Leben; Gibt uns Gott dieß einge Gut, Iſt uns gnug gegeben Hien in dieſer armen Welt, Da die ſchön⸗ ſten Gaben Und des goldnen Him⸗ mels Zelt Wir noch künftig haben. 3. Wär ich gleich wie Cröſusreich, Hätte Barſchaft liegen; Wir ich Alexandern gleich An Triumph und Siegen; Müßte gleichwohl ſiech und ſchwach Pfühl und Betten drücken, Würd auch mich in Ungemach Al mein Gut erquicken? 4. Stände gleich mein ganzer Liſh Voller Luſt und Freude; Hätt ich Wid⸗ pret, Wein und Fiſch Und die ganze Weide, Die den Gaumen wohl ergötzt Wozu würd es nützen, Wennich dennoch aufgeſetzt Müßt in Schmerzen ſizen; 5. Hätt ich aller Ehren Pracht, Siß im höchſten Stande; Wär ich mächtig aller Macht Und ein Herr im Lande, Mein Leib aber hätte doch Auf⸗undan⸗ genommen Der betrübten Krankhei Joch: Was hätt ich für Frommen! 6. Ich erwähl ein Stücklein Brodt, Das mir wohl gedeihet, Für des to⸗ then Goldes Koth, Da man Ach ba ſchreiet. Schmeckt mir Speis und Mahlzeit wohl Und darf mein nicht ſchonen, Halt ich ein Gerichtlein Kohl Höher, als Melonen. — Muͤnd u r n Laßt uns en Odeiboh ſicht des Anh genießen,. rih Räuet h wünſcen Nyenſch Geher 9 Lhſih Ver in Judhe nr Seelen d nwet, Win Sinn Nem dz beſſer Re bin, ginſe 1o Aon An enzüſte wich desich Blicen, Mei Mein Gahtn füße Stinm. 11. Hind heiſt Sid nein Vämo Geſchäftg, geſtellt Hierir ſang es tn eiben. 12, Jitze was mirget und eze de Some ſ drrablen ngr 3. Heh Ne d Nid aßsde nis ninge Den d id en. dit vertu eaſ 4 Gih En lante burgut i du ni 3 dit. g nach uütn ſundheit 3, der uns ſih J datht T fſunden Gied des riſches g n Git wigtt i uns gnun eeee 7 1 n Welt, A ſte und des gbe oir ir noch ui ¹ 1 1 7' 11 gleich webit aft liger, ar i leich An Tint un te gleichwallſch w il und Betn rüt, 5 2„ 8 6 1 — — nüten, Venit enn⸗ ßt in Schnen ſten ler Ehrengat ande; Wirih ähth ind ein herin de hättedoh una. er betribtenRri Ets ach fir Janthe ätt ich ſir ſhint dhl ein Ctücti drn 5⸗ Jüt des d gedeitt, Rün M d ben. 6 7. Sammt und Purpur hilft mir nicht Mein Elende tragen, Wenn mich Hauptweh, Stein und Gicht Und die Schwindſucht plagen; Lieber will ich fröhlich gehn Im geringen Kleide, Als mit Leid und Aengſten ſtehn In der ſchönſten Seide. 8. Sollt ich ſtumm und ſprachlos ſein, Oder lahm an Füßen; Sollt ich nicht des Tages Schein Sehen und genießen; Sollt ich gehen ſpät und früh Mit verſchloſſnen Ohren, Wollt ich wünſchen, daß ich nie Wär ein Menſch geboren. 9. Lebt ich ohne Rath und Witz, Wär im Haupt verwirret; Hätte mei⸗ ner Seelen Sitz, Mein Herz, ſich ver⸗ irret; Wäre mir mein Muth und Sinn Niemals guter Dinge, Wär es beſſer, daß ich hin, Wo ich her bin, ginge. 10. Aber nun gebricht mir Nichts An erzählten Stücken; Ich erfreue nich des Lichts Und der Sonnen⸗ Blicken; Mein Geſichte ſieht ſich um, Mein Gehöre höret, Wie der Vöglein ſüße Stimm Ihren Schöpfer ehret. 11. Händ und Füße, Herz und Geiſt Sind bei guten Kräften, Alle mein Vermögen fleußt Und geht in Geſchäften, Die mein Herrſcher hat geſtellt Hier in meinem Bleiben, Alſo ſang es ihm gefällt, In der Welt zu treiben. 12. Iſtes Tag, ſo mach und thu Ich, was mir gebühret; Kommt die Nacht und ſüße Ruh, Die zum Schlafen füh⸗ ret, Schlaf und ruh ich unbewegt, Bis die Sonne wieder Mit den hellen Strahlen regt Meine Augenlieder. 13. Habe Dank, du milde Hand, Die du aus dem Throne Deines Him⸗ mels mir geſandt Dieſe ſchöne Krone Deiner Gnad und großen Huld, Die ch all mein Tage Niemals hab um dich verſchuldt Und doch an mir trage. 14. Gib, ſo lang ich bei mir hab Ein lebendigs Hauchen, Daß ich ſolche theure Gab Auch wohl möge brauchen. Hilf, daß mein geſunder Mund Und und Gütern gehört. 833 erfreute Sinnen Dir zu aller Zeit und Stund Alles Liebs beginnen. 15. Halte mich bei Stärk und Kraft, Wenn ich nun alt werde, Bis mein Stündlein mich hinrafft In das Grab und Erde; Gib mir meine Lebens⸗Zeit Ohne ſonderm Leide Und dort in der Ewigkeit Die vollkommne Freude. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Bei einem harten Wetter, ſich auf das letzte Wetter wohl zu bereiten. Mel. Wenn wir in höchſten Nöthen. 1389 Wie ſchrecklich iſts, du * großer Gott, Weil wir jetzt ſind in Wetters⸗Noth, Es donnert, blitzt, ſchlägt ein und klingt, Daß uns faſt alle Kraft verſinkt. 2. Wie wirds denn an den Tage ſein, Wann du, Herr Chriſt, wirſt kommen rein, Da klingen wird vons Himmels SaalEin Wetter, der Poſaunen⸗Schall? 3. Es wird geſchehn ein Feld⸗Ge⸗ ſchrei Und des Erz⸗Engels Stimm dabei; Es wird im Feuer Alles ſtehn, Was ſichtbar iſt, muß gar vergehn. 4. Der Himmel und all Element Mit Krachen werden nehmen End, Die Werk auf dieſer ſichtbarn Erdn All ſchmelzen und vergehen werdn. 5. Da wirſt du in der Engel Schaar Dich herrlich machen offenbar, Mit Feuer⸗Flammen Rach zu übn An den, die dich nicht wollten liebn. 6. Da wird aus Furcht der Höllen⸗ Pein Ein groß Geſchrei und Heulen ſein, Weil die, ſo ewig ſein verlorn, Gern wärn gedeckt vor Gottes Zorn. 7. Doch wird dein Zukunft tröſtlich ſein Dem auserwählten Häuflein dein, Die du wirſt mit in Himmel führn Und ſie mit großer Klarheit ziern. 8. Herr Jeſu, durch dein theures Wort Und durch dein Stimm, ſo wird gehört Mit Donner, Blitz und großem Schreckn, Wollſt du das menſchlich Herz erweckn, 9. Daß wir mit Beten und mit Wachen All Augenblick bereit uns 83⁴4 machen, Dich, wann du kommſt, recht zu empfangen, Daß wir das himm⸗ liſch Reich erlangen. 10. Laß uns beſtehn vor deinm Ge⸗ richt, Dein ſchweres Urtheil ſchreckuns nicht; Laß uns nicht bei Verdammten ſein, Führ uns mit dir in Himmel ein. 11. Herr Jeſu, komm, uns iſt ſehr bang, Ja komm, Herr Jeſu, machs nicht lang. Du weißt, die Zeit iſt arg und bös: Herr, komm, vom Uebel uns erlös! Bei Sterbens⸗Läuften. Mel. Ach, lieben Chriſten, ſeid. 8 ie tröſtlich hat dein 1390. WW treuer Mund, O liebſter Gott, verheißen, Daß, wenn uns Krankheit will zu Grund Und in die Grube reißen, Und wir mitrechter Zu⸗ verſicht Vor dich zu treten ſäumen nicht, Du wollſt uns nicht zerſchmeißen. 2. Ach Herr, wir haben dieſe Plag Uns auf den Hals gezogen, Die Peſt iſt, leider, dieſe Tag In unſer Land geflogen; Es hat die Seuch uns an⸗ geſteckt, Das Grab hat Manchen ſchon bedeckt, Eh man es recht erwogen. 3. Der Tod will uns, den Schafen gleich, Durch Hitz und Krankheit ſchlachten; Sehr Viele macht er kalt und bleich, Die nicht daran gedachten. Peſt iſt noch ſchneller, als das Schwerdt, Das ohne Scheu und Reu verzehrt; Noch will man es nicht achten. 4. Nun mag ich nicht verſtocket ſein, Ich will mich ſchuldig nennen; Geſündigt hab ich dir allein, Bin würdig, drum zu brennen, Wie Man⸗ cher ſchon durch ſolche Ruth In die⸗ ſer Peſt und Krankheik thut; Die Schuld muß ich bekennen. 5. Ich habe nicht das göttlich Wort Mit Andacht angehöret; Oft hat mir ein verkehrter Ort Den guten Sinn zerſtöret; Der Teufel, Wolluſt Fleiſch, und Welt, Von welchen uns wird nachgeſtellt, Die haben mich bethöret. 6. Ach Gott, wir haben Geld und Gut Für Alles nur begehret; Wir ha⸗ ben unſern frechen Muth Der Ueppig⸗ Von dem, was zu dem zeitlichen Leben keit gewähret: Dieß iſt nun wor Peſt und Gift, Das unſre ſchnatden Leiber trifft, Ja Mark und Bein verzehret. 7. Wir haben dieſen Leib all Tag Sehr herrlich ausgeſchmücket, Der kurz hernach gar ſehr erſchrak, Als ihn der Schmerz gedrücket. Wo dienet nun die Hoffart zu? Der kranke Leib liegt ohne Ruh, Auch bis ins Grab gebücket. 8. Wir haben unſer ganzes Land Und Häuſer oft beflecket Mit Un⸗ zucht, Gräuel, Sünd und Schand: Es war da Nichts bedecket, Und hieß es gleich noch einſt ſo ſchlimm Was Wunder, daß uns Gottes Grimm Ruth, Hör auf, uns ſo zu plagen. Herr, ſtraf uns, als ein Vater thut, Damit wir nicht verzagen. Im Glauben hab ich dich gefaßt, Hiff mir und Andern dieſe Laſt Fett gnädig auch ertragen. 12. Du biſt doch Helfer in der Noth, Bei dir iſt Rath zu finden; Du kannſt die Krankheit, ja den Tod Ganz ſieg⸗ reich überwinden; Du ſchlägſt zu gei⸗ ten eine Beul Und kannſt jedoch die⸗ ſelb in Eil Als unſer Arzt verbinden. 13. Nun, Herr, bezeichne Thorund Thür Mit Chriſti Blut und Sterben, Daß, wenn der Würger geht herfür, Wir nicht durch ihn verderben. Sei gnädig, Herr, und laß uns bald Ge⸗ ſunde Leiber und Geſtalt Durch deine Güt erwerben! Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. uch d N. Vmn Bol3 onmen Auhl gat, Pr Penn dl ds oih uns ig dir begettt. anlaufen, I Du haſtc deß nichf den geſeſſen,Hat 1 4¼, Dosd deine Gid. uns b 5. Di ha Und was e⸗ Schut Te Sindt. di du uns wid ir vertraner 8 d 5——— ——— — 5 — —— — — „— Vaterni 8 4. — —==—— — — — — — = — ——— —— — — —. — — —— — — —— —— — — —— — ſürein 6 Schmerz Mir der Mori⸗ nnes Hetz, Moi doitte en Knien li vt n weinen Grin zu dir Rhca 1 Vergit uh eh) die dich ſom rä. eine Gnadeſtenen. von uns diſ ſare , uns ſou ihen. „als ein Minthut 2 — — = — — 55 — — * teagen. och Helfeinde eth zu finder Amt den Toöba ſer r duſätie Ünd kittt ohNil,9. täl tl — — — —— Nach dem Ungewitter. Mel. Von Gott will ich nicht. 91 W haben jetzt ver⸗ 13 nodunen, Wiacdah ebaoth, Zu uns biſt ſchreckli her3e Durch Blitz und Feuers⸗ Roth, Wir wären gar verzehrt, Wenn du es nicht gewendet Und Hiff uns zugeſendet, Wie wir von ir begehrt... 2. deine Macht wir preiſen, Dein Zorn iſt uns bekannt; Do thuſt du uns auch weiſen, Wie deine Gnaden⸗Hand, Die dich anflehen, ſchützt. Wer ſich zu dir bekehret, Der bleibet unverſehret, Wie ſehr es kracht und blitzt. 3. Iſt Trübſal da mit Haufen, So denkſt du jederzeit An die, ſo dich anlaufen, Hilfſt in Barmherzigkeit. Du haſt an uns gedacht, Wie du deß nicht vergeſſen, Der in der Arch geſeſſen, Haſt ihn zu Land gebracht. 4. Das Wetter iſt vertrieben Durch deine Gnad und Kraft; Du biſt ſtets bei uns blieben, Haſt Sicherheit verſchafftt, Wie dein Sohn Jeſus Ehriſt Das wilde Meer bedräuet, Die Jünger bald erfreuet; Der Hel⸗ fer du ſtets biſt. 5. Du haſt Haus, Hof und Leben, Und was ein Jeder hat, Mit deinem Schutz umgeben Bei uns und unſrer Stadt. Dein gnädig Angeſicht Läßt du uns wieder ſchauen, Die wir uns dir vertrauen Mit ſtarker Zuverſicht. 6. Dank⸗Opfer wir dir bringen Für dieß, was du gethan; Von deiner Nacht wir ſingen, Nimms, Vater, gmädig an Durch Chriſtum, deinen Sohn, Um ſeins Verdienſtes willen, Der deinen Zorn kann ſtillen, Der wahre Gnaden⸗Thron. 7. Ach Herr, am jüngſten Tage, Wenn er herein nun fällt, Daß er mit Donnerſchlage Anzünde dieſe Welt, So ſtreck aus deine Hand Und zeuch uns, die wir gläuben An dich und treu verbleiben, Hinauf ins Vaterland! Joh. Herrmann, g. 1581, ſt. 1647. und Gütern gehört. an Gott, 835⁵ Leib⸗ und geiſtliches Wohl der Frommen. Mei. Machs mit mir, Gott, nach. 1392 WMohl dem, der Gott . zum Freunde hat, Und ihn vor Allem liebet, Der findet bei ihm Troſt und Rath, Wenn ihn die Welt betrübet; Denn Menſchen⸗ Gunſt welkt wie ein Blatt. Wohl dem, der Gott zum Freunde hat! 2. Wohl dem, der herzlich iſt ver⸗ gnügt Mit dem, was Gott beſcheret, Und Unglück mit Geduld beſiegt, Wenn ſolches ihn beſchweret; Er nimmt es an, wie Gott es fügt. Wohl dem, der herzlich iſt vergnügt! 3. Wohl dem, der ſich feſt hält Wenn falſche Zungen ſtechen Und durch Verachtung, Hohn und Spott Ihm Glimpf und Namen brechen. Gott wird ſchon finden dieſe Rott. Wohl dem, der ſich feſt hält an Gott! 4. Wohl dem, der in der Demuth bleibt Und läßt die Prahlereien Der Welt, ſo jetzt die Mode treibt In Pracht und Lumpereien. Den Stolz und Hochmuth Gott zerſtäubt. Wohl dem, der in der Demuth bleibt! 5. Wohl dem, der nach dem Himmel tracht, Und täglich darnach ringet, Und ob er drüber wird verlacht, Dennoch von Herzen ſinget: Gott iſt mein Troſt, wenn Alls verſchmacht. Wohl dem, der nach dem Himmel tracht! 6. Wohl dem, der Jeſum herzlich ſucht, Wenn ihn die Sunden drücken, Und Moſes auf ihn blitzt und flucht, So kann er ſich nur ſchmücken Mit Chriſti Blut und Glaubens⸗Frucht. Wohl dem, der Jeſum herzlich ſucht! 7. Wohl dem, der Jeſum feſte hält Und klebt an ſeinen Wunden! Wenn ihm der Tod ſein End anmeldt Und er ſein Ziel gefunden, So ſei ihm dieß zuletzt geſtellt: Wohl dem, der Jeſum feſte hält. * 8. Nun, Jeſu, du, du bleiſteſt mein Im Leben und im Sterben. Dein Blut und bittre Todes⸗Pein. 53* Läßt mich den Himmel erben. Dieß iſt und bleibt mein Troſt allein. Nun, Jeſu, du, du bleibeſt mein! M. Chr. Gerber, g. 1660, ſt. 1731. Nach überſtandenem Donnerwetter. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1393 Wo iſt ein ſolcher Gott . zu finden, Wie du biſt, Herre Zebaoth, Der tilget und erläßt die Sünden Und ſtets bei uns iſt in der Noth, Der auch erretten kann vom Tod? Ach, dir iſt Nie⸗ mand gleich, mein Gott! 2. Du ließeſt deinen Donner hören, Auch leuchteten die Blitze ſehr, Als wollten ſie uns ganz verzehren! Die Sünden wurden uns zu ſchwer, Wir wußten, daß derſelben wär Weit mehr, als Sandes an dem Meer. 3. Um Troſt war uns vorhin ſehr bange, Dein Antlitz, das verbarge ſich; Wir dachten; Wo bleibt Gott ſo lange, Will er denn zürnen ewig⸗ lich? Doch warfſt du bald die Sünd zurück, Dein Zorn währt nur ein Augenblick. 4. Nun, daß wir auch noch Alle leben Und, liebſter Gott, nicht gar ſind aus, Ja haben noch, was du gegeben, An Menſchen, Vieh, auch Hof und Haus, An Früchten, und was ſonſt mag ſein, Das iſt ja deine Güt allein. 5. Denn daß wir möchten nicht umkommen, Haſt du dich ſo herzväter⸗ lich Selbſt unſre Seelen angenom⸗ men, Dein Vater⸗Herz bewegte dich, Es ware ja dein Liebes⸗Trieb, Ach, wie haſt du die Leut ſo lieb! 6. O, lobe du nun, meine Seele, Den Herrn auf deiner Herzens⸗Bahn; Vergiß nicht in der Leibes⸗Höhle, Was er dir Gutes hat gethan: Er hat durch ſeine Allmachts⸗Hand Das ſchwere Wetter abgewandt. 7. Es danket dir für ſolche Treue, Was, treuer Vater, in uns iſt; Daß deine Güt uns täglich neue, So zor⸗ nig du geweſen biſt; Daß dein Zorn 4 gewendet hat Und du auch tröſteſt früh und ſpat. Von dem, was zu dem zeitlichen Leben 8. O, daß wir unſer Thun und Dichten, Zu deinem ſtetem donn un Preis, Auf deine Warnung möchten richten Und leben ſtets nach deinm Geheiß, Wenn unſere Gelübde wir Dir könnten nur bezahlen hier! 9. Darum, wenn unſer Lebens⸗ Wandel Nicht iſt, wie er ſein ſollte nu, So laß doch deinen Purpur⸗ Mantel Stets die Gebrechen decken zu. Ach, handele nach deiner Huld Und habe doch mit uns Geduld 10. Wenn hören wird die Men⸗ ſchen⸗Heerde Des End⸗Gerichts Po⸗ ſaunen⸗Schall, Wir ſind auf Erden, oder Erde, So laß uns hören der Gna⸗ den Hall; Kommt, ihr Geſegneten, zu⸗ gleich, Ererbet das beſchiedne Reicht 11. Ach, daß wir doch ſchon ſollten ſehen Von Angeſicht zu Angeſicht Und unter deinen Schäflein gehen, Die du von dir wirſt laſſen nichtt Bereit uns doch in dieſer Zeit Und hilf uns zu der Seligkeit! Ludäm. Eliſ., Gräfin zu Schwarzb. Rudolſt., g. 1640, ſt. 1672. Zur Zeit eines Ungewitters. Mel. Herzliebſter Jeſu, was haſt du. 1394. Jeaze acae len, Damit du willſt verruchten Sündern zahlen; Laß Gnad und Huld zu unſerm Himmel werden, Allhier auf Erden! 2. Wer kann wohl Stein und harter Kieſel bleiben, Wenn Donnen, Blitz uns dräuet aufzureiben, Da je⸗ der Schlag die letzte Endſchaft zeiget, So ſchon aufſteiget. 3. Dein ſtarker Arm beweget Luft und Erden, Und unſer Herz zer⸗ ſpringt vor Angſt⸗Beſchwerden, Wer weiß, ob wir, wie Dathan, jetzt nicht müſſen Für Laſter büßen. 4. Ach großer Gott im hohen Himmels⸗Throne, Laß uns nur zu in Jeſu, deinem Sohne, Ein Tropf⸗ lein Heil, damit wir nicht verderben⸗ In Sünden ſterben! w and Hcht⸗ Sdel ennden Jlün m pochem rende dih d Rü wi Etbe z Spihn Peter nater 1 Anfehunne rich Mel. Onn 330). wollſt der hin vickt me nit gan tut heibe ſa, Mhe 2. Awi Gott, Por Denk, di dod Ude tilget men nir hinwie ſin Vmi 3. Jaun nit unz Gad ören wid ie 1 nen Schäfle di vi Gli, Grii g. olſt., g. läl0 i ines Ungtwite ſter Jeſu, wo ää u. euch ein,10, d Gfers jwerh jeiget. 3 Arn bgtit * d unſer ſe Und un 9 nͤͤͤͤöͤöͤͤͤͤͤͤͤh wedahu ſtüt n Sohne, Gdi b t vit rict eent erben! und Gütern gehört. z. Bedeck uns ſelbſt mit deinen Gnaden⸗Flügeln, Wir werden uns an ſolchem Donner ſpiegeln; Herr wende dich zu den verlaſſnen Armen Rit viel Erbarmen! 6. Sprich nur Ein Wort, ſo muß das Weiter weichen, Blitz, Donner, Schlag und Hagel⸗Macht verſtreichen, Die 837 Furcht und Angſt nebſt dem Gewitter ſchwinden mit Sturm und Winden. 7. Nun, Herr, erhör das Winſeln deiner Kinder, Geh mit uns um in Gnaden und gelinder; Wir traun auf dich und ſchrein in Jeſu Na⸗ men: Hilf uns, Gott, Amen! Chr. Brunchorſt, g. 1604, ſt. 1664. XXX. Von Verſuchung und Anſechtung. Anfechtung, als ob Gott uns nicht gnädig ſei. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. Ach Gott, der Satan 1395.2 gibt mir ein, Du wollſt der Sünden wegen Mir fort⸗ hin nicht mehr nedig ſehie da ſeiſt mir ganz entgegen, Rufſt alle Crea⸗ tur herbei, Daß ſie zur Rache fertig ſei, Mich ewig zu verderben. 2. Du wirſt mich ja nicht, liebſter Gott, Von deiner Gnade ſcheiden; Denk, daß dein Sohn durch ſeinen Tod Und ausgeſtandnes Leiden Ver⸗ tilget meine Sünden⸗Schuld Und mir hinwieder Gnad und Huld Durch ſein Verdienſt erworben. 3. Drum gib mir einen Gnaden⸗ Blick, Ich weiß ſonſt nicht zu blei⸗ den; Vertreib des Teufels böſe Tück Und lehre mich feſt gläuben, Daß du mein Freund und Vater ſeiſt, Der alle Gnade mir erweiſt Um Jeſu Chriſti willen. 4. Ach, ſtell dich nicht ſo lange Reit, Als wollſt du mich nicht ſehen; Ich möcht in meiner Bangigkeit Sonſt ohne Troſt vergehen. Ach, eil und ſieh mich gnädig an, Daß ich mich wieder freuen kann, So will ich, Herr, dir danken! Chr. Brunchorſt. um Linderung in Anfechtungen. In eigener Melodie. 06 Iõch Gott, erhör mein 1 396. A Seufzen und Weh⸗ llagen, Laß mich in meiner Noth nicht gar verzagen; Du weißt mein Schmerz, Erkennſt mein Herz: Haſt du mirs aufgelegt, ſo hilf mirs tragen. 2. Ohn deinen Wellen kann mir Nichts begegnen, Du kannſt verfluchen und auch wieder ſegnen. Bin ich dein Kind Und habs verdient, Gib warmen Sonnenſchein nach trübem Regen. 3. Pflanz mir Geduld durch dei⸗ nen Geiſt ins Herze Und hilf, das ich es acht für keinen Scherze; Zu deiner Zeit Wend ab mein Leid; Durch Mark und Bein dringt mir der große Schmerze. 4. Ich weiß, du haſt noch meiner nicht vergeſſen, Daß ich vor Leid mir ſollt mein Herz abfreſſen; Mittn in der Noth Denk ich an Gott, Wenn er mich ſchon mit Kreuz und Angſt thut preſſen. 5. Es hat kein Unglück nie ſo lang gewähret, Es hat doch endlich wieder aufgehöret; Beut mir dein Händ Und mach ein End; Auf dieſer Erd mein Herz ſonſt Nichts begehret. 6. Soll ich noch mehr nach deinem Willen leiden, So ſteh mir, Herr, mit deiner Kraft zur Seiten; Fein ritterlich, Beſtändiglich Hilf mir mein Widerſacher all beſtreiten. 7. Daß ich durch deinen Geiſt mög überwinden Und mich allzeit in dei⸗ nem Haus laß finden Zum Preis und Dank, Mit Lob⸗Geſang, Mit dir will ich aus Liebe mich verbinden. 8. Daß wir in Ewigkeit bleiben beiſammen Und ich allzeit dein aus⸗ erwählten Namen Preis herziglich, Das bitt ich dich Und ſing von meines Herzens⸗Grunde: Amen. M. J. P. Schechs, g. 1607, ſt. 1659. 838 Troſt⸗Lied. Pſ. 119, v. 92. Mel. Herr Jeſu Chriſt, ich ſchrei. 1397 A³⁴ Gott, ſoll mich denn . fort und fort Viel Centner Elend drücken, So laß dein theures werthes Wort Mit Troſte mich erquicken. Dir iſt mein Kreuz und Jammer⸗Stand, du lieber Vater, mehr bekannt, Als ich dir kann erzählen. 2. Ich bin das nicht mehr, was ich bin, Vor Menge meiner Plagen. Die Kraft des Leibes iſt dahin, Die h Glieder ſind zerſchlagen. Das Leben, das nicht halb mehr mein, Muß nur ein Todes⸗Schatten ſein, Bis daß ich vollends ſterbe. 3. Ich bin der Welt ein Ueber⸗ druß; Sie will mich nicht mehr lei⸗ den. Auch Treu und Unſchuld ſelber muß Sich heimlich laſſen neiden. Ach, Manches, das mich ſonſt geküßt, Ja wohl mein Brodt noch mit mir ißt, Will mich mit Füßen treten. 4. Wem thu ich was? Mein ſtil⸗ les Thun Iſt dir allein gelaſſen. Dis Falſchheit aber kann nicht ruhn, Mich unverdient zu haſſen. Von Herzen gerne wich ich ihr; So aber ſteht es nicht bei mir. Ich muß der Zeit erwarten. 5. Des Morgens ſteh ich ſeufzend auf Und ſinge Klage⸗Lieder. Schließt Abends ſich des Tages Lauf, Leg ich mich weinend nieder. Du ſiehſt mein täglich Herzeleid Und weißt, wie oft in Einſamkeit Ich meine Hände ringe. 6. Ach, nirgends iſt kein Freuden⸗ Licht, Zu welchem ich mich kehre; Und wenn dein Wort noch einzig nicht Mein Troſt geweſen wäre, Ach Gott, ſo wär ich ganz gewiß Vor Elend und Bekümmerniß Auf Erden längſt vergangen! 7. So aber tröſtets mich noch ſtets Und ſpricht: Halt Gott nur ſtille Und feſt am Anker des Gebets; Das Kreuz iſt Gottes Wille Und auch zugleich ſein Liebes⸗Kuß: So daß dir endlich Alles muß Zu deinem Von Verſuchung und Anfechtung. Gott im Himmel will allein, Daſfelbe muß geſchehen. Wär auf der Welt kein einzger Freund, Ders mit mir treu und redlich meint, So wirdz doch Gott wohl meinen. 9. Und endlich wird ein ſanſter Tod Mich hier von Von Falſchheit, Sorge, Müh und Noth Zu rechter Zeit erlöſen. Wie herzlich freu ich mich darauf, Auch eute noch den Lebens⸗Lauf Im Glauben zu vollenden. 10. Welt, gute Nacht, ich laſſe dir, Was du mir nicht gegönnet; Denn da die Seele voll Begier Nach ihrem Jeſu brennet, So ſeufzet ſtündlich meine Bruſt: Komm, Jeſu, komm, ich habe Luſt, Zu dir von hier zu ſcheiden! Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Um göttliche Obhut gegen An⸗ fechtungen. Mel. Ach Gott und Herr. I ch Herr, gib Acht, In 1398. 4 unſrer Macht Stehts nicht, wohin wir gehen; Darum gib du Dein Licht mir zu, Auf daß ich möge ſehen. 1 2. Wo du nicht biſt, Iſt Satans Liſt Uns Schwachen überlegen; Drum bleib bei mir Stets für und für Auf allen meinen Wegen. 3. Drei Feinde ſind, Die mich ge⸗ ſchwind In Unfall mögen ſetzen Und mir mein Heil, Das ſchöne Theil, In ſchneller Eil verletzen: 4. Die eitle Welt Zeigt Gut und Geld Sammt Würd und ſüßen Li⸗ ſten. Wen ſieht man wohl, So wie er ſoll, Dagegen ſich ſtets rüſten? 5. Der Teufel lacht Dazu und wacht Mit Fleiß auf mein Verderben, Weiſt Bahn und Ort Bald hier, bald dort, Wo man kann doppelt ſterben. 6. Mein Fleiſch und Blut Stärkt ihm den Muth, Erregt mir Streit und Kämpfen. Ach, ach, wie ſoll Ich Schwacher wohl So ſchlimme Beſten dienen. ꝑꝑꝑꝑꝑp———tyyyp· Feinde dämpfen? 8. Ei nun, ich will geduldig ſein Und nicht auf Menſchen ſehen. daen allem Böſen, 1 Sc, Wl b. viſt 9 d Il Erſl Rerornn d du ddderher jenem Frde Iu ketke⸗ 1 36 3309. ganz ud ge ſl der Sa Herze geſe geſicht Sic d 4 2 Wel der Selh lange ſul dir he Wie ange ders en Sich 8 3 ſ6 und Hr. Un. ſthm Krat und d füe tüur 8m Nnd de den, Ei e on hier zu ſeumeiſter glh Obhut gon le htungen. Gott m in 4 der h kunſrer Aobe ir gehen, Dm mir zu, Wih ih 1 7 ſict bit Jatm ſchen ilentgn rm △ 24 Stets fr w für nen Weg. de ſud, Auh g⸗ fall mön ehrlid „ Das ſhin he lverlecen. Pelt geftot und Würd und ſih e nan a3 ne in ſic ſei Wſene llact Dwwanadt t Wiiſ ¹ Bald hin t Ru ſchun Bu eit J me chl 6 . * a mn. „S Von Verſuchung 7 Durch dich, Herr Chriſt, Der du uns biſt Zum Sieges⸗Held gege⸗ ben, Durch dich will ich Ganz rit⸗ terlich Dem Argen widerſtreben. 8. Drum lagre dich Beſtändiglich Um Augen, Mund und Ohren, Daß nicht die Welt, Wies ihr gefällt, Schleich ein zu dieſen Thoren. 9. Dich ſetz ich mir Zum Hüter hier Der Sinnen und Gedanken; Leg du dich drein Und halte fein Sie in gehörgen Schranken. 10. Geh aus und ein, O Lebens⸗ Schein, Mit mir und laß mich wal⸗ len So, wie dein Geiſt uns unter⸗ weiſt, Nach deinem Wohlgefallen: 11. So ſoll mein Mund und tief⸗ ſter Grund Des Herzens dich erheben, Du edler Hort, Allhier und dort In jenem Freuden⸗Leben! In Seelen⸗Angſt Gott allein zu trauen. Pſalm 13. Mel. Ach Gott, vom Himmel ſieh. 1399 A. Herr, wie lange L99. willſt du mein So ganz und gar vergeſſen? Wie lange ſoll der Sorgen⸗Stein Mich und mein Herze preſſen? Wie lange ſoll dein An⸗ geſicht Sich von mir wenden? Willſt du nicht Dich meiner mehr erbarmen? 2. Wie lange ſoll ich armes Kind Der Seelen⸗Ruh entbehren? Wie lange ſoll der Sturm und Wind Der Herzens⸗Angſt noch währen? Wie lange ſoll mein ſtolzer Feind, Ders niemals gut, ſtets böſe meint, Sich über mich erheben; 3. Ach, ſchaue doch, mein Gott und Hort, Von deiner heilgen Hütte Und höre meiner Klage Wort Und hochbetrübte Bitte! Gib meinen Augen Kraft und Macht Und laß des To⸗ des finſtre Nacht Mich nicht ſo bald befallen. 4. Sonſt würde meiner Feinde Mund Des Ruhms kein Ende ma⸗ chen; Sie würden mein, als der zu Grund Und Boden gangen lachen. 839 Da ließt er, würden ſie mit Freud Herprahlen, der uns jederzeit So viel zu ſchaffen machte. 5. Ic kenne ſie und weiß gar wohl, Was ſie im Schilde führen; Ihr Herz iſt aller Bosheit voll, Läßt ſich nichts Guts regieren; Du aber biſt der fromme Mann, Herr, mein Gott, der nicht laſſen kann Die, ſo ſich zu dir halten. 6. Deß tröſt ich mich und hoffe drauf, Du wirſt auch mir hold bleiben Und aller böſen Tücke Lauf Gewaltig hintertreiben. Mein Herze freut ſich, wenns bedenkt, Wie gern du ſtets dein Heil geſchenkt Dem, der ſich dir vertrauet. 7. Das thu ich, Herr, ich traue dir, Du biſt mein einge Freude, Bewahreſt mich, thuſt wohl an mir Und führſt mich aus dem Leide. Dafür will ich mein Lebenlang Dir manchen ſchönen Lob-Geſang Zum Dank und Opfer bringen. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Nöthige Treue im Kampfe. Mel. Herzliebſter Jeſu, was haſt. 1400 ch, laß dich doch, .Ao Seele, nicht ſo blenden, Als dürfe man nicht großen Fleiß anwenden; Man köoönn auch wohl bei Pracht und Luſt der Erden Noch ſelig werden! 2. Das Himmelreich wird mit Gewalt geriſſen: Wer nicht Gewalt thut, wirds entbehren müſſen. Hier heißt es beten, kämpfen, laufen, rin⸗ gen, Sich ſelbſt bezwingen.. 3. Wer noch nicht weiß, ihm ſel⸗ ber abzuſterben, Der ſchickt ſich nicht zum rechten Himmels⸗Erben; Wer Welt und Fleiſch noch nicht kann überwinden, Wird Gott nicht finden. 4. Der Weg zum Himmel iſt zwar nicht verſchäaſgen Doch muß man ſein im Laufen unverdroſſen, Man muß durch Dornen, die im Wege ſtehen, Gen Himmel gehen. 5. Ach, Sünder, denk, wie Fromme und Anfechtung. hier auf Erden Stets ſchaffen müſſen, 8⁴⁰ daß ſie ſelig werden, Mit Furcht und Zittern, weil der Feind den Glau⸗ ben Ihnen will rauben! 6. Der wahre Glaube muß mit Gott ſelbſt kämpfen, Durch den muß man die Luſt des Fleiſches dämpfen: Der Glaube ohne rechte Geiſtes⸗ Werke Hat keine Stärke. 7. Ach, Sünder, willſt du in der Sünd veralten? Schau, der Gerechte wird ja kaum erhalten; Ach, was für Angſt empfinden doch die From⸗ men, An Port zu kommen! 8. Wo will denn nun der Sünder einſt erſcheinen? Was ſoll man doch von den Gottloſen meinen? Wo wird doch der mit ſeinen Frevel⸗Thaten Einſt hingerathen? 9. Viel Tauſend werden ewig ſehr geplaget, Die noch wohl mehr, als du daran gewaget; Doch Satan hat ſie und ihr Ziel verrücket Und ſie beſtricket. 10. Ach, Seele, kämpfe, ringe doch und leide; Verachte doch die Welt und ihre Freude; Brich durch und nimm für alles Welt⸗Getümmel Gott und den Himmel! 11. Du aber, Jeſu, Wahrheit, Weg und Leben, Du haſt dich ſelbſt für mich dahin gegeben: Gib, daß ich mich, zu deines Leidens Ehre, Zum Himmel kehre. 12. Laß mich, wenn Satan will die Seel entführen, Doch deines theu⸗ ren Blutes Kraft verſpüren: Mein Herr, dein Blut hilft mir zur Eh⸗ ren⸗Krone Vor deinem Throne. Von Verſuchung Wider die Anfechtung der Ungeduld. Mel. Herr Jeſu Chriſt, ich weiß. 1 401 Ach Seele, willſt du X. L länger noch mit Ungeduld dich plagen Und nicht das aufgelegte Joch In ſtiller Demuth tragen: So mußt du dir zu größrer Pein Selbſt eine Laſt und Geißel ſein Und endlich gar verzweifeln. 2. Was hilft doch mein verwirrter Muth Mit allen Ungeberden? Das und Anfechtung. Uebel wird ſo niemals gut aber ärger werden. dr esi Wundan ttäglich d hn legeſt Gift ür aſter drauf Und wi eigner WMürder. witſt dei 3. Du wünſcheſt dir zwar ſ den Tod und willſt das Ledenſi ſen; Ach, nur Geduld, die iſt dir Noth Mit ſolcher dich zu faſſen. In allem Ach, in allem Weh iſt die Geduld die Panace, Das kranke Herz zu laben 4. Wahr iſts, das Elend, das dic drückt, Iſt faſt nicht auszuſprechen Wer nur auf deinen Janme blickt Dem muß das Herze brechen. Dein Leiden macht ſich ſtündlich neu, Du biſt dir ſelber eine Scheu Und führſt ein todtes Leben. 4 5. Jedoch bedenke, was geſchieht, Geſchieht nach Gottes Willen. Ach, wer auf den gelaſſen ſieht, Wird bald die Klagen ſtillen. Was Geott verhängt, iſt wohlgethan. Ein Chrift nimmt es geduldig an Und wird darum nicht murren. 6. Iſt gleich ein Unglück groß und ſchwer, Gott handelt noch gelnde, Denn wir verdienens noch weitmehr Auch mit der kleinſten Sünde. Kein einzger Menſch iſt engelrein, Wer biſt du denn, daß du allein Dich dächteſt auszuſchließen? 7. Gott iſt im Kreuze treu geſinnt Und thut dir viel zu Gute. Ach, ja, je werther ihm das Kind, Je ſchärfer iſt die Ruthe. Je härter er den Leib betrübt: Je brünſtger er die Seele liebt. Ach, wers nur wollte glauben! b 8. Darum ſo laß die Ungedubd Dich weiter nicht verführen; Du moch⸗ teſt ſonſt des Höchſten Huld Am Ende gar verlieren. Wirf dich in ſeinen Schooß hinein, Sprich: Lieber Gott, bleibſt du nur mein, So geh mirs, wie es gehe. 9. Wohlan demnach, ſo wirſt du ſtets Gott laſſen mit dir walten, Und dich am Anker des Gebets Mit feſtem Glauben halten. Nimm die Geduld zur Arzenei, Geduld, doch an die N. dar doch uh vttſ dc uMſe Sel 1 ch luf hden dſeligedden, 8 4 Gul uch Dchä olh ſc 6 Raun tt — — —— —— — — Eglnüct Ma. Min; 1102,3 un Angſt der the Krelzes- h wich aäüle o it dieGahn vaten tame öihfe mehi⸗ cc, ver zac 1 2 Fhbn Drum ha d diſſen kad ih dit muß bi don herchsg duhh mene J de vergeſen ſr Bin ih be 3 Ach, wrr Legypten it z dütt ich men dollem Güch. In die Aith, d od; Ac, ſſchwer Men 1 — 1 9 — —— —— —— — — — — — — — —— —— — — — —= — — ——— —=— —— — — — mn Kreuze tagſinn viel zu G. Ao, ihm dar fn,„⸗ Ruthe. R uhrer t. Je huihre 1 . Ao, wu mr ſo laß di lh verführenM⸗ chſten Hudmöe Wuf dichu ſin Sprich Lür h nein, Er hh u, ter ds Gh halten. Aafn enei, Gaudh d in ſinn de lhd Von Verſuchung auch getroſt dabei, Gott kann, Gott widd dir helf en. 10. Solls aber ſein, daß ſich die ſoth Auf Erden nicht ſoll wenden; Wind doch gewiß ein ſanfter Tod Das Elend ſelig enden, So ſeis! Geduldig, lbe noch, Geduldig ſti⸗ Nind aber i auch fröhlich! Amen! dch Dahei auch fröhl g. 1671, ſt. 1756. Geſprüche der angefochtenen Seele mit Jeſu. Mel. Allein zu dir, Herr Jeſu. 402 ch, wer doch bald hin⸗ über wär, Schrei ich aus Angſt der Seelen, Ueber das vothe Kreuzes⸗Meer! Wie lang muß iih mich quälen? Wo iſt die Fahrt, wo iſt die Bahn, Da ich die Fluthen waten kann? Ach, iſt denn nirgends die mehr? Mein Gott und Herr, Ach, wer doch da hinüber wär! Jeſus. 2. Ich bin bei dir, ich helfe dir; Drum halte ein mit Flehen! Aus deſem kannſt du glauben mir, Daß ih dir muß beiſtehen, Weil ich dich ſhon herausgebracht Aus Aegypten durch meine Macht; Haſt du denn das vergeſſen ſchier? Sieh für und für Bin ich bei dir und helfe dir. . Seele. 3. Ach, wer doch bald hinüber wär! Aegypten iſt zurücke; Ich dacht, nun hätt ich mein Begehr Und ſäß in vollem Glücke. Ach, ſo geht erſt recht an die Noth, Auf allen Seiten ſteht der Tod; Ach, wie iſt mir das Herz ſ ſchwer! Mein Gott und Herr, Ach, wer doch da hinüber wär! Jeſus. 4. Ich bin bei dir, ich führe dich Durch alle Kreuzes⸗Wellen; Drum aage nicht, halt dich an mich, Denn vir ſind Reiſgeſellen: So kannſt du in der tiefſten Fluth Noch dennoch haben guten Muth Und ſie durchge hen ſeliglich. Nur trau auf mich; Ich bin bei dir und führe dich. 1 Seele. 5. Ach, wer doch bald hinüber 841 wär! Ach, was iſt noch obhanden! Hinter dem rothen Kreuzes⸗Meer In jenen wüſten Landen, Da fehlet Waſſer, Fleiſch und Brodt, Da iſt all Morgen neue Noth; Wer iſt, der mich daſelbſt ernähr? Mein Gott und Herr, Ach, wer auch da hinüber wär! eſus. 6. Dir in der Wüſten ich beiſteh, Dir ſoll kein Mangel ſchaden; Dich alle Morgen ich anſeh In neuer Lieb und Gnaden. Dir gibt der Felſen Waſſer, Wind Bringt Fleiſch, das auf dich fleugt und rinnt; Dein Brodt kommt von der Himmels⸗Höh. Ich mit dir geh, Dir in der Wüſten ich beiſteh. Seele. 7. Ach, wer doch bald hinüber wär! Den Hunger wollt ich leiden, Wenn nur Amaleks grauſams Heer Ich könnte fliehn und meiden; Das laute Welt⸗Volk ficht und ſtreit, Der Satan ſtehet ihm zur Seit, Das Fleiſch thut dem Geiſt Gegenwehr: Mein Gott und Herr, Ach, wer doch da hinüber wär! eſus. 8. Ich bin dein rechter Joſua, Der Amalek bekrieget; Ich ſtehe dir zur Seite da, Ich bins, der allzeit ſieget: Wenn Fleiſch, Welt, Teufel dich anficht, So helf ich dir und laß dich nicht: Sei nur getroſt! Ich bin dir nah, Ich Jehova, Ich bin dein rechter Joſua. und Anfechtung. Seele. 9. Ach, wer doch bald hinüber wär! Jetzt Sinai mich ſchrecket. Da ihn bei des Geſetzes Lehr Blitz, Feuer, Rauch⸗Dampf decket; Da dieſe Don⸗ ner⸗Stimm abfällt: Verflucht ſei Je⸗ der, der nicht hält, Was ich in den Geboten lehr! Mein Gott und Herr Ach, wer auch da hinüber wär: V Jeſus. 10. Ich ſelbſt bin des Geſetzes End; Wer an mich herzlich gläubet, Von dem iſt Alles abgewendt, Was Moſes drohend ſchreibet. Wer ſich Hin mein Verdienſt einhüllt, Hat Alles 8⁴² Von Verſuchung ſchon in mir erfüllt; Auch, daß er Alles halten könnt, Helf ich behend; Denn ich bin des Geſetzes End. Seele. 11. Ach, wer doch bald hinüber wär! Ach, was für Berg und Höhen Erblick ich, wo ich mich hinkehr, Hier iſt kein Weg zu ſehen. Ich gehe mehr zurück, als fort, Ich fürcht, daß nicht an dieſem Ort Irgend ein Irrlicht mich bethör. Mein Gott und Herr, Ach, wer doch da hinüber wär! Jeſus. 12. Ich bin der Weg, das Licht, die Pfort, Durch mich kannſt du ein⸗ gehen. Ich trage dich hin an den Ort, Da du mein Heil ſollſt ſehen. Die Berge müſſen weichen hin; Weil ich, der Höchſte, bei dir bin, So haſt du einen ſichern Port. Ich helf dir fort: Ich bin der Weg, das Licht, die Pfort. Seele. 13. Ach, wer doch bald hinüber wär! Hier hör ich Nichts, denn Klagen, Dahin zu kommen, ſei zu ſchwer, Es dürft es Niemand wagen; Die Meiſten kehren wieder um Und ſagen, es ge⸗ ſcheh darum, Weil das Land ſeine Leut verzehr. Ach Gott und Herr, Ach, wer doch da hinüber wär! Jeſus. 14. Durch mich, durch meine Jeſus⸗ Kraft, Durch meines Geiſtes Segen, Den ich dir ſchenk zur Ritterſchaft, Kannſt Alles du vermögen, Es muß dir bleiben Nichts zu ſchwer, Dich nicht an loſe Mäuler kehr, Daß du nicht auch werdſt hingerafft: Alls wird geſchafft Durch mich, durch meine Jeſus⸗Kraft. Seele. 15. Ach, wer doch bald hinüber wär! Hier ſind noch Fleiſches⸗Lüſte, Derſelben ich auch gern entbehr In dieſer rauhen Wüſte; Ich ſeh, daß Hölle, Schlangen, Feur, Murrn, Ekel, Peors Ungeheur Und Anders Viele ganz verſtör. Mein Gott und und Anfechtung. Jaeſus. t16. Leg dich an meine Jeſus⸗Bruſt Eil her in meine Wunden, Mein Buut dämpft alle Fleiſches⸗Luſt; Wer ſich zu mir gefunden, Iſt frei von allen Ungeheur: Ich ſchütze ihn, ich wehr und ſteur; Das bleibe dir ja wohl — dDp bewußt, Wenn ſterben mußt, Leg dich an meine Jeſus⸗Bruſt. Seele. 17. Ach, wer doch da hinüber wärl Den Jordan hab ich funden; Nichts denn der Tod iſt übrig mehr, Ab⸗ dann iſt überwunden. Hab ich hier guten Uebergang, So werde ich mit Lob und Dank Dem Höchſten geben ewig Ehr. Mein Gott und Herr, Ach wer doch da hinüber wär! Jeſus. 18. Mein Tod iſt deines Todes Tod, Mein Leben iſt dein Leben, Wie kann der Tod ſein eine Noth, Ders Leben dir muß geben? Laß dir daper nicht werden bang, Es iſt ein ſchnal⸗ ler Uebergang; Sieh nur auf mein Wunden roth, So hats nicht Noth, Mein Tod iſt deines Todes Tod. Seele. 19. Ach, wer doch ſchon hinüber wär! Ach, Jeſu, hilf mir Schwachen! Daß ich komm zu der Engel Che⸗ Das kannſt du balde machen, Dan Name iſt heilig und hehr, Du haßt geholfen bis hierher, Ein ſelig Gne mir beſcher. Mein Gott und Hen, Ach, wenn ich ſchan hinüber wär! eſus. 20. Ich helfe dir hinüber ſchon⸗ Die letzte Bitt ich höre; Ich ſet dir auf die Lebens⸗Kron, In engliſe Luſt⸗Chöre Führ ich dich jetzo ſeln ein, Da ſollſt du bei Gott ewig ſen⸗ Ich bin dein Schild und großer Lhn, Ich, Gottes Sohn, Ich helfe dir hie über ſchon. Seele. 21. Preis, Chre und Halllu Sei dir, o Gott, geſungen! Wast gewünſcht, ich ſchon empfah, Gei Lob, mir iſts gelungen! Der Oſ Herr, Ach, wer doch da hinüber wär! iſt da, Ich ſeh das Land, Du fühn 1 K drzih inm erltden faeſeng daten driage Sr lndving,d ar an lang 1, nn der Ratnoh in Beina N nochen ſbeine ſicht entrin 3. AG benn fen Und ſf in ih weie gen nich guüig g giß ih heßed ſt al men e drickt mi ¹ Lieg ihm Dhne Schp un Schreme na Mein di tt richt in m Vein und ſerv Nund oht Gr 5. Vein i deir, Pem dun, Sa DeieNe Tnänen ſm ud ihrer ſer 1” un ae d Venzue en M 8 mans, uühr dage d haus, A ih TMthe än 1 vuſte git Srauß 1 Nül u Neius. 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Ach, ich ſenſße üch mnie Daß ich ganz geſchwächet bin; Habe Meine Kräfte ind dahin, Und das Mark in mei⸗ nen Beinen Will durch Haut und ſoochen ſcheinen, Wo der Sorg ich nicht entrinn. 3. Ach, wenn Andre ruhig ſchla⸗ ſen Und ſo fein erquicken ſich, Fühl ih meine Pein und Strafen, Die nich quälen grauſamlich; Dann ver⸗ geß ich heiße Thränen, Doch umſonſt, tt al mein Sehnen, Gottes Hand die drücket mich. 4. Lieg ich nicht in meiner Kammer Ohne Schlaf, voll Traurigkeit Weil von Schwermuth, Angſt und Jam⸗ mer Meine Seel iſt nie befreit? Fühl ch nicht in meinem Herzen Solche Pein und harte Schmerzen, Daß mein Nund ohn Ende ſchreit? 5 Wenn ich ruh auf meinem bette, Wenn die Nacht nun bricht heran, Seufz und und ruf ich um die Wette Mehr, als Jemand denken kann. Wränen ſind nur meine Speiſe, Die nach ihrer ſteten Weiſe Füllen mei⸗ nen Mund alsdann. 6. Wenn vor großer Pein und Za⸗ gen Mir der Angſt⸗Schweiß bricht eraus, Führ ich ein ſo ſchrecklich Kagen, Daß es ſchallt im ganzen Haus, Ach, ich kann in Staub und Uſchn Händ und Mund mit Thränen ſchen! Hei icht ei 1 Sunun⸗ Heißt das nicht ein harter 7. Früh und ſpät verſchling ich und Anfechtung. 843 Thränen, Weil man täglich zu mir ſagt: Magſt du Gottes noch erwäh⸗ nen, Deſſen Troſt dir ſo behagt? Aber wenn, o Fluch der Erden, Wirſt du wohl errettet werden? Alles iſt umſonſt geklagt. 8. Wollte Gott, daß ich nun hätte Waſſer gnug in meinem Haupt Und daß mir auf meinem Bette Stets zu weinen wär erlaubt; Möchten doch zuletzt mein Augen Nur zu Thränen⸗ Quellen taugen, Welchen ihre Kraft geraubt. 9. Gott, wie kannſt du doch anſe⸗ hen, Daß ich ſo viel leiden muß? Will denn dir nicht näher gehen Meiner Thränen Ueberfluß? Mich verlangt jetzt ſo von Herzen, Lindre, Vater, meine Schmerzen Sammt dem ſchwe⸗ ren Zeit⸗Verdruß! 10. Rette mich aus meinen Nöthen, Meines Drangs vergiß doch nicht, Soll mich denn die Trübſal tödten, Der ich alle Zuverſicht Nur auf dich, mein Gott geſetzet? Heile mich, ich bin verletzet So, daß ſchier mein Herz zerbricht. 11. Zwar du haſt mich oft befreiet, Aus der grimmigſten Gefahr, Welch ich nicht ſo ſehr geſcheuet, Weil noch Lebens⸗Hoffnung war; Aber dieß macht mir zu bange, Daß mein Kreuz jetzt währt ſo lange, Ja, mich quä⸗ let immerdar. 12. Nun weißt du, was ich gedenke, Wenn ich ſo geplaget bin, Wenn ich mich ſo grauſam kränke, Wenn ich ſprech in meinem Sinn; Ach, der Herr hat mein vergeſſen Und den Kreuz⸗Kelch voll gemeſſen! Höchſter Gott, wo ſoll ich hin? 13. Merk es doch, daß ich muß trinken Bitter Waſſer aus dem Bach, Waſſer, das mich läßt verſinken In der Noth mit Weh und Ach. Gall und Wermuth muß ich ſchmecken, Ja die herben Myrrhen lecken, Plötzlich folgt der Tod hernach.— 14. Liebſter Jeſu, laß mein Bitten Nicht vergeblich ſein geſchehn! Nun, ich weiß die alten Sitten, Wenn du 8⁴⁴ Von Verſuchung ſcheinſt hinweg zu gehn, Dann muß erſt die Hilfe kommen; Ei, den Troſt, der mir benommen, Werd ich auch bald wieder ſehn. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Wer recht kämpft, wird gekrönt. Offenb. Joh. 2. u. 3. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 1 40 4 X uf, Chriſten⸗Menſch, * Aauf, aufzum Streit, Auf, auf zum Ueberwinden! In dieſer Welt, in dieſer Zeit Iſt keine Ruh zu finden. Wer nicht will ſtrei⸗ ten, trägt die Kron Des ewgen Le⸗ bens nicht davon; Drum ſtreite, ringe, kämpfe! 2. Der Teufel kommt mit ſeiner Liſt, Die Welt mit Pracht und Pran⸗ gen, Das Fleiſch mit Wolluſt, wo du biſt, Zu fälln dich und zu fangen. Streitſt du nicht als ein tapfrer Held, So biſt du hin und ſchon ge⸗ fällt; Drum ſtreite, ringe, kämpfe! 3. Gedenke, daß du zu der Fahn Deins Feldherrn haſt geſchworen! Denk ferner, daß du als ein Mann Zum Streit biſt auserkoren; Ja, denke, daß ohn Streit und Sieg Nie Keiner zum Triumph aufſtieg; Drum ſtreite, ringe, kämpfe! 4. Wie ſchmählich iſts, wenn ein Soldat Dem Feind den Rücken keh⸗ ret, Wie ſchändlich, wenn er ſeinen Stand Verläßt und ſich nicht wehret; Wie ſpöttlich, wenn er noch mit Fleiß Aus Zagheit wird dem Feind zum Preis! Drum ſtreite, ringe, kämpfe! 5. Bind an, der Teufel iſt bald hin, Die Welt wird leicht verjaget; Das Fleiſch muß endlich aus dem Sinn, Wie ſehr dichs immer plaget; O, ewge Schande, wenn ein Held Vor dieſen dreien Buben fällt! Drum ſtreite, ringe, kämpfe! 6. Wer überwindt und kriegt den Raum Der Feinde, die vermeſſen, Der wird im Paradies vom Baum Des ew⸗ gen Lebens eſſen; Wer überwindt, den oll kein Leid, Noch Tod verührn in Ewigkeit; Drum ſtreite, ringe kämpfe! und Anfechtung. 7. Wer üherwindet, der ſoll dot i u In weißen Kleidern gehen, Sei Name ſoll hinfort Im Buch des de bens ſtehen; Ja, Chriſtus wird den⸗ ſelben gar Bekennen vor der En 1 Schaar; Drum ſtreite, ringe, köme 8. Wer überwindt, ſoll ewig nih Aus Gottes Tempel gehen, Vielmenn drin wie ein engliſch Licht, Und goldne Säule ſtehen. Der Name Gottes, un⸗ ſers Herrn, Soll leuchten von ihm weit und fern; Drumſſtreite, ringe, kämpfe 9. Wer überwindt, ſoll auf dem Thron Mit Chriſto Jeſu ſitzen, Soll glänzen wie ein Gottes Sohn, Um wie die Sonne blitzen, Ja ewig herrſchen und regiern Und immer⸗ dar den Himmel ziern; Drum ſtreite, ringe, kämpfe! 10. So ſtreit denn wohl, ſtreit kec und kühn, Daß du mögſt überwin⸗ den: Streng an die Krüfte, Math und Sinn, Daß du dieß Gutmögſt finden. Wer nicht will ſtreiten un die Kron. Bleibt ewiglich in Spott und Hohn; Drum ſtreite, ringe, kämpfe! Joh. Scheffler, g. 1624, ſt. 1677. Geiſtliche Wachſamkeit. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 1405. Auſ Ghagen n der Bräutigam iſt nah! O, daß ss doch Alle wüßten, Daß nunmehr die Zeit iſt da, Worauf Alle ſind gewie⸗ ſen, Die zum Lammes⸗Mahl erkieſen 2. Wacht und ſtehet auf behende Schmückt die Lampen ja bei Zeit Denn es geht nunmehr zum GEnde. Steht umgürtet und bereit, Hüte euch vor allem Schlummer Und tragt um den Bräutgam Kumme 3. Wie ihr ihn mögt recht umſen⸗ gen, Wie ihr ihn willkommen heiſt Wie ihr mögt die Kron erlangen Und ihm Ehr und Dank erweſ Freuet euch, ihn bald zu ſehen. d wie wohl wird euch geſchehen! 4. Sollte dieß denn alle Trägen Die nur bei ſich ſelbſten ſind, Nt erwecken und bewegen, Daß ſie fer 8. Nuche haben keit innd vom(mt dennoch nih zur Quelleel u verweiln. 9. Drum daßt Nichs Wacht und ia Fommt Fäfus Krone Kan N. Cg 1406. ür wh ſ vachtauf ihr werdet euch) an 3 bm 1 hervinde b . d lidan aie. iin dak V, Chrpftna nne denn 3 j. lune den Bi id regirn li imn treit dem net ſrte daß du vif bene g an de tie, M. Daß du di ſumg t nicht tilſbien m keibtevigicerotm m ſtreit, wy finpf Joh. Schefſenh en. liche Wacſnkit er, ich habe rzaändet Ai emmert aat A ir Gpn, A gam it uD dohe vüßten, di mmari Perufflletd peni n LanmesMleiein und ſtt uf bebend die Lanpn e Jä eht nunmer w. bde ürtt ud be hü allen Shrner Ui en Bräbtwn dnma hr ihn ni ttuni t ihn vülnne 1 tögt die mwerlenen Fhr un DM en Alſn ſid, ſade Yhf 1 Die Bereitſchaft Daß ſie noch zu⸗ Gunn — das ſanfte Jeſus⸗Joch Iſt das Jüttel, zu beſiegen Und bringt herr⸗ ches Vergnügen. 3 Iſt Venn nicht das Mahl der geebe Euch, ach, eben euch bereit? zolgt doch dieſem Gnaden⸗Triebe Und atauft euch nun die Zeit. Glaubt, „ 8a euch wird das Heil geſchehen, Gottes w lmt herrlichkeit zu ſehen. 7 Wollte euch der Schlaf einneh⸗ nen, O, ruft bald einander zu; Ler⸗ icht der ſichern Ruh! Lauft doch treu⸗ 5 in 5 Schranken Und habt auf das Ziel Gedanken. 8. Manche wollen gerne laufen, haben keine Kraft dazu, Sondern ind vom großen Haufen, Kommen dennoch nicht zur Ruh, Weil ſie nicht aer Quelle eilen, Sich bald hier, bald do verweilen. 9. Drum auf, die ihr Chriſti Glie⸗ der, Ach, die Zeit, die Zeit iſt da! eilt und ſammelt euch nun wieder; Ach, der Frühling iſt ſehr nah! Wol⸗ lett ihr noch Zweifel tragen? Seht ir nicht die Bäum ausſchlagen? 10. Kommt, vereinigt euch im Glau⸗ hen, Kommt getroſt, erkauft die Zeit; Laßt Nichts euer Kleinod rauben, Kacht und ſtehet ſtets bereit. Halle⸗ uia! Kommt und ſinget, Kämpft, weil Jeſus Kronen bringet! Kampf der Chriſten. Mel. Gott des Himmels und der 1406 Auf. ihr Chriſten, 1π U.* Chriſti Glieder, Die ihr noch hangt an dem Haupt, Auf, wacht auf, ermannt euch wieder, Ch ihr werdet hingeraubt! Satan beut duch) an den Streit, Chriſto und der Chriſtenheit. hiij Von Verſuchung und Anfechtung. leiſch und Blut bezäͤhmen, Trauet nn Fliſh den Vieler Heilgen ſtarker Muth, 845 2. Auf, folgt Chriſto, eurem Hel⸗ den, Trauet ſeinem ſtarken Arm! Liegt der Satan gleich zu Felde Mit dem ganzen Höllen⸗Schwarm, Sind doch der(auch) noch vielmehr, Die da ſtets ſind um uns her. 3. Nur auf Chriſti Blut gewaget Mit Gebet und Wachſamkeit! Dieſes machet unverzaget Und recht tapfre Krieges⸗Leut: Chriſti Blut(das) gibt uns Muth Wider alle Teufels⸗Brut. 4. Chriſti Heeres Kreuzes⸗Fahne, So da weiß und roth geſprengt, Iſt ſchon auf dem Sieges⸗Plane Uns zum Troſte ausgehängt: Wer hier kriegt,(der) nie erliegt, Sondern unterm Kreuze ſiegt. 5. Dieſen Sieg hat auch empfun⸗ Da ſie haben überwunden Fröhlich durch des Lammes Blut: Sollten wir(nun) denn allhier Nicht auch ſtreiten mit Begier? 6. Wer die Sclaverei nur liebet In der Zeit und Ewigkeit Und den Sünden ſich ergibet, Der hat wenig Luſt zum Streit; Denn die Nacht (und) Satans Macht Hat ihn in den Schlaf gebracht. 7. Aber wen die Weisheit lehret, Was die Freiheit für ein Theil, Deſſen Herz zu Gott ſich kehret, Seinem aller⸗ höchſten Heil, Sucht allein,(nur) ohne Schein, Chriſti treuer Knecht zu ſein. 8. Denn vergnügt auch wohl das Leben, Das der Freiheit mangeln muß? Wer ſich Gott nicht ganz ergeben, Hat nur Müh, Angſt und Verdruß. Der, der kriegt(nur) recht vergnügt, Wer ſein Leben ſelbſt beſiegt. 9. Drum auf, laßt uns überwin⸗ den In dem Blute Jeſu Chriſt Und an unſre Stirne binden Sein Wort, ſo ein Zeugniß iſt, Das uns deckt und(auch) erweckt Und nach Gottes Liebe ſchmeckt! 10. Unſer Leben ſei verborgen Mit Chriſto in Gott allein, Auf daß wir an jenem Morgen Mit ihm offenbar auch ſein, Da das Leid(von) dieſer Zeit Werden wird zu lauter Freud. 846 11. Da Gott ſeinen treuen Knechten Geben wird den Gnaden⸗Lohn Und die Hütten der Gerechten Stimmen an den Sieges⸗Ton: Da fürwahr(die) Gottes⸗ Schaar Ihn wird loben immerdar. Juſtus Falckner, ſt. 1724. Von der Geduld und Beſtändigkeit. Mel. Maria hat das beſte Theil. 1 407 V lammnte⸗ Herz, was 1.᷑ willſt du lange ſorgen Und dich nur ängſten Tag und Nacht Um das, was doch nicht ſteht in deiner Macht? Gott bringt aus Nacht den angenehmen Morgen; Oft wer am Abend kläglich ſingt, Wohl Morgens Gott mit Freuden Lieder bringt. 2. Verzagtes Herz, ei, nur nicht gar verzaget, Wenn dir nicht bald die Hilf erſcheint; Denn wenn du bitterlich erſt haſt geweint, Vergeht die Nacht, der helle Morgen taget; Drum wirf all Sorgen, Angſt nnd Noth Ganz kindlich nur allein auf deinen Gott. 3. Gepreßtes Herz, lieg nur darun⸗ ter ſtille, Die Traube muß gepreſſet ſein, Wenns werden ſoll ein ange⸗ nehmer Wein: Denk nur, es iſt ſo Gottes heilger Wille, Daß eh man ſteiget in die Höh, Man fühlen muß mit Chriſto Ach und Weh. 4. Verſtummtes Herz, ei, nur auf Jeſum ſchaue, Er war verſtummet wie ein Lamm; Doch ſiegt er, da er hing am Kreuzes⸗Stamm. Dein Hoffnungs⸗Grund auf dieſen Felſen baue, So fällt er nicht, ob ſtürmt der Wind; Leid nur, den Feind man dadurch überwindt. 5. Ermüdtes Herz, richt dein Haupt nin die Höhe, Schau nur auf deines Väters Treu, Der deinen Kummer weiß und macht dich frei, Durchs dick Bewölkte durch auf ihn nur ſehe: Sein Anblick gibet lauter Kraft, Der wieder in dir neues Leben ſchafft. 6. Erniedrigt Herz, ſchwing deine beiden Flügel Des Glaubens und der Hoffnung hen, Wo wünſcht zu ſein dein Herze, Geiſt und Sinn; Vergiß Von Verſuchung und Anfechtung. der Angſt, es geht zum Sternen⸗Hi⸗ gel. Zieh aus dein unner g⸗ Gewand, Denn du trittſt nun in den ahohten Staud 5 Nun, liebes Herz, bleib hiern länger ſtehen, Dring du ni ernit Jeſu ein, Laß dir hier Nichts zu herd und bitter ſein, Des Kelches Boden wirſt du endlich ſehen, Drauf folgen auch der Freuden⸗Wein, Der nie mit Galle wird vermiſchet ſein. 8. Beglücktes Herz, du biſt wohl recht beglücket, Daß du darfſt untern Kreuze ſtehn Und kannſtin Jeſu offnes O Herze ſehn, Obſchon dein Hauxt muß Etwas ſein gebücket. Ach, weiche davon nicht zurück, Du kriegſt von ihm ſchon manchen Liebes⸗Blic. 9. O ſelig Herz, recht ſelig, über⸗ ſelig, Daß du dich hältſt zu Jeſu Treu. Sag, wo iſt Einer, der wohl ſelger ſei? Ein Gottes Freund iſt hier und dorten ewig. Biſt du im Glauben ihm vermählt, Haſt du gewiß das beſte Theil erwählt. Wolluſt in Unluft. Mel,. Herr, ich habe mißgehandelt. 1 40 8 C hriſt und Kreuz ſind 1.T ſtets verbunden, Ro⸗ ſen ſind, wo Dornen ſein. Hier gibtes Freud⸗ und Trauer⸗Stunden, Hie kehrt Luſt und Jammer ein; Regen⸗ Fluth und Sonnen⸗Flammen Reimen ſich oft bald zuſammen. 2. Je was ſollt ich denn auf Gr⸗ den Immer ohne Kreuze ſein? Sol ich Jeſu gleiche werden, So geſchieſts durch Angſt und Pein: Thränen liß er ſelbſten fließen, Thränen muß ih mit ihm gießen. 3. O du ſüßer Trankvon Myrrhen Ob du gleich ſehr bitter biſt: Fängt mein Herze an zu girren, Faß üit mich doch als ein Chriſt; Gott hat mir mein Kreuz beſtimmet, Gott iſt der es von mir nimmet. 4. Rühmt, ihr Kinder dieſer Er⸗ den, Reichthum, Chre, Gut und Geld Ueber euere Geberden, Ueber zäiice geſt Mel. Mf 109 5 gugſt und N reiten zu n, Wohin ſ . 8 nüſſen ſie ſ 2. Der Ee rimmge M Verweilen Ni Die Geile u nit Gott wt 3. Auch n n der veifül iſſt alle Güi uwider Mt deſſelben Krr 4 Daz die liſtiglih einnen dled faun ein gbütt 1 veche 7 dich hättin luſt in nii ich habe mazeudal. ( hrit wyRun Fſtets vtwhen Re Dornen ſin ſer hi Trauer⸗Smd, Hit nd Jammrin Rehe onnen⸗Fonmnsteina zuſamman. S ſollt ih dm afG ohne Krunen Si den. her umimnldute likeſ Junn fä Fah 1 f Fottſ ·e beſtinme, ſgut ſh b ih dorten 3 müſſ Von Verſuchung dem, was Mode hält; Trotzt auf err MullſrWede Trübſal iſt der bhriſten Freude. eſtens mein Gott, laß deine zuthe Nimmer ferne von mir ſein: es geſchieht mir ja zu Gute, Ehre folgt auf Schmach und Pein; Rauhe Vornen mögen ſtechen, Roſen werd brechen. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. rigliche geiſtliche Noth, zu ſtreiten. Mel. Auf meinen lieben Gott. 409 Der Chriſten täglich . Brodt Iſt lauter Angſt und Noth: Sie haben ſtets zn ſtreiten Zur recht und linken Sei⸗ en, Wohin ſie ſich nur kehren, Da ſen ſie ſich wehren. 2. Der Satan feiert nicht, Der immge Böſewicht Sucht täglich im Verweilen Mit den vergiften Pfeilen di Seele zu verwunden, Die doch nit Gott verbunden. 3. Auch regt ſich Fleiſches⸗Luſt an der verführten Bruſt, Und macht faſt alle Glieder Dem Geiſte ganz uwider Mit allem Vorſatz kämpfen, Deſſelben Kraft zu dämpfen. 4. Dazu kommt noch die Welt, Die liſtiglich vorſtellt, Was unſre Sinnen blendet Und ganz von Gott abwendet, Bis mit dem tollen Hau⸗ ſen Wir hin zur Hölle laufen. .5. So groß iſt die Gefahr, Mein Seel, nimm deiner wahr, Da du nicht ſicherſteheſt; Vielmehr entgegen geheſt Mit Wachen und mit Beten Dem, was dich wird betreten. 6. Darum ermuntre dich Und ſtreite ritterlich; Gott läßt dich nicht erlie⸗ gen, Du ſollſt mit Chriſto ſiegen, Der di die Lebens⸗Krone Beſtimmt ins himmels Throne. 1. Denn das ſind ſeine Wort An die Gemeine dort: Wirſt du getreu werbleiben Und läßt dich Nichts ab⸗ trebbeen, Will ich dir endlich geben die Kron in jenem Leben. Juſt. Falckner, ſt. 1724. 847 Halte Jeſum, ohne ihn zu laſſen. Hohel. Sal. 3, v. 4. 424 ich, Herr Jeſu Chriſt, 1410. D mein Hort, habe ich treu erfunden: Ich halt mich zu deinem Wort Und zu deinen theuren Wunden. Ich halt dich, Halt du mich; Halt du mich, mein Troſt und Licht, Ich will dich ja laſſen nicht. 2. Ob mich gleich ſchon Alls ver⸗ läßt, Was mich kann und will ver⸗ laſſen; So hälſt du doch bei mir feſt. Trotzdem, der mich will an⸗ faſſen! Ich halt dich, Halt du mich; Halt du mich, mein Troſt und Licht, Ich will dich ja laſſen nicht. 3. Du ſinkſt nimmer, meine Säul, Wenn das Glück zu Boden ſinket; Du biſt meiner Seelen Heil, Wer dich liebet, nicht ertrinket. Ich halt dich, Halt du mich; Halt du mich, mein Troſt und Licht, Ich will dich ja laſſen nicht. 4. Wenn ich ganz entkräftet bin, So kannſt du mich Schwachen hal⸗ ten Und beſtärken meinen Sinn; Deine Lieb kann nicht erkalten. Ich halt dich, Halt du mich; Halt du mich, mein Troſt und Licht; Ich will dich ja laſſen nicht. 5. Wenn mein Herz mir endlich bricht In den letzten Todes⸗Stunden, Biſt du meine Zuverſicht, Ich ergreife deine Wunden. Ich halt dich, Halt du mich! Halt du mich, mein Troſt und Licht, Ich will dich ja laſſen nicht. 6. Es mag gehen, wie es woll Im Tod, Leben, Kreuz und Leiden, Nim⸗ mermehr, o Jeſu, ſoll Mich und dich, hier Etwas ſcheiden. Ich halt dich, Halt du mich; Halt du mich, mein Troſt und Licht, Ich will dich ja laſ⸗ ſen nicht. M. J. L. Winter, g. 1627, ſt. 1708. Nöthiger Kampf im Kreuz. In eigener Melodie. 1 411 Die Tugend wird durchs * Kreuz geübet, Denn ohne das kann ſie nicht ſein; Wenn und Anfechtung. ſie nicht oftmals wird betrübet, So — Von Verſuchung merkt man gar nicht ihren Schein. Sie muß im Kreuz die Stärke zei⸗ en, Die ſie verborgen in ſich hat, Daß ſie den könne unterbeugen, Der ihr nachſtellet früh und ſpat. 2. Wer ſollte ohne Kampf wohl ſiegen? Die Tapferkeit kann nicht beſtehn, Wenn man nicht will zu Felde liegen Und einen ernſten Streit an⸗ gehn. Der Feind iſt, wenn Gott Kraft verliehen, Flugs da, der ſich ihr widerſetzt: Da ſoll man ja den Schlaf recht fliehen, Wenn Satans Heer die Schwerdter wetzt. 3. Zwar drückt den Palm⸗Baum wohl zur Erden Gar oft ein Centner ſchwer Gewicht, Der doch nicht un⸗ terdrückt kann werden, Er ſtehet wie⸗ der aufgericht: So wird die Tugend auch gedrücket, Daß ſie in letzten Zügen liegt; Bald aber wird die Stärk erblicket, Wenn ſie mit Macht den Feind beſiegt. 4. Sie kann zu hohen Stufen kommen, Wenn ſie im Streit geübet iſt: Kreuz iſt der Weg, den alle Frommen Erwählen; wer ſich ſelbſt vergißt Und eilet zu den Ewigkei⸗ ten, Wird durch des Vaters Hand geführt, Der ihn durchs Kreuz ſucht zu bereiten, Eh er ihn mit der Krone ziert. 5. Denn Gott hat uns nicht führen wollen Durch einen Weg voll Zärt⸗ lichkeit, Worauf wir emſig laufen ſollen In der ſo kurzen Pilgrims⸗Zeit Zum Leben, daß da ewig währet, Wo Streit und Kampf entfernet iſt, Und wo man recht die Ruh erfähret In Gott, der Alles Leid verſüßt. 6. Darum, wen Gott zum Kind er⸗ kläret, Der hat am Satan einen Feind, Mit dem ſein Kampf ſtets wird ver⸗ mehret, Weil ers gewiß mit Ernſte meint: Er bläſt ihm durch ſein giftges Hauchen Oft Lüſte mancher Laſter ein Und weiß ſich großer Liſt zu brauchen, Daß er mög Ueberwinder ſein. 7. Denn wie Gott aufwärts führt zum Leben, So führt der Feind zum Untergang: Er ſucht mit Grimm und Anfechtung. zu widerſtreben Und macht dem gr⸗ zeen Wenſchen vand, ehtd 4 Muth danieder ſchlagen; Drum wagt er Alles, was er kann, Und läſfet nicht bald ab zu plagen, zu fällen ihn auf Kechlen Bahn, 8. Doch wie er viel geſchl nieder, So wird er auch Brihlahe ſiegt, Wenn man ermannt die mar⸗ ten Glieder In Gott und tapfer ihn bekriegt. Der Glaube muß ihm wi⸗ derſtehen Und hat in ſich die Got⸗ tes⸗Macht; Der Satan muß von ihm bald gehen, Wenn man ſich wachend nimmt in Acht. 9. O Jeſu, der du mir erworhen Neil, Kraft und Leben durch den Tod, Da du am Kreuzes⸗Stamm geſtorben Nach ausgeſtandner vieler Noth. Komm mir zu Hilf und ſchaffe Lehe In mir und ſtürze meinen Feind, Der uͤber mich ſich will erheben, Wenn mir dein Licht nicht helle ſcheint! 10. Flöß immer in mich neue Kräfte, Damit ich hang an deiner Bruſt Und tödt in mir all mein Geſchäfte: Dein Friede bleib mir mu bewußt. Stärk du, mein held, mir ſelbſt den Glauben Und zieh mei Aug auf dich nur hin, So wind mich wohl der Feind nicht rauben Weil du in mir, ich in dir bin. J. Chr. Nehring, ſt. 1736. Um freudigen Kampf. 42* u biſt ja, Jeſu, meine 1412. Büii Warum iſt denn mein Herz betrübt? Kann dem die Freud auch bei dem Leide Sen in dem Herzen, das dich liebt? Ach ja, mein Jeſu, wenn ich übe Nei Herz in deiner ſüßen Liebe, So zeig ſich ſolche Freud oft an, Die leine Zung ausſprechen kann. 2. Weil aber noch nicht ganz 8 dämpfet In mir mein böſes Neſſt und Blut Und noch der Geiſt dawe der kämpfet, Wird oft dadurch ge⸗ kränkt der Muth; Drum leg i mich vor dir mit Ilehen, Men Heil, laß Hilfe mir geſchehen Und 4 Jc ta de nir din Peils nie a ſun haſt d lls ich dinf 6s hats ne Ils es dan 5. Weiji gäbe Ei(. din, So gi bleibe Unſin Caß nichti Laß falige Regiete A Eeben la 6 Gib ſheue, As iht Und inge Undi Jis endlch di wird ſa nigätti Mel. 8 1413 ne d er an 4 „der duni nd Leben dg reuzes⸗Stann ſtandnr un Jat u Hif un ſtſeden t nich bel zem imner i ſth ſar mit ich ht dime tödt in mr l wein ärk du, miha mr lauben l wen ih nur ſi, do w er Feind ſitrauben mir, ic nRiin. Sögis, im endiger äw. itu un 3 Freude Vum ſi erz beritten dm ih bei du lhe Sen. en, das di he d r ſüßen ben,u ſn eld otm jie fein ehen imn.. ge⸗ Von Verſuchung irke mich in dieſem Streit, Daß ſlengg überwinden weit. 3. Du haſt, o Held, ja überwunden, gib mir auch Ueberwindungs⸗Kraft Und laß mich in den Kampfes⸗Stun⸗ den Erfahren, was dein Leben ſchafft, Dadurch du Alles haſt beſieget, Das unter deinen Füßen lieget, Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod; Nun mach ſie auch an mir zu Spott. 4. Jch trau allein auf deine Gnade, Die mir dein letztes Wort verſpricht; Es ſagt, daß Nichts den Deinen ſchade, Weils nie an deiner Kraft gebricht. Run haſt du mich ja angenommen, Als ich bin flehend zu dir kommen; Es hats mein Herz ja wohl geſpürt, Als es dein Gnaden⸗Blick gerührt. 5. Weil ich denn nun an deinem Leibe Ein Glied, wiewohl unwürdig, din, So gib, daß ich ſtets bei dir bleibe Und in mir habe deinen Sinn; Laß mich nicht andre Helfer ſuchen, Laß falſche Lüſte mich verfluchen. Regiere du mein Herz allein, Dein Leben laß mein Leben ſein. 6. Gib, daß ich mich in dir ſtets freue, Weil dein Herz mich heſtändig tebt; Doch auch dabei kein Leiden ſcheue, Als welches meinen Glauben ubt Und macht, daß ich viel ſtärker einge Und immer näher zu dir dringe, Bis endlich nach beſiegter Pein Bei dir wird lauter Freude ſein. Chr. J. Koitſch, g. 1671, ſt. 1735. Röglichkeit des geiſtlichen Ueber⸗ windens. Mel. Was Gott thut, das iſt wohl. 141 3 ein Chriſt, ein tapfrer IG.⸗ Krieges⸗Held, Voll Geiſt, voll Kraft und Stärke, Ver⸗ keugnet ſich, bezwingt die Welt, Zer⸗ ſürt des Satans Werke, Kämpft in⸗ nerlich Und äußerlich Mit Teufel, Welt und Sünden Und kann doch leriden . Ich habe mich vorlängſt gequält, ch hab mich ſchier verloren, Bis ott mich zu der Zahl gezählt, Die 849 er aus ſich geboren; Wer will die Kraft, Die Alles ſchafft, Und Chriſti Macht ergründen, Dadurch wir über⸗ winden? 3. Ich ſprach: Ich bin ein ſchwa⸗ ches Kind, Wie alle Menſchen⸗Kin⸗ der, Das in ſich kein Vermögen findt, Ich bin ein armer Sünder. Ach Gott, gib Rath, Gib Willen, That Und laß mich Gnade finden, So kann ich über⸗ winden. 4. Ich war ein Menſch voll Eigen⸗ ſinn, Voll Eigenlieb und Ehre; Ich lebte nach den Lüſten hin Und nicht nach Chriſti Lehre; Doch, Gott ſer Ehr, Ich bins nicht mehr, Ich ſtreite mit den Sünden Und will ſie über⸗ winden. 5. Kommt mir die alte Bosheit ein Und will noch lieblich ſchmecken, Soll Jeſu Leiden, Kreuz und Pein Mich heilſamlich erſchrecken. Die ſüße Luſt In meiner Bruſt, Die liebſten Bu⸗ ſen⸗Sünden, Die will ich überwinden. 6. Will Menſchen⸗Furcht und Men⸗ ſchen⸗Gunſt Leid oder Freude machen, So herz ich die verſchmähte Kunſt, Verachte Drohen, Lachen, Ihr Haß und Gunſt Iſt lauter Dunſt Und Blätter auf den Linden; Drum will ich überwinden. 7. Leb ich in ſteter Traurigkeit, Sind wenig gute Stunden In mei⸗ ner kurzen Lebenszeit: Ich habe Gott gefunden, Der tröſtet mich Gar ſüßiglich, Der kann den Schmerz verbinden, Und ich will überwinden. 8. Die Welt mit aller Schmach und Hohn Befördert mich zu Ehren; Sie muß an meiner Ehren⸗Kron Die Edelſteine mehren. Wenn wider mich Blutdürſtiglich Viel Hunderttauſend ſtünden, So wollt ich überwinden. 9. Der Teufel in der Leuen⸗Haut Will meine Seele ſchrecken; Gott wird das Küchlein, ſeine Braut, Mit Allmachts⸗Flügeln decken. Iſt er er⸗ boſt, Ich bin getroſt; Gott kann den Satan binden, Und ich kann über⸗ winden. 3 10. Will er in falſcher Heiligkeit Sich 54 und Anfechtung. 850 Von Verſuchung als ein Engel ſtellen Und ſucht durch zugelaßne Freud Denſ chwachen Tritt zu fällen: Erblick ich nur die Schlan⸗ gen⸗Spur Und geh nicht wie die Blinden, So kann ich überwinden. 11. Ja, muß ich mit dem höchſten Pfand, So will ich durch die Glaubens⸗Hand Den Allerhöchſten zwingen. Kann ich zur Stund Aus ſeinem Mund Nicht bald den Troſt empfinden, Noch will ich überwinden. 12. Hält mir mein Gott die Augen zu, Kann ich nicht weiter ſehen, Als was ich gegenwärtig thu, So laß ichs ern geſchehen. Kommt die Vernunft Mit ihrer Zunft In ausgeſchmückten Gründen, Dann muß ich überwinden. 13. Mir geht der Tod nicht bitter ein; Ich bin ſchon längſt geſtorben, Er ſoll recht zuckerſüße ſein; Das Haus wird nur verdorben: Gott muß den Gaſt Der Erden⸗Laſt Auf ſolche Art entbinden, Daß hilft mir überwinden. 14. Bisher hab ich mich ſelbſt be⸗ kriegt Und hatte viel zu ſchaffen Gott Lob, die Welt iſt bald beſiegt Mit meinen Glaubens⸗Waffen; Ich lieg im Sarg Und bin doch ſtark, Vergeſſe, was da hinten, Will aber überwinden. 15. Das Kleinod iſt mir vorgeſteckt, Ich ſoll nur tapfer kämpfen; Drum bleibt mein Arm ſtets ausgeſtreckt, Mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt Und friſch gewagt, Ich ſeh die Krone binden; Drum will ich überwinden. Das Letzte das Beſte. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 1 41 4 Erdlich, endlich muß es .D doch Mit der Noth ein Ende nehmen; Endlich bricht das harte Joch, Endlich ſchwindet Angſt und Grämen, Endlich muß der Kum⸗ mer⸗Stein Auch in Gold verwandelt ſein. 2. Endlich bricht man Roſen ab, Endlich kommt man durch die Wüſten, Mit Gott, wie Jacob, ringen, und Anfechtung. Endlich muß der Wander⸗Stab Sich zum Vaterlande rüſten, Endlichbringt die Thränen⸗Saat, Was die Freuden⸗ Ernte hat. 3. Endlich ſieht man Canaan Nach Aegyptens Dienſthaus liegen; Endlich trifft man Thabor an, Wenn der Hel⸗ berg überſtiegen: Endlich geht ein Ja⸗ cob ein, Wo kein Eſau mehr wirdſein. 4. Endlich! O du ſchönes Wort Du kannſt alles Kreuz verſüßen, Wenn der Felſen iſt durchbohrt, Läßt er endlich Balſam fließen. Ei, mein Herz, drum merke dieß: Endlich, end⸗ lich kommt gewiß! Benj. Schmolck, g. 1672,ůt. 1737. Ein goldener Roſenſpan. Der 60. Pfalm. Mel. Wenn ich in Angſt und. 1 415 ott, der duunshisher . Von dir verſtoßen haſt Und deinen Grimm und Zom Auf uns ergehen laſſen, Befrei uns von der Laſt Und laß uns wieder Troſt Aus deiner Gnade faſſen. 2. Die Erde ward bewegt Und ſo auch unſer Herz Von Angſt und Furcht gequält, Durch deinen Grimm zerriſſen. Ach, heile doch den Schmerz, Daß ſeine Brüche nicht Noch mehr zerſchellen müſſen! Du haſt ja deinem Volk Ein Hartes hier erzeigt Und einen Duunt geſchenkt, Davon wir taumeln müſſen. (Da wir nun ſo gebeugt, So laß ihn deine Huld Auch wiederum verſüßen. 4. Steck unter uns hinfort En Gnaden⸗Zeichen auf Und laß unsden Panier Zur Sicherheit gedeihen. Wir warten Alle drauf, Daß deine Lieben ſich Der Freiheit wieder freuen. 5. Erhöre uns, hilfuns Mit deiner rechten Hand, Laß deine Rede nur Im Heiligthum erſchallen, Mach uns dein Wort bekannt, So können wir au froh Auf Zions Straße wallen. 6. Wir ſind ja auch bei dir Ma⸗ naß und Ephraim, So laß dein Vatn rechen. 8 Herz Auch gegen uns nun gi die d zunſerm prechen. 1. Sei duch deinen liern. Ac, Riſtand in Nath undh raihen. K Rt dir ale en Hedden⸗ b 6 ul armes Kid ſucht, Vill dem Angit er nich io Herz, du ſc hiffe ſei g ott it gt 2 Golli Perten, N Bürde nog nich dabſ ihm allein! ſe; Und w So machct IummerIe 3 Gottij neine Seſſe fätem Glau nic in en i1 ddat, Was M 5 man onnan) 3 auslegn Vander derüſten 9 ſie K 1 — ri. Scmals nn, deuer Moſagt t 60. Paln. du nerke diß. Gdh, Herz Vorht ud W t, Durch dinltimm ſſen! ſt ja denn ut Ein rzeigt Un an nni ſon wir wmhnüſen ſo gebeut ahi Sf Enn . . 1 het a bänm 1 un, 3 brechen. en Von Verſuchung gaß deine Gnaden⸗Stimm Ein Wort 4 hnean Troſt, Zu unſrer Freude en. deh Sei unſre feſte Burg, Darin wir ſicher ruhn! Wer will uns einen Ort Zur Sicherheit bereiten? Du, Gott, du wirſt es thun Und uns durch deinen Schutz In eine Feſtung ten. ki Ach, ſchaffe, ſtarker Gott, Uns Beiſtand in der Noth; Mit Menſchen⸗ Rath und Hilf Iſt uns gar nicht ge⸗ rathen. Hilf uns, Herr Zebaoth! Mit dir allein thun wir Die größ⸗ ten Helden⸗That. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Gott iſt getreu. 1. Cor. 10, v. 13. 1 416 Gott iſt getreu, der über 19. B meine Kräfte Mich armes Kind noch niemals hat ver⸗ ſucht; Vielleicht geſchiehts, daß in dem Angſt⸗Geſchäfte Der Traurigkeit er mich noch heut beſucht. Mein Herz, du ſollſt es ſehen, Was dir für Hiffe ſei In kurzer Zeit geſchehen. Gott iſt getreu! 2. Gott iſt getreu in allen ſeinen Werken, Macht er mir gleich die Bürde noch ſo ſchwer, So kann er mich dabei doch wieder ſtärken, Von ihm allein kommt Troſt und Labſal her; Und wenn die Zeit vorhanden, So machet er mich frei Von allen Jammer⸗Banden. Gott iſt getreu! 3. Gott iſt getreu, dem hält jetzt meine Seele Sein theures Wort mit feſtem Glauben für: Kommt, ſuchet mich in eurer Kummer⸗Höhle; Drum kommt dein Kind und ſucht dich mit Begier. Du kannſt mich nun nicht laſſen, Ich ſag es ohne Scheu, Du wirſt dich ſelbſt nicht haſſen. Gott itt getreu! 4. Gott iſt getreu, er ſtößet ſeine Pinder Im Zorne nicht von ſeinen Augen hin; Er zeucht von uns, ſind wir gleich große Sünder, Die Hand nicht ab, ſo redlich iſt ſein Sinn; Drauf kann und will ich wetten, Die 851 Noth ſei, wie ſie ſei, Er wird mich doch erretten. Gott iſi getreu! 5. Gott iſt getreu, der wird mir Troſt verſchaffen, Wenn gleich der Troſt bei allen Menſchen fehlt; Er wird den Geiſt, der mich mit Trauer⸗ Waffen So jämmerlich bis auf die Seele quält, Gar ferne von mir trei⸗ ben, Ich aber werde frei Bei mei⸗ nem Jeſu bleiben, Gott iſt getreu! 6. Gott iſt getreu, er mags auch mit mir machen, So wunderlich und gut er immer will, Läßt er auf mich gleich alle Wetter krachen, Er hat die Macht, ich halte willig ſtill; de will er mich gleich tödten, So ſag ich doch dabei: Gott hilft aus allen Nöthen. Gott iſt getreu! 7. Gott iſt getreu und Trotz ſei euch, ihr Teufel, Daß ihr dieß Wort aus meinem Herzen raubt! Ihr brin⸗ get mir den Troſt in keinen Zweifel Und wenn ihr gleich von Grimm und Zorne ſchnaubt. Das Bißchen Traurigmachen Geht endlich doch vor⸗ bei, O wie will ich noch lachen. Gott iſt getreu! Gott macht Muth. Troſt der Angefochtenen aus Gottes Eigenſchaften. Mel. Was Gott thut, das iſt. 1 417 Gott lebt, wie kann ich *. ꝑ traurig ſein, Als wär kein Gott zu finden? Er weiß ja wohl von meiner Pein, Die ich hier muß empfinden; Er kennt mein Herz Und meinen Schmerz, So darf ich nicht verzagen Und ihm nur Alles klagen. 2. Gott hört, wenn Niemand hö⸗ ren will; Was will der Feind denn ſprechen, Als würde meiner Seufzer Ziel Nicht durch die Wolken brechen? Schrei ich empor, So hört ſein Ohr, So ſteigt die Hilfe nieder Und ſchallt das Amen wieder. 3. Gott ſieht, wie klaget denn mein Herz, Als ſeh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tieffſte Schmerz Ganz offenbar er⸗ 54* und Anfechtung. Von Verſuchung ſcheinen. Kein Thränlein fehlt, So er nicht zählt Und ins Regiſter ſetzet, Bis er uns drauf ergötzet. 4. Gott führt, ſo geh ich immer⸗ fort Auf allen meinen Wegen, Und wenn die Welt durch Liſt und Mord Will ihre Stricke legen, So pflegt er mich Zwar wunderlich, Doch ſelig auch zu führen, Daß mich kein Fal kann rühren.. 5. Gott gibt, und wär ich noch ſo arm, Doch ſoll ich nicht verderben. Was hilft mich denn mein ſteter Harm, Als müßt ich Hungers ſter⸗ ben? Er hat ja Brodt, Und wenn die Noth Uns nach der Wüſte wei⸗ ſet, Doch werden wir geſpeiſet. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke das. Gott hört, ich wills ihm ſagen, Gott ſieht, er hat ein Thränen⸗Maß. führt, ich darf nicht klagen! Gott gibt und liebt, Nur unbetrübt! Er wird mir endlich geben, Auch dort mit ihm zu leben. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt 1737. Geſpräche der betrübten Seele mit Jeſu, ihrem himmliſchen Bräutigam. Lobe den Herren, den. Braut. 1 418 Hal du denn, Jeſu, dein .D Angeſicht gänzlich ver⸗ borgen, Daßich die Stunden der Nächte muß warten bis morgen? Wie haſt du doch, Süßeſter, mögen annoch Bringen die traurigen Sorgen? Bräutigam? 2. Mußt du denn, Liebſte, dich alſo von Herzen betrüben, Daß ich ein wenig zu lange bin außen ge⸗ blieben? Weißt du denn nicht, Wie ich mich habe verpflicht, Liebſte dich ewig zu lieben? Braut. Mel. 3. Meine betrübete Geiſter, die weinen von Herzen; Weil nun die Flammen und Funken der brennen⸗ Kerzen In Liebes⸗Gluth, Leider, dein Zürnen austhut, Soll ich nun den dieſes verſchmerzen? und Anfechtung. 1 A9, d Brüutigam. 4. Ach, du bekümmerte Seele, ſei fröhlich von Herzen! Stille die 5 rigen Sorgen und quälenden Schmer⸗ zen; Keine Sünd⸗Fluth Tilget die feurige Gluth Meiner liebbrennenden Kerzen. 4 Braut. 5. Willſt du mich laſſen in Rö⸗ then, o Jeſu, verderben? Ei mn, ſo laſſe mich Sünder doch ſeliglich ſterben, Auf daß ich kann Dorten die himmliſche Bahn Endlich aus Gnaden ererben. Bräutigam. 6. Richte dich, Liebſte, nach mei⸗ nem Gefallen und gläube, Daß ich dein Seelen⸗Freund immer und ewig verbleibe, Der dich ergötzt Und in Gott den Himmel verſetzt Aus dem ge⸗ marterten Leibe. Braut. 7. Muß ich in dieſem betrübten und zeitlichen Leben Gleich in des Todes gefährlichen Schranken ſtets ſchweben, So wird mir dort Ifſus am ſeligen Ort Himmliſche Friheit doch geben. Bräutigam. 8. Traue nur ſicher und bleibe beſtändig im Glauben; Obgleich Tod, Teufel und Hölle ſich brüſten und ſchnauben, Sollen ſie doch Nicht in ihr hölliſches Joch Dich aus den Händen mir rauben. Braut. 1 9. Hiermit ſo will ich geſegnen dee irdiſchen Freuden, Hiermit ſo wil ich vom zeitlichen Leben abſcheiden; Ewige Luſt Wird mir dort werden bewußt, Wenn mich der Himmel (himmliſchen Freuden, wird weiden. Bräutigam. 10. Herzlich verlangende Seele nach Ei nun, ſ ſchicke dich ſelig von hinnen zu ſche⸗ den; Tröſte dich mein, Daß ich dei Hirte will ſein Und dich erquicen und weiden. Braut. 11. Ade, o Erde, du ſchönes, doch 4 1 bthell, o Un Kraſt Ml. 419. 11l Mein Gei wieder. Lo au nin 2 S a derben. ſterben,9 Pein N 3 A len Ni Vrich de Und ni 4. Jc liebe Un übe, M Die Lieſe 5. Erden 4 werden, dir gehn, nb u nih gſen in 1 vene* Sunde dſa uin Jne n und läude oj ih Braut. ich in dien hrün en Leen Gihn M hricchen Stunn ſis o wird ni w ſs Ort Hunmüite eiet Bräutigen e nur ſichr m llete Glauben, Meh dn Hölle ſichbitn ud Sollen ſie uh lict s Joch M as da rauben. Bralt. tſo willihgf lichen Aben Uhdan Pud ni wi wadn eenn mihh d Hiüte Bräutigen. dmjich de Braut. 1 d, d ſch na euden, Nennt O ni uch erlangweSelenc hauan d m di raut Von Verſuchung zchnödes Gebäude! Ade, o Wolluſt, hefuge doch zeitliche Freude! Ade, „Welt, Mir es nicht länger gefällt, Darum zu Jeſu ich ſcheide! Bräutigam. 12. Ach, nun willkommen, mein Erbtheil, vom Vater gegeben! Erbe die Schätze des Himmels und ewi⸗ ges Leben, Da du mit mir Für dieß Welt⸗Leiden allhier Ewig in Freu⸗ den ſollſt ſchweben. um Kraft zur Selbſt⸗Verleugnung. Mel. Zeuch meinen Geiſt. MWier legt mein Sinn 1419. 33 ſich vor dir nieder, Mein Geiſt ſucht dich, mein Jeſu, wieder; Laß dein erfreuend Angeſicht zu meiner Armuth ſein gericht. 2. Schau her, ich fühle mein Ver⸗ derben: Laß mich in deinem Tode ſterben, O, könnte doch in deiner Pein Die Eigen⸗Lieb ertödtet ſein! 3. Du wolleſt, Jeſu, meinen Wil⸗ len Mit der Gelaſſenheit erfüllen; Brich der Natur Gewalt entzwei Und mache meinen Willen frei! 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe Und mich in deinen Wegen übe, Nur iſt von der Unlauterkeit Die Liebe noch nicht ganz befreit. 5. Ich muß noch mehr auf dieſer Erden Durch deinen Geiſt geheiligt werden; Der Sinn muß näher zu dir gehn, Der Fuß muß unbeweg⸗ lich ſtehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht ſelbſt zu rathen, Hier gelten Nichts der Menſchen Thaten; Wer macht ſein Herz wohl ſelber rein? Es muß durch dich gewirket ſein. 7. Ich kenne wohl dein treues Lieben, Du biſt noch immer treu ge⸗ blieben; Ich weiß gewiß, du ſtehſt mir bei Und machſt mich von mir ſelber frei. 8. Indeſſen will ich treulich käm⸗ pfen Und ſtets die falſche Regun dämpfen, Bis du dir deine Zeit erſiehſt Und mich aus ſolchen Netzen ziehſt. 9. In Hoffnung kann ich fröhlich 8⁵³ ſagen: Gott hat der Höllen Macht geſchlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit In ſeine Ruh und Sicherheit. 10. Drum will die Sorge meiner Seelen Ich meinem Vater ganz be⸗ fehlen: Ach, drücke tief in meinen Sinn, Daß ich in dir ſchon ſelig bin 11. Wenn ich mit Ernſt daran ge⸗ denke Und mich in deine Liebe ſenke, So werd ich von dir angeblickt Und mein Herz wird von dir erquickt. 12. So wächſt der Eifer mir im Streite, So ſchmeck ich theils die ſüße Beute Und fühle, daß es Wahrheit iſt, Daß du, mein Gott, die Liebe biſt. D. Chr. Fr. Richter, g. 1676, ſt. 1711. Noth und Gott. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1 420 B Helfer, hilf, ich 4 muß verzagen, Die Puihen gehen bis ans Herz, Die Welt verlachet meine Klagen Und treibt mit meinen Thränen Scherz; Bei Menſchen iſt kein Helfer mehr, Ach Helfer, hilf, ach Helfer, hör! 2. Die Erde ſchweigt, Gott will mich tröſten: Wenn Niemand helfen will und kann, Iſt Gottes Hilf am allergrößten Und ſcheint uns mit Genaden an. Naht ſich das Kreuz, er iſt auch nah, Iſt Alles aus, iſt Gott doch da. 3. Muß doch der Himmel Manna regnen, Wenn uns Niemand auf Erden ſpeiſt; Er kann den Fels mit Waſſer ſegnen, Wenn ſonſt kein andrer Brunnen fleußt. Die Gaben kommen aus der Luft, Wenn er zur Tafel vor uns ruft. 4. Es hat ſein Kaſten hier die Fülle, Sein Schatz hat Viel, und gibt auch Viel. Die Quelle Davids ſteht nicht ſtille, Wenn man gleich immer ſchöpfen will. Je mehr Gott gibt, je mehr er hat, gr iſt voll Se⸗ gen früh und ſpat. 5. Drum warte nur, Gott eilt mit Weile, Verſäumet aber Niemand und Aufechtung. nicht. So kommt er öfters in der 8 85⁴4 Von Verſuchung Eile, Wenn aller Menſchen Troſt gebricht; Der Alles weiß, weiß auch die Zeit, Er hat die Stunde ſchon bereit. 6. Geduld im Kreuz iſt dir vonnö⸗ then, Drum wanke nicht als wie ein Schilf; Und ſchiene Gott dich gar zu tödten, So hat er dennoch Troſt und Hilf; Er bleibt der Helfer in der Noth Und wären alle Helfer todt. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Hilfe Gottes in Aengſten. Mel. Herr Jeſu Chriſt, wahr. b Milf, Helfer, hilf in Angſt 1421. 9 und Noth! Du kannſt es thun, du liebſter Gott; Denn du biſt groß von Rath und That, Wies mancher Chriſt erfahren hat. 2. Hilf, Helfer, hilf in Angſt und Noth! Du mußt es thun, du ſtarker Gott; Denn du ſprichſt: Ich will reißen dich Aus aller Noth: Glaubs ſicherlich. 3. Hilf, Helfer, hilf in Angſt und Noth; Du mußt es thun, du treuſter Gott; Denn dir dein Vater⸗Herze bricht, Daß du mich kannſt verlaſſen nicht. 4. Hilf, Helfer, hilf in Angſt und Noth! Du willſt es thun, du treuſter Gott;Denn obs gleich währt bis in die Nacht, So hilfſt du doch durch deine Macht. 5. So hilf nun Allen in der Welt, Wie, wo und wann es dir gefällt; So hilf auch mir zur rechten Zeit Zu meiner Seelen Seligkeit. 6. Du kannſt, du willſt, du mußt es thun, Du willſt dein Wvrt erfül⸗ len nun. So will ich dir ſtets dank⸗ bar ſein: Hilf, Jeſu, hilf, du kannſts allein! M. Joh. Jac. Lange, g. 1646, ſt. 1690. Kindſchaft Gottes in Anfechtung. In voriger Melodie. *) Milf, Helfer, hilf in Angſt 1422. 3 und Noth, Erbarm dich mein, o treuer Gott! Ich bin ja doch dein liebes Kind, Trotz Teu⸗ fel, Welt und aller Sünd! und Anfechtung. 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr! Wenn ich dich hab, was wil ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jeſu Chriſt, Der du mein Gott und Heiland biſt. .3. Deß freu ich mich von Herzen fein, Bin gutes Muths und harre dein, Verlaß mich gänzlich auf dein Namn: Hilf, Helfer, hilf! Drauf ſprech ich: Amn! Mart. Möller, g. 1547, ſt. 1606. Pſ. 94, v. 19. Mel. Was Gott thut, das iſt. 1423 3 hatte viel Beküm⸗ 8 8 merniß In meinem 3 kranken Herzen, Doch deine Tröſtun war gewiß Die Arznei meiner Schmer⸗ zen. Immanuel, Troſt Iſrael, mehr du mich verletzeſt, Je mehr du mich ergötzeſt. 2. Ich hatte viel Bekümmerni Da mich die Sünde plagte Und Gottes Zorn mich fühlen ließ, Was mein Gewiſſen nagte. Immanuel, Twſt Iſrael, Doch haſt du meine Wun⸗ den Mit deinen bald verbunden. 3. Ich hatte viel Bekümmer, Da mich der Satan ſchreckte Und den vergiften Schlangen⸗Biß Nach meiner Ferſen ſtreckte. Immanuel, Troſt Iſrael, Du haſt für mich ge⸗ beten, Ich hab ihn untertreten. 4. Ich hatte viel Bekümmerniß, Da mich die Welt betrübte Und bad durch Jenes, bald durch Dieß De Boßheit an mir übte. Immannuel Troſt Iſrael, Du haſt den Tod ſ riſſen, Daß ſie ſich ſchämen müſſen. 5. Ich hatte viel Bekümmerni, Da du dich von mir wandteſt Und dein Verbergen ſchließen ließ, Daß du mich nicht mehr kannteſt. Im⸗ manuel, Troſt Iſrael, In einem Augenblicke Kamſt du zu mir zurücke 6. Ich hatte viel Bekümmerniß⸗ Da ich den Tod bedachte, Da mil das finſtre Grab gewiß Nicht kleines Grauen machte. Immanuel, Tooſ Iſrael, Weil du den Tod geſchmecket Har er mich nicht erſchrecket. So N aber doſt wal. üh nich u duſt Iſra ſ hüſten, gößten. Um Kl 4 1424 1 ehör men Gnad zud nicht verg Herr, ich 1 8 geben, I ſten nuh halten e 4 2 J0 Gott, N Daß ich n Die Hofftt vann ich di mögſ Auf alss nich ewig 3. Vel Grund 9 Lrxih Schaff mi Port mi Damit ne u wehren er, Daß 4 L dun dir g rt. Nül à lg. . 94, d. 1) s Gott thun, d Ich hatte 1 nen bald vetwn. atte vil Aümenh, r Satan ſtu Um Schlangendſ Aat n ſtrecte. nnua, Du hatt ſb nh g⸗ ab ihn unann. atte viel Rmnerni Weltbetrlelt d bald dut I de nir übte. Jnanue, Von Verſuchung „So hat ich viel Bekümmerniß, 21 Serhut⸗ mehr Liebe. Dein Troſt war mi ſo engelſüß, Daß ich mich nicht betrübe. Immanuel, Troſt Ifrael, Kannſt du mich hier ſo tröſten, Dort iſt der Troſt am gößten. B. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. um Kraft in allem Kampfe. In eigener Melodie. (Glaube.) 1 42 4 Ach ruf zu dir, Herr 1. J Jeſu Chriſt, Ich bitt, erhör meine Klagen: Verleih mir Gnad zu dieſer Friſt, Laß mich doch nicht verzagen; Den rechten Weg, o Herr, ich mein, Den wolleſt du mir geben, Dir zu leben, Meinm Näch⸗ ſten nütz zu ſein, Dein Wort zu halten eben 1i8 (Hoffnung.) 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, Du kannſt es mir wohl geben, Daß ich nicht wieder werd zu Spott, Die Hoffnung gib daneben; Voraus, wann ich hier muß davon, Daß ich dir mög vertrauen Und nicht bauen Auf alls mein Thun: Sonſt wirds mich ewig reuen. (Liebe.) 3. Verleih, daß ich aus Herzens⸗ Grund Mein Feinden mög vergeben; Verzeih mir auch zu dieſer Stund, Schaff mir ein neues Leben. Dein Vort mein Speis laß allweg ſein, Damit mein Seel zu nähren, Mich zu wehren, Wenn Unglück geht da⸗ her, Das mich bald möcht verkehren. 4 Laß mich kein Luſt noch Furcht von dir In dieſer Welt abwenden; Beſtändig ſein ans End gib mir; Du haſts allein in Händen, Und wem dus gibſt, der hats umſonſt; Es mag Niemand ererben, Noch er⸗ werben Durch Werke deine Gnad, Die uns errett vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerſtreb: Hilf, o Herr Chriſt, dem Schwachen! reich, und Anfechtung.’8⁵⁵ An deiner Gnad allein ich kleb, Du kannſt mich ſtärker machen. Kommt nun Anfechtung her, ſo wehr, Da ſie mich nicht umſtoße: Du kannſt maßen, Daß mirs nicht bring Gfähr: Ich weiß, du wirſts nicht laſſen. Joh. Huſſens Lied, verbeſſert von Paul Speratus, g. 1484, ſt. 1554. Küſſen der Vater⸗Ruthe Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1 425 J will die Hand und . ◻☚△ Ruthe küſſen, Die mich zu meinem Beſten ſchlägt. Gott läſſet mich mein Herze wiſſen, Das er als Vater zu mir trägt, Wie ſolches mir in Lieb und Treu In Ewigkeit gewogen ſei. 2. Ich weiß nicht viel von guten Tagen: Doch alſo bin ich Chriſto gleich; Drum will ich Alles freudig tragen: Er machet mich am Troſte So daß mir aller Ueberfluß zu meinem Beſten dienen muß. 3. Die Sonne kann nicht immer ſcheinen, Der Himmel iſt nicht all⸗ zeit klar. Gott hälts nicht anders mit den Seinen, Er führt dieſelben wunderbar. Doch, wies Gott meint und was er thut, Das meint und macht er Alles gut. 4. Muß ich nun gleich in meinen Jahren Und auf dem Wege dieſer Zeit Die Größe vieler Angſt erfah⸗ ren, So bleib ich doch in Gott er⸗ freut. Ja, wär ich auch dem Tode nah. Iſt dennoch Kraft und Le⸗ ben da. 5. Und kommt es endlich gar zum Sterben, So fällt mir doch der Muth nicht hin. Im Tode kann ich nicht verderben, Weil ich ſein Kind und Erbe bin. Ich weiß, daß Gott mich ewig liebt Und mir die Lebens⸗Krone gibt. 6. Liogt ſchon der Leib im finſtern Grabe, So ſteht er doch verkläret auf; Denn wenn ich ausgeſchlafen habe, Holt Gott mich aus der Tief herauf 8⁵6 Von Verſuchung Und führt mich in den Himmel ein: Da werd ich ewig bei ihm ſein. 7. Ich wüͤnſche mich von dieſer Erden Je eher und je lieber los. Im Himmel muß mir Alles werden, Da machet Gott mich herrlich groß. Da, da bin ich an Troſte reich Und Gott und ſeinen Engeln gleich. 8. Ei nun, mein Gott, ſo magſt du walten! Ich dulde mich in Kreuz und Schmerz Und will dir billig ſtille halten: Gib du mir nur ein fröhlich Herz, Daß du mein liebſter Gott, allein Magſt meine Luſt und Hoffnung ſein. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Sieg im Kampfe. Mel. Einer iſt König, Immanuel. 1 426 Jeſu⸗ hilf ſiegen, du 4 Fürſte des Lebens, Sieh, wie die Finſterniß dringet herein, Wie ſie ihr hölliſches Heer nicht vergebens Mächtig aufführet, mir ſchädlich zu ſein! Satan, der ſinnet auf allerhand Ränke, Wie er mich ſichte, verſtöre und kränke. 2. Jeſu, hilf ſiegen, der du mich erkaufet; Rette, wenn Fleiſch und Blut, Satan und Welt Mich zu be⸗ rücken ganz grimmig anlaufet, Oder auch ſchmeichelnd ſich liſtig verſtellt! Wüthet die Sünde von außen und innen, Laß mir, Herr, niemals die Hilfe zerrinnen! 3. ein hilf ſiegen! Ach, wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen iſt immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, Die mein Gewiſſen mir täglich hält für. Ach, laß mich ſchmecken dein kräftigs Verſühnen Und dieß zu meiner De⸗ müthigung dienen! 4. Jeſu, hilf ſiegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunſt ſich regt! Wenn ich die Laſt der Begierden empfinde Und ſich mein tiefes Verderben darlegt, So hilf, daß ich vor mir ſelbſt mag erröthen Und durch dein Leiden mein ſündlich Fleiſch tödten. und Anfechtung. fangen In mir die Lüſte des ſches und gib, Daß bei mir lebe des Geiſtes Betlangen, Aufwärts ſich ſchwingend durch heiligen Trieb! Laß mich verſetzt ſein ins himmliſche We⸗ ſen, So wird mein Geiſt, Leib und Seel Aeſen. f 6. Jeſu, hilf ſiegen, damit a mein Wille dir, Herr, ſei ganh zu eigen geſchenkt Und ich mich ſtets in dein Wollen verhülle, Wo ſich die Seele zur Ruhe hinlenkt! Laß mich mir ſterben und alle dem Me⸗ nen, Daß ich mich zählen kann un⸗ ter die Deinen. 7. Jeſu, hilf ſiegen in allerlei Fällen, Gib mir die Waffen und Wehre zur Hand! Wenn mir de hölliſchen Feinde nachſtellen, Dich mir zu rauben, o edelſtes Pfand, So hilf mir Schwachen mit Allmacht und Stärke, Daß ich, o Liebſter, dein Daſein vermerke! 8. Jeſu, hilf, ſiegen! Wer mag ſonſt beſtehen Wider den liſtig verſchmite⸗ ten Feind? Wer mag doch deſſen Verſuchung entgehen, Der wie ein Engel des Lichtes erſcheint? Ach, Herr, wo du weichſt, ſo muß ich ja irren, Wenn mich der Schlangen Liſt ſucht zu verwirren. 9. Jeſu, hilf ſiegen und laß mih nicht ſinken! Wenn ſich die Kräfte der Lügen aufblähn Und mit dem Scheine der Wahrheit ſich ſchminken Laß doch viel heller dann deine Kraf ſehn; Steh mir zur Rechten, o Köngg und Meiſter, Lehre mich kämpfen und prüfen die Geiſter! 1 10. Jeſu, Hilf ſiegen im Wachen und Beten! Hüter, du ſchläfſt ſe und ſchlummerſt nicht ein. Laß den 5. Jeſu, hilf ſiegen und lege 5 Flei⸗ Gebet mich unendlich vertreten, Der du verſprochen, mein Fürſprech ai ſein. Wenn mich die Nacht mit Gr müdung will decken, Wollſt du nich, Jeſu, ermuntern und wecken! 11. Jeſu, hilf ſiegen! Wenn Alls verſchwindet Und ich mein Nichts und Pedett germögen aingen, würdig un nich könn Dort ind Zeit. Je exgeben. Heil, No 14. Je ſol ſcheid und leidv nifeſt, git dr mög; Laß wich, ringen U zu dir dr Joh. Exem. Nel. 112, nein ein läſſet feh au nir wieder 4 Sii dif in, u dr, Herr dn hent Und 1 fane hiff ſeyen n dat à mir di Wifn un dand! Vm ti d einde mahßia d en, o Oits gind Schwachn migliet aß ic, olättt, d erke! V de ſegen Wru en der den lſireſ nte⸗ Wer may uh dſen entgehen,„ Lichtes erſchit! A, weicht, ſewhich ange verwirren. hilf ſiegen wl ni Penn ſt d Kiüt ufblähn l n Wahrheitſt 6 1 lheller dam die iit nir zur Retin,äng e, Lohre nit linyen die Geiſtte Hif ſega n dahn lher, u ſtiſtn däin, Aium tert und vett jik epn Und ic m jie en W Al Von Verſuchung Verderben nur ſeh, Wenn kein Mbnaen zum Beten ſich findet, Penn ich muß ſein ein verſchüchtertes Roh, Ach, Herr, ſo wollſt du auch da in der Seelen Dich mit den in⸗ nerſte Seufzern vermählen! 12. Jeſu hilf ſiegen und laß mirs Aingen, Daß ich das Zeichen des Pieges erlang! So will ich dir ewig Lob und Dank ſingen, Jeſu, mein Heiland, mit frohem Geſang. Wie wird dein Name da werden geprie⸗ ſen, Wo du, o Held, dich ſo mächtig erwieſen!.. 13. Jeſu, hilf ſiegen! Wenns nun ommt zum Sterben, Mach du mich würdig und ſtetig bereit, Daß ich mich koͤnne recht nennen dein Erben Dort in der Ewigkeit, hier in der zeit. Jeſu, mein Jeſu, dir bleib ich ergeben: Hilf du mir ſiegen, mein Heil, Troſt und Leben! 14. Jeſu, hilf ſiegen! Wennich nun ſoll ſcheirden Weg von der jammer⸗ und leidvollen Welt, Wenn du mich rufeſt, gib, daß ich mit Freuden Zu dir mög fahren ins himmliſche Zelt. Laß mich, ach Jeſu, recht ritterlich eingen Und nach dem Leben im Tod zu dir dringen! Joh. Heinr. Schröder, g. 1666, ſt. 1728. Exempel Angefochtener und Erquickter. Sir. 2, v. 11—14. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 1497 Peſu, Hilf und Arzt der 142 4.3 Seelen, Höchſter Schatz, mein einges Blut, Der du Keinen läſſeſt fehlen Rechter Bitte, die er thut: Komm, ach, komm zu mir hernie⸗ der, Tröſte meine Seele wieder! 2. Laß meinBitten vor dir tügen, Hilf jetzt meiner Seelen aus, Die ſchon liegt in letzten Zügen, Nahe bei des Todes Haus: Komm, ach, komm zu mir hernieder, Tröſte meine Seele 8⁵⁷ Harre, hoff auf deinen Gott; Hör, o Seele, die ihm trauen, Fallen nie in keiner Noth: Eh mans denkt, kommt er hernieder Und erquickt die und Anfechtung. Seinen wieder. 4. Er läßt zwar die Seinen drän⸗ gen, Er läßt Trübſal, Kreuz und Noth Oft ſehr hart und ſcharf an⸗ ſtrengen, Eh er kommt, der treue Gott; Aber endlich kommt er nieder Und erquickt die Seinen wieder. 5. Noa mußt in Furcht und Be⸗ ben Eine lange Zeit und Raum Un⸗ ter bloßem Himmel ſchweben, Auf der wilden Wellen Schaum; Aber endlich kam Gott nieder, Daß er ihn erquickte wieder. 6. Was mit Denken, Kämpfen, Schrecken Mußte Abraham die Hand Wider Iſaac ausſtrecken, Da er ihn zum Opfer band; Aber Gott kam bald hernieder, Daß er ihn erquickte wieder. 7. O, wie mußte Jacob ringen Schmerzlich durch die ganze Nacht, Sein Gelenke mußte ſpringen Vor des ſtarken Engels Macht; Aber dar⸗ auf kam Gott nieder Und half ihm, dem Seinen, wieder. 8. Joſeph hat das auch erfahren, Da er in dem Kerker lag; Aber doch nach wenig Jahren Sah er noch den Freuden⸗Tag, Daß Gott kam zu ihm hernieder Und half ihm, dem Seinen, wieder. 9. In wie viel Bekümmerniſſen Hat der liebe Gottes⸗Mann, David, ernſtlich ſchweben müſſen, Was für Leid lag ihm nicht an; Aber endlich kam Gott nieder Und half ihm, dem Seinen, wieder. 10. Ja, das Weib von Cana mußte Erſt wie eine Hündin ſein, Da ſie keine Hilfe wußte, Sprach doch Jeſus lauter Nein; Aber endlich kam er nieder Mit der Gnad und half ihr wieder. 4 11. Der Königſche, deſſen Knabe Gar todtkrank danieder lag, Wurd wieder! 3. Sei getroſt, laß dir nicht grauen, auch erſt geſchrecket abe; Aber weil der nicht ließ nach, Kam die Hilfe ä— 8 eee—— 8 “.“.““ 3“—““ 4 4— A 8 E 8 ſ.“ tsere e eereEs 8 ²“ 4——— 3 “ 4 2— 1— 9 Meee ͤͤ——— 3—“—————————— 2—————— 4 ——— ———— 8———— ——+——— 2— 8 3 4 2— — 8——C— 3 .“— 1 3——— ———— 4——.——— ———.——.—— 8 5 4 3 5 ſſſſ — Y“ eeeie e ie a —— Von Verſuchung Gottes nieder Und half ſeinem Sohne wieder. 12. Und wer iſt wohl jemals kom⸗ Zu dem Herrn der Herrlichkeit, Den er nicht hätt angenommen? Wer nur harrt auf ſeine Zeit; Denn er kommt gewiß hernieder Und erquickt die Sei⸗ nen wieder. 13. Ob er ſchon die Seinen drücket, So iſts nur ein Augenblick: Wer nur harrt und ſich drein ſchicket, Der erfähret Heil und Glück; Denn er kommt gar bald hernieder Und er⸗ quickt die Seinen wieder. 14. Aber wer in böſen Tagen Nicht ein wenig harren kann Und an Gott gleich will verzagen, Wenn das Kreuz ihn taſtet an, Der denkt nicht, daß Gott kommt nieder Und das Müd erquicket wieder. 15. Wer ſo thut, der iſt verloren Und wird nie auf ſeiner Bahn, Zion, deine Freuden⸗Thoren Mit Frohlocken ſchauen an; Denn er glaubt nicht, daß Gott nieder Kommt und hilft den Seinen wieder. 16. Warum mußte Saul verder⸗ ben? Warum mußte Iſrael In der wilden Wüſte ſterben Und nicht ſehn die Ruhe⸗Stell? Gott kommt, dachten ſie, nicht nieder, Daß er uns erquicke wieder. 17. Darum, wer in böſen Tagen Harrt, wird noch viel Gutes ſehn; Aber die an Gott verzagen, Müſſen Alle untergehn. Gott kommt nur zu dem hernieder, Der ſtets harrt, und hilft ihm wieder. 18. Wie ein Goldſchmidt pflegt zu reinen In dem Ofen ſein Metall, Alſo prüfet Gott die Seinen, Die er annimmt allzumal; Sind ſie treu, ſo kommt er nieder Und erquickt die Seinen wieder. 19. Drum getroſt! Laß dir nicht grauen. Harre, hoff auf deinen Gott; Meine Seel, die auf ihn trauen, Fallen nie, in keiner Noth; Eh mans denkt, kommt er hernieder Und er⸗ quickt die Seinen wieder. und Anfechtung. 2. Tim. 2, v. 11. 12. Mel. Jeſu, meine Freude. eſus iſt mein Leben 1428. 3 Dem ich mich ergehe Feſt bis in den Tod; Er iſt meine Sonne, Meine Freud und Wonne In der größten Noth; Leid ich gleich in ſeinem Reich, So werd ich mit ihn regieren Und dort triumphiren. 2. Die mit Jeſu leiden, Werden mit ihm weiden In dem Sternen⸗ Feld; Die mit Jeſu ſterhen, Werden mit ihm erben, Wo ihr Reich beſtellt. Ihre Kron und Sieges⸗Lohn Sind wo Gott die Engel loben, Sicher auf⸗ gehoben. 3. Die mit Thränen ſäen, Wenn die Winde wehen, Die der Feind er⸗ weckt, Werden dort mit Freuden Em⸗ ten nach dem Leiden, Da kein Feind erſchreckt; Nach der Müh, die ſieal⸗ hie Dulden, wird ſie Gott ergötzen Mit des Himmels Schätzen. 4. O ihr frommen Seelen, Die ihr euch mit Quälen Bringet durch die Welt, Die ihr öfters weinet, Wenn kein Troſt erſcheinet, Wenn euch Kreuz befällt: Denket doch bei dieſem Joch An die Kron in ſenem Leben, Die euch Gott wird geben. 5. Wenn die Sünden kränken, So laßt uns bedenken, Daß nach Gottes Rath Jeſus Straf erduldet, Und was wir verſchuldet, Ausgeſtanden hat, Kämpfen wir mit ihm allhier, 8 wird er uns helfen kämpfen Und die Sünde dämpfen. 1 6. Seid getreu, ihr Herzen, dei des Kreuzes Schmerzen Bis an eller End: Jeſus wird euch tröſten, Wenn er den Erlöſten Ihr Gefängniß wendt Nach dem Nu folgt eine Ruh, Go wird laſſen nach dem Weinen(ut die Sonne ſcheinen. 7. Nun, Herr Jeſu, ſtärke, De des Satans Werke und das Neih der Welt Laſſen in ſich ſtören Um ſich zu dir kehren, Sei ihr ſtarder Held; Sei ihr Schutz und ſtarte md Kraft d den tn 4 ſie Gott M. Ran Pas wird um? We die ihr mih eater Schme habe Gott; 2. Jt G drrſiht, Ke nich anfich ſende, die hr, Ich- d habe 9 mein Pand ſchaden n Feinde, di wübt, Es idt. Ich 4. Jſt treuer Hirt rüben wie Feinde, Di dein, Es Schimpf neine Fein früh und eure That R = 3 nit ſchaf ung. i. 2 h. Ul. 1 Vel mein deud den ‿. —— —— —— ——. — = ——— ——— — —= — —— ‚ — ½ —— — —— —= — — = ——— den, voiht eit ege und 1 5 eGnge ben s nit Tytin ie wehen, ded den dort ni F — e wird ſe eat fimmels Scähg. t ſrommen 30, 3 it Quülen Aint un Die ihr iſts en Troſt erſcene len befällt, Dan dh h An die Ami enn Heuch Gott wid eie ꝛ die Sündetin ꝛdenken, Daß whhete 3 Straf erdubelne det, Ausgein w wir mit im ilt, a s helfen tmmin nde npfen. 3 getreu, iſt heſt d Schmeren Renan z wird euc tutn Ve ſen Ihr Geinni en Nau folgt emehh, Se nach dem Vinn bi ſceinnn. — 1 3 f nen de V a i dem Leben und im Ster⸗ Sug ſie Alles erben. Gott zum Freunde. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 1429. Ii noth eir Rann. Vas wird ſein, das mir ſchaden kann? Weicht, alle meine Feinde, Die ihr mir liſtiglich nachſteht, Nur aurer Schmach entgegen geht: Ich habe Gott zum Freunde!. 2. Iſt Gott mein Troſt und Zu⸗ verſicht, Kein Leid kann ſein, das mich anficht, Weicht, alle meine geinde, die ihr nur ſinnet auf Ge⸗ ahr, Ich achte ſolches gar kein Haar: zch habe Gott zum Freunde! 3. Iſt Gott mein Schirm und nein Panier, Kein Ungemach kann ſhaden mir: Weicht, alle meine Feinde, Die ihr mich ängſtet und be⸗ tübt, Es iſt umſonſt, was ihr ver⸗ ibt: Ich habe Gott zum Freunde! 4. Iſt Gott mein Schutz und treuer Hirt, Kein Unglück mich be⸗ rrüben wird: Weicht, alle meine zeinde, Die ihr nur ſtiftet Augſt und an Es wird zu eurem Schaden ſeiin: Ich habe Gott zum Freunde! 5. Iſt Gott mein Retter und Patron, Was acht ich der Welt Schimpf und Hohn: Weicht alle meine Feinde, Die ihr mich läſtert ftüh und ſpat, Es wird euch richten eure That: Freunde! 6. Iſt Gott mein Heil, mein Hilf und Kraft, Die böſe Welt Nichts an mir ſchafft: Weicht alle meine zeinde, Die ihr auf mich vergället eid, Ihr thut euch ſelbſt gebranntes Leid: Ich habe Gott zum Freunde! 7. It Gott mein Beiſtand in der Noth, Was kann mir ſchaden Sünd und Tod? Weicht alle meine Feinde! ddd, Sünde, Teufel, Höll und Welt, Ie mäüſſet räumen doch das Feld: Ich habe Gott zum Freunde! Ernſt Chriſt. Homburg, g. 1605, ſt. 1681. Von Verſuchung und Anfechtung. Ich habe Gott zum 859 Der lebendige Gott bei unſern Anfechtungen. Mel. Gott des Himmels und der. ehre wieder, meine 1430. KR Seele, Was betrübſt und grämſt du dich? Fleuch die Qual⸗ und Kummer⸗Höhle Und ſchau redlich über dich; Ei, gedenk, ge⸗ denke doch: Gott, dein Vater, lebet noch! 2. Liegt das Kreuz auf deinem Rücken Und will Angſt und ſchwere Pein Deine Hoffnung niederdrücken, Laß Geduld dein Labſal ſein; Trägſt du gleich ein ſchweres Joch: Gott, dein Helfer, lebet noch! 3. Denkt der Satan dich zu fäl⸗ len Und will ſein verdammtes Heer Deiner Seligkeit nachſtellen, Ei, ſo fürchte Dich nicht ſehr; Er gehört ins Höllen⸗Loch: Gott dein Tröſter, lebet noch! 4. Biſt du arm und ganz verlaſſen, Iſt doch Gott dein höchſtes Gut; Ob dich gleich die Menſchen haſſen, Hält dich Gott in ſeiner Hut; Wohl mir, wenn ich ſag und poch: Gott, mein Hüter, lebet noch! 5. Laß es hageln, laß es wittern, Laß die Welt voll Teufel ſein, Laß die Erde ſich erſchüttern, Du biſt Gottes, er iſt dein; Schwellt die Kreuz⸗See noch ſo hoch: Gott, dein Schirmer, lebet noch! 6. Kehre wieder, meine Seele, Was betrübſt und quälſt du dich? Wenn ich Gott die Noth befehle, Kann ich trotzen feſtiglich; Duld ich viel, ſo ſag ich doch: Gott, mein Leben, lebet noch! M. Chriſt. Junker, g. 1668, ſt. 1714. Nothwendiges Vorübergehen des Kreuzes vor der Freude. In eigener Melodie. ein Chriſt ſoll ihm die 1431. A Rechnung machen, Daß lauter Sonnenſchein Um ihn ſtets werde ſein Und er nur ſcherzen 860 mag und lachen, Wir haben keinen Roſen⸗Garten Hier zu gewarten. 2. Wer dort mit Chriſto hofft zu erben, Gedenk auch für und für In dieſer Welt allhier Mit ihm zu lei⸗ den und zu ſterben. Hier wird, was Gott uns dort erkoren, Durchs Kreuz geboren.. 3. Was mußte Chriſtus ſelbſt aus⸗ ſtehen! Er mußte ja durch Noth Und jämmerlichen Tod Zu ſeiner Herrlich⸗ keit eingehen; Und du vermeinſt mit Recht zu Uaßen In böſen Tagen? 4. Der Wein muß erſt gekeltert werden, Eh als ein ſüßer Saft Das Trauren von uns rafft. Der Weizen, ſo uns ſtärkt auf Erden, Kommt durch das Mahlen und durch Hitze Uns erſt zu nütze. 5. Gold, Silber und viel anders Weſen Muß auch durchs Feuer gehn, Eh als es kann beſtehn. Ein Kran⸗ ker, will er recht geneſen. Wird über den Arznei⸗Getränken Sich nicht viel kränken. 6. Wer hat den Sieges⸗Kranz ge⸗ tragen, Der nicht vom Uebermuth Der eind im Schweiß und Blut Und Kummer hat gewußt zu ſagen? Wer wird das Ziel im Wette⸗Rennen Ohn Staub erkennen? 7. Iſt noch ſo Viel uns widerfah⸗ ren, So iſt doch dieſes Leid Nicht werth der Herrlichkeit, Die Gott an uns will offenbaren, Weil ſie nach dieſen kurzen Zähren Soll ewig währen. M. Sim. Dach, g. 1605, ſt. 1658. In großer Angſt und Noth. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich. 1 432 Mein Gott, ich ſchreie . c für und für, Du wollſt dich mein erbarmen: Mein Hoffnung ſtehet blos zu dir, Ach, rette doch mich Armen! Mit Angſt ich hart umgeben bin Und weiß jetzund gar nirgends hin, Denn Herr, zu dir alleine. 2. Die Seel in mir voll Jammer iſt, Der Geiſt iſt faſt verſchmachtet, Von Verſuchung und Anfechtung. Mein Herz ſich naget und abfri Viel ſinnet und betrachtet: uuif noch find ich keine Ruh, O liber Gott, tritt du herzu! Ich muß ſonſt unterſünben. 3. Ich werd geachtet, wo nicht M gnädig wirſt beneand Als Einer, der aus dieſem Licht Ir Finſterniß muß fahren. Ich ſtehe ſchon faſt halb im Grab Und iher dieß gar Niemand hab, Auf den ich könnte bauen. 4. Die Freunde ſtehen fern von mir Und ſcheuen meine Plage, Ei Jeder denkt, wer fragt nach dir? Mi hilft nicht, daß ich klage. Die Tru⸗ ſal häuft ſich mehr und mehr, Des Kreuzes Laſt drückt mich ſo ſehr, Daß ich faſt muß vergehen. 5. Ach Herr, ach Herr, erbar dich mein, Vergib mir meine Sünde, Und mich von Angſt, von ucht und Pein Genädiglich entbinde! Nah deinem Rath mir Hilfe ſchick, Im Zorn mich nicht von hinnen rüc O allerliebſter Vater! 6. Ach, wende dich, o treuer Gott, Laß mich dein Herz erweichen, E⸗ rette mich aus dieſer Noth Und thu nicht von mir weichen, Auf daß ein Jeder ſeh hierbei, Daß Keine nicht verlaſſen ſei, Der dir nur ſeh vertrauet! 7. Doch bitt ich nicht aus frechen Muth, Ich ſtells in deinen Wille. Was mir an Leib und Seel iſt gut⸗ Wollſt du an mir erfüllen; Thu m mir, Vater, wie du weißt, Daß s mir diene allermeiſt Zu deines R⸗ mens Ehren. 8. Ich will, Herr, dir und deine Macht Mich allerdings ergeben, Auj Rettung hoffen Tag und Nacht, Aun Sterben oder Leben. Mir geh es, de ter, wie du willt, Der Tod mir wie da Leben gilt, Gib, was mir iſt das Veſe 9. Und weil durch deines Geiſe Gab Ich, wie ichs kann empfinden, I Herzen meinen Jeſum hab, So mut die Furcht verſchwinden; Ich glaube feſte, daß mein Gott Niic, T tſonſt d i we 1o. Nun Hierinnen lena en auf mel dat, ich l nir von der ſänüih wir güßet Mel.2 4422 1433. dr haben? ann ſich der in ne feſiglich: Nein Jeiu 2. Achf Wo lautcr das geſun! nen gehen, O, er velſte dabei. Mei 3, Oft m zur Geſund imnerfort? nen. O d herze, triſte Kreuz unſ Jreunde ſh fechen ern der ceuen nen 3 == — — — — li ditt mt t nuß vegta mir weihe, dut ſeh hierbe, dh Kene ſen ſei. Nrhmr ſi t an mir efült Chun „ wie du win di allerneſt GiW he 9 dn eits an anſin un Jajun ja en me nein Get Nü — =. duh nl Von Verſuchung nicht ſonſt, doch durch den Tod Werd endlich wohl erlöſen.. 10. Nun, welches mir der Höchſte hat Hierinnen auserſehen, Das wird nach ſeinem weiſen Rath Bald fol⸗ gen auf mein Flehen; O Herr, mein bott, ich laß dich nicht, Bis Hilfe nir von dir geſchicht, Drauf ich ſo ſehnlich warte 1 Süßer Troſt in Jeſu Liebe. Mel. Nun danket alle Gott. 1 43 3 Mn Jeſus liebet mich, 0. M Was will ich wei⸗ ter haben? An ihm und ſeiner Gunſt Kann ſich mein Herze laben; Ruht der in meiner Bruſt, So ſing ich feſtiglich: Ich bin des Glückes Kind, Mein Jeſus liebet mich. 2. Ach, ſchweigt mir von der Welt, Wo lauter Roſen ſtehen, Ein Herz, das Jeſum liebt, Muß auch auf Dor⸗ nen gehen; Lacht er nicht immerfort, 9, er verſtellet ſich, Es bleibet doch dabei: Mein Jeſus liebet mich. 3. Oft muß ein bittrer Trank Uns zur Geſundheit dienen, Nicht können immerfort Die Glückes⸗Palmen grü⸗ nen; O darum unverzagt! Herze, tröſte dich: Rührt dich gleich nen und Noth, Mein Jeſus liebet mich. 4. Aus ſeinem Munde fließt Ein zucker für die Myrrhen; Gefällts ihm, daß ich hier Soll in der Wüſten girren: Es ſei ſo, wie er will, Mein Kreuz verdoppelt ſich, Bei mir heißts immerfort: Mein Jeſus liebet mich. 5. Ohn ſeinen Willen kann Mich nicht ein Wölkchen ſchrecken, Hier muß mich Schutz und Troſt In ſei⸗ nem Schooße decken; Redt, Feinde, was ihr wollt, Verfolgt mich äng⸗ tiglich, Nur dieſes iſt mein Troſt: ein Jeſus liebet mich. 6. Er weiß es mehr, wie ich, Wo mein Gelücke blühet; Vor mir iſt oft verdeckt, Wohin ſein Auge ſiehet: Ob ichs gleich nicht verſteh, Nur fein ein Z 861 geduldiglich; Nichts kann mir ſchäd⸗ lich ſein: Mein Jeſus liebet mich. 7. Holdſelig iſt der Tag, Wenn ich an ihn gedenke, Ach, ſelig iſt der Blick, Den ich nach Jeſu lenke! Und wenn die Welt gleich tobt, Doch freut mein Herze ſich, Gnug, daß ich die⸗ ſes weiß: Mein Jeſus liebet mich. 8. Will mir der blaſſe Tod den Abſchieds⸗Zettel bringen, Ich werd ihm ohne Furcht Getroſt entgegen und Anfechtung. ſingen: Tod, ſei von mir gegrüßt! Ich warte hier auf dich; Zuletzte heißt es doch: Mein Jeſus liebet mich. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Bei lange anhaltender Noth, nach Pſ. 77. In eigener Melodie. 143 4 9 liebſter Gott, ſchau * doch den Jammer, Der ſchon ſo lange mich gequält, Wie harte ſchlägt des Kreuzes Hammer, Du haſt viel Angſt mir zugezählt; Ich leb im großen Leidens⸗Orden Und bin vom Seufzen müde worden, Ich bringe manche Nacht ohn Ruh In lauter Sorgen ſchlaflos zu. 2. Da denk ich oft, wo ſind die eiten, In denen es mir beſſer ging? Wo ſind die ſüßen Fröhlichkeiten, Da mich ſo manches Glück umſing, Da ich in großem Friede lebte Und mir nicht ſo viel Kreuz anklebte, Da ich dir, meinem Gotte, ſang Und ſagte dir mit Freuden Dank? 3. Jetzt aber muß ich öfters wei⸗ nen Und lauter ſchwere Seufzer ziehn, Weil keine Hilfe will erſcheinen Und ich ſogar verlaſſen bin, Weil meine Noth ſo lange währet Und mich der Kummer ganz verzehret, Mein Hoffen gehet ganz zurück Und mich ergötzt kein Gnaden⸗Blick. 4. Die Kleinen rufen ſammt den Großen: O frommer Gott, iſts noch nicht Zeit, Willſt du uns ewiglich verſtoßen, Iſt keine Gnade mehr be⸗ reit, Iſts denn ganz aus mit deiner Güte, Gilt denn bei dir nun keine Von Verſuchung Bitte, Verſchleußt du dich vor un⸗ ſerm Schrein, Soll kein Erbarmen übrig ſein? 5. Allein, was hilft uns doch das Kränken, Was iſt mit Kummer aus⸗ gericht? Wir können keine Hilf er⸗ denken, Viel beſſer iſt es, wenn man ſpricht: Ich ſoll und muß und will nur leiden, Was ich nicht anders kann vermeiden, Ich will gehorſam nehmen an, Was ich und Niemand ändern kann. 6. Die Hand des Höchſten, die mich ſchläget, Die Rechte, die mich nieder⸗ reißt, Die mir die Bürde aufgeleget Und ſich ſo hart an mir beweiſt, Die kann und wird es Alles wen⸗ den, Sie wird mir wieder Hilfe ſen⸗ den, Gott wird mir wieder gnädig ſein Und mich mit ſeiner Hilf erfreun. M. Zach. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Kampf gegen Satan, Welt und Fleiſch. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 1125 üſtet euch, ihr Chriſten⸗ 1435. R Leute! Die Feinde ſu⸗ chen euch zur Beute, Ja Satan ſelbſt hat eur begehrt. Wappnet euch mit Gottes Worte Und kämpfet friſch an jedem Orte, Damit ihr hleibet unver⸗ ſehrt. Iſt euch der Feind zu ſchnell: Hier iſt Immanuel. Hoſianna! Der Starke fällt Durch dieſen Held, Und wir behalten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüſten; Beſieget ſie, die ihr ſeid Ehriſten, Und ſtehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jeſu Namen, Daß ihr nicht ſtrauchelt, wie die Lahmen. Wo iſt des Glaubens Eigenſchaft? Wer hier ermüden will, Der ſchaue auf das Ziel: Da iſt Freude. Wohlan, ſo ſeid Zum Kampf bereit! So krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wenig Jahre, Eh ihr kommt auf die Todten⸗ Bahre: Kurz, kurz iſt unſer Lebens⸗ Lauf. Wenn Gott wird die Todten wecken Und Chriſtus wird die Welt erſchrecken, So ſtehen wird mit und Anfechtung. Freuden auf. Gott Lob, wir ſi verſöhnt! Daß uns die Welt Pn höhnt, Währt nicht lange, Und Gottes Sohn Hat längſtens ſchon Uns beigelegt die Ehren⸗Kron. 4. Jeſu, ſtärke deine Kinder Um mache die zum Ueberwinder, Die du erkauft mit deinem Blut! Schaffei uns neues Leben, Daß ahiſſen ſtets zu dir erheben, Wenn uns ent⸗ fallen will der Muth. Geuß aus auf uns den Geiſt, Dadurch die Liehe fleußt In die Herzen: So halten wir Getreu an dir Im Tod und Aeben für und für. Wilh. Erasm. Arends, ſt. 1721 * Um Kraft zum geiſtlichen Kampf. Mel. Ach Gott, vom Himmel ſieh. Oder: Wer in dem Schutz des. 1436. Hanzuea mit ich ſtets muß kämpfen, So liſtig und ſo mächtig ſeind, Daß ſie mich leichtlich dämpfen. Herr, wo mich deine Gnad nicht hält, So kann der Teufel, Fleiſch und Welt Mich leicht in Sünden ſtürzen. 2. Der Satanas mit ſeiner Lit Im Anfang gar ſüß locket, Drauf, wenn die Sünd begangen iſt, Das Herze er verſtocket; Er treibt mit Trug und mit Gewalt Von einet Sünd zur andern bald Und endlch in die Hölle. 3. Der Welt Art iſt euch wohl be⸗ wußt, Wie die kann Anlaß geben gu Augen⸗Luſt, zu Fleiſches⸗Luſt, du hoffärtigem Leben. Wenn aber Got⸗ tes⸗Zorn angeht, Ein Jeder da zurüit ſteht, Die Freundſchaft hat ein Ende 4 .Und dennoch will mein Fleich und Blut Von dem ungerne laſſen Was ihm ſo großen Schaden thut, Es will die Welt nicht haſſen, Ai kurze Freud gefällt ihm wohl, Drun wills nicht, daß ich meiden ſoll Des Teufels Netz und Stricke. 5. Nun muß ich Armer immerfot Mit dieſen Feinden ſtreiten, Sit ängſten mich an allem Ort und 1. Laff ich inneri kitthu, wa lij verfühn wderſteh 1 obgeh Hur. 3. Db b Nich anſich daß ich ih widerſtrebe nicht Die? Den Himn. 9. Gib, dieſe lezten Sünden⸗F bringe, Da ſang Dir Zwang In 10. Gott Nreu Laß 0 Jeſu El ih kann ü Heiſt, in d immer eine undern! aiptich Mel. 137 be Wilh. Erasn Iend f zum geiſlite tnuf Gott, ven dinneſ er in dem Stge jchau,lä, 12 meine zig, d. 5 nuß änny- Hig ſend, Nh ſ n⸗ 1 — — impfen. gm 6 Hicht hält Gin ſch und Vatt l ſtüran. Satanas mit ſge d z gar ſiß bin, deme dünd beganynt Da erſtocet, G d m mit Gewal U eine andern bald Udendich 4 gelt Art it ahralt⸗ die kann Ancieng „ au Fleiche⸗t, Ceben. Vem chre⸗ geht, Ein Jdewiniä reundſchaft ſt t Oh. dennoch vil un Bon dem unen wgroßen Shne Pelt nict ſiſ N Von Verſuchung mir ſtets zur Seiten. Der ſetzt mir heftig zu, Die Welt Mein Fleiſch 4 atan lißt mir gar keine Ruh, zur Sünd mich treibet. dieſe letzten Dinge Und dadurch alle Sünden⸗Freud Aus meinem Herzen beinge, Damit ich mög mein Leben⸗ ſang Dir dienen ohne Furcht und zwang In willigem Gehorſam. 10. Gott Vater, deine Kraft und dren Laß reichlich mich empfinden; 4 9 Jeſu Chriſte, ſteh mir bei, Daß ich kann überwinden; Hilf, heilger Geiſt, in dieſem Krieg, Daß ich da unmer einen Sieg Erhalte nach dem andern! Dav. Denicke, g. 1603, ſt. 1680. Geſpräch eines Angefochtenen mit Chriſto. Mel. Straf mich nicht in. 1.(Seele.) 41437 Jiehe, ich gefallner 8. Knecht, voller Blut und Schläge, Ich dein Diener bin vohl recht Langſam, faul und träge: Ach, mein Gott, Zebaoth, Hör mein Schreien, Tönen Und mein ängſtlich Sehnen! 8* Ich bin kalt, entzünde mich, 9 erweich mich Härten! Speis 863 mich, ich bin hungerig, Feucht mich dürren Garten. Satan ſchlägt Und erregt Sehr viel harte Wunden In Verſuchungs⸗Stunden. 3. Meines IFleiſches Luſt⸗Begier Macht mir manche Schmerzen; Auch die Welt, die ſchießet mir Pfeile nach dem Herzen: Mancherlei Menſchen⸗ Scheu Sucht mich zu erſchrecken Und in Noth zu ſtecken. 4. Ach, könnt ich doch, Jeſu, dich, Wie ich wollte, lieben, O, möcht ich doch kräftiglich Solche Lieb ausüben! Brünſtiglich Wünſche ich Dich im Geiſt zu küſſen, Ewig zu genießen. 5. Mein Geiſt weiß die Freude wohl, Was es ſei, dich lieben; Doch das Fleiſch iſt Trägheit voll, Will die Herrſchaft üben; Fleiſch und Geiſt Zieht und reißt Mich auf beiden Seiten, O da gilt es ſtreiten! 6. Ach, was mach ich Armer doch? Wer wird mich erretten? Wohin flieh ich endlich noch? Wer wird mich vertreten? Herr, mein Heil, Komm in Eil, Brich des Fleiſches Tücke, Die verſtrickten Stricke! Jeſus.) 7. Siehe, ich komme und erfüll, Seele, dein Verlangen, Ja, ich küſſe dich und will Dich mit Lieb umfan⸗ gen; Fleiſches⸗Noth, Welt und Tod, a der Hölle Banden Mache ich zu chanden. 8. Meinen Geiſt, den ſchenk ich dir, Der das Fleiſch bezwinge; Auch die Lieb, die dich zu mir Zieh und kräf⸗ tig dringe. Ich heil dich, Dich will ich Reingen und entbinden, Stärken kräftgen, gründen. 9. Deiner Wunden tiefen Schmerz Heilen meine Wunden; Deine Schläge hat mein Herz Dir zum Heil empfun⸗ den; Trag Geduld, Alle Schuld Soll mein Herz bezwingen, Soll mein Blut verſchlingen. 10. Dieſer reine Purpur⸗Schweiß Machet Alles reine; Was nicht reine, das wird weiß Durch dieß Blut alleine: Von Natur, Creatur, und Anfechtung. Allem Sünden⸗Weſen Sollſt du da geneſen. (Seele.) 11. O, wie rein iſt doch dein Blut, Jeſu, meine Wonne! Schneeweiß iſt die Sünden⸗Fluth, Heller, denn die Sonne. Ganz und gar Hell und klar Werden dort die Deinen Durch dein Blut erſcheinen. 12. Dank ſei dir, du Gottes⸗Lamm, Daß du überwunden, Daß du mir am Kreuzes⸗Stamm Die Erlöſung fun⸗ den. Ich bin dein. Dir allein Will ich mich ergeben, In dir ſiegen, leben! L. A. Gotter, g. 1661, ſt. 1735. Um Linderung der Anfechtung. Mel. Lobe den Herren, den. oll ich denn, Jeſu, 1438. 9 mein Leben in Trauren beſchließen? Soll ich denn ſtündlich die Wangen mit Thränen begießen? Willſt du mich nicht, Von Verſuchung und Anfechtung. Thränen⸗Maaß. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1 439 Thränen, Thränen, lau⸗ Tee.= ter Thränen Iſt der Chriſten Leben hier; Die ſich nach dem Himmel ſehnen, Gehn in Thri⸗ nen für und für. Thränen⸗Speiſ⸗ Thränen⸗Trank, Thränen unſer Le benlang. Wer der Menſchen wil erwähnen, Der muß ſagen: Thri⸗ nen, Thränen! 2. Thränen bringt die Morgen⸗ Röthe; Wenn wir kaum gänen ſein, Sind die Thränen ein Prophete Von des ganzen Lebens Pein. Thri⸗ nen ſind der erſte Gruß; Thrönen ſind der letzte Kuß, Und ſo muß die Zeit auf Erden Uns zu lauter Thei⸗ nen werden. 3. Thränen, ach, wie heiße Thri⸗ nen Preſſet uns der Jammer aust Wenn wir nur der Welt erwähnen, Oeffnet ſich ein Thränen⸗Haus Thi⸗ nen hier und Thränen dort, Thränen Jeſu, mein Leben und Licht, Laſſen die Freude genießen? 2. Ich will, was zeitlich iſt, wil⸗ lig und gerne verlaſſen, Wandeln mit Jeſu, dem Heiland, die himm⸗ liſche Straßen; Ewige Ruh Fühlet mein Herze ja nu, Weil ich dich, immer fort und fort. Wer nicht Thränen will gewinnen, Der muß aus der Welt entrinnen. 4. Thränen ſind vor allen Dingen. Was Gott ſeinen Kindern ſchentt Wen er will zum Himmel bringen, Wird mit Thränen oft getränkt Thri⸗ Jeſu, thu faſſen. 3. Itt doch dieß zeitliche, flüchtig und nichtige Leben Immer nit Krieg und Streit häufig und ſtündlich um⸗ geben; Hier iſt kein Ruh: Jeſu, dir fliehe ich zu, Schenk mir das ewige Leben. 4. Schaue, wie Thränen und Seufzen meine Herze abnagen, Wie ich muß dulden und leiden viel Schmer⸗ zen und Plagen. Laß mich in Noth, Bitt ich dich, mächtiger Gott, Ja nicht ungläubig verzagen. 5. Fahr hin, du falſche Welt, fahr hin, du zeitliches Leben, Nun⸗ mehro werd ich bei Jeſu dort ewig⸗ lich ſchweben. brfu dich nu, Meine Seel, weil du haſt Ruh, Dazu das ewige Leben. nen, die in Augen ſtehn; Thränen, die vom Herzen gehn; Thränen, die von Backen rollen, Müſſen ſie dem Himmel zollen. 5. Thränen ſind der Chriſten So⸗ men, Die ſie in das Elend ſtreun, Thränen ſchreiben ihren Namen J das Buch der Frommen ein; Thränen, wenn das Weltkind lacht; Thrünen die die Welt veracht; Thränen, wem die Sonne ſcheinet; Thränen, niemab gnug geweinet. 6. Thränen, wenn ſich Gott ver⸗ ſtecket; Thränen, wenn er grauſen ſcheint; Thränen, wenn der Fein uns ſchrecket Und es Niemand red⸗ lich meint. Thränen, wenn ſe Sünde plagt; Thränen, wenn das wn um der lam genug erall ſind 8. Thrön un, Seid acmud d nen, It d9 Thränen G (hriſten D der Meiſten der Jüngen 9. Thrät Ach, ihr ſeh ich nich ng die Thräne nen nimm, nen, weil daß ich auf ſen fähig 10. Thre nen! Nun ch will eun gänſten G Dhräͤnen ſe Freuden vie ſe Erden werden. Un Vern Mel. 8140 4 ſaens 3 anen beigt de vzenn wir dan fi die Thränen eh ſn b anzen Lebensgin Jn der erſt 8. 4 ns aa e nen, at, me dn ſet uns der 49 3 nur der Mähag ähn ein Thränenejus èhe nd Thränen di ſhrin t und fott N nit will gewimen N uh Velt enteinn nnen ſind vh in hn t ſeinen Fuüe ſchat vill zum Hun nye. Thränen oſt gtut Thi⸗ Augen ſtehn Tränen erzen gehn, üen, rollen, Mſa ie w llen. ſie in doö Gind en. ſhreiben ürn un R 3 der Frommen en phrtne nen find de ſtün er Gelteind laht lhina Pältind lutt him, t veract, Arie 3 ſcheinet, Wrinniendt einet. rnen, wem ſit 9 hränen, bem nunn 1 Thränen, 4 6 Thränen, Pm * gt, Von Verſuchung Thränen, bei ſo lan⸗ agt; baz darhn Thränen, bei ſo loſen gen Zeiten; en.. 64 Armuths⸗Thränen, Wittwen⸗ ränen; Thränen, wenn man Unrecht dhn Thränen derer, die ſich ſehnen Nach des Jammers Endlichkeit; Thränen in Verfolgnngs⸗Noth; Thrä⸗ nen um der Freunde Tod, Und wer fann genug erwähnen? Thränen, überall ſind Thränen.. 8. Thränen, aber ach, ihr Thrä⸗ nen, Seid ihr nicht der Chriſten Schmuck? Jeſus will die Straße bah⸗ nen, Iſt das euch nicht Ehr genug? Thränen Chriſti ſind ja hier Aller (hriſten Thränen⸗Zier. Thränen ließ der Meiſter fließen; Thränen muß der Jünger gießen. 9. Thränen, o ihr ſüßen Thränen! Ach, ihr ſeid mein Heiligthum; Sollt ich mich nach Freuden ſehnen? Nein, di Thränen ſind mein Ruhm. Thrä⸗ gen nimm, mein Jeſu, hin; Thrä⸗ nen, weil ich deine bin; Thränen, daß ich auf der Erde Deiner Thrä⸗ nen fähig werde. 10, Thränen, o ihr lieben Thrä⸗ nen! Nun es ſei der Schluß gemacht, Ich will eurer nur erwähnen, Als der ſhönſten Chriſten⸗Pracht; Wer hier Thränen ſäen will, Erntet dort der Jreuden viel; Denn die Thränen die⸗ ſer Erden Müſſen dort zu Thronen werden. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um Vermehrung des Glaubens in Aufechtung. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 1440 Treuer Gott, ich muß * dir klagen Meines herzens Jammer⸗Stand, Ob dir wohl ſind meine Plagen Beſſer, als mir ſelbſt bekannt: Große Schwach⸗ heit ich bei mir In Anfechtung oft⸗ mals ſpür, Wenn der Satan allen lunben Will aus meinem Herzen uben. 2. Du, Gott, dem Nichts iſt ver⸗ und Anfechtung. 865 borgen, Weißt, daß ich Nichts von mir hab, Nichts von allen meinen Sorgen: Alles iſt, Herr, deine Gab. Was ich Gutes find an mir, Das hab ich allein von dir; Auch den Glauben mir und Allen Gibſt du, wie dirs mag gefallen. 3. O, mein Gott, vor den ich trete Jetzt in meiner größten Noth, Höre, wie ich ſehnlich bete, Laß mich wer⸗ den nicht zu Spott; Mach zunicht des Satans⸗Werk, Meinen ſchwachen Glauben ſtärk, Daß ich nimmermehr verzage, Chriſtum ſtets im Herzen trage! 4. Jeſu, Brunnquell aller Gna⸗ den, Der du Niemand von dir ſtößt Der mit Schwachheit iſt beladen, Sondern deine Jünger tröſt: Sollt ihr Glaube auch ſo klein Wie ein kleines Senf⸗Korn ſein, Wollſt du ſie doch würdig ſchätzen, Große Berge zu verſetzen! 5. Laß mich Gnade vor dir finden, Der ich bin voll Traurigkeit; Hilf du mir ſelbſt überwinden, So oft ich muß in den Streit; Meinen Glauben täg⸗ lich mehr, Deines Geiſtes Schwerdt verehr, Damit ich den Feind kann ſchlagen, Alle Pfeile von mir jagen. 6. Heilger Geiſt ins Himmels Throne, Gleicher Gott von Ewigkeit Mit dem Vater und dem Doßne Der Betrübten Troſt und Freud, Al⸗ len Glauben, den ich findt, Haſt du in mir angezündt, Ueber mir mit Suaden walte, Ferner deine Gab er⸗ alte! 7. Deine Hilfe zu mir ſende, O du edler Herzens⸗Gaſt, Und das gute Werk vollende, Das du angefangen haſt! Blas das kleine Fünklein auf, Bis daß nach vollbrachtem Lauf Ich den Auserwählten gleiche Und des Glaubens⸗Ziel rri gl⸗ 8. Gott, groß über alle Götter, Heilige Dreifaltigkeit, Außer dir iſt kein Erretter: Hilf, jetzt iſt des Hel⸗ fens Zeit, Wenn der Feind die Pfeil abdrückt, Meine Schwachheit mir aufdrückt, Will mir allen Troſt ver⸗ 55⁵ ſchlingen Und mich in Verzweiſtung bringen. 9. Zeuch du Stricken, Die er Laß ihm fehlen ſeine Tücken, Drauf früh und ſpat. Gib Kraft, daß ich allen Strauß Ritterlich mö er ſinnet ſtehen aus, Und, kämpfen, Hilf mir meine Feinde dämpfen. 10. Reiche deinem ſchwachem Kinde, Das auf matten Gnaden⸗Hand g Angſt vorüber ge Von Verſuchung mich aus ſeinen mir geleget hat; ſo oft ich noch mu Füſe ſteht, Deine eſchwinde, Bis die ht; Wie die Jugend gängle mich, rühme ſich, Daß der Feind nicht Er hab ein ſolch Herz ſtellet. gefället, Das auf dich ſein Hoffnung 11. Du biſt meine Hilf, mein Le⸗ ben, Mein Fels, meine Zuverſicht, Dem ich Leib und Gott, mein Gott, verz Eile, mir zu ſtehen bei, Brich des Feindes Pfeil entzwei; zurücke prallen Und m Höllen fallen. 12. Ich will alle meine Tage Rüh⸗ Hand, meine Klag und Plage Haſt ſo gnä⸗ Nicht nur in der Sterblichkeit Soll dein Ruhm ſein ausgebreit: Ich wills auch hernach erweiſen Und dort ewiglich dich prei⸗ Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. men deine ſtarke dig abgewandt. ſen. Ueber des ſeligen M. Nicolaus Haaſens, Past. prim. zu Bautzen, erwählten Leichenſpruch. . 1. Theſſ. 5, v. Mel. 1441. Tut hoch hat mich, Das glau Zorn geſetzet. Nein, ſen⸗Stützen, Auf ſein Warum ſollt ich mich denn. dort Alles Heil beſitzen! Seel ergeben; ieh doch nicht! Laß ihn ſelbſt it Schimpf zur aß du 9. 10. der mich ſehr ergötzet, Gott ich, Nicht zum ich ſoll, o Fel⸗ Wort Hier und und Anfechtung. 2. Das hat Jeſus mir erwo Der für mich Jämmerlich vahen Kreuz geſtorben; Auf daß ich im Tod und Leben Mit ihm ſoll Freudenvoll Stots Cmdehen lchweben . Steck ich gleich ſo tief in Sin⸗ den, Als die Welt Lachen Doch iſt Rath zu finden; Gott wil mich nicht zornig richten, Jeſu Huld Kann die Schüld Durch ſein Kreu⸗ Vuut Flichten gel Alle Trübſal iſt mir Freu Weil ich nicht Das Gericht de 9 ſetz⸗Fuchs leide; Meines Jeſu Kreu⸗ zes⸗Liebe Tröſtet mich So, daß ich Mich um Nichts betrübe. 5. Laß viel tauſend Teufel raſen Und mit Grimm Ungeſtüm Auf mich Lärmen blaſen: Jeſus kanndie geuer Drachen Durch ſein Kreuz Allerſeits Bald verſtummen machen. 6. Mir graut nicht vor Todes⸗ Schrecken, Denn ich weis, Gott ſei Preis, Wer mich wird erwecken, Der am Kreuze ſtarb, der lebet, Danm mich Ewiglich Kein Tod ganz bagräbet 7. Zeigt die Hölle Rauch und lammen; Wer will mich, Mic, rag ich, Dahin wohl verdammen An dem Kreuz in Jeſu Wunden d mein Thron, Da ich ſchon Meinen Himmel funden. 8. Wird der letzte Zorn entbren⸗ nen, Da mein Hirt, Jeſus, win Schaf und Böcke trennen, O, ſein liebes Kreuzes⸗Zeichen Läßt mich nicht Vor Gericht Von der Rechten weichen. 9. An das Kreuz erhöhte Lebe Jeſu, du Meine Ruh, Sieh, aus der nem Triebe Leg ich mich zu deine Füßen; Gib dich mir Für und fur röſtlich zu genießen. 10. Laß mich deine Liebe dringen, Allen Wuſt Böſer Luſt Unters Kreut zu zwingen; Zeuch mein Leben und mein Lieben Ganz zu dir, Mich ſtes hier Nur im Kreuz zu üben. 11. Laß mir in der letzten Stunde Dieſes Wort Immerfort In des Har zens Grunde: Ich ſei nicht zum Zorn 6 pocheli 9 Nun duh du dich awieſen! J ingen Un Steis dein Jol Angefoch Mel. O, 1142 un Weil n dud de hab ich F. Und ich ver der Höllen⸗ 2. Laß d Mit Verdru Weſches nn Meine Seel nein Jeſus ſicts betite nil turſnd zaſ n rimm Ungzſtn nij uch ſein ga ummen machen. rantknitt n as enn ichwiß git r nich witd emt. d. ſtarb, der los nm ichKein 1n e m Wer dil ut, N, t die Höll Dahin wohl vnnnn rreuz in Jeu wen on, Da ich ſterſtar inden. der lette zan aer mein Hit, Gt n d Böcke trenm, fi 1† uzes⸗Zeihen dcj nh Gericht Vm dſeta tgeniehen nich deie bi inn Füſer Aürln 55 enn Alen w * n Krauz zu ilel ban un lzti n 4 nerfot gn a 5 ſi rict zm 1442. IW th i Sanne ſen. h tmndezar. cü der Höllen⸗Angſt verſchont. da, einem Fels entfliehn. u ſa Und der Bußang ſteht mir offen, n Gan unt ſüht Pgnüglich koſten läßt. deſtehet feſt. Von Verſuchung geſetzet Weil dein Kreuz mich bereits Vir hochſelig ſchätet 12. Nun ſei himmelhoch Seprieſen, Daß du dich Haſt für mich So getreu erwieſen! Ich will, weil ich werde ringen Und auch dort, Liebſter Hort, Stets dein Kreuz beſingen. Joh. Mentzer. g. 1658, ſt. 1734. Angefochtener Seelen Freude zu Jeſu. MNel. O, wie ſelig ſind die Seelen. zen Weil mir Jeſus in dem Herzen Durch den wahren Glauben wohnt, hab ich Friede Troſt und Freude, Uind ich verbleib in allem Leide Vor 2. Laß die Welt auf allen Seiten Nit Verdruß und Schrecken ſtreiten, Welches nur den»Körper plagt; Meine Seele wird nicht müde, Denn nein Jeſus hat den Friede Klar und deutlich zugeſagt. 3 Laß die Sünde mächtig wer⸗ den, Laß den Abgrund dieſer Erden Wider mich zu Felde gehn, Laß die ganze Welt verzagen: Ich will unter oalchen Plagen Als ein Friedens⸗ ind beſtehen. 4. Will der Teufel und die Hölle Niihh auf unterſchiedne Fälle Wie⸗ der in das Netze ziehn; Will ich doch vor ſolchem Jammer In des dochſten Friedenskammer Als in 9. 2 der Fried iſt wohl getrof⸗ Wo der höchſte Vater ſitzt; Chriſtus ſaber iſt die Pforte, So' werd ich in jenem Orte Wider Furcht und Nucht beſchützt. 6. Danket Gott mit einem Liede, aß er ſeinen Himmels⸗Friede So Trotz der t und allen Sünden! Jeſus diht uns überwinden, Deſſen Huld und Anfechtung. 867 Weine nicht! Luc. 7, v. 13. Mel. Straf mich nicht in deinem. 1 4 43 Wieine nicht, Gott lebet 4 4 noch, Du betrübte Seele, Drückt dich gleich ein hartes Joch In der Trauer Huͤhle.Nur Ge⸗ duld, Gottes Huld Macht aus Dor⸗ nen Roſen, Aus Aegypten Goſen. 2. Weine nicht: Gott denkt an dich, Wenn dein ganz vergeſſen; Es hat ſeine Treue ſich Dir ſo hoch vermeſſen, Daß die Welt Ehr zerfällt Eh er dich wird haſſen, Oder gar verlaſſen. 3. Weine nicht: Gott ſiehet dich, Scheint es gleich verſtecket; Wenn du nur geduldiglich Seinen Kelch heſchmeclet, Setzt er Dir Labung für nd läßt nach dem Weinen Seine Sonne ſcheinen. 4. Weine nicht! Gott höret dich, Wenn dein Herze girret. Haſt du dich gleich wunderlich In der Noth verwirret, Ruf ihn an; Denn er kann Deinen Unglügswellen Ihre Gren⸗ zen ſtellen. 5. Weine nicht: Gott liebet dich, Wenn die Welt gleich haſſet Und ſo manchen Schlangen⸗Stich Auf dein Herze faſſet. Wen Gott liebt, Nichts betrübt; Will gleich Alles krachen, Er kann doch nur lachen. 6. Weine nicht: Gott ſorgt für dich; Ei, was kann dir fehlen? Was willſt du dich ſtetiglich Mit den Sor⸗ gen quälen? Wirf auf ihn Alles hin, Er wird deine Sachen Gut und beſ⸗ ſer machen. 7. Weine nicht: Gott tröſtet dich Nach den Thränen⸗Güſſen. Endlich wird der Kummer ſich In das Grab verſchließen. Durch den Tod Stirbt die Noth und wenn der erſcheinet, Haſt du ausgeweinet. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Himmels⸗Verſicherung gegen aller Welt Spott. In bekannter Melodie. Chr. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. 1444. WWe Pacs dich Ic 5⁵5* dem Himmel; Denn droben iſt Lachen und Lieben und Leben; Hier unten iſt Alles dem Eitlen ergeben. 2. Du Lügnerin! Nach deinem I e⸗ en, Das Jeſus, die Wahrheit, den Sinn Willſt du mich richten. felge der Wahrheit zum ewigen Frommen wird geben. 3. O Welt, du biſt Voll Trug und Ich b Liſt, Du legſt mir Stricke. J dir entgangen und will dir entgehen; Denn Jeſus bleibt ewig zur Rechten Wers mit dir hält, Stürzt in die Grube. Ich folge dem Lamme, dem Lichte und Leben, Das uns das Lamm Gottes mir ſtehen. 4. Du blinde Welt! dort ewig wird geben. 5. Du müheſt Und laſſe dich toben hieniede n. 6. Du ſpotteſt mein; Ich lache dein Verfolge, ver⸗ ſpotte, verhöhne mich eben, Es blei bet mir dennoch das ewige Leben. Satan mit dir, Wer wird gewinnen? Ich ſiege durch Chriſtum, ich kämpfe und ſtreite Und trage die Seele von dannen Und deiner Waffen. 7. Gott iſt bei mir; zur Beut e. 8. Mein Schild iſt Gott; In aller Du wirſt noch verſtieben, ich werde beſtehen, Wenn Alles zu Boden und Trüm⸗ ſ Noth Ich auf ihn traue. mern wird gehen 9. Auf, rüſte dich, Streit wider Dein mich, Spanne den Bogen; Von Verſuchung und Anfechtung dich, Zu ſtören mich Und meinen Frieden. Ich liege und ſchlafe bei göttlichem Frieden und wüthen 12. Zuletzt, zuletzt Werd ich ergött; Hier will ich dulden; Mir iſt der Himmel von dem, der ni jin Dir aber die hölliſche Grube bereiten Dlis Halleluja, Halleluin Woſ ihr Klugen? Der Bräutigam kommes voll Gnade und lachet, Ach, ſchmütkt die Lampem, ſeid munter und wachet ö14. Welt, packe dich! Du häl nicht Stich, Du Trügerinne? Ih lobe den Himmel und liebe das 5 ben, Das Jeſus im Himmel den Frommen wird geben. 15. Nun fort, du Welt! Komm, Sternen⸗Zelt, Mich zu ergötzen. Ich ſuche den Himmel, das freudige de⸗ ben, Das wolle mir Jeſus, der Le⸗ bensfürſt, geben. Iuſt. Sieber, g. 1628. ſt. 1695. (Pfleget am Tage St. Bartholomit zu Glogau geſungen zu werden. 2. Cor. 12, v. 9. In eigener Melodie. 1 445 Wen ſich gleich ein . Sturm chhebet Und an unſre Hütte ſetzt, Daß auch, was von Frommen lebet, Widdm⸗ über hart verletzt: Halt ich doch großer Gott, an dir; Denn an Di⸗ ner Gnade gnüget mir. 2. Iſt es, leider, gleich geſchehen, Daß des Sturmes ſtarke Macht Durch ſein unerhörtes Wehen Die⸗ es Haus zum Fall gebracht, Hal ich doch, o großer Gott, an dir; Dem an deiner Gnade gnüget mir. 3. Sollt ich drum mein Herze krän⸗ Bogen wird brechen, die Sehne zer⸗ ken, Daß zerfallen Leim und Wand ſchellen, Damit du mich liſtig gedach⸗ teſt zu fällen. Kann es doch zum Beſten lenken de getreue Vater⸗Hand; Drum ſo hi 10. Du rufſt: Da, dal Halleluja! ich, großer Gott, an dir; Denn an Iſt meine Stimme; Du ſucheſt mein deiner Gnade gnüget mir. Flend, das ſäheſt du gerne; Ich ſuche und ſehe den Himmel von ferne. 11. Jeruſalem, Jeruſalem Wird dem ten, Bleibt mein Herz doch unde Denn ſehrt; Denn ich halt, o großer dit dennoch bleiben Auch unter Kreuze fein luſtig und ſtille; Gottes ſein Brünnlein hat Waſſer 8 dir; die Fülle. 4. Wenn mir gleich auf al Seiten Meine Freude wird zerſttt Von dem Sturm und böſen Le Denn an deiner Gna gnüget mir. 3 Na, ſin le⸗ dcc von dn nur a halt, o gre un deiner( 6, Sollt Pas dein ic auch da⸗ Fammen doch, o gro an deiner 71. Denn leber mir du doch al piel beſſer großer Go⸗ ner Gnade 8. Soll den, Weiß Unſre And get durch ſo halt ch, an deiner 9, die alt ich, d deiner Gn Troſt ge Mel. 1446 an den U Logfen ſ eonnen⸗S nng t zulezt Weh e hd den. 1 rdem, der nihn höllſch Grabe 9 Fälin 1 — — — — — S = = — — — —. —— — — = —— —— = —— ——. — 4 9 — — inmel, dr ſatge A g gbn. Juſt.Sither,, hlie n dage&t kat es u gefungen guin 2. Crr. 12, G G In eigener Mlt en ſi he 4 . 11 ehm ht inſre Hütte ſat hut Jrommen lle Van⸗ verlegt: Sal git, tt, an dir. dmdn de egrüget nm.. a, leider, pih ie Sturmai ſnt a unethärte d6 d” zum Fal ſin, n großer Getza D hptir Von Verſuchung Ja, wenn auch ſchon ſollten ſnn N Wellen uͤber mich, Werd ich doch von dir nicht fliehen, Son⸗ dern nur anſchauen dich; Denn ich halt, o großer Gott, an dir, Weil an deiner Gnade gnüget mir. 6. Sollte ich gleich Alles miſſen, Was dein Segen mir beſchert, End⸗ ſich auch das Leben ſ chließen, Und von Flammen würd verzehrt; Halt ich doch, o großer Gott, an dir; Denn an deiner Gnade gnüget mir. 7. Denn ich weiß, daß deine Güte Ueber mir iſt noch nicht aus, Kannſt du doch auf meine Bitte Geben ein viel beſſer Haus; Drum ſo halt ich, großer Gott, an dir; Denn an dei⸗ ner Gnade gnüget mir. 8. Sollſt du gleich das nicht gewäh⸗ ren, Weiß ich doch, daß dir gefällt Unſre Andacht, die mit Zähren Drin⸗ et durch des Himmels Zelt; Drum 5 halt ich, großer Gott, an dir; Denn an deiner Gnade gnüget mir. 9. Dieſer Hütten plötzlich Fallen Hindert meine Andacht nicht, Mund und Herze ſollen ſchallen, Bis dir 8 das Herze bricht Gegen uns; alt ich, o Gott, an dir; Denn an deiner Gnade gnüget mir. Casp. Knorr. Troſt gegen alle Satans⸗Macht. Mel. Gott Lob, es geht nunmehr. 1 4 46 Wenn ſo viel tauſend XL. Teufel wären, Als un den Ufern Körnchen Sand, Als Tropfen ſind in allen Meeren, Als Sonnen⸗Stäubchen durch das Land: So fürcht ich doch dieſelben nicht; Denn Jeſus iſt mein Heil und Licht. 2. Und wären zehnmal ſo viel Höllen, Als zwiſchen Bergen Klüfte ſind, Als Ritz in Velſen, die zer⸗ ſchellen, Als man in Wäldern Höh⸗ len findt: So fürcht ich doch dieſel⸗ ben nicht; Denn Jeſus iſt mein Heil und Licht. 3. Wenn ſo viel Feinde zu mir dringen, Als das Gewäſſer Fiſche 869 hegt, Als Vögel unterm Himmel ſingen, Als Luft und Erde Wür⸗ mer trägt: So fürcht ich doch dieſel⸗ und Anfechtung. ch ben nicht; Denn Jeſus iſt mein Heil und Licht. 4. Ja, gäb es auch mehr Läſter⸗ Zungen, Als man auf Aeckern Aehren zieht, Als jemals Gräschen ſind ent⸗ ſprungen, Als man in Hecken Sta⸗ cheln ſieht: So fürcht ich doch die⸗ ſelben nicht; Denn Jeſus iſt mein Heil und Licht. 5. Brüllt, ihr vermaledeiten Dra⸗ chen! Ihr Höllen⸗Gluthen, macht euch groß! Ibr Feinde, laßt die Stücke krachen! Ihr Lügner, ſchmäht nur auf mich los! Ich fürchte mich vor euch doch nicht; Denn Jeſus iſt mein Heil und Licht. 6. Was werft, ihr Teufel, mir die Sünden it ſo ergrimmtem Schreien für? Wo könnt ihr was von Schulden finden? Ich habe ja die Quittung hier, Denn Jeſus iſt mein Heil und Licht; Drum fürcht ich euer Schreien nicht. 7. Ihr ſprüht umſonſt, ihr Höl⸗ len⸗Flammen! Ich werde durch euch nicht erſchreckt, Ihr ſollt mich nim⸗ mermehr verdammen, Weil mich des Heilands Unſchuld deckt. It Jeſus nur mein Heil und Licht, So fürcht ich euren Abgrund nicht. 8. Was wollt ihr Feinde mit mir machen? Verfolgt, verjagt und äng⸗ ſtet mich, Verbrennt und raubt all meine Sachen, Erwürgt, zerreißt mich grauſamlich. Ich fürchte die⸗ ſes Alles nicht; denn Jeſus iſt mein Heil und Licht.. 9. Und laßt doch ſehn, ihr loſen Mäuler; Was habet ihr denn aus⸗ gericht? Hier ſteht mein feſter Ch⸗ ren⸗Pfeiler, Der hält mich vor euch unbefleckt. Mein Jeſus iſt mein Heil und Licht; Drum fürcht ich euer Läſtern nicht. 10. So biet ich nun den böſen Geiſtern, Der Höll und allen Fein⸗ den Trutz. Trutz ſei euch allen Lügen⸗ Meiſtern, Denn Jeſus iſt mein ſich⸗ Von Verſuchung und Anfechtung. rer Schutz. Iſt der nur ſtets mein ßen, Das in dem Paradieſe Gottes Heil und Licht, So fürcht ich das grünt; Er ſoll von ne Gen Geringſte nicht. lend wiſſen, Wenn er mir, alsden in aem 11. Ach, Jeſu, laß doch mein Ver⸗ Herrn des Lebens, dient. Ich wil uiſen Er trauen Auf dich ja nicht vergeblich ihn laben Mit Himmels⸗Gaben, Und KAiſen ſein, So wird mir nie vor Etwas er ſoll haben, Was ihn ewig troſt. grauen. Erbarm, erbarm, erbarm Die gläubige Seele. d dich mein! Bleib, Jeſu, du mein 2. O Jeſu, hilf du mir ſelbſt uͤbe. 8. 9— Heil und Licht, So fürcht ich mich winden! Ich kämpfe zwar, jedoh unden, Gi vorm Tode nicht. mit wenig Macht; Ot pflegt de rect lauter J. Mentzer, g. 1658, ſt. 17134. Sünde mir den Arm zu binden. riſches me Daß in dem Streite faß das Herz nuhe mich Das feſte Band. verſchmacht. Du mußt mich leiten. du mut Röm. 8, v. 35. Selbſt helſen Kreiten 3 mich he lhhr 1 1 reiten, Wie es dir gefällt. hert, be Mel. Warum ſollt ich mich denn. Chriſtus. er will mich und Je⸗ r) 1447 W 3. Wer überwindet, dem ſoll Nichts 9. Wer 2 8 Noth, Selbſt den n Wül A geſchehen Vom andern Tode der die gellidet? .. i Seele quält, Er ſoll mein Angeſicht geſchieben ber leiden. Oaſſet neue Pein Prfin vorm Throne ſehen, Wo das erwählee däcts ver dn He ai eründen- Heer mein Lob erzählt. Nach tapfren detemeny nd was zu erg„ ingen Soll er mir ſingen Und Oy„t Vatets T 2. Dieſes iſt nur Oel ins Feuer, Mehrt die Gluth; Denn den Muth bringen In der Heiligket Wi Schreckt kein Ungeheuer. Auch der 4 O Jeſu, hilf du mir ſalbſt übee. Höllen offner Rachen, Satans Heer winden! Mein Glaub iſt efmmas 10, 0. nnd noch mehr Kann nicht Tren⸗ ſchwach und uit niht Scit enen mnn Me.„GnadenStrahl, Ihn zu entzunden, uwoch ſchwa 1 3. Wi ſind piel zußfeſt verbun⸗ Vertreib die Finſterniß durch heles verth mu en, Je 2uade ndd ſein Sragt Licht. Laß mich recht brennen, InVor deine nur ſeine Wunden. Das ſind Siegel Schranken rennen Und dich ein⸗ ndeck. ſeiner Treue; Weil ſein Blut Wun⸗ nen, O du Sieges⸗Fürſt! t als? der thuf, Mird 5 fäͤglich vene 7 Chriſtus Das da⸗ . Leib und Seele kann nur ſchei⸗ herwyhrdef. il ihd — 5. Wer überwindet, dem wil ich den; Aher nicht Unſre Pflicht Und eſſen Vom Manna geben, dis II. We pie gi im Peden Die wird ewiglich verborgen liegt. Sein Zeugniß lee ua lleder e beib en, 8 wif den Fort und bet auch gar nicht vergeſſen. En nns frih ſort Ach emna einl ich mich 3 neuer Name wird ihm beigefügt, dn den Name 25, nl,, ie wi 1 mich ergötzen, der verſtehet, Wer ihn empfähet, Und ſulms da enn mein Heil Und mein Theil wen erhöhet Unſers Lammes But. ſanens Wird wich hin verſehen, Wo uns eele. h unl gar NMichts mehr kann trennen, Da Jeſu, hilf du mir ſelbſt ibr: ui er mein Und ich ſein Ewiglich uns nisdan Piu⸗ hüf legt rſe ihr fal ni gehn. nennen. Z. Schmolc, g. 1672, ſt. 1737. ſches Manna vor, Darein verbigt„ de Verheißung für Ueberwinder. ſie das Gift der Sünden. Ach, i rden 3 mich von ihr zu dir empor! Du wollt paand Offenb. Joh. am 2. u. 3. verjagen Und niederſchlagen, Dieg ianm Mel. Schönſter Immanuel. mir ſagen: Wo iſt nun dein Gott; nich um Cohriſtus. Chriſtus. u 1 4 48 Wer überwindet, ſoll 7. Wer überwindet und hält meine dun . vom Holz genie⸗ Werke Bis an das Ende mit Beſtän im ach — Von Verſuchung jakeit, Dem geb ich über Heiden h und Stärke, Daß er ſie mit der eiſern Ruthe weid, Bis ſie zer⸗ ſcmiſſen Erkennen müſſen, Daß all ihr Wiſſen Vor mir gar nichts gilt. Seele. 8. O Jeſu, hilf du mir ſelbſt über⸗ winden, dib, daß mein Chriſtenthum recht lauter ſei. Laß ſich nichts Heid⸗ niſches mehr an mir finden, Ach, mache mich vom finſtern Weſen frei! Du mußt mich lehren, Mein Her bekehren Und das zerſtören, Was di Herr, betrübt. Chriſtus. 9. Wer überwindet, ſoll gang weiß gekleidet Im Buch des Lebens ein⸗ eſchrieben ſein, Wo ſeinen Namen ichts vertilgt, noch ſcheidet, Den ich bekennen will, daß er iſt mein. Vors Vaters Throne, Bei dem ich wohne Wird ihm die Krone Meines Heils geſchenkt. Seele. 10. O Jeſu, hilf du mir ſelbſt über⸗ winden! Mein Kleid der Seelen iſt noch ſchwarz befleckt; Der Werke Un⸗ werth muß wie Rauch verſchwinden, Vor deinen Augen bleibt da Nichts verdeckt. Ach, mach mich reine, Daß ich als Deine Im Buch erſcheine, Das da ewig bleibt. Chriſtus. 11. Wer überwindet, ſoll ein Pfei⸗ jer bleiben Im Tempel meines Va⸗ ters früh und ſpat; Ich will auf ihn den Namen Gottes ſchreiben, Jeru⸗ ſalems, das Gott erwählet hat. Namens Zeichen Soll er erreichen Und nimmer weichen, Noch auch von mir gehn. Seele. 12. 9 Jeſu, hilf du mir ſelbſt über⸗ winden! Wie leichtlich ſinket doch mein Herz und Muth! Du kannſt mich voll⸗ bereiten, ſtärken, gründen, Ach, waffn mich zum Siege durch dein Blut. Du kannſt den Schwachen Gnug Kräfte machen, Daß ſie ſtets wachen Und auch ſiegreich ſind. eins werd ihm dennoch hier Fröhlich dan⸗ und Anfechtung. 871 Chriſtus. 3 13. Wer überwindet, ſoll im Him⸗ mel ſitzen Auf meinem Stuhl, gleich wie ich überwand. Ich mußt auch in der Welt am Kreuze ſchwitzen, Nun ſitz ich zu des Vaters rechter Hand. Hier ſoll ſich laben An Himmels Ga⸗ ben und Ruhe haben, Wer dort recht gekämpft. Seele. 14. O Jeſu, hilf du mir ſelbſt über⸗ winden, Der Feinde Zahl iſt groß, ach, komm geſchwind! Welt, Teufel, Veiſch und Blut ſammt meinen ünden Sind mir zu ſtark. O Herr erhör dein Kind, So ſoll dort oben Mein Geiſt dich loben, Wenn ich er⸗ hoben Und den Sieg erlangt. Amadeus Creutzberg, g. 1657, ſt. 1742. Der 42. Pſalm. Mel. Freu dich ſehr, o meine. ie der Hirſch in 1449. W roßen Dürſten Schreiet und friſch Waſſer ſucht: Al⸗ ſo ſucht dich, Lebens⸗Fürſten, Meine Seel in ihrer Flucht; Meine Seele brennt in mir, Lechzet, dürſtet, trägt Begier Nach dir, o du ſüßes Leben, Der mir Leib und Seel gegeben. 2. Ach, wann werd ich dahin kom⸗ men, Daß ich Gottes Angeſicht, Das gewünſchte Licht der Frommen, Schau mit meiner Augen Licht? Meine Thränen ſind mein Brodt Tag und Nacht in meiner Noth, Wenn mich ſchmähen meine Spötter: Wo iſt nun dein Gott und Retter? 3. Wenn ich nun deß innen werde, Schütt ich mein Herz bei dir aus, Wollte gerne mit der Heerde Deiner Kinder in dein Haus; Ja, in dein Haus wollt ich gern Gehen und dir, meinem Herrn, In der Schaar die Onfe bringen, Mit erhabner Stimme ingen. 4. Was biſt du ſo hoch betrübet Und voll Unruh, meine Seel? Harr auf Gott, der herzlich liebet, Und wohl ſiehet, was dich quäl. Ei, ich Von Verſuchnng danken, daß er mir, Wenn mein Herz ich zu ihm richte, Hilft mit ſeinem Angeſichte. 5. Mein Gott, ich bin voeller Schande, Meine Seele voller Leid; Darum denk ich dein im Lande, Bei dem Jordan an der Seit, Da Hermo⸗ nim hoch herfür Und hingegen meine Zier, Zion, ein klein wenig ſteiget Und dir Kron und Scepter neiget. 6. Deines Zornes Fluthen ſauſen Mit Gewalt auf mich daher; Dein Gericht und Eifer brauſen Wie das wilde tiefe Meer; Deine Wellen he⸗ ben ſich Hoch empor und haben mich ſ Mit ergrimmten Waſſer⸗Wogen Faſt zu Grund hinab gezogen. 7. Gott, der Herr, hat mir verſpro⸗ chen, Wenn es Tag iſt, ſeine Güt, Und wenn ſich die Sonn verkrochen, Heb ich zu ihm mein Gemüth, Spreche: u, mein Fels und Stein, Gegen welches Alles klein, Dem ich in dem Schooß geſeſſen, Warum haſt du mein vergeſſen? 8. Warum muß ich gehn und wei⸗ nen Ueber meiner Feinde Wort? Es iſt mir in meinen Beinen Durch und durch als wie ein Mord, Wenn ſie ſagen: Wo iſt nun Dein Gott und ſein großes Thun, Davon, wenn du höcher lageſt Du ſo viel zu rühmen ageſt. 9. Was biſt du ſo hoch betrübet Und voll Unruh, meine Seel? Harr auf Gott, der herzlich liebet Und wohl ſiehet, was dich quäl. E;, ich werd ihm dennoch hier Fröhlich dan⸗ ken für und für, Daß er meinem Angeſichte Sich ſelbſt gibt zu Heil und Lichte. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Bei langwieriger Laſt. Mel. Wenn wir in höchſten. ie lang hab ich, o 1450. W höchſter Gott, Ge⸗ tragen mein ſt und Noth; Wie lange hat zu dir geſchrien Mein hoch⸗ betrübter Muth und Sinn! und Anfechtung. 2. Und doch hab ich kein gi dir Erlangt, das Kreuz 1n iinur rer mir, Es nimmt von Stund zu Stunde zu, Läßt weder Tag noch Nacht mir Ruh. 3. Oftmals hab ich bei mir ge⸗ dacht, Ein harter Stein wird hohl ge⸗ macht Durch Regen⸗Tröpflein, die ſ klein, Dein Herz will faſt noch här⸗ ter ſein. 4. Mein Thränen⸗Waſſer ſich a⸗ geußt Unde übe meine Wangen eußt, Fällt auf dein Herz gar mi⸗ diglich, Dennoch läßts nicht Anenn ich. 5. Ach Gott, du Brunnquell vol⸗ ler Gnad, Deß Lieb und Treu kein Ende hat, Laß übertröpfeln doch dei Herz, Erbarmung trag mit meinen chmerz. 6. Willſt du mich nicht gar macha los Von meinem Kreuz, das ſchwer und groß, So lindre mir doch ſolche Plag, Daß ich ſie nur ertragen mag. 7. Das wirſt du thun zu rachter Zeit, Gib nur Geduld, daß ich im Leid Ausdauern mög, wie ſichs ge⸗ bührt, Und nicht durch Wehmuth werd verführt... 8. Ich weiß, daß du mitleidig ſeſt Ja, daß du ein Erbarmer heißt, Da⸗ rum, o Gott, laß ferne ſein, Daß du wollſt härter ſein, als Stein. 9. Will dich mein Elend jammen nicht, Wer iſt, der mir ſonſt Voſt zuſpricht? Und wird es je gleich auch ethan, Seh ich doch nicht, wer he⸗ ſe kann... 10. Du aber kannſt genalhſß Aus aller Noth erretten mich Ken Unglück iſt ſo groß, mein Hort, Wenn du gebeutſt, ſo muß es fort. 11. Geſündigt hab ich oft und ui Wer iſt, der mit dir rechten will Doch weil du Gnad haſt zugeſagt So ſei es auf dein Wort gewagt 12. Ich traue dir, ich ruf mn ſchrei, Bis ich des Schmerzes werde frei, Der mich noch drückt ſo hat und ſehr, Dein Wort kann trügen nimmermehr. ſen Geit ſterung er 2. DuA an An Le than Und denn nun Wirſt du, Für deine 3. Ac, dient, Da Kind Al Und mich XX 1 üſ ſch alha t Wwer meie n. auf dein ze dein oe ennochläfts ni täh Laß übertipin her hden armung traj 8 ſt du mich ritta nin de ſcwe meinem ſeg⸗ So lidre m ſ Fich ſe mrer m wirſt du thun grer. nur Gedud, wihn dauern mäg, n ind nicht duch Uench in. weiß, daß duntgſet ½ du ein Erbarmehi, de ott, laß fere en Dii härter ſein, Ä den dich mein Giayſemen er it, dr niſcf de Und wird Gegech un zeh ich doc ihſerſ 1 3 u aber hmi nii Noth errte n e tſo go nän m t, ſo nui f 1 hobjilk d 1f 9 du Gnrd h 8 nider dich ohn alle Maß Vom t6 en 3 1 1 der ni drat ri Von Verſuchung 3, Wenn gleich die ganze Welt ver⸗ d Doch feſt und unbeweglich ſteht, as mir, o Gott, dein Mund ver⸗ ſpricht, Dein Hilfe bleibet außen nicht. 614. Ich will alsdann mit Luſt und Freud Jas überſtandner Traurigkeit och preiſen deine Hilf und Gnad, d mich niemals verlaſſen hat. Joh. Heermann, g. 1565, ſt. 1647. Wider die Pfeile des Lüſter⸗ Geiſtes. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 1 451 o denk ich armer . Menſch doch hin, Wie komm ich nun auf dieſen Sinn, Daß ich zwar wider Willen, Herr, D⸗ ſen Geiſt mein Herze laß Mit Lä⸗ ſterung erfüllen?„ 2. Du haſt mir ja von Kindheit an An Leib und Seel viel Guts ge⸗ hhan Und alle Gnad erwieſen: Iſt denn nun dieß der Dank dafür? Wirſt du, mein Gott, alſo von mir Für deine Güt geprieſen? 3. Ach, Herr, ich hätte wohl ver⸗ dient, Daß du mich als ein böſes Kind Alsbald zur Höllen ſtießeſt 873 Die Gottes⸗Läſtrung allzumal Im Feuer büßen ließeſt. 4. Du aber lehre mich verſtehn, Daß ſolches läſterliche Schmähn Vom böſen Geiſt herrühre, Daß er durch ſolche Läſterung Mich Armen in Ver⸗ zweifelung Und andre Laſter führe. 5. Rett dein und meines Heilands Ehr Und laß den Teufel nun nicht mehr In meinem Herzen ſchmähen; Ach, gib, daß ich dem Läſter⸗Geiſt, Der mich nur dich verläſtern heißt, Mög kräftig widerſtehen. 6. Verleih, daß ich gleich zu der Zeit, Wenn ſich der böſe Feind nicht ſcheut Durch Läſterung zu toben, Dich mög in meines Herzens Grund Und äußerlich mit meinem Mund Mit hohem Ruhme loben. 7. Ach, Herr, ich ſchreie noch zu dir, Laß deinen guten Geiſt zin mir Mit ſeiner Gnade bleiben; Ich räum ihm ganz mein Herze ein, Das ſoll ſein heilger Tempel ſein, Sein Werk darin zu treiben. 8. Ach, heilger Geiſt, komm, heilge mich, Daß Satan, der ſo läſterlich Dich ſtets geſchändet, weiche; Ach, bleib und wirke du in mir, Daß Alles was ich nehme für, Zu Gottes Lob und Anfechtung. Und mich daſelbſt in höchſter Qual gereiche! J. B. Meyer, um 1700. XXXI. Von Erlöſung allerlei Nebels Leibes und der Seelen. Von der Chriſtenheit Drangſalen. Mel. Ach Gott, vom Himmel. 6 ch Gott, vom Himmel 1452. A ſieh darein Und laß dich deß erbarmen: Wie übel gehts den Heilgen dein, Ganz troſtlos ſind wir Armen! Weil Menſchen⸗Schutz nicht helfen kann, So nimm du dich des Elends an Und laß dichs, Gott, erbarmen! „2. Denn das iſt die betrübte Zeit, Davon Chriſtus geſaget, In welcher ſich die Welt ſehr freut: Dein Häuf⸗ lein heult und klaget, Weil man ihm ſo viel Plag anthut, Dir zu vermein⸗ tem Dienſt, o Gott, Ach, laß dichs, Gott, erbarmen! 3. Peſt, Hungers⸗Noth, Krieg, Mord und Brand, Angſt, Furcht, an allen Enden, Damit geftraft iſt unſer Land, Sind da von deinen Händen; Weil unſre Sünd gen Himmel ſchreit, Das Land uns in die Fremd aus⸗ ſpeit. Ach, laß dichs, Gott, er⸗ barmen! Von Erlöſung 4. Doch was ſind Feuer, Schwerdt und Strang, Die nur den Leib be⸗ ſchweren? Denn, wenn ſie währen noch ſo lang, Muß ihre Qual aufhö⸗ ren Im Tode. Was die Seel betrifft, Ach, das ein ewig Herzleid ſtift! Ach, laß dichs, Gott, erbarmen! 5. Denn dahin iſt gekommen nu, Daß auch die Seele leidet; Die See⸗ len⸗ und Gewiſſens⸗Ruh Nunmehr faſt von uns ſcheidet; Das Waſſer an die Seel uns geht, Das Schwerdt uns an der Gurgel ſteht. Ach, laß dichs, Gott, erbarmen! 6. Die Trübſal wächſet alſo ſehr, Mehrt ſich in allen Tagen, Daß au dein auserwähltes Heer(Wärs mög⸗ lich) möcht verzagen, Weil man ſo Proßen Abfall ſpürt Derer, die da ernunft verführt. Ach, laß dichs, Gott, erbarmen! 7. Geduld winſelt, wie lang, wie lang! Die Hoffnung ſich verkehret; Vernunft, die ſchreit: Wie bang, wie bang! Der Glaube ſelbſt aufhöret, Man ſieht ja keine Beſſrung nicht, Vor Angſt der Menſchen Herze bricht. Ach, laß dichs, Gott, erbarmen! 8. Du haſt ja längſt in deine Hand Die Deinen eingeſchrieben. Sind ſie denn dir nicht mehr bekannt? Wo iſt dein Siegel blieben? All unſre Thränen zählſt du wohl; Kein Seuf⸗ zen nicht umſonſt ſein ſoll, Du mußt dich unſr erbarmen. 9. Vater, das bringt die Zuſag mit, Durch Chriſti Blut vollzogen; Du biſt gerecht, du wandelſt nicht, Haſt Keinen nie betrogen. Ob du wohl führſt in Traurigkeit, Hört drum nicht auf die Gütigkeit, Du mußt dich unſr erbarmen. 10. Denn ob die Schuld zwar übergroß, Die wir im Reſte blieben, So macht uns Chriſti Quittung los, Die an das Kreuz geſchrieben..St nun der Bürge gnung gethan, Was willſt du uns mehr haben an? Du mußt dich unſr erbarmen. 11. Erbarmen wirſt du dich ge⸗ allerlei Uebels wiß, Nur laß mich nicht verzagen⸗ Leg nicht mehr auf, als mögſch Uns Armen zu ertragen. Hilf ma⸗ gen, wenn wir ſind zu ſchwach; Ein End all unſers Jammers mach. N wirſt dich unſr erbarmen. 12. Behüt uns vor Vermeſſenhet Und unſerm Trotz verzeihe; Gih bi ans End Beſtändigkeit, Dein Geit und Muth verleihe. Steh Pauloin den Banden bei, Dem gfallnen ge⸗ tro gnädig ſei. Du wirſt dich uns erbarmen. 13. Dein iſt die Sach, dein iſt di CEhr, So wir dein Werk forttreiben du. deiner Ehr, den Glauben menn, ein Wort muß ewig bleiben. Nar bleib, erhalte bei uns auch Die ⸗ crament in rechtem Brauch. Du wißt dich unſr erbarmen. 14. Steur der Vernunft, die alr zeit will Dein Stund und Rath aus⸗ rechnen. Geduld gib, daß wir halhe ſtill, Bis die Hilf wird einbrechen, Die Keinem nicht verſaget iſt. Amen Im Namen Jeſu Chriſt Wirſt du dich unſr erbarmen. * 15. Gott ſei Lob, Preis in Gwig⸗ keit, Dem Vater und dem Sehne, Auch heilgem Geiſt, zu aller Zeit In unſerm Herzen wohne; Derſelbe Gott verlaß uns nicht, Wenn uns Sind, Fleiſch, Welt, Tod anſicht Und auc der Teufel. Amen! Um Geduld im Kreuz. Mel. Ach, lieben Chriſten, ſeid. Oder: Es iſt das Heil uns kommen. 1 45 3 ch, treuer Gott, barn⸗ herzigs Herz, Güte ſich nicht endet, Ich weiß, da mir dieß Kreuz und Schmerz Den Hand hat zugeſendet; Ja, Herr, ih weiß, daß dieſe Laſt Du mir als Lieb ertheilet haſt Und gar aus bi nem Haſſe.. 2. Denn das iſt allzeit dein Ge⸗ brauch, Wer Kind iſt, muß was l⸗ den, Und wen du liebſt, Den ſtäupſ nuß ſich Giaube we 4. Das Sobn Sel Denn eh Nußt er durch Trü ducch den er zur Hi 5. Hat und recht Pas wil Dir viel; Spiegel ehnt nach ihm ähnli 6. Ach Iſs der du demſe ſollteſt gi das Kreu lch will men reim 7. Wa⸗ nir, Oh Gib, daß gierr Dur — —— —— d me — — — Dein Stund win bnupſ dir die Hiff wid ahr nnicht 8 9. n Jeſu Chti Wi rmen. ott ſei o Puüte Vater ud m in em Geiſt, zu U i rzen wohne, Nanle bn nicht, Vem wein gelt, Tod anfchtlh ni l. Amen! Geduld in 1 As, lieben Chtitn p z iſt das beil un m Q brurdee. ¹ 4 herigs de 19 rich endet Jhu du Treuz und Shmt de zugeſendet J, Ra 1 diee Lot Annn rhi lw wit t muß wig lebe lte bei ins a 5 teur der Vernni V 11 11 ein Aan „Schickſt Trauern für die du auch, Schickf füne euden; Führſt uns zur— — uns Weh Und führſt uns wie⸗ der in die Höh, Und ſo geht Eins ums Ander. 3. Du führſt ja wohl recht wun⸗ derlich Die, ſo dein Herz ergötzen; Was leben ſoll, muß erſtlich ſich Ins Todes Höhle ſetzen; Was ſteigen ſoll zur Ehr empor, Liegt auf der Erd, muß ſich zuvor Im Koth und Staube wälzen. 4. Das hat, Herr, dein geliebter Sobn Selbſt wohl erfahrn auf Erden,; Denn eh er kam zum Ehren⸗Thron, Nußt er gekreuzigt werden. Er ging durch Trübſal, Angſt und Noth; Ja durch den herben bittern Tod Drang er zur Himmels⸗Frrude. 5, Hat nun dein Sohn, der fromm und recht, So willig ſich ergeben, Was will ich armer Sunden⸗Knecht Dir viel zuwider ſtreben? Er iſt der Spiegel der Geduld, Und wer ſich ſehnt nach deiner Huld, Der muß ihm ähnlich werden. 6. Ach, lieber Vater, wie ſo ſchwer Iſts der Vernunft zu gläuben, Daß du demſelben, den du ſehr Schlägſt, ſollteſt günſtig bleiben? Wie macht das Kreuz ſo lange Zeit, Wie ſchwer⸗ lich will ſich Lieb und Leid Zuſam⸗ men reimen laſſen! 7. Was ich nicht kann, das gib du mir, O höchſtes Gut der Frommen! Gib, daß mir nicht des Glaubens Zier Durch Trübſal werd entnom⸗ men. Erhalte mich, o ſtarker Hort, Vefeſtge mich in deinem Wort, Be⸗ hüte mich vor Murren. 8. Bin ich ja ſchwach, laß deine Treu Mir an die Seite treten; Hilf, daß ich unverdroſſen ſei Zum Rufen, Seufzen, Beten. So lang ein Herze hofft und gläubt Und im Gebet be⸗ ſtändig bleibt, So lang iſts unbe⸗ ungen. „Greif mich auch nicht ſo heftig an, Damit ich nicht vergehe; Du weißt wohl, was ich tragen kann, Leibes und der Seelen. 875 Wies um mein Leben ſtehe; Ich bin ja weder Stahl noch Stein; Wie balde eht ein Wind herein, So fall ich⸗ hin und ſterbe. 10. Ach, Jeſu, der du worden biſt Mein Heil mit deinem Blute; Du weißt gar wohl, was Kreuze iſt, Und wie dem ſei zu Muthe, Den Kreuz und großes Unglückplagt; Drum wirſt du, was mein Herze klagt, Gar gern zu Herzen faſſen. 11. Ich weiß, du wirſt in deinem Sinn Mit mir Mitleiden haben Und⸗ mich, wie ichs jetzt dürftigh bin, Mit Gnad und Hilfe laben. Ach, ſtärke meine ſchwache Hand, Ach, heil und bring in beſſern Stand Das Strau⸗ cheln meiner Füße. 12. Sprich meiner Seelen herzlich zu Und tröſte mich aufs Beſte; Denn du biſt ja der Müden Ruh, Der Schwachen Thurm und Feſte, Ein Schatten für die Sonnen⸗Hitz, Ein Hütte, da ich ſicher ſitz Im Sturm und Ungewitter. 13. Und weil ich ja nach deinem Rath Hier ſoll ein wenig leiden, So laß mich auch in deiner Gnad Als wie ein Schäflein weiden, Daß ich im Glauben die Geduld Und durch Geduld dein edle Huld Nach ſcharfer Prob erhalte. 14. O heilger Geiſt, du Freuden⸗ Oel, Das Gott vom Himmel ſchicket, Erfreue mich, gib meiner Seel, Was Mark und Bein erquicket! Du biſt der Geiſt der Herrlichkeit, Weißt, was für Gnade, Troſt und Freud Mein in dem Himmel warte. 15. Ach, laß mich ſchauen, wie ſo ſchön Und lieblich ſei das Leben, Das denen, die durch Trübſal gehn, Du dermaleinſt wirſt geben; Ein Leben, gegen welches hier Die ganze Welt mit ihrer Zier Durchaus nicht zu vergleichen. 16. Daſelbſt wirſt du in ewger Luſt Aufs Beſte mit mir handeln; Mein Kreuz, das dir und mir bewußt, In Freud und Ehr verwandeln, Da wird Von Erlöſung mein Weinen lauter Wein, Mein Aechzen lauter Jauchzen ſein, Das glaub ich, hilf mir! Amen! P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Demüthigung unter Gottes wohl⸗ verdiente Zucht⸗Ruthe. Mel. Ach Gott, erhör mein. ch, will mich denn 14 54. A mein Gott nun gar verlaſſen Und hart ergrimmet zür⸗ nen ohne Maßen? Ach Jammer, Schmerz! Das Vater⸗Herz, Will es denn ohn Erbarmung ewig haſſen? 2. Ich habe zwar viel Böſes oft verübet Und dich, gerechter Gott, ganz frech betrübet, Ja, wenn ich mein Jetzt fromm zu ſein, Mich den⸗ noch unverhofft die Sünd umgibet. 3. Doch, Vater, ach, mein Vater, lehre wieder, Zerſchmettere nicht gar die matten Glieder; Ich fliehe nicht Dein Straf⸗Gericht, Wenn du mich nur nicht ſchlägſt im Grimme nieder. 4. Ich weiß, daß Straf auf Sün⸗ den folgen müſſen, Du willſt ins Herz des Zornes Pfeile ſchießen, Laß Straf und Pein Denn an mir ſein, Das liebe Vater⸗Herz wollſt nicht verſchließen. 5. Du biſt ein Gott des Lebens ja zu nennen: Wer will dich, großen Gott, im Tod erkennen? So hilf denn, Gott, Herr Zebaoth, Wenn Noth und Todes⸗Fluth mich faſt be⸗ rennen. 6. Wirſt du nur einen Gnaden⸗ Blick herwenden, Muß meines Un⸗ glücks Grimm ſich plötzlich enden, Und mein Gebein Wird fröhlich ſein, Wenn du mir Hilf wirſt aus der Höhe ſenden. 7. Drum ſoll dich meine Zunge ſtets erheben Und Lob und Dank und Ruhm und Ehre geben; Dich, Herr allein, Ohn eitlen Schein Soll Peeſſen für und ſür mein ganzes eben. allerlei Uebels 8. Ich will dir ſtets ein Hallelu ſingen Und früh und ſpät ein ſur dig Opfer bringen, Bis daß ich dort Hin in den Port Der wahren uhe ſelig mög einſpringen. 2. Tim. 3, v. 12. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 1 45 5 lle, die gottſelig hi . Und unſträͤflich wol⸗ len leben, Die betrifft viel Angi und Müh, Müſſen in Verfolgung ſchweben, Weil die Welt auf alln Wegen Sich ſetzt ihrem Lauf ent⸗ gegen. 2. Seitdem Feindſchaft iſt geſett Zwiſchen Weibs⸗ und Schlangen⸗ Samen, Iſt die ganze Welt verhezt Wider Chriſti Wort und Namen, Ja will an ihm ſelbſt ſich rächen Und ihn in die Ferſen ſtechen. 3. Jeſu, weil dein Leben dam Voll Verfolgung iſt geweſen, Folg ich willig deiner Bahn, Hah das Kreuz auch auserleſen; Bilig wir hier dulden ſollen, Wenn wit dart mit herrſchen wollen. 4. Keiner hat ja Roſen noch Dhne Dornen abgebrochen; Haben dich, den Heiland, doch Dieſe Stacheln auch geſtochen. Dieſes iſt mein Ruhn auf Erden, Wenn ich dir kannähn⸗ lich werden. 5. Die Propheten allzumal, Die nunmehr den Himmelzieren, Kamen auch zur Kreuzes⸗Zahl, Eh ſie konnten triumphiren. War nicht der Apoſte Leben Aller Marter untergeben, 6. Folget nach dem engen St⸗ Der uns zu dem Himmel weſſi Weichet von dem breiten Weg, Na uns zwar mit Wolluſt ſpeiſet, Aoer dis erdanunnif. zeiget Wenn er ich zum Ende neiget. d 73 Ueberwichtig iſt die Freud, 1 nach dieſem kurzen Leiden Uns di in der Herrlichkeit Jeſus Chriſtu hat beſchieden, Welcher alles 8 auf Erden Nicht kann gleich geſchä⸗ werden. zuudeulit Anſecht Nl. Einge 1456. mn greudm tire Pein dabſal ein. Sank bis zu run bis zu 2 Der, hat mut deine hohe aus der 8 dieb und nein Gema Geblüt. 3. Hab hat der Hat der bel einſingn. a Tin 3,7 4 b — liebſter Jeſt, wir e „Do letift un ſezt inm gia dem Feimdſhht i g d folgung it 9 h gt w deiner d ch auserleen hen wolle eer hat ja Wianlohr chen. Dieſs ri nd, doch Neen 1, Wenn ich hiw. en. Par uih 4 m D.d mit Poll, W annnnniß zege ln Ende neiſtt außſi. W 1 tzen 6 A zerlihhet Jüt 6 V den, Pelb 38 Nict unngiiſ Weids. un dgne in ange 1 6 Mn en ſollen, Vmg mt ir *— Leibes und der Seelen. Freudenlied bei Errettung aus Anfechtung und Unglück. Mel. Singen wir aus Herzens⸗Grund. ſio6Aurn tuhe eud und Wonn, Auf die ſchwere bittre Pein Stellt ſich Troſt und Labſal ein. Meine Seele, die zuvor Sank bis zu der Höllen Thor, Steigt nun bis zum ren Fr Himmels⸗Chor. 2. Der, vor dem die Welt erſchrickt, Hat mir meinen Geiſt erquickt, Seine hohe ſtarke Hand Reißt mich aus der Höllen Band. Alle ſeine Lieb und Güt überſchwemmt mir mein Gemüth Und erfriſcht mir mein Geblüt. 3 3. Hab ich vormals Angſt gefühlt, Hat der Gram mein Herz zerwühlt, Hat der Kummer mich beſchwert, hat der Satan mich bethört: Ci, p bin ich nunmehr frei; Heil und Rettung, Schutz und Treu Steht mir wieder treulich bei.. 4. Nun erfahr ich, ſchnöder Feind, Wie dus haſt mit mir gemeint; Du haſt, wahrlich, Mich mit Macht In dein Netz zu ziehn gedacht. Hätt ich dir zu viel getraut, Hättſt du, eh ich ungeſchaut, Mir zum Fall ein Sieb gebaut. 5. Ich erkenne deine Liſt, Damit du erfüllet biſt; Du belügſt mir mei⸗ nen Gott⸗Und machſt ſeinen Ruhm zu Spott; Wenn er ſetzt, ſo wirfſt du um, Wenn er ſpricht, verkehrt dein Grimm Seine ſüße Vater⸗Stimm. 6. Hoff und wart ich alles Guts, Bin ich froh und guten Muths, Kücſſt du mir aus meinem Sinn Alles gute Sinnen hin. Gott iſt, ſprichſt du, fern von dir, Alles Un⸗ glück bricht herfür, Steht und liegt vor deiner Thür. 7. Heb dich weg, verlogner Mund, Hier iſt Gott und Gottes Grund; hier iſt Gottes Angeſicht Und das ſchöne helle Licht Seines Segens, ſei⸗ ner Gnad! All ſein Wort und weiſer 877 8. Gott läßt Keinen traurig ſtehn, Noch mit Schimpf zurücke gehn, Der ſich ihm zu eigen ſchenkt Und ihn in ſein Herze ſenkt Wer auf Gott ſein Hoffnung ſetzt, Findet endlich und zuletzt, Was ihm Leib und Seel ergötzt.. 9. Kommts nicht heute, wie man will, Sei man nur ein wenig ſtill; Iſt doch morgen auch ein Tag, Da die Wohlfahrt kommen mag. Got⸗ tes Zeit hält ihren Schritt, Wann die kommt, kommt unſre Bitt Und die Freude reichlich mit. 10. Ach, wie ofte dacht ich doch, Da mir noch des Trübſals Joch Auf dem Haupt und Halſe ſaß Und das Leid mein Herze fraß: Nun iſt keine Hoffnung mehr, Auch kein Ruhen, bis ich kehr In das ſchwarze Todten⸗ Meer. 11. Aber mein Gott wand es bald, Heilt und hielt mich dergeſtalt, Daß ich, was ſein Arm gethan, Nim⸗ mermehr gnug preiſen kann. Da ich weder hier noch da Einen Weg zur Rettung ſah, Hat ich ſeine Hilfe nah. 12. Als ich furchtſam und verzagt Mich ſelbſt und mein Herze plagt Als ich manche lieb Nacht Mi⸗ mit Wachen krank gemacht, Als mir aller Muth entfiel, Tratſt du, mein Gott, ſelbſt ins Spiel, Gabſt dem Unfall Maß und Ziel. 13. Nun, ſo lang ich in der Welt Haben werde Haus und Zelt, Soll mir dieſer Wunder⸗Schein Stets vor meinen Augen ſein. Ich will all mein Lebenlang Meinem Gott mit Wobgeſang Hierfür bringen Preis und ank. 14. Allen Jammer, allen Schmerz, Den des ewgen Vaters Herz Mir ſchon jetzo zugezählt, Oder künftig auserwählt, Will ich hier in dieſem Lauf Meines Lebens all zu Hauf Friſch und freudig nehmen auf. 15. Ich will gehn in Angſt und Noth, Ich will gehn bis in den Tod, Rath Steht vor mir in voller That. Ich will gehn ins Grab hinein Und Von Erlöſung doch allzeit fröhlich ſein. Wem der Stärkſte will beiſtehn, Wen der Höchſte will erhöhn, Kann nicht ganz zu Grunde gehn. P. Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Troſt⸗Zuruf an die leidende Heerde Jeſn. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 1 4 57 Auf Leiden folgt die .Herrlichkeit; Triumph, Triumph nach kurzem Streit; So ſingt die kleine Heerde, Die bald der allertreuſte Hirt Mit großer Kraft erlöſen wird Von ihrer Laſt⸗Be⸗ ſchwerde. 2. Ihr zarten Schäflein, Lehet fort! Es rufet euch das ewge Wort Mit der bekannten Stimme: Folgt mir auf meinem engen Pfad Und juct in Demuth meine Gnad: Ich chütz euch vor dem Grimme. ,3. Die Welt, die raſt bis an ihr Ziel Und ſammelt ihrer Sünden viel: Ei, laſſet ſie nur ſammeln! Man wird bald ſehn die hohe Pracht Er⸗ niedrigt und zunicht gemacht Durch Kinder, die noch ſtammeln. 4. Sie ſchimpft, ſie ſchlägt, ſie höhnt, ſie würgt, Weil euer Vater ſich verbirgt; Allein er wird erſchei⸗ nen Und reuten aus die ſpitzgen Dorn, Auch ſchlagen im gerechten Zorn, Was Babel zeugt, an Steinen. 5. Ihr Kinder, ſeid nur wohlge⸗ muth! Denn Gott, der große Wun⸗ der thut, Hat ſich ſchon aufgemachet; Ich bin der Herr, Immanuel, Ich Pehe her in Iſrael Und bin vom ſchlaf erwachet. 6. Bewaffnet euch mit meinem Sinn, Nehmt meines Lebens⸗Odem hin, Umgürtet euch mit Stärke. Ihr allerlei Uebels Was iſt dem Feuer leichtes Strob⸗ Der Satan flammt in kehre Mit allen ſeinen Geiſterr, S§. Schaut in der Einfalt nur auf mich: Ich führ die Meinen wunder⸗ lich Durch meine Allmachts⸗Hände Doch endet ſich ihr Leid und Strei In den Triumph der Herrlichkeit Umd nimmt ein herrlich Ende. *9. Ach Herr, du Hirte deinen Heerd, Schau, wie es doch ſo lange währt, Daß Babel oben ſchwebet O. Bräutgam, deiner Braut dich zeig, Nimm endlich, König, ein das Reich, Daß Zion jauchzt und lebet! Peter Lackmann, ſt. 1713. Johann Arndts Kreuz⸗Gebet. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. Darmherzger Vate,, 1458. B höchſter Gott, Ge⸗ denk an deine Worte. Du ſprichſt. Ruf mich an in der Noth Und lopf an meiner Pforte, So will ich dir Errettung hier Nach deinem Wunſch erweiſen, Daß du mit Mund Aus Herzens⸗Grund, In Freuden mich ſollſt preiſen. 2. Befiehl dem Herren früh und ſpat All deine Weg und Sachen; Er weiß zu geben Rath und That, Kann Alles richtig machen. Wiß auf ihn hin. Was dir im Sinn Ligt und dein Herz betrübet; Er iſt den Hirt, Der wiſſen wird Zu ſchützen, was er liebet.„ 3. Der Fromme Vater wird ſein Kind In ſeine Arme faſſen, Und die gerecht und gläubig ſind, Nicht ſtets in Unruh laſfen; Drum lieben Lau Hofft allezeit Auf den, der vöͤ⸗ lig labet! Dem ſchüttet aus, Was ihr im Haus Und auf dem Herzen Glieder in der Liebes⸗Kett, Steht habet wie die Starken um mein Bett Und thut die großen Werke. 7. Der Glaube bricht durch Stahl und Stein Und faßt die Allmacht in ſich ein: Wer will euch übermeiſtern? abet. de 4. Ach, ſüßer Hort, wie tröſtich klingt, Was du verſprichſt dem From⸗ men: Ich will, wenn Trübſal ein her dringt, Ihm ſelbſt zu Hilfe hn men. Er liebet mich, Drum wi aih ih Ihr ſei aller 25 Der 9 deſich zu fein mfer ih überwin jet in die ſegen Er ſe viel R tiegen. 6. Fürw rt, Spric t, Deß hört, Sein zo tret he dittet, wird ucht, Der zem Nut Dieweil ſi Soll denn ſeiner Sch Nacht und und halt: lr Angſt 8. Wen weint, Wi Und die z Di ſollen vill ſein, ⁴ Jammer⸗e im bei T im aus d 9 Ich liebes ſeh, mit thn alle di Freud wehren, ich,Köri ade jauchzt und na Peter Lacnan, In Arndts Kreugt. urch Adans Ful Ran. ine Vorke A ſciht n in der Nuhl a Pforte, Sr nſ dier Nach deidinh Daß du nit hy lu rund, J dann nih n. V ; dem Hennn i m deine 19 un ende u geben Rah ni dh rihtig mu i 1. Was dirinén n derz betrilen E dn het. ſtir zet, un a Sd vemnien wil, wem? Er ſoll bei mir Im ſee viel Kraft kriiegen. ahrt, wiſſen wid pſhn. ohn alle 9 ich Ihn lieben und beſchützen; auh 0 t Schooße hier aller Sorge ſitzen. de Der Herr iſt Allen denen nah, Die ſich 3 ihm nur finden; Wenn ihn rufen, P hnernfehen All Angſt und Weh, hebt in die Höh, Die ſchon danieder ſegen; Er macht und ſchafft, Daß Und große Stärke 6. Fürwahr, wer meinen Namen Spricht Chriſtus, und feſt gläu⸗ bet, Deß Bitte wird von Gott er⸗ hört, Sein Herzens⸗Wunſch bekleibet. Go tret heran Ein Jedermann: Wer bittet wird empfangen, Und wer da ſucht, Der wird die Frucht Mit gro⸗ zem Nutz erlangen. 7. Hört, was dort jener Richter tach: Ich muß die Wittwe hören, :. Wöthſergi, he Dieweil ſie mich ſo treibt und plagt; Soll denn ſich Gott nicht kehren Zu ſeiner Schaar, Die hier und dar Bei⸗ Nacht und Tage ſchreien? Ich ſag und halt: Er wird ſie bald Aus al⸗ ſer Angſt befreien. 8. Wenn der Gerecht in Nöthen weint, Will Gott ihn fröhlich machen, Und die zerbrochnen Herzens ſeind, De ſollen wieder lachen. Wer fromm vill ſein, Muß in der Pein Und Zammer⸗Straße wallen; Doch ſteht ihm bei Des Höchſten Treu Und hilft ihm aus dem Allen. 39. Ich hab dich einen Augenblick, d liebes Kind, verlaſſen; Sieh aber, ſeh, mit großem Glück Und Troſt aßen Will ich dir ſchon die Freuden⸗Kron Aufſetzen und derehren, Dein kurzes Leid Soll ſich in Freud Und ewges Heil verkehren. 10. Ach, lieber Gott, ach, Vater⸗ derz, Mein Troſt von ſo viel Jah⸗ ren, Wie läßt du mich ſo manchen Shmer; Und große Angſt erfahren! 888 Herze ſchmacht, Mein Auge uach Und weint ſich krank und d e, Mein Angeſicht Verliert ſein Aiht Von Seufzen, das ich übe. Leibes und der Seelen. ſteht er da, Hilſt fröh⸗ 879 11. Ach Herr, wie lange willſt du mein So ganz und gar vergeſſen? Wie lange ſoll ich traurig ſein Und mein Leid in mich freſſen? Wie lang ergrimmt Dein Herz und nimmt Dein Antlitz meiner Seelen? Wie lange ſoll Ich ſorgenvoll Mein Herz im Leibe quälen? 12. Willſt du verſtoßen eewiglich Und kein Guts mehr erzeigen? Goll dein Wort und Verheißung ſich Nun ganz zu Grunde neigen? Zürnſt du ſo ſehr, Daß du nicht mehr Dein Heil magſt zu mir ſenden⸗ Doch, Herr, ich will Dir halten ſtill, Dein Hand kann Alles wenden. 13. Nach dir, o Herr, verlanget mich Im Jammer dieſer Erden; Mein Gott, ich harr und hoff auf dich; Laß nicht zu Schanden werden, Herr, dei⸗ nen Freund, Daß nicht mein Feind Sich freu und jubilire. Gib mir vielmehr, Daß ich zur Ehr Aufſteig und triumphire. 14. Ach Herr, du biſt und bleibſt auch wohl Getreu in deinem Sinne; Darum, wenn ich ja kämpfen ſoll, So git⸗ daß ich gewinne. Leg auf die aſt, Die du mir haſt Beſchloſſen aufzulegen; Leg auf, doch daß Auch nicht das Maß Sei über mein Ver⸗ mögen. 15. Du biſt ja ungebundner Kraft, Ein Held, der Alles ſtürzet; Du haſt ein Hand, die Alles ſchafft, Die iſt noch unverkürzet. Herr Zebaoth, Wirſt du, mein Gott, Genannt zu deinen Ehren; Biſt groß von Rath, Und deiner That Kann keine Stärke wehren. 16. Du biſt der Tröſter Iſrael, Und Retter aus Trübſalen; Wie kommts denn, daß du meine Seel Jetzt ſinken läßt und fallen? Du ſtellſt und haſt Dich als ein Gaſt, Der fremd iſt in dem Lande, Und wie ein Held, Dems Herz entfällt Mit Schimpf und großer Schande. 17. Nun, Herr, ein ſolcher biſt du nicht, Deß iſt mein Herz gegrün⸗ det; Du ſteheſt feſt, wenn du dein 880 Von Erlöſung Licht Hier dei uns angezündet; Ja, hier hältſt du, Herr, deine Ruh de uns, die nach dir heißen, Und biſt bereit, Zu rechter Zeit Sie aus der Noth zu reißen.. 18. Nun, Herr, nach aller dieſer Zahl Der jetzt erzählten Worte Hilf mir, der ich ſo manches Mal Geklopft an deine Pforte: Hilf, Helfer, mir, So will ich hier Dir Freuden⸗Opfer bringen, Auch nochmals dort Dir fort und fort Im Himmel herrlich ſingen. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Chriſtliche Faſſung in allen Fällen. Mel. Einer iſt König, Immanuel. 1 4 59 hriſten erwarten in 9. allerlei Fällen Je⸗ ſum mit ſeiner allmächtigen Hand; Mitten in Stürmen und tobenden Wellen Sind ſie gebauet auf felſiges Land; Wenn ſie bekümmerte Nächte bedecken, Kann doch ihr Grauen ſie wenig erſchrecken. 2. Jauchzen die Feinde zur Rech⸗ ten und Linken, Hauet und friſſet das blinkende Schwerdt, Laſſen doch Chriſten die Häupter nicht ſinken; De⸗ nen ſich Jeſus im Herzen verklärt. Wüthen die Feinde mit Schnauben und Toben, Lernen ſie Gottes Ge⸗ rechtigkeit loben. 3. Geben die Felder den Samen nicht wieder, Bringen die Gärten und Auen Nichts ein, Schlagen die Schloßen die Früchte danieder, Bren⸗ nen die Berge vom hitzigen Schein: Kann doch ihr Herze den Frieden erhalten, Weil es den Schöpfer in Allem läßt walten. 4. Viele verzehren in ängſtlichen Sorgen Kräfte, Geſundheit und Kürze der Zeit, Da doch im Rathe des Höchſten verborgen, Wann und wo Jedem ſein Ende bereit. Sind es nicht Alles unnöthige Schmerzen, Die ihr euch machet, o thörichte Herzen? allerlei Uebels die Frommen, Glauben und hoff nung bringt Ehre bei Gott: Secle verlangſt du zur Ruhe zu kommen Hoffe, dem höͤlliſchen Feinde zu Spott Ob auch die göttliche Hilfe perbor⸗ gen, Traue dem Höchſten und mehe die Sorgen. 6. Gutes und alle erwünſchete Ga⸗ ben Werden dir, bis man dich ſege ins Grab, Folgen, ja wirſt ſelbſt da Himmel noch haben: Ei, warum ſagt du den Sorgen nicht ab? Wende doch in dir recht ruhig und ſtile. Dieß iſt des Vaters, der droben iſ Wille. 7. Freue dich, wenn du ſtatt freum⸗ lichen Blicken Mancherlei Jamme, Anfechtung und Noth Duldeſt, und wiſſe, was Gott will erquicken, Müſſe mit Jeſu durch Leiden und dad⸗ Willſt du mit leben, ſo mußt mit ſterben: Anders kann Keiner den Himmel ererben. 8. Völlige Wonne, verklärete Freude, Himmliſche Güter, undenkliches Hel Werden dir einſtens auf ewiger Wedde Unter den Engeln und Menſchen zu Theil, Wenn Chriſtus prächtig an Ende wird kommen Und zu ſich ſam⸗ meln die Heerde der Frommen. 9. Seine allmächtige Stärke bewe⸗ ſet In den Ohnmächtigen mächtie Kraft; Dann wird alleine ſein Name gepreiſet, Wenn er den Zagenden Freudigkeit ſchafft. Demnach, 93 gib, daß ich dir traue, Wenn ich de Hilfe nicht ſichtbarlich ſchaue! Chr. L. Gotter, g. 1661, ſ.h Vorhaltung des göttlichen Wortes am Krenze. Mel. Es iſt das Heil uns kommen⸗ üch d Noth, Der ſolle Jilct. Angüt 11 Da Rhe ihn auj ſeine Bitt, Wenn er im Glauben vot 5. Zweifel und Sorgen verſtellen ſtarke Hand erlöſen. V „ Kun duue wah Stimm. Und deine In Gnad höte mich vom hoh Hiffe und der Trü ſet nicht di ſindj mir, Herr 6. Erl Laß dein vas ich! Ehriſti wi löbe hier, für Mit 6. dem Häcſſten m 15 à undale awin adi bis 4 1 gen, ju viſtſtnt 3 haben: G 4 orgen niht d d ſir recht nig fil es Ls, R uni * edich wenn wit wn den Mandene— — geVonne vatin an. e Güter, mdate gi einſtens ufftie he dEngeln und ita zenn Chriſtus nim komuten Umnſt in⸗ Heerde der pamn e allmächtgeeineme en Ohnmäͤttin nittie ann wird alegeſi ane Wenn er w ende t ſchaft. Dum J. ich dir nur,mihä ſichtbarüc ſtu Chr. Gott glü njdes ſiet um Krunk. as iſ das Häln um ſ thie öNen ar l- t ſ 2. Nun bleibt dieß Wort noch 84 Und du erretteſt immerdar, Die dir von Herzen trauen; Drum ruf ich dich auch jetzund an, Da mir ſonſt Remand helfen kann, Denn du, Gott, meine Hilfe.. 3. Herr, der du vormals gnädig haſt Aus Unglück mich geführet, Da⸗ u verhüt, daß manche Laſt Und Plag mich nicht berühret: Der du vormals aus lauter Gnad All meine Sünd und Miſſethat Bedecket und vergeben.. 4. Der du haſt meine Jammer⸗ Stimm Vormals gar oft erhöret Und deines Zorns gerechten Grimm In Gnad und Güt verkehret: Er⸗ höre mich auch dieſes Mal Und ſchick vom hohen Himmels⸗Saal Troſt, Hilfe und Errettung! 5. O großer Gott, erbarm dich doch, Es ſteht in deinen Händen; Du kannſt allein das ſchwere Joch Der Trübſal von mir wenden. Ich ſetz nicht Zeit, Maß oder Ziel, Bei dit ſind ja der Mittel viel, Nur hilf mir, Herr, in Gnaden! 6. Erhör, o Vater, mein Geſchrei, Laß deinen Grimm ſich ſtillen, Und was ich bitte, mir verleih Um Jeſu Chriſti willen, Auf daß, weil ich noch ſehe hier, Ich deine Güte für und für Mit Herz und Mund erhebe! H. B. Rösler, g. 1643, ſt. 1708. Elend aus der Sünde. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1461. EElend hat mich recht umfangen, Allent⸗ h halben iſt mir Weh; Komm doch, Jeſu, mein Verlangen, Eh ich in der Noth vergeh! Denn du weißt die Hilfe wohl, Welche mich beſchützen ſoll, nd ich bin von Seufzen müde Nach dem Dank⸗ und Lobes⸗Liede. 2. Ach, dieß Elend macht die Sünde, Daß mich Gott ſo lange ülägt Und mir, gleich als ſeinem inde, Solche Ruthen auferlegt: Leibes und der Seelen. wahr Bei denen, die drauf 881 Ach, wer hilft mir in der Noth? Wer bezwingt den bittern Tod? Wann gelang ich zu dem Friede Und zum rechten Lobes⸗Liedee— 3. Jeſu, du haſt meinetwegen Kreuz und Elend weggethan; Gott griff dich mit harten Schlägen, Gleich als einen Sünder, an; Er verließ dich in der Noth, Alſo ſtarb mein Sünden⸗Tod, Alſo bleib ich nach dem Friede Bei dem Dank⸗ und Lobes⸗Liede. 4. Laß mich deinen Namen loben, Weil du mich beſchützet haſt, Schmerz und Elend mögen toben, Deine Hil iſt meine Raſt; Alſo kleb ich für und für, O mein Jeſu, nur an dir, Hilf mir nur, als deinem Gliede, Zu dem ſteten Lobes⸗Liede. 5. Ja, du hilfſt, ich bin erhöret, Nun biſt du mein Lob⸗Geſang, Sei nun ewig hoch geehret Durch den allerhöchſten Dank. Ach, es ruft der Engel⸗Chor Meinen matten Geiſt empor: Komm, ach, komm, nun haſt du Friede, Komm, zu unſerm Him⸗ mels⸗Liede! M. Chr. Weiſe, g. 1642, ſt. 1709. Troſt aus dem Nutzen des Kreuzes. Mel. Es koſtet Viel, ein Chriſt zu. 1462. Er wuneesnhun ganr Er kann ja nicht ohn alle Maß ver⸗ ſuchen; Er bleibet noch ein Vater in der Noth, Sein Segens⸗Mund wird ſeinem Kind nicht fluchen. Ei, öre nur, wie er ſo freundlich ſpricht: Verzage nicht! 2. Bedenke fein, daß du berufen biſt, In Gottes Reich durch Trübſal einzugehen. Du glaubeſt ja, du ſeiſt ein wahrer Ehriſt: So muß man auch von dir die Probe ſehen. So lang es geht nach deinem Fleiſch und Blut, Stehts noch nicht gut. 3. Du haſt genug von Chriſten⸗ Kreuz gehört, So haſt du auch genug 56 4 Von Erlöſung davon geſprochen: Doch haftet mehr, was die Erfahrung lehrt; Drum komm getroſt zum Kreuz herange⸗ krochen. Wer dieſes faßt, dem wird zuletzt zu Theil Kraft, Troſt und Heil. 4. Ch Joſeph ſteigt auf der Aegyp⸗ ter Thron, Muß er zuvor den ſchwar⸗ zen Kerker ſehen; Eh David kommt zu der verheißnen Kron, Muß er mit Schmach im Elend umher gehen; Hiskias wird erſt nach der Ster⸗ bens Noth Befreit vom Tod. 5. Dein Jeſus ſelbſt geht dir zum Beiſpiel vor: Der mußte ja auf Er⸗ den Vieles leiden, CEh er ſich hob zur Herrlichkeit empor, Da er nun at und giebt die ewgen Freuden. Wer treulich kämpft, bringt auch den gu⸗ ten Lohn Zuletzt davon. 6. Drum hoffe nur auf den, der Vater heißt: Er iſt dir gut auch mitten in dem Jammer, dein Bräutgam ſteht, wenn dich der Kummer beißt, Und ſchaut hinein in deine Herzens⸗ Kammer: Da ſieht ers wohl, wann du biſt Troſtes bloß Und Hilfe los. 7. Und alſo bricht das Herz ihm gegen dir. Er ſpricht: Ich muß mich über dich erbarmen: Du, lie⸗ bes Kind, haſt Niemand außer mir: Drum halt ich dich in meiner Güte Armen. Sei gutes Muths, der Hilfe Stund iſt nah, Dein Troſt iſt da. 8. Dir ſei gedankt, du auser⸗ wählter Freund. Daß du dein Aug ſo richteſt auf die Deinen! Denn wenn uns jetzt der arge Friedens⸗ Feind So hat gefaßt, daß wir ver⸗ loren ſcheinen, So ſtürzeſt du ihn in der Hölle Schlund Zur rechten Stund. 9. Gib, daß auch wir, die du ſo innig liebſt, Dich mögen ſtets in Lieb und Hoffnung ehren, Weil du ja nicht nicht von Herzen uns be⸗ trübſt Und unſer Leid in Freude willſt verkehren. So ſei dir denn Lob, Ruhm und Dank gebracht Aus aller Macht! allerlei Uebels 4 Gewiſſes Ende des Kreuzez. Mel. Wie vergnügt doch Gott die. s nimmt Alles do 1463. E ein Ende, Erd 11 Himmel muß vergehn; Ei;, ſo wil ich meine Hände Und das Herz zu Gott erhöhn. Ich will an men Ende denken, Weil der Mund noch reden kann, Jeſu meine Seele ſchen⸗ ken. Jeſu, nimm ſie gnädig anl 2. Weichet ferne weg, ihr Sin⸗ den, Die ihr Geiſt und Herz be⸗ ſchwert! Euch ſoll man bei mir nich finden, Weil ihr Mark und Bein ve⸗⸗ zehrt; Sünden⸗Zucker ſchmeckt wehl ſüße, Doch verſchleimt er nur das Herz; Wolluſt bringt Gewiſſens⸗Biſe Und erwecket Seelen⸗Schmerz. 3. Welt, dir ſag ich in die Augen. Du haſt Nichts, was mich vergnäg, Deine Bruſt mag ich gicht ſaugen, Denn wer dir im Schooße liegt, Ift von Gottes Hand getrennet Und die Hölle wird ſein Haus. Woman einen Sünder nennet, Sehn die En⸗ gel traurig aus. 4. Ich will fromm vor Gott hiet wandeln, Seufzen um den guten Geiſt, Redlich mit dem Rächſten han⸗ deln, Thun, was mir der Pater heißt, Der mich gnädig aſenaum Da in ſchwerer Sünden⸗Noth Thräͤ⸗ nenvoll ich zu ihm kommen Und ge⸗ ſeufzet: Hilf mir, Gott! 5. Höre mich, mein Feſu, beien Aus der tiefen Erden⸗Gruft; Laß nih vor dein Antlitz treten Und gib me⸗ nem Herzen Luft; Hilf mir an dem Joche ziehen, Wenn der Seele Kunſ gebricht; Laß Genaden⸗Roſen blühen, Wenn der Dorn der Trübſal ſtich 6. Und du wirſt mich auch nih laſſen, Deine Treu iſt allzu grrß. Ich will dich im Glauben faſſen, 8 werd ich des Kummers 3 Deine Sonne wirft mir Strahla Mitten durch die Finſterniß, Dunin mir ein Troſt⸗Bild malen, Dieſei D. Joh. Dan. Herrnſchmidt, g. 1675, ſt. 1723. weiß ich ganz gewiß. ſtündig 6 M. 146 liebſter tegen! Vort!? Schlag Kreuz! geichen 2. J Lang n biſt du deine Li und Fi ſpießt, die arn 6 G Ende des Ku vergnigt doc Gt 4. il ihr Marudde nden⸗Zucke ſm verſchlint at luſt bringt Geria Pſe tet Setler⸗öhng dir ſagih u wiun ichte, was ni nn ft mag ich pi ſuhe dir im Schalſet es Hand getenn n wird ſein Haus Nn der nennet Egrſed⸗ aus. 34 will foonn wer ie in, was ui n Ln mich Püuernn Gin werer Sündagti rzu ihm kom lu iff mir, Gott feen bden⸗Gmn, 1 Antliz teten Ud-n en Lut, Hüm ne wirſ: r hag di Faäm e Twi id nun d anz ger l ban Leibes und der Seelen. 7. Kreuz wird doch ein Ende ha⸗ ben, All Unglück wird ſchlafen gehn. Man wird wohl den Leib begraben, Aber er wird auferſtehn. Unſer Sarg iſt unſre Kammer, Die uns ſüße Ruhe gibt, Da verſchlafen wir den Jam⸗ mer, Der uns auf der Welt betrübt. 8. Ei, ſo bin ich unbetrübet, Ob mirs noch ſo kläglich geht, Wenn mich nur mein Jeſus liebet Und mir an der Seite ſteht. Häuft das Clend ſich auf Erden, Trink ich hier gleich Wermuths⸗Wein, Es wird ein⸗ mal beſſer werden, Laßt uns nur be⸗ ſtändig ſein! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Gottes Liebes⸗Schläge. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 1 46 4 Pührs fort mit Liebes⸗ 1 X.£Schlägen, Süßer Jeſu, liehſter Hort, Laß ſich Trübſals⸗Winde regen Und bring mich hierdurch an Port! Ach, ich biete dir den Rücken, Schlag nur zu, ich habs verſchuldt; Kreuz und Noth ſind Liebes⸗Stricken, Zeichen deiner großen Huld. 2. Ich bin lang von dir gewichen, Lang war mir das Eitle lieb; Doch biſt du mir nachgeſchlichen, Weil dich deine Liebe trieb: Liebe, die dir Händ und Füße An des Kreuzes Holz ge⸗ ſpießt, Liebe, die ſo honigſüße Auf die armen Sünder fließt. 3. Ach, ſo denke nicht, wie lange Iſch dich, Bräutgam, nicht erkannt, Wee ich mich zur alten Schlange Oft 5 mit Herz und Sinn gewandt, Son⸗ dern denk an deine Wunden, Die dein heili Fleiſch durchritzt; Denk an deine Trauer⸗Stunden; Da du Blut für mich geſchwitzt. 4. Fege durch die Kreuzes⸗Ruthe Alles aus dem Herzen aus; Waſch es ſelvſt mit deinem Blute Und mach es zu deinem Haus. Ach, er⸗ äfne ſelbſt die Thüre, Wälz den Aunden Stein davon; Gib, daß ich rinnen ſpüre elie Gottes⸗Sohnl„Du geliebter 88³ 5. Wenn du es nun eingenommen So laß gar Nichts mehr hinein; Denn ich hab mir vorgenommen, Dein hinfort allein zu ſein. Ich will ſelbſt mich nicht mehr kennen, Nicht die Welt, nicht Fleiſches⸗Luſt; Augen⸗Luſt, Stolz, ſündlich Brennen Sei mir niemals mehr bewußt. 6. Denn ich will in deinen Ar⸗ men Unterm Kreuz gar ſanfte ruhn; Doch vertrag auch mit Erbarmen, Wenn mein Laſſen oder Thun Noch mit Schwachheit ſehr beflecket, Die dir nicht verborgen iſt; Dieſe aber wird bedecket, Weil du mein Erlö⸗ ſer biſt. 7. Nun, du ſollſt mein in dem Leben Und auch in dem Tode ſein; Dir mit Leib und Seel ergeben, Geh ich auch in Tod hinein; Suche dich von ganzem Herzen, Bis du dich mir offenbarſt; Schenke mir des Glaubens Kerzen, Wie du vormals gnädig warſt. 4 8. Hör, ach, hör mein ſehnlich Flehen, Ach, wie lang verbirgſt du dich? Hilf mir kämpfen, widerſtehen, Meine Kraft verlieret ſich. Aber du biſt in den Schwachen Mächtig, wenn ihr Herz betrübt; Drum magſt du es mit mir machen, Jeſu, wie es dir beliebt. Amad. Creutzberg, g. 1657, ſt. 1742. Der Nutzen des Kreuzes. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. 1 465 reut eu h All, die ihr . Leide tragt Allhier auf dieſer Erden, Des Herren harrt, ſeid unverzagt, Ihr ſollt getröſtet werden; Denn unſer Gott Läßt nicht im Spott, Die ſeinem Wort vertrauen, Und obs leich ſcheint, Als wär er Feind, äßt man ſich doch nicht grauen. 2. Der Herr hat an ſich einen Brauch, Thut ihn oft wiederholen, Wen er lieb hat, den ſtraft er auch Und zeucht ihn durch die Kohlen, Hält mit ihm Strauß Hart überaus, Als wollt er ihn nicht haben, Und 55* 88⁴4 mit Gefahr Ihm nehmen gar All Gnad, Zuſag und Gaben. 3. Gedenk, wie er dem Abraham Und Jacob, Iſaacs Sohne, Mit einer ſchweren Bürde kam, Thät ihrer nicht verſchonen; Sie mußten auch Im ſchärfſten Strauch Die Weg des Herren ſpüren, Von welchem Joch Sie Chriſtus doch Mit Wunder thät ausführen. 4. Maria dieß auch widerfuhr Und dem heidniſchen Weibe, Uns zum Vorbild geſchrieben nur, Daß wir in allem Leide An Gottes Wort, So wir gehört, Allweg feſt ſollen halten Und kein Gewalt Noch fremd Geſtalt Uns davon laſſen ſpalten. 5. Was Gott im Wort verheißen hat, Uns Chriſten auch verſprochen, Das hat Nachdruck und geht von Statt, Wird nimmermehr gebrochen; Obſchon dein Schmerz Und eigen Herz Dich anders wollen biegen, Kehr dich nicht dran, Gott iſt ein Mann, Der nimmermehr kann lügen. 6. An ſeinem Wort beſtändig bleib, Sei deſſen hochbefliſſen, Ihm ja kein Ziel noch Maß vorſchreib, Er wirds wohl ſelber wiſſen, Wodurch er dich Gewaltiglich Zu ſeiner Zeit ſoll ſchü⸗ tzen, Damit er dir Zu ſeiner Zier Allhier und dort mög nützen. 7. Wart aus, ſteh feſt, gleich einer Maur, Gib dich in Gottes Hände, Und wo dir wird der Streit ſn ſaur, Dich zum Gebete wende nd Chriſtum bitt, Daß er woll mit Dem heilgen Geiſt dich ſtärken, So wird er ſich Genädiglich Mit Troſte laſſen merken. 8. Gott iſt getreu und merket wohl Der Menſchen ihr Gebrechen, Er weiß, wie lang er warten ſoll, Uns wieder zuzuſprechen. Wenn er empfindt, Daß ſeinem Kind Das Herz will unterſinken, So ſpricht er zu, Schaſt Fried und Ruh Und gibt ihm Wein zu trinken. 9. O Herr, in uns den Glauben Von Erlöſung allerlei Uebels Durchs Kreuz uns deinen Willen lehr, daß klug und fromm wir wer⸗ den. Hilf und bewahr, Bis du uns gar Vollkommen wirſt erfreuen, Wenn deine Hand Als ein Gewand, Den Himmel wird erneuen. Barth. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1598. In Widerwüärtigkeit. Mel. Der goldnen Sonne. 1466 Fricch friſch hinnach .☛△ mein Geiſt und Helz, Auf Jeſu Dornen⸗Wegen! Bettiege mich hier Leid und Schmerz: Auf Siegen folget Segen. Nur fröhlcch aufgefaßt Die leichte Liebes⸗Laſt Das Leiden dieſer kurzen Zeit R doch nicht werth der Herrlichkeit. 2. Du kenneſt, liebſter Jeſu, wohl Der Schultern Stärk⸗Vermögen, Du weißt ſchon, was ich tragen ſoll, Und was du ſollſt auflegen. Leg auf, ich halte dir: Dein Will geſcheh in mi⸗ Dein Will, an dem mein Vollen hangt, Das Nichts, als was duwilſt, verlangſt. 3. Du gingeſt ſelbſt zu Chren ein Durch Schmach, Geduld und Leiden. Sollt ich nun, Jeſu, beſſer ſein Und hier in Roſen weiden? Der Him⸗ mels⸗Lilien Glanz Wächſt aus dem Dornen⸗Kranz; Dem, der den Rock des Kreuzes trägt, Wird dort den Purpur angelegt. 4. Wo bleibt des Herzens Gartan⸗ Pracht, Wenn Süd und Nord ſtets ſchliefen? Nur das bewölkte Wahmn macht, daß ſeine Würze triefen. N⸗ deſſen bleibeſt du Doch meine Sonn und Ruh, Die mich mit ihrem Lct ergötzt, Wenn mich des Kreuzes Sturm benetzt. 5. Denn du, mein Gott, biſt Sonn und Schild Der Gläubigen auf(r⸗ den, Die deinem Kreuz⸗ und Mar Bild Hier ſollen ähnlich werden, Ch ſie die Herrlichkeit Mit ihrer Kron mehr, Dieweil wir ſind auf Erden; erfreut Und der Geduld die Palmen verzagſt mern 3 zugerich ſchaffen Gott iſt Po der Heele, 3.( derzagſt Kis wet un 1 Ringwand, 1 e A Eidervirtitt Der godnen önn. dich, fi ſ E mein k 4 dornen⸗Wege d Leid und di 1 N 1 enneſt, lelſte pin ve ern StärsWerninn, d was ich taencd lf afen a f h Dein Vill gith n „an dem nan laln Nichts,alwae, ingeſt ſellt uchna 55 Gedud weee nun, Jeſu, beſt tn coſen weden, R di⸗ Glan Vätf a d anz; Den, ded M s brägt, Wn wi n bringt, Die ſie nach Sieg des Lei⸗ t wingt.. den ſc her⸗ kann dieſe Leidens⸗ Ehr, O Jeſu, faſt nicht faſſen. So komm, du liebe Laſt, denn her! Wer will ſein Wohl ſelbſt haſſen? Mit Jeſu hier verhöhnt, Mit Jeſu dort gekrönt; Mit Jeſu hier ans Kreuz gedrückt, Mit Jeſu Freude dort er⸗ ick!. an Wohlan, ſo will ich in Geduld Nach deinem Willen leiden! Der Becher fließt von deiner Huld, Den du mir haſt beſchieden. Im Kreuz erblick ich ſchon Die mir verheißne Kron, Du leuchteſt in Geduld mir vor: Ich folg, es geht zum Sternen⸗ Tor. Wolfg. Chriſt. Deßler, g. 1660, ſt. 1722. Troſt im Kreuz, daß Gott noch lebe. In eigener Melodie. 407(ſſott lebet noch! Seele, 41467 G was verzagſt du doch? Gott iſt gut, der aus Erbar⸗ men Alle Hilf auf Erden thut, Der mit Kraft und ſtarken Armen Ma⸗ chet Alles wohl und gut. Gott kann beſſer, als wir denken, Alle Noth zum Beſten lenken. Seele, ſo be⸗ denke doch: Lebt doch unſer Herr Gott noch! 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagſt du doch? Sollt der ſchlum⸗ mern oder ſchlafen, Der das Aug hat zugericht? Der die Ohren hat er⸗ ſhaffen, Sollte dieſer hören nicht? Gott iſt Gott, der hört und ſiehet, Vo den Frommen Weh geſchiehet. Seele, ſo bedenke doch: ꝛc. 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagſt du doch? Der den Erden⸗ Kreis verhüllet Mit den Wolken weit und breit Der die ganze Welt erfüllet, K. von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er ſenden Hilf und Troſt an allen E⸗ den. Seele, ſo bedenke doch: ꝛc. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagſt du doch? Biſt du ſchwer mit Leibes und der Seelen. Nisde„Freud und 885 Kreuz beladen, Nimm zu Gott nur deinen Lauf. Gott iſt groß und reich von Gnaden, Hilft den Schwachen, gnädig auf; Gottes Gnade währet immer, Seine Treu vergehet nimmer. Seele, ſo bedenke doch: ꝛc. 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagſt du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, Dein Verbrechen quält dich ſehr: Komm zu Gott, er wird verſenken Deine Sünden in das Meer, Mitten in der Angſt der Höl⸗ len Kann er dich zufrieden ſtellen. Seele, ſo bedenke doch: ꝛc. 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagſt du doch? Will dich alle Welt verlaſſen, Weißt du weder aus noch ein: Gott wird dennoch dich umfaſſen Und im Leiden bei dir ſein; Gott iſts, der es herzlich meinet, Wo die Noth am größten ſcheinet. Seele, ſo bedenke doch: ꝛc. 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagſt du doch? Mußt du ſchon geängſtet wallen Auf der harten Dor⸗ nen⸗Bahn, Es iſt Gottes Wohl⸗ gefallen, Dich zu führen himmelan. Gott wird nach dem Jammer⸗Leben onne geben. eele, ſo bedenke doch: Lebt doch unſer Herr Gott noch! M. Joh. Friedr. Zihn, g. 1650, ſt. 1719. Lob Gottes im Kreuz und fürs Kreuz. Mel. Ich ſehe nur auf Gottes. 1 46 8 ott Lob für alles Kreuz 9S. W und Leiden, Das uns der Himmel zugeſchickt. Kein Kreuz ſoll uns von Jeſu ſcheiden, Wir wer⸗ den auch mit Troſt erquickt. Es die⸗ net Alles, was uns plagt Und unſer Herz mit Sorgen nagt; Drum wird dir billig Lob geſagt. 2. Gott Lob für Krankheit und für Schmerzen, Sie machen wohl dem Leibe Qual, Allein ſie beſſern unſre Herzen. O ſüßer Kern in rau⸗ her Schal! Die Schmerzen jagen Von Erlöſung uns zu Gott. Man ſeufzt und den⸗ ket an den Tod, Der endet all und jede Noth. 3. Gott Lob für alle Müh und Sorgen, Die Stand und Nahrung mit ſich bringt; Der liebe Gott hilft heut und morgen Und macht, daß unſer Werk gelingt; Und wird nicht Vieles ausgericht, So thun wir doch nach unſrer Pflicht, Und Gott läßt auch die Seinen nicht. 4. Gott Lob für Unglück und für Schaden, So falſche 2t uns zuge⸗ fügt. Gott ſorgt für uns in allen Gnaden, Und alſo ſind wir ſchon vergnügt. Die Liſt iſt doch am ſchlimmſten dran, Uns aber wird nicht Viel gethan, Weil man uns Gott nicht nehmen kann. 5. Gott Lob für allen Spott und Schande, Die man unſchuldig lei⸗ den muß. Wir leben noch in gutem Stande, Das macht dem Neide viel Verdruß. Man hüte ſich vor böſer That, Der Lügen wird doch endlich Rath, Wenn man den Herrn zum Zeugen hat. 6. Gott Lob für allen Druck der Feinde, Für alle Laſt der Welt⸗Be⸗ ſchwer, ir halten uns zum beſten Freune Der ſendet Troſt von oben er. Wer fragt nach ihrer Macht und Liſt, Da Gott auf unſrer Seite iſt Und unſer nimmermehr vergißt? 7. Gott Lob für alle Seelen⸗Hitze, Die der Verſuchungs⸗Ofen macht; Es iſt uns zu der Demuth nütze Und macht, daß man die Welt veracht, Es treibt zu manchem Angſt⸗Geſchrei. Man lebt dennoch und lernt dabei, Was die verborgne Güte ſei. 8. Gott Lob für all und jede Pla⸗ gen, Das Kreuze dient uns zur Ge⸗ duld. Wir wollen gleichwoßl nicht verzagen, Wir hätten noch viel mehr verſchuldt. Gott hat es auch ſo an⸗ eſtellt, Daß uns das Kreuz erträg⸗ ich fällt Und nicht zu lang gebun⸗ den hält. 9. Gott Lob für alle Pein und Jammer, Die Trübſal treibt uns zu allerlei Uebels dem Herrn. Man ſehnt ſi 3 der Grabes⸗Kammer, Nmheut deſu gar zu gern, Man kriegt der Erde ganz genug. So macht uns ja das Kreuze klug Und bleibt des Höchſten Liebes⸗Zug. 10. Gott Lob für alle Vater⸗Ru⸗ then, Die ſo vortrefflich heilſam ſind; Laßt unſer Herz und Auge bluten, Die Ruthe macht ein frommes Kind. Der Vater bleibt uns dennoch gut, Er weiß, was uns am beſten thut Und rettet uns aus jener Gluth. 11. Gott Lob fuͤr all und jede Nöthen, Wir werfen unſern Kum⸗ mer hin. Will uns der Herr gleich gar ertödten, So hoffen wir dennoch auf ihn. Das Kreuze läuft auf Nutz hinaus, Man geht durchs Kreuz ins Himmel⸗Haus, Und da wird eitel Freude draus. 12. Gott Lob für alle Trauer⸗Zei⸗ ten! Wenn wir dort neu beiſammen ſein, Dann ſieht man Luſt auf allen Seiten; Drum ſtellen wir die Sorgen ein. Gott Lob für alles Kreuz und Leid, Dort iſt uns Freud und Rah bereit. Gott Lob und Dank in Gwig⸗ keit! M. J. Neunherz, g. 1653, ſt. 1131. Nach kurzem Leiden ewige Freuden. Mel. Wer nur den lieben Gott. ott mißt nach kur⸗ 1469. G zen Augenblicken Der wahren Chriſten Leiden ab, Läßt er ſie gleich zuweilen drücken, Bis man ſie ſenket in das Grab. Auf wahrer Chriſten kurzes Leid Erquicket Gott in Ewigkeit.... 2. Gott Lob, nun darf ich nicht ver⸗ zagen Auch in der allergrößten Noth; Sie darf mich doch nicht ewig plagen, Ich traue meinem treuen Gott. Au wahrer Chriſten kurzes Leid ꝛc. 3. Geſetzt, daß er ſein Angeſichte Ein wenig mir verborgen hält: 7 ichtdarum doch nicht zunichte, Gs währt nicht ewig in der Welt. Au wahrer Chriſten kurzes Leid ꝛc. 4. Ein wenig läßt er mich hier darien, G 8 Hand; freuen, un A ged a. 5. Er n Das ſager will mi dooſt erf wahrer 6. 3 laſſen, C lbt; 3 ſaſſen, anſtößt. Leid Erq 17 mir ver Gnad U du der Thron muß A 2. J0 Gott, n einn l d dh 0 füral Täbr vortreffich ſaſcnſt derz und Ange tu näht en funms 0, leibt ins dnch d mns an hin n ns als ſene G b Lob für al udſe 4 il unz der he „So hafen vi 13 as Kreuze liuſ difſan ingeht durc ſrn n 8 4 s. V Lod für ale dua wir dort nen bäim e us, Und da rid in ſicht man auſ uf e um ſtellen wirdeere Lob für alls nh iſt uns Frad Lob und Datab J. Neunherz,z.ii. Leiden ewige zeen. er nur den lbn gtt ott mißtwhir⸗ zen Jurtin ⸗* Chriter Kin h 8 zuweilen dütn, kket in das Gnt ten kurzes bhü Mgkeiit.. 1 nn dfihihn in der allenrißn V —— dit 9 — — Leibes und der Seelen. ſcreien, Ein wenig ſchlägt mich ſei⸗ ne Hand, erfreuen, Dort will er ewig mich Dort iſt mein rechtes Va⸗ terland. Auf wahrer Chriſten kurzes ꝛc. d Er will ſich uber uns erbarmen, Das ſaget mir ſein wahres Wort; Er will mich in den Vater⸗Armen Mit Troſt erfreuen hier und dort. Auf wahrer Chriſten kurzes Leid ꝛc. 6. Er kann mich nimmermehr ver⸗ laſſen, Es hat mich ja ſein Sohn er⸗ liſt: Ich will den Troſt ins Herze faſſen, Wenn mich die größte Noth anſtößt. Auf wahrer Chriſten kurzes Leid Erquicket Gott in Ewigkeit. Der 91. Pſalm. Mel. O Gott, du frommer. ott, unter deinem 1470. Schirm Zu bleiben mir verſtatte Und mich mit deiner Gnad Und Allmacht überſchatte: Der du der Höchſte biſt Von Himmels⸗ Tron und Sitz, So lang ich wallen muß Auf Erden, mich beſchütz. 2. Ich ſpreche, Herr, zu dir: Mein Gott, mein Heil, mein Leben! Mein Burg und Zuverſicht, Dir hab ich mich ergeben! All meine Hoffnun it Auf dich allein geſtellt, Was au für Angſt und Noth Mir zunimmt in der Welt. 3. Wenn mir der Jäger nun Mit ſeinen Strickn und Netzen, Der Teu⸗ ſel wie ein Löw Umhergeht, zuzu⸗ ſezen, So hilf du mir, daß der, Und was ſein Anhang iſt, Zu Schanden ue an mir Mit aller Macht und iſt 4 Von Gift und Peſtilenz Mich ſcdiglih befreie, In allerhand Ge⸗ ahr Mir Hilf und Gnad verleihe: Mit deinen Flügeln deck Und halte mich in Hut, Wie eine Gluckhenn auch Bei ihren Küchlein thut. 55. Auf dich, Gott, traue ich: Du haſt mir Schutz verſprochen; Was du haſt zugeſagt, Das haſt du 887 nie gebrochen: Du haſt es immerdar ch Mit großer Treu erfüllt, Und deine Wahrheit iſt Als wie ein Schirm und Schild. 6. Kein Grauen laß bei Nacht Mich ſchrecken oder äffen, Laß mich auch keinen Pfeil, Der fleugt bei Tage, treffen; Behüte mich vor Peſt Die in dem Finſtern ſchleicht; Vor Krankheit, die verderbt, Wenn heller Mittag leucht. 7. Hilf mir den Teufel ſelbſt, Sucht er mich zu verſchlingen, Im Glauben durch dein Wort Zur Höll hinunter bringen; Zunichte mache auch, Was Menſchen wider mich, Der eine heim⸗ lich thut, Der andre öffentlich. 8. Gib, daß mich treffe Nichts, Ob Tauſend mir zur Seite, Zur Rechten fielen noch Zehntauſend böſer Leute: Hilf, daß ich ſchaue an, Wie du Ver⸗ geltung übſt, Wie du die Böſen ſtrafſt Und ſchützeſt, die du liebſt. 9. Dieß, o du höchſter Gott, Sind deine großen Werke; Drum bitte ich dich, Herr, Mein Zuflucht, Schutz und Stärke: Gib ja fortan, daß ſich Kein Uebel, keine Plag Zu mir und meinem Haus Je nahe Nacht und Tag. 10. Den Engeln thu Befehl, Sich rings um mich zu legen Und zu be⸗ hüten mich Auf allen meinen Wegen: Durch ſie und ihr Geleit Laß mich bewahret ſein, An welchem Orte ich Ausgehe oder ein. 11. Verleihe, daß ſie mich Auf Händen immer tragen, Daß ich ver⸗ ſichert ſei Vor Anſtoß, Noth und Plagen, Und daß der Satanas, So oft er dringet an, Zurück getrieben werd, Daß er nicht ſiegen kann. 12. Die man ſo fürchten muß Wie Löwen oder Drachen, Derſelben Macht und Liſt, Wollſt du, Herr, kraftlos machen, Daß ſie mir ſcha⸗ den nicht, Sie ſein jung oder alt, Zur Narrheit mach die Liſt, Zunichte die Gewalt. 13. O frommer treuer Gott, Die⸗ weil ich dein begehre, So nimm 888 dich meiner an, Dein Hilfe mir ge⸗ währe. kenne deinen Namn! Drum ſei mein ſtarker Schutz, Wend ab von mir Gefahr, Dämpf aller Feinde Trutz.. 14. Ich rufe, Herr, dich an Mit Herzen und mit Munde; Darum er⸗ höre mich Und ſei zu jeder Stunde Bei mir in aller Noth! Reiß mich auch bald heraus Und ſegne mich darauf In meinem Stand und Haus. 15. Was ich verrichten ſoll, Laß Alles wohl gelingen, Daß ichs zu gutem End Mit Ehren möge brin⸗ gen; Wenn ich bin lebensſatt Und habe hier mein Theil, So zeige mir denn auch Dort ewiglich dein Heil. *16. Gott Vater, Sohn und Geiſt Behüte mich aus Gnaden Vor Al⸗ lem, was mir kann An Leib und Seele ſchaden; Bewahre Ehr und Gut, Bewahre all das Mein, Ich will mein Lebenlang Dir dafür dank⸗ bar ſein! Bei allgemeinen, ſonderlich Krieges⸗Nöthen. Mel. O Gott, du frommer Gott. roß iſt, o großer Gott, 1471. G Die Noth, ſo uns betroffen; Das Unrecht haben wir Wie Waſſer ſchier geſoffen; Doch iſt das unſer Troſt, Du biſt voll Gü⸗ tigkeit, Du nimmſt die Strafe hin, Wenn uns die Sünd iſt leid. 2. Wir liegen hier, vor dir, Be⸗ trauern unſre Sünden: Ach, laß uns Gnade doch Vor deinen Augen fin⸗ den; Treib ab die Kriegs⸗Gefahr Durch deine ſtarke Hand, Beſcher uns Fried und Ruh, Schütz unſer Vaterland. 3. Erhalte deine Kirch In dieſen letzten Zeiten, Da Teufel, Höll und Welt Sie plagt auf allen Seiten. Dein iſt die Sach, o Gott; Drum mache dich ſelbſt auf, Sei unſre Wa⸗ genburg, Wir ſind der kleine Hauf, 4. Ein arm geringes Volk, Das ſich dir ganz ergibet, Das dich im Von Erlöſung allerlei Uebels Herzen trägt, Das dich von Herzen liebet, Das dein Wort höher Denn alles Gut und bühr d was die Welt ſonſt mehr Für ihre Freude hält. 5. Laß ſehen Jedermann, Laß Je⸗ dermann erfahren, Du ehen ſeiſt der Gott, Der ſein Volk kann bewahren, Der Hilfe ſenden kann, Wo Niemand Hilfe weiß: Dafür wird Alles Palt Dir ſagen Lob und Preis. Joh. Herrmann. g. 1585, ſt. 1642. Der 71. Pſalm. Mel. Du, o ſchönes Welt⸗Gebaäͤude. 1 472 Pen. dir trau ich all S. I) mein Tage, Laß mich nicht in Schimpf beſtehn; Wie ich von dir glaub und ſage, Alſo laß mirs auch ergehn. Rette mich, ſaß deine Güte Mir erfriſchen mein Ge⸗ müthe, Neige deiner Ohren Treulind vernimm mein Angſt⸗Geſchrei! 2. Sei mein Aufhalt, laß mich ſitzen Bei dir, o mein ſtarker Hort Laß mich deinen Schutz beſchützen Und erfülle mir dein Wort, Da du ſelbſten meinem Leben Dich zum Fels und Burg gegeben. Hilf mir aus des Heuchlers Band und des Unge⸗ rechten Hand. 3. Denn dich habl ich auserleſen Von der zarten Jugend an. Dein Arm iſt mein Troſt geweſen, Hen,, ſo lang ich denken kann. Auf dich hab ich mich erwogen, Alsbald dunich der entzogen, Der ich, ehe Nacht um Tag Mich erblickt, im Leibe lag. 4. Von dir iſt mein Ruhm, mem Sagen, Dein erwähn ich immerzu. Viel, die Spotten meiner Plagen, Höhnen, was ich red und thu; Aber du biſt meine Stärke. Wenn ich Angſt und Trübſal merke, Lauf ih dich an; gönne mir, Fröhlich ſtets zu ſein in dir ich nicht von deim 5. Stoß mich ni Seiten, Wenn mein hohes Alter kömmt, Da die ſchwachen Tritte glei⸗ ten Und man Troſt vom Steclm und rettet 1 Ach, ſomm und nt, mein Jauch mich Daß ſich r vor Hohn Ich hingeg ewieſne. 8. Mei gen Dein Auch ſoll lich dei ſtarl, here da zu ſte — — — d — ſhafft 9. Herr Pahrheit ſcon in r und erfren enähret, Dſtmals nein ßein d. Fal Jahxe for dem hohe Lbens⸗ ben in iht kann daß dein dehonnt. u. Go lüden, d Ma hj em Sbe Thun ſt Nath h ligt in Werk iſ * — ☛ — — — — ꝛ— — S ——— — Voh. derrunn li er(l. Pfan b ſchönes Weltgehnn. enr, dr tui „S) mein Lay, chinpf beſt nuh und ſcge eſen Att ir erfiſce ge deiner Ohren ꝛein AngſteGeſtel 5 — —— — 1 — T 1 1 — — deinen Schlh hie mir dein Am un nem Leben Aihſn i gegeben. gif m an es Band und ſn d. dich hab ih uen arten Jugend n din ein Troſt geuig hn denken kam A de Artbaddundh erblick, in Lehe dir it men ain in erwähn ihinan. Spotten meien ſon eine Stärk. Un,ſ Trütſe uet, lut une wi,Fſl lich dein unzählig mein Aufhal, dh nt fr, omen ſihk in zumt, Da greif du mir in die bin Fall 9 nieder, ſo erbarme Du dich, hilf mir in die Höh Und halt, bis ich wieder ſteh— 6. Mach es nicht, wie mirs die onnen, Die mein abgeſagte Feind, Auch mir, wo ſie immer können, Mit Gewalt zuwider ſeind, Sprechen: Auf, laßt uns ihn faſſen, Sein Gott hat ihn ganz verlaſſen, Jagt und ſchlagt ihn immerhin, Niemand ſchützt und rettet ihn. 7. Ach, mein Helfer, ſei nicht ferne, Komm und eile doch zu mir! Hilf mir, mein Gott, bald und gerne, zeuch mich aus der Noth herfür, Jaß ſich meine Feinde ſchämen Und h vor Hohn und Schande grämen, Ich hingegen fröhlich ſei Ueber mir aa erwieſne Treu... 8. Mein Herz ſoll dir allzeit brin⸗ en Deines Lobs gebührlich Theil, uh ſoll meine Zunge ſingen Täg⸗ Heil. Ich bin tark, herein zu gehen, Unerſchrocken da zu ſtehen Durch des großen Herr⸗ ſchers Kraft, Der die Erd und Alles ſchafft. §. Herr, ich preiſe deine Tugend, Wahrheit und Gerechtigkeit, Die mich ſchon in meiner Jugend Hoch ergötzet und erfreut. Haſt mich als ein Kind ernähret, Deine Furcht dabei gelehret, Oſtmals wunderlich bedeckt, Daß mein Feind mich nicht erſchreckt. 10. Fahre fort, o mein Erhalter, Jahre fort und laß mich nicht In dem hohen grauen Alter, Wenn mir Lbens⸗Kraft gebricht! Laß mein Leben in dir leben, Bis ich Unter⸗ icht kann geben Kindes⸗Kindern, daß dein Hand Ihnen gleichfalls ſei bekannt. 11. Gott, du biſt ſehr hoch zu löben, Dir iſt nirgends Etwas gleich, eder hier bei uns, noch droben In dem Stern⸗ und Engelreich. Dein Thun iſt nicht auszuſprechen, Deinen ſath kann Niemand brechen, Alles liegt in deinem Schooß Und dein erk iſt alles groß. Leibes und der Seelen. 889 12. Du ergibſt mich großen Nöthen, Gibſt auch wider große Freud. Heute läßt du mich ertödten, Morgen iſt die Lebens⸗Zeit, Da ermunterſt du mich wieder Und erneuerſt meine Glieder, Holſt ſie aus der Erden⸗ Kluft, Gibſt dem Herzen wieder Luft. 132 Such ich Troſt und finde kei⸗ nen, Bald da werd ich wieder groß. Dein Troſt trocknet mir mein Wei⸗ nen, Das mir aus den Augen floß. ch ſelbſt werde ganz wie neue, ing und klinge deine Treue, Meines Lebens einges Ziel, Auf der Harf und Saitenſpiel. 14. Ich bin durch und durch ent⸗ zündet, Fröhlich iſt, was in mir iſt. Alle mein Geblüt empfindet Dein Heil, das du ſelber biſt. Ich ſteh im gewünſchten Stande, Mein Feind iſt voll Scham und Schande, Der mein Unglück hat geſucht, Leidet, was er mir geflucht. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Wider zankſüchtige und ver⸗ leumderiſche Feinde. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Oder: O Welt, ich muß dich laſſen. 1 473 Bee der du alle Dinge, *&¶ᷣℛ) Siemögenſo geringe, Als wie ſie wollen, ſein, Vor dein Geſichte ſtelleſt Und richtig Urtheil fälleſt, Laß meine Stimme bei dir ſein. 2. Der du genau geſehen, Was mir bisher geſchehen Und was mir noch geſchieht: Laß doch nicht ſtets mich ſtecken In den Verfolgungs⸗ Hecken, Wenn ſich mein Feind um mich bemüht. 1 3. Denn dieß ſind ſeine Sorgen Vom Abend bis zum Morgen, Vom Morgen bis zur Nacht, Wie er mir möge ſtellen Und meinen Leumund fällen, Den du mir noch bisher bewacht. 4. Er wieget meine Worte Noch in der Lippen Pforte, Eh als ſie von mir gehn; Horcht, ob er nicht kann fangen Und hierdurch Fug erlangen, Mir trotziglich zu widerſtehn. 890 5. Sein eifrigen Gedanken Sind, ſich mit mir zu zanken, Der ich doch Zank und Streit Als Gift und Schlan⸗ gen fliehe Und einzig mich bemühe Um Fried und Ruh und Einigkeit. 6. So oft es muß geſchehen, Daß ich ihn ſoll anſehen, Erſchrickt mein Herz vor ihm; Die Zähne ſind wie Meißel, Die Zung als eine Geißel, Die Augen wie ein ſcharfer Pfriem. 7. Mein Sitzen und mein Schrei⸗ ben Kann unbeſchimpft nicht bleiben, Mein Amt iſt ſeine Pein; Mein Ar⸗ beit, Thun und Sinnen, Mein Fleiß und mein Beginnen Muß Unrecht und voll Tadel ſein. 8. Er kann mit ſeinen Sachen Es zehnmal beſſer machen Und greift mir täglich ein; Da doch das Auge ſiehet, Warum er ſich ſo mühet, Sein Werk iſt nicht ſo klar und rein. 9. Er zeucht auch andre Leute Da⸗ neben ihm zur Seite, Schlägt tückiſch Freundſchaft an, Damit mir deſto beſſer Durch das gezückte Meſſer Ein Schade werde angethan. 10. Es muß ihm auch gelingen, Er trifft zu ſolchen Dingen Alsbald Geſellſchaft an, Die ſeine Bosheit ſtützen Und mit zu Rathe ſitzen, Wie meine Angſt werd ausgethan. 11. Indeß muß ich mich ſehnen, Muß wünſchen mit viel Thränen, Ach, wär ich doch von hier; Ich geh in ſolchen Plagen Als vor den Kopf geſchlagen, Hin wie ein ſcheugemach⸗ tes Thier. 12. Dieß ſiehſt du, Herr, gar eben. Ach, rette mir mein Leben Von mei⸗ nes Feindes Liſt, Daß ich vor ihm auf Erden Nicht mag zu Schanden werden, Der du mein Gott und Heiland biſt! Der 85. Pſalm. In gemeiner Noth der Chriſtenheit. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich. Oder: Wär Gott nicht mit uns. 1474. Tnn dedand Von Erlöſung allerlei Uebels Gnaden angeblicket Und des gefang nen Jacobs Band Gelöſt un in quicket, Der du die Sünd und Miſe that, Die dein Volk vor begangen hat, Haſt väterlich verziehen, 2. Herr, der du deines Eifers Zuvor haſt angewendet, ſers hah dem Zorn das ſüße Gut Der Leeh und Huld geſendet: Ach, frommes Hen ach, unſer Heil, Nimm weg und 1 auf in der Eil, Was uns benult und kränket! 3. Löſch aus, Herr, deinen großen Grimm Im Brunnen deiner Gnaden. Erfreu und tröſt uns wiederum Nach ausgeſtandnem Schaden. Willſt d denn zürnen ewiglich, Und ſolln deine Fluthen ſich Ohn alles End ergießen? 4. Willſt du, o Vater, uns denn nicht Nun einmal wieder laben, Um ſollen wir an deinem Licht Nicht wie der Freude haben? Ach, geuß aus deines Himmels Haus, Hern, deine Güt und Segen aus Auf uns und unſre Häuſer! 5. Ach, daß ich hören ſollt das Wort Erſchallen bald auf Grden, Daß Friede ſollt an allem Ort, Wo Chriſten wohnen, werden. Ach, daß uns doch Gott ſagte zu Deß Krieges Schluß, der Waffen Ruh Und alles Unglücks Ende. 6. Ach, daß doch dieſe böſe get Sich ſtillt in guten Tagen, Danit wir in dem großen Leid Nicht noch⸗ ten ganz verzagen; Doch iſt ja Gor tes Hilfe nah Und ſeine Gnade ſtehet da All denen, die ihn fürchten! 7. Wenn wir nur fromm ſid, wird ſich Gott Schon wieder zu uns wenden; Den Krieg und alle andte Noth Nach Wunſch und alſo enden Daß ſeine Ehr in unſerm Land Und überalle werd erkannt, Ja ſtetig bi uns wohne. 8. Die Güt und Treue werde ſchön Einander grüßen müſſen; 65 rechtigkeit wird einher gehn Un Friede wird ſich küſſen. Die Treue un Tröf 3 1475. vortrage; ſommen Tröſte mie Gott 2. Sieh Die bisher wider dich uchtſchaffn meiner No 3. Alle ded, ſo un unſter Mi ganz erſoff Koth, O 4 Zwar doch laß uur Rach dot dich in nich in die 5. Sch du Land , Durch Nund Al Viüſte mic Gotd 6 her keer Und den; Buu Heer Dere Nſte mi Gott! 7. Po haus, Her. d d 1 6 m zunmn dina 8 adnem Schaden. 1 nen ewiglch then ſch dh i 1 6 ran deinen dihäſchn de haben? At gſß a ſimmels Haus, Gh., Wn Segen aus AMtw m uſfer „ daß ich hünn rſchalen bah u dde ſollt e lnt wohnen, vendn Endd. „ daß doh wilie en Duui em grohen Gathttni verzagen, dohi 1 nah Und fen iete enen, di ininn. un wi nur nn Gott Schon wür ne 9 Den Kritg wi nn Punſch wd ſt hen 3 Ehr 1 wimme verd ekrnt, R ne. p it und Wm n nander grifen nſfan vitd en Krn id ſch üſen 3 d ad triſtuns idnann 1 lſt du, din neinmal wiedelhr ne 8 4 ad mit Luſt und Freud Auf Er⸗ wi luhn, Gerechtigkeit Wird von dem Himmel ſchauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes hun, Das Land wird Früchte geben, nd die in ſeinem Schooße ruhn, die werden davon leben; Gerechtig⸗ tit wird dennoch ſtehn Und ſtets in vollem Schwange gehn, Zur Chre ſines Namens. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. um Tröſtung Gottes in allen Nöthen. In eigener Melodie. 1 475 Fen erhöre mein Ge⸗ . bet, Das ich jetzo dir vottrage; Laß vor deiner Majeſtät kommen mein Geſchrei und Klage; Tröſte mich in meiner Noth, O mein Gott! 2 Sieh nicht unſre Sünden an, die bisher wir ohne Scheue Häufig wider dich gethan, Wirk in uns wchtſchaffne Reue; Tröſte mich in meiner Roth, O mein Gott! 3. Alle Straf und Ungenad, Alles Ed, ſo uns betroffen, Kommt von unſrer Miſſethat, Drinnen wir faſt gun erſoffen; Tröſte mich in ſolcher No th, O mein Gott! 4 Zwar ſind wir zur Strafe reif, Doch laß ab von Ungenade, Nicht zur Rach im Grimme greif, Noch vor dich im Zorn uns lade; Tröſte nich in dieſer Noth, O mein Gott! 5. Schau, wie hart der Feind das Land Allenthalben ſo verhee⸗ nt, Durch ſein Rauben, Mord und Nrand Allen Vorrath aufgezehret; diſe mich in dieſer Noth, O mein ott! Leibes und der Seelen. 891 Sitten und Geſetze Eilen mit Gewalt zum End, Ordnung iſt nur ein Ge⸗ ſchwätze; Tröſte mich in ſolcher Noth, O mein Gott! 8. Unrecht iſt das beſte Recht, Trügerei iſt Treu und Ehre, Jetzo iſt der Herr nur Knecht, Narren⸗ Tand iſt weiſe Lehre; Tröſte mich in ſolcher Noth, O mein Gott! 9. Tugend, Frömmigkeit und Zucht Sind ins Elend ausgeflogen; Wer nur läſtert, ſchilt und flucht, Iſt hin⸗ Tröſte mich in gegen eingezogen; ſolcher Noth, O mein Gott! 10. Unterthan und Obrigkeit Grei⸗ fen zu den Wanderſtäben, Werden hin und her zerſtreut, O elendes Jummer ehen, Tröſte mich in ſol⸗ er Noth, O mein Gott! 11. Unſer Acker, unſer Haus Iſt nicht mehr in unſern Händen, Alles ſiehet traurig aus. Ach, wohin ſoll ich mich wenden? Tröſte mich in ſolcher Noth, O mein Gott! 12. Du biſt ja mein Troſt und Heil, Meine Hilfe, Schutz und Stärke; Drum zu dir allein ich eil, Herr auf meine Stimme merke; Führe mich aus ſolcher Noth, O mein Gott! 13. Deiner Hilfe tröſt ich mich Wider alle dieſe Plagen; Denn ich glaube ſicherlich, Du wirſt ſie mir helfen tragen, Weil du biſt mein Troſt in Noth, O mein Gott! 14. Deiner Hilfe tröſt ich mich, Wo gleich keine Hilfe ſcheinet, Weil du uns nur eine Zeit So zu prüfen biſt gemeinet; Gib Geduld in ſol⸗ cher Noth, O mein Gott! 15. Deiner Hilfe tröſt ich mich, Wenn Gewiſſen mich will kränken, Und der höllſche Wütherich Mich in Sünden will ertränken; Denn du biſt mein Troſt in Noth, O mein ott! 6. Herr, dein Weinberg ſtehet Gott ker Und ſehr wüſt an vielen En⸗ den, Bau ihn und jag aus das heer Derer, ſo dein Chre ſchänden; 5 mich in ſolcher Noth, O mein 7. Polizei und Regiment, Gute 16. Wenn man lauert, Herr, auf dich, Zu vertilgen deine Lehre, Tröſt ich deiner Hülfe mich, Nur den ſchwachen Glauben mehre; Denn du biſ mein Troſt in Noth, O mein ott! I 892 17. Deiner Hilfe tröſt ich mich, Wenn mich meine Feinde neiden, Und ich manchen harten Stich Muß von böſen Zungen leiden; Tröſte mich in ſolcher Noth, O mein Gott! 18. Deiner Hilfe tröſt ich mich Wenn auch ander Kreuz mich drücket, Das von dir ganz väterlich Uns gar oft wird zugeſchicket; Sei mein Troſt in ſolcher Noth, O mein Gott! 19. Deiner Hilfe tröſt ich mich Mitten unter deiner Ruthe, Denn mein Herz verſichert ſich, Sie gerei⸗ ſchen mir zu Gute; Sei mein Troſt in aller Noth, O mein Gott! 20. Und weil dieſes Leben iſt Nichts, als Jammer, Weh und Klage, O ſo komm, Herr Jeſu Chriſt, Mach uns frei von aller Plage; Tröſt uns in der letzten Noth, O mein Gott! M. A. v. Löwenſtern, g. 1594, ſt. 1648. Von Erlöſung Angſt⸗Geſchrei zu Jeſu um Hilfe. Mel. Wenn mein Stündlein. 1476. Jeiaetrnat hoch betrübter Seele; Dein Allmacht 3 laß erſcheinen mir Und mich nicht alſo quäle. Viel größer iſt die Angſt und Schmerz, So anſicht und be⸗ trübt mein Herz, Als daß ich kann erzählen. 2. Herr Jeſu Chriſt, erbarm dich mein Durch deine große Güte: Mit deinem Troſt und Hilf erſchein Meinm traurigen Gemüthe, Welchs elendig⸗ lich wird geplagt Und, ſo du nicht hilfſt, gar verzagt, Weil es kein Troſt kann ſinden.3 Chriſt z iſtd 3. Herr Jeſu Chriſt, groß iſt die Noth, Darin ich jetzt muß ſtecken. Ach, hilf, mein allerliebſter Gott, Schlaf nicht, laß dich erwecken! Nie⸗ mand iſt, der mir helfen kann, Kein Creatur ſich mein nimmt an, Ich darfs auch Niemand klagen. 4. Herr Jeſu Chriſt, du biſt allein Mein Hoffnung und mein Leben; Drum will ich in die Hände dein Mich allerlei Uebels ganz und gar ergeben. O Hen laß meine Zuverſicht Auf dich a Schanden werden nicht, Sonſt hi ich ganz verlaſſen. 5. Herr Jeſu Ehriſte, Gottes Sohn Zu dir ſteht mein Vertrauen, ae biſt der rechte Gnaden⸗Thron: Wa nur auf dich will bauen, Dem ſehſ du bei in aller Noth, Hilſſt ihm in Leben und im Tod, Darauf ich mih verlaſſe. 6. Herr Jeſu Chriſt, das Elend min Wollſt gnädig du anſehen, Dun die heilgen fünf Wunden dein hit mein Gebet und Flehen, Malchs Tag und Nacht mit Angſt und Schman Zu dir ausgeußt mein traurigs Hen⸗ Ach laß dichs doch erbarmen! 7. Herr Jeſu Chriſt, wenn es iſ Zeit Nach deinem Wohlgefallen, hit mir durch dein Barmherzigkeit N meinen Aengſten allen; Zerbrich de Anſchläg meiner Feind, Die mug ſtark und mächtig ſeind; Laß mih nicht unterdrücken. 8. Herr Jeſu Chriſt, die Freunde mein Mit Leib und auch der Seh In die Huld und Genade dem Jc treulich dir befehle; Schütz ſie durc dein Barmherzigkeit Und wend i Freud mein großes Leid, Das ich dir ſehnlich klage. 9 Herr Jeſu Chriſt, ich weiß bei Rath, Des Elends los zu werden, So du nicht hilfſt durch deine Gnad So lang ich leb auf Erden. Wem es dir denn nun je gefällt, Daß it alſo ſoll ſein gequält, So gib mi Kraft und Stärke. 10. Herr Jeſu Chriſt, verleih Ge duld, Hilf mir mein Kreuz ertragen, Wend nicht von mir ab deine hul Und ſo du mich willſt plagen, E zeitlich hier am Leibe thu, Gib n der emien See Ruh, Daß ſie dar mit dir lebe. 11. Herr Jeſu Chriſt, das glabi doch Aus meines Herzens Grun 6 Du wirſt mich wohl erhören w Zu rechter Zeit und Stunde, Dem in und wi 613. Her zt mein, Repreng? Damit ſie weichen do wend all ins von *14. 9 erſchen) Die jett i dich zu i Hand here dort Lob werden. Be Mel. nir im H nehr und Schmerzen ochein l ſin Bei! 2. Jch Und ſteck nitgends ſcier gar nicht zu dih abde ganz A ebels gar ergehen d; ie Zuverich N, ,n verſict 4 8 — — . — — — — — == =S= 5 = ———= —— as her 1 darau eiuctri wc nin nean — 4 — — — — — er Jeſu Cirſ 3 6 ſc denn Bunezeit Aengſten alln: H deinen Wohgpitn dmächtig ſend, f n terdrücken. n Jeiu Chag n enn nun je gih A 1 d Stürke — — — — 3 ir an die h en Sall Rut R ſbhe. erzuchä manns hein ſt nich rohl 5 er Rit un Sm — 5 1 — 1 Leibes und der Seelen. aſt mich noch nie verlan, Wenn 3 9 hab gerufen an: Deß ich mich herzlich tröſte.. 12. Herr Jeſu Chriſt, mein einger zroſt, Zu dir will ich mich wen⸗ den; Mein Herzleid iſt dir wohl be⸗ wußt Du kannſt und wirſt es enden. adeinen Willen ſeis geſtellt; Machs, lhr Gott, wies dir gefällt, Dein bin und will ich bleiben! M. Joh. Schindler, g. 1612, ſt. 1681. Zuſatz. 513. Herr Jeſu Chriſt, die Seuf⸗ er mein, So ich jetzt vor dich bringe, preng doch mit dem Blute dein, Damit ſie hindurch dringen Und er⸗ weichen das Vater⸗Herz, Daß er ab⸗ wend all Noth und Schmerz, Die uns von dir will trenpen. *14. Herr Jeſu Chriſt, Mit Hilf eiſchein All Armen und Elenden, Dee jetzt in großen Nöthen ſein, Thu ich zu ihnen wenden! Mit ſtarker hand heraus ſie reiß, Dafür ſie dir dort Lob und Preis Ewiglich ſagen dan werden. M. Jer. Weber, g. 1600, ſt. 1643. Bei betrübtem Zagen. Mel. Wenn mein Stüundlein. 1477 Perr Jeſu, liebſter Gott te k 147 7. Djan Herr, Wie weh iſt uir im Herzen; Denn ich empfind je ehr und mehr Sehr große Angſt und V le Schmerzen, Ja, ich weiß weder aus nochein Und muß ohne Troſtund Ruhe ſen Bei dir und allen Menſchen! 2. Ich bin vor Leid verdorret faſt und ſteck in vielen Plagen, Ich finde nirgends Ruh und Raſt, Ich muß ſhier gar verzagen; Wo du mir nicht zu Hilfe kömmſt Und meiner dich alsdann annimmſt, So geh ich ganz zu Grunde. 3. Ach Jeſu, du mein Freund und Nath, Dein Bruder⸗Herz entzünde Und zeige ſolches in der That Mir, deinem armen Kinde, Und ſchaff aus diebe Beiſtand mir In dieſer meiner Voth allhier, Ch ich darin verſinke. 893 4. Ach thu es ja, und bleib nicht lang Mit deinem Gnaden⸗Blicke; Denn mir iſt in dem Herzen bang, Ach, bleiv nicht lange zurücke! Denn Menſchen⸗Hilfe tauget nicht, Drum hilf mir, o mein Gnaden⸗Licht, Soll mir geholfen werden. 5. Mein Heiland, du haſt ſolches Leid Am Oelberg auch ertragen, Und deine Seel vor Bangigkeit Verfiel in banges Zagen Um alle meine Miſſe⸗ that, Die Gott auf dich geleget hat, Daß ich ſoll ſelig werden. 6. Nun, allerliebſter Herr und Gott, Um ſolches Leidens willen Verlaß mich nicht in meiner Noth, Du wollſt an mir erfüllen, Was mir dein lie⸗ bes Wort verſpricht, Und wend zu mir dein Angeſicht; Denn ich muß ſonſt verderben. 7. Ach, komm, erquicke mich be⸗ hend Und laß mich Gnade finden In deinem Wort und Sacrament Und mach mich los von Sünden; Denn du Betrübte nicht verſtößt, Weil du ſie ſelber haſt erlöſt; Dafür will ich dir danken. Pſ. 60, v. 13. 14. Mel. Herzliebſter Jeſu, was. 1 478 Herr⸗ unſer Gott, laß 4 nicht zu Schanden werden Die, ſo in ihren Nöthen und Beſchwerden bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen Und zu dir rufen. 2. Mache zu Schanden Alle, die dich haſſen, Die ſich allein auf ihre Macht verlaſſen. Ach, kehre dich mit Gnaden zu uns Armen; Laß dichs erbarmen! b 3. Und ſchaff uns Beiſtand wider unſre Feinde: Wenn du Ein Wort ſprichſt, werden ſie bald Freunde; Sie müſſen Wehr und Waffen nie⸗ derlegen, Kein Glied mehr regen. 4. Wir haben Niemand, dem wir uns vertrauen; Vergebens iſts, auf Menſchen⸗Hilfe bauen; Mit dir wir wollen Thaten thun und kämpfen, Die Feinde dämpfen. 894 5. Du biſt der Held, der ſie⸗kann untertreten Und das bedrängte kleine Häuflein retten. Wir traun auf dich, wir ſchrein in Jeſu Namen: Hilf, Helfer! Amen! Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Von Erlöſung Kreuz⸗Gemeinſchaft in Jeſu. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1 479 Bier ſtehn wir unter * deinem Kreuze, Ge⸗ kreuzigter Herr Jeſu Chriſt! Hilf, daß uns keine Luſt mehr reize, Die deinem Kreuz zuwider iſt, Daß Nichts in unſerm Herzen ſteh, Als Jeſus, der Gekreuzigte. 2. Kein ander Bild wird uns ge⸗ wieſen, Als das, ſo dich am Kreuze weiſt: So wird auch keiner je ge⸗ prieſen, Daß er dein rechter Jünger heißt, Er nehme denn ſein Kreuz auf ſich Und folge dir beſtändiglich. 3. Zum Glücke wareſt du erkoren, Im Kreuz verlangt und vorgebildt, Zum Kreuz auf dieſe Welt geboren, Am Kreuz mit Noth und Tod erfüllt: So predigt man in aller Welt Nur dich, am Kreuze vorgeſtellt.. 4. O, gib, daß wir nun auch im Glauben Mit dir, Herr Chriſt, ge⸗ kreuzigt ſein! Will uns das Fleiſch die Kräfte rauben, So ſchlag ihm deine Nägel ein! Nur der gehöret Chriſto an, Der ſich ans Kreuze hef⸗ ten kann. 5. Die Welt laß uns zu allen Zei⸗ ten Und uns der Welt gekreuzigt ſein. Soll uns dein Kreuze ſtets begleiten Und geht es mit uns aus und ein, So lehr ich wohl die Kreuz⸗ Gebühr Und tröſt uns mit der Kreu⸗ zes⸗Zier. 6. Es ſei nun ferne von uns rüh⸗ men, Denn nur in deinem Kreuz allein; ür deinen Tod, Kreuz Blut und Striemen Laß uns von Herzen dank⸗ bar ſein: Dein Kreuze werd uns jederzeit Zum Anker unſrer Seligkeit. 7. So gehn wir mit Geduld und Hoffen In deiner Kreuz⸗Kirch aus allerlei Uebels und ein; Wir finden ſtets den gin⸗ mel offen, Dein Kreuz muß ai Schlüſſel ſein, Bis wir ans Kreuz un Leiden gehn Und dort in Jions⸗un ſtehn. Benj. Schmolck, g. 1672, f. Unn Vergnügt unter dem Kreuz. In voriger Melodie. ch bin vergnügt m 1480. 3 halte ſull Puud mich gleich manche Truhſal drltt So denk ich, das iſt Gottes Wile Der mir das Kreuze zugeſchict, Un hat er mir es zugeſchickt, So nag ers mit: Ich bin vergnügt. 2. Ich bin vergnügt in allem ge⸗ den, Dieweil es doch nichtewig wähtt Es ſoll mich Nichts von Jeſu ſche⸗ i den, Weil Leid in Freude pit verkehrt; Mein Heiland hat die Angſ beſiegt Der ganzen Welt: Ich li vergnügt. 3. Ich bin vergnügt in meinen Hoffen; Denn Gott hilft gleich nicht wie ich will, So hat er ſchon den Schluß getroffen, Er weiß die beſt Zeit und Ziel. Ich harr auf ihn, denn ſo betrügt die Hoffnung nicht. Ich bin vergnügt. 4. Ich bin vergnügt in meinen Leben: Hab ich nicht Viel und Ma⸗ cherlei, So glaub ich, daß mirs der noch geben Kann, der mein Get und Vater ſei. Obgleich der Aen unten liegt, So heißt es doch: 3 bin vergnügt. 5. Ich bin vergnügt, wenn ner ner ſpotten Der Satan und die an Welt; Was ſchaden mir die algen Rotten? Ein frommer Chriſt begüt das Feld, Wenn er ſich nur gedudin ſchmiegt Und Demuth liebt: Ihi vergnügt. 6 I bin vergnügt auch in de Sterben, Wenn nun der Geiſt von Körper eilt; Ich weiß, daß wir 1 Kron ererben, Die uns vorlängi zugetheilt, Weil Gott in ſeinem A nicht lügt; Drum ſag ich nocht bin vergnügt. Wie mal Wo keine Gold wi Ein Chr währt. 3. Je ben. Die Die Süf ben, We Im Krer Wie Per 4. Je Der Wir auf, Un trrübe, Se Das Kre Hleichwie 1 nitaa Benj. S 4 mali vlc zu nügt untn un; den du. In vorier Nai c bin deni 9. 3 hale ſi, eich manche 8 ich, ds i bute k dos keae getſt ni zugeſzit, en Jch bin vergg. n nich Jictz uu fu t Leil Led in 81 8 „Mein Heilmd e 6 d ganen Ae. ht h bin dergrün ninn Denn Gott 1 4 6 vill, So hat aſn in getrofen, Gr di d Jul. It mm ui betrügt de hefe n vergnüVct. h bin dhane ben Kann, N nin dt ter ſei. Ohhlch er Ue 5 5 Pes ſhua m En fonnn hi d , Pemn aſtn 6 ünd Denut lä d h3s4 Hbin vergylg eän 1 1.* 1 1 Pei Get urſnne t. Duun ſc u ¹ nigt ohne Kreuz, verlarvten nan Hölle, Fluch und Tod: O, ſelig Leibes⸗ und der Seelen. bin vergnügt in Jeſu Ar⸗ men Und lieg an ſeiner Liebes⸗Bruſt, Da kann mein kaltes Herz erwarmen, 3 achte keiner Menſchen⸗Luſt; Ich jabe nun die Welt beſiegt Und bin vollkommen jetzt vergnügt. M. C. Thieme, ſt. 1732. 7. Ich Maß der Gnade nach dem Maß des Kreuzes. In voriger Melodie. 1481. 3e grabed nanah. 1er iſt ohne Gott. Bei dem Welt⸗Getümmel Vergißt itt der Menſch geſchätzt, Den Gott in Kreuz und Trübſal ſetzt! 2. Je größer Kreuz, je beſſer Chriſte: Gott prüft uns an dem Probe⸗Stein. Wie mancher Garten lieget wüſte, Wo keine Thränen⸗Regen ſein; Das Gold wird auf dem Feuer⸗Heerd, Ein Chriſt wird in der Noth be⸗ währt. 3. Je größer Kreuz, je ſtärker Glau⸗ hen. Die Palme wächſet bei der Laſt; Die Süßigkeit fleußt aus den Trau⸗ den, Wenn du es wohl gekeltert haſt; Im Kreuze wächſet uns der Muth, Wie Perlen in geſalzner Fluth. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe. Der Wind bläßt nur die Flammen auf, Und ſcheinet ja der Himmel trübe, So lachet doch die Sonne drauf: Das Kreuz vermehrt der Liebe Gluth Gleichwie das Oel im Feuer thut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Ge⸗ bete. Geriebne Kräuter riechen wohl; Wenn um das Schiff kein Sturm⸗ wind wehte, So fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Pſal⸗ men her, Wenn er nicht auch ver⸗ fuchet wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Ver⸗ langen. Im Thale ſteiget man bergan; Wer durch die Wüſten oft gegangen, Der ſehnet ſich nach Canaan; Das 895 Täublein findet hier nicht Ruh, So fleucht es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Ster⸗ ben: Man freut ſich recht auf ſeinen Tod; Denn man entgehet dem Ver⸗ derben, Es ſtirbt auf einmal alle Noth. Das Kreuze, das die Gräber ziert, Bezeugt, man habe triumphirt. 8. Je größer Kreuz, je ſchönre Krone, die Gottes Schatz uns bei⸗ gelegt Und die einmal vor ſeinem Throne Der Ueberwinder Scheitel trägt. Ach, dieſes theure Kleinod macht, Daß man das größte Kreuz verlacht. 9. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze Je länger und je lieber ſein! Daß mich die Ungeduld nicht reize, So pflanz ein ſolches Herz mir ein, Das Glaube, Lieb und Hoffnung hegt, Bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Je lieber, je trüber⸗ Mel. Wer nur den lieben Gott. 1 4 82 3 lieber Kind, je ſchärfre . Ruthe! So heißet Gottes Lection. Das Kreuze thut uns viel zu Gute, Aus Liebe wächſt die Dornen⸗Kron, Gott ſtäupt die Söhne, die er liebt; Ein Baſtard bleibet unbetrübt. 2. Die Zucht iſt Gottes Liebes⸗ Probe, Hier ſchmilzt er Gold mit Schlacken ab; Durch Schande führt er uns zum Lobe Und in den Him⸗ mel durch das Grab. Die Thränen fallen uns wohl ſchwer, Doch ſind ſie Gottes Freuden⸗Meer. 3. Das liebſte Kind muß in dem Leiden Bei Gott der allernächſte ſein Dem wird die größte Laſt beſchieden, Der ſich will großer Gnade freun, Und wer im Himmel wünſcht zu ſtehn, Der muß zuvor zur Hölle gehn. 4. Gott ſchläget wohl mit ſeiner Linken, Doch mit der Rechten herzet er. Er läßt uns öfters Eſſig trin⸗ ken, Gibt aber endlich Zucker her. Obgleich das Kreuz den Centnern 896 Fleidt. Er macht doch Alles feder⸗ leicht. 5. Die ganze Welt wollt ich nicht nehmen Und ohne Kreuz und Lei⸗ den ſein; Drum will ich mich dazu bequemen: Ein Gottes⸗Kind klingt gar zu fein. Gott meint es immer mit mir gut: Je liebers Kind, je ſchärfre Ruth! d Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Jeſus das Vergnügen im Kreuz. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 1 483 Jeſus bleibet mein Ver⸗ .Jgnügen, Der den wah⸗ ren Frieden ſchenkt, Durch ihn werd ich endlich ſiegen Ueber Alles, was mich kränkt: Sind die Leiden dieſer Zeit Doch nicht werth der Herrlich⸗ keit, Welche dorten werden finden, Die geduldig überwinden. 2. Ei was ſoll ich mich denn grä⸗ men, Wenn mirs gleich hier widrig geht? Laß die Welt das Ihre neh⸗ men, Gnug, wenn Jeſus bei mir ſteht. Was mir außerdem gebricht, Fahre hin, es ſchadt mir nicht. Der zur Rechten Gottes ſitzet, Weiß am beſten, was mir nützet. 3. Gibt mir Gott doch alle Mor⸗ gen Neue Lebens⸗Kraft und Stärk, So wird er ja weiter ſorgen Für mich, ſeiner Hände Werk. Denken Menſchen, wie ſie mich Stürzen wol⸗ len liſtiglich: Gott, mein Hüter, wird ſchon wachen Und ihr Thun zu Schanden machen. 4. Von dem Herrn will ich nicht laſſen, Es mag gehen, wie es will; Wenn mich Welt und Satan haſſen, Hoff ich auf ihn und bin ſtill. Iſt gleich Niemand mir zur Hand Dem mein Leiden iſt bekannt Und dem ich recht könnte klagen: Ei, ſo will ichs Gott vortragen. 5. Muß ich auch an Babels Wei⸗ den Meine Harfen hängen hin Und kann nicht in ſolchen Freuden, Wie wohl wünſchet Herz und Sinn, Zu Von Erlöſung allerlei Uebels. dem Tempel Gottes gehn, So ſoll meines Herzens Flehn Do mit Andacht treten Dahor 3 und Waheheit heien . Gott hat Alles ja in Hä Könnt er doch durch enande Leichtlich ſolche Hilfe ſenden, Wonan nie ein Menſch gedacht; Aber da ſen weiſer Rath Anders es beſchloſſen hat, So dient doch auch, was bett⸗ bet, Dem zum Beſten, der ihn libe⸗ 7. Großes Anſehn, Chrund Glutt Und was ſonſt der Welt gefäll Sind oft Satans Netz und Stit Worin er gefangen hält Die ſ Chriſto ſich entziehn Und den Wen des Kreuzes fliehn. Ach, Herr, ſolche Eitelkeiten Laß mein Herze nicht der⸗ leiten! 8. Zeuch, o Jeſu, meine Sinnen Doch von Dieſem Allem ab, Wasda muß wie Nichts zerinnen, Und ian mir bis in mein Grab Deinen ad und Kreuzes Pein Ein beſtändig Dent mal ſein, Daran ich mich moͤge üben, Dich im Kreuze recht zu lieben. 9. Laß mich fleißig dieß bedenten, Wie durch dich, Herr Jeſu Chrit, Mehr, als alle Welt kann ſchenten, Mir bei Gott erworben iſt. Ach⸗ dieß ſtärkt Herz, Muth und Sin, Wenn ich recht gelaſſen bin, Umd mit dem, was Gott beſchieden, Sich mein Herze ſtellt zufrieden. 10. Weil denn Gott der Maifn Vater Und der Wittwen Richter ſſ⸗ So bleibt er auch mein Berathen Dem ich trau zu jeder Friſt. Wem die Kreuzes⸗Nacht anbricht, So ſl meines Glaubens Licht Durch e⸗ duld doch endlich ſiegen. Jeſus ble⸗ bet mein Vergnügen. J. H. Schröder, g. 1666, ſt 1725. Beſchirmung Gottes bei aller Leibes⸗ und Seelen⸗Noth. Pſalm 31, 1— 6. 148 ich gehoffet 1484. 3 316 e be nicht zu Schanden werd, Noch ewig lich zu Spotte. Das bitt ich dih, widerſtre 5. M Mit Lüg Viel R Herr, Gfahr, 6. dir: M nicht vo Hände! Noth H 7. Gl beit Sei hereit, T Die göt haft Du It Got bels. erjens Jhn du at dälh dd ugr hrheit bern Ma 95 gfengen dä 1 4 ſch entzehn Ued. 1 dies ſeg o Ma 1 a Laßmen Fa t 4 3 uc, v efn mene S Kreuze recht u nich fleiig dit rh dih, Her l als alle Welt hnſe Gott ervortat i dt Herz, Muy w en h recht gelaſſn R.! „was Got bitzat tze ſtelt urn deil denn Got i uef nd der Wittwe i 5 1 1 ni t er auch mn ſant trau zu jd ſi U zes⸗acht uhitze Hendlih ſegn hirie Vergniye. 3. 6. Scrheglt 1 3 6 1 11 Leibes und Erhalte mich In deiner Treu, Herr tl Get Dein gnädig Ohr neig her zu mir, Erhör mein Bitt; thu dich her⸗ ür, Eil bald, mich zu erretten; In he und Weh, Ich lieg odr ſteh, if mir aus meinen Nöthen. 3. Mein Gott und Schirmer, ſteh mir bei, Sei mir ein Burg, darin ich frei Und ritterlich mög ſtreiten Wider mein Feind, Der gar viel ſeind An mir auf beiden Seiten. 4. Du hiſt mein Stärk, mein Fels, mein Hort, Mein Schild, mein Kraft, ſagt mir dein Wort, Mein Hilf, mein Heil, mein Leben, Mein ſtarker Gott In aller Noth: Wer mag dir widerſtreben? 5. Mir hat die Welt trüglich gericht Mit Lügen und mit falſchem Gdicht, Viel Netz und heimlich Stricken. Herr, nimm mein wahr In dieſer Gfahr, Behüt vor falſchen Tücken! 3. Herr, meinen Geiſt befehl ich dir: Mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, Nimm mich in deine Hände! O wahrer Gott, Aus aller Noth Hilf mir am letzten Ende! 7. Glorie, Lob, Ehr und Herrlich⸗ feit Sei dir, Gott, Vater und Sohn, hbereit, Dem heilgen Geiſt mit Namen! Die göttlich Kraft Mach uns ſieg⸗ haft Durch Jeſum Chriſtum, Amen! Adam Reißner, g. 1471, ſt. 1563. Itt Gott für uns, wer mag wider uns ſein? Röm. 8, v. 31. Mel. Es iſt gewißlich an der Zeit. Oder: Wo Gott, der Herr, nicht. 1485 3* Gott für uns in „»aller Pein, In allem Kreuz und Leiden, Wer mag uns dann zuwider ſein? Wer mag uns don ihm ſcheiden? Iſt Gott für uns in Angſt und Noth, So kann uns Teufel, Höll und Tod, Auch ſonſt kein Reind nicht ſchaden. 1 2. Iſt Gott für uns, ſo können wir usühen große Thaten; Denn er der Seelen. 897 iſt bei uns für und für Und weiß uns wohl zu rathen; Wir können Krieges⸗Volk mit Gott Zerſchmeißen, daß es noch mit Spott Und Schan⸗ den muß abweichen. 3. Iſt Gott für uns, ſo kann die Macht Der Stolzen nicht beſtehen, Sie werden alle umgebracht Und müſſen ſchnell vergehen; Wo dieſer Gott nur will allein Bei uns und unſer Helfer ſein, So iſt uns wohl geholfen. 4. Iſt Gott für uns, ſo dürfen ſich Die Feind an uns nicht wagen, Er kann ſie alle mächtiglich Mit eigner Blind⸗ heit ſchlagen; Gott kennet ſeine Kin⸗ der wohl, Er weiß ſchon, wann er hel⸗ fen ſoll Den Schafen ſeiner Weide. 5. Iſt Gott für uns, wie er denn iſt Bei uns aus lauter Gnaden, Was kann uns dann Betrug und Liſt, Haß, Neid und Feindſchaft ſchaden? Gott iſt ſo ſtark, daß Roß und Mann Er auch mit Einem Wörtlein kann Gar leicht zu Boden fällen. 6. Gott für uns, ſo wird er wohl Für ſeine Wahrheit kämpfen Und wird wohl wiſſen, wie er ſoll, Die ſie verfolgen, dämpfen. Er ſchickt es oft ſo wunderlich, Daß die Ver⸗ folger ſelbſten ſich Zu ihm bekehren müſſen. 7. Iſt Gott für uns, ſo ſind zugleich Die Engel uns zur Seiten, Die uns in dieſem Jammer⸗Reich Beſchützen und begleiten, Durch fie wird, wenn es Gott gefällt, Allein in Einer Nacht geſällt Ein ganzes Heer der Feinde. 8. Iſt Gott für uns, ſo muß die Welt Und Fleiſches⸗Luſt erliegen; Mit Gott man ſtets das Feld behält, Mit Gott kann man obſiegen. Der Teu⸗ fel ſelbſt kann nicht beſtehn, Er muß beſchämt doch von uns gehn Und kann kein Haar uns krümmen. 9. Iſt Gott für uns, was kann der Grimm des Todes uns denn ſchrecken? Es wird ja ßeßſ Lebens⸗ Stimm Uns wieder auferwecken Zur Himmels⸗Freud und Seligkeit, Da wir in alle Ewigkeit Bei Gott ver⸗ bleiben ſollen. 57 898 10. Drum ſoll nun auch zu keiner Zeit, Weil Gott für uns, uns ſchei⸗ den Von ſeiner Liebe Neid und Streit, Kein Kummer, Schmerz und Leiden: Kein Krieg, kein Schwerdt, Eein Hohn und Spott Soll uns und unſern lieben Gott In Ewigkeit nicht rennen. Um Zufriedenheit des Herzens. Mel. Herzliebſter Jeſu, was. 4 48 6 Mon Gott, ich ſchwebe T* hier auf wilden Wel⸗ len Und kann mein Herze nicht zu⸗ frieden ſtellen: Ach, lehre mich die Eitelkeit verachten Und nach dir trachten! (1. Jeſu, meine Freude.) 2. Das iſt der beſte Rath, mein Herz zu ſtillen, Wenn du es willſt mit deinem Geiſt erfüllen; Machſt du mich zum Gcläße deiner Gnaden: Was kann mir ſchaden? (2. Unter deinem Schirmen.) 3. Zwar Furcht von außen droht auf allen Seiten, Inwendig fehlt es nicht an manchen Streiten; Doch kann ich, weil ich Jeſum nicht will laſſen, Ein Herz mir faſſen. (3. Trotz dem alten Drachen!) 4. Schwer wirds ja freilich den verwöhnten Seelen, Für Welt und Geld Gott einzig zu erwählen; Doch Nius hilft und wird mich ferner ſtärken In guten Werken. (4. Weg mit allen Schätzen!) 5. Ach, Sünde, Sünde hat mich oft geſchieden Von Jeſu und gekränkt den Seelen⸗Frieden; Drum ſchreibe dein Geſetz tief ins Gemüthe, O ewge Güte! (5. Gute Uacht, e Weſen!) 6. Ach, mehre dieſen Sinn, mein Gott, von oben, Gib Muth und Kräfte, dich dafür zu loben; Ich bin genug geſchützt, getroͤſt, begabet, Wenn Jeſus labet. (6. Weicht, ihr Crauer⸗Geiſter!) Von Erlöſung allerlei Uebels Um Schutz wider die Feinde. Mel. In dich hab ich gehoffet. 1487. Mii Gott, mein Ha⸗ er, o mein Hei Du meiner Seelen feres Traln ſe .„ 7 1 Kleinod und mein Leben, Der du dich mir Und ich mich dir Zun Eigenthum ergeben! 3 2. Ich klage dir, mein Herzens⸗ Frrund Wie ich mit manchem großen Feind Muß wider Willen ſtreiten, Sein Herz iſt voll Neid, Haß und Groll, Will mir den Fall bereiten. 3. Bald hab ichs hier und da de⸗ ſehn, Bald iſt ihm wieder was ge⸗ ſchehn, Das er nicht denkt zu leden Ich bin dabei Von Falſchheit fie Und liebe, die mich neiden. 4. Er hütet und hält bei mir Wac, Bemerket Alles, was ich mach, Un denkt mich zu beſtricken; Er nigt mich aus Und ſchimpft mein Hau⸗ Steckt voller Liſt und Tücken. 5. Sag ich denn was, ſo iſts nicht recht, Und ſchweig ich, ſo werd ich für ſchlecht Und albern angeſehen, Sein falſcher Sinn Geht mur dahn, Daß ich ſoll untergehen. 6. Wie ſoll ichs denn nun fangen an? Wen hab ich, der mir rathen kann? Der Welt iſt nicht zu trauen, Darum will ich Allein auf dich Da Hoffnungs⸗Anker bauen. 7. Wenn mich die ganze Weltdar⸗ läßt, Bleibt meine Hoffnung dennoh feit Und iſt auf dich gegründet, di e Noth, Auch ſelbſt den Tod Durch dich, Herr, überwindet. 8. Der Starken Bogen kannſt du Herr, Zerbrechen, daß ſie nimmer⸗ mehr Die Pfeile auf mich richtn Mein Aufenthalt, Du kannſt gr bald der Feinde Rath vernichten. 9. Ich nehme dich zum Beiſtand an, Du biſt der Mann, der helfe kann, Das Unglück kannſt du wen den. Ach ſchütze mich, Das bit 1 dich, Du haſts in deinen Händen. 10. Du bleibſt doch mein vertral⸗ O. V. Ernſt Löſcher, g. 1673, ſt. 1749. ter Freund, Bekehr auch alle meine Und u nur d und 9 troffen els ut vimn izi In dich hab ic dübeft ich d. entat i lage dir, mn Lie ih mit uu uß wider Nilg tia ziſt vol Nid z ſll ni den zulde d hab ihs iande ud itt ihn wiae ſ d d 1 7 oo g. Aden ti de das et nicht deſ dabei Von zäſth e, die mich medn. 3 hüte und häl bain Pa Und ſchimſtaa oller Liſt und un. agich denn wos ſſ nn nd ſchweig ih, eſeyſit ———— 2— — * ct Und alben a ſcher Sinn Getm uin ſoll untergeyen eſſoll ichs den wine en hab ich, der n u eer Welt iſt rihtg n will ich Alein ahihden ⸗Anter bolln. ann nich diegug 4 1. 1 3 1 4, 1 „Auüt ſetttdad de twer⸗ 91 Aod M M 1 1488. Min dorz uAi dic lich ſein. n n 1 Leibes und der Seelen. 899 Feind Und lenke ihre Sinnen; ſchen ſchwächen, Den Eigenwillen Fprich du mir recht, Ich bin dein brechen, Die Luſt ertödten, die uns Knecht, Durch dich muß ich gewinnen. plagt. 11. Und endlich führe mich dahin, 8. Er will uns dadurch lehren, Wo ich vor Feinden ſicher bin, Da Wie wir ihn ſollen ehren Mit Glau⸗ ich vor deinem Throne In Fried und ben und Geduld Und, ſollt er uns Freud, Ohn alles Leid, Kann tragen in Nöthen Auch laſſen ja gar tödten, meine Krone. Uns doch getroſten ſeiner Huld. 3 D. J. Weickhmann, g. 1662, ſt. 1136. 9. Denn was will uns auch ſchei⸗ . den Von Gott und ſeinen Frruden, Stilleſei. azu er uns verſehn? Man lebe Durch Stilleſein und Hoffen oder ſterbe, So bleibet uns das Erbe Mel. Nun ruhen alle Wälder. Des Himmels ewiglich doch ſtehn. 10. Iſt Chriſtus unſer Leben, So muß uns, ſeinen Reben, Der Tod ſein ein Gewinn; Er mag wohl und Gram! Die Noth, die dich jetzt dieſe Höhle Zerbrechen, doch die Seele drücket, Hat Gott dir zugeſchicket: Fliegt auf zum Bau des Himmels hin. Sei ſtill, wie Jeſus, Gottes Lamm. 11. Dum gib dich ganz zufrieden, 2. Mit Sorgen und mit Zagen Mein Herz, und bleib geſchieden Von Und unmuthsvollen Klagen Häufſt du Sorge, Furcht und Gram; Vielleicht nur deine Pein; Durch Stilleſein wird Gott bald ſenden, Die dich auf und Hoffen Wird, was dich jetzt be⸗ ihren Händen Hintragen zu dem tooffen, Erträglich ſanft und lieb⸗ Bräutigam. lich ſei A. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. ganz geſchieden Von Sorge, Furcht 3. Kanns doch nicht ewig währen, Oft hat Gott unſre Zähren, Eh mans meint, abgewiſcht. Wenns bei uns heißt: Wie lange Wird mir ſo Angſt und Bange! So hat er Leib und Seel erfriſcht. 4. Gott pflegt es ſo zu machen: Zufriedenſtellung des Herzens. Mel. O Jeſu, mein Verlangen. IIein Herze, ſei zu 1489. M frieden, Stell doch Nach Weinen ſchafft er Lachen, Nach dein Trauern ein; Du mußt nicht Regen Sonnenſchein; Nach rauhen ſtracks ermüden, Noch ſo verzaget Winter⸗Tagen Muß uns der Lenz ſein, Wenn dich ein Unglück drückt; dehagen, Er führt in Höll und Him⸗ Laß dir es doch in Allen Mit Freu⸗ mel ein. den wohlgefallen, Wie es Gott mit 5. Indeß iſt abgemeſſen Die Laſt, dir ſchickt. die uns ſoll preſſen, Auf daß wir 2. Gott ſucht durch Kreuz und Pla⸗ werden klein; Was aber nicht zu tra⸗ gen Dein Beſtes allezeit; Du weißt, gen, Darf ſich nicht an uns wagen, bei guten Tagen Lebſt du in Sicher⸗ nd ſollts auch nur ein Quentlein ſein. heit, Biſt voller Sünden⸗Luſt, Hangſt 6. Denn es ſind Liebes⸗Schläge, an den Ettelkeiten, Die dich alſo ver⸗ enn ich es recht erwäge, Womit leiten, Daß du zur Holle mußt. er uns belegt; Nicht Schwerdter, ſon⸗ 3. Wenn aber je zuweilen Ein denn Ruthen Sinds, damit Gott zum Kreuz beſchweret dich, Pflegſt du zu. uten Auf uns, die Seinen, hier Gott zu eilen, Dein Geiſt ermuntert zuſchlägt.. ſich; Dein Beten hat mehr Kraft, 71. Er will uns dadurch ziehen Zu Du lerneſt auf Gott bauen, Ihm in indern, die da fliehen Das, was Geduld vertrauen, Bis er dir Hilfe ihm nicht behagt; Den alten Men⸗ ſchafft. 57* 900 Von Erlöſung 4. Drum ſei doch guten Muthes, Mein Herz, in deiner Noth, Weil dadurch ſo viel Gutes Dir thut der fromme Gott; Klag ihm nur deine Pein, Vor Ungeduld dich hüte Und hoff auf ſeine Güte, So wirſt du glücklich ſin. 5. Laß deinen Gott frei machen Und meiſtre ihn ja nicht, Befiehl ihm deine Sachen; Er weiß, was dir gebricht, Und wird nach ſeiner Treu, Durch ſeiner Allmacht Thaten, Dir wiſſen wohl zu rathen Und hilfreich ſtehen bei. 6. Ob Gott auch lang ausbliebe, Mußt du doch harren ſein; Du weißt, wie er aus Liebe Auch öfters wartet dein. Je länger währt das Leid, Je beſſer es ſich endet, Und wenn Gott Hilfe ſendet, Je mehr ſie dich erfreut. 7. Darum ſollſt du nicht ſorgen In langer Kreuzes⸗Pein; Vielleicht kann dir ſchon morgen Nach Wunſch geholfen ſein. Gott iſt niemals ſo nah, Als wenn die Noth ſich meh⸗ ret; Wenn Menſchen⸗Rath aufhöret, Iſt ſeine Hilfe da. 8. Wer Gott in allen Dingen Ge⸗ troſt vertrauen kann, Dem wird es nie mißlingen, Gott nimmt ſich ſei⸗ ner an; Denn wo er ihn verließ, So müßte ſein Wort trügen; Drum weil Gott nicht kann lügen, Hilft er dir gar gewiß. 9. Es iſt niemals geſchehen, Daß ein geplagter Chriſt, Wenn er auf Gott geſehen, Zu Schanden worden iſt. Gewiß iſt, daß ſich Gott Nicht unſern Vater nennte, Wenn er nicht wollt, noch könnte Uns helfen aus der Noth. 10. Mein Herz, von dieſem Allen Nimm Troſt in deiner Noth, Hat dich Kreuz überfallen, O darum nicht ſtracks todt: Dein Vater kann und will Rath ſchaffen allen Plagen, Willſt du es nur drauf wagen Und ihm ſtets halten ſtill. 11. Nun, Herr, was dir gefället, allerlei Uebels Werk geſtellet: Ich bin der Hoff⸗ nung dall, Hu wirſt na hſ⸗ Snſaht Geddid dun Troſt verleihen, uletzt mich doch erfreuen Durch diſe in de har ſtamn Dunh .Du wolleſt mich nun ſtär In meiner Blödigkeit, Daß 329 chriſtlich merken Des Kreuzes Nut⸗ barkeit, Und daß deſſelben Pein, Wie ſehr ſie auch betrübet, Demſſelben, der ſie liebet, Muß nütz und hei⸗ fam ſein.. 1 13. Weil ich dich auch ſoll preiſen zu erweiſen d bin gar viel zu ſchwach, So hilf doch, daß ich dr Im Himmel einſt mit Freuden gir all mein Kreuz und Leiden Dankſage nach Gebühr. Chriſtoph Genſch v. Breitenan g. 1638, ſt. 1732. Wider Betrübniß im Leiden. Mel. Warum betrübſt du dich, mein. 1 490 Man Herz, warum . betrübſt du dich Und willſt in mir ſo ängſtiglich Voll Gram und Unruh ſein? Ach, ſtille dich und denke doch: Es lebt ja un⸗ ſer Herr Gott noch! 2. Er lebt und ſtirbt auch nim⸗ mermehr, So iſt kein Trauren nicht ſo ſchwer, Das er nicht ändern kann: Er prüfet aber mittlerzeit Die Hof⸗ nung und Gelaſſenheit 3. O, wie verkehrt iſt unſer Sinn. Wir betten uns auf Dornen hin Wenn wir voll Sorgen ſein; Und könnten, wenn wirs wollten thun, Bei Gott auf lauter Roſen ruhn. 4. Gehts nicht, wie du dirs dor⸗ geſtellt, So gehts doch, wie es Gott Pfällt Und ſo gehts immer git, enn endlich ſpürt mans in der That, Wie treulich ers gemeinet hat. 5. Ach, glaube, nicht Ein Zähre iſt, Die aus den trüben Augen fließt Er ſieht und zählet ſie Und macht, daß auf den Thränen⸗Guß Das Liht der Freude ſcheinen muß. Das mir begegnen ſoll, Das werd ins Für Kreuz und Ungemach, Dieß aber⸗ wirſt, deine 85 Ne Ho der L rüctm rröhſic 4 — l ich dich aut el und eagf 1 bin dar d o hilff dodh, i il ent mi gag rreuz und d dh ühr. — — —— —— — — — — Ehriſtoph Genſhnen §.1635 f1l — — = — Gettibriß ingin arum betrübſt du di nn⸗ Mein ia m * in nir o inyinc 9 d Unruh ſein, Ah, ſe denke doch: Eoham⸗ Hott noch! ebt und ſirtt ut in So iſt kin Lunn ſit Daser nihtinmim, aber mitterzt A rf Gelaſſenhet. vie verkehrtitweem. „ — — — — —— — —- —— — = R ——— — —=== — —— —=— 1' — — Leibes und der Seelen. 6. Kein Menſch, er ſei auch, wer er ſei, Iſt von Verdruß und Kum⸗ mer frei, Ein Jeder hat ſein Theil; Doch hängt ein großer Troſt daran Wenn man in Unſchuld leben kann. 7. Es thut zwar Weh, doch gib dich drein, Geduld wird hier der Bal⸗ ſam ſein, Der alle Wunden heilt; Geduld und unverzagter Muth Macht endlich alles Böſe gut. 8. Was fehlt dir denn, warum du klagſt Und dich mit Seufzen drü⸗ ber plagſt, Wirds nicht was Zeit⸗ lichs ſein? Iſts aber wohl der Mühe werth, Daß dieß ein chriſtlich Herz begehrt? 9. Du haſt ja Gott und Gottes Wort, Den theuren Schatz, den ſtark⸗ ken Hort, Biſt du denn nicht ver⸗ gnügt? Wer ſich an dieſem Reich⸗ hun hält, Iſt reicher, als die ganze Welt. 10. Dein Jeſus meints ſo treu und gut Und gibt dir ſelbſt ſein Jeiſch und Blut, Kann wohl was größer ſein? Wer dies zu ſeinem Labſal hat, Den machet keine Trüb⸗ ſal matt. 11. Der Himmel iſt dir zugedacht, Durch Chriſti Teſtament vermacht Mit aller Herrlichkeit: So laß der Welt, was ihr gehört, Und halt an dem, was Gott beſchert. 12. Was Gott beſchert, bleibt un⸗ verwehrt; Er iſts, der Alles ſieht und hört, Was deine Feinde thun; Du wirſt, das wird gewiß geſchehn, Noch deine Luſt an ihnen ſehn. 13. Ich harr und hoffe feſt auf ihn, Die Hoffnung wird voll Segen blühn, Der Leib und Seel erfreut; Die Zeit rücktmorgen wohl heran, Daß ich ihm fröhlich danken kann. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Freunde nach dem Leid. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 1491. Miin Sorgen, Angſt und Plagen Laufen 901 mit der Zeit zu End, Alles Seufzen, alles Klagen, Das der Herr alleine kennt, Wird, Gott Lob, nicht ewig ſein: Nach dem Regen wird ein Schein Vieler tauſend Sonnen⸗Blicken Mei⸗ nen matten Geiſt erquicken. 2. Meine Saat, die ich geſäet, Wird zur Freude wachſen aus; Wenn die Dor⸗ nen abgemähet, So triotmandieSwuaht zu Haus; Wenn ein Wetter iſt vorbei, Iſt der Himmel wieder frei; Nach dem Kämpfen, nach dem Streiten Kommen die Erquickungs⸗Zeiten. 3. Wenn man Roſen will ab⸗ brechen, Muß man leiden in der Still, Daß uns auch die Dornen ſtechen: Es geht Alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, Das man nur im Kampf erreicht: Will man hier das Kſeinod finden, So muß man erſt überwinden. 4. Unſer Weg geht nach den Ster⸗ nen, Der mit Kreuzen iſt beſetzt; Hier muß man ſich nicht entfernen, Ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit Kommtkein Menſch hin ſonder Streit; Die in Salems Mauern wohnen, Zeigen ihre Dornen⸗Kronen. 5. Es ſind wahrlich alle Frommen, Die des Himmels Klarheit ſehn, Aus viel Trübſal hergekommen; Darum ſiehet man ſie ſtehn Vor des Lam⸗ mes Stuhl und Thron, Prangend in der Ehren⸗Kron Und mit Palmen ausgezieret, Weil ſie glücklich trium⸗ phiret. 6. Gottes Ordnung ſtehet feſte Und bleibt ewig unverrückt: Seine Freund und Hochzeits⸗Gäſte Werden nach dem Streit beglückt; Iſrael er⸗ hält den Sieg Nach geführtem Kampf und Krieg; Canaan wird nicht ge⸗ funden, Wo man nicht hat über⸗ wunden. 7. Darum trage deine Ketten, Meine Seel, und dulde dich! Gott wird dich gewiß erretten: Das Ge⸗ 9⁰² Von Erlöſung witter leget ſich; Nach dem Blitz Wort, Behüt vors Teufels Liſt und und Donnerſchlag Folgt ein ange⸗ nehmer Taag, Auf den Abend folgt der Morgen Und die Freude nach den Sorgen. Um 1708. Bei allgemeiner Noth. Mel. Vater unſer im Himmelreich. 1492 Nimm von uns, Herr, . du treuer Gott, Die ſchwere Straf und große Noth, Die wir mit Sünden ohne Zahl Verdie⸗ net haben allzumal; Behüt vor Krieg und theurer Zeit, Vor Seuchen, Feur und großem Leid! 2. Erbarm dich deiner böſen Knecht: Wir bitten Gnad und nicht das Recht. Denn ſo du, Herr, den rechten Lohn Uns geben wollſt nach unſerm Thun, Somüßt die ganze Welt vergehn Und könnt kein Menſch vor dir beſtehn. 3. Ach, Herr Gott, durch die Treue dein Mit Troſt und Rettung uns erſchein, Beweis an uns dein große Gnad Und ſtraf uns nicht auf fri⸗ ſcher That, Wohn uns mit deiner Güte bei, Dein Zorn und Grimm fern von uns ſei! 4. Warum willſt du ſo zornig ſein Ueber uns arme Würmelein? Weißt du doch wohl, du großer Gott, Daß wir Nichts ſind, als Erd und Koth. Es iſt ja vor deinm Angeſicht Unſre Schwachheit verborgen nicht. 5. Die Sünd hatunsverderbetſehr, Der Teufel plagt uns noch viel mehr; Die Welt, auch unſer Fleiſch und Blut Uns allezeit verführen thut. Solch Elend kennſt du, Herr, allein: Ach, laß es dir befohlen ſein! 6. Gedenk an deins Sohns bittern Tod, Sieh an ſein heilig Wunden roth: Die ſind ja für die ganze Welt Die Zahlung und das Löſe⸗Geld. Deß tröſten wir uns allezeit Und hoffen auf Barmherzigkeit. 7. Leit uns mit deiner rechten Hand Und ſegne unſre Stadt und Land, Gib uns allzeit dein heilges allerlei Uebels Mord; Verleih ein ſeligs Stündelei D in ſeligs ein, Auf daß wir ewig bei dir fein! Mart. Möller, g. 1547, ſt. 1606. Immer fröhlich in Gott. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1 493 Nur unbetrübt, gequäl⸗ . Ut tes Herze! Die Sor⸗ gen ſind der Seelen Grab; Wer im⸗ mer ſeufzt in ſeinem Schmerze, Stirbt täglich der Vergnügung ab. Wer Gott und auch ſich ſelbſten liebt, Der macht den Schluß: Nur unbetrübt! 2. Nur unbetrübt, wenn alle Morgen Das Kreuze nach dem her⸗ zen zielt. Wer nur dem Himmel ſeine Sorgen In Hoffnung und Ge⸗ duld befiehlt, Der findet ſchon, was Tröſtung gibt, Und ſaget ſtets: Nur unbetrübt! 3. Nur unbetrübt, es kann nicht immer, Der Himmel voll Cometen ſein; Wie bald kommt nach der Nacht ein Schimmer Und nach dem Nebel Sonnenſchein? Drum, weil das Kreuze Wechſel liebt, So ſchich dich drein: Nur unbetrübt! 4. Nur unbetrübt, Gott kennt die Seinen. Wie Gott es fügt, ſo ſei vergnügt, Du wirſt ſchon lachen nach dem Weinen, Wenn deine Laſt zu Boden liegt. Wohl dem, der ſich im Leiden übt Und immer denkt: Nur unbetrübt! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Abrahams Herzens⸗Gebet. 1. B. Moſe 18, v. 23—32. In bekannter Melodie. großer Gott von 1494.9 Macht Und reich von Gütigkeit, Willſt du das ganze Land Strafen mit Grimmigkeit? Vielleiht möchten noch Fromme ſein, Die thü⸗ ten nach dem Willen dein; Drum wolleſt du verſchonen, Nicht nach den Werken lohnen. 2. O großer Gott von Chr, Dieß enne ſit Fromm brihr, 3 ſein, De dein, N giicht nac 3, 9 de Varn in Mit ten Fünſ ten nach wolleſt d Werken 4.O Schau von der Hand; ſein, 2 dein; Nicht: du verſ ken lohl 6. O hör aue hohen⸗ 5 Tanig „Ltd ſt enn i ig deiädſi Nart.Nöl vorz ih ein frühlich i ott er nur den lehn gut Aut unbetrib, a tes Herx d 5 ei an Inem S ſner G. emänetun 9 ſbſten leh, d .Nur unberrid unbetribt temn a Kranze nac wn 1 er findet it, Und ſaget ſen 1 nbetrütt, Got m⸗ Lie Gott es füßt ſ du wirſ ſchon ln uh en, Wenn deing Pohl den,nſt n Und immer datei eri Stnult i. ms Herzend't Noſe 18 v. B- bekannter Nlt grrßer Gct I Mact Uudn Dili drdama t Grinnigtät R h Jremme ſe Teth m Wilen din erchonn, Atuts 3 3 f 1 8 ne. g der Gut re bh d. 8 lin ih Mt at 1 e ſei von dir dir, Daß Bös und Fee zugleich die ſtrenge Straf berühr: Der möchten etwa Fünfzig ſein, Die thäten nach dem Willen dein; Drum wolleſt du verſchonen, Nicht nach den Werken lohnen. 3. O großer Gott von Rath, Laß die Barmherzigkeit Ergehen und halt ein Mit der Gerechtigkeit; Der möch⸗ ten Fünf und Vierzig ſein, Die thä⸗ ten nach dem Willen dein; Drum wolleſt du verſchonen, Nicht nach den Werken lohnen. 4. 9 großer Gott von Stärk, Schau an das arme Land Und wende von der Straf Dein ausgeſtreckte Hand; Der möchten etwa Vierzig ſein, Die thäten nach dem Willen dein; Drum wolleſt du verſchonen, Nicht nach den Werken lohnen. 5. O großer Gott von Kraft, Laß doch erweichen dich, Weil das elend Gebet So oft erholet ſich; Der möch⸗ ten eiwa Dreißig ſein, Die thäten nach dem Willen dein; Drum wolleſt du verſchonen, Nicht nach den Wer⸗ ken lohnen. 6. O großer Gott von Gnad, Er⸗ hör auch dieſe Stimm Und in deinm hohen Thron Das Seufzen tief ver⸗ nimm; Der möchten etwa Zwanzig ſein, Die thäten nach dem Willen dein: Drum wolleſt du verſchonen, Nicht nach den Werken lohnen. 7. O großer Gott von That, Schau wie die arme Erd Von deiner Mil⸗ digkeit Noch einen Wunſch begehrt: Der möchten etwa Zehen ſein, Die thäten nach dem Willen dein; Drum wolleſt du verſchonen, Nicht nach den Werken lohnen. ja das Maß erfüllt Der Sünden, und aus Zorn Uns gar verderben willt, So möchten doch die Kinder⸗ lein Thun nach dem rechten Willen dein; Drum wolleſt du verſchonen Uns nicht nach Sünden lohnen! Balth. Schnure, g. 1572, ſt, 1644. Leibes und der Seelen. 8. O großer Gott von Lob, Wenn H 903 Zuſatz. * 9. O großer Gott von Treu, Weil vor dir Niemand gilt, Als dein Sohn, Jeſu Chriſt, Der deinen Zorn geſtillt: So ſieh doch an die Wun⸗ den ſein, Sein Marter, Angſt und ſhidere Pein, Um ſeinetwillen ſchone, ns nicht nach Sünden lohne! M. J. Weber, 1600, ſt. 1643. Dem Vater⸗Herzen Gottes geklagte Noth. Mel. Fahr hin, o Welt, du. 1 49 5 1g Vater⸗Herz! Denkſt . du auch meiner noch, Da Noth und Angſt ſich gegen mich verbinden, Da auf mir liegt ein zentnerſchweres Joch, Da auf der Welt kein Helfer mehr zu finden, Da faſt vergeht bei übergroßem Schmerz Mein mattes Herz? 2. O Vater⸗Herz, o gnadenreicher Gott! Ach, höre doch das Winſeln meiner Seele, Entbrich dich nicht, zu ſchauen meine Noth, Wie ich ver⸗ ſtrickt in meiner Kreuzes⸗Höhle; Schau gnädig an den jammerreichen Schmerz, O Vater⸗Herz! 3. O Vater⸗Herz! Die Noth nimmt zu, ich ab, Die Schwermuth bricht die Blüthe meiner Tage; Die Trau⸗ rigkeit bereitet ſchon mein Grab, Der Mund erſtarrt ob dieſer herben Plage; Doch ruft er noch bei ſeinem großem Schmerz: O Vater⸗Herz! 4. O Vater⸗Herz! Ich bin, ich bin dein Kind, Ob du mich gleich aufs Höchſte jetzt betrübeſt; Ob die Ver⸗ nunft gleich anders denkt und ſinnt, So weiß ich doch, daß du mich herz⸗ lich liebeſt, Und bin gewiß, es bricht mein großer Schmerz dein Vater⸗ erz. 5. O Vater⸗Herz, das bald vor Jammer bricht, Sobald es hört der Kinder kläglich Sehnen: Entzeuchſt du mir dein gnadenreich Geſicht? Ach nein, ach nein, du zähleſt meine Thrä⸗ nen Und biſt bedacht, zu wenden meinen Schmerz, O Vater⸗Herz. 964 6. O Vater⸗Herz! Ich nehme willig an, Was deine Hand mir wird für Unglück ſenden; Denn dieſe iſt, die Alles ändern kann, Die Thränen⸗ Saat in Freuden⸗Erndte wenden; Nur zeige mir in meiner Noth und Schmerz Dein Vater⸗Herz. Gegen die Schwermuth. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1 496 NReis durch, gekränkte . KSeele, Reiß durch und traure nicht; Lauf aus der Schwer⸗ muths⸗Höhle, Gott weiß, was dir gebricht, Es iſt mein Wohlergehen Gewißlich noch nicht reif; Indeſſen leih ic ſtehen, Die Hoffnung halt ich ſteif.. 2. Der Höchſte wirds wohl machen, Was will ich Menſch denn thun? Auf Gott beſtehn die Sachen, In ihm will ich beruhn. Mich hab ich Gott ergeben, Der mag bekümmert ſein: Auf mein betrübtes Leben Folgt froher Sonnenſchein. 3. Bald wird mir Hülfe werden, Drum hab ich frohen Muth; Nach dem, was ich auf Erden Erlitten, wird es gut. Dann werd ich fröhlich ſingen: Auf Gott hab ich gebaut, Drum muß es mir gelingen, Wohl dem, der Gott vertraut. 4. Wohl dem, der ſeine Sorgen Auf Gottes Rücken legt: Sein Rath iſt uns verborgen, Wenn uns ein Unfall ſchlägt. Wenns donnert und auch blitzet Und wenn das Wetter tobt, So werden wir beſchützet: Der Herr ſei hochgelobt! .‚ Ich weiß wohl, wie im Trau⸗ ven Ich oftermals geſteckt; Die Haut beginnt zu ſchauren, Das Herze wird erſchreckt, Wenn ich daran gedenke; Doch hat der treue Gott Des böſen Feindes Ränke Gemacht zu Schand und Spott. des auch geſchehen, Ich 6. Jetzt wird es auch geſchehen, bin zwar hoch betrübt, Bald werd ich fröhlich ſehen, Wie mich der Herr geliebt, wenn dies mein großes Lei⸗ Von Erlöſung allerlei Uebels. den, die centnerſchwere Pein, Wi von mir müſſen weden an A genommen ſein. 7. Auf, Sinnen, die ihr zaget, Weg weg Melancholei! Wenn mich ein Unfall plaget, Macht Gott mich wie⸗ der frei, Muß ich mich jett gleic bücken, Komm, friſcher freier uth Der Höchſte wird es ſchicken, Daß mi thut Trübſal gut. D. W. G. Sacer, g. 1635, ſt. 1699. Demüthiges Küſſen der Vater⸗ Ruthe Gottes. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 1 497 ei mir tauſendmal wil⸗ —2 4 kommen, Süßes Le⸗ den, liebes Kreuz! O du Manna aller Iruuunien. Labt du mich auch al⸗ ereits? Ja, mein Jeſus will mich küſſen Jetzt in ſeiner Dornen⸗Kron, Und mein Abba läßt mich wiſſen, Daß ich ſei ſein liebſter Sohn. 2. O, wie küß ich deine Nuthe, Abba, o ich küſſe ſie; Denn ſie thut mir viel zu Gute, Tödtet meine Schlange hie; Drum ſo ſchlag, o Vater, ſchlage, Nur noch beſſer meinen Feind, Ders ja wahrlich all mein Tage Niemals gut mit mir gemeint. 3. Jeſu, ſtürm in mir die Häll Meiner Eigenwilligkeit; Brich zer⸗ malme und zerſchelle Alle meine Gite⸗ keit; So will ich dir fröhlich ſingen Lob und Preis und Gloria; Herz und Muth ſoll noch erklingen Von Triumph, Victoria. Streit des Fleiſches und des Geiſte wegen der Gottloſen Glück. Pſalm 73. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 1498 S iwohlgemuth. bin .Aſten⸗Seel, Im hHoch⸗ muth deiner Feinde; Es hat das reche Iſrael Noch dennoch Gott zum Freunde Wer glaubt und hofft; der wird geſen Von dem, der unſerm Herzen gie Troſt, Friede, Freud und Leben. Jwar 11 Pen gi dieſer prechen: ohn aller aleen An eroren. 5. W Nach jen mit Arm in die( des Glu achtet, it gewiß 6. So gebens ſ lebet? Pein, 2 Ich hätt Rotte, d Augen 7. Sf Sinn I Ich hätt bun S at auch mer Me Annnen, dir ißr un rär een Re utt e 9 gwar thut es Weh und ärgert ſh Wwenn man vor Augen ſiehet, Wie dieſer Welt gottloſes Heer So chön und herrlich blühet; Sie ſind in keiner Tods⸗Gefahr, Erleben hier ſo manches Jahr Und ſtehen wie Fſte uh Er haben Glück und wjſſen n Rn nicht, Wie Armen ſei zu Muthe; 1 6. Sacer, 1 Ruthe Gatt. d du Liehe meiner die jale dt wnha Ja, mein Jij diln 4 tt in ſeiner Amn e 1 Abba läßt miſ àj ſein lebſtr 3 4 die kiß ic 5 te, Toͤdtet Whi ſoſchlag,oonſtan beſſer meinen ſinhde h all mein Tay Veud ür gemeit. „ ſtürm in nirt it äigenwiligket dit ne dzerſchelle Alemweie vill ich dir ſit n Preis und Glin e aüpn on Hinn ſell woh Mm Ich hätte blos verdammt dahin Die Victoria. Fleitemtlit der Gottloſen At Pſalm o. it das heil un n ſpeiwohloe tee . Diren N e rFeinde, 6e b dere dennoch Gettän tund ſoff, drni 6 k iges Kiſſen de Ae „Finirtaſenmae ommen Giß 9, 11 züüſſe ſie; dem ſott n gih Gold iſt ihr Gott, Gold iſt ihr Licht. Sin ſoi bei großem Gute. Sie reden hoch und das gilt ſchlecht; Was Andre ſagen, klingt nicht recht, Es iſt viel, viel zu wenig. 4. Des Pöbel⸗Volks unweiſer Hauf Iſt auch auf ihrer Seite; Sie ſper⸗ ren Maul und Naſen auf, Und ſprechen: Das find Leute! Das ſind ohn allen Zweifel die, Die Gott vor allen Andern hie Zu Kindern aus⸗ erkoren. 5. Was ſollte doch der hohe Gott Nach jenen Andern fragen, Die ſich mit Armuth, Kreuz und Noth Bis in die Grube tragen? Wem hier des Glückes Gunſt und Schein Nicht keuchtet, kann kein Chriſt je ſein, Er it gewiß verworfen. 6. Solls denn, mein Gott, ver⸗ gebens ſein, Daß dich mein Herze lebet? Ich liebe dich und leide Pein, Bin dein und doch betrübet. Ich hätte bald alſo gedacht, Wie jene Kotte, die Nichts acht, Als was vor Augen pranget. 7. Sieh, aber, ſieh, in ſolchem Sinn Wär ich zu weit gekommen! ganze Schaar der Frommen! Denn at auch je einmal gelebt Ein from⸗ mer Menſch, der nicht geſchwebt In großem Kreuz und Leiden? 88. Ich dachte hin, ich dachte her, Db ich es moͤcht ergründen. Es war mir aber viel zu ſchwer, Den rechten Schluß zu finden, Bis daß ich ging 83 aligin Und merlte⸗ wie „unſer Ruhm, Die böſen führſt 3ſnde bfen fuͤyrf * 9. Ihr Gang iſt ſchlüpfrig, glatt ihr Moad, Ihr Tritt iſt ungewiſſe, Leibes und der Seelen. 905 Du ſuchſt ſie heim nach ihrer That Und ſtürzeſt ihre Füße. Im Hui iſt Alles umgewendt, Da nehmen ſie plötzlich ein End Und fahren hin mit Schrecken. 10. Heut grünen ſie gleichwie ein Baum, Ihr Herz iſt froh und lachet, Und morgen ſind ſie wie ein Traum, Von dem der Menſch aufwachet, Ein bloßer Schatt, ein todtes Bild, Das weder Hand noch Auge füllt, Ver⸗ ſchwind im Augenblicke. 11. Es mag drum ſein, es währe gleich Mein Kreuz, ſo lang ich lebe; Ich habe gnug am Himmelreich, Da⸗ hin ich täglich ſtrebe. Hält mich die Welt gleich als ein Thier, Ei, lebſt du, Gott, doch über mir, Du biſt mein Ehr und Krone. 12. Du heileſt meines Herzens Stich Mit deiner ſüßen Liebe Und wehrſt dem Unglück, daß es mich Nicht allzu hoch betrübe. Du leiteſt mich mit deiner Hand Und wirſt mich endlich in den Stand Der rech⸗ ten Ehre ſetzen. 13. Wenn ich nur dich, o ſtarker Held, Behalt in meinem Leide, So acht ich nicht, wenn gleich zerfällt Das große Welt⸗Gebäude. Du biſt mein Himmel und dein Schooß Bleibt alle⸗ zeit mein Burg und Schloß, Wenn dieſe Erd entweichet. 14. Ob mir gleich Leib und Seel verſchmacht, So kann ich doch nicht ſterben; Denn du biſt meines Lebens Macht Und läßt mich nicht verder⸗ ben. Was frag ich nach dem Erb und Theil Auf dieſer Welt? Du, du, nein Heil, Du biſt mein Theil und rbe. 15. Das kann die gottvergeſſne Rott Mit Wahrheit nimmer ſagen; Sie[weicht von dir und wird zu Spott, Verdirbt in großen Plagen. Mir aber iſts, wie dir bewußt, Die größte Freud und höchſte Luſt, Daß ich mich zu dir halte. 16. So will ich nun die Zuver⸗ ſicht Auf dich beſtändig ſetzen, Es 906 Von Erlöſung werde mich dein Angeſicht Zu rech⸗ ter Zeit ergötzen; Indeſſen will ich ſtille ruhn Und deiner weiſen Hände Thun Mit meinem Munde preiſen. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Nutzen des Kreuzes. Mel. Was willſt du dich betrüben. 1 499 Hell ich nach deinem * Willen, O Gott, gebücket ſein Und hier mein Maß erfüllen, Das mir geſchenket ein; Soll ich des Kreuzes Weh, So lang ich lebe, dulden, So iſt es mein Berſchulden, O Herr, dein Will ge⸗ eh! 2. Dir ſind bekannt die Sorgen, Die täglich drücken mich, Und nicht die Noth verborgen, Die inn⸗ und äußerlich Die matte Seele quält, Sie iſt dir unverhohlen; Drum ſei ſie dir befohlen: Du weißt, Herr, was mir fehlt. 3. Willſt du mir ſie abnehmen, So will ich danken dir, Soll aber ſich noch zähmen Mein Fleiſch und Luſt⸗Begier, So fahre fort, mein Gott, Und ſchlage kräftig nieder, Was dir an mir zuwider, Die ganze Sünden⸗Rott. 4. Kann ich es nicht verſtehen, Warum bald dieß, bald das Hat müſſen ſo geſchehen, Und daß ohn Unterlaß Dein Kreuz mich hat ge⸗ drückt, So wirſt du offenbaren, Ich werde wohl erfahren, Warum du es geſchickt. 5. Drum will ich dir mich laſſen AeEinſalt als ein Kind Und gehen eine Straßen, Bis ich den Aus⸗ gang find. Ich will in Hoffnung ſtill Auf dich, mein Jeſu, ſchauen und dir die Noth vertrauen, Bis ich mein Theil erfüll. 6. Ich weiß doch, daß mein Leiden Mir nütz und ſelig iſt, Dieweil ich lerne meiden Der Sünden Schlangen⸗ Liſt. Mein Sünden⸗Leib verdirbt, allerlei Uebels Und ich ſeh ſich anheben Das neu Geiſtes-Leben, Je mehr Das 65 ſtirbt. Es lch 4 7. Es lebt im Kreuz ve Mein liebſter Jeſus ren. lun die größten Sorgen, Als ſeines Kreuzes Joch, Da iſt er ganz gewi Mit großem Heil und Segen Im Herzen ſelbſt zugegen Und ſtehet u den Riß. 1 8. Drum, Seele, ſei zufrieden Um dulde deine Pein, Es wechſelt ſic hienieden Bald Sturm, Bald San⸗ nenſchein; Schau an die große Meng Die mit dir auf dem Wege, Und werde ja nicht träge, Obgleich da Weg iſt eng. 9. Meinſt du, daß deine Plagen Sein überhäuft und groß, So dent, was andere tragen, Die elend, natt und bloß, Ja gar gefangen ſin Die Freund und Feind verlaſen Und als ein Scheuſal haſſen, Was derer Herz empfindt. 10. Ach ja, es denk ein geder Und tröſte ſich dabei, Daß über all Brüder Ergeh ſo Mancherlei, So manche Leidensart, So manche Nott und Schmerzen, Die ſich in frommen Herzen Zugleich mit offenbart. 11. Drum ſprich: Mein Gott ich leide, Was meine Schuld verdien Weil ich in Luſt und Freude Mich vormals hab erkühnt Zu leben auf der Welt; Du biſt gerecht, dum richte Und mache ganz zunichte, Wis mich von dir abhält. 12. Ich küſſe deine Ruthe Und Fleiſch und Blute Die Luſt geleget ſich, Die noch zur Sünde treibt, Ie aller Zorn gedämpfet Und nachden er gekämpfet, Der Liebe Herrſchat bleibt. 3 13. So will ich dich erheben N allem Kreuzes⸗Streit Und dir geher⸗ ſam leben In Zeit und Gwigbit Wenn dieß das Kreuz gebieret, 89 hab ich gnug erhalten Und lu ferner walten Dein Hand, wie ſe mich führt. beuge billig mich, Bis in dem 2, Er ſch gunden, L eer betrübt echmerz er uns Uns Hand komr gnillt Luſt 3. G, herze! Tr geſu nich grenden⸗ Lodten⸗L verſtehn: alſo gehn. 4 Hiel rauhe Wer Trübſal he ſeine Schlä lem Geiſt, ans beſchn derkehrt. 5. Tiin Wränen, br zu; J ich Sehnen Kuh. Gek in, Cs m 46. Bei Fteuden. nuch ſich Frommen end⸗Roſer eiſt unſerr der gittich .Foo Aanadn ter⸗Her, ſhlagen, ſer Schm veitſten E vermei dels h ſch mhe te wier 1 al in Ktelt d ie Fis u en Sungm, g Joch, Da ſt 6 lebt i ſter) m di m hi bſt zugegen Uw 4 m, Seale ſeigiin ne Pein, 6 na Bald Sturn, gal „Schau ande m dr auf den gc dit vä, Ih n 1 —— 1 8 6 4 — 14 9 — 1 häuft und gnh; ere tragen, Ti am c, Ja ger gewe und und Fem ein Scheuſal gſn 1 1 1 ,n. 10 tz empfindt. ch ja, es di t n ie ſch dabi, Mla Ergeh ſo Maönl a eidensart, Co nut u merzen, De ſchuftnne zugleich mit üfenn rum ſprich: Milettt Las meine Stihtti in Luft und gel Ni⸗ hab erkähnt Rlaee t. Du dit gutt den d mache ganz ſaitt We dir abhäl. ch nd But de dh ur Sindehe d Invfet Un ntde m gdinit banſe pfet, Da E 1 o vil ih dih i euzes⸗Stret lft 1 er In Kit unenh. eß das Khe 1 4 3 rug erhalen m alten Dein Hod t. ae 4 196 eng. auillt Luſt und Traurigkeit. inſt du, daß den 6 1 1 I ot kuſſe dme hehh ili niè, R. a veitſten ſcheint, Leibes und Das heilige Kreuz. Mel. Wer nur den lieben Gott. 0 tell ein, betrübtes 150. Herz, dein Weinen, Ob du ſchon mußt auf Dornen ſtehn, Pllegt doch der Himmel mit den Sei⸗ nen Hier in der Welt ſo umzugehn. aſt gleich din Jammer noch ſo ſchwer, d, ſeiner Gnade iſt viel mehr! 2. Er ſchlägt zwar, aber heilt auch Wunden, Liebt, wenn er uns gleich fehr betrübt, Ja, wenn wir kaum den b la empfunden, Sucht er ſchon, was uns Labſal gibt. Aus ſeiner and kommt Lieb und Leid, Bei ihm 3. Gi, darum nur getroſt, mein herze! Trennt doch das Kreuz von Feſu nicht; Hat ſich ſchon deine euden⸗Kerze Verwandelt in ein odten⸗Licht, O, lerne dieſes wohl derſtehn: Nur Frommen kann es aho gehn. 4 Hier führt uns Gott durch nuhe Wege Auf einer Bahn, die Tuübſal heißt, Verträgt man aber fene Schläge Geduldig und mit ſtil⸗ lem Geiſt, Wird doch zuletzt, was uns beſchwert, In lauter Honigſeim derkehrt. 5. Trink nur getroſt das Maß voll Thränen, Zählt dir ſie doch Gott ſel⸗ der zu, Ich weiß, es trifft dein ängſt⸗ ich Sehnen Nochendlich die gewünſchte Kuh. Geht gleich das Kreuze bitter en, Es muß doch Alles Zucker ſein. 6. Bei dieſer Welt muß Luſt und Neuden Oft Reu und Schmerzen nach ſich ziehn; Hingegen läßt der Frommen Leiden Rechtſchaffne Tu⸗ gend⸗Roſen blühn. Nur prüfet Gott eſt unſern Muth, Ch er uns wie⸗ der gütlich thut. 7. Iromm und geduldig ſein in Paagen Raubt Gott ſein treues Va⸗ terHerz, Er kann uns nicht ſo harte ſchlagen, Ihn jammert endlich un⸗ ſer Schmerz; Ja, wenn er uns am Naht er ſich, eh man * es vermeint. der Seelen. 907 8. Verlieren wir die beſten Freunde O, ihn verliert man nimmermehr; Nichts konn uns thun die Macht der Feinde, Zieht er im Streit nur vor uns her. Ach, wer nur feſt auf ihn vertraut, Hat auf den ſtärkſten Fels gebaut. 9. Ruht demnach, ihr betrübten Sinnen, Ach, lebt nur Gott, ſo hats⸗ nicht Noth; Die Hoffnung muß zu⸗ letzt gewinnen, Er ſpeiſt nicht im⸗ mer Thränen⸗Brodt; Kreuz, Elend, Schmach und alle Pein Kann keinem Chriſten ſchädlich ſein; Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Das Gott ergebene Gemüth gegen Unmuth im Krenz. Mel. Was mein Gott will, das. mſonſt, mein Herz, be⸗ 1501. 11 trübſt du dich, Reiß dich aus allen Schmerzen; Schau doch, dein Jeſus denkt an dich Und liebet dich von Herzen: Liegſt du mit Luſt an ſeiner Bruſt, Mag alles Unglück krachen; Ach, glaube mir, Gott iſt bei dir, Der wirds am beſten machen. 2. Aus ſeinem Schooß fleußt Lieb und Leid, Laß ihm nur ſeinen Wil⸗ len, Er kann ja wohl zu rechter Zeit Noch dein Verlangen ſtillen; Als⸗ dann kommt Wein für Thränen ein, Oft will er nur probiren; Nur in Geduld trau ſeiner Huld, So wird er dich ſchon führen. 3. Krönt er dein Haupt mit Dor⸗ nen gleich, Hier kann es dir nicht ſchaden; Iſt nicht ſein Schlag ein Liebes⸗Streich? Rühm dich nur ſei⸗ ner Gnaden. Nur, wer gewinnt, heißt liebes Kind, Auf Ruthen fol⸗ gen Küſſe, Und wenn der Schmerz ſchon trifft das Herz, Iſt doch ſein Name ſüße. 4. Nun halte, Welt, was dir ge⸗ fällt, Gräm ich mich doch nicht drü⸗ ber: Es iſt mein Sinn ſchon feſt⸗ geſtellt, Bei Jeſu bin ich lieber. O, der allein heißt mein, ich ſein; Ruh 908 ich in ſeinen Armen, Ei, ſo kommt mir Nichts bitter für, Er muß ſich mein erbarmen. 5. So nimm denn hin, meine See⸗ len⸗Freund, Ein Herze, das du lie⸗ beſt; Ich weiß ſchon, was dein Herze meint, Ob du mich gleich betrübeſt, Laß mich nur dein im Kreuze ſein, Trotz dem, der mich will neiden! Zuletzt ſag ich: Ich ſterb auf dich, Nichts ſoll mich von dir ſcheiden. Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 1737. Von Erlöſung Bei allgemeiner Noth. Mel. Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt. 45 ergib uns, lieber Herre 15 02. 11 Gott, Du Vater aller Güte, All unſre Sünd und Miſſe⸗ that, Vor Schaden uns behüte Und wend von uns dein ſtreng Gericht, Mit deinem Geiſt verlaß uns nicht, Daß wir im Glauben recht und rein Dir, Herr, allein Stets dienen und gehorſam ſein! „2. Erbarm dich unſer, Jeſu Ehriſt, Du Brunnquell der Genaden, Und hilf uns, denn allein du biſt, Der wehren kann dem Schaden; Errett dein Volk aus aller Noth, Das du mit deinem theuren Blut Erlöſet haſt von Schuld und Pein Der Sünden ſein, Mit Troſt und Rath allzeit erſchein! 3. Erhör, Gott Vater, unſre Bitt, vi uns und ſei uns gnädig! Herr Chriſt, hör uns und für uns tritt, Von Sünden ſprich uns ledig! Er⸗ hör uns, heilger Geiſt, zugleich, In unſrer Noth nicht von uns weich! Du willſt ja nicht des Sünders Tod, O treuer Gott! Darum hilf uns aus Aller Noth! Gegen Zweifel im Leiden. Mel. Ach Gott, erhör mein. 1503. W Sh erhbe Da dir der Herr ein Kreuz zu tra⸗ gen gibet? Was grämſt du dich So ängſtiglich, Als würdeſt du drum nicht von Gott geliebet? allerlei Uebels 2. Wie biſt du ſo unrubi bekümmert, Weil dich uenhſun Sonne nicht anſchimmert? Was ſer⸗ geſt du, Biſt voll Unruh? Dadurchwird ja dein Zuſtand nur verſchlimmert 3. Was quüälſt du dich mit Zue⸗ felmuth und Sorgen, Weil dir de Herren Hilfe iſt verborgen? Ach wirf auf ihn Die Sorgen hin, da dich bisher verſorgt, Hilft heut und ¹4, Er läßt gewißlih dis . Er läßt gewißlich dich nich buſſos bleiben Und wid g rat Zeit die Noth vertreiben; Nach Angit und Leid Folgt Luſt und Frau, Drum ſollſt du nur geduldig ſein und gläuben. 5. Gott thut dir väterlich als ſer⸗ nem Kinde, Sind gleich die Schläg⸗ hart und nicht gelinde, So trau ihm doch, Er liebt dich noch Und ſchaff, daß endlich all dein Leid verſchwinde 6. Halt ſtille mit Geduld, Get meint es treulich, Und ſeiner Ruthe Zucht iſt dir gedeihlich; Deß ſei g⸗ wiß Und glaube dieß: Das libe Kreuz iſt dir ſehr gut und heilig⸗ 7. Harr nur und trau auf(hett in allen Leiden Und laß dich keine Noth von ihm abſcheiden. Hör, mas er ſagt: Sei unverzagt; Mein Kind, ich will dich mir zum Preis bereiten 8. Drum, Seele, ſei getroſt zi Gott erhoben, Sein hilfreich Antit zeigt ſich dir von oben. Er iſt dein Gott Hilft dir aus Noth, Du ſollt ihn hier und dort mit Freuden loben. Zul. Pat. Schultin, g. 1880, ſt. Rl Gottes Fürſorge ein Troſt in Leiden. Mel. Was mein Gott will das. 150 4 as Gott gefäll, . fällt auch mir F allen meinen Wegen; Er domeß der Welt allhier, Läßt aus den d und Regen Sammt Reif und Sihm von ſeiner Höh Am Abend und n Morgen, Und weiß allein uns ins⸗ gemein Am beſten zu verſorgen. ſegen folg jenſchein d Streit, auf zreud und ſoch und reuden⸗S 4. Fäll ſein Sper d freilich loren wer duch Sch nem theu hat darge Gute. 5. Gel hinan, M Rit Chri ör nett 1 der verwu er iſt, de berletzt, u ich doch! 66. So lrich, We duft, Glu his es zu Sünden⸗ Und wirf aanz und Und ſeine 1. Uns hand Kei tt thut dr vürnn d S nt 4 — — ict geinde eäne e zliett dic nuh lin — 1 ich al den eawire alt ſtile mi Gan ge — Ztreulich, Und ſin he dir gedeihlih, Ni d glaube diez. N ſ t dir ſehr qut m 19 ur nur und taa ht Eeden Und Ift dir uos au 17 4 4 1 und dottwi peih be zul. Pat Sculk 3 n JFirjr üdin Leiun — — — —= — — — —= =ä S.— — „. wM verletzt, uns drauf ergötzt Und end⸗ bn Gott iſt der Herr, vor deſſen N¹t Die ſ dre⸗ Welt ee ätert Wenn er der ſtolzen Berge Pracht Durch Donnerknall zerſplittert; fehret um des Löwen Grimm, Ja, ſtürzt ihn gar zur Höllen Und ſtößt vom Stuhl in tiefſten Pfuhl, Die ſih mit Stolz aufſchwellen. 3 Nur will Geduld vonnöthen ſein, Auf Donner folget Regen, Auf Regen folget Sonnenſchein, Auf Son⸗ nenſchein der Segen, Auf Krieg und Sytreit, auf Traurigkeit Folgt Friede, Wfsn eud und Wonne, Auf Angſt und ſun und bittern Tod Des Lebens reuden⸗Sonne. 4. Fällt ohn Gottes Vorbewußt gein Sperling auf die Erde, So hat er freilich keine Luſt, Daß der ver⸗ voren werde, Für den ſein Sohn durch Schmach und Hohn Mit ſei⸗ nem theuren Blute Das Löſe⸗Geld hat dargeſtellt Der ganzen Welt zu Gute. 5. Getroſt demnach und friſch inan, Mein Herz, tritt unerſchrocken Mit Chriſto auf des⸗Kreuzes⸗Plan, Er netzt und macht ihn trocken. Er, der verwundt, macht auch geſund, Er iſt, der Alles füget, Das, was ſich doch vergnüget. 6. So krache denn, ja fall und i brich, Welt, Himmel, Höll und Erde; dir von oben Gmn Luft, Gluth und Fluth vermenge ſich, dis es zum Klumpen werde; Das Sünden⸗Meer ſtürm und verheer, Und wirf hinab zur Höllen Gleich ganz und gar des Satans Schaar Und ſeine Mord⸗Geſellen. 7. Uns Chriſten ſoll des Feindes hand Kein einzig Haar nicht krüm⸗ men; Auch ſoll im letzten Erden⸗ Brand An uns kein Funken glim⸗ men; Denn Gottes Freund acht kei⸗ nen Feind, Ihn kann auch weder Leden, Noch Schwerdt, noch Streit, noch Fährlichkeit Von ſeiner Liebe ſcheden. 8. Nicht minder ſoll uns Wurm und Tod, Ob ſie uns ſchon verzeh⸗ Letbes und der Seelen. 909 ren, Kein Bein, gleich Chriſto, un⸗ ſerm Gott, Zerbrechen und verſehren; So werth und gut iſt Chriſti Blut Er Auch hier ſchon auf der Erden; Wie große Freud und Herrlichkeit Wird uns noch dort erſt werden! Zufriedenheit in Krankheit. Balſam von Gilead. Mel. Was Gott thut, das iſt. 1505 Wa⸗ Gott thut, das . iſt immer gut, Wie ſollt ich mich denn kränken? Ob er mir gleich jetzt Wehe thut Und einen Kelch will ſchenken, Der voller Leid und Bitterkeit Durch meine Glieder fähret, Ja Mark und Bein verzehret. 2. Was Gott thut, das iſt immer gut, Es geh auch, wie es gehet; Ob es gleich unſer Fleiſch und Blut Nicht allemal verſtehet; Noch weiß der Geiſt, Daß allermeiſt Gott dieſe nur betrü⸗ bet, Die er von Herzen liebet. 3. Was Gott thut, das iſt immer gut, Lacht man in guten Tagen, So muß man auch mit gutem Muth Die böſen Tage tragen; Denn Got⸗ tes Hand Iſt bald gewandt Und hat in wenig Stunden Geſchlagen und verbunden. 4. Was Gott thut, das iſt immer gut, Durch Krankheit ſucht er eben Als wie ein Schmelzer durch die Gluth Dem Golde Glanz zu geben; Das heißt bewährt, Und der erfährt, Der an dem Fleiſche leidet, Daß Sünde von ihm ſcheidet. 5. Was Gott thut, das iſt immer gut, Wenn wir es nur bedenken, So ſoll uns keine Jammer⸗Fluth Im Kreuze hier ertränken. Es koſt Ein Wort, So muß der Ort, Wo wir im Siech⸗Bett ſchweißen, Ein Sie⸗ ges⸗Bette heißen. 6. Was Gott thut, das iſt immer gut, Kein Arzt ihm zu vergleichen, Die Kranken ſind in ſeiner Hut, Er kann ein Labſal reichen Für alles Von Erlöſung Gift, Das uns brtrifft, Auch gar von Todes⸗Ketten Weiß ſeine Hand zu retten. 7. Was Gott thut, das iſt immer gut, Ich will es auch erkennen, Und was er jetzund an mir thut, Nur lauter Liebe nennen. Mein krankes Herz Soll allen Schmerz In Chriſti unden ſenken, Was darf ich mich denn kränken? 8. Was Gott thut, das iſt immer gut, Will er noch länger ſchlagen, So bleib ich dennoch wohlgemuth, Er wird es helfen tragen. Ja, wenn die Noth Auch gar in Tod Mich endlich ſollte reißen, So wird es doch gut heißen. 9. Was Gott thut, das iſt immer gut Auch mitten in dem Sterben; Denn ſtirbet man auf Chriſti Blut, So heißt das Sterben erben. Dort iſt es gut, Drum wohlgemuth! Geht es aus dieſem Leben, Gott wird ein beſſres geben. Beuj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Das ſüße Muß. Pſ. 77, v. 11. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1506 Wa⸗ lauf ich denn vor . 1* meinem Kreuze? Ich muß ja leiden als ein Chriſt; onſt werd ich nicht ein reiner Weize, Der von der Spreu geſäubert iſt. Es iſt mir Trübſal, Kreuz und Noth So nöthig, als mein täglich Brodt. R2. Die Traube läßt den Wein nicht Peßen. Sie muß zuvor gekeltert ſein; Will man das Gold gereinigt wiſſen, So muß es in die Gluth hinein. Der Pflug muß durch den Acker gehn, Soll er nicht ohne Früchte ſtehn. 3. Es müſſen Dornen bei den Ro⸗ ſen Und Wolken bei der Sonne ſtehn. Gott pfleget Keinen liebzu⸗ koſen, Er muß durchs Thal der Thrä⸗ nen gehn. Niemand kommt ins ge⸗ lobte Land, Er trete denn auf heißen Sand. 4. So muß, ſo muß ein Chriſt hier leiden, Das Kreuz geht vor der allerlei Uebels Krone her. Verlangt man Port der Freuden, E Snrucan durchs Thränen⸗Meer. Die Tritſa macht zum Labſal Bahn, Die Vii führt wad Luud 5. So will ich wider das m ſtreben, Was ich doch gar dhi dern kann, Und ſchreibt mir rt mein ganzes Leben Zu lauter gra und Kummer an, Ich gebe mich ge duldig drein Und troſte mich. e muß ſo ſein. 6. Mir wird das Muß noch ſiß⸗ werden, Heißt es gleich ſonſt an bittres Muß; Es weichen endlich de Beſchwerden Und nach der Runtt folgt ein Kuß, Wenn nach der ſchuar⸗ zen Trauer⸗Nacht Die ſchönſte Mar⸗ genrothe lacht. 7. Die Hoffnung wird mich aa nicht trügen, Ein Muß hebt ja zis andre auf. Muß ich hier in dar Aſche liegen, Es folget Schmucfi Aſche drauf. Man wird nicht imme Mara ſchrein; Ich muß auch wohl Naemi ſein. 8. Mein Gott, laß mich gedubdig leiden, Weil ich ja leiden ſoll und muß. Kann ich das Kreuze nich vermeiden, So mach ich doch dan feſten Schluß: Es muß hier freilt Kreuz und Pein, Dort aber muß auch Freude ſein. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 13. Freudigkeit im Kreuz⸗ 1507. Wos wilſt w Seele, doch betti— Der dich in ſeine Hand geſchrieden Dem deine Qual das Herze briche Der Alles weiß, wird auch an iit gedenken, Der Alles kann, wird gu dein Unglück lenken, Daß deine Aig der Freuden Anfang ſei. 2. Was häufſt du nur mit Unn deine Schmerzen; Gott weiß ſtm wann er helfen ſoll; Er plagt m geht ihm nicht vom Herzen, G ſtraft und iſt Erbarmens voll ben, Als lebte Gott, der Vater nict 4 44 erfreut? 4. Ni ges⸗Krol hier im Canaan die Wü und Tr will Ge weiſen, Freuden 5. D Sterbe⸗ lebend heſte M nen lac nur ein der dich Strauch Lebes⸗ 6. D du Rett unmögl 3 Hilfe w B; ir vid das g 1 Up hh mdeit 8 liti Nuß, Gs vab a aden Und uit h. Kuß, Vem maa tn vuer Kacht di fn. 4 f iie Hoffung ndie * 4 auf. Maß ih za n wauf. Nun u in ſchrein, Iih m 1i m ſe V 1ns üegen, Gs flht änen in. dein Gott, lh chſande Weil ich ju hmamt Kann ich de ſe ie 6 den, So mad t a Schluß: Es ung fni und Pein, Mat n reude ſitr. Benj. Schnult, In Freudigkeit in dng 7 ras nik. .TU Sa, e ir ls lebte Gott Phs 3 dene Quul di ie d nglüch lenten dd nln euden Arfang t. Was häuft d ni 4 Leibes und uf und hilft auch ſelber tra⸗ ki uf zunder daß er tröſten kann; Er heilet, die er ſelbſten wund ge⸗ ſclagen Und er nimmt ſich der Sei⸗ nen treulich an. 3. Gedenke nur, wer Gottes Kind will bleiben, Der müſſe nicht ohn Trübſal ſein, Wem dort die Roſe ſoll bekleiben, Der ſticht ſich hier ſtets Dornen ein. Niemand kann dort die Freuden⸗Ernte ſchauen, Der hier nicht Thränen ausgeſtreut; Was läßt du dir, o Seele, doch ſo grauen Vor dem, was dich in Ewigkeit erfreut? 4. Niemand kann doch mit Sie⸗ ges⸗Kronen prangen, Er muß denn hier im Kampfe ſtehn; Wer will in Canaan gelangen, Der muß erſt durch die Wüſte gehn; Wer ſich hier läßt von Davids Tiſche ſpeiſen, Wo Brodt und Trank nur Thränen ſein, Den will Gott auch zur Himmels⸗Tafel weiſen, Wo Manna ſteht und ſüßer Freuden⸗Wein. 5. Die Ungeduld ſpinnt Garn zum Sterbe⸗Kittel, Da doch die Hoffnung lebend macht. Geduld iſt nur das beſte Mittel, Die mitten in dem Wei⸗ nen lacht. Dein Kreuz muß doch nur eine Ruthe bleiben Deſſelben, der dich herzlich liebt; Ein Neſſel⸗ Strauch, da Lilien bekleiben; Ein Liebes⸗Schlag, den dir der Vater gibt. 6. Drum harr auf Gott, ſo wirſt du Rettung finden, Ob es dir gleich unmöglich dünkt. Er hilft, wenn Hilfe will verſchwinden, Und ob der ſchwache Glauben ſinkt, So will er doch den Rohr⸗Stab nicht zerbrechen, Da er faſt gar zerſtoßen ſcheint; Wie bald, ſo wird er freundlich ſprechen: 8 nur getroſt, es iſt ja gut ge⸗ meint! 1. Du mußt von dem in Ewigkeit nicht wanken„Der, wenn er ſtraft, ein Vater bleibt; Ich werde ihm doch endlich danken, Daß er das Unglück von mir treibt. Wenn ich auf ihn die Glaubens⸗Augen richte Und ſeh der Seelen. 911 in meiner Noth ihn an, So hilft er mir mit ſeinem Angeſichte, Daß ich den Troſt faſt nicht erzählen kann. 8. Drum, Seele, laß der Schwer⸗ muth nicht den Zügel, Wenn die Vernunft will Meiſter ſein; Schwing nur zu dem die Glaubens⸗Flügel, Der dich in Trübſal kann erfreun, Der ſich mit dir in Ewigkeit verbun⸗ den, Der liebt auch, wenn er dich betrübt; Drum ſei getreu, der Kranz iſt ſchon gewunden, Den er dir dort in jenem Leben gibt. Gegen Ungeduld. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. 1 50 8 Wes Traurikeit, weich Ungeduld, Was ſoll das Jammer⸗Klagen? Du haſt ja Gottes Gnad und Huld, Was willſt du dich ſelbſt plagen? Gott bleibt dein Schutz, dein Licht, dein Heil, Dein Troſt und Kraft, dein Schatz, dein Theil Und deines Herzens Freude. 2. Dein Vater iſts, der prüfet dich, Wenn er ſich hat verborgen; Halt ihm nur ſtill, glaub feſtiglich, Er wird dich wohl verſorgen; Ruf nur zu ihm, Troſt, Hilf und Rath Wirſt du ſtets finden früh und ſpat, Dein Gott wird dich nicht laſſen. 3. Gott iſt bei dir, er ſieht und weiß, Was dich drückt und betrübet; Die ſtarke Hand behält den Preis, Zu helfen, der dich liebet, Vermehrt dir deine Zuverſicht, Daß kein Feind deines Glaubens Licht In Ewigkeit kann rauben. 4. Was dein Gott thut, das iſt dir gut, Er hilft den ſchwachen Her⸗ zen, Er hält dich ſtets in ſeiner Hut, Er lindert alle Schmerzen; Biſt du betrübt, ſo denk an Gott, So kann dir weder Schmach noch Spott Und keine Noth nicht ſchaden. 5. Sieh doch nur, wie dein Je⸗ ſus iſt Mit Dornen ſelbſt gekrönet, Wie ihn der Feinde Macht und Liſt 91² Von Erlöſung Umgeben und gehöhnet; Drum gib dich nur geduldig drein, Willſt du ſein Kind und Erbe ſein, Ihm wil⸗ liglich rhu folgen. 6. Was iſt ein trüber Augenblick? Ein Kleines, das dich drücket. Wie viel mehr ſind der Gnaden⸗Stück, Damit dich Gott erquicket. Wie iſt doch alles Herzeleid So gar Nichts, wenn die Ewigkeit Der Himmels⸗ Freud dich labet! 7. Schau, wie Gott, was er hält in Hut, Zu aller Zeit geprüfet, Je frömmer Kind, je ſchärfer Ruth, Ge⸗ bet und Hoffnung übet. Die Kreuz⸗ Farb iſt die höchſte Zier, Die alle fromme Herzen hier In dieſer Welt bezeichnet. 8. Dich beißt nun dein Gewiſſen nicht, Weil deine Sünden⸗Plagen Dein Jeſus, deine Zuverſicht, Selbſt hat für dich getragen, So bleibſt du Gottes liebes Kind: Welt, Höll, Tod und Sünd! Wer iſt, der dir kann ſchaden? 9. Drum laß dich nimmermehr kein Leid Von deinem Gott abtrei⸗ ben; Laß Ungeduld und Traurigkeit Von deinem Herzen bleiben; Laß deine Noth zu aller Zeit Dich finden zum Gebet bereit, So darfſt du gar nicht zagen. 10. Du biſt getauft; das theure Blut, Für alle Welt gegeben, Iſt deiner Seelen höchſtes Gut, Dein Labſal und dein Leben. Sei nur getroſt und unverzagt! Wer glaubt, was ihm ſein Gott zuſagt, Wird fröhlich überwinden. b D. J. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. Wenn Menſchen nicht wollen oder nicht können helfen, iſt bei Gott Hilfe. Mel. Wenn wir in höchſten Nöthen. enn Menſchen⸗ 1509. W w enſch zu Hii So ſtellt ſich Gottes Hilfe ein; Wenn Niemand hilft, ſo hilft der Herr Und macht mein Leiden nicht zu ſchwer. Trotz Teufel, allerlei Ueb els 2. Was tracht ich lang nach Tha ſchen⸗Gunſt, Die doch nachM din Bit 85 it in dieſer Welt ein Freund, Der ſtets kreniich meint. ds gut m 3. Nimm deine Zuflucht n Gott, Der dir kann fnan Noth; Such den zum Freund, da dir allein Mit ſeiner Hilf kann nih lich ſein. 4. Wenn Gott iſt Freund, alsdam dein Feind Iſt ohne Macht und gan verkleint, Und wären noch diel inn ſend hier, So könnt doch keiner ſihe⸗ den dir. 5. Es muß doch gehn, wies Gat gefällt, Ob Alles ſich entgegenſtelt Laß Gott nur machen, wie er wil⸗ Und halte ſeinem Willen ſtil. Ant. Ulr. Herz. zu Braunſchweigun Lüneburg, g. 1633, ſt. 1714. Das Gebet Joſaphats. 2. B. der Chronica Cap. 20. In bekannter Melodie. enn wir in hächſten 151 0. W Nöthen ſein Und wiſſen nicht, wo aus, noch ein, Um finden weder Hilf noch Rath, NR wir gleich ſorgen früh und ſpat. 2. So iſt dieß unſer Troſt allein Daß wir zuſammen insgemein Aih anrufen, o treuer Gott, Um Rettung aus der Angſt und Noth, 3. Und heben unſer Aug und hen Zu dir in wahrer Reu und Schmerz Und ſuchen der Sünd Vergebang Und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißeſt gnädigich Allen, die darum bitten dich Im N⸗ men deins Sohns, Jeſu Chriſt, Da unſer Heil und Fürſprechr itt 5. Drum kommen wir, o Hente Gott, Und klagen dir all unſre Not Weil wir jetzt ſtehn verlaſſen gar großer Trübſal und Gefghr. 6. Sieh nicht an unſre Sünde grc Sprich uns derſelbn aus Gnaden 4 Steh uns in unſerm Clend bei⸗ M. uns von allen Plagen frei. Pöthen Augen ſollſt ſie Sreatur ſen, Da⸗ Noth U. mangelt Theueru drüdt 1 muß faſ bettelt h Reicher betrachte 3. D gar, O Und, lei ötrafe Nahrunc venig C ſt gerec ſen, Hat atetnns tin n in deine gfuh der dir am un un ſnn Mt fenergi i 1 8 Gottit Frend d It ohne Nahn Und hne Noct u nuß doch pin N. ehn t nur maten, d äls ſtang te ſeinem Pilen 1 nt.lHenz ſuum n, Lineburg,7.ghflle Gthet Jruic der Chronia(ug In bekannter Mlit Mren wien 9. 11 Nüthn ſt d icht, wo au, u deder Hiff noch h h ſorgen früh wſ Hiſt dieß unſe Tiah Sf 2 1 r zuſammen intgene o treuer Got laſe Angſt und Ah 1 d heben unſe un zer tn cen der Sind Vhieh er Strafen Andm, ie du verheit 8 d in wahrer Reu m i derum itei ns Sohn Jhuch eil und Fürpag um kommen r, nd lagen did Mee r jezt ſehn wälſt e 7 e Gs ug ng ſeiner diß inn 4 a väten not n „So ümt ud et 6 5 1 her dens 13 1 5 1 6 7 81 1 1. 6 1 1 1 9 N 44 p 1 Leibes und 7. Auf daß von Herzen können wir Nachmals mit Freuden danken dir, Gehorſam ſein nach deinem Wort, Dich allzeit preiſen hier und dort. D. Paul Eber, g. 1511, ſt. 1569. In theurer Zeit. Mel. Es woll uns Gott genädig. 1511 Wie biſt du doch ſo . 1 fromm und gut, Herr Gott, in deinen Werken? Ganz willig iſt dein Herz und Muth, In Köthen uns zu ſtärken; Denn aller Augen warten nur Auf dich, du ſollſt ſie ſpeiſen, Und deiner armen Greatur Rath, Hilf und Troſt erwei⸗ ſen, Daß ſie dich wieder preiſen. 2. Wir ſchreien jeßt in unſrer Noth Und hochbetrübtem Stande, Es mangelt uns das liebe Brodt, Die Theuerung iſt im Lande; Der Hunger drüctt uns allzu ſchwer, Das Volk muß faſt verſchmachten, Es läuft und bettelt hin und her, Dieß will kein Reicher achten, Noch fremde Noth betrachten. 3. Du haſt den Vorrath ganz und gar, O Gott, von uns genommen, Und, leider, ein betrübtes Jahr Zur Strafe laſſen kommen; Und weil die Nahrung iſt ſo ſchlecht, Viel Arm und wenig Eſſen, So ſprechen wir: Gott gerecht; Der vormals voll gemeſ⸗ ſen, Hat unſer jetzt vergeſſen. 4. Nun, Herr, wir wollen gleich⸗ wohl nicht Wie die Verzagten ſtehen, Deum ſuchen wir dein Angeſicht; Ach, merk auf unſer Flehen! Zwar da wir daren ſatt und ſtark, Da ließen wir dich fahren, Jeder verſchlang das beſte Mark So, daß ſehr Wenig waren, Die Etwas wollten ſparen. 5. Wir machten lauter gute Zeit Mit Speiſen, Eſſen, Trinken; Wir ließen die Barmherzigkeit Zum armen Häuflein ſinken: Wir halfen nicht der armen Schaar, Sehr bös war unſer chen, Drum müſſen wir jetzt offen⸗ de In dieſem Jammer ſchweben; ch kannſt du Lindrung geben. 8 der Seelen. 913 6. So hilf nun, Herr, mit ſtarker and Um deines Namens willen; Du kannſt das ausgezehrte Land Mit Gütern wieder füllen: Ernähr uns in der Theurung doch, Gib Brodt den armen Leuten, Dein Hilfe währet immer noch, Du kannſt ja auch vom Weiten Uns Speis und Trank bereiten. 7. Erweck auch derer Herz und Geiſt, Die großen Reichthum haben, Daß ſie den Armen allermeiſt Mit⸗ theilen ihre Gaben; Inſonderheit laß uns forthin Nach deiner Gnad, Herr, ſtreben, Von dir allein kommt der Gewinn, Daß du dein Freuden⸗ leben Uns ewiglich willſt geben. 8. Da wird uns denn kein Hun⸗ ger mehr, Noch Durſt, noch Armuth quälen; Da werden wir mit großer Ehr, Herr, deinen Ruhm erzählen: Da wollen wir vor friſchem Muth In reiner Wolluſt ſpringen, Und wie die Schaar der Engel thut, Gar hoch die Stimmen zwingen, Dir ewig Lob zu ſingen. Z. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Nutzen und Troſt des Krenzes. Mel. Freu dich ſehr, o meine. underlich iſt Gottes 1512. W Schicken, Wunder⸗ barlich iſt ſein Rath; Herrlich iſt doch ſein Erquicken, Dieß erweiſt zuletzt die That. Wohl dem, der es recht bedenkt, Seinen Sinn zu Gott nur lenkt, Der wird ſich in ſeinem Leben Gottes Obhut ſtets ergeben. 2. Alſo pflegt es Gott zu machen, Dieſes iſt ſein alter Brauch: Ueber die ſein Augen wachen, Die betrübt und kränkt er auch; Stößt in Jam⸗ mer, Angſt und Noth, Die er doch bald aus dem Koth Will erhöhen, hoch verſetzen Und an Seel und eib ergötzen.. 3. Dieß bedenk du, meine Seele, Wenn bei dir die Noth bricht ein, Und dich ja nicht ſelbſten quãle, Als ſollſt du verlaſſen ſein. Gott ſpielt mit dir wunderlich, Herrlich zu erretten 58 914 dich; Laß dein Herze nur nicht wanken, Du wirſt ihm noch einmal danken. 4. Denke ſelbſten nur zurücke, Deine Jugend dich es lehrt; O, wie manches Ungelücke, Hat ſchon Gott von dir gekehrt! Oefters, da man hätt gedacht, Du würdſt in der Kreuzes⸗Nacht Bleiben liegen und erſterben, Ließ dich Gott doch nicht verderben. 5. Nun, der große Gott der Er⸗ den, Der iſt unveränderlich; Wollſt du jetzt verzaget werden, Als ſollt er nicht ſchützen dich? Nein ſein werthes Vater⸗Herz Bricht ihm noch in deinem Schmerz; Ja, wies eine Mutter kränket, So dein Gott an dich gedenket. 6. Alſo fehlts auch nicht am Kön⸗ nen, Gott kann ſchaffen, da auch Nichts, Drum läßt er ſich mächtig nennen, Wenn er redet, ſo geſchiehts. Nimmt die Noth ſchon überhand, Doch ſind Mittel ihm bekannt, Wie eer dich von allem Böſen Kann durch ſeine Kraft erlöſen. 7. Hör auch, was dir Gott ver⸗ ſprochen Hier nnd da in ſeinem Wort, Das hält er dir unverbrochen So gewiß, als er dein Hort. Erd und Himmel wird vergehn, Doch wird Gottes Wort beſtehn; Darum ſollſt du Gott vertrauen Und auf ſeine Gnade bauen. 8. Gott iſt gut; jedennoch wiſſe, Gott iſt auch ein weiſer Mann; Denk nicht, d er helfen müſſe Plötzlich, da er helfen kann. Wun⸗ derlich fügt er die Zeit, Wenn er wenden will das Leid, Wenn ers herrlich will ausführen, Läßt er ſeine Allmacht ſpüren. 9. Hält es Gott vor dir verbor⸗ gen, Wann, wie, wo er helfen will, Mach dir darum keine Sorgen, Sei nur in dem Herzen ſtill. Er will ſehen, ob auch feſt Sich dein Herz auf ihn verläßt Und ob du ihn auch recht kenneſt, Da du ihn oft Vater nenneſt. Bon Erlöſung allerlei Uebels Leibes ꝛc. 10. Er will deine Andacht mehn Welche ſonſt faſt kalt und weien will gern das Lob anhöoren, So du nach erlittener Noth Ihm, als der dein Lebens⸗Fürſt, Hoch erfreuetgeden wirſt; Jetzt ſoll dich ſein Troſt a⸗ quicken, Bis du wirſt die Hilf erblicken 11. Drum ſo laß doch Gottnurwal⸗ ten, Ob du manchmal harren mußr Er wird dennoch bei dir halten, Denn Noth iſt ihm bewußt, Die er ſo ge nau abmißt, Daß auch aller Feinde Liſt Dir kein Härlein kann berühren, Unſchuld muß doch triumphiren. 12. Nun, mein Jeſu, ſei gelobe, Freilich biſt du mir getreu; Ohgleic Sturm und Wetter tobet, Iſt dec deine Hand dabei. Stärk nur mein Zuverſicht, Daß ſie feſt auf dich geiitt Wunderlich wirſt du es ſchicen Um die Deinen doch erquicken. D. Joh. Weiſſenborn, g. 1644, ſf. 110. Gott führt wunderlich, doch ſeliglich. In eigener Melodie. 1 513 1 underlich, nur ſelg⸗ . M lich Führe, leebſter Neſu⸗ mich: Wie du auf der Lben⸗⸗ ahn Mich geführt von Jugend an, Alſo führ auch ferner mich Wunder⸗ lich, nur ſeliglich! 2. Du verſtehſt am Beſten woh Wie dein Geiſt mich führen ſoll o bin ſelber mir nicht klug Bei ſo g⸗ ßem Welt⸗Betrug; Drum, o Pei führ du mich Wunderlich, nurſeliglitt 3. Führſt du mich gleich wunder⸗ lich, Daß ich nicht recht ſchicke nic Allzeit drein, wie ſichs gebührt, ed weiß ich doch, wer mich führt: Denn du führſt, o Jeſu, mich Wunderli, doch ſeliglich!. 4. Führe mich durch deine Hud, Die bedecket meine Schuld, Um wenn Satan durch ſein Spiel Mi den Glauben rauben will, Ci, führe, Jeſu, mich Wunderlich, nur ſeliglich! 5. Ach, erwäge meine Pein: Der vroche duesu Mi die Hand u Sag i ſie drü habe, ichs m noch n 3.( Dir ſe mit S ergeber Laß ar an Glü dort ge 8 dein Härlentem aln 6 uoh. Veiſenten, lu führt wunderic he ſtligliy In eigener Malot 2 Purdrih m *. W iij r dh: Wie du aftlte icch geführt wndu r auch finr ntledr ſelglihh verſtehſt in Ui n f. A Geit michfähmſleſ t nir nicht k ee ltt Betrug: dn nich Wunderlchm tie hrſt du nich ſü m⸗ zich nicht Verführer gibt mir ein, Ich ſei gar de ſger gi Kind Wegen meiner großen Sünd. Ach, errett und führe mich Wunderlich, nur ſeliglich! 6. Ach, wie wird mein Herz ver⸗ letzt, Weils ſo gar viel Kummer ſetzt Und mir Niemand Hilfe ſchafft! Drum vergeht mir alle Kraft: Ach, hilf mir und führe mich Wunderlich, nur ſeliglich! 7. Ach, Herr Jeſu, wo biſt du? Von der Taufe. 9¹15 Komm und bringe mich zur Ruh Und hilf mir aus aller Noth! Gib das Leben für den Tod, Daß man ſeh d führeſt mich Wunderlich, nur eliglich. 8. Gib das Leben jener Welt, Wo Nichts mehr verdrießlich fällt; Gib das Leben, wo mit Freud Ich kann rühmen nach dem Leid: Jeſus hat ge⸗ führet mich Wunderlich, doch ſeliglich. D. Joh. Weiſſenborn, g. 1644, ſt. 1700. XXXII. Von der Caufe. Tägliche Erneuerung des Tauf⸗Bundes. Mel. O Gott, du frommer Gott. 4 Ach Vater, zürne nicht! 1514. Der Tauf⸗Bund iſt ge⸗ brochen, Ich ſchreie voller Angſt: Laß dues ungerochen, Ich gehe dieſen Bund Mit dir von Neuem ein; Hier haſt du Hand und Mund, Ich will getreuer ſein! 2. Dem Teufel, Welt und Fleiſch Sag ich von Herzen abe, Wenn ich ſie drüber ſchon Zu argen Feinden habe; In deines Geiſtes Kraft Nehm ichs mit Allen an, Ihr Zorn hat ja noch nie Den Deinen Leid gethan. 3. Gott, Vater, Sohn und Geiſt, Dir ſei mein ganzes Leben Mit Leib, mit Seel und Geiſt Zum Eigenthum ergeben; Befördre du mein Wohl, Laß auch die Meinen nicht, Daß uns an Glück und Heil Nichts hier, Nichts dort gebricht. 4. In deiner Lieb und Treu, O Vater voll Erbarmen, In Jeſu Blut und Tod, In den zerſtochnen Armen Und in des Geiſtes Troſt, Regierung, Licht und Kraft, Da ſuch und find ich das, Was ewig Nutzen ſchafft. „5. Dieß glaub ich ſteif und ſeſt, Denn du, dreieinig Weſen, Du haſt mich dir, ich dich Zum Eigenthum erleſen. Du Vater, ich dein Kind; Ich Schäflein, du der Hirt; Du Herr, ich Unterthan, Dem Nichts verſaget wird. beſtehn. 6. Mein Gott, wie ſoll ich dir Doch immermehr verdanken, Daß du mich Sünden⸗Kind, Mich wilden, böſen Ranken So hoch gewürdigt haſt, Daß ich nach deinem Sinn Durch Geiſt und Waſſer⸗Bad Ein Chriſt gewor⸗ den bin. 7. Dabei erhalte mich Bis an mein letztes Ende Und hilf, daß ich dieß bald Zu meinen Troſt verwende, Da meiner Feinde Liſt, Tod, Sünde, Teufel, Welt Mir Armen Tag und Nacht Wohl tauſend Netze ſtellt. 8. Ich will den Chriſten⸗Stand Weit über Alles achten, Wenn Andre mit der Welt Nach Ehr und Hoheit trachten; Ich will mein Lebenlang Auf deinen Wagen gehn Und dort an jenem Tag Bei dir als Chriſt J. C. Sühnelius, um 1740. Die ganze Lehre von der heiligen Taufe. Matth. 3, v. 13—17. In eigener Melodie. 5 hriſt, unſer Herr, zum 1515 C Jordan kam Nach ſei⸗ nes Vaters Willen, Von Sanct Jo⸗ hanns die Taufe nahm, Sein Werk und Amt zu rfüllen. Da wollt er ſtiften uns ein Bad, Zu waſchen uns von Sünden, Erſäufen auch den bit⸗ tern Tod Durch ſein ſelbſt Blut und Wunden: Es galt ein neues Leben. 58†8 86* 4— ——— — Von der Taufe. 2. So hört und merket Alle wohl, her geerbet, Auch von uns ſellſtbe⸗ Was Gott heißt ſelbſt die Taufe, Und was ein Chriſte glauben ſoll, Zu meiden Ketzer⸗Haufe. Gott ſpricht und will, daß Waſſer ſei, Doch nicht allein ſchlecht Waſſer; Sein heilig Wort iſt auch dabei Mit reichem Troſt ohn Maßen: Der iſt allhier der Täufer. 3. Solchs hat er uns beweiſet klar Mit Bildern und mit Worten: Des Vaters Stimm man offenbar Da⸗ ſelbſt am Jordan hörte. Er ſprach: Das iſt mein lieber Sohn, An dem ich hab Gefallen, Den will ich euch befohlen han, Daß ihr ihn höret Alle Und folget ſeiner Lehre. 4. Auch Gottes Sohn hier ſelber ſteht In ſeiner zarten Menſchheit; Der heilig Geiſt hernieder fährt In Tau⸗ ben⸗Bild verkleidet: Daß wir nicht ſollen zweifeln dran, Wenn wir ge⸗ taufet werden, All drei Perſon ge⸗ taufet han, Damit bei uns auf Erden Zu wohnen ſich ergeben. 5. Sein Jünger heißt der Herre Chriſt: Geht hin, all Welt zu leh⸗ ren, Daß ſie verlorn in Sünden iſt, Sich ſoll zur Buße kehren. Wer glaubet und ſich taufen läßt, Soll dadurch ſelig werden; Ein neugebor⸗ ner Menſch er heißt, Der nicht mehr könne ſterben, Das Himmelreich ſoll gangen. D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Loblied am Geburts⸗Tage für die natürliche und geiſtliche Wieder⸗ geburt. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1516. Deßan de E Die mich an dieſes Licht gebracht, In welchen ich mein Ziel gefunden, Das ich mit Gott zu enden tracht, Und eile mit gelaſſnem Sinn Vom An⸗ fang bis zum Ende hin. 2. Gott, der du biſt ein Herr der Zeiten, Mein Schöpfer, dem ich ſchu⸗ dig bin Ein Lob⸗ und Dank Liedzu bereſten Aus unverfälſchtem treuem Sinn, Nimm doch mit Gnaden⸗Auge an, Was dir mein Herze bringen kam. 3. Durch deine Macht bin ichg⸗ boren Zu Etwas, da ich gar Kichts war; Durch deine Gunſt bin icher⸗ koren Zu der getauften(hriſten⸗ Schaar: Ich war in deiner(ebes⸗ Hand Eh, als ich, Vater, dih a kannt. 4. Die Welt empfing mich voler Sünden Bald Anfangs, nach gemer⸗ nem Lauf; Doch ließeſt du nich Gnade finden, Mein Heil, und nahmſt erben. 6. Wer nicht glaubt dieſer großen Gnad, Der bleibt in ſeinen Sün⸗ den Und iſt verdammt zum ewgen Tod, Tief in der Höllen Gründen. Nichts hilft ſein eigen Heiligkeit, All ſein Thun iſt verloren: Die Erb⸗ Sünd machts zur Nichtigkeit, Darin er iſt geboren; Vermag ihm ſelbſt nicht helfen. 7. Das Aug allein das Waſſer ſieht, Wie Menſchen Waſſer gießen; Der Glaub im Geiſt die Kraft ver⸗ ſteht Des Blutes Jeſu Chriſti, Und iſt vor ihm ein rothe Fluth, Von Chriſti Blut gefärbet, Die allen Schaden heilen thut, Von Adam mich gnädig auf. Ich ward un meiner Laſt befreit Und tüchtig i der Ewigkeit. 1. 5. Du haſt mich auch bisher ge⸗ führet, Jetzt über Berg, jetzt über Thal, Du haſt als Leitſtern michn⸗ gieret Recht wunder⸗ſeltſam überall Doch hat mich deine Treu eraum, Wenn tauſend Angſt den Geiſtbeſtit 6. Ich bin zu ſchwach, dir Damt u ſagen, Ach, mache mich der Bande hue Der du aus Liebe mich gette⸗ gen, Hilf, daß ich, wie du, heilig ſei erachte nicht den ſchwachen Geſt Der ſich mit Andacht zu dir reißt 7. Laß deine Hilfe mich verſorzan Wenn meine Kräfte mir vergehn⸗ Ja, laß mir freudenreiche Morgen gar au⸗ Ghren⸗ it meir 4. T des Lebe in. A ſebens Ja ſch nich kei 5. 9 gegeben nad, Auch wo nu dN.n d ſbi ther 3 uns 3 Wer nur den libm 8 ieß it de am 4 ind de A dieſs Littyda mein gil veda de Ai zu adan dat Aaſſnem Sim Aen he 1 Ende pin. det du bſt a ge iin Schäpfer dn in Lob⸗ und Duitha dus unverſäſſhtn den um dochmit Gnaaan ſdit mein herzehriya m h deine Nact hi Etwas, da i witt ch deine Gunſth he⸗ der getauften(p SIch war in din g als ich, Vn „Welt enpfug dit Gald Arfangs, mitn f. Doch leii unt den, Mein Hellwn n dig auf. d un n 4 iſt befret n kkeit. 1 haſt wich aſh 1e pett über de e Iühaſt als Kittt icht wurderſitim n 1n fei r nich deine Am fun ſendAngſdage bin zu ſcho Ac, maczemit f du aus Led rih „daßith wiede 6 8 4 1 6 1 e Aus der betrübten Nacht entſtehn; Schleuß mich in deine Flügel ein, So werd ich wohl verſorget ſein. 8. Ich weiß, du wirſt mir Kräfte geben, Daß ich kann enden meinen auf Und künftig auch im Tode leben Und ſterbend ſehnen mich hin⸗ auf: Da will ich ewig ſein bereit, Zu preiſen deine Herrlichkeit. D. Joach. Weickhmann, g. 1662, ſt. 1736. Freude über die heilige Taufe. In eigener Melodie. 1517. Srar bette ae ſelig iſt dein Waſſer⸗Bad! Es heilet an mir allen Schaden, Den Adams Fall verurſacht hat. Die Sündfluth ehet überhin, Wenn ich in dieſer rche bin. 2. Wie groß ſind, Jeſu, deine Gaben! Du kommſt mit Waſſer und mit Blut, Und wenn wir dieſe Schätze haben, So erben wir das höchſte Gut. Wenn wir damit ge⸗ zeichnet ſein, So läßt du uns zum Himmel ein. 3. Was frag ich nach der eitlen Ehre? Ich bin des Allerhöchſten Kind, Weil ich in derer Zahl gehöre, Die gar aus Gott geboren ſind. Kein Chren⸗Stand iſt dieſem gleich: Das iſt mein Recht zum Himmelreich. 4. Du ſchreibeſt mich ins Buch des Lebens, Du, meines Lebens⸗Leben, ein; Ach, laſſe mich doch nicht ver⸗ gebens Auf deinen Tod getaufet ſein, Ja, ſchreibe mich ſo kräftig an, Daß mich kein Fluch vertilgen kann! 5. Hab ich dir Herz und Hand gegeben, So gib mir, Jeſu, deine Gnad, Auch dem Verſprechen nach⸗ zleden Das ſelbſt dein Geiſt ver⸗ jegelt hat: Des Satans Werk und eſen ſei Kein Hinderniß an mei⸗ ner Treu. .6. Crhalte mich durch deine Taufe Im Bündlein der Lebendigen Und führe mich in meinem Laufe Vom Von der Taufe. 917 Irdiſchen zum Himmliſchen, Daß ich durch dieſen Jordan geh Und dort im Lebens⸗Lande ſteh! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Betrachtung der heil. Taufe. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. 1518 Du Volk, das du ge⸗ . taufet biſt Und dei⸗ nen Gott erkenneſt, Auch nach dem Namen Jeſu Chriſt Dich und die Deinen nenneſt; Nimms wohl in Acht und denke dran, Wie viel dir Gutes ſei gethan Am Tage deiner aufe! 2. Du warſt, noch eh du wurdſt geborn Und eh du Milch geſogen, Verdammt, verſtoßen und verlorn, Darum daß du gezogen Aus deiner Eltern Fleiſch und Blut Ein Art, die ſich vom höchſten Gut, Dem ew⸗ gen Gott, ſtets wendet. 3. Dein Leib und Seel war mit der Sünd Als einem Gift durch⸗ krochen, Und du warſt nicht mehr Gottes Kind, Nachdem der Bund ge⸗ brochen, Den unſer Schöpfer aufge⸗ richt, Da er uns ſeines Bildes Licht Und herrlichs Kleid ertheilte. 4, Der Zorn, der Fluch, der ewge Tod Und was in dieſem Allen Ent⸗ halten iſt für Angſt und Noth, Das war auf dich gefallen; Du warſt des Satans Sclav und Knecht, Der hielt dich feſt nach ſeinem Recht In ſeinem Reich gefangen. 5. Das Alles hebt auf einmal auf Und ſchlägt und drückt es nieder Das Waſſer⸗Bad der heilgen Tauf, Er⸗ ſetzt dagegen wieder, Was Adam hat verderbt gemacht Und was wir ſelb⸗ ſten durchgebracht Bei unſerm böſen eſen. 6. Es macht dieß Bad von Sün⸗ den los Und giebt die rechte Schöne. Die Satans⸗Kerker vor beſchloß, Die werden frei und Söhne Deß, der da trägt die höchſte Kron; Der läßt ſie, was ſein einger Sohn Ererbt, auch mit ihm erben. 918 7. Was von Natur vermaledeit Und mit dem Fluch umfangen, Das wird hier in der That erneut, Den Segen zu erlangen. Hier ſtirbt der Tod und würgt nicht mehr, Hier bricht die Höll, und all ihr Heer Muß uns zu Füßen liegen. 8. Hier ziehn wir Jeſum Chriſtum an Und decken unſre Schanden Mit dem, was er für uns gethan Und willig ausgeſtanden; Hier wäſcht uns ſein hochtogudes Blut Und macht uns heilig, fromm und gut In ſeines Vaters Augen. 9. O großes Werk, o heilges Bad, O Waſſer, deſſen Gleichen Man in der ganzen Welt nicht hat: Kein Sinn kann dich erreichen! Du haſt recht eine Wunder⸗Kraft, Und die hat der, der Alles ſchafft, Dir durch ſein Wort geſchenket. 10. Du biſt kein ſchlechtes Waſſer nicht, Wies unſre Brunnen geben; Was Gott mit ſeinem Munde ſpricht, Das haſt du in dir leben: Du biſt ein Waſſer, das den Geiſt Des Al⸗ lerhöchſten in ſich ſchleußt Und ſei⸗ nen großen Namen. 11. Das halt, o Menſch, in Allem werth Und danke für die Gaben, Die dein Gott dir darin beſchert Und die uns Alle laben, Wenn Nichts mehr ſonſt uns laben will! Die laß, bis daß des Todes⸗Ziel Dich trifft, nicht ungepreiſet. 12. Brauch Alles wohl, und weil du biſt Nun rein in Chriſto worden, So leb und thu auch als ein Chriſt Und halte Chriſti Orden, Bis daß dort in der ewgen Freud Er dir das Freud⸗ und Ehren⸗Kleid Um deine Seele lege. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Bei erlebtem Tauf⸗Tage. In voriger Melodie. 1519. Grther eeſhe Gott von großer Güte, Sei jetzt und Von der Taufe. immerdar gepreiſt Mit dankbaren Gemüthe, Daß du aus unverdienter Gnad Und durch das heilge Waſfer Bad Mich Sünder abgewaſchen 2. Herr, ich bekenne, daß ich bin Gezeugt aus Sünden⸗Samen, Ein Kind des Zorns, das immerhin Ent⸗ heiligt deinen Namen; Ich weſß daß von Natur ich leb Ohn dein Furcht und widerſtreb, Herr, deinem Wort und Willen. 3. Du aber haſt, o Vater, mich, Da ich war ganz verloren, Zu dir gezogen gnädiglich Und wieder neu geboren Durchs Waſſer⸗Bad der heilgen Tauf, Auf daß in meinen Lebens⸗Lauf Ich könne Troſt en⸗ pfinden. 4. Herr Jeſu Chriſt, dein theu⸗ res Blut Wäſcht mich von meinen Sünden; Kraft deſſen macht die Waſſer⸗Fluth Denſelben Fluch ver⸗ ſchwinden, Den von Natur ich wohf verſchuldt, Und ſetzet mich ins Va⸗ ters Huld, Die Adam hat ver⸗ ſcherzet. 5. O heilger Geiſt, ich dante dir Für dieſe edle Gabe, Daß ich mu innerlich in mir Dein ſtarkes Zeugnſt habe, Dadurch ich meinen Schöpfer kann Getroſt und freudig rufen an Und ſagen: Abba, Vater! 6. Weil in der Tauf auch Jeſus Chriſt Von mir iſt angezogen, 8h hilf, daß durch des Satans Lit Ich werde nicht betrogen; Denn die nun Gottes Tempel ſeind, Die bleiben vor dem böſen Feind In deinen Gnade ſicher. 7. O Herr, an dieſe Würdigkeit Die du mir wollen ſchenken, Laſ mich jetzund und allezeit In mei⸗ ner Noth gedenken, Daß ich dadurch ein Herze faß Und immer mich getroſt verlaß Auf deine Gnad und Hilfe.. 8. Ich habe durch das Waſfe⸗ Bad Mich dir, o Herr, verbunden, Drum gib, daß keine Sünden⸗That In mir werd herrſchend funden, mir me 5. E Treib Neige vir ur die bö dihh m „ppreſt M ber haſt o atr, t panz verom, 1, luf Wnma f Jefu Ehrit, dh fe 2 Gäſcht mich don a „Kraft deſen natt uth Denſben fit „Den von Naur b Und ſetet mihin he „, Die Adan g Ieroin ur die Gabe, Däite j mir Dein ſterts an nurch ich meinn eßlie ejſt und freudiſmi t: Abba, Jater in der Tauj uh ſi n mir iſt anyean, e urch des Satnd l 1 ff tbetrogen, dm hmn mpel ſeind, Rhin böſen Fend R ſün tr. d und ällzit 4 vedenken, Dii 1 lunt aß Und inn nie laß Auf din ou m 1 drch W Pſe habe du de dr, o He vn werd denſtn e 2 1 8 uf Ih böne au Von der wib, daß für deine Güt und Treu e dankbar und gehorſam ſei, Wie ch hab angelobet. 9. Und ſo ich was aus Schwach⸗ heit thu, Das wollſt du mir verzei⸗ hen Und mir es ja nicht rechnen zu; Die Gnade mir verleihen, Daß ich meid alle Heuchelei, Bis du mich einſt wirſt machen frei Und in den Himmel nehmen. D. Juſt. Geſenius, g. 1604. ſt. 1671. Schweben des heil. Geiſtes über dem Waſſer der Taufe. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. e WMochgelobter Gottes⸗ 1520. 1 Geiſt, Du haſt auf der Fluth geſchwebet. Was die weite Welt uns weiſt, Das iſt auch durch dich belebet. Alles iſt durch dich formiret, Was nun Erd und Him⸗ mel zieret. 2. Heilger Geiſt, du ſchwebſt auch da, Wo man noch mit Waſſer täu⸗ fet. Du biſt uns in Gnaden nah, Wo man unſre Sünd erſäufet. Wo der Taufe Brunn gefloſſen, Da biſt du auf uns gegoſſen. 3. Heilger Geiſt, du haſt verſchafft, Daß die Tauf uns neu geboren, Du verehrſt uns neue Kraft, Ja, man wird zum Kind erkoren. Got⸗ tes Geiſt tauft auf der Erden, Daß wir geiſt⸗ und himmliſch werden. 4 Tauſend Dank ſei Dir geſagt, Daß du mich ſo hoch begnadet! Ob der böſe Feind verklagt, Haſt du mich doch rein gebadet, Bleibſt auch noch in meinem Herzen Und verjagſt mir meine Schmerzen. 5. Schwebe ſtets in unſerm Sinn, Treib uns ſtets zu guten Dingen, Neige Herz und Geiſt dahin, Daß wir uns gen Himmel ſchwingen Und die böſe Welt verſchmähen, Bis wir dich mit Freuden ſehen. M. J. Neunherz, g. 1653,. 1737. Taufe. für. 919 Tägliche Erneuerung des Tauf⸗ Bundes. Mel. Wer nur den lieben Gott 1 521 3 bin getauft auf dei⸗ . nen Namen, Gott, Vater, Sohn und heilger Geiſt, Ich bin gezählt zu deinem Samen, Zum Volk, daß dir geheiligt heißt, ich bin in Chriſtum eingeſenkt, Ich bin mit ſeinem Geiſt beſchenkt. 2. Du haſt zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich er⸗ klärt, Du haſt die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir gewährt, Du willſt in aller Noth und Pein, O guter Geiſt, mein Trö⸗ ſter ſein. 1 3. Doch habe ich dir Furcht und Liebe, Treu und Gehorſam zugeſagt; Ih habe mich aus reinem Triebe ein Eigenthum zu ſein gewagt; Hingegen ſagt ich bis ins Grab Des Satans ſchnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieſer Bund wohl feſte ſtehn; Wenn aber ich ihn überſchreite, So laß mich nicht verloren gehn: Nimm mich, dein Kind, in Gnaden an, Wenn ich hab einen Fall gethan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs Naue delb Seel und Herz zum Opfer hin: Erwecke mich zu großer Treue Und nimm Beſitz von meinem Sinn. Es ſei in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr, Deinen Willen thut! 6. Weich, weich, du Fürſt der Fin⸗ ſterniſſen! Ich bleibe mit dir unver⸗ mengt: Hier iſt zwar ein befleckt Gewiſſen, Jedoch mit Jeſu Blut be⸗ ſprengt. eich, eitle Welt, du, Sünde, weich! Gott hört es: Ich entſage euch. 7. Laß dieſen Vorſatz nimmer wan⸗ ken, Gott, Vater, Sohn und heilger Geiſt! Halt mich in deines Bundes Schranken, Bis mich dein Wille ſter⸗ ben heißt: So leb ich dir, ſo ſterb ich dir; So lob ich dich dort für und J. Jae. Rambach, g, 1693, ſt 1735. 920 Von der Taufe. Guaden⸗Quelle i in der heiligen nen Geiſt. Daß kein getü Taufe. der geiſe. 3 Leingetincusgu aun 4 8. di Wei Wer nur den lieben Gott läßt. ren, Seie eſes, Saeunen mich ruͤh⸗ 15 22. Jch lieg, o Niſu, an der Und nicht mehr die Venn wer ich ſe 521 thesda erfrifft uele, n te weit Be⸗ Zu Achans Sünden ⸗eienden fünn uitubeh 8. 2 i i mir, 1, St 6 hier vorſtele, So iſt mein Senl an mein Here waed raifesgun in bn Blut iſ Das Waſſer, ſo dein 9. Hiermi na en⸗Pfund, Da mat andit Aeſnrde Schafft, daß man Gott Dein Meit ſo bleid ich Got, w 3 Himmel erbt. Deine⸗ Mein Jeſus aber, du a 1 Ja 2 r eh eno ee Rer ien aieeheich hedee e mal an; Nichts konn recklich Brand⸗ reich ein. Wer dort in Canam ai ien malan; te me Canaan wilargenon eden⸗ Iih war mit Reindanöeäne dhn Muß erſt durch dieſe don nae 3; le ausgemacht„ 2. nich bon Schuld Sti e Sünden⸗ Benj Sa 17 3. Da Sabud Sties mich von Gottes Va⸗ ni Scmaltkg.1nsinn dr gie a. Kein iob mit den E ae “ 1 or 3 9. hier au “ d arze dis Gindlan E A Ridentan war faſt gegen mir Wie br 1523. Laſſe die Kindlinin. don d 9 ön Sonnen⸗Zier. Gottes Sohn Cnen g nir ſpticht bald ma . 3. 4 ein Fre pur-Ma wene erſten Tage⸗ 1 ür die Kinderlein, Daß dic Gef, d aber nahmſt mich zum ſie nicht werden verloren V e ii if Grhen ln 5 Pobſt mich auf den nind geboren, Drum ſie mein au 63 3 Luude ender geeh Jordan deiner e. Alre Fluth, Wu n1 heil den vor 3anhe Beuh i Danz wein un Deun eir Pandlreundliſ 3 3.—. e rlein, Bezeugt ainen Schen ur ſebi mich, Jeſu, dir zur ſolt Worten ſüße. Der Pumi 1 heh an, Das B ging erſt die Verlöbniß d ſein, Dieweil ſein theures Bu 6. Hi nr. Das Brautlleid wollteſt Du be⸗ Das aus ſein heilgen wunda In ümpt, Plan. Dem em erhöhten Kreuzes⸗ reuzes⸗Stamm geronnen, Ihnen dinnels mir zur Ruh Deiten, Schrein uneed auch kommt zu Gut. ede geichlagen zu. Wohifahrt ganz Bainge n nach hriſ Nerlanga iie 6. In di.— inder her, Damit ſe„an Mir Daditſer Arche ſchlaf ich ſtille Gnad erlangen; Niemand es imgſgir d Mir ſchader teine Sündfluth mehr, wehr. Führet ſie Chriſto zu, Er wil Das vo Des haraonis boſer Wille It ſei⸗ ſch ihr erbarmen. Mimmiſen ſeinde de Frommen Mugehör, Zier autt er Atmen, Darin ſie finden Ruh. dos Ver Feununnen Teben waus find zuht es lr. D le goleic zeilich ſtehn, ne 7 Nei— ele Gott gefällt, Denn ſe „Himmels ei in das Reich des Velt; Sie ſind Frei aller Gfahr Und g 3 els ein Und gib, d des dürfen hier nicht leiden; Si atendt ² Lebens⸗Stunden Dir heili aß meine Gott mi icht leiden; Sie loben z widmet ſein: Dir heilig und ge⸗ S mit Freuden Dort bei der Engel„„Ael 8½ ſein; Regiere mich durch dei⸗ chaar. 152 I D. C. Becker, g. 1551, ſe 59 92 7 4 b dih ii ütt un lan nute Gana ud ſ de i, deni Scnalt nhin 1 k. 10, v. 15— 1 Von Gott wil it u. men Ju n öhn, Sie ſid nin 1 ſſe diegagte Herr gar freunit iſe die Kinderlin 4 n ſüße. Der him i Dieweil ſein ters u ſein heilgen Vmn h Stamm gerume, e it zu Gut. 1 en nach Chriü bin ie Kinder h, Nu ngen; Nienud ret ſieChui a b barmen, Ninniſtnje arin ſi fde R. ſie glih gilh alt, n e bat de pe eſind ſri aler Gi 1 1 —— — 2 1524. ſieh M 21 1 Bei der Taufe eines Kindes. Mel. Liebſter Jeſu wir ſind hier. iebſter Jeſu wir ſind hier, deinem Worte nachzuleben: Dieſes Kindlein kommt zu dir, Weil du den Befehl gegeben, Daß man ſie zu Chriſto führe; Denn das Himmelreich iſt ihre. 2. Ja, es ſchallet allermeiſt Dieſes Wort in unſre Ohren: Wer durch Waſſer und durch Geiſt Nicht zuvor itt neu geboren, Wird von dir nicht aufgenommen Und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir: Nimm das Pfand von unſern Armen, Tritt mit deinem Glanz herfür Und erzeige dein Erbarmen, Daß es dein Kind hier auf Erden Und im Himmel möge werden. 4. Waſch es, Jeſu, durch dein Blut Von den angeerbten Flecken, Laß es bald nach dieſer Fluth Deinen Pur⸗ pur⸗Mantel decken, Schenk ihm dei⸗ ner Unſchuld Seide, Daß es ſich in dich verkleide. 5. Mache Licht aus Finſterniß, Setz es aus dem Zorn zur Gnade, heil den tiefen Schlangen⸗Biß Durch die Kraft im Wunder⸗Bade, Laß hier einen Jordan rinnen, So vergeht der Ausſatz drinnen. 66. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmels⸗Weg, zeig ihm die Bahn, Ftiede⸗Fürſt, ſchenk ihm den Friede, Weinſtock, hilf, daß dieſe Rebe Auch im Glauben dich umgebe! .. Nun, wir legen an dein Herz, Was von Herzen iſt gegangen; Führ die Seufzer himmelwärts Und erfülle das Verlangen; Ja, den Namen, den wir geben Schreib ins Lebens⸗Buch zum Leben. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Freude über die Gnaden⸗Fluth. .„o O9 1 er richt leder Se rreuden Dott nm 4 d. 6 bettl Gi Mel. Wer nur den lieben Gott. 1525. Min Gott ic dante Von der Taufe. 921 durch ich neu geboren bin, Du nimmſt aus Chriſti theurem Kaufe Die Schul⸗ den meiner Sünden hin, Du wäſcheſt mich mich Chriſti Blut: O ſegensreiche Gnaden⸗Fluth! 2. Der heilge Geiſt wird ausge⸗ goſſen, Wenn dieſes ſelge Waſſer fleußt. Ach, er iſt auch auf mich ge⸗ floſſen, Hilf, daß man ſeiner ſtets geneußt. Die Taufe gab das höchſte Gut: O wunderbare Gnaden⸗Fluth! 3. Ich bin dadurch aufs Neu ge⸗ boren, Ich ward ein liebes Gottes⸗ Kind. So werd ich denn nun nicht verloren, Wie die, ſo außer Chriſto ſind. Ich weiß, was mir der Vater thut: 8 liebesreiche Gnaden⸗Fluth! 4. Ich bin dadurch erneuert wor⸗ den Und eine neue Creatur. Ich bin im werthen Chriſten⸗Orden, Ich geh nach meines Jeſu Spur Und fürchte nicht des Satans Wuth: O krafterfüllte Gnaden⸗Fluth! 5. Die Taufe giebt mir auch das Erbe, Daß Heil und Seligkeit iſt mein. So ſterb ich fröhlich, wenn ich ſterbe; Du, Herr, biſt mein und ich bin dein. Ich fürchte nicht der Höllen⸗Gluth: lebensvolle Gna⸗ den⸗Fluth! 1 6. Dreieinger Gott, ſei hochgelo⸗ bet, Daß du mich ſo beſelget haſt! Wenn gleich die Welt und Satan tobet, So hab ich doch hier keine Raſt Und preiſe dich mit frohem Muth: Ach, allerliebſte Gnaden⸗Fluth! M. J. Reunherz, g. 1653. ſt. 1737. Erinnerung des Tauf⸗Bundes. Mel. Es woll uns Gott genädig. 1 526 9 Gott, da ich ſonſt —. keinen Rath Für meine Seel konnt finden, Haſt du mich durch das Waſſer⸗Bad Gewa⸗ ſchen rein von Sünden: Dabei du klärlich dich erweiſt Uns durch ein ſichtbar Heichen, O Vater, Sohn und heilger Geiſt, Es ſei nichts zu ver⸗ gleichen Mit deiner Gnad und Liebe. 922 2. Denn willig und von Herzens⸗ Grund, Sobald ich zu dir kommen, Haſt du mich auf in deinen Bund Zum Kind auch angenommen. Du hatteſt Urſach, mich vielmehr Zu ſtrafen und zu haſſen, Und haſt, o großer Gott, ſo ſehr Herunter dich gelaſſen, Den Bund mit mir geſtiftet. 3. Dadurch bin ich nun, als dein Kind, Verſichert deiner Gnaden: Was ſich für Schwachheit an mir findt, Das läßt du mir nicht ſchaden; Den Geiſt der Kindſchaft giebſt du mir, Und wenn ich vor dich trete, Mein Herz ausſchütte, Gott, vor dir, Nach deinem Willen bete, Werd ich allzeit erhöret. 4. Hingegen hab ich mich ver⸗ pflicht, Ich woll ein gut Gewiſſen Fort bei des Glaubens Zuverſicht Zu halten ſein gefliſſen; Dich, Va⸗ ter, Sohn und Geiſt allzeit Für mei⸗ nen Gott erkennen Und ſammt der werthen Chriſtenheit Mit Ehrerbie⸗ tung nennen den eingen Herrn und Vater. 5. Ich hab dem böſen Feind ent⸗ ſagt Und allen ſeinen Werken, Und dieſer Bund, der ihn verjagt, Kann gegen ihn mich ſtärken. Ich bin, o Gott, dein Tempel nun Und wieder neu geboren; Gib, daß ich rechte Werke thu, Dazu bin ich erkoren Und die du ſelbſt befohlen. 6. Der alte Menſch muß ſterben ab, Der neue aber leben; Den böſen Lüſten, die ich hab, Muß ich ſtets widerſtreben; Ic muß dem Perrichten dei⸗ Von der Taufe. thun nie werde laß, Bis an das kämpfe Und dort dein Reich aühn M. J. Bornſchürer, g. 1625,. ten. Erneuerung des Tauf⸗Bundes. Mel. O Gott, du frommer. 1 527 9 Gott der Ewigkeit 4. Ich denk an deine Gnade Und danke herzlich dir, Daß du im Waſſer⸗Bade Zu deinem Kinde mich So wunderbar gemacht Undin der Kindheit bald Mich in dein Reich gebracht.. 2. Jetzund erneure ich Den Bund der erſten Tage, Indem ich Satn, Welt Und meinem F Fleiſch entſage Ich gab euch ja den Dienſt Schan damals gänzlich auf: Geht, hebet eun⸗ von mir! Ihr hindert meinen Lau⸗ 3. Dir, ach, mein Schöpfer, gi Ich ferner mich zu eigen: Dir men Erlöſer, will Ich mich verpfüichte zeigen; Dir, o mein Tröſter, bin Jch gleichfalls unterthan; Ach, ninm mich Gott, mein Heil, Hiermit auf ewig an! 1 4. Ich will den Satan ſtets Für meinen Feind erkennen, Ihn, bie er es verdient, Den Seelen⸗Morder nennen. Ihm folg ich nimma⸗ mehr, Ich will ſtets wider ihn Mi Glauben und Gebet Erfreut u Fee ziehn. 5. Die Welt mag ZFeeiſches⸗Luſt Und Augen⸗Luſt daneben, Und was ihr Hochmuth wünſcht, Nur einen Andern geben. Mich blendet ſe nicht mehr, Ich haſſe, was ſie libt Guten hangen an, nen Willen, Mit Fleiß und Sorg⸗ falt denken dran, Daß ich ihn mög erfüllen, Durch deine Kraft und Stärke. 7. Gott Vater, Sohn und Geiſt, verleih, Daß ich feſt an dich gläube, Mich meines Tauf⸗Bunds tröſt und freu, Darin beſtändig bleibe, Als dein Kind Teufels⸗Werke haß, Die böſen Lüſte dämpfe, Das Gut zu begangne Und flehe den, der ſich In ihren Dienſt ergibt... 6. Das Ileiſch ſucht zwar in m Das Gute zu verhindern; Doch wi ich ſeine Macht Durch Chriſti Krat V vermindern. Mir ekelt vor mir ſelbſt Will ſelbſt mir widerſteyn Und nicht, Verrätherin, Mehr deine Wehe gehn. 7. Ach Vater, denke nicht Andi Sünde Von ſo viel Jahren nich Dein So lang den mag. 9. Als dem neuer Loib und orgen. Hatans nich, wo in Acht! 10. G heit dein Seelen⸗) Stunden Ach Hert alle mein lung gut. II. G Und nin Statt me ſchon erd As einen himmel liich. 12. D. Ac, kom inen Ten höhle; T 13. L Lirdelh 8 ſ d dor di b 3 Vornſhünn, deltdn 9 3 d Gett u ſtonmg. ſer ade 4 bald Mihi den a nd erneure jh da d lTage, Inden chen )meinem geiſch ge ruch ja den Ddene 3nzlich uf. Geßt 1chr hinden mnn a ² ach men Gga / nich zu eigen. Rm vill Ich mih umt er, o mein Tiſt 2 untexthan, h m 2, mein Hei, jna 1 Swill den Säin tin rreind erkennen W dient, Den Sag 7 Ihm folg ſt um will ſtets viin eund Gebet Gfetud 12. Ach, komm in meine Seele, Mach ir, Jh haſwin l kde, dr ſig n V 1 zu vethiden We 1 Ma iſt mi wüan en Vater, dun⸗ 1 Sünde dun ſ n. Von der Taufe. „Nimm mich zu deinem Kinde Jin wieder gnädig an Und ſteh mir häftig bei, Daß ich dir, als ein find, Mit Nichts zuwider ſei. 8. Ich, deiner Hände Werk, Bin ja—* dein Geſchöpfe, Zerſchmeiß mich nicht im Grimm Wie ganz zer⸗ brochne Töpfe. Gib, daß ich über mich Dein Augen Nacht und Tag, So lang ich leben ſoll, Eröffnet fin⸗ 2 den mag. ¹ounderbar gruhe 9. Als Vater wirſt du ja Bei je⸗ dem neuen Morgen Für mich, für Leib und Seel Und für die Meinen ſorgen. Als Herr beſchütze mich Vor Satans Liſt und Macht Und nimm Pid,nu ich geh Und ſteh und lieg, in Acht 10. Erlöſer, öffne mir Die Frei⸗ heit deiner Wunden In Leibs⸗ und Seelen⸗Roth, Auch in des Todes Stunden! Auf mein Gewiſſen quell, Ach Herr, dein theures Blut; Mach alle meine Schuld Mit dieſer Zah⸗ lung gut. 11. Gib mir, was du verdient, Und nimm, was ich verſchuldet, Statt meiner über dich, Du haſt es ſchon erduldet. Erzeige gegen mich Ass einen Bruder dich Und bitt im Nunna ſelbſt Beim Vater auch für nich. 12. Du Geiſt der Gnaden, komm einen Tempel dir Aus dieſer Mörder⸗ Soöhle; Treib aus derſelbigen, Was dir zuwider, aus Und ſchmücke, wie du willſt, Das dir geräumte Haus! 313. Laß mich im Kreuze Troſt Durch deinen Zuſpruch finden, Im Glücke nicht zu ſehr Daran mein Herze binden. Gib Glauben, Hoff⸗ nung, Lieb Und auch Geduld dabei, Daß meiner Taufe Kraft In mir zu finden ſei. 214. Hilf durch dein Wort in mir des Satans Macht bekämpfen, Der Lit der Welt entgehn, Die Luſt des Neiſches dämpfen. Ich ſuche Nichts, womit Man ſich hier unten trägt; 923 Die Krone ſuch ich nur, Die droben beigelegt. 15. Ach, ich verſpreche Viel Und will es gern auch halten; Laß die⸗ ſen Vorſatz nur Nicht bald in mir erkalten. Hilf, hilf mir es vollziehn, Der du mein Helfer heißt, In Zeit und Ewigkeit, Gott Vater, Sohn und Geiſt! 16. So iſt der Bund gemacht, Von Beiden unterſchrieben, Von Gott durch Jeſu Blut, Von mir durch ſtetes Lieben. Der Mittler iſt für mich; Was ich nicht halten kann, Nimmt er an meiner Statt Zu leiſten ſelber an. 1 17. So iſt der Bund gemacht, Nun mögen Berge weichen Und Hü⸗ gel gar vergehn, Werd ich im Tod erbleichen: Der Bund des Friedens fällt Darum nicht von mir hin, Weil ich hier Gottes Kind, Dort Jeſu Erbe bin. M. G. B. Scharf, g. 1676, ſt. 1744. Vergleichung der Sündfluth mit der Taufe. Mel. Herr Chriſt, der einig. 1 528 9 Gott, wie ſchädlich⸗ 1* ☚ war die Fluth, Da⸗ durch die Welt verdarb, Sie lebte nur nach Fleiſch und Blut, Bis daß ſie ſchändlich ſtarb. Das machten ihre Sünden. Herr, laß uns Gnade finden, Die Jeſus theuer erwarb! 2. Doch bildt die Sündfluth Et⸗ was für, Das unſer Herz erfreut. O großer Gott, wir danken dir Für deine Freundlichkeit, Die uns ſo herz⸗ lich liebet Und uns die Taufe gibet. O ſchöne Gnaden⸗Zeit! 3. Die Tauf iſt eine Fluth des Heils, Sie macht von Flecken rein. Wir tröſten uns des beſten Theils Und daß wir ſelig ſein. Wenn dieſes Waſſer träufet, So wird die Sünd erſäufet. Wir gehn zum Leben ein. 4. Wir dürfen ſo nicht untergehn Weil man die Arche findt. Wir werden ewig wohl beſtehn, Weil wir in Jeſu ſind. Wir ſind zur Taufe kommen, Gott hat uns angenom⸗ men. Ich bin ſein Gnaden⸗Kind. 5. Und wenn ich ausgeflogen bin, Den Eitelkeiten nach, So Pand ich ſchlechten Luſt⸗Gewinn. Ich ließ das Welt⸗Gelag Und kam zu Chriſti Ka⸗ ſten, Da kann ich beſſer raſten. O ſüßes Schlaf⸗Gemach! 6. Das Täublein, das zu dir be⸗ gehrt, Das nimmſt du gnädig auf. Wer nur zur Taufe widerkehrt, Geht einen lolgen Lauf. Du nimmſt mich in die Wunden, Da wird das Heil gefunden. So ruht die Seele drauf. 6. Hilf, daß man in der Arche bleibt Und ſeine Ruh behält; Gib, daß uns Niemand von dir treibt. Fleucht Eines zu der Welt, So laß uns wiederkehren Und deiner Huld begehren, Auf daß man dir gefällt. 8. Gedenk uns an die Seligkeit, Die uns die Taufe ſchenkt, Daß uns das Täublein jederzeit Zur Taufe wieder lenkt. Einſt hol uns aus dem Jammer Zur Himmels⸗Ruh und Kam⸗ mer, Da keine Sorge kränkt. M. Joh. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. Andenken und Erinnerung des Tauf⸗Bundes. Mel. Allein Gott in der Höh. Jeſu Chriſt, ich preiſe 1529. 81 dich Mit fröhlichem Gemüthe, Daß du mich ſo genädig⸗ lich, Nach deiner großen Güte, Durch meine Tauf errettet haſt Von aller meiner Sünden⸗Laſt Und mir dein Heil geſchenket. 2. Sobald mein Haupt dein Waſ⸗ ſer⸗Guß Begonnen zu begießen, Da ließt du deinen Liebes⸗Fluß Auch in mein Herze fließen; Ein göttlich Le⸗ ben gabſt du mir, Dein Geiſt ver⸗ band mein Herz mit dir, Ich war aus Gott geboren. 3. Du wuſcheſt meine Seele ab Von allen Sünden⸗Flecken Und Von der Taufe. ließeſt alſo in das Grab Des g. ſches Macht verſtecken: d.e deinen Tod getaucht, Was Satanas vorher gebraucht, Ins Elend mic bringen. 4. So ſtelleteſt du heilig dar Par deines Vaters Throne Und vor de Auserwählten Schaar Mich in da ſchönen Krone Der göttlichen Geret⸗ tigkeit, Du wurdeſt ſelbſt mein Gi⸗ renkleid, Darin ich konnte prangen .5. Kein Engel war ſo ſchön a ich, Da ich dich angezogen; z prangte mehr, als königlich; Du m⸗ deſt ſelbſt bewogen, Mich nun a nennen deine Braut, Im Glauken ward ich dir vertraut. So hoch wand ich erhoben! 3 6. Da ward mir auch zugleichdas Recht Zu deinem Reich gegeben, t ward von göttlichem Geſchlecht, de wurdeſt ſelbſt mein Leben, Weil ih an deinem Leibe ward Ein Glied und nun nach deiner Art Mein ke ben konnte führen. 7. Doch mußte dieß verborgen ſein, Die Schönheit war derdecket, Da man mich alſo tauchte ein Und unter Kreuz verſtecket; Es mußte nun ans Leiden gehn, Bis ich au künftig könnte ſtehn In offenbarer Klarheit. 8. So war es zu derſelben Sum, Als ich ward aufgenommen d di⸗ ſen heilgen Gnaden⸗Bund Und i die Zahl der Frommen. Wie iſte aber nun mit mir? Mein Heiland, ſoll ich jetzo dir Nicht gleichfalls ze gehören? 3. 9. Ach ja, es iſt noch dieſer Bund Mein Siegel im Gewiſſen, Das nich verſichert alle Stund, Wie du noch ſeiſt befliſſen, Mich zu erhalten, 1 ich kann Noch ſtets die Frage ſi len an: Bin ich nicht, Gott, den eigen? 910. Haſt du mich nicht zu deine Kind In deinem Sohn ernähla Haſt du mich nicht von aller in n Gnaden losgezählet? It m dein Bund ein ewger Bund? Hatſl ben nich enem Gi 1l. Geh 1 Pas 6 ti richt! iict mir denſt ni m Glaube nad und 12. Dr. zum, De nen Der drum Mi du willt der auf ganzem K 13. IM die Buße weil der Vopſen dr Ml. 153 4 cht dnsni 1 5* gedutt dun 1 uct Weün 8 ſtelleteſt du b rr aa — — — ward mira cn götllicen Ghit ſelbſt mein 1 1 1em Leibe war mnach deiner N tte führe. och mußte diß uen rie Schönhei wwe ernich aho mart m rrreuz verſtecet, d n zLeiden gehn, hit 4 rkönnte ſtehn R Ga th „ vwar eszudeiig n ward aufgenonms i⸗ w 1- t alle Stund 1 liſen, Nihn a Noch ſtis ſe ,A Bin ihh nich zaſt du nihſit 3 deinen deh 1 bin, Daß deines Geiſtes lich Von der Taufe. chen nicht demn theurer Mund Mit enem Eid verſiegelt? Einn Geht mich nicht auch das Alles an, Was Chriſtus hat erworben 5 Hat ers nicht mir zu Gut gethan? Iſt er nicht mir geſtorben? Iſt ſein Ver⸗ dientt nicht mir geſchenkt, Da ich in Glauben ward verſenkt In ſeine Gnad und Güte 12. Drum bleib ich ja dein Eigen⸗ thum, Das du dir nicht läßt neh⸗ men; Der Sünden⸗Macht wird wie⸗ eea derum Mich nimmermehr beſchämen; du willſt und kannſt den laſſen nicht, Der auf dich ſeine Zuverſicht Von ganzem Herzen ſetzet. 13. Zwar hab ich auch durch viele Schuld Den Gnaden⸗Bund zerriſſen, aun lh gin unwerth worden deiner Huld; du deinem Reih g. Doch bin ich nun befliſſen, Daß durch die Buße dieſer Bund Befeſtigt werde, weil der Grund Bei dir noch feſte ſehet.. 14. Ich ſteh im Kampfe wieder mich Mein Fleiſch und Blut zu zwingen Der Geiſt kämpft in mir ritterlich; Wenn Lüſte auf mich dringen; Läßt mit der Satan keine Ruh, Stürmt auch die Welt mit auf mich zu, Geb ich mich nicht gewonnen. 15. Vielmehr weil ich getaufet euer Ent⸗ zünd und ändre meinen Sinn, Iſt mir ſehr werth und theuer Dein gött⸗ Wort, das weiſet mir, Wie ich ſoll flehen für und für, Was dir at nicht wohlgefället. 16. Gib nun, daß deine Lieb in mir Stets treibe mein Gemüthe, Daß ich nich ſehne ſtets nach dir Und mich vor Sünden hüte. Du Liebe, thuſt mir viel zu Gut; Gib, daß ein jeder Tropſen Blut Von deiner Liebe walle. Chr. Jac. Koitſch, g. 1671, ſt. 1735. Drei Zeugen auf Erden. 1 Joh. 5, v. 8. Mel. Es woll Gott uns genädig. 1530. 9 welch ein unvergleich⸗ lich Gut Gibſt du, 925 Herr, deinen Kindern! Das Waſſer und zugleich das Blut Verehreſt du den Sündern. Drei Dinge ſind, welch allermeiſt Auf Erden Zeugniß geben; Das Blut, das Waſſer und der Geiſt, Die können uns erheben Zu deinem Freuden⸗Leben. 1,2. Dieß Sacrament iſt ſelbſt durch dich Geheiligt und beſchloſſen, Daß, wie du, Herr, biſt ſichtbarlich Mit Waſſer ganz begoſſen Im Jordan durch Johannis Hand, So ſoll auch uns rein machen Dein heilig Blut, das theure Pfand, Das lauter Him⸗ mels⸗Sachen Kann wirken in uns Schwachen. 3. Du haſt uns durch dieß Sacra⸗ ment Der Kirche einverleibet Alſo, daß man uns Chriſten nennt Und in dein Buch jetzt ſchreibet; Dieß Waſſer⸗Bad hat uns im Wort Auch rein gemacht von Sünden; Dein guter Geiſt, der will hinfort Die Herzen recht entzünden Und Lieb in ihnen gründen. 4. Wir ſind, Herr, in dein Gna⸗ denreich Durch dieſen Bund geſetzet, Der uns an Leib und Seel zugleich Recht inniglich ergötzet; Du haſt uns durch dieß reine Bad So trefkflich ſchön bekleidet, Daß auch hinfort von deiner Gnad Uns ſelbſt der Tod nicht ſcheidet, Noch Alles, was uns neidet. 5. Aus Höllen-Kindern ſind wir ſchon Der Gnaden Kinder worden: Dieß iſt der Chriſten ſchönſte Kron Und Schmuck in ihrem Orden. Ja Chriſtus ſelber und ſein Blut, Sein Tod und Sieg daneben Iſt nun⸗ mehr unſer eignes Gut, Das er uns hat gegeben, Mit ihm dadurch zu leben. 6. Er hat uns auch das Kindes⸗ Recht Der Seligkeit geſchenket, Durch ſolches iſt die Sünde ſchlecht Ins tiefe Meer verſenket. Was können Teufel, Hölle, Tod, Welch uns ſtets wider⸗ ſtunden, Weil Jeſus Chriſtus alle Noth Sammt ihnen überwunden? Nun iſt das Heil gefunden. 7. Herr, laß uns doch, den Reben lleich⸗ Auch Mut⸗ Früchte bringen nd aus der Welt nach deinem Reich Im Glauben eifrig ringen; Laß uns durch wahre Reu und Buß Auch täglich mit dir ſterben, Demnach der alte Adam muß Bis auf den Grund verderben, Soll man dein Reich er⸗ erben. 8. Hilf, daß wir dieſen Gnaden⸗ Bund der Taufe nie vergeſſen, Und ſich kein freches Herz und Mund Zu ſchmähen ihn vermeſſen. Die Taufe muß in Angſt und Pein, Ja, wenn wir gehn von hinnen, Herr, unſer Troſt und Freude ſein, Das heißt der Welt entrinnen, Den Himmel zu gewinnen. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Wahre Art, ſich einen getauften Chriſten zu nennen. Mel. Alle Menſchen müſſen ſterben. elig, wer mit Recht 1531. 9 kann ſprechen: Ich vin ein getaufter Chriſt, Der bei menſchlichen Gebrechen Dennoch ein Kind Gottes iſt. Was ſind andre Schätze nütze, Da ich einen Schatz beſitze, Der mir alles Heil gebracht Und mich ewig ſelig macht? 2. Keine Sünde macht mir bange, Ich bin ein getaufter Ehriſt Und weiß dieſes, daß, ſo lange Solcher Troſt im Herzen iſt, Ich Vergebung meiner Sünden Kann in Jeſu Blute finden, Weil das theure Waſſer⸗Bad Mich damit beſprenget hat. 3. Darum, Satan, laß dir ſagen: Ich bin ein getaufter Ehriſt, Durch dieß Wort kann ich dich ſchlagen, Wenn du noch ſo grauſam biſt. Seitdem ich zur Taufe kommen Und mich Gott hat aufgenommen, Bin ich von der Tyrannei Aller meiner Feinde frei. 4. Und ſo ſag ich, wenn ich ſterbe: Von der Taufe. das bringet mich zum Erbe, Dasz Himmel droben iſt; Leg 5 ſün im Todes⸗Staube, So verſwict mir doch der Glaube, Daß mir ein der Taufe Kraft Leib und Leben wie⸗ der ſchaift meh . Dieſer mehr, als goldne Sege Soll mein Troſt im Leden ſh Heißt mich Gott ins Grab hinlaga So gibt mir die Hoffnung ein, Ian wenn Herz und Augen brechen, deß die Seele werde ſprechen: Ich tn ein getaufter Chriſt, Der nun eni ſelig iſt. Gewißheit des Tauf⸗Bunden an Gottes, nur Mangel an unſen Seite. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele⸗ 1532 4 eg, du ſchniͤr Schlangen⸗Sr⸗ men, Sünde, Furcht und Trauni keit; Denn ich trage Chriſti R⸗ men, Als ein Glied der Chriſtenhei. Gott hat Nichts an mir geſpart, Und als ich getaufet ward, Fand ich in dem Waſſer⸗Bade Chriſti Nut und alle Gnade. 2. Sollt mir dieß nicht widerſe⸗ ren, Was der Gnaden⸗Bund der heißt? Ach, die hohen Zeugen wan Vater, Sohn und heilger Geiſt, Um mir ward des Vaters Gnad, Was der Sohn erworben hat, Was d Geiſt im Worte lehret, Als ein thenr Geſchenk verehret. 3. Gott hat Nichts umſonſt der ſprochen, Was er ſagt, das trifft mi ein. Und der Schluß bleibt ungehn⸗ chen: Sollt mir das nicht tröftih ſein? Wer an ſeinen Jeſum glautt Und bei ſeiner Taufe bleibt, Nüim Seligkeit verſehen, Und das ſola mir geſchehen. 4. Doch wer hat dem Gnadn. Bunde Recht und hhriſtlich nachgelet Wer hat in der Gn den⸗Sun Seiner Gnade widerſtrebt? Hahi Ich bin ein getaufter Chriſt; Denn auch, als Gottes Kind, Gotts Bi Pas di ſie kan! Bel⸗ s Mel, 45 3 19 meinen dein K cher it mir Luſt, fort, T als der 2. 6 ſein, Wie de Soll i Kindes (Des I Pid: ſtecee d Herz v hruder 3. 2 Daran hat me ttert, deinem ein Sü deine ſeiſchie erauick 11 E ſr ned ,n, in Troſt in 9 1 1 d echa 6 ſfter Chrit, dnn ſer hrit, kr A zheit des dea V es, ur Angtuten. Seitrt. * Freu dich ſehr,. ir,dn *) 4 . eg, A ſui 4* lhn künde, Furtt 5* enn ich dag ſf. s ein Glied wgſnte Nichts an nitza ſ Lizetaufet wed wih ſſſer⸗Bade Ciit wh d de. allt mir diß nireri as der 3 1 alch, die hohn an wunt Sohn und ſahn ln d des Vates h de n erworha t ld 11 Worte lene bit hen 4 verehrt. vott hat Nütut der 5, Was ei ſeiner dui jt verfehen V ſede voller Trug und Güt Herz vergißt Des Nächſten, der mein Daran ſtehts — eſinnt? Hab ich Chriſtum P uuh Und bin doch der Welt ogen? gen eißet dieſes neu geboren, Wenn das Fleiſch bei Kräften bleibt, Oder bin ich unverloren, Wenn mich Sa⸗ tans Wille treibt? Ja, dieweil das höchſte Gut In der Glaubens⸗Kraft beruht, Ach, ſo wird der Troſt zu⸗ nichte; Denn wo ſind die Glaubens⸗ Früchte? 1 Fri Freilich ſind es große Sachen, Was die Taufe nützt und gibt; Denn ſie kann uns ſelig machen, Daß Buß⸗Lieder. 927 uns keine Schuld betrübt; Dennoch, wer zurücke fällt Und den Schatz verächtlich hält, Dieſer kann in ſol⸗ chen Sünden Weder Gott noch Him⸗ mel finden. 7. Jeſu, gib mir noch in Zeiten Deines Geiſtes Unterricht; Denn ge⸗ wiß auf deiner Seiten Wankt der Bund des Friedens nicht; Doch wer ſich zu weit vergeht, Bis die Todes⸗ Furcht entſteht, Möchte ſich zu lan⸗ ge ſparen: Jeſu, laß michs nie erfahren! M. Chr. Weiſe, g. 1642, ſt. 1708. XXXIII. Bekenntniß und Abbitte der Sünden. Mel. Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt. 452 ch frommer Gott, ich 1533. A ſoll ja dich, Als meinen Schöpfer, lieben Und, als dein Kind mich emſiglich In deinen Rechten üben. Dein theures Wort iſt mir bewußt, Ich aber finde ſolche Luſt, Die mich zum Böſen reizet * fort, Da mir dein Wort Dich zeiget als den Lebens Port. 2. Dein Name ſoll uns herrlich ſein, Ich ſoll ihn heilig führen. Wie dein Wort wird gelehret rein, Soll ich mein Leben zieren. Des Kindes und des Schülers Pflicht (Des Vaters und der Mutter Pflicht) Wird oft bei mir betrachtet nicht, Ich Liſt, Mein Bruder iſt. 3. Was ich gedenke, red und thu, Daran ünde kleet; Darum hat mein Herz keine Ruh, Es heulet, zittert, bebet: Es fürchtet ſich vor deinem Zorn Und quillt doch als dgdd ein Sünden⸗Burn. Wenn mich, Herr, a⸗Shne deine Hand hart drückt, Mein Geiſt Aihrict Bis mich dein Gnaden⸗Wort erquickt. Vuß-Lieder. 4. Dein Wort den Eid⸗Schwur mir vorhält: So wahr, als ich, Gott, lebe, Ich will den Tod nicht, denn der Welt Ich meinen Sohn ſelbſt ebe. Nun, Vater, keinen Gnaden⸗ bron Weiß ich, denn deinen lieben Sohn, Der hat mir Sünder auch zu Gut Mit ſeinem Blut Gelöſcht den Zorn und Feuers⸗Gluth. 5. In ſeine Wunden ſchließ ich mich, Ich lieg in ſeiner Seiten; Sein Blut fleußt auf mich mildig⸗ lich; Ich will mein Herz bereiten Zu ſeinem Ruhe⸗Bettelein, Darinnen ſoll mein Jeſus ſein. Sein Leib mich ſpeiſt, ſein Blut mich tränkt, Mein Geiſt gedenkt An ihn, wenn mich die Sünde kränkt. 6. Deß tröſtet ſich mein Herz und Sinn Und will ſich dir ergeben, Denn du biſt mein Troſt und Ge⸗ winn Im Sterben und im Leben, Sprich mich von meinen Sünden los Und nimm mich in den Gnaden⸗ Schooß, So ſoll mein Herz zu jeder Zeit Dir ſein bereit, Zu preiſen deine Herrlichkeit.. 7. Ich will hinfort ſtets, als ein Kind, Auf deinen Wegen gehen Und meiden allen falſchen Wind, Ich will auf dein Wort ſehen. Dein guter Geiſt ſoll führen mich Auf rechter Bahn beſtändiglich, An deiner Gnad ich zweifle nicht, Denn mein Herz ſpricht: Wie ich feſt glaube, mir geſchicht. D. J. Maukiſch, g. 1617, ſt. 1669. Um Reinigung von geiſtlichen Ausſatz. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. 153 4 A¹ Gott, es hat mich . ganz verderbt Der Ausſatz meiner Sünden, Die mir von Adam angeerbt, Wo ſoll ich Rettung finden? Es iſt mein Elend viel zu groß Und iſt vor deinen Augen bloß, Wie tief mein Herz verdorben. 2. Es iſt verdorben mein Ver⸗ ſtand, Mit Finſterniß umhüllet; Der Will iſt von dir abgewandt, Mit Bosheit angefüllet; Und die Begier⸗ den ſind geneigt, Die Luſt, die aus dem Herzen ſteigt, Im Werke zu vollbringen. 3. Wer kann ausſprechen ſolchen Gräul, Der Leib und Seel beflecket? Wer macht uns von dem Unheil heil, Das uns hat angeſtecket? Der Tauſendſte bedenkt es nicht, Der Sinn iſt nicht dahin gericht, Daß man dran mög geneſen. 4. ddch komm zu dir in wahrer Reu Und bitte dich von Herzen, O Jeſu, Jeſu, mache frei Die Seele von den Schmerzen Und dem, was ſie bisher beſchwert Und ihre Lebens⸗ Kraft verzehrt, Sonſt muß ich unter⸗ ſinken! 5. Wen ſoll ich anders ſchreien an, Als dich, mein Heil und Leben! Du diſt allein der Helfersmann, Der mir kann Rettung gehen, Daß ich von Sünden werde rein Und als ge⸗ heilt vor Gott erſchein Durch deinen Tod und Wunden. 6. Du weißt, o Jeſu, meine Noth, Und kannſt nach deinem Willen Ver⸗ treiben dieſen meinen Tod Und allen Jammer ſtillen; Ja, Herr, du willſt, ich traue feſt, Daß du mich nicht in Noth verläßt, Du biſt und heißt ja Jeſus. L. Laurentii, g. 1660, ſt. 1722. Buß⸗Lieder. die du geriſſen Mit Prüfung, ob man bißsher Gottes Kind geweſen. In voriger Melodie. ch Gott, iſt noch de 1535. A Geiſt bei na 1 mir könn Zeugniß geben, Ich ſe dein Kind? Ich zweifle ſchier, Wenn ich beſchau mein Leben; Nichts iſ an mir, das mich entzündt, wahrer Buß zu ſein geſinnt, Me du von mir begehreſt. 2. Den guten Geiſt, den du mi haſt Verſprochen, mich zu führen Treib ich von mir und halt für diſ Sein himmliſches Regieren. Ie Freud in Gott, die wahre Ruh Kam ich mir nimmer eignen zu, Weilnn mein Fleiſch mich leitet. 3. Daß du ein großer Henſſche ſeiſt, Der Alles hier regieret, Benn ich zwar; doch, daß du draͤuſt da Sünd, wie ihr gebühret, Mit ſchwen Straf, betracht ich nicht. Den ſi⸗ ter weiß ich, das Gericht Wil ich doch nicht erwägen. 1ſ14. Die vielen Gaben dieſer Wei Lieb ich mehr, als den Geber. Ge⸗ ſundheit, Wolluſt, Ehr und Gedd Sind ſolche ſüße Träber, Wernach ich meine Wünſche ſtell, Daß meine Seel die wahre Quell Verlieret, ih ren Schöpfer.. 5. Ich meine zwar, ich liebe dich Wünſch auch dein Gegenlieben, Was aber ſcheidet dich und mich, Scheuih mich nicht zu üben; Ich halte dich ſi meinen Gott; Will doch nicht haltm dein Gebot, Entzieh mich deinen oche. 6. Du gabſt aus Lieb mir deinen Sohn, Mich Armen zu erlöſen; Was geb ich dir für einen Lohn⸗ laufe nach dem Böſen; Die Sünden, die du haſt verbannt, In die bin ic ſo ſehr entbrannt, Daß ich dein hat vergeſſe. 7. Ja, großer Gott, es ſaget mn Der Zeuge, mein Gewiſſen: Ich dir Nichts, ich raube dir Die Ge ſolcher Nih aüb ihre dn Tod, 4 2 hund S die ſind i ihre de Erd nicht me rung! p 3 ſiSo! nich m. An dieſ nic, mals er meiner 10.3 meht Den l 153 ein rech nackend zes Le ob unn b ſiche Kind geweſen. Wm I voriger Naae ruh u ſin gi rpi unt e urn Geß, Erroce, m Ammer eignen g gin ch mich lätt — — elen * doch, daß um d. ³ du en guie ti Leihr gbühtet Riſen Itracht ich nich Aa ſi 1 erbägen. 2 vielen Gaben onat — — — S — — — — — — 1 nehr, dls de 3 de * Wolluſt, Ehr m b he ſüße Tribe, Ung 2 Winſche ſell danen * wahre Ouel Nah Sffer. e mene zwo i k ſuch dein Geeütg e 1 det dic undmin 1 tzm üben, Jötanſ. 'olt; Wil vnthie 1 1 4 ot, Entzi ii gabſt au dih ſüdmn ſt verbannt, N dutrun Dij 4 R ntsrdt s⸗ w ze, men daßß ls, Wih mn 1 Zweifelmuth nicht ſtoß Die Seel in das Verderben. 1 11. Es ſoll der ſchwere Sünden⸗ Wuſt Mich nicht kleinmüthig machen. Des Sünders Reu iſt deine Luſt, Der Engel Freud und Lachen. Dein guter Geiſt geb für und für Ein Zeugniß meinem Geiſt in mir, Daß ich ſei Gottes Erbe. Anton Ulr., Herzog zu Braunſchw. Lüneburg, g, 1633, ſt. 1714. Fußfällige Buße vor Gottes Thron. In eigener Melodie. 1536. AGen t daglegi ein rechtes Sünden⸗Kind, Bloß, elend, nackend, taub und blind; Mein gan⸗ zes Leben Iſt Widerſtreben, Doch denk ich ſtets an meine Buße. 2. Ach Gott, ich falle dir zu Fuße! Der Satan hat mich angeklagt Und dem Gewiſſen vorgeſagt, Ich ſei ver⸗ loren, Zur Qual erkoren. Was ſoll ih thun? Ach, Buße, Buße! 3. Ach Gott, ich falle dir zu Fuße, Denn meine Sünd und Miſſſethat, Die dich ſo ſehr erzürnet hat, Macht Buß⸗Lieder. 929 meinem Herzen Die größten Schmer⸗ zen Und treibet mich jetzt an zur Buße. 4. Ach Gott, ich falle dir zu Fuße Und ſehe das erwürgte Lamm, Das aller Welt am Kreuzes⸗Stamm Durch Blut und Wunden Das Heil erfunden! Deß tröſt ich mich und thue Buße. 5. Ach Gott, ich falle dir zu Fuße! Ich weiß dein Vater⸗Herze bricht, Und geht nicht mit mir ins Gericht, Wenn ichs erkenne Und Jeſum nenne; Denn das gehört zur rechten Buße. 6. Ach Gott, ich falle dir zu Fuße! Dein Geiſt verſichert meinen Geiſt, Daß du mit mir verſöhnet ſeiſt. Bin ich in Gnaden, Was kann mir ſcha⸗ den? Ich bin getroſt auf meine Buße. 7. Ach Gott, ich falle dir zu Fuße! Vergib mir meiner Sünden⸗Schuld Nimm mich in deine Vater⸗Huld: So ſoll mein Leben Sich dir ergeben Und chriſtlich ſein nach meiner Buße. M. Chr. Kahl, g. 1723, ſt. 1797, Bußfertige Zuflucht zu Jeſu Wunden. In bekannier Melodic. 1 537 A Gott und Herr, 4 Wie groß und ſchwer Sind mein begangne Sünden! Da iſt Niemand, der helfen kann, In die⸗ ſer Welt zu finden.. 2. Lief ich gleich weit Zu dieſer Zeit Bis an der Welt ihr Ende Und wollt los ſein Des Kreuzes mein, Würd ich doch ſolchs nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich: Verſtoß mich nicht, Wie ich wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, Geh nicht ins Gricht! Dein Sohn hat mich ver⸗ ſühnet.. 4. Solls ja ſo ſein, Daß Straf und Pein Auf Sünden folgen müſſen, So fahr hier fort Und ſchone dort Und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld, Vergib die Schuld, Schenk ein gehorſam Herze, Daß ich nur nicht, Wies oft geſchicht, Mein Heil murrend verſcherze. 59 ““ 93⁰0 Buß⸗Lieder. 6. Handle mit mir, Wies dünket dir! Durch dein Gnad will ichs lei⸗ den: Laß mich nur nicht Dort ewig⸗ lich Von dir ſein abgeſchieden. M. Martin Rutilius, g. 1550, ſt. 1618, der dieß Bußlied d. 29. Mai A. 1604 in die Kirchen⸗Agende zu Weimar eigenhändig geſchrieben und verfertigt hat. Zuſatz. 7. Gleichwie ſich fein Ein Vögelein In hohle Bäum verſtecket, Wenns trüb hergeht, Die Luft unſtät Men⸗ ſchen und Vieh erſchrecket: 8. Alſo, Herr Chriſt, Mein Zuflucht iſt Die Höhle deiner Wunden; Wenn Sünd und Tod Mich bracht in Noth, Hab ich mich drein gefunden. 9. Darin ich bleib, Ob hier der Leib Und Seel von ander ſcheiden: So werd ich dort Bei dir, mein Hort, Sein in ewigen Freuden. 10. Ehre ſei nun Gott Vater und Sohn, Dem heilgen Geiſt zuſammen. Zweifle auch nicht, Weil Chriſtus ſpricht: Wer glaubt, wird ſelig. Amen! D. Joh. Groß(Major), g. 1564, ſt. 1654. Der 6. Pſalm. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1538 A Herr, hier lieg ich . Armer Vor deinem Gnaden⸗Thron, Ich ſchreie, mein Er⸗ barmer, Ach, gib mir nicht den Lohn, Den mir dein Zorn beſtimmet, Und züchtige mich nicht, Weil du noch biſt ergrimmet: Geh doch nicht ins Gericht! 2. Herr, ſei mit mir in Gnaden, Sieh meine Schwachheit an Und heile meinen Schaden, Weil ſonſt kein Arzt nicht kann. Es zittern meine Glieder, Und deiner Plage Joch Drückt meine Seele nieder: Ach Herr, wie lange noch? 3. Kehr dich zu meiner Bitte, Er⸗ rette meine Seel, Hilf mir durch deine Güte, Du Arzt in Iſrael! Denn wollteſt du mich tödten, So dächt ich deiner nicht, Weil in der Höllen Nöthen Dir auch kein Dank geſchicht. 14. Ich bin vom Seufzen müde Me ich die ganze Nacht Bei meinem 5— nen⸗Liede Mein Lager naß gemacht Mein Antlitz iſt verfallen, Vor Trau ren ungeſtalt, Die Angſt macht mich vor Allen Noch vor den Jahren al 5. Doch weiche, was mich kraͤnte Gott hört mein Weinen ſchon, d hat ſein Ohr gelenket Von ſeinen Gnaden⸗Thron. Mein Flehn i durchgedrungen Und mein Gehete a Den Höchſten ſelbſt bezwungen, da vor ſo ferne trat. 9 6. Nun hab ich Gott zum Freunze So mag es immer gehn, Es müſſen meine Feinde Mit Schanden nunhe ſtehn. Er ſchreckt und kehrt von da⸗ nen Tod, Teufel, Höll und Wei Wer wollte den verdammen, a Gottes Gnad erhält? Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. Ang. Der 6. Pſalm. In voriger Melodie. 1 539 A⁸ Herr, mich arnen 8.=X Sünder Shaf ncht in deinem Zorn; Dein ernſten Grinm doch linder, Sonſt iſts mit mi de⸗ lorn! Ach Herr, wollſt mir vergeben Mein Sünd und gnädig ſein, Daß ich mag ewig leben, Entfliehn de Höllen⸗Pein! 2. Heil du mich, lieber Herre, Dem ich bin krank und ſchwach: Men Herz, betrübet ſehre, Leidet groß l⸗ gemach; Mein Gbeine ſind erſchuit⸗ ken, Mir iſt ſehr angſt und bang⸗ Mein Seel iſt ſehr erſchrocken: Ac, du Herr, wie ſo lang!. 3. Herr, tröſt mir mein Gemüthe, Mein Seel rett, lieber Gott, Um wegen deiner Güte Hilf mir aus alle Noth! Im Tod iſt Alles ſtill, d denkt man deiner nicht: Wer will dih in der Höllen Dir danken ewigiih 4. Ich bin von Seufzen müde Hab weder Kraft noch Macht, I großem Schweiß ich liege Durchaus die ganze Nacht; Mein Lager inh von Thränen, Mein Gſtalt von Trau⸗ ren alt Ji Ang 5. We ft gehol (rretter, Fehött! riiſen f Feinde, 3 36. Ch Mt hot Pater u gleicher Ehren ans All Erbe ze Nacht e 4 M — binvong⸗ — — — — —= —— — = — — = —˖ꝗ — — — — — S== ——- — — — — = = — — — — y — — — S — 8 6 ungen Und me —r ſten ſäbt Venu — — unna 2 me tit. W ſchrett und eta —., Taufal, hl m te den vedunng 1nad erhält 9 Deni. Sthul 9 h der d pfln. In doriger Mlohe V ewig leben, Gthn ldu mich leherim n 8 3 6 6 Bkrank und ſbeute rübet ſehre, Gay r Mein Gbeine ſndi r it ſehr anſt nim dell it ſegr ntnit wie ſo luny Ir, tiſt nir nalei eel utt, lihr b4, iner Gllt Hiſm u In Tod it Ulsit 85 n zöllen Dir danin tihee i don Saſf der Krrft wl I 6 1 Nug 1 4 n 4 9 1 6 — 7 9 2 — —— in — 7 p U riſ ſwn Schveiß ih ie d tun. Mei bn 1 b nnen, Mein Gſtat 2 1 8 — ——— — Mer lde 8 —— den. ten alt, Zu. Tod ich mich faſt gräme, Die Angſt iſt mannigfalt.. z. Weicht all, ihr Uebelthäter! Mir it geholfen ſchon: Der Herr iſt mein Erretter, Er nimmt mein Flehen an, Er hört meins Weinens Stimme; Es müſſen fallen hin All, die ſind meine Feinde, Und plötzlich kommen um. 6. Ehr ſei ins Himmels Throne Mit hohem Ruhm und Preis Dem Vater und dem Sohne Und auch zu gleicher Weis Dem heilgen Geiſt mit Ehren In alle Ewigkeit! Der woll uns Alln beſcheren Die ewge Seligkeit. Joh. Herm. Schein, g. 1587, ſt. 1630. Erbeteues Schonen von Gott. In eigener Melodie. 1 ch Herr, ach Herr, 1540. A meiner ſchone, Mir nicht nach den Werken lohne! Wenn du willſt zu Rechte gehen, Herr, wer kann vor dir beſtehen? 2. Keiner, Keiner iſt zu finden, Welcher rein von allen Sünden, Son⸗ dern Alle müſſen ſprechen: Herr, be⸗ gehr doch nicht zu rächen! 3. Sünder haben mich geboren, Gottes Bild hab ich verloren Durch die Mengemeiner Sünden: Ach, Herr, laß mich Gnade finden! 4. Herr, ich ſuche dichmit Thränen; Mit Marien Magdalenen Fall ich dir zu deinen Füßen, Nur mit Thränen ſie zu küſſen. 5. Bei dir, Herr, will ich erſchei⸗ nen Und mit Petro ſtets beweinen, Was ich wider dich begangen: Gnade hoff ich zu erlangen. 6. Nun, die Sünden ſind vergeben, Du haſt mir geſchenkt das Leben: Weg mit Angſt und allem Leide! Ich geh ein zur Himmels⸗Freude. Tob. Tzeutſchner, ſt. 1675. Um Oeffnung des Himmels für unſre Buße. In eigener Melodie. 1541. A teinnehoſnedih, Buß⸗Lieder. 931 Vor deinem Throne ſchmieget, In Demuth vor dir lieget Und flehet ängſtiglich: Ach Himmel, öffne dich! 2. Awor ſpricht dein ſtrenges Recht, Weil, als des Teufels Knecht, Ich mich anher bezeuget, So ſollt ich ſein ge⸗ beuget Zum höllſchen Qual⸗Geſchlecht: So ſpricht dein ſtrenges Recht. 3. Ja, Gott, ich leugne nicht, Daß dein gerecht Gericht Mich ewig kann verdammen Dahin, woSchwefel⸗Flam⸗ men Für mich ſind zugericht: Mein Gott, das leugn ich nicht. 4. Wenn du wirſt Richter ſein, So iſt faſt keine Pein So grauſam zu erdenken, Die mich noch ſollte kränken. Die Hölle ſchleußt mich ein, Wenn du willſt Richter ſein. 5. Doch bricht dein Vater⸗Herz Und läßt auf meinen Schmerz Die Gnaden⸗ Ströme fließen, Weil du ſiehſt Jeſum büßen Für mich den Todes⸗Schmerz: Dann bricht dein Vater⸗Herz. 6. Dein Zürnen weichet weit, Weil dir die offne Seit Mein Glaubens⸗ Bruder zeiget Und deine Wehmuth neiget Auf mein betrübtes Leid: Dein Zürnen weichet weit. 7. Nur laß das Richter⸗Schwerdt Sein von mir abgekehrt: Um Chriſti Purpur⸗Blute Straf mit der Vater⸗ Ruthe, Wenn ich bin ſtrafenswerth, Nicht mit dem Richter⸗Schwerdt. 8. Der Himmel öffnet ſich Und Gott umfaſſet mich Mit gnädigem Erbar⸗ men, Ich ruh in Jeſu Armen. O Seele freue dich! Der Himmel öffnet ſich. Ein verlornes Schaf wünſcht geſucht zu werden. Mel. Fröhlich, fröhlich, immer. cc, ich armes Schäf⸗ 1542. ⸗X lein ſchreie Und be⸗ kenne ſelbſt mit Reue, Daß ich mich vergangen hab. Ich ließ mich die Luſt verführen, Lief mit Böcken in der Irren, Kam weit von der Heerde ab. 2. Ach, mich ſtechen im Gewiſſen Dornen, und ich ſoll zerriſſen Dort von Höllen⸗Wölfen ſein. Jeſu 59* 932 treuer Hirt, wollſt kommen; Laß die neun und neunzig Frommen: Komm, hol mich das hundertſt ein. 3. Mache, daß in deinem Stalle Eine Freud ob mir erſchalle, Bring mich wieder zu der Heerd; Und dein Stab alsdann mich lenke, Daß ich mich nicht ferner kränke. Jeſu, laß es ſein gewährt! Siegm. v. Birken(Betulius), g. 1626, ſt. 1681. Ruhe für Bußfertige in Jeſu Wunden. Mel. Jeſu, meine Freude, meines. 1543 ch, ich Uebertreter, Großer Miſſethä⸗ ter! Ach, wo ſoll ich hin? Wo ſoll ich vor Schrecken Mich vor dem ver⸗ ſtecken, Deſſen Feind ich bin? Gottes Grimm und Donner⸗Stimm Machet meinem Herzen Bange. Ach, du Herr, wie lange! 2. Belial verklaget, Das Gewiſſen naget Den beſtürzten Heiſt, Weil viel tauſend Sünden Deſſen Zorn entzün⸗ den, Der mein Richter heißt. So⸗ doms Luſt kränkt meine Bruſt Und der ſchwarze Fürſt der Höllen Sucht mich gar zu fällen. 3. Jene Schwefel⸗Kammer Droht gerechten Jammer Ewig langer Gluth; Unter mir ſind Flammen, Ueber mir Verdammen, In mir ſchwerer Muth; Ach, mein Herz iſt voller Schmerz Und der Sünden große Menge Bringt mich ins Gedränge. 4. Doch in Jeſu Wunden, Die noch nicht verbunden, Iſt Befriedigung; Die betrübte Seele Flieht in dieſe Höhle, Hier iſt Raum genung: Raum ſür alle große Sünder Und verlorne Kinder. 5. Niemand kommt zu ſpäte, Deſ⸗ ſen Buß⸗Gebete Nur von Herzen geht, Weil in Gottes Worte Die Genaden⸗ Pforte Allen offen ſteht, Die bei Zeit mit Reu und Leid Und mit glau⸗ bensvollem Ringen Sich zu Chriſto ſchwingen. Buß⸗Lieder. 6. Nun, hier ſteh ich Armer mein Erbarmer, mich u de ein! Sünd und Hölle blitzen: 1 in deinen Ritzen Meinen Ruh⸗Pat ſein; Denn dein Schutz beut Satn Trutz Und beſchirmt vor ſeinem Raut⸗ Dis petſolgt Tanbe. MeinesGlaubensFlügelSchwin gen ſich zum Hügel Golgatha ün Zu dir, Seligmacher, Daß der Wde⸗ ſacher Mir nicht ſchaden kann. Gh nur, gib durch deinen Trieb, Da ich die verbotne Freude Alter Sunde meide. 8. Will der Feind mich plage Oder gar verjagen, Dringt Verfolgun ein, In dem weiten Zimmer ieſe ni Welt wird immer Noch ein Plätchen ſein. Tobe Welt, wie dirs geiält. Hab ich doch noch Raum im Heuzm Weg mit allen Schmerzen 9. Endlich ſieht mein Hoffen Ein⸗ Wohnung offen, Die mir Nieman nimmt, Da Gott für die Seina Die es redlich meinen, Raum genn beſtimmt. Nach der Noth bringt mich der Tod, Nun woraus? Aus dem Ge⸗ tümmel; Wo hinein? In Hinmel. M. J Kehlet. Zuflucht in der Buße zu Jeiu⸗ Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. ch Jeſu, höre deinen 1544. A Knecht, Der ſich ven dir getrennet, Ach, mache, Jeſu den gerecht Der ſeine Sünd erkennet, g eichtet ſeine ſchwere Schuld Und ſehnet ſich nach deiner Huld, Soim dein Wort verſprochen. 2. Zwar deinen Willen haſt de mich Gar deutlich laſſen wiſſen, N Gutes haſt du mildiglich Auf nic ſtets laſſen fließen; Doch dieſes ha ich nicht betracht Und deine Güte gan veracht, Das mich nun ſchmerzit kränket.„.. 3. Doch, Jeſu Chriſt, ich komm in dir, Du kannſt allein mich retten ch ſchreie: Herr, ſei gnädig um⸗ traf nicht mein Uebertreten! Ih Keben zu hat geſch nicht me geholfen. Aengſt 154 herze, T her Gei weinem gewiſſen Voth un ich und füllet. 2. W weiner 6 4 e uf dieſe Welt 4.„ 2* ill e nee verwundet, heile mich! Ich wit 1 üinglauben halten dich Und an dir bekleiben. ſi Ja, du biſt einzig mir zu Gut gekommen, Nun wird . durch dein vergoſſen Blut Die Sünde 9 — — — — —— — 6 —— durch deinen „rbotm Freuyeſtee — — — V ☛⁸ n dem wein e Aird immer Ioha 1 e weggenommen; mwißlich wahr: fürchten Pnrn Wunden find ich Ruh, aann ich wohl verbleiben; Und wenn air Satan ſchon zuſetzt Und mich ai he mn 5 Herr Jeſu bäitn 7 Jh yh anen 4. 4 Kacheem vennet, Ac, unem Met d —— — ar deutichl haſt du nidhi ſſen fließen 9 betrachtUnde r Das nic rh umg och, Jeuiiiſn 1 — ) 15 —— — 7 — — 3 1 7 2 7 Ii uazn. 1545. eiht in der Gian. u kannt di de teie: Hen, 2 iicht mein lim o Denn das iſt je ge⸗ Wer an dich glaubt, Der Hölle gar nicht 5. Wohlan, du ſagſt es treulich u, Ich will das ſicher glauben; I a darf die Gefahr mit ſeinem Gift verletzt, So werd ich doch beſtehen. enne 15 och beſteh Chriſt V 5 Jeſus kommen iſt, Das 6 Nun kann ich als ein rechter Am Ende ſelig ſterben; Denn Leben zu erwerben, Und mir daſſelbe hat geſchenkt, Daß mich die Sünde icht mehr kränkt, So iſt mir wohl geholfen. Aengſtliches Sehnen nach Ver⸗ gebung. In eigener Melodie. ch lieber Gott, wie traurig iſt mein Herze, Wie ängſtigt ſich mein ſchwa⸗ her Geiſt! Ich kann nicht ruhn vor meinem Sünden⸗Schmerze, Der mein Gewiſſen nagt und beißt; Ich bin in NRoth und Jammer eingehüllet, Mit it und Meh, mit Thränen ange⸗ zich nahderas i füllt meiner Sünden, Wie ſchwer iſt doch 2. Wie groß iſt doch die Menge derſelben Laſt, Darunter ich muß Lottes Zorn empfinden, Die ganze Welt iſt mir verhaßt, Mein Leben it ein unaufhörlich Grämen; Denn ich muß mich vor Gott und Men⸗ ſchen ſchämen. 3. O, handle nicht, mein Gott, wie ich verdienet, Gedenke nicht der Miſſethat, Laß deine Huld, die im⸗ merdar hanränet Und Vieler ſich er⸗ barmet hat, Und man gerühmt vor Buß⸗Lieder. 933 langer Zeit und Jahren, Mir Aerm⸗ ſten auch aus Gnaden widerfahren! 4. Ich war entfernt, nun aber komm ich wieder Und bringe mein zerbrochnes Herz, Ich werfe mich zu deinen Füßen nieder Und klage mei⸗ nen Sünden⸗Schmerz, Ich bin nicht werth, hinfort dein Kind zu heißen, — könnteſt mich mit Recht zur Hölle weiſen. 5. Allein ich halt an deinen Sohn mich feſte, Denn dieſer hat für mich bezahlt. Ach, Jeſu, hilf, ach, theile dud as Beſte! Wenn deine Huld mich nur beſtrahlt, Wenn dein Verdienſt ſich über mich wird decken, So darf ich nicht vor Gottes Zorn erſchrecken. 6. Du biſt mein Arzt, ach, heile meine Seele! Du biſt mein Schild, beſchirme mich! Verlaß mich nicht in dieſer Jammer⸗Höhle, Ich weiß kein ander Heil, denn dich. Wenn du nur ſprichſt: Die Sünden ſind vergeben, So wird mir wohl und ich werd ewig leben.. 7. Wohlan, ſo gib mir dieſen Troſt zu ſchmecken, Der mir verſüßet alle Qual, Nach welchem ſich Mund, Ohr und Herze ſtrecken, Das iſt dein Wort und Abendmahl. Verachte nicht, o Jeſu, mein Verlangen, Daß dich mein Herz im Glauben will umfangen. 8 Hilf aber auch durch deines Gei⸗ ſtes Stärke, Daß ich hinführo fröm⸗ mer ſei; Ach tödt in mir des böſen Feindes Werke Und mache den Ge⸗ horſam neu; Erhalte mich auf dei⸗ nen guten Wegen, Bis ſich der Leib ins Grab wird ſchlafen legen. M. Zach. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Angſt in Frende verkehrt durch wahre Buße. Mel. Zion klagt mit Angſt und. 1 5 46 Ach mein Jeſu, reich 4 von Gnaden, Vol⸗ ler Treu und Gütigkeit! Ich, dein Kind, bin jetzt beladen Mit Betrüb⸗ niß und viel Leid, Mit viel Angſt 934 und Herzens⸗Weh, Wo ich ſitze, wo ich ſteh, Weil ich bei mir ſehr em⸗ Pfinde Meine Miſſethat und Sünde. 2. Nun will ich dir recht beken⸗ nen, Allerſüßter Jeſu Chriſt, Und mich einen Sünder nennen, So der Strafe würdig iſt, Wenn du, Herr, in deinem Grimm Und nach dei⸗ nes Zornes Stimm Wollteſt meine Sünden richten, Mich zerſcheitern und vernichten. 3. Nichts quält alſo ſehr mein Herze, Nichts bringt mir je grö⸗ ßer Leid, Als mich kränket dieſer Schmerze, Wenn ich meine Lebens⸗ Zeit Durchbetracht und recht anſeh, Und daher mit Ach und Weh Mein unreine Sünden⸗Kleider Täglich muß beweinen leider. 4. Ach, ich weiß, daß ich in Sün⸗ den Bin empfangen und geborn, Muß von Mutter⸗Leib empfinden Gottes wohlverdienten Zorn; Weinen und der Windel Band War mein erſtes Wort und Stand; GElend, Krankheit, Sorge⸗ Plage Folgen hernach alle age. 5. Muß alſo der Menſch im Leben, Stracks von ſeiner Wiege an, Stets in Angſt und Unruh ſchweben, Läuft auf der Betrübniß⸗Bahn, Dazu denen noch dieſes kömmt, Daß uns böſe Luſt einnimmt Und die Sünd auf tmuüſend Wegen Will uns in die Hölle egen: 6. Ach, wenn ich dieß ſo bedenke Und erſt recht erkenne mich, Ich mich alsdann heftig kränke Und muß wei⸗ nen bitterlich Und ich weiß faſt nicht, wohin Lenken ſoll ſich Herz und Sinn, Daß ich in der Angſt der Sünde Den⸗ noch Troſt und Hilfe finde. 7. Reiß heraus dich, meine Seele, Such die Frei⸗ und Ruhe⸗Statt Und dich nicht ſo heftig quäle, Chriſtus dich erlöſet hat. Er ſpricht: Komm nur zu mir her, Die ihr ſeid betrübet ſehr, Ich will Troſt und Hilfe ſchicken Und will eure Seel erquicken, 8. Inniglich mit großen Freuden Buß⸗Lieder. Hör nnd fühl ich dieß dein Wort; ſchei⸗ fort Kreuze hangſt, Zu dem Leiden —— n, zu den Plagen, So du für mich ha getragen. 10. SCHau mich an mit Gnaden⸗ Blicken, Oeffne mir dein Brude⸗ Ohr, Ich will heiße Seufzer ſchiten, Die ſich dringen hoch empor: Pe gen dein dich mein erbarm Undmt Gnaden mich umarm, Tilge ale meine Sünde, Nimm nich hin a deinem Kinde! 11. 0 mein Gott, ich habe funden Meiner Seelen Wonn und Freud⸗ Ich will mich in deine Wunde Nan verbergen allezeit; Fröhlich will ich u dir gehn, Unter deinem Kreuze ſiehn, Und in deines Kreuzes Schat⸗ ten Soll mich doch kein Kreuz ah⸗ matten. 12. Bringen will ich ohn Auf⸗ hören Mein Dank⸗Opfer, Herr, u dir; Naß von lauter Liebes⸗Zähten Klopfen an die Gnaden⸗CThür. Him⸗ mel⸗ſüßer Lebens⸗Quell, Heilig, lit⸗ lich, klar und hell, Laß mich in den Himmel gehen, Dich mit Glaubens⸗ Augen ſehen! 13. Biet mir deine Gnaden⸗Hände, Ach, mein treuer Hort und hert, Daß ich mich von Allem wende Umd alleine zu dir kehr! Wenn ich räch in Gott nur bin, Das iſt men Wunſch und Gewinn, Ich will nur in Gott feſt bleiben, Alles Andee von mir treiben. 14. wwig, ewig, ach, wie lange wig, ewig lange zen wird faſt bange, Wenn ich dei die Ewigkeit; Doch vor Freud bin ich entzückt. Freud mich in den Himmal eit! Meinem Het⸗ wende Abbit Mel. 1 Hüter, Gebiete kann nicht, 2.2 ich kor de 6 am Kr macht, vollenb 3. 1 muß i nur zu Auf n —— —½ * — — — — — — — — G. 3— —„ — —== — — —— — —— = — — — — — — — ——. — — — — — —— nein Gott ihlat e eelen Vonn wſa 4 drich in deine nen 2 allezeit, Fühitn A hn, Unter dime Wiin deines gatesne erich dohh din zu t 1 ingen will ih a iin Dank⸗pfr, Jvon lauter Lrhe n 1 . 6 1 1 dan die Gnader r. Cbens⸗Cuel, hir nnd hel, aWn zrehen, Dih mi bän neck dnir deine Gdasn d 5 1 ri treuer Het Men, kiuich von Alentn! dir ker Vm nur bin, Dw in 4 rd Gevim, zan u ſee i it lebn, Aiſ 3 1 zehrend Feuer; Ich muß vergehn, 9 9 ückt, Weil ich ewig werd anſchauen huntumm in den Himmels⸗Auen. Uhier; Herr, ich glaub, dich zu mir baus Und beſcheer ein ſelig Ende! Abbitte der zornigen Rechnung Gottes. Mel. Der Tag iſt hin, mein Jeſu. 27 ch, ſchone doch, o 1547. großer Menſchen⸗ Huter, Ach, ſtrafe nicht, barmherziger Gebieter! Ach, rechne nicht; wer kann vor dir beſtehn? Ach, zürne nicht, ich will jetzt zu dir gehn. 3. Ach, zürne nicht; in Jeſu will ich kommen: Hat der nicht, Herr, die Strafe weggenommen? Er iſt am Kreuz ein Fluch für mich ge⸗ macht, An meiner Statt hat er es vollenbracht. 3. Ach, rechne nicht; auf Tauſend muß ich ſchweigen, Ich will mich nur zum Gnaden⸗Scepter beugen; Auf meinen Mund, die Hand ich legen will Und wie ein Kind ge⸗ duldig ſchweigen ſtill. 4. Ach, ſtrafe nicht, du ſonſt ver⸗ die Famm brennt ungeheuer; Da iſt dein Sohn, der ſtehet für den Riß, Da iſt der Bürg, der hat be⸗ zahlet dieß. 5. Ach, ſchone doch; ich bin nur Aſch und Erden, Ein ſchlechtes Blatt, das bald zu Staub wird werden; Was nützet doch zu treten auf die Blum? Was bin ich, Herr? Gedenk an deinen Ruhm! Antwort Gottes. 66. Ich kann dich nicht, mein Kind, hinfort verlaſſen, Ich will mit Lieb dich ewiglich umfaſſen. Sei nur ge⸗ troſt, hab einen friſchen Muth, Es iſt bezahlt durch deines Jeſu Blut! Buß⸗Lieder. Der Gnadenſtuhl. 1548. man mir heut ins Herze ſchreibt, Ob gleich der Mund der Satans⸗Kinder Nur ſein Geſpötte drüber treibt. O, Wort, Mein Jeſus nimmt die Sünder an. Ivachim Neander, g. 1640, ſi. 1680. 935 Jeſus nimmt die Sünder an. Luc. 15, v. 2. Mel. Wer nur den lieben Gott. ch, ſüßes Wort für arme Sünder, Das das mich erfreuen kann: 2. Ich bin auch unter dieſem Hau⸗ fen, Der, Jeſu, von dir ferne ſtund; Doch komm ich jetzt dir nachgelaufen, Es naht ſich zu Dir Herz und Mund. Ach, thue, was du dort gethan: Mein Jefus nimmt ꝛc. 3. Ein Hirte ſuchet mit Verlangen, Wenn er ein Schaaf verloren hat Ach, eile doch, mich zu umfangen. Und bringe mich auf rechten Pfad! Du biſt der, der mich finden kann: Ach, Jeſu, nimm die Schäflein an! 4. Ich bin ja leider ſehr verirret, Die Welt iſt meine Wüſtenei, Da hab ich meinen Fuß verwirret, Ach⸗ mache mich in Gnaden frei, Daß man von mir auch ſagen kann: Mein Jeſus nimmt ec. 5. Du hatteſt wohl zu deinem Bilde Als einen Groſchen mich ge⸗ prägt; Allein ich führte das im Schilde, Gräuel hegt, Ach, wie ſo wenig dacht ich dran: Mein Jeſus ꝛc. Was lauter Sünd und 6. Nun ſuche mich mit deinem Lichte Aus meiner Sünden⸗Nacht noch auf; Gib mir ein anderes Ge⸗ wichte Und drück ein neues Bildniß drauf, Daß man dich ferner rühmen kann: Mein Jeſus ꝛc. 7. Gib, daß ich dir mit meiner Buße, Auch eine Freude machen mag; Ich fall in Demuth dir zu Fuße, Ach, ſtifte ſelber den Vertrag! Du haſt genug für mich gethan: Mein Jeſus ꝛc. 936 8. Und haſt du einmal mich ge⸗ funden, So laß mich nicht verloren gehn. Erhalte mich in deinen Wun⸗ den, Mein Tugend⸗Klang ſei immer ſchön. Mein Lauf ſei ſtets auf die⸗ ſer Bahn. Wo Jeſus nimmt die Sünder an. 9. Trag endlich mich auf deinem Rücken In deinen Stall zur Welt hinaus Und laß mich froh den Ort erblicken. Dein ausgeſchmücktes Him⸗ mels⸗Haus. So wiiß ich, was dieß Troſt⸗Wort kann: Mein Jeſus nimmt die Sünder an. Benj. Schmolk, g. 1672, ſt, 1737. Wehmüthige Klage des uns ſelbſt verdammenden Herzens. 1. Joh. 3, v. 20. Mel. Zion klagt mit Angſt und. 15 49 A, was hab ich an⸗ .*d gerichtet? Ach, was hab ich doch gethan? Wer iſt, der die Sache ſchlichtet? Mein Gewiſſen klagt mich an; Ich bin ſelber wider mich, Weil ich alſo freventlich Mich mit Laſtern ſo bedecket Und des Höchſten Zorn erwecket. 2. Gott, ich muß mit Zittern ſa⸗ gen, Daß ich ſei ein Sünden⸗Knecht; Jetzund fühl ich deine Plagen, Aber du, du biſt gerecht. Mein verderbtes Neiſch und Blut Hat das rechte wahre Gut Durch des Teufels Trieb ver⸗ achtet Und den Lüſten nachgetrachtet. 3. Vorhin hab ich mich erfreuet Meiner ſchweren Sünden⸗Laſt; Jetzo, da mich ſolche reuet, Hab ich weder Ruh noch Raſt: Was mich vorhin hat ergötzt, Hat mich jetzt in Angſt geſetzt; Was vorhin den Leib er⸗ quicket, Iſt, das jetzt die Seele drücket. 4. So viel Jahr bin ich gelaufen Den verhaßten Irre⸗Weg Und mit dem verruchten Haufen Ausgeſetzt den guten Steg, Der zur Himmels⸗Pforte führt; Nie, ach, nie hab ich verſpüret Eine Reue meiner Sünden! Wo ſoll ich nun Rettung finden? Buß⸗Lieder. 5. Gott, ich ſoll gen Himmel Aber ich ſeh hinter mich. Wie ſein mein Gott geſchehen, Daß ich ſo der laſſen dich? Ich bin werth, daß mih dein Grimm Mit erzürnter Donn⸗ Stimm Möcht in Tauſend Trümner ſchlagen, Ja zur Höllen ewig jagen. 6. Alle Freude ſei verfluchet, G von Sünden berghnerhe e da ich geſuchet, Was mir Hölle⸗ Angſt gebiert, Was mir Gottes Wan verbeut, Sei verflucht in Ewigiett Ewig ſein verflucht die Stunden, e ich Sünden⸗Luſt empfunden! 17. O, wie biſt du, Sünde, Sünde, Eine Laſt, wie Felſen ſchwer! An mir ich nichts Reines finde: Wie kränkt mich doch das ſo ſehr! Get, dein Zorn hat mich geſchreckt: Ac, wer iſt, der mich verſteckt? Keime Creatur kann rathen Meinen ſchwe⸗ ren Miſſethaten. 8. Herr, es ſteht in deinen Hän⸗ den, Du alleine hilfſt aus Noth, Du kannſt meinen Kummer wenden, Da kannſt retten aus dem Tod. Es ſeht nur allein bei dir, Niemand iann ſonſt helfen mir; Du kannſt gniͤdig mich verneuen Und in Ewigkeit er⸗ freuen. 9. Ich verdamme Seel und Gle⸗ der: Sprich du ſie in Gnaden los Bittend fall ich vor dir nieder: Nimm du mich in deinen Schooß, Stärk mich, der ich abgeſchwächt, Laß Ge⸗ nade gehn für Recht. Wirſt du ins Gerichte gehen, Herr, wer kann vot dir beſtehen? 10. Deines Sohnes Marter⸗Ze⸗ chen Stell ich zwiſchen mir und dir. Laß mich hiermit Gnad erreichen. Seinen Tod halt ich dir für, Glaube ſteif und feſtiglich, Daß, weil Jeſus auch für mich hat gelitten, iſt geſtor⸗ ben, Ich auch ſoll ſein unverdorben. 11. Du haſt uns gewiß verheißen Herzliche Barmherzigkeit: Dafür ſol⸗ len wir dich preiſen. Denk an deinen theuren Eid, Der den Sündern Tuoſ d prich 4 8 Penn ſie 3. 9e git ic, einem jünmels htirſchtes Schmerz, rachtet: 13. L0 Daß ein ih lebe was Fle hoch gec glacht, zu mit men E Bußft 1 ½ 155 was ſo vißen auf uwe ſcht. T 2. 3 Neinen veiß ic Itt, Was mit oite 9 Ä ei verluch i 1 erflucht die Seund — — 3 bit du Sines 2b M 5 wie Felſen en a b eines fnee o * doch das ſo ſgi eehn . 9 ar nihh vejtiſ n rathen Maſte 3 es ſteht in dinie⸗ a eine hilft aus ſc een Kummer veyn.) 1 nir. duwigi Sen Und in(ezet⸗ rrdamme Sal wii⸗ 2) du ſie in Gn. f ich vor dir nih. c deinen Scarz n —h abgeſchwitt i e Ifür Recht. Wmes hen, Hert, ua an 4 b 4 9 4 Jes Söhnes Ame ich zwiſchen umi⸗ „ hiermit Gdh i. halt ih di ſe Cſtiglih, Dä d 8 Jhaſt uns gerin untaiſtt preſſen. 2 ) Der da uſ „d N icht; Du willſt ihren Tod ja ut 3 dthen willſt du ihnen ſchenken, Wenn ſie ſich nur zu dir lenken. 12. Herr, ſo ſei nun auch erhöret, gitt ich, der verlorne Sohn, Der zu ſinem Vater kehret! Blicke von des Himmels Thron! Ich bring ein zer⸗ nirſchtes Herz, Voller Reue, voller Schmerz, Das nach deiner Gnade rrachtet: Solches haſt du nie verachtet. 13. Laß die Engel fröhlich werden, Daß ein Sünder Buße thut. Weil ich lebe auf der Erden, Will ich dieß, was Fleiſch und Blut Hat bisher ſo hoch geacht, was mich fälſchlich an⸗ gelacht, Haſſen, fliehen, ernſtlich mei⸗ den Und mich gänzlich dir vereiden. 14. Wirſt du mir zur Seite ſtehen Durch des guten Geiſtes Kraft, Will ich nicht, wie vormals, gehen Den Weg, der zur Hölle rafft. Gott, ich tehre mich zu dir: Kehre du dich auch zu mir! Dafür will ich deinen Na⸗ men Ewig loben, Amen, Amen! D. G. W. Saeer, g. 1635, ſt. 1699. Bußfertige Zuflucht zu Chriſto. In eigener Melodie. 45à5 ch, was ſoll ich Sün⸗ 1550. A der machen? Ach, was ſoll ich fangen an? Mein Ge⸗ wiſſen klagt mich an, Es beginnet aufzuwachen. Dieß iſt meine Zuver⸗ ſicht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 2. Zwar es haben meine Sünden Meinen Jeſum oft betrübt; Doch wweiß ich, daß er mich liebt, Und er läßt ſich gnädig finden; Drum ob mich mein Sünd anficht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 3. Obgleich ſchweres Kreuz und Leden, So bei Chriſten oft entſteht, Mir ſehr hart entgegen geht, Soll michs doch von ihm nicht ſcheiden; Er iſt mir ins Herz gericht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 4. Ich weiß wohl, daß unſer Le⸗ 8 Buß⸗Lieder. 937 ben Nichts, als nur ein Nebel iſt; Denn wir hier zu aller Ariſt. Mit dem Tode ſind umgeben, Und wer weiß, was heut geſchicht! Meinen Jeſum laß ich nicht. 5. Sterb ich bald, ich Ruhe habe Von der Welt Beſchwerlichkeit, Ruhe bis zur vollen Freud, Und weiß, daß im ſinſtern Grabe B iſt mein helles Licht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 4 6. Du ſollſt doch mein Jeſus blei⸗ ben, Bis ich komme an den Ort, Welcher iſt der Seelen Port, Und daſelbſt auch einverleiben Meine Seele deinem Licht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 7. Durch dich will’ ich wieder le⸗ ben, Denn du wirſt zur rechten Zeit Wecken mich zur Seligkeit, Die du mir wirſt gnädig geben, Wenn ich gleich komm vors Gericht: Meinen Jeſum laß ich nicht. 8. Jeſus ſoll mein Jeſus bleiben, Bis ich werde wandern fort Zu des Himmels Freuden⸗Pfort, Der mich ihm wird einverleiben, Nehmen in ſein Freuden⸗Licht: Meinen Jeſum laß ich nicht. Joh. Flittner, g. 1618, ſt. 1678. Wehe der gehäuften Sünden Gott geklagt. Mel. Was mein Gott will, das. 1551- A0 Weh ach Weh wo 8 ſoll ich hin Vor meinen großen Sünden? Wo wird mein Geiſt und großer Sinn Das Leben wieder finden? Wer gibt mir eine Thränen⸗Fluth, Daß ich mein Leid beweine? Wer glüth mein Herz mit Kraft und Gluth Und macht mich wieder reine? 2. Ich hab des Schöpfers ſchönſtes Bild, Mein arme Seel, beflecket Und ſeiner Gleichniß beſten Schild In Koth und Schlamm geſtecket. I hab mich von der Herrlichkeit In Schmach und Spott gefället, Ach Weh, 938 ach Weh, o Herzeleid, Daß ich mich ſo verſtecket!. 3. Ach Weh! Ich habe mich von Gott, Dem höchſten Gut, gewendet Und zu der Sünd, dem höchſten Tod, Ganz thöricht angeländet! Ich hab ihn nicht, wie ich geſollt, Von Her⸗ zens⸗Grund geliebet Und ihn zu Lob, wie er gewollt, Mich nicht ſehr ſtreng geübet.. 4. Ich hab dem Herrn der Herr⸗ lichkeit Sehr lau und kalt gedienet Und ihm durch meine ganze Zeit Mit ſchlechter Treu gegrünet; Ich hab nicht Acht auf ihn gehabt, Nicht wie ein Knecht geehret, Noch auch, mit dem er mich begabt, Sein ſchön⸗ ſtes Pfund vermehret. 5. Ich hab wie ein verſtocktes Kind Den Vater, ach, verlaſſen, Ich bin gerennet wild und blind Auf meiner Bosheit Gaſſen; Ich habe meine Pflicht und Schuld Ihm, leider, nicht erzeiget, Noch vor der väterlichen Huld Mich nach Gebühr geneiget. 6. Ich habe meinem beſten Freund Die Freundſchaft aufgeſaget Und ihn, wie treu ers auch gemeint, Von mir hinweg gejaget; Ich habe mich zum Feind gewendt Und bin zum Scla⸗ ven worden, Zum Feind, der mich doch hat behend Auf ewig wolln er⸗ morden. 7. Ich habe meinen Bräutigam, Der mich ihn auserkoren, Meins Herzens⸗Schatz, das Gottes⸗Lamm, Elendiglich verloren; Ich hab des Schönſten Angeſicht, Des Liebſten Kuß verſcherzet; Ich habe meines Lebens⸗Licht, O tauſend Weh! ver⸗ ſcherzet. 8. O tauſend Weh, o todte Luſt, Wie haſt du mich vernichtet! O Eitel⸗ keit, o Sünden⸗Wuſt, Wie bin ich zugerichtet! Du, du, o Sünd, o See⸗ len⸗Tod, Haſt mich mir ſelbſt genom⸗ men! Durch dich bin ich um Vater, Gott, Herrn, Freund und Bräutgam kommen. 9. Ach, iſt auch irgend eine Pein Buß⸗ Lieder. Der meinen gleich zu ſchätzen? g auch ein einzig Uedel i drc ben meins zu ſetzen? Gott iſ ſü mich aus großer Huld Am Kreues⸗ Stamm geſtorben, Und ich hab rich aus eigner Schuld Doch wiederun verdor ben ſoll 10. Wem ſoll ich nun mein Here⸗ leid Und großen Inanriheß. Wem ſoll ich meine Traurigkeit Un ewgen Schaden ſagen? Ich, ich uin ſelbſt mein Seelen⸗Gift, Mein doh und Feind geweſen; Ich hab mi ſelbſt, was mich jetzt trifft, Das lie bel auserleſen. b 11. O ewge Güt, o großer Gott. Zu dir wend ich mich wieder, di klag ich meine Herzens⸗Noth, Jar dir werf ich mich nieder, Dir rufih zu, dich ſchrei ich an Um Ablaß mie ner Sünden; Du biſt allein, der ha⸗ fen kann Und mich vom Tod anr⸗ binden. 12. Es iſt mir leid, was ich ge⸗ than Und was ich mißgehandelt, Es reut mich, daß ich auf der Bahn der Sünden hab gewandelt. Ach, daß ich doch mein Angeſicht Von dir ſeh⸗ ewendet Und auf die Creatur mein icht So ſündig angeländet! 13. Es iſt mir leid, ich bin nicht werth, Dein Antlitz zu erblicken, Ioh bin nicht werth, daß mich die Eid Noch trägt auf ihrem Rücken; Jdoh vergib, ſchrei ich zu dir, Vergibe große Güte, Vergib, vergib, vergib es mir, O gnädiges Gemüthe! 14. Du biſt ja huldreich, gut und mild, Barmherzig und gelinde, du wirſt ja deiner Gottheit Bild Nit laſſen in der Sünde. Wer wird dich loben in dem Pfuhl? Wer in den Abgrund preiſen? Wer Opfer brin⸗ gen deinem Stuhl Und eingen Dienſ erweiſen? 15. So du willſt ins Gerichte gen Und nach den Thaten ſprechen, Wer iſt, der vor dir wird beſtehn Und ſich dem Zorn entbrechen? Die him⸗ mel ſind nicht rein vor dir Um deine Heilgen alle, Vielmehr der 8 Menſch, voll Sünden hier, Der ſo geneigt zum Falle.. 16. Schau an, ſchau deinen ein⸗ gen Sohn, Der meine Schwachheit träget, Der meine Pein und Sün⸗ den⸗Lohn Ihm ſelbſt hat auferleget; Schau, wie er an des Kreuzes Stamm Für mich iſt angeſchlagen Und als ein treuer ſräutigam So liebreich läßt plagen. ih 1une willſt du mehr? Die Sünd iſt hin, Die Schulden ſind be⸗ zahlet; Verändert iſt mein Herz und Sinn, Sein Blut hat mich bemalet. Ich bin nun Freund, ich bin nun Kind, Ich bin nun neu geboren; Es Buß⸗Lieder. 4. Ich ſteh hier auf dein Erbar⸗ men Und erwarte deine Gnad; Jeſu, ſieh doch an mich Armen, Schaffe meiner Seelen Rath; Sprich mich los von meinen Sünden Und laß mich den Troſt empfinden. Daß ich ſei mit Gott verſöhnt! 5. Tröſt daneben meine Seele, Schreibe ſüßen Troſt ins Herz, Daß nicht allzuſehr mich quäle Meiner Sünden Wunden⸗Schmerz. Schreibe dieß; Dir ſind vergeben deine Sün⸗ den, Du ſollſt leben Nun mit deinem Gott verſöhnt! 6. Nun, mein Gott, ich will es. wagen, Reich mir deine Gnaden⸗Kraft; Laß es wieder ſein vertragen, Erquich mich mit Geiſtes⸗Saft! Mein Will iſt, nach dir zu ſtreben, Und der Vor⸗ ſatz, wohl zu leben; Du, mein Gott, verleih es mir! E. C. Homburg, g. 1605, ſt. 1681. ſauſet ſeines Geiſtes Wind In mei⸗ ah nich ſ mnes Herzens Ohren. eh mich nidd Rffh 18. Hinführo werd ich nimmermehr 4* ich an lne.. Ausdeinen Wegen ſchreiten; Ichwerde n, Du biſtala deines Namens Ehr Durch alle Welt * Und mich un d.. ausbreiten; Ich will dich lieben über . nicch, Ich will mein Leib und Leben it nir ld,ut Zudeinem Lobe williglich, So oft du Um wahre Buße. was ich mißgim willſt, aufgeben. 1 daß ich aufdeckende Joh. Scheffler, g. 1624, ſt, 1677. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1 b gewandel R n. j Ich, wie will es end⸗ Um Jeſu Gnaden⸗Schrift. 1553. A lich werden? Ach, e Angeſicht Umki Clnd auf de Cumen üündig angalint 52 iſt mir led ihnat 1 202. In voriger Melodie. ch, wie macht die 1 Angſt der Sünden n Antitz eni NMich Elenden ſo betrübt, Ich kann Poerth, daß nhid keinen Troſt faſt finden, Weil ich r auf ihrem Fütreeh den, der mich geliebt, Gott, der mich 1 h au N zum Kind erleſen, Habe durch mein Sünden⸗Weſen Mir zu einem Feind wie will es laufen ab, Daß ich ſtets hang an der Erden Und ſo wenig Andacht hab, Ja, daß ich im harten Sinn Ohne Buß geh immer hin? Jeſu, mir mein Herze rühre, Mich, zur wahren Buße führe! 2. Ach, ich fühle keine Reue Und mein Sünden⸗Herz iſt kalt. Ich er⸗ gnädiges dnt gemacht!. kenne ohne Scheue Meine Fehler 8 diſt ja hudrit gn 2. Wer will mich doch nun erret⸗ mannigfalt Und doch ſonder Trau⸗ — 1” ten Von der aufgehäuften Laſt, Aus rigkeit Lebe ich in Sicherheit; Jeſu, 2mherzig und pin d jeiner Gotthcth t zer Sinde. Mih dem Pfuhl' Aai a gveiſen? Va oi mi mich doch ſo regiere, Daß ich wahre Buße ſpüre!— 3. Ach, ich kann an Gott nicht denken, Wie ich ſollt und gerne wollt; Denn mein Geiſt, der läßt ſich lenken Dahin, wo er fliehen ſollt, Und kleb den Banden, aus den Ketten, Da⸗ mit mich der böſe Gaſt, Ach, die Sünde hat gebunden Und die tiefen Eiter⸗Wundem Meinem Herzen einge⸗ drückt? 3. Du, mein Jeſu, du, ſonſt Kei⸗ ji Stuhl Uennſt 1 j. 1 2⸗ 1 RUingaken ner, Kannſt mich wieder machen los, dem zu feſte an, Was zum Abgrund 4 mnhs Ach erbarme dich doch meiner, Meine ziehen kann. Jeſu, hilf mein Herz zae wid di l Sünden ſind zwar groß; Aber dein aus Gnaden Dieſer ſchweren Laſt vor ntbeien Ni Gnad iſt viel größer, Sei mir gnä⸗ entladen! vugt ei wr i dig, ich will beſſer Mich vor Ssünden 4. Ach, weil denn mein Geiſt er⸗ * dum ſehen vor! ſtorben Und mein Fleiſch hält Ober⸗ gen alle 940 hand, Seh ich kaum, was ich erwor⸗ ben, Da ich mich von Gott gewandt. Mein Verderben merk ich kaum, Weil ich geb dem Fleiſche Raum. Jeſu, mir die Gnade gönne, Daß ich die Gefahr erkenne! 5. Ach, ſo wache doch von Sün⸗ den Auf, o du mein ſichrer Geiſt; Suche Gott, weil er zu finden Weil zer noch dein Vater heißt; Komme, weil die Gnaden⸗Thür Nur noch ſtehet offen dir. Jeſu, zu ſo gutem Werke Mich mit Herzens⸗Andacht ſtärke! 6. Ach, mein Herz,bedenk die Schulde, Schau, wie weit du biſt von Gott, Wie du ſeine Gnad und Hulde Haſt verworfen und verſpott, Und wie du aus ſeiner Ruh Selbſt der Hölle eileſt Zu, Jeſu, du mein Herze lenke, Daß es dieſe Noth bedenke! 7. Ach, weil denn noch Zeit zu Kehren, So verlaß ich dieſen Stand, Du, mein Jeſu, wollſt auch hören und mir bieten deine Hand; Hilf mir Schwachen, hilf mir auf, Steure meinem Sünden⸗Lauf. Herr, um deiner Marter willen Wirſt du mei⸗ nen Wunſch erfüllen! 8. Ach, ich kann ſchon tröſtlich fin⸗ den, Jeſu, hier in deinem Blut Die Abwaſchung meiner Sünden: Die⸗ 85 ſtärket meinen Muth, Dieß er⸗ friſchet meinen Sinn, Ob ich gleich ein Sünder bin. Jeſu, mich fort⸗ hin regiere, Daß ich ein fromm Le⸗ den führe! Einiger Troſt in der ſchweren Macht der Sünde. Kann als eine allgemeine Beichte gebraucht werden. In eigener Melodie. ℳ, S Allein zu dir, Herr Jeſu 1554. A Chrit, Mein Hoff⸗ nung ſteht auf Erden; Ich weiß, daß du mein Tröſter biſt, Kein Troſt mag mir ſonſt werden. Von Anbeginn aiſt Nichts erkorn, Auf Erden war Buß⸗Lieder. kein Menſch gevorn, der mi Nöthen helfen kann: Ich rif dhat Zu dem ich mein Vertrauen hab. '.2. Mein Sünd ſind ſchwer und übergroß Und reuen mich von Her⸗ zen: Derſelben mach mich quitt und los Durch deinen Tod und Schmer⸗ zen Und zeig mich deinem Vater an Daß du haſt gnug für mich gethan⸗ So werd ich quitt der Sünden⸗Laſt Herr, halt mir feſt, Weß du dich mi verſprochen haſt! t.3. Gib mir nach deinr Barmher⸗ zigkeit Den wahren Chriſten⸗Glauben, Auf daß ich deine Süßigkeit Mig inniglich anſchauen, Vor allen Din⸗ gen lieben dich Und meinen Nächſten gleich als mich. Am letzten End den Hilf mir ſend, Damit behend Des Teufels Liſt ſich von mir wend. 4. Ehr ſei Gott in dem höchſten Thron. Dem Vater aller Güte, Und Jeſu Chriſt, ſeinm lieben Sohn, Dar uns allzeit behüte, Und Gott, dem heiligen Geiſte, Der uns ſein Hißf allzeit leiſte, Damit wir ihm gffllg ſein In dieſer Zeit Und folgends in der Ewigkeit! D. Joh. Schneeſing(Chiomuſus), ſt. 1567. Abbitte böſer Gedanken. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jeſu. 1 5 5 5 AGlwiſender Herr 7 .Lbaoth, Erforſcher aller erzen, Du heiliger gerechter Gott ch klag dir meine Schmerzen, de unausſprechlich bittre Noth, Mit der ich Nacht und Tage Mich ſen Und ſie als einen Tod Mit Ach und Weh ſtets trage. 2. O, was für ein entſetzlich Mett Voll ſündlicher Gedanken Brauſt in mir immer hin und her Und bricht durch alle Schkanken! Mit Allem, was mich dein Gebot In Chriſt⸗ und Standes⸗Pflichten Heißt verrichten, Vermengt ſich dieſer Koth, Es gräu⸗ lich zu vernichten!. 3. Am härtſten quält mich mancher — — —₰½ ᷣ☛ ½ — ——— ——= —— —=— 7 4 = Vater alle g⸗ k ſeinm läten St ” hehüte, Und e 7 te, Der Uns ſi —ei Gott in de — meeſing(Chiomuiſih. Ae böſer Gedaun ruf zu dir, Hen d Alwiſender yr TAluff Erferten e heiliger gerch meine Schmen racch bitte Nah A1d Tage Mic einen dud M arage. 3 4 4 — — ——— — 4. 9 — — — —= 0 — — 1 — — — ür ein enſel Liet Gte A vjin und her l DSchkanken Nün ein Get N w Lihten heit um ih dieſe Koth, Gfü⸗ . — ——— — — tn hh nuit nihn d = ſet Sa 1 „So oft ich vor dich trete, Sinals ein warmer Bettel⸗Wurm Mein Abba zu dir bete: Ach, mein Gott, ach, ach, mein Gott, ach, Was türmen da die Wellen Aus der Höl⸗ len Viel hunderttauſendfach, Die An⸗ dacht zu verſtellen! 4. Ach, der verdammte Läſter⸗ Geiſt Schlägt oft mit Blitzes⸗Flam⸗ men, Durch die er mich weit von dir reißt, Voll Grimm in mir zuſam⸗ men! Da fängt verfluchter Gräuel⸗ Puſt, Der ſich nicht läſſet nennen, An zu brennen Und will durch fremde Luſt Mich gänzlich von dir trennen. 5. Gedanken⸗Sünden ſind in mir Die ärgſten Adams⸗Blüthen, Die allermeiſte Ungebühr, Das allerärg⸗ ſte Wüthen; Sie ſind des Satans tarke Feſt, Das Garn zu ſeinen Retzen, Mich zu hetzen; Sein Horn, das Lärmen bläſt, Mich wider dich zu ſetzen. 6. Willſt du mir nach Gerechtig⸗ feit Dein ſtrenges Urtheil fällen, So ſeh ich ſchon mit Herzeleid Den Schwefel⸗Rauch der Höllen; Ein jeder böͤſer Einfall iſt Mit Donner⸗ Millionen, Ohne Schonen, Und ohne Gnaden⸗Friſt Auf ewig abzu⸗ lohnen. 7. Jedoch, mein Gott, ich ſchmiege mich Gekrümmt zu deinen Füßen; Ach, ſiehe doch, wie jämmerlich Die Schmerzens⸗Thränen fließen! Ach, höre mich, mein Glaube ſchreit: Ver⸗ gib mir ärmſten Kinde Meine Sünde, Daß ich Barmherzigkeit in Jeſu Wunden finde. 8. Hilf mir mit aller Gnaden⸗Kraft Die Angſt⸗Gedanken dämpfen, Hilf in ſo ſchwerer Ritterſchaft Mir all⸗ zeit ſiegreich kämpfen! Befeſtige mein Herz in dir Durch deines Wortes Schranken Ohne Wanken, Erhalt mich für und für Bei heiligen Ge⸗ danken! J. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734. Buß 2 Lieder. Der 130 Pfalm. Mel. Herr, ich habe gemißhandelt. 1 5 56 Aus der Tiefe meiner . Sinnen Ruf ich, großer Herr, zu dir, Der du von den Sternen⸗Zinnen Blickeſt auf dieß Rund allhier: Laß die Seufzer mei⸗ ner Stimmen Ueber ſich gen Him⸗ mel klimmen. 2. Laß dein Ohren auf mich mer⸗ ken, Laß mein Schreien vor dich gehn; enn wo du nach unſern Werken Strafeſt, Herr, wer kann beſtehn? Du kannſt keines Menſchen ſchonen, Wo du nach Verdienſt willſt lohnen. 3. Aber deine große Güte, Die erläſſet denen Schuld, Die aus kind⸗ lichem Gemüthe Sich vertrauen dei⸗ ner Huld, Die ihr Uebelthat bereuen Und zu dir um Gnade ſchreien. 4. Herr, ich will auf dich ſtets. bauen, Meine Seele harret dein; Auf dein Wort will ich vertrauen, Wenn der helle Tag bricht ein, Und wenn er des Abends ſchwindet Und ſich Morgens wieder findet. 5. Iſrael, dein Hoffnung lade Auf des Herren ſtarke Macht; Denn bei ihm iſt lauter Gnade, Ja er hat Erlö⸗ ſung bracht; Er wird Iſrael erret⸗ ten Aus den ſchweren Sünden⸗Ketten. Joh. Franck, g. 1618, ſt. 1677.. Rufen aus der Tiefe der Sünde. In eigener Melodie. (X us der Tiefe rufe ich, 1557* A Herr, zu dir; erhöre mich, Deine Ohren gnädig neig, Merk die flehend Stimm zugleich! 2. Aus der Tiefe rufe ich: Sün⸗ den gehen über mich; Willſt du rech⸗ ten, Herr, mit mir, So beſteh ich⸗ nicht vor dir. 3. Aus der Tiefe rufe ich; Will denn Niemand hören mich? Ach, ſo⸗ hör, o Jeſu mein! Du wirſt ja der Helfer ſein. 4. Aus der Tiefe rufe ich, Ach, 942 ſchon lange flehentlich: Kreuz und Leiden halten an; Jeſus mich erret⸗ ten kann. 5. Aus der Tiefe rufe ich: Warum, Jeſu, läßt du mich? Ich harr, warte, ſeufze, ach, Bis zur andern Mor⸗ gen⸗Wa. 6. Aus der Tiefe rufe ich: Jeſu Gnade tröſtet mich, Ob es mir gleich gehet hart, Ich doch der Erlöſung wart. 7. Aus der Tiefe rufe ich: Jeſus wird erlöſen mich. Jeſus machet, daß ich rein Werd von allen Sün⸗ den ſein. 8. Nunmehr hab ich ausgeruft; Weſus kommt und macht mir Luft. Seele, ſchwing dich in die Höh, Sage zu der Welt: Ade! Georg Chriſtoph Schwämlein, g. 1632, ſt. 1705. Der 130. Pſalm. Mel. Singen wir aus Herzens⸗Grund. 185 us der Tiefe rufe ich 1558. A Zu dir, Herr, er⸗ höre mich, Mich, der aus des To⸗ des Gruft Bis zu deiner Höhe ruft; Denn der alten Schlangen⸗Biß Häu⸗ fet meine Kümmerniß, Gott, hilf, deine Hilf iſt ſüß! 2. Höre doch der Seufzer Stimm Deines Armen und vernimm, Was ich bitte, höchſter Gott, In der größ⸗ ten Sünden⸗Noth; Oeffne mir dein gnädig Ohr Von dem hohen Him⸗ mels⸗Chor Und laß meine Bitte vor! 3. Großer Richter, der du weißt, Was Recht oder Unrecht heißt, Wo du ſonder Gnad und Huld Unſre viel und große Schuld Richten willſt, ſo gehts nicht an, Daß Jemand be⸗ ſtehen kann, Weil mir All Unrecht gethan. 4. Doch bei dir iſt allezeit Reich⸗ liche Gelegenheit Zur Vergebung unſrer That, Die dich ſchwer beleidigt hat, Deines Friedens Ueberfluß Brin⸗ get dir den Ehren⸗Kuß, Daß dich Alles ſcheuen muß. Buß⸗Lieder. 5. Darum wartet mein Gemt Voller Angſt auf deine Gutsenih ſend Jammer treibet mich Zu den Seufzen inniglich. Auf den Henm wart ich heut, Morgen und zu alle Zeit, Bis mich deſſen Hilf erfreut 6. Seinen Worten hang ich an Ganz und gar, ſo gut ich kann; Meine Hoffnung ſtehet feſt, Daß mein Gatt mich nicht verläßt. Alle Sprüche will ich hin Zu mir in die Seele ziehn. Bis ich ganz getröſtet bin. 7. Hätte ſich gleich Gott verſtech, Bis er mich des Morgens weck, Würde gleich die ganze Nacht Mit dem Suchen zugebracht Währete das bittre Leid Bis zur andern Morgen⸗ Zeit In des Herzens Bangigkeit, 8. Dennoch bleib ich unverrüct In der Hoffnung, die erquickt Mei⸗ nen Geiſt, und in Geduld Wart ich auf des Höchſten Huld, Kein Verzug mich überwindt; Denn ich bin zu feſt gegründt Auf ſein Wort, bes er ſich findt. 9. Zwar kein Wächter auf der hut Thut, wie meine Seele thut. Ihn verlangt ſo heftig nicht Nach dem ſchönen Sonnen⸗Licht, Als mein Herze ſtöhnt nach dir, Höchſter Gott, und die Begier, Harret, bis du kommſt herfür. 3 10. Iſrael vertrauet gern Auf den Namen ſeines Herrn, Der, weil er genädig iſt, Seines Volkes, nicht ver⸗ gißt. Sind wir gleich von Erden⸗Kloß⸗ Heißt und iſt der Herr doch groß⸗ Der macht uns von Sünden los. 11. Bei ihm iſt ein großes heil Ohne Gold und Silber feil; Denn der Heiland hat erlegt Mehr, als unſre Schuld austrägt, Darum ſieht nun allezeit Allen, ſo die Sünde led⸗ Gottes Gnad und Troſt bereit. 12. Er wird ſelbſt ſein Iſrael, Das er liebt mit Leib und Seel, Ginſt e⸗ löſen in der Kraft, Die den Schwa⸗ chen Kräfte ſchafft, Bis es aller Sün⸗ den frei, Ohne Furcht und Angſt⸗Ge⸗ ſchrei Und bei ihm im imme f (C. Küntzel. Al Mel. 4*40 159, gutzem er aus lebel f Miſſetha haben i 7 — —— 2 ——— = —, — —— — — ——— ——— — — 2 S — — — —==— —— Allgemeines Buß⸗Lied. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich. * us tiefer Noth laßt 1559. A uns zu Gott Von ganzem Herzen ſchreien, Bitten, daß er aus ſeiner Gnad Uns woll vom Uebel freien Und alle Sünd und Miſſethat, Welch unſer Fleiſch be⸗ gangen hat, Als Vater uns verzeihen. 2. Laßt ſagen uns: Gott, ſieh doch an Uns Armen und Elenden! Wir haben übel ſehr gethan Mit Her⸗ zen, Mund und Händen: Verleih uns, daß wir Buße thun Und ſie in Chriſto, deinem Sohn, Zur Selig⸗ keit vollenden! 3. Wohl iſt die Schuld ſehr groß und ſchwer, Von uns nicht auszu⸗ rechnen, Doch deine Gnade noch viel mehr, Die kein Menſch kann aus⸗ ſprechen: Die ſuchen und begehren wir, Hoffen, du werdeſts, Herr, an dir Mit Nichts laſſen gebrechen. 4. Du willſt nicht, daß der Sün⸗ der ſterb Und ins Verdammniß fahre, Sondern daß er mehr Gnad erwerb Und ſich darin bewahre: So hilf uns nun, o Herre Gott, Auf daß uns nicht der ewge Tod In Sünden widerfahre! 5. Vergib, vergib und hab Geduld Mit uns Armen und Schwachen, Laß deinen Sohn all unſre Schuld Durch dein Verdienſt gut machen. Nimm unſrer Seelen eben wahr, Daß ihn kein Schaden widerfahr Von dem hölliſchen Drachen. 6. Wenn du nun vor Gerichte gehn Und mit uns wollteſt rechten, 9, wie würden wir da beſtehn Und wer würd uns verfechten? O Herr, ſich uns barmherzig an Und hilf uns wieder auf die Bahn Zur Pforte der Gerechten! 7. Wir opfern dir uns arm und lloß, Durch Reu niedergeſchlagen: d, nimm uns auf in deinen Schooß Und laß uns nicht verzagen; O, hilf, daß wir getroſt und fret, Ohn arge Buß⸗Lieder. 943 Liſt und Heuchelei Dein Joch zum Ende tragen! 8. Sprich uns durch deine Boten zu, Bezeug unſer Gewiſſen, Stell un⸗ ſer Herz durch ſie zur Ruh, Thu uns dadurch zu wiſſen, Wie Chriſtus vor deinm Angeſicht All unſre Sachen hab geſchlicht: Des Troſts laß uns genießen. 9. Erhalt in unſers Herzens Grund Deinen göttlichen Samen Und hilf, daß wir den neuen Bund In dei⸗ nes Sohnes Namen Vollenden in aller Wahrheit, Alſo der Kronen der Klarheit Verſichert werden, Amen! Mich. Weiß, ſt. 1540. Der 130. Pſalm. In bekannter Melodie. 2( us tiefer Noth ſchrei 1560.A ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen; Dein gnä⸗ dig Ohren kehr zu mir Und meiner Bitt ſie öffne! Denn ſo du willſt das ſehen an, Was Sünd und Un⸗ recht iſt gethan, Wer kann, Herr, vor dir bleiben? 2. Bei dir gilt Nichts, denn Gnad und Gunſt, Die Sünde zu vergeben; Es iſt doch unſer Thun umſonſt Auch in dem beſten Leben. Vor dir Niemand ſich rühmen kann: Deß muß dich fürchten Jedermann Und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienſt nicht bauen; Auf ihn mein Herz ſoll laſſen ſich Und ſeiner Güte trauen, Die mir zuſagt ſein werthes Wort: Das iſt mein Troſt und treuer Hort, Deß will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Doch ſoll mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht, noch ſorgen. So thu Iſrael rechter Art, Der aus dem Geiſt erzeuget ward, Und jenes Gotts erharre. 944G 5. Ob bei uns iſt der Sünden viel, Bei Gott iſt viel mehr Gnade; Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, groß auch ſei der Schade. Er iſt allein der gute Hirt, Der Ifrael er⸗ löſen wird Aus ſeinen Sünden allen. Dr. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Zuſatz. 6. Ehr ſei Gott Vater und dem Sohn Und auch dem heilgen Geiſte, Als es im Anfang war und nun, Der uns ſein Gnade leiſte, Daß wir wandeln in ſeinem Pfad, Auf daß die Sünd der Seel nicht ſchad: Wer das begehrt, ſprech: Amen! Jerem. 31, v. 18—20. Mel. Alles iſt an Gottes Segen. (1 Aiſt du, Ephraim, be⸗ 1561. B trübet, Daß du Bos⸗ heit haſt verübet, Drückt dich deine Miſſethat, Laß darum nicht die Ge⸗ danken Von des Höchſten Gnade wan⸗ ken, Sondern folge dieſem Rath. 2. 8eg zur Seiten, was dich pla⸗ get, Hör, was dir der Höchſte ſaget Und was ſein Mund ſelber ſpricht: Ich bin gnädigund ſanftmüthig, Vater⸗ herzig und ſehr gütig, Ewig währt mein Zorn auch nicht. 3. Ephraim, du Hochbetrübter, Biſt du nicht mein Herz⸗Geliebter Und mein allertrautſter Sohn? Wie ſollt ich mich denn erboſen Und im Zorne dich verſtoßen? O, mein Sinn iſt weit davon! 4. Hör ich dich ſo kläglich ſprechen, Möchte mir das Herze brechen; Seh ich deinen Thränen⸗Fluß Und der rechten Buße Schmerzen, Machſt du, Wie ler daß ich mich von Herzen Ueber dich erbarmen muß. V 5. Aber du mußt in dich gehen Und dein Sünden⸗Herz beſehen, Wie es bisher ſeinen Spott Hat mit meiner Gunſt getrieben, Wie dein Buß⸗Lieder. üppigs Laſter⸗Lieben Mich hetti deinen Gott. AM dent 6. Deine mir verhaßten Sü Die ſich häufig bei dir finden, hin. mich und dich getrennt; Deiner Pa⸗ heit ſchwer Gewichte Nacht, daß i mein Angeſichte Habe von dir al gewendt. 7. Denk nicht etwa, daß mein dh ren Haben ihre Kraft verloren, Dae daß mein Hand verkürzt, Daß ſiedi nicht helfen könne; Denn mit de⸗ nem Laſter⸗Sinne Haſt du ſalhe dich geſtürzt.— 8. Aber gib dich nur zufrieden, d biſt nicht von mir geſchieden; ehr nur wieder um zu mir, So will it mich zu dir wenden, Alle dein pe⸗ trübniß enden Und dich liehen fur und für. 9. Such mich nur, weil ich zu fi⸗ den, Klag nur deine ſchweren Sin⸗ den, Ruf mich, weil ich nah bin, m. Weiche von dem Sünden⸗Wege, Trit vom breiten Laſter⸗Stege Und eien, was du gethan: 10. So will ich mich dein erhar⸗ men Und dich wiederum umarmen, Als wär es noch nie geſchehn. Ich will allen deinen Schaden Aus Barm⸗ herzigkeit und Gnaden Als ein Ma⸗ ter überſehn. 11. Wenn auch deine großen geh⸗ Wären wie die Purpur⸗Mäler Und wie roſinfarbnes Blut, Sollen ſie doch weißer werden, Als der friſche Schnee auf Erden, Oder wie das Wollen⸗Gut. 12. Hügel, Berge, ſtarke Wallen Sollen weichen und zerfallen, Abar die Barmherzigkeit, Die ich dir, men Kind will reichen, Soll in Gwig— keit nicht weichen, Sondern wähten allezeit.* 13. Schau, wie dich der Höchſt liebet, Und was er für Troſt dir giban Ephraim, denk ja daran; Nimm e dankbarlich zu Herzen, Wirf von dit die Herzens⸗Schmerzen Und beran⸗ was du gethan! ſt. 1681. Georg Neumark, g. 1621, —— —9—— —** — — gmner ann lan n deinen heilig — * „ 4 ,— —— ——= —— ‿——„ -—— — — — — — = er⸗Li 5 ehen Nam Dnir vaträn ba eunig beidrſe — — 4 † 2 — — —— — — ——— * nich mr ni —9 — ¹ ur dein ſtegn rüch, weilih win — dem Sinderl Laſter⸗Styee hnun. — will ich nih ſte⸗ —dich widennmn, i noch nie git r änen Schadente i jſinfarbnes zer werden, Puſſc⸗ f Erden, Num * heichen, emnſt J was afirn 1 rdenk jn duan ſ 6 — zu Herzen, N Schmazn ſed 3 than. a. jeorg annaft 4 1 aa n a I nd Gnaden lahr a = el, Berge, wln chen und min e rzigkeit, Nühen reichen, Ain V Buß⸗Lieder. Jeſu Buß⸗Ruf. Mel. Wer nur den lieben Gott. ein Jeſus rufet dich 1562.„ zur Buße: Komm, bring dein armes Herz herbei, Komm, falle ihm doch bald zu Fuße Und zeig ihm deiner Seelen Reu, die das Ge⸗ ſet in uns erregt, Wenn man Leid über Sünde trägt. 2. Dein Jeſus ruft dich auch zum Glauben Durchs ſüße Evangelium Und will aus Gnaden dir erlauben, zu werden ganz ſein Eigenthum, Daß du nun durch ſein werthes Wort Sollſt ſelig werden hier und dort. 3. So ſäubre, Jeſu, meine Sin⸗ nen Und ſchaff in mir das Herze rein; Laß mich von neuem nun be⸗ ginnen, Was dir, mein Jeſu, lieb kann ſein, Und hilf, daß ich nach deinem Sinn Recht gläubig und auch heilig bin! Um Wegnehmung der Sünden⸗Laſt. In voriger Melodie. 1563 Der Sünden Laſt drückt . unſre Herzen Und beugt ſie zu der Hölle zu, gebieret Angſt und Schmerzen, Sie läßt uns weder Raſt noch Ruh; Wir ſeufzen drunter Tag und Nacht, Weil wir die Schuld ſo groß gemacht. 2. Hier kann kein Engel uns er⸗ guicken, Kein Menſch reißt uns aus ſolcher Noth, Der Himmel will kein Labſal ſchicken, Der Himmel dräuet uns den Tod, Es klagt uns das Ge⸗ liſen an, Die Hölle hat ſich aufge⸗ han. 3. Wir fliehn zu dir, du Gott der Gnaden, Den unſer Thun erzürnet hat, Wir klagen über Seelen⸗Schaden, Die Herzen ſind vom Seufzen matt; Erlaß uns unſre ſchwere Schuld Nach deiner väterlichen Huld! 4. Du biſt alleine, der vergibet, Was Miſſethat und Sünde heißt; Du biſt es, der die Menſchen liebet, Der ſie aus allen Nöthen reißt; Ach, reiß 94⁴5 uns auch aus dieſer Pein, Du ſiehſt, wie wir verlaſſen ſein! .5. Wir ſind dein Erbtheil, deine Kinder, Durch Chriſti theures Löſe⸗ geld, Das gab er dir für alle Sün⸗ der, Er zahlte für die gäanze Welt, Auf den Erlöſer bauen wir Und kehren wieder um zu dir. 6. Wir haben zwar die Gunſt ver⸗ ſcherzet, Die du uns angeboten haſt; Doch weil uns das Verbrechen ſchmer⸗ zet, So nimm doch von uns dieſe Laſt, Erquick uns wieder durch dein Wort: So danken wir dir hier und dort. Auf Chriſti Thränen. Luc. 19, v. 41. Mel. Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt. 1 56 4 Du weineſt für Jeru⸗ 4 ſalem, Herr Jeſu, heiße Zähren, Bezeugſt, es ſei dir angenehm, Wenn Sunder ſich bekeh⸗ ren. Wenn ich vor dir mit Buß er⸗ ſchein Und über meine Sünden wein, So tilgeſt du aus lauter Gnad Die d Miſſethat, So mich bisher gequälet Die Laſt hat 2. Wenn deines Vaters Zorn ent⸗ brennt Von wegen meiner Sünde, da deinen Thränen ich mich wend, Da ich Erquickung finde. Vor Gott ſind ſie ſo hoch geſchätzt: Wer damit ſeine Sünde netzt, Den blickt Gott an mit Gütigkeit Zu jeder Zeit Und ſein betrübtes Herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im Thränen⸗ Haus Vor großer Angſt oft weinen, Der Welt aushalten manchen Strauß; Sie martert ſtets die Deinen Auf allen Seiten, wo ſie kann, Fängt ſie mit mir zu hadern an. Dieß tröſtet mich zu aller Friſt: Herr Jeſu Chriſt, In Noth du auch geweſen biſt. 4. Du zähleſt alle Thränen mein; Ich weiß, ſie ſind gezählet, Und ob ſie nicht zu zählen ſein, Dennoch dir keine fehlet. So oft ſie vor dir regen ſich, So oft ſie auch bewegen dich, 60 Daß du dich mein erbarmen mußt. Wie dir bewußt; Denn du mir all⸗ zeit Hilfe thuſt. 5. Wer jetzund ſäet Thränen aus, Hält in Geduld Gott ſtille, Wird fröhlich ſein in deinem Haus, Da Freude iſt die Fülle, Na ſolche Freude, die kein Mann Mit ſeiner Zung ausſprechen kann, Und die da bleibt in Ewigkeit: Mein Kreuz und Leid Wird werden dort zu lauter Freud. 6. Jür dieſe Thränen dank ich dir, Daß du du die Freuden⸗Krone, Herr Chriſt, dadurch erworben mir Bei dir ins Himmels Throne; Wann du mich holen wirſt hinauf Zu deinem auserwählten Hauf Dann will ich recht lobſingen dir, O höchſte Zier, Für deine Thränen für und für! Joh. Herrmannn, g. 1585. ſt. 1647. Der 51. Pſalm. In bekannter Melodie. 1 565 Erbarm dich mein, o . Herre Gott, Nach deiner großn Barmherzigkeit. Waſch ab, mach rein mein Miſſethat: Ich kenn mein Sünd und iſt mir leid. Allein ich dir geſündigt hab, Das iſt wider mich ſtetiglich;, Das Bös vor dir mag nicht beſtehn, Du bleibſt gerecht, ob du urtheileſt mich. 2. Sieh, Herr, in Sündn bin ich geborn, In Sünden empfing mich mein Mutter. Die Wahrheit liebſt, thuſt offenbaren Deiner Weisheit heimlich Güter. Beſpreng mich, Herr, mit Mopo, Rein werd ich, ſo du wäſcheſt mich, Weißer, denn Schnee; mein Gehör wird froh, All mein Gebein wird freuen ſich. 3. Herr, ſieh nicht an die Sünde mein, Thu ab all Ungerechtigkeit. Und mach in mir das Herze rein, Ein neuen Geiſt in mir bereit. Ver⸗ wirf mich nicht von deinem Angeſicht, Dein heilgen Geiſt wend nicht von Buß⸗Lieder. ins Grab. Mein G dem Herzen Voll Pein und Tral⸗ mir; Die Freud deins Heils her mir richt, Der willge Geiſ d mich dir 3 9 ſt enthalt 4. Die Gottloſen will ich de Weg, Die Sünder auch bii linn Daß ſie vom böſen falſchen Steg 3 dir durch dich ſich bekehren. Beſchirn mich, Herr, meins Hells ein Got, Vor dem Urtheil durchs Blut bedeu Mein Zung verkünd dein rechts Gela Schaff, daß mein Mund dein Ad ausbreit. 5. Kein leiblich Opfer von mir heiſchſt, Ich hätt dir das auch gege⸗ ben; So nimm nun den zerknirſchie Geiſt, Betrübts und traurigs hen daneben; Verſchmäh nicht, Gott da Opfer mein, Thu wohl nach deinen Gütigkeit Dem Berg Zion, da dhn⸗ ſten ſein, Die ofern dir Gerechii⸗ keit. M. E. Hegewald um löis. Der 143. Pfalm. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1566 Prhör, o Hen, mein . Bitten, Nunm doch die Thränenhin, Die ich heraus miß ſchütten, Weil ich geängſtigt bin Ven deiner Wahrheit wegen Erhör ſett mein Geſchrei, Mit deiner Rechte de gen Spring in der Noth mir bei 2. Laß dein gerechtes Spueten Nicht über mich ergehn, Denn dei nes Knechts Verbrechen Kann nich vor dir beſtehen; Es iſt kein Menſt zu finden, Kein lebendiger Mann, Der ſich gerecht von Sünden Jer dir, Herr, rühmen kann. 3. Der Feind verfolgt mein Leben, Stößt mich zur Höllen ab, Wiln den Tod mich geben Und legen nich Mein Geiſt iſt ſanme rigkeit, Ich denk in meinen Schniarie An die verfloſſne Zeit. 4. Ich rühme deine Stärke,Wem Unfall mich betrübt, Und denk an alle Werke, Die deine Hand veribe Zu dir, dem Lebens⸗Fürſten, Drät 1 md den. kede nde. tüin n t meins gels e rtheil dus g 1 pettinddane men Umn * leidlch Dye mn — hüt dir dw uhe un nn dame —bts und mu. weerſchnih ih, g0 —1. Jhu vohl un em Berg gim u * De dfern dr hi M. E. Hegeru et 143. Pfeb. zlich thut mih unn. „(Pthöt, on 5 E Bitten, im h nhin, Dieitinan reil ch geöngüüinn ztheit wegn dit. ¹ ei, Mi dinah —c in der Whwe e dein gerechte dn A mich ergehn, N Verbrecen ſmſi tehen; Es itnin = Kei lebeninlun. P erecht von it di werühmen tun. Jeind vrflcg ni jlten d Uli a. pur höllr 6 M 9. 1 1tloſſe M, 3 rühme deine An 2 beträbt ln a „Di din in 6 — — =ü== 7 em dee li„ — ich die Seelen⸗Hand; Nach dir pfleg ich zu dürſten, Gleichwie ein dürres Land., Ban Laß dein Erhörung eilen, Eh Ohnmacht mich befällt; Laß deinen Anblick heilen, Was in mir iſt zer⸗ ſchellt; Laß mich nicht ähnlich werden Dem, den die Kluft verſchlingt, Und der ins Hohl der Erden Verzweifelt abwärts ſinkt. 6. Gib, daß ich früh vermerke, Daß du mir gnädig biſt, Weil meiner Hof⸗ nung Stärke Auf dich gegründet iſt; Sei du mein Wegedeuter, Daß ich nicht irr allhier, O Herr, ſei mein Be⸗ gleiter, Denn mich verlangt nach dir. 7. Errette mich von Leuten, Die mir gehäßig ſein, Die grimmig mich beſtreiten, Du biſt mein Burg allein, Drauf ich mein Hoffnung pflanze, Da nehm ich Zuflucht hin, Das iſt die feſte Schanze, In der ich ſicher bin.— 8. Lehr, Herr, mich deinen Wil⸗ ſen, Der du mein Heiland heißt, Daß ich ihn kann erfüllen; Laß deinen gu⸗ ten Geiſt Die ebne Bahn mich leiten, Und wenn die Seele zagt, So hilf mir, Herr, beſtreiten Das Unglück, ſo mich plagt! 9. Um deiner Wahrheit wegen Til Aller derer Macht, Die wider mi ſich legen, Und der werd umgebracht, Der meine Seel und Sinnen Mit Schrecken ängſt und ſchwächt, Damit er noch werd innen, Ich ſei, o Gott, dein Knecht. Joh. Franck, g. 1618, ſt. 1677. Gnaden⸗Fülle gegen die Menge der Sünden: Mel. Wer nur den lieben Gott. 1567. Gerechter Gott,) was kann ich ſagen ch ſoll und muß verloren ſein; Da Mi lionen Sünden nagen, Empfind ich lauter Höllen⸗Pein, Und bei den Martern meiner Noth Fehlt Nichts, als nur der ewge Tod. Buß⸗Lieder. 947 2. Gedenk ich, Herr, an meine Ju⸗ gend, So kommt mir Angſt und Zit⸗ tern an; Da floh ich von dem Pfad der Tugend Und trat nur auf die Laſter Bahn; Anſtatt des Himmels war die Welt Mir zum Ergötzen aus⸗ geſtellt. 3. Des Fleiſches Luſt war mein Vergnügen Und Ueppigkeit mein Haupt⸗Gewinn, Mit oben und mit unten liegen Verſtärkte den verkehr⸗ ten Sinn So, daß ich Alles von mir ſtieß, Was ehrbar und was chriſt⸗ ich hieß. 4. Ich weiß, daß mich dein Geiſt im Herzen, Ach, allzu oft erinnert hat; Doch wollt ich mit der Gnade ſcherzen Und ſo verwarf ich allen Rath., wer es treu mit mir ge⸗ meint, Den ſah ich an als meinen eind. 5. Wie kann ich alle Sünden zäh⸗ len, Die deinen Zorn auf mich ge⸗ häuft? Da nun nach meiner armen Seelen Der Satan mit Verzweiflun greift, So weiß ich weder aus noch 5— Und ſoll ein Brand der Hölle ein. 6. Wo lauf ich hin vor ſolchen Schmerzen? Wohin? Daß Gott er⸗ barm! Wohin? Ach Herr, es reuet mich von Herzen, Daß ich ſo ab⸗ gewichen bin. Verſchließt du mir die Gnaden⸗Thür, So iſt es gänzlich aus mit mir. 7. Laß dich mein Elend doch er⸗ barmen, Barmherzger Gott, durch Je⸗ ſum Chriſt! Durch Jeſum Chriſt, der für mich Armen Geplaget und ge⸗ ſtorben iſt. Er hat für mich genug gethan, Nimm ſein Verdienſt zur Zah⸗ lung an. 8. Ihn halt ich mit den Glaubens⸗ Händen, Mit ihm verſtößeſt du mich nicht. Der Sünder wud die Gnade ſchänden, Die allen Sündern Troſt verſpricht, Der durch Verzweiflung will vergehn Und nicht mit Jeſu will beſten. 9. Ja, Gott, du haſt mich losge⸗ 60* 948 ſprochen Von dem, was mein Ge⸗ wiſſen ſchreckt, Und was ich nun für Schuld verbrochen, Iſt ganz bezahlet und bedeckt. Trotz, Satan, trotz und wirf nun mir Noch meine Sünden weiter für! 10. Von nun an, Gott, ſei mei⸗ nem Leben Dein Wort zur Richtſchnur vorgeſtellt, Du wirſt mir Kraft und Segen geben; Wenn ja das KFleiſch aus Schwachheit fällt, So richte mich G von Neuem auf Und fördre meinen Tugend⸗Lauf. 11. Zwar, treuer Gott, wenn du die Sünden Hier zeitlich noch beſtra⸗ fen willt, So laß mich auch den Troſt empfinden, Der aus der Vater⸗Liebe quillt: Du bleibſt im Kreuze doch mein Freund, Ders mit mir niemals böſe meint. 12. Gott Lob, ſo kann ich Ruh verſpüren, So wirſt du mich auf rech⸗ ter Bahn Nach deinem Gnaden⸗Rathe führen, So nimmſt du mich mit Ch⸗ ren an Und kröneſt mich nach dieſer Zeit Im Reiche deiner Herrlichkeit. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Nach verrichteter Beichte und empfangener Abſolntion. Mel. Lobet Gott, unſern Herren“, Oder: Herzlich thut mich verlaugen⸗ — 5— 0.* 1 41 ſott Lob, ich bin ent⸗ 1568.G bunden, Die Straf iſt mir geſchenkt: In meines Jeſu Wunden Iſt alle Schuld verſenkt. Ich bin ganz neu geboren, Vor war ich geiſtlich todt, In Sünden ganz verloren, Nun hat es keine Noth. 2. Der Vater heißt mich wieder Sein allerliebſtes Kind, Weil meine Thränen⸗Lieder Sein liebſtes Opfer ſind. Ich lag zu ſeinen Füßen, Jetzt lieg ich an der Bruſt, Und mein ver⸗ letzt Gewiſſen Schmeckt lauter Him⸗ mels⸗Luſt. „»Es wird auch ſonſt nach der Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben, iu 16 Verſen, aber mit kränket, unſchicklicher Theilung der Verſe geſungen⸗ Ihr habt kein Theil an mir, Hinwe Buß⸗Lieder. 3. Die Wunden ſind geheilet, die Seele ganz geſund, Und dieſen Tuſt ertheilet Der prieſterliche Mund. Fch ſoll von Neuem leben, Und mame b Sünden⸗Schuld Iſt ſchon bei Get vergeben, O ungemeine Huld 4. Weicht, Sünde, Tod und Teufel mit allem Zweiſel, Ich werde mn hi hr. g d2., TA 1 hinführ In Liebes⸗Seilen gehen, Da Fluch iſt ausgelöſcht, Ich tann in Segen ſtehen, Weil Jeſu Blut mih wäſcht. V 5. Sei ewiglich verehret, Du ga⸗ ßer Gnaden⸗Thron, Mein Wunſchin nun erhöret, Das Herze freut ſichſten Die Mahlzeit zu genießen, Die un das Siegel gibt, Da den mein Mam wird küſſen, Den meine Seeſe liht 6. Ich will mich nun verbinden, (Dir ewig treu zu ſein, Und nichren allen Sünden In deiner Kraft he⸗ frein; Es ſoll mein ganzes Bhen h deinen Dienſten ſtehn Und eifrig dar nach ſtreben, Auf deiner Bahnaigein⸗ 7. Gib deines Geiſtes Gaben zu meiner Beſſerung, Die ich verſprochen habe; Bin ich nicht würdig gnung, Wirſt du mich würdig machen, An deinen Tiſch zu gehn, Ach, was ſür Wunder⸗Sachen Leh ich ſchon dorten ſtehn! 8. Als wie ein Hirſche ſchreiet, 8 dürſtet meine Seel, Wie bald weidſ erfreuet! Komm doch, Inmannel de Sünd iſt ausgegangen, Geh du um bei mir ein, Und ſo wird mein Ne⸗ langen Bei dir geſtillet ſein. V Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. I3. Freudige Rückkehr vom Beickt⸗ Mel. Nun lob, mein Seel, der. 14Q(Kott Lob, ich bin en 15 69.G i an. Ich gch vi leichter in mein Haus; Mein Herz hal Gnade funden, Und meiner Sünden Angſt iſt aus. Was mich zuver let, Hat Gott ins tieſe Nert aller Schuld verſenket, Daß ich tun Y nit rech NMaeſtä Naner Ih hg lir die kuſſen, 3. G meines ten ſie dafür Pürger em, d Daß i N u d — unden ſind = wimlate — prieſterüche zuld It — — S 22 G& — =— — —= liſc Well 9 wiglth dan r⸗Thron, e 4 meit zu genizs 1, Den mein anh. — en In u 3 — iſten ſtehn luthe⸗ —, Auf deineke ddeines Geiſtett h. = ſerung, Näitegſa = mich würdgm h G. u Eh e — achen D vie in hitne — ne Seel, Wenh 1 hitbitm Als wär ich neu geboren Durch ſolchen Gnaden⸗Schein: Nun kann ich nicht verloren, Wie vor, in Sünden ſein. crat mein g 2. Ach, wie erſchrak mein Herze, Als ich zum Richterſtuhle trat; Als ich mit Angſt und Schmerze, Mit tau⸗ ſend Thränen Gnade bat! Gott ward mir recht zum Schauer In ſeiner Majeſtät; Doch bald nach dieſer Trauer Ward ich im Troſt erhöht. Ich lag zu ſeinen Füßen, Er reichte mir die Hand Und ließ mich Gnade küſſen, Die ich in Jeſu fand. 3. Gott ſahe meine Sünden In meines Jeſu Wunden an; So muß⸗ ten ſie verſchwinden, Weil er genug dafür gethan. Er gab ſich mir zum Bürgen, Ging in den Schuld⸗Thurm ein, Er ließ ſich ſelbſten würgen, Daß ich ſoll ledig ſein; Er ſchenket mir den Segen Und ward ein Fluch für mich; Er nahm der Gnade we⸗ gen Des Vaters Zorn auf ſich. 4. Ich kam als wie ein Sünder Und ging gerecht von ſeinem Thron. Kein Urtheil war gelinder, Als Got⸗ tes Abſolution. So ward das Schuld⸗ Regiſter Durch Chriſti Blut gelöſcht, Indem mein Hoherprieſter Mich rein von Sünden wäſcht. O Worte voller Leben, Die mir ſein Diener ſprach: Die Sünden ſind vergeben! O Seele, wiederkehr, — onndoh patt 3 usgegangen am n, Und rumbe ei dir geiltt Benj. Schrult 3 Ee Rückkehr wi Stußl. Nun lob, nnn = Mat Mn 9, Ge 1 zhl ans. Ariſt jat Gottinste M 2 uh vejat b denke nach! 5. Noch nicht genug Erbarmen! Gott lud mich auch zur Tafel ein: Die Liebe ließ mich Armen An ih⸗ rer Bruſt vergnüget ſein. Was nahm ich da für Schätze Auf meinen Aypen an! Daß ich mich ſtets er⸗ göte, So oft ich denke dran. Mit Chriſti Leib und Blute Genoß ich Wodt und Wein: Sollt mir nicht uahh zu Muthe Bei ſolcher Speiſe 6. Wohlan, ich geh mit Freuden Auf dieſem Wege wieder hin Und will meiden, Wodurch ich Gott hinführo ein Gräuel bin. Laß mich, mein Jeſu, wandeln, Wie ich dir zugeſagt, Buß⸗Lieder. 949 Damit ſein übel Handeln Mich künf⸗ tig mehr verklagt. Gib, daß die See⸗ len⸗Speiſe Nun Glaub und Lieb er⸗ weckt Und bis zur letzten Reiſe Nach lauter Himmel ſchmeckt. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Daß Gott Buße für Sünde an⸗ nehmen wolle. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1 570 Gott. mein Vater, zähl . in Gnaden Meine Seufzer, die ich thu; Wende von mir Spott und Schaden, Schick mir Rath und Hilfe zu; Denke nicht der Miſſe⸗ that, Die mein Fleiſch begangen hat, Sondern ſiehe an die Plage, Die ich ausſteh alle Tage! 2. Ach, ich hab es wohl verſchul⸗ det, Was für Strafen ich empfind, Was ich bis anher erduldet, Iſt da⸗ gegen noch gelind; Dein Gericht, o Herr, iſt recht Ueber mich, den böſen Knecht, Der ich mich von dir verlau⸗ fen, Sünd begangen hab mit Haufen. 3. Was ich hätte ſollen haſſen, Hab ich leider oft gethan; Gutes hab ich unterlaſſen Mehr, als ich nur wiſſen kann, Durch Gedanken, Werk und Wort Dich erzürnt an manchem Ort, Auch den Nächſten nicht geliebet, Son⸗ dern oft und ſchwer betrübet. 4. Wenn ich nur daran gedenke, Steigt mirs dergeſtalt zu Sinn, Daß ich mich von Herzen kränke Und in höchſten Aengſten bin. Meiner Schul⸗ den große Zahl Drückt mich ſchwerlich überall; Ach, ich fürcht, ich muß verge⸗ hen, Denn ich nirgends kann beſtehen. 5. Dir, Herr, falle ich zu Fuße Und begehre Gnad und Güt; Nimm für Sünde an die Buße Mit zerſchlage⸗ nem Gemüth. Vater, ſchenk mir gnä⸗ diglich, Daß ich hab erzürnet dich, Und um Jeſu Chriſti willen Laß nun deinen Grimm ſich ſtillen! 6. Gott, ach Gott, durch dein Er⸗ barmen, Deine Weisheit, deine Macht Hilf mir Einſamen und Armen; Auf dich wart ich Tag und Nacht. Ach, erlöſe mich doch bald Aus der Noth ſo mannigfalt; Herr, ich bitte, du wollu eilen Und nicht länger mehr verweilen! 7. Sollteſt du mich fort ſo laſſen Und mir nicht beirriden. Gott, t Würden die, ſo dein Wort haſſen, An mir haben ihren Spott Und mir höhniſch rücken für Daß ich zwar ſtets ſchrei zu dir; Weil ich aber hab gefehlet, Bleib ich Tag und Nacht gequälet. 8 8. Ich. bekenn mit Reu und Schmer⸗ zen, Daß es wär mein rechter Lohn. Hätt ich dich gefürcht von Herzen, Wär ich frei von ſolchem Hohn; Doch ſo groß, o Gott, du biſt, Deine Macht und Weisheit iſt: Laß mir dadurch noch auf Erden Nütz und heilſam Alles werden, 9. Daß ich deines Namens Ehre, Deine Wunder, Näͤchſten dien dabei, Daß auch kund werd Jedermann, Wie viel beſſer der gethan, Der auf deine Allmacht bauet, Ehriſti Blut wird gründen: Siehede mein Elend an Und vergib n en ne Als der ſeinem Witz vertrauet. 10. Nun, Gott, du kannſt t Rettung ſenden Zu der angenehmen Zeit; All mein Elend kannſt du wenden, Mein Betrübniß, Sorg und Leid. Komm, Herr, komm und eile doch, ab das ſchwere Joch. Gott, ich weiß, du hörſt mein Flehen. Amen, laß es bald geſchehen! Bußfertiger Fußfall vor dem dreieinigen Gott. Mel. 1. G foßer Gott ins Him⸗ 157 H mels Throne, Vater O du Liebe meiner Liebe. in der Ewigkeit, Mit dem Vater und dem Sohne, Heilige Dreieinigkeit, Hier lieg ich zu deinen Jüße en Und bereue meine Schuld, Die ich nim⸗ mermehr kann büßen,„Habe doch mit mir Geduld! Buß⸗Lieder. Welchen du mit mir übermachten Sünden Malt ſo 1 Drache Auf die armen Seelen füt g hle 4* d Güt und Treu Im⸗ merfort darauf vermehre Und dem 7 ren, Du wollſt nicht des 8 ünder ſcheid en, So Nimm mir den Auch für mich geſchehen ſei. Jei geuß 14 doch fen Wunden, Die mir Satan hat ge⸗ von Satans⸗Ketten Und der S un Vanden frei; Wirf von deinem e 2. Deinen Bund hab ich gebrochen, das, was ich dir verſprochen, As ich ſollte, nicht bedact Wir, den Gan, und unſre Väter Haben deine Zorn erregt Und als frevle Uebel⸗ thäter Dich zu ſchwerem Zorn bewegt. 2 3. Wo ſoll ich nun Hilfe finden Da nunmehro Satan mir Mem⸗ groß rum nur Got⸗ tir der; den Sei und ſchrecklich für Duun tes Zorn und Vinrhe N vor Augen ſtellt Und als ah dln De 4. Nur auf dich, Herr Chrißt leine Setz ich meine Zuverſicht, Siez⸗ wie ich ſo kläglich weine, Ach, rar wirf mein Opfer nicht, Den du ſchmerzensvolles Reuen m ad durch Weh zerknirſchten Geiſt, Welchen den rechtes Dräuen Bie rreißt! 5. Gott, 5 zur Hölle nie el der du b dei dir geſchre⸗ Tod, Noch daß Jemand ſei winn eer in ſeiner Seelen⸗) Noth Sich u H Sünden, Welche ich vor d Ueu 6. Ob ſie mich und dich 1 gedenke doch dad ſchme 1 h Ker ih i, Daß dein Tod und durch dein Blut⸗ denhiogen Dun dein Kreuz und Tod bitt ich, A 11 entbinde mein Gewiſſen Und ver, genädiglich! 7. Heile die verwundte Seele,“ mein Gott und Gnaden⸗ Thron⸗ das Lindrungs⸗Oele Da⸗ ls ” le Da ner Abſolution In die ſchmerzii ich t 1 macht, Als er mich verwirrt gei fun⸗ den I In der ſchwarzen Sünden⸗) Nach. 8. Eile, Gott, mich zu erretten, be mein Helfer, ſteh mir bei; Mache dena ) gemacht, Und. e 1 nd de — dic, hen Gii meine Zuvetſch,n äglihwein, h Opfer niht k ¹3 der du bei i 8 V — daß Jemand ſima er Seelen⸗Awhaa S wid gründen dite =u Und vergi win „ elche ich vor Ry XGe nich und itſi .'o gedente dh. ü 1 M od und ſcmer Br nich geſchnin „c But⸗Denyiza lat — und To lit iin Gewiſen lyn 3 D die verwundeen 2 und Gnderamn d das Lndrunei T e in In dſten e 1, De nireuu 1 i ſ. M Ä „ 5eien 7 mi, Wif und te Meine Schulden weg von dir Füüne doch nicht ins Gerichte, Aller⸗ liebſter Gott, mit mir! 9. war habe Nichts verdienet, Als tezn Höllen⸗Pein; Doch wei ich dir bin verſühnet, Herr, durch dei⸗ nes Sohnes Pein, Ei, ſo wollſt du auch vergeben Meine ſchwere Miſſe⸗ that, Die in meinem ganzen Leben Dich ſo ſehr erzürnet hat. 10. Ach, hernach ſo führ und leite Mich mit deinem heilgen Geiſt, Daß mein Fuß nicht wieder leite, Son⸗ dern, was dein Wort mi heißt, Ich untadelig vollbringe Und durchs fin⸗ ſtre Todes⸗Thal Ich dermaleinſt zu dir dringe In des Himmels Freu⸗ den⸗Saat. 11. Alsdann will ich mit den En⸗ geln, Rein von Ungerechtigkeit Und befreit von allen Mängeln, Rühmen deine Herrlichkeit; Meine Seele ſoll dich ehren Mit der auserwählten Schaar Und, Herr, deinen Ruhm vermehren Ohne End und immerdar. Chr. Schütz, ſt. 1750. Um Gnade des heiligen Geiſtes zur Bekehrung. In eigener Melodie. 1572 Peiger Geiſt, bekehre 108. mich, Ach, ſo werd ich recht bekehret; Wecke mich von Sünden auf, Daß dem Tode werd gewehret; Richt mein Herz zu wahrer Buße; Treib mich recht zum Beten an, Gib mir ein, was ich ſoll den⸗ ken Und was ſonſten wohlgethan! 2. Gib mir ein verſöhnlich Herz, Daß ich nicht nur mit dem Munde, Sondern auch, wie du befiehlſt, Recht aus meines Herzens⸗Grunde Mit den Menſchen mich verſöhne, Welche meine Feinde ſind, Und alsdann auch die Verſöhnung Bei dir, Gott, im Himmel find! Buß⸗Lieder. Der 38. Pſalm. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1(1573. J)nzsac ne ghenn du mit erzürnter Stimm Nach Ver⸗ dienſt mir dräuſt zu lohnen; Straf mich nicht in deinem Grimm. Deine Pfeile ſtecken mir Tief in dieſem Herzen hier; Deine Hand drückt Seel und Glieder Faſt bis zu der Hölle nieder: 2. Hör doch auf mit deinem Dräuen, Richt mich nicht ſo kläglich zu, Daß man ſich vor mir muß ſcheuen, Mein Gebein hat keine Ruh; Nirgends kann ich finden Raſt Vor der ſchweren Sünden⸗Laſt, Die mir übers Haupt eſtiegen, Daß ich drunter muß er⸗ iegen, 1. 3. Meine Thorheits⸗Wunden ſtin⸗ ken, Die mit Eiter angefüllt, Und ich geh, als wollt ich ſinken, Traurig, krumm, gebückt, verhüllt; Denn weil von mir Tag und Nacht Wird mit Trauren zugebracht, Sind verdorret meine Lenden Und bin krank an allen Enden. 4. Ach, wie hat ſichs umgekehret, Kenn ich mich doch ſelber kaum; Denn ich bin ſo ſehr verſehret Und mein Herz weiß keinen Raum! Darum heul ich für und für, Herr, mein Wünſchen iſt vor dir, Meine Seuf⸗ zer, meine Sorgen Sind dir ſämmt⸗ lich unverborgen. 5. Meine Kraft hat mich verlaſſen, Mein Herz bebet und zerbricht, Meine Augen ſtehn im Naſſen, Wiſſen faſt von keinem Licht. Meine Freund und Lieben ſtehn, Schauen mich zu Grunde gehn, Und die Nächſten meiner Seiten Sehn mich jetzt kaum an von weiten. 6. Die nach meiner Seele ſtehen, Stellen mir hier, dort und dar, Und die allzeit ſchwanger gehen, Mich zu ſtürzen in Gefahr, Denken ſtets auf Liſt und Trug Und bedünken ſich dann klug, Wenn ſie mögen was 95² ausdichten, Mir nur Schaden anzu⸗ richten. 7. Aber ich bin gleich den Tauben, Höre nicht, ob ich ſchon hör; Auch darf ich mir kaum erlauben, Nur Ein Wort zu reden mehr. Hör ich ſchon was wider dich, Das mir iſt ein Seelen⸗Stich, Daß mein Herz mir möchte brechen, Darf ich doch nicht widerſprechen. 8. Dennoch, Herr, ſo harr ich dei⸗ ner, Herr, mein Gott, du hörſt es wohl; Denn ich denke, daß doch Kei⸗ ner Ueber mich ſich freuen ſoll. Halte du, Herr, meinen Nuß Sehn ſie, daß ich fallen muß, Würden ſie von Rühmen, Lachen Mir zur Schmach kein Ende machen. 9. Denn ich bin gemacht zum Lei⸗ den, Und der Schmerzen große Meng Die mir Leib und Seel durchſchnei⸗ den, Machen mir die Welt zu eng; Drum zeig ich dir treulich an, Was äich Uebles hab gethan, Meine Sünd hält mich in Sorgen Von dem Abend bis zum Morgen. 10. Aber meine Feinde leben Und mißbrauchen ihre Macht, Die aus Haß mir widerſtreben, Ohne Recht ſind groß geacht; Die mir Arges thun um Guts, Trotzen mir voll frevlen Muths; Drum, daß ich mit weinen Händen Wollte gern mein Le⸗ beu enden. 11. Herr, verlaſſe nicht mich Ar⸗ men, Sei, mein Gott, nicht fern von mir; Laß dich deines Kinds erbar⸗ men, Welches hangt allein an dir; Laß mich nicht ſo troſtlos gehn, Eile, Herr, mir beizuſtehn, Herr, mein Gott, Gott aller Götter, Meine Hilfe, mein Erretter! 12. Es ſoll, Vater, dahingegen Alles, was nur in mir iſt, Dank zu deinen Füßen legen, Dir, Sohn Got⸗ tes, Jeſu Chriſt, Auch dir, werther heilger Geiſt, Der uns ſo viel Gnad erweiſt, Will ich gleichen Dank er⸗ weiſen, Dich Dreieingen ewig preiſen. Buß⸗Lieder. Der 143. Pſalm. Mel. Wo Gott der Herr nicht. err, höre mein 1574. 1 Beten zu, Verninn mein kläglich Flehen; Denn wahr⸗ haft und gerecht biſt du, Wie wir vor Augen ſehen; Doch geh nicht ins Gericht mit mir: Denn kein Menſ lebet, der vor dir Kann als geralt beſtehen. 2. Der Feind verfolget meine Sell Und ſchlägt zur Erd mein Leben, 5 mich in eine finſtre Höhl, Als de vom Tod umgeben; Die Angſt des Geiſts ſich in mir mehrt, Mein han im Leib iſt mir verzehrt Und iun Nichts mehr, als Beben. 3. Oft denk ich an die vorge Zei⸗ Ich red von deinen Thaten, Von Wer⸗ ken, welche weit und breit Sind de⸗ ner Hand gerathen; Mein Hänze breit ich aus zu dir, Nach dir dürß meine Seel in mir, Als wie die dur⸗ ren Saaten. 4. Erhör mich, Herr, erhör mich bald, Mein Geiſt will mir vergehen, Laß deine freundliche Geſtalt, Dein Antlitz laß mich ſehen Noch hier in dieſem Gnadenreich, Daß ich nicht de⸗ nen werde gleich, Die in der Gube ſtehen. 5. Darum laß früh, laß zeitig nich, Herr, deine Gnade hören, Du wuß⸗ dieweil ich hör auf dich, Mirkundthun und mich lehren Den Weg,darauf ich gehen ſoll, Weil mein Herz iſt Verlan⸗ gens voll, Allein dich zu begehren 6. Gott, meine Zuflucht, rette mic Von meinen Feinden allen, Lehr nich⸗ daß ich thu feſtiglich Nach deinen Wohlgefallen; Dein guter Geiſt an lauter Gnad Mich führe ſtets au ebnem Pfad, Sonſt müßt ich irrig wallen. 7. Erquicke mich, mein Herr um Gott, Um deines Namens willen, Führ meine Seel aus Noth und Spott, Ich weiß, du wirſt ſieſilen Weil du liebſt die Gerechtigkeit; Drum 44 157 düdt nicht d nir ge⸗ gern a Zern hn 8 gleich deſt du Herr, nicht d nimm Nenge ncht 4. 5 gleich Neer, fehlen, Daße wiſſen 5. lat ich an de rue A deinen Thate,Gn „ weit und bei 4 2 gerathen. Nen ſi s zu dr, Jat hi * 1 Geiſt vil ma a a reundlihe Gein, I niic ſehen Juh k enreich, Daßihne⸗ — gleich, Di in wii 3ülas früh,laßeit ¹ Gnade hören, Ain ör auf dich Mubeie Atren Den Mywi c eil mein Hezſtchr Slllen dich zu h 1 2 meine Zufuc, n rer Feinden alln ſinit ſuin en Denn guträetn Dd Nih ſitr be 2 Sn ahin die wit, mei 1 dins Ima de Sell 9 5 uiß, Mni he Gchin, = in mir, Aewwi⸗ —₰ de nich Herr a M iſt du mich nach meinem Leid Mit uf und ſh erfüllen. 8. Doch bitt ich für mich keine Rach, Denn dir die Rach gebühret; So weit es aber deine Sach, Die von dir wird geführet, Wirſt du be⸗ haupten deine Chr, Damit dein Ruhm je mehr und mehr Auf Erden werd geſpüret. um Vergebung der unzählbaren Sünden. In eigener Melodie. err, ich habe mißge⸗ 1575. Pjeiichth Ja, ae drückt der Sünden Laſt; Ich bin nicht den Weg gewandeit, Den du mir gezeiget haſt, Und jetzt wollt ich gern aus Schrecken Mich vor deinem Zorn verſtecken. 2. Doch, wiekönntich dir entfliehen? Du wirſt allenthalben ſein: Wollt ich über See gleich ziehen, Stieg ich in die Gruft hinein, Hätt ich Flügel gleich den Winden, Gleichwohl wuͤr⸗ deſt du mich finden. 3. Drum, ich muß es nur bekennen, Herr, ich habe mißgethan, Darf mich nicht dein Kind mehr nennen: Ach, nimm mich zu Gnaden an! Laß die Menge meiner Sünden Deinen Zorn mcht gar entzünden. 4. Könnt ein Menſch den Sand hih zählen An dem weiten Welten⸗ Meer, Dennoch würd es ihm wohl fehlen, Daß er meiner Sünden Heer, Daß er alle mein Gebrechen Sollte wiſſen auszuſprechen. 5. Wein, ach, wein jetzt um die Wette, Meiner beiden Augen Bach! 9, daß ich gnug Zähren hätte, Zu bedauern meine Schmach! O, da aus den Thränen⸗Bronnen Käm ein taten Sion geranene frengj „Ach, daß doch die ſtrengſten Nuthen Ueberſchwemmten mein Ge⸗ ſicht Und die Augen möchten bluten, Weil mir Waſſer ſonſt gebricht! Ach, daß ſie wie Meeres⸗Wellen Möchten in die Hohe ſchwellen! Buß⸗Lieder. 953 7, Aber, Chriſte, deine Beulen, Ja ein einzigs Tröpflein Blut, Das kann meine Wunden heilen, Löſchen meiner Sünden Gluth; Drum will ich, mein Angſt zu ſtillen, Mich in deine Wunden hüllen. 8. Dir will ich die Laſt aufbinden: Wirf ſie in die tiefe See; Waſche mich von meinen Sünden, Waſche mich ſo weiß als Schnee; Laß dein guten Geiſt mich treiben, Einzig ſtets bei dir zu bleiben! Joh. Frank, g. 1618, ſt. 1677. Gewiſſens⸗Angſt und ſelige Beruhigung. In bekannter Melodie. 1576 Ber Jeſu Chriſt, du 6 höchſtes Gut, Du Brunn⸗Quell aller Gnaden, Sieh doch, wie ich in meinem Muth Mit Schmerzen bin beladen Und in mir hab der Pfeile viel, Die im Gewiſ⸗ ſen ohne Ziel Mich armen Sünder drücken! 2. Erbarm dich mein in ſolcher Laſt, Nimm ſie aus meinem Herzen, Dieweil du ſie gebüßet haſt Am Bol; mit Todes⸗Schmerzen, Auf daß ich nicht vor großem Weh In meinen Sünden untergeh Und ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das kom⸗ met ein, Was ich mein Tag began⸗ gen, So fällt mir auf das Herz ein Stein Und bin mit Furcht umfangen; Ja, ich weiß weder aus, noch ein Und müßt ewig verloren ſein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Aber dein heilſam Wort, das macht Mit ſeinem ſüßen Singen, Daß mir das Herze wieder lacht Und faſt beginnt zu ſpringen, Dieweil es alle Gnad verheißt Denen, die mit zerknirſchtem Geiſt Zu dir, Herr Jeſu, kommen. 5. Und weil ich denn in meinem Sinn, Wie ich zuvor geklaget, Auch ein betrübter Sünder bin, Den ſein Gewiſſen naget, Und wollte gern im 954 Blute dein Von Sünden abgewaſchen ſein Wie David und Manaſſe: 6. Alſo komm ich zu dir allhie In meiner Noth geſchritten Und will dich mit gebeugtem Knie Von ganzem Herzen bitten: Vergib mir doch genä⸗ diglich, Was ich mein Lebtag wider dich Auf Erden hab begangen. 7. Ach Herr, mein Gott, vergib mir doch Um deines Namens willen, Du wollſt in mir das ſchwere Joch Der Uebertretung ſtillen, Daß ſich mein Herz zufrieden geb Und dir hinfort zu Ehren leb In kindlichem Gehorſam. 8. Stärk mich mit deinem Freuden⸗ Geiſt, Heil mich mit deinen Wun⸗ den, Waſch mich mit deinem Todes⸗ Schweiß In meinen letzten Stunden Und nimm mich einſt, wenn dirs gefält Im wahrem Glauben von der Welt Zu deinen Auserwählten! Barth. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1600. Dank⸗Lied eines von Sünden Entbundenen. Mel. Nun freut euch, lieben. 1577 Her Jeſu Chriſt, mein 1 Troſt und Licht, Ich danke dir von Herzen, Daß du mich haſt verſtoßen nicht, Als mich die Sün⸗ den⸗Schmerzen Gequälet über Maßen hart Durch Satan, der als Wider⸗ part Nicht läſſet mit ſich ſcherzen. 2. Du haſt gehöret mein Beicht Und gnädig mir vergeben Die Sünde, die ſo ſchwerlich weicht Von uns im ganzen Leben, Du haſt an deinen Knecht gedacht, Den nunmehr deiner Liebe Macht Zum Himmel will er⸗ heben. 3. Du nie beflecktes Gottes⸗Lamm, Biſt ja für mich geſtorben; Ach, du mein Seelen⸗Bräutigam, Haſt ſelber mir erworben Durch deinen Tod die Seligkeit, Dir dank ich, daß ich ſo befreit Bleib ewig unverdorben. 4. Herr, gib mir deinen guten Geiſt, Daß er mich unterrichte, Was Buß 1 Lieder. ſolche Lieb und Wohlthat heißt N⸗ mit ich mich verpflichte, dünrde dich mit Hand und Mund, Auch di aus meines Herzens Grund Dafi ein Dant Lie dichte. 5. Herr, laß mich alle Sünd und Schand Hinführo ganz adlegenn thun den Lüſten Widerſtand, Die mit von deinen Wegen Oft führen au den Sünden⸗Pfad, Ich weiß, we jede Miſſethat Vertreibt des Höchſin Segen. 6. Steur endlich meinem Fleiſt und Blut Und laß mich deinen Wi⸗ len, Der Alles mir zum Beſten thu⸗ Gehorſamlich erfüllen. Hilf maine Seele himmelan, Da weiß ich, daß ich freudig kann All mein Yerlan⸗ gen ſtillen. 7. Herr Jeſu, laß mich dich allen Stets ſuchen und auch finden, Ai mich der Welt entriſſen ſein, So kan ſich recht verbinden Mein Herz mt dir und alle Noth, Welt, Sünn⸗ Teufel, Höll und Tod Ganz ſiegreit überwinden. Joh. Riſt, g. 1307 ſ. 6r Wenn man zur Beichte gehen wil Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes⸗ 1578. BrrrJeſac i * tes Kind, Geplagt mit tauſend Schmerzen, Das Ricts als Höllen⸗Angſt empfindt Und ſeuſtt aus mattem Herzen, Ich komme, ll⸗ und bitte dich: Ach, mein Erliſan rette mich, Sonſt bin ich doch der⸗ loren! 2. Mich dünkt, mein Kläger läſte ſich Im Hals⸗Gerichte ſehen; Ang Weh und Mord umgeben mich, Ce iſt um mich geſchehen; Jett, ſent fängt er zu klagen an, Er klagt,was ich nicht leugnen kann, Ich muß di Schuld geſtehen. 3. Ach, Richter ſieh den Sünde an, So lautet Satans Klage, Er wan⸗ delt nicht auf rechter Bahn, Hör, wa⸗ ich von ihm ſage: Kann er denn war dein Erbe ſein? Ach nein, er blei⸗ gie die n Sün Pillen ic de 5. E hierau lieg i daß ich in verlol 4 f. Pas weil dir N zum ganz getrö 8. Sich frrich du m. = 2 — — —— — — — — S S. — —— — — — — — mführn iſen Whewd ¹ hat Vertatee =r endlich menen e Adlnd laj nitmnt S lle nir zun gin 4 jjer 4 G ſ ¹] kann All man gin. — — = JNu, li mat en und auc phn — Cdeltentriſenſänaen erbinden N i n R nlle Joth, Ahane „Al und Todomten . Loh.Ktthim. an zur Beichkeziat err Jeſu Chritt u bi 5 P)sn tes find, Reht 14dd Schmerzen dalt 5 Angſt empfnd Sm Herzen, Itim h Fc dich: Ach, mntſn mn, Sonſt bi ſtän - dünt, man h e als⸗Gerihr n * Nord maina üch gitin. Su lagen in Gl Suhin ham cſ 3 da 2 Kicter ſa ni b 18 695 1 4 1 * M aitet Sctmnzwege K uj wchtr din Iiſage Amam ſein? c ſen 1 ina bet ewig mein, Mir hat er auch ge⸗ dienet i, Sunde klebt ihm täglich an, Er iſt voll Fluch und Wunden; Du weißt, daß ich kaum zählen kann, Wie viele Tag und Stunden Er nur in Sünden zugebracht Und deinen Willen aus der Acht Ganz frevent⸗ lich gelaſſen.. 5. Soll denn ein ſolcher Höllen⸗ Brand Bei dir wohl Gnade finden? Pech, Schwefel, Marter, Schimpf und Schand Gehört auf ſeine Sün⸗ den. Gib, Richter, mir nur einmal frei, Daß er in meinen Händen ſei, Ich will ihn ſchon belohnen. 6. Ach Weh, mein armes Herze bricht, Es zittern alle Glieder, Wo hierauf Gott das Urtheil ſpricht, So lieg ich ganz danieder. Ich weiß, daß ich ein Sünder bin, Wo will ich immer fliehen hin? Ewig bin ich verloren. 7. Nicht alſo, hochbetrübtes Kind, Was helfen dieſe Klagen? Getroſt, weil ſich ein Mittler findt, Er wird dir Nichts verſagen; Ach, eile doch zum Kreuze hin, Komm, komm mit ganz zerſchlagnem Sinn, Du wirſt getröſtet werden. 8. Denn dein Erlöſer hat für dich Sich längſtens richten laſſen, ſpricht zu dir: Ach halte mich! Wirſt du mich gläubig faſſen, So ſoll in dieſem Blut⸗Gericht Das Urtheil dich betreffen nicht, Du ſollſt errettet werden. 9. Mein Hort, mein Jeſu, o mein Heil, Willſt du dich nicht erbarmen? Du, du biſt meines Herzens Theil, Schleuß mich in deine Armen. falle mit betrübtem Sinn, Mein Herr, zu deinen Füßen hin, Du wirſt mich nicht verſtoßen. 10. Dein Blut, den rothen Pur⸗ pur⸗Saft, Will ich dem Richter zei⸗ gen, Mir gibt er neue Lebens⸗Kraft Und heißt den Kläger ſchweigen. Ich bin beſprengt mit deinem Blut, Sprich nun, Herr Jeſu, höchſtes Gut: Der Sünder ſindet Gnade. Buß⸗Lieder. Er. 955 11. Du aber, Satan, hebe dich Haſt du noch was zu ſagen? Ich bin getroſt und freue mich, Du aber biſt geſchlagen. Komm, komm, ich geh zum Beichtſtuhl ein, Wo Zions edle Boten ſein, Die mir den Frie⸗ den geben. 12. Hier wird, Gott Lob, der Sün⸗ den⸗Laſt Mir Aermſten abgenommen, Die Seele findet Ruh und Raſt Und⸗ iſt zu Kräften kommen. Trotz, Teu⸗ fel, ſage nur Ein Wort, Mein geſne mein getreuer Hort, Wird dich mit Füßen treten. D. J. Weickhmann, g. 1662, ſt. 1736. Der 6. Pſalm. In eigener Melodie. Oder: Allenthalben, wo ich gehe. 1 57 9 Hem⸗ nicht ſchicke deine . ꝙꝗ Rache Ueber meine böſe Sache, Ob ſie wohl durch Uebel⸗ that Deinen Zorn verdienet hat! Freilich muß ich es bekennen, Urſach haſt du ſehr zu brennen, Doch du wolleſt jetzt allein Vater und nicht Richter ſein. 2. Schicke lieber doch mir Armen Für den Eifer dein Erbarmen! Heile mich, denn ich vorhin Schwach und laſterhaftig bin. Siehe, wie ich ab ſei kommen, Wie mir alle Kraft ge⸗ nommen! Mache, Herr, es gar nicht lang: Mark und Pein iſt ſterbens⸗ krank. 3. Vor den Sorgen, Pein und Schmerzen Iſt kein Troſt in meinem Herzen; Mein Gemüthe, das dich liebt, Iſt bis auf den Tod betrübt. Mein Troſt, kannſt du noch verwei⸗ len? Hat es keine Noth zu eilen? Macht denn deine Hilfe ſich Schwä⸗ cher, als der Kummer mich? 4. Kehre wieder, wieder kehre, Ch ich mich in Angſt verzehre; Reiche deine Hand, o Gott, Meiner Seele in der Noth! Zwar du möchteſt ſie wohl haſſen, Weil ſie ſelber dich verlaſſen! Doch betrachte dieß dabei Was dein Heil und Güte ſei. 5. Menſchen, die nicht mehr im Leben, Die den Geiſt ſchon aufgege⸗ ben, Wiſſen Nichts von Schuld und Pflicht Und gedenken deiner nicht; Denn wer kann dir Ehr erweiſen, Wer vermag dich wohl zu preiſen, Wenn er ſchon liegt ausgeſtreckt Und im tiefen Grabe ſteckt? 6. Meine müden Seußzer ſagen, Was der Mund nicht weiß zu kla⸗ gen; Durch mein Weinen alle Nacht Wird mein Lager naß gemacht; Mei⸗ ner Augen heiße Thränen, Die mir Schlaf und Ruhe ſtören, Quellen als ein Waſſer⸗Fluß, Daß mein La⸗ ger ſchwimmen muß. 7. Für die Pein, die ich empfun⸗ den, Iſt mein Antlitz faſt geſchwun⸗ den; Ungeduld macht die Geſtalt Mir vor meinen Jahren alt; Denn ich muß auf allen Seiten Mit dem loſen Haufen ſtreiten, Der mir an⸗ thut Schmach und Spott Und mich quälet auf den Tod. 8. Nun, ihr Uebelthäter, ziehet; Ihr Tyrannen, auf und fliehet; Geh, du Volk der Eitelkeit, Hin, woher ihr kommen ſeid! Denn der Herr ſieht, wenn ich weine, Daß ich es mit Treue meine; Meine Thränen flie⸗ ßen hin In ſein Herz und beu⸗ gen ihn. 9. Er, der Herr, hat ſchon mein Flehen Mit Genaden angeſehen; Mein Gemüthe, das mich regt, Hat ihm ſeines auch bewegt; Alſobald ich ihn gebeten, Ihm vor Augen bin getreten, Hat auch ſeine Güte ſich Ausgebreitet über mich. 10. Von der ganzen Welt auf Er⸗ den Sollen die noch ſchamroth wer⸗ den, Zittern auch vor Gott und mir, Die mich haſſen für und für; Weichen müſſen ſie zurücke Plötzlich und im Augenblicke Und doch ſehen auch da⸗ bei, Daß der Herr mein Heiland ſei. 11. Hilf, Gott Vater, daß dein Ehre Allenthalben ſich vermehre! Jeſu⸗ Chriſt, durch deinen Tod Rette mich aus aller Noth! Heilger Geiſt, mich Buß⸗Lieder. führe, Daß ich jetzt und allezeit g) zu dienen ſei bereit. zeit dir Mart. Opitz, g. 1597, ſt. 1639 Der 6. Pfalm. In eigener Melodie. 3—4 err, ſtraf mich nitt 1580. 8 in deinem ait Das bitt ich dich von Herzen, J bin ſonſt ganz und gar verlorn! Mi dir iſt nicht zu ſcherzen. Ach züchtn Feind zu Schanden werden Gir Mein Gbet, zu Gott geſchehen, Wind iſt gewiß und offenbar, mich nicht in deinem Grimm, Da ich voller Betrübniß bin Und lede große Schmerzen. 2. Sei gnädig mir, denn ich hi ſchwach, Von Herzen ſehr erſchra⸗ ken; Kein Ruh hab ich bei Tag um Nacht, Das Mark im Bein vertrac⸗ net; Mein Seele ſehr betrubet iſ Daß du, o Herr, ſo lange biſt, Anf den ich ſtets thu hoffen. 3. Ach, wende dich, du lieber hen⸗ errette meine Seele! Hilf mir durgh deine Güt und Ehr: Ich will mich dir befehlen. Im Tode dentt man deiner nicht, In der Hölln dir lein Dank geſchicht, Darin iſt Nichts, demn Quälen. 4. Von Seußzen ich ſo müde bin⸗ Mein Bette muß ich ſchwemmen He⸗ trübt iſt mir Herz, Muth und Sin⸗ Nach dir, Herr, ſteht mein Sehnen, Die ganze Nacht das Lager man Mit Thränen muß geneßet ſein. Das wollſt du, Herr, erkennen. 5. Vor Trauren abgenommen hat Mein Gſtalt und iſt veraltet, Rü werd geängſtet früh und ſpat, Das Herz im Leib erkaltet. Ach, Herr, a⸗ hör das Weinen, mein, Mein Flhn laß nicht vergeblich ſein, Im Glau⸗ ben mich erhalte! 9 6. Ihr Uebelthäter, weicht von mir Der Herr erhört mein Flehen. Nen ſchiel, tt geſchehen, Aid nicht vergeblich ſein fürwahr, das 6— Deß thu ich mich verſehen. Ludw. Oeler, um lö0h. fort regiere Und auf rechtem Wege Herzen, ſt da, Schmer nah. Ingſt⸗ an Ei 94 . 5 nen, W nicht rinnen reißen ein A gelück. ich 1 je t 1 4 2 nn et Nan d 9 tr 6. Pſahn gant Raax Pr dim w i In der Hähd Rit Daiinit iin r eußzen ich ſo nh t nuß ich ſchweman⸗ r Her, Machwhen „Serr, ſteht men dhr e lacht das burn rcmn muß erht u, Herr, eimn cauren abgeroma Tnd it ut et früß ud pi. = caltt. Min. inen men huſ viſij ſen Näe A te 34.„1 a relthätn vitnme inlin Iſſa in 4 4 — — — Fn. g nes 1n, Um Weckung aus dem Sünden⸗ Schlafe. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1581 Heu⸗ wecke mich, ich 10l. lieg und ſchlafe, Die Sünde hat mich eingewiegt; Die glei⸗ et mich nun einem Schafe, Das in des Schlächters Händen liegt. Dein Zorn ſetzt ſchon das Meſſer an, Wie hald bin ich nicht abgethan! 2. Ach Gott, wie bang iſt meinem Herzen, Der Tod iſt hier, das Grab iſt da, Und des Gewiſſens Henker⸗ Schmerzen Beweiſen, daß die Hölle nah. Das Schwerdt der größten Angſt⸗Gefahr Hängt wahrlich nur an Einem Haar. 3. Wo ſeid ihr, ihr vertieften Sin⸗ nen, Schlaft ihr ſo feſt und denkt nicht dran, Dem ewgen Tode zu ent⸗ rinnen? Denkt, daß ein Haar bald reißen kann, Alsdann bringt euch ein Augenblick Auf ewig, ewig Un⸗ gelück. 4. Bedenke doch den großen Scha⸗ den, O. Seele, nimm dein Beſtes wahr! Willſt du der Strafen dich entladen, So nnterſuch die Sünden⸗ Schaar. Hör, Jeſus rufet: Wache auf Und ändre deinen Lebens⸗Lauf! 5. Denk doch, du biſt von Gott gewichen! Herz, du verläßt das höchſte Gut! Laß von verdammten Sünden⸗ Schlichen, Gott haſſet den, der Bö⸗ ſes thut. Aus dir quillt alles Böſe her, Ach, wenn es doch Buß⸗Waſſer wär! 6. Iſt Gott gerecht, ſo muß er ſtrafen, Was wider ſein Geſetze läuft; Drum darf derjenige nicht ſchlafen, Der Laſter mit den Laſtern häuft. Wer ſich nicht in der geit bekehrt, win von des Höchſten zehrt. 7. Des Zornes Schwerdt, des Grim⸗ mes Bogen Iſt zugericht, bedenkt es wohl, Und zum Verderben ausgezo⸗ gen: Es droht, daß man ſich beſſern Buß⸗Lieder. Schuld nicht Gewiſſen Ruh! 957 ſoll, Sonſt geht der ewgen Pein Ge⸗ ſchoß Auf dich, du frecher Sünder, los. 8. Mein Gott, wie drückt mich meine Sünde, Wie plagt mich die begangne Schuld, Die ich in meinem Leben finde, Herr, habe doch mit mir Geduld! Verſchone, ach, verſchone mich, Verwirf mich doch nicht ewiglich! 9. Wahr iſts, ich kann dir nicht gefallen, Der Sünden Koth hat mich befleckt Und hat mich mit den Kräf⸗ ten allen In tiefen Jammer⸗Schlamm geſteckt; Gott, hilf mir, eh ich in dem Weh An Leib und Seele untergeh! 10. Ach, reiche mir die Gnaden⸗ Hände, Greif zu, ſonſt iſts um mich gethan, Da ich mich jetzo zu dir wende, So ſchaue meinen Jammer an, Waſch ab die Sünden, die blut⸗ roth Und rette mich aus dieſer Noth! 11. Gedenke dran, was du ge⸗ ſchworen, Ach, Vater⸗Herz, vergiß es nicht: Der Sünder ſoll nicht ſein ver⸗ loren, Dem Reu und Angſt das Herze bricht; Drum rechne mir die zu Und ſchaffe dem 12. Hat denn dein Sohn umſonſt gelitten? Gilt nicht bei dir allein ſein Blut? Sein hohesprieſterliches Bit⸗ ten Geſchieht mir Sünder ja zu Gut, Den faß ich feſt und halt ihn dir, O Sünden⸗Richter, gläubig für. 13. Wie kann mich nun dein Zorn verderben, Wenn meine Schuld gleich noch ſo groß? Muß Jeſus für die Sünder ſterben, So läßt du mich der Strafen los; Und leidet er die Höl⸗ len⸗Pein, Wie ſollt ich denn verlo⸗ ren ſein? 14. Weicht nun, ihr höllenwerthen Sünden, Geh, Teufel, Welt und Fleiſches⸗Luſt! Ich kann in Gott Ver⸗ rimm ver⸗ nügung finden; Euch aber iſt nur Angſt bewußt; Mein Seufzen, ſo des Herzens⸗Gruft Dem Höchſten ſchickt, durchdringt die Luft. 15. Wohlan, ſo ſoll mein ganzes Leben Zu deines Namens Lob und ſſſſ 4 4* —-— —— neneie 1 e 2seeee *—-2E,— —— ———— ——— 958 Preis Mit Seel und Leib ſein hin⸗ Nahhben Doch unterſtütze meinen leiß, Daß er, wenn ihm die Sünd Rachſtellt, Nicht in den vorgen Jam⸗ mer fällt. 16. Dein Geiſt regiere mein Be⸗ ginnen Nach deinem Wort und weiſe mir, Wie ich der Hölle ſoll entrin⸗ nen, Damit ich, Herr, gefalle dir, Bis du mich bringſt zum Himmel ein Da werd ich ohne Sünde ſein. C. Küntzel. Wehmüthige Buß⸗Seufzer. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. „1 O⸗e Mier lieg ich, armer 1 582. Erden⸗Kloß, Voll Jammer und voll Schmerzen, Von allem Guten nackt und bloß Und bitte dich von Herzen: O treuer Gott, erbarme dich Mit großen Gnaden über mich, Eh ich im Elend ſterbe! 2. Es iſt nichts Gutes überall An meinem ganzen Leben, Drum ich dir, Herr, zu Fuße fall: Ach Vater, wolleſt geben Nur einen Blick des Gnaden⸗Lichts, Sonſt ſuche und begehr ich Nichts, So iſt mir ſchon geholfen. 3. So aber du nach ſtrengem Recht Mit mir zu thun gedenkeſt Und nicht Erbarmen deinem Knecht Aus milder Gnade ſchenkeſt, So hab ich Nichts, als Höll und Tod, Den Zorn, das Feuer, ewge Noth, Ach leider, wohl verdienet. 4. Ich ſchäme mich ins Herz hin⸗ ein Der Sünden meiner Jugend; Denn da ich ſollte heilig ſein, Voll Gottesfurcht und Tugend, Hab ich den Laſtern vollen Zaum Verhängt und ſie den weiten Raum Im Her⸗ zen laſſen haben. 5. Muthwillig hab ich das gethan Und mich von dir gewendet; Neit denke ich mit Schrecken dran, ich dein Haus geſchändet; Die arme Seel, die dir zur Ehr Gewidmet, hab ich, ach, wie ſehr Mit Gräuel ange⸗ Füllet! Buß⸗Lieder.⸗ Daß 6. Was ſoll ich aber, omei Was ſoll ich armer nnaen. 5 komm und büßend wiedertehr, Ji mich der Höllen⸗Rachen Nicht bone ſchling; ach, nimm mich auf! Schar meiner bittern Thränen⸗Lauf, ge höre mich Elenden! 7. Schau an das theure Gottes⸗ Lamm, Den Sohn, den du ſo liehen Der mir zu Gut vom Himmel ian In dem du auch vergibeſt Der Sin⸗ den Schuld der ganzen Welt, de dir, o Herr, zu Fuße fällt Von we⸗ gen ſeiner Wunden. 82 . Ach, Vater, laß mich wiederan Des Kindes⸗Namen führen, Aß meine Kläger werden ſtumm, Weltt aber mich regieren Hinführo ſo, daß ich ſtets bleib An Jeſu auserbaße tem Leib Ein Glied und Erb des Himmels. 9. So ſag ich hiermit gänzüich a Der Suͤnd und ihrem Weſen, Dau werd ich, bis ich geh ins Gral, R lieb ſein und geneſen; Und wenna kommſt, Herr, zum Gericht Werz ich mit dir zum hellen Licht Der ewgen Freude gehen. b 10. Enthalt, o Vater, bis dabin Durch deinen Geiſt und Liebe Mi, daß mein Herz und jeder Sinn ai deinem Dienſt ſich uͤbe, Daß ale Welt mir, außer dir, Als Fluch und Hölle komme für Und ich dir en verbleibe. 11. Dein will ich ſein bis an den Tod Und ſonſten Niemand kem, Auch in des Kreuzes bittrer Juc Mich deinen Diener nennen. Aoß 1 2„ mich nun Gnade finden, Herr, Ni Angeſichte zu mir kehr, Dent meiuer ſtets im Beſten!— D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt 10 Bon den anerkannten Sünden des Menſchen. Mel. Aus tiefer Noth ſchret ich. 489022 BMier lieg ich, gooße⸗ 1583. 13 Gott, vor dir und uwid herzli wohl Nacht 1. dub 1 Jlenden d an das then 8 Sohn, eu . Later li rit agn 8⸗Namen ſta e eer werden fena e regieren hifü, eib An Jenu u — —— — 5 1 — —(in Glid wd 1 1 ind geneſen, Wrn — n, zum Geit eih Im hellen Litt d n hen. healt, o Vam n 7inn Geiſt un ſt — Herz und a — enſt ſih ih gie außer di, Aeſtn X ne für Uüßta — = u pul ih ſen E ſonſten Rinain 1, * des Kraus — een Diener un — Feſten „Job. Laſſeniu 86 99 1.) If aterkann bin des Meuſcht t ghe d meine Knie, Eröffne mir die bzugpen⸗Thür, Hör meine Seufzer frühe; Schau, wie das Herz in Thrä⸗ nen ſchwimmt, Die Sünde allen Troſt benimmt, Wenn ich im Angſt⸗Joch ziehe. 2. Wie bald hat doch ein Menſch ffehlt, Verlaſſen deine Wege; Die Erbluſt iſt es, die uns quält, Ver⸗ führt auf Laſter⸗Stege, Die Welt ver⸗ ucht uns allezeit, Zum Böſen ſind wir bald bereit, Zum Guten aber träge. 3 Doch was das Allerſchlimmſte iſt, So wir in uns empſinden: Es lebet leider mancher Chriſt In un⸗ erkannten Sünden; Er fehlet; eh er es vermeint, Die Fehler bleiben unbe⸗ weint, Er bleibet gleich den Blinden. 4. Man ſiehet nicht für Sünde an, Das doch die Schrift ſo nennet, Auch Jeder ſelbſt gleich merken kann, So er ſich nur erkennet; Ein Menſch denkt vielmals fromm zu ſein, Und iſt doch lauter Heuchel⸗Schein, Der ihn von Jeſu trennet. 5. Regiere mich, o guter Geiſt, Daß ich dies recht bedenke, Und über dem, was Sünde heißt, Mich in dem Her⸗ zen kränke, Auch lerne wohl, was Sünde ſei, Und dafür ernſtlich trage Scheu, Nach deinem Sinn mich lenke. 6. Gib, Jeſu, daß an jedem Ort In meinem Thun ich frage, Ob es zuwider deinem Wort, Und ſo dieß, herzlich klage, Daß ich mich nehme wohl in Acht, Der Sünde gebe gute Nacht, Sie gänzlich von mir jage. 7. An deiner Gnade mangelts nicht, Du biſt geneigt, uns Allen Die Thrä⸗ nen, ſo vom Angeſicht Aus wahrer Buße fallen, Zu trocknen mit der Liebes⸗Hand, Der Troſt bleibt uns 8 zugewandt, weil wir auf Erden wallen. 8. Drum wähl ich dich zu meiner Luſt, Dein Leiden mein Vergnügen; Ich will an deiner Gnaden⸗Bruſt Mit meinem Seufzer liegen; Ver⸗ zeih mir, Liebſter, gnädiglich Die Buß⸗Lieder. 959 Sünden, welche wider mich Zu dir hinauf geſtiegen! 9. Ich ſetze mich in deinen Schooß, Ich küſſe dich im Glauben, Wär auch die Sünde noch ſo groß, Soll ſie mir doch Nichts rauben; Dein rothgefärb⸗ tes Purpur⸗Blut Macht bei dem Va⸗ ter Alles gut, Wenn meine Feinde ſchnauben. 10. Und alſo fürcht ich keinen Tod, Ob er ſchon noch ſo herbe, Es hat mit mir jetzt keine Noth, Wenn ich in dir nur ſterbe, Das wunderſchöne Paradies Bleibt meiner Seele ganz gewiß Zu meinem Freuden⸗Erbe. Ausführliches Buß⸗Gebet. In eigener Melodie. Dder: Die Sonn hatt ſich mit. ier lieg ich nun, mein 1584. 83 Gott, zu deinen Fü⸗ ßen Und bin bereit, für meine Schuld zu büßen, Ach, ſchaue mich mit Gna⸗ den⸗Augen an Und ſtrafe nicht, was ich nicht recht gethan! 2. Ich muß mich zwar vor dir jetzt ſelbſt anklagen, Die Schuld iſt groß, die ich hab abzutragen. Erſchrecklich iſt die ſchwere Straf und Pein, Mit walches du mit Recht verſöhnt willſt ein. 3. Ich habe mir auf breiter Laſter⸗ Straßen Einherzugehn gar oft belie⸗ ben laſſen, Und mit der Welt die ſchnöde Fleiſches⸗Luſt Ohn alle Scheu gehegt in meiner Bruſt. 4. Was mir mein Stand zu thun hat zugemeſſen, Das hab ich oft aus Läßigkeit vergeſſen, Was aber mir dein Mund hat unterſagt, Das hab ich oft, ja ſtets zu thun gewagt. 5. Dein heilig Wort, hab ich hintan⸗ geſetzet, Die Majeſtät verachtet und verletzet, Ich habe nicht gerechten Zorn geſcheut, Der mir vielmals die Strafe hat gedräut. 6. Ich böſer Menſch, was hab ich doch begangen? Das Sünden⸗Netz hat mich nunmehr gefangen; O Her⸗ 960 PnsoAngſt jetzt fühl ich, Sünde, dich; Gottes Zorn, wie ſehr erſchreckſt du mich! 7. Ich habe mich den Satan blen⸗ den laſſen, Die Welt hat mich be⸗ trogen gleicher Maßen; Mein eigen Fleiſch und Blut hat mich verhetzet, Und mir vielmal ſehr heftig zuge⸗ ſetzet. 8. Vorhin trug ich zur Sünde kein Bedenken, Jetzt kommt die Zeit, mich über ſie zu kränken; Ich habe nie an Beſſerung gedacht Und ſo viel Jahr in Sünden zugebracht. 9. Verflucht, verflucht ſei alle meine Freude, Die mich gebracht zu ſolchem Herzeleide! Verflucht, verflucht ſei alle meine Zeit, Die ich verbracht in ſol⸗ cher Fröhlichkeit! 10. Iſt denn kein Weg, kein Mit⸗ tel mehr zu finden, Von ſolcher Laſt mich Sünder zu entbinden? Iſt denn kein Menſch und keine Creatur, Die zu entfliehn mir zeige eine Spur? 11. Nur du, mein Gott, kannſt, wenn du willſt, das Leben, Troſt, Hilf und Heil, Gnad und Errettung geben; Was aller Welt zu thun un⸗ möglich iſt, Das kannſt du thun, der du allmächtig biſt. 12. Laßdeine Gunſt mich wiederum erblicken, Entzeuch dich nicht, mich Matten zu erquicken; Ich klopfe jetzt an deine Gnaden⸗Thür, Beweiſe doch Barmherzigkeit an mir! 13. Wie über mich der Himmel hoch mag ſchweben, So viel laß mich Barmherzigkeit erleben; So weit der Oſt iſt von dem Weſten ſchier, So weit laß auch die Sünde ſein von mir. 14. Ich opfre dir ein recht zer⸗ knirſchtes Herze, Gar ſehr gekränkt mit Chriſti Reu und Schmerze; Ich weiß, du wirſt es dir gefallen lan Und mildiglich das Opfer nehmen an. 15. Ach, ſieh doch an dein Kind in ſeinem Blute, Das er am Kreuz vergoſſen mir zu Gute; Die Dornen Kron und ſeine Nägel⸗Maal, Den Buß⸗Lieder. Hohn und Spott, Schmerz, Mane⸗ Angſt und Qual. h, Nan 16. Drum wolleſt du um ſeinetwi⸗ len ſchonen Und nicht nat San nicht nach den Werken lohnen: a er doch ſchon, weil er am Kreuzeſii Selbſt für mich gab, die Schuld ge⸗ büßt für mich. 8 17. Wie Andern oft die Gnade⸗ widerfahren, So wolleſt du ſte au an mir nicht ſparen, Ich bin, ui ſie durch Chriſti Blut erkauft, de wohl, als ſie, durch Chriſti Blut ge tauft. '18. Ach geh, mein Herr, mit mi gicht ins Gerichte, Sonſt ſteh ich nien vor deinem Angeſichte; Wenn a mit mir willſt ins Gerichte gehn, Eo kann vor dir kein Menſchen⸗Annd beſtehn. 19. Ach ſprich mich los von alm meinen Sünden Und laß mich bad nach Wunſch Vergebung finden. dt dieſes Mal, ach, höre doch mein Flehn, — 8 Nicht ohne Troſt mich von der Stalle gehn! 20. Denk an den Bund, den da nie haſt gebrochen, Und an den Cd. durch welchen du geſprochen So wann du lebſt, du ſeiſt ein ſolcher Get, Der nicht Luſt hat an eines Sin⸗ ders Tod. 21. Umfange mich mit deinen die⸗ bes⸗Armen Und laß dich mein und meiner Noth erbarmen; Nimm af das Schaaf, das ſich von dir venmt Und ſich ſo ſehr in Sünden hat e⸗ wirrt!.— 22. Laß über mich im Hinmt Freude ſingen, Laß neue Luſt don bei den Engeln klingen; Erwet i 3 4 mir dort einen neuen Geiſt, Na künftig dich für deine Güte preſt 23. Regiere mir doch alle meine Sinnen, Daß ich nur dich allein mog lieb gewinnen; Daß mir dein Wort ſei meine beſte Luſt, Dein Sarranenn vergnüge meine Bruſt. 24. Gib, daß ich mir nach Bilig 5. Gebviſſ A een ſel möge! Tod a 26. s 69 Ghr u ics it Ind r AlU 1 delt. gen! — rinden Und laj na =ch Lergebumg u ad härededain 2 Auſt mich m i b — kan da zag. r ſbrochen, Undanh. en dugeprroter dn dedu ſeſt en in *1 Llttſat mati — E aange mich iu en Und laß ihmm th erbarnen. Im a ff, das ſich um ünie wjo ſehr in Eünnin = ſpric mic ben 4 it verhalte Und ſo, wie ſichs ge⸗ lühm ha Leben walte; Gib, daß ich ſei ein rechter Tugend⸗Freund Und bleibe ſtets den ſchnöden Laſtern Feind, 2 Sen Auf daß ich hier ein unbefleckt Gewiſſen Und Glauben ſtets zu hal⸗ ten ſei befliſſen, Damit ich dort auch möge wohl beſtehn Und nach dem Tod zur Himmels⸗Freud eingehn. 26. So will ich dich für deine Güte preiſen Und dir nach Pflicht Lob, Ehr und Dank erweiſen; Hier will ichs thun, weil ich leb in der Zeit, Und noch viel mehr dort in der Ewig⸗ keit. M. Chr. Scriver, g. 1629, ſt. 1693. Angſt⸗Geſchrei eines Buß⸗ fertigen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1 585 J0 armer Menſch, ich „ Parmer Sünder, Steh hier vor Gottes Angeſicht. Ach Gott, ach Gott, verfahr gelinder Und geh mit mir nicht ins Gericht! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbar⸗ mer, über mich! 2. Wie iſt mir doch ſo herzlich hange Von wegen meiner großen Sünd! Ach, daß ich Gnad von dir erlange, Ich armes und verlornes Kind! Erbarme dich, ꝛc. 3. Ach, höre doch mein ſeufzend Schreien, Du allerliebſtes Vater⸗Herz; Wollſt alle Sünden mir verzeihen Und lindern meines Herzens Schmerz! Erbarme dich, ꝛc. 4. Wie lang ſoll ich vergeblich kla⸗ gen? Hörſt du denn nicht? Hörſt du denn nicht? Wie kannſt du das Ge⸗ ſchrei vertragen? Hör, was der arme Sünder ſpricht: Erbarme dich, ꝛc. 5. Wahr iſt es, übel ſteht der V Schade, Den Niemand heilet außer du. Ach, aber Gnade, Gnade, Gnade! Ich laß dir doch nicht eher Ruh: Er⸗ harme dich, ꝛc. 6. Nicht, wie ich hab verſchuldet, Buß⸗Lieder. 961 lohne Und handle nicht nach meiner Sünd; Um Jeſu willen, Vater, ſ Pond, Erkenn mich wieder für dein Kind! Erbarme dich, ꝛc. „7. Sprich nur Ein Wort, ſo werd ich leben, Sag, daß der arme Sün⸗ der hör: Geh hin, all Sünd iſt dir vergeben, Nur ſündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, ꝛc. 8. Ich zweifle nicht, ich bin erhö⸗ ret, Erhöret bin ich zweifelsfrei, Weil ſich der Troſt im Herzen mehret; Drum will ich enden mein Geſchrei: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Chriſtoph Titius, g. 1641, ſt. 1703. Bußgebet aus dem Taulero. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. 1 5 8 6. charmer Sünder komm zu dir Mit höchſt be⸗ trübtem Herzen, O Gott, der gnädig für und für, Bekenne dir mit Schmer⸗ zen Die Sünden all Und jeden Fall, Wie ich ihn hab begangen Von Ju⸗ gend auf Mit großem Hauf, Drin ich jetzt bin gefangen. 2. Die Sünden ſind, die ich gethan, Unmöglich zu erzählen; Doch ich ſie auch nicht bergen kann, Weil ſie mich immer quälen. Dein liebſter Sohn Hat mich davon Durch ſeinen Tod entbunden; Dennoch hab ich Jetzt laſſen mich Den Satan neu ver⸗ wunden. 3. So iſt auch mein Undankbarkeit Sehr groß bis auf die Stunde; Ich habe dir zu keiner Zeit Gedankt von Herzens⸗Grunde Für deine Treu, Die täglich neu, Für deine Lieb und Güte, Die ich an mir Gar reichlich ſpür Und ſtets trag im Gemüthe. 4. Vornehmlich haſt du mit Geduld iel Jahr bisher verſchonet Und mir nicht, wie ich oft verſchuldt, Bald zor⸗ nig abgelohnet; Haſt fort und fort, O höchſter Hort, Dich meiner ange⸗ nommen; Haſt nicht geſpart, Nach dei⸗ ner Art, Bis ich zu dir bin kommen. 61 96²2 5. Mit deinem Wort haſt du gar oft Anmein Herz angeſchlagen, Durch deinen Geiſt mir zugeruft, Den Him⸗ mel angetragen; Haſt früh und ſpat Durch viel Wohlthat Zur Buße mich bewogen, Auch mit Trübſal, Angſt, Noth und Qual Zu dir hinauf ge⸗ zogen. 6. Dennoch, das ich nicht leugnen kann, Wenn du gleich angeklopfet, Hab ich dir niemals aufgethan, Die Ohren zugeſtopfet, Mit Unbedacht Dieß ganz veracht, Den Rücken dir gekehret; Doch haſt du mich So gnä⸗ diglich Geduldt und nicht vedehren 7. Du konnteſt ja mit gutem Recht Das Leben mir verkürzen Und mich als einen böſen Knecht Hinab zur Hölle ſtürzen, Der ich ohn Scheu, Ohn Leid und Reu In Sünden mich verweilet; Dennoch gibſt du Mir Raum und Ruh, Haſt mich nicht übereilet. 8. Wenn mein Herz dieß bei ſich bedenkt, In Stücken möchts zerſprin⸗ gen„Die große Sicherheit mich kränkt, Will Mark und Bein durchdringen. Kein Höllen⸗Pein So groß mag ſein, Ich habe ſie verſchuldet; Ich bin nicht werth, Daß mich die Erd Trägt, nährt und auf ſich duldet. 9. Unwerth bin ich, daß man mich nennt Ein Werk, von Gott geſchaf⸗ fen; Werth bin ich, daß all Element Zur Strafe mich hinraffen, So weit hats bracht Der Sünden Macht, Ich muß es frei bekennen: Wo du ſiehſt an, Was ich gethan, So muß ich ewig brennen. 10. O Vater der Barmherzigkeit, Ich falle dir zu Fuße: Verwirf den nicht, der zu dir ſchreit Und thut rechtſchaffne Buße; Dein Angeſicht Mit Gnaden richt Auf mich betrübten Sünder, Gib einen Blick, Der mich erquick, So wird mein Angſt bald minder. 11. Eröffne mir dein freundlich Herz, Den Quell der ewgen Liebe; Vergib Die Sünd, heil meinen Schmerz, Hilf, Buß⸗Lieder. daß ich mich ſtets übe In dem, was dir Gefällt an mir, Und alles Boſ meide, Bis ich hinfahr Zur Pnge⸗ Schaar, Da Nichts, als lauter Freude Joh. Heermann, g. 1685. ſt täg. Wahre Betrübniß und Reue üben die Sünde. 2. Cor. 7, v. 9. 10. 1 587 Ich bin betrübtundlane .☛ ſehr, Der Geſſt der⸗ liert ſich mehr und mehr, Mir ſter gen von dem Herzen Viel tauſend tiefe Seufzer auf, Die zeigen mein Schmerzen; Ich laß den Thränenihren Lauf, Beweine, was ich vor geliedt. Ich bin betrübt. 2. Ich bin betrübt und gräme ni, Das Herz empfindet manchen Stit Von wegen meiner Sünden. Komm ſehet mich Betrübten an, Iſt auch ein Schmerz zu finden, Der meinen ſich vergleichen kann? Was hab ich l⸗ mer doch verübt? Ich bin berübt. 3. Ich bin betrübt. Woſollichhin Die Welt bezaubert meinen Sim⸗ Das hält mich hart gefangen? Das Gute laß ich ferner ſtehn Und nulte mit Verlangen Das, was verbonn⸗ zu begehn: Wie hab ich doch die Welt geliebt! Ich bin betrübt. 4. Ich bin betrübt. Wie drücktmih doch So ſchmerzlich hart das ſchbere Joch Der allzu großen Schulden; Ih denk ohn Unterlaß daran, Daß ich ſl ewig dulden Den Fluch, den Miſes hat gethan. Ach, ach, was hab it doch verübt? Ich bin betrübt. 5. Ich bin betrübt. O große Noth Ich ſehe ſchon den ſchwarzen Tod Tor meinen Augen ſtehen, Der zeiget mi den Weg der Welt, Den Alle müſſe gehen. Ach, hätt ichs auch ſo ange ſtellt, Daß ich nichts Sträfliches ver übt! Ich bin betrübt. 6. Ich bin betrübt und weiß gi ohl Nen! 8 gre ird ve den R dr dr Von ſe Von was ſtern ſten 4 zer ve Iſt a werde Qual hen, men gelie 11 erbr Geri vif, an, Heermann 4 A eL thifl 3 rüüniß un ga die Sünde. 4 Jchlahden Tninn. dD ine, wos ih wege rrübt. 4 Anberrübt und grin anpfindet mmt — meiner Sünde i. . zetrübten an, Ruia S finden, dr mm kann? Vas pht S erübt? Ich him. abetrübt. Mriltht ezaubert mein in 1 a nich hart gein a h ferner ſtehnlnen a agen Das, vut 1 7 Vie hab ih ti ptl Ich din bi n berrübt. Veritei 21 n Imerzich hmutn 2 lu guzerthe a auterlaß dun, N w, Æᷓ Den Juuh s 2. Al 10 Mt in betrübt le won den chuai A gen ſthen den 3 rWel, d hir * 7 h, hätt ihe al — — — — — — = —— br M — ic rihts Srüh was ich ſonſten hier und dar ohl. Daß ich dort einſt erſcheinen ſoll, vohe hen anzuhören, Wenn die⸗ ſes große Welt⸗Gebäu Die Flamme wird verzehren. Wer macht mich vor dem Richter frei? Iſt Niemand da, der Troſt mir gibt? Ich bin betrübt. 7. Ich bin betrübt, dieweil ich dort Von jeglichem unnützen Wort Soll ſchwere Rechnung geben: O Herze⸗ leid, was mach ich nun, Der ich mein anzes Leben Gegründet hab auf bö⸗ ſes Thun? Das Böſe hab ich oft ge⸗ liebt. Ich bin betrübt. 8. Ich bin betrübt. Ein jeder Fluch Wird in das ſchwere Sünden⸗Buch Von Gott ſelbſt uſgeichriehen Auch m Fin⸗ ttern oft getrieben, Das iſt dem Höch⸗ ſten offenbar. Was hab ich Thörich⸗ ter verübt? Ich bin betrübt. 9. Ich bin betrübt. Was hälf es mir, Wenn ich die ſündliche Begier Dem Höchſten ſollt verhehlen; Er weiß es, ob ichs ſchon nicht trau An Fin⸗ gern herzuzählen; Er ſiehet Alles gar genau, Was Der und Jener hat verübt. Ich bin betrübt. 10. Ich bin betrübt. Der droben ſitzt, Iſt auf die Sünder ſehr erhitzt; Sie werden alle müſſen Mit tauſendfacher Qual und Pein In jener Grube bü⸗ ßen, Da Schwefel, Pein und Flam⸗ men ſein. Ach, hätt ich nie die Welt geliebt! Ich bin betrübt. 11. Ich bin betrübt. Mein Herz zerbricht, Wenn ich das letzte Hals⸗ Gericht, Das plötzlich kommt, erwäge; Hilf, Gott, welch Grauen ſtößt mich an, Ich fühle Herzens⸗Schläge. Wer itt, der hier entfliehen kann? Weh mir, daß ich die Welt geliebt! Ich bin betrübt. 12. Ich bin betrübt und höre ſchon Der Feld⸗Trompeten hellen Ton Durch alle Welt erſchallen; Gott ſel⸗ ber rufet durch die Luft Mit Blitz und Donner⸗Knallen: Auf, Todte, ꝓ† Buß⸗Lieder. ſich hinbegibt: Ich bin betrübt. kommet aus der Gruft! Auf, die ihr 963 Welt, nicht mich geliebt! Ich bin betrübt. 13. Ich bin betrübt, wenn ich be⸗ tracht Die ewig finſtre Höllen⸗Nacht, Den aufgeſperrten Rachen, Den Ab⸗ grund unerhörter Qual, Das Neſt ver⸗ fluchter Drachen, Da, wo der Men⸗ ſchen meiſte Zahl Mit Ach und Weh 14. Ich bin betrübt. O hartes Wort, O ewig, das mir fort und fort In meinen Ohren klinget! O Wort, ob welchem mir der Schweiß Durch alle Glieder dringet! Wort, das von kei⸗ nem Ende weiß: Was hat mein tol⸗ ler Sinn verübt? Ich bin betrübt. 15. Ich bin betrübt. Es iſt ja wahr, Daß, wenn gleich tauſend, tauſend Jahr In rauher Lual vergangen. So wird erſt der Verdammten Pein Von Neuem angefangen: Der Anfang wird ohn Ende ſein, Weh denen, die Gott übergibt! Ich bin betrübt. 16. Ich bin betrübt. Wo find ich Rath Für meine ſchwere Miſſethat? Wer will dort für mich ſprechen? Der große Richter aller Welt Läßt ſich mit Nichts beſtechen, Nimmt kein Geſchenk, kein Gold noch Geld, Noch was uns Sterblichen beliebt: Ich bin betrübt. 17. Ich bin betrübt. O ſüßes Heil, Mein Lebens⸗Troſt, mein beſtes Theil, Erhöre du mein Flehen; Sei gnädig und vergib es mir, Was wider dich geſchehen! Es ſtehet blos, mein Gott, bei dir. Mich reuet, was ich hab ver⸗ übt: Ich bin betrübt. 18. Ich bin betrübt. Es iſt mir leid, Daß ich die kurze Lebens⸗Zeit So übel angewendet; Ach Gott, wie hat die Welt und Luſt Mich oft ſo ganz verblendet! Dir iſt es mehr, als wohl bewußt; Weg Alles, was ich vor ge⸗ liebt! Ich bin betrübt. 19. Ich bin betrübt. Ach, gehe nicht Mit deinem Knechte vor Gericht, Ich werde nicht beſtehen; Erweiſe mir Barmherzigkeit, Laß deinen Zorn ver⸗ 61* 964 gehen! Ach Herr, es iſt mir herzlich leid, Bin, weil ich hab ſo Viel verübt, Gar ſehr betrübt. 20. Ich bin betrübt. Herr, wenn du wolltſt Recht richten, wie du billig ſolltſt, Und mir mein Urtheil fällen, So müßt ich dieſen Augen⸗ blick Mit Leib und Seel zur Höllen, Von dannen Keiner kommt zurück. Weh mir, was hab ich doch verübt! Ich bin betrübt. 21. Ich bin betrübt; doch tröſt ich mich Und bau, o Jeſu, nur auf dich, Du biſt für mich geſtorben, Du haſt mir durch dein theures Blut Aus lauter Lieb erworben Den Him⸗ mel, mein gewünſchtes Gut. Nun bin ich, weil du mich geliebt, Nicht mehr betrübt. D. H. v. Friedland. Sünden⸗Noth Gott geklagt. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1 58 8 ch bin ein armer Sün⸗ 4 der, Voll Jammer und voll Noth, Wie alle Adams⸗Kin⸗ der, Und hab verdient den Tod, Den ewgen Tod. Ach Wehe! Wo ſoll ich fliehen hin, Weil ich mein Unglück ſehe Und voller Schanden bin? 2. Es iſt an meinem Leben Nichts Gutes überall, Bin aller Sünd erge⸗ ben, Die Schuld iſt ohne Zahl; Es ſagt mir mein Gewiſſen Und ſtehet wider mich, Daß ich den Bund zer⸗ riſſen Mit Gott ſo freventlich. 3. Wo ſoll ich mich hinwenden? Wer wird in dieſer Zeit Mir ſeinen Beiſtand ſenden? Wer ſtehet mir zur Seit In dieſen ſchweren Nöthen? Mein Leben klagt mich an, Mein Richter will mich tödten: Wo bleib ich armer Mann? 4. Ach Vater aller Gnaden, Hier liegt dein Ephraim, Mit großer Angſt beladen, Erſchrickt vor deinem Grimm. Nun iſt es Zeit, gedenke An deine Lieb und Treu Und ihm Buß⸗Lieder. das Leben ſchenke, Er kommt mit Ga und 8 5„ mt mit Led . Ja, Herr, ich komm und hi Ich ruf und ſchrei zu dir, Mit mich überſchütte, Vergib die Sünde mir, Mir armen Wurm der Grden Der ſonſt verloren iſt; Ach, laß mih ſelig werden Im Mittler Jeſu Chriſ 6. Sieh an ſein bittres Leiden, De Wunden ſeiner Seit, Sein Blut und ſchreit: Vergib, vergib die Suͤnde Dem Volk die Miſſethat; Laß da Zorn, Vater, ſchwinden, Schlag nich an ihrer Statt! 7. So laß mich denn genießen, 9 Vater, deine Huld, Um Jeſu Bar⸗ Vergießen Vergib mir meine Schuh. Laß meine Seel empfinden, Daß ich der Handſchrift ſei Entbunden und der Sünden Geworden wieder ftet 8. So ſoll mein Geiſt und Lehen Mit aller Dankbarkeit Sich dir zun Opfer geben, Ich will auch jederzet Dein Knecht und Diener bleiben, So lang ichs Leben hab; Mich ſol Kichts von dir treiben, Bis daß ich gehins Grab. D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt 1607. Um Kraft zur wahren Beleh⸗ rung. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich zu dir 1589: 3* will von meiner Miſſethat Zum her⸗ ren mich bekehren: Du wolleſt ſelbſt mir Hilf und Rath Hierzu, o Get, beſcheren Und deines gutes Geiſtes Kraft, Der neue Herzen in uns ſchaff Aus Gnaden mir gewähren! 2. Natürlich kann ein Menſchdot nicht ſein Elend ſelbſt empfinden, E iſt ohn deines Wortes Licht Blnd⸗ taub und todt in Sünden; Verkeht iſt Will, Verſtand und Thun: Des großen Jammers komm mich nm, O Vater, zu entbinden! 3. Klopf durch Erkenntniß bei nit Kreuzes⸗Scheiden; Hör, was er dant Daß ja d 2. 4 ſchenke Ebm 5 —n In Mtt n = an ſeim kia 1 ¹ ſeiner Seit en di ⸗ ter, ſchwinde = Dtatt . d, n za 2 Vergib ntm Ae Seal enina ſchriſt ſi birm k den Geworden na ſ = ſoll mein gin n E1 Dankomtit anm en, Ich vll aant — cht und Dänten deben ab; Miſtt creiben, Gis iiu⸗ .Joh. Laſenu Wte araft zur vahmhe rung. us tieftt Juth tuin. — ſ. Jt pl nin — JAna nir. belehren. A 1 und Nath Hen, — Und deins ſe r neue Herannſi — den nir gerin. — E Elend ſbtemin,d 2 eines Vunss 3 5 „l — Verſtand un 5. — — — 1 —— — — — —, — — — e — —— — 9„ 4 15 onm — zZammels. V 1 = inlih eun unne Buß⸗Lieder. an Und führ mir wohl zu Sinnen, Was Böſes ich vor dir gethan: Du kannſt mein Herz gewinnen, Daß ich aus Kummer und Beſchwer Laß über meine Wangen her Viel heiße Thrä⸗ nen rinnen. 4. Wie haſt du doch auf mich ge⸗ wandt Den Reichthum deiner Gna⸗ den! Mein Leben dank ich deiner Hand, Die hat mich überladen Mit Fan Geſundheit, Ehr und Brodt; Du machſt, daß mir noch keine Noth Bis hierher können ſchaden. 5. Haſt auch in Chriſto mich er⸗ wählt Tief aus der Höllen Fluthen, Daß niemals mir es hat gefehlt An irgend einem Guten; Und daß ich ja dein eigen ſei, Haſt du mich auch aus großer Treu Geſtäupt mit Va⸗ ter⸗Ruthen. 6. Wer gibt wohl Kindern, was du mir Gegeben zu genießen? Schenk aber ich Gehorſam dir? Nein, zeu⸗ get mein Gewiſſen, Mein Herz, in welchem Nichts geſund, Das tauſend Sünden haben wund Bis auf den Tod zerriſſen. 7. Die Thorheit meiner jungen Jahr Und alle ſchnöde Sachen Ver⸗ llagen mich zu offenbar: Was ſoll ich Armer machen? Sie ſtellen, Herr, mir vors Geſicht Dein unerträglich Zorn⸗Gericht Und deiner Höllen Nachen. 8. Ach, meine Gräuel allzumal Schäm ich mich zu bekennen; Es iſt ihr weder Maß noch Zahl, Ich aih ſie nicht zu nennen, Und ihr iſt keiner doch ſo klein, Und welches willen nicht allein Ich ewig müßte brennen. 9. Bisher hab ich in Sicherheit Ganz unbeſorgt geſchlafen, Geſagt: Es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu ſtrafen; Er fähret nicht mit unſrer Schuld So ſtrenge fort, es hat Geduld Der Hirt mit ſeinen Sbajen. b h. Dieß Alles jetzt zugleich er⸗ wacht, Mein Herz will mir zerſprin⸗ 965 gen; Ich ſehe deines Donners Macht, Dein Feuer auf mich dringen: Du regeſt wider mich zugleich Des To⸗ des und der Höllen Reich, Die wol⸗ len mich verſchlingen. 11. Wo bleib ich denn in ſolcher Noth? Nichts helfen Thor und Rie⸗ gel? Wo flieh ich hin? Du Morgen⸗ roth, Ertheil mir deine Flügel! Ver⸗ birg mich wo, du fernes Meer! Stürzt doch herab, fallt auf mich her, Ihr Klippen, Berg und Hügel! 12. Ach, nur umſonſt, und könnt ich gleich Bis in den Himmel ſtei⸗ gen Und wieder in der Höllen Reich Mich zu verkriechen neigen, So würde mich doch deine Hand Da finden und von meiner Schand Und großen Sün⸗ den zeugen. 13. Herr Jeſu, nimm mich zu dir ein! Ich flieh in deine Wunden, Die du, o Heiland, wegen mein Am Kreuze haſt empfunden, Als aller unſrer Sün⸗ den Müh Dir, o du Gottes⸗Lamm, ward hie Zu tragen aufgebunden. 14. Waſch mich durch deinen To⸗ des⸗Schweiß Und purporrothes Lei⸗ den Und laß mich ſauber ſein und weiß Durch deiner Unſchuld Seiden; Von wegen deiner Kreuzes⸗Laſt Er⸗ quick, was du zermalmet haſt, Mit deines Troſtes Freuden! 15. So angethan will ich mich hin Vor deinen Vater machen: Ich weiß, er lenket ſeinen Sinn Und ſchaffet Rath mir Schwachen; Er weiß, was Fleiſches⸗Luſt und Welt Und Satan uns für Netze ſtellt, Die uns zu ſtürzen wachen. 16. Wie werd ich mich mein Le⸗ benlang Vor ſolcher Plage ſcheuen Durch deines Geiſtes Liebes⸗Zwang, Den du mir wollſt verleihen, Daß er von aller Sünden⸗Liſt Und dem, war dir zuwider iſt, Helf ewig mich befreien! Luiſe Henriette, Churfürſtin von Brandenburg, g. 1627, ſt. 1667. 966 Johann Arndts Buß⸗Gebet. In eigener Melodie. 1590. Jef ſu, der du meine Seele Haſt durch deinen bittern Tod Aus des Tenfels finſtrer Höhle Und der ſchweren Sün⸗ den⸗Noth Kräftiglich erausgeriſen Und mich ſolches laſſen wi iſſen Durch dein Anichrihne Wort, o Gott, mein Hort! 2. Treulich haſt du ja geſuchet Die verlornen Schäfelein, Als li liefen ganz verfl luchet In der Höllen Pfuhl hinein; Ja, du S Satans⸗ Ueberwinder, Haſt die hochbeteühten Sünder So gerufen zu der Buß, Daß ich billig kommen muß. 3. Ach, ich bin ein Kind der Sün⸗ den 1; Ach, ich irre weit und breit; Es iſt Nichts an mir zu finden, Als nur Ungerechtigkeit. All mein Dichten, all mein Trachten Heißet unſern Gott verachten; Böslich leb ich ganz und gar Und ſehr gottlos immerdar. 4. Herr, ich muß es ja bekennen, Daß nichts Gutes wohnt in zwar, was wir Wollen nennen, Halt n meiner Seele für; Aber Fleiſch und Blut zu zwingen Und das Gute zu vollbringen Folget gar nicht, wie es ſoll; Was ich nicht will, thu ich wohl. 5. Aber, Herr, ich kann nicht wiſ⸗ ſen, Wie viel meine Fehler ſein; Mein Gemüth iſt ganz zerriſſen 2 der Sünden Schmerz und Pein, Und mein Herz iſt matt von Sorgen: Ach, vergib mir, was verborgen; Rechne nicht die Mi iſſethat, Die dich, Herr, erzürnet hat! 6. Jeſu, du haſt weggenommen: Meine Schulden durch dein Blut: Laß es, o Erlöſer, kommen Meiner Seligkeit zu Gut, Und dieweil du, ſo zerſchlagen, Haſt die Sünd am Kreuz getr agen, Ei, frei, Daß 69 ganz dein eigen ſei! 7. Weil mich auch der Höllen Schrecken Und des Satans Grim⸗ migkeit Vielmals pflegen aufzuwek⸗ Sei doch jetzt Durch V Sch. wachen, Laß mich ja uernuna ſo ſprich mich endlich rmir. Das K euz vergo Jeſu Chriſt. und Rihen. den Fluch d Buß⸗Lieder. ken Und zu führen in den Stret. Daß ich ſchier muß unterliegen, Ach, ſo hilf, he Jeſu, ſiegen! d meine Zuverſicht Laß mich ja der zagen micht! 8 8. Deine rothgefärbten B Wunde, Deine Näget Kron und C Grab, J Schenkel feſt gebunden,) Wenden all Plagen ab. Deine Pein und blutig Schmitzen, Deine Striemen, Schläg Deine Marter, Angſt und O Herr Jeſu, tröſten nich. Wenn ich vor Geri ir oll ir kerh Da mein nicht ent fſiehen kun Ach, ſo wolleſt du mich retten in dich meiner nehmen an! Du allein, Herr, fannſt es ſtören, Daß ich nit darf horen: Ihr zu ner linken Hand, Seid von mirr lu nie erkannt! 10. Du ergründeſt meine Schmm per zen, Du erkenneſt meine Pein; iſt t Nichts in meinem Herzen, dein herber Tod allein. Dieß n Herz, mit Leid vermenget, T heures Blut beſprenget, So am — Kreuz vergoſſen iſt, Geb ich dir Hen S Stichd . 16 9 95 dein 11. Nun, ich weiß, du wirſt mi ſtillen Mein Gewiſſen, das nich plagt; Es wird deine Treu erfüllen, Was du ſelber haſt geſagt: Daß auf dieſer due leh Erden Keiner pllr ver loren werden, Sondern ewig lben wohl, Wenn er nur iſt G lanbs 1 voll 12. Herr, ich glaube, hilf nit Du, du kannſt mich ſtärker machen, Venn mich Sünd und Tod anfiht. Deiner Güte will ich trauen, Bis ic frd hlich werde ſchauen Dich, Hert Jeſu, nach dem Streit In der ſi Ewigkeit. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1 Gnade des Seelen⸗Bräutigans für die bußfertige Seele. Mel. Alle Menſchen müüſſen ſterben. ( eſu, liebſter Schatz de 1591. 3 ½ Frommen, Schönſter Bräutgam, Gottes Sohn, Sch jalle Deine — ̈☛‿ — —— — — — — — — — — — — — — — — — — — .— — — — — — — Z olleſt du ttih n dr nehmen ala) 1 5 ¹ darf hüren— 65 17 2t. 4 — exgründeſt mina — 1 cerkenneſt meie i 6 in menen faa l —er Tod allin Th N Leid vernenzt zad ² ich wiß, umm ein Gewiſſen, ſe widd dene Wel. — alber haftgeſn dand Sedm dn ſ a en Edden Kenter Tt en, Sonden ahn Tner nur iſt Gwae rr, ich gaa, m * 1, Laß nichjavewn it rennſt mich ſian h Sünd un t aite wil ihnmgt ” 1 . ¹ 1 Derde ſchauen Iht 2 dem Strit N h = Ah. Nit f a es Stulen⸗itrt a ie bußfetti 1 1, gg et. H Phuiba wſn — le Meuſbel 1 7 a 65 Ä Ji läe 1) Frumnal, de⸗ b Latos Soh ab * Gottes W —— 9 ine Braut jetzt kommen, Wie ſie dah vor deinem Thron Zu der Erde niederleget Und auf ihre Bruſt an⸗ ſchläget, Weil ihr hochbetrübtes Herz Fühlt der ſchweren Säünden Sahnd 2. Ach, es iſt nicht zu beſchreiben Die ſehr große Sünden⸗Schuld! Ich kann kaum vor Wehmuth bleiben, Weil, o Jeſu, deine Huld Gegen mich ſt nun verſcherzet, Welches mich ſo herzlich ſchmerzet; Lieber ſterb ich tauſendmal, Als ich leide ſolche Qual. 3. Selbſt das Herz fängt an zu bluten, Das dein ſcharf Geſetz zer⸗ bricht; Die ſehr herben Thränen⸗ Fluthen Ueberſchwemmen das Geſicht; Alle mein Gebein erzittert, Weil dein Grimm in mir ſo wittert; Ach, ich bin lebendig todt In ſo großer See⸗ len⸗Noth! 4. Willſt du mich denn ewig haſ⸗ ſen? Deine Lieb und Freundlichkeit Widd ja den nicht ſterben laſſen, Der nach deiner Hilfe ſchreit; Ach, ich weiß, dein Herz wird brechen Und mir Armen Troſt zuſprechen, Weil du meine Sünden⸗Laſt, Jeſu, ſelbſt ge⸗ tragen haſt. 5. Deine Wunden ſind die Quelle, 4 Koth der Eitelkeit. Ach, wie will ich mich denn laben, Kann ich nur Ein 6. Wirf dein liebreich Angeſichte Her auf dein betrübtes Kind, Weil ich mich jetzt zu dir richte Und be⸗ reue meine Sünd! Laß doch mein geängſt Gewiſſen Einen Gnadenblick genießen, Einen Blick, o Bruder⸗Herz, So verſchwinden Angſt und Schmerz. Buß⸗Lied. In eigener Melodie. 34 0 8 1592. Jſu. meines Herzens Freund, Schau, wie Buß⸗Lieder. 967 dein Geſchöpfe weint, Wie es ſo viel Thränen ſchwitzet Und in vollem Jammer ſitzet; Hilf, mein Heiland und mein Gott, Sonſt bin ich leben⸗ dig todt! b 2. Mein Gewiſſen wachet auf Und dringt ſelbſt als Richter drauf, Ich ſoll Red und Antwort geben Von dem hier geführten Leben. Hilf, mein Heiland ꝛc. 3. Wie viel Jahre ſind ſchon hin, Da ich irr gegangen bin: Da Nichts, als ein eitles Weſen Iſt mein Auf⸗ enthalt geweſen. Hilf, mein ꝛc. 4. Alle Glieder zittern mir Ueber ſolcher Ungebühr. Wo iſt wohl für ſo viel Sunden Rettung, Troſt und Rath zu finden? Hilf, mein ꝛc. 5. Jeſu, o du Gottes⸗Lamm, Sieh doch von des Kreuzes Stamm! Soll ich denn nach deinem Sterben Kei⸗ nen Theil am Himmel erben? Hilf, mein Heiland ꝛc. 6. Soll dein roſinfarbnes Blut, Aller Menſchen höchſtes Gut, Blos allein an mir auf Erden Ohne Frucht vergoſſen werden? Hilf, mein ꝛc. 7. Herr, ich ſchlag an meine Bruſt, Seufzend: Dir iſt wohl bewußt, Was ich leider hab verbrochen, Aber laß es ungerochen. Hilf, mein Heiland ꝛc. 8. Sieh nicht an die Miſſethat, So dich oft erzürnet hat, Laß Genad für Recht ergehen, Denn ſonſt kann kein Menſch beſtehen. Hilf, mein Hei⸗ land ꝛc. 9. Meine Buße, meine Reu Iſt jetzt ohne Heuchelei; Ich verſpreche, dich zu lieben Und nicht ferner zu betrüben. Hilf, mein ꝛc. 10. Treib hinweg die Sünden⸗Nacht, Du biſt Gott und haſt die Macht; Sollt ich darum ſein geboren, Daß ich ewig wär verloren? Hilf, mein ꝛc. 11. Herr, ich laß dich eher nicht Bis dein Mund die Worte ſpricht: Dir iſt deine Schuld vergeben, Du ſollſt ewig bei mir leben! Hilf, mein Heiland ꝛc. 968 12. Nun, ich hoff und glaube feſt, Daß mein Heiland mich nicht läßt, Weg mit Hoffart, Geiz und Wolluſt, Weg, ihr macht nur Schmerz und Un⸗ luſt! Weg, ich gebe weiter mehr Sol⸗ chen Laſtern kein Gehör! Dankſagung nach gnädiger Abſolution. Mel. Jeſu, meine Freude. 1 593 Jeſu, omein Leben, Dank A*☛ will ich dir geben, Jeſu o mein Theil! Ich kann nicht gnug ſagen, Wie du meine Klagen Haſt in läuter Heil Bald verkehrt und auch verwehrt, Daß mein Kläger nicht geſieget, Sondern unterlieget. 2. Du haſt meine Thränen, Meine Furcht und Sehnen Und mein Angſt⸗ Geſchrei Gnädig angenommen; Ich bin nun gekommen, Der Strick iſt entzwei; Gott, mein Gott, reiß alle Noth, Die mir machte große Schmer⸗ zen, Weg aus meinem Herzen! 3. Satans heimlich Klagen Hieß mich ganz verzagen, Ich dacht hin und her: Meine ſchnöden Thaten Wa⸗ ren ſchon verrathen. Gottes Hand war ſchwer. Ich durft nicht mein An⸗ geſicht, Das Betrübniß ganz umgeben, Himmelan erheben. 4. Lob ſei deiner Gnade! Aller Seelen⸗Schade Iſt nun abgewandt: Meine Eiter⸗Beulen Haſt du laſſen heilen Durch des Prieſters Hand, Als Sünden ſind vergeben, Du ſollſt ewig leben! 5. Du haſt meine Wunden, Jeſu, ſelbſt verbunden Und geſund gemacht: Auch die Schrift zerriſſen, Die auf mein Gewiſſen Große Schuld gebracht. Got⸗ tes⸗Sohn, o Gnaden⸗Thron! Meine Feind haſt du gedämpfet Und für mich gekämpfet. 6. Nun kann ich mit Beten Vor den Vater treten, Er verſagt mirs nicht; Seine Thür iſt offen, Durch dich kann ich hoffen, Was dein Wort ſein Mund mir machte kund: Deine Jurcht und Sorgen hin, Da ich deine Gaben Soll zwie iſt alles Leiden, Weg Buß⸗Lieder. verſpricht; Und dein Geiſt, der da⸗ — ſter heißt, Lehrt ſein Herze mich a. kennen Und ihn Abba nennen. 7. Führe mich auch morgen Ohme Zu dem Mu fältig haben Und dein eigen bin; Da dein Blut, die edle Fluth, Ueher un b 711 Anllh T mein betrübt Gewiſſen gießen. Ströme wird r⸗ „8. Nun bin ich voll Jreuden, W iſt iſt alle Pen Jeſu, meine Wonne, Jeſu, Lebens Sonne, Du gibſt neuen Schein, S⸗ tan liegt, ich hab geſiegt, Und wil künftig bei dir oben Dieſe Treue d⸗ ben. D. J. Weickhmann, g. 1662, ſ. Jeſu Annahme der Sünder Luc. 15, v. 2. 1 59 4 Jelus nimmt die Si⸗ T. ◻ der an Drum ſo wit ich nicht verzagen, Wenn mich mein Miſſethat Und die Sünden heftig pla⸗ gen, Drücket das Gewiſſen mich,Ei, ſo denk ich nur daran, Was ur Gottes Wort verſpricht: Jeſus nimm die Sünder an. 2. Jeſus nimmt die Sünder an, Wenn ſie ſich zu ihm bekehren Und Vergeltung ihrer Sünd Nur in wad⸗ rer Buß begehren. Sünden ⸗Luſ. drum gute Nacht; Ich verlaſſe denne Bahn, Mich erfreuet, daß ich hor. Jeſus nimmt die Sünder an. 42 3. Jeſus nimmt die Sünder on. Wehe dem, der dieſen Glauben, Nee feſte Zuverſicht Sich vom Satan li ſet rauben, Daß er in der Sünden⸗ Angſt Immer fröhlich ſagen kam⸗ Ich bin dennoch ganz gewiß: Fels nimmt die Sünder an. 4. Jeſus nimmt die Sünder an⸗ Bin ich gleich von ihm geirret, Ran der Satan ſchon mein Herz Oftmals und alſo verwirret, Daß ich ſchier de zweifeln möcht: Ach, es iſt ein buße Wahn, Ich glaub dennoch feſllt Jeſus nimmt die Sünder an. —— — —=— 4 1 ch hab geſer dir oben d 4 3. Weichnam, 1 1h —— unahme der eig Luc. 15, b.. — 5 3 4. Ji iinm der an Dmſol Vazagen, Vemrüln And die Sindafthrt cctt das Geriſgu 1 ₰) nur darm Auen 3 tt verpprict. pienm Mi an. s nimmt de bien. ſicch zu ihm bäten n ³ ihrer Sünd mi d hase Nact, Ic wie Sih erfreuet, diti a ut die Sünde 1— ninmt di ein ¹ der diefen Glata rrſicht Sich nen 11, Daß er in w ä — ver früöhlih ſn wnnoch ganz Gih. s Sündet N. z rinnt di dir 4 Jan von ihn gin hi lunb derng 5. Jeſus nimmt die Sünder an: Dieſes iſts, was mich ergötzet, Wenn mich alle Welt betrübt Und in lauter Trauren ſetzet; Wenn mich das Ge⸗ wiſſen ſchreckt Und verfluchet zu dem Bann, So ergötzt mich dieſer Troſt: Jeſus nimmt die Sünder an. 6. Jeſus nimmt die Sünder an. Laß es alle Welt verdrießen, Laß den Satan alle Pfeil Nur auf mein Ge⸗ wiſſen ſchießen: Phariſäer murret nur, Trotz, wer unter allen kann Dieſen Troſt vertilgen mir: Jeſus nimmt die Sünder an. 7. Jeſus nimmt die Sünder an! Dieſen Troſt hab ich erkoren; Hat ſich ſchon das Schaf verirrt, Iſt der Groſchen gleich verloren: Gott hat ſchon ein Licht bereit, das erleuchtet Jeder⸗ mann, Dieſes bringt mich auch zu⸗ recht: Jeſus nimmt die Sünder an. 8. Jeſus nimmt die Sünder an! Dieſem treuen Hirt der Seelen Will ich jetzt und immerdar Mich zu treuer Hand empfehlen. Führe mich nach deinem Rath, Daß ich endlich rüh⸗ men kann, Wie du mich verlornes Schaf Jeſu haſt genommen an. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Ueber eben dieſe Worte. Luc. 15, v. 2. Mel. Jeſus meine Zuverſicht. 1505 ATeſus nimmt die Sün⸗ 1595. 3 der an! Saget doch dieß Troſt⸗Wort Allen, Welche von der rechten Bahn Auf verkehrten Weg verfallen. Hier iſt, was ſie retten kann: Jeſus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade bin ich werth; Doch er hat in ſeinem Worte Eidlich ſich dazu erklärt. Sehet nur, die Gna⸗ den⸗Pforte Iſt hier völlig aufgethan: Jeſus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren iſt, Suchet es ein treuer Hirte; Jeſus, der uns nie vergißt, Suchet treulich Buß⸗Lieder. 969 das Verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jeſus nimmt die Sünder an. 4. Kommet Alle, kommet her, Kom⸗ met, ihr betrübten Sünder! Jeſus rufet euch und er Macht aus Sün⸗ dern Gottes⸗Kinder. Glaubets doch und denket dran: Jeſus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier Und bekenne meine Sünden: Laß mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dies Wort mich tröſten kann: Jeſus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getroſten Muths: Ob die Sünden blutrothwären, Müſ⸗ ſen ſie kraft deines Bluts, Sich den⸗ noch in Schneeweiß kehren, Da ich gläubig ſprechen kann: Jeſus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewiſſen beißt mich nicht, Moſes darf mich nicht verklagen; Der mich frei und ledig ſpricht, Hat die Schulden abgetragen, Daß mich Nichts verdammen kann: Jeſus nimmt die Sünder an. 8. Jeſus nimmt die Sünder an: Mich hat er auch angenommen Und den Himmel aufgethan, Daß ich ſeli zu ihm kommen Und auf den Troſt ſterben kann: Jeſus nimmt die Sün⸗ der an! E. Neumeiſter, g. 1671. ſt. 1756. Ueber dieſelben Worte. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 1 596 35* armen Sünder, kommt zu Hauf, Kommt eilig, kommt und macht euch auf, Mühſelig und beladen: Hier öff⸗ net ſich das Jeſu⸗Herz Für Alle, die in Reu und Schmerz Erkennen ihren Schaden. 2. Es heißt: Er nimmt die Sün⸗ der an! Drum komm, dein Jeſus will und kann Dich retten und umarmen; Komm weinend, komm in wahrer Buß Und fall im Glauben ihm zu Fuß: Er wird ſich dein erbarmen. A Buß 8 970 3. Ein Hirt verläßt ſein Schäflein nicht, Dems in der Ir an Hilf ge⸗ bricht; Er ſucht es mit Ver langen, Er läſſet neun und neunzig ſtehn Und ſie gar in der Wüſten gehn, Das eine zu umfangen. Es fucht der liebſte Jeſus Chriſt Das daß ers hat gefunden: So laß dich finden, liebe Seel, Und ſlieh in Jeſu Wunden⸗ Höhl! Noch ſind die Gna⸗ den⸗Stunden. Jeſu, deine Lieb iſt groß! Ich komm mühſelig, nackt und bloß: Ach, ein Schaf, das ſich verirrt:: mich auf, weil ich verwirrt Im Strick und Netz der Sünden. 6. Ach, wehe mir, daß ich von dir Ge wichen hin zum Abgrund ſchiert Ach, laß mich wiederkehren Zu deiner Heerde, nimm mich an, Und mach 9. 5. O mich frei von Fluch un id Bann: Dies mein Herz⸗Begehren. 7. Laß mich dein Schäflein ewig ſein, Und du, mein treuer Hirt allein, Im Leben und im Sterben, Laß mich vom eiteln Welt⸗Geſind Ausgehn und mich mein Schatz bewerben! Ich will von nun an ſagen ab Der Sünden⸗ Luſt bis in mein Grab n 3 in dem neuen Leben In Heilig⸗ iſt K. und Gerechtigleit Dir dienen noch die lel el Se kurze geben. 9. Ach, nimm dein armes T lein ein Und laß e ſein In deinen mahr mich vor Sünden⸗Werk Und b mir deines Geiſtes⸗Stärk Am Leib giid an der Seelen! L. Laurentii. g. 1660, ſt. 1 Zeit, Die mir zum Heil ge⸗ Um Jeſu Erbarmung. Mel. Zion kladt mit Angſt und. 1597. 4 men, Treuer Mitt⸗ Schäflein, das verloren iſt, Bis Setzen, Schirm und mein Fels, mei Hort nicht ſein verloren, Hat d laß mich Gnade finden! Ich bin „Ach, nimm chuldet ich, komme mit Begier Als We eſt gehn Hirſch als Gotteskind Um dich, Täub⸗ es ſicher bei dir Wiunden⸗ Höhlen; Be⸗ aß es, Jefu. dich erbar⸗ Lieder. ler, ſchläfeſt du? Kenneſt du mät mehr mich Armen, Sprichſt du t ter mir nicht zu? Gott, mein Gii ach, wie ſo lang! Mein iner San d † angſt und bang, Schauſt du d mein Feund, durchs Gitter In dem ſchweren Ungewitter, 2. Hölle, Satan Welt und s ſtürmen auf mich zu, 1 die Stätte finde, Woj wun Ruh! diſ nir n „Me kein Wort; Sen. t ünd daß ich d hält dir vor dein? Mund geſchworen. 3. Sünde, wie magſt d du ſd d dui ken Und mich pl lagen ohne Ra auf meines Jeſu Rück mir ſo ſchwere Laſt, bezahlt für mich, Was wer der⸗ Got t hate auſ geſdan am Kinde, Was d necht für Sünde 4. Kon mmet, kommet her men, Sein ſelbſttheurer Mand ſchreit: Eurer will ich mi ich erbarn Die ihr hochbe trübet ſ ſeid:) 8 Ne R. en d ⁸½ A1. 3 Jeſtl, n g 8 Loben 8 Wa Laß e dein zu dir, lingen Und ſpringen 5. Du, mein Feſu, wirſt Mirdie wie derholte Bitt, ühle heißen Zähren, Neuen Troſt mirthei len mit, Stärken mein erſe du Mit dem ſüßen dendnd 1 Und erleuchten mein Gewiſſen Na ſo viel Bekümmerniſſen. 6. Du wirſt meine Sünde ſ nien In den tiefſten Abgrund bin, 1 Rn nicht geden nien, We ir 9 ℳ im Zorn auch bös ich gewe eſen bin Deine 18 A dindit und Geſchrei Bei dem Dnr n 8 8 * un ſei, Zeig ihm ni und d deine 2 So bin ich quitt und entbun⸗ den, den. 7. Ich alsdann will t tägli ch ſingen (Von der hoben Liebes⸗Treu. Fh 3 3 r will dir Dank⸗Opfer bringen, ki men, daß Gott gnädig ſei; Ein Altar und Heiligthum Wiſſe ſtts —— S — — = — — woren. , vie mt iih plageno — Jeu Rüt Laſt, N nich, Paaſi 1,,(Gott hat 12 Was der get i f ee Lt, RA'tt, tommet a ſelbſttheurer Mmar e will ihmi hen bbetrübet ſa,N h r Wegier A 1= i, Laß, d dein Ew⸗ — istärten me & den ſüßen azten mein 0 Q immerniſer. * Cuft mei dhn ſtten Abgrudſn r auc nitt pen cveſen bin, d i Wi di n m nich ud — iin ich quit m *„bdann uili „S be gs M ank⸗ Dpfe Get mnid SHütm == — t Cnein yeſu, d t Sderholteit, i ren, Neuend — — — — — — = — — — „Wo mein Herz von ſolchem Ruhm, Wo mein He ihn täglich ehret; Amen! Ja, ich bin erhöret. Benj. Prätorius, um 1668. Gottes Vater⸗Herz gegen Buß⸗ fertige. Mel. Chriſtus, der uns ſelig macht. 1598 jebſter Vater, ich, dein . Kind, Komm zu dir geeilet, Weil ich ſonſten Niemand find, Der mich Armen heilet. Meine Wun⸗ den ſind ſehr groß, Groß ſind meine Sünden: Mach mich von denſelben los, Laß mich Gnade finden! 2. Führſt du väterlich Geſchlecht Und haſt Vater⸗Sitten, Ei, ſo hab ich Kindes⸗Recht Und darfkühnlich bitten; Denn den Kindern ſteht es frei, Väter anzuflehen: Vater, deine Vater⸗Treu Laß mich Armen ſehen! 3, Liebſter Vater, willſt du dich Vater laſſen nennen, Ei, ſo mußt du laſſen mich Vater⸗Sinn erkennen; Denn das wäre viel zu ſchlecht, Blo⸗ ßen Namen führen Und nicht thun nach Vater⸗Recht, Was ſich will ge⸗ hühren. „Nun, ſo nimm dich meiner an, Wie die Väter pflegen; Meine Buß⸗ und Thränen⸗Bahn Laß dich doch bewegen. Meine Sünden bringen Schmerz, Die hab ich begangen: Ach, du liebſtes Vater⸗Herz, Laß nich Gnad erlangen!. 5. Haſt du doch in deinem Wort Gnade mir verſprochen: Laß mich an der Gnaden⸗Pfort Nicht, vergeb⸗ lich pochen; Laß der matten Seufzer Stärk Durch die Wolken dringen Und von deinem Himmels⸗Berg Mir Ge⸗ nade bringen. 6. Ich laß doch nicht eher ab, Bis du mir gewähret Gnade, die ich von dir hab Inniglich begehret, Segne nich: 38 laſſe dich Eher nicht, ich hange Wie die Klett am Kleid, bis ich Gnad von dir erlange. Buß⸗Lieder. 971 7. Du biſt Gott und heißeſt gut, Weil du Gutthat übeſt Und gleich⸗ wie ein Vater thut, Deine Kinder liebeſt. Dieſer Gutthat laß mich auch, Vater⸗Herz, genießen; Laß auf mich nach deinem Brauch Deine Gnade fließen! 8. Ach, verzeih mir, ach, vergib, Was ich mißgehandelt, Weil ich nach dem Sünden⸗Trieb Oftmals bin ge⸗ wandelt. Meine Sünden ich verſenk, Herr, in deine Wunden: Ach, der⸗ ſelben nicht gedenk, Laß ſie ſein ver⸗ ſchwunden! 9. Klagt mich mein Gewiſſen an Und will mich verdammen, Will der Satan noch alsdann Dich zur Rach anflammen, Ei, ſo denke mit Geduld, Daß ich Staub und Aſchen, Und daß mich von meiner Schuld Hab dein Blut gewaſchen. Chriſtoph Titius, g. 1641, ſt. 1703. Bereute Unbeſtändigkeit unſeres guten Vorſatzes. Mel. Nun danket alle Gott. 1599 Mein Gott, ich habe⸗ -dirOft Frömmigkeit verſprochen, Doch das Verſprechen auch Aufs Schändlichſte gebrochen; Drum ſagt mein Herz und Mund Dir gleich viel Gutes zu, So muß ich doch ge⸗ ſtehn, Daß ich gar wenig thu. 2. Die Unbeſtändigkeit Iſt wohl bei vielen Jahren Der Menſchen Eigen⸗ thum. Ach, willſt du nun verfahren Und brichſt auch deinen Bund, So iſts um mich geſchehn, Ich kann nicht meine Luſt An deiner Gnade ſehn. 3. Jedoch dein Bundes⸗Wort Bleibt ewig feſte ſtehen Und deine Güte pflegt Dem Sünder nachzugehen, Bis er ſich wieder findt, Haſt fernerhin Geduld Und überſieheſt ihm Die andre Sün⸗ den⸗Schuld. 4. Wohlan, verzeihe mir Mein unbeſtändig Weſen; Ich will dich nur allein Zu meiner Luſt erleſen Und nicht ein Demas ſein, Der ſich 972 zu dieſer Welt Und ihrer Eitelkeit Mit ſeiner Neigung hält. 5. Mein Vorſatz ſoll nicht mehr Durch Unbeſtand erkalten; Ich will forthin dein Wort Ganz unverbrüch⸗ lich halten; Mein Ungehorſam ſei Verflucht, vermaledeit, Und im Ge⸗ horſam gib mir die Beſtändigkeit! M. Gottfr. Hoffmann, g. 1658, ſt. 1711. Nach der Abſolution. Mel. Der Tag, der iſt ſo freudenreich. 1 00 Mli Gott, nun bin ich abermal Der Sünden⸗Laſt befreiet, Nun bin ich in der Chriſten⸗Zahl Als Gottes⸗Kind geweihet, Wie kann ich gnugſam prei⸗ ſen dich, Daß du mich haſt ſo gnä⸗ diglich Zum Kinde aufgenommen? Auf, meine Seel, und lobe Gott, Wir wollen bald auf ſein Gebot Zu ſeinem Altar kommen. 2. Mein Schöpfer, ich bekenn es dir, In meinem Fleiſche wohnet Das Gift der Sünden für und für, Das mit der Hölle lohnet; Ich habe die Gerechtigkeit, So dir gefällt, vor lan⸗ ger Zeit In Adam ganz verloren. dam Guten bin ich taub und blind, Dieweil ich armes Sünden⸗Kind In Sünden bin geboren. 3. Nun aber hat dein lieber Sohn Mich wieder bracht in Gnaden, Als er vom hohen Himmels⸗Thron Be⸗ ſucht uns arme Maden: Um ſeinet⸗ willen haſt du dich, Mein Gott, er⸗ Parmet über mich Und mir die Schuld zerlaſſen So, daß ich deine Gnad hin⸗ fort Im Sacramente, Geiſt und Wort Kann feſt und gläubig faſſen. 4. Gepreiſet ſei dein theurer Nam, O Jeſu, meine Freude, Was ich für Troſt von dir bekam Nach ausge⸗ ſtandnem Leide, Das weiß mein viel verſuchtes Herz, Das ſchier ein rech⸗ ter Todes⸗Schmerz Zur Hölle wollte rücken; Sehr ſchrecklich war die Sün⸗ den⸗Plag, Ich mußte mich den gan⸗ zen Tag Erbärmlich laſſen drücken. Buß⸗Lieder. 5. Nun iſt die ſchwere Sſine Laſt, Gott Lob, hinwe daſh Nun darf ich, als ein dehe Gaſt, Fu meinem Schöpfer kommen, Nun hat er mir durch ſeinen Knecht Im Hin⸗ mel ſchon das Bürger⸗Recht Aus Gnaden zugeſaget. Herr Jeſu Chriſ jetzt dank ich dir von ganzer Sen daß du mir Haſt ſolche Gunſt erſan 6. Gib mir nur deinen guten Geif Der freudig in mir walte Und n im Glauben allermeiſt Bis an man End erhalte, Daß ich in Angſt und Traurigkeit Nur hoff auf dich un jederzeit Mich fromm und undüt arte, Und wenn ich bin im Unglts Stand, Alsdann von deiner ſtarien Hand Der Gnaden⸗Hilf erwarte. 7. Verleih auch, daß ich alle dn Ein chriſtlich Leben führe, Daß ii das Uebel haſſen mag, Daß ich mih prüf und ſpüre, Wie mein verdett tes Fleiſch und Blut Gar nicht na⸗ recht und chriſtlich, thut. Herr zi mir tapfer ſtreben; Mein Geiſt da wünſchet Nichts ſo ſehr, Alz daß er möge mehr und mehr Nach deinem Willen leben. 8. Dieweil ich aber gar zu ſchhat Im Fleiſche mich befinde, Das oft mals folgt den Lüſten nach, Wem ich mich unterwinde, Nur mainen Gott zu hangen an Und nich doch ſchwerlich ſchicken kann, Zu thun nach deinem Willen: So wollteſtde getreuer Hort, Die Sünden⸗Lul nud deinem Wort In meinem Fiſſe ſtillen. 9. Laß mein Gebet, Herr, feurih ſein Und durch daſſelb erſtaten Den alten Adam, der allein Bag⸗ ret mein Verderben, Damit ich ab ein tapfrer Held Hier kämpf un mich der argen Welt Im Glaub mög entreißen: So kann ich nachn böſen Zeit In der erwünſchten Gwih keit Dich Rath und Helfer heißen Job. Riſt, g. 1607, t.. = — —— So=. — = S= — — S ———5 3— ——— ich dit pun ge — ir Hiſ olh 8 3 dwenn ih hir rAledam uh Cer Gnaden⸗di — ſoüre, We nnrdt weil ic aber wſſen Sche nich bein N zt den Lüſen uh, den re unrerwinde, W inn hangen an Uä uo —r ſchicen don, N in * em Pilen. Grltn a rort, DieSin u dr Port In mein i mei Gebe, ſe frg 16 ——— — — =— = 1 Rut wöͤknſe Job. ih 9! h b Bitte um Gnade ohne all unſer Verdienſt. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder 5 ein Gott, ſei mir 1601. M doch genädig, Tilge meine Sünden⸗Fluth, Herr, durch deines Sohnes Blut Mache du mich fri und ledig Von der ſchweren Sünden⸗Laſt, Die du längſt bezahlet aſt! daf Ach, ich habe ja gefehlet, Habe leider nicht gethan, Was mir wohl geſtanden an; Meine Schuld wird nicht verhehlet, Sondern ſeufzt hier öffentlich: Ach, mein Gott, erbarme dich! 4 Andre mögen Werke rühmen, Wie mit einem ſtolzen Muth Sonſt ein Phariſäer thut, Mir will ſolches nicht geziemen, Sondern ich bekenne ftei, Daß nichts Gutes an mir ſei. 4. Ich muß leider ja geſtehen, Daß von meiner Kindheit her Bis auf dieſe Stunde mehr Böſes von mir ſei geſchehen, Als was chriſtlich iſt und recht, O ich armer Sünden⸗ Knecht! 5. Ach, was ſoll ich weiter klagen, Meine Schuld iſt mancherlei, Was geſchehen, iſt vorbei; Soll ich aber drum verzagen? Das ſei fern, ach nein, ach nein, Jeſus wird mir gnä⸗ dig ſein! 66. 55 du wirſt mein Gewiſſen, Das ſo voller Sünden ſteckt Und vor deinem Zorn erſchreckt, Wieder freundlich tröſten müſſen. Meine Wonne, meine Ruh, O mein Jeſu, tröſte du! 7. Wirf zu meinem großen Glücke Neine Sünde, die faſt ſchwer, All hinweg ins tiefe Meer; Wirf ſie hin⸗ ter dich zurücke Und gedenke nimmer nicht, Was ich habe angericht. G 8. Dann will ich hier deinen Willen, So viel Menſchen möglich iſt, O mein liebſter Jeſu Chriſt, Gern hinwiederum erfüllen Und von Her⸗ 9 ffülgen dir, O mein Jeſu, hilf 1 mir! Buß⸗Lieder. 973 Wohl zu bedenkende Guaden⸗ Zeit. Mel. Wer nur den lieben Gott. ein Herze, denk an 1602. M deine Buße, Da noch des Weckers Stimme ruft; Ach, falle Gott noch heut zu Fuße! Denn in der ſchwarzen Todten⸗Gruft Und bei dem bittern Höllen⸗Trunk Denkt man an keine Beſſerung. 2. Drum höre doch das Wort der Gnaden, Das dort Jeruſalem ver⸗ warf, Damit dein Herze nicht den Schaden, Doch allzu ſpät, erfahren darf, Der mitten in dem Sünden⸗ Schlaf Die ſo verſtockten Sünder traf. 3. Gott läßts am Rufen gar nicht fehlen. Ach, Sünder, Sünder, beſſre dich! Hier kannſt du Fluch und Se⸗ gen wählen; Gott ſelber zeuget dieß von ſich: Es jammre ihn die große Noth, Er wolle nicht des Sünders Tod. 4. Was wollen wir denn mehr begehren, Das Gott nicht ſchon an uns gethan? Gott kann bei keinem Höhern ſchwören; Ach, ſeht den Lie⸗ bes⸗Eifer an: Er weckt uns aus der Sünden⸗Ruh Und ſchwört noch einen Eid dazu. 5. Wo wir den Reichthum nun verachten, Den uns des Höchſten Gnade zeigt, So mögen wir hernach verſchmachten, Wenn dieſe Gnade von uns weicht Und wenn kein Brunn des Troſtes quillt, Der unſre matten Seelen ſtillt. 6. Die Gnaden⸗Thüre ſteht zwar offen; So lange es noch heute heißt, Der Sünder kann noch Gnade baf fen, Wenn er dem Geiſte Folge leiſt Und noch ein gläubig Abba ſpricht, Wenn ſchon der Lebens⸗Faden bricht. 7. So theuer iſt der Troſt ver⸗ pfändet, Darauf der Grund zum Himmel ſteht: Doch wo ſich Gottes Herze wendet Und wo der Fluch ein⸗ mal ergeht, So wird die ſchöne Gna⸗ den⸗Zeit Im Höllen⸗Pfuhl zu ſpät bereut. 3 8. Ach, traue auf die letzten Stun⸗ den Und auf die ſpäte Buße nicht! Hat gleich der Schächer Gnade fun⸗ den, Da er ſein; Herr! im Glauben ſpricht, Ach, wie ſo bald iſt es ge⸗ ſchehn, Daß Andre dieſen Weg ver⸗ ſehn! 9. Wir können uns nicht ſelbſt be⸗ kehren, Wir ſind nicht ſtets dazu ge⸗ ſchickt: Gott muß uns ſelbſt die Kraft gewähren, Die uns aus dem Ver⸗ derben rückt, Und kommts auf unſer Wirken an, So bleiben wir wohl ausgethan. 10. Wenn wir die Herzens⸗Thür verſtopfen, Wenn wir den Gnaden⸗ Ruf verſchmähn, So mögen wir ver⸗ gebens klopfen, So kann es endlich wohl geſchehn, Daß Gott ſein Herze von uns wendt Und uns als Feinde auch nicht kennt. 11. O, wehe uns, wenn Gott ge⸗ wichen: Wie wüſte ſieht es um uns aus! Da kommt der Feind mit allen Flüchen Und gehet in des Herzens Haus; Da wird der Sünder ganz verſtockt, Wenn gleich des Rufers Stimme lockt. 12. Mein Herze, folge Gottes Stimme Und gehe in des Herzens Grund, Eh dich der Herr in ſeinem Grimme, Weil du das ſchöne Gna⸗ den⸗Pfand, ſo leicht und liederlich ver⸗ acht, Zu einem wüſten Lande macht! M. Gottlieb Adolph, g. 1685, g. 1745. Jeſus nimmt die Sünder an. Luc. 15, v. 2. In eigener Melodie. 1640 ˙ ein Heiland nimmt 1603. Mer Sünder an, Die unter ihrer Laſt der Sünden Kein Menſch, kein Engel tröſten kann, Die nirgends Ruh und Rettung finden; Den ſelbſt die weite Welt zu klein, Die ſich und Gott ein Gräuel ſein; Den Moſes ſchon den Stab gebro⸗ chen Und ſie der Hölle zugeſprochen, Wird dieſe Freiſtadt aufgethan: Mein Heiland nimmt die Sünder an! 1 3 944 Buß⸗Lieder. 2. Sein mehr, als mütterliches Herz Trieb ihn von ſeinem üe auf Erden; Ihn drang der Sünde Weh und Schmerz, An ihrer Stat ein Fluch zu werden; Er ſentte ſih in ihre Noth Und ſchmeckte den da⸗ dienten Tod. Nun, da er denn ſen eigen Leben Zur theuren Zahlung hingegeben Und ſeinem Vater gnun gethan, So heißts: Er nimmt di Sünder an! 3. Nun iſt ſein aufgethaner Schohß Ein ſichres Schloß gejagter Seelen. Er ſpricht ſie von dem Urtheil dr Und tilget bald ihr ängſtlich Qualen. Es wird ihr ganzes Sünden⸗Han Ins unergründlich tiefe Meer Jen ſeinem reinen Blut verſenket, Der Geiſt, der ihnen wird geſche Schwingt über ſie die Gnaden⸗Fann⸗ Mein Heiland nimmt die Sünden int 4. So bringt er ſie dem Yater hin In ſeinen blutbefloſſnen Armen. Das neiget denn den Vater⸗Sinn zu lau⸗ ter ewigem Erbarmen; Er nunnt ſie an an Kindes Statt, Ja, Alles, was er iſt und hat, Wird ihnen übergeben, Und ſelbſt die Thür zum ewgen Leben Wird ihnen ſtühiih aufgethan: Mein Heiland nimnt ie Sünder an! 5. O, ſollteſt du ſein Herze ſehen, Wie ſichs nach armen Sündenſei⸗ net, Sowohl wenn ſie noch irre gehn Als wenn ihr Auge vor ihm hri⸗ net! Wie ſtreckt er ſich nach Zöllnen aus, Wie eilt er in Zachäi Hals⸗ Wie ſanft ſtillt er der Magdaleen Den milden Fluß erpreßter Thränan Und denkt nicht, was ſie ſonſtge⸗ than: Mein Heiland nimmt die Slu⸗ der an! fet n, 1 6. Wie freundlich blick er Peimn * „ an, Ob er gleich noch ſo tief gefallen Nun, dieß hat er nicht nur getha. Da er auf Erden mußte wallen. Nen er iſt immer einerlei, Gerecht un fromm und ewig treu, Und we t unter Schmach und Leiden, So it — genom öffen — — — = 1 Nun da ed 4 4 8 2 Jur thene 5 und ſenen M heißts. Gr — iA ſein uiſgehmaz. ¹ 4 t veſag de von denölat. 9 ad ihr ingüta r ganzes dine r aundlih iif ha „ an Put riee „ihuen wi 3 er ſe die gudes. — duimmt dieci * ſedaban itthefloſſnen Amae ue yen Vaterem g — Arbarmen, him * 48 Statt, In l e 3 . hat, Widimtn ralnd ſälton. Qn Wid imn l 1 t eſt du ſen aſe ach arnen änne wenn ſewö r ihr Auge wrn „3 rett erſirue eit ar in Mliſ, 165 ae 3 . ge S 1 mnnihli 4 † 1c leic chſott 1 chnt er nitt u e r Nein Heianm e uf dem Thron der Freuden Den Sün⸗ ui liebreich zugethan: Mein Heiland nimmt die Sünder an! 7. So komme denn, wer Sün⸗ der heißt Und wen ſein Sünden⸗Gräul betrübet, Zu dem, der Keinen von ſich weiſt, Der ſich gebeugt zu ihm begi⸗ bet. Wie? Willſt du dir im Lichten ſtehn Und ohne Noth verloren gehn? Willſt du der Sünde länger dienen, Da dich zu retten er erſchienen? O nein, verlaß die Sünden⸗Bahn: Mein Heiland nimmt die Sünder an! 8. Komm nur mühſelig und gebückt, Komm nur, ſo gut du weißt zu kom⸗ men: Wenn gleich die Laſt dich nie⸗ derdrückt, Du wirſt auch kriechend an⸗ genommen. Sieh, wie ſein Herz dir offen ſteht Und wie er dir entgegen geht! Wie lang hat er mit vielem Flehen Sich brünſtig nach dir umge⸗ ſehen! So komm denn, armer Wurm, heran: Mein Heiland nimmt die Sünder an! 9. Sprich nicht: Ich habs zu grob gemacht, Ich hab die Güter ſeiner Gnaden So lang und ſchändlich um⸗ gebracht, Er hat mich oft umſonſt ge⸗ laden. Wofern dus nur jetzt redlich meinſt Und deinen Fall mit Ernſt be⸗ weinſt, So ſoll ihm nichts die Hände binden Und du ſollſt noch Genade finden; Er hilft, wenn ſonſt Nichts helfen kann: Mein Heiland nimmt die Sünder an! 10. Doch ſprich auch nicht: Es iſt noch Zeit, Ich muß erſt dieſe Luſt genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut Die offne Gnaden⸗Pforte ſchlie⸗ zen. Nein, weil er ruft, ſo höre du Und greif mit beiden Händen zu! Wer ſeiner Seelen Heil verträumet, Der hat die Gnaden⸗Zeitverſäumet, Ihm wird hernach nicht aufgethan: Heut komm, heut nimmt dich Jeſus an! 11. Ja, zeuch uns ſelbſten recht zu dir, Holdſelig ſüßer Freund der Sün⸗ der! Erfüll mit ſehnender Begier Auch uns und alle Adams⸗Kinder; Zeig Buß⸗Lieder. 975 uns bei unſerm Seelen⸗Schmerz Dein aufgeſpaltnes Liebes Herz, Und wenn wir unſer Elend ſehen, So laß uns ja nicht ſtille ſtehen, Bis daß ein Je⸗ der ſagen kann: Gott Lob, auch mich nimmt Jeſus an! Leop. Franz Friedr. Lehr, g. 1709, ſt. 1744. Liebreich lockender Gnaden⸗Ruf. Mel. Helft mir Gotts Güte preiſen. 160 4 Mn Hirte, wie ſo * treulich Gehſt du dem Sünder nach, Dem Sünder, wel⸗ cher freilich Gar bald und allgemach In ſein Verderben läuft, Wo deine Hand den Armen Nicht ſelber aus Erbarmen Und Gnade noch ergreift. 2. Wie tröſtlich iſt die Stimme, Die alle Sünder lockt! Ach, ſprächeſt du im Grimme: Weicht, die ihr euch verſtockt, Weicht, Sünder, weicht von mir! Ich will euch nichterkennen: Wer wollt es Unrecht nennen? Wer biſt du, wer ſind wir? 3. Doch nein, du heißt uns kom⸗ men Und ſuchſt uns ſelber auf; Du ladeſt deine Frommen, Dein Herze ſin⸗ net drauf, Das recht vor Liebe brennt, Damit das Schaf zur Heerde Nur bald geführet werde, Davones ſich getrennt. 4. Nimmt nun der freche Sünder Den Gnaden⸗Ruf nicht an, So gehſt du viel gelinder, Als man nur den⸗ ken kann. Du ſetzſt ihm langes Ziel, Er kann noch Gnade hoffen; Der Him⸗ mel ſteht ihm offen, Wenn er nur kommen will. 5. Ach, Hirte meiner Seelen, Ach, wahrer Herzens⸗Freund, Was ſoll ich es verhehlen? Du haſt es wohl gemeint. Ich war verirrt, verflucht: Du haſt mich in der Wüſte Der ungezäumten Lüſte In Gnaden heimgeſucht. 6. Das Wort ſchallt noch im Her⸗ zen, Das mich zur Buße rief, Als ich zu deinem Schmerzen Den Weg zur Höl⸗ len lief. Wie gnädig zogſt du mich Von dieſem breiten Stege Durch Kreuz und andre Wege! Mein Hirt, ichpreiſe dich. 976 7. Ach, daß ich deinem Triebe Nur auch gehorſam wär Und deine Hir⸗ ten⸗Liebe Nicht immerzu ſo leer, Wie ich bisher gethan, Und fruchtlos blei⸗ ben ließe, Da ich ja mehr genieße, Als ich verdanken kann. 8. Nun, Jeſu, ich beklage Den gro⸗ ßen Unverſtand, Und daß ich meine Tage So übel angewandt. Verſtoß den Sünder nicht: Es reuet mich der Schade, Verwandle deine Gnade Nicht in ein Zorn⸗Gericht. 9. Du kameſt ja, zu ſuchen, Was nur verloren war, Du ließeſt dich ver⸗ fluchen Und machteſt offenbar, Was uns dein Name weiſt, Daß du an jedem Orte— Ach theure, werthe Worte!— Der Sünder Heiland ſeiſt. 10. Das laß mich feſte gläuben; Doch gib mir ſelber Kraft, Wie ich auch treu ſoll bleiben, Den rechten Le⸗ bens⸗Saft Getroſt und glaubensvoll Aus deinem Ueberfluſſe Zum wirklichen Genuſſe Noch ferner ſaugen ſoll. 11. Doch ſollt ich mich aufs Neue Bald hier, bald dort vergehn, So laß mir deine Treue, Mein Hirte, nicht entſtehn! Ach, weck und ſuche mich, Schreib mich in deine Hände: So bleib ich ohne Ende, Mein Hirte, ſtets um dich. M. G. Adolph, g. 1685, ſt. 1745. Allgemeine Bitte um Ver⸗ gebung. Aus dem lateiniſchen Aufer a nobis, domine, cunctas iniquitates etc. In bekannter Melodie. B imm von uns, Herre 160 2. N Gott, All unſre Sünd und Miſſethat, Auf daß wir mit rech⸗ tem Glauben Und reinem Herzen In deinem Dienſt erfunden werden. 2. Erbarm dich:,:, deines Volks, o Chriſte, Das du erlöſet haſt Mit deinem koſtbaren Blute! 3. Erhör uns, unſer Bitt, Gott Vater, Schöpfer aller Dinge, Hilf uns und ſei uns gnädig! Buß⸗Lieder. 4. Erhör uns:,:; unſer Bit d Chriſte, der Welt Beirun A uns und ſei uns gnädigl ſi 5. Erhör uns,:,: unſer Bit Heiliger Geiſt, du einiger Tüſte Erleucht uns und ſei uns gnädig! 6. So wahr ich lebe, Spricht Gi der Herre, Ich will nicht den aa des Sünders, Sondern daß er ſch bekehre und lebe. Amen! Verdeutſcht Joh. Spangenderg g. 1484, ſt. 1550. Eben dieſes Lied kürzer geſaßt In voriger Melodie. 1 60 6 imm von uns, liher ͤe Herr, Unſer Sam und Miſſethat, Auf daß wir hier u⸗ gen Mit reuigem Herzen und Genunte Vor deine Augen treten! 2. Erbarm dich, erbarm dich, erhann dich, lieber Herr, Deines Volls, Da⸗ du mit deinem Blut erlöſet han⸗ Chriſte, Und zürne nicht mit unsern 3. Erhöre, erhöre, erhöre, Hen Gott, dieß unſer Gebete! Chritte, Er⸗ löſer, Bitte für uns deinen lieben Vater! Guter Vorſatz in der Buße. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Niu. 1 60 7 un ſei einmaldas gi * geſteckt Den frechen Miſſethaten; Gott hat mich aus dem Schlaf erweckt Und meiner Sealge rathen; Drum hab ich theuer michder pflicht, Von Sünden abzuſtehen zu⸗ zuſehen, Daß ich nun weiter nich, Was bös iſt, mög begehen. 2. Forthin will ich dem Geiſt allein In Furcht Gehöre geben, Gehorſan rein und heilig ſein, Nach Gottes Wi⸗ len leben, Sonſt wird mein Pot das ich geredt, Mich richten und ber dammen Zu den Flammen Vor f 8 Richter⸗Stätt, Die einſt uns m uſammen. 3. Ich ſag auf deinen Beiſtand zu, Mein Gott, ich wills auch halten di ich nunmehr von dieſem Nu Unſtät —— — — — — — — ——= — 3— — ——— an ieſes Lied linn ge In poriger Nlh. 7 imm vonum ). 1 9 tr, — 8 . Wtha Auf dai i — undich, eäenäätn r Herr, Deins gan a deinem But altie And irnenictmwr erhöre, at ſa — ue Vorſat in u „ 30 rif zu dir zm 5 7 un ſeiemma „NI geſtet Wſt Kaen; Gott hnig m weck Und memi —r um hab ih heani 5 e 3iſ be k . dber 3 eredt, Mich nndief 85 14 1 hr von diſen M n lich will verwalten Mein Amt als wie ein frommer Chriſt, Des Fleiſches eille Freuden Sorglich meiden Und vor der falſchen Liſt Der Welt mein Herz abſchneiden. 4. Dem Teufel ſag ich gänzlich ab Und allen ſeinen Werken; Hingegen will ich bis ins Grab Aus Gottes Wort mich ſtärken, Das ſoll mein Licht und Fackel ſein, Das gibt auch Kraft zu ringen, Mich zu zwingen. Zu dir will ich allein, Gott, mein Gemüthe ſchwingen. 5. Dir will ich trauen fort und fort, Dich ſürchten, lieben, ehren, Dir dan⸗ ken, dienen und dein Wort Mit An⸗ dacht fleißig hören; Den Nächſten lie⸗ ben gleich als mich, Den Obern Folge geben, Feienlic leben, Mich halten mäßiglich In Ehrbarkeit daneben. 6. Den Armen auch ſoll meine Hand Sein mildreich aufgeſchloſſen, Das Unrecht ſei von mir verbannt, Die Falſchheit ausgeſtoßen; Verleum⸗ dung, Lugen, Trug ſoll mir Aus Mund und Herzen weichen Sammt den Seu⸗ chen Der ſchnöden Luſt⸗Begier; Durch dich kann ichs erreichen. 7. Durch deinen guten Geiſt kannſt du Mein hart Gemüth bald beugen Und mir den Weg zur Tugend zu, O weiſer Gott, leicht zeigen. Ich mache mit dir einen Bund: Dein will ich ſein und bleiben, Mich verſchreiben Mit Herzen, Hand und Mund, An dich allein zu gläuben. „8. Du aber ſollſt mein Vater ſein, Acht haben auf mein Beten, Mich, als dein Kind, in Noth und Pein An Leib und Seel vertreten: Mein Herze dir nur ſchicken zu, Daß ich tets an dir klebe, Nach dir ſtrebe Und bis ich geh zur Ruh, In Buße criſtlich lebe. 9. Mein Heiland Jeſus Chriſtus hat Dieß Buͤndniß ſchon vollzogen, Mein Beiſtand und mein Advokat; Drum werd ich nicht betrogen. Ein mwiefach Siegel hängt zumal Daran, Buß⸗Lieder. 977 daß ich dir traue Und drauf baue, Die Tauf und Abendmahl; Trotz dem, der drüber ſchnaube! 10. Wohlan, weil denn in deinen Schutz Ich dir mich hab ergeben, So will ich von dir alles Guts Verſehen mich und leben Vor dir wie ein ge⸗ treuer Knecht: So wirſt du mich zum Erben Nach dem Sterben Einſetzen, laß dieß Recht Mich bald aus Gnad ererben! Aeugſtliche Klagen eines Buß⸗ fertigen. Mel. O Traurigkeit, a Herzeleid. 1608 9 An ſt und Leid, O — ₰ Traurigkeit, Die ich jetzt muß empfinden, Diejetzt mein Ge⸗ wiſſen nagt Wegen meiner Sünden! 2. O Furcht und Graus, Das Höl⸗ len⸗Haus, Darnach ich pfleg zu rin⸗ gen, Hat den Rachen aufgeſperrt Und will mich verſchlingen. 3. O Ach und Weh, O Schreckens⸗ See, Wo ſoll ich mich verſtecken? Ach, raß doch die tiefſte Gruft Möchtemich bedecken! 4. Der Erden Saum hat keinen Raum, Drin ich kann ſicher bleiben; Meine Bosheit will mich ganz In den Abgrund treiben. 5. Wie werd ich dort So ſtrenge Wort Vor Gottes Richtſtuhl hören, Weil ich mich des Fleiſches Luſt Laß hier ſo bethören. 6. O Gottes Sohn, Du Gnaden⸗ Thron, Ich flieh in deine Wunden, Drin hab ich auch jederzeit Ruh und Rettung funden. 7. Dein heilig Blut, Das mir zu Gut Am Kreuze ward vergoſſen, Iſt ein Brunn, daraus das Heil Kommt auf mich gefloſſen. 1 8. Darum, mein Heil, Laß mich jetzt Theil An deinem Gunugthun haben; Meine Sünde werd hinfort In dein Grab begraben. 9. O treuer Hirt! Wenn Satan wird Mein Ueppigkeit verklagen, So 62 978 Buß „Lieder. ſtill ihn durch dein Verdienſt, Sonſt ſündigt dir; Aber ſei doch gnädig mir müßt ich verzagen. Joh. Franck, g. 1 18, ſt. 1677. Gott vorgehaltene eigene Worte der Gnade für Sünder. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1609 9 du Schöpfer aller ꝛ Dinge, Höre, höre mein Gebet, Das ich jetzo vor dich bringe, Weil mein Herz in Aengſten ſteht. Meine Sünden ängſten mich, Darum komm ich auch vor dich Und bekenne meine Sünden: Ach, Herr, laß mich Gnade finden! 2. Weil du heißeſt Alle kommen, Die beladen ſind, zu dir, Bin ich auch nicht ausgenommen, Noch gewieſen von der Thür Der Genaden, ſondern du Willſt und wirſt mich noch dazu Von den Sünden, die mich drücken, Ganz ent⸗ binden und erquicken. 3. Dein Wort bleibet ungebrochen, Das du einmal haſt geredt; Nun haſt du, o Gott, geſprochen; Such mein Antlitz im Gebet! Darum komm ich auch vor dich Und dein Antlitz, ach, laß mich Bei dir Troſt und Gnade finden, Sprich mich los von meinen Sünden! 4. Sieh die Handſchrift, die ich gebe Hier in deine Händ, o Gott, Denn du ſprichſt: So wahr ich lebe, Ich will nicht des Sünders Tod, Sondern daß er ſich bekehr Von den Sünden und begehr, Ewiglich mit mir zu leben, So will ich ihm Alls vergeben. 5. Nun wohlan, du wirſt nicht lü⸗ Nen Ich halt mich an deine Wort; Will darauf in Demuth biegen Meine Knie an dieſem Ort Und bekennen meine Sünd: Ich bin das verlorne Kind, Das, vom Teufel oftverblendet, Deine Güter hat verſchwendet. 6. Weiter will ich Nichts mehr ſa⸗ gen Und allein an meine Bruſt Mit dem armen Zöllner ſchlagen: Gott, es iſt dir wohl bewußt, Daß ich hab ge⸗ Fall ich dir in deine Arme, Ach, Hen meiner dich erbarme! V V 7. Ich verleugne nicht die Su Ich verleugne nicht e u laß mich Gnade finden, Trage, Hen mit mir Geduld; Alles, was ichſcul dig bin, Will ich zahlen, nimm nu hin Die Bezahlung meines Bürga, Der ſich ließ für mich erwürgen! 8. Nun, o Vater aller Gnaden. Siehe deſſen Leiden an; Denn er hat erſetzt den Schaden, Er hat für mich gnug gethan, Durch ihn bin ich gan erlöſt, Deſſen ich mich jetzo tröſt, Wei in ſeinen tiefen Wunden Ich um Freud und Ruh gefunden. 9. Ich will auch hierauf geniezen Chriſti wahren Leib und Blut, Me⸗ ner Seele und Gewiſſen Zur Erzut kung und zu Gut, Gib, daß würdigii genieß, Jeſu, dich und ſchmech, ni ſüß Und wie freundlich du biſt denan Die ſich nach dir herzlich ſehnen. Heinr. Caliſius, g. 1633, ſ 1668. Kurze Beichte. Mel. Wenn wir in höchſten Röthen 1610 frommerund getrene — Gott, Ich hah gebro⸗ chen dein Gebot Und ſehr gefündigt wider dich: Das iſt mir leid und reimn mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gett Nicht haſt Gefalln an meinem dad Und iſt dein herzliches Begehrn, diß ich mich ſoll zu dir bekehrn: 3. Auf dieß Wort, lieber Vater fromm, Ich armer Sünder zu de komm Und bitt dich durch den bite Tod Und heilige fünf Wunden u 4. Deins lieben Sohnes Jeſubhr Der mir zu Gut Menſch worden 3 Laß deine Gnad und Gütigkeit Mir gelten, denn Gerechtigkeitt 5. Verſchon, o Herr, laß deinehud Zudecken alle meine Schuld! Se verd R lmähd Talaune it 2 ne— 1 in 2in nichtde 19 pill auch hieu. Äihren Geb und h le 1 1 Sach dir henih i Heint. Caliſiu h lin. Kurze beitht. eenn vir in lötſu n 4 fwomnaup e I. J Gott Jüäre 2: Das itmri laber du, Fun tGefaln an um ein herjiche⸗ r oll zu dir bäin AM ich arm verlornes Kind Ledig und dos all meiner Sünd.— 6. Ich will, o Herr, nach deinem Wort Mich beſſern, leben fromm hin⸗ fort, Damit ich mög nach dieſer Zeit Gelangen zu der Seligkeit. Barth. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1598. Luc. 18, v. 19. Mel. Durch Adams Fall iſt ganz. 1611 9 Gott voll Gnad und D Gütigkeit, Mein Gott, echör mein Flehen, Gedenk an dein Barmherzigkeit, Laß dirs zu Herzen gehen; Ich ſteck in Noth, Sünd, Höll und Tod Will meine Seel verſchlin⸗ en; Eröffne mir die Gnaden⸗Thür dr mein Gebet durchdringen! 2. Ich muß geſtehn, ich bins nicht warch, Nein Augen aufzuheben, Ich muß mich ſchämen und die Erd An⸗ ſehn mit Furcht und Beben; Weil ich vielmal, Ja ohne Zahl, In mei⸗ nem ganzen Leben Nicht recht ge⸗ than, Der breiten Bahn Voll Sün⸗ den mich ergeben. 3. Ach Gott, mein Gott, du höch⸗ ſtes Gut, Du Brunnquell aller Gna⸗ den, Jetzt flieht zu dir Herz, Sinn und Muth Mühſelig und beladen; Sucht deine Gnad, Die früh und ſdat Noch Allen offen ſtehet; Eröffne mir Die Gnaden⸗Thür, Eh Geiſt ganz vergehet! mein 4 Ach, ſei mir gnädig, weil dein Sohn Auch meine Sünd getragen; Hif mir durch dieſen Gnaden⸗Thron, Du wirſt mirs nicht verſagen; Sein tzeures Blut, Mein höchſtes Gut, ja rein von Sünden; Lace nch Hilf lich, A Ethöre mich, Hilf gnädiglich, Ach, iaß mich Gnade finden! 5. Gott Lob, mein Herz empfindet in Aus deinem Wort das Leben; ge ſeh daß mir des Himmels⸗Thron ſchon Rein Neihs hat gegeben. Mein Gott, regier All mein Begier, Den rechten deg mir weiſe, Gib Frömmigkeit, Be⸗ igkeit, Daß ich dich ewig preiſe. D. Joh. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. Buß⸗ Lieder. Gott vorgehaltenes Verdienſt Chriſti, aus dem Auguſtino. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich. 684* Herr, mein Gott, ich 1612. 9 habe dich Durch mich erzürnen können. Wie ich verſöhne dich und mich, Kann ich mir nicht ausſinnen. Doch tröſtet mich, dein liebſtes Kind, An dem man nichts Sündhaftges findt, Iſt mein Erlöſer worden. 2. Vom Himmel iſt er williglich Auf Erden zu mir kommen Und hat aus großer Lieb an ſich Mein Fleiſch und Blut genommen, daß er mich mache recht geſund, Der ich durch Sünde bin verwundt Und dich zum Zorn bewogen. 3. Dich hat ein Menſch zum Zorn bewegt, Dich muß ein Menſch ver⸗ ſöhnen Durch ſein Kreuz, das er wil⸗ lig trägt, Und deinen Grimm ableh⸗ nen. Zu deiner Rechten zeigt er dir Jetzt immerdar, wie er ſich mir Mit reundſchaft hat verbunden. 4. Ach, das iſt meine Zuverſicht, Dieß iſt mein ganz Vertrauen; So du, gerechter Gott, mich nicht In Sün⸗ den willſt anſchauen, So ſiehe mich in Gnaden an: Dein Sohn hat gnug für nnich gethan Und meine Schuld gebüßet. 5. Nimm wahr, o Vater, deinen Sohn, Sei gnädig deinem Knechte. Er iſt mein Schild und Gnaden⸗Thron, Straf nicht aus ſtrenzem Rechte. Wenn du ſiehſt ſeine Nägel⸗Maal, Laß meine Sünden ohne Zahl Allda verborgen bleiben! 6. Beſchaueſt du ſein Blut ſo roth, Das von ihm iſt gefloſſen, Dann waſch ab meine Sünd und Noth, Er hats für mich vergoſſen. Weil dich das Fleiſch erzürnet hat, So laß dich auch das Fleiſch zur Gnad Hinwie⸗ derum bewegen. 7. Groß iſt es, was ich oft und viel Durch Miſſethat verſchuldet: Jedoch ich nicht verzagen will, Weil Chriſtus 62* hat erduldet Gehorſamlich den bittern Tod Und mir dadurch, o treuer Gott, Die Seligkeit erworben. 4 8. Groß iſt mein Ungerechtigkeit, Die deinen Zorn erwecket. Sein Un⸗ ſchuld iſt das breite Kleid, Damit ſie wird bedecket; Kein Menſch ſo große Sünde findt, Die nicht durch Chriſti Tod verſchwindt, Der unſer Bruder worden. 9. Wer iſt ſo ſehr in aller Welt Durch Hoffart aufgeſchwellet, Den Chriſti Niedrigung nicht fällt, Wenn er ſie vor ſich ſtellet? Des Todes Macht ſo groß iſt nicht, Der bittre Kreuz⸗Tod ſie zerbricht, Den Gottes Sohn erlitten. 40. Ja, wenn man Chriſti Gnad und Huld Und aller Menſchen Sün⸗ den Auf gleiche Wage legen ſollt, Es würde ſich befinden Ein ſolcher großer Unterſchied, Als zwiſchen Tag⸗ und Nachtes⸗Zeit, Als zwiſchen Höll und Himmel. 11. Darum, o du liebreicher Gott, Deß Gnade nicht ſu gründen, Durch deines Sohnes Blut und Tod Ver⸗ gib mir meine Sünden. Laß durch ſein Unſchuld meine Schuld Und durch Geduld mein Ungeduld Getil⸗ get gänzlich werden. 12. Gib ſeine Demuth mir zum Schutz, Als die vor Stolz behütet. Die Sanftmuth tilge meinen Trutz, Wenn er mit Feindſchaft wüthet; Er ſei mir Alles, was ich bdarf, So wird kein Urtheil ſein ſo ſcharf, Das mich verdammen möchte. Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Der Kinder Ergreifung Chriſti als unſers Altars. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich. 1 61 3 9 Meſu, mein Verſöhn⸗ *** Altar, Ich komm zu dir geſchritten, Nimm meine heißen Seufzer wahr, Erhör mein armes Bitten. Ich habe Straf und Tod verſchuldt, Ach, trage doch mit mir Geduld, Du haſt für mich gelitten! Buß⸗Lieder. beſchämt, Weswegen ſich mein 2. Den Eltern hab ich nicht Was dein Gebot gelehret, ilahm gar nicht rühmen kann, Daß ich ſe recht geehret. Ich hab ihr Angeſiht Herze grämt Und ſchon ſein Urtheil hi 3. Der Hochmuth wohnet llhes Ich trachte gern nach eitler gi Viel Stolz iſt hier venhanden de wollte gern was Rechtes ſein, 4 ſeh ich nun zu meiner Pein: Ich lieg 2 Sündeiwanden ß4. O Jeſu, löſe du mich auf, Du biſt für mich gebunden; Zu df a mein betrübter Lauf, Ich ſink in deine Wunden; Ich ſuche deinen Seite⸗ Stich, O, mein Altar, ich faſſe di So wird die Ruh gefunden. 5. Du wurdeſt uns zu Gut ve⸗ acht, Geſchimpfet und geſchänder Dadurch haſt du uns frei gematt Und Ehre zugewendet. Ach, hilf m doch durch deine Schmach Und laß mir Schuld und Strafe nach, Daß ſich mein Kummer endet! M. J. Neunherz, g. 1653 6, 1137. Zuflucht einer gläubigen Seelt in Chriſto. Mel. O Gott, du frommer. 1614. S harete Laß deine Lieb und Kraft GEffülen mein Gemüthe; Ich weiß ſonſt keinen Troſt Auf dieſer ganzen Wel, Wo ſich nicht deine Gnad Mir Arnen zugeſellt! 2. Betrübt iſt mir mein Her Von wegen meiner Sünde, Die ichmit rau⸗ rigkeit Und tiefſter Reu empfinde. 0, wie hat doch der Gift, Der auf u iſt geerbt, Aufs Allergründlichſte Uns durch und durch verderbt! 3. Wie oft hat mir dein Wort N Böſe unterſaget Und mein Geviſ mich In Aengſten angeklaget! 4 oft hat mich dein Wort Bald ſo, ba ſo geſchrectt Und mein erderben mir Im Grunde aufgedeckt! mir, Nach Ruhm hab ich geſtanden; nich Verd Die wich 0 Zerr du! jinpfet ud git Sätt du uns 3 a cugewendet. Ah, 1 9 ummer endet 1.J Neunhen i d aeeiner glitbingt in Chriſl. ☛ O Gott d fuumn 1 Hnnn 8 8 * Leh und ami tie the, Jch we eiſe 1e dieſer gane R = deine Gmd Wimn 1“ itt it mir nadt dn let Sünde dünd u * d teſer Rumft 3 Troch der Gin d 1 Nuſs Alagin — duch Näa, . oſthat nirdi 1 ſage Umd nin — Aengſten m 3 ich dein Vota 5 — — K = 4 1 dt * — Irunde V ) In tlr — hun ſdt Und um „Doch bleib ich immer noch In vrim hl liegen Und kann nicht über mich und meine Sünde ſiegen; Mich ſchließet ihre Macht In ihre Feſſeln ein; Ich muß ein Sclav der 8 Und meines Fleiſches ſein. 5. O Jeſu, der du haſt Die Finſter⸗ niß der Höllen Durch Blut und Tod beſiegt, Du kannſt die Feinde fällen, Die jetzo wider mich Und meine Seele ſtehn; Sprich nur Ein Wort, ſo muß Ihr Trotz und Macht vergehn. 6. Ach, laß mir offen ſtehn Die Duellen deiner Wunden, Dadurch hab ich doch ſchon Die Sünden über⸗ wunden. Dem Vater bin ich ja Durch dich ſchon ausgeſöhnt, Daß mich nun ſeine Gnad Durch dein Verdienſt bekrönt. 7. Dieß glaub ich, fühl ich ſchon Die Menge meiner Sünden, Drückt mich gleich ihre Laſt, Muß ich gleich Zorn empfinden, So weiß ich doch, du haſt Schon ſolchen Zorn geſtillt, Der Sünden Macht zerſtört und das Geſetz erfüllt, 8. Ich wende mich zu dir, Der du mich kannſt erquicken, Läßt du mich deine Huld und Freundlichkeit erblik⸗ ien, So weicht die Unruh weg, Der Sünden Macht zerbricht, Ich finde Fried und Ruh In deinem Angeſicht. 9. Nun du, mein Heiland, du Kannſt mich doch nicht verlaſſen, Da meine Glaubens⸗Arm Dich ſuchen zu um⸗ faſſen, Schließ ewig mich in dich Und deine Liebe ein; Dein will ich hier und dort Und keines Andern ſein. J. F. Ruopp, ſt. 1708. Luc. 18, v. 13. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. — König, deſſen Majeſtät 1615. 9 weit über Alles ſtei⸗ get, Dem Erd und Meer zu Dienſte ſteht, Vor dem die Welt ſich neiget: Der Himmel iſt dein helles Kleid, Du biſt voll Macht und Herrlichkeit, Sehr Buß⸗Lieder. roß und wunderthätig! Ich armer Wurm vermag Nichts mehr, Als daß ich ruf zu deiner Ehr: Gott, ſei mir Sünder gnädig! 2. Hier ſteh ich, wie der Zöllner that, Beſchämet und von ferne; Ich ſuche deine Hilf und Gnad, O Herr, von Herzen gerne; Doch weil ich voller Fehler bin Und, wo ich mich nur wende hin, Beſchmutzet und unfläthig, So ſchlag ich nieder mein Geſicht Vor dir du reines Himmels⸗Licht: Gott ſei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir be⸗ wußt, Durchängſten mein Gewiſſen; Drum ſchlag ich reui an die Bruſt Und will von Herzen büßen. Ich bin, o Vater, ja nicht werth, Daß ich noch wandle auf der Erd; Doch weil du winkſt, ſo bete ich Mit ganz zer⸗ knirſchtem bangen Geiſt, Der gleich⸗ wohl dich noch Abba heißt: Gott ſei mir Sünder gnädig! 4. Mein Abba, ſchaue Jeſum an, Den Gnaden⸗Thron der Sünder, Der für die Welt genug gethan, Durch den wir Gottes Kinder Im gläubi⸗ gen Vertrauen ſind: Der iſts, bei dem ich Ruhe find; Sein Herz iſt ja gutthätig. Ich faſſe ihn und laß ihn nicht, Bis Gottes Herz mitleidig bricht: Gott ſei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein Herz und Sinn In dieſem ganzen Leben: Du biſt mein Gott, und was ich bin, Bleibt ewig dir ergeben. Ach, heilige mich ganz und gar, Laß meinen Glauben immerdar Sein durch die Liebe thä⸗ tig, Und will es nicht fort, wie es ſoll, So ruf ich, wie mein Herz iſt voll: Gott, ſei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade; Mir geh es gleich bös oder gut, Gib nur, daß es nicht ſchade. Kommt denn das letzte Stündlein an, So ſei mir auf der Todes⸗Bahn, Mein Jeſu ſelbſt beiräthig, Und wenn ich nicht mehr ſprechen kann, So nimm den 98² letzten Seufzer an: Gott, ſei mir Sün⸗ der gnädig! —. Val. Ernſt Löſcher, g. 1672, ſt. 1749. Errette deine Seele! 1 Moſ. 19, v. 17. Mel. Auch Eott, vom Himmel ſieh. 1616„— Menſch, bedenke, wo du biſt Und wie es um dich ſtehet: Sieh, wie die Welt ein Sodom iſt, Schau, wie es in ihr gehet: Sie iſt ein großes Sünden⸗ Haus, Ach, geh von ihren Gräueln aus. Errette deine Seele! 2. Die alte Schlange geht herum, Sie ſucht dich zu verſchlingen Und von dem wahren Chriſtenthum In Sünden⸗Noth zu brin gen. Sie hat ſchon Manchen umgebracht; Drum nimm dich ja ſehr wohl in Acht, Er⸗ rette meine Seele. 3. Es reißen große Laſter ein, Man lebt in Aergerniſſen, Des Sodoms Sünden ſind gemein, Man macht ſich kein Gewiſſen. Man bleibt in ſtolzer Sicherheit; Drum iſt die Strafe nicht mehr weit, Errette deine Seele! 4. Wiewohl es würde Niemand ſich⸗ Und ſeine Seel erretten, Wenn wir, herzliebſter Jeſu, dich Nicht zum Er⸗ retter hätten. Du biſt, der uns er⸗ retten kann, O Menſch, nimm den Erretter an Und rette deine Seele! 5, Ach, höre fleißig Gottes Wort Und laß es in dir bleiben, So wächſt der Glaube fort und fort, So kann dein Heil bekleiben, Doch weil der Satan Tag und Nacht Das Wort dir zu entführen tracht, So rette deine Seele! 6. Ach, eile doch und ſiehe nicht Nach ſchnöder Luſt zurücke, Denn was die böſe Luſt verſpricht, Das ſind nur eitle Blicke. Laß fahren, was dich hindern kann Und tritt den Weg ge⸗ duldig an, Errette deine Seele! 7. Ach liebſter Jeſu, gehe mir Doch niemals von der Seite; Ich finde Buß⸗Lieder. ja nur blos an dir Mein ſichere Geleite. Ach, reiß nich eüne Sünde weg Und führe mich den rech⸗ ten Steg, O, rette meine Seelel Georg Püſh. Klage über die Sünde⸗ In eigener Melodie. 16 17. Sünden⸗Luſt,oſchwae * Centner⸗Bürde, We drückeſt du mein abgemattet Herz,Ac, daß mein Aug jetzt doch ein Brun⸗ quell würde Und weinte ſatt oh mer⸗ ner Seelen Schmerz! Die Sünden haben mich und meinen Gott gener⸗ net, Ich bin von Gott und Hin fern. Der Höllen⸗Schlund, auf d ich losgerennet, Will gegen mich dn Rachen jetzt aufſperrn. 2. Erwache doch, mein eingemun Gewiſſen, Beſinne dich, mein wel verliebter Geiſt; Laß, blindes Aug⸗ jetzt deine Thränen fließen, Schau, wie ſich dort dein zornger Schähfer weiſt! Bei, um und neben di hat Satans Heer die Stelle, Well Gatt und Engel du betrübt;, Du bif in Kind des Todes und der Hule⸗ Schau, dieſes heißt, ſich in die Wei verliebt. 3, Brich, ſündig Herz, reiß duch, gekränkte Seele, Und ſtell dich der den Spiegel der Gebot; Erkennſtd nun die Feur⸗ und Schwefel⸗Hüll⸗ Da dich erwartet Qual und enger Tod? Dies iſts, wornach du ha be Tag und Nacht gerungen, Hier fitſt du deiner Werke Lohn, Schau dut den Ort, nach dem du dich gedrar⸗ en, Für Geld kommt Gluth, fit Ehre, Schmach und Hohn. 4. Kein Hügel wird vor Gottes gon dich decken! Denn ſeine Hand verſegt der Berge Höh; Wo wilt du dh vor ſeinem Grimm verſtecken, Da nicht ſein Pfeil durch Mark und Aden geh? Getroſt, betrübter Menſch a Mittel wird noch funden, Verzag —= —— —— — Werke Lohn, Ihh — znen Sünden nicht: Thu Buß und auch in deines Heilands Wunden, Sprich nur ſo viel, als dort der Zöll⸗ icht.. ner ſrich komm, o Herr, weil ich dein Port gehöret: Kommt her zu Herr, verſtoß mich nicht! Hat mich gleich Sünd und Finſterniß bethöret, So ſuc 1 du Licht von Licht! Biſt du der Herr, der Arzt, ſo heile meinen Scha⸗ der; Ich unterwerf mich deiner Cur; Nur brauche hier das Oele deiner Gnaden Und tödte nicht dein arme reatur. 3 6. Ich trete hier zu den durchbohr⸗ ten Füßen Und lege mich in die ge⸗ ſpaltne Seit, Die Thränen ſolln zu deinem Blute fließen, O Herr, waſch ab die Sünden meiner Zeit: Durch⸗ ſtreich die böſe Schuld mit deinem theuren Blute Und ſtelle mich dem Vater für: Wie ſollt es ſein, daß er mir zürnen könnte, Wenn ich erſchein in deiner Unſchuld Zier! 7. Ich will dir, Herr, hinfort mein Herze weihen, Hier ſoll die Welt und Satan Fremdling ſein: Du wollſt mir nur des Geiſtes Flügel leihen, Die meinen Sinn ſtets lenken him⸗ melein, Daß Fleiſch und Sünde mich aufs Neue nicht berücken Und führen von der rechten Bahn; Der Lob⸗ Spruch ſoll ſtets deinen Altar ſchmük⸗ len: Herr, ſei gepreiſt, du nimmſt die Sünder an! Dan. v. Czepko, g. 1606, ſt. 1660. Klage über die Sünde. Mel. Ach Gott vom Himmel ſieh. 1618 Sünde, Sünde wie 1* haſt du Mich armes Kind verführet! Ich finde weder Raſt noch Ruh, Mein Herz ſich ſelbſt ver⸗ lieret. Ich hab erzürnet meinen Gott, 9 Weh der Angſt, o Weh der Noth! Wo ſoll ich Armer bleiben? 2. Es iſt wohl keine Bosheit nicht, Der ich nicht nachgegangen; Das Buß⸗Lieder. ch ich jetzt dich, o W 983 Finſtre wählt ich für das Licht Und ließ mich von der Schlangen, Dem Sa⸗ tan, leiten und vergaß, der Laſter Knecht ohn Unterlaß, Des Herren, meines Gottes. 3. Ich fühlte oftmals Gottes Trieb, Von Laſtern abzuſtehen; Dennoch ich immer frecher blieb, Auf Sünden⸗ eg zu gehen, Verließ mich auf Barmherzigkeit Und brauchte weidlich dieſe Zeit Und meines Fleiſches Lüſte. 4. Nun mein Gewiſſen in mir wacht Und mich ſo hart anklaget Steh ich und endlich recht betracht, Wie gottlos ichs gewaget. Nun ſeh ich mit Erſtaunen an, Daß Keiner mir jetzt helfen kann, Der mich zuvor verleitet. 5. Ich werd auch in der Hölle Feur Ein Brandholz müſſen werden; Denn meiner Sünden Ungeheur Streit wider mich auf Erden. Ach arme Seel, ach armer Geiſt! Ach armer Leib! Wer nun entreißt Uns dieſen Höllen⸗Qualen? 6. Ich darf wohl meiner Augen Licht Kaum zu dem Himmel wenden Und habe auch das Herze nicht, Ge⸗ bet hinauf zu ſenden; So hab ich meinen Gott veracht Und mich un⸗ würdig ſelbſt gemacht, Ach Weh mir armen Sünder! 7. Den Gott, der mich ſo ſehr ge⸗ liebt Und tauſeud Gunſt erzeiget, Hab ich Verfluchter hart betrübt; Sollt er auch ſein geneiget Der Creatur, die ſo wie ich Muthwillig und ganz fre⸗ ventlich Unzählbar ihn verletzet? 8. Ach ja, ich weiß, daß ſeine Güt Erbarmungsvolle Blicke Auf ein ge⸗ ängſtetes Gemüth Von ſeinem Him⸗ mel ſchicke. Ich weiß, daß er Nie⸗ mand verſtößt, Der mit dem rothen Blut erlöſt Des Heilands Jeſu Chriſti. 9. Den größten Sündern ruft er zu, Daß ſie in Jeſu Wunden Ver⸗ langte Gnad und Himmels⸗Ruh Durch Reu und Leid gefunden: Kommt, ſpricht er, Alle, die ihr ſeid Beladen, 2 3 4 1—* 8—. 8 L — 8 4 8—— 2 4 1 8—— 85 —* 5—— 1— 4 ——— .—— 4— 8— 3 * 5 —— 5 3 ———— .— 4— —— 4—— — 984 her, hier iſt bereit, Der eure Schul⸗ den trage. 10. Deß tröſt ich mich und gehe fort Zu Jeſu, meinem Retter, Ach, Jeſu ſei ans Himmels Port Mein gnädiger Vertreter! Bedenk, daß ich dein Schäflein bin, Das war verlorn, darum dein Sinn Und Herz ſo hoch braeh Jeſu ſuch und ſinde mic 11. Herr Jeſu, ſuch und finde mich, Der ich ſo lang verloren; Es hat dein Vater ja drum dich Von Ewig⸗ keit erkoren, Zu ſein der armen Sün⸗ der Heil; Ach Herr, mein Hort, ach, zu mir eil, Eh ich ſterb und verderbe! 12. Ich glaub in meinem Jammer⸗ Leid, Du werdeſt mich nicht laſſen Und mir dein heilig Purpur⸗Kleid Auch geben zu umfaſſen. So wird mein Blöße wohl verhüllt Und dei⸗ nes Vaters Zorn geſtillt, Der mich ſonſt würd aufreiben. 13. O Jeſu, Jeſu, mein gedenk Um deiner Marter willen Und mir der Sünden⸗Ablaß ſchenk; Und hilf mir zu erfüllen Hinfort was du an deinem Knecht Erforderſt in dem heil⸗ 2 Mecht⸗ Durch deines Geiſtes Bei⸗ ſtand. 14. So ſag ich allen Sünden ab In deiner Kraft und werde Getreu dir ſein, bis in das Grab Ich geh und in die Erde, Und dermaleinſt Durch dich allein Ein Bürger in dem Himunel ſein. Das hilf mir, o Herr Jeſu! D. Joh. Ladenius, g. 1636, ſt. 1692. Buß⸗Seufzer zu den drei gött⸗ lichen Perſonen. Mel. Ach Gott, im Himmel. 1619 0 Vater der Barmher⸗ *☛ zigkeit, Ich falle dir zu Fuße: Verſtoß den nicht, der zu dir ſchreit Und thut noch endlich Buße! Was ich begangen wider dich, Ver⸗ zeih mir Alles gnädiglich Durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wun⸗ Buß⸗ Lieder. quälet; Durch deine Weisheit he Rath, Worinnen mirs whetſgeß Gib Willen, Mittel, Kraſt und Stin Daß ich mit dir all meine Werk An⸗ fange und vollende. 3. O Jeſu Chriſte, der du haſt Am Kreuze für mich Armen Getragen aller Sünden Laſt, Wollſt meinen dich erbarmen! O wahrer Gott, o Da vids Sohn, Erbarm dich mein un mein verſchon: Sieh an mein kläg⸗ lich Rufen! 4. Laß deiner Wunden theures Blut, Dein Todes⸗Pein und Sterben Mir kommen kräftiglich zu Gut, Daß ich nicht muß verderben; Bitt duden Vater, daß er mir Im Zorn nicht lohne nach Gebühr, Wie ich es hah verſchuldet. 5. O heilger Geiſt, du wahres Licht Regierer der Gedanken, Wenn mit der Sünden Luſt anficht, Laß mit von dir nicht wanken; Verleih, daß nun und nimmermehr Begierd na Wolluſt, Geld und Ehr In meinen Herzen herrſche! 6. Und wenn mein Stündlein ion⸗ men iſt, So hilf mir treulich kängfen, Daß ich des Satans Trotz und Af Durch Chriſti Sieg mög dämgfen, Auf daß mir Krankheit, Angſt und Noth Und dann der letzte Feind, der Tod, Nur ſei die Thür zum Leben. Dav. Denicke, g. 1603, ſt. 1680. Vuß⸗Wecker. Mel. An Waſſerflüſſen Babylon. 2 wüſter Sünder, denſt 1620. 9 iiee Was den verruchtes Leben In jenem groſen Welt⸗Gericht Für Lohn dir werde geben? Gedenkſt du nicht in deinen Muth An Gottes Zorn und ſeine Ruth, Damit er grimmig dräuet Den Sündern, die im tollen Sinn Gele⸗ bet und von Anbeginn Vor ihm ſich nicht geſcheuet? 2. Vergiſſeſt du der Höllen⸗Glul Darin die Teufel wohnen Und dei⸗ der⸗That Nimm von mir, was mich ner mit viel Graus und Wuth Nicht petden fit br din Le ethalt de fti diſt ge wid ſt 3 G dd nicht ſo güüle Knecht nct auf,( Sünde verirrt 1 naie dr d 4 7 mheiner Vu r käftigähugn Pverderben, 1 — er mir N 3 ſe ih 6 A eerGeſt,uwa *. Gedank,. — — — t wanken, Letth Smmermehr Geyct d un Ehr Pn⸗ dä chel Nenn mein Std „Satans Inm dih mirvaltes Oſi ei 8 — ſti Sieg mä dn dir Krantheit Aun rrann der lzte pi ari die Thür zmla. Dav. Denick, g.hl Juß⸗Weckr. — Vaſerflüſen hſe 3 wüſtersin V d rih Wi ¹ eben In jenen m =t Für Lohn Ng J enkſt du rictune E Gotts gem ſt Jiter grinni tn riie in tolen kn 1Anbegim inih Sutk, 4 eſt du Ain deufel wohlen Graus und 1 1. werden künftig ſchonen? Von Ewig⸗ kit brennt dort das Feur, Darin dein Leib, das Ungeheur, Der Auf⸗ enthalt der Sünden, Die arme Seel, der friſche Geiſt, Der jetzt ſo manche Luſt geneußt, Ihr Ach und Weh ird ſinden.— nid ſncdene dich ſelbſt über dich Und deine arme Seele, Damit ſie nicht ſo grauſam ſich, In jenem Feuer guäle. Gedenke doch, du Sünden⸗ Knecht, daß Gott allwiſſend und ge⸗ recht Und deine Laſter zähle; Auf, auf, ermuntre dich mit Fleiß, Die Sünden⸗Netze bald zerreiß, Du arm verirrte Seele! 4. Gib gute Nacht der Citelkeit Und ihrem wüſten Weſen, Vergiß der vor⸗ gen Sünden⸗Zeit Und ſuche dein Ge⸗ neſen In wahrer Buß ohn Heuche⸗ ei, Ohn Falſchheit und ohn Trüge⸗ rei, nach Gottes heilger Lehre; Er⸗ öffne deiner Thränen Bach, Ruf über deine Sünde Ach Und ernſtlich dich bekehre! 5. Noch iſt die heilge Himmels⸗Thür zür deine Buße offen; Es ſtehet auch noch heute dir Was Guts von Gott zu hoffen. Auf, dich zu wah⸗ rer Reu anſchick, Verſäume nicht der Gnade Blick; Noch ſcheint dir deine Sonne: So wird auf deiner Thrä⸗ nen Guß Erfolgen Gottes Gnaden⸗ Fluß Und künftig ewge Wonne. 6. Sprich zu den Sünden insge⸗ mein, Die dich ſo ſehr vergiftet: Kommt bei mir nur nicht weiter ein; Ich hab ein Haus geſtiftet Für Gott in mei⸗ nes Herzens Saal, Entweicht und ſliehet allzumal, Ihr ſchädlichen Ver⸗ täther; Es fliehet meine arme Seel In der Fels⸗Löcher ſüße Höhl, Zu Jeſu, dem Vertreter. 2. Ach Jeſu, ſüßes Gnaden⸗Heil, Du Vater meiner Kinder, Ach, Jeſu, zum Erbarmen eil Für mich betrüb⸗ ten Sünder! Ich komm, ach, komme, nimm mich an, Du großer Gnad⸗ und Wunder⸗Mann, Ich bitte um Erbarmen! Ich weiß, daß noch wird Buß⸗ Lieder. 985 übrig ſein In deinem ſüßen Her⸗ zens⸗Schrein Ein Troſt⸗Blick für mich Armen. 8. Herr Jeſu, Meer der Gütigkeit, Laß deine Gnade fließen Und wie ein Strom in dieſer Zeit Auch auf mich ſich ergießen. Hier ſteh ich elend, blind und bloß, Eröffne mir der Liebe Schooß Und laß mich Gnade finden; Führ auch durch deinen guten Geiſt Mich ſo, daß ich fort allermeiſt Ab⸗ ſterbe allen Sünden. D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1092. Wehmüthiges Klage⸗Lied über die Sünde. Mel. Wer nur den lieben Gott. 162 1 Preßt. ihr mit Angſt be⸗ PklemmtenSinnen, Aus meinen Augen einen Bach Und laſ⸗ ſet tauſend Thränen rinnen! Lauf über, Mund, von Weh und Ach, Und du, mein armes Herze, brich! So ſchmerzt der Sünden Ferſen⸗Stich. 2. Pfeil, der in meinem Herzen ſtecket, Ach, was für Wunden machſt du mir? Trägt Gottes Zorn, der mich erſchrecket, Ein Schwerdt mit zweien Schneiden für? Rauſcht eine Sünd⸗ fluth gar daher? Ach, wer doch nicht ein Sünder wär! 3. Panier der Sünder, Heil der Armen, Auf dich werf ich der Sün⸗ den Laſt. Umfaſſe mich doch mit Er⸗ barmen, Lamm Gottes, das für mich erblaßt! Unſchuldigſter Immanuel, Sei du die Zuflucht meiner Seel! 4. Pein, Noth und Tod haſt du er⸗ duldet, Auch mir zu Gute floß dein Blut. Trugſt du das Kreuz, ich habs verſchuldet; Ergreif ich dich, wird Alles gut. Räum mir nur deine Wunden ein, So werd ich rein von Sünden ſein. 5. Pflanz in mein Herze deine Liebe, Ach, wirf die Sünde ganz hinaus Und leite mich nach deinem Triebe, Laß mich ſein dein geweihtes Haus! Umſchränke mich mit deiner 2 Nacht. So wird mein Lauf recht wohl voll bracht. 6. Pfand, das mir neues Leben ſ gibet, Aus; Feſu Wunden fleußt mein Heil. Troß dem, der mich nunmehr betrübet, Es bleibet mir das beſte Theil! Rafft mich der Tod auch ein⸗ mal hin, ſelig bin. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Phil. 2, v. 13. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 1622. Göaffet eure Seligkeit ꝛ Allezeit mit Jurcht und Zittern! Mein Gott, mache uns bereit, Daß mit heiligem Erſchüttern Dieß Wort als Unſre Herzen rühren mag! 2. Schaffet eure Seligkeit! Ach, das iſt das Allerbeſte; Dieſes bleibt uns nach der Zeit: Sind wir hier doch fremde Gäſte, Werden eilend wegge⸗ rafft, Wenn man noch ſo Vieles ſchafft. 3. Schaffet eure Seligkeit! O, es ſind nicht leichte Werke, O, es iſt ein harter Streit, Und man brauchet Gottes Stärke, Eh man Fleiſch und Blut bezwingt Und zum rechten Le⸗ ben dringt. 4. Schaffet eure Seligkeit! Ach, da Eh der da muß heilge daß das Herz nicht ſetzt es Furcht und S Schrecken, Geiſt ſein Abba ſchreit; Ja, er immer wecken Durch die Gottes⸗Scheu, ſicher ſei. 5. Schaffet eure Seligkeit! Iſt das auch von uns geſchehen? Ach, es feh⸗ let noch gar weit: gel wird man ſehen! O, wie ruchlos it der Sinn! O, wie ſicher geht man hin! 6. Schaffet eure Seligkeit! Hartes Herz, zerfließ in Thränen Wegen dei⸗ ner Sicherheit Und ſei heute unter denen, Die in ihrer Sünden⸗ Recht zerknirſchten Geiſtes ſein! 7. Schaffet eure Seligkeit! Ach, jetzt denk ich an den Bürgen, Der Buß⸗Lieder. ſſelber ließ erwürgen. A heit iſt mir Früchte bringen, D Gnug, daß ich hier ſchon ein Donnareßrag deine dich lehre Zu mir, Herr, und nit mit Was für Män⸗ Geiſt, Schaue doch vom Himmel mi ner armen Kinder, Pein mich von der Schuld befreit Und⸗ ſich an dieſem Heil Hat mei bese 5 ein Glaub ſein Theil. tus 8. Schaffet eure Seligkeit 3. hilf mir ſelber lringen Nen de dn leid⸗ Laß mich beſſe Daß ich meine Chr ſten⸗ Bahn Selig einſ ſt vo leenden d M. Gottlob Adolph, g. 1685, ſt, 114 Wehmüthiges Seufzen um Gnahe Mel. Freu dich ſehr, o meine. 162 3 Rereit ihr Sauia rinnt, ihr d Nach dem Herren, eurem Gott, n mit aller Macht ſchweren Suͤnden⸗ Noth, diei Dam 3 I dan Seel beſchmitzt Und der Hölle ſitzt; Hebt von d tejen Getümmel Euch in Gottes Gnd Himmel! 2. Ach Herr, voll Lieb un n Sin men, Thu doch einen Gnaden⸗T Auf mich ganz verlaſſnen— n mir deinen Troſt zuſchick! Kaim meine Schuld und bitt, m g nd r und Huld d. Sei mir erhore! 3. Schändlich hab ich mißgehnde de Und nach böſer Menſchen Art Un dem Sünden⸗Weg gewandel 1 Laſtern mich gepaart, Ac, ic ungerathnes Kind Endlich nun mit Schmerz empfind, Wie ich dich, me Gott, betrübet, Der du mich ſ cr geliebet! 4. Gleichwohl komm ich, Jatn⸗ wieder Mit zerſchlagnem Sinn nd der Auf den, der ſein Herz Pnnß Der mit wahrer Buß al Ulier Kayt an deine Gnaden⸗Thür: Vater d Höre einen m ßen Sünder! 5. Jeſus hat für mich getrtn de nes Zornes grimmge Jluih, Auch Daß der Hi⸗ ſagt, Er wollte beten, t zu ſehnen A ln he ud! Hell, ündd 6. 4 den, Wid Und z erei auf n Geutt erzig 7. Em Fele e Gnal theu Gut. Gan iges Seujmn m E Fru dich ſh on jizt, heht un he eil Güch in Gets en † 1 710 1 8 1 2 Zu mir, Fn n —₰ 2 ändlich hab ihnigln « büſer Maſtel 2 den⸗Weg gnmt Dn nich gepan. rs Kind Guhnn rempfind, Veihütn rübet, Der unt i iichwohl unn i lit erhlagnn d 9 „Paue doch vnjn n R den, derſ ihlnn wahrer i dn „ Gnaden⸗Thür dn 7 In Ander, hire 1 3 * zn heiße Gluth Mich nicht brenne P heßeehe Höre ihn doch, lieber Herr, Und erzeige deinem Knechte Gnab und Liebe vor dem Rechte! 6. Nur Ein Tröpflein deiner Gna⸗ den, Deiner Lieb und deiner Huld Wird gnug ſein für meinen Schaden Und zu Zahlung meiner Schuld; Ach, liebreiches Vater⸗Herz, Schaue doch auf meinen Schmerz, Laß dich meine Seufzer beugen, Mir Erbarmung zu rzeigen! Asg Sende meiner armen Seelen Eine Himmels⸗Tröſtung zu Aus der Felſen⸗Löcher Höhlen, Daß ich finde Gnad und Ruh; Laß des Heilands theures Blut, Aller Sünder höchſtes Gut, An mir nicht auf dieſer Erden Ganz allein verloren werden! D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1692. Sünder Zuflucht in Jeſu Wnnden. In eigener Melodie. 2 elig ſind die Herzen, 1624. 5 Die in Angſt und Schmerzen Chriſti Wunden küſſen Und darein ſich ſchließen.. 2. Ach, ihr armen Seelen, Flieht zu dieſen Höhlen, Denn darinnen quillet, Was den Jammer ſtillet. 3. Meine beſten Schätze, Drauf ich Hoffnung ſetze, Sind die Blut⸗ Korallen, Die von Jeſu fallen. 4. Ueberfällt mich Schrecken, Jeſus kann mich decken; Fühl ich Schmerz und Beulen, Jeſus kann mich heilen. 5. Er kann mich ins Leben Aus dem Tode heben; Sein unſchuldig Sterben Hilft mir vom Verderben. 6. Liebſter Heiland, ſiehe, Wie viel Angſt und Mühe Mir am Herzen naget Und mich zu dir jaget. 7. Hülle meine Seele In die Wun⸗ den⸗Höhle; Waſche mich von Sünden, Laß mich Ruhe finden! 8. Ewig muß ich leiden Und den Himmel meiden, Wo dein Blut⸗Ver⸗ Buß⸗Lieder. 987 9. Neige deine Wunde Meines Glaubens Munde, Laß doch Herz und Augen Troſt darinnen ſaugen. 10. Träufle, wenn ich ächze Und in Sünden lechze; Will man mich ver⸗ dammen, Löſche Gluth und Flammen. 11. Schreckt mich das Gerichte Und das Zorn⸗Geſichte, So laß mich dein Beten Und dein Blut vertreten. 12. Endlich ſoll ich ſchließen, Ei, ſo laß dich küſſen, Zeige mir die Wun⸗ den In den Todes⸗Stunden. 13. Lege mich drein ſchlafen, Nimm mich d den Schafen, Die nach Angſt und Leiden Jetzt im Himmel weiden. M. Zach. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Bußfertige Demüthigung vor Gott als unſerm Schöpfer. Hiob 14, v. 15. 16. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein. Oder: In bekannter Melodie. 058 ieh, Gott, mein Gott, 1625. auf dein Gemächte, Verwirf nicht deiner Hände Werk, Verbirg die alten Sünden⸗Nächte, Gedenk nicht an den Laſter⸗Berg, An welchem ich von meiner Wiegen Bin immer auf⸗ und abgeſtiegen! 2. Was kann die Welt nicht zu ſich locken? Und was vermag der Teufel nicht? Das ſchwache Fleiſch läßt ſich verſtocken Und folgt dem alten Bö⸗ ſewicht, Der in viel hunderttauſend Fällen Weiß Netz und Stricke auf⸗ zuſtellen. 3. Die arme Seele pflegt zu ge⸗ hen, Wohin ſie ihr Begierde führt: Wie aber will ſie denn beſtehen, Wenn ſie ihr Herzens⸗Richter rührt? OGott, mein Gott, laß hier auf Erden Mir mein Verbrechen ſauer werden! 4. Beängſtige mein hart Gewiſſen, Stell Sünd und Miſſethat mir vor, Vergäll mir alle meine Biſſen, Ver⸗ birg mir aber nicht dein Ohr, Wenn ich auf dieſer Jammer⸗Stufe, O Gott, mein Gott, um Gnade zufe. gießen Mir nicht ſollt zufließen. 5. Leib, Seele, Herz und alle Glie⸗ 988 der Haſt du zuſammen ja gelenkt, wieder T Regier ſie doch aufs Neue Und wenn dein Geiſt mir wird ge⸗ ſchenkt, So laß,* ſonſt bei deinen Kindern, Ihn alle Sünd und Bos⸗ heit hindern. 6. Halt meine Zung im feſten Zü⸗ del Und lege ſelbſt ein Schloß dafür; Schieb vor dir Ohren ſolche Riegel, Daß ſie nicht, nach der Welt Manier, Auf rerler Dinge Hoheit hören Und durch ſich Leib und Seel berhoren⸗ 7. Das Herze zeuch zu deinen Gü⸗ bern Und mach es deiner Liebe voll, Daß, wenn ſchon Satan ſich will wittern, Es wiſſe, wie ſichs halten ſoll; Mein Gott, laß mich nicht, gleich den Narren, Auf Welt und ihr Gepränge harren. 8. Führ mir die Eitelkeit zu Sinne Und zeige mir, wie wohl der ſteht, Wie kräftig ſich verſichern könne Der, ſo auf deinen Wegen geht. her dich in allen ſeinen Sachen Läßt a hen, ſorgen, thun und machen. Erhöre mich um Jeſu willen Un lohne mir nicht mit der Welt, Die ſich durch Ehr und Gut läßt ſtillen; Wend, Herr, mir zu, was dir gefällt, Sei ſtets genädig d einem Knechte Und ſieh, o Gott, Gemächte! Erweckung, die Buße nicht aufzu⸗ ſchieben. 5 6 unſer im Himmelreich. 1 62 3 Uo wahr ich lebe, ſpricht 526. odun Gott, Mir iſt nicht lieb des Sünders Tod; Vielmehr iſt dieß mein Wunſch und Will, Daß ner Bosheit kehre ſich Und lebe mit mir ewiglich. 2. Dieß Wort bedenk, o Menſchen kind, Verzweifle nicht in deiner Sünd! Hier findeſt du Troſt, Heil und Gnad, Die Gott dir zugeſaget hat, Und zwar durch einen theuren Eid. O ſelig, dem die Sünd iſt leid! Vuß⸗Lieder. V 48 wegen Chriſti Zuſagen hat er nicht ge wolt lt, O So du nun ſtirbeſt ohne Bu t. Dar Leib und S Buße beut und auf dein Paul Tſcherning. traf mich nicht in de⸗ 1627.5 Gott, verſchone: Ach, lohne! — daß Loſch ab in d er von Sünden halte ſtill, Von ſei⸗ Stärk mit 3. Doch hüte dich vor Sicherheit Denk nicht: S t noch gute Zeit; 4 will erſt fröhlich ſein auf Erd, Und wann i lebensmüde werd, Aeum will ich bekehren mich: Gott m wohl mein erbarmen ſich. 4. Wahr iſts, Gott iſt zwar ſuts bereit Dem Sünder mit Aemne zigkeit: Doch wer auf Gnade ſünd hin, Fährt fort in ſeinem böſen Sing Und ſeiner Seelen ſelbſt nicht dou Der wird mit Ungnad abgehdnt 5. Gnad hat dir zugeſaget Gott Blut u 8 da bis morgen leben ſollt. ſterben, iſt dir kund, T Daß Ver bor. Todes„Stund. 6. Heut lebſt du, heut bekehr redt Eh morgen kommt, kanns aͤn demnf Wer heut iſt frif ſch, geſund und dnt Iſt morgen krank, ja wohl ga r n 8 N eel dort brenne 1 mun. 7. Hilf, o Herr Jeſu, bilt d un. Daß ich ja komme bald zu dir Und thu den Augenblick, Eh mch der ſchnelle Tod binrüͤch Aun M jederzeit Zu meiner Heim fahrt ſei bereit! Ioh. Heermaun, g. 1585, 1640, In bekaunter Melodi Zorn, Großer laß mich nit ſein verlorn, Nach Verdienſt nit Hat die Sünd Dich entzunde, dem Lamme Deines Grim mes Flamme. 2. Herr, wer Wer dankt in d der Höll aus jener Pein Der r nem d dend im Tode dein en? Rette in an verdammt ten S len, Daß ich dir Für und für Dor an jene m Tage, Großer Gott, G ſage! Vater K Huld mir deine Schw Lan; Troſt mich 4»/ S. Zeig dut 65— 8— —— — 5„— == — — — — — — — ½ 5 — — = — — — 7 4 — — —⁹ L —. — — — — — — — 1 wo herr Jeſu,hi n 1 1. komme bah 6n I d den Augenbü 1 b 1 7 2 Aod himit h dderzeit zu na S ereit M oh. Heermann, lih. der 6. Pfaln. hekannter Nülhi. e. Hr richnit — ren gen er hone A, U Son, Nach Knit die Sünd di a A dem Lunnedir — eein De vedonne di Für un. 3 han 5 76, 1 nir dir lur — Trt n 5 z 5 ⸗ M 99 6 6 err, hab mit mir Geduld, Iau eſund mich machen! Heil die Seel Mit dem Oel Deiner großen Gnaden, Wend ab allen Schaden! 4. Ach, ſieh mein Gebeine an, Wie ie all erſtarren! Meine Seele gar nicht kann Deiner Hilfe harren: Ich verſchmacht, Tag und Nacht Muß mein Lager fließen Von den Thränen⸗ Gäfen.. 5. Ach, ich bin ſo müd und matt Von den ſchweren Plagen; Mein Herz it der Seufzer ſatt, Die nach Hilfe agen. Wie ſo lang Machſt du bang Pagne. ainden Seele In der Schwer⸗ uths⸗Höhle! Vunj Shte ihr Feinde, weicht von mir! Gott erhört mein Beten: Nun⸗ mehr darf ich mit Begier Vor ſein Antlitz treten. Teufel, weich, Hölle, lleuch! Was mich vor gekränket, Hat mir Gott geſchenket. Joh. Georg Albinus, g. 1624, ſt. 1679. Zutritt zum Gnaden⸗Stuhl durch den Glauben und das Blnt Chriſti. Röm. 3, v. 25. In eigener Melodie. 00 füßer Chriſt, Du, du 1628. 5 biſt Meine Wonne, Du biſt meines Herzens Luſt, Di trag ich in meiner Bruſt, O du ſchöne Himmels⸗Sonne! 2. Haſt du dich Ja für mich Laſſen tödten, Und dein roſingleiches Blut It für meine Seele gut, Wenn ſie fämpft in höchſten Nöthen. 3. Drum, o Schatz, Laß mich Platz Bei dir finden: Haſt du doch die Seligkeit Auch für mich, dein Kind, bereit Und bezahlt für meine Sünden. 4. Sprichſt du nicht, Dein Geſicht Blick auf Arme, Daß es, wie ein Vater thut, Ueber das geplagte Blut Sich zu rechter Zeit erbarme? 5. Iſt nicht kund, Daß dein Mund Dem verziehen, Der im Tempel Reue Buß⸗Lieder. 989 trug Und mit Weh ans Herze ſchlug? Sollt ich denn nun von dir fliehen? 6. Nein, auf dich Gründ ich mich: Du kannſt retten, Wenn mich gleich der blaſſe Tod, Wenn mich Hölle, nwal und Noth Allbereits gefangen ätten. 7. Nimm mich auf, Wenn mein Lauf Wird beſchloſſen; Laß in deiner Seiten Schrein Meine Seele ſicher ſein, Weil dein Blut für ſie vergoſſen. 8. Fort, o Welt! Mir gefällt Nichts⸗ auf Erden: Leid iſt in der(itelkeit, Luſt iſt in der Seligkeit: Jeſu, laß mich ſelig werden! Juſtus Sieber, g. 1628, ſt. 1695. Buß⸗Thrünen. In beſonderer Melodie. 1629 rübe Wolken meiner Seelen, Gießet euch in Thränen aus; Fleuch, mein Geiſt, in Jammer⸗Höhlen, Hülle dich in Aſch und Graus: Ach, die Menge meiner Sünden Klaget mich im Himmel an! Kann ich keinen Ort nicht finden, Wo⸗ ich mich verbergen kann? 4 2. Aber ach, was ſoll ich fliehen? Meine Sünde folget mir. Wollt ich in die Wüſte ziehen, Ach die Hölle find ich hier, Wollt ich mich ins Meer verſenken, Ach, kein Waſſer löſcht die Gluth; Wollt ich mich mit Gifte trän⸗ ch ken, Auch der Tod macht es nicht gut! 3. Ei, ſo will ich wiederkehren Und zu meinem Vater gehn; Denn ich weiß, daß ſein Begehren Wird nach meiner Buße ſtehn. Er hat einen Eid geſchworen, Er will nicht des Sün⸗ ders Tod; Drum bin ich noch nicht verloren, Nur Bekehrung iſt mir Noth. 4. Vater, groß von Güt und Treue. Vater, ſchone doch dein Kind! Ach, ich komme voller Reue, Siehe, wie mein Auge rinnt, Siehe, wie die Glieder beben, Siehe, wie das Herze ſchlägt! Darf ich auch der Hoffnung leben, Daß mein Jammer dich bewegt?. 5. Ach, ich habe mißgehandelt Mehr, als ich erzählen kann! Ich — — — — — — 7— *. 4.——*.— ——————— ——yÿÿ———————— „—„ß —*—*“—* 5— 5— 4 2——— 5 85*—— —— 5— 1 2 * 3*— 4———— 4 8 —— 4 ö)ͤb 2——— ———— ö——.——y— — 990 bin wider dich Geſetze k Buß gewandelt, Dein lagt mich an Und will mich zum Urtheil reißen; Ja, es ſpricht, ich bin nicht werth, Daß ich noch dein Kind ſoll heißen, Weil ich mich ſo gar verdedt 6. Doch was darf ich gar verza⸗ gen? Bin ich ein verlornes Kind? Will doch dein Kind für mich tragen, Was für Strafen auf mir ſind. Jeſu Blut ſchreit für mich Gnade, Gnade für Gerechtigkeit, Ach, Herr, waſch in dieſem Bade Mein beflecktes S ün⸗ den⸗ Kleid! 7. Nimm das Lamm von meinen Händden, Welches noch vom Blute trieft; Laſſ ſſe deinen Grimm ſich wen⸗ den Und zerreiß d die Urtheils⸗Schrift, Die mit Jeſu Blut durchſtrichen Und ans Kreuz iſt feſt gemacht: So werd ich von allen Flüchen Zu dem Se⸗ gen wiederbracht. nen, Du uünentß meinen Mittler an, Daß ich lauter Gnaden⸗ Sonnen Für die Hölle ſehen kann. Ich bin los von meinen S Sünden, Wer ſie ſucht, der wird ſie nun In den Wunden Jeſu finden, Die genug für Alles thun. 9. Ach, mein Vater, nun aufs Neue Bin ich wiederum dein Kind; Habe Dank für ſolche Treue, Die dich mir, mich dir derdtehet Weil ich ſonſten gar Nichts habe, Als mein armes Herz allein, Ach, ſo nimm die ſchlochte Gabe, P lache ſie dir ſelber dein. 10. Hilf, daß ich die Sünde haſſe, Die du mir ſebund geſchenkt, Und Bin nach Noä Raben⸗A A lrt Sicherim mich treulich führen laſſe, Wenn dein in nach Noo Re guter Geiſt nmich lenkt; So wird Jeſu Kreuz und Leiden Nicht an mir ver⸗ loren ſein, Und ſo geh ich dort mit Freuden Auch gerecht zum Himmel crn. Benj. Schmolck, g, 1672, ſt. 1737. Um Troſt in Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1630. Uraras Temſene Sünden⸗Noth. Wie die eitle Sünden⸗ Lun Wi Reue ſo verfluchet, Wie es weinen Gnade ſuchet? 1 nichtig Kleid, d nicht, Recht f für Gnade läf eſt gehen.? rein? Wer kann beſtehen? „Nun, mein Glaube hat gewon⸗ verlaſſen dein Gebot, In ganz ungebüßten lang geſpart ⸗Lieder. dein Kind denn nicht Bitterlih mi Petro weinen, Wie es mit Manaſſ ſpricht? Wie es ſchlägt an ſe eine Vrut w 2. Haſt du, Vater, nicht geliebet Mich von aller Ewigkeit? So nich nun die Schuld betrübet, Dooft ic mich Der Gnaden⸗Zeit. Jeſu deu und Dornen⸗Kron Bring ich! der u deinen Thron. Hat dein Sohn ma das erlitten Und kann ire iftig ſin mich bitten? 3. Zwar du biſt gerecht, ich w Mich der Ungerechtigkeit t. So ich Fe⸗ gen⸗Blätter nähme, Meiner A bn Deckt es doch die N ß So du, Vater, vor 15 Beni 4. Gleichwohl ſagſt du un dnd ben Und willſt nicht der Sünder Tod Du wi llſt ſchenken und vernte, R Wo aus bos verderbter Art Auf der breien Ho⸗ lenfahrt Ich mich habe! laſſen fnden Sünden. 5. Suche mich, dein Schäſen wie⸗ der, Du, mein Gott und treuer Hiu⸗ Welches irret auf und nieder, Wefe ſonſt zum Raube wird Schleuß in Jeſu Wunden ein Das ver ſhaude Täube lein, Daß es Satan n niche wiſche In dem wüſten Welt⸗„Gebüſche 6. Herr, ich habe zwar verege, gefl ogen, Hab die Duße Jetzt thu ich zu dir den Tritt, Bringe Reu und Gauben und her mit, Herr, ich komme hoch beladen Nimm dein armes Kind zu Gnaden⸗ Benj. Prätorius, um löid Unvollkommenheit unſerer Remt In eigener Melodle. ⁸₰ 1 1631. U ned Ges 7 feriin 1 = — — — ——jj¼„ 5 — — — 2 n dubit a wndachügſi a ter nähme, Nan R d, Dact Gb h du, Vamn, m Gnadeliſeigate r kann beſten D hwohl ſeſt Ranh toilſt nicht der eune — ſchenien unddara F dein Gebht, Na =. Art Auf der vinie cch nich hrbe Gaſtn 3 ungebüßten Ea 2 he mich den ötin T mein Gottutin wcrett auf undrü iſn ⁵ Naube wid ehn — nden en dwrtt 3r, Daß es Snz aeufhan. .„j V dr Na Raberima k giugen di,n 8 1 3muuthit um n 2aarnus V 2 Jater n e * 1 R 2 6, U Ten D ich erſchrecken, Daß die Unbuß⸗ m Will in mir ſo feſte ſtecken! Du haſt lang genug geſchwiegen, Ich ward ſicher nur dabei, Du haſt treu⸗ lich mich erinnert, Doch ich hatte keine eu.— 25 Und je länger ich dadurch Die Bekehrung hintertrieben, Deſto unge⸗ ſchickter bin Ich zur wahren Buße blie⸗ ben; Sünde hab ich wohl begangen, Doch der Sünden Müſſiggehn Will bei mir in keinen Kräften Keineswe⸗ ges nicht beſtehh.. 3. Zwar ich komme hier jetzund, Weil ich deinen Ruf vernommen, Aber den⸗ noch ſpät genung, Da ich eilends ſollte kommen. Ich gedenke viel zu wenig, Wie ich arg heineſen bin, Und was ich oft hab begangen, Kommt mir wenig in den SSinä. 4. Dieſe Sünde weiß ich nicht Jene hab ich ganz vergeſſen, Dieſe That ge⸗ ſteh ich nicht, Jene kann ich nicht er⸗ meſſen, Daß ſie ſollte Sünde heißen; Dieſe braucht Entſchuldigung, Jene kann man gar nicht laſſen, Iſt denn dieſes Reu genung⸗. 5. Ach, ich fühle mich nicht recht, Meine Furcht iſt zu geringe, Und die Aenderung nicht Ernſt, Weil ich keine Thränen bringe, Auch mir ſelbſt nicht gram geworden, So wird, wie es ſich gebührt, Hier kein Eifer, kein Verlan⸗ gen, Keine Beſſerung geſpürt. 6. Ach Gott, ſo erbarm dich mein, Wecke mich recht auf von Sünden, Laſſe mich zur Beſſerung Bei dir Hilf und Segen finden; Hilf, daß ich die Sünde laſſe Und ſie ängſtiglich bereu, Daß ich dich, getreuer Vater, Und die Engel noch erfreu! Beicht⸗Seufzer. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 1632. Puter, laß dein Herze e n hrechen, Da mein Herz im Leibe bricht Und vor Angſt nicht mehr kann ſprechen, Als was dort der Zöllner ſpricht: Sei mir ar⸗ Buß⸗Lieder. 991 men Sünder gnädig, mache mich von Sünden ledig!. 2. Jeſu, du biſt es alleine, Der den Vater beugen kann; Deine Wunden ſind auch meine, Ach, ſo halt mit Beten an, Bis die Worte ſich erheben: Deine Sünden ſind vergeben! 3. Heilger Geiſt, ſprich meiner Seele Deine ſüße Tröſtung ein, Laſſe doch dein Gnaden⸗Oele Meinen Wun⸗ den heilſam ſein; Laß dein Seufzen mich vertreten Und bei Gott erhör⸗ lich beten. 4. Vater, Sohn und Geiſt erhöre, Heilige Dreieinigkeit, Es iſt deines Namens Ehre, Ach, ſo mache dich, be⸗ reit, Wenn ich auf die Kniee falle, Daß ein gnädig Amen ſchalle! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Abbitte der ſo lang verzogenen Buße. b Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1633 ater, laß mich Gnade . finden, Gib mir wie⸗ der Troſt in Sinn, Der ich wegen meiner Sünden, So betrübt und trau⸗ rig bin! Siehe, mein Gott, wie ich hier Jetzt vor Deiner Gnaden⸗Thür Mit dem Zöllner ſchamroth ſtehe Und dich um Vergebung flehe. 2. Du biſt heilig, ich hingegen Vol⸗ ler Ungerechtigkeit, Muß mich blos aufs Bitten legen Und auf deine Gü⸗ tigkeit Setzen meine Zuverſicht; Denn ſo du, Herr, dein Gericht Ließeſt ohne Gnad ergehen, Würd es übel um mich ſtehen. 3. Aber ach, nach deiner Lehre Willſt du keines Sünders Tod, Son⸗ dern, daß er ſich bekehre Und frei werde ſeiner Noth. Dieſer Troſt er⸗ quicket mich, Als der ich auch äng⸗ ſtiglich Reu und Leid bei mir em⸗ pfinde Ueber meine ſchwere Sünde. 4. Denke, daß dein Sohn auf Er⸗ den Drum vergoſſen hat ſein Blut Auf daß könne ſelig werden, Wer im Glauben Buße thut. Auch ſein Kreuz 992 Buß⸗L und Dornen⸗Kron Bring ich hier vor deinen Thron; Seinen Tod und Blut⸗ vergießen Laß mich Armen auch ge⸗ d nießen Zwar ich ſollte längſt ſein kom⸗ Men. Da es lentbe, war rechte Zeit: Doch iſt dadurch Nichts benom⸗ men Deiner großen Gütigkeit. Keine Buße iſt zu ſpät, Wenn ſie nur von Herzen geht; Darum wird dir auch mein Fleben Annoch nah zu Herzen gehen . Großerolt voll Lieb und Treue, Laß⸗ durch Jeſu ſpäte Buß und Reue Vor dir Etwas gelten noch; Denke doch nicht weiter dran, Was ich habe mißgethan, Laß mein arges Sünden⸗ Leben Mir aus Gnaden ſein vergeben! 7. Willſt du nun mir armen Sün⸗ der, O mein Gott, Und in die Zahl deiner Kinder Wie⸗ derum mich nehmen ein, So will ich lich: Drum in Jeſu Chriſti Namen Wollſt du mich erhören. Amen! Chriſtoph Genſch von Breitenau, d. 1638, ſt. 1732 Die Macht der Gnade Gottes gegen die Macht der Sünde. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich. 16 34. mMos ſagſt du nun, mein frecher Geiſt? Mein Fleiſch, wie wills nun werden? Ach g. zu vergehn: mehr beiſ ſtehn Mir Wurm in dieſen Weh, mich mein Gewiſſe n beiſtt⸗ Ich ſoll geſtellet werden Vor das Gericht, um Rechenſchaft Zu geben; aber wo iſt Kraßt Juſte ehn vor meinem Richter? „Es iſt ja meiner Sünden mehr, Als le Sand am Meer zu zählen. Wo nehm ich einen Mittler her? Wen ſoll ich beſtens wählen? Ich fürchte Gottes Zorn und Grimm; ſchon die Donner Stimm Geht weg, Wunden doch Meine barmherzig ſein aus, Die Jeit iſt ſchier verfeſ Ich fürchte, d ewig ſei verſtoßen. W von Herzen dich K Dafür preiſen ewig⸗ Volluſt Schranken. keinem Ort, fordert. Necht zu che⸗ Ungeheur Mir werden abgezahle Ich hoöre iener arme Zöllner. all ihr Verfluchten! „Ein ſolcher bin ich freilich auch, 3 9 muß es frei bekennen; Werth aß der Hollen d Dampf und Rauch Auch Feur mich ewig drennen. e ſchändlich hab ich meine Zeit Jubract in lauter Eitelkeit. Weh mir elendem Sünder! 4. Nun iſt mein Lebensziel p bad daß zur Höllen⸗ Gruu Mein Leben 4 bald aufgeräumt, Die Gnadenei ti ſchier verſäͤumt; Wo ſoll ich N rn bleiben? 8 5. Ach, ach ich habe viel zu ſche Geſundigt und mißhandelt, Auf ſchem Weg ohn Wiederkehr abli Luſt ge wandelt. Ich habe Gottes Gua⸗ und Huld Mißbrauchet und de 85 Geduld Nicht, wie ich ſollt gann 6. Ich lebte frech nach mem Sinn, Ohn einge Rückgedanken, de immer weit und tiefer hin zu Ich pußte Wort, That aber doch a⸗ nes Gottes Was meine Wichte Nun ſperrt d ie Höll den Rachen auf,2 Mein ſündliches 1 Verbrechen Umd meinen böſen Lebe enslauf Nach dhe Nun ſoll mit ewgen Höllen⸗Feur Der Sünden Saudun let. 8. Ach Wehe mir elendem Kind Wo ſoll ich Würmlein bleiben Erden ſich wobl Keiner findt, Mi in glück abzutreiben. Ach Weh, ichfirchte Wer wird doch i nner⸗ d Nöthen? 9. Doch will ich bin in malnen Schmerz Zum Himm el ſelbſt mich wen den; Statt O Opfer ein zerbrochne 1esde Zum T Thron der Gnaden ſe nden; 5 lei cht erlang ich Sünden⸗ Knecht 2 gebung für das ſtrenge Recht, Be 10. Ach, daß ich al leichen Gifer hat L it man ging 4 git ſt ſcie — ——* — —— 6 1 1 lAote ſreh u kläͤtt, ne ihit — Ninge Rüchaug Rit und tiefer h d Schranken. 3 3 1 =s Port, Thalt Artt, Pas meint 41 ſpertt die hilwſa Lſündliches Aahal *r ſen Lebenslauf W de chen; Nunſel negn rur Der Sündet n Mr wedden agie E Wehe mir an 2ich Würmlen 6 3 3 treiben Ac9 ta n. Per vi ſn eehn Mi Bmafn 4 a5 8 hſ 4 8 3 tt Opfernz 44 Gunnih nzih Sindr air des as . k Fälla güu dib ih käge — gur Buße, als zur Sünden, Und den Reu ganz ernſtlich thät, Ich ürft Erhörung finden. Ach frommer duf gib ſelbſten mir, Was meine Demuth kann vor dir Beliebt und würdig machen. 11. Nimm doch zu Gnaden wieder an Dein Schäflein, das verloren; Ge⸗ denke an den Schmerzens⸗Mann, Der mir zum Heil geboren, An Jeſum, dein geliebtes Kind, Der alle meine Schuld und Sünd Am Kreuzes⸗Stamm gebüßet. 12. Ach, Jeſu, Jeſu Gottes Lamm, Es iſt ja ausgeſtrichen An deines blutgen Kreuzes Stamm Die Hand⸗ ſchrift und gewichen Der Zorn des Vaters und die Schuld Bezahlt, ſo laß mich denn die Huld Der Liebe auch genießen. 13. Vor deinen Füßen lieg ich hier Und will dich nimmer laſſen; ſteh vor deiner Gnaden⸗Thür Und will dein Kreuz umfaſſen, Bis daß du, mein getreuer Hort, Zu meiner Seele nur Ein Wort Der Gnad und Troſt wirſt reden. 14. Es iſt mir auch, mein Heiland, leid, Daß, was ich oft verſprochen, Mein Wort und meinen theuren Eid Ich freventlich gebrochen; Ach, ach, erbarme dich nur mein! Ich will hin⸗ fert der Deine ſein Bis an mein letztes Hauchen. 15. Ich ſage Welt und Teufel ab, Der Luſt, dem Fleiſch der Sünden; Du ſollſt, o Jeſu, bis ins Grab Mich treu beſtändig finden; Verlaſſe nur mit deiner Kraft, Die Alles wirkt und Alles ſchafft, Nicht mich elenden Menſchen. 16. So wird gedeckt die Miſſethat, Und meine arme Seele Wird wieder finden Troſt und Rath In deiner Wunden Höhle. Komm, Jeſu, komm und ſteh mir bei, Mach mich von allen Sünden frei, So werd ich ſe⸗ lig ſterben! D. Joh. Lafſenius, g. 1636, ſt. 1692. Buß⸗Lieder. 993 Tauleri Buß⸗Gebet. In voriger Melodie. 1635. Wo” mir, daß ich ſo oft und viel, Als wär ſich gar verblendet, Geſündigt ohne Zahl und Ziel, Von Gott mich abge⸗ wendet, Der mir doch Nichts, als lau⸗ ter Gnad Und Wohlthat ſtets erwie⸗ ſen hat In meinem ganzen Leben. 2. Weh mir, daß ich vor meinem Gott Mein Herz ſo feſt verſchloſſen, Da er mir doch ein Schutz in Noth Zu ſein war unverdroſſen. Viel Gräuel hab ich drein gebracht Des Herren Gutthat nicht bedacht, Muth⸗ willig ſie vergeſſen. 3. Mich überzeuget Herz und Sinn, Ich muß es frei bekennen, Daß ich der größte Sünder bin, Darf mich nicht anders nennen: Doch wenn ich dich, o Gott, ſchau an, Mit Nichten ich verzweifeln kann, Du kannſt und willſt mir helfen. 4. Groß iſt zwar meine Miſſethat, Die mich bisher beſeſſen; Doch iſt weit größer deine Gnad, Niemand kann ſie ermeſſen. So groß, o großer Gott, du biſt, So groß iſt auch zu aller Friſt Bei dir die Gnad und Güte. 5. Die haſt du Keinem je verſagt, So lang die Welt geſtanden. Wer dir vertraut und je verzagt, Wird nimmermehr zu Schanden. Ich bet, ich fleh, ich ſchrei und ruf, Auf deine Gnad ich wart und hoff: Ach, laß mich Gnade finden! 6. Jetzt denk ich an das ſchöne Wort, Aus deinem Mund gegangen, Das ich mit Freuden hab gehört, Da du ſprachſt mit Verlangen; Du haſt, o Menſch, zwar Pflicht und Treu Hintan geſetzt und ohne Scheu Mit Andern zugehalten! 7. Doch komm, bereu, was du ge⸗ than, Laß fremde Buhlen fahren; Ich will dich wieder nehmen an Und deine Seel bewahren. Bei dieſem Wort ergreif ich dich Und komm zu 63 994 dir, glaub feſtiglich, Du wirſt mich auch annehmen. 8. Denn ich bin eben dieſe Seel, Die Andern nachgeſprungen, Und ſich vor dir, Immanuel, In Sünden⸗ Schlamm gedrungen. Ich habe fremde Luſt geſucht, Die doch zu tröſten nicht vermocht, Die wie ein Rauch ver⸗ ſchwindet. 9. Ich bin das ungerathne Kind, Das ſich von dir gewendet, Und mit dem frechen Welt⸗Geſind Sein Erb⸗ theil gar verſchwendet, Dich, als das Lebens⸗Brodt, dabei Hintan geſetzt, und wie die Säu Nach Träbern mich geſehnet. 10. Ich habe dir oft widerſtrebt, Gefolget meinem Willen, Den böſen Lüſten nachgelebt, Daß ich ſie möcht erfüllen, Das höchſte Gut hab ich veracht, Auf das, was zeitlich iſt, ge⸗ dacht, Mein Herz daran gehänget. 11. Darum ſo muß ich nackt und bloß In meinem CElend ſterben. Ich kann mir meines Vaters Schooß Nicht durch mich ſelbſt erwerben. Ich muß verfaulen nach dem Tod Durch meines Fleiſches Luſt und Noth, Gleichwie das Vieh verfaulet. 12. Doch aber bitt ich dich um Gnad, Du wollſt nicht mehr geden⸗ ken, Was ich geübt für Frevel⸗That, ſie ſenken. Die Ins Meer wollſt du Sünd erlaß, die Straf abführ, Ein neues Herze ſchaff in mir Um Jeſu Chriſti willen! Joh, Heermann, g. 1585, ſt. 1641. Sorge für unſere Sünden. Pſ. 38, v. 19. Mel. Auf meinen lieben Gott. 1636 W eh mir, elendem Kind, 9eg. Das nirgends Ruhe findt, Im Himmel nicht und Erden, Wie wills denn mit mir werden? Ich fühle meine Sünden, Wer wird mich dir entbinden? 2. Mein Urtheil weiß ich wohl, Buß⸗Lieder. dieſem Leben Die Sünden ſind der⸗ geben, Und daß er müſſe fahren Zur Hölle finſtern Schaaren. än 3. Ich bin verderbt, verrucht, Var⸗ loren und verflucht: Wo Goltſih wollte rächen An meinem Wiederſpre⸗ chen, Würd in der Höll ich mäſen Mein ſchändlich Leben büßen. 8 öf14. Ich fühlte Gottes Stimm, Au ſeinen Zorn und Grimm Und wurde doch nicht beſſer, Blieb ſtets ein Gotts⸗ Vergeſſer: That nimmer, was ich ſollte Und lebte, wie ich wollte, 5. Ich nahm auch Gottes Bun In meinen Sünden⸗Mund und haß doch die Tugend In meiner zaua Jugend, Kann auch in Alterstazm Von keiner Beſſrung ſagen. 6. O mein betrübter Sinn! M flieheſt du nun hin? Wo wird fiu deine Wunden Ein Pfaaſter herge⸗ funden? Iſt Jemand auch zu finden Der dich nun kann verbinden: 7. Bethräntes Herz, eil, lauf, Nat Golgatha hinauf! Dort wirſt du ge ſum ſehen Am Stamm des Frezzes ſtehen, Bei dem wird dir gaathen. Er trägt die Miſſethaten. 8. Dieß theure Gottes⸗Lamm, Das unſre Sünde nahm, Dem Vatzr bezahlen, Läßt ſeine Gnaden⸗Shai⸗ len Auf alle Sünder ſchießen Und ſeines Bluts genießen. 9. Er zählt der Sünden Shud Und theilt aus Gnad und Hud E hat mit ſeinem Bluten Des Vaters Grimmes⸗Fluthen Gelöſcht und mit dem Sterben Erlöſet vom Verdakm. 10. Herr Jeſu, Gottes Sohn,Net Heiland, meine Kron, Mein mein Gnaden⸗Hügel, Laß deiner Uiede Flügel Zu mir ſich auch erſtrein Und meine Sünden decken! 11. Vergib mir allzumal Die Sin⸗ den ohne Zahl, Die ich ſo froth be gangen Und den ich angehangan Zerreiß die Sünden⸗Stricke, Daß m Nichts mehr berücke. Daß ewig ſterben ſoll, Dem nicht in denvolle Thür, 12. Ach, Jeſu, öffne mir Die dur Durch welche alle Ae⸗ 7 A yjinaufl Drr ri Am Stunn da dem wird dhu, Jiie Miſethatn. 3 Stheure Gottslm. de nahm, Dda r eläßt ſeine Gudren eelle Sünder ſee ts genien. O ählt der Fum n . aus Gnad uf i inem Bauen Deln =r luthen Gelſt 3 a menne Ktn Mi — der⸗hühl'hne Ju mi ſch ulg rre Sinden din rJeſu, Gottsent 1 8 5 1 4 A 12 Sürdan⸗Sti ehr berück 6 „ fſu,” jm- 1 4. 31 en Grüſtaehn 4 4 4 men Erlangen dein Erbarmen! Ein Aröpflein deiner Gnaden Kann heilen meinen Schaden. 13. Vergiß, perr was geſchehn, Und laß mich künftig ſtehn Bereit, dein Wort und Willen Mit Freuden u erfüllen, Bis daß du mich wirſt Phen Von allem dieſem Böſen. D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1692. Abbitte der verdienten Strafe. Mel. Herzliebſter Jeſu, was haſt. . Mgend ab deinen Zorn, 1637. W lieber Gott, in Gna⸗ den Und laß nicht wüthen deine blutge Ruthe, Richt uns nicht ſtreng nach unſern Miſſethaten, Sondern nach Güte! 2. Denn ſo du wollteſt nach Ver⸗ dienſte ſtrafen, Wer könnte deinen Grimm und Zorn ertragen? Alles müßt vergehen, was du haſt erſchaf⸗ fen, Vor deinen Plagen.. 3. Vergib, Herr, gnädig unſre große Schulde, Laß über das Recht deine Gnade walten! Denn du verſchoneſt nach deiner großen Hulde, Uns zu erhalten. 4. Sind wir doch arme Würmlein, Staub und Erden, Mit Erb⸗Sünd, Schwachheit, Noth und Tod beladen: Warum ſolln wir denn gar zunichte werden Im Zorn ohn Gnaden? 5. Sieh an deins Sohnes Kreuz und bitter Leiden, Der uns erlöſet hat mit ſeinem Blute, Eröffnen laſſen auch ſein Herz und Seiten Der Welt zu Gute. 6. Darum, ach Vater, laß uns nicht verderben, Dein Gnad und Geiſt durch Chriſtum wolleſt geben; Mach uns ſammt ihm des Himmel⸗Reiches Er⸗ hen, Mit ihm zu leben! Barth. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1598. Freudige Rückkehr von dem Beichtſtuhl. Mel. Allein Gott in der Höh. 1638. /ie frözlic iſ doch mein Gebein, Gott Buß⸗Lieder. ſei gebenedeiet, Die Sünden losge⸗ ſprochen ſein, Gott ſeine Huld er⸗ neuet. Die Sünde wie ein Nebel iſt Getilget aus zu dieſer Friſt, Mein Geiſt in Gott ſich freuet. 2. Von Herzen, Veln dank ich dir, Daß du aus großer Gnaden Die Sünde haſt vergeben mir, Damit ich war beladen. Was mich gedrückt als eine Laſt, Davon hab ich nun Ru und Raſt, Mir kann der Fluch nicht ſchaden. 3. Du ſageſt, Herr, aus lauter uld: Wem ihr die Sünd erlaſſet, em iſt erlaſſen alle Schuld, Dieß Wort mein Herze faſſet. Dein Die⸗ ner hat geſprochen frei, Daß mir die Schuld erlaſſen ſei, Vor der ich war erblaſſet. 4. Auf mein Haupt legt er ſeine Hand und ſprach: Dir armen Sün⸗ der Lös ich auf deiner Sünden Band, Der Herr, der Ueberwinder, Mit ſei⸗ nem Blut, nach Gottes Rath, Die Handſchrift dir durchſtrichen hat, Wir heißen Gottes Kinder. 5. Aus dir, Herr Jeſu, mir dein Blut Zum Leben iſt entſprungen. Dein Geiſt dadurch das Wunder thut Und mit des Prieſters Zungen Be⸗ ſprenget mein gekränktes Herz, So weichet aller Sünden⸗Schmerz; Wie wohl iſt mirs gelungen! 6. O welche Gnad und Freund⸗ lichkeit Uns Sündern widerfähret, Daß Gott in ſolcher Gnaden ⸗Zeit Sein Herze zu uns kehret! Weil ich, mein Jeſu, glaub an dich, So muß mein Vater lieben mich, Wie ſolches dein Wort lehret. 7. Ich glaube deinem theuern Wort, So mich nicht kann betrügen, Daß meine Sünd, o treuer Hort, Auf dei⸗ nem Rücken liegen. Die trägſt du, Gottes Lämmelein; Dafür will ich dir dankbar ſein Und mich zur Erde ſchmiegen.... 8. Ich will hinfort in Heiligleit Ein neues Leben führen. Mein Herze ſoll ſtets ſein bereit, Das Chriſten⸗ 63* 996 B thum zu jieren. Gottſeligkeit ſei mein Gewinn, Dein guter Geiſt ſoll Herz und Sinn Nach deinem Wort regieren. D. Joh. Maukiſch, g. 1617, ſt. 1680, uß⸗L es gebricht; mein Herz nieder, Größe und Gnade über alle Macht der Sünde. Mel. Werde munter, mein. 16 39. Wi ſo ſehr, mein Herz verwirret? Warum traurig? Sage an; Iſts, daß du biſt abgeirret Von des Herren Tugend⸗ Bahn, Und daß ſchnöͤder Koth Dich gebracht in ſolche Noth? Stehe ab von deinen Sünden, Viel⸗ leicht iſt noch Hilf zu finden. 2. Haſt du mit verruchten Sinnen Gott den Rücken zugeke hrt, Lauf nach Zions Gnaden⸗Zinnen, Dort iſt, was die Sünder nährt; Eüle nach dem Himn mel auf, Aendre deinen Lebens⸗ Lauf; Werde Feind den Eitekeiten Die dich nach der Hölle leiten. 3. N Nimm dein Weinen, deine Thrä⸗ nen, Dein geängſtes Jammer⸗ Herz, Dein Gebet und heißes Sehnen, Dei⸗ nen Kummer, deinen Schmerz; Schlag an deine Sünden⸗Bruſt, Die Urquelle aller Luſt; Bitt von Gottes milder Gnaden Troſt für deiner Seele Sch aden. 4. Iſt groß deiner Sünden Bürde? Fuhiſ du deren ſchwere Laſt? Denk, wie groß auch ſei die Würde, Die du an dem Heiland haſt; Die in Jeſu dir und mir Hält des Glau⸗ bens Wirkung für; Er hat ja für uns erduldet, Was die Sunden. Laſt verſchuldet. 5. eſu. Jeſu, meine Freude, Mei⸗ ner Seele Preis und Kron, Sprich doch einſt in meinem Leide, Du ge⸗ liebter Gottes⸗Sohn, lein Troſt i zil, finde Ruh; Siehe ſchlagen, Daß ich mochte zagene D A ß ich doe ch, 3 4 wie ich zer⸗ ſchier ver⸗ 81 danr kein Troſt, bis du, Fürſt Mei⸗ Sünde⸗ und im Himmel Keiner, ich zur Gnaden⸗ men, ieder. nes Lebens, mir erſcheinen Und mich reichlich tröſten wirſt. Ach, verl dein Seflein nicht, D Dem on 1 un Mein Hirt, iomm u Such und n ſ mich doch wieder. 7. Mir iſt leid, was ich begange Ich bereue meine Schuld, Das ic konnte nun verlangen, R Malln Herr, theures Blut al llein An; Gnad und Huld; ir mi n verloren ſein. In dein heilige —== denken Will ich all mein& eid va⸗ ſenken. 8. Ja, gedenk, Herr n. n ein Stets im Beſten; außer d Ft hie Dur lrch. Thür Könnte un⸗ ſprich, mein Hort, Bei den Vater, mir das Wort, So vedit mit Freuden ſchauen Jions wünſchte Auen. höch p 4 I 61 8 D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1 8 An einem allgemeinen d — dat. 1 Mel. Wer nur den ieben Gett. Nur Ein Wört⸗ wieder Es iſt nun in den Gebeinen Kein Staube Und unſer Herz 16 40. Wi ir liegen her 3 deinen Füßen A von großer Güt und u Herr 1 e uͤhlen leider im Ge wiſſen, 1 V dein 1 Jorn entbrennet ſei — S — ehr Sünden iſt erfü. 4 dan wenn du ſtrafen; wi 3 Du biſt gerecht, wie laut aen der: Wie wollen wir vor dir beſtehn Wir ſind die ungerathnen bun Die nur auf Höllen⸗Wegen geim Kein Wunder, wenn uns di 9 Schwerdt Und Hunger laͤngſtens auſ gezehrt., 3. Doch, Vater, denk an de Namen, Gedenk an deinen lehe Sohn; Dein. Wor heißt mmer d und Amen, Dein Eidſchwur zeugt ſelbſt t davon. Du wiii der Su nde Tod ja nicht; Ach, geh nicht mi uns ins Gericht! V 4. Wir liegen vor dir 1A ß d 4 —— M Wel — dei re Umen in dem iſt gan 5 zerknirſcht: Nur troͤſtet uns allein —— — 8 — — „ 8½— — —= ——— — —— —— —— — — — 13 1 —, 3 1 immal Keine, AM e fm h, mein gut, de Ar das Var, Gon en ſchauen gusi. Gluen. 8 Joh. Laſſenius, lhi 1 3hen r in allgemeinen ii Wer nur dan läa at großer Git wn a auf hälerAm nder, wem ec Und Hunge h7 3 dſten, vuße N ſ. Daß du dich noch erbar⸗ Ach, haſt du noch ein Vater⸗Herz, So ſiehe doch auf unſern Sch merz! 5. Der Mittler ſteht ja in der Mit⸗ ten, Wir reißen ſeine Wunden auf: Der hat für unſre Schuld gelitten Und leiſtet dir die Zahlung drauf. Verbirgſt du deinen Gnadenſchein, So muß ſein Blut verloren ſein. 6. Ach Blut, ach Blut von deinem Sohne Schreit für uns um Barm⸗ herzigket. Schau doch von deinem Gnaden⸗Throne Und denke noch der alten Zeit, Da du auch Gnade haſt erzeigt Und dein erzürntes Herz ge⸗ beugt. 8 Ach, laß die wohlverdiente Strafe Nicht über unſre Häupter gehn, Daß wir nicht als verlorne Schafe Von deiner Hut verlaſſen ſtehn: Ach, ſammle uns in deinen Schooß Und mach uns aller Plagen los! k ein das Schwerdt, das der Glaube, men wirſt. 8. Steck ein 3 8 uns will freſſen, Den Würger laß vorüber gehn; Gib deinen Kindern Brodtzu eſſen, Laß keine ſolche Zeit ent⸗ ſch ſtehn, Daß man dein Wort uns theuer machtUnd unſer Herz dabei verſchmacht. 9. Gib Fried im Schlaf und im Gewiſſen, Geſunde Luft, wohlfeile Zeit; Laß Lieb und Treu ſich ſtetig ſuüſſen Und fördere die Gerechtigkeit; Krön unſer Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Hut. 10. So wollen wir dir Opfer brin⸗ gen Und deine ſein mit Leib und Seel; Es ſoll dein Lob gen Himmel dringen, Und dein erlöſtes Iſrael Wird in der Hütte Jacobs ſchrein; Der Herr ſoll mein Gott ewig ſein! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Bekehrung des verlorenen Sohnes aus dem geiſtlichen Tode. Luc. 15, v. 24— 32. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich zu. 1611. M Bahan er Buß⸗Lieder. 997 wir in Sünden wallen; Wir ſehen nicht der Hölle Noth, Bis daß wir drein gefallen; Wir leben hin ohn Sorg und Scheu, Gedenken ſpät an Gottes Treu, So ſchwebet auf uns Allen. 2. Ob wir gleich oft aus falſchem Wahn Der Frömmigkeit befliſſen; Nedoch ſich Niemand rühmen kann, aß er ein rein Gewiſſen, Gott iſt und bleibt allein gerecht; Wir ſind doch nur unnütze Knecht, Als die ſich ſchämen müſſen. 3. Ein jeder muß ſich voller Schand Den größten Sünder nennen; Der Sünde iſt ſo viel wie Sand, Der Zahl nicht zu erkennen. Es ſollt auch mich die größte Schuld Von aller Gnade, Lieb und Huld Des Aller⸗ höchſten trennen. 4. Ich, ich bin der verlorne Sohn, Den ſeine Sünden reuen, Der nun zu deinem Gnaden⸗Thron Zu fliehn ſich faſt will ſcheuen. O Vater, ich hab für und für Sehr oft und viel geſündigt dir, Muß um Erbarmung reien. 5. Ich bin, ach leider, nun nicht werth, Daß ich dein Sohn ſoll heißen. Ich bin mit deinem Grimm beſchwert, u wollſt dich gnädig weiſen; Du ſieheſt meine Reu und Schmerz, Ich weiß, es eilt dein Vaterherz, Mich aus der Angſt zu reißen. 6. Der ich zuvor war geiſtig todt, Empfind ein neues Leben; Ein neues Kleid, Speis, Trank und Brodt Läßt du mir nunmehr geben. So will ich auch ohn falſchen Schein Dir als ein Kind gehorſam ſein Und nach dem Himmel ſtreben. J. M. Dillherr, g. 1604, ſt. 1669. Um Entbindung von den Sün⸗ den⸗Banden. In eigener Melodie. 2ℳℳ: irf ab von mir das 1642. Wirf abeve Joch der Sünden, Errete mich, mein Jeſu⸗ durch dein Blut, Wenn ferner mich 4 ——— 8 5 8 3 15.— ſſſſ — 1—— 5— 5———— —ſſ“— *—— g*——————.— *— ͤ e 4—— .—*——— 1 —— — — — ſſ“ . 998 die Lüſte wollen binden, Befreie mich durch deine Liebes⸗Gluth! Hier iſt mein Herze Zermalmt von Leid und Schmerze; Du wirſt mich ja nicht laſſen in den Banden! Ich hab auf dich gebaut Und, Jeſu, deiner Huld vertraut; Drum werd ich nicht zu Schanden. w 2. Ich will dir nun mein falſches Herz bekennen, Ich zeuge hier von dem, was mir bewußt; Ich ließ in mir ein fremdes Feuer brennen Und heuchelte mit der verbotnen Luſt; Ich bin geglitten, Weil ich nicht treu ge⸗ ſtritten. Du wolltſt mich nicht mehr laſſen in den Banden; Dieweil ich dir vertrau Und ſtets auf deine Wahr⸗ heit bau, So werd ich nicht zu Schanden. 3. Dich hatt ich nicht, o Höchſter, ſtets vor Augen, Noch deine Furcht mir recht ins Herz gedrückt; Gelüſtete nach Dingen, die nicht taugen, Die hatten mir faſt meinen Geiſt erſtickt; Herr, deine Treue Wird jetzo wieder neue, Indem du mich befreieſt von den Banden; Ich hab auf dich ge⸗ baut Und deiner Liebe nur getraut, Drum werd ich nicht zu S anden 4. Ich ſtrebte auch gar oft nach hohem Weſen Und gin nicht recht in wahre Demuth ein; Wenn meine Luſt was Schnödes ſich erleſen, Mußt oft dein Dienſt der Falſchheit Schminke ſein; O, daß ichs ſage Und nicht genug beklage, Ach, ziehe mich mit Macht aus dieſen Banden! Dieweil ich dir vertrau Und nur auf deine Güte bau, So werd ich Schanden. 5. O, ſiehe doch, wie meine Seele ächzet Und ſich nach dir und deinem Strömlein ſehnt; Wie dürres Land nach friſchem Regen lechzet, Alſo mein Geiſt nach Lebens⸗Waſſer ſtöhnt. Komm ja und leite Mich bald zu deiner Seite Und ziehe mich mit Macht aus dieſen Banden, Ach, hilf mir dir vertraun Und Troſt in deine Seite baun, So werd ich nicht zu Schanden. Buß⸗Lieder. nicht zu vertraut, Darf nimmermehr verie⸗ 6. Gib mir dein Keiſch doch wiß dig zu genießen Und bit ahn ur deine ſanfte Bruſt; Laß auch den Blut in meine Seele ſließen Und ſchwäche ſo die Wurzel böſer Laſ Daß keine Sünden In mir die Hen⸗ ſchaft finden, Und laß nich niht mehr feſſeln mit den Banden, Nh will dir ſtets vertraun, Auf dich den Lebens⸗Felſen, baun, Sowerdich nicht zu Schanden. 1 7. Gib mir das Pfand der Selia⸗ keit zu ſchmecken Und drücke dden werthes Siegel ein, Zur Macht im Streit, zur Labung in dem Schrekn, Wenn du mich hörſt nach ſriſcher Kühlung ſchrein, Zur Kraſt im Kän⸗ fen, Die Fleiſches⸗Luſt zu dämfen, Ach, Herr, ach, laß mich ja in kana Banden! Gib, daß ich dir vertan Und nur auf deinen Willen bau, En werd ich nicht zu Schanden. 8. Laß deine Gluth der Lebe in mir brennen, Laß deinen Tod miin Gedanken ſtehn; Laß keine Kunſt mich jemals von dir trennen, Nach mich aus Furcht vor dir zurüce gen. Sonſt wie dein Wille, Ich halte geme ſtille: Wenn du mich prüfen vill in Kreuzes⸗Banden, So will ichdie vertraun, Und feſt auf deine Aan baun, So werd ich nicht zu Schanda. D. Chr. Fr. Richter, g. 1676, ſt ill. Zuflucht des Sünders zu Chriſto. Mel. Durch Adams Fall iſt gan⸗ 6 o fliehſt du, arner 1643. W Aehſt hin? We iſt dir nun zu rathen? Du ſprihſt Weil ich beladen bin Mit tauſend Miſſethaten, So wird mich noch diß ſchwere Joch Bis in die Hölle dril⸗ ken. Sei gutes Muths: Viel taufen Guts Soll dich mit Troſt erquicken! 2. Wer hofft in Gott und dem — .A* gen: Er hat auf einen Fels gebalt, e ir da Pmns andd 4 Tetn Und n R ein, Jur Ketm 3 kiteian 5 k an, Laß deinnahn 1 ehn, Laß eirſwite c dir trenna,e b 1 n vor dir zuid er dein Will, Föhhen. m du nich wia a. Banden, Co pll e Und feſt uf wein — verd ichict gehn ihr. Fr.Kichtr,h. maht des Siniei Chriſt jurc Aans dul it 1 1n ſ Ap p 4 pläien „ tes Nlhe üe — dit ni dutn 4 .. un(Gott UW O a Datf uima Sat auf einel V 8 ein, qu M 1 ac, liß nißunge r'id, di ih an. aulf deinen Vilnta cht zu Schand. m eine Gluth d bl. den kann kein Sturm zerſchlagen. Dal Sünd und Noth, Will Höll und Tod Ihn zur Verzweiflung treiben, So ſteht er feſt; Denn Deſus läßt Ihn ohne Troſt nicht bleiben. 3. Wie könnte doch der liebe Gott Das in ſein Herze bringen, Daß wir in unſrer Seelen⸗Noth So hilflos un⸗ tergingen? Er iſt ja ſchon durch ſei⸗ nen Sohn Verſöhnet mit uns Armen: Wenn wir auf den Im Glauben ſehn, So muß ſich Gott erbarmen. 4. Drum, Sünder, drückt dich deine Schuld, So falle Gott zu Fuße, Es folgt gewiſſe Gnad und Huld Au wahre Reu und Buße. Des Glaubens Kaft, Die Alles ſchafft, Weiß Gott ans Herz zu faſſen: Daſſelbe bricht Und kann dich nicht Zu Schanden werden laſſen. 5. So tröſte dich, erlöſter Chriſt, Wie groß auch ſei dein Schade: Ob⸗ gleich die Sünde mächtig iſt, Weit mächtger iſt die Gnade; Denn Chriſti Blut Macht Alles gut: Was er da⸗ mit erworben, Mißt dir Gott zu, Als wäreſt du Wie Chriſtus ſelbſt geſtor⸗ ben. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Eilen des Sünders zum Gnaden⸗ Stuhl. Mel. Wo ſoll ich fliehen hin. 44/ ohin, mein Herz, 1644. 11 wohin, Daß ich ſo eilend bin? Ich will nach Zion gehen, Daſelbſt vor Gott zu ſtehen. Ach, werden meine Sünden Mich auch wohl dorten finden? 2. Ja wohl, die Schuld iſt bloß Und meine Bürde groß, Die ich nach Zion trage, Daß ich gar billig klage, Gott werde ſo viel Schulden Mit Nichten vor ſich dulden. 3. Jedoch getroſt, mein Sinn, Wo ging der Zöllner hin Als ihn die Sünde drückte Und er vor Gott ſich bückte? Iſt er nicht auch mit Beten Zum Tempel eingetreten? 4. So mache dich nur auf Und geh im vollen Lauf Dem Vater in die Buß⸗Lieder. 999 Armen; Er wird ſich dein erbarmen, Er hört an jener Stätte Der Trau⸗ rigen Gebete. 5. Dort iſt der Stuhl geſetzt, Der uns mit Troſt ergötzt, Beſprengt mit Chriſti Blute, Den Traurigen zu Gute, Die ſich mit Reu und Thränen Nach der Vergebung ſehnen. .6. Dort iſt der Gnaden⸗Quell. Ach, eile, eile ſchnell, Wie ſonſt die Hirſche dürſten, Zu deinem Gnaden⸗Fürſten; Er hat ein Wort voll Leben: Die Sünden ſind vergeben. 7. Ach, bring ihm doch ein Herz f Voll Angſt und voller Schmerz! Die Opfer ſinds vor allen, Die ihm allein gefallen; Wenn Geiſt und Seele ſchmachten, Will er de nie verachten. 8. Dort iſt der Sünder⸗Freund, Der es ſo treulich meint. Biſt du nun irre gangen, Er wartet mit Verlan⸗ en; Er ſuchet, laß dich finden; Er eilt, laß dich verbinden. 9. Es freut ſchon Jeſus ſich, Daß er ſein Schäflein dich Wird auf die Achſeln legen Und dich auf guten Wegen Zu ſeiner Heerde bringen, Die wird vor Freuden ſingen. 10. Der Tiſch iſt auch bereit, Wo du die Süßigkeit In Brodt und Wein wirſt ſchmecken, Er will die Tafel decken Und dir zu Troſt und Leben Sich ſelbſt zur Speiſe geben. 11. Ei nun, ſo walle fort, Dein Jeſus wartet dort; Sobald du ihn wirſt ſehen, Darfſt du fünf Worte flehen: Gott ſei mir Sünder gnädig! Das macht von Sünden ledig. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Der 32. Pſalm. Mel. Aus tiefer Noth ſchrei ich. Oder: Es iſt das Heil uns kommen. ohl dem, dem Gott 1645. W hier ſeine Sünd Annoch in dieſem Leben, Gleichwie ein Vater ſeinem Kind, Aus Gnaden hat vergeben Und ihm dieſelb nicht rechnet zu; Wohl dem, er wird ge⸗ wiſſe Ruh In ſeiner Seele haben! 2. Der iſt nun frei von Miſſethat Und rein von allen Schulden, Kein Falſchheit er im Herzen hat, Steht feſt in Gottes Hulden; Ein Heuchler aber geht zu Grund, Weil er des Herren Gnaden⸗Bund In Jeſu Chriſt verachtet.— 3. Denn da ich meine Sünd einſt wollt Verſchweigen und bedenken, Wußt ich nicht, wo ich bleiben ſollt Vor Seelen⸗Angſt und Schrecken; Ja, mir verſchmachte Mark und Bein, Ich konnt gar nicht zufrieden ſein, Mein Herze wollt mir brechen. 4. Denn dein gerechter ernſter Zorn, Weil ich mich nicht erkannte, Stach mich gewaltig wie ein Dorn, Und wie ein Feuer brannte, Daß ich zuletzt bekennen mußt Und ſprach: Ich habe keine Luſt Zum Guten al⸗ lenthalben. 5. Und da ich ſolches frei bekannt Und bat dich um Genaden, Dein ſchwerer Grimm ſich von mir wandt, Damit ich war beladen; Du mein Gewiſſen wieder labtſt Und mir all meine Sünd vergabſt Um deines Sohnes willen. 6. Hierum die Heilgen allzumal, Im neuen Bund und alten, Dich wer⸗ den bitten überall Und darin Recht behalten Im Glauben durch den heil⸗ gen Geiſt, Denn ihr Gerechtigkeit, die heißt: Vergebung aller Sünden. 7. Darum ſo trau ich dir allein, Wenn Tod und Teufel wüthen, Du wirſt mich vor der Höllen⸗Pein, Das glaub ich feſt, behüten; Denn dein Sohn, Jeſus Chriſtus, hat Für alle meine Miſſethat Am Holz genug bezahlet. 8. Mein Herz wollſt du, Herr, durch dein Wort Zu deinem Dienſt bereiten Und weil ich leb, mich im⸗ merfort Mit deinen Augen leiten, Daß ich auf deinen Wegen bleib Und ob der Wahrheit Gut und Leib, Wenns nöthig iſt, zuſetze. 9. Seid nicht, wie Roß und Mäuler ſind, Die ohn Verſtand hinleben, Und Buß⸗Lieder. wenn man ſie nicht zäͤumt und bi Halsſtarrig widerſtreben; Müin gehorchet Gottes Stimm, Auf daß euch nicht ſein Zorn und Grinm An Leib und Seel verderbe. 10. Der Gottlos hat viel Angſt und Plag, Das macht ſein falſh Vertrauen, Denn er vermag an ier nem Tag Des Herrn Gnad aum⸗ ſchauen; Wer aber ſich auf Gott har⸗ läßt, Den wird ſein Güt umfahen feſt, Deß freut euch, ihr Gerechten * 11. Gott, Vater, Sohn und hei⸗ ger Geiſt, Dir ſei Lob, Preis umd Ehre Für Alles, was du uns erveiſ. Dein Segen ſich vermehre, Daß nie fort ſpüren deine Güt Und ſtetzmt willigem Gemüth Dir und dem Nuät⸗ ſten dienen! Nach der Abſolution. Mel. Die Nacht iſt vor der Thur 16 46 ohl mir und abe . wohl, Die Sünden ſind vergeben! Der mich verdanmen ſoll, Der ſchenket mir das Aeen⸗ Sein Fluch verwandelt ſich In Se⸗ gen über mich. 2. Ich war lebendig todt, dah weil mein Heil geſtorben, Hat ſäne Todes⸗Noth Das Leben mir erwor⸗ ben: So macht des Sohnes Bät Den Lurn des Vaters gut. 3. Die Sündfluth kann nicht mic Nur meine Schuld erſäufen, N dar nur feſtiglich Nach Jeſu Wunda greifen, So ſtellt ein Abgrund mi Den andern tröſtlich ür. 4. O angenehme Hand, Die au mich Gnade leget, Und was nih ſonſt verbannt, In Chriſti Wunden träget: Iſt das die Loſung nicht, De mein Gott ſelbſt verricht? 5. Daß heißt ein Gnaden⸗Stuhl Mit Chriſti Blut begoſſen! Hier wid der Höllen⸗Pfuhl Mit Schande zume⸗ ſchloſſen; Hingegen öffnet ſch De Himmel über mich 3 6. Steh auf betrübtes Herz, Vor 1 1 —— e —y—— dales — — — — — — — — — — — S' 4 ꝑ= — F==— — — 6 — —- — — — — —— —— —— A — — SS — === E, —— —— —— R der Alſouin euagt itanſ 8 ohl num 3 6 1 —. W h.Aee — en! Der micham Cſchenket mir w 1 1—* dervandet ſt g Zaüch. * 82 Var lebendig tt „ Heil geſtorden i &) Das Lhen ta macht des Echn t des Vatas n. Gündfuuth mitſt hn ei 8 r ſich Nach Jet n ſellt in Umni xu triſtich fi. — upenehme hun,Nu 9 —-— e leget, Ui. 2₰ In Ghrüi das de vſumn er ſebſt vemit at begoſſn 2 Jun r m yingegen üffe — — —== 1 — — * — — — 1 — — — — — 2 — —̃ — —— 1 4 3 1 — — =, — — — danes Jeſu Füßen, Er will dich auf deines ins Mit ſeinen Lippen küſ⸗ ſen; Ja, was von ihnen fleußt, Iſt lauter Kraft und Geiſt. 7 Die Abſolution Verſiegelt tau⸗ ſend Amen: So geheſt du davon In deines Jeſu Namen, Du biſt ſo romm und rein, Wie Neugeborne ſein. 8. Geh hin und beſſre dich, Du haſt es Gott verſprochen; Indeſſen freu ich mich, Das Brodt iſt ſchon gebrochen, Der Kelch iſt eingeſchenkt, Der mich zum Leben tränkt. 9. Mich hungert und mich dürſt Nach dieſen Süßigkeiten; O du, mein Abens⸗Fürſt, Laß bald den Tiſch be⸗ reiten: So bin ich abſolvirt, So bin ich wohl traktirt.*) *) So bin der Sünd ich los Und ruh in deinem Schooß. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Zuflucht zu der Gnade bei ſchwerer Gewiſſens⸗Angſt. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes. 464 o ſoll ich armer Sün⸗ 1647. der hin? Wo ſoll ich Rettung finden? Ach, daß ich ſo verlaſſen bin! Es ſchreien meine Sün⸗ den Um Rach und klagen mich jetzt an, Ach, ach, mir armen Sünden⸗ Mann, Wo werd ich Zuflucht haben? 2. Ich fühle meine Sünden⸗Laſt, Mein eigen Herz mich drücket Und läßt mir weder Ruh noch Raſt, Ich gehe ganz gebücket; Es liegen meine Sünden mir Tief im Gewiſſen vor der Wür, Wer wird ſie mir abnehmen? 3. Es thut mir Weh, daß meinen Gott Ich alſo hart betrübet, Der mich zu retten von dem Tod, In ſeinem Sohn geliebet, Da ich des ſüßen Jeſu Blut In meinem frechen Sünden⸗ Muth Nicht, wie ich ſollt, verehret. 4. Da liegſt du nun, mein armes Herz, Mit allen deinen Wunden, Wo wird zu deiner Angſt und Schmerz Lin Retter ausgefunden? Kein Bal⸗ ſam iſt in Gilead Der ſolche Kraft Buß⸗Lieder. 1001 (und Staäͤrke hat, In dieſer Noth zu helfen. 5. Das haſt du dir ſelbſt zugericht Und kannſt doch nicht geneſen; So Gott nicht ſelbſt ein Troſt⸗Wort ſpricht Und dir dein Sünden⸗Weſen Vergibt, ſo iſts um dich geſchehn Und wirſt zum Satan müſſen gehn, Zu allen den Verdammten. 6. Ach, Vater, Vater, laß das Recht Nicht nach Verdienſt ergehen Entge⸗ gen mich, den Sünden⸗Knecht, Ich kann ja nicht beſtehen: Soll denn ein armer Sünder ſein Verſtoßen zu der Höllen⸗Pein, Der ſeine Schuld geſtehet? 7. Ach nein, du frommer Vater, nein, Du wirſt nicht alſo richten: Ich weiß, du wirſt noch eindenk ſein An den, der Alles ſchlichten, Der alle Schuld bezahlen kann, An Jeſum, deinen Schmerzens⸗Mann, Der auch für mich gebüßet. 8. Mit dieſem komm ich, Herr, zu dir, Ich trag ihn auf den Armen Und Aleh vor deiner Gnaden⸗Thür Um Rettung und Erbarmen. Schau an für mich das Gottes⸗Lamm, Das meine Sünd am Kreuzes⸗Stamm Vollgiltig hat bezahlet. 9. Vergib, vergib, löſch aus die Schrift Mit ſeinem rothen Blute, Die meine Fordrung, Herr, betrifft, Laß das auch mir zu Gute Vergoſſen ſein: wirf mich nicht weg, Ich will den vorgen Sünden⸗Steg Wohl nimmer wieder gehen. 10. Entzünde deiner Liebe Peur In meinem Herz und Sinnen, Daß ich der Sünden Ungeheur Mit Kräften könn entrinnen Und mit dem Petrus geh hinaus Aus dieſem ſchnöden Sün⸗ den⸗Haus, Mein Elend zu beweinen. 11. Laß mich ein Ekel vor der Schand Und aller Sünde haben; Biet mir, mein Vater, deine Hand, Gib mir, des Geiſtes Gaben, Zu leben ſo an allem Ort, Daß ich dich nie, mein treuer Hort, Zum Zorn und Grimm bewege! D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1692. 3 8. 3—* 100² Buß⸗Lieder. Betrübte Herzen legen ihre Sün⸗ den auf Chriſtum. Mel. Auf meinen lieben Gott. 16 48 Wo jel ich fliehen hin, ¹ eil ich beſchweret bin Mit viel⸗ und großen Sünden? Wo kann ich Rettung finden? Wenn alle Welt herkäme, Mein Angſt ſie nicht wegnähme. 2. O Jeſu voller Gnad, Auf dein Gebot und Rath Kommt mein be⸗ trübt Gemüthe Zu deiner großen Güte: Laß du auf mein Gewiſſen Ein Gna⸗ den⸗Tröpflein fließen! 3. Ich, dein betrübtes Kind, Werf alle meine Sünd, So viel ihr in mir ſtecken Und mich ſo heftig ſchrecken, 8 deine tiefen Wunden, Da ich ſtets eil gefunden. 4. Durch dein unſchuldig Blut, Die ſchöne rothe Fluth, Waſch ab all meine Sünde, Mit Troſt mein Herz verbinde Und ihr nicht mehr gedenke, Ins Meer ſie tief verſenke. 5. Du biſt der, der mich tröſt, Weil du mich haſt erlöſt; Was ich geſün⸗ digt habe, Haſt du verſcharrt im Grabe: Da haſt du es verſchloſſen, Da wirds auch bleiben müſſen. 6. Iſt meine Bosheit groß, So werd ich ihr doch los, Wenn ich dein Blut auffaſſe Und mich darauf ver⸗ laſſe. Wer ſich zu dir nur findet, All Augſt ihm bald verſchwindet. 7. Mir mangelt zwar ſehr Viel; Doch was ich haben will, Iſt Alles mir zu Gute Erlangt mit deinem Blute, Damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 8. Und. wenn des Satans Heer Mir ganz entgegen wär, Darf ich doch nicht verzagen: Mit dir kann ich ſie ſchlagen; Dein Blut darf ich nur zei⸗ gen, So muß ihr Trutz bald ſchweigen. 9. Dein Blut, der edle Saft, Hat ſolche Stärk und Kraft, Daß a Ein Tröpflein kleine Die ganxe d kann reine, Ja gar aus Teuſels⸗Ra⸗ chen, Frei, los und ledig nachen. 10. Darum allein auf dich, f Chriſ, verlaß ſch mih; dat ich nicht verderben, Dein Rei mij ich ererben; Denn du haſt mits a worben, Da du für mich geſtarben 11. Führ auch mein Herz und Sin Durch deinen Geiſt dahin, Daß Wih mög Alles meiden, Was mich un dich kann ſcheiden, Und ich an de⸗ nem Leibe Ein Gliedmaß ewig bleite Joh. Heermann, g. 1585, ſ 1083, Der 130. Pfalm. Mel. Valet will ich dir geben. 16 49 3“ dir von Herzen⸗ . Grunde Ruf ich ae tiefer Noth, Es iſt nun Zeit ud Stunde, Vernimm mein Ditt, har Gott, Eröffne deine Ohren, Men ich, Herr, zu dir ſchrei, Thu gnädig⸗ lich anhören, Was mein Anliegen ſel 2. Denn, wenn du, Herr, gethwidd Wolltſt richten unſre Sünd, Wen wid man alsdann finden, Der vor an, Herr, beſtünd? Du aber biſt ſir gütig, Zu zürnen nicht geneigt, de⸗ mit, daß dir demüthig Mit zunht wird Ehr erzeigt. 3. Mein Hoffuung ich thu ſtolen Auf Gott, den höchſten Hort, Ich ef von ganzer Seelen Auf ſein gottühts Wort, Mein Seel auf Gott derraut Auf ihn ſtets wart und ſieht Gleih wie ein Wächter ſchauet, Od ſchie der Tag anbricht. 4. Ifrael, auf den Herren den Hoffnung ſei gewandt; Denn ſein Güt weit und ferren Iſt männiglih d⸗ kannt, Bei ihm wird Heil gefunde Durch ſein Barmherzigkeit Irrael e von Sünden Erlöſet und befreit ꝛ— 2— — 2— 3 dem du gain Sun j 1 3 bactinsa det 130. Pfll Paltt vil ich hi 3 1 Jun u e .O Gnnde hhi E), G i un * Jerrimm men h ffe deine hn, a „ u dir ſctz ag an, Vas mein — renndu, Fate K irenunſte cindäben kanmn fnden an ind? du ar h . äürnen nict e 32 dir demüthig R erzeigt. 1 n Hoffrung ah 2 S den hüchſten en re: Sellen luf ii in Sal ufbegen Atets watt udſt 4 1 n Buntelkäe = den Grlöſe mn Große Gnade Jeſu im heiligen Abendmahl. Mel. Freu dich ſehr, o meine. ch Gnad über alle 1650. A Gnaden, Heißet das nicht Gütigkeit, Daß uns Jeſus ſelbſt geladen Zu dem Tiſch, den er bereit? Er iſts, der uns ruft zu Gaſt, Daß wir aller Sorgen⸗Laſt, Aller Sünd und Noth entnommen, In den Him⸗ mel mögen kommen. 2. Er, der Heiland, will uns ſpei⸗ ſen Und auch ſelbſt die Speiſe ſein. Heißet das nicht Gnad erweiſen? Iſt er nun nicht dein nnd mein? Soll⸗ ten wir an ſeinem Heil Nun hinfort nicht haben Theil, Da er unſer ſo ge⸗ denket, Daß er ſich uns ſelber ſchenket? 3. Herr, du haſt dich hingegeben Unſertwegen in den Tod, Daß wir möchten wieder leben, Frei von Sün⸗ den⸗Straf und Noth; Aber deiner Lieebe Macht Hat dich auch dahin ge⸗ bracht, Daß du ſelbſt wirſt Trank und Speiſe: O, der nie erhörten Weiſe! 4. Hier ſieht man dein treu Ge⸗ müthe, Sonſt iſt Einer Arzt allein; Doch willſt du aus lauter Güte Auch die Arzenei ſelbſt ſein. Du gibſt dich uns ſelbſt zu Theil, Daß wir möch⸗ ten werden heil An den tiefen See⸗ len⸗Wunden, Die ſonſt bleiben unver⸗ bunden. 5. Nun zu dir komm ich geſchrit⸗ ten, O mein Heiland, Jeſu Chriſt; Laß dich jetzt von mir erbitten, Weil für mich bereitet iſt Dein ſo theurer Gnaden⸗Tiſch, Daß ſich meine Seel erfriſch Und vor Hunger nicht ver⸗ gehe, Sondern neue Kraft entſtehe. 6. Ach, du wolleſt mich begaben Mit dir ſelbſt, oHimmels⸗Brodt, Und mit reichem Troſt mich laben Wider alle Sünden⸗Noth! Ach, laß deine Le⸗ Abendmahls⸗Lieder. XXXIV. Abendmahls-Lieder. bens⸗Quell Mich auch machen weiß und hell; Tränke mich, daß ich nicht ſterbe, Sondern mit dir ewig erbe. 7. Dir will ich anjetzo ſchicen Mein gan müd⸗ und mattes Herz, Ach, du wolleſt mich erquicken Und beſänftgen meinen Schmerz; Nimms zu deiner Wohnung ein, Laß es deinen Tempel ſein, Du wollſt ſelbſt darinnen leben: Herr, dir ſei es ganz ergeben! Anna Sophia, Landgräfin zu Heſſen⸗ Darmſtadt, g. 1638, ſt. 1683. Wunſch, nimmermehr Jeſum zu verlaſſen nach dem heiligen Abendmahl. Mel. O Gott, du frommer Gott. ch, wenn ich mich doch 1651.A könnt In Jeſu Liebe ſenken Und alle Augenblick An Jeſu Liebe denken! Mir deucht, ich höre ſtets, Als wenn mir waszuſpricht: Ver⸗ giß bei Leibe du Der Liebe Jeſu nicht! 2. Ach, wie könnt ich doch auch, Mein Jeſu, dich vergeſſen? Das, was ich oftmals hab Getrunken und ge⸗ geſſen, Dein eigen Leib und Blut, Das hat mein Herz und Sinn Verän⸗ dert, daß ich nun In meinem Jeſu bin. 3. Ich bin ganz durch und durch Mit Jeſu angefüllet; Kein Ader iſt in mir, Die nicht von deßs quillet; Das Herz, das triefet noch Vons lieb⸗ ſten Jeſu Blut Und brennet lichter⸗ loh In Jeſu Liebes⸗Gluth. 4. Zu viel, ach, gar zu viel Thuſt du mir, Jeſu, Gnade; Ich armes Stücklein Erd Bekenne zu gerade: Ich bin der Keines werth, So du an mir ethan, Und weiß auch nimmermehr, ie ich gnug danken kann. 5. Dieß Denken und den Dank Laß ſtetig dazu kommen In Allem, was auch wird Von mir nur vorgenom⸗ men: So leb in Jeſu ich Mit einem 3*——* 6— ——————— 1994 16 verrathen, ———— —— ———— friſchen Muth Und ſterbe, wenn Gott will, Auf Jeſum und ſein Blut. Aem. Juliane, Gräf. zu Schwarzb.⸗Rudolſtadt, g. 1637, ſt. 1706. Einſetzung des heiligen Abendmahls. 652 Ich dank dir ſchon durch. 652 As Jeſus Chriſtus in . der Nacht, Darin er Auf unſer Heil ganz war bedacht, Daſſ 3 zu erſtatten: 2. Da nahm er in die Hand das Brodt Und brachs mit ſeinen Fingern, Sah auf gen Himmel, dankte Gott Und ſprach zu ſeinen Jüngern: 3. Nehmt hin und eßt, das iſt mein Leib, Der für euch wird gegeben, Und denket, daß ich euer bleib Im Tod und auch im Leben. Wein Im Kelch und ſprach zu Allen: Nehmt hin und trinket insgemein, Wollt ihr Gott recht gefallen. 5. Hier geb ich ruch mein theures Blut Im Kelche genießen, Das ich für euch und did zu Gut Am Kreuz jetzt werd vergießen. 6. Hier wird ein neuer Bund ge⸗ macht In meinem eignen Blute; Im o alten ward nur Vieh geſchlacht, Ge⸗ polet von der Hute. 7. Hier iſt der Körper, der bin ich, Dort war Figur und Schatten: Dort war ein Lamm, hier laß ich mich In heißer Liebe braten. 8. Das macht euch aller Sünden frei, Daß ſie euch nicht mehr kränken, So oft Uin thut, ſollt ihr dabei An meinen Tod gedenken. 9. O Jeſu, dir ſei ewig Dank Für Abendmahls⸗Lieder. deine Treu und Gaben;: Ach, laß dur ch dieſe Speis und Trank Auch mich das Leben haben! Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Ermunterung nach dem heil. Abendmahl. In eigener Melodie. 16. 53. A auf, mein Geiſt, De erhebe dich zum Him⸗ mel, Weich von dem unbeſt digen Getüummel Dadurch die W ummn des Vo lk betrügt; Ich habe nu V Himmels⸗Manna geſſen, Bin 1 5* guten Hirten Tiſch geſeſſ en: Der alt Feind zu meinen Füßen liegt Ate 2. Was frag ich nun n 1 Luſt undSchätzen! Ein den 4 der kann mich gnug ergötzen, Durſt iſt hin, wie bin i wemn Nun wird die Seel in Wolluſt fete werden, Den V Jorſchmach hab ich ſche — auf dieſ jer Erden, Doch mache mich Jeſu, mehr geſchickt 3. Gebeut als Herr dem theur er kauften Kinde; Gib, daß ich Kraftin dir als König finde; Sei mein Pa⸗ phet, ſo werd ich Gott gelehrt, Vif du mein Haupt, dann hab ich d zum Führer; Biſt du mem Nam⸗ 4. Desgleichen nahm er auch den ſo biſt du mein Regierer: Als Hob prieſter iſt dein Opfer werth. 4. Was will ich mehr, als dien Himmels⸗Fürf ſten? Ich werd hinier in Ewigkeit nicht dür ſten, Weil der mich tränkt, der ſel lbſt das Leden iſt Kein Hunger wird die Seele jemals preſſen, Denn mir ein Thell den Manna zugemeſſen, Das du allein, ſüßer Jeſu, biiiſt. 5. Ich lebe nun und will n. Gott er Paeben Doch nicht ich, unrr Chriſtus iſt mein Leben: So! denn in mir, o Gottes⸗Sohn! 3 gaüt gewiß, daß droben und auf n I Barmerzigkeit und Güte folgen den Als ein durch Blut Tleun erworbner Lohn. Joach. Ne ander, g. 1640, 163. Morgen⸗Lied eines Communi⸗ canten. Mel. Herr Jeſu Chriſt, du höchſtet. 16 54.2 luf, auf, mein Geif 9.AAermuntre e dich 3 Nacht i ſt nun vergangen; Mein e⸗ ſus kommt und wecket nich, Er mir mit Verlangen, Mit ſei einem del D und theurem Blut, Das gnug für — ——— —ꝛü— —— —— — —. 4 — — — — — — — nill ih me ürſten? Ih wn n ct nict dürſen, Ni at der ſelbſt dwahe et witd die eitg. henn mir ei ln de ngemeſſen, Dwdi = 87 biſt 9 4 Slebe nun ud in men. Dohnictihge eſt mein Le. 3 r rir, Gottes Ei, „ß dooben ud un Aket und Glbpn in durch Butün⸗ 3 uhn. Joach. Neander,hl“ = Aitd iint ümi tantt. — ar aij u , Aerunte nun vergange he Pct und receen fen gr 3 M d 1 4 4 rJerlongen, M Im Buut dx meine Sünde thut, Will ich mich heut aalice auf und iß, das Lebens⸗ Brodt Wird dir heut aufgetragen, Der ſelge Trank, ſo roſenroth, Und heilet alle Plagen. Den beut dir Jeſus ſel⸗ ber dar, Trink fröhlich, ſo kann die Gefahr Der Hölle dir nicht ſchaden. 3. Doch wirf zuvor das Sünden⸗ leid Von dir, das ſehr beflecket; Nimm den Rock der Gerechtigkeit, Der deine Schande decket! Den heilgen Geiſt ruf eifrig an, Der deine Seele heil⸗ gen kann, Daß er dich wohl bereite. 4. So wird alsdann das Gottes⸗ Lamm Auch gerne bei dir wohnen Und als ein treuer Bräutigam Dich, ſeine Braut, belohnen; Du ſollſt, mein Herz, ſein Himmel ſein, Da will er prächtig ziehen ein Und ewig in dir bleiben.. 5. Nun, Herr, der du mein Herze weißt, Zu dir komm ich geſchritten, Du wolleſt nebſt dem heilgen Geiſt Den Vater für mich bitten, Daß ja mein Glaub aufhöre nicht Und ich dein Mahl nicht zum Gericht Unwür⸗ dig brauchen möge. 6. Ihr Engel, kommt und führet mich Ju dieſem Tiſch der Gnaden; Trotz, daß Sünd, Tod und Hölle ſich Jetzt regen, mir zu ſchaden! Mein Je⸗ ſus kommt, zurücke prallt, Er eilt zu mir, zu Boden fallt, Ihr Teufel, hier iſt Jeſus! D. Joh. Fr. Mayer, g. 1650, ſt. 1712. Morgen⸗Lied eines Communi⸗ canten. In eigener Melodie. 25 uf, liebe Seel, ſei fröh⸗ 1655. A lich aufzuſtehen; Du ſollſt jetzund zu Gottes Tafel gehen, Bedenke, wie dich heute angenommen Dein Gott zu Gnaden, jetzund magſt du kommen Zu dem Altar, ſein Leib und Blut genießen, So er für dich am Kreuze laſſen fließen. Abendmahls⸗Lieder. 100 Verlangen, Die werthe Seelen⸗Speiſe zu empfangen, Mit Würden laß mich einen Tiſch⸗Gaſt werden, Damit mein Herz und alle mein Geberden Bei. dieſem Werk in Andacht ſich erweiſen Und dich darauf mit Mund und Her⸗ zen preifen. Freude über die Einladung zu Chriſti Mahl. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 44⁵— uf, mein Herze, rüſte 1 656. A dich! Jeſus läßt zur Tafel laden; Seine Stimme ruft auch mich Voller Liebe, voller Gnaden: Komm, mein Schäflein, hier iſt Koſt; Komm, mein Freund, trink Freuden⸗ Moſt! 2. Seiwillkommen, Himmels⸗Brodt, Sei willkommen, Trank voll Leben, Arznei wider Noth und Tod, Die mir Jeſu Hand gegeben: Theurer Leib, ach, theures Blut, meiner Seele höchſtes Gut! b 3. Küßt, ihr Lippen, meinen Freund, Es iſt voller Süßigkeiten; Augen, weint vor Freuden, weint Ueber ſolche Liebes⸗Beuten: Jeſu Liebe roth und weiß, Leib und Blut mein Ehren⸗ Preis! 4. Ach, ſo ſenke dich in mich, Ich will mich in dich verſenken; Niemand trennt uns ſicherlich, Weil wir uns einander ſchenken. Leib und Blut iſt hier dein Pfand, Meines Herzens, Mund und Hand. 5. Du biſt ja mein Fleiſch und Blut, Ich ein Glied an deinem Leibe. Trotz ſag ich der Höllen⸗Gluth, Daß ſie mich zum Zweifel treibe; Brief und Siegel hab ich hier; Jeſus wohnet ſelbſt in mir. 6. Seele, geh mit Freuden heim; Denn mein Mund iſt voller Lachen Und mein Herz voll Honigſeim Ueber ſolche Wunder⸗Sachen: Schau, daß Chriſti Leib und Blut Auch bei dir die Wirkung thut. 7. Denk an deines Jeſu Pein Und 2. Ich warte nun, mein Jeſu, mit an ſeine Todes⸗Schmerzen; Wandle vor dem Reinen rein, Gib ihm Ruhm mit Mund und Herzen: So wirſt du im Glauben ſchön Einf ſt zur Himmels⸗ Tafel gehn. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Erweckung zum Guaden⸗Tiſch unter geiſtlichen Drangſalen. Mel. Mein Jeſu, der du. 165 7. Ah Seele, ſei gerüſt, Dein Heillnd Jeſus Chriſt Brennt vor Ver langen: Sein Herze f ſehnet ſich, Noch vor dem Lei⸗ den dich Recht zu umſangen. 2. O Liebe vhne Zahl, Das Bild muß d dieſes Mal Dem Weſen weichen; Er ſof⸗ der Bräutigam, Schenkt ſich zum O ſter⸗Lamm, Uns ganz zu eigene 3. Er hat ein Denkmal letzt D Wund der eingeſetzt, Uns zu v ſundon Zu ſeinem Tod, den wir, Bis er kommt, für und für Sollen verkünden. 4. Drum liebes Iſrael, Auf, ſtärke deine Seel, Ergrei die Siegell Gort führt durch L Lammes⸗Blut Die Sei⸗ nen durch die Fluth Zum Freuden⸗ g Hügel, 5. O Jeſu, dir ſei Dank! Lehr uns den Lob⸗ Geſang Nur alſo fingen⸗ Daß Den Oelberg wir dann können drauf D gehn hinauf dund. tapfer ringen. 6. Die Zeit eilt ja heran, Da wir die Lebens⸗Bahn Sollen betreten⸗ Ach, hilf, daß uns die Nacht Nicht träg und ſchläfrig macht, Eifrig zu beten. 7. Nimm unſern Willen hin, Schaff einen neuen Sinn Nach dei⸗ nem Villen, Daß wir, was dir ge⸗ fällt, In dieſer Kreuzes⸗Welt Mögen erfullei. 8. Laß deines Todes Kraft D Lebensſaft In uns ausfließen; uns aus reiner Höh, letzten Weh Nun wirſt ausgießen. 9. Sieh, Babel merkets ſchier, Daß dein Volk, Herr, bei dir Sa V Hilf und Segen; Drum machet es ich auf Um unſern Waffen⸗Lauf Niederzulegen. Abendmahls⸗Lieder. end en; 10. Du aber, Jeſu, nicht wie ein Schil wanken. Trübſal, zu danken. 11. Auf daß wir unſern M uth or ä Jr einer Hitz und Gluth Nic u ſinken, Sondern den M Nyrrhen⸗A 28 Den du uns ſchenkeſt ein, Gang ui 3 w lig trinken. 12. Die Zeit gar bald hin nichleiht Da uns drauf wird gereicht Der ge der Freuden; O Troſtes⸗ edn Der dann erſetzen muß Das flan⸗ Leiden! 13. Da wird die 2 Traurigkeit! den Freud und Herrlichkeit Werden bar⸗ ſchlungen, Wenn Gott das weiße Kled Gibt denen nach dem Streit, Die hie gerungen. 14. Hiernach das Herze wallt. Jeſu, kdxui komm bald, Uns 5 Hil f, weil jetzt Babel ſchnan Damit es dich nint raubt 66G 1 hilf, Daß vir din und Gib uns Weinne bi 4 Angſt und Leid D t ſas den Händen! 15. Laß unſre Waffend gen ferner noch Stets ſie egad Verblende Babylon. Daß es mit und Hohn Nur mas be ſtehen, 16. Und geuß, Immanue, ſer Herz und Seel Einfalt un d heit; Gib uns Weisheit in dr in Och 0e 4 voſt 4 1= In Un⸗ den edlen Stärk b Wenn du die ſchenk uns für und für Klugheit und Klarheit. 17. Herr, dir iſt ja der Ruhm, Ach, hör im Heligthum Deeß un Lallen; Hier klingt: Halleluja! di. Jeſu, Ja, Ja, Ja Doch eaaen 18, Mach uns in dir bereit, Durch Leiden in die Freud So einadn gen, Daß wir Victoria, Trungh, der Herr iſt da, Bald fröhlich ſi ſingen Georg Heine, un 1a. Vorſatz nach demt Geuuß⸗ Mel. Jeſu Leiden, Pein und Tod⸗ Chre, Herz und Mund ſtimmt ihe ieſer Tag ſoll heilg 1658. T. Di⸗ ein Gott und ſiſe — — —— ——4 — S ——— *= —— =——— ——— ——— ——— =y= — Pnittatt — nach dem Srz.h. „ 1 t nid die Auin 1, nein Herr und Gott, Iſt in mi — VennGtzätise gejloſſe 1 — ud ds jaxpäh nn duhlas 55 M 6 h dich nicht ranthe enl unre Pafenaige — noch Stets ſomge e Sbabylon. Dcünte a d Nur muß beit geuß, Inrnan r Su Sell rjcmſe m iaii kl a fir und fir aum V ääüt — cc uns inude die Fteud ei h — vrr Liem = ſt da, Bud füüſe Gertj ſin 4 e n e uh min eſu — iſer ne S3 Dta⸗ Im ſuh⸗ z. Daß man fröhlich höre: Mir iſt Tie uhe Heil Von Gott wider⸗ ahren Und ich hab ein beſſer Theil, bih die Engel⸗Schaaren. 2. Ich bin heut am Gnaden⸗Tiſch Gottes Gaſt geweſen Und davon ganz froh und friſch, Ja als neu ge⸗ V neſen, Preis und Chre, Ruhm und Dank Will ich dafür bringen Und den beſten Lobgeſang Meinem Schöpfer ſingen.....„eu 3 Dieſer Tagſoll heilig ſein Chriſti Leib und Blute; Theure Schätze, ihr eid mein Und kommt mir zu Gute, ſün Leib, mein Himmels⸗Brodt, Dich hab ich genoſſen Und dein Blut, gefloſſen...... 4. Hierdurch bin ich ja mit dir In Gemeinſchaft kommen, Jeſu, meiner Seelen Zier, Weil ich dasgenommen, Was du ſelbſt den rechten Trank Und die Speiſe nenneſt, Die du gibſt und lebenslang Deinen Gliedern gönneſt. 5. Dieſer Tag ſoll heilig ſein Mei⸗ nes Heilands Leiden, Seinen Wun⸗ den ſeiner Pein, Seinem Tod und Scheiden; Dieſes Mahl iſt eingeſetzt, Ihrer zu gedenken, Jeſus ſelbſt hat do zuletzt Mir ſich wollen ſchenken. 6. Dieſe Pfänder ſind es nun, Die mein Heil beſtärken, Meine Seele ſoll hier ruhn Und vollkommen merken, Daß in Chriſto Alles ſei Mir zum Troſt gegeben, Was mich nähre und erfreu: Gnade, Troſt und Leben. 7. Dieſer Tag ſoll heilig ſein Wah⸗ der Chriſten⸗Liebe, Daß ich ſie nicht auf den Schein, Sondern herzlich übe. Jeſus gab ſich für mich hin, Mich ſelbſt zu verſühner Sollt ich nun nicht williglich Meinem Nächſten dienen? b 8. Meinem Glauben giebtdieß Mahl Neue Kraft und Stärke, Gott ſchenkt dazu überall Muth und rechte Werke, Daß ich in der Glaubens⸗Kraft Thä⸗ tig mich entreiße Und die wahre Brü⸗ derſchaft Lern bei dieſer Weiſe. 9. Herzens⸗Jeſu, bleib in mir, Wie du mich genähret, Daß ich leb und Abendmahls⸗Lieder. 1007 Dieſer Tag ſoll heilig ſein Dir und deinem Namen. Ewig bin und bleib ich dein, mein Erlöſer, Amen! D. Bal.Ernſt Löſcher, g. 1673. ſt, 1749. Vor dem heiligen Abendmahl. Mel. Nun freut euch, ſieben. 1 6 59 D“ Lebens⸗Brodt, Herr „.Æ Jeſu Chriſt, Mag dich ein Sünder haben, Der nach dem Himmel hungrig iſt Und ſich mit dir will laben, So bitt ich dich demüthig⸗ lich, Du wolleſt recht bereiten mich, Daß ich recht würdig werde. 2. Auf grünen Auen wolleſt du Mich dieſen Tag, Herr, leiten, Den friſchen Waſſern ahden zu, Den Tiſch für mich bereiten! Ich bin zwar ſünd⸗ lich, matt und krank, Doch laß mich deinen Gnaden⸗Trank Aus deinem Becher ſchmecken. 3. O, du lebendges Himmels⸗Brodt, Du wolleſt mir verleihen, Daß ich in meiner Seelen⸗Noth Zu dir mag kindlich ſchreien! Dein Glaubensrock bedecke mich, Auf daß ich möge wür⸗ diglich An deiner Tafel ſitzen. 4. Tilg allen Haß und Bitterkeit, O Herr, aus meinem Herzen, Laß mich die Sünd in dieſer Zeit Be⸗ reuen ja mit Schmerzen; O unbe⸗ flecktes Oſter⸗Lamm, Du meiner See⸗ len Bräutigam, Laß mich dich recht genießen! 5. Zwar bin ich deiner Gunſt nicht werth, Als der ich jetzt erſcheine Mit Sünden allzu viel beſchwert, Die ſchmerzlich ich beweine: In ſolcher Trübſal tröſtet mich, Herr Jeſu, daß du gnädiglich Der Sünder dich er⸗ armeſt. 6. Ich bin ein Menſch, der voller Sünd: Laß deine Hanz mich heilen; Erleuchte mich, denn ich bin blind: Du kannſt mir Gnad ertheilen; Ich bin verdammt, erbarme dich; Ich bin verloren, ſuche mich Und hilf aus lauter Gnade! 7. Mein Bräutigam, komm her zu bleib in dir, Wie du mich gelehret, mir Und wohn in meinem Herzen; 1008 Abendmahls⸗Lieder. Laß mich dich lieben für und für, hoch erfreue; Komm an, du mein Vergeſſen alle Schmerzen; Ach, laß Ruh und Raſt! Wie gruß in d doch deine Süßigkeit Für meine Treue, Daß du zur Seele, du be Seele ſein bereit Und ſtille ihren ſcwach. Hier unter eines Sinde 8 Jammer! Dach So brüderl lch einkehreſt nend 8. Du Lebens⸗Brodt, Herr Jeſu G 1 8 18 d 1* Chriſt, Komm, ſelbſt dich mir zu 2. Groß: Herzens⸗Luſt hab ich du. d S an, Wenn ich en Wunde re ſchenken; O Blut, das du vergoſſen Doch jnehr an den Punda m enl biſt, Komm, eiligſt mich zu tranlen 1 dem Erlof den. wa aueie I bleib in dir, Du bleibſt in mir; In d ch den La näen ded Wern D Drum wirſt du, goldne Himmels⸗ ch dein Leib un Rlut anut Sobald mein Ge eiſt viel Luſt erdit „ 4 9„ 1 1 2IAl. Thür, Auch mich dort auferwecken. Mit Vorichmack ſunes d n Joh. Riſt, g. 1604, ſt. 1667. V 16 3. Wie gnädig biſt du, Wun 6 Kurzer Communion⸗Seufzer. Gott, Den hochbetrübten Seeie 8 aler läſſe eſt ſie ja nicht mit Sp da und! Mel. Wo ſoll ich fliehen bin. ſtolzen einden quälen; Dein then zer 1660. Due Wonne meiner Seel, Schutz mir ſteht bereit Zu Tau de hen, 2 ⁸ O mein Immanuel, Feindes Grauſamtkeit, Trotz, da s der Kron aller Gottes⸗Kinder, Thron nicht kann laſſen! Und hochbetrübter Sünder, 9, la mich RA hr„. t us Deneifangen. Ruh, Trof a 4. Wohl weideſt du micht dar ich umfangen, Ruh, Troſt und Kraft d Ne erlangen! Hirt, Zeigſt mir geſundes Wa Du fräntſt mich als ein treuert Vr 2. Aloß uns dieß Labſal ein, Reich uns den Freuden⸗ Wein, An dir iſt mein Ergotzen, Nichts iſt dir gleich zu ſchätzen, Troſt uns in Angſt und Schmerzen, Zeuch ein in unſre Her zen! 3. Hier iſt dein Leib und Blut, Erbtheil und höchſtes Gut; Ich will Treibſt ab den böſen Ha ſer N d 1 gibſt dich ſe lbſt zu eigen rir. We une opfre ich dir denn daftn, Fur dies Liebesthaten? Dan e Nun habe, ſüßer Jeſu, Dant Du haſt mich wohl verbun den ſtärkſt mich, wenn ich liege kant Ihd dich gern geniehen, Nichts labt ſont mein Gewiſſen; Rüſt uns zum See⸗ alten Adams⸗Wunden. de len⸗Kriege, Ne kämpfe, bis ich ſtege. dir, daß du, Herr Chriſt, 1 Ueng 5 9 4. Kreuz iſt mein täglich Brodt; Samariter biſt, Wilſt Leid mdeit iite Hilf mir in aller Noth. Mit Jeſu helfen. ſ 5 3— 1 hell kann ich tragen. Auf Jeſum will. Du hälſt ja die Verheißunit u ichs wagen. Träuk uns von deinem Und meinſt es aut von deun A it Tiſche, Thu, was mein H 91—-—dein Tiſ was mein Herz erfriſche. treulich du geſcheden lüßt, Oäſust un 5. Herr Jeſu, bleib in mir, Ich hange ganz an dir, An dich bin ich ergeben; Schaff mir ein; neues Leben, Ein reines Herz und Willen; Nun, du wirſt mirs erfüllen! verpfleget.„ M. Ivy. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. 4 Trifft mich der Seelen; Vutge Noth, Muß ich mein Herz abmatte So komme du, mein Himmels⸗ Ma 1 Erfreulich mir zu Statten; Dein thel⸗ du in die Schmerzen; Denn wie d Herr, verheißen haſt, So haß 3 deinen armen Gaſt Jetzt konicſt Frendige Bewillkommunng Jeſu im heil. Abendmahl. res Blut im Abendmahl C Ei Mel. Allein Gott in der Höh. mich in Todes⸗Qual, T Damit ich nict enr 16 6 1. E Frſchein, d ſüßer See⸗ verf ſchmachte. geſ 0 len Gaſt, Daßi ichmich§. Wie herrlich, heilig grof, m n rm d,g 6 1 A Le uin Geiſ w 4 nut ſn tes ² gridig hiN N. — weirrundn ejr rict m èn iden quile. da e I vedeſt u nin — Iſt mir geinde 4 ſt mich als eneaſie 1 dr düßn i felbſt ar amameae dir denn dit i en?. — habe, ſühr nn crich wohl dcwn ih, wenn ich ic n vams⸗unden, Knt Seu, Herr Chri Uün Serrbit Wilttlähmen — — huͤſt in di Aune a iſt es guit mgn Siu geſceden bhe —. Schmeren In cheißen men 1 f h „9 Ihr üie Gat 1 ſ FFu werdvertraut, Daich aller Schuld A. entnommen eeſchaut; prih p 1 t It des Lammes Hochzeit heut, Der von deiner Mutter Maria kam, und das heilige Blut Hilf uns, Herr, aus aller Noth! Kyrie, eleiſon! 6 5 3 1663(ott ſei Lob, der Tag D 6 4 ſt, großer Gott, dein Name den M iſt dein Ruhm und Ehr, ach bin ein böſer Same; hedoch weil du mit mir, Herr Chriſt, Im Abendmahl vereinigt biſt, Kannſt du dein Glied nicht haſſen. M. B. Prätorins, um 1688. Dankſagung nach dem heiligen Abendmahl. In voriger Melodie. 2 ott ſei gelobet und 1662. Gengdet Se us ſelber hat geſpeiſet Mit ſeinem Fleiſche und mit ſeinem Blute: Das gib uns, Herr Gott, zu Gute! Kyrie, eleiſon! Herr, durch deinen heiligen Leichnam, 2. Der heilig Leichnam iſt für uns gegeben Zum Tod, daß wir dadurch eben: Nicht größer Güte konnte er uns ſchenken, Dabei wir ſein ſolln ge⸗ denken. Kyrie, eleiſon! Herr, dein Lieb ſo groß dich zwungen hat, Daß dein But an uns groß Wunder that Und bezahlt unſre Schuld, Daß uns Gott Hil ſt worden hold. Kyrie, eleiſon! 3. Gott geb uns Allen ſeiner Gna⸗ de Segen, Daß wir gehn auf ſeinen Wegen In rechter Lieb nnd brüder⸗ lcher Treue, Daß uns die Speis nicht gereue. Kyrie, eleiſon! Herr, dein heilig Geiſt uns nimmer laß, Der uns geb zu halten rechte Maß, Daß dein arm Chriſtenheit Leb in Fried und Einigkeit! Kyrie, eleiſon! D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. Norgen⸗Andacht vor der Communion. Mel. Freu dich ſehr, o meine. Abendmahls⸗Lieder. 1009 Da mir Gott zum ewgen Leben Will den ganzen Jeſum geben! 2. Gott, ich komm beifrühem Mor⸗ gen Zu dir als dein liebes Kind, Leg in deine Vater⸗Sorgen Mich mit Leib und Seel geſchwind. Abba, Va⸗ ter, ſorg für mich, Daß ich heut ja würdiglich Als dein Gaſt bei dir er⸗ ſcheine Und mit Jeſu mich vereine! 3. Chriſte, du Lamm Gottes, höre, Weil du trägeſt meine Sünd, Als mein Schatz und Hirt bekehre, Deine Braut und Schaf mich find. Deiner Güte ich vertrau, Führe mich auf grüner Au Und ſpeis mich, mir ſtets zu Gute, Heut mit deinem Leib und Blute. 4. Heilger Geiſt, den ich umfaſſe, Bleibe heut und ſtets bei mir; Mich mit Beiſtand nicht verlaſſe, Sondern hilf, daß ſelig hier Mir zu Nutze, Gott zum Preis, ich genieß die Himmels⸗ Speis, Daß ich darnach chriſtliche lebe, Freudig meinen Geiſt aufgebe. 5. Nun, ich lieg dir, Gottzu Füßen, Gottes Liebe ſchmücke mich. Meines JeſuBlutvergießen Mache würdig mich durch ſich. Hilf mir drauf, du Pater⸗ Herz, Hilf mir, Jeſu Tod und Schmerz, ilf mir, Tröſter, heut auf Erden, Daß ich möge ſelig werden! Aem. Juliane, Gräfin zu Schwarzb.⸗ Rudolſtadt, g. 1637, ſt. 1706. Dank und Gebet vor dem heiligen Abendmahl für die Weide des guten Hirten. Mel. Liebſter Jeſu wir ſind hier. 3§ uter Hirte, JeſuChriſt, 1664. Dir ſei Lob und Dank gegeben Für dein theures Abendmahl, Das uns dient zum Himmels⸗Leben, Uns frei macht von allen Sünden, So oft wir uns dazu ſinden. iſt ommen, Da ich Werd in Gottes Huld Gott ſei Lob, daß mir be⸗ 2. Siehe, Jeſu, dieſes Mal Sind wir auch allhier vorhanden, Deinen wahren Leib und Blut Wider unſre Sünden⸗Schanden Zu genießen und dein Leiden Zu verkündigen mit Freu⸗ den. 64 1010 Abendmahls⸗Lieder. 1 3. Ach, Herr Jeſu, ſchenke uns Dei⸗ An deiner Tafel hier gegeſf ſſen Un nes guten Geiſtes Gaben, Daß wir was für einen ſüßen Meſt den u 6 alleſammt dazu Mögen rechte Herzen Weinſtock mir glen hat, Dr ſt* haben, Dich mit Glauben zu empfan⸗ zu deiner Kelter trat. gen Und dir ſtetig anzühangen, t 7. Haſt du in mir den Plag ge iim 1 4. Schaff uns neu durch dieſ e Koſ nommen, Sotreib hinführo Ales ue n Daß wir alles Böſe laſſen Und nur Was dir nur kann zu nahe ienn e dich und dein öehet Und was himum⸗ Mein Herze ſei dein eig en Dr Se liſch iſt, recht faſſen: Ach, gib e s Nimm allen meinen Willen rhin Un ſehr durch deinen Namen, Jeſu, liebſter gib mir einen neuen Sinn. du Jeſu, Amen 8. Sei du der Wein ſot b do (Rebe, So nehm ich Saft und gut„ 3 5 von dir, Daß ich nur der d de Nach dem Genuß b und Nach dem Genuß. nicht lebe, Auch den Schatz nimme Mel. Wer nur den lieben Gott. mehr verlier, Der mir den auns un 1665. c.Jalleluja! Ich bin ge⸗ Herze ſchenkt umn mich zum omg V ud trän n 200 neſen, Mein Jeſus iſt ſp iſt Le tra 1 6 mein lieber Gaſt Und auch mein 9, Den Vorſchmack hab ih ma ſi treuer Wirth geweſen, Der mich nun genoſſen Von jenem großen dern ganz und gar umfaßt, Es iſt nun lau⸗ mahl; Du Nebſ ſtie in m mein der] ter Jeſus hier, Ich bin in ihm und ge ſchloſſen, Bis mich in Di 1Ch— er in mir. t h. b Neuem traͤnkt Und ewige Jan gung ſchenkt. —8. Af Benj. Schmolk, g. Lö68,. 2. Ach, war ich nicht i m dritten Himmel Vor lauter Süß igkeit ent⸗ zückt? Mich irrete kein Welt⸗Getüm⸗ mel, Da ich nur Jeſum erſt erblickt. Der Teufel lag zu Füßen mir Bei dieſer Gnaden⸗ Tafel hier. 3. Wie kann ich dirs denn gnug vergelten, D 2 Gottes⸗ und des Men⸗ V Saal Des Weinſtocks Fr Um ſelige Zubereitung ni den— heil. Abendmahl. b Mel. Zion klagt mit Angſt Und„ 8 d„ D d mel faßt dich nicht, Du haſt dein men Kinder Nach des Vatat Aug auf mich gericht. M J dm ih e 4. Ach, konnt ich nach Verdienſt ſchmeckt, Morgen(Heuteſ dnm, . Wrch, I1. mei nun dein Gaſt, Wie du mirleiin ſchen Sohn? Du wohneſt in des err, du dat ft 4 1 Himmels Zelten Und macheſt in mir 1666. 9) Sünders inenreid 2 Thro Der K 8 25 3 4 deinen Thron. Der Himmel Him⸗ Tiſch gedeckt, Wd das rd„ r V ) 3 D d ſt 49f 45 3 dich ſch d Ben⸗ Du Schatz 6, er alle haſt: 8 Aber hilf auch, daß mene in Herz Schätze gibt! Ach könnt ich mich ge⸗ Nicht mit deiner Wabrdaltſtn nug ergoͤtzen An dem, der meine 5 b ich Leib ud 6 Seele liebt! Ich Kittre; zwar vor dei⸗ Räume, bitt ich, dühd di m V 4 Rein von allem Argen aus, meines Herzens⸗ Höhle Werde de geweihtes Haus; Denn ich hoffem auf dich: Liebſter Jeſu, liebe. Und laß deinen Tiſch aufcde iun halben Himmel werden! ner Macht, Doch⸗ daß mir auch das Herze lacht. 5. Du biſt der Geber und die Gabe Und machſt mich an der Seele reich, Ja, wenn ich dich im Herzen habe, Hab ich den Himmel auch zugleich. 1 Diens Wer Leib und Blut zum Pf fande hat, Kann der Herr dene 6 Dhn V Der i t ſchon ſelig in der That. V ſhenken Auch ſe ein eigen Flel 4 5 ſo hilf mirs recht bed 6. Laß mich doch nimmermehr ver⸗ Wat⸗ Ach, geſſen, Was ich für eine Lebens⸗Koſt ken, Was = hie deine Liebe thu thut, Varſchmat ſu 7 WNan jenem 3. 4 = u hleibſt nr nm J1, Is nihi ger. des Weinſtott ſue rr äntt Und ery nt. Benj. Scmale l 1 aooa rige Zuberein gn heil. Aberdul 8 Zien kagt wi tnſt 7.Häns Bat 1 1 4 Ahhen ias ume itic 1 —“ — — * — — 6 ₰ ☛— S.= — — — α8 —— 3— ——— ——— 8—— — — = — =. —— —j— as hier dine 8 5 verleihe, daß ich nicht Eß und trinke um Gericht, Was du, Jeſu, für mein ſeben Fur Erlöſung haſt gegeben! 4. Nimm jetzt die Vernunft ge⸗ fangen, Daß ich glaube ſchlecht und recht, Und erwecke mein Verlangen, Wenn das Fleiſch den Eifer ſchwächt, Bis ich fühle meine Noth Und mich ſehne nach dem Brodt, Welches allen Hunger ſtillet Und mein Herz mit Gott erfüllet. 5. Denke doch, du Fürſt des Le⸗ bens, Denke, daß du Jeſus heißt; Denke, daß du nicht vergebens Für die Welt geſtorben ſeiſt! Drum er⸗ höre, was ich bitt: Theile mir dich ſelber mit Und laß heut in mein Gewiſſen Blut aus deinen Wunden ießen. 4 Sind wir doch aus dir geboren, Nähr uns auch durch deine Kraft, Und weil Alles da verloren, Wo nicht Jeſus Hilfe ſchafft, Ach, ſo laß dein Brodt und Wein Meines Herzens Manna ſein, Daß die Wirkung dei⸗ ner Speiſe Künftig in der That ſich weiſe! 7. Laß mich deine Liebe ſchmecken Und die Güter jener Welt; Oder, wenn auch Furcht und Schrecken Mich zuweilen überfällt, So verſchaffe mir dein Blut Einen wahren Na⸗ den⸗Muth, Daß ich meinen Troſt im Glauben Mir Niemanden laſſe rauben. 8. Hilf mir recht ins Herze faſſen Deinen herben bittern Tod; Laß mich auch Niemanden haſſen, Der mit mir genießt dein Brodt; Nimm mich ganz vollkommen ein, Bis ich werde bei dir ſein Und die Fülle deiner Ga⸗ ben, Meinen Gott und Alles haben. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Um würdigen Genuß vor dem heiligen Abendmahl. Mel. Wenn mein Stündlein. 1667. Per Jeſu Chriſt, du haſt bereit Für unſre Abendmahls⸗Lieder. 10¹1 matten Seelen Dein Leib und Blut in einr Mahlzeit, Willſt uns zu Gä⸗ ſten wählen, Wir tragen unſre Sün⸗ den⸗Laſt; Drum kommen wir zu dir zu Gaſt Und ſuchen Rath und Hilfe. 2. Ob du ſchon aufgefahren biſt Von dieſer Erden ſichtig Und bleibſt nunmehr zu dieſer Friſt Von uns allhier unſichtig, Bis dein Gericht dort wird aͤngehn, Und wir vor dir All werden ſtehn Und dich fröhlich anſchauen: 3. So biſt du doch ſtets nach deinm Wort Bei uns und deinr Gemeine Und nicht gefangn an einem Ort Mit deinem Fleiſch und Beine. Dein Wort ſteht wie ein Mauer feſt, Das ſich Niemandn verkehren läßt, Er ſei ſo klug er wolle. 4. Du fprichſt; Nehmt hin, das iſt mein Leib, Den ſollt ihr mündlich eſſen; Trinkt All mein Blut, bei euch ich bleib, Mein ſollt ihr nicht ver⸗ geſſen. Du haſts geredt, drum iſt es wahr; Du biſt allmächtig, drum iſt gar Kein Ding bei dir unmöglich. 5. Und ob mein Herz hier nicht verſteht, Wie dein Leib an viel Or⸗ ten Zugleich ſein kann und wies zu⸗ geht. Trau ich doch deinen Worten. Wie das ſein kann, befehl ich dir, An deinem Wort genüget mir, Dem ſteht mir zu zu gläuben. 6. Ich glaub, o liebſter Herr, ich glaub, Hilf meinem ſchwachen Glau⸗ ben; Ich bin doch Nichts, denn Aſch und Staub, Deins Worts mich nicht beraube. Dein Wort, dein Tauf und dein Nachtmahl Tröſt mich in dieſem Jammerthal, Da liegt mein Schatz begraben. 7. Ach, Herr, hilf, daß wir würdig⸗ lich Gehen 4¹ deinem Tiſche, Bewei⸗ nen unſre Sünd herzlich, Und uns wieder erfriſche Mit deinm Verdienſt und Wohlthat groß, Darauf wir traun ohn Unterlaß Und unſer Le⸗ ben beſſern. 8. Für ſolch dein tröſtlich Abend⸗ 64* 101² mahl, Herr Chriſt, ſei hochgelobet! Erhalt uns das, weil überall Die Welt dawider tobet; Hilf, daß dein Leib und Blut allein Mein Troſt und Labſal möge ſein Am letzten Stündlein, Amen! Samuel Kinner. Um würdige Zubereitung. Mel. Gott ſei gelobet und. 1668 Perr deſahriſe,nen .DZgetreuerHirte,Komm mit Gnaden mich bewirthe, Bei dir alleine find ich Heil und Leben; Was ich bdarf, kannſt du mir geben. Kyrie, eleiſon! Dein arm Schäflein wollſt du weiden Auf Iſraels Bergen mit Freuden Und zum friſchen Waſſer führn, Da das Leben her muß rührn. Kyrie, eleiſon! 2. All andere Speis und Trank iſt ganz vergebens, Du biſt ſelbſt das Brodt des Lebens; Kein Hunger plaget den, der von dir iſſet, Alles Abendmahls⸗Lieder. 5. Der bdarf des Arztes Krankheit plaget, Mit Bigie ihm fraget. O, ſüßer Feſu, ſchau wie tiefe Wunden Werden auch in mir gefunden! Kyrie, eleiſon! Du biſt der Arzt, den ich rufe, Auf da ich mit Verlangen hoffe, Hil, owah⸗ rer Menſch und Gott! Hilſſt du nich, ſo bin ich todt. Kyrie, eleiſen! 6. Du rufeſt Alle zu dir in Ge⸗ naden, Die mühſelig und beladen. Ihre Miſſethat willſt du verzeihen Ihrer Bürde ſie befreien. Kyrie, i⸗ ſon! Ach, komm ſelbſt, leg an dane Hände Und die ſchwere Laſt von ni wende; Mache mich von Sünden frei, Dir zu dienen Kraft verlei Kyrie, eleiſon! 7. Du wolleſt Geiſt und Hanz zu dir neigen; Nimm mich mir ſi mich dir eigen. Du biſt der Wen ſtock, ich bin dein Rehe, üm mich in dich, daß ich lebe. Fhr⸗ eleiſon! Ach, in mir find ich ait Sünden, In dir müſſen ſie badve⸗ Jammers er vergiſſet. Kyrie, eleiſon! zu biſt die lebendige Quelle, Zu dir ich mein Herz⸗Krüglein ſtelle; Laß So wird mit Troſt es fließen voll, meiner Seele wohl. Kyrie, eleiſon! ſchwinden; In mir find ich hilen Pein, In dir muß ich ſelg ſem. Kyrie, eleiſon! 8. Komm, mein Freund, v ionn. 3. Laß mich recht trauern über meine Suͤnde, auch anzünde, den wahren Glau⸗ ben, mit dem ich dich faſſe, Mich auf dein Verdienſt verlaſſe. Kyrie, eleiſon! Gib mir ein recht bußfertig Herze, Daß ich mit der Sünd nicht ſcherze, Noch durch meine Sicherheit Mich bring um die Seligkeit. Kyrie, eleiſon! 4. Mir iſt befleckt ſehr gräulich mein Gewiſſen. Ach, laß ein Bluts⸗ Tröpflein fließen Aus deinen Wun⸗ den, welche du empfangen, Da du biſt ans Kreuz gehangen. Kyrie elei⸗ ſon! Wird damit mein Herz gerüh⸗ ret, Wirds von Stund an rein ge⸗ zieret Durch dein Blut mit Glauben ſchön, Kann in Doch den Glauben dir vor Gott beſtehn. du ſchönſte Krone, Jeſu, komm und in mir wohne! In mir wil ich dit mit Gebet oft gruͤßen, Ja mit it und Glauben kuͤſſen. Kyrie,(leiſon Komm und ſchenke mir deine Leie So wird Nichts ſein, das nich be trübe: Deine Sanftmuth und G⸗ duld, Die Frucht deiner Gnad und Huld. Kyrie, eleiſon! 9. Dieß ſind die Blümlein, die nih können heilen Und mir Lebens⸗Km ertheilen, Daß ich aus mir all le tugend reiße, Dir zu dienen nch be⸗ ſoibe Kyhie eleiſon! ich, was i den⸗Brünnlein mich laben. Laß mih ewig ſein in dir Und bleib ewig aucj in mir. Kyrie, eleiſon! Kyrie, eleiſon! In dir had ſoll haben, Deim Gn Joh. Heermann. S. 1885,. 1 ——= e eſie befrein. g lelen. ggro Wamm ſelbſ dg die ſchwere Mr u deenen gni n — yn jen. du lit R. join dein gete ſe 7) daß ich li g ih, in nir n h n dir mſſen ſet 1 △„ a t, mein Freun re Krone, Jeu, ſe 1 onel In nirvlith a nühſelg und hih. 1' ant *In nir findhil 4 UL. „en büſſen. Km dn ſchenke mid 1 1 4 — ind die Wunkiid — ſind die Bln ie len Und nirlän 1 diß ih aumd he, Di iudin i re licn Kie — ch al ſeben D dn ti am ine Sanftmäh m * Fruct deinr tin Dank und Gebet nach dem Genuß. Mel. Wie ſchön leuchtet der. 669 Werr Jeſu, dir ſei Preis 1* 13 und Dank Für dieſe Seelen⸗Speis und Trank, Damit du uns begabet! Im Brodt und Wein dein Leib und Blut Kommt uns wahr⸗ aftig wohl zu Gut Und unſre Herzen hu Daß wir In dir Und nach allem Wohlgefallen heilig leben: Solches wolleſt du uns geben. *2. Du kehrteſt, oIImmanuel, Ja ſelber ein in unſre Seel, Dir Woh⸗ nung da zu machen; Drum uns ein ſolches Herz verleih, Das von der Welt⸗Lieb ledig ſei Und allen eitlen Sachen. Bleibe, Treibe Unſre Sin⸗ nen und Beginnen, daß wir trachten, Alles Irdſche zu verachten. 3. Ach, Herr, laß uns doch nehmen nicht Dein wahres Nacht⸗Mahl zum Gericht: Ein Jeder recht bedenke, Daß wir mit dieſem Lebens⸗Brodt Im Glauben ſtillen unſre Noth, Der Fels des Heils uns tränke, Züchtig, Tüchtig Dich dort oben ſtets zu lo⸗ ben, bis wir werden Zu dir kom⸗ men von der Erden. 4. O, daß wir ſolcher Seligkeit Erwarten möchten allezeit In Hoff⸗ nung und Vertrauen Und folgends aus dem Jammerthal Eingehen in den Himmels⸗Saal, Da wir Gott werden ſchauen, Tröſtlich, Köſtlich Uns als Gäſte auf das Beſte bei ihm laben Und ganz volle Gnüge haben! *5. Das gib du uns von deinem Thron, O Jeſu Chriſte, Gottes Sohn, Gibs durch dein bittres Lei⸗ den; Daſſelbe, weil wir leben hier, 94 uns betrachten für und für, All Böſes darum meiden! Amen, — vif un⸗ lnpfen, hilf uns dämpfen alle Sünden, Hilf uns fröh⸗ lich überwinden! Hifunsffoh D. Bernh. v. Derſchau, g. 1591, ſt. 1639. Abendmahls⸗Lieder. 101¹13 Dankſagung nach dem heiligen Abendmahl. Mel. Jeſu, meine Freude. 83 ch bin nun geneſen, 1670. 3 Weil ich bin geweſen, Jeſu lieber Gaſt; Er hat weggenom⸗ men, Als ich zu ihm kommen, Meine Sünden⸗Laſt; Hat mein Herz von allem Schmerz In dem Abendmahl befreiet Und mich ganz erneuet. 2. Ich bin nun vergnüget, Kein Feind mich beſieget, Jeſus iſt nun mein; Ich kann mit ihm prangen, Ich hab ihn empfangen Heut im Brodt und Wein; Er liegt mir im Herzen hier, Ich will ihn auch feſte faſſen Und nicht von ihm laſſen. 3. Ich bin nun zufrieden Und wir ſind geſchieden, Ich und du, o Welt! Was auch in dir wäre, Wolluſt, Gold und Ehre, Mir nicht mehr gefällt; Deine Freud iſt Eitelkeit, Deine Pracht Vnd deine Schätze Sind nur Seelen⸗ etze. 4. Ich bin nun beſchirmet, Ob mich gleich eſtürmet Satan und ſein Heer; eſus mich Elenden Deckt mit ſeinen Händen, Ach was will ich mehr? Teufel, weicht, weil Jeſus reicht Mir die Hände, ſo euch jagen Und zu Boden ſchlagen! 5. Ich bin nun genähret Und ſehr hoch geehret, Ich bin Gottes Kind, Das einmal mit Freuden, Nach erlitt⸗ nem Leiden Dort den Himmel findt, Da mein Geiſt das Manna ſpeiſt, So uns hier noch iſt verborgen, Ohne Angſt und Sorgen. 6. Ich bin nun erquicket, Weil mich Jeſus drücket Feſt an ſeine Bruſt. Ich kann nicht verderben Muß ich auch eich ſterben, Sterb ich nur mit Luſt, Weil der Tod nur meine Noth, Meine Qual und Kummer endet Und zu Gott mich ſendet.. 7. Ich bin nun ergötzet, Weil mich Jeſus ſetzet on ſein Ehren⸗Reich; Ach, wie werd ich lachen, Wenn er mich wird machen Seinen Engeln gleich — — 014 Wenn mein Lohn wird ſein die Kron, Die nicht etwa wird verwelken, Ro⸗ ſen gleich und Nelken! 8. Ich bin nun entzücket, Ganz der Welt entrücket, Himmliſch iſt mein Sinn; Nicht eh ruht mein Wille, Er wird eh nicht ſtille, Bis ich bei dir bin; Drum mein Heil, ach, komm in Eil! Neſu, deſu, komm behende, Gib ein ſeligs Ende! M. Friedr. Chriſt. Heyder, g. 1677. Joh. Arndts Abendmahls⸗ Gebet. Mel. Allein Gott in der Höh ſei. 167— J komm jetzt als ein .₰ armer Gaſt, O Herr, zu deinem Tiſche Den du für mich be⸗ reitet haſt, Daß er mein Herz erfriſche, Wenn mich der Seelen⸗Hunger nagt, Wenn mich der Durſt des Geiſtes plagt, Bis mich dein Mahl erquicket. 2. Nun ſprichſt du, Seelen⸗Biſchof, dort: Ich bin das Brodt zum Leben; Dieß Brod treibt auch den Hunger fort, Den ſonſt Nichts mag aufheben. Ich bin der Trank: Wer glaubt an mich, Den wird der Durſt nicht ewig⸗ lich An Leib und Seele brennen. 3. Drum führe mich, o treuer Hirt, Auf deine Himmels⸗Auen, Bis meine Seel erquicket wird, Wenn du ſie läſſeſt ſchauen Die Ströme deiner Gütigkeit, Die du für Alle haſt bereit, Die deiner Hut ſich trauen. 4. Ich armes Schäflein ſuche dich Auf deiner grünen Weide: Dein Le⸗ bens⸗Manna ſpeiſe mich Zum Troſt in allem Leide; Es tränke mich dein theures Blut, Auf daß mich ja kein falſches Gut Von deiner Liebe ſcheide. 5. Gleichwie des Hirſches mattes Herz Nach friſchem Waſſer ſchreiet, So ſchreiet auch mein Seelen⸗Schmerz! Ach, laß mich ſein befreiet Von mei⸗ ner ſchweren Sünden⸗ Pein Und ſchenke mir die Troſt⸗Fluth ein: Abendmahls⸗Lieder. 6. Vor Allem aber wirk in m Ein ungefärbte Reue, df n m ſündlicher Begier Mit ganzem Enſt mich ſcheue; Zieh mir den Rock des Glaubens an, Der dein Verdienſ ergreifen kann, Damit mein Herz ſich fren Entzundt in mi . Entzündt in mir der And Brunſt, Daß ich die Welt mant Und deine Treu und Bruder⸗Gunſ In dieſer Speiſe faſſe, Daß dut dein Leben Lieb in mir Zu manen Nächſten wachs herfür Und ich ſen Niemand haſſe. „. Ach, führe mich nur ſelhſt un mir: Bei mir iſt Nichts, denn Ste⸗ ben; Nimm aber mich, o Herr, zudir Bei dir iſt kein Verderben. Fan iſt lauter Höllen⸗Pein, In dir ſi Nichts, als Seligſein Mit allen him⸗ mels⸗Erben. 9. Erneure mich, o Lebens⸗Sta Mit deines Geiſtes Gaben, Laß nit die Sünde danken ab, Die mich ſent pflegt zu laben; Regiere meinen laſſe Sinn, Daß er die Lüſte wae hin⸗ Die er ſonſt pflegt zu haben! 10. So komm nun, o mein Segle⸗ Schatz, Und laß dich freundlich üſſen Mein Herze gibt dir Raum und Uih Und will von Keinem wiſſen, Alnn von dir, mein Bräutigam, Dienal du mich am Kreuzes⸗Stamm aus Noth und Tod geriſſen. 11. Nimm, liebſter Heiland, gußen Dank Für deine Süßigkeiten! Jc lin vor lauter Liebe krank; Drum wen ich auf die Zeiten, In welchen m, Lebens⸗Fürſt, Mich ſammt den A⸗ leiten. M. Juſt. Sieber, g. 1628, f.166 Gläubiges Kommen auf Jeſt Einladung. Mel. In allen meinen Thaten. Gnaden, Mein Heiland, Jeſu 1 Dann bin ich benedeiet. Doch ſcheu ich mich zu treten W erwählten wirſt Zur Himmelsdit 1672. I4umn e e iies Konnin Ki einen Gott, zu beten, Weil mein u voller Sünden iſt. 1 2. Ich bin ein armer Sünder, Wie alle Menſchen⸗Kinder, Geſtehe meine Sünd; Und weil ich ausgeſchritten, So hilf, o Jeſu, bitten, Daß ich Ge⸗ nade find!. 3. Ich will nun wiederkehren, Hilf allen Unfall wehren, Vergieb mir alle Schuld; Du biſt für mich ge⸗ ſtorben, Haſt mir das Heil erworben, Drum habe nur Geduld! 4. In deine blutgen Wunden Hab ich mich nun gefunden Und bin da⸗ durch getröſt; Hilf mir in deinem Namen, O Jeſu, ſprich das Amen! Du Sünder biſt erlöſt. 5. Drauf will ich nun empfangen Mit gläubigen Verlangen Den wah⸗ ten Leib und Blut, So für mich iſt gegeben; Hilf, daß mirs ſei das Le⸗ den Und meiner Seelen Gut! Unter der Handlung und bei dem Genuß des heiligen Abendmahls. Mel. Wer nur den lieben Gott. 4427 ch komm zu deinem 167 3. J Jrndmahlen ben meine Seele hungrig iſt, Der du wohnſt in dem Freuden⸗Saale Und meiner Seele Speiſe biſt: Mein Jeſu laß dein Fleiſch und Blut Sein meiner Seele höchſtes Gut! 2. Gib, daß ich würdiglich erſcheine Bei deiner Himmelstafel hier, Daß meine Seele nur alleine Mit ihrer Andacht ſei bei dir: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 3. Unwürdig bin ich zwar zu nen⸗ nen, Weil ich in Sünden mich ver⸗ irrt; Doch wirſt Du noch Dein Schäf⸗ lein kennen, Du biſt ja mein Negteuen Hirt: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 4. Gib, daß die Sünde ich verfluche, ”s meiner Seelen Tod und Gift, Abendmahl⸗Lieder. 1015 mich nicht dein Gerichte trifft: Mein Jeſu laß dein Fleiſch ꝛc. 5. Dein Herz iſt ſtets voll von Ver⸗ langen Und brennt von ſehnlicher Begier, Die armen Sünder zu um⸗ fangen; Drum komm ich Sünder auch zu dir: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 6. Mühſelig bin ich und beladen Mit einer ſchweren Sünden⸗Laſt, Doch nimm mich Sünder an zu Gnaden Und ſpeiſe mich als deinen Gaſt! Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 7. Du wirſt ein ſolches Herze fin⸗ den, Das dir zu deinen Füßen fällt, Das da beweinet ſeine Sünden; Doch auch an dein Verdienſt ſich hält: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 8. Ich kann dein Abendmahl wohl nennen Nur deiner Liebe Teſtament; Denn ach, hier kann ich recht erkennen, Wie ſehr dein Herz vor Liebe brennt: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 9. Es iſt das Haupt⸗Gut aller Güter und unſers Glaubens Band und Grund; Die größte Stärke der Gemüther, Die Hoffnung und der Gnaden⸗Bund: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 10. Dieß Mal iſt meiner Seele Weide, Der Armen Schatz, der Schwa⸗ chen Kraft, Der Teufel Schreck, der Engel Freude, Der Sterbenden ihr Lebens⸗Saft: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 11. Kannſt du den ſchwachen Glau⸗ ben ſtärken, Du himmelſüßes Liebes⸗ Mahl, Wenn ſich bei mir läßt Schwachheit merken, So biſt du denn mein ſtarker Pfahl: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 12. Gleichwie nach ſeiner Mutter Brüſten Ein weinend Kind Verlan⸗ gen trägt, So will nach Jeſu mir elüſten, Der hier an ſeine Bruſt mich egt; Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 13. Du biſt mein Arzt, ich bin dein Kranker, Du biſt mein Vater, ich Daß ich mein Leben unterſuche, Daß dein Kind; Mein Herz dein Schiff⸗ 1016 lein, du mein Anker, Mein Ruder, Segel, Maſt und Wind: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch und Blut Sein mei⸗ ner Seele höchſtes Gut! 14. Den Leib, den du für mich gegeben, Das Blut, das du vergoſſen haſt, Gibt meiner Seele Kraft und Leben Und meinem Herzen Ruh und Raſt: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 15. Nun führeſt du zu meinem Munde Das Manna, ſo du ſelber biſt. O angenehme Freuden⸗Stunde! ch weiß faſt ſelbſt nicht, wie mir iſt: ein Jeſu, laß dein Fleiſch und Blut ꝛc. 16. Nun trink ich auch aus deinen Wunden, AOch, wie ſo ſüße ſchmeckt es mir! Hier habt ihr Lippen das gefunden, Was beſſer iſt, als Mal⸗ vaſier: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch und Blut ꝛc. 17. Wie ſüß und lieblich iſt die Speiſe, Die du mir haſt in meinen Mund Gelegt ſo wunderbarer Weiſe, Nun iſt mein krankes Herz geſund: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch und Blut ꝛc. 18. Ich bin als eine Braut ge⸗ pangen Zu meines Liebſten Gaſt⸗Ge⸗ ot; Der mich geziert mit goldnen Spangen, Der als mein Freund iſt weiß und roth: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 19. Ich bin erneuert und erquik⸗ ket, Mit Fried und Freud im Geiſt erfüllt, Ich bin als eine Braut ge⸗ ſchmücket Und trage meines Lieb⸗ ſten Bild: Mein Feſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 20. Ich bin von deiner Liebe trun⸗ ken Und jauchze recht mit frohem Muth; Nun iſt mir tief ins Herz geſunken Dein Troſt und deine Lie⸗ bes⸗Gluth: Mein Jeſu, laß dein Fleiſch ꝛc. 21. Die Kirche ſcheint mir ange⸗ füllet Mit Zucker, Honig, Milch und Wein; Ich ſeh, wie in ihr Balſam quillet, Weil du bei mir gekehret Abendmahls⸗Lieder. ein! Mein Jeſu, laß dein und 1Jch 4 z den Jeiſt 22. bin mit dir vereinet; Du lebſt in min in dir: Drum meine Seele nicht men weinet, Es lacht nur lauter Luſt ihr: Mein Jeſu, laß dein Fleſh 23. Wer iſt, der mich nun nil verdammen? Der mich gerecht maht der iſt hie: Ich fürchte nicht de Hölle Flammen, Mit Jeſu ich in hin⸗ mel zieh: Mein Jeſu, laß dan Fleiſch ꝛc. 24. Kommt gleich der Tod au mich gedrungen, So bin ich dennat wohl vergnügt, Weil der, ſo lungſ den Tod verſchlungen, Mir milen in dem Herzen liegt: Mein gFeu⸗ laß dein Fleiſch ꝛc. 1 25. Dein Fleiſch wird mich ans auferwecken Und bringen aus den Grab herfür; Drum kann kein ſinſtee Grab mich ſchrecken, Es wird dur dich mein Luſt⸗Revier: Mein ga laß dein Fleiſch ꝛc. 1 26. Mein todtes Fleiſch wird wie⸗ der leben, Obgleich der Mumn es jetzt verzehrt; Ihm wird das Ahen wiedergeben Dein Fleiſch, das mih jetzt hier genährt: Mein Jeu, Uaß dein Fleiſch ꝛc. 27. Drum iſt nun aller Schmen verſchwunden, Nachdem mein heu die Süßigkeit Der Liebe Jeſu hut empfunden, Die mir verſüßet alls Leid: Mein Jeſu, laß dein Fiſ und Blut ꝛc.. 28. Nun iſt mein Herz ein Woin⸗ haus worden Der heiligen Dreienng⸗ keit; Nun ſteh ich in der Engel Or⸗ den Und liebe ewiglich erfreut Nen Jeſu, laß dein Fleiſch und Blut Sein meiner Seele höchſtes Gut! M. Friedr. Chriſt. Heyder. g.1671. Dank⸗Lied für das Leiden Chriſti bei der Commnnion. Mel. Nun lob, mein Seel, den. 1674. 3 eg nena —— — — 1A12—— — — — — dzen liegt. M A eiſch a ſeſß un u. Und brign a. 1 B. Dumm wiait a ſchrecen, Gmn ſ⸗Revie. Anſ eiſch d. &- udtes gläöm. — Dbgleich d m. nt, Iöm widwhn = Dein Fleit, wu näͤhrt: Men h . V ☚ n itt nun allr ehn mn, Nabden ni- eit der Ai ſn ₰ De nu witt ir Jeu, W mih 4 mrle. 1 „W ii man gen ol enen Der heliyndh bh ih ni 9. a be ewigic eiete m in Flichman” — l hüchſtes 6 ridr.rſt Heet e fit das Linn dü idde Gemntin nnSSA un lob, 1 . 5 P nhr m — 3 M 124 e⸗ 1 land, Jeſu Chriſt, Daß mit ſo großen Hndeedhen u auch für mich geſtor⸗ den biſt, Haſt deinen Leib gegeben In ſo viel Schmach und Spott, Daß ich dadurch das Leben Erhalte nach dem Tod; Du haſt dein Blut ver⸗ oſſen Für alle meine Sünd Und dieſes iſt gefloſſen Auf mich jetzt un⸗ verdient. 2. Mir dieſes zu bewähren, Haſt du mich wunderſam geſpeiſt, Wenn du nach deinm Begehren Mich ſelb⸗ ſten wirklich eſſen heißt Dein Leib, der auf ſich truge Den großen Sün⸗ den⸗Fluch, Der alle Sünden ſchluge Nach des Geſetzes Buch; Haſt mich dabei getränket Mit deinem theuren Blut, Das mir das Leben ſchenket, Der Seelen höchſtes Gut. 3. Von Herzen ich mich freue Der wundervollen Vater⸗Gnad, Indem ich tief bereue, Was mir bracht eitel Schand und Schad; Ich geh auf dein Verſprechen, Das du mir haſt ethan: Du wolleſt nicht mehr rächen, Pas mir klebt Unreins an, Wo ich mich nur bekehre, Sag allen Sünden ab, Die du nach deiner Lehre Ver⸗ ſcharret in dein Grab. 4. Mit deinem Geiſt mich lenke, Odu mein Heiland, Jeſu Chriſt, Mir ſeine Gaben ſchenke, Daß Alles das, was in mir iſt, Dich und den Vater liebe Um dieſer Wunder⸗Treu, Den Nächſten nicht betrübe, Wer der auch immer ſei, Ihn liebe, Guts er⸗ weiſe, So lang ich leb und bin, Dich ſammt dem Vater preiſe Auf ewig immer hin! Joh. Vogel. g. 1589, ſt. 1663. Gläubiger Zutritt zu dem Tiſch des Herrn. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. 2 5 2 ch trete friſch Zu Gottes 1675. 3 Tiſch, Hilf, Vater, hif mit Gnaden, Daß mir keine Miſſethat Hierbei möge ſchaden! 2. Ich leugne nicht, Was mir ge⸗ Abendmahls⸗Lieder. 101⁷ bricht, Ich beichte meine Schulden; Reu für Sünden pflegſt du ja, From⸗ mer Gott, zu dulden. 3. Weils nöthig fällt, Durch Löſe⸗ Geld Die Handſchrift zu vernichten, Wird der Herr der Herrlichkeit Dieß für mich entrichten. 4. Drauf ſtell ich dir Mich, Jeſu, für In kindlichem Vertrauen, Jeſu, den die Cherubim Lüſtet anzu⸗ ſchauen. 5. Dein Leib und Blut, Das mir zu Gut Gebrochen und vergoſſen, Wird, o tiefe Wunderthat, Hier am Tiſch genoſſen! 6. Ich ſoll jetzund Mit Seel und Mund(Kein Witz kann es ermeſſen,) Jeſu Chriſti werthes Fleiſch Unbe⸗ greiflich eſſen. 7. O, grüble nicht, Wie dieß ge⸗ ſchieht, Noch ob es kann geſchehen Gott kann überſchwänklich thun, Das wir nicht verſtehen. 8. Vernunft und Sinn Laß im⸗ merhin, Was möglich ſcheint, ver⸗ gleichen; Ich will nun und nimmer⸗ mehr Von dem Buchſtab weichen. 9. Der dieß verſpricht, Betrügt mich nicht Und kann mich nicht be⸗ trügen: Gott iſt keines Menſchen Kind, Daß er könne lügen. 10. Verleih, o Gott, Durch Chriſti Tod, Daß weder Welt noch Teufel Mir an dieſem Glaubens⸗Punkt Rege eingen Zweifel. 11. So will ich nie, Nicht ſpät und früh Ermüden, ſonder Wanken Für dein theur⸗vergoßnes Blut Dir, mein Gott, zu danken. Altes Communion⸗Lied. Mel. Ich hab mein Sach Gott. 1676 Ich weiß ein Blümlein ◻☛ hübſch und fein, Das thut mir wohlgefallen: Es bleibt mir in dem Herzen mein Das Blümelein Vor andern Blümlein allen. 2. Das Blümlein iſt das göttlich Wort, Das uns Gott hat gegeben, Es leucht uns durch die enge Pfort, —— — —————— — 8 3 1018 Abendmahls⸗Lieder. Na hier und dort, Wohl in das ewge ſpricht, muß beſtehen, Solltalle Welt teben.—. 3. Er iſt der Weg, das Licht, die Pfort, Die Wahrheit und das Leben; Wer Reu für ſeine Suͤnden hat Und bitt um Gnad, Dem werden ſie ver⸗ geben. 8 4. Er ſpricht ſelber: Kommt her zu mir All, die ihr ſeid beladen, Ich will nach eures Herzens Bgier, Das glaubet mir, Heilen all euren Schaden. 5. Nehmt hin und eßt, das iſt mein Leib, Den ich euch jetzt will ſchenken; Ich verſchreib all mein Gut dabei, Das glaubet frei, Daß ihr mein ſollt gedenken.. 6. Nehmt hin, trinkt All, das iſt mein Blut, Das ich für euch vergoſ⸗ ſen, Welchs gnug für eure Sünde thut, So oft ihrs thut, Wie ichs euch hab gelaſſen. Chriſt, Du wollſt nicht von uns ſcheiden. 8. Nimm uns für deine Kinder an, Daß wir dich allzeit loben, Dein Wort bekennen Jedermann Auf rech⸗ . 84 Khrſ ter Bahn Durch Jeſum Chriſtum, 2 Reiſe, Kraft chen, Kannſt auch fröhlich mahm, Durſt und Hunger ſtillen, Mich mit Amen! Bafil. Förtſch, ſt. 1619. Preisvolle Betrachtung des heil. Abendmahls. Mel. Auf meinen lieben Gott. 1677. J il dalehenun IX.₰ Aus meines Herzens Grund, Gott, deine Güte preiſen, Die du mir thuſt beweiſen; Ich will mein ganzes Leben Nur deinem Dienſt er⸗ geben. 2. Jeſu, mein höchſtes Gut, Dein Leib, dein wahres Blut Iſt meines ◻ Herzens Freude, Mein Troſt in allem Leide, Weil dieſe deine Gaben Mein Leib und Seele laben. 3. Vernunft, Witz und Verſtand Wird hier zu Spott und Schand, Der Wahrheit muß man trauen, Auf Gottes Wort feſt bauen, Was Gott uns am Kreuzes⸗Stamm Aus lau V 1678 Jeſu, Brodt des? bens. 2. Laß mich nicht ha⸗ gebens Nach dir Hunger tragen, Har⸗ 7. Wir bitten dich, Herr Jeſu Chriſt, Seuß Wohl durch dein bittres Leiden, Weil du für uns geſtorben biſt, Herr Jeſu- nu die arme Seele, Wenn ſie kuftler lieget Und mit Feinden krieget E. vergehen. 4. Hier iſt das Gottes⸗Lamm zin Lieb geſtorben, Dadurch das Heil a⸗ worben; Hier kannſt du Gnade fi⸗ — den, Vergebung aller Sünden. t.5. Gott Lob für ſeine Treu, di ich noch immer neu In ſeinem Naär⸗ 4 mahl finde; Weicht, Teufel, Tod ud Sünde! Gott will mir Troſt und e ben Hier und dort ewig geben. D. Joh. Olearius, g. 1611,1,164, Seelen⸗Hunger und Durſt nach Jeſu. Mel. Herr, nun laß in Frieden⸗ meine Klagen, Wie die Seußer at⸗ zen Und nach Troſte lechzen! 2. In der Jammer⸗Höhle Wß mit Nichts zu laben, Wünſche die zu haben. 3. Du biſt meine Speiſe Aui de Pilger⸗Reiſe, Eine Kraft der Sawa⸗ Troſt erfüllen. 4. O du Seelen⸗Weide, Brunne aller Freude, Manna frommer dar⸗ zen, Labſal meiner Schmerzen, Stile mein Verlangen, Laß mich dich im⸗ fangen!“ 5. Ich will dich genießen, In min Herze ſchließen, Dich mir einverleden Du ſollſt in mir bleiben: So wadit im Sterben Himmliſch Leben ee 6. Nun, ich hab empfangen Jefun, mein Verlangen; Er iſt eingekebret 1 gelabet Und mit Troſt begabet 7. Ich bin höchſt vergnüget⸗ Den mein Jeſus lieget Mir in meinen Haben ſich verloren, Ich bin ſii geboren. Hat mir Heil gewähret; Er hat mich Herzen; Alle Sünden: Schmerzen * 4“ 4 4 — — — 8 & : — E — 8 — * K 1613. 12 An hei. m ett. Abendmahls⸗Lieder. 8. Jeſus iſt mein Leben, Ich bin ihm ergeben, Er wird mich regieren Und in Himmel führen, Mich mit Wonne ſpeiſen, Da will ich ihn preiſen. M. Zach. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Matth. 27, v. 25. 1. Joh. 1. v. 7. Mel. Singen wir aus Herzens⸗Grund. ind hn eſu Blut komm über 3 1679. 3 mich! So, ſo ruf ich durſtiglich, Jeſu Blut, das komm und bleib Ueber mich, mein Seel und Leib, eber mich, mein Hab und Gut, Ueber naein Herz, Sinn und Muth Komm n und bleibe Jeſu Blut! 2. Jeſu Blut, ich ſehe dich, Auch 16 im Glauben ſehe ich Jeſum an dem Kreuze hoch Hangen und da bluten ehie noch. Jeſu Blut, ach, lauf, ach, lauf! Mein Herz freuet ſich darauf, Willig 1 dich zu fangen auf. 3. Jeſu Seite thut ſich weit Zu mir e auf, ſein Blut, das ſchreit: Wen da urſtet, komme her! Jeſu, ach, mich ſurſtet ſehr, Tränke aus der Seiten⸗ S5öhl Und der Wunden dein die Seel, 3 Die ich deinem Blut befehl. 4. Jeſu Blut das ganz allein ANicch von Sünden machet rein, Das nmir Gottes Gnade bracht, Mich ge⸗ trönet und gemacht Mich zu einem has GCottes⸗Kind Und mit Gott mich 4 feſt verbindt, Das komm über mich 5. — 3 Stun 1 4 B . 9 11 1 en, No 1 * geſchwind! 5. Jeſu Blut mich ſekbſt bereit, Wür⸗ dig dich zu nehmen heut In dem heil⸗ gen Abendmahl, Gott zu Lob, mir um Labſal, Daß durch dieſen edlen Saft Des Verdienſtes Jeſu Kraft Ich auch werde ganz theilhaft. üid 6. Jeſu Blut, ach, ſtärke mir Mei⸗ nen Glauben für und für, Meines Gottes Huld und Gnad Mir erhalte früh und ſpat, Auch mich mache tu⸗ dendvoll Daß ich thue, was ich ſoll, nd ſtets Gott gefalle wohl! 7. Jeſu Blut komm allezeit Ueber 1019 mich in Leid und Freud, Wenn ich bin in Kreuzes⸗Noth, Wenn ich ringe mit dem Tod, Wenn die falſche Welt mich ſticht, Sünd, Tod, Teufel mich anficht Und mein Herz im Leibe bricht! 8. Komm und bleibe, Jeſu Blut, Ueber mein Herz, Sinn und Muth, Ueber mich, mein Seel und Leib; Jeſu Blut, das komm und bleib, Mein Derz nach dir ſehnet ſich, So, ſo ruf däritiglich Jeſu Blut komm über mich! Ludäm. Eliſ. Gräfin zu Schwarzb.⸗ Rudolſt., g. 1640, ſt. 1672. Nach der Communion von der ſeli⸗ gen Vereinigung mit Jeſu. Mel. Jeſu, meine Freude. 1680 Jeſu meine Neude Du b*Mundich, wir Beide Sind nunmehr vereint! Weg iſt alle Sünde, Mir, als ſeinem Kinde, iſt Gott nicht mehr Feind. Ach, dein Blut macht Alles gut; Denn du haſt für mich dein Leben In den Tod gegeben! 2. Jeſu, meine Wonne! Gottes Gnaden⸗Sonne Leuchtet nun um mich Nun iſt mein Gewiſſen Aus der Angſt geriſſen Und erquicket ſich. Ach, gib doch, daß öfters noch Mich dein Nacht⸗ mahl ſpeis und tränke Und ich dein gedenke! 3. Jeſu, du mein Leben! Du bleibſt mir ergeben, Denn dein Wort ver⸗ ſprichts. Wenn ich dich nur habe, Dich, du theure Gabe, Weiter ma ich Nichts! Du biſt mein und i bin dein. Ach, ich kann den Troſt der Seelen Nicht genug erzählen! 4. Jeſu, meine Liebe! Nichts iſt, das mich trübe Oder traurig macht, Deine ſüße Güte Labet mein Gemüthe, Daſſ das Herze lacht! Auch kein Kreuz wird beiderſeits Mich und dich in allem Leiden Nimmermehr nicht ſcheiden. 5. Jeſu, Mein Vergnügen! Was du mir wirſt fügen, Das beliebet mir, — 4— ———————— ————— 2— — — ſ“ rnmed are re Efede dieeeeee — 1029 Wie du mich regiereſt, Wie du mich nur führeſt, Alſo folg ich dir. Gehts in Noth 43 gar in Tod, Will ich dennoch bei dir halten Und dich laſ⸗ ſen walten. 6. Jeſu, du mein Seegen! Nichts ſoll mich bewegen, Was der Welt gefällt. Ob ſie Geld und Schätze, Oder Strick und Netze Mir vor Au⸗ ſoll kein Weh gen ſtellt; Dennoch und Wohl, Auch bein Teufel mir den Glauben, Der dich hält, nicht rauben. 7. Jeſu, meine Krone! Ach, deinem Throne Werd ich ewig ſtehn. Wirds denn nicht bald ich von der Erden Kann in Himmel gehn? Schleuß den Lauf und nimm mich auf; Denn ich wünſche dieſem Leben Gute Nacht zu geben! Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Stiftung des heiligen Abendmahls. In bekannter Melodie. 16 81.3 ſus Chriſtus, unſer Hei⸗ 1 land, Der von uns Got⸗ tes⸗Zorn abwandt, Durch das bitter deid en ſein Half er uns aus der Höl⸗ len Pein. 2. Daß wir nimmer deß vergeſſen, Gab er uns ſein Leib zu eſſen, Ver⸗ Und zu borgen im Brodt ſo klein, trinken ſ ſein Blut im Wein. 3. Wer ſich will zu dem Tiſch machen, Der hab wohl Acht auf ſein Sachen: Wer unwürdig hinzu geht, Für d das Leben Deir Tod empfäbt. 4. Du ſollſt Gott, den Mater prei⸗ ſen, Daß er dich ſo wohl woll ſen un 1d für deine Miſſethat In den Tod ſein Sohn geben hat. Abe ndmah Noth: ein Spott. ben, ls⸗Lieder. Armen, Laßt mich über euch erha⸗ men! Kein Arzt in t dem Staie tc 1 Sein Kunſt wird an ihm ga 8. Hättſt du dir was konnte erwe Was dürft ich denn fir rd ſterben? Dieſer Tiſch auch dir nith gilt, So du dir ſelde belfen nvit 9. Glaubſt du das von Herze Grunde Und bekenn neſtnitd m MNud nde So du bi iſt recht wohl ge ſcict Um die Speiſe dein Seel erquich. vor bleiben: werden, Daß 10. Die Frucht ſoll auch nicht aus Deinen Nächſten ſallt d lieben, Daß er dein gen ießen den Wie dein Gott an dir gethan Joh Huſſens Lied, verbe fierde D. M. Luther, J. 1483, 1, 1543 Um das guädige Kommen zaß in Mund und Herz, Mel. Meinen Jeſum 1682 2 Rom um du angenehn Gaſt, w u Herze ſtehn dir offen, Brige das du Schönes haſt, Und b a m Hoffen. Freund der Seclen, u und roth, Himmels⸗Thau und d⸗ bens⸗Brodt! 2. Allerhöchſte Majeſtät, Laß dih in mein Herz hernieder, da nij 1 aß c als ein Magnet, Liebe mich, ſ len V ich wieder: Lege mich an dale m t ſpei⸗ dein Schäflein Hunger ächzt 5. Du ſollſt glauben und nicht wan⸗ ken, Daß ein Speiſe ſei den Kranken, Den ihr Herz von Sünden ſchwer Und vor Angſt iſt betrübet ſ edn⸗ 6. Solch groß Gnad und Barm⸗ herzigkeit Sucht ein Herz in Iroßer Arbeit, Iſt dir wohl, ſo bleib davon, Daß 3 nicht kriegeſt böſen Lohn. r ſpricht ſelder; Kommt, ihr mich d dort am Kreuze 8⸗Stamm MeineSm den müſſen büßen, bens⸗Brodt, Arznei wider Noth und ee Nähre mich mit Himmels⸗Luſt 3. Führe mich, o treller dir d e ſüßen Lebens⸗Auen, Daß wen geſättigt wird, Wem d du üt Manna thanen Siehe, wie lechzt Und in ſ ſeinen dein 4. O du wahres Oſter⸗Lamm, Liſ dein Fleiſch genießen, Welchss Zuckerſüßes Tod! Der mir dieſer Schatz zu Theil, So 5. Schende mir den Kelch voll Hei. 3 1 von deinem Blute guillet ir —— —— —— 2n —= — — — — — = — — — — —— 42 dberenneſen ald beten iſus ufen ſ dein Sal an O diezrutt ſalaahn NDinen ſäh — — — — — Jub zuſeas am 8 in Mund mig Meinen Rlun bün ct, HimmelsTun od! erhöchſte Nritn mmr Herz hernid ꝛ„ Nuie t 6 r er. Lege nichwe a crich mit Himbci 1 4 1 34 1 3 5 hre mich, n Leenslun den ättit wid aſ mnna hche 3 häͤflen lcht liten rächt.ü M g * du vahres i 4 n Feeiſ gencnis — Kaus 3 289. — sodt, Atznei rie 2 fenirde b P Bur mer Scal i 1 12* — — * — —— d. R Lutherg Gäa B 2 onnuagen ſchwinde b 1 . A Onf za ter Freuden⸗Wein, Manna, Hoſianna eeln diroffn, hn = s haſt Un aye Freund da ag a h nw 4 8 el it Durſt geſtillet, Was aus deinen lenden ſgeft Iſt des Todes Ge⸗ ft. bagie himmliſch meinen Sinn Beim Genuß der Himmels⸗Gaben, Daß ich recht begierig bin, Mich an deiner Bruſt zu laben Schränke die Vernunft hier ein, Laß den Glauben ünſtig ſein. 7. Nun wohlan, ſo geh ich hin, Mir geſchh nach deinem Willen, Ob ichs gleich nicht würdig bin, Wirſt du doch dein Wort erfüllen; Mache du mich ſelbſt geſchict Und zum Hochzeits⸗ Nahl geſchmückt. 8, Komm, gebenedeites Fleiſch, Komme, Blut des neuen Bundes, Nachet meine Seele keuſch, Seid der ucker meines Mundes, Meines Her⸗ A guüdige gun ens Paradeis, Meiner Seelen Ehren⸗ Preis! 9. Sei willkommen, Lebens⸗Brodt, Sei willkommen, Wein der Engel: Hier vergeß ich aller Noth, Hier ver⸗ ſcwinden alle Mängel; Hier muß lau⸗ ſein! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Ermunterung auf Jeſu Ein⸗ ladung. Pſ. 36, v. 8— 10. Mel. Herr Chriſt, der einig. 460‿˙* ommt, ihr geladnen 1683. K Gäſte, Weil Alles iſt hereit, Euch will aufs Allerbeſte Mein Jeſus ſpeiſen heut; Die ſüßen Him⸗ mels⸗Gaben, Die ſollen euch jetzt la⸗ ben In ungekränkter Luſt. 2. Wie theur iſt deine Güte, So dieſes Gaſt⸗Mahl hält! In was für ſchrem Friede Iſt Alles angeſtellt! Der Schatten ſeiner Flügel Deckt die⸗ ſen Freuden⸗Hügel, So ſitzen wir vergnügt. 3. Die reichſten Güter ſpeiſen Uns ſeto Engeln gleich; Wir müſſen fröh⸗ lich preiſen Der Wolluſt Himmelreich, Das uns ſo ſuße kränket Und lauter Abendmahls⸗Lieder. 1021 Anmuth ſchenket Dem ganz entzück⸗ ten Geiſt. 4. Du Quelle unſers Lebens. Du Licht voll Himmels⸗Schein, Ach, laß mich nichts vergebens Bei dieſer Freude ſein; Gib, daß dieß ſüße Schmecken Den Hunger mög erwecken Nach dei⸗ nem Himmels⸗Mahl! D. Val. Ernſt Löſcher, g. 1673, ſt. 1749. Wenn man will zu Gottes Diſche gehn. Mel. Wer nur den lieben Gott. 8 ſaß irdiſche Geſchäfte 1684. 4 ſtehen, Auf, Seele, mache dich bereit, Ich will zu Got⸗ tes Tiſche gehen; Doch prüfe deine Würdigkeit, Ob du dich als ein rechter Gaſt Zum Abendmahl geſchicket haſt? 2. Es will mir faſt der Muth ver⸗ ſchwinden, Ob ich dabei erſcheinen kann; Denn ich befinde ſehr viel Sün⸗ den, Womit ich wider Gott gethan. Kein Sünder ſoll zur Tafel nicht Hingehn vor Gottes Angeſicht. 3. Daß Gott erbarm! Was ſoll ich ſagen? Ich Sünder muß verloren ſein; Doch nein, ich darf noch nicht verzagen, Gott ſetzt den Tiſch des⸗ wegen ein, Daß er den Sündern Troſt und Kraft Bei ihrer Buße reichlich chafft 4. Wie wohl iſt mir in Gott zu Muthe, Gott tilget meine Miſſethat; Ich waſche mich in Jeſu Blute, Das meine Schuld gebüßet hat. Mein Glaube kriegt von ihm das Kleid Des Heils und der Gerechtigkeit. 3 5. In dieſem Schmucke will ich gehen Als Gottes auserwähltes Kind Und ſelig an dem Orte ſtehen, Wo andre Himmels⸗Gäſte ſind. Weil ich mit Jeſu angethan, Sieht Gott mich ſelbſt als Jeſum an.. 6. Ach, wie erquicket mich die Speiſe, Die meine Seele hier genießt; Da Jeſus wunderbarer Weiſe Die theure Speiſe ſelber iſt. Ach, ſiehe, wie dich eſus liebt, Der dir ſich ſelbſt zu eigen gibt! 10²² Ich kann nur Brodt und Wein erblickenn. Doch ſieht der Glaub ein höher Gut. In, mit und unter bei⸗ den Stücken Iſt Chriſti wahrer Leib und Blut. Er ſaa es ſelbſt, er iſt getreu; Drum bleibt mein Glaube feſt dabei. 8. Ich habe weder Furcht noch Zweifel, Die Gnade Gottes iſt in mir. Komm Hölle, Tod und alle Teufel! Trotz, werft mir meine Sünden für; Ich bin gerächt, ich bin nun rein, An mir kann nichts 3 Verd dammlichs ſein. 9. Weil Jeſus mir ſein Fleif ſchge⸗ geben, Der ralles Lebens i Fuu iſt, So muß mein Fleiſch auch wieder le⸗ ben, Ob ſolches die Verweſung frißt. Das iſt mein Troſt und Glaubens⸗ Ziel, Drauf leb und ſterb ich, wenn Gott will. 10, Mein Jeſus iſt für mich geſtor⸗ ben, Mein Jeſus lebet auch für mich; Mein Jeſus hat mein Heil erwor⸗ ben, Darauf beſteh ich feſtiglich Und ſchl feße mich in ihn hinein, Mein Freund iſt mein und ich bin ſein! Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Freude nach dem heiligen Abendmahl. In bekannter Melodie. 1685. M iſt nun geneſen; Selig iſt das heutge Licht, Da ich Jeſu Gaſt geweſen; ò Drum ruft jetzt mein Herz und ſpricht: Meinen Jeſum laß ich nicht. Meinen a Jeſum laß ich nicht, Wei er mich ſo brunf ſtig liebet Und ſich in mein Herze flicht, Ja, ſich mir zu eigen gibet Und ſich ewig mir ver⸗ ſprichte Meinen Jeſum laß ich nicht. Herr, dein Leid, dein theures Blut, Jeſu, das ich jetzt genoſſen, Stärkt mich und wiacht Alles gut, Daß hinfort Nichts kann verſtoßen Mich von Gottes⸗Angeſicht: Meinen Jeſum laß ich nicht. Abendmahls⸗Lieder. Blut geſchlicht: ich nicht. Rücken Meiner Sünden ſchn wicht, Die mich Armenſ Wenn mich meine Sünd anficht ich dich, Lamn m Gottes, nicht Hard ſchrift iſt zerriſſen; b unnmerlich Ward einen Jeſum laß ich nicht, Meine Seel 4. Wohl mir, daß äß mich; mehr drückt; Ach, wie mi düts 3 geſchehen! Meine Seel iſt gan 4 zückt, Weil ich, Jeſu, d gethe 8 Jeſu. meine Zuverſicht. Dih, un. Jeſu laß ich nicht. d 5. Moſe, donnre nur nicht nih n Für mich iſts Geſetz erfüllet: Jeju Gott des Vaters Ehr, Hat den er ßen Zorn geſtillet Und das Weri im Meinen Jejum ſe 1 be 6. Dich, Lamm Gottes, laß i nicht, Weil du trägſt auf deinen 45 en dr. ollt Meinen 3 Jeſum laß ich me iſt za mein Bruder worden. duß daß Welt und Satan ſpricht. ziſ noch in ihrem Orden! Nei um Jeſus iſt mein L L dcht: Dich, mein h⸗ der. laß ich nicht. §. Mein Gewiſſen, ſtille dih, dia X * zermattet tund zer ſchmiſſen d der vertritt ritd ue Ge richt: Meinen Jeſum laß ü6 nict Kommt, ihr Teufel, ütm Hohn⸗ Fragt, ob ich ſei Gotte Sie Freilich, Jeſus, Gottes Sohn, Neid mein Erbe heil, wenn ich ſei Win wer Wnit dieß Gut abf ſpricht!. Jeſum laß ich nicht. 10. Tod, dein Stachel iſt entzr d Chriſtus iſt dein Gift dir weden Von dir bin ich ewig frei, Mich kunt du ganz nicht ermorden. Trot di mich dein Stachel ſticht, Weil ich Je ſum laſſe nict 11. Hölle, ſchweig, denn d Gluth Iſt nun völlig au Litr Jeſus iſt es, deſſen Blut mich I rein von Sünden wäſchet Und ni V frei vom Feuer ſpricht: Meinen 8 ſum laß ich nicht. 8 12. Jeſus iſt und bleibet n din hat ſich mit mir verlobet Wee ei Bräutgam, ſch binſein Ob didi gleich gräulich tobet; Ich weiß — — ſe dn 1 de Nes Geſch e 1s Lates mi n geſtilet ne lict. Nin ſat m Wei du In Meinet Sina 6 nich mam ein — Lumn An — einen Jeun hit. uein Bruͤa 31 lt und Sänſh t c ihren Dn R n m t mein(ict Ma ihmtt S ein Gewiſechen a yrift iſ zerrſt ſche im lich Ward mmegh. tan, Der vattu A Neinen Jemtn Momnt, in *Fragt, obihſ A2, Jeſus,Gts ar dieß Gll kht n ½ 8 8 J uict amm I S Stateitb ſſe nictht.— 1 Hble, 1 mn I nun u mein Jeſu, laß mi mir Wich geſchicht, Weil ich Jeſum enicht.. 1 u Laß mich auch, mein Jeſu, nicht, Wenn es mit mir geht zu Ende, Wenn mir Sinn und Herze bricht, Jeſu nimm in deine Hande Mei⸗ nen Geiſt, mein Lebens⸗Licht! Ach, ch nicht! 14. Und des bin ich auch gewiß, Weil mein Jeſus mir verheißen, Aus des Todes Finſterniß Mich mit ſtar⸗ ker Hand zu reißen; Drum mein Herze gläubig ſpricht: Amen, Jeſum laß ich nicht! D. Joh. Fr. Mayer, g. 1650, ſt. 1712. Ermunterung zum heiligen Abendmahl. In eigener Melodie. 1686 MHerte ſchicedich . Denn Jeſus zeiget ſich Mit ſeinen Schätzen, Im ſchönen Kirchen⸗Saal, Mit ſeinem Abendmahl Dich zu ergötzen. 2. Des Herren Leib und Blut, Der Seelen höchſtes Gut Wird dir gege⸗ ben, Daß du durch deren Kraft In Chriſti Eigenſchaft Sollſt ewig leben. 3. O, welch ein theures Pfand Reicht dir des höchſten Hand Zu dei⸗ nem Beſten? Hier wird der Seele wohl, Hier haſt du Troſtes voll Mit andern Gäſten. 4. Das werthe Gottes⸗Lamm, Das an dem Kreuzes⸗Stamm Sein Blut vergoſſen, Wird unter Brodt und Wein Zur Stillung unſrer Pein Von uns genoſſen. 5. O ſüße Himmels⸗Koſt, O reiner Lebens⸗Moſt, O, Seelen⸗Weide, Wie gerne ſchmeck ich dich, O, wie erquickſt du mich In meinem Leide! 6. O Jeſu, Gottes Sohn, Du ſchö⸗ ner Gnaden⸗Thron, Du Himmels⸗ Gabe, In dir iſt mir bereit, Was ich zur Seligkeit Vonnöthen habe! 7. Du biſt mix lauter Heil, Mein allerliebſtes Theil, Die Lebens⸗Speiſe, die meine Seel erhält, Wenn ich aus Abendmahls⸗Lieder. ) 1687. herzlich liebeſt, Und dich durch einen tiefen Sprung Im Angſt und Ster⸗ ben gibeſt? Den Leib, der für die Sünde ſtirbt, Willſt du zur Speiſe ſchenken, Dein Blut, das uns das Heil erwirbt, Soll uns zum Leben tränken. Ach, laß mich dein gedenken! dieſer Welt Gen Himmel reiſe. 1023 8. Mein Jeſu, bleib in mir, Da⸗ mit auch ich mit dir Vereinigt bleibe, Daß ich von Sünden frei, Ein wah⸗ res Gliedmaß ſei An deinem Leibe. 9. Laß in Gewiſſens⸗Qual Aus dei⸗ nem Abendmahl Mir Troſt zufließen: So werd ich hocherfreut Bei Endung meiner Zeit Die Augen ſchließen! M. Zach. Herrmann, g. 1643, ſt. 1716. Um ſtetes Andenken Jeſu bei dem heil. Abendmahl. Mel. Chriſt, unſer Herr, zum. Iein Jeſu, iſt es nicht genung, Daß du mich 2. Ich bin wohl deiner Treu nicht werth, Doch bring ich ein Gemüthe, Das deinen Leib und Blut begehrt, Ich flehe deiner Güte. Du weißt wohl meiner Sünden Zahl, Du ſiehſt auch mein Verlangen. Ach, hätt ich doch kein einig Mal Mich wider dich vergangen! Drum triefen Aug und Wangen. 3. Laß, Jeſu, ſich auf meine Schuld Dein theures Blut ergießen, So kann ich daraus deine Huld Und die Ver⸗ gebung wiſſen. Dein Blut iſt ja mein Löſegeld, Dein Leibes⸗Tod mein Le⸗ ben; Du haſt deswegen für die Welt Dein Leib und Blut gegeben: Das kann in Himmel heben. 4. Dank ſei dir, o mein höchſtes Gut, Für deinen Tod und Wunden, Dank ſei für dein vergoßnes Blut, So Gott und uns verbunden; Hilf, daß ich nicht vergeßlich bin Und ſtets an dich gedenke, Daß ich auf ewig meinen Sinn In deinen Willen ſenke Und mich nicht immer kränke! M. Joh. Neunherz, g. 1653, ſt. 1737. 1024 Unter der Handlung des heil. Abendmahls. Mel⸗ Ke Ijein zeu⸗ hin. 1688 Neis Jeſu, treuer Hirt, 8. Kℳ ſen wird, Ich korumne nanane en Zum ſche deiner Gnaden Und will bei ſolchem Eſſen Dein Sterben nicht ver⸗ eſſen. g(1. G Craurigzeit! etc.) 2. Nun dieſer Gottes⸗Sohn, theuire Gnaden⸗Thron, Speiſt mich zum ewgen Leben, Tränkt mich mit Saft der Reben Aus ſeiner offnen Seiten; Drum denk ich an ſein Leiden. „O groſßte Moth! etc.) So keft ihr ſolches thut, Sprach er, das höchſte Get Soll mein Ge⸗ dächtniß Pleiben Und zur Dankſagung neiben, Doch denk ich auch der Schul⸗ den, d dafür er mußte dulden. (3. O Klenſchen-Kind: etc.) 4. Doch alle Sünd und Tilgt Gottes neue Huld, hat erworben, ſtorben; Drum, Seele, dich erneue Bei dieſem Pfand der Treue! Dein BVräutigam! ets.) 5, Und; ſo ſchenkt er ſich n mir Mit innigſter Vegier, Sein wahrer Leib Wenn Dürftigkeit be⸗* d näͤyten ſchweret; Sein tränket, Wenn kränket, (5. G ſüßer Mund! etc.) Gib nur, o Heil d Hitt mein Schatz, mein Held, Daß ich ein Gliedmaß bl leibe werthen Leibe, Daß Glaub und Hoff⸗ nung grüne Und reine Brunſt dir diene. Purpur⸗Blut mich Sünden⸗ Noth mich (6. 8. lieblichs Bild! ete⸗ 7. S Laß Leidens⸗ Noth h An unſerm Leib auf Er⸗ den Geoffenbaret werden, Daß auch ein ſieghaft. gegeben! (7. G, ſelig is eic.) Der mich jetzt ſpei⸗ Der und Schuld Die Chriſtus Da er am Kreuz ge⸗ er Welt, Mein Leben Uns kräftig werd Staäͤrkt Dieſr edle euch Heilen a all mein Und An deinem b ber Freud, Abendmahls⸗Lieder. 8. Herr, den ich feſt umfa Laß mich ohn Unterlaß An wihe dan ſtehen! Wo ll ic ſonſt in Du haſt jia gehen? die Hummels⸗Pfonte Lebens⸗Wotte Und diß (8. G Jeſu, du etc.) 6 D V al. Ern ſt Loͤſ ſcher, g. 1673, tt.170 Andächtige Erwägung des hei Abendmahls. 39 Ach. Golt und Hen. 168 ein Seel, dich frer ) 1 Und luſtig ſei, Me Glauben wohl gezieret; Jur Mahlai ze ſchon Wirſt du heut gehn, Zu de dich Chriſtus führet. Die n ep 2. Merk auf mit Fleiß, Die we Speis, Sein Leib für dich gegehe Der Trank iſt gut, Sein the ures Bir dich zum ewgen Lden 3, Wenn deine Suͤnd T Dich we 1 geſchwind Zur Höllen riederdrite Tiſch Machet dich friſt⸗ Thut lieblich dich erquicken. 4. Ihr Sünder ſchwer, Konuntzoch hierhen Die Laſt legt von dem her⸗ zen, Der Arst ſo wic Chriſtus wird eure S hmen 5. Zum Gaſtmahl hier All 9 wir Mit Kleidern uns zu ſchm üün Schmück di ich auch fein, In Herz dein Thu dich recht dazu ſrium. 6. Mit Himmels⸗ Brodt Verſuehtdich Goit Bei dieſem Tiſch ven m et Fels dich tränkt, Das Lebn dir ſchent, Wollſt herzlich ihn drum dde 7. Bon Herzen ich will freuen nich Da mich der Herr geladen; Eritit nd ich bin ſein, Meinr Se iſt wohlgerathen. 8. Sehr ich beklag, Daß 1 Nancher mag Nicht dieſe Freud vedenten Und 1 läßt ſich dieſem Kelch ſo tränken. eſu, deinen Tod Und deine nicht Mit Zuverſicht Aus Der gläuvige Menſch bitttt Ehriitum um Gnade. 9. Doch keuum ich heut Mit gro⸗ Herr Chriſt, zu deinem —— — — — — — — — —— —— &⁴ herzen icwilnmſe ²½. ii lin ſi R Abendmahls⸗Lieder. 1025 eeds d eare. auheen ee nae e rriſche. Dein Liebe hat In höchſter Gnad 10. Waſch mich auch rein Von Mein Seel ſo ſüß getroffen. Sünden mein, Du huehſter Gatt Ln⸗ 8 ur Feeid Fetn Die Saften Gnaden, So kann mir nicht Der Bö⸗ reitte⸗Bef aß erilingen. Von ſevicht An Leib und Seele ſchaden. Serſen thui Den thöchſten Gut In 11. Ein ängſtlich Herz, Zerſchlagn 22. Die Orgeln auch Nach altem mit Schmerz Von wegen ſeiner Sün⸗ Brauch Im Tempel Gottes ſchöne den, Bitt ſehnlich ich, Veracht ja Poſaunen⸗Klang Ziert den Geſang uct daß mich Vergebung ſinden. i liedutchen eerier oi⸗* 8 Lonft Dch deiner 23. Auf daß die Gäſt Zu dieſem Gunſt Auf dieſer tka rin⸗ Feſt Hierüber jubili ſich mö Senerr eaß anetn drrchne Feſt Hierüber jubiliren Und ſich mög eut Ihr Traurigkeit Aus ihrem Geiſt Gebein Vor Freuden wieder ſpringen. heut Ihr 9 h ſ 13. Die Mahlzeit dich, Herr Chriſt, 24. Ei, daß nun bald Die Engel und mich Verbindt himmliſcher Weiſe; all Mein Seel führtn aus dem Le⸗ Beeib doch in mir Und ich in dir, ben Ins Himmels Thron Da mir ein Daß ich dich ewig preiſe. Kron Die Hand des Herrn wird geben. 14. Gewiß ich weiß, Daß da mit 25. Herr, laß die Freud Zu keiner leiß Viel tauſend Engel ſtehen, Wenn Zeit Aus meinem Herzen weichen; 1 8* W . ſo fein Im Glauben rein Zum Deins Geiſts gewiß Wahrlich iſt 3 d 6 Aen ehen 3 dieß, Der in mir wohnt, ein Zeichen. c 6 3 3 ger Näh Ich re cht 26. O, daß ich ſollt, Wie gern ich Dena in del Näh J wollt, Dein Antlitz nur bald ſchauen, dieh Den Kelch in dieſer Stunden, Bacte Hein Aluti In Gottes Still Bent ich, dein Blut Fließ als ein Erwarten mit Vertrauen. Nuth Aus deinen heilgen Wunden. 27. Indeſſen ich Ergeb dir mich it Vernunft kann dieß hohe Sarcrament Und laß im Kreuz dich walten„Ich t turündmej werd einmal Im Himmels⸗Saal Die 16. Wie es zugeh, Ich nicht verſteh, ewge Tafel halten.„ Will nicht Streit drüber führen; 28. Daſſelb weiß ich Ganz ſicher⸗ Wort und Elment Ein Sacrament lich, Chriſtus hat mirs erworben, Heilig zuſammenführen. Als er für mich Ganz bitterlich Iſt 17. In dieſer Sach bin ich zu an dem Kreuz geſtorben. ſchwach, Gar wunderbarer Weiſe Der V Siegism. Schererz, ſt. 1623. Glaub allein Führts Herze mein Zu der Peüden Speiſe. b Frende nach dem Friedensmahl. 18. Aus Prieſters Hand Dieß edle Mel. Nun Gott Lob, es iſt vollbracht Pfand Mir Armen wird gegeben, Da⸗„f atteod, es iſ vollbracht. unch ih mich Stert ſicherlich, Daß 1690. Nn dntt ob, ichbin 0s olg leben. mit lauter Leben. Sollte nicht mein lher Llänbige Menſch empſindet einen Vor- froher Geiſt Meines Jeſu Ruhm er⸗ . ſhmac der ewigen Frende.] 3 heben, Daß er mich ſo hoch geliebet — 19. Ach, Gott, wie ſtark Durch Und das höchſte Gut mir gibet? Bein und Mark Die Freudn mich 2. Ich bin nun Ein Fleiſch mit jett durchdringen! Wie ſehn ich mich, ihm, Er Ein Geiſt mit mir geworden; Herr Chriſt, durch dich Nach dieſen In mir wohnet Elohim, Und was Himmels⸗Dingen! iſt der Engel⸗Orden? Jeſus hat mich 65 —— Abendmahls⸗Lieder. angenommen, Daß ich ſein Geſchlecht/ das Holz, ganz voller Saſt, Pmn bekommen Früchten ſüß, ja groß von Kraſt, ae deſſen edle Lieblichkeit Zu jeder gat 3. Guter Hirte, habe Dank dür die ſüße Himmels⸗Weide, Segne Beides, Speis und Trank, Und vermehre meine Freude, Daß ich an der theu⸗ ren Gabe Einen Schatz im Himmel habe! 4. Laß mich dieſes werthe Gut Als mein beſtes Theil bewahren Und mit deinem Leib und Blut Künftighin alſo ebahren, Daß ich auch an dieſem eibe Ein lebendig Gliedmaß bleibe. 5. Dieſes ſei die Frucht davon: Dich und auch den Nächſten lieben. Haſt du in mir deinen Thron, Werd ich durch den Geiſt getrieben, Welt und Fleiſch auch täglich dämpfen, Un⸗ ter deiner Fahne kämpfen. 6. Laß mich immer himmliſch ſein, Denn die Koſt ſchmeckt nach dem Himmel; Führ mein Herze zu dir ein Ueber alles Welt⸗Getümmel: Dor⸗ ten werd ich mehr genießen, Wo nur Milch und Honig fließen. 7. Nun, ich geh, du gehſt mit mir Fröhlich in mein Haus zurücke; Bleib in mir, ich bleib in dir, Da ich dich ins Herze drüce. Laß mich, Jeſu, dieſes Eſſen, dieſes Trinken nicht ver⸗ geſſen! Beni. Schmolck,g. 1672, ſt. 1737. b Vernelt des Todes Bitterkeit. 3. Hier liegt das rechte Himmel⸗ Brodt, Von Gott uns n önt Das für den wohlverdienten dod Une wiederbringt das Leben; Dieß itde Chriſten Unterhalt, Dies mact de Seele wohlgeſtalt, Dies iſt der Gn Speis und Trank, Dafür ich Daui Gott ſingen will mein Lebenlang 4. Hier ſteht die rechte Bundes Lad, Hier iſt der Leib des Herm Voll Weisheit, Güt und großen Gna Hier ſchau ich gleich von fernen de wunderſchöne Himmels⸗Schul, da Tempel ſammt dem Gnaden⸗Sun Hier find ich ja das hochſte Gut, de theure Blut, So mir erauicket e und Muth. 5. Hier iſt die ſchöne dinnet Pfort, Hier ſteht der Engel Lirr Iſraels auserwählter Ort Und ſa Luſt Bereiter. Hier ſteigen wiene I vollem Lauf In Chriſto ſeuzs zin Himmel auf, Der uns dud inn in zuerkannt, O herrlich Pfand, dal liebſtes Vaterland! 6. Ach, ſchauet, wie der liebt, Wie hoch er uns verehtit, dem er ſich uns ſelbſt ergidt n freundlich zu uns kehret⸗ Bedente wie er uns gemacht Zu Bürgern ner großen Pracht, Ja, wie er un Fleiſch ergötz, Das er zulest Ju ner rechten Hand geſetzt! 7. Das Ileiſch, das nun eüthe iſt, In Gottes Stadt zu leben, da wird uns hier zu dieſer Jriſt Du Chriſtum ſelbſt gegeben, So win ſe Weſen uns zu Theil, So finden n der Seelen Heil, So bleiben win Gottes Huld Und unſre Schudd Bo überſehen mit Geduld. 8. Wie kann der uns zuwider n Der uns ſo freundlich reiche 8 Fleiſch und 2 lut im Brodt nd Der nimmer von uns weichte! E 6 a Hert n Von der Kraft und Frucht des heiligen Abendmahls. Mel. Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt. 1691 9 großes Werk, ge⸗ . heimnißvoll, Das höchlich zu verehren; O Werk, das ſtündlich in uns ſoll Durch deine Kraft vermehren Bereuung unſrer ſchweren Schuld, Furcht, Glauben, Hoffnung und Geduld, Zucht, Lieb uud aller Tugend Zahl. 9 Himmels⸗ Saal, O hochgeprieſnes Abendmahl! 2. Hier iſt des Lebens Baum ge⸗ ſetzt, Deſſelben Blätter heilen, Was durch den Satan ward verletzt Mit ſo viel Sünden⸗Pfeilen. Hier iſt * —— —— ——— ——— 1e Alnrterhal, d chlgeſtalt, Dis fw. d Dmmi, diri den wil ma a r ſeßt dem t iſt der da zheit Güt ung ſaumt an 1t iih ja dos ſite 1= lut, So ni aane Pt. l it dieſteet 1 m hier ſteht de be auserwählte ihin k citer. Hir bat 1rr uf da mal 1t, O herrich wln 1*2. Varterlenddad ſchmut wide e jdun 5 1 7 = bo s hier u N 4 kann uns laſſen aus der Acht, Der uns ſo trefflich hat bedacht, Indem er unſere Miſſethat, O ſelger Rath, Durch ſeinen Tod getilget hat? 9. Wie kann hinfort des Satans Stärk Uns Chriſten überwinden, Die⸗ weil durch dieſes Gnaden⸗Werk Wir große Kraft empfinden? Hat doch dieß Mahl uns ſo erquickt, Daß uns kein Feind mehr unterdrückt; Drum, Sa⸗ tan, komme nur zum Streit, Wir ſind bereit, Zu ſpotten deiner Grau⸗ ſamkeit. 10. Was achten wir die Leibes⸗ Noth, Der kranken Glieder Schmer⸗ zen? Hier iſt Arznei auch für den Tod, Ein edler Trank der Herzen. Ja Chriſti Fleiſch iſt ſolcher Art, Da Alles durch geheilet ward, Hier iſt ſein Seiten⸗Waſſer feil, Dadurch in Eil Wird ſtumpf gemacht der Höl⸗ len⸗Pfeil. 3 11. O Gottes⸗Fleiſch, o heilig Blut, Das auch die Engel ehren. O Him⸗ mels⸗Speis, o höchſtes Gut, Wozu in Furcht ſich kehren Die Kräft und Thronen Wunders voll. Herr, mei⸗ ner Seele iſt ſo wohl: Es trifft ſie ſchon in dieſer Qual Ein Freuden⸗ Strahl. O hochgeprieſnes Abend⸗ mahl! Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Um würdigen Genuß und ſelige Früchte des heiligen Abend⸗ mahls. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. 1692. g Jeſu, du mein Bräu⸗ tigam, Der du aus Lieb am Kreuzes⸗Stamm Für mich den Tod gelitten haſt, Genommen weg der Sünden Laſt: 2. Ich komm zu deinem Abend⸗ mahl, Verderbt durch manchen Sün⸗ den⸗Fall; Ich bin krank, unrein, nackt und bloß, Blind und arm: Ach, mich nicht verſtoß! — Du biſt der Arzt, du biſt das Abendmahls⸗Lieder. 1027 gebricht, Du biſt der Brunn der Hei⸗ — lichkeit, Du biſt das rechte Hochzeits⸗ Kleid. 4. Drum, o Herr Jeſu, bitt ich dich, I meiner Schwachheit heile mich; Was unrein iſt, das mache rein Durch deinen hellen Gnadenſchein. 5. Erleuchte mein verfinſtert Herz, Zünd an die ſchöne Glaubens⸗Kerz; Mein Armuth in Reichthum verkehr Und meinem Fleiſche ſteur und wehr, 6. Auf daß ich dich, du wahres Brodt Der Engel wahrer Menſch und Gott, Mit ſolcher Ehrerbietung nehm, Wie dir das rühmlich, mir bequem. (Daß ich das rechte Himmels⸗Brodt, Dich, Plu⸗ wahrer Menſch und Gott, Mit höchſter Chrerbietung eß Und deiner Liebe nicht vergeß.) 7. Löſch alle Laſter aus in mir, Mein Herz mit Lieb und Glauben zier, Und was ſonſt iſt von Tugend wehr, Das pflanz in mir zu deiner r 8. Gib, was mir nützt an Seel und Leib; Was ſchädlich iſt, fern von mir treib; Komm in mein Herz, laß mich mit dir Vereinigt bleiben für und für. 9. Hilf, daß durch dieſer Mahlzeit Kraft Das Bös in mir werd abge⸗ ſchafft, Erlaſſen alle Sünden⸗Schuld, Erlangt des Vaters Lieb und Huld. 10. Vertreibe alle meine Feind, Die ſichtbar und unſichtbar ſeind; Den guten Vorſatz, den ich führ, Durch deinen Geiſt feſt mach in mir. 11. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht Nach deinem heilgen Wil⸗ len richt; Ach, laß mich meine Tag in Ruh Und Friede chriſtlich brin⸗ gen zu, 12. Bis daß du mich, o Lebens⸗ Fürſt, Zu dir in Himmel nehmen wirſt, Daß ich bei dir dort ewiglich An deiner Tafel freue mich! 3 Licht, Du biſt der Herr, dem Nichts Joh. Herrmann, g. 1585, ſt. 1647. 65* 1028 Abendmahls⸗Lieder. Dankſagung nach dem heiligen Abendmahl. Mel. Nun, laßt uns Gott, dem. 1693 9 Neiu. meine Wonne, 4 4 Du meiner Seelen⸗ mit Andacht beten Und von d Wolt abtreten; In de 13. Im Handeln, Wandeln, Eſſe Laß nimmer mich vergeſſen, M — 2 e& ,, ir trefflich ich beglücket, Ja himmlich bin erquicket! Sonne, Du Freundlichſter auf Erden, 14. Nun kann ich nicht vedderben Laß mich dir dankbar werden! 2. Wie kann ich genugſam ſchätzen Dieß himmelſüß Ergötzen Und dieſe — theuren Gaben, Die uns geſtärket haben? 3. Wie ſoll ich dirs verdanken, O Herr, daß du mich Kranken Geſpei⸗ 44 d V— e 83 ſet und getränket, Ja ſelbſt dich mir 3 geſchenket? V 169 4 Jeſu, mein Vergu 4 b. gen, Wie recch wen — 1 e lobe dich von Herzen Für 7— in dirt Im Himmel nu 4. Ich lobe dich von Herzen Jur ich in dir! Im Himmel mich mi⸗ V Drauf will ich ſelig ſterben Und fra⸗ dig auferſtehen, O Jeſu, dich zu ſehen Joh. Riſt, g. 1607,ſt 16. Nach dem heiligen Abendmabl In eigener Melodie. In alle deine Schmerzen, Für deine Biſt do herab geſtiegen Un 15 d Mun der N d r gen, d iſt du herab geſtiegen Und he⸗ Schläg und Wunden, Die du für keſt mich zu dir. mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, bringef prung aller Freuden, Dir Güter hegen, Nun werd ich Stit Den Urf ſt lauter Guts: Nun wend e 2.. 8 2. Du biſt der edle Segen, M dant ich für dein Sehnen Und heiß legen Zu meiner Seele Nut vergoßne Thränen. 6 Dir dank ich für dein Lieben, Das ſtandhaft iſ Reich läßt erben. 7. Jetzt j g 3 dhaf t geblieben, Dir dank müß erden Gat ich für dein Sterben, Das mich dein V leichtert werden, Weil mir Got F i. Jetzt ſchmecket mein Gemüthe Dein übergroße Güte; Dieß theure 3. Ob mich gleich hier auf E Manch herber Jammer duick De müſſen die Beſchwerden Garadder⸗ ſum ſchic. 4. Nun iſt mir nicht mehr dug Um meine Seligkeit: Ich weiß di — 6 ⸗ 9 2 N 4 4 4 Pfand der Gnaden Tilgt allen mei⸗ ich erlange, Wenn ich mit Fe nen Schaden. e ꝙᷣ 8 Herr, laß michs nicht vergeſſen, 5. O Jeſu, liebſtes Leben, Daß du mir zugemeſſen Die kräftge ther Gottes⸗Sohn, Mein Herz ſol d prange, Die ſüße Himmels⸗Fen⸗ Du wer Himmels⸗Speiſe, Wofür mein Herz umgeben, Mein Mund an deinem ie dich preiſe! 9. Du wolleſt ja die Sünde, Die 6. 3 Jeſu, Brunn der Frau 4*„ 7. 42 2 ich annoch empfinde, Aus meinem Du ſchönſtes Menſchen⸗Kind, d e Fleiſche treiben Und kräftig in mir mein Troſt im Leiden, bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet Von 7. Da wird vor al ben: Ich laſſe nicht davon! den, 2 Du wirſt nn künftig weiden, Wo lauter Noſen ſnd. len Dingen Lam Sünden und vermählet Mit dir, mein Antlitz mich erfreun. Hier muß nn 1 liebſtes Leben: Was kannſt du Wer⸗ dich ringen, Dort werd i thres geben. 11. Laß, Schönſter, meine Seele 8. Cia, ich habe funden, Den mei ſer Höhle Des Lei⸗ Seele liebt! Die finſtern Jammer erſchwan * Doch ſtets in dieſ ves mit Verlangen An deiner Liebe Stunden Sind weg; es iſt hangen; 12. Laß mich die Sünde meiden 9. Ich lebe voller Freud Und mich geduldig leiden, Laß mich nem Seelen⸗Schatz; Ich we ch fröhlt ſingen Von dir, o Jeſulein den, Was mich zuvor betrüht. Den mein e Bei me iß von ke „ 2 act betn d. 3 eten; ah 1 Handeg, d venit de icch beglück ceet Ann m kann ih ütn „ il ich ſlig ſede 8 ſtehen, D der a Sat.A ¹ 4 em heiligen Aanſ. In eigener Ma 4 Jen 1 Am .D gen, Mmten ar! Im dinme gie = d du berrb gugd 4 6 angen, Nun wahe an meiner Sab ich gleich oen *— jerber Junmedt i Leſtwevirt ** werden, Valnt. 1 b n it nir ni r ſe Seliet. hn 1 „ — nge, Vem in 2. De ſihe hmh. 8 en gdc 1 tes⸗Sohn Ninin Mein Muund ictle V ihan un :h laſſe eſu coſt in Ledn di V weden, Wolun 6 rwiddvor Mn A ich erteun. här 4 ſn ta b — gen, dut na — 6 di, 1, a ih ndemad Kt. d ſm 3 e un End ra as ih udor an, ler gead dſhe 4* h bebe val ar Ser Si 3 1 um nſin 5* iirs Neteren im⸗ nem Leide, Ich geh in ſüßer Weide Auf einem Roſen⸗Platz. 10. Ich halte Jeſum feſte, Ich laß ihn nicht von mir; Er tröſtet mich Un ee Wie ſeine Himmels⸗Gäſte, Er ſetzt mir Manna füur. 11. Mein Jeſus muß mir bleiben, Denn ich bin ſeine Braut; Mich kann von ihm Nichts treiben Nichts kann mein Glück zerreiben: Wohl dem, der Jeſum ſchaut! M. Zach. Herrmann, g. 1643. ſt. 1716. Freuden⸗Lied nach dem heiligen Abendmahl. In eigener Melodie. Oder: Was willſt du mich betrüben. 1695 9 Jeſu, mein Verlan⸗ * A gen, Was thuſt du mir zu Gut! Ich habe nun empfan⸗ gen Dein eigen Fleiſch und Blut: Deß het ſich Leib und Seel; Denn ich bin wieder deine Und du biſt auch noch meine, O mein Immanuel! 2. Das Opfer meiner Sünden Wird nir zu Speis und Trank: Nun werd ic Hilfe finden, Wenn mein Gewiſſen trank; Ich halt ihm Jeſum für, Den iann mir Niemand nehmen, Der Teu⸗ ſel muß ſich ſchämen, Der Tod hat Nichts an mir. 33. O, was iſt das für Freude, Mit Gott verbunden ſein! Ich weiß von kei⸗ nem Leide, Mich ſchrecket keine Pein. Ja, nehmet Alles hin Im Himmel und auf Erden: Doch muß ich ſelig werden, Weil ich in Jeſu bin. 4. Hier iſt von ſeiner Liebe Mein allerbeſtes Pfand, Das er aus eignem Triebe Mir Armen zugewandt. Hier it mein Löſegeld, Hier iſt mein Brodt 8 Lebens: Das eß ich nicht verge⸗ t, den Tiſch hat Gott beſtellt. ch, Herr, das ſind ja Dinge Die oh pen und Ziel: Bin dch uicht zu geringe? Iſt d ge nicht zu Plel? ſe nein, Herr Jeſu, nein! Denn ich ſoll das genießen, Daß du Abendmahls⸗Lieder. 10²9 haſt ſterben müſſen: Dein Tod ſoll meine ſein. 6. Die Welt war dir gehäſſig Und ſuchte deinen Tod: Man reicht dir Gall und Eſſig Auch in der letzten Noth: Das war dein Labſal gar Und mir willſt du das Leben In deinem Blute geben, Das ſchon verloren war! 7. Ich preiſe dich von Herzen, Mein Heiland und mein Gott, Für alle deine Schmerzen Und den ſo bittern Tod, Hab Dank, mein Oſter⸗Lamm, Daß du, was ich verſchuldet, So willig haſt erduldet An deines Kreuzes Stamm! 8. An dich will ich gedenken, So lang ich denken kann. Die Welt mit ihren Ränken Iſt bei mir ausgethan. Mein Aufenthalt biſt du; Drum ſchich ich Herz und Seele Zu deiner Wun⸗ den⸗Höhle: Daſelbſt iſt meine Ruh. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. — Nach dem heiligen Abendmahl. Mel. Nun laßt uns Gott, dem. 1696 9 Jeſu, treuer Hirte, Jeſu, Du ſucheſt die Ver⸗ irrte; Du liebeſt arme Sünder, Wie deine lieben Kinder. 2. Ich hatte mich verirret, In Sün⸗ den ganz verwirret; Doch haſt du mich gefunden Und tröſtlich losgebunden. 3. Den Sünden abzukommen, Haſt du mich aufgenommen Und, als ein Vater pfleget, Auf deinen Schooß geleget. 4. Hab ich dich gleich betrübet, Haſt du mich doch geliebet, Mir meine Schuld geſchenket Und mich mit Troſt getränket. 5. O Jeſu, wahres Leben, Du haſt dich mir gegeben Und in mein Herz geſetzet, Auch Seel und Leib ergötzet. 6. Mit deinem Fleiſch und Blute, Dem höchſten Gnaden⸗Gute, Haſt du mich jetzt genähret Und meinen Tod verzehret. 7. Des TeufelsHeer erſchricket, Weil du mich ſelbſt erquicket Und meine 1030 Sünden⸗Wunden So kräftig haſt ver⸗ bunden. 8. Nun werd ich nicht verloren, Denn ich bin neu geboren, Der Him⸗ mel ſteht mir offen, Nun hab ich Heil zu hoffen. 9. O Jeſu, ſei gepreiſet, Daß du mich ſo geſpeiſet, Daß ich für mein Verderben Nun ſoll das Leben erben. 10. Ich danke dir und bitte, Re⸗ giere meine Schritte, Daß ich von deinen Wegen Mich niemals möge regen. 11. Durch deinen Geiſt mich führe, Daß ich mich nicht verliere, Daß ich mir dich zu Liebe In guten Werken übe. b 12. Hilf, daß mich dieſe Speiſe Zu dir gen Himmel weiſe, Daß ich an dei⸗ nem Leibe Ein ewig Gliedmaß bleibe! M. Sal. Liscow, g. 1640, ſt. 1689. Um würdigen Genuß des heiligen Abendmahls. Mel. Nun danket Alle Gott. 1697 9g Jeſu, wenn ich dich * Und mich hier recht erwäge Und meine Niedrigkeit Bei deine Hoheit lege, So werd ich ganz beſtürzt, Ja, aller Muth fällt hin, Ich weiß vor Zagen nicht, Wie ich zu trö⸗ ſten bin. 2. Denn, wenn ich mich, o Herr, Zu deinem Mahl nicht ſtelle, So flieh ich von dem Ort Der rechten Lebens⸗ Quelle, Ja von dem Brunn des Heils, Mein höchſter ſein. Un⸗ Der einig und allein Labe⸗Trank Und Arzenei kann 3. Würd ich denn aber auch würdig hinzu gehen, Müßt ich dich, in die Höll hinein 4 f der du mich Geladen, zornig ſehen, verdammt Mit Leib und Seeleſen. s würd durch meine Schuld Die hr Kic ſ In Gift verkehren ſich, zur Verſöhnung ſetzen; Kein Menc kein Engel, auch Kein Gold mit dls 4. Drum weiß in dieſer Angſt Ich Schätzen keinen Rath zu faſſen, Als, Jeſu, nur Nichts nicht verlaſ⸗ letztes beſte Arzenei Das mir nur ſchädlich ſei. bei dir; Du wirſt mich ſen. Du ſiehſt, daß ich allein Abendmahls⸗Lieder. J 3 dies Gehen⸗ niß recht Von mir gefeiert ſei V Ant. Ul., Herzog zu Braunſtent deine Gnade bau Und in der Zuber⸗ ſicht Schon deinen Beiſtand ſchan⸗ 5. Erleuchte du mich, Herr, Mit deines Geiſtes Gaben. Zeig deinen Willen mir, Wie du es recht wil haben. Zünd in mir an ein Feu Zu dieſem Mahl bereit Und nrie weit von mir Die alte Blödigleit 6. Führ, Jeſu, meinen Weg Auf deinen rechten Stegen, Daven it nimmer weich. Laß mich gar woht erwägen, Wie dieſer Lebes⸗Tran Dieß ſüße Himmels⸗Brodt Das R⸗ tel ſei, wodurch Sich uns giebt unſe Gott. 7. Mein ZJeſu, mach mir um Wie ich mich muß bereiten, 1 dacht es erheiſcht, Den Gott der hen⸗ f in mir. As, Was N lichkeiten Zu nehmen auf in Jeſu, ſteh mir bei, Daß dies U e g. 1663, ſt. 114 Dankbares Gedächtniß das dode Chriſti. Mel. O Gott, du frommer Gon. 39 8 g Jeſu, willſt dunet 1 6 4 1 i V So gnädig am denken Und meiner Seele dih Abendmahle ſchenken? Laß dein de dächtniß auch In mir ledendig im Da ich dein Fleiſch und Blut Gupien im Brodt und Wein. 2. Ich Sünder war von Gott lid Gott von mir geſchieden, So drlce mich der Fluch, So hatt ic kina Frieden: Denn das Geſetze ſteß Rt V hinein Und da ſolt h cht 3. Ich konnte 4 Bezahlte meine Sen riß mich aus der Roth: N Urtheil war Nichts, als! ewge Tod. nimmermehr Räte 2” + ban Um idn — nrin Reim uchte du mch ciſts dun m ar, Mie dugi 2 ünd in mra — Matl br h ³ mir Die ale in. 4 ir Jeſu nee g m 1 —— — 6 — 1 —— — Z „ 1 — — — — — —2 We diig ts ee Hinmalshu) * wdurcj dün — n nuch muß bein a eheiſcht, Dltd n⸗ n Zu nehmen ufna 1 h mir bei, Aäiehi Van nir git int. Ul., Herzeg ſt knn a G. 1669,3 3 7 k ates Gedähuid Chriſt ☛ O Gott u fnung 28.928 in W e nhug, Urthei / 70d. I Do K5= 1 in Jiu mnm Abendmahls⸗Lieder. 4. Doch du, mein Heiland, biſt An meine Statt gekommen, Der Sünden Straf und Schuld Haſt du auf dich enommen. Du trugeſt Gottes Zorn lund litteſt Höllen⸗Pein, Daß ich in dir gerecht Und ſelig ſollte ſein. 5. Gott Lob, es iſt geſchehn. Ich habe nun das Leben; Denn du haſt Leib und Blut Zum Opfer hingege⸗ ben Und Gott iſt ganz verſöhnt; Was du, mein Jeſu, du In deiner Kraft gethan, Das rechnet er mir zu. 6. Mein Glaube hält dich feſt; Um dich nicht zu vergeſſen, Gibſt du mir mit dem Brodt Den wahren Leib ſu eſſen; Den Leib, der für mich ſtarb; Doch nicht den Leib allein, Dein Blut, dein wahres Blut Trink ich auch mit dem Wein. 7. Geſchah dein Opfer gleich Faſt vor zwei tauſend Jahren, So muß ich deſſen Kraft Doch jetzo noch erfah⸗ ren; Denn dein Verdienſt iſt mir So ſelig friſch und neu, Als obs erſt die⸗ ſen Tag Von dir erworben ſei. 8. Ach nun, ich danke dir, Ich danke dir von Herzen Für deine Huld und Treu, Für deine Pein und Schmerzen, Für deinen theuren Tod, Für deinen Leib und Blut; Recht herz⸗ ich preis ich dich, Mein allerhöch⸗ ſtes Gut! 9. Laß deine Liebe doch In Mark und Seele dringen; Hilf mir mein fündlich Fleiſch Mit allen Lüſten zwingen; Halt meine Seele rein, Mein Herze ſei dein Haus, Und wirf, 8— weltlich iſt, Durch deinen Geiſt inaus! 10. Laß mich bußfertig ſtets Zu dei⸗ nem Tiſche kommen Und würdig alle⸗ mal, Bis du mit allen Frommen Mich in den Himmel rufſt, Daß ich ſoll bei dir ſein: Dann geh ich hoch⸗ vergnügt Zu deinen Freuden ein. J. S. Beyer. Sonſt: Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. 1031 Nach dem heiligen Abendmahl. Mel. Herr Gott, nun ſei gepreiſet. 1699. 9 nnansſprechlich We⸗ 10 ⸗ ſen, Mein Jeſu iſt in mir, Und ich bin ſchon geneſen Bei dieſer Tafel hier. Die Frucht, die ich genieße, Iſt meiner Seele ſüße Mehr, als ich ſagen kann. 2. Mein Geiſt, von Wolluſt trun⸗ ken, Iſt in ein Gnaden⸗Meer Ent⸗ zückt hinab geſunken. Wer gibt mir Flügel her, Mich in die Höh zu ſchwin⸗ gen Und dem ein Lied zu ſingen, Der mir ſo wohl gethan? 3. Ach, nun iſt meine Seele Ein rechtes Paradies. Es ruht in dieſer Höhle Mehr, als ein goldnes Vließ. Ich gäbe dieſe Schätze, Woran ich mich ergötze, Nicht für die ganze Welt. 4. Mein Loos iſt mir gefallen Aufs Allerlieblichſte; Der Alles iſt in Allen, Der Aufgang aus der Höh Hat in mir Platz genommen Und iſt ſo nahe kom⸗ men, Als ich mir ſelber bin. 5. Das ſind die grünen Auen, Wo Lebens⸗Weide wächſt. Hier läßt der Himmel thauen, Wenn meine Seele lechzt. Hier kann ich Jeſum küſſen Und den ins Herze ſchließen, Der mir das Herze gibt. 6. Wohl mir, den Himmels⸗Für⸗ ſten Trag ich in meiner Bruſt: Nun wird mah nicht mehr dürſten Bei der geſchmeckten Luſt. Mich ſchreckt der Tod vergebens, Weil mir das Brodt des Lebens Zur Speiſe worden iſt. 7. Das ſind die Liebes⸗Siegel, Die auf mein Herz gedrückt. In dieſem Gnaden⸗Spiegel Wird Heil und Theil erblickt. In dieſem Lebens⸗Baume Find ich im kühlen Raume, Was Leib und Seel erquickt. 8. Ich hab und will ihn halten, Den meine Seel liebt. Er ſoll mein Herz verwalten, Das ſich ihm ganz er⸗ gibt. Mein Geiſt ſoll an ihm kleben, * 4 5* “ 103² Dem Herren will ich leben Und er allein in mir. 9. Der Vorſchmack dieſer Speiſe Soll mir ein Vorſchmack ſein Auf meiner Lebens⸗Reiſe Vom Himmels⸗ Brodt und Wein, Die ich dort werde ſchmecken, Wenn du wirſt Tafel decken Zu Zions Hochzeits⸗Mahl. 10. Ich gehe nun von hinnen Und nehme dich mit mir. Ach, ſtelle mei⸗ nen Sinnen Das zum Gedächtniß für: Wer dich recht will empfinden, Der muß ſich auch verbinden, Dir ewig treu zu ſein. 11. Bei mir ſoll es nun heißen: Mein Herz iſt, wo mein Schatz! Ich werde mich befleißen, Den dir geweih⸗ ten Platz Der Sünde zu verſchließen Und dich allein zu küſſen, Bis ich ganz bei dir bin. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. In eigener Melodie. 1700 HGhmüce dich, o liebe . Seele, Laß die dunkle Sünden⸗Höhle, Komm ans helle Licht gegangen, Fange herrlich an zu pran⸗ gen! Denn der Herr voll Heil und Gnaden Will dich jetzt zu Gaſte laden: Der den Himmelkann verwalten, Will jetzt Herberg in dir halten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, Dei⸗ nem Bräutigam entgegen, Der da mit dem Gnaden⸗Hammer Klopft an deine Herzens⸗Kammer; Oeffn ihm bald des Geiſtes Pforten, Red ihn an mit ſchö⸗ nen Worten: Komm, mein Liebſter, laß dich küſſen, Laß mich deiner nicht mehr miſſen! 3. Zwar in Kaufung theurer Waa⸗ kein Geld zu 1 tfür die Gaben ermeſſen, Daß ich ren Pflegt man ſonſt ſparen; Aber du willf Deiner Huld die blutgefüllten Schalen Und Abendmahls⸗Lieder. Mamia Alann ehahlen dis .Ach, wie hungert mein Gem Menſchen⸗Freund, nach dane ih Ach, wie pfleg ich oft mit Thränen Mich nach dieſer Koſt zu ſehnen Ach wie pfleget mich zu dürſten Nach den Trank des Lebens⸗Fürſten, Wünſch ſtets, daß mein Gebeine Sich durch Get mit Gott vereine! 5. Beides, Lachen und auch Zitten Läſſet ſich in mir jetzt wittern, Das Geheimniß dieſer Speiſe Und dee unerforſchte Weiſe Machen, daß ih früh vermerke, Herr, die Größe de⸗ ner Werke. Iſt auch wohl ein Menſch zu finden, Der dein Allmacht ian ergründen? 6. Nein, Vernunft, die muß hie weichen, Kann dieß Wunder nichte⸗ reichen, Daß dieß Brodt nie wird der⸗ zehret, Ob es gleich viel Tauſend nit⸗ ret, Und daß mit dem Saft der ben Uns wird Chriſti Blut gegeben O der großen Heimlichkeiten, Nenm Gottes Geiſt kann deuten! 7. Jeſu, meine Lebens ⸗Sann⸗ Jeſu, meine Freud und Wonne Feiu, du mein ganz Beginnen, Lebens⸗Quel und Licht der Sinnen, Hier fall ic zu deinen Füßen: Laß mich windig lich genießen Dieſer deiner Himnel⸗ Speiſ e, Mir zum Heil und dir zum reiſe! 3 Liſezerr, es hat dein treues Lieen Dich vom Himmel hergetrieben, Daß du willig haſt dein Leben In den Tod für uns gegeben Und dan ganz unverdroſſen, Herr, dein But für uns vergoſſen, Das uns ſett kann kräftig tränken, Deiner Liebe des Lebens ja nicht vergebens, Dder mir vielleicht zum San deinem Tiſch geladen; Laß mich durh kein Geld nicht haben, Erden, Weil in allen Bergwerks⸗Gründen werden; Kein ſolch Kleinod iſt zu finden, Das dieß Seelen⸗Eſſen Deine Liebe rec 3 auch, wie jetzt auf Mög ein Gaſt im Himme Joh. Franck, g. 1618, ſt. 1671. ꝗ 9 A —— = ——— — — — — — = =— —= 2 — ꝙ — — — = — — xB — — —⁵—— 2== —2 0 ——— — —.= — —— —=— —— —— —==— — rt, Gen, de he = llerdar — 5 0 V * Weruunft write n dieß Vumt. dieß Brodmrl S gleih vil di 1 aß mit den aine aid Chriſi ugh. en Heimlichkem iet ſſt nn dun 7 meine Lewen m Fraud und An atz Weginnen lad. n Sinne jſt: Füßen. Laß rüth imn Differdenin. zum delwn 2 es hat den tat Humnel ſenttuit A hatt dein Lin hs — 1 uns geyedn h mnedroſfen, Hen. k 1 M dirx A = vyrxöoſen, — g anke, der den Aintin Weil ich zeits⸗Freude! lich iſt! Bei dem Zutritt zu dem Tiſch des Herrn. Mel. Jeſus, meine Freude, meines. 701 Haulen haſt erſcheine, 1. Konim Pn rodt, und Weine, Gib mir Leib und Blut! Zeige mir jetunder, Was für große Wun⸗ der Dein Gedächtniß thut! Küſſe mich, ich küſſe dich; Schenk dich mir zum Angedenken: Ich will mich dir ſchenken.g 2. Hier wird aufgetragen mehr, als ich kann ſagen: O gewünſchtes Mahl! Hier iſt eine Speiſe, Die ver⸗ borgner Weiſe Himmliſch macht uns All. Hier iſt Moſt: Wer ihn gekoſt, Kann bereits auf dieſer Erden Schon unſterblich werden. 3. Jß, o Herz, dieß Manna! Singe: Hoſianna; Das iſt Davids Sohn, Der hat mich erwählet Und ſich mir vermählet, Er mein Gnaden⸗Thron. Ach, verbleib, du reiner Leib, Von mir ewig ungeſchieden; So bin ich zufrieden. 4. Cdoms Kelter⸗Treter, Tauch den Miſſethäter In dein rothes Blut; Laſſe meinen Flecken Deinen Purpur decen Und ſprich für mich gut! Ach, durchſtreich die Schuld zugleich In dem Sünd und Straf⸗Regiſter, Du mein Hoherprieſter! 5. Wer will mich verdammen? Tre⸗ tet her zuſammen, Die ihr Feinde heißt! Da der Zorn geſtillet, Das Geſet erfüllet Und mich Jeſus ſpeiſt, Biet ich Trutz ganz guten Muths, nunmehr zum Paniere Blut des Lammes führe. 6. Kräftiges Geſchenke, Köſtliches Getränke, Komm und labe mich; Zieh in meine Seele, denn des Herzens Höhle Machet Raum für dich; Gib mir Kraft und Lebens⸗Saft, Zier mich ſelbſten mit dem Kleide Zu der Hoch⸗ 7. Nun, ihr Sinnen, ſchmecket, Weil der Tiſch gedecket, Wie Gott freund⸗ Sehet, Gottes Diener Reicht euch den Verſühner, Den man hier Abendmahls⸗Lieder. 1033 genießt. Tretet dar hier zum Altar! Jeſus kommt: Ach, ſei willkommen, Labſal aller Frommen! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um die ſüßen Mahnungen Jeſu. Mel. Jeſus meine Zuverſicht. 1702 Hitzer Jeſu, Gottes⸗ * Lamm, Ich komm heut zu deinem Tiſche, Meiner See⸗ len räutigam, Komm, mein Herz mit Troſt erfriſche, Mein Schatz, mein Immanuel, Weide meine matte Seel! 2. Gieb mir Stärke, Kraft und Muth, Daß ich würdig mög genie⸗ ßen Deinen wahren Leib und Blut; Laß in meine Seele fließen Deines Blutes Süßigkeit, Lab mich in der GnadenZeit. 3. Blutger Jeſu komm herein, Laß mich Gnade bei dir finden, Nimm ein meines Herzens Schrein Und waſch mich von meinen Sünden Bei dem heilgen Abendmahl, Tröſte mich im Jammerthal. 4. Wenn mein Herze mir zerbricht, Wenn ich muß die Welt verlaſſen, So verlaſſe du mich nicht Auf der finſtern Todes⸗Straßen: So will ich, mein Jeſu, dich Preiſen hier und ewiglich! Nach dem heiligen Abendmahl. Mel. Jeſus, der du meine Seele. 1703 Hüße Speiſe meiner 4 Seelen, Himmels⸗ Brodt und Lebenstrank! Wer kann deine Wunder zählen? Was für Lob, Preis, Ehr und Dank Soll mein Herz und Lippen bringen? Wenn ſie auch ſich höher ſchwingen, Gehſt du tauſend Sänger Chor Und der Engel Zungen vor.. 2. O, wie haſt du mich erquicket Unter dieſer Central⸗Laſt! Ach, ich lechzte ſchon verſtricket; Von der Höl⸗ len Schlund umfaßt; Da ich lag in mei⸗ nem Blute, Fühlte Gottes Zorn und 1034 Ruthe Ohne Kraft und ohne Ruh, Kam mir Heil und Labſal zu. 3. Pein und Marter, Feuer⸗Ilamm⸗ men, Schwefel⸗Bäche, Belial Schlu⸗ gen über mich zuſammen; Durſt und Hunger iſt das Mahl, So ich hätte ſchmecken müſſen. Nun ich von den reichen Rüſſen Deiner Güte bin ge⸗ tränkt, Weder Noth noch Tod mich kränkt. 4. Nun erfahr ich, wie du preiſeſt, Vater, deine Lieb an mir: Was du, Gottes⸗Sohn, erweiſeſt, Wie dein Herz ſo voll Begier Gegen mich betrüb⸗ ten Sünder: Wie mich unter Gottes Kinder Zählt der Geiſt, der in uns zeugt Und auch mein Gewiſſen ſchweigt. 5. Trotz dem Feind, der mich ver⸗ dammet, Jeſus ſpricht mich los und frei, Trotz der Hölle, die entflammet, Meint, daß ich ihr eigen ſei! Tod, was willſt du an mir ſchaffen? Viel zu ſchwach ſind deine Waffen, Reiß mich aus dem Leben hin, Iſt doch Sterben mein Gewinn. 6. Mich bedünkt, ich ſeh ſchon offen Meines Lebens Aufenthalt. Das noch nicht verklärte Hoffen Will zum Schauen mit Gewalt. Ach, mein Le⸗ ben, ſpricht die Seele, Führ mich bald aus meiner Höhle; Fleiſch vom Fleiſch und Bein vom Bein, Laß mich dir bald näher ſein! 7. O du herzliches Erbarmen, O du honigſüßer Kuß, O du freundliches Umarmen, Wenn ich hier noch leben muß, So laß meines Glaubens Le⸗ ben Mehr dem Himmel ſich ergeben, Stets nach deinem Wortgericht. Lieb⸗ ſter Jeſu, laß mich nicht! 8. Brenne, brenne, Liebes⸗Feuer, Nur von Jeſu Lieb entzündt, Und erkenne, wie ſo theuer Sei, das aus der Seite rinnt; Da ſein Herz ſich zu uns neiget Und die rechte Straße zeiget Zu der ſchönen Zions⸗Stadt, Da man ſtete Wohnung hat. 9. Mich verlangt, bald zu erreichen Abendmahls⸗Lieder. Tod, ich will nicht weichen mir der Muth entfiel, Annnd doch die Lebens⸗Speiſe Und verſichert daß die Reiſe Führt zum rechten ge ben hin, Da ich Jeſu näher bin. Bei dem Hintritt zu dem Altar. Mel. Straf mich nicht in deinem. 17 04. retet her zum Tiſc d Herrn, Ihr Comm⸗ nicanten! Eure Herzen ſein nicht fern Gottes Anverwandten! Mit Andacit Nehmt in Acht, Was euch Gott widd geben Zu dem ewgen Leben. 2. Kommt in wahrer Reu und Led Ueber eure Sünden; Demuth und Gottſeligkeit Laſſet bei euch finde. Schlagt die Bruſt, Der bewußt, Aas ihr habt verbrochen, Eh es wid e rochen. 3. Geht heran, ſchön angethan ſit dem Glaubens⸗Kleide; Solche Gih ſtehn Gott an, Er hat ſeine Frande Nehmt die Speis, Gleiche Weis Trinkt ſein Blut vergoſſen, d in Tiſch⸗Genoſſen! 4. So ihr würdig eßt und nin Von dem Brodt und Weine, Solhes Sacrament euch bringt Lebens⸗Anſ mehr Sünder. nig aller * ‿ Jeſn Liebe macht reich und vergnügt. alleine: Danket Gott, Liehtin lui Lebt als fromme Kinder, Werdetniht 5. Jeſu, Jeſu, höchſtes Gut K rommen, Laß doch denm Leib und Blut In mein Herze in⸗ men Seliglich! Das bitt ich, Hern deinem Namen, Hochgelobet, Amen! M. Joh. Georg Müller, g. 1651, ſt. 1145. Mel. Jeſu, meines Lebeus Leben. erde munter, men Gemüthe, Und er mein Geiſt, Da ſic dei⸗ 1705. freue dich, Das geſteckte Lebens⸗Ziel. Schrecke, nes Jeſu Güte Ueberſchwäntiih an ₰ —— —— 68 — Lanet 4 5 m een r i n Pasant doetend 12 ae 7 = ¹ Fntin wahregh auhid e irda, 5 1 it aiel hin ie Bruft dein hn te Her zenſ dii 1 1 Texrbrohee, Ghn S. theran, ſin neat 1 1 dbens⸗Kedde. 51 92 lan 31 uuet euch brige dantet Got, St h Bme Kindr Me 2 S 1 Fi ie 5 lhwie a, B2 gich eite b Pr S ha p Georg Nilangtt Littt und 46 vergui lm e en, dir preiſt; Ach’, mein Herz ſoll hier auf Erden Ihm zu ſeinem Himmel werden; Denn er zieht im Brodt und Wein Durch ſein Nachtmahl drinnen ein. 2. Solche Lieb iſt nicht zu finden, d8 ſo treu und brünſtig wär; Iſt ein Abgrund zu ergründen, Dieſe Liebe nimmermehr, Liebe, die kein Sinn erreichet, Der Nichts, als ſie ſelber gleichet, Da ſie Staub und Aſche liebt Und ſich ihn zu eigen gibt. 3. Es wird mir ſein Leib gegeben, Der am Kreuze für mich ſtarb; Heil, Gerechtigkeit und Leben, Und was er noch mehr erwarb, Hab ich nun zum Eigenthume Und in ſolchem Schmuck und Ruhme Erb ich auch nach dieſer Zeit Die gewiſſe Seligkeit. 4. Jetzt hab ich ſein Blut getrun⸗ ken, Das aus ſeinen Wunden floß; War ich ſonſt in Angſt verſunken, Da mir Gott ſein Herz verſchloß, Ei, ſo bin ich nun verſöhnet, Daß mich ſeine Gnade krönet Und ſein ſüßer Liebes⸗Kuß Mich, ſein Kind erquicken 8 5. Welt, ich mag dich nicht mehr kennen, Meinen Jeſus kenn ich nur; Ja, in ihm will ich mich nennen Eine neue Creatur, Wo kein Gräuel alter Sünden Jetzt und künftig mehr zu fnden⸗ Ihm ſoll das Gewiſſen rein nd das Leben heilig ſein. 6. Jeſus, Jeſus, Nichts, als Jeſus Iſt, das mich vergnügen muß; A iſt außer ihm ein Cröſus, Reich mit üm ein Lazarus; Ihn will ich vor allen Schätzen Mir zum Schatz und Segen ſetzen; Denn ſo hab ich reich und ſatt, Mehr als Erd und Him⸗ mel hat. 7. Bleib, mein Jeſu, bleib im Herzen, Mit dir acht ich keine Noth; Du beſ ſiegeſt Kreu 1 unnd Schmerzen Und du tödteſt ſelbſt den Tod; Alſo kann ich nicht verderben, Ich mag leben oder ſterben, Jett und ewig Abendmahls⸗Lieder. biſt du mein Und ich leb und ſterbe dein. J. S. Beyer. Sonſt: Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Dank⸗Lied nach dem heiligen Adendmahl. Mel. O Gott, du frommer Gott. 1706. Weka kann nund ſoll ich Herr Jeſu, gnugſam preiſen? Dich ſelbſt willſt mich mit dir Im Abendmahle ſpeiſen Du flößeſt mir dein Blut In mein betrübtes Herz Und linderſt mir da⸗ durch Der Seele großen Lmn 2. Du haſt die ſchwere Schuld Der Sünden ganz verziehen; Du haſt Be⸗ ſcheidenheit Und Andacht mir ver⸗ liehen; Mit Glauben haſt du mich Erleuchtet und geſchmückt Und meine matte Seel In ihrer Angſt erquickt. 3. O du, mein liebſter Schatz, O meines Lebens Leben, Der du dich Blbſen mir Zu eigen haſt gegoben: ſei und bleibe mein, O, ſei und bleib in mir Und laß mich ewiglich Auch ſein in und bei dir. Nach dem heiligen Abendmahl. Mel. Nun lob, meine Seel, den. 1707. Wi wohl haſt du ge⸗ labet, O liebſter Jeſu, deinen Gaſt, Ja, mich ſo reich begabet, Daß ich jeßt fuͤhle Freud und Raſt! Q wunderſame Speiſe, O ſüßer Lebens⸗Trank, O Liebsmahl, das ich preiſe Mit meinem Lob⸗Geſang, In⸗ dem es hat erquicket Mein Leben, Herz und Muth! Mein Geiſt, der hat erblicket Das allerhöchſte Gut 2. Du haſt mich jetzt geführet, 9 Herr, in deinen Gnaden⸗Saal; ſelbſt hab ich gerühret Dein edle Gu⸗ ter allzumal, Du haſt mir nicht ver⸗ 8 ebens Geſchenketmildiglich Das werthe Brodt des Lebens, Das ſehr ergötzet Du haſt mir zugelaßen, Daß ich den Seelen⸗Wein Im Glauben möchte faſſen Und dir vermählet ſein. 4* 6 —— — 4 ————— — 4 4 4 1 5—— „ 926; Abendmahls⸗Lieder: 3) 3. Bei dir hab ich gegeſſen Die Speiſe der Unſterblichkeit; Du haf mir voll gemeſſen Den edlen Kelch, der mich erfreut Ach Gott, du haſt erzeiget Mir Armen ſolche Gunſt, Daß billig ſich jetzt neiget Mein Herz vor Liebes⸗Brunſt. Du haſt mich laſſen ſchmecken Das köſtlich Engels⸗Brodt: Hinfort kann mich nicht ſchrecken Welt, Teufel, Sünd und Tod. 4. So lang ich leb auf Erden, Pieis ich dich, liebſter Jeſu, wohl aß du mich läſſeſt werden Von dir und durch dich ſatt und voll. Du haſt mich ſelbſt getränket Mit deinem theuren Blut Und dich zu mir ge⸗ lenket, O unvergleichlichs Gut; Nun werd ich gar nicht ſterben, Weil mich geſpeiſet hat, Der nimmer kann ver⸗ derben, Mein Troſt, Schutz, Hilf und Rath. 5. Wie kann ichs aber faſſen, Herr Jeſu, daß du mit Begier Dich haſt ſo tief gelaſſen Vom Himmels⸗Saal herab zu mir? Du, Schöpfer, aller Dinge, Beſucheſt deinen Knecht; Ach, hilf, daß ich dir bringe Ein derz das fromm und ſchlecht, Das gläubig dir vertraue, Damit nach dieſer Zeit Ich ja dein Antlitz ſchaue Dort in der Ewigkeit! 6. Du biſts, der ewig bleibet, Ich aber bin dem Schatten gleich, Den vald ein Wind vertreibet: Herr, ich bin arm und du biſt reich. Du biſt ſehr groß von Güte, Kein Unrecht gilt bei dir, Ich, boshaft von Ge⸗ müthe, Kann fehlen für und für; Doch kommeſt du hernieder Zu mir, dem Sünden⸗Mann: Was geb ich dir doch wieder, Das dir gefallen kann? 7. Ein Herz, durch Reu zerſchla⸗ gen, Ein Herz, das ganz zerknirſchet iſt, Das, weiß ich, wird behagen, Mein Heiland, dir zu jeder Friſt. Du wirſt es nicht verachten, Gib, daß ich emſig bin Nach deiner Gunſt zu trachten: Nimm doch in Gnaden hin Das Opfer meiner Zungen; Denn billig wird jetzund Dein theurer Ruhm beſungen, Herr Gott, duz meinen Mund. 2 8. Hilf ja, daß dieß Genießen Re 6 edlen Schatzes ſchaff in mir dnde 3 aufhörlich⸗Büßen. Das ich mich wende 9. ſtets zu dir; Laß mich hinführ ſp. ren keine andre Lieblichkeit, Als wel G pflegt zu rühren Von dir in diſen Zeit. Laß mich ja Nichts begehrn.. d Als deine Lieb und Gunſt; Jan u I Di 8„ Denn Niamand kann entbehren Hier deine 1 Liebe Brunſt. 9. Wohlmir: Ich bin verſehen Mit b Himmels⸗Speis und Engels⸗Tranit S Nun will ich rüſtig ſtehen, Zu ſingen 9 dir Lob, Ehr und Dank. Fahr in 1 du Welt⸗Getümmel! Du biſt ein iil n Tand; Ich ſeufze nach dem Hinna⸗, Dem rechten Vaterland, In dem i. werde leben Ohn Unglück und da.. druß: Denn du, Gott, wirſt mitg⸗ ben Dort ſelgen Ueberfluß. Job. Riſt, g. 1607, ſt. len. Kurzes Bekennntuiß von dem hei⸗ Abendmahl. In eigener Melodie⸗ 1708 1 gir glauben Al und I pbekennen frei, Da nach Chriſti Wort Dieß Brodtdn Leib Chriſti ſei, Der für unſre Sünd und Miſſethat Litt am Kreuz den bittern Tod.“ 2. Desgleichen der Wein in ſeier Art Sein unſchuldig Blut, Welchs in Kreuze vergoſſen ward Uns und d⸗ — 6 len Gläubigen zu Gut, So ihm ſt gen in Demuth. Mich. Weiß,ſtut — Frende über Chriſti Einladung Mel. Auf, mein Herz, geh mit.. 1709 Wobl mir, Jeſus me⸗ 14.IWne Freude, Lade mich zu ſeinem Mahl, Auf, men Herz, und dich bereite, Eile zu dem Kirchen⸗Saal! Laß dein Cifr nihß erkalten, Jeſus will das Nachtmahl halten.... 2. Auf, mein Herz, in vollem — 1 1 1 —hnQ ., aß mich t. dreLiebütfe Ne uhren Von drpſ — nit u datn * it d V 12n Pareland Nt du, ott tina⸗ * Selgen Ueberlt Job. Riſ, hin 1 ennntuif vorg Abendmall. n eigener Nlh ir glaubaäl 3(W en i Pon i wee rd ſei, Dafkrunin ut dt mm: 5 aten dr Ahit Bchen! 1 icchudi Buän ar oſfen vord li n rrn u Gl, a uth. IS B a ott Ohrit dia = Li nat in ni 2, ſe e 3mm ¹(n M 1 M 3 — 1— nin S Springen Eile deinem Jeſu zu: Auf, 64 oll dir jetzt gelingen, Hier iſt wahre Seelen⸗Ruh; Ruhe ſoll ſie, frei von ſnden⸗ Bei des Herren achtmahl finden. 4. Au Ach, indem ſein Herz beſtreitet Noth und Tod mit gleicher Macht, Hat er dir den Tiſch bereitet Und aus reiner Lieb gedacht, Wie er ſich mit dir mög letzen Und zu ſeinem Erben ſetzen. 4. Hier haſt du das Brodt des Le⸗ bens, Hier haſt du den heilgen Leib, Für dich in den Tod gegeben, Dir zu Gute, daß er bleib Deine Koſt, und, meine Seele, Seelen⸗Hunger dich nicht quäle. 5. Siehſt du, was da kommt ge⸗ ronnen, Wie mit rechtem Lebens⸗ Saft Yließen fünf frei offne Brun⸗ nen? Jeſu, deiner Liebe Kraft Allen Morgen⸗Lieder. 1037 Armen hier herwinket, Spricht: Ihr Aihen, all trintet . Hungrig komm ich auch nach Gnaden, Durſtig nach hunthenac keit, Der ich gleichfalls bin geladen Zu des Lammes Hochzeits⸗Freud; Himmliſch Manna mich ergötzet, Jeſu Blut die Seel benetzet. 7. Gott geb, daß ich dieſes Schen⸗ ken Chriſti Leibs und Bluts allhier Nehm zu meinem Angedenken Und betrachte für und für, Wie ſein Leib am Kreuz entblößet Und ſein Blut mich hat erlöſet. 8. Nun will ich mit Dank und Ehren Meines Jeſu weil ich bin) Lieh und Lob mit Luſt vermehren; Mein durch ihn erneuter Sinn Soll in Jeſu ſich erfreuen, Gott wird dazu Gnad verleihen. M. Paul Weber, g. 1625, ſt. 1696. XXXV. Morgen Lieder. Ergebung an Gott an Morgen. Mel. Nun laßt uns Gott, dem. 1710 Auf auf, ihr, meine 18.& Lieder, Mein Herz, mein Geiſt und Glieder, Dem Höch⸗ ſten Lob zu ſingen Und Opfer ihm zu bringen! 2. Er hat die Nacht gewendet, Das Licht herab geſendet Und mich ohn alle Sorgen Erweckt an dieſem Mor⸗ gen. 3. Er iſt mein Schutz geweſen, Daß ich friſch und geneſen Aln die⸗ ſem Tag aufſtehe, An meine Pflicht auch gehe. 4. Es hätten tauſend Schrecken Mich grauſam können wecken, Wo er nicht ſelbſt gewachet Und Alles gut gemachet. 5. Mein Leib, Seel und mein Leben Sei ferner ihm ergeben: O Gott, mir heut auch ſende Die Güte deiner Hände, 6. Daß ich, von dir geführet Und überall regieret, Zu deines Namens Ehre Mein ganzes Leben kehre! 7. Behüte mich vor Sünden Und laß mich ſtets empfinden Ein Abſcheu vor den Dingen, Die deinen Zorn mitbringen. 8. Durch deinen Geiſt mich leite Und mein Herz ſo bereite, Daß ich dein Kind und Erbe, Allein dir leb und ſterbe. 9. Gib deinen heilgen Segen Auf allen meinen Wegen, Beglücke meine Thaten Und laß ſie wohl gerathen. 10. Vor Unglück mich behüte Und laß mich deine Güte So leiten, daß ich bleibe Ein Glied an deinem Leibe. 11. Gib Hoffnung und Vertrauen, Auf dich allein zu bauen; Den Glau⸗ ben mir auch mehre Und mich zu dir, Herr, kehre! 12. Laß Freunde und Verwandten, Wohlthäter und Bekannten, Und die ſich Chriſten ſchreiben, Von dir be⸗ wahret bleiben. 13. Gib Kraft, Verſtand und Stärke, 1038 Morgen⸗Lieder. Daß des Berufes Werke Durch dei⸗ noch vor allen Das Opfer guk pes Geiſtes Senden Ich glüͤcklich meint. pfer gut ge önne enden. 5. Verzeihe mir die Sünde, N 14. Und ſollt ich Schmach und ich bisher verübt, Und dd 9 Neiden, Kreuz und was ſonſten lei⸗ empfinde, Wie ſie mein Herz ve den, So hilf mir, Vater, tragen Und Verzeihe mir und dämpfe Al üppig laß mich nicht verzagen! V g 15. Schütz alle hart Geplagten, O Herr, verzeihe mir! Erfreue die Verjagten, Gib Brodt 6. Send auch auf meinen Wagen und Troſt den Armen Aus Gnaden Mir deinen Engel zu ÜUnd ſprichde und Erbarmen. ſelbſt den Segen Zu Allem, wasſt 16. Erhör auch alle Beter, Bekehr thu. Herr, ſende du mir Kriſt dn die Uebertreter, Sei gnädig mir und deiner Himmels⸗Höh, Auf daß al Allen Nach deinem Wohlgefallen. mein Geſchäfte Gewünſcht von Sta⸗ 17. Inſonderheit am Ende, Herr, ten geh! deinen Troſt mir ſende; Auch laß 7. Gib mir vor allen Dingen he⸗ mich ſelig ſterben Und ewges Leben V troſten Muth und Geiſt, Dieß fuan⸗ erben! dig zu vollbringen, Was men e O. Joh. Lafſenius, g. 1636, ſt. 1692. ruf mich heißt. Laß mich in gin Tagen Räch übermüthig ſein, Um 3 laß mich ja nicht zagen, Dringt gli Morgen⸗Opfer mit Dauken und ein Kreuz herein. 8 Beten. mer Ich thu, was dir gefällt, Auch i Mel. Lobet Gott, unſern Herren⸗ mich nicht in Schande Geratſen 1711 Auf auf, mein Geiſt, der Welt; Richt, Herr, mein gane 41. zum Loben, Auf, auf, Leben Nach deinem Willen ein, La und werd erhitzt; Bedenke, wie von auch mein Haus daneben Tan di oben Der Höchſte dich beſchützt! Hätt geſegnet ſein! er dir nicht die Wache der Engel 9. Gib, daß im Kreuz und Glütt zugeſchickt, So hätte dich der Drache Ich ſtets ſo leben mag, Daß ich d m tiefſten Schlaf erſtickt. Augenblicke Denk an den letzten L 2. Dir, dir und deiner Güte, Dir Und wenn der wird einbrechen, 8⸗ dir, mein Gott, allein, Dir, dir ſoll gib, daß ich erfreut Von Herzen unne mein Gemüthe Von Herzen dankbar ſprechen: Komm, Herr, ich bin beret ſein; Denn du haſt mir mein Leben Joh. Franck, g. 1618. n Noch bis daher verlängt Und täglich auch daneben Viel Wohlthat ein⸗ geſchenkt. 3. Du, Herr der Himmels⸗Zelten, Wie ſoll ich nach Gebühr, Wie ſoll Mel. Wer nur deu lieben Golt ich dir vergelten, Was du gethan an 171 2 Auf, auf, mein Heit mir? Ich bin zwar zu geringe, Doch. A ſtimm die Säite nimm dieß Opfer hin: Nimm hin, Zu deines Schöpfers Ehren an. à was ich dir bringe, Ein dir ergebnen ſollſt dem Herrn ein Lied berätte Sinn! Der dir bisher ſo wohl gethan: Gun 4. Nur weg mit Horn und Klauen! V deſſen Schutz mich dieſe Nacht Jut Ich opfre Herz und Bruſt: Ein kind⸗ Vaters Lieb und Treu bewacht d liches Vertrauen, Das, das iſt deine 2. Ich lag im Schlafe tis 3 Luſt; Das, das laß dir gefallen: Wie V graben und war als wie ſcbn ſchlecht es immer ſcheint, So iſt den⸗ todt. Die Feinde, welche mich * 8. Hilf, daß in meinem Stnne Täglich neue Güte Gottes. Begier, Mit der ich täglich kumge. = —== —-=— ———— .——— r in Schande Ger deß in runli 2 ſo leden may Wi dih un ditin —— Morgen⸗Lieder. aben, Bedrohten mich mit mancher goth; Doch deren Wuth hat Got⸗ tes Hand Von mir in Gnaden ab⸗ gewandt. 3. Der Satan wollte mich ver⸗ ſchlgen Und wies mir ſchon den Rachen dar. Die Sünden wollten mich umringen, Ich war in Seel⸗ und Leibs⸗Gefahr; Doch Gottes Huld und Chriſti Blut Behielten mich in ſichrer Hut. 4. Ach Vater, deſſen Gnad und Güte Sich täglich über uns vermehrt, Nimm hin mein dankbares Gemüthe, Das dich recht kindlich liebt und ehrt; Ach, mache doch, wie deine Treu, Mein Herz auch dieſen Morgen neu! 5. Du läßt mich mit geſunden Gliedern Vergnügt aus meinem Bette gehn. Ich kann die Wohlthat nicht erwiedern, Ich kann dein Loh nicht gnug erhöhn. Herr, du haſt mehr an mir gethan, Als dir mein Mund verdanken kann. 6. Doch laß das Lied aus meinem Munde Dir ſtatt des beſten Opfers ſein. Ich weihe dir in dieſer Stunde Mein Herz zugleich zum Altar ein; Die Andacht legt den Weihrauch drauf, Nur zünde du das Feuer auf. 7. Hierauf ſo ſchütte deinen Se⸗ gen Auf meine Arbeit reichlich aus. Dein weis⸗ und gütiges Verpflegen Erfreue mich und auch mein Haus. Verſüße meinen ſauren Schweiß Und kröne meiner Hände Fleiß. 8. Gib mir die Gnade, ſo zu leben, Daß ich der Welt gekreuzigt ſei; Ach, laß mich nicht am Eitlen kleben. Mach mich vom Sünden⸗Joche frei. Geuß ſelbſt, du Liebes⸗Flamme du, Mir neues Oel des Glaubens zu. 9. Laß Jeglichen mit ſeinen Hän⸗ den Auch heute mit mir Gutes thun: So wird gewiß an allen Enden Die Fülle deines Segens ruhn; So preiſt und rühmt dich alle Welt, Die deine Vorſicht unterhält. der Ruh; So 10. Wirfſt du mir auch an dieſem 1039 Tage Mein Stücklein Brodt mit Kum⸗ mer zu, So bringe mich nach Müh und Plage Doch fröhlich wieder zu lob ich dich herzinnig⸗ lich. Ach, Abba, Vater, höre mich! C. S. Ulber, g. 1714, ſt. 1776. Ermunternng gegen allen geiſtlichen Schlaf. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. 171 3 Auf, auf, mein Herz, zu .. Gott dich ſchwing, Mit Freuden deinem Schöpfer ſing, Weilſchon die Nacht vergangen: Gleich⸗ wie vom Schlaf ſich jetzt aufricht Der Leib, ſo laß der Seele nicht Den Sünden⸗Schlaf anhangen. 12. Sieh, wie mit friſcher Wacker⸗ keit Der ganze Erd⸗Kreis iſt bereit, Des Schöpfers Macht zu ehren: Ja, was ſein ganzer Ruhm beſchleußt, Mit höchſter Mühe ſich befleißt, Des Schöpfers Ehr zu mehren. 3. Was ſoll denn dieſe Trägheit ſein, Die nur, mein Herz, bei dir allein Noch gleichwohl wird geſpüret? O, ſei nicht dümmer, wie das Wild, Du biſt ja mit des Schöpfers Bild Von ihm ſelbſt ſo gezieret. 4. Nun, Herr, du ſchaffeſt, daß dies Licht, Das jetzt ſchwach durch die Wolken bricht, Bald völlig wird auf⸗ gehen: O, laß auch in dem Herzen mein Aufgehen deiner Weisheit Schein, Daß ich dich mög verſtehen. 5. Auch Gras und Blumen du jetzt ſchmückſt, Da du mit deinem Thau erquickſt Das grüne Land der Erden; Wenn auch dein Geiſt mein Herz be⸗ leucht Mit deiner Gnad, ſo wird es leicht Von Tugend fruchtbar werden. 6. Ja, hilf, Herr, daß ich dieſen Tag Nach deinem Wort ſo enden mag, Damit ich dir gefalle Wenn dort der ewge Tag anbricht, Da du, o ſchönes Freuden⸗Licht, Wirſt ſchei⸗ nen über Alle. Val Thilo, g. 1607, ſt. 1662. 1—““— ͤͤ . ————— mir. —— 1 * 4 3 8 1040 wie mein Lebelang, Alſo dieſe Nacht Vater, Sohn und Empfehlung in göttliche Leitung. Soll ich meinen Lauf b L 6 Mache mich zuvor bereit lwt 1 34 ſ ine Zuverſicht. Mel. Jelus, meins guperde mein Gewiſſen, Daß ich in der it uf, mein Geiſt und ſte 1714. A lobe Gott, Der d dich ſteh Und im Glauben zu dig dieſe Nacht behütet Und nach über⸗ 10. Meine Freunde und mein Gu ſtandner Noth Licht und Segen auf Will ich dir, mein Gott, bian dich ſchüttet. Opfre ihm die Morgen⸗ Halt uns feſt in deiner Hut, So ian Stund Und ſing ihm mit Herz und 6 und mich Nichts quülen. Dan⸗ Mund! ſtarke Gnaden⸗Hand Blei d oh un 2. Jehova, dir ſag ich Dank, Du ausgef ſpannt. haſt Alles wohl gemachet Und mich, 11. Und ſo walte S nun imein Gett. 9 it liſammen ei bere ichet, Daß i wieder auferſteh V Sei mit mir in Freud und d Noth 3 aun nd an meine Arbeit geh. an meines Glaubens d 4 r 3. Ach⸗ vergib mir meine Schuld, ich heut und alle Tag Dich in me⸗ Die ich täglich in mir finde, Decke nem Herzen trag! ie mit deiner Huld, Auf die ich ſi 9 12. Jeſus für, in und mit m mich feſte ründ Waſ che mich m ich feſte gründe; Wal ich mit So bin ich recht wohl verſehen de Jeſu ven So werd ich ganz rein mit mir und erna Wa inr Tag In dein treues WVatet⸗ denze„Gelt hut n gut. Wird durhi Mach mich frei von ſchwerer Plag En K Und von großem Seelen⸗Schmerze, Wende Theurung, Peſt und Brand, Krieg und ſchwere Sünd und Schand! 5. Sende deiner Engel Schaar, & X 1679 GR M. J. G Sch wedler r, G. 1042 Wunſch, den Tag in Gat z Die mich überall begleiten Und in vollbringen. Noth und in Gefahr Ueber mir die V Mel. Der gondnen Seune dun Fügel breiten, Daß ich heute ſicher uf, Seel, und uͤmd bleib Und mein Werk mit Freuden 17 15. Au deinem dam 8 treib. V reinem Herzens⸗Grunde, Te Da dih kdi dahlane abadndir Licht vertreidt die Stern j v ei e re me fange Mor rgen⸗ Stunde; Die S mir auch das Ende weiſt, Bis ich dir Der Guter Gottes 3 dir def kann dazu gelangen, Daß ich thu, zu Gottes muinder 5 Schan B pig was dir gefallt, Und was mir dein in dem Morgen⸗Thau. Wort vorhält. m 7. Ich befehl dir den Verſtand, 2. Sprich: Gott ich bit bin 1ue d Mein Gedächtniß, Herz und Willen dazu, Die Gnde. zu in 3 Laß mich heute unverwandt D ein du d durch ſichre Leibes⸗ ei din Wort ihun und treu erfülle en, Stärke haſt neiner Serlen I da 8 meines Leibe 8 Kraft, Daß er was zeigen an, Was du mir Gu ge 3 di ch raulell d du recht Gutes ſchafft. Nebſt Andern, die auch trauen §. Satan gehet noch herum, Und Und Eines Glaubens ſi ſind mit nir. die ſich zu ihm geſe ellen, Suchen mich, Nun, meiner dein Eigenthum, Zu berücken und zu Schutz, fe Uen: Ach, ſo ſteh mir treulich bei, deinen Kindern kommt zu Daß ich ganz dein eigen ſeil alle Morgen neue 9. Du nur, Herr, weißt meine Zeit, inniglich, Daß du ſo gnäͤdig n — 8 Nut, 2 n lich Um Seele Hiff ud Ich rühme deine Treue, 2 Ic. dank jeli⸗ 2 4 meinen Lai Lch nunrdan — ſen da za i Glaubn a — — — — ſfet in eine ht 6 = dſo watesm 2 Sohn und Ge n n iri Freud t 2 s Glaubens 1u ——— = en vrag! iih nt uran m und ich niw e ann geſchehen lh 1 mirrr hut, Uime n aut. a h, den Tag it vollbrinm Der goldnen äm und ale d ar . fus für, i Manf 8.3. C. Shwalnghi Ei if, SMnn ö. din u r yereens⸗Gnn d rait de emde Stunde, Dengt = üter ate 1 NrurgerTin ich Gotitun u die Gnade er 1 h ſhre i b 5 — — — — S —— — 2 — b ich rühme dn — — — t — — — — — —— —— — — — E rgen nale a nij 2 Daß du oh b , —=— — 6 A 6 12.(s Kinder Stuet — Geiſt mich führt auf ebner Bahn, Morgen⸗Lieder. auch die Meinen dieſe Nacht Durch deine Engel haſt bewacht. 4. Gib, liebſter Gott, daß ferner auch Ich heute chriſtlich wandle und meiner Pflicht alſo gebrauch, Daß, was ich thu und handle, Gereiche mehr und mehr Zu deines Namens Ehr, Zu meiner Seele Heil und Schutz Und meines Nächſten Dienſt und Nutz. 5. Behüte mich vor Alle dem, Was Leib und Seele kränket; Hingegen gib, was angenehm, Was deinen Segen ſchenket. Wend ab Gefahr und Noth, Krieg, Hunger, Feur und LTod! Schickſt du mir aber Kreuz mit 9 So gib Geduld, Troſt, Hilf und uh. 6. Ich will gern Alles nehmen an Zu Lieb und auch zu Leide, Weil deine Hand es ändern kann Und wenden Leid in Freude. Dein Herz auf mich gericht Kann mich ver⸗ laſſen nicht; Denn wer im Glauben dommt zu dir, der iſt geſegnet für und für. 7. Nun dir ſei Alles heimgeſtellt, Seel, Leib, Stand, Gut und Leben; Mach Alles, wie es dir gefällt, Dir hab ich es ergeben. Bewahre Stadt und Land, Lehr⸗, Wehr⸗, und auch Nähr⸗Stand; Erhalte Wort und Sa⸗ crament, Gib ein vernünftig ſelig End. 8. Mein Herr und Gott, dich laß ich nicht, Dir lieg ich hier zu Füßen, Bis mir dein Mund den Segen ſpricht, Der Alles kann durchſüßen, Bis mich dein Himmel tränkt Und mir viel Gutes ſchenkt, Wenn mich dein ſüßer Gnaden⸗Geiſt Aus meines Jeſu Wun⸗ 3 den ſpeiſt. 9. Hierauf nehm ich mit Freuden an, Was mir iſt anbefohlen; Dein Bis du mich wirſt Paradeis Zu deinem Lob und Preis; So iſt der Tag in Gott vollbracht, Anfang und Ende gut gemacht. einholen Ins ſchöne Z 1041 Erhebung des erwachenden Anges zu Gott. Mel. Gott des Himmels und der. uf und ſinge, meine 1716. A Seele, Auf und lobe deinen Gott, Laß die Sorge in der Höhle Ganz vergraben ſein und todt; Auf, erhelle deinen Sinn Zu den höch⸗ ſten Wolken hin! 3 hüch 2. Sprich: Mein Gott, ſei hoch geprieſen, Hoch geprieſen ewiglich, Daß du haſt den Höllen⸗Rieſen Fort⸗ getrieben väterlich. Daß er nicht in dieſer Nacht Seine Macht an mir vollbracht. 3. Durch dich, Herrr, bin ich gene⸗ ſen! Du, du biſt der Hüter mein Und mein ſtarker Schutz geweſen, Daß der Leib ohn Angſt und Pein, Friſch und munter ſteht allhier, Gott, mein Gott, das kommt von dir. 4. Sollte dich zum Zorn bewegen Meine Schuld der Sünden groß, Ach, ſo ſchone, laß ſich legen Deinen Grimm und ſprich mich los; Hier iſt Jeſus, dem du haſt Aufgebürdet meine Laſt. 5. Weil ich auch ohn dich nicht leben, Noch recht chriſtlich wandeln kann, Du allein, du mußt mirs ge⸗ ben; Drum ſo ruf ich ſehnlich an Dich, den liebſten Vater, mein, Ach, laß dein Herz offen ſein! 6. Laß mich deinen Geiſt regieren, Daß ich möge mit Verſtand Mein Beruf und Nahrung führen, Leite mich bei meiner Hand, Führe meine Tritt und Schritt, Theile mir den Segen mit. 7. Was ich rede, thu und denke Höchſter Gott, zur Ehre dein Und zu meiner Wohlfahrt lenke; Laß dir auch befohlen ſein Meine Freunde Uberad Und die Feind in großer Zahl. 8. Endlich, wenn ich ſoll abſchei⸗ den Durch den Tod aus dieſer Welt, So gib, daß ichs thu mit Freuden; M. Chriſt. Seriver, g. 1629,. 1693. Komm ich doch ins Himmels⸗Zelt, 66 10⁴² Da mir ſchon mein Jeſus hat Zu⸗ bereitet Raum und Statt. (Daukſagung.) Morgen⸗Lieder. In bekannter Melodie. 17 17. A undin g Hare Lob und Dank In dieſer Morgen Stunde, Da u mein Lebenlang,O Gott, in deinem Thron, Dir zu Lob, Preis und Ehren, Durch Chriſtum unſern Herren, Dein eingebornen Sohn. 2. Daß du mich aus Genaden In der vergangnen Nacht Vor Gfahr und allem Schaden Behütet und be⸗ wacht. Ich bitt demüthiglich: Wollſt mir mein Sünd vergeben, Womit in dieſem Leben Ich hab erzürnet dich. Bitte. 3. Du wolleſt auch behüten Mich gnädig dieſen Tag Vors Teufels Liſt und Wüthen, Schmach, Vor Feur und Waſſers⸗ Noth, Vor Armuth und vor Schan⸗ den, Vor Ketten und vor Banden, Vor böſem ſchnellen Tod. Fürbitte. 4. Mein Leib, mein Seel, mein Leben, Ehr und Kind In deine Händ will geben, Dazu mein Haus⸗Geſind Als dein Geſchenk und Gab, Mein Eltern und Verwandten, Geſchwiſter und Be⸗ kannten Und Alles, was ich hab. Gebet. 5. Dein Engel laß auch bleiben Und weichen nicht von mir, Den Sa⸗ tan zu vertreiben, Auf daß der bös Fen hier In dieſem Jammerthal Gein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe Und bring mich nicht zum Fall. 6. Gott will ich laſſen rathen, Denn er all Ding vermag; Er ſegne Vor Sünden und vor Mein Mann,(Weib), Gut, Mein Leib, mein Seel, mein Aehen Sei Gott, dem Herrn, ergeben.. machs, wies ihm gefällt. 7. Darauf ſo ſprech ich Amen Un zweifle nicht daran, Gott wird es Al zuſammen Ihm wohlgefallen iu Drauf ſtreck ich aus mein Hand, Grai an das Werk mit Freuden, Dazu nich Gott beſchieden In meinm Peruf nnd Stand. M. Joh. Mattheſius, g. 1504,, 136 Um göttliche Bewahrung für Alis was wir ſind und haben. In voriger Melodie. 17 1 8 Bewahr mich, Gott men ². 3 Herre, In dieſer Re⸗ gen⸗Zeit, Deine Gnade zu mir iehn. Die Erd und Himmel breit, Undiii du mich behüut Die Nacht vor älln Schaden, Darin ich war geraten Den Tag mich auch vertritt 2. Bewahr mir, Gott, mein Seut Dein unſchätzbares Pfand, den iih ſie dir befehle, Halt ſie in deuer Hand, Daß ſie nicht fall i Sünd Von deiner Gnad nicht wanke Ae⸗ zeit an dich gedenke, Des Hirnnets Gut empſind. 3. Bewahr mir, Gott, mein Lähan Mein Leib, der Seelen Haus, da du mir haſt gegeben, Mein Wettu richten aus, Daß ich ihn wohl val⸗ bring, Zu deinem Willen lebe, Aad Gottſeligkeit ſtrebe, Mir Alles wol geling. 4. Bewahr mir, Gott, mein Sinne Die Hüter meiner Seel, Daß, ne ich auch beginne: Folge deinem 9 Wend ab mein ganz Genit Dingen, H0 leic meine Thaten, Mein Vornehmen und Sach; Denn ichs ihm heimgeſtellt: was ich bin; Dein Gei beweg, Daß meine —— 1 m Auf dich men aſ —— 8 mein Sel, I. 1 fuj ſo ſpuchih 1r daran, goh 7 Ium dan 9 — —— Snkmit Frande 1 t. Artteiu i ſua un ace devainwſt a ewir ind mn In voriger Man — Dun rihge 1—,. Here Iuia 4= Deim Gntyguſ di=nd Hinm th. u Riehüt de Gume 31 Darn ih ugn 3 nich auch t. Dahr mir Gahm 3 un häßbares Pign 3-— aß ſie nicht ſuſn 8 Gnn nitm rcch gedenke, Rht Rr and. K ahr mir ntrne M a, der Saln un r Jat gexeben, Ne 4 es, Dch ſn e Ideinen Vilaſt Set ſtete, uln ( 7 A E=chrni, Gunin dr memnet 4, b G m eginne: d. 4 1 and db men n inün i 3 1 bingen, M 4 4 i Morgen⸗Lieder. Mein Hand dein Werk vollbringe, Dir ganz zu Ehren leb. 6. Bewahr mir, Gott, mein Ehre, Behüt vor Sünd und Schand, Daß ich fein ehrbar führe Meinen Beruf und Stand. Mein Ziel die Tugend ſei, Darnach ich allzeit trachte, Die Ueppigkeit verachte, Der Welt⸗Luſt mich verzeih. 7. Bewahr mir, Gott, mein Gü⸗ ter, Dem Leib zum Unterhalt, Daß ich Niemand zuwider Mein Amt glük⸗ lich verwalt Und nach des Himmels Schluß Im Schweiß mein Brodt er⸗ werbe, Den Segen Gottes erbe, Der allein nähren muß. 8. Bewahrmir, Gott, mein Freunde, Al die mir ſind verwandt, Bei welchen ich Troſt finde In allen Unglücks⸗ Stand; Wend ab all Ungemach, Mein Feinde kehr zurücke, Zu Schan⸗ den mach ihr Tücke, Dir ſtell ich heim mein Sach. 9. Bewahr mir, Gott, mein Glau⸗ ben, Mein Hoffnung und Geduld; Die Sündn mich nicht berauben Dei⸗ ner Lieb, Gnad und Huld; Dein gu⸗ ter Geiſt mich treib, Daß ich das Böſe meide, Dir trau in allem Leide, Ans End beſtändig bleib! D. Joſ. Stegmann, g. 1588, ſt. 1632. Frohe Bewillkommnung des Morgen⸗Lichtes. Mel. Wie ſchön leuchtet der. Mrich an, du ſchönes 1719. B Morgen⸗Licht, Und mache munter mein Geſicht, Laß deine Strahlen glimmen; Brich an, du theure Andachts⸗Flamm, Aus deinem heißen Herzens⸗Stamm Ein Dank ⸗Lied anzu⸗ limmen! Preiſet, Weiſet Den mit oben, der von oben mich behütet Und mit Segen überſchüttet! 12. Ach Gott, mein Gott, ich danke dir Von ganzem Herzen, daß du mir Verliehen deine Güte Und mich in dieſer düſtern Nacht Durch deine Engel 1943 haſt bewacht An Leib, Seel und Ge⸗ müthe, Daß ich Fröhlich Meine Glie⸗ den habe wieder ohn Verletzen Mö⸗ gen aus der Ruhe ſetzen. 3. Ach, gib, o treues Vater⸗Herz, Daß alle Sünde, Angſt und Schmerz Mit dieſer Nacht vergehen, Daß ich in deiner Gnad und Huld Auch jetzund möge ohne Schuld Recht geiſtlich auf⸗ erſtehen! Laß mich Ehriſtlich Meine Sorgen dieſen Morgen ſo erwägen, Daß ich ſpüre deinen Segen. 4. Herr Jeſu, leite meinen Gang, Daß ich forthin mein Lebenlang Nach deinem Willen walle; Behüte mir mein Seel und Leib; Mich ſelbſt in deine Hände ſchreib, Damit ich ja nicht falle! Ach, gib, Mein Lieb, Deine Wunden alle Stunden zu betrachten Und die Welt für Nichts zu achten! 5. Regiere mich mit deinem Geiſt, Der mir den Weg zum Himmel weiſt, Auf daß ich überwinde Und deine reiche Segens⸗Hand In meiner Nah⸗ rung oder Stand Zu jeder Zeit em⸗ pfinde, Bis ich Endlich Werd in Freu⸗ den davon ſcheiden und mit Singen Dir ein neues Danklied bringen. Erweckung zu Jeſu, dem rechten Lichte. Mel. Chriſtus, der uns ſelig macht. 707 ſhriſte, wahres See⸗ 1720. CThuiſte wahr Deiner Chriſten Sonne, O du klares Ange⸗ ſicht, Der Betrübten Wonne! Dei⸗ ner Güte Lieblichkeit Iſt neu alle Morgen; In dir bin ich recht erfreut, Darf nicht übrig ſorgen. 2. Wecke mich vom Sünden⸗Schlaf, Der du biſt das Leben; Neues Le⸗ ben in mir ſchaff; Denn haſt du ge⸗ eben Dieſer Welt das Sonnen⸗ Licht, Welches All erfreuet, Wirſt du mich ja laſſen nicht Täglich uner⸗ neuet. 3. Ohne Licht ſieht man kein Licht, Ohne Gottes Leuchten Sieht kein 66* Menſche Chriſtum nicht, Der uns Mit dem hellen Him⸗ Seiner ſüßen Lehre; muß befeuchten mels⸗Thau 1 Drum, Herr Chriſ Und dich zu mir te, auf mich ſchau kehre! 4. Kehre zu mir deine Güt, Freund⸗ lich mich anblicke, ſtes Gemüth In Daß mein inner⸗ die ſüße Himmels⸗Luſt Mit Begierde ſchmecke; Sonſten ſei mir Nichts be⸗ wußt, So da Freud erwecke. 5. Laß ja ferne fart, Augen⸗Weide allen Schein, Jeſu, Fleiſches⸗Luſt von mir ſein Hof⸗ und mir verleide, Da⸗ mit ſich die Welt ergötzt Zu ihr ſelbſt Verderben; Denn ſchätzt, Machet ew 6. Nun, ſo blei was ſie fürs Beſte ig ſterben. be ſtets mein Licht, Morgen⸗Lieder. dir ſich erquicke Und Jeſu, meine Freude, Bis der frühe Tag anbricht, Da nach allem Leide Ich in weißer Kleider⸗Pracht Werde freudig ſpringen Und, daß Gott es wohl gemacht, Ohn Aufhören ſingen— Chriſtoph Prätorius, um 1700. Morgen⸗ und Dank⸗Gebet. 1724 Janket GOTT mit X₰ Schalle, Lieben Chri⸗ ſten alle, Die ihr überſtrebet Dieſe Nacht und lebet. 2. Auf und laßt uns ſingen, Morgen⸗Opfer bringen, Daß uns Gott aus Gnaden Hat bewahrt vor Schaden. 3. Vater⸗Unſer betet Und im Glan⸗ ben tretet zu dem Gnaden⸗Throne Jeſu, Gottes Sohne. 4. Jeſu, ſei uns gnädig, Mach uns frei und ledig Von den ſchweren Sün⸗ den, Die ſich täglich finden, 5. Daß wir wohl verrichten Unſer Thun und Dichten, Deinen Geiſt uns ſchicke Mit Rath und Gelücke! 6. Bleibe bei uns Armen Mit Troſt und Erbarmen, Schütze Leib und Leben, Hab und Gut daneben. 7. Deine Engel ſende, Die um uns behende Wagen⸗Burg aufſchla⸗ gen Und den Feind verjagen. 8. Hilf uns in der Arbei S eit ab alle Krankheit, Deine beadan ſegne, Freundlich uns begegne. 9. Mit dem frühen Morgen Schaß — nS Himmels⸗Sorgen, Mit 5 Shuß Sonne Herzens⸗Freud und Wonne 10. Endlich wenn wir werden gh⸗ hen in der Erden, Wollſt du unshe⸗ wahren, Bis wir aufwärts fahren Dav. Böhme, g. 1605 ſt. 1657 Um Behütung aller Stände und unſerer ſelbſt im Leiblichen um Geiſtlichen. Mel. Herzlich thut mich verlangen. Mich hatte zwar gebunden Mit zi ſterniß die Nacht: Ich hab ſe ülle wunden Durch Gott, der michbewaczt 2. Wiederum thu ich dich litzen⸗ O Schutz⸗Herr Ifrael, Du balſt treulich behuten Den Tag man eed und Seel. All chriſtlich Obrigeiten. Unſer Schul und Gemein In dieſen böſen Zeiten Laß dir befohlen ſen 3. Erhalt uns durch dein Git Bei gſunder reiner Lehr, Vor gete rei behüte, Streit für dein Wortund Ehr, Daß wir mit unſerm Sanen Immer in Einem Geiſt Sprechen: Des Herren Namen Sei groß und hoch gepreiſt! 4. Dem Leibe gib daneben Rih⸗ rung und guten Fried, Ein geſund und mäßig Leben, Dazu ein frahli Gmüth, Daß wir in allen Ständen Tugend und Chrbarkeit Lieben und Fleiß darauf wenden Als rechte Chri⸗ ſten⸗Leut.. 5. Gib mildiglich dein Segen, Daß wir nach deinm Geheiß Wandeln auf guten Wegen, Thun unſer Amt mit Fleiß, Auswerf und auf dein Wort Sif Daß ein Jeder ſein Neze — Ar — „ͤ 4„. == — — 5 —2 = =— —— — — — — — — — — — 835 —2 SE= —= —— ich wemn un re 4 Gden Volſta — s wi auſvitz Dav. Vühme, lil z1 b 71, 15 kttung alle dinen ſ r allöſt in Lrittat Geiſtlichen zliich thut nib an 4 8 * 1(Put ſi gti (* 5 1 11 Durth di ihn 12 4Scha fiſtma 2 85 Band 11 Na 1* Nadt: Jh iuit uchGott,drnmn 5 3erum thu ihät ooooo Herr Ims ha 1t Häüten Dan umd 3 Al chriſtüt i, = und Gemn hi (&☛☛ 1 Lan di bütt 1—lt uns duruſt zm r reiner Ar le 1 Stret firdnbat vir nit mman Einem Giten 1*n Namen 8igh i Ciibe gi 7 e anten Fih 1 1= ALben, Dauant wir in Unaäin 3 Etie S wenden A i e“ “ 1 unult dnegg Troſt mit Petro ſetze: So geht die Arbeit fort.. 6. Was dir gereicht zu Ehren Und der Gemein zu Nutz, Das will der Satan wehren Mit Liſt und großem Trutz; Doch kann er Nichts vollbrin⸗ en, Weil du. Herr Jeſu Chriſt, Herr⸗ ſpeſ in allen Dingen Und unſer Beiſtand biſt. 7. Wir ſind die zarten Reben, Der Weinſtock ſelbſt biſt du, Daran wir wachſn und kleben Und bringen Frucht dazu. Hilf, daß wir an dir bleiben Und wachſen immer mehr; Dein Geiſt uns möge treiben Zu Werken deiner Ehr. Lic. Joh. Mühlmann, g. 1573, ſt. 1613. Ermunterung, Gott zu loben, da alles Andere rege wird. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1723 Des walt Gott! Die . Morgen⸗Röthe Trei⸗ bet weg die ſchwarze Nacht, Und der Tag tritt an die Stätte, Welches Al⸗ les munter macht; Drum ſo muntre ich mich auf Und mein Herz geden⸗ ſet drauf, Wie ich dir, mein Gott, Lob bringe Und den Morgen⸗Segen ſinge. 2. Loben doch flugs mit dem Mor⸗ fen Dich die kleinen Vögelein; Ch ie für das Futter ſorgen, Muß es erſt geſungen ſein. mes Thierlein nun Mir hierin zuvor es thun? Nein, das Singen, Loben, Beten Hab ich mehr, als ſie von⸗ nöthen. 3. Wenn ich könnte überſehen, as all für Gefährlichkeit Ich ge⸗ dacht hab auszuſtehen Meine ganze Lebenszeit; Ja was noch für Unge⸗ lück Alle Stund und Augenblick, Und ſo lang ich werde leben, Ueber mei⸗ nem Haupte ſchweben: Wa. Ach, ſo würde ich erkennen, Nn für große Gütigkeit Du den uch Sollt ein dum⸗ en pflegſt zu gönnen, Was für Barmherzigkeit Du an Morgen⸗Lieder. 1045 mir thuſt für und für, Weil du ſo vielfältig mir Hilfe ſendeſt in Gena⸗ den, Wenn ich in Gefahr gerathen! 5. Drum ſo ſei all mein Vermö⸗ gen, Dich zu loben, dran geſtreckt, Mein Gebet laß vor dir tügen, Wie ein Opfer angeſteckt, Und verleih, daß dieſer Tag Mir auch glücklich werden mag. Ach, daß ich ihn doch mit Liebe Und mit deiner Furcht vertriebe! 6. Gib, daß ich mag recht erwä⸗ gen, Was erfordert meine Pflicht; Was derſelben läuft entgegen, Laß mich ja beginnen nicht. Meine Sin⸗ nen und Verſtand Richte, Herr, nach deiner Hand, Daß ich recht mein Amt verwalte, Rein Gewiſſen ſtets behalte. 7. Würd ich heute etwa ſehen Allerhand Gelegenheit, Sünd und Laſter zu begehen, So gib, daß ich ſolche meid. Reizet mich mein Fleiſch und Blut, Zeigt die Welt mir Ehr und Gut, So laß mich zu Nichts verführen, Das mir würde nicht gebühren. 8. Wenn ich aber was vornehme, Draus zuvörderſt deine Ehr Und des Nächſten Nutzen käme, Oder ſonſten rühmlich wär, So befördre ſolches Werk, Gib dazu Rath, That und Stärk. All mein Arbeit muß gedei⸗ hen, Wenn du, Herr, wirſt Hilf verleihen. 9. Von mir ſelbſt bin ich untüch⸗ tig, Zu befördern meine Sach; Die Begierden ſind nicht richtig, Der Ver⸗ ſtand iſt viel zu ſchwach; Schwach iſt meiner Seele Kraft Und der Leib oft mangelhaft; Meine Wege auch gefährlich, Die Verrichtung oft beſchwerlich. 10. Drum, Herr, all mein Thun und Laſſen Sei dir alles heimgeſtellt, Führe mich auf rechten Straßen, Mach es, wie es dir gefällt. Segne don ge⸗ ringen Fleiß, Lehre mich, was ich nicht weiß; Zeige mir, was ich nicht ehe, Leite mich, wohin ich gehe! 1046 11. Wird ein Fall mich übereilen, Ach, ſo hilf mir wieder auf. Schütze mich vor Satans Pfeilen Und vor meiner Feinde Hauf. Kommt ein Unglück vor die Thür, Steht mir was Gefährlichs für⸗ Laß ihm deine Hilf empfinden, Ritterlich zu über⸗ winden.. 12. Willſt du mir ein Kreuz zu⸗ ſchicken, Mach es, daß ichs kann aus⸗ ſtehn; Will es mir nicht allzeit glück⸗ ken Und nach meinem Willen gehn, So iſts meiner Sünden Schuld; och gib Hoffnung und Geduld: Alles Unglück kannſt du wenden Und mir wieder Glück zuſenden. 13. Wird mir etwas angedichtet, Oder ſonſt geredet nach, Dir, Herr, der da Alles richtet, Ich befehle meine Sach, Laß mich meiden nur die That, So wird wohl der Lügen Rath, Und ein gut Gewiſſen machet, Daß man der Verleumdung lachet. 14. Willſt du mich denn etwa heute Legen auf das Kranken⸗Bett, So gib, daß ich mich bei Zeiten Schicke zu der Ruhe⸗Stätt, Hebe, trag und warte mich; Soll ich fort, ſo wollſt du mich Ja vor ſchnellem Tod be⸗ wahren Und in Frieden laſſen fahren. 15. Hierauf will ich mit Vergnü⸗ gen Meine Arbeit fangen an; Du, Gott Vater, wirſt es fügen, Daß es wohl gerathen kann. Jeſu Chriſte, ſegne du, Heilger Geiſt ſprich Ja da⸗ zu, Herr, in deinem großen Namen Sei mein End und Anfang! Amen! M. Chriſt. Scriver, g. 1629, ſt. 1693. Empfehlung in Gottes Hut mit allem Thun und Laſſen. In eigener Melodie. Oder: Herr Jeſu Chriſt, dich zu uns wend. as walte Gott Vater und Gott Sohn, 1724. 2 Gott, heilger Geiſt, ins Himmels Thron! Man dankt dir, eh die Sonn aufgeht; Wenns Licht anbricht, man Morgen⸗Lieder. 2. Drum beug ich dieſen früh In rechter undatin enmn Und ruf zu dir mit heller Sinn Dein Ohren neig, mein Red der nimm! p 3. Ich rühm von He i23 Güt, den du mich gaenen huu⸗ Daß ich mun hab die ſie Racht In Ruh und Friede zun 4. Ich ſchlief und wußt nicht ne mir wär, So ſchlich der Teufel un mich her; Den hat, Herr, deine Natt vertriebn, Daß ich vor ihm in giih gebliebn. 5. Mein Gott, ich bitt durch Chrſt Blut, Nimm mich auch dieſen Ta in Hut; Laß heut dein liebe Engali Mein Wächter und Gefährten ſen 6. Dein Geiſt mein Leib und a regier Und mich mit ſchönen Geha deer. Er führ mich heut auf rete ahn, Daß ich was Guts vollen gen kann. 7. Gih Gnad, daß ich mein Wat und Pflicht Mit Freuden ieſen dag verricht Zu deinem Loh und meinen Nutz Und meinem Nächſten thu⸗ Guts.. 8. Hilf, daß ich zu regieren wi Mein Augen, Ohren, Händ und Fiß⸗ Mein Lippen, Mund und ganzm Leib; All bös Begierden von mi treib. 9. Bewahr mein Herz vor Hümd und Schand, Daß ich vom Uebelabg⸗ wandt, Mein Seel mit Sündan nicht beſchwer Und mein Gewiſſen nicht verſehr.. 10. Behüt mich heut und alleget Vor Schaden, Schand und 8 Tritt zwiſchen mich und meine! eind, So ſichtbar und unſichtbar ſeind r11. Mein Aus⸗ und Eingang ſeut bewahr, Daß mir kein Uebel wder⸗ fahr; Behüt mich vor einm ſchneln vor dir ſteht. Tod Und hilf mir, wo mir bif it mein Herr Nl Not 612. Amen, o mein Chriſt, Der du für mich geſntte — 2 m r o ſchich N 1 hlif un näne 1 ynn hat, dm d 4 fene 1 1 8 Got, ichlit rüh ¹ Tn nich auch dn heut din it 6 hter und bt b 3(CGeitt men län 3i nich mit ſhm, 1 lhr mich ſelt ann ah= zich was G. en E Nü Frun 7 deinen ohun un mennem gitnt 8 3 daß ih unin di An, Ohren,önn 8 en, Nud mgr 8 bös Wegiang i ¹ Wehr mein hand ud 8, Daß Wnin 5 99 1„ cver Und Rahe 9 1 nan, Kn rwihi biſt, Gib aus Gnaden nach dieſer zeit Die ewge Freud und Seligkeit!) Mart. Bohemus, g. 1557, ſt. 1622. Mit Gott augefangener Tag. Mel. Das walt mein Gott. 1725 Dos walt mein Gott, . Der mich die Nacht So wohl bewacht In aller Angſt und Noth, Daß mich des Teufels Waffen Nicht umbracht in dem Schlafen Durch böſen ſchnellen Tod. 2. Daß ich noch leb, Hat Gott ge⸗ than, Den ruf ich an, Zu ihm die Stimm erheb Und inniglich Lob ſinge, Mich ganz zum Opfer bringe Und hiermit gar ergeb. 3. Nimm, was dein iſt. Das Lob iſt dein, Die Sünd iſt mein, Die laß, * Jeſu Chriſt, Vergeben ſein mir Ar⸗ men Und thu dich mein erbarmen, Der du voll Gnade biſt. 4. Schwer iſt die Laſt, Die ich empfind Zur Straf der Sünd, Ja unerträglich faſt; Doch will ich nicht verzagen, Du willſt mir helfen tra⸗ gen, Den du beſchweret haſt. 5. Du meinſt es gut; Was Gott mir ſchickt, Das mir geglückt, Wie weh es immer thut. Mit Gott halt ich Gott ſtille; Machs, Gott, wie es Mn Wile: Nur gib mir Kraft und Mu Muth, 36. Daß ich den Tag Durch deine Stärk Mein Amt und Werk, Und daß es dir behag, Mit Nutz und Ruh vollende, Mein Kreuz und Unglück wende, Das ich geduldig trag. 7. Dein guter Geiſt, Der führe mich Beſtändiglich, Wo mich dein Wort hinweiſt, Auf ebner Bahn und Wege, Dein Engel mir Schutz gebe, Wenn Satan mich abreißt. .8. Ach, ſchütze du, Auf daß ja nicht Der Böſewicht Was Böſes an mir thu. Weib, Kind, Seel, Leib und Leben, Und was du mir gege⸗ ben, Erhalt in guter Ruh. 9. HilfJedermann, DasGut belohn, Morgen⸗Lieder. 1047 Des Feindes ſchon; Wem er thut Unrecht an, Den reiß aus ſeinen Händen Und laß den nicht mehr ſchänden, Der ſich nicht ſchützen kann. 10. Die Fremdlinge, Wittwen, Verwaiſt, Wer arm, verreiſt, Schütz und vertheidige; Die Irrigen recht führe, Durch deinen Geiſt regiere Die Krank und Traurige, 11. Daß ſie und ich In aller Noth Allein dir, Gott, Vertrauen feſtiglich, Recht wohl und chriſtlich leben, Im Glauben dir ergeben Auch ſterben ſeliglich 12. Wie dirs gefällt, Mit Gott An⸗ fang Nimmt gutn Ausgang. Wenn deine Hand mich hält, So kann mich Nichts abſcheiden, Es ſei Freud oder Leiden, Gott ſei es heimgeſtellt. Das walte Gott in allen Diugen! In bekannter Melodie. 1726 Des walt mein Gott .. Vater und Sohn Und heilger Geiſt, Der mich erſchaf⸗ fen hat, Mir Leib und Seel gegeben, Im Mutterleib das Leben Geſund ohn allen Schad! 2. Ach treuer Gott, Der du dein Sohn Aus Himmels Thron Für uns gegebn in Tod, Der für uns iſt ge⸗ ſtorben, Das Himmelreich erworben Mit ſeinem theuren Blut. 3. Dafür ich dir Aus Herzens⸗ Grund Mit Zung und Mund Lob⸗ ſinge mit Begier Und danke dir mit Schalle Für deine Wohlthat alle Früh und ſpat für und für. 4. Auch ſonderlich Sag ich dir Dank Mit dieſem Gſang, Daß du ſo gnä⸗ diglich Aus lauter Gnad und Güte Mich dieſe Nacht behütet Durch dein Engl ſicherlich, 5. Und bitte dich, Du wollſt hin⸗ fort, Ach Gott, mein Hort, Ferner genädiglich Mich dieſen Tag behüten Vors Teufels Macht und Wüthen Und Liſt tauſendfältig!. 6. Durch deine Gnad Bewahr mir, Herr, Leib, Seel und Ehr, Vergib die Miſſethat! Vor Gefahr, Sünd und Schande, 9 Waſſer und zu Lande Behüt mich früh und ſpat. 7. All Tritt und Schritt, In Got⸗ tes Nam Was ich fang an, Theil mir dein Hilfe mit Und komm mir früh entgegen Mit Glücke, Heil und Segen; Mein Bitt verſag mir nicht. 8. All mein Arbeit, In Gottes Nam Was ich fang an, Gereich zur Nutzbarkeit. Mein Leib, mein Seel, mein Leben Und was du mir gege⸗ ben, Lob dich in Ewigkeit! Baſilius Förtſch, ſt. 1619. Bei Anbruch des Tages. Mel. Wenn wir in höchſten Nöthen. 0 er Tag bricht an und 1727. 2 zeiget ſich, O Herre Gott, wir loben dich, Wir danken dir, du höchſtes Gut, Daß du uns die Nacht haſt behüt. 2. Bitten dich auch, bewahr uns heut, Denn wir ſind alle Pilger⸗Leut; Steh uns bei, thu Hilf und bewahr, Daß uns kein Uebel widerfahr. 3. Regier uns, Herr, mit ſtarker Hand, Auf daß dein Werk in uns erkannt, Dein Nam durch glaubreiche Geberd In uns heilig geprieſen werd. 4. Hilf, daß der Geiſt Zucht⸗Mei⸗ ſter bleib, Das arge Fleiſch ſo zwin und treib, Daß ſichs nicht wider di erheb, Sondern dir ſtets zu Ehren leb. 5. Stärk ihn, daß er all Uebe ſchwäch, Des Fleiſches Muth und illen brech, Daß ſichs nicht in Wolluſt ergeb Und, wie vorhin, in Sünden leb. 6. Verſorg uns auch, o Herre Gott, Auf dieſen Tag in aller Noth, Theil uns dein milden Segen aus, Denn unſre Sorg richtet Nichts aus! 7. Gib deinen Segn auf unſer Thun, ördre unſer Arbeit und Lohn Durch eſum Chriſtum, deinen Sohn, Un⸗ ern Herren vor deinem Thron! Morgen⸗ 1 Ach, Lieder. Um neues geiſtliches Licht und Leben. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. deinem Lichte; Wende dei 3 len her, Helles Angeſiche San⸗ 2. Nimm an den Dank Und Loh⸗ Geſang, Du, meines Lebens Hüter Ohne deinen Gnaden⸗Schutz Jſt de Schlah mir bitte . Ach, laß mich auch Nach ſiin des⸗Brauch Vor dir u d d deln; Laß mich in der argen Mei Recht und chriſtlich handeln. 4. Ich bitte dich, Belebe mich de meines Lebens Leben! Laß mich die was du mir gibſt, Alles wiedengehn 5. Dein Gnaden⸗Kuß Und i⸗ dens⸗Gruß Erquicke meine Selke Strahl und leuchte du mir vor h. der dunklen Höhle. 6. Laß meinen Fuß Stets in Verdruß Auf deinem Wege gehen, Laß zu meiner rechten Hand Galts Heere ſtehen. 7. Erbarme dich, Begleite mi, Wie dunkel wirds auf Erden lhfe mich nach Emmaus; Es wil Abend werden. 3 8. Und wenn auch wird, NMein Licht, mein Hirt, Die Lebens⸗Synne weichen, Ach, ſo laß mich durch den Blut Jenes Licht erreichen, 9. Das ewig ſteht Und nicht der⸗ geht. O Glanz, o Licht, o Lben wann werd ich auf die Nach Lichte ſchweben? In dem Gotifr. Kleiner, g. 1691, ſ. Mäl. Um den Aufgang Jeſu als unſert Sonne. Mel. Die Nacht iſt vor der Thür. 1729. B-3s hes der Erden, Mein Jeju tritt herfür Und laß es lichte uer den; Denn nur bei dir allein J ſchon auf Mich. Weiß, ſt. 1540. lauter Sonnenſ chein. 1728. Der⸗ To ide Seidu 8 „Jeſu, mt ———— 12 geiſtiteg g V 6 Lebtn. au 2— 1 Traurigtit ina 4 itedit, lbu ei! ens Lban 89 3 arrgöſt Alana 3*(Gnadereguß t. 1 m Erquice na, r kauche umif 1 Höhle 1 meinen Fi de e uf deinen N 4 r ner rechen ſi er. Kr me dich, Bhe ie a wirds une ich d. Enmaus, Gl reor. 8 enn auh mt it m Hut, Deltnsst id— th, oußnhnt dul Act eritg 9. de(ewig ſeht li ne dt= lanz, lh, G a ven ih u — 1mrbte ſcwebn dotift. lint, f 1 a uim aftas, Soun. 4 gaht it urulh — ¹ Kn 6 wi 7 2* D'im 1 Man der Sdde* — Und lih6 4 I = w 1= manhn Geh in dem Herzen auf, Du gan ehzin Seelen; Erleucht durch deinen Lauf Die dunklen Jammer⸗ Höhlen, Damit ich dieſen Tag Im Lichte wandeln mag.. 3. Nimm dieſes Opfer hin, Ich rann dir ſonſt Nichts geben, Als was ich ſelber bin; Dir ſchenk ich Leib und Leben. Ach laß des Herzens Schrein Nur deinen Weihrauch ſein! 4. Gib, daß die ſchwarze Nacht Der Sünden ſich verliere, Und daß ich mit Bedacht Mein Leben heute führe; Es geh kein Augenblick Ohn deine Furcht zurück.. 5. Laß Alles, was ich thu, In dei⸗ nem Namen machen; Ich bete, ſegne du, Sprich Ja zu allen Sachen; Kein Slundbei geh vorbei, Das mir nicht ſelig ſei. 6 Willſt du mich dieſen Tag Mit Kreuz und Kummer plagen, So gib, daß ich es mag Still und geduldig nagen; Führſt du mich wunderlich, Ho machs nur ſeliglich. 7. Und endlich laſſe mich Den Abend auch erleben; Alsdann ſo will ich dich Mit dieſem Ruhm erheben, Daß deine Jater⸗Treu Mir täglich neue ſei. 8. Wohlan, ſo will ich nun Zu meiner Arbeit ſchreiten, Gott wird mein ganzes Thun Mit Segen ſchon degleiten; Mein Anfang ſoll allein Der Name Jeſu ſein! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Ermunterung bei anbrechendem Tage. In eigener Melodie. 797 er Tag vertreibt die 17 30. D finſtre Nacht; Ihr Chriſten, ſeid munter und wacht, Die⸗ net Gott, dem Herren. 2. Die Engel ſingen immerdar Und loben Gott in großer Schaar, Der Alles regieret. 3. Die Hähn und Vögel mancher⸗ lei, Die loben Gott mit ihrem Gſchrei, Der ſie ſpeiſt und kleivet. 4. Der Himmel, die Erd und das Bl Morgen⸗Lieder. 1049 Meer Geben dem Herren Lob und Ehr, Thun ſein Wohlgefallen. 5. Alles, was je geſchaffen ward, Ein jeglich Ding nach ſeiner Art Prei⸗ ſet ſeinen Schöpfer. 6. Ei nun Menſch, du edle Natur, O du vernünftge Creatur, Sei nicht ſo verdroſſen. 7. Gedenk, daß dich dein Herre Gott Zu ſeinem Bild erſchaffen hat, Daß du ihn erkenneſt 8. Und lieb habeſt aus Herzens⸗ Grund, Bekenneſt auch mit deinem Mund, Sein alſo genießeſt. 9. Weil du nun ſeinen Geiſt ge⸗ koſt Und ſeiner Gnad genoſſen haſt, So dank ich ihm von Herzen. 10. Sei munter, fleißig, bet und wach; Sieh, daß du ſtets in deiner Sach Treu werdeſt erfunden. 11. Du weißt nicht, wann der Herre kömmt; Denn er dir keine Zeit be⸗ ſtimmt, Sondern ſtets heißt wachen. 12. So üb dich nun in ſeinem Bund, Lob ihn mit Herzen, That und Mund, Dank ihm für ſein Wohlthat. 13. Sprich: O Vater in Ewigkeit, Ich dank dir für all Gütigkeit, Die du mir erzeiget, 14. Durch Jeſum Chriſtum, deinen Sohn, Welchem ſammt dir im höch⸗ ſten Thron All Engel lobſingen. 15. Hilf, Herr, daß ich dich gleicher Weis Von nun an allzeit lob und preis In Ewigkeit, Amen! Mich. Weiß, ſt. 1540. Täglicher Morgen⸗ und Abend⸗ Segen. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. 1731 D Morgens, wenn ich 3* früh aufſteh Und des Abends zu Bette geh, Sehn meine Augen, Herr, auf dich: Herr Jeſu, dir befehl ich mich. 2. In den heilgen fünf Wunden dein, Da kann ich ruhn und ſicher ſein Mit Leib und Seele, Hab und Gut: Mein Schutz iſt nur dein heilges ut. 1050 3. Denn, o Herr Chriſt am Kreu⸗ zes⸗Stamm Dein heilges Blut die Sünd hinnahm; Drum, ich wach oder ſchlafe ein, Wollſt du, Herr, allzeit bei mir ſein! 4. Dein Engel mir ſtets halten Wacht; Drum ich Tod, Teufl und Höll nicht acht; Denn wo ich bin, biſt du bei mir: Mein Glück und Kreuz kommt alls von dir. 5. Ic leb odr ſterb, ſo bin ich dein; Darum ich dir die Seele mein Befehl jetzund und auch im Tod: Nimm ſie zu dir, o treuer Gott! 4 Gott allein unſer Alles am Morgen und Abend. In eigener Melodie. 1732 Di goldne Sonne, Voll 4 reud und Wonne, Bringt unſern Erenzen Mit ihrem Glänzen Ein herzerquickendes, lieb⸗ liches Licht. Mein Haupt und Glie⸗ der, Die lagen danieder; Aber nun ſteh ich, Bin munter und fröhlich, Schaue den Himmel mit meinem Geſicht. 2. Mein Auge ſchauet, Was Gott gebauet Zu ſeinen Ehren Und uns zu lehren, Wie ſein Vermögen ſei mächtig und groß, Und wo die Pemn⸗ men Dann ſollen hinkommen, Wann ſie mit Frieden Von hinnen geſchie⸗ den Aus dieſer Erden vergänglichem Schooß. 3. Laſſet uns ſingen, Dem Schöpfer bringen Güter und Gaben: Was wir nur haben, Alles ſei Gotte zum Opfer geſetzt. Die beſten Güter Sind unſre Gemüther; Dankbare Lieder Sind Weihrauch und Widder, An welchen er ſich am meiſten ergötzt. 4. Abend und Morgen Sind ſeine Sorgen; Segnen und mehren, Un⸗ glück verwehren Sind ſeine Werke und Thaten allein. Wenn wir uns legen, So iſt er zugegen; Wenn wir aufſtehen, So läßt er aufgehen Ueber Morgen⸗Lieder. 5. Ich hab erhoben gu d droben All meine un dh 9 Beginnen Ohn allen Anſtoß u glücklich ergehn. Laſter und Schande Des Lueifers Bande, Laſter und ii Treib ferne zurücke; Laß mich auf de nen Geboten beſtehn. 6. Laß mich mit Freuden Ohni les Neiden Sehen den Segen, de du wirſt legen In meines Bruda und Näheſten Haus. Geiziges Ber nen, Unchriſtliches Rennen Nah und Sünde, Das tilge geſchwindedan meinem Herzen und wirf es hinan⸗ 7. Menſchliches Weſen, Was if⸗ geweſen? In Einer Stunde Gehte Todes drein bläſt. Alles in aün Muß brechen und fallen; Hinmi zu Grunde, Sobald das Lüſtlendes und Erden, Die müſſen das weta, Was ſie vor ihrer Erſchaffung geret 8. Alles vergehet, Gott aber it Ohn alles Wanken; Seine Gedatie Sein Wort und Wille hat evige zen Die tödlichen Schmerzen, Halte uns zeitlich und ewig geſund. 9. Gott, meine Krone, Vergid und ſchone; Laß meine Schulden In Gne⸗ den und Hulden Aus deinen Auhen ſein abgewandt; Sonſten regiere ih lenke und führe, Wie dirs gffällt ch habe geſtellet Alles in deine e liebung und Hand. 10. Willſt du mir geben, Vant mein Leben Ich kann ernähren, 8u laß mich hören Allzeit im Herfe dieß heilige Wort: Gott iſt das Grißt Das Schönſte und Beſte, Gott iſtde Süßte und Allergewißte, Aus alle Schätzen der edelſte Hort. Ich auch was tragen: Sc es, wie dir es beliebt! Pas 6 und tüchtig, Was ſchädlich und nich uns ſeiner Barmherzigkeit Schein. tig meinem Gebeine, Das weißt d Grund. Hein Heil und Giaden, Ne nehmen nicht Schaden, Hellen in her. 11. Willſt du mich kränken, M änken, Und ſoll von Pagn Gallen tränken, Undſ Paßln, — —5 S —— — — —== —— —— —2 † deien nic mi 8 n* S herzen und g ⅞☛ iſchüihes Va 9* In Einer ew dn. 7 1. t n u e de, Sotad dih 3en bliſt Nei en und fpke ſa un en, Di müſe wan Ir ihrer oitine S pergehet, gän Je Panter, Sn. mrtt und Wihg * Hein Heil wag n icht Schaden,zan ze ddlichen Schna h. un ch und ewijpa t meine Kren aln ſch 3aß meine Shend d 2 Hulden Aus un e ſii M vandt, Sonſanr le e führe, Aetn N geſellt Alein li und Hadd. iiſt du nitaa m! en Jch m nin o ld ar hüren Aln * Ge Wott Getä inſte ud i* =d Allrgerit der edelſe it — A ilt u n En irten, Undſola e G ⸗ränken, Un— 1 AEe tas kin 1 4— wie dir dh 9 — — 1 5 * 424422 alleine, Haſt niemals Keinen zu ſehre lleine berii Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende; Nach Meeres⸗Brauſen Und Windes⸗Sauſen Leuchtet der Sonnen ewünſchtes Geſicht. Freude die Fülle nd ſelige Stille Hab ich zu warten Im himmliſchen Garten: Dahin ſind meine Gedanken gericht. Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Kurzer Morgen⸗Segen. Mel. Herr Jeſu Chriſt, dich zu uns wend. 1733. DiieheterFrrohuig vom Schlaf aufſtehen wir: Gott Lob, der uns heut dieſe Nacht Behütet vor des Teufels Macht! 2. Herr Chriſt den Tag uns auch behuüt Vor Sünd und Schand durch deine Güt; Laß deine liebe Enge⸗ ſein Unſre Hüter und Wächter ſein. 3. Daß unſer Herz gehorſam leb, Deinm Wort und Willn nicht wie⸗ ſtreb, Daß wir dich ſtets vor Augen ſan In Allem, was wir fangen an! 4. Laß unſer Werk gerathen wohl, Was ein jeder ausrichten ſoll, Daß unſre Arbeit, Müh und Fleiß Gereich zu deinem Lob und Preis. Nic. Hermann, ſt. 1561. Um Aufgang der himmliſchen Gnaden⸗Sonne. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. 79/ ie Nacht iſt hin, Mein 17 34. D Geemn Ehin Sehin ſich nach jenem Tage, Vor dem völlig weichen muß Finſterniß und Plage. 2. Der Tag iſt da, Das Licht iſt nah, Das Dunkel zu vertreiben: Vor dir, Jeſu, ſchönſtes Licht, Kann Nichts unkel bleiben. 3. Der Sonnen Licht aufs Neu an⸗ bricht: O unerſchaffne Sonne, Brich mit deinem Licht hervor, Mir zur Freud und Wonne. b 4. Des Mondes Glanz Verliert ſich Lanz: Er muß dem größern weichen; Morgen⸗Lieder. 1051 Mit dir, Glanz der Herrlichkeit, Iſt Nichts zu vea eichen. 3 5. Der Sterne Pracht Muß mit der Nacht Vom Himmel Abſchied neh⸗ men: Unſers Morgenſternes Pracht Darf ſich niemals ſchämen. 6. Der Menſchen Schaar, Die als todt war, Greift jetzt zu ihren Wer⸗ ken: Laß mich, Herr, bei meinem Werk Dein Werk in mir merken. 7. Ein Neder will Der ſüßen Still Und Ruhe lrlaub geben: Jeſu, deine ſtille Ruh Sei des Geiſtes Leben. 8. Denn ich will auch Nach mei⸗ nem Brauch Zu meinem Werke grei⸗ fen: Aber laß aus deiner Ruh Mein Herz nie ausſchweifen. 9. Halt du die Wach, Damit kein Ach Und Schmerz den Geiſt berühre: Meinen ganzen Lebens⸗Lauf Deine Hand regiere. 10. Halleluja! Ei, wär ich da, Wo meine Sonne wohnet, Wo die Arbeit dieſer Zeit Völlig wird belohnet! 11. O Jeſulein, Gib Licht und Schein In unſern dunklen Zeiten: Führ uns aus der finſtern Welt In die Ewigkeiten! Joh. Anaſt. Freylin ghauſen, g. 1670, ſt. 1739. Gottes tägliches Wohlmachen. Mel. O Gott, ich thu dir. 1735. Dianagteſ Pun n. Tag iſt da; Drum ſchallt bei frühen Stunden, Herr, mein Halleluja. Dieß fordert Dank und Pflicht, Laß nun mein ſchwaches Lallen Dir gnädi wohlgefallen, Mehr hab und kann ich nicht. 2. O Vater, ſei geprieſen, Daß du mir dieſe Nacht Barmherzigkeit erwie⸗ ſen Und mich ſo wohl bewacht! Ich wußte Nichts von mir, Ich ſchlief ohn alle Sorgen, Und jetzo ſtellt der Mor⸗ gen Mir neuen Segen für. 3. Ach trauteſter Erbarmer, Was läßt du mir geſchehn? Vergib, wofern ich Armer Auch heute was verſehn. — — ———— ——— Ee 3 2—— — 28 3 2——*“ .————— ee———— 4 ——.— 3 4 4———— ———““.———— E—— —————————— 4 4— ———————— 1— 2 4— 3*— 8—„———————— 5 .— 8 ——— 1—*— 2*—— 2 8*. 8 1 3.—— 5——— 3 4 1———————— —— 8————— 8 2— —— 5“——*——— 3 4“—“ ſn—— e 8= 4— 1 —— 4 Deck alle Sünden zu Und ſetze mein Gewiſſen Durch Chriſti Blutvergießen In höchſterwünſchte Ruh! 4. Bewahr mein ganzes Leben Vor ſchnöder Heuchelei, Hilf, daß ich dir ergeben Und auch beſtändig ſei; Gib, daß ich dieſen Tag Auf lauter guten Wegen Und unter deinem Segen Ver⸗ gnügt beſchließen mag. 5. Nun, Herr, in deinem Namen Tret ich die Arbeit an, Sprich ſelbſt zu Allen: Amen, So iſt es wohl ge⸗ than. Ach wende die Gefahr, Auch unter tauſend Feinden Und bei ver⸗ ſtellten Freunden Nimm meiner gleich⸗ falls wahr! 6. Treib alles Ungelücke, Raub, Feuer, Waſſers⸗Fluth Durch deinen Schutz zurücke, Behüte Hab und Gut; Doch Alles, wie du willt. Laß auch den lieben Meinen Dein Gnaden⸗ Antlitz ſcheinen, Sei ihre Sonn und Schild. 7. Nun Herr, du wirſts wohl machen, Dieß Wort trifft täglich ein; Drum ſolln dir meine Sachen Auch heut empfohlen ſein. Leb ich, ſo leb ich dir Und ſoll ich auch was leiden Ja gar von hinnen ſcheiden, Du biſt auch da bei mir. 8. Dein weiſeſtes Regieren Bleibt immer väterlich, Du wirſt mich ſelig führen, Dir überlaß ich mich Auch in der letzten Noth. Ach, hilf, daß ich mich heute Und ſtets dazu bereite, So fürcht ich keinen Tod! M. Jerem. Ketzler. Bei dem Anfang der Woche. Mel. Was Gott thut, das iſt. 1736 Die neue Woche geht 4 nun an Und iſt ſchon eingetreten, Wach auf, mein Herz, und denke dran, Daß du zu Gott ollſ beten Und ihm dabei Für ſeine Treu Mit Danken und mit Singen Ein Morgen⸗Opfer bringen. .2. Viel hundert Wochen hab ich ſchon Im Leben angefangen, Und keine Morgen⸗Lieder. nicht iſt je davon Erlebet n gangen, In welcher nicht 33— den⸗Licht Von Gott mich angehli Und tauſend Guts geſchict. 3. Das Kreuz und Leden dieß Zeit, So mir auch mit begegnet,ha er durch die Zufriedenheit enitde und geſ egnue So daß er nie In und Müh Mich troſtlos laſſen ſe Noch darin untergehen. 4. Ach, fallen mir die Sündenen Was wird in ſo viel Wotzn zi Schuld nicht aufgelaufen ſeine 6. doch, was ich verbrochen, Hat erne bei Auf Buß und Reu In hrih mir verliehen Und alle Schuh n ziehen. 5. Nun, treuer Gott, ich dantenn⸗ Ich danke dir von Herzen. Ach, mei chwachheit machet mir Bekümment und Schmerzen, Daß meine fict Dich alſo nicht Kann loben, abßſe ſollte Und wie ich gerne woll 6. Jedoch in Chriſto wirſt wir Es wohl gefallen laſſen, InEh will ich ferner mir Die gute hoffnung faſſen, Daß du mich wirſ Nenle bens⸗Fürſt, Bei allen meinen Wain In dieſer Woche ſtärken. 4 7. Mein Aus⸗ und GEingang ſi beglückt An Seel und Leibes Heezen Bring mir, was meinen Geiſt aauit In deinem Geiſt entgegen; Demndih allein Soll einzig ſein, Wasi mir zum Ergötzen Zeitlebens wene ſetzen.. 8. Doch aber ſoll ich meine e Mit dieſer Woche ſchließen,(i mn ſo wird die Ewigkeit Mir meinen 1 verſüßen; Denn dich und nich, mich und dich Kann weder 5 noch Leiden, Noch Tod und her ſcheiden. 9. Wohlan, ſo mags gleich v⸗ derlich In dieſer Woche gehen, 6 kann doch anders nicht um miche Denn was Gott fügt, Wird mich vergnügt 4 gut und heilſam ſtehen; 4 allen meinen Sachen Und endüth ſelig machen. W Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt.1lö X — S — = — — —= — = — —- =t — — — —— e dir von h och in Chrid * 6 6 ” * aß du nihn 51= ſt, Bei alenral J* t Poche ſiitn mein Aus⸗ m en 6 b 1 An Selludlirän 3 re ir wasmeibitet J= u Geſtenter a 4— Ergüten gilte 8. dem ii 1, 5 1 dith Am a 1 den uh 1 hlan, ſo napee 1 difer Veh 1 me, eilſam ſtehen, g 1 nir 5 j lon Puriſe b i treuer Gen ua,. a Wioll enig a h Um güttliche Regierung auf den ganzen Tag. Mel, Fahr hin, o Welt. 737 Die ſtille Nacht, ſo mei⸗ 1.ꝛDnem matten Geiſtdi⸗ uhe gab, hat nun ihr Ende fun⸗ n Indem der Geiſt ihn zu der Ar⸗ beit weiſt. Die Vinſterniß iſt durch das Licht verſchwunden, So uns be⸗ rrahlt und in vergnügter Pracht Die da anlacht. 2. Daß ich noch kann das Auge dieſer Welt Ohn Hinderniß mit mei⸗ nen Augen ſehen, Daß Krankheit nicht den Leib gefangen hält, Daß dieſe Nacht kein Unheil mir geſchehen, Daß ich noch bin, daß ich mich rühmen lann, Hat Gott gethan. 3. Gott, deſſen Gunſt ſchon in der Mutter Schooß, Noch eh ich die ge⸗ ſchmückte Welt gegrüßet, Als Vater mich in Herz und Armen ſchloß, Gib daß mein Mund als ſeinen Gott dich tuſet, Erleuchte mich und ſtärke mein Natraun, Auf dich zu baun. 4 Herr, der du ſelbſt für meine Schuld bezahlt, Laß in das Buch der Seeligen mich ſchreiben; Laß dieſes Licht, ſo Erd und Himmel malt, Die Finſternis aus meinem Herzen trei⸗ ben Und laß es zu dem wahren Tu⸗ gend⸗Schein Den Leitſtern ſein. 5. Schwing über mich des wah⸗ Glaubens Fahn, Laß mich nicht Aracht, noch ſchnödes Gut verleiten, Gib, daß ich in des Lebens Kampfes⸗ Bahn Nicht auf dem Eis der Wolluſt möge gleiten; Gib, wenn die Welt h falſche Körner ſtreut, Beſtändig⸗ b kei. 6. Wenn ſich das Blut in meinen Adern regt, Verſchleuß den Geiſt vor indiſchen Gedanken, Verleihe mir ein Herz, das Nichts bewegt; Erhalte Mund, Herz, Geiſt und Fuß in Schran⸗ ken, Gieb dieß, daß, wenn die Seel n ihr Haus s ablegt, Zu dir mich trägt. 7. Laß Einigkeit in meinem Hauſe ſein Gib, das ich den, ſo mich ver⸗ Morgen⸗Lieder. 1053 folgt, mög lieben, Und flöße ihm des Friedens Anmuth ein; Gib, wenn mich will ein falſcher Freund betrü⸗ ben, Daß Klugheit und die demuths⸗ volle Treu Mein Steurmann ſei. 8. Laß, ucßer Gott, in deinem Dienſt allein, Wie du befiehlſt, mich dieſen Tag vollbringen, Und wenn mein End und jener Tag bricht ein, So laß, o Herr, mir dieſen Wunſch gelingen, Daß, meine Sonn und ewi⸗ ges Vertraun, Ich dich mag ſchaun! Chr. v. Hoffmannswaldau, g. 1618, ſt. 1679. Geiſtliche Früh⸗Wache. Mel. Wach auf, mein Herz, und. 1738 Du angenehmer Mor⸗ * Mgen, Dein Gruß ver⸗ treibt die Sorgen, Dein Glanz ver⸗ ſchlingt die Schatten, Die mich um⸗ geben hatten.„ 2. Komm, bringe Licht ins Herze, Daß deine Sonnen⸗Kerze Mich nicht in Sünden finde Und wieder ſo ver⸗ ſchwinde. 3. Du Anfang aus der Höhe, Schau, wie ich vor dir ſtehe Und dich, du Morgenſterne, Von Neuem kennen lerne! 4. Du haſt die Nacht vertrieben, Du biſt bei mir geblieben, Du lagſt an meiner Seite, Du weckteſt mich auch heute. 5. So nimm nun Dank und Lie⸗ der: Ich lebe heute wieder; Doch die⸗ ſes neue Leben Sei dir allein gege⸗ en. 6. Sei du mein Gott auch heute, Daß mich dein Auge leite, Dein Herz mein Herze rühre Und deine Hand mich führe. 7. Laß Schweiß und Fleiß gelingen Und ſolche Früchte bringen, Die dei⸗ nen Namen ehren Und meinen Nutz vermehren. 8. Gib ein verguügtes Herze In Luſt und auch im Schmerze; Soll ich in Kummer leben, So gib Geduld daneben. 9. Bleib mir und meinen Lieben Mit Liebe zugeſchrieben; Ja deine Gnaden⸗Sonne Sei aller Menſchen Wonne.. 10. Ich hab es dir befohlen; Willſt du mich heute holen, So ſeis nach dei⸗ nem Willen, Nur ſelig und im Stillen! Benj. Schmolk, g. 1672, ſt, 1737. Um göttliche Behütung in allen Dingen. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1739 Dubaſt mich dieſe Nacht .᷑☚ behütet, Gott, der du keine Güte ſparſt, Und Satan hat um⸗ ſonſt gewüthet, Weil du mein Schild und Sonne warſt; Ach, tauſend, tau⸗ ſendmal ſei dir In Chriſto Jeſu Dank dafür! 2. Behüte mich auch wieder heute Und theile neue Gnade mit; Der lieben Engel ihr Geleite Begleite mich zu Tritt und Schritt; Bedecket mich ein folche Schutz, So biet ich allen Teufeln Trutz. 3. Behüte mich vor Aergerniſſen, Bal mich von allen Schulden frei; ein Geiſt bewahre mein Gewiſſen, Damit kein Brandmaal drinnen ſei; Und findt ſich ja ein Sünden⸗Zleck, So waſch ihn Chriſti Blut hinweg. 4. Behüte mich vor ſolchen Rotten, Die in des Teufels Stricken gehn, Die dein und deines Wortes ſpotten Und halb ſchon in der Hölle ſtehn; Gib mir vor ihrem Frevel Ruh, Sie aber ſelbſt bekehre du. 5. Behüte mich vor falſchen Leuten Und die nur lieben auf den Schein, Die anders mit der Zunge deuten Und anders in dem Pedhan demn⸗ Im Gegentheil ſteh allezeit Mein Thun auf Treu und Redlichkeit. 6. Behüte mich vor Schimpf und ohne, Der mir das Herz und Le⸗ en frißt; Weil eines guten Namens Krone Mein beſter Schatz und Reich⸗ Morgen⸗ Lieder. thum iſt, So habe mich dei in Acht, Daß ich nicht nede dn gehrach ich nich wen d 7. Behüte mich vor falſchem Gfhn. Als wo ſich mancher be M— Das ihm hernach zum Fallundtii Und zum Verluſt des Himmels nit Ich bin, wie deine Gnad es fügt,R meinem Stande wohl vergnäg. 8. Behüt mich vor unrechten u⸗ Jedoch vor Armuth auch dabe, de mit ich frei von Uebermuthe Und an Verzweiflung ferne ſei, So dil zi mir nur Gut und Muth, As ii⸗ ſem Leben nöthig thut. 9. Behüte mich an meinen Enze Daß mich kein ſchneller Tod hedric Doch werden mir durch deine ha Die Augen ſelig zugedrückt, Suut ehr aus Welt und Noth. mich auch ein ſchneller Tod Undi 10. Und endlich bitt ich dihn Größten: Behüte mich auch ſetine mir. Du kennſt mein Fleiſch und du Kräfte ſchafft. 11. Ich ſpreche nun en ſrandi Amen, Weil du mein Bitten giihi hörſt Und dich auf meines Jein R⸗ men Mit Huld und Güte zu nit kehrſt; Dieß glaub und jeji feii lich: Mein treuer Gott behütetni Erdm. Neumeiſter, g. 1671,ſ.⸗ Am Montage zu Anfang der Woche. In voriger Melodie. 17 40 in neuer Tag, 4 D. neues Leben Gch mit der neuen Woche an, Gott m mir heut aufs Neue geben, ſonſt Niemand geben kann⸗ hätt ich ſeine Gnade nit mir ſonſt Troſt und Licht? Und küſſe Gottes Vater⸗Hand, am beſten, Wie leicht vatfühit mth das von dir, Drum gih mi dens Geiſtes Kraft, Der meien Geſte Was mit dem icht, Wer git t 4 ½ 2 8 1 1 b en 2. Ich grüße dieſen lieben Mo 5 dieſe Nacht ſo manche Sorgen' üte mi I ſich mawi 1 n na t 6 ite nich m um Are kein culrn 1 dda nir duimi Wan ſelig augeiant 4* wein ſcneltruhen 1 Dei Ac. 1dd endlih li hün da. Vehüte mit auſl ² kruſt mei jeäe . d ne dir. Drum au MTh d e zel du nnkt 1* dich auf weis E. Huld un b 2= iitß glaud wift i treuer Ota Erdm. Neunelte lontagt ſt in Bug. 1 pf we 1 M 4 1 „ 4 tif 1 8 naden von mir abgewandt. Ach, nn wer bin ich Armer doch? Du ſorgſt für mich, ich lebe noch. 3. Nun, das erkennet meine Seele Und gibt ſich ſelbſt zum Opfer hin; Doch weil ich noch in dieſer Höhle Mit Noth und Tod umgeben bin, So weich auch heute nicht von mir; Denn meine Hilfe ſteht bei dir. 4. Mein Glück in dieſer neuen Woche Soll nur in deinem Namen blühn: Ach, laß mich nicht am Sün⸗ den⸗Joche Mit meinem Fleiſch und Blute ziehn; Gib deinen Geiſt, der mich regier Und nur nach deinem Willen führ! 5. Soll ich mein Brodt mit Kum⸗ mer eſſen, So laß es doch geſegnet ſein, Und was du ſonſten zugemeſſen, Das richte mir zum Beſten ein: Ich bitte keinen Ueberfluß, Nur was ich nöthig haben muß. 6. So thue nun, mein Gott, das Deine Und laß auch mich das Meine thun; Behüte Beides, Groß und Keine, Daß ſie auf deiner Huld be⸗ ruhn, Und daß ein Jeder dieſen Tag Mit dir vergnügt beſchließen mag! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um göttliche Erweckung und Erleuchtung. Mel. Allein Gott in der Höh. 17 rhebe dich, o meine 17 41. E Seel, Die Finſterniß vergehet; Der Herr erſcheint in Iſrael, Sein Licht am Himmel ſtehet. Er⸗ hebe dich aus deinem Schlaf, Daß er was Gutes in dir ſchaff, Indem er dich erleuchtet! 2. Im Licht muß Alles rege ſein Und ſich zur Arbeit wenden, Im Licht ſingt früh das Vogelein, Im Licht will es vollenden: So ſoll der Menſch in Gottes Licht Aufheben billig ſein Geſicht Zu dem, der ihn erleuchtet. 3. Laßt uns an unſre Arbeit gehn, Den Herren zu erheben; Laßt uns, Morgen⸗Lieder. 1055 e2 indem wir auferſtehn, Beweiſen, daß wir leben; Laßt uns in dieſem Gna⸗ den⸗Schein Nicht Eine Stunde müßig ſein; Gott iſts, der uns erleuchtet. 4. Ein Tag geht nach dem an⸗ dern fort Und unſer Werk bleibt liegen. Ach, hilf uns, Herr, du treu⸗ ſter Hort, Daß wir uns nicht betrü⸗ gen; Gib, daß wir greifen an das Werk Mit Gnade, Segen, Kraft und Stärk Im Licht, das uns erleuchtet! 5. Du zeigſt, was zu verrichten ſei Auf unſern Glaubens⸗Wegen, So hilf uns nun und ſteh uns bei, Ver⸗ leihe deinen Segen, Daß das Ge⸗ ſchäft von deiner Hand Vollführet werd in allem Land, Wozu du ſie erleuchtet. 6. Ich flehe, Herr, mach mich be⸗ reit Zu thun, was dir gefällig, Daß ich recht brauch die Gnaden⸗Zeit; So flehen auch einhellig Die Kinder, die im Geiſt geborn Und die ſich fürch⸗ ten vor dem Zorn, Nachdem du ſie erleuchtet. 7. Das Licht des Glaubens ſei in mir Ein Licht der Kraft und Stärke; Es ſei die Demuth meine Zier, Die Lieb das Werk der Werke; Die Weis⸗ heit fließt in dieſen Grund Und öffnet Beides, Herz und Mund, Dieweil die Seel erleuchtet. 8. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, Daß ihh ſtets gehe richtig; Er⸗ freu mich durch dein Angeſicht, Mach mich zum Guten tüchtig, Bis ich er⸗ reich die goldne Stadt, Die deine Hand gegründet hat Und ewiglich erleuchtet. Peter Lackmann, ſt. 1713. Vergnügter Morgen bei kindlicher Gottergebenheit. Mel. Wer nur den lieben Gott. 17 4 2 Ermuntert euch, erquickte „ Glieder! Die dunklen Schatten ſind vorbei, Der liebe Mor⸗ gen zeigt ſich wieder Und machet Got⸗ tes Güte neu, Die mich in dieſer Nacht bedeckt Und nun zur Arbeit aufgeweckt.. 2. Gott Lob und Dank, daß ohne Schaden Die Zeit der Ruh iſt hin⸗ gebracht Und daß der Reichthum ſei⸗ ner Gnaden Den frohen Morgen⸗ Segen macht! Ich bin vergnügt, ich bin erquickt Und warte, was Gott heute ſchickt. 3. Sein guter Geiſt wird mich re⸗ gieren; Der leite mich auf ebner Bahn Und helfe mir mein Werk vollführen: In ſeinem Namen fang ichs an; Sein egen wird mein Sonnenſchein Und ſeine Huld mein Schatten ſein. 4. Mein Gott, ſo laß dich gnädig nden. Dir hab ich Alles heimgeſtellt. Ach, nur behüte mich vor Sünden; Doch wenn das Fleiſch aus Schwach⸗ heit fällt, So richte mich durch Je⸗ ſum auf Und ſei du ſelbſt mein Le⸗ bens⸗Lauf! 5. Weil jeder Tag von unſern Ta⸗ gen Auch ſeine Plage mit ſich führt, Mein Gott, ſo laß mich nicht ver⸗ 5 ſagen, Wenn mich ein Kreuz und Durch deine Kraft reiß UAnglück rührt; Durch uft reit So wird das Leid mit mich heraus, Freuden aus! 6. Nun, Seel und Leib ſei dir er⸗ geben, Daß Alles gut und glücklich ſteht, Und wenn der Reſt von mei⸗ nem Leben Durch dieſen Tag zu Ende geht, So mache du auf Chriſti Blut Auch meinen letzten Abſchied gut. 7. Wohlan! Deß tröſt ich mich im Glauben: Im Glück und Unglückbin ich dein; Aus deiner Hand kann mich Nichts rauben; Drum ſoll mein ſtetes Denkmal ſein, Das mir im Sinn und Herzen liegt: Was mein Gott fügt, macht mich vergnügt. Morgen⸗ ker Arm Hat mich davor bewahr⸗ Lieder. Gemüthe, Gedenk an dei Betrachte ſeine Güte. Grf t. mein Mund, und preiſe Gottes dn Von der verwichnen Nacht, Dienen am Morgen neu.„Aeuh 2. Ich lag im tiefen Schlaf e⸗ Augen ſtanden 45* Buen wohl gewacht, Hat mich kein Unni troffen. Der Satan drohte mir M Schaden vieler Art, Allein dein ſter 3. Wer bin ich Sünden⸗Menth Was bin ich mit den Meinen, Da deiner Gnaden Glanz Mich aln d beſcheinen? Ach, ſiehe mich, nan Gott, Noch ferner gnädig an, Ne gib, was wider dich Ich dieſe ſan gethan! 4. Gib, daß mit ſolcher Naht de Sünden⸗Nacht vergehe, Wecl dunt auf, damit Ich geiſtig auferſtehe li alſo leben mag, Auf daß ich kehei⸗ Und gib mir deinen Geiſt, Der en und Leib regier. 5. Mein Jeſu, da ich jett dena men Leib bekleide, So ziehe m an Die ſchöne reine Seide, De Gat gefällt, Dein Heil Und die Gerhi⸗ keit, Mit Liebe ſchmücke mich d deiner Chriſten Kleid. 6. Hierauf will ich, mein Gat⸗ Mit dir das Werk antreten, Das mir anvertraut, Und zu dir herzit beten: Verleihe Kraft dazu, Gehehe und Verſtand, Daß alles Sinnan Thun Zu deinem Ruhm gewande 7. Dein Wort, das ſei meind Anf allen meinen Wegen, Daß i nicht außer dir Mit Unrecht eine Segen Und Vortheil ſuchen mag; de Erd. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Um göttliche Gnade für mich und alle Stände. Mel. Nun danket Alle Gott. 17 43 Fermuntre dich, mein Xe?.. Herz, Erwache, mein fiehl der Engel⸗Schaar, Daß ſie ſti bei mir ſei, Mich ſchütze in Gefaht 8. Herr, ich befehle dir Die, l du mir gegeben, Dein Auge leiteſe Bewahre Leib und Leben, Dein Reit ſei unter uns, Dein Name hodzg preiſt, Bis du uns aus der Wä Gen Himmel gehen heißt —— —̃ 8 = — —— — *. 3 = lag im tein en 6 .— ☛= ₰½ 7 — — — — — 1 t hin ich Sune 4 it nitdag — — — — ◻ — — — — — — — 12 dah mi ſalen 3 8 vergete, edi 21 2 St Ic geiſig wians 1leam nt 1 nir deinen Gäg ᷣ rgir. u Jeſu, da ihgn. n e bälleide, Eo g t chöne reine ein hein Heil Undwe 8 Liebe ſchmüte m e Ariſten K V uuf vil ih m i x ctrant, Un gd leie tanſtn in ſand, Daß am 1* — Wart d in Wert doſime ie mairen Aeha fex dr Ni m 1 dLerßelubee J= ingkétu in Jr zu, Nih ſchel ſe wiih biile 1*☛ 9 (E Lhmd 112 uns, D 6— 1 1 b 8 egeben, Den Ww — R Wg n her 3 Morgen⸗Lieder. 1057 9. Breit über Stadt und Land Die Flügel deiner Gnaden, Krieg, Hunger, Peſtilenz Wend ab ſammt allem Schaden; Steh deiner Kirche bei, Gieb Heil im Regiment, Sieh auf ein jedes Haus, Bleib bei uns bis ans End.. 10. Nun, dir ſei Lob geſagt, Du 1 Brunnquell aller Gaben, Von dem wir Seel und Leib, Nebſt allem Gu⸗ ten haben. Gott Vater, ſei geehrt Sammt ſeinem lieben Sohn Und Gott, dem heilgen Geiſt, Hier und ins Himmels⸗Thron! M. Joh. Georg Franke, g. 1699, ſt. 1747. Dankbare Verehrung der täglichen Güte Gottes. Mel. Warum betrübſt du dich. 17 4 4 Ermuntre dich, Herz, T. Muth und Sinn, Es itt die ſtille Nacht dahin, Der Tag bricht nunmehr an; Bring, meine Seel, zur Morgen⸗Stund Dem Herrn ein dankbar Herz und Mund. 2. Ach, wie viel tauſend Ungelück Der Herr getrieben hat zurück, Die dir der Feind beſtellt; Die hat Gott von dir abgewendt, Wohl dem, der es nur recht erkennt! 3. Ach, Herr, ich bin ja zu gering, Daß du erzeigſt mir ſolche Ding, Die ich nie hab verdient. Wärs ohne deine große Güt, So wär ich blieben unbehüt. 4. Nun, Herr, ich ſeh, daß Nichts, als Gnad Bei dir Statt allzeit fun⸗ den hat, Der ich genieße wohl: Ach, laß auch Nichts, denn Lob und Dank, Mei mir ſein all mein Lebenlang. I 5. Laß mich hinbringen dieſen Tag Wie es dein heilger Will vermag: Halt mich in deinem Schutz. Laß ſtets in meinen Augen ſein Die letzte Stund des Lebens mein. 6. Damit ich ja nicht mit Be⸗ dacht In ſchwere Sünden werd ge⸗ bracht, Den Tod mich warnen laß. Dir ich befehl mein Sinn und Muth, Mein Leib und Seel, mein Hab und ut. 7. Wohlan, an mein Beruf ich geh Und Anders nichts nicht mich verſeh Zu meinem lieben Gott, Als daß umſchränke mich ſein Schutz, Darauf biet ich dem Satan Trutz! J. M. Dillherr, g. 1604, ſt. 1669. Die tägliche neue Treue Gottes. Mel. Lobet Gott, unſern Herrn. 17 4 5 Erwache, mein Gemüthe, Indem mein Leib er⸗ wacht, Und rühme Gottes Güte, Die er dir dieſe Nacht Hat abermals er⸗ wieſen. Ach, wahrlich, ſeine Treu, Die nie gnug wird geprieſen, Iſt alle Morgen neu. 2. Ach, mit viel tauſend Sünden Lag hier dein Herz umklemmt, Dein Leib ſchlief ohn Empfinden, Dein Sinnwerk ſtand gehemmt; Wie bald konnt es geſchehen, Daß drauf der Böſewicht Dich ihm hätt auserſehen Und plötzlich hingericht! 3. Bedenk, auf wie viel Wege Er manches Trauerſpiel Oft anzurichten pflege; Gott aber ſteckt das Ziel Und führt rings um die Seinen Der Engel Wach heran, Damit der Sa⸗ tan Keinen derſelben fällen kann. 4. Dein Huld hat es gemachet, O Vater in der Höh, Daß ich geſund erwachet Jetzt an mein Arbeit geh; Mein überhäufte Sünde Hat es zwar nicht verdient; Verzeih, Herr, deinem Kinde Und bleibe mir verſühnt. 5. Laß ferner deinen Segen Auch kräftig bei mir ſein, Daß ich auf rechten Wegen Vor dir geh aus und ein; Laß alles wohl gelingen, Was ich anheb und thu; Send auch vor allen Dingen Mir deine Weisheit zu. 6. Laß mich dir feſt vertrauen, Ich ſei dein liebes Kind, Daß mir nicht möge grauen, Wenn ſich ein Unglück findt; Denn, wenn du Nothdurft 67 — 3 8— 5 — b*—————— 8 4 2 3———— 3.— 8— 4 8 I———*— 4— 8— 3. 4 4——. 1 2———— 1—— *————— 4 1 2 2—*— 25— 8—.. 2——— 1————.—. 1—* — L 8—„*——* 4 8 4—————— 2*———— 4— .—= 4* 3 2—. — 1—————— 8.————— re.——— — 4— 4——————— 3 K— 3— Und ſelbſ So iſts dein Vater⸗Scherz. 7. Drum ob nach deinem Willen Und unerforſchtem Schluß Ich heut auch Plag und Grillen Erdulden ſoll l ſchaffeſt, Zeigt ſich dein Vater⸗Herz, und muß, So Beſch Mit Labſal werd umtauſcht Und blos zum Wölklein werde überrauſcht. 8. Inmittelſt laß den Meinen Und gefällt. Man muß die Seal a 2 ſelbſt dazu Die Gnaden⸗ ſchmücken, So wirſt du allgench n Den Leib auch ſchön beglücken, Gut mir auch Sonne ſcheinen, Bring unſer Herz zur Ruh, Und laß all mein Begin⸗ nen Dir wohlgefällig ſein, Bis daß du mich von hinnen Gen Himmel holeſt ein. Jon. Frank, g. 1618, ſt. 1677. Morgen⸗Gebet um das Geiſtliche vorzüglich vor dem Leiblichen. In voriger Melodie. Morgen⸗Lieder. 5. Hernach laß mich gewinnen 1 ſt dann, wenn du ſtrafeſt, Nach deiner großen Kraſt, Kmi b Weisheit, kluge Sinnen, Verſtanz 1 und Wiſſenſchaft; Daß all mein Toh d ind Handel Dir mög gefällg ſen 9 aß vor der Welt mein Wandel Sin So hilf, daß die Beſchwerde ohne falſchen Schein. 1 5 6. So wird von Fenem allen t Das bald vor⸗ Stand, Leben, Chr und Ged h meine Seite fallen, So es dir, Gut.. — folgt der Tugend nach. Georg Reumark, g. 1621,. 1 ſ Um Gnade Gottes zu wahne Frömmigkeit. Mel. Freu dich ſehr, d meine 2„ A b 17 4 4 Preu dich ſehr, omie Xs.* Seele, da i 8 8 ☛ 4 2- 5„ 5 Hon fro⸗ 4* 23 hat uns heißen tre⸗ 4 1 46 F hat ur is heiße t 164 O. 8 ten, O Gott, dein lieber Sohn Mit herzlichen Gebeten Vor deinen hohen Thron Und uns mit theurem Amen Erhörung zuge⸗ ſagt, Wenn man in ſeinem Namen Nur bittet, fleht und klagt. 2. Darauf komm ich gegangen In dieſer Morgen⸗Stund; Ach, laß mich doch erlangen, Was ich aus Herzens⸗ Grund Von dir, mein Gott, begehre Im Namen Jeſu Chriſt, Und gnä⸗ dig mir gewähre, Was Seelen nütz⸗ lich iſt! 3. Nicht aber mir zu ich aus deiner Hand Geld, Gut und Kein hohen Chren⸗ es iſt nur nichtig den ganzen Tag langes Leben, Stand; Denn dieſ und lauter Eitelkeit, Vergänglich ſchwach und flüchtig Und ſchwinde mit der Zeit. 4. Ich bitte, mir zu ſchenken Ein „ fromm und keuſches Herz, Das nim⸗ mermehr mag denken Auf unheils⸗ vollen Scherz, Das ſtets mit Liebe flammet Zu dir, Gott, himmelan Un alle Luſt verdammet Der laſtervolle Bahn. geben Bitt 3. Nun, ach Höchſter, deine Guae Geiſt, erhebe dich Und des enn Lob erzähle, Daß er dich ſitnich (Dieſe ganze Nacht beſchütt Daß dh Satan nicht beſchmitzt; Auchn Lid und vor Betrüben Du ſo wohl der wahrt geblieben 2. Was fuͤr Dank ſoll ich de ben, Vater der Barmherzigkeit da du für mein armes Leben Suig heut und allezeit, Daß wich dene Engel Wacht Auch die abgewihne Nacht Hat beſchützet, daß di dim Ich erblickt mit Freud und Wonne Sei auch dieſen Tag mit mi n dein Leid, Gefahr noch Sacde berübr; Schützenit durch deine Hand, Mache fernein bekaunt, Daß, die auf dich, d vertrauen, Auf den rechten iie bauen. g 1 4. Hab ich dich nicht recht vätt Und mit meiner Miſſethat un mein frommer Gott, betrübet. W mein Fleiſch begangen hat, ru tiefſter Reu und Leid Ich hin ui Gnaden Zeit Vor dein Nide „ t d n —— — — — == — =— —— S = 2 — ——— — — = * — S — = — — == — — — —— auch ſhän täüie ſ 4 Frömuigti. Sru dich ſeh 1 * Freu dchitnn . 2 Salle e S cbe dich Unsa 1 e S le, Daß er liih 1 Nacht beſchn Georg Neuman g nadt Gottes an. 3 ht beſchmitt Kam 1 e. Betriben Aimt Snlebeern. für Dank ſlii 4 E r der Bamzait e stt ni grn uh 1 dieſen Tahn 3 &2 Gefohr n 3 2 (n daj berühr dihe au than 1 t meiner dri und flehe, Hilf mir, daß ich nicht rgehe! 5 Laß durch deine Kraft mich wer⸗ den Frömmer und dein guter Geiſt Leite mich auf dieſer Erden, Daß ich ſuche allermeiſt Zu gefallen dir, mein Hort, Auch ſo leb an jedem Ort, Daß, wenn ich einſt komm zum Sterben, Deine Freude könne erben. 6. Was ich aber ſoll verrichten, Die Gedanken, Wort und Werk, All mein Thun, Beginn und Dichten Al⸗ ſo führe, daß ich merk Deinen Bei⸗ ſtand in der Noth, Wie im Leben, ſo im Tod, Laß mich nimmer irre gehen, Noch auf böſen Wegen ſtehen. 7. Sei auch gnädig allen Frommen, Schütze deiner Heerde Schaa, Und die künftig zu dir kommen, Die in Noth und in Gefahr Und die in des Jammers Pein Bei dir ſeufzend kom⸗ mnen ein, Laß erfahren deine Güte Und uns alleſammt behüte. 8. Wittwen, Kranken und den Waiſen, Die die Welt und Teufel plagt, Die zu Land und Waſſer rei⸗ ſen, Sei dein Schutz, Herr, unver⸗ ſagt; Stehe allen Blöden bei Und dein Schirm bei Allen ſei, Die dich, lieber Vater, kennen Und nach dei⸗ nem Sohn ſich nennen. .9. Laß mich allzeit ſein befliſſen, Vor dir und der ganzen Welt Zu be⸗ halten gut Gewiſſen; Und wenn dieß mein Jleiſch zerfällt Und der Tod ſein Erb und Recht Sucht an dei⸗ nem armen Knecht, Laß mich dann für meine Sünden Troſt in Jeſu Punden finden! D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1692. Verehrnng der Wohlthaten des dreieinigen Gottes. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. 1748 Por deinen Thron tret . I ich hiermit, O Gott, und dich demüthig bitt: Wend dein genädig Angeſicht Von mir, dem ar⸗ men Sünder nicht! Morgen⸗Lieder. 1059 2. Du haſt mich, o Gott Vater mild, Gemacht nach deinem Ebenbild: In dir web, ſchweb und lebe ich, Vergehen müßt ich ohne dich. 3. Errettet haſt du mich gar oft Ganz wunderlich und unverhofft, Da nur ein Schritt, ja nur Ein Haar Mir zwiſchen Tod und Leben war. 4. Verſtand und Ehr hab ich von dir, Des Lebens Nothdurft gibſt du mir, Dazu auch einen treuen Freund, Der mich in Glück und Unglütk meint. 5. Gott Sohn, du haſt mich durch dein Blut Erloſet von der Höllen⸗ Gluth, Das ſchwer Geſetz für mich erfüllt, Damit des Vaters Zorn ge⸗ ſtillt. 6. Wenn Sünd und Satan mich anklagt Und mir das Herz im Leib verzagt, Alsdann brauchſt du dein Mittler⸗Amt, Daß mich der Vater nicht verdamm 7. Du biſt mein Fürſprach alle⸗ zeit, Mein Heil, mein Troſt und meine Freud; Ich kann durch dein Verdienſt allein Hier ruhig und dort ſelig ſein. 8. Gott, heilger Geiſt, du höchſte Kraft Deß Gnade in mir Alles ſchafft, Iſt etwas Guts am Leben mein, So iſt es wahrlich lauter dein. 9. Dein iſts, daß ich Gott recht erkenn, Ihn meinen Herrn und Va⸗ ter nenn, Sein wahres Wort und Sacrament Behalt und lieb bis an mein End. 10. Daß ich feſt in Anfechtung ſteh Und nicht in Trübſal untergeh, Daß ich im Herzen Troſt empfind, Zuletzt mit Freuden überwind. 11. Drum dank ich dir mit Herz und Mund, O Gott, in dieſer Mor⸗ gen⸗(Abend⸗) Stund Für alle Güte, Treu und Gnad, Die meine Seel empfangen hat, 12. Und bitt, daß deine Gnaden⸗ Hand Bleib über mir heut 67* 1060 Morgen⸗Lieder. ausgeſpannt; Mein Amt, Gut, Ehr, niß Und Bosheit meines Herzens 8e Freund, Leib und Seel In deinen hüte mich den ganzen Tag Vrte Schut ich dir befehl. V glauben, Zorn und Plag, Aud 1 13. Hilf, daß ich ſei von Herzen verbotnen Scherzen. Bewahre mit vor Stolz und Pracht Und Allem, da⸗ ſtenthum Aufrichtig und rechtſchaffen mich lüſtern macht. k ſei, Nicht Augenſchein und Heuchelei. 5. Gib, daß ich dir gehorſan i 14. Erlaß mich meiner Sünden⸗ Und mich vor Zank und Hader ſter Schuld Und hab mit deinem Knecht Auf daß der Sonnen Strahlen Rit Geduld, Zünd in mir Glauben an dieſen Tag nicht zornig ſehn Und nas⸗ und Lieb, Zu jenem Leben Hoffnung mals traurig untergehn. Ach, laßnit gib. nicht bezahlen Dem Nächſte 16 15. Ein ſeligs Ende mir beſcher, Bitterkeit Mit Feindſchaft, diſe Am jüngſten Tag erweck mich, Herr, Grimm und Neid! Daß ich dich ſchaue ewiglich: Amen, 6. Vor Unzucht und dor böſeri Amen, erhöre mich! Vor Kargheit und des Geizes Wui Bodo d.Hrdenberd. g Acd⸗ ſt. 1650. Behüte mich in Gnaden, Gid dd O. Juſtus Gefenius, g.,1604. ſt. 671. Jalf chheit dieſer Zeit Zuſammt dail gerechtigkeit Mein Herz ja ni den, Ach, daß dein heiligs Angeit Doch ſolche Sünd erblicke nicht 7 ₰ 44 e 7. O, treuer Gott, erweckium — Um chriſtliche Tugenden. Nur einen Hunger ſtets nach dit de Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. ich die Welt verliere; Auch hine nit 1749 Hott⸗ der du ſelber biſt du ſtarker Held, Zu thun aent ne⸗ 14+◻.& das Licht, Deß Gut dir gefällt, Dein guter Ftnit und Treue ſtirbet nicht, Dir ſei jetzt führe, Damit ich außer böſem Van Lob geſungen, Nachdem durch deine Stets wandeln mog auf ebner Bahn große Macht Der helle Tag die finſtre Nacht So kräftig hat verdrungen Und deine Gnad und Wunderthat Mich, Schaar, a Lin Aha i da ich ſchlief, erhalten hat. V Weſah Den ganzen Tag bee 2. Laß ferner mich in deinem Schutz, Daß wt n Deänrdan rithſanh O Vater, vor des Satans Trutz, Mit Mich konn all ier beſchmiben: 8 Freuden auferſtehen, Damit ich die⸗ Deid fentegen Löwen ſen ſen ganzen Tag Dich ja mit meinen werd t t degen ae aehn Augen mag Im Glauben fröhlich unverzagt auf Drachen Kehm 9. So nimm von mur, o ſehen. Vor Allem ſei du ſelber mir d Saln Das Licht des Lebens für und für! hin Mein Herz, Gedanken Muth und 3. Des Glaubens Licht in mir be⸗ Binn, Daß i wahr, O, ſtärk und mehr es immer⸗ dar, Erwecke Treu und Liebe; Hoffnung mach in Nöthen feſt, Hilf, daß ich mich aufs Allerbeſt Auch in helle am der Demuth übe, Daß deine Furcht Nächſten Nutz vermehr. ſtets vor mir ſteh Und ich auf gutem 190. Herr Jeſu Chriſ fromm, Damit mein ganzes Chri⸗ 1 ———— 8. Befiehl auch deiner E Schaar, Daß ſie mein Khen ien 3 Vater, J ch dir ganz vertral Behüte auch, du treuer Hott, 3 Die Dichten, Reden, Werk und Waut Daß es nur ſtetig ſchaue Auf Dän theuren Namens Ehr Und meies te, laß allen 7 6 Wege geh. Mich Armen dein Gefäße ein l 4. Herr, halte meinen Gang ge⸗ Werkzeng deiner Gnaden. Richt u wiß, Treib aus von mir die Finſter⸗! mein Thun, Beruf und S Stand, Hal —— 2 2 — — 8* S SE — =— — — S —— — ☛☚ 12 — — ☛ = Z =S — —— — 2 n 3 1 A Mtt Frndte 1n die d det und deß . chin Ound m it Mein hen ii ruuer Got min Hunger ſetsniet tverliere; Auhdn 1 †=t, Dein gudi ndeln mäg aftetn. . . 8 * 2 ) A u alhir bſte Aa gegen Lhra 5 auf Daaha — rinna „*☛᷑ Herz, Gat t 1 si aß ich di u 9 n uch, du ren d m Neden, Aan, ſta n J F e e— kamens 3 rnd Mdd 4 A. Urzudt mdußs. 1 dieſer itguimne. daß dein beizt 2 F e Sünd etltae / 8 u ke Held, Zu thwhales mit ich aufer tidhn 1 1E ibhl auh dei da daß ſie nahe en ganzen Thn in un den Händan 1 m t der Sam ah . um von m, 1 nd über mir dein rechte Hand, So kann zir Niemand ſchaden. Du wolleſt auch ja gnädiglich Vor dem Verleum⸗ der ſchützen mich.. 11. Mein Herz und Mund ich dir befehl, Herr Jeſu Chriſt, mein Leib und Seel, Auch Ehr und Gut dane⸗ ben; Wenn ich nun ſitze, geh und ſteh, Alsdann ſo ſchaffe, daß ich ſeh, Herr, über mich dich ſchweben. Gib ja, daß deine Gnaden⸗Hand Sei nim⸗ mermehr von mir gewandt. 12. Vor böſen Pfeilen, die bei Tag Auf Erden bringen große Plag, Als vor des Todes Seuche, Vor Peſtilenz behüte mich, Damit ſie nicht ſo grau⸗ ſamlich Bei Nacht um mich herſchleiche, Bewahr uns auch vor Krieges⸗Noth Und einem böſen ſchnellen Tod. 13. Gib, lieber Herr, zu dieſer Friſt, So viel im Leben nöthig iſt; Doch nur nach deinem Willen; Wenn du die Speis und Nahrung hie Auf Er⸗ den ſegneſt ſpät und früh, Kannſt du uns reichlich füllen; Nur daß man deine milde Gab Auch nicht zu einem Mißbrauch hab. 14. Allein zu dir hab ich geſetzt Mein Herz, o Vater, gib zuletzt Mir auch ein ſeligs Ende, Auf daß ich meinen Abſchieds⸗Tag Mit großer Freud erwarten mag; Drauf ſtreck ich aus die Hände: Ach, komm, Herr Jeſu, komm, mein Ruhm, Und nimm mich in dein Eigenthum! 15. Mein Gott und Vater, ſegne mich! Der Sohn erhalte gnädiglich, Was er mir hat gegeben! Der Geiſt erleuchte Tag und Nacht Sein Antlitz über mich mit Macht Und ſchütze mir mein Leben! Nur dieſes wünſch ich für und für: Der Friede Gottes ſei mit mir! Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Erſte Morgen⸗Sorge für die Seele. In bekannter Melodie. 2 4 4 1750. G lerdhere Morgen⸗Lieder. 1061 Sohn und heilger Geiſt, Der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns ſcheinen heißt, Deſſen ſtarke Hand die Welt, Und was drinnen iſt, erhält. 2. Gott, ich danke dir von Herzen, Daß du mich in dieſer Nacht Vor Gefahr, Angſt, Noth und Schmerzen Haſt behütet und bewacht, Daß des böſen Feindes Liſt Mein nicht mäch⸗ tig worden iſt. 3. Laß die Nacht auch meiner Sün⸗ den Jetzt mit dieſer Nacht vergehn; O Herr Jeſu, laß mich finden Deine Wunden offen ſtehn, Da allein Troſt, hin und Rath Iſt für meine Miſſe⸗ a 4. Hilf, daß ich mit dieſem Mor⸗ gen Geiſtlich auferſtehen mag Und für meine Seele ſorgen, Daß, wenn nun dein großer Tag Uns erſcheint und demn Gericht, Ich davor erſchrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem Wort; Sei und bleibe du auch heute Mein Beſchützer und mein Hort! Nirgends, als bei dir allein Kann ich recht be⸗ wahret ſein. 6. Meinen Leib und meine Seele Sammt den Sinnen und Verſtand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine ſtarke Hand. Herr, mein Schild mein Ehr, mein Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigenthum! 7. Deinen Engel zu mir ſende, Der des böſen Feindes Macht, Liſt und Anſchläg von mir wende Und mich halt in guter Acht, Der auch endlich mich zur Ruh Trage nach dem Him⸗ mel zu. Heinr. Albert, g. 1604, ſt. 1668. Kinder⸗Morgen⸗Lied. In voriger Melodie. 17 51 ott, ich preiſe deine ₰ 4 Güte Für den Schutz verwichner Nacht, Da mein Leib und mein Gemüthe Von dem ſüßen Schlaf 106² erwacht, Und da deiner Sonnen Licht Wieder durch die Schatten bricht. 2. Es hat mich und auch die Mei⸗ nen Weder Angſt noch Jurcht er⸗ ſchreckt, Weil die Großen mit den Kleinen Deiner Liebe Schild bedeckt Und dein Engel uns bewacht: Dir ſei Lob und Preis gebracht! 3. Mache nun mit dieſem Morgen, Vater, deine Güte neu. Laß mich heute redlich ſorgen, Wie ich dir recht dank⸗ bar ſei, Damit dieſer neue Tag Neuen Segen bringen mag. 4. Dir empfehl ich Seel und Glie⸗ der, Dir empfehl ich Leib und Geiſt. Nimm zu einem Opfer wieder, Was mit Recht dein eigen heißt. Laß mich, als dein Eigenthum, Leben dir allein zum Ruhm. 5. Schenke deinem armen Kinde Deinen Geiſt, der mich regier, Daß mich nicht zu Schand und Sünde Je⸗ nei arge Feind verführ, Der durch böſe Buben lockt Und zuletzt das Herz verſtockt. 6. Laß mich gern zur Schule gehen, Gib mir Luſt zu deinem Wort; Werd ich Aergerniſſe ſehen, So bewahre mich, mein Hort, Sonſt reißt meinen ſchwachen Sinn Dieſer Strom zum Böſen hin. 7. Laß mich meine Eltern ehren Und erhalte ſie geſund; Laß mich deine Stimme hören, Die mich ſtraft durch ihren Mund; Segne ſie und ſegne mich Zeitlich hier, dort ewig⸗ lich! D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt 1735, Morgen⸗Lied in Peſt⸗Zeiten. Mel. Ach Gott und Herr, wie groß. 1752. G⸗ In dieſer Nacht bin worden, Daß ich geſund Mit meinem Mund Dich lob in meinem Orden! 2. Ich bitte dich, behüte mich Auch ferner dieſe Tage Und ſtraf mich Morgen⸗Lieder. nicht In dei graſſirend Plage. Mit meinen ſchweren ſhur dir du 1 zu Fuß lud gen zu Auf die betrübten Sündan Wirf doch die Ruth In Feuers⸗Gia Und tröſte deine Kinder. ganz abſcheulich ſterben? ken; Schenk Kreuz und Pein Um tt Lob und Dank, Daß ich nicht krank um Gericht Dur de 3. Erzürnet ſehr Hab ich dich, hen en Sünden, Dog 4. Wie lang willſt du Denn ſl⸗ N 5. Halt ein, o Gott, In dieſer Nua Mit Sterben und Verderben. S denn der Reſt An dieſer Peſt en 6. Herr, von uns nimm Denſchne ren Grimm Und laß denſelben iir nicht mehr ein, Den Becher aun⸗ trinken. 7. Du weißt ja wohl, Daß ein ſoll, Der auf dich hofft, verderhn Drum wirſt du, Gott, In dieſen ſin ch Dein Kind nicht laſſen ſterden. M8. Verſchone mein In dieſe ge Auf daß ein Jeder ſchaue, Daß de nicht komm In Nöthen um, Daſe⸗ H nem Gott vertraue,. 9. Doch ſchreib ich dir Ken Naß nicht für, Dein Will ſtets iſt derbete Iſt es mir gut, So nimm dee ſiuh Und ſchlag mich mit der Peſte 10. Doch herzlich gern Ohn al Sperrn Fall ich in deine Hände Um ſchließ darein Die Seele mein M meinem letzten Ende. 11. Darum Trotz Tod Sanni Peſt und Noth, Ihr könnt nur zi lich ſchaden Und bringen hin de wo ich bin All meiner 12. O Eins und Dre frei Nun aus in deinem Namen, A biſt mein Schild, Machs, wie d willt, Ich ſprech dazu mem Amen. J. G. Schottelius, g⸗ 161 Drei, Ich gen 2 An Sonn⸗ und Feſt⸗Tagen. 3 und Mel. Gott des Himmels und den 7 53 Goben Gott Pein entladen 2, 5.,1 von atn Zeiten, Deſſen dab 1 1 2* 4S umn 10. 1= den 3 — rnet ehr 4 = feulic ſerden A en lud lij na d ank Kre m un mrt ein, Dan a 1— = weißt ja vol zi dl= auf dich leſtnen A¹ nſt du, Get giih 1740 d d nict laſen a E bhone mein göin. 12 Dein Jeder ſtu 1 1 verxraue. 1 der . ⸗ Li⸗ ) ¹ ij I 4 7 =, von uns umaoin. 1 56 d 2 LT AIn In Wibaag ſchreib ih nilh i Dein Wil ſesiuie 4 1 1ir gut, So ün h 1* u mich minn cc herzih gne =x al ich in dimitn ch cein de SMnn n r Seetten End. dn Schd 1 1. h ſprech dun J. G. Schotkeüin — Sonn⸗ und ſe Gott dei funs3 er dh — nir 1 Net jmn * t. Uarum Auz Riint N ur NMth, Mane en Ünd bunn 0 - een Al meim en, ¹ Eins und Ne 1 asin dm 4 n. Morgen⸗Lieder. die Welt regiert, Deſſen Treu auf dlen Seiten Mich von Jugend auf geführt; Heute weckt des dües Lauf Mich zu lauter Andacht auf. 2. Ach, wie lieb ich dieſe Stunden Denn ſie ſind des Herren⸗Feſt, Das mit ſo viel Troſt verbunden, Da mein Gott mich ruhen läßt Und durch ſei⸗ nen guten Geiſt Mir den Weg zum Himmel weiſt... 3. Doch das bloße Müßiggehen, Und der Kleider leere Pracht Wer⸗ den ſchlecht bei Gott beſtehen, Der das Eitle wenig acht. Herr, ich bringe, was ich kann: Nimm du nur mi ſelber an. 4. Habe Dank für dieſen Morgen, Der mir Zeit zum Guten ſchenkt: Das h unſre mem Sorgen, Wenn der enſch an Gott gedenkt Und von Herzen betet, ſingt, Daß es durch die Wolken dringt. 5. Was iſt ſchöner, als Gott die⸗ nen? Was iſt ſüßer, als ſein Wort, Da wir ſammeln wie die Bienen Und den Honig tragen fort? Selig iſt, wer Tag und Nacht Alſo nach dem Him⸗ mel tracht. 6. O mein Gott, ſprich ſelber Amen! Denn wir ſind dein Eigenthum. Alles preiſe deinen Namen, Alles mehre deinen Ruhm, Bis es künftig wird geſchehn, Daß wir dich im Himmel ſehn! Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Morgen⸗Lied eines Kranken. In eigener Melodie. 1754. Zjers, uch ich willjgt dir danken, Da die lange Nacht vergeht Und ein neuer Tooſt mir Kranken Durch das Tages⸗ Licht entſteht. Sei gelobt, denn deine Treu Steht mir in der Schwachheit bei! 2. Du verkürzteſt mir die Stun⸗ den, Wenn die Ruhe mich verließ. It die Furcht nicht ganz verſchwun⸗ den, Die mich übern Haufen ſtieß; 1063 Haben dennoch Noth und Leid Mir nicht gar das Grab bereit. 3. Stört mich gleich der Schmerz noch immer, Welchen du mir zuge⸗ ſchickt; Wäre mir jedoch viel ſchlim⸗ mer, Würd ich nicht von dir erquickt. Kehrteſt du dein Angeſicht Von mir ab, ſo lebt ich nicht. 4. O mein Vater, ich empfinde, Worauf deine Liebe zielt; Du ent⸗ zieheſt mich der Sünde, Wenn das Fleiſch ſein Leiden fühlt. Deine Rechte drücket zwar. Beut jedoch auch Ret⸗ ch tung dar. 5. Nun, auf deine Treu und Güte, Die du mir bisher erzeigt, Hoffet ferner mein Gemüthe, Wenn auch Menſchen⸗Hilfe ſchweigt. Siehe mich mit Gnaden an, Du biſts, der recht rathen kann. 6. Heil inſonderheit die Seele, Sprich mich von der Sünde los, Die ich nicht vor dir verhehle. Iſt dieſelbe ſchwer und groß; Jeſus nahm ja ſelbſt für mich Alle Krankheit über ſich. 7. Gib hiernach zu den Arzneien, Die der Leib gebrauchen ſoll, Wo du willſt, auch das Gedeihen, Was mir ut iſt, weißt du wohl. Du, mein rzt, ich ſchreibe dir Weder Ziel noch Maße für. 8. Soll der Leib noch länger lei⸗ den, Ich ergebe mich darein, Kann der Geiſt nur voller Freuden Im Gebet und Glauben ſein. Mit ver⸗ haßter Ungeduld Mehrt man Beides, Schmerz und Schuld. 9. Laß mich heut und alle Tage Blos auf deinen Willen ſehn, Ohne den(trotz aller Plage) Mir nicht Wehe kann geſchehn. Soll ich ſterben, ei wohlan, Zeige mir die Himmels⸗Bahn. 10. Ich betrete ſie mit Freuden, Wenn du es beſchloſſen haſt; Habe Luſt auch abzuſcheiden: Ich bin hier doch nur ein Gaſt, Der nicht eher Ruh erreicht, Bis er in die Heimath⸗ zeucht. Am Sonntage. Mel. Gott des Himmels und der. 1 7 5 5 Ferr, du Gott der Zeit 1. und Tage, Du haſt Alles wohl gemacht, Jeder Tag hat ſeine Plage, Ihre Ruh ein jede Nacht. Was am Tage mich gedrückt, Hat die Nacht hinweggerückt. 2. Nunmehr iſt es wieder Morgen Und die Finſterniß vergeht, Da das Heer der bleichen Sorgen Schon vor meinem Bette ſteht; Aber bleibt, ihr Sorgen, ruhn, Heute hab ich ſonſt zu thun. 3. Herr, dein Tag iſt angegangen, Den du ſelbſten dir erwählt, Ach, ich habe mit Verlangen Schon die Stunden abgezählt, In dein Heilig⸗ thum zu gehn Und dein Lob da zu erhöhn. 4. Darum dank ich deiner Güte, Das ich dieſen Tag erlebt, Da nebſt Andern mein Gemüthe Sich vor dei⸗ nen Thron erhebt Und da mein er⸗ freuter Fuß willig vor dir ſtehen muß. 5. Wehre doch, mein Gott, ach, wehre, Daß der Fürſt der finſtern Nacht Neben ſeinem Höllen⸗Heere Heute ſich an mich nicht macht, Noch mich Etwas dieſen Tag In der An⸗ dacht ſtören mag. 6. Er iſt dein und ſoll dein heißen, Er kann keines Andern ſein. ich einen dir entreißen Und du räumſt mir ſieben ein? Mit dir fang ich billig an, Daß mitdirich ſchließen kann. 7. Heute hat den Grund der Er⸗ den Deine Hand, o Herr, gelegt; Laß mich recht gegründet werden, Daß kein Irrthum mich bewegt Und der größten Stürme Macht Mein geſetz⸗ ter Glaube lacht. 8. Heute muß es lichte werden, Ach, erleuchte meinen Sinn, Zeuch ihn von der finſtern Erden Zu des Him⸗ mels Lichte hin Und laß deines Wor⸗ tes Schein Meines Fußes Leuchte ſein! 9. Heute ſtand aus ſeinem Grabe Morgen⸗-Lieder. fen gehn Und auch mitdir auferſtehn. Sollt Z Herren ſeine Laß ſagen Dank. Mein Erlöſer wieder auf. Wenn ich! einſt vollendet habe, Jeſu, m I vollend„Jeſu, manen Lebens⸗Lauf, Laß mich mit di ſle 10. Nun, o Gott, mich und d Meinen Uebergeb ich heute dir! ac geh jetzund zu den Deinen In d Gottes⸗Haus allhier, Bis ich menen Sabbath⸗Tag In dem Himmal ſa⸗ ten mag. M. G. B. Scharf, g. 1676, ſt. Ua An Sonn⸗ und Feſt⸗Tagen. Mel. J. I) erſchienen, Der nit Ach, was ſoll ich Sünder. = 1227 SF 8 48 — — — — — — — — — — = 3 n ält: Brichd Nacht der eitlen Sorgen, Daß it 3. Kleider ſind nur ſchlechte Suhen, Wer ſein Thun auf dieſe nht, de gefällt dem Himmel nicht. Du. nen Jeſu, kannſt es machen, Daß ich wede ſchön und rein In dem Auge Gie tes ſein. 4. Kröne mich mit dieſen Gedan euch mich an mit deiner Kraft, R den neuen Menſchen ſchafft. 1 für Freude werd ich haben, Lem das Herz in mneiner Bruſt Sucht in Lun!. 5. Laß die Predigt wohl gelünge Steh auch deinem Worte bei, Dh es in mir kräftig ſei; Unſer den unſer Singen Und was ſonſt 8 wird gethan, Siehe du mit Gnadenm 6. Laß mich nicht in Sinden 3 len, Laß mich heute Nichts dernt kein Unglück mir geſchehn Re ber Vater, hilf uns Allen! Cre wird dir mein Geſang Auf den Aben 7lb. Casp. Neumann, g. 1648. ſt. ll. m unr u fin 1 L A, was ſali eiſdimd x rimnel weſf 3Aheißt. Danm mi † 4¹ 4 er ſind murſtlae 8 3 2 7 Thun auf diche dei An Hinmelrih ge 33 e ittes mahn Nih V rein In h ch 1. e 1. n A e mich mit nit n 1hh an mit deinrd 8 r rine Luſt zdenen ltki 8 —— = S — G:= . — ==— — ——— — —= 9¹. di tenn Geſeng 1 1 ml. ilb 1 Casp. Wmah, Jl 6 hänn u S: bee na A heinen Wilna „Blh ſelbſt u wat 2 iirtten Luf ale 1 8. grfangen lit h. Nr eiten emn h. de e Allem frei, A p — verricht. 11 Gdn Unveränderte Wunder⸗Güte Gottes bei dem Wechſel von Tag und Nacht. Mel. Aus meines Herzens⸗Grunde. 4 75 Perr Himmels und der 1 7 4 8 Erden, Dn Battder zwigkeit, Der Tag und Nacht läßt Enign Auf unterſchiedne Zeit, Wie wunderbar haſt du Den Wechſel unſrer Stunden In deinem Rath erfunden Und ſiehſt uns drinnen zu! 2. Du kannſt in allen Ländern, Wenn deine Stunde ſchlägt, Den großen Himmel ändern, Der Sonn und Monden trägt, Und machſt, wie dirs gefällt, Ob wir gleich nicht drum ſorgen, Des Abends und am Mor⸗ gen Ganz eine neue Welt. 3. Bald geht die Sonne nieder, So wird es lauter Nacht, Wo unſre Augenlieder Auf ihre Ruh bedacht; Bald wirds auch wieder Tag, Da trieget Alles Leben, Was vor dem Schlaf ergeben Und halberſtorben lag. 4. Nun, Herr, dies alte Wunder Behält noch ſeinen Lauf; Die Sonne geht jetzunder Bei Gut⸗ und Böſen auf: Das thut die große Treu Und Allmacht deiner Hände, Die wird bis an das Ende Noch alle Morgen neu. 5. Du haſt mir Leib und Leben Behütet vor Gefahr, Und heute neu gegeben, Was geſtern meine war, Da wir doch in der Nacht, Wie Einer, der begraben, Für Nichts geſorget haben, Noch an uns ſelbſt gedacht. 6. Ich ſteh mit neuen Kräften Als wie vom Tode auf Und geh in den Geſchäften Den vorgewohnten auf. Die ganze Welt wird licht, Damit ich könnte ſehen, Was heute wird geſchehen Und was ich ſelbſt 7. O Vater aller Güte, Dir dank ich, weil ich kann; Dir trag ich mein Gemüthe Zum Morgen⸗Opfer an Und bin dein Eigenthum: Du wirſt Morgen⸗Lieder. 1065 mir auch begegnen Und meine Werke ſegnen Zu deines Namens Ruhm. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Schutz und Regierung Gottes unſer einiger Troſt. Mel. Schwing dich auf zu deinem. Wochgelobt ſei unſer 1758. 11 Gott Und ſein Nam erhöhet, Der den Menſchen in der Noth Schützet und beiſtehet, Der nicht wirfet hinter ſich Das Gebet der Frommen, Die zu ihm demüthig⸗ lich Als zum Vater kommen. 2. Er hat dieſe ganze Nacht In den dunklen Schatten Seiner heilgen Engel Wacht Zugeſandt mir Matten, Daß des böſen Feindes Liſt Und ſein finſtres Weſen Mein nicht mächtig worden iſt Und ich wohl geneſen. 3. Keinen hatt ich in der Welt, Der mich konnte ſchützen. Gott hat ſich zu mir geſellt Und ſtand an der Spitzen, Daß mein Feind, auch wer er war, Mich nicht mußte drücken; Auch von meinem Haupt kein Haar Ohn ſein Wiſſen zücken. 4. So bewahrt mein treuer Hirt, Die auf ihn vertrauen, Und ich hoffe, daß er wird Mich auch laſſen ſchauen Seine Gnade fernerhin Dieſen Tag und künftig: Ihm ſoll auch mein Herz und Sinn Dienen ganz vernünftig. 5. Iſt, o Vater, was geſchehen Wi⸗ der deinen Willen? Hab ich Etwas überſehn, Dein Wort zu erfüllen? Trage doch mit mir Geduld, Räche nicht die Sünden; Laß mich aber Gnad und Huld Bei dir wieder finden! 6. Ich bereu aus Herzens⸗Grund Alle Miſſethaten, Bitte auch zu die⸗ ſer Stund, Daß dein heilges Rathen Meinen ganzen Lebens⸗Lauf Heut und ſtets regiere, Daß ich nach dem Him⸗ mel auf Meinen Wandel führe, 7. Segne, was ich nehme für, Laß es wohl gerathen. Laß auch wohlge⸗ fallen dir Alle meine Thaten; Laß mich gehn in deinem Rath, Bis mein 1066 Morge Thun ein Ende Und mein Leben Abend hat; Dich nicht von mir wende. 8. Gib mir hier ſtets heilgen Muth, Heilige Gedanken, Daß, was mein Geiſt ſchafft und thut den Schranken D Mach mich an der Seele reich, iſt Alls gegeben. du willſt, geſchehe; noch zufällt, Wie es könne, gilt Alles mit dir gleich, Sterben; Laß mich Reich Meinen Theil ererben! Kurzer Morgen⸗Segen. In eigener Melodie. EA Ae 1759. 3 haſt mich So gnädiglich behüt Durch deine Güt, noch fort, O Gott, me Sünd und Gfahr Mich Daß mir kein Böſes widerfahr. 2. Ich befehl dir, Herr, Mein Die Nach 3. Auch wollſt du, Herr, fen mich, Unrecht gethan. Herr gn dig ſchon Zu aller Friſt ler iſt. An andern Orten wird dazu geſungen. *4. Ach Gott, mein Heil, Du ohn Fehl, Mein Noth iſt dir wohl bewußt; Tröſt du mein He Wenns leidet Schmerz, Und ſei ni T der Mann, Der helfen kann, Herr, wollſt mich ja nicht verlan! Niemals aus einer Ehr und Wil⸗ lens weich; Gib Brodt für das Leben, Dann 9. Nun, dir ſei es heimgeſtellt, Was Was mir heute gehe: Mir Leben oder nur in deinen D. J. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1692. dank dir, Gott, für all Wohlthat, Daß du Nacht Und bit in Hort, Vor heut bewahr, Seel und Thr, Herz, Sinn und Muth, Mein Leib und Gut Und all das Mein. Der Engel dein Hah mich in Acht, Daß nicht findt Macht Der Feind an mir Nach ſeinr Begier, Noch mich in Sünd mit Liſten führ. 4, Herr, Vergeben mir Durch deine Huld Mein Sünd und Schuld, Wo ich an dich Vergrif⸗ dhriſr Friſt Durch Je⸗ ſum Chriſt, Der unſer einger Mitt⸗ zu hilfſt nicht d ln Ganz als mich eigen Nach all dem Wi 4 lang, Wenn mir iſt bang, Du biſt Vor Ach n⸗Lieder. 5. Vater und Sohn, D — 4. u Gna. (Thron, Und heilger Geiſt ua V weuuet Aenh„Delſt, Der d uns läßt In Nöthen nicht,Wenn duſ gebricht, Zu aller Zeit, In Gwigii Dir ſei, Gott Herr, Lob, Preis und Ehr, Wies geweſen iſt von Anfan her. M. J. Freder,g. 1519,.a Um Beſtändigkeit in allen ghrif⸗ lichen Uebungen. b In bekannter Melodie. 1760 J. dank dir, lihn 1 1.= Herke, Daß du mic haſt bewacht In dieſer Nacht⸗Gefähtde Darin ich lag ſo hart Mit Fnſteni umfangen, Dazuiin großer Roth, d raus ich bin entgangen, Halſt d mir, Herr, mein Gottt 2. Mit Dank will ich dich lhn⸗ O du mein Gott und Herr, In hin⸗ mel hoch dort oben; Den Tam auch gewähr. Darum ich dic nl bitten, Und auch dein Will magſi Leit mich in deinen Sitten Und hit den Willen mein. 3. Daß ich, Herr, nict ähbeihe Von deiner rechten Bahn; da Fid mich nicht erſchleiche, Damit ihin möͤcht gahn. Erhalt mich dmtin Güte, Das t b bitt ich fleißig dich Vars Teufels Liſt und Wüthen, Damite ſetzt an mich.. 4. Den Glauben mir verlähe n d dein Sohn Jeſum Chriſt⸗ Mein Sind mir auch verzeihe Allhier zu die Friſt. Du wirſt mirs nicht perſtne Wie du verheißen haſt, Daß er men Sünd thu tragen Und lös nich wn der Laſt. 5. Die Hoffnung mir auch gi Die nicht verderben läßt; Dazu d chriſtlich Liebe Zu dem, der mich m letzt; Daß ich ihm Guts erzeige, Sun arin das Mein, Und lieb in ä⸗ V V dein..— 6. Dein W dieſer argen Tz, cht ort laß mich beiemn Welt, Auch nüt dein Diener nennen, Nicht funtn (Gwalt noch Geld, Das mich — 23 nAüthen it, 4 alle ea T ui a ng 3 gedeen äima. M. g. Nreͤa, 1 hi 3 1 nitet a 1 Sndinti in ua ichen Neünnm bekanater Nali 1.2= nerua 1. Ji ui 4 — 1 11 G S beſt Da lgg ſo hut Riſn un en Drzun wein 3 tat e E din entganga i I e mein d E Dant vil ihun Dmr Gottudha 8 ere dian ai n. Ghatt ue 6 on md t 4 G1 S bit ih ſeihie K lit ud Aün ie ſeg rlich. 2 Glauden nimin 8 4= Jrjumhi Nä i nij ue verzeihe Ulid e orf mustau 3 meihn d ln S kaxen loletn 1 u. t de dm wne — —— —— de 1ℳ0 d n Put li 1 ☛ 1 arg 4 3 ths öcht ableiten Von deiner Wahehet hus Wollſt mich auch nicht abſchei⸗ den Von der chriſtlichen Schaar. 7. Laß mich den Tag vollenden Zu Lob dem Namen dein, Laß mich Kichts von dir wenden, Ans End eſtändig ſein. Behüt mir Leib und beſn IDu die Frücht im Land; Was du mir haſt gegeben, Steht Alls in deiner Hand. 8. Herr Chriſt, dir Lob ich ſage Für deine Wohlthat all, Die du mir all mein Tage Erzeigt haſt überall. Dein Namen will ich preiſen, Der dau allein biſt gut; Mit deinem Leib mich ſpeiſe, Tränk mich mit deinem Blut. 9. Dein iſt allein die Ehre, Dein iſt allein der Ruhm; Die Rach dir Niemand wehre, Dein Segen zu uns omm; Daß wir in Fried einſchlafen, Mit Gnaden zu uns eil; Gib uns des Glaubens Waffen Fürs Teufels liſtge Pfeil. Joh. Kohlros, ſt. 1558. gür die allgemeine Noth naher und entfernter Angehöriger und Freunde. In eigener Melodie. 1761 J4 danke dir, o Gott, in 1 1.—◻ deinem Throne Durch Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohne, Daß du mich haſt in dieſer Nacht be⸗ wahret Vor Schaden und vor man⸗ cherlei Gefahren, Und bitte dich, wollſt mich an dieſem Tage Behüten auch vor Sünden, Schand und Plage. 2. Denn ich dir, Herr, in deine Händ befehle Mein Leib und Gut und meine arme Seele. Dein heiliger En⸗ gel zu allen Zeiten, Der ſei und bleib bei mir auf allen Seiten, Auf daß der böſ Feind, ſo arg und geſchwinde, an keine Macht an mir zu üben e. 3. Den lieben Frieden ferner uns verleihe Und unſre Nahrung reich⸗ lich benedeie; Die Peſt von unſrer Stadt und Land laß wallen; Dein Morgen⸗Lieder. mir dein Hilfe ſende, 1067 Wort in Ruh und Fried noch länger ſchallen; Theurung vertreib, mit Se⸗ gen uns erfülle Nach deinem Wort und väterlichen Willen. 4. Ich bitt für die, Gott, ſo dich Vater nennen, Inſonderheit dein rei⸗ nes Wort bekennen, Für alle meine Bluts⸗Freund und Verwandten, Sie ſein gleich hier oder in fremden Lan⸗ den; Vor allem Unfall wollſt du ſie bewahren, Laß ihnen alles Gute wi⸗ derfahren. 5. All, welche ſind betrübt, krank und gefangen, In ihren Nöthen nach dir, Do⸗ verlangen, Die wolleſt du von allem ihrem Böſen Aus lauter Gnaden endlich ganz erlöſen. Allarme Sünder, zu dir, Herr, bekehre, Ein ſelges End uns insgeſammt beſchere! Um Bewahrung vor des Satans Macht. In bekannter Melodie. 1762 34 dank dir ſchon durch . deinen Sohn, O Gott, für deine Güte, Daß du mich heut in dieſer Nacht So gnädig haſt be⸗ ütet, 2. In welcher Nacht ich lag ſo hart Mit Finſterniß umfangen, Von aller Sünd geplaget ward, Die ich mein Tag begangen. 3. Drum bitt ich dich aus Her⸗ zens⸗Grund, Du wolleſt mir verge⸗ ben All meine Sünd, Die ich be⸗ gunnt In meinem ganzen Leben, 4. Und wolleſt mich auch dieſen Tag In deinem Schutz erhalten, Daß mir der Feind nicht ſchaden mag Mit Liſten mannigfalten. 5. Regier mich nach dem Willen dein, Laß mich in Sünd nicht fallen, Auf daß dir mög das Leben mein Und all mein Thun gefallen. 6. Denn ich befehl dir Leib und Seel Und Alls in deine Hände; In meiner Angſt und Ungefäll, Herr, 7. Auf daß der Fürſte dieſer Welt Kein Macht an mir nicht finde; Denn 1068 wo mich nicht dein Gnad erhält, Iſt er mir viel zu gſchwinde. 8. Ich hab es hört, Menſchen Drum ſteh mir bei, Zur Hilf biſt du erkoren. 9. Allein Gott in der Höh ſei Preis Sammt ſeinem eingen Sohne In Einigkeit des heilgen Geiſts, Der herrſcht ins Himmels Throne.] „Hilf iſt verloren; 10. Er herrſchet ſo gewaltiglich Von Anfang bis ans Ende: Gott Vater, ein ſelig Ende! empfohlen. In eigener Melodie. 1763. 34 ſehe mit Wonne 17400. ₰ Die goldene Sonne Bricht wieder herein; Das Dunkele verbleichet weichet, Der Monden Durch helleren Schein. 2. Drum danken wir Alle Mit fröh⸗ lichem Schalle Der göttlichen Macht; Weil ſelbge mit Gnaden Uns Alle vor Schaden Hat heute bewacht. 3. O Vater, ich bitte, Mich ferner den und Schanden, Vor Ketten und Banden, Vor Jammer und Klag. 4. Erwecke die Sinnen, Daß alles Beginnen Und Danken zugleich Dir unſerem Herren, So nahe als ferren Zur Ehre gereich. 5. Auch wolleſt entbinden Vom Schlafe der Sünden Mein Augen und Herz, Daß Belials Netze Die Seele nicht ſetze In ewigen Schmerz. 6. Mein dürftiges Leben, Die Seele daneben, Mein zeitliches Gut, Auch alle Verwandten Und meine Bekann⸗ ten Halt, Vater, in Hut. 7. Noch ferner dich wende, Schütz alle drei Stände, Haus, Rathſtuhl, U mei Tag g ter, Regierer, Den Hausſtand benan o treuer Gott! rem Studiren Viel Segen und Fun⸗ nde: Go ſie bedenke Gewiſſen und Pflcht, de Sohn und heilger Geiſt, Bſcher uns en lohnen Nach rechtem Gericht. M. M. Prätorius, g. 1571, ſt. 1621. Ochſen und Rinder, Die Knecht Im häuslichen Unſere und allgemeine Noth Gott böſem Gewitter, Vor Hag Die Küchen und Keller Vetſeze mt Noth. 4 10 MNur fhoſfero Jo 5. 1, 1 erner Zeichen, Vor theuerer Zeit. behüte Den heutigen Tag Vor Sün⸗ 5. rigen ſpeiſe, Sterbenden ſchicke Nach ihrem a gelein ritterlich kämpfen, Altar; Gib Lehrer und Führer, Gnl⸗ 8. Laß unter uns All r ns Allen Gax riſ⸗ lich erſchallen Dein göttliches Van Vor Secten und Rotten, Die dein nur ſpotten, Behüte den Ort. ( Nia B 5 9 9. Die blühende Jugend Lad it ſen an Tugend, An Weishet un Zucht; Auf daß ſie verſpuren zui⸗ 10. Die Obrigkeit lenke, Auf du Frommen zu ſchonen, Dem Biſeng 11. Die Eltern und Kinder, Sta⸗ Herren und Maſon i Weſen La Alle geneſen, Schaff Iddem ſir Recht. 12. Auch Häuſer und Güter ke — Brand, Vor Donner und Vor Erdebewegen Bewahre das le 13. Den Ackerbau ſegte, an Schaden begegne Den ſrücten,; Gott, Die Scheunen udd Säla⸗ 14. Der Krieges⸗Laſt wehre da Frieden beſchere Für blutigen Snit⸗ — 1 1 atZot Behüte vor Seuchen, Vor in 15. Die Irrenden weiſe, die Hung „ Die Durſtigen nint Auch alle Betrübten Durch dene Geliebten Mit Troſte beſchen 16. Die Waiſen beſchütze, Er Richter auch ſitze Den Wittwen Gut; Brich feindlichen Leuten, Wn wider ſie ſtreiten, Den grimmih Muth. 17. Die Kranken erquicke, M gier Die geiſtlichen Waſſm d daß ſie entſchlafen Ganz ſelig mi jtte F Nain h 18. d bitte zum Ende, Dem 3 Dem Salcne dämpfen Den grauſamen Tis ſende Zu unſerem E ub, INI bLehrerud 1 Pna 1 Mtrsglaa Snean Nen bum ſen— Ütbn Bapen, 1e Wan la de a diſerazün — Sr Til Seyndh i e Obrigke 1 * 2. Gewiſermhii. 1 riu ſchoner dage, ih vetten di An türsihn an Auchel h lc ſia, Shlj ſmſt 1d äuſe man 4 wiitter, Au zhi 4 Vor Donner we , n Accerbau. ( cexeme Mfiht Go e Scheunen. d rn und Keler ba N — —— 12 Kreg⸗R n I ar seſchere Fr binen. 97 warr Seuber, Mih 33 Tr Zar theuen h. *.à, 2„Itrenden reiha 1 e Di Aune tig ſye, Di AMtn 1h Perünn ſie G Mt Trſelit r Vaien bit Ri r aic ſite Da M 4 St imiin ie wi M . ſreitn, dai 8 1— 54 *— i Kntn N wen ſchik Ni A e eita da F lrn bm 1 bitt 93. 3 1. 3 1 2. de 9h ninn 3 it knnfn, n d Da Raha 8 3 d r- Kn ti 9 Seele, greif zu! den Ae. l 19. Und wenn ich im Wallen Nach deinem Gefallen Beſchließe den Lauf, Steh ſelber zur Seite, Die Seele begleite In Himmel hinauf. 20. Da werden wir Alle Mit fröh⸗ lichm Schalle Durch deine Genad Im geiſtlichen Springen Mit Jauch⸗ zen beſingen Die goldene Stadt, 21. Darinnen mit Wonne Die ewige Sonne Stets gehet herein; Da Fin⸗ ſterniß weichet, Da Alles verbleichet Vor göttlichem Schein, 22. Da Freude die Fülle, Da lieb⸗ liche Stille, Da Falige Ruh, Da Se⸗ gen und Leben Wird ewig gegeben: 23. Mein Herze ſchon pranget Und ſehnlich verlanget, Die Freude zu ſehn. O Jeſu, verleihe, Daß, weß ich mich freue, Bald möge geſchehn! M. A. v. Löwenſtern, g. 1594, ſt. 1648. Empfehlung in die Hände Jeſu. Gott des Himmels und der. Jeſu Güte hat kein 17 64. 3 Ende, Sie iſt alle Morgen neu: Das beweiſen Jeſu Hände, Die da ſchaffen, o der Treu! Daß ich leb; doch ich nicht hier, Son⸗ dern Chriſtus lebt in mir. 2. Jeſu Hände, die da ſorgen, Daß auf eine gute Nacht Folget jetzt ein guter Morgen, Da man ſieht, wie Gottes Macht Mich, die Meinen, Hab und Gut Hat beſchützt durch Jeſu Blut. 3. Jeſu, dir ſei Dank gegeben Für die Treue deiner Händ, Für die Gna⸗ de, für das Leben Und was du mir zugewendt! Ach, zieh von mir bis ins Grab Dieſe deine Händ nicht ab! 4. Sie ſinds ja, darein gegraben Steht mein Nam mit deinem Blut, Die mich ſelbſt bereitet haben, Mich gekrönt mit Himmels⸗Gut, Ja, ſie ſinds, die bis anjetzt Mich verſorget und heſcd jetzt Mich verſorg Mel. Morgen⸗Lieder. 1069 5. Laß ſie weiter mich umfaſſen, Weil ich ihrer eigen bin; Laß ſie mich, mich ſie nicht laſſen: Dieſes iſt und bleibt mein Sinn. Satan, dir ent⸗ ſage ich: Jeſu, dir ergeb ich mich. 6. Nehmt mich drauf, ihr Jeſus⸗ Hände, Schließt mich in Gotts Vaters Herz Und in Jeſu Blut behende, In ſein Leiden, Tod und Schmerz; In des höchſten Tröſters Hand Schließt mich und die mir verwandt! 7. Ach, mit Segen ob mir wal⸗ tet, Im Gebete ſtärket mich, In dem Glauben mich erhaltet Und, daß Gott gefalle ich, Macht mich Gottes Geiſtes voll, Leben, leiden, ſterben wohl! 8. Macht mich los von meinen Sünden, Laßt mich einen gnädgen Gott Und ein gut Gewiſſen finden, Jagt weg Schrecken, Angſt und Noth, teht mir bei, damit ja hier Nichts Verdammlichs ſei an mir. 9. Seid ihr Alles mir in Allem, Meine Hilfe, was ich thu, Mein Stab, wenn ich bin gefallen, Mein Schutz, wenn ich geh zur Ruh, Meine Freude, wenn ich wach, Mein Arzt, wenn ich krank und ſchwach. 10. Seid mein Leben, weil ich lebe, Und verbleibet ja bei mir; Wenn ich meinen Geiſt aufgebe, Den ich euch befehle hier, Macht ihn alles Leidens los Und tragt ihn in Chriſti Schooß. 11. Ich indeß bin voll Vergnügen, Halt es für die größte Freud, Daß in euch verſchloſſen liegen Ich, die Meinen, Land und Leut. Ich leb oder ſterbe nu, Weiß ich, daß ich in euch ruh. Aemilia Juliana, Gräfinzu Schwarzb.⸗Rudolſt. g. 1637, ſt. 1706. Um Bedeckung in Jeſn Armen. Mel. Jeſu, meine Freude. Jeſu, meine Stärke, 1765.— Deine Wunder⸗Werke, Deine Gütigkeit Lobt mein armes Leben; Dir bleib ich ergeben Heut 1070 Morgen⸗Lieder. führ in meinem Leben; Danit or 8. amit L lern auf dich alleine ſchauen 1 dir vertrauen. 1 und jederzeit, Daß dein Schutz mich vor dem Trutz Der verdammten Höl⸗ len⸗Schaaren Gnädigſt woll bewahren. — 1 2 r 4 3. 2. Schleuß mich aus Erbarmen, 4. Du haſt mich allzeit vätente X. A 4 ſt ede zeit väterlich Jeſu, in dein Armen, Nun der Tag ernähret, Was ich bedurſt, mir n anbricht; Eile, von den Sünden Mein merdar beſcheret, Und wenn mt Herz zu entbinden, Meiner Seele Noth und Unglück hat beruhret, Ba Licht! Sieh auf mich, ich bitte dich; draus geführet. hree dch Rett aus Angſt und Finſterniſſen 5. Jetzt haſt du auch durch den Mein erſchreckt Gewiſſen. Engel Schaaren Mich ſaſſen heuti 3. Wende, was betrübet, Wo es dieſer Nacht bewahren, Daß mit dir beliebet, Heut in Freud und Luſſt, darin kein Unfall hat erſchrecket, on Daß von Furcht und Zagen, Unglück aufgewecket. Kreuz und Plagen Mir Nichts ſei 6. O Herr, mit deinem Mane bewußt. Was ich hab, iſt deine Gab: und Gemüthe Erzähl und rihni Die laß vor des Feindes Wüthen ſolche große Güte, Die ich engfar Deine Macht behüten! gen hab an allen Enden Aus deine 4. Herr, der Fürſt der Höllen Suchet Händen. mich zu fällen So durch Liſt als Weh: 7. Ich bitt, du wolleſt uͤber mi Ach, treib ſeine Tücke, Liſt und Grimm fort walten Und mich auch hau zurücke, Wo ich geh und ſtehl Ich bin dieſen Tag erhalten, Daß Sataant dein, du bleibeſt mein; Mich wird durch ſeine Liſt und Pfeile Mh iin nicht Freud, Angſt und Leiden, Jeſu, V ell. V 8. Hilf, daß ich bleib, wie gſte von dir ſcheiden. b 5. Gib, daß es gelinge, Daß ich frommen Chriſten, Rein don de was vollbringe, Herr, zu deiner Ehr; Welt und ihren Sünden⸗Lüſen, Daz Stärke mein Beginnen, Leite meine ich auch meinen eignen boſen Vilen Sinnen, Tröſte, führ und lehr, Bis Nicht mög erfüllen. ich werd von dieſer Erd, Wenn mein 9. Herr, laß in deinem Saut ſe Ruh⸗Tag wird ankommen, Zu dir eingeſchloſſen Leib, Seele, Nraunde aufgenommen! Kinder, Hausgenoſſen, Und dasſh ſonſt durch deine milde Gab k Andreas Gryphius, g. 1616, ſt. 1664. ſon Erden habe. 109. Die Obrigkeit erhalt bei gute Eigene und allgemeine Noth Gott Stande, Gib Friede, Glüch und Re empfohlen. im ganzen Lande, Behüt uns dls ſeits, o Herr, aus Gnaden Vor Schand Mel. Herzliebſter Jeſu, was. und Schaden. 11. Du wolleſt auch an dieſen Tag micch ſtärken Durch deine den Auf duh —(5 0 ☛ 2„ 1— 17266 In dieſer Morgenſtund 1766. ₰ will ich dich loben, O Gott, mein Vater, in dem Him⸗ in des Berufes Werken, Auf An mel oben; Was du für Gnade mir ich möge in denſelben allen dir win ſtets thuſt beweiſen, Will ich nun gefallen. 1 preiſen 12. Zuletzt verleih, wenn ich in 2. Du haſt mich an das Tags⸗Licht dieſem Leiden, Cs ſei heut oderna 2. a9e Tloht 3 1 laſſen kommen, Auch durch die Tauf gen, werd abſcheiden, di ſein 3 2 4 4 1 4 9! in dein Reich aufgenommen Und Chriſti Tod mag frd läſſeſt mich durch deinen Sohn ent⸗ Den Himmel erben. gm binden Von Schuld und Sünden. 13. So bin ich dann an äd 3. Du gibeſt mir den heilgen Geiſt Seel genefen Und wo dai nih daneben, Daß er mich lehr und Welt allhier geweſen; Dolt e I e e Lähen... 1ei u 3 1 Jen. daa A 4 La 6 1 I Sn Wich alan r 1 vei 6 1 ah i lact 1. ſo n nnn ln dn — 3 . 4 — —. ——— — — = — — — — — =— — — — — — — 3 —. —— —— LA aufl c h 1 Sm, nit din z b u the Grähl wͤc ag ee Güte, Deit 3 ₰ 1 1 Lit, du woltir 2i Und nit wie diſ— ahalen, Den dn Lſſtund Pfeigte eile 1 S doß ich blih w 4 ich eeinen eignen ad Ni t erfülen. 9& laßin deinät ein en Liid, Sn. Kin ausgenoſſn, wr ſen c dene mid it E e. 8 Sbrigketatuttnn St w cöib Frid büu in Fe Lande, Käüm ſit: Or, ausGmdabese un dern. — oleſt ut uin W ahren Sündertat 9 1 3 4 in Serufes Vein 1 i ndenjbn unt r„ u — t vetlih mis 7 ſti G- M Ta da ſtären Da 3 9 ſer Ui m —„ A hier gewebn 9 ich das rechte Kleinod funden, Hier nden. dbeas hilf mir, Vater, der du nit dem Sohne Und heilgen Geiſt re⸗ gierſtin Einem Throne. Gib, daß ich deſſen, was ich jetzt begehret, Ja werd gewähret! D. Juſt. Geſenius, g. 1604, ſt 1671. Am Sonntage. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 42 icht vom Licht, erleuchte 17 67. 1 c Bei dem frohen Tages⸗Lichte; Gnaden⸗Sonne, ſtelle dich Vor mein muntres Angeſichte, Wohne mir mit Glanze bei, Daß mein Sabbath luſtig ſei! 2. Brunnquell aller Süßigkeit, Laß mir deine Ströme fließen, Mache Mund und Herz bereit, Dich in Andacht recht zuküſſen; Streu das Wort mit Segen ein, Laß es hundertfrüchtig ſein! 3. Zünde ſelbſt das Opfer an, Das auf meinen Lippen lieget, Sei mir Weisheit, Licht und Bahn, Daß fein Irrthum mich betrüget Und kein fremdes Feuer brennt, Welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit Hei⸗ ig, heilig, heilig ſingen Und mich in die Ewigkeit Mit des Geiſtes Flü⸗ geln ſchwingen; Gib mir einen Vor⸗ ſchmack ein, Wie es mag im Him⸗ mel ſein. 5. Ruh in mir und ich in dir, Bau ein Paradies im Herze; Offen⸗ bare dich doch mir Und geuß meiner Andachts⸗Kerze Immer neues Oel hinzu, O du Liebes⸗Flamme du! 6. Dieſer Tag ſei dir geweiht, Weg mit allen Citelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit Einen Tempel zu⸗ bereiten, Nichts ſonſt wollen, Nichts ſonſt thun, Als in deiner Liebe ruhn. 9 7. Du biſt mehr, als Salomo: Laß mich deine Weisheit hören. Ich will deinen Gnaden⸗Thron Mit ge⸗ beugten Knieen ehren, Bis mir deine Morgen⸗ Lieder. 1071 Sonne lacht Und den ſchönſten Sonn⸗ tag macht. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Lob der göttlichen Erhaltung. Mel. Lobet den Herrn,: denn. 12648 KPobet den Herrn,:, Alle, 1 768.1 die ihn ehren, Laßt uns mit Freuden ſeinem Namen ſin⸗ gen: Und Preis und Dank zu ſei⸗ nem Altar bringen. Lobet den Her⸗ ren„, 2. Der unſer Leben,:, Das er uns hat gegeben, In dieſer Nacht ſo väter⸗ lich bedecket:,: Und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket. Lobet den Herren,:. 3. Daß unſre Sinnen:, Wir noch brauchen können Und Händ und Fuße, Zung und Lippen regen,:, Das haben wir zu danken ſeinem Segen. Lobet den Herren:. 4. Daß Feuers⸗Flammen:, Uns nicht allzuſammen Mit unſern Häuſern unverſehns gefreſſen,:,: Das machts, daß wir in ſeinem Schooß geſeſſen. Lo⸗ bet den Herren:,. 5. Daß Dieb und Räuber:, Unſer Gut und Leiber Nicht angetaſtet und grauſamlich verletzet,,: Dawider hat ſein Engel ſich geſetzet. Lobet den Herren,. 6. O treuer Hüter,: Brunnen aller Güter, Ach, laß doch ferner über unſer Leben: Bei Tag und Nacht dein Hut und Güte ſchweben! Lobet den Herren„. 7. Gib, daß wir heute, Herr, durch dein Geleite Auf unſern We⸗ gen ungehindert gehen:, Und über⸗ all in deiner Gnade ſtehen. Lobet den Herren,: 8. Treib unſern Willen,:: Dein Wort zu erfüllen; Lehr uns verrich⸗ ten heilige Geſchäfte,:,: Und wo wir ſchwach ſind, da gib du uns Kräfte. Lobet den Herren,:. 9. Richt unſre Herzen,:, Daß wir ja nicht ſcherzen Mit deinen Strafen, ſondern fromm zu werden:, Vor dei⸗ 107² ner Zukunft uns bemühn auf Erden. Lobet den Herren„ 10. Herr, du wirſt kommen:, all deine Frommen, Die ſich bekehren, gnädig dahin bringen,: Da alle Engel ewig, ewig ſingen: Lobet den Herren:;! V Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. um Gnade zu wahrer Frömmigkeit. In eigener Melodie. 1„ dein allerliebſter Gott, 1769. M Vor dir iſt nicht verborgen Die größt und kleinſte Noth Den Abend als den Morgen; Du weißt, was ich gethan, Du kenneſt meine Sünden, Niemand, der helfen kann, Iſt ohne dich zu finden. V 2. Es haben Werk und Wort, Es haben die Gedanken Gelaufen fort und fort Aus deines Willens Schranken; Drum klag ich dir, o Gott, Daß ich hab übertreten Dein heiliges Gebot, Vergib mirs, ſei gebeten! 3. In dieſer finſtern Nacht Half Gott, die iſt vergangen. Der Feind war ſchon bedacht, Mit Liſten mich zu fangen. Es hatten mich umhüllt Die Finſterniß und Grauen, Daß ich dein Ebenbild Vermochte nicht zu ſchauen. 4. Nun dacht ich, Gott, an dich, Mit dir bin ich erwachet, Mein Herze freuet ſich, Eh noch die Sonne lachet. Es muß mit dir allein, Was heut wird angefangen, Mit dir beſchloſſen ſein Und dir zu Lob gelangen. 5. Regiere den Verſtand Und leite meine Hände; Was böſe werd er⸗ kannt, Daß ichs ja nicht vollende; Laß auch gedenken nicht, Was Arges meine Sinnen, Ohn was mit dir geſchicht, Laß mich ſonſt Nichts begin⸗ nen. 6. Gip gute Wort und heilige Gedanken, Verleih mir und Stärk, Von dir, wanken. Ich bitt, deine große Güte, beſchütz, Dein Engel mich behüte. Morgen⸗Lieder. Werk, Gib Kraft J Herr, nicht zu was ich beſitz, Durch Dein ſtarker Arm 7. In mein verdunkelt Herz Send deinen Geiſt von oben, Sonſtw Und zu lauter Schmerz, Wenn nae Herr, ſoll loben. In dieſet büſen Welt Laß meinen Fuß nicht gleiten Ins ſchöne Himmels⸗ Zat B meine Seel begleiten! Um Gnade, den Tag oder aun unſer Leben ſelig zu vollenden. In eigener Meledie 1 7 7 0 Ma Augen ſchlizit U. nun In Gottes Re⸗ men auf, Der ausgeruhte Leih be fördert ſeinen Lauſ: Weiß aber nite ob ich Den Abend möcht erleben, de könnte mich vielleicht Der Tod na heut umgeben. 2. Drum ſag ich dir, o Gott, An Herzen Lob und Preis, Wal de (Güt und Treu Bei mir kein bi⸗ weiß, Du haſt mich dieſe Nachte väterlich bedecket, Daß michbeinlhe glücksfall In meiner Ruh aftrt 3. Du haſt des Satanz Grinn +* Genädig abgekehrt, Der Beſchütz auch dieſen Tag Mih hen auf meinen Wegen, Laß deinen Eng⸗ mir Die Hand ſtets unterlegen! 4. Regiere mein Gemüt es ganz zu dir, Zur Sünde mich ich den Beruf ohne Segen bleibe. 5. Alſo, wenn ſich der L nem Ende neigt, Verheiß ich dr Nimm alle Sorgen ſelbſt Auf d Bater⸗Rücken, Mach alles Fm leicht, So du mir wirſt 5. Und ſo ja dieſer Tag ter ſollte ſein, n ſolchem Wandel ein, Au wohl bereit Im wahren Glauben Und alsdann voller Glanz ßen Tage gehe. Benj. Schmolck,. tein Genddig ehrt, Der Fürtder Fm⸗ ſterniß Hat mir kein Haar derſehtt hUnd rit Daß keine böſe verführ; Git, di Mitaallen Freuden tit Nun auch in meinem Schweiß Aitt Tag zuſt Lob, Das nach dem Himmel ſteit ſt Auf deine zuſchicken. zuſch 8 So richte meinen Gan Auf daßih 1 1 1 * K en 4 1 1 te Zum g⸗ 1972, t. 1. —— ſie am uase Morgen⸗Lieder. 1073 eins dhne, G 1 bun ün 8, Die mit uns aufwachende Sorge meinem Herren Jeſu Chriſt, Bei dem 9 Shnun, Vnt Gott befohlen. iſt Hilfe zu erlangen, Weil er der 8 S ute N n e4 S rechte Helfer iſt. Ich ſage: Jeſus hats 1 S en Fuß n e Mel. Wer nur den lieben Gott. verr cht; Drum laß ich meinen Jeſum V 1 1s= e dimnas: A ein Gott, nun iſt es nicht me. A 2.. n—₰ lbegleiemn ſi 1771. M wieder Morgen, Die 2. Von Jeſu will ich niemals wan⸗ b Nacht vollendet ihren Lauf: Nun ken, Der mich geliebet hat vorhin; 1de, un wachen alle meine Sorgen Auf ein⸗ Dem ſoll mein Herze allzeit danken, 4 Mintt mal wieder mit mir auf; Die Ruh Daß ich in ſeiner Gnade bin; Auf en ſeti unn. iſt aus, der Schlaf dahin, Und ich ihn iſt ſtets mein Herz gericht: Ich — ſeh wieder, wo ich bin. laſſe meinen Jeſum nicht. 443— Aenr Ria 2. Ich bin noch immer auf der 3. Mein Jeſus will bei mir 1 Mana Erde, Wo jeder Tag ſein Elend hat, ſtets walten, Weil ich bei ihm in run yän, Wo ich nur immer älter werde Und Gnaden ſteh; Ich laß ihn nicht, mr ſ„ ¹ 6„„. mef Der nemn häufe Sünd und Miſſethat. O Gott, ich will ihn halten In aller Noth fe endui t von deſſen Brodt ich zehr, Wenn ich und allem Weh; Denn er bleibt 55 1Alend nöttats dir nur auch nütze wär! meine Zuverſicht: Ich laſſe meinen dn h vellicht N. 3. Ohn Zweifel ſiehſt du mich auf⸗ Jeſum nicht. den m ben. ehen: Regier mich auch in dieſer 4. Ich will bei meinem Jeſu hal⸗ nſaiih di at. Welt; Ich weiß nicht, wie mirs heut ten, Ich bleib an ihm, drum iſt er 5hnd und Pes. wird gehen: Mach Alles, ſo wie dirs mein; Er läßt mich nicht, ich laß ihn dd e Treu Da me gefällt; Schleuß mich in deine Vor⸗ walten, Ich ſchließ ihn in mein Herz vei ee haft mic diete ſicht ein: Dein will ich todt und lebend hinein; Mein Herz im Glauben bei 5 vat Kiedeckt, Daß un ſein. mir ſiricht; Ich laſſe meinen Jeſum l ge In mene ute.. 4. Vergib mir, Vater, alle Sün⸗ nicht. at dei enn den, Die ich mit aus dem Bette bring, 5. Scheints gleich, als läg ich ganz Ger 1u cgekehrt, ia dnd laß mich vor dir Gnade finden, danieder, Werd ich doch dadurch nicht ter dt nir kin ui Echöre, was ich bet und ſing! Denn verzagt; In Jeſu krieg ich Hilfe wie⸗ à Kiut dife dunt. wo ich nur bei dir wohl ſteh, So der, Drum ſei es auch mit dem ge⸗ 1u † 1 Wegen,Lhr acht ichs gar nicht, wie es geh. wagt; Ob mich gleich manche Noth ni Cand bis. 9. Hilf du in allen Sachen rathen, anſicht, So laß ich meinen Jeſum ien nen omte Denn ich bin ſelber mir nicht klug; nicht.. 2di, dr r Behüte mich vor Miſſethaten, Vor 6. Der Teufel ſoll mich nicht er⸗ 3—e nit wütr böͤſer Menſchen Liſt und Trug; Laß ſchrecken, Stellt er ſich wider mich de u Mraleen mich den Tag wohl legen an Und gleich ein, Mein Jeſus wird den r m wenenen Gutes ſchaffen, wo ich kann. Schild ausſtrecken, Darunter werd Nu T 6. Behüte mir mein Leib und Le⸗ ich ſicher ſein: Drum jetzt mein ch nitss. ben, Mein Weib und Kind, mein Hab Herze freudig qpeicht Ich laſſe mei⸗ .„ AAA t. * nnd Gut,(Verwandte, Freunde, Hab J 4 Aln.„Freunde, Hab nen Jeſum ni nel nig den und Gut) Und laß den Himmel Se⸗ 7. Die Welt muß endlich doch Loh nach dem a gen geben, Wenn meine Hand das vergehen Mit aller ihrer Herrlichkeit; Fhre thut; Hilf, daß ich Alles wohl Nichts iſt, das ewi re thut; Hilf,—, g kann beſtehen verricht: Du wirſt es thun, ich zweiffe Als was mein Jeſus hat bereit; nicht. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 17115. Wenn Himmel, Erd und Alles veicht Laß ich doch meinen Jeſum ni th . ſa 4 1 4 —e Sorgen ſ lei)„.. [E p hd Aufang des Tages mit Jeſn I1 n Wandd m ſ ilfe. 8. Der Tod ſoll bei mir in dem wo? rurume;, 3 5 fe 1 Sterben Auch nicht behalten Ober⸗ ün tnnn W h. i vorläer Melodie. hand. Mein Jeſus läßt mich nicht en 5— gehe n 17 1 2 Men Werk will ich mit verderben; Drum hab ich ein gewiſ⸗ a. Stnus* Gott anfangen Und ſes Pfand, So mir ſein kräftig Wort 68 3 3 1074 refpticht Ich laſſe meinen Jeſum nicht. 9. Ich laß ihn nicht in meinem Leben, Dort werd ich ewig bei ihm ſtehn, An ihm als eine Klette kleben, Da wird mein Mund ſein Lob er⸗ höhn. Alsdann ſeh ich ſein Angeſicht Mit Freuden und in vollem Licht. 10. Da will ich Dank und Preis ihm bringen, Ich will vor Gottes höchſtem Thron Das Heilig, Heilig, Heilig ſingen Dem größten ürſt und Königs⸗Sohn In ſeinem ried und Freuden⸗Licht: ch laſſe meinen Jeſum nicht. D. M. Walther, ſt. 1564. Kurzgefaßter Anfang des Tages mit Gott. Mel. Was willſt du dich betruͤben. — Dankſagung. 1773. it Gott will ichs an⸗ ſei gepreiſt, Nachd Morgen⸗Lieder. der Böſen, Hilf alleſammt erlöſen Jetzt und in Ewigkeit! Casp. Neumann, g, 1648, ſt. 1615. Um geiſtlichen Aufgang des Gnaden⸗Lichts. In eigener Melodie. 2 orgen⸗Glanz der 1774. Mwari Lihrvon unerſchöpften Lichte, Schick uns dieſe Morgen⸗Zeit Deine Strahlen zu Ge⸗ ſichte Und vertreib durch deine Macht Unſre Nacht. 2. Die bewölkte Finſterniß Müſſe, deinem Glanz entfliegen, Die durch Adams Apfel⸗Biß Uns, die kleine Welt, beſtiegen, Daß wir, Herr, durch deinen Schein Selig ſein. 3. Deiner Güte Morgen⸗Thau Fall auf unſer matt Gewiſſen, Laß die dürre Lebens⸗Au Lauter ſüßen Troſt genießen Und erquick uns, deine Schaar, Immerdar. 4. Gib, daß deiner Liebe Gluth Unſre kalten Werke tödte. Und erwech uns Herz und Muth Bei entſtandnen Morgen⸗Röthe, Daß wir, eh wir gat fangen, Sein Name em die Nacht ver⸗ angen Und nun der Tag ſich weiſt. Pür auf, mein Herz, kenne Gottes Güte zu ruhn, Er⸗ G Und richte dein Gemüthe, Viel Gutes heut zu thun! Bitse. 2. Herr, dir iſt nicht verborgen. Daß wir noch Sünder ſind Und daß man alle Morgen Auf Erden Kum⸗ mer findt: Drum halt mein Herze rein, Wend alle mein Verderben, Und ſollt ich heute ſterben, So laß es ſelig ſein. Gebet. 3. Was ſelig iſt und nütze, Gib mir von deinem Thron: Gott Vater, mich beſchütze; Regier mich, Gott der Sohn; Stärkmich, Gott, heilger Geiſt! Herr, ſegne und behüte, Laß leuchten deine Güte, Gib Frieden allermeiſt! Fürbitte. 4. Ja, Vater, gefallen Steht alle der du Allen Die Sonne ſcheinen läßt, Dein gutes Wohl⸗ Tage feſt. Erbarme vergehn, Recht aufſtehn. 5. Laß uns ja das Sünden⸗Kleid Durch des Bundes Blut vermeiden, Daß uns die Gerechtigkeit Mög als wie ein Rock bekleiden Und wir ſo vor aller Pein Sicher ſein. Gib, daß auch am jüngſten Tage Unſer Leichnam auferſteh Und, ent⸗ fernt von aller Plage, Sich auf jener Freuden⸗Bahn Freuen kann. Du verklärte Gnaden⸗Sonne, uns durch das Thränen⸗Feld In das Land der ſüßen Wonne, Da die Luſt, die uns erhöht, Nie vergeht! M. Chriſt.Knorr v. Roſ enroth, g. 1636 ſt. 1689. Mel. Nun ſich der Tag geendet. 1775 Nun ſich die Nacht ge⸗ 4 endet hat, Die Fin⸗ ſterniß zertheilt, Wacht Alles, was dich auch heut Der Frommen und am Abend ſpat Zu ſeiner Ruhe geeilt. 6. Ach, du Anfang aus der Höh, 7. Leucht uns ſelbſt in jene P I ühr verfe dr en hif dl e eſenn. A rAh Wiättnn, d8p. umum gg t iiſläten Uuinn dag Guodr üt zn eigener Mh⸗ „Nen glei o un kte diht, 24 4 * Meet Dene Smi A — berülbe friml 1 de r lonz entlen, W I pfe Biß Un, N I iexen, Daßwin de Fthein delig. Gütdoni dd ens lu Lunſiae 3 Immerder. p doß deirr il U a Warkeüdeht u nnd Nuth ime Maum Köthe, Dominn 5 Rüt u 2 8 jt 3 68 Ps Bundes Nume — Jdie Gerchtitl 3 1= Pot belede 9 e Pen Sitaſt du Wrien wan G auch mn 6 U äichnan afaten ts ee fr Zuallr Pag 1 2 2 u tenß 16 117 4 1 66 „ Nun ſih de hi 9 2. So wachet auf, ihr Sinnen, wacht, Legt allen Schlaf beiſeit, Zum Lobe Gottes ſeid bedacht, Denn es iſt Dankens⸗Zeit. 3. Und du, des Leibes edler Gaſt, Du theure Seele du, Die du ſo ſanft eruhet haſt, Dank Gott für deine Ruh! j Wie ſoll ich dir, du Seelen⸗ Licht, Zur Gnüge dankbar ſein? Mein Seel und Leib iſt dir verpflicht Und ewig bin ich dein.. 5. Ach, deine treue Liebes⸗Hand Hat heut bei mir gewacht Und allen Schaden abgewandt In dieſer fin⸗ ſtern Nacht.. 6. In deinen Armen ſchlief ich ein; Drum konnte Satan nicht Mit ſeiner Liſt mir ſchädlich ſein, Die er auf mich gericht. 7. Hab Dank, o Jeſu, habe Dank Für deine Lieb und Treu; Hilf, daß ich dir mein Lebenlang Von Herzen dankbar ſei. 8. Gib deinen Segen dieſen Tag zu meinem Werk und That, Damit ich ſelig ſagen mag: Wohl dem, der Jeſum hat! 9. Wohl dem, der Jeſum bei ſich führt, Schließt ihn ins Herz hinein, So iſt ſein ganzes Thun geziert Und er kann ſelig ſein! Joh. Friedr. Möckel, g. 1661, ſt. 1729. Alle Sorgen und des Tages Laſt werfet auf Gott. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 1776 un tret ich wieder aus * der Ruh Und geh dem ſauren Tage zu, Wie mir iſt aufer⸗ leget. Nicht weiß ich, was für neue lag Mir heute noch begegnen mag; Doch weiß ich, daß mich träget Mein frommer Gott in ſeiner Hut, Daß mir die Laſt nicht ſchaden thut. 2. war meine Bürd iſt täglich neu; Doch iſt mein Gott auch täglich treu, Er träget meine Sorgen. Vor bend Keiner recht vernimmt, Was Morgen⸗Lieder. 1075 ihm den Tag Alls iſt beſtimmt; Es bahnt ein jeder Morgen Mir einen friſchen Weg zur Pein, Der kann mit Gott erſtiegen ſein. 3. Wie wenig hab ich oft gedacht, Daß ſo würd ſein zu End gebracht Die ſaure Tages⸗Bürde; Doch hab ich Abends wohl geſpürt, Daß du mich, höchſter Gott, geführt, Daß mich dein Schein und Würde Gelei⸗ tet, mir geleuchtet hat Auf meinem Weg und Kreuzes⸗Pfad. 4. Weil ich denn deß verſichert bin, Was trauerſt du, verzagter Sinn, Die Bürd auf dich zu legen? Trag, was du kannſt, Gott träget mit: Der Herr der Welt, der ſtrauchelt nicht, Bei ihm iſt lauter Segen; Mit ihm geh ich denn friſch daran Und ſcheue nicht die Leidens⸗Bahn. 5. So iſt getroſt mein friſcher Muth, Wenn ich mich in des Höch⸗ ſten Hut Kann eingeſchloſſen ſehen; Doch daß ich deß verſichert ſei, Muß ich von Sünden leben frei Und Got⸗ tes Wege gehen: Mein Gott geht wandle ſeinen Weg. 6. Drum, liebſter Gott, leit mei⸗ nen Fuß⸗ Daß ich dir folg in wah⸗ rer Buß Und läutre mich von Sün⸗ den: So kann ich als ein kühner Held Beſtreiten dieſe böſe Welt, Mit dir ſie überwinden; So tret ich mu⸗ thig an den Tag Und ſcheue nicht, was kommen mag. 7. Ich leg auf dich, mein Gott und Herr, Was mir zu tragen wird zu ſchwer, Die Laſt, die mich gebo⸗ gen; Ich lege meine Würd und Stand In deine große Allmachts⸗Hand, Die du mir nie entzogen: Mit der haſt du von Jugend auf Geleitet meinen Lebens⸗Lauf. 8. Ich leg in deinen Schooß hin⸗ ein, Die meine Bluts⸗Verwandte ſein: Da ſind ſie wohl beſchloſſen. Ich lege meine arme Seel In Jeſu ſichre Wun⸗ den⸗Höhl: Du wirſft ſie nicht verſto⸗ ßen, Wenn ſie vom Leibe ſcheidt der nimmer meinen Steg, Wo ich nicht 1076 Tod; Ich leg mich ganz in dich, 3 g dir eingeh zur Freud! mein Gott! Anton Ulrich, Herzog zu Braunſchw.⸗Lüneburg, g. 1633, ſt. 1714. Bußfertiger Seelen Morgen⸗ Seufzer. In eigener Melodie. 1777 9g Chriſte, Morgen⸗ 1686. 2½ Sterne, Leucht uns mit hellem Schein, Schein uns vons Himmels Throne An dieſem dunklen Ort Mit deinem reinen Wort! 2. O Jeſu, Troſt der Armen, Mein Herz heb ich zu dir; Du wirſt dich mein erbarmen, Dein Gnade ſchenken DBehule cl 1 ch großer Angſt und Noth, Vor gotts⸗ mir: Das trau ich gänzlich dir. 3. Ich kann und mag nicht ſchla⸗ fen, Ich kann nicht fröhlich ſein; Mir iſt verwundt mein Seele Und fürcht der Höllen Pein: O Chriſt, er⸗ barm dich mein! 4. O Jeſu, lieber Herre, Du ein⸗ ger Gottes⸗Sohn Von Herzen ich begehre, Du wollſt mir Hilfe thun: Du biſt der Gnaden⸗Thron. 5. Du haſt für mich vergoſſen Dein roſinfarbnes Blut: Das laß mich, Herr, genießen, Tröſt mich durch deine Güt, Hilf mir, das iſt mein Bitt. (Chriſti Antwort.) 6. Iſt dir verwundt ſo ſehre Die arme Seele dein, Thu du dich zu Vergeben Schuld und Pein. 7. Laß du von Sünden abe Und ſei ein frommer Chriſt; Ich will dich ſelber laben Und ſchenken meinen Geiſt, Der dich zum Himmel weiſt. 8. Ich will dich ſelber ſpeiſen Mit 1 1— Ich 3 lang es dir gefällt, Und thu mir, meinem Leib und Blut, Mein Lieb an dir beweiſen Und will dir theilen mit Mein Schatz und höchſtes Gut. (Schluß-Seufzer.) 9. O Jeſu, Lob und Chre Sing ich dir allezeit: Den Glauben in mir 4180 1778.9 deine Güt Mich haſt vor Teufels Wanken In dieſer Nacht behüt Alſo, daß er mich fein Hat müſſen laſſen ſchlafen Und mir mit ſeinen Waffen deinem Gnaden⸗Geiſt, Daß ich mein Morgen⸗Lieder. mehre, Daß ich nach dieſer Zeit Mit D. Michael Walther, g. 1593, ſt. 1662 Um Erhaltung unſerer geiſt⸗ und leiblichen Kräfte. Von Gott will ich nicht. Gott, ich thu dir dan⸗ ken, Daß du durch Mel. Nicht können ſchädlich ſein. 2. Behüte mich auch heute Vor vergeſſnen Leuten, Vor einem ſchnel⸗ len Tod, Vor Sünden und vor Schand, Vor Wunden und vor Schlä⸗ gen, Vor ungerechtem Segen, Vor Waſſer und vor Brand. 3. An meinem Geiſt mich ſtärke, Sowohl auch an dem Leib, Daß ich meins Amtes Werke Mit allen Freu⸗ den treib Und thu nach meiner Pflict So viel als mir befohlen, Bis daß du mich wirſt holen Zu deinem hel⸗ len Licht.. 4. Mein Gſichte mir verleihe Bis an mein letztes End Und gnädig be⸗ nedeie Die Arbeit meiner Händ, Da⸗ mit ich auch was hab Für mich in ſchweren Zeiten Und davon armen — Thu du dich zu Leuten Kann geben eine Gab. mir kehren: Ich will dein Helfer ſein, 5. Vor Allem mich regiere Mit Gdanken führe Im Himmel allermeiſt, Und ja nicht ganz und gar Sei mit dem Geiz beſeſſen Und ſchändlich mög⸗ vergeſſen Des lieben Himmels klar. 6. Erhalt mir Leib und Leben, So Herr, nur geben Den Schatz in jener Welt: So gilt mir Alles gleich, Und bin es wohl zufrieden, Ob ich ſchon nicht hienieden Bin vor den Men⸗ ſchen reich. 7. O Herr, hilf mir vollenden Mein 8 r, g Barthol Rir dn nr Ser duii ä ann Siſ de da dall ſag ättbute, atein dng ln Sel auch ünih i L ſ Lus a de Se au, des he vſstein Er im ohrein nn Schö nin Er re, iie) nit Vim, ſeg Ai nich,9 ärich de den au aacgöttl nidons, n dut ur Lie — ich nach d nach dien * rur Freud) Bait hael Walther li ir deinezgan eh ir — xB—2 — A ung mſenn i 1 blichen grit 1= Von Gott vil ih n wken, Didin ſich rIn ſcüdlihſn 2 2 Ete mich aut ee gij E ſt und Ahh ka⸗ derg a rauten, Tor in. Gott ih wae re Lebens⸗Zeit, Thu mir dein Hife ſune Und ſei nicht allzu weit, Wenn ich heim ſchlafen geh, Auf daß ich friedlich fahre Und mit der Chriſten⸗ Schaare Zum Leben auferſteh. Barthol. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1598. Um den Segen der heiligen Dreifaltigkeit. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. Oder: Das walt Gott Vater und Gott. 1779 2 heilige Dreifaltigkeit, O hochgelobte Einig⸗ keit, Gott Vater, Sohn, heiliger Geiſt, Heut dieſen dag mir Beiſtand leiſt! 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, Daß mir kein Böſes wider⸗ ln † 0 Vor Sünda u Schh— or Wunden wat. gen Kngerechtem dg. vor Vrand. Vaſt 3 ne heiem Geit t 3 Son Jich an den ditih neit Tes Werie Muzr mit i ſchi Leut! 5 dein 992 in ich*dden 1Sn, hilf nine b Allem nähn Han fahr Und mich der Satan nicht ver⸗ let, noch mich in Schand und Scha⸗ den ſetz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, Des Sohnes Weisheit mich erquick, Des heilgen Geiſtes Glanz und Schein Erleucht meins finſtern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, ſteh mir kräftig bei, O mein Erlöſer, bei mir ſei; O Tröſter werth, weich nicht von mir, Mein Herz mit werthen Gaben zier! 5. Herr, ſegne und behüte mich, Erleucht mich, Herr, genädiglich, Herr, heb auf mich dein Angeſicht Und dei⸗ nen Frieden auf mich richt! .6. Solch göttlich Benediction Komm über mich vons Himmels Thron, Da⸗ mit ich heut und alle Tag Durch dich frei ſei von aller Plag. 7. Laß mich erlangen Troſt und Heil, Daß mir dein Siegen werd zu wheil; Vor ſichtbarn Feinden mich be⸗ wahr Und wehr auch der unſichtbarn Schaar. 8. Rett mich aus meiner Angſt und Noth, Daß ich nicht werden darf zu Spott: So preis ich dich mit In⸗ nibit Hier und auch dort in Ewig⸗ 8 Morgen⸗Lieder. 1077 Aufopferung unſerer ſelbſt zu Gottes Eigenthum. Mel. O Gott, du frommer Gott. A. Jeſu, ſüßes Licht, 17 80. 9- Nun iſt die Nacht vergangen, Nun hat dein Gnaden⸗ Glanz Aufs Neue mich umfangen; Nun iſt, was in mir iſt, Vom Schlafe aufgeweckt Und hat nun in Begier Zu dir ſich ausgeſtreckt. 2. Was ſoll ich dir denn nun, Mein Gott, für Opfer ſchenken? Ich will mich ganz und ha In deine Gnade ſenken Mit Leib, und Seel, mit Geiſt Heut dieſen ganzen Tag: Das ſoll mein Opfer ſein, Weil ich ſonſt Nichts vermag. 3. Drum ſiehe, da, mein Gott, Da haſt du meine Seele: Sie ſei dein Eigenthum, Mit ihr dich heut ver⸗ mähle In deiner Liebes⸗Kraft! Da haſt du meinen Geiſt, Darinnen wollſt du dich Verklären allermeiſt. 4. Da ſei denn auch mein Leib Zum Tempel dir gegeben, Zur Woh⸗ nung und zum Haus: Ach, aller⸗ liebſtes Leben, Ach, wohn, ach, leb in mir, Beweg und rege mich! So hat Geiſt, Seel und Leib Mit dir vereinigt ſich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt Die Kleider angeleget: Laß meiner Seele ſein Dein Bildniß eingepräget Im goldnen Glaubens⸗Schmuck, In der Gerechtigkeit, So allen Seelen iſt Das rechte Ehren⸗Kleid. 6. Mein Jeſu, ſchmücke mich Mit Weisheit und mit Liebe, Mit Keuſch⸗ heit und Geduld Durch deines Gei⸗ ſtes Triebe! Auch mit der Demuth mich Vor Allem kleide an: So bin ich wohl geſchmückt Und köſtlich an⸗ gethan. 7. Bleib du mir dieſen Tag Stets vor den Augen ſchweben, Laß dein Allgegenwart Mich wie die Luft um⸗ geben, Auf daß mein ganzes Thun Durch Herz, durch Sinn und Mund Dich lobe inniglich, Mein Gott, zu D. Juſtus Gefenius, g. 1604 ſt. 1671. Sonſt: Martin Bohemus, g. 1557, ſt. 1622. 4 4 aller Stund! 1078 8. Ach, ſegne, was ich thu, Ja rede und d uchene Durch deines Geiſtes Kraft Es alſo führ und lenke, Daß Alles nur zeſchth Zu peines Namens Ruhm Und daß ich unverrückt Ver⸗ bleib dein Eigenthum! Jvach. Lange, g. 1670, ſt. 1744. Um beſondere und allgemeine Hilfe Gottes. In eigener Melodie. 178 1. 0 Licht, geboren aus 8 dem Lichte, O Sonne der Gerechtigkeit, Du ſbiäß uns wie⸗ der zu Geſicht Die angenehme Mor⸗ gen⸗Zeit; Drum will ſich gehören, Dankbar lich zu ehren Solche deine Gunſt: Gib auch unſern Sinnen, Daß ſie ſehen können Deiner Liebe Brunſt. 2. Laß deines Geiſtes Morgen⸗ Röthe In unſern dunklen Herzen ſein, Daß ſie mit ihren Strahlen tödte Der eitlen Werke todten Schei in. Siehe, Herr, wir wanken; Gedanken Gel hn auf falſ lſcher Bahn: Du wollſt unſerm Leben Deine Sonne geben, Daß es wandeln kann. 3. Verknüpfe mit des Friedens Bande Der armen Kirche Schaar; Nimm weg von unſerm Va⸗ terlande Verfolgung, T Trübſal und Ge⸗ fahr. Laß uns ruhig bleiben, Unſern Lauf zu treiben Dieſe kleine Zeit, Bis du uns wirſt bringen, Wo man dir ſoll ſingen Lob in Ewigkeit! Martin Opitz, v. Boberfeld, g. 1597, ſt. 1639. Um nene Gnaden⸗Blicke für unſere ſchwachen Augen. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. Oder: Freu dich ſehr, o meine. 1 782 Geele, dein Gott wecket . ₰ wieder Dich aus dei⸗ Durch Gebet und Andachts⸗Lieder Gib dein Morgen⸗ nes Bettes Grab: Morgen⸗Lieder. Treu Iſ Für den Schutz, die Nacht erwieſen, Wae über Leib und Seel, all Jammer und Betrüben Gnaͤdig iſt zurückgeblieben. Opfer Gottes theure Güt und ſt auch dieſen Morgen neu: Ewig ſei mein Gott geprieſen! 2. Ich lag als wär ich begraben, Da ich ſchloß die Augen zu; Meinen Körper zu erlaben, Lag ich da in ſtolzer Ruh; Denn du, Hüter Iſ ſrael, Daß 3. Siehe bei der Morgen⸗Röthe, Wie auf Iſraelis Heer, Auf mein herliches Gebete, Allen meinen Fein⸗ den wehr; ſtehn, Sicher durch die Fluthen gehn, Die ſich über mich ergießen, Laß mich feſt im Saiba Leib und Seele zu verſchließen. 4. O, du Gnaden⸗ Sonne, blicke M ü, dein Kind, mit Segen an! Ich bedohr kein irdiſch Glücke, Das der Seele ſchaden kann: Gib mir mein beſcheiden Theil, Gott, mein Schu, mein Gut, mein Heil! Mein Gott wird mich nicht beſchämen, Nothdurft wohl bequemen. Thun und auch ſchwache Mich nach 5. Srich den Segen zu den Wer⸗ ken, Die mir mein Beruf gibt an, Laß mich deinen Geiſt, Herr, ſtär⸗ ken, Jühren ſtets auf rechter Bah on; Laß den Tag ſo ſchließen mich, Daß der Leib zu Abend ſich, Unverſ ehret am Gewiſſen, Lege auf das Ruhe⸗ Kiſſen. 6. Sollte ich aus Schwachheit fal⸗ len, Hilf mir, Vater, wieder auf, Laß dein Vater⸗ Herze wallen, Wenn bei meinem ſchweren Lauf Jammer dann er hebet iich, Eins ums Andere plaget mich: Du wirſt mich zurecht entbin⸗ den, Alles helfen überwinden. 7. Alles ſei dir, Herr, befohlen, Vater, Sohn und werther Geiſt! Willſt du heute mich heimholen, Wie d denn mein Ende weißt, Kehre kisden ſein, Zu den ausern wählten Schaaren Heute in den Himmelfahren. Abraham Kleſel, g. 1636, ſt. 1702. mün V ar ag. elig bei mir ein; Ich will wohl zu⸗ rSbd nipe ämit ben 1 biun 4 en 8 A 4 13n de ir 1 d den G den Jaß wih ſ öate 4(Gnaden⸗Ei. Ni find, nitSnn de iddicc Glt, Ne Ses de ſen kann: Gömen deſct e Chell Got, nan. mei ee mein deil R E mein Heill Na wir aF icht beſchämen ſut Not ar avohl beguem & den Segengdi ken, uir mein dait Laß d zeeinen Geſt, ſ. ke Knn ſtets auf n, ag ſo ſchlße n der N Abem ſih lu La um en, Lhe alfwe 6 len TFit, Vatr männe mei Pr weren Guj m a„ m. An den Ac heffen ldennn 1s ſä di, eohn und heute 5 L Wi 1 — du er mein Cne f A 6 eih Luir enin 1 frit n V 1 8— dein u iim · Abraban rüua n 4=e ih useimt Erneuerte Ergebung an Jeſum. Mel. Wie ſoll ich dich empfangen⸗ kei tauſendmal geküſſet, 1783.5 O Jeſu, meine Zier; Sei allerſchönſt gegrüßet, O Sonne, denn nach dir Verlangte ich im Schat⸗ ten Der dicken finſtern Nacht, Gott Lob, nun iſt mir Matten Der Tag herwieder bracht. 2 Der Schlaf, des Todes Bruder, Hielt mich geſperret ein; Doch ſaß mein Gott am Ruder, Ließ nicht ſchiff⸗ brüchig ſein, Noch meinen Leib und Seele, Noch Alles was ich mehr Aus ſeiner Gnade zähle: Ihm ſei Lob Preis und Ehr! 3. Die Nacht iſt überwunden, Mein Schrecken iſt vorbei. Ade, ihr finſtern Stunden, Ihr Sorgen man⸗ cherlei! Der Herr hat mich bedecket Mit ſeinem Gnaden⸗Schein Und mich heut auferwecket: Sein ſoll die Ehre ſein! 4. O Vater aller Güte, Reich von Barmherzigkeit, Auch dieſen Tag be⸗ hüte Dein Kind, das zu dir ſchreit; Laß deiner Engel Schaaren Mich heut und allezeit Vor aller Angſt bewah⸗ ren, Vor Unglück und vor Leid! 5. Mein Herz ſei dir ein Tempel, Ein Haus der Herrlichkeit, Mein Le⸗ ben ein Exempel Für alle frommen Leut; Dein Geiſt mich ſtets regiere, Zu thun nach deinem Rath; Die Seel mit Weisheit ziere In aller meiner That. 6. Geſegne Thun und Willen Und laß mich überall, Was du willſt, Herr, erfüllen: Die Sorgen allzu⸗ mal, Und was mein Herz ſonſt krän⸗ ket, Bleib dir, Gott, heimgeſtellt, Auch was mein Sinn gedenket, Mach Alls, wie dirs gefällt. 17. Behüte mich vor Sünden, Vor Krankheit und Gefahr; Laß an mir nicht Macht finden Der Höllen liſtge Schaar; Schütz mich vor böſen Leu⸗ Morgen⸗Lieder. 1079 ten, Vor meiner Feinde Tück, Daß mich zu keinen Zeiten Ihr falſches Thun berück. 8. Herr, dir ich mich ergebe Und deiner Engel Schutz; Ich ſterbe oder lebe, So biet ich Allem Trutz, Was wider mich kann kommen: So ſei du, Herr, mit mir Und mich zur Schaar der Frommen In deinen Himmel führe! D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1692. Jeſu Bedeckung bei Tag und Nacht. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 17 8 4 9 üßer Jeſu⸗ deiner Gna⸗ .A den Sagich Dank und deiner Güt, Daß du mich vor allem Schaden Dieſe ganze Nacht behüt, Daß mein Seelen⸗Feind durch Liſt Mein nicht mächtig worden iſt, Daß ich ganz geſund aufſtehe Und mit Luſt die Sonne ſehe. 2. Wär ich, Herr, ohn dein Er⸗ barmen Dieſe Nacht geſchlafen ein, O, wie würde dann mir Armen Man⸗ ches Leid geſchehen ſein! Satan und die böſe Welt Hätten mich ſchon hin⸗ gefällt; Aber weil du mich beſchützet, Hat ihr Keines mich beſchmitzet. 3. Nun ſo laß, mein Fels und Hü⸗ gel, Jeſu, meine Zuverſicht, Unter deiner Gnaden Flügel, Drauf mein⸗ Hoffen iſt gericht, Mich auch ferner dieſen Tag Ohn Gefahr und ohne Klag, Ganz beglückt zu Ende bringen, Laß mir auch mein Thun gelingen. 4. Leib und Seel und alle Sinnen, Die Gedanken, Werk und Wort, Mein Thun, Laſſen und Beginnen Sein allein dir, treuer Hort, Zu re⸗ gieren heimgeſtellt; Machs mit mir, wies dir gefällt Denn ich mich dir ganz ergebe, Ob ich ſterbe oder lebe. 5. Tilge meine ſchwere Sünden, Jeſu, durch dein theures Blut; Laß mich deine Gnad empfinden, Wenn in Angſt ſie nöthig thut. Sei mein “ —· 1980 Reichthum, Schutz und Licht, Wenn mir ſonſten Alls gebricht: Laß in deiner Wunden Höhlen Sein die Ruh⸗Stätt meiner Seelen! 6. Laß auch deine Hilf empfinden, Die in Angſt und Nöthen ſein, De⸗ nen aller Troſt will ſchwinden; Geuß dich ſelbſt ins Herz hinein, Segne einen jeden Stand, Sei auch gnä⸗ dig unſerm Land Und laß deiner Engel Schaaren Uns vor allem Leid bewahren. 7. Ach, Herr Jeſu, mich regiere, winden. Durch den werthen heilgen Geiſt, Daß ich ſo mein Leben führe, Wie mich dein Wort unterweiſt, Daß ich Himmel auf, Und wenn es einſt kommt zum Sterben, Laß mich dann den Himmel erben! D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1692. Johann Arndts Morgen⸗Segen. Mel. Liebſter Gott, wann werd. 1785 Mater voller Güt und 1o 9. Treue, Glanz und Licht der Ewigkeit, Deine Gnad iſt täglich neue, Dein Erbarmen ſtets bereit. Du haſt in der finſtern Nacht Steht, o Herr, in deiner Macht. Hab auf das, was ich verrichte, Du im Himmel ſelber Acht, So genädig mich bewacht Und nach Sorgen und Bemühen Einen ſanften Schlaf verliehen. 2 2. Laß mich vor dir Gnade finden Und in deiner Lieb aufſtehn; Laß auch wieder ohne Sünden Dieſes Ta⸗ ingl b reichen. ds Licht vergehn; Doch vor Allem laß allein J ſein; Laß ihn, ſelig zu erkennen, Sein Licht in mir helle brennen! 3. Ach, bewahre, mehr und ſtärke Auch des Glaubens Licht bei mir; Treib die Lieb auf gute Werke, Meine Hoffnung gründ in dir. Laß mein Herz ohn allen Schein Voll von wah⸗ „ rer Demuth ſein, Mich nach Chriſti Beiſpiel leben, Deine Furcht vor Augen ſchweben. Morgen⸗Lieder. Heut aus meinem Herzen laß keine falſchen Schlüſſe Mich in Aberglauben ziehn. Schaff auch, daß Jeſum Licht und Leben gd Vnc den Auch aus mir nach deinem Rath, Daß kein Unglück, keinen Schaden 4. Treib des Geiſtes Finſterniſſe Herzen hin Und Abgötterei Immer von mir ferne ſei. Laß mich dein Wort emſig hören, Deinen Namen nicht entehren. 5. Wollte bei Verdruß und Sor⸗ gen Je bei mir ein Zorn entſtehn, Laß ihn doch noch dieſen Morgen, Ch es Abend wird, vergehn. Wider Lügen, Haß und Neid, Unzucht Un⸗ gerechtigkeit, Wider Geiz und Luſt der Sünden Hilf mir glücktich über⸗ 6. Laß mein Herze durſtig wallen Nach Gerechtigkeit und Recht, Und meinen Lebens⸗Lauf Richte nach dem nach deinem Wohlgefallen Lehre, Herr, thun deinen Knecht; Du biſt doch allein mein Gott, Ach, hilf, daß in Noth und Tod Deinen Geiſt ich nicht verliere, Der auf ebner Bahn mich führe! 7. Laß der Engel Heer und Wa⸗ gen Bei mir, wie um Jacob, ſein Laß ſie mich auf Händen tragen, So ſtoß ich an keinen Stein: So führt mein Beruf mich an, Daß ich ohne Schrecken kann Unter Löw und Ot⸗ tern gehen Und auf jungen Drachen ſtehen. 8. Was ich rede, denk, und dichte, Laß durch unverdroſſnen Fleiß Mir, zu deinem Lob und Preis Und zu Vieler Heil ingleichen, Alles dieſen Tag ge⸗ 9. Mach ein Werkzeug deiner Gna⸗ Mein Beruf zu fürchten hat, Schütze mich, mein Hort und Heil, Wider der Verleumder Pfeil. Dir befehl ich Ehr und Güter, Leib und Seel, o Menſchen⸗Hüter! 10. Laß mich deinen Schutz be⸗ 2 gleiten, Deine Gnade ſei mit mir⸗ Wo ich gehe, geh zur Seiten, Wo ich ſtehe, ſteh auch hier. Wenn der dit Re er zel 1* 3 X el 8 1 cd, d h aden 1 65. in Herze di, lach dtigket 1. 1 4 ach. r Pahlgfaleti un en Anect. Ni li= Gat At i deth od Deinegiſtn erlie ühre T. Gnoel den ul, een r vie un Iu aßſ e auf Hindentn eß ud änen Staeach tein ra mich an, Dii ochre: um Unter a. rn rSind auf juynt ed b 8.&xhrade, dn wh teht Sar, in dn b. dh.„ wos ihtmit 1 a“s Und u ai 1 ales diin if 9. a ri Werhantien e A Anir nacdunn dah waglü, li ſein 1= n0 fürhinu ich, e ot ud h 3 ½ Pfel. Nr b öͤr Lütt, Li m elten Sin 3 4 he, geh da Pm auch hier. on taij an un gfeil bei Tage ſtreicht Und die Peſt Pfetenſern ſchleicht, Seuchen auch im ſah tödten, Hilf du mir aus allen Nöthen. An Gib ſo viel zu dieſem Leben Mir dein Wille zugedacht, Daß auch, was du mir gegeben, Nicht der Miß⸗ brauch ſchädlich macht. Wend ab Krieg und Hungers⸗Noth Und den böſen ſchnellen Tod, Bis wir einſt in deinen Händen Selig unſer Leben enden. 12. Endlich mach an dieſem Tage Mich zum letzten auch bereit, Daß ich recht Verlangen trage Nach des Him⸗ mels Herrlichkeit. Nun, der Vater ſegne mich, Jeſu Antlitz zeige ſich Und der Geiſt von allen Beiden Laß mich einſt in Friede ſcheiden! M. G. B. Scharf, g. 1676, ſt. 1744. Beſtes Morgen⸗Opfer. In eigener Melodie. 04 ach auf, mein Herz, 17 86. W und ſinge Dem Schöpfer aller Dinge, Dem Geber aller Güter, Dem frommen Menſchen⸗ Hüter! 2. Heut als die dunklen Schatten Mich ganz umgeben hatten, Hat Sa⸗ tan mein begehret, Gott aber hats gewehret. 3. Ja, Vater, als er ſuchte, Daß er mir ſchaden mochte, War ich in deinem Schooße, Dein Flügel mich beſchloſſe. 4. Du ſprachſt: Mein Kind, nun liege! Trotz dem, der dich betrüge! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du ſollſt die Sonne ſchauen. 5. Dein Wort, das iſt geſchehen, ſc kann das Licht noch ſehen, Von Noth bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich verneuet. 6. Du wollſt ein Opfer haben: Hier bring ich meine Gaben; Mein eihrauch und mein Widder Sind mein Gebet und Lieder. 7. Die wirſt du nicht verſchmähen: du kannſt ins Herze ſehen Und Morgen⸗Lieder. 1081 weißt wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts Beſſres habe. 8. So wollſt du nun vollenden Dein Werk an mir und ſenden, Der mich an dieſem Tage Auf ſeinen Händen trage. 9. Sprich Ja zu meinen Thaten, Hilf ſelbſt das Beſte rathen; Den Anfang, Mittl, und Ende, Ach Herr zum Beſten wende. 10. Mit Segen mich beſchütte, Mein Herz ſei deine Hütte, Dein Wort ſei meine Speiſe, Bis ich gen Himmel reiſe. Paul Gerhard, g, 1606, ſt. 1676. Um göttliche Leitung auf allen Wegen. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 2 lmach auf, o meine 1787 Seele, Hin iſt die finſtre Nacht; Jetzt Gottes Lob er⸗ zähle Und ſeine große Macht: Rühm ihn aus Herzens Grund, Er hat dich wohl geborgen, Gibt dir ein guten Morgen, Macht fröhlich deinen Mund. 2. Wie ſollt ich nicht Gott loben Und danken früh und ſpat; Rühmt doch den Herren droben, Was lebt und Athem hat, Vielmehr ſteht Chri⸗ ſten zu, Daß ſie den Schöpfer ehren, Sein Lob und Preis vermehren Für ſanften Schlaf und Ruh. 3. Denſelben ich befehle Nun heute dieſen Tag Mein Ehr, Gut, Leib und Seele, Und was ich nur vermag, Mein Leben, Herz und Sinn, Mein Liegen, Lauf⸗ und Gehen, Mein Sitzen, Werk und Stehen Und was ich denk und bin.. 4. O Herr, laß heute gehen Dein Engel neben mir; Schaff daß ſie häufig ſtehen An meiner Seite hier Und mich wie Mütter fein Mit ihren Händen tragen, Daß mein Fuß nicht darf klagen, Er ſtoß ſich an ein Stein. 5. Laß deine Gnade walten Und deinen Diener ſehn, Daß du thuſt 108² ob ibm halten, Laß mir kein Leid geſchehn; Durch deine ſtarke Hand Wollſt du mir Hilfe ſchicken. Wenn ſich Gefahr läßt blicken, Gib Segen und Beiſtand. 6. Weil jeder Tag viel Plagen Und ſchwere Sorgen hat, So hilf die Laſt mir tragen, Gib guten treuen Rath; Ach, Jeſu, nimm von mir, Was mich von dir will wenden, Dein Geiſt wollſt du mir ſenden, Der leite mich z dir! 7. Beweiſe deine Güte, Du Hei⸗ land, überall, Befreie mein Gemüthe Von aller Angſt und Qual; Behüte mich vor Fall, Daß ich recht einher⸗ gehe, Wie David vor dir ſtehe Mit Pſalmen ohne Zahl. 8. Doch w. d ſollte fällen Mein ſchwaches Fleiſch! n Lauf Und käm in Angſt der Höleen, So hilf mir wieder auf, Dein Antlitz zu mir kehr Und laß mich Gnade.. den, Ver⸗ ſenke meine Sünden Hineine inss tiefe Meer. 3 9. Lehr mich die Tage zählen, Vie ſchnell ſie fliehen hin; Furcht erwählen, Zu ſterben mit Ge⸗ winn; Laß mich in Friede gehn, Wie Simeon hinfahren Zu deinen Him⸗ mels⸗Schaaren Und fröhlich aufer⸗ ſtehn. 10. Da werd ich erſt recht leben Und danken herzlich dir, Auch meine Stimm erheben, Zu ſingen für und für, Was man im Himmel kann; Ohn alles Hintertreiben Werd ich bei⸗ dir, Gott, bleiben Und ſchaun dein Antlitz an. 1 Dav. Böhme, g. 1605, ſt. 1657. Freudiger Anblick eines neuen Tages unter Gottes Schutz. Mel. Die Nacht iſt nun vergangen; In deiner fud ſanfte Ruh beſcheert; Deß ſei Wie ſchön leuchtet der Morgenſtern. 1788 Wie ſchön leucht uns 1. W der Morgen⸗Stern Vom Firmament des Himmels fern! l wenden, d Morgen⸗Lieder. len Lichtes Pracht und Zier Mit Freu⸗ den zu empfangen: Was lebt, Was ſchwebt Hoch in Lüften, tief in Klüf⸗ ten läßt zu Ehren Seinem Gott ein Danklied hören. 2. Drum, o mein Herz, dich auch aufricht, Erheb dein Stimm und ſäume nicht, Dem Herrn ein Lob zu bringen! Denn Herr, du biſts, dem Lob gebührt Und dem man billig muſicirt, Dem man läßt billig klingen Mit Fleiß Dank, Preis, Freuden⸗Sai⸗ ten, daß von weitem man kann hören Dich, o meinen Heiland, ehren. 3. Ich lag in ſolcher Sicherheit, Sah nicht, mit was Gefährlichkeit Ich dieſe Nacht umgeben; Des Teu⸗ fels Liſt und Büberei, Die Höll, des Todes Tyrannei Stand mir nach Leib und Leben, Daß ich Schwerlich Wär entkommen und entnommen dieſen Banden, Wenn du mir nicht beige⸗ ſtanden. 4. Allein, o Jeſu, meine Freud In aller Angſt und Traurigkeit, Du haſt mich heut befreiet; Du haſt der Feinde Macht gewehrt, Mir Schutz gebenedeiet! Mein Muth, Mein Blut Soll nun ſingen, ſoll nun ſpringen all mein Leben Soll dir Dankes⸗Lie⸗ der geben. 5. Ei, mein Herr, ſüßer Lebens⸗ Hort, Laß ferner deiner Gnaden Pfort Mir heut auch offen bleiben; Sei meine Burg und feſtes Schloß Und laß kein feindliches Geſchoß Daraus mich nimmer treiben; Stell dich Vor mich Hin zu kämpfen und zu dämpfen Pfeil und Eiſen, Wenn der Feind will Macht beweiſen! 6. Geuß deiner Gnaden reichen Strahl Auf mich vom hohen Him⸗ mels⸗Saal, Mein Herz in mir er⸗ neue; Dein guter Geiſt mich leit und Gebühr 3 thun mich innig freue. Gib Rath Und That, Laß mein Sinnen und Beginnen ſtets ſich Seinen Lauf in dir zu Creatur macht ſich herfür, Des ed⸗ enden. fuhr, Daß ich nach meines Stams berda el . Lalc N. irgoh In k DWnnit, 9 u in, 1 mein ad ei Ghheb ng G enn Hen,h hrt Und d 9 dütd dihn 1 △ 1 1 3 wnmaimn mg. neinen Heilnd ga w elgl, hg in ſolh 3 dt, mit woh 3 5— Nact ungeb a nd Vübere, Riie p 7 — — 3 4 — a ¹ n, Dazih dtritt 1 um und ennonn J* 2 Wenn d wiki = lein, o Jeſu, 1 lact gewenn a te Ruh beſter 3 8 eet! Mein Muh hä 2 a ſingen, ſälwan un Leben Soll drune Aamn. „mein Her, ſeit 1 antt treie, ait zu känpfexmnän n 9 1d Gfer, Wmne 1! tt bewein 2 Gum euß deiner b 3 um Auf nih 3n V ? Sul, Mein 1* 1. Rin guter 4 4* S* und Vommn 1 1Aᷣ Seinan 4 h I=rannei Stͤwu h 7. Wend Unfall ab, kanns anders ſein; Wo nicht, ſo geb ich mich dar⸗ ein Und will nicht widerſtreben; Doch komm, o ſüßer Morgen⸗Thau, Mein Herz erfriſch, daß ich dir trau Und bleib im Kreuz ergeben, Bis ich End⸗ ſich Nach dem Leiden zu den Sreuden werd erhoben, Da ich dich kann ewig loben! 8. Indeß, mein Herze, ſing und ſpring, In allem Kreuz ſei guter. Ding! Der Himmel ſteht dir offen. Laß Schwermuth dich nicht nehmen ein: Denk, daß die liebſten Kinder⸗ lein Allzeit das Kreuz hat troffen; Drum ſo Sei froh, Glaube feſte, daß das Beſte, ſo bringt Frommen, Wir in jener Welt bekommen. Burchard Wieſenmayer. Um Abwendung aller Leibes⸗ und Seelen⸗Gefahr. Mel. Valet will ich dir gebeu. 1789. I gndekehaae ieſer Noth In dieſer Morgen⸗Stunde, Erhör mich, Herr, mein Gott, Sröffne deine Ohren, Wenn ich früh zu dir ſchrei, Wollſt gnädiglich anhören, Was mein Anliegen ſei! 2. Weil jetzt die Sonn aufgehet, Vertreibt die finſtre Nacht Und Je⸗ dermann aufſtehet, Zu danken deiner Macht: Ich auch dein Lob erzähle Zu deines Namens Ehr, Die Sünde nicht verhehle, Beklage mein Beſchwer. .3. Die Finſterniß mich ſchrecket, Im Tod ich ſchlafen lag: Wenn mich dein Geiſt nicht wecket, Ich nicht auf⸗ ſtehen mag; Das macht die Nacht der Sünden, Die den Verſtand uns will Mit ihren Ketten binden, Zum Gu⸗ ten halten ſtill. 4. Denn ob mein Augeſchläfet, Der Leib von Werken frei, Mein Herz doch oftmals äffet Viel böſe Phantaſei; as macht des Teufels Samen, Den . Morgen⸗Lieder. Hell, er ausſtreut geſchwind, Wenn wir ohn deinen 4 ſicher ſind., 5. Dept Hützs Iſrael, u 2 Geſund an R Id Seel; Drum ich dir billig bringe Mein Morgen⸗Opfer her; Mein Glaub iſt zwar gering Herr Chriſt, ihn mir vermeh An t. Du weißt, mit was Ge⸗ brechen Ich auch beladen bin, Willſt du ſie mir zurechnen, O Herr, wo ſoll ich hin?. 7. Drum väterlich abwende Dein zornig Angeſicht Und wider uns Elende Ja deine Hand nicht richt: Laß deine Gnad aufgehen, Die alle Mor⸗ gen neu, So werd ich wohl beſtehen Durch 1. Güt und Treu. 8. In Seeln⸗ und Leibs⸗Gefahren De Weiſt mein Geiſt regier; Be⸗ fien der Engel Schaaren, Daß mich kein Unglück rühr; Mit feurger Mauer ſchütze Alls, was mir lieb mag ſein, Was ich hab und beſitze, Mein Gut und all das Mein. 9. Behüt vor Peſtilenze, Krieg, Feuer, theurer Zeit; Segn unſer Land und Grenze Mit frommer Obrigkeit, Im Friede vorzuſtehen Dem lieben Va⸗ terland; Laß uns kein Unruh ſehen Im Lehr⸗, Wehr⸗ und Nähr⸗Stand. 10. Herr, Aller dich erbarme, Die jetzt betrübet ſind; Gefangne, Krank und Arme, Wittwen, verwaiſte Kind; Was ſelig iſt, beſchere Dem Freund und auch dem Feind, Den Feind zu dir bekehre, Erhalt in Lieb den Freund. 11. Darauf in deinem Namen, Vater, Sohn, heilger Geiſt, Sprech ich von Herzen Amen, Der mir ſein Hilfe leiſt, Mein Amt wohl zu vollen⸗ den, Bis der Feirabend kommt, Der alle Müh wird wenden In ewge Freud und Wonn. Dan. v. Schweinitz, g. 1600, ſt. 1667. Keiſche. Schätzen Kann unſer Leib ſe — ren und ergötzen. 85 g S8 4. Das Himmels⸗Brodt, die frie I Lebens⸗Quelle Sind unſre Luſt 15..— = Stärk auf alle Fälle. 5 5. Wir preiſen dich und unſer ganzes Leben Soll dir allein ſein dankbar und ergeben. 6. Ach, ſtelle nicht⸗ or Augen unſre Sünden, Laß, Va, uns nur Gnad und Beſſrung finden! 7. Erwecke doch ein herzliches Er⸗ barmen, Zünd an in uns die Kebe zu den Armen. 8. O, laß mit Dank und ruhigem Gewiſſen Uns deiner Güt im Friede doch genießen, .9. Auf daß wir ſtets mit ſehnli⸗ chem Verlangen An deiner Lieb und Himmels⸗Wolluſt hangen. 10. So ſingen wir in Jeſu Chriſti Namen, O großer Gott, es ſei erhö⸗ ret, Amen! M. M. Altenburg, g. 1583, ſt. 1640. Vor Tiſche: Bitte um das tägliche Brodt. Mel. Wenn wir in höchſten Nöthen. 1 AQAeſcher uns, Herr, das 1791. B täglich Brodt; Vor Theurung und vor Hungers⸗Noth Behüt uns durch dein lieben Sohn, Gott Vater in dem höchſten Thron! 2. O Herr, thu auf dein milde Tiſch⸗Lieder. XXVI. Tiſch Lieder. 2 8.☛ Daß wir dich lobfl in Ewigkeit! Kinderlein Der du ſpeiſt alle Vöge⸗ ein! 3. Erhörſt du doch der Raben Stimm; Drum unſre Bitt, o Herr verninem! Denn aller Ding du Schöpfer biſt Und allem Vieh ſein Futter gibſt. 4. Gedenk nicht unſrer Miſſethat nd Sünd, die dich erzürnet hat aß ſcheinen dein Barmherzigkeit, Nic. Hermann, ſt. 1561. Ikbare Erkenntniß unſers himm⸗ A liſchen Vaters. —e anket dem Herren, denn 14 92. d er iſt ſehr freundlich Und ſeine Güt und Wahrheit bleibet ewiglich. 2. Der als ein barmherziger, gü⸗ tiger Gott Uns dürftige Creaturen geſpeiſet hat. 3. Singet ihm aus Herzens⸗Grunde mit Innigkeit: Lob und Dank ſei di, Gott Vater, in Ewigkeit! 4. Der du uns als ein reicher, milder Vater Speiſeſt und kleideſt dein elonde Kinder, 5. Verleih, daß wir dich recht ler⸗ nen erkennen Und nach dir, ewiger Schöpfer, uns ſehnen. 6. Durch Jeſum Chriſtum, deinen allerliebſten Sohn, Welcher unſer Mittler iſt worden vor deinem Thron. 7. Der helf uns alleſammt allhier zugleiche Und mach uns Erben in ſeins Vaters Reiche.. .8. Hu Lob und Ehren ſeinem hei⸗ ligen Namen. Wer das begehrt, der ſprech von Herzen: Amen! Mich. Weiß, ſt. 1540. Sonſt: Joh. Horn, um 1544. Dank⸗Lied nach Tiſche. In eigener Melodie. 1793. Dantat dem Heirn hent Hand⸗ Mach uns dein Gnad und üt bekannt, Ernähr uns, deine ſein Güt und Mildigkeit, Alls Fleiſch 9 1 gett Vlhſerlev Vs unſer an viralle eſſen ew b idyer 9 ant de d hlt mi et 1 enk nicht unfte 1 d, die d ſta inen ru dhn 4 ½ di lat — 4 Nie hemm n er iſ ſer mni 1 Güt und Pet dn g V ☛ al ei barnra i 2 tlns u 93 Fihat 1 mi= ater Gpeſſct wi 4 E ih, daß wi üla. net renen Und mach i t 8 d uns ſehnen. ch Jeſum Epimſe 1 al ein Sohn, Mit. M*= tworden wryinia h uns hmt 2wErtemniäuin Üſſcen dutn. S— Drenahan V u nd mach ui ad ers Reice. = Lub und Ghm in i9 2 Tar wthie 1 I Herjen. Anh Sonſt: Jh“eut b— tied nach A In eigeler nu 44 Janket dem 4„ E und Ae 1 1=end Midigi uns er ſpeiſet und erhält; Denn ſein Ge⸗ ſchöpf ihm wohlgefällt. 2. Wenn über uns ſein Antlitz leucht, Der Regn und Thau die Erd befeucht, Alsdann wächſt alles Laub und Gras: Sein Werk treibt er ohn terlaß. Uin dhenn er aufthut ſein milde Hand, So wächſt die Füll in allem Land, Daß ſich deß freuet Jedermann, Kein Menſch noch Vieh darf Man⸗ gel han.. 4. Er hat kein Luſt am ſtarken Held, Kein Pracht, noch Macht ihm wohlgefällt; Im glieht, daß man ihn fürcht und traut: Wer auf ihn hofft, hat wohl gebaut. 1 5. Billig wird er von uns gepreiſt, Daß er uns ſo reichlich geſpeiſt: O Pater, für dein Gütigkeit Sagn wir dir Dank in Ewigkeit. 6. Ach Herr, gib uns ein frucht⸗ har Jahr, Den lieben Korn⸗Bau uns bewahr, Vor Theurung, Hunger, Geuch und Streit Behüt uns, Herr, zu aller Zeit! 7. Unſer lieber Vater du biſt, Weil Chriſtus unſer Bruder iſt; Drum trauen wir allein auf dich Und wolln dich preiſen ewiglich. Niec. Hermann, ſt. 1561. Dank⸗Opfer unſerem himmliſchen Vater. 1 In eigener Melodie. 70 en Vater dort oben 1794. 81 Wollen wir nun lo⸗ ben, Der uns als ein milder Gott Gnäͤdiglich geſpeiſet hat, Und Chri⸗ ſtum, ſeinen Sohn, Durch welchen der Segen kommt Vom allerhöchſten Thron.— 2. Sprechend in der Wahrheit: Dir ſei Preis und Klarheit, Dankſa⸗ gung und Herrlichkeit, O Gott, von Ewigkeit, Der du dich erweiſet Und heut mit deiner Gab Liebreich haſt geſpeiſet! 3. Nimm an dieß Dank⸗Opfer, O Vater und Schöpfer, Welchs wir dei⸗ Tiſch⸗Lieder. 1085 nem Namen thun In Chriſto, dei⸗ nem Sohn! O, laß dirs gefallen Und ihn mit ſeinem Verdienſt Zahlen für uns Alle! 4. Denn Nichts iſt zu melden, Das dir möcht vergelten Alle Gnad und Gütigkeit, Erzeigt unſrer Schwach⸗ heit. Ei, wie mag auf Erden, Weil Alles dein eigen iſt, Dir vergolten werden? Sammt dieſem Lobgeſang Und ver⸗ gib, was noch gebricht Zu thun bei unſrer Pflicht! O, mach uns dir eben, Daß wir hier in deiner Gnad Und dort ewig leben! Mich. Weiß, ſt. 1540. Dank⸗Gebet nach Tiſch. Mel. Herr Gott, nun ſei gevpreiſet. 1795 Fir jetzt beſchertes Eſ⸗ . ſen, Für den geſchenk⸗ ten Trank Will ich dir nicht vergeſ⸗ ſen, O Gott, zu bringen Dank, Für alle milde Gabe, So ich genoſſen habe Zu meinem Unterhalt. 2. Von dir hab ich das Leben, Daſſelb erhälſt du mir: Was kann ich wiedergeben? Womit vergelt ichs dir? Da täglich man genießet, Wie deine Güte fließet So mild und vä⸗ terlich.. 3. Denn Alles, was geſchaffen, Iſt uns zum Dienſt gemacht. Man muß ſich nicht vergaffen, Nur neh⸗ men wohl in Acht, Daß wirs mit Dank empfangen, Was Gott uns läßt erlangen In dieſem Jammerthal. 4. Er iſt uns gar Nichts ſchuldig, Die Güte theilets mit. Wir glauben, ſind geduldig Und bringen unſre Bitt: So höret er uns gerne Von ſeiner Burg der Sterne, Thut, was ſein Liebe will. 5. Er fordert kein Bezahlen, Er nimmt mit Dank für gut, Da zu viel tauſend Malen Sein Herz uns Gutes thut, Den Vorrath an uns wendet, 5. O, nimm an unſern Dank 1086 Zu unſerm Tiche ſendet Ein wohl vergnügeno Lyheil. 6. Der Undank ſchließt die Pfor⸗ ten Des Segens feſte zu, Verhin⸗ dert aller Orten, Daß Nichts ſich zu uns thu. Der Undank bringet Dar⸗ ben An Früchten, Vieh und Gar⸗ ben, An Vögeln, Wild und Fiſch. 7. Ich muß daher Gott loben Für das, was ich genoß; Er ſitzet hoch dort oben, Beſchert aus ſeinem Schooß Mit aller Gaben Fülle, Daß ich mich deck und hülle Und ſättige dazu. 8. Ich ſpüre deine Tritte In Al⸗ lem, was du gibſt, Mein Gott, mehr, als ich bitte, Dieweil du herz⸗ lich liebſt. Die Creatur mich lehret, Daß Gott mit Segen ehret, Wer ihm vertrauen kann. 9. Behüte mich vor Schlemmen, Vor Fraß und Ueppigkeit, Die Wol⸗ luſt hilf mir hemmen Mit ihrer Lü⸗ ſternheit, Damit ich nicht verſchwende, Zur Ungebühr anwende, Was du beſcheret haſt. 10. Nicht ſoll der Bauch Gott werden, Sonſt ging ich falſche Spur, Beliebte Koth und Erden, Die eitle Creatur. Gott iſt der reiche Geber, Der Segens⸗Quell Urheber, Der Al⸗ les weislich thut. 11. Vermehre, Herr, Den Segen Bei mir mein Lebenlang, Damit auf meinen Wegen Der bloden Armuth Zwang Nicht lehre böſe Ränke, Mein Herz nichts Unrechts denke, So dir zuwider iſt. 12. Beſchwere, was beſchieden Für mich, dein armes Kind. Dein Se⸗ gen bleib hienieden, Damit ich täg⸗ lich find, Aus deiner Hand zu heben, Wodurch mein zeitlich Leben Hier muß erhalten ſein. 13. Ich dank aus Herzens⸗Grunde, Herr Gott, für deine Gab, Und was in dieſer Stunde Ich nun genoſſen hab; Auch laſſe nicht verſtieben, Was mir iſt überblieben, Das bitt ich fle⸗ Tiſch⸗Lieder. Vor der Mahlzeit. Mel. Wenn wir in höchſten Köthen. 0 eſegn uns, Herr, die 1796. G Gaben dein, Die Speis laß unſre Nahrung ſein, Hilf, daß dadurch erquicket werd Der dürftge Leib auf dieſer Erd! 2. Denn dieß zeitliche Brodt allein Kann uns nicht gnug zum Leben ſein, Dein göttlich Wort die Seele ſpeiſt, Hilft uns zum Leben allermeiſt. Nach der Mahlzeit. Mel. Nun laßt uns Gott, dem. 1202 ott, Schöpfer aller 17 97. C Dinge, Ich bin veet zu geringe, Den Segen deiner Gaben So mild und reich zu haben. x2. Ach, wie ſoll ich dich preiſen Für dieſe deine Speiſen, Die wir von deinen Händen Zu unſrer Nahrung wenden? 3. Ich danke deiner Güte, Ich preiſe dich und bitte, Du wolleſt deinen Segen Auf deine Gaben legen. 4. Gib, daß es uns gedeihe Und Seel und Leib erfreue, Daß wir, in⸗ dem wir eſſen, Der Armen nicht ver⸗ geſſen. 5. Laß uns an deinen Gaben Satt und Genüge haben, Daß wir mit Schwelgereien Dieſelben nicht entweihen. 6. Laß uns vor allen Dingen Nach deinem Reiche ringen Und Acht auf dein Wort geben; Denn das iſt un⸗ ſer Leben: 7. Damit wir noch auf Erden Der Tafel würdig werden, Da uns wird Jeſus ſpeiſen Und wir ihn ewig preiſen. Ernte⸗ und Tiſch⸗Lied. Mel. O Gott, du frommer Gott. 1798 Hei es iſt Alles dein, * Was Vieh und Men⸗ ſchen eſſen: Hilf, daß wir dankhar ſein Und deiner nicht vergeſſen; Laß meinen ſatten Mund Dir küſſen deine Hand Und mache ſelbſt dein Lob Auch hentlich. unter uns bekannt! Friedr. Chr. Henrici, g. 1700. — —— — —— —— — — e umat 44 vir i dätin 4 1 1=).(Geenmn 8—. 6 duen d— unfr Aazeug a = tamüwn aee dieß ziütean 1 us wun 4 lich Ant 3 ]1 Jänn Leber ahm m und rich z ]1* S uunfrrr ſulm — c — 442 3 t in Näht Au lit uan 1276 4 r e, Den San b 1 wie oll ich d danie deineroin g ditte, du uln. t Sluf deine Gcha daß es Lii erfreue an I 1 ß uns an di e dd Genüge hah Re 3 welgereien datn i c. 1 uns un alenènt er S eiche ringen lu E tt geben; dm wi Wa. mi vir mchafb ürdig wetd, Ar n peiſen Un K ig Rrar di i n rute⸗ und ihh O0 Geu, A tuun 1 8. 9 Boete 5 eſſen, der Am Tiſch⸗ 2. Du gibſt, ſo ſammeln wir: Sprich 85 Du bde Denn Alles iſt an dir Und deiner Gunſt gelegen; Drum ſchaffe daß die Koſt Dem Leibe wohl gedeih Und, was das Fleiſch vergnügt, Dem Geiſte ſelig ſei. 3. Erhalt uns, lieber Gott, Ein ruhiges Gewiſſen! Denn Mancher ißt dein Brodt Und tritt dich auch mit Füßen. Laß aber uns dein Wort Nicht ſchlagen in den Wind, Wenn wir geſund und ſatt Von deinen Gütern ſind.. 4. Gib Wenig oder Viel, Wie es dein guter Wille. Der Kummer hat kein Ziel; Drum hilf, daß ich ihn ſtille, Wenn er das Herze frißt Und denkt ſo weit hinaus, Als ob nicht Brodt genug Für eines Jeden Haus. 5. Laß mich allzeit vergnügt An deinem Tiſche leben Und, wo man ſelber kriegt, Auch Andern gerne ge⸗ ben. Erhalte Fried und Ruh Und mach es immer ſo, Daß Jeder ſeines Guts Rechtſchaffen werde froh. 6. Verleih zum Acker⸗Bau Noch ferner deinen Segen, In Hitze, Froſt und Thau, In Sonnenſchein und Re⸗ gen, Und was auf jede Zeit Die aus⸗ geſtreute Saat An Wachsthum, Saft und Kraft Noch weiter nöthig hat. 7. Zuletzt, Herr, unſer Hort, Bau deine Kirch auf Erden Und laß ſie durch dein Wort Bei Allen fruchtbar werden! Wir ſind dein Ackerwerk; Drum wenn es Zeit wird ſein, So ſammle Leib und Seel In deinen Himmel ein. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Dank und Bitte um tägliche geiſtige Nahrung. Mel. Herr Chriſt, der einig. 1799 Perr Gott, nun ſei ge⸗ * preiſet! Wir ſagn dir oßen Dank: Du haſt uns wohl ge⸗ ſpeiſet Und geben guten Trank, Dein Mildigkeit zu merken Und unſern Glaubn zu ſtärken, Daß du ſeiſt Lieder. 1087 72. Ob wir ſolchs habn genommen Mit Luſt und Uebermaß, Dadurch wir möchten kommen Vielleicht in deinen Haß, Das wollſt du uns aus Gnaden, O Herr, nicht laſſen ſcha⸗ den Durch Chriſtum, deinen Sohn! 3. Alſo wollſt allzeit nähren, Herr, unſre Seel und Geiſt, In Chriſto anz bekehren Und in dir machen feiſt Daß wir den Hunger meiden, Stark ſein in allem Leiden Und le⸗ ben ewiglich! 4. O Vater aller Frommen, Dein Nam geheiligt werd; Laß dein Reich zu uns kommen; Dein Will geſcheh auf Erd; Gib Brodt, ver⸗ gib die Sünde, Kein Args das Herz entzünde; Lös uns aus aller Noth! D. Nil. Selneccer, g. 1532, ſt. 1592. V. 4. Joh. Agricola, g. 1492, ſt. 1566. Vor Tiſche. Mel. Wo Gott zum Haus nicht. 1800 Her Gott Vater im . ¶.) Himmelreich, Wir. deine Kinder, allzugleich Bitten dich jetzt aus Herzens⸗Grund: Speiſe uns All zu dieſer Stund! 2. Thu auf dein reiche, milde Hand, Behüt uns All vor Sünd und Schand Und gib uns Fried und Einigkeit, Bewahr uns auch vor theurer Zeit,. 3. Damit wir leben ſeliglich, Dein Reich beſitzen ewiglich In unſers Her⸗ ren Chriſti Namn. Wer das begehrt, ſprech herzlich: Amn! Dank⸗Lied uach Tiſche. Mel. Alles iſt an Gottes Segen. 1 801 aſſet uns den Herren preiſen, Laſſet uns ihm Dank etweiſen, Weil er uns geſchaf⸗ fen hat, Weil er uns auch täglich nähret, Reichlich alles Guts beſcheret Und auch jetzt gemachet ſatt. 2. Aller Augen auf ihn ſehen Und bei ihm zu Tiſche gehen Alle Thiere weit und breit, Auch die jung⸗ver⸗ laſſnen Raben An ihm einen Vater unſer Gott. haben, Die er ſpeiſt zu ſeiner Zeit. 1088 3. Rühmet ſeinen großen Namen, Der uns Erndte gibt und Samen Unverrücket dieſes Jahr; Der die Fel⸗ der fruchtbar machet Und darüber ſorgt und wachet, Daß ſie bleiben ohn Gefahr.. 4. Laſſet uns kein Bitten ſparen, Daß uns wolle Gott bewahren Vor betrübter Hungers⸗Zeit, Bis er uns nach ſeinem Willen Wird mit ſüßem Manna füllen In der ſelgen Ewig⸗ keit. 5. Ewig wohl wird uns geſchehen, Wenn wir unſern Jeſum ſehen In der ſchönen Himmels⸗Stadt; Denn wir werden für das Leiden Dort genießen ſolche Freuden, Deren wir nicht werden ſatt. 6. Dieſes laßt uns nicht vergeſſen, Wenn wir ſitzen bei dem Eſſen Und vom Tiſche ſtehen auf; Alsdann wird des Höchſten Segen Bei uns bleiben ſtets zugegen, Bis ſich ſchließt der Lebens⸗Lauf. Joh. Riſt, g. 1604, ſt. 1667. Pſ. 147, v. 1.7—11. In bekannter Melodie. 1 802 Lobet den Herren;:“ . C. Denneriſt ſehrfreund⸗ lich. Es iſt ſehr köſtlich, unſern Gott zu loben,: Sein Lob iſt ſchön und lieblich anzuhören. Lobet den Herren:,. 2. Singt gegen einander:,: Dem Herren mit Danken; Lobet ihn mit Harfen, unſern Gott, den werthen;:,: Denn er iſt mächtig und von großen Kräften. Lobet den Herren ,:. 3. Er kann den Himmel:, Mit Wolken bedecken, Er gibt den Regen, wenn er will, auf Erden,:, Er läßt Gras wachſen hoch auf dürren Ber⸗ gen. Lobet den Herren:,, 4. Der allem Fleiſche:, Gibet ſeine Speiſe, Dem Vieh ſein Futter väterlicher Weiſe,:, Den jungen Ra⸗ ben, wenn ſie ihn anrufen. Lobet den Herren Tiſch⸗Lieder. 5. Er hat keine Luſte:, An der Stärk des Roſſes, Noch Wohlgefallen an Jemandes Beinen;:, Ihm ge⸗ falln allein, die auf ihn vertrauen. Lobet den Herren ,:. 6. Danket dem Herren:, Schöpfer aller Dinge. Der Brunnen des Lebens thut aus ihm entſpringen:, Gar hoch vom Himmel her aus ſeinem Herzen. Lobet den Herren:, 7. O Jeſu Chriſte,:,: Sohn des Allerhöchſten, Gib du die Gnade al⸗ len frommen Chriſten,:,: Daß ſie dein Namen ewig preiſen, Amen! Lobet den Herren,. D. Nic. Selneccer, g. 1532, ſt. 1592. Dank und Vertranen anff göttliche reiche Verſorgung. Mel. Herz liebſter Jeſu, was haſt. 1803 obet den Herrn und b.T dankt ihm ſeiner Ga⸗ ben, Die wir aus Gnadn von ihm empfangen haben Jetzt an dem Tiſch und ſonſt an allen Enden, Wo wir uns wenden. 2. Er hat uns an das Licht der Welt lan kommen Und durch die Tauf in ſein Reich aufgenommen, Und läßt uns noch in ſeinem Sohn verkünden Ablaß der Sünden. 3. Durch ſeinen Geiſt er uns ſo wohl regieret, Straft, unterweiſt, er⸗ hält und confirmiret, Auf daß wir feſt im Kreuz, ohn alles Grauen, Ihm könn vertrauen. 4. Er thut auch wohl durch ſeine Engel⸗Schaaren Uns Tag und Nacht vor Leibs⸗Gefahr bewahren, Damit der Feind an uns ſein böſen Willen Nicht mög erfüllen. 5. Zudem er auch all ſeine Kindr ernähret Und ihnen Hilf in ihrer Noth beſcheret, Und läßt gewiß all ihre Feind auf Erden Zu Schanden werden. 6. Derhalben ſeid in Gott getroſt, ihr Frommen; Denn ihr ſollt Schutz und Brodt genug bekommen Und über das na iedem armen Leben Bei Chriſto ſchweben. gü di ſig du Uns 6 9 lſt yanger — ſcch übri dre Aumunſer tbun dein iſt une m Lan wehnde, mſenen Iſ moig p —:. 4 „Nic. Sülnere hai 1r MKerteanen rige iche Verſorgan 1 0. ſas d in ut dantt im 1 den Eyit aus Gumn. en ze haben Jett aui un ir can allen Cdah un cnm. 1at uns an wih hmmen Und dut in E haufgenona h unz en ſeinem Sahre Abl t Sünden. Jhl En vertrnen. 1nut auc ual u En= nren Uns dhr 4* Gefahr beräm der an uns ſin hng Nic arn effülln. 1 Ir In ui 1 rn=nd ihnen in dec lnd 6* 71 bn RrGtn u mn irih —4t gerug hi b u d 4 m b gi d ſcweben 106 — —— —— — 3 1 n azliebſter Jin Ath . T V ande Tiſch 7. Deß danket ihm, ihr Leut, von Herzens⸗Grunde Und bittet ihn des⸗ gleichn zu aller Stunde, Daß er uns nur, als ſeinen lieben Erben, Helf ſelig ſterben. 8. So ſind wir recht an Leib und Seel geneſen Und reich genug in dieſer Welt geweſen, Und haben auch den beſten Schatz gefunden Und über⸗ wunden. L. Ringwald, g. 1531, ſt. 1598. Dank⸗Lied nach Tiſche. Mel. Nun Gott Lob, es iſt vollbracht. gun Gott Lob, wir 180 4. N ſind auch ſatt, Unſer Schöpfer ſei geprieſen, Daß er ſeine Güte hat Uns ſo mildiglich erwieſen; Unſer Hunger iſt vertrieben Und iſt auch noch übrig blieben. 2. Fahre, Herr, mit Segen fort, Füll uns unſern Krug mit Oele, Laß uns auch dein theures Wort, Denn das ſpeiſet unſre Seele; Und erhalt in unſerm Lande Frucht und Feld in gutem Stande. 3. Laß uns ferner ſo viel Brodt, Als uns nöthig iſt, beſcheiden Und uns nicht im Alter Noth, Oder ſon⸗ ſten Mangel leiden, Daß wir nicht un einen Biſſen Unſre Feinde bitten müſſen.— 4. Segne, was an Vorrath bleibt, Segne unſern ſauren Heller, Segne, was ein Jeder treibt, Segne unſre Küch und Keller, Segne uns, an dei⸗ nem Segen Iſt das Wichtigſte gelegen! Fr. Chr. Henrici, g. 1700. Bitte um rechten Gebrauch des täglichen Brodtes. 1 Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind. — Jun Gott Lob, wir ſind 180 5. 3 geſpeiſt, Du haſt uns recht ſatt gegeben, Daß jetzt unſer Leib und Geiſt Wohl erquicket könnte leben, Läſſeſt auch noch übrig haben, ns hintünftig mehr zu laben. „,2. Doch wir leben nicht allein Von dem Brodte, das uns nähret; Es muß ⸗Lieder. mehr zu ſtillen, Daß 1089 und Kraft gewähret: Dieſes iſt das ort der Gnaden, Dadurch du uns läſſeſt laden. 3. Haben wir nun den Genuß Dei⸗ ner Gaben angenommen Mit ver⸗ dammtem Ueberfluß Mehr zum Scha⸗ den, als zum Frommen, So vergib der ſchweren Sünden, Daß ſie uns nicht Ruthen binden. 4. Gib auch Segen an die Hand Nach dem treuen Vaterwillen, Segne das gebaute Land, Unſern Hunger wir an den Nah⸗ rungs⸗Gaben Künftig keinen Mangel haben. 5. Lege denen auch was bei, Die zuweilen gar nicht wiſſen, Wo was her zu nehmen ſei, Ihre Nothdurft zu genießen, Die am Hunger⸗Tuche hadhen Und von Noth und Elend agen. 6. Heb den Brodt⸗Korb manchmal hoch Den Verſchwendern deiner Ga⸗ ben, Daß ſie ſich bedenken noch, Wo man Alles her muß haben, Und mit beſſerem Gewiſſen Deiner hohen Gunſt genießen. 7. Gib der Seele ſolches Brodt Endlich, wenn des Leibes Speiſe In dem Tode nicht mehr Noth, Auf die ſelge Himmels⸗Reiſe, Das uns ewig⸗ lich ergötzet Und in volle Kräfte ſetzet. Erwägung der uns immer näh⸗ renden Gnade Gottes. Mel. Nun freut euch, lieben. 1806 4 un iſt die Mahlzeit — 4 auch vollbracht, Wir haben ſatt gegeſſen. Mein Gott, du haſt es wohl gemacht, Nachdem du zugemeſſen Jetzt Jedem ſein beſcheiden Theil Und miſdiglich vor kurzer Weil Uns alleſammt geſpeiſet. 2. Wie groß iſt deine Freundlich⸗ keit, Wie herrlich deine Güte, Die da verſorgt zu jeder Zeit Den Leib und das Gemüthe! Du Lebens⸗Freund, du Menſchen Luſt, Haſt für uns Alle Rath gewußt Und uns ſehr wohl etwas Höhers ſein, Was uns Stärk gelabet. 69 1090 Tiſch⸗Lieder. 3. Des Himmels Fenſter öffneſt! 4. Ein Arzt iſt uns gegeben. Der du Und ſchenkeſt milden Regen, Du ſelber iſt das Leben: Chriſtus, für ſchließt die Erde auf und zu Und uns eſtorben, Hat uns das Heil gibſt uns deinen Segen; Die Koſt erworben., iſt da auf dein Geheiß: Wen ſollte 5. Sein Wort, ſein Tauf, ſein das zu deinem Preis, O Vater, nicht Nachtmahl Dient wider allen Unfall: bewegen? Der heilge Geiſt im Glauben Lehrt 4. Dem Viehe giebſt du Futter ſatt uns darauf vertrauen. Und ſpeiſeſt auch die Raben, Wenn 6. Durch ihn iſt uns vergeben Die ſie noch bloß, jung, ſchwach und matt Sünd, geſchenkt das Leben. Im Him⸗ An Nahrung Mangel haben. Herr, mel ſolln wir haben, O Gott, wie du thuſt auf dein milde Hand Und große Gaben!. atigeſt das ganze Land Mit großem 7. Wir bitten deine Güte: Wollſt Wohlgefallen. uns hinfort behüten, Die Großen mit 5. Für ſolche Wohlthat wollen wir, den Kleinen; Du kannſts nicht böſe Wie liebe Kinder müſſen, Von gan⸗ meinen. zer Seele danken dir Und unſre Mahl⸗ 8. Erhalt uns in der Wahrheit, eit ſchließen Mit einem Dank⸗ und Gib ewigliche Freiheit, Zu preiſen ob⸗Gedicht: O treuer Gott, ver⸗ deinen Namen Durch Jeſum Chriſtumt ſchnah uns nicht, Laß es dir wohl⸗ Amen! M. L. Helmboldt, z. 1532, ſt. 1598. gefallen!. 66. Vergih uns unſre Miſſetbat Und Um fernere geiſt⸗ und leibliche gib, was wir begehren; Schaff uns, Ernährung o Vater, ferner J ath, Daß wir uns 4 ehrlich nähren; Verleihe künftig gute Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind. Zeit, Gib Nahrung, Fried und Einig⸗ V 1O AMun, wir ſind auch keit, Geſundheit, Heil und Segen! 1808. Ure mal gan, 33 7. Laß endlich bei des Lammes uns Gott vergnügt geſpeiſet Und ver⸗ Tiſch Im Himmelreich uns eſſen, Wo gnügt getränket hat: Seine Güte ſei tauſend Gaben mild und friſch Du gepreiſet! Gott wird ferner unſerm ſelvſt uns wirſt zumeſſen: Da wird Leben Speis und Trank nach Noth⸗ man ſchmecken Freud und Ehr, Und durft geben. wir, Herr, wollen nimmermehr Zu 2. Aich, wenn ja bei unſrer Luſt preiſen dich aufhören. Etwas Sündlichs vorgegangen, Gott, Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. ſo iſt dirs wohlbewußt; Aber laß 1 uns Gnad erlangen Und dem Leib Joh. Fried. II. Herz. zu Sachſen zum Seelen⸗Schaden Seine Koſt nicht Leib⸗ und Tiſch⸗Lied. in ſich laden! 3. Mache deine Vater⸗Treu, So Mel. Wach auf, mein Herz, und ſinge. r am Abend wie am Morgen, Geſen 18 b 7 Mun laßt uns Gott, deine Kinder neu, Die dich laſſen 1L8 S f ur I dem Herren, Dank ſich ſorgen Und in allen ihren Wer⸗ ſagen und ihn ehren Von wegen ſei⸗ ken Sich aus deinem Segen ſtärken. ner Gaben, Die wir empfangen haben! 4. Laß den Wunſch nicht leer von 2. Den Leib, die Seel, das Leben dir; Ja, wir trinken oder eſſen, Ach, Hat er allein uns geben; Dieſelben zu ſo wirke ſtets, daß wir Deiner Liebe bewahren, Thut er nie Etwas ſparen. nicht vergeſſen, Die uns alle Tage 3. Nahrung gibt er dem Leibe; nähret Und viel tauſend Guts be⸗ Die Seele muß auch bleiben, Wie⸗ ſcheret. wohl tödtliche Wunden Sind kommen 5. Reiche deine milde Hand, Lieb⸗ von der Sünden. ſter Vater, auch den Armen, Laß den tmaite fä etm na ac 8 di nt Aüitbeurs ate Selle Nanna ¹ M * din weien grdm. e 4 nt iſ ung 3 2 Lhe. ben ... en, Hat w dl as A vertxden. B6 A Cihn ſt me nn 4 5 9 le d nel.oir aben 8 n a!.den 1 Rit den git ans ir tt behlten, R 1 n St du UmPthſt mei uns in da dirt. a din un DurcJin An. Halnbohdt pin nitre geiſt un Ernühtung Lreſtt deü,i 10 in, wiin S—. NU diemat un Endergnüht eleſeche Ind aänttt hat. Sn ges— Gott wid imnn 8 3 s und TLa n. 1 wenn jn lä m Ei andüchs weumt ſo f„ erlangen Wan 1 n Siu b 4 6 6 1 6 11 — * — . — .,— Z —2 — he — — — —— — —— — — — — — — = F —— = 2— ==— ——— —— — — * —,— —2— = — ——— — — — —— 6 9 s = ſe pue 1=’ uh 4 4 8 1809. mehr beſchert, Als wir zuſammen Tiſch⸗ kümmerlichen Stand Gleichfalls unſer Herz erbarmen, Daß wir ihnen einen Segen Nach Vermögen reichen mögen. 6. Ach, du wolleſt fort und or Uns die rechte Speiſe geben, Gott, dein theures werthes Wort: So wird unſre Seele leben, Bis wir himm⸗ liſch Manna ſpeiſen Und dich, ewig ſelig, preiſen. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Erndte⸗ und Tiſch⸗Lied über die Wunder Gottes bei unſerm täg⸗ lichen Brodte. Mel. Wer nur den lieben Gott. Gott, von dem wir Alles haben, Die Welt iſt ein ſehr großes Haus; Du aber theileſt deine Gaben Recht wie ein Vater drinnen aus; Dein Segen macht uns Alle reich: Ach, lieber Gott, wer iſt dir gleich? 2. Wer kann die Menſchen alle zählen, Die heut bei dir zu Tiſche gehn? Doch muß die Nothdurft Kei⸗ nem fehlen, Denn du weißt Allen vorzuſtehn, Und ſchaffeſt, daß ein je⸗ des Land Sein Brodt bekommt aus deiner Hand. 3. Du machſt, daß man auf Hoff⸗ nung ſäet Und endlich auch die Frucht geneußt: Der Wind, der durch die Felder wehet, Die Wolke, ſo das Land egeußt, Des Himmels Thau, der ‿ Sonnen⸗Strahl Sind deine Diener allzumal. 4. Und alſo wächſt des Menſchen Speiſe, Der Acker ſelbſt wird ihm zum Brodt; Es mehret ſich vielfältger Weiſe, Was Anfangs ſchien als wär 6s todt, Bis in der Erndte Jung und Alt Erlanget ſeinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, was ſoll man erſt bedenken? Der Wunder hier iſt gar zu viel. So viel, als du, kann Nie⸗ mand ſchenken Und dein Erbarmen hat kein Ziel; Denn immer wird uns — Alle werth. Lieder. 1091 geſſen, Was uns dein Segen träget ein; Ein jeder Biſſen, den wir eſſen, Soll deines Namens Denkmal ſein, Und Herz und Mund ſoll lebenslang Für unſre Nahrung ſagen Dank. Casp. Neumann, g. 1648. ſt. 1715. Preis der Fürſorge Gottes von Kindes⸗Beinen an. In eigener Melodie. ingen wir aus Her⸗ 1810. 9 zens⸗Grund, Loben Gott mit unſerm Mund, Wie er ſein Güt uns beweiſt, So hat er uns wohl geſpeiſt; Wie er Thier und ögel nährt, So hat er uns auch beſchert, Welchs wir jetzund habn verzehrt. 2. Lobn wir ihn als ſeine Knecht, Das ſind wir ihm ſchuldg von Recht; Erkenn, wie er uns hat gliebt, Dem Menſchen aus Gnaden gibt, Daß er von Bein, Fleiſch und Haut Artig iſt zuſammengebaut, Daß er des Tags Licht anſchaut. 3. Alsbald der Menſch ſein Leben hat, Seine Küche vor ihm ſteht: In dem Leib der Mutter ſein Iſt er zu⸗ gerichtet fein; Ob es iſt ein kleines Kind, Mangel es doch nirgends findt, Bis es auf die Werlet*) kömmt. 4. Gott hat die Erd ſchön zuge⸗ richt, Läßts an Nahrung mangeln nicht, Berg und Thal, die macht er naß, Daß dem Vieh auch wächſt ſein Gras. Aus der Erden Wein und Brodt Schaffet Gott und gibts uns ſatt, Daß der Menſch ſein Leben hat. 5. Das Waſſr, das muß geben Fiſch, Die läßt Gott tra en zu Tiſch; Eir von Vogeln eingelegt, Werden Junge draus geheckt, Müſſn der Men⸗ ſchen Speiſe ſein; Hirſche, Bär, Schaf, Rindr und Schwein Schaffet Gott und gibts allein. 6. Wir dankn ſehr und bitten ihn, *) Werlet, nach alter deutſcher Sprache ſo viel als Welt. Daher ſingen Andere: auf 6. Wir wollens auch keinmal ver⸗ die Welt herkömmt. 69* — — 1092² Daß er uns geb des Geiſtes Sinn, Daß wir ſolches recht verſtehn, Stets nach ſein Geboten gehn, Seinen Na⸗ men machen groß, In Chriſto ohn Unterlaß, So ſingen wir das Gratias. *7. Das Gratias, das ſingen wir, Herr Gott Vater, wir danken dir, Daß du ſo reichlich haſt geſpeiſt, Dein Lieb und Treu an uns beweiſt; Gi auch das Gedeihn dazu, Unſerm Leib Geſundheit und Ruh, Daß der Feind nicht Schaden thu. D. Nic. Selneecer, g. 1532, ſt. 1592. Tiſch⸗Lieder. daß das offne Herz Auf dein Wort recht merke. Laß den Glauben thä⸗ tig ſein, Hellen Schein Geben durch die Werke. 7. Liebe, Hoffnung und Geduld Laß in uns ſich ſtets vermehren; Was uns gut und ſelig iſt, Wolleſt du uns lehren; Schmücke unſre Seel und Geiſt Allermeiſt Dir zu Preis und Ehren. 8. Dann laß auch den ſchwachen Leib Stärke, Kraft und Nahrung fin⸗ den; Deinen Segen nimm nicht hin Wegen unſrer Sünden. Schlägſt du Wunden, ach, ſo wirſt, Lebens⸗Fürſt, Dank und Bitte um geiſt⸗ und leiblige Ernährung. Mel. Lob ſei dir, gütiger Gott. 1811 Vater, der du bis hieher L. N Uns an Leib und Seel ernähret Und von Jahr zu Jahr uns haſt Täglich Brodt beſcheeret, Herr, durch deine Segens⸗Hand Trug das Land, Was auch wir verzehret. 2. Deines Wortes Manna hat Un⸗ ſer Geiſt gar oft geſchmecket. Täglich haſt du für den Leib Einen Tiſch ge⸗ decket; Du haſt dich zum Schirm ge⸗ macht Und gewacht, Daß uns Nichts erſchrecket. 3. Preis ſei deiner Vater⸗Treu, Die unshat von Kindes⸗Beinen Wohl verſorget und erhört Unſer erſtes Weinen! Wenn wir rufen in der Noth, Läßt du, Gott, Noch uns Hilf erſcheinen! 4. Ach, daß wir ſo blind geweſt Und mit Sünden dich betrübet, Die wir leider allzu oft Wider dich ver⸗ übet, Der du uns gehaſſet nie, Je und je Herzlich uns geliebet. 5. Herr, vergib uns unſre Schuld, Die wir wider dich begangen; Waſch uns ab mit Jeſu Blut, Der am Kreuz gehangen, Und für unſre Miſſethat Willig hat Harte Schläg empfangen! 6. Gib uns ferner deinen Geiſt, Daß er unſern Glauben ſtärke; Schaffe, Du auch ſie verbinden! 9. Du biſt reich genung, o Gott, V Alle Menſchen zu verſorgen; Du gibſt Allen und darfſt nie Was von An⸗ dern borgen, Deine große Güt und Treu Werd uns neu, Vater, alle Morgen! (Bei verharrender Dürre im Som⸗ mer kann hinzugefügt werden.) Wäſſre gnadig unſer Land Und gib früh⸗ und ſpäten Regen, Daß, was noch im Felde ſteht, Wohl ge⸗ deih durch deinen Segen; Aller Augen warten dein, Du mußt ſein Helfer allerwegen. 10. Speiſe, tränke, kleide uns, Der du ſorgeſt für die Raben, Von dem alle Thiere ſonſt Auch ihr Futter haben, Der du ſchmückeſt Blum und Gras, Scheur und Faß Füllſt mit deinen Gaben. 11. Deiner Kinder Seufzen laß, Vater, durch die Wolken dringen Und von deiner Höhe ſtets Neuen Segen bringen: So wird fröhlich und ge⸗ Lied ſingen. 12. Endlich laß uns aus der Welt, Wenn du es beſtimmet, gehen Und zu Jeſu rechter Hand Weiß gekleidet ſtehen, Daß bei dir Geiſt, Seel und Leib Ewig bleib In des Himmels Höhen. — 8 — ͦ— — — — ——— 4— — — ſund Herz und Mund Dir ſein Lob⸗ ſm din? hen Lage en iann, pnn Ge „ do wir 5 4 5 laß auch da tn ih Kraft und Namma en Cn Sge im h 2S ur Sünden(üle Du er ach, ſwirt gtgt du ke e verbindenn Alt Jhen zu vertze Rit Alt mr darſt ni Bam. dert ee n, Deine gohe i d= d uns na. Mrr . 3 N 1S 1 4 w unrrender dimig ☛ hirzugefügt en 1 iandig unſer W gi eind ſpäten gen! wa e m Fee ſeit, 3 deit a einen Segen ll wat in, Du nlſtſa all— 5 iſe, trinte led 186 * uE fir de Kinge all K ſont Luh t datr du ſhmitit ö1 den un den iben„ 1 n.. 8 1 Itu mun 3 hoſtimmet, dnn, —* es beſtinm 1 3 1 r Gih 9 nu ß bei dr ee, gu Se 1 1 1 f An 1 it vih xnun Abend⸗ Lieder. XXXVII Abend-Lieder. Wachen unſeres Herzens auch bei dem Schlafe unter göttlicher Wache. In eigener Melodie. 1 812 bend, heller, als der — 4 Morgen, Weil mein Jeſus bei mir iſt! Gute Nacht, ihr müden Sorgen! Sanfte Ruhe, ſei gegrüßt; Weil mich Gottes Flügel decket Und ſein Auge für mich wacht, Ach, ſo werd ich nicht erſchrecket Vor der ſonſt betrübten Nacht. 2. Kommt, ihr angenehmen Schat⸗ ten, Wieget meine Glieder ein, Daß ſie ihre Kraft erſtatten, Wenn ſie wie eſtorben ſein! Deckt, ihr ſchwarzen Bin terniſſe, Dieſes Tages Fehler zu, Und wenn ich mein Bette grüße, So befördert meine Ruh! 3. Aber du, mein Herze, wache! Denn dein Jeſus klopfet an, Daß er ſich ein Lager mache, Wo er bei dir ruhen kann, Laß die Glaubens⸗Lampe brennen, Geuß das Oel der Andacht ein: So wirſt du den Freund erken⸗ nen, Der will dir zur Seite ſein. 4. Laß mein Opfer dir gefallen, Ewiger Genaden⸗Thron, Höre meines Mundes Lallen Und der Lippen ſchwachen Ton; Ach, durchſtreich mit deinem Blute⸗Des vergangnen Tages Schuld; Schone meiner mit der Ruthe Und erzeige mir Geduld! 5. Treuer Hirte deiner Schafe, Wächter mitten in der Nacht, Decke mich in meinem Schlafe, Gib mir deiner Engel Wacht; Sei du meine Feuer⸗Säule, Daß der arge Feind erſchrickt, Wenn er die vergiften Pfeile Auf mein ſchlafend Herz abdrückt! 8 6. Deine Wagenburg umſchließe Alles, was mir angehört, Daß man Nichts vom Grauen wiſſe, Welches ſonſt die Ruhe ſtört. Laß an unſer Bette ſchreiben; Gottes Kinder ſchla⸗ fen hier, Und Gott wird bei ihnen bleiben. O, wie ſanfte ſchlafen wir! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Abbitte der Sünden: Bitte um göttliche Wache. Mel. Auf, mein Herz, geh mit zu. 1813 Abermals ein Tag ver⸗ 19. ſchwunden Und ein Schritt zur Bahr gebracht; Ach, wie eilen doch die Stunden, Wie vergeht doch Tag und Nacht! Ach, ich will mich auch bei Zeiten Zu der Todes⸗ Nacht bereiten! 2. Ach, die Sünd hat mich ge⸗ ſchändet, Daß ich dieſen lieben Ta Nicht zum Beſten angewendet, Da ich nicht beſtehen mag! Wo Gott ins Gericht will gehen, Ach, ſo kann ich nicht beſtehen! 3. Heilger Vater, ach, verzeihe Meine Fehl nach deiner Güt; Lieb⸗ ſter Heiland, ach, verleihe, Daß mich dein Verdienſt vertritt; Heilger Geiſt, regier die Sache, Daß ich es nicht mehr ſo mache! 4. Höchſte Allmacht, ich bereue Meine Schuld und ſündlich ſein; Ach, erneue und erfreue Mein erſchrockenes Gebein; Sei mir armen Sünder gnä⸗ dig Und mach mich der Strafe ledig! 5. Nun du mir die Schuld verge⸗ ben Und mit deinem Troſt erfüllt, Frag ich Nichts nach Tod und Leben; Doch, wo du mir aber willſt Dieſes Leben noch erlauben, So erhalte mich im Glauben. 6. Hüter, den kein Schlaf noch Schlummer Auf der Wache übereilt, Welchen weder Sorg noch Kummer An der Fürſorge verweilt, Hüt auch heute meine Sache Und beſtelle ſelbſt die Wache. 7. Wächter meines Leibs und Le⸗ bens, Wo du nicht das Haus be⸗ 1094 wachſt, gebens; Wacht der Wächter doch ver⸗ Wo du nicht ſelbſt Anſtalt machſt, Kann der Fürſt der Finſter⸗ niſſen Mich mit ſeinem Garn um⸗ ſchließen. 1 8. Ach, wer kann ihm widerſtehen, Wo du ihn nicht ſelbſten ſchlägſt? Ach, wer kann ihm doch entgehen, Wo du nicht ſelbſt Hand anlegſt? Drum ſei jetzt mein Hort und Stärke Und zer⸗ ſtör des Teufels Werke. 9. Nun wohlan, ich will mich legen, Ach, befiehl der Engel Wacht, Da ſie mich auf meinen Wegen So wie ſonſt, auch heut bewacht, Laß mi deine Hand bedecken Und geſund vom Schlaf erwecken! 10. Soll der Schlaf mein Leben enden, So geſchehe, Herr, dein Will; Denn ich bin in deinen Händen, Laß mich bald in aller Still Auf dem ſanften Seelen⸗Wagen Zu den Aus⸗ erwählten tragen! Demüthigung wegen vieler eitel hingegangenen Tage. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. Abend⸗ ß mich Lieder. will mich nicht bequemen, Daß ich ohne Heuchelei Dir dafür recht dank⸗ bar ſei. 5. Nun, ich komme mit Verlangen, O mein Herzens⸗Freund, zu dir: Neige du dein Licht zu mir, Da der Tag Nunmehr vergangen; Sei du ſelbſt mein Sonn und Licht, Das durch alles Finſtre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen, Die du mir noch gönnen willt; Mein Herz ſei mit dir erfüllt, So wird tichts können quälen; Denn wenn du biſt Tag und Licht, Schaden ch uns die Nächte nicht. 7. Nun, mein treuer Heiland, wache, Wache du in dieſer Nacht, Schütze mich mit deiner Macht, Deine Liebe mich anlache! Laß mich ſelbſt auch wachſam ſein, Ob ich gleich jetzt ſchlafe ein. Levin Joh. Schlicht, g. 1681, ſt. 1723. Bitte um göttliche Bewahrnug. Mel. Lobet Gott, unſern Herren. 1815. Bewahr vuid eat. 1814 2 ch, mein Jeſu, ſieh, k. Mich trete, Da der Tag nunmehr ſich neigt Und die Finſter⸗ niß ſich zeigt, Hin zu deinem Thron und bete. Neige du zu deinem Sinn Auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn geſchwinde, Wie ein Pſeil, Zur Ewigkeit, Und die allerlängſte Zeit Sauſt vorbei, als wie die Winde, Fleußt dahin, als wie ein Fluß Mit dem ſchnellſten Waſſer⸗Guß.. 3. Und, mein Jeſu, ſieh, ich Ar⸗ mer Nehme mich doch nicht in Acht, Daß ich dich bei Tag und Nacht Herz⸗ lich ſuche, mein Erbarmer! Mancher Tag geht ſo dahin, Da ich nicht recht wacker bin. 4. Ach, ich muß mich herzlich ſchä⸗ men: Du erhälſt und ſchützeſt mich ſer finſtern Nacht; Dein Gnade mir vermehre, So über mich hält Wacht; Obſchon der Tag ſich endet, Von mir dennoch dein Güt, Mein Schutz⸗Herr, ja nicht wend, Vor allem Leid behüt. 2. Bewahr, Gott, Die Feſtung der die Nacht nicht quäle Der Sorg un⸗ nütze Zunft, wache, Wenn mein Aug ſchläfet ein, dirs befohlen ſein. Freude Und der Gedanken ſches Will. 4. Bewahr, ben, Die Hoffnung Tag und Nacht ſo gnädiglich, Und ich Daß mich nicht mög meine Seele, Vernunft, Daß mich Mein Herze zu dir Dir trag ich auf mein Sache, Laß 3. Bewahr, Gott, meine Sinne, Die Werkzeug meiner Seel, Daß ich nicht lieb gewinne Der Wolluſt Sün⸗ den⸗Quell. Sei du meins Herzens⸗ Ziel; Von dir mich nicht ableite Des böſen Flei⸗ Gott, meinen Glau⸗ und Geduld, berauben, Die kät bequ i de a — q=— ein* 4. 1la Fi 1m Sch, d nit mi deg de ine drg d wt aiman — d it dir etfll 8 *½ nich 4 können aln, S — — ven atTag und düt ms ochte nich ras Led wanlache Lo ni Jeh. Schlich,nit: dir a döttlict bau . Tobet Gott, unenm 16 འPeralr mi. d 2 3 mein om ſe ſer un Nacht, Nn ver So über nihſh Obſ rr Tag ſchmen den Wn Git, Mien 1 1 Aad, Jer alnbt Kahr, Got, nnee dis 7 g der Veri 44 e de die — 1 eun mein Auh 4 Da iich uf mi dr= len ſn 5 dir ſch — — EXl. rin l — uhr, Gt, 1h — naefiun 7 5 Da dr. nicht nnj 3 —— 1, mein tu it iche du in da St r h nitdeiver an, nicht qulleNanr rit ft, Nen m ahh 3 Pl Wgäde Sünde deiner Huld, Wenns ohn dein Beiſtand wäre, Möcht den finſtern Verſtand Leicht von der Wahrheit kehren Der hölliſch Geiſt zu Hand. 5. Bewahre, Gott, mein Leben, All Krankheit von mir wend; Wenn in Gefahr wir ſchweben, Komm mir zu Hilf behend. Dein Bruſt⸗Stück wohl bewehret Des Frieds und Si⸗ cherheit, Erhalt mich unverſehret In aller Fährlichkeit. 6. Bewahr, Gott, meine Güter, Mein Ban⸗ Hof, Weib und Kind; Du biſt der rechte Hüter, Dir ſie ver⸗ trauet ſind; Auf dein Schutz will ichs wagen Und fröhlich ſchlafen ein, Nach der Welt Liſt Nichts fragen, Durch dein Güt ſicher ſein. D. Joſua Stegmann, g. 1588, ſt. 1632. Bitte, daß Jeſus bei uns bleibe. Mel. Run ſich der Tag geendet. 181 6. Mleib, liebſter Jeſu, Tages Licht verjagt, Damit des Sa⸗ tans Liſt und Macht Nicht meine Seele plagt. 2. Laß mit dem jetzt vergangnen Licht Dein Gnade nicht vergehn, Und wenn des Geiſtes Kraft gebricht, So hilf mir widerſtehn. 3. Denk nicht des Tages Sünd und Schuld, Dadurch ich dich betrübt; Denk, wie du mich mit großer Huld Am Kreuzes⸗Stamm geliebt. 4. Ach, Vater, nimm dein armes Kind In deinen Gnaden⸗Schooß; Und wenn die Angſt mein Lager bindt, So mach mich ſorgenlos! 5. Wenn ich wie todt entſchlafen bin, So wach und laß mich nicht; Gib, daß mein müdes Herz und Sinn Sich träumend zu dir richt. .6. Soferne mirs wird nützlich ſein, So laß, o Herr geſchehn, Daß ich der Sonne goldnen Schein Mag ſredis wieder ſehn. 7. Soll aber, eh die Nacht ver⸗ ſchwindt, Mein Leben untergehn, So Abend⸗Lieder. weil die Nacht Des Daß 1095 laß mich als ein Himmels⸗Kind Vor deinem Throne ſtehn. M. Chriſt. Scriver, g. 1629, ſt. 1693. Um Chriſti Guaden⸗Erleuchtung bei finſtrer Nacht. Ju bekannter Melodie. 181 7 Cbrift, der du biſt der . helle Tag, Vor dir die Nacht nicht bleiben mag; Du leuch⸗ teſt uns vom Vater her Und biſt des Lichtes Prediger. 2. Ach, lieber Herr, behüt uns heut 8 dieſer Nacht vorm böſen Feind nd laß uns in dir ruhen fein, Daß wir vorm Satan ſicher ſein! 3. Obſchon die Augen ſchlafen ein, So laß das Herz doch wacker ſein; Halt über uns dein rechte Hand, Dß wir nicht falln in Sünd und Schand. 4. Wir bitten dich, Herr Jeſu Chriſt, Behüt uns vor des Teufels Liſt, Der ſtets nach unſrer Seele tracht, aß er an uns hab keine Macht. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut, Erworben durch dein theures Blut: Das war des ewgen Vaters Rath, Als er uns dir geſchenket hat. 6. Befiehl deinm Engel, daß er komm Und uns bewach, dein Eigen⸗ thum; Gib uns die lieben Wächter zu, Daß wir vorm Satan haben Ruh. 7. So ſchlafen wir im Namen dein, Dieweil die Engel bei uns ſein. Du heilige Dreieinigkeit, Wir loben dich in Ewigkeit! Mich. Weiß, ſt. 1540. Sonſt: O. Erasm. Alber, ſt. 1553. Der alte Hymnus: Christe, qui Iux es et dies, verdeutſcht. In voriger Melodie. 1 81 8 Chriſte, der du biſt Tag — und Licht, Vor dir iſt, Herr, verborgen Nichts; Du väterli⸗ ches Lichtes Glanz, Lehr uns den Weg der Wahrheit ganz! 12 Wir bitten dein göttliche Kraft, 1096 Abend⸗Lieder. Behüt uns, Herr, in dieſer Nacht; Bewahr uns, Herr, vor lem Leid, Gott, Vater der Barmherzigkeit! 3. Vertteit den ſchweren Schlaf, Herr Chriſt, Feindes Liſt; Das Flei ſch in Büheen reine ſei: So ſind wir eſer e gen frei. 4. So unſre Augen ſchlafen ein, Laß unſre Herzen wacker ſein; Beſchirm uns, Gottes rechte Hand, Und lös uns von der Sünden Band! 5. Beſchirmmer, Herr der Chriſten⸗ heit, Dein Hilf allzeit ſei uns bereit, Hilf uns, Herr Woſt, aus aller Noth Durch dein heilig fünf Wunden roth! 6. Gedent, o Herr, der ſchweren Neit. Darin der Leib efaungen liegt; er Seele, die du haſt erlöſt, Gib, o Herr Jeſu, deinen Troſt! Gott Vater ſei Lob, Ehr und Ler Dabt ihr Preis, Auch ſeinen Sohne gleicher Weis, Des heilgen Geiſtes Gütigkeit, Von nun an bis in Ewigkeit! Wolfg. Meußlin, g. 1497, ſt. 1563. Saufte Ruhe in Jeſu Armen und beſtündigem Andenken. In bekanuter Melodte. 18 1 9. Der goldnen Sonnen Lauf und Pracht Hat mun den Tag vollführet; hat ſich zur Ruh gemacht: Thu, Seel, was ſich gebühret; Tritt an des Him⸗ mels Thür Und bring ein Lied her⸗ fuͤr, Laß deine Augen, Herz und Sinn Auf Jeſum ſein gerichtet bin! 2. Ir hellen Sterne, leuchtet wohl Und glänzt mit Licht und Strahlen, Ihr macht die Nacht der Pracht ſo voll;, Scheint heller in mein Herz Die ewge — Himmels⸗Kerz, Mein Jeſus, meiner mein Ihr mni den Augen, 3. Der Schlaf herrſcht jetzo in der Nacht Bei Menſchen und bei Thie⸗f Ruhm, Mein Schatz, mein Eigenthum. Seele Schuttz, uns nicht chad des Da icht ſche Jeſus wache nicht allein. ren; wacht, Bei dem bein Schlaf zu ſpü⸗ ren: Es ſhummer Jeſu, nicht Dein Aug, auf mich gericht; keine Noth, Doch noch zu tauſend Malen de will ich mich befehlen: Laßt es nur. gel ſtarke Wacht Hält es it. guter Schutz; feln Trutz! deine Bruſt, Die Welt Luſt, Die aus der Seiten Wunden Doch Einer iſts, der droben Drum Joll mein Herz auch wachend ſein, Daß 4. Verſchmähe nicht das ſchlechte Lied, Da⸗ ich dir, Jeſu, Knne J meinem Herzen iſt tenn Fried, Bis ich es 5 dir bringe. Ich bringe, was ich kann: Ach, nim es gnädig an! Es iſt doch berzlich gut gemeint, O Jeſu, du mein Seelen⸗Freund! 5. Mit dir will ich zu Bette gehr, Du wirſt, mein Schuß⸗Herr, auf mich ſehn Zum Beſten meiner Seelen. In fürchte Ja ſelbſten nicht den Tod⸗ Denn wer mit Jeſu ſchlafen geht Mhi Freuden wi unr dder ent. Ihr Höllen⸗Geiſter, packet eucht Nichts zu ſchaffen. Dieß Haus gehört in Jeſu Reich, ſicher ſchlafen: Der En⸗ Acht; Ihr Heer und Lager iſt ſein Drum ſei auch allen Teu⸗ 7. So will ich denn nun ſchlafen ein, Jeſu, in deinen Armen: Mein Dech ſoll dein Gnade ſein, Mein Lager dein Erbarmen, N dein Kiſſen Mein Traum die ſüße fleußt Und dein Geiſt in mein Herze geußt. 8. So oft die Nacht mein Ader ſchlägt, Soll mein Geiſt dich umfan⸗ gen; So vielmal ſich mein Herz be⸗ wegt, Soll dieß ſein mein Verlangen, Daß ich mit lautem Schall Mog ru⸗ fen überall: Ach, Jeſu Jeſu, du biſt mein, Und ich undh ſden und bleibe eine h. Nun, matter Leib, gib dich zur Ran Und ſchlafe ſanft und ſtille, ſchließt euch zu Denn das iſt Gottes Wille; Doch ſchließt auch dieß mit ein: Herr Jeſu, 3Däler Geft, d ch bin dein! So iſt der Schluß recht wohl gemacht. Nun, Jeſu, Jeſu, gute Nacht! M. Chr. Scriver, g. 1629, ſt. 1693. Am Sonnabende. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meines Lebens. 1820 Der lette Wochen⸗Tag 2᷑ iſt hin, Dafür ich dir verbunden bin. Du biſt mein Gott, das A und O, Und deine Weisheit ſchafft es ſo. 2. Der Anfang war mit dir ge⸗ macht, Mit dir iſt auch das End vollbracht; O habe Dank für deine Treu Und ſteh auch in der Nacht mir bei! 3. Die Menge meiner Sünden ſchreckt, Ich habe deinen Zorn er⸗ D weckt; Doch löſch ihn nur in Chriſti Blut, So iſt mein Herze wohlgemuth. 4. Laß meine Sünden ferne ſein; Du aber kehre bei mir ein; Dein Herz degleite mich zur Ruh Und decke mich mit Liebe zu. 5. Der Fürſt der Finſterniß ſtellt ſich In ſeiner Rüſtung wider mich; Ich halt ihm nur dein Kreuze für, Bald ſchreckt ihn dieſes Siegs⸗Panier. 6. Gib, daß ich mich bereiten mag; Denn morgen iſt des Herren Tag, Daß ich auch geiſtlich auferſteh Und meinen Kirchweg fröhlich geh.. 7. Der Feierabend kommt herbei, Wer weiß, wie nah mein Ende ſei. Das Ende dieſer Woche ſpricht: O Menſch, vergiß dein Ende nicht! 8. Wohlan, mein Glaube hält dich feſt, Und wenn der Tod mich rufen ſäßt, So bin ich dennoch wohlgemuth; Denn Ende gut, macht Alles gut. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Am Sonntage. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1821 Der Säbbah ſit wexgan ! gen: Ich habe mein Verlangen Nach Herzens⸗Wunſch er⸗ füllt; Gott hat mich unterweiſet, Abend⸗Lieder. 1097 Mit Lebens⸗Brodt geſpeiſet und mei⸗ ner Seele Durſt geſtillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Her⸗ zen; Drum leg ich ohne Schmerzen Auch meinen Leib zur Ruh; Denn allen Sünden⸗Schaden Deckt Jeſus nun in Gnaden Mit ſeinem Purpur⸗ Mantel zu.. 3. O du dreieinigs Weſen, Mein Geiſt iſt ſchon geneſen, Weil ich dein Tempel bin. Ich habe Licht vom Lichte, Dein leuchtend Angeſichte Treibt alle Finſterniſſe hin. 4. Du wirſt ſchon bei mir wachen Und eine Sonne machen Auch mitten in der Nacht, Bis bei den Cherubi⸗ nen Ein Sonntag iſt erſchienen, Der alle Nacht zu Schanden macht. 5. Ich ſchlafe ganz vergnüget; enn wo mein Herze lieget, Da iſt der Engel Heer. Mich ſtört kein Welt⸗Getümmel, Es träumt mir nur vom Himmel: Ach, wer doch nur bald droben wär! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um geiſt⸗ und leibliche Ruhe in der Nacht. In eigener Melodie. 0 Jer ſchwarze Flügel trü⸗ 822. 2 ber Nacht Will Alles überdecken; Doch dieß, was Gottes dnger macht, Bringt mir geringen chrecken. 2. Es weichen mit nächtlicher Ruh Zugleich viel Angſt und Sorgen, Und gar in einem ſchnellen Nu Erſcheint ein neuer Morgen. 3. Mein Jeſu, bleib mein klares Licht, Entzünd in meinem Herzen, Wenn mir der Sonnen Glanz ge⸗ bricht, Der Andacht reine Kerzen. 4. Beſchütze meinen Leib und Geiſt Durch deines Heeres Wache; Daß dieß, was Feind und Teufel heißt, Mich nicht zu Schanden mache. 5. Laß gegen mich ſich Schlaf und Tod Zuſammen nicht verbinden; Laß keine Krankheit, Angſt und Noth Sich um mein Lager finden. mrene— 4 8 4—— 2 2 558 295 8 „ 3 3 8 4n 8—y 8— 2.“ e⁴⁴—ẽäͤ 4—**— —=———— 28 ſſ——— 8 1 — ö——“——*— 4—— ———— 9 4— ———— 2——— 4— —. 3 8— . r —— 2——— 8 — 1.— e—— ————— 4— 8 4——————— 8e —— 1098 6. Hilf, daß nicht eitlen Kummers Wahn Mir Mark und Herze nage Und dieß, was ich nicht haben kann, Mich nicht vergeblich plage. 7. Hilf, daß die weiche Lagerſtatt Sich nicht zu Dornen mache; Wohl dem, der dieſen Wahlſpruch hat: Herr, führe meine Sache! 8. Laß durch die Ruh ſich neue Kraft In Geiſt und Adern rühren Und deines Segens Eigenſchaft Mich auch im Schlafe ſpüren. 9. Doch laß den Schlaf zu rechter Zeit, Auch wie die Nacht verſchwin⸗ b den Und mich in reiner Freudigkeit Das neue Licht empfinden. 10. So will ich mich, ſo viel ich kann, Der Erde ſtets entreißen, Dich ehren und auch Jedermann Zu die⸗ nen mich befleißen. rauch ſein, Ich will es dir verbren⸗ nen Und ohne Heuchelei und Schein Dich Herr, mich Diener nennen. 11. Mein Herze ſoll dein Weih⸗ C. H. v. Hoffmannswaldau, g. 1618, ſt. 1679. Alter kurzer Abend⸗Segen. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 1823. 0 49 Kagdie tjesagei hervorgeht: Gott ſei gebenedeiet, Der uns beſchützet hat, Durch ſeine milde Güte Erhalten Leib und Seel; Gott woll fortan behüten Vor allem Un⸗ gefälll. 2. Nichts iſt auf dieſer Erden, Das da beſtändig bleibt; Allein die Güt des Herren Währet in Ewigkeit, Steht allen Menſchen offen; Gott läßt die Seinen nicht: Drauf ſetz ich all mein Hoffen, Mein Troſt und Zu⸗ verſicht. 3. Dem hab ich mich ergeben In dieſer argen Welt. Es iſt des Men⸗ ſchen Leben Wie ein Blum auf dem Teld: Des Morgens in dem Thauen Sind ſie gefärbet ſchön, Bald werdn ſie abgehauen, Verderben von Stund Abend⸗Lieder. 4. Vergib mir, lieber Herre, Mein Sünd und Miſſethat; Ich hab geſün⸗ digt ſehre, Und bitte, Herr, um Piün⸗ Wenn du mir wolltſtzuſchreiben Mein Sünd und auch mein Schuld, Wo ſollt ich vor dir bleiben? Den Tod hätt ich verſchuldt. 5. Ach, Herr, ſei mir genädig, Das bitt ich allermeiſt, Mach mich von Sünden ledig; Gib mir den heilgen Geiſt, Der mich weiſe und lehre, Der mich leite und führ, Auf daß ich nim⸗ ermehre Gotts Weg und Steg ver⸗ ier. 6. Mein Leib und auch mein Seele, Was du mir haſt vergönnt, O Herr, ich dir befehle In dein göttliche Händ. Ach, Herr, ſei mir genädig Durch dein Barmherzigkeit; Laß mich nicht werdn unſelig, Gib mir den heilgen Geiſt! 7. Aus meines Herzens Grunde Sag ich dir Lob und Dank In dieſer Abend⸗Stunde, Dazu mein Leben⸗ lang, O Gott, für deine Güte, Zu Ch⸗ ren deinem Nam. Gott woll fortan be⸗ hüten, Daß wir nicht zweifeln dran. — Paul Oderborn, um ¹590. Gutes Einſchlafen auf Chriſti Blut. Mel. Was Gott thut, das iſt. 2 2 3. In deine Wunden bett ich mir. deine Liebe mein Panier, So ſah ich mit Vergnügen. Dein Schatten anl. macht, Daß dieſe Nacht Ohn einzige Ach, laß mich ſanfte liegen! Iſt ), laß mich ſanf Enl M hn din a Wwdu Q cei uduate 17 pn Wmain ih ahle J dgeitn. ſei mir erün ſi 3 igkei Lum . wir da tſit s meines hen. 8 ir Lob un dur ARFnnde, Dauner Ia Jott für deimteg nnam. 4 dt raß wir nict ziſn Paul dtem. b da Einſchlin nli Vlut. „Was Got aſi 1 er u 57 voch nägſe v⸗ n E 1 1 Ra Mit Segen n 1 J ud Sel 1 ä3 45 h ngegen ſohn 1 ſſethat 5 n 1 sfür mich ig dh G langen.- 6 3 1 lsn 118 ig wr 1 Auf ſennn dg 1 deine Aune c, Beſchwerden Mir muß zum Tage erden. nes Komm, drücke mir die Augen zu; Doch laß mein Herze wachen, Da⸗ mit ich nicht des Leibes Ruh Zur Sünde möge machen. Träumt etwa mir, So ſeis von dir, Damit dich meine Sinnen Auch ſchlafend lieb W gewinnen.. 5. Die Starken Salomons gib mir Zur Rechten und zur Linken, Auf daß ſie um mein Bette hier, Wie Dothans Lager, blinken: So wird der Feind, Der Arges meint, Mit ſeinen Finſterniſſen Von dannen fliehen müſſen.. 1 6. Mein Weib und Kind(Leib und Seel), Mein Hab und Gut Befehl ich deinen Händen; Laß ſich Berau⸗ bung, Mord und Gluth Von unſerm Haupte wenden. Deck unſre Ruh mit Segen zu, Daß uns kein Feind er⸗ ſchrecke, Auch Krankheit nicht erwecke. 7. Soll aber dieſe Nacht der Tod Des Schlafes Bruder werden, So mache mir nach aller Noth Ein Bettlein in der Erden. Auf Chriſti Blut Entſchläft ſch ſchs gut; Drum laß mich dieß er⸗ werben Im Leben und im Sterben! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Geiſtlich betrachtete Umſtände der Nacht. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. 1825 De Tag iſt hin: Mein ◻ Geiſt und Sinn Sehnt ſich nach jenem Tage, Der uns völlig machen wird Frei von aller Plage. 2. Die Nacht iſt da: Sei du mir nah, Jeſu, mit hellen Kerzen: Treib der Sünden Dunkelheit Weg aus meinem Herzen! 3. Der Sonnen Licht Uns jetzt ge⸗ bricht: mit deinem Licht hervor, Mir zur Freud und Wonne! 4. Des Mondes Schein Fällt nun berei Die Finſterniß zu mindern daß nichts Veränderlichs Mei⸗ Abend⸗ O unerſchaffne Sonne, Brich Lieder. 1099 5. Das Sternen⸗Heer Zu Gottes Ehr Am blauen Himmel flimmert: Wohl dem, der in jener Welt Gleich den Sternen ſchimmert! 6. Was ſich geregt Und vor be⸗ wegt, Ruht jetzt in ſeinen Werken: Laß mich, Herr, in ſtiller Ruh Dein 2 ie Mt,nen he 1gee . Ein Jeder will Bei ſolcher Still Der ſüßzen Ruhe pflegen: Laß die Un⸗ ruh dieſer Zeit, Jeſu, bald ſich legen! 8. Ich ſelbſt will auch Nach mei⸗ nem Brauch Nun in mein Bettlein ſteigen: Laß mein Herz zu deinem ſich Als zum Bettlein neigen. 9. Halt du die Wach, Damit kein Ach Und Schmerz den Geiſt berühre; Sende deiner Engel Schaar, Die mein Bettlein ziere. 10. Wann aber ſoll Der Wechſel wohl Der Tag und Nächte weichen? Wann der Tag anbrechen wird, Dem kein Tag zu gleichen. 11. In jener Welt, Da dieſe fällt, Die Zion noch machtweinen, Soll noch heller ſiebennal Mond und Sonne einen. 12. Alsdann wird nicht Der Son⸗ nen Licht Jeruſalem verlieren; Denn das Lamm iſt ſelbſt das Licht, Das die Stadt wird zieren. 13. Halleluja! Ei, wär ich da, Da Alles lieblich klinget, Da man ohn Abwechſelung Heilig, heilig ſinget! 14. O Jeſu, du Mein Hilf und Ruh, Laß mich dahin gelangen, Daß ich mög in deinem Glanz Vor dir ewig prangen! J. Anaſt. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. — Um Jeſu Dableiben, weil der Tag dahin. In eigener Melodie. Oder: Die Sonn hat ſich mit. 4 er Tag iſt hin, Mein 1826. D Jeſu, bei mir bleibe, O Seelen⸗Licht, der Sünden Nacht vertreibe! Geh auf in mir, Glanz der Gerechtigkeit! Erleuchte mich, Ach, nen Lauf mög hindern! Herr, denn es iſt Zeit! — 1100 Abend⸗Lieder. 2. Lob, Preis und Dank ſei dir, mein Gott geſungen! Dir ſei die Ehr, daß Alles wohl gelungen Nack deinem Rath, ob ichs gleich nicht verſteh; Du biſt gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur Eines iſt, das mich em⸗ pfindlich quälet: Beſtändigkeit im Gu⸗ ten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzens⸗Kündiger! Ich ſtrauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib es, Herr, was mir ſagt mein Gewiſſen, Daß ich noch werd ſo oft von dir geriſſen! Es iſt mir leid, ich ſtell mich wieder ein: Da iſt die Hand! Du mein, und ich bin dein. 5. Iſraels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, Zu meinem Troſt dein ſiegreich Schwerdt umgürte, Be⸗ wahre mich durch deine große Macht, Wenn Belial nach meiner Seele tracht! 6. Du ſchlummerſt nicht, wenn matte Glieder ſchlafen: Ach, laß die Seel im Schlaf auch Gutes ſchaffen! O. Lebens⸗Sonn, erquicke meinen Sinn! Dich laß ich nicht, mein Fels: Der Tag iſt hin. Joach. Neander, g 1640, ſt. 1680. Der Kinder Abend⸗Lied. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1 827 Der Tag iſt nun zu 1IO. ◻☚ Ende; Drum heb ich Herz und Hände Zu dir, mein Schöpfer, auf Und preiſe deine Güte Mit fröhlichem Gemüthe; Mein Danken ſteigt zu dir hinauf. 2. Du haſt mir Kleid und Speiſe Nach väterlicher Weiſe Und andres Gut beſchert; Du haſt an dieſem Tage Schmerz, Krankheit, Noth und Plage In Gnaden von mir abge⸗ kehrt. 3. Du haſt es meiner Seelen, Mein Gott, nicht laſſen fehlen An gutem Unterricht; Dein Wort, das ich gehöret, Hat treulich mich ge⸗ [lehret, Was dein Befehl und meine Pflicht. ch V 4. Ach, hätt ich nur mein Leben Mit eifrigem Beſtreben Nach deinem Wort geführt! Ach, aber mein Ge⸗ wiſſen Wird leider zeugen müſſen, Daß nicht geſchehn, was ſich gebührt. 5. Drum fall ich dir zu Fuße Mit Zuverſicht und Buße: Vergib mir meine Schuld, Vergib, was ich ver⸗ ſehen, Laß Gnad für Recht ergehen Und trage doch mit mir Geduld! 6. Schließ mich in deine Armen Und decke mit Erbarmen Mich, dein Geſchöpfe, zu. In meines Jeſu Wun⸗ den Hab ich mein Bettlein funden: Hier ſuch und find ich meine Ruh. 7. Laß meine Eltern leben, Erfreue ſie daneben Durch meine Frömmig⸗ keit. Wir legen uns nun nieder, Er⸗ weck uns morgen wieder, Zu deinem Lob und Dienſt bereit. D. J. J. Rambach, g. 1693, ſt. 1735. In Jeſu beglückte Nacht. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. 1828 ie Nacht iſt da, Ach, . ☛ pleib mir nah, Du unerſchaffne Sonne! Geh in mei⸗ nem Herzen auf, Herzens⸗Freud und Wonne! 2. Ich lobe dich Herzinniglich Mit hocherhabner Stimme. Ach, entzünde mein Altar, Daß das Herze glimmel 3. Sprich mich auch los„Die Schuld iſt groß, Viel Unrecht iſt ge⸗ ſchehen. Laß mich jetzt und allezeit Dein Erbarmen ſehen. 4. Schleuß mir zur Ruh Die Au⸗ gen zu, Du Auge meiner Seele! Ich bin wie dein Täubelein, Sei du meine Höhle. 5. Du Himmels⸗Schatz, Vergönn mir Platz In deines Schutzes Ar⸗ men; Faſſe mich mit Seel und Leib, Herr, in dein Erbarmen! 6. Wenn in der Nacht Dein Auge wacht, Du Herr der Cherubinen, So — — — d e uh mtm 3 Ung Hrnit Eberna 6 dn) men Rtinn. die Kend fid ih un meine Gltenae g ſe=e Durh ni a kit Logen uns mmne⸗ ved e ruorgen wih gäa Loh jenſt beäit J. J. Randatz h 5 rich in du ba m eeiu Wiitt *” Traurigtei, te 1 C. ie las ul un — 4„Dn auf, Hehn — 5 3 7 Mu muß auch ein harter Stein Uns zum iſſen dienen. ſi Sei du in mir Und ich in dir, Du Herr der Tag und Zeiten, So hab ich recht ſüße Ruh, Herr, in dei⸗ ner Seiten. 8. Ich bitte dich, Gedenk an mich ett und am letzten Ende; Ich be⸗ ehle meinen Geiſt, Herr, in deine Hände! Gottf. Kleiner, g. 1691, ſt. 1761. Durch Chriſti Blut getilgte Rechnung der Sünden des Tages. In eigener Melodie. 1829 Die Nacht iſt vor der 22 Thür Und liegt ſchon auf der Erden: Mein Jeſu, tritt her⸗ für Und laß es lichte werden! Bei dir, o Jeſu mein Iſt lauter Sonnen⸗ ſchein.. 1 Ich habe dieſen Tag Viel Eitel⸗ keit getrieben; Du haſt den Ueber⸗ ſchlag Gemacht und aufgeſchrieben; Ich ſelber ſtelle mir Die ſchwere Rech⸗ nung für. 3. Soll meine Sünde mir Nun aufgeſchrieben bleiben, So bitt ich, du wollſt ſe Mit deinem Blute ſchreiben; Denn dieſe Schrift allein Schreibt feine Schulden ein. 4. Soll etwa meine Schuld Wo angeſchrieben ſtehen: Da ſteht jetzt Gottes Huld, Die kann mir nicht entgehen; Dein roſinfarbnes Blut Nacht alle Rechnung gut. 5. Wohlan, ich lege mich In dei⸗ nem Namen nieder Und morgen ruf ich dich Zu meiner Arbeit wieder; Denn du biſt Tag und Nacht Auf meinen Nutz bedacht. 6. Ich wünſche nur von dir, Nicht von der Welt zu träumen; Drum bitt ich, wollſt du dir Mein ganze Seel einräumen: Ach, heiße meinen Geiſt Nur träumen, wer du ſeiſt! 7. Ich ſchlafe, wache du! Ich ſchlaf in deinem Namen: Sprich du zu mei⸗ ner Ruh Ein kräftig Ja und Amen! Und darum ſtell ich dich Zum Wäch⸗ er mich. 1 ter üb Abend⸗Lieder. 1101 8. Ich ſchließ die Augen zu, Weil Jeſus mich bewachet; Ich ſchlaf in guter Ruh, Bis mich das Licht an⸗ lachet. Mein Jeſu, halte Wacht, Mein Jeſu, gute Nacht! D. Casp. Ziegler, g. 1621, ſt. 1690. Sonſt: M. P. Weber, g. 1625, ſt. 1696. Alter allgemeiner Abend⸗Segen. In eigener Melodie. Oder: Herzliebſter Jeſu was haſt. 1 830 Die Nacht iſt kommen, —* drin wir ruhen ſol⸗ len: Gott walts zu Frommen nach ſeinm Wohlgefallen, Daß wir uns legen, in ſeinem Gleit und Segen Der Ruh zu pflegen. 2. Treib fern von uns, Herr, die unreinen Geiſtes, Haltdie Nacht⸗Wache, ſei ſelbſt unſer Schutz⸗Herr. Schirm Beid, Leib und Seel, unter deine Flügel, Send uns dein Engel! 3. Laß uns einſchlafen mit guten Gedanken, Fröhlich aufwachen und von dir nicht wanken; Laß uns i Züchten unſer Thun und Dichten Zu deinm Preis richten. 4. Pfleg auch der Kranken als dei⸗ ner Geliebten; Hilf den Gefangnen, tröſt auch die Betrübten; Pfleg auch der Kinder, ſei ſelbſt ihr Vor⸗ münder; Des Feinds Neid hinder. 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiſet! Dein Reich zukomme, dein Will werd beweiſet; Friſt unſer Leben; wollſt uns die Schuld vergeben; Er⸗ lös uns! Amen! Böhmiſche Brüder. Abend⸗Opfer um Jeſu Erleuchtung und Bedeckung. Mel. Nun ſich der Tag geendet. ie ſchwarze Nacht zieht 1 831. D ihren Flor Um unſer Schlaf⸗Gemach: Der Himmel führt dstemnen Ghor Dem blaſſen Monde nach. 2. Nur du, mein Veſu⸗ bleibeſt Licht, Wenn Alles dunkel iſt: Dein Gnaden⸗Glanz verfinſtert nicht, Iſt gleich die Sonn zu Rüſt. 110² 3. Ach, aber, was furFinſtermif Erblick ich doch in mir! ein ſünd⸗ lich Herze ſtellt gewiß Die ſchwärzſte Nacht mir für. 4. So oft ich dieſen Tag vollbracht, Was dich betrüben kann, So ofte ficht der Höllen Macht Mich im Ge⸗ wiſſen an. 5. Doch weiche darum nicht von mir, Du Gnaden⸗Sonne du, Ich ſage dir, mein Gott, hinfür Ein neues Leben zu zu. 6. Die Abend⸗Röthe weiſet mich Auf dein vergoßnes Blut, Dieß bring ich, Herr, in Reu vor dich, Es machet Alles Lit 7. Schleuß mich in deine Armen ein, Dein Herz liß meinen Pfühl, Dein Auge meine Decke ſein, Wenn ich mich legen will. 8. Schaff, daß mein Herze zu dir wacht, Wenn ſich das Auge ſchließt, Daß mich dein Geiſt die ganze Nacht In ſüßen Träumen küßt. 9. Gib, daß die Morgen⸗Röthe mich Friſch und geſund erweckt, Da⸗ mit mein Herz von Neuem dich In deiner Güte ſchmeckt. 10. So geh ich auf mein Bette zu, Wer weiß, wann in das Grab? Drum hilf, Daß ich die letzte Ruh Stets in Gedanken hab. 11. Ihr Engel, kommt, deckt mei⸗ Abend⸗Lieder. deine Hand und hoch berühmte Macht Haſt unverletzt und frei hindurch ge⸗ bracht.. 3. Vergib, wo ich bei Tage ſo ge⸗ lebet, Daß ich nach dem, was finſter iſt, geſtrebet; Laß alle Schuld durch deinen Gnaden⸗Schein In Ewigkeit bei dir verloſchen ſein. 4. Schaff, daß mein Geiſt dich un⸗ gehindert ſchaue, Indem ich mich der trüben Nacht vertraue, Und daß der Leib Auf dieſen ſchweren Tag Sich ſeiner Kraft fein ſanft erholen mag. 5. Vergönne, daß der lieben Engel Schaaren Mich vor der Macht der Finſterniß bewahren, Auf daß ich vor der Liſt und Tyrannei Der argen Feind Im Schlafe ſicher ſei. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken Und in die Ruh des mit deinen Augen an Auf daß ich Licht im Tode nehmen kann. 7. Und laß hernach zugleich mit allen Frommen Mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, Da du uns haſt den großen Tag beſtimmt, Dem keine Nacht ſein Licht und Klar⸗ heit nimmt! D. Joſua Stegmann, g. 1588, ſt. 1632. Um der Engel Schutz wider des nen Ort Mit eurer Flügel⸗Wacht; ch ſchlafe ſchon, doch noch ein Wort: Mein Jeſu, gute Nacht! Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 1737. Andenken der künftigen Todes⸗ Nacht. Mel. Der Tag iſt hin mein. 1832 Die Sonn hat ſich mit Mihrem Glanz gewen⸗ det Und, was ſie ſoll, auf dieſen Tag vollendet; Die dunkle Nacht dringt allenthalben zu, Bringt Menſchen, Vieh und alle Welt zur Ruh. 2. Ich preiſe dich, du Herr der Engel Nächt und Tage, Daß du mich heut Satans Trutz. Wel. Valet will ich dir geben. 1833 Die Sonn hat ſich ver⸗ VUkrochen Ins tiefe Meer hinein: Es iſt ſchon angebrochen Der bleiche Monden⸗Schein. Am Himmel läßt ſich ſehen Das blanke Sternen⸗ Heer; Die Fiſcher laſſen ſtehen Das aufgeſchwellte Meer. 2. Das Feld beginnt zu ſchlafen, Mit Winden zugedeckt: Die bei den ſtreckt; Drum will ich auch zu Bette Mit mattem Leibe gehn. Ach, Herr, ach, komm und rette, Laß mich die gel ſehn. 3. Dieſelben laß mit Schaaren, vor aller Noth und Plage Durch Wie ſtarke Reiterei, Mich um und m n. Rim di la i nic aührr die tiefen Grabes ſtrecken, So blicke mich in hie an hrich itafer um L t K Hart Hirten Schaafen, Die liegen ausge⸗ — — = — — = = — ——— ——— d nt fein ſmit 1 rgönne, daß Ria i mrabes ſtrei atznt lo en Augen u li h 1 1 Tdde nemamn dd uß ſmues 3 Prommen Mä u Im en Lebens imn ite oill ich ſanfte ſchliezen Mein Augen⸗ 1 11 1 t den guißa en. 1 rn Nact ſchhe Iit utl Satan dmd 4. Lals vlüns =— GSsit ſten annt 8e Nonder⸗Shi 1 1 4 7 — as Fed b d Drum vlg aten Lde n am ud rih d eſua Steznan„i arr Engel Steh nn 3,, emiim 9. Vhrcte pt 1 V jain Zinden zugeln Wön ai bewahren Vor allem Jammer 93 Der Teufel geht und brüllet aufgeſperrtem Schlund, Sein Grimm wird nicht geſtillet, Er wür⸗ get alle Stund. 4. Er trachtet mich zu freſſen Mit Leib, Seel, Haar und Haut; Doch wirſt du nicht vergeſſen Mich, deine liebe Braut. Ich wickle mich mit Glauben In deine Wunden ein, Ob unterdeß gleich ſchnauben, Die mir zuwider ſein. 5. Ich ruh in Jeſu Händen, Mit Liebe zugedeckt, So bin ich aller En⸗ den Vor Unglück unerſchreckt. Nun lieder zu. Ach, Herr, laß auf mich fleßen Die lang⸗gewünſchte Ruh! 6. Laß mich fein ſicher liegen, Breit über dieſes Haus, Als über einer Wiegen, Die Gnaden⸗Flügel aus; Laß mich geſund erwachen Und frohlich auferſtehn: So ſoll mein Mund mit Lachen Zu deinem Lobe gehn! Kurzes Abend⸗Opfer. Mel. Chriſt, der du biſt der helle. 183 4 Die Sonne wird mit 1 ihrem Schein Ein leine Weile von uns ſein. O Gott, du unbegreiflichs Licht, Von deinen Kiadern weiche nicht! 2. Zu dir ſteht unſre Zuverſicht, Auf dich iſt unſer Herz gericht; Du biſt allein der rechte Mann, Der uns vor Feinden ſchützen kann. 3. Der Feinde haben wir ſehr viel, Die auf uns ſchießen, wie zum ziel; Wo du uns ziehſt ab deine dand⸗ Gerathen wir in Sünd und Schand. 4. Wir opfern dir uns ganz und ar⸗ O Vater, nimm heut unſer wahr, Daß uns ja nicht der rothe Drach Mög ſtürzen in groß Ungemach. 5. Erhör in Chriſto unſre Bitt Und theil uns deinen Segen mit. Gib, daß in deiner Gütigkeit Wir bleiben mögen allezeit. Abend⸗Lieder. 1103 6. Nimm unſer Abend⸗Opfer auf, So lang wir führen unſern Lauf, Durch Jeſum Chriſtum, deinen Sohn, Der mit dir herrſcht im Himmels⸗ hron! M. Weiß, ſt. 1540. Am Sonntage Mel. Was Gott thut, das iſt. rmuntre dich, getauf⸗ 1835. E ter Chriſt, Bei dieſen Abend⸗Stunden Und denke, daß vor kunzer Friſt Ein ſolcher Tag verſchwun⸗ den, Dran Licht und Recht Durch Gottes Knecht Erbaulich ward ge⸗ lehret, Wo du nur zugehöret. 2. Haſt du auf Gottesfurcht gedacht, Die dir ward angeprieſen? Der Liebe Jeſu Platz gemacht, Dahin du biſt verwieſen? Haſt du vertraut, Auf Gott gebaut In allen deinen Wer⸗ ken? Du wirſt dich leichtlich merken. 3. Beſprich dich jetzo ſelbſt mit dir, Vielleichte wirſt du inne, Daß du nach dieſer Welt Begier Und ihrem eitlen Sinne, Wie Fleiſch und Blut Es ſanfte thut, In Wolluſt haſt ge⸗ wandelt Und groblich mißgehandelt. 4. Ach ja, mein Gott, es iſt ſehr viel Des Guten unterlaſſen; Das Böſe war nur ſtets mein Ziel Und was ich ſollen haſſen, Das iſt ge⸗ than; Drum klagt mich an Mein bangſames Gewiſſen; Hier ſollten Thränen fließen. 5. Doch, treuer Gott, vergib die Schuld Gehäufter Miſſethaten, Er⸗ weiſe fernere Geduld, Es wird noch einſt gerathen, Daß deine Hand Ein gutes Land Aus meinem Herzen bauet, Darauf man Früchte ſchauet. 6. Indeſſen dank ich inniglich Aus wahrem Seelen⸗Grunde, Daß du die Meinen, ſo wie mich, Bis noch auf dieſe Stunde An Blut und Gut, An Ehr und Muth, An Seel⸗ und deiben Vaben Haſt glücklich wollen aben. 7. Denn wegen deiner Allmacht Schutz Und ſtarker Engel⸗Wachen 1104 Hat weder Welt, noch Satans Trutz lich bluten; Abend⸗Lieder. Das macht, weil mein f dha Sich dürfen an uns machen; Auch zerknirſchter Geiſt An meine Miſſe⸗ n he andre Noth, Ja gar der Tod Und thaten denkt, Ach Herr, womit ich iif ich n mancherlei Betrüben Iſt ferne von dich gekränkt. az mi uns blieben. 6. Geh doch mit mir nicht inz ei 8. Laß ſolche deine Vater⸗Hand Und Gerichte, Getreuer Gott, verwirf mich engliſches Geleite Uns dieſe Nacht nicht Von deinem Gnaden⸗Angeſichte; on ſein zugewandt Und ſteh uns an der Gedenke, was dein Mund verſpricht, ben Seite, Daß, wenn was ſchreckt Und Daß keine Schuld verdammen kann, di uns erweckt, Wir deinen Schutz von Weil Jeſus gnug dafür gethan.* b Näl. oben Auch morgen können loben. 9. Gefällt es aber deiner Huld, Daß ich noch vor dem Tage Bezahle der Natur die Schuld Und gute Nacht heut ſage: So laß die Seel, Imma⸗ nuel, In deine Wunden ziehen Und aller Noth entfliehen! An Gott und Jeſum gedacht bringt eine gute Nacht. Mel. Wer nur den lieben Gott. — 1836 Gott Lob, der Tag iſt Jeſum an, Der mich unmoglch 10.O nun beſchloſſen, Die laſſen kann. Viel Gu⸗ Gott An Gott Bringt eine Ruhe⸗Stunde ſtellt ſich ein; tes hat mein Herz genoſſen, muß dafür geprieſen ſein. 2 und an ſein Lob gedacht rechte gute Nacht. 2. Des Leibes Arbeit Die Seele nimmt das Ihre für; Gott, ich breite Herz und Hände meinen Jeſum aus zu dir. dich Vater nennen mein kindlich Opfer an. 3. Der Tag verſtreichet ohne Pla⸗ gen, Der Abend bricht vergnügt her⸗ ein; Muß Mancher Kreuz und Unglück Muthes ſein. Dein Aufſehn ſchützt mich väter⸗ klagen, So kann ich guten lich Und deine Liebe krönet mich. 4. Nun, mir gethan. dir genießt. 5. Wiewohl, mein Gott, geht zu Ende, Jeſ Mein Auf Liebe, Weil ich dir. kann, So nimm der trübe, Gott, von Grunde mei⸗ ner Seelen Stimm ich ein Lob⸗ und Gewinn, Dank⸗Lied an; So manche Wohlthat kann ich zählen, Die deine Hand an Was ſag ich Viel? Un⸗ zählig iſt, Was Seel und Leib von bott, bei ſ viel Gutem, Das deine Güte mir be⸗ weiſt, Muß Herz und Seele ſchmerz *7. Wohlan, deß tröſt ich mich im Glauben: Im Glück und Unglüch 97 bin ich dein, Aus deiner Hand kann 1 mich Nichts rauben; Drum ſoll mein ſemneg ſtetes Denkmal ſein, Was mir in atſtt d meinem Herzen liegt: Was mein Gott üänt ſeh fügt, macht mich vergnügt. et ku 8. Auf den verlaß ich mich im 1 Glauben, Und iſt mein Glaube ſchwach und klein, Soll mir ihn doch kein aatt. Teufel rauben, Er mag nun nochſo grimmig ſein. Ich halte mich an — — — — — 9. Gott Lob, mein Herz und menn in oh Gewiſſen Kann ruhig und zufriede ü ſein. Mein trauter Jeſu, laß dich r uh küſſen, Ich werfe mich in dich hinein, 1wdun Und eh ich ſo verworfen wär, Wär 1m ⸗ us auch nicht Jeſus mehr. Drum ſchlaf ich unter deiner Und was ich lieb, befehl ich Siehts um mein Lager ſchwarz So gehet doch dein Glanz * 10. herfür, Der Nacht und Dunkel lichte macht Und ſchützt mich durch die n. Engel⸗Wacht. 11. Wohlan, ich will der Ruh genießen. Soll dieſe Nacht die letzte ſein, Da ich mein Leben muß be⸗ ſchließen, So trifft mein einges Wün⸗ ſchen ein: Das Leben iſt mir kein 8 Als bis ich erſt geſtorben in. 12. So geb ich mich in deine Hände, Ich leb und ſterbe, wie du willt. Ich 1 V. 7 aus Num. 1742. einerlei Inhalts. ſcheint hier eingeſchoben zu ſein V. 7 und der 8. Vers iſt 1nct — — an, diß tit n 9 n: In Güt man * in, 1 dinwh ni.iz rauben; dmile ſet hnal ſein, 8 4 14 rzen ligt Aona 1 met mich dergu. 8 p A den velliz h ¹ 1 1 j 4 aei f a ſein. Jc 1 a V 4 In, 2laſt n. Lob, mein (1F Kann nhiag. d in trauter ah — N ki h werfe nihzäti 88ooa* 3A chh nict Eun rum chlaf t rne b L nd was ih it * . Jaht. a u 4ie e Sol duſe Man 48 ich men ban e 8— So tiift nac Gi AE hs eide ituin — ud ſerte Vi 3 — 1 1g ſi ſcheint hul 1 1, 10 1 1 1143. — 1 ☛ der mimt hin 1, So gehtunn dr Ja n anhnd ſcit M d Abend⸗Lieder. weiß, daß aus dem Lebens⸗Ende Des rechten Lebens Anfang quillt. So ſchlaf ich nun auf Jeſum ein, So muß mein Schlaf geſegnet ſein. Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Abend⸗Opfer mit Ergebung in Gottes Schutz. Mel. Der goldnen Sonne. ott Lob, der Tag 1837. G iſt nun vollbracht, Die Sonne geht zu Rüſte, Das Licht weicht jetzt der dunklen Nacht, Das Erdreich ſtehet wüſte. Was lebet, geht zur Ruh Und ſchließt die Au⸗ gen zu, Der Menſch, von Arbeit müd und matt, Eilt nun zu ſeiner Lagerſtatt.. 2. Doch du, mein Herz, ſollſt wachſam ſein Und dich mit Gott wergnügen; Ihr Augen, ſchlummert noch nicht ein, Bis ich zu Gott ge⸗ ſtiegen. Ich will aus Pflicht und Schuld Für ſeine Gnad und Huld Ihm noch ein Abend⸗Opfer thun 5 dann in ſeinem Schooße ruhn. 3. Auf, auf, mein Geiſt, ermun⸗ tre dich Und ſchwing dich, Gott zu Ehren, Gleichwie ein Adler, über ſich, Laß ihn ein Dank⸗Lied hören; Denn ſeine Gütigkeit Hat dieſes Ta⸗ ges Zeit Mit vielem Segen jetzt velhührt Und dich recht väterlich re⸗ giert. 4. Nun, Vater, du ſeiſt für und für Gelobet und geprieſen Für alle Wohlthat, die du mir Auch dieſen Tag erwieſen. Dein holder Gnaden⸗ Blcck Trieb alle Noth zurück; Drum 2 jetzt gebührend Lob und Dan „5. Ihr Sterne, die das Firmament In ſeinem Umkreis heget; Ihr Lich⸗ ter, die ihr oben brennt Und euch am Himmel reget, Entzündet doch mein Herz Und zieht es himmelwärts, Damit es Gott für ſeine Treu Ein angenehmes Opfer ſei. ſagt mein Beten und Gejang Dir 1105 6. Doch, Vater, weil ich dieſen Tag Viel Eitelkeit verübet Und dich mehr, als ich denken mag, Von Her⸗ zen ſehr betrübet, So fleh ich, was ich kann, Dich um Erbarmung an, Ach, ſieh auf deines Sohnes Blut, Das machet meine Schulden gut! 7. Heb aller Sünden Handſchrift ſauf, Sprich Nichts, als lauter Gnade. Mein Glaube drückt das Siegel drauf, So rühret mich kein Schade; So bin ich ſorgenlos Und lieg in deinem Schooß, Wo deine Hand mich ſchützt und deckt, Daß mich kein Feind und Unfall ſchreckt. 8. So komm denn, angenehmer Schlaf! Nun hab ich Gott zum Keunde Nun ſchlaf ich wie ein ichres Schaf Und fürchte keine Feinde. Dir, Satan, biet ich Trutz. Die Engel ſind mein Schutz Und Gottes Vater Auge wacht; Drum geb ich fröhlich gute Nac„ht. C. S. Ulber, g. 1714, ſt. 1776. Eines Kranken Abend⸗Lied. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins. 1838 Gott Lob, der Tag iſt *⁸.„ ☚y nun zu End, Ge⸗ kränkter Leib, ihr ſchwächen Händ, Be⸗ trübter Geiſt, gequälter Muth, Schickt euch zu Gott, dem höchſten Gut. 2. Das Herz und Lippen Opfer bringt, Dem Vater euer Dank⸗Lied ſingt, Durch den ihr wieder einen Tag Habt überwunden eure Plag. 3. Hat Satan meiner gleich be⸗ gehrt, Daß er in dieſer Leibs⸗Be⸗ ſchwerd Mit ſichten möcht in ſei⸗ nem Sieb Durch Ungeduld und Sün⸗ den⸗Trieb: 4. Hat mich doch, Vater, deine Güt Vor ſeiner Liſt und Macht be⸗ hüt, Daß, ob er ſich ſchon nah ge⸗ macht, Er mir doch keinen Schaden bracht. 5. Ward unter dieſer ſchweren Laſt Die du mir aufgeleget haſt, Des Flei⸗ 70 1106 ſches Schwachheit gleich vermerkt; Haſt du doch meinen Geiſt geſtärkt, 6. Echalten meines Glaubens Licht, Daß es nicht worden gar zunicht, Erwecket Seuzer und Gebet, Daß ich getroſt mit dir geredt 7. Und mein Herz vor dir ausge⸗ ſchütt, Wenn noch ſo ſehr der Schmerz gewüth; Ich hatte manche Lindrungs⸗ Stund, Iſt gleich der Leib noch nicht geſund. S. Ja, ob er noch voll Schmerzen iſt, Ward ihm das Leben doch ge⸗ friſt, Dazu all Nothdurft wohl ver⸗ ſchaf Und ich nicht plötzlich hinge⸗ rafft frei, Daß aller Treu zu gring ich ſei; Zu gring ſo mancher Gnad und Gab, Die ich von dir empfangen hab. 10. Bin ich heut, als ein ſchwa⸗ ches Kind, Gefallen in ſo manche Sünd, So find ich mich doch wie⸗ der ein: O Vaterherz, erbarm dich mein! 11. Vergib, was ich geſündigt hier, Im Himmel, Vater, und vor dir; Dein liebes Kind ich wieder heiß Durch deines Sohnes Blut und Schweiß. 12. Darauf ich nun mein Leib und Seel Dir wieder herzlich anbefehl, Wend ab durch deine Hut und Wacht, Was uns die Nacht erſchrecklich macht. 13. Sag meinem Schmerz: Bleib nur in Ruh, Wo nicht, ſo gib Ge⸗ duld dazu: Dein Leidens⸗Nacht mir Labſal ſchaff, Wenn mir die Krank⸗ heit nimmt den Schlaf. 14. Iſts dein Will, o, ſo laß ge⸗ ſund Erreichen mich die Morgen⸗ Stund; Sprichſt du: Ich hab nicht Luſt zu dir; Nur wie du willlſt, ſo ſchicks mit mir. 15. Soll dieſe Nacht die letzte ſein, So laß mich ſelig ſchlafen ein, Und nach vollbrachtem Lebens⸗Lauf Nimm meinen Geiſt, Herr Jeſu, auf! Abend⸗ afft. 9. Deß ſei dir Dank, ich rühme Lieder. 16. In deinen Wunden ſuch ich Ruh, Dein Purpur⸗Kleid deck mich nun zu; Mein Ruhſtätt ſei dein Dor⸗ nen⸗Kron, Mein Kleid dein Blut, o Gottes Sohn. 17. Drum ſchlaf ich fröhlich ein mir dir, Wünſch allen Frommen, die mit mir In Kreuz und Aengſten hal⸗ ten Wacht, Durch dich auch eine gute Nacht. M. J. Schwentner, g. 1631, ſt. 1674. Abend⸗Gebet um fernere Guade. Mel. Alle Menſchen müſſen. 1839 ott, du läſſeſt mich * erreichen Abermal die Abend⸗Zeit; Das iſt mir ein neues Zeichen Deiner Lieb und Gütigkeit. Laß jetzund mein ſchlech⸗ tes Singen Durch die trüben Wol⸗ ken dringen Und ſei auch in die⸗ ſer Nacht Ferner auf mein Heil be⸗ dacht. 2. Neige dich zu meinen Bitten, Stoß nicht dieß mein Opfer weg; Hab ich gleich oft überſchritten Dei⸗ ner Wahrheit heilgen Steg, So ver⸗ fluch ich meine Sünden Und will mich mit dir verbinden; Reiß du nur aus meiner Bruſt Alle Wurzel bö⸗ ſer Luſt. 3. Herr, es ſei mein Leib und Le⸗ ben, Und was du mir haſt geſchentt, Deiner Allmacht übergeben, Die den Himmel ſelbſt umſchränkt.. mich und um die Meinen Einen Strahl der Gottheit ſcheinen, Der mit Gnad und Huld mich hegt, All mein Gut zu ſchützen pflegt. 4. Laß mich mildiglich bethauen Deines Segens Ueberfluß: Schirme mich vor Angſt und Grauen, Wende Schaden und Verdruß, Brand und ſonſt betrübte Fälle; Zeichne meines Hauſes Schwelle, Daß hier Keinen nicht der Schlag Des Verderbens treffen mag. 5. Wirke du in meinen Sinne, Wohne mir im Schatten bei, Daß Laß um — — — — — — — ⏑—— =—. — — — = 4 — — — ——— — — — — — „ e Krenz m Nan. = Durch dch anhe 1 — — — — — — 3. Schwenner, Äläl, 1 bet um fiunn eah EE A Unſbain 1 2 Gtt u M. G exrit e de A Jeit, Tw inn neh ichen Dan Gd Laß jezund na ds ii Durt die wal in an Und ſei ale ſer de Ferner auf na hi — — 1 1 6 6 4 auſ enr Bnit Ale M ſer ¹ mi r un bie 1 Gothetſt m Uſ H mein ſchlafendes Beginnen Dir auch nicht zuwider ſei; Schaffe, daß ich ſchon auf Erden Mag ein ſolcher Tem⸗ pel werden, Der nur dir und nicht der Welt Ewig Licht und Feur hält. 6. Geht, ihr meine müden Glie⸗ der, Geht und ſenkt euch in die Ruh: Wenn ihr euch regt Morgens wieder, Schreibt es eurem Schöpfer zu, Der ſo treue Wacht gehalten; Wenn ihr aber müßt erkalten, Wird des bittern Todes Pein Doch der Seelen Vor⸗ theil ſein. Fr. R. L. v. Canitz, g. 1654, ſt. 1699. Abend⸗Lied bei Peſt⸗Zeiten. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 18 40 ott Lob, der uns bei 4 Tage Vor dieſer Seuch und Plage Behütet und be⸗ wacht, Der woll mich und die Mei⸗ nen ſeiner Macht beſcheinen In dieſer Fuaßt betrübten Nacht. 2. Durch Schutz der Himmels⸗Waf⸗ fen Gehn wir geſund hin ſchlafen: Wer weiß, was Gott verhängt, Ob dieſe Nacht mag, werden Die letzte hier auf Erden Und was der liebe Gott gedenkt? 3. Wenns, treuer Gott, dein Wille Laß⸗uns dir halten ſtille Und nur die arme Seel Dir treulich ſein be⸗ fohlen, Laß ſie die Engel holen, Du treuer Wächter Iſrael. 4. Und wenn wir um die Sünden Die ſchwere Straf empfinden Und ganz verlaſſen ſtehn, So laß doch unſre Seelen Vors Teufels Mord und Quälen So elend nicht zu Gruude gehn. 5. Wenn wir verlaſſen ſtehen Und Niemand zu uns gehen Noch helfen will, noch mag, So ſprich du in den Schmerzen Den Troſt in unſre Her⸗ zen: Die Plag erlöſt von Seelen⸗Plag. „6. Wir wachen oder ſchlafen, So laß du deine Waffen Und Engel um uns ſein; Und an dem letzten Ende, So ſchliez in deine Hände Die arm geängſte Seele ein. Abend⸗Lieder. 1107 7. Nun gute Nacht zuſammen, So geht in Gottes Namen Zu Bett, zu eurer Ruh, Der ſchließ vor dem Un⸗ falle Um mich und um euch Alle Die gnadenreichen Flügel zu! Abend⸗Lied bei Ende der Woche. Mel. Zion klagt mit Angſt und. ott, mein Herz dir 1841. G Dank zuendeſs Dir ich Preis und Ehre ſag, Daß die Woche wohl geendet, Jeder Tag mit ſeiner Plag, Jede Arbeit, Sorg und Müh, Was mir abgewogen hie, Da⸗ für bei der Wochen Ende Rühm ich deine Vater⸗Hände. 2. Dieſe haben mich getragen, Mich gekleidet und geſpeiſt, Engel⸗Wach um mich geſchlagen, Steten Schutz und Hilf geleiſt, Alles Leid von mir ge⸗ kehrt, Seel und Leibe Guts beſchert, So daß ihrer ich genieße, Glücklich dieſe Woche ſchließe. 3. Nimmer weiß ſatt auszubreiten Gottes Wohlthat hier mein Sinn; Ich dank lebenslang mit Freuden Für das, was ich hab und bin: Gott, dir ſei Kuhm, Ehr und Preis Für Schutz, Liebe, Pfleg und Speis, Für mein und der Meinen Leben; Leib und Seel bleibt dir ergeben. 4. Ach, vergib, was in der Wo⸗ chen Jeden Tag, Stund und Minut Wider dich ich hab verbrochen! Straf mich nicht durch Chriſti Blut, Rechne, was dein Sohn gethan, Mir zum Beſten immer an Und wirf dadurch mir zum Glücke Alle meine Sünd zurücke! 5. Ich geſteh, ich bin ein Sünder Ganz deh zum böſen Pfad Gleice wie alle Menſchen⸗Kinder Und nicht würdig deiner Gnad, Aber dein lieb Vater⸗Herz, Chriſti Wunden, Tod und Schmerz Machen, daß ich chriſt⸗ lich lebe; Drum ich ihnen mich ergebe. 6. Fröhlich geh ich nun zu Bette, Gottes Lieb und Jeſu Blut Weiche 70* 1108 nicht von meiner Stätte. Heilger Geiſt, halt mich in Hut, Bring mi morgen an den Ort, Da man hört dein heilig Wort, Mich mit ſelbgem lab und ſpeiſe, Bis ich in den Him⸗ mel reiſe! Aemilia Juliana, Gräfin zu Schwarzburg⸗ Rudolſtadt, g. 1637, ſt. 1706. Johann Arndts Abend⸗Gebet. Mel. Werde munter, mein. ott von großer Gnad 1842. G und Güte, Vater der Barmherzigkeit, Dir dankt jetzund mein Gemüthe, Daß du unſre Lebens⸗Zeit In den Tag und in die Nacht So verſchieden eingebracht, Daß der Tag ſei zu Geſchäften Und die Nacht zur Ruh den Kräften. 2. So kann Menſch und Vieh be⸗ ſtehen, So wird alles Fleiſch erquickt. Wie ſoll ich genug erhoͤhen, Daß du es ſo wohl geſchickt? Ja, ich preiſe, Vater, dich, Daß du dieſen Tag auch mich Unter deinen Gnaden⸗Händen Nunmehr glücklich laſſen enden. 3. Liebſter Jeſu, jedem Tage Iſt bei uns bis in den Tod Schon genug an ſeiner Plage: Doch die Laſt ſo vieler Noth Legſt du in ihr ſtilles Grab, Eine nach der andern ab, Bis daß endlich alle Frommen Ihren Ruhe⸗Tag bekommen. 4. Herr, ich danke dir von Herzen, Daß mir heute deine Hand Statt der Sorgen, Angſt und Schmerzen So viel Gutes zugewandt. Ach, ich bin zu aller Zeit Für ſo viel Barmher⸗ zigkeit, Die du, Schöpfer aller Dinge An mir thuſt, viel zu geringe! 5. Deine Gnade ſei geprieſen, Daß ſie alles Ungemach Heute von mir abgewieſen, Und daß deines Schir⸗ mes Dach Sich ſo über mich erſtreckt, Daß kein Unfall mich bedeckt, Da, wenn du es nur verhangen, Tauſend Unfall mich umfangen. 6. Ach, vergib auch deinem Kinde Was es wider dich gethan! Ich er⸗ Abend⸗Lieder. Und mein Bette ſei ihr Grab. kenne meine Sünde, Mein Gewiſſen ch klagt mich an. Böſes pfleg ich zu begehn, Gutes laß ich willig ſtehn. Sprich, mein Jeſu, du mich ledig, Ach, ſei mir, mein Gott, genädig! 7. Laß heut alle Sünd ſeblaßen ege, was du pflegſt zu haſſen, Nun mit meinen Kleidern ab, Daß mein Schlaf nicht ſündlich ſei Und die Seele doch dabei In Gedanken zu dir wache, Wenn ich ſchon kein Aug aufmache. 8. Gib im Schlafe mir den Se⸗ gen, Wie ihn Jacob einſt empfing, Mit dir will ich mich jetzt legen; Und wie ich denn ſchlafen ging, Will ich mit dir in der Zeit, Großer Gott der Ewigkeit, Auch mich aus dem Bett erheben Und dir Preis und Chre geben. 9. Schütze mich vor und Grauen Einer mich wor enun Und laß mich nicht plötzlich ſchauen, Was der Sturm der Böſen macht. Decke mich mit Liebe zu Und ver⸗ leih mir ſüße Ruh. Mache Geiſter, Traum⸗Geſichte, Feinde, Gluth und Fluth zunichte. 10. Und was iſt es, daß ich zage? Siehe, der uns ſtets bewacht, Hat noch alle ſeine Tage Nie ein Auge zugemacht! Iſrael! Er ſchläfet nicht, Der dir Hut und Schutz verſpricht. Sonn und Mond, iſt ſein Verſprechen, Sollen Tag und Nacht nicht ſtechen. 11. O, ſo laß, Herr der Heerſchaa⸗ ren, Deine Wächter um mich ſein, Laß ſie mächtig mich bewahren, Schleuß mich in ihr Lager ein, Daß die From⸗ men aufgeweckt, Wenn ſie Noth und Angſt erſchreckt, Und laß einſt in Jeſu Händen Schlafend mich das Le⸗ ben enden! 12. Da wird alle Noth ſich ſchlieen Da hört aller Jammer auf, Da wird mich mein Jeſus küſſen. Ach, wer fördert meinen Lauf? Nach des Todes Angſt und Leid Kommt des — ——— —— —= —— —2 — 3 ——— —— —* 3— ——— 3— 1 ————. 1d n nas ſt G tt Abend⸗Lieder. ſtillen Abends Zeit Und mein Bette hat Ich habe An ihm ſchon ein Bild vom Grabe. M. G. B. Scharf, g. 1676, ſt. 1744. Allem gegebene gute Nacht. Mel. Gott des Himmels. 18 43(Hute Nacht, ihr mat⸗ . ten Glieder, Schlafet und ſeid Jeſu voll, Leget euch mit Jeſu nieder, deſus wird euch decken wohl; Iſt gleich hin der Sonnen⸗ ſchein, Wird doch Jeſus bei euch ſein. 2. Gute Nacht, ihr meine Freunde, Mein Freund, Jeſus, ſei mit euch! Der ſei euer Schützer heute, Habt ihr den, ſo ſeid ihr reich: Was ihr Gutes mir gethan, Gebe wieder dieſer Mann. 3. Gute Nacht, auch alle Feinde, Die ihr habt ſo bald mein Glück, Als mein Unglück, wie ich meinte, Beiſen fördern durch die Tück; Jeſus kehre euren Sinn Auf ein andres Sinnen in. 4. Gute Nacht, ihr ſchweren Sün⸗ den, Kommet ja nicht mehr ans Licht! Ich will euch zuſammen binden Und von Jeſu laſſen nicht, Bis er mir bh feiner Huld Schenke die verübte uld. 5. Gute Nacht, ihr vielen Sorgen Und was hier mich ängſten will, Ihr feid Jeſu nicht verborgen; Jeſus ſetzt euch ein Ziel, Der kann, was ihr traurig macht, Machen, daß es wieder lacht. 6. Gute Nacht, nun auch mein Le⸗ ben, Das von Jeſu kommen iſt; Soll, ich heute dich aufgeben, So fahr hin woher du biſt: Du biſt Jeſu Eigen⸗ thum, Jeſu ſei Dank, Chrund Ruhm! Ludäm. Eliſ., Gräfin zu Schwarzburg⸗ Rudolſt., g. 1640, ſt. 1672. Guter Feier⸗Abend mit Buße und Empfehlung in Gottes Gnade. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. 1109 Tag dahin: Lehre mich nun Achtung Neben⸗ Ob ich fromm geweſen bin; heige mir auch ſelber an, So ich was nicht recht gethan, Und hilf jetzt in dlen Sachen Guten Feierabend ma⸗ en. 2. Freilich wirſt du Manches fin⸗ den, Was dir nicht gefallen hat; Denn ich bin noch voller Sünden In Gedanken, Wort und That, Und vom Morgen bis jetzund Pfleget Herze, Hand und Mund So geſchwind und oft zu fehlen, Daß ich ſelber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, Habe noch einmal Geduld! Ich bin freilich ſchwer beladen; Doch vergib mir alle Schuld. Deine große Vater⸗ Treu Werde dieſen Abend neu: So will ich noch deinen Willen Künftig mehr, als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüthe, Daß der Schlaf nicht ſündlich ſei; Decke mich mit deiner Güte: Auch dein Engel ſteh mir bei, Löſche Feur und Lichter aus Und bewahre ſonſt das Haus, Daß ich morgen mit den Meinen Nicht im Unglück dürfe weinen. 5. Steure den gottloſen Leuten, Die im Finſtern Böſes thun. Sollte man gleich was bereiten, Uns zu ſchaden, wenn wir ruhen, So zer⸗ ſtöre du den Rath Und verhindere die That; Wend auch alles andre Schrecken, Das der Satan kann er⸗ wecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht un⸗ ter, Wenn es bei uns Abend wird; Denn du bleibeſt ewig munter Und biſt wie ein guter Hirt, Der auch in der finſtern Nacht Ueber ſeine Heerde wacht; Darum hilf uns, deinen Scha⸗ fen, Daß wir Alle ſicher ſchlafen. 7. Laß mich denn geſund erwachen, Wenn es rechte Zeit wird ſein, Daß ich ferner meine Sachen Richte dir zu Ehren ein: Oder haſt du, lieber 1844. Ferr es iſtvon meinem Leben Wiederum ein Gott, Heut beſtimmet meinen Tod, dłõs²ñł△.“.&⁶&y3yö¼—— Bneeee 3 4 5 1„ 2 1 *— 85—“ 8 ee enwd uJMndee ee 8 8 1. 2 q— 2 — 4“ 8 1 4**—„ ——.—— 3 ee———— 8— ſſ———— “——— 3 2 8 ——— 2 3 —* 8 ..———=——— — Serer 8— 5—* 4—— 4 4 . 2 .. — 8— ————- ges Schuld, Was etwa in Gedanken, 1110 Abend⸗ So befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände! Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Kurzer Abend⸗Segen in Dankſagung, Bitte, Gebet und b Mel. Nun lob, mein Seel, den. 18 4 5 Her Gott, was ſoll ich . Gd) ſagen, Daß du mir heut ſo wohl gethan? Mein Herz hat Nichts zuklagen; Denn auch, was mich betrüben kann, Das haſt du wegge⸗ nommen Und meiner noch verſchont, Nicht aber ganz vollkommen Mir nach Verdienſt gelohnt; Drum ſei nun hochgeprieſen Für das, was deine Hand Uns Gutes hat erwieſen Und Böſes abgewandt. 2. O Heiland aller Leute, Du Va⸗ ter der Barmherzigkeit! Ohn Zweifel hat dich heute Mein Thun nicht alle⸗ mal erfreut; Doch laß dich das er⸗ barmen Und habe noch Geduld, Ver⸗ gib jetzo mir Armen Des ganzen Ta⸗ i Wort und Werk geſchehn, Wenn ich der Tugend Schranken Aus Schwachheit überſehn. 3. Ich werde mich nun legen, Weil Ih die finſtre Nacht ſo heißt, Nedoch mit deinem Segen, Gott ater, Sohn, heiliger Geiſt! Was du mir haſt gegeben, Das nimm in deine Hut: Den Leib, die Seel, das Leben Und auch mein Hab und Gut. Dir leben und dir ſterben Soll meine Freude ſein; Drum laß mich nicht verderben, Denn ich bin ewig dein. 4. Ja, weil du Groß⸗ und Kleinen Als Hüter pflegeſt vorzuſtehn, So bitt ich für die Meinen Und Alle, die jetzt ſchlafen gehn; Halt über ſie die Wache, Dein Arm ſteh ihnen bei, Dein guter Engel mache, Daß nirgends Unglück ſei; Erhalt in allen ch Tag, Mein Alles, Lieder. daß du uns wirſt bringen In deine Vater⸗Stadt. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Jeſus unſer Alles anch in der Nacht. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens. 1846. Pn deit n . Lebens Heil, Mein Seelen⸗Schatz, mein Herzens⸗Theil, Mein Himmels⸗Weg, mein Freuden⸗ Vas ich wünſchen mag! 2. Mein Leib und Seele freuet ſich, Mein Mund und Zunge lobet dich, Daß nun der Tag beſchloſſen iſt Und du mein Schutz geweſen biſt. 3. Wie gnädig haſt du mich be⸗ dacht! Der Reichthum deiner Gute macht, Die du gewünſcht an mir ge⸗ than, Daß ich im Segen leben kann. 4. Zwar mich betrübt der Sünden Schuld, Jedoch ergötzt mich deine Hudd. In deine Wunden blick ich hin, Wo ich gerecht und ſelig bin. 5. Mir bleibt dein treues Herz ge⸗ wiß: Lieg ich nun gleich in Finſter⸗ niß; Biſt du doch, meine Sonne, da Und mir mit Licht und Troſte nah. 6. So leg ich mich ins Bett hin⸗ ein, Du ſollſt mein Abend Serhen ſein: So wird in ſtiller Sicherheit Der Leib erquickt, der Geiſt erfreut. 7. Jedoch es geht unmöglich an, Daß ich alleine ſchlafen kann; Drum ſehn ich, Jeſu, mich nach dir Und bitte: Ruhe du in mir! 8. Mein Herz ſoll dir geöffnet ſein, Ach, komm und lege dich hinein! Mein Glaube bettet dir die Ruh Und deine Liebe deckt mich zu. 9. So ſchlaf ich ſelig und vergnügt, Da Jeſus ſelber bei mir liegt Und er mein Herz in dieſer Nacht Zu ſei⸗ ner Ruheſtätte macht. Dingen Jedwedem, was er hat, Bis öͤͤͤoͤ“——„— .————— 4 10. Herr Jeſu, meines Glanbens — E. — 2== — — = — 1 6 —— ͤ— — — == — 3. 4 N aspReunan, d tu 4 ſer Alth a Nacht 4½ r R 15 C. Loe ie 5 hat, mein zas 1mbon(um 5 Alles, Pas — — — — — — = = mein Shtzani Anigit thun Vrit na? du gewiſtame 41& nich berittin Sc„ cdoch ergöteti Jn i Wunden kine ch= und ſeigh „K bliidt din miß. ris ² ih un git niß A du doch minan Un mmit Litm 34 Sleg ih nihminn en Sfſolſt m ein ſin 22 wid in flr nan M 3„ Kebe 1 ſelg = hlijit i Sr wnze t Jeſu Chrit ra 77 1 n ii i Mund W en tas ich in Snki Abend⸗ Gut, Herr Jeſu, meiner Hoffnung Muth, Herr Jeſu, meiner Liebe Licht, Dich, mein Herr Jeſu, laß ich nicht! Erdm. Neumeiſter, g. 1671, ſt. 1756. Abend⸗Prüfung eines rechtſchaffe⸗ nen Chriſten. Mel. O Gott, du frommer. 18 47 Heu⸗ mein Gott, lehre . mich Stets meine Tage zählen, Auf daß ich werde klug Und hüte mich vor Fehlen; Ein Stück iſt wieder heut Von meinem Leben hin Und deinem Richterſtuhl Ich näher kommen bin. 2. Da ich von Wort und Werk, Von meinem ganzen Leben, Ja von Gedanken auch Dir Rechenſchaft ſoll geben, Hilf, daß mit meiner Seel, zu einer guten Ruh, Ich hier dir erſt mit Reu Durch Chriſtum Rech⸗ nung thu. 3. Komm, meine Seele, komm, Wir wollen uns ſelbſt richten, Auf unſer heutges Thun Genau denken und dichten; Schon deiner ſelber nicht, Ach, unterſuch mit Fleiß Und denke, daß es Gott Und dein Ge⸗ wiſſen weiß. 4. Fang von dem Morgen an, Vom Tage bis zu Nachte, Und nach einander doch Dieß Folgende betrachte, Ob du haſt im Gebet Gefangen an den Tag, Gelobet deinen Gott Bei jedem Glocken⸗Schlag? 5. Ob du gedanket heut Für Chriſti Tod und Leiden, An heilgen Geiſt gedacht Und deine Tauf mit Freu⸗ den; Gott über Alls geliebt, Den Nächſten gleich als dich, Geweſen treu und fromm Und Niemand ärgerlich? 6. Ob du kein faul Geſchwätz, Kein Fluchen angefangen, Wo du geweſen biſt, Mit wem du umgegan⸗ gen; Ob du geliebt, gehört, Geleſen Gottes Wort, Dich darnach haſt ge⸗ 2 richt Stets und an allem Ort? Lieder. 1111 7. Ob als vor Gottes Aug Im Glauben du gewandelt, Mit Fleiß und Willen Gott Zuwider nie gehan⸗ delt? Ob du auch wiederholt Den vorgen Sünden⸗Wuſt Und dich er⸗ götzet hab Die alte Sünden⸗Luſt? 8. Ob du haſt ohne Dank Die Gottes Gab empfangen, Dem Geiz und eitler Ehr Unbillig angehangen, Die dir Gott vorgeſetzt, Geliebet und geehrt, Ihr und des Nächſten Fehl Zum Beſten haſt gekehrt? 9. Ob deinem Nächſten du In Et⸗ was je geſchadet, Mit ſeinem Gut und Blut Dich ſündlich nie beladet, Haſt ſeinen Nutz geſucht, Ihn fälſch⸗ lich nie gericht, Den Armen wohl gethan, Niemals verlaſſen nicht? 10. Ob du biſt keuſch geweſt In Wort, Gedank und Werken, In Speis und Trank auch dich Stets mäßig laſ⸗ ſen merken, Demüthig dich bezeigt, Geduldig in dem Leid, Geſuchet Got⸗ tes Ehr, Geliebt Gerechtigkeite? 11. Ob du dich Gott gelaſſn, Mit ihm geweſt zufrieden, Nicht mißbraucht Gottes Güt, Zeit, Glück und Gnad hienieden? In Summa ſo gelebt, Daß du dabei gewollt, Daß dein Gott dich ſo find, Wenn er jetzt kom⸗ men ſollt? 12. Die Prüfung iſt geſchehn Und leider ſo befunden, Es ſei der große Gott Beleidigt alle Stunden, Viel Zeit ſei mißgebraucht, Gedacht ſehr wenig heut An Gott, ſein Wort, Tod, End, Gericht und Ewigkeit. 13. Es kann die Sünde hier Nicht werden all gezählet; Denn wer kann wiſſen doch, Wie oft und viel er feh⸗ let? Die Seel, Leib, Aug, Ohr, Mund, Hand, Fuß voll Sünde ſteckt Und mir, wenn ichs bedenk, Das Herz im Leib erſchreckt. 14. Nun nimmer, nimmer thun, Das iſt die größte Buße. Dem ich geſündigt hab, Dem fall ich jetzt zu Fuße: Ich ſchlage nun in mich Glaub an Gott mit B gier, Gott ſei mir Sünder doch Durch Chriſtum gnädig hier! n12 15. Sieh, ich getröſte mich Blos deines Gnaden⸗Thrones Und waſch mich aus dem Strom Des Blutes deines Sohnes, Mit dem, was er gebüßt, Ich hier für dieſes Mal Dir meine Rechnung thu Und meine Schuld bezahl. 16. Mein Jeſu, laß mich nicht, ch hüll mich in dein Leiden; Die Sünde, die uns ſcheidt, Laß nie uns wieder ſcheiden; Durch deines Geiſtes Kraft Sag ich nun bis ins Gra Gott alle Folge zu Und allen Sün⸗ den ab. 17. Lel thun Nach deinem Wohlgefallen Und nimmer wiſſentlich In einge Sünde fallen; Regier und führe mich, Daß ſtets in Glück und Noth Ich beſſer fürchte dich Und halte dein Gebot. 18. Nun Jeſu Blut hat mir Die Sünde ganz durchſtrichen, Mit mei⸗ nem lieben Gott Auf ewig mich ver⸗ glichen, Die Rechnung a gelegt Für mich ſo köſtlich gut; Wie wird der Schlaf heut ſein So ſanft auf Jeſu Blut. 19. Mein Herz iſt mir nun leicht, Ich lebe oder ſterbe, Durch Jeſum ich gewiß Das Himmelreich ererbe; Vor Chriſti Richter⸗Stuhl Ob ich werd offenbar, So fürcht ich mich nun⸗ mehr Durch Chriſti Blut kein Haar. Aem. Jul., Gräfin zu Schwarzb.⸗Rudolſtadt, g. 1637, ſt. 1706. Bußfertige und gläubige Abend⸗ Demüthigung vor Gott. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 18 48 Berr und Gott der 3 · BX) Tag und Nächte, Der du ſchläfſt und ſchlummerſt nicht, Schaue, wie dein arm Gemächte Jetzt nach ſeiner Kindes⸗Pflicht, Da der Abend iſt geworden Und der Tag ſich hat geneigt, Sammt der Deinen Lehr mich, mein Gott, nur ſei mein Abend⸗Lieder. Treu und Gütigkeit, Die du, Weſen aller Dinge, Mir in meiner Lebens⸗ Reit Und auch heute haſt erwieſen. , daß ich recht dankbar wär! Herr, dein Nam ſei hoch geprieſen; Dein Herz ferner zu mir kehr! 3. Siehe nicht an mein Verbre⸗ chen, Ach, gedenke nicht der Schuld, Die dein ſtrenges Recht könnt rächen, Habe doch mit mir Geduld! Schaue an des Sohnes Wunden, Dadurch b ich verſöhnet bin, Dadurch ich Erld⸗ ſung funden Und das Leben zum Gewinn. 4. Ich verlange frei zu werden Durch das reine Lammes⸗Blut Von der Sünden⸗Laſt Beſchwerden, Von der finſtern Schlangen⸗Brut. Ach, Herr, reinge mein Gewiſſen! Leib und Seel dir heilig ſei; Dein Geiſt mache mich befliſſen, Dir zu dienen ohne Scheu. 5. Laß mich nicht dahinten bleiben, Laß mich nicht zurücke ſehn; Dein Geiſt müſſe mich ſtets treiben, Un⸗ verzüglich fortzugehn⸗ Ja mit ſchnel⸗ lem Schritt zu laufen Zu dem Klei⸗ nod, das das Lamm, Uns mit Blute zu erkaufen, Hat gebracht ans Kreu⸗ zes Stamm. 3 6. Drauf will ich mich ſchlafen legen; Laß mich dir empfohlen ſein, Vater, gönne mir den Segen, Der am Leib und Geiſte rein Mich auch in der Nacht bewahre! Deine Gnade Schild, Bis ich meinem Schatz nachfahre Und erwach nach ſeinem Bild. Joh. Anaſt. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1783. Abend⸗Dank, Bitte, Gebet, Fürbitte. Mel. Jeſu, meine Freude. 1849. Pf'r Fanahin lanzem Orden Sich vor deinem Throne beug. 2. Vater, ich bin zu geringe Aller ſchen Hüter, Aller Lichter Licht; Da de Sonnen Prangen Abermals ver⸗ gangen Und die Nacht anbricht: So 1rc enns eh uit im ha d üäd. di 2* 4 Sein figna Anmesna. der e mein Gerfa 9 b ne Laß ücht zuri gr Geiſt de mich ſtetz dig der Erhuyhn len r K z laufen ea nod, s Lamm, Undt u d f 4 Hat gerate ſ A T. 6. Kf will ih n ze legen 5 nich dir ei. k ne mr da sn am 4 4 i d Tt bewahr Ree ſei Scid, Ren Sch T† ſens.. 3ah.* ehluzhuſt 2n, Nt Fütbit „ nt u, meite n u Ki, 1gi⸗ 10 ſhor⸗ 8 ₰. 1 4 3Ei rictäüit ' ffahre Un mh e oll Mund und Herz jetzund Dir ſein Abend⸗Opfer bringen Und dein Lob beſingen. 2. Ach, du haſt in Gnaden Von mir allen Schaden Treulich abgewandt. Daß ich nicht verdorben, Oder ſchnell geſtorben, Rührt von deiner Hand. Deine Treu, die täglich neu, Hat mir heute mehr beſcheret, Als mein Mund begehret. 3. Aber das Gewiſſen Klagt mit H innern Biſſen Meinen Undank an. Was ich dir verſprochen, Hab ich oft Prochen Und nicht recht gethan. ieh mich nicht vor dein Gericht, Höre meines Flehens Stimme, Straf wich nicht im Grimme. 4. Vater ſei mir gnädig, Mach mein Herze ledig Von der ſchweren Schuld; Denk an mein Erbarmen, Habe mit mir Armen Noch einmal Geduld; Chriſti Blut macht Alles gut, Und zum Fortgang beſſrer Werke Gib mir Kraft und Stärke. 5. Nun ich will im Segen Mich zu Bette legen, Hüter Iſrael, Ach, bewahr vor Sünden, Die nur Zorn entzünden, Schütze Leib und Seel. Träumet mir, ſo ſeis von dir, Daß, wenn ich im Schlafe liege, Sich der Geiſt vergnüge. 6. Laß die Cherubinen Mir zum Schutze dienen Vor des Satans NMacht; Denn bei ihren Waffen Kann man ſicher ſchlafen, Wenn der Feind glich wacht. Wende Noth und ſchnel⸗ len Tod; Hindre, was ſich ſonſt em⸗ pöret Und die Ruhe ſtöret. 7. Denk auch an die Meinen Und verlaſſe Keinen, Der in Kummer ſteckt, Stärke Leib und Glieder, Bis dein Arm uns wieder Morgen friſch er⸗ weckt. Wacheſt du, wir ſind in Ruh, Wenn gleich tauſend Feinde wüthen, Du kannſt wohl behüten. 8. Soll ich dir mein Leben Heute wieder geben, Machs, wie dirs ge⸗ f Ach, in Jeſu Wunden Geht man all ig 3 Weh e Stunden Selig aus der Du biſt mein und ich bin Abend⸗ Lieder. 1113 dein; Ei, ſo kann ich auch im Ster⸗ ben Nimmermehr verderben. M. Jer. Ketzler. Alter kurzer Abend⸗Segen. Mel. Chriſt, der du biſt. 1850. I) unten iſt der Sonne ein, Die finſtre Nacht bricht ſtark herein: Leucht uns, err Chriſt, du wahres Licht, Laß uns im Finſtern tappen“) nicht! *) wandeln. 2. Dir ſei Dank, daß du uns den Tag Vor Schadn, Gefahr und man⸗ cher Plag Durch deine Engel haſt be⸗ hüt Aus Gnad und väterlicher Güt! 3. Womit wir habn erzürnet dich, Daſſelb verzeih uns gnädiglich Und rechn es unſrer Seel nicht zu, Laß uns ſchlafen in Fried und Ruh. 4. Durch dein Engel die Wach be⸗ ſtell, Daß uns der böſe Feind nicht fäll, Vor Schrecken, Graun und Feuers⸗ Noth Behüt uns heut, o treuer Gokt! Nicol. Hermann, ſt. 1561. Jeſu Hirten⸗Treue auch im Schlafe. Mel. Jeſu, meine Freude. 1 8 51 Hjirte deiner Schafe, Der * C) von keinem Schlafe Etwas wiſſen mag, Deine Wunder⸗ güte War mein Schild und Hütte Den vergangnen Tag: Sei die Nacht auch auf der Wacht Und laß mich von dei⸗ nen Schaaren Um und um bewahren! 2. Decke mich von oben Vor der Feinde Toben Mit der Vater⸗Huld; Ein verſöhnt Gewiſſen Sei mein Ruhe⸗ Kiſſen, Drum vergib die Schuld; Denn dein Sohn hat mich davon Durch die tiefgeſchlagnen Wunden Gnädig⸗ lich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben Keine Noth betrüben; Sie ſind mein und dein. Schleuß uns mit Erbarmen In dein Vater⸗Armen Ohne Sorgen ein. Du bei mir und ich bei dir! Alſo ſind wir ungeſchieden, Und ich ſchlaf in Frieden. 1114 Abend⸗Lieder. 4. Komm, verſchleuß die Kammer Und laß allen Jammer Ferne von uns ſein. Sei du Schloß und Riegel, Unter deine Flügel Nimm dein Küch⸗ lein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh: So wird uns mit Nichten grauen Vor des Satans Klauen. 5. Wie, wenn ich mein Bette Heut zum Grabe hätte? Wie bald roth, bald todt! Drum haſt du beſchloſſen, Daß mein Ziel verfloſſen, Kommt die To⸗ des⸗Noth, So will ich nicht wieder dich; Lieg ich nur in Jeſu Wunden, Sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich thue In ver⸗ gnügter Ruhe Mund und Augen zu. Seele, Leib und Leben Hab ich dir ergeben, O du Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in Acht, Und erleb ich ja den Morgen, Wirſt du weiter ſorgen. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um Abwendnng aller Noth an Seele und Leib. Mel. Lobet Gott, unſern Herren. Oder: Ich dank dir, lieber Herre. 1852* Ich dank dir, Gott, e von Herzen, Daß du an dieſem Tag Mich haſt vor Lei⸗ bes⸗Schmerzen Und vieler andern Plag Durch deiner Engel Schaaren Mit einer ſtarken Hut Wolln gnädig⸗ lich bewahren, Als ein getreuer Va⸗ ter thut. 2, Ich bitte dich daneben Als dein geliebtes Kind, Du wolleſt mir ver⸗ eben All mein gethane Sünd, Die ich heut hab begangen Nach meiner Schwachheit groß, Darin ich bin empfangen, Sprich mich davon in in Chriſto los. .3. Du wolleſt mich beſchatten In dieſer finſtern Nacht Durch dein getreu Legaten Vors Teufels Liſt und Macht, Daß er mir, deinem Schafe, Nicht kränke Leib und Sinn, Wenn ich da lieg und ſchlafe Und meiner gar nicht mächtig bin; 4. Daß er mich nicht verſäume An meiner Leibes⸗Ruh, Noch durch viel ſchwere Träume Mich hoch er⸗ ſchrecken thu; Noch etwa böſe Dinge, Die wider Zucht und Ehr, Mir vor die Augen bringe, So ich doch übe nimmermehr. (5. Ja, daß er nicht geſchwinde Mit ſeinem Zauber⸗Spieß In Weib, Kind und Geſinde Ein böſe Krank⸗ heit ſchieß: Noch meinem Vieh was ſchade, Es ſei groß oder klein, Und mich mit Nichts belade, Es ſei denn, Herr, der Wille dein.) (6. Inſonderheit dem Drachen Durch deinen Engel ſteur, Daß er bei Nacht nicht mache Ein ſchrecklich Freuden⸗ Feur, Mein Armuth mir zu nehmen, So du mir haſt beſchert, Und mich hoch zu beſchämen Mit einem böſen Feuer⸗Heerd.).. (7. O, Herr, ſtoß ihn hinunte, Wenn er will zu uns gehn, Und hif, daß wir fein munter Des Morgens früh aufſtehn; Sowohl auch aus dem Grabe, Dem beſten Kämmerlein, Ge⸗ ziert mit ſchöner Gabe, Am jüngſten Tag uns wecken fein.) 8. Laß fröhlich mich aufwachen, glücklich meine Sachen Verrichten in Gebühr; Deine Gnade mir verleihe, O, Gott, von mir nicht weich, Dein Schutz mich ſtets erfreue Nimm mich alsdann auf in dein Reich! Barth. Ringwaldt, g. 1531, ſt. 1598. Abbitte und Gebet am Abend. Mel. Vater unſer im Himmelreich. Ich danke dir, liebreicher 1853. J Gott, Daß du mich heut vor Schand und Spott Und *) Dieſes Lied beſteht urſpruͤnglich aus 5 Verſen; daher V. 5. 6. 7. als Zuüſätze ge⸗ zeichnet ſind. Heil, das kommt allein von dir. —— ———— ſſ“ “ Wenn die Sonn geht herfür Auch ſchweren Fällen haſt behüt; Es kommt von deiner Gnad und Güt. Mein ganz Verderben ſt aus mir: Mein —— —— —— —— — —— bir — — ſſ“ — ——= S ==V— — — — — — 8 D J k, Vn g d und Smm ei le 1 1. f 1 lit Unmin 4 b“ 1 RIIBo — , — ☛ ½—— =— — ⸗ — — ſt ſei groß Mah HA Will den dderhettdenduen dei el ſteur, Dirti aEs Gn at Fa. d. b 1 Serr, ſite Wr vill zu ms u dat*cein Le ril e rehn, Soruhat 6 an beſten äöman ſie aerichöner Gch t Ta La veckn fin = fröhlic mihran W Nald E jeine Sata it — —— 8 n dene erie O. von mir ſcn ch ſtesz ater P uf in din ni a 4 1 nn, , Snttt mnſekſt — addak 1S Jr — Stand d tnit iarſiihts ban Vßn n Arnuthmun (So Ar haft bethn dot r ſchänen Mar Sem gitet a„ͤ 8 rtt. Rigwan i 1⁵ und Gänte9 V Abend⸗Lieder. 2. Wenn du nicht hätteſt mir ge⸗ reicht Den Gnaden Finger, wär ich leicht Gefallen auch ſo tief in Sünd, Als irgend ſonſt ein Menſchen⸗Kind. Ohn deine Hilf und Caunden Hend Fällt auch der Frömmſt in Sünd und Schand. 3. Doch bin ich gar nicht engels⸗ rein; Welch Menſch kann ohne Sünde ſein? Den alten Adam ich oft ſpür, Der mich anreizet für und für, Daß ich mein Herz Begierd und Sinn zur Eitelkeit ſoll neigen hin. 4. Ich klag an mein Unachtſam⸗ keit Vor dir, o Gott, mit Reu und Leid, Wie du auch ſelber haſt ge⸗ ſehn, Was oft aus Schwachheit iſt geſchehn. Den innern Menſchen hab ich nicht Mit Fleiß verwahrt nach meiner Pflicht. 5. Den Sinnen hab ich oft zu weit Den Zaum gegönnt zur Eitel⸗ keit. Ich habe Viel geredt, gedacht, Gehört, geſehen und vollbracht, Was mir nicht wohl geſtanden an Und ich jezt gar nicht wiſſen kann. 6. Aus Gnaden Alles mir vergib, Verbrenns im Feuer deiner Lieb, Erſtatt aus Gnaden ſelbſt für mich, Was mir noch fehlet, bitt ich dich, Dein Blut⸗Schweiß waſche mich ſo rein, Als wie du willſt, daß ich ſoll ſein. 7. Ich dank auch, liebſter Jeſu, dir Für alle Gaben, die du mir Erzeiget haſt von Kindheit auf Durch meinen ganzen Lebens⸗Lauf; Mir haſt du ſo diel Guts gethan, Daß ichs gar nicht erzählen kann. 8. Ich bitte, halt auch gnädiglich Dein Augen offen über mich, Daß mich der Feind mit Liſt und Macht Nicht überfall in dieſer Nacht. Vor Noth behüte Seel und Leib, Gefahr und Unglück von mir treib. 9. Gib, daß ich nach gepflogner Kuh Erwach, aufſteh und freudig thu. Was du haſt anbetohlen mir, Und einen zuten Wandel führ; Mit 1115 deinem Geiſte ſteh mir bei, Daß nichts Verdammlichs an mir ſei. 10. Vor einem böſen ſchnellen Tod, O du liebreicher frommer Gott, Mich heut und jederzeit bewahr; Laß bei mir ſein der Engel Schaar, Daß Satanas und ſein Geſind An mir ja keine Macht nicht find! Joh. Heermann, g. 1585, ſt. 1647. Allgemeine Abend⸗Andacht. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. Oder: Nun freut euch, lieben. , ch dank dir, Vater, daß 1854. 3 9 haſt Die Nacht⸗ Zeit bei dem Tage Erſchaffen, frei von Sorg und Laſt, Von Arbeit und von Plage; Daß man in Still ſie bringe zu Und Vieh und Menſchen ihre Ruh Zur Leibes⸗Nothdurft haben. 2. Herr, deine Weisheit, Güt und Macht Iſt nimmer zu ergründen, Du haſt es Alles wohl bedacht, Wie wir es ſtets empfinden; Gib, daß ichs ja je mehr und mehr Erkenne und dein Lob und Ehr Bei Tag und Nacht ausbreite. 3. Jetzt preis ich dich inſonderheit, Daß du aus lauter Gnaden Mich⸗ und die Meinen haſt auch heut Be⸗ wahrt vor allem Schaden. Herr, deine Treu verhütet hat, Daß ich in Schand und Miſſethat Nicht gröblich bin gerathen. 4. Dabei ich doch nicht leugnen kann, Viel Guts hab ich gelaſſen; Hingegen aber das gethan, Was du befiehlſt zu haſſen; Ich habe nicht ſo immerfort, Wie mir gebeut dein heilig Wort, Untadelig gewandelt. 5. Was aber noch verſehen iſt Und wie ich ausgeſchritten, Das hat verſöhnet Jeſus Chriſt, Da er am Kreuz gelitten. Um deſſen willen mir verzeih All meine Sünden und verleih, Daß ich mich teglich beſſrel 6. Nun ſtehet fort, o Herr, zu dir 1116 Abend Mein herzliches Verlangen, Daß du auch wolleſt ſein bei mir Jetzt, da der Tag vergangen, Mein Leib und Seele, Sinn und Muth, Mein Ehre und mein Hab und Gut In dieſer Nacht behüten. 7. Du wolleſt vor dem argen Feind In deinen Schutz mich faſſen, Daß er und die ſein Anhang ſein, In Ruh mich müſſen laſſen; Mich auch vor böſem, ſchnellen Tod, Vor Feuer und vor Waſſers⸗Noth Und allem Leid beſchirmen. 8. Erhalt durch deine Gnaden Hand Zu deines Namens Chren, Die mir mit Freundſchaft ſind verwandt Und ſonſt mir angehören. Gib, daß die Nacht und immerdar Dein heilger Engel uns bewahr Vor Unfall, Noth und Schaden! 9. Herr, laß mich ruhig ſchlafen ein, Hilf, daß mich Nichts erſchrecke, Und wenn die rechte Zeit wird ſein, Alsdann mich wieder wecke, Daß ich an meine Arbeit tret, Wenn ich zu⸗ vor hab durchs Gebet Dir meine Werk befohlen! 10. Verſchmäh, o Gott, mein Va⸗ ter, nicht Mein Seufzen, Bitt und Flehen; Laß, Jeſu, mich, du wahres Licht, Dich auch im Finſtern ſehen; O heilger Geiſt, am letzten End Mit deinem Troſt dich zu mir wend, Daß ich ſanft drauf einſchlafe! D. Joh. Ger hard, g. 1582, ſt. 1637. Bei dem Ausgang der Woche. Mel. Wie ſchön leuchtet der. 4 8 Ach will, o Vater, allezeit 1855 ¹ 3 Erheben deine Gütig⸗ keit, Daß du von ſo viel Jahren Mich haſt behütet wunderbar, Wieichs mein Lebtag immerdar Auch dieſe Woch er⸗ fahren. Singet, Bringet Gott, dem Herren, nah und fernen, Dank und Ehre: Jedermann ſein Lob vermehre. 2. Du führſt durch deinen Gna⸗ den⸗Schein Aus aller Trübſal, Noth Durch Chriſtum gibſt du deinen Geiſt, Mein ein Den, der zu dir nur ſchreiet. ſ ⸗Lieder. Der uns den Weg zur Buße weiſt Und innerlich erfreuet. Laß mich, Bitt ich, Deine Güte im Gemüthe fort empfinden Ohn Anfechtung mei⸗ 3 ner Sden 9 9 3. Herr, ſiehe du doch ja nicht an Das, was ich wider dich gethan In den verwichnen Tagen; Nimm zur Verſöhnung Chriſti Blut, Der uns gelitten hat zu Gut Und völlig ah⸗ ſe getragen, Was ſich Täglich Noch für Sünden in uns finden; drum wir Schwachen Zu dem Gnaden⸗Thren. uns machen. 4. Mein Leib und Seel und was ſonſt mein, Das ſoll dir, Herr, be⸗ 9 fohlen ſein, Ich will mich dir erge⸗ ben. Wend ab Noth, Angſt und Herzeleid, Du Vater der Barmher⸗ zigkeit, In meinem ganzen Leben, Daß ich Fröhlich Deinen Willen moͤg erfüllen, ſtets dich lieben, Auch die Lieb am Nächſten üben! 5. Gib, daß mir deiner Ruhe Tag innre Ruh befördern mag Durch deines Wortes Stärke; Daß mir daſſelb ins Herze dring Und hun⸗ dertfältig Früchte bring, Des Glau⸗ bens rechte Werke, Von dir Laß mir Brünnlein fließen, ſich ergießen, das k ni ich bleibe Stets ein Glied an deinem Leibe. 6. Verleihe, daß in dieſer Welt Mein Hoffnung ſei auf dich geſtellt Und ich dir ganz vertraue; Daß ich die wahre Ruh und Freud Erlange dort ohn einig Leid, Wenn ich Gott immer ſchaue. Durch dich Werdich Große Gaben ewig haben bei dir oben: Deinen Namen will ich loben. Um Seligmachung im Schlafen oder Wachen. 1. Theſſ. 5, v. 10. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. 1856 Jeſu⸗ ſei von mir eprie⸗ .☛ ſen Für die Gnade, die du heut An mir väterlich erwie⸗ en Ohne meine Würdigkeit; Thue hierzu noch dieß Gut Und laß nüch ——— — — ͦ—— —= — — — ——— 7 687 N 30 — IA rihlic dem u 2ſ 2 — J — — 2 in deinem Blut Die Vergebung mei⸗ Sünden Auch bei dir in Gnaden den. 1 in Und weil ich will ſchlafen ge⸗ hen, Gib mir deine Engel zu, Daß ſie um mein Bett her ſtehen, Mich zu ſchützen in der Ruh; Laß mich unter deinem Schutz Wider allen Satans⸗Trutz Durch den Glauben tapfer fiegen Und die Nacht fein ſ ſicher liegen. 3. Wend auch ab durch dieſe Hü⸗ Iu ter Von mir Schaden und Gefahr dane Und auch meine Hab und Güter dn h Väterlich dazu bewahr; Nimm dich en meiner gnädig an, Daß mich Nichts d gefährden kann, Laß mich deine En⸗ fiSchaaten Um und um fein wohl ewahren. 4. Sollte dieſe Nacht auch kom⸗ men Dein Gerichts⸗ und letzter Tag, Herr, ſo mache mit den Frommen Nich auch los von aller Plag; Mich zu deiner Rechten ſtell Und dieß gute Urtheil fäll: Komm her, jetzt will ich dir geben, Bei mir ewiglich zu leben! 5. Oder ſoll mein Lebens⸗Faden Sonſt abreißen dieſe Nacht, Alsdann habe Du aus Gnaden, Jeſu, auf mich hute Acht. Nimm mich nur im Glau⸗ ben hin, Wenn du willſt, ich willig bin, In dir, Jeſu, abzuſcheiden Zu den reinen Himmelsfreuden. 6. Iſt es aber auch Dein Wille, Daß ich heute leben ſoll, So laß mich fein ſanft und ſtille Schlafen und ausruhen wohl, Auch am Mor⸗ 4 friſch aufftehn Und an meine rbeit gehn, Die Du mir haſt auf⸗ Langen Hier in meinen Lebens⸗ n. 7. Hierauf geh ich hin zu Bette, 4 Schlafe, Jeſu, auf dein Wort, Kleb 18 hir an dir als eine Klette Schlafend, wachend, o mein Hort! Denn ich 5 llaube recht und wohl, Daß es da⸗ ei bleiben ſoll. Daß du uns willſt 8 1 ſiig machen, D0 wir ſchlafen oder Abend⸗ Lieder. 1117 Erwägung des künftigen Todes⸗ Schlafes und Aufwachens. Mel. O Chriſte, Morgen⸗Sterne. 1857. 35 dieſer Abend⸗Stunde Erheb ich meine Stimm Und lob aus Herzens⸗Grunde Gott mit den Seraphim. O Herr, mein Lied vernimm! 2. Du haſt ganz abgewendet Noth und Gefährlichkeit Und dich zu mir gewendet In dieſer böſen Zeit, Die voller Angſt und Leid. 3. Die Sünden mir vergeben, Die Strafe abgelenkt Und deinen reichen Segen mir völlig eingeſchenkt, Ge⸗ ſpeiſet und getränkt. 4. Mich und mein Hausgenoſſen, Sammt meinem Hab und Gut Haſt du ganz unverdroſſen Genommen in dein Hut, O reiche Liebes⸗Fluth! 5. Die Arbeit meiner Hände Haſt du befördert heut, Daß ſie gebracht zu Ende Mit großer Nutzbarkeit; Drum ich dein Lob ausbreit.— 6. Ich gebe dir die Ehre, O wer⸗ ther Herr und Gott! Hilf, daß ich ſie vermehre in Freud und aller Noth Und endlich in dem Tod. 7. Ich rühme deine Gaben Und bitte ferner dich, Wollſt Leib und Seele laben; Des Satans Macht zerbrich, So ſchlaf ich ſicherlich. 8, Dein ſtarker Arm mich decke, Wenn ich entſchlafen bin, Daß mich kein Unfall ſchrecke, Noch Etwas mei⸗ nen Sinn Zum Böſen neige hin. 9. Hilf, daß ich wohl erwäge, Was doch der Schlaf andeut: Wenn ich mich niederlege, Iſt mir mein Bett. allzeit des Grabes Aehnlichkeit. 10. Da ſterb ich gleichſam abe, Da hör und ſeh ich nicht, Da ruh ich wie im Grabe, Weiß nicht, was dann geſchieht, Bis dann der Tag anbricht.. 11. Bald ſteh ich auf mit Freuden, Empfinde neue Kraft Und ſchmeck in meinem Leiden des Wortes Gottes Saft, Das Troſt und Friede ſchafft. 1118 Abend⸗Lieder. 12. Alſo werd ich in Wonne Dort ſich verlaufen. Ach, gieb, daß meine Treu So groß, als deine ſei! lieblich ſchauen an Dich, Jeſu meine Sonne! Denn du für Jedermann, Für mich auch gnug gethan. 13. Darum, ob ich gleich ſterbe Am letzten Stündelein, Dennoch ich nicht verderbe: Zur Ruhe geh ich ein, Be⸗ freit von aller Pein.. 14. Eh ich von hinnen fahre, Bitt ich, o frommer Gott, Mich väterlich bewahre Vor böſem ſchnellen Tod: Hilf mir in aller Noth! 15. So bet ich alle Stunden In meinem Lob⸗Gedicht Und ſchlaf in Chriſti Wunden; Alsdann mir nichts gebricht: O Herzens⸗Zuverſicht! 15. Zu ſingen Lob und Chre Dir, Herr, bin ich bereit; Den ſchwachen Glauben mehre, daß ich nach dieſer Zeit Mit dir eingeh zur Freud! Conr. Hubert, ſt. 1686. Jeſu Hirten⸗Treue auch im Schlafe. Mel. Die Nacht iſt vor der Thür. 18 58 Kum„ angenehmer * Schlaf, brich an, gewünſchter Schatten, Laß ſich ein müdes Schaf Mit ſeinem Hirten gat⸗ ten, Dann decke mich mit Ruh In Gottes Armen zu! 2. Mein Hirte, bleib bei mir, Be⸗ ſchütze mich in Gnaden; Ich weiß, mir kann bei dir Der Höllen⸗Wolf nicht ſchaden. In deinem ſichern Schoos bin ich von Sorgen los. 3. Zwar hab ich heute mich Gar oft von dir verirret, Mein Herze hatte ſich In Sünden ganz verwir⸗ ret; Ich lief und ſtand und war In mancherlei Gefahr. 4. Jedoch du läßt mich nicht, Du ſuchſt mich zu erhalten, Du willſt aus Lieb und Pflicht Dein Hirten⸗ Amt verwalten und trägeſt meine Schuld mit Wohlthun und Geduld. 5. Du nimmſt mich freundlich an Und bringſt mich zu dem Haufen, Von deine treue Weide; Ach, daß doch lebenslang Mich nichts mehr von dir ſcheide; Mein Hirte halte mich, Ich halte mich an dich! ner deine Liebe, Daß keiner Feinde Macht Dein armes Schaf betrübe. Stell auch der Engel Schaar Mir ſi um mein Laher dar. 3r Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele.„ 18 59 Koun, o Sonne mei⸗ 4 ner Seele, Du, mein um Jeſu, komm zu mir Und beglänze nun die Höhle, Die mein Herz ge⸗ it M widmet dir, Komm und gieb uns dei⸗ nen Strahl, Daß wir jetzund allzu⸗ mal Deine Wunden mögen weiſen Und mit reinem Herzen preiſen! phir Und beweiſen ſchon von ferne dieſem Thränenthal Dort im blauen deſſen rechter Bahn Dein Schäflein 6. Mein Hirte, dir ſei Dank Für 7. Beweiſe dieſe Nacht Mir fer⸗ 8. Wird alſo dann mein Herz An nnt al deinem Herzen liegen, So fürcht ich if keinen Schmerz, So ſchlaf ich mit Vergnügen: Ihr Augen ſchlummert nü ein, Gott wi der Wächter ſein. C. S. Ulber, g. 1714, ſt. 1776. Dankbarlich verehrte und noch ferner erbetene Gnade Jeſu. 2. Schau, wie funkeln doch die Sterne, Schimmern dorten von Sa⸗. Dir, o Jeſu, deine Zier, Wenn nach Himmels⸗Saal Du mit Fried und 7 Freud umfangen, Wirſt in deinem l0 Jeſu prangen. h 3. Darum dank ich nun von Her⸗ ſſt zen Dir, o mein getreuer Gott, Daß ſit ed du mich vor Angſt und Schmerzen, uin Vor Gefahr und Aihen Tod Durchſ den ſtarken Engol utz Wider aller Feinde Trutz, Die da wider mich ge⸗ wüthet, So genädig haſt behütet. 3 orß ſind deine Himmels⸗Ga⸗ ben, Groß iſt deine Hand und Güt, Die bisher gelabet haben Mein Ge⸗ müthe und Geblüt. Groß iſt deines Geiſtes Kraft Und der ſüße Segens⸗ Saft, Welcher alſo untermiſchet Mich ſ kräftig aufgefriſcet. 5. Waſche mich von meinen Sün⸗ den, Gib mir einen neuen Geiſt, Daß ich möge überwinden, Wenn der Lebens⸗Faden reißt. Alles, Alles mir vergib Und verbrenns in deiner Lieb, Welches meine Seele quälet, Sder ſonſten mir noch fehlet! 6. Oeffne deiner Güte Fenſter, eim Schleuß mich in das Herze ein; Laß ſdee ſchwarzen Nacht⸗Geſpenſter Weit inn von mir entfernet ſein. Ach, behalt in ia deiner Hut Leib und Seele, Hab und tn Gut, Daß ich nicht mit böſen Träu⸗ men Möge meine Ruh verſäumen! en 7. Geht nur hin, ihr matten Glie⸗ m der, Eilet eurem Schlafe zu: Holet eure Kräfte wieder Durch die ſanfte Abend⸗Ruh. Meine Seele, du allein zn Mußt anjetzo wachſam ſein, Dich von an dieſer Welt entbrechen Und mit dei⸗ mnt ua nem Gott beſprechen ſelig ſchlaf 8. Nun, ſo will ich ſelig afen, 68 made e Ach, mein Jeſu, ſchütze mich! Sende 2 d at ant deiner Engel. Waffen Und behüte n n gnädiglich Mich vor aller Angſt und 3 d Kommg e Roth, Und wenn kommt herbei der tohl Da nſ di Tod, Ach, ſo nimm am letzten Ende anda uen ann gib und Seel in deine Hände. E ———— Des Leidens Jeſu Kraft zu ſanfter Ruhe. Mel. Die Nacht iſt vor der Thür. 61860. Lumeahte kchan Kreuze liegen; Mein mattes Herz will ſich In deine Wunden ſchmiegen; Weh Ach, öffne dieſe Kluft Der Seele, die dnan da ruft! Ran 2. Geſchlagner Fels, nimm jetzt Wan Dein Täublein in die Ritzen; Das ew tdant Blut, daß du geſchwitzt, Laß mir i wt äm noch heute nützen, Daß es die Schul⸗ 1 ua höh Und mich von Sünden ſa 3 Zerbrich in dieſer Nacht Die 1i Macht der Finſterniſſe, Daß ich bei 5 deiner Wacht Die Augen fröhlich 44 ——+—y— Abend⸗Lieder. 1119 ſchließe. Dein Dorn⸗Kranz ſtelle mir Ein Roſen⸗Kiſſen für. 4. Wirf mir den Purpur zu, Den du mit Blut beflecket, Daß er bei meiner Ruh Als Chren⸗Kleid mich decket; Vor dieſer ſchönen Tracht Ent⸗ färbt ſich ſelbſt die Nacht. Breit über meinen Schlaf Die ausgeſtreckten Armen Und laß dein armes Schaf An deiner Bruſt erwar⸗ men; Dein offner Seiten⸗Riß Sei mir ein Paradies. 6. Laß einen Schlaf⸗Trunk mir Aus deinen Wunden fließen Und deine Lippen hier Zu guter Nacht mich küſſen, Weil mich nach dir nur dürſt, O du mein Lebens⸗Fürſt! 7. Kein Teufel ſoll mich hier Von deinem Kreuze reißen; Ich will es mein Panier Und meine Frei⸗Statt heißen; Wo dieſes Zeichen ſteckt, Da bin ich wohl bedeckt. 8. So ſchlaf ich ruhig ein Auf dein Verdienſt und Leiden, Es kann mich keine Pein Von deiner Liebe ſcheiden; Aus Liebe wünſch ich mir Zu ſterben gar mit dir! Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 1737. Abend⸗Lied aus dem heiligen Vater⸗Unſer. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. 1861 iebſter Vater, ſoll es XI.& ſein, Daß ich heut an dieſem Tage Letztmals mit Gebet er⸗ ſchein Und dir meine Noth vortrage, Ach, ſo richte meine Sinnen Nach den hohen Himmels⸗Zinnen! 2. Tauſend und viel tauſendmal Sei, o Vater, hochgeprieſen, Daß in deiner Kinder⸗Zahl Du mir eine Stell gewieſen, Daß ich dich hab lernen ken⸗ nen Und in Chriſto Vater nennen! 3. Heilig, heilig, heilig ſei Deines hohen Namens Ehre, Deine Güte mancherlei, Deine Kraft und wahre Lehre, Ich will dich dort ewig loben, Wenn ich bin zu dir erhoben! 4. Dein Reich haſt du auch zu mir Hier in Gnaden laſſen kommen, Mich .—— —— 8 1 — 8 4 eate ⁰] 4———- en 6—— ——————. 8*—* 85 4 9 3— 8 b45“— 3—— 4—— 8„ 2 1 8 .— 8* 88—— 5 1 *—*— m. —— 2— 8 1 8 8* 4 *——— 2 2“. 4 1* qeee e veee— ““————. 3* 4 ———. 8 99—————. K — 5—————— 1 4 ee 5—.———— “ e„“ 4——“ ——— 1“„—— 1—— 3— ——— 3——— 4 2— ———.— 3 g 4——— „—— 8 4 . ſſſſſ 8—— ———— —*——,———. 5 4— 4—— .——— 85 ——— 8 3 —.—— 1120 berufen und zu dir Aus des Satans Macht genommen. Jeſus hat mir Heil und Frieden Durch ſein Blut und Tod beſchieden. 5. Darum wart ich mit Begier Ganz getroſt aufs Reich der Ehren; Nichts durchaus iſt mehr allhier, So mich ſoll davon abkehren; Komm, o König, laß erſcheinen, Was ich hoff, und all die Deinen! 6. Deinem Willen will ich mich Ganz zu einem Opfer geben, Hab ich hier nicht völliglich Nach demſelben können leben, So werd ich doch dort erfüllen Mit den Engeln deinen Willen. 7. Täglich Brodt und Mancherlei, Was zu meinem Stand gehöret, Haſt du, Vater, mild und treu, Mir Zeit⸗ Lebens auch beſcheret; Nun du Him⸗ mels⸗Brodt willſt geben, Laß ich gern dieß arme Leben. b 8. Bleiben gleich die Meinen hier, Die mich länger möchten ſehen, So weiß ich, daß nur bei dir Steh ihr Weh und Wohlergehen; Ich befehle deiner Güte, Was mir lieget im Ge⸗ müthe. 9. Nun, o Vater, laß du mir Alle Schulden ſein vergeben, Daß ich frei und rein zu dir Fahr aus dieſem Sünden⸗Leben; Jeſus hat mir Gnad erworben, Mit ihm iſt die Schuld geſtorben. 10. So vergeb ich auch gar leicht Wie du, Vater, haſt geheißen; Aller Zorn und Rache weicht, Ich will lauter Lieb erweiſen; Weil du, Gott, ſelbſt Viel erlaſſen, Will ich auch Niemanden haſſen. 11. Rückt der letzte Kampf herzu, Tobet heftig Sünd und Hölle, Daß ſie mir die Himmels⸗Ruh Raub und meinen Glauben fälle, So ſteh mir auf meiner Seiten, Die Verſuchung zu beſtreiten. 12. Mach mich alles Uebels los, Gib der Sünden⸗Noth ein Ende; Ich ergebe ganz und bloß Mich in deine Abend⸗Lieder. erlöſen! 13. An dem Allen zweifl ich nicht, Denn du biſt der Himmels⸗König, Zu dir iſt die Zuverſicht, Welt und Höll iſt dir zu wenig; Deine Kraft wird ewig ſtehen, Deine Herrſchaft nie vergehen! V. Ludw, v. Seckendorf, g. 1626, ſt. 1692. Frohes Schließen der Augen in Gottes Namen. In eigener Melodie. ein Augen ſchließ ich 1862. M jetzt In Gottes Na⸗ men zu, Dieweil der müde Leib Be⸗ gehret ſeine Ruh; Weiß aber nicht, ob ich Den Morgen möcht erleben, Es könnte mich der Tod Vielleicht noch heut umgeben. 2. Drum ſäg ich dir, o Gott, Von Herzen Lob und Dank, Ich will auch ſolches thun Hinfort mein Lebenlang, Weil du mich dieſen Tag Haſt wol⸗ len ſo bewahren, Daß mir kein Un⸗ gelück Hat können widerfahren. 3. Du haſt des Teufels Zorn Von mir ganz abgewehrt, Der als ein grimmger Löw Zu freſſen uns begehrt; Beſchütz auch dieſe Nacht Mich, Herr, durch deine Waffen, Leib wird liegen ſchlafen. Durch Träume mich berühr; Auch deinen Engel ſetze, Daß mich der Satan nicht Durch ſeine Liſt verletze.. 5. Alſo, wenn morgen ich Des Tages Licht erblick, Ich mich gar willig dann Zu deinem Lobe ſchich. Ihr Sorgen, weichet hin; Du aber, Herr, verleihe Den Gliedern ihre Ruh, Daß mir der Schlaf gedeihe.. 6. Und ſo ja dieſe Nacht Mein Ende käm herbei, So hilf, daß ich in dir, O Jeſu, wacker ſei; Vater⸗Hände, Wolleſt mich von allem ſeliglich Und ſanft von hinnen ſcheide, Böſen, Wie du weißt und kannſt, Wenn, als des Todes Bild, Der 4. Regiere mein Gemüth Und richt es ganz zu dir, Daß keine böſe Luſt mir An meine Seite 0 Auf daß ich ==— gS — = — — = — V 5 veng. dn ehen, Daine h. 1 dim 1 4 Lw,y. Seamdorf Äl 12dtüiein i 1 Gottes Aunn N iigentr Tu 5 Srt jezt n etee 1 Dewei de 1 4 ine KRuh. Wh 1n i den Norgen ni 1 te mich dr Ai n „[nb Ma h 112 mi diin ai. * wabren, Daznih ict knnen virtn du haſt des dh rir ganz ahewen. 5 umger Lör Aſf 6 W di hit ffen * Sträume nih bi 3 = gl ni umen p nit dremnitärt o vm un Lit etlt, 1n — au dun ſ — — — 1rren, väd, — kebeda hn 3 68 NA dlnd ſa ſ Kt Jeveri Na 5 127 rlng 4 6 1 Dann führe meine Seel hinauf zur Himmels⸗Freude 3 M. A. v. Löwenſtern, g. Sonn⸗ und Feſt⸗Tags⸗Abend⸗Lied. Mel. Nun ſich der Tag geendet hat. . un bricht die finſtre 1863. U Nacht herein, Des Tages Glanz iſt todt; Jedoch, mein Herz, ſchlaf noch nicht ein, Geh, rede vor mit Gott! 2. O Gott, du großer Herr der Welt, Den Niemand ſehen kann, Du ſiehſt mich ja in deinem Zelt: Hör auch mein Seufzen an! 3. Der Tag, den ich nunmehr vollbracht, Der war beſonders dein; Drum hätt er auch bis in die Nacht Dir ſollen heilig ſein. 4. Vielleicht iſt dieſes nicht ge⸗ ſchehn: Denn ich bin Fleiſch und Biut Und pfleg es öfters zu ver⸗ ſehn, Wenn gleich der Wille gut. 5. Nun ſuch ich deinen Gnaden⸗ Thron: Sieh meine Schuld nicht an Und denke, daß dein lieber Sohn Für mich genug gethan. 6. Schreib Alles, was man heut elehrt, In unſre Herzen ein Und aaſſe die, ſo es gehört, Dir auch ge⸗ horſam ſein. 7. Erhalte ferner noch dein Wort Und thu uns immer wohl, Damit man ſtets an dieſem Ort Gott diene, wie man ſoll. 8. Indeſſen ſuch ich meine Ruh: 9 Vater, ſteh mir bei Und gib mir iner Enge zu, Daß er mein Wäch⸗ er ſei! 9. Gib Allen eine gute Nacht, Die heute recht gelebt, Und beſſre den, der unbedacht Hat wider dich geſtrebt. 10. Wofern dir auch mein Thun gefällt, So hilf mir morgen auf, Daß ich noch ferner in der Welt Voll⸗ bringe meinen Lauf. 11. Und endlich führe, wenn es Zeit, derem, Mich in den Himmel ein: Da wird in Abend⸗Lieder. 1594, ſt. 1648. 1121 deiner Herrlichkeit Mein Sabbath ewig ſein. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Sehnſucht nach dem Ende der mühſeligen Wallfahrt. Mel. Nun ruhen alle Wälder. un geht der Tag zum 1864. n Ende, Herr Jeſu, geh behende Mit mir zur Herberg ein; Mein Schutz⸗Herr, mein Beglei⸗ ter, Geh doch von mir nicht weiter, Du wolleſt allzeit bei mir ſein! 2. Du wolleſt für mich ſorgen Vom Abend bis an Morgen In dieſer ar⸗ gen Welt, In dieſer Mörder⸗Gruben, Da oftmals böſe Buben Mir liſtig haben nachgeſtellt. 3. Mein Leben mir zu nehmen; Doch darf ich mich nicht grämen, Wenn du nur biſt bei mir, So lang ich werde wallen, Nach deinem Wohlge⸗ fallen, Auf dieſer böſen Welt allhier. 4. Mein kummervolles Leben, Das du mir haſt gegeben, Iſt Jammer, Angſt und Noth, Bis ich zu dir werd kommen Dort in das Land der From⸗ men Durch einen ſanften ſelgen Tod. 5. Ich bin des Lebens müde, Herr, laſſe mich im Friede Aus dieſer Wan⸗ derſchaft Getroſt von hinnen fahren Zu deinen Engel⸗Schaaren Durch deines heilgen Geiſtes Kraft. 6. Laß mich ganz fröhlich reiſen, Jedoch zuvor mich ſpeiſen Mit dei⸗ nem waßren Leib, Mit deinem Blut mich tränken, Darnach insGrab verſen⸗ ken, Bis in den Tod auch bei mir bleib. 7. So kann ich ſelig ſterben Und mit den Himmels⸗Erben Vor deinem Throne ſtehn, Da werd ich nach dem Leiden Zur ſüßen Himmels⸗Freuden Ins ewge Leben fröhlich gehn. Um den Schutz Jeſu. Mel. Was mein Gott will, das. 1865 Nun hat auch dieſer . A Sonnenſchein Und dieſer Tag ſein Ende. Wer wird nun ferner bei mir ſein, Daß ſich mein Kummer wende? Es fällt mir bei, — 71 112² daß Chriſtus ſei Ein Vater aller Frommen, So wird er dann, der treue Mann, Zu Schutz auch zu mir kommen. 2. Ach, Jeſu, meines Lebens Licht, Mein Heiland, meine Krone, Verlat doch nun dein Schäflein nicht, Mit Gnaden bei mir wohne! Bleibſt du mein Schutz, ſo biet ich Trutz Den ſchwarzen Fin terniſſen, Durch deine Kraft, die Alles ſchafft, Wird Unfall weichen müſſen. 3. Vergib mir, was heut wider dich Ich armes Kind begangen, Und laß, o ſüßer Jeſu, mich Zu deiner Gnad gelangen! Gedenke nicht, o du mein Licht, Der Größe meiner Sünden; Laß aber heut und allezeit Mich, Herr, Vergebung finden! 4. Zu deinem Schutz ich ſtets be⸗ fehl Mein Leib, mein Gut und Le⸗ ben, Beherrſche ferner meine Seel, Gehorſam dir zu geben. Nimm mei⸗ nen Sinn und Alles hin Und mich ſo weislich führe, Daß, wenn ichſterb, das Freuden⸗Erb Des Himmels nicht verliere. 5. Laß dieſe Nacht mich haben Ruh Durch deiner Liebe Schirmen. Sprich meiner Seele tröſtlich zu, So werd ich vor den Stürmen der Noth und Pein geſichert ſein, Sonſt müßte mir wohl grauen; Auch werd ich ſo geſund und froh Den Morgen wie⸗ der ſchauen. 6. Mein Leib ſchläft dann geruhig ein, Die Seel laß aber wachen. Mein Heiland, mein Hort, du allein Wirſt Alles alſo machen, So lang ich werd auf dieſer Erd Noch etwa müſſen wallen, Daß all mein Werk durch deine Stärk Dir möge wohlgefallen. D. Joh. Laſſenius, g. 1636, ſt. 1692. Abend⸗Lied am Sonntage. Mel. Mein Augen ſchließ ich jetzt. 1866 Nun iſt der Abend da, . mein Jeſu, gute Nacht! So iſt der liebe Tag nun abermals vollbracht; Ach, aber du Abend⸗Lieder. allein kannſt alle meine Sachen Und auch die finſtre Nacht mir gut und lichte machen. 2. Ich lege nun hiermit die Kleider von mir hin Und denke, daß ich doch ß ganz ohne Kleid nicht bin. Mein Glaube hüllet mich, o Herr, in deine Wunden, Da hat mein Geiſt das Kleid für Tag und Nacht gefunden. 3. Ich ſchlafe nunmehr ein, ach, wache du für mich! Wo du, mein Jeſu, wachſt, da ſchläft man ruhig⸗ lich. Mein Auge ſchläft zwar ein, doch will mein Herze wachen. Ach, könnt ich auch den Traum mir wohl zu Nutze machen! 4. Nimm, eh die Nacht vergeht, des Tages Sünden hin, In die ich, leider, heut auch je gerathen bin. Ver⸗ gib, vergiß und brich des Satans ſchlimme Ränke, Womit er mich viel⸗ leicht heut auch zu ſtürzen denke. 5. Behüt, o ſtarker Gott, mich und mein ganzes Haus, Breit um und über uns die Gnaden⸗Flügel aus. Laß keinen Unfall nicht, kein Grauen uns erſchrecken Und mor⸗ gen wieder uns zu deinem Lob er⸗ wecken. 6. Bräch aber auch die Nacht mein Ende ſelbſt herein, So leb ich dir, mein Gott, ſo ſterb ich dir allein Und hoff in Ewigkeit, mit den ent⸗ ſchlafnen Alten Den ſtillen Sabbath dort ohn eine Nacht zu halten. M. G. B. Scharf, g. 1676, ſt. 1744. Vergleichung unſerer mit Anderer unglücklichen Abende. Mel. Der Tag iſt hin, mein. un iſt es Zeit, die 1867. U Arbeit zu beſchließen Und wiederum der Ruhe zu genie⸗ ßen, Der Tag iſt hin, die Arbeit iſt ſchlummern an. 2. Schlaf aber ja nicht ein, du mein Gemüthe! Verwundre dich zu⸗ vor, daß Gottes Güte Dich unver⸗ gethan; Mein Auge fängt bereits zu Rut ni it k 85 Win ſenr 1 Gorgen b ſie heant wegt rlitu fh u Wii Gett Rt tnun u wigde 4 ln ſih ſnd le nan Ö 5 6 kaß 1 ta at af la dernen ie —— = ööͤö—ͤZö ient mit ſeiner Mildigkeit Wie ein dewält von Roſen überſchneit. 3. Ich bin eſund, ſatt, ſicher, ohne Sorgen, Mich ſtöret Nichts bis an den lichten Morgen. Ein gut Gedanke wiegt mich in die Ruh: Ein Engel ſteht und deckt mich freund⸗ lich zu. 4. Mein Gott läßt mich ein wei⸗ ches Bett erquicken, Wie Mancher muß anjetzt die Steine drücken! Wie Mancher ſteht im Regen, Schnee und Wind Und ſieht umher, Wo ſeine Feinde ſind! 5. Wie mancher iſt auf einem Pürſten Lager Ein Lazarus und ſicher Schmerzen⸗Trager Und füllt die Luft mit ſeinem Angſt⸗Geſchrei, Als ob ſein Bett auf lauter Dornen ſei! 6. Wie mancher muß den Flam⸗ men nackt entlaufen, Wie Mancher See und Waſſer in ſich ſaufen, Wie Mancher wird verjagt von Hab und Gut, Wie Mancher liegt und ſchnaubt in ſeinem Blut! 7. Der bricht den Hals und Die⸗ ſer wird erſchlagen, Ein Andrer ſieht Geſpenſter, die ihn jagen, Ein Andrer ſteigt durch tödtliche Gefahr Dem Monden nah und wird es nicht ge⸗ wahr. 8. Viel läßt der Geitz und ange⸗ füllte Kaſten, Viel Hungers⸗Noth, Viel große Schuld nicht raſten, Viel Andern läßt ein widerwärtger Traum Und ängſtlich Herz zum Schlafe kei⸗ nen Raum. 9. Dort findet man, die jetzt mit Spiel und Saufen Dem Höllen⸗ Wirth zu Knechten ſich verkaufen; Hier läuft ein Paar den feilen Lüſten nach; Da ſteigt ein Dieb dem Näch⸗ ſten ins Gemach. 10. Ich danke Gott, ich lieg in ſicheen Pfählen Und fühle Nichts, das mir die Ruh kann ſtehlen; Je⸗ doch ich habe Fleiſch und Blut noch an Und bin ein Menſch, dem was begegnen kann. Abend⸗Lieder 1123 11. Ich bin ein Menſch und lege mich jetzt nieder. Mein Schlaf und Tod ſind mit einander Brüder. Mein Lebens⸗End iſt ſtündlich vor der Thür, Vielleicht liegt heut mein Sterb⸗Stroh imter mir. M 6 12. Ich bin ein Menſch, doch au des Höchſten Erbe. Ich wach, ich ſchlaf, ich träum, ich leb, ich ſterbe, So bin ich ſtets in Gottes Vater⸗ hand; Mein kleinſtes Haar iſt ihm nicht unbekannt. 13. Er gibt mir Schutz, Geſund⸗ heit, gut Gewiſſen, Vergnügtes Herz und ſanftes Ruhe⸗Kiſſen, Er hat mir auch den Himmel zugeſagt: Ge⸗ bu f mach es ſonſt, wies ihm ehagt! 14. Ich ſchließe nun auf meines Jeſu Wunden, Wodurch er mich von aller Schuld entbunden, Die Augen zu und denke nirgends an, Als daß ſein Blut genug für mich gethan. 15. Ihm hab ich Leib und Leben anbefohlen. Will er mich heut, will er mich morgen holen, Er komme, wie und wenn ers gut befindt. Mein letztes Wort ſoll ſein: Ich bin dein Kind. Joh. Feske. Andenken künftiger Ruhe bei der allgemeinen Nacht⸗Ruhe. In eigener Melodie. — un ruhen alle Wäl⸗ 1868. U der, Vieh, Men⸗ ſchen, Städt und Felder, Es ſchläft die ganze Welt: Ihr aber, meine Sinnen, Auf, auf, ihr ſollt begin⸗ nen, Was eurem Schöpfer wohlge⸗ ällt!. 2. Wo biſt du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, Die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin: Ein andre Sonne, Mein Jeſus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen ſcheint. 3. Der Tag iſt nun vergangen, Die goldnen Sternlein prangen Am blauen Himmels⸗Saal: So werde 71* 1124 ich auch ſtehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus dieſem Jam⸗ merthal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Legt ab das Kleid und Schuhe, Das Bild der Sterblichkeit; Die zieh ich aus, dagegen Wird Chriſtus mir an⸗ legen Den Rock der Ehr und Herr⸗ lichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände Sind froh, daß nun zum Ende Die Arbeit kommen ſei. Herz, freu dich, du ſollſt werden Vom Elend dieſer Erden Und von der Sünden⸗ Arbeit frei! 6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Betten ihr begehrt: Es kommen Stund⸗ und Zeiten, Da man euch wird be⸗ reiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen ſtehn verdroſſen, Im Hui ſind ſie geſchloſſen: Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm ſie zu deinen Gnaden, Sei gut für allen Schaden, Du Aug und Wäch⸗ ter Iſrael! 8. Breit aus die Flügel beide, O Jeſu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verſchlingen, So laß die Engel ſin⸗ gen: Dieß Kind ſoll unverletzet ſein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Theil An deinem Seelchen findt: Das Soll heute nicht betrüben Ein Unfall noch Gefahr! Gott laß euch ruhig ſchlafen, Stell euch die goldnen Waf⸗ fen Ums Bett und ſeiner Engel Schaar! Paul Gerhard, g. 1606, ſt. 1676. Kinder⸗Wiegen⸗ und Abend⸗ Lieder. Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten. .Al 2◻ un ſchlaf, mein liebes 186 11 Kindelein, Und thu dein Aeuglein zu, Denn Gott, der will dein Vater ſein; Drum ſchlaf in guter Ruh.. Abend⸗Lieder. 2. Dein Vater iſt der liebe Gott Und wills auch ewig ſein, Der Leib und Seel dir geben hat, Wohl durch die Eltern dein.:: 3. Und da du warſt in Sünd geboren, Wie Menſchen⸗Kinder all, Und lagſt dazu in Gottes Zorn Um Adams Sünd und Fall,: 4. Schenkt er dir ſeinen lieben Sohn, Den gab er in den Tod, Der kam auf Erd vom Himmels⸗Thron, Half dir aus aller Noth.„ 5. Ein Kindlein klein ward er ge⸗ born, Am Kreuz ſein Blut vergoß, Damit ſtillt er ſeins Vaters Zorn, Macht ſich von Sünden los., 6. Hör, was dir Chriſt erworben hat Mit ſeiner Marter groß: Die heilge Tauf, das ſelge Bad Aus ſei⸗ ner Seite floß.ü,: 7. Darin biſt du nun neu geborn Durch Chriſti Wunden roth, Ver⸗ ſchlungn iſt Gottes grimmgr Zorn; Dein Schuld iſt quitt und los. 8. Mit ſeinem Geiſt er dich auch krönt Aus lauter Lieb und Treu, Der in deinm zarten Herzlein ſtöhnt Und machet dich ganz neu. 9. Er ſend dir auch ſein Engelein Zu Hütern Tag und Nacht, Daß ſie bei deiner Wiege ſein Und halten gute Wacht.,: 10. Damit der böſe Feind kein bringt dir Alles Chriſti Heil; Drum ſei ein ſelig Kind., 11. Dem Vater und der Mutter dein Befiehlt er dich mit Fleiß, Daß ſie dein treue Pfleger ſein, Ziehn dich zu Gottes Preis.„: 12. Dazu das liebe Jeſulein Ge⸗ ſellt ſich zu dir fein, Will dein Im⸗ manuelchen ſein Und liebes Brüder⸗ lein. 13. Drum ſchlaf, mein liebes Kin⸗ delein, Preis Gott, den Vater dein, Wie Zacharias Hänſelein, So wirſt du ſelig ſein. 14. Der heilge Geiſt, der ſegne dich, Bewahr dich allezeit, Sein heil⸗ ar bekane l Fli 1 * eur but Un wenne Wa dnt dine kath aler S üll dretud, J a dd ader AMgagg für hn ſet a Lm ic aſ icht Rawerſcht a Wct, i ho dün nau 1 na au. Daruuf lasſdfef rahtſetnt muig ſein⸗ d Rine — h iner Mo . da ſi Vundn ſtu a Guts gm Deiſ d.= iſt aut eton A lauter L Der m zarten Henti Zu*A Tag und N Vo ihr habt euren Lauf! Ich ger Nam behüte dich, Schütz dich vor allem Leid. 15. Amen, Amen! Ja, das iſt wahr, Das ſagt der heilge Geiſt, Geb Gott, daß du von heut zu Jahr Ein gottſelig Menſch ſeiſt! ,: M. Joh. Mattheſius, g. 1504, ſt. 1565. Frohe Nacht unter einem ver⸗ ſöhnten und für uns wachenden Gott. Ju bekannter Melodie. 1870 Nun ſich der Tag ge⸗ 74◻U. IM endet hat Und keine Sonn mehr ſcheint, Schläft Alles, was ſich abgematt Und was zuvor geweint. 2. Nur du, mein Gott, haſt keine Raſt, Du ſchläfſt noch ſchlummerſt nicht; Die Finſterniß iſt dir verhaßt, Weil du biſt ſelbſt das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich In dieſer ſchwarzen Nacht Und ſchente mir genädiglich Den Schirm von deiner Wacht! 4. Wend ab des Satans Wüthe⸗ tei Durch deiner Engel Schaar, So bin ich aller Sorgen frei, So bin ich ohn Gefahr. 5. Ich fühl zwar wohl der Sün⸗ den Schuld, Die mich bei dir klagt an; Doch aber deines Sohnes Huld Hat gnug für mich gethan. 66. Den ſetz ich dir zum Bürgen ein, Wenn ich muß vor Gericht; Ich kann ja nicht verloren ſein In ſol⸗ cher Zuverſicht. 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, Wo it— baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Darauf thu ich mein Augen zu Und ſchlafe fröhlich ein; Mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh: Wer wollte traurig ſein? 9. Und alſo leb und ſterb ich dir, Du ſtarker Zebaoth! Im Tod und Abend⸗Lieder. 1125 Leben hilfſt du mir Aus aller Angſt und Noth. 10. Soll dieſe Nacht die letzte ſein In dieſem Jammerthal, So führ mich, Herr, in Himmel ein Zur aus⸗ erwählten Zahl! D. Joh. Friedr. Herzog, g. 1647, ſt. 1699. Alte Abend⸗Andacht. Mel. Nun laßt uns den Leib. 1871. B Jeſu Fauſter Heiland mein, Ich geh in mein Schlaf⸗Kämmerlein, Ich will mich legen in die Ruh: Schleuß du die Thür ſelbſt nach mir zu! 2. Verzeih mein Sünd aus Gnaden mir, Treib all ſchändliche Träum von hier, Breit über mich dein Flügel aus, So ſtehn die Engel um das Haus. 3. Behüt vor Feur und Waſſers⸗ Noth; Vor einem böſen ſchnellen Tod, Vor allem Uebel und Gefahr Mich und all fromm Chriſten be⸗ wahr. 4. Wenn ich nun ſchlaf, wach du für mich, Treib alles Unglück hinter ſich; Laß mich zu deinem Lob auf⸗ ſtehn Und fröhlich an mein Arbeit (ins Haus Gottes) gehn. 5.(Laß mich zu deinem Lob auf⸗ ſtehn Und fröhlich ins Haus Got⸗ tes gehn: So will ich dein Barm⸗ herzigkeit Loben und preiſn in Ewig⸗ eit.) Zuſatz. *6. Gott Vater, nimm mich in dein Hut, Gott Sohn, waſch mich mit deinem Blut, Gott, heilger Geiſt, erleuchte mich, Daß in den Himmel komme ich! 7. Und wenn du wirſt nach die⸗ ſem Lebn Den letzten Feierabend gebn, Die Ruh im Himmel iſt bereit In alle ewge Ewigkeit. 1126 Erinnerung der empfangenen und Bitte um fernere Wohlthaten Jeſu. I Mel. Nun ruhen alle Wͤlder. 1872.4 Groß ſind die Liebes⸗ Güter, Damit du michbeſchenkt: haſt zu meinem Leben Mür Unterhalt gegeben Und mich in deinen Schutz geſchränkt. 2. Ich habe deinen Segen allen meinen Wegen Mit Ueberfluß geſpürt, Daß mich an dieſem Tage Kein Ungkück, keine Plage Und auch kein Teufel hat berührt. 3. Durch deine treue Gnade Hat Die mich umgeben hatten? Du haſt gar kein Leid, noch Schade Mich ſch wachis Kind geplagt; Drum ſteh ich hier dund ſinge: Für alle ſolche Dinge Sei dir, Gott, gefagt „Allein bei deiner Güte hab ich nte ganz Gemüthe Viel Sündliches verübet Und dich, mein Vater, ſehr gekränkt. 5. Doch, weil ichs Und um Verzeihung ſchreie, Vergib mir meine Schuld; Ach, ſo Vergib die Sünde Und hilf mir, deinem Kinde, Huld! 6. Laß deiner Engel Schaaren Mich ſchützen und bewahren, Daß Abend⸗ Jeſu treuer Hüter, Du Rel. 1873. pfer aller Dinge Zuvor ein Lied von Auf ewig Dan V Von dir weit d abgelenkt! Ich habe dich betrübet, nun bereue Noch ferner aus mit deiner Lieder. gehen, So laß mich auferſtehen Za jenes Lebens Herrlichkeit! 3 M. Sal⸗Liskov, g. 1640, ſt. 1689. Bußfertiges Abend⸗Opfer. Mel. Wach auf, mein Herz, und. ſchlaf ein, mein Herz, und ſinge dem Schö⸗ Buße, Fall ihm betrübt Fuße. 2. Wie ſehr haſt du betrübet Den, der dich hat delieber, Den Geber aller Güter, Hüter. Den frommen Menſchen⸗ 3. Sind es nicht Sünden⸗Schatten, dich nicht gewehret, Da Satan dein begehret. 4. Gott will ein Opfer haben, Drum bringe deine Gaben? Dein Weihranch und dein Widder Sind eine Thränen⸗-Lieder. 5. Ach, ſeufze: Herr, ſei gnädig, Mach mich von Sünden ledig, Um Chriſti Blutes willen Laß deinen Zorn ſich ſtillen! 6. Gib, daß die Dunkelheiten Mir nicht ein Grab bereiten, Eh ich in meinen Sünden Kann Buß und Gnade finden. 7. Sprich doch: Mein Kind, nun liege; Trotz dem, der dich betrüge! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen; mich auch dieſe Nacht D nicht verletze, Roch mich in Unglück ſetze; Herr, decke mich Wacht! 7. Halt mich in deiner Liebe, Daß mich kein Leid betrübe, Und ſchnellen Tod; Gib auch, Schaden, 8. Nimm, Jeſu, Leib und Leben, Und was du mir gegeben, In deine Gnaden⸗ Hut! Ich will dich laſſen ſorgen, Jetzt dieſe Nacht und morgen Behüte du mein Hab und Gut. 9. Nun leg ich mich zu Dethe nis aller Noth mich rette, Und ſoll ich dieſer Zeit Durch ſanften Tod ent⸗ Der Teufel lück 8. Will gleich der Satan brüllen, mit deiner wende daß deine l Treue Mich abermals befreie Von Sturm und Feuers⸗Noth! Dein Gott will auf dich ſchauen. So laß ihm nicht den Willen, Daß ich kann ſanfte ſchlafen Bei deiner Engel Waffen. 9. Bedecke, Herr, dis Meinen, Ver⸗ laſſe heute Keinen, Daß ſie in deinem Segen Sich heute Naeogen 10. Und laß mich endlich morgen, Befreit von allen Sorgen, Aus mei⸗ nem Bette gehen, So will ich dich erhöhen. 11. Schlaf nun, mein Herz, und ruhe Und glaube, daß Gott thue, Was deine Seufzer bitten. Du ſchläfſt, Gott will behüten! Benj. Schmolk, g. 1672, ſt. 1737. —* 2 “ ““ thuen 1 1 daß mi 3 8 3 ul Tügen 1 üe N on Viedul tu eemari d,„Daß duh viel 4 batonde hriſtun Aadt Ru die * e — 8EE l xnes he pfer Vu 2 ä 4 8 eg 1 MN h 3 9 ſich 21 ( Sdaß die Duttn nich m irab bereitn, hir 8 A„ nnd — — — 11 1 2 1 * laß mi denaf rtig uh r zat Ans. cpei, n n fronm 3ur ez nicte e ee. ih eewehret N nn 3 41 ☛ rill in dir en d g ge deine Ga g 4 a i E luu: hm I aer von Sündni, 1 K. Sal, äte⸗ Pli 6 d mn bevilt i 4 9 6 11 4 9 eufhe. He, ſig. es willen Cijie nden Kannbhwee — doc. Mmr den, der hthe⸗ I, laß dr itgn dl Ee will uf ihta. gleich dr dtn an n rict d Ahr it ene ſtuün b behüten 4 denj. Shnol S9 habenn A M ri, d emn a Buß⸗Seufzer bei der Abend⸗Glocke. Mel. Chriſtus, der uns ſelig. 87 4 Gcllage⸗ Jeſu, an mein 1 ³ Herz, Rühre mein Gewiſſen, Damit aus der Sünden Schmerz Heiße Thränen fließen. Blicke mich wie Petrum an, Daß ich in mich ſchlage, Daß ich mag gedenken dran Und doch nicht verzage. 2. Weck mich durch den Glocken⸗ Schall Aus dem Schlaf der Sün⸗ den, Laß für meiner Schulden Fall Mich »* Erbarmung finden Und nimm mich Abend⸗Lieder. zu Gnaden auf, Meinen Glauben ſtärke, Daß mein ganzer Lebens⸗Lauf Sei voll Tugend⸗Werke. *3. Zeig dich mir, Herr Jeſu Chriſt, Wie du warſt gebunden, Wie ſehr du gemartert biſt Mit ſo vielen Wunden, Daß ich auch 8 Herrlich⸗ keit Durch viel Trübſal gehe Und nach überſtandnem Streit Dich, mein Jeſu, ſehe. 4. Dein Blut ſei mein Lebens⸗Saft Und mein Troſt im Leiden, Meiner Seele Stärk und Kraft, So ſterb ich mit Freuden In der Stunde letz⸗ ter Noth Wollſt du mein gedenken Und mein ſelig End, o Gott, Mir durch Chriſtum ſchenken! V. L. Megander, ſt. 1709. Nacht⸗Ruhe unter göttlicher Wache. Mel. Straf mich nicht in deinem. 1875 Holl mein Gott, die .A ſchwarze Nacht Dieſes Rund umſchränken, So wird ihre finſtre Macht Mich mit Schrecken kränken; Doch wenn du In der Ruh Mir gibſt dein Geſichte, Bin ich reich am Lichte. 2. Komm, du ſchattenvolle Zeit, Ruhe meiner Sorgen, Die du alles Herzeleid Bis an hellen Morgen Von uus lenkſt Und verſenkſt Von 1127 den müden Sinnen, Die den Schlaf beginnen. 3. Aber dir, Herr Zebaoth, Schö⸗ pfer dieſer Erden, Dir ſei Dank, daß du vor Noth, Allen Angſt⸗Beſchwer⸗ den Mich verſchont, Nicht belohnt Nach des Fleiſches Weſen, So mein Herz erleſen. 4. Laß indeß den ſcheinbarn Schwall, Allen Dampf der Sünden, Wie dieß Tages⸗Licht dießmal, Gott, mein Licht, vaſcwurhen Decke du Selber zu, O du Fürſt der Engel, Meiner Sün⸗ den Mängel. 5. Ja, wenn alle Regung weicht Von des Leibes Gliedern Und der ſüße Schlaf einſchleicht Zu den Augen⸗ liedern, So laß hier Ueber mir Deiner Engel Wachten Schutsreich übernachten. 6. Richte ſelbſt ein Bollwerk auf Um des Leibes Hütten, Daß der Höllen⸗Geiſter Hauf Mich laß unbe⸗ ſtritten. Gib die Schaar, Welche war Auf der Leiter Höhen Iſraels zu ſehen. 7. Laß durch Ruh die neue Kraft Geiſt und Adern rühren; Laß des Segens Eigenſchaft Mich im Schlaf auch ſpüren. Krankheits⸗Noth, Höll und Tod Laß mein Herz nicht nagen, Noch die Meinen plagen. 8. Wende vom Gemüthe weit Aller Träume Schrecken; Laß mich keine Nichtigkeit Der Gedanken wecken; Und wo nicht Dein Geſicht, Jeſu, ich empfinde, Jeder Traum ver⸗ ſchwinde.. 9. Und ſo dieſe Nacht ſich ſoll Leib und Seele ſcheiden, Ei, ſo laß mich glaubensvoll Gehn zu Himmels⸗ Freuden; Allermeiſt La den Geiſt In des Todes Ringen, Jeſu, dich, umſchlingen. 10. Nun wohlan, ich ſchließe zu Meine Augenlieder; Wache zur Zeit meiner Ruh, Wecke mich auch wieder, Damit ich Freudiglich Mor⸗ en deinen Namen Möge preiſen, men! — ))ſ——“ö—ö—“——“—b —— 1128 Beim Ausgang der Woche. Wel. Wer nur den lieben Gott,. No iſt die Woche nun 5 d H 8 er 8 1876. aeit ſen, Doch treuer Be gen ds Den erſt⸗ und beſten Wie ſich 6 Gott, deine Herze 4 dein Segens⸗Quell ergoſſen, So bin ich noch der Zuverſicht, Daß er ſich Abend⸗Lieder. 8. Und wenn ich morgen früh aufs Neue Den Sonntag wieder ſehen kann, So plict die Sonne deiner Treue Mich nh mit meuen Gna⸗ weiterhin ergießt Und mnaubor lich auf mich fließt. 2. Ich preiſe dich mit Herz und Munde; Ich lobe dich, ſo hoch ich kann; Ich rühme dich 5 Herzens⸗ Grunde Für Alles, was du mir ge⸗ than, Und weiß, daß dir durch Je ſum Chriſt Mein Dank ein ſüder Weihrauch iſt. den an: Ach ja, da theilt dein Wort 9. So will ich das im Voraus preiſen, Was du mir künftige Woche gibſt: Du wirſt es in der That er⸗ weiſen, Daß du mich je und immer liebſt Und leiteſt mich nach deinem Rath, Bis Leid und Zeit ein Ende hat. 3. Hat mich in meinen Wochen⸗ Tagen Das liebe Kreuz auch mit be⸗ ſucht, So gibſt du auch die Kraft zu tragen; Judem, es iſt voll Heil und Frucht In deiner Liebe gegen mir, Und darum dank ich dir dafür. 4. Nur etwas bitt ich über Alles; Ach, du verſagſt mir dieſes nicht: Gedenke keines Sünden⸗Falles, Weil du Gefal hr und Schmerzen Genäͤdig mich mein Jeſus aufgericht, Mein Jeſus, der die Miſſethat Auf ewig Negierer, Die Engel meine Führer, ſchon gebüßet hat. 5. Dein Schwur iſt ja noch nicht D gebrochen, Du brichſt lun nicht in Ewigkeit, Da du dem Sünder haſt verſprochen, Daß er, wenn ihm die Sünde leid, Nicht ſterben, ſondern gnadenvoll Als ein Gerechter leben ſoll. 6. Mein Glaube hallt an dieſem Segen Und will alſo den Wochen⸗ Schl luß Vergnügt und froh zurücke legen, Da der Troſt mich ergötzen muß: Daß ich ja ſoll in Chriſto dein Und ſchon in Hof ffnung ſelig ſein. Nach väterlicher Weiſe, Erdm. Reumeiſter, g. 1671, ſt. 1756, Verehrte und weiter erbetene Wohlthaten Gottes. Mel. Nun ruben alle Wälder „ o ſind des Tages 3Tages Stun⸗ 1877(. 9* den Hinwiederum ver⸗ ſchwunden, Der Leib eilt zu der Ruh: S kommt mein ſchwaches Leben, E Das mir der Herr gegeben, Dem Tode immer näher zu. 2. Ich danke dir von Herzen, Daß abgewandt⸗ Dein Geiſt war mein du leiteſt mich mit deiner Hand. 3. Du haſt mit Trank Aund d Speiſe, Den matten Leib genährt; Die Seel iſt auch ge⸗ labet, Mit ſüßer Kraft begabet, Dein Wort hat Licht und Troſt gewährt, „Ich bitte dich mit Thraͤnen Ich 1 Und vielem Herzens⸗ Sehnen, Ver⸗ gib die Sünden⸗Schuld, Waſch mich mit Chriſti Blute, Dein Tod komm mir zu Gute, Drum ze eige mir die Vater⸗Huld! 7. Doch d da mein Leben zugenom⸗ men, So bin ich auch der Ewigkeit dein mich ſchrecke, Dein Heil ſei meine Um eine Woche näher kommen Und warte nur der letzten Zeit, Da du die Stunde haſt beſtimmt, Die mich zu dir in Himmel nimmt. 5. Schleuß dieſe Nacht mich Ar men Aus Güte und Erbarmen I deine Arme ein, Gib, daß kein Feind Decke, Dein Licht im Dunkeln ſel mein Schein. 6. Laß mich und meine Sachen d me dhre 9 A. 19) krön * Nr mm. 8 A 44 ü6 8 de. N. m 7 da i dch 4 M N ei dint A Nan Oi 1 mir 1f6G6GGGMuGG S en ih n dus d nan en Sg e e ünede m E uh 1 m und 1 dat eit dnn E den eit nrif 1 ih wen taun win im b Athuun Gtt [8. Jpinddadhes 10* D denGinwiamn 4 rer Kit iit gnh 2. t ate dr vun hea G ·dd Shmern gi en ze2 Dein Geſt nur 1 b d den⸗ V 3 5 Zuute, den in ſier eht ſ D a uten i Bü. 6 G nn h. Aich nit deim n 3, 1 t mi dmime. ter Veſſ, u⸗ ier Krtt boh e, Dan ihat ein Engel⸗Heer bewachen, Steh den Frommen bei. Ach, hilf, daß unſre Seele Aus dieſer finſtern Höhle Zu dir, o Licht, gerichtet ſeei. 7. Soll mich nach deinem Willen Die Todes⸗Nacht umhüllen, Wohlan, ich bin bereit. Wer Jeſu ſich ergi⸗ bet Und ihn beſtändig liebet, Der wünſcht den Tod zu aller Zeit. 8. Willſt du nebſt andern Chriſten Das Leben mir noch friſten, So weck mich fröhlich auf; Gib, daß ich deine Ehre Mit meinem Leben mehre Und kröne mich nach dieſem Lauf! Jer. Joſephi, g. 1672, ſt. 1729. Beſchluß der Woche. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1878 io wird die Woche nun beſchloſſen, Da ſich die Nacht zur Ruhe neigt, Und gleichwohl iſt kein Tag ver⸗ ſloſſen, Der nicht von Gottes Gnade zeugt; Denn er hat mich nach ſei⸗ ner Macht An Leib und Seele wohl bedacht. 2. Wer weiß, was mir für Un⸗ gelüce Mehr, als zu nah geweſen iſte Man fühlt die ſchnellen Todes⸗ Stricke, Des Satans und des Flei⸗ ſches Liſt, Wenn Gott mit ſeiner En⸗ d Hut Im Wachen nicht das eſte thut. 3. Jedoch mit was für einem Le⸗ ben Hab ich den treuen Gott be⸗ lohnt? Er hat mir Zeit genug ge⸗ geben, Er hat der Schwachheit noch verſchont; Allein je mehr die Gnade grünt, Je mehr hab ich den Tod verdient. 4. Ach Gott, ich beichte meine Sünde: Nimm mich um deſu willen an, Daß ich in dieſem Lebens⸗Kinde Troſt und Vergebung finden kann. Jetzt ſcheinet noch die Gnaden⸗Zeit du eines Sünders Seligkeit. „5. Laß mich die neue Woch er⸗ blicken, Daß ich ins neue Leben geh Abend⸗Lieder. 1129 Und als ein Chriſt in allen Stücken Auf deinen Wegen feſt beſteh, Daß ich von groben Sünden frei Und in acht Tagen frömmer ſei. 6. Behüte mich vor ſchnöden Leu⸗ ten, Dabei man lauter Sünde lernt. Will mich die böſe Luſt beſtreiten, So gib, daß ſich mein Geiſt entfernt Und alle Süßigkeit veracht, Die uns der Hölle enſbar macht. 7. Alſo will ich dein Lob beſingen, So lange ſich die Zunge regt; Dein hoher Name ſoll erklingen, Weil Tag und Nacht die Zeit bewegt! Doch hilf mir in den Himmel ein: Da wird es ewig Sonntag ſein. M. Gottfr. Hoffmann, g. 1658, ſt. 1712. Um göttliches Licht bei finſtrer Nacht. Mel. Ach, was ſoll ich Sünder. 0 nerſchaffne Lebens⸗ 1879. 1 Sonne, Licht vom unerſchaffnen Licht, Das die Finſter⸗ niß durchbricht, Gehe auf zu mei⸗ ner Wonne Und beſtrahle meinen Sinn, Da man ſpricht: Der Tag iſt hin! 2. Finſter iſt mein ganzes Weſen, Und Aegyptens dunkle Nacht, Die die Höll hervorgebracht, Macht, daß ich nicht kann geneſen, Wo nicht deiner Klarheit Schein Meine Kräfte nimmet ein. 3. Ach, drum dringet meine Seele Aus der Sünden Dunkelheit Hin zu deiner Herrlichkeit, Die ich mir zum Troſt erwähle, Wenn der Finſterniß Verdruß Ich mit Schmerzen leiden muß. 4. Denn die Sünde bringt uns Leiden, Als die aus dem Abgrund iſt, Von dem, der durch ſeine Liſt Uns geführet in ein Scheiden Von der Liebe, die ſo zart Sich ehmals mit uns gepaart.. 5. Aber dein Licht iſt das Leben, Das die Todten wecket auf Und be⸗ —— 8 —— 4 1130 Abend⸗ Lieder. fördert ihren Lauf; O, was Freude erſchienen, War beſtimmet, Gott zu kann es geben! Nichts, als lauter Wolluſt iſt, Wo du Licht und Leben Erlöſer und mein Hort, Wie viel biſt. Laß mich dieſe Wolluſtſchmecken, Die ſo keuſch und ſauber macht, Daß ich Fremdes gar nicht acht. Reiße weg die Sünden⸗Decken, Welche machen, daß dein Glanz Mein Herz nicht erfüllet ganz. 7. O, daß doch der Abend käme, Da es ſoll ſo lichte ſein, Und des Geiſtes heller Schein Uns dir mache recht bequeme, Ja, was mehr, daß ich im Sinn Hören möcht: Die Nacht iſt hin! 8. Nunmehr iſt der Tag erſchienen, Der nicht ſeines Gleichen hat, Da der goldnen Gottes⸗Stadt Soll zur Sonn und Leuchte dienen Das Lamm Gottes, Gloria! Auf, Triumph, der Tag iſt da! Joh. Anaſt. Freylinghauſen, g. 1670, ſt. 1739. Sonn⸗ und Feſt⸗Tags⸗Abend⸗Lied. Mel. Auf, mein Herz, geb⸗ 1880. Tl en Srer maau vollendet ſeinen Lauf! Gott, der Herr, hat Vater⸗Hände, Und ſein Wohlthun hört nicht auf; Drum laßt eur Gebet und Singen Ihm das Abend⸗Opfer 4 4718 Alnſre müden Augen⸗ 1881. 1 lieder Schließen ſich bringen. 2. Herr, bei dem man alle Tage Rath und Hilfe kriegen kann, Höre, was ich jetzund ſage, Und nimm meine Seufzer an! Denn nichts An⸗ ders kann ich geben, Als nur deinen Ruhm erheben. 3. Und wer wollte das verſchwei⸗ gen, Daß Gott alle Menſchen liebt? Tag und Nacht ſind unſre Zeugen, Wie er ſo viel Gutes gibt; Denn an alle meine Stunden Iſt ein Segen angebunden. 4. Andre Tage, von dem Morgen, Auch bis in die ſpäte Nacht, Werden nur mit eitlen Sorgen Und mit Ar⸗ beit zugebracht; Aber der, ſo heut dienen.. 5. O du Heiland aller Leute, Mein Menſchen haſt du heute Unterrichtet durch dein Wort, Da getröſtet, dort ermahnet Und den Weg zu Gott ge⸗ bahnet! 6. Herr, ich preiſe deinen Namen Jetzund und in Ewigkeit, Daß du ſo viel guten Samen In die Her⸗ zen ausgeſtreut: Dir zu Ruhm wird er bekleiben Und viel gute Früchte treiben. 7. Nunmehr geh ich wieder ſchla⸗ fen Und leg allen Kummer hin; Denn mich decken deine Waffen, Unter de⸗ ren Schutz ich bin. Mag doch Welt und Hölle toben! Hier bin ich ſchon aufgehoben. 8. Soll ich morgen auch noch le⸗ ben Und in deinem Dienſte ſtehn, Nun, ſo wirſt du Gnade geben, Daß mirs ferner wohl wird gehn; Demn das glaub ich ſteif und feſte: Gott vertrauen iſt das Beſte. Casp. Neumann, g. 1648,ſt. 1715. Buß⸗Gedanken bei herannahender Abend⸗Ruhe. Ebr. 3, v. 12. 13. Mel. Werde munter, mein. jetzt ſchläfrig zu, Und des Lebens matte Glieder Grüßen ſchon die Abend⸗ Ruh; Denn die trüb und finſtre Nacht Hat des hellen Tages Pracht In der tiefen See verdecket Und die Sterne aufgeſtecket. 2. Ach, bedenk, eh du gehſt ſchla⸗ fen, Du, o meines Leibes Gaſt, Ob du den, der dich erſchaffen, Heute nicht erzürnet haſt! Thu, ach, thu bei Zei⸗ ten Buß, Geh und fall ihm bald zu Fuß Und bitt ihn, daß er aus Gna⸗ den Dich der Strafe woll entladen! 3. Sprich: Herr, dir iſt unver⸗ hohlen, Daß ich dieſen Tag verbracht — 8 W 4 1 hi zpa =—— — “ — ——— — — — — — di uh d rin für und At anoehe 3alſtehet daur, dfa han! ri Nruch e aus al 3 N. Nei R nſaſtem; init bein funa. d d, ſd ſch ?, m m en chtd ſu Au 1 K 1 auf*1. 7 1 beden eünm 1 5 wud laga 1 A — 12.3 uhr gch 1 3. in S alln fumait n 1 4 3 M nit deine Pafen e ich bin. Muwon 4. M n Ei toben! hie kii a. A it nore uhn, den Kaln deiem dane Nu a t irt du Gndeſte mi wt wohl vid i. das el ich ſteif und ſe àur Sauit das Wſ. ap. Neumann ſlbtt 1 Krker bii bemu en⸗Auhe n br 3, NAl BVende umu n A iett ma N le Ha* verdeckt U 3 lle 1 Guxlie fen meilei I a 8 dich eihu 9 1 ut Tu an ſite — Anders, als du mir befohlen; Ja, ich habe nicht bedacht Meines Amtes Ziel und Zweck, Habe gleichfalls dei⸗ nen Weg Schändlich, o mein Gott, verlaſſen, Bin gefolgt der Wolluſt Straßen. 4. Ach Herr, laß mich Gnad er⸗ langen, Gib mir nicht verdienten Lohn; Laß mich deine Huld umfan⸗ gen, Sieh auf deinen lieben Sohn, Der für mich genug gethan; Vater, nimm den Bürgen an, Dieſer hat für mich erduldet, Was mein Unart hat verſchuldet. 5. Oeffne deiner Güte Fenſter, Sende deine Wacht herab, Daß die ſchwarzen Nacht⸗Geſpenſter, Daß des Todes finſtres Grab, Daß das Uebel, ſo bei Nacht Unſern Leib zu fällen tracht, Mich nicht mit dem Netz um⸗ decke, Noch ein böſer Traum mich ſchrecke. 6. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken! dir ſchlaf ich ſanft und wohl; Gib mir heilige Gedanken, Und bin ich gleich Schlafes voll, So laß doch den Geiſt in mir Zu dir wachen für und für, Bis die Morgen⸗ Röth angehet Und man von dem Bett aufſtehet. 7. Vater, droben in der Höhe, Deſſen Nam uns theur und werth, Dein Reich komm, dein Will geſchehe, Unſer Brodt werd uns beſchert, Und vergib uns unſre Schuld, Schenk uns deine Gnad und Huld, Laß uns nicht Verſuchung tödten, Hilf uns, Herr, aus allen Nöthen! Joh. Franck, g. 1618, ſt. 1677. Sanfteſte Ruhe in Jeſn Hut. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. nter Jeſu Gnaden⸗ 1882. Alen Naſu nem Herz in ſanftem Schlummer; Seine Treu iſt mir bekannt, Und ſo ſtirbet aller ummer; Lieg ich nur in ſeiner Hut, Ach, ſo ſchlaf ich ſanft und gut Abend⸗ Lieder. 1131 2. Ruht die Welt auf Elfenbein, Eilt ſie zu den Roſen⸗Decken; Geh ich nur bei Jeſu ein, Ich darf hier vor Nichts erſchrecken; Nimmt mich deſſen Arm in Hut, Ach, ſo ſchlaf ich ſanft und gut! 3. Grab ich mich mit Zuverſicht Ein in Jeſu offne Seiten; Bleibt der Herr mein Heil und Licht, O, ſo kann mich Nichts beſtreiten; Hier iſt Gott, bei deſſen Hut Ruht meine Herze ſanft und gut! 4. Er bewahret Leib und Seel, Nichts kann deſſen Schutz verhindern; Er, der Hüter Iſrael, Wachet ſelbſt bei ſeinen Kindern; Ach, ſo ſchläft man in der Hut, Ganz mit Frieden ſanft und gut! 5. Nun, Herr, ſtärke, heil und wehr, Es will mich der Feind ver⸗ treiben. Reiche deine Flügel her, Ich will da ganz ſicher bleiben. Nimm mich, Jeſu, ſelbſt in Hut; Ei, ſo ſchlaf ich ſanft und gut! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Täglicher Abend⸗ und Morgen⸗ Seufzer. Mel. Nun danket alle Gott. iel Gutes haſt du mir 1883. 1 An Leib und Seel erzeiget, Deß dank ich herzlich dir, Ach, bleib mir wohl geneiget! Herz⸗ liebſter Jeſu Chriſt, Laß deine Güt und Treu, So oft der(Morgen) Abend kommt, Bei mir auch wer⸗ den neu. 2. Zeuch ja nicht ab von mir Die Hand, die mich regieret Und aus Barmherzigkeit Zu allem Guten führet. Nimm mich in deinen Schutz Und laß mich ewig ſein Und bleiben, o Herr Chriſt, Mit Leib und Seele dein. 3. Vergib, was ich gethan, Um deines Namens willen. Ich will mit Glauben mich In deine Wun⸗ den hüllen. Mit Gnaden decke zu, Was ſündlich iſt an mir, Und mich 8— 1132 Abend⸗Lieder. dund deinen Geiſt Allzeit regier und führ. 4. Gib mir, was ich bedarf, Den ſchwachen Glauben ſtärke; Hilf mir aus aller Noth, Des Teufels Reich und Werke, So viel der in mir ſind, ihn n tlos Erlöſten den Propheten, Bald fiel viel Kerſtor erhalte mich Zur Seligkeit: So will Ich ewig preiſen dich! Am Sonnabende. Mel. Herzlich thut mich verlangen. Sonn Feierabend meldt; Sie hat 8 Raben Brodt und Fleiſch brachten an. vollendt ihr Straße, Schleicht wieder in ihr Zelt. So mögen auch mein Sachen Ruhn bis zu ſeiner Zeit, Ich will Feirabend machen Mit ſchuldger Noth. Dein Engel wollſt uns ſchik⸗ ken, Auf daß er uns bewahr Vors Dankbarkeit. 2. Mein Augen, Herz und Hände, O Jeſu, Gottes Sohn, Zu dir ich nunmehr wende Zum ſchuldgen Ta⸗ ges⸗Lohn; Denn du biſt ſelbſt getre⸗ ten An meine Werkſtatt gut, Haſt helfen mir arbeiten, Regiert mein Sinn und Muth. 3. Mein Haupt haſt du geſtärket, Mein Finger geben Kraft; Hab dein Segen gemerket, Der allein Frommen ſchafft. Daher iſt wohl gerathen Mein Arbeit und mein Kunſt; Ohn dich geht Nichts von Statten, Ohn dich iſt Alls umſonſt. 4. Drum ich von Herzens⸗Grunde Dich, Herr Gott, lob und preis In dieſer Abend⸗Stunde Und bitt mit danzem Fleiß, Du wolleſt gnädig horen Mein arm Abend⸗Gebet, Das Gut in mir vermehren Durch dein Barmherzigkeit. 5. Gleichwie vor alten Zeiten Du haſt viel Guts erzeigt Des Abends denen feſt auf dich gebauet: So wollſt du auch geruhn, Wie unſer Herz dir trauet, Uns Liebs und Guts zu thun. 6. Als Noa hat gelaſſen Ein Täublein aus dem Schiff, Kehrt es wieder ſein Straßen Und bracht ein Friedens⸗Brief; Zur Abend⸗Zeit im Munde Trug es ein Oelblatt grün, Daraus Noah verſtunde, Des Herren Zorn wär hin. 7. Zween heilge Engel kamen Des Abends zu dem Lot, In ihren Schutz ihn nahmen Wider die gottlos Rott, Schwefl und Feur, Macht den gott⸗ loſen Städten Ihr Freud und Fre⸗ vel theur. 8. Gleicher Weiſe wir leſen, Da Eli, der Prophet, Im Hunger⸗Land geweſen, Hört, was der Herre thät: Vögel gedienet haben Zu Tiſch dem Gottes⸗Mann; Abends und Morgens 9. So wollſt du, Herr, uns geben Abend⸗ und Morgen⸗Brodt Und was zu dieſem Leben Uns allenthalben Teufels Liſt und Stricken, So ſind wir ohn Gefahr. 10. Erhöre unſer Bitten, Ach Herr, du treuer Gott, Die Stadt wollſt du behüten Vor Feur und aller Noth; Und weil die Völler toben, Erregen Krieg und Streit, So — ſende uns von oben Den Fried zu unſrer Zeit. 11. Ja, weils will finſter werden Ums Wort, der Gnaden Licht, Der Satan auf der Erden Viel Ketzerei anricht: So bleib bei uns, Herr Chriſte, Mit deiner Gnad und Schein; Dein werthes Wort uns friſte, As⸗ dann wir ſicher ſein. 12. Hiermit ich nun vollende Mein Tags⸗Geſchäft und Sach Und bitt herzlich zum Ende: Herr, Feierabend mach! Drauf der Sabbath angehet, Der währt viel tauſend Jahr, Der eigt hends ewiglich beſtehet. Amen, das werde Leuten, Der Herz ſich zu dir neigt Und wahr M. Ziegenſpeck, um 1630. Freude auf die immer näher kommende Ewigkeit. Mel. Herr Jeſu Chriſt, meins Lebens⸗ 1885 1 zeil ich nun wieder 1809. 1 einen Tag Mein Le⸗ och und N 6 Wter der u it 4 em- e da* A dün, 31e beune d eene „in 3 dem 3 Fri 8 5 Propbern e 8 han 1 Me in . Iher Weſſe w d ws rophet u 1 dt und Flätaga oollt du, He a I=a Norger⸗adln tu 1 Lben Uns ien N i Gngel wen. „ kn daß er uns ki. S ſt und Srin h „ vit e chefahr. 8 1 — höre unſer Rl He treuer Git iin n do behüten Naa al h. Um m t, b? egen Krieg mene n ſen u von oben N . Krcu nl ⸗ n vweils wil fihg 3 1 t dar Gunin Sa aff der Cd ä an So blei knn 6h tideinr gun, de u thes Wort I dan un ſicher ſen⸗ A däſt m e mln , ſt D n 25 160 d,! A. W uf 1 b mmendt b — 5 n n „4. „ aſu ébrk“, 35 54 4 sſtdet —) Whe 3 4 uch acht, Den Tod ich als den Schlaf ſhacht. Da) ch armes Herz beladen Und ſogar vergif⸗ kürzer nennen mag, Mein Geiſt hennnr zich herzlich freut, Daß er iſt nah der Ewigkeit. 2. Die Ewigkeit, in deren Lieb Ich mich allein zufrieden gib, Weil neines Gottes Vater⸗Huld Mir nach⸗ läßt alle Sünden⸗Schuld. 3. Die Sünden⸗Schuld, von deren Wuth Mich frei macht Jeſu theures Blut, Auf welches ich meine Hoffnung bau, Den Werken aber nicht vertrau. 4. Den Schlaf dem Tod ich ähn⸗ betracht; Ich ſchlaf, als wenn i ſterben ſollt Und ſterb, als wenn ich ſchlafen wollt.. 5. Im Namen Gottes ſuch ich Ruh, In ihm ſchließ ich mein Augen zu, Mit ihm ſie werden öffnen ſich, Durch ihn ſie ſehen ewiglich. 6. Was kann doch Einem ſüßer ſein, Als ganz in Gott ſich ſenken ein? Gott, Gott, ja Gott iſt Alles mir, In ihm ich lebe für und für! Kindlicher Dank und Gebet bei dem Einſchlafen. In bekannter Melodie. 4 6 erde munter, mein 1886. Gemüthe, Und ihr Sinne, geht herfür, Daß ihr preiſet Gottes Güte, Die er hat gethan an mir, Da er mich den ganzen Tag Vor ſo mancher ſchweren Plag Hat beſchützet und erhalten Und ließ ſeine Haͤnde walten. 2. Lob und Dank ſei dir geſun⸗ gen, Vater der Barmherzigkeit, Daß mir iſt ein Werk gelungen, Daß du mich vor allem Leid Und vor Sünden mancher Art So getreulich haſt bewahrt, Auch die Feind hin⸗ weggetrieben, Daß ich unbeſchädigt blieben! 3. Keine Klugheit kann ausrech⸗ nen Deine Güt und Wunderthat, R. kein Redner kann ausſprechen, das dein Huld erwieſen hat: Deiner Wohlthat iſt zu viel, Sie hat Abend⸗Lieder. 1133 weder Maß noch Ziel; Ja, du haſt mich ſo geführet, Daß kein Unfall mich berühret. 4. Dieſer Tag iſt nun vergangen, Die betrübte Nacht bricht an; Es iſt hin der Sonnen Prangen, So uns All erfreuen kann. Stehe mir, o Vater, bei, Daß mein Glanz ſtets vor mir ſei Und mein kaltes Herz kwhiße Ob ich gleich im Finſtern itze! 5. Herr, verzeihe mir aus Gnaden Alle Sünd und Miſſethat, Die mein tet hat, Daß auch Satan durch ſein Spiel Mich zur Hölle ſtürzen will! Da kannſt du alleine retten: Strafe nicht mein Uebertreten. 6. Bin ich gleich von dir gewichen, Stell ich mich doch wieder ein: Hat uns doch dein Sohn verglichen Durch ſein Angſt und Todes⸗Pein. verleugne nicht die Schuld; Aber deine Gnad und Huld iſt viel grö⸗ ßer als die Sünde, Die ich ſtets in mir befinde. 7. O du Licht der frommen See⸗ len, O du Glanz der Herrlichkeit, Dir will ich mich ganz befehlen Dieſe Nacht uud allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, Weil es nun⸗ mehr dunkel ſchier; Da ich mih ſo ſehr betrübe, Tröſte mich mit deiner Liebe! 8. Schütze mich vors Teufels Netzen, Vor der Macht der Finſter⸗ niß, Die mir manche Nacht zuſetzen Und erzeigen viel Verdrieß. Laß mich dich, o wahres Licht, Nimmermehr verlieren nicht! Wenn ich dich nur hab im Herzen, Fühl ich nicht der Seele Schmerzen. 1 9. Wenn mein Augen ſchon ſich ſchließen Und ermüdet ſchlafen ein, Soll mein Herz dennoch gefliſſen Und auf dich gerichtet ſein: Meiner Seele mit Begier Träume ſtets, o Gott, von dir, Daß ich feſt an dir bekleibe Und auch ſchlafend dein ver⸗ bleibe.. 10. Laß mich dieſe Nacht empfin⸗ 1134 Abend⸗ den Eine ſanft und ſüße Uebel laß verſchwinden, Decke mich e Ruh, Alles haſt mir heut erwieſen Mehr mit Segen zu. Leib und Seele Muth f und Blut, und Gut, Freunde, Feind und Haus⸗ fenoſſen S Sind in deinen Schutz ge⸗ loſſ 11. Ach, bewahre mich vor S Schrek⸗ ken, Schütze mich vor Ueberfall, Laß mich Krankheit nicht dufwecken Treibe weg des Krieges Schall, Wend ab Feur und Waſſers⸗Noth, Peſtilenz und ſchnellen Tod, Laß mich nicht in Sünden ſterben, Noch an Leib und Seel verderben! 12. O, du großer Gott, erhöre, Was dein Kind gebeten hat! Jeſu, den ich ſtets verehre Bleibe ja mein Schutz und Rath, Und mein Hort, du werther Geiſt, Der du Freund und Tröſter heißt, Höre doch mein ſehn⸗ lich F Il lehen! Amen, ja, es ſoll ge⸗ ſchehen! Joh, Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Abend⸗Betrachtung aller göttlichen Wohlthaten. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1887. A illkommen, liebe Stunden! Habt ihr euch eingefunden Mit der gewünſch⸗ ten Nacht, Die meiner Ruh zu Stat⸗ ten Aus ihrem dunklen Schatten D den Augen einen Vorhang macht? ihr könnt, Genießet bis auf morgen Den Stilleſtand der Sorgen, euch der liebe Vater gönnt! 3. Du aber, Geber Aller Güter, Dank habe deiner Treu, Die heut auf allen Stellen In wunderlichen Fällen An mir iſt manch⸗ mal worden neu! 4. O Vater deiner Kinder, bin ja nur ein Sünder Und nicht des Lebens werth! Doch läßt du mich auf Erden Noch immer älter werden, Da Mancher ſonſt von hinnen fährt. Weib und Kinder Hab Den Hilf uns dein armen Kinderlein! mein Behüter, Und 18881 ja dein, Wunden rein; ſterben wir, Dein Kindlein ſind wir für und für. Ich Lieder. 5. Dein Name ſei geprieſen! Du „als i ſagen kann;: Lee wer wird A 8 wiſſen Wo du haſt helfen müſſen Da ich jetzund nicht denke dran⸗ 6. Iſt mir ja was gelungen, So iſts von dir entſprungen, Mein gan⸗ zes Glück iſt dein. Die Noth, de ich entgangen, Und was ich gutse pfangen, Das Alles trug dein Se⸗ den ein. Nun, Herr, du wirſt wohl machen Und heute bei mir wachen; Deß kann ich ſicher ſein. und auch die Meenen. doch die Deinen; unbekümmert ein. Denn ich Wir bleiben Drum ſchlaf ich Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715. Altes Abend⸗Lied. ir danken dir, den⸗ Jeſu Chriſt, daß du unſer Erlöſer biſt, Uns bhüt lte haſt vor allr Gefahr, Durch Dü lieben Englein Schaar. 2. Wir gehn nun, Herr, zu unſrer Ruh, O, rechn es unſrer Seel nicht zu, Was wir, leider, geſündigt han, Vergieb uns Alls, o Gottes Sohn! 3. Laß dein Englein ſtets bei uns lein, Die uns allzeit bewahret fein, Daß der Teufel h hab keine Macht An ums weder zu Tag noch Nacht. 2. So geht, ihr arme Glieder, Legt eure Bürde nieder Und ſchlafet, weil 4. Vor Feur, Seelen⸗ und Leibes⸗ Noth Behüt uns, lieber Herre Gott In deinem Namen ſchlafen wir ein, 5. Es geſcheh, wies kann, wir ſind Erworbn durch dein fünf Dir leben wir dir 6. Amen, Amen, zu guter Nacht Der Engel Gottes uns be ewacht: Gott Lob und Dank in Ewigkeit, Wir gehn zur Ruh ohn alles Leid! D.R. Selneccer, g. 1532, ſt. 1532. — S *—— iize n En 8 d aſts 4 äln, 8 * . Lasa a.* M* un 18 ae ſie d Scerde meduh ſe be 8 ni Iei us d iedh Ndaum i. bie d di 10 mt N. rd derr dr nedren bäen G 3 en 1 lüxe l a d Sna 8 Veiallen därr n uht ſ ſnd g„ en mnd 8 Son, de den b Lat Aeonmatgitn, Utez Alanih ir duan 18 e Nn du re Gllſſer bit hn en d Wälr Gefchr une i rglein Schanun. ohn uun hn aei A uchn es mir alint de zu& wit, leide giite. ir RHins Al, üin. * dn Grgin et ne ſei eus alkit kein, fel hawhich 8 — Von allen Ständen. XXXVIII. Von allen Ständen. Göttliche Stiftung des obrigkeit⸗ lichen Standes. Mel. Herr Chriſt, der einig. 1889 A Obrigkeit Gott ſetzet 9. Als ſeine Ordnung ein, Wer ſie dafür nicht ſchätzet, Wird nicht ohn Strafe ſein: Man ſoll in Ehren halten, Die Gottes Amt ver⸗ walten, Der ſie drum Götter nennt. 2. Was ſie Amts halber heißen, Muß man nicht weigern ſich, Gehor⸗ ſams ſich befleißen, Sind ſie gleich wunderlich: Gott kann ihr Herz bald lenken Und lehren ſie bedenken, Daß ſie ſind unter ihm, 3. Daß ſie von ihrem Leben, Und was durch ſie geſchicht, Einſt Rechen⸗ ſchaft noch geben Dort müſſen vor Gericht, Auf daß von ihnen werde Ihr anvertraute Heerde Geliebet und verpflegt. 4. Durch ſie uns Gott verleihet Ruh, Sicherheit und Schutz, Wir innd durch ſie befreiet Vor böſer Leute Trutz; Es müſſen, die uns haſſen, zufried uns dennoch laſſen: Das ſchafft die Obrigkeit. 5. Darum ihr auch gebühret Schoß, Schatzung, Dienſt und Pflicht; Denn was ihr Amt mit führet, Durch ſol⸗ ches wird verricht, Und ſoll mans auf Begehren, Ohn Murren und Beſchweren, Entrichten williglich. 6. Wenn man zu Dienſt nur ſtehet Vor Augen und zum Schein, Daß man der Straf entgehet, Da iſt das Herz nicht rein: Der hat ein gut Gewiſſen, Deß Herz iſt ſo befliſſen, Daß es die Obern liebt. 7. Ach Herr, verleih uns Allen, Daßwir nach deinem Wort Den Obern zu Gefallen Sein willig immerfort, Daß wir als treue Glieder Dem Haupt nicht ſind zuwider, Das für uns ſorgt und wacht. 8. Gott, der du uns gegeben Ge⸗ treue Obrigkeit, Gib ihr ein langes Leben, Glück, Fried und Einigkeit; Gib auch die Kraft der Gnade, Daß Sünde, Schand und Schade Durch ſie werd abgewandt! Eines Kaufmanns Lied. Mel. Allein Gott in der Höh. 1890 D reieinig großer Herr —* und Gott, Erhöre mein Gebete Und ſieh, wie ich in meiner Noth Mit Thränen vor dich trete! Eröffne mir dein gnädig Ohr, Ich trage dir in Demuth vor Den Kummer meines Herzens. 2. O Vater der Barmherzigkeit, Hab ich mich oft vergangen Und etwa mehr der Eitelkeit Und Lüſten nachge⸗ hangen, So ändre doch mein Herz und Sinn, Nimm Sünden und nicht Segen hin Und hilf du mir aus Gnaden! 3. Du haſt ja, liebſter Gott, bis⸗ her Manch Gutes mir geſchenket, Er⸗ leichtert, was mir ſiel zu ſchwer, Ge⸗ wendet, was mich kränket: Gib ferner, weil dein weiſer Rath Zur Handlung mich erleſen hat, Mir hierzu dein Gedeihen. 4. Es hindert meine Sünden⸗Schuld Zwar, leider, deinen Segen; Jedoch iſt deine Gnad und Huld Derſelben überlegen; Drum tilge ſie, laß nur zur Noth Mich allzeit meinen Biſſen Brodt Und auch mit Recht erwerben. 5. Ach, treuer Gott, ich bitte dich, Du wolleſt mir beſcheren Nur ſo viel, daß Zeit Lebens ich Mich ehrlich kann er⸗ nähren Und etwa nicht zu Schand und Spott, Im Leben oder nach dem Tod, Bei meiner Nahrung werde. 6. Gib Klugheit und Behutſamkeit, Die Waaren zu erkaufen, Und laß ſie, wenn ſie wohl bereit, An treue Freunde laufen; Auch mich nur ehrlichen Ge⸗ winn, Was mir gebührt, dafür be⸗ ziehn, Verleihe günſtge Zeiten. — — 4—— 8— 2 5 1 9““ 2 1 3 —.—-— * 8 r“ 1136 Von allen 7. Regiere Sinnen, Hand und Kiel, Vernünftig einzuſchreiben Und laß mich, wenn ich rechnen will, Nicht großen Wucher treiben, Damit nicht Schaden finde. 8. Und da ich in ein fremdes Land Die Waaren hinverſchicke, So ſchütze ſie durch deine Hand Vor allem Un⸗ ſers⸗Fluth, Nicht Dieb, noch was ſonſt Schaden thut, Mich um das Meine bringe. 9. Trifft dann und wann was glücklich ein, Den Vorrath zu ver⸗ mehren, Laß mich auch hier bedacht⸗ ſam ſein Und es nicht bald verzeh⸗ ren; Es gibt nicht eben jedes Jahr Uns eine reiche Ernte dar, Wenns einmal gleich gelungen. 10. Hilf, daß ich niemals meinen Schweiß An Haus und Kleider wende Und alſo recht mit allem Fleiß Mein Kapital verſchwende: Laß Frömmig⸗ keit Mein Sonntags⸗Kleid, Mein Wo⸗ chen⸗Kleid die Redlichkeit, Die Woh⸗ nung Tugend zieren. 11. Ja ſollte ſich auch mit der Zeit Bei mir was Reichthum finden, So laß mich nie die Eitelkeit Und Hoffart überwinden; Behüte mich vor Schwelgerei, Auch daß ich nicht zu geizig ſei Und deiner gar ver⸗ Lehret den die Kinder kennen, Saget geſſe. 12. Vornehmlich laß mich alle⸗ zeit Der Wohlfahrt Quell bedenken Und öfters was aus Dankbarkeit An Kirch und Armuth ſchenken; Auch meinem Nächſten dann und wann, Wenn ich ihm etwa dienen kann, Zu Brodt und Wohnung helfen. 13. Nun, Herr, dir will ich mei⸗ nen Stand Und Nahrung anbefehlen, Beſonders aber deiner Hand Die Wohlfahrt meiner Seelen: Schick es „— und ſchaffs, wie dirs gefällt, Und Und wie wahr es jetzo heiße: Wer führ mich ehrlich durch die Welt Und ſelig in den Himmel! M. A. G. Thebeſius, g. 1596, ſt. 1652. unbemerkt der Fluch, Statt eines b 1891. Segens ſich im Buch Zu meinem e ben nicht, Denn der iſt ein Doppel⸗ gelücke, Daß weder Gluth, noch Waſ⸗ Ständen. Pflicht der Eltern. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. Fltern, denkt an eure 1. Pflicht Wegen eurer armen Kinder Und verſäumt dieſel⸗ Sünder Und wird ewig dort gekränkt, Der die ſeinen nicht bedenkt. 2. Sorget nicht nur für den Leib, Sie reich, klug und groß zu machen, Nicht für ihren Zeitvertreib, Oder andre Nebenſachen, Sondern dafür allermeift, Was ihr ewig Wohlſein heißt. b 3. Haben jene Raben⸗Art, Die da ohne Lieb und Pflegen Alle Sorg und Müh geſpart, Ihrer Härt und Geizes wegen: Ach, ſo ſind die ſa ſo ſchlimm, Wo die Seelen kommen um. 4. Denn was iſts mit aller Pracht, Hoheit, Reichthum, Gunſt und Wiſ⸗ ſen, Wo kein Chriſte wird gemacht, Dort ſie ewig ſterben müſſen? We⸗ gen ſolcher Kinder⸗Zucht Hat Get — Manchen ſchon verflucht. 5. Kommt der Tod, wo bleibt als⸗ dann, Was dergleichen Leute wählen? Wie wirds da ums Scheiden ſtehn, Wie ſich das Gewiſſen quälen? Wie wird, aber viel zu ſpat Da verflucht der breite Pfad! — 6. Drum, ſo f angt bei Jeſu an, ihn, was er gethan, Warum wir uns Chriſten nennen, Damit ſie im Glauben rein Und im Leben heilig ſein. 7. Legt ja einen feſten Grund Ih⸗ res Glaubens in die Herzen; Denn jetzt iſt die böͤſe Stund, Da gar Viel ihr Heil verſcherzen Und faſt, wenn es möglich wär, Gar kein Auser⸗ wählter mehr. 3 8. Treibt hiernächſt, wenn dieß ge⸗ than, Sie vom Müßiggang zum Fleiße; Seht die ſchweren Zeiten an, die Arbeit jung gewohnt, Wird im Alter wohl belohnt. 4 A— 6 b dds 1 — — — —„ — 2— — — — — — —— —— — S = ——,— .= — = = — — ⏑— 3 — ihn, a der gethan Vmnn b * 2 de M füng J — 83 i em „— ne fene Rahenct di on ind Pfen A. 1 5 ir epm, Pmr i Ir n: Ac, ſ ndi Urn d ſ 1 um. 6 doſ hthum, Guſw. ſen,*in Chriſe vͤm Dor iiig ſterben niſn den. Kinder⸗Zuct i Wo die elninn 14 ⁵(uss iſs nitlagt Mal S hon verfucht 3 nt der dod, wü dan E. X dergleicen btt „Va Me da uns Shen Lis ns Gewiſen min wirt X a viel zu ſont Amn der tn Pfad.. 6 C) ſo faugt l e. Ccht die Knde emn n uns edm mernen dui öl Kein Uibenſi ſein 5 1 s rs ens in deha *2 e iſeSn uſn 5 z aſtzenn UWi 20 wär, 5 ter wn lnſ t uühr 1 1 1 belohm. 1h einn fincm fent Ga ule Von allen Ständen. 9. Laſſet nicht die Eitelkeit, Nicht die Frechheit fremder Sitten, Nicht die wolluſtvolle Zeit Ihre zarte Bruſt zer⸗ rütten: Demuth, ſparen, ſittſam ſein, Bringt den rechten Freuden⸗Wein. 10. Zärtelt nicht und ſchlaget drein, Denkt, was David hat erlebet, Denket doch an Jacobs Pein Und wie Eli dorten bebet; Denkt, wies Dem und Jenem geht, Dem nun nicht zu helfen ſteht.. 11. Gebt auch ſelbſt kein Aergerniß; Denn wie ſoll das Kind gerathen, Wo es höret das und dieß Und ſieht eure Miſſethaten? Ach, der Mühlſtein iſt bereit, Ja, das Weh der Ewigkeit! 12. Nun, der Herr, der ſei mit euch, Helf euch ziehen, wachen, beten, Und ſein Engel müß zugleich Stets um eure Kinder treten, Daß ſie hier ein Freuden⸗Schein Und dort mit euch ſelig ſein! M. Ch. Schmidt, g. 1683, ſt. 1754. Göttliche Wohlthaten durch die Obrigkeit. Mel. In dich hab ich gehoffet. 1892 Es herrſcht ja in dieſer E. LS Zeit Kein König, Fürſt und Obrigkeit, Die Gott nicht einge⸗ ſetet; Drum recht und gut Derſelbe thut, Der ſie liebt und hochſchätzet. 2. Denn Gott, der ſie nach ſeinem Rath Als Götter ſelbſt verordnet hat, Der läßt uns klärlich ſehen, Daß gar ſein Stand, Reich, Stadt noch Land Ohn Herrſchaft kann beſtehen. 3. Daß uns das theure Gottes⸗ Vort Gepredigt wird an unſerm Ott, Daß wir in Pieden leben, Da haben wir Den Dank dafür Der Obrigkeit zu geben. 4. Daß Vater, Mutter, Weib und Kind Mit Lieb und Treu verbunden iw ſind, Daß man kann ruhig wohnen, im Das macht zur Zeit Die Obrigkeit: aim Wer kann ihr das belohnen? 5. Wer wollte nun die Obrigkeit Nicht herzlich lieben allezeit, Wer wollt dieſelbe ſchelten? Doch wer 1137 aus Haß Ja thäte das, Dem wird es Gott vergelten. 6. Ein frommer Chriſt ſoll Tag und Nacht Gott bitten, daß der Engel Macht Die Herrſchaft möge ſchützen, Dieweil ſie kann Ein Jedermann Mit Hilf und Beiſtand nützen. 7. Gott iſt es, der uns hält im Zaum Durch Obrigkeit; drum gib ihr Raum, Daß ſie dich möge zwin⸗ gen; Wer ſeine Pflicht Hierinnen bricht, Dem wird es nicht gelingen. 8. Die Schatzung, Steuer, Schoß und Zoll, Wo dich die Herrſchaft ſchützen ſoll, Muß ſie auch von dir heben; Hat Chriſtus doch Sich dieſem Joch Auch willig untergeben. 9. Leb ſonſten ſtill und ſittiglich, Vor Krieg und Aufruhr hüte dich; Denn Gott pflegt anzuſehen Mit Strafe bald, Die mit Gewalt Der Herrſchaft widerſtehen. 10. O, großer Gott, der du die Welt Mit Thron und Herrſchaft Haſt beſtellt, Laß dir befohlen bleiben All Obrigkeit, Laß Zank und Streit Durch ſie zum Land austreiben! Die andächtige Brant. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. reund der Seelen, 1893. f Bräutigam, der mich je und je geliebet Und in reiner Liebes⸗Flamm Mir ſein Herz zu eigen gibet, Ach, wie ſollt ich nicht allein, Jeſu, dir verbunden ſein? 2. Deine nimmer falſche Treu Iſt mein Himmel auf der Erden; Deine Huld wird täglich neu Und kann nicht gemindert werden: Ach, wie ſollt ich mich nicht freun, Deine Su⸗ lamith zu ſein? 3. Nimm mein Herz und Alles hin: Ich bin deine, du biſt meine; Schreibe dich in meinen Sinn, Du, mein Jeſus, nur alleine: Ich, im Glauben deine Braut, Dir, mein Bräutigam, vertraut. 1 4. Doch weil du mir auch noch hier Einen Bräutigam erſehen, Nehm 72 1138 Von allen ich ihn allein von dir; Denn vom Herren iſts geſchehen, Der die Her⸗ zen alſo lenkt Und ein Herz dem andern ſchenkt.. 5. Laß mein erſtes Opfer ſein Das Gebet vor deinem Throne, Da dein heller Gnaden⸗Schein Unter uns im Segen wohne; Denn der Ehſtand muß allein Durchs Gebet geheiligt ſein. 34 6. Der du ſelbſt die Liebe biſt, Laß mich ihn nun alſo lieben, Daß ſein Bild zu aller Iriſt In mein Herze ſei geſchrieben Und auch nicht Ein Wink geſchieht, Der nicht ſtets auf Liebe ſieht. 7. Neige du ſein Herz zu mir, Wie du liebeſt die Gemeine, Daß auch dieß Geheimniß hier In uns Beiden recht erſcheine. Laßihn mein, mich ſeine ſein, Schlage Händ und Herzen ein. 8. Haſt du dieſen Stand geſtift, Ei, ſo laß ihn alſo führen, Daß man Nichts an uns antrifft, Was kann deine Huld verlieren: Bringt die Eh auch Weh mit ſich; Wunder⸗ lich, nur ſeliglich! 9. Nun, ſo tret ich zum Altar, Es geſchieht in Jeſu Namen: Stelle dich zum Segen dar, Sprich zu un⸗ ſerm Ja dein Amen Unſer Ehſtand grüne hier, Bis er dorten blüht vor dir. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Um Leitung Gottes in unſerm Beruf. Mel. Was mein Gott will, das. 1894. Gatesnzetn That kann geben, Wer außer dir geht, wird zu Spott In ſeinem Thun und Leben; Drum fall ich hier zu Fuße dir, Hilf mir nur weislich handeln; Mein Herze beug und zu dir neig Und lehre mich recht wandeln. 2. Steh mir bei als ein treuer Freund, Mein Herze ſteht dir offen, Du haſt es böſe nie gemeint, Drum will ich auf dich hoffen. Ich weiß nicht Rath, wo deine Gnad In mirſich mich, Wie du willſt ſein gepreiſet. ſein Weg, Der oft bringt Leid und Daß Steg, Nur du, Herr, lehrſt die Her⸗ aus Leid, Und wenn die Meiſten Licht, Laß mich nicht ſchändlich ir⸗ de ren; Verleihe Glück und treib zu⸗ ch 0 Trutz Und gib mir deinen Segen. auf Redlichkeit Mein Weſen weislich Ständen. nicht erweiſet. Ich ſuche dich, erhöre 3. Es dünkt zwar Jedem recht Schmerzen; Du aber zeigſt den ſichern zen. Du macheſt Freud auch ſelbſt meinen, Daß Glück und Stern ſei allzu fern, Da pflegſt du zu erſcheinen. 4. Sei du mein Leiter und mein ren; Hilf du, ſo fehlt mein Anſchlag in nicht, So kann mich Nichts verwir⸗ Un rück All Anſtoß in den Wegen; Sei du mein Schutz, mein Schirm und 5. Wenn auch der Anfang ſchwer Gebſeene und ſchlecht In dem, was ſoll ge⸗ ſchehen, So hilf und bringe doch zurecht, Wenn ich mich wo verſehen; Richt Alles ein, wie es ſoll ſein Zu deines Namens Ehren: Wo dein Rath ſpricht, da irrt man nicht, da Laßt kann uns Nichts verſehren. Renm bn 6. Regiere mich, daß ich dich ehr Hantn In Und wohl mein Thun verwalte Und dah d mein Gewiſſen mehr und mehr Von Sünden frei behalte; Laß jederzeit redi gründen; Sei du mein Stab bis in ku. mein Grab, Hilf mir den Himmel d 6 finden! dn D. W. G. Sacer, g. 1635, ſt. 1689. en Ai, naan Un Troſt in Berufs⸗Arbeit. l aſemmend Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. Aaiſzeſt a 189 5 FMewagtin Jeſu Namen, ſt dget S OSo iſtes wohlgewagt. aßm du Denn das heißt Ja und Amen, Was mdmst er uns zugeſagt; Der Held in Iſrael zuhmn Sch Kann uns kein Wort nicht lügen, Whnd tha Drum muß er uns vergnügen An 5 ſ Tac Leib und an der Seel.— 2. Von ihm kommt aller Segen m irſe Aus ſeiner treuen Hand; Gehn wir äſtha auf ſeinen Wegen Nach Pflicht, Be — ruf und Stand, So fällt ſein Gna⸗ 8 den⸗Thau Auf unſer Thun und Werte, mdenen *(ubeſ 1 men pß Glüt un en A)x pfeeſtduua —a mein Litt we V diſ nich nit ſin w rüd 1 1 6 1 1 zt, 8 che Glüc w wa. iiwß in mb — chu, wein äm m —. 4 es Ta I gib mir dmnt cht 3 a auh dr limir. en, und In den, wwl⸗ ad hiff un m urt m ich nihume. daß Nih ein, vwie Jas deit: mens(hwn M ngt 2 r t, da irr mit der⸗ bm erſlicts vejik ( e mih, wit tft, zur! nd fn vor m. m B. G Sun i = tin derbti u Got vil h t 3 Sn O. Gau d Er gibet Kraft und Stärke, Zu un⸗ ſerm Kummer⸗Bau. 3. Oft will es ſauer werden; Doch weil es Gott gefällt, Daß wir auf die⸗ ſer Erden Zur Arbeit ſind beſtellt, So laſſen wir den Schweiß Vom Ange⸗ ſchte fließen, Weil wir den Troſt ſchon wiſſen, Gott ſegne Müh und Fleiß. 4. Der Fluch wächſt„War auf Er⸗ den, Der Dorn und Diſteln trägt: Doch wenn man die Beſchwerden Mit Gott nur überlegt, Kann ſeine Gna⸗ den⸗Hand Die Diſteln leicht verkehren Und Roſen drauf gewähren, Das hat man oft erkannt. 5. Drum gehen wir mit Freuden An unſer Amt und Pflicht. Gott hat uns Viel beſcheiden, Ein Fauler erntet nicht. Gebet und Arbeit nützt, Nur friſch da⸗ ran gegangen; Der wird den Schatz erlangen, Der hier geduldig ſchwitzt. 6. O, ſelig iſt zu ſchätzen, Der ſich mit Gott vergnügt, Kein Neid mag ihn verletzen, Weil er den Segen kriegt, Den Niemand wehren kann! Wohlan, Gott wird ihn geben, Denn unſre Hände heben In Jeſu Namen an. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Prediger⸗Lied. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 1896 Gott, der du mir haſt 10* egeben Alles Gute, Leib und Seel, Der du noch erhältſt mein Leben Und mir gibſt der Freu⸗ den Oel, Laß mich armen ſchwachen TWon Kommen vor den Gnaden⸗Thron, Der du ſitzeſt anzuhören, Was wir im Gebet begehren. 2. Herr, du haſt mir auch ver⸗ trauet Deine Schäflein und dein Haus, Das dein Sohn durch Blut erbauet. Werth und theuer überaus: Du willſt, run ich ſoll Wächter ſein Ueber dein Volk groß und klein, Ihr Blut wollſt du von mir ſuchen, Oder meiner Faul⸗ heit fluchen. 3 3. Ach, was bin ich arm Gemächte, Daß ich ſollte tüchtig ſein, Wie gezie⸗ n met deinem Knechte, Recht zu gehen Von allen Ständen. 1139 aus und ein? Die Geheimniß ſind zu hoch, Die du uns vertraueſt doch, Daß wir ſollen ſie verwalten Und darüber recht haushalten. 4. Nun, es hat dir, Herr, gefallen, Daß durch mich dein theuer Wort, Als durch dein Rohr ſoll erſchallen, Nahre nur in Gnaden fort, Mund und Weisheit mildiglich Mir zu geben, daß nur dich Ich mit treuem Herzen meine, Wo ich fehle, reuig weine. 5. Nur an deinem Wort und Munde Laß mich hangen unbewegt Als ein Kind, und zu der Stunde, Wenn ſich die Vernunft auflegt, Gib in rechter Lauterkeit Sie zu dämpfen und die Zeit, Wohl zu thun nicht zu verſäu⸗ men, Stets das Böſe wegzuräumen. 6. Rechte Sorgfalt, Muth und Treue Pflanze ſelbſten, Gott, in mir, Daß ich nicht zu Iat bereue Scham⸗ haft meiner Ungebühr, Lege du ſelbſt deine Wort Mir in Mund an allem Ort; Gib, daß alles mein Vermögen Sich nach dir nur möge regen. 7. Dir, Herr, will ich auch be⸗ fehlen, Die mich hören Groß und Klein, Sie wollſt du mir ſelbſt ver⸗ mählen, Stets im Glauben treu zu ſein: Lenke ihrer Aller Herz, Gib darein der Buße Schmerz, Recht die Sünden zu bereuen Und ſich auch in dir zu freuen. 8 8. Schrecke, was ſich nicht will biegen, Stärke, was an ſich verzagt, Und laß ja nicht unterliegen, Die des Satans Wüthen jagt. Was noch ſtark im Glauben iſt, Warte ſelbſt zu aller Friſt. Ach, Herr, gib dieß gut Gedei⸗ hen, Daß wir uns in dir erfreuen! 9. Die arm, ſiech, betrübt, mit Schmerzen Und mit Laſten ſind belegt, Laß empfinden Hilf im Herzen, Gib Ge⸗ duld, die Alles trägt; Die unwiſſend und verirrt, Bring zurecht, o treuer Hirt; Allen denen, die jetzt ſterben, Hilf wohl ringen, laß ſie erben! 10. Auch was ſonſt in Lehr und Leben Schaffen könnte Aergerniß Wollſt du ja, Herr, nicht zugeben, Daß es mache dir Verdruß, Hilf, daß 79* 42 1140 Von allen ja gar Keiner nicht Komme vor dein Straf⸗Gericht Durch mein Säumen oder Schlafen; Steh uns bei, Herr, deinen Schafen! 11. Iſt bisher was unterblieben, Sch nütz und rühmlich iſt, Und ihr Ge⸗ Das dein Schelten hat verdient, Ach, ſo laß dein brünſtig Lieben, Da du Alles haſt verſühnt, Unſre ſtete Hilfe ſein, Gib Kraft, daß wirs bringen ein; Decke, was wir ſelbſt nicht merken, Laß nicht ab uns neu zu ſtärken. 12. Nun, Herr, der du mich ge⸗ führet Stets von meiner Jugend auf, Der du gibeſt, was uns zieret, Hilf vollenden meinen Lauf; Dir ſei Alles heimgeſtellt, Gib du nur, was dir gefällt, Daß ich, wie auch die Gemeine, Sei und bleib in Gnaden deine! D. M. Geier, g. 1614, ſt. 1680. Eines Schul⸗Lehrers. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. 1897 Gott, der du unverhoh⸗ . G⅜ len Das Lehr⸗Amt in der Schul Mir gnädig haſt be⸗ fohlen Und mich auf dieſen Stuhl Geſetzet, daß ich ſoll Die Jugend un⸗ terrichten Im Beten, Schreiben, Dich⸗ ten, Mein Herz iſt Sorgen voll. 2. Zu dir will ich mich wenden, Dich fleißig rufen an, Daß du mir wolleſt ſenden Das, was mir nützen kann, Wenn ich bemühet bin, Die Jugend recht zu lehren, Wieman dich, o Gott, ehren Und loben ſoll forthin. Sehr ſchlecht iſt mein Verſtand, Die Kräfte mir zerrinnen, Zu ſchwach iſt Herz und Hand: Mein Gott, ich ſuche dich, Gib Weisheit, Kraft und Stärke, Geſegne meine Werke Uud hilf mir gnädiglich! 4. Laß mich die liebe Jugend zu deiner Furcht und Fleiß Erziehen und zur Tugend So reizen, daß dein Preis Durch ſie mög ferner gehn, Laß ſie die Sünde meiden, Verdiente Strafe 4(— ott, in deſſen Hand wir 1899 G leben, Du biſt Mei⸗ 5. Laß ſie zur Weisheit kommen leiden Und im Gehorſam ſtehn. Und dich erkennen wohl; Denn das Ständen. wird ihnen frommen So, daß ſie tugendvoll Und grober Laſter frei Mit Freud und Luſt ſtudiren Und ſich au nicht verführen Laſſen zur Bübeuch 6. Laß meine Schüler lernen, Was müth entfernen Von Bosheit, Trug und Liſt, Hilf, daß ich ſehen mag, Daß ſie dich kindlich ſcheuen, Und wie ſich ihrer freuen Die Eltern alle Tag. 7. Drauf will ich freudig lehren Die Jugend, was ich kann; Gott wird mein Beten hören, Mein Werk auch ſehen an; Bin ich gleich hier nur klein, Muß ſchlechten Lohn auch haben, So werden Gottes Gaben Doch groß im Himmel ſein. Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Bei Tranungen. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 1 8 9 8(Hott dreieinig in dem V Weſen, Der aus Zweien Eines macht, Du haſt Alles auserleſen Und ſehr wohl zuſammen bracht. Jeder Menſch hat Seel und Leib, Jeder Ehſtand Mann und Weib, Und ſo wechſelt mit den Jah⸗ ren Deine Welt zu lauter Paaren. 2. Du kannſt in die Seele ſteigen Wo kein Menſch denSchlüſſel hat, Und die Herzen alle beugen Wie ein umge⸗ drehtes Rad; Darum geht auch hier und dort Dein Verlangen immer fort, Und der Menſch mit ſeinem Denken 3 5 6 4 Ko 7*— 1 ders onken. 3. Wie ſoll ichs nun beginnen? Kann es doch nicht anders lenken 3. Nun, du Geber aller Güter, Segne, was duhaſtgeſtift! Komm, ver⸗ binde die Gemüther, Weil es deinen Ruhmbetrifft; Zeuch in ihre Wohnung ein, Laß ſie täglich Eines ſein Und verlängre ihre — Tage, Daß man Lob und Dank dir ſage. Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 1715 Bei Tranungen. Mel. Jeſu, meines Lebens Leben. ſter von der Welt, Du kannſt nehmen 4 11 4 räagen ed Jele zrd Ge ,* racken Stam nrwedden ui en. d 1 1 Ni ſt ettln ſet Säip.) reinens G deien Iortd 1 de A mr e d T dni ad U Ner genz ſeln A mn 1, 4 1 11. and ſage Magf⸗ 8 dan. N uu ma Und Von allen Ständen. 1141 een 1mmen d—..„ ſann 1 I ühergäſaſ und auch geben Immer, wie es dir Dein Sohn iſt aller Kinder Freund, kad dtſſeaddire gefällt. Du kannſt Weh thun und Sei du nun ferner mein Berather, nict mrn nn ah befälten Und gleichwohl die Deinen Daß, wenn defe letzter Tag erſcheint; Jamu Süllerben lieben; Drum iſt endlich Alles gut, Ich und mein Kind dort vor dir ſtehn n lch ſt uwh Was nur deine Liebe thut. UIUnd dir zu deiner Rechten gehn. nüth jn Aon geie 2. Herr, ich preiſe deine Wege, Die Benj. Schmolck, g. 1672, ft. 1737. eſud 1 deit ihan du mit den Menſchen gehſt; Denn ſedit rwih ſceuen du haſt nur Vater⸗Schläge, Wo man Nach der Trauung. irr idie Glen 1 Keinen gar verſtößt. Laß nun heut Mel. Nun danket Alle Gott 1. roll ih feu 1 in allen Dingen Unſern Vorſatz el. Nun danket Alle Gott. er Tag Viele Wunden heilen mag. traut, Der Segen iſt t dſa 3. Mach jetzt Eines aus den Zweien gegeben, Daß Bräutigam und Braut Durch der Liebe feſtes Band; Schütte leben. 2 ir haden ze= perden Glt t Segen und Gedeihen Auf den neu⸗ Mann und Weib, Ein Herz des an⸗ e, doh en H. won erwählten Stand. Laß ſie alt bei⸗ dern Herz, Ein Geiſt und auch Ein h en ömmſtt ſammen werden Und viel Gutes ſehn Leib Im Schmerz, ſo wie im Scherz. doh Runſn auf Erden, Steh bei ihnen in der 2. Was Gott zuſammenfügt, Darf Noth Und ſei ewig unſer Gott! nun kein Menſch nicht ſcheiden; So KTrauunga Casp. Neumann, g. 1647, ſt. 115. leben wir vergnügt, Der Himmel *de er was ih 8 wohlgelingen Und verleih, daß die⸗ 1901. Gott Lob, wir ſind ge⸗ neinem Bunde leben. Wir ſind Ein 1 lacht uns Beiden. Die Namen ſchrei⸗ SGee Kirchgangs Tied. Er ſelbſt, Derr Jebaoth, Wird Schild Pnhn ds bet Gott Ins Buch des Lebens ein, h⸗e 9 Mel. Wer nur den lieben Gott. und Lohn uns ſein. weit. 5 macht, Aiſ— 1 t. Dasd nt, 16 ott Lob, ich ſchließe 3. Erfülle uns dein Wort, Das du, de⸗ 8 iinss 1900. meine Wochen Und Herr, haſt geſprochen, So wird das 87 eeiſe meines Gottes Kraft; Ich habe Band hinfort Durch keinen Feind bl)er*'). 3 . Aid,&☛ GFſtand i Gott ein Wort verſprochen, Der neues Pbrochen; Wohn unter uns allein, 8 en ame. eden in mir ſchafft: Wird er mir Der du dreieinig biſt, Auf daß wir ren d deaan Rath und Troſt verleihn, So ſoll einig ſein Und uns der Friede küßt. n.gn2 auf dnöt mein Herz ſein Opfer ſein. 4. Vermehr die Liebes⸗Gluth Und 5 Vol ſtd A 2. Ich komme, meines Lebens Le⸗ blas in unſre Flammen; Gib einen n de le beugn hee ven, Und ſage dir, mein Schöpfer, treuen Muth Und halt uns feſt zu⸗ e drh T. Renmge. Dank: Da tauſend Schmerzen mich ſammen, Daß uns kein Kreuze trennt ie ind Iin Letlm umgeben Und ſchon der Tod zum Und keine Laſt erdrückt, Daß, wenn 4 U iini Herzen drang, So haſt du mich alſo Sone vrennt, Uns auch dein , Kamn= un. erquickt, Daß mich mein Kreuze ni au erquidt... 3 1ne du Gehnuhſe euuih E nich Lreuze nicht 5. Wir ſtellen es dir heim, Wie dee3. Kr ubtgetiin. Wir ſtellen es dir heim, de Sen darduhaſtgn 3. Nun, deine Magd wird ſolches du uns hier willſt führen; Du wirſt ſt ind= emüthen, 9 greiſen Und ewig dafür dienſtbar ſein; auch Honigſein In unſern Wermuth he Bht ſt Selhhne Doch wirſt du mir noch mehr erwei⸗ rühren. Führſt du uns wunderlich, t an e tgüt Ge ſen Und meinem Kinde Kraft ver⸗ Nur ſelig führ uns hin; In Nöthen k en.= d lihn, Daß es in deinem Bunde bleibt ſucht man dich, Das Kreuz iſt nur Und dein Geiſt ſolches immer treibt. Gewinn. 3413 4 G; 8 2 9 j ut Du u a gaumßſ 4. Gib ihm das Wachsthum deines 6. Nun mach es immer gut, D nd 4 Sohnes, Bei Gott und Menſchen Huld Brunnguell aller Güte; Nimm uns in iis ei Tramn und Gnad; Der Flügel deines Gna⸗ deine Hut, Gewähr uns unſre Bitte: dsewt. den⸗Thrones, Der es bereits beſchattet Hier haſt du Herz und Hand, Wirſt 1 h. nnn hat, Bedeck es, wo es geht und ſteht, du, Herr, mit uns ſein, Soll unſer V 18(Gelg Zis es zum Himmel wird erhöht. Cheſtand Dir tauſend Opfer weihn! „Pn as 5 Ja, du biſt aller Kinder Vater, Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1787. ☛ 1 1 dds ſter * 1142 Eines Schülers Lied. Mel. Herr Chriſt, der einig. 1 9 02 ott, unſer Vater, oben, * Sohn und heiliger Geiſt, Du biſt es, den wir loben Und bitten allermeiſt, Laß uns doch wohl erkennen, Was uns von dir kann trennen, Was gut und böſe heißt. 2. Es iſt ja unſer Trachten Ganz böſe von Natur; Denn wir gar leicht verachten, Was dir gefällig nur; Da wir doch ſollten leben Fromm, ſitt⸗ ſam und nachſtreben Der edlen Tu⸗ gend Spur. 3. Du haſt zwar treue Lehrer Uns gnädiglich beſchert, Die uns, als ihre Hörer, Auch halten lieb und werth; Nichts aber hilft ihr Schreien, Gib du nur das Gedeihen, So man von dir begehrt. 4. Laß uns die Tugend lieben, Gib ein gehorſam Herz, Daß wir die nicht betrüben, Die uns ohn allen Schmerz In deiner Furcht erziehen N 1 auch von mir geprieſen, Daß du an Und mit ſo viel Bemühen Uns füh⸗ ren himmelswärts. 5. An Alter, Weisheit, Gnade Laß uns ſo wachſen noch, Damit uns nicht belade Der Sünden ſchweres — Joch; Laß uns die Thorheit haſſen, Kunſt, Lehr und Tugend faſſen Und lernen immer doch. 6. Ein ärgerlich Exempel Laß uns verführen nicht; Es ſei in uns ein Tempel Für dich ſtets aufgericht; Drum hilf die Wolluſt zähmen Und uns zu Herzen nehmen Der from⸗ men Schüler Pflicht. 7. Laß uns auf dieſer Erden Den Lehrern in der Schul Doch nicht un⸗ dankbar werden, Die auf der Weis⸗ heit Stuhl Mit höchſtem Fleiß uns ſetzen; Es dürfte ſonſt verletzen Uns dort der Höllen Pfuhl. 8. Die Eltern laß erleben An uns viel Ehr und Freud, Laß uns nicht ſein gegeben Ihnen zum Herzeleid: Herr, hilf, laß wohl gelingen, Da⸗ mit wir dir lobſinsen Hier und in Ewigkeit! Gebeutſt, ſo ſteht es da; lich keine Macht Kommt dieſer All⸗ meinem Kinde preiſ Von allen Ständen. Lied einer geſegneten Ehefran. Mel. O Gott, du frommer Gott. 1903 Pjnn der du würdig 4 biſt, Preis, Ehr und Ruhm zu nehmen; Nach deinem Worte muß Sich alle Welt begue⸗ men; Du ſprichſt und ſo geſchiehts. Gewiß⸗ macht nah. 2. Wer kann den Himmel wohl Eröffnen und verſchließen? Du biſts allein, durch den Die Regen ſich er⸗ gießen. In weſſen Händen liegt Der Schlüſſel zu dem Grab? In deinen; ohne dich Fällt auch Elias Stab. 3. Iſt jemals irgendwo Der Aerzte Kunſt und Wiſſen Der Mutter ih⸗ ren Leib Vermögend aufzuſchließen? Nein, nein! Dein Segens⸗Wort: Seid fruchtbar, mehret euch! Das macht die Einſamen Im Haus an Kindern reich. 4. So wird dein Name denn, Hen, deiner Magd Dergleichen Kraft er⸗ wieſen: Du biſt es, dem allein Von mir der Dank gebührt, Nachdem mein Eheſtand Jetzt deinen Segen ſpürt. 5. Wohlan, vollend in mir Das, was du angefangen, Laß zur Voll⸗ kommenheit Die Leibes Frucht ge⸗ langen; Halt über mich und Kind Stets deine Gnaden⸗Hand, Daß Un⸗ glück und Gefahr Von uns bleib ab⸗ gewandt. 6. Erleichtre die Geburt Und laß mich fröhlich küſſen Ein liebes Kind, an dem Wir kein Gebrechen wiſſen; Schreib aber auch mein Kind Zu deinen Kindern ein Und laß durchs Taufbad es Dereinſt dort ſelig ſein. 7. So will ich ewig dich Nebſt iſen Und darum treulich ihm Den Weg zum Himmel weiſen. Wohl mir, ſo freut ſich hier Nach Unluſt meine Bruſt; Ja, meine Laſt verkehrt Sich gar in Himmels⸗ Luſt! Joh. Mentzer, g. 1658, ſt. 1734 6 1 bh Vird 1 85 5 At arem e dwrih ſct 3ohre Sube und N ri nir täg pitnorge ul dn Da dm d le uhn 1 ſötd Ah nener 1pd. R ent. Aü tan S u Nüh uu ate ahn! Sid ☛ AS. b detgaetn n enn — —— 8— iſen dindep 47 2 2— — Erd vriſclezae A — 8= den Gru h 1 3 d J ulsirgedw dn ½ 64 — —2½ — — — = — — 4 1 7* — — ainn mrch. 1 äed dein Namei * an diiſ d Derglechai dThn valln 1 gefangen, CWa err. Dee Letts. alt ilet nihm 5 1 wr iir bin Gentan 1 4 e ah n 1. Sd 8 5 7 7. 1 ß 4* Den Sym nat fes inſamen zn er Sir gexrieſen, a e: bitt ss den une 8 min emkgedühtt tan 8 Cds e ſett den Shißt 1, 3n e Gnnderööan di li a Fear Uumtit ◻ 15 w wgim 1 1 büſſen kR i 99 1 Von allen um Treue und Segen in aller Art von Beruf. Mel. O Gott, du frommer Gott. bWerr, du haſt nach 1903. dem Fall Die Ar⸗ beit aufgeleget, Du willſt, daß Hand und Fuß Zu Andrer Dienſt ſich re⸗ get; Der träge Müßiggang Iſt dir, d Gott, verhaßt, Dem Satan eine Luſt, Dem Nächſten eine Laſt. 2. dib. daß ich wilin mich In Gottes Ordnung ſchicke Und unter meiner Müh Auf deinen Rathſchluß blice. Wird gleich mein Angeſicht Mit ſaurem Schweiß benetzt, Genug, daß du mich haſt In den Beruf ge⸗ etzt. ſn Bewahre nur mein Herz Vor Bauch⸗ und Nahrungs⸗Sorgen, Gib mir mein täglich Brodt Und ſorge ſelbſt für morgen. Laß mich an mei⸗ nem Theil Das Meine fleißig thun, Doch mein Vertrauen ſtets In dei⸗ ner Liebe ruhn.. 4. Ach, fördre, Segens⸗Gott, Die Werke meiner Hände, Sei du mein A und O, Mein Anfang und mein Ende; Laß mich bei meiner Laſt Auf jenen Sabath ſehn, Wo wir, nach Müh und Kampf, In deine Ruhe gehn! Um Glück zum Heirathen. Mel. Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt. WMerr Gott, der du biſt 1904. 1 keuſch und rein, Ja liebeſt Zucht und Tugend, Laß mich auch keuſch und züchtig ſein Von meiner zarten Jugend; Bewahre mich vor böſer Luſt, Was ſchädlich, ſei mir nicht bewußt, Behüte mich vors Teufels Liſt, Der ſehr bemühet iſt, Daß er uns fäll in ſchneller Friſt. 2. Von dir, o Gott, kommt Alles her, Du ſorgeſt für die Deinen, Du ſchaffeſt, daß auch ich begehr, Als ehrlich zu erſcheinen. In deiner Furcht ſchreit ich zur Wahl Und ſuch ein ſtommes Eh⸗Gemahl, O lieber Herr, Ständen. 1143 rich bitte dich, Regier und führe mich, Daß ich mög wandeln ehrbarlich. 3. Zwar Niemand, Herr, kann deine Werk Hier ſtrafen oder ſchelten, Auch wie durch deine Gnad ich merk, Ein Eh⸗Gemahl vergelten, Denn ſol⸗ ches kommt nur blos von dir; Drum muß dein Wort uns für und für Ein Licht auf unſern Wegen ſein, Dieweil ſein klarer Schein Uns füh⸗ ren kann zu dir allein. 4. Drauf komm ich, Herr, und bitte ſehr, Gib Glück zu meinem Freien, Laß es zu deines Namens Ehr Und meinem Heil gedeihen; Beſchere mir zu rechter Zeit Ein Eh⸗Gemahl, das ohne Streit Mein Leben mir zu je⸗ der Friſt Ohn allen Trug und Liſt Verſüße, wenn es bitter iſt. 5. Laß unſre Liebe herzlich ſein, Auf daß wir Freude haben, Auch dann, Wenn in des Kreuzes Pein Wir gleichſam ſind begraben; In Hoffnung laß uns fröhlich ſtehn Und ſtets nach deiner Hilfe ſehn; Beſcher uns, Herr, das liebe Brodt, Bis daß ein ſanfter ſelger Tod Uns endlich führ aus aller Noth. 6. O Jeſu, ſüßer Bräutigam Der Seelen, die dich lieben, Dieweil der Satan iſt ſo gram Den Frommen, die ſich üben In dieſem Stande tu⸗ gendlich, So bitt ich dich, laß über mich Stets walten deine Gnaden⸗ Hand, Bis uns des Glaubens Pfand Führ in das rechte Vaterland! Job. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Von dem Hansſtand. Mel. Nun freut euch, lieben. 190 Hen Gott, wir danken 2. alle Stund Und dei⸗ nen Namen preiſen, Wir rühmen dich aus Herzens⸗Grund Und dir viel Ehr erweiſen, Daß du uns haſt in dem Hausſtand Geſetzet und mit milder Hand Darin bisher erhalten. 2. Ach, Herr, es hilft kein Fleiß noch Müh, Kein ſpätes Schlafen⸗ gehen, Und wenn wir gleich in aller 1144 Früh Mit Sorg vom Schlaf auf⸗ ſtehen, So iſt doch ſolches Alls um⸗ ſonſt, Es lieget blos an deiner Gunſt; Du gibſts den Deinen ſchlafend. 3. Drum gib uns Gnade und Verſtand, Geſundheit, Kraft und Stärke, Regiere ſelber unſre Hand, Befördre unſre Werke; Du ſelber unſer Haus beſchick; Verhüte alles Ungelück Und was uns bringet Schaden. 4. Gib, daß wir Kinder und Geſind In deiner Furcht anführen Und ſie vernünftig und gelind, Wie dirs gefällt, regieren, Daß wir und unſer ganz Geſchlecht Sein fromm, gottsfürchtig und gerecht Und dabei ſtets verbleiben. 5. Vor Geiz und Falſchheit uns behüt, Laß uns Niemand betrügen, Gib uns ein chriſtliches Gemüth, Das ihm ſich läßt begnügen; Laß uns, was du durch unſern Fleiß Beſchereſt, ja zu deinem Preis Mit Dankbarkeit gebrauchen. Lied eines Predigers. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. M 40060 Peu mein Gott, ich 1906. 2) muß es klagen Und bekennen rund heraus, Was mir anthut Leid und Plagen, Sei mir gnädig, hör mich au.: Ich beſitz ein ſchweres Amt, Darin Mancher iſt verdammt, Und ſoll Rechnung dafür geben, Wie der Menſchen Seelen leben. 2. Nun führ ich nicht ſolchen Eifer, Als du mir befohlen haſt, Scheu des Satans Schutz und Geifer, Bin ent⸗ nommen gern der Laſt; Mein Herz! ſteckt voll Furcht und Scheu Wider deine Hilf und Treu, Daß es ſollte wider Schrecken Brauchen deinen Stab und Stecken. 3. Und daneben emſig beten, Dir, Gott, es befehlen fein: Wider man⸗ 1* Gnade, Gib uns einen tapfern Muth, chen Riß zu treten, Daß nicht Un⸗ Von allen Ständen. glück brech herein, Und mit Wachen fleißig ganz Achtung geben auf die Schanz, Daß durch Leben und durch Lehren Gottes⸗Furcht ſich möge meh⸗ ren. 4. Frommer Vater, ach, verzeihe, Was ich nicht hab wohl verricht Wi⸗ der zugeſagte Treue, Wider meines Amtes Pflicht, Sei mir gnädig, wie du biſt, Beſſre, was verderbet iſt, Und erneure mich im Geiſte, Daß ich dir gehorſam leiſte. 5. Deinem Donner gib die Stärke, Daß er allzeit treffe wohl, Bis man dein Gedeihen merke, Wenn es fruchtet, Wie es ſoll. Laß mich ohne Heuchel⸗Schein Zu verwahren mäch⸗ tig ſein Durch dein heilſam Wort und Lehre, Und die Widerſprecher kehre. 6. O Herr Jeſu, lieber Meiſter, Gib mir Weisheit, Rath und Mund Wider alle ſtolzen Geiſter, Daß ich deinen Namen kund Möge machen an dem Ort, Da ich lehre Gottes Wort: Gib, was du mir zugeſagen, Daß ich thu, was dir behaget. 7. Sind wirs doch nicht, die da lehren, Sondern deines Vaters Geiſt, Der ſich durch uns läſſet hören, Den wir bitten allermeiſt, Daß er anthu uns mit Kraft, Damit deines Todes Saft Möge vielen Leuten frommen, Daß ſie, willig zu mir kommen. 8. Ach, du edler Geiſt des Her⸗ ren, Gott mit Vater und dem Sohn Gleicher Majeſtät und Ehren Und von gleichem hohen Thron, Der du uns geführet haſt Hin zu der Pro⸗ pheten Laſt Und vertrauet der Ge⸗ meine, Die Gott ihm erkauft alleine; 9. Laß uns nicht die Arbeit ſcheuen, Laß uns auch erſchrecken nicht; Will der Teufel uns auch dräuen, Was die Welt hat ange⸗ richt, Dämpfe ſtets und ſchlichte gar Und nimm deiner Knechte wahr, Daß wir treulich mögen walten, Deine Huld und Schutz behalten. 10. Füll uns früh mit deiner lt Sele cbn der tet und deir um ullen M ine deine nuuaſtu dutjeühe ADij Nah 1 1 pinin⸗ Keud Meehen. Ahan, Au rerſtin In Län vin a, g ſie de ucdud me ute ſin g Vnſayen do a fenem Or eüen (ints Nd bet — 3e dl h Nd aus = 4 = — 2*— —— 4— ung uslſtt ariraft, Dunit del ge vilen lunfn. E, du ar Gi 1ud 1E nit Patr umn — — — —— -- — — —————— == =— — — — ——= — 22— Daß nicht Jemand auf ſich lade Irgend dun icht ten Blut, Sondern ſie mit großem Fleiß Gott zu Ehren. Ruhm und Preis Reiße aus des Teufels Rachen, Selig ſie durch Gott zu ma⸗ chen. M. Mart. Heinſius. Fürbitte der Eltern für ihre Kinder. Mel. Nun freut euch, lieben. 1907 Ich danke dir von Her⸗ .zens⸗Grund, Du Va⸗ ter aller Seelen, Und ſinge mit er⸗ freutem Mund, Will deine Güt er⸗ zählen, Die ich empfangen hab von dir, Da du ſo liebe Kinder mir Be⸗ ſchert durch deinen Segen.. 2. Herr, halt du ſie in deiner Hut Und laß mich wohl bedenken, Was das ſei für ein liebes Gut, Das du mir wollen ſchenken; Gib mir und ihnen deinen Geiſt, Daß ich ſie, wie du willſt und heißt, In deiner Furcht erziehe. 1 3. Wirf Nahrung und Geſundheit bei Auf mein⸗ und hten Seiten, Daß Jedes dir zu dienen ſei Gewillt zu allen Zeiten; Und wenn wir von der Erde gehn, Auch dort mit deinen En⸗ geln ſchön In deinem Himmel leben. 4. Herr, nimm du meine Seufzer an, Laß ſie doch ſein erhöret, Daß auch durch meine Kinder kann Dein Name ſein geehret, Und ich auch könne ſagen dort: Was du mir gabſt an meinem Ort, Hab ich, Herr, nicht verloren. Eines Haudels⸗Mannes. Mel. Lobet Gott, unſern Herren. ch weiß, daß du regie⸗ 1908. 3 reſt, O Gott, die ganze Welt Und jeden Menſchen führeſt, Nachdem es dir gefällt; Du, Herr, haſt es gegeben, Daß als ein Han⸗ dels⸗Nann Ich ehrlich hier mein Leben Durch dich erhalten kann. „n2. Du haſt mir anvertrauet Ein Pfand aus deiner Hand, Dein heilig Von allen Ständen. 1145 Antlitz ſchauet, Obs wohl werd an⸗ gewandt; Drum gib mir deinen Segen, Regiere meinen Sinn, Daß ich uf allen Wegen Geſchickt und klüglich bin. 3. Was ich mir vorgenommen Zu thun auf dein Geheiß, Gedeihe mir zu Frommen; Doch ja, daß auch mein Fleiß Zu deinem Preis und Ehren Gereiche fort und fort, Du kannſt die Nahrung mehren, O Herr, an jedem Ort. 4. Laß mich am erſten trachten, O Gott, nach deinem Reich. Ich weiß, die dich verachten, Die müſſen bald zugleich An Leib und Seel ver⸗ derben; Wer aber bleibt bei dir, Der kann ſein Brodt erwerben Nach Wun⸗ ſche und Begier. 5. Gib mir zu meinen Sachen Verſtand und guten Rath, Laß mich ſo Alles machen, Wie man es gerne hat. Regier auch die Gedanken, Wenn ich im Schreiben bin, Und laß nicht leichtlich wanken Im Rech⸗ nen meinen Sinn. 6. Du wolleſt, Herr, auch ſenden Die Engel vor mir her, Auf daß ſie von mir wenden All Unglück und Be⸗ ſchwer; Doch wenn es wär dein Wille, Mit Kreuz zu plagen mich, So laß mich halten ſtille, Bis du hilfſt gnädiglich. 7. Dieß Alles wollſt du geben. O Gott, aus Gnaden mir; Leib, Seele, Gut und Leben Hab ich allein von dir; Drum es mir auch behüte, Gib, was kann nützlich ſein, Nimm mich aus lauter Güte Zuletzt in Himmel ein! Joh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. Eines Regenten. Mel, Auf meinen lieben Gott. Tehova, ſtarker Gott, 1909. 3 Und Herre Zebaoth, Dich lobet mein Gemüthe, Daß deine große Güte Mich wunderlich von Oben Zum Regiment erhoben! 2. Mein Mund ſoll allezeit Für ſolche Mildigkeit Von deiner Gnade ſingen Und dir ein Dank⸗Lied brin⸗ 1146 Von allen gen, Es ſoll mein ganzes Dir einzig ſein ergeben. 3. Laß mich ohn Heuchel⸗Schein Leben In dieſem Stand allein Der Gottes⸗ furcht nachſtreben Und ſtets fein chriſtlich leben, Laß auch zu deinen Ehren Dein Lob durch mich ſich mehren. 4. Gib, daß ich ohne Scheu, Ohn Gunſt und Tyrannei 2½ mag recht verwalten, Feſt an dem Glauben halten, Das Recht auch Kei⸗ nem beuge, Gern Allen Hilf erzeige. 5. Verleihe auch dabei, Daß ja bei mir nicht ſei Anſehen der Per⸗ ſonen, Dem Unrecht beizuwohnen, Daß ich recht ſprech im Gleichen Den Armen, Wie den Reichen. 6. Hilf, daß mich kein Geſchenk Verblende, noch gedenk, Aus Geiz Gewalt zu üben Und Jemand zu betrüben; Vielmehr gib zu verſtehen, Dein Aug wird Alles ſehen. 7. Was recht iſt, da gib du Glück und Gedeihen zu; Und was nicht bel geſchehen, Das laß zurücke ge⸗ hen: Nichts, als was dir behaget, Laß mir ſein unverſaget. 8. Den Schutz der Engelein Laß um und bei mir ſein Auf allen mei⸗ nen Wegen Und gib mir Gnad und Segen, Daß, was ich ſoll vollbrin⸗ gen, Mir möge wohl gelingen. 9. Ach, Laß zu aller Zeit Fried und Gerechtigkeit Einander freundlich küſſen, Auf daß die Feinde müſſen Mit Spott und Schand abziehen Und ferne von uns fliehen. 10. Hilf, daß auch gegen mich Die Unterthanen ſich Gehorſam ſtets er⸗ weiſen: So will ich, Herr dich prei⸗ ſen Und loben deinen Namen, So lang ich lebe, Amen! Der 101. Pſalm. Der Regenten⸗Spiegel. Mel. Herr Chriſt, der einig. Mein Amt Stäͤnden. werden, Ein großer König lehrt, Deß Regiment vor allen Gott hat ſehr wohl gefallen, Der ſaget dieſes Wort: 2. Ich bin, o Herr, zu ſingen Von Gnad und Recht bereit, Laß du es wohl gelingen Und hilf mir allezeit, Daß ich vorſichtig wandle, Mit dem auch redlich handle, Der zugehöret mir. 3. Ich nehme nicht die Sachen, Die bös und unrecht ſein, Mir vor, ſie gut zu machen Durch Liſt und Rechtes⸗Schein. Ich haſſe den Ver⸗ räther Und muß der Uebertreter Nicht bleiben um mich her. 4. Ein gottlos Herz muß weichen, Den Böſen leid ich nicht, Hör auch nicht gern desgleichen, Was ein Ver⸗ läumder ſpricht. Bei mir kann nicht alt werden, Der ſtolz iſt von Ge⸗ berden Und hoch von Muth und Sinn. 5. Mein Aug im Lande ſchauet Nach denen, die ſind treu; Mein Her dem Diener trauet, Der Gott fürcht ohne Scheu. Die falſchen Leut ich meide, Den Lügner ich nicht ledde Im Hauſe um mich her. 6. Die Bosheit thun und Schande, Vertilg ich alleſammt Und jage aus dem Lande, Die Unrecht thun ihr (Amt; Der Uebelthäter Haufen Rott ich aus, daß er laufen Muß aus des Herren Stadt. 7. Gott, der du uns gegeben, Ge⸗ treue Obrigkeit, Gib ihr ein langes Leben, Glück, Fried und Einigkeit: Gib auch die Kraft und Gnade, Daß Sünde, Schand und Schade Durch ſie werd abgewandt! Wahre und falſche Liebe der Eltern gegen Kinder. Mel. Herr ich habe mißgehandelt. 1911 Kinder ſind des Höch⸗ Le„ A ſten Gabe, Leibes⸗ Frucht iſt ein Geſchenk. Kinder ſind 1910 JIr Richter hier auf die beſte Habe, Eltern, ſeid deß ein⸗ e. ₰ Erden, Des Höchſten gedenk; Es ſei euer ganz Bemühen, Amtleut, hört, Wie euch, recht klug zu Sie zum Guten zu erziehen. ſ it Wa A N apiten, den nnür nlets w aim diſe en diger ah piger n It ran ge is ud th un wſte füde gitig nder Sr Vrtt dr aöbudd deß Ver ete Niß niu gr ig d Sich fn dldgiſes nite, dedäch 1 — ⸗ — = — — — — — SES= — — —— —— —— —— — ent läun aicht. Vei ni A d mit d Lühn In Krum mih h. —(csheit ton men. alleſammt Unu dem K r. De Umte. n. An llbelhitr jun . Ve 1 S e Drr ſch — 4 — — Fich vrſcin — weſlchnng ſ Lat raͤlih ſm — e — —— 9 15 whoch vm 5 Auu in lue Nat urr dieſind a h 1 . 1 1 9 4 9 wi trauet, Daſti ohn e e De falſchatt Gut. ich Seßerlufe Ma de Si d mesd er⸗ ſie A npevt l us tn a m uun in s n, (1 Pünr nn 1 E ſten b n n Geſtan s „ea ſob,(tn in aif dier aa — ſei eur ten— i. He dt. tre it oi 9 öid arie Kutm G 2 — * — — — — — 1 8 1 4 Von allen 2. Laſſet ächte Liebe ſpüren Gegen dieſes edle Pfand, Sucht ſie klüglich zu regieren, Führt ſie gleichſam an der Hand Hin zu dem, der ſie gege⸗ geben, Sorget, daß ſie ewig leben. 3. Laßt auch Ernſt dabei vermer⸗ ken, Denkt, ach, denkt an eure Pflicht; Wenn ſich Bosheit will verſtärken, So vergeßt der Strafe nicht; Denkt aus Liebe an kein Schonen, Gott wird euch dieß wohl belohnen. 4. Liebe kann gar leichtlich Achan den, Die zu wenig und zu viel; Wohl dem, der ſich recht kann rathen Und der Neigung ſteckt ein Ziel; Zieht die Kinder, daß ſie lieben Und das Aeben fruchtbar üben. 5. Dieſes muß auch Liebe heißen, Wenn man ihren Willen bricht; Wer ſich will ſtets willig weiſen, Der ver⸗ dirbt und beſſert nicht? Ja ſogar bei kleinen Dingen Muß man ihren Willen zwingen. 6. Aber man muß leider ſehen Oſtermals das Gegentheil; Bosheit liſſet man geſchehen, Man fragt Nichts nach ihrem Heil, Auch ſelbſt bei den gröbſten Sünden Läßt man ſich noch gütig finden. 7. Kinder haben keine Tugend, Kommt Verſtand wohl vor der Zeit? So entſchuldigt man der Jugend Größeſte Verwegenheit; Sieht man ſie was Böſes machen, So pflegt man wohl gar 3 lachen. 8. Weg, du Mißgeburt der Liebe, Welche ſich bei Vielen zeigt Weg, ihr falſchen Liebes⸗Triebe, Woraus lauter Böſes ſteigt! Affen⸗Liebe muß ier weichen, Wenn ihr wollt das iel erreichen. 9. Ja, für eurer Kinder Leben Sollt ihr, Eltern, glaubt es doch, Rechenſchaft vor Chriſto geben, Was verzieht ihr ſie nun noch? Wollt ihr wegen fremder Sünden Harte Stra⸗ fen dort empfinden? 10. Cli hat den Hals gebrochen Wegen ſeiner Kinder⸗Zucht; O, wie hat ſie Gott gerochen! O, wie Viele ſind verflucht, Welche, wenn ſie ſol⸗ 1147 len ſtrafen, Denen gleich ſind, die da ſchlafen. 11. Wie, ach, wie wollt ihr be⸗ ſtehen, Ihr, die ihr ein Gleiches thut? h kann es nicht anders gehen, Weil der Fluch ſchon auf euch ruht; Ach, wie werdet ihr einſt weinen, Wenn der Richter wird erſcheinen! 12. Zeuch doch aller Eltern Her⸗ zen, Herr, von ſolcher Liebe ab, Daß ſie nicht ihr Heil verſcherzen; Gib, daß ſie bis in ihr Grab Dir zu Ch⸗ ren dahin denken, Sie vom Böſen abzulenken. C. F. S. Ständen. Pflicht der Kinder gegen Eltern. Mel. Alles iſt an Gottes Segen. 19 12 K ommt, ihr Kinder die⸗ 3 A ſer Erden: Wollt ihr einſt beglücket werden, Ei, ſo kommt und hört mir zu! Ich will euch von Weisheit ſagen, Die euch bringt bei euren Tagen Leben, Segen, Glück und Ruh. 2. Folgt den Eltern, dienet ihnen, Ehrt ſie mit Wort, That und Mie⸗ nen, Schätzt ſie aller Liebe werth: Das wird euch das Leben bringen, Alles wird euch wohl gelingen, Wie es euer Herz begehrt. 3. Nehmt zum Muſter eurer See⸗ len dof eph, Jacob, Samuelen, Die die Eltern hoch geliebt. Seht, wie dieſen werthen Frommen Alles Glück und Heil gekommen, Das allein der Himmel gibt. 4. Joſeph kam zum Stuhl der CEh⸗ hren, Jacob ward zu zweien Hee⸗ ren, Samuel blieb auserwählt: Alſo muß den frommen Kindern Nichts den vollen Segen hindern; Denn ihr Wohl bleibt ungezählt, 5. Und am meiſten unter allen Soll euch Chriſti Rath gefallen, Der fromm und gehorſam war: Alter, Weisheit, Huld und Gnade Folgten ſeinem frommen Pfade, Gott war mit ihm immerdar. 6. Eltern⸗Segen banet Häuſer Bringt den Kindern Palmen⸗Reiſer, und Stärke, 1148 Von allen Staͤnden. Machet groß, was ſchlecht und klein. und Sinn, Daß ich nicht übermüthig Eltern⸗Segen dämpft das Wehe, bin. Führt die Kinder hin zur Höhe Und 4. Verleihe mir ein chriſtlich Le⸗ zum Ehren⸗Tempel ein. ben Und laß mich nicht der Wuche⸗ 7. Alſo geht es nicht den Frechen, rei, Der Liſt und Trügerei beſtreben, Die der Eltern Ehre ſchwächen; Damit dein Fluch nicht bei mir ſei, Solche trifft nur Fluch und Bann, Der Alles, was du mir beſchert, Unglück folget ihren Tritten, Und Zur Strafe wiederum verzehrt. auf allen ihren Schritten Schreckt 5. Beſchere mir ein fromm Ge⸗ ſie, was ſie ſchrecken kann. ſinde, Das fleißig, treu und redlich 8. Elis böſe Kinder finden Noth iſt, Und gib, daß ich in mir befinde. und Tod für ihre Sünden, Eſau Daß du ihr Gott und Schöpfer biſt kommt zum Segen nicht, Cham muß Und daß du über meine Schuld Selbſt Nichts, als Fluch ererben, Abſalom voller Langmuth und Geduld. am Galgen ſterben, Den die Rache 6. Laß weder Neider oder Feinde zugericht.. Mir nicht nach meiner Nahruug ſtehn 9. Augen, die der Eltern ſpotten Und mir beſtändig gute Freunde Mit Sollen Raben ſelbſt ausrotten Am Rath und That entgegen gehn; Denn Bach, wo ihr Körper liegt; Herzen, Aller Herzen und Verſtand Haſt du, die der Treu vergeſſen, Muß der mein Gott, in deiner Hand. junge Adler freſſen, Der ihr Fleiſch 7. Iſt denn mein Lebens⸗Tag zum Raube kriegt. verloſchen, Ach, ſo beſtelle ſelbſt mein 10. Aber frommer Kinder Segen Haus Und theile mir den Gnaden⸗ Iſt mit Gold nicht aufzuwägen, h⸗ Groſchen Bei deinen Auserwählten nen bleibt der Himmel hold. Kommt aus, Daß ich von meiner Arbeit ruh: hier nicht das lange Leben, So wirds Mein lieber Gott, ſprich Ja dazul dort der Himmel geben, Wo der 9. Herr ihr Lohn und Sold. 1 M. Chr. Schumann, g. 1678, ſt. 1744. Eines Predigers. F 5 TS⸗. Eines Handwerks⸗Mannes. Mel. Helft mir Gotts Güte. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1914 21 fein Gott, dir will 1913 Mei Gott, die Ar⸗ 1°. Tkl ich ſingen Von Her⸗ 2*2.& beit meiner Hände zen Lob und Dank, Daß du zu hohen Fang ich in deinem Namen an; Dingen Gefördert meinen Gang. Dich Gib, daß ich alſo ſie vollende, Da⸗ rühm ich täglich, Herr, Daß, eh ich mit ſie dir gefallen kann, Und ſtehe bin geboren, Du mich ſchon haſt er⸗ du mir gnädig bei, Daß mein Be⸗ koren Zu deinem Prediger. ruf geſegnet ſei. 2. Nun, Herr, dieß Amt zu füh⸗ 2. Laß Alles wohl von Statten ge⸗ ren, Halt ich mich viel zu ſchlecht, hen, Erleichtre meinen ſauren Schweiß Wenn du nicht läſſeſt ſpüren Mich Und gib mir ſelber zu verſtehen, deinen armen Knecht, Daß du biſt Wo ich mir nicht zu rathen weiß, ſtets bei mir Mit deines Geiſtes Ga⸗ Verhüte Schaden und Gefahr Durch ben, Denn wenn ich die kann ha⸗ deiner lieben Engel Schaar. ben, Dien ich mit Freuden dir. 3. Gib mir Geſundheit, Kraft 3. Geſegne mein Beginnen Mit Vernunft, Geduld, deiner Gnaden⸗Hand, Erleuchte mir Geſchicklichkeit, Und wenn ich deine die Sinnen, Damit ich den Ver⸗ Güte merke, Daß mich dein Segen ſtand Der unverfälſchten Schriſt hat erfreut, So lenke meinen Geiſt Klar, hell und deutlich faſſe, Hin⸗ 1 2 wmen E be ſi 8 Ln h ane F* Amd g. en ☛ daß ihiitüm b ihe mir din 1 1Riß nih m n. ies S —:1 — = — = — 2- — A = — BSZÖq — — = —— F . — — — = — 9. äS —— 4 Gott ud Sder meinech uth und gau — — — 1 = ₰ 4 S 8 ‿ 3— S — 5 —— — B = 4 e und Nir der mei enei deine omn „S ₰ SB dan K theil mi ma 7 F ret 85 i du ejd tn, Denn men a⸗ Oroſ wre deinen lumi t us e h von meimben A S Get pitza 31 F— A En nes Predin. din ördermenmdn u. rihn Mlih, da di 8 alc, ſo beſulbſättn 2 F elſt mi Gatgbu R en Git,Rl r. 19 P Mäons⸗ de zen 1 0 Dal Da uatn ſein; Denn hierdurch wird erſt kund, Uichts Betrübters iſt auf Venn man die Frucht geleſen, Ob 1915. N Amt ſo führe, Damit mein Thun Wittwen ſind verlaſſne Frauen; Wer gefunden werde Bei mir Troſt, Straf Jedermann hinüberſteigt, Auch ein Von allen Ständen. 1149 gegen aber haſſe Der Ketzer Schwarm Von Eifer dergeſtalt, Daß ich mich und Gift.. ſelbſt kaum kenne, Noch ſuche mit 4. Begabe mich von oben, Daß Gewalt, Was man durch Freundlich⸗ ich dein theures Wort, Trotz aller keit Kann von den Schafen haben: einde Toben, So lehr an meinem Doch gib des Eifers Gaben, O Sen Damit daſſelbe wohl und recht Gott, zu rechter Zeit! verſtanden werde Von meiner lieben 12. Laß weder Gunſt noch Dräuen Heerde, Die ich verſorgen ſoll. Mich von dir wenden ab, Laß mich 5. Laß mich mein Amt verwalten die Welt nicht ſcheuen, Sollt ich den Mit höchſtem Fleiß und Treu, Zu Bettelſtab Gleich nehmen auch zur rechter Zeit anhalten Mit Strafen Hand; Dir will ich dieß mein Leben, ohne Scheu; Mein Helfer, ſtärke de Leib und Seele geben, O treuer mich, Des Lebens⸗Weg zu bahnen Gott, zum Pfand. Durch Warnen und Ermahnen, Durch 13. Und ſoll ich gleich auf Erden, Tröſten kräftiglich.„Wie die Welt öfters thut, Mit Macht 6. Und wenn dann kommt die verfolget werden, So gib mir einen Stunde, Daß ich dich loben ſoll, So Muth, Der ſolches mit Geduld Kann ſei mit meinem Munde, Auf daß er fröhlich überwinden, Bis ich kann Geiſtes voll Es thue recht mit Kraft, Rettung finden, Herr Gott, durch Dein Wort ſei nicht vergebens, Das deine Huld. edle Wort des Lebens, Das ſo viel 14. Laß doch ſein mein Gewiſſen Nutzen ſchafft. Von groben Sünden frei Und mich 7. Behüt, o Herr, in Gnaden, ſtets ſein befliſſen Auf Tugend man⸗ Bei meinen Schäfelein, Was ihnen cherlei; Mein Thun ſei wohlgethan, könnte ſchaden Und dir zuwider ſein: Mein Leben und mein Lehren, Laß Es treibe ſie dein Geiſt, Daß ſie nimmer ſich abkehren Von deines mich gerne hören, Wenn ich will Wortes Bahn. ihnen lehren, Was recht nnd chriſt: 15. Nun, Herr, merk auf mein lich heißt. Flehen, So ich jetzt bringe für, Laß 8. Laß ſie zu Herzen faſſen, O es mir ſo ergehen, Wie ich gebeten Gott, dein theures Wort, Daß ſie hier; Verleihe Kraft und Muth, ſich drauf verlaſſen Im Glauben Daß ich hier freudig ſtreite, Dein immerfort; Auch in des Kreuzes Pein theures Lob ausbreite, Hilf, o mein Laß ſie ja nicht vergeſſen, Daß du höchſtes Gut! Zoh. Riſt, g. 1607, ſt. 1667. 3 abgemeſſen, Wie viel deß ſollte ein. 1ö. 3 9. Laß ſie auch Thäter bleiben Wittwen⸗ und Waiſen⸗Lied. Und Hörer nicht allein; Laß ſie thun, wie ſie gläuben, Und voll von Früchten Mel. Zion klagt mit Angſt. Etda Nichts kann auch der Baum geweſen Friſch, ſo zu Herzen gehn, Als wenn arme tauglich und geſund. Wittwen werden, Wenn verlaſſne 10. O treuer Gott, regiere Mich Waiſen ſtehn Ohne Vater, ohne ſelber auch zugleich, Daß ich mein Muth, Ohne Freunde, ohne Gut. ereicht Allein zu deiner Ehr Und thut auf die Waiſen ſchauene ohlfahrt meiner Heerde; Gib, daß 2. Wo die Zäune ſind zerlücket, und Lehr. Kind die Fruüchte pflücket, Da die 11. Hilf, daß ich nicht entbrenne Aeſte ſind gebeugt. Wo die Mauern 1150 ſind zerſpalt, Da find ſich der Feind gar bald, Wenn der Schirm und Schatten weichet, Den die Hitze bald erreichet. 3. Alſo müſſen ſtets die Armen Leiden alles Ungenach. Wenig ihrer ſich erbarmen. Wittwen ſchreien Weh und Ach Ueber den, der— Und in Nöthen ſtecken läßt; Waiſen müſſen ſich nur ſchmiegen Und der Welt zu Füßen liegen. 4. Alſo muß es hier ergehen In der Welt auch mir und dir: Wai⸗ ſen müſſen traurig ſtehen, Wittwen müſſen leiden hier; Denn wie könnte Gott denn mein Und der Meinen Vater ſein? Sonſten wäre Gott nicht Richter Und der Waiſen Sa⸗ chen Schlichter.. 5. Zwar der armen Wittwen Zäh⸗ ren Fließen auf die Backen los; Aber ihre Seufzer kehren Sich zu Gottes Sternen⸗Schloß, Schreien über dieſen Mann, Der die Wittwen ängſten kann, Bis der höchſte Gott das Ende Und den Wittwen Hilfe ſende. 6. Wittwen ſind in Gottes Armen, Waiſen ſind in Gottes Schooß, Ihrer will er ſich erbarmen, Wär die Noth auch noch ſo groß; Ein ſo ungerechter Mann Taſtet Gottes Auge an, Der Von allen ſie ſo preßt Ständen. ausgedacht; Und doch iſt in ſeiner Hand Ein ganz wunderbares Band, Dadurch können hier auf Erden Zwei vollkommen Eines werden. 2. Unſer Vater in der Höhe Schaf⸗ fet Väter in der Welt, Und der Stand der heilgen Ehe Iſt von ihm dazu beſtellt, Gottes Sohn hat ſeine Braut Wie ein Mann ihm ſelbſt ver⸗ traut, Und die Frucht der rechten Liebe Wächſet aus des Geiſtes Triebe. 3. Herr, gedenk an dieſen Orden, Den du ſelber angericht. Hier ſind Zwei, die ehlich worden, Hilf, daß ihnen Nichts gebricht; Gib den Her⸗ zen wahre Treu, Mach ihr Glücke täglich neu, Laß ſie wachſen und gedeihen, Daß ſich Gott und Men⸗ ſchen freuen! V Casp. Neumann, 9. 1648, ſt. 1715. Eines Studirenden Lied. Wer nur den lieben Gott. 19 17 9 Jeſu, du haſt mich 1e berufen, Du willt, daß ich ſtudiren ſoll; Doch ich be⸗ trete dieſe Stufen Nicht ohne deine Leitung wohl; Drum führe mich auf ebner Bahn, Daß deiner Ehr ich Mel. die armen Waiſen zwänget Und der I dienen kann. Wittwen Herze dränget. 7. Wenn ſie bleiben in den Schran⸗ ken, Darein ſie Gott hat geſtellt, Und von ihm durchaus nicht wan⸗ 2. Erfülle mich mit deiner Liebe, Mit Segen und Barmherzigkeit, Daß ſich mein Geiſt in Dingen übe, Darüber ſich dein Nam erfreut, Die ken, Weil er ſich zu ihnen hält: Sollen meinem Namen nützlich ſind, Auf ſie im Himmels⸗Schloß Werden alles welche ſich mein Wohlſein gründt. Kummers los, Da ſoll nicht mehr, wie auf Erden, Wittwen⸗Noth ge⸗ höret werden: M. M.Hunold, g. 1621, ſt. 1672. Bei Trauungen. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. 191 6 Nicht⸗ iſt ſchöner und OU: RN gerechter, Als was Gott im Himmel macht; Der hat aber zwei Geſchlechter Bei den Menſchen 3. Laß mich nicht in Geſellſchaft kommen, Die Sünde, Schand und Laſter treibt, Sonſt wird mein Herze dir genommen Und ihrer Bosheit einverleibt; Ja, ich gerath in Spott und Schmach Und gehe nur der Wolluſt nach.. 4. Entzünde vielmehr mit dem Geiſte Der Heiligung die zarte Bruſt, So thu ich Alles, was ich leiſte, Aus meine Bücher an, Daß ich dein Lob vermehren kann. ungefärbter Lieb und Luſt; Ich greife —— — ——— ——— 1ih doch Sot de die nitbächet ernendſch Henzhand lene Jenme ſe g ſod den ahn und echät fomud ge Indöct ldabſt —. — —— = 8 —— — — =. —— ⁰ —ůů — — — —— — 42 B 900 1 Ende Mit Hoffnung, imn Geduld; —— —= = FaspNeunm a * Stndirtaͤkrij 1 1 1 a hm i „ mein Weiſensi. Mäza d, Sher Ntn e hn heät 5 65 R hn tragen, Remm dl 3, ohl. Dum ſirme n, Dai dur i Sl rü m e nith nit dult een und bame Von allen Stärke mich bis an mein Glauben und Nimm meine Seel in deine Damit ſie deine Vater⸗Huld 5. Kurz: Hände, 1 Im Himmel ewig hoch erhebt Und allen Engeln ähnlich lebt. M. M. Grünwald, g. 1664, ſt. 1716. Lied eines Schul⸗Lehrers. Mel. Meinen Jeſum laß ich nicht. 48 egens⸗Quell, Jeſu 1918. 9 Chriſt, Der du in des Fleiſches⸗Tagen Auf der Welt deude biſt, An der Schule Luſt ge⸗ Bald mit Demuth zugehört, Bald mit Segen ſelbſt gelehrt: 2. Ach, wie iſt doch dieſer Stand, Der hier ein verachter Orden, Weil du mich zu ihm gewandt, So gar hoch geehret worden, Daß der arme Sthul⸗Meann jetzt Jeſu an die Seit geſetzt! 3. Ei, ſo komm doch, Schulen⸗ IFreund, Großer Jeſu, komm mit 1 Gnaden, Laß den alten Schulen⸗ Feind Uns mit ſeiner Rott nicht ſchaden, Steur der großen Barbarei Und der Spötter Narrethei. 4. Gib doch ferner auch allhier Solche, die die Schule bauen Und mit Wohlthat für und für Auf die arme Jugend ſchauen, Liebreich Thüre, Herz und Hand Oeffnen unſerm Schu⸗ lenſtand. 5. Segne ſelbſt das Schulen⸗Haus Und die, ſo darinnen lehren, Auch die da gehn ein und aus, Kunſt und Weisheit anzuhören, Mache ſie fromm und geſchickt, Klug, gehorſam und beglückt. 6. Und abſonderlich verleih, Schutz⸗ Herr und Patron der Schule, Daß kein Aergerniß nicht ſei Bei dem Lehr⸗ und Hirten⸗Stuhle, Keine Trägheit, Neid und Zank, Als der rund zum Untergang. 77. Hilf, daß ich wohl Auf mich und der Schul Gebrechen; habe Acht Wird ein Kind mir zugebracht, Will Ständen. 1151 Freund, bewahre dieſes Kind, Daß ichs klug und ſelig find. 8. Gott, du redeſt mich ſelbſt an: Weide meine Lämmer dorten! Seel um Seele, Zahn um Zahn, Dräuſt du mir mit harten Worten; Denn man forderts von dem Hirt, Wenn man eins vermiſſen wird. 9. Ach, ſo gib doch deinen Geiſt Zu dem Hören und dem Lehren, Der uns ſeinen Beiſtand leiſt, Bis wir endlich dort in Ehren Als die hel⸗ len Sterne ſtehn Und in Sonnen⸗ Klarheit gehn. Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Bei zweiter Heirath nach dem Wittwer⸗Stande. Oder: Der Gott wohlgefällige Wechſel des Leidens mit der Freude. Mel. Wer nur den lieben Gott. 1919. 3. e gn nehmer Sonnenſchein. Mein Thrä⸗ nen⸗Becher war mir bitter, Nun füllt ihn Gott mit Freuden⸗Wein; ür Aſche gibt der Herr mir Schmuck, zſt das nicht Luſt und Troſt genug? 2. Komm nun, mein Herz, und wirf die Thränen In deines Gottes Liebes⸗Schooß, Der kann die Dor⸗ nen⸗Wege bahnen Und wirfet über uns das Loos, Daß auf den ſtärkſten Regen⸗Guß Sein Bogen wieder trö⸗ ſten muß.. 3. Wie wunderlich ſind deine Wege, Verborgner Gott, in dieſer Welt! Ich büße deine Liebes⸗Schläge, Dein Antlitz war mir ſehr verſtellt: Es ſchien, du wollteſt grauſam ſein, Auf mein Gebet kam lauter Nein. 4. Du riſſeſt mir von meinem Her⸗ zen, Was mir das Allerliebſte war; Doch ich verſchmerzte meine Schmer⸗ zen Und ſang bei ſeiner Todten⸗ Bahr: Es ſei dem Herrn anheim⸗ geſtellt, Er thue, was ihm wohl⸗ man gleichſam zu mir ſprechen: gefällt! Von allen 5 Nun hebſt du mich aus mei⸗ nem Staube, Darein mich Tod und Gluth geſetzt, Die ganz verlaſſne Turtel⸗Taube Wird nach der Ein⸗ ſamkeit ergötzt; Da mich nach dei⸗ nes Rathes Schluß Ein ander Herze lieben muß. 6. Ich baue dir im Heiligthume Den Dank⸗Altar in Thränen auf; Weih ihn zu deines Namens Ruhme Und lege deine Gluth darauf, Daß, was den Sinn zu lieben treibt, Ein Feuer von dem Herren bleibt. 7. Das war dein heiliges Ge⸗ fallen, Daß mir mein Loos ſo lieb⸗ lich fiel; Drum ſoll auch nun dein Lob erſchallen, Und das iſt meiner Seufzer Ziel: Laß deinen neuen Gnaden⸗Schein Bei meiner neuen Liebe ſein. 8. Gib, daß das Herze, was du — ſchenkeſt, Mir ſtets an meinem Her⸗ zen liegt. Wermuth tränkeſt, So mache doch den Geiſt vergnügt, Daß unſre Gluth ſtets einerlei Und Eine Seele in uns ſei. 9. Laß uns dein Angeſichte leuch⸗ ten, Dein Friede ziehe bei uns ein. Dein Gnaden⸗Thau muß uns be⸗ feuchten, So werden wir geſegnet ſein, So werden Leid und Neid zu Spott; Nun ſegne uns, Gott, unſer Gott! Benj. Schmolck, g. 1672, ſt. 1737. Freudige Amts⸗Führung eines Predigers mit Gott. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1920 29o geh ich mit Ver⸗ e 4 gnügen, Wo Zions Hügel liegen, In Salems Thoren ein. Ich falte meine Hände, Laß Damit dein Amt ich treibe, Das du Anfang, Mittel, Ende, Mein Jeſu, recht geſegnet ſein! 2. Du Veheſt hin zum Leiden, Und dein Volk zu weiden, Mein Bi⸗ ſchof und mein Hirt! Da, wo dein Ständen. Krippen, Wenn du uns auch mit verſöhnt zu ſein. Wenn grüner Anger Von deinem Blute ſchwanger, Von deinem Schweiße fruchtbar wirrd. 3. Wie fröhlich läßt ſichs gehen Nach Salems ſchönen Höhen, Indem du mit mir gehſt. Mein Mund trieft ganz von Manna, Man ſingt mir Hoſianna, Weil du an meiner Seite ſtehſt. 4. Mit dir geh ich und trete Vors Volk mit dem Geräthe Des ganzen Heiligthums. Die Kanzel wird zur Du ruhſt auf meinen Lippen, Du biſt der Endzweck meines Ruhms. 5. Mit dir führ ich die Kinder, Die kleinen zarten Sünder, Beim Tauf⸗Stein in dein Reich. Wie du ſie einſt geküſſet, Geliebt, geherzt, ſo fließet Sein Geiſt auf ſie, dem Waßfer gleich. 6. Mit dir wiſch ich die Thränen Von Allen, die ſich ſehnen, Miit Gott ie im Beichtſtuhl zittern, Red ich in Unge⸗ wittern Von deiner Gnaden Sonnen⸗ ſchein. 7. Mit dir weiß ich zu laben, Die Durſt und Hunger haben In matter Seelen⸗Noth; Denn kann ſie ſonſt Nichts ſtillen, So weiß ich ſie zu fül⸗ len Mit Gottes⸗Blut und Engels⸗ Brodt. 8. Mit dir halt ich den Kranken Den Zucker der Gedanken, Des Wor⸗ tes Labſal für. Wenn ich die Schwachen ſtärke, So ſegne meine Werke, So rede, Jeſu, ſelbſt aus mir. 9. Mit dir komm ich und rette Auf ihrem Sterbe⸗Bette Die Kin⸗ der deiner Zucht Aus Satans Lö⸗ wen⸗Klauen, Du jagſt der Hölle Grauen, Des Todes⸗Schrecken in die Flucht. 10. Nun, Jeſu, bleibe, bleibe, verborgen treibſt; Nicht anders laß mich wandeln, Nicht anders thun und handeln, Als was du ſelber unterſchreibſt. — —— 2*— 11 Wenn unarun eicen vil duall 2 Und b Pronge aüt ſarft it wehr ar ur Di m AUndalt zati diine tci. Cug aaad ernur an Grbe 14 Venn tüüntd hunmels⸗. —— —= — — — — — ☛ San W dm me Beodt 8 den. 2 Schwat Werke, 1 4 nema iß ih aca 1 3 4 3 ün 1 Van 9 iir. Wae kk, Erm n Dde, 1 it Da ANären deines Reiches Erben. Und ſo manchem d das Leben abgekürzt; Aber deine neue. 11. Wenn du, du Himmels⸗Gabe, Aus meinem Hirten⸗Stabe Ein Kreuze nitzen willſt, So hilf, daß ich das ſhrit Mit deinem Blute färbe, Wo⸗ mit du allen Kummer ſtillſt. 12. Und wirft die Laſt mich nie⸗ der, Verlangen meine Glieder Auch endlich ſanfte Ruh; Ja, wenn ich nicht mehr tauge, So drücke mir, o Auge, Die matten Augen ſelber zu. 13. Und alſo nimm am Ende Den Geiſt in deine Hände, Den du erlö⸗ ſet haſt. Erquicke ihn mit Frieden, Sobald er nur geſchieden; Dem Leibe gib im Grabe Raſt. 14. Wenn ich nun ausgeſchlafen, Geh ich mit deinen Schafen Zu dei⸗ ner Himmels⸗Au Weit munter und gerüſter, Als hier, In Salems ewgen Tempel⸗Bau. M. G. Gerber, g. 1660, ſt. 1731. Fürbitte der Eltern für ihre Kinder. Mel. Freu dich ſehr, o meine. 1920. Horge doch für meine D inder, Vater, nimm dich ihrer an! Ob ſie gleich vor dir ſind Sünder, Sind ſie dir doch zu⸗ ethan Und durch deines Sohnes Nut Gleichwohl dein erworbnes Gut; Darum wirſt du ſie aus Gnaden Wohl beſchützen und berathen. „2. Sie ſind dir von Kindes Beinen Und von ihrer erſten Stund Zuge⸗ worfen als die Deinen, Und durch deinen Gnaden⸗Bund Haſt du ſie in ihrer Tauf Väterlich genommen auf, ß ſie, wenn ſie ſollten ſterben, 3. Du haſt ſie bisher genähret Unglücks⸗Fall Mehr, als väterlich gewehret, Der ſie hier und überall Hätte leichtlich umgeſtürzt, ater⸗Treue Bleibt bei ihnen täglich Von allen Ständen. du Hoherprieſter, b 1153 Immer dir verpflichtet ſein Und mit dankbarem Gemüthe Solchen Glucks⸗ und Segens⸗Schein Rühmen und vor Jedermann Deine Wohlthat zei⸗ gen an: Ach, ſo müßt ich ganz ver⸗ iſten Gottes, meines Heils, ver⸗ geſſen! 5. Sammeln Andre große Schätze, Daß ihr Haus in ſolchem Heil Sich in Geld und Gut ergötze, So biſt du mein einzig Theil. Bleib auch mei⸗ ner Kinder Gott, Laſſe ſie in keiner Noth Und in keinem Kreuz verder⸗ ben, Bis ſie endlich ſelig ſterben. 6. Schütze ſie vor böſen Leuten Und vor der Verführer Schaar, Daß ihr Fuß nicht möge gleiten; Laß ſie ihre Lebens⸗Jahr In der Tugend ringen zu, Bis du ſie, wie mich, zur Ruß Wirſt ins kühle Grab verſenken Und die Seligkeit uns ſchenken. 7. Können ſie in dieſem Leben Hier, und wo es dir gefällt, Was zu deinen Ehren geben, So laß in der ganzen Welt Ihnen, wie ſie immer gehn, Deine Furcht vor Augen ſtehn, aß ſie di Laſſen ie dich im Thun und Stets in ihre Herzen faſſen. 8. Laſſe ſie auch meinen Feinden Nicht zum Hohn, o lieber Gott, Wer⸗ den, noch auch meinen Freunden Eine Laſt, wenn eine Noth Und ein Unfall ſie betrifft; Wehre ſelbſten allem Gift, Daß die Feind nicht ihrer lachen Und ihr Unglück größer machen! 9. Endlich, wenn die Jahr verfloſ⸗ ſen, Daß ſie dieſe Lebens⸗Zeit Ha⸗ ben ehrlich hier genoſſen Und ſie in die Ewigkeit Sollen ihren Eintritt thun, So laß alle Schmerzen ruhn Und laß ſie in ihrem Sterben Glau⸗ bensvoll den Himmel erben. 10. Gönne mir die großen Freu⸗ den, Daß am lieben jüngſten Tag, bi mit ſter Vater, ich bin hier, vielem Kreuz und Leiden, Jauchzen ſagen mag. Lieb⸗ nd die 4. Sollt ich nicht für ſolche Güte Kinder, die du mir Haſt in jener 7³ —— —— ——— 2 —ÿ—ÿ—ÿ—x—-———— — 9 Welt beſcheret. Ewig ſei dein Nam geehret! Joh. Ludw. Schloſſer, g. 1702, ſt. 1754. Bei Trauungen. Mel. unſer Sabbath geht zum. 1921 Pater, der du deinen * Namen Auch den Menſchen haſt gelehnt, Segne dei⸗ ner Knechte Samen, Die dein Sohn dir hat verſöhnt; Denn du mußt bei Jung und Alten Vater⸗Statt allein verwalten. 2. Unſer Segen hat nur Worte, Unſer Wunſch iſt ohne Kraft; Aber du an deinem Orte Biſt der Herr, der Alles ſchafft; Wir ſind Menſchen, die was denken, Du ein Gott, der es kann ſchenken. 3. Nun das Werk iſt angehoben, Führe du es ſelig aus. Segne, Vater, ſelbſt von oben Deine Kinder und ihr Haus. Laß ſie Fried und Ruh genießen Und ihr Leben wohl beſchließen!:,: Casp. Neumann, g. 1648, ſt. 17 15. Bei eines Predigers Trauuug. Mel. Was Gott thut, das iſt. ) as Gott fügt, das iſt 1922. W wohl gefügt; Er kann die Herzen binden. Ein Menſ der ſich in Gott vergnügt, Wird Heil und Leben finden. Ein weiſer Rath Beglückt die That, So muß durch ihn vor Allen Das Loos aufs Beſte fallen. 2. Wie führt er doch ſo wunder⸗ lich Die Herzen oft zuſammen! Durch Ganz un⸗ Und was ſein Das kann hernach auf Erden Nach Wunſch ſeinen Trieb erregen ſich verhoffte Flammen: Geiſt Im Himmel ſchleußt vollendet werden. 3. Der Menſchen Anſchlag fehlet oft Im Wählen und Beginnen. Es das Werk ganz unverhofft Ohn alle Kraft zerrinnen. Knüpft Gottes Hand Ein Ehe⸗Band, Wer kann es hintertreiben? Es muß geſchloſſen muß Von allen Ständen. ſehn, Durch Gottes Schluß iſt es geſchehn, Der hat die Gluth entzündet, Daß dieſes Paar Nun offenbar 4. Der Himmel hat es auch ver⸗ Daß ihr euch jetzt verbindet, b An hellen lammen brennet, Die Neid und eid nicht trennet. 5. Du ſieheſt nun, Vergnügte, hin, Wie Gott die Seinen führet, Ganz wunderlich dein treuer Sinn durch ein Herz gerühret, Das Got⸗ Ward tes Rath Erwählet hat, Mit dir hinfort zu leben Und dir ſein Herz zu geben. 6. Ein Mann, der wahres Recht und Licht Und Treue ſtandhaft heget, Wird dir vor Gottes Angeſicht Zum Schatze beigeleget. Das kommt vom Herrn, Der herzlich gern In keuſchen Liebes⸗Sachen Den Anſchlag pflegt zu machen. 7. Geh hin, vergnügtes Tugend⸗ Kind, Und nimm, was dir Gott chenket, Die Bande, die geſchloſſen ſind, Hat Gottes Huld verſ chränket, Sie liegen ſchon Vor Gottes Thron, Und deiner Eltern Segen Wird ſe gar ſanfte legen. 8. Das Klee⸗Blatt eures Ehſtands ſei Nur Laben, Leben, Lieben: Der Kummer gehe ſtets vorbei, Der Se⸗ gen — er auch ſchon wiſſen Mit Segen zu begießen. Ehe. Mel, Wenn wir in höchſten. 1923 Wen Gott ein ehlich 4 Weib beſchert, Mit Tugend, Glaub und Zucht vermehrt, Der hat den ſchönſten Schatz auf Erd, Sein Weib iſt aller Chren werth. 2. Sie iſt ihrs Mannes Hilf und Ferud, Die ihn erquickt in Lieb und eid, Sie iſt ſein Säul und Chren⸗ Kranz; Ohn Weib iſt gar kein Freude Pleiben. ganz. 2— kann betrüben. Lebt ſtets ver⸗ ch, gnügt! Was Gott gefügt, Das wird gon Gllückſeligkeit einer vergnügten 1 Von allen Ständen. 1155 h 3. Ihr Mann hat Troſt und Ehr Wenn Gebet und reifer Rat ⸗ p oon ihr, Sie iſt ſeins Herzens Wunſch derſeits vendtrund fiſ Da hre Dr Glh mmanei und Zier, Seinr Lugen Luſt, Freun⸗ man in der That, Daß Gott uir dieſe ue Nm gf din und Hort, An ihn geknüpft mit das Liebes⸗Band Knüpfet und Fin eme Gottes Wort. ſſeiner Hand Segen inſet und au Ld ana u 4. Aus Adams Fleiſch, Ripp, Blut Leben Will dem neuen Paare geben. und Leib Baut Gott Evam, das 3. Dieſer Friede, dieſer Segen 5 e pſun, 1 inun ayi ſchonſte Weib, Gotts Sohn führt ſie Bringet Chre, Gut und Freud, Wo ” xtw 4 n Lie die Seinen fürn,e I nun ac hein trauer emngh dem Menſchen zu, Die ſchenkt ihm man bleibt auf G 8 bi 18 ian bazim, 3 Gott zur Freud und Ruh. er auch die Blggttes Irnh Sil ts thle in, M. 5. Halt du an ihr und halt ſie die Heirath an, Wenns heißt: Das in dift ass eden Undu 4 ſchön, Sie iſt deins Herzens werthe hat Gott gethan! Gott, der hat es u rr mm Kron. Ein Fleiſch und Sinn ihr ſo gefüget, Daß zwei Herzen ſind ver⸗ . 6 4 de d wei ſollt ſein, Mit Treue Eins das gnüget. D. Joh. Olearius, g. 1611, ſt. 1684. er ud erd Tre iwm Andre mein. 858* huh 50 u 6. Gott hat ein A, auf chlich Leut n. Sth Pleget. Dw imnſen. Und ſegnet treue Lieb und Bräut; 214 de den dens mn u Ein Lr Bett und keuſcher Muth Auf den heiligen Eheſtand. deh en Da nta Iſt vor Gott gar ein edles Gut. Mel. Wie ſchöͤn en. u 72. Da kann man Chriſti Lieb er⸗ 5. Wi dhin leaclat de er, 1 8(iiin, verguigsin ienn Und Gott in Wahrheit Vater 1925. Wie Jeond iſts doch i in. ninn donſtt nenn, Ihm dien in Liebe, Zucht und Im Stande, da dehn Sden iſt 68 Ehrn Und ſich redlich im Glauben Stande heilger Ehe! Wie ſteigt und 1 zen ſteh jie Bande,ithn E ⸗ imn at nes, mihrn. 1. neigt ſich deine Gab Und alles Gut au. Sis e ſchon Dur u 8. Herr Jeſu, unſer Bräutgam gut, ſo mild herab Aus deiner heilgen un= Clern S M. der du dir durch dein theures Blut Höhe, Wenn ſich An dich Fleißig 6. 9u eulhyen Ein Braut erkauft aus menſchlichm halten Jung und Alten, die im Or⸗ A le Aul uen Gſchlecht, Machſt ſie heilig, fromm den Eines Lebens einig worden! ſſe aben, kia n. und gerecht. 2. Wenn Mann und Weib ſich it au erehe ſts une.(rhalt, Herr Chriſt, dein Fleiſch wohl begehn Und unverrückt beiſam⸗ „ „„ ſäe 8..„ 8.„ Ege rante as, u Bein, Daß ſie dein Chr und men ſtehn Im Bande reiner Treue, c, nil wſe Ra Vierde ſein, Bewahre Fraun und Da geht das Glück in vollem Lauf, dil er Kton aangfraun Ehr, Fromm Mann, Weib Da ſieht man, wie der Engel Hauf ah beg= and und Fried beſcher! Im Himmel ſelbſt ſich freue. Kein in M. J. H. Mattheſius, g. 1504, ſt. 1665. Sturm, Kein Wurm Kann zerſchla⸗ en. t im un gen, kann zernagen, was Gott gibet de.(kiilkti ie Glücklicher Anfang und Fortgang Dem Paar, das in ihm ſich liebet uch der Ehe. 4 3. Vor Allem gibt er ſeine Gnad, un⸗ rtutth In derer Schooß er früh und ſpat ſen— Wa gta Mel. Freu dich ſehr, vomeine. Sein Hochgeliebten heget. Da ſtreckt um üt 1924 Wer den Ehſtand will ſein Arm ſich täglich aus, Da faßt nich a uttren ün bei guter Nuh Grwühlen 8 er er uns und unſer Haus, 8 dle Ar Kiinelul gut)Ohne Sorge, Gram ein Vater pfleget. Da muß Ein Fu tlet D an tun ch und Quälen Möge glücklich bringen Nach dem andern gehn und wan⸗ 6 S8 d it aln 5 Fange es mit Beten an, So iſt dern, bis ſie kommen In das Zelt n i c 3 uc wohl gethan, Und Gott wird und Sitz der Frommen. tes Nl in ae Branſo fügen, Daß es Beide kann 4. Der Mann wird einem Baume 7, Y 6. 4 7,. witt ſen ergnügen. gleich, An Aeſten ſchön, an Zweigen ſill m 14 t„ b f= h b 2. Dann iſt es wohl angefangen, reich; Das Weib gleicht einem Re⸗ . 4 79* 18 ð 13 3hs 1 8 ——ÿÿ— 5 8 8*— — 8“ 1 ſ ——— ——* 8— 1156 Von allen Ständen. ben, Der ſeine Träublein trägt und er ſich darf vertrauen Sowohl in nährt Und ſich je mehr und mehr Kreuz und Leiden, Als wenn Glück vermehrt Mit Früchten, die da leben. Ehr und Gut Erfullen ihm mit Freu⸗ Wohl dir, O Zier, Mannes⸗Sonne, V den Das Leben, Muth und Blut. Hauſes⸗Wonne, Ehren⸗Krone! Gott 2. Das Trauren fleucht zurück, Ihm denkt dein bei ſeinem Throne. blühet lauter Glück, Er kann ſich reich⸗ 5. Dich, dich hat er ihm auserkorn, lich nähren; Denn Gott will ihm be⸗ Daß aus dir werd herausgeborn Das ſcheren Brodt, Kleider, Haus und Volk, das ſein Reich bauet; Sein Güter Aus ſeinem Brünnelein, Der Wunder⸗Werk geht immerfort, Und treue Menſchen⸗Hüter Will ſein Ver⸗ ſeines Mundes ſtarkes Wort Macht, ſorger ſein.. daß dein Auge ſchauet Schöne Söhne 3. Ein ſolcher Menſch lebt wohl, Und die Docken, die den Rocken fein Sein ganzes Haus iſt voll, Er ſpü⸗ abſpinnen Und mit Kunſt die Zeit ret reichen Segen Auf allen ſeinen gewinnen. Weleni Im Fal er den ur libet 6. Sei gutes Muths: Wir ſind es Ja hält ihn theur und werthe Der nicht, Die dieſen Orden ir ſindo ihm ſ keeulich gibet Das, was ſein Es iſt Gott, unſer Vater: Der hat Dens edeh. z folat hieraus, Sei uns je und je geliebt Und bleibt, Weib dſt Hutes folgt hieruns, Sen wenn unſre Sorg uns trübt, Der t d iſ un ein russ in Sedn⸗ beſte Freund und Rather. Anfang, ſi ned er Reben, Die ſchöne Tti⸗ Ausgang Aller Sachen, die zu machen ben Lehen, Da ſtehen auf der Reige wir gedenken, Wird er wohl und Die Kinder friſch und ſchön, Sind weislich lenken. als Olivenzweige Recht lieblich an⸗ 7. Zwar bleibts nicht aus, es zuſe welch ein edle Frucht Die kommt ja wohl Ein Stündlein, da man in Lehr und Zucht Hernachmabs man Leidens voll Die Thränen läſſet unterweiſet Und Gott von Herzm Gießens edennach, nen ſich Ge⸗ preiſet, Daß er uns das geſchente wuild Ergibt, deß Leid wird Gottes Durch ein vernünftig Weib, Was uns △ 1 A 4 7 un In großen Freuden ſchließen. V mit Freuden tränket, Ja ſtärket Seel Sitze, Schwitze Nur ein wenig: Un⸗ und Leib! ſe Sena meh behende Machen, daß 6. O hochgelobter Stand Es hat ie Angſt ſich wende. des Höchſten Hand Dich erſtlich ein⸗ 8. Wohl her, mein König, nah dese ad Purch dich di f ih an herzu, Gib Rath im Kreuz, in No⸗ Der Ch⸗Leut ihre Klagen, Der Him⸗ then Ruh, In Aengſten Troſt und mel läßt ſie nicht In i rer Angſt ver⸗ Freude! Deß ſollſt du haben Ruhm zagen, Weil ihn kein Troſt gebricht. und Preis, Wir wollen ſingen beſter 7. Wie ſelig iſt der Mann, Der ds nd dauten alt äde Ne dh nederJerni natzuſch füllen, deinen Namen Ewig loben ſchenket, Mit der er lebt in Frieden werden! Amen! Bei der Trauung. Mel. Wie ſchön leuchtet der. 1926 Wie ſelig iſt der Mann, 192O. T0I Der ehlich hauſen 51 ie weislich hat des kann Mit einer ſolchen Frauen, Der 1927. W In eigener Melodie. Eheſtands Lied. b Höchſten Hand den Und Fruchtbarkeit zugleich, Bis ſie der Paul Gerhard, 3. 1606, ſt. 1676. Tod geſchieden, Fuͤhrt Beid in Gottes Reich! Joh. Riſt, g. 1907, ſt. 1687. “— ſdc 1Vm Pll eien. Der perne Fireſine datſtret delb, J Hattewunge adif ndonſr Jden watt nfrräy — — = == = * —— eder ha drännäch 8 1 reu a hen⸗Hüte Al. e wlGer Jriſt tne de Fall er awi r Ar theur un m 1 1 men — SA t Fin ſein Hushl ſoct Reben, deſtni den a Ja ſehen wih en 2 5 Do er friſch und ſtz n als* zweige Rehtbch zuſe V Clh en alnt a mat wrr und Zuh ein. t u=e Urd Gonhe prei aß er un 3 Du= ernünfiz ä nit—am trinte, Pite e unnees des te en Hand a 6 6. 11 5 4 —= — —— — —— —— — — — — 8 ——,— nl ſ 8 2 —— — — = — den, Nl Joh. N —— — p e Uüm ſt üch gibet è m : Her St. eus folgt henu A* =* = 2E — — — == — Sei.d s Haus ſt5 rt1eSegen Au t. A niſn 6 P' 3 —j Eh⸗Stand als ein Liebes⸗Pfand Im Anfang eingeſetzet! Gott, der iſt lau⸗ ter die und Treu, Hat ſelbſt geſagt, daß er gut ſei, Und ihn ſo hoch Le⸗ ſchätzet, Daß er So ſehr Sein Er⸗ barmen zu den Armen ihm verglei⸗ chet, Doch kein Mann die Lieb er⸗ reichet. 2. Wenn Gottes eingebornes Kind Will zeigen, wie die Flammen ſind Der himmelſüßen Liebe, So iſt die Kirche ſeine Braut, Mit der er ſich Heil hat feſt vertraut, Daß ſie ſich nicht betrübe; Ihr Schmerz Sein Herz Hat bezwungen, daß geſprungen Blut und Waſſer Auch für ſeinen Feind und Haſſer. 3. Denn Jeſus ſelbſt einſtellet ſich dur Hochzeit und ſo wunderlich Die Ch⸗Leut er bedenket: Das Waſſer legt hin ſeine Kraft Und kommt ein ſüßer Reben⸗Saft Mit dem er ſie beſchen⸗ ket. Der Wein Muß ſein Von dem beſten bei den Gäſten als ein Zei⸗ cchen Und zum erſten Ruhm gereichen. 4. Wohl dem nun, der in Fröm⸗ migkeit Bringt zu die kurze Lebens⸗ Zeit Und hält die Eh in Ehren, Den wird Gott ſegnen aus Zion Durch ſeinen herzgeliebten Sohn Und ſein Geſchlecht vermehren; Sein Weib, Sein Leib Kann ihm geben Saft und Leben; den Oel⸗Zweigen Sind die Kinder gleich am Reigen. „5. Mein Jeſu, liebſtes Jeſulein, Du ſollſt der Erſte bei uns ſein In unſerm ganzen Leben; Mein Leib und Seel iſt ſtets bereit, Nach deines Namens Heiligkeit Mit allem Fleiß zu ſtreben. Mein Mund Den Bund Hat beſchloſſen, unverdroſſen dir zu Chren Meine Kinder recht zu lehren. 6. So weiß ich auch, daß du an mich Wirſt denken, wenn der Man⸗ ſich In meinem Hauſe zeiget; Maria darf ſich kümmern nicht, Wenn gleich bei uns der Wein ge⸗ bricht, Dein Herz ſich zu uns neiget. Wenn ſein Wie Stein Alle Leute, Herr, bereite ſtets mein Eſſen, Deine Stund iſt ungemeſſen. Von allen Ständen. 1157 7. Wie Gott nach ſeinem Wort verheißt, So hör ich ſchon in meinem Geiſt, Gott woll den Mann verſor⸗ gen, Der durch die fromme Kinder⸗ Zucht Des Höchſten Ruhm und Ehre ſucht: Kein Rath ſei ihm verborgen. Gott weiß Den Fleiß Bei den Kin⸗ dern, ſollt er mindern ſeinen Segen? Er wird ihm ſein Theil hinlegen. 8. Ach, leg auch mein beſcheiden Theil, Mein Jeſu, hin, du biſt mein eil, Von dir nehm ichs mit Freu⸗ den; Obſchon mein Capital iſt ſchlecht, Doch wirſt du, mein Herr, deinen Knecht Nicht Hunger laſſen leiden: Dein Schutz, Mein Trutz, Dein Beſcheren kann es mehren, auf dein Winken Kann ich Wein aus Waſſer trinken. D. Joh. Mauckiſch, g. 1617, ſt. 1669. Eines Richters. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht. ℳ o Gott, der Herr, 1928. W den Segen nicht Zu unſerm Amt uns ſchenket, Was wir vorſchlagen, nicht geſchicht; Denn was ein Menſch bedenket, Das gehet ſel⸗ ten glücklich aus, Der Herr muß ſeg⸗ nen Hof und Haus, Sonſt Alles wird gekränket. 2. Du ſageſt ſelbſt, o Gottes Sohn, Durch mich das Recht man ſetzet, Durch mich beſtehet euer Thron Und bleibet unverletzet. Ich bin die Weis⸗ heit, Rath und That Muß ich euch geben früh und ſpat, Mein Wort die Seel ergötzet. 3. So gib unsWeisheit und Ver⸗ ſtand, Daß wir mit Recht regieren Und unſer liebes Vaterland Mit aller Treue zieren. Laß wachſen die Ge⸗ rechtigkeit, Laß blühen Frieden, ohne Streit Das Regiment zu führen. 4. Du ſitzeſt ſelber im Gericht Und kenneſt die Anſchläge; Den Menſchen wir es halten nicht: In uns das Herz errege, Daß es ſei Geiz und Gaben Feind, So das Recht beugen — verrichten Gottes Rath, 1158 Von allen Ständen. für den Freund Und ſuchen krumme 11. Laß auch dein Volk zu jeder Wege. Seit In Gottesfurcht bedenken, Daß 5. In eines Menſchen Herzen ſind von Gott ſei die Obrigkeit, Man Viel Anſchläg oft vorhanden, Daß darf ihr Amt nicht kränken, Furcht, ie vollbring ein Menſchen⸗Kind Und Chre, Liebe, Schoß nnd Zoll Der falle nicht mit Schanden; Das muß Obrigkeit man geben ſoll, So wird Der ſtehet Gott Segen ſchenken. feſt und gibt die That, Er herrſcht D. Joh. Maukiſch, g. 1617,ſt. 1669. in allen Landen. 4 6. Ich bin dein Amtmann, from⸗ mer Gott, Zu ſchützen Leib und Leben, Herr, ſteh uns bei in aller Noth, Sonſt muß ich bleiben kleben. Ach, gib ein ſehend Auge mir Und höo⸗ rend Ohr, ich muß, Herr, dir Von Allem Rechnung geben! Troſt für fromme Che⸗Lenute. Pſalm. 128. Mel. Herr Gott, dich loben Alle wir. V 1 92 9 W ohl dem, der in Got⸗ 19=. tes Furcht ſteht Und 7. Du haſt gegeben mir die Macht, auch auf ſeinem Wege geht! Dein Das Schwerdt und Recht zu tragen: eigen Hand dich nähren ſoll: So Wie ich mein ſchweres Amt vollbracht, lebſt du recht und geht dir wohl. Wirſt du, mein Richter, fragen. Gott 2. Dein Weib wird in deinem ſtehet ſelbſt in der Gemein Und will Hauſe ſein Wie ein Reben voll Trau⸗ der Richter Richter ſein Und ihr ben fein, Und dein Kinder um dei⸗ Urtheil anfangen. nen Tiſch Wie Oel⸗Pflanzen geſund 8. So gib mir, Herr, Aufrichtigkeit, und friſch. Daß ich kann wohl beſtehen, Und laß 3. Sieh, ſo reich Segen hangt dem mein Herze ſein bereit, Auf deinen an, Wo in Gottes Jurcht lebt ein Ruhm zu ſehen. Wie du die beiden Mann; Von ihm läßt der alt Juuch Tafeln haſt Befohlen uns, ſo hilf die und Zorn, Den Menſchen⸗Kindern Laſt Uns tragen, wie wir flehen. angeborn. 9. Der Teufel ſetzt gewaltig an 4. Aus Zion wird Gott ſegnen Mit Lügen und mit Morden, Und dich, Daß du wirſt ſchauen ſtetiglich wo er Unglück ſtiften kann, Will Das Glück der Stadt Jeruſalem, ſchänden deinen Orden. In deinem Vor Gott in Gnaden angenehm. Amt wir trauen dir Als deine Knechte, 5. Friſten wird er das Leben dein zu dem wir Durch Wahl beſtellet Und mit Güte ſtets bei dir ſein, worden. Daß du ſehen wirſt Kindes⸗Kind, 10. Laß meinen Mund, mein Herz Und daß Iſrael Friede find. und Hand Dahin ſtets ſein befliſſen,*6. Ehr ſei dem Vater und dem Zu ſchützen unſer Vaterland Nach Sohn Sammt heilgem Geiſt in Einem Wiſſen und Gewiſſen. Gerechtigkeit Thron, Welches ihm auch alſo ſei be⸗ und Einigkeit Ein Stadt und Land zu reit Von nun an bis in Ewigkeit! jeder Zeit Mit Gott erhalten müſſen. ENDC. —— 998— D. M. Luther, g. 1483, ſt. 1546. — — 3 dn lit *Ped, der da ſſt 1 dmüb en 11 ne el Manl Ad pemmer = — — — 25 — =2 — — — — —2 8 A 1 A 4 1 8 4 3 4 * 8 — dah.Nutſß, n en fronne ghran Pſalm. 1S 1 Gott dich l 14z V . 12 15 45 1— * „ rihen m. 1 1 1 in Gettes on ihm lißt d 3 eſu 8* Den Mſt 3 1 n= m wid G ar 10 W ui Pen 1N it da emn mn. A i Gmde un ten wid ar dethen 2 un Gite ſetz ti 19 A ſeen viſt Kue 3 unn „r ſei dem Aurmd 1 e untbeihnen t 1 Aahs 34 u un an 4 d. N. ate Regiſter der Lieder. An lieber Vater, höre S. 692 Abend, heller, als der 1093 Aber das iſt meine F. 153 Abermals ein Jahr verfl. 137 Abermals ein Tag verjchwunden 1093 Abermals iſt eins dahin von der 137 Ach Abba, ſchenk in Jeſu 496 Ach Alles, was Himmel und 153 Ach freudenreiches Feſt! Liegt 219 Ach, bleib bei uns, H. J. C. 426 A. bleib mit deiner Gäade 426 Ach, daß doch mein Jeſus käme 569 Ach, duß ein Jeder nähm in Acht 219 Ach, daß nicht die letzte Stunde 569 Ach Gott, Ach Gott, Ach Gott, Ach Gott, Ach Gott, wie mancher K. S. wie manches H. wie ſchrecklich iſt wir haben was wir treten hier 100 80² Ach Gnad über alle Gnaden 1003 Ach großer Gott, nun kann Ach Herr, ach Herr, meiner Ach Herr, du allerhöchſter Gott, Ach Heur, du gerechter Gott 15 931 803 803 Ach Herre Gott, wir loben dich 804 Ach Herr, gib Ächt, in unſerer 838 Ach Herr, hier lieg ich Armer Ach Herr, lehre mich bedenken Ach, e Wort von großer Treue 441 Ach Herr, mein Gott, erhöre Ach frommer Gott, ich ſoll 927 Ach Herr, mich armen Sünder Ach Gott, der du die gdan 800 Ach Herr, wann kommt das Ach Gott, der Satan gibt 837 Ach Herr, wie lange willſt Ach Gott, erhör mein Seufzen 837 Ach Herr⸗ wie ſchrecklich iſt Ach Gott, es hat mich ganz 928 Ach Himmel, ofine dich Ach Gott, gib du uns deine 497 Ach höchſter Gott, verleihe Ach Gott, ich falle dir zu Fuße 929 Ach, höre mich, mein Gott Ach C Gott, ich muß dirs klagen 442 Ach, ich armes Schäflein Ach Gott, ich muß in Traur. 570 Ach, ich Uebertreter, großer Ach Gott, in Gnaden von 801 Ach Jeſu, dein Sterben Ach Gott, in was für Freud. 442 Ach d ſu, deſſen Treu im Ach Gott, iſt noch dein 928 Ach Je ſu, gib mir ſanften Ach Gott, mich drückt ein 343 Ach Jeſu, höre deinen K. Ach Gott, ſoll mich denn 838 Ach Jeſu, meiner Seelen J. Ach Gott, thu dich erbarmen 390 Ach Gott und Herr, wie groß 929 Ach Gott, vom Him. ꝛc., wie übel 873 Ach ott, vom Him. ꝛc., wie wenig 427 Ae Gott, wenn ich bei mir 570 Ach Gott, mich drückt ein 343 Ach Gott, wie große Ruthen 801 Ach Jeſu, mein Schönſter Ach Jeſu, mein vergnügtes Ach, klag⸗ ach klage nun Ach, komm, du ſüßer Herſensg Ach, laß dich doch, o Seele Ach, laß dich jetzt ſinden komm Ach, laßt mich gehn, ihr Sorg. 930 571 804 930 427 839 257 931 742 138 931 932 259 154 497 932 443 157 157 260 158 839 1 768 1160 Regiſter der Lieder. Ach, lieben Chriſten, ſeid S. 572 Ach lieber Gott, wie traurig 933 Ach lieber Herr, du großer 805 Ach, mein Gott, wie lieblich 1 Ach, mein Herze, gib di 768 Ach, mein herzlichſter ſchönſter 159 Ach, mein Herz, was iſt die 498 Ach, mein Herz, was ſoll ich 260 Ach, mein Jeſu, fleuchſt 159 Ach, mein efu laß mich 498 Ach, mein Jeſu, reich von 933 Ach, mein Jeſu, ſieh, ich 1094 Ach, mein Jeſu, welche Wehe 258 Ach, mein Jeſu, welch Verd. 15 Ach, möcht ich meinen Jeſ. 499 Ach, ſagt mir Nichts von eitlen 158 Ach, ſagt mir Nichts von Gold 42 Ach, Seele, willſt du länger 840 Ach, ſeht, was ich für Recht 444 Ach, ſehet, welche Lieb und 445 Ach, ſchone doch, o großer 935 Ach, ſollt ich mich nicht 705 Ach, 8 Wort für arme 935 Ach, ſtirbt denn ſo mein 261 Ach, treuer Gott, barmherzigs 874 Ach, treuer Gott ohn Ende 129 Ach, unſelig iſt zu nennen. 499 Vater, unſer Gott, 693 Ach Vater von uns Allen, 694 Ach Vater, zürne nicht, 915 Ach, wachet auf, ihr faulen 500 Ach, wann kommen doch die 573 Ach, wann kommt doch 572 Ach, wann kommt die Zeit 160 Ach, wann werd ich aufgelöſt 574 Ach, wann werd ich ſchauen 160 Ach, was hab ich angerichtet 93 Ach, was iſt doch unſer Leben 572 Ach, was mach ich in den 43 Ach, was ſind wir ohne Jeſu 15 Ach, was ſoll ich Sünder 937 Ach, was wollt ihr trüben 66 Ach Weh, ach Weh, wo ſoll 937 Ach, wein, du Engels⸗Chor, 261 Ach, wenn ich dich, mein 62 Ach, wenn ich mich doch 1003 Ach, wer doch bald hinüber 841 Ach, wer ſchon im Himmel 673 Ach, wie betrübt ſind fromme 674 Ach, wie elend iſt unſere Zeit 574 Ach, wie erſchrickt die böſe 220 Ach, wie findeſt du ſo ſelten S. 500 KM An Ach, wie ſlüchtig, ach, we 5 6. Ach, wie freu ich mich zu 575 Phrim Ach, wie groß iſt deine Gnade 444 ynäne Ach, wie hat das Gift der 16 it autes Ach, wie hat des Herren Hand 575 Nrſott Ach, wie iſt doch unſer Leben 576 pm d Ach, wie macht die Angſt der 933 Bſ⸗ Ach, wie ſelig ſind zu preiſen 576 Nlis Ach, wie ſoll ich dirs verd. 262 u n Ach, wie weh iſt meinem 843 h alf ih Ac. wie wichtig, ach, wie 5010 ai me Ach, wie will es endlich 939 1i uj mei Ach, wie will denn mein 876 duf wf ner Ac wir armen Sünder 263 A n me Ach, wohin ſoll ich mich 160 W ner Ach, wo ſoll ich Ruhe 263 Alj oh nen Ach, wundergroßer Sieg 374 du uh mein Ach, ziehe mich, ach, ziehe 161 äm em Adam hat im Paradies 218 an Ade, du ſüße Welt, ich 501 an din Ade, o Vater⸗Herz, ade 577 Auj mei Ade, o Welt, ich fahr jetzt 577 diſct mii Aegypten, Aegypten, gute 585 AMM Alle, die gottſelig ie und 878 Jnm All Ehr und Lob ſoll 705 A gri 9 Allein auf Gott ſetz dein 502 AMm ſce Allein Gott in der Höh I Wein Allein nach dir, Herr J. C. 578 iſßß de Allein und doch nicht ganz 503 dai erme Allein zu dir, He⸗r J. C. 940 ſ Ale Menſchen müſſen 674 h enunter Allenthalben, wo ich gehe 675 ereche Alles Gut der Welt i 578 de Alles iſt an Gottes Segen 66 aff; Alle Welt, was lebt und 706 drhrr All Obrigkeit Gott ſetzet 113⁵ ſi w Als der gütige Gott voll 194 den Als gleich die Jünger ſaßen 374 ide S Als Gottes Lamm aus Liebe 335 nG Als Jeſus Chriſtus, Gottes 40² G Als Jeſus Chriſtus in der 1004 ten Alſo hat Gott die ꝛc., daß er ſein 446 ſen Alſo hat Gott die ꝛc., daß er uns 446 di wein Alſo hat Gott die ꝛc., das merke 447 ſii ſen Alſo hat Gott die ꝛc., daß er Chriſt. 448 ſl ſeine Alſo heilig iſt der Tag 344 delle Alſo hoch hat Gott geliebet 449 Sl⸗ Als vierzig Tage nach 375 A Sal, Allwiſſender Herr Zebaoth 9490 Sal Allzeit will Gott ſorgen 100 W nenen — — — — Regiſter der Lieder. Amen, Amen, lauter Amen S. 27 Auf, und ſinge, meine 1161 S. 1041 22 Am Sabbath früh Marien Angenehme Seelen⸗Luſt, Angenehme Taube, die An Gottes Herz leg ich An Gott will ich gedenken eſum denken oft aſſer⸗Flüſſen Babylon ſeligs Hüttlein meiner Auf, auf, ihr meine Lieder hr Reichs⸗Genoſſen 194 ;, auf, mein Geiſt, erhebe mein Geiſt, ermuntre 1004 mein Geiſt, und du 706 mein Geiſt, zu loben 1038 mein Herze, ſtimm 1038 B Auf, Zion. guf, auf Aus der Tiefe meiner Aus der Tiefe rufe ich, Herr Aus der Tiefe rufe ich Auserwähltes Wunder⸗ Aus fröhlichem Gemüthe Aus Lieb läßt Gott Aus meines Herzens iefer Noth laßt Aus tiefer Noth ſchrei armherzger Gott Barmherzger Vater Bedenke, Menſch, das =—= — — en 8r = 3 .äBAB 3— 391 fiehl dem Herren ꝛc., betrübtes 67 fiehl dem Herren deine ꝛc. und 67 ——yy—ÿ——— ——————— mein Herz, mit Auf, auf, mein Herz, und du mein ganzer Sinn, wirf Alles das 504 Auf, auf, mein Herz, und du mein ganzer Sinn, wirf Alles heut Auf, auf, mein Herz, ver Auf, auf, mein Herz, zu fiehl du deine Wege Klemmtes Herz, was Bereite dich, mein Herz Beſcher uns, Herr Beſtell dein Haus, denn Bewahr mich, Gott, mein Herre, in dieſer finſtern —— Chriſtenmenſch, auf 68 846 1084 579 1094 Bewahr mich, G., ꝛc. in dieſ. M. 1042 , Chriſti Himmelfahrt den Nebel folgt die ihr Jeſum liebt dieſen Tag bedenken du arme Seele Auf Erden iſt nur lauter Auf, ermuntert euch, Auf, erwachet, meine Auf, freuet euch von Auf, hinauf zu deiner Auf, ihr Chriſten, Chr. Auf laſſet uns dem H. Auf Leiden folgt die Auf, liebe Seel, ſei Auf, mein Gemüth, und Bewein, o Chriſten⸗Menſch Bei Gott allein ſteht Bis gegrüßt, du Königs⸗K. Biſt du, Ephraim, betrübet Bleib, liebſter Jeſu, Blitz und Donner, die Blut, ach Blut, was Brecht, ihr Seufzer, Brich an, du ſchönes Alen tfz de Allein † 4 der Höh η‿ι = —— Brich entzwei, mein Bringt her dem Herren Brunnquell aller Güter hriſt, der du biſt der 265 69 265 944 1095 404 1095 Chriſt und Kreuz ſind ſtets 846 Auf, mein Herz, des Herren Auf, mein Herze, rüſte Auf, mein Herze, ſchicke in Herz, geh mit meine Seel, und rüſte „Seele, auf und ſäume Auf, Seele, Jeſus, Gottes Auf, Seele, ſei gerüſt ſte, der du biſt Tag ſte, du Lamm Gottes ſten erwarten in ſte, wahres Seelen⸗L. ſt iſt erſtanden von ſti Tod iſt Adams ſt lag in Todes⸗Banden 1 Auf meinen lieben Gott 1095 346 Regiſter der Lieder. Der am Kreuz iſt meine Der beſte Präund iſt Der Bräutgam wird 675 1162 Kyriſts dem Oſter⸗ Lämm. S. 346 hriſtum wir ſollen loben 223 Shriſt Ueberwinder für 347 Chriſt, unſer Herr, zum 915 Der Chriſten täglich Brodt 847 Chriſtus, Chriſtus, Chr. 579 Der du biſt drei in 28 Chriſtus, der iſt mein 580 Der Geiſt, der von des 404 Chriſtus, der mich liebt 268 Der Glaube macht allein 452 Chriſtus, der uns ſelig 270 Der Glaub iſt eine 452 Chriſtus iſt erſtanden 347 Der Glaub iſt oft ſo 45² Coelos ascendit hodie 381 Der Gnaden⸗Brunn 16 Der goldnen Sonne Lauf 1096 a Chriſtus geboren 224 Der heilge Geiſt vom 406 D Da der Herr Chriſt 270 Der Herr, der aller Enden 101 Da Jeſus an dem Kreutze 272 Da Jeſus an des Kreuz. 273 Dandet dem Herren, denn 1084 Danket dem Herrn heut 1084 Danket Gott mit Schalle 1044 Dankſagen wir Alle 273 Dant ſei für deine Bande 273 Dank ſei Gott in der 1044 Dankt dem Herrn, ihr 708 Daß alle Menſchen ſterblich 580 Das alte Jahr iſt nund dahin, dir 139 Das alte Jahr iſt nund dahin, ern. 139 Das alte Jahr iſ iſt nun ver gahn 140 Das alte Jahr vergangen 141 Das Elend weißt du 17 Daß Gottes Sohn der 196 Das Grab iſt da, hier 581 Das iſt je gewißl lich wahr 452 Das iſt ja gut, was 769 Das Lehen unſers Königs 348 Das neugeborne Kindelein 141 Das ſoll mein Vergnügen 163 Das walt Gott, die 1045 Das walt Gott Vater 1046 Das walt mein Gott, der 1047 Das walt mein Gott, Vater 1047 Das Wetter iſt vorbei 808 Dein Jeſus rufet d dich 945 Dein König kommt zu dir 196 Dem blutgen Lamme 505 Denket doch, ihr Menſchenk. 582 Den die Engel droben 224 Den die Hirten lobten 225 Den Gott der Engel 130 Den Herren meine Seele 709 Dem noch bleib ich ſtets 69 Den Vater dort oben 1085 Der alte fromme Simeon 225 Der Herr hat Alles ꝛc., das zeigt 709 3 Der Herr hat Alles kc., er wird 710 Der Herr iſt mein getr. ꝛc., dem 102 Der Herr iſt mein getr. c., hält 102 Der Herr iſt mein Hoffen 63 Der Herr ſprach in 377 Der Himmel weint mit 80⁸ Der Höllen Pfordten 349 Der letzte Wochen⸗Tag 1097 Der Menſch lebt nicht 808 Der Sabbath iſt vergangen 109 Der ſchmale Weg iſt 506 Der ſchwarze Flügel trüber 1097 Der Sünden Laſt drückt 945 Der Tag bricht an 1048 Der Tag, der iſt ſo 226 Der Tag hat ſich geneiget 1098 Der Tag iſt da, ſei 1048 Der Tag iſt vor ber Thür 1048 Der Tag iſt bin, ich 1098 Der Tag iſt hin, mein Geiſt 1099 Der Tag iſt bin, mein Jeſu 1099 Der Tag iſt nun 11⁰0 Der Tag vertreibt die 10⁴9 Der Tod führt uns zum 584 Der Tod hat zwar 349 V Der Tod iſt todt, das 34⁴9 Der wahre Gott und 453 Des heilgen Geiſtes reiche 406 Des Morgens, wenn ich 1⁰49 Dich, Herr Jeſu Chriſt 847 Die alte Woch iſt nun 141 Die Ernt iſt nun zum 8⁰⁰ Die goldne Sonn voll 1050 Die helle Sonn leucht 105¹ Die Krankheit, du 8⁰9 Die Liebe hängt am 24 5 Die Liebe leidet nicht 507 — ———= ————= — — — — — ,e —— —— —— — — — eane — 3 —— —— — — — — — — — —— — — — — — — öSSS dha R da ü ſü dtiie tt. T demmi duma f Aubt en 8 d Ri d. dutt ee Aujürt g ſäriſ —= —— ——. ,—ZB — — ——— ——— êg —— —— 8—— 5—— ———— —= — — —, 4) 4 9 9 0 1 4) ) 25 55 NS — — S — 227 —242 * 6 2 ———— —=———= —— ½ — — 8 — los— dr Sat Ales,Wnh Sat Alles n., ad A! 1 — eſt mein ger wn 3 ——ꝑ — — — —— — = — — 9 2 =ſtwein git. 4. ——2 43 —— Sä= S— — = 2 8 ¹ — 8 — — — — — = — 6 Pirdren te Wochen⸗Unh „3 lit mät da ath iſt vergnyt 1 det u de Weg ſt da Lye Flge dn Den 1n en Laſt drik det e richt en. * —,,— — da tmn S 3 2 —— — — dei JGot ud =n bäſ h 8 F len. venn i 6 jzum leut di um 4 heit, 3 mn 5 8½ hängt a l di* 1 lide rich d d Regiſter der Lieder. Die lieblichen Blicke, e S. 44 Die Nacht iſt da, ach. Die Nacht iſt hin mein Die Nacht iſt kommen Die Nacht iſt nun Die Nacht iſt vor der Thür Die neue Woche geht nun Die Seele Chriſti heilge Dieſer Tag beſtimmet Dieſer Tag ſoll heilig ſein Dieſes iſt der Tag der Die ſchwarze Nacht zieht Die Sonne wird mit Die Sonne hat ſich mit Die Sonn hat ſich verkrochen Die ſtille Nacht, ſo Die Tugend wird durchs Die Zeit bricht an, du Die Zeit iſt nunmehr nah Die Zeit vergeht und Dir, dir, Jehova, will Dir, Chren⸗König J. Dieß iſt der Tag, dieß Dieß iſt die Nacht, da Dieß ſind die heilgen zehn Dreieinig großer Herr Dreieinig höchſter Gott Dreieinigkeit, du Gott Du angenehmer Morgen Du armer freier Wille Du biſt ein Menſch Du biſt ja, Jeſu, mein Du biſt, o Jeſu, mein Du dreimal großer Gott Du fährſt gen Himmel Du fähreſt, Jeſu, himm. Du Friede⸗Fürſt, Herr Du Geiſt des Herrn, der Du Geſegneter des Herrn 4 Du Gott biſt außer aller Du großer Schmerzens. Du haſt geſagt, o treuer Du haſt, mein allerliebſt. Du haſt mich dieſe Nacht Du haſt, o allerhöchſter Du Herr der Seraphinen 3 hagodte Goft annſts nicht böſe meinen Du Lebens⸗Brodt, 9 Du Lebens⸗Fürſt, H. Du liebes Bibel⸗Buch Du liebe Unſchuld du S. 508 1100 Du, meine Seele, ſinge 713 1051 Du Menſch, wer du 3 393 1101 Du, o ſchönes Welt⸗G. 165 1051 Durch Adams Fall iſt ganz 18 1101 Durch Adams Fall und 18 1052 Durch Trauren und 141 275 Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt 509 711 Du ſagſt mir zu, o 744 1006 Du ſieheſt, Menſch, wie 393 350 Du Stern aus Jacob 227 1101 Du Tochter Zion, freue 197 1103 Du unbegreiflich höchſtes 44 1102 Du unerforſchlich Meer 917 1102 Du Volk, das du getaufet 917 1053 Du wahres Gottes⸗Lamm 165 847 Du weineſt für Jeruſalem 945 584 Du weſentliches Wort 197 392 Du Wonne meiner Seel 1008 550 Du zuckerſüßes Himmels⸗B. 166 95 507 916 Kece, quomodo moritur 586 226 1 CEhr und Dank ſei dir 131 11 Ein Chriſt, ein tapfrer 849 1135 Ein Chriſt ſoll nicht der 510 28 Einen guten Kampf hab 587 29 Ein gut Gewiſſen iſt auf 511 1053 Ein Jahr geht nach dem 142 743 Ein Jahr iſt wieder um 142 102 Ein Kind geborn zu 227 848 Ein Lämmlein geht und 276 164 Ein neuer Tag, ein neues 1054 29 Ein reines Herz, Herr 511 378 Ein ſelig End aus Liebe 587 378 Eines Chriſten Herz ſehnt 44 810 Eins hab ich, liebſter 512 407 Eins iſt Noth, ach 512 196 Ein Tröpflein von den 676 586 Ein feſte Burg iſt 429 275 Ein von Gott geborner 514 880 Ein Wetter ſteiget auf 810 104 Ein Würmlein bin ich 588 1054 Eitelkeit, Eitelkeit 514 12 Eitle Welt, ich bin 588 131 Elend hat mich recht 881 712 Eltern, denkt an eure 1136 164 Endlich, endlich muß 850 1007 Endlich muß dies Rund 394 379 Entbinde mich, mein 514 428 Entreiße dich doch, meine 515 1164 Entreiße dich, mein Erbarm dich mein, o Erfreute Gnaden⸗Zeit Ergötzt euch nur, ihr Erhabne Majeſtät, an Erhalt uns deine Lehre Erhalt uns, Herr, bei Erhebe dich, o meine Erhör, o Herr, mein Erleucht mich, Herr Ermuntert euch, erquickte Ermuntert euch, ihr Ermuntre dich, getaufter Ermuntre dich, mein Herz Ermuntre dich, Herz Ermuntre dich, mein ſchw. Erneure mich, o ewigs Licht ⸗⸗ Eben dieß Lied kürzer Eröffne dich, mein Erſchein, o ſüßer Seeleng. Erſchienen iſt der herrlich Erſtanden iſt der heil. Ch., der 352 Erſtanden iſt der heil. Ch.! Hall. 351 Erwache, mein Gem the Erwecke, Jeſu, ſtets mein Er wird es thun, der Erwünſchte Freuden⸗Nacht Es geh mir, wie Es glänzet der Chriſten Es hat uns heißen Es herrſchet ja in dieſer Es iſt das Heil uns Es iſt genug, Herr Es iſt genug, d Es i gewißlich an der Es iſt Gottes Wille Es iſt nun aus mit Es iſt nicht ſchwer Es iſt vollbracht, Gott Es iſt vollbracht, Gott Es koſtet Viel, ein Es nimmt Alles doch Es ſei ferne von mir Es ſind ſchon die letzten Es ſpricht der Unweiſen Es ſtehn vor Gottes Es traure, wer da trauren kann 455 Es traure, wer da will Es vergeht mir alle Luſt Es war die ganze Welt Es wird ſchier der letzte Regiſter der Lieder. S. 143 946 350 166 30 429 430 1055 946 515 1055 395 1103 1056 1057 228 516 517 714 1008 351 1057 517 881 132 456 590 198 Es woll uns Gott S. 745 Ewge Liebe, mein 46 Ewge Wahrheit, deren 63 Ewge Weisheit, Jeſu 166 Ewig ſei dir Lob 229 Ei, mein Herz, ſei 45 Ei, ſo geht Gott: 715 Ei, was frag ich nach 520 Fehe fort,: Zion, fahre 521 Jahre fort mit Liebesſ. 88³ ahie in, o Welt 591 ahr nur hin, du 521 ließt, fließt ihr Thränen 279 ließt, ihr Augen 278 lügel her, nur Flügel olget mir, ruft uns 522 reu dich, ängſtliches 457 reu dich, du werthe 198 reu dich ſehr, o⸗⸗ Herz u. 1058 reu dich ſehr⸗⸗ u verdiß ⸗⸗ denn 593 Freu dich ſehr⸗⸗ u. vergiß⸗ weil 94 k reuet euch, ihr Gottes⸗K 43¹ reuet euch, ihr Chriſten 230 reund der Seelen, Br 1137 eut euch All, die 883 reut euch, Gottes 353 iede, ach Friede, ach 457 iſch auf, mein Seel, in N. 70 riſch auf, mein Seel, und 458 iſch auf, mein Seel, verzage 11 Gedenke mein, ach Vater 72 397 Gedenke mein, Fehova 745 Gedenke mein: Mein 594 Gedenk, o Menſch 678 Geduld, Geduld, Geduld 771 Geduld in Widerwärtigkeit Tl Geduld iſt Noth, wenns 772 ——— — — dſe 1 Kiiſch auf und laßt 677 iſch, friſch hinnach 884 röhlich ſoll mein Herze 230 rohlocket ſest mit Händen 380 Vumner ater, Gott 459 Frommes Herz, ſei 770 rüh Morgens, da die 353 Furf Brünnlein ſind 280 Für jetzt beſchertes Eſſen 1085 Gebt unſerm Gott 811 Gekreuzigter, mein 281 Getrde —— — — —— =Z — —— —— —— —— B Z=— —= — 5 — — — e — —— —=—— 11 — — 4 wa ihr(hri 9 Fraut Kaill, de 9 ½ n 29 Für— 2 8 6 96(ſ. 30(Ged* N, n 2e u 5 Ge A —= —-——— 11 Freun„ Cdeelen, R l ——=V=————— ½—— d — — — —— —— —— — —= 8 Geduld iſt euch vonnöthen S. 523 Geh auf, meins Herzens Geh aus, mein Herz, und Geh hin, mein Kind, in Geht, ihr traurigen Geiſt, den reine Geiſter Geliebten Freund, was thut Gelobet ſei der Herr Gelobet ſeiſt du, großer Gelobet ſeiſt du, Jeſu Gelobet ſei Iſraelis Gen Himmel aufgefahren Geprieſen ſeiſt du, J. C Gerechter, allein weiſer Gerechter Gott, vor dein Gerechter Gott, was Geſegn uns, Herr, die Geſetz und Evangelium Getreuer Heiland, hilf Gewagt in Jeſu Namen Gib dich zufrieden Gib mir ein fröhlich Herz Gib mir, mein Gott Glück zu der frommen Gnaden⸗Geiſt, ach Gott, den ich als Gott, der du durch Gott, der du mir haſt Gott, der du ſelber bi Gott, der du unverhohlen Gott, der du uns bisher Gott, der du, wie du biſt Gott der Juden Gott, der Vater, wohn Gott, der Vater, ſei mit Gott, der wirds wohl machen Gott, deß Güte ſich Gott des Himmels und Gott, deß Scepter, Stuhl Gott, dreieinig in dem Gott, du biſt mein Gott, du bleibeſt doch Gott, du haſt in deinem Gott, du haſt verſchiedne Gott, du läſſeſt mich Gott, du Stifter aller Gottes Sahf iſt kommen Gottes u. Marien Sohn, bebſt Gottes u. Marien Sohn, Prieſt. Gottes Wille iſt mein Gott fährt auf gen Regiſter der Lieder. 231 716 595 460 408 596 30 812 1106 717 199 234 167 775 3(Gott Lob, der uns 1165 olt gib einen milden S. 409 Gott, gih Fried in 813 397 Gott hat das Evangelium Gott hal ein Wort geredt, das 47 Gott hat ein Wort geredt, da 461 Gott, Herrſcher über alle 813, Gott herrſchet und hält 107 Gott, ich preiſe deine 1061 Gott, in deſſen Hand 1140 Gott iſt die wahre Liebe 47 Gott iſt ein Gott der Liebe 525 Gott iſt getreu, der über 851 Gott iſt getreu, er meint 73 Gott iſt gut, was will 73 Gott iſt mein Licht 108 Gott iſt nicht ein 596 Gott iſt und bleibt getreu 75 Gott iſt unendlich liebenswerth 48 Gott iſt unſre Zuverſicht 718 Gott kanns nicht böſe 773 Gott lebet noch, Seele 885 Gott lebt, wie kann ich 851 Gott Lob, der Tag iſt nun beſch. 1104 Gott Lob, der Tag iſt nun vollbr. 1105. Gott Lob, der Tag iſt nun zum 1105 Gott Lob, der Weg iſt 382 Gott Lob, die Noth iſt nun 718 Gott Lob, die Stund iſt 597 Gott Lob, die Zeit kommt 598. Gott Lob, ein Schritt 598 Gott Lob, es geht nunmehr 599 Gott Lob für alles Kreuz 885 Gott Lob, ich bin entb. ꝛc., die St. 948 Gott Lob, ich bin entb. ꝛc., ich geh 948 Gott Lob, ich bin einmal 697 Gott Lob, ich habe Frieden 461 Gott Lob, ich habe Gott 3. Gott Lob, ich ſchließe meine 1141 Gott Lob, mein Jeſus 235 Gott Lob, nun iſt erſchollen 814 Gott Lob und Dank, daß ich 1062 381 Gott Lob und Dank, es i 354 Gott Lob und Dank, ich hab 774 Gott Lob, wir ſind getraut 1141 Gott, mein einziges 774 Gott, meines Lebens 133. Gott, mein Ser dir 1107 Gott, mein Troſt, wer 74 Gott, mein Vater, ſei 719 Gott, mein Vater, zähl 949. —-—— 3 — 5 “ ——— — G—— 1166 Regiſter der Lieder. S. 886 Jerr, auch ich will jetzt S. 1063 Gott mißt nach kurzen 1086 Herr, auf dich will ich feſt 64 Gott, Schöpfer aller 748 Herr, deine Recht und dein 13 698 Herr, dein Geſetz, das 12 Gott, unſer Vater oben 1142 Herr, der du alle Dinge 889 Gott, unter deinem Schirm 887 Hear, der du vormals haſt 890 Gott Vater, der du deiner Sch. 814 Herr, der du wurdig hiſt 1142 Gott Vater, der du deine 815 Herr des Lebens, ſtrenger 815 err des Todes, Fürſt 354 Gott über alle Götter, du Gott, unſer Vater, der Gott Vater, ſende deinen 409 H Gott Vater, Sohn und Geiſt 697 Herr, dir trau ich all 888 Gott Vater, Sohn und heil. 918 Herr, du Gott der Zeit 1064 Gott verläßt die Seinen nicht, ei 75 Herr, du haſt für alle 1010 Gott verläßt die Seinen n., nach 75 Herr, du haſt in deinem 133³ Gott von großer Gnad 1108 Derr du haſt nach dem 1143 Gott weiß es Alles wohl 775 Herr, erhöre mein 891 Gott wills machen, daß 776 Herr, es iſt Alles dein 1086 Gott, wir hätten deine 144 Herr, es iſt ein Tag 1064 Großer Gott, ich muß dirs 699 Herr, es iſt von meinem 1109 Großer Gott ins Himmels 950 Herr, es laufen zwar die 398 Großer Gott von alten 1062 Herr, führe mich auf 110 Großer Mittler, der zur 200 Herr Gott, dein Gwalt 603 Groß iſt, o großer 888 Herr Gott, der du biſt 1143 Gütigſter Immanuel, ſei 236 Herr Gott, der du erforſcheſt 110 Gute Nacht, du Nacht 678 Herr Gott, dich loben Alle 134 Gute Nacht, ihr Eitelkeiten 601 Herr Gott, dich loben wir, Herr 721 Gute Nacht, ihr eitlen Fr., die 600 Herr Gott, dich loben wir! Regier 721 Gute Nacht, ihr eitlen Fr., gute 281 Herr Gott, du biſt ja für 603 Gute Nacht, ihr matten 1109 Herr Gott, du kenneſt 604 Gute Nacht, mein Ileiſch 601 Herr Gott, durch deine 750 Gute Nacht, wir müſſen 602 Herr Gott, erhalt uns für und 14 Guter Hirte, Jeſu Chriſt 1009 Herr Gott ins Himmels Th. 816 Guter Hirte, willſt du nicht 432 Herr Gott, nun ſei gepreiſet, wir 1087 Herr Gott, nun ſei geprieſen, daß Inn ab Dank, mein frommer 720 Herr Gott Vater im H. Habe deine Luſt am 524 Herr Gott Vater, laſſe mich 31 Halleluja, ich bin geneſen 1010 Herr Gott V. wohnc. daß wir dein 3 Halleluja, Lob Preis und 720 derro nasſalhezdaßdu irheutnn Bant an, mein Herz, mit 64 Herr Gott, wir danken alle 1143 Haſt du denn, Jeſu, dein Angeſicht 852 Herr Himmels und der 1065 eilger Geiſt, bekehre mich 951 Herr, höre meinem Beten 95² eiligſter Jeſu, Heiligungs⸗OQ. 525 Herr, ich bin noch hier 679 Helft mir Gotts Güte 145 Herr, ich denk an jene 605 Herr, ach Herr, geden 951 Herr, ich habe mißgehandelt 953 hanent Herr, allerhöchſter Gott 462 Herr. ich zähle Tag und 679 W fähr Herr, aller Weisheit Quell 749 Herr Jeſu, ach, du haſt 282 atif Gott ſei Dank durch alle 199 Herr, auf Erden muß ich 382 Gott ſei gelobet und 1009 Herr Chriſt, der einig 20¹ Gott ſei Lob, der Tag 1009 err Chriſte, du wollſt 816 Gott ſei uns gnädig und 748 Herr Chriſte, Schöpfer 301 Gott ſorgt für dich, was 109 Herr Chriſt, von ganzem 282 Gott ſorgt für mich, was 109 Herr Chriſt, wenn ich 602 M deum aſ r ſnlr er Wunes er un G herain( derr itt c derrm l der ſ * —y—— * — 9 4 * SsgSssssss — hen Hen, ——— r Onein [fi lles din h 11n on meinn 4 † den, 3An wwar d bil jat ai wil 638 4 8 eini 4 12 wvuli — 5 —— —= — *——— — ——=—.—— = —2x =ä — — in deinen nach dem Her, ☚᷑ 4 auf I br he der Herr Her aſ m s derr 5 un 5 3 8 ha ————-—= — =— —— 6 ———————— Ich bin bei allem Kummer Regiſter der Lieder. 1167 Herr Veſn Ehriſt, dein S. 283 Heut iſt, o Menſch, ein S. 321 Herr Jeſu Chriſt, dich zu 4 Heut 1 uns der Tag 201 Herr Jeſu Chriſt, du haſt 1011 Heut ſind die lieben 225 Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes 953 Heut triumphiret Gottes 355 Herr Veſu Chriſte, Gottes 201 Heil ſei dir, Jeſu Chriſte 610 Herr Jej u Chriſte, mein getr. 1012 Hier iſt Immanuel, das 145 Herr Veſu Chriſt, ich ſchrei 892 Hier iſt mein Herz 527 Herr Jeſu Chriſt, ich weiß 606 Hier legt mein Sinn 853 Herr d u Chriſt, mein Nliſch 167 Hier lieg ich armer Erd. 958 Herr Jeſu Chriſt, mein 751 Hier lieg ich armes Würm., kann 610 Herr Jeſu Chriſt, meins dt 606 Hier lieg ich armes Würm. und 611 Herr Jeſu Chriſt, mein Troſt 954 Hier lieg ich großer 985 Je u Chriſt, wahr M. 607 Hier lieg ich in der 611 Herr Jeſ u Chriſt, zieh uns 283 Hier lieg ich nun, mein 959 Herr Jeſu, dir her Preis 1013(Hier liegt mein Heiland 285 Herr Jeſu, du haſt uns 145 Hier ſtehn wir unter 894 Herr Jej ſu, Gnaden⸗Sonne 751 Hilf Gott, daß mirs gelinge 286 Herr Jeſu, ich verführtes 954 Hilf Gott, wie hat die 19 Herr Jeſu⸗ Licht der Heiden 236 Hilf, Helfer, hilf, ich muß 85⁵³ Herr Jeſu, liebſter Gott 893 Hilf, Helfer, hilf in Angſt ꝛc., du k. 854 Herr Jeſu, meine Ruh 752 Hilf, Helfer, bilfi in Angſt ꝛc., erb. 854 Herr Jeju, meines Lebens 1110 Hilf, Fen Jeſu, laß gelingen 146 Herr Jeſu, treuſter 283 ⸗⸗⸗ Eben dieß Lied kürzer 147 Herr Jeſu, wie iſt doch 168 Hilf, lieber Gott, wie große 528 Herr, meines Lebens Fürſt 752 Hilf, mein Gott, wie muß 433 Herr, mein Gott, ich muß 1144 Hilf mir, mein Gott 529 Herr, mein Gott, lehre mich 1111 Hilf uns, Herr, in allen 753 Herr, nicht ſchicke deine 955 ⸗⸗⸗ Eben dieß Lied kürzer 754 Herr, nun laß in Friede 608 Hinunter iſt der Sonnenſch. 1113 Herr, ffne mir die 432 Hinweg mit dem, was 49 Herr, Onell aller Güter 1112 Hirte deiner Schafe 1113 Herr, ſtraf mich nicht 956 Hochgeborner Gottes⸗Sohn 23 Herr und Gott der Tag und 1112 Hochgelobter Gottes⸗Geiſt 919 Herr, unſer Gott, laß 893 Hochgelobt ſei unſer Gott, der 202 Herr, vor dem die Erde 236 Hochgelobt ſei unſer Gott und 1065 Herr, wecke mich, ich 957 Hochheilige Dreieinigkeit 32 Herr, welch Neues ſchafft 237 Hochſelig ſind zu ſchätzen 238 Herr, wenn ich dich nur 49 Bofinna Davids Sohn 202 Herr, wer wird in der 526 Höchſte Luſt und Herz⸗V. 50 Herr, wie du willſt, ſ 776 Höchſter Prieſter, der du 61 Herr Zebaoth, dein heilig 432 Hör an, mein Herz, die 287 Herr Zebath, ſoll denn 817 Hüll, o ſchöne Sonne, deiner 336 Herzallerliebſter Gott, der 752 Hüpft ihr hohen Hügel 238 Herzliebſter Jeſu, was 284 Herzlebſter Jeſu, wie 285 Jus höchſtſelig ſind wir 651 Herzlich gerne wollt ich 608 Jauchzet Gott in allen 356 Herzlich lieb hab ich 753 Ich armer Menſch, ich 961 Herzlich thut mich verl. 609 Ich armer Sünder komm 961 Heute mir und morgen 610 Ich begehr nicht mehr 611 Heute fährt mit Freuden 384 Ich bin betrübt und 962 Heut iſt des Herren 4 111 — 7 — ͤ — 168 Ich bin bei Gott in G. durch S. bei Gott in G., mich Ich vin Ich bin Ich bin Ich bin Ich bin Ich bin Ich bin Ich bin Ich bin Ich bin 8 3 bin Ich bin Ich bin Ich bin ch bin ch bin Ich bin Ii bin Ich bin Regiſter der Lieder. der reichſte Menſch ein armer Sünder ein Gaſt auf ein Menſch von getauft auf deinen getroſt und freue gewiß in meinem Gottes Bild ja, Herr, in in guter Zuperſicht mit dir, mein müde mehr nun geneſen vergnügt mit vergnügt nach vergnügt und halte vergnügt, wies von euch geſchieden ſch bringe meinem Bürgen K ſch dank dir, Gott, für all Ich dank dir, Gott, von Ich dank dir, lieber Herre Ich dank dir ſchon durch Ich dank dir, Vater 4 Ich danke dir, Ich danke dir, ꝛc. Jch danke dir demüthiglich ch danke dir, liebreicher ꝛc. daßꝛc. den Sab. daß ꝛc. Gnad und 755 Ich danke dir, o Gott, in Ich danke dir von Herz Ich, der ich oft in tiefes — Ich fahr und weiß Ich Ich habe Luſt zu ſcheiden von fang alle meine Sachen freue, freue mich zch freue mich in dir und ſch gebe mich in Gottes ) geh zu deinem zch grüße dich, du frömmſter habe gnug, mein Herr habe gnug, mein Jeſus ) habe Gott und habe ch habe Luſt zu ſcheiden, mein e Ich habe nun den Grund hhabe Sinn und Herz ch hab Gott dennoch z bab in Gottes Herz und Ich hab mein Sach Ich hab mich Gott ergeben 463 463 818 964 612 464 919 464 464 465 613 64 777 614 1013 818 777 894 778 615 1066 1114 1066 1067 1115 722 1114 5 1067 1145 723 465 239 112 356 289 76 357 617 618 b d ſehne mich nach mein 33 Ich hab oft bei mir S. 530 Ich habs verdient, was 779 ch halte Gott in Allem 780 ch hatte viel Bekümmerniß 854 Ic heb mein Augen ſehnlich 112. Ich hoff auf dich in 65 Ich komm jetzt als ein 1014 Ich komm jetzt eingeladen 1014 Ich komm zu deinem 1015 Ich laß dich nicht, du 77 Ict laſſe Gott in Allem walten 780 Ich laſſe Jeſum nicht, mit 169 3 lege mich in Gottes 781 Ich lieg, o Jeſu, an der 920 Ich liebe dich, mein Herr und 51. Ich preiſe dich, Gott, der 147 Ich preiſe dich und 724 Ich preiſe dich von Herzen 1016 Ich ruf zu dir, Herr 8⁵⁵ Ich ſage: Wie Gott will 781 Ich ſehe mit Wonne die 1068 Ich ſehe nur auf Gottes 619 Eben dieß Lied verlängert(82 ſch ſinge dir mit Herz 725 zch ſteh an deiner Krippe 239 Ich ſteh mit einem Fuß 618 Ich ſterbe täglich und 619 Ich trau auf Gott in allen Ich trau auf Gott, was 78 Jch trete friſch zu 10¹7 Ich war ein kleines Kind 620 Ich weiß, daß du regiereſt 1145 Ich weiß, daß mein Erlöſer 357 Ich weiß ein Blümlein 1017 Ich weiß, es wird mein 620 3 18, 8 5 Ich weiß, ich weiß, an wen 467 Ich weiß, mein Gott, daß 783 Ich weiß wohl, daß ich 620 Ich will den Herren loben 726 Ich will die Hand und 85⁵ Ich will im Sterben und 783 Ich will dich lieben, meine 61 Ich will mich auch nicht 18 Ich will, o Vater, allezeit 11¹6 Ich will von meiner 964 Ich will zu aller Stund 1018 Je größer Kreuz, je näher 895 Jehova, dein Regieren macht 32 Jehova iſt mein Hirt 11³ Jehova, ſtarker Gott 1145 — 2 —— — — = — 5 — Kunme d if F na 4 4 * 1 d Me Peuſher d Väu üdter —— ———— — ſan nane ſan nuͤner d wemer . 8 4 8 e nene — — ———ͤͤſ-- — —.— ᷣ———— ——y——— — 4 — — E E — SSAPFEFEA ʃ3—ſſſſͤͤͤ111 —— ——— BE +— rt eingelden deinen 10 nict, u mm richt mi in di ¹ eu =, Got, R 3 und =ih von han rS Hert Got ul ſr Wone t auf Gatts ech nadh ni 0 nit der 2 deiner r einem h cglic und Sſchu 2 klanes im ein Hit 8 er Gct ——— ————=-— ti lle ruhe —— — —— — ——— ³, mein n — — 4 1 wün — — „[Q8 — 1 Gotti i Sitß duwien l. Wei wi h —*— ——— ——*— — — — —— — 1= teli* 3 = Aamm ſu Blut komm über mich ſu, Brodt des Lebens ſu, Brunn der Güte ſu, dein betrübtes Leiden ſu, deine Liebes⸗Flamme ſu, deine Paſſion will heſu, deine tiefe Wunden ſu, deine Wunden ſeh ſu, der du deinen Lieben ſu, der du meine Seele ſu, der du ſelbſten wohl ſu, der du Thor und hſu, der du wollen büßen ſu, du mein liebſtes i du wahrhaftes Licht ſu, frommer Menſchenh. jeſu, gib mir deine Fülle „großer Gnaden⸗König eu⸗ großer König, ich eſu Güte hat kein Ende geſu, hilf ſiegen, du Fürſte eſu, Hilf und Arzt der u, Jeſu, du mein Leben 8 komm doch ſelbſt Jeſu, komm mit deinem Jeſu, Kraft der blöden heſu Leiden, Pein und Tod eſu, liebſte Seele, deiner ſu, liebſter Schatz der e meine Freude, du und 1019 ,meine Freude, meines eu. meine Frend und „meine Liebe, die ich eu meiner Seelen Leben eſu, meiner Seelen Licht 4 Ven meiner Seelen Ruh Jeſu, meiner Seelen Wonne Jeſu, meines Herzens Freund Jeſu, meines Lebens Leben Jeſu, meine Stärke, deine Jeſu, mein Vergnügen, ei Jeſu, nimm dich meiner eſu, o du edle Gabe, mich heſu, nimm dich meiner heſu, Ruh der Seelen Jeſu, Ruhe meiner Seelen Jeſum lieb ich ewiglich e lieber Kind, je ſchärfre S. 895 Je mehr wir Jahre zählen Jeſaia, dem Propheten eſu, allerliebſter Bruder 621 727 819 1019 1018 820 289 52 290 290 467 410 966 291 358 291 169 5 171 171 203 203 1069 856 857 171 204 468 20 292 294 966 173 173 727 178 294 175 176 967 295 1069 358 177 178 968 622 469 411 4 * Regiſter der Lieder. 1169 Jeſus bleibet mein Verg. S. 896 Jeſus Ch., unſer Heiland, der den 359 8 Ch.,„unſer Heiland, der von 1020 eſus geht zu ſeinem Leiden 296 eſus iſt das ſchönſte Licht 172 Jejus iſt der ſchönſte Nam 172 Jeſus iſt erſtanden, freu 359 Jeſus iſt mein Aufenthalt 177 Jeſus iſt mein Freuden⸗L. 178 Jeſus iſt mein Leben, dem 858 eſus, Jeſus, Nichts, als 784 Jeſus, meine Zuverſicht 360 eſus nimmt die ꝛc., drum ſo 968 Jejus nimmt die ꝛc. Saget 969 Jeſus ſchwebt mir in 179 eſu, ſei von mir geprieſen 1116 Jelu, unſer Troſt und 360 Jeſu, wahrer Gottes⸗Sohn 297 eſu, wenn ich mein 470 eſu, zeige meiner Seelen 297 etzt geb ich meinem Jeſu 624 Ier armen Sünder, kommt 969 hr Chriſten auserkoren. 240 hr Chriſten, ſchickt euch 531 hr, die ihr euch von Chriſto 529 Ier die ihr Welt und Erde 532 or Slern gebet euch 622 ltern, gute Nacht! Mein 623 J Eltern, gute Nacht! Nun 623 hr Geſtirn, ihr hohen Lüfte 241 r Herzen, voll von Sünden 298 r Kinder des Höchſten 52 r Richter hier auf Erden 1146 h Ihr K Ihr lieben Chriſten freut 399 Jh Immanuel, des Güt nicht 20 J mmanuel du Freuden⸗ K. 241 mmanuel, laß deinen 204 In allen meinen Thaten 114 In Cyriſti Wunden ſchlaf 624 In dem Leben hier auf 532 In dich hab ich gehoffet 896 In dieſer Abend⸗Stunde 1117 In dieſer Morgen⸗Stund will 1070 In dulci jubilo 242 In Gottes Namen fang 755 ſt Ephraim nicht meine 115 ſt Gott die Liebe weſentlich 53 ſt Gott für mich, ſo trete 470 It Gott für uns in aller 897 Itt Gott für uns, was 529 Iſt Gott mein Schild 859 74 1170 Regiſter der Lieder. Iſt, Jeſu, es dein Wille S. 624] Laſſet ab von euren Thränen S. 6 äa. Iſts, oder iſt mein 680 Laſſet die Kindlein kommen 8 li Laſſet uns den Herren lieben 53 lu) t Laſſet uns den Herren ꝛc., laſſet 1087 u ag Rehre doch nun einmal 755 Laſſet uns den Herren ꝛc., o ihr 361 Ja 6 Kehre wieder meine Seele 859 Laſſet uns den Herren ꝛc. und 728 An b Rein Ehret witd hnneine Seele 853 Lahet uns mit Jeſu zuhen 3 an Keinen hat Gott verlaſſen 79 Laß irdiſche Geſchäfte ſtehen 1021 R Kein größrer Troſt kann 471 Laß mich dein ſein und 756 i 3 Kein Stündlein geht 625 Laß, o Herr, dein Ohr 756 dn Keuſcher Jeſu, hoch von Adel 533 Laßt, Eltern, laßt mich fort 628 ien Kinder, die ihr Chriſti 334 Laßt uns alle fröhlich ſen 242 n imn Kinder des Höchſten 1146 Laßt uns mit Ernſt betrachten 242 Rällten Kommſt du, kommſt du 206 Leb ich, ſo leb ich meinem 628 NM dr König, dem kein König 206 Lebt Chriſtus, was bin ich 362 heu i Komm an, du ſanftes 412 Lebt doch unſer Herr Gott 80 lhis Komm, angenehmer Schlaf 1118 Lebt mein treuſter Jeſus 3633 n I Komm, du angenehmer 1020 Licht vom Licht, erleuchte 1071 uaſ Komm, du Trböſter aller 412 Liebe, die du mich zum 473 Min bu Komm, du werthes Löſegeld 205 Lieber Gott, du haſt die 134 Rein zi Komm, Gott Schöpfer 413 Lieber Gott, ich ſoll nun 629 rin gi Komm, heilger Geiſt, du 414 Liebes Herz, ich denke dhch 2907 ſen e Komm, heilger Geiſt, Herre 414 Liebreicher Gott, dein 821 ekgſ Komm, heilger Geiſt, zeuch 414 Liebſter Gott, wann werd 630 Ven fi Komm, komm, mein heller 472 Liebſter Heiland, biſt du 299 encg Komm, komm, o Himmels⸗Th. 415 Liebſter Jeſu, deine 300 Nen i Komm mit dem Himmels⸗Wagen 384 Liebſter Jeſu, hier ſind wir Nl Nes eul Komm, o komm, du 415 Liebſter Jeſu, in den Tagen 22 Nep Sal Komm, o Sonne meiner 1118 Liebſter Nefu⸗ laß mich nicht 630 Meſedel Komm, Sterblicher, betr. 625 Liebſter Jeſu, ſei willkommen 207 RerSa Komm, Tröſter, komm 416 Liebſter Jeſu, wir ſind heer eal Komm, Weltluſt, wie du 298 Liebſter Immanuel 190 Rer Sal Kommt an der Tod 299 Liebſter Vater, ich dein 971 Wer eal Kommt her, ihr Chriſten 6 Liebſter Vater, es ſoll ſein 1119 Neredell Kommt her zu mir, ſpricht 536 Litanei 700 Miecel Kommt, ihr geladnen 1021 Lobe den Herren, den mächtigen 729 er Sal Kommt ihr Kinder dieſer 1147 Lobe den Herren, o meine Seele 729 Näs d Kommt, ihr Menſchen, laßt 535 Lobe Gott, o Chriſtenheit 364 Nre So Kommt, ihr traurigen 115 Lobe, mein Herz, deinen 730[N ſer Kommt, Menſchen⸗Kinder 727 Lobet den Herren, Alle, die 1071 den Geſt Kommt, Seelen, und 205 Lobet den Herren, denn er 088 K. Kommt und laßt euch 537 Lobet den Herren und dankt Kommt wieder aus der 361 Lobet Gott, unſern Herren N Kreuzvolles Herz, was 768 Lobet heut Mariä Söhnelein M Kyrie eleiſon, oder Litanei 700 Lob ſei dem allmächtigen Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit 33 Lob ſei dir, gütiger Lob ſei dir, Jeſu Lobſinge doch, lobſinge Pumm Gottes, ſchaue mich 1119 Lobt Gott, ihr Chriſten X½ Laß es, Jeſu, dich erbarm. 970 Lobt Gott mit Schall Laſſet ab, ihr meine Lieben 626 Lob und Dank wir ſagen 6 5 2 dett Kiſer hen t düt rieuſter Ja dtt Fricht erkute KNohn 1 Lleh 1 Ne debſt ur ud, bſtu 1 1 1 1 e Aunen Tyas dlen onma * 5 — — =— — — — *— — . 4 9— —— = —ᷓ — — — — —= Z —— — — — — — — —— — de. et Emd nt 5 F biich nin det r wrs ii de i nich zm deda a d du hat ü⸗ 3 Sedd a ich ſel m Lede— C ich deted — — — 3— —————* ——————— —=———— — — — — — ——————1— ———,—— — —= Lebſt. i, deire bet= hir un 1= her ſn dedſt=„u m im Lebſt iq um Lebſt Liebſt †= nanl 3 —— ———— 1 = ſi vllem Leiſt= rn e. Ledit K= e sdu Ltan 1 3 6 1 Lube mttan une Lobeſ ren, mmen — Moche dich, mein Geiſt S. 538 Mach es, Gott nach 784 Machs, lieber Gott, wie dirs 80 Machs mit mir, Gott 631 Macht hoch die Thür 208 Man lobt dich in der 731 Mein Abba kommt vor 701 Mein allerliebſter Gott 1072 Mein Alles Jeſus ſoll 179 Mein Augen ſchließ ich jetzt 1120 Mein Augen ſchließ ich nun 1072 Mein Armuth macht 180 Mein Ehren⸗König, ſei 7 Meine Hoffnung läßt mich 65 Meine Hoffnung ſtehet 81 Meine Liebe lebet noch 364 Meinen Jeſum, der ſich hat 181 Meinen Jeſum laß ich nicht, ach 182 Meinen Jeſum laß ich nicht, alle Meinen Jeſum laß ich n., denn Meinen Jeſum laß ich n., ꝛc. der Meinen Veſum laß ich nicht, er +—f 0 O 00 d O=O”0⸗ Meinen Jeſum laß ich n., Jeſus 183 Meinen Jeſum laß ich n., meine 1022 Meinen Jeſum laß ich nicht, weil 183 Meinen Jeſum will ich lieben 543 Meine Seele bleibet ſtille 543 Meine Seel erhebet den 731 Meine Seel erhebet dich 731 Meine Seel, ermuntre dich 302 Meine Seele, laß es gehen 785 Meine Seele, ſei vergnügt, es 480 Meine Seele, ſei vergnügt, gib 785 Meine Seele ſoll erheben 209 Meine Seel iſt ſtille 786 Meine Seel, komm zu den 479 Meines Lebens beſte Freude 184 Meine Sorgen, Angſt 901 Mein Freund iſt mein 474 Mein Geiſt und Sinn 474 Mein Gott, ach, lehre 539 Mein Gott, das Herze 757 Mein Gott, dein heilig 681 Mein Gott, die arme 1148 Mein Gott, die Arbeit 682 Mein Gott, dir will 1148 Mein Gott, du weißt am 54 Mein Gott, du wirſt mich 301 Mein Gott, gib Wollen 787 Mein Gott, ich armer 116 Mein Gott, ich danke 921 Regiſter der Lieder. 1171 Mein Gott, ich hab in meinem S. 631 Mein Gott, ich habe dir oft Mein Gott, ich habe mir gar Mein Gott, ich kann aus Mein Gott, ich klopf an Mein Gott, ich nahe mich Mein Gott, ich ſchreie Mein Gott, ich ſchwebe 971 786 758 702 540 860 898 Mein Gott, ich weiß, daß ohne 475 Mein Gott, ich weiß wohl Mein Gott, mein Alles Mein Gott, mein Helfer Mein Gott, mit Freuden Mein Gott, nun bin ich Mein Gott, nun iſt es Mein Gotp, ſei hochgepreiſet Mein Gott, ſei mir doch Mein Gott und König Mein Gott und Vater, gib Mein Gott und Vater kann Mein Gott, weil ich in Mein Herze, denk an Mein Herze, geh jetzund Mein Herze haßt zwar alle Mein Herzens⸗Jeſu Mein Herze, ſchicke dich Mein Herze, ſei zufrieden Mein Herz, gib dich Mein Herz iſt froh Mein Herz, o Gott, ſpricht Mein Herz, ſei zufrieden, betr. 7 Mein Herz, warum betrübſt Mein Herz, was ſorgeſt du Mein Heiland nimmt Mein Heiland, Urſprung Mein Hirte, wie ſo treulich Mein holder Freund iſt Mein Jeſu, dem die Rein Jeſu, iſt es nicht Mein Jeſu, meines Mein Jeſus, der iſt todt ꝛc., der 632 759 898 8 972 1073 732 973 733 337 Mein Jeſus, der iſt todt ꝛc., man 337 Mein Jeſus fuhr gen Mein Jeſus iſt getreu Mein Jeſus iſt mein Mein Jeſus iſt nunmehr Mein Jeſus kommt, mein Mein Jeſus lebt, was ſoll Mein Jeſus liebet mich Mein Jeſus ruht, wie Mein Jeſus ſtirbt, was 74* 385 186 187 339 633 364 861 339 304 1172 Regiſter der Lieder. Mein Nefn⸗ ſüße Seelen⸗Luſt S. 477 Nun frent euch, Gottes S. 386 Mein Jeſu, treuer Hirt 1024 Nun freut euch, lieben 480 dein Jeſu, wie du willſt, ꝛc. im 788 Nun geht der Tag zum 1121 Mein Jeſu, wie du willſt, ꝛc. wenn 788 Nun gibt mein Jeſus 340 Mein Jeſu, zeig mir deine 42 Nun, Gott Lob, es iſt 8 Mein junges Leben hat 634 Nun, Gott Lob, ich bin 1025 Mein Leben war ein 634 Nun, Gott Lob, wir ſind auch 1089 Mein letztes Haus auf 635 Nun, Gott Lob, wir ſind geſp. 1089 Mein lieber Gott, gedenke 117 Nun gute Nacht, ihr 639 Mein Salomo, dein 478 Nun hab ich überwunden durch 639 Mein Schöpfer, deine 38 Nun hab ich überwunden, zu 640 Mein Schöpfer ſorgt für 116 Nun hat auch dieſer 1121 Mein Seel, dich freu 1024 Nun hat ſich angefangen 148 Meines Lebens Zeit geht 585 Nun, Herr Gott, gib 9 Mein treuer Hirt, wie 635 Nun jauchzet all, ihr 211 Mein Valet iſt ſchon 637 Nun jauchzet Gott All 735 Mein Vater, deine Gnad 733 Nun iſt auferſtanden 365 Mein Vater, zeuch mich Schw. 760 Nun iſt das Heil, die 366 Mein Vater, zeuge mich, dein 544 Nun iſt der Abend da 1122 Mein Werk will ich 1073 Nun iſt der Regen hin 822 Mein Wille ſieht auf 789 Nun iſt der Tag der 211 Menſchen⸗Kind merk 209 Nun iſt die Mahlzeit voll. 1089 Menſch, willſt du leben 14 Nun iſt es Alles wohlg. 341 Mir iſt ein geiſtig Kirchel. 34 Nun iſt es Zeit, die 1122 Mir nach, ſpricht Chriſtus 544 Nun iſt es Zeit, zu ſingen 244 Mit Ernſt, o Menſchen⸗Kinder 210 Nun kommt das neue 212 Mit Fried und Freud 637 Nun komm, der Heiden 212 Mit Gott will ichs 1074 Nun läßt du mich in 641 ſtit was für großer 645 Nun laßt uns den Leib 640 Mitten wir im Leben ſind 637 Nun laßt uns gehn und 149 Morgen⸗Glanz der Ewigkeit 1074 Nun laßt uns Gott, dem 1090 Nun laſſet Gottes Güte 118 ⁸ dir, o Gott, verl. ꝛc., mein 761 Nun, liebe Seele, nun 244 Nach dir, o Herr, ꝛc., du 761 Nun lieg ich armes Würmel. 642 Nichts Beſſers iſt auf 638 Nun lob, mein Seel, den 736 Nichts Betrübters iſt 1149 Nun nimm mein Herz 61 Nichts iſt ſchöner und 1150 Nun preiſet Alle Gottes 736 Nicht ſo ſchläfrig, meine 734 Nun ruhen alle Wälder 1123 Nicht 5 traurig, nich 117 Nun ſchlaf, mein liebes 1124 Niemand laſſe ſich erſchrecken 638 Nun ſei einmal das Ziel 976 Nimm von uns, Herr, du 902 Nun ſei getroſt und 642 imm von uns, Herre Gott 976 Nun ſich der Tag geendet 1125 Nimm von uns, lieber Herr 976 Nun ſich die Nacht geendet 1074 Noch dennoch mußt du 81 Nun ſinget und ſeid froh 244 Nun bitten wir den 417 Nun treten wir ins neue 150 Nun bricht die finſtre 1121 Nun tret ich wieder aus der 1075 Nun danket Alle Gott 735 Nun wachen Gottes Strafg. 823 Nun danket All und 735 Nun, wir ſind auch dießmal 1090 Nun danket Gott, ihr 386 Nun Jeſus, Nichts, als 148 Nun danket Gott, was 822 Nun immer nach durch 546 Nun dankt, ihr Chriſten 135 Nun unbetrübt, gequältes 90² —— ——— —— —= —— — —— — — —————— — — — = =F=E= S — — —— 5 — — —=— — —— 2—— ——— — n ————— — —2 — — — — — — — Tun g, e ia h em Jan n Jeu (M ah 1iim. in in memet, ur a r. rndg h an g E pi n Pammui 13 1 e wmnda, 8 5m egjäſt 1um Hinximn 5 dun, J 5 au ſi Sil, Er 1 Nun 1 Sot Al 3 lm ſt Funden 0 Nn ril, d ſe 1ih amn 3 Jun it— gen n 9 Nan it 4 1 9 Pan iſt S hhet ul 4 Nn it weh 4 Nn 1 t d l 4 Nu iſt it, zu ſin 4 d Nun d rs nax. 7 Nan ko rr Hed. 5 Nn lq&.r dan L Nun la K. pehn m. Nun ld& Gut m Nan la s bit Nan, 11 ell, Iin Nun— b mss Uin 2 Nun! — — — — — — — 4. —+ — — —-J——— — — ==—— —=.—— ————— 1 Nn R ichn A 1 —=— Regiſter der Lieder. 9 allerhöchſter Gott, ich S. 702 O allerſchönſter Feuden⸗Tag 356 977 O Angſt und Leid, o O auferſtandner Siegesf. 366 O Chriſte, Morgen⸗Sterne 1076 O, daß ich könnte Thränen 304 O, daß ich tauſend Zungen 736 O, du allerſüßte Freude O du dreieinger Gott 643 O du freundlicher Herre 644 O du Herre Zebaoth 823 O du Herzens⸗Brüderlein 244 O du Liebe meiner Liebe 305 O Durchbrecher aller Bande 546 O du Schöpfer aller Dinge 978 O ewige Barmherzigkeit 547 O Ewigkeit, du Donner⸗Wort 682 O Ewigkeit, du Freuden⸗Wort 684 9 Flüchtigkeit, o Eitelkeit 644 O Freude über Freude 685 O frommer und getreuer 978 O Fürſten⸗Kind aus Davids 245 O Gott, da ich ſonſt keinen 921 O Gott, der du aus Herzensg. 135 9 Gott, der du das Firm. O Gott, der du die Menſchenk. 22 O Gott, der du die Zeit 645 O Gott, der du im Liebesb. 703 O Gott der Ewigkeit, ich 922 O Gott, du Brunnen aller 824 O Gott, du frommer 762 O Gott, du Tiefe, ſonder 35 O Gottes⸗Lamm, mein 306 9 Gottes⸗Sohn, Herr 481 9 Gott, es ſteht dein milder 825 O Gott, ich thu dir danken 1076 O Gott, im Namen Jeſu 119 O Gott, man dankt dir 825 O Gott, mein Schöpfer 548 O Gott, mein Vater 548 9 Gott von Gnad und 979 9 Gott, von dem wir Alles 1091 O Gott, wer dieſes Leben 686 O Gott, wie ſchädlich O Gott, wir danken dir O großer Geiſt, deß Weſen 36 O großer Gott, o Urſprung 36 O großer Gott, du reines 418 O großer Gott, jetzt ſehn wir 826 O großer Gott, ſchau an 826 O großer Gott von Macht 902 417 O 1173 O großer Schmerzens⸗Mann S. 275 O großes Werk, geheimn. 1026 O Haupt voll Blut und 307 O heilger Geiſt, kehr bei 418 O heilige Dreifaltigkeit, o 1077 O heilige Dreifaltigkeit, wer 38 O heiliger, o guter Geiſt, den 419 heiliger, o guter Geiſt, du 420 O heiliger und reiner Geiſt 420 O heilige Dreifaltigkeit 37 O Herr Gott, dein göttlich 433 O Herre Gott, du höchſter 827 O Herre Gott, erbarme dich 434 O Herre Gott! In meiner 645 O Herr, mein Gott, ich habe 979 O Herzens⸗Angſt, o. O Herrſcher in dem 827 O hochgelobter Gottes⸗Geiſt 421 O höchſtes Werk der 246 Jeſu Chriſt, dein 247 Jeſu Chriſte, Gottes 23 Jeſu Chriſte, Lebensf. 308 eſu Chriſte, wahres 434 eſu Chriſt, ich preiſe 924 eſu Chriſt, meins Leb. eſu Chriſt, mein ſchönſtes 55 eſu, denk in Todes⸗Pein 645 feſu, du haſt mich berufen 1150 G O O O O O O O O O O Jeſu, du mein Bräut. 1027 O Jeſu, Gottes⸗Lamm, wie 308 O Jeſu, Gottes Lämmelein 646 O Jeſu, höchſter Schatz 188 O Jeſu, Jeſu, Gottes Sohn 56 O Jeſulein, du biſt das 187 O Jeſulein ſüß, o Jeſulein 247 O Jeſu, lieber Herre mein 646 O de meiner Seele 763 O eſu meine Wonne 1028 O Jeſu, mein Vergnügen 1028 O Jeſu, mein Verlangen 1029 O Jeſu, mein Verſöhn⸗Altar 980 O Jeſu, ſüßes Licht, nun 1077 O Jeſu, ſei gepreiſet zu 150 O Jeſu ſüß, wer dein ged. 188 O Jeſu, treuſter Heiland 1125 O Jeſu, treuer Hirt, du 1029 O Jeſu, treuer Hüter, groß 1126 O Jeſu voller Kraft, o 980 O Jeſu, wenn ich dich und 1030 8 Jeſu, welche Laſten 309 5 — eſu, willſt du noch ſo 1030 A —— ———— 1174 5 Hihr auserwählten Kinder S König aller Chren, 7 Herr König, deſſen Majeſtät Lamm, das keine Sünde Lamm Gottes, unſchuldig Lehrer, dem kein andrer Licht, geboren aus dem Liebe, die dem Himmel liebſter Chriſt, verzage liebſter Gott, ſchau meine Seele, dun was meine Seel, erhebe dich Menſch, bedenke ſtets Menſch, bedenke, wo du Menſch, bedenk zu dieſer Menſch, Menſch, Menſch, 2e — gedenk ans Ende „merk auf, was Menſch, o Men iſch, wer Menſch, ſchau Jeſum Chr. O Men ſch, wie iſt dein Herz Opfre für die ganze Welt 3 9 9* 5 9 2 5 5 2 0956060 9 94— 92 9 9 O ſchönes Himmelreich, 0 8 O Sicherheit, du Peſt O Sünden⸗Luſt, o ſchwere Sünde, Sünde, wie haſt O ſüßes Gnaden⸗Wort, das O ſtarker Gott, du läſſeſt O ſtarker Gott in Himmels O theurer Tröſter, heilger O theures Blut, o rothe O tiefe Demuth, wer kann O Tod, o Tod, du gräulichs O Tod, was willſt du ſchrecken 649 O Tod, wo iſt dein Stachel O Trauer⸗ Stund und O Traurigkeit, o Herzeleid O treuſter Jeſu, der du O Trunkenbold, erzittre O unausſprechlicher Verluſt O unausſprechliches 3 Weſen O Vater der Barmherzigkeit O Vater, der ſo viel zu O Vater, Gott von O Vater⸗Herz, denkſt du O Vater, unſer Gott, es O, was für ein herrlich O welch ein tiefes Meer O welch ein unvergleichlich O Welt, ich, nuß dich laſſen O Welt, ſieh hier dein 2A Regiſter der Lieder. O werthes Licht d S. O, wie richtig un wie wichtig S 8, wie ſelig ſeid ihr doch „wie gar ſenfemtbdg 8 Klch) wir armen Suͤnder 212 O Wohlfahrt über alle 1078 78 8 248 119 S SS. bewein dein Sünde 310 648 313 314 Reiß durch, gekränkte Seele 315 434 249 O wüſter Sünder, denkſt O Wunder⸗Ilut, das 119 9 Wunder groß Marien 861 IMrange, Welt, mit deinem Preis ſei dem Vater, der V Preßt, ihr mit Angſt bekl. Puer natus in Bethlehem Quem pastores laudavere ſoll ich von deinen Rathe⸗ mir, was X Reicher Gott, Reiß, Erde, Himmel, brich NRett, o Herr Jeſu, rett 8 Richte Gott, mir meinen 0 Ninge recht, wenn Gottes 2 Rüſtet euch, ihr Chriſten⸗Leut 2 Schaff in mir, 3 Nuthe die zum Heil entſ. / 5 Sa Jesu Christe, rex * Schaffet eure Seligkeit Schaffet, ſchaffet, Menſ chenk. Gott ein Schaffs mit mir, Gott 348 Schatz über alle Schätze 367 318 342 650 24 1031 984 —6) 763 39 903 703 549. ) 39 925 950 317] Schau, lieber Gott, wie Schau, Jeſu, wie mein Herze Schau meine Armuth an Schaut, ihr Sünder, ihr Schlaf ein, mein Herz Schlage, Jeſu, an mein Herz Schmücke d dich, o liebe Schönſter Jeſu, liebſtes Schönſter Immanuel, Herzog Schönſtes Seelchen, gehe fort Schöpfer aller Menf chenk. Schöpfer dieſer ganzen Schreit, ihr Seufzer, rinnt Schwing dich auf zu ꝛc., du Schwing dich auf zu ꝛc. hocherſ. Seele, dein Gott wecket Seele, denke, wer du biſt See le, geh auf Golgatha 40 550 651 213 263 9 250 984 790 “ — , —— 3 —— 8 ——— C, C- & —SSSn — ——e 1 ott, vun din e —— == I Hetbläda 1 d s Cpes laulhn 5 1 Hihr Chrite’ h Sim heil ei d 1 1e(hriste m ſ Regiſter der Lieder. Seele, mach dich eilig auf S. 322 Seelen⸗Bräutigam, Jeſu 19 Seelen⸗Gaſt, erſcheine, komm 1033 Seele, raffe dich zuſammen Seele, ſei vergnüget und Seele, wenn du ſtets willſt Seelen⸗Weide, meine Segens⸗Quelle, Jeſu Sehet, Menſchen, ſehet auf Sehet, welch ein hohes Seht, welch ein Menſch Selig iſt die Seele, die in Selig, ſelig ſind die Todten Selig ſind die Herzen, die Selig, wer mit Recht Selig, wer ſo ſchlafen geht Sei fröhlich Alles weit und Sei fröhlich im Herren Sei gegrüßet, Heil der Armen Sei gegrüßet, Jeſu, gütig Sei getreu bis an das Sei getroſt o meine Sei Gott getreu, halt Sei Lob und Ehr dem Sei mir tauſendmal gegrüßet Sei mir tauſendmal willk. Sei ſtille, Welt, und laſſe Sei tauſendmal geküſſet Sei unverzagt, o frommer Sei wohlgemuth, o Sei zufrieden, mein Sieg, Sieg, mein Kampf Siehe, Herr, du kommeſt Siehe, ich gefallner Knecht Siehe, liebſte Seele, ſiehe Siehe, mein geliebter Sieh, hier bin ich Sieh, Gott, mein Gott Singe deinem Gott, mein Singen wir aus Herz. ꝛc., treten 250 Singen wir aus Herz. ꝛc., wie er 1091 Singt dem Herrn ein neues So begrabet mich nun So folget auf das Ungewitter 1151 So führſt du doch recht ſelig So geh ich mit Vergnügen So geh nun hin dem So gehſt du nun, mein So gibſt du nun, mein So hab ich nun vollendet — — —— ——= y— — — — u, an rin hal — 1175 So hab ich obgeſieget S. 656 So iſt ein Dahr nun wieder 150 So iſt die So komm, geliebte Todesſt. 657 Soll ich denn, Jeſu, mein 864 oche nun 1128 Soll ich nach deinem Willen 906 Soll, mein Gott, die 1127 Sollt es gleich bisweilen 485 2 Soll ich denn mich täglich 85 Sollt ich meinem Gott n. ſingen 739. Soll ich meinem Gott n. trauen 87 3 So recht, mein Kind Sorge doch für meine 1153 Sorge, Vater, ſorge du 121 Sorgt, Chriſten, ſorgt 556 So ruheſt du, o meine Ruh 342 So ſind des Tages Stunden 1128 So ſollen wir ſchon wieder 658 So tret ich demnach an 830 So wahr ich lebe, ſpricht 988 So walt es Gott, das 9 So wird die Woche nun 1129 Spann aus, ſpann aus 659 Straf mich nicht in deinem 988 Strahl der Gottheit, Kraft 423 Steh doch, Seele, ſteh 557 Stell ein, betrübtes Herz 907 Sterblicher, du gehſt vorbei 659 Stiller Jeſu bei den 557 Stilles Lamm und Friedef. 558 Such, wer da will, ein 485 Süßer Chriſt, du, du biſt 989 Süßer Jeſu, deiner Gnaden 1079 Süßer Jeſu, Gottes Lamm 1033 Süßeſter Jeſu, wohin biſt 388 Süße Speiſe meiner Seelen 1033 Tbeure⸗ Wort aus Gottes 436 Thränen, Thränen, lauter 864 Thränet, ihr Augen, und 327 Thränt, ihr Augen, weint 328 Trau auf Gott in allen 88 Trautſter Jeſu, deine Plagen 328 Tretet her zum Tiſch des 1034 Treuer Gott, ich muß dir 865 Treuer Gott, in deine 660 Treuer Gott, laß den 660 Treuer Hirte deiner Heerde 436 Treuer Jeſu, ſei geprieſen 329 Treuer Vater, deine Liebe 558 Treuer Wächter Iſrael 437 1176 Treuſter Jeſu, deine Lehre S. 369 Treuſter Jeſu deine Wunden 329 Triumph, Triumph! Der 369 Triumph, Victoria! Die 370 Troſt, der mich ſ ſehr hoch 866 Trüͤbe Wolken meiner 989 Tledergroße Wunder⸗Güte 486 Umſonſt, mein Herz 907 Unbeflectes Gottes⸗Lamm 560 Unerſchaffne Lebens⸗Sonne 1129 Unſer Sabbath geht zum 1130 Uns iſt ein Kind geboren 251 Uns iſt ein Kindlein heut 252 Uns 1n geborn ein Kindel. 253 Uns iſt, uns iſt ein Kind 252 Unſre müden Augenlieder 1130 Unter Jeſu Gnaden⸗Hand 1131 Unveränderliches Weſen 330 Unverfälſchtes Chriſtenthum 560 Unver gte Seele, reiß 792 Unverhoffter Augenblick 661 Unumſchränkte Liebe, gönne 41 Urſprung wahrer Freuden 424 Ueler will ich dir geben 661 Vater, ach, laß Troſt 990 Vater aller Gnaden, der 10 Vater, der du biſt hierher 1092 Vater, der du deinen Namen 1154 Vater, dir ſe Lob gegeben 765 Vater in des Himmels Th. 990 Vater, l laß dein Herze brechen 991 Bater, laß mich Gnade finden 991 Vater unſer im Himmelreich 704 Vater voller Güt und Treue 1080 Vergib uns, lieber Herre 908 Verklärte Majeſtät 40 Verleih uns Frieden gnäd. 831 Verfuchet euch doch ſ oſt 487 Verzage nicht, o Ebriſt 88 Verzage nicht, o frommer 89 Verzage nicht, o Häuflein 438 Viel Gutes haſt du mir 1131 Vom Himmel hoch, da komm 253 Vom Himmel kam d 25⸗ Von Adam her ſo lange 214 Von allen Menſchen abgew 90 Von Gott will ich nicht 91 Vor deinen Thron tret ich 1059 Vor Freuden laßt uns 231 1. auf, du werthe 215 — Wach auf, mein Herz, die 370 Was willſt du armer Erd denk. 25 Regiſter der Lieder. Wach auf, mein Herz, und S. 1081 Wach auf, o meine Seele 1081 Wachet auf, ihr meine 331 Wachet auf, ruft nne die 400 Wachet, wachet, ihr Jungf. 400 Wär Gott nicht mit uns 438 Walts Gott, mein Werk 1132 Warum betrübſt du ꝛc., bekümm. 121 Warum betrübſt du dich ꝛc. und 122 Warum etriheſe lolche 151 Warum ſind wwint ſo verliebt 661 Warum ſollt ich nac denn 92 Warum willſt du draußen 215 Warum willſt du dach für 12³ Was alle Weisheit in der 41 Was betrübſt du dich, mein 92 Was bin ich, o Dert 26 Was biſt du decn Seele 908 Was dir, mein Gott, beliebt 793 5., 5 Was frag ich nach der Welt,. 561 Was frag ich nach d erꝛc. und 561 Was fürchtſt du Peind 254 Was gibſt du denn, o meine 562 Was Gott fügt, das d wohl 1154 Was Gott gefällt. gefällt auch 908 Was Gott thut, das iſt immer 909 Was Gott thut, das iſt ꝛc., es bl. 198 Was Gott thut, das: c., ſo denk 831 Was hab ich von 682 Was bilft dir alle Wel 562 Was hilfts, daß 15 mich 794 Was Zeſus thut, 794 Was iſt das für afr 487 Was kann ich doch für 765 Was lauf ich denn vor 910 Was Lobes ſolln wir dir 740 Was mein Gott will, geſcheh 795 Was mein Gott will, ſoll 796 Was meinem lieben Gott 795 Was mich auf dieſer Welt 56² Was ſagſt du nun, mein 992 Was ſind wir Menſ chen 663 Was ſoll ich mich mit Sorgen 34 Was ſoll ich mich mit tauſend 94 Was willſt du dich betrüben 95 (Was willſt du dich, o Seele 910 Weg, du ſchnöder Schlangen S 5 926 Weg, Luſt, du unluſtvolle 568 Weg, mein Herz, mit 488 Weg, Traurigkeit, weich 911 — — — SSgg 8 ‿ E S= 2= =é E ———— ———— ** Vas 9 Was 1 Was 3 Was 4 Was 4 Was 0Was 1 Was 2 9 We 9, 1 Weg, 5 Weg, 0 Weg, 1 —S. — A* 1A xÆ8* —— —= EE = =S= = 11=S 89 —= x* 2 2==— —— — — q=B— ⸗ꝑ—— — 8 — — — * — — E — — — = = cit, d iall — = — —— 2. E S 5 4 3 aut, das fft t 2. at, dasr,and 3Adonde. 3ir ale M r i ett vil, M i läba Ott f deſr N lm 34. — Sr Mrita nich mit —— 2 1 1 1. S —— — — — ——— —————— —— 5 — — — Regiſter der Lieder. Weg, weg mit dir, du ſchnöde S. 333 Pß Welt, mit deinen 332 Weh mir, daß ich ſo oft 993 Weh mir, elendem Kind 994 Weh über der argen 136 Weicht, ihr Sorgen weicht 867 Weil ich meinen Jeſum habe 489 Weil ich nun wieder einen 1132 Weil Nichts gemeiners iſt 663 Weine nicht, Gott lebet noch 867 Welch eine Sorg und Furcht 563 Welt, ade, du Thränen⸗Th. 664 Welt, ade, ich bin dein 688 (Eben dieß Lied veränd.) 689 Weltlich Ehr und zeitlich 564 Welt, mein Abſchied iſt 664 Welt, packe dich, ich ſehne 867 Welt, tobe, wie du willſt 58 Wem Gott ein ehlich Weib Wend ab deinen Zorn Wenn das nagende Gewiſſen 489 Wenn dort des Allerhöchſten 401 Wenn dein herzliebſter Sohn 490 Wenn dich Unglück hat 95 Wenn Einer alle Kunſt 58 Wenn ich in Angſt und 124 Wenn meine Sündn mich 333 Wenn mein Geſundheit 831 Wenn mein Stündlein 665 Wenn Menſchen⸗Hilf ſcheint 912 Wenn ſch gleich ein Sturm 868 Wenn ſo viel tauſend Teufel 869 Wenn wir in höchſten Nöthen 912 Wer aus der Wiege in den 665 Wer Chriſtum recht will 59 Wer das Kleinod will Werde munter, meinec., und erf. 1034 Werdemunter, mein ꝛc., und ihr 1133 Wer den Ehſtand will 1155 Wer Gott das Herze gibet 95 Wer Gottes Wort andächtig 439 Wer Gott vertraut, hat 96 Wer Jeſum bei ſich hat 192 Wer in dem Schutz des 124 Wer iſts? Ach Seele 334 Wer iſt wohl würdig, ſich 491 Wer iſt wohl, wie du 192 Wer nur den lieben ꝛc., ſo lang 125 Wer den lieben ꝛc. und 125 Wer nur mit ſeinem 126 Wer ſich auf ſeine 565 Wer ſich im Geiſt beſchneidet S. 151 Wer überwindet, ſoll 8 Wer weiß, wie nahe mir Wer will die auserwählte Wer will mich denn von Wer will mich und Jeſ. Wer will mich von der Wer will mir nur den Wer wohl auf iſt und Wie biſt du doch ſo fromm Wie biſt du, Seele Wie der Hirſch in großen Wie ein Hirſch in Wie ein Hirſch nach friſchem Wie freuet ſich mein Herz Wie foh wire meine Seele röhlich iſt doch Wie Gott im Himmel will Wie Gott mich führt Wie Gott will, alſo Wie groß iſt deine Herrlichk. Wie groß iſt doch, o Gott herlich iſts, ein Schäflein 439 Wie iſt es möglich, höchſtes Wie kann ſich unſer Herze Wie kann und ſoll ich dich Wie kurz iſt doch der Wie lang hab ich, o Wie lieblich ſind doch Wie lieblich ſind dort oben Wie Wie Wie ſchön iſts doch 1177 691 1155 Wie ſchön leuchtet der ꝛc. voll 193 Wie ſchön leucht uns derꝛc. vom 1082 Wie ſchrecklich iſts doch Wie ſelig iſt der Mann Wie ſelig iſt ein gut Wie ſelig iſt ein Ort zu Wie ſelig kann ein Chriſte Wies Gott gefällt, ſo Wie ſo bekümmert, meine Wie ſoll ich dich empfangen Wie ſoll ich dir doch Wie ſollt ich meinen Wie ſo ſehr mein, Herz Wie tröſtlich hat dein Wie vergnüget Gott die 833 Wie weislich hat des Höchſten 1136 Wie wird doch ſo gering Wie wohl haſt du gelabet Wie wohl iſt mir, o Freund 1035 494 Willkommen, Held, im Streite 372 ———. 6 .—— 1178 Regiſter der Lieder. Willkommen, liebſter Schatz S. 254] Wohlmir, Jeſus, meine:c., lebet S. g8 Willkommen, hebe Stunden 1134 Wohl mir und aber wohl 1000 Willſt du dir, meine Seel 97 Wohl recht wichtig und 568 Wir bewundern deine 152 Wo iſt denn hin mein Leiden 670 Wir Chriſten⸗Leut: 255 Wo iſt der neugeborne 256 Wir danken dir, S..„daß du für 334 V Wo i iſt ein ſolcher Gott zu 836 Wir danken dir, H. ꝛc., daß du gen 338 Wo iſ iſt Jeſus hingegangen 389 Wir danken dir, H. ꝛc., daß du unſ. 1134 Wollt ihr wiſſen, was Pnei 194 Wir danken dir, o Jeſu 321 Womit ſoll ich dich wol 741 Wird das nicht Freude 669 Woran fehlts Kinheneht 166 Wirf ab von mir das ſchwere 997 Wo ſoll ich armer Sünder 1001 Wir glauben All an einen 42 Wo ſol ich fliehen hin 1002 Wir glauben All und bek. 1036 Wo willſt du hin, weils 373 Wir haben auch ein Oſter⸗L. 372 Wunderbarer Gnaden⸗ Thron 257 Wir haben jetzt vernommen 835 Wunderbarer Gott und 128 Wir leben hier nur in der 692 Munderdeer König, Herrſcher 742 Wir liegen hier zu deinen 996 Wunderlich iſt Gottes 913 Wir Menſchen ſind lebendig 997 Wunderlich, a ſelig 914 Wir Menſchen ſind zu dem 439 8 Wir ſeufzen mit Verlangen 424 3 uch ein, o Gott, d 836 Wir ſingen dir, Inmanuel 255 Zeuch zu deinem 425 Wo bleibt mein Seelen⸗Schatz 217 Zeu ch hin, mein Kind, denn 670 Wo denk ich armer Menſ ch 873 Zeuch mich, zeuch mich 667 Wo fließt du, armer Sünder 998 Zeuch uns nach dir, ſo 390 Wo Gott, der Herr, den 1157 Zieht hin, ihr lieben Kinder 671 Wo Gott, der Herr, nicht bei 440 Kion gib dich nur zufrieden 48 Wo Gott zum Haus nicht 127 Zion klagt mit Angſt und 99 Wohin, mein Herz, w wohin 999 Zu dir, du Fürſt des Lebens 671 Wohl dem, dem Gott hier 999 Zu dir erheb ich meine 672 Wohl dem, der dem Herren 97 Zu dir, Herr Jeſu, komme 495 Wohl dem, der Gott zum 835 Ju dir von Herzens⸗G. ꝛc., es 102 Wohl dem, der Jeſum liebet 441 Zu dir von Herzens⸗G. ꝛc., in 1083 Wohl dem, der in Gottes 1158 Julett t gehts wohl dem, der 673 Wohl dem, der ſich auf 98 Ju Mitternacht ward ein 4⁰2 Wohl dem, der ſich mit Ernſt 567 Zween Jünger gehn mit 373 Wohl dem Menſchen, der 568 Zwei Ding, o o Herr, bitt 448 Wohl mir, Jeſu, du biſt 343 Zweierlei bitt ich von dir 1²9 Wohl mir, Jeſus ꝛc. ladet 1036. A 6 3 7 XA s perts⸗ eer — Maertt Ker ennn, — d N, A Fend und 5 G 3 G me 21 der d 4 Ld; 9 3 P minn 5 Öa de 2 de 34 Wo 4 3 S bin aa 4 S= ipamg 1 97 85 0 68 43 211 Zeu 67 8 5 r ach d Feht ihr litbe te — — =* A — — — 4f nur ſeiy 84 d Got, uu deinen ie zeuch n don 1 zich mugi Zion e Tnit Amm 8 1 Fuürſt d Ju d b ich nn 4 wull dan Ir 1 ☛ o den t 3 n att ih wi „ 6 80 — —— — — r* mein Fi w a r Jeu m Zu N Herel 41 Ju d Heresls — — — — 3 —— — — — 0 9 - 3 — — — 9 9 — 5 8 — -—— —— —— ——— — ———:* — 1 — — — 3 t 3 1 1 5* gg —— == 0 Regiſter der Lieder auf die Sonn⸗ und Feſt⸗Tags⸗Evangelien und Epiſteln. Am 1. Advent. Evangelium. Die Advents⸗Lieder, ſo alle vier Sonntage zu ſingen S. 194— 218 Herr Gott, dich loben wir 721 Herr Chriſt, der einig Gottes 201 Nun freut euch, lieben Chriſt. 480 Jeſu, du mein liebſtes Leben 169 geſu, komm doch ſelbſt zu mir 204 Aus dem Liede: Jeſu, meine Freude v. 5. Gute Nacht, o 173 Epiſtel. Nun komm, der Heiden Heiland 212 9 Gott, du frommer Gott 762 Kommt und laßt euch Jeſum 537 O Gott, mein Schöpfer, edler 548 Hilf mir, mein Gott, hilf 529 Aus dem Liede: Wir ſeufzen mit Verlangen v. 9. Hör auf 424 — Ach Gott, thu dich erbarmen v. 5. Wer kann Alles 390 — O Ewigkeit, du Donnerwort v. 13. Wach auf, o 682 Am 2. Advent. Evangelium. Die Advents⸗Lieder 194— 218 Vom jüngſten Gericht 390— 402 Schaffet, ſchaffet, Menſchen⸗K. 552 Aus dem Liede: Wie ſoll ich dich empfangen v, 10. Er kommt 216 — Als vierzig Tag nach Oſtern v. 13. Am jüngſten 375 [Aus dem Liede: Vater unſer im Himmelreich v. 8. Von allem 704 — Herr Jeſu Chriſt, wahr M. und G. v. 7. Ein fröhlich 607 — O Jeſu Chriſt, meins Lebens Licht v. 13. Am jüngſten 606 Epiſtel. Geduld iſt euch vonnöthen 523 Es woll uns Gott genädig 745 Nun bitten wir den heiligen 417 Nun preiſet Alle 736 Sei unverzagt, o frommer Chr. 85 Jeſu, du mein liebſtes Leben 169 Aus dem Liede: Durch Ad. Fall iſt ganz verd. v. 8. Ich bitt, o 18 Am 3. Advent. Evangelium. Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Von Gott will ich nicht laſſen 91 Laß mich dein ſein und bleiben 756 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Meinen Jeſum laß ich nicht, w. 183 Iſt Gott für mich, ſo trete 470 Warum willſt du draußen ſteh. 215 Aus dem Liede: Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt v. 4. Laß mich 855 — Ich dank dir, lieber Herr v. 6. Dein Wort laß mich 1066 Epiſtel. O Gott, du frommer Gott 762 In dich hab ich gehoffet, Herr 896 1180 Es iſt gewißlich an der Zeit 395 Gon der du mir haſt gegeben 1139 Am 4. Advent. Evangelium. Die Lieder von der Taufe 915— 927 Es ſpricht der Unweiſen Mund Warum willſt du draußen ſtehen Aus d. Liede: Weltlich Ehr und zeitlich Gut v. 9. Glaub dem 564 lieber Herre — Ich dank dir, 1066 v. 6. Dein Wort laß — Es uf t das Heil uns kommen he er v. 13. Sei Lob und Ehr O Gan⸗ du frommer Gott v. 3 3. Hilf, daß ich rede ſtets Epiſtel⸗ jeſu, meine Freude, meines Aun meine Seel, und rüſte dich 694 Allein Gott in der Höh ſei EChr 27 Wie ſchön leuchtet der Morgen⸗ deern voll Gnad 193 Befiehl du deine Wege 68 eiliger und da, hier Aus dem Liede: 8 guter Gei iſt v. 7. Sieh iſt mein Am 1. Weihnachts⸗Feiertage. Von Weihnachten bis Mariä Rei⸗ nigung werden die Lieder von der Geburt Chriſti geſungen 218 218— 25 27 V Evangelium. Herr Gott, dich loben wir 721 Allein Gott in der Höh ſei 27 Nun freut euch lieben, Chriſten 480 Aus d. Liede: Jeſu, meine Freud und Wonne v. 2. Jeſu, du biſt Exiſtel, ſchön leuchtet der Morgen⸗ ktern voll Gnad Jeſu, meine Freude, meines H. 173 173 Wie Am 2. Weihnachts⸗Feiertage. Evangelium. Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Kommt her zu mir, ſpricht Regiſter der Lieder auf die Sonn⸗ 430 215 Herr Chriſt der einig Gottes Wie der Hirſch in großen Aus dem Jode. Gs Der Herr hat Alles wohl ꝛc., 193 536 Friſch auf, mein Seel, verzage 71 Jeſu, meine Freud und Wonne 173 Aus dem Leede: Lob ſei dem all⸗ mächtigen v. 7. O Weh dem 2058 — Vom dinnekan der Engel Was k Schaar v. 4. ann — Herr Chriſt, der einig Gottes⸗ Sohn v. 3. Laß uns in 201 — Weg mein Herz, mit den Gedanken v. 5. Kein Hirt 488 Epiſtel. Kommt und laßt euch Jeſum 537 Die Jeſus⸗ Lieder insgemein 153— 194 Die Sterbe⸗Lieder ins zaendin Am 3. Weihnachts⸗Feiertage. Evangelium. 201 Durch Adams Fall iſt ganz 18 Die Jeſus⸗Lieder von 1153 194 871 2 Gelobet ſeiſt du. J. C. v. 4. Das ewige Licht 232 Epiſtel. Wie ſchön leuchtet der Morgen⸗ ſtern voll Gnad 193 woll uns Gott genädig ſein 745 das 709 Am Sonntage nach Weihnachten. V Evangelium. Es woll uns Gott genädig 745 Ach Gott, wie manches Herzel 154 Jeſu, du mein liebſtes Leben 169 Iſt Gott für mich, trete 4⁰ Herr, aller Weisheit Quell 449 W deil es der lehzte Sonntag im Jahre, die Dank⸗ und Lob⸗ Lieder 705— 742 Epiſtel. Es iſt das Heil uns kommen 454 Wenn dein derzliebſter Sohn 490 Liebſter Vater, ich dein Kind I. Kein größrer Troſt kann ſein 471 Auf, meine Seel, und rüſte dich 594 Am Neujahrs⸗Tage. Die Neujahrs⸗Lieder 14 37— 152 — 3Gs i dl. 3 Ven Pih 1 —loſt e, 2 udid N 1 doſäm Behbk We ſc ütet dhdn ien 1 angelin. 6s vol ne Jat e Ach 64 um Sitl nn bem f. 3 SAüng Im 6 1 r hott gnähſ der d6 H. CllSrohruſ InS Eatutbiun —— .ß u E futen == Die Jeſus⸗Lieder 153— 194 Und theils Dank⸗ und Lob⸗Lieder 705— 742 Evangelium. Auf, du arme Seele, in des 707 Es woll uns Gott genädig 745 Aus dem Liede: Durch Trauren und durch Plagen v. 7. Heut 141 — Gott, der du, wie du biſt, v. 6. Hilf, daß ich mich 144 — Hilf, Herr Jeſu, laß gelingen v. 13. Herr, du wolleſt 146 Epiſtel. Es iſt das Heil uns kommen 454 Was kann ich doch für Dank 765 9 Gott, da ich ſonſt keinen 921 Aus dem Liede: Gott Lob, es geht nunmehr v. 3. Die 599 — Komm, o, komm, du Geiſt des Lebens v. 4. Laß uns 415 Am Sonnt. nach dem Neu⸗Jahr. Evangelium. Nun laßt uns gehn und treten 149 Wenn ich in Angſt und Noth 124 d dich hab ich gehoffet, Herr 896 on Gott will ich nicht laſſen 91 Auf den Nebel folgt die 877 Was mein Gott will, das 795 Aus dem Liede: Gott des Him⸗ mels und v. 7. Deinen 1061 Epiſtel. Nun freut euch, lieben Chriſten 380 Freu dich, ängſtliches Gewiſſen 457 die Lieder von der h. Taufe 915— 927 Auf das Feſt der Erſcheinung. Evangelium. Ein Kind geborn zu Bethl. 227 Es woll uns Gott genädig 745 9 Jeſu Chriſte, wahres Licht 434 Die Lob⸗ und Dank⸗Lieder 705— 742 Aus dem Liede: Durch Adams Fall iſt ganz v. 9. Mein 18 — Nun preiſet Alle Gottes v. 3. Wohl auf, ihr 73 Epiſtel. Herr Chriſt, der einig Gottes 201 und Feſt⸗Tags⸗Evangelien und Epiſteln. 1181 Lobt Gott, ihr Chriſten all 243 Gelobet ſei der Herr, mein 30 Am 1. Sonnt. nach Epiphan. Evangelium. Zion klagt mit Angſt und 99 Hieſu Chriſt, mein ſchönſtes 55 Dieß ſind die heil. zehn Gebot 11 Gott iſt mein Licht, der Herr 108 Nach dir, o Gott, verlanget 761 Herr Chriſt, der einig Gottes 201. Unter den Jeſus⸗Liedern 181— 190 Epiſtel. Ade, du ſüße Welt, ich ſchwing 501 Was frag ich nach der Welt 561 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß 529 Was willſt du, armer Erdenkloß 25 Am 2. Sonnt. nach Epiphan. Evangelium. Die Lieder von dem Vertrauen auf die göttliche Fürſorge 66—129 Befiehl du deine Wege und 68 In allen meinen Thaten 114 Von Gott will ich nicht laſſen 91 Alles iſt an Gottes Segen 66 O Gott, mein Schöpfer, edler 548 Ich hab in Gottes Herz und 778 Aus dem Liede: Sei Lob und Ehr dem ꝛc. v. 6. Wenn Troſt 737 — Es iſt das Heil uns kommen her v. 11. Die Hoffnung 454 Epiſtel. Dieß ſind die heil. zehn Gebot 11 Mein Gott und Vater, gib 539 Herr, deine Recht und dein 13 O Gott, du frommer Gott 762 Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt 940 Am 3. Sonnt. nach Epiphan. Evangelium. Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt 940 Vater unſer im Himmelreich 704 Durch Adams Fall iſt ganz 18 Was mein Gott will, geſcheh 795 6 Wenn ich in Angſt und Noth 124 Auf meinen lieben Gott 67 O Gottes Sohn, Herr Jeſu Chr. 481 —,— 1182 Ich hab oft bei mir ſelbſt ge⸗ dacht Aus dem Liede: Lobet Gott, un⸗ ſern Herren v. 7. Er wird 730 Epiſtel. Herzallerliebſter Gott 752 Hilf mir, mein Gott, hilf 529 Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chr. 855 O Gott, du frommer Gott 762 Aus dem Liede: O tiefe Demuth, wer kann v. 16. O Jeſu 316 Am 4. Sonnt. nach Epiphan. Evangelium. Aus tiefer Noth ſchrei ich zu 943 Was willſt du dich betrüben 95 Wenn ich in Angſt und Noth 124 Wenn wir in höchſten Nöthen 912 Wer in dem Schutz des Höchſt. 124 Ich, der ich oft in tiefes Leid 723 Herr Jeſu Chriſt, ich ſchrei 892 Treuer Wächter Iſrael 437 Herr, der du vormals haſt 890 Aus dem Liede: Herr Gott, dich loben wie: Nun hilf uns 721 — Durch Adams Fall iſt ganz verd. v. 7. Wer hofft in 18 Epiſtel. O Gott, du frommer Gott 762 Menſch, willſt du leben ſeliglich 14 Herr, deine Recht und dein Geb. 13 Am 5. Sonnt. nach Epiphan. Evangelium. Die Lieder von dem jüngſten Gericht 390— 402 Ach, bleib bei uns, Herr J. C. 426 Ach Gott, vom Himmel ſieh 427 Es ſpricht der Unweiſen Mund 430 Gott, der Vater, wohn uns bei 31 Gott iſt mein Licht, der Herr 108 Aus dem Liede: Durch Adams Fall iſt ganz v. 8. Ich bitt o 18 — Herr, es laufen zwar die Zei⸗ ten v. 7., Zeichne demnach 398 Epiſtel. Kommt und laßt euch Jeſum 537 Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt 855 Regiſter der Lieder auf die Sonn⸗ Am 6. Sonnt. nach Epiphan. Evangelium. Die Lieder von der Ewigkeit 673— 799 153— 149 Die Jeſus⸗Lieder Es woll uns Gott genädig 745 Epiſtel. Der Herr iſt mein getreuer 102 Komm, heiliger Geiſt, Herre 414 Am Sonntage Septuageſimü. Evangelium. Es iſt das Heil uns kommen 454 Ich ruf zu dir, Herr Jeſu 855 O Gott, du frommer Gott 762 Es ſpricht der Unweiſen Mund 430 O Jeſu Chriſt, mein ſchönſtes 55 0 f Ich weiß, mein Gott, daß all 783 Aus dem Liede: aus tiefer Noth ſchrei v. 2. Bei dir gilt 943 — Jeſu, meine Freud und Wonne v. 4. Jeſus ſelbſt iſt 173 — Wer nur den lieben Gott läßt walten v. 6. Es ſind ja 125 — Nun lob, mein Seel, den Herren v. 4. Die Gottes 166 — Dank ſei Gott in der Höhe v. 7. Wir ſind die 1⁰ʃ Epiſtel. Ach, wie flüchtig, ach, wie 574 Meinen Jeſum laß ich nicht 183 Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude 165 Ein Tröpflein von den Reben 676 Am Sonntage Sexageſimä⸗ Evangelium. Durch Adams Fall iſt ganz 18 Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chr. 855 Kommt her zu mir, ſpricht 536 Ach Gott, vom Himmel ſieh 427 Gott, der Vater, wohn uns bei 31 Es woll uns Gott genädig 745 Ach, bleib bei uns, Herr J. C. 46 Wohl dem Menſchen, der nicht 565 Mein Gott, das Herze bring 751 Aus dem Liede: Herr, es iſt dein Tag erſchienen v. 5. Laß die 10614 d — Dank ſei Gott in der Höhe v. 6. Was dir gereicht. 1044 —— —— — ½—— 2 9 1 ⁵ de derihi A 8 4 Got beinn 5 Der 5 1 3 1 Seu pedeaa Ant. 1 n. ng ein angeim. — 8 — — Goite. 16 Geit dem u E agt Sexnna danglin 81 EsAnete t, Hert Ii 83 O ummer 4 6& Unxeia e 24 8, vun ſtint 11e an dot, diſ 21 1s e usnſt 2=— M eie rumän 3 d. rs ſelltt Dur s M. ſc D Bi RRt G 99= Nmrhe lädagech d. E ſug. — N mein am Her 14. Delts — It Gott i nit v. ☛ ſid i l Cpiſ Ac, ſt tii a t Mein= m W chit Du, s MCti Ein Irn w h eſ A run uh vangeümn. 3 bhm Ei K u mn, üin 8 in Huml h A2'm Hunme ſ Aus de Ach Gott, wie m Weg, mein Herz, die In meines — Was willſt du, armer Erden⸗ ſe Hoſſnu kloß! v. ägf Darum, d 25— Von Gott will ich nicht laſ⸗ ſen v. 8. Darum ob ich — Vater unſer im Himmelr. v. 7. Führ uns, Herr — Befiehl du deine Wege v. 9. Epiſtel. Mein Gott und Vater, gib du 539 Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt 940 Aus dem Liede: Gott, du haſt in deinem Sohn v. 5. Schaffe 408 Am Sonntage Invocavit. m Liede: Zeuch ein zu deinen Thoren v. 11. Erfülle Epiſtel. 9 Gott, du frommer Gott 762 Mein Gott und Vater, gib 539 anches Herzel. 154 mit den Ged. 488 Am Sountage Quinquageſimä oder Eſto mihi. Evangelium. Die Paſſions⸗Lieder 257 Die Lieder von der Rechtferti⸗ 4 und Feſt⸗Tags⸗Cvangelien und Epiſteln. Epiſtel. Evangelium. Herr, allerhöchſter Gott, von Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt 940 Befiehl du deine Wege und 68 Wenn ich in Angſt und Noth 124 Wer Gott vertraut, hat wohl 1183 Ich bin bei Gott in Gnaden 463 425 Nun freut euch, lieben Chr. Von Gott will ich nicht laſſen Am Sountage Reminiſcere. 480 91 462 96 257— 334 Weg, mein Herz, mit den Ged. 488 Lieder rungs⸗Lieder Er wird zwar eine Epiſtel. Schwing dich auf zu deiem 83 Gott, mein Schöpfer Gott, der Vater, wohn uns bei 31. Allwiſſender Herr Zebaoth 940 Jeſu, meine Freude, meines 173 Reinen Jeſum, der ſich hat 181 Schwing dich auf zu deinem gung 41— 496 Meinen Jeſum, der ſich hat Erbarm dich mein, o Herre 946 Gott iſt getreu, der über Aus tiefer Noth ſchrei ich 943 Zion klagt mit Angſt und Herr Jeſu Chriſt, ich ſchri 892 Treuer Gott, ich muß dir Aus dem Liede: O Gott, ich thu dir danken v. 4. Mein Die Kreuz⸗ und Anfechtungs⸗ 837— 873 1076 Wie auch Troſt⸗ und Ermu 3 87 Gſichte — Valet will ich dir geben v. 3. 66 Am Sonntage Oeuli. Evangelium. 83 181 851 99 865 873 915 1 Aus dem Liede: Es iſt das Heil uns v. 11. Die Hoffnung 454 91 704 Herr. wine iecht und dein Geb. Evangelium. ruf zu dir, Herr Jeſu C. 855 3 3 Gott, du frommer Gott 234 18 Treuer Gott, ich muß dir 865 Die Lieder am Sonntage Invocavit. 0. v. 4. Noch Eins Iſt Gott für mich, ſo trete 470 Nun freut euch, lieben Ehr. u dir, du Fürſt des Lebens 671 Vater unſer im Himmelreich Aus dem Liede: Vater unſer im Himmelreich v. 7. Führ uns 704 — Nimm von uns, err, du I dich hab ich gehoffet, Herr u liebe Unſchuld du, wie Jeſu, meiner Seele Wonne treuer v. 5. Die Sünd 962 Iſt Gott für mich, ſo trete — Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt v. 4. Laß mich kein 855 — Was mein Gott will, geſcheh Aus dem Liede: Wenn ich in Angſt und Noth v. 5. Der — Durch Adams Fall iſt ganz 795 verderbt v. 8. Ich bitt, o 480 704 896 508 176 470 124 18 1184 Aus dem Liede: Allein Gott in der Höh ſei Ehr v. 4. O heil⸗ ger Geiſt 27 — Zion klagt mit Angſt und v. 5 Laß dich nicht den 99(C — Ich d dank dir, lieber Herre v. 6. Dein Wort laß mich 1066 Epiſtel. Mein Gott und Vater, gib 539 Herzliebſter Jeſu, w as haſt 284 Wenn meine Sünden mich 333 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß 529 Aus dem Liede: Schaffet, ſchaffet Menſchen⸗Kinder v. 6. Mit Am Sonntage Lätare. Evangelium. Die Lieder von dem Vertrauen auf die göttliche Fürſorge 66—129 Nebſt den Tiſch⸗Liedern 1084— 1092 Nun preiſet Alle Gottes 736 Gott, der wirds wohl machen 106 Nun danket Alle Gott mit 735 O Gott, von dem wir Al lles 1091 Herr, es iſt Alles dein, was 1086 Aus dem Liede: Vater unſer im Himmelreich v. 5. Gib uns 704 — vebet Gott, unfern Herren .Er wird euch 730 Epiſtel. Dieß ſind die heilgen zehn Gebot 11 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Mſo hat Gott die Welt gel. Es iſt das Heil uns kommen 454 Am Sonntage Indica. Evangelium. In dich hab ich gehoffet, Herr 896 Ach Gott, vom Himmel ſieh 427 O Lamm Gottes, unſchuldig 310 Wie ſelig iſt ein gut Gewiß ſſen 566 Durch Adams Fall iſt ganz 18 Herr Chriſt, der einig Gottes⸗S. 201 Herr Jeſu Chriſt, waͤhr M. 607 Du liebe Unſchuld, du 508 Aus dem Liede: Liebſter Hei⸗ b land, bi iſt dir mein v. 6, O du 299 Ein L Aus dem Liede Ausd 448 Die Feſt⸗Lieder Regiſter der Lieder auf die Sonn⸗ Epiſtel. Wo ſoll ich fliehen hin 1002 Jeſu, deine tiefe Wunden 290 Nun freut euch, lieben Chr. 480 Chriſtus, der iſt mein Leben 580 Lämmlein geht und trägt 276 „Ach wunder⸗ großer c. v. 6. Herr Jeſu 374 Am Sonntage Palmarum. Evangelium. Die Paſſions⸗Lieder 257— 334 Und vom heiligen Abend⸗ mah 1 1003— 1037 Herr Jeſu Chriſt, wahr Menſch 607 O Je 42 Chriſt, meins Lebens 606 2 Au d em Liede: Ich dank dir, lieber Herre, v. 8. Her Chr. 1066 Epiſtel. Jeſu, meines Lebens Leben 295 Herzliebſter Jeſu, was haſt 284 Liebſter Heiland, biſt du mein A Am grünen Donnerstage. Die Paſſions⸗Lieder 257— 334 Und Abe wmadle Lieder 1003— 1037 O tiefe Demuth, wer kann 316 dem Liede: Folget mir, ruft uns das v. 7. Du biſt vor 522 Am Char⸗Freitage. Die Lieder von dem Begräbniß C hrif ſti 335— 343 O Welt, ſieh hier dein Leben 317 b Seele, geh uij Golgatha, ſetz 321 Aus dem Liede: Jeſu Leiden, Pein und T dod v. 31. Jeſu, du 292 Ach, ſtirbed enn ſo memn aller⸗ liebſtes Leben v. 6. Der Hirt 261 Am heiligen eteede Evangelium. meine Zuverſicht und 360 Aus dem Liede: Wenn mein Stündlein ꝛc. v. 4. Weil du vom 665 — Ach, lieben Chriſten, ſeid ge⸗ troſt v. 3. Jeſus, Kein Frucht 5 12 —— — 4 di [ v. Pn 15 vuntnge Pänan Au ,de. A Fr kd iut Gyite Jeil d s Leens din de Ki Pu, v dedſ. and, bſt uau 1 nnren dur O uch vam Aus arde. Fahemu un d Cp. 1. Abm Ghurrin die„Sm da Vuti AEJ 51 em e dd ai -A den e il= be v liu di umxin 8 60 91 de sLe Und* ahls⸗Ledel-e . w, v. dn e 1 — Aus d. Liede: O Gott, dufrommer Gott v. 8. Wann du an jenem 762 — Früh Morgens, da die Sonn v. 12. O Wunder groß 353 — Gott des Himmels und der Erden v. 4. Hilf, daß 1061 Epiſtel. Erſchienen iſt der herrlich Tag 351 Willkommen, Held im Streite 372 Chriſt lag in Todes⸗Banden 346 Am Oſter⸗Montage. Evangelium. Herr, allerhöchſter Gott, von 462 eſu, komm doch ſelbſt zu mir 204 Wie biſt du, Seele, in mir 96 Ach, bleib mit deiner Gnade 426 Aus dem Liede: Es iſt das Heil uns kommen her v. 11. Die 454 — Ach Gott, wie manches Her⸗ zeleid v. 14. So oft ich nur 154 — Jeſu, meiner Seele Leben v. 9. Deines Herzens 174 Epiſtel. Herzallerliebſter Gott, der 752 Mein Herzens⸗Jeſu, meine 184 Am Oſter⸗Dienſtage. Evangelium. Jeſu, meine Freude, meines 173 Aus dem Liede: Der Herr iſt mein getreuer Hirt v. 3. Ob ich 102 — Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chr. v. 5. Ich lieg im 855 — Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes Gut v. 6. Alſo komm ich 953 1 Epiſtel. Wenn meine Sünden mich 333 Am Sonntage Quaſimodogeniti. Evangelium. Allein zu dir, Herr Jeſu Ehriſt 940 Herr Jeſu Chriſt, du höchſtes 953 5 dich, ängſtliches Gewiſſen 457 arum ſollt ich mich denn 92 So wahr ich lebe, ſpricht dein 988 Liebſter Vater, ich dein 97 und Feſt⸗Tags⸗Evangelien und Exiſteln. 1185 „Göyiſtel. Was frag ich nach der Welt 561 Gott, der Vater, wohn uns bei 31 O Gottes Sohn, Herr J. C. 481 Am Sonntage Miſ. Domini. wGwwangelium. Mein Hirte, wie ſo treulich 975 Der Herr iſt mein getreuer 102 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Jeſu, meiner Seele Leben 174 Von Gott will ich nicht laſſen 91 Meinen Jeſum laß ich nicht 183 Aus dem Liede: Wenn ich in Angſt und v. 4. Du Hüter 124 — Warum ſollt ich mich denn grämen v. 11. Herr, mein 92 — Nun preiſet Alle Gottes B. v. 3. Wohlauf, ihr 736 Exiſtel. Was Gott thut, das iſt wohl 793 Was kann ich doch für Dank 765 Am Sonntage Jubilate. Evangelium. Die Kreuz⸗ und Anfechtungs⸗ Lieder 837— 873 Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Zion klagt mit Angſt und S. 99 Von Gott will ich nicht laſſen 91 Schwing dich auf zu deieim 83 Jeſu, meine Freud und Wonne 173 Aus dem Liede: Es iſt das Heil uns kommen, v. 12. Ob ſichs 454 — Lobet Gott, unſern Herren v. 6. Amen mit Mund 730 — Ich hab mein Sach Gott heimgeſtellt v. 16. Mein 617 Epiſtel. Ic ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt 855 Gott, du frommer Gott 762 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß 529 Am Sonntage Cantate. Evangelium. Nun lob, mein Seel, den 736 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Was willſt du dich betrüben 95 1 Gott Vater, ſende deinen Geiſt 409 75 ——e Sees ewvneee 4e— 2 24—— O— * 84 8 ſ‧ͤ13 4— 4 4 1186 Regiſter der Lie Was Gott thut, das iſt wohl 793 dr dich hab ich gehoffet, Herr 896 725 ch ſinge Dir mit Herz und 425 Zeuch ein zu deinen Thoren Aus dem Liede: Wer in dem Schutz des v. 7. Er begehret 124 — Lobet den Herrn und dankt v. 3. Durch ſeinen Geiſt 1088 Epiſtel. Gott iſt getreu, der über 851 Gott Vater, Sohn und heil. 918 Es woll uns Gott genädig 745 Aus dem Liede: O heiliger und guter Geiſt, du v. 6. Nun, Herr 420 Am Sonntage Rogate oder Vocem Jucunditatis. Evangelium. Die Lieder vom Gebet Kein größrer Troſt kann ſein Ich bin bei Gott in Gnaden 463 Ich ruf zu dir Herr Jeſu Chriſt 855 Aus dem Liede: Ich armer Menſch, ich v. 8. Ich zweifle 961 — Ach Gott, wie manches Her⸗ zeleid v. 15. Wenn ich 154 — Lobet Gott, unſern Herren v. 6. Amen mit Mund Epiſtel. Ade, du ſüße Welt, ich 501 Wohl dem Menſchen, der nicht 568 Am Feſte der Himmelfahrt. Evangelium. Die Feſt⸗Lieder 374— 390 Heut triumphiret Gottes Sohn 355 Herr Gott, dich loben wir Aus dem Liede: Wenn mein 692— 705 471 730 Stündlein v. 4. Weil du 665 — Wie ſchön leuchtet der Mor⸗ genſtern v. 7. Wie bin ich 193 Aus dem Liede: Jeſus meine Zuverſicht und v. 10. Nur 360 Epiſtel. Nebſt den Feſt⸗Liedern 374— 390 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Am Sonntage Exandi. Evangelium. Lieder von dem heil. Geiſt 402— 426 Nach dir, Herr, verlanget 761 der auf die Sonn⸗ hriſte, du Beiſtand deiner 428 Herr, unſer Gott, laß nicht zu 893 Aus dem Liede: Der Herr ernn getreuer Hirt v. 3. Ob ich 102 Chriſt v. 4. Laß mich 855 Epiſtel piſtel. Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt 940 Ich weiß, mein Gott, daß all 783 An dem heil. Pfingſt⸗Feſte. . Evangelium. Die Pfingſt⸗Lieder 402— 426 der Gott, dich loben wir 721 Jeſu Chriſt, mein ſchönſtes 55 Nun lob, mein Seel, den Herren 736 Jeſu, meine Freud und Wonne 173 Es woll uns Gott Fenädig 745 Aus dem Liede: O heiligſte Drei⸗ — Ich ruf zu dir, Herr Jeſu faltigkeit v. 9. O heilger 37 — Allein Gott in der Höh ſei Ehr v. 4. O heilger 27 Epiſtel. Allein Gott in der Höh ſei 27 Halleluja, Lob, Preis und Ehr 720 An dem Pfingſt⸗Montage. Evangelium. Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Wie ſchön leuchtet der Morgenſt. 193 Sollt ich meinen Gott nicht 739 Alſo hat Gott die Welt eliebt 448 Aus dem Liede: Herr Chriſt der einig Gottes⸗S. v. 3. Laß uns 201 Epiſtel. 5 Jeſu Chriſt, du höchſtes 953 Gott, da ich ſonnſt keinen Rath 921 An dem Pfingſt⸗Dienstage. Evangelium. Der Herr iſt mein getreuer Es ſpricht der Unweiſen Mund 430 Mein Herrzens⸗Jeſu meine Luſt 184 Ach, bleib bei uns, Herr deu Chr. 426 Aus dem Liede: Nun laßt uns Gott, dem Herren v. 5. Sein 1090 Aus dem Liede: Herr Gott nun Ach Gott, wie manches Herzel. 154 ſei gepreiſet v. 3. Alſo wollſt 1087 A d 102 — — — — — — die nls 4 9 4 68 Nun (Wieſ 2 A 65 S d 1 Herr 3 s Gott,d er eil. Pfaga mngeliun fTdet 824 Tr Sad tar mr eud e im ta Gatt gen Oheljed fact id 61 Aß 1= 1 1 gFfunh n Gitl ben n nein i das 19 1p 4 ttin d ſiß Er d. D heilge Cpiſtl. r », Peesahit * vangelmn ich Waeſh nn tetder Ne La. 6 4 4 S We eini ⸗ zert Aurit d ſthn 33 Se umntendt 3 f gſrdin — — Epiſtel. Es woll uns Gott genädig 745 Wenn dich Unglück hat betr. 95 An dem Feſte der h. Dreieinigkeit. Evangelium. Die Feſt⸗Lieder err Gott, dich loben wir Halleluja, Lob, Preis 720 Durch Adams Fall iſt ganz 18 Chriſt, unſer Herr, zum Jordan 915 Nebſt den andern Liedern von der heil. Taufe⸗ 915— 926 Aus dem Liede: Es iſt das Heil uns kommen. v. 13. Sei Lob 454 — Gott, du haſt in deinem S. v. 2. Ach, ich bin lebendig 408 — O heiliger und guter Geiſt 27- 42 721 v. 6. Nun, Herr, mein 420 Epiſtel. Die del Lieder 27— 42 Sei kob und Ehr dem höchſten 737 O meine Seel, erhebe dich 482 Am I. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Kommt her zu mir, ſpricht 536 Weltlich Ehr und zeitlich Gut 564 Herzlich lieb hab ich dich, o 753 Von Gott will ich nicht fahten 91 Was biſt du, Seele, in mir ſo gar 96 9 Gwigkeit, du Donner⸗Wort 684 9 Ewigkeit, du Freuden⸗Wort 682 Welt, ade, ich bin dein müde 688 Aus dem Liede: Jeſu, meine Freude, v. 5. Gute Nacht 173 — Freu dich ſehr, o meine Seele v. 9. Laß dein 592 — de dich hab ich gehoffet, Herr v. 6. Herr, meinen Geiſt 896 — Es ſtehn vor Gottes Throne v. 7. Auch Lazarus, der 132 Aus dem Liede: Herr, du haſt i 1 deinem Reich v. 6. Mach es wie mit Lazato Epiſtel. Warum ſollt 55 mich denn 92 Friſch auf, mein Seel, verzage 71 Am II. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium. Soll ich meinem GGott nicht 133 739 und Feſt⸗Tags⸗Evangelien und Epiſteln. 1187 Kommt her zu mir, ſpricht 536 Nun preiſet Alle Gottes 736 Was fra ich nach der Welt 561 Wr Lieder für die chriſtliche Kirche 426— 441 Aus dem Liede: Wie ſchön leuch⸗ tet der Morgenſtern v. 5. Herr 193 — Allein u dr Herr Jeſu Chriſt v. 3. Gib mir — Manſchen. Kind, merk eben v. 13. Woh pun dem Epiſtel. In dich hah ich vader fſe err 896 llein zu dir, Herr Jeſu Chriſt 940 O Jeſu Chriſt, mein fühonſtes 55 Am III. Sonntage nach Trinitatis Evangelium. Siehe den S Miſeric. Do⸗ mini u. die Buß⸗Lieder 927— 1002 Nun lob, mein Seel, den Herren 736 Womit ſoll ich dich wohl 741 Weg, mein Herz, mit den Ged. 488 Was kann ich doch für Dank 765 Aus dem Liede: Ach, lieben Chri ten, ſeid getroſt, v. 5. Dan — Sals tiefer Noth ſchrei ich zu dir v. 5. Ob bei uns iſt 943 Epiſtel. Was willſt du, armer Erdenkloß 25 Von Gott will ich nicht laſſen 91 Was willſt du dich betrüben 95 Am IV. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium. 940 209 Befiehl du deine Wege und 68 Nun preiſet alle Gottes 736 Herr, deine Recht und dein Geb. 13 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß 529 Nun lob, mein Seel, den Herren 736 Dieß ſind die heilgen zehn Gebot 11 Herzlich lieb hab ich dich, o 753 us dem Liede: Vater Luzſer im Himmelreich v. 6. All unſer 704 — Herzallerliebſter Gott, der du v. 4. Entzünde du mein 753 — Allein zudir, Herr Jeſu Chriſt v. 3. Gib mir nach Epiſtel. Alle Menſchen müſſ en ſterben 75* 674 1188 Wie lieblich ſind dort oben 691 Von Gott will ich nicht laſſen 91. Am v. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium. Wer nur den lieben Gott 125 Warum betrübſt du dich, mein 121 In allen meinen Thaten 114 O Gott, du frommer Gott 762 Alles iſt an Gottes Segen 66 Ich weiß, mein Gott, daß all 783 Aus dem Liede: o Gott, ich thu dir danken v. 3. An meinem 1076 — Aus meines Herzens Grunde v. 6. Gott will ich — Dank ſei Gott in der Höhe v. 5. Gib mildiglich 104 Epiſtel. Ich ruf zu dir, Herr Hilf mir, mein Gott, hilf, daß 529 Du ſagſt mir zu, o frommer 744 Am VI. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium. Kommt und laßt euch Jeſum 537 Dieß ſind die heilgen zehn Gebot 11. Durch Adams Fall iſt ganz 18 Es iſt das Heil uns kommen 454 O Gott, mein Schöpfer, edler 548 Von der Rechtfertigung 441— 495 Aus dem Liede: Herr Chriſt, der einig G. S. v. 3. Laß uns 201 — Vater unſer im Himmelreich v. 6. All unſer Schuld — Hilf mir, mein Gott, hilf, daß v. 4. Behüte mich vor eſu Chriſt 855 704 529 EGpiſtel. O Gott, da ich ſonſt keinen Rath 921 dein deine tiefe Wunden Herr Chriſt, der einig Gottes⸗S. 201 Am VII. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Siehe am Sonntage Latäre. Es woll uns Gott genädig 145 Vater unſer im Himmelreich 704 Aus dem Liede: Durch Adams Fall iſt ganz v. 8. Ich bitt, o 18 — Aus meines Herzens Grunde Regiſter der Lieder auf die Sonn⸗ 290 A. d. L.: Nun lob, mein Seel, den Herren v. 3. Wie ſich ein Vatr 736 Epiſtel. Die Lieder des vorhergehenden Sonntages. Es iſt das Heil uns kommen 454 Aus tiefer Noth ſchrei ich zu 943 Mein Gott, das Herze bring 757 Am VIII. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Ach Gott, vom Himmel ſieh 427 Es ſpricht der Unweiſen Mund 430 Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt 855 Zeuch ein zu deinen Thoren 425 chaffet, ſchaffet, Menſchen⸗K. 552 4 Aus dem Liede: Herr Chriſt, der einig Gottes⸗S. v. 3. Laß uns 201 — Weltlich Ehr und zeitlich Gut v. 7. Chriſtus redet — Dank ſei Gott in der Höhe v. 7. Wir ſind die zarten 1044 Epiſtel. 564 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß 529 Gott Vater, ſende deinen Geiſt 409 Liebſter Vater, ich dein Kind N Komm, heiliger Geiſt 4ʃ4 Am IX. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Weltlich Ehr und zeitlich Gut 564 Herzlich lieb hab ich dich, o 753 Warum betrübſt du dich, mein 121 O Gott, du frommer Gott 762 Durch Adams Fall iſt ganz 18 Du ſteheſt, Menſch, wie fort 393 Vater und v. 9. Bewahr 1046 — Mein Gott, die arme Welt v. 2. Laß mich. 682 Aus dem Liede: Das walt Gott Epiſtel. Was mein Gott will, geſcheh 795 Wohl dem Menſchen, der nicht 568 Gott iſt getreu, der über mein 851 Am X. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Ach Gott, thu dich erbarmen 390 O großer Gott von Macht 902 Du Friede⸗Fürſt, Herr Jeſu Chriſt 810 v. 6. Gott will ich 1042 Chriſte, du Beiſtand deiner 428 ——— — — — E— 9 2 ¹ D halhe 0 rher Säl Ummel deſt mi Trilt Ruret n MM. duc A Nurh, Nan dud Ssüttt au de Ne her at, de u den. vim. dusde. ſiht da ge 6 —- Weltlich n Herzlich i Ad 9 2 6 9 4 1 84 * ¹0 Ga e ſpri tnig 1 2.d3 wl — A endäict D. 7. 2) rede nendam 1 ſch ea l ia i m FSctnwſit —5 *. 7. idd die um Lebſter Komm, An t. 1 Gh 4 uh diä. melium Ach, lieben Chriſten, ſeid getroſt 572 Nimm von uns, Herr, du 90 Groß iſt, o großer Gott, die 888 Aus dem Liede: Vor Freuden laßt uns ſpringen v. 4. Wann wollt 231 — Er iſt gewißlich an der Zeit v. 4. O Weh demſelben 395 — Ich armer Sünder komm zu dir v. 10. O Vater der 961 Epiſtel. Durch Adams Fall iſt ganz 18 D heiliger und guter Geiſt 420 Sollt ich meinen Gott nicht 739 Am NI. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Die Bußlieder. 927— 1002 Die Lieder von der Rechtferti⸗ 441— 49 gung Mein Gott du weißt am Aus dem Liede: O theures Blut, o rothe v. 5. Ich Sünden — Süßer Chriſt, du, du biſt meine Wonne v. 5. Iſt nicht Epiſtel. Jeſus, meine Zuverſicht 360 Pas willſt du, armer Erdenkloß 25 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Am XII. Sonnt. nach Trinitatis. 54 316 989 Evangelium. Durch Adams Fall iſt ganz 18 Nun lob, mein Seel, den Herren 736 Nun danket Alle Gott 734 Was Gottthut, das iſt wohlgethan 793 Auf, du arme Seele, in des 707 Der Herr hat Alles wohl 710 Gott, der wirds wohl machen 106 Aus dem Liede: Vater unſer im Himm. v. 8. Von allem Uebel Aus dem Liede: Von Gottwill ich nicht laſſen v. 5. Lobt ihn Epiſtel. 704 91 Wer Gott vertraut, hat wohl 96 Von Gott will ich nicht laſſen 91 Was kann ich doch für Dank 765 Am XIII. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. und Feſt⸗Tags⸗Evangelien und Evangelien. Es iſt das Heil uns kommen 454 2 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 O, meine Seele, auf, was willſt Treuer Gott, ich muß dir klagen 865 Aus dem Liede: Allein zu dir, Herr 5 Durch Adams 1189 82 Jeſu Chriſt v. 3. Gib mir 940 — Ach Gott, wie manches Herze⸗ leid v. 13. Jeſu, du edler 154 Epiſtel. Aus tiefer Noth ſchrei ich zu 943 Ic armer Sünder komm zu 961. Wenn dein herzliebſter Sohn 490 Am XIV. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Treuer Gott, ich muß dir klagen 865 Erbarm dich mein, o Herre 946 Nicht ſo ſchläfrig, meine Seele 734 all iſt ganz 18 eel, den Herren 736 765 736 Nun lob, mein Was kann ich doch für Dank Nun preiſet Alle Gottes Aus dem Liede: Herzlich lieb hab ich dich v. 2. Es iſt ja, Herr 753 — Den Vater dort oben wollen v. 3. Nimm an dieß 1085 Egyiſtel.. Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt 855 Herr, deine Recht und dein 13 Jeſu, deine tiefe Wunden 290 Am XV. Sonnt. nach Trinitatis. n. Evangelium. Die Lieder von dem Vertrauen auf die göttliche Fürſorge 66— 129 Mein Herz, was ſorgeſt du 541 Sollt ich meinem Gott nicht 739 Ich hab in Gottes Herz und 778 Vater unſer im Himmelreich 704 Nun preiſet alle Gottes 736 Aus dem Liede: Meinen Jeſum laß ich nicht v. 5. Nicht nach — Ach, lieben Chriſten, ſeid ge⸗ troſt v. 5. Dein Seel bedenk — Herzallerliebſter Gott, der du v. 5. Verleihe, daß ich 752 Epiſtel. Was willſt du, armer Erdenkloß 25 Mein Gott und Vater, gib 539 Von den heil. zehn Geboten und unſerm geiſtlichen Elend 11— 26 Hilf mir, mein Gott, hilf 529 1190 Am XVI. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Siehe die Sterbe⸗ und Begräb⸗ niß⸗Lieder 569— 573. Nach dir, o Gott, verlanget 761. Ach Gott, wie manches Herzeleid 154 Ach treuer Gott, barmherzigs 874 Aus dem Liede: Nun lob, mein Seel, den v. 3. Wie ſich 736 — Ich hab mein Sach Gott heimgeſtellt v. 6. Heut ſind wir 617 — Schwing dich auf zu deinem Gott v. 10. Gottes Kinder 83 Epiſtel. Zion klagt mit Angſt und Du ſagſt mir zu, o frommer 744 Nun lob, mein Seel, den 736 O Gottes Sohn, Herr Jeſu Chriſt 481 Am XVII. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Auf, auf, mein Herz und du 2 Ich danke dir, mein Gott, daß 755 In dich hab ich gehoffet, Herr 896 Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chr. 855 Die allgemeinen Sonn⸗ und Feſt⸗ tags⸗Lieder Aus dem Liede: Jeſu, meine Freude, meines v. 4. Weg mit 173 — Wenn ich in Angſt und Noth v. 6. Herr, ſegne meinen 124 Aus dem Liede: Erbarm dich mein, o Herre Gott, v. 3. Herr, ſieh nicht Epiſtel. Für die chriſtliche Kirche 426—441 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß 529 99 946 O Gott, du frommer Gott 762 Zeuch ein zu deinen Thoren 425 Am XVIII. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Siehe am 13. Sonntage nach Trinitatis. Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt 940 Ach Gott, vom Himmel ſieh 427 Chriſte du Beiſtand deiner 428 Regiſter der Lieder auf die Sonn⸗ 3 Aus dem Liede: Herr, auf Erden muß ich leiden v. 4. Dir iſt 382 — Süßeſter Jeſu, wohin biſt du kommen v. 3. Wohl denn 388 720 173 Epiſtel. Halleluja, Lob, Preis und Ehr Jeſu, meine Freude, meines Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt 855 Von Gott will ich nicht laſſen 91 Am XIX. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Die Buß⸗Lieder 927— 1002 Durch Adams Fall iſt ganz 18 Ach Gott, wie manches Herzeleid 154 Allwiſſender Herr Zebaoth O Gott, du frommer Gott 762 Auf die Nacht folgt die 877 Aus dem Liede: Sei mir tauſend⸗ mal gegrüßet v. 3. Heile — O theures Blut, o rothe Fluth v. 5. Ich Sünden⸗Knecht 316 — Wenn mein Stündlein vor⸗ handen iſt v. 2. Mein Sündn Epiſtel. 665 Mein Gott und Vater gib 539 Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt 855 ewige Barmherzigkeit, die 54 Am XX. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Wie ſchön leuchtet der Morgenſt. 193 Ach Gott, vom Himmel ſieh 427 Schaffet, ſchaffet, Menſchenk. 552 Schmücke dich, o liebe Seele 1032 Jeſu, meine Freude, meines 173 — Aus dem Liede: Es iſt gewiß⸗ lich an der Zeit v. 3. O Weh demſelben — O, meine Seele, auf, was willſt v. 18. O Jeſu, Bräutigam Aus dem Liede: Ach Gott, wie manches Herzel. v. 13. Jeſu, du 154 Epiſtel. 395 Nun lob, mein Seel, den 736. D heiligſte Dreifaltigkeit, vorll 37 Herr, aller Weisheit Quell 749 Am XNI. Sount. nach Trinitatis. Herr, unſer Gott, laßs 893 In dich hab ich gehoffet, Herr 896 Wie iſt es möglich, höchſtes 741 Evangelium. Noth ſchrei ich 943 Aus tiefer 53 5 3 8 red zu., dotte 5 9. han 9 1 2 der —₰ —d 8. Aus.w de: Actn nn E kelr g Gpitl Jun a cein St 5 b 4 8 drirti 27 Herr Weisßett 1. 38 hi 2 Aus 8 de: Sämrux . nſ ge szet v. 3, h. 4 fei, ütp. S8 en udee 0 ill ig nic Uhn 8 g. 1s Fall iſ wie mantzs e hen 3 ct fagt d ir — 1* Plt oht — Sünder et ren Stunlam v. 2. Mentr. Gpitt. a und Vad i it, derr gäch dd umterihn . Jonnt. nud dün Evangelun. Wieſeir euchtet de Vum t on ömmt t fet, Maſn ich, olübe ei h oth ſiit Freldde nt B Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt 940 Ich ruf zu dir, Herr J. C. 855 u, meine Seele, ſinge 713 Von Gott will ich nicht laſſen 91 Treuer Gott, ich muß dir 86 Aus dem Liede; Es iſt das Heil uns kommen v. 12. Ob ſichs 454 — Schwing dich auf zu deinem Gott v. 7. Ich bin Gottes 83 Aus dem Liede: Durch Adams Fall iſt ganz verderbt v. 7. Wer hofft in 18 Gpiſtel. Chriſte, du Beiſtand deiner 428 Zu dir, du Fürſt des Lebens 671 Vater unſer im Himmelreich 704 Am XXII. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Die Buß⸗Lieder 927— 1092 Es iſt das Heil uns kommen 454 Hilf mir, mein Gott, hilf 529 Vater unſer im Himmelreich 704 Nun lob, mein Seel, den Herren 736 Wie iſt es möglich, höchſtes L. 741 Aus dem Liede: Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt v. 3. Ver⸗ leih, daß 855 — Nimm von uns, Herr, du treuer v. 6. Gedenk an 902 — Du ſieheſt, Menſch, wie fort und v. 5. Ach, Gott, kommt 393 3 Epiſtel. Was kann ich doch für Dank 765 Es woll uns Gott genädig 745 O Gottes Sohn, Herr Jeſu Chriſt 481 Am XXIII. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. In dich hab ich gehoffet, Herr 896 Chriſte, du Beiſtand deiner 428 Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chriſt 855 Mein Gott, das Herze bring 757 R Gott für mich, ſo trete 470 ilf mir, mein Gott, hilf 529 Von der chriſtl. Kirche 426— 441 Aus dem Liede: Zeuch ein zu deinen Th. v. 10. Beſchirm die 426 Herr, unſer Gott, laß nicht, v. 2.— Mache zu Schanden 893 und Feſt⸗Tags⸗Cvangelien und Epiſteln. 5 Die Zeit iſt nunmehr nah 1191 A. d. L.: Herr Chriſt, der einig Gottes⸗S. v. 3. Laß uns in 201 Epiſtel. Es ſpricht der Unweiſen Mund 430 392 Kommt her zu mir, ſpricht 536 Am XXIV. Sonnt. nach Trinitatis Evangelium. Sterbe⸗ und Begräbniß⸗Lieder . 569— 673 Herzlich lieb hab ich dich, o 753 Von Gott will ich nicht laſſen 91. Wie biſt du, Seele, in mir ſo 96 Warum ſollt ich mich denn 92 Ich hab in Gottes Herz und 778 Aus dem Liede: Aus tiefer Noth ſchrei v. 4. Und ob es 943 — Wer nur den lieben Gott läßt walten v. 4. Er kennt — Durch Adams Fall iſt ganz verderbt v. 7. Wer hofft in 18 Aus dem Liede: Wer in dem Schutz des Höchſten iſt v. 7. Er begehrt 124 125 Epiſtel. Vater unſer im Himmelreich 704 Herzallerliebſter Gott, der 752 Jeſu, der du meine Seele 966 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Am XXV. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Ach Gott, vom Himmel ſieh 427 Ach Gott, thu dich erbarmen 390 O ſtarker Gott ins Himmels 435 Treuer Wächter Iſrael 437 Nimm von uns, Herr, du 902 Wend ab deinen Zorn, lieber 995 O großer Gott von Macht 902 Du Friede⸗Fürſt, Herr J. C. 810 Aus dem Liede: Vater unſer im Himmelreich v. 8. Von allem 704 — Herr Chriſt, der einig Gottes⸗ Sohn v. 3. Laß uns in 201 Epiſtel.— Die Lieder von dem jüngſten Gericht 390— 402 Ich hab mein Sach Gott 617 Ich weiß, daß mein Erlöſer 357 119² Am XXVI. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. Die Lieder von dem jüngſten Gericht Und der Ewigkeit 673— 692 Kommt her zu mir, ſpricht 536 Herzlich lieb hab ich dich, o 753 Herr Jeſu Chriſt, wahr Menſch 607 Ich weiß, daß mein Erlöſer 357 Aus dem Liede: Herr Jeſu Chriſt, wahr v. 7. ein fröhlich — Meanſchen⸗Kind, merk eben 2 v. 10. Denn er wird leibh. 209 — O Jeſu Chriſt, meins Lebens Licht v. 13. Am jüngſten 606 — Als vierzig Tag nach Oſtern v. 13. Am jüngſten Tag 375 — Die Zeit iſt nunmehr nah v. 10. Ach Herr, mein 393 Regiſter der Lieder auf die Sonn⸗ Am XXVII. Sonnt. nach Trinitatis. Evangelium. 390— 402 Die Lieder von dem jüngſten Gericht. 390— 402 Wie ſchön leuchtet der Morg. 193 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Nun bitten wir den heil. Geiſt 416 Meinen Jeſum laß ich nicht 183 Welt, ade, ich bin dein müde 689 7 Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude 165 Aus dem Liede: Allein zu dir, Herr v. 3. Gib mir nach deinr — O Menſch, bedenk zu dieſer 940 v. 5. Nun laßt uns wachen 647 — O Ewigkeit du Donner⸗Wort v. 13. Wach auf, o Menſch 682 Als vierzig Tag nach Oſtern [— v. 13. Am jüngſten Tag M 309 Auf die Gedächtniß⸗Cage der Apoſtel und andere Feſte. Am Feſt⸗Tage St. Andreü. Di Advents⸗Lieder S. 194— 218 ☛☚ Folget mir, ruft uns das 522 Herr Chriſt, der einig Gottes 201 Meinen Jeſum laß ich nicht 183 Herr Gott, dich loben wir 721 Ach, bleib bei uns, Herr J. C. 426 Feſu⸗ meine Freude, meines 173 Es woll uns Gott genädig 745 Kommt her zu mir, ſpricht 536 Am Feſt⸗Tage St. Thomä. Allein zu dir, Herr Jeſu Chr. 940 O Gottes Sohn, Herr J. Chr. 481 Treuer Gott, ich muß dir 865 Es ſpricht der Unweiſen Mund 430 I hruf zu dir, Herr Jeſu Chr. 855 Jeſus, meine Zuverſicht 360 Herzlich lieb hab ich dich, o 753 Aus dem Liede: Herr Chriſt, der einig G. S. v. 3 Laß uns — O Jeſu Chriſt, meins Lebens L. v. 11. Laß mich in 606 Am Feſt⸗Tage Pauli Bekehr. Kommt her zu mir, ſpricht Jeſu, meine Freude, meines 1 201 536 173 Weg, mein Herz, mit den Ged. 488 Herzlich lieb hab ich dich, o 753 Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Auf meinen lieben Gott trau 66 Von Gott will ich nicht laſſen 91 Aus dem Liede: Durch Adams Fall iſt ganz v. 8. Ich bitt, o 18 — Jeſu, meiner Seele Wonne v. 7. Muß ich Alles 176 Am Feſte Mariä Reinigung. Evangelium. Gott Lob, mein Jeſus macht 235 Du, o ſchönes Welt⸗Gebäude 165 Es iſt genug! So nimm, Herr 589 tit Fried und Freud ich fahr 637 Herr, nun laß in Friede 608 Chriſtus, der iſt mein Leben 580 Aus dem Liede: Ach lieben Chriſten, ſeid getroſt v. 4. Was V wollen 4 572 Aus dem Liede: WirChriſten⸗Leut haben v. 4. Drum ſag ich 255 — Es iſt das Heil uns kommen v. 5. Noch muß das Gſetz 454 Epiſtel. Herr Chriſt, der einig G. S. 201 8 s Jü. Eeüun n 8 2 AA n We 1 1 Aſt Han bit. d im m fmtt er bri düſtt Chrewmwn —— — — 1 Angelumn. w iui 1 f Addenk ain — krat m du Domen ag nnt a jüngſten an g r I nt De. 1 nt mi uhg Herich Mand ich dit i Ad Gt t manches ei Auf m rm ecben Gotm e.: Durch hu — Jeſu zmrr Sa m v. 7. Anſn mnealan. Hott S Du, Es iſt Mt F Herr, 1 Cdrif in Fid — 4 woll an Sdel Prsteiag, Ausdet d— dun ut 1 d 19„ 1 das — all; 6 8— nt. na. din Ach Jeſu, deſſen Treu im ſollen loben Alſo hat Gott die Welt geliebt 447 Am Feſt⸗Tage St. Matthäi. Komm, Gott Schöpfer, h. Geiſt 413 Ich habe Gott und habe gnug 76 Kommt her zu mir, ſpricht Jeſu, meine Freude, meines 6 —— —= ——————— ſauf, Na e t lich nithn dalſ g zr Sitt n ih Uw l a Narii Rüim t Peut 1&£ Wet⸗Ghü 1 1r So im rh Frud thbhh d Durch Adams Fall iſt ganz eſt mein an Chd fgimſt —(. 3 hel u im, und Feſt Tags⸗Evangelien und Cpiſteln. Am Feſt⸗Tage St. Joh. des Täufers. Chriſtum wir Was willſt du dich betrüben Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Mein Gott, das Herze bring Aus dem Liede: Durch Adams Fall iſt ganz von 8. Ich bitt o 18 — Weltlich Ehr v. 7. Chriſtus und zeitlich — Herr Chriſt, der einig Got— tes⸗Sohn v. 3. Laß uns Am Feſte Mariu Verkündigung. Evangelium. Als der gütige Gott Herr Gott, dich loben wir Lob ſei dem allmächtigen Gott 208 Nun freut euch lieben Chriſten 480 Herr Chriſt, der einig Gottes 201 Jeſu, meine Freud und Wonne 173 Ach treuer Gott, barmherzigs 874 Aus dem Liede: Wir Chriſten⸗ Leut v. 4. Drum ſag ich Dank 255 — Es iſt das Heil uns kommen v. 13. Sei Lob und Ehr mit 454 Epiſtel. Schönſter ſchö⸗ mmanuel, Herzog 190 Chriſtum wir ſollen loben ſchon 223 Wie ſoll ich dich empfangen Am Feſt⸗Tage und J Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Valet will ich dir 8 St. Philippi acobi. geben Herr Chriſt, der einig Gottes It Gott für mich, ſo trete b Mein Herzens⸗Jeſu, meine Aus dem Liede: Wie ſchön leuch⸗ tet der v. 7. Wie bin ich — Herr, auf Erden muß ich lei⸗ den v. 5. Meine Wohnung Freu dich ſehr, o meine Seele v. 8. Ob mir ſchon die 154 223 536 173 95 757 564 201 194 721 216 18 661 201 470 184 193 382 1193 Evangelium. Gelobet ſei der Herr, mein 30 Herr Gott, dich loben wir 721 Allein Gott in der Höh ſei 27 Lobet Gott, unſern Herrn 730 Nun preiſet Alle Gottes 736 Nun danket Alle Gott 735 Jeſu, meine Freude, meines 173 Aus dem Liede: Wer nur den lieben Gott v. 4. Er kennt 125 — Es iſt das Heil uns kommen her v. 11. Die Hoffnung 454 Epiſtel. Ach, was ſoll ich Sünder 937 Freu dich, ängſtliches Gewiſſen 457 Alſo hat Gott die Welt geliebt 448 Am Feſt⸗Tage St. Petri und Pauli. Herr Gott, dich loben wir 721 Herr Chriſt, der einig Gottes 201 Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Herr, unſer Gott, laß nicht zu 893 Und andre Lieder von der chriſt⸗ lichen Kirche 426— 441 Am Feſttage Mariä Heimſuchung. Meine Seele erhebet den 731 Die Lob⸗ und Dank⸗Lieder 705— 742 O, meine Seel, erhebe dich 482 Am Feſt⸗Tage Mariä Magdal. Die Buß⸗Lieder 927— 1002 Nun lob, mein Seel, den 736 Jeſu, meine Freude, meines 173 o wahr ich lebe, ſpricht dein 988 Wenn meine Sündn mich 333 O Jeſu Chriſt, mein ſchönſtes 55 Am Feſt⸗Tage St. Jacobi. Kommt her zu mir, ſpricht Was mein Gott will, geſcheh 795 Was Gott thut, das iſt wohl 793 Herzlich lieb hab ich dich, o 753 Vater unſer im Himmelreich 704 Aus dem Liede: Jeſu, meine Freude v. 4. Weg mit 173 — Ich ruf zu dir, Herr Jeſu 536 592 Chr. v. 4. Laß mich 855 -⸗- 3—— 1 R 1 1 2 8 5 8 ſſ“ 4 2 5“ 4 8—— 4 2 Am Feſt⸗Tage St. Bartholomäi. Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chr. 855 Jeſu, meine Freude, meines 17 Hilf mir, mein Gott, hilf 529 Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Meinen Jeſum laß ich nicht 183 Von Gott will ich nicht laſſen 91. Chriſte, du Beiſtand deiner 428 Aus dem Liede: Ich dank dir lieber Herre v. 6. Dein Wort 1066 — Warum betrübſt du dich mein Herz v. 11. Der zeitlich 121 — Kommet her zu mir, ſpricht v. 15. Ihr aber werdt 536 Am Feſt⸗Tage Johannis Ent⸗ hauptung. Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Was mein Gott will, geſcheh 795 Was Gott thut, das iſt wohl 793 eſu, meine Freud und Wonne 173 einen Jeſum laß ich nicht 183 Valet will ich dir geben 661 Meinen Jeſum, der ſich hat 181 Herr Jeſu Chriſt, ich weiß gar 606 Aus dem Liede: Aus tiefer Noth v. 3. Darum auf 94 — Ich ruf zu dir, Herr Jeſu Chr. v. 4. Laß mich kein Luſt 855 Am Feſt⸗Tage St. Mathäi. Die Buß⸗Lieder 927— 1002 Weg, mein Herz, mit den Ged. 488 Nun lob, mein Seel, den H. 736 Nun freut euch, lieben Chriſten 480 Es iſt das Heil uns kommen 454 Aus dem Liede: Warum betrübſt du dich v. 12. Alles, was iſt 121 — Nun laßt uns Gott, dem Her⸗ ren v. 4. Ein Arzt iſt 1090 Aus dem Liede: Ach, lieben Chri⸗ ſten, ſeid getroſt v. 5. Dein Seel bedenk 572 — Sei mir tauſendmal gegrüßet v. 3. Heile mich, o 32 1194 Regiſter der Lieder auf die Sonn⸗ und Feſt⸗Tags⸗Evangelien ze. Am Feſt⸗Tage Michaelis. Evangelium. 3 Von dem Schutz der h. Engel 129— 137 Herr Gott, dich loben Alle wir 134 Herr Gott, dich loben wir 721 Lobet Gott, unſern Herren, in 730 Schaffet, ſchaffet Menſchen⸗K. 552 Nun lob, mein Seel, den 736 Aus dem Liede: Lobet den Herrn und dankt v. 4. Er thut 1088 — Herzlich lieb hab ich dich, o Herr v. 3. Ach Herr 753 — Ach, lieben Chriſten, ſeid ge⸗ troſt v. 5. Dein Seel 572 — Gott des Himmels und der Erden v. 7. Deinen Engel 1061 Epiſtel. Iſt Gott für mich, ſo trete 470 un dankt, ihr Chriſten alle 135 Halleluja, Lob, Preis und 720 Am Feſt⸗Tage St Simonis und udü. In dich hab ich gehoffet 896 einen Jeſum laß ich nicht 183 Ach Gott, wie manches Herzel. 154 Wie biſt du, Seele, in mir 6 3 Aus dem Liede: Von allen Men⸗ ſchen v. 11. Herr, ſiehe 90 — Weltlich Ehr und zeitlich Gut v. 8. O Menſch 564 — Herr Chriſt, der einig Gottes Sohn v. 3. Laß uns in deiner 201 Bei Brant⸗Meſſen. Von dem Vertrauen auf die gött⸗ liche Fürſorge 100— 129 Gott, der Vater, wohn uns bei 31 Es woll uns Gott genädig 745 Wie ſchön leuchtet der Morg. 193 Wer nur den lieben Gott 125 Wohl dem, der in Gottes Furcht 1158 Nun lob, mein Seel, den 736 Gott, dreieinig in dem 11⁴0 Gott, in deſſen Hand wir 1140 Nichts iſt ſchöner und gerechter 1150 4 Vater, der du deinen Namen 1154 9 2 bM ſdies Sonn⸗ „mein Aus de Lede. 1 1066 8 dunn rnt⸗ 1 1 It Gett für m 145 dallelin, Lob, R e 1 An Feſt⸗Tage et 183 Iudi 661 88 dich hab ich gürſt 181]¹ Wie biſt d Serle it n) 943 hh dem Lide.) Wunc—— 2 85— 6 5 Ehr nn 736 Von dem Vertraune 480 liche Fürſotge 454 Gott, der Vate, Es woll uns Su 121 Wie ſchön leuchte d Ver nur den lüben 1090 Vohl den,deinoit Nun lob, mein 50 ſdt iridj in 6 572 Gott, in deſſen Mie 3 Nichts iſt ſin nnan 324 Vater, der du de — Nun damtt ihr En ſeinen Jeſum lch h 606 Ach Gott, wie ma Ge Der Herr iſt mein Licht und mein Heil, vor wem ſollte ich mich fürchten? Pf. 21, 1. Gott Lob, daß ich Ihn weiß und kenne, Ihn, meines Herzens Zuverſicht, Erbarmer, Freund und Heiland nenne, Und täglich fühl', Er läßt mich nicht; Er, Der mich ſelbſt zu Sich gezogen, Bleibt meiner Seele ſtets gewogen. 2 9 „ pea daun kan 8 de hin d 8 9 17 7 4 at dit 88 13 121 A 18.3 9 tu 3 er r. 1 iieben h ri 4 536). 5. Dein 4 des 3 Uinnte ban 7. Däna t* Sil 3 für nich, 1 1tt ihr be s ſob, Anu — age 8t zin J. ich ge 9 m laß üh 4 ie manel Seele i e-Areh .. Hen Laß un 5 M Brantt ertrauen 6 60 I dinots A*. mein dN tinig inn I 2 G dſen Omn) N⸗ üinaas 284 291— edu deine ren — — — — — — — Geiſtliches Bet⸗Opfer auserleſene Gebete zur 1 Haus⸗, Kirchen⸗ und Reiſe⸗Andacht, ſowohl täglich, Morgens und Abends, als auch bei der Heichte und Communion, ingleichen an den Feſten, nicht weniger bei eines Jeden Stand und Beruf und dabei vorkommenden Noth⸗ und Sterbens⸗Fällen heilſamlich zu gebrauchen; aus verſchiedener geiſtreicher Lehrer der reinen evangeliſchen Kirche herausgegebenen Schriften und Andachten zuſammengetragen. Breslau, Druck und Verlag von Wilh. Gottl. Korn. 1865. — 4— e e La eee ee hun mu Bua ‧ ——-—“ — 1 5 ä““ ee— Auserleſene Kirch- und Haus-Andachten. Ein Gebet um Verleihung mein Gott und Herr meines Heils, gättlicher Gnade, recht und mit Luſt habe ich zu deiner Wohnung, Andacht zu beten. Herr Zebaoth! Meine Seele verlan⸗ get und ſehnet ſich nach deinen Vor⸗ Almact er, ewiger, barmherziger höfen. Kommt, laßt uns anbeten X Gott, himmli er Vater, der du und knien und niederfallen vor dem uns durch deinen Sohn befohlen haſt, Herrn, der uns gemacht hat; denn m allen Nöthen dich anzurufen, und er iſt unſer Gott und wir das Volk daneben die Erhörung zugeſaget: Ich ſeiner Weide und Schafe ſeiner Heerde. ditte dich, du wolleſt mir den Geiſt Erhebt den Herrn, unſern Gott, betet der Gnaden und des Gebets, wie du an zu ſeinem Fuß⸗Schemel; denn er iſt uns verheißen und zugeſagt, gnädigſt heilig. Ich bete zu dir zur angeneh⸗ verleihen, daß ich in rechter Andacht, men Zeit; Gott, durch deine große auf deinen Befehl und gnädige Zu⸗ Güte erhöre mich mit deiner großen ſage im Glauben und im Namen Jeſu Hilfe! Amen! hrifi, dunſer Mittlers un hätrd nen, dich im Geiſt und Wahrheit für 3 8.„„ mich und aller Menſchen Noth, bſu Gebet, wenn man in die Kirche alle underniß des böſ en Nendes mege kommt. anrufen. itte auch, du wolleſt.. mein Gebet gnädiglich erhören ulleſ ch danke dir, Herr Jeſu, daß deine Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohn,— Luſt iſt, unter uns zu wohnen unſern Herrn! Amen! und uns, ſo in deinem Namen ver⸗ ſammlet, gegenwärtig zu ſegnen. Ach, gib mir eine ſolche heilige Andacht, Gebet, wenn man in die Kirche Kraft und Willen, daß ich dich in ehen will deinem Geſandten ſehe und höre und . 8— deine Begierde zu mir erkenne, mich AGmächtiger Gott, himmliſcher Va⸗ zu dir, meinem König, führen und —* ter, Auf deine große Güte will von der Unruhe des Zeitlichen zur ich in dein Haus gehen und anbeten Ruhe in Gott treiben laſſe. Erwecke gegen deinen heiligen Tempel in dei⸗ auch in mir einen göttlichen Eifer, , er Furcht: Herr, leite mich in dei⸗ die böſen Gedanken und Begierden, ner Gerechtigkeit, richte deinen Weg ſo der Teufel in den Tempel mei⸗ vor mir her, führe mich auf dem nes Herzens trägt, nicht zu leiden, Steige deiner Gebote; denn du biſt noch einen Schein allein der Gott⸗ „“— 8 — — — 4 Kirchen ſeligkeit zu haben, ſondern gib mir mit Ernſt, Demuth und brünſtiger Liebe, das einige, nöthige, beſte, be⸗ ſtändige Theil zu erwählen, damit ich mir alle deine Güte zueigne, empfinde und alſo das Wort in mir lebendig und nach dem neuen Menſchen im⸗ mer ſtärker werde! Amen! Gebet vor der Predigt. Jch bitte dich, lieber Herr Gott, du ◻☛ wolleſt mir deinen heiligen Geiſt verleihen, daß ich von allen weltli⸗ chen Geſchäften befreit dein heiliges Wort mit deſſelben rechtem Verſtande möge faſſen, annehmen und behalten und in meinem Herzen bewahren, dir, Gott und Herr, zu Lob und Ehren, mir aber zur Beſſerung, Troſt und Stärkung meines Glaubens, daß ich durch deine Gnade alſo ein guter Acker und Erde ſei, da dein göttlicher Same hinein falle, wurzele und Feucht bringe in Geduld zum ewigen eben! Amen! „Gebete. Dankſagung und Gebet für das gehörte Wort Gottes und um deſſelben Gedeihen. J danke dir mit Herz und Mund, —o Herr Jeſu Chriſte, du getreuer Hirte, daß du deine Schäflein mit deinem göttlichen Worte weideſt und ſpeiſeſt, auch unſere Seele mit deiner Gnade zu aller Zeit reichlich verſor⸗ geſt. Ich bitte dich, laß dein gepre⸗ digtes Wort, ſo heute von mir gehö⸗ ret, bei mir kräftig, heilſam und fruchtbar bleiben; laß deinen ſüßen Regen der göttlichen Gnade auf das dürre Erdreich meines Herzens fallen, daß der gute Same deines Wortes in mir aufgehe, unehinden wachſe und vielfältige Früchte bringe. Gib mir nach deinem gehörten heiligen Worte von nun an dich zu lieben, mich zu beſſern und im Friede zu wandeln, auf daß ich auch Einer von denen ſei, welche dein Wort hören und bewahren und darauf die Krone der ewigen Seligkeit erlange! Amen! Kern aller Kirchen-⸗Gebete. Vor der Predigt. Dankſagung. Per du dreieiniger Gott, dieſe 7 Stätte, in welcher ich ſtehe, iſt heilig. Hier iſt nichts Anders, denn Gottes Haus und hier iſt die Pforte des Himmels. Du aber, o Gott Vater, Sohn und heiliger Geiſt, du biſt der große und unſichtbare Gott welcher ſich in dieſem Hauſe uns offenbaret, und deſſen Namen wir anbeten und ehren. 2. O wie lieblich ſind deine Woh⸗ nungen, Herr Zebaoth, meine Seele verlanget und ſehnet ſich nach deinem Tempel, und mein Herz freuet ſich zu hören dein Wort. 3. Darum, Dank ſei auch deiner großen Güte und Barmherzigkeit, daß du an dieſem Orte der Welt dir eine Kirche ſammelſt, deinem Namen un⸗ ter uns dieſes Haus haſt gebaut und denen, die in dieſer Gemeine wohnen, Ruhe und Friede verleiheſt, zu ſchauen den ſchönen Gottesdienſt und deinen Tempel zu beſuchen. 4. O Herr, du haſt auch mich an⸗ genommen unter die Mitbürger der Heiligen. Deine Wohlthat iſt es, daß ich mit gehöre unter die Hausgenoſſen Gottes, und deine Gnade macht es, daß ich heute Geſundheit, Zeit und Gelegenheit habe, zu kommen in das Haus des Herrn, meines Gottes. 5. Nun, mein Gott, ſiehe, ich komme vor dein Angeſicht mit Loben und Danken. Ich preiſe deinen hei⸗ ligen Namen an der Stätte, da deine Ehre wohnt, und will nun hören, 1 M 1 mrerra hbdr. n. ern dluürradd . nn Teiſ in hdr runl ger giden m dmich ruft ih Tit darn dada. a Sau en ciel. 6 ami ſald a dinm nd wen en BEARR —— dith ittt i d p ctleder. fn 1 ung und be⸗ b AiPar tne 4 ſelben thüin —— ——— ————— tn enr —— * a — Jgüttühen u —— — — 2— — — — 1 nr ug 1 — 3 — —— 7 G 4 ni r E yſſern wn dr R auf döihagc — —— —— en ſn m um u ct d rfen dte Rlute Küi amelt, dum un tr Bitſes hur tn— der ei drſe benuane N Füidertlin, den Aen rttämn T3=u biuhn. — eerr, u R 1 a und wenn ich endlich zu rechter Zeit Kirchen⸗Gebete. 5 was du mir in deinem Worte ſageſt; dir vortragen in meinem Gebet, was ich bedarf, und deinen Ruhm verkün⸗ digen in der Gemeine. Lobt den Herrn in ſeinem Heiligthum, ſein Lob ſoll immerdar in meinem Munde ſein! Bitte. Merr, du prüfeſt Herzen und Nieren. 5 Ich bin von mir ſelber ganz untüchtig zu allem Guten, unwiſſend in deinem Worte, verdroſſen zu dei⸗ nem Dienſt und immer angefochten von fremden Einfällen, die meine Andacht ſtören. 2. O darum, lieber Vater, befreie mich jetzo in deinem Hauſe von allen ſleiſchlichen Gedanken und von aller Sorge der Welt. Behüte mich vor un⸗ nöthigem Gaffen, hin und her zu ſehn, vor unnützem Geſchwätz und vor allen ſolchen unanſtändigen Geber⸗ den, welche ſich an dieſem heiligen DOrte nicht geziemen. 3. Vertreibe in mir armen Men⸗ ſchen alle Schlafſucht und Unacht⸗ ſamkeit, Andachtsloſigkeit und Kalt⸗ innigkeit, Unglauben und Widerſpen⸗ ſtigkeit gegen dein Wort; oder was etwa mehr iſt, das mir an Verrich⸗ tung meines Gottesdienſtes kann hin⸗ derlich fallen. 4. Hilf, daß ich keinen Menſchen in dieſer Verſammlung ärgere, was mir nothig iſt, nicht verhöre, was ich höre, nicht verſpotte, und was mei⸗ nen Gedanken nicht anſteht, nicht darum geringe achte. Laß mich nicht grübeln in deinen Geheimniſſen, und wenn ich was höre, das meine Ver⸗ nunft nicht kann begreifen, deswegen nicht daran zweifeln und ungläubig werden. 5. Zuletzt behüte mich auch vor al⸗ lem Ekel und Ueberdruß deines Wor⸗ tes, damit ich daſſelbe nicht mit Un⸗ geduld anhöre, oder mir die Zeit in deinem Hauſe zu lang werden laſſe, werde von hinnen gehen, ſo gib, daß ich nicht ohne Nutzen und ungebeſ⸗ ſert möge nach Hauſe kommen! Gebet. 9 Gott, mein Heiland, du haſt be⸗ fohlen, wir ſollen deine Ver⸗ ſammlungen nicht verachten. Siehe, hier bin ich in deinem Hauſe und in deiner Gemeine. Hilf aber, daß ich auch vor deinen Augen, als in der Gegenwart Gottes und aller heiligen Engel, recht ehrerbietig möge erfun⸗ den werden. 2. Mache du ſelbſt in deiner Kirche mein Herz zu deinem Tempel, mehre in mir die Gabe deines heiligen Gei⸗ — ſtes, ſende von oben herab deine Weisheit und mache mich alſo voll Andacht und Gottesfurcht, deinem Namen zu dienen. 3. Ich werde wohl nur einen Men⸗ ſchen predigen hören, der eben das iſt, was ich bin; regiere du aber mein Gemüth, daß ich ihn gleichwohl halte für Chriſti Diener und anhöre als einen Botſchafter an Gottes Statt; denn du vermahneſt mich durch ihn. Gib, daß ich begierig ſei nach deinem Wort, welches aus ſeinem Munde geht, und ob vielleicht nicht Alles, was er ſagen wird, mir ſollte gefal⸗ len, ſo laß mich gedenken, daß noch Andre neben mir zuhören, denen vielleicht auch das nöthig ſein mag und nütze, was ich nicht vermeine. 4. Indeſſen aber rede du ſelber in⸗ wendig in meiner Seele, wenn er redet. Entzünde mein Herz, wie den beiden Jüngern auf dem Wege gen Emmaus, thue es auf, wie der Pur⸗ pur⸗Krämerin Lydia, damit ich dar⸗ auf Acht habe, was zu mir geredet wird. 5. Gönne mir ſo viel Gnade, daß ich Alles, was dein Diener reden wird, wohl lerne urtheilen und unter⸗ ſcheiden: die Worte ſeines Textes, welchen er auslegt, die Lehre, ſo er 8— ———— 2„ d 4——— 1 — —— — —— — 6 Kirchen⸗Gebete. daraus vorträgt, die Wahrheit, ſo er dadurch beweiſt, die Irrthümer, die er damit widerlegt, meine Prü⸗ fung, ſo er damit anſtellt, die Sün⸗ den, welche er ſtraft, das Gute, wo⸗ zu er ermahnt, die Anweiſung zur Gottſeligkeit, die er uns gibt, und endlich auch den Troſt, welchen wir kriegen werden wider allerlei Kum⸗ mer dieſes elenden Lebens. 6. Alles dieſes, mein Gott, ver⸗ leihe mir, daß ich es wohl höre, freu⸗ dig annehme, recht verſtehe, fleißig bedenke, deinen Willen daraus er⸗ kenne, ſeine Kraft in mir fühle und alſo je länger je mehr vollkommener, werde, zu allen guten Werken geſchickt. 7. Zuletzt: dein Haus ſei auch mein Bet⸗Haus, thue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm ver⸗ kündige, und regiere mich alſo durch deinen heilgen Geiſt, daß ich in die⸗ ſer Gemeine allzumal freudig mitſinge, andächtig mitbete, in meinem Ge⸗ bete aber auch derer nicht vergeſſe, welche um ihres Elends willen in unſer Gebet mit eingeſchloſſen zu ſein verlangen werden, und erhöre du alsdann, was ich bitte, um deines Namens Ehre willen! Amen! Fürbitte. Du großer und gewaltiger Gott, laß heute deine Augen offen ſtehen über dieß Haus und über dieß Volk, welches nach deinem Namen genennet iſt. Erfülle ſie Alle mit heiligen Gedanken, inbrünſtiger An⸗ dacht und brüderlicher Liebe, damit hier Alles ordentlich und ehrlich zu⸗ gehe, Niemand den Andern ärgere, ſondern Alle mit einander zuſammen einträchtig ſingen und beten, und durch das, was uns gepredigt wer⸗ den ſoll, Vieler, ja Aller Herzen mö⸗ gen erleuchtet, gewonnen und zu dir bekehret werden. 2. Siehe, Herr, wir ſind hier zu⸗ gegen vor dir und deinem Diener, des Predigt⸗Amts, zu hören Alles, was du ihm beſoh⸗ len haſt. Ich weiß, du biſt der Herr -A der es eingeſetzt hat und geſtiftet. Deine Diener ſind es nicht, die da reden, ſondern der Geiſt unſers Vaters iſt es, der durch ſie redet. Sie wachen auf deinen Befehl für unſre Seelen und ſollen dafür Rechenſchaft geben. Wer ſie höret, der höret dich, wer ſie ver⸗ achtet, der verachtet dich. 3. Nun, mein Gott, weil es denn dir einmal gefallen hat, durch die Predigt deines Wortes uns ſelig zu machen, ſo ſegne auch in dieſer Stunde, was du geſtiftet haſt. Gib deinem Diener Kraft, verleihe ihm, das Wort zu reden mit freudigem Aufthun ſeines Mundes, und regiere ſeine Zunge nach der Wahrheit dei⸗ nes Wortes und nach der Nothdurft derer, die hier verſammelt ſind, da⸗ mit er nichts Anderes vorbringe, als was zur Stärkung ihres Glaubens, zur Beſſerung ihres Lebens und zu gewiſſer Beförderung ihrer Seelen Heil und Seligkeit dienen möge. 4. Wenn er aber auch alſo ſein Amt thun wird nach dem Vennt⸗ gen, das Gott darreichet, ſo regiere dann ferner die Herzen ſeiner Zuhd⸗ rer, daß ſie zufrieden ſein mit der Gabe, die du ihm verliehen haſt, und ſeine Rede annehmen nicht als Men⸗ ſchen⸗Worte, ſondern, wie es auch wahrhaftig iſt, als Gottes Wort, 5. Laß dieſe Verſammlung nicht ſein, wie einen ungleichen Acker, da⸗ mit die Kraft deines Wortes bei Nie⸗ mandem verloren werde. Gib des⸗ wegen Allen denen, die hier ſind, aufmerkſame Ohren, erkeuchtete Sin⸗ nen und gehorſame Herzen, damit ſie dich, der du allein wahrer Gott biſt, und den du geſandt haſt, J⸗ ſum Chriſtum, erkennen, in ihrem Wandel reichlich gebeſſert werden und dermaleinſt auch Alle mit einan⸗ der in der triumphirenden Kirche des ewigen Lebens wieder zuſammen⸗ kommen mögen durch Jeſum Chri⸗ dn fhe rric. mdüd kumei dn d llellzac tnenjede reinge —= — — —— — — — —— — S — — 1Z= — B=I —— Kirchen 2 ſtum, deinen lieben Sohn, unſern Herrn! Amen! Nach der Predigt. Dankſagung. Dant ſei dir, mein himmliſcher Vater, für die Predigt deines heiligen Wortes, die ich jetzt ange⸗ höret, und für alles Gute, welches ich daraus gelernt habe; oder auch, was ich vorhin ſchon gewußt, doch aber von Neuem bin daran erinnert worden. 2. Herr, ich bekenne deine Wahr⸗ heit. Ich unterwerfe mich deinen Geboten. Ich glaube deinen Ver⸗ heißungen. Ich fürchte mich vor dei⸗ nen Drohungen. Ich fühle mich, wo ich getroffen bin. Ich will mich än⸗ dern, wo es vonnöthen iſt. Ich will dir folgen, wie du vermahneſt. Ich will mich aufrichten mit deinem Troſt und dir alſo dienen nach deinem Wort, ſo lange ich leben werde. Bitte. g lieber Gott, es iſt mir vormals —⅜ geſagt worden, was gut iſt, und was du, Herr, mein Gott, von mir forderſt. Habe ich es nun nicht ſo andächtig gehört, als ich wohl geſollt 5 oder nicht ſoviel daraus be⸗ alten, als ich wohl hätte faſſen kön⸗ nen, ſo verzeihe mir, lieber Vater, alle Unachtſamkeit, die mich übereilet: einen jeden fremden Gedanken, der mir eingekommen, ein jedes unnützes Wort, welches ich geredet; und alle andere Trägheit und Müdigkeit, welche nich libewunden und nachläßig ge⸗ ma 2. Laß den Satan das Wort, wel⸗ ches ich gehört, nicht wieder aus meinem Herzen reißen. Hilf, daß ſeine Kraft nicht erſticke unter den Sorgen dieſer Welt, oder mir ſonſt auf andere Weiſe zur Verdammniß gereiche das Wort, das meine Seele ſoll ſelig machen. Gebet. Gebete. Herr Jeſu, du haſt geſa k. 9 Selig Nnd die Geſt g Togt. hören und bewahren. 35 aber haf du mir das erſte verlie en, ſo gieb mir nun auch das Andere und hilf, daß ich Alles, was ich gehört habe, behalten möge in einem feinen und guten Herzen und Frucht bringe in Geduld. 2. Verleihe mir, daß ich Alles bei mir ſelbſt wohl überlege, zu Hauſe es wiederhole, mit den Meinigen da⸗ von rede, in meinem ganzen Leben mich darnach richte, auch einmal zu⸗ letzt in der Stunde meines Todes ſelig darauf ſterben möge. Fürbitte. Licher Vater, du haſt jetzt deine X Kinder unterrichtet in der Lehre der Wahrheit, daß ſie wohl wiſſen können, was recht iſt. Gib ihnen nun auch Beides, das Wollen und das Vollbringen, nach deinem gnädigen Wohlgefallen, damit Jedermann wür⸗ diglich wandle in deinem Evangelio in aller Gottſeligkeit und Ehrbarkeit. 2. Allen denen aber, welche in die⸗ ſer Stunde böſe Juhürer geweſen, die Predigt deines Wortes nicht ausge⸗ wartet, oder nachläßig angehört, oder, was ſie gehört, verſpottet und ver⸗ achtet, oder doch zum wenigſten ſchon wieder vergeſſen haben, denen ver⸗ zeihe es, lieber Vater, aus Gnaden, und regiere ſie alle nach deinem hei⸗ ligen Geiſte, daß ſie ihren Fehler erkennen, ein ander Mal wiederkom⸗ men und dann beſſer bedenken mö⸗ gen, was zu ihrem Frieden dient. 3. Die Noth der ganzen Chriſten⸗ heit haben wir dir vorgetragen in unſerm allgemeinen Gebet; laß dir auch dieſelbe treulich befohlen ſein und wache für die Wohlfahrt deiner Kirche, für die Erhaltung unſerer Obrigkeit und für die Nothdurft eines jeden Menſchen in ſeinem Stande, damit überall dein Reich vermehrt, b 1— 4 en 11 3. 6 8 a····õõͤͤͤ 8——* 4 1n e.— ſ———— ——— 2— — 4 8 5 2— 3—— 8 unſer gemeines Weſen in gutem Flor erhalten, allen Menſchen aber ihr Haus, Beruf und Nahrung reichlich möge geſegnet werden. 4. Beſonders erbarme dich auch der Kranken und allen andern Nothlei⸗ denden, welche ſich in unſer Kirchen⸗ Gebet mit einſchließen laſſen. Und weil du ſelber geſagt haſt: Wo Zween Eins werden auf Erden, warum es der 1 3 bei meinem Erwachen nach deinem iſt, das ſie bitten wollen, das ſoll zhnen wiederfahren von meinem Va⸗ ter im Himmel, ſo erhöre nun auch ihr und unſer Gebet und rathe einem Jeden, wie du weißt, daß es ihm gut und ſelig ſein mag. 5. In Summa: Effülle an Allen denen, welche heute in dieſer Gemeine verſammelt geweſen, den Segen, wel⸗ chen du verſprochen haſt denen, die dich lieben und dein Wort halten. Laß ſie alle reichen Troſt haben von deinem Hauſe und hilf, daß ſie auch dermaleinſt Alle mit einander erſchei⸗ nen mögen in der Gemeine deiner heiligen Engel und Auserwählten und daſelbſt dir dienen ewiglich. Morgen⸗Gebet am Sonn⸗ oder Feſt⸗Tage. — 8 ) Heilige, der du wohneſt unter dem Lobe Iſrael. Tauſendmal Tau⸗ willſt; daß du auch mich würdigeſt, einen ſolchen Tag des Heils abermal zu erleben, daß ich ſowohl, als Andere ſend ſtehen vor dir und dienen dir ohne Unterlaß in deinem heiligen Tempel, daß, wenn aller Menſchen Zungen auf Erden ſchwiegen, deine Chre doch in der Höhe und das: Hei⸗ lig, heilig, heilig iſt der Herre Ze⸗ baoth, vor deinem Throne von ſo vielen reinen Geiſtern ohne Aufhö⸗ ren erſchallt. Indeſſen gefällt es dir, auch aus unſerm armen unmün⸗ digen Munde dir ſelber ein Lob zu bereiten auf Erden. Du legſt da⸗ her noch immer einen Tag um den andern ein neu Lied in unſern Mund, dich, unſern Gott, zu loben. Inſon⸗ derheit aber erweckt der Tag, den Morgen⸗Gebet am Sonn⸗ oder Feſt⸗Tage. 3 9 zu loben, ja mein ein daß ich dich ſo möchte loben mein Lebenlang und meine Hände in dei⸗ nach ewig Dank, liebſ Jerr, dreieiniger Gott, du biſt der ſeſt, nach deiner heiligen Ordnung Alles, was ſich nach Chriſti Namen nennt, an allen Orten mit einander dir öffentlich Ehre deines Namens zu bringen, dich anzubeten im heili⸗ gen Schmuck, in deine Vorhöfe ein⸗ zugehen mit Danken und in deine Thore mit Loben und dein Antiit einmüthiglich zu ſuchen. So ſehen — denn auch heute meine erſten Blicke Heiligthum, o Herr, in der Sehn⸗ ſucht, mit Freuden zu ſchauen deine Macht und Ehre, und es iſt billig heute beſonders meines Herzens Freude und Wonne, dich mit fröhlichem Mund ja mein einiger Wunſch, nem Namen aufheben. Habe dem⸗ :, liebſter Vater, daß du mich heute von Neuem einen ſol⸗ chen Tag läſſeſt erleben, der, wenn ich ihn in deinen Vorhöfen und in deinem Dienſte recht zubringen kann, beſſer iſt, denn ſonſt tauſend, und den du mir ſelber zu einem Tage gemacht, da meiner Seele beſonders Heil ſoll widerfahren! Habe ewig Dank, o Sohn Gottes, der du als die Sonne der Gerechtigkeit heute in deinem Wort allen deinen Chriſten ſo gnädig aufgehen und unter dei⸗ — nen Flügeln uns Heil finden laßſen längſt hätten verdient, denen gleich 6 2 den⸗Zeit vergeblich wünſchen, noch einen gnädigen Tag des Menſchen⸗ Sohnes zu ſehen und ihn nicht mehr ſehen! Habe ewig Dank, Gott, hei⸗ liger Geiſt, der du meiner und ſe vieler tauſend anderer Chriſten Lip⸗ pen heute willſt aufthun, daß unſer Mund deinen Ruhm verkündige; der du, wie ſonſt einen Tag nach dem zu werden, die nach verſäumter Gna⸗ du mich heute wiederum erleben läſ⸗ predigen läſſeſt und noch mit großen andern, alſo vornehmlich auch heute dein Heil an ſo viel tauſend Orten 1 Gbene; i da dril bacht 8 Kriden, , R M en An wer 4 8 4 zon; Hen tih. ndeumi ddet ſe nur iche lngetne dr gir G ru x nic, de nich lan era Dlduwd a llarzer doc 5 —— —— — —— — —2 —— — — 55 — F— =—* — — = — —— —= —— — — 1 — 1=* — —. Schaaren von Evangeliſten das Wort uns gibſt, welches uns unterweiſen ſoll zur Seligkeit! O, daß denn auch Alles, was in mir iſt, heute deinen heiligen Namen loben, alle meine Gebeine zu deinem Ruhme ſich regen, ein jeder Puls ein Dank, ein jeder h Odem ein Geſang zu deinem Preiſe wirklich ſein möchte!. Aber, Herr, vor dem die Seraphim ſelbſt ihr Antlitz in tiefer Ehrfurcht bedecken müſſen, wie ſoll ich mich un⸗ terwinden, vor dein Angeſicht zu tre⸗ ten, da mein ganzes Herz vor dem erſten Anblick deiner unbefleckten Hei⸗ ligkeit, wenn es an ſeine Unheiligkeit gedenkt, zittern und beben muß? So viel Tage des Herrn zeugen leider ſchon wider mich, die ich entweder gar zu Tagen der Sünde und des Satans, oder doch nicht zu ſo heili⸗ gen und fröhlichen Sabbathen, wie ich geſollt, dich darinnen zu heiligen und zu preiſen, gemacht habe. So viel deiner ſchönen Gottesdienſte kla⸗ gen mich allerdings an, derer ich ent⸗ weder mich ſelber leichtſinnig beraubet, oder die ich mit meiner Beiwohnun nur entheiligt, oder nur heuchleriſ hingebracht, da das Herz fern von dir geweſen und geblieben. So viel Worte des Lebens antworten wider mich, die du in dergleichen Tagen mich von dir haſt laſſen hören, die ich aber wiederum ſchnöde vergeſſen, in den Wind geſchlagen und das nicht bei mir ausrichten laſſen, wozu ſie von dir abgeſehen geweſen. Ueber⸗ haupt alles das ſe viele Unreine, Unlautere, Sündliche, was mir auch doch noch überall anklebt, wenn ich gern mein armes Opfer ohne Wan⸗ del und Tadel vor dein Angeſicht brin⸗ gen wollte, ſchreckt mich, vor dir zu erſcheinen, der du nur im heiligen Schmuck willſt angebetet ſein. O demnach, Vater der Barmherzigkeit, ſiehe du nicht im Zorn das Alles an, was ich in herzlicher Wehmuth bei mir allerdings uble und ſo gut Morgen⸗Gebet am Sonn⸗ oder Feſt⸗Tage. 9 auch heute von Neuem nach deiner Erbarmung an mit dem Schmuck der Gerechtigkeit deines Sohnes, da⸗ rinnen allein vor dir zu beſtehen iſt! Dein Blut, o Herr Fefu, durch welches wir allein die Freudigkeit aben zum Eingang in das Heilige, komme auch jetzt über mich und mache mein Gewiſſen von Alle dem rein, was mich ſonſt von deinen heiligen Verſammlungen hier und dort als befleckt und unrein müßte ausgeſchloſ⸗ ſen machen, und rühre du, o Geiſt des Herrn, mit der glühenden Kohle deiner Gnade meine unreinen Lippen ſo an, daß meine Miſſethat von mir genommen und meine Sünde ver⸗ ſöhnt ſei, damit ich heute mit rei⸗ nem Herzen und Gemüth vor deine Augen könne treten! Mache ſo, Herr, dreieiniger Gott, heute aus meinem Herzen dir ſelbſt einen von Neuem gereinigten Tem⸗ pel, darinnen du deine Wohnung aufrichteſt, und dringe mich ſelbſt durch deine Gnadentriebe, von mei⸗ nem Thun abzulaſſen, damit du dein Werk mögeſt in mir allein haben! Du weißt, wie unſer zerſtreuter Sinn in lauter irdiſche Dinge und in eitles Weſen der Welt ſo leicht dahin ge⸗ riſſen wird, wenn er ſich auch will zu dir erheben. Gebeut denn, o Herr, ſelbſt Allem dem in meinem Herzen einen Stilleſtand, was mich ſo eben heute könnte zerſtreuen und von dei⸗ nem Dienſt abhalten. Kehre meinen duß ab bei dieſem deinem heiligen abbath, daß ich an demſelben nicht thue, was mir gefällt, nicht meine eignen was Sündliches oder Eitles, was mir gefällt und was ich rede, den Platz heute in meinem Gemüthe laſſe ein⸗ nehmen, den ich dem, was dir gefällt und was du in deinem Worte mit mir redeſt, allein einzuräumen ſchul⸗ dig bin. Dämpfe alles fremde Feuer, welches ich vor dein Angeſicht könnte bringen und welches mich eben ſo, Wege gehe, noch alſo et⸗ ich kann, bereue, ſondern zeuch mich wie Nadab und Abihu, vor dir könnte b* 3 — 10 verwerflich machen. la, entferne durchgehends von mir Alles, womit dein Haus, wenn ich auch auf deine Vorhöfe trete, entheiligt würde, oder was deine ſchönen Gottesdienſte mir zuwider, geringſchätzig und in leicht⸗ ſinniger Verlaſſung deiner Verſamm⸗ lungen entbehrlich machen wollte. Gönneſt du, o allerheiligſter Herr⸗ ſcher Himmels und der Erden, mir und denen, die mit mir an dieſem Orte wohnen, vor ſo Vielen, die das nicht haben, die unſchätzbare Wohlthat, deine reinen, wahren, vernünftigen Gottesdienſte zu ſehen und deinen Tempel zu derſelben Bewohnung zu beſuchen, o ſo erwecke auch heute mein Herz, recht lieb zu haben dieſe Stätte deines Haufes und den Ort, da deine Ehre wohnt, daß ich meine Hände dabei mit Unſchuld waſche und mich halte zu deinem Altar, da man hört die Stimme des Dankes und predigt alle deine Wunder. Komme an dem Orte, wo du deines Namens Ge⸗ dächtniß geſtiftet haſt, zu uns und ſegne uns und ſei, wo ſo Viele in deinem Namen verſammelt ſind, mit⸗ ten unter uns nach deiner gnädigen Verheißung. Sprich du ſelber zu mir und zu Jedem durch deines Dieners Wort mit einem kräftigen Nachdruck: Hier bin ich, hier bin ich, daß da⸗ durch das Verborgene ſeines Herzens einem Jeden unter uns offenbar werde und wir herzlich gedrungen werden, dich anzubeten und zu er⸗ kennen, daß du wahrhaftig unter uns ſeieſt. Neige mir, wenn ich im Ge⸗ bet dein Antlitz ſuche, deinen gold⸗ nen Gnaden⸗Scepter und laß dir die Opfer meines armen Gebetes und Dankes, die ich dir bringe, wohlge⸗ fallen, Gnad und Erhoörung vor deinem Throne um Jeſu Chriſti wil⸗ len finden! In deinem Namen und zu deinem Gedächtniß ſtehe überhaupt den ganzen Tag meines Herzens Luſt, (wenn ja heute Krankheit, oder un⸗ umgängliche Reiſe, oder Aufenthalt an einem Orte, wo dein reines Wort Morgen⸗Gebet am Sonn⸗ oder Feſttage. verdunkelt iſt, die Beiwohnung dei⸗ ner Gottesdienſte mir verſaget;) wenn ich auch in mein Haus wiederum aus deinen Verſammlungen gekommen bin, oder mit Andern umgehen muß, müſſen deine Rechte ſein mein Led in meinem Hauſe, daß dieſer Tag dir wahrhaft geheiligt ſei und bleibe. Erinnere mich dabei, inſonderheit an dem heutigen Tage, daß das allein ſei eine ſelige Stunde, darinnen — man dein gedenkt, ſonſt verderbe alle Zeit, die wir zubringen auf Erden; damit auch bei dem, was meines Leibes Nothdurft, oder die Werke der Liebe und der Noth für Andere von mir heute könnten erfordern, mein Abſehen darauf gerichtet ſei, dich allezeit vor Augen zu haben und ſo mich zu bereiten, wie ich wünſche, vor dir in der Ewigkeit zu ſein. Gibſt du mir Geſundheit, ſo laß mich dieſelbe deſto treuer dazu anwenden, unter denen mit Freuden zu ſein, die dir feiern und die in deinem Hauſe dich loben. Druckt Krankheit die arme Hütte, ſo erinnene mich dein Geiſt deines Wortes, wel⸗ ches ich ſonſt gehört habe und noch leſe, mit lebendiger Kraft und treide mich an, mich dennoch im Geiſte mit denen zu vereinigen, die mit einan⸗ der vor dir verſammelt ſind. Vor⸗ nehmlich wie dieſer Tag uns einen nähern Blick in das Inwendige des Vorhangs eröffnet, ſo ſei er mir auch durch deine Gnade ein wahrer Vorbereitungs⸗Tag zu der Ruhe, die dort vorhanden iſt dem Volke Got⸗ tes, daß ich mein Herz immer meht da hinein ſchicke, wo ich ewig wünſche zu ſein, und wenn du mich heute dahin wollteſt rufen, unter denen erfunden werden möge, die bereſt ſind, dir fröhlich aufzuthun und zu deiner Freude einzugehen! Laß, o dreieiniger Gott, heutigen Tag mir, allen den Meinigen und Allen, die deinen Na⸗ deinen werden. Baue dein Reich an allen ——“ lieben men lieben, zum Segen in Ewigkeit Sh ls. hahn? rätge ldt i wudle I' den ir und Fnadte ach felt derl einen Krnaxe weihen Cere ba did, 1 ach t. gd aoen nen a d An ent, dladag eun Eh W fe, dder en da ſetanſch Verttw en ſel Veid Venn vorun a ül dermer — — == —— — — —— B „. a Lich= ddurt, or And der Ach n ron r n jeute unt h e meit Mhen duuſ g — —= —— de dih* It wm Um aſtn de nd aich zu bam 14 34 d wun Sy dr i w rt ſein t du nir bim at laß.iſfebbe Wi 91 en anm„. 3 unter dmm ede de zu wie di iawi dd dein: uſe diha M i rn cie armeit iin. t nich f= Geit dim lns. en hes Wiſt ghut amen ir keſe, tu bendige iwti ts mid ratiih danhugiet t: dem erinn win a⸗ der= t vrronmt ſhe as nebt Biie diſe du Meſ Iaitt in d den h d us Vol d. ngedn fns her der K nden n m. nt alt me 2 1 at we 1* — é— mme nem Heiligthum hinweggetrieben wirſt. ſeufzen und jammern, gleichwohl noch kommen deine aufhalte, bis wir uns in deiner Hütte vollkommen ewiglich. Erhöre ſo allgemeine, als 6. Orten und zerſtöre das Reich des Satans. Deſfne deinem Wort allent⸗ halben Thüren, auch wo viel Wider⸗ wärtige ſind, daß es nirgends leer wieder zu dir komme, ſondern das, wozu du es ſendeſt, geſegnet ausrichte. Mit deiner Kraft aus der Höhe rüſte hier und allenthalben deine treuen Knechte reichlich aus und ſchenke auch heute ihrem Gebet und Arbeit viel Seelen, die ſie dir wirklich mögen ewinnen. Auch denen, die bei dem Poutrage deines Wortes vor ſich einen unſeligen Bileams⸗Sinn etwa haben möchten, oder die wirklich verkehrte Lehre halten, trete dein heiliges Schrecken in den Weg, daß, wenn All auch ihr Herz anders dächte, ſie ſich gedrungen ſehen, nichts Anders zu reden, als was dein Wort ihnen in den Mund legt, und nimm inſon⸗ derheit, als der Erz⸗Hirte, dich ſelber aller der armenzerſtreuten, verſchmach⸗ teten Schafe treulich an, deren treue hiber von ihnen haben fliehen müſ⸗ en, oder welche Götzen⸗Hirten oder Miethlinge haben, die ſie verführen und in die Irre gehen laſſen, daß, wenn es ihnen an menſchlicher guter Führung mangelt, dein Wort ihnen doch den rechten Weg zeige. Steure allen Anſchlägen des Satans und der Welt, deine reinen Gottesdienſte uns oder Andern zu nehmen; auch unter uns ſelbſt allen gräulichen Ent⸗ heiligungen deines Tages, womit nach ſataniſcher Weiſe dein kaum gehörtes Bort von dem Herzen weggenommen wird, ja, womit du ſelbſt von dei⸗ leibe aber, o Herr, mit deinem ort und Sacramenten bei uns bis an der Welt Ende, daß wenn wir ja noch dabei über Manches müſſen immer bei uns und unſern Nach⸗ Erbarmung den Riß vor dir werden freuen Abend⸗Gebet am Sonntage. durch Chrif Jeſu Chriſte, der du durch deine Auf⸗ Kirchen und Schulen, Land und Stadt, Dürjßteit und Unterthanen, uns und die Unſrigen, Bekannte und Unbekannte, auch Freunde und Feinde deiner Vater⸗Huld befehlen. Erhöre auch die, ſo in Banden, auf Reiſen, in Krankheiten und andern Nöthen nur allein beten und dir dienen kön⸗ nen, daß ſie doch des reichen Troſtes von deinem Hauſe nicht ganz ent⸗ behren, ſondern durch deinen göttli⸗ chen Zuſpruch deſſen auch inne wer⸗ den mögen, daß du ſeiſt ihr Gott! O mein Gott, ſprich zu dieſem Allen Amen, denn wir ſind dein Eigen⸗ thum, Alles preiſe deinen Namen, es mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geſchehen, daß wir dich im Himmel ſehen! Amen! Abend⸗Gebet am Sonntage. Ber⸗ du dreieiniger Gott, Vater Sohn und heiliger Geiſt! Der Tag, da du deines heiligen Namens Gedächtniß haſt geſtiftet, iſt nunmehr eendiget; doch da ich mich zu Bette ege, ſo gedenke ich auch noch an dich und verkündige billig mit Freu⸗ den nochmals alle deine Wohlthaten. Gelobt ſeiſt du, du Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, der du mich und alle Chriſten nicht nur in unſerer heiligen Taufe haſt wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferſtehung Jeſu Chriſti, ſondern auch heute zur Stärduß und Er⸗ neuerung dieſer unſerer Wiedergeburt uns bei der Predigt deines Wortes aufs Neue geſegnet mit allerlei geiſt⸗ lichem Segen in himmliſchen Gütern ſum Gelobt ſeiſt du, Herr, erſtehung uns Allen biſt geworden die Auferſtehung und das Leben, und auch heute wiederum uns haſt hören laſſen von dir Worte des ewigen Le⸗ bens: Gelobt ſeiſt du, Herr Gott, heiliger Geiſt, du Gott alles Troſtes, der du heute wiederum den hellen beſondere Gebete, womit wir heute Schein deines Wortes in unſere Her⸗ 1² Abend⸗Gebet am Sonntage. zen gegeben, uns und alle frommen kennen, wie mein Herz noch ſo oft Chriſten damit getröſtet in allen Trüb⸗ ſalen und uns Alles deſſen gnädig⸗ lich erinnert, was zu unſerer Se⸗ ligkeit uns nöthig iſt! Wie gut iſt, o Herr, dieſe heilige Ruhe, die du uns an dieſem Tage haſt gönnen wollen! Wie lieblich ſind deine Woh⸗ nungen, die du uns noch läſſeſt be⸗ ſuchen! Wie theuer deine ſchönen Gottesdienſte, denen wir darinnen können beiwohnen! Und wie köſtlich die Freiheit und Gelegenheit, die du zun vor ſo viel tauſend Andern, die das Alles müſſen entbehren, bisher zu unſerm Gottesdienſte haſt erhal⸗ ten! Wie holdſelig ſind deine Leh⸗ ren, wie lieblich deine Warnungen und Strafen, wie zerbaulich deine Er⸗ innerungen, wie theuer und kräftig deine Tröſtungen geweſen, die uns dein Wort heut zu Gemüthe geführet hat! Ja, wie väterlich haſt du auch unfern Leib dabei verſorgt, ob du gleich heute vornehmlich unſerer See⸗ len dich angenommen und ihre Selig⸗ keit geſucht! Darum für dein heili⸗ ges theures Wort, für die Freiheit, daſſelbe rein zu lehren, für das Gute, das heute in ſo viel tauſend und auch recht gewidmet, oder ihn etwa viel⸗ mehr mit Müßigkeit verderbt, mit eitlem Vorwitz, böſem Geſchwät und Beurtheilung meines Nächſten ent⸗ in meinem Herzen geſchafft worden, und für den uns dadurch kräftig dar⸗ gebotnen Vorſchmack der zukünftigen Welt und himmliſchen Vergnügung ſei, mein Gott, heute und allezeit ewig gelobt und geprieſen! O, daß unſer Leib und Seel ſich ewig an dir möchte freuen, o lebendiger Gott! Aber ach, vielmehr ſollten deine Pfeile, o Herr, in uns ſtecken und in unſern Gebeinen kein Friede ſein vor unſern Sünden, mit welchen auch der heutige Tag von und unter uns wiſſentlich oder unwiſſentlich enthei⸗ ligt worden! Du kennſt, Herr, unſere Thorheit und Herzens⸗Trägheit zu allen geiſtlichen Dingen, und ſo ſind dir denn auch meine heutigen Ver⸗ ſchuldungen nicht verborgen. Gib es denn auch mir ſelbſt noch immer mehr mit zerknirſchtem Geiſte zu er⸗ kaltſinnig iſt zu deinem Dienſt, ſo⸗ unandächtig zum Gebet, ſo ſehr zur Heuchelei geneigt in ſeiner Gottes⸗ urcht. Führe es mir in herzlicher Wehmuth Gedanken auch heute meinen zerſtreu⸗ ten Sinn beſchwert bei deinem Wort; wie Vieles der Satan von meinem Herzen weggenommen, daß ich es ganz vergeſſen; wie Vieles unter den zu Gemüth, wie viel fremde Reichthümern, oder Lüſten dieſer Welt, oder Sorgen der Nahrung erſtick worden, daß es leer zurückgekom⸗ men, und wie leider bei ſo vielen Stücken deines Wortes mein Glaube⸗ und Chriſtenthum nur bei dem Hören und bloßen Wiſſen geblieben, da ich ſchon längſt ſollte ein Thäter ſein geweſen zum Vollbringen! Laß mich es mit derglicher Pruͤfung vor dir inne werden, ob ich auch den übrigen Tag dir, mein Gott, und meiner Seele heiligt, bis zu fleiſchlicher Wartung meines Leibes gemißbraucht, mithin weder dir, noch meinem Nächſten, wie ich ſollte, heut gedient! Ach Herr, unſer Gott, wie werth ſind wir Ale dabei noch immer, daß du unſern Feiertagen gram würdeſt, unſere Ge⸗ bete und Gottesdienſte von deinem Angeſichtverſtießeſt, deine Gnadenvon uns wendeteſt, und unſere Gottes⸗ 2 häuſer und Herzen ewig wüſte ließeſt, habe doch aber, lieber Vater, noch Geduld mit uns und laß es nicht mit uns gar aus ſein, ſondern wie ſich ein Vater über Kinder erbarmet, ſo erbarme dich auch noch heute über uns! Bitte auch noch für uns, Jeſu⸗ unſer Heiland, und reinige auch mein beflecktes Gewiſſen von allen todten 84 2 Werken mit deinem Blute und ſprich demnach jetzt noch, o Gott, heiliger Geiſt, zu meinem armen ſündlichen Herzen: Dir ſind deine Sünden der⸗ geben! Ja, mache es in wahrer — nenen tand nn 40d ur din drhckn, weinch un A Ler Muwe 1 wed Vebe rutſ feut 1 auci duftewe Abend⸗Gebet am Sonntage. 13 be iit nnen de u, älli ict ſei, mei ut ff riiſt u deni h Buße von Neuem Gott gefällig, da⸗ deine Gnade geſchickt ſei, mein Amt d m 8 in da hußden Wort, das ich enu gehört, ferner redlich auszurichten. Gib in⸗ * det 3. Prait i 1 n nich ja nicht einmal richte oder ver⸗ deſſen, daß ich auch an dieſem Abende ae äͤr 8 ni 13 damme, ſondern von nun an heilige, deines heiligen Ruhe⸗Tages an die u L ue enith m üt erquicke, tröſte und ſelig mache. Zeit des Todes gedenke, da man hin⸗ in 66 A aud anr nen me Erinnere mich alſo auch nunmehr, geht in die Stille, und es von uns de tn eite dinnſtr mein Gott, Alles deſſen, was ich heute aufgeräumt wird, wie von eines de wig der un nng. Gutes gelernt habe, führe das Werk Hirten Hütte; da aber deine Kinder n—— wa dnn hinaus, welches du angefangen, und zur vollkommenen Ruhe eingehen von nen gn 4 ve dhs verſſegle deine heilſamen Worte in aller Arbeit und Mühe dieſer Welt. lch Ae Smu snm meinem Herzen, daß ich ſie als eine Bereite mich denn auch jetzt dazu, o u un un In ah theure Beilage bewahre bis an mei⸗ mein Gott, daß, wenn dieſe Zeit mir den 8! üm ſüt nen Tod. Laß mich ſie alle feſtiglich heute oder ſonſt von dir beſtimmt iſt, de mm w län tühmn. vor dein Wort halten, dieſelben wie⸗ ich nicht von deiner ſeligen Ruhe da⸗ „ ie lede d derholen, ſie in meinem Herzen als hinten bleibe, ſondern durch einen 1 Krchenbe meinen einigen Troſt erwägen und ſeligen Abſchied eingehe zu deiner un u An Bneniiaſn vor Augen haben und nimm dieß Freude, deren Vorſchmack du uns e ſa Wiſen gatch Wort nimmermeht von meinem eute haſt gezeigt, allda in der Ge⸗ a 1 ſolle mänſin Munde. Vielmehr laß es täglich mehr meine der Erſtgebornen im Himmel ſtis R 2 em Lollrumſthn und mehr auch bei mir ſich erweiſen und mit den Geiſtern der vollkom⸗ ms s t inüächer Aim A als eine Kraft zur Seligkeit, und menen Gerechten dir Tag und Nacht drt i n, db ih uwim wie du zum Guten mir heute das zu dienen in deinem Tempel! uch Ta in ren Gotzmemae Wollen gegeben haſt, ſo verleihe mir Thue das, o Herr, an mir, und duu e dmt ahmſie auch ein ernſtliches Vollbringen nach an Allen, die deine Erſcheinung lieb dem NMifigkätan a deinem Wohlgefallen! Stärke auch haben, und gib alſo auch allen an⸗ dir eiſe wit büenzn heute meinen Glauben, daß derſelbe dern frommen Chriſten einen ſeligen ein 3 Amg manes üne auch in dieſer Nacht bei mir nicht Beſchluß deines heiligen Tages. Alle deit, hei« is zu ſeichin bt aufhöre, und hilf, daß keine böſen Lehrer, die heute dein Wort gepre⸗ ute, m= ces gemätred hi Eingebungen des Satans, keine ſünd⸗ digt haben, ſchmücke mit viel Segen uch we k. wochmeixn äte i lichen Träume, Gedanken, Worte oder und erquicke ſie von ihrer Arbeit. den, ich K C heut gder Aen, Werke meine Seele und Leib verun⸗ Laß Keinen von denen verloren wer⸗ ar. un en t wie wahſnile reinigen, die du zu deinem Tempel den, die du ihnen gegeben haſt, ſon⸗ n dir heute von Neuem geheiligt haſt. dern laß Alle, die dein reines Wort — — 1 gen da h im W dtf m geheiligt ha 2 reines un e grewdn e Erwecke und erhalte in mir eine reine heute gehört haben, daſſelbe bewah⸗ geit bet im Gottedint anem ſiindliche Zuverſicht, mit welcher ich ren in einem feinen guten Herzen, e n ir ſeerſtezettetizem jetzt und allezeit all mein Anliegen daß es ihre Seelen ſelig mache. Er⸗ dn un m eteſt, ud ginbte⸗ auf dich werfen, in deine Hände mich höre die allgemeinen Seufzer deiner 0 5— Herereirſit dir übergeben und unter dem Schat⸗chriſtlichen Kirche, und halte dieſen ott d* dter htr eich ten deiner Flügel ſicher trauen möge. deinen Weinſtockallenthalben in Bau, eine 5 4 üt us wenit Sei du aber auch ſelber eine feurige den deine rechte Hand gepflanzt hat. und G In ſi,n d Mauer um mich und um die Mei⸗ Verhänge ja nicht um unſeres Un⸗ ſen n g üte ame nigen. Laß deine Engel über uns danks willen, daß hier oder anderswo auch ſch r J alet rärtt ide auf⸗ und niederfahren, wie über Ja⸗ deine Wohnungen mit fremder Lehre uns ſoſt rd umh, ceob, daß unſer Leib ruhe, unſere Ge⸗ entheiligt werden, oder deine Wider⸗ dei un t te uanen ſundheit bewahrt und Alles, was wärtigen darinnen mögen brüllen. un riſn min tann du mir gegeben, unter deinem Schutze Schicke um des großen Ekels willen uba dimn bt dit wohl aufgehoben bleibe, damit auch nicht im Zorn einen Hunger in dieß ind A it dn s ſlg: ich an dem morgenden Tage, ſo du oder andere Länder nach deinem rei⸗ Ver⸗ d9 t 4 3 willſt, und ſo ich lebe, wiederum zu nen Wort, daß wir unſere Zeichen manh rechter Zeit an die Werke meines nicht mehr ſollten ſehen und kein am Verufs fröhlich möge gehen und durch Lehrer uns lehrte. Erhalte uns aber * 14 Morgen⸗Gebet hier und anderswo noch immer dieß dein reines Wort bis an der Welt Ende; denn daſſelbe iſt unſers Her⸗ zens Freude und Troſt. Tröſte auch die, die heute keinen öffentlichen rei⸗ nen Gottesdienſt haben und beſuchen können und gib, daß ſie ſich deſto mehr heiligen in ihren Herzen. Er⸗ quicke die, die weit darnach haben laufen müſſen, und hilf denen zu⸗ recht, denen heute dein Wort mit viel Spreu fremder Lehre vorgetra⸗ gen worden, damit ſie Alles prüfen und nur das Gute behalten. Ja, nimm dich an allen Orten deiner armen zerſtreuten Heerden ſelbſt väter⸗ lich an, ſie zu weiden, 8 ſammeln und zu dem lebendigen Waſſerbrun⸗ nen deines reinen Evangelii zu lei⸗ len. Trage auch noch, o gnädiger Vater, mit deiner Geduld die, welche heute deinen heiligen Tag zu thörich⸗ ter und ſündlicher Welt⸗Freude, Tan⸗ zen und Spielen, Freſſen und Sau⸗ fen, Ueppigkeit und Pracht, Unzucht und Trunkenheit gemißbraucht oder mit gänzlicher Verachtung deines Dien⸗ ſtes entheiligt. Bekehre ſie noch heute, wo es möglich iſt, daß ſie nüchtern werden aus dieſen Stricken des Sa⸗ tans, und laß deinen Tag ſie noch nicht in Sünden übereilen und hin⸗ raffen, daß kein Erretter ſei. Behüte miſre Stadt und Alle, die darinnen find, alle die lieben Unſrigen, die uns lieben und angehören, alle andere Bekannte und Freunde. Sorge für alle Hungrige, Nackte Fremdlinge, Reiſende, Arme, Betrübte, Angefoch⸗ tene, Nothleidende, Kranke und Ster⸗ bende; laß dein Wort auch heute ihren Troſt ſein, daß ſie nicht ver⸗ gehen in ihrem Elend, bis wir Alle einen Sabbath nach dem andern vor dir werden fröhlich halten und ewig dein Antlitz ſchauen! Du, Herr, ſegne uns und behüte uns; du, Herr, er⸗ leuchte dein Angeſicht über uns und ſei uns gnädig; du, Herr, erhebe dein Angeſicht auf uns und gib uns deinen Frieden! Die Gnade unſeres am Montage. Herrn Jeſu Chriſti und die Liobe Gottes und die Gemeinſchaft des hei⸗ ligen Geiſtes ſei mit uns Allen, die Nacht hier zeitlich und dort ewiglich! men! Morgen⸗Gebet am Montage. G ein Her 5 bereit Gatt mein erz iſt bereit, daß ich ſinge und lobe. Pcber auf, meine Cap wache auf, Pſalter und Harfe, früh will ich aufwachen und dir, mein Gott, lobſingen. Durch deine Gnade fange ich mit dieſem Morgen die Ar⸗ beit einer neuen Woche an, und deine Güte iſt es, daß es mit mir noch nicht aus iſt, deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, ſondern ſie iſt alle und auch den heutigen Morgen über mir neu geworden. Duerneuerſt ja auch heute an mir und allen Menſchen das Werk deiner Schöpfung und Erhaltung. Du läͤſſeſt wiederum deine Sonne aufgehen über Böſe und Gute, und durch deinen Willen haben wir und alle Creaturen noch immer das Weſen und ſind geſchaffen. Deine Gnade iſt auch heute an mir neu geworden. Wie du mich, o mein Va⸗ ter, in meiner Geburt geſund aus Mutterleib gezogen und meine Zu⸗ verſicht biſt geweſen von Jugend an, ſo haſt du auch bis auf dieſe Stunde Lehen und Wohlthat an mir gethan und dein Aufſehn hat auch in die⸗ ſer Nacht meinen Odem bewahrt. Deine ewige Liebe und Treue, da⸗ mit du mich je und je geliebet, ehe der Welt Grund gelegt worden, mich erlöſt, in meiner Kindheit mich auf⸗ enommen in den Gnaden⸗Bund der Henigen Taufe, von da an mich ge⸗ trieben zum Guten und mich verſcho⸗ net mit deinen Strafen, meine Ge⸗ ſundheit erhalten, meinen Ausgang und Eingang behütet, mein Vorneh⸗ men befördert und dein Gedeihen dazu gegeben und ſonſt mit deinem durch daß Verdienſt deines Sohnes Segen mich und die Meinigen bis⸗ ung. 1 act dein*ee auſgehetelken. en wir alle Creubmndmn ite, das= und fidgöin de en Gn aach heh uiſe 51 geu= Wie dunhm ter, iner Gem iu e ZZZE U R gonn mr verſ u geream mn he, mit 4 bfu her überſchüttet; die gehet heute mir von Neuem auf wie die Morgen⸗ röthe! Darum lobe nun auch den Herrn, meine Seele, Alles, was in mir iſt, ſeinen heiligen Namen; lobe den Herrn, meine Seele, und ver⸗ giß nicht, was er dir Gutes gethan hat, der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der h dein Leben vom Verderben erlöſt, der dich auch heute krönet mit Gnade und Barmherzigkeit! Wer bin ich, Herr, Herr, und was iſt mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht haſt! Ich bin ja, leider, nur noch im⸗ mer ein Sünder, der alles Ruhmes mangelt, den er vor dir haben ſollte! Ich ſehe es noch täglich, daß ich aus ſündlichem Samen gezeugt und in Sünden empfangen bin. Ich em⸗ pfinde es noch immer, daß in mei⸗ nem Fleiſche nichts Gutes wohnt, und das Böſe mir ſo anklebt, daß ich noch muß ſtets ſeufzen: Ich elen⸗ der Menſch, wer will mich erlöſen von dem Leibe dieſes Todes! Ich thue, leider, nicht, was ich auch manch⸗ mal durch deine Gnade ſchon will, ich will auch nur ſelten recht ernſt⸗ icch was ich ſoll. Meine Gedanken ſind eitel und irdiſch geſinnt; mein Verſtand verfinſtert, mein Her iſt trotzig und verzagt, meine Lüſte und Begierden oft unbändig; meine Hände verſchloſſen für meinen Nächſten; meine Füße ſchnell zum Böſen; meine Augen bald hochmüthig, bald nei⸗ diſch und unvergnügt; meine Ohren mehrmals verſtopft vor deinen Be⸗ fehlen; mein Mund träge zum Be⸗ ten und Danken, geneigt aber zu un⸗ nützen Worten und Verleumdung mei⸗ nes Nächſten. Ja, wenn ich noch ſo rein mich achten wollte, ſo iſt meine Gerechtigkeit vor dir nur wie ein un⸗ fläthig Kleid; von der Fußſohle bis aufs Haupt iſt nichts Geſundes an mir, ſondern Alles krank, matt, ver⸗ derbt und befleckt; ach, ſo ſiehe denn, mein Gott, mich auch heute ja nicht an, wie ich an mir ſelbſt von Natur Morgen⸗Gebet am Montage. 15 und in meinen Sünden bin! Ge⸗ denke nicht der Sünden meiner Ju⸗ gend, noch aller, meiner Uebertretun⸗ gen; gedenke aber, lieber Vater, an deines Sohnes bitteren Tod, ſiehe an ſeine heiligen Wunden, die ſind ja für die ganze Welt die Hahlun und das Löſegeld; damit tilge au eute alle meine Miſſethat, daß ich rein werde, von allen meinen Sün⸗ den, vor dir gerecht werde durch den Glauben an meinen Heiland, und ſo auch mit dir, meinem Gott, Frie⸗ de habe durch meinen Herrn Jeſum Chriſtum! Mein Herz hält dir darauf auch heute vor dein Wort: Ihr ſollt mein Antlitz ſuchen; drum ſuche ich auch, Herr, dein Antlitz, verbirg dein Antlitz nicht vor mir und verſtoße nicht im Zorn deinen Knecht, denn du biſt meine Hilfe. Laß mich nicht und thue nicht die Hand von mir ab, Gott, mein Heil, ſondern leite mich heute und die ganze Woche nach deinem Rath und nimm mich endlich mit Eh⸗ ren an! Ich fange heute eine Woche an, daß ich hingehe und nicht weiß, was mir darinnen begegnen wird. Du aber behüte mich darinnen vor allem Uebel, behüte meine Seele, be⸗ hüte meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Alle Sün⸗ den, allen Unglauben, alle Unbußfer⸗ tigkeit, Heuchelei, Kaltſinnigkeit und fleiſchliche Sicherheit laß Han von mir ſein, und, wenn ich auch heute deine Stimme in deinem Wort, oder meinem Gewiſſen höre, laß mich mein Herz nicht verſtocken; behüte mich vor unzüchtigem Geſicht und wende von mir alle böſen Lüſte, laß mich nicht in Schlemmen und Unkeuſchheit ge⸗ rathen und behüte mich vor unver⸗ ſchämten Herzen Bewahre mich vor allem Hochmuth, Scheinheiligkeit und Gefallen an mir ſelbſt, vor Geiz und Unvergnüglichkeit; vor Ungeduld und Murren gegen deine Regierung, Wende von mir allen ſündlichen Zorn, Eifer, Rachgier, Mißgunſt, Argwohn, 16 Morgen⸗Gebet Verleumdung, Falſchheit und Un⸗ barmherzigkeit gegen meinen Näch⸗ ſten und wehre alſo allem Böſen, welches mir das Ziel meines Chri⸗ ſtenthums könnte verrücken.) Hilf aber, daß ich auch in dieſer Woche am erſten trachte nach dem Reiche Gottes und nach ſeiner Ge⸗ rechtigkeit, dafür zuerſt ſorge, daß ich meine Seligkeit ſchaffe mit Furcht und Zittern und unter allen irdi⸗ ſchen Geſchäften meinen Wandel al⸗ lein im Himmel habe. Reinige mein Herz durch rechten Glauben, damit ich lebe im Glauben und dadur Alles, was ich thue, in Gott gethan ſei. Gib mir damit ein Herz nach deinem Willen und erneure mich ſelbſt durch Veränderung meines Sin⸗ nes und lehre mich thun nach dei⸗ nem Wohlgefallen; dein guter Geiſt führe mich auf ebener Bahn. Wirke in mir herzliche Liebe gegen dich, kind⸗ liche Furcht, gläubige Zuverſicht, in⸗ brünſtige Andacht, geduldige Gelaſ⸗ ſenheit. Schaffe in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen ge wiſſen Geiſt. Gib mir unverfälſchte Demuth und Erkenntniß meiner Nie⸗ drigkeit, chriſtliche Zufriedenheit, mir mit Allem genügen zu laſſen. Wirke in mir herzliche Liebe und Sanft⸗ muth gegen meinen Nächſten, die Alles glaube, hoffe, dulde, die nicht eifere, die ſich nicht erbittern laſſe, die nicht nach Schaden trachte, die nicht das Ihre ſuche, die Alles, was ich will, daß mir die Leute thun ſol⸗ len, ihnen auch von ganzem Herzen thue. Bei Alle dem aber exforſche du mich ſelbſt und erfahre mein Herz, prüfe und erfahre, wie ichs meine, und ſiehe, ob ich auf böſen Wegen bin, und leite mich auf ewigem Wege. Gib dabei vornehmlich, daß ich mich nicht auf meine eigene Gerechtigkeit vor deinem Gericht verlaſſe, oder vermeſſe, ſondern mit ſteter Buße und Glauben allein in Jeſu Chriſto und ſeiner Gerechtigkeit erfunden am Montage. den zum Sterben willig und bereit auch endlich im Tode getroſt ſein, damit ich bis dahin halte, was ich durch deine Gnade habe, und wenn ich ſterben ſoll, meine Seele dir, mei⸗ nem getreuen Schöpfer, mit Freuden übergebe und meinen Lauf ſeliglich vollende. Iadeſſen fange ich heute meine Arbeit wieder an auf dieſe Woche, ſo gib denn, daß ich Alles anfange im Namen Jeſu; ich eſſe oder trinte, oder was ich thue, Alles thue zu dei⸗ ner Ehre, und alle meine Werke dir ch mögen wohlgefallen. Sende deswe⸗ gen bei meiner Arbeit jetzt und täg⸗ he lich dein Licht und deine Wahrheit daß ſie bei mir ſei und mit mir ar⸗ beite, daß ich erkenne, was dir wohl⸗ gefällt. Gib dazu meinem Leibe Kraft und Geſundheit, auch ſein täglich Brodt, meinem Gemüthe Ruhe und Freudigkeit und zu aller meiner Nühe dein göttliches Gedeihen. Erhalte mir den Segen, den du mir gegeben daß ich auch mein Brodt den Hunngen könne brechen. Ernähre, verſorge, be⸗ ſchirme mich und laß mich, ſoweit es chriſtlich iſt, mit allen Menſchen Friede haben und Gnade finden bei dir und den Menſchen. Befiehl deie nen Engeln über mir, daß ſie mich behüten auf allen meinen Wegen, daß ſie mich auf den Händen tragen, daß ich meinen Fuß nicht an einen Stein ſtoße. Gib mir Weisheit meine eit wohl anzulegen, damit ich alle tunden wandle, wie du mich beru⸗ fen haſt, und niemals unter denen erfunden werde, die das Werk des Herrn läßig treiben. Legſt du mir dabei eine Laſt auf, ſo hilf mir auch und laß mich heute auch erfahren, daß du der ſeieſt, der du nns von allen Uebel erlöſt haſt und uns täglich erlöͤſeſt und werdeſt mich auch immer weiter erlöſen. Doch, mein Gott, wie deine Vor⸗ werde. Laß mich dadurch alle Stun⸗ ſicht Alles regiert und für Alle gleich von deinem heiligen Himmel und von dem Throne deiner Herrlichkeit, d Un. 8, 4 Staten ul en e lüh in n h 1 ts unae e ne Gndeits hei jeir=n ſoll weines 3 ug a Schpfe wn dn i Pn Ren Ge e und nena arenn 5n Kfünt ch men fang: — nge L dentg n ntt N is idt m 3 8 19 de ſt Mimm, daß ic Nhe. 3 la(en Jern. 5 df. 1 Sir hu danſ dn Ar ichthue,Nazuad mit.= und g. eäde An„d ale mm wn . 1 r ohlgefle.; eäne. dan a I maner Aii ad aach Lit m h 1a dt w rdtte nih ut n ſelin in m Sn. Thrme dänſci de. wr urſämmr Beit d. ic etan etnie Srte g I Fib daumamtitit id⸗ ut fandhet uſm iſt ir t Ceinen Gat u dela J eit und atemnn dines d lices Gain dtt nge= en, denunpem. lſchte it u men Bumigen Ne⸗ eten. Gmäenne nir ſ rmich md bhn dire& r cih it nich i anft: J e-aben ud wefket . e die d ran den Nate nict en üdr m* le, 1 af uu die uih umſh 5 das d renn i 4* ſS Fr ſe bümbrte * It Lnum m n Je umkenuan den 1 und rend 1 ee der. 3 vade, W M eiine, ei K r went ai ſi 1 2 ßig treibe. 43 zegen 2 Lat aff gfnrna Dege. er an 1 nich hedk h 3 pſ mich uf 2t Tune3. abit d A dr fif, n e gtet I A al Mn.⸗ n d immin Buße— eiter elbſe driſo iſ kS n Gt, M nden S wunm Sun. ſſ E d ſorgt, ſo gedenke auch heute in Gna⸗ den daran, daß Alles auf dich war⸗ tet und von deiner Hand allein all ſein Heil und Glück zu erwarten hat. Darumerhalte auch alle deine frommen Chriſten und behüte ſie allenthalben wie einen Aug⸗Apfel im Auge gegen alle liſtigen Anläufe des Satans und der Welt, und herrſche in deiner Kirche bei uns und an allen Orten mitten unter deinen Feinden, damit die Pforten der Hölle ſie nicht mögen überwältigen, ſondern vielmehr noch immer Irrige und Verführte zu der⸗ ſelben wiedergebracht, um unſeres böſen Lebens willen aber dein Name ja nicht weiter unter Un⸗ und Irr⸗ gläubigen möge geläſtert werden. Ge⸗ denke an Alle, die in deiner Gemeine arbeiten, und laß ſie das thun mit vollem Segen des Evangelii. Gib ſowohl allen Königen und Fürſten, als unſerm Könige, beſonders Friede und gut Regiment und ſteure den Kriegen in aller Welt. Gib, daß nach deiner Weisheit die Könige re⸗ heren und die Rathsherren das Recht ſehen, damit auch in unſerem Lande und Stadt dieſe Woche Güte und Treue einander begegnen, Gerechtig⸗ ſeit und Friede ſich küſſen und überall Recht und Gerechtigkeit im Schwange gehe. Strafe unſer Land nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm durch Krieg, ſchädliche Krankheiten, Peſtilenz, Hun⸗ gersnoth, Mißwachs und theure Zeit; kröne aber auch dieſes Jahr mit dei⸗ nem Gute, damit das Land ſeinen Thau, Regen und Sonnenſchein gebe zu rechter Zeit, und hilf alſo Beiden, Menſchen und Vieh. Segne allen Handel uud Wandel, alle Nahrung und Arbeit und gib, daß ein Jeder dabei ſich redlich nähre und mit al⸗ lem guten Gewiſſen wandle. Gib allen Eltern Gnade, ihre Kinder auf⸗ zuziehn in der Zucht und Vermah⸗ nung zum Herrn; allen Herrſchaften, ihre Häuſer göttlich zu regieren. Lenke der Jugend und Geſinde Herz zur Abend⸗Gebet am Montage. 17 Gottſeligkeit, Treue und Gehorſam, Nähre die Armen, kleide die Nacken⸗ den, ſättige die Hungrigen, begleite die Reiſenden, heile die Kranken, richte die Troſtloſen auf; ja, thue deine Hand auf allenthalben und erfülle Alles, was lebt, mit Wohl⸗ gefallen. Gebiete auch deinem Segen über die Meinigen, ſetze ſie zum Se⸗ gen ewiglich, ſättige ſie mit langem Leben, zeige ihnen dein Heil. Denke an uns Alle und ſegne uns, ſegne, die den Herrn fürchten, Beide, Kleine und Große, ſegne uns je mehr und mehr, uns und die Unſrigen. Laß. uns alleſammt ſein die Geſegneten des Herrn, der Himmel und Erde ge⸗ macht hat: Alles um deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti und um ſeiner⸗ kräftigen Fürbitte willen! Amen Abend⸗Gebet am Montage. Werr, du ewiger Gott, der du die Enden der Erde gemacht haſt, du wirſt nimmer müde, noch matt, dein Verſtand iſt unerforſchlich, du gibſt den Müden Kraft und Stärke den Unvermögenden. Du biſt der Hüter Iſraels, der nicht ſchläft noch ſchlum⸗ mert. Unſre Tage aber ſind bei uns wie die Tage eines Tagelöhners. Wie ein Knecht ſich ſehnt nach dem Schat⸗ ten und ein Tagelöhner, daß ſeine Arbeit aus ſei, ſo iſt uns allen nach der Arbeit der Schlaf ſüß und wir ſehnen uns nach der Ruhe. Darum ſei dir auch heute Dank geſagt, Herr mein Gott, du treuer Menſchen⸗Hüter, für dieſe deine Verordnung, dadurch Tag und Nacht auf einander folgen; für deine väterliche Fürſorge, mit welcher heute deine Augen über meiner Seele und Leib, über meiner Geſund⸗ heit und Leben, über meinem Gut und Ehre, über meiner Arbeit und Verrichtungen, über den Meinigen und allen andern Menſchen offen ge⸗ ſtanden und mit welcher du auch in der Nacht für uns Alle wachſt und 18 Abend⸗Gebet hilfſt, daß wir ſicher wohnen. Dank ſei dir inſonderheit, Herr Jeſu Chriſte, daß du durch dein Sterben und Auf⸗ eerſtehen als der Erſtling unter denen, die da ſchlafen, deinen Gläubigen ihren Tod zu einem ſanften Schlaf gemacht, einer ſeligen Auferweckung an jenem Tage ſie verſichert haſt; auch eben darum für uns geſtorben und auferſtanden biſt, daß⸗ wir wachen oder ſchlafen, wir zugleich mit dir leben ſollen. Wie theuer iſt deine Güte, o Gott, daß wir armen Men⸗ ſchen⸗Kinder unter dem Schatten deiner Flügel auch im Schlafe ſo ſicher trauen, daß du unſer bei Tag und Nacht ſo gedenkeſt und dich unſer ſo herzlich annimmſt! Herr, unſer Gott, wir danken dir dafür au heute und rühmen den Namen deiner Herrlichkeit. Du biſt unſer Gott immer und ewiglich; du führſt uns wie die Dugend; du leiteſt uns mit deinen Augen und haſt ein uner⸗ müdetes Aufſehen auf deine Auser⸗ wählten. Bingegen wie iſt doch bei mir noch aller Dank ſo ſchläfrig, den ich dir dafür bringe; Wir oft ſind meine Augen voll Schlafs, wenn ich ſollte vor dir wachen und beten, und, o wie wenig geiſtliche Wachſamkeit habe ich auch heute gehabt für meine Seele zu recht ſorfältiger Bewahrung vor Sünden! Wie träge und nachläßig habe ich oft mein Werk verrichtet! ie müde und unverdroſſen bin iich, meinem Nächſten Gutes zu thun, und wie leicht laſſe ich mich durch fleiſch⸗ liche Sicherheit einſchläfern, auch wohl mitten in der größeſten Gefahr meiner Seele zu ſein wie Einer, der mitten im Meere ſchläft, und in den Stricken des Satans zu ſchlummern, worinnen er mich ſucht gefangen zu führen nach ſeinem Willen! Hinge en wie viel wachſamer bin ich noch immer auf meines Nächſten Fehler, wie eil⸗ fertig und ſchnell, Böſes zu reden und Schaden zu thun; Wie willig und früh auf das eitle Weſen, der Welt am Montage. zu gefallen, da es mir oft unmögli will ſcheinen, wenn ich bur mein ü zu Liebe Eine Stunde ſoll wachen! Ja, wie kann ich überhaupt bei die⸗ ſer meiner ſchlechten Wachſamkeit merken, wie oft ich auch heute ge⸗ fehlt? Verzeihe du mir demnach, o mein Gott, dieſe und alle andere, meine auch verborgenen Fehler. Erwecke auch noch jetzt mein ſchläfriges Ge⸗ wiſſen, daß es aufwache, worinnen es noch ſchläft, daß ich bedenke die Gefahr meiner Seele. Und da meine Sünden, auch wenn ich ſie vergeſſe und überſehe, doch vor dir nicht ver⸗ borgen ſind, ſo gib, daß ich jetzt meine Augen nicht laſſe ſchlafen, noch meine Augenlieder ſchlummern, bis ich mit ch zerknirſchtem Herzen dir meine Sün⸗ den nochmals abgebeten und durch deines Sohnes Blut von Neuem eine reine Wohnung dir bereiten laſſen in meiner Seele. Mein Gott, meine Miſſethaten drücken mich hart, du aber wolleſt mir meine Sünden ver⸗ geben. Ich fühle ja der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an, ach aber deines Sohnes Huld hat gnug für mich gethan, den ſetz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vors Ge⸗ richt, ich kann ja nicht verloren ſein in ſolcher Zuverſicht. Sein Urtheil über meine Uebertretungen ſollte ja wohl billig nicht ſäumen und mein Verdammniß, das ich damit vesſchi⸗ det, nicht ſchlafen. Aber wer will ver⸗ dammen, wenn du bei mir biſt, o mein Jeſu, der du für mich geſtorben und auferſtanden biſt, der du zur Rechten Gottes ſitzeſt und gegen alle Anklagen des Satans, wenn er uns auch mich ohn Unterlaß vertrittſt! So ſei denn bei mir, o treuer Hüter Iſraels, und gib nun auch, daß i jetzt deſto mehr wache und bete, da⸗ mit ich nicht weiter in Anfechtung falle, und erinnere mich immer dabei, der Geiſt ſei wülli aber das Fleiſ ſei ſchwach. Ich lege mich jetzt nach deiner Verordnung ſchlafen, meine Tag und Nacht vor Gott verklagt, Mix rirg a d die in uent etcer inſt d ddur gälärte dinem Denden Areche n dei mtt 1 nein Gol duch de — — — ent n n 1 in, J gr kn n 88 Sud ta d7 t da ar ſ dr Ta Nen⸗ Aui = eſe unſ d r and leer⸗ a et nir mneiner⸗ 8 nt füerrä noch 3 N iemih tüian „,orA kum ſu uttem dede in dA Funit in ti u Uidentumn ii Im Wüwntt aei d E näunn imse , N Er um ünn, und m„ Nan eic. u e ima m voh R ate mes eme I d.n de et gig, uum Futiuen niem ie in emmie men omm bimah h uma m 13 tttwing 8 F — “ 4. X 1AIAE == — —— Abend⸗Gebet am Montage. uhe zu genießen. Wache du für uhe Ghne daß ich iege und ſchlafe und erwache, weil du, Herr mich erhälſt. Bewache und bewahre meine Seele und Gemüth vor den feurigen Pfeilen des Böſewichts, mein Haus und Vermögen vor Gewalt und Ueberfall, vor Brand und Feuers⸗ Gefahr, meinen Leib und Gliedmaßen vor allem Schaden, Schrecken und Schmerzen, damit ich nicht durch wachſame Sorgen, Jammer und Noth, Krankheit und Elend erweckt, ſeufzen müſſe: Meine Augen hälſt du, daß ſie wachen. Vornehmlich aber laß ja nicht zu, daß mein Herz in Sün⸗ den durch einen Geiſt des harten Schlafes und fleiſchlicher Sicherheit überfallen werde, einen ewigen un⸗ ſeligen Schlaf zu ſchlafen. Gieb mir hingegen auch heute deine heiligen Wächter, die ſich um mich und das Meinige lagern, und laß auch in meinem Schlafe deine Himmels⸗Leiter auf die Erde zu mir reichen, daran deine Engel auf⸗ und niederſteigen mögen, und du, oberſter Wächter, ſeieſt obenan. Laß alſo meinen Schlaf ſanſt ſein, daß meine Kräfte ſich dadurch erholen, meine Geſundheit geſtärkt werde, damit ich auch nach deinem heiligen Willen an dem mor⸗ genden Tage neue Kräfte möge haben, zu rechter Zeit aufzuſtehen vom Schlaf, in deinem Dienſt zu laufen und nicht matt zu werden, zu wandeln und nicht müde zu werden. Indeſſen, da ich ſchlafe, ſo hilf, o mein Gott, daß mein Herz gleichwohl auch des Nachts zu dir wache, daß ich mit meinem Geiſte auch morgen früh zu dir erwache und alſo anhalte im Gebet, damit weder im Schlafen noch im Wachen Nichts von dir und deiner Liebe mich möge trennen, und wenn ich ſo in kindlicher Zuverſicht mich auf dich verlaſſe, der du deinen Freunden auch ſchlafend, was ſie be⸗ dürfen, gibſt, ſo laß meine Seele getroſt auf dich harren, von einer Mor⸗ gen⸗Wache bis zur andern. Endlich, 19 o mein Gott, weil wir Alle einmal durch unſern Tod in unſere Schlaf⸗ kammer werden hingehen und die Thür nach uns zuſchließen, ſo hilf, daß ich auch das jetzt bei meinem Schlaf nicht vergeſſe; laß mich daher jetzt und alle Zeit geiſtlich wacker ſein und beten, damit dein lieber Sohn Jeſus Chriſtus, wenn er kommt mit ſeinem jüngſten Tage, oder meinem Schlafſtündlein, mich nicht anders, als wachend und beſtändig im Glau⸗ ben möge antreffen. Iſt das auch heute vorhanden, ſo laß mich ſelig einſchlafen auf das Verdienſt deines Sohnes mit freudiger Verſicherung, in dieſem Schlafe werde es beſſer werden, als es war auf Erden, und laß mich ſo dann unter der Erde ſchlafen liegen, bis ich in der ſeligen Auferſtehung dein Antlitz einmal ſchaue in Gerechtigkeit und ſatt werde, wenn ich erwache in deinem Bilde. Im Uebrigen, o mein Gott, laß auch jetzt deine Fürſorge wachen über deine ganze chriſtliche Gemeine, dieß Land, unſre Stadt und alle Men⸗ ſchen. Laß Alle, die zu Wächtern beſtellt über deine Gemeine, die da wachen über andere Seelen, als die Rechenſchaft dafür geben ſollen, ihr Amt bei Tag und Nacht redlich aus⸗ richten, und gieb, daß ſie das mit Freuden können thun und nicht mit Seufzen. Hilf, daß nicht, indem wir ſchlafen, der Satan Unkraut unter den reinen Weizen möge ſtreuen in deiner Gemeine, oder Jemandes Her⸗ zen. Höre aber auch heute alle from⸗ men Chriſten, deine Auserwählten, wenn ſie Tag und Nacht zu dir rufen, und ſei in Gnaden wacker, dein Wort auch an ihnen zu erfüllen. Laß Alle, die für die gemeine Sicherheit wachen, das mit allem Fleiß thun. Weil aber doch, wo du, Herr, die Stadt nicht be⸗ wachſt, alle Wächter umſonſt wachen, ſo laß unſre ganze Stadt durch deine Wache heute behütet werden vor Sünden und Schanden, vor Feuer und Waſſers⸗Noth, vor allem Unfall —————õ 8 4“ 20 Morgen⸗Gebet und Herzeleid, und wehre Allen denen, die nicht ſchlafen, ſie haben denn Uebels gethan. Wache,„o treuer Va⸗ ter, auch heute für alle die lieben Meinigen, für Alle, die uns ange⸗ hören, wohl wollen und wohl thun, und denke ihrer im Beſten, wenn wir nicht an ſie können denken, noch ſie ſich ſelbſt können verſorgen. Zu⸗ letzt, o mein Gott, ſei bei Allen, die heute elend ſind geweſen, oder auch jetzt noch nicht ſchlafen können. Er⸗ quicke ſie, ſtärke und beruhige ſie. Nimm von einem Jeden ſeine Laſt, erleichtere ihm ſeine Sorgen, bedecke ihn mit deiner Gnade, begleite ihn auf ſeinem Wege, wache bei ihm in ſeiner Krankheit, und alle Sterben⸗ den laß endlich in wahrem Glauben an Jeſum ſanft einſchlafen, daß ſie einmal mit uns und Allen, die ſchon im Herrn entſchlafen ſind, mögen aufwachen zum ewigen Leben. So liege und ſchlafe ich jetzt in deinem Namen, mein Vater und mein Gott, ganz mit Frieden. So ſchlafe ich ein⸗ mal im Tode ein und ruhe fein, kein Menſch kann mich aufwecken, nur Jeſus Chriſtus, Gottes Sohn, der wird die Himmels⸗Thür aufthun, mich mit allen Gläubigen führen zum ewi⸗ gen Leben. Amen! Morgen⸗Gebet am Dienstage. Mommt, laßt uns anbeten und 8 niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat, denn er iſt unſer am Dienstage. muß dir alles dienen; darum komme ich auch heute vor dein heiliges An⸗ geſicht mit Frohlocken und diene dei⸗ nem Namen mit Freuden. Groß ſind deine Werke an uns, wer ihrer achtet der hat eitel Luſt daran! Habe Dank, liebſter Vater, der du mich zu deinem Dienſt erſchaffen, auch in deiner Gnade von Neuem zubereitet, daß ich dein Knecht ſein ſollte; der du durch deine väterliche Fürſorge uns alle Dinge läſſeſt zum Beſten dienen, daß du auch heute dieſe Nacht bei uns und den Unſrigen deine dienſtbaren Gei⸗ ſter zum Dienſt ausgeſandt, uns zu bewachen, zu behüten und auszuhelfen. Gelobt ſeiſt du, Herr Jeſu Chriſte, unſer Bruder und Immanuel, der du in deiner Menſchwerdung in die Welt biſt gekommen, nicht dir dienen zu laſſen, ſondern daß du für uns dienteſt und dein Leben gebeſt für uns Alle zur Erlöſung; daß du auch uns aus dem Dienſthauſe der Sün⸗ den, der Knechtſchaft des Satans und dem ewigen Kerker der Hölle befret haſt! Dank ſei Dir, Herr Gott hei⸗ liger Geiſt, der du uns vor ſünd⸗ licher Theilnehmung an fremden Gottesdienſten bisher gnädiglich er⸗ halten; Allerlei deiner göttlichen Kraft, was zum Leben und göttlichen Wandel dient, uns in unſrer heiligen Taufe reichlich mitgetheit, und nun auch an dieſem Morgen uns wieder fröh⸗ lich zu deinem Lobe erweckt, dir mit Mund und Herzen einträchtiglich zu dienen! O Herr, dreieiniger Gott, du biſt der Herr, deß wir ſind, und dem Gott und wir das Volk ſeiner Weide wir dienen, und wir unnützen Knechte und Schaafe ſeiner Heerde. Herr, un⸗ ſer Herrſcher, wie herrlich iſt dein Name in allen Landen! Herr, du biſt es allein; du haſt gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit allem ihrem Heere, die Erde und Alles was darauf iſt, das Meer und Alles, was darinnen iſt. Du machſt Alles lebendig, und das himm⸗ und Mägde ſind viel zu geringe aller Barmherzigkeit und Treue, die du an uns unendlich erweiſeſt. Aber, ſiehe, Herr, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Her⸗ ren, wie die Augen der Mägde auf die Hände ihrer Frauen ſehen, ſo ſehen unſre Augen jetzt auf dich, Herr unſer Gott, bis du uns gnädig liſche Heer betet dich an. Es bleibt täglich nach deinem Wort, denn es uns werdeſt. Sei uns gnädig, Herr, ſei gnädig und gehe auch heute hale u nen =— ——— 5—„— 6 —— ₰ —=—— .= — +— c a Wnen ihit inn dü 1 4 rade d tufe N ud Aager 403b dadigen: A. Jn dem d en Slsu m ienen dnn. za⸗ G 5b eute vor mna b i ieta et g. n nit Fraudn t 3. 1 1 hna m i dium aedh ech A t der dum 8 — 5 eſe autidn ie er übit wi ut a 3 tflr Mugnn ae 8 13 Fürſnge w 8 1e Neeuh aft, da j ieſe Nadt b d zi mir ſän u b A Tanch ri Keinitgethet, u ma ea= Wrn ſich mrinen lwe min 1 uſer dbij 1S, riſi dA der dis ⸗ Hen, mnd 8 Morgen⸗Gebet am Dienstage. 21 nicht ins Gericht mit mir, deinem elenden ſündlichen Knecht, denn vor dir iſt kein Lebendiger gerecht! Ach, mein Herr und mein Gott, wie oft habe ich in meinem Leben meine Glieder muthwillig begeben zum Dienſt der Sünde und Ungerechtigkeit, von einer Unreinigkeit zur andern. Wie oft ſucht auch noch die Sünde in meinem ſterblichen Leiden zu herrſchen, daß ich ihr ſoll Gehorſam leiſten in ihren Lüſten, und ich wirklich geneigt werde, der Sünde zu dienen! Wie oft habe ich Menſchen und armen Geſchöpfen mehr gedient, als dir, meinem Schöpfer, dem Satan, der Welt und dem, was darinnen iſt, Augen⸗Luſt, Fleiſches⸗Luſt und hof⸗ färtiges Leben, meiner eitlen Ehre, meinem Bauche vielmehr gedient, als dir meinem Erlöſer, der du mich zu deinem Dienſt ſo theuer erkauft haſt! Wie oft bin ich dir, mein Hei⸗ ſand, in deinen nothdürftigen Glie⸗ dern begegnet, denen ich geiſtlich und ſeiblich dienen ſoll mit deinen Gaben und habe dir nicht gedient. In Summa: wie ſelten iſt es mir ein Ernſt, wenn ich dir ſoll dienen: wie oft habe ich das verſäumt, oft gar mit falſchem Herzen und wenig An⸗ dacht gethan, oft nur mit Dienſt vor Augen, als Menſchen zu gefallen, und nicht mit einfältigem Herzen! O mein Gott, ich bin alſo der Knecht, der deinen Willen wohl gewußt und ſich doch nicht bereitet, nach demſel⸗ ben zu thun, der unnütze Schalks⸗ Knecht, der deine Gaben ſchändlich vergraben und gemißbraucht. Und, o wie hätteſt du ſchon längſt als mein Herr können kommen an einem Tage, da ich michs nicht verſehen, und zu einer Stunde, da ichs nicht gemeint, und mir meinen Lohn kön⸗ nen geben mit den Ungläubigen und Heuchlern in der äußerſten Finſter⸗ niß, da wird ſein Heulen und Zähn⸗ kappen! Jedoch, mein Gott, der du nicht Luſt haſt an des Sünders Tod, fondern, daß er ſich bekehre und lebe, verſtoße doch auch heute nicht im Zorn deinen Knecht, denn du biſt meine Hilfe. Herr Jeſu, vertritt du deinen Knecht, den du mit deinem theuren Blute erkauft haſt und reinige durch daſſelbe auch heut mein Gewiſſen von allen todten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott. Und du, o Gott, heiliger Geiſt, laß mich auch heute zu dieſer meiner Zeit bedenken, was zu meinem Frieden dient, da⸗ mit ich gerechtfertigt und erlöſt von meinen Sünden dir auch heute diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir wohlgefällig iſt. Zerknirſche ſo mein Herz noch fer⸗ ner mit täglicher Buße, daß ich dir darin diene mit heiliger Furcht, mich freue mit Zittern, und dir, meinem Gott, zu gefallen ſuche in kindlicher Zucht und Furcht. Erhalte mich in reinem unverfälſchten Gottesdienſte des Glaubens, daß ich in dem hei⸗ ligen Schmuck der Gerechtigkeit Jeſu Chriſti dir williglich dienen und mei⸗ nes Glaubens unabläßige Uebung und freudige Erklärung keine andere, als dieſe ſein möge: Mein Freund iſt mein und ich bin ſein; dir, Herr Jeſu, diene ich, dir lebe ich, dir ſterbe ich, dein bin ich, todt und lebendig. Heilige du ſelbſt mein Herz zu einem beſtändigen, heiligen Dienſr im Ge⸗ bet im Geiſt und in der Wahrheit und gib, daß daſſelbe von mir nie anders geſchehe als mit ganzem Her⸗ zen ohne Zorn und Zweifel. Ziehe mein Gemüth ab von allem Dienſt der Sünde, daß ich meine Glieder täglich mehr und mehr begebe zum Dienſt der Gerechtigkeit, daß ſie hei⸗ lig werden, ja meine Seele und Leib ganz und gar dir zu deinem Opfer übergebe, welches ſei mein vernünf⸗ tiger Gottesdienſt, Laß mich ſtets bedenken, wo du biſt, da ſollen deine Diener auch ſein, daß ich mei⸗ nen Wandel im Himmel habe. Be⸗ huͤte mich vor den ruchloſen Gedan⸗ ken der Welt, es ſei umſonſt, daß man dir diene, und laß es mir viel⸗ 48 22 Morgen⸗Gebet mehr mit deinem Dienſt täglich mehr und mehr einen rechten Ernſt ſein. Hilf, daß ich nicht durch Hoffart mir ſelbſt und meinem Chrgeiz, durch Wol⸗ luſt meinem Bauche, durch Geldgeiz dem Mammon diene, ſondern erin⸗ nere mich immer deines Wortes, Nie⸗ mand könne zweien Herren dienen, nicht Gott und dem Mammon; nicht Chriſto und der Welt; nicht Gottes Ehre und ſeiner eitlen Ehre zugleich, damit ich ja deinem Willen allein diene. Mache mich, o mein Gott, in chriſtlicher Liebe bereit und tüch⸗ tig, meinem Nächſten zu dienen mit der Gabe, die ich von dir empfangen habe, damit ich nach dem Vorbilde meines Heilandes auch gegen Gerin⸗ gere durch herzliche Demuth mich be⸗ zeuge als einen Diener; wo du mir mehr gibſt, als Andern, meinen Ueber⸗ fluß ihrer Nothdurft willig dienen laſſe; keinen fremden Knecht über⸗ müthig richte; gegen meine Mitknechte mich niemals unverſöhnlich, rachgie⸗ rig und unchriſtlich bezeuge, ſondern in allen Dingen mich erweiſe als einen Diener Jeſu Chriſti, und dies Alles nicht allein mit Dienſt vor Au⸗ gen, als Menſch zu gefallen, ſondern von Herzen mit gutem Willen. Laß, o mein Gott, heute auch alle meine Berufs⸗Werke zu deinem Dienſt geheiligt ſein, daß ich mich könne rühmen, ich diene darin nach mei⸗ nem Maaße dir durch Chriſtum, und in demſelben ja Nichts rede, oder thue, wo daſſelbe nicht Chriſtus in mir wirkt. Führe mir darin ſtets zu Gemüthe, daß ich nicht Menſchen, ſondern hauptſächlich Gott zu Dienſt arbeite, damit ich nicht etwa blos Menſchen gefällig zu ſein ſuche und dabei aufhöre, Chriſti Knecht zu ſein, ſondern auch mitten in meinen täg⸗ lichen Geſchäften dir ſtets unverhin⸗ dert diene. Gib mir dazu, o treuer Vater, vornehmlich deines Geiſtes Gnade; dabei Verſtand, Kräfte, Ge⸗ ſundheit und Segen. Gib, daß nach erheben über Alles, was Gott und am Dienstage. lebe, meine Hände meiner Nothdurſt mögen dienen, ich davon nebſt den Meinigen meinbeſcheiden Theil Speiſe möge dahin nehmen, und daß dabei unſer aller Vorſatz vornehmlich dieſer ſei: Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Willſt du aber auch mit Krankheit, Armuth, Betrübniß oder andern väterlichen Züchtigungen mich heimſuchen, ſo hilf, daß ich als ein Diener mich auch ſchicke zur An⸗ fechtung, wenn ich dir dienen will, dir auch dabei ſchwere Wege nach⸗ folge und dabei doch auch immer er⸗ fahre, daß, wer Gott dienet, der wird nach der Anfechtung getröſtet und aus der Trübſal erlöſt und nach der Züchtigung finde er Gnade. In Summa: erfreue du die Seele dei⸗ nes Knechtes, denn mich verlangt nach dir! Stärke du deinen Knecht mit deiner Macht und hilf dem Sohne deiner Magd. Nimm mich mir und gib mich dir allein zu deinem Dienſt, bis du mich heute oder ſonſt zu dei⸗ ner Zeit als deinen Diener in Friede willſt fahren laſſen und mich völlig frei machen von dem Dienſt des ver⸗ gänglichen Weſens. Wozu du nich denn ſelbſt ſo wolleſt bereiten, daß ich von dir gewürdigt werde, aus Gnade die ſelige Stimme zu hören: Ei du frommer und getreuer Knecht, du biſt über Wenigem getreu gewe⸗ ſen; ich will dich über Viel ſetzen, gehe ein zu deines Herrn Freude! So hilf, Herr, uns allen deinen Dienern! Erhalte in deinem armen evangeliſchen Häuflein noch immer einen Samen, der dir heilig dient Laß uns in dieſem und andern Lan⸗ den noch immer ſchauen deine ſchö⸗ ⸗ nen reinen Gottesdienſte und deinen Tempel beſuchen, damit wir alle die allen falſchen Gottesdienſten bei uns und Andern und ſtenere noch immer den Kindern des Verderbens, von welcher Art ſie ſein können, die ſi deinem heiligen Willen, ſo lange ich Gottesdienſt heißt. Erleuchte und be⸗ darinnen einträchtig dienen; wehre t dir asbhat Ralet Ada anda; rnxeneſß öllpen ndaed dn R ſte a l n nh 3 ¹ 8 da ae vundm, nuts uih A Ndacbe — — — — 81 — = — — — — — ————— — 3—— ————— —— ==Z==== — —— de hen erfreue u nr ntes, dm uün⸗ der fE Sütik ue dt nen ni ² Nactunſimime 1 an mähr de ai E nirr alenz an gie⸗ bi ich hauteteſrig.e den na ells deiemun. abs vi t an luſawr. fr mnn von mimun. 2 90 b.5 Mfers dä un dett ſt ſo volkttin w ich a cirr gewit en u. 6 3e ſelg eimeale. t Ei Lne znuſt d Kibe Wiim ae 3 ſ An dih Kröihe ein: Afes dem. ad ah r dr Al 1 4 30 ge thei Gn kehre Alle, die unter dergleichen loſen Verführung die Wahrheit läſtern und verfolgen und wohl gar meinen, ſie thun dir einen Dienſt daran; das arme jüdiſche Volk, die in verſtockter Verwerfung deines Heils mit ihrem vergeblichen Gottesdienſte emſig anhal⸗ ten, und Alle, die noch gar in heid⸗ niſcher Blindheit unwiſſend Gottes⸗l dienſt thun dem, den ſie nicht kennen. Gib deinen wahren Dienern und Haushaltern über deine Geheimniſſe an allen Orten Freudigkeit, dein Wort zu reden und in deinem Dienſte treu erfunden zu werden, daß derſelbe dir angenehm werde, geheiligt durch den heiligen Geiſt. Laß alle unſere und andere Obrigkeiten bedenken, daß ſie deine Diener ſollen ſein den Men⸗ ſchen zu Gute, und thue ihnen dabei wohl nach deiner Gnade. Laß alle die lieben Meinigen, meine Anver⸗ wandten, Freunde und Wohlthäter auch heute dir heilig und mit Freu⸗ den dienen und hilf, daß durch deine väterliche Fürſorge alle Dinge ihnen mögen zum Beſten dienen. Endlich mache Allen denen heute ihren Dienſt ſicht, denen du in allerlei Unglück und Kreuz, Anfechtung, Kummer, Angſt, Verfolgung, Armuth, Feuers⸗ und Waſſers⸗Noth, Krankheit oder D Tod haſt eine Laſt aufgelegt, damit ſie Alle es können ertragen, bis wir, als deine Knechte, einmal von allem Dienſte der Sünde und Eitelkeit los, dir werden dienen, dein Angeſicht ſehen und vor dir ſtehen werden Tag und Nacht in deinem Tempel. So hilf uns, Herr, den Dienern dein, die mit deinem theuren Blut erlöſet ſein! Amen! Abend⸗Gebet am Dienstage. Barmherziger, gnädiger Gott, du 8 ewiger Vater des Lichts, bei wel⸗ chem keine Veränderung, noch Wechſel des Lichts und der Finſterniß, nach deiner Verordnung bedeckt jetzt wie⸗ Abend⸗Gebet am Dienstage. 23 Dunkel unſer Land und die Nacht iſt gekommen, da wir ruhen ſollen von der Arbeit. Bei dir muß aber auch die Finſterniß licht ſein, die Nacht ſcheint gleichwie der Tag. Du biſt die lebendige Quelle und in deinem Lichte ſehen wir das Licht. Darum auch noch jetzt preiſe ich deinen hei⸗ igen Namen für alle deine Güte, mit welcher du auch heute dein Ant⸗ litz über mich haſt leuchten laſſen; für das Licht meiner Augen und mei⸗ nes Lebens, das du mir erhalten, und für alle anderen Wohlthaten, wo⸗ durch du mir ſo oft haſt laſſen ein Licht aufgehen im Finſtern und Freude in meinem Herzen. Ich danke dir vornehmlich, daß du deinen Sohn in die Welt geſandt als das wahr⸗ haftige Licht, alle Menſchen zu er⸗ leuchten, durch deſſelben Verdienſt und Gnade auch mich errettet haſt aus der Obrigkeit der Finſterniß und tüchtig gemacht zu dem Erbtheil der Heiligen im Lichte; daß du durch dein heiliges Wort auch noch täglich mir vorhältſt als meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinen Wegen; daß du den Leuchter deines Wortes von ſeiner Stätte bei uns noch nicht weggeſtoßen, auch das glimmende ocht des Glaubens in meinem Her⸗ zen nicht ganz ausgelöſcht; daß du durch deinen Troſt mich oft erleuchtet in Finſterniß der Trübſalen und auch noch jetzt in der finſtern Nacht meine Leuchte willſt erleuchten und alle meine Finſterniß durch deine Gnade licht machen. Du Gott, der Herr, biſt ja recht Sonne und Schild, du gibſt Gnade und Ehre und lüſſeſt kein Gutes mangeln den Frommen, Herr Zebaoth, wohl dem Menſchen, der ſich auf dich verläßt! Du biſt mein Licht und mein Heil, vor wem ſollte ich mich fürchten? Du biſt mei⸗ nes Lebens Kraft, vor wem ſollte mir grauen? Bleibe du nun aber auch ferner bei mir, mein Gott, da es jetzt Abend derum Finſterniß das Erdreich und geworden und der Tag ſich geneigt 8 — e —4— — — 24 Abend⸗Gebet am Dienstage. und laß meine Leuchte nicht, wie ich keit der Finſterniß, tilge doch auch es verdient, verlöſchen mitten in der heute um ſeines Verdienſtes willen Finſterniß. Ich erkenne es auch heute meine Miſſethaten, wie eine Wolke, vor dir, daß ich von Natur die Fin⸗ und meine Sünden, wie den Nebel. ſterniß mehr liebe, als das Licht, weil Stelle auch meine heutigen Uebertre⸗ meine Gedanken, Worte und Werke tungen nicht im Zorn vor dich, noch von Natur nur böſe ſind. Mein Ver⸗ meine etwa noch unerkannten Sün⸗ ſtand bleibt noch vielfältig durch meine den ins Licht vor dein Angeſicht, ſon⸗ eigene Schuld verfinſtert, und von dern laß auch jetzt dein gnädiges Ant⸗ dem Leben, das aus Gott iſt, fühle litz über mir leuchten, hilf mir um ich noch oft meine natürliche Ent⸗ fremdung durch die Unwiſſenheit, die in mir iſt und durch die immer wieder ſich regende Blindheit meines Her⸗ zens. Mein natürlicher böſer Wille haßt noch vielmal das Licht, und bezeige als ein Kind des Lichtes. Hilf, daß auch jetzt das Licht meines Glau⸗ bens nicht verlöſche, ſondern meine gibt es durch vielfältige ſündliche Re⸗ gungen gegen dich, meinen Nächſten und mich ſelbſt der Macht der Fin⸗ damit, wie es mitten in der ägyy⸗ ſterniß von Neuem Raum und Ge⸗ tiſchen Finſterniß in allen Wohnun⸗ legenheit, die Herrſchaft bei mir ſich gen Iſraels ganz licht war, alſo wiederum anzumaßen! Ja, da du, o auch heute in meinem Herzen dein mein Gott, mich von Jugend an aus Licht ſein und bleiben möge und ich der Finſterniß zu deinem wunderbaren durch daſſelbe möge das Licht des ewi⸗ Licht berufen, wie wenig kann ich gen Lebens haben. Laß mich dich, mich rühmen, recht würdiglich dieſem wahres Licht, nimmermehr verlieren heiligen Berufe gewandelt zu haben! nicht, wenn ich dich nur hab in mei⸗ Alſo vor deinen Augen, Herr, mein nem Herzen, fühl ich nicht der Seele Gott, wenn du einmal an jenem gro⸗ Schmerzen. Hilf alſo, daß auch ßen Tage wirſt ans Licht bringen, was heute die Macht der Finſterniß und im Finſtern verborgen geweſen, und des Satans an mir Nichts haben den Rath aller Herzen ofſenbaren, möge. Gib, daß ich nicht erſchrect könnte nach ſtrengem Recht Nichts, vor dem Grauen der Nacht, noch vat als Trübſal und Finſterniß, Nichts, den Pfeilen des Böſewichts, die in als Ketten der Finſterniß meiner Finſtern fliegen, daß ich im Dunkeln einmal warten, die ich mit meinen mich nicht fürchte, noch gleite, no Sünden verdient hätte. Aber, o mein falle, noch durch Krankheit, oder andere Gott, da du mich durch deines Soh⸗ Gefahr dieſe ſinſtre Nacht mir zu es Blut errettet haſt von der Obrig⸗ einer elenden Nacht werde. Laß vill — — — mehr, omein Gott, durch dein Gnaden⸗ 5 e Nacht bei mir er⸗ ſite, ſo ſei du mein Licht, alles Böſe von mir abzuwenden. Wenn meine Augen verdunkelt ſind, ſo laß deine Augen mir offen ſein, daß meine Seele und Leib, mein Haus und Alles, was ich habe, unter deiner liebe⸗ vollen Fürſorge auch im F wohl verwahrt ſei. Sollte aber nach deinem heiligen Willen mich einiges Schrecken überfallen, ſo erfülle auch an mir gnädiglich, was du verheißen: Frommen gehe das Licht auf im Finſtern von dem Gnädigen, Barmherzigen und Gerechten, damit ich mitten in der Angſt durch das Troſt⸗Licht deines Angeſichts erquickt d ege de Pän i 1n ggen mlkyeRäree rdi m ſett das Eih nöhr b i J= z nich ibei a0* 1 ot, it ſru⸗ 4☛ ba dir äura Laß mich alſo ruhen und meinen müden Leib ſich erholen, damit ich, wenn du morgen wirſt heißen das Licht aus der Finſterniß hervorleu ten, zu rechter Zeit wiederum fr lich erwache, mit neuen Kräften an die Werke meines Berufs zu gehen und in deinem Lichte zu wandeln als am Tage. Vornehmlich aber, o mein Gott, weil einmal das glim⸗ mende Docht meines Lebens auch ſoll verlöſchen, mein Licht verfinſtert und meine Augen dunkel werden, wenn es wird Abend werden mit meinem r Tag ſich wird neigen, ich auch jetzt daran ge⸗ denke, und mich bereite, alsdann vor dem finſtern Grabe nicht zu er⸗ Ja, wenn ich auch heute eln im finſtern Thale des „ſo bereite mich, daß ürchten, weil du, Herr, enn mein Herz und en als wie ein Licht, r thut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht, ſo laß mich da vom Tode zum Leben hindurch gen und durch einen ſeligen Ab⸗ Finſterniß dieſes Jam⸗ ommen zu dem Erbtheil ichte und allda —= 8 E das hin und he . der Heiligen im am Dienstage. 25 deines ewigen Glanzes theilhafti werden. 4 heilhaftig Erweiſe dich aber auch in dieſer Nacht als das Licht aller Welt und erleuchte durch deine Gnade alle Men⸗ ſchen, die in dieſe Welt kommen und noch darinnen leben. Laß dein Ant⸗ litz leuchten über alle fromme Chriſten und über deine ganze Gemeine auf Erden, dein Wort, o Herr, das ewige Licht, laß ja bei uns verlöſchen nicht. Gib, daß dein Licht und dein Recht noch immer bleibe in unſerem Lande und Stadt, und wie du bei deinem Volke Iſrael die ängſtliche Nacht am rothen Meere erleuchteteſt, daß ſie und ihre Feinde die ganze Nacht nicht konnten zuſammen kommen, ſo tritt auch heute ins Mittel zwiſchen uns und Alles das, was deinen Gläu⸗ bigen und uns Allen in dieſer Nacht kann Schaden thun. Steure allen böſen Werken der Finſterniß, die da und dort im Verborgenen geſchehen, und die heute dergleichen gethan, derer Gewiſſen wecke gnädig auf, daß ſie ſich bekehren von der Finſterniß zum Licht, ehe ihre Füße ſich ſtoßen an die dunklen Berge, daß ſie nicht ein⸗ mal vergeblich warten auf Licht, ſo du es doch ganz dunkel machen wirſt. Tröſte auch heute alle die lieben Mei⸗ nigen, Anverwandte, Freunde und Bekannte, tröſte ſie, laß dein Ant⸗ litz leuchten über ſie, ſo geneſen ſie. Den Reiſenden ſei auch heute dein Antlitz ihres Fußes Leuchte und ein Licht auf ihren Wegen; denen, die lange ſitzen und ihr Brodt mit Sor⸗ gen verdienen müſſen, ſei ein Licht ei ihrer Arbeit. Denen, die in Krankheit, Schmerzen, Schrecken, Hun⸗ ger, Feuers⸗ oder Waſſers⸗Noth eine elende Nacht haben werden, oder gar im Finſtern und Schatten des Todes ſchmachten, erſcheine in ihrer Noth, laß ihnen das Licht aufgehen im Fin⸗ ſtern und Freude allen frommen Herzen. Ja, bringe uns endlich Alle bald dahin, wo keine Nacht mehr wird ſein und wir keiner Sonne mehr c* ——— 26 Morgen⸗Gebet am Mittwoch. werden bedürfen, wo du allein deine mich ausgegoſſen, durch denſelben Auserwählten wirſt erleuchten und mich zum Guten angetrieben, als dein als unſer Gott wirſt ſein unſer ewi⸗ Kind, auch noch immer in meinem ges Licht und wo wir auch ſelbſt Sünden meiner geſchont, wie ein mit verklärtem Leibe und völlig ver⸗ Vater ſeines Sohnes ſchont; mich herrlichter Seele ſollen vor dir ſtehen nur als ein Kind mit Liebe gezüch⸗ und leuchten wie die Sonne in deinem tigt, wenn du mich auch mit Trüb⸗ Reiche. Gott ſei uns allen gnädig ſal haſt⸗ heimgeſucht, bei dem Allen und barmherzig, er laſſe uns ſein aber inſonderheit mich als dein Kind Antlitz leuchten, daß wir auf Erden geſetzt zu deinem Erben, nachdem du erkennen ſeine Wege. Es ſegne uns mich wiedergeboren zu einem unver⸗ Gott, unſer Gott; es ſegne uns Gott gänglichen und unbefleckten und un⸗ und gebe uns ſeinen Frieden! Amen! verwelklichen Erbe, das behalten wird In Jeſu Chriſti Namen Amen! im Himmel. Welch eine Liebe haſt du uns erzeigt, o treuer Vater, daß Morgen⸗Gebet am Mittwoch. wir deine Kinder heißzen und deine Vater⸗Liebe ſo reichlich genießen ſollen! IMBerr, du treuer und gnädiger Gott, Wer ſind wir, daß du unſer ſo ge⸗ 9 du Vater unſers Herrn Jeſu denkſt, und wo iſt ein Gott, wie Chriſti, der du auch biſt der rechte du biſt! Dein Vornehmen von Alters Vater über Alles, was Kinder heißt her ſind Treue und Liebe. im Himmel und auf Erden, in dieſer Aber ach, mein Vater, was ſoll ich, Morgen⸗Stunde hebe ich meine Hände dein verlorner Sohn, dabei vor dei⸗ wieder auf zu dir und preiſe dich nem Angeſichte ſagen? Und was von Grund meines Herzens, daß du kann ich anders, als noch immer auch in dieſer vergangnen Nacht dich mit wehmüthigem Herzen ſeufzen: gegen mich bewieſen als ein Vater, Vater, ich habe geſündigt im Hinmel mich in deinem Schooße ruhen laſſen und vor dir und bin nicht werth, und durch deine Fürſorge mich ge⸗ daß ich dein Kind heiße! Ich bin ia tröſtet, wie Einen ſeine Mutter tröſtet. von Natur leider nur ein Kind des Wir haben ja, o Gott, Alle einen Zornes, ein Schandfleck und kein Kind Vater, du allein haſt uns alle ge⸗ und habe auch das Recht der Kind⸗ ſchaffen, und wie ein Vater ſeine ſchaft, welches du mir in der heiligen Kinder verſorgt, ſo gibſt du uns alle Taufe geſchenkt, bis auf dieſe Stunde Tage Speiſe zu ſeiner Zeit und er⸗ ſo unzählig mit Gedanken, Worten füllſt uns alle mit Wohlgefallen. und Werken verſcherzt, daß ich wohl Du führſt uns auch wie die Jugend, werth wäre, daß deine herzliche Barm⸗ und wenn Vater und Mutter und herzigkeit ſich hart gegen mich hielte alle Menſchen unsverlaſſen, ſo nimmſt ſo haf Du liebſt mich väterlich; ſo haſſe und du uns auf, als der uns nie will erzürne ich dich von Natur und bin verlaſſen, noch verſäumen. Vornehm⸗ noch oft kaltſinnig, dich wieder zu lich aber danke ich dir, o mein Vater, lieben. Du ſorgeſt für mich; ſo wil daß du aus unausſprechlicher Liebe um ich mich oft ſelbſt verſorgen. Du haſt unſertwillen auch deines einigen Soh⸗ Gefallen an meinem Gebete; ſo bin nes nicht haſt verſchont, ſondern ihn ich vielmals träge dazu und unterlaſſe für uns Alle haſt dahingegeben und es. Du thuſt mir wohl: und ich dande — durch ihn uns Macht gegeben, deine dir nicht. Du befiehlſt mir; ſo ge⸗ Kinder zu werden, daß du auch horche ich dir nicht. Du ſtrafſt mich; mich in der heiligen Taufe zu deinem und ich fürchte mich oft nicht. Und wie Kinde haſt gemacht durch den Glau⸗ V unähnlich bin ich dir, meinem Vater, ben, den Geiſt der Kindſchaft über auch in dem Umgange mit meinem h A andel! 4 ſen aA akr abanm ün uch n lder n vll d Shr en ſ et r dern di Re iit Il Mohhd 4 Wanh 8 4 8 N e ul hüm ſeen Pn. Aen fn N 1 4 Weoge dr zct Abiſd egeſeh mmemü dvergi nc ritt dn ni denbe Nrirg en d. darn ur dat däun, 9 nid dd daſ nar ragt din ga dn gin 6„ 14 S 1 Eʒ — „r ebeſ be anpedide 49 eS, b an gät doß Kinder dihawwinn rrichitgrznäle d vir, dh umſo ae d d fnd w ſan we n d tE Den Verimalles i H † Treue h. ſer Nac, nen Prail i, de Nr dorver Sohn unt. ich oeſcchte ſomn vr du n anders un em ich 1 hmithigen ig ſtin. er, r achhabegeinza hen ſen üt en Jm a felches drrhh ge⸗ 5 3 — — ſchenit bemh unde 87 ſtan u lrr — — — —— ——ùů — +— = =— — e⸗ Morgen⸗Gebet am Mittwoch. Nächſten, wie entfremdet von deiner Freundlichkeit, Gütigkeit, Langmuth und Wohlthätigkeit; ja Vater, ich bin alſo nicht werth, daß ich dein Kind heiße. Doch, Herr. du biſt gleichwohl mein Vater. Ich bin Thon, du biſt der Töpfer. Herr, zürne nicht ewig und denke nicht ewig der Sünden, h handle nicht mit mir nach meinrn Sünden und vergilt mir nicht nach meinen Miſſethaten, ſondern wie ſich ein Vater über ſeine Kinder erbarmt, ſo erbarme dich, o mein Vater, auch über mich und ſei mir gnädig! Ich habe leider nur allzu oft mich ſo be⸗ zeugt, als wollte ich gänzlich auf⸗ hören, dein Kind zu ſein; höre du aber nicht auf, mein Vater zu ſein. Und weil vor dir Niemand gilt, denn dein Sohn Jeſus Chriſt, der deinen dern geſtillt, ſo ſieh doch an die Wunden ſein, ſeine Marter, Angſt und ſchwere Pein, um deinetwillen ſchone, mir nicht nach Werken lohne. Gib mir aber auch jetzt von Neuem deinen kindlichen Geiſt, daß ich durch denſelben getroſt und mit aller Zuver⸗ ſcht zu dir rufe: Abba, lieber Vater! Du biſt doch unſer Vater, denn Abra⸗ ham weiß von uns Nichts und Iſrael ſennt uns nicht, aber du biſt unſer Jater und unſer Erlöſer, von Alters her iſt das dein Name. Darum, wenn ein Weib ihres Kindes nicht kann vergeſſen, daß ſie ſich nicht ſollte er⸗ barmen über den Sohn ihres Leibes, ſo vergiß auch heute meiner nicht. Laß nich nicht und thue deine Hand nicht von mir ab, Gott, mein Heil, ſondern gedenke auch heute noch daran, was 3 Kätfiwi ie N du mir geredeſt haſt, darum laß dir 1 dr ergi eul dein Herz brechen, daß du dich meiner r,.d ſüi eſe erbarmſt. Wir ſind deine Kinder un i mrot menttt tß nur durch den Glauben an Chriſtum ob⸗(☛ u telntt Jeſum, darum wirke und ſtärke doch idn 12 al in dm auch heute in mir den Glauben und mnd 6 hu biln.„ ſprich dadurch in mein Herz: Sei ge⸗ mne n:;„ n troſt mein Sohn, deine Sünden ſind 7 Bw ugt dir vergeben. Gib ſodann durch deinen m 1 ☛ kie d n in Geiſt Zeugniß meinem Geiſte, daß ich u9 1Rit xrn in dein Kind ſei, und derſelbe dein guter be V 27 (Geiſt führe mich auf ebener Bahn. Du liebſt mich als mein Vater; ſo hilf denn, daß ich dich auch kindlich liebe, da du mich ſo brünſtig geliebt haſt. Du freueſt dich über mich, wohl zu thun an mir, ſo gib, daß dieß auch meine Freude ſei, daß ich mich zu dir alte und meine kindliche Zuverſicht allein auf dich ſetze. Du ſorgſt für mich, ſo hilf, daß ich mich als dein Kind auch leiten laſſe nach deinem Rath, bis du mich endlich mit Ehren annehmeſt. Du thuſt wohl an mir, ſo hilf, daß ich dir dafür kindlich danke. Und da ich dich zum Vater anrufe, der du ohne Anſehn der Perſon richteſt ſo gib, daß ich meinen Wandel auch nun führe in heiliger, kindlicher Furcht und mich über Nichts ſo ſehr betrübe, als wenn ich dein Vater⸗Herz be⸗ trübt und erzürnt habe. Wende mich dadurch von allem Böſen kräftig ab, damit ich unter den Verſuchungen des Teufels, unter den Reizungen meines Fleiſches, unter dem unchlachtenen und verkehrten Ge⸗ ſchlechte der Welt mich lauter und unſträflich bezeuge als ein Kind Gottes. Gib, daß ich immer mehr und mehr dein Nachfolger ſei, als dein liebes Kind; alle Bitterkeit, Zorn, Grimm, Geſchrei, Läſterung und Bosheit laß fern von mir ſein; vielmehr aber gegen Jedermann herzlich und freund⸗ lich ſein, Andern vergebe, wie du mir vergibſt, und wandle in der Liebe gegen alle Andere, wie du mich ge⸗ kebſt haſt in Chriſto Jeſu. Gib mir heute wahre kindliche Demuth, Un⸗ ſchuld, Gelaſſenheit und Vergnüglich⸗ keit und erneuere mich immer mehr und mehr, daß ich dir, meinem himm⸗ liſchen Vater, ähnlich und zu deinem Bilde verklärt werde von einer Klar⸗ heit zur andern. Reiche aber auch bei aller Gefahr meiner Seele deinem ſchwachen Kinde, das auf matten Fü⸗ ßen ſteht, deine Gnaden⸗Hand ge⸗ ſchwinde, bis die Angſt vorübergeht, wie die Jugend gängle mich, daß der Feind nicht rühme ſich, er hab ein e 28 Morgen⸗Gebet ſolch Herz gefällt, das auf dich ſein Hoffnung ſtellt. Erinnere mich auch, o mein Vater, in meinen Berufsar⸗ beiten, daß ich ſein müſſe in dem, was meines Vaters iſt! Wirke du, o Vater dabei in mir und laß mich mit dir wirken. Gib mir dazu die Weisheit, die ſtets um deinen Thron iſt, und verwirf mich nicht aus dei⸗ nen Kindern, ſondern leite mich durch deinen väterlichen Rath in allen mei⸗ nem Vornehmen und Arbeit, damit dein Name, o Vater, an mir verklärt werde und meine Werke dir mögen angenehm ſein in Chriſto. Im Uebrigen in leiblichen Dingen weißt du, als mein Vater, was ich bedarf, ehe ich darum bitte, beſſer, als ich, und meine Augen warten mit kindlichem Vertrauen auf dich. Was du mir wirſt geben, werde ich ſam⸗ meln, wenn du deine Hand wirſt auf⸗ thun, ſo werde ich mit Gutem ge⸗ ſättigt werden. Dein väterlicher Se⸗ gen, o mein Vater, baue, ernähre, verſorge auch heute mein Haus, deine Vater⸗Hand breche und vermehre mir heut mein Brodt, dein väterliches Aufſehen bewahre meinen und der Meinigen Odem, geſunden Leib und Kräfte, die du uns ſelber, o Vater, gegeben haſt, und verlaſſe nicht die Geſchöpfe deiner Hände. Weil aber kein Sohn iſt, den ſein Vater nicht züchtigt, und du dich in unſerer Züchtigung gegen uns erzeigſt, als gegen Kinder, ſo ergebe ich mich auch als dein Kind in deine väterliche Zucht⸗Ruthe. Züchtige mich, Herr, mit Maßen, und weil du, o mein Vater, am beſten weißt, was für ein Gemächte ich bin, ſo lege mir nur keine Laſt über Vermögen auf, ſon⸗ dern gib, daß deine väterliche Züch⸗ tigung immer ſo ein Ende gewinne, daß ich es könne ertragen. Endlich laß mich, als dein Kind, immer ge⸗ denken, daß ich ein ander Vaterland ſuche, und deshalb Alles vergeſſen, was dahinten iſt, hingegen nach dem mich ſtrecken, was droben iſt, nach am Mittwoch. meinem rechten Vaterlande, daran dein Sohn ſein Blut gewandt hat. Mache mich täglich bereiter und wil⸗ liger, dahin zu kommen, daß meine Seele beſtändig ſchreie zu dir: Herr, hole mich hin, nimm mich zu dir Und wenn mein Ende heute oder ſonſt nach deinem Willen erfolgen ſoll, ſo hilf, daß es mir ein ſeliger Hingang werde zu dir, meinem Ja⸗ ter, damit ich einmal mit allen Aus⸗ n erwählten die fröhliche Stimme dei⸗ nes Sohnes möge hören: Kommt herein, ihr Geſegneten meines Va⸗ ters, ererbet das Reich, das euch be⸗ reitet iſt von Anbeginn der Weltl Sei aber auch heute als der all⸗ gemeine Vater über Alles, was Kin⸗ der heißt im Himmel und auf Erden, allen den lieben Meinigen und allen Mitbrüdern und andern unſern Schweſtern gnädig und ſorge für Alle. Siehe deine chriſtliche bedrängte Kirche auf Erden und Alle, die dich als Vater darin anrufen, gnädig an. Laß dir dein väterlich Herz üba ſie brechen und heilige ſie insgeſammt. heiliger Vater, in deiner Wahrheit dein Wort iſt die Wahrheit. Laß noch immer in der heiligen Taufe Kinden zu dir kommen und laß auch ihrer das Himmelreich ſein. Gib, daß alle geiſtlichen Väter in Kirchen und Schu⸗ len deine Kinder, das Werk deiner Hände, zu dir recht redlich mögen weiſen, damit ſie einmal als gelehrt von dem Herrn dir darſtellen und von ihnen mit Freuden ſprechen können: Hier bin ich und die Kinder die mir der Herr gegeben hat. Und gib auch insgemein in allen Häuſern zu aller Kinder⸗Zucht dein göttliches Gedeihen, damit Alle mögen Bäume der Gerechtigkeit werden, Pflanzen geſetzt, oder mit Vater⸗ oder Mut ter⸗Treue uns zugethan gewef en, ode noch ſind, denen vergilt du als in Vater ihr Wohlmeinen und Wohl⸗ thun zeitlich und ewig. Suche mit deiner väterlichen Treue und bringe dir zum Preiſe. Auch die uns vor⸗ — Vater lbe llan ſir àd& im hinm wufa 2 n liden Man m a A unſern Mtun m f nn gnäi m ge ſt 3„dhe dein 1 inn ee a uj Gden wl, H re, 3 ☚r darin mria gin ne dii rittti nr de cund heüy 1te 8 — 3* — ¼ — — die! mälrih ſi kä.l de hitamehe N8 2 = A 8 e. ——* = —— =— 7 11 1 ¹ denen dah g — 1 — zurecht alle verlorenen Kinder aus ihrem Unglauben oder unheiligem Le⸗ ben, und höre nicht auf, an ihrer Be⸗ kehrung zu arbeiten, daß man auch zu ihnen könne ſagen: O ihr Kinder des lebendigen Gottes! Endlich ſei auch heute ein Vater der Waiſen und ein Richter der Wittwen; ſegne Alle, die da arbeiten; ernähre die, welche Mangel leiden; tröſte alle Betrübten und mache deine väterlichen Züchti⸗ gungen ihnen leicht; erhalte alle An⸗ efochtenen, pflege alle Kranken und berit alle Sterbenden, ſo daß ſie nebſt uns mit Freuden in der Offen⸗ barung deiner Kinder vor dir mögen ſtehen, da wir dir, unſerm Vater, recht ſollen gleich ſein und dich ewig ſehen, wie du biſt! Vater unſer, der du biſt im Him⸗ mel ꝛc. Amen! Abend⸗Gebet am Mittwoch. Gelobt ſeiſt du, Herr, du Gott, 9 unſer Vater, ewiglich! Dir ge⸗ hührt Majeſtät und Gewalt, Herr⸗ ſichkeit, Sieg und Dank; denn Al⸗ les, was im Himmel und auf Erden iſt daß iſt dein. Dein iſt das Reich, und du biſt erhöht über Alles ſun Oberſten, du herrſcheſt über Alles. In deiner Hand ſteht es, Jedermann groß und ſtark zu machen. Nun, un⸗ ſer Gott, wir danken dir deswegen auch heute und rühmen den Namen deiner Herrlichkeit. Denn was bin ich, was iſt mein Vermögen, daß du mich bis hierher gebracht, von Mut⸗ terleibe an lebendig erhalten, mir ſo viel Guts gethan und ſo wunderbar mich geſegnet, wie es vor meinen Augen ſteht! Von dir iſt Alles ge⸗ kommen, und von deiner Hand will ich es jetzt mit dankbarem Herzen dir wiedergeben. Von deiner Gnade, o mein Gott, bin auch ich, was ich bin, und deine Gnade an mir iſt nicht vergeblich geweſen oder von mir gewichen. Wie du mir in meiner Schöpfung gerufen, da ich Abend⸗Gebet am Mittwoch. 29 nicht war, daß ich ſein möchte; wie du in meiner Erlöſung mein Sün⸗ den⸗Elend ſo gnädig angeſehen, daß du deinen Sohn mir zum Heiland gegeben, der ſich auch ſelbſt für mich erniedrigt und dir gehorſam geworden bis zum Tode am Kreuze: wie du in meiner Heiligung auch in mein armes Herz deinen Geiſt ausgegoſſen aus der Höhe, mich zu bereiten zu einem Gefäß deiner Herrlichkeit: alſo haſt du auch heute nicht aufgehört, die Niedrigkeit deines elenden Knech⸗ tes in Gnaden anzuſehen, meiner armen Seele und dürftigen Leibes dich herzlich angenommen, meine Ar⸗ beit geſegnet, meinen Unterhalt mir verſchafft, alle meine geiſtliche und leibliche Nothdurft erfüllt aus dem Reichthum deiner Gnade; ja über⸗ haupt meiner Schwachheit mit deiner Kraft ſo mächtig geholfen, daß es überall bei mir und den Meinigen bis auf dieſe Stunde ſich gezeigt, du ſeiſt nicht fern von einem Jeglichen unter uns, ſedern du erfüllſt Alles in Allem. Wer iſt, o Herr, wie du, der du dich ſo hoch geſetzt und doch auf das Niedrigſte ſo gnädig ſiehſt! Nicht uns, Herr, nicht uns, ſondern deinem Namen allein gib die Ehre. Du biſt unſer Gott und wir das Volk deiner Weide und Schafe deiner Heerde, dir ſei demnach auch Ehre dafür in Ewigkeit! Und nun, o mein Gott, da du nicht nur wohnſt in der Höhe und im Heiligthum, ſondern auch bei denen, die zerbrochenen und zerſchla⸗ genen Geiſtes ſind, auf daß du er⸗ quickeſt den Geiſt der Gedemüthigten und das Herz der Zerſchlagenen: ſo unterwinde ich mich auch jetzt aber⸗ mals mit dir zu reden iu meinem Gebet, wiewohl ich Erde und Aſche, ja um meiner Sünde willen ein Gräuel und ſchnöde bin vor deinen heiligen Augen und bitte dich de⸗ müthiglich: ſiehe meinen Jammer und Elend in Gnaden an, verbirg aber dagegen dein Antlitz vor mei⸗ 30 Abend⸗Gebet nen Sünden und tilge alle meine noch an mir befindlichen Miſſethaten um deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti Ich erkenne es noch immer, mein Gott, daß ich an mir ſelbſt alles Ruhmes mangele, den ich vor dir haben ſollte, und nicht werth bin meine Augen vor dir aufzuheben: ja daß ich, wenn du deine Hand hät⸗ teſt wollen von mir abziehen, wegen meiner vielfach gehäuften Uebertre⸗ willen. rung im tiefen Schlamme derſelben, weftar einzukehren, zu bleiben und da kein Grund iſt, hätte mü fen ver⸗ ſinken. Wie wenig hab ich heute an meinen Sünden Jammer und Elend mit rechtem Ernſ 3 gedacht! Wie ſelten habe ich mich deswegen recht gedemüthigt vor domen heili⸗ gen Augen, wie wenig bei deiner unendlichen Wohlthaten mich ernie⸗ drigt vor deinem Angef ſichte! Und da du Herr biſt, nach deſſen Wort Alles geſchehen ſollte und dee Alles dient, wie finde ich hingegen meinen Willen deinem heiligen Willen oft ſo widerſpenſtig und mein Herz ſo kalt gegen das Andenken deiner mia⸗ jeſtätiſchen Gegenwart, da vor dei⸗ nen Augen doch keiner meiner Ge⸗ danken verborgen ſein kann! Wie geſchwind wird mein Herz hoffärtig bei deinen Gnaden⸗Gaben und meine Augen ſtolz Nächſten; wie leicht wird mein Ge⸗ müth unvergnügt mit deiner Regie⸗ rung und dem Stande, darein du mich geſetzt. Und, o, mit allem meinem T Thun vor dir be⸗ ſtehen, wenn du erzürnteſt und ich vor deinem Gerichte ſollte erſcheinen! Ach, gehe auch heute nicht ins Ge⸗ richt mit mir, deinem elenden Knecht, denn vor dir recht. Die Sünde derbet ſehr, der Teufel plagt mich noch vielmehr, die Welt und auch mein Fleiſch und Blut mich allezeit verführen thut, ſolch Elend kennſt du Ach, laß es dir zu Her⸗ zu mir Herr, allein. zen gehn ach und wende dich deiner großen Barmherzigkeit, auch d en zu laſſen. zu geringe, vor dich zu kommen, ach ſo ſiehe es gleichwohl in Gnaden an gegen dich und neinen wie könnte ich iſt kein Lebendiger ge⸗ hat aucch mich ver⸗ am Mittwoch. erlöſe meine Seele und hilf mir um deiner Güte willen! Schaue aber auch nun noch ferner ven Himmel und ſiehe berab von deiner heiligen veerhichen Wohnung und erfül lle auch an mir deine gna⸗ denreiche Verheißung: Ich will dich nicht verlaſſen, noch verſäumen. Ich bin ja wohl nicht werth, daß du in mein Herz doch gleichwohl nicht dieſe armſelige eingeheſt ſt; aber verf ſchmähe Hütte meines Herzens, darinnen noch Heil wiederfah⸗ Iſt mein Gebet viel ſelben auch heute um der Fürbitte willen deines Soh⸗ nes. Sind wir jetzt in der finſtern Nacht einſam und verlaſſ ſen daß we⸗ der mir ben noch andere Men ſchn für uns können ſorgen, ſo ſorge de für mich und laß deine Augen auch heute offen ſein, deine Ohren auf. merken, ja deine Ohren und dein Herz bei mir ſein a llewege. Du biſt im Himmel, o mein Gott, du kannſt ſchaffen, was du willſt; aber du viſt gleichwohl nicht ein Gott, der fern ſei du erfüllſt vielmehr Himmel und Erde und umgibſt auch mich, wo ich ſitze oder liege, wo ich gehe oder ſtehe. ſei demnach auch jetzt nicht fern von mir, eile auch mir beizuſtehen, Gott, meine Hilfe. Beweiſe auch an mir deine wunderliche Güte, du Heiland derer, die auf dich hoffen, behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beſchirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. Du ſprichſt ja, io Aeſchiebis, du gebeutſt, ſo ſtehi Alles Darum gebeut auch beute deinen engeln, über mich zu! wachen, ſprich nur Ein Wort, ſo bin ich und bleibe geſund! Bedräue durch dein allmächtiges Wort den Satan,⸗ böſe Menſchen und Alles, was mich an Seel und Leib könnte in Una 5 bringen, ſo wird mir kein Uebels be⸗ gegnen und keine Plage zu ddet So — Hütte ſich dürfen nahen. 1 ————— ——— ——— a fit wrinne ſetm ſn n 3 füt 1 und laß dar anan a bel a nda äh tn m deine dm w 2 54 ½8ur ſein ian N rin mill, omatc awe ſch dar as duwihztw gl= uita aen ———— auch dieſe Nacht allezeit vor e a illtriiegin 9 3 1 mnit um t m undüte 9 H miere, de 9' uütf d ach wie inn uſ n 5 Ah tim uum n 1 8 deiner gühl f Ral n s wrm a ,1 Dammn ghu d kn Kr hune w. b NE ei Ande h 1 g 1 dn eſis iege, wihglne. mnnd ut Kun rof imr eil a m bitien C m dih Wnla In Summa: ſei du für mich, da⸗ mit Nichts wider mich ſei. Und wie ſ du deines einigen Sohnes nicht ver⸗ ſchont, ſondern ihn auch für mich dahingegeben, ſo ſchenke mir heute und allezeit mit demſelben alles An⸗ dere, was ich bedarf an Leib und Seele. Erquicke Beide in meiner Ruhe, erwecke mich morgen zu rechter Zeit mit deinem Worte und laß vornehm⸗ lich meine Seele zu ihrem Troſte inne werden, daß ich auch in meiner Kam⸗ mer heute könne ſprechen: Gewißlich iſt der Herr an dieſem Orte. Gib, daß ich in dieſer ſErnnerung dich ugen habe, ſei du mir zur Rechten, daß ich wohl bleibe. Und da du alle Haare auf meinem Haupte gezählt, daß keines von demſelben ohne dei⸗ nen Willen fallen kann, fo laß mich deſto fröhlicher unter deinen Fittigen trauen, daß kein Unglück an Seel und Leib mich möge verletzen. Weil ſ ich aber gleichwohl Erde bin und ein⸗ mal auch wieder Erde ſoll werden, wenn das irdiſche Haus dieſer mei⸗ ner Hütte wird zerbrochen werden, ſo hilf, o mein Gott, daß ich auch ſelbſt jetzt daran gedenke, daß ich Staub ſei, meinen nichtigen Leib anſehe als ſterblich und verweslich, deſto mehr aber mich bereite, heute, oder wann es ſonſt dir gefällig wird ſein, dieſe dende Hütte abzulegen und in deine ewige Hütte einzugehen, wo hernach auch dieß Sterbliche einmal an jenem Tage ſoll anziehen die Unſterblichkeit, wenn, was hier krankt, ſeufzt und fleht, dort wird friſch und herrlich Heben und du deine Gläubigen wirſt errlich zu deiner Herrlichkeiteinführen. So gedenke heute, lieber Vater, an mein Elend und Niedrigkeit und an alle Andere, die ſonſt aus der Tiefe ihrer Noth zu dir ſchreien. Tröſte deine kleine Heerde, deine arme chriſt⸗ liche Kirche an allen Orten mit der Verſicherung, wie es dein Wohlgefal⸗ len ſei, ihr das Reich zu geben. Laß 2 alle ihre Feinde, die ſie von Jugend Abend⸗Gebet am Mittwoch. 31 auf oft gedrängt und noch drängen, ie nimmermehr übermögen, ſondern offenbar werden, du ſeiſt bei ihr drin⸗ nen, daß ſie wohl bleibe, du helfeſt ihr früh. Weil die Elenden verſtört werden und die Armen ſeufzen, ſo ſei du auf, o Herr, und ſchaffe eine Hilfe, daß man dein Wort ge⸗ troſt lehren und mit Freuden rühmen könne, du wendeſt dich zum Gebet der Verlaſſenen und verſ chmähſt nicht ihr Seufzen. Weiche nicht mit dei⸗ ner Gnaden⸗Gegenwart von un⸗ ſerer Stadt und Land. Beſchirme uns Alle darin mit deinen Flügeln, ſchütze und errette, gehe drin herum und hilf Jedermann aus. Steure durch deine heilige Vorſicht Allen, die heute Böſes im Sinne haben, oder ſchon wirklich thun, daß ſie durch dein mächtiges Wort bedroht zurück⸗ weichen und zu Boden fallen, und ſchaffe einem jeglichen Frommen Bei⸗ tand in der Noth, wo Menſchen⸗ Hilfe kein Nutze iſt, damit Niemand dürfe vergehen in ſeinem Elend. Ja, weil es ein elend jämmerlich Ding iſt und bleibt mit aller Men⸗ ſchen Leben von Mutterleibe an, bis ſie in die Erde begraben werden, ſo ſiehe du überall bei uns und den Unſ⸗ rigen, bei Freunden und bei Fein⸗ den, bei Bekannten und Unbekann⸗ ten, Nahen und Fernen darein, ſchaue das Elend und den Jammer, laß die Armen dir ihre Noth befehlen, ſei der Waiſen Helfer, der Angefochtenen und Kranken Troſt, der Sterbenden Leben und hilf Allen, wo ihnen Hilfe ſeoth iſt. In deine Hände geben wir uns, o Gott, du lieber Vater, denn unſer Wandel iſt bei dir, hier wird uns nicht gerathen; weil wir in dieſer Hütte ſein, iſt nur Elend, Trübſal und Pein, bei dir der Freuden warten. Darum unſere Seele harret auf dich, du biſt unſere Hilfe und Schild. Un⸗ ſer Herz freuet ſich dein und wir trauen auf deinen heiligen Namen. Deine Güte, o Herr, ſei über uns, wie wir auf dich hoffen! 3² Vater unſer, der du biſt im Him⸗ mel ꝛc. Amen! Morgen⸗Gebet am Donnerstage. Dos iſt ein köſtlich Ding, dem Herrn danken und lobſingen deinem Namen, du Allerhöchſter, des Mor⸗ gens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Denn Herr, du läſſeſt mich fröhlich ſingen von deinen Werken und ich rühme die Geſchäfte deiner Hände. Herr, wie ſind deine Werke ſo groß und deine Gedanken ſo ſehr tief! Ein Thörichter glaubt das nicht, ein Kind der Welt achtet das nicht. Ich aber preiſe durch deine Gnade auch heute deinen Namen und ſpreche mit Freu⸗ den: wie köſtlich ſind, o Gott, deine Gedanken über mir; ich ſtehe jetzt auf von meinem Lager, da ich an mich ſelbſt nicht konnte gedenken, du aber haſt meiner gedacht nach deiner Gnade und deine Hilfe an mir be⸗ wieſen, daß ich jetzt fröhlich aufſtehe und auch an dieſem Tage wieder ge⸗ denken kann an deine Hand, die mich erlöſt hat von allem Uebel. ga, ſo haſt du meiner gedacht von Ewigkeit, o mein Gott, deine Augen ſahen mich, da ich noch unbereitet war, und waren alle meine Tage auf dein Buch geſchrieben, da ſie noch werden ſollten, und derſelben keiner da war. So haſt du von Ewigkeit her über mir Gedanken des Friedens und nicht des Leides, wie du her⸗ nach in deinem lieben Sohne Heſn Chriſto mit ſo wunderbarem Rath haſt ausgeführt: und ſo denkeſt du auch noch bis auf dieſe Stunde an uns Alle und ſegneſt uns; du ge⸗ denkeſt an unſer Elend und Noth⸗ durft; vergiſſeſt nicht unſeres Gebets, du erinnerſt dich deiner Gnaden⸗Ver⸗ heißungen und auch mitten in Trüb⸗ ſalen denkeſt du der Barmherzigkeit. O mein Gott, groß ſind deine Ge⸗ danken und deine Wunder, die du Morgen⸗Gebet am Donnerstage. Ich will ſie verkündigen und davon ſagen, wiewohl ſie nicht zu zählen ſind, und immer vor dir bekennen: Wer iſt der arme Menſch, daß du ſeiner ſo gedenkeſt, wer hat dir Etwas zuvor gegeben, das ihm könnte wieder vergolten werden! Von dir, durch dich und in dir ſind ja alle Dinge, dir ſei auch dafür Ehre in Ewigkeit! Doch, mein Gott, ich denke dabei auch heute wiederum an meine Sünde, und bekenne vor dir mit betrübtem Geiſte, daß aus meinem böſen ver⸗ derbten Herzen noch immer arge, un⸗ ſelige Gedanken kommen, die mich vor deinem Gerichte anklagen und beſchuldigen. Wie wenig gedenee ich, o mein Gott, an dich, und wenn ich an dich gedenke, wie ſehr beſchweren da andere fremde Gedanken meinen zerſtreuten Sinn! Wie leicht gedente ich Arges von meinem Nächſten und wider ihn, und wie leicht geht auch der Mund mit Neid, Haß Eifer, Verachtung und Verkleinerung gegen denſelben über, wenn das Herz da⸗ von voll iſt! Wie eitel ſind meine natürlichen Gedanken bei mir ſelbſt! Wie vielmal habe ich darin ein fuͤnd⸗ liches Gefallen an mir ſelber! Wie oft begehre ich etwas Böſes; wie oft erſchrecken und beunruhigen mich meine eigenen Gedanken ohne Noth und mahen mein Herz voll unſeliger Mühe und Jammers! In Summa: meine Gedanken ſind leider nur allzu⸗ oft viel anders, als deine Gedanken, und meine Wege, als deine Wege, und da du ſo mein Herz den rechten Weg willſſt leiten und lenken, ſo den⸗ ket daſſelbe noch oftmals viel anders, als dein gnädiger Rath es erfordet Indeſſen, mein Gott, du Richter der innen und Gedanken des Herzens, vor dir iſt doch auch alle in meinem Herzen durch deinen Geiſt gewirkte Begierde, von allen dieſen meinen Sünden entledigt zu werden, un mein Seufzen iſt dir nicht verborgen. Mit demſelben klage ich denn auch heute an uns beweiſeſt, dir iſt Nichts gleich. mich ſelbſt vor dir an und bitte dich ö —— — S — —— 1 85 4 A —— — 3 — — S— ——= —==— ——== ——= —— —— — — Ll . — —— 2 —— S 8 =SS == — — S —— —— — — — — 1 =. = = — = — — = — E —— . . w ur d min .I e ans manm 18 Paxmn wenn . d . 3 = = n ₰. 2 S= = —= — — —— — Z= tor zat, dh k nt * at te i edenke, we aun. V te d r frende Garkli 8 e 1=n Sim Welgent ie n Gedminm 1 IE uu hrdim e li efalen m ar be m of Ecr ihem ki e t e M n Ind bni dem pnen Gaunn älh à re n mendnttet er ISad Inmmer Nänn it m= danknſe lu 7⁵ anders, 1 unten m e Le, 1 . n — demüthiglich: Gedenke nicht der Sün⸗ den meiner Jugend. noch aller mei⸗ ner Uebertretungen! Gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen. Gedenke auch heute an das, was du in der heiligen Taufe mir geredet, was dein lieber Sohn Jeſus Chriſtus am Stamme des Kreuzes auch mir erworben; darum laß dir auch heute dein Herz über mich brechen, daß du dich mein erbarmeſt. Gedenke alſo auch heute meiner, mein Gott, im Beſten! Und da du wohl weißt, wie alle unſere natür⸗ lichen Gedanken eitel ſind, ſo hilf, daß ich täglich mehr und mehr laſſe dieſe meine Gedanken, und ändre meine Wege und zu dir mich bekehre, da⸗ mit dein Rath über mir allein be⸗ ſtehe ewiglich und deines Herzens Gedanken für und für. Du kennſt ja alle meine Gedanken von ferne, und weißt, wie ein Brunn ſein Waſ⸗ ſer quillt, ſo quillt auch aus mei⸗ nem Herzen von Natur lauter Böſes, darum erforſche du mich auch jetzt und erfahre mein Herz, prüfe mich und erfahre, wie ichs meine, und was ich heute den ganzen Tag über denken werde, und ſiehe, ob ich etwa noch auf böſem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Lehre mich ſelber thun und denken nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geiſt führe mich auf ebener Bahn. Reinige mein Herz vornehmlich durch den Glauben und erinnere mich durch deinen Geiſt bei aller Gelegenheit Alles deß, was du in deinem Worte mir geoffenba⸗ ret haſt, damit, wenn viel menſchliche Anſchläge mein Herz ſonſt wollten einnehmen, ich doch allein dein ge⸗ denke und deines Namens, und wenn ich nur dich habe, ich Nichts frage nach Himmel und Erde, daß, wenn mir auch Leib und Seele verſchmach⸗ tet, du allein ſeiſt meines Herzens Tooſt und mein Theil. Berſichere mich in meinem Herzen deiner Frie⸗ dens⸗Gedanken über mich, daß ich in Morgen⸗Gebet am Donnerstage. 33 allen Dingen auf dich hoffe und glaube, wenn du auch ſolches in dei⸗ nem Herzen verbirgſt, daß du doch meiner gedenkſt, und wehre dadurch allen ungläubigen, verzagten und kalt⸗ ſinnigen Gedanken meines Herzens. Gib, daß ich auch meines Nächſten immer im Beſten gedenke, Alles wohl auslege, Alles zum Beſten kehre, und wenn ich Gutes für ihn gedenke, auch in der That ihm wohlzuthun und mit⸗ zutheilen, oder ſonſt ihm zu helfen und Liebe zu bezeigen nicht vergeſſe, weil ſolche Opfer dir wolhgefallen. Gib mir ſelbſt durch deinen Geiſt allenthalben verſtändige, demüthige, keuſche züchtige, vergnügliche und gott⸗ ſelige Gedanken in mein Herz und wehre allen böſen Eingebungen, die der Satan, die Welt und mein Fleiſch und Blut als feurige Pfeile in mein Herz könnten bringen, damit ich ſie alſo gleich auslöſche durch deine Gnade und der Sünde nimmermehr Gehor⸗ ſam leiſte in dieſen ihren Lüſten, Heilige du mich alſo heute und alle⸗ zeit durch und durch, daß mein Geiſt ganz ſammt Seel und Leib unſträf⸗ ich behalten werde bis auf die Zu⸗ kunft Jeſu Chriſti! Ja, bewahre ewig⸗ lich ſolchen Sinn und Gedanken in meinem Herzen und richte daſſelbe gänzlich zu dir! Weil du aber, mein ott, beſonders in unſern Berufs⸗ Geſchäften unſere Gedanken kennſt, daß ſie da oft ganz eitel ſind und werden, ſo merke auch heut desfalls auf alle meine Werke, und wenn ich es etwa da und dort könnte gedenken böſe zu machen, ſo gedenke du es gut zu machen. Hilf, daß ich das Werk, das du mir befohlen haſt, nicht nach⸗ läßig treibe, Nichts darinnen muth⸗ willig vergeſſe und verſäume, ſondern darauf redlich denke, daß ich es wohl ausrichte. Segne du aber dabei ſelbſt mein Vermögen und laß dir gefal⸗ len das Werk meiner Hände. Gib mir dazu Weisheit und Verſtand, Geſundheit und Stärke, und was ich thue, laß durch deine gnädige Förde⸗ — —— —ö—oöoöoöoö—ö— ——“— — 8 4 4 4 “ — 8 rung wohl gerathen. Steure Allen denen, die vielleicht mir gedenken Schaden zu thun, und wende von meinem Leibe und Geſundheit, Gut und Ehre, Haus und Vermögen alles Uebel und Jammer ab, das mir be⸗ gegnen könnte, daran ich jetzt viel⸗ eicht noch nicht gedenke. Daneben gedenke auch an meine leibliche Noth⸗ durft und gib mir und den Meinigen Speiſe zu ſeiner Zeit und uns die Gnade, deiner dabei ja nicht zu ver⸗ eſſen. Wenn auch Trübſal da iſt o gedenke noch immer daneben der Barmherzigkeit und tröſte mich durch deine Gnade auch in dem Elend dieſer irdiſchen Wallfahrt, ſo daß ich nicht viel an dieß elende Leben gedenke, darum, weil du mein Herz darunter erfreueſt, daß ich immer glaube und erfahre, es könne dir Nichts geſallen, was nicht nützlich iſt, du meinſt es gut mit uns Allen, dein Rath ſei wunderbar, aber du führſt es herrlich hinaus. Vornehmlich aber erwecke und erhalte mein Herz in beſtändigen Todes⸗Gedanken, daß ich immer an mein Ende gedenke, mich unabläßig dazu bereite; auch endlich einmal wenn meine Sünden mich werden kränken ſehr und mein Gewiſſen mich wird nagen, ſo laß mich alsdann noch denken an deines Sohnes Tod, daß meines Jeſu Wunden mich alsdann mögen erhalten. Ja, gedenke du mein, Herr Jeſu, auch alsdann meiner in deinem Reiche zu meinem ewigen Beſten! Indeſſen, o mein Gott, gedenke auch ſonſt noch immer an deine übrige chriſtliche Gemeine an allen Orten, die du dir zum Erbtheil erwählt haſt, und die dein und deines Na⸗ mens allein gedenket. Vergiß nicht ihres Elends und Jammers und immer: Ich will deiner nicht ver⸗ geſſen, ſiehe, in meine Hände habe Ja, mache dich 3 Her Jeſu Chriſte, du treuer Hei⸗ ich dich gezeichnet. m auf, hilf ihr und erlöſe ſie. Gib, daß bei der Predigt deines Wortes ken. wirſt es wohl machen. Mach einmal, Himmel ein. Amen, 34 Abend⸗Gebet am Donnerstage. noch immer Vielen ihres Herzens Ge⸗ danken offenbar werden, und lenke Allen das Herz, daß ſie Acht haben auf das, was ſie hören. Denke über⸗ haupt an aller Frommen Gebet und laß auch heute einen Denk⸗Zettel bei dir geſchrieben ſein für alle Anderen, die dich fürchten, auch für die lieben Meinigen, meine Freunde und Wohl⸗ thäter, daß du nicht ihrer wolleſt ver⸗ geſſen, ſondern ihnen gnädig ſein, an ſie denken und ſie ſegnen; mache dabei in der Welt allen böſen Rath zunichte und wende die Gedanken der Menſchen, damit dein Rath allein beſtehe, und was du denkeſt, überall möge geſchehen. Gib allen Fürſten und auch unſerer Obrigkeit rechte Ge⸗ danken, heiligen Muth und heilſamen guten Rath, allen Eltern, Herr⸗ * ſchaften und Hausvätern gottſelige Anſchläge, allen Kindern und Geſinde rechten Sinn und führe insgemein Junge und Alte nach deinem Nath wunderlich, nur ſeliglich. Gedenke aller Gebundenen, Armen, Nothlei⸗ denden, Kranken und Sterbenden, und an die vielleicht Niemand ge⸗ denket, die laß empfinden, daß du ihrer nimmer vergeſſeſt. Nun, Hen,, du wirſt ja daran gedenken, denn meine Seele ſagt mirs; darum auf dein Wort gehe ich nun dahin und befehle dir meine Wege und will dein gedenken in allen meinen Wer⸗ Du wirſt mich recht führen, du Herr, ein Ende mit aller unſerer Noth, ſtärk unſre Füß und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen ſein, ſo gehen unſre Wege gewiß gen um des Ver⸗ dienſtes meines Herrn Jeſu Chriſti 3. e willen, Amen! verſichere dein gedrücktes Zion noch Abend⸗Gebet am Donnerstage. land und Erlöſer, du biſt der “ — = —— — — — — ——— ——— — —— —— — ——Q„f— —— W == — 17 1 i dla⸗ .n K unſere nen 1 dat riügen Möwäne dgut! h, ſit umd Haueräm àrcd in und ſireire h J Ale n 8 k wu m, nur ſält Gen⸗ n all ndenen, d. nder anken m duim. g(un zi villei am Iden Se la ami = inn wrn er vegeſt. Mhr, h du min dum fürth n hmd L ſagt nis mn 3 dei ☚ gehe tmittu 1 =äE ——— he dlln cin eer ud 1 8 1 dleraan U Gott, der uns tröſtet in Angſt. Wenn wir mitten in der Angſt wandeln, ſo erquickſt du uns und zeigſt uns täglich dein Heil. Darum auch den heutigen Tag ſchließe ich jetzt allein durch deine Gnade, die auch heute mich vor Angſt und Noth ſo treulich ſt behütet, daß ich errettet ganz fröhlich rühmen kann und mit Freuden ſprechen: Du, Herr, haſt großes an uns gethan, deß ſind wir fröhlich. Ich danke dir denn auch inſonderheit heute, o mein Heiland, daß du in deinem Leiden alle unſere Angſt auf dich genommen und auf dich geladen haſt unſere Schmerzen, daß du um unſertwillen dich Angſt der Höllen treffen und Stricke des Todes um⸗ fangen laſſen, daß deine Seele um unſertwillen betrübt worden bis in den Tod, dabei eben in der Donners⸗ tags⸗Nacht, da du an dein Leiden gingſt, dein Schweiß wie Bluts⸗ dropfen geworden die auf die Erde ſielen, ja insgemein für alle deine Seelen⸗Angſt, damit du unſre Sün⸗ den gebüßt und deines Vaters Zorn verſöhnt haſt. Dieſe deine Angſt, dein Zittern und Zagen hat auch bisher alle meine Angſt von mir ab⸗ gewendet. Dein Angſt⸗Schweiß in deiner Seelen⸗Arbeit bring allein allen Segen auf unſere Berufs⸗Ar⸗ beit, wenn wir ſie auf dein Wort und in deinem Namen im Schweiße unſers Angeſichts verrichten. Dein blutiger Kampf ſteht uns bei im Kampfe wider die Sünde. Und da ein jeglicher von unſern Tagen und Nächten um unſerer Sünde willen billig ihre eigene Angſt und Plagen haben ſollten, ſo haſt du durch deine aͤugſtliche Nacht am Oelberge und dein theures Verdienſt dieſen unſern Fluch bisher noch immer in Segen verkehrt. Dank ſei dir demnach auch noch, mein Heiland, für alle dieſe deine Angſt dadurch du für uns den Tod und Teufel überwunden, für dein Seelen⸗Leiden, dadurch du uns Ruhe Abend⸗Gebet am Donnerstage. erworben für unſere Seelen, daß wir 35 auch mitten in Trübſalen uns nicht dürfen ängſten, wenn uns bange iſt, nicht dürfen verzagen, und für alle die Kraft, womit du deine Auser⸗ wählten, wenn ſie in der Welt noch ſo viel Angſt haben, ſo erhälſt, daß ie keine Trübſal noch Angſt von deiner Liebe darf trennen. O mein Heiland, was hätteſt du mehr an uns Allen thun können, das du nicht über⸗ ſchwänklich gethan haſt. Hingegen habe ich ja mit meinen täglichen Sünden nichts Anders ver⸗ dient, als daß du mich Angſt der Höllen treffen und inne werden ließeſt, was für Jammer und Herzeleid es bringe, dich zu verlaſſen und dich nicht zu lieben. Wie wenig und wie lau denke ich daran, o mein Jeſu, wie blutſauer es dir geworden, meine Sünden zu büßen! Von wie vielen Tagen meines Lebens heißt es leider: Ich lebte mit der Welt in Luſt und Freuden, für welche du auch mir zu Gute ſo entſetzliche Traurigkeit müſſen leiden, und wie geſchwind vergehen in meinem Herzen die guten Regungen einer göttlichen Traurigkeit und Reue zur Seligkeit über meine Sünden! Vielmehr angſtigt ſich mein Herz oft über weltliche Dinge ganz vergeblich. Ich ſeh dagegen oft bei meinem Nächſten die Angſt ſeiner Seele, und mein Herz bleibt dabei unbewegt. Ja, auch nur allein die Sünden des heutigen Tages, die du, Herr, beſſer kennſt, als ich, wo ich wiſſentlich oder unwiſſentlich Gutes unterlaſſen und verſäumt, Böſes aber gedacht, geredet und gethan, verdienten nichts Anders, als Trübſal und Angſt, Un⸗ gnade und Zorn, die allen Seelen der Menſchheit bevorſtehen, die da Böſes thun. Ach ja, mein Heiland, wenn mir das kommt ein, was ich mein Tag begangen, ſo fällt mir auf mein Herz ein Stein, und bin mit Furcht umfangen, ja, ich weiß weder aus noch ein und müßt ewig ver⸗ loren ſein, wenn ich dein Wort nicht hätte. Die Opfer aber, die dir ge⸗ 36 Abend⸗Gebet am Donnerstage. fallen, ſind doch ein geän ſteter Geiſt, ein geängſtetes und zerſch agenes Herz willſt du nicht verachten. O, ſo wirke auch du in mir, o mein Jeſu! Die Angſt meines Herzens um meiner Sünde willen ſollte billig recht ſehr groß werden, führe du mich aber aus meinen Sünden⸗Nöthen. Ich kann meine Miſſethaten nimmermehr genug beſeufzen; rechne mir aber dagegen deine bittre Todes⸗Angit und Trau⸗ rigkeit kräftig zu, und laß durch deine Bangigkeit und Zagen auch mein Ge⸗ wiſſen des Troſtes verſichert werden, daß, wer ſich zu dir nur findet, alle Angſt ihm bald verſchwindet. Siehe, um Troſt iſt mir ſehr bange, nimm du dich aber meiner Seele herzlich an, daß ſie nicht verderbe, und wirf alle meine Sünden hinter dich zurück. Hilf aber auch ferner, mein Hei⸗ land, daß ich es nimmer vergeſſe, wie ſauer meine Seele dir geworden in deinen Leiden, damit ich mich ſcheue mein Lebenlang vor ſolcher Betrübniß meiner Seele. Erweiſe dich auch heute als meinen Schutz und Zuflucht in meiner Noth, damit auch in die⸗ ſer Nacht kein Jammer, noch Schrecken, keine Angſt, noch Klagen mich oder die Meinigen möge betrüben. Deine Donnerstags⸗Nacht in deinem Leiden war dir ja recht eine Nacht der Trüb⸗ ſal und Angſt, da das Waſſer dir bis an die Seele ging, da lauter elende Stunden von einer Morgen⸗ Wache bis zur andern dein Herz brachen und kränkten, da ſogar in dei⸗ ner tiefſten Erniedrigung ein Engel vom Himmel kam, dich zu ſtärken. Gedenke daran auch heute und ſonſt, wenn mein Geiſt in Aengſten iſt, nimm dich da meiner an! Wehre allen feurigen Pfeilen des Böſ ewichts, damit er meine Seele könnte äng⸗ ſten; wehre allen unruhigen Gedan⸗ Angſt zu erretten. Deine Augen, d mein Jeſu, wurden in dieſer Nacht deines Leidens gehalten, daß ſie be⸗ ſtändig mußten wachen. Laß aber unter deinen Flügeln meinen Leib auch heute ſeine Ruhe genießen und ſeine Laſt ablegen, bis du ſelbſt ihn am morgenden Tage zu rechter heit wirſt erwecken, und das Licht, welches unſern Augen lieblich iſt, mich wirſt erblicken laſſen. So laß nach deiner Gnade mit dieſe Nacht nicht eine ängſtliche und elende Nacht ſein; oder ſo ja auch heute nach deinem heiligen Willen mich oder die Meinigen Angſt und Noth ſollte betreffen, ſo lege mir da⸗ rin Nichts über Vermögen auf. Hil,, daß ich in der Angſt deſto heftiger dich anrufe und errettet werde, Sei du alsdann nicht fern, wenn Angſt nahe iſt. Mache mich aber durch deine göttlichen Tröſtungen gutes Muthes in Angſt, Noth und Trübſal, daß weder Tod, noch Leben, weder Engol noch Fürſtenthum, noch Ge⸗ walt, weder Gegenwärtiges, noch hu⸗ künftiges, weder Hohes, noch Tieſes, noch keine Creatur mich von dir ſcheide, ſondern ich in dem Allen weit über⸗ winde durch deine Gnade, mit der du mich geliebt haft. Ja, wie du, o mein Jeſu, für mich gekämpft haſt, ſo kämpfe auch in mir, bis ich den guten Kampf des Glaubens gekämpft und den Lauf vollendet habe. Wirke in mir eine heilige Sehnſucht, da⸗ durch ich mich ängſte und ſehne nach meines Leibes Erlöſung, auch dabei deiner Todes⸗Angſt mich ohne Unter⸗ laß erinnere zu meinem Troſt. Und wenn auch einmal meine Seele wird wenn mein Leib Todes⸗Schweiß wind ſchwitzen, wenn des Todes Banden mich umfangen werden und die Angſ ken meines Herzens; wehre auch al⸗ deſechen mich wird erſchrecken, ſo gib, lem andern Jammer, Krankheit, Un⸗ daß deine Todes⸗Angſt, dein blutiger fall und Herzeleid, und dein heiliger Schweiß alsdann mir zu Gute komme Engel lagere auch heute ſich um mich und meine Seele ſtärke. Wann i zu ſtärken und aus der einmal ſoll ſcheiden, ſo ſcheide nicht zittern und zagen in der letzten Noth, 11s dene A 4 de 3 nuden i 3n ei ns häll, W 11* ee n 5 1 ugeln 1 e a en bine uſl * e lehte 1a en mens n d r 1 1 di mre und ertt red 6 2 3 Angt wati ſg 21 der Angſ di ſih n, nt Cranenämm e ſoſ er h in d Aam ew Stth dem Se n du rrlitt u 9 woſ Tr iu frnagän rſo r ahn m bn re mf dehumun un 1 aff ulant 3 dü gin rire fellh 24 1 1 er. N A aſt, — — —= — — 8— — — Sgͤ= === = —— —— —— S— — — = — — S— — p von mir; wann ich den Tod ſoll lei⸗ den, ſo tritt du dann herfür, wenn ſ mir am allerbängſten wird um das Herze ſein, ſo reiß mich aus den Aengſten durch deine Angſt und Pein. Ja, durch deinen Todes⸗Kampf und blutigen Schweiß hilf mir, lie⸗ ber Herre Gott! Siehe aber auch, o mein Heiland, nebſt mir alle Andern an, die heute in ihren Aengſten dich anrufen, er⸗ höre ſie und tröſte ſie. Erhöre das ängſtliche Harren deiner bedrängten chriſtlichen Gemeine an allen Orten, die auf deine Hilfe wartet und ſich ſehnet nach der Erlöſung und ſeligen Offenbarung deiner Kinder und laß ſie einſt mit großer Freudigkeit vor dir ſtehen wider die, die ſie hier ge⸗ ängſtigt haben. Gib Allen, die auch heute geſündigt haben, einen heil⸗ ſamlich geängſtigten Geiſt, ein zer⸗ tnirſchtes und zerſchlagenes Herz, ihre Sünde jetzt noch zu erkennen und dir gläubig abzubitten, daß ſie nicht einmal dort vor Angſt ihres Geiſtes dürfen ſeufzen, wenn es nicht mehr geit iſt. Zerſtöre alle Anſchläge derer, die heute in unſerer Stadt oder an⸗ derswo deine Gläubigen wollen äng⸗ ſten, und erweiſe es noch immer, daß, wer ſie ängſtet, der ängſtet dich auch. Behüte auch alle die Unſrigen, unſre Verwandten, Freunde, und die uns lieben, in deiner Gnade vor Angſt und Noth und laß ihnen dieſe Nacht zu keiner elenden Nacht werden. Ins⸗ gemein Alle, denen ihr Herz geäng⸗ ttet iſt, die in allerlei Noth, Anfech⸗ tung, Verfolgung, Hunger, ſchmerz⸗ licher Krankheit, ja ſelbſt im Tode werden Angſt haben, die ſtärke du darin mit deinem Freuden⸗Geiſt, heile ſie mit deinen Wunden, waſche ſie mit deinem Todes⸗Schweiß in ihren lezten Stunden und nimm ſie einſt, wann dirs gefällt, im wahrem Glau⸗ den aus der Welt zu deinen Auser⸗ wählten, da deine Erlöſeten einmal an alle Angſt dieſes Lebens nicht Morgen⸗Gebet am Freitage. mehr werden gedenken um der Freude 37 und Herrlichkeit willen, die an ihnen oll offenbaret werden, da du ſelbſt alle Thränen wirſt abwiſchen von aller Auserwählten Augen und alle Nacht der Angſt und Trübſal völlig wird vergangen ſein: Alles um dei⸗ ner ängſtlichen Nacht am Oel⸗Berge und deines blutigen Schweißes wil⸗ len! Amen! Morgen⸗Gebet am Freitage. Her Jeſu Chriſte, du ewiger Sohn 2) deines himmliſchen Vaters, mein einiger Mittler, Erlöſer und Für⸗ ſprecher bei deinem Vater! Unſer Keiner lebt ihm ſelber und Keiner ſtirbt ihm ſelber, ſondern, wir leben oder ſterben, ſo ſind wir dein, der du für uns geſtorben und auferſtan⸗ den biſt, Darum, da ich auch heute leichſam von Neuem anfange zu eben und durch deine Gnade erwacht bin, ſo gedenke ich auch vornehmlich an dich und preiſe dich von ganzem Herzen für alle Treue, mit welcher du dich auch meiner Seele und Lei⸗ bes ſo herzlich angenommen, daß ſie nicht verdürben. Ich danke dir, o mein Jeſu, daß du in deiner Menſch⸗ werdung mein Bruder geworden, in deinem Leiden mein Erlöſer, in dei⸗ ner Herrlichkeit noch immer mein Für⸗ ſprecher biſt und mein Vertreter. Ich danke dir heute für dein bittres r. den, damit du unſre Krankheit ge⸗ tragen und auf dich geladen unſere Schmerzen, um unſerer Miſſethat willen ſchmerzlich verwundet und zer⸗ ſchlagen worden und durch deinen Kreuzes⸗Tod die Verſöhnung haſt ge⸗ macht für meine und der ganzen Welt Sünde. Ich danke dir für die Zu⸗ eignung deines Verdienſtes in der heiligen Taufe, für das troſtvolle Ge⸗ dächtniß deines Leidens in deinem heiligen Abendmahl und für die täg⸗ liche Gnade der Vergebung der Sün⸗ den, da du meine Sünde noch im⸗ mer tilgſt mit deinem Blute und 38 Morgen⸗Gebet am Freitage. meiner Miſſethaten nicht gedenkſt. liche Verachtung; meine fleiſchlichen Aus dieſer deiner Vorſehung, o mein Lüſte und Begierden durch deine Jeſu, bin ich auch noch, was ich bin. Schmerzen: meine irdiſch geſinnte Nei⸗ Nus deiner Fülle habe ich bisher im gung zu den Gütern dieſer Welt mit Geiſtlichen und Leiblichen Segen ge⸗ d deiner Armuth: meine Kaltſinnigkeit nommen, Gnade um Gnade, und in der Liebe mit deiner brünſtigen dein Blut iſt auch dieſe Nacht das herzlichen Liebe; meinen böſen Gffer Zeichen über deiner Gläubigen Hüt⸗ mit deiner Sanftmuth und Geduld: ten geweſen, daß der böſe Feind keine meine Ungeduld und Eigenwillen mit Macht, noch Gewalt an uns gefun⸗ deiner geduldigen Ergebung in den den und keine Plage zu unſerer Woh⸗ Willen deines Vaters. Und da um nung ſich genaht. Wie ſoll ich dir, meiner Sünden willen der Sauan o mein Heiland, vergelten alle dieſe mich anklagt, auch mein eigen Herz deine Wohlth aten und deine Dene mich Verd dammt, ſo zeige du m ih dei⸗ die du an mir und allen Meräihen nem Vater an, daß du habeſt genug gethan haſt und noch thuſt? Du, o für mich gethan, und dein the ass Gottes⸗Lamm, biſt allein würd 5 zu Blut mache mich heute auch rein von nehmen Kraft, Reichthum, Weisheit, allen meinen Sünden, daß an mir Stärke, Chre, Preis und Lob; denn nichts Verdamml liches ſei, weil ich in du biſt erwürgt und haſt uns er⸗ dir bin, o mein Jeſu⸗ kauft mit deinem Blute aus allerlei Hilf aber auch, daß ich heute und Geſchlecht und Volk, Zungen und hinfort ja nicht nach d dem Fleiſche lebe, Heiden und haſi uns unſerm Gott ſondern nach dem Geiſte, und reinige zu Königen und Prieſtern gemacht mich dir ſelber täglich mehr und mehr ewiglich. zu d deinem Eigenthum, daß ich ſleitig Du aber, do du heiliges Gottes⸗ ſei zu guten Werken. Du haſt; nich Lamm, das der Welt Sünde trägt, errettet aus der Obrigkeit dar Fin⸗ erbarme dich auch jetzt liver mich, ſterniß und der Gewalt des Satans, ſiehe an meinen Jammer und Glend ſo gib denn, daß derſelbe auch heute und vergieb mir alle meine Sünden. keine Macht an mir möge finden. Ich bin ja auch noch immer müh⸗ Du haſt mich errettet aus der gegen⸗ ſelig und mit Sünden beladen, die wärtigen argen Welt, ſo gib denn, wie eine ſchwere Laſt mir zu ſchwer ge⸗ daß ich mit derſelben heute keine ſünd⸗ worden. Alle dieſe meine große Schuld liche Gemeinſchaft habe und mich aber werſe ich jetzt unter herzlicher ihr nicht gleich ſtelle. Du haſt meine Reue und Leid allein auf dich, weil Sünden geopfert an meinem Leibe, du bezahlt haſt für mich: alle Sün⸗ die haben dich geſchlagen, ſo gib denn, den meiner Jugend und vergaugenen daß ich heute in keine Sünde willige, Lebens; alle Sünden der verwiche⸗ dieh von Neuem zu kreuzigen und nen Nacht und des geſtrigen Tages, deine Gnade zu verlieren. Erinnere Mes, womit ich dich jemals erzurnt mich vielmehr beſtändig deines un⸗ und beleidigt mit Ge undten Worten ausſprechlichen Leidens und wirke und Werken. Tilge und bedeche ach dadurch in mir herzinnige Traurig⸗ heute, o mein Jeſu, meinen bisherit⸗ keit über meine Sunden. Wirke du gen Ungehorſam, mit deinem veil ſelbſt in mir die ſelige Zueignung kommenen Gehorſam, meine Träg⸗ deiner Gnade und deines Verdienſtes, heit zum Gebet und Dank gegen d aß ich im wahren lebendigen Glau⸗ dich durch dein in deinem Leben und ben mich allein rühme von d deinen Leiden ſo inbrünſtig angehaltenes Kreuze, Nichts wi iſſe, ohne allein dich Seuſaen und Flehen: meine Hoſſart meinen gekreuzigten Heiland, und ge dh die von dir erduldete ſchmä⸗ wiß gl laube, daß in keinem Andern Wy———— nil 6 —= 7 4 Rü ahtu Mung, ma ſa, 1§ ½ 1 böan 8 Aur m te ieaztn ut nein Kühni 1 dede mi dener 1 1 8 Aüte 11 S Snimah man n i 16 3 nn n 1 1 äne dues 1 Sünden wilen wnn 6 I a uc nä ig je — t anmt ſl zäu üd . 1 ran, daß d di genu ¹Aen gethm, win eüres u JIn cte nic deteahnatwt 1 I en Sünda i mi 7 wdamnühs ſnihi — — S= —— — —— 3 2 nitut it ſo ach dem Giß, wein dt n* ſeler thärme 1* 2 Gigenta wih *. Ar ten Ve Alla R. e eus der Däiw d, ſu † ind der Gau dr „ n — —— d ſt Am, däditewee aht m mriy fen a. ka „ AA mich erttu nee 4 argen Dt ſe ie m en e 4 it dreeba erkuſin- er in † gleih il Anr Ai 3 ganffet n winn id. A end 3 rrl ein Heil ſei, auch kein andrer Name n Heigh, darin ich ſoll ſelig werden, ohne allein in dir. Deine Liebe, omein Jeſu, dringe mich auch heute, daß, ſo du für mich geſtorben biſt, ich auch hinfort nicht mir ſelbſt ſebe, ſondern dir, der du für mich eſtorben und auferſtanden biſt, daß liber werde. Durch dein Verdienſt eigne mir auch heute in meinem Her⸗ zen immer zu die Liebe deines Va⸗ ters, die Vergebuug der Sünden, die Gemeinſchaft deines heiligen Geiſtes aund hilf, daß ich durch dieſen deinen Geiſt auch ohne Unterlaß möge rufen: Abba, lieber Vater! Du riefſt an deinem Kreuze: Mein Gott, mein Gott, warum haſt du mich verlaſſen? da du unſre Sünde trugſt. Laß du mich nn aber auch heute nicht und thue deine Hand nicht von mir ab, ſon⸗ dern laß mich in dir haben Gerech⸗ ſiigkeiit und Stärke, in deine durch⸗ bohrten Hände ſo gezeichnet, in die oinen Steinritzen und Felslöcher dei⸗ ner heiligen Wunden ſo eingeſchloſſen ſein und bleiben, daß meine Seele dabei ſtille ſei zu dir und kein Fall nich ſtürzen möge, wie groß er ſei. Gib mir heute und allezeit deine Kraft, daß, wie du dein Kreuz ſelbſt getra⸗ gen und den Willen deines Vaters gern erfüllt, alſo auch mich ſelbſt gern verleugne, mein Kreuz auch auf dl einſcaft an u nh 1 1 eut utim enn, mich nehme und dir fröhlich nachfolge, mithin in allen Trübſalen geduldig ſchweige und deinen Mund nicht auf⸗ thue, ſondern glaube, du werdeſt es wohl machen. Kreuzige du ſelbſt täg⸗ lich mein Fleiſch ſammt den Lüſten und Begierden, daß ich durch deinen Tod auch der Sünde abgeſtorben der Gerechtigkeit lebe. Du wurdeſt um unſertwillen der Allerverachtetſte und Unwertheſte; mache mich dadurch von Herzen de⸗ müthig und brich alle meine Hoffart. Du warſt das reine, unbefleckte Got⸗ tes⸗Lamm; mache mich doch auch rein von aller Befleckung des Fleiſches und Morgen⸗Gebet am Freitage. mir ohne dich auf Erden Nichts ſonſt ſ des Geiſtes. Du hingſt an deinem Kreuze nackend und bloß und hatteſt in deinem Leben nicht, wo du dein Haupt hinlegteſt; mache mich doch auch dadurch vergnügt mit dem, was da iſt, daß ich mich nicht bemühe, reich zu werden, meinen Schatz und mein Herz nicht hier auf Erden habe, ondern bei dir im Himmel. Vor⸗ nehmlich wie du, o mein Jeſu, deine Liebe an uns Allen geprieſen, da du für uns geſtorben, als wir noch deine Feinde waren, ſo tödte auch dadurch in mir allen Zorn, Feindſeligkeit und böſen Eifer gegen meinen Nächſten, damit ich Niemandem vergelte Böſes mit Böſem, oder Scheltwortmit Schelt⸗ wort, ſondern dagegen ſegne, Nie⸗ mandem Leides, ſondern Jedermann wohl thue, daß ich nach deinem Vor⸗ bilde langmüthig und freundlich ſei, herzlich vergebe und auch ſelbſt liebe meine Feinde, ſegne, die mir fluchen, wohlt thue denen, die mich haſſen, bitte für die, die mich beleidigen und ver⸗ olgen. In Summa; fällt mir etwas Arges ein, ſo erinnere mich bald dei⸗ ner bittern Kreuzes⸗Pein, die erlaube meinem Herzen, mit der Sünde nicht zu ſcherzen. Hilf aber, daß ich auch heute und alle Stunden bereit ſei, mit Freuden durch einen ſeligen Ab⸗ ſchied deinem Tode ähnlich zu wer⸗ den. In deine Hände, o mein Jeſu, befehle ich demnach meine Seele heute und allezeit; du haſt mich erlöſt, da⸗ rum ſo nimm auch du am letzten Ende meinen Geiſt auf. Wie du aber mitten in deinem Lei⸗ den der Deinen zeitliche Wohlfahrt nicht vergaßeſt, ſondern auch für ſie ſorgteſt und beteteſt, ſo laß mich auch heute dieſer meiner Fürſorge genießen in dem, was zu meinem armen Lei⸗ beswohlſtand gehört, und hilf, daß ich bei allem Kelche der Trübſale, den du mir etwa wollteſt einſchenken, mit kindlicher Zufriedenheit ſpreche: nicht mein, ſondern dein Wille geſchehe! Haſt du doch auch unſre leibliche Schwachheit getragen, da du an dei⸗ d 40 Morg nem Leibe voller Schmerz und Krank⸗ heit geworden in deinem Leiden. Iſt es nun nicht wider deinen heiligen Willen, ſo behüte mich und die Mei⸗ nigen vor Schmerz und Krankheit, oder anderem Unfall unſers Leibes; heile vielmehr durch d eine Gnade alle V unſere Gebrechen und üloſe unſer Le⸗ ben vom Verderben⸗ der wenn wir ja auch nach deinem R dein Ster⸗ ben an unſerm Leibe ſollten tragen, ſo mache es durch die Kraft und das Andenken deines Leidens nur immer uns erträglich und hilf vornehmlich, daß dabei unſer innerlicher Menſch von Tag zu Tag enenor und auch dein Leben an uns offenbar werde, Du verbargſt dein Angeſicht nicht vor Schmach und Speichel. mich, o mein Heiland, nur vor Sünde und Schande; ſoll ich aber gewürdigt werden, um deinetwil Nen Schmach zu leiden, ſo verleihe, daß ich mich d nicht weigere, auch deine Seymach z tragen, Du warteteſt auf Puoſer uid fandeſt keine, Hilf, o mein Heiland, daß diejenigen, welche du mir in der Welt zum Troſt enehe en haſt, mir noch ferner in deiner Gnade mögen erhalten und ich an Keinem derſelben möge über Maßen betrübt werden, Uieberhaupt hilf du mir ſelbſt das tragen, was du mir auflegſt, und wenn alle Menſchen mich verlaſſen und ich allein bin, ſo ſei du bei mir und nimm mich in Gnaden auf. Segne im llebrigen alles mein Vornehmen, und wie du ſelbſt am Kreuze ſprachſt: Es iſt voll⸗ bracht, ſo ſtärke mich auich! heute und hilf mir gnaͤdig vo Ulbringen das Werk, wozu du mich berufen haſt, und wel⸗ ches dich allein habe vorgenommen, ich deinen Willen vollendet habe⸗ gib alſo, daß dein Leiden, Kreuz und bitterer Tod mein Troſt ſei in aller geiſtlichen und leiblichen Noth, die mich kann treffen, Wie du aber durch Blut die Verſöhnung haſt gemacht Vergib ihnen, luud Bewahre werden, du mit deinem eiaenen Vru erkauft allen Betenden bei uns erkauft haſt ich mit ganzem Vertrauen auf bis Und dein eignes ich heute dieſen en⸗Gebet am Freitage. für der ganzen Welt Sünde, ſo er barme dich auch Aller, o mein Hei land, und laß an Keinem heute dein he iliges L eiden und Sterben verloren ſein, Erbarme dich der armen ungläu⸗ bige Jllden⸗ Türken und Heiden, denen dein Kreuz noch ein Aergernid und eine Thorheit iſt: der Irrigen und Verführten unter Chriſten, die neben deinem Kreuze noch andern Heitern nacheilen, und Aller derer, die dich durch b eharrliche Bos heits⸗ Sünden noch immer aufs Neue kret und dein Blut unrein achten, jieber Heiland, wie du ſelbſt für deine Kreuziger ſo be dei da alle dieſe Elenden nichl ſen, was ſie thun, ſo laß vor d derſelben und aller Welt Ende gedact daß ſie ſich endlich zu di Erhalte deine Gemeine, die zigen bekehren. 18 8 115 Umüld haſt, und laß in ſelben Allen dein Kreuz nu 1 nn Nar ne aoͤtt liche Weisheit und göttliche ent Behüte ſie vor allem Aerg derniß. Ner führung und Zerſtreuung. Thanit 3* 4 r’l unter aller Verfolgung und noch immer allenthalben ein arm ge⸗ ringes Volk, das an dein n Nanten glaubt. Stehe mit deiner J mit deiner dhas allen Verirrten und Zerſtreuten; Furk tie A derner Sorge allen Armen durch deine Wunden erquicke alle Ange⸗ fochtene und Verzagte; durch deine Schuierz een heile alle Kranke; durch deinen Tod hilf Al⸗ llen ſelig ſterben. Wie du erhöht biſt von der Erde, ſo ziehe uns Alle einmal zu dir, deine Herrlichkeit zu ſehn, um dir, der du mit deinem Blute, ewig Lob und Dank zu ſagen unnt deines bittern Leidens und Sterben willen! Amen! Abend⸗Gebet am Freitage⸗ An deinem Namen, o mein tran teſter Heland. 8 Jeſu Chriſte, 1ℳ Le ag angefangen d, — n e mit deine Prlit aum bei; mit deine Lrel ann und Zerſtrutt ni aas allen Arma, duh n erquick ale Ang⸗ in Zerzagte, durh dene ane ale Kuule, dri t 1 ff Allen ſeih ſete at biſt vn de G i le einnal uwd,din ſehn, un di, der d 1iſt nit dirn But⸗ a Dank z 8 ceidens und Sterben⸗ 1 n zet am Irtiti deinem allerheiligſten Namen komme ich auch jetzt zu dir, denſelben ſelig zu beſchließen. Du biſt ja der ewige Sohn Gottes, der überhaupt alle Dinge trägt mit ſeinem kräftigen h Worte, aber auch beſonders der treue h Menſchen⸗Hüter, deſſen Luſt iſt, bei den Menſchen⸗Kindern zu wohnen und ihnen wohl zu thun. Deine Güte iſt dmnach, daß es mit uns Allen l noch nicht aus iſt. Daß deine chriſt⸗ liche Gemeine heute gegen alle Pfor⸗ ten der Hölle erhalten worden; daß wir auch heute in unſerer Stadt und Land unter unſerer Obrigkeit ein ge⸗ ruhiges und ſtilles Leben haben füh⸗ ren können in aller Gottſeligkeit und Ehrbarkeit; daß vielleicht da und dort mancher Böſe gerührt und gebeſſert, manches Gute auch noch ausgerichtet worden, das iſt allein von deiner Gnade, o mein Heiland, der du noch immer willſt, daß allen Menſchen geholfen werde und ſie zur Erkennt⸗ niß der Wahrheit kommen. Du, Herr Jeſu, biſt auch heute bei mir geweſen und haſt mir und den Meinigen wohl⸗ gethan. In deinem Namen habe ich H heute in meiner Arbeit mein Netz ausgeworfen, und du haſt das Ge⸗ deihen dazu gegeben. Aus deinen Händen habe ich mein Brodt genoſ⸗ ſen, und dein Segen hat es vermehrt daß ich nirgends keinen Mangel gehabt. Und dein Schutz hat allen meinen Feinden und allem Unfall gewehrt; denn du warſt dei mir als mein Immanuel. Dein Geiſt hat auch heute mich in meinem Herzen getrieben zu allem Guten; deine Gnade mich auch heute, wenn ich gefehlt, zur Buße geleitet; deine Fürbitte den Zorn deines Vaters von mir gewen⸗ det; dein Verdienſt meine Sünden bedeckt und wo ich irgend was Gu⸗ tes gethan, ſo habe ich das allein dermocht durch dich, der du mich mächtig gemacht, o mein Herr Jeſu! d gehe alſo einher allein in deiner Kaaft, ich preiſe deine Gerechtigkeit allein. Du haſt mich von Jugend Abend⸗Gebet am Freitage. 41 auf gelehrt, darum verkündige ich deine Wunder. Du läſſeſt deine Gläu⸗ bigen erfahren viel und große Angſt und machſt uns wieder lebendig und olſt uns aus der Tiefe der Erde eraus, du machſt uns ſehr groß und tröſteſt uns. Darum danke ich auch heute für deine unendliche Treue, mein Gott, und lobſinge dir, du Hei⸗ iger in Ifrael, meine Lippen und meine Seele, die du erlöſt haſt, ſind fröhlich und lobſingen dir. Was ſind wir arme Menſchen, daß du ſo viel an uns gewendet, und wir Menſchen⸗ Kinder, daß du dich unſrer ſo an⸗ nimmſt! Ach ja, theuerſter Erlöſer, auch ich muß mich ſcheuen und ſchämen, meine Augen vor dir aufzuheben; denn meine Sünden wachſen auch noch über mein Haupt und meine Miſſethat iſt groß bis an den Himmel. So du willſt Sünde zurechnen, wie könnte ich vor dir beſtehen! Wie wenig habe ich auch heute dir für dein heiliges Lei⸗ den, Verdienſt und unendliche Wohl⸗ thaten Dank geſagt, oder es recht zu erzen genommen! Wie kaltſinnig habe ich deine Gnade geſucht im Ge⸗ bet! Wie wenig habe ich deines Gei⸗ ſtes gute Regungen befolgt, da ich ihnen vielmehr oft in meinem Leben widerſtrebt, viel Gelegenheit und Zeit, Gutes zu thun, aus den Händen ge⸗ laſſen, und was du auch in mir Gu⸗ tes gewirkt, durch Ruhmredigkeit, Ei⸗ gennutz und geiſtlichen Hochmuth ver⸗ derbt und zu einem Gräuel gemacht; alle böſen, kaltſinnigen, liebloſen, hoch⸗ müthigen Gedanken gegen dich, alle ar⸗ gen, neidiſchen, zornigen, rachgierigen, unbarmherzigen, verächtlichen Bewe⸗ gungen gegen meinen Nächſten, alle eitlen, rdihc geſinnten, unmäßigen, unreinen Begierden bei mir ſelbſt, die aus meinem Herzen jemals gekommen, und darin auch heute ſich geregt oder Statt gefunden; alle unnützen, ärger⸗ lichen, übereilten Worte meines Mun⸗ des, da ich jemals wider deine Regierung gemurrt, deinen Namen gemißbraucht, d* 42 Abend⸗Gebet meinen Nächſten gerichtet, verleumdet, oder geärgert; die ſo vielen von mir nndächtd verrichteten Gebete und das viele Böſe, das ich jemals frei⸗ willig gethan, oder doch täglich allem meinem Thun ſehr anklebt: das Alles antwortet wider mich, und ich fühle meine Sünden. Ja, mein Heiland, mit Allen beit mit dieſen meinen Miſſethaten; auch deiner Erlöſung Frucht ſogar in meinem Leben nicht, wie ich geſollt, erwieſen, daß ich, wenn meine Au⸗ gen auch darüber Thränen⸗Ouellen d würden, doch damit den Jammer, den du auch für mich geduldet, die Größe meines Sünden⸗ Elendes und den Gräuel meines Undanks gegen dich nicht könnte denuaſam beweinen. Mitten in der Höllen⸗Angſt meine Sünden mich treiben, wo ſoll S ich denn fliel hen hin, daß ich möge bleiben? Zu dir, Herr Chriſt, alleine! Vergoſſen iſt dein theures Blut, das gnug für meine Sünde thut. Mit demſelben tilge auch heute meine Mi eiſ⸗ ſethaten um deinetwillen und gedenke, meiner Sünde nicht. Verwirf mich nicht gänz lich von deinem Angeſicht und nimm deine Gnade nicht von mir, ſondern hilf du mir auch heute, mein Helfer, um deines Namens wil⸗ len, errette mich und vergib mir meine Sünde um deines Namens Ehre wil⸗ len Bezeichne mich auch jetzt mit deinem Plüte ils den Deinen, daß ich dir lebe, dir ſterbe, dein ſei todt und le Pebeig. Hilf ſo denn, o mein ich lebe, doch nun nicht ich, ſondern lebe du in mir, daß, was ich jetz lebe im Feiſch, ich im Slauben an dich, als den Sohn Gottes, lebe, der du auch mich geliebt und dich j elbſt für mich d dargegeben. Dein Parde ſei auch heute mein feſtes Schloß, da bin ich laufe und darin beſ chirmt werd vor aller Macht des böſen Feindes, vor böſen Menſchen und vor aller Gefahr, die meine Seele oder Leib ſtill ſei zu dir, zens Grunde dein Name und Kreuz allein möge glänzen, des Nachts von Herzen dein begehre, denen habe ich dir Mühe gemacht in deinem Leiden und Ar⸗ Niemand aus gel, werden, auf dich werfe: mich, ſers⸗ am Freitage. könnte betreffen. Laß mich da mein Leib ſich jetzt zur Ruhe legt, auch vemmehmih in deinen Mumd en Ru he finden für meine Seele, daß d dieſe lbe daß in meines Her⸗ daß ich auch dazu mit meinem Geiſte ſtets zu dir wache, daß ich in deinem Namen ohne böſe Gedanken, einſchlafe, auch, wenn ich ſchlafe, mein Herz zu dei⸗ nem Namen wache, und wenn ich erwache, ich noch immer bei dir ſei, damit nach deiner Verheißung mich deinen Händen möge reißen. Wie aber nach deinem Leiden, am Freitage Abends, auch dein hei⸗ liger Leib im Grabe zur Ruhe gekom⸗ ſollten men von ſeiner Arbeit, darin deine Seele und Leib gearbeitet hatte, ſo * auch jetzt meinen Leib unter dei⸗ nen Gnaden Schirmen ruhen ven ſeiner Arbeit und ſich erquicken. Sammle auch mich jetzt, wie enn Henne ihre Küchlein unter ihre Fi⸗ damit ich alle meine Sorgen, dadurch mein Schlaf könnte geſtoͤrt ſorge due für daß bein Grauen des Nachts, kein ſchrecklicher Traum, keine Krant⸗ beit dder Schmerz, Feuer⸗ oder Waſ⸗ Noth mich und die Meinigen beſchädige. Und ſo ja auch nach dei⸗ nem heiligen Willen lich einige Ge⸗ fahr erſchrecken ſollte, ſo ſei du bei mir in der Noth, reiße mich beraus und mache mich zu Ehren, zeige mir Jeſu, daß d ein Heil. Breit aus die Flü ügel beide, o Jeſu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein; will Satan mich umſchlingen, ſo laß die Engel ſingen⸗ Dieß Niiid ſoll unverletzet ſein. Deine Linke liege, o Seelen⸗Freund, unter mieinem Haupte und deine Rechte umfaſſe mich. Erauicke dadurch alich meinn, Leib in meiner Ruhe, und laß deſſelben Kräfte ſich erholen, da⸗ mit dn an dem morgenden Tage a. rechter Zeit erwache und neule Kraft *— — 4 2 85 4 3 1 ¹ 4 4 d 1„ ä = 1 ,— —— T E — — on Zinen Geſei ait ic in denen 4 1 Mwanien, eiſth venn gaf, menn herg. ——= mch lger: Gnnbe u i nen 3 1r eid geudet n. laß 5n Jh nit us Hens Lgüchein mnieſt gel, m rch alle un em 8 It und t anuik b Xr an Fri 1 m Ledda, 14 e zur hin der Arbei nge dudu i Sclf in. werd de dih went rſt nich, rin Graun e kein ter Amn hei 1 deit. vrmer Furel 1 Mllen tih inte 1 (Dieß Liel Ante Nd mein 1 pie m mit rechte 3— Kifk ſtetn b wahen Fabr e ke ſolbe, ie 5 hmme habe, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden, das auszurichten, was du mir, o mein Jeſu, befohlen haſt, und ich in deinem Dienſte und meinem Berufe nicht träge noch müde werde. Doch, weil wir auch auf dich, als unſern Seelen⸗Bräutigam, ſollen war⸗ ten, dir, wenn du kommſt, mit Freu⸗ den entgegen zu gehen, aber dabei nicht wiſſen, zu welcher Stunde du möchteſt kommen mit unſerm Tode, oder mit deinem lieben jüngſten Tage: o ſo hilf, daß ich auch heute alle Stunden im wahren Glauben dazu bereit ſei. Gib mir immer mehr eine heilige Luſt, abzuſcheiden und bei dir, mein Heiland, bald zu leben, daß ich dabei auf deinen Tod und Be⸗ gräbniß mich gänzlich möge verlaſſen und zuletzt ſerbenaktand dich in Herz und Seele faſſen, ſodann werd ich auch begraben meinen Jeſum bei mir haben. Soll ich auch dieſe Nacht über⸗ leben, o, ſo laß mich dir leben, Soll ich dieſe Nacht ſterben, ſo laß mich dir ſterben; und ich ſterbe auch ſonſt wie ich wolle, o Herr Jeſu, mein höchſtes Gut, ſo bittte ich dich auch durch dein theures Blut, mach mir mein letztes Ende gut. Wie du aber ein Heiland aller Menſchen biſt, ſo ſei auch heute bei allen Andern, die deinen Namen an⸗ rufen an allen ihren und unſern Or⸗ ten, tröſte ſie, laß leuchten dein Ant⸗ lit über ſie, ſo geneſen ſie. Zerſtöre, v Sohn Gottes, auch in dieſer Nacht alle Werke des Teufels, wo er ſein Werk noch hat in den Kindern des Unglaubens. Vergieb denen, die ſich an dir verſündigt habe, und bekehre diejenigen auch noch, auf die deine Langmuth lange gewartet hat, wie den Schächer am Kreuze, damit ſie nicht als verlorene Kinder in ihren ünden mögen dahin fahren und ewig verderben. Befördere hingegen alles Gute auch in dieſer Nacht, laß C* riede ſein in unſern Mauern und Ruhe in unſern Häuſern und laß uns empfinden, daß es von unſerer Morgengebet am Sonnabende. 43 Stadt und Lande und von allen Woh⸗ nungen der Gläubigen, zum Trutz aller unſerer Feinde, wahrhaftig heiße: Hier iſt Immanuel! Sei bei allen den lie⸗ ben Meinigen, bei allen unſern An⸗ verwandten, Freunden und Wohlthä⸗ tern thue ihnen wohl und laß ihnen auch heute Heil widerfahren. Er⸗ quicke auch heute alle Müden. Tröſte Alle, die nach deinem heiligen Rath an dieſem Tage irgendwo ſind betrübt worden. Laß die ruhen, die viele Mühe gehabt haben. Begleite die, die heute allein werden ſein auf der Straße oder auf dem Felde. Verſorge alle Nothleidende, Nackte, Hungrige und Verlaſſene. Laß auch heute die Kran⸗ ken ihr Ruhe⸗Bett tröſten und ihr Lager ihnen ihre Laſt erleichtern! Und ſei endlich bei allen Sterbenden, da⸗ mit ſie in dir einſchlafen und durch deine Gnade den Tod nicht mögen ſchmecken ewiglich. Ja, Herr Jeſu, erlöſe uns alle bald von dem Uebel und nimm uns auf zu dir in dein himmliſches Reich! O Jeſu Chriſte, Gottes Sohn, der du für uns Alle haſt genug gethan ꝛc. Amen! Morgengebet am Sonnabende. Per du großer Gott, Himmels und —) der Erden, Vater, Sohn und heiliger Geiſt, der du biſt Aller zu⸗ mal ein Herr, reich über Alle, die dich anrufen, dich lobt man in der Stille zu Zion und dir bezahlt man Gelübde, du erhörſt Gebete, darum kommt alles Fleiſch zu dir. Darum auch in dieſer Morgenſtunde hebe ich meine Augen wieder auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfekommt; meine Hilfe aber kommt allein von dir, der du Himmel und Erde gemacht haſt, und ſpreche zu dir auch heute: Gelobt ſei Gott; der mein Gebet nicht verwirft und ſeine Güte nicht von mir wendet; Ja, liebſter Vater, du haſt wohl auch da bereits an mich gedacht, da ich dich noch nicht kannte, 44 Morgen⸗Gebet und auch da mir wohlgethan, von dir noch nichts wußte und dei⸗ nen rufen. Du haſt mich ja erſchaffen, da ich nichts geweſen; mich durch das Blut deines Sohnes Jeſu Chriſti da ich d Namen noch nicht konnte an⸗ am Sonnabende. dich nur geehrt mit meinen Lppen, mein Herzaber fern von dir geweſen. Ich habe oft von dir gebeten, was ich nicht geſollt, um Vieles und für Viele unterlaſſen zu beten, was du mir doch geſchenkt, und derer ich auch erlöſt, ehe ich noch geboren; und da wir Menſchen alle deine Feinde wa⸗ ren, mich in deinen Taufbund auf⸗ genommen und biſt mein Gott ge⸗ weſen von meiner Jugend auf, da ich noch nichts von mir ſelber! wußte, und bis auf dieſe Sraunde thuſt du an mir und allen Gläubi ſchwänklich über Alles, was wir bitten oder verſtehen. Doch, mein Gott, du wendeſt dich auch noch alle Tage zu meinen armen Gebet und ver⸗ ſchmäheſt d daſſelbe nicht; du haſt auch mein geftriges Abend⸗ Gebet erhört und mich behütet vor allem lebel du haſt bisher in geiſtlichen und leib⸗ lichen Dingen mir gegeben meines Herzens Wunſch und mir nicht ge⸗ weigert, was mein Mund von dir gebeten. Nun auch heute gibſt du mir wiederum einen freien, ffenen Zutritt zu deinem Gnaden⸗ Stuhl, daß ich früh darf zu dir kommen und vor dit beten. Ach, Herr, du drei⸗ einiger Gott, wer ſind wir arme Erde und Aſche, daß du unſerer ſo gedenkſt und unſer armes Gebet ſo an⸗ nimmſt! Vater, ich danke dir aucch heute, daß du mich erhört haſt, doch ich weiß, daß du mich allezeit hörſt. Dir, der du überſchwänklich an uns thuſt über Alles, was wir bitten und verſtehen, ſei auch heute dafür Ehre in Ewigkeit! 3 Indeſſen, o mein Gott, aus der Tiefe ruſe ich auch jetzt zu dir, höre Aüich heute meine Simme, laß deine Ohren merken auff die Simunie mei⸗ nes Flehens. Zürne nicht, daß ich noch einmal rede, und verbirg d Antdi nicht vor mir um meiner un dlichen Sünden willen. Mein Ge der iſt ja leider oft vor dir Sünd geweſen, wenn ich mich nur zu d dir genaht mit meinem Munde igen über⸗ dein und in meinem Gebet vor dir hätte ge⸗ Ledenken ſollen, und mit ſchlechtem Danke es erkennet, wenn du mir ge⸗ geben, was ich von dir gebeten. Du hörſt, wenn ich rufe; aber meine Ohren ſind noch immer ungehorſam deinem Befehle, mein Herz oft ver⸗ ſtockt, wenn ich deine Stimme ſollte boͤren, und wie oft habe ich meine Obren verſtopft vor dem Söreien meines armen Nächſten und es wohl verdient, daß ich auch ſol lte rufen und nicht er hret werden! Ja, Herr, wie unrein iſt auch noch jetzt mein Herz, das ich dir ſoll aufopfern; wie unrein meine Hände, die ich in dei⸗ nem Namen ſoll aufheben, wie un⸗ rein meine Lippen, mit denen ich a dir ſoll rufen. Ich bin ja durchaus ganz unrein vor dir, nicht werth meine Augen vor dir aufzuheben, und ſo du wollteſt Sünde urechmen 1 würde auch heute mein Gebet bn dir ein Gräuel ſein, und du koͤnnte t dich billig mit einer Wolke verdecken, daß kein Gebet hindurch könnte. Dein aber, Herr unſer Gott, iſt die Barm herzigkeit und die Vergebung, Deine Hand iſt noch nicht verkürzt, dens Ohren id nicht dick geworden, daß du nicht ſollteſt hören: deine Marit herzigkeit ut zu brünſtig, dein Herz bricht dir, daß du dich Nac der due ßeſten Sünder erbarmeſt. Auch, wer unſere Sünden gen Himmel mufm und dich von uns ſollten ſcheiden, ſo redet doch vor deinem Throne, 0 Vater, das Blut Jeſu für uns, das beſſer redet, denn Abels Blut. Deſ⸗ ſen Stimme wolleſ ſt du erhören und um deſſelben willen wende dich au ſ deſ ich zu mir und ſei mir gnädig, ſiehe an e meinen Jammer und Glend und ver⸗ gieb mir alle meine Sünde um dai zer Güte und ſeiner Erlöſung willen! ng r a m 4 ne 1 4 S fem m 1 a in Bch don dr gine r geoll m s i M e elüſſ den n a in e ätan unddem 4 33 ttwR h e ge kennet, wen t„ 2 1 ntmkgg 8A* ih nie Man 4 8 noch 5 hin ——— 2 4☛ — — 4 dt fen. Ränwie — d vie iſ wih. daß ih dt ddch ſug ic dr ſlaum ie d un e rine hönd Pt 1g n ſcl afts, N. i ee Lixpen, weer Gſeawhs e d A upft w d 3 un. ehreie 9 de. n te attürt uan) 5 b 3 dut h fen en nin 1 a in vor t n. m ⁵ pen vor Rufuſt ſee Zulllbſſt Smnmie di= h heuee win baen ein Tl ſein udw ber d 3 d r uſe det in und di buim 1 S 5s c ſict vn 3 add uiht di 9 olltet borr. Weäen⸗ —— —— ——— 1 1 fnn Den —= — Kiſi⸗ — —— — — 6 4 3 1 1 — — — — — 9 3 t Her⸗ ei p — — — — — 1 tbie — — 1 4 ,d —— — — suden ga 3 3 — =— 8 —— — 8 merke auf und thue, So liege ich denn heute abermal vor dir mit meinem Gebet, nicht auf meine Gerechtigkeit, ſondern auf deine große Barmherzigkeit bauend lach Herr, höre, ach Herr, ſei gnädig, ach Herr, was ich bitte, verzeuch nicht um dein ſelbſt willen, Herr, mein Gott, ſondern gedenke auch heute meiner, mein Gott, im Beſten, und wenn ich rufe, ſo laß mich inne werden, daß du mein Gott ſeiſt! Du haſt ja ſelber geſprochen: Ich habe dich zur angenehmen Zeit erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen. Laß doch auch den heutigen Tag ſein eine angenehme zeit, einen Tag des Heils und der Erhörung, und gib mir ſelbſt den Geiſt der Gnaden und des Gebetes, da ich nicht weiß, was ich beten ſoll, wie ſichs gebührt, damit ich erhör⸗ lich zu dir möge beten. Gib mir zu⸗ förderſt, was ich bedarf, und von dir bitte an meiner Seele. Ich glaube, lieber Herr, hilf du meinem Unglau⸗ ben! Ich bin ein Sünder, der doch mannigfaltig fehlt; wirke du doch in mir wahre, beſtändige Buße. Ich bin entfremdet von deiner Liebe; ach, gib mir herzliche Liebe gegen dich, der du mich erſt ſo ſehr geliebt. Ich bin kleinmüthig in meinem Vertrauen auf dich; ſchenke mir aber eine rechte freudige Zuverſicht auf deine Gnade. Ich fuͤrchte mich nicht ſo ſehr vor dir, ſ als da, wo Nichts zu fürchten iſt; gib mir da deine Furcht ins Herz, daß ich in keine Sünde willige wider deine Gebote. Meinen Hochmuth unter deine gewaltige Hand zu beugen, bitte i dich um herzliche Demuth; anſtatt meiner Unvergnüglichkeit um wahre Zufriedenheit, ich ſei hoch oder nie⸗ drig, reich oder arm; für meine Liebe der Welt und deſſen, was darinnen iſt, Augen⸗Luſt, Fleiſches⸗Luſt und hoffärtiges Leben, um chriſtliche Ver⸗ achtung der vergänglichen Welt für meine ſündliche Selbſtliebe um wahre Verleugnung meiner ſelbſt; für meine unreinen Gedanken um unbeflecket Rei⸗ Morgen⸗Gebet am Sonnabende. 45 nigung des Herzens; für meine Un⸗ geduld im Kreuze um wahre chriſtliche Geduld; für meinen Eigenwillen um kindliche Ergebung in deinen Willen. Gib mir, o mein Gott, auch heute herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, wütigkeit und Sanſtmuth gegen mei⸗ nen Nächſten; ein mitleidiges Herz gegen alle Nothleidende; eine wohl⸗ thätige und milde Hand gegen alle Arme; holdſelige, erbauliche Worte in meinen Mund gegen Alle, mit denen ich werde umgehen; ein friedliches ver⸗ ſöhnliches Gemüth gegen die, die mich beleidigt, und insgemein eine all⸗ gemeine, ungefärbte Liebe gegen Alle, die du neben mich geſetzt haſt. Darum bitte ich dich jetzt, o mein Gott, hilf auch, daß ich heute ohne Unterlaß bei aller Gelegenheit darum bete, alle deine Gaben, die ich heute werde genießen, heilige durch Dank⸗ ſagung und Gebet, alle meine Werke damit anfange, mittele und vollende und dabei allemal reine, heilige Hände aufhebe ohne Zorn und Zweifel. Hilf aber nur auch, daß meine Gottesfurcht dabei ja nicht Heuchelei ſei, und ich dich nicht anrufe mit falſchem Her⸗ zen, ſondern ſchaffe du ſelbſt in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewiſſen Geiſt, verwirf mich nicht von deinem Angeſicht und nimm deinen heiligen Geiſt nicht von mir, ondern dieſer dein freudiger Geiſt enthalte mich dir. Gib mir hernach an meinem Leibe und zeitlichem Glücke, was deinem Willen gefällig iſt, dieweil du, o mein ch Vater, beſſer weißt, was ich bedarf als ich, und auch ehe ich dich darum bitte. Ich bitte dich nicht um Ehre, noch um Reichthum und Gut, noch um langes Leben, noch um meiner Feinde Seelen. Ich begehre kein ir⸗ diſch Glück, das der Seele ſchaden kann! gib mir mein beſcheiden Theil, Gott, mein Troſt, mein Schutz und Heil. Ich werfe alle meine Anliegen auf dich, verſorge du mich und laß mich nur meine Luſt an dir haben, 46 Morgen⸗Gebet am Sonnabende. ſo wirſt du mir ſelbſt im Uebrigen geben, was mein Herz nach deinem Zillen wünſcht. Iſt es dein Wille, o mein Gott, ſo gib meinem Leibe noch ferner Geſundheit, meinen Glie⸗ dern Kraft; meiner Arbeit dein Ge⸗ deihen; meinem armen Vermögen dei⸗ nen Segen; meinem Hauſe ſein täg⸗ lich Brodt, und endlich mir ſelbſt auf allen meinen Wegen deinen heiligen Engel, der bei mir ſei, auf daß der böſe Feind keine Macht an mir fin⸗ den möge. Ich werde heute alles Werk dieſer Woche vollenden: gib denn, daß auch heute Alles, was ich in meinem Berufe werde thun, von mir mit Gebet möge angefangen und vollführt werden. Und wenn ich dich um deinen Beiſtand anrufe, ſo ſei du mir auch heute freundlich und fördere durch deinen heiligen Geiſt das Werk meiner Hände bei mir und hilf, und laß Alles wohl gelin⸗ gen. Sollte mich aber auch heute nach deinem väterlichen Rath Noth und Gefahr betreffen an mir oder den Meinigen, ſo gib, daß ich dich auch alsdann anrufe zur Zeit der Noth, und errette mich, daß ich dich möge preiſen. Vornehmlich, Herr, mein Gott, bitte ich dich heute und allezeit um eine ſelige Zubereitung zum Tode, und wenn es dir wird gefällig ſein, meine Seele von mir zu nehmen, um deine Gnade, fröhlich und ſelig zu ſterben. Erwecke mich, daß ich jetzt meine Seele dir mit Gebet befehle, weil ich beten kann, und alsdann, wenn mein Mund nicht mehr wird frei reden, ſo laß doch deinen Geiſt in meinem Herzen ſchreien: Abba, lieber Vater! Wenn mein Athem hemmt der Lauf und kann kein Wort nicht ſprechen, ſo gib, daß der mich unabläßlich aufs Beſte bei dir vertrete mit unausſprechlichem Seufzen, und nimm dieß mein letz⸗ tes Seufzen in Gnaden auf, und er⸗ höre es. Dein tröſte ich mich ganz ſicherlich, denn du kannſt mir wohl geben, was mir iſt Noth, du treuer Gott, in dieſem und jenem Leben; gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele, ach, höre, Herr, dieß mein Begehr, daß meine Bitt nicht fehle! Doch wie du ſelber, o Herr, willſt daß man auch thue Fürbitte für alle Menſchen, für die Könige und für alle Obrigkeit, ſo gib auch, daß ich in meinem Gebet meines Nächſten nie vergeſſe, und laß alle Anderen auch meines Gebetes und deines Segens heute genießen. Erhöre auch heute Alle, die dich anrufen; die dich mit Ernſt anrufen; thue, was die Got⸗ tesfürchtigen begehren, erhöre ihr Schreien und hilf ihnen. Erhalte deine chriſtliche Kirche an allen andern und auch an unſerm Orte. Gih uns darin noch ferner dein heiliges Wort rein zu hören. Wo Zwei oder Drei Eins ſind, warum es iſt, das ſie bitten, das thue in Gnaden. Und erhöre vornehmlich die, die da ſeufzen und jammern über die Gräueln, die wir allenthalben unter uns ſehen, und hilf, daß ſie darunter ihre Seele er⸗ retten. Sprich aber auch noch immer zu denen, die dich noch nicht kennen und deinen Namen nicht anrufen, ſie ſeien Juden oder Heiden, Irrende oder Verführte unter Chriſten: Hier bin ich, hier bin ich; und gib, daß, wenn ſie dieſe deine Gnaden⸗Stimme hören, ſie ihr Herz nicht weiter muth⸗ willig verſtocken. Gib unſerm Könige und aller unſerer Obrigkeit, was ihr Herz begehrt. und erfülle alle ihre chriſtlichen Anſchläge, damit es unter ihrer Regierung überall wohl zugehe. Wende dich zum Gebet aller der lieben Meinigen, meiner Anverwandten⸗ Freunde und Wohlthäter, und gib ihnen, was ihr Herz nach deinem Willen wünſcht. In Summa: Erhöre uns Alle, Gott unſer Heil, der du biſt die Zuverſicht Aller auf Erden, und fern am Meere. Das Verlangen aller Elenden, Nothleidenden, Be⸗ trübten, Verzagten, Reiſenden, Ar⸗ — men, Verlaſſenen, Kranken und Ster⸗ 1 8 3 AMenh 1 n n 4 1 i A ail dc oe i9 räi — — 2 8 — = — — = äE nd ic dr = rilii eten Ghvin — —,—— — — — — — —== — 8 1 in iche tirhemdamm ud n unſen ä fem k ſüh alen KA uter Ma bih, e dannni rette 29 ich aber utrhm dud rie dih whmge und xi NMamen unt ene e ſe ſtt en der hän de din 1 ae bi ih wg 1 6 oder ſree un 4 ven See deie fün 4 dn 5 ae r henz jihian d ⁰ 1 1 und in es Herz e. 1n an 1 Süe u üren S nltn de möätten Nheit w einr rtne — 8 3) Wühcttn 6 ³ ihr ha ie 9 ge Abend⸗Gebet am Sonnabende. benden, höre du, Herr, laß ihr Herz bends ſein, daß dein Ohr darauf merkt, und laß dir alſo wohlgefal⸗ len die Rede meines Mundes, und das Geſpräch meines Herzens vor dir, Herr, mein Hort und mein Er⸗ löſer! Amen, mein Gott, ſprich du auch alſo um deines heiligen Namens Ehre willen! Amen! Abend⸗Gebet am Sonnabende. err Gott, du biſt meine Zuflucht 5 für und für; ehe denn die Berge geworden und die Erde und die Welt geſchaffen worden, biſt du, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Du bleibſt immer, wie du biſt, und deine Jahre nehmen kein Ende. Bei uns Menſchen aber hat Alles ein Ende und beſtimm⸗ tes Ziel, Eins kommt, das Andere ver⸗ geht, und eine Woche, ein Monat, ein Jahr unſers Lebens nach dem andern wird alt, als flöge es davon. Du aber, Herr, unſer Gott, biſt immer der Alte, das A und O, der Anfang und das Ende. Und wie deine Güte noch täglich währt und deine Barm⸗ herzigkeit noch kein Ende hat, ſo ſagt es ein Tag dem andern und eine Woche thut es kund der Andern, daß du freundlich biſt und thuſt immer⸗ dar Gutes. Dafür preiſe ich dich nun auch, o mein Gott, am Ende dieſer Woche von Grund meiner Seele und ſpreche mit freudigem Herzen zu dir: Wie köſtlich ſind vor mir, Gott, meine Gedanken, wie iſt ihrer eine ſo große Summa! Sollte ich ſie zählen, ſo würde ihrer mehr fin, denn des Sandes am Meere. 9, wie haſt du, Herr, die Leute ſo lieb! Ach ja, liebſter Vater, alle Tage, ja alle Augenblicke dieſer Woche ſind mir neue Zeichen geweſen deiner wunderbaren Güte, Geduld und Lang⸗ muth, deiner väterlichen Liebe, deiner treuen Fürſorge und deines allmäch⸗ tigen Schutzes. Wie viele Sünden baß du in dieſer Woche mir ver⸗ en, wie viele meiner Schwach⸗ 47 heiten getragen, wie vielem Unglücke widerſtanden, daran ich nicht gedacht und mich jetzt nicht darauf beſinnen kann!„Hingegen wie viel hat dein guter Geiſt an meiner Seligkeit gear⸗ eitet, wie viel meiner Gebete haſt du erhört und wie viel Gutes mir gethan, davon ich nicht gewußt, oder auch nicht genugſam darauf Acht ge⸗ habt! Meine Geſundheit, meine Kräfte, meine Speiſe und Trank, der Bei⸗ ſtand, Segen und Gedeihen bei meiner Arbeit und Alles, was ich ſonſt an geiſtlichen und leiblichen Gütern ge⸗ noſſen; Das habe ich allein von deiner Hand empfangen und es iſt Alles dein. Und ſo haſt du mich von Mutterleibe an eine Woche nach der andern lebendig erhalten und an Seele und Leib mir alles Gute ge⸗ than, daß ich es nimmermehr aus⸗ reden kann. Ja, wer kann das An⸗ dere alles ausdeuten, was deine vä⸗ terliche Güte ſonſt an allen Enden, an den Meinigen und Fremden, an Guten und Böſen Gutes gethan und Böſes abgewendet, daß denen, die dich lieben, Alles hat müſſen zum Beſten dienen: Gelobt ſeiſt du, o Herr, täglich! Du legſt uns eine Laſt auf, aber du hilfſt uns auch. Wir haben an dir Alle einen Gott, der da hilft, und einen Herrn, der vom Tode errettet. Ja, bis hierher haſt du auch allein, o Herr, geholfen; darum mein Mund ſoll anch deines Namens und Preiſes voll ſein täglich und meine Seele nimmer vergeſſen, was du mir Gutes gethan haſt, ſondern immer bekennen: O Herr, ich bin viel zu geringe aller der Barmherzigkeit und Treue, die du an deinem Knechte ge⸗ than haſt! Jedoch, lieber Vater, wie groß iſt dabei auch die Rechnung meiner Sün⸗ den geworden und welch eine große Summe derſelben iſt auch in dieſer Wochezuſammen gekommen! Werkann damerken und zählen, wie oft er fehlet! Meine Sünden haben mich, leider, ergriffen, daß ich ihrer kein Ende 48 Abend⸗Gebet am Sonnabende. ſehe, ihrer iſt mehr, denn Haare auf wer an ihn glaubt, der iſt gerecht! Ich zeige meine Miſſethat mit reuigem Herz en an und ſorge für meine Sün⸗ den, bei dir aber iſt die Dergebung, daß man ſich fürchte. dieſes deines Sohnes wilenf ſei min weiner Mif ſethat, meinem Haupte und des Sandes am Meere, den man nicht zählen kann, und auch von den Wegen, die mich oft d dünken rein zu ſein, reicht das Ende zum ewigen Tode. Das natürliche Dichten und Trachten mei⸗ nes Herzens iſt ja nur böſe von Ju⸗ gend auf und auch dieſe ganze Woͤche über geweſen, und ich bin noch leider immer fleiſchlich und unter die Sünde verkauft und ſehe, daß in meinem Fleiſche nichts Gutes wohnt. In meiner Gottesfurcht und Chriſten⸗ thum habe ich auch dieſe Woche wenig gelernt und zugenommen und werde hingegen t täglich weiſer und gewohnter zum Böſen. Wie oft iſt deine Liebe in meinem Herzen er⸗ Menſchenfurcht nachgeſetzt und deine Fürſorge von meinem trotzigen und verzagten Herzen bald d getadelt, bald in Zweifel gezogen worden! Dein Werk, o mein Golt habe ich oft nach⸗ läßig getrieben, deine Wohlthaten nicht genug be dacht, deinen Befehlen nicht gehorcht, deine Geſchöpfe ge⸗ mißbraucht, und wo ich auch was? Gutes gethan, mich bald deſſen über⸗ hoben und Andere neben mir ver⸗ achtet! Wie oft habe ich geredet, was nicht recht geweſen; von meinem Nächſten Arges gedacht, da er un⸗ ſchuldig geweſen; mein Herz vor ihm verſchloſſen, da er nothdürftig ge⸗ weſen; geeifert, da es nicht Noth war; gegen ihn ſchel geſehen, wenn du ihm gütig geweſen! Und wo iſt eines deiner Gebote, deſſs ſen ich niiht 5 jeßt meinen Slaf, und deinem Gedächtniß dieſe Nach anfange und vollende, und laß du ch nich nicht, bis du auch an meiner was du mir gercdat Bteune lingeden allen „ ſſ ter, a ller d deeſer baenie r Lründen Eude ſollte billig die ewige Verd ammniß ſein, Und wo ſoll ich damit hin⸗ S gehen vor deinem Geiſt, wo ſollte ich anders hinfliehen vor deinem An⸗ geſicht, ohne zu deiner Gnade, die noch kein Ende hat und zu dem Ver⸗ denſt meines Heilandes Jeſu Chriſti, der des Geſetzes Ende iſt geworden! te las düine Snad derf elben es ⁵ gebachte boſ ſe u mache ſo mache du Alles gut, was mene Unart verderbt. das Werk, das mir haſt aufgelegt, dan les 8, mas ich rehen an, dume dines asgen u ſelbſt das Allie eA da duu in min von Jugend au und wo dein Geiſt au in dche Woche in mir etwas Gutes ſo erhalte und verhüh dis e Verſu⸗ le Sa⸗ darin verarn bis tunzen und Widerſand wehre allem daonehmten böſer wende alle furchtſe amen Lor⸗ ſelangen unrubiges und be kümmer pli tzlich es Schrecken en, Darum um Sünde meh s 1 mich zu verdammen, ſo an mir noch viel damit durch dieſelde alle Ne la meiner Uebe ertretungen gew orſen ewig nicht mehr mein Gott, jeſer Woche ſei, lals— baider dur m Sar den Anfang und. Jortg kaltet, deine Furcht von mir der lle ei e 4 1 dn 71, Ich volle ende ſetz du in di ſer Voche eſopft umd nemne p e 1n dae de 5 Vo 1 P d. 8 f hi lch auch da ß i mit di cht fün die Satans lir und d a rueht das Gieden 3 — ac mi. ufgeleg i nhen aten El. en gotttn dlen laſ M vas ihhu ge in— rirfete dun w — — —— — —— — ð —— — 8—— ——— euers⸗ und Waſſers⸗Gefahr, ſchmerz⸗ iche Krankheit, plötzlichen Tod in Gnaden von mir und den Meinigen ab, und verhänge nicht, daß ich dieſe Woche mit Jammer und Herzeleid dürfe deſchließen. Ich übergebe mich dir deswegen in deine gnädigen Vater⸗Hände, du wirſt es wohl machen. Nahe dich nur zu mir, wenn ich dich anrufe, und ſprich: Fürchte dich nicht! Du biſt ja mein einiger Helfer und unter dem Schatten deiner Flügel ruhe ich. So laß mich denn auch heute unter demſelben liegen und ſchlafen ganz mit Frieden und hilf durch deine Gnade, daß ich ganz ſicher wohne. Laß auch heute meinen Leib ſeine Ruhe genießen von aller Mühe und Arbeit, die wir haben unter der Sonne. Und da ein jeder Tag für das Seine ſorgt, ſo entledige jetzt inſonderheit im Schlafe mein Herz von allen welt⸗ lichen Sorgen und Gedanken, die unſere Seele beſchweren, damit ich an deinem heiligen Ruhe⸗Tage zu rechter Zeit erwache zu deinem Dienſt und nach deinem Bilde ohne irdiſche Sorgen, nur da zu ſorgen, was dir, dem Herrn, angehört, damit ich als⸗ dann nicht träge, ſchläfrig und zer⸗ ſtreut, ſondern wachſam, andächtig und brünſtig zu deinem heiligen Dienſt erfunden werde und dieſen heiligen Tag auch heilig möge an⸗ ſangen. Doch, mein Gott, lehre mich bei dem Ende dieſer Woche auch be⸗ denken, daß es ein Ende mit mir haben muß. Das Ende aller Dinge kommt ja immer näher, und wer weiß, wie nahe mir mein Ende iſt? Vielleicht iſt dieß die letzte Woche, vielleicht der letzte Tag, den ich jetzt beſchließe. O, ſo hilf denn, daß ich jetzt und ſonſt allezeit dieß mein Ende hedenke, daß ich nimmermehr muth⸗ willig fündige. Und wie du die Deinen liebſt bis ans Ende, ſo laß auch mich nicht, ſondern nimm mich in deine Hände, o wahrer Gott, aus Abend⸗Gebet am Sonnabende. 49 aller Noth hilf mir am letzten Ende. Laß es kommen, wann und wie du willſt, nur ſeliglich. Mache du alles meines Jammers ein Ende und gib vornehmlich, daß ich das Ende mei⸗ nes Glaubens alsdann fröhlich davon⸗ bringe, der Seelen Seligkeit. Bleibe auch noch ferner bei deiner chriſtlichen Gemeine an allen Orten, nach deiner Verheißung alle Tage bis an der Welt Ende und behalte in dieſen letzten gräulichen Zeiten dein kleines Häuflein bis ans Ende, daß Himmel und Erde eher vergehen, ehe deine Worte vergehen. 8 dieſer letzten betrübten Zeit verleih uns, Herr, Beſtändigkeit, daß wir dein Wort und Sacrament rein behalten bis an unſer End. Heilige deswe⸗ gen jetzt Alle auf morgen, die an dem morgenden, heiligen Tage mit Lehren oder Hören dir dienen ſollen, und gib, daß in dieſer dir gewidme⸗ ten Nacht kein trauriges Geſchrei auf unſern Gaſſen gehört werde und kein Schrecken oder Unglück uns an dieſem morgenden Dienſte ſtöre. Wehe Allen denen, die heute etwa ihre Woche beſchließen mit Freſſen und Saufen, mit Kammern und Unzucht, mit Trunkenheit und Völlerei, mit Mammon⸗ und Bauch⸗Sorge, damit ſie nicht einmal in dieſen und andern Sünden ein Ende nehmen mit Schrek⸗ ken. Die aber dieſe Woche Böſes gethan haben, erwecke durch deine Gnade, ein Ende zu machen ihrer Sünden und ſich zu dir zu bekehren. Höre nicht auf, allen den lieben Mei⸗ nigen, meinen Anverwandten, Freun⸗ den und Wohlthätern ohne Ende Gutes zu thun. Hilf aber insgemein, daß durch deine Gnade alle Müden ihre Laſt fröhlich mögen ablegen; alle Armen und Betrübten zu rechter Zeit das Ende ihrer Trübſale, alle Reiſenden ihres Weges und alle An⸗ efochtenen zu deiner Stunde auch ihrer Verſuchungen Ende mögen finden, daß ſie es können ertragen. Stärke 50 aller Kranken Geduld bis ans Ende und gib, daß alle Sterbenden mögen ihr Ende werde, wie dieſer Ende. Zuletzt mache, wenn es dir Kefäͤllig, ein Ende mit dieſer böſen Welt, die T Tage deines Leidens völlig lteden ein Ende haben, und wir vor deinem Stuhle dir werden ewig dienen ohne alles Ende! Amen, ja, komme, Herr Jeſu, komme bald! Alles um deines A⁴ς = Ich lebe, aber ich weiß wie Venllche Verdienſtes und Fürbitte willen! Amen! Ein Gebet zu Ausgang der Woche. weil nun wieder eine Woche dahin iſt und eine Zeit ſchnell die andere dahin jagt, auch ich mit der Zeit ſchnell daod fahre und meinem zdut angeſetzten Stündlein endlich weder entgehen noch entrinnen mag, ſo wolleſt du dich auch für und für über mein ſündliches und unvoll⸗ konunnes Leben gnädiglich erbarmen, mir Alles das, damit ich dich nicht allein dieſe Woche, ſondern ganze Zeit meines vorigen Lebens erzürnt habe, väterlich verzeihen und nachlaſſen. Ich bekenne dir, und Vater, meine verkehrte Art, und daß mein arger Wille dem deinen, der doch allein gut und gerecht iſt, in vielen Wegen hat widerſtrebt. Das wolleſt du aber, allmächtiger Gott, mir um deines lieben Sohnes willen zu keinem Argen nimmermehr gedenken. Hilf mir auch allen be⸗ Jangenen Wuſ t und Unart ausfegen, auf daß mein ganzes Leben anders nicht ſei, als ein heiliger Rüſt⸗Tag zu der verheißenen künftigen Ruhe der ewigen Seligkeit um Jeſu Chriſti, deines lieben Sohnes, und Heilandes, willen! unſers Herrn Amen! ben. niß, Reue und Leid über meine de⸗ die mir ſo viel Zeit und Raum zur Buße, o Herr derſ de eine Hände und laß ſie d Ein Gebet zu Ausgang der Woche. Tägliches Gebet eines frommen Chriſten nach jedem Morgen⸗ ſterben des Todes der Gerechten und 11 gen⸗ und Abend⸗Segen zu ſprechen Opfre Gott; Hüchſton deine Gelübde. .14. Dank und bezahle dem Pſ. 50 * du lieber Gott und Herr nicht, lange! Ich muß ſterben und weiß nicht, wann? Du, mein himm⸗ liſcher Vater, weißtes. Wohlan! Soll dieſes Stündlein, oder dieſer Tag der letzte Tag(dieſe Nacht die letzte Nacht meines Lebens ſein: Herr, dein Wille geſchehe, der iſt t allein der beſte; nach demſelben bin ich bereit, in wahrem ueneden an Chriſtum, meinen Er 4b. allmächtiger, ewiger Gott! Die⸗ ſer, zu leben und zu ſterben; allein, lieber Gott, gewähre mir nur dieſe Bitte, daß ich nicht möge plötlich in meinen Sünden ſterben und verder⸗ Gib mir rechtſchaffene Eriennt. gangenen Sünden, und ſtelle ſie mit noch in dieſem Leben vor Augen, damit ſie mir nicht am jüngſten Tage unter Augen geſtellt, und ich dadurch vor Engeln und Menſchen; u Schan⸗ den werden möge, ſondern verleihe daß ich meine llebertretung von Her⸗ zen erkennen, bekennen, und der rſel⸗ den Vergebung und Troſt aus der nem ſeltamachendem Worte erlangen möge! Ach, barmherziger Vater, verlaß mich nicht, nimm ja deinen heiligen Geiſt nicht von mir! Mein Herz und meines Herzens Zuverſicht i iſt dir, o Herz zens⸗ Kündiger, eelben erhalte mich zum ewigen Leben. Laß mich ſterben, wann du willſt, verleihe mir nur ein vernünf ſauftes, ſeliges Ende. Amen! nimm meine Seele in dir befohlen tiges, 8 Herr Jeſu, ſein! Amen! wohl bekaunt, in tbe n — g tng ſean zerr Jeſu Chriſt, du höchſtes Gut „ d 2 * 1An jeden umen 6 bitt dich durch dein theures Blut, RSegtn ſuſih Näh nur mein letztes Ende gut! 1 Hgglgleich daſſelb iſt wunderlich, en So laß es ſein nur ſeliglich! dt Gae Amen! Gü 4 2 Rhg ST uiägliches Teſtament eines 1 ¹ leber Ga 3 E. urs 4 Menſchen⸗ h mj fe 4 Im Namen der heiligen, hochgelob⸗ er nan Amem ten, unzertrennlichen Drei⸗Cinig⸗ des, ne. kit Gottes des Vaters, Gottes u endken o nafn des Sohnes und Gottes des hei⸗ S diife luttu u lgen Geiſtes, des einigen und 1 sbensſein in Knn ewigen wahren Gottes. 6* it lln m Aächtiger, barmherziger Gott, .M in i anadim* himmliſcher Vater, Dieweil ge⸗ de an Grim en wiß iſt, daß ich ſterben muß, unge⸗ de den undnſteneſtz wiß aber, wann daſſelbe geſchehen e3 tt, gewien mi ſol, und der Tod mich alle Augen⸗ e I ith mralzen diice übereilen und hinwegnehmen da m n ünden din w ir lann, ſo iſt es nothwendig, daß, weil den be ſnirtttinttt ih noch reden und mich bedenken lch ni Ee und Wän hm, ich vor dir mein Teſtament ug, g= Suſäſn und meinen unveränderlichen Willen für no 3 ieſen din m e. ufſetze. ollda t mirnitmiattn, Ich danke dir darum erſtlich von en, un Ee pan gettt witent Grund meines Herzens, daß du mich icht vo eein und atsetne zu deinem Ebenbilde geſchaffen, zu dedet a n nög eim e einem vernünftigen Menſchen ge⸗ atun ngae macht, in der chriſtlichen Kirche ge⸗ 2 — 3 St im n e rür ur desc ih ſete d 104: 1 ukenin Feſu Chriſti, der für uns verdamm⸗ im lche Menſchen ſelber ein Menſch ſe dal 1 Glauben des blutigen Leidens und ſeworden, damit er für uns büßen, 7 ezahlen und genug thun könnte, wie ich durch die Kraft des heiligen . „ Tägliches Teſtament eines Menſchen. Geiſtes ſolches aus den Predigten des göttlichen Wortes gelernt habe. In ſolchem Glauben und Vertrauen bin ich gewiß, daß du mich nimmer⸗ mehr verlaſſen oder verſäumen kön⸗ neſt, oder wolleſt, ſondern daß du mich zu rechter Zeit ſanft und ſelig einſchlafen, in dem Grabe ruhen und am jüngſten Tage zum ewigen — wieder werdeſt hervorkommen aſſen. Dieſes iſt kürzlich mein Glaubens⸗ Bekenntniß, bei dem ich durch deine Gnade verbleiben will, ſo lange ich eine lebendige Seele in mir haben werde. Sollte ich auch,(was du doch, o treuer Gott, gnädiglich ver⸗ hüten wolleſt), aus Schwachheit, oder anders reden, ſo bitte ich dich de⸗ müthiglich, du wolleſt ſolches für un⸗ geredet oder ungehandelt achten. Ach, mein Gott, verſage mir dieſes nicht! Zum Andern befehle ich dir mei⸗ nen Leib und Seele(die doch nicht ſowohl mein, als dein ſind) und flehe deine grundloſe Barmherzigkeit an, daß du ſie, ſo lange ich noch in die⸗ ſer Pilgrimſchaft zu wallen habe, gnädiglich behüten und alſo regieren wolleſt, daß ſie dir zu deinen Ehren und meinem Nächſten, nach deinem Wort, zu ſeinem Beſten dienen möge. Kommt aber das letzte Stünd⸗ lein herzu, ſo laß die Seele einen ruhigen Abſchied von dem Leibe neh⸗ men und zu dir, der du ſie gegeben haſt, wieder einkehren, den Leib aber in dem Grabe raſten bis zu deiner gewünſchten Aufforderung, daß er alsdann mit der Seele wieder ver⸗ einigt und zu einem ewigen Himmels⸗ Bürger aufgenommen werde. Zum Dritten gebe ich der Welt und Alle dem, was drinnen iſt, bei Zeiten Abſchied und gute Nacht mit inniglichem Seufzen, daß du mich Nichts darinnen wolleſt anfechten, noch von dieſem meinem letzten Willen abwendig oder irre machen laſſen.. Zum Vierten ergebe ich dir zu dei⸗ 52 Berufs⸗Gebete. nen treuen, väterlichen Händen alle Amen! Im Namen der heiligen meine hinterbliebenen Verwandten hochgelobten, unzertrennlichen Drei⸗ und Freunde, denen du alles Gute einigkeit Gottes des Vaters, Gottes reichlich vergelten wolleſt; wie auch des Sohnes und Gottes des heiligen alle meine öffentlichen und heimlichen Geiſtes, des einigen, ewigen, wahren Feinde, denen ich alles Böſe, ſo ſie Gottes. Amen! wider mich gethan und gedacht haben, williglich vergeben und daneben bitte, Betrachtung der blutigen Thränen daß du ſie durch deinen heiligen Geiſt Chriſti. bekehren, Beide, Freunde und Feinde in chriſtlichen Tugenden leben und 1 o bleibe ich, o Jeſu, wo bleibe einmal vernünftig und ſelig von hin⸗ II ich, mein Heiland, mit meinen nen wolleſt abſcheiden laſſen, Bluts⸗Tropfen! Blutige Thränen Letztlich befehle ich dir deine liebe ſollte ich billig vergießen, daß ich dir Kirche, die jetzt heftig bedrängt wird, ſolche blutige Angſt verurſacht habe, in deine ſtarke unüberwindliche Be⸗ Ach, ich Elender, ich ſündiger Menſch, ſchirmung; alle chriſtlichen Obrigkeiten wie kann ich genugſam meine Sünde ſo jetzt mit Beſchwerungen überhäuft bedauern? Verzagen müßte ich, daß werden, in deine unerforſchliche, ich ſo ein harter und unbeweglicher väterliche Regierung; alle traurigen, Fels bin und meine Untugend nicht nothleidenden, verlaſſenen Wittwen recht beweinen kann, wenn nuicht, und Waiſen und andere dergleichen mein Herr Jeſu, mich deine blut⸗ hilfloſe Perſonen in deine unendliche thränende Genugthuung troſtete. Ach, Erbarmung. Ergebe alſo dir mich nimm an die Erkenntniß meiner Un⸗ ganz und gar jetzt und ewiglich zu würdigkeit, Bejammerung meiner ln⸗ deinem Eigenthum. tüchtigkeit, und laß deine blutigen Hier bin ich, mein Herr und mein Thränen mir zu einer muthigen Gott, und erwarte deines gnädigen, Freude zum ewigen Leben gedeihen! V väterlichen und ſeligen Willens. Amen! —— Berufs-Gebete. Bei Beginn der Arbeit. hätte ich Nichts empfangen. Deshalb komme ich zu dir, ehe ich meine Hand Banmherziger Gott! Du Gott der anlege, und bitte dich, gib mir den ☛ Weisheit und des Raths, der Geiſt der Weisheit, daß ich klüglich Kraft und der Stärke, von dem alle und vorſichtiglich handle; führe mei⸗ vollkommnen Gaben kommen, in nen Arm und ſtärke mich, daß i deinem Namen fange ich an, was ich ausrichten könne, was mir zu thun ohne deinen Beiſtand auszuführen befohlen iſt. Ohne dich können wir nicht vermag: verleihe mir, daß ich Nichts thun; in dir allein leben, meine Unwürdigkeit und Untüchtigkeit weben und ſind wir. Ei, ſo weiche⸗ erkenne und meinem Verſtande Ar⸗ Herr, nicht von mir. Erſcheine mir, beit und Geſchicklichkeit nicht zuſchreibe, wie Petro bei dem Fiſchzuge, gib mir was ich thue und verrichte; denn zu erkennen, wo ich das Netz meines ich habe ja Nichts, als was ich von Berufes auswerfen ſoll. Sei du memn dir empfangen habe; ich habe mich Anfang, regiere den Fortgang und im Geringſten nicht zu rühmen, als ſegne den Ausgang; hindre die, ſo Berufs 2 mich hindern; hingegen fördre das Werk meiner Hände; ja das Werk meiner Hände wolleſt du fördern. Verleihe mir Geſundheit und Friede, ja verleihe mir auch chriſtliche Ge⸗ duld, wenn es ſchwer hergehen will, und laß mich eingedenk ſein des ge⸗ rechten Fluches, womit du den armen Menſchen um ſeiner Sünde willen belegt haſt, daß er im Schweiße ſeines Angeſichts ſein Brodt eſſen ſolle. Und damit ich nicht irre, ſo laß mich alle meine Werke nach deinem heiligen Worte richten, auf daß ich Glauben eeten und gut Gewiſſen behalte. Amen! tt Verufs⸗Arbeit. 2 Wejewemrier ih 1n gn lü nin Tht 1mir u m ui gen, 1 a exwihn dän ae 1 eEr 5 * der an] bit. der Gei 2 leihhä — = — am mir, den Meinigen und — — — Seufzer bei Beginn der Arbeit. it zun, ſo walts Gott! Ich gehe hier⸗ mit getroſt und fröhlich an meine Stärke mich, Herr, mein Gott, und laß es Alles wohl gelingen. Deinem heiligen Namen ſei Lob, Ehre und Dank geſagt im⸗ mer und ewiglich! Amen! Seufzer nach geendigter Arbeit. Mun, hiermit walts Gott! In dei⸗ nem Namen gehe ich ſchlafen. Mache du über uns, Herr Gott Ze⸗ baoth, dir ſchlafen wir, dir wachen nwi, dir leben wir, dir ſterben wir, dein ſind und bleiben wir todt und lebendig! Amen! —— ————— 2— — ͤ—=— 4 Gebet um zeitliche Nahrung. Perr Gott, himmliſcher Vater, der ₰ du biſt mein Leben; mein Leib und Seele, mein Hab und Gut und Alles, was da mein iſt, das haſt du mir gegeben, von dir hab ichs em⸗ pfangen! Richte und ordne du, o lie⸗ ber Gott, Alles in meinem Haus⸗ weſen, Stande, Thun und Leben nach deinem göttlichen Willen, dir zu Lob, Jeder⸗ ſu mann zu Nutz. Segne Alles, was it. ug ich habe; mache fruchtbar und reich di ſant Alles, was zur leiblichen Nothdurft Gebete. gehört und dadurch ich meinen Un⸗ terhalt haben ſoll; denn, wenn du gibſt, ſammeln wir, und wenn du deine Hand aufthuſt, ſo wird Alles geſättigt mit Wohlgefallen. Amen! Gebet, ſeinen Beruf glücklich zu verrichten. Peiliger, barmherziger, allein wei⸗ ) ſer Gott und Vater! Der du dei⸗ nen Knechten einem jeden ſein Pfund vertrauſt, unter welchen ich der ge⸗ ringſte bin: Siehe, ich bin zu geringe aller der Barmherzigkeit und Treue, die du täglich an mir thuſt; ich bitte dich demüthiglich, du wolleſt mir aus Gnaden vergeben, daß ich in dieſem meinem Berufe zum Oeftern nachläſſi geweſen bin und nicht Alles aucß deinem Wort und heiligen Willen verrichtet habe. Ach Herr, mein Gott, ſei mir gnädig und regiere mich hin⸗ fort mit deinem heiligen Geiſte, daß ich die Werke meines Berufs und alle meine Sachen nach deinem hei⸗ ligen, göttlichen Wort richte; gib mir den Geiſt der Weisheit und des Ver⸗ ſtandes; laß den Engel des Raths meinen Lehrmeiſter und Rathgeber ſein; ſende deine Weisheit, daß ſie bei mir ſei und mit mir arbeite; ſende deinen Engel vor mir her, der zu allen meinen Geſchäften mir den Weg bereite und alle Hinderniſſe aus dem Wege räume; wie du dieſe Gnade erzeigt haſt allen deinen getreuen Dienern von Anfang her, mache du mich auch tüchtig zu dem Amt, das ich verrichten ſoll, damit ich die Ga⸗ ben, ſo du mir vertrauſt, recht ge⸗ brauchen möge dir zu Ehren und zu Nutz meines Nächſten. Und weil ich weder Anfang, Mittel und Ende verſtehe, wie ich mein Amt führen ſoll, ſo mache du, mein lieber Gott, den Anfang, regiere das Mittel und ſegne das Ende; ſteure des böſen Feindes Liſt und Betrug und halte deine Hand und Macht über mich um 54 Beruſs⸗ deines lieben Sohnes willen! Amen! Jeſu Chrifi Gebet um rechte Verrichtung ſeines Berufes. Nu all weiſer, gütiger Gott, weil du ₰ mich in dieſen Beruf und Stand geſetzt und mir befohlen haſt, darin fleißig und redlich zu arbeiten, ſo bitte ich dich um nothwendige Kräfte des Leibes und des Geiſtes, und zu⸗ förderſt um die Leitung und Regie⸗ rung deines heiligen Geiſtes, ich emſig verrichte, was dir obliegt, und endlich unter deinen treuen Knechten erfunden werden möge. Amen, in Jeſu Namen Amen! Gebet um Glück und Segen ſeines Berufes. Ahd du barmherziger Gott, du Gott * des Segens! Ich gehe nunmehr wieder an meine Verrichtung, darein du mich geſ ſetzt haſt, und will mein Stücklein Brodt durch deinen Segen mit meinem Gebet und Arbeit er⸗ langen. Dein Wort mels⸗Wagen, meine Arbeit mein Er⸗ den⸗ Wagen; Beide bringen viel Gluch und Segen in meinem 2 B Zerufe⸗ Der Name Jeſus in Salbe, damit ich meinen Berufs⸗ und Arbeits⸗Wagen in Bewegung ſetze, und ſo weiß ich, mein Jeſus wird meine Arbeit wohl von Statten gehen laſſen. Ach Jeſu, ich bitte dich, laß all mein Vornehmen, ſo fern es zu deiner Ehre und meiner Seligkeit Kült iſt, wohl von Statten gehen, da⸗ mit ich durch deinen Segen mein Stücklein Brodt und ehrliches Aus⸗ kommen gewinnen moge. Widerſtehe Allem, was mich an meinen Geſchäf⸗ ten verhindert; hingegen be fordere Alles, was mir an meinem Vorneh⸗ men nützlich iſt. Solches verleihe mir um der Wunden deines lieben Soh⸗ bedarf, willen damit i llen, nähre mich, d aus b E wigkeit. iſt mein Him⸗ eine ausgef ſchüttete I „Gebete. Gebet um Glück und Segen zur Arbeit. „ immliſcher Vater, ewiger, gütiger 83 Gon und Herr! Nachde m du mich durch deinen Segen in den häus⸗ lichen Stand geſetzt, ſo danke ich dir dafür von Herzen, und weil ich mich darin durch meine Hand⸗ und Be⸗ rufs⸗Arbeit chriſtlich ernäl ren will, ich zuvörderſt deines Segens ſo bitte ich dich um deines allerliebſten Sohnes Jeſu Chriſtt du wolleſt mir in meinem Berufe väterlich beiſtehen und mir gnädiges Auskommen verleihen. Ich will thun, was du mir in mei⸗ nem Berufe befohlen und auferlegt haſt, gib du das Gedeihen dazu thi deine milde Hand auf, ſpeiſe nnd er daß ich mein täglich Brot Dant wozu deiner milden Hand mit ſagung empfahen, aller Sorge und Geizes müßig gehen, und dir, mild reicher Gott in aller Dürftigkeit mi ſtarkem Glauben kindlich vertrauen du lebtſt und regierſt i Amen! möge, der Gebet um Gottes Gnade und Beiſtand. Umächtiger, barmherziger Golt du Brunnquell aller Gnade! Es ſließt ſa alles Gute von deiner Güte le her und will auch wiederum in dich, als die Quelle der Liebe rinnen. Deine Liebe iſt es, himmliſcher V ter, daß ich dieſes Leben bde un deine Barmhe Erzigkeit iſt es, die das⸗ ſelbe unterhält. Ach den was itt doch der Menſch, daß du ſein gedentſt⸗ und das Menſchen⸗Kind, daß r dich ſein annimmſt? Ohne dich und V deinen Beiſtand, mein Schöpfer, ſſt alles Thun und Verrichten eitel Nichts. Daher flehe ich deine unendliche Liebe an, laß mich nicht durch Sünden und Uebertretungen aus deiner hendſ ligen les Jeſu Chriſti willen! Amen! Gnade fallen, ſondern in d erſelden ——— — — — —= —— = d Tr ds tnazat r nide imm. A t Gett’dun 1 Feiſten —— — —— Berufs⸗ leben und ſterben. Leite mich mit den Augen deiner Gnade, wie die Kinder Iſraels in der Wüſte. Um⸗ ſchließe mich mit derſelben, wie einen Stein im Golde. Regiere mich durch ſie, wie den König Salomo, daß ich in deinen Wegen und Geboten ein⸗ hergehe, und laß mich ſolche nicht verlieren weder durch böſe Gedanken, noch ſchändliche Worte und Werke. 9 Herr, der du biſt gnädig, geduldig und von großer Güte, gedenke doch an mich, als dein Geſchöpf, und laß mich auch empfinden, wie freundlich du ſeieſt Allen denen, die auf dich trauen. Zeige mir deine Gnade und deine Wahrheit. Stehe mir bei ſo lange ich hier auf dem Wege meiner mühſeligen Pilgrimſchaft muß wallen, und behüte mich vor allem Uebel an Leib und Seele, damit der böſe Feind und deſſelben ſchädliche Werkzeuge keine Macht noch Gewalt an mir und den Meinigen haben mögen. Un⸗ ferweiſe mich in deinen Geboten und Rechten. Erfülle mich mit deiner Liebe, und wann die Stunde meines Todes wird herzunahen, ſtehe mir alsdann bei mit deiner Gnade und Troſt, da⸗ mit ich möge auf das blutige Ver⸗ dienſt meines Erlöſers, Jeſu Chriſti, ſanft und ſeelig einſchlafen, dich als meinen gnädigen Gott und Vater im Himmel erfreut anſchauen und dir ewiglich Lob und Dank ſagen für alle Wohlthaten mit allen ſeligen Himmels⸗Bürgern! Amen! Gebet ums tägliche Brodt. Ewiger, allmächtiger Gott, reicher, — milder Vater! Weil ich armer Menſch Nichts mit in die Welt ge⸗ bracht habe, ſondern nackend und bloß, arm und elend geboren, gleich⸗ wohl aber der Unterhaltung meines vergänglichen Lebens und der Nah⸗ rung meines ſchwachen Leibes be⸗ nöthigt bin, ſo trete ich vor den Tiſch deiner Gnade, bitte dich von Grund Gebete. 55 meines Herzens, du wolleſt nicht an⸗ ſehen mein Verdienſt, ſonſt bin ich keines Biſſen Brodts, auch nicht eines Tröpflein Waſſers werth, ſondern deine Augen abwenden von meinen Sünden, mich in meiner Dürftigkeit und Armuth gnädiglich anſchauen und dich über mein großes Elend väterlich erbarmen. O mein Gott und Vater, dein Gut iſts, das du mir gibſt; von deinem gnädigen Throne herab fällt das liebe Brodt, ſo ich täglich eſſe; aus der leben⸗ digen Quelle, die bei dir iſt, fließt herab der Strom, daraus ich alle Tage trinke; du, du biſt der reiche Gott und Speiſe⸗Meiſter, der du alle deine dürftigen Creaturen er⸗ nährſt: du biſt der milde Vater, der du deine hungrigen Kinder verſorgſt; darum thue auf deine milde Hand und ſättige mich mit Wohlgefallen; ſegne meine Speiſe und gieb mir ſo viel Brot, als ich zu meiner Nah⸗ rung von Nöthen habe. Laß mich deine guten Gaben in Friede und Geſundheit genießen, aber nimmer⸗ mehr in Müſſiggang und Faulheit verſchwenden, ſondern der Sparſam⸗ keit mich befleißigen und das Uebrige zu Rathe halten. Erwecke auch mein Herz zu täglicher Dankbarkeit, daß, gleichwie du aus väterlicher Güte mich und die Meinen täglich ſpei⸗ ſeſt, alſo auch wir dich alle Tage und ohne Unterlaß dafür loben und preiſen; Amen! Gebet um zeitliche Güter. A½ Herr Gott, himmliſcher Vater, — der du biſt mein Leben, meine Seele und Leib! Mein Gut und Hab, und Alles, was mein iſt, das haſt du mir Alles gegeben, von dir hab ichs empfangen; richte und ordne du, o lieber Gottim Himmel, Alles in mei⸗ nem Hauſe, Handel, Stande, Thun und Leben nach deinem göttlichen Willen, dir zu Lobe und Jedermann e 56 Berufs⸗Gebete. zu Willen und Nutz; denn dir lebe ich, dir glaube ich, auf dich traue ich, du wirſt mich nicht verlaſſen. Dir befehle ich unter deinen göttlichen Schutz und Schirm mein eib und Kinder und all mein Hausgeſinde, behüte uns vor Sünden, Schanden, Feuer, Waſſer und vor allem Uebel. Sende uns deinen heiligen Engel, der uns behüte in allem unſern Thun und Leben, der uns leite und führe auf den rechten Weg, auf daß wir Nichts reden, thun, oder denken wider deine heiligen Gebote, oder Willen, ſondern darnach leben, dich ehren, loben immerdar und ewiglich durch Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohn! Amen! Gebet eines Predigers für ſeine Zuhörer. Getreuer Gott, himmliſcher Vater! Der du mich zum Arbeiter in deine Ernte geſendet haſt, ich bitte dich für meine Zuhörer und Pfarr⸗ Kinder, welche ich lieb habe in der Wahrheit, du wolleſt ſie mit deinem heiligen Geiſte erleuchten, leiten und führen, daß ſie zu Herzen nehmen, was ich ihnen aus deinem Befehle vortrage, damit ſie nicht vergebliche Hörer, ſondern Thäter deines Worts ſein. Heilige ſie durch und durch, daß ſie Buße thun und ſich bekehren von der Finſterniß zum Licht und von der Gewalt des Satans zu dir, zu empfangen Vergebung der Sünden, ſammt denen, die geheiligt werden durch den Glauben an Jeſum Chri⸗ ſtum. Gib ihnen Kraft, nach dem Reichthum deiner Herrlichkeit, ſtark zu werden durch deinen Geiſt an dem inwendigen Menſchen, und Chriſtum zu wohnen durch den Glauben in ihren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegründet zu wer⸗ den. Mache ſie fertig zu allen guten Werken, zu thun deinen Willen, und iſt, durch Jeſum Chriſtum; verm ſie und laß ihre Liebe völlig nshe unter einander und gegen Jedermann daß ihre Herzen geſtärkt und un⸗ ſträflich ſein in der Heiligkeit vor dir auf die Zukunft Jeſu Chriſti ſammt allen ſeinen Heiligen. Thue deinem Worte die Thüre deines Herzens auf und wirke durch mich kräftiglich, daß ſie das Wort meiner Predigt nicht als Menſchen⸗Wort, ſondern,(wie es denn wahrhaftig iſt) als dein Wort annehmen und vor dir würdiglich wandeln. Mache ſie würdig des Be⸗ rufes und erfülle alles Wohlgefallen deiner Güte und das Wort des Glau⸗ bens in der Kraft, auf daß an ihnen der Name deines eingeborenen Soh⸗ nes Jeſu Chriſti, und ſie an ihm ge⸗ prieſen werden nach deiner Gnade. Hilf mir, daß ich nicht verliere, was ich erarbeitet habe, ſondern vollen Lohn empfange. Behüte ſie(meine lieben Zuhörer) ohne Fehl und ſtelle ſie vor das Angeſicht deiner Herrlich⸗ keit unträflich mit Freuden um Jeſu Chriſti willen! Amen! Gebet eines hohen Potentaten. u höchſter, allmächtiger Himmels⸗ 2 König! Ich erkenne demüthig⸗ lich, daß du mir Königreich, Macht, Stärke, Ehre und Herrlichkeit und Alles, da Leute wohnen, dazu die Thiere auf dem Felde und die Vö⸗ gel unter dem Himmel in meine Hand gegeben und mir über alles Gewalt verliehen haſt, daß ſich vor ſolcher Macht alle Völker, Leute und Zun⸗ gen fürchten und ſcheuen. Du haft e e mir einen großen Namen gemacht, wie der Name der größeſten auf Er⸗ den iſt. Wie kann ich aber, o Herr, en ſo groß Volk allein tragen, welches ſih gemehrt hat, daß ſie ſind, wie die Menge der Sterne am Himmel?(Du⸗ Herr, wolleſt ihrer noch viel Tauſend mehr machen und ſie ſegnen.) Wie ſchaffe ihnen, was vor dir gefällig kann ich allein ſolche Mühe und Laſt dal be der 3 d ich — d der! lie tin ſe dite kei ar Ch der nem 1 den, ehle lche er erfle ales dei wuddok tts li rch. S den Al und T dir, ig den, geg ur — —— — 5 0 —242 —. „ = — — — — — — üh 12 x Kant wiit . deins änpenn Chrit, wſta man md dir ina ie n ih uatrig de ee itet habe em dule — — — — do er ange. bick fewir aͤFrer ie n 9 ſa a Auyjſtänrä aiun in mn — — — —= — ——= 4— —= — —— y— — , 2 6 A 2 =—— n ütint 8 Ji kine mit ——— ͤſſſͤſſſſſſſſſ ertragen? Warum bekümmerſt du dei⸗ nen Knecht, und warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, daß du ſo große Laſt auf mich legſt? Denn ſiehe, die Augen des ganzen Volkes ſehen auf mich. Ich vermag ja dieß Volk nicht allein zu ertragen. Ge⸗ W denke doch, o Herr, daß ich ein ſchwacher beſchere mir weiſe, verſtändige und erfahrene Leute, welche mit mir die Regierungs⸗Laſt tragen und keine Perſon im Gericht anſehen, ſondern zwiſchen Jedermann recht richten und den Kleinen hören, wie den Großen. Wenn ſie aber unter meinem Namen unrecht handeln, ſo rechne mir es nicht zu und wende deine Barm⸗ herzigkeit nicht von mir um Jeſu Chriſti Willen! Amen! Gebet der Obrigkeit für die Unterthanen. du gewaltiger Herrſcher des Erd⸗ bodens! Herr aller Herren, König aller Könige! Ich danke dir von Her⸗ zen, daß du mich zur Obrigkeit dieſes Landes und Unterthanen geſetzt haſt. Du biſt der Allerhöchſte und haſt Ge⸗ walt über der Menſchen Königreiche und gibſt ſie, wem du willſt; erhöheſt auch die Niedrigen zu denſelben. Deine Gewalt iſt ewig und dein Reich währt für und für, gegen welches Alle, ſo auf Erden wohnen, Nichts zu rechnen ſind. Du machſt es, wie du willſt, Beide mit denen Kräften im Himmel und mit denen ſo auf Erden wohnen, und Niemand kann deiner Hand wehren, noch zu dir ſagen: Was machſt du? Denn Alles dein Thun iſt Wahrheit und deine Wege ſind recht; und wer ſtolz iſt, den kannſt du wohl demüthigen. Du ſetzeſt auch einem jeden Lande ſeine Grenge Sommer und Winter machſt du. Darum gib mir, du gewaltiger Herrſcher des ganzen Erdbodens, daß Berufs⸗Gebete. Menſch und kurzen Lebens; darum ſ 57 ich mich allezeit vor dir demüthige und gedenke, daß auch ich unter Gott ſei. Gib mir einen feſten, ſtarken Glauben und Zuverſicht auf deine Allmacht und Barmherzigkeit; gib mir herzliche Liebe zu deinem reinen ort; erhalte mich und meine anbefohlenen Unterthanen bei der eligmachenden Wahrheit des heili⸗ en Evangelii. Laß meinem Lande unvamen ſein die zwei ſtarken Säulen: wahre Religion und Gerech⸗ tigkeit, und daß dein heiliger Gottes⸗ dienſt eine Zierde, Schmuck und höchſtes, edelſtes Kleinod ſei meiner Lande, darüber du mich geſetzt haſt, gib mir den lieben, edlen Land⸗Frieden; ſei mein mächtiger Schutz und eine eurige Mauer um mich und meine nterthanen her, und wenn das Land zittert und Alle, die drinnen wohnen, ſo halte du ſeine Säulen feſt. Gib meinen Unterthanen ein gehorſam Herz und mir deine himmliſche Weis⸗ heit, daß ich dieſelben vernünftig und weislich regiere, die Unſchuldigen er⸗ rette, die Frommen ſchütze, die Böſen ſtrafe, und Rache übe über die Böſen, daß ich eine Furcht ſei der Böſen und ein Lob und Preis der Frommen. Gib, daß ich erkenne, daß ich, o Gott, deiner Gerechtigkeit Statthalter und Amtmann ſei und daß du bei mir ſeiſt im Gericht, und daß ich das Ge⸗ richt nicht den Menſchen, ſondern dir halte und demnach keine Perſon im Gericht anſehe. Gib mir die Gnade, daß ich Recht ſchaffe ohne Anſehn der Perſon den Armen und Waiſen und helfe den Elenden und Dürfti⸗ gen zu Recht, daß ich errette den Geringen und Armen und erlöſe ihn aus der Gottloſen Gewalt, daß die Grund⸗Veſte des Landes nicht falle. Laß mich hören, daß der Herr redet, daß er Friede zuſagt ſeinem Volke und ſeinen Heiligen, daß ſie nicht auf eine Thorheit gerathen. Laß mir deine Hülfe nahe ſein; denn ich fürchte dich; daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und e 58 Friede ſich küſſen; daß Treue Himmel ſchaue; daß uns der Herr Gutes thue, daß unſer Land ſein Ge⸗ wächs gebe; daß Gerechtigkeit vor dir bleibe und im Schwange gehe. Ach, getreuer Gott, behüte nüich vor Sün⸗ den, auf d daß ich nicht deinen ge⸗ rechten Zorn verurſache und über meine Unterthanen die Strafe bringe, wie der König David ſagt: Ich habe geſündigt, was haben dieſe Schafe gethan? Segne aber mein Land und kröne es mit deinem Gute; Denn d deine Jußtapfen triefen von Fett. Gib mir daß ich alſo regiere, daß mein Land nicht wider mich ſeufze, ſondern d daß daſſelbe deines Lobes und Preiſes voll werden möge. Gelobt ſei der Herr, der allein Wunder thut, und gelobt ſei ſein herrlicher Name ewig⸗ lich und alle Lande müßen ſeiner Ehre voll werden. Amen! Amen! Gebet eines Unterthanen für ſeine Obrigkeit und für ſich ſelbſt. 9 Herr, allmächtiger Gott! Der du ☛ alle Obrigkeit eingeſetzt und durch dein Wort beſtätigt und biſt ſelbſt ge⸗ wißlich der Erhalter aller löblichen Ord nung, ich bitte dich, du wolleſt meiner lieben Obrigkeit wahre Gottesfurcht, Weisbeit und rechten Rath geben, zu⸗ vörderſt aber ſie in Erkenntniß der reinen, allein ſelig⸗ machenden Religion feſt und unbe⸗ weglich erhalten, alle Teufels⸗Tücke wider alle ihre Feinde gönner, die heimlich. ihrem Amte, oder Leben nachſtellen. Erhöre ſie in der Noth und ſchütze ſie mit deinen Gnaden⸗Flügeln. leihe ihr, ihren Erben und Nachfol⸗ und Mord gern langes Leben und gute Geſund⸗ Treue, Jeſu ihr Güte und T um heit. Erzeige die ſie allezeit behüten, Chriſti willen! Amen! auf örden wachſe nen Gerechtigkeit vom re chtſchaff tener Beſchirme ſie wider und und Miß⸗ oder offentlich Ver⸗ Berufs⸗Gebete. Gebet eines Kanfmanns. Herr, der du rechtmäßigen Handel und Gewerbe dir wohlgefallen läſſeſt und mich zum Kaufmanns⸗ Stande berufen haſt, ich bitte dich du wolle ſt mir veneiten daß ich mit Fleiß in deiner Furcht handle und nicht zu weit greife, noch meinen Bruder bevortheile, ſondern mit dem zeitlichen Gute redt handle im 8 fen und Verkaufen. Behüte mich, d ich meinem Nächſten nicht vorſätzli de Weiſe Unrecht, oder Schaden thue, noch mein Gut mit Wuche er, oder Ue er⸗ ſatz mehre und noch dazu trotze, ſon⸗ dern, was ich will, das mir geſchehe, ich hingegen auch andern Leuten thue Bewahre mich vor der leidigen! Gel Sucht, duß ich nicht das Zeitl iche mehr, als dich, der du biſt me ein höch⸗ ſtes Gut, liebe und durch unordent liche Mittel mich zu bereichern de⸗ gehre, auf daß ich nicht falle in Ver⸗ ſuchung und Stricke und viel thörichte und ſchädliche Lüſte, welche derſen⸗ ken die Menſchen in Verdamnm. Gib, d dahich mir genügen laſſe undviel mehr das gegenwärtige Gut rdune denn nach andern gedenke. Regiere mich, daß ich mir zuvörderſt Schaäͤe im Himtmel ſammle und am erſten nach deinem Reiche und Gerechtigleit trachte, auf daß mir nichts mangle *4 an irgend einem Gute in Chriſto Jeſu! Amen! Gebet eines Künſtlers. wiger und ⸗ barmherziger, lieber Vater! Haſt du mich ſe lbſt berufen, wie ehemal den Bezaleel und Ahaliab, künſtlich al erlei Werk zu machen, ſo erfül mich auch mit dem Geiſte Gottes, mit Weisheit und Verſtand, mit Er⸗ kenntniß deines Willens und Wohl⸗ gefallens und hilf, daß ich meine Kunſt und Geſchickli chkeit nicht anders, als zu deiner Ehre und meines Näch⸗ allein weiſer Bel⸗ “ * . — ie 8 . * 8 ,. 1 . 5 1 — —— — — — —— ———— — — —— — — — — — — = — — — — — — — — —— — un K lie dit uwir Z — =—= — = — ſten Nutzen anwende. Jeſu, mein eiland und Erlöſer, erleuchte mich mit deinem Gnaden⸗Lichte, daß ich dich, der du biſt der Glanz der Herr⸗ lichkeit Gottes und das Ebenbild ſeines Weſens, aus deinem heiligen Worte recht erkenne nnd in mein Herz bilde. Laß mich am allermeiſten ſtreben nach der Kunſt über alle Künſte und nach der beſten Wiſſenſchaft, an deinen Namen recht zu glauben, chriſtlich in deiner Furcht zu leben, einſt ſelig auf dein Verdienſt zu ſterben. Herr Gott, heiliger Geiſt, ſtehe mir gnädig bei und regiere alles mein Thun und Vornehmen, daß ich dadurch nicht meine eigene Ehre und einen berühm⸗ ten Namen, Reichthum und großen Gewinn auf Erden ſuche, noch mit Demetrio wiſſentlich und vorſätzlich der Welt zu ihrer Abgötterei, über⸗ mäßigen Pracht und E(itelkeit diene, ſondern vornehmlich auf des Aller⸗ höchſten Lob und Preis und meines Neben⸗Chriſten Wohlfahrt und Er⸗ bauung ſehe, damit ich ein gutes Ge⸗ wiſſen allenthalben, Beides gegen Gott und Menſchen behalte. O heiligſter, dreieiniger Gott, heilige und ſegne meinen Fleiß und Arbeit, damit Alles, was ich mache, wohl gerathe und meine Werke mir einſt nachfol⸗ gen, wenn ich aus der Zeit in die Ewigkeit wandern muß! Amen! Gebet eines chriſtlichen Handwerks⸗ Mannes. 9 du weiſer Gott! Der du allerlei — Ordnungen unter den Menſchen⸗ Kindern gemacht haſt, daß dir auch ehrliche Handwerks⸗Leutewohlgefallen, haſt du mit dem Beiſpiele Bezaleels und ſeines Gehilfen Ahaliabs be⸗ wieſen, die du mit dem Geiſte der Deisheit und des Verſtandes ausge⸗ rüſtet haſt, ihrer Hände Werk künſtlich zu verrichten. Hilf, daß alle Hand⸗ werks⸗Leute ſich deſſen tröſten, ihres Berufes treulich warten und dir ver⸗ Berufs⸗Gebete. trauen. Segne die Arbeit ihrer Hände und laß ſie was Redliches ſchaffen, auf daß ſie haben zu geben den Dürf⸗ tigen. Laß ſie auch deinen Sabbath heiligen und dir daran deinen Dienſt leiſten; erhöre ihr Gebet und ſegne alle ihre Arbeit; behüte ſie vor Ge⸗ fahr und allem Unglück. Sei ihr Schutz und ſtarker Gott um deines heiligen Namens willen! Amen! Gebet eines Bauers oder Ackers⸗ Mannes. g Gott, Schöpfer Himmels und der Erden; Du willſt, daß wir das Land bauen und uns mit unſerer Hand⸗Arbeit nähren ſollen, auf daß wir durch deinen Segen unſer Brodt und Nahrung davon haben, ſo lange wir leben. Mache du unſer Land fruchtbar und wachſend, daß es Sa⸗ men zur Saat und Brod zu eſſen gebe. Gib gut Wetter, ſtrafe uns nicht mit Feuer, Brand, Hagel, Dürre, Näſſe, Unrath, und Unfruchtbarkeit. Behüte mich, mein Weib, Kinder, Geſinde, Haus, Hof und hilf, daß ich mich nach deinem Befehl ehrlich ernähre, ohne Vortheil und Betrug handle und meine Sache ſo verrichte, daß ich Niemand Unrecht thue, da⸗ mit ich mit allen den Meinigen dei⸗ nen mildreichen Segen erlange, zu eſſen habe und keinen Mangel ſpüre, durch Jeſum Chriſtum! Amen! Gebet eines Ehemannes und Haus⸗ Vaters. Allmächtiger, gütiger Gott! Der du mich zum heiligen Ehe⸗Stand und Haushaltung verordnet haſt, ich bitte dich von Herzens⸗Grund, du wolleſt mich mit deinem guten Geiſte regieren, daß ich meine Che⸗Gemahlin, ſo du mir beſchert haſt, als meinen eignen Leib herzlich liebe und in chriſtlicher Einigkeit bei ihr, als einem 60 Berufs⸗ ſchwachen Werkzeuge wohne. Behüte mich, daß ich mich nicht in meinem Herzen einer Fremden gelüſten laſſe, oder ein ander Weib mit einem böſen Auge anſchaue, Wende von mir alle böſe Luſt, daß ich nicht an eines Andern Weib ge⸗ rathe, die glatte Worte gibt und ver⸗ läßt den Herrn ihrer Jugend und vergißt den Bund ihres Gottes. Bewahre mich vor dem böſen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden. Laß mein Herz nicht weichen auf auf ihrer Bahn. Gib, daß ich mich ſtets erinnere, was du ſelbſt zwiſchen in meiner Eheſtiftung gezeugt haſt, damit ich ſie, als die meine Geſellin und das Weib meines Bundes iſt, ja nicht verachte, oder auch über ſie ungebührlich eifere, oder ſonſt bitter gegen ſie ſei, ſondern des Lebens mit ihr in Freuden brauche und ihre Liebe mich allezeit ſättigen laſſe. Wehre dem Ehe⸗Teufel, daß er nicht Zank und Zwietracht zwiſchen uns einmenge, damit unſer Gebet nicht verhindert werde. Verleihe mir auch deine Gnade, daß ich Beides, meine leibe Ehe⸗Frau, Kinder und Geſinde zu deinem Dienſt und allem Guten halte und ſie mir in aller Gottſelig⸗ keit folgen. Regiere mich, daß ich mein eigen Fleiſch und Blut nicht betrübe, daß ich nicht ein Löwe ſei in meinem Hauſe, oder ein Wütherich gegen das Geſinde, ſondern mit chriſt⸗ licher Sanftmuth ihnen vorſtehe und das Dräuen laſſe. Erhalte mich in meinem ordentlichen Berufe, daß ich nicht unnöthigen Sachen nachgehe, ſondern das Meine mit Fleiß ab⸗ warte und mir genügen laſſe. auch Glück und Heil zur Arbeit meines Berufes, daß ich dadurch für mich und die Meinigen meine Nahrung und Lebens⸗Nothdurft ohne anderer Leute Schaden gewinnen möge, und was ich gewonnen, geſegnet ſei und ver⸗ mehrt werde. O Herr, du biſt allein, ihrer zu begehren. mir und dem Weibe meiner Jugend Gib Gebete. der langes Leben, Güter, Friede und Freude gibt, Behüte mir meiner Augen Luſt und friſche unſer Beider Leben, daß wir unſere Kinder zu deinen Ehren auferziehen mögen Wehre allem Fluch und Unfall, den ich mit meinen Sünden wohl ver⸗ dient habe. Gib, daß ich mein Her nicht an das Zeitliche hange, no daſſelbe zum Verderben meiner Seele mißbrauche. O Herr, ziehe von mir die Hand nicht ab: Das Werk deiner Hände wolleſt du nicht laſſen! Amen ihren Weg und laß mich nicht gehen Gebet einer Hausfrau und Haus⸗ Mutter. b Barmberziger Gott, der du mich A₰☛☚ durch ordentliche Mittel zur Haus⸗ haltung berufen und mir meinen Mann gegeben haſt, ich bitte dich, verleihe mir deine Gnade, daß ich dir über Alles vertraue und in dei⸗ ner Furcht lebe, daß mein Schmuch nicht auswendig ſei mit Haarſlechten und Goldumhängen, oder Kleideran⸗ legen, ſondern der verborgene Menſch des Herzens unverrückt mit ſanſtem und ſtillem Geiſte. Gib, daß ich meinen Mann fürchte, ehre und von Herzen liebe, auch in allen göttlichen⸗ gebührlichen Dingen ihm unterthan ſei. Regiere mich, daß ich ihm alles Liebes und kein Leides thue mein Lebelang, daß ich mich, ſo viel im⸗ mer möglich, in ſeinen Willen ſchicke, ihm mit allem Anſtande begegne, und ſeinen Zorn und Unmuth uit Freundlichkeit und Sanftmuth an⸗ nehme und verſöhne, auch bei den Kindern und Geſinde Alles, was ihn zum Unwillen reizen mag, ab⸗ wende. Behüte mich, daß ich mich nicht unterſtehe, meines Mannes Herr zu ſein, ſondern, daß ich ſtlle ſei und ihm meinen Willen unter⸗ gebe. Gib, daß ich meine Kinder und Geſinde zu deinen Ehren auf⸗ erziehe und gegen ſie treu und gütig, daneben ernſtlich ſei, im Hauſe Verufs⸗Gebete. 61 arbeitſam und unverdroſſen; gegen die Nachbarn friedſam, gegen die Armen gutthätig und gegen Jedermann ehr⸗ erbietig, aufrichtig, dienſthaft; für mich ſelbſt ſittig, keuſch, züchtig. Ver⸗ leihe Glück und Heil zu meiner Ar⸗ beit, daß mein Haus erbaut und Nichts durch mich verwahrloſt werde. Gib, daß ich meinem Manne eine getreue Gehilfin ſei und die Nahrung ſleißig zuſammen halte. Behüte uns vor untreuem Geſinde, vor Sünde, Schande und allem Herzeleid, O ihr Herz die Liebe deines göttlichen Worts, daß ſie ſein andächtig im Gebet und Gottesdienſte, ehrerbietig gegen die Diener des Worts und egen Jedermann aufrichtig in Hand⸗ lung, ſchamhaft in Geberden, züchtig in Sitten, wahrhaftig in Worten, treu in Werken, fleißig in Geſchäf⸗ ten, glückſelig in Verrichtung ihres Berufes und Amtes, verſtändig in Sachen, richtig in allen Dingen, ſanftmüthig und freundlich gegen alle Menſchen. Behüte ſie vor allen Aer⸗ gerniſſen der argen Welt, daß ſie nit den in deine allmächtigen Hände ge chen efehle ich dir meinen lieben Che⸗ nicht verführt werden durch böſe Ge⸗ gend Mann, Kinder und Geſinde. Gib, ſellſchaft; laß ſie nicht in Schlemmen daß ich meinem Manne eine Ehre und Unzucht gerathen, daß ſie ihnen dun 9. und Krone, meinem Hauſe eine Zierde ihr Leben nicht ſelber verkürzen, auch 35 und ſtarke Rippe und dir, meinem Andere nicht beleidigen; ſei ihr Schutz 43. 1 Gott, gefällig ſei in Chriſto Jeſu! in aller Gefahr, daß ſie nicht plötz⸗ . Amen! lich umkommen; laß mich ja nicht dtter MN Fpben urt N s . 1. dh, Gebet der Eltern für ihre Unehre und Schande, ſondern Freude und Ehre an ihnen erleben, daß durch wi Kinder. ſie auch dein Reich vermehrt und die nd aef lede, meta Zahl der Gläubigen groß werde, daß nicht nit aad zendig ſt unke Getreuer, lieber Gott und Vater, ſie auch im Himmel um deinen Tiſch uns n emhanm Schöpfer und Erhalter aller herſitzen mögen als die himmliſchen dictt leg. xrn daremiet(reaturen! Ich danke dir von Herzen Oelzweige und dich mit allen Aus⸗ de aens unraen für die Leibes⸗Früchte, ſo du mir erwählten ehren, loben und preiſen me un ſu Gei ,li t nach deinem Segen gegeben haſt, mögen durch Jeſum Chriſtum, unſern n Wran iitt nm und bitte dich herzlich, weil du geſagt Herrn! Amen! kin haſt, du wolleſt deinen heiligen Geiſt er N in eben Allen, die dich darum bitten.. 5 ſe hegnadige auch meine armen Kinder Gebet um ein chriſtliches Haus⸗ mit deinem heiligen Geiſte, der in Regiment. 89 ihnen die wahre Furcht Gottes an⸗ ſünde, welche iſt der Weisheit An⸗ fang und die rechte Klugheit; wer darnach thut, deß Lob bleibt ewiglich. Befeſtige ſie auch mit deinem wah⸗ ren Erkenntniß, behüte ſie vor aller Abgötterei und falſcher Lehre; laß ſie in dem wahren, ſeligmachenden Glauben und in aller Gottſeligkeit aufwachſen und darin bis an das Ende verharren. Gib ihnen ein gläu⸗ biges, gehorſames, demüthiges Herz, auch die rechte Weisheit und Ver⸗ ſtand, daß ſie wachſen und zuneh⸗ men an Alter und Gnade bei Gott und den Menſchen. Ach, pflanze in Jjeliger Vater, treuer Gott! Du haſt Luſt an dem Eheſtande, welchen du ſelbſt im Paradieſe ge⸗ ſtiftet, ich danke dir von Herzen, daß du mich mit meinem lieben Che⸗ Gatten odentlicher Weiſe darein ge⸗ ſetzt, auch mit Leibes⸗Früchten, Ge⸗ ſundheit und einem ziemlichen Haus⸗ Weſen geſegnet huß. Hilf, treuer Gott, daß wir mit Vernunft in Gott⸗ ſeligkeit einig und friedlich beiſam⸗ men wohnen, Eines ſich gegen den Andern ſeiner Gebühr nach erzeige. Erhalte uns und unſere Kinder nach deinem Wohlgefallen in Geſundheit 62² und Wohlſtand lange Zeit! Laß uns dieſelben zu deinen Ehren er⸗ ziehen und unſer Geſinde in Zucht und Ehrbarkeit halten. Gib jederzeit zu unſerm Beruf und Vorhaben dein Gedeihen, ſegne und mehre nach deinem Willen unſere Nahrung, be⸗ wahre dieſelbe vor allem Unglück und hilf uns das Kreuz, ſo uns nach deinem Verhängniß begegnen mag, mit Geduld tragen um deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti willen! Amen! Gebet frommer Kinder für ihre Eltern. Berufs⸗Gebete. mir den Gehorſam (udiger, barmherziger Gott, lieber Vater! Der du biſt der rechte Vater über Alles, das Kinder heißt im Himmel und auf Erden, ich danke dir herzlich, daß du mir meine lieben Eltern, Vater und Mutter, gegeben und bisher in guter Geſundheit und Wohlſtand uneſ Ehre und Dank für dieſe deine Wohl⸗ that und bitte dich, du wolleſt mir t Got gelegen. Es iſt wahr, an deinem meinen Ungehorſam, damit ich mich gegen meine lieben Eltern oft ver⸗ ſündigt habe, aus Gnaden vergeben und die Strafe von mir abwenden, die du im vierten Gebot dräueſt. Gib mir aber ein gehorſames und dank⸗ bares Herz gegen ſie, daß ich ſie ehre, fürchte, liebe, mit meinem Gehorſam und deiner göttlichen Furcht erfreue, daß ich ſie für Gottes Ordnung er⸗ kenne und ihre väterlichen, wohlmei⸗ nenden Strafen geduldig annehme. Lehre mich auch bedenken, wie ſauer ich meiner Mutter geworden bin, und mit wie großer Mühe und Arbeit ſie mich erzogen. Laß mich dieſelbe wie⸗ der ehren mit Gehorſam, Liebe, De⸗ muth, Furcht in Worten und Wer⸗ ken, auf daß ich den Segen und nicht den Fluch ererbe, ſondern ein langes Leben. Laß das Beiſpiel des Gehorſams meines Herrn Jeſu Chriſti ten haſt; dir ſei Lob, wie wol geſagt, wie das gemeine Sprichwort weſen bis zum Tode am Kreuz. Gih * Iſaacs, die Fur Jacobs, die Zucht Joſephs, döut tesfurcht des jungen Tobias und gid meinen lieben Eltern den Glauben Abrahams, den Segen Iſaacs, den Schutz Jacobs, die Glüchſeligkeit Jo⸗ ſephs und die Barmherzigkeit des alten Tobias. Laß ſie in einem fei⸗ nen, geruhigen Leben in Friede und Einigkeit alt werden, lindre ihnen ihr Kreuz und hilf es ihnen tragen, erhöre ihr Gebet und ſegne ihre Nahrung, behüte ſie vor allem Uebel Leibes und der Seelen, und wam ihre Zeit vorhanden, ſo laß ſie ſanſt und ſtill einſchlafen und nimm ſie zu dir ins ewige Vaterland durch Jeſ hriſtum! Amen! Jeſum Chriſtum! Amen! Gebet um den Segen Gottes. Jerr Gott, du gütiger und bar⸗ herziger Vater! O wie wohl wird autet: An Gottes Segen iſt Ales Segen, o Gott, iſt Alles gelegen. Denn was iſt der Menſch, der nicht von dir geſegnet iſt, oder von dir den Segen nicht hat? Was ſind die zeitlichen Güter, die von dir nicht ge⸗ ſegnet ſind? Was iſt die Speiſe und Trank ohne deinen Segen? Darum heißt und bleibt es billig wohl dabei⸗ An Gottes Segen iſt Alles gelegen, denn was du, Herr, ſegneſt, das iſt geſegnet ewiglich; du biſt der Gott und Herr, von welchem der Segen kommt, du ſegneſt die Menſchen, und wen du ſegneſt, der iſt dir lieb und angenehm; du gibſt den Segen und dein Segen fließt daher wie eint Strom. Du ſegneſt den Frommen ihre Güter, und was du beſcherſt, das gedeiht immerdar: denn an deie nem Segen iſt Alles gelegen. Nun, Herr, ich bitte dich von Grund mei⸗ immer vor meinen Augen ſtehen, welcher ſeinem Vater gehorſam ge⸗ nes Herzens, du wolleſt zu mir ein⸗ kehren mit deinem Segen; ſegne m —— — — — — — ——— — — — =. ——— —— — — rr Vater Oanu 2 zel d — — ——=— =— = — — — (Sa m amn. 1tt du zünm in h e uu Grtsail del Sr s it wam Se Got, illi en deſ de iſt da Mint don r ſegnt it unn ü 1„ jdas ewand 1 8 — den S nicht a Def i = ite, ne mnghe g⸗ Lutaem Arnu j denxen Se Len ſe deit Kalirathaii 9595 —— 0 1. L an Leib und Seel, daß ich geſegnet ſei vor deinen Augen; ſegne mein Weib, daß ſie ſei wie ein fruchtbarer Weinſtock um mein Haus herum; ſegne meine Kinder, daß ſie ſein wie Oel⸗Zweige um meinen Tiſch herum; gebeut dem Segen, daß er mit mir ſei auf dem Felde und auf dem Acker, in der Scheuer und auf dem Söller, in der Küche und im Keller; ſegne das Vieh, das Gewächs, das Ge⸗ treide, die Früchte und Alles, was du mir zuwachſen läſſeſt; ſegne mei⸗ nen Korb und mein Uebriges, mei⸗ nen Vorrath über Alles, was du mir gibſt und beſcherſt. Segne meine Speiſe und Trank, meinen Biſſen und meinen Trunk auf dem Tiſche und im Munde; ſegne mein Vor⸗ nehmen und Vorhaben, die Mittel meiner Nahrung, die Arbeit meines Berufes, daß alle meine Sachen wohl gerathen und gelingen. Segne mich, daß ich geſegnet ſei, wenn ich eingehe; geſegnet, wenn ich ausgehe. Und wenn du deine Gemeine in deinem Hauſe ſegneſt, und dein Diener den Segen ſpricht, ſo verleihe mir deine Gnade, daß ich den Segen auch auf mich ziehe und denſelben mir zueigne und gewiß dafür halte, daß auch zu mir geſagt werde: Der Herr ſegne dich und behüte dich! Der Herr laſſe ſein Antlitz leuchten über dich und ſei dir gnädig! Der Herr erhebe ſein Angeſicht auf dich und gebe dir Friede! auf daß ich geſegnet ſei hier, ſo lange ich lebe, und dort unter denen erſcheinen möge, welche aus dem Munde des Herrn Jeſu die lieb⸗ liche und tröſtende Stimme hören werden: Kommt her, ihr Geſegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet iſt von Anbeginn der Welt! Amen! Gebet um den heiligen Geiſt, ſeine Gaben und um die Heiligung. Heuiger himmliſcher, lieber Vater! ₰ Ich klage und bekenne dir, daß Berufs⸗ Gebete. 63 ich von Natur ungeiſtlich, unheilig, ungöttlich bin, und mich mehr mein Fleiſch und Blut und des böſen Fein⸗ des Getrieb habe führen laſſen, denn deinen heiligen Geiſt. Ach, vergib mir dieſe Sünde und erbarme dich mein; wende du von mir die ſchwere Strafe, die du dräueſt Allen denen, ſo deinem heiligen Geiſte widerſtre⸗ ben; denn die den Geiſt Chriſti nicht haben, die ſind nicht ſein, und die ſind Gottes Kinder, die der Geiſt Got⸗ tes treibt. Darum gib mir deinen heiligen Geiſt, nach der Verheißung deines lieben Sohnes, da er ſpricht: Weil ihr, die ihr böſe ſeid, euren Kindern könnt gute Gaben geben; wie vielmehr wird mein himmliſcher Vater den heiligen Geiſt geben Allen, die ihn darum bitten. Laß denſel⸗ ben deinen werthen, heiligen Geiſt meinen Leib, Geiſt und Seele heili⸗ gen zum Gebet und den Tempel mei⸗ nes Herzens reinigen von aller Un⸗ ſauberkeit, und darin anzünden das Feuer der göttlichen Liebe und brün⸗ ſtigen Andacht; das Licht deiner gött⸗ lichen Erkenntniß, das Böſe zu mei⸗ den; die Gnade des Verſtandes, mei⸗ nen Beruf treu abzuwarten; die himmliſche, göttliche Weisheit, das höchſte Gut zu lieben; die Heiligkeit der Furcht Gottes, dir wohl zu ge⸗ fallen; die Herzhaftigkeit der Kraft Gottes, mein Kreuz geduldig zu tra⸗ gen; die Tapferkeit der göttlichen Stärke, zu überwinden den Teufel, die Welt und alle Menſchen⸗Furcht. Gib mir den Geiſt der Wahrheit, der mich lehre; den Geiſt des Troſtes, der mich erquicke; den Geiſt der Freu⸗ digkeit, der mich erfreue; den Geiſt der Wiedergeburt, der mich erneure; das Siegel Gottes, durch welches ich bekräftigt werde im Glauben; das Pfand des ewigen Erbes, welches meine Hoffnung ſtärkt. Schreibe durch deinen ttlichen⸗ Finger dein Geſetz in die Tafel meines Herzens, deinen Willen in Liebe und Leid zu vollbringen; gib mir den Geiſt der 64 Berufs⸗Gebete. Kindſchaft Gottes, der in meinem Her⸗ richten. Stehe mir bei, daß ich ſie zen zeuge, daß ich Gottes Kind ſei; wohl und klüglich verrichte zu deiner geuß auch deine Liebe in mein Herz Ehre, zu meiner und des Nächf ſten durch deinen heilgen Geiſt, zünde Beſſerung. Sei mir freundlich und durch denſelben in mir an eine hei⸗ fördere das Werk meiner Hände. Be⸗ lige Begierde und Verlangen nach fiehl deinen Engeln über mir, daß himmliſ chen Dingen und nach dem ſie mich behüten vor allem Uedei ewigen Leben. O Gott, heiliger Geiſt, behüte meine Seele, behüte meinen der du fleuchſt die Ruchloſ en für und Aus sgang und Eingang von nun an für, aber dich gibſt in die heiligen bis in Ewigkeit! Amen! Seelen und machſt Propheten und Gottes Freunde: mache mein Herz zu einem lebendigen Opfer, das im Gebet um Leibes⸗Geſundheit. Feuer deiner Liebe brenne und auf— geopfert werde, daß alle meine fleiſch⸗ Tumchtiger⸗„barmherziger, getreuer lichen Begierden durch dieß beilige= GSott und Vater! Der du Alles, Feuer vertilgt werden. Komme in dein Geſchöpf in allem ſeinem We⸗ mein Herz, du göttliches Licht, du ſen gut und alſo auch den menic gottliches Feuer, du göttliche Liebe, lichen Leib vollkommen und geſund du himmliſcher Troſt, du ſüßer Gaſt erſchaffen; aber um des alss wil⸗ meiner Seele, du wartlice Zierde, len unſerer erſten Eltern, wie alle du göttliche Kraft! Treibe von mir andere Creaturen, alſo auch den menſch⸗ Mles, was fleiſchlich iſt, und gib mir lichen Körper nittSchwachpei zu bili dagegen, was göttlich iſt, mache mich ger Strafe belegt haſt: Ich danke dir zur Wohnung und Heiligthum Got⸗ zunächſt von Grund meines Herzens, tes. Du bimmliſches Taͤublein, der daß d du mich bisher bei Geſundheit du über meinem Herrn Chriſto in und Vollkommenheit aller manner ſeiner Taufe geruht haſt, gib mir Gliedmaßen gnädiglich erhalten, und heilige, kindliche Einfalt des Herzens, bitte dich um des bittern Leidens dei⸗ daß mich Schlecht und Recht behüte, nes lieben Sohnes? Jeſu Chriſti wil⸗ Du göttliche Salbung und Freuden⸗ len, du wolleſt, ſo Dern es meiner Oel, lehre und troſte mich! O eine Seele nicht ſchädlich oder d deinem gott⸗ ſelige Seele, die dich hat zum Ein⸗ lichen Willen zuwider, zur Beſſerung wohner, denn du erleuchteſt d er See⸗ meines ſündlichen Lebens, zu Chren len Finſterniß, du heilſt die verwun⸗ deines göttlichen Namens und Be⸗ dete Seele, du träſteſt die traurige förderut ig meiner Seele Seligkeit Seele, du ſtärkſt die ſchwache Seele, mir fortan vollkommne Leibes Kräͤfte du erhältſt die ſran helnde Seele, du und Geſundheit in allen Gli ſedmahen lehrſt die demüthige Seele, du er⸗ gnaͤdiglich verleihen und mich friſch quickſt die müde Seele, du gibſt Kraft V und geſund allezeit in deinem Dienſte den Sterbenden, wenn Leib und Seele⸗ erhalten. Jed doch, o treuer Gott, nich ſich ſcheiden, du pleibſt ewiglich bei mein, ſondern dein Wille geſchehe! der gläubigen Seele! Amen! Amen! V Gebet, wenn man aus dem V Hauſe geht. Gebet um ein gut Gewiſſen. G ott, du aller Herzen Kündiger ) Wie haſt du das Gewiſſen des 9 D Jeſu! In deinem Namen gehe ind V ich aus meinem Hauſe, meine Menf chen ſo wunderbar gemacht un anbefohlenen Amts⸗ Geſchaͤfte zu ver geordnet zum Zeugen des Guten un Aie. daenn m. 4 6f Keiesgeun uic 3 1 E. darm üge Aad du ſen nn anda er uen alluimn. nitShwatat nir h V 11 dWtrl Ruge Inn dein e ff in alen ſim ſ⸗ un alſs auh wuſt nich ger e legt e Puwh Get⸗ zundh. Grunde e der daßſur bishe ſitän 1in id amena mir Gliet Ermaſ tn ens, bitte udes bimbim üte. nes zommes Aälci den len,*. leſt, ſpmms un V iine Seell d ichedliheeni 4 äin⸗ lihen EEn uvde Kan dee⸗ mein F lihen din⸗ 3 zdun deine bn Mn rige fötde e F em di 5 e, nit raltmait du und f heti ue er⸗ ana bier in d F ghagf 11 raft und r leitum att . 4* V Böſen; mit Furcht und Freudigkeit 57 Freude und Leid wunderlich be⸗ gabt, daß es alle Menſchen erinnere der Gerechtigkeit und einen Jeden überzeuge, daß du ein gerechter Gott ſeiſt vor welchem ſich Jedermann fürchten müſſe; daß du auch überall egenwärtig ſeiſt, vor welchem ſich Kemand verbergen könne. Denn ſo man ſich vor ſeinem eigenen Gewiſ⸗ ſen nicht kann verbergen, welches nur ein Richter und innerlicher, unbetrüg⸗ licher Zeuge iſt eines eigenen, menſch⸗ lichen Herzens, wie ſollte man ſich vor dem allwiſſenden Gotte verber⸗ gen, der ein Richter iſt aller menſch⸗ lichen Herzen? Ach, wie oft habe ich meinem eigenen Gewiſſen widerſtrebt, demſelben nicht gefolgt, ob es mich gleich erinnert, ermahnt und geſtraft! Ich habe einen großen, ſchweren unruhigen Zeugen wider mich ſelbſt erweckt. Ach, mein Gott, du wahrer und einziger Seelen⸗Arzt, der du heilſt, die zerbrochenen Herzens ſind, und verbindeſt ihre Schmerzen, heile mich, Herr, denn meine Gebeine ſind erſchrocen und meine Seele iſt ſehr erſchrocken! Ach, reinige mein Gewiſ⸗ ſen, Herr Jeſu, mit deinem Blute von den todten Werken meiner Sünde, zu dienen dir, dem lebendigen Gott! Heile die Wunden meines Gewiſſens die mir ſo ſchmerzlich wehe thun; gieß dein Gnaden⸗Oel hinein, den rechten Seelen⸗Balſam, den heiligen Geiſt, der mich tröſte und mir die Sün⸗ den⸗Schmerzen lindere, daß ich nicht allzu ſehr erſchrecke, daß nicht die Furcht vor deinem ſtrengen Gericht mich in Verzweiflung ſtürze. Tilge aus die Handſchrift, die wider mich iſt, mit deinem Blute; Schreibe in die Tafel meines Herzens und Gewiſſens, die ich zerbrochen habe, deine Gnade, Ver⸗ gebung der Sünden, Gerechtigkeit, den Glauben, die Liebe, die lebendige Hoffnung, Geduld und Gebet, daß in meinem Gewiſſen, als in einem Spiegel, leuchte deine Gerechtigkeit, die aus Gnaden mir iſt geſchenket durch Berufs⸗ Gebete. den Glauben: deine edlen Bluts⸗ Tröpflein zieren meine Seele als die ſchönſten Rubinen; die Kraft deines heiligen Opfers; Leidens und Todes erwecke mein Gewiſſen. Ach, du edler Weinſtock, blühe in meinem Herzen und Gewiſſen und vertreibe durch deinen Lebens⸗Geruch alles Böſe und hölliſche Schlangen⸗Gift und tödte den nagenden Herzens⸗Wurm und ſtille die Anklagen der Sünden und des Geſetzes in mir. Laß mein Ge⸗ wiſſen ſchmecken den rechten Freuden⸗ Wein des heiligen Geiſtes, daß ich mich in dir erquicke und erfreue, o meines Herzens einige Freude und Ruhe! In mir ſelbſt muß ich er⸗ ſchrecken und verzagen; in dir aber freuet und erquickt ſich mein gerühr⸗ tes Gewiſſen. Ach, laß mich empfin⸗ den, was der Pſalm ſpricht: Darum freuet ſich mein Herz und meine Ehre iſt fröhlich. Ach, laß mein Licht das in mir iſt, meinen Glauben, Liebe und Hoffnung und dein Erkenntniß in mir nicht finſter werden und er⸗ löſchen ſondern laß es in dir und durch dich leuchten und hell werden, daß es meinen Leib und Seele er⸗ leuchte, wie ein Blitz, daß ich mit freudigem Geiſte vor dir erſcheinen und beſtehen möge vor deinem An⸗ geſichte. Ach, wie iſt ein gut Gewiſ⸗ ſen eine große Iiudigkeit vor Gott und Menſchen! Wie freudig ſind die heiligen Märtyrer die um der Ge⸗ rechtigkeit und Wahrheit willen gelit⸗ ten, zum Tode gegangen! Wer kann mich verklagen, wenn mich mein Ge⸗ wiſſen freiſpricht? Wer kann mich be⸗ trüben, wenn mich mein Gewiſſen er⸗ freut? Dagegen aber, wer kann mich erfreuen, wenn mich mein Gewiſſen betrübt? O du nur allein, meines Herzens Freude; wer kann mich recht⸗ fertigen, wenn mein Gewiſſen mich verdammt? Du allein, o mein Erlö⸗ ſer, Jeſu Chriſte, in deſſen Verdienſt meine Gerechtigkeit ſteht! Ach, mein Herr und mein Gott, laß mich dieſen Schatz wohl bewahren, und wenn 66 durch deit reinigt iſt, laſſe mich Gnade d daſſelbe rein behalten, daß durch deine nichts Unreines lege, damit es nicht wieder befleckt und verunreinigt werde, ſonſt iſt Leib und Seele befleckt. Laß wenig, vermögens auch nicht zu kau⸗ mich aber einen guten Schatz hinein ſammlen, welchen ich an jenem Tage hervorbringen möge, guten Schatze d des He erzens. Ach ge⸗ rechter Gott, der du Herzen und Nie⸗ ren prüfſt, wie haſt du in dem Ge⸗ wiſſen des Menſchen Beides, Himmel und Hölle, zu erkennen gegeben⸗ und die Unſterblichteit der Seele! Denn rer Nothhelfer biſt. ein gut Gewiſſen iſt der Himmel und ein böſes Gewiſſen iſt die Hölle; ſo wunderlich haſt du das Gez wiſſen ge⸗ denn allein bei dir, macht, daß ein jeder Menſch entwe⸗ der ſeinen Sim nch oder ſeine Hölle in ihm ſelbſt haben und tragen muß. Und weil wir in dieſem Leben mit Fleiſch und Blut kämpfen müſſen, auch wider die arge Welt, ſo hilf mir, lieber Gott, einen guten Kampf kämpfen, daß ich dieſe beiden edlen Schätze, den Glaube en und gut Ge⸗ wiſſen behalte n möge. die Ruhe mein die Ruhe d Freude Gott, der Welt betrüben, beleidigen, keine Furcht erſchrecken, keine Gewalt verletzen, keine Sünde verdammen in dir, o mein Herr Berufs⸗ dein Blut mein Gewiſſen ge⸗ viel wäre, ſo fannſt du es ich e in dieß geheiligte und reine Gefäß i als aus einem Menſchen verlaſſen ſind. wir Laß mich durch es Gewiſſens 3 ſchmecken I des ewigen Lebens, Friede, und ſo wird mich keine Schmach Gebete. kannſt du es mehren, und ob es auch mindern, s ſteht Alles in deiner Hand; es iſt Alles dein, o Herr! Ich und mein liebes Weib und Kinderlein ſtecken jetzt in großer Armuth, uns drückt der Hunger und unſers Brodts iſt ſo will ich auch Niemand le⸗ alſo, daß wir faſt von allen Nun haben aber von Mutter⸗Leibe an all unſer Vertrauen und Hoffnung auf dich geſetzt, wiſſen auch, 3 du dir die Armen läſſeſt befohlen ſein und du aller Dürftigen rechter und wah⸗ Wir haben, wiſ⸗ ſen und vermögen auch keine andre Hilfe in allen unſern Nöthen zu ſuchen, unſere Sorgen denn du ern näͤhrſt fen: hen, werfen wir auf dich; Alles, was da lebt. Wir bitten did herzlich, du wolleſt uns mit der V Augen deiner Barmherzigkeit anf ſüer unſer weniges Brodt gnädigli ch ſegnen und uns leiblich und geiſtig, a zeit lich und ewig ſpeiſen, ſättigen mnd erhalten durch Jeſum Chriſtum, un⸗ ſern Herrn! Amen! Gebet einer Wittwe. ſcch du getreuer, hilfreicher, freund⸗ kein Verläumder V kein Teufel mit ſeinen haſt, licher und gnädiger Gott! Der du dich ſelbſt einen Vater der Wai⸗ ſen und Richter der Wittwen genannt einen Vater der Waiſen, die⸗ ſeurigen Pfeilen überwinden! Amen! weil ſie keinen Vater haben auf Er⸗ Gebet eines Haus Baters, der mit leiblichen Kinder, ſeinem Weibe und Kindern an fleißig für ſ Nahrung Mangel leidet. Ulmächtiger, ewiger Gott! mein und aller der Meinigen Va⸗ Beſchirmer und Erhalter: 8 ter, Ehre und Gut, Sinn und Ver Alles, was wir haben, das du uns gegeben, zu danken. Iſt und es ſchon wenig, ſo Du biſt von dir haben wir unſern Leib und Seele, rſtand, haſt dir allein haben wir d den, der ſie ſo herzlich liebt, als ſeine der ſo emſig und ſie ſorgt, als ein leiblicher V derlhnenihtetidurſ ftſchafft, als ein Vater, der ſie erzeugt, ſte troſtet, ſich über ſie in Krankheit und Elend erbarmt, als ſich ein Vater uüber ſeine Kinder erbarmt; dieſes freundliche und hold ſelige Vater⸗Ant V dter, baſt du dich erboten auf dich zu neh⸗ men. Darum wirſt du es auch au mir, an meinen und an allen armen Waiſen vaͤterlich und treulich verrich⸗ 4 4 dnn e 6 1 er Alde 1 1 a 1 dh f und die r „ Wh f ſ a nu * nuß. All wr da lt Wi t he ſen, A r Varnhazii bil Rrii 71 19 Lhn. 5 tt eintr Vitv. * wolleſt u m der f duned ur dih ehen, Ces Prodighpen ar ibih Weh et vein n d in dim n. un⸗ 3 tr thin en und güin 4 der ſtenmn ſunn bi ſn trdrdagtumt 63 VaterN i nde m durunt er Berufs⸗ ten, meine und alle arme Waiſen väterlich lieben, verſorgen und ernäh⸗ ren, erziehen, ſie tröſten, und dich über ſie als ein herzlicher Vater er⸗ barmen. Einen Richter der Wittwen haſt du dich genennet, weil dieſelben viel von der ungerechten Welt leiden müſſen und keinen Schutz noch Troſt haben und als Elende, Troſtloſe, Ver⸗ laſſene alle Wetter müſſen laſſen über ſich gehen. Darum bitte ich dich de⸗ müthiglich, weil du geſagt haſt: Der Herr, der dich gemacht hat, iſt dein Mann, der aller Welt Gott genannt wird, du wolleſt auch mich, als eine Troſtloſe und Verlaſſene, in deinen allmächtigen Schutz nehmen und nicht zugeben, daß mir Gewalt und Leid von der böſen Welt geſchehe, ſondern mich und mein betrübtes Haus ver⸗ wahren und umſchränken mit deiner heiligen Verheißung: Du ſollſt die Wittwen nicht beleidigen; ſie werden zu mir ſchreien und ich werde ihr Gebet erhören und dein Weib zur Wittwe und deine Kinder zu Wai⸗ ſen machen. Laß dein Wort eine ſtarke NMauer um mich und meine armen Waiſen her ſein. Erwecke fromme Her⸗ zen, die da bedenken, daß ein reiner undunbefleckter Gottesdienſt ſei, Witt⸗ wen und Waiſen in ihrer Trübſal beſuchen, das iſt, mit Rath, Hilfe und Troſt beſuchen. Behüte mich, lieber Vater, vor den Lügen⸗Mäulern und falſchen Zungen. Gib mir deine Gnade, daß ich in dieſer meiner Ein⸗ ſamkeit meine Hoffnung auf dich allein ſetze, an dir allein meinen Troſt habe, dich mit wahrem Glauben und ſtar⸗ ter Zuverſicht ergreife. Du wolleſt auch mein Mehl⸗Käſtlein ſegnen und nichtleer laſſen werden, wie der Wittwe zu Sarepta, die den Propheten Eliſa aufnahm; und mein Oel⸗Krüglein nicht laſſen zerrinnen, noch vertrock⸗ nen, wie der armen Wittwe geſchah, welche nach des Propheten Eliſä Se⸗ gen aus ihrem Oel⸗Krüglein alle ihre Gefäße füllte und allein durch Got⸗ es Segen und Wort mit ihren Kin⸗ Gebete. 67 dern ernährt und erhalten wurde, auf daß ich erkenne, daß du mein Vater, Erhalter, Troſt und Schutz biſt durch Jeſum Chriſtum deinen lieben Sohn unſern Herrn! Amen! Gebet, wenn Einer zu Gevattern gebeten wird für den angehenden Chriſten, ſeinen Pathen. 9 Herr Jeſu Chriſte! Du einiger Heiland und Seligmacher des hangen menſchlichen Geſchlechts, du aſt geſagt: Wer da glaubet und ge⸗ tauft wird, der wird ſelig werden, und abermal: Es ſei denn, daß Je⸗ mand von Neuem geboren werde aus Waſſer und Geiſt, ſo kann er nicht in das Reich Gottes kommen; darum danke ich dir von Grund meines Herzens, daß du Beide, meine liebe Gevatterin mit Leibes⸗Frucht ſo gnädiglich geſegnet und mir die Gnade verliehen haſt, daß ſie ihre chriſtliche Zuneigung in dieſem hochheiligen Werke auf mich gewandt und mich vor Andern zu ihrem Gevatter be⸗ liebt haben, alſo, daß ich Unwürdi⸗ ger an Statt des Unmündigen, mei⸗ nes Pathens, dem böſen Feinde und allem ſeinem Anhange abſagen und dich, den wahren Gott, mit Herz, Mund und wahrhaftigem Glauben be⸗ kennen und dir meinen lieben Pathen mit Leib und Seele zeitlich und ewig in deinen allergnädigſten Schutz und Schirm allerdings befehlen und über⸗ antworten ſoll: und wie du befohlen haſt: Laſſet die Kindlein zu mir kom⸗ men, denn ihrer iſt das Reich Got⸗ tes, alſo übergebe und befehle ich dir, o Gott, dieſes unmündige Kindelein, meinen lieben Pathen, daß du ihn mit dem Lichte deiner väterlichen Barmherzigkeit erleuchten, ſegnen, be⸗ hüten und dein Angeſicht nicht von ihm abwenden wolleſt, ſondern in die Anzahl aller deiner Chriſtgläubi⸗ gen au nehnden und ihn hier zeitlich und dort ewig(als den du mit dei⸗ nem heiligem, roſinfarbnen Blute ſo theuer erkauft haſt) in deiner gött⸗ 68 lichen Gnade erhalten und ihm nach dieſem Leben die immerwaͤhrende eude und Seligkeit geben wolleſt! Amen! Gebet um das Reich Gottes. Marmherziger Gott! Der du uns ge⸗ 9 lehrt und geboten haſt, daß wir zum Erſten und vor allen Dingen nach deinem Reiche und nach deiner Gerechtigkeit ſollen trachten, ich bitte dich, du wolleſt Gnade geben, daß dein heiliges Wort rein und lauter in aller Welt gepredigt werde und wir unſre Vernunft unter den Ge⸗ horſam des Glaubens gefangen neh⸗ men, auch nach demſelben heilig als die Kinder Gottes zu deinem Wohl⸗ gefallen leben, auf daß dein und zu uns komme, und vermehrt werde; auch ihrer Viele, ſo noch nicht ans Wort glauben, durch einen chriſt⸗ lichen Wandel gewonnen werden Hilf, lieber Gott, daß, die wir aus Gnaden erlöſt ſind von der Gewalt der Finſterniß und verſetzt in das Reich deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti, an welchem wir haben die Erlöſung durch ſein Blut, nämllich die Vergebung der Sünden, daß wir auch in ſeinem Reiche bleiben, in Berufs Gebete. Reich in den. Gib uns Hunger und Durſt das iſt: herzlich Verlangen nach der Gerechtigkeit und das wir ſanftmüthig barmherzig, rein von Herzen und friedfertig ſeien, dazu um der Gerech⸗ tigkeit und Wahrheit willen allerlei * Verfolgung und Widerwärtigkeit, böſe Nachreden und unverdiente Läſterung mit Geduld leiden und überwinden. Behüte uns vor allen Aergerniſſen, dadurch dein heiliger Name geſchän⸗ det, dein Reich gehindert und geſchwächt wird. Verleihe Gnade, daß wir un⸗ ſern Glauben üben in allerlei Wer⸗ ken der Liebe und Barmherzigkeit mit Speiſen, Tränken, Kleidern, Be⸗ herbergen, Tröſten und Beſuchen der Armen und Elenden in dieſer Welt, auf daß wir an jenem Tage horen die fröhliche und gnadenreiche Stimme deines lieben Sohnes: Kommt her, ihr Geſegneten meines Vaters, ererhen 1 9. das Reich, das euch bereitet iſt dan Anbeginn der Welt! Amen! Gebet, ſo oft die Uhr ſchlägt. 8 err Jeſu Chriſte! Dir lebe ich, di 9 ſterbe ich, dein bin ich todt und lebendig. Jeſu Chriſte, Gottes Sohn⸗ verleih mir ein ſelig Stündlein, von dieſem Jammerthale abzuſcheiden, daß reiner heilſamer Lehre beſtändig be⸗ harren und würdig als die Kinder des Lichts in aller Gottſeligkeit und Chrbarkeit wandeln. das Reich Gottes nicht kommt mit äußerlichen Gebehrden, ſtehtauch nicht in Worten, ſondern in der Kraft und im Geiſte, ſo verleihe Gnade, daß wir durch dein Wort und heiligen Geiſt aufs Neue wiedergeboren wer⸗ den, als Miterben des Lebens, auf daß wir mit unſerm Gemüthe im Himmel wohnen und ſtetiglich nach dem unvergänglichen, unbefleckten und unverweklichen Erbe ſtreben. Hilf, Nachdem aber ich unſträflich und unbefleckt vor der nem Angeſichte erfunden werde, und hören moge die fröhliche Stimme, da du ſagen wirſt: Kommt her, ihr Ge⸗ ſegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet iſt von An⸗ beginn der Welt! Amen! Herr Jeſu Chriſte, verleihe mir Gnade, daß ich mein Leben täglich beſſere, vor Sün⸗ den mich vorſehe und hüte, nach dei⸗ nem Willen lebe und wandle. Amen Lieber Herr Gott, wir erkennen, daß wir geſuͤndigt haben; erbarme dich unſer und vergieb uns unſre Sünde, gedenke an deine Barmherzigkeit di daß wir geif da geiſtlich arm und demüthig ſeien, Leid tragen über unſre Sün⸗ von Ewigkeit zu Ewigkeit wähnt Amen! 8 däge en n 1 Nai Buß⸗Gebete. Buß-, BYeicht- und Communion⸗Gebete. bet, daß es dir angenehm und wohl⸗ gefällig ſei. Treibe aus meinem Her⸗ zen alle Eitelkeit und Untugend: pflanze dagegen in daſſelbe deine Furcht, deine Liebe, ſonderlich den wahren Glauben und alle chriſtlichen, dir höchſt gefälligen Tugenden. Segne meinen Beruf und Nahrung, daß ich dieſelbe ohne Schmälerung meines Nächſten alſo verwalte, damit ich bei den zeitlichen Verrichtungen allezeit an das Ewige denke und dich täg⸗ lich, ſtündlich, ja augenblicklich vor Augen habe. Laß deinen heiligen En⸗ gel allezeit um mich ſein und mich Morgen⸗Segen an dem Tage zu ſprechen, da — — — man will zur Beichte gehn. —* dem Namen des allmächtigen Gottes, meines allerliebſten Va⸗ ters, der mich erſchaffen, und bis auf dieſe Stunde ſo Wuädig erhalten hat; in dem Namen Jeſu Chriſti, meines hochverehrten Erlöſers und Selig⸗ machers, der mich von Sünde, Tod, Teufel und Hölle befreit hat; im Na⸗ men des werthen, heiligen Geiſtes, der mich geheiligt, erleuchtet und meine — — ͦ-— — — =—==—— — — — — =—= — — =— : 8 ganze Lebenszeit über bis auf dieſe Nlinute ſo heilwärtig getröſiet hat, ſtehe ich jetzt von meinem Bette auf und laſſe mein erſtes Thun und Vor⸗ haben ſein, dir, o Gott Vater, o Gott Sohn, o Gott, heiliger Geiſt, dir, o heilige Dreifaltigkeit, aus dem in⸗ nerſten Herzens⸗Grunde zu danken, daß du mich die jetzt zurückgelegte Nacht ſo gnädiglich beſchützt, beſchirmt und bewahrt haſt vor dem leidigen Teufel, der ſtets dahin trachtet, wie er mich von dir abtreiben, in ſeine Gewalt bekommen und verſchlingen möge, und vor allen andern unzäh⸗ lgen Feinden, welche mir auf allen Seiten nachſtellen. Ach, ich bitte dich ſetzt, o du mein allerliebſter Vater, * Herr Jeſu Chriſte, mein werther ruder, o heiliger Geiſt, mein theuer⸗ ſter Fürſprecher, du wolleſt dieſen jetzt angehenden Tag mich noch fer⸗ ner in deinen ſichern Schutz nehmen, mich leiten, regieren und führen, alles mein Thun und Vornehmen dir zu Lob und Ehren, meinem Nächſten zu Nutzen und mir zu meiner ewigen Seligkeit richten, daß ich ja dieſen Lenzen Tag über und meine ganze Lebens⸗Zeit dir diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, ſo dir gefällig iſt. Segne meinen Leib und Seele, ſegne meine Andacht und inbrünſtiges Ge⸗ auf allen meinen Wegen beſchützen, damit der Teufel mit allen ſeinen Helfers⸗Helfern mir keinen Schaden zufügen möge. Vor allen Dingen aber, Herr und Gott, laß mein gan⸗ zes Leben mich in wahrer Buße zu⸗ bringen; waſche mich, reinige mich von allen meinen Sünden, tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Ach, meine Sünden gehen über mein Haupt, und wie eine ſchwere Laſt ſind ſie mir zu ſchwer geworden. Sprich zu mir: Sei getroſt, dir ſind deine Sünden ver⸗ geben! Ach, du barmherziger Vater! Laß mich heute von meinem Beicht⸗ Vater die tröſtliche Abſolution hören und bekräftige du dieſelbe in meiner Seele; lege dein heiliges Wort in ſeinen Mund, daß ich Alles möge gläubig annehmen, von meinen Sün⸗ den befreit und mit dir gänzlich ver⸗ ſöhnt werden; darauf auch laſſe mich als einen würdigen Tiſch⸗Gaſt bei deiner Gnaden⸗Tafel, o Herr Jeſu Chriſte, erſcheinen und deinen hei⸗ ligen Leib und Blut daſelbſt zu mei⸗ ner ewigen Seligkeit genießen. Und du, o heiliger Geiſt, bereite mich dazu, heilige mein Herz, meine Ge⸗ danken, meine Worte, meine Werke; laß mich deinen Tempel und Woh⸗ nung ſein von nun an bis in Ewig⸗ 70 keit! Amen! O heilige Dreifaltigkeit, ſage du auch dazu: Amen! Amen! Troſt⸗Gebet zu dem Herrn Jeſu um alle guten Gaben. gütiger und ſüßer Herr Jeſu, du Sohn der Jungfrau Maria, voller Barmherzigkeit und Wahrheit! O holdſeliger Herr Jeſu, dich mein nach deiner großen Barm⸗ herzigkeit! O freundlicher Herr Jeſu, ich bitte dich durch dein lhendes Blut, des Kreuzes für uns arme Sünder vergoſſen haſt, nimm von mir alle meine Miſſethat und verſchmähe mein Gebet nicht. in aller Demuth, ja, ich rufe an dei⸗ nen allerbeiligſten Namen Jeſus. O du ſüßer Name Jeſus, biſt du! Denn was iſt und heißt Jeſus? Jeſus heißt ein Seligmacher. Darum, 3 gütiger Jeſun d der du mich geſchaffen und mit deinem eigenen Blute erlöſt haſt, o laß nicht ver⸗ dammt werden, geſchaffen. O. laß mich derben, Herr Jeſu, in meiner Miſſe⸗ e that, weil du mich durch deine all⸗ erbarme heiliges das du am Stamme Buß⸗Gebete. glauben, erbarme dich, Siehe, ich rufe dich an wie tröſtlich den du aus Nichts nicht ver⸗ Herr und mich d ja, Herr, die Todten nicht loben, noch die, ſo zur Hölle fahren. her rziger Herr Jeſu, bilf mir! b freundlicher armen Sünder gnädig! Herr Jeſu, O barm⸗ d aller⸗ Herr Jeſu, ſei mit hilf, daß ich armer Sünder auch ſei in der Zahl der Auserwä ihlten! O Herr Jeſu, du ewiges Heil Aller, die auf dich hoffen, Aller, die an dic mein Herr Jeſu, du biſt ja die bold elige Ver⸗ ſohnung für alle meine Sünden. Jeſu, du Sohn der heiligen Jungfrau Maria, gieße reichlich über mich aus deine Gnade, deine Weis⸗ heit, deine Liebe, deine Keuſchhet deine Demuth und verleihe mir all zeit heilige Geduld in aller meiner Widerwärtigkeit, auf daß ich beſtaͤn⸗ dig bei dir verharren, dich ſtets lieben dein allein rühmen und er freuen möge in Ewigkeit! Amen, Gebet um rechte Buße. ch du frommer Gott und gnadi⸗ ger Vater! Du ſiehſt und weſßt welch ein elend und jämmerlich Ding iſt um aller Menſchen Leben nach d dem Fal UAdams und Evas gewolden, A mächtige Gütigkeit bereitet haſt. O gütiger Herr Jeſu, ſiehe an in mir, was dein iſt, mir, was fremd iſt. Herr Jeſu, erbarme dich mein, die Zeit des Erbarmen 18 noch da iſt, auf daß du mich zur Zeit 1 ſtrengen Gerichts nicht verdammeſt. O gütiger Herr; Jeſu⸗ der habe ja nach d deiner ſtrengen Ge⸗ rechtigkeit die ewige Strafe verdient mit meinen Sünden; ich fliehe aber von deiner ſtrengen Gerechtigkeit zu deiner un nausſprechlichen Barmhen zig⸗ keit und bitte, du wolleſt dich mei⸗ ner erbarmen, o frommer Vater! Du wolleſt mir belfen, o barmherzi⸗ ger Vater! Ja, mein Herr Jeſu, wenn ich gleich ſtürbe und in die ewi ige Höllen⸗ Pein führe: und nimm weg von O holdſeliger d weil deines ge⸗ ich armer Sün⸗ es werden dich alſo, daß des Menſchen Zeit ganm unge wiß und unbe eſtät ndig mit allet ſeiner Herrlichkeit wie ein Schatten dahin fährt und nicht weiß, ob et lung, oder alt ſterben werde, kann ſich auch weder mit Gold, oder Gut, noch mit andern Künſten, oder Ge⸗ ſchicklichkeiten wider den Tod ſchützen und aufhalten, ſondern ſobald d die Srunde vorhanden, muß er davon. Wie denn kein Menſch weiß, wie lange er hier zu leben habe, ſo hiff, du getreuer Gott und lieber daß ich meine Buße ja nicht ſpare bis an mein letztes Stundlein und etwa mit einem unverſehenen, böſen, ſchnellen Tode überfallen und alſc in meinen Sünden plötzli lich durch chte hi ingerafft! werden, und Nacht an deinen Zorn mö ſondern daß ich Ta d9 t Vater, — — —— — — — —— B ——= == = .— =— ame yeſ g. ſ — de dig verharrn ßeit 8. Dunz en alin ü dſtich frei t fe in Eriti ken 1 9 der. A † fwmnsamg. üchts= aater Afttme. der wel E 3 land m maten 6r dler Mätaan dn e danemeeg 1 d Nain 3 d usii fätket w us t ud ntte t d Buar nae 1 Ardm iu — — vde ma rhm t b 3 —— — — — — — 6 — 3— —— lich! Sand am mein letztes Ende gedenke, heute und alle Tage mich zu dir bekehre und alle Augenblicke einen ſeligen Abſchied aus dieſem elenden Leben nehmen möge. Solches verleihe mir gnädig⸗ lich, ewiger Gott, um Chriſti willen! Amen! Ein anderes. Hiehe, mein Gott, ich bin derſelbe Menſch, der hinab ging gen Je⸗ richo in Pteiſches⸗Wolluſt und fiel unter die Mörder, ja Teufel! Ach, wie gefährlich haben ſie mich ver⸗ wundet und halb todt liegen laſſen: komm, du frommer Samariter, Jeſu Chriſte, nimm mich auf und heilige mich! Ich habe aber gar ſchwerlich geſündigt in meinem ganzen Leben und übel vor dir gethan. Siehe, hier bin ich auch wie ein armer Blinder am Wege und rufe zu dir: Jeſu, du Sohn Davids, erbarme dich mei⸗ ner, thue mir auf die Augen mei⸗ nes Herzens, daß ich ſehe! Herr, ſei gnädig mir armen Sünder! Du biſt ſa meine Hilfe und Zuflucht, o, hilf mir zur Seligkeit, Du haſt zu mir geſagt, mein Helfer, in welcher Stunde der arme Sünder zu dir ſeufzt, ſo foll ihm geholfen werden, hilf mir, Gott meines Heils, und erlöſe mich um deines heiligen Namens Ehre willen. Siehe nicht an, daß ich ſo mit Sünden verunreinigt und befleckt bin, ſondern ſtehe auf und komme zu mir. O du allerliebſter Bräuti⸗ gam meiner Seele, komme und zeige mir deine Geſtalt. Laß mich hören deine Stimme; denn deine Stimme it ſüß, und deine Geſtalt iſt lieb⸗ Amen! Gebet um Vergebung der Sünden. A ich elender Menſch, wie betrübt I* iſt meine arme Seele und be⸗ indet ſich ſo unruhig in mir, weil meiner Sünden mehr ſind, denn Sand am Meere; weiß auch darum teine Hilfe noch Rath, weder im Him⸗ Vor der Beichte. 71 mel, noch auf Erden, denn nur bei dir allein. hoffe gewiß und glaube feſt, du wirſt mein betrübtes und von Sünden zerſchlagenes Herz nicht verachten; denn du biſt ja darum vom Himmelgekommen, daß du mich armen, vorlornen Sünder wolleſt wieder ſuchen und ſelig haben. Nun hier bin ich und komme auf deinen tröſtlichen Ruf,(Matth. 11.) und bringe dir ein geängſtetes Herz voller blutrother Sünden und werfe ſie alle auf deinen Rücken. Nimm dieſe Laſt von mir auf dich und erleichtre mein beſchwertes Herz und vergib mir Alles, was ich wider dich geſuͤn⸗ digt habe. Kannſt du dem armen, gichtbrüchigen Sünder tröſtlich zu⸗ ſprechen, ſo ſprich mir auch tröſtlich zu: Sei getroſt, mein Sohn, deine Sünden ſind dir vergeben! Dieſe tröſtlichen Worte erquicken mir meinen Leib und Seele, Mark und Bein. Ob ich wohl ein armer Sünder bin, ſo habe ich doch deine liebliche und tröſtliche Stimme, die zu mir ſagt: In welcher Stunde der Sünder zu mir ſeufzt, ſoll er erhört werden. Darauf verlaſſe ich mich, glaube und vertraue dir, hilf meinem ſchwachen Glauben in Kraft des heiligen Gei⸗ ſtes! Amen! Gebet vor der Beichte. Ich Herr, allmächtiger Gott! Ich 4 armer, elender Menſch fühle und empfinde, daß meine ganze Natur und Weſen, mein Leib und Seele, mein Fleiſch und Blut, Sinn und Verſtand von der Fußſohle an bis auf den Haupt⸗Scheitel ſo verderbt iſt, daß ich vor deinen heiligen Augen ſchnöde und ein Gräuel bin, indem ich alle deine Gebote unzählig viele Mal mit Thun und Laſſen gröblich übertreten und daher zeitliche und ewige Strafe gar wohl verdient habe, darum gehe ich jetzo zu dem Beicht⸗ ſtuhl; ach, hilf, lieber Herr, daß ich ein recht bußfertiges Herz und mit 72 Vor der dem Zöllner einen ſeligen Bruſt⸗ Schlag mit mir Prinss Be ochroſchihe b Abſolution mit Glauben annehme und dadurch aller meiner Sünden losgemacht, deiner Huld und Gnade aufs Neue verſichert und meiner ewigen Seligkeit vergewiſſert werde! Amen! b Ein anderes. err Jeſu, Chriſte! Laß mich auch heute hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerſchlagen haſt; gib, daß ich mit feſtem Glauben faſſe dein allein ſelig⸗ machendes Troſt⸗Wort: Sei getroſt, mein Sohn, deine Sünden ſind dir vergeben! Ich, ich tilge deine Ueber⸗ tretung um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht. O Herr Gott, heiliger Geiſt, du höchſter Tröſter in aller Roth, regiere mein Herz, Sinn und Gedanken, daß ich auch feſtiglich glaube, was mein Heiland ſagt: Wer euch hört, der hört mich, und ſolchen Troſt der gnädigen Vergebung aller Sünden⸗Schuld, ja Tod, Teufel und Hölle entgegenſetzen und freudig ſagen möge: Ich will dir, mein Hort, Lob ſingen; denn du, Gott, biſt mein gnädiger mein Schutz und Gott! Amen! Gebet, weun man zum Prieſter hingehen und beichten will. Pen Jeſu Chriſte! Der du durch die rechte Hand Gottes erhöht biſt zu einem Fürſten und Heiland, zu geben Iſrael Buße und der Sünden, ſiehe, jetzt will ich hin⸗ gehen auf deine große Güte zu dei⸗ nem Diener und Haushalter über die göttlichen Geheimniſſ uns verkündigt, Buße zu thun und uns zu ihm zu bekehren in recht⸗ ſchaffenen Werken der Buße. Du haſt ja ihm des iſſel bindet, das foll im Himmel gebun⸗ — den, Alles, was er auf Erden löſt⸗ 65 Vergebung ſe, welcher g 5 Sot 3 ſe, welchen Hilfe und Beiſtand Gottes, des hei⸗ ligen Geiſtes beſſern und frömmer Himmelreichs Schlüſſel gegeben: Alles, was er auf Erden Beichte. Eine Beichte. Chrwürdiger, lieber Herr(Ich bitteuch, ihr wollet meine Beichte hören und mir die Vergebung meiner Sün⸗ den ſprechen an Gottes Stutt JI armer, elender, ſündiger Menſch bekenne vor Gott und euch, daß ich ein armer Sünder bin, nicht allein wie alle Menſchen in Sünden empfan⸗ gen und geboren, ſondern auch mit allerlei wirklichen Sünden beladen, welche ich wider alle mit Worten und Werken begangen. Gebote Gottes Solche meine begangenen Sündenſimd mir von Herzen lei ſehr; ich glaube aber feſtiglich, daß Jeſus Chriſtus für alle meine Sün⸗ den gebüßt und genug gethan hatt darum bitte ich Gott um Chriſti wil⸗ len um Vergebung aller meiner Sün⸗ den. Ich will mein Leben mit der werden. Amen. Eine andere Beichte. vor Gott und euch, daß ni 34 armer, ſündiger Menſ c bekem 1 da ant) ct w e, anes de dt aus zum leid und reuen mich n ger unch mt tSn dagäg, ung d dir auf B8I 8o leder⸗ 2 1 1 9 derke den. di ih wathite Set, dn it. Ne. ſer in Sim im di t n Farllitanitts den i 1er nemtäimm A Lergn une dler G Ir da vitdh Aundd eudig 3 1e Andr inkt Fert, 1 vor atn h diih ränuthn eter velſ f u haft. m blufſel 3 tah hüi⸗ Erden. ſindder dn werd gdm Jamah 1 ruechen und ſeinen L ilen 4 der wie 3 nce era diger wie 3 ſchn 4 4 ggen E r ünan hum ei ale: iftha ehn tn 1. ſmit a 41 m Wenn Ich bitte dich herzlich, gib mir deinen es Herz, daß ich feſtiglich glaube, morgen den wahren Leib und Blut un deines liebſten Sohnes Jeſu Chriſti im Brodt und Wein eſſen und trin⸗ werde und mich beſſere. Dazu wol⸗ Nach der Beichte. 73 Sünden empfangen und geboren bin,(leſt du mir gnädiglich helfen mit dei⸗ ken, Worten und Werken viel geſün⸗ und wider Gottes Gebot mit Gedan⸗ nem heiligen Geiſte um Jeſu Chriſti, deines allerliebſten Sohnes, willen! en! digt habe und durch Gottes Zorn des Am ewigen Todes ſchuldig bin; darum iſt mein Herz betrübt und iſt mir leid, daß ich Gott, meinen Herrn er⸗ zürnt habe und bitte von Herzen, Gott wolle mir meine Sünden um ſeines lieben Sohnes Jeſu Chriſti wil⸗ jen aus Gnaden vergeben und mein Herz mit dem heiligen Geiſte erneuern, als ich auf ſein göttlich Wort glaube und vertraue. Dieweil ihr denn vom Herrn Chriſto Befehl habt, allen Buß⸗ fertigen ihre Sünden zu vergeben, ſo. bitte ich euch durch Chriſtum, ihr wollt mich mit Gottes Wort unterrichten und tröſten, mir im Namen Jeſu Chriſti die Vergebung der Sünden eib und Blut in Sacrament zur Stärkung meines Glaubens darreichen. Ich will mit Gottes Hilfe mein Leben beſſern. Amen! Dankſagung nach empfangener Abſolution. du gnädiger und barmherziger ₰ Gott und Vater! Ich ſage dir von Grund meines Herzens Lob und Dank, daß du mir armen Sünder jetzt aber⸗ mals durch deinen Diener alle meine Günden vergeben und wieder aufs Neue das ewige Leben zugeſagt und mich zu Gnaden angenommen haſt. heiligen Geiſt und ſchaffe in mir ein daß mir alle meine Sünden durch Jeſum Chriſtum vergeben ſeien. Deſ⸗ ſen zu einem Unterpfand ſoll ich en zu meiner Seele Seligkeit. Ver⸗ eihe mir auch, Herr, du getreuer Gott, daß ich mich hinfort beſſer vor Sün⸗ den hüte, denſelben immer mehr feind Die andere Dankſagung nach empfangener Abſolution. Wie iſt doch deine Barmherzigkeit ſo groß, o Herr und Vater Him⸗ mels und der Erden, wie läſſeſt du dich ſo gnädig finden vor denen, die ſich zu dir bekehren! Du redeſt freund⸗ lich mit deinem Volke und tröſteſt es, vertilgſt auch ihre Sünden wie die Wolken und ihre Miſſethat wie den Nebel. Nun iſt auch das Wort des Herrn zu mir geſchehen: der Herr hat geſagt: Fürchte dich nicht und zage nicht. Sei getroſt! Dir ſind deine Sünden vergeben! Ich will ſolche deine Barmherzigkeit und Wun⸗ den erzählen und davon ſagen, wie⸗ wohl ſie nicht zu zählen ſind. Es iſt nirgends ein ſolcher Gott, wie du, der die Sünden vergibt und erläßt die Miſſethat den Uebrigen ſeines Erb⸗ theils. Darum erhebt mein Geiſt den Herrn und meine Seele freut ſich Gottes, meines Heilandes; denn er hat mich gekrönt mit Gnade und Barmherzigkeit: der Herr ſei dafür hochgelobt! So bekräftige nun, Herr, das Wort in Ewigkeit; denn du biſt Gott und deine Worte werden Wahr⸗ heit ſein. Verleihe auch, daß ich mich ferner prüfe und den Leib des Herrn unterſcheide, damit ich nicht unwürdiger Genießung am Leibe und Blute des Herrn ſchuldig werde, ſon⸗ dern alſo dein Fleiſch, o Jeſu, eſſe und dein Blut trinke, daß ich das ewige Leben habe. Hilf mir, o Herr, und laß Alles wohlgelingen. Von mir ſelbſt bin ich nicht tüchtig, auch das geringſte Gute zu vollbringen; hilf mir aber, mein Gott, daß ich das Gelübde, ſo ich dir gethan, durch deinen Beiſtand getreu halte, mein Leben beſſere und dir allezeit gehor⸗ f* Nach der Beichte. ſam erfunden werde. Gelobt ſei dein Laß mich nimmermehr irren von Name von nun an bis in Swigkeitt deinem Wege, noch mein Herz ver⸗ Amen! ſtocken, daß ich dich nicht fuͤrchte. Leite mich aber als ein Geiſt der Die dritte dankſagung. Wahrheit hin in alle Wahrheit, V fuühre mich doch ſtets auf ebener Bahn; 1 18 eſu Chriſte, du einiger Sohn, denn mit dir bin ich verſiegelt bis Fottes„ mein einiger Mittler auf den Tag der Enlofung. Thue und Gnadenſtuhl! Ich danke dir von meine Lippen auf, daß mein Mund Herzen, daß du mir armen Sünder, deinen Ruhm verküͤndige. O heilige (Sünderin) am Kreuze durch ein eini⸗ Taube, bringe allezeit das Oe Batt ges und vollkommenes Opfer Ver⸗ lein deiner Verheißungen un d Troſtes gebung der Sünden, Gerechtigkeit und in mein Herz, daß ich feſt Jlaube ewige Seligkeit erworben und mich ich werde durch den Tod ein gehen i in Kraft der hochtröſtl tlichen Abſolution das ewige Leben und im Tode nict ſolche Schätze mit gläubigem Herzen bleiben Die Gnade unf ſers Herrn ergreifen und feſt halten läſſeſt. Ach, Jeſu Chriſte und die Gemeinſchaft laß mich hiervon Friede und Freude des heiligen Geiſtes ſei un uns im Herzen aus Gnaden deizumen Allen! Amen! und dich in gutem Gewiſſen anrufe n und preiſen von nun an bis in Abend⸗Segen, wenn man nach Ewigkeit! Amen! empfangener? Abſolntion bei ein⸗ Gebet um Beiwohnung des brechender Nacht ſich zur Ruhe legen will. heiligen Geiſtes. 1 n und Dank ſei dir, o ewiger Bumherſiöhr und gnädiger Gett, X Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, himmliſcher Vater, deſſen G Lüt, daß du nach deinen Verheißungen Gnade und Bermderzigkeit alle Tage den heiligen Geiſt auf uns Chriſ ſten neu wird, ich danke dir aus Grund ausgegoſſen haſt! Breite auch mein meines Herzens für deine große und Herz zu deinem heiligen Tempel, darin unaus ſprechliche Güte, daß du dich dein guter Geiſt t Luſt habe zu wohnen heute dieſen vergangenen Tag ſo und zu bleiben. O Herr Jeſu Chriſte, genädiglich über mich armen, elenden du Sohn des lebendigen Gottes der Menſchen erbarmt und mir die Ver⸗ du den Tröſter, den heiligen Geiſt, gebung aller meiner Sünden mitge⸗ zu uns geſandt, ſende ihn auch in theilt haſt. Mit Trauern, Angſt und mein Herz; denn Niemand kann dich Pertenaegen bin ich heute fruͤh auf⸗ einen Herren nennen, ohne durch d en geſtanden und kang mich dagegen heiligen Geiſt. O Herr Gott, heili⸗ jetzt mit innigſter Freud ide wiederum ger Geiſt, der du vom Vater aus⸗ zur Ruhe begeben; denn deine Gnade, gehſt und von Chriſto zeugſt, du Güte und Barmherzigkeit iſt ſehr groß Geiſt des Herrn, Geiſt der Weisheit über mir geweſen. Ich hatte de einen und des Verſtandes, du Geiſt des Zorn mehr, als zu wohl verdient, Raths und der Stärke, du Geiſt der 3 und d du haſt mich dagegen mit Gna⸗ Erkenntniß und der Jurcht de es Herrn, de herrlich und vortrefflich gekront. der du Alles wirkſt und einem Jeden J öch ſollte ewig verflucht ſein, und das Seine zutheilſt, nachdem du willſt: du bt mich mit tauſendfachem Se erlenchte die Augen meines Verſtänd⸗ V gen überſchüttet und! berrlichgeſ ſchmückt niſſes, daß ich erkenne, welches da Ich ſollte zur Hölle verz ſtoßen! werden, ſei die Hoffnung meines Berufes. und du haſt mich in den Himmel ge⸗ S= — — ——: —— ——= —— —— —==—— —=— 1 ———— — n u s em, mug in zantr Aliubin g n 1 Nadt itwe h — — — —— — —=— — — — — 15— — —— — =— — — —— — = Nach der zogen. Denn indem ich durch deinen Diener von meinen Sünden bin ab⸗ ſolvirt worden, bin ich ja bei dir in l großen Gnaden und ein Geſegneter des Herrn; ja, ich ſoll nun haben Theil mit den Auserwählten im ewi⸗ gen Heil. Ach, wie lieblich klingt doch die Stimme meines Beicht⸗Vaters in meinen Ohren, da ich heute hörte: Gehe hin in Frieden, dir ſind deine Sünden vergeben! W dieſer Troſt noch in meinem Herzen, daß in Chriſti Blut und Tod mir alle meine Sünden vergeben ſind! Nun kann ich mich ja mit allen Freuden niederlegen, nachdem ich deinem Namen gedankt und mich in deinen gnädigen Vater⸗Schutz be⸗ fohlen habe. Ach, laß ja dieſen herr⸗ lichen Troſt der gnädigen Vergebung aller meiner Sünden Niemand aus meinem Herzen reißen! Laß mi in Frieden darauf einſchlafen und mit Freuden wieder erwachen, damit ich morgen in dein Haus könne wal⸗ jen und dir in deinen Vorhöfen weiter danken; auch zur Stärkung meines Glaubens mich kann ſpeiſen und tränken laſſen mit meines Herrn Jeſu Leib und Blut zum Leben und zur ewigen Seligkeit! Amen! Rorgen⸗Segen an dem Tage zu ſprechen, da man das heilige Abend⸗ mahl empfangen will. A¹¹. meine liebe Seele, ermuntre dich, der Tag bricht an, an welchem du an der Gnaden⸗Tafel deines Herrn Jeſu ein Tiſch⸗Gaſt fein ſollſt; erhebe dich mit gläubigem Herzen, ziehe deinen Jeſum mit dei⸗ nen Kleidern an, ſchmücke dein Herz mit dem wahren Glauben und allen chriſtlichen Tugenden, damit Jeſus eine freudige Einkehr bei dir thun möge. Ach ja, mein Herr Jeſu, du ltiger, du gnädiger, barmherziger Herr Jeſu, was für einen fröhlichen, ie ſüß ſchmeckt S Beichte. 75 An dieſem Tage läſſeſt du deine un⸗ vergleichliche Gunſt mich handgreif⸗ lich ſpüren, indem ich heute deinen heiligen Leib und dein theures Blut zum ewigen Leben genießen ſoll. Ach allerliebſter, allerfreundlichſter, allerholdſeligſter Herr Jeſu! Ich elen⸗ der Sünder, ich armſeliger Menſch ſage dir hunderttauſendfachen Dank in dieſer höchſterfreulichen Morgen⸗ tunde für deine höchſt⸗preislichen Wohlthaten und bitte dich demüthigſt, dieweil ich nun bald an deinem Tiſche erſcheinen und daſelbſt die himmliſche Koſt, deinen heiligen Leib und Blut, empfangen ſoll, du wolleſt mich da⸗ mit kräftig ſtärken, heilſam laben und herzerfreulich erquicken. Ach ja, mein allerliebſter Herr Jeſu, laß mich auf dieſe empfangenen, höchſtnütz⸗ lichen Wohlthaten meinen geiſtlichen ch Feinden: Sünde, Fleiſch, Tod, Teu⸗ fel und Hölle friſch und unverzagt widerſtehen. Ach, gib mir die Gnade, in Heiligkeit und Gerechtigkeit dir fortan zu dienen, auf daß hinfort Alles mein Thun und Laſſen zu dei⸗ nes allerheüigſten Namens Ehre und zu meines Nächſten Nutz und Er⸗ bauung gerichtet ſei! Weil es aber nicht genug iſt, wohl und chriſtlich anzufangen, ſondern man muß auch bei gutem Vorſatz und Fortgang bis an das Ende beharren, ſo bitte ich dich, ach mein lieber Herr Jeſu, ſei nicht nur heute dieſen Tag meines ganzen Lebens treuer Führer und eiter, ſondern vermehre auch in mir täglich deine Gnade ſo lange, bis du dich, mein allerliebſter Herr Jeſu, ganz und vollkommen mit mir vereinigſt, der du die wahre Sonne meiner Seele biſt, die mir Tag und Nacht bis in Ewigkeit vor⸗ leuchtet. Damit ich aber dieſes, o mein Herr Jeſu, von dir erlangen möge, ſo bitte ich, daß du hinfort aller meiner Sünden nicht mehr ge⸗ denkſt und um deiner unausſprech⸗ lichen Barmherzigkeit willen mir die⸗ holdſeligen und höchſtglücklichen Tag habe ich durch deine Hilfe erlebt! ſelben verzeihen wolleſt, wie du denn 76 Vor dem heiligen Abendmahl. Allen, die dich enes Herzen anrufen, V Das 2. Gebet. verheißen haſt! Ach ja, mein trau⸗ 8. teſter hen ha Jeſu, gib mir deines Zu Gott dem Sohne. Geiſtes Gnade, daß ich beute ein 4 4 du mein allerfreundlichſ ſter, aller⸗ würdiger Gaſt bei d deinem Tiſche ſein liebſter Herr Jeſu Chriſte, du und erfunden werden möge. Gewabre V getreuer lnnnaane Wenn gleich alle mir meine Bitte, o allerliebſter Herr Haare auf meinem Haudte, a alle Beine Jeſu! Amen! und Glieder an meinem Leibe, alle meine Adern und Bluts⸗ Tropſen lauter Zungen wären, und zwar uh Chriſtliche Gebete vor dem Ge⸗ nur Menſchen⸗, ſondern gar Engels⸗ 4 brauch des hochwürdigen Abend⸗ Zungen, koönnten ſie doch deine un⸗ mahls unſers Herrn und Heilandes zäb zwaren mir erzeigten Wohlthaten e nimmermehr genugſam ausreden. Jeſu Chriſti. Denn da ich noch Nichts geweſen 11(uſer err Jeſus Chriſtus, in bin, haſt du mich zu dieſem zeitlichen 1 der RUacht, da er verrathen und natürlichen Leben er ſchaffen ward, nahm er das Bro dt. dankte und bis daher ganz wund erlich er⸗ und brachs und gahs ſeinen bhalten. Allermeiſt aber, da ich in Jüngern und ſſprach: Nehmet Sünden ganz todt war, haſt du das hin und eſſet, das iſt mein Leib, geiſtliche, hit umliſche und ewige Leben, der für euch gegeben wird. Sol⸗ welches du mir durch deinen bittern ches thut zu meinem Gedächtniß! Tod am Kreuze ern worben, in mu Desgleichen nahm er auch den wiederum angefangen. Dieſes läſſeſt Kelch nach dem Ubend mahl. du mir nicht allein in deinem hei dankte, gab ihnen den und ſprach: ligen, gepredigten Worte täglich an Me ehmet hin und trinket Alle bieten und verkündigen, ſo den a daraus, Dieſer Kelch iſt das auch zu mehrerer Beſtätigun ng meines neue Teſtament in meinem Blute. ſchwachen Glaudens dein heiliges das für euch vergoſſen wird zur Abendmahl eingeſetzt, da du nich Vergebung der Sünden. Solches armen, un würdigen Menj chen zu thut, ſo oft ihrs trinkt, zu mei⸗ deiner himmliſchen Tafel bereiſ nem Gede ichtniß! 1 O wel ich ein tiefes Geheimniß! 1 welch ein theures Sacrament iſt das, da du mir, mein frommer Heiland, Das 1 Gebet. das Größte gibſt im Himmel und .— 1 auf Erden, nämlich dich ſ elbſt, deinen Zu Gott dem Vater. b 3 wahrhaftigen Leib 311 einer Speiſe und dein eigen Blut zu einem Tran Es wird dir nicht t genug, daß du mein Fleiſch und d Blut an dich genommen, ſondern gibſt dich mir dazu in dei⸗ nem heiligen Abendmahl zu eſſen und zu trinken, damit ich noch: nher mit dir vereinigt und deiner aothä 8 X Umächtiger Gott, himmliſcher 5 Vater! Gib mir deinen beiligen Geiſt, der jetzt und allezeit in mir ansende ein herzliches Nerlanaen nach der heiligen Mahl lzeit d S wah⸗ ren Leibes und Blutes meines Herrn Jeſu Eͤriſ ſti im hochänürdiaen Abend⸗ mahl. Laß mich auch deſſelben zu. latur theilhaftig! werdet 1 mö chte! dieſem Mal würdig genießen zu dei iſt dir viel zu wenig, d daß du mir dee nes Namens Lob und Pre eis, zur lieben he iligen Engel zu getreuen Stärkung meines ſchwachen Glau. Wächtern verordneſt, ſondern du⸗ bens und zu meiner ewigen Selig Herr aller Engel, ja Himmels und keit! Amen! der Erden, kommſt ſe Abſt zu deinem — —— „ehe h 1 1 Von dem heiligen Abendmahl. 77 armen Kinde, daß du mich beſuchſt, ſtärfſt, ſpeiſeſt und tränkſt nicht mit einer fremden Arznei, ſondern mit deinem koſtbaren, allerheiligſten Leibe und Blute. O welch eine un⸗ ausſprechliche Liebe! O welch eine unerhörte Gütigkeit, da der Geber die Gabe ſelbſt iſt und die arme Creatur den großen Schöpfer empfängt, auch zu des unſterblichen Königs Ta⸗ fel eingeladen und mit dem rechten Himmels⸗Brodt geſättigt wird! Ach, mein Herr Jeſu, wie ſüß und lieb⸗ lich iſt dort deine Stimme, wenn du ſprichſt: Siehe, ich ſtehe vor der Thür und klopfe an, ſo Jemand meine Stimme hören wird und die Thür aufthun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten, und er mit mir. O, wie ſelig iſt die Seele, welche auf das Anklopfen ihres Herrn wartet, wacht und mit höch⸗ ſtem Verlangen auf ſeine Zukunft ſich bereitet, damit ſie nicht allein ihrem erwünſchten Bräutigam alſo aufthue, ſondern auch mit der bren⸗ nenden Lampe des Glaubens ihm entgegengehe, ihn mit ſich führe, und ſage: Mein Freund, komme in meinen Garten! O welch eine Herr⸗ lcchkit iſt das, den ewigen Sohn Gottes, wie er voller Gnade und Wahrheit kommt aus dem Schooße ſeines himmliſchen Vaters, alſo wür⸗ diglich empfangen! O welch eine Se⸗ ligkeit iſts, das Abendmal mit dem halten, der ſich ſelbſt zur Speiſe und Trank dargibt, darum komme i hungrig und durſtig zu dir, dem un⸗ erſchöpflichen Gnaden⸗Brunnen; ich bitte und flehe von Grund meines Herzens, du wolleſt jetzt meinen Leib und Seele zum rechten heiligen Ge⸗ brauch deines hochwürdigen Abend⸗ mahls bereiten, heiligen, reinigen, zieren, meinen ſchwachen Glauben an dein Verdienſt vermehren, mein Herz zu einem beſſern, heiligern und recht bußfertigem Leben erneuern, in mir herzliche Begierde und wahre An⸗ dacht erwecken, damit ich dir lieb und angenehm ſei und durch deinen hei⸗ ligen Leib und Blut im Glauben geſtärkt, in aller Widerwärtigkeit ge⸗ tröſtet, mit dir vereinigt und zur ewigen Seligkeit erhalten werden möge. Ach, Herr Jeſu Chriſte, zeige du mir deine Gnade, bewahre mich durch deine Kraft, verſiegle mich durch deine heiligen Sacramente und ſonderlich jetzt mit dem ſeſten Siegel deines gnadenreichen Abendmahls! Regiere mich durch deinen heiligen Geiſt, bekräftige mich im wahren, leben⸗ digen Glauben zu gewiſſem Troſt, in chriſtlicher Geduld, in wahrer De⸗ muth und herzlicher Hoffnung des ewigen Lebens. Nimm von mir, was mich wendet von dir, und gib mir, was mich kehrt zu dir; denn ich mich ganz und gar mit Leib und Seele dir zu eigen ergebe. So will ich dir nicht allein hier zeitlich und im willigen Gehorſam dienen, ſon⸗ dern auch dich ſammt dem Vater und heiligem Geiſte dort ewiglich loben, ehren und preiſen. Amen, mein lieb⸗ ſter Herr Jeſu Chriſte, Amen! Das 3. Gebet. Zu Gott dem heiligen Geiſte. 9 Herr Gott, heiliger Geiſt, du Gott meines Heils und wahrer Tröſter meiner Seele! Ich breite zu dir aus meine Hände und Herz und bitte demüthigſt, mache mich zu dieſem heiligen Sacrament würdig nnd tüch⸗ ch tig; denn ohne dich vermag ich Nichts. Reinige meine Seele und mache mich auch zu deinem Bundes⸗Genoſſen. Gib mir ein neues Herz und ſchreibe darein deine Gebote und verbirg dein Antlitz nicht vor mir, daß meine Seele nicht erſchrecke. Mache aus mir eine neue Creatur und erwecke in mir ſolche Bewegungen, daß ich an der Tafel deines allerheiligſten Sacraments mit wahrhaftigem Glau⸗ ben erſcheine. Komme und durchwebe meinen Garten, daß ſeine Würze triefen. O du Brunn des lebendigen 4 78 Vor dem heiligen Abendmahl. * Waſſers, beſprenge den dürren Acker meines Herzens, daß in mir wachſen alle die wohlgefälligen Tugenden des Glaubens, der Liebe, der Reinigkeit und Heiligkeit. Und wie du im An⸗ fange der Erſchaffung über den Waſ⸗ ſern geſchwebt, dadurch ſo viel edle Creaturen hervorgekommen, ſo ſchwebe auch jetzt über mir mit deiner hei⸗ ligen Gegenwart, daß ich eine neue Creatur in Chriſto werde. Gib mir, was mir hier zeitlich und dort ewig heilſam iſt. ehe mit einem ſanf⸗ ten Winde in mein Herz, daß ich in der himmliſchen Liebe entzündet, in heiligem Leben und Wandel allezeit erfunden werde. Begleite mich zu dieſer heiligen Tafel und wirke in mir eine himmliſche Freudigkeit. Sprich zu meiner Seele: Ich bin dein Heil! Fortan ſchaffe aber in mir ein reines Herz und erneure in mir einen freudigen und willigen Geiſt. Sei mit mir in allem mei⸗ nem Thun und Laſſen. Sei meine Wolken⸗Säule des Tages und eine Feuer⸗Säule des Nachts. Weiſe mir den Weg nach deinem Himmel und führe mich ſtets nach deinem Rath, und nimm mich endlich zu Ehren an! Amen! Das 4. Gebet. Von dem Empfang des heiligen Abendmahls. err Jeſu Chriſte, mein getreuer 9) Hirt und Biſchof meiner Seele, der du geſagt haſt; Ich bin das Brot des Lebens, wer von mir ißt, den wird nicht hungern, und wer an mich laubt, den wird nimmermehr dürſten! Ich komme zu dir und bitte dich de⸗ müthiglich, du wolleſt mich durch wah⸗ ren Glauben bereiten und zum wür⸗ digen Gaſt dieſer himmliſchen Mahl⸗ zeit machen; wolleſt mich, dein armes Schäflein, heute weiden auf einer grü⸗ nen Aue und zum friſchen Waſſer des Lebens führen um deines Na⸗ machen zu deinem Tiſch und mir voll einſchenken den Becher deiner Liebe und Gnade. Ich armes Schäf⸗ lein komme zu deiner Weide, zum Brodte des Lebens, zum lebendigen Brunnen; ach, du wahres, ſüßes Himmelsbrodt, erwecke in mir einen heiligen Hunger und heiligen Durſt, daß ich nach dir ſchreie, wie ein Hirſch ſchreit nach friſchem Waſſer. Vor allen Dingen aber gib mir wahre, herzliche Reue und Leid über meint Sünde und lege mir an das rechte hochzeitliche Kleid des Glaubens, durch welchen ich dein heiliges Verdienſt ergreife und daſſelbe mein ſchönes Kleid feſt halte und bewahre, damit ich nicht ein unwürdiger Gaſt ſei * gib mir ein demüthiges, verſöhnliches Herz, daß ich meinen Feinden von Herzens⸗Grund vergebe, tilge aus meinem Herzen die Wurzel aller Bit⸗ terkeit und Feindſeligkeit. Pflanze dagegen in meiner Seele Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Näch⸗ ſten, ja alle Menſchen in dir lied habe, Ach, du wahres Oſter⸗Lanm, ſei du meine Speiſe, laß mich dieß — genießen und eſſen mit bittern Sal⸗ zen der herzlichen Reue und mit dem ungeſäuerten Brodte eines hei⸗ ligen, bußfertigen Lebens! Ach, ich komme zu dir, mit vieler, großer Un⸗ ſauberkeit beladen; ich bringe zu dir einen unreinen Leib und Seele, vol⸗ ler Ausſatz und Gräuel; ach, reinige mich, du höchſte Reinigkeit: Dein heiliger Leib, als er vom Kreuze ab⸗ genommen ward, wurde in eme reine Leinwand gewickelt, ach, wolle Gott, ich möchte dich mit ſo reinem Herzen aufnehmen, daß es dir wohl⸗ gefällig! Ach, daß ich dich mit heil⸗ ger Andacht umfahen und in mel⸗ ner Liebe einwickeln und mit den Myrrhen des zerbrochenen Herzens und Geiſtes ſalben ſollte! Das Himmels⸗ Brodt mußte in einem goldenen Ge⸗ fäße aufgehoben werden zum Gedächt⸗ niß in der Lade des Bundes, ach⸗ mens willen; du wolleſt mich würdig wollte Gott, ich möchte dich in einem S E ſſſ IasIe — — — =EEE — 7 2 I denEnS Ö —ꝛ— = .= — — 483KL 3 = —= B 8= = =ä== * 8 = 5— — 8 —— = S — = 8—— 8 5 —— ganz reinen Herzen bewahren! Ach mein Herr, du haſt ja ſelbſt geſagt: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, ſondern die Kranken: Ach, ich i bin krank, ich bedarf deiner als mei⸗ nes himmliſchen Seelen⸗Arztes! Du haſt ja geſagt: Kommt her zu mir Alle, die ihr mühſelig und beladen ſeid, ich will euch erquicken: Ach Herr, ich komme mit vielen Sünden beladen, nimm ſie von mir, befreie mich von dieſer großen Bürde; ich komme als ein Unreiner, reinige mich; als ein Blinder, erleuchte mich; als ein Armer, mache mich an meiner Seele reich; als ein Verlorner, ſuche mich; als ein Verdammter, mache mich ſelig! Ach Jeſu, mein liebſter Seelen⸗Bräutigam, führe mich von mir ſelbſt ab und nimm mich auf zu dir, ja in dich; denn in dir lebe ich; in mir ſelber ſterbe ich: in dir bin ich gerecht; in mir bin ich eitel Sünde: in dir bin ich ſelig; in mir bin ich lauter Verdammniß. Ach, du mein himmliſcher Bräutigam, komme zu mir, ich will dich führen in die KRammer meines Herzens, da will ich dich küſſen, auf daß mich Niemand höhne. Bringe mir die Süßigkeit deiner Liebe, den Geruch deines hei⸗ ligen, ewigen Lebens, den Geſchmack deiner Gerechtigkeit; die Schönheit deiner Freundlichkeit, die Lieblichkeit deiner Güte, die Zierde deiner De⸗ muth, die Frucht deiner Barmherzig⸗ keit. Ach, mein himmliſcher Arzt, ich bringe zu dir eine todte Seele, mache ſie lebendig: eine kranke Seele heile ſie: ein Herz, das leer iſt von allen wahren, gründlichen Tugenden, erfülle es mit deiner Gnade, mit deinem Geiſte, mit deiner Liebe, mit deiner Sanftmuth, mit deiner Demuth, mit deiner Geduld. Ach, du ſüßes Brodt des Lebens, ſpeiſe mich zu dem ewigen Leben, daß mich in Ewigkeit nicht hungre, noch dürſte! In dir habe ich volle Genüge; du biſt mir Alles. Bleibe ewig in mir und laß mich ewig in dir bleiben, Vor dem heiligen Abendmahl. 79 wie du geſagt haſt: Wer mein Fleiſch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm, und ich werde n aufwecken am jüngſten Tage. ih Amen! 9 Herr Jeſu Chriſte, ob ich wohl nicht werth bin, daß du in mei⸗ nen Mund und Herz eingehen ſollſt, ſo weißt du doch und erkennſt meine Armuth, Krankheit und Nothdurft; darum ich deiner von Herzen begehre, daß du mich auch jetzt mit deinem wahrhaftigen Blute zum ewigen Le⸗ ben ſpeiſen und tränken wolleſt. Hilf, daß mein Glaube von Tag zu Tag in mir vermehrt und geſtärkt werde, und ich mit dir als ein lebendig Glied vereinigt auch bei dir bis an mein Ende beſtändig bleiben und endlich zum ewigen Leben eingehen möge! Amen! So du jetzt hingehſt. Ben Jeſu Ehriſte! Laß mich deines heiligen Abendmahls auch jetzt würdig genießen zu Stärkung meines Glaubens, zur Beſſerung meines Le⸗ bens und Verſicherung der ewigen Seligkeit! Amen! Das 5. Gebet. Das andere. Hei willkommen, du edler Gaſt, den Sünder nicht verſchmähet haſt und kommſt ins Elend her zu mir, wie ſoll ich immer danken dir? Ach, mein herzliebſtes Jeſulein, mach dir ein rein ſanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergeſſe dein! Das dritte. Pen Jeſu Chriſt! Laß mich deiner göttlichen Gnade und Vergebung der Sünden durch dieſes theure Pfand feſt verſichert bleiben und dich darum loben, rühmen und preiſen in alle Ewigkeit! Amen! —— — 1— 8 ———— — 4 80 Nach dem heiligen Abendmahl. Beim Empfaug des Leibes Chriſti. Hein mir willkommen, du ſüßer Herr ₰ Jeſu Chriſte, mit der edlen Speiſe deines allerheiligſten Leibes, welchen du für mich in den bittern Tod ge⸗ geben haſt: das laß mir gedeihen zum ewigen Leben! Amen! Beim Empfang des Blutes Ehriſti. Sein mir willkommen, du ſüßer Herr Jeſu Chriſte, mit den edlen Trande d deines roſinfarbenen, theuren Blutes, welches du für mich am Kreuze vergoſſen, zur Vergebung mei⸗ ner Sünden: das laß mir gedeihen zum ewigen Leben! Amen! Ein anderes. Tjus Jeſu! Dein heiliger Leib ſpeiſe mich, dein theures Blut tränke mich, dein bittres Leiden und Ster⸗ ben ſtärke mich; in deine heiligen Wunden verberge ich mich; laß mich nimmermehr von dir geſchieden wer⸗ den; von dem böſen Feinde errette mich; in wahrem Glauben erhalte mich, auf daß ich dich mit allen Aus⸗ erwählten lobe und preiſe hier zeitlich und dort ewiglich! Amen! 7 Die 1. Dankſagung nach dem de a Abendmahl. J⸗. danke dem Herrn von ganzem Herzen im Rathe der Frommen und in der Gemeine! Groß ſind die Werke des Herrn, wer ihrer achtet der hat eitel Luſt daran. lich. Er hat ein Gedächtniß geſtiftet ſeiner Wunder, der gnädige und harm⸗ herzige Herr. Er gibt Speiſe denen, ſo ihn fürchten, er gedenkt ewiglich an ſeinen Bund. Er läßt verkün⸗ digen ſeine gewaltigen Thate n ſeinem Volke, daß er ihnen gebe das Erbe der Hei iden. ben ſoll. Name. Die Furcht des Herrn iſt der Gebote ſind rechtſchaffen, ſie werden Shute immer und ewiglich. Er ſendet ſeine Erlöſung ſeinem Volke, er verheißt, daß ſein Bund ewig blei⸗ Heilig und hehr iſt ſein Weisheit Anfang. Das iſt eine feine Klugheit; wer darnach thut, deß Lob bleibt ewiglich. Amen! II. Per Jeſu Chriſte! Ich danke dir 9 von Herzen, daß d du mich arn men Sünder von allen meinen Miſſ ſetha ten rein gewaſchen, auch in meiner Verſicherung mit d einem wahren Leibe und Blute geſpeiſt und geträntt haſt und mich als dein liebes Kind jetzt wieder zu Gnaden auf⸗ und an⸗ genommen. Ich bitte dich, du wolleſt mir durch deine n heiligen Geiſt ſolche deine goße Gnade zu erkennen geben und ver leihe, daß ich hinfort dich über alle Dinge liebe, deine Werke and dächtig betrachte, meine unordentlichen Be⸗ gierden dämpfe, meinen Nächſten liede und mein ganzes Leben ernſtlich beſſere! Amen! Was er ordnet, das iſt loͤblich und berrlich, und ſeine Gerechtigkeit bleibt ewig⸗ L. Die Werke ſeiner Hände III. Ijen Jeſu Chriſte Ich kann und b 3— vermag deine große Liebe, die du mir haſt jetzt laſſen widerfahren, weder mit Worten, noch C Gedanken genugſam loben, daß du mich armen Sünder zu Gnaden angenvndnen und mit deinem wahren Leibe und Blute geſpeiſt und getränkt. Laß dir auch gefallen das Dank⸗ Opfer meines Herzens und Mundes, ſo viel ich zetzt in dieſem armen Fleiſch und Blute kann und vermag, dich zu loben; ich will dich vollkom⸗ men in alle Ewigkeit ehren und preiſen. Gib unterdeß deinen beiligen Geiſt, der mich lehre bedenken und erken⸗ nen, was du an mir gethan haſt, ſind Wahrheit und Recht: alle ſeine und daß ich im Glauben, Liebe, Hoff⸗ 4 1 9 A cwene matt. Nach dem heiligen Abendmahl. 81 nung und Geduld anfange ein neues Leben zu führen dir zu Lob und Ch⸗ ren und zu Nutz meines Nächſten, ſ um deines theuren Verdienſtes wil⸗ len! Amen! IV. 1 du freundlicher, liebreicher Hei⸗ land, Herr Jeſu Chriſte! Ich ſage dir von Herzen Loh und Dank, daß du mich mit der köſtlichen, ſeli⸗ gen Speiſe und Trank deines heili⸗ gen Leibes und Blutes jetzt abermals geſpeiſt und erquickt haſt. Wer bin ich, Herr, daß du mich Unwürdigen gewürdigt haſt, von dei⸗ nem Tiſche zu eſſen? Ich danke dir fur alle deine Liebe und Treue, für all dein heiliges Leiden, bitteren Tod und für alle deine Wohlthaten, die du mir dadurch erworben, ſolcher durch deine Gnade mich theilhaftig gemacht und durch das hohe, theure Pfand deines Leibes und Blutes im Sacrament verſichert haſt. Gib, daß ich deiner großen Liebe nimmer vergeſſe, ſondern deines hei⸗ ligen Todes ſeliglich gedenke; dein heiliger Leib und Blut heilige und 8 ſegne meinen Leib und Seele und behüte mich vor allen Sünden und vor allem Uebel. Ach, mein Erlöſer und Seligmacher, ſehe du in mir, damit ich hier und dort ewig lebe in dir und in ſolchem Glauben ſelig einſchlafen, am jüng⸗ ſten Tage fröhlich wieder auferſtehen am und zu dir in die ewige Freude und Herrlichkeit eingehen möge! Amen! V. Herr Jeſu Chriſte! Mit welch einem Herzen, Zunge und Wort ſoll ich deine große Güte ausſprechen, ſo du mir jetzt haſt widerfahren laſ⸗ ſen, indem du dich ſelber mit Allem, was dein iſt und zu dir gehört, mir gegeben und geſchenkt haſt? Ach, laß dir gefallen die geringe, demüthige ede meines Herzens und Mundes und ſei mit dem ſchlechten Lobe zu⸗ frieden, das ich dir jetzt in dofem meinem gebrechlichen Fleiſch und Blute agen kann, bis du mich gar zu dir holſt da ich dich von Angeſicht zu ngeſicht ſchaue und mit allen En⸗ geln ohne Aufhören ehren und prei⸗ ſen werde. Amen, Herr Jeſu! Amen, Amen! VI. Her Jeſu Chriſte! Dir ſei ewig Lob und Dank geſagt, daß du mich armen Sünder mit deinem Leibe und Blute von Sünde, Tod, Teufel und Hölle gnädiglich erlöſt und zur Ver⸗ ſicherung dieſer meiner Erlöſung mich mit demſelben wahren Leibe und Blute geſpeiſt und getränkt haſt. Ver⸗ leihe mir, daß durch ſolch dein heili⸗ ges Saerament mein ſchwacher Glaube geſtärkt, meine geängſtigte Seele ge⸗ tröſtet, mein ſündlich Leben gebeſſert und ich nimmermehr von dir geſchie⸗ den werde. Amen, Herr Jeſu! Mhhn⸗ men! Abend⸗Segen an dem Tage zu ſprechen, an welchem man das heilige Abendmahl empfangen und mit Chriſti Leib und Blut geſpeiſt unnd getränkt worden. Die Nacht bricht an und fordert ☚ mich zur Ruhe. Ehe ich mich nun zu derſelben verfüge, ſo wende ich mich zuvor zu dir, o mein aller⸗ liebſter Herr Jeſu Chriſte, und danke dir nochmals für die hohen und gro⸗ ßen Wohlthaten, die du mir heute dieſen ganzen Tag über ſo reichlich erwieſen haſt; ſonderlich aber, daß du mich armen, elenden und unwür⸗ digen Menſchen mit deinem wahren Leibe und Blute ſo gnädiglich haſt erquickt, und bitte dich von Grund meines Herzens, du wolleſt nun heute, dieſe Nacht und künftig meine ganze Lebens⸗Zeit mit deinem Vater und heiligen Geiſte bei und in mir kräftig ſein und bleiben und mich, dein armes Würmelein, mit gnädigen Feſt⸗Gebete. Augen anſehen und annehmen und es machſt und wie es dir gefällt, aus deinen Gnaden⸗Händen nimmer⸗ und warte der gnädigen Erloſung mehr fallen laſſen, auch mich mit und der ewigen Freude, die du geben deinem heiligen Geiſte hinfort in wirſt allen Gläubigen, die auf dich meinem Berufe und ganzen Leben trauen und bauen. Nun wohlan, alſo regieren, leiten und führen, daß auf dein Verdienſt, mein Herr Jeſu, ich Nichts wider dich gedenke, vor⸗ will ich jetzt einſchlafen, deine Gnade nehme, rede oder ins Werk ſetze, wird Alles ſanft machen. Auf dich ſondern allezeit auf dich, dein Wort will ich am jüngſten Tage aufwachen und deinen gnädigen Willen ſehen und zur ewigen Freude eingehen, da möge, auch in meinem Kreuz, das ich dich, meinen Erlöſer, von A nge⸗ du mir auferlegſt geduldig und willig ſicht zu Angef ſicht ſchauen, die heili⸗ ſei und wider dich, ja auch wider gen Engel ſehen und in ewiger, un⸗ meinen Nächſten nicht murre, ſon⸗ V verrückter Seligkoit d dich loben und dern es alſo bleiben laſſe, wie du preiſen werde. Amen! Feſt-Gebete. Advents⸗Gebete. Seanahene dacheſt haſt, albe „ unſere menſchliche Natur an ſich ge Hlodt ſeiſt du⸗ d Gott, mein nommen, auf daß wir der götklichen Vater der du dein väterliches d dad eef det und Natur theilhaftig würden, welcher jt Herz ſo gnädig zu mir gewendet und arm geworden, damit er uns mich deinen allerbeiligſten Sohn zu einem machte, welcher iſt demüthig un umr Heiland mir geſchenkt haſt! Gelobt der Welt verächtlich eingeritten da⸗ ſeiſt du, Herr Jeſu Chriſte d daß. du mit er uns den herrlichen, ſeligen aus großer, unausſprechlicher Liebe 1 Eingang in das ewige Himmelrecc in mein armes Fleiſch und Blut dich bereite. Gelobt ſeiſt du, o Hen verkleidet und mein gerrener Advents⸗ Jeſu, unſer ewiger Himmels⸗Konig, König geworden biſt! Gelobt ſeiſt du, daß du uns arme Sünder gewürdigt * Gott, deiliger Geiſt der du mir haft zu uns zu kommen, unſere ſolche Uberſchwonhliche Wohlthat läſ Schwachheit und Elend auf dich zu ſeſt verbundegen. Ich bitte, du wolleſt nehmen und uns davon ſo maͤhtg mir Gnade verleihen, daß ich die hei⸗ zu erloſen. Hilf und regiers uns, liche Zeit mit herzlicher Andacht be⸗ Gott, heiliger Geiſt, daß wir den⸗ gehe, der ſeligen Zukunft und Menſch⸗ ſelben als unſern Konig mit wahrem werdung meines Hellande Smich tag⸗ Glauben und herzlicher Bußfertigkeit lich und in meiner keäten Noth ge⸗ recht empfangen, damit wir ſeinm troſte und darauf ſelig einſchlafe. bimmliſchen Schätze ewiglich genießen 9 1 Amen! W lmen mogen! 4Amen! L uNeres 6. Ein anderes. Gebet von der Menſchwerdung 9 n 1¹ V und Geburt des Herrn *) Vater! Wir preiſen dich und danken dir von ganzem Herzen, weil Ehriſti⸗ du uns arme Sünder alſo geliebt, 938 du frommer Herr Jeſu Chriſte daß du deinen eingebornen Sohn 2. Ich wollte dich gern von Herzen Jeſum Chriſtum in dieſe Welt ge⸗ loben und preiſen wegen deiner ſandt und uns zum Erloſer und Menſchwerdung; aber, Herr, wo ſoll allmächtiger, barmherziger 8 aFSESE * dic * — —— 3 1 8 71 2. 3 EAEE und, t — — Feſt⸗Gebete. 83 ichs hernehmen? Wie vermag mein derz und Wort dir für ſolche große Woylthaten zu danken? Wenn ich gleich tauſend, oder mehr Zungen hätte, könnte ich dich dennoch nicht genugſam loben, ſintemal deine große Gunſt und Gnade, ſo du uns armen Menſchen erzeigt haſt, daß du in unſer Fleiſchgekommen, unſer Bruder gewor⸗ den biſt, Fleiſch von unſerm Fleiſch und Gebein von unſerm Gebein, weit alle unſere Dankbarkeit über⸗ trifft, ſo wir dir erzeigen; denn was haft du mehr und Größeres uns zu großer Ehre und ewiger Seligkeit thun fönnen, als daß du nicht engeliſche, ſondern menſchliche Natur an dich genommen haſt, unſer Fleiſch und But zum höchſten erhoben und uns alle deine Güter, als deinen Brüdern und Bluts⸗Verwandten, mitgetheilt. Das iſt nun mein höchſter Schatz und Troſt, deß freue ich mich von Her⸗ zen, poche und trotze darauf, daß auch mein Fleiſch und Blut nunmehr mit deiner Freundſchaft verwandt und augethan und ich auch ein Gliedmaß din deines Fleiſches, Fleiſch von dei⸗ nem Fleiſch und Gebein von deinem Gebein. Wo nun du, Herr, biſt und tegierſt, da werde ich auch ſein und as ein Mit⸗Erbe der ewigen Glorie und Seligkeit theilhaftig werden; das da at wirſt du gnädiglich mir widerfahren ih laſſen, du getreuer Immanuel. Gott * mit uns, von wegen deiner Menſch⸗ werdung. Amen! Gebet auf das neue Jahr. 9 Herr Jeſu, wahrer Gottes⸗Sohn und der Jungfrauen Kind und Seligmacher der Welt, der du dich willig unter der Erz⸗Väter Geſetz gibſt, damit durch deinen Gehorſam Adams Ungehorſam bezahlt und Viele ge⸗ recht würden! Wir bitten deine Güte, du wolleſt unſre Herzen beſchneiden und reinigen, damit wir neue Crea⸗ turen werden und in Heiligkeit, Zucht und Keuſchheit leben um deiner gött⸗ lichen Bluts⸗Tröpflein willen, die du für uns in der Beſchneidung aus Liebe vergoſſen, der du biſt unſer Heil Erlöſung und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! Amen! Dankſagung. A⁴ Herr, allmächtiger Schöpfer, von dem alles Gute herfließt! Der du dies vergangne Jahr mit deinem reichen Seegen haſt gekrönt und uns dein Wort Friede, Schutz und tägliche Nothdurft gegeben und unſer Land, Stadt, Schule, Kirche und unſer Weib und Kinder behütet: Wir danken dir für deine reichen Wohlthaten und bitten deine Güte, du wolleſt uns ein ſeliges, neues Jahr beſcheren und dein Wort, Zucht, Friede, unſere Qbrigkeit und Nahrung gnädiglich erhalten und ſegnen und uns im Glauben, Liebe Geduld und Unterthänigkeit wachſen laſſen und unſern Leib, Weib, Kind, Gut und Ehr in deinen Schutz nehmen und das ewige, neue Jubel⸗Jahr angehen laſſen durch Chriſtum, das neugebo⸗ rene Kindlein, unſern Herrſcher und Herrn. Amen! Auf das Feſt Mariä Reinigung. Her Jeſu Chriſte! Du gewünſch⸗ tes, hellleuchtendes Licht der Hei⸗ ligen, der du heute deine heilige Kirch⸗ fahrt mit deiner lieben Mutter im Tempel gehalten, ich danke dir, daß du meinetwegen dich unter das Ge⸗ ſetz gethan, und bitte dich, erleuchte mich, daß ich mich ergebe zu einem Opfer, das da lebendig, heilig und dir wohlgefällig ſei, auch deinen Tem⸗ pel oft mit Andacht beſuche. Gib mir auch, daß ich mich reinige von allen ſündlichen Lüſten und Begier⸗ den durch Betrachtung meiner heili⸗ gen Taufe und durch emſigen Streit wider mein verderbtes Fleiſch und Blut. Und weil ich ſehr ſchwach bin zu ſolchem heiligen Werk, ſo reinige du ſelbſt meine ſündliche Natur und verkehrtes Herz durch deinen heiligen Geiſt und dein unſchuldiges Blut Verleihe mir, daß ich dich als das rechte Licht der Welt mit geiſtlichen Augen ſtets anblicke, nie in der Fin⸗ ſterniß wandle und ich dich in allem Elend und Anfechtung, in allen Schrecken und Furcht des Gewiſſens mit den Armen eines wahren Glau⸗ bens ergreife, in mein Herz ſchließe und mich dein gänzlich tröſte. Zünde in mir an das Licht der Erkenntniß deines götttlichen Willens und eines thätigen Glaubens, der durch gute Werke vor den Menſchen leuchte, auf daß Gott im Himmel dadurch geprie⸗ ſen werde. Erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tode entſchlafe, treibe durch den Glanz deiner Herrlichkeit alle Finſterniß und Schwachheit aus meinem Gemüthe, daß ich mich täg⸗ lich durch deine Gnade erneure und niemals unrein vor deinen Augen erfunden werde. Wenn aber das Ende meines irdiſchen Lebens naht, ſo halte du mich auch, o treuer Er⸗ löſer, feſt in deinen heiligen Armen und Händen und laß mich nimmer⸗ mehr fallen, daß mich der Satan mit ſeiner Anfechtung in Ewigkeit daraus nicht reißen konne. Beſchere mir eine ſtille fröhliche und friedliche Heimfahrt, wie dem alten Simeon, daß mein Sterben in einen ſanften Schlaf verwandelt werde und ich dich im ewigen Lichte mit den Auserwähl⸗ ten anſchauen möge! Amen! Am Feſte Mariä Verkündigung. ſPiebreicher Gott, himmliſcher Vater! Dir ſei Lob und Ehre, Preis und Ruhm für deine große Liebe, damit du die Welt alſo geliebt, daß du uns deinen eingeborenen Sohn gege⸗ ben, auf daß wir durch ihn mit dir ſollten ewig leben, Feſt⸗Gebete. n. Nun müſſen wir ſehen deine grundloſe Gütigkeit, weil holdſelige Freundlichkeit, indem ſich das Ebenbild deines Weſens in un⸗ ſer armes Fleiſch und Blut gelleidet, Ach, laß uns dieſes Alles andächtig bedenken, deine großen Wunder eifri bekennen, mit dem Herzen feſtgi glauben, in allen Nöthen beſtändig darauf vertrauen und mit rechtſchaf⸗ fener Bußfertigkeit dafür dir allezeit danken. Verleihe, das wir Chriſtum, unſern Heiland, auch heute geiſtlicher Weiſe empfangen und durch ihn im Glauben leben. Seine heilige Em⸗ pfängniß laß gelten für unſre un⸗ reine Empfängniß, ſeine Vereinigung für unſere Abſonderung, ſeine De⸗ muth für unſere Hoffart, ſeinen Ge⸗ horſam für unſern Ungehorſam, ſeine Freundſchaft für unſere Feindſchaft und ſeine Menſchwerdung, daß wie Gottes Kinder werden. Du haſt den Tag gemacht zur Freude, wehre dem Satan, daß er nicht denſelben durch Unglauben und Sicherheit verkehre in Herzleid. An dieſem Tage haben wir gehört gute Botſchaft, gib Gnade, daß wir auch darauf erlangen die himmliſche Erbſchaft. Ja, dieſes ſt der Tag, da der heilige Geiſt über die Jungfrau Maria gekommen und ſie überſchattete; drum laß auch deinen heiligen Geiſt zu uns ſom⸗ men, auf das wir unter ſeinem Schat⸗ ten getroſtet, der Menſchwerdung der nes Sohnes heilſamlich theilhaftig ge⸗ macht und im Glauben an dich bis an das Ende erhalten werden, dannt wir auch davon bringen die Ver⸗ heißung des evangeliſchen Troſtes, die Frucht der ſeligmachenden Menſch⸗ werdung Chriſti und das Ende des V Glaubens, nämlich die ewige Freude und Seligkeit, durch Chriſtum Jeſum Amen! Gebet auf das heilige Oſterfeſt. du uns dein höochſtes Gut mitgetheilt haſt. Nun müſſen wir erkennen deine große G Vorſichtigkeit, weil du ſo fleißig in Acht genommen die erfüllte Zeit, Und nun müſſen wir ſchmecken deine Almaͤchtiger, ewiger, barmherziger =AEGott und Vater, unſers getreuen Herrn und Heilandes Jeſu Chriſtit Der du ein unerſchöpflicher Brunnaue alles Guten biſt und bleibſt: wir⸗ ͤ — — 5 1 EE igkeit dim ſchere der; dich aäͤhl⸗ aterl heizu nnd die? amit werd 1 td 3 du Gaaul e eger und ß dr Amen ul Gedi u Ag 4 —= 9 1” 3 5 — 2 — —— —— Feſt⸗Gebete. deine elenden, armen Kinder, danken dir von Grund unſers Herzens, daß du deines eingebornen Sohnes nicht verſchont haſt, ſondern ihn um un⸗ ſerer Sünden willen dahingegeben, und am dritten Tage von den Tod⸗ ten um unſerer Gerechtigkeit willen erweckt haſt. Wir danken dir auch, allergetreueſter Herr und Heiland, Jeſu Chriſte, daß du dich ſelbſt in unſer Elend begeben, unſere Schuld und Miſſethat auf dich genommen, durch dein Blut und Tod dafür gebüßt, durch deine fröhliche Auferſtehung dem Tode ſeine Macht genommen, Ge⸗ rechtigkeit, Leben und Seligkeit wieder⸗ gebracht haſt, und bitten deine grund⸗ loſe Barmherzigkeit, du wolleſt ſolche deine himmliſchen, unausſprechlichen Schätze und Wohlthaten an uns ar⸗ men Würmlein nicht laſſen verloren ſein, ſondern durch feſten Glauben in zerknirſchten und zerſchlagenen Her⸗ zen uns derſelben theilhaftig laſſen werden, ſein und bleiben. Wolleſt dir auch, vermöge deiner unfehlbaren Zuſage, für und für aus dem menſchlichen Geſchlechte und alſo auch in dieſem Lande und Gemeine alhier eine ewige Kirche ſammeln und erhalten; wolleſt treue Arbeiter in deine Ernte ſenden und aller falſchen Lehre und Irrthum ſteuren, unſre, ſowohl hohe, als mittelbare Obrigkeit dir laſſen befohlen ſein, in deinem gnädigen Schutz erhalten, auch vor allem Uebel behüten. Auch wolleſt du dich über uns er⸗ barmen, mit deinerhimmliſchen Gnade uns beiwohnen, vor Teufels Trug und Liſt, vor Sünden und Schanden behüten, die Früchte auf dem Lande gnädiglich wachſen laſſen, das tägliche Brodt beſcheren und Gnade verleihen, daß wir durch deinen Tod und Auf⸗ erſtehung endlich das Ende unſers Glaubens, das iſt, der Seelen Heil und Seligkeit, davonbringen, der du mit dem Vater und heiligem Geiſte lebſt und regierſt, wahrer Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! 8⁵ Gebet von der Auferſtehung und Himmelfahrt unſers Herrn Jeſu Chriſti. AAmchtiger Gott und Vater un⸗ 5 ſeres lieben Herrn Jeſu Chriſti! Ich ſage dir von Herzen Dank für deine große Gnade und Barmherzig⸗ keit, ſo du uns armen Sündern er⸗ zeigt haſt durch deinen lieben Sohn, unſern Herrn, welcher für unſre Sün⸗ den geſtorben und auferſtanden iſt zu unſerer Gerechtigkeit und ſitzet nun zu deiner rechten Hand, vertritt uns bei dir, erwirbt uns bei dir Gnade und Gunſt. Ich bitte dich durch deine fröhliche Auferſtehung und Himmelfahrt, daß du mich auch wolleſt erwecken aus dem Grabe aller Sünde und Miſſethat, und zu dir hinaufziehn, da er ſitzt zu deiner rechten Hand, daß ich allein Luſt, Liebe und Verlangen habe nach den ewigen, himmliſchen Gütern. Laß meinen Leib hier auf Erden eſſen, trinken und ſeines Berufes warten; mein Herz aber, Gedanken, Sinn und Muth laß oben bei dir im Him⸗ mel ſein. Behüte mich und bewahre mich vor Sünden und allem Uebel; erhalte mich in deiner wahren Er⸗ kenntniß, ſo lange ich noch hier auf Erden zu leben habe, bis ich dermal⸗ einſt zu dir komme, dich von Ange⸗ ſicht zu Angeſicht ſehe und ewig bei dir bleibe! Amen! Gebet auf das heil. Pfingſt⸗Feſt. Alnächtiger, ewiger Gott, barm⸗ herziger Vater unſers einigen Herrn und Heilandes Jeſu Chriſti! Wir armen Kinderlein danken dir von Grund unſers Herzens, daß du auf dieſes heilige Pfingſt⸗ Feſt vom Him⸗ mel herab dich geoffenbart und den heiligen Geiſt ſichtbar zu Jeruſalem über die Apoſtel ausgegoſſen, dadurch du bezeugt haſt, daß du durch die Kraft und Wirkung des heiligen Gei⸗ ſtes, durch das Predigt⸗Amt der Apo⸗ ſtel und alle reinen, heilſamen Lehrer 86 dir aus dem verdammten und ver⸗ lornen, menſchlichen Geſchlechte eine ewige Gemeine ſammeln, unſre Her⸗ zen erleuchten, bekehren, gläubig, hei⸗ lig und ewig ſelig machen willſt, die⸗ ſelben auch durch deinen heiligen daß ſie dich allein Geiſt regieren, 2 di ehren und preiſen. Wir bitten dich, durch Jeſum lieber himmliſcher Vater, Chriſtum, deinen einigen Sohn, un⸗ ſern Heiland und Seligmacher, du wolleſt deinen heiligen Geiſt auch heutigen Tages und henor in unſere Herzen ausgießen, dieſelben rein ſchaffen, erneuern, gewiß und beſtän⸗ dich machen. Verwirf uns, Herr, nicht von deinem Angeſicht und nimm deinen heiligen Geiſt nicht von uns. Tröſte uns wieder mit deiner Hilfe und laß uns deinen freudigen Geiſt bei deinem Worte, Wahrheit und allein ſeligmachendem Glauben beſtändig erhalten. Steure und wehre auch Allen denen, ſo uns von dir, deinem Worte und Wahrheit, auf der thörichten und verderbten Vernunft Gedanken und des Satans⸗Höllen⸗ Wege ableiten wollen. Und hilf uns endlich Allen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir in deiner Erkenntniß, Glauben, Furcht, Liebe, Keuſchheit, Reinigkeit, Nüchtern⸗ heit, Mäßigkeit endlich das Ende un⸗ ſers Glaubens, das. iſt der Seelen Heil und Seligkeit erreichen und da⸗ vonbringen durch Jeſum Chriſtum, Kreuz⸗ und Noth⸗Gebete. deinen lieben Sohn unſern Herrn welcher mit dir und dem heiligen Geiſte lebt und herrſcht in Gwig⸗ keit! Amen! Gebet zu der heitgn Drei⸗ faltigkeit. du hohe und heilige Dreifallig⸗ 9 keit! Ich, als der na deef eng deiner Diener und als ein arm und geringes Gliedmaß deiner Kirche, lobe und preiſe dich von Herzen und aus allem meinem Vermögen und Kräf⸗ ten und glaube walwhafti in mei⸗ nem Herzen und bekenne es wahr⸗ haftig mit meinem Munde, daß du König Himmels und der Erden, Gott Vater, Gott Sohn, und Gott heili⸗ ger Geiſt, in dreien Perſonen und in Einem Weſen ſeiſt der wahre und allmächtige Gott. Gott lobe und preiſe und ehre ich und ſage deiner großen Güte Dank, daß du mich, der ich ſitze in großer, dicker Finſterni, deiner Gnade und Barmherzigkeit haſt theilhaftig gemacht, und bitte ferner, du wolleſt das angefangene Wert deiner Gnade und Güte gnädiglich behüten und deine Gnade verleihen, daß ich das allein mag denken, reden und thun, was dir gefällig iſt; und wolleſt mich gnädiglich nach dieſem Leben zu dir kommen laſſen, der du wahrer Gott in der heiligen Dreifal⸗ tigkeit lebſt und regierſt von nun an bis in Ewigkeit! Amen! —M Kreuz- und Noth-Gebete. Der Kreuz⸗Stab ſchläget mich, daß ich ſoll Thränen weinen; So will mein Jeſus mir mit ſeiner Gnad erſcheinen. Er führet mich zur Kron und iſt der Himmels⸗Weg; Drum ich dir, Jeſu, folg und dir mein Kreuz nachtrag. Gebet im Kreuz und Leiden. ich Herr, Sohn Jeſum in kindlicher Zuverſicht an dir han⸗ en! Was du in deinem heiligen athe beſchloſſen und geordnet, das iſt Alles löblich und herrlich, das mants tach lle, d rjg mn xläge ddiei ade Kage n Kübſat dten nö —— —— — — — du frommer und gnä⸗ diger Gott, du liebreicher Vater und Schutz⸗Herr Aller, ſo an deinen Chriſtum glauben und — —— ——=—.— S— —— terlich — —— = —— t Rr ſelin ſtnnne 8 —— * xK — — ——— — — = == ach nd ee mhere allen g —— 4 5 = ——— —===S — — —— — — — — =Ex = — S= G —= ——— —=— — ——= —— 95 7 4 dein longen m Gger ſen ſeſt e urdet an Gett f tauden priſ Ka hre ic m we dehre groß= Dant dfun n di, ich ſ. poer, dh in uj der d 2 hi munft thei ema t mbhm öllen du ſ8. A das 1e dein. de und p durch behiſ t h deine Gwemnee t in daßr alein nawintn uncht, und K Adas d gin tern⸗ m Lebe EE;t buna ſat u da⸗ n woll Ier gnidalt u ben 1 m atu eelen wahl. tin deüni intd a 1 und min min m wickil e — = — =— — — — ewigen 1 1 ſollen wir uns Alle auch wohl gefal⸗ jen laſſen in Betrachtung, daß du mit deiner wunderbarlichen Regierung nichts Anderes, als deines Namens Chre und aller Menſchen Seligkeit ſuchſt. Wenn du es denn alſo für gut angeſehen und nach deinem väterlichen Willen geordnet, daß wir durch viel Kreuz und Leiden in dein ewiges Reich und Herrlichkeit eingehen ſollen, ſo regiere unſere Herzen mit deinem heiligen Geiſte, daß wir deinen gnädigen Willen erkennen, unſer Kreuz geduldig tragen und nach ausgeſtan⸗ dener Trübſal hernach mit Chriſto eingehen mögen in den himmliſchen, Freuden⸗Saal und dein heilig Angeſicht in Ewigkeit ſchauen! Amen! Gebet, ſich im Kreuz mit Chriſto zu tröſten. Pen⸗ allmächtiger, getreuer und ) barmherziger Gott! Der du dei⸗ nen lieben Sohn Jeſum Chriſtum zum Kreuzträger für uns gemacht und durch ſein Kreuz all unſer Kreuz und Leiden weihen und heiligen laſſen; vir bitten dich durch dein Kreuz, Lei⸗ den und Tod, du wolleſt uns dein däterliches Herz, das du gegen uns trägſt, in unſerm Kreuz, Trübſal und Anfechtung zu erkennen geben, damit Kreuz⸗ und Noth⸗Gebete. 87 und Unfrieden in mir erwecken. Ge⸗ fällt es dir, lieber Herr, daß du willſt mein Kreuz und Schmerzen mehren, ach, ſo vermehre auch in mir die Gabe der Geduld, daß ich all mein Anliegen auf dich werfe, und dieß mein zeitlich Anliegen mir endlich zum Beſten diene. Laß mich nach dieſem Ungewitter meiner Trübſal einen fröhlichen Anblick meiner Er⸗ löſung ſehen, ſo will ich dich loben und dir danken in Ewigkeit! Amen! Herzens⸗Seufzer um Troſt in Trübſal. Herr⸗ allmächtiger Gott und Vater ) unſeres Herrn Jeſu Chriſti, ein Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Troſtes! Der du uns reichlich tröſteſt in all unſerem Leiden und Trübſal, laß mich auch die Süßigkeit deines Troſtes in meinem bittern Kreuz ſchmecken, auf daß, wenn ich des Leidens viel habe, auch reichlich möge getröſtet werden durch Jeſum Chriſtum. Herr, mein Gott, laß mich deine Wunder ſehen, ſo will ich dich preiſen in Ewigkeit! Amen! Gebet in Verachtung und Ver⸗ folgung. wir in kindlicher Zuverſicht und ſtar⸗ tem Vertrauen auf dich Alles mit Geduld leiden und, wenn wir mit Ehriſto hier zeitlich genug ausgeſtan⸗ den, mit ihm auch endlich zu ewiger Freude und Herrlichkeit eingehen mögen um Jeſu Chriſti willen; Amen! Gebet um gnädige Erlöſung ans dem Krenz. Per⸗, allmächtiger Gott! Verleihe * gnädiglich mir Elenden, daß ich dieſen Kelch, den du mir jetzt einge⸗ ſchentt haſt, geduldig und gehorſam möge austrinken. Laß die Anfech⸗ tung deine Furcht nicht aus meinem Herzen reißen, den Glauben ſchwä⸗ hen, das Gebet daämpfen, Ungeduld Hen Jeſu Chriſte! Der du deine Propheten und Apoſtel jederzeit dargeſtellt haſt als die Allergeringſten in dieſer Welt, ihnen auch den Geiſt und Muth gegeben, alle Schmach, Verachtung und Verfolgung freudig und fröhlich zu leiden, o, gib, mein Gott, daß ich in ihre Fußtapfen trete, und mich keine Schmach, noch Ver⸗ folgung von dir abwenden laſſe. Und weil ich in dieſer Welt ja muß ver⸗ folgt, geläſtert und geſ chmäht werden, und mit keiner äußerlichen Gewalt mich ſchützen kann, ſo habe ich meine Zuflucht zu dir und rufe deinen Schutz an. Errette mich von böſen, freveln Leuten; denn von ſolchen kann mich Niemand erretten, denn du allein. Verleihe mir Geduld, daß 9 88 Kreuz⸗ und Noth⸗Gebete. ich mit dem heiligen Apo ſtel Paulus denn mein Herr; er iſt durch Leiden durch Schande und Chre, durch gute in ſeind Her rlichkeit eingegangen, gib und böſe Gerüchte zu dir durchdringe mir, daß ich ihm alſo folge und durch in die ewige Ehre und Freude. Amen! Trübſal ins. Reich Gottes eingehe. Herr Jeſu Chriſte; Amen! gib mir, d ß ich gedenke, daß Alle, die in hritto Jeſu wollen gottf ſeig Gebet um die Liebe Jeſu. leben, die müſſen Verfolgung leiden,; Wha Jeſu, mein Jeſu! Reiße aus ach, laß nnich.d h deine Zuchtigung eddu⸗ Ymeinem Herzen alle Welt⸗ und den; denn dadurch erdiefiſ du dic Geld⸗Liebe, alle Augen⸗Luſt und als ehe Vater gegen ſeine Kindan Ach, lieber Vater, wie kann ſich me Floiſches⸗Luſt, welche gar nicht von V f dein Re ſich meine deinem himmliſchen Vater, ſondern ie n dieh. ein Nerimnent ſ von dem verfluchten, hölliſchen Vater gar nicht ſchicken, daß ich geduldig ſei aller Untugenden herkommen und in Trübſal, fröylich in Hoffnung, auch ſolche Liebhaber zu ihm in den da ich doch das Joch Chriſti trag, ewig brennenden Pfuhl hinein ſtürzen. welches ich williglich, ja mit Freuden Entzünde aber hingegen in mir eine tragen ſollte und nisn geziungen Liehe, die dich liebt; eine beſtändige dl Züchtigung, wenn ſie da iſt Liebe, eine immer brünſtige Liebe untt ſie mir ncht Freude zu ſen gegen meinen liebreichen Gott und ſondern Trüpſal, d da doch dernat gegen dich, meinen unvergleichlichen gisbt eine friedſame Fruci der Ge Liebhaber, der du aus unverdienter etgte denen, die dadurch mü Liebe Dein Leben für mich gelaſſ d iud eil diir dn z 8 3 X‿ 5 4 e die ech⸗ haſt! Amen, mein Herr Jeſ ſu! Amen! tung dein Wort nicht aus meinem 2 ehet uu Geduld in grußem Kreu; Herzen reißen, d den Glauben ſchwächen, Fateige Gebet um Geduld in großem Kreuz. das Gebet dämpfen, Un ngedad 5 e teuer, gnädiger, barmherziger Gott, Unfrieden in meinem Herzen er⸗ geduldig und von großer Güte! wecken. Ach, hilfreicher Gort, laß mich Ich ertenne, daß du mir dieß Kreuz nicht wieder dich murren; greife mich 3 auferlegt und zugeſchickt haſt aus Liebe auch, lieber Vater, nicht zu hartant und nicht aus Haß; denn welche du, gedenke, daß ich Staub und Aſche Herr, lieb haſt, die züchtigſt du, und bin, daß meine Kraft nicht ſteinern, ſtaͤupſt einen jeglichen Sohn, den 1 noch mein Fleiſch eiſern iſt. Ach 31 i du aufnimmſt; du verletzeſt und ver⸗ Herr Jeſu Chriſte, getreuer Hoher⸗ dindeſt du zerſchmeißeſt und deine prieſter, du biſt ja in Allem verſucht, Hand heilt; du tödteſt und machſt indem wir verſucht werden, du wirſt ſi ir l lebe andig; erniedrigſt und erhöhſt; ja mit meiner Schwachheit Mitleid a Whai führſt in die Hölle und wieder her⸗ haben laß mich Barmherzigkeit u und ſe öß ve aus; du führſt ja deine Heiligen Gnade finden zu d dieſer Zeit, da mir ſirigt zu wunderlich: ſo du willſt lebendig es Noth iſt; ſtärke meine müden Hände 8 machen, tödteſt du zuvor: ſo du willſt erhalte die ſtrauchelnden Kniee, d das ſe pudt, zu Ehren bringen, demüthigſt du zu⸗ ich nicht antee ſage zu meinem ver⸗ een Var — RWjorun eens e — — — * 5 — — erſt: ſo du willſt erfreuen, ſo betrüdſt zagten Herzen: Dein Gott iſt tKönin du zuvor. Du züchtigſt die Deinen Du biſt ja der Muden Kraft, der wohl; aber du gibſt ſie dem Tode Shnche Stärke, ein Schatten vor nicht. Du haſt mir, lieber Vater, der Sonnen⸗Hitze, meine Zufluct ſanih den Geduld⸗ Spiegel deines lieben vor dem Ungewitter, und weil es Sohnes vorgeſtellt und befohlen, deſ⸗ ja dein Wille iſt, daß ich hier Vie tn ſelben Fußtapfen nachzufolgen. Ac keine Zeit leiden und traurig ſein n. Fr ich armer Knecht bin ja nicht beſſer, ſoll, ſo verleihe Geduld und ſtärteſm vl — keine Gnade mehr erzeigen?, Iſt es denn ganz und gar aus mit deiner Güte und hat die Verheißung einn Ende? Hat denn Gott vergeſſen gnä⸗ dig zu ſein und ſeine Barmherzig⸗ 2 keit vor Zorn ver rſchloſſen? Aber, Herr, ich wil ill das gern leiden, d deine rechte Hand kann Alles ändern. Nach dir, Herr, verlangt mich, mein Gott! Ich hoffe auf dich, laß mich nicht zu Schanden werden, daß ſich meine Feinde nicht freuen über mich: denn Kreuz⸗ und Noth Gebete. Keiner wird zu Schanden, der dein harrt; aber zu Schanden müſſen ſie werden, die loſen Verächter. Ach Herr, du biſt ja getreu, nicht verſuchen über mein ſondern mache, daß d die und mein Kreuz ein ſolches Ende ge winne, daß ich es kann ertragen, du biſt ja der allmächtige Herr, Hand nicht verkürzt iſt, dir iſt ja Nichts unmöglich: Herr Zebaoth iſt dein Name. Kroß von Nath mächtig von That. Du biſt ja der Troſt Iſraels und ihr Rotyhelfer⸗ warum ſtellſt du dich, als waͤrſt du ein Gaſt im Lande, und als ein Fremder, der nur über Nacht darin bleibt? Warum ſtellſt du dich als ein Held, der verzagt iſt, und als ein Rieſe, der nicht helfen kann? Du biſt ja ech unter uns, und wir beißen nach deinem Namen! Verlaß uns nicht. O Herr, nach allen dieſen deinen Verheißungen und wahrhaf tigem Wort laß mir Elenden und Armen, der ich ſo lange vor deiner Guaden Thür aufgewartet und ange⸗ flopft, Gnade, Hilſe und Troſt wider⸗ fahren, ſo will ich dir ein Freudens Opfer thun und deinem Namen dan ken, daß er ſo tröſtlich iſt! Amen! Vermögen, Verſuchung Gebet wider die Türken und an dere Feinde. P⸗ Gott Vater, Herr Gott Sohn, Herr Gott heiliger Geiſt, vngſer. Schöpfer, Erlöſer und Tröſter! Wir bitten durch deine immerwährende,d laß mich V Unwillen, Zorn, Neid u und Erhalte auch unſere d Obrigleit und 48 V V I b 8 V t 1 1 8 Mr unſ fere Fmntern und ſteiner⸗ nen unſerer Miſſe dieſelbige dteue Reue und Leid tra⸗ gen, auch rechtſchaffene Früchte der Herzen 8 wahrer Erkenntniß hat, damit wir über ſelbſt richten und ſtrafen, Buße alſobald anfangen und wirken, du biſt zu jeder Zeit ein Herr und geeb⸗ haber des Friedens! Darum nimm von uns hinweg allen Unfrieden Zwieſpalt und Mißverſtand im Glau⸗ ben, tilge aus und vertreibe allen nd A ufrul ihr, Geiz, Stolz, Frevel, Unzucht und dergleiche n Laſter mehr, weſche an deinen Gläaubigen haſſeſt, und nicht allein zeitlich, ſondern auch dorn mit dem hölliſchen Nuer ſtrafft. 1d uns d Regenten, Beide, geiſtliche Und welt⸗ liche, daß ſie ihr Amt und Stand deiner hohen Majſeſtät zu Lob und uns zum gemeinen Nutz und Wohl⸗ fahrt recht verwalten. O ſtarker Gott behüte uns und die ganze Chriſten⸗ heit vor allerlei Uebel, Schaden, Angſt und Noth in dieſen gefähr⸗ lichen Zeiten. Be ſchirme dei ie Glaͤu⸗ bigen vor allerlei Gewalt der Feinde, ſie ſeien ſichtbar oder unſ ſichtbar. Gib Hilfe und Stärke wider die große F grauſamen Tyrannen, aller Chriſten Erb⸗Feinde, des Türken und Tartaren damit wir uns deſto ruhiger zu deinem göttlichen nach deinem heiligen und mit allen Heiligen deine Maje⸗ ſtät loben und ehren mögen. Dazu hilf und be gnadige uns, du gütiget bimmliſcher Vater, durch Xium C hriſtum, deinen einigen Sohn, unſern Herrn und Seligmacher, wel⸗ cher ſich ſelbſt für unſere S Sünde geopfert und bis in den bittern Tod des Kreuzes gegeden hat⸗ mit dem b Wilten 1 kKeben ei 4 derger zickt i pher e dze u! 4 Gewalt und liſtigen Anſchlaͤge der m ater Dienſt bekehren, Pnn e nn Jabds A. in Kolk 3 ect 5* 84 n ſe IS * 4 A M e zedende Wms diſt d. ud Nde ü ät d in ſe dad S 1 ur 3 nih J nögm, ber dde ge⸗ G 5 dn m ragen, da e Luſtr nt. m. Gläͤubiyen zfß. r. de an Sen bit 5 6 üllten ma Sohn, un r h ds Kreuz⸗ und Noth⸗Gebete. lebſt und regierſt du in Ewigkeit des heiligen Geiſtes, ein einiger Gott, hochgelobt in Ewigkeit! Amen! Gebet um Abwendung der Kriegs⸗ Noth. Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti! Wir arme elende Sünder erſcheinen vor dir mit betrübtem Her⸗ zen und zerſchlagenem Geiſte und elennen demüthiglich, daß wir mit unſern ſchweren Sünden, die vor dein heiliges Angeſicht gekommen, nebſt andern Strafen auch gegenwärtige Kriegs⸗Noth, ja den endlichen Unter⸗ gang wohl verdient haben. Dieweil du aber kraft deines theuren Eides, keinen Gefallen haſt an dem Unter⸗ gange und Verderben des Gottloſen, ſondern willſt, daß er ſich bekehre und lebe, ſo nehmen wir in dieſer großen Noth unſere einige Zuflucht zu deiner grundloſen Barmherzigkeit und bitten dich demüthiglich, du wolleſt uns nicht ſtrafen in deinem grimmi⸗ gen Zorn, noch von deinem Ange⸗ ſicht verwerfen, ſondern mit deiner Güte und Barmherzigkeit über uns walten und das arme Volk, welches von Jedermann geplagt wird, anſehen, ſonderlich aber das unſchuldige Blut, ſo zu dir ruft, hören, und dich der armen, kleinen Kinder erbarmen. Ach Herr, ſei uns gnädig, und rechne nicht unſre Sünde, ſondern wie ſich ein Vater über ſeine Kinder erbarmt, alſo erbarme du dich über uns, Herr, der du biſt vormals gnädig geweſen deinem Lande und haſt die Gefange⸗ nen Jacobs erlöſt, der du die Miſ⸗ ſethat vormals vergeben haſt dei⸗ nem Volke und alle ihre Sünde bedeckt! Sela. Der du vormals haſt allen deinen Zorn aufgehoben, und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns, tröſte uns, Gott, unſer Hei⸗ land, und laß ab von deiner Un⸗ gnade über uns. ewiglich über uns zürnen und deinen Willſt du denn 91 Zorn gehen laſſen immer für und für? Willſt du uns denn nicht wieder erquicken, daß ſich dein Volk über dich freuen möge? Herr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Ach, daß ich hören ſollte, daß Gott, der Herr, redet, daß er Friede zuſagte ſeinem Volke und ſeinen Heiligen, auf daß ſie nicht auf eine Thorheit gerathen. Herr Gott Zebaoth, wie lange willſt du zürnen über das Gebet deines Volks? Wende dich doch, ſchaue vom Himmel, ſiehe drein und ſchilt, daß des Brennens und Reißens ein Ende werde. Lege unſern Feinden einen Ring in die Naſe und ein Gebißgin das Maul und führe ſie den Weg zurück, da ſie hergekommen ſind. Er⸗ rette uns, Herr, von der Gottloſen Gewalt und hilf uns um deines Namens willen, damit alle Welt er⸗ kenne, daß wir, dein Volk, einen Gott haben, der alle Hilfe thut, die auf Erden geſchieht. Du biſt ja der Held und Mann, Der den Kriegen ſteuern kann, Der da Spieß und Schwerdt zer⸗ bricht, Der die Bogen macht zunicht, Der die Wagen gar verbrennt Und der Menſchen Herzen wendt, Daß der Krieg gewinnt ein End. Jeſu, wahrer Prhede Fürſt, er der Schlangen hat zerknirſcht Ihren Kopf durch ſeinen Tod, Friede wiederbracht bei Gott, Gib uns Frieden gnädiglich, So wird dein Volk freuen ſich Und dich preiſen ewiglich! Amen! Gebet in Hunger und Theurung.: 9 allmächtiger Gott und Herr! Wir arme Sünder bekennen, daß die gegenwärtige Zeit und Hungers⸗ Noth deine Strafe und Ruthe iſt; denn du züchtigſt und ſtrafſt den viel⸗ fältigen Mißbrauch deiner überflüſſi⸗ gen Gaben, den wir mit Freſſen und Saufen und unnützer Verſchwendung deiner Güter getrieben, in welchen dein heiliger Name ſo oft mit Fluchen ͤͤ 1—* 3 B — ö— 4““ .“ ——-— “ ——— 92 Kreuz⸗ und Noth⸗Gebete. und Schwören Verſetzt deine heiligen Früchten auf den Bäumen und dem Feiertage ſo viel entheiligt worden. Gewächs auf dem Felde, daß man Was ſollen wir arme Bedrängte nun uns mit Theurung nicht mehr ſpotte. Anderes vornehmen, denn daß wir vor Erhöre, o Herr, den Himmel und deinem erzürnten Angef ſicht nieder⸗ laß den Himmel die Erde erhören fallen, beklagen unſere Dnde, bitten und laß die Erde Korn, Moſt und um Gnade und Barmherzigkeit, du andere Früchte erhören. Ja, erhöre wolleſt vom Himmel und aus der und führe uns immerdar und ſit Erde den Segen verleihen, damit tige unſere Seele in der Dürre un des Leibes zeitliche Nahrung zu zeit⸗ ſtärke unſer Gebein, daß wir ſeien licher Nothdurft wiederkomme, und wie ein gewäſſ ſerter Garten und wie die Armen vor Hunger und Kummer eine Waſſer⸗Quelle, welcher es nim⸗ nicht verderben, ſondern nach empfan⸗ mermehr an Waſſer fehlt; beſchere genem Segen dich loben und ehren! und erhalte uns aber vornehmlich das Amen! rechte Himmels 2 Brodt deines ſelig⸗ 8 3 M Unſere Se Gebet um Abwendung der Theurung kia heiden Martei ww änd ſern de und Hungers⸗Noth. Amen! allmächtiger Gott und Vater!— 2 9 Wir ueS Sünder erkennen und Gebet zur Zeit der Peſtilenz. bekennen aus bußfertigem Herzen, gütiger und barmberziger Gott/ daß die gegenwärtige T heurung und Siehe, wir arme Verlaſſne ſind Hungers⸗Noth deine gerechte Strafe unſerer Sünde wegen in deine Hände und Ruthe iſt, die wir mit unſern gefallen und werden mit den Pfei er viel⸗ und mancherlei Sünden uns der tödtlichen Pef ſtilenz hart verwunde ſelber über den Hals ge ezogen; eren und iſt allenth zakben jämme eiided 8e bitten wir mit demüthigem Fußfall, ſtalt des Todes, der behr 1ns daß du uns unſre Miſſethat aus halben auf den Ferſen nach, 1 ü Gnaden verdeben und unſre große Niemand der uns könne era Angſt und Noth dich wolleſt erweichen denn du, Herr, Ueberwinder des laſſen. Ach Herr, zen dich doch Todes, des Teufels und der Höllel wieder zu uns und erbarme dich des O Herr, erbarme dich unſer, das armen Volks, d das Nicht S zu eſſen hat, ein dein heilig Schwerdt, zücke hinter daß es nicht ſammt ſeinen Rinder⸗ dich deine gewaffnete Hand, laß dich lein vor Hunger verſchmachte er großen Niederlage erbarmen, heile verderbe. Errette uns durch deine was verwundet iſt, behalte, was noch große Errettung und laß uns Leben geſund iſt, und gib, daß wir bei ſol⸗ und Gnade dafür ünden Habe? Acht cher deiner Heimſuchung a ns Bud bekehren und, wo nicht zeitlich, auf unſer Land, laß deine Augen immer ee ſehen von Anfang des d dennoch ewiglich leben und erhalten Jahres bis ans Ende, daß es ſein werden! Amen! Gewächs und der Himmel ſeinen Thau gebe. Sende uns Früh⸗ und Gehet um Abwendung der Peſtilenz Spät⸗ Regen, daß die Baͤume ihre und Hungers⸗Noth. Früchte dringen und die Tennen voll Korn ſein, daß wir zul eſſen genug X Herr, du böchſter Gott! Wie haben und deinen Namen ieiſen b iſt dein Zorn ſo heftig über uns Gebiete deinem Segen über uns, daß entbrannt! Was für eine er ſchraclice er bei uns ſei in unſerm Keller und Plage iſt über uns ausgegangen 1 dn in Allem, was wir vornehmen. Rufe haſt den Sarg über uns gebracht u dem Korn und mehre es ſammt den machſt es gar aus mit uns; d g Ar gef fahr an dr r. Mell. ud diſe 8 1 Fe n aand un chat fnt 3 tta und hd br du ſande n im t antt tge 2⁵ mmada iee anR am 5 1 tn 5 9 3 — äne 2 duall wita men Paſer —=Z —=— — * — — uns dertt e Peſilen emn. run und r thhalb ſemet fall, ſtalt Sdes, der ſäwlh. deen den Kr den, Uentn doch Tod 1 det, ei 1 rigStn u der dih rwafne iw t eine was Trdttiſ en d i — == ſ Peſtilenz über uns geſchickt und läſſeſt uns dadurch wie vom Feuer verzehrt werden; unſer Leib verdorrt, wie ein Gras und unſer Leben fährt hin wie ein Schatten; du ſchlägſt uns mitheimlichen Plagen, wie Antiochius, mit Sterbe⸗Drüſen, wie Czechia, mit giftiger Luft, wie die Murrenden in der Wüſte. Deinen Würg⸗Engel haſt du ausgeſendet, wer will ihm wehren? Ein Feuer haſt du in unſere Beine geſendet, wer will es aus⸗ löſchen? So großes Unglück haſt du über uns kommen laſſen, wer will es abwenden? Viele ſagen zu unſerer Seele: Nier iſt keine Hilfe, wenn bald ſo Viel dahinfallen zur Rechten, bald ſo Viel zur Linken. Und wir müſſen bekennen, daß wir auch gleicher Schuld ſchuldig werden und dabei auch gleiche Ruthe verdient haben; wir ſind auch das Zorn⸗Gefäß, wie die Andern, Kinder des Todes, gleich den Andern; Leute des Verderbens ſowohl, als die Andern, um unſrer Sünde willen. Wie du uns aber gnädig bisher erhalten, wie die Brände im heißen Feuer, wie die Verſun⸗ ienen im Abgrund der Hölle, wie die Verſchlungenen im Abgrunde des Todes, alſo kleben wir auch noch an deiner Güte und hoffen auf dein Erbarmen. Reiße uns heraus aus dem Rachen des grauſamen Menſchen⸗ Würgers; mache uns los von des Würg⸗Engels Banden, laß uns unſer Leben wie eine Beute davonbringen, und unſre Seele wie ein Turtel⸗ Täubchen ſich loswirken. Schone, ſchone unſer, du Beſchirmer der Gläubigen! Thue Einhalt dem Würg⸗ Engel, ſteure dem Verderben, nimm weg dieſe höchſtſchädliche Plage von uns, führe uns aus der Noth, in aller Gefahr errette uns, erhebe uns in den Thoren des Todes, trage uns auf Adlers⸗Flügeln, daß uns kein Uebel treffe, und hilf uns von aller Krankheit. Sollten wir aber ja etwa mit dieſer Plage heimgeſucht werden, ſo gib Geduld und Ueberwindung. Kreuz⸗ und Noth⸗Gebete. 93 Ach, laß uns alsdann nur Einen Gnaden⸗Blick widerfahren von dei⸗ nen freundlichen Augen; ach, nur Ein Troſt⸗Wörtlein laß uns hören aus deinem heiligen Munde, ſo werden wir kräftig geſtärkt, ſo werden wir ſüßiglich getröſtet, ſo werden wir zeit⸗ lich und ewig erhalten. Behüte uns vor Furcht und Grauen und führe uns aus aller Angſt. Sollen wir länger leben, ſo hilf, daß wir chriſt⸗ lich leben; ſollen wir bald ſterben, ſo gib, daß wir ſelig ſterben, fröh⸗ lich ſtreiten, ritterlich Bberwinden, und erſtatte uns endlich für dieß elende, zeitlige Leben das himmliſche, ewige Leben; für dieſen nichtigen Leib einen verklärten, unſterblichen Leib; für dieß zeitliche Erbe das unverwesliche himmliſche Erbe, für das Anſchauen der gegenwärtigen Trübſal das An⸗ ſchauen deiner Herrlichkeit im himm⸗ liſchen Freuden⸗Saal! Amen! Gebet um die Früchte des Landes. Her allmächtiger Gott, ein König Himmels und der Erden! Der du durch deine überſchwänkliche Güte den ganzen Erdboden mit allerlei Früch⸗ ten zierſt und erfüllſt, davon Men⸗ ſchen und Vieh ihre Nahrung haben, ich bitte dich um deiner Barmherzig⸗ keit willen, du wolleſt unſer Land ſegnen, daß es ſeine Früchte und Vermögen gebe; denn wir von uns ſelber nicht ein Körnlein aus der Erde können hervorbringen, oder demſel⸗ ben helfen, wo du nicht das Gedeihen gibſt. Darum verleihe den lieben Früch⸗ ten gnädiges Wetter, daß ſie wachſen und wohlgerathen; behüte ſie vor Hagel und Ungewitter, vor Verheerung, vor allem Ungeziefer und Schaden. Laß das Land nicht feiern in deinem Zorn, daß es nicht wüſte liege und unfrucht⸗ bar bleibe; ſchließe den Himmel nicht zu durch deinen Grimm um unſerer Sünde willen, daß er nicht wie Eiſen und die Erde nicht wie Erz werde, ſondern gib uns Früh⸗ und Spät⸗ — 8 — ͤͤͤͤ er — 1—. — — A — 4—— — 3 4 3 8*——. 8 8 1 6 6—— —.. 6*—— 5— 8——. ““ 3 2—— 4———————— 8 ————————— See Den——— 8— ———— ——*————— o, 3 8 ſ — — —— —— — —— 3— 17 E 5 8 „ 8 — ee — — ————*— 2 11———————— = 2——— —— 4—„———— 8— ae f re—. 3““——— —————ööͤſͤſͤſͤͤſͤſſſſſſſ 3 ä——’—— 8 8 3— 2———“———y—* 5——— 8——————— 1— 4 ————— 3 4 3 1 1— 8 5 4— ——————, 3—“ 5——— 2“ —-—“lůͤſͤͤͤͤͤͤͤͤͤ Sei eee ee———— 3 ͤſ 3——— ÿÿääämm13 8. 4 5 “——.*. 8 4—“.——— 4 ——..————— —————————“ —— G 4————— —=— 8 8 5— 2 ſſſſſſͤſſ ————————— ſſ 8 1 1 94 Kreuz⸗ und Noth⸗Gebete. Regen, dazu fruchtbare Zeiten; ſuche das Land heim und wäſſre es und mache es ſehr reich. Gottes Brünn⸗ lein hat Waſſers die Fülle. O Herr, laß unſer Getreide gerathen; denn alſo baueſt du das Land. Tränke unſere Furchen und feuchte ſein Ge⸗ pflägtes, mit Regen mache es weich und ſegne ſein Gewächs; kröne das ahr mit deinem Gute, daß deine Fußtapfen triefen von Fett, ſo wer⸗ den die Wohnungen in der Wüſte auch fett werden, daß ſie triefen, und die Hügel umhher luſtig ſein, die Anger werden voll Schafe ſein, und die Auen dick ſtehen mit Korn, daß man jauchzt und ſingt. So laß dir nun in deinen gnädigen Schutz befohlen ſein den lieben Samen und alle Früchte des ganzen Erdreichs; erhalte ſie in Froſt, Kälte, Eis, Schnee, in Wind, Hitze und Dürre, in Regen und allem vorfallendem Wetter, daß ſie nicht beſchädigt werden. Behüte uns vor Mißwachs, Theurung, Hun⸗ ger und Kummer. Siehe, wir beken⸗ nen unſere Sünde mit reuigem Her⸗ zen und ſchreien zu dir, unſerm Gott, du wolleſt hören im Himmel, in dem Sitze, da du wohnſt, und gnädig ſein der Sünde deines Volkes und uns nicht verlaſſen mit leiblicher Nahrung, ſondern uns verſorgen, auf daß wir in allen Dingen deine göttliche Kraft und milde Hand mit Dankſagung erkennen und dich preiſen, der du uns reichlich ernährſt an Leib und Seele hier zeitlich und dort ewiglich! Amen! Gebet um einen gnädigen warmen Sonnenſchein zur Zeit lang⸗ wieriger Näſſe. Be. allmächtiger Gott! Der du den Himmel mit Dunkel bekleideſt, und ſeine Decke als einen Sack machſt, du haſt die unbußfertige, erſte Welt um ihrer großen Bosheit und Frevels willen mit dem Waſſer der Sünd⸗ fluth in deinem Zorn geſtraft und e men preiſen; Alles, was im Trockenen auf Erden einen lebendigen Athem Geiſt und Weſen gehabt, verderbt! Wir wer⸗ den auch zu dieſer unſerer Zeit um unſerer Uebertretung willen, die wu allenthalben wider dich gethan haben. nach deiner ſtrengen Gerechtigkeit mit ungewöhnlichem Regen, ſteter und langwieriger Näſſe heimgeſucht, da⸗ durch dem Lande und ſeinem Gewächſe großer Schaden geſchieht. Barmher⸗ ziger Vater, der du die Brunnen der Tiefe ſammt den Fenſtern des Him⸗ mels in der Sündfluth verſtopft und dem Regen vom Himmel gewehrt, nimm von uns alle unſere Sünde und Miſſethat und wende die Strafe und ſchädlichen Regen und groß Ge⸗ wäſſer von uns; denn das Land iſt betrübt und der Himmel droben kau rig, Siehe den Zeugen an den Weß⸗ ken, den Regenbogen, an und erm⸗ nere dich deiner Zuſage; gib gut⸗ und fruchtbares Wetter, damit die Früchte des Feldes und der Gärten ihr Gedeihen und Fortkommen haben und durch die vielfältige und uͤduge Näſſe nicht verderbt werden und Theurung folge. Herr, du wahrhaf⸗ tiger Gott, der du nicht lügen kannſt, du haſt geſagt: Es ſoll hinfort keine Sündfluth mehr kommen, die die Erde verderbe; darum ſei gnaͤdig, Herr, und verſchließe deine Barmherzigieit nicht vor Zorn, nimm deine Gnade und Barmherzigkeit nicht von uns, gib uns nicht müßige Zähne und Mam gel an Brodt; ſegne unſer Brodt, daß wir zu eſſen haben und deinen Na⸗ ſo werden mir merken, daß wir deine rechten Kinder ſind, für die du treulich ſorgſt, und dich, als un⸗ ſern bimmliſchen Vater, ehren und preiſen all unſer Lebelang! Amen! Gebet in großer Hitze und dürrer Sommers⸗Zeit um einen guödigen Regen. getreuer, wahrbaftiger und ge⸗ ₰ rechter Gott! Der du in deinem 4 38 1 W “ — Wre lnd 3 1 1 1 pna 4 e W 6 ¹ hn k d w 19 8 4 hrn ſn 3 1 ½* Eenäte 3 Kee hnd frdet ed d nchen vwermöge: wir Armen, deine Kinder i eigen in dieſer ungewöhnlichen und d dum a gen und trockenen Zeit mit unſerm u gläubigen, herzlichen und ernſtlichen u Gebet vor das Angeſicht deiner hohen te gättlichen Majeſtät und bitten dich enin demüthiglich, du wolleſt uns deiner zuſage nach gnädiglich erhören, dei⸗ nen großen gefaßten Zorn von uns niddiglich abwenden, die ausgedorrte l uns; denn das Adder Himel Arur — den geugen wdaade ¹ KRegenbogen, m denr. deiner Zſoge, kbares Wette, w i —¹s Feldes und wl A en und Forttente 4 die refttten ht verderbt un n 1 folge. Hen umti E der duritt lhni i 1 ſagt: Gs ſol unm 1) mehr kommen uden A darum ſäi män den 3 ließe deir Amgitti 1 Forn, ninn di und A herzigeit nütm m 2rcht müßigegihemn. dt ſegne mſechnd d a en haben wdin R dm: ſo wedernitein F ine rehte Kiteſt i lich ſorgſt un 5 1 3 2 Beutm ri unſer gufer Hiß 68 1 Ztit un ims u du ſie in der erſten Schöpfung uns noch jetzt zu dir, du werdeſt in anſtliche Bitte zu deinem Lob und vahrhaftigen Worte auf das Aller⸗ töſtlichſte haſt angezeigt, wie daß ein recht ernſtliches, eifriges, glaubreiches und beharrliches Gebet durch die Wol⸗ ten des Himmels kräftiglich dringe und nicht allein gewiß vor dein An⸗ geſicht komme, ſondern auch gar viel kommen hier auf dein tröſtliches An⸗ über die Maßen langwährenden, hitzi⸗ Erde wiederum nach Nothdurft be⸗ fruchten und einen gedeihlichen Regen vom Himmel auf ſie fallen und regnen laſſen, damit ſie auch wiederum ihre befohlenen Früchte zu nothwendigem Unterhalt ihres zeitlichen Lebens, da⸗ däterlich verordnet haſt, hervorbringen und geben könne. Wie du nun vor Heiten den geſchloſſenen Himmel auf das ernſtliche Gebet deines getreuen ſnechts und Propheten Eliä wiederum nüffnet und auf die durſtige Erde haſt regnen laſſen, alſo verſehen wir der großen dürren Hitze mit uns Al⸗ ſen gnädigſt handeln und uns eine unſerm Heil väterlich gewähren durch Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohn, unſern einigen Erlöſer und Selig⸗ macher! Amen! Gebet, wenn es donnert und blitzt. Almüchtiger, ewiger Gott, barm⸗ herziger, liebreicher Vater! Weil wir vor deinem Zorn nirgends hin⸗ ſiehen konnen, als zu deiner grund⸗ 6 Kreuz⸗ und Noth⸗Gebete. 95 und Barmherzigkeit, ſo rufen wir in dieſer in dem Himmel — Noth zu dir und bitten um Gnade durch deinen lieben Sohn Jeſum Chriſtum: ach Herr Gott, ſtrafe uns nicht in dei⸗ nem Grimm, laß uns deine Blitze, welche ſchrecklich leuchten, nicht beſchä⸗ digen, unſer Haus und Hof nicht an⸗ zünden, noch die ſtarken Donnerſchläge zerſchmettern. Sei du bei uns und behüte uns vor einem böſen, ſchnel⸗ len Tode; bedecke mit deiner allmäch⸗ tigen Hand und Gnaden⸗Flügel un⸗ ſern Leib und Leben, Haus und Hof, Vieh, die Früchte auf dem Felde und Alles, was wir haben, bis dein Zorn und dasſchreckliche Ungewitter vorüber gehe. Beweiſe an uns, daß du der rechte Nothhelfer ſeiſt, ein Schutz zur Zeit der Noth, und laß uns dein Vater⸗Herz wieder ſehen durch Jeſum Chriſtum! Amen! Dankſagung nach dem Wetter. Varmherjiger Gott, lieber himmli⸗ ſcher Vater! Wir haben dich nach deinem Befehl in unſerer Noth an⸗ erufen, und du haſt uns errettet. eswegen ſagen wir dir von Grund unſers Herzens Dank, daß du unſer ſo väterlich verſchont, und deinen gerechten Zorn in ſo große Gnade verwandelt haſt, welche Gnade du uns nimmermehr vergeſſen, noch uns von Neuem in muthwillige Sünden gerathen laſſen wolleſt, damit wir dich nicht abermals erzürnen und zur Strafe bewegen. Und gleichwie deine Güte alle Stunden über uns neu iſt, alſo laß auch unſere Dankſagung alle Stun⸗ den vor dich kommen und immerdar mit den vier und zwanzig Aelteſten ſagen: Herr, du biſt würdig zu neh⸗ men Preis und Ehre und Kraft; denn du haſt alle Dinge geſchaffen und durch deinen Willen haben ſie das Weſen und werden erhalten. Dir ſei Lob und Dank in Ewigkeit! Amen! taſen, holdſeligen, väterlichen Gnade In Jeſu Namen Amen! 96 Reiſe-Gebete. Gebet, wenn man verreiſen will. Herr! Der du vor Zeiten dein Volk Iſrael durch wunderliche Wege und durch eine wunderliche Wüſte mit einer Wolken und hellen Never Säule geleitet und ihnen des ages ein Schirm, des Nachts eine Flamme geweſen biſt; weil ich mei⸗ nes Berufes halber reiſen muß, ſo bitte ich dich von Herzen, du wolleſt mit mir und vor mir herziehen und mich den rechten Weg führen, au zu ſeiner Zeit geſund wieder heim⸗ bringen. Trage mich, wie ein Mann ſeinen Sohn trägt, durch alle Wege, dahin ich wandern muß. Decke mich mit deiner Hand und errette mich von der Hand der Feinde. Laß mich deine Engel geleiten und Alles wohl ſchicken, was ich vorhabe, alſo, daß ich mit Freuden wieder heimkomme, klüglich handle, und mir wohl gelinge. Bewahre meinen Aus⸗ und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! Amen! Gebet einer Che⸗Frau(oder Kinder) für ihren verreisten Hauswirth (Vater). 9 allerliebſter Gott und Vater! Wir ſind ſchuldig nicht nur für uns, ſondern auch für die Unſern und für alle Menſchen zu bitten. So bitte ich nun von Grund meines Herzens für meinen lieben Hauswirth(Vater), welcher in deinem Namen ſeine Reiſe vermöge ſeines Berufs vorgenom⸗ men. Dieweil ich nun jetzt dieſen Tag und Zeit nicht kann bei ihm ſein, ſo gern ich auch wollte, ach, ſo bitte ich dich, Herr, der du im Himmel und auf Erden biſt, ſei und bleibe bei ihm heute dieſen Tag und allezeit, ſchütze und ſchirme ihn an Leib und Seele. Erhalte ihn bei guter Geſundheit, bewahre ihn vor allem Uebel, verſorge ihn als ein treuer Geleits⸗Mann, ſchütze ihn bei aller Gefahr, ſegne ihn in allem ſeinem Thun und Geſchäften. Und weil je der Satan durchwandert dürre Stätten und alle Lande und ſtellt ſonderlich denen nach, ſo reiſen und wandeln, er ſtellet ihrem Gange Netze und be⸗ gehrt denſelben umzuſtoßen: ach Herr, du ſtarker Gott, ſo bewahre ihn vor allen liſtigen Anläufen, Wegen und Stegen des leidigen Sa⸗ tans und ſeines Anhanges. O Herr der Heer⸗Schaaren, beſiehl deinen heiligen Engeln, daß ſie ſich um ihn her lagern und ihn auf allen ſeinen Wegen behüten. Regiere und führe ihn durch deinen heiligen Geiſt heute dieſen Tag und allezeit. Be⸗ hüte und bringe ihn auch wieder zu uns, daß wir ihn unverſehrt und un⸗ beſchädigt wieder ſehen mögen. So wollen wir, o treuer Gott, dich ſämmt⸗ lich mit Freuden loben unſer Leben⸗ lang und dortpreiſen ewiglich! Ament Dankſagung nach der Reiſe. GHudiger Gott, himmliſcher Vater! Ich danke dir von Grund mei⸗ nes Herzens, das du mir meine Reiſſe haſt glücklich laſſen vollbringen undmich durch deiner lieben Engel Schut mit Freuden wieder zu den Meinigen ge⸗ racht und vor allem Uebel, Jerthum und Feinſchaft väterlich bewahrt, daß ich nicht von Räubern und Mör⸗ dern bin umgebracht oder in Waſfers⸗ Noth und andere Fährlichkeit gera⸗ then, daß ich auch keinen Arm oder Bein gebrochen, oder ſonſt beſchädigt bin: in Summa, daß ich(wie der junge Tobias durch den Engel Ra⸗ phael) friſch und geſund hin und her bin geleitet worden. Dieſes Alles habe ich deiner väterlichen Fürſorge ich bitte dich von Herzen, du wolleſt mich und die Meinigen fortan gnä⸗ diglich behüten, in deinen gnädigen Schutz nehmen und an Leib Und Seele bis zum ewigen Leben ſeliß erhalten um Jeſu Chriſti willen! Amen! eteele und allmächtigem Schutze zu dankeni eut z ſiw ic enhen Nie fe ienn 1 m neiung aru ber , als ein dwn däte —— gebtt G 1 frem ne 6 hi 91 Krankheits- und Sterbens⸗Gebete. Gebet zu Gott in Krankheit. tes Wort ſein, daß ich im ſtarken aü dh 3(Hier und gläubigen Vertrauen von Herzen erliche er 1 Dgetre Goft Eudatent Bier darf ſagen: Vater, in deine Herſen pln 1 nen Niemand aber iſt, der mir befehle ich meinen Geiſt; denn du n d 1 fu tann, als du. Ich habe wohl haſt mich erlöſt, mein getreuer Gott! dad e hahn mis edies Darterd che Rüthlein Sollte ich aber aus Schwachheit oder ! a meyr, d Sünd dient: Größe meiner Krankheit ſolches nicht 5 d ſer nij meina aroſen Sü annchum Gnt; können ausreden, ſo laß doch mein wl hm ne lz ei 2 gſt Kind t Herz alſo in mir zu dir rufen und im den, als ein ater ſein ind. J ſeufzen! Amen! a ud u es dein väterlicher Wille, iſt es dir ach i ann gefällig und mir ſelig, ſo nimm von Gebet um ein ſeliges Ende. hem m mir dieſe Krankheit. Du biſt mein gütiger Gott! Du haſt dem Men⸗ An beſter Arzt, du kannſt helfen; Tod, ſchen ein Ziel geſetzt, welches er — ben, Schwachheit und Geſundheit nicht kann übergehen, denn er hen een ſthen in deinen Händen, du weißt ſeine beſtimmte Zeit, die Zahl keihat altsh ir in unzemn alleiin, was mir am beſten iſt; wie Monden ſteht bei dir; alle unſere der ſana a dirs gefällt, o Herr, ſo mache es. Tage haſt du gezählt, welche doch het Wilſt du mich länger am Leben ha⸗ ſchnell dahinfahren wie ein Strom, hmn, daß ich meinem Nächſten ferner nicht anders, als flögen wir davon; iann nützlich und dienſtlich ſein, ſo alle unſere Jahre ſind wie ein Rauch unnſt du mich mit Einem Worte oder Schatten, der plötzlich vergeht: tald geſund machen. Willſt du mich der Menſch iſt doch wie ein Gras, aber durch dieſe Krankheit von hin⸗ welches doch bald verdorrt, und wie abfordern, Herr, ich bin bereit eine Blume auf dem Felde verwelkt: un und willig, auch in dir ſelig zu ſter⸗ ſo lehre mich nun, o gütiger Gott, ben! Amen! kebennon und du Benfüthe füh „. aß es ein Ende mit mir haben mu ebet zu Gott in Todes⸗Noth. und mein Leben ein Ziel hat und gun Du frommer und getreuer Gott und ich davon muß. Siehe, mein Tage 1 e Vater unſers lieben Herrn Jeſu ſind einer Hand breit bei dir, und i(hriſti! Dich bitte ich von Herzens⸗ mein Leben iſt wie Nichts vor dir, ſe Grund, du wolleſt mich in meiner wie gar Nichts ſind alle Menſchen, z Koth nicht verlaſſen, ſondern mit die doch ſo ſicher dahin leben. Herr, un dem Lichte deines wahren Erkennt⸗ lehre mich bedenken, daß ich ſterben niſſes erleuchten, daß ich in demſel⸗ muß und allhier in dieſer Pilgrim⸗ ben aus dieſer Finſterniß zu dir, ſchaft keine bleibende Statt habe. dem ewigen Lichte möge wandeln. Thue mir kund mein kurzes und 9 Herr, ſei du bei mir, wenn ich vergängliches Weſen, daß dich in die⸗ erben ſoll, ſtehe bei mir zu meiner ſer Welt nicht mir ſelbſt, ſondern dir an rechten Hand, wenn ich ſoll meinen lebe und ſterbe, damit ich im Glau⸗ Geiſt aufgeben, errette mich aus der ben wacker und fröhlich erwarte den Hand des Feindes, tröſte und ſtärke Tag meiner Heimfahrt und Erſchei⸗ n nich, erhalte mich in deinem Erkennt⸗ nung deines lieben Sohnes Jeſu a uiß und feſtem, ſtarken Vertrauen auf Chriſti und geſchickt zu derſelbigen 1 deine große Gnade und Barmherzig⸗ mit deinem heiligen Wandel und gott⸗ ket. Ach Herr Gott, laß das letzte ſeligen Weſen eile. Begnadige mich, 1n Vort deines lieben Sohnes am mein Gott, mit einem ſeligen Ab⸗ Namme des Kreuzes auch mein letz⸗ ſchiede, wenn mein Stündlein herzu — f — ——— =— — 98 naht, daß ich nünftiges Ende ſeliglich ſterbe, ein ver⸗ nehme in wahrer Er⸗ kenntniß, daß mein Verſtand und Sinne nicht verückt werden, und ich nicht aberwitzige Reden oder Läſter⸗ Worte wider dich, meinen Herrn, und wider meine Seligkeit führe. Behüte mich vor einem böſen, ſchnellen Tode und vor der ewigen Verdamniß. Laß mich nicht plötzlich und unver⸗ ſehens von meinem letzten Stündlein überfallen werden, ſondern daß i mich zuvor in wahrer Buße und rech⸗ tem Glauben bereite; und wenn daſ⸗ ſelbige kommt, ſo mache mich freudig und unverzagt in dem zeitlichen Tode der mir nur die Thür aufthut zum ewigen Leben, und laß mich, deinen Diener, alsdann in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Hei⸗ land geſehen, welchen du bereitet haſt vor allen Völkern; ein Licht zu er⸗ leuchten die Heiden und zum Wreiſe deines Volkes Iſrael. Gib, daß mein letztes Wort ſei, welches dein lieber Sohn am Kreuze geſprochen hat: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geiſt; und wenn ich nimmer reden kann, ſo erhöre doch mein letz⸗ tes Seufzen durch Jeſum Chriſtum! Amen! Tägliches Gebet in Todesnöthen. 9 du allerſüßeſter Herr Jeſu Chriſte! Stehe mir bei wenn ich ſterbe; komme mir zu Hilfe, wenn ich in den letzten Zügen liegen und mit dem Tode ringe! begegne mir, wenn ich mich nach dir umſehen und deiner begeh⸗ ren werde; bewahre mich vor meinen Feinden; erlöſe mich von allem mei⸗ nem Jammer und Elend; tröſte mich, wenn ich ſeufzen werde; ſtärke mich, Krankheits⸗ und Sterbens⸗Gebete. ch werde: Vater, in deine Hände befehle wenn ich zittern werde; erquicke mich wenn ich nun gar entgehen will nimm mich auf, wenn ich nun mei⸗ nen Geiſt aufgeben werde; dein letz⸗ tes Wort am Kreuz laß auch mem letztes Wort ſein im Leben. Und ſollte es ſo weit mit mir kommen, daß ichs nicht würde reden oder aus⸗ ſprechen können, ſo höre es doch, wenn ich es nur mit Seufzen und innerlich mit den Gedanken andeuten 7 4 9 ich meinen Geiſt, du haſt mich erlöſt. Herr, du getreuer Gott! Amen Gebet um das ewige Leben. Eins iſt mein Troſt in allen mei⸗ nem Elend, daß ein anderes Le⸗ ben iſt. Hoffen wir allein in dieſem Leben auf Chriſtum, ſo ſind wir die Allerelendeſten. Du aber, o Jeſu, haft dmn⸗ uns durch dein Hingehen die Stätte bereitet an dem Orte, da viele Woß⸗ at un nungen ſind, im Himmel. Dalin ted verlangt und ſehnt ſich mein Geiſt, du lin darauf freuet ſich mein Herz und if u meine Seele iſt fröhlich. Gewähre mir nur dieſe Bitte, daß du mich in dein Reich einnehmeſt und bei di ſein läſſeſt, daß ich deine Herrlichkeit 5 ſehe, ſo genüget mir, und ich begehre Nichts weiter auf Erden. Ach, wamm werde ich dahin kommen, daß ich i Gottes Angeſicht ſchaue in Gerechtig⸗ keit? Wann werde ich erwachen nach deinem Bilde? Ich freue mich deß, das mir geredet iſt, daß ich werde mit meinen Augen Gott ſchauen, vor welchem Nreude die Fülle und lib⸗ liches Weſen zu ſeiner Rettung ewig⸗ lich iſt. Ach, nur fein bald, mem — — S' — — = — — —— Jeſu, bald! Amen! u in ts 12 tnrne n dnd lats a rn h uhu döir ſalt n t A Tode dch i. Nal nt wir dne um ſpre 53 vürderdente — d hir A den Gedetm. da ih dede 20, n deie i 4 d nch it n resäiddu u üa⸗ 4* eu, 1wj c un d 11 b ru 4 1 reler Gutſ ſhe ut zm 6 ns tig 1 8 = —== — =— —— S — — R — — — Hierauf folgt ein abſonderlich Gebet⸗Büchlein für chriſtliche Ehe⸗Leute, darinnen enthalten erſtlich: Morgen⸗ und Abend⸗Segen; zum Andern: Gebete für Ehe-Frauen, welche der höchſte Gott mit Leibes⸗Frucht geſegnet hat. Morgen⸗Gebet für chriſtliche Ehe⸗Leute. J3 danke dir, mein himmliſcher Vater, durch Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohn, unſern Herrn, daß du mich dieſe Nacht mit meiner Frau, Kinder, und Geſinde, mit Haus und Hof und Allem, was wir aus Gnaden empfangen haben, vor allem Schaden und Gefahr ganz gnädiglich behütet und bewahrt haſt. Ich bitte dich, lieber himmliſcher Vater, durch das bittere Leiden und Sterben un⸗ ſers Herrn Jeſu Chriſti, du wolleſt uns dieſen Tag und allezeit auch gnä⸗ diglich behüten und bewahren vor Sünden und allem Uebel, daß dir all unſer Thun und Leben wohlge⸗ falle; denn wir befehlen dir uns, unſer Leib und Seele, Kinder und Geſinde, unſer Hab und Gut und Alles in deinen gnädigen Schutz und Schirm. Dein heiliger Engel ſei mit uns Allen, daß der böſe Feind und alle ſeine Werkzeuge keine Macht an uns finden möge! Amen! Abend⸗Segen. 39 danke dir, mein himmliſcher Vater, durch Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohn, unſern Herrn, daß du mich dieſen Tag mit meiner Frau, Kinder und Geſinde, mit Haus und Hof und Allem, was ich aus Gnaden von dir empfangen habe, vor Allem Schaden und Gefahr gnä⸗ diglich behütet und bewahrt haſt, und bitte dich, du wolleſt alle unſere Sünde und Miſſethat, wodurch wir dich jemals erzürnt haben, es ſei mit Werken, Worten und Gedanken, uns ja nicht zurechnen, ſondern die⸗ ſelben alle aus lauter Gnade und Barmherzigkeit um Jeſu Chriſti, dei⸗ nes lieben Sohnes, willen uns gnä⸗ diglich vergeben. Ich bitte dich auch, lieber himmliſcher Vater, du wolleſt uns mit Haus und Hof und Allem, was wir aus Gnaden von dir em⸗ pfangen haben, dieſe Nacht und alle⸗ zeit auch gnädiglich behüten und be⸗ wahren, denn wir befehlen dir uns, unſer Leib und Seele, Kinder und Geſinde und Alles in deinen gnädi⸗ en Schutz und Schirm. Dein hei⸗ iger Engel ſei mit uns Allen, daß der böſe Feind und ſeine Werkzeuge keine Macht an uns finden mögen! Amen! 100 Morgen⸗ und Abend⸗Seufzer. ch, lieber Gott und Herr, ich lebe; aber ich weiß nicht, wie lange? Ich muß ſterben und ich weiß nicht, wann? Du, mein himmliſcher Vater, weißtes. Wohlan! Soll dieſes Stünd⸗ lein, oder dieſer Tag etwa der letzte Tag(dieſe Nacht etwa die letzte Nacht) meines Lebens ſein: Herr, dein Wille geſchehe, der allein iſt der beſte; nach demſelben bin ich bereit, im wahren Glauben an Chriſtum, meinen Erlö⸗ ſer, zu leben und zu ſterben. Allein, lieber Gott, gewähre mir nur dieſe Bitte, daß ich nicht möge plötzlich in meinen Sünden ſterben und ver⸗ derben! Gib mir rechtſchaffene Erkenntniß, Reue und Leid über meine begangenen Sünden und ſtelle ſie mir noch in dieſem Leben unter Augen, damit ſie mir nicht am jüngſten Tage unter Augen geſtellt und ich dadurch vor Engeln und Menſchen zu Schanden werden möge, ſondern verleihe mir Zeit und Raum zur Buße, daß ich meine Uebertretung von Herzen er⸗ kennen, bekennen und derſelben Ver⸗ gebung und Troſt aus deinem ſelig⸗ machenden Worte erlangen möge. Ach, barmherziger Vater, verlaß mich nicht und nimm ja deinen hei⸗ ligen Geiſt nicht von mir, Mein Herz und meines Herzens Zuverſicht iſt dir, o Herzens⸗Kündiger, wohl bekannt; in derſelben erhalte mich zum ewigen Leben. Laß mich ſter⸗ ben, wann du willſt; verleihe mir nur ein vernünftiges, ſanft⸗ und ſeliges Ende. Amen! Herr Jeſu, nimm meine Seele in deine Hände und laß ſie dir befohlen ſein! Amen! Gebet chriſtlicher Ehe⸗Leute um Erhaltung friedlicher Ehe. Gmächtiger Herr und Gott, himm⸗ liſcher Vater! Der du biſt ein Gott des Friedens, und von dem aller Fried und Einigkeit herkommt, du Allerhand Gebete chriſtlicher Ehe⸗Leute. Mann und Weib ſonderlich dazu ein⸗ geſetzt, daß ſie in freundlicher Liebe und Treue friedlich und einträchtig beiſammen wohnen ſollen ihr Leben⸗ lang. Weil aber der böſe Geiſt ein Feind iſt alles Friedens und Tag und Nacht auf Gelegenheit lauert und damit umgeht, daß er einträch⸗ tige Herzen, ſonderlich im Cheſtande, von einander reißen, Unwillen, Zorn und Feindſchaft unter ihnen erwecken und allerlei Mißtrauen zwiſchen Che⸗ Leuten anrichten möge, dadurch das dich, treuer Gott, von Herzen, du wolleſt dem leidigen Ehe⸗Teufel ja oder Mißverſtand unter uns erweck, noch den ſeligen Haus⸗Frieden bei uns zerſtöre. Gib uns, o Herr Gott, himmliſcher Vater, deines heiligen Geiſtes Gnade, der uns in unſerm Eheſtande alſo leite und führe, daß wir als chriſtliche Ehe⸗Genoſſen mit einander einig ſein und bleiben und endlich durch deinen Sohn Feſum Chriſtum ewig ſelig werden! Amen! Gebet chriſtlicher Ehe⸗Leute um Leibes⸗Frucht. llmächtiger, gütiger und barm⸗ herziger Gott! Wir ſagen dir Lob und Dank, daß du uns durch ordentliche Mittel in Eheſtand berufen und Weiſe geſetzt haſt, und bitten dich Chriſtum, weil du dieſen Stand vor⸗ nehmlich zu ordentlicher und züchtigen Forflänzung der und eingeſetzt haſt, du wolleſt uns in unſerm Eheſtande auch mit Lei⸗ bes⸗Frucht begnadigen und uns nach deinem väterlichen Willen und Wohl⸗ gefallen auch Leibes⸗Erben beſcheren, haſt den heiligen Eheſtand zwiſchen die wir zu deinem Lob, Ehr und Preis Band der ehelichen Liebe zertrennt und ihr Gebet verhindert werde, daraus endlich Jammer, Elend und Ver⸗ derben folgen muß; darum bhitten wir nicht verhängen, daß er Zwietracht, 1 den heiligen ſech darein ehrlicher durch deinen lieben Sohn Jeſum if Menſchen und lan ehrung des Himmelreichs geordnet a it jan N Gwihſ nd b lnich e Juer unn Bm ele et 38ti 4 4— er de liſ ge Sünd Rein n Nan di der kezte und 4 1 das m te latt und Büen de in Dle uge wnmch dh d n. 5 S anai udh dahren und] rrij den Erlä⸗ und ln d Irr n an dee be itnbitezn git ir G 1Schndet die trntni dit, Gett, un ſan d gangenen woll e ledige Genne uoch i rict Kaen, daß e danit ſie oder* Riand mur ung ge unter wch er urch ver uns. Gid un ſa eihe nir n de, de wim daß ih(heit Ncd lie u rzen er“ vit 8 kliche Guß en Ver⸗ einat ag ſein mäan nöge. hrij.g eüg tem h 5 verlas en dei Get d lüicer bpti Mein esènt. werſcht dra A ee ns nih Ae t 4* d ſter⸗ Lob S, m unm in mir nur ude e. ſeliges Cheſ e. ninn D de und und zu Nutz und Dienſt deiner chriſt⸗ lichen Gemeine in Gottesfurcht und allen chriſtlichen Tugenden mit Hilfe A und Beiſtand des heiligen Geiſtes gern auferziehen wollen und dahin anhalten, daß ſie neben uns und nach uns deinen Namen preiſen und dich hier und dort loben und ehren in Ewigkeit! Amen! Gebet chriſtlicher Ehe⸗Leute, wie ſie ihre lebendige Leibes⸗Frucht vor der Geburt täglich Gott befehlen und Chriſto zutragen ſollen. Alnächtiger, barmherziger Gott Lund Vater! Wir ſagen dir Lob, Ehr und Dank, daß du uns in un⸗ ſerm Eheſtande mit Fruchtbarkeit des Leibes gnädiglich geſegnet haſt, und bitten dich durch Jeſum Chriſtum, dei⸗ naen lieben Sohn, du wolleſt die be⸗ ſcherte Frucht und das verſchloſſene Kindlein im Mutter⸗Leibe vor allem Schaden und Anlauf des böſen Fein⸗ des bewahren und in allen Gnaden zum ewigen Leben an⸗ und aufneh⸗ men um unſeres Herrn Jeſu Chriſti willen, der da ſpricht: Laßt die Kind⸗ lein zu mir kommen; denn ſolcher iſt das Himmelreich. Darum, weil wir noch zur Zeit das liebe Kindlein an⸗ ders nicht, denn durch das Gebet dir vortragen können, ſo ſtellen wir es dir in unſerm Gebet, auf die tröſtliche Ermahnung deines lieben Sohnes, alſo noch verſchloſſen im Mutterleibe vor und zweifeln nicht, du werdeſt es dir in allen Gnaden befohlen ſein und des theuren Ver⸗ dienſtes Jeſu Chriſti, deines lieben —, Sohnes, auch genießen laſſen. Hilf auch frommer Gott, daß es zu rech⸗ ter Zeit lebendig und unverletzt an das Licht der Welt gebracht und dei⸗ nem Reiche durch das heilige Gnaden⸗ zeichen der Taufe einverleibt und hernach chriſtlich und in deiner Furcht und wahren Erkenntniß auferzogen und endlich im rechten Glauben mit uns 6: 9bV... .. 1. 77 21 33 1s r Allerhand Gebete chriſtlicher Ehe⸗Leute. 101 ewig ſelig werde durch unſern Herrn und Seligmacher, Jeſum Chriſtum! men! Gebet einer ſchwangern Frau täglich zu ſprechen. Almächtiger, barmherziger Gott! Schöpfer Himmels und der Er⸗ den! Du haſt mir und dem ganzen weiblichen Geſchlechte um der Sünde willen nach deinem Wohlgefallen auferlegt, daß wir mit Kummer und Schmerzen ſollen Kinder gebären und die Welt erfüllen. Weil denn ſolches dein göttlicher Wille iſt, welchen ich unſträflich, heilig und für gut erkenne und preiſe; denn Alles, was du ge⸗ macht und geordnet haſt, das iſt ſehr gut, ſo bitte ich dich, du wolleſt mich in ſelbiger Erkenntniß und wahrem Glauben auf deine Barmherzigkeit, die da iſt in Chriſto Jeſu, feſt und beſtändig erhalten, daß ich an deiner Gnade und hilfreichen Hand nimmer⸗ mehr verzage. Du wolleſt mir auch meine Schmerzen mit Geduld helfen tragen und überwinden, mich zu ſei⸗ ner Zeit mit einem fröhlichen An⸗ blicke der Frucht gnädiglich entbinden und meine Traurigkeit in Freude ver⸗ kehren. Unterdeß erhalte mich dir und behüte mich ſammt der Frucht in meinem Leibe vor allem Uebel und Schaden. Wende meine Augen ab, daß ich mich nicht verſehe an irgend einer Geſtalt, dieſelbe mir ein⸗ zubilden, damit nicht meine Frucht im Leibe unförmlich, ungeſtalt und ungeſchaffen möchte werden. Be⸗ hüte mich, daß ich nicht durch Unvor⸗ ſichtigkeit im Fallen, Stoßen und hef⸗ tigen Zorn, oder ſonſten in andere Wege und Weiſe meiner Frucht im Leibe Wehe oder Schaden thue, auf daß es mir nicht übel, oder unrichtig gehe. Gib Gnade, daß ich auf mei⸗ nen Gang und auf all mein Thun und Laſſen Achtung habe, mit Ver⸗ nunft handle und wandle. Und wenn die Stunde herzukommt, daß ich ge⸗ ———ÿ—y ö v“ öͤͤ —.— ——— ſſ— —““— 8 8—— 2 —— 5—— K.— 10² Allerhand Gebete bären ſoll, ſo hilf mir mit Gnaden hindurch und entledige mich meiner ſchweren Kindes⸗Banden, daß ich unverzagt in wahrer Anrufung getroſt auf deine göttliche Verheißung und Hilfe möge fröhlich geneſen und eine Hilfe gogwohlgeſchaffene Creaturnach deinem Bilde zur Welt bringen. Ver⸗ leihe auch derſelben, die heilige Taufe zu erlangen, daß ſie durchs Waſſer und den heiligen Geiſt zum ewigen Leben wiedergeboren und ein Erbe deines himmliſchen Reiches werden möge, dir diene in rechtſchaffener Er⸗ kenntniß und chriſtlichem Wandel. O Herr Gott, barmherziger Vater, be⸗ hüte mich vor einer unzeitigen Miß⸗ geburt. In deinen Willen, der alle⸗ zeit der beſte iſt, ergebe ich mich nun ganz und gar, befehle dir auch die Frucht meines Leibes. Du getreuer Gott, du haſt mich erſchaffen und erlöſt; dein bin ich, du haſt mit mir zu thun, wie du willſt; auf dich hoffe ich, weil ich lebe; du biſt meine höchſte Zuverſicht in Chriſto Jeſu, unſerm Herrn! Amen; Gebet einer kreißenden Fran, wenn die Wehen kommen. Wohlan, du gütiger und barm⸗ herziger Gott! Nun geht die Stunde daher und iſt ſchon an der Zeit, da ich an meinen Beruf und aufgelegte Geburts⸗Schmerzen treten ſoll. Ach Jeſu Chriſte, du Sohn Davids, erbarme dich mein und ſtehe mir in dieſer Noth väterlich bei; tröſte und ſtärke mich in dieſer ſchwe⸗ ren und gefährlichen Arbeit und hilf mir und meiner Leibes⸗Furcht gnä⸗ diglich und entbinde mich meiner weiblichen Bürde mit einem fröhlichen Anblick. Ach, laß die Frucht mei⸗ nes Leibes als dein Gnaden⸗Werk und Geſchöpf in dieſer Noth nicht verderben und hilf mir, du allmäch⸗ tiger, ſtarker Gott, daß ich in dieſer Noth nicht verderbe; hilf mir, du all⸗ mächtiger, ſtarker Gott, daß ich in chriſtlicher Ehe⸗Leute. möglicher Arbeit Nichts ermangeln laſſe. Ach, Herr Jeſu Chriſte, wen Herr und Gott, ſei du mein ſtarter Beiſtand und hilf dießmal gnädig⸗ lich! Darauf will ich nun in ünd⸗ licher Zuverſicht zu deiner Gnade hin⸗ gehen, getroſt nnd fröhlich an mei⸗ nen Beruf und in mein hartes Mut⸗ ter⸗Bettlein: das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geiſt! Amen! Gebet in angehenden Kindes⸗ Nöthen. 9 allmächtiger Gott, himmliſchen Vater! Du haſt mich jetzt zu einer ſauren Arbeit berufen und mich in einen harten Stand in deinem Wein⸗ berge geſtellt und mir das ſchwere Kreuz auferlegt, daß ich mit großen Schmerzen mein Kindlein gebären ſoll. Ich bitte dich, du barmherziger Gott, hilf mir in dieſer großen Noth und ſtärke mich mit deiner Gnade⸗ daß ich als eine getreue Kindes⸗Mut⸗ ter thue und arbeite, wie ich ſol⸗ damit ich an meinem Kindlein nicht eine Mörderin werde; und was ich darin ſchwach bin, das wolleſt du verrichten, o treuer, ſtarker Gott, und wenn das rechte Stündlein iſt, mich nädiglich entbinden und mit einem fröhlichen Anblicke erfreuen um deines lieben Sohnes Amen! Gebet eines Ehe⸗Mannes, wenn ſeine Ehe⸗Frau in Kindes⸗ Nöthen iſt. du Schöpfer aller Dinge! Ich bitte dich von Herzen, lebendigen Frucht begabt haſt, eine fröhliche Geburt verleihen und ſe mit der Leibes⸗Frucht unter dem Kreit der ſchmerzlichen Geburt nicht verda⸗ ben laſſen, ſondern ſie gnädiglich und mit Freuden entbinden um deines lie⸗ ben Sohnes, unſers einigen Herrnund Seligmachers, Jeſu Chriſti, willen! men! dieſer Noth an meinem Fleiße und A Jeſu Chriſt willen! allmächtiger, barmherziger Gott⸗ 88 du wolleſt mei⸗ ner Frau, die du gnädiglich mit einen mbetmen püſer WRu ſten R F Mc — — = —,— u a. tt ditrett ſn mn,d h hoffe daß hochſte ter unſerm dar ni S3rtumaan rötl tS tüt anamie ne e in wene m dar h bin, Wun vert S treuur ſtenn * temugeſt 10d rbeis a g 1 meinen enne cchte Suae Srſeut Allerhand Gebete chriſtlicher Che⸗Leute. Gebet chriſtlicher Frauen bei einer Frau in Kindes⸗Nöthen. 2 allmächtiger, ſtarker Gott! Wir bitten dich in dieſer großen Noth durch Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohn, hilf dieſer Kindes⸗Mut⸗ ter, die hier liegt in ihrem Berufe, nach deinem göttlichen Willen und erbarme dich deines Geſchöpfes und ſchice es mit Mutter und Kind, wie es ihnen an Leib und Seele mag nützlich und dienlich ſein, der du kei⸗ nen Menſchen jemals verlaſſen haſt, welcher zu dir geſchrieen, und haſt 4 allen Kindes⸗Müttern endlich gehol⸗ fen, die in ihren Nöthen ihre Zuflucht und Vertrauen auf dich geſetzt. Herr, du gnädiger Helfer in aller Noth, hier iſt Noth, hier iſt Angſt, hier iſt zu retten und zu helfen; wenn du, Herr, nicht hilfſt, ſo iſt es mit aller Welt Hilfe verloren! Denn das Kind iſt bis an die Geburt gekommen und iſt Niemand, der helfen kann, denn du, Herr, unſer Gott, allein; du weißt am beſten die rechte Stunde und Augenblicke; wir harren deiner Hilfe und hoffen auf dein Wort von einer Stunde bis zur andern. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, ſoll doch un⸗ ſer Herz an deiner Macht verzweifeln nicht, noch ſorgen; deine Hang zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch ſei der Schmerzen, das glauben wir von Herzen: daran wir keinen Zwei⸗ ſel tragen, dein Wort kann uns nicht betrügen. Du weißt wohl, wanns am beſten iſt, und brauchſt an uns kein arge Liſt, das wollen wir dir enrtrauen. Ob ſichs anließ, als woll⸗ teſt du nicht, ſo laſſen wir uns doch nicht erſchrecken; denn wo du biſt am beſten mit, da willſt du es nicht ent⸗ 1 decken; dein Wort laſſen wir uns ge⸗ wiſſer ſein, und ob das Herz ſpräͤch lauter Nein, ſo laſſen wir uns doch nicht grauen. Ach Gott, ſtärke uns nur den Glauben und hilf uns um deines Namens Ehre willen! Amen! 103 Laßt uns mit einander beten: Waßer unſer, der du biſt im Him⸗ el ꝛc. Seufzerlein einer Gebärerin in Kindes⸗Nöthen. Hen Jeſu Chriſte, du Sohn Gottes, hilf und tröſte in dieſer großen Noth und gib mir und meiner Frucht Stärke und Kraft, daß wir nicht ver⸗ derben; ſtehe mir bei, du ſtarker Gott, und verlaß mich nicht um deiner Wahrheit willen! Amen! Gebet eines Kinder⸗Vaters, da die Wöchnerin am Leben erhal⸗ ten worden und die Frucht mit Tode abgegangen. A³⁴ du mein lieber, frommer Gott! Weil es denn alſo deiner Weis⸗ eit gefallen, daß du unſre Leibes⸗ rucht in der Geburt von dieſem Le⸗ ben abgefordert und zu dir genom⸗ men haſt, wohlan, ſo müſſen wir es uns auch alſo gefallen laſſen. Und wollen wir nicht zweifeln, du haſt es auf unſer herzliches Gebet um dei⸗ nes lieben Sohnes willen zu allen Gnaden an⸗ und aufgenommen, und es ſei nun gewißlich ein liebes Kind⸗ lein der ewigen Seligkeit, da es auch freilich am beſten verſorgt und be⸗ wahrt iſt vor allem Uebel, deſſen es viel hätte ausſtehen müſſen in dieſer argen Welt; ich danke dir aber da⸗ neben von Herzen, daß du in dieſen gegenwärtigen ſchweren Kindes⸗Nö⸗ then dennoch mein liebes Weib am Le⸗ ben erhalten und gleich mitten aus dem Tode geriſſen und mir(und mei⸗ nen unerzogenen Kindern) zum Be⸗ ſten gleich wieder aufs Neue geſchenkt haſt. Ach, hilf, daß ſie wieder zu ihren Kräften, die ſie faſt in ſo gro⸗ ßer Noth und ſchwerer Arbeit zuge⸗ ſetzt und verloren hat, kommen möge. So will ich dich loben und preiſen und deine Barmherzigkeit rühmen hier zeitlich und dort Ehniglich durch Chriſtum, unſern Herrn! Amen! h —ÿy /· — — 1⁰⁴ Gebet einer Gebärerin, der Gott fröhliche Entbindung beſchert hat. A*⁴ du frommer und getreuer Gott! Ich ſage dir Lob, Ehre und Dank, daß du mir und meinem lieben Kinde aus den ſchweren Kin⸗ des⸗Nöthen ſo gnädiglich haſt gehol⸗ fen, mich von meiner Bürde fröhlich entbunden und mir und meinem lie⸗ ben Manne einen lebendigen Erben beſchert. Sei gelobt und geprieſen in Ewigkeit und hilf ferner mit Gna⸗ den und erhalte mich und mein lie⸗ bes Kindelein durch Jeſum Chriſtum! Amen! b Allgemeine Kirchen⸗Gebete. Gebet eines chriſtlichen Kinder⸗ Vaters auf empfangene Botſchaft fröhlicher Geburt. 9 allmächtiger, gnädiger und barm⸗ herziger Gott! Ich ſage dir Lob und Dank, daß du mein herzliebes Weib von ihren ſchweren Kindes⸗Rö⸗ then ſo gnädiglich entbunden und uns einen lebendigen Erben beſchert haſt. Ach Gott und Herr, ſtärke und erhalte Mutter und Kind und laß dieß unſer Kindlein auch zur heiligen Taufe kommen, dadurch es deinem lieben Sohne, unſerm Herrn Jeſu Chriſto, einverleibt und als ein Glied ſi deines Reichs an⸗ und aufgenommen Uſt werde zum ewigen Leben! Amen! Allgemeine Kirchen Gebete, welche in der Stadt Ireslan gebraucht werden. Allgemeines Kirchen⸗Gebet. Nachdem uns nun der gnädige, barm⸗ herzige Gott unſere Sünden aus Gnaden vergeben, auch ſein hei⸗ liges Wort uns in dieſer Stunde in Ruhe und Frieden hat hören laſſen, ſo danken wir ihm für dieſe und alle andere ſeine unendliche Wohlthaten von Grund des Her⸗ zens, wollen ihm auch hierauf die Noth der ganzen Chriſtenheit vor⸗ tragen und mit einander inbrün⸗ ſtig alſo beten: Almächtiger, ewiger Gott und Va⸗ ter unſers Herrn Jeſu Chriſti, Herr Himmels und der Erden! Wir bitten dich herzlich, du wolleſt deine ſchriſtliche Kirche mit allen ihren Leh⸗ rern und Dienern durch deinen hei⸗ Aigen Geiſt regieren, daß ſie bei der vechtſchaffenen, unverfälſchten Lehre deines reinen Wortes hier und allent⸗ halben erhalten werden möge, dadurch dein Reich unter uns und in aller Welt vermehrt, der wahre Glaube in uns erweckt und geſtärkt werde, auch die Liebe gegen alle Menſchen in uns erwachſe und zunehm. Inſonderheit bitten wir dich, Hen aller Herren, als den Stifter und Erhalter der Obrigkeit, du wolleſt in deinen göttlichen Schutz und Schirm dir laſſen befohlen ſein deinen Knecht und Geſalbten, unſern allergnädig⸗ ſten König und Herrn, der regieren⸗ den Königin Majeſtät, den Peni und der Prinzeſſin von Preußen nebſt Dero Prinzen und Prinzeſſinnen Prinzeſſin von Preußen, wie auch übrigen königlichen Herren Brüder und Prinzeſſinnen königliche Hohei⸗ ten, auch der Herren Markgrafen und Markgräfinnen und Dero Prinzen und Prinzeſſinnen Hoheiten und allen hohen Anverwandten und Zu⸗ gethanen. ſämmtlich zu deinem Segen und kröne ſie mit Gnade und Wohlthat für und für! 4 4 O du Gott der Heerſchaaren, gi⸗ Wrunitüt königl. Hoheiten, der verwittweten —= das geſammte königliche Haus ſammt Setze ſie, o großer Golt, unſerm Könige und Herrn ein weiſes(ude M. 7 utſäli in Um, 1 flhgs⸗ Ngfſt l6 tele Id fülls lr otfe bi nit! kithben nen ud? n Uffiie — — — — — —= ——— ——— —— —— = —— ——O ——— — — a nit al tmin Fithn,. a, aoet, nih tic Auk araucht edet. bei der d a Ledre geth allent dadurch in aller Glaube wede, tbt a adu de 2 gedrewer 9 nenem Veid un ſär then eſrudlch hatt 3 aler mäe * Erhal Yrigii 19 1 edeinen tE hen Shu Man den Kür ie und r⸗ nebſt verde frrien La h — 2. uch R; Emnn n un Faiſe wan Ji„ dit biani e: als mi drr l hle endmt und GTr uin 3* ſ 15 anhe ten K„und dem f Mrft, uae weſi un bn e inzen wodme 3 et 2C ten, de lun b Sre. Allgemeine Kirchen⸗Gebete. Herz, königliche Gedanken, heilſame Rathſchläge, gerechte Werke, einen ſtar⸗ ken Arm, getreue Räthe zu Friedens⸗ und Kriegs⸗Zeiten, damit wir unter ſei⸗ ner Majeſtät geſegneten Regierung als treue Unterthanen ein geruhiges und ſtilles Leben führen mögen in aller Gottſeligkeit und Ehrbarkeit. Sei mit deinem göttlichen Schutze allenthalben bei unſers Königs Ar⸗ meen und Truppen, ſegne die hohe Generalität und alle hohen und nie⸗ deren Offiziere und Soldaten und laß ihre Dienſte gereichen zum Schutz der Kirche und des Vaterlandes. Laß Glück und Sieg ſie überall begleiten, damit durch ſie ein heilſamer und beſtändiger Friede hergeſtellt und er⸗ halten werden möge.(Zu Friedens⸗ Zeiten: Damit der durch deine Gnade geſchenkte heilſame Friede allenthal⸗ ben befeſtigt und beſtändig erhalten werden möge.) Deiner Obſicht und Beiſtande, o ſtreuer Gott, befehlen wir alle hohe königliche Landes⸗Collegia und andere hohe und niedere Civil⸗Bediente, die hier und anderswo des Königs und des Vaterlandes Beſtes treulich ſuchen und befördern: ſo wohl auch N. N. Rath dieſer Stadt(oder auf dem Lande: Herrſchaft dieſes Orts). Ver⸗ leihe ihnen Allen Gnade und Segen, die ihnen Untergebenen nach deinem heiligen Willen und Wohlgefallen zu regieren, die Gerechtigkeit zu beför⸗ dern, die Bosheit aber und alles Uebel zu verhindern und zu beſtra⸗ fen, damit der Sünden und Seufzer des Landes weniger, hingegen dein gnädiges Wohlgefallen und Wohlthun an uns vermehrt werde. Segne in Gnaden die Auferziehung und Unterweiſung der lieben Schul⸗ und Andrer Jugend, daß ſie aufwachſe in deiner Furcht zum Preiſe deines Namens. Fördere alle chriſtlichen Handlungen, Nahrungen und Hand⸗ thierungen und laß dabei einen Je⸗ den mit allem guten Gewiſſen vor dir wandeln und ſich redlich nähren. 10⁵ Gedenke in deiner Güte an Alle, die in Trübſal, Armuth, Verlaſſen⸗ heit, Krankheit, Krieges⸗, Hungers⸗, Feuers⸗ oder Waſſers⸗Noth, oder andern Anfechtungen ſind; auch an die, ſo um deiner evangeliſchen Wahr⸗ heit willen angefochten und gefangen ſind, oder ſonſt Verfolgung leiden. Du wolleſt ſie Alle, o Gott alles Troſtes, mit deinem heiligen Geiſte kräftig tröſten, in Geduld und Glau⸗ ben ſtärken und endlich daraus erlö⸗ ſen nach deinem väterlichen Wohlge⸗ fallen. Alle Früchte der Erde, die zu un⸗ ſerer leiblichen Nahrung und Noth⸗ durft gehören, wolleſt du, o barm⸗ herziger Vater, bei erwünſchter Witte⸗ rung, mit fruchtbarem Wachsthum gerathen und gedeihen, erhalten und ewahrt werden laſſen. Auch in deinem väterlichen Schonen wolleſt du alle durch unſere Sünden zwar ſonſt wohlverdiente Noth und Gefahr abwenden, ſo dieſe Stadt(Ort) ſammt andern Orten betreffen möchte, nebſt dem lieben Kirchen⸗ und Land⸗Frie⸗ den, alle anderen deine geiſt⸗ und leib⸗ lichen Wohlthaten uns und unſern Nachkommen ferner gönnen und be⸗ ſtändig erhalten; hingegen vor allem feindlichen Einfall, Verwüſtung des Landes, Krieg, Aufruhr, Peſt, Theu⸗ rung, Feuers⸗ und Waſſers⸗Noth, und was uns ſchädlich ſein mag, vornehmlich vor allem geiſtlichen und ewigen Verderben der Seelen uns behüten und bewahren. Bleibe ſo bei uns, o treuer Vater, mit deiner Gnade bis an unſer Ende. Bereite zu demſelben einen Jeden unter uns in wahrem Glauben und laß deinen Geiſt weder alsdann, noch ſonſt nimmermehr von uns weichen, damit wir in deiner Furcht leben, in deiner Gnade ſterben und zuletzt das Ende unſers Glaubens ewig davon⸗ tragen, der Seelen Seligkeit: Alles um deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti und ſeines theuren Blutes willen, der mit dir und dem heiligen Geiſte h*— 106 lebt und herrſcht, wahrer Gott, hoch⸗ gelobt in Ewigkeit! Amen! Gelobt und gebenedeit biſt du, Herr Gott, himmliſcher Vater, daß du uns und alle Dinge durch deine Allmacht aus Nichts erſchaffen. Gelobt und gebenedeit biſt du, Herr und Sohn Gottes, Jeſu Chriſte, wahrer Gott und Menſch, daß du uns und die ganze Welt durch dein roſinfarbenes Blut ſo theuer erlöſt. Gelobt und gebenedeit biſt du, Herr und Gott, heiliger Geiſt, daß du uns und alle Chriſten durch deine gnadenreichen Gaben ſo gnädiglich geheiligt haſt. Gott Vater im Himmel, erbarme dich unſrer und erhalte uns. O Jeſu, du Sohn Gottes, Erlöſer der Welt, erbarme dich unſrer und erleuchte uns, Gott, heiliger Geiſt, du Tröſter und Lehrer der Wahrheit, erbarme di unſrer und begnade uns. O du hei⸗ lige Dreifaltigkeit und wahre Eintracht, Gott Vater, Gott Sohn und Gott helliger Geiſt, drei göttliche Perſonen in Einem göttlichen Weſen, erbarme dich unſrer, und was du in uns ge⸗ wirkt haſt, das erhalte und beſtätige! O allerheiligſte Dreifaltigkeit, von welcher und durch welche und in wel⸗ cher ſind alle Dinge, dich preiſen, dich ehren, dich loben und anbeten wir, dich begehren wir von ganzem Her⸗ zen, aus ganzer Seele, von allen Kräf⸗ ten und aus allem unſerm Gemüthe zu lieben und zu loben. Verleihe uns, o Schöpfer, Heiland und Trh⸗ ſter, deine göttliche Gnade, daß wir deinen Willen recht verſtehen und vollbringen, auf nichts Anders leben und ſterben, denn nach deinem gött⸗ lichen Wohlgefallen dir zu Chren und unſrer Seele zum Heil. Segne und behüte Ihre Majeſtät, den König in Preußen ꝛc. ꝛc. Lob, Ehre und Preis ſei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiſte, wie es war im Anfang, jetzt allewege und zu ewigen Zeiten! Amen! Allgemeine Kirchen⸗Gebete. allmächtiger, barmherziger Gott 2 Vater, Sohn und heiliger Geni Wie du befohlen haſt und die hriſt⸗ liche Liebe erfordert, alſo bitten wir herzlich für alle Regimente und Men⸗ ſchen: Gib treuen Lehrern und Kirchen⸗ Dienern nöthige Gaben und Segen zu ihrem Amt. Hilf, daß wir Hörer und Thäter deines Wortes beſtändig bleiben, wehre allen Rotten und Aer⸗ gerniſſen, ſteure den Türken, Tartaren und allen anderen Feinden deiner Chriſtenheit, erhalte und errette, die deines Wortes wegen verfolgt, ver⸗ jagt, gefangen gehalten und getödtet werden, Gib Ihro Majeſtät, dem Könige in Preußen und Chirfürſten ſu Brandenburg, unſerm allergnädig⸗ ten Herrn, der regierenden Königin Majeſtät, dem Prinzen und der Prin⸗ zeſſin von Preußen, nebſt Dero Prin⸗ zen und Prinzeſſinnen, der verwitt⸗ ch weten Prinzeſſin von Preußen, wie auch übrigen königlichen Herren Brü⸗ dern und Prinzeſſinnen, königlichen Hoheiten, auch der Herren Marggia⸗ fen und Markgräfinnen und Derd Prinzen und Prinzeſſinnen Hoheiten und dem geſammten königlichen Hauſe, ſammt allen hohen Anverwandten und Zugethanen, auch Allen, ſo un⸗ ter Deroſelben Regiment des Landes Wohlfahrtbeſorgen, ſowohl aucheinem geſtrengen Rathe dieſer königlichen Stadt heiligen Muth und heilſamen guten Rath. Gib den Haus⸗Vätern und Haus⸗Müttern Nahrung und unter dem Haus⸗Kreuz Geduld. Segne alle gottſeligen Kauf⸗Händel, Künſte und Handwerk. Nähre die treuen Ar⸗ beiter. Regiere die Jugend in deiner Furcht und der Eltern Gehorſam. Dem Geſinde beſchere rechten Sinn. Verthei⸗ dige und verſorge Wittwen und Wai⸗ ſen. Pflege der Kranken und gib ihnen Geduld und Geſundheit. Tröſte alle betrübten und blöden Herzen. Schaffe Rath und Hilfe den Bekümmerten und Abgebrannten. Behüte und erlöſe die gefangenen Chriſten in der Türkei und unter andern Tyrannen, erhalte, die hn A dn 18 a En Beh rt den gmiſſ ded) ahn 1 R dnd „ der. —— 8 e dich veten F in vun be du der auch dnigüchaiang. atracht, dem 1 8 effm in 2 Gett Hodeit a der hmun rſenm fen u e hrifmm n 1 eeſimn ume Gebet vor der Communion. in Anfechtung ſtecken, bewahre zum ewigen Leben die Sterbenden. Be⸗ hüte die Schwangern, ſtehe bei den Gebärenden. Gib Gedeihen den Säug⸗ lingen, beſchütze und ſegne die Wan⸗ ders⸗Leute, vergib unſern Feinden und erleuchte ſie zu wahrer Buße, be⸗ kehre die Juden, Türken und andere Ungläubige. Gib ein geſundes, frucht⸗ bares Wetter, gib und bewahre die Früchte in den Gärten und auf dem ſande, Behüte vor Peſtillenz, Krieg, Aufruhr, Theurung, Haupt⸗Krankheit Feuer⸗ und Waſſers⸗Noth, auch be⸗ hüte uns vor einem böſen, ſchnellen und vor dem ewigen Tode. Dieß un⸗ ſer Gebet wolleſt du erhören, o du heilige, hochgelobte Dreifaltigkeit, nach deinem Willen und zu unſerer Selig⸗ keit! Amen! Das Gebet, welches allemal vor der Communion vorgeleſen wird. 9 Herr Ob ich zwar nicht würdig in, daß du in mein Herz ein⸗ gehſt, ſo bin ich doch nothdürftig dei⸗ ner Hilfe und begierig deiner Gnade daß ich möge fromm und ſelig wer⸗ den. Nun komme ich in keiner an⸗ dern Zuverſicht, denn auf dein Wort, da du ſelbſt mich zu dieſem Tiſche ladeſt und ſageſt mir Unwürdigem zu, ich ſolle Vergebung der Sünden ha⸗ ben durch deinen Leib und Blut, ſo ich eſſe und trinke in dieſem Sacra⸗ ment. O lieber Herr! Ich weiß, daß deine göttliche Zuſage und Worte wahrhaftig ſind, daran zweifle ich nicht und darauf eſſe und trinke ich, mir geſchehe nach deinen Worten! Amen! 9 Herr Jeſu, vereinige dich mit mir, auf daß ich bleibe in dir und du in mir und ich von dir ungeſchie⸗ den ſei hier zeitlich und dort ewig⸗ lich. Dein heiliger Leib, Herr Jeſu Chriſte, ſpeiſe mich, dein roſinfarbe⸗ nes Blut tränke mich, dein bitter Lei⸗ den und Sterben ſtärke mich. Herr Jeſu Chriſte, erhöre mich, in deine heiligen Wunden verberge ich mich, laß mich von dir nimmermehr abgeſchie⸗ 107 den werden. Vom böſen Feinde er⸗ rette mich, im wahren Glauben er⸗ halte mich, auf daß ich dich ſammt allen Auserwählten lobe und preiſe hier zeitlich und dort ewiglich! Amen! Morgen⸗Segen in den Früh⸗ Betſtunden. Vorrede. Gottſelige, liebe Chriſten! Wir haben die Nacht überſtanden und aber⸗ mals einen neuen Tag erlebt, ſo richtet nun eure Herzen zu Gott und laßt uns mit einander alſo beten: Gebet. err, himmliſcher Vater, allmäch⸗ tiger, ewiger Gott! In dieſer Mor⸗ en⸗Stunde danken wir deinem großen amen von Grund unſers Herzens, daß du die vergangene Nacht über dieſe Stadt und uns Alle darinnen unter deinem allmächtigen Schutze väterlich erhalten und bewahrt haſt! Ach Herr, deine Güte macht es, daß es mit uns noch nicht aus iſt. Wir aber ſind nicht werth aller der Barmher⸗ zigkeit und Treue, die du uns eine Nacht und einen Tag nach dem an⸗ dern erweiſeſt. Jedoch lieber Vater, wie du alle Tage deine Sonne läſſeſt aufgehen über Böſe und Gute, alſo laß auch heute noch deine Gnade und Barmherzigkeit über uns neu werden und vergib uns alle unſre Sünde um deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti willen. Erbarme dich auch inſonder⸗ heit derer, die vielleicht Böſes gethan haben in der vergangenen Nacht. Wecke heut ihr Gewiſſen auf, daß ſie in ſich gehen, ihre Untugend herz⸗ lich bereuen und davon ablaſſen. Dei⸗ nem väterlichen Schuß und Schirm übergeben wir nun ganz und gar un⸗ ſern Leib und Seele, Sinn und Ge⸗ müth, unſere Ehre und Gut und Al⸗ les das, was wir durch deine Gnade ſind und haben. O du treuer, hilf⸗ reicher Gott, laß dir doch dieſen Tag über uns und die Unſrigen, ja die 108 ganze Gemeine allhier und darinnen Alle und Jede, Hohe und Niedrige, Einheimiſche und Fremde treulich be⸗ fohlen ſein. Sei, wohne und verbleibe heute unter uns mit deiner Gnade. Begleite uns mit deinen heiligen Engeln und verleihe, daß dieſen Tag über an allen Orten und Enden vie Gutes möge gethan, alles Böſe aber gehindert und weggebracht werden. Du haſt uns geſchaffen zu deiner Ehre und erlöſt zu deinem Ruhm. Ach, ſo leite, regiere und führe nun auch einen Jeden unter uns mit deinem heiligen Geiſte, damit wir Alle zu⸗ ſammen von Morgen an bis auf den Abend einhergehen in deiner Furcht, nüchtern und mäßig ſein zum Gebet, fromm und gottſelig handeln in allem Vornehmen, gerecht redlich und auf⸗ richtig umgehen mit unſerm Nächſten; auch ſonſt überall in Gedanken, Wor⸗ ten und Werken das vollbringen, was deinen heiligen Augen wohlgefällig und lieb iſt. Mache du ſelber uns alleſammt willig und bereit, geſchickt und vermögend, unſern Beruf heute wohl abzuwarten und das treulich auszurichten, was du einem Jeden be⸗ fohlen haſt. Erhalte Ruhe und Frieden in dieſer Stadt, ſtehe bei allen Rath⸗ ſchlägen, die heute vorgenommen wer⸗ den, ſegne unſern Handel und Wan⸗ del, fördere alle Handthierungen und laß endlich einem Jeden, der was Gutes vorhat, ſein Werk wohlgera⸗ then, damit hierdurch dein Ruhm aus⸗ gebreitet, ihrer Vielen gedient, auch dadurch unſer täglich Brodt für uns und unſre Kinder rechtmäßig möge erworben und gewonnen werden. Hin⸗ gegen ſo wende du ab von uns alle Noth und Gefahr, alles Unglück und Herzeleid. Steure dem böſen Feinde und laß ihm dieſen Tag über keinen Menſchen zu Theil werden. Wehre Allen denen, die unſere Wohlfahrt hindern wollen, tröſte Alle die, welche betrübt ſind, hilf denen aus der Noth, l unſre Herzen auf, daß die heute in Kummer und Sorgen ſtecken, lindere den Kranken ihre Morgen⸗Gebet in den Früh⸗Bet⸗Stunden. Schmerzen, bewahre uns vor einem böſen, ſchnellen Tode und nimm end⸗ lich die auf in dein ewiges Reich, die heute ihr Leben beſchließen wer⸗ den. Zuletzt: Herr, heiliger Gott, weil wir auch hierher gekommen ſind, dein Wort anzuhören, ſo thue du wir Acht haben auf das, was zu uns geredet wird. Gib deinem Worte Kraft, daß es eindringe in unſere Seele. Be⸗ wahre hernach in dem Gedächtniß, was wir lernen werden, und verleihe zuletzt uns Allen mit einander Luſt und Vermögen, darnach zu thun, da⸗ mit wir je, länger je mehr wachſen in deiner Erkenntniß, gegründet ſein im Glauben, befeſtigt in der Hofſ⸗ nung, vollkommen gemacht in der Liebe und endlich erhalten werden zum ewigen Leben durch deinen lie⸗ ben Sohn Jeſum Chriſtum, unſern Herrn, in Kraft des heiligen Geiſtes! Amen! Gebet in den Nachmittags⸗bet⸗ Stunden. Vorrede. Gottſelige, liebe Chriſten! Nach⸗ dem der allgewaltige, gerechte Gott aus wohlverſchuldetem, gerecht⸗ tem Eifer wider unſere mannigfalti⸗ gen ſchweren Sünden uns mit aller⸗ hand Strafen heimzuſuchen dräuet und kein ander Mittel, ſolche abzu⸗ wenden, übrig iſt, außer einem buß⸗ fertigen, emſigen, inbrünſtigem Ge⸗ bet, ſo wollet ihr zu Gott andächtig rufen und ſchreien, nicht zweifelnd, es werde ſolch bußfertiges, emſiges und gläubiges Gebet durch die Wol⸗ ken dringen, gnädiglich erhört und alles Unglück hinweggebetet werden. Das verleihe die göttliche Allmacht durch unſern ſtarken Helden, Heiland und Friedefürſten, Jeſum Chriſtum, Amen! Hierauf laßt uns mit herzlicher An⸗ dacht zu Gott alſo ſeufzen und beten. Werr, heiliger Vatter, allmächtiger, ewiger Gott! Du biſt allein — =üä== —— —— —— — ꝑ — ͦᷣ ůcꝓ=— ———— ö——— — ꝛ——— —4 ½—=— —— ————— 5 llen ſor d und alles * △ Feide men M Hro wel e 9 ffabrt welche* Noth, orgen ry r att, i del 2d utni ggan n. un d ½ dden duh n 3 Her, 3und e T,r ; wend in Se beeug angf ung, omn geut debe dich ehle m dn Srun Gyimn g ſt des heimn ie Am 9 1* Ken bent nin Nuütte ituuden rred (G R hbet 1 1 allxevity, th⸗ Gott †. Werütdin. 4 ¹ re tem G t rer uſe um s gen ſ 4 3 der Süd nei 1A henauta ue 1 - hand ir i an a n Pntrinte 9 n n, be 4 8 ür l 9 11 gerecht, wir aber ſind voller Unge⸗ rechtigkeit und haben mit unſern ſchweren und vielfältigen Sünden deinen Zorn, Feilliche und ewige Strafe gar wohl verdient. Weil du aber gnädig und barmherzig biſt und haſt dich ſelbſt als einen Liebhaber der Menſchen in deinem Worte erklärt, du begehreſt nicht den Tod des Sünders, ſondern daß er ſich bekehre und lebe, ſo kommen wir Alle auf dieſe deine höchſttröſtliche Verheißung und bitten dich mit zerſchlagenem, betrübtem und reuigem Herzen um gnädige Vergebungaller unſerer Miſſe⸗ that und Uebertretung. Ach, ewiger Gott und Vater, gedenke an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die du von Anbeginn der Welt allen bußfertigen Sündern erzeigt haſt. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm, ſondern wie ſich ein Vater über ſeine Kinder erbarmt, alſo wolleſt du dich auch über uns erbar⸗ men. Sei du unſere Hilfe und Bei⸗ ſtand in aller unſerer Noth und An⸗ liegen, tröſte alle betrübten und be⸗ drängten Chriſten auf Erden. Gib Ihro Majeſtät, dem Könige in Preußen, unſerm allergnädigſten Herrn, der re⸗ gierenden Königin Majeſtät, dem Prin⸗ zen und der Prinzeſſin von Preußen, nebſt Dero Prinzen und Prinzeſſin⸗ nen, der verwittweten Prinzeſſin von Preußen, wie auch übrigen könig⸗ lichen Herren Brüdern und Prinzeſ⸗ ſinnen königliche Hoheiten, auch der Herren Markgrafen und Markgräfin⸗ nen und Dero Prinzen und Prin⸗ zeſſinnen Hoheiten und dem ganzen königlichen Hauſe mit allen hohen An⸗ verwandten und Zugethanen, auch Allen, ſo unter Deroſelben Regierung des Landes Wohlfahrt beſorgen, ſo⸗ wohl auch einem geſtrengen Rathe die⸗ ſer königlichen Stadt heiligen Muth und heilſamen guten Rath. Mache zu Schanden die Anſchläge deiner und unſerer Feinde, ſchlage mit dei⸗ Gebet in den Nachmittags⸗Bet⸗Stunden, 109 nem eiſernen Scepter unter ſie und ſchone unſerer. Erhalte in ſtetem Schutz und Bau deine Kirche, welche deine allmächtige Hand gepflanzt hat, und behüte ſie, daß ſie nicht von Feinden verwüſtet werde. Thue wohl dieſen und allen andern chriſtlichen Landen. Laß dir die folgende Nacht und ſonſt allezeit die Stadt und uns Alle darinnen befohlen ſein. Wohne bei uns, bleibe bei uns, regiere und bewahre uns und mehre unter uns dein Reich, das du aufgerichtet haſt; denn es iſt dein Werk. Erhalte uns und unſere Nachkommen bei reiner Lehre. Strafe uns nicht, o du gerech⸗ ter Gott, wie wir es wohl verdient haben. Wolleſt auch aus Gnaden abwenden alle Gefahr, Jammer und Elend, ſo dieſer Stadt ſammt andern Orten ſchädlich ſein mag, auch den lieben Kirchen⸗ und Land⸗Frieden gönnen und beſtändig erhalten und uns behüten vor Aufruhr, Krieg, Peſtilenz, Theurung, Feuers⸗ und Waſſers⸗Noth, Hagel und Ungewitter und vor anderem Herzeleid, ſo uns an Leib und Seele betrüben kann. Gib uns auch nach deinem väter⸗ lichen Willen und Wohlgefallen ein bequemes, geſundes und fruchtbares Wetter und laß dir die Früchte auf dem Felde in deinem allmächtigen Segen empfohlen ſein. Bleibe bei uns mit deiner Gnade und verleihe durch deinen heiligen Geiſt, daß wir in ſteter Buße leben, an andern ge⸗ ſtraften Völkern uns prüfen und beſ⸗ ſern und alſo dem wohlverdienten Verderben und Untergange zeitlich und ewig entgehen mögen. Erhöre uns, lieber Herr Gott, du treuer, barm⸗ herziger Vater, um des theuren Ver⸗ dienſtes und kräftigen Fürbitte willen deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti, unſeres Herrn und Heilandes, welcher mit dir und dem heiligen Geiſte lebt und regiert in gleicher Majeſtät und Herrlichkeit, hochgelobt in Ewigkeit! Amen! 1 110 Gebete, welche durch das ganze Jahr in öffentlichen Jet. SItunden des Morgens und in den Wochen⸗Predigten gebraucht werden. Advents⸗Gebete. Ber Jeſu Chriſte, du Sohn des allmächtigen Gottes, du biſt im Namen deines himmliſchen Vaters ge⸗ kommen in dieſe Welt als ein König, welchen er eingeſetzt hat auf ſeinem heiligen Berge Zion, ein Gerechter und ein Helfer, ja als der einige Heiland, der ſein Volk Iſrael heilig machen ſollte von ihren Sünden. Allein die Juden, zu welchen du ge⸗ ſandt wareſt, haben dich nicht erkannt; denn du kamſt in dein Eigenthum und die Deinen nahmen dich nicht auf. Nun aber haſt du dich gewen⸗ det zu uns, die wir Heiden waren, und kommſt noch täglich zu uns durch dein Wort und die heiligen Sacramente. O liebſter Heiland, Jeſu Chriſte, du Sohn Davids und Troſt aller Menſchen, gelobt ſeiſt du, der du gekommen biſt im Namen des Herrn. In dir freut ſich unſer Herz und Alles, was in uns iſt, frohlockt über deiner Hilfe; denn du biſt allein der verſprochene Erlöſer der Welt, welcher kommen ſollte und wir dürfen jetzt keines Anderen warten. Darum ſo komme auch noch ferner alle Tage zu uns durch deine Gnade; ziehe ein in unſere Herzen wie in deinen Tempel und wohne bei uns mit deinem heiligen Geiſte immer⸗ dar, damit wir auch mögen dir gehor⸗ ſam ſein, wie deine Jünger, deinen tamen vor der Welt bekennen, wie die Leute zu Jeruſalem bei deinem Einzuge, und in dieſem Allen, wie Johannes der Täufer, ſtandhaft und beſtändig verbleiben bis an unſer ſe⸗ liges Ende. Zuletzt, weil wir aber die Hoffnung haben, daß du einmal wiederkommen wirſt, der Welt ein Ende machen und uns erlöſen von allem Uebel, ach, ſo hilf, daß wir auf dieſe unſere Erlöſung mit Freu⸗ den warten, allezeit aber auch wacker ſein und beten, auf daß wir würdig werden mögen zu entfliehn dem Allen, was Heſchehen ſoll, und zu ſtehen vor des Menſchen Sohn. Irndeſſen laß dein Evangelium noch immer unter uns armen Menſchen gepredigt wer⸗ den. Thue wohl unſerm Vaterlande und bleibe darinnen mit deinem Segen. Gib Ihro Majeſtät, dem Könige in Preußen, unſerm allergnädigſten Herrn, der regierenden Königin Ma⸗ jeſtät, dem Prinzen und der Prin⸗ zeſſin von Preußen, nebſt Dero Prin⸗ zen und Prinzeſſinnen, der verwitt⸗ weten Prinzeſſin von Preußen, wie auch übrigen königlichen Herren Bri⸗ dern und Prinzeſſinnen, königlichen Hoheiten, auch der Herren Margra⸗ fen und Markgräfinnen und Den Prinzen und Prinzeſſinnen Hoheiten und dem ganzen königlichen Hauſe und allen hohen Anverwandten und Lugethanen, auch Allen, ſo unter Deroſelben Regierung des Landes Wohlfahrt beſorgen, ſowohl auch einem ſtrengen Rathe dieſer königlichen Stadt heiligen Muth und heilſamen guten Rath. Mache zu Schanden die Anſchläge aller deiner und unſe⸗ rer Feinde, ſchlage mit deinem eiſer⸗ nen Scepter unter ſie und ſchone un⸗ ſerer. Erhalte in ſtetem Schutz und Bau deine Kirche, welche deine all⸗ mächtige Hand gepflanzt hat, und be⸗ hüte ſie, daß ſie nicht von Feinden verwüſtet werde. Gib uns auch nach deinem väterlichen Willen und Wohl⸗ gefallen ein bequemes, geſundes und fruchtbares Wetter und laß dir die Früchte auf dem Felde in deinen all⸗ mächtigen Segen befohlen ſein. Thue wohl dieſem und allen andern chriſ⸗ R Woh, dana ſch im la IAIEZI * 1⸗ — II ſſ KNA EIAI — — E ——— 1AA 1 ☛— — 2 Zä= — — — 22 „ — AEA. 2 4 2 — 4³— Allemeine Kirchen⸗Gebete. 111 lichen Landen. Wohne bei uns, bleibe bei uns, regiere und bewahre uns unnd mehre unter uns dein Reich, das du aufgerichtet haſt; denn es iſt dein Werk. Erhalte uns und unſere Nach⸗ kommen bei reiner Lehre. Strafe uns nicht, o du gerechter Gott, wie wir wohl verdient haben. Wolleſt auch aus Gnaden abwenden alle Gefahr und Noth, ſo dieſer Stadt ſammt anderen ſchädlich ſein mag, und uns den lieben Kirchen⸗ und Land⸗Frieden gönnen und beſtändig erhalten und mit ſolcher deiner Gnade täglich bei uns verbleiben. So wollen wir dich, heilige Dreifaltigkeit, rühmen undprei⸗ ſen, hochgelobt in alle Ewigkeit! Amen! Von Weihnachten an bis auf das Feſt der Reinigung Mariä. Pjen⸗ himmliſcher Vater, allmäch⸗ tiger Gott! Der du von Ewigkeit her deinen eingeborenen Sohn, als den Glanz der Herrlichkeit und das Ebenbild deines göttlichen Weſens ge⸗ zeugt haſt, daß er in dir ſei und du in ihm, du auch mit ihm und dem heiligen Geiſte ganz Eines Weſens und nur ein Gott biſt, hochgelobt in Ewigkeit: wir danken jetzt deiner unendlichen Gnade und Barmherzig⸗ feit, daß du uns arme, ſündhafte Menſchen nicht haſt verſtoßen, wie die gefallenen Engel, ſondern dieſen dei⸗ nen lieben Sohn, da die Zeit der Verheißung erfüllt war, vom Himmel herab zu uns in die Welt geſandt, ihn laſſen Menſch werden und unſer armes Fleiſch und Blut annehmen, uns zu erlöſen und ſelig zu machen. Gelobt ſeiſt du, Herr Jeſu Chriſte, Gottes und Mariens Sohn, daß du unſer Immanuel geworden biſt, ein Gott mit uns. Wie tief iſt doch deine Erniedrigung und wie groß das Wohl⸗ gefallen deines himmliſchen Vaters an uns armen, ſündhaften Menſchen? Wie heilſam iſt der Friede auf Erden welchen du zwiſchen Gott und uns gemacht haſt durch dich ſelbſt, und wie unausſprechlich die Freude, welche du hiermit angerichtet haſt unter En⸗ geln und Menſchen! Nun, Herr, du Sohn Davids, unſer Bruder und unſer König, dich ehren wir, dich be⸗ ten wir an und deine Knechte wollen wir ſein immer und ewiglich. Sei du aber und bleibe auch unſer Jeſus, wie dein Name genennet iſt worden und mache uns, als dein Volk, ſelig von unſern Sünden. Ja, hilf uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir alleſammt dich aufnehmen in unſre Herzen und an deinen Namen alſo glauben, daß wir durch dich Macht haben mögen, Gottes Kinder zu wer⸗ den. Du aber, Herr, heiliger Gott, ein Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti und unſer Aller, ſei für uns, damit Niemand wider uns ſei. Und weil du die Welt alſo geliebt haſt, daß du auch deines eingeborenen Sohnes nicht verſchont, ſondern ihn für uns Alle dahin gegeben, ſo ſchenke uns mit demſelben auch alles andere. Laß deine Barmherzigkeit alle Jahre und Tage über uns neu werden und wohne unter uns immerdar mit dei⸗ ner Hilfe! Gib Ihro Majeſtät, dem Könige in Preußen und Churfürſten zu Bran⸗ denburg ꝛc. Von dem Feſte Mariä Reinigung an bis auf den Sonntag Quin⸗ quageſimu. Ber Jeſu Chriſte, Gottes und Ma⸗ riens Sohn Du biſt der allein gewaltige und allmächtige Gott, ein Herr Himmels und der Erden, dem Wind und Meer, Engel und Men⸗ ſchen ſammt allen Creaturen gehor⸗ ſam ſein müſſen und dienen. Wenn du Ein Wort ſprichſt, ſo geſchieht es und wenn du gebeutſt, ſo ſteht Alles da, deinen Willen zu thun und das auszurichten, was du befohlen haſt. Du biſt aber auch der treue Hüter Iſraels, der in aller unſerer Noth weder ſchläft noch ſchlummert; darum haſt du bisher unter vielem Unge⸗ witter und Trübſal deine Kirche mäch⸗ 112 tiglich erhalten und bewahrt bis auf den heutigen Tag, und deine Hilfe macht es noch jetzt, daß wir nicht umkommen noch verderben. Ach Herr, wir ſind wohl nicht werth, daß du auch unter unſer Dach mit deiner Gnade biſt gegangen; Dank aber ſei dir in alle Ewigkeit, daß du uns gleichwohl in den Weinberg deiner chriſtlichen Kirche berufen und dabei zugeſagt haſt, was recht ſein wird, ſolle uns werden. Hilf, liebſter Jeſu, daß wir alleſammt, ein Je licher in ſeinem Berufe, unſer Werk treulich ausrichten und das allemal gern thun mögen, was du uns heißeſt. Ja, weil du auch überall Macht haſt, mit dem Deinigen zu thun, was du willſt, ſo gieb uns allezeit ein ver⸗ gnügtes Herz, daß wir immer mögen zufrieden ſein mit dem, was deine Gnade uns zutheilt, Niemand aber unter uns ſchel ſehe, wenn du gütig Rheworden biſt, gegen ſeinen Nächſten. or allen Dingen erhalte uns dein Evangelium lauter und unverfälſcht, ſteure auch dem böſen Feinde durch deinen heiligen Geiſt, wenn er ſein Unkraut ſucht auszuſtreuen in unſere Gemeine. Der Same deines Wor⸗ tes, welches du predigen läſſeſt, fällt freilich wohl überall auf ungleichen Acker. Hilf du aber, daß der Teufel daſſelbe dein Wort nicht nehme von unſern Herzen, und laß niemals ver⸗ ebens ſein, was wir gehört haben. rweiche alle ſteinernen Herzen, durch deine Gnade und reiße aus denſel⸗ ben die Sorgen der Nahrung und alle Liebe der Welt, welche mit Dor⸗ nen und Diſteln das Gute in uns unterdrücken und verhindern, damit wir endlich je länger je mehr wach⸗ ſen in deiner Erkenntniß, fruchtbar werden in guten Werken, und hier⸗ durch deine Kirche unter uns vermehrt, dein großer Name aber geprieſen werde an allen Orten. Gißb Ihro Majeſtät, dem Könige in Preußen und Churfürſten zu Bran⸗ Allgemeine Kirchen⸗Gebete. an bi tern. err, himmliſcher Vater, allmäch⸗ tiger, ewiger Gott! Der du der armen, ſündhaftigen Welt dich erbarmt haſt und um ihretwillen auch deines eingeborenen Sohnes nicht verſchont, ſondern ihn für alle in den Tod ge⸗ geben, auf daß wir durch ihn wieder⸗ um ewig leben möchten und ſelig werden: Dank ſei dir für dieſe deine wunderbare Gnade und Barmherzig⸗ keit, daß du den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht haſt, auf daß wir in ihm würden die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. O lieber Heiland, Jeſu Chriſte, du wareſt ja der Allerverachteſte und Unwertheſte, voller Krankheiten und Schmerzen; denn der Herr warf unſer Aller Sünde auf dich, und alſo trugſt du unſere ſ Von dem Sonntage Quinquageſimä 18 Of geſimä Krankheit und Üudeſt auf dich unſere Schmerzen; du hiſt um unſerer Miſſethat willen verwun⸗ det und um unſerer Sünden willen zerſchlagen worden. Die Strafe lag auf dir, auf daß wir Frieden hätten und durch deine Wunden ſind wir geheilt. Darum ſo ſei nun auch gelobt immer und ewiglich, daß du uns zu Gute dieſes Alles gethan und deinem himmliſchen Vater gehorſamge⸗ worden biſt bis zum Tod, ja zum Tode am Kreuz. Erbarme dich noch ferner über uns, deine Erlöſete, und hilf, daß unſer Keiner verloren werde. Schuld⸗Opfer gegeben, ſo gib nun auch deinen heiligen Geiſt zu unſerer Bekehrung und mache uns gerecht durch dein Erkenntniß, nachdem du unſere Sünde getragen. Wir haben den und Mühe mit unſern Miſſ⸗ thaten; aber nun, daß wir jetzt unſerm ſündhaften Leben dich von denburg ꝛc. ten, welches uns reinigen ſoll von Haſt du doch dein Leben für uns zum dir Arbeit gemacht mit unſern Sün⸗ nicht ohne Buße ſterben, oder mit Neuem kreuzigen und durch ruchloſe Verachtung dein Blut mit Füßen tre⸗ e af! ri ſac m de — ——— —— — ——— —— — —j —— — — — —— ——— —— —— ſ — — S ——=— — ——=— — — — — — —== — — — — — — —— — — dd aber A eufdma n NMiſetbeame am daben. übet zmrde 3r Keinr vatn t. durh daß Fer Keiner k 5 N b Am — —=— kit 4 S dervontne uns ar Ein — — ——— e denn der hm e r Krar m K ſer Stmer Ni 1 nnſert eme er ue worden Rernn dah wiamite a deine omſn m d i meh tgelgſ. 3 und mih n 8 diſs Nlöet 1ctüſcenberbene hden Gbnit = ———— ——————— hit 1 1 biszmume 3(taredufn dim Güit,Ai allen Sünden. Vielmehr aber ver⸗ leihe uns, daß wir mit geängſtigtem Geiſte und zerſchlagenem Herzen dein Leiden und Sterben täglich betrach⸗ ten, in wahrem und feſtem Glauben auch allemal unſere Zuflucht nehmen zu deinen blutigen Wunden und durch dieſelben dermaleinſt mögen ein⸗ gehen zum ewigen Leben. Im Uebri⸗ gen beſchere uns allemal ein gedul⸗ diges Herz, nach deinem Vorbilde unſer Kreuz auf uns zu nehmen und dir willig nachzufolgen, auf daß, ſo wir mit dir leiden, wir auch dermaleinſt mit dir zur Herrlichkeit mögen erho⸗ ben werden. Indeſſen aber ſorge du an allen Orten für deine Ge⸗ meine, die du ſo theuer erkauft haſt mit deinem Blute. Gib Ihro Maje⸗ ſtät, dem Könige in Preußen und Churfürſten zu Brandenburg ꝛc. Von Oſtern an bis auf das Feſt der Himmelfahrt Chriſti. err Jeſu Chriſte, du ewiger Sohn 9 des allmächtigen und hochgelob⸗ ten Gottes! Der du biſt ein König der Chren und der Herr des ewigen Le⸗ bens, wir deine erlöſten Chriſten⸗ danken dir von Grund unſers Her⸗ zens, daß du nicht nur um unſrer Sünde willen dich ſelbſt dahingege⸗ ben, ſondern auch um unſerer Ge⸗ rechtigkeit willen am dritten Tage wie⸗ derum auferſtanden biſt von den Tod⸗ ten. Durch dieſe deine majeſtätiſche und freudenreiche Auferſtehung haſt du den Tod überwunden und dem, der des Todes Gewalt hatte, das iſt, dem Teufel ſein Reich der Finſterniß zerſtört; uns aber allen Segen, Le⸗ ben und ein unvergängliches Weſen erworben und an das Licht gebracht. So hilf nun auch, o liebſter Jeſu, du Fürſt des Lebens und Herzog unſerer Seligkeit, daß dieſe von dir angerichtete Oſter⸗Freude in unſerm erzen nimmer erlöſche, ſondern alle Tage je länger je größer werde. Du lebſt ja und wir ſollen auch leben; darum ſo laß auch den Frieden, Allgemeine Kirchen⸗Gebete. 118 welchen du aus deinem Grabe ge⸗ bracht haſt, auf uns kommen. Und weil du noch immer Buße und Ver⸗ gebung der Sünden predigen läſſeſt unter allen Völkern, ſo wecke uns täglich auf aus dem Grabe des Ver⸗ derbens, auf daß wir, lebendig ge⸗ macht durch deinen heiligen Geiſt, mit dir auferſtehen mögen zu einem neuen Leben, das aus Gott iſt, und hinfort unſer Keiner ihm ſelbſt lebe, ſondern dir, der du für uns geſtorben und auferſtanden biſt. In dieſer Welt ſind wir immer noch ſterbliche Men⸗ ſchen, du aber biſt unſere Auferſtehung und das Leben. Wer an dich glaubt, der wird leben. Wer an dich glaubt, der wird leben, ob er gleich ſtirbt, und wer da lebt und glaubt an dich, der wird ewig nicht ſterben. Darum ſo laß uns denn jetzt in dir ſelig ſterben. Du aber wecke uns hernach auf am jüngſten Tage durch deine Kraft. Mache unſern nichtigen Leib ähnlich deinem verklärten Leibe und führe uns mit dir ein zu deiner ewigen Freude. Indeſſen aber, ſo lange wir noch ſein müſſen in die⸗ ſem Jammerthal, ſo bleibe immerdar bei uns bis an den Feierabend der Welt und ſei alle Tage mitten un⸗ ter uns mit deiner Gnade! Gib Ihro Majeſtät, dem Könige in Preußen und Churfürſten zu Bran⸗ denburg ꝛc. Von der Himmelfahrt Chriſti an bis auf Pfingſten. Ferr Jeſu Chriſte, du Sohn des 13 hochgelobten Gottes! Du biſt aus⸗ gegangen von deinem Vater und ge⸗ kommen in die Welt, wiederum haſt du auch die Welt verlaſſen und biſt am Tage der Himmelfahrt hingegan⸗ gen zu deinem Vater: hiermit haſt du zu unſerm Beſten Alles vollendet, was in dem Werke der Erlöſung iſt nöthig geweſen; denn alſo ſteht es geſchrie⸗ ben und alſo mußte Chriſtus leiden und auferſtehen und in ſeine Herr⸗ lichkeit eingehen und nun predigen 114 laſſen das Evangelium in aller Welt. Dafür ſei auch gelobt und geprieſen, o du großer König der Ehren, denn du haſt dich ſalſt erniedrigt um unſertwillen, dein himmliſcher Vater aber hat dich erhöht und geſetzt zu ſeiner Rechten und dir einen Namen gegeben, der über alle Namen iſt, daß in dem Namen Jeſu ſich beugen ſollen alle derer Kniee, die im Him⸗ mel und auf Erden und unter der Erde ſind, und alle Zungen beken⸗ nen, daß Jeſus Chriſtus der Herr ſei zur Ehre Gottes des Vaters. Dieſes thun auch wir jetzt mit gläubigem Herzen und danken dir demüthiglich, daß du uns zum Troſt den Himmel eingenommen und hingegangen biſt, uns die Stätte zu bereiten bis auf den Tag, da du wiederkommen wirſt, zu richten die Lebendigen und die Todten. O liebſter Heiland, Jeſu, Chriſte, vergiß derer nicht, die dich kennen und deinen Namen anrufen, ſondern bleibe bei uns, wie du ge⸗ ſagt haſt, alle Tage bis an der Welt Ende. Du ſitzeſt zur Rechten Gottes, ſo vertritt uns auch und bitte deinen himmliſchen Vater für Alle, die auf Erden wohnen. Erinnere uns immer⸗ dar durch deinen heiligen Geiſt, daß auch unſer Wandel im Himmel ſei, und wo du biſt, unſer Schatz, da ſei auch unſer Herz, damit wir hinfort nicht mehr ſehen auf das Sichtbare, ſondern auf das Unſichtbare, auch nicht irdiſch geſinnt ſein, und nur an zeitlichen Dingen hängen bleiben, ſon⸗ dern vielmehr trachten nach dem, was droben iſt, da Chriſtus iſt. Wir ſind Pilgrimme in dieſer Welt und haben hier keine bleibende Stätte, ſondern die zukünftige ſuchen wir; darum hilf auch, daß wir uns bei Zeiten ſehnen mögen nach der Behauſung Gottes, die im Himmel iſt, und wie du ge⸗ ſagt haſt, Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir ſein, die du mir gegeben haſt, daß ſie meine Herr⸗ lichkeit ſehen, alſo gib dann, daß Alle, Allgemeine Kirchen⸗Gebete. auch mit dir zur Herrlichkeit mö erhoben werden. Indeſſen well di gegeben iſt alle Gewalt im Himmel und auf Erden, ſo herrſche auch ge⸗ waltig über uns, bis alle deine und unſere Feinde liegen werden zum Schemel deiner Füße! Gib Ihro Majeſtät, dem Könige in Preußen und Churfürſten zu Bran⸗ denburg ꝛc. Auf Pfingſten: Werr, unſer Gott, der du biſt Vater, 2 Sohn und heiliger Geiſt, hochge lobt in Ewigkeit! Wir preiſen dich in suße von Grund unſers Herzens, daß du ut d weiland durch den Mund deiner Pro⸗ i zult ahuden in d pheten nen Geiſt ausgießen über alles Veiſ welches auch erfüllt iſt und geſchehen in der letzten Zeit der Welt, da dein lieber Sohn Jeſus Chriſtus am Tage der Pfingſten den Tröſter, den heiligen Geiſt, mit großer Majeſtät vom Him⸗ mel geſendet, der ſeine Jünger in alle Wahrheit geleitet und uns Allen, die wir an dich glauben, geworden iſt ein Pfand unſers zukünftigen Eihes und das Siegel der Gnade, womit ejprochen haſt: Ich will mei⸗ deine Auserwählten verſiegelt ſind bis 1 6 an den Tag unſerer ewigen Erlöſung. Nun, Herr, wir ſind alleſammt ſleiſch⸗ lich geſinnt, und das iſt eine Feind⸗ ſchaft wider Gott. Denn unſer leiſch und Blut will dem Geſetze Gottes nicht unterthan ſein, es vermag es auch nicht. Darum ſo mache du uns iſ allezeit zu Tempeln Gottes und Wohnungen des heiligen Geiſtes, auf daß wir durch den Geſchäfte tödten und von dem Geiſte dermaleinſt das ewige Leben ernten ſind wir todtin mögen. Von Natur ſind Sünden, blaſe du aber die Gnade des Geiſt des Fleiſchss. heiligen Geiſtes wie einen lebendigen 3 Athem in uns, damit wir durch die in Kraft ſeiner Wiedergeburt werdenmo⸗ en eine neue Creatur und neue enſchen, nach Gott geſchaffen in rechtſchaffener Heiligkeit und Gerech⸗ die jetzt mit dir leiden, dermaleinſt tigkeit. Erleuchte uns mit deinem Lichte *— — —= n do 8— — * *ε — — — — B .— — I ä. 2 du ge nel er Welt Dadr 1 Oottes, di v rch glua gn demm em! 3, heilig 1 :Athen 1 dün Ba inn —1“ Allgemeine Kirchen⸗Gebete. 115 der Gnade, daß er uns täglich die Schrift eröffne und Chriſtum verkläre in unſern Herzen. Entzünde uns mit dieſer himmliſchen Flamme, daß unſer Herz brenne, wenn wir dein Wort hören und wir brünſtig werden im Geiſte, dich zu lieben und auszurich⸗ ten, was du uns befohlen haſt. Dieſer kindliche Geiſt, als ein Geiſt des Ge⸗ bets, lehre uns alle Tage aus kind⸗ lichem Vertrauen zu Gottrufen: Abba, lieber Vater! Und wenn wir ſelbſt nicht beten können, wie wir ſollen, ſo vertrete er uns mit unausſprech⸗ lichem Seufzen. Mache uns fruchtbar durch deinen Segen, daß wir erfüllt 4 nir niit Früchten der Gerechtigkeit im Glauben, Geduld, Demuth und in allen dir wohlgefälligen Tugenden wachſen mögen bis in das ewige Leben. Stärke uns durch dieſe Kraft aus der Höhe, daß wir mächtig und vermögend genug werden, zu ſtreiten wider alle unſere Feinde und zu tra⸗ gen das Kreuz, welches du einem Jeglichen unter uns auflegſt. Endlich aber laß auch dieſen guten Tröſter bei uns bleiben ewiglich, damit er immer⸗ dar als ein Geiſt der Kindſchaft Zeugniß gebe unſerm Geiſte, daß wir Gottes Kinder ſind, uns auch erquicke, aufrichte und tröſte, wenn wir betrübt ſind und alſo das Reich Gottes, wel⸗ ches iſt Gerechtigkeit, Friede und Freude in dem heiligen Geiſte, nimmermehr aufhören möge in unſern Herzen! Gib Ihro Majeſtät, dem Könige in 3 Preußen und Churfürſten zu Bran⸗ Sdignben denburg ꝛc. Lon dem Sountage Trinitatis an bis zum Advent. düln 9 allmächtiger und gütiger Gott! Der L du biſt ein Vater unſers Herrn weient und Heilandes Jeſu Chriſti, der du wnr mit deinem Sohne und dem heiligen Geiſte regierſt und herrſcheſt ewiglich, der du Himmel und Erde, Engel und di Nenſchen und alle Creaturen erſchaffen haſt, der du aus brennender Liebe deinen heiligen und eingebornen Sohn Jeſum Chriſtum zum Mittler und Sühn⸗ Opfer für unſere Sünde geordnet haſt und ſammelſt dir eine ewige Kirche unter uns durch dein Wort und die heiligen Sacramente: wir danken deiner göttlichen Majeſtät, daß du uns durch deinen hochgelobten Sohn Jeſum Chriſtum erlöſt haſt. Wir danken dir, Herr Jeſu Chriſte, du ewiger und allmächtiger Sohn Gottes, der du uns von Sünden, Tod, Teufel und Hölle befreit haſt und uns erworben Vergebung der Sünden, GottesGnade, den heiligen Geiſt und die ewige Selig⸗ keit. Wir danken dir, o du ewiger, heiliger und allmächtiger Geiſt der du vom Vater und Sohne ausgehſt und haſt der Propheten, Apoſtel, Märtyrer und aller Gläubigen Herzen erleuchtet. Wir danken dir, daß du auch uns durch das Wort mit deinem Gnaden⸗ Glanz erleuchtet und regiert haſt. Wir bitten dich, o du allmächtige und hoch⸗ gelobte Dreifaltigkeit, erbarme dich ferner über uns, vergib uns unſere Sünde, ſtärke unſern ſchwachen Glau⸗ ben, hilf, daß wir üben eine gute Ritterſchaft und dabei Glauben und ein gut Gewiſſen behalten! Gib Ihro Majeſtät, dem Könige in Preußen und Churfürſten zu Bran⸗ denburg ꝛc. Gebet an den Buß⸗Tagen. Banmherziger, ewiger Gott und Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, ein Herr Himmels und der Erden! Wir arme, elende Sünder bekennen vor deinem allerheiligſten Angeſicht, daß wir leider mit unſern Vätern geſün⸗ digt, daß wir mißgehandelt und gott⸗ los geweſen; mit unſern vielfältigen, ſchweren Sünden auchdeinen gerechten Zorn und allerlei Strafen, ja den endlichen Untergang gar wohl ver⸗ dient haben. Solche unſere began⸗ gene Sünde aber reut uns von Herzen, und dieweil du unſer Aller ater und liebreicher Gott biſt, der du dich alſo erklärt haſt: So wahr ich lebe, ich habe keinen Gefallen am a V=n—-„— 2 .——— 3 4 85—— 8 416 Gebet an den Buß⸗Tagen. Tode des Gottloſen, ſo fliehen wir Wende ab geſchwinde heurung Mif⸗ hierauf zu deiner inbrünſtigen und hyerzlichen Barmh erzigkeit, demüthiglich bittend, du wolleſt nicht gedenken der wachs, ſchädliches Wetter und alle anderen Plagen. Sei uns gnädig, o Herr Gott, ſei uns gnädig in aller b Sünden unſerer Jugend, noch aller Noth! Zeig uns deine Barmherzig⸗ unſerer Uebertretung, mehr eingedenk ſein deiner grundloſen Güte, Gnade und Barmherzigkeit. Ach Vater und Herr, ſtrafe uns nicht in deinem Zorn, züchtige uns nicht in deinem Grimm! Ach Herr, ſei uns gnädig, verſtoße uns nicht von deinem Angeſicht und laß es nicht mit uns gar aus ſein, ſondern wie ſich ein Vater erbarmt über ſeine Kinder, alſo erbarme du dich über uns! Erweiſe uns deine wunderliche Güte, du Heiland derer, die auf dich hoffen, und laß unſer Angeſicht nicht zu Schanden werden; ſei du unſere Pilfe in den großen Nöthen, die uns betreffen können, und erlöſe uns! Ach Gott, ſei du unſer Gott! Mache dich auf zu richten und hilf allen Elenden und Bedrängten auf Erden. Zerbrich die Pfeile aller Feinde deines aller⸗ heiligſten Wortes und Namens! Laß ihre Hände ſinken! Laß ſie beſchließen einen Rath und Nichts daraus wer⸗ den. Zerſchmeiße du die Köpfe deiner Feinde ſammt ihrem Schädel und zerſtreue die Völker, die da gern kriegen. Geſtatte ja nicht, o treuer Vater, daß dein Weinberg, den du unter uns gepflanzt haſt, verwüſtet werde. Stehe auf, Herr, und hilf uns mit deiner ſtarken Hand und allmächtigem Arme! Thue wohl die⸗ ſem und allen andern Landen, in welchem du mit deinem Worte deine Wohnung haſt. O lieber Herr und Gott, ſei und bleibe du bei und unter uns, ſtärke und erweitre dein Reich, das du aufgerichtet haſt; denn es iſt dein Werk. Erhalte uns und unſere Nachkommen bei reiner, geſunder Lehre und bei gewünſchtem Kirchen⸗ und Land⸗Frieden! Verſchone unſrer, o treuer Gott und Vater, mit Krieg, Aufruhr und Empörung, Peſtilenz und anderen, gefährlichen Seuchen. ſondern viel⸗ keit, wie unſre Hoffnung zu dir ſteht! Erleuchte unſre Herzen, daß wir recht⸗ ſchaffne, wahre Buße thun, alle den fliehen und meiden, hingegegen dich Verderben zeitlich und ewiglich ent⸗ gehen mögen. Das Alles wolleſt du thun, o treuer, barmherziger Vater, um des theuren Verdienſtes und kräf⸗ Sohnes Jeſu Chriſti, unſers Herrn, lebt und regiert in gleicher Majeſtät und Chre, wahrer Gott und Menſch, hochgelobt in Ewigkeit! Amen! wiſſentlichen und vorſätzlichen Sün⸗ In und dein heiliges Wortſtets vor Augen i ie haben und alſo dem wohlverdienten tigen Fürbitte willen deines lieben ſan welcher mit dir und dem heiligen Geiſte m fngn d a widie Gebet nach den angeordueten Pre⸗ digten von der Verklärung Chriſti. j Jeſu Chriſte, du eingeborner und herzallerliebſter Sohn deines und Sterben, im Beiſein dreier dei ner lieben Jünger und Apoſtel, dich da dein Angeſicht hat geleuchtet wie die helle Sonne, deine Kleider ſind weiß geworden wie der Schnee, und aus jener Welt bei dir geſtanden haſt du nicht allein zu erkennen ge⸗ Sohn des lebendigen Gottes und der verſprochene Heiland der Welt, auf welchen Moſes und Elias ſammt dem haben, ſondern haſt auch kräftiglich bezeugt, daß nach dieſem elenden, ver⸗ gänglichen Leben ein anderes freu⸗ denreiches, immerwährendes, himm⸗ liſches Leben zu erwarten ſei, in welchem ewigen, allmächtigen Vaters! Der du i kurz vor deinem ſchmerzlichen Keiden haſt verklärt auf dem Berge Thabor, inn ſind, mit himmliſchem Licht und Glanz bekleidet, Moſes und Elias: damit geben, daß du ſeieſt der wahrhaftige ſiimn ganzen prophetiſchen Heere gedeutet deine allhier auf Erden hochbedrangten the un ahort —— — — — · uder 1 4 nderlihe iget n ai ns Sdd en Cint w mencht well der unddain du mnſerr ledtſ jit in ſeti dems ud crnher Gäui us Ac 5 on Goitit 3 3 Lache dih Glende Geh ue deu aunnnumr gerdrih V —— 7s La S e. Chrit ue cliezen I r alerlätdende aus per ewi 5 athae 4„] A d4 8 ſe deiner kurg en inm fhrmitne ddl und und in diam. da gem ner Woſünge w treuer haß 6 =t ufwmbyh dm du d b erwüſtet die und hilf de nd und alls pohl die⸗ mu „ den in dell A Wſsm. 5 tte deine daſt de und ged r du ſen u 50 dandn ae a Neich, derf hunn d unſere gan 1 vn i deunder dan ahr nddeu⸗ dezt amt Kirchen⸗ e unrer, gat der it Krieg, f Peſtlenz Chriſten von Tod, Teufel, Sünde, Hölle und allem Kreuz erlöſt dich ſammt deinem lieben Vater und dei⸗ nem heiligen Geiſte von Angeſicht anſchauen, dich ſammt der ganzen Menge der heiligen Engel, der lieben Patriarchen, Propheten, Apoſtel, Märtyrer und aller Auserwählten mit einem ewigen Dank⸗Liede loben L und preiſen und ſich mit dir in alle Ewigkeit freuen werden. Wenn wir arme, ſterbliche Menſchen dieſen be⸗ ſtändigen Troſt nicht hätten, ſo wä⸗ ren wir die allerelendeſten Creaturen auf Erden, ja, es wäre uns viel beſſer, daß wir nie geboren wären. So danken mir dir nun, o du aller⸗ ſüßeſter Herr Jeſu Chriſte, du einiger Hort nnd Troſt unſerer Seelen, daß du durch deinen herben, bittern Kreuz⸗ gang und durch dein allerheiligſtes Leiden und Sterben uns armen Pilger⸗ Leuten bereitet haſt eine ſtets wäh⸗ rende bleibende Wohnung im Him⸗ mel, da du alle unſere Thränen von unſern Augen abwiſchen, unſere See⸗ len mit vollkommener Unſchuld, Weis⸗ heit und Gerechtigkeit zieren, unſern irdiſchen und nichtigen Leib deinem verklärten Leibe ähnlich machen, unſere Herzen mit unausſprechlicher Wonne und Freude krönen, uns mit ſolcher Herrlichkeit begnadigen wirſt, welche kein Auge geſehen, kein Ohr gehört und in keines Menſchen Herz gekom⸗ men iſt. O, gib und verleihe, daß wir unter allem Kreuz und Trübſal dieſes Lebens uns tröſten und von ganzem Herzen freuen der zukünftigen Him⸗ mels⸗Freude und Klarheit, die du mit deinem theuren, roſinfarbenem Blute uns erworben und in deinem ſelig⸗ machenden Worte uns aus Gnaden zu ſchenken gar väterlich haſt zuge⸗ ſagt. O, hilf durch deine grundloſe Barmherzigkeit, wenn wir nun an den Angſt⸗Berg des Todes treten und mit der letzten Noth ringen werden, daß wir alsdann gedenken an den Berg Thabor und feſtiglich glauben, unſere Sünden ſeien wahrhaftiglich Gebet von der Verklärung Chriſti. 117 durch dich getilgt, der Zorn deines Vaters geſtillt, dem Geſetze ſein Recht und Anſpruch wider uns und dem Teufel ſeine Macht genommen, der Tod ſei uns zu Gute in Sieg von dir verſchlungen, der verſchloſſene Himmel eröffnet und unſerm Fleiſche eine fröhliche Auferſtehung zum ewigen eben erworben. Behüte uns ja, o du allerliebſter Herr, vor Verzweiflung, Ungeduld, unzeitlicher Liebe dieſes Lebens und Alle dem, das uns hin⸗ dern mag an der Reiſe nach dem ewigen Vaterland. Erhalte uns im wahren Glauben, ſeliger Geduld, chriſtlicher Beſtändigkeit bis an unſern letzten Seufzer; laß unſerm abge⸗ mattetem Herzen, wenn es nun vor Angſt brechen will, ſeligen Troſt und Labſal zukommen aus deinen blutigen Wunden; Verkürze uns die Qual des Todes nnd befiehl deinen heiligen lieben Engeln, daß ſie unſere Seele faſſen in das Bündlein der Leben⸗ digen und in deinen Gnaden⸗Schooß tragen zu der ewigen, himmliſchen Geſellſchaft der Auserwählten. Jetzt aber, weil wir in der Hütte dieſes Leibes noch wallen und dieß Elend bauen, wolleſt du uns regieren und führen mit dem heiligen Geiſte, auf daß wir durch deſſelben Hilfe und Beiſtand in deiner Furcht leben, eine gute Ritterſchaft üben, einen guten Kampf kämpfen, Glauben und ein gut Gewiſſen behalten bis an unſer Ende. Blicke an in Gnaden unſer liebes Vaterland, ſammle dir unter uns, wie bisher, deine liebe Kirche durch dein heiliges Wort und den rechten Gebrauch der heiligen Sacra⸗ mente. Segne unſre liebe Obrigkeit, ſowohl die ganze chriſtliche volkreiche Gemeine allhier, lindre die wohlver⸗ dienten Strafen unſerer Sünden, behüte uns vor Aufruhr, Krieg, Blut⸗ vergießen, vor Einfall barbariſcher Völker, vor Peſtilenz, theurer Zeit, Feuers⸗ und Waſſers⸗Noth und Allem, was uns an Leib und Seele mag ſchädlich ſein; beſchere uns neben 118 dem täglichen Brodte den lieben zeit⸗ lichen Frieden!. Gib Ihro Majeſtät, dem Könige in Preußen und Churfürſten zu Bran⸗ denburg ꝛc. Gebet nach den angeordneten Pre⸗ digten zu der Zeit der Erndte. Dankſagung. Zerr Gott, Vater, Sohn und hei⸗ liger Geiſt; Du biſt der allmäch⸗ tige Gott Himmels und der Erden und in dir leben, weben und ſind wir. Du aber haſt gewollt, daß der Menſch lebe vom Brodte, auch deswegen im Anfange der Welt die Erde frucht⸗ bar gemacht durch dein allmächtiges Wort und nach den Tagen der Sünd⸗ fluth zugeſagt, daß, ſo lange die Welt ſtehen werde, nicht aufhören ſolle Saat und Ernte. 2. Nun ſiehe, Herr, dieſelbe deine einmal gemachte Ordnung währt auch noch und du krönſt noch immer das Jahr mit deinem Gute. Du läſſeſt Gras wachſen für das Vieh und die Saat zu Nutze des Men⸗ ſchen, alſo bringſt du Brodt aus der Erde und erfüllſt unſere Herzen mit Speiſe und Freude. 3. O lieber Gott, wie haſt du doch Alles ſo weislich geordnet! Wie groß iſt auch dabei deine Güte gegen uns, die wir deines Brodtes nicht werth ſind, und wie wunderbar endli deine Allmacht, wenn du aus Weni⸗ gem Viel machſt und läſſeſt den Samen Frucht bringen, der in der Erde verwest. 4. Darum ſolche deine unerforſch⸗ liche Weisheit, ſolche deine unaus⸗ ſprechliche Güte, Barmherzigkeit und Allmacht iſt es, welche auch wiederum in dieſem Jahre unſer Land hat heimgeſucht. Die Menſchen hatten ihren Samen auf Hoffnung geſäet, du aber haſt bisher die Saat auf dem Felde geſegnet und uns nunmehr die Zeit erleben laſſen, da man überall erntet und das einſammelt in ſeine Scheuren, was du gegeben haſt. Gebet nach den angeordneten Predigten. „5. Ach Herr, du reicher Gott; Gs iſt ja Alles dein, was man erntet, denn wir ſelbſt können Nichts aus der Erde hervorbringen, und es ſei Wenig oder Viel, ſo iſt es doch riehe als wir verdient haben. Drum Dank ſei auch deinem heiligen Namen für Alles und Jedes, was du dieſes Jahr über auf dem Acker beſchert haßt. Du allein biſt der Gott, der uns von Mutterleibe an lebendig erhält und thut uns alles Gutes. Dir allein ſei hierfür Lob, Ehre und Preis geſagt jetzt und in Ewigkeit! Bitte. 6. Wir bitten dich aber, o mibd⸗ reicher Vater, nimm uns ja nicht wieder in deinem Zorn, was du aus Gnaden zu geben haſt an⸗ gefangen. 7. Haſt du doch ſelber in deinem Worte geſagt, daß ſich der Regen nicht reime zur Zeit der Ernte, darum ſo laß auch nicht geſchehen, daß durch ungünſtiges Wetter der Segen auf dem Felde umkomme, welchen du bis⸗ her unſern Augen daſelbſt haſt gezeigt. 8. Hernach ſo bewahre auch das Eingeſammelte in der Scheuer und auf den Kornböden vor Feuer⸗ und Waſſersnoth, vor Dieben und un⸗ treuen Verwaltern, vor Wucherern und noch vor allem Andern, was rann und verderben. 9. Ferner laß uns ja nicht ver⸗ geſſen, daß Alles von dir komme und g was wir bekommen. Hilf auch, ch uns deine Gaben zunichte machen 3 daß wir eben darum niemals unver⸗ gnügt ſein mögen mit dem, was du A gibſt; Nichts davon aus Ueppigkeit und Wolluſt unnützlich verſchwenden; inn Nichts aus Geiz, Neid und Unbarm⸗ herzigkeit vor unſern nothleidenden Nächſten verſchließen, noch dabei aus ich ſorgen, als wenn das nicht zureichen werde, was Mißtrauen gegen dich du beſcheert. 10. Weil wir aber auch noch fer⸗ nerhin deine Fürſorge werden von⸗ —— =B— ———=— =S= ———— ———— — — *£ 1 Ehre — Raſch ſat cheaixtt imct.. ditt. cges 6. Witen dic cn TSüm⸗ her Var de Dett ja ni eri in ſelle du a. efar— de deie 1. † xu doch ſehei vährt Vert„daßſ imme weims rit der Gh um e. Du laß 4 t. dt geſchen 8 Weh unai e Wetter Raht Men⸗ denſ ckonme Anatt aus der her uh ee ugen dſt en nit§. F†*ſ ſo bit. Eina mnte e Eing wnte i mäme d doch auf 4 nböden Sa 5 ie arrß Wa er, vit werth und K älm hn mdüch uns Ke hader wihtn d a or⸗ Geni lunn& nettan B 9, i Mn 8 der geſet a cllsmi- s mmehr wen überall du 2 a ſeine 4 at. I VWetter, weder Ungeziefer, noch etwas Hei mit uns, o gnädiger, lieb⸗ 11. welches du bei gegenwärtiger Ernte⸗ nn unſerm us, daes akem, ntn e. 8 nicht nur Kra zu Gute kommen. iten nach unſerer Schuldigkeit und hilf, w deine Wohlthat erkennen, dir herzlich s gehen, unſeres ar mittheilen und nöthen haben, worden. Behüte Alles, was nach vollendeter Ernte⸗Zeit die neue Be⸗ ſtellung des Ackers hindern könnte. Und damit keine Jahre kommen mö⸗ f gen, da man ſäet, aber nicht erntet ſo hilf, daß weder Froſt, noch Hitze, weder übrige Näſſe, noch allzu trocknes Anders die Saat in der Erde ver⸗ derbe, von welcher wir in das Künf⸗ tige werden leben ſollen. Gebet. reicher Vater, und erhalte zu unſerm Beſten das tägliche Brodt, Zeit überall austheilſt. 12. Beſchere vor allen Dingen an⸗ genehmes Wetter und einen beſtän⸗ digen Sonnenſchein, damit vollends Alles reife, was noch nicht reif iſt, und trocken eingebracht werde, was noch im Felde ſteht. Segne das Ein⸗ geſammelte in den Scheuern, reinige es auf der Tenne, mehre es hernach unter den Händen, laß es gedeihen . tunde und verleihe da⸗ ei Leben und Geſundheit, Ruhe und Frieden, Alles das, was du eſchert haſt, ſo zu genießen, damit 1 4 gebe dem Leibe, ondern auch gut und ſelig ſei der Seele, und alſo dein zeitlicher Segen uns auf allerlei Weiſe reichlich möge 13. Wenn du aber dieſes Alles thun wirſt, ſo erinnere uns auch her⸗ daß wir Alles, was da iſt, allein für dafür danken, ſparſam damit um⸗ zu der Zeit der Ernte. lo laß künftig unſer Land nicht feiern in deinem Zorn, daß es wüſt liege und hernach un⸗ fruchtbar werde, wenn es verlaſſen 119 allein zu deiner Ehre anwenden und gebrauchen. 14. Suche noch immer ferner un⸗ ſer Land heim in Gnaden. Baue es und mache es ſehr reich. Erwärme den Staub der Erde mit nöthigem Sonnenſchein. Wäſſre den Acker mit ruchtbarem Regen, tränke ſeine Fur⸗ chen, feuchte an das Gepflügte und laß wohlgerathen, was man forthin wieder ſäen wird, damit auch in den künftigen Jahren das Land ſein Gewächs gebe und unſre Auen dick ſtehen mit Korn, daß man jauchze und ſinge und deinen Ruhm verkün⸗ dige immerdar. Fürbitte. Endlich, du biſt ja der Gott, 15. der täglich ſeine milde Hand aufthut und ſättigt Alles, was da lebt, mit Wohlgefallen. Darum ſo verſorge auch jetzt bei dieſerwährenden Ernte⸗Zeit alle anderen Menſchen und laß einen Jeglichen ſein beſcheiden Theil und Speiſe dahinnehmen. 16. Erinnere einen Jeden ſeines Amtes, daß der Faule nicht ſchlafe zur Zeit der Ernte und ſein und der Seinigen Beſtes verabſäume. Gib aber auch denen Kräfte, die im Schweiße ihres Angeſichts ihr und unſer Brodt ſammeln! Erquicke ſie wenn ſie müde ſind, und laß hernach einem Jeden dasjenige, was ihm ſein Acker getragen hat, mit den Seinigen in guter Geſundheit genießen, damit wir aller deiner Wohlthaten recht⸗ ſchaffen froh werden. 17. Hilf aber auch, daß die Reichen ſich nicht verlaſſen auf ihre vollen Scheuern und darüber vergeſſen, daß ihre Seele könne von ihnen genom⸗ men werden, wenn ſie es nicht meinen, und dasjenige ein Anderer kriege, was ſie geſammelt hatten. Gedenke an die Armen, die nicht haben was Leibes dabei warten, Andern davon gern endlich das Alles, wie es recht iſt, was wir davon ſie einernten können. Hilf, daß Andere für ſie mit ſammeln, und vergilt du es denen ſelbſt, die ſie haben, auch nur Aehren aufleſen laſſen auf ihrem 1 “ ——— 8 2— 42 8 —““ ſ—— ———] ———— 3— 2* — — vſ1 1²⁰ Gebet nach den angeordn. P Acker, oder ihnen etwas mittheilen von dem, was ſie übrig haben. 18. In Summa: wo wenig iſt, da ſegne den kleinen Vorrath, daß er zureiche, und wo Viel vorhanden, da ſchaffe, daß auch der große Haufe nicht möge gemißbraucht werden zum öſen.. 19. Erhalte uns Ruhe und rieden in allen Landen, damit nicht Fremde kommen und eines Andern Ernte verzehren. Behüte überall vor Miß⸗ wachs, theuren Zeiten und Hungers⸗ Noth. Wende auch endlich noch al⸗ les Andere von uns ab, was die Nah⸗ rung und Nothdurft dieſes zeitlichen Lebens uns könnte ſchwer machen. Laß aber hingegen einem Jeden wohl ſein bei dem, was du ihm beſchert haſt, damit Reiche und Arme deine Kraft erkennen und dich preiſen wer⸗ den immerdar. 20. Zuletzt, o du Heiland aller Menſchen, wir ſelbſt ſind auch das geiſtliche Ackerwerk in deiner Kirche, und du biſt der Herr der Ernte; da⸗ rum bitten wir dich, ſende Arbeiter in deine Ernte und laß auch unter den Menſchen deine Ernte groß wer⸗ den an allen Orten. Hilf, daß man überall guten Samen auf deinen Acker ſtreue und deine Lehre predige bei allen Chriſten. Behüte die Welt vor dem Unkraut, welches der Teufel hin und wieder ausſtreut. Bekehre die, welche die Ungerechtigkeit ſäen und Mühen ernten, oder ſonſt auf das Fleiſch ſäen und von dem Fleiſche das Verderben ernten werden. Hei⸗ lige aber dagegen uns Alle mit ein⸗ ander, daß wir chriſtlich geſinnt ſein auf den Geiſt ſäen und von dem Geiſte dermaleinſt ernten mögen das 2mie Leben. 21. a, wenn einmal die ganze Welt reif genug ſein wird zur letzten Ernte, ſo hilf auch, daß wir Alle wie reiner Weizen, in Garben gebun⸗ den, in deine Scheuern geſammelt redigten von der Ewigkeit. wir, wie du geſagt haſt, ohne Auf⸗ hören ernten, was wir geſäet haben und uns freuen, wie man ſich freuet 5 der Ernte, mit unausſprechlicher eude. 22. Erhöre uns, o Gott, und ge⸗ währe uns das Alles, was wir bie⸗ ten, um deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti willen! Amen! Gebet nach den angeordneten Predigten von der Ewigkeit. Hen. unſer Gott, Vater, Sohn 1. und heiliger Geiſt, hochgelobt in Ewigkeit! Du biſt der ewige König⸗ der unvergängliche, der unſichtbare und allein weiſe, ehe die Berge gewor⸗ den und die Erde geſchaffen wurde, warſt du Gott von Ewigkeit zu Cwig⸗ keit, ohne Anfang und Ende, der Erſte. kein Gott. Du bleibſt auch immer, wie du biſt, und deine Jahre neh⸗ men keine Ende; denn bei dir iſt kein Wechſel des Lichts und der Fin⸗ ſterniß, ſondern nur Freude deſü und liebliches Weſen zu deiner Rech⸗ ten immer und ewiglich. 2. Du aber haſt den Menſchen eine Seele gegeben, welche nicht ſter⸗ ben wird. Du wirſt auch am Ende von den Todten und alsdann einem Jeglichen vergelten nach ſeinen Wer⸗ ken ewiglich. werden alsdann eingehen Leben und bei Chriſto in ein ewiges den in die ewige Pein, wo ihr Wurm auch ihre wird verlöſchen, wo der Qual wird aufſteigen v zu Ewigkeit und werden haben Tag und Nacht. 3. Nun, Herr, unſer Gott, wit arme, ſterbliche Menſchen demüthigen uns vor deiner unendlichen Majeſtät und beten dich an, der du lebſt von keine Ruhe und in dem Himmel bewahrt wer⸗ den zur ewigen Freude. Da werden Ewigkeit zu Ewigkeit. und Letzte, und außer dir iſti geſchaffen zu deinem Bilde und uns der Welt unſere Leiber auferwecen lle deine Gläubigen i ſein allezeit. Alle Gottloſen aber wirſt du hinſen⸗ nicht wird ſterben und ihr Feuer nicht on Ewigkeit Wir fürchten 3 ſct d M ſüd t mkn maorh aerti m uſſer! dä in, ud vrgän Iin eit lü tuad v lln die oiuch Nae al das Giiyer Wi vüme tn riſſe, pitlichen in E r machen. der en dhedelbhn er den c Gdde gftnen rne deire un arttvonong rijen war⸗ bit, Krilffeng w Er and aller kein er Kirche, men Ertt Ktte, Wt „ t Du hettasi auch das vie. eäth. rnte: da kin M e Arbeiter ſtern der deuſel der Belehre von keit ſcen Jegt n V ſeuſt auf ken Gebet nach der uns vor deinem Zorn, welcher bren⸗ nen wird bis in die unterſte Hölle; wir danken aber auch deiner Gnade und Barmherzigkeit, welche über uns walten wird mit deinen Auserwählten: Herr, du biſt würdig zu nehmen Preis und Ehre und die Kraft und die Herr⸗ lichkeit in Ewigkeit! 4. Erbarme dich aber, o lieber Va⸗ ſter, unſer Aller, die wir noch in der Welt ſind, wo Alles zeitlich iſt, eitel und vergänglich. Unſer Leben währt hier eine kleine Zeit. Unſers Namens iſt bald vergeſſen und das ganze Weſen dieſer Welt vergeht. Darum ſo hilf auch, daß Niemand ſein Hers alſo an das Zeitliche hänge, daß er des Ewigen dabei vegeßſe Lehre uns vielmehr bedenken, daß wir ſter⸗ ben müſſen, und erinnere uns alle Tage der ewigen Pein, welche bereitet iſt dem Teufel und ſeinen Engeln, damit hierdurch Jedermann gewarnt die Sünden haſſe, Buße thue, weil er Zeit hat, und wir alſo nimmer⸗ mehr kommen dürfen an dieſen Ort der Qual. 5. Jetzt iſt die gute Zeit der Gna⸗ de, darum ſo laß uns mit Geduld trachten nach dem ewigen Leben. Und weil ja deine Gläubigen durch viele Trübſal müſſen in das Reich Gottes eingehen, ſo tröſte du unter⸗ deſſen uns und Alle, die hier Leid tragen, mit der Hoffnung jener zu⸗ künftigen, immerwährenden Freude. Gplich täglich zu unſerer Seele: die⸗ ſer Zeit Leiden iſt nicht werth der Herrlicheit, die an uns ſoll offen⸗ baret werden. Und verſichere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß unſre Trübſal, die zeitlich und leicht iſt, ſchafft eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht ſehen auf das Sichtbare, ſondern auf das Unſichtbare.. 6. Erfülle auch zu rechter Zeit dieſe ſelige Hoffnung an uns Allen, und wenn die Tage diejſe⸗ Lebens, welche du einem Jeden beſtimmt, werden ür und für, und ſagen l Schul⸗Predigt. 121 aus ſein, ſo führe unſere Seele ein zu ihrer Ruhe. Wecke am Ende der Welt unſern Leib auf, herrlich gemacht und verklärt zum ewigen Leben, und aß uns dann als die Geſegneten des Herrn ererben das Reich, das uns bereitet iſt von Anbeginn der Welt. Daſelbſt werden wir leuchten wie die Sonne in unſers Vaters Reich. Daſelbſt werden wir mit Freu⸗ den ernten, Alle, die hier in Thrä⸗ nen geſäet haben, und mit Chriſto zur Herrlichkeit erhoben werden Alle, die hier in der Welt haben mit ihm leiden müſſen. Um dieſe Zeit wird ſein Heulen und Zähnenklappen bei allen Verdammten; wir aber, deine Auserwählten, werden uns freuen mit unausſprechlicher Freude, und dieſe Freude wird Niemand von uns nehmen. Dir unſerm ewigen, unver⸗ gänglichen und unſterblichen Gott wollen wir auch alsdann danken ohne Aufhören und deinen großen Namen wollen wir alsdann preiſen immer und ewig! Amen! Gebet nach der Schul⸗Predigt. (Gebete, welche nach den angeord⸗ neten Schul⸗Predigten von chriſt⸗ licher Erziehung der Iungend pfle⸗ gen geleſen zu werden.) 9 du ewiger und allmächtiger Gott, barmherziger, lieber, himmliſcher Vater! Der du allein alles Gute in uns anfängſt, beſtätigſt und vollen⸗ deſt, du haſt ſchon im Paradiſe eine Schule aufgethan, da du ſelbſt der oberſte Lehrmeiſter geweſen und dei⸗ nen heiligen Willen Adam geoffen⸗ bart haſt, welcher auch ſammt allen ſeinen Kindern dir hätte dienen ſollen in Heiligkeit und Gerechtigkeit; aber er iſt mit ſeinen Nachkommen aus ſolchem ſeligen Zuſtande gefallen, und nun ſind wir von Natur Finſterniß und der natürliche Menſch vernimmt nicht, was des Geiſtes Gottes iſt. Doch haſt du dir ſammt deinem Sohne, 1* 122 Gebet nach der unſerm Herrn Jeſu Chriſto, in Gna⸗ den gefallen laſſen, daß Abraham ſei⸗ nen Kindern und Hauſe befahl, die Wege des Herrn zu halten, Gericht und Gerechtigkeit zu thun, und alſo das Geſetz und Cvangelium zu ler⸗ nen, im Glauben und ſeligen Leben zu wandeln und ſich nach dem Eben⸗ bilde Gottes zu erneuern. Ja, Herr Jeſu Chriſte, mein trauteſter Heiland, du haſt ſelbſt unter den Lehrern ge⸗ ſeſſen, ihnen zugehört und ſie gefragt, womit du die öffentlichen Schulen oder Zuſammenkünfte der Lehrenden und Lernenden geweiht und geheiligt haſt. Auch haſt du hernach in dei⸗ nem meſſianiſchen Amte ſelbſt eine Schule aufgethan und Jünger auf⸗ gezogen, die du zur Seligkeit unter⸗ wieſen. O barmherziger Gott und treuer Heiland, damit haſt du dir die Schu⸗ len empfohlen, die Angelegenheit von göttlicher Auferziehung der Jugend zu erkennen gegeben und dazu Segen und Gedeihen verheißen. Wir danken dir aus ganzem Herzen in getreuem Gemüthe, und mit fröhlichem Munde, daß du auch unter uns deine Schu⸗ len geſtiftet, erhalten und bewahrt haſt als Werkſtätten deines guten Geiſtes und Gärten zu Bäumen der Gerechtigkeit und Pflanzen, dem Herrn zum Preiſe. Aller chriſtlichen Stände Fortpflan⸗ zung beruht hierauf, und da iſt die ſelige Weleenhent wo nicht nur die weltlichen Wiſſenſchaften fruchtbarlich können gelernt, ſondern auch, wo die Quellen der wahren, göttlichen Weis⸗ heit aufgethan werden; dir gebührt deshalb Ehre, Preis und Lob in Gmrigent b Wirbitten dich aber auch demüthig⸗ lich, du wolleſt immer, wie für die Kirchen, alſo auch für die Schulen Pfleger und Säug⸗Ammen geben; gelehrte, verſtändige und fleißige Leh⸗ rer ſenden, zu bekehren die Unartigen zu der Klugheit der Gerechten, dir ein bereit Volk zuzurichten. Erleuchte, Schul⸗Predigt. ‚regiere und bewege die liebe Jugent durch deinen heiligen Geiſt, da 1 gern zu den Füßen ihrer Lehrer ſitzen, und gelehrt werden in aller Weisheit, auch mit der Zeit mächtig ſein mit Worten und Werken. Vor allen Din⸗ gen laß ſie wachſen in deiner Erkennt⸗ niß und geſtärkt werden mit aller Kraft mit deiner herrlichen Macht. Erleuchte ſie, daß Alle hinkommen zu Einerlei Glauben und ein voll⸗ kommener Mann werden, der da ſei in dem Maße des vollkommenen Alters Chriſti. Hilf, daß ſie zunehmen in Weis⸗ heit, Alter und Gnade bei dir und den Menſchen. Und wenn es ſonſt woran fehlen ſollte, ſo gib nur, daß ſie unterwieſen ſein zur Seligkeit, und wir mit ihnen freudig vor dir erſchei⸗ nen und ſagen können: Siehe, hier ſind wir und die Kinder, die du ge⸗ geben haſt! Der Teufel wollte gern die Schulen zerſtört und aufgehoben wiſſen, weil ihm und ſeinem Reiche daraus großer Schaden zugefügtwird; aber du, Gott des Friedens, ſteure den liſtigen Anſchlägen und trittihn unter unſere Füße in Kurzem. Gib immer unter uns gottesfürch⸗ tige Regenten, fromme Prediger und redliche Bürger, wie Samuel, Timo⸗ theus und Oneſimus aus den Schulen Telonumen ſind. Und wenn es den ehrern ſchwer fallen will bei dem Undanke der Welt, ſo laß doch deine herrlichen Verheißungen über ſie kom⸗ men, die du denen gethan haſt, die bei dem Wenigen getreu ſind, und die du über viel ſetzen willſt. Gib auch zu ihrem Pflanzen und Begießen das Gedeihen und ſegne die chriſt⸗ liche Auferziebung unter uns in der Zucht und Vermahnung zu dir. Be⸗ förde hierdurch deines Namens Ehre unter uns, erhalte uns bei dem Er⸗ kenntniß der Wahrheit zur Gottſelig⸗ keit und laß uns endlich Alle davon⸗ nehmen das Ende des Glaubens, der Seelen Seligkeit. Gib es, o du gnä⸗ diger Gott und Vater, um deines 5 —-—— —— —— — —— en mter ſi 2d treuer dee Schu⸗ ndeit den doend u er ttört waptn u Segen wiſen, ämn und in r danken r. Eitun getreuem aber d= des Ful Mande, den lit Frſſclän aith te Schu unter1 iße n hn dewahrt Gib Tarultr ict s guten tige N r fmn nen der redlihe i, Nie En dern theu g mumha — xton m reyflan⸗ Lehre Hit die Undan nur die berrl lch müthige Zut uir de fördeh Schulen unter I . kenntm ¹cdäl, ſohue Ex eimynibr 4 Tem iin Gebet nach der Schul⸗Predigt. lieben Sohnes Jeſu Chriſti willen, in Kraft des heiligen Geiſtes! Amen! Das andere Gebet bei den Schul⸗ Predigten. Peui himmliſcher Vater, ewiger, allein weiſer Gott! Du biſt der einige, rechte Vater über Alles, was Kin⸗ der heißt im Himmel und auf Erden, der reiche Geber aller guten und voll⸗ kommenen Gaben, der große Meiſter unſerer Jugend, der du uns von Mutterleibe an lebendig erhältſt und thuſt uns alles Gutes. Du lüäſſeſt uns nach deiner weiſen Regierung jung ſein und alt werden, führſt uns wie die Jugend, trägſt uns bis ins Alter, lehrſt uns ſelbſt, was nützlich iſt, leiteſt uns mit deinen Augen auf dem Wege, den wir gehen ſollen, und haſt deine Luſt, noch immer von heit zu Zeit, auch aus unmündigen Kindern dir eine Macht und Lob zu⸗ zubereiten. Deine Güte iſts, Herr, unſer Gott, daß ſolche auch unter uns noch tüglch zu dir kommen in der heiligen Taufe, dein Wort her⸗ nach von Kindheit an reichlich kennen lernen in Häuſern, mit vernünftiger, lauterer Milch guter und heilſamer Lehre genährt werden in öffentlichen Schulen, dein Wort und Sacrament unverfälſcht genießen in unſern Kir⸗ chen; und es iſt unter uns Keiner, der nicht um deß Allen willen fröh⸗ lich müßte rühmen: Du biſt unſer Gott, Herr, Herr, von Jugend an, du haſt uns von Jugend 8 gelehrt, darum verkündigen wir deine Wun⸗ der! Junge und Alte ſollen deswegen auch unter uns loben den Namen des Herrn und dir danken von gan⸗ ſen Herzen, daß du uns noch immer ſo reichlich in Kirchen und Schulen lehrſt die Rechte deiner Gerechtigkeit. Nun, Herr, unſer Gott, du kennſt dabei das Dichten und Trachten des menſchlichen Herzens, daß es nur böſe iſt von Jugend auf immerdar; du ſiehſt die Schlüpfrigkeit der Jugend, die Trägheit des Alters, die Aerger⸗ 123 niſſe der Welt, die Nachſtellungen des Satans und die unter dieſen Allen in einer grundböſen Zeit täglich ge⸗ fährlicher werdenden Irrwege an, deren man ſo oft ſich fündlich freut in ſeiner Jugend, auch das, was man Andere ſoll lehren, übertritt in ſeinem Alter und ganz leichtſinnig vergißt, daß man für Alles wird müſſen dir Rechenſchaft geben. Ge⸗ denke doch aber bei unſer Keinem im Zorn der Sünden ſeiner Jugend, noch aller unſerer Uebertretungen; nimm deswegen nicht weg von un⸗ ſerm Munde das Wort deiner Wahr⸗ heit, von unſerm Herzen die Wir⸗ kungen deines Geiſtes, und von den bisher unter uns durch deine rechte Hand in Kirchen und Schulen ge⸗ pflanzten und gnädig erhaltenen Wein⸗ ſtöcken die Kraft der Fürbitte deines Sohnes. Laß um derſelben willen nicht zu, daß zarte Herzen unter uns durch allerlei Wind der Lehre und loſe Verfühxung, durch böſe Geſchwätze und ärgerliche Exempel, durch ver⸗ dammliche Lüſte des Fleiſches und eitlen Welt⸗Sinn, oder endlich durch hartnäckige Bosheit und ſchändliche Verſäumniſſe die Blüthe ihrer ſchönen Jugend laſſen vom Satan dahinge⸗ riſſen werden, die ſie dir ſollten hei⸗ ligen, des Guten ſich berauben, wel⸗ ches ſie könnten genießen, und in die Flammen ſelbſt hinein rennen, aus denen ſie deine Erbarmung als einen Brand in ihrer Taufe bereits heraus geriſſen. Wehre aber auch bei Allen, die du unter uns gewür⸗ digt haſt, als Eltern für Kinder zu ſorgen, oder die du berufen, öffentlich Kinder zu unterweiſen, aller Ver⸗ ſäumniß, wodurch ſie dein Werk an ihnen möchten nachläſſig treiben, allen Aergerniſſen, damit ſie daſſelbe gar könnten verſtören, und aller untreuen Verwahrloſung einiger Seelen, die mit einer ſchweren Verantwortung und Wehe einſt von ihren Händen würde gefordert werden. Bewahre die öffentlichen Häuſer, in welchen Gebet nach der du bisher auch unter uns mit deinem Worte und nützlichen Lehren der Weisheit deine Wohnung haſt, vor Menſchen, deren Lehre kein Nütze iſt, vor Unordnungen, die ſie aus Werk⸗ ſtätten deines Geiſtes zu Mörder⸗Gru⸗ ben des Satans könnten machen, und vor aller Verwüſtung, oder Ver⸗ heerung, da kein Lehrer mehr darin könnte lehren, und laß ja nicht durch unſere Schuld Zeiten kommen, da Junge, oder Alte die heilſame Lehre nicht mehr leiden wollen, ſondern ihnen ſelbſt Lehrer aufladen nach ihren eigenen Lüſten, zu ihrem ewi⸗ gen Verderben. Dein, Herr, unſer Gott, ſind Beides, Junge und Alte; ſo heilige denn auch noch ferner alle Beide in deiner Wahrheit, dein Wort iſt die Wahrheit und die einige, rechte Lehre. Haſt du Kinder laſſen zu dir kommen in die Taufe, daß ſie da ſind geworden Zweige deiner Pflan⸗ zungen, ſo ſtärke auch nun durch chriſt⸗ liche Zucht in unſern Häuſern und durch redlichen Unterricht in unſern Schulen bei allen jungen Herzen dein Reich, das du ihnen aufgerichtet haſt, denn es iſt dein Werk. Wenn ſie dem Leibe nach wachſen in ihrer Ju⸗ end als ausgehauene Erker und Pa⸗ läſte, ſo laß ſie vornehmlich auch der Seele nach zunehmen an Weisheit, Alter und Gnade bei dir und bei den Menſchen, damit ſie an dich ler⸗ nen gedenken in ihrer Jugend, dich bei Zeiten lernen kennen aus deinem Worte, mit dir lernen reden im Ge⸗ bet, dich lernen fürchten in allen ihren Wegen, dir lernen wohlgefallen in allem Thun und Laſſen, und alſo auferzogen in den guten Werken des Glaubens und der heilſamen Lehre dieß als eine gute Beilage bewahren durch deinen heiligen Geiſt bis an ihr Ende. Dein Licht erleuchte ihren Verſtand, dein lebendiges Wort hafte in ihrem Gedächtniß, deine Gnade breche und regiere ihren Willen, deine Zucht zähme und lenke ihre Schul⸗Predigt. endlich Alles, was ſie in Schulen von göttlicher Weisheit und menſch⸗ lichen Wiſſenſchaften lernen, zu dei⸗ nem Dienſt, daß in dieſem Pflanz⸗ Garten noch immer erwachſen und auf die Nachkommen bekleiben Bäume der Gerechtigkeit, Pflanzen die zum Preiſe, Gefäße deiner Ehre im ge⸗ meinen Weſen, Gefäße deiner Gnade in deiner Kirche, auch Werkzeuge des emeinen Nutzens in bürgerlichem Wandel, und ſo Kinder und Kindes⸗ werden vom Herrn. weder, der da pflanzt, noch der da begießt, Etwas, nur du, der du das Gedeihen gibſt: ſo ſei denn dein gött⸗ liches Gedeihen auch bei Allem, was in unſern Häuſern und Schulen von Eltern und Lehrern geſchieht und deine Weisheit arbeite mit ihnen Allen, da ſie ſelbſt erkennen und junge Leute lehren, was dir wohlge⸗ fällt. Laß deswegen Alle, die du un⸗ ter uns dazu berufen haſt, ihre ſo wichtige Sorge und Arbeit enfengen und beſchließen mit herzlichem Gebet, ihr Pfund anwenden zum Nutzen der Jugend mit allem Fleiß, Ordnung und Treue ihre Lehren kräftig be⸗ machen, die Kinder, die mir der ben hat. 2 Himmel, gründe die Erde und ſprich u Jungen und Alten: Du biſt mein Voh was gelernt wor⸗ den in der Jugend, dein Geiſt uns Alter, in deiner wenn auch die böſen Tage kommen, der gute Grund ſich „damit deſſen, „„ auch erinnere im Kreuz⸗Schule, Begierden und dein Geiſt heilige Kinder unter uns wahrhaftig gelehrt Ohne dich iſt ul —— = — —= — — — — —— — ——— — —zô. — — — — — — — — —— — — — e ———— —— — — — —= gleiten durch gutes Exempel, redlich einſchärfen durch ſorgfältige Aufſich und Zucht, aller Ermüdung ſich er⸗ wehren durch Vorſtellung ihrer Pflicht und deiner himmliſchen Belohnung, und bei ausgehender irdiſcher Vergel⸗ tung dieß zu ihrem höchſten Gewinn eelen dir zu gewinnen, von denen ſie mit Freuden vor dit können ſprechen: Hier bin ich, und Herr gege⸗ Pflanze ſo noch ferner in Kirchen, Schulen und Häuſern den — — —— — —— — —= — — — Z= — —=— ——— zeige, der gelegt worden in jungen — — S — — — — —— = == ——— — 8— — — — =g= —— —— — —— = = = ——=— —— S= ——— — — = — — — — — — —= — — — — — — Gebet bei der Tauf⸗Predigt. 125 Jahren, und ſo dann Gelehrte und unſere Erfahrung nicht mehr mangel⸗ Ungelehrte, Junge und Alte ihr gan⸗ gelhaft ſein, ſondern Lehrer dledgen zes Leben ſo anſehen und hebtauchen nach deiner Verheißung leuchten, wie als eine Schule, da ſie lernen ſol⸗ die Sterne, immer und ewiglich, auch len ſelig ſterben. Laß alsdann, wenn die hier unmündig geweſen, dort ge⸗ alle irdiſche Weisheit und Kunſt lehrter ſein, als alle ihre Lehrer hier Nichts hilft, unſer aller wahre, einige geweſen, und unſer Aller ewige Freude Weisheit das ſein: Jeſum, den Ge⸗ zuſammen ſein, die unerſchöpflichen kreuzigten, zu wiſſen, und dein in Tiefen deiner göttlichen Weisheit und unſer Herz von Kindheit an gepflanz⸗ Erkenntniß in vollem Lichte vor dir tes Wort ſich erweiſen als ein Wort zu ſehen und mit allen Auserwähl⸗ des ewigen Lebens, das uns unter⸗ ten ohne Ende zu ſprechen: Amen, weiſe, führe und begleite zur Selig⸗ Lob und Ehre und Weisheit, und keit. Da wird alsdann unſer Wiſſen Dank und Preis und Kraft und nicht mehr Stückwerk, unſere Er⸗ Stärke ſei unſerm Gott von Ewigkeit kenntniß nicht mehr unvollkommen, zu Ewigkeit! Amen! Gebet bei der Tauf⸗Predigt. Dankſagung. uns von Sünden mit deinem Blute Hjen heiliger und gerechter Gott! gewaſchen und unter die Zahl deiner 2) Wir ſind nunmehr nach dem getauften Chriſten uns haſt aufge⸗ Sünden⸗Fall unſerer erſten Eltern nommen. 4. Gelobt ſeiſt du, Gott, allzumal aus ſündlichem Samen ge⸗ heiliger Geiſt, daß du dieſe heilige zeugt und unſere Mütter haben uns Ordnung unter uns bisher unver⸗ in Sünden empfangen. Fleiſch ſind fälſcht erhalten, daß noch unſere Kin⸗ den ſe Jugen d wir, vom Fleiſche geboren, ungeſchickt der ungehindert zur Taufe können der e un;* um Reiche Gottes und alſo von gebracht und in die Gemeinſchaft dei⸗ , Kaatur Kinder des Zorns, die des ner Kirche angenommen werden, da Kuhmes mangeln, den ſie vor Gott du auch noch über dieſem Waſſer haben ſollen. 2. Du haſt uns aber ſchwebſt, auch auf uns dabei dich deine Taufe verordnet zu einem Bade herabgelaſſen und mit allen deinen d de de nnüitn t der Wiedergeburt und der Erneuerung Gnaden⸗Gaben dich reichlich über uns dih lr⸗ n des heiligen Geiſtes, wo du uns rei⸗ ausgegoſſen! 5. O, welch eine Liebe ad, dich und hrrmame nigſt von unſern Sünden, annimmſt haſt du uns da, o Vater, erzeigt, daß 4 zu deinen Kindern, beſchenkſt mit dei⸗ wir deine Kinder heißen ſollen! Wie nem Geiſte und alſo wiedergebierſt billig freuen wir uns darüber in dir zu einem neuen und ewigen Leben, o Herr, und wie fröhlich iſt unſere 3. Dank ſei dir denn rſonderheit Seele in dir, unſerm Gott; denn du Herr und Heiland, Jeſu Chriſte, daß haſt uns angezogen mit den Kleidern du dieſes wunderbare Mittel der Se⸗ des Heils und mit dem Rock der ligkeit dem menſchlichen Geſchlecht zum Gerechtigkeit bekleidet. Wie viel un⸗ Beſten geſtiftet und da du dich ſel⸗ ſer getauft ſind, die haben Chriſtum ber haſt taufen laſſen, mit deinem angezogen und ſind Alle deine Kin⸗ eigenen Exempel geheiligt. Dank ſei der geworden durch den Glauben an dirp, daß du auch uns armen Sün⸗ Chriſtum Jeſum und wiſſen, daß wer zaade auch 1r: w dern die unausſprechliche Wohlthat da. glaubt und getauft wird, der wird 9 dd Krers haſtwiderfahren laſſen, auchzuuns, da ſelig. Sei denn dafür gelobt und , Sue 9 gekommen biſt mit Waſſer und Blut, geprieſen in Ewigkeit! heiige Eige, 8 7 126 Gebet bei der Bitte. 6. Herr, unſer Gott! Es iſt ein großes Werk, wenn die Welt einen König krönt, aber es iſt ja noch viel mehr, wenn du in der Taufe einen Chriſten machſt. Darum laß denn un⸗ ſer Aller Herzen recht erſchräten über der Verachtung und Unehrerbietigkeit, die dieſes große Werk mitten unter Chriſten ſo oft entheiligt, über alle Vergeßlichkeit, womit wir uns ſelbſt ſo oft daran verſündigt, und über alle unſere Uebertretung des allda mit dir gemachten Bundes, womit wir aller da empfangener Gnade uns wiederum unwürdig gemacht haben. 7. Verwirf uns darum, o Vater, nicht pon deinem Angeſicht und nimm deinen heiligen Geiſt, den du uns da geſchenkt, nicht ganz von uns. Laß, o Jeſu, die Abwaſchung mit deinem Blute, die allda uns ange⸗ diehen, auch von Neuem unſer Ge⸗ wiſſen reinigen von allen todten Wer⸗ ken, und weiche, o Geiſt der Gnade, nicht von deinem entheiligten Tem⸗ pel hinweg, ſondern kehre wieder in denſelben ein, daß das, was im Geiſte bei uns angefangen worden, bei un⸗ ſer Keinem im Fleiſche vollendet wer⸗ den möge. 8. Verleihe uns deine Gnade, daß wir dieſe heilige Verrich⸗ tung nie gering achten, wenn wir ſie ſehen, oder mit fremden Gedanken umgehen, wenn wir ſelbſt dabei ſtehen; keinen getauften Menſchen verachten, den du haſt angenommen zu deinem Kinde, oder ihn haſſen und verfolgen, da er unſer Bruder geworden iſt in Chriſto Jeſu. 9. Wir haben o dreieiniger Gott, mit dir einen theu⸗ ren Bund gemacht in unſerer Taufe. Ach, ſo verleihe uns auch, daß wir ihn nicht mehr brechen und uns alſo verluſtig machen des Vorrechts der Kinder Gottes, welches wir daſelbſt erlangt haben. 10. Gib, daß wir meiden alle Werke der Finſterniß, denen wir in der Taufe entſagt ha⸗ ben, mit dem Weſen der ſündlichen Tauf⸗Predigt. Welt uns nicht beſudeln, na wir mit deinem Blute, o Nauden waſchen ſind; vielmehr aber, als die Chriſto angehören, unſer Fleiſch kreuzigen ſammt ſeinen Lüſten und Begierden, damit alſo in uns der alte Adam durch tägliche Reue und Buße erſäuft und alles Böſe je län⸗ ger je mehr möge begraben werden. 11. Wenn wir aber aus menſchlicher Schwachheit den Bund unſerer Taufe nicht allemal bedenken ſollten, ſo laß gleichwohl, lieber Vater, von un⸗ ſerm Unglauben deinen Glauben nicht aufgehoben, noch von unſerer Untreue deine Treue überwunden werden, ſondern denke noch weiter daran, daß wir auf Jeſum getauft ſind, und darum vergieb uns alle unſere Sünde und erlöſe uns zulett von allem Uebel um deines Namens Ehre willen! Gebet. 12. Herr Gott, Vater, Sohn und heiliger Geiſt! Wir ſind dein und du biſt unſer, denn wir ſind in deinem Namen getauft. Damit wir nun alle⸗ zeit daran gedenken, und dir von Her⸗ zen dafür danken, ſo erhalte, vermehre und vollführe auch das gute Werk, welches du in uns angefangen haſt, auf daß in unſerm ganzem Leben täg⸗ lich heraus komme ein neuer Menſch, der in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor dir ewiglich lebe. 13. Laß, o Vater, uns deine Kinder bleiben, wozu uns deine Gnade in der Taufe hat an⸗ genommen, daß wir zu dir kindlich rufen: Abba, lieber Vater, und durch tägliche Ueberwindung der Welt im Glauben uns erweiſen, als die von Gott geboren ſind. Laß uns deine Brüder und Mit⸗Erben, o Sohn Got⸗ tes, ja als deine Glieder dir ange⸗ hören, in dir erfunden werden durch wahren Glauben und dein Eigenthum bleiben bis an unſer Ende. Laß, Gott, heiliger Geiſt, wie du da an⸗ gefangen in unſern Herzen zu woh⸗ nen und zu wirken uns deine Tem⸗ dbate henärt dle Schwat Kippemwa m whn b 3 4 n Am 2* nnd elle nit Ehre w g. rir Ge⸗ KRht . Ver. 12 4* tt, Vatztf Gnade, heiiger! f drr ſnund e Tem biſt unſ t u wirunam Geiſte zeit darſ ae en,wdumih ſeder in Namen ae Daminutt dei ur* u ſoetſatm et per⸗ und vol. Guch de l, deine welches ms angehh Lemich auf daß m amndh vir ſie lich herz* ne en nr danken der ing Mi un Get dir 4 c. W Wh. ſteden; rachten, un deinem deine pfolgen, den iſt Tanfe. Gett Sumd a vit Drüderſ. as alſo tes, jn 1u A es der hören, n dafelbſt wahrenſ um aß pir bleiben 3 ſemiß, Gott, 2 aat da⸗ gefangel r⸗ en s dn 1 Iun dei uns dei rir bläe u Dt de Luet i u pel ſein und bleiben, deiner Leitung beſtändig folgen, deines Zeugniſſes, daß wir Gottes Kinder ſind, und dei⸗ nes Troſtes im Leben und Sterben genießen. 14. In allen Dingen ſei, Herr, dreieiniger Gott, unſer Gott, weil wir leben. Wenn wir beten, ſo erhöre uns, wenn wir unſern Be⸗ ruf abwarten, ſo ſegne uns, und wenn wir einmal ſterben werden, ſo nimm uns auf in dein Reich als Wiedergeborne zu deinem ewigen und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel! Fürbitte. 15. Endlich, Herr, dreieiniger Gott, der du deinen Dienern befohlen haſt daß ſie taufen ſollen im Namen des Vaters und des Sohnes und des hei⸗ ligen Geiſtes, ſei denn allenthalben bei dieſer heiligen Handlung deiner Knechte und thue deinen Himmel da⸗ bei auf, wie am Jordan, daß noch täglich dadurch zu deiner Gemeine Seelen hinzugethan werden, die da ſelig werden. 16. Kinder und Alte, welche du allda aus der Obrigkeit der Finſterniß erretteſt und in die Ge⸗ meinſchaft deines Reiches verſetzeſt, laß aufwachſen in deiner Furcht, künf⸗ ſtig leben als getaufte Chriſten und als Wiedergeborne aus Waſſer und Geiſt dermaleinſt ins Reich Gottes kommen. 17. Regiere Alle diejenigen, die bei dieſer heiligen Handlung zu⸗ gegen ſind, daß ſie gedenken, die Taufe Gebet bei den zum Andenken des erſchrecklichen 127 ſei vom Himmel und nicht von Men⸗ ſchen, ob ſie gleich durch Menſchen ver⸗ richtet wird, damit ſie in aller De⸗ muth und Andacht derſelben beiwoh⸗ nen als einem Werke, das du ſelbſt geſtiftet haſt. 18. Erhalte noch fer⸗ ner unter uns den Gebrauch deiner heiligen Taufe rein und unverändert. Laß Niemandes ſeine Kinder derſel⸗ ben beraubt werden, oder ſo ja zu⸗ weilen etliche nach deinem verborge⸗ nen Rathe durch ihr frühzeitiges Ende übereilt dieſelbe nicht erreichen kön⸗ nen, ſo tröſte du die Ihrigen aus deinem Worte, daß ſie doch darum an ihrer Seligkeit nicht zweifeln. 19. Endlich, da wir Alle Einen Herrn, Einen Glauben, Eine Taufe, Einen Gott und Vater haben, ſo gib, daß wir Alle hier fleißig ſein, zu halten die Einigkeit im Geiſt durch das Band des Friedens, und hier mit allen ge⸗ tauften Chriſten zu Einerlei Hoffnung unſers Berufes unſern Lauf einmüthig⸗ lichlrichten. 20. Bis wir endlich, da wir hier auf deinen Tod, o Jeſu, getauft worden, auch in einem ſeli⸗ gen Sterben deinem Tode ähnlich und zuletzt an jenem Tage deiner Auferſtehung vollkommen theilhaftig werden und uns ewig freuen wer⸗ den, unſere Namen im Himmel an⸗ geſchrieben zu finden, da wir dir, o Sohn Gottes, ſammt dem Vater und heiligem Geiſte, für dieſe unaus⸗ ſprechliche Gnade werden Lob und Preis bringen in alle Ewigkeit! Amen! Gebet am 21. Juni bei den zum Andenken des erſchrecklichen Wetterſchlages zu haltenden Predigten. (roßer, majeſtätiſcher und ſchreck⸗ licher Gott, aber auch langmüthi⸗ ger und liebreicher Vater! Vor dei⸗ nem allerheiligſten Angeſichte erneuert ſich heute in unſerm Herzen das dem gegenwärtigen Tage eigne ſchrecken⸗ volle Andenken, mit was für einem traurigen Anbrechen des Tages am 21. Juni vor(?) Jahren deine Hand über dieſer Stadt ungemein ſchwer und deine Zorn⸗Stimme im Wetter allen Einwohnern derſelben zu einem 128 Schrecken geworden, deſſen Erinnerung uns noch in Vüttein und Beben ſetzt. „ſwir noch ſelbſt] Was(Vifom Väter) damals mit Augen geſehen und mit Entſetzen ge⸗ hört, wie dein Strahl und Schlag in einem Nu mit Entzündung eines Pul⸗ verthurms die Erde bewegt und zer⸗ riſſen, die Grund⸗Veſten der ganzen Stadt erſchüttert, eine große Anzahl von Menſchen theils gar plötzlich da⸗ hingeriſſen, theils erbärmlich beſchä⸗ digt, ihre Wohnungen und Habe in Graus gelegt und Alles voll Ver⸗ wüſtung gemacht habe: das kommt billig nicht aus unſerm Gedächtniß. Wie du aber auch mitten im Zorn, da du aus der ganzen Stadt haſt ein Adama machen und ſie völlig wie Zeboim zurichten können, dennoch dein Herz dir brechen laſſen, nicht zu handeln nach deiner ſtrengen Gerech⸗ tigkeit, ſondern den ungleich größern Theil noch zu verſchonen: das rührt billig noch viel mehr unſere Seelen mit einem auch auf die Nachkommen unvergeßlichem Danke. Alles, was du damals noch unbe⸗ ſchädigt haſt überbleiben laſſen, daß wir nicht wie Sodom und Gomorrha geworden: Alles, was du wiederum nach der Zeit haſt herſtellen und er⸗ bauen laſſen, inſonderheit alle unſere dabei zwar an ihren Fenſtern, nicht aber an ihren Mauern beſchädigte Gotteshäuſer, in denen man damals und wir noch heute ungeſtört deine —— väterlichen Schonens noch jetzt mit innigſt erneuerter Bewegung vor un⸗ ſern Augen. Deine Güte, die es damals gemacht hat und noch macht, daß es mit uns noch nicht gar aus iſt; kein Ende hat, ſondern auch an dem damaligen betrübten Morgen und ſeit⸗ dem alle andern Morgen über uns neu geworden, ſei denn auch heute von uns fußfällig geprieſen und ver⸗ ſchönen Gottesdienſte genießen kön⸗ nen, ſtehen uns als Denkmale deines deine Barmherzigkeit, die noch Wetterſchlages zu haltenden Predigten. nie aufhören möchte, deines Ruhmes und Preiſes davon voll zu ſein! Aber ach, Herr, da deine Stimme * damals ſo klar erwieſen, wie ſie Al⸗ les im Zorn zerbrechen könne, möchte denn kein Herz unter uns ſo ſteinern bleiben, der heilſamen Zermalmung ſeiner Härtigkeit, die du durch alle ſolche Gerichte, vornehmlich durch den Donner deines Wortes ſuchſt, ferner zu widerſtehen! Rühre denn damit auch heute ſo Viele unter uns, die anſtatt zu glauben, daß du ſo ſehr zürnſt, noch immer deiner ſpotten, und deinem Gerichte trotzen! Laß einem Jeden heute allen Irevel gegen deinen Namen, gegen dein Wort, ge⸗ gen deine Gottesdienſte und heiligen Gebote, ja gegen alle Zucht und Recht, der unter uns noch nicht auf⸗ gehört, und alle eigenen und fremden Sünden zu einem wahren Schrecken werden, dir mit herzlicher Buße in die Ruthe zu fallen und zu bedenken, wie bald du von Neuem in deinem Zorn mit uns reden, deine Feinde wie einen Feuer⸗Ofen machen, jſa uns endlich ewig ein Wetter zu Lohne geben könnteſt? Nimm dabei, o Vater, um Jeiu Chriſti willen das bußfertige Nehen derer gnädig an, die auch heute noch darüber heilſam erſchrecken und ihren Fluch fühlen, oder die bereits bisher und noch ſeufzen und jammern über den Gräueln, die ſie um ſich ſehen, und ſowohl darüber, als über ihrem eigenen Sünden⸗GElende, ſich vor dir beugen! Laß um ſeines theuern Bluts und Fürbitte willen uns Alle vor dir (Gnade finden, vergib, verſchone und werde des Erbarmens über uns nicht müde, Wende von unſern Gotteshäuſern alle Verwüſtung, dadurch deine Got⸗ tesdienſte in denſelben müßten auf⸗ bören, und von unſerer lieben Stadt und Land, auch von eines Jeden Haus und Leben dergleichen Wetter deines ehrt und, o, daß unſer Aller Mund Zorns und alle andern ſonſt nur all⸗ ſ. be e* phn meAofre 14 2 84 3 Fbe, ſen Gebet bei den zum Andenken des erſchreckl. Wetterſchlages ꝛc. verdienten Strafen in Gna⸗ Bedecke uns, o Liebhaber flieh des Lebens, mit deinen Flügeln und walte über uns Allen mit deiner Liebe ohne Aufhören, allem geiſt⸗ und leib⸗ lichem, zeitlichem und ewigem Ver⸗ derben kräftig zu ſteuren. Laß vor⸗ nehmlich, wenn auch über die arge Welt deine Wetter zuſammenziehen müſſen, deines lieben Sohnes Wun⸗ den die ſelige Zuflucht ſein, dahin wir iehen und entrinnen mögen vor dem Sturmwinde und Wetter, bis das Un⸗ lück vorüber gehe, damit wir end⸗ ch als Brände aus dem Feuer ge⸗ riſſen uns ewig vor dir freuen mö⸗ Erhöre uns, o Vater aller naden, um Jeſu Chriſti willen, mit ihm und dem heiligen Geiſte hoch⸗ gelobt in Ewigkeit! Amen! del Ver Wiit 3 bmmt urf in Zem, euen nan din . te Seclen n och inde Abend⸗Gebet am Mittwoch.. Regiſter der hierin enthaltenen Gebete, die Zahl der Seiten auweiſend. Auserleſene Kirch⸗ und Haus⸗Andachten. Seite Gebet um V erleihung göttlicher Gnade, recht und mit Andacht zu beten.............. Gebet, wenn man in die Kirche Lhen wWill...... Gebet, wenn man in die Kirche kommt.. Gebet vor der Predigt... Dankſagung und Gebet für das debrne Wort Gottes und um deſſelben Gedeihen....... Kern aller Kirchen⸗ Gebete vor der Predigt...... Kern aller Kirchen⸗Gebete nach der Predigt........ Morgen⸗ Gebet am Sonn⸗ oder Feſt Tage...... Morgen Gebet am Montage.... Abend Gebet am Montage.. Morgen⸗Gebet am Dienstage... Abend ⸗Gebet am Dienstage. Morgen⸗Gebet am M. iittwoch. 2 Morgen⸗Gebet am D onnerstage Abend Gebet am Donnerstage. Morgen⸗Gebet am Freitage.... Seite Abend⸗Gebet am Freitage. 40 Morgen⸗Gebet am Sonnabende, 43 Abend⸗Gebet am Sonnabende 47 Gebet zu Ausgang der Woche. 50 Tägliches Gebet eines frommen Chriſten nach einem jeden Mor⸗ gen⸗ und Abend⸗Segen zu ſprechen......... ,50 Kägl. Teſtament eines Menf ſchen d Betrachtung der blutigen Thrä⸗ nen Chriſti.......... 5 Berufs⸗ Gebete. Gebet bei Beginn der Arbeit.. 5. Seufzer nach geendigter Arbeit. 5 Gebet um zeitliche Nahrung... 5 § SGebet, ſeinen Beruf glücklich zu Abend⸗Gebet am Sonntage.... 11 verrichten..„........ 9 3 14 Gebet um rechte V zerrichtung ſei⸗ nes Berufe.............. 54 ) Gebet um Glück und Segen ſei⸗ nes Berufes..- 646 26 Gebet um Glück und Segen zur 5 — 32 34 I Gebet um das tägliche Brodt.. 37 Arbeit. 4 2f 444 7 4 4 Gebet um Gottes Gnade und Bei⸗ 6 ſtand..... 9 tgite enen Geber,d 5 Uder 3 b tich. md 1 un Stin 1 rlicher wacht ſirce Gehet Nlang da ka .. 3 Täglics Eet ens im (briſt uer einen anhr 4 ErIband⸗Sn das tde nach . oder .n 11 Gedet 1: * — n. i.. 2 es⸗Cütt. nen 4 Gebet t nn 4* 7 Seufzer l 1 Gebet 1 1 6 8 Gedet, 1 mi h 1, n . on Frin Neren Maan Snt. ... 3 1 tn Soni. ür in TrI ins hi mn Leracht rt hu 4 .4 Gebet um zeitliche Güter.. Gebet eines Predigers für ſeine Zuhörer................. Gebet eines hohen Potentaten. Gebet der Obrigkeit für die Un⸗ terthanen............ Gebet eines Unterthanen für ſeine Obrigkeit und für ſich ſelbſt.. Gebet eines Kaufmanns... Gebet eines Künſtlers........ Gebet eines chriſtlichen Hand⸗ werks⸗Mannes........... Gebet eines Bauers oder Ackers⸗ mannes.........:..... Gebet eines Ehe⸗ Mannes und Haus⸗Vaters............. Gebet einer Haus⸗Frau und Haus⸗ Mutter Gebet der Eltern für Gebet um ein hriti Regiment. „ 9„ 9 5 5 5 5 9 5„.„ 5 e Kinder es Haus⸗ * 4 9˙ 4 99 5 92 92 95 9 4 99 9 95„4 95 Gltern.............. Gebet um den Segen Gottes.. Gebet um den heil. Geiſt, ſeine Gaben und um die Heiligung Gebet, wenn man ausd. Dauje aeht geht Gebet um Leibes⸗Geſundheit. Gebet um ein gut Gewiſſen.. Gebet eines Haus⸗Vaters, der mit ſeinem Weibe und Kindern an der Nahrung Mangel leidet. Gebet einer Wittwe......... Gebet, wenn Einer zu Gevattern gebeten wird, für den ange⸗ henden Chriſten, ſeinen Pa⸗ then.................... Gebet um das Reich Gottes. Gebet, ſo oft die Uhr ſchlägt.. Regiſter der hierin enthaltenen Gebete. Seite 55 62 62 63 64 64 67 68 68 Buß⸗, Beicht⸗ und Commnnion⸗ Gebete. Morgen⸗Segen an dem Tage zu ſprechen, da man will zur Beichte gehn............. Troſt⸗ Gebe zu dem Herrn Jeſu um alle gute Gaben....... Gebet um rechte Buße in anderes............... Gebet um Vergebung der Sünden 49 95 9 9 9 Gebet vor der Beichte...... Ein anderes.............. Gebet, wenn man zum Prie⸗ ſter hingehn und beichten will Eine Beichte............„. Eine andere Beichte......... Dandjaßung nach empfangener Abſolution............. Die andere Dankſagung nach empfangener Abſolution.. Die dritte Dankſagung...... Gebet um Beiwohnung des hei⸗ ligen Geiſtes......... Abend⸗Segen, wenn man nach empfangener Abſolution bei einbrechender Nacht ſich zur Ruhe begeben will....... Morgen⸗Segen, an dem Tage zu ſprechen, da man das hei⸗ lige Abendmahl empfangen Chri ſtliche Gebete vor dem Ge⸗ Euruch des hochwürd. Abend⸗ mahls unß ſeres Herrn und Hei⸗ landes eh Chriſti........ Das 1. Gebet zu Gott dem Vater Das 2. Gebet zu Gott dem Sohne Das 3. Gebet zu Gott dem hei⸗ ligen Geiſte........... Das 4. Gebet vor Empfang des heiligen Abendmahls... Das 5. Gebet............. So du jetzt hingehſt Das andere Das dritte............... Bei Empfang des Leibes Ehriſti Bei Empfang des Blutes Chriſti Ein anderes Die erſte? Danliagung nach dem heiligen Abendmahl... Die andere................. Die dritte............. Die vierte............. 3.. Die fünfte................ „ 9 9 9 9 9 9„ ⁴4 51 47 2 4 9 5 9 5 5 95 5 5„ 67 9 4 1 2—5 5— 9„ 9 95 9 Die ſechste................ 71 Abend⸗Segen an dem Tage zu ſprechen, an welchem man das heil. Abendmahl empfangen und mit Chiſti Leib und Blut geſpeiſt und getränkt worden 74 81 3e Feſt⸗Gebete. Advents⸗Gebet.............. Ein anderes................ Gebet von der Menſchwerdung und Geburt des Herrn Chriſti Gebet auf das neue Jahr.... Dankſagung............. Am Keſte Mariä Reinigung.. Am Feſte Mariä Verkündigung Gebet auf das heil. Oſter⸗Feſt Gebet von der Auferſtehung und Simmelfahrt unſeres Herrn Jeſu Chriſti......... Gebet t auf das heil. Pfingſt Feſt Gebet zu der heil. Dreifaltigkeit Kreuz⸗ und Noth⸗Gehbete. Gebet im Kreuz und Leiden... Gebet, ſich im Kreuz mit Chriſto zu ien... Gebet um gnädige Eüldſunig aus dem Kreilz........ Herzens⸗ Seufzer um Troſt in Trübſal....,. Gebet in Verachtung und Ver⸗ folgung......... Gebet um die Liebe Jeſu. GebetumGeduld im großem Kreuz Gebet im Kreuz, wenn Gottes Hilfe lange verzieht. Gebet wider die Türken und andere Feinde...... Gebet um Abwendung d der Krie⸗ ges⸗Noth...... Gebet in Hunger und Theurung 132 Regiſter der hierin enthaltenen Gebete. Seite 82 82 Dankſagung nach der Reiſe... 96 6 Krankheits⸗ und Sterbens⸗Gehete Sobet zu Gott in Krankheit.. N Gebet zu Gott in Todes⸗Noth. 97 Gebet um ein ſeliges Ende.. 97 Tägl. Gebet in Todes⸗ Nöthen. 98 Gebet um das ewige Leben.. 98 Abſonderliches Gebet⸗ Büchlein für Gebet um Abwendung der Theu⸗ rung und Hungers⸗Noth Gebet zur Zeit der Peſ ſtilenz. Gebet um Abwendung der Peſti⸗ lenz und Hungers⸗ Noth. Gebet um die Früchte des Landes 93 Gebet um einen gnädigen war⸗ men Sonnenſchein zur Zeit langwieriger Näſſe..... 94 Gebet in großer Hiße und dür⸗ rer Sommers⸗Zeit um einen gnädigen Rege II......... Gebet, wenn es donnert und blitzt 95 Dankſagung nach dem Wetter Reiſe⸗Gebete. Gebet, wenn man verreiſen will Gebet einer Ehe⸗Frau ſeder Kinder) für ihren verreißten Hauswirth(V düted. R ere 96 chriſtliche Ehe⸗Leute. M rgene Segen für cri ſtliche Ehe e von Leute. e, eeeeeeeeeeeeeee 99 1 1 5 Abend⸗ Segen.. Morgen⸗ und Abend⸗Seufzer. 100 Gebetchriſtl. Ehe⸗Leute um Erhal⸗ nung friedlicher Ehe 100 Gebet chriſtl. Che⸗S Leute um Lei⸗ bes⸗ Frucht..... 1 Gebet chriſtl Ehe»⸗Leute, wie ſie ihre lebendige? Leibes⸗Frucht zc. 101 Gebet einer ſchwangeren Frau, täglich zu ſprechen..... 101 Gebet einer kreißenden Frau, 8 wenn die Wehen kommen. 102 Gebet in angehenden Kindes⸗ Nöthen.......... 102 Gebet eines Che⸗ Mannes, wenn ſeine Frau in Kindes⸗ Noͤthen 102 Gebet chriſtlicher Frauen bei einer Frau in Kindes⸗Nöthen...103 Seufzerlein einer Gebährerin in Kindes⸗Nöthen....... 103 Gebet eines Kinder⸗Baters, da die Wöchnerin am Leben er⸗ halten worden und die Frucht mit Tode abgegangen..... 103 Gebet einer Gebährerin, der Gott frröhliche Entbindung beſ ſchert hat..„........10¼ Gebet eines crriſtlichen Kinder Vaters auf empfangene Bot ſchaft fröhlicher Geburt. Allgemeine Kirchen⸗ Gehett. All gemeines Kirchen Gebet.... 104 Gebet nach der Predigt an Sonn⸗ und Feſt⸗Tagen........ un her Gh ger 2 heäu ,A . 8 e89 3 Gen 7 2 6„ cwam 8 tigl prece. Alerven 6 bd: 4 (ebet uri trijen in e S wen F d he b. Sas e. gehende tn 4 1., Gedet rhe jmn 9 85 e 31 Eedet F erumn lie A ra Tr derlin. 1 Seußt n ime üüm deu⸗ hen...„19 K hen.. .4 Gedet Hrüder ün 9. 2di em m in 3 n auuh 2 mit o bgeganhen, ndes 3 Gebet tinies 4 ft Seittmg un 4 det. Seite. Das Gebet, welches allemal vor d. Communion vorgeleſen wird 107 Morgen⸗Segen in den Früh⸗Bet⸗ Stunddddn. 107 Gebet in den Nachmittags⸗ Bet⸗ Stunden........... 108 Gebete, welche durch das ganze Jahr in öffentlichen Bet⸗Stunden des Morgens und in den Wochen⸗ Predigten gebraucht werden. Advents⸗Gebete.....:....... Gebete von Weihnachten ab bis auf ds Feſt der Neinigung Mari Gebet vomn Feſte Mariä Reiri. ung an bis auf den Sonntag uinquageſimã........ 111 Gebet vom Sonntage Quinqua⸗ 115 Regiſter der hierin enthaltenen Gebete. geſimä an bis Oſtern...... Gebet von Oſtern an bis auf das Feſt der Himmelfahrt Chrifti 113 133 Seite. Gebet von der HimmelfahrtChriſti an bis auf Pfingſten 113 Gebet auf das Pfingſt⸗Feſt.. 114 Gebet vom Sonntage Trinitatis an bis zum Advent Gebet an den Buß⸗Tagen.. Gebet nach den an eordneten Predigten von der Verklärung Chriſti................ 116 Gebet nach den angeordneten Predigten zur Zeit der Ernte 118 Gebet nach den angeordneten Predigten von der Ewigkeit 120 Gebete, welche nach den ange⸗ ordneten Schul⸗Predigten von chriſtlicher Erziehung der Ju⸗ gend pflegen geleſen zu werden 121 Das andere Gebet bei den Schul⸗ Predigten....:.......... Gebet bei der Tauf⸗ Predigt.. Gebet am 21. Juni bei den zum Andenken des ſchrecklichen Wet⸗ terſchlages zu haltenden Pred. 127 Anhang zum Gebet-Buch des Breslauer Geſang Buches. Gebet bei der geſtiſteten Predigt von der Vortrefflichkeit unſeres allerheiligſten Glaubens. 1. err, du ewiger Erbarmer und 82 Liebhaber des Menſchen! Der du willſt, daß allen Menſchen ge⸗ holfen werde und Alle zur Glenntiſ der Wahrheit kommen: deine Aitgei ſehen ja allein nach dem Gl lauben Da du nach dem kläglichen Falle Adams und unſer Aller in ihm Alles he ſchloſſen unter den Unglauben, ſo iſt dein ewiger Rath des Friedens kein anderer, als durch den Glauben an Jeſum Chriſtum zu Allen und auf Alle, die da glauben, deine göttliche Erbarmung auszubreiten, und wie du allein gerecht biſt, ſo auch gerecht zu machen nur den, der da iſt des Glau⸗ bens an Jeſum. 2. Du hältſt Jedermann dieſen Glauben vor in deinem Worte; du thuſt die Thür deſſelben auch denen gern auf⸗ die noch davon fern ſind, und da du bei allem deinem gnädigen Wohlwollen dich als einen Heiland aller Menſchen zu erweiſen, nehmlich der Gläubigen, die dein Heil im Glauben annehmen, ihr Heil land im wirklichen Genuß deſſelben ein— mal ſein kannſt und wirſt, ſo iſt d Stimme an uns Alle noch täglich: an d und nicht unſer bitte, o Jeſ ſu, du Anfänger und T voll⸗ ender des Glaubens, mit der du haſt gewehrt, daß unſer doch vor⸗ d ſei nicht ungläubig, ſondern gläubigt 3. Daß du nun auch unter uns dieſe Gnaden⸗Stimme ſo kräftig läſſeſt er⸗ ſchallen; daß du eben denſe lben theu⸗ ren Glauben, in welchem ſo Wele Zeugniß überkommen haben, ſo daß ſie dir wohlgefällig geweſen, auch uns läſſeſt predigen durch dein Wort, in uns ſelber ihn wirkſt durch deine Gnade, und daß di wie du ſelber Glauben hältſt ewiglich, alſo du uns noch immer in demſelben kräftig zuſtär⸗ ken und zu bewahren an dir Nichts er⸗ mangeln läſſeſt, müſſen wir Alle mit dfgen Danke bekennen. 4. Dein Werk iſt es, o Vater, bei Allen, die deines Sohnes Namen glauben, Werk. Deine Für⸗ iſt es allein, Glaube nicht ganz hat aufgehörtt, und durch deine Gnade allein, o Geiſt des Glaubens, iſt das Fünklein deſſel⸗ ben in uns theils angezündet, theils von Neuem aufgeblaſen worden, was deine ſich noch in und unter uns findet. Dein allerheiligſter Name ſei denn auch allein dafür geprieſen ewi iglich! riſt kaanne 1 ane, un e 3 nter ſ 4 dvſe b * ant dem ene der im a erpillig AA Sc aſn ve lten 4 Aitbeii 75 zeenit d a ſd 2 att 3 ͤdden den dnge 5 R e gl 3 naus did xne de un ah 3 an tt niinwit da no dma ſnd dibze ſc an un eir Vutn 8 Dg Nan. ni eer d une dn Wüa * n m 1 3 dc des Geſa — Juzn Gebet edi un dr Fefſithetn rdeiligſten bla u. rner und ſi 3 e tbig, ſchana den! Der à Daſ Kam aucre den ge⸗ Gnadg it ye ſo hili rtenntniß ſchalln en cm ehena de Augen n G 2C in wei Gauden. Zeugn M Fommen aad. Dans ſi drMeilli gewin uhl . Teiliggers 3 — Lles de⸗ läſſeſt † C. durch dl en, ſo iſt uns=n wift 9 ens kein Gnade, Frinß du wd uben an—. ewigich ut nd aff wchim Wenſätntin aüttlche kenund hren n wiedu mmael 3., nüſe K gacht zu demith e nb bemn Gan Werk i= Dutn bl an deit es Nan 5 dien und k Ta. W ur. du bitte, rt rPrfinr dnen ender lden, 4 mm ud, mit de a pri nädigen Heuland . 1 .: 8 L 3 och der⸗ ein Heil — Helland don⸗ 5. Hilf aber, ach Herr, da die Heiligen abnehmen und der wahren Gläubigen wenig wollen werden auf Erden! In einer Welt, wo der Un⸗ glaube täglich mehr überhand nimmt, findeſt du, leider, auch unter uns eine allzu kleine Anzahl derer, die recht nach dem Glauben fragen, und Viele, bei denen wohl gar der Glaube un⸗ tergegangen und ausgerottet iſt aus h ihrem Munde. 6. Dir iſt es, o Herzens⸗Kündiger allein bekannt, wie bei den Meiſten das arge, ungläubige Herz, das uns von Natur angeboren iſt, auch da noch immer ſich wieder rege, wo deine Gnade daſſelbe ſchon einmal ergrif⸗ fen; wie der größere Theil durch einen blos mit dem Munde vorgegebenen Glauben, der noch an ihm ſelber todt iſt, wenn er das Herz nicht reinigt, bei muthwilligem Jortfalnen in Sün⸗ den einen Schein nur macht, deſſen Kraft man verleugnet; wie Andere, die da ſollten mit Ernſt kämpfen über dem allerheiligſten Glauben, der uns gegeben iſt, durch ein ſchnödes Wei⸗ chen ſich leichtſinnig abwenden laſſen und endlich gar Schifbruch zu leiden am Glauben nur allzu ſehr in Ge⸗ fahr ſtehen. 7. So ſehr nun deine Gerechtigkeit, o Herr, Urſache hätte, dieſes Duldens unſerer ungläubigen und verkehrten Art müde zu werden und Alles deſ⸗ ſen, was uns bisher noch geiſtlich und leiblich deine Gnaden⸗Hand gegönnt, uns um unſers Unglaubens willen ewig verluſtig zu erklären, ſo flehent⸗ lich rufen wir deine ewige Erbarmung an, auch noch in Gnaden unſerer zu ſchonen und uns nicht im Zorn zu verſtoßen, ſondern dein Werk an allen Seelen von Neuem anzufangen und prtzuſeben, an denen es bisher durch nglauben verſtört worden. 8. Dein Zuruf, otrauteſter Heiland, wo iſt euer Glaube? erwecke einen Jeden unter uns, ſich zu verſuchen, ob er im Glauben wahrhaftig ſtehe; auch über Allem, wodurch derſelbe Gebet b. d. Predigt v. d. Vortrefflichkeit unſers allerheiligſten Glaubens. 135 bisher geſchwächt worden, in wahrer Buße ſich vor dir herzlich zu demü⸗ thigen, daß das noch geſtärkt werde, was etwa ſchon ſterben will. 9. Der du das glimmende Docht nicht willſt verlöſchen, noch das zerſtoßene Rohr völlig zerbrechen, bitte ſelbſt für uns noch ferner bei deinem Vater, daß unſer Glaube nicht aufhöre, und er⸗ öre das arme Seufzen unſer Aller, die wir auf deine Anrede: wenn du nur glauben könnteſt, etwa nur mit Thränen können antworten: ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben! daß unter der argen, ungläubigen Welt wir nicht mögen ſein von denen, die da weichen und verloren werden, ſon⸗ dern die da glauben und die Seele erretten. 10. Dein heiliges Evangelium iſt ja noch eine Kraft Gottes, ſelig zu machen Alle, die daran glauben. Ach, ſo laß denn daſſelbe auch in Jedem unter uns zuvörderſt die ſelige Er⸗ kenntniß deiner göttlichen Wahrheit wirken und befeſtigen, in welcher man hernach ſagen könne: ich weiß, an wen ich glaube. 11. Laß davon Jeden mit einer kräftigen Gewißheit ſo überzeugt werden, daß unſer Glaube nicht be⸗ ſtehe auf Menſchen⸗Weisheit, oder Anſehn, ſondern auf Gottes⸗Kraft, Alles das als gewißlich wahre und theure werthe Wort in Beweiſung des Geiſtes und der Kraft anzunehmen, was dein Wort uns offenbart. 12. Wirke aber dadurch vornehm⸗ lich, o Herr, in unſern Seelen das nach deinem Heil ſich ſehnende Ver⸗ langen, welches dich zu umfangen und in dir erfunden zu werden durch den Glauben wir als unſer einiges Noth⸗ wendiges achten. Und laß in dieſer ſeli⸗ gen Zueignung des Blutes, das du ver⸗ goſſen haſt, unſere Seele ſo dich aufnehmen, dich ergreifen, dich hal⸗ ten und nicht laſſen, daß wir nun nicht mehr leben, ſondern du lebſt in uns, daß, was wir nun jetzt leben im Fleiſche, wir nur leben im Glau⸗ ben an dich, als den Sohn Gottes, † 1 136 Gebet b. d. Predigt v. d. Vortrefflichkeit unſers allerheiligſten Glaubens. der du uns geliebt und dich ſelbſt laß uns durch den Schild des Glau⸗ für uns dahingegeben. 13. Je ge⸗ bens alle feurigen Pfeile des Boſe⸗ wiſſer du durch dieſen Glauben uns wichts ſo abweiſen und auslöſchen, zugleich deine göttliche Kraft zum Le⸗ daß wir uns nie unſers Glaubens ben und göttlichen Wandel mittheilſt, ſchämen, Nichts unſere Krone uns deſto mehr erinnere uns auch, unſer nehme, ſondern unſer Glaube durch Glaube müſſe, wenn er rechter Art alle dieſe Anfechtungen bewährt viel iſt, durch die Liebe thätig ſein und köſtlicher erfunden werde, als das ver⸗ ſich zeigen in guten Werken, als in gängliche Gold, das durchs Feuer be⸗ Früchten der Gerechtigkeit, die durch währt wird, endlich das Ende des dich in uns geſchehen zum Preiſe deiner Glaubens davon zu tragen, der See⸗ Gnade, daß er ſich auch an uns wirk⸗ len Seligkeit. lich erweiſe als ein Sieg, der die arge 18. So ſtärke uns, o Herr, den Welt überwinde und uns ändre von Glauben; ſo laß dieſen ungefärbten Herz, Muth und Sinn als neue Glauben, der in denen gewohnt, ſo Creaturen, die nicht mehr der Sünde vor uns durch deine Gnadeſelig gewor⸗ dienen. den, auch in uns wohnen und unter 14. Deinem gerechten Volke nun, unſern Nachkommen durch dein Wort das ſo eben Glauben bewahrt, laß erhalten und fortgepflanzt werden und denn auch darin immermehr offen⸗ bleiben. Ja, laß auch denen, die noch bar werden, wie unſchätzbar das Heil im Unglauben von dir entfernt ſind, ſei, welches du denen ſchenkſt, die ſich Nahen und Fernen, den allerheiligſten im Glauben an dich halten. 15. Die Glauben, den ſie jetzt noch garhaſſen, ſen Gerechtigkeit, die von dir dem Glau⸗ oder nur mit dem Munde ſich de ben zugerechnet wird, laß in unſerm rühmen, aus deiner Erbarmung noch Gewiſſen gegen all unſre Sünden das bekannter werden, damit auch ſie noch ſelige Wort uns kräftig verſiegeln: zu glauben und ſelig zu werden ſich wer an dich glaube, der ſei gerecht, bewegen laſſen. 19. Endlich zeige dich, der habe das ewige Leben und komme o Heiland, bei uns Allen als den nicht ins Gericht, ſondern er ſei vom ſeligen Vollender des Glaubens in Tode zum Leben hindurch gedrungen. unſerm Sterben, daß auch da uns 16. Wie gnädig du uns alsdann er⸗ dein Geiſt ſtärke, den guten Kampf füllſt mit aller Freude und Friede zu kämpfen, den Lauf zu vollenden, im Glauben; wie vertraut du dich den Glauben zu halten, damit ſodann ſelbſt mit uns verlobſt im Glauben vor deinem Throne auch uns der Zu⸗ und durch denſelben hernach wohnſt ruf möge angedeihen: ſelig ſeid ihr, in unſern Herzen; wie kräftig du un⸗ die ihr geglaubt habt, und ſich das 2„ 7 25 ſere Gebete läſſeſt ſein im Glauben, auch an uns erweiſe, daß wir bei zu bitten und zu erhalten, was wir dir finden Worte des ewigen Lebens. gläubig beten; und wie unſer Glaube 20. Da wird unſer Glaube zum endlich Alles vermöge durch dich, der Schauen werden, und die wir hier du uns mächtig machſt, Chriſtum Je⸗ an dich geglaubt, o Jeſu, ob we ſum: das laß uns immermehr aus dich nicht geſehen, werden dich ſehen deinem Worte unterwieſen und in mit unausſprechlicher und herrlicher eigener Erfahrung überzeugt werden. Freude und dich ſammt dem Vater 17. Gib aber auch, daß es uns Ernſt und dem heiligen Geiſte lieben und ſei, bei allen Prüfungen Glauben und loben ohne alles Ende in Ewigkeit. ein gutes Gewiſſen zu bewahren, und Amen! rien 3 hen den Glau⸗ oder u er em Muih runjerm rühnen reiner Günu — deiann n, damiutu⸗ eregeln: zu glaul Nd ſeüg arai i gerecht, dewege † 19.Ghänth dd bemme o Heilq ſei vom ſelgen er des unen. unſerm H, damer dem G 1 ke den gin g den Gl 5 9 dn vor de „ wohnſt mf mij 4 dum die ihr 9 Mben auch d am tun E 8 1 ne Gaude der Sund verund“ Sünle derug e inenmde den, 1 zelle nn, mien dhattes rtheyflan Ffen hleiden t das Heil in Un N von dre 4. de ſich Nahen 15. De Gaaude 2e ſe jett ataat, Friede zu kind Wrn Lufpnt halten Wic run u 4 8e deüer. ſh 111 mn d fin. Ta* wil di rGlmde N. I 1u) aid der Schauf Ern. A d 1' edr le dich und in nit un „* en 4 1 werlen 1 9 as Ernſt un den und loben und Amen dan. iu taga a — — — 4 umg. „uns Wn Wunt 5 rte desewinc dr G u — 1 —— 8 — — — 3 Gebete auf den 31. Oktober zum Andenken der geſegneten Reformation. Peu dreieiniger Gott, Vater, Sohn T) und heiliger Geiſt, du Vater alles Lichtes, deſſen allmächtiges Wort in der Schöpfung das Licht hat heißen aus der Finſterniß hervorleuchten, der du aber vornehmlich mit deinem Gna⸗ den⸗Lichte der Menſchen Herzen zu erleuchten und unſere Finſterniß licht zu machen deine Luſt ſein läſſeſt: 2. Deine erbarmende Gnade und wunderbare Vorſicht iſt es allein, die den heutigen Tag zu einer Zeit, da Iinſterniß die Chriſtenheit weit und breit bedeckte, zu einem Tage einer erwünſchten Morgen⸗Röthe gemacht hat, an welchem das helle Licht des Evangelii durch den Dienſt deines treuen Knechtes Luther wieder her⸗ vorzubrechen angefangen. 3. Deine Kraft iſt es allein, die daſ⸗ ſelbe von dieſem Tage an hat immer⸗ mehr durch alle Finſterniß durchbre⸗ chen laſſen, daß ſo vielen Tauſenden die Decke von ihren Augen wegge⸗ fallen, welche ihnen deine göttlichen Wahrheiten verdunkelte, und dein ihnen vorher verborgen gehaltenes Wort ihnen als das ſelige Licht auf ihren Wegen von Neuem bekannt geworden. 4. Deinen allerheiligſten Namen preiſen denn wir auch heute, denen dieſes Licht gar bald darauf auch an dieſem Orte aufgegangen und bis hier⸗ her unverrückt geſchienen, mit einem inbrünſtigem Dank⸗ und Lob⸗Liede. 5. In demüthiger Erinnerung, un⸗ ter wie vielem Widerſtande es die⸗ ſem geſegneten Werke deines Knechtes von dem Tage an durch deine Hilfe Pluugen, daß es als dein Werk be⸗ ſtanden, und auch in dankvoller Er⸗ wägung, in wie Vieler Herzen auch allhier von dieſer Zeit an der helle Schein deiner ſeligen Erleuchtung ge⸗ drungen, und in was für mancherlei geiſt⸗ und, leiblichen Nöthen dadurch immer von Neuem uns das Licht im Finſtern aufgegangen ſei zu rei⸗ chem Troſte, verehren wir deine un⸗ endliche Erbarmung, die alle dieſe unſchätzbaren Wohlthaten bei ſo vie⸗ lem Undanke, den wir dagegen be⸗ zeigt, uns noch immer erhalten. 6. Urſache genug haben wir zwar allerdings dir, o gerechter Gott, ge⸗ geben, wie bei andern, alſo auch hier den Leuchter von ſeiner Stelle wie⸗ derum wegzuſtoßen, die wir ſo wenig deinem Evangelio würdiglich gewan⸗ delt haben. 7. Die ſo ſchlecht angenommene, bei Vielen ganz verloſchene Liebe zur Wahrheit, dadurch wir ſollten ſelig werden; die dagegen gezeigte Liebe der Finſterniß und Luſt an der Un⸗ gerechtigkeit hätten längſt dich bewe⸗ gen können, in gerechtem Verhäng⸗ niß eben ſolche kräftige Irrthümer uns zu ſenden, aus denen du unſere Väter haſt nüchtern werden laſſen. 8. Und je weniger wir deiner Wahr⸗ heit gehorchen, anſtatt der heilſamen Lehre aber den Lügen zu glauben und die Finſterniß für das Licht zu erwählen uns geneigt erwieſen, deſto gerechter könnte auch noch die Fin⸗ ſternis uns völlig überfallen und uns offenbar werden laſſen, was da ſei, wenn du die Hand abziehſt. 9. Laß, o ewiger Erbarmer, aber uns dieß Alles auch heute noch recht⸗ ſchaffen erkennen, in wahrer Buße dir demüthig abbitten und in rech⸗ tem Glauben an das Blut Jeſu, ſo wie dein reines Ewangelium uns da⸗ zu anweiſt, Gnade ſuchen und fin⸗ den vor deinem Angeſichte. 10. Nimm, o Vater aller Gnaden, nicht von unſerm Munde dieß Wort deiner Wahrheit, wie wir es ver⸗ dient, und laß es auch nicht weiter * Gebet zum Andenken blos auf unſerm Munde ſchweben, laß uns an daſſelbe rechtſchaſſen glau⸗ 4 5⁵ ſondern unſer ganzes Herz durch⸗ ben, in demſelben da als Kinder arlr dringen. des Lichts ſo wandeln, daß Andert mni 11. Entzieh, o du einiger Für⸗ durch unſern Wandel auch ohne Wort t 1n ſprecher bei dem Vater, ewiger Sohn gewonnen, oder doch nicht von uns Gottes, deine Vertretung uns nicht zur Verläſterung deiner Wahrheit ver⸗ ganzlic ſorndern bitte auch für uns, anlaßt werden mögen. daß unſer Glaube nicht aufhöre und 17. Dein Zeugniß, Gott, heili iger dein Reich nicht von uns genommen Geiſt, werllegde in unſern Herzen im⸗ mede mermehr alle die theuren Wahrhei⸗ Und wehre, o Geiſt der Wahr⸗ ten, zu deen wir uns beke nnen. heit. ſowohl allem fleiſchlichem Miß⸗ 18. Gib den Lehrern derſelben, brauch des Evangelii, der die Gnade wie jenen erſten Bekennern, Mund nnr auf Muthwillen ziehen, als aller und Weisheit, Muth und Kraft, dem Verführung zum Jrrihuun und Un⸗ nicht zu widerſtehen vermögen alle gerechtigkeit, die nach der Welt Lehre Widerwärtigkeiten. und nach der Menſchen Satzungen 19. Mache aber auch uns Alle, die und nicht nach Chriſto uns vom wir uns evangeliſche Chriſten nen⸗ rechten Wege abzuleiten und unſers nen, in unſerm allerheiligſten Glau⸗ ſun unſchätzbaren Schatze s, den wirhaben, ben feſt und gegründet, wenn der Anls uns berauben wollte. Satan mit ſeinem großen Zorn d n 12 13. Heilige und erhalte uns ſ ſelber, wider ſtreitet, ihn zu überwi ldan d Fi heiliger Vater, in deiner Wahrheit, durch des Lammes Blut und duch i nem und wie du dein Wort damals bei dieſes Wort unſers Zeugniſſes, auh 1ß einem kleinen Anfange und ganzſchwa⸗ gegen allen Haß und Liſt, t, gegene alles chen Werkzeugen haſt ſchnell laufen Schmeicheln und Drohen, Locken und laſſen, ſo gib, daß es auch noch an Toben der Welt getreu zu baben uns Allen ſich erweiſe als eine Kraft bis in den Tod und zu halten, was Goites wir haben, daß uns Niemand unſere Laß den Reichthum deſſelben, Krone nehme. den d uns gönnſt, ohne ein ſtolzes 20. Ja, erfülle zuletzt in einem Ueberheben über die, die ihn nicht ſeligen Sterben auf di dein 4 haben, noch kennen wollen, uns viel⸗ an uns Allen deine Verl eißung mehr zu liebreichem Mitleiden und dein Wort werde halten, der unde herzlicher Fürbitte für ſie bewegen, den Tod nicht ſchmecken ewiglich, daß vornehmlich aber zu der heiligen Er⸗ wir am Ende unſers Leben wirll ich wägung für uns ſelbſt: welchen Viel erfahren mögen, daß wir von dir gegeben iſt, von denen werde man empfangen haben Worte des ewigen auch Viel fordern, und wo man deſ⸗ Lebens. ſen Früchte nicht trägt, da werde auch 21. Siehe ſo, Herr Gott Zebaoth, endlich genommen, was man hat. in Gnaden an den Weinf ſtoch deiner 15. Bleibe mit deiner Gnade bei evangeliſchen Kirche an allen Orten uns, Herr Jeſu, weil es in vielen und halte ihn im geſegneten Bau, Umſtänden wiederum will Abend den deine rechte Hand gepflanzt) hat, werden, und laß dein Wort, das daß er nicht verwüſtet werde⸗. helle Licht, bei uns nicht ausloſchen, 22. Thue wohl dieſem d deinem Zion vielmehr laß uns mit unſern Nach nach deiner Gnade, daß es offen enbar kommen dieſes dein Wort und Sa werde, du habeſt es in deine Haͤnde cramente rein behalten bis an unſer degeichnet, und ſeine Mauern ſeien Ende⸗. immer vor dir, ſie zu bauen und zu 16. Weil wir dieß Licht noch haben, erweitern. uns ſelder, Wahrhei, mals bei anzſchwa⸗ el laufen noch an eme Rraft deſelden, i ſhes ihn nicht ans piel⸗ W * den An K dewegen, agen er an cen Viel nde man ſei — — dir un den, in Satm fe uder doden ckt gm ten bis in? d n wir hah t 9, I tx auhwb ‿ diſche Grini 1 allethelhie R pexründe m em grain ga b u ien. drh ues 4 ux deſes I a ſers zarta gegen I rzund Ktan⸗ Schmeit:) Dohr äh 4 ihn uns Krone 1 n nan deſ Leden erde auch t ,.—“ nade dei m vitlen Adend ert, das Lloſchen, Nach⸗ mnd Sa munſer Hehe 4 * om, heme *ᷣ 23. Setze Könige, die deſſelben Pfleger und Fürſten, die deſſen Säug⸗ ammen ſind, dafür zum Segen ewig⸗ lich. Und wo menſchlicher Arm fehlt, oder gar dawider kämpft, da laß deine kleine, gedrückte Heerde doch inne werden, du ſeiſt bei ihr drinnen, daß ſie wohl bleiben ſolle, du helfeſt ihr üh. 24. Laß ſo die Pforten der Hölle deine Gläubigen nicht überwältigen, ſondern gib deinem Worte einen Sieg nach dem andern wider alle Wirkung des Satans und loſe Ver⸗ führung, womit er Seelen gefangen führt nach ſeinem Willen, daß ſie nicht ſehen das helle Licht des Evan⸗ gelii; wider alle Verfälſchung der reinen Lehre, die Licht und Finſter⸗ niß mit einander wollte verbinden, und auch wider alle Verfolgung, die dein Häuflein über Vermögen ver⸗ ſuchen und es gar vertilgen wollte. 25. Laß vielmehr nach deiner Er⸗ der geſegneten Reformation. 139 barmung dein Licht auch da noch durchdringen, wo man bisher ſeine Augen noch davor zuſchließt, und armen, ſchmachtenden Seelen deine lautere Heils⸗ und Troſt⸗Quellen in verborgenen Wegen zu ihrer Erquik⸗ kung noch bekannt werden, wo ſie ihnen bisher verſchloſſen, verdeckt, oder durch Menſchen⸗Lehre trübe ge⸗ macht ſind. 26. Endlich bringe uns mit der großen Schaar Aller derer, die da ge⸗ kommen ſind aus großen Trübſalen, die ihre Kleider hell gemacht in dem Blute des Lammes und kein anderes Maalzeichen, als das Blut Jeſu haben angenommen, zuſammen vor deinem Throne, allda auch nebſt ih⸗ nen ewig das Lob⸗Lied anzuſtimmen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke ſei unſerm Gott und dem Lamme von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit! Amen! 4 8 1 4 ———,— — . 8 Herrn Caspar Neumanns Kern aller Gebete. Das Böſe Uiemandem: Das Gute Mir und Dir: Die Ehre Gott. .„.. 1.— Gott bereite mein Herz zum Gebet. Bitte wider alles Böſe. Jebens, dein Leiden umſonſt dein Herr, höre mein Weort, merke V whud Mirdung Dei eWundet auf meine Uede, vernimm mein 1 14 Furchk ur Serde en bn ane ehit Schreien, mein König und mein und deine Auferſtehung oh duhen Gott; denn ich will vor dir ſein⸗ beten. Pſ. 5, v. 2, 3. 4. Sondern reiße meine Seele der Sünde aus den Stricken, dem Tode A* Herr, wie ſind meiner Feinde aus den Händen, der Hölle aus dem 1. ſo viel und ſetzen ſich ſo viel Rachen, dem Satan aus den Klauen wider mich! Darum ſo ſiehe an und laß mich nicht kommen ins meinen Jammer und Elend und ſei Gericht! mir gnädig nach d deiner großen Güte! 5. Verlaß mich nicht, o Gott, Errette, erlöſe, erhalte, bewahre, liger Geiſt, und weiche uiduldalth behüte, be ſchütze unich und hilf mir aus meinem Herzen; denn ohne dich aus allen meinen Nöthen heute und weiß ich Nichts, ohne dich verſtehe 311 all en Zeiten und ſo lange ich lebe! ich Nichts, ohne dich vermag ich Nichts, „Rechne mich nicht, mein Gott und wo du mir nicht ſelber gibſt und himmliß cher Vater, unter die Ge⸗ Beides, das Wollen und das Voll⸗ ſäße des Zorns, unter die Kinder bringen nach deinem Wohlgefallen⸗ des Verderbens, unter den Hanfon ſe thue ich kein Gutes. der Gottloſen und unter die Zahl 6. Du dreieiniger Gott, bewahre derer, die da verloren werden! mich in meinem Ehriſtenthun vor 3. O mein Jeſu, laß nicht an mir allerlei Ketzerei und irriger Meinung, armen Men iſchen deine Mühe ver⸗ daß mich nicht etwa die Vernunft Erder N I. ller Deben boſe Nient ac. Fute Kir 1 ir. die Ehn 6* — nein 1 n t e. merke mwein mein * er dir “ 1 exadte, an 4 d 8 ch lede a Geut die Ge inder dum Am 8 Haufen ſo l. — 25 5 4 9 m mir w tu — — 11 Al „ 2½ 2 “ — 1 Zut. rirkung, M. geden ae Leden untd ohne J— in Seet mi 1 und N a feſtgwg ſein, 1.[n rijje mirene ünd anen rin pir ASDa ln adel* Czatm a n uit wr. mich allerde 8* Kern aller Gebete. betrüge, oder die Verfolgung erſchrecke, oder die Welt verführe, oder das An⸗ ſehn blende, oder daß ich ſonſt nicht um Chre oder zeitlichen Gewinnes willen meinen Glauben verleugne. 7. Schaffe, daß meine Gottes⸗Furcht nicht Heuchelei, mein Glaube nicht Menſchen⸗Werk, meine Frömmigkeit nicht Scheinheiligkeit, mein Kirchen⸗ gehen nicht nur eine bloße Gewohn⸗ heit, mein Beten nicht ohne Andacht und meine Liebe nicht laulich ſei. 8. Bewahre mich auch vor Sicher⸗ heit und Halsſtarrigkeit, daß ich nicht wider mein eigen Gewiſſen das Böſe liebe, die Fehler gering achte, die Warnungen verachte, die Laſter lobe, mit der Bosheit mich rühme und alſo gar ſterbe in Sünden. 9. O großer Gott, vertreibe aus meiner Seele allen Hochmuth, Ueber⸗ muth, Verwegenheit und Eigenſinn, daß ſich mein Herz nicht erhebe, daß ich mich nicht beſſer dünke, als Andere, daß ich meiner Geſchicklichkeit nicht zu viel traue, daß ich mich nicht ver⸗ laſſe auf meine Gaben, daß ich mich nicht ſelber für klug halte, daß ich meine Gewalt nicht mißbrauche, daß ich nicht trachte nach hohen Dingen, daß ich nicht in ein fremdes Amt greife, mich nicht in Sachen menge, die mich Nichts angehn, Etwas vor⸗ nehme, das mir zu ſchwer iſt, oder dich um Etwas bitte, das mir nicht nütze. 10. Hilf, daß ich mich entſchlage aller böſer Gedanken, daß ich mi entreiße aller ſchändlichen Begierden, daß ich mich entbreche aller unreinen Lüſte, daß ich mir abgewöhne alle unnützen Reden, daß ich mich hüte vor allem ſündlichen Vornehmen: 11. Fluchen und Schwören, Rau⸗ ben und Stehlen, Lügen und Trügen, Schmähen und Läſtern, Heucheln und Schmeicheln, Müßiggehen, Freſſen und Saufen, Huren und Buben und was ſonſt deinem heiligen Willen zuwider iſt: Fleiſches⸗Luſt, Augen⸗Luſt, 141 hoffärtiges Weſen, Verachtung deines Worts, Ungerechtigkeit, Geiz, Neid, Mißgunſt, Feindſchaft, Chrſucht, Falſchheit, Liebe des Zeitlichen und dergleichen: das laß Alles fern von mir ſein: 12. Laß mich, o himmliſcher Vater, die Zeit meines Lebens nicht werden liederlich im Gemüthe, eitel in Ge⸗ danken, unzüchtig in Worten, häßlich in Geberden, ſchändlich im Leben, hoffärtig in Kleidung, ſtolz im Herzen, ſicher im Glück, wollüſtig in guten Tagen, oder verſchwenderiſch, wenn ich genug habe. 13. Gib, daß ich um andere Leute mich nicht bekümmere, meine Nach⸗ barn nicht urtheile, noch richte, die Unſchuldigen nicht ärgere, die From⸗ men nicht beleidige, die Armen nicht verachte, die Schwachen nicht unter⸗ drücke, die Gefallenen nicht auslache, die Elenden nicht ſpotte, Niemandem ſchade und keinen Menſchen betrübe mit Worten, oder Werken. 14. Zähme mein Fleiſch und Blut, wehre dem Satan, ſteure der böſen Welt und hilf, daß ich von Niemandem verführt werde. 15. Geſchieht es aber ja, daß ich aus menſchlicher Schwachheit zuweilen noch fehle, oder auch wiſſentlich das Gute haſſe und das Böſe thue, ach, ſo handle nicht mit mir nach deiner Gerechtigkeit, wenn ich irre! Strafe mich nicht in deinem Zorn, wenn ich ſündige! Züchtige mich nicht in ch deinem Grimm, wenn ich dich belei⸗ dige, ſondern verſchone meiner nach deiner großen Barmherzigkeit! 16. O Herr, ſchlage mich nicht in meinem Wandel mit Blindheit und Unachtſamkeit, daß ich nicht irre in meinem Thun, nicht fehle in meinen Rathſchlägen, nicht nachläſſig ſei in meinem Berufe, nicht unbedachtſam verfahre in meinen Geſchäften, nicht thöricht handle in meinem Vornehmen und alſo vor der Welt nicht dürfe zu Schanden werden! —=— — 1 4 8 Yſſ 3— 142 17. Behüte auch, mein Gott, mich und das Meinige in Allem, was mir ſchaden kann, meinen ehrlichen Namen vor Schande, meine Nahrung vor Verluſt, mein Vermögen vor Dieben, meine Grenzen vor Waſſers⸗Noth, mein Haus vor Feuer, meine Woh⸗ nung vor Donner, meine Früchte vor Hagel, meinen Leib vor Krankheit, mein Herz vor Sorgen, meine Augen vor ſchrecklichen Erſcheinungen, mein Ohr vor böſer Poſt, meinen Eheſtand vor Widerwärtigkeit und mein Leben vor einem böſen, ſchnellen Tod. 18. O Vater, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage, beraube mich nicht der Meinigen vor der Zeit, laß mich nicht krank, ungeſund und gebrechlich, laß mich nicht einſam, elend und verſtoßen, laß mich nicht von den Meinen verjagt, laß mich nicht ſchmählich arm, oder auf andere Weiſe unglücklich werden. 19. Gib, daß ich nicht darf Fremden beſchwerlich ſein, nicht andrer Leute Gnade leben, nicht meine Feinde ums Brodt bitten und nicht Hilfe ſuchen bei harten, unfreundlichen und unbarmherzigen Menſchen. 20. Iſt es ja, Herr, dein väter⸗ licher Wille, mich mit Kreuz zu belegen, ſo ſchaffe es auch alſo, daß ich nicht murre wider deine Züchtigung, nicht ungeduldig ſei in dem Leiden, nicht kleinmüthig werde unter den Trüb⸗ ſalen, nicht verzage, wenn die Angſt zunimmt, und nicht verzweifle, wenn deine Hilfe verzieht. 21. Schütze mich wider alle meine Widerſacher und bewahre mich vor falſchen Freunden, wenn ſie mich ver⸗ leumden, ſo bringe mein Recht ans Licht, wenn ſie mich verfolgen, ſo errette mich, wenn ſie einen Rath beſchließen, ſo werde Nichts daraus, wenn ſie mir fluchen, ſo ſegne mich. 22. Und wenn ich endlich werde Drangſal genug ausgeſtanden haben in dieſer Welt, ſo erlöſe mich auf einmal von allem Uebel! Amen! Kern aller Gebete. Gebet um alles Gute. Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröſteſt in Angſt, ſei mir gnädig und erhére mein Ge⸗ bet! Pſ. 4, 2. llmächtiger, gnädiger, gütiger 1. A barmherziger, wohlehät Gott und Vater! Schöpfer aller Dinge! Geber alles Guten! Brunn⸗ quell aller Gaben! Erhalter deſſen, was da iſt, und gewaltiger Regierer der ganzen Welt! 2. Siehe, in dieſer Stunde komme ich zu dir als ein Armer zu dem Reichen, als ein Schwacher zu dem Nothhelfer und als ein Kind zu ſei⸗ nem Vater. 3. Im Namen Jeſu Chriſti, auf deinen Befehl und Zuſage bitte ich dich jetzt um Alles, darum du, lieber Gott, gebeten ſein willlſt. 4. Gib mir, o Herr, was ich hitte, reiche mir, was ich bedarf, verleihe, was mir gut und ſelig, ſchicke es in Allem, wie du willſt, und ſei heute und allezeit, und ſo lange ich lebe, mein Gott, der mir hilft, mein Hott, auf den ich traue, und mein Licht auf meinen Wegen. 5. Herr Gott Vater, ſei mein Gott, deine Weisheit regiere mich, deine Gnade erhalte mich, deine Liebe erfreue mich, deine Barmherzigkeit tröſte mich, deine Gerechtigkeit ſtärke mich, deine Wahtheit beichirmns mich, deine All⸗ macht ſchütze mich.. 6. Gott Sohn, Jeſu Chriſte, ſei mein Heiland! Deine Menſchwerdung ſei meine Freude, deine Lehre mein Unterricht, dein Wandel mein Vor⸗ bild, dein Leiden meine Erlöſung, deine Demuth mein Beiſpiel, deine Geduld mein Vorbild, deine Schmach meine Ehre, deine Unſchuld meine Heiligung, dein Gehorſam meine Ge⸗ rechtigkeit, dein Tod mein Leben, deine Auferſtehung mein Troſt, deine Himmelfahrt meine Hoffnung und — S — unit, —— S ——— =—— === ————— ——= —— —— — — —— — —— — 2 2 — — — —= 1 a den Etha au rim aengt er aees — fwhelt 1 2 1 1 e 3 andere deinen †3 und Nliy 8 ach mr lles, dangr cenden Oett*e ſein vilt rLaute 4. ½ riche es ich ban na das 1 und ſelh tei Alen d* willt, Mi und aund ſo be men d rnr haſ X Femde Flie 8 4„ en und auf regen. 5.) rbe ſinatt tdeine it wiin üf 1 Gnade erih dielihm nich, d? 1aerigtäti deine a0 kt ſän 7 d 1 — = Gce Ideſr enaa, mid s Pnen deu n f 1. *„, Herr wäjct dur auf d 1 n dein letztes Gericht mein Eingang in den Himmel. 7. Gott, heiliger Geiſt, ſei mein Troſt, bekehre mich, denn ich bin ein fündiger Menſch, mache mich leben⸗ dig, denn ich bin todt, wecke mich auf, denn ich ſchlafe, waſche mich, denn ich bin unrein, und bereite mich zum ewigen Leben. 8. Erleuchte meinen Verſtand, hei⸗ lige meinen Willen, zähme meine Be⸗ gierden und ſtärke mein ſchwaches Vermögen. 9. Sei, wohne und bleibe bei mir, du hochgelobte Dreieinigkeit! Erſchrecke mich alle Tage mit deinem Geſetz, tröſte mich wieder durch dein Evan⸗ gelium, unterweiſe mich in deinem Worte. 10. Auf daß ich meine Sünden erkenne, den Zorn Gottes fühle, vor der Hölle mich fürchte, die Ueber⸗ tretung bereue, an Jeſum glaube, ſeines Verdienſtes mich tröſte, mein Leben beſſre und alſo ſelig werde. 11. Rüſte mich aus, lieber Gott, mit Allem, was dir wohlgefällt, und mache mein Herz allezeit brünſtig im Geiſte, fröhlich in der Hoffnung, willig in der Demuth, heilig in der An⸗ dacht, emſig im Gebet, eifrig in der Liebe, fertig im Gehorſam, kindlich in der Furcht und hilf, daß ich ſtets ſuche, was droben iſt. 12. Pflanze in mein Herz rechte Luſt zu deinem Wort, und wenn ich in der Bibel leſe, ſo erleuchte mich; wenn ich zur Kirche gehe, ſo bereite mich; wenn ich die Predigt höre, ſo erbaue mich; wenn ich bete, ſo erhöre mich; wenn ich ſinge, ſo erfreue mich; wenn ich beichte, ſo beſſere mich; und wenn ich zu deinem hochheiligen Abend⸗ mahl kommen werde, ſo laß mich einen würdigen Gaſt ſein. 13. Laß mich, o Vater, rein ſein in Gedanken, wahrhaftig in Worten, verſchwiegen in Reden, treu in der That, ſchamhaft in Geberden, züchtig in Sitten, mäßig in der Freude, Kern aller Gebete. 143 beſcheiden im Zorn, richtig im Thun, fleißig in den Geſchäften und ver⸗ ſtändig in Allem. ni⸗ 14. Gib mir eine Seele, die es verſtehe, was des Geiſtes Gottes iſt, damit ich überall mich ſelbſt erkenne, und hernach klüglich handle, vorſichtig wandle, weislich rede, behutſam frage, das Böſe von dem Guten unter⸗ ſcheide und vernünftig in Allem ur⸗ eile. 15. Vor allen Dingen, mein Gott, laß die Liebe in mir wachſen und mache mich gerecht, daß ich meinem Nächſten thue, was ich ſoll, gebe, was ihm gehört, laſſe, was er hat, und das gern gönne, was du ihm beſcherſt. 16. Wende mein Herz zu der Barm⸗ herzigkeit und laß meine Hände frei⸗ gebig ſein, daß ich der Verlaſſnen mich annehme, den Irrenden rathe, die Unwiſſenden lehre, für die Un⸗ mündigen rede, den Armen helfe, die Schwachen ſtärke, die Verſchmach⸗ teten labe, den Fallenden aufhelfe, die Unterdrückten hebe, die Nothdürf⸗ tigen fördre, die Betrübten tröſte und Allen Gutes erweiſe. 17. Schaffe auch, barmherziger Vater, daß ich verſöhnlich ſei und liebe meine Feinde, ſegne, die mir fluchen, wohlthue denen, die mich haſ⸗ ſen, für die bitte, die mich beleidigen, derer ſchone, die ſich an mir vergrei⸗ fen; ja, daß ich ſie ſpeiſe, wenn ſie hungern, tränke, wenn ſie dürſten, und alſo das Böſe mit Gutem ver⸗ gelte. 18. O großer Gott, laß mich end⸗ lich allen Menſchen begegnen, wie ich ſoll: ehrerbietig gegen die Pre⸗ diger, gehorſam gegen die Obrigkeit, verträglich gegen die Nachbarn, bei den Hohen demüthig, bei den Niede⸗ ren freundlich, bei meines Gleichen dienſtfertig, dankbar gegen die Wohl⸗ thäter, aufrichtig unter den Freunden, fröhlich mit den Fröhlichen, traurig mit den Traurigen, damit meine Liebe 144 rechtſchaffen ſei und ich mit Jeder⸗ mann Frieden haben möge. 19. Weil es auch in der Welt ge⸗ fährlich iſt, ſo regiere mich, mein Gott, in der Geſellſchaft, daß ich die Böſen meide, zu den Frommen mich halte, den Guten es nachthue, die Andern erbaue, und alſo zu jeder Zeit als ein wahrer Chriſt und ein gehorſames Kind Gottes erfunden werde. 20. Beſchere mir auch, du reicher Gott, von deinem zeitlichen Segen ſo viel, als dein gnädiger, guter Wille iſt, und gib mir, ſo lange ich lebe, einen klugen Verſtand, ein fröhliches Herz und einen geſunden Leib. 21. Erhalte, was du mir gegeben haſt, mehre mein Gedächtniß, ſchärfe meine Sinnen, ſtärke meine Kräfte, bewahre meine Gliedmaßen, friſte mir meine Jahre, ſo lange es dir gefällt, und laß mich auch, wenn ich alt werde, dir noch befohlen ſein. 22. Herr, ſegne mir Speiſe und Trank, ſtärke mich in meinen Be⸗ mühungen, gib mir in der Nacht meine Ruhe, wenn ich ſchlafe, ſo wache für mich, wenn es Zeit iſt, ſo ermuntre mich, und laß alle Abwechſelungen dieſes Lebens zu meinem Beſten ge⸗ deihen. 23. Wenn ich, lieber Vater, aus⸗ gehe, ſo führe mich, wenn ich ein⸗ gehe, ſo bewahre mich, wenn ich reiſe, ſo begleite mich, wenn ich daheim bin, ſo behüte mich und laß deine guten Engel allezeit bei mir ſein an allen Enden und Orten. 24. Setze mich, o Herr, in einen ſolchen Stand, wie du weißt, daß es mir gut iſt. Wenn es Zeit und mir Nütze iſt, ſo erhöre mich und gib mir alsdann ſo viel Ehre, als mir dient, ſo viel Anſehn, als ich ertragen kann, und ſo viel Gewalt, als ich zu ge⸗ brauchen weiß. 25. Laß mich aber meinen Geſchäf⸗ ten wohl vorſtehen und gib mir Luſt in meiner Arbeit, Verſtand zu der Sache, Glück zu den Anſchlägen, Ge⸗ Kern aller Gebete. ſchicklichkeit in allen Dingen und laß mich, ſo viel möglich, bei allen Men⸗ ſchen beliebt werden. 26. Wenn(weil) du mir auch, mein Gott, einen treuen Ehe⸗Gatten beſchert haſt, ſo mache mir bei demſelben die Che friedlich, das Bett geſegnet, die Kinder⸗Zucht erfreulich und das ganze Leben vergnügt. 27. Segne, Herr, mein Vermögen, mein Einkommen und Alles, was ich habe, damit ich ſo viel vor mich bringe,. als ich bedarf, meinen Mund zu ſätti⸗ gen, meinen Leib zu kleiden, die Mei⸗ g nigen zu verſorgen, mich in der Noth zu retten, meinem Nächſten zu dienen, den Armen zu helfen und deine Chre zu befördern. 28. Und weil Niemand in der Weit ſich allein helfen kann, ſo verleihe mir auch, o Vater, Gunſt bei den Menſchen, Gnade bei meiner Obrig⸗ keit und Liebe bei Allen, damit es mir niemals mangele an teuen Freunden, an guten Gönnenn, an mächtigen Förderern, ſondern ich alle⸗ zeit haben möge Rath, wenn ich Rath bedarf, Hilfe, wenn ich Hilfe bedarf, Schutz, wenn ich Schutz bedarf. 29. Es wird mir an Kreuz wohl nicht fehlen, weil ich lebe; aber gib mir nur, mein Gott, Geduld, wenn Trübſal da iſt, Demuth, wenn ich verachtet, Sanftmuth, wenn ich be⸗ leidigt werde, Zufriedenheit, wenn ich Schaden leide. 30. Nimm mich auf, wenn ich ver⸗ laſſen, befriedige mich, wenn ich un⸗ ruhig, tröſte mich, wenn ich erſchrocken, ſtärke mich, wenn ich ſchwach, erfreue mich, wenn ich traurig bin, hilf mir wieder, wenn ich geirrt habe, und wenn Etwas nicht zu ändern iſt, ſp e gib, daß ich mich allen unnützen Kum⸗ mers entſchlage. 31. Zuletzt, mein treuer Gott, ſei mein Arzt in der Krankheit, lindre meine Schmerzen, ſegne die Mittel, die ich brauche, wenn es gut iſt, ſo hilf mir. Soll es aber nicht ſein, und gni Ghulh 1 nih, arnen dene wabrs un euſere re vene TVegſnm aree bae ASemd an, hte — terein u düheran mchönd Gllauch a ih da bu a 1 d 3 3. j ſehre n gech thrn. — — —— — — — — — —— — — — — — — — ——= — — — ur gegeben den J und, ſchärfe u def . nite ur ſich a de geſällt, mir a alt verde, Menſch ereiſe umnd u 1 8 ½ en Be reun . mzoehr act mine mact3 * ha wache für zelt! muntre⸗ bedarf A 4 4— † Heiunen S n ₰ heſten ge⸗ 2. dn e phen nünnie 1 x en Aütinage S ri Nimmän 1E vem iii ae guten ich 3. — allen 30. 4 lafſen, men h m 1 L, po daß* ſtarte 4 und mit mit, t A pe el 5 1 Nu u durn, wenn un kann, gid, do An an KL, 1 p H u ge⸗ mers Geſchäf⸗ memn 1 Lu meme „ u der die ich 1* agm, Ge⸗ n den dm. tedit umi 1 r ſovilveen 8 meiren aa Srib; f 1 2 d zu lld 1 9 er hehen wute 1*⁸ Ulenmdi a ſen im A Vater Giht i de bärmg 1) mana a i dute m 5 erern until eRaty mäih Bit Stei miru trt t a vel ih ,n ſo beſchere mir nach deinem heiligen Willen nur fein bald und bei guter Vernunft ein ſeliges Ende! Amen! b Fürbitte für alle Menſchen. Ich, ſiehe, ich habe mich unter⸗ wunden, zu reden mit dem Herrn, wiewohl ich Erde und Aſche bin! 1. B. Moſe 18, v. 27. 1. Gott der du biſt vormals gnä⸗ dig geweſen deinem Lande, nimm jetzt an die Bitte meines Mun⸗ des und laß auch andre fromme Chriſten und alle Menſchen meines Gebets genießen. 2. Erhalte, ſchütze, regiere, führe und mehre, lieber Vater, den kleinen Haufen deiner chriſtlichen Kirche, und bewahre unſere Kanzel vor falſcher Lehre unſere Schulen vor Verwüſtung, unſere Gemeine vor Spaltung, un⸗ ſere Verſammlung vor Aergerniß und unſere Lehre vor Verfolgung. 3. Steure den Feinden unſers Glau⸗ bens, wehre den Türken, dämpfe alle Ketzereien und laß die Ehre deines heiligen Namens in der Welt immer je mehr und mehr ausgebreitet werden. 4. Erleuchte die Irrenden, bekehre die Gottloſen, ſchone der Sünder, ver⸗ gib den Bußfertigen und bringe um die loſen Verächter. 5. Hilf, mein Gott, daß unſere Lehrer und Prediger allezeit ſein mö⸗ gen geſchickt im Predigen, rein im Lehren, deutlich im Erklären, eifrig im Vermahnen, muthig im Strafen, geiſtreich im Tröſten, nützlich im Er⸗ bauen, treu im Amte, heilig im Wan⸗ del, einig im Leben, verträglich in Allem. .6. Segne auch ihre Arbeit und hilf, daß ſie ihr Amt nicht mit Seuf⸗ zen führen dürfen, ſondern gib mir und allen andern Kirch⸗Kindern und Zuhörern andächtige Ohren, erleuch⸗ tete Augen, gehorſame Sinne, buß⸗ fertige Herzen, wohlthätige Hände, damit alſo überall und auch bei uns Kern aller Gebete. 145 dein Name geheiligt, deine Kirche ge⸗ beſſert und dein Reich vermehrt werde. 7. Hiernach ſo beſchütze auch, du ſtarker, allmächtiger Gott, unſer Re⸗ giment und gemeines Weſen und gib allen Kaiſern, Königen, Fürſten und Herren, Regenten und Rath⸗ mannen von Davids Gottſeligkeit, von Salomos Weisheit, von Sim⸗ ſons Herzhaftigkeit. .8. Laß ſie ſein treu geſinnt für die gemeine Wohlfahrt, bekümmert um deine Kirche, gnädig gegen ihre Unterthanen, verträglich mit ihren Nachbarn, ſiegreich wider deine und ihre Feinde. 9. Pflanze in die Herzen aller Ge⸗ waltigen Gedanken des Friedens, hilf, daß die Edlen auch nach Gott fra⸗ gen, gib allen Räthen heilſame An⸗ ſchläge, verleihe allen Richtern die Gerechtigkeit und allen Beamten die Barmherzigkeit, 10. Auf daß bei uns und überall das Böſe geſtraft, das Gute belohnt, dem Uebel geſteuert, was löblich iſt, erhalten, und ein Jeder in ſeinem Amte treu erfunden werde. 11. O treuer Gott, regiere alle Unterthanen, daß ſie ihre Obrigkeit lieben, ihre Herrſchaft ehren den Ge⸗ ſetzen folgen, und wenn es nöthig iſt, Gut und Blut für dein Wort ein⸗ ſetzen mögen. 12. Ja, erhalte unſer ganzes Vater⸗ land in gutem Flor, mehre ſeine Ein⸗ wohner, ſegne ſeinen Handel, fördre ſeine Handthierungen, erhalte den Ackerbau, beſchere dienlich Wetter und gib zu allen Dingen dein Gedeihen. 13. Hingegen ſo behüte deine ganze Chriſtenheit vor Peſtilenz und anſtecken⸗ den Seuchen, vor Uneinigkeit, Unruhe, Krieg und Streit; oder ſo wir ja mit unſern Sünden dieſes verdient haben, ſo laß doch deine Gerechten nicht gar in der Noth umkommen, ſondern er⸗ halte uns in der Peſt, ſättige uns in der Theurung, beſchütze uns im Kriege, ſegne die gerechten Waffen und gib uns bald wieder den lieben Frieden. w—³ſ⁶⁰⁹³õ..“ N— 8“ 883 5 f—* ͤ.ͤ eer 8 2 4 . 9 3 ———— 8 8 3— 146 14. Segne endlich auch den Haus⸗ Stand und verleihe allen Hausvätern und Haus⸗Müttern Frieden in ihrer Ehe, Glück in ihrer Nahrung und Freude an ihren Kindern. 15. Den Kindern ſelbſt gib guten Gehorſam, willige Folge, kindliche Furcht, rechtſchaffene Demuth, ſchul⸗ dige Ehrerbietung, herzliche Dankbar⸗ keit und laß den Segen ihrer Eltern an ihnen reichlich erfüllt werden. 16. Beſchere allen Herren und ſuaen gute Dienſtboten, allem Ge⸗ ſinde aber verleihe geſunde Glied⸗ maßen, wachſame Augen, gehorſame Ohren, willfährige Herzen, verſchwie⸗ gene Lippen, treue Hände und eine Seele, die ſich begnügen läßt. 17. In Summa: Laß dir alle Men⸗ ſchen befohlen ſein und gib einem Neden, was er bedarf. Erhöre die Betenden, ernähre die Armen, ſpeiſe die Hungrigen, tränke die Durſtigen, kleide die Nackenden, begleite die Rei⸗ ſenden, ſchütze die Verjagten, erlöſe die Gefangenen, tröſte die Betrübten, warte der Kranken, heile die Preß⸗ haften, behüte die Geſunden, bewahre die Schwangern, entbinde die Gebäh⸗ renden, nähre die Säugenden, pflege der Kinder, führe die Jugend, trage die Alten, hilf den Unmündigen, ver⸗ ſorge die Waiſen, vertheidige die Witt⸗ wen, heilige die Eheloſen, ſtärke die Schwachen, errette die Angefochtenen, wache für die Schlafenden, erbarme dich der Sterbenden und beweiſe deine Wunder an allen Orten. 18. Zuletzt aber laß dir, lieber Gott, abſonderlich befohlen ſein meine An⸗ gehörigen, ſie mögen ſein, wer und wo ſie wollen, behüte ſie vor allem Uebel, gib ihnen alles Gute und regiere ſie mit deinem heiligen Geiſte, ſegne meine Wohlthäter, behüte meine Freunde, vergib meinen Feinden, ver⸗ zeihe meinen Verfolgern, bekehre meine Läſterer, erleuchte meine Mißgönner und bringe uns endlich Alle mit ein⸗ ander zuſammen in das ewige Leben! Amen! Kern aller Gebete. Dankſagung für Alles, was wir haben. Lobe den Herrn, meine Jeele und was in mir iſt, ſeinen hei⸗ ligen Mamen! Lobe den Herrn meine Frele, und vergiß nicht, was er dir Gutes geihan hatt Pſ. 103, v. 1. 2. 1. 9 du ewiger, ſtarker gewaltiger Gott! Wie unerforſchlich iſt n deine Weisheit, wie groß deine Gnade, wie unendlich deine Liebe, wie über⸗ ſchwänklich deine Güte, wie uner⸗ gründlich deine Barmherzigkeit, wie trefflich deine Langmuth, wie herrlich e deine Gerechtigkeit, wie lauter deine Wahrheit und wie unbegreiflich deine Allmacht, die du an mir erwieſen haſt! 2. Ja, Herr, ich erkenne meine Niedrigkeit und deine Hoheit, meine Nichtigkeit und deine Vortrefflichkeit meine Unwürdigkeit und deine Na⸗ jeſtät. 3. Ich bin Nichts, du biſt Alles, ich bin elend, du biſt barmherzig, ich bin unverſtändig, du biſt weiſe. Ich bin ein Sünder, du biſt gnädig, ich bin ungehorſam, du biſt geduldig, ich bin arm, du biſt freigebig, ich bin ſchwach, du biſt ſtark. Ach, ich bin zu geringe aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir gethan haſt! — —— — — = —— — — — — — — — — — —j:— — — — —— — =— — — — — —, — ☛ — =— ——— —— == ——ÿ— — —=—— —.= ———— — —= — 4. Wunderlich ſind deine Werke, unden ſt ſchrecklich deine Drohungen, mächtig deine Strafen, Fnüdig deine Züch⸗ — — tigungen, wahrhaftig deine Verheißun⸗ en, treu deine Zuſagen, und deine i liebe iſt über Alles; denn ſie iſt in ſ höher, als der Himmel, breiter, als etel die Erde, tiefer, als das Meer. 5. O Gott, ich bin deine Creatur und du mein Schöpfer, ich bin dein dl h Kind und du mein Vater, ich bin dein Knecht,(deine Magd), du mein Herr, ich bin dein Schuldner, du mein Wohlthäter; denn von dir habe i Alles und ohne dich habe ich Nichts. 6. Darum ſo ſei nun gelobt, mein himmliſcher Vater, daß du die ganze 8 —.— — ==Z —— — —.— —= 8 dein dit ime Gü 1 Smg 4 eme deme 8 Knen . War weemte 4b Ner Ann. M e ad anen haſt Erdär die 2. wi nen peiſe Rodr te die Rei, meine digbet we ten, erlüſe jeſtät.. Rerrüdten, 3. 1 Nichts, afl de Preß ſich dit ee du bittwngt 1 dewadre* e Gedäh bin ei — — 1 — — — 2 — — — * — E = — —— — — 6 1 1 —½ — —½ — — —— — tärke die Treue= an! ochtenen, 4. twrihh ſid, erdarne ſtnc A* e Nuhohn eiſe deine deine = — 4 — — — — — — — — — — — ih eime Kid dare fän. 3d deine krfit. Tin uünh cr, w ir — 1 gen, ver ſchvad Ciſt ſmt K9 er gnäi me nung Ir hattzdinde 5 e Zſhen 12 E e Finm. n b Welt dem Menſchen zu Liebe aus Nichts gebaut, daß du mich ſelbſt erſchaffen, da ich Nichts war, daß du mich zu deinem Ebenbilde gemacht, daß du mir einen geſunden Leib und eine vernünftige Seele gegeben, und daß du mich in dem Schooße deiner Kirche von chriſtlichen und ehrlichen Eltern ſo wunderbarlich auf dieſe Welt haſt laſſen geboren werden. 7. Sei auch ewig geprieſen, lieber Vater, daß, als das ganze menſch⸗ liche Geſchlecht verloren war, du dich meiner und aller Menſchen erbarmt, der Gefallenen dich angenommen, dei⸗ nen Sohn uns geſchenkt, den Him⸗ mel wieder aufgeſchloſſen und dieſen gnädigen Willen der ganzen Welt haſt ankündigen laſſen. 8. Habe Dank, allerliebſter Jeſu, du ewiger Sohn Gottes, daß du mein Freund, mein Bruder, mein Mittler, mein Fürſprecher, mein Erretter, mein Erlöſer, mein Heiland, mein Selig⸗ macher und mein Immanuel gewor⸗ den biſt! 9. Habe Dank, allerholdſeligſter, allerfreundlichſter, allerliebreichſter, allermildeſter, allerbeſter Jeſu, habe Dank für deine Liebe und Treue, für deine Menſchwerdung und Geburt, für deine Lehre und Thaten, für deine Angſt und Noth, für deinen Hohn und Spott, für deine Striemen und Wunden, für dein Leiden und Ster⸗ ben, für dein Kreuz und Tod, für deine Auferſtehung und Himmelfahrt. 10. Ach, wie erfreulich iſt dein Evangelium, wie tröſtlich deine Zu⸗ ſagen, wie theuer deine Erlöſung, wie heilſam deine Wunden, wie kräf⸗ tig dein Blut.. 11. Darum ſo ſage ich noch ein⸗ mal: habe Dank, daß du den Rath deines himmliſchen Vaters mir offen⸗ bart, daß du mich mit Gott verſöhnt, daß du mich aus der Hölle erlöſt, daß du mich in der Taufe angenom⸗ haſt. 19. Deine Treue, o Gott, macht es, daß wir noch ſind; denn du läſſeſt deine Sonne alle Morgen aufgehn men und daß du mich noch in dem hei⸗ ligen Abendmahl ſpeiſeſt mit deinem Leibe und tränkſt mit deinem Blute. Kern aller Gebete. 147 12. Gott, heiliger Geiſt, werther Tröſter in aller Noth, ich bete dich an, dich rühme ich, dich lobe ich, dich preiſe ich, dir danke ich! 13. Von dir habe ich alles Gute, was ich denke, rede und thue. Von dir empfange ich Beides, das Wollen und das Vollbringen, und du allein machſt mich geſchickt zum ewigen Leben. 14. Du rufſt mir, ehe ich es thue, du warteſt, bis ich es thue, du hilfſt mir, daß ich es thue, und du ſtärkſt mich, wenn ich es thue. 15. Sehr milde ſind deine Gaben, reich iſt dein Troſt, erfreulich iſt deine Güte, kräftig iſt deine Gemeinſchaft. 16. Demnach ſo ſei gelobt in alle Ewigkeit, daß du mich armen, ver⸗ derbten Menſchen aus meinem Elende geriſſen, durch das Wort des Evan⸗ gelii berufen, durch das Bad der hei⸗ ligen Taufe wiedergeboren, meine unwiſſende Seele erleuchtet, mein unreines Herz geheiligt, meine ver⸗ lornen Kräfte erneuert und mich alſo zu einem neuen Menſchen, zu einem getauften Chriſten, zu einem Glied⸗ maß deiner Kirche, zu einem Kinde Gottes und zu einem Erben des ewi⸗ gen Lebens gemacht haſt. 17. O du heilige, hochgelobte Drei⸗ einigkeit, wir loben Alle mit einan⸗ der deine unendliche Güte und dan⸗ ken dir für Alles, was du uns an Leib und Seele Gutes gethan haſt, daß du bisher unſre Kirche bei rei⸗ ner Lehre, unſere Schulen in gutem Flor, unſere Regierung in Frieden und Ruhe und alle Stände in gutem Wohlergehn erhalten! 18. Hingegen, daß du auch unſer Vaterland vor Krieg und Blutver⸗ gießen, vor Unfrieden, Haß und Streit, vor Theurung und Hungers⸗Noth, vor Peſtilenz und anſteckenden Seuchen und ſonſt vor allerlei Uebel behütet —=— — —— 8—“ ———— 8 5 — 28— 4 2 ————— 4— — 4 —- — 3 —— ———— —— 148 über uns und gibſt uns Früh⸗Regen und Spät⸗Regen, du ſegneſt das Land, daß es ſein Gewächs gibt, und läſſeſt nicht aufhören Saat und Ernte, ſon⸗ dern beſcherſt uns noch immer unſer täglich Brodt. 20. Ach, mein Gott, wie viel bin ich dir ſchuldig, daß du mich von meiner Jugend an bis auf dieſen Tag mächtig erhalten, väterlich ver⸗ ſorgt, wunderlich geführt, von man⸗ cher Sünde abgehalten, vor manchem Unglück behütet, von mancher Gefahr erlöſt, in mancher Widerwärtigkeit erhalten, in manchem Kummer ge⸗ tröſtet, in mancher Angſt beſchützt, aus mancher Noth errettet und mir in allerlei Anliegen geholfen. 21. Wenn ich bin krank geweſen, ſo haſt du mich wieder laſſen geſund werden, wenn ich geirrt habe, haſt du mir wieder zurecht geholfen, wenn ich geſündigt habe, haſt du Geduld mit mir getragen, wenn ich frech ge⸗ worden, haſt du mich gezüchtigt, wenn ich Buße gethan habe, haſt du mirs vergeben, wenn ich gebetet habe, haſt du mich erhört, wenn ich Etwas vor⸗ genommen, haſt du mirs geſegnet, und wenn mich Andere gehindert ha⸗ ben, haſt du mir doch fortgeholfen. 22. In der Kindheit haſt du ſchon für mich geſorgt, in der Jugend haſt du mich geführt und in dem Alter⸗ wirſt du dich meiner auch annehmen. 23. Durch deine Hilfe habe ich in der Welt manchen Gönner und För⸗ derer, in der Fremde manchen guten Freund und endlich überall mein Bleiben und Auskommen gefunden. 24. Darum ſo ſei gelobt und ge⸗ rühmt für Alles, was ich jemals von dir bekommen habe und noch bekomme, für die Zeit, das Jahr, für den Tag und für dieſe gegenwärtige Stunde, die du mich haſt erleben laſſen, für die ſichre Ruhe, die du mir in der vergangnen Nacht verliehen, für das geſunde Leben, das du mir heute gege⸗ Kern aller Gebete. welchen ich dieſen Tag über genieße (genoſſen). 25. Habe Dank, himmliſcher Va⸗ ter, für den Stand, in welchen du gegeben, für die Mittel, die du mir zugeworfen, für alles Glück, das du mir gewieſen, für den getreuen Che⸗ Gatten, mit welchem du michverſorgt, für allen Ehe⸗Segen, den du mir he⸗ ſchert, für alle andre Freude, die du mir gemacht, und endlich auch für alles Kreuz, das du mir zu meinem Beſten haſt auferlegt. 26. Ach, lieber Gott, wie viel Menſchen ſind heute in dieſer Stunde und in dieſem Augenblicke hier und anderswo elender, als ich, ärmer als ich, verlaſſener, als ich, unglückſeliger, als ich, betrübter, als ich. 27. Darum ſo ſei gerühmt und gelobt für mich und für Alle die, welchen du ſo wohl thuſt als mir⸗ und habe auch endlich dafür Dank, daß du mich ſolches Alles haſt erken⸗ nen laſſen. 28. Meine Seele ſoll dich rühmen, mein Geiſt ſoll dich loben, mein Herz ſoll dich preiſen, mein Mund ſoll di danken. Lobt den Herrn, alle Heiligen! Lobt den Herrn, alle Heiden! Lobt den Herrn, alle Völker! mich erſchaffen hat! Ehre ſei Gott, dem Sohne, der mich erlöſt hat! Ehre ſei Gott, dem heiligen Geiſte, der mich geheiligt hat! Chre ſei der hei⸗ ligen und hochgelobten Dreieinigkeit uja! Amen! Wenige Seufzer, die ein ganzes Morgen⸗Gebet ausmachen. Dankſagung. 1. INomen Gottes,des haun des Sohnes und des heiligen ben, und für einen jeglichen Biſſen, Geiſtes! Amen! mich geſetzt, für die Ehre, die du mir 29. Lobt den Herrn, alle Engel! 30. Ehre ſei Gott, dem Vater, deri von nun an bis in Ewigkeit! Halle⸗ leßt — — — — — —— =— S = 1 An um. m Aancdem 6 . Der Gefahr Aes MA ra meln 2* 34 unden. 1 fpr lhen unh 1 S— agn dn um n den e ale her Ehre en helhnti en mich g T h ren o Gatte Hort In de, dbiht 3 *t as ic u delcel au url und h. ſundäh M daß d a olches Air A. † en öm ün dbt N E. d al hän 42 den 5 22 e Völk 8 Nrich& e ha Een 8 dem d d Ih ligen pethn n don m Bi Geiſi Morgen neu iſt; 30.eibet ath und ge⸗ uja! 2 ms do 1 4„ 6 RWumn 3 pp A M tden 7 Sunde, M' t= K n fuü ſe. Tn r Ke „für das 1. 22 moß eate gege en Biſen, 2. Die Nacht iſt vergangen, der Tag aber herbei gekommen: ſo wache nun auf, mein Seele, lobe unſern Gott und denke hernach an Alles, was du den Tag über zu thun haſt. Bitte. 1. Siehe, mein Gott, ich habe aber⸗ mals einen neuen Tag erlebt und du weißt, daß ein jeglicher Tag ſeine eigne Plage habe, du weißt, daß ich noch ſündlich und gebrechlich, du weißt, daß ich noch mühſelig und beladen und daß mein Elend alle 2. Darum nimm weg von mir ae Alles, was du haſſeſt. Hindre Alles, was mir ſchadet. Und ſo ja dieſer ag der letzte ſein ſollte, ſo behüte ae mich doch vor einem unſeligen Ende. Gebet. 1. Gott, deſſen Güte und Treue alle Morgen neu wird, erhöre jetzt mein Gebet und gib mir nach dei⸗ nem gnädigen Willen Alles, was ich dieſen Tag über in meinem Chriſten⸗ thume haben ſoll und in meinem zeit⸗ lichen Leben bedarf. Die Allmacht des Vaters beſchütze mich, die Weisheit des Sohnes regiere mich, die Kraft des heiligen Geiſtes erhalte mich. 2. Der Herr ſegne mich und be⸗ hüte mich! Der Herr erleuchte ſein Angeſicht über mich und ſei mir gnä⸗ digl Der Herr erhebe ſein Angeſicht auf mich und gebe mir Frieden! Fürbitte. Gnädiger Gott, liebreicher Vater, du haſt deine Sonne wieder aufgehen laſſen über Böſe und Gute, ſo er⸗ barme dich auch nun aller Beiden und laß heute keinen Menſchen weder zeitlich noch ewig verloren werden! Amen! Wenige Seufzer, die ein ganzes Abend⸗Gebet ausmachen. Dankſagung. MArein Gott! Du haſt mir heute Kern aller Gebete. 1. viel Gutes erwieſen, und! 149 wenn mich gleich auch etwas Böſes betroffen hätte, oder nicht Alles nach Wunſch wäre ergangen, ſo habe ich es doch noch viel ärger verdient und würde noch viel unglücklicher gewor⸗ den ſein, wenn deine Barmherzigkeit mir es nicht hätte gelindert. 2. So ſei nun, lieber Vater, ge⸗ ehrt, gelobt und geprieſen für dieſes und alles Andere, was du heute bei mir, den Meinigen und allen Men⸗ ſchen Gutes gegeben und Böſes ver⸗ hütet. Sei gelobt, mein Gott, ewiglich! Bitte. Barmherziger Gott, gnädiger Va⸗ ter, verzeihe mir um Jeſu Chriſti, deines lieben Sohnes, willen Alles, was ich dieſen heutigen Tag wiſſent⸗ lich, oder unwiſſentlich, öffentlich, oder heimlich Gutes unterlaſſen, oder Bö⸗ ſes gedacht, verlangt, geredt und ge⸗ than wider dich, meinen Nächſten und mich ſelbſt! Gebet. Herr Gott Vater, Sohn und hei⸗ liger Geiſt! In deinem Namen gehe ich ſchlafen, ſo laß nun auch dein armes Geſchöpf, meinen Leib, meine Seele, mein Hab und Gut deiner e Güte befohlen ſein; denn dir lebe ich, dir ſterbe ich, dein bin ich todt und lebendig! Fürbitte. 1. Herr, du Hüter Iſraels, der du weder ſchläfſt, noch ſchlummerſt, ſorge auch in dieſer finſtern Nacht für die lieben Meinigen ꝛc. und für alle Menſchen. Dein Auge wache für ſie, deine Hand bedecke ſie, dein Engel ſchirme ſie. 2. Erhalte einem Jeden das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir end⸗ lich aus dieſer Finſterniß werden kom⸗ men zu dem ewigen Licht! Amen! Kern aller Reiſe⸗Gebete. Bitte. 1. err, du Gott Abrahams, Iſraels und Jacobs! Der du vor 150 Zeiten dieſen Erz⸗Vätern ſelber be⸗ fohlen haſt, daß ſie in der Welt haben umherziehen und ihr Leben mit Reiſen zubringen müſſen; der du auch ſelbſt mit ihnen geweſen biſt, ſie behütet haſt auf allen ihren Wegen und er⸗ rettet aus allen ihren Nöthen, Herr, du Gott Iſraels, der du dein Volk aus Aegypten, durchs rothe Meer und in der Wüſte vierzig Jahre lang herum geführt, und endlich auch, Herr, du Gott und Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, der du in der Fülle der Zeit deinen lieben Sohn in dieſe Welt haſt kommen laſſen, da er herum gezogen iſt und hat wohlgethan: 2. Siehe, Herr, du unendlicher Gott, ich ziehe auch heute meine Straße unter deinem Geleite, weiß meinen Ausgang, aber nicht meinen Eingang, kann auch nicht Alles vor⸗ herſehen, was mir begegnen wird, und noch viel weniger mich ſelber ge⸗ nug wahrnehmen, daß ich nicht irre. 3. Du biſt aber der Herr, welcher verſprochen hat, bei uns zu ſein in der Noth. Wenn wir durchs Waſſer gehen, daß uns die Ströme nicht ſol⸗ len erſäufen, oder wenn wir durchs Feuer gehen, daß wir nicht brennen und die Flamme uns nicht anzünde. 4. Darum entziehe mir auch nicht deine Aufſicht und Fürſorge, deinen Schutz und Schirm, ſondern wende aus Gnaden Alles ab, was mir ſcha⸗ den kann in der Fremde. 5. Bewahre mich vor Sturm, Un⸗ gewitter und allem ſchädlichen, oder beſchwerlichen Wetter, hilf, daß mich nicht unterwegs die Nacht überfalle, laß mich nicht in die Irre gerathen, oder des Weges fehlen, den ich wan⸗ deln ſoll. Halte mich, daß ich nicht irgendwo falle, oder Schaden nehme an meinem Leibe. Bewahre mich vor unreinen Sachen und allen an⸗ ſteckenden Krankheiten. Laß mich Nichts verlieren von dem, was ich bei mir habe, und Nichts vergeſſen von Alle dem, was ich auf dem Wege Kern aller Gebete. zu bedenken, oder an dem Orte, wo ich hinziehe, zu verrichten habe. d9 6. Behüte mich vor Räubern auf der Straße und halte ihnen ihre Augen, daß ſie mich nicht ſehen; vor untreuen Wirthen in der Herberge und zerſtöre ihre Anſchläge, daß ſie mich nicht treffen; vor böſer Geſell⸗ ſchaft an allen Orten und zerreiße ihre Netze, daß ſie mich nicht fangen, damit ich alſo weder an Seel und Leib, noch Gut und Vermögen be⸗ ſchädigt, beraubt, betrogen, verführt, oder auf einige andere Art und Weiſe von Jemandem mögebeleidigtwerden. 7. Regiere mich aber auch ſelbſt an dum udh denr Ehen Si mi an allen Orten, daß ich ſchädlichen Ph Leuten aus dem Wege gehe, wenn ich u wm den Hals ziehe, und endlich an keinem Orte was thun möge wider mein Gewiſſen, ob ich gleich bei denen ſein werde, die mich nicht kennen. 8. Gefällt es aber ja deinem hei⸗ ligen Willen, mich auf einige Weiſe in Verſuchung zu führen, ſo verleihe doch, daß ich nicht kleinmüthig werde, wenn die Noth vorhanden iſt, und hilf du mir auch wieder aus derfelben, wenn es Zeit iſt; ercette mich aus der Hand aller gottloſen Leute, führe was Böſes ſehe, mich nicht daran ärgere, bei fremden Leuten mich nicht i verſtoße, oder mir Ungelegenheit auf n mich wieder zurecht, wenn ich mich verirrt habe, bleibe bei mir, wenn n es Abend wird und der Tag ſich neigt, oder zeige mir auch des Nachts drſi den Weg, wenn ich im Finſteru wandle. 9. Gib, daß alle Mühe und Un⸗ en gemach, das ich ausſtehe, meiner Ge⸗ ſundheit nicht ſchade, laß mich wieder ausruhen, wenn ich bin müde gewor⸗ den, und verleihe endlich auch, daß ich auf keine Weiſe wider dich murte, wofern etwa mein Vorhaben nicht ſo wohl ſollte gelingen, als ich es wünſche. Gebet. 1. Mein Gott! Dir lebe ich, dir ſterbe ich, dein bin ich todt 6 an dnd 1 ſebt der ütn ſe dditet— hub Ura mer uu e mihntiſn dthen har da m n d 5 den dii nih e k ühe d deenn uh n. der Ga * rud ſcaft a an ir nams müch und aanmt veder 6 1uhnn. e „ eral ur men laſſen. don Je 2 andere Kä R und hat 1 m mendlicher Leute enne mme nas deie, veiß tnger, 7 nche meinen Ales ver 1 men dud. 244 9 t brermen hif duſ* aweuin t anünde. wenn ☛☚ it. 8 auch nicht der Haf 0 gätüincet de deimn nih vi e ich un t in pende verirrt ⁵.☛ doer a C, dh ißt rafrß nirUmet dan Hal Si undentihe, 1 1 de Geviſt ten hgläch m uicht ine. verde, r, welcher 8. G aber in u ſein in ugen? afe ds Waſeer in Veiſ K. rzu fürr en enictt ſol⸗doch, d de ictlemt duchs wemn 1) votmat Paxeghn —=— e, vnich n 1 den Luaun — in mäge en rict e. 1= rich ascn lleibe bi I 1 weeiſer, die und lebendig. In deinem Namen habe ich auch meine Reiſe Deiner väterlichen Fürſorge vertraue A auf deine Allmacht verlaſſe ich mich, ich mich und dir überg Alles, mein Gehen und Stehen, und Wiederkunft. einen Ausgang und Ein gang und hilf Alles vollenden zu meine Heimfahrt Segne du meinen deiner Ehre und 2. Sei mit mir her auf dem Wege, den werde, befiehl auch dein über mir, daß ſie mich au zu mein begleiten und allenthalben ſich um wo ich bleiben werde. ere mir verſtändige Weg⸗ mich anleiten, gute Führer, die mich fortbringen, treue „die mit mir ziehen erzige Leute in der Herberge, die bringe mich den Ort, wo⸗ Geſundheit auch egne mir allent⸗ halben Speiſe und Trank, ſo gut ich Bewahre meinen Vor⸗ bei mir habe. Laß mich überall klüglich handeln unter den 1 Leuten, zu denen ich komme, und rrſichtig ſein bei denen, die ich nicht enne. mich her lagern, 3. Beſch hiſthrten mich aufnehmen, und alo zu rechter Zeit an iin ich verlange. 4. Erhalte meine in der Fremde, ſ es antreffe. rath, den ich ſinde bei den und ziehe vor mir 5. Hilf aber, daß ich überall Gnade Menſchen; beſchere mir Kern aller Gebete. 151 an allen Orten. Deine Güte reicht, angefangen. ſo weit die Erde geht, und deine llmacht bis an der Welt Ende. 2. Darum ſiehe, hier bin ich heute vor deinem Angeſichte und befehle alle Menſchen deiner Gnade und Barmherzigkeit, ſie mögen ſein, wo ie wollen. Gedenke an die Meinigen und an alle guten Freunde und Le⸗ kannte, die ich zu Hauſe gelaſſen habe. Wohne ihnen bei und erhalte ſie, damit zu ſeiner Zeit meine Augen ſie Alle wieder ſehen, ihre Herzen aber ſich mit mir freuen und unſer Mund dann zuſammen dir möge danken. 3. Laß dir alle meine Reiſe⸗Ge⸗ fährten befohlen ſein und mache ſie ſowohl, als mich ſelbſt theilhaftig deines Beiſtandes. Segne die Obrig⸗ keit, in deren Lande ich jetzt lebe. Thue wohl dem Volke bei dem ich bin. Bewahre das Haus, in welchem ich meinen Aufenthalt finde, und vergilt es Allen, die auch in der Fremde ſich meiner annehmen, mir rathen, forthelfen, oder auf andere Weiſe Gutes erzeigen. 4. Im Uebrigen bete auch ich Reiſender für andere Reiſende und befehle dir alle die, welche anderswo ihre Straße ziehen, oder die jetzt auf dem Meere ſind und auf großen Waſſern ihren Handel treiben. Sei du ihr Geleitsmann auf dem Lande, ebe ich nun em Beſten! ich reiſen! en Engeln f demſelben eiſege⸗ „gut⸗ nit ſcha⸗ es 3 dm 1 nothdüͤrftigen Aufenthalt auch außer ihr Leitſtern auf dem Waſſer und 1 neigt, 4 remir ud neiner Heimath, laß mich alle meine hilf, daß ihrer keiner umkomme, oder un. Un den U m ta Beſchfte wohl ausrichten, dit, daß beſchädigt werde Schuß aller derer da da nande hrt Mallenih lben Eiwas bnhe aus zl die in gefüdelichen Orten reiſen, führe un hnns ich bef andern Leu ie zurecht, die ſch verirdt halen all gemach ter austen und höre, und hilf mir endlich, wenn die zurecht, die ſich haben, dherfals,zmn z un es Zeit, mit Freuden wieder nach ſchaffe denen ihr Bleiben, die keine ruden, ſundheſſ 2it ium Hauſe zu den Meinigen! Herberge haben, und hilf endlich n ih var aruh. Allen, die ſonſt auf andere Weiſe jich nicht den, 1 1 41 Fürbitte. in Noth ſtelle ,oder Schaden ge⸗ n nedme auf kel. 1. Perr, unſer Herrſcher, deſſen nommen aben. n mich wofern dca ht 3 Name herrlich iſt in allen 6. Sei bei denen, die aufs Waſſer alen an. woh 1 D Landen, du haſt ſelbſt die Welt alſo gehen und ihr Leben einem geringen ans mich. eſchaffen, daß man aus einem Orte Helze enveriranen mlfſen Kift une ¹das ich et Ah iehen muß in den andern, und willſt ihnen in das Schiff und er f mrgeſſen 1. 5 ,wwini daß wir unſere Hände aufheben ſollen darin, wie deine Jünger, wenn ſie mn Wege dR Bc 15² auf dem galiläiſchen Meere fuhren; ſollte aber ein Sturm über ſie kommen Kern aller Gebete. Gebet erhört und mir bis hierher geholfen. Ich werde dir freilich wohl und ihr Leben damit in Gefahr ſtehen, nicht allezeit in deinem Thun und ſo mehre du ihren Glauben, daß ſie Laſſen gefallen haben; aber dennoch auch in der Gefahr lernen getroſt haſt du mich mit Geduld getragen. ſein, bedrohe den Wind, daß er ſich Du biſt meine Zuverſicht und Zuflucht lege, und ſtille das Meer, daß es geweſen, daß mir kein Uebels begegne, ſchweige. Oder würde auch gleich das dein Engel hat mich begleitet, deine Schiff in ihrem Ungewitter zerbrechen, Fürſorge hat mich regiert und deine ſo reiche verſinken, bringe ſ Schiffbruch erlitten hatten, zuletzt ihnen Allen, daß verderben! Dankſagung. 1. Großer Gott! Der du überall und vor allem anderen Ungemah O biſt, und durch deſſen Fürſorge haſt behütet, oder doch Alles, wast alle Dinge regiert werden, du biſt der Herr, welcher herrſchen kann über Himmel und Erde, über das Meer und Alles, oa rin bne iſt Du bereiteſt den Menſchen ihren Weg in d e He men ſremden Landen und auf tiefen V endlich haſt dahin kommen laf Waſſern und biſ Werk befohlen; du aber t der Mann, dem auch Wind und Meer gehorſam iſt. 2. Siehe, ich habe dich im Anfang meiner Reiſe angerufen und dir das du ihnen die Hand, wie väterliche Güte ſo wunderlich beſchütz, Petro, da er auf dem Waſſer wollte V daß ich es nicht genug kann aus⸗ ie zu Lande, wie ſprechen, noch rühmen; Paulus und ſeine Gefährten, da ſie 3. Darum trete ich auch jetzt mit und hilf Freuden vor dein Angeſicht und dande ſie nicht dir, lieber Vater, daß du biſt mit mir geweſen auf dem Wege, den ich Unglück, vor Räubern und Mördern mir begegnet, zum Beſten gewenden 9& V zu eſſen gegeben, gute Freunde beſchert, Du il Non g 3 mein Vorhaben geſegnet und uch ſen, wohin ich verlangt. 5. Gelobt und geprieſen ſei, o Herr, „. dein heiliger Name; du haſt mir geholfen, darum ſollſt du auch mein „ 2 haſt mein EN D E. gezogen bin, mich vor Irrung und 4. Daß du mir in der Fremde Brodt Gott ſein immer und ewig! Amen — 5 Epiſteln und Evangelien, wie man ſie durch das ganze Jahr an Sonntagen und andern Feſten pflegt zu leſen, nebſt kurzen Gebeten auf alle Evangelien eingerichtet, 43 wie auch Geſchichte der Paſſton, Auferſtehung und Himmelfahrt unſeres Herrn Jeſu Chriſti aus den vier Gangeliſten, nuebſt der Geſchichte der Zerſtörung der Stadt Jeruſalem und des Tempels, hat men Vottſf den drei Haupt⸗Iumbolis des chriſtlichen Glaubens. à 61dE — Tben Brüder! Epiſteln und Evangelien. Epiſtel am 1. Sonntage des Advents. Röm. 13, v. 11—14. Weil wir ſolches wiſſen, nämlich die Zeit, daß die Stunde da iſt, aufzuſtehen vom Schlaf, ſintemal unſer Heil jetzt näher iſt, denn da wirs glaubten; die Nacht iſt ergangen, der Tag aber herbei gekom⸗ men, ſo laßt uns ablegen die Werke der Finſterniß und anlegen die Waf⸗ fen des Lichts. Laßt uns ehrbarlich wandeln als am Tage, nicht in Freſſen und Saufen, nicht in Kam⸗ mern und Unzucht, nicht in Hader und Neid, ſondern zieht an den eibes, doch alſo, daß er nicht geil erde. b deren Jeſum Chriſt und wartet des w Evangelium. Matth. 21, v. 1—9. 2 ſie nun nahe bei Jeruſalem — kamen gen Bethphage an den Delberg, ſandte Jeſus ſeiner Jünger ween und ſprach zu ihnen: Geht hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eſelin fin⸗ den angebunden und ein Füllen bei ihr, löſt ſie auf und führt ſie zu mir. Und ſo euch Jemand etwas wird ſagen, ſo ſprecht: Der Herr bedarf ihrer, ſo bald wird er ſie euch laſſen. Das geſchah aber Alles, auf daß erfüllt würde, das geſagt iſt durch den Propheten, der da ſpricht: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir ſanftmüthig und reitet auf einem Eſel und einem Fül⸗ len der laſtbaren Cfelin Die Jünger gingen hin und thaten, wie ihnen Jeſus befohlen hatte, und brachten die Eſelin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf und ſetzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg, die Andern hieben Zweige von den Bäumen und ſtreuten ſie auf den Weg; das Volk aber, das vorging und nachſfolgte, ſchrie und ſprach: Hoſianna dem Sohne Davids! Gelobt ſei, der da kommt in dem Namen des Herrn, Hoſianna in der Höhe! Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir je billig und loben und preiſen dich in Ewigkeit, daß du uns armen Menſchen, die wir der Sünden halben unter des Todes und 156 dich auch, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt uns erleuchten, regie⸗ ren und führen, daß wir an dieſen gerechten König und Heiland uns al⸗ lein halten und an ſ Geſtalt und verachtetem Worte uns nicht, wie die Welt, ärgern, und alſo durch ein feſtes Vertrauen auf ihn ewig ſelig werden durch denſelben deinen Sohn Jeſum Chriſtum, un⸗ ſern Herrn! Amen! Epiſtel am II. Sonntage des Advents. Römer 15, v. 4—13. Wasaber zuvor geſchrieben iſt, das iſt uns zur Lehre geſchrieben, auf daß wir durch Geduld und Troſt der Schrift Hoffnung haben. Gott aber der Geduld und des Troſtes gebe euch, daß ihr einerlei geſinnt ſeid unter einander nach Jeſu Chriſto, auf daß ihr einmüthiglich mit einem Munde lobt Gott und den Vater unſeres Herrn Jeſu Chriſti. Darum nehmt euch unter einander auf, gleichwie euch iſ Chriſtus hat aufgenommen zu Gottes einer armen Lobe. Ich ſage aber, daß Jeſus Chri⸗ ſtus ſei ein Diener geweſen der Be⸗ ſchneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu beſtätigen die Verheißung, den Vätern geſchehen, daß die Hei⸗ den aber Gott loben um der Barmher⸗ zigkeit willen, wie geſchrieben ſteht: rung und komme dieſer Tag daß es Alles geſchehe. Epiſteln Evangelium. Luc. 21, v. 26— 36. lInd es werden Zeichen ehen an der Sonne und weeſh de Sternen, und auf Erden wird den Leuten bange ſein und werden za⸗ gen, und das Meer und die Waſfer⸗ wogen werden brauſen. Und die Menſchen werden verſchmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen ſollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte ſich bewe⸗ gen werden. Und alsdann werden ſie ſehen des Menſchen Sohn kom⸗ men in der Wolke mit großer Kraſt und Herrlichkeit. Wenn aber dieſes anfängt zu geſchehen, ſo ſeht auf und hebt eure Häupter auf, darum, daß ſich eure Erlöſung naht. ſagte ihnen ein Gleichniß: Seht an den Feigenbaum und alle Bäume. Wenn ſie jetzt ausſchlagen, ſo ſeht ihr es an ihnen und merkt, daß jett der Sommer nahe iſt. Alſo auch ihr, wenn ihr das Alles ſeht angehen, ſo wißt, daß das Reich Gottes nahe Wahrlich, ich ſage euch: Dieß Geſchlecht wird nicht vergehen, bis Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euche, daß eure Herzen nicht be⸗ ſchwert werden mit Freſſen und Saufen und mit Sorgen der Nah⸗ ſchnell iſt. Darum will ich dich loben unter den über euch; denn wie ein Falſſtiick Heiden und deinen Namen ſingen, wird er kommen über alle, Und abermal ſpricht er: Freuet euch, ihr Heiden, mit ſeinem Volke! Und abermal: Lobet den Herrn, alle Hei⸗ den, und preiſet ihn, alle Völker! Und abermal ſpricht Jeſaias: Es wird ſein die Wurzel Jeſſe und der auſſtehn wird zu herrſchen über die Heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung er⸗ fülle eues mit aller Freude und Friede im Glauben daß ihr völlige Hoff⸗ nung habt dacch die Kraft des hei⸗ ligen Geiſtes! ſelig auf Erden wohnen. So ſeid nun die müh⸗ wacker allezeit und betet, daß ihr würdig werden mögt zu entfliehen dieſem Allen, zu ſtehen vor des Menſchen Sohn. Gebet. du durch deinen So⸗ geoffenbart, wie Himmel und Erde zergehen, unſer Leib wieder aufer⸗ ſtehen und wir alle vor Gericht ſollen geſtellt werden: wir bitten dich, du Und er das geſchehen ſoll, und err Gokt, himmliſcher Vater! Der inen Sohn uns haſt 5 4 8 8 den. Gett ſägte Tee „ 11 les hede * 4n mer ben d, auf daß m Munde meres um vehnmt ich wie euch z Gettes eſus Ebri⸗ a der Be⸗ eet pillen rdeizung, de der⸗ Barnher⸗ den ſeedt: mmer den m ſcaa. reuet euch, lle Und wack ale Heu wur. S i 2 Völler! 1 4 * a dn und der ider die ie Hedden — umg er: mn 81 nge def des hei⸗ dm 1 m und 1 ausſtan t 3 ren und m 1 —— — — dr St 3 rche it An enn 3 Alles t ſo wif e das R ſt Irc, ihſ Geſchl t:d nict w. daß& geſchehe iente Erde l dergehg, ann Ver FSm nüt 1 8 3 — — 6 6 — = b 1 u⸗ mren ut wi Sauf— dung me drh ider enn die h gh wid* Ain übd 1 4 ſli 1 Krare 58 4 3* wolleſt durch deinen heiligen Geiſt uns in deinem Worte und rechtem Glauben erhalten, vor Sünden gnä⸗ dig behüten und in aller Anfechtung erhalten, daß wir unſere Herzen mit Freſſen und Saufen und Sorgen der Nahrung nicht beſchweren, ſondern allezeit wacker ſein und beten und in gewiſſer Zuverſicht deiner Gnade der Zukunft deines Sohnes mit Freuden warten und durch ihn ewig ſelig werden durch denſelben deinen lieben Sohn Jeſum Chriſtum, unſern Herrn! Amen! Epiſtel am III. Sonntage des Advents. 1 Cor. 4, v. 1—5. Dafür halte uns Jedermann, nämlich für Chriſti Diener und Haushalter über Gottes Geheimniſſe. Nun ſucht man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß ſie treu erfunden werden. Mir aber iſt es ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde, oder von einem menſchlichen Tage, auch richte ich mich ſelbſt nicht. Ich bin mir wohl Nichts bewußt, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr iſt es aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finſtern ver⸗ borgen iſt, und den Rath der Herzen offenbaren; alsdann wird einem Jeg⸗ lichen von Gott Lob widerfahren. Evangelium. Matth. 11, v. 2— 10. D“ aber Johannes im Gefängniß die Werke Chriſti hörte, ſandte er ſeiner Jünger zween und ließ ihm ſagen: Biſt du, der da kommen ſoll, oder ſollen wir eines Andern warten? Jeſus antwortete und ſprach zu ihnen: Geht hin und ſagt Johanni wieder, was ihr ſeht und hört: Die Blin⸗ den ſehen und die Lahmen gehen, die Ausſätzigen werden rein und die Tau⸗ und Cvangelien. 157 ben hören, die Todten ſtehen auf und den Armen wird das Evangelium gepredigt; und ſelig iſt, der ſich nicht an mir ärgert. Da ſie hingingen, fing Jeſus an zu reden zu dem Volk von Johannes. Was ſeid ihr hinaus gegangen in die Wüſte zu ſehen? Wolltet ihr ein Rohr ſehen, das der Wind hin und her weht? Oder was ſeid ihr hinaus gegangen zu ſehen? Wolltet ihr einen Menſchen in wei⸗ chen Kleidern ſehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, ſind in der Könige Häuſer. Oder was ſeid ihr hinaus gegangen zu ſehen? Wolltet ihr einen Propheten ſehen? Ja, ich ſage euch, der auch mehr iſt, denn ein Prophet. Denn dieſer iſt es, von dem geſchrieben ſteht: Siehe, ich ſende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten ſoll. Gebet. Gerr Gott, himmliſcher Vater! Der du deinen Sohn, unſern Herrn Jeſum Chriſtum, Menſch werden und darum in dieſe Welt haſt kommen laſſen, damit er des Teufels Tyranner wehren, uns armen Menſchen wider Sünde und Tod helfen, und ewig ſelig machen ſolle: wir bitten dich, du wolleſt mit deinem heiligen Geiſte unſere Herzen alſo führen und leiten, daß wir auf Anders nichts, als auf dein Wort ſehen und alſo allem Aergerniß, da unſere Vernunft uns aufweiſt, entfliehen und unter dem Häuflein mögen gefunden werden, welche ſich an deinem Sohne Chriſto nicht ärgern, ſondern durch ihn ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am IV. Sonntage des Advents. Phil. 4, 4—7. reuet euch in dem Herrn allwege, 4 und abermal ſage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit laßt kund ſein allen Menſchen. Der Herr iſt nahe. —— Aé— ö—öoöEoEſſſſſſſſſſ-“ —— 8— 4⁴ ——— 8* — — ſ — 158 Sorget Nichts, ſondern in allen Din⸗ gen laßt eure Bitte im Gebet und Flehen mit Dankſagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher hoher iſt, denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen in Chriſto Jeſu! Evangelium. Joh. 1, v. 19—28. Alnd dieß iſt das Zeugniß Johannis, da die Juden ſandten von Jeru⸗ ſalem Prieſter und Leviten, daß ſie ihn fragten: Wer biſt du? Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht Chriſtus. Und ſie fragten ihn: Was denn? Biſt du Elias? Er ſprach: Ich bin es nicht. Biſt du ein Prophet? Und er antwortete: Nein. Da ſprachen ſie u ihm: Was biſt du denn, daß wir ntwort geben denen, die uns ge⸗ ſandt haben, was ſagſt du von dir ſelbſt? Er ſprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüſte: Richtet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jeſaias geſagt hat. Und die geſandt waren, die waren von den Phariſäern, und fragten ihn und ſprachen zu ihm: Warum taufſt denn, ſo du nicht Chriſtus biſt, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen und ſprach: Ich taufe mit Waſſer, aber er iſt mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennt. Der iſt es, der nach mir kommen wird, welcher vor mir geweſen iſt, deß ich nicht werth bin, daß ich ſeine Schuhriemen auflöſe. Dieß geſchah zu Bethabara jenſeits des Jordans, da Johannes taufte. Gebet. Ferr Gott, himmliſcher Vater! Wir ) danken dir billig, daß du die ſelige, gnadenreiche Taufe durch den heiligen Täufer Johannes haſt erſtlich angerichtet und uns auch dazu kom⸗ men laſſen, in welcher du uns um deines Soynes Chriſti Jeſu willen zuſagſt Vergebung der Sünden, den heiligen Geiſt und das ewige Leben. Epiſteln Wir bitten dich, erhalte uns in ſol⸗ chem Vertrauen auf deine Gnade und Barmherzigkeit, daß wir in ſolcher Zuſage nimmermehr zweifeln, ſondern derſelben in allerlei Anfechtung uns tröſten und gib uns deinen heiligen Geiſt, daß wir vor Sünden uns hüten und in ſolcher Unſchuld, dazu wir durch die Taufe gekommen ſind, bleiben mögen, oder ja, wo wir fallen und menſchlicher Schwachheit halben nicht können beſtehen, daß wir in Sünden nicht liegen bleiben, ſondern durch die rechtſchaffene Buße uns bekehren und deiner Gnade und Zuſage uns wieder tröſten und alſo durch deine Gnade ewig ſeli werden um Jeſu Chriſti, deines lieben Sohnes, unſers Herrn willen! Amen! Epiſtel am heiligen Chriſt⸗Tage. Titus 2, v. 11—14. Es iſt erſchienen die heilſame Gnade F Gottes allen Menſchen und züch⸗ tigt uns, daß wir ſollen verleugnen das ungöttliche Weſen und die welr⸗ lichen Lüſte und züchtig, gerecht und gottſelig leben in dieſer Welt und warten auf die ſelige Hoffnung und Erſcheinung der Herrlichkeit des gro⸗ ßen Gottes und unſers Heilandes Jeſu Chriſti, der ſich ſelbſt für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöſte von aller Ungerechtigkeit und reinigte ihm ſelbſt ein Volk zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Werken. Evangelium. Luc. 2, v. 1— 14. Es begab ſich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kaiſer Auguſtus ausging, daß alle Weltgeſchätzt würde. Und dieſe Schatzung war die aleer⸗ erſte und geſchah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und Jedermann ging, daß er ſich ſchätzen ließe, ein Jeglicher in ſeine Stadt. Da machte ſich auch auſ Joſeph aauii zw id , d m, d hlätt. ſi ſtcya mtulen h db ſe 2 bt Wſſt 9 1 üem an In 1 Keippe rant Rau vren den aufde e hütetm ſeh. 1 8 1* — — = S 3 3 —— — A 2, v. — — beten 1 äen, uig ran 1d dm ſch 9 „A ſ bnen lbas Un a ut dt Eninn Er linn a nr Eiin Er in das — und Evangelien. aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdiſche Land zu der Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum, daß er von dem Hauſe und Geſchlechte Davids war, auf daß er ſich ſchätzen ließe mit Maria, ſeinem vertrauten Weibe, die war ſchwanger. Und als ſie daſelbſt waren, kam die Zeit, daß ſie gebären ſollte. Und ſie gebar ihren erſten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in f eine Krippe, denn ſie hatten ſonſt keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derſelbigen Ge⸗ gend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Heerde. Und ſiehe, der Engel des Herrn trat zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um ſie, und ſie fürchteten ſich ſehr. Und der Engel ſprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, ſiehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volke widerfahren wird; denn euch iſt heute der Heiland geboren, welcher iſt Chriſtus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen, ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmliſchen Heerſchaaren, die lobten Gott und ſprachen: Ehre ſei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und iti den Menſchen ein Wohlgefallen! du de V ei anch den ausge Gebet. 19 Her Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir für deine große Gnade und Barmherzigkeit, daß du deinen eingebornen Sohn in unſer Fleiſch kommen und durch ihn uns von Sünden und dem ewigen Tode gnä⸗ diglich haſt helfen laſſen, und bitten dich, erleuchte unſere Herzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir für ſolche deine Gnade dir dankbar ſein und derſelben uns in allerlei Noth und Anfechtung tröſten, und alſo durch denſelben deinen Sohn, unſern Herrn Jeſum Chriſtum, ewig ſelig werden! Amen! 159 Epiſtel am Tage St. Stephani. Apoſt.⸗Geſch. am 6. und 7. Cap. Hiephanus aber, voll Glaubens und Kräfte that Wunder und große Zeichen unter dem Volke. Da ſtan⸗ den Etliche auf von der Schule, die da heißt der Libertiner und der Cyrener und der Alexanderer und derer, die aus Cilicia und Aſia waren, und be⸗ ragten ſich mit Stephanus. Und ſie vermochten nicht zu widerſtehen der Weisheit und dem Geiſte, der da redete. Da richteten ſie zu etliche Männer, die ſprachen: Wir haben ihn gehört Läſter⸗Worte reden wider oſes und wider Gott; und be⸗ wegten das Volk und die Aelteſten und die Schriftgelehrten, und traten herzu und riſſen ihn hin und führ⸗ ten ihn vor den Rath und ſtellten falſche Zeugen dar, die ſprachen: Dieſer Menſch hört nicht auf zu reden Läſter⸗Worte wider dieſe heilge Stätte und das Geſetz. Denn wir haben ihn hören ſagen: Jeſus von Nazareth wird dieſe Stätte zerſtören und ändern die Sitten, die uns Moſes gegeben hat. Und ſie ſahen auf ihn Alle, die im Rathe ſaßen, nnd ſahen ſein Angeſicht wie eines Engels⸗An⸗ geſicht. Als er aber voll heiligen Geiſtes war, ſahe er auf gen Him⸗ mel und ſahe die Herrlichkeit Gottes und Jeſum ſtehen zur Rechten Gottes und ſprach; Siehe, ich ſehe den Himmel offen und des Menſchen Sohn zur Rechten Gottes ſtehen! Sie ſchrien aber laut und hielten ihre Ohren zu und ſtürmten ein⸗ müthiglich zu ihm ein, ſtießen ihn zur Stadt hinaus und ſteinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jüng⸗ lings, der hieß Saulus. Und ſtei⸗ nigten Stephanus, der anrief und ſprach; Herr Jeſu, nimm meinen eiſt auf! Er kniete aber nieder und ſchrie laut: Herr, behalte ihnen dieſe Sünde nicht! Und als er das ge⸗ ſagt, entſchlief er. 160 Evangelium. Matth. 23, v. 34— 39. Jarum ſiehe, ich ſende zu euch Pro⸗ pheten und Weiſe und Schrift⸗ valehrte. und derſelben werd et ihr etliche tödten und kreuzigen, und etliche wer⸗ det ihr& geißeln in euren Schulene und verdet ſie verfolgen von einer Stadt zu der andern, auf daß über euch komme alles das gerechte Blut, das vergoſſen iſt auf Erden, von d dem Blute an des gerechen Abels bis auf das Blut des Zacharias, Ba⸗ rachias Sohn, welchen ihr getodtet habt zwiſchen dem Tempel und Altar. Wahrich, ich ſage euch, daß ſolches Alles wird über dieß Geſchl decht konn. men. Jeruſalem, Jeruſalem, die du tödteſt die Propheten und ſteinigſt, die zu dir geſandt ſind, wie oft habe ich deine Kinder verſammeln wol len, wie eine Henne verſammelt ihre Küch⸗ lein unter ihre Flügel, und ihr habt b Siehe, euer. Hans ſoll nicht gewollt. euch wüſte gelaſſen werd ich ſage euch: jetzt an cht Gelobt des Herrn⸗ Denn ehen, bis ihr ſprecht: 84 Ein anderes Evangelium. Llle. 2, v. 15— 20. llnd da die Engel von ihnen gen 1 Himmel fuhren, ſprachen die Hir⸗ ten unter einander: Laßt uns mun gehen gen Bethlehem und die Ge⸗ ſchichte ſehen, die da geſchehen iſt, die uns der Herr kund gethan hat. llnd ſie kamen eilend und fanden Beide, Maria und Joſeph, dazu das Kind in der Krippe liegen: Da ſie es aber eſehen harten, breiteten l ſie das Wort aus, welches von ihnen zu dieſem Kinde mefegat war. Unud Alle, Sr die es kam, wunderten ſich der Red die ihnen die Hirten geſagt halten, Maria aber behielt alle didhe Worte und be ewegte ſie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, prieſen und lobten Gott um Alles Epiſteln mit Dank annehmen, ten, Ihr werdet nmich von da kommt im Renen ſie gehört und geſehen h denn zu ihnen geſagt war. Gebet. Pjen Gott, himmliſcher Vater! Wir — danken dir herzlich, daß du durch dein liebes Wort uns unter d Flügel ſo gnädiglich verſammelt um bisher von allem Widerwärtigen be⸗ ſchützt haſt, und bitten dich, regiere atten, das wie eine uns durch deinen heiligen Seit daß it ſolche Gnade den verachten, — 8— nicht wie die Ju⸗ ſonder n erkennen und auch hinfort dein liebes Wort fleißig hören und lernen und uns alſo darnach rich⸗ auf daß wir hier zeitlich an dir einen gnädigen Gott und Vater haben und an jenem Tage, wann dein lieber Sohn wied erkommen wird mit ihm eingehen in die ewige Se ligkeit! Amen. Epiſtel am Tage Johannis des Apoſtels und Evangeliſten. 1, v. 1— 14. achdem vor Zeiten Gott manch⸗ mal und mancherlei Weiſe ge⸗ redet hat zu den Vätern durch d die Propheten, hat er am Letzten in die⸗ ſen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er geſetzt hat zum Erben über Alles, durch welchen er Hebr. auch die W elt gemacht hat. Wel ſcher, untemal er iſt der Glanz ſeiner Herr⸗ lichkeit und das Cbenbild ſeines We⸗ ſens und trägt alle Dinge mit ſei⸗ nem kräftigen Worte und hat gema cht die Reinigt ung unſerer Sündd dug ſich ſelbſt, hat er ſich geſetzt zur Rech⸗ Engel, beſſer geworden, denn die ſo gar viel einen höhern Namen er vor ihnen ererbt hat. Denn zu wel⸗ chem Engel hat er jemals geſagt: Du biſt mein Sohn, heute babe ich dich gezeugt? Und abermal: 3c werde ſein Vater ſein, und er üvd mein Sohn ſein. Uns abermal, er eingeführt den Erſtgebornen in 8 ten* Mai eſtät in der hhd ſo viel — — — 4 . S ———= P. 9 6 5 Kedter dat „* 8d r 8 1 1 1 dos ſolches * l dlecht om. k . die du 8 r 2 vm * 1 d ot habe nRmen in. 1 8 due gen ndie Hir⸗ ns um ——“ ſ Derte 4 Herzen. uder um, m Ales nit in d, bbe t dl Zei um 1 — 1— XS , äö= =— 2= — E — — — — lateit 1 kiin ra dant Jütin b 1 Td Giit A,*.14 nh u manbe de ndet 1 den Aiame Drorde St er möni * — 1 1 5 in Ta r ee Sohn, Ktn d gh Erben olls, duh auch d f gematt., fintemt ar: der Gliſ ſuri s Cherdi ſ = de N e mfttenn 1 füialn E ih n r in de Büns 6 3 1 deir 3 uns u ale 3 7 Welt, ſpricht er: Und es ſollen ihn alle Engel Gottes anbeten. Von den k Engeln ſpricht er zwar: Er macht ſeine Engel Geiſter und ſeine Die⸗ ner Feuer⸗Flammen. Aber von dem Sohne: Gott, dein Stuhl währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, das Scepter deines Reichs iſt ein richtiges Scep⸗ ter. Du haſt geliebt die Gerechtig⸗ keit und gehaßt die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, geſalbt dein Gott mit dem Oel der Freuden über deine Genoſſen. Und: Du, Herr, haſt von Anfang die Erde gegründet und die Himmel ſind deiner Hände Werk. Diejelbihen werden vergehen, du aber wirſt bleiben, und ſie wer⸗ den alle veralten wie ein Kleid, und wie ein Gewand wirſt du ſie wan⸗ deln, und ſie werden ſich verwandeln; du aber biſt derſelbige und deine Jahre werden nicht aufhören. Zu welchem Engel hat er aber jemals geſagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Sche⸗ mel deiner Füße? Sind ſie nicht all⸗ zumal dienſtbare Geiſter, ausgeſandt zum Dienſt um derer willen, die ererben ſollen die Seligkeit? Evangelium. Joh. 1, v. 1—14. Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Daſſelbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge ſind durch daſſelbige gemacht, und ohne daſſelbige iſt Nichts gemacht, was gemacht iſt. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menſchen. Und das Licht ſcheint in der Finſterniß und die Finſterniß haben es nicht begriffen. Es war ein Menſch, von Gott geſandt, der hieß Johannes. Derſelbe kam zum Zeug⸗ niß, daß er von dem Lichte zeugte, auf daß ſie Alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, ſondern daß er zeugte von dem Lichte. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle und Evangelien. 161 Menſchen erleuchtet, die in dieſe Welt die Welt iſt durch daſſelbige gemacht, und die Welt kannte es nicht. Er kam in ſein Eigenthum und die Sei⸗ nen nahmen ihn nicht auf. Wie iele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu wer⸗ den, die an ſeinen Namen glauben, welche nicht von dem Geblüt, noch von dem Willen des Fleiſches, noch von dem Willen eines Mannes, ſon⸗ dern von Gott geboren ſind. Und das Wort ward Fleiſch und wohnte unter uns, und wir ſahen ſeine Herr⸗ lichkeit, eine Herrlichkeit als des ein⸗ gebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Eine andere Epiſtel und Evange⸗ lium auf den dritten Weihnachts⸗ Feiertag. Sir. 15, v. 1—8. Wer Gott fürchtet, der wird Gutes thun, und wer anhält an der Gerechtigkeit, der findet ſie. Und ſie wird ihm begegnen, wie eine Mutter der Ehren, und wird ihn empfangen, wie eine junge Braut. Sie wird ihn ſpeiſen mit Brodt des Verſtandes und — wird ihn tränken mit Waſſer der Weisheit. Dadurch wird er ſtark wer⸗ den, daß er feſt ſtehen kann, und wird ſich an ſie halten, daß er nicht zu Schanden wird. Sie wird ihn erhö⸗ hen über ſeinen Nächſten und wird ihm ſeinen Mund aufthun in der Sie wird ihn krönen mit Gemeine. Sie Freude und Wonne und mit ewigen Namen begaben. Aber die Narren finden ſie nicht und die Gottloſen können ſie nicht erſehen, denn ſie iſt fern von den Hoffärtigen und die Heuchler wiſſen Nichts von ihr. Evangelium. Joh. 21, v. 15—24. Jer Herr Jeſus ſpricht zu Simon Petrus: Simon Johanna, haſt du 3 ommen. Es war in der Welt und 162 mich lieber, denn mich dieſe haben? Er ſpricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer. Spricht er zum andern Male zu ihm: Simon Johanna, haſt du mich lieb? Er ſpricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Schafe. er zum dritten Male zu ihm: Simon Johanna, haſt du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum dritten — Male zu ihm ſagte: Haſt du mich lieb? —— Und ſprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich Spricht Jeſus zu ihm: Weide meine Schafe. Wahrlich, wahr⸗ lich ich ſage dir: Da du jünger warſt, lieb habe! gürteteſt du dich ſelbſt und wandel⸗ teſt, wo du hin wollteſt; wenn du aber alt wirſt, wirſt du deine Hände ausſtrecken und ein Anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hin willſt. Das ſagte er aber zu deuten, mit welchem Tode er Gott preiſen würde. Da er aber das geſagt, ſpricht er zu ihm: Folge mir nach. Petrus aber wandte ſich um und ſahe den Jünger folgen, welchen Jeſus lieb hatte, der auch an ſeiner Bruſt am Abend⸗Eſſen gelegen war und geſagt hatte: Herr, wer iſts, der dich verräth? Da Petrus dieſen ſahe, ſpricht er zu Jeſu: Herr, was ſoll aber die⸗ ſer? Jeſus ſpricht zu ihm! So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach. Da ging eine Rede aus un⸗ ter den Brüdern: Dieſer Jünger ſtirbt nicht. Und Jeſus ſprach nicht zu ihm: Er ſtirbt nicht, ſondern: So ich 4 d ſein Vater und Mutter wun⸗ wa G Dieß iſt der Jünger, der von dieſen Dingen zeugt will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? und hat dieß geſchrieben, und wir wiſſen, daß ſein Zeugniß wahrhaftig iſt, Gebet. 3 du lieber Herr Jeſu Chriſte! Du ☚ haſt uns ja in deinem Worte reich⸗ lich geoffenbart, was wir thun und Spricht ſondern eitel Kinder. ſie und ſprach zu Maria, Epiſteln worin wir dir Alle nachfolgen ſollen: verzeihe uns gnädiglich, wo wirirgend bisher in einem oder mehr Stuͤcken unſleißig geweſen, und gib uns dei⸗ nen heiligen Geiſt, der uns hinfort nach deinem Willen leite und erhalte auf daß wir hier zeitlich in unſerm Berufe als treue Diener erfunden und dort hernach in dir ewig ſelig wer⸗ den! Amen! Epiſtel am Sonntage nach dem Chriſt⸗Tage. Gal. 4, v. 1—7. ieben Brüder! Ich ſage aben lange der Erbe ein Kind iſt, ſo iſt unter ihm und einem Knechte kein ge aber, ſo Unterſchied, ob er wohl ein Herr iſt aller Güter, ſondern er iſt unter den Vormündern und Pflegern bis auf die beſtimmte Zeit vom Vater. Alſo auch wir, da wir Kinder waren, wa⸗ ren wir gefangen unter den äußer⸗ lichen Satzungen. Da aber die Zeit erfüllt ward, ſandte Gott ſeinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Geſetz gethan, auf daß er die, —* ſo unter dem Geſetze waren, erlöſte, daß wir die Kindſchaft empfingen. Weil ihr denn Kinder ſeid, hat Gott geſandt den Geiſt ſeines Sohnes in eure Herzen, der ſchreit: Abba, lieber Vater! Alſo iſt hier kein Knecht mehr, Sind es aber Kinder, ſo ſind es auch Erben Got⸗ tes durch Chriſtum. Evangelium. Luc. 2, v. 33— 40. „ ſich deß, das von ihm Und Simon ſegnete ſeiner Mutter: Siehe, dieſer wird geſetzt zu einem Fall und Auferſtehen Vieler in Iſrael und zu einem Zeichen, dem in Ifrael und zu einem Zeichen, 2 derten geredet ward. widerſprochen wird, und es wird ein Schwert durch deine Seele drin⸗ gen, auf daß vieler Herzen Gedanken 56 aed ſit n Sctte dem R d 8 Grrict e in. nid he „d naißt 9 Srutt 2 un dnn tnichlett Ehitt n. ad 3 ar aunn ung à hut üda. 1 2 4 v. 11 ( e Ws 4 nn ¹ nn 1 vender ſium erid ehen a m d lhrer er voll ain ae hnde ala dern ar im unn dich dernit Wanh Pfemm bi nigt dn di beig t mreit vonzt n Nuten, aucj ri„ Git idan naien mm vir d ſm unt ai der dich Wel i d ſericht geſandt dder die⸗ eure her ſcrit Ahi Se ich Vater! kbeume, ſendern 1=nder 55 ans un ſtes durt Tum. du nir Känder, der dirdt„ ui 1 Nutrr„ di ſin Jur te du wideript rerih e krhan den ud ſoen, M offenbar werden. Und es war eine gfenhetin Hanna, eine Tochter Pha⸗ nuels, vom Geſchlechte Aſers, die war wohl betagt und hatte gelebt ſteben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer emafranſchaßt⸗ und war nun eine Wittwe bei vier und achtzig Jahren, die kam nimmer vom Tem⸗ pel, diente Gott mit Fuſten und Be⸗ ten Tag und Nacht. Dieſelbe trat auch hinzu zu derſelbigen Stunde und pries den Herrn und redete J von ihm zu Allen, die auf die Er⸗ löſung zu Meruſalem warteten. Und da ſie es Alles vollendet hatten nach dem Geſetz des Herrn, kehrten ſie wieder in Galiäa zu ihrer Stadt Na⸗ zareth. Aber das Kind wuchs und ward ſtark im Geiſte, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm. Gebet. Per Gott, himmliſcher Vater! Der ) du durch Simeon geweiſſagt, wie Chriſtus, dein Sohn, zum Fall und Auferſtehen Vieler in Iſrael ge⸗ ſett ſei: wir bitten dich, erleuchte unſere Herzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir deinen Sohn Chri⸗ ſtum Jeſum recht erkennen und uns in allerlei Noth und Gefahr an ihn halten und mit ihm auferſtehen und nicht mit der ſichern, blinden Welt uns an ihn ſtoßen, auch in allerlei Leiden und Anfechtung, ſo deines Wortes und Bekenntniß halben uns begegnet, getroſt und muthig ſein, ſintemal gewiß iſt, daß die, ſo dein Wort verfolgen, zu deinem Reiche nicht gehören; die aber daran glau⸗ ben und dabei bleiben, ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am neuen Jahres⸗Tage. Gal. 3, v. 23— 29. Ebe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Geſetz ver⸗ wahrt und verſchloſſen auf den Glau⸗ ben, der da ſollte geoffenbart wer⸗ den. Alſo iſt das Geſetz unſer Zucht⸗ meiſter geweſen auf Chriſtum, daß und Evangelien. 163 wir durch den Glauben gerecht wür⸗ den. Nun aber der Glaube gekom⸗ men iſt, ſind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeiſter. Denn ihr ſeid Alle Gottes Kinder durch den Glauben an Chriſtum Jeſum. Denn wie Viele euer getauft ſind, die haben Chriſtum angezogen. Hier iſt kein Jude noch Grieche, hier iſt kein Knecht noch Freier, hier iſt kein Mann noch Weib; denn ihr ſeid allzumal Einer in Chriſto Jeſu. Seid ihr aber Chriſti, ſo ſeid ihr Abrahams Samen und nach der Verheißung Erben. Evangelium. Luc. 2, v. 21. Tnd da acht Tage um waren, daß das Kind beſchnitten würde, da ward ſein Name genannt Jeſus, welcher genannt war von dem En⸗ gel, ehe denn er im Mutterleibe em⸗ pfangen ward. Gebet. Her Gott, himmliſcher Vater! Wir ) danken dir für deine väterliche Gnade, daß du der armen Sünder dich angenommen und deinen Sohn uns zu Gut unter das Geſetz haſt ge⸗ than, auf daß er durch ſeinen voll⸗ kommenen Gehorſam deinen Zorn ſtillte und unſern Ungehorſam heilte. Wir bitten dich, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt unſre Herzen alſo erleuchten, daß wir ſolches Ge⸗ horſams uns wider unſre Sünde und böſes Gewiſſen tröſten, und durch Hilfe deines heiligen Geiſtes auch anfangen gehorſame Kinder zu ſein und endlich durch Chriſtum Jeſum ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am Sonntage nach dem neuen Jahr. Tit. 2, v. 11—14. Es iſt erſchienen die heilſame Gnade Gottes allen Menſchen und züch⸗ tigt uns, daß wir ſollen verleugnen das ungöttliche Weſen und die welt⸗ lichen Lüſte und zuchtin gerecht und gottſelig leben in dieſer Welt und warten auf die ſelige Hoffnung und 8 164 Erſcheinung der Herrlichkeit des gro⸗ ßen Gottes und unſers Heilandes Jeſu Chriſti, der ſich ſelbſt für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöſte von aller Ungerechtigkeit und reinigte V LI Gnade habe ſollen: wir bitten dich, ihm ſelbſt ein Volk zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Werken. Eine andere Epiſtel. Tit. 3, v. 4—7. De aber erſchien die Freundlichkeit — tund Leutſeligkeit Gottes, unſers Heilandes, nicht um der Werke wil⸗ len der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten, ſondern nach ſeiner Barmher⸗ zigkeit machte er uns ſelig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneue⸗ rung des heiligen Geiſtes, welchen er ausgegoſſen hat über uns reichlich durch Jeſum Chriſtum, unſern Hei⸗ land, auf daß wir durch deſſelben Gnade gerecht und Erben ſeien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das iſt je gewißlich wahr. Evangelium von der Flucht Chriſti in Aegypten. Matth. 2, v. 13— 15. D. ſie aber hinweg gezogen waren, Herrn dem Joſeph im Traum und prach: Stehe auf und nimm das Kindlein und ſeine Mutter zu dir und fliehe in Aegyptenland und bleibe allda, bis ich dir ſage; denn es iſt vorhanden, daß Herodes das Kindlein ſuche, daſſelbe umzubringen. Und er ſtand auf und nahm das Kindlein und ſeine Mutter zu ſich bei der Nacht und entwich in Aegyptenland und blieb allda bis nach dem Tode Herodis; auf daß erfüllt würde, das der Herr durch den Propheten geſagt hat, der da ſpricht: Aus Aegypten habe ich meinen Sohn gerufen. Gebet. Her Gott, himmliſcher Vater! Der *£) du dich mit deinem heiligen Geiſte in allen Gnaden bei der Taufe dei⸗ Epi ſteln nes lieben Sohnes, der unſer Aller Sünde auf ſich geladen, haſt offen⸗ bart und uns mit deiner Stimme zu ihm gewieſen, daß wir durch ihn Vergebung der Sünden und alle erhalte uns in ſolcher Zuverſicht, und weil wir nach dem Befehl und Vor⸗ bilde deines Sohnes auch getauft ſind, ſtärke unſern Glauben durch deinen heiligen Geiſt und hilf uns zum ewigen Leben! Amen! Eine andere Epiſtel und Evange⸗ lium auf dieſen Sonntag. 1. Petri 3, v. 20— 22. In der Arche Noä wurden wenig⸗ — das iſt, acht Seelen behalten durchs Waſſer, welches nun auch uns ſelig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet iſt, nicht das Abthun des Unflaths am Fleiſche, ſondern der Bund eines guten Gewiſſens mit Gott, durch die Auferſtehung Jeſu Chriſti, welcher iſt zur Rechten Got⸗ tes, in den Himmel gefahren, und ſiehe, da erſchien der Engel des ſind ihm unterthan die Engel und die Gewaltigen und die Kräfte. Evangelium von der Taufe Chriſti. V Matth. 3, v. 13— 17. Au der Zeit kam Jeſus aus Gali⸗ ₰ läa an den Jordan zu Johannes, daß er ſich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte ihm und ſprach. Ich bedarf wohl, daß ich von dir ge⸗ tauft werde, und du kommſt zu mir! Jeſus aber antwortete und ſprach zu ihm: Laß jetzt alſo ſein; alſo gebührt es uns alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ ers ihm zu. Und da Jeſus getauft war, ſtieg er bald herauf aus dem Waſſer; und ſiehe, da that ſich der Himmel auf über ihm, und Jo⸗ hannes ſahe den Geiſt Gottes gleich als eine Taube herab fahren und über ihn kommen. Und ſiehe, eine „—. 4 2 4— 31 Dieß iſt mein lieber Sohn, an wel⸗ chem ich Wohlgefallen habe. Stimme vom Himmel herab ſprach: s 7 er d e 4 A e 44 F 1 4 M. N e 6 4, Deichen „ ö her * 3 Nen des A . at Chritti u,i en Dare, Aael des zumn und amm das t au dir id bleide in& iſt 3Krlem lUwa Kdlein dei der 1 A 2 1 rechlach 45 2 kefalden =— 3, AA Sund uten Geiut Gett, Kdaie 1a Criſn, iſt zur ka Fr unmel i ind ih ur rthan una de Ga a ud 68 enn wu Ihriſt. dEhan Jeiu „₰ d Feli- —₰ lin„Jondm unn da eſ e mtufatn ir t aün ea lun um ſitſen ean 3,IA r ihm w. Johand t. ie un m J bs il, Whümg tuſt g Sd u deſus— vorteel 1 —.— — —— — —— —— — “ —— = — Epiſtel an dem Feſte Epiphanias. Eſa. 60, v. 10—6. ache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt und die Herr⸗ lichkeit des Herrn geht auf über dir. Denn ſiehe, Finſterniſ bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr und ſeine Herrlichkeit erſcheint über dir. Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln und die Könige im Glanze, der über dir aufgeht. Hebe deine Augen auf und ſiehe umher: Dieſe Alle verſammelt kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen und deine Töchter zur Seite erzogen werden. Dann wirſt du deine Luſt ſehen und ausbrechen, und dein Herz wnn wird ſich wundern und ausbreiten, wenn ſich die Menge am Meere zu dir bekehrt und die Macht der Hei⸗ den zu dir kommt. Denn die Menge der Kameele wird dich bedecken, die Läufer aus Midian und Epha; ſie werden aus Saba Alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des Herrn Lob verkündigen. Evangelium. Matth. 2, v. 1—12. D“* Jeſus geboren war zu Beth⸗ — lehem im jüdiſchen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, ſiehe, da kamen die Weiſen vom Morgenlande gen Jeruſalem und ſprachen: Wo iſt der neugeborne König der Juden? Wir haben ſeinen Stern geſehen im Morgenlande und ſind gekommen ihn anzubeten. Da das der König He⸗ rodes hörte, erſchrak er und mit ihm das ganze Jeruſalem, und ließ ver⸗ ſammeln alle Hoheprieſter und Schriftgelehrten unter dem Volke und erforſchte von ihnen, wo Chriſtus ſollte geboren werden. Und ſie ſag⸗ ten ihm: Zu Bethlehem im jüdiſchen Lande: denn alſo ſteht geſchrieben durch den Propheten: Und du Beth⸗ und Evangelien. 165 lehem im jüdiſchen Lande biſt mit Nichten die kleinſte unter den Fürſten Juda; denn aus dir ſoll mir kom⸗ men der Herzog, der über mein Volk Iſrael ein Herr ſei. Da berief He⸗ rodes die Weiſen heimlich und er⸗ lernte mit Fleiß von ihnen, wo der Stern erſchienen wäre; und wies ſie gen Bethlehem und ſprach: Zieht hin und forſcht fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihr es findet, ſo ſagt mir es wieder, daß ich auch komme und es anbete. Als ſie nun den König gehört hatten, zogen ſie hin. Und ſiehe, der Stern, den ſie im Morgenlande ge⸗ ſehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und ſtand oben über, da das Kindlein war. Da ſie den Stern ſahen, wurden ſie hoch erfreut, und ſie gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, ſei⸗ ner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und thaten ihre Schätze auf und ſchenkten ihm Gold, Weih⸗ rauch und Myrrhen. Und Gott be⸗ fahl ihnen im Traum, daß ſie ſich nicht ſollten wieder zu Herodes len⸗ ken, und ſie zogen durch einen an⸗ deren Weg wieder in ihr Land. Gebet. Berr Gott, himmliſcher Vater! Der S du dein liebes Wort, den rechten Stern, der das Kindlein Jeſus zeigt, uns haſt laſſen leuchten: wir bitten dich, gib deinen heiligen Geiſt in unſre Herzen, daß wir ja ſolches Licht an⸗ nehmen und feſtiglich brauchen, daß wir, wie die Weiſen, ſolchem Stern nachziehen, keine Mühe und Gefahr uns laſſen ſchrecken, ſondern mit gan⸗ zem Herzen uns an deinen Sohn Chriſtum Jeſum als den einigen Heiland halten, unſer Zeitliches auch dazu anwenden, daß deine arme Chri⸗ ſtenheit dadurch gebeſſert und deinem Sohne Chriſto Jeſu gedient werde! Amen! ——— ——— 8 — ſ . —— — ſſ1— —— m 166 Epiſteln Epiſtel am I. Sonntage nach und ſie fragte. Und Alle, die ihn faat⸗ Epiphanias. zuhörten, verwunderten ſich ſeines ue 1 Röm. 12, v. 1—6. Verſtandes und ſeiner Antwort. Und ma da ſie ihn ſahen, entſetzten ſie ſich, J ermahne euch, lieben Brüder, und ſeine Mutter ſprach zu ihm: ds durch die Varmherzigkeit Gottes, Mein Sohn, warum haſt du uns ä N daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das gethan? Siehe, dein Vater und das da lebendig, heilig und Gott wohl⸗ ich haben dich mit Schmerzen geſucht. en gefällig ſei, welches ſei euer vernünf⸗ Und er ſprach zu ihnen: Was iſts, nn tiger Gottesdienſt. Und ſtellt euch daß ihr mich geſucht habt? Wißtiht ie it nicht dieſer Welt gleich, ſondern ver⸗ nicht, daß ich ſein muß in dem, das nn ändert euch durch Verneuerung eures meines Vaters iſt? Und ſie verſtan⸗ hn Sinnes, auf daß ihr prüfen mögt, den das Wort nicht, das er mit ihnen aatt welches da ſei der gute, der wohlge⸗ redete. Und er ging mit ihnen hinab at fällige und der vollkommene Gottes⸗ und kam gen Nazareth und war ihnen ul dußr Wille. Denn ich ſage durch die Gnade, unterthan. Und ſeine Mutter behieſt i die mir gegeben iſt, Jedermann unter euch, daß Niemand weiter von ſich halte, denn ſichs gebührt zu halten, ſondern, daß er von ſich mäßiglich ſende ein Jeglicher, nachdem Gott ausgetheilt hat das Maß des Glau⸗ bens. Denn gleicher Weiſe, als wir in Einem Leibe viele Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Ge⸗ ſchäfte haben, alſo ſind wir Viele Ein Leib in Chriſto, aber unter einander iſt Einer des Andern Glied, und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben iſt. Evangelium. Luc. 2, v. 41 1 nd ſeine Eltern gingen alle Jahre Agen Jeruſalem auf das Dſter⸗ Feſt. Und da Jeſus zwolf Jahr alt war, gingen ſie hinauf gen Jeruſa⸗ lem nach Gewohnheit des Feſtes. Und da die Tage vollendet waren 52 und ſie wieder nach Hauſe gingen, blieb das Kind Jeſus zu Jeruſalem, und ſeine Eltern wußtens nicht. Sie meinten aber, er waͤre unter den Ge⸗ fährten, und kamen eine Tagereiſe und ſuchten unter den Gefreundten und Bekannten. Und da ſie ihn nicht fanden, gingen ſie wiederum gen Jeruſalem und ſuchten ihn. Und es begab ſich nach dreien Tagen, fanden ſie ihn im Tempel ſitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörte alle dieſe Worte in ihrem Herzen. Und Jeſus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menſchen. Gebet. Ferr Gott, himmliſcher Vater! Wir 2) danken dir für deine Gnade, daß du zur ſeligen Taufe und zum rech⸗ ten Erkenntniß deines göttlichen Wor⸗ tes und Willens uns haſt laſſen kommen und bitten dich, gib deinen heiligen Geiſt in unſere Herzen, daß wir uns deines Wortes befleißigen, es nicht verſäumen und verachten, ſondern wohl merken, und es in uns die rechte Frucht ſchaffe, daß wir in deinem Willen leben, im Glauben, und Furcht Gottes zunehmen und wachſen und endlich freudig in dei⸗ nem Worte ſterben und ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am II. Sonntage nach Epiphauias. Röm. 12, v. 6— 16. Lieben Brüder! Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben iſt Hat Jemand Weiſſagung, ſo ſei ſie dem Glauben ähnlich. Hat Jemand ein Amt, ſo warte er des Amts. Lehrt Jemand, ſo warte er der Lehre. Ermahnt Jemand, 4 n me = dſeiner Nenal f tt Geds und ſ tet b Nen wuad un e s, 4 1' dn 33 8, mad Annn Un W tStnang nit ad dß d en. Bw mm mm uct dnngens neme ſen nägt da de dr pehige mer. e Getts md Gnude, uter um mur ale n den ſch Um. in ſalten, Alr abut dden Gett d Gia Geb. ent Fier Fa mulſtak der haden, A dat z ſin aie Ge iu ur ei Taf bere dn 3 eines uch de ü in unfer ia vit un= Püts 6 n— 1 ee aeken, den ſi de hre deinem Hſeer⸗ und Ju auts gahr ait wachſen Mundlch ſenhi Jrſe⸗ m B S in M 3 Se ens en — hhavias. dt. Se— 28 b rageriiſe eundten ſiieben dn niht 2 Gah m gen gegeden lnd es ſo ſei ſiſ s ſanden Jeman) Uebt Jemand Barmherzigkei und Evangelien. ſo warte er des Ermahnens. Gibt Jemand, ſo gebe er einfältiglich. Re⸗ giert Jemand, ſo ſei er ſerafälhig o thue er es mit Luſt. Die Liebe ſei nicht falſch. Haßt das Arge, hangt dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter einander ſei herzlich. Einer komme dem Andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge, was ihr thun ſollt. Seid brünſtig im Geiſt. Schickt euch in die Zeit. Seid fröhlich in Hoff⸗ nung, geduldig in Trübſal, haltet an am Gebet. Nehmt euch der Heili⸗ gen Nothdurft an. Herbergt gern. Segnet, die euch verfolgen, ſegnet und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den — Weinenden. Habt Einerlei Sinn un⸗ ter einander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, ſondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Evangelium. Joh. 2, v. 1— 11. 1 nd am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Cana in Galiläa, und hie Mutter Jeſu war da. Jeſus aber und ſeine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an „Vein gebrach, ſpricht die Mutter Jeſu zu ihm: ſie haben nicht Wein, Jeſus ſpricht zu ihr: Weib, was habe ih mit dir zu ſchaffen? Meine Stunde iſt noch nicht gekommen. Seine Mutter ſpricht zu den Dienern: Was er euch ſagt, das thut. Es waren aber allda ſechs ſteinerne Waſſer⸗Krüge geſetzt, nach der Weiſe der jüdiſchen Reini⸗ gung, und gingen je in einen zwei oder drei Maß. Jeſus ſpricht zu ihnen: Füllt die Waſſer⸗Krüge mit Waſſer. Und ſie füllten ſie bis oben an. Und er ſpricht zu ihnen: Schöpft nun und bringts dem Speiſe⸗Meiſter. Und ſie brachtens. Alsaber der Speiſe⸗ eiſter koſtete den Wein, der Waſſer geweſen war(und wußte nicht, von wannen er kam, die Diener aber wußtens, die das Waſſer geſchöpft hatten,) ruft der Speiſe⸗Meiſter den Bräutigam und ſpricht zu ihm: Je⸗ dermann gibt zum Erſten guten Wein, und wenn ſie trunken geworden ſind, alsdann den geringern; du haſt den guten Wein bisher erhalten. Das iſt das erſte Zeichen, das Jeſus that, geſchehen zu Cana in Galiläa, und offenbarte ſeine Herrlichkeit. Und ſeine Jünger glaubten an ihn. Gebet. BHer Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir, daß du uns deine Gnade gegeben und in den heiligen Cheſtand kommen laſſen und dadurch vor Sünden behütet haſt und bitten dich, gib deinen heiligen Geiſt, der uns alſo darin lehre und führe, daß wir mit unſerm Ehe⸗Gemal einig ſein, keine Urſache zu Widerwillen und Zorn geben, ſondern ein freundliches gottſeliges Leben führen mögen, auf daß, obgleich Anfechtungen nicht außen bleiben, wir dennoch immerdar deine gnädige Hilfe und Segen ſpüren, unſre Kindlein nach deinem Willen erziehen und in aller Gottſeligkeit unter einander leben und endlich durch deinen Sohn Chriſtum Jeſum ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am III. Sonntage nach Epiphanias. Nöm. 12, v. 17— 21. Faltet euch nicht ſelbſt für klug. Vergeltet Niemand Böſes mit Böſem. Fleißigt euch der Ehrbarkeit gegen Jedermann. Iſts möglich, ſo viel an euch iſt, ſo habt mit allen Menſchen Frieden. Rächt euch ſelber nicht, meine Liebſten, ſondern gebt Raum dem Zorne; denn es ſteht geſchrieben: Die Rache iſt mein, ich will vergelten, ſpricht der Herr. So nun deinen Feind hungert, ſo ſpeiſe. ihn, dürſtet ihn, ſo tränke ihn. Wenn du das thuſt, ſo wirſt du feurige Koh⸗ len auf ſein Haupt ſammeln. Laß — m 167 3 8 4 ———— — — ö, 1 — B5—— — —“ 168 Epi dich nicht das Böſe überwinden, ſon⸗ dern überwinde das Böſe mit Gutem. Evangelium. Matth. 8, v. 1— 13. ſteln glaubt haſt. Und ſein Knecht ward geſund zu derſelbigen Stunde. Gebet. V Heu Gott, himmliſcher Vater! Der 2) du aus ſonderlicher Liebe und D er aber vom Berge herab ging, folgte ihm viel Volks nach. Und ſiehe, ein Ausſätziger kam ihn an und ſprach: Herr, kannſt du mich wohl reinigen. . 2 „ ſo du willſt, Und Jeſus ſtreckte ſeine Hand aus, rührte ihn an und ſprach: Ich wills thun, ſei gereinigt. Und alsbald ward er von ſeinem Ausſatze rein. Und Jeſus ſprach zu ihm: Siehe zu, ſags Nie⸗ mand; ſondern gehe hin und zeige dich dem Prieſter und opfre die Gabe, die Moſes befohlen hat, zu einem Zeugniß über ſie. Da aber Jeſus einging zu Capernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und ſprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hauſe und iſt gichtbrüchig und hat große Qual. Jeſus ſprach zu ihm: Ich will kommen und ihn geſund machen. Der Hauptmann anwortete und ſprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gehſt, ſon⸗ dern ſprich nur Ein Wort, ſo wird mein Knecht geſund; denn ich bin ein Menſch, dazu der Obrigkeit unterthan und habe unter mir Kriegs⸗Knechte: noch wenn ich ſage zu einem: Gehe hin, ſo geht er, und zum andern: Komme her, ſo kommt er, und zu mei⸗ 2 nem Knechte: Thue das, ſo thut ers Da das Jeſus hoͤrte, verwunderte er ſich und ſprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich ich ſage euch, ſolchen Glauben habe ich in Ifrael Vi Aber ich ſage euch: Viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und mit Abrabam und Iſaac und Jacob im Himmel⸗ nicht gefunden. reich ſitzen, aber die Kinder Reichs werden ausgeſtoßen in die äußer terniß hinaus, da wird ſein Heulen und Zähneklappen. Und äußerſte Fin h E des eeſus ſprach zu dem Hauptmann: hin, dir geſchehe, wie du ge⸗ Barmherzigkeit uns deinen Sohn ge⸗ geben, für uns Menſch werden um und betete V am Kreuze haſt ſterben laſſen: git deinen heiligen Geiſt in unſre der⸗ zen, daß wir Alle unſer Vertrauen bung unſerer Sünde und ewiges K⸗ ben ſa ſo feſt glauben, als der Haupt⸗ mann hier geglaubt, er werde ſeinem kranken Knechte mit Einem Worte se helfen. Wir haben ja dein Work. Wer an mich glaubt, ſoll den Tod nicht ſehen ewiglich. Gib, lieber Va⸗ ter im Himmel, daß wir mit un⸗ auf ihn ſetzen und durch ihn Verge⸗ zweifligen Herzen glauben und at aei unſerm letzten Ende fe ben! Amen! Epiſtel am IV. Sonntage nach Epiphanias. Röm. 13, v. 8— 10. Weid Niemand Nichts denn wer den Andern liebt, der hat das Geſetz erfüllt. Denn das da ge⸗ t nicht ehebrechen, ſagt iſt: Du ſollf w du ſollſt ni ſtehlen, du ſollſt nit ein ander Gebot mehr iſ in dieſem Worte verfaßt: Die Liebe thut dem Nächſten nicht Böſes. So iſt nun die Liebe de Geſetzes Erfüllung. Evangelium. e 2 3 2 9 Schiff und m. Und 1 ind er trat in das S ſeine Jünger folgten ih ſiehe, da erk ſtüm im Meere, alſo daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er ſchlief. Und die Jünger tra⸗ ſt dabei blei⸗ adet n cht tödten, du ſollſt nicht cht falſch Zeugniß geben, dich ſoll nicht gelüſten, und o i ſt, das wirde doh Du ſollſt ſiten deinen Nächſten lieben als dich ſelbſt erhob ſich ein groß Unge⸗ e ſchuldig, denn den d —₰ daß ihr euch unter einander liebt; ſt M u a 1 d h Amd ln 66 à nd keud 1 1a. rüͤhre e nu hn mn 3 7 1 1 ſre de Fabe, t. i emen nct n Jisn, m du m. hat ihn und une n aht legt u der! dig md haet* at zu in: G en N. Supn on gefund hari 4 awertete rit nicht verth, G. B. ℳ gehſt. ſen⸗ 9 um Ritein t, ſo vid o eden nich din ein denn 1 1 tmtathan das„ f fflll 1n as Kuchte; ſa„tt: polit ri 5 uan Gede du ſ Iſt tts ndem: ſted K olt it as une, gie l ütf e thut ers ein Wetut ntrin ndettect in dr late eih ea in un E mänat e u i„ d. Gete li ten zu ihm und weckten ihn auf und ſprachen; Herr, hilf uns, wir verder⸗ ben! Da ſagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum ſeid ihr ſo furchtſam? Und ſtand auf und be⸗ drohte den Wind und das Meer; da ward es ganz ſtill. Die Menſchen aber verwunderten ſich und ſprachen: Was iſt das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorſam iſt? Gebet. Pen Gott, himmliſcher Vater! Der du aus väterlichem und gutem Rathe uns, deine Kinder, hier auf Erden unter das Kreuz ſtellſt und allerlei Ungewitter läſſeſt über uns kommen, der Sünde damit zu wehren und uns im Glauben, Hoffnung und inte Gebet zu üben: wir bitten dich, du wolleſt dich unſer erbarmen, unſer Gebet in aller Anfechtung und Noth hören und gnädige Hilfe ſchaffen, auf daß wir deine Gnade und väter⸗ lichen Beiſtand erkennen und dich mit allen deinen Heiligen in Ewig⸗ keit loben und preiſen, der du mit deinem Sohne und dem heiligen Geiſte allein der ewige, allmächtige Gott biſt! Amen! Epiſtel am V. Sonntage nach Epiphanias. Col. 3, v. 12—17. No zieht nun an, als die Auser⸗ N wählten Gottes, Heiligen und Ge⸗ liebten, herzliches Erbarmen, Freund⸗ lichkeit, Demuth, Sanftmuth, Geduld, und vertrage Einer den Andern und vergebet euch unter einander; ſo Je⸗ mand Klage hat wider den Andern, gleichwie Chriſtus euch vergeben hat, alſo auch ihr. Ueber Alles aber zieht an die Liebe, die da iſt das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufsn ſeid in Einem Leibe, und ſeid dankbar. Laßt das Wort Chriſti unter euch reichlich woh⸗ nen in aller Weisheit. Lehrt und und Evangelien. 169 vermahnet euch ſelbſt mit 5 und Lobgeſängen und geiſtlichen lieb⸗ lichen Liedern und ſingt dem Herrn in eurem Herzen. Und Alles, was ihr thut mit Worten oder mit Wer⸗ ken, das thut Alles in dem Namen des Herrn Jeſu und dankt Gott und dem Vater durch ihn. Evangelium. Matth. 13, v. 24— 30. Der Herr Jeſus legte ihnen ein an⸗ deres Gleichniß vor und ſprach: Das Himmelreich iſt gleich einem Menſchen, der guten Samen auf ſei⸗ nen Acker ſäete. Da aber die Leute ſchliefen kam der Feind und ſäete Unkraut zwiſchen den Weizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand ſich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Haus⸗Vater und ſprachen: Herr, haſt du nicht guten Samen auf deinen Acker geſäet? Woher hat er denn das Unkraut? Er ſprach zu ihnen: Das hat der Feind gethan. Daſprachen die Knechte: Willſt du denn, daß wir hingehn und es ausgäten? Er ſprach: Nein, auf daß ihr nicht zugleich den Wei⸗ zen mit ausrauft, ſo ihr das Un⸗ kraut ausgätet. Laßt Beides mit einander wachſen bis zu der Ernte, und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern ſagen: Sammelt zu⸗ vor das Unkraut und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne, aber den Weizen ſammelt mir in meine Scheuren. Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir, daß du den guten Samen, dein heiliges Wort, in un⸗ ſere Herzen haſt ausgeſäet, und bit⸗ ten dich, du wolleſt durch deinen hei⸗ ligen Geiſt ſolchen Samen in uns laſſen lebendig werden und Frucht bringen und vor dem böſen Feinde uns behüten, daß er nicht Unkraut mit einſäe, Behüte uns vor Sicher⸗ m* —— 3—— —————— “——— 5 5—— — — —— — — — sä 1 170 Epiſteln heit und erhalte uns in deiner Furcht wir drei Hütten machen, dir eine, und hilf in aller Anfechtung, daß wir ewig ſelig werden! Amen! V Epiſtel am VI. Sonntage nach Epiphanias. 2. Petri 1, v. 16—21. Lieben Brüder! Wir haben ⸗ klugen Fabeln gefolgt, da wir euch kund gethan haben die Kraft und Zukunft unſers Herrn Jeſu Chriſti, ſondern wir haben ſeine Herrlichkeit ſelber geſehn, f Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm ge⸗ ſchah von der großen Herrlichkeit der⸗ maßen: Dieß iſt mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe! Und dieſe Stimme haben wir gehört vom Himmel gebracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Wir haben ein feſtes, prophetiſches Wort, und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da ſchei⸗ net in einem dunklen Orte, bis der Tag anbreche und der Morgenſtern aufgehe in euren Herzen. Und das ſollt ihr auf das Erſte wiſſen, daß keine Weiſſagung in der Schrift ge⸗ ſchieht aus eigner Auslegung. Denn es iſt noch nie eine Weiſſagung aus menſchlichem Willen hervorgebracht, ſondern die heiligen Menſchen Got⸗ tes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geiſte. Evangelium. Matth. 17, v. 1—9. ” nd nach ſechs Tagen nahm Jeſus zu ſich Petrus und Jacobus und Johannes, ſeinen Bruder, und führte ſie beiſeits auf einen hohen Berg. Sonne, und ſeine Kleider wurden weiß als ein Licht. Und ſiehe, da erſchienen ihnen Moſes und Elias, die redeten mit ihm. da er empfing von ſahe 1 allein. Und da ſie vom Berge her⸗ Moſi eine und Elias eine. Da er noch alſo redete, ſiehe, da überſchat⸗ tete ſie eine lichte Wolke. Und ſiehe, eine Stimme aus der Wolke ſprach: Dieß iſt mein lieber Sohn, an wel⸗ chem ich Wohlgefallen habe, den ſollt ihr hören. Da das die Jünger hör⸗ nicht den I . Und ward verklärt vor ihnen und ſein Angeſicht leuchtete wie die 1 ten, fielen ſie auf ihr Angeſicht und erſchraken ſehr. Jeſus aber trat zu ihnen, rührte ſie an und ſprach: Steht auf, und fürchtet euch nicht. Da ſie aber die Augen aufhoben, ſahen ſie Niemand, denn Jeſum ab gingen, gebot ihnen Jeſus und ſprach: Ihr ſollt dieß Geſicht Nie⸗ mand ſagen, bis des Menſchen Sohn von den Todten auferſtanden iſt. Gebet. Allmächtiger Gott und Vater! Wir danken dir, daß du deinen Sohn 7 mit eigener Stimme vom Himmel herab verklärt und uns zu erkennen gegeben haſt, daß wir in ihm allein dir wohlgefällig ſein können, und bitten dich von Herzen, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir denſelben deinen Sohn fleißig hören, ſein Wort und Stimme im Glauben annehmen und alſo hernach mit Moſes, Elias und allen Heiligen bei 2 ihm in ewiger Freude und Se 2 leben mögen! Amen! ligkeit Epiſtel. am Sonntage Septuageſimä. 1 Cor. 9, v. 24, bis Cap. 10, v. 5. ißt ihr nicht, daß die, ſo in den 8 Schranken laufen, die laufen Alle, aber Einer erlangt das Kleinod? Lauft nun alſo, daß il f Ein Jeglicher aber, der da kämpft, enthält ſich alles Dinges, Jene alſo, daß ſie eine vergängliche Krone em⸗ pfahen, wir aber eine unvergäng⸗ ſo, nicht als Petrus aber antwortete und ſprach zu Jeſu: Herr, an hier iſt gut ſein; willſt du, ſo wollen als liche. Ich laufe aber alſo, n aufs Ungewiſſe, ich fechte alſo, nicht der in die Luft ſtreicht, ſondern ihr es ergreift. üͤbti in dh hund Ic we W g dem trach z. — n den ne Fath di a, 1 NA *7 8. — — 3 4 1 3 3„— 845 8 = — = —, 8 —: Mand, dn und Kns len 1 9 n m. Seeis„ Iha ſie von d e u dm ge d e ot imn dlen der drach— ſolt di h ehort den rm n(Gt. ere. r T Kt Gotmut. de Vert,„ d 1Sr, daß duhin 1 ir darmf nit 8 rStmme. da ſchei derd n nd mrm du de oeded e G daß vitat ergentteen dr I E lig ſen ma⸗ lnd das biten kn dammt den daß darth Wrtelten n ren Sohnii 4 84 8 5 an ſen I dStma. Das amehh d dſ wur er. un I⸗ und alkne zat ihm it ſerr Frade m 8 1 * 1 4 K den demn* ausging, Arbeiter zu miethen in ich betäube meinen Leib und zähme ähn, daß ich nicht den Anderen pre⸗ dige und ſelbſt verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten, daß unſere Väter ſind alle unter der Wolke geweſen, und ſind alle durch das Meer gegan⸗ gen und ſind alle unter Moſe ge⸗ tauft mit der Wolke und mit dem Meere und haben alle einerlei geiſt⸗ liche Speiſe gegeſſen und haben alle einerlei geiſtlichen Trank getrunken, ſſie tranken aber von dem geiſt⸗ lichen Fels, der mit folgte, welcher war Chriſtus): aber an ihrer Vielen hatte Gott kein Wohlgefallen, denn ſie ſind niedergeſchlagen in der Wüſte. Evangelium. Matth. 20, v. 1- 16. D** Himmelreich iſt gleich einem Haus⸗Vater, der am Marden ei⸗ nen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern Eins ward um einen Gro⸗ ſhe zum Tagelohn, ſandte er ſie in ſeinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und ſahe Andere an dem Markte müſſig ſtehen und ſprach zu ihnen: Geht ihr auch hin in den Weinberg, ich will euch geben was Recht iſt; und ſie gingen hin. Abermals ging er aus um die ſechſte und neunte Stunde und that gleich alſo. Um die eilfte Stunde aber ſing er aus und fand Andere müßig ſtehn und ſprach zu ihnen: Was ſteht ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie ſprachen zu ihm: Es hat uns Niemand gedinget. Er ſprach zu ihnen: Geht auch ihr hin in den Weinberg, und was Recht ſein wird, ſoll euch werden. Da es nun Abend ward, ſprach der Herr des Weinberges u ſeinem Schaffner: Rufe den Ar⸗ eitern und gib ihnen den Lohn, und hebe an an den Letzten bis zu den Erſten. Da kamen, die um die eilfte Stunde gedinget waren, und empfing ein Jeglicher ſeinen Groſchen. Da aber die Erſten kamen, und Evangelien. 171 meinten ſie, ſie würden mehr em⸗ pfangen, und ſie empfingen auch ein Jeglicher ſeinen Groſchen. Und da ſie den empfingen, murrten ſie wider den Haus⸗Vater und ſprachen: Dieſe Letzten haben nur Eine Stunde gear⸗ beitet und du haſt ſie uns gleich ge⸗ macht, die wir des Tages aſt und Hitze getragen haben. Er antwortete aber und ſagte zu Einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue Dir nicht Un⸗ recht, biſt du nicht mit mir eins ge⸗ worden um einen Groſchen? Nimm, was dein iſt, und gehe hin. Ich will aber dieſem letzten geben gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht zu thun, was ich will, mit dem Mei⸗ nen? Siehſt du darum ſchel, daß ich ſo gütig bin? Alſo werden die Letzten die Erſten und die Erſten die Letzten ſein, denn Viele ſind beru⸗ fen, aber Wenige auserwählt. Gebet. Ferr Gott, himmliſcher Vater! Der du durch dein liebes Wort uns in den Weingarten berufen haſt, wir bitten dich, gib deinen heiligen Geiſt in unſere Herzen, daß wir in ſolchem Weinberge treu arbeiten, vor Sünden und allen Aergerniß uns hüten, und deines Wortes und Willens uns be⸗ fleißigen und alle Hoffnung allein auf deine Gnade, ſo du uns durch deinen Sohn Jeſum Chriſtum erzeigt haſt, ſetzen und alſo alle ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am Sonntage Sexageſimä. 2. Cor. 11, v. 19, bis Cap. 12, v. 9. r vertragt gern die Narren, dieweil ihr klug ſeid. Ihr ver⸗ tragt, ſo euch Jemand zu Knechten macht, ſo euch Jemand ſchindet, ſo euch Jemand nimmt, ſo euch Jemand trotzt, ſo euch Jemand ins Angeſicht ſtreicht. Das ſage ich nach der Un⸗ ehre, als wären wir ſchwach geworden. Worauf nun Jemand kühn iſt,(ich rede in Thorheit) darauf bin ich auch ☛ — 2 — —jü— ͤ“ — —— e 8 172 kühn. Sie ſind Hebräer, ich auch. Sie ſind Iſraeliter, ich auch. Sie ſind Abrahams Same, ich auch. Sie ſind Diener Chriſti,(ich rede thör⸗ lich) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin öfter ge⸗ fangen, oft in Todesnöthen geweſen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger eins. Ich bin dreimal geſtäupt, ein⸗ mal geſteinigt, dreimal habe ich Schiff⸗ bruch erlitten, Tag und Nacht habe ich Fugedrach in der Tiefe(des Mee⸗ res). in eh r geweſen zu Waſſer, in Gefahr unter den Mördern, in Ge⸗ fahr unter den Juden, in Gefahr unter den Heiden, in Gefahr in den Städten, in Gefahr in der Wüſte, in Gefahr auf dem Meere, in Gefahr unter den falſchen Brüden; in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hun⸗ er und Durſt, in viel Faſten, in Froſt und Blöße; ohne was ſich ſonſt zuträgt, nämlich, daß ich täglich werde angelaufen, und trage Sorge für alle Gemeinen. Wer iſt ſchwach, und ich werde nicht ſchwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen ſoll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, welcher ſei ge⸗ lobt in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge. Zu Damaskus der Landpfleger des Königs Areta verwahrte die Stadt der Damasker und wollte mich greifen, und ich ward in einem Korbe zum Fenſter aus durch die Mauer niedergelaſſen, und entrann aus ſeinen Händen. Es iſt mir ja das Rühmen Nichts nütze; doch ich will kommen auf die Geſichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menſchen in Chriſto, vor vier⸗ zehn Jahren,(iſt er in dem Leibe ge⸗ weſen, ſo weiß ich es nicht, oder iſt er außer dem Leibe geweſen, ſo weiß ich es auch nicht, Gott weiß es,) der⸗ ſelbige ward entzückt bis in den drit⸗ habe oft gereiſt. Ich bin von mir auf mich nicht der hohen Offenbarung EGpiſteln ten Himmel. Und ich kenne denſel⸗ ben Menſchen,(ob er in dem Leibe, oder außer dem Leibe geweſen iſt, weiß ich nicht, Gott weiß es,) er ward entzückt in das Paradies und hörte unausſprechliche Worte, welche kein Menſch ſagen kann. Davon will ich mich rühmen, von mir ſelber aber will ich mich nicht rühmen, ohne meiner Schwachheit. Und ſo ich mich rühmen wollte, thäte ich darum nicht thöricht; denn ich wollte die Wahr⸗ heit ſagen. Ich enthalte mich aber deß, auf daß nicht Jemand mich höher achte, denn er an mir findet oder hört. Und auf daß ich überhebe, iſt mir gegeben ein Pfahl ins Fleiſch, nämlich des Satans Engel der mich mit Fäuſten ſchlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal den Herrn gefleht habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir geſagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kaſt iſt in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebſten rüt⸗ men meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Chriſti in mir wohne. Evangelium. Luc. 8, v. 4— 15. Da nun viel Volks bei einander war und aus den Städten zu dem Herrn Jeſu eilten, ſprach er durch ein Gleichniß: Es ging ein Sae⸗ „. mann aus zu ſäen ſeinen Samen, und indem er ſäete, fiel Etliches an den Weg und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen es auf. Und Etliches fiel auf den Fels, und da es aufging, verdorrte es darum, daß es nicht Saft hatte. Und Etliches ſiel mitten unter die Dornen, und die Dornen gingen mit auf und erſtickten es. Und Etliches fiel auf ein gut Land, und es ging auf und trug hundertfältige Nucht. Da er das ſagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Es fragten 4 acden iger erreiter F s e⸗ IFfess 12 2 == 8—. —— L222 5 Pa — — B FE 3 αρά 22 .E —— —— — —— F— Ade dß a arn daten, in u nr vas ſch Omde ih ugücch ſin de chen mähm ge Serx wil ich Häm aleat 5 reme — er unſers t ſei ge⸗ nelim ſtwac, nen ne? awachtt in acht Der Kraft C ufi mir pi. —= — — und Evangelien. ihn aber ſeine Jünger und ſprachen, Whn, dete Gleichniß wäre. Er aber ſprach: Euch iſt es gegeben zu wiſſen das Geheimniß des Reiches Gottes, den Andern aber in Gleichniſſen, daß ſie es nicht ſehen, ob ſie es ſchon ſehen, und nicht verſtehen, ob ſie es ſchon hören. Das iſt aber das Gleich⸗ niß: Der Same iſt das Wort Gottes. Die aber an dem Wege ſind, das ſind, die es hören; darnach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen, auf daß ſie nicht glau⸗ ben und felig werden. Die aber au dem Fels, ſind die, wenn ſie es hö⸗ ren, nehmen ſie das Wort mit Freuden an, und die haben nicht Wurzel, eine Zeitlang glauben ſie und zur Zeit der Anfechtung fallen ſie ab. Das aber unter die Dornen fiel, ſind die, ſo es hören und gehen hin unter den Sorgen, Reichthum und Wolluſt dieſes Lebens, und erſticken und brin⸗ gen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, ſind, die das Wort hö⸗ ren und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. Gebet. Pe Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir, daß du dein liebes Wort durch deinen Sohn Chriſtum Jeſum unter uns haſt ausgeſäet, und bitten dich, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt unſre Herzen alſo zu⸗ bereiten, daß wir ſolches Wort hören und in einem feinen, guten Herzen behalten und in Geduld Frucht brin⸗ gen, daß wir der Sünde nicht an⸗ hängen, ſie durch deine Hilfe dämpfen und in allerlei Verfolgung deiner Gnade und ewigen Hilfe uns gewiß tröſten, hoffen und ſelig werden! Amen! Epiſtel am Sonntage Quinagnageſimä. 1. Cor. 13, v. 1—13. Wenn ich mit Menſchen⸗ und mit Engel⸗Zungen redete und hätte 173 der Liebe nicht, ſo wäre ich ein tönendes Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weiſſagen könnte und wüßte alle Geheimniſſe und alle Erkenntniß und hätte allen Glauben alſo, daß ich Berge verſetzte, und hätte der Liebe nicht, ſo wäre ich Nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, ſo wäre mirs Nichts nütze. Die Liebe iſt langmüthig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht f Muthwillen, ſie bläht ſich nicht, ſie ſtellt ſich nicht ungeberdig, ſie ſucht nicht das Ihre, ſie läßt ſich nicht erbittern, ſie trachtet nicht nach Scha⸗ den, ſie freuet ſich nicht der Unge⸗ rechtigkeit, ſie freuet ſich aber der Wahrheit. Sie verträgt Alles, ſie glaubt Alles, ſie hofft Alles, ſie dul⸗ det Alles. Die Liebe hört nimmer auf, ſo doch die Weiſſagungen auf⸗ hören werden, und die Sprachen auf⸗ hören werden, und das Erkenntniß aufhören wird. Denn unſer Wiſſen iſt Stückwerk und unſer Weiſſagen iſt Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, ſo wird das Stückwerk aufhören. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindiſche Anſchläge; da ich aber ein Mann ward, that ich ab, was kin⸗ diſch war. Wir ſehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Worte, dann aber von Angeſicht zu Ange⸗ geſicht. Jetzt erkenne ichs ſtückweiſe, dann aber werde ichs erkennen, gleich⸗ wie ich erkannt bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, dieſe drei; aber die Liebe iſt die größeſte unter ihnen. Evangelium. Luc. 18, v. 31— 43. Der Herr Jeſus nahm zu ſich die ◻ Zwölf und ſprach zu ihnen: Seht, wir gehn hinauf gen Jeru⸗ ſalem und es wird Alles vollendet 1 ½ 174 werden, das geſchrieben iſt durch die Propheten von des Menſchen Sohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden und er wird verſpottet und verſchmäht und verſpeiet wer⸗ den, und ſie werden ihn geißeln und tödten und am dritten Tage wird er wieder auferſtehen. Sie aber ver⸗ nahmen der Keins und die Rede war ihnen verborgen und wußten nicht, was das geſagt war. Es geſchah aber, da er nahe zu Jericho kam, ſaß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber hörte das Volk, das durchhin ging, forſchte er, was das wäre? Da verkündeten ſie ihm, Jeſus von Nazareth ginge vorüber. Und er rief und ſprach: Jeſu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vorn⸗ an gingen, bedräueten ihn, er ſollte ſchweigen. Er aber ſchrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jeſus aber ſtand ſtill und hieß ihn zu ſich führen. Da ſie ihn aber nahe bei ihm brachten, fragte er ihn und ſprach: Was willſt du, das ich dir thun ſoll? Er ſprach: Herr, daß ich ſehen möge! Und Jeſus ſprach zu ihm: Sei ſehend, dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er ſehend und folgte ihm nach und pries Gott. Und alles Volk, das ſolches ſahe, lobte Gott. Gebet. Ben Gott, himmliſcher Vater! Der ◻ du dem blinden Menſchen durch deinen Sohn Jeſum Chriſtum gnädig die Augen geöffnet und das Licht haſt ſehen laſſen; wir arme Sünder h bitten dich, du wolleſt durch dein lie⸗ bes Wort unſere blinden Herzen er⸗ leuchten, daß wir dich durch Chriſtum, deinen Sohn, der für uns am Kreuze geſtorben nnd für unſre Sünde be⸗ zahlt hat, recht lernen erkennen und in allen Nöthen und Anfechtungen allein auf deine gnädige Hilfe und Barmherzigkeit ſehen, dieſelbe durch ein Nubiges Gebet ſuchen und alſo Troſt und Rettung wider den Teufel, Epiſteln Sünde und Tod finden und ſelig werden! Amen! ſeiig Epiſtel am I. Sonntage in der Faſten. 2. Cor. 6, v. 1—10. Wi ermahnen euch aber, als Mit⸗ helfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfahet. Denn er ſpricht: Ich habe dich in der an⸗ genehmen Zeit erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen. Seht, jetzt iſt die angenehme Zeit, jetzt iſt der Tag des Heils! Laßt uns aber Niemand irgend ein Aergerniß geben, auf daß Ange Amt nicht verläſtert werde, ſondern in allen Dingen laßt uns beweiſen als die Diener Gottes, in großer Geduld, in Trübſalen, in Nöthen, in Aengſten, in Schlägen, in Gefängniſſen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Faſten, in Keuſchheit, in Erkenntniß, in Lang⸗ muth, in Freundlichkeit, in dem hei⸗ ligen Geiſte, in ungefärbter Liebe, in dem Worte der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtig⸗ keit zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch böſe Ge⸗ rüchte und gute Gerüchte, als die Verführer und doch wahrhaftig, als die Unbekannten und doch bekannt, als die Sterbenden und ſiehe, wir leben, als die Gezüchtigten und doch nicht ertödtet, als die Traurigen, aber allezeit fröhlich, als die Armen, aber die doch Viele reich machen, als die Nichts inne hahen und doch Alles aben. Evangelium. Matth. 4, v. 1—11. Doa ward Jeſus vom Geiſte in die ☚ Wüſte geführt, auf daß er von dem Teufel verſucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefaſtet hatte, hungerte ihn. Und der Verſucher trat zu ihm und ſprach⸗ Biſt du Gottes Sohn, ſo ſprich, daß dieſe Steine Brodt werden. Und er tn. arel ni datt und in.8 an ſo d e.) edicht ſeht Got, in dir afel, u u ihn r Wüith 5A8 17 FEE 1 — IA⸗ —— 1 5 n un aut. nühtit a 8, end B mrins dus ic dm I 7 3Putthetin rach zu Gotes d Pafen wi aude dat kit zu 5en dard er(hre 1 d dne, wuta un pres nüchte n cte Gerite — 3 ſaiches 3* doh uint de U nduorch allexeit i ,kmt mädig die do e nh un * ct Käcts räm mf Sinder haben. denſee anelin. dereen er⸗ Torutun, 1 et 4 2 ae D. Sach e« 27 nen und n T . e u Kans lun de duch Ve naie dt n Menn a Lnjel, dieſe 4 — —= — — —— 1. n ſuchen. tmn und n „ kden. Jaüttnt an Da nihten Aausde dut anwortete und ſprach: Es ſteht ge⸗ ſchrieben: Der Menſch lebt nicht vom Brodte allein, ſondern von einem jeg⸗ lichen Worte, das durch den Mund Gottes geht. Da führte ihn der Teufel mit ſich in die heilige Stadt und ſtellte ihn auf die Zinne des Tempels und ſprach zu ihm: Biſt du Gottes Sohn, ſo laß dich hinab; denn es ſteht ge⸗ ſchrieben: Er wird ſeinen Engeln über dir Befehl thun, und ſie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein ſtoßeſt. Da ſprach Jeſus zu ihm: Widerum ſteht auch geſchrieben: Du ſollſt Gott, deinen Herrn nicht ver⸗ Wiederum führte ihn der Teufel mit ſich auf einen ſehr hohen * Berg und zeigte ihm alle Reiche der ie Welt und ihre Herrlichkeit und ſprach „1a, 5 ihm: Dieß Alles will ich dir ge⸗ ben, ſo du niederfällſt und mich an⸗ beteſt. Da ſprach Jeſus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan; denn es ſteht geſchrieben: Du ſollſt anbe⸗ ten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der Teufel, und ſiehe, da traten die En⸗ gel zu ihm und dienten ihm. Gebet. Pjen Gott, himmliſcher Vater! Wir d) bitten dich, weil der arge Feind für und für uns nachſchleicht und wie ein brüllender Löwe umhergeht und ſucht, welchen er verſchlinge, du wolleſt um deines Sohnes Jeſu Chriſti willen mit dem heiligen Geiſte zu uns kommen und durch dein Wort unſere Herzen ſtärken, auf daß der Feind uns nicht obſiege, und wir in deiner Gnade für und für bleiben und endlich ſelig werden! Amen! Epiſtel am II. Sonntage in der Faſten. 1. Theſſ. 4, v. 1—8. WMeiter, lieben Brüder, bitten wir euch und ermahnen in dem Herrn Jeſu, nachdem ihr von uns und Evangelien. 175 empfangen habt, wie ihr ſollt wan⸗ deln und Gott gefallen, daß ihr im⸗ mer völliger werdet. Denn ihr wißt, welche Gebote wir euch gegeben ha⸗ ben durch den Herrn 3euht Denn das iſt der Wille Gottes, eure Hei⸗ ligung, daß ihr meidet die Hurerei, und ein Jeglicher unter euch wiſſe ſein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der 2 Gaum wie die Heiden, die von Gott Nichts wiſſen: und daß Niemand zu weit greife noch vervortheile ſeinen Bru⸗ der im Handel; denn der Herr iſt Rächer über das Alles, wie wir euch zuvor geſagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Un⸗ reinigkeit, ſondern zur Heiligung. Wer nun verachtet, der verachtet nicht Menſchen, ſondern Gott, der ſeinen heiligen Geiſt gegeben hat in euch. Evangelium. Matth. 15, v. 21—28. Der Herr Jeſus ging aus von dan⸗ nen und entwich in die Gegend Tyrus und Sidon. Und ſiehe, ein ka⸗ nanäiſches Weib ging aus derſelbigen Grenze und ſchrie ihm nach und ſprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochter wird vom Teufel übel geplagt. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zum ihm ſeine Jünger, baten ihn und ſprachen: Laß ſie doch von dir; denn ſie ſchreit uns nach. Er antwortete und ſprach: Ich bin nicht eſandt, denn nur zu den verlornen chafen aus dem Hauſe Iſrael. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und ſprach: Herr, hilf mir! Er aber antwortete und ſprach: Es iſt nicht fein, daß man den Kindern ihr Brodt nehme und werfe es vor die Hunde. Sie ſprach: Ja, Herr; aber doch eſſen die Hündlein von den Broſamen, die von ihrer Herren Tiſche fallen! Da antwortete Jeſus und ſprach zu ihr: O Weib, dein Glaube iſt groß! Dir geſchehe, wie du willſt. Und ihre Toch⸗ ter ward geſund zu derſelbigen Stunde. 5* 228ö 8* rECEͤͤͤͤͤſſſͤſſſſſſ — — d— *— —————— ————— —— — — — — — —— ——— ſ“ — 8= — 176 Gebet. cZerr Gott, himmliſcher Vater! Wir U bitten dich, du wolleſt durch dei⸗ nen heiligen Geiſt den Glauben und Hoffnung auf deine Gnade und Barm⸗ herzigkeit in unſern Herzen feſt und gewiß machen, auf daß, ob wir gleich unſers Gewiſſens, Sünde und Un⸗ würdigkeit wegen Urſache haben, uns zu fürchten, wir dennoch an deiner Gnade, wie das kananäiſche Weiblein, feſt hangen bleiben und durch Chri⸗ ſtum Hilfe und Rettung in allerlei Anfechtung und Nöthen bei dir fin⸗ den! Amen! Epiſtel am III. Sonntage in der Faſten. Epheſ. 5, v. 1—9. 9e ſeid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie Chriſtus uns hat geliebt und ſich ſelbſt dargegeben für uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem ſüßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit, oder Geiz laßt nicht von euch geſagt werden, wie den Heiligen zuſteht; auch ſchandbare Worte und Narrentheidinge, oder Scherz, welche euch nicht ziemen, ſon⸗ dern vielmehr Dankſagung. Denn das ſollt ihr wiſſen, daß kein Hurer oder Unreiner, oder Geiziger, welcher iſt ein Götzendiener, Erbe hat an dem Reiche Chriſti und Gottes. Laßt euch Niemand verführen mit vergeblichen Worten, denn um dieſer willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum ſeid nicht ihre Mitgenoſſen. Denn ihr waret weiland Finſterniß, nun aber ſeid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts. Die Frucht des Geiſtes iſt allerlei Gütigkeit und Ge⸗ rechtigkeit und Wahrheit. Evangelium. Luc. 11, v. 14—28. Epiſteln geſchah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme, und das Volk verwunderte ſich. Etliche aber unter ihnen ſprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Oberſten der Teufel. Die Andern aher verſuch⸗ ten ihn und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber ver⸗ nahm ihre Gedanken und ſprach zu ihnen: Ein jegliches Reich, ſo es mit ihm ſelbſt uneins wird, das wird wüſt, und ein Haus fällt über das andere. Iſt denn der Satan mit ihm ſelbſt uneins, wie will ſein Reich be⸗ ſtehen? Dieweil ihr ſagt, ich treibe die Teuſel aus durch Beelzebub. So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben ſie eure Kinder aus? Darum werden ſie eure Richter ſein. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, ſo kommt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein ſtarker Gewappneter ſeinen Palaſt bewahrt, ſo bleibt das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, ſo nimmt er ihm ſeinen Harniſch, darauf er ſich verließ, und theilt den Raub aus. Wer nicht mit mir iſ, der iſt wider mich, und wer nicht mit mir ſammelt, der zerſtreut. Wenn der unſaubre Geiſt von den Men⸗ ſchen ausfährt, ſo durchwandelt er dürre Stätten, ſucht Ruhe und findet ſie nicht, ſo ſpricht er: Ich will wie⸗ der umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, ſo findet er gekehrt und geſchmückt. Dann geht ——2 ſich, die ärger ſind, denn er ſelbſt. Und wenn ſie hineinkommen, d ſie da, und wird hernach mit dem⸗ ſelben Menſchen ärger denn vorhin. Und es begab ſich, da er ſolches re⸗ dete, erhob ein Weib im Volke die Stimme und ſprach zu ihm: Selig iſt der Leib, der dich getragen hat, und die Brüſte, die du geſogen haſt. Er aber ſprach: Ja, ſelig ſind, die De Herr Jeſus trieb einen Teufel aus, der war ſtumm. Und es Gottes Wort hören und bewahren! wohnen es mit Beſemen ian er hin und nimmt ſieben Geiſter zu ſießre 9 dſeiger als Fnger 2 Sileuri at d dandett ſſe das d hottes u u h, dergegeden dewahr 2 leibt d a Get Frieden 2 n da icch durmij ader üha ij it und lra r Geiz lait ſo nin a ihm ſeum erde, wie darauf f varleß, ui ſhandone Amd. S ber nihtu age, oder da in ich,— Harer oder ſchen u— velcher it düne i juit a m den ſe nich Mähta. nae des gkhd n ün d 4 lut ir a din mn ſ au wellmd ſih, d t ſod dn Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Der du deinen Sohn, unſern Herrn, Neſun Chriſtum, darum haſt laſſen enſch werden, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns Menſchen wider den argen Peind ſchützen ſoll: wir danken dir für ſolche gnädige Hilfe und bitten dich, du wolleſt in allen Anfechtungen gnädig bei uns ſein, vor Sicherheit uns behüten und uns in deinem Worte und deiner Furcht uns gnädig erhalten, auf daß wir bis ans Ende vor dem böſen Feinde in Frieden bleiben und durch deinen Sohn ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am IV. Sonntage in der Faſten. Galat. 4, v. 21—31. Hagt mir, die ihr unter dem Ge⸗ ſetz ſein wollt, habt ihr das Geſetz nicht gehört? Denn es ſteht geſchrieben, daß Abraham zween Söhne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, iſt nach dem Fleiſch geboren; der aber von der Freien iſt durch die Verheißung ge⸗ boren. Die Worte bedeuten Etwas. Denn das ſind die zwei Teſtamente: Eins von dem Berge Sinai, das zur Knechtſchaft gebiert, welches iſt die Agar. Denn Agar heißt in Arabia der Berg Sinai, und langt bis gen Jeruſalem, das zu dieſer Zeitiſt, undiſt dienſtbar mit ſeinen Kindern. Aber das Jeruſalem, das droben iſt, das iſt die Freie, die iſt unſer Aller Mutter. Denn es ſteht geſchrieben: Sei fröh⸗ lich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierſt, und brich hervor und rufe, die du nicht ſchwanger biſt; denn die Einſame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, lieben Brüder, ſind Iſaac nach, der Ver⸗ heißung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleiſch geboren war, verfolgte den, der nach dem Geiſt geboren war, alſo geht es jetzt und Evangelien. auch. Aber was ſpricht die Schrift? Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohne; denn der Magd Sohn ſoll nicht erben mit dem Sohne der Freien. So ſind wir nun, lieben Brüder, nicht der Magd Kinder, ſondern der Freien. Evangelium. Joh. 6, v. 1—15. Dornach fuhr Jeſus weg über das teer an der Stadt Tiberias in Galiläa. Und es zog ihm viel Volks nach darum, daß ſie die Zeichen ſahen, die er an den Kranken that. Jeſus aber ging hinauf auf einen Berg und ſetzte ſich daſelbſt mit ſei⸗ nen Jüngern. Es war aber nahe die Oſtern, der Juden Feſt. Da hob Jeſus ſeine Augen auf und ſieht, daß viel Volks zu ihm kommt, und ſpricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brodt, daß dieſe eſſen? Da ſagte er aber, ihn zu verſuchen; denn er wußte wohl, was er thun wollte. Philippus antwortete ihm; Zweihundert Pfen⸗ nige werth Brodts iſt nicht genug unter ſie, daß ein Jeglicher ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer ſeiner Jünger, Andreas, der Bruder Simonis Petri: Es iſt ein Knabe hier, der hat fünf Gerſten⸗Brodte und zween Fiſche; aber was iſt das unter ſo Viele? Jeſus aber ſprach: Schaffet, daß ſich das Volk lagere. aber viel Gras an dem Orte. Da lagerten ſich bei fünftauſend Mann. Jeſus aber nahm die Brodte, dankte und gab ſie den Jüngern, die Jünger aber denen, die ſich gelagert hatten. Deſſelbigen gleichen auch von den Fiſchen, wie viel er wollte. Da ſie aber ſatt waren, ſprach er zu ſeinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, daß Nichts umkomme. Da ſammelten ſie nnd füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerſten⸗Brodten, die überblieben denen, die geſpeiſt worden. Da nun die Menſchen das Zeichen ſahen, das Jeſus that, ſprachen ſie: Das iſt Es war ——— — — —*—— ——— = — — 2 — — — — — 8 — 178 wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen ſoll. Da Jeſus nun merkte, daß ſie kommen würden und ihn haſchen, daß ſie ihn zum König mach⸗ ten, entwich er abermal auf den Berg, er ſelbſt allein. Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Der du durch deinen Sohn in der Wüſte fünftauſend Mann,(Weib und Kind nicht mitgerechnet), nur mit fünf Brodten und zween Fiſchen reichlich geſpeiſt haſt: wir bitten dich, ſei mit deinem Segen auch gnädig bei uns, behüte uns vor Geiz und Sorgen der Nahrung, daß wir dein Reich und deine Gerechtigkeit am erſten ſuchen und deine milde väterliche Güte in Allem, was wir an Leib und Seele bedürfen, gnä⸗ diglich ſpüren durch Jeſum Chriſtum, unſern Herrn! Amen! Epiſtel am V. Sonntage in der Faſten. Hebr. 9, v. 11— 15. Chriſtus aber iſt gekommen, daß er E ſei ein Hoherprieſter der zukünf⸗ tigen Güter, durch eine größere und vollkommnere Hütte, die nicht mit der Hand gemachtiſt, das iſt, die nicht alſo gebaut iſt; auch nicht durch der Böcke, oder Kälber Blut, ſondern er iſt durch ſein eigen Blut einmal in das Hei⸗ lige eingegangen und hat eine ewige Erlöſungerfunden. Denn ſo der Ochſen und Böcke Blut, und die Aſche von der Kuh geſprengt, heiligt die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, wie viel⸗ mehr wird das Blut Chriſti, der ſich ſelbſt ohne allen Wandel durch den hei⸗ ligen Geiſt Gott geopfert hat, unſer Gewiſſen reinigen von den todten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott? Und darum iſt er auch ein Mittler des neuen Teſtaments, auf daß durch den Tod, ſo geſchehen iſt Epiſteln die unter dem erſten Teſtamentwaren, die, ſo berufen ſind das verheißene ewige Erbe empfangen. Evangelium. Joh. 8, v. 46—59. er Herr Veiu ſprach zu den Ju⸗ den: elcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit ſage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer von Gott iſt, der hört Gottes Wort; darum hört ihr nicht, denn ihr ſeid nicht ch von Gott. Da antworteten die Juden und ſprachen zu ihm: Sagen wit nicht recht, daß du ein Samariter biſt und haſt den Teufel? Jeſus ant⸗ wortete: Ich habe keinen Teufel, ſon⸗ dern ich ehre meinen Vater und ihr unehrt mich. Ich ſuche nicht meine Ehre; es iſt aber Einer, der ſie ſucht und richtet. Wahrlich, wahrlich ich ſage euch: So Jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht ſehen ewiglich. Da ſprachen die Ju⸗ den zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel haſt. Abraham iſt eſtorben und die Propheten, und du prichſt: So Jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht ſchmecken ewiglich; biſt du mehr, denn unſer Vater Abraham, welcher geſtorben iſt? Und die Propheten ſind geſtor⸗ ben; was machſt du aus dir felbſe Jeſus antwortete: So ich mich ſelber ehre, ſo iſt meine Ehre Nichts. Es iſt aber mein Vater, der mich ehrt, welchen ihr ſprecht, er ſei euer Gott, und kennt ihn nicht. Ich aber kenne ihn, und ſo ich würde ſagen: Ich kenne ihn nicht, ſo würde ich ein Lügner, gleichwie ihr ſeid, aber ich kenne ihn und halte ſein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag ſehen ſollte, und er ſahe ihn und freuete ſich. Da ſprachen die Juden zu ihm: Du biſt noch nicht fünfzig Jahr alt und haſt Abraham geſehen? Jeſus ſprach zu zur Erlöſung von den Uebertretungen, ihnen: Wahrlich, wahrlich ich ſage wx ich b runtl ad an uͤnden — —.—— 1 9— 4 peen, —2 N - 2 EaSAFa EEIE deme mlde vert aeer vidd rn e da ſru 1 de in Ne ſehen er zuttnf der 1 4 tzen ud exigit u m Ni t nit der Vater dm, rün der Bock, den: 11 Scht uwn ¹ üdt Jeus Se t Sünt duch— 8 Ehr 5 ee e N 3 ir Kernn derOchſen welche Rut u liche von und k 3 uitt.— Umeinen ihn, 15 ehen ⸗ viel kenne rt, ſ n. de ſch ums m i * den der l rre dat. unſer Abra aen er drh Er ſpra e n 8 ens, auf u Keß ku gaeden it dbra 2 rrmen, — euch, ehe denn Abraham ward, bin ich. Da hoben ſie Steine auf, daß ſie auf ihn wärfen. Aber Jeſus ver⸗ barg ſich und ging zum Tempel hin⸗ aus, mitten durch ſie hinſtreichend. Gebet. Her Gott, himmliſcher Vater! Dein 2) lieber Sohn, unſer Erlöſer, Jeſus Chriſtus ſagt: Wer mein Wort hält, wird den Tod nicht ſehen ewig⸗ tes U lich: wir bitten dich, gib deinen hei⸗ Kel ligen Geiſt in unſre Herzen, weil du zu deines Sohnes Wort uns kommen und daſſelbe haſt hören laſſen, daß wir es auch halten, von ganzem Her⸗ zen uns darauf verlaſſen und mitten im Tode deſſelben uns tröſten und den Tod in Ewigkeit nicht ſehen um eut deines lieben Sohnes, unſers Erlöſers, Jeſu Chriſti willen! Amen! Epiſtel am Palm⸗Sonntage. Philipp. 2, v. 5— 11. Ein Jeglicher ſei geſinnt, wie Jeſus Chriſtus auch war, wel⸗ ſcher, ob er wohl in göttlicher Geſtalt war, hielt er es nicht für einen Raub, Gott gleich ſein, ſondern äußerte ſich ſelbſt und nahm Knechts⸗Geſtalt an, ward gleich wie ein anderer Menſch und an Geberden als ein Menſch erfunden. Er erniedrigte ſich ſelbſt und ward gehorſam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen iſt, daß in dem Namen Jeſu ſich beugen ſollen alle derer Kniee, die im Himmel und auf Er⸗ den und unter der Erde ſind; und alle Zungen bekennen ſollen, daß Zeſus Chriſtus der Herr ſei zur Ehre ottes des Vaters. Evangelium am Palm⸗Tage(fndeſt du bei dem Anfange dieſes Büch⸗ leins), am 1. Sonntage des Adpents. und Evangelien. Epiſtel am grünen Donnerstage. 1. Cor. 11, v. 23— 32. 3 habe es von dem Herrn em⸗ pfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jeſus, in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brodt, dankte und brach es und ſprach: Nehmt, eßt, das iſt mein Leib, der für euch gebrochen wird; ſolches thut zu meinem Ge⸗ dächtniß. Deſſelbigen gleichen auch den delch, nach dem Abendmahl, und ſprach: Dieſer Kelch iſt das neue Teſtament in meinem Blute; ſolches thut, ſo oft ihr es trinkt, zu meinem Gedächtniß. Denn ſo oft ihr von dieſem Brodte eßt und von dieſem Kelche trinkt, ſollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. Welcher nun unwürdig von dieſem Brodte ißt, oder von dem Kelche des Herrn trinkt, der iſt ſchuldig an dem Leibe und Blute des Herrn. Der Menſch aber prüfe ſich ſelbſt, und alſo eſſe er von dieſem Brodte und trinke von dieſem Kelche. Denn welcher unwürdig ißt und trinkt, der ißt und trinkt ihm ſelber das Gericht damit, daß er nicht unter⸗ ſcheidet den Leib des Herrn. Darum ſind auch ſo viel Schwache und Kranke unter euch und ein gut Theil ſchlafen. Denn ſo wir uns ſelber richteten, ſo würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, ſo werden wir von dem Herrn gezüch⸗ tigt, auf daß wir nicht ſammt der Welt verdammt werden. Evangelinm. Joh. 13, v. 1— 17. Por dem Feſt aber der Oſtern, da Jeſus erkannte, daß ſeine Zeit ge⸗ kommen war, daß er aus dieſer Welt ginge zum Vater, wie er hatte ge⸗ liebt die Seinen, die in der Welt waren, ſo liebte er ſie bis ans Ende. Und nach dem Abend⸗Eſſen, da ſchon der Teufel hatte dem Judas Simonis Iſcharioth ins Herz gegeben, daß er ihn verriethe, wußte Jeſus, daß. — — “ — ſſſſ ſſͤſſſ“ “= “ — 3 180 Epif ihm der Vater hatte Alles in ſeine Hände gegeben, und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging: ſtand er vom Abendmahl auf, legte ſeine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete ſich. Dar⸗ nach goß er Waſſer in ein Becken, hob an den Jüngern die Füße zu waſchen und trocknete ſie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus, und der⸗ ſelbige ſprach zu ihm: Herr, du ſoll⸗ teſt mir meine Füße waſchen? Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Was ich thue, das weißt du jetzt nicht, du wirſt es aber hernach erfahren. D Da ſprach Petrus zu ihm: Nimmermehr ſollſt du mir die Füße waſchen! Je⸗ ſus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waſchen, ſo haſt du kein Theil mit mir. Spricht zu ihm Simon Pe⸗ trus: Herr, nicht die Füße allein, ſondern auch die Hände und das Haupt. Spricht Jeſus zu ihm: Wer gewaſchen iſt, der darf nicht, denn die Füße waſchen, ſondern er iſt ganz rein. Und ihr ſeid rein, aber nicht Alle. Denn er wußte ſeinen Ver⸗ räther wohl; darum ſprach er: Ihr ſeid nicht Alle rein. Da er nun ihre Füße gewaſchen hatte, nahm er ſeine — Kleider und ſetzte ſ heißt mich Meiſter und ſagt recht daran, denn ich bin es auch. So nun ich, euer Herr und Meiſter, euch die Füße gewaſchen habe, ſo ſollt ihr auch euch unter einander die Füße waſchen. Ein Beiſpiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe. Wahr⸗ lich, wahrlich ich ſage euch: Der Knecht iſt nicht größer, denn ſein Herr, noch der Apoſtel größer, denn der ihn geſandt hat. So ihr ſolches wißt, ſelig ſeid ihr, ſo ihr es thut. Gehet. J llmächtiger, ewiger Herr Gott! Der du uns bei deines Sohnes haben auch ein Oſter⸗Lamm, das iſt Chriſ 1 b laßt uns Oſtern halten nicht im ſich wieder nieder und ſprach abermal zu ihnen: Wißt ihr, was ich euch gethan habe? Ihr † Herr und 1 eln wunderbarem Sacramente ſeines Lei⸗ dens zu gedenken und davon zu pre⸗ digen befohlen haſt, verleihe uns, daß wir ſeines Leibes und Blutes im Sacramente alſo mögen brauchen, daß wir ſeine Erlöſung in uns täglich fruchtbar empfinden durch denſelben deinen lieben Sohn, unſern Herrn! Amen! Am Char⸗Freitage wird anſtatt de Eviſtel das 53. Cap. Eſatä un anſtatt des Evangelii der 22. Pſalm erklärt. 6 54 2 8 1 Am Oſter⸗Tage. 1. Cor. 5, v. 6—8. Ruhm iſt nicht fein. * Puer teig den ganzen Teig verſaͤuert? 9 auf daß ihr ein neuer Teig ſeid, gleich⸗ * wie ihr ungeſäuert ſeid. Denn wir tus, für uns geopfert. Darum — alten Sauerteige, auch nicht im Sauer⸗ teige der Bosheit und Schalihei ſondern in dem Süßteige der Lauter⸗ keit und Wahrheit. Evangelinm. Mare. 16, v. 1— 8. nd da der Sabbath vergangen I war, kauften Maria Magdalena und Maria Jacobi und Salome Specerei, auf daß ſie kämen und ſalb⸗ ten ihn. Und ſie kamen zum Grabe an einem Sabbather ſehr früh, da die Sonne aufging, Und ſie ſprachen ol unter einander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Thür? Und ſie ſahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzt war; denn er war ſehr groß. Und ſie gingen hinein in das Grab und ſahen einen Jüngling zur rechten Hand ſitzen, der datte ein lang weiß Kleid an, und ſie entſetzten ſich. Er aber ſprach u ihnen: Entſetzt euch nicht. Jor ſucht Jeſum von Nazareth, den Ge⸗ ihr nicht, daß ein wenig Sauer⸗ ſtu RS 8* Wißt d Darum fegt den alten Sauerteig aus, peralt 91 .1 — — 1. E 2 7 — 1 2 FöBI SS — 4 n S er nicht alte S 8= ge, auchliten er. Ihr ſonder mrm Siftehah uun ihre keit un rhet. din es und 1* und Evangelien. kreuzigten; er iſt auferſtanden und iſt nicht hier. Siehe da die Stätte, da ſie ihn hinlegten. Geht aber hin und ſagt es ſeinen Jüngern und Petro, daß er vor euch hingehen wird in Galiläa! da werdet ihr ihn ſehen, wie er euch geſagt hat. Und ſie gingen ſchnell hinaus und flohen von dem Grabe; denn es war ſie Zittern und Entſetzen angekommen, und ſagten Niemand Nichts; denn ſie fürchteten ſich. Gebet. AUmichtiger Gott! Der du durch den Tod deines Sohnes die Sünde und Tod zunichte gemacht und durch ſeine Auferſtehung Un⸗ ſchuld und ewiges Leben wiederge⸗ hn aacht haſt, auf daß wir von der ln arl S wiſ ind das wie ih ar äuert ſei wt n: Der haben— 1 Hjſerim h t dem(hrit 7 us ga mn Gewalt des Teufels erlöſt in dei⸗ nem Reiche leben: verleihe uns, daß wir ſolches von ganzem Herzen glau⸗ ben und in ſolchem Glauben beſtändig dich allezeit loben und dir danken, au in einem heiligen Leben bis an das Ende verharren und ewig ſelig wer⸗ den durch denſelbigen deinen Sohn Jeſum Chriſtum, unſern Herrn! Amen! Epiſtel am Oſter⸗Montage. Apoſt.⸗Geſch. 10, v. 34—41. Petrus aber that ſeinen Mund auf und ſprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Perſon nicht anſieht, ſondern in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und recht thut, der iſt ihm angenehm. Ihr wißt wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Iſrael geſandt hat und verkündigen laſſen den Frieden durch Jeſum Chriſtum(welcher iſt ein Herr über Alles), die durch das ganze jüdiſche Land geſchehen iſt und an⸗ gegangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes predigte; wie Gott den⸗ ſelben Jeſum von Nazareth geſalbt hat mit dem heiligen Geiſte und Kraft, der umher gezogen iſt und hat wohlgethan und geſund gemacht 181 Alle, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. Und wir ſind Zeugen Alles deß, das er gethan hat im jüdiſchen Lande und zu Jeruſalem. Den haben ſie ge⸗ tödtet und an das Holz gehängt. Denſelben hat Gott auferweckt am dritten Tage und ihn laſſen offenbar werden, nicht allem Volke, ſondern uns, den vorerwählten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegeſſen und etrunken haben, nachdem er aufer⸗ Kanden iſt von den Todten. Evangelium. Luc. 24, v. 13—35. AInd. ſiehe, zween aus den Jüngern gingen an demſelben Tage in einen Flecken, der war von Jeruſalem ſechzig Feldwegs weit, deß Name heißt Emmaus. Und ſie redeten mit ein⸗ ander von allen dieſen Geſchichten. Und es geſchah, da ſie redeten und befragten ſich mit einander, nahte Jeſus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden ge⸗ halten, daß ſie ihn nicht kannten. Er aber ſprach zu ihnen: Was ſind das für Reden, die ihr zwiſchen euch handelt unterweges und ſeid traurig? Da antwortete Einer, mit Namen Cleophas, und ſprach zu ihm: Biſt du allein unter den Fremdlingen zu Jeruſalem, der nicht wiſſe, was in dieſen Tagen drinnen geſchehen iſt? Und er ſprach zu ihnen: Welches? Sie aber ſprachen zu ihm: Das von dein von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Thaten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unſere Hohenprieſter und Oberſten überantwortet haben zu der Verdammniß des Todes und gekreu⸗ zigt. Wir aber hofften, er ſollte Iſrael erlöſen. Und über das Alles iſt heute der dritte Tag, daß ſolches geſchehen iſt. Auch haben uns er⸗ ſchreckt etliche Weiber der Unſern, die ſind früh bei dem Grabe ge⸗ weſen, haben ſeinen Leib nicht ge⸗ funden, kommen und ſagen, ſie ha⸗ 182 ben ein Geſicht der Engel geſehen, welche ſagen, er lebe. Und Etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden es alſo, wie die Weiber ſagten; aber ihn fanden ſie nicht. Und er ſprach zu ihnen: re und träges Herzens, zu glauben Alle dem, das die Propheten geredet ha⸗ ben! Mußte nicht Chriſtus ſolches . leiden und zu ſeiner Herrlichkeit ein⸗ gehen? Und fing an von Moſe und die unter ench Gott furg euch iſt das Wort dieſes Heils geſandt. allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm geſagt waren. Und ſie kamen nahe zum ellte ſich, als wollte er weiter gehen. nd ſ Bleibe bei uns; denn es will Abend werden und der Tag hat ſich geneigt. bei ihnen Und er zu bleiben. ging hinein, Und es geſchah, da er mit ihnen zu Tiſche ſaß, nahm er das Brodt, dankte und brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und erkannten ihn. Und er verſchwand vor ihnen. Und ſie ſprachen unter einander: Brannte nicht unſer Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und ſie ſtanden auf zu derſelbigen Stunde, kehrten wieder gen Jeruſalem und fanden zu unſern 4 dieſelbige Gott uns, die Eilf verſammelt und die bei ihnen waren, welche ſprachen: Der Herr iſt wahrhaftig auferſtanden und Simon erſchienen. Und ſie erzählten ihnen, was auf dem Wege geſchehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brodt brach. Gebet. Hen Gott, himmliſcher Vater! Der £) du deinen Sohn Jeſum Chri⸗ A,„ n 8 ſtum den zwei Jüngern zu Emmaus haſt geoffenbart: wir bitten dich, du zu ihnen: wolleſt durch dein Wort und heili⸗ gen Geiſt unſere Herzen auch erleuch⸗ ten, daß wir im Glauben ſtark und ſeſt werden, an deinem Worte treu halten, davon gern reden und fleißig damit umgehen, auf daß, ob wir Oihr Thoren Felre da ſie hingingen; und er t ie nöthigten ihn und ſprachen: dieſem I Da aber die Jünger noch davon M redeten, trat er ſelbſt, Jeſus, ten unter ſie und ſprach zu ihnen⸗ ken in eure Herzen? Epiſteln gleich dem Exempel Chriſti nach Allerlei hier auf Erden müſſen lei⸗ den, dennoch durch deinen Sohn nach Leben auferweckt werden! Amen! Epiſtel am Oſter⸗Dienstage. Apoſt. Geſch. 13, v. 25— 33. Ahr Männer, lieben Brüder, ihr ) Kinder des Geſchlechtes Abrahams, und die unter euch Gott fürchten, Denn die zu Jeruſalem wohnen und * ihre Oberſten, dieweil ſie dieſen nicht kannten, noch die Stimme der Pro⸗ pheten, welche auf alle Sabbather ge⸗ leſen werden, haben ſie dieſelben mit ihren Urtheilen erfüllt, und wie⸗ wohl ſie keine Urſache des Todes an ihm fanden, baten ſie doch Pilatus, ihn zu tödten. Und als ſie Alles vollendet hatten, was von ihm ge⸗ * ſchrieben iſt, nahmen ſie ihn von 4 dem Holz und legten ihn in ein Grab. Aber Gott hat ihn auferweckt von den Todten, und er iſt erſchie⸗ nen viele Tage denen, die mit ihm hinauf von Galiläa gen Jeruſalem gegangen waren, welche ſind ſeine Zeugen an das Volk. Und wir auch verkündigen euch die Verheißung, die zu unſern Vätern geſchehen iſt, daß ihren Kindern, erfüllt hat in dem, daß er Jeſum auferweckt hat; wie denn im andern Pfalm geſchrieben ſteht: Du biſt mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Evangelium, Luc. 24, v. 36— 47. ⸗* mit⸗ Friede ſei mit euch! Sie erſchraken aber und fürchteten ſich, meinten, ſie ſähen einen Geiſt. Und er ſprach Was ſeid ihr ſo erſchrocken und warum kommen ſolche Gedan⸗ Seht meine ηίᷣ P Hände und meine Füße, ich bin es ſelber, fühlt mich und ſeht; denn ein Geiſt hat nicht Fleiſch und Bein, — —— —— 4 8 8. b 9 5 1 4— — ——— —* —— — e arebun kern 1 4 dein ſaguu en in rebur 7 ——. 1 19 =g 5 54 gn 8 ☛ 8 — — 8= 7 — bee und und di 4 gr en ale ait E rſsig 8 gant dam 1 eri nſalen wen he zan ihred Und Grab. Moott rannte nen vich denen, Aunn er mit dinauf mallä bpe er uns gegange Xnn, welce 1 ehrten verkind mch de n 4 1 — nden zu unſe ke em gſtn — — 5= m., im in in erfullt 49p eer iſt erüllt dem, 3 1 nn TWialm 3 r Wean ſtht: A —[A.Wi ug neliun 26 1 36-ℳ 1 4 ferwe wie dem mit Sohn war, 7 f ee b d. al! Fänhe nt : dd— rtterſebt i ind fpat und Evangelien. 183 wie ihr ſeht, daß ich habe. Und da er das ſagte, zeigte er ihnen Hände und Füße. Da ſie aber noch nicht glaubten vor Freude und ſich ver⸗ wunderten, ſprach er zu ihnen: Habt ihr hier Etwas zu eſſen? Und ſie legten ihm vor ein Stück gebratenen Fiſch und Honigſeim. Und er nahm es und aß vor ihnen. Er aber ſprach zu ihnen: Das ſind die Re⸗ den, die ich zu euch ſagte, da ich noch bei euch warl denn es muß Alles erfüllt werden, was von mir ge⸗ ſchrieben iſt im Geſetze Moſis, in den Propheten und in den Pſalmen. Da öffnete er ihnen das Verſtänd⸗ niß, daß ſie die Schrift verſtanden. Und er ſprach zu ihnen: Alſo iſt es 1 icrieben, und alſo mußte Chriſtus Kaſin u ke U om er volende.t, wn m Augen dm 5* len otthit inmt und ſie don def 1, nd is eiden und auferſtehen von den Tod⸗ ten am dritten Tage, und predigen laſſen in ſeinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Pölkern und anheben zu Jeruſalem. Gebet. Herr Jeſu Chriſte! Der du nach deiner Auferſtehung deinen lie⸗ ben Jüngern lebendig erſchienen und ihnen den lieben Frieden angeboten, auch angekündigt haſt, daß nach der Weiſſagung der Propheten und Pſal⸗ men in deinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern ſollen gepredigt werden: wir danken dir, daß du ſoſche ſelige Lehre auch uns geoffenbart haſt, und bit⸗ ten dich, eröffne unſer Verſtändniß durch deinen heiligen Geiſt, daß wir Alles, ſo in Moſe und den Prophe⸗ ten von dir geſchrieben ſteht, mit rech⸗ tem Glauben annehmen und dadurch auch Frieden und Freude in unſerm Gewiſſen bekommen und ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am I. Sonntage nach Oſtern. 1. Joh. 5, v. 4— 12. Aues, was von Gott geboren iſt, überwindet die Welt, und un⸗ hat, ſo ſende ich euch. ſer Glaube iſt der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer iſt aber, der die Welt überwindet, ohne der da glaubt, daß Jeſus Gottes Sohn iſt? Dieſer iſt es, der da kommt mit Waſ⸗ ſer und Blut, Jeſus Chriſtus, nicht mit Waſſer allein, ſondern mit Waſ⸗ ſer und Blut, Und der Geiſt iſt es, der da zeugt, daß Geiſt Wahrheit iſt. Denn Drei ſind, die da zeugen im Himmel: Der Vater, das Wort und der heilige Geiſt, und dieſe Drei ſind Eins. Und Drei ſind, die dä zeugen auf Erden: Der Geiſt und das Waſſer und das Blut, und die Drei ſind beiſammen. So wir der Menſchen Zeugniß annehmen, ſo iſt Gottes Zeugniß größer! denn Gottes Zeugniß iſt das, das er gezeugt hat von ſeinem Sohne. Wer da glaubt an den Sohn Gottes, der hat ſol⸗ ches Zeugniß bei ihm. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lüg⸗ ner; denn er glaubt nicht dem Zeug⸗ niß, das Gott zeugt von ſeinem Sohne. Und das iſt das Zeugniß, daß uns Gott das ewige Leben hat gegeben, und ſolches Leben iſ in ſei⸗ nem Sohne. Wer den Sohn Got⸗ tes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat auch das Leben nicht. Evangelium. Joh. 20, v. 19— 31. An Abend aber deſſelbigen Sab⸗ baths, da die Jünger verſam⸗ melt und die Thüren verſchloſſen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jeſus und trat mitten ein und ſpricht zu ihnen: Friede ſei mit euch! Und als er das ſagte, zeigte er ihnen die Hände und ſeine Seite. Da wur⸗ den die Jünger froh, daß ſie den Herrn ſahen. Da ſprach Jeſus aber⸗ mal zu ihnen: Friede ſei mit euch! Gleichwie mich der Vater geſandt Und da er das ſagte, blies er ſie an und ſpricht zu ihnen: Nehmt hin den heiligen Geiſt, welchen ihr die Sünden er⸗ n 184 laßt, welchen ihr ſie behaltet, ſie behalten. Thomas aber, der Zwölfen Einer, der da heißt Zwil⸗ king, war nicht bei ihnen, da Jeſus kam. Da ſagten die andern Jün⸗ ger zu ihm: Wir haben den Herrn geſehen. Er aber ſprach zu ihnen: Es ſei denn, daß ich in ſeinen Hän⸗ den ſehe die Nägelmaale und lege meinen Finger in die Nägelmaale und lege meine Hände in ſeine Seite, will ich es nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal ſeine Jün⸗ ger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jeſus, da die Thüren ver⸗ ſchloſſen waren, und tritt mitten ein und ſpricht; Friede ſei mit euch! Dar⸗ nach ſpricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und ſiehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege ſie in meine Seite und ſei nicht ungläubig, ſondern gläubig. Thomas antwortete und ſ denen ſind ſie erlaſſen, und denen ſind ſprach zu ihm; Mein Herr und mein Gott! Spricht Jeſus zu ihm: Dieweil du mich geſehen haſt, Thomas, ſo glaubſt du. Selig ſind, die nicht ſehen und doch glauben. Auch viele andre Zei⸗ chen that Jeſus vor ſeinen Jüngern, die nicht geſchrieben ſind in dieſem Buche. Dieſe aber ſind geſchrieben, daß ihr glaubt, Jeſus ſei Chriſt, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habt in ſeinem Namen. b Gebet. Per Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir für deine große, un⸗ ausſprechliche Gnade, daß du durch deinen Sohn, unſern lieben Herrn Chriſtum, das heilige Evangelium und die heiligen Sacramente verord⸗ net haſt uns zum Troſt, daß wir Vergebung der Sünden da ſollen fin⸗ den; wir bitten dich, gib deinen hei⸗ ligen Geiſt in unſre Herzen, auf daß wir deinem Worte von Herzen glau⸗ ben und durch die heiligen Sacra⸗ Epiſteln ſtärken, bis wir endlich ſelig werden durch Jeſum Chriſtum, deinen Sohn unſern Herrn! Amen! 3 Epiſtel am HI. Sonntage nach Oſtern. 1. Petri 2, v. 21— 25. Denn dazu ſeid ihr berufen. Sinte⸗ mal auch Chriſtus gelitten hat für uns und uns ein Vorbild gelaſ⸗ ſen, daß ihr ſollt nachfolgen ſeinen Fußtapfen, welcher keine Sünde ge⸗ than hat, iſt auch kein Betrug in ſei⸗ nem Munde erfunden, welcher nicht wieder ſchalt, da er geſcholten ward, nicht drohte, da er litt; er ſtellte es aber dem anheim, der da recht rich⸗ tet; welcher unſre Sünde ſelbſt ge⸗ opfert hat an ſeinem Leibe auf dem Holze, auf daß wir der Sünde abge⸗ ſtorben der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr ſeid heil gewor⸗ den. Denn ihr waret wie die iren⸗ den Schafe, aber ihr ſeid nun be⸗ kehrt zu dem Hirten und Biſchof en⸗ rer Seelen. Evangelium. Joh. 10, v. 12— 16. 3 bin ein guter Hirt. Ein gu⸗ ter Hirt läßt ſein Leben für die Schafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirt iſt, deß die Schafe nicht eigen ſind, ſieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und fleucht, und der Wolf erhaſcht und zerſtreut die Schafe. Der Miethling aber fleucht; denn er iſt ein Miethling und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirt und erkenne die Mei⸗ nen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich laſſe mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, ſind n aus dieſem Stalle. Und dieſelben muß ich herführen, und ſie werden meine Stimme hören, und es wird mente von Tage zu Tage den Glauben Eine Heerde und Ein Hirt werden. die ſind nicht Huu dis boat Fitn b ct alit redde, etu n e nnn tte dih i doh ennt im dennt, 1 ſer h Awat 8 eine er um berden 5 1 iſt 1 4 de anthalt üſten, en, un anter ch af are g effn, onmer renſch dilen, Teerie —=— — — . drh. dd ſs. — i dar cvdir endit a. Chrites git than utten en wiede.. ic! Dar uct. de meine tt.. unſte Sin.. dand her ſerfert ſeinen din dite und Holze m aß wir drn Aäubig. ſorde 2 Czerechtigbit la drach zu valht den ir ſi 8 n Gott! den. T/ ihr want wei weil du den(e. c aber ihr ſin glaubſt kedrt Hirten undhn den und rer= 1 n aumgtin An,— 10, 9. 44 deſem Nieben, in. der 2 t E lit ſen a rcch den Schaf n Metlnit ſeinem nicht †—t, deß d eigen F ſieht den M und 1 r dee Schir lund? oh erhaſtkm. Wir die h K. Da e un⸗ ſteuch —= 1 = = 5 1 4 Ke dl Z — — 4 1 — ——2 — — =—— S — 4 A 8 — ti 2,. A-5 F ſi ihr eent 1 e a ſolt mafth lustg Fes zelcher kii 6 — auch kein dmw nm der un e eruda, 3 gen und alſo werden! und Cvangelien. Gebet. Pjen Gott, himmliſcher Vater! Der du uns elende Menſchen väter⸗ lich bedacht und deinen Sohn zum Hirten über uns geſetzt haſt, daß er nicht allein mit ſeinem Worte uns weiden, ſondern auch durch ſeinen Schutz wider Sünde, Tod und Teufel uns retten und erhalten ſolle: wir bitten dich, gib durch deinen heiligen Geiſt, daß, gleich wie dieſer Hirt uns kennt und unſerer Noth ſich an⸗ nimmt, wir wiederum in allerlei An⸗ liegen ihn auch erkennen und an ihn uns halten, Hilfe und Troſt bei ihm ſuchen und von ihm erwarten, und ſeiner Stimme von Herzen fol⸗ durch ihn ewig ſelig Amen! Epiſtel am III. Sonntage nach Oſtern. 1. Petri 2, v. 11— 17. ieben Brüder! Ich ermahne euch als & die Fremdlinge und Pilgrimme: Enthaltet euch von den fleiſchlichen Lüſten, welche wider die Seele ſtrei⸗ ten, und führt einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, ſo von euch afterreden als von Uebelthätern, eure guten Werke ſehen und Gott preiſen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seid unterthan aller menſchlichen Ordnung um des Herrn willen, es ſei dem Könige, als dem Oberſten, oder den Hauptleuten, als den Geſandten von ihm zur Rache über die Uebelthäter und zu Lobe den Frommen. Denn das iſt der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun verſtopft die Unwiſſenheit der thörich⸗ ten Menſchen, als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, ſondern als die Knechte Gottes. Thut Ehre Jeder⸗ mann. Habt die Brüder lieb. Fürch⸗ tet Gott. Ehrt den König. 185 Evangelium. Joh. 16, v. 16— 23. Aeber ein Kleines, ſo werdet ihr A mich nicht ſehen, und aber über ein Kleines, ſo werdet ihr mich ſehen, denn ich gehe zum Vater. Da ſpra⸗ chen etliche unter ſeinen Jüngern un⸗ ter einander: Was iſt das, das er zu uns ſagt: Ueber ein Kleines, ſo werdet ihr mich nicht ſehen, und aber über ein Kleines, ſo werdet ihr mich ſehen, und daß ich zum Vater gehe? Da ſprachen ſie, Was iſt das, das er ſagt: Ueber ein Kleines? Wir wiſſen nicht, was er redet. Da merkte Je⸗ ſus, daß ſie ihn fragen wollten, und ſprach zu ihnen: Davon fragt ihr unter einander, daß ich geſagt habe: Ueber ein Kleines, ſo werdet ihr mich nicht ſehen, und aber über ein Klei⸗ nes, ſo werdet ihr mich ſehen. Wahr⸗ lich, wahrlich ich ſage euch: Ihr wer⸗ det weinen und heulen, aber die Welt wird ſich freuen; ihr aber werdet traurig ſein, doch eure Traurigkeit ſoll in Freude verkehrt werden. Ein Weib, wenn ſie gebiert, ſo hat ſie Traurigkeit, den ihre Stunde iſt ge⸗ kommen; wenn ſie aber das Kind geboren hat, denkt ſie nicht mehr an die Angſt um der Freude willen, daß der Menſch zur Welt geboren iſt. Und ihr habt auch nun Traurig⸗ keit; aber ich will euch wieder ſehen, und euer Herz ſoll ſich freuen und eure Freude ſoll Niemand von euch nehmen. Und an demſelbigen Tage werdet ihr mich Nichts fragen. Gebet. „Gerr Gott, himmliſcher Vater! Der du aus väterlichem Wohlmeinen uns, deine Kinder, hier auf Erden unter den Ruthen willſt halten, auf daß wir deinem eingebornen Sohne Beides in Leiden und hernach in der Herrlichkeit ſollen gleich ſein: wir bitten dich, tröſte uns in der An⸗ fechtung und Kreuz mit dem heiligen Geiſte, daß wir nicht verzagen, ſondern u* “ 4 K— 4 6 1— ss on„ 88 8“ 3““ 8 2— 4 ““ 8— ee 1—— .—————“ 8 3* 4 E 8 4 1 8 8 1 e 8 83 n. 1 5 3 8 2 4 —— 4 2 88 3 3 4 3 4 3 8 3„ 4 1 K— 8— 5 1 e e— 1e e——— e⸗———— 1 3— 2 8—— 186 nach der Zuſage deines Sohnes feſt an dieſem Troſte halten, es ſoll das Leiden nur ein Kleines ſein und dar⸗ nach die ewige Freude folgen, auf daß wir alſo durch die Hoffnung alles Unglück in Geduld überwinden und durch Chriſtum ſelig werden! Amen! Epiſtel am IV. Sonntage nach Oſtern. Jac. 1, v. 17— 21. Küöben Brüder! Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab von dem Vater des Lichts, bei welchem iſt keine Veränderung noch Wechſel des Lichts und der Fin⸗ ſterniß. Er hat uns gezeugt nach ſeinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erſt⸗ linge ſeiner Creaturen. Darum, lie⸗ ben Brüder, ein jeglicher Menſch ſei ſchnell zu hören, langſam aber zu reden und langſam zum Zorn; denn des Menſchen Zorn thut nicht, was vor Gott Recht iſt. Darum ſo legt ab alle Unſauberkeit und alle Bos⸗ heit und nehmt das Wort an mit Sanftmuth, das in euch gepflanzt iſt, welches kann eure Seelen ſelig machen. Evangelium. Joh. 16, v. 5— 15. Der Herr Jeſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Nun aber gehe ich hin u dem, der mich geſandt hat, und iemand unter euch fragt mich: Wo gehſt du hin? Sondern dieweil ich ſolches zu euch geredet habe, iſt euer Herz voll Trauerns geworden. Aber ich ſage euch die Wahrheit: Es iſt euch gut, daß ich hingehe. Denn ſo ich nicht hingehe, ſo kommt der Trö⸗ ſter nicht zu euch. So ich aber hin⸗ gehe, will ich ihn zu euch ſenden. Und wenn derſelbe kommt, der wird die Welt ſtrafen um die Sünde, um die Gerechtigkeit und um das Ge⸗ richt. Um die Sünde, daß ſie nicht Epiſteln glauben an mich; um die Gerech⸗ tigkeit aber, daß ich zum Vater dhe und ihr mich hinfort nicht ſeht; um das Gericht, daß der Fürſt dieſer Welt gerichtet iſt. Ich habe euch noch Viel zu ſagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geiſt der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm ſelber reden, ſondern, was er hören wird, das wird er reden und, was zukünftig iſt, wird er euch verkündigen. Derſelbige wird mich verklären; denn von dem Mei⸗ nen wird er es nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das iſt mein; darum habe ich geſagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen. Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Der du durch deinen Sohn uns den heiligen Geiſi verheißen haſt, daß er die Welt um die Sünde, Gerechtig⸗ keit und um das Gericht ſtrafen ul. wir bitten dich, erleuchte unſre her⸗ zen, daß wir unſere Sünde erkennen und durch den Glauben an Chriſtum zur ewigen Gerechtigkeit kommen und in allerlei unſerer Noth und Anfech⸗ tung dieſen rechten Troſt faſſen, daß Chriſtus ein Herr über Teufel, Tod und Alles ſei, und uns mit Gnaden von dieſem Unglück helfen und ewig ſelig machen wolle! Amen! Epiſtel am V. Sonntage nach Oſtern. Jac. 1, v. 22— 27. ben Bruder Seid Thäterdes Worts „* und nicht Hörer allein, damit ihr euch nicht betruͤgt. Denn ſo Jemand iſt ein Hörer des Worts und nicht ein Thäter, der iſt gleich einem Manne, der ſein leiblich Angeſicht im Spiegel beſchaut. Denn nachdem er ſich be⸗ ſchaut hat, geht er von Stund an davon und vergißt, wie er geſtaltet war, Wer aber durchſchaut in das — 4* r u Nüigen= darheizen u denmn de De ta iie Sünde ſ vas ket un ras Gerittn lant nir biſ t„erleutm Bos⸗ dn, da ennſſere Sindi mit und. Ghuts zur ew n ſeit ln e 4 waln er but m und uns und Epiſ J. Semna Do dim u n,*. 2-J. iber frden t2(Seddt nſe euch ni— d rrö⸗ iſt ein 7 fe en. der ſein N 5 Anoeſ ird beſchaul ☚ 1 10 — — —=— ——— =— — 1= Le er a. le Jr t Aimmlſcher bn ch ſei du deinen dohna tung di hten Trſ fin b (briſtu e zyerr über a,h vollkommene Geſetz der Freiheit und darinnen beharrt und iſt nicht ein vergeßlicher Hörer, ſondern ein Thä⸗ ter, derſelbige wird thätig ſein in ſei⸗ ner That. So aber Jemand ſich läßt dünken, er diene Gott, und hält ſeine Zunge nicht im Zaum, ſondern verführt ſein Herz, deß Got⸗ tesdienſt iſt eitel. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienſt vor Gott, dem Vater, iſt der: Die Waiſen und Wittwen in ihrer Trübſal beſuchen und ſich von der Welt unbefleckt be⸗ halten. Evangelium. Joh. 16, v. 23— 30. b D** Herr Jeſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Wahrlich, wahrlich ich ſage euch: So ihr den Vater Etwas bitten werdet in meinem Namen, ſo wird er es euch geben. Bisher habt ihr Nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, ſo werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen ſei. Solches habe ich zu euch durch Sprichwort geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwort mit euch reden werde, ſondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An demſelbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen, und T ich ſage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er ſelbſt, der Vater, hat euch lieb darum, daß ihr mich liebt und glaubt, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und gekom⸗ men in die Welt; wiederum verlaſſe ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm ſeine Jünger: Siehe, nun redeſt du frei heraus und ſagſt kein Sprichwort. Nun wiſſen wir, daß du alle Dinge weißt und be⸗ darfſt nicht, daß Jemand dich frage. Darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen biſt. Gebet. Her Gott, himmliſcher Vater! Der 7 du durch deinen Sohn uns ver⸗ heißen haſt, was wir in ſeinem Na⸗ und Evangelien. 187 men bitten, das wolleſt du uns ge⸗ ben: wir bitten dich, erhalte uns in deinem Worte, gib deinen heiligen Geiſt, der uns regiere und führe nach deinem Willen, behüte vor des Teu⸗ fels Reich, vor falſcher Lehre und un⸗ rechtem Gottesdienſt. Bewahre auch unſern Leib und Leben vor allem Unglück. Gib deinen Segen und Frieden, auf daß wir allenthalben deine gnädige Hilfe erfahren und dich hier und dort in Ewigkeit als unſern gnädigen Vater durch Chri⸗ ſtum preiſen und loben! Amen! Epiſtel am Tage der Himmelfahrt Chriſti. Apoſt.⸗Geſch. 1, v. 1—11. ie erſte Rede habe ich zwar ge⸗ than, lieber Theophile, von Alle dem, das Jeſus anfing Beides zu thun und zu lehren bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Apoſteln, welche er hatte er⸗ wählt, durch den heiligen Geiſt Be⸗ fehl gethan hatte, welchen er ſich nach ſeinem Leiden lebendig erzeigt hatte durch mancherlei Erweiſungen, und ließ ſich ſehen unter ihnen vierzig age lang und redete mit ihnen vom Reiche Gottes. Und als er ſie verſammelt hatte, befahl er ihnen, daß ſie nicht von Jeruſalem wichen, ſondern warteten auf die Verheißung des Vaters, welche ihr habt gehört, (ſprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Waſſer getauft, ihr aber ſollt mit dem heiligen Geiſte getauft wer⸗ den, nicht lange nach dieſen Tagen. Die aber, ſo zuſammen gekommen waren, fragten ihn und ſprachen: Herr, wirſt du auf dieſe Zeit wieder aufrichten das Reich Iſrael? Er ſprach aber zu ihnen! Es gebührt euch nicht zu wiſſen Zeit oder Stunde, welche der Vater ſeiner Macht vorbehalten hat; ſondern ihr werdet die Kraft des hei⸗ ligen Geiſtes empfahen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine — — —— 188 Zeugen ſein zu Jeruſalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Und da er ſolches geſagt, ward er aufgehoben zuſehends und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als ſie ihm nachſahen gen Himmel fah⸗ ren, ſiehe, da ſtanden bei ihnen zween Männer in weißen Kleidern, welche auch ſagten: Ihr Männer von Ga⸗ liläa, was ſteht ihr und ſeht gen Himmel? Dieſer Jeſus, welcher von euch aufgenommen iſt gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn geſehen habt gen Himmel fahren.. Evangelium. Marc. 16, v. 14— 20. Zuletz, da die Eilf zu Tiſche ſaßen, —₰ offenbarte ſich Jeſus und ſchalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß ſie nicht geglaubt hatten denen, die ihn geſehen hatten auferſtanden, und ſprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Creatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird ſelig werden, wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen wer⸗ den, denen, die da glauben, ſind die: In meinem Namen werden ſie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und ſo ſie etwas Tödtliches trinken, wird es ihnen nicht ſchaden; auf die Kranken werden ſie die Hände legen, ſo wird es beſſer mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und ſitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus und predigten an allen Orten, und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. Gebet. g Jeſu Chriſte, du Sohn des all⸗ —₰ꝙ mächtigen Gottes! Der du fortan nimmer auf Erden arm und elend, ſondern zur Rechten deines Vaters Epiſteln und ein Herr über Alles biſt: wir bitten dich, du wolleſt deinen heiligen Geiſt uns ſenden, fromme Kirchen⸗ Diener geben, um dein Wort zu lehren, dem Satan und allen Tyran⸗ nen wehren und dein Reich auf Er⸗ den gewaltig erhalten, bis alle deine Feinde zu deinen Füßen liegen und wir durch dich über Sünde, Tod und Alles ſiegen! Amen! Epiſtel am VI. Sonntage nach Oſtern. 1. Petri 4, v. 8— 11. vo ſeid nun mäßig und nüchtern ₰ zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt unter einander eine brün⸗ ſtige Liebe; denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge. Seid gaſtfrei unter einander ohne Murren und dient einander, ein Jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gna⸗ de Gottes. So Jemand redet, daß er es rede als Gottes Wort. So Jemand ein Amt hat, daß er es thue als aus dem Vermögen, das Gott darreicht, auf daß in allen Dingen Gott geprieſen werde durch Jeſum Chriſt, welchem ſei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Evangelium. Joh. 15, v. 26, bis Cap. 16, v. 4. Jer Herr Jeſus ſprach zu ſeinen 1 uuren Wenn aber der Tröſter kommen wird, welchen ich euch ſenden werde vom Vater, der Geiſt der Wahr⸗ heit, der vom Vater ausgeht, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen, denn ihr ſeid vom An⸗ fang bei mir geweſen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann thun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch tödtet, wird meinen, er thue Gott einen Dienſt daran. Und ſolches werden ſie euch darum thun, daß ſie weder meinen Vater, noch —— =— —— — — — —= —z b 2ſ mifig mä 5, 212s ſam r ht inen: aatur de Gei 3o Jemm ſer es ls Gottes a 6 wird,= 4 Tn pan Sehn nan eden. 5= Lemoyn at e. dancei der Gett 1 Teufel un trds angelim nit Jh.= A,16nd 2” ne Ner E eis ſenh zin 1 8 1 Ar* Ven tan.. omme welhen hai 4 ſette, nerdeſ arta, aindit —— 1 — 1 14 v. 8- Aluubt et ohne Am datten dane 2, emn Nrgita eempfangen we dah i aih dde. Get en v „Chriſt, Man ſee ——— — 3 mich erkennen. Aber ſolches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran edenkt, daß ich es euch geſagt hahe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht geſagt: denn ich war bei euch. Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir, daß du uns durch deinen heiligen Geiſt zu Zeugen dei⸗ nes Sohnes, unſers lieben Herrn Chriſti, geſetzt haſt, und bitten dich, weil die Welt das Zeugniß nicht kann dulden und uns darüber zu⸗ ſetz, du wolleſt uns Muth und Troſt verleihen, daß wir am Kreuz uns nicht ärgern, ſondern bei deinem Zeugniß beiben und für und für bei der Schaar gefunden werden, die dich und deinen Sohn kennt, bis wir endlich ſelig werden durch Jeſum Chriſtum, deinen Sohn, unſern Herrn! Amen! Epiſtel am heiligen Pfingſt⸗Tage. Apoſt.⸗Geſch. 2, v. 1—13. IAnd als der Tag der Pfingſten Ulerfüllt war, waren die Jünger alle einmüthig bei einander, und es geſchah ſchnell ein Brauſen vom Himmel als eines gewaltigen Win⸗ des und erfüllte das ganze Haus, da ſie ſaßen. Und man ſahe an ihnen die Zungen zertheilt, als wären ſie feurig, und er ſetzte ſich auf einen jeglichen unter ihnen, und wurden alle voll des heiligen Geiſtes und ſingen an zu predigen mit andern Zungen, nachdem der Geiſt ihnen gab auszuſprechen. Es waren aber Juden zu Jeruſalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer, aus allerlei Volk, das unter dem Himmel iſt. Da nun dieſe Stimme geſchah, kam die Menge zuſammen und wurde verſtürzt; denn es hörte ein Jeglicher, daß ſie mit ſeiner Sprache redeten. Sie entſetzten ſich aber Alle, ver⸗ und Evangelien. 189 wunderten ſich und ſprachen unter einander: Siehe, ſind nicht dieſe Alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn ein Jeglicher ſeine Sprache, darinnen wir geboren ſind? Parther und Meder und CElamiter, und die wir wohnen in Meſopotamia und in Judäa und Cappadocia, Ponto und Aſia, Phrygia und Pamphilia Aegyp⸗ ten und an den Enden der Lybien, bei Cyrene, und Ausländer von Rom, Juden und Juden⸗Genoſſen, Creter und Araber; wir hören ſie mit unſern Zungen die großen Tha⸗ ten Gottes reden. Sie entſetzten ſich aber Alle und wurden irre und ſprachen Einer zu dem Andern: Was will das werden? Die Andern aber hatten ihren Spott und ſprachen: Sie ſind voll ſüßen Weins. Evangelium. Joh. 14, v. 23— 31. Dei Herr Jeſus ſprach: Wer mich liebt, der wird mein Wort hal⸗ ten, und mein Vater wird ihn lie⸗ ben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, iſt nicht mein, ſondern des Va⸗ ters, der mich geſandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bei euch geweſen bin. Aber der Tröſter, der heilige Geiſt, welchen mein Va⸗ ter ſenden wird in meinem Namen, derſelbige wird euch Alles lehren und euch erinnern Alles deß, das ich euch geſagt habe. Den Frieden laſſe ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erſchrecke nicht und fürchte ſich nicht. Ihr habt gehört, daß ich euch geſagt habe: Ich gehe hin und komme wider zu euch. Hättet ihr mich lieb, ſo würdet ihr euch freuen, daß ich euch geſagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater iſt größer, denn ich. Und nun habe ich es euch geſagt, ehe denn es geſchieht, — 4 ſſſſ““ — 1 — 6 — — —— ““—— 3— — 2— 2 190 auf daß, wenn es nun geſchehen wird, werde hinfort G Und befahl ſie zu taufen im Namen des Herrn. daß ihr glaubt. Ich mehr nicht Viel mit euch reden; denn es kommt der Fürſt dijer Welt und hat Nichts an mir. Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe und ich alſo thue, wie mir der, Derr Herr Jeſus ſprach zu Nico⸗ Vater geboten hat: Steht auf und laßt uns von hinnen gehen. Gebet. 9 Herr Jeſu Chriſte, du Sohn des dich, du wolleſt durch dein liebes lebendigen Gottes! Wir bitten Wort deinen heiligen Geiſt in unſere Herzen geben, daß derſelbe uns regiere ſondern, daß die Welt durch ihn ſelig in allerlei Anfechtung und Unglück werde. und führe nach deinem Willen und uns tröſte und in deiner Wahrheit wider allen Irrthum uns leite, auf daß wir im Glauben feſt beſtehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und durch die gewiſſe Hoff⸗ nung deiner Gnade, ſo du uns mit deinem Sterben erworben haſt, ewig Vater und dem heiligen Geiſte in Ewigkeit! Amen! Epiſtel am Pfingſt⸗Montage. Apoſt.⸗Geſch. 10, v. 42— 48. er iſt verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Todten. Von dieſem zeugen alle Propheten, daß durch ſeinen Namen Alle, die an ihn urch ſeinen Namen Alle, die an ihn den und durch den Glauben ſolle ſelig werden: wir bitten dich, gib dei⸗ glauben, Vergebung der Sünden empfangen ſollen. Da Petrus noch dieſe Worte redete, fiel der heilige Geiſt auf Alle, die dem Worte zu⸗ Pörten. Und die Gläubigen aus der Beſchneidung, die mit Petrus gekom⸗ men waren, entſetzten ſich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geiſtes ausgegoſſen ward; denn ſie hörten, daß ſie mit neuen Zungen Da antwortete Petrus: Mag auch Jemand redeten und Gott hoch prieſen. das Waſſer wehren, daß dieſe nicht Epiſteln getauft werden, die den heiligen Geiſt empfangen haben gleichwie auch wir? Evangelium. Joh. 3, v. 16— 21. demus: Alſo hat Gott die Welt geliebt, daß er ſeinen eingebornen Sohn gab, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, ſon⸗ dern das ewige Leben haben. Denn Gott hat ſeinen Sohn nicht geſandt in die Welt, daß er die Welt richte, Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt der iſt ſchon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das iſt aber das Gericht, daß das Licht in die Welt ge⸗ kommen iſt, und die Menſchen liebten die Finſternis mehr denn das dich in mer lt u denn ihre Werke waren böſe. Wer ſelig werden, der du regierſt mit dem Arges thut, der haßt das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß ſeine Werke nicht geſtraft werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß ſeine Werke offenbar werden; denn ſie ſind in Gott gethan. nd er hat uns geboten zu predigen . dem Volke und zu zeugen, daß Gebet. Ferr Gott, himmliſcher Vater! Der ) du aus väterlicher Liebe gegen uns arme Sünder deinen Sohn uns geſchenkt haſt, daß wir an ihn glau⸗ nen heiligen Geiſt in unſre Herzen, daß wir in ſolchem Glauben bis ans Ende beharren und ſelig werden durch Jeſum Chriſtum, unſern lieben Herrn! Amen! Epiſtel am Pfingſt⸗Dienstage. Apoſt.⸗Geſch. 8, v. 14—17. Na aber die Apoſtel hörten zu Je⸗ ruſalem, daß Samaria das Wort 8 dan Geſt ktin ſn aderäwh h dein lr innein geht. Stae. d Kter aui, 1 einme u t Nanien aann er ſen in, gelt bafe ful enen feie mabet ſe en flichen Frende rrch ſu⸗ uhmen ab dn ihnen der ai d ſage e mSchefer emen ſi f. Kärder ge dden ihne e lün ſ d der w u und a au Dih ſäde vür Fonman, dle Gent 25 82 ö2 8˙ — 1 44 — — & — IE 2— 5 L422 ge. ſoſenbar r at, dem fn 8 ſ(et get= dgn nden ſgig ve e bimn nuc nen deil iſt i 4 e daß wir em 1 e Gn 3 der h n du N 2 Henn! 1 a titun, in und Evangelien. 191 LSottes angenommen hatte, ſandten ſie zu ihnen Petrus und Johannes, welche, da ſie hinab kamen, beteten ſie über ſie, daß ſie den heiligen Geiſt empfingen; denn er war noch auf Keinen gefallen, ſondern waren allein getauft in dem Namen Jeſu Chriſti. Da legten ſie die Hände auf ſie, und ſie empfingen den hei⸗ ligen Geiſt. Evangelium. Joh. 10, v. 1—11. Woric, wahrlich ich ſage euch: er nicht zur Thür hinein geht in den Schafſtall, ſondern ſteigt A anderswo hinein, der iſt ein Dieb und ein Mörder. Der aber zur Thür hinein geht, der iſt ein Hirt der Schafe. Demſelben thut der Thür⸗ hüter auf, und die Schafe hören ſeine Stimme, und er ruft ſeine Schafe mit Namen und führt ſie aus. Und wenn er ſeine Schafe hat ausgelaſ⸗ ſen, geht er vor ihnen hin und die Schafe folgen ihm nach, denn ſie fennen ſeine Stimme. Einem Frem⸗ den aber folgen ſie nicht nach, ſon⸗ dern fliehen vor ihm; denn ſie kennen des Fremden Stimme nicht. Dieſen Spruch ſagte Jeſus zu ihnen, ſie ver⸗ nahmen aber nicht, was es war, das er zu ihnen ſagte. Da ſprach Jeſus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich ſage euch: Ich bin die Thür zu den Schafen. Alle, die vor mir ge⸗ kommen ſind, die ſind Diebe und Mörder geweſen, aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht. Ich bin die Thür, ſo Jemand durch mich ein⸗ geht, der wird ſelig werden, und wird ein und ausgehen und Weide finden. Ein Dieb kommt nicht, denn daß er ſtehle, würge und umbringe. Ich bin gekommen, daß ſie das Leben und volle Genüge haben ſollen. Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Wir ₰ danken dir herzlich, daß du durch deinen Sohn Jeſum Chriſtum uns die Thür zum ewigen Leben ſo gnä⸗ diglich geöffnet haſt und uns durch dein Wort noch für und für zu ſol⸗ cher führen läſſeſt, und bitten dich, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt unſre Herzen und Ohren öffnen, auf daß wir Alle die Stimme, die uns ſolche Thür weißt, hören und folgen, vor den Andern aber, die nicht zur rechten Thür eingehen, uns fleißig vorſehen und hüten, damit wir alſo für und für auf dem rechten Wege bleiben und endlich auch die einige Thür zum ewigen Leben, welche iſt Chriſtus, treffen und ſelig werden! men! Epiſtel am Feſte der heil. Drei⸗ faltigkeit. Röm. 11, v. 33— 36. welch eine Tiefe des Reichthums, Beides der Weisheit und Er⸗ kenntniß Gottes! Wie gar unbe⸗ greiflich ſind ſeine Gerichte und un⸗ erforſchlich ſeine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer iſt ſein Rathgeber geweſen? Oder wer hat ihm Etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und in ihm ſind alle Dinge. Ihm ſei Ehre in Ewigkeit! Amen! Evangelium. Joh. 3, v. 1— 15. s war ein Menſch unter den Phariſäern, mit Namen Nico⸗ demus, ein Oberſter unter den Juden, der kam zu Jeſu bei der Nacht und ſprach zu ihm: Meiſter, wir wiſſen, daß du biſt ein Lehrer von Gott ekommen; denn Niemand kann die Zeichen thun, die du thuſt, es ſei denn Gott mit ihm. Jeſus ant⸗ wortete und ſprach zu ihm: Wahr⸗ lich, wahrlich ich ſage dir, es ſei denn, daß Jemand von Neuem ge⸗ boren werde, kann er das Reich Got⸗ tes nicht ſehen. Nicodemus ſpricht zu ihm: Wie kann ein Menſch ge⸗ — 4 2— 1 192 boren werden, wenn er alt iſt? Kann er auch wiederum in ſeiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Je⸗ ſus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich ſage dir: Es ſei denn, daß Jemand geboren werde aus dem Waſſer und Geiſt, ſo kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleiſch geboren wird, das iſt Fleiſch, und was vom Geiſt geboren wird, das iſt Geiſt. Laß dichs nicht wundern, daß ich dir geſagt habe: Ihr müßt von Neuem geboren werden. Der Wind bläſt, wo er will, und du hörſt ſein Sauſen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt und wohin er fährt. Alſo iſt ein Jeglicher, der aus dem Geiſt geboren iſt. Nicodemus antwortete und ſprach zu ihm: Wie mag ſolches zugehen? Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Biſt du ein Meiſter in Iſrael und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich ich ſage dir: Wir reden, das wir wiſſen, und zeugen, das wir geſehen haben, und ihr nehmt unſer Zeugniß nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdiſchen Dingen ſage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmliſchen Dingen ſagen würde? Und Niemand fährt gen Him⸗ mel, denn der vom Himmel hernie⸗ der gekommen iſt, nämlich des Men⸗ ſchen Sohn, der im Himmel iſt. Und wie Moſes in der Wüſte eine Schlange erhöht hat, alſo muß des Menſchen Sohn erhöht werden, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren wer⸗ den, ſondern das ewige Leben haben. Gebet. Pen Gott, himmliſcher Vater! Wir 2) arme Sünder bekennen, daß nichts Gutes an uns iſt, und wir unſerthalben müßten in Sünden und ewigem Tode verderben; ſintemal, was vom Fleiſch geboren wird, iſt Fleiſch und kann das Reich nicht ſehen. Wir bitten dich aber, ſei gnädig und barmherzig und ſende deinen heiligen Geiſt um deines Sohnes die Furcht hat Pein. Gpiſteln Chriſti Jeſu willen in unſre Her und mache neue Menſchen aus Iie daß wir Vergebung der Sünden durch Chriſtum, wie uns in der Taufe zu⸗ geſagt, gewiß glauben und in der Liebe gegen unſern Nächſten und al⸗ len andern chriſtlichen Tugenden von Tag zu Tage zunehmen, bis wir end⸗ lich ſelig werden! Amen! Epiſtel am J. Sountage nach Trinitatis. 1. Joh. 4, v. 16—21. ott iſt die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Daran iſt die Liebe völlig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er iſt, ſo ſind auch wir in dieſer Welt. Furcht iſt nicht in der Liebe, ſondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn — Wer ſich aber fürchtet, der iſt nicht völlig in der Liebe. Laßt uns ihn lieben; denn er hat uns erſt geliebt. So Jemand ſpricht: Ich liebe Gott, und haßt ſei⸗ nen Bruder, der iſt ein Lügner. Denn wer ſeinen Bruder nicht liebt, den er ſieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht ſieht? Und dieß Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, der auch ſeinen Bruder liebe. Evangelium. Luc. 16, v. 19— 31. Es war ein reicher Mann, der F kleidete ſich in Purpur und köſt⸗ liche Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor ſeiner Thür voller Schwären und begehrte ſich zu ſättigen von den Broſamen, die von des Reichen Tiſche fielen; doch kamen die Hunde und leckten ihm ſeine Schwären. Es begab ſich aber, daß der Arme ſtarb und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schooß. Der Reiche erd. Jater nen L 5 dh ſie ſich dt der du im. Gie kophetm. aber ſ en, ſind odten zu Buß tm. b dern niht dauben d * agerſtände a dah u K nema ein e iit ſe Fenba 6 — — Erif 8 1. Sourtae 1 ud 4 initatis. Ei uns, Wf 4 haben u 3 das vir en ie zm K Pui ds im ih a ſagen. 8 per ſem Dam ſieht, w er Gott anie nit ſ= d un ri un Ken 2Und der aud †. 3i Budrt dlone der aud. icen mngelinn 2 35 1. 16-1A. i Bume R d. nen Vr Stiſten der n 1 it gegen hat Böſes empfangen. aber ſtarb auch und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er ſeine Augen auf und ſahe Abraham von ferne und Lazarus in ſeinem Schooße, rief und ſprach: Vater Abraham, erbarme dich mein und ſende Lazarus, daß er das Aeußerſte ſeines Fingers ins Waſſer tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieſer Flamme. Abraham aber ſprach: Gedenke, Sohn daß du dein Gutes empfangen haſt in deinem Leben und Lazarus da⸗ Nun aber wird er getröſtet und du wirſt gepeinigt. Und über das Alles iſt zwiſchen uns und euch eine große Kluft befeſtigt, daß, die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber fahren. Da ſprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn ſendeſt in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Vrüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß ſie nicht auch kommen an dieſen Ort der Qual. Abraham ſprach zu ihm: Sie haben Moſen und die Propheten; laß ſie dieſelbigen hören. Er aber ſprach: Nein, Vater Abra⸗ ham; ſondern, wenn einer von den Todten zu ihnen ginge, ſo würden ſie Buße thun. Er aber ſprach zu ihm: Hören ſie Moſen und die Pro⸗ pheten nicht, ſo werden ſie auch nicht glauben, ob Jemand von den Todten auferſtände. Gebet. Jjn Gott, himmliſcher Vater! Wir bitten dich, du wolleſt unſere Herzen durch deinen heiligen Geiſt alſo führen und regieren, daß wir dein liebes Wort nicht, wie der reiche Mann, ohne Furcht hören und mit dem zeitlichen Gute nicht alſo um⸗ gehen, daß wir des Ewigen dabei vergeſſen, ſondern armen Leuten gern und mildiglich nach unſerm Vermö⸗ gen helfen und mit Hoffarth und Ueberfluß uns nicht verſündigen, auch und Evangelien. 193 wo wir mit dem Kreuz und Unglück bedrängt werden, nicht verzagen, ſon⸗ dern alle Hoffnung an deiner Liebe und Gnade haben, auch in Geduld Alles überwinden und ewig ſelig wer⸗ den! Amen! Epiſtel am II. Sonntage nach Trinitatis. 1. Joh. 3, v. 13—18. erwundert euch nicht, meine Brü⸗ der, ob euch die Welt haßt. Wir wiſſen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen ſind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. Wer ſeinen Bruder haßt, der iſt ein Todtſchläger, und ihr wißt, daß ein Todtſchläger nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er ſein Leben für uns gelaſſen hat; und wir ſollen auch das Leben für die Brüder laſſen. Wenn aber Jemand dieſer Welt Güter hat und ſieht ſeinen Bruder darben und ſchließt ſein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, laßt uns nicht lie⸗ ben mit Worten, noch mit der Zunge, ſondern mit der That und Wahrheit. Evangelium. Luc. 24, v. 26—24. s war ein Menſch, der machte ein großes Abendmahl und lud Viele dazu. Und ſandte ſeinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu ſagen den Geladenen: Kommt, denn es iſt Alles bereit. Und ſie fingen an Alle nach einander ſich zu entſchuldigen. Der Erſte ſprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß hinaus gehen und ihn beſehen, ich bitte dich entſchuldige mich. Und der Andere ſprach: Ich habe fünf Joch Ochſen ekauft und gehe jetzt hin ſie zu berehen ich bitte dich, entſchuldige mich. Und der Dritte ſprach: Ich 194 habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und ſagte das ſeinem Herrn wieder. Da ward der Haus⸗ herr zornig und ſprach zu ſeinem Knechte: Gehe aus bald auf die Stra⸗ ßen und Gaſſen der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lah⸗ men und Blinden herein. Und der Knecht ſprach: Herr, es iſt geſchehn, was du befohlen haſt, es iſt aber noch Raum da. Und der Herr ſprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landſtraßen und an die Zäune und nöthige ſie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich ſage euch aber, daß der Männer keiner, die ge⸗ laden ſind, mein Abendmahl ſchmecken wird. Gebet. PBerr Gott, himmliſcher Vater! Wir ) danken dir, daß du uns zu dei⸗ ner Mahlzeit, dem ewigen Leben, durch dein liebes Wort haſt laſſen laden und bitten dich, du wolleſt durch dei⸗ nen heiligen Geiſt unſre Herzen er⸗ wecken, daß wir dein Wort nicht ver⸗ geblich hören, ſondern uns zu ſolcher Mahlzeit recht ſchicken und das Zeit⸗ liche nicht daran hindern laſſen! Amen. Epiſtel am III. Sonntage nach Trinitatis. 1. Petri 5, v. 6—11. He demüthigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu ſeiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er ſorgt für euch. Seid nüchtern und wacht; denn euer Widerſacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und ſucht, welchen er verſchlinge, dem widerſteht feſt im Glauben und hafe Irre und haben uns durch den Satan und unſer ſündhaftes Fleiſch von dem wiſſet, daß eben dieſelbigen Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu ſeiner ewigen Herrlich⸗ keit in Chriſto Jeſu, derſelbige wird euch, die ihr eine kleine Zahl leidet, Eviſteln an und ißt mit ihnen. aber zu ihnen dieß Gleichniß und ſprach: Welcher Menſch iſt unter euch, vollbereiten, ſtärken, kräftigen, grün⸗ den. Demſelben ſei Chre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Evangelium. Luc. 15, v. 1— 19. Es nahten aber zu dem Herrn Jeſu allerlei Zöllner und Sünder, daß ſie ihn hörten. Und die Phariſäer und Schriftgelehrten murrten und ſprachen: Dieſer nimmt die Sünder Er ſagte der hundert Schafe hat, und ſo er deren eins verliert, der nicht laſſe die neunundneunzig in der Wüſte und hingehe nach dem verlornen, biß daß er es finde. Und wenn er es gefun⸗ den hat, legt er es auf ſeine Achſeln mit Freuden, und wenn er heim⸗ kommt, ruft er ſeinen Freunden und Nachbarn und ſpricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Rch ſage euch, alſo wird auch Freude im Himmel ſein über Einen Sündet der Buße thut, vor neunundneunzig Ge⸗ rechten, die der Buße nicht bedürfen. Oder, welches Weib iſt, die zehn Gro⸗ ſchen hat, ſo ſie deren einen verliert die nicht ein Licht anzünde und kehre * das Haus und ſuche mit Fleiß, bis daß ſie ihn finde? Und wenn ſie ihn gefunden hat, ruft ſie ihren Freundin⸗ nen und Nachbarinnen und ſpricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groſchen gefunden, den ichver⸗ loren hatte. Alſo auch, ſage ich euch, „ wird Freude ſein vor den Engeln Gottes über Einen Sünder, der Buße thut. Gebet. Jerr Gott, himmliſcher Vater! Wir 9 ſind, leider, wie die Schafe in der rechten Wege laſſen abführen; wir bitten dich aber, ſei gnädig und ver⸗ gib uns alle unſere Sünden, um dei⸗ nes Sohnes Jeſu Chriſti willen und 4 — te unicce 1* d en, lu düten K „ pabren 28 1 e berhalk en.. “ 2 2 A SE F18 F 8.EAA= 321* B a. dex litmen dng (Anen de S Poij ſchen die nich tE icht minm d ſuce mi ii 5 4 ach das 541 daß 8 m de Ui tm gefund M clft ſeibn ater die daß er Ulle eure er ſorgt pacht. Teufel, er Löwe ſchänge, een und loren o vird In= Abordenb geen. und un nen un F Cbauuma dft. Ireuet ktt ni⸗ 9 meinen ugeiudame wdd aut, pei 4 lder G E rinden 98 219n 2 1. 1 und Evangelien. ſtärke unſere Herzen durch deinen hei⸗ ligen Geiſt, daß wir an deinem Worte füthalten, und im Schafſtall deiner chriſtichen Kirche in rechter Buße und wahrem Glauben bis an das Ende verharren und ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am IV. Sonntage nach Trinitatis. Röm. 8, v. 18— 23. ſieben Brüder! ich halte es dafür, amm. X daß dieſer Zeit Leiden der Herr⸗ lichkeit nicht werth ſei, die an uns .n ſoll geoffenbaret werden. Denn das üa ängſtliche Harren der Creatur wartet aufdie Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Creatur unterworfen 5 iſt der Eitelkeit, ohne ihren Willen, ſon⸗ dern um deß willen, der ſie unterworfen hat, auf Hoffnung. Denn auch die Creatur frei werden wird von dem Dienſte des vergänglichen Weſens, zu der herrrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wiſſen, daß alle Creatur ſehnt ſich mit uns und äng⸗ ſtigt ſich noch immerdar. Nicht allein aber ſie, ſondern auch wir ſelbſt, die wir haben des Geiſtes Erſtlinge, ſeh⸗ nen uns auch bei uns ſelbſt nach der Kindſchaft und warten auf un⸗ ſeres Leibes Erlöſung. Evangelium. Luc. 6, v. 36—42. Der Herr Jeſus ſprach: Seid barm⸗ ₰ herzig, wie auch euer Vater barm⸗ herzig iſt. Richtet nicht, ſo werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, ſo werdet ihr auch nicht ver⸗ dammt; vergebet, ſo wird euch ver⸗ geben. Gebet, ſo wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, geruͤttelt, und über⸗ flüſſig Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, da ihr mit meſſet, wird man euch wieder meſſen. Und er ſagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weiſen? Werden ſie nicht alle Beide in die Grube fallen? Der Jünger iſt 195 nicht über ſeinen Meiſter; wenn der Jünger iſt wie ſein Meiſter, ſo iſt er vollkommen. Was ſiehſt du aber einen Splitter in deines Bruders Auge und des Balkens in deinem Auge wirſt du nicht gewahr? Oder wie kannſt du ſagen zu deinem Bruder Halt ſtill, Bruder, ich will den Split⸗ ter aus deinem Auge ziehen, und du ſiehſt ſelbſt nicht den Balken in dei⸗ nem Auge? Du Heuchler, ziehe zu⸗ vor den Balken aus deinem Auge und beſiehe dann, daß du den Split⸗ ter aus deines Bruders Auge ziehſt. Gebet. Ber Gott, himmliſcher Vater! Der du barmherzig biſt und uns durch Chriſtum zufagſte du wolleſt nicht richten, noch verdammen, ſondern gnädig alle Sünden vergeben und was wir bedürfen, reichlich geben: wir bitten dich, mache ſolches Vertrauen auf deine Barmherzigkeit durch deinen heiligen Geiſt in unſern Herzen gewiß und feſt und lehre uns dergleichen gegen unſern Nächſten auch thun, daß wir Niemand richten, noch verdam⸗ men, Jedermann gern vergeben, aber uns ſelbſt richten und in deiner Furcht ſelig leben! Amen! Epiſtel am V. Sonntage nach Trinitatis. 1. Petri 3, v. 8—15. Lendlich aber, ſeid alleſammt gleich geſinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Böſes mit Böſem, oder Scheltwort mit Scheltwort, ſondern dagegen ſegnet und wiſſet, daß ihr dazu berufen ſeid, daß ihr den Segen ererbet. Denn wer leben will und gute Tage ſehen, der ſchweige ſeine Zunge, daß ſie nicht Böſes rede, und ſeine Lippen, daß ſie nicht trügen. Er wende ſich vom Böſen und thue Gutes, er ſuche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn ſehen auf die — —25 ——— 2 8 4 8 8 1 8 8 3 2 8 3 1 3 4* 3— 4 4—— 8“ 4 2—— 7— 8 8—— A———— .*——— 5 8 8— 3 —*—— Wtann eseerbreeneß e— 4——. ö“ “. 4 2—= 4 4 4— 1 8 4 1— 5“*— 15 8 4 4 1* ͤ .—“* 3 4 4 2 8 ———“———— * 4————— ——— 4———* — 4— 7— 5—.————*— 4 — 2.——————— 2 E.— 2 2————— 2— 1—— *.— 4——y— — 4 3*———.* 15— m—ͤͤ—— 4.— ————————— 2 4 3————————— — ————- — — 196 Gerechten und ſeine Ohren auf ihr Gebet; das Angeſicht aber des Herrn ſieht auf die, ſo da Böſes thun. Und wer iſt, der euch ſchaden könnte, ſo ihr dem Guten nachkommt? Und ob ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, ſo ſeid ihr doch ſelig. Fürchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht und erſchreckt nicht. Heiligt aber Gott, den Herrn, in euren Herzen. Evangelium. Luc. 5, v. 1—11. E⸗ begab ſich aber, daß ſich das Volk zu dem Herrn Jeſu drang, zu hören das Wort Gottes, und er 3 ſtand am See Genezareth und ſahe zwei Schiffer am See ſtehen, die Fiſcher aber waren ausgetreten und wuſchen ihre Netze, trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Lande führte. Und er ſetzte ſich und lehrte das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehört zu reden, ſprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug thut. Und Simon antwortete und ſprach zu ihm: Meiſter, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz aus⸗ werfen. Und da ſie das thaten, be⸗ ſchloſſen ſie eine große Menge Fiſche und ihr Netz zerriß. Und ſie wink⸗ ch ten ihren Geſellen, die im andern Schiff waren, daß ſie kämen und hälfen ihnen ziehen. Und ſie kamen und füllten beide Schiffe voll, alſo daß ſie ſanken. Da das Simon Petrus ſahe, fiel er Jeſu zu den Knieen und ſprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein ſündiger Menſch! Denn es war ihn ein Schrecken angekommen und alle, die mit ihm waren, über dieſem Fiſchzug, den ſie mit einander gethan hatten; deſſelbigen gleichen auch Jacobus und Johannes, die Söhne Zebedäi, Simonis Geſellen. Und Jeſus ſprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn Epiſteln von nun an wirſt du Menſchen ſa⸗ hen. Und ſie führten die Schiffe zu Lande und verließen Alles und folg⸗ ten ihm nach. Gebet. 2 Jeſu Chriſte, du Sohn des leben: digen Gottes! Der du uns dein liebes Wort gegeben und mit allerlei geiſtlichem Segen begnadigt haſt: wir erkennen und bekennen, daß wir zu ſol⸗ chem Allen unwürdig und wohl Aer⸗ gers verdient hätten; bitten aber dich du wolleſt uns, wie Petro, unſen Sünde vergeben und Glück und Heil u unſerm Beruf zu geben, auf daß wir he durch dich zeitlich und ewiglich erhalten und beſchützt dich in alle Ewigkeit u loben und preiſen! Amen! Epiſtel am VI. Sonntage nach Trinitatis. Röm. 6. v. 3— 11. Wißt ihr nicht, daß Alle, die wir in Jeſum Chriſtum getauft ſind, die ſind in ſeinen Tod getauft? So ſind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleich⸗ wie Chriſtus iſt auferweckt von den Todten durch die Herrlichkeit des Va⸗ ters, alſo ſollen wir auch in einem neuen Leben wandeln. So wir aber ſammt ihm gepflanzt werden zu glei⸗ em Tode, ſo werden wir auch der Auferſtehung gleich ſein; dieweil wir wiſſen, daß unſer alter Menſch ſammt ihm gekreuzigt iſt, auf daß der ſünd⸗ liche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer geſtorben iſt, der iſt gerechtfertigt don der Sünde. Sind wir aber mit Chriſto geſtorben, ſo gläuben wir, daß wir auch mit ihm leben werden und wiſſen, daß Chriſtus, von den Todten erweckt, hinfort nicht ſtirbt, der Tod wird hinfort über ihn nicht hern⸗ ſchen. Denn, das er geſtorben iſt, das iſ einem Mal; das er aber lebt, das lebt er Gott. Alſo auch ihr, haltet t er der Sünde geſtorben zu drü do Frben ed, 1 d riſem. Ev. Nutth. p in WV äüngern. 3 aur Ger netitgele nadt ihr hdonnnen. zel Alten het abr zuu eſeft und ſine Gabe u erühn dch ad alsdann onde. Sät ater had, duj den We Aerſächer awwort de in ibenuntm ud du wer n. A diſt niht. ſen, b8 d aahlſt ſu da Sünde ,und& u uſd fugeben a. “, anf 3 und ſche durt 1 hund euhlint ich in ale d den, de und d f ſenl Amr — — = = — — teten und Uden t in der ms dar,.— in pang Erit te l. Sommgn 1= 6.v.-A —— 5 dem. uigedin zpjüt= ht, doi bhn a. Fahre i= Chriſtmmh ee Nege die ſidh nen Tod m uut Und ſind viſt at ihm daam⸗ mihm: die Tu K in dod e Nacht wie Ch. fſt ee en, ader Todten ie herltän en aus ters, d† an i uhn en, be⸗ neuen A F andeln d e Fiiſche ſammt fluntwenn e vint chem I. erdel Me andern Auferſte Frllic ü 1 1 zen und wiſſn, kcralkt Venhe — — — 1 4 — lmen ihm ge i it u , alo lche N= dn, n mnon der Si sſtdena, in a den geſtorbe Ait trma ede von der Süh.N. m ündiger geſtorbe lun 19, dn ei auch u le, die wiſenn, ſſchzug, erweckt 11 nu datten, wird acobus ſchen. V ebedäi, das iſt iprach einem 1 d dam llebt er Kacha, der iſt des Raths ſchuldig; euch dafür, daß ihr der Sünde ge⸗ ſtorben ſeid, und lebt Gott in Chriſto Jeſu, unſerm Herrn. Evangelium. Matth. 5, v. 20— 26. er Herr Jeſus ſprach zu ſeinen ☛ Jüngern: Ich ſage euch, es ſei denn eure Gerechtigkeit beſſer, denn der Schriftgelehrten und Phariſäer, ſo werdet ihr nicht in das Himmel⸗ reich kommen. Ihr habt gehört, daß zu den Alten geſagt iſt: Du ſollſt nicht tödten; wer aber tödtet, der ſoll des Gerichtes ſchuldig ſein. Ich aber ſage euch: Wer mit ſeinem Bruder zürnt, der iſt des Gerichts ſchuldig; wer aber zu ſeinem Bruder ſagt: wer aber ſagt: Du Narr, der iſt des hölliſchen Feuers ſchuldig. Darum wenn du deine Gabe auf dem Altar opferſt und wirſt allda eingedenk, daß dein Bruder Etwas wider dich habe, ſo laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und verſöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komme und opfre deine Gabe. Sei willfährig deinem Wider⸗ ſacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege biſt, auf daß dich der Widerſacher nicht dermaleinſt über⸗ antworte dem Richter, und der Rich⸗ ter überantworte dich dem Diener und du werdeſt in den Kerker gewor⸗ fen. Ich ſage dir: Wahrlich, du wirſt nicht von dannen heraus kom⸗ men, bis du auch den letzten Heller bezahlſt. Gebet. Hen Gott, himmliſcher Vater! Wir -) bekennen, daß wir leider arme, elende Sünder ſind, da gar nichts Gutes an uns iſt; denn unſer Herz, Fleiſch und Blut iſt durch die Sünde alſo vergiftet, daß wir nimmer ohne böſe Lüſte ſein können. Darum, lie⸗ ber Vater, wir bitten dich, vergib und Evangelien. 197 Herzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir zu deinem Wort Luſt und Liebe haben und uns darnach halten und durch Chriſtum in deiner Gnade ewig bleiben mögen! Amen! Epiſtel am VII. Sonntage nach Trinitatis. Röm. 6, v. 19—23. ieben Brüder! Ich muß menſchlich davon reden um der Schwachheit willen eures Fleiſches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Dienſt der Unreinigkeit und von einer Un⸗ gerechtigkeit zu der andern, alſo be⸗ gebet nun auch eure Glieder zum Dienſt der Gerechtigkeit, daß ſie hei⸗ lig werden. Denn da ihr der Sün⸗ den Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt ſchämt; denn das Ende derſelben iſt der Tod. Nun ihr aber ſeid von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben, Denn der Tod iſt der Sünden Sold; aber die Gabe Gottes iſt das ewige Leben in Chriſto Jeſu, unſerm Herrn. Evangelium. Marc. 8, v. 1— 9. 3“¹ der Zeit, da viel Volks da war, ₰ und hatten nicht zu eſſen, rief Jeſus ſeine Jünger zu ſich und ſprach zu ihnen: Mich jammert des Volks, denn ſie haben nun drei Tage bei⸗ mir verharrt und haben nicht zu eſſen, und wenn ich ſie ungegeſſen von mir heim ließe gehen, würden ſie auf dem Wege verſchmachten. Denn Etliche waren von ferne gekom⸗ men. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brodt hier in der Wüſte, daß wir ſie ſättigen? Und er fragte ſie: Wie viel habt ihr Brodt? Sie ſprachen: Sieben. Und er gebot dem Volke, daß ſie ſich auf ſolche Sünde und reinige unſere die Erde lagerten. Und er nahm —— ſſ—— — 3——— 2— 3————— ſ 5— ͤͤ—— 8 “*— 1— — — — .². *— die ſieben Brodte und dankte und brach ſie und gab ſie ſeinen Jüngern, daß ſie dieſelbigen vorlegten; und ſie legten dem Volke vor. Und hatten ein wenig Fiſchlein, und er dankte und hieß dieſelben auch vortragen. Sie aßen aber und wurden ſatt und hoben die übrigen Brocken auf, ſieben Körbe. Und ihrer waren bei vier Tauſend, die da gegeſſen hatten; und er ließ ſie von ſich. Gebet. Ber Gott, himmliſcher Vater! Der ) du durch deinen Sohn in der Wüſte viertauſend Mann, Weib und Kinder nicht mit gerechnet, nur mit ſieben Brodten und wenig Fiſchen reichlich geſpeiſt haſt: wir bitten dich, ſei mit deinem Segen auch gnä⸗ diglich bei uns, behüte uns vor Geiz und Sorgen der Nahrung, daß wir dein Reich und deine Gerechtigkeit am erſten ſuchen und deine milde väterliche Güte in Allem, das wir zu Leib und Seele bedürfen, gnädig⸗ lich ſpüren durch Jeſum Chriſtum, unſern Herrn! Amen! Epiſtel am VIII. Sonntage nach Trinitatis. Röm. 8, v. 12—17. ſind wir nun, lieben Brüder, 0 9 Schuldner, nicht dem Fleiſche, daß wir nach dem Fleiſche leben; denn wo ihr nach dem Fleiſche lebt, ſo werdet ihr ſterben müſſen; wo ihr aber durch den Geiſt des Fleiſches Geſchäfte tödtet, ſo werdet ihr leben. Denn, welche der Geiſt Gottes treibt, die ſind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtlichen Geiſt empfangen, daß ihr euch abermals fürchten müßtet, ſondern ihr habt einen kindlichen Geiſt empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lie⸗ ber Vater! Derſelbige Geiſtgibt Zeug⸗ niß unſerm Geiſte, daß wir Gottes Kinder ſind, Sind wir denn Kinder, Epiſteln ſo ſind wir auch Erben, nämlich Got⸗ tes Erben und Miterben Chriſti, ſo wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Evangelium. Matth. 7, v. 15—23. Der Herr Jeſus ſprach: Seht euch ☛ vor vor den falſchen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig ſind ſie aber reißende Wölfe. An ihren Früchten ſollt ihr ſie er⸗ kennen. Kann man auch Trauben leſen von den Dornen, oder Feigen von den Diſteln? Alſo ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte brin⸗ gen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Früchten ſollt ihr ſie er⸗ kennen. Es werden nicht Alle, die zu mir ſagen: Herr, Herr, in das Himmelreich kommen, ſondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es werden Viele zu mir ſagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweiſſagt? Haben wir nicht in dei⸗ nem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Thaten gethan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt, weicht Alle von mir, ihr Uebelthäter! Gebet. Hen Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir von Herzen, daß du uns haſt laſſen zur Erkenntniß deines lieben Wortes kommen. Wir bitten dich aber auch, du wolleſt uns dabei gnädig erhalten und ſelig darin ſter⸗ ben laſſen, wolleſt auch alle frommen Prediger, ſo dein Wort treulich vor⸗ tragen, vor allem Aergerniß und Un⸗ glück gnädig behüten und ihnen ihr ſa t el u b ſt 1 m id läyrihn 3 ud ihn nne Ghiſten üen durch n eoht, u — Whjiitl am 4 1 Cor ſtde kü 1 un Ferbi 4 de rich g cwie gene dat nicht Ab dr Gliche t da in und a ſwielen. arrei teit den Hure (inen d aaſend. L Schlng int atg 1 8 b 2 herr * Jinge 8 8 den ſet n 1 en id 1 22 uen dr u ir n un men 8 Badm lin d un ni un ß 1 Fen aunn ich and* 8 der Geiz 1 1 daß vir 5 kitem attigeit aut, m Wnah n 8. gewain niiſm ir Earn ſt ang kennen. aden nitt Iitm Rnt= Ber it dinneh Dinmen, ta den Wit n meins tann Hinmel== hedden e nach ſagen a= Tape. hn haden nüe tin denm. düder, keiſche, denn dt, ſo o ihr eiſches leden. breidt. 2 a idrſ Geiſt * 5 geweiſſal nem N 1deuffl ae haben Ni ttin denn n e than? Am ich inel fel: h u. noch ni àIt vweiht A viele T mir, ihr 1 häter hebet. rmals lie habt ngen. „lie⸗ eug⸗ ude. dih abeſ r un tragen, düc 9 ben wir nihi Leben friſten; die andern aber, ſo untreu mit deinem Worte umgehen und ſich als fromme Schäflein laſſen ſehen, ſind aber reißende Wölfe, die wolleſt du ihrem Verdienſte nach ſtra⸗ fen und ihnen wehren und deine arme Chriſtenheit gnädig vor ihnen behüten durch Chriſtum Jeſum, dei⸗ nen Sohn, unſern Herrn! Amen! Epiſtel am IX. Sonntage nach Trinitatis. 1. Cor. 10, v. 6—13. Lieben Brüder! Das iſt aber uns zum Vorbild geſchrieben, daß wir uns nicht gelüſten laſſen des Böſen, gleichwie Jene gelüſtet hat. Werdet auch nicht Abgöttiſche, gleichwie Je⸗ ner Etliche wurden, wie geſchrieben ſteht: Das Volk ſetzte ſich nieder zu ſſſen und zu trinken und ſtand auf zu ſpielen. Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, wie Etliche unter Jenen Hurerei trieben und fielen auf Einen Tag drei und zwanzig Tauſend. Laßt uns aber auch Chri⸗ ſtum nicht verſuchen, wie Etliche von Jenen ihn verſuchten und wurden von den Schlangen umgebracht. Murrt 1 auch nicht, gleichwie Jener Etliche murrten und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches Alles widerfuhr Jenen zum Vorbild; es iſt aber geſchrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt gekom⸗ men iſt. Darum wer ſich läßt dün⸗ ken, er ſtehe, mag wohl zuſehen, daß e nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menſchliche Verſuchung betreten; ſaber Gott iſt getreu, der euch nicht läßt verſuchen über euer Vermögen, oondern macht, daß die Verſuchung o ein Ende gewinne, daß ihr es bönnt ertragen. Evangelium. Luc. 16, v. 1—9. er Herr Jeſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Es war ein reicher und Cvangelien. 199 Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm berüchtigt, als hätte er ihm ſeine Güter umgebracht. Und er forderte ihn und ſprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Thue Rechnung von deinem Haus⸗ halten; denn du kannſt hinfort nicht mehr Haushalter ſein. Der Haus⸗ halter ſprach bei ſich ſelbſt: Was ſoll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir, graben mag ich nicht, ſo ſchäme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amte geſetzt werde, daß ſie mich in ihre Häuſer nehmen. Und er rief zu ſich alle Schuldner ſeines errn und ſprach zu dem er⸗ ſten: Wie viel biſt du meinem Herrn ſchuldig? Er ſprach: Hundert Ton⸗ nen Oels. Und er ſprach zu ihm: Nimm deinen Brief, ſetze dich, ſchreibe flugs fünfzig. Darnach ſprach er zu dem andern; Du aber, wie viel biſt du ſchuldig? Er ſprach: Hundert Malter Weizen. Und er ſprach zu ihm: Nimm deinen Brief und ſchreibe achtzig. Und der Herr lobte den un⸗ gerechten Haushalter, daß er klüglich gethan hätte; denn die Kinder dieſer Welt ſind klüger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geſchlechte. Und ich ſage euch auch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, ſie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Der. du uns reichen Segen und das tägliche Brodt überflüſſig gegeben haſt, wir bitten dich, behüte uns vor Geiz und erwecke unſre Herzen, daß wir armen Leuten gern und mildiglich von ſolchem Segen mittheilen, auf daß wir als treue Haushalter über deine Güter erfunden werden und nicht müſſen in Ewigkeit darben, wenn wir von ſolcher Haushaltung abgefordert und vor dein Gericht kommen wer⸗ den! Amen! — — —— “— ³³³õõõͤͤͤͤ— 8 3 6“ ,„—‧— 200 Epiſtel am X. Sonntage nach Trinitatis 1. Cor. 12, v. 1—11. Pen den geiſtlichen Gaben aber will i euch, lieben Brüder, nicht verhalten. den ſeid geweſen und hingegangen zu den ſtummen Götzen, wie ihr geführt wurdet. Darum thue ich euch kund, daß Niemand Jeſum verflucht, der durch den Geiſt Gottes redet, und Niemand kann Jeſum einen Herrn heißen, ohne durch den heiligen Geiſt. Es ſind mancherlei Gaben, aber es iſt Ein Geiſt. Und es ſind mancher⸗ lei Aemter, aber es iſt Ein Herr. Und es ſind mancherlei Kräfte, aber es iſt Ein Gott, der da wirkt Alles in Allen. In einem Jeglichen erzei⸗ gen ſich die Gaben des Geiſtes zum emeinen Nutzen. Einem wird gege⸗ ben durch den Geiſt, zu reden von der Weisheit, einem Andern wird ge⸗ geben, zu reden von der Erkenntniß, nach demſelbigen Geiſte, einem An⸗ dern der Glaube, in demſelbigen Geiſte, einem Andern die Gabe geſund zu ma⸗ chen, in demſelbigen Geiſte, einem An⸗ dern, Wunder zu thun, einem Andern Weiſſagung, einem Andern Geiſter zu unterſcheiden, einem Andern man⸗ cherlei Sprachen, einem Andern, die Sprachen auszulegen. Dieß aber Alles wirkt derſelbige einige Geiſt und theilt einem Peslichen Seines zu, nachdem er will. Evangelinm. Luc. 19, v. 41— 48. ls der Herr Jeſus nahe zu Jeru⸗ ſalem kam, ſahe er die Stadt an und weinte über ſie und ſprach: Wenn du es wüßteſt, ſo würdeſt du auch bedenken zu dieſer deiner Zeit, was zu deinem Frieden dient; aber nun iſt es vor deinen Augen verbor⸗ gen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde wer⸗ den um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg ſchlagen, dich belagern und allen Orten äng⸗ Ihr wißt, daß ihr Hei⸗ fing Epiſteln ſten, und werden dich ſchleifen und keinen Stein auf dem andern laſſen darum, daß du nicht erkannt haſt die Zeit, darinnen du heimgeſucht biſt. Und er ging in den Tempel und ing an auszutreiben die darinnen verkauften und kauften, und ſprach u ihnen: Es ſteht geſchrieben. Mein Haus iſt ein Bethaus; ihr aber habt es gemacht zu einer Mördergrube. Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenprieſter und Schrif⸗ elehrten und die Vornehmſten in olke trachteten ihm nach, daß ſie ihn umbrächten und fanden nicht, wie ſie ihm thun ſollten; denn alles Volk hing ihm an und hörte ihn. Gebet dein Wort von deinem Sohne uns offenbart und kund gethan haſt. daß wir es mit Ernſt annehmen und ja nicht in Wind ſchlagen, oder un⸗ fleißig hören, wie dein Volk, die un⸗ gläubigen Juden, auf daß wirin dei⸗ lich durch deinen Sohn Chriſtum Je⸗ ſum ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am XI. Sonntage nach Trinitatis. 1. Cor. 15, v. 1—10. der, des Evangelii, das ich euch genommen habt, in welchem ihr auch werdet, welcher Geſtalt ich es euch verkündigt habe, ſo ihr es behalten habt, es wäre denn, daß ihr es um⸗ ſonſt geglaubt hättet! Denn ich habe euch zuvörderſt gegeben, welches ich geſtorben ſei für unſre Sünden, nac ten Tage, nach der Schrift, und daß er geſehen worden iſt von Kephas, l 4 llmächtiger, ewiger Gott! Der du t Chriſto Jeſu durch deinen heiligen Geiſt wir bitten dich, erwecke unſere Herzen, ner Furcht und rechtem Vertrauen auf deine Barmherzigkeit leben undend⸗ 34* erinnere euch aber, lieben Brü⸗ 3 verkündigt habe, welches ihr auch an ſteht, durch welches ihr auch ſelig auch empfangen habe, daß Chriſtus u der Schrift, und daß er begraben ſei, und daß er auferſtanden ſei am drit⸗ Mie pfehen Vharder Vnn lch aſchlefe din rorden maln Ap n it er a mreingn Ge in bi 1 Jpoſte d dd ich a diß ih aaht habe. 5 bin ih uade m m. en, pender ſe d t ſenzern( ua iſ. ——= La er her Hdieſch unm väre dern än 1 üſtaſp. tuicf din en Geiſt. ele 1 die Nrreir 1 eat Kent i die Umen 1 u a— Pn ihn ut, i Em Hen. die re un ſolln. mie 4 aiite dhm Bakh zim win Irt Als utt. chen erzei⸗ An rtt, ewixrr ont 13 aites um dd o don din derd gege⸗ Chriſt F uch deirn elhi eden don uns 28 und kuan nind ge⸗ wir bi, erweceman. rtenntns, daß u ½= itErnſtwnt nem An⸗ ja nich re ind ſhrt ee Geiſte, ſteijig ar wie debtin ad zu na⸗ gläudi. nen, auf Gwan inem An⸗ ner Lund vim t a Ander aufdei RA. therigtitmnt a Gaſter lih d en Sl. ern mm⸗ ſun A 13 wetdal 3 dem, die F i II Sum ———— —— — —* * 8 — — — 2 — x*. — — 1 er 8 Vidd 1 1 — == darnach von den Zwölfen. Darnach iſt er geſehen worden von mehr, denn fünfhundert Brüdern auf ein Mal, deren noch viele leben, etliche aber ſind entſchlafen. Darnach iſt er ge⸗ ſehen worden von Jacobus, darnach von allen Apoſteln; am Letzten nach Allen iſt er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, geſehen worden. A Denn ich bin der Geringſte unter den Apoſteln, als der nicht werth bin, daß ich ein Apoſtel heiße da⸗ rum, daß ich die Gemeine Gottes verſolgt habe. Aber von Gottes Gna⸗ de bin ich, das ich bin, und ſeine Gnade an mir iſt nicht vergeblich ge⸗ weſen, ſondern ich habe viel mehr gearbeitet, denn ſie alle, nicht aber ich, ſondern Gottes Gnade, die mit mir iſt. Evangelium. Luc. 18, v. 9— 14. Her Herr Jeſus ſagte zu Etlichen, die ſich ſelbſt vermaßen, daß ſie fromm wären, und verachteten die Andern, ein ſolches Gleichniß: Es gin⸗ gen zween Menſchen hinauf in den Tempel zu beten: Einer ein Phari⸗ ſäer, der andere ein Zöllner. Der Phariſäer ſtand und betete bei ſich ſelbſt alſo: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Leuſe, Räu⸗ ber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieſer Zöllner. Ich faſte zwier in der Woche und gebe den Zehnten von Allem, was ich habe. Und der Zöllner ſtand von ferne, wollte auch ſeine Augen nicht aufheben gen Him⸗ mel, ſondern ſchlug an ſeine Bruſt und ſprach: Gott ſei mir Sünder gnädig! Ich ſage euch: Dieſer ging hinab gerechtfertigt in ſein Haus vor Jenem. Denn wer ſich ſelbſt erhöht, der ſoll erniedrigt werden, und wer ſich ſelbſt erniedrigt, der wird erhöht werden. Gebet. Ben Gott, himmliſcher Vater! Wir bitten dich, du wolleſt durch dei⸗ und Evangelien. ⸗ nen heiligen Geiſt uns aſſo leiten und führen, daß wir unſre Sünden nicht vergeſſen, noch ſicher werden, ſondern in ſteter Buße ſtehen und darnach uns deſſen tröſten, daß du um deines Sohnes Jeſu Chriſti wil⸗ len uns gnädig ſein, alle Sünden vergeben und ſelig machen willſt! men! Epiſtel am XII. Sonntage nach Trinitatis. 2. Cor. 3, v. 4— 11. 1 ieben Brüder! Ein ſolch Vertrauen aber haben wir durch Chriſtum zu Gott, nicht, daß wir tüchtig ſind von uns ſelber, Etwas zu denken, als von uns ſelber, ſondern daß wir tüchtig ſind, iſt von Gott, welcher uns auch tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Teſtaments, nicht des Buchſtabens, ſondern des Geiſtes. Denn der Buchſtabe tödtet, aber der Geiſt macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buch⸗ ſtaben tödtet und in die Steine iſt gebildet, Klarheit hatte alſo, daß die Kinder Iſrael nicht konnten anſehen das Angeſicht Moſis, um der Klar⸗ heit willen ſeines Angeſichts, die doch aufhört; wie ſollte nicht vielmehr das Amt, das den Geiſt gibt, Klar⸗ heit haben? Denn ſo das Amt, das die Verdammniß predigt, Klarheit hat, wie vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit predigt, überſchwänk⸗ liche Klarheit; denn auch jenes Theil, das verklärt war, iſt nicht für Klar⸗ heit zu achten, gegen dieſer über⸗ ſchwänklichen Klarheit. Denn ſo daß Klarheit hatte, das da aufhört, wie vielmehr wird das Klarheit haben, das da bleibt. Evangelium. Marc. 7, v. 31— 37. a der Herr Jeſus wider ausging D von Pr Grenzen Tyrus und Si⸗ don, kam er an das galiläiſche Meer, mitten unter die Grenze der zehn 0* ““ ͤͤ 3“ 2*—“ eie 8 8 4- een 4 “ —= — 8 ſ B 4“—— — ſ“— 8 8“ 1en 96 4 2 8 —*—“ 4 55 8 2 8 — 5—„“— 3.*—* — — ſſ--— —— 1 Te e 1 ———————. 1———————— 2— .— 1— 8—— r—— ——— 4*“ —— 4— ————— .———— ———— — 20² Städte und ſie brachten zu ihm einen Tauben, der ſtumm war, und baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volke beſonders und legte ihm die Finger in die Ohren, und ſpützte und rührte ſeine Zunge und ſahe auf gen Him⸗ mel, ſeufzte und ſprach zu ihm: Hephatha! das iſt: Thue dich auf! Und alsbald thaten ſich ſeine Ohren auf und das Band ſeiner Zunge ward los und redete recht. Und er verbot ihnen, ſie ſollten es Niemand ſagen. Je mehr er aber verbot, je mehr ſie es ausbreiteten. Und wunderten ſich über die Maßen und ſprachen: Er hat Alles wohl gemacht, die Tauben macht er hörend und die Sprachloſen redend. Gebet. Almächtiger, ewiger Gott, du gnä⸗ diger Schöpfer aller Dinge! Wir danken dir, daß du uns geſunden Leib gegeben, unſre Ohren und an⸗ dere Gliedmaßen gnädiglich vor dem böſen Feinde behütet haſt, und bitten dich, gib uns deine Gnade, daß wir unfre Ohren und Zungen recht ge⸗ brauchen und mit unſern Ohren Dein Wort fleißig hören und wohl merken und mit unſrer Zunge deine Gnade preiſen und rühmen mögen, auf daß Niemand durch unſre Zungen geärgert, ſondern Jedermann dadurch gebeſſert werde! Amen! Epiſtel am XIII. Sonntage nach „ Trinitatis. Galat. 3, v. 14— 22. ieben Brüder! Ich will nach menſch⸗ X licher Weiſe reden. Verachtet man doch eines Menſchen Teſtament nicht, wenn es beſtätigt iſt, und thut au Nichts dazu. Nun iſt je die Ver⸗ heißung Abraham und ſeinem Samen zugeſagt. Er ſpricht nicht, durch die Samen, als durch viele, ſondern als durch einen, durch deinen Samen, Epiſteln welcher iſt Ehriſtus. Ich ſage ab davon: Das Teſtament, des ne Gott zuvor beſtätigt iſt auf Chriſtum wird nicht aufgehoben, daß die Ver⸗ heißung ſollte durch das Geſetz auf⸗ hören, welches gegeben iſt über vier⸗ hundert und dreißig Jahre hernach. Denn ſo daß Erbe durch das Geſetz erworben würde, ſo würde es nicht durch Verheißung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Ver⸗ heißung freigeſchenkt. Was ſoll denn das Geſetz? Es iſt dazu gekommen um der Sünde willen, bis der Same käme, dem die Verheißung geſchehen iſt, und iſt geſtellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber iſt nicht eines Einigen Mittler, Gott aber iſt einig. Wier Iſt denn das Geſetz wider Gottes Verheißungen? Das ſei ferne! Wenn aber ein Geſetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, ſo käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Geſetz. Aber die Schrift hat es Alles beſchloſſen unter die Sünde auf daß die Verheißung käme durch den Glauben an Jeſum Chriſtum, gegeben denen, die da glauben. Evangelium. Luc. 10, v. 23— 37. Jeſus wandte ſich zu ſeinen Jün⸗ gern und ſprach inſonderheit: Se⸗ lig ſind die Augen, die da ſehen, das ihr ſeht, denn ich ſage euch: Viele Propheten und Könige wollten ſehen, das ihr ſeht, und haben es nicht geſehen, und hören, das ihr hört, und haben es nicht gehört. Und ſiehe, da ſtand ein Schriftgelehrter auf, verſuchte ihn und ſprach: Meiſter, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber ſprach zu ihm: Wie ſteht im Geſetz geſchrie⸗ ch ben? Wie lieſeſt du? Er antwortete und ſprach: Du ſollſt Gott deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräf⸗ ten und von ganzem Gemüthe und deinen Nächſten als dich ſelbſt. Er mdie Mund ſcluzen n lizeti at ſih Rnicer die 4 cit aſelbigm ne unt in, gig? teer aber i Kn er in ng zu ih aunden w demn, und ad fühte: fegte ſin. delcher ee e Kig 2 de n a N Pſtäte e Pnm n 8 trden Wdeh drüldte dören ni s ehe enha. Pann unn i in u ihmn 4 äbig Jahre 6 2 dam ſſ dae nde dern 1=, ſr vitd 3 r Frne aher Am gegeben. e dr, 3 5e ldrahan dm Wn a heßung 8 ent. Voſ bm 3 09 Sit dau ohn ri emm der a willen, hoe nd lre, N E Vetzem dund de Mitlerſ †=t nicht eis ai du gnä⸗ ge! Wir eeſunden und an⸗ dor dem d bitten daß vir datt ge⸗ gegeben F. die da ten 05 41— angelimn d wohl de deine nögen, eius E r ſch in Jungen dedurh lig ſind= Pan ded * ich ſahe 1 önige t unch geſehe menſch⸗ det man L t nicht, ut aus N— * Ver⸗ ¹ Samen. uch die en als 5n, 6 Alle* ſſen umbe — 8 d des Miter uf daß Sietheiun an den Gl r can Feiliw gert 7 rach dient ihr ſeh — — = — ö— —=Y— —— — — 5 2 — was m deinen 1 1 1 — v. 3-3 — 6 3 — — — 8 1 1 — — — — — — = :„ — —— — — 5 — aber ſprach zu ihm: Du haſt recht geantwortet, thue das, ſo wirſt du leben. Er aber wollte ſich ſelbſt rechtfertigen und ſprach zu Jeſu: Wer iſt denn mein Nächſter? Da antwortete Jeſus und ſprach: Es war ein Menſch, der ging von Jeruſa⸗ lem hinab gen Jericho und fiel un⸗ ter die Mörder, die zogen ihn aus und ſchlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halb todt liegen. Es begab ſich aber ungefähr, daß ein Prieſter dieſelbige Straße hinab zog, und da er ihn ſahe, ging er vorüber. Deſſelbigen gleichen auch ein Levit, da er kam bei die Stätte und ſahe ihn, ging er vorüber. Ein Sama⸗ riter aber reiſte und kam dahin, und da er ihn ſahe, jammerte ihn ſein, ging zu ihm, verband ihm ſeine Wunden und goß darein Oel und Wein, und hob ihn auf ſein Thier und führte ihn in die Herberge und pflegte ſein. Des andern Tages reiſte er und zog heraus zween Groſchen und gab ſie dem Wirth und ſprach zu ihm: Pflege ſein, und ſo du was mehr wirſt darthun, will ich es dir bezahlen, wenn ich wieder komme. Welcher dünkt dich, der unter dieſen Dreien der Nächſte ſei geweſen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er ſprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da ſprach Jeſus zu ihm; So gehe hin und thue des⸗ gleichen. Gebet. jen Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir von Grund unſers Herzens, daß du uns die ſelige Zeit haſt erleben laſſen, daß wir die ſelige Lehre, dein heiliges Evangelium, hören, deinen Willen und väterliches Herz dadurch erkennen und deinen Sohn Jeſum Chriſtum ſehen können. Wir bitten deine grundloſe Barmherzigkeit, du wolleſt ſolches ſelige Licht deines Wortes uns gnädig erhalten und durch deinen heiligen Geiſt unſre Herzen alſo leiten und führen, daß und Evangelien. wir nimmermehr davon weichen, ſon⸗ dern feſt daran halten, eher Alles verlaſſen und endlich dadurch ſelig werden! Amen! Epiſtel am XIV. Sonntage nach Trinitatis. Galat. 5, v. 16—24. ieben Brüder! Ich ſage aber: Wan⸗ delt im Geiſte, ſo werdet ihr die Lüſte des Fleiſches nicht vollbringen. Denn das Fleiſch gelüſtet wider den Geiſt und den Geiſt wider das Fleiſch. Dieſelben ſind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollt. Re⸗ giert euch aber der Geiſt, ſo ſeid ihr nicht unter dem Geſetz. Offenbar aber ſind die Werke des Fleiſches, als da ſind Chebruch, Hurerei, Un⸗ reinigkeit, Unzucht, Abgöttterei, Zau⸗ berei, Feindſchaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Freſſen und dergleichen, von welchen ich heute habe zuvor geſagt und ſage noch zuvor, daß, die ſolches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Gei⸗ ſtes iſt Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmuth, Keuſchheit. Wider ſolche iſt das Geſetz nicht. Welche aber Chriſto angehören, die kreuzigen ihr Fleiſch ſammt den Lüſten und Be⸗ gierden. Evangelium. Luc. 17, v. 11— 19. AInd es begab ſich, da Jeſus reiſte gen Jeruſalem, zog er mitten durch Samaria und Galiläa. Und als er in einen Markt kam, begeg⸗ neten ihm zehn ausſätzige Männer, die ſtanden von ferne und erhoben ihre Stimme und ſprachen: Jeſu lieber Meiſter, erbarme dich unſer! Und da er ſie ſahe, ſprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Prieſtern. Und es geſchah, da ſie hingingen wurden ſie rein. Einer 203 — 8 S n Ba 1“““ —— 8 8 4 1* 3 4 ...“ 2 —— 3 4—— “ 8 1 1 8. .“— ““ 9 1 ““—— 8 3— 4 4— 8 8 —“— 3—. 5 1 ——— 3— 3.—“ .—— 3— 2.—— ————. 1. 1. 8 ‿—— — 8“——.—.— 8 ⸗ ———————. — 2—— 2—— 8 ——.—————————— 8—— ——* 5. 4 8„— —.—— 2. 8— 2— 4 4—— 9— 1 1 1* 8— ———. 55——— S——*————. er——————.— 2. ——— 8 4— 8 5 5 A— 8—— 2——————— ———————— 2 3 3 4— 4— 2 3 3— —— — „Epiſtel am XV. Sonntage nach 204 aber unter ihnen, da er ſahe, daß er geſund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel auf ſein Angeſicht zu ſeinen Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Ejus uber ant⸗ wortete und ſprach: Sind ihrer nicht die neun? Hat ſich ſonſt keiner ge⸗ funden, der wieder umkehre und gäbe Gott die Chre, denn dieſer Fremd⸗ ling? Und er ſprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin, dein Glaube hat dir Aapeldenn Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Du ) haſt durch deinen Sohn Jeſum Chriſtum uns Gläubigen allen von dem gräulichen Ausſatze der Sünde durch dein Wort und heilige Taufe gnädiglich geholfen, und beweiſeſt noch täglich gnädige Hilfe in Allem, was wir bedürfen: wir bitten dich, erwecke unſre Herzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir ſolche Wohl⸗ that nimmermehr vergeſſen, ſondern in deiner Furcht und herzlichem Ver⸗ trauen auf deine Barmherzigkeit für und für leben und mit fröhlichem Herzen dir immerdar danken und dich loben! Amen! Trinitatis. Galat. 5, v. 25— 6, v. 10. „o wir im Geiſte leben, ſo laßt uns auch im Geiſte wandeln. Laßt uns nicht eitler Ehre geizig ſein unter einander zu entrüſten und zu haſſen. Lieben Brüder! So ein Menſch etwa von einem Fehl übereilt würde, ſo helft ihm wieder zurecht mit ſanft⸗ müthigem Geiſte, die ihr glücklich ſeid. Und ſiehe auf dich ſelbſt, daß du nicht auch verſucht werdeſt. Einer trage des Andern Laſt, ſo wer det ihr das Geſetz Chriſti erfüllen.(So Eviſteln Fleiſch ohne Aufhören. Etwas, ſo er doch Nichts iſt, der he⸗ trügt ſich ſelbſt. Ein Jeglicher aber prüfe ſelbſt ſein Werk, und alsdann wird er an ihm ſelbſt Ruhm haben und nicht an einem Andern. Denn ein Jeglicher wird ſeine Laſt tragen, h Der aber unterrichtet wird mit dem zehn rein geworden? Wo ſind aber Worte, der theile mit allerlei Gu⸗ tes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, Gott läßt ſich nicht ſpot⸗ ten. Denn was der Menſch ſäet, das wird er ernten. Wer auf ſein iſch ſäet, der wird von dem Fleiſche das Verderben ernten. Wer — aber auf den Geiſt ſäet, der wird von dem Geiſte das ewige Leben ernten. Laßt uns aber Gutes thun und nicht müde werden; denn zu ſeiner Zeit werden wir auch ernten en. Als wir denn nun Zeit haben, ſo laßt uns Gutes thun an Jedermann, allermeiſt aber an des Glaubens Genoſſen. Evangelium. Matth. 9, v. 24— 34. Tiemand kann zweien Herren die nen; entweder wird er einen haſſen und den andern lieben, oder wird einem anhangen und den an⸗ dern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum ſage ich euch: Sorgt nicht für euer Leben, was ihr eſſen und trinken werdet, auch nicht für euren Läib, was ihr anziehen werdet. Itt nicht das Leben mehr, denn die Speiſe. und der Leib mehr, denn die Klei⸗ dung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: ſie ſäen nicht, ſie ernten nicht, ſie ſammeln nicht in die Scheu⸗ nen, und euer himmliſcher Vater nährt ſie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr, denn ſie? Wer iſt unter euch, der ſeiner Länge Eine Elle zu⸗ ſetzen möge, ob er gleich darum ſorgt? Und warum ſorgt ihr für die Klei⸗ dung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie ſie wachſen, ſie arbeiten aber Jemand ſich läßt dünken, er ſei nicht, auch ſpinnen ſie nicht. J 1 5 ſden? Jac 4 deddch gar wäß, et A ite Gote etbei gfallen. Sa adern Ner z. Esit a ſeinz e —y4 ſe Grt Ndankm aen, daß ben ind uten haſt i af ſern duch dän, ugfe dntiel a h iben Br F diche elch ſent u wenm ch wird ei F r hangn wi was ibt a jen wetd —=— — 1— ——— jage euch, daß auch Salomo in aller ſeiner Herrlichkeit nicht bekleidet ge⸗ weſen iſt, als derſelben eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde alſo kleidet, das doch heute ſteht und morgen in den Ofen geworfen wird, ſollte er das nicht vielmehr euch thun, o ihr Kleingläubigen? Darum ſollt ihr nicht ſorgen und ſagen: Was werden wir eſſen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach ſolchem Allen trachten die Heiden; denn euer himmliſcher Vater weiß, daß ihr das Alles be⸗ dürfet. Trachtet am erſten nach dem Reiche Gottes und nach ſeiner Ge⸗ rechtigkeit, ſo wird euch ſolches Alles zufallen. Darum ſorgt nicht für den andern Morgen, denn der mor⸗ gende Tag wird für das Seine ſor⸗ gen. Es iſt genug, daß ein jeglicher Tag ſeine eigene Plage habe. Gebet. Werr Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir für alle deine Wohl⸗ thaten, daß du uns Leib und Leben gegeben und uns bisher gnädiglich er⸗ halten haſt und bitten dich, nimm dei⸗ nen Segen nicht von uns, ſondern behüte uns vor dem Geiz, auf daß wir dir allein dienen, dich lieben und dir anhangen, und uns nicht mit Ab⸗ götterei und dem ſchädlichen Mam⸗ mons⸗Dienſte verſündigen, ſondern alle Hoffnung, Troſt und Zuverſicht allein auf deine Güte und Gnade ſetzen durch Jeſum Chriſtum, deinen Sohn, unſern Herrn! Amen! Epiſtel am XVI. Sonntage nach Trinitatis. Epheſ. 3, v. 13—21. 2 ieben Brüder! Darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet um meiner Trübſale willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre ſind. Dero⸗ und Evangelien. halben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, der der rechte Vater iſt über Alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichthum ſeiner Herr⸗ lichkeit, ſtark zu werden durch ſeinen Geiſt an dem inwendigen Menſchen, und Chriſtum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegründet zu werden, auf daß ihr begreifen mögt mit allen Heiligen, welches da ſei die Breite und die Länge und die Tiefe, und die Höhe, auch erkennen, daß Chriſtum lieb haben viel beſſer iſt, denn alles Wiſſen, auf daß ihr erfüllt werdet mit allerlei Gottesfülle. Dem aber, der überſchwänklich thun kann über Alles, das wir bitten oder ver⸗ ſtehen, nach der Kraft, die da in uns wirkt, dem ſei Ehre in der Gemeine, die in Chriſto Jeſu iſt, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Evangelium. Luc. 7, v. 11—17. nd es begab ſich darnach, daß Je⸗ ſus in eine Stadt, mit Namen Nain, ging, und ſeiner Jünger gin⸗ gen viele mit ihm und viel Volks. ls er aber nahe an das Stadtthor kam, ſiehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einziger Sohn war ſeiner Mutter; und ſie war eine Wittwe, und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da ſie der Herr ſahe, jammerte ihn derſelbigen und ſprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hin⸗ zu und rührte den Sarg an, und die Träger ſtanden. Und er ſprach: Jüngling, ich ſage dir, ſtehe auf! Und der Todte richtete ſich auf und fing an zu reden, und er gab ihn ſeiner Mutter. Und es kam ſie Alle eine Furcht an und prieſen Gott und ſprachen: Es iſt ein großer Pro⸗ phet unter uns aufgeſtanden und Gott hat ſein Volk heimgeſucht. Und dieſe Rede erſcholl von ihm in das ganze jüdiſche Land und in alle um⸗ liegenden Länder. 3—**“ 206 Gebet. Be Gott, himmliſcher Vater! Der du deinen Sohn haſtlaſſen Menſch werden, daß er mit ſeinem Tode für unſre Sünden bezahlen und uns vom ewigen Tode helfen ſolle: wir bitten dich, erhalte uns in ſolcher Hoffnung, auf daß wir ja nicht daran zweifeln, wie unſer lieber Herr Chriſtus der Wittwe Sohn durch ſein Wort ſhat auferweckt, daß er desgleichen uns am jüngſten Tage auch auferwecken und ewig werde ſelig machen! Amen! Epiſtel am XVII. Sonntage nach Trinitatis. Epheſ. 4, v. 1—6. Ho ermahne nun euch ich Gefange⸗ ner in dem Herrn, daß ihr wan⸗ delt, wie ſichs gebührt eurem Berufe, darinnen ihr berufen ſeid mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und vertraget Einer den Andern in der Liebe und ſeid fleißig zu halten die Einigkeit im Geiſte durch das Band des Friedens. Ein Leib und Ein Geiſt, wie ihr auch berufen ſeid auf Einerlei Hoffnung eures Berufes. Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe, Ein Gott und Vater unſer Aller, der da iſt über euch Alle und durch euch Alle und in euch Allen. Evangelium. Lue. 14, v. 1— 11. Ild es begab ſich, daß Jeſus kam in ein Haus eines Oberſten der Phariſäer auf einen Sabbath, das Brodt zu eſſen, und ſie hielten auf ihn. Und ſiehe, da war ein Menſch vor ihm, der war waſſerſüchtig. Und eſus antwortete und ſagte zu den chriftgelehrten und Phariſäern und prach: Iſt es auch Recht auf den Sab⸗ ath heilen? Sie aber ſchwiegen ſtill. Und er griff ihn an und heilte ihn und ließ ihn gehen. Und Jeſus ant⸗ wortete und ſprach zu ihnen: Welcher iſt unter euch, dem ſein Ochs, oder Eſel in den Brunnen fällt, und er Epiſteln nicht alsbald ihn heraus zieht am Sabbathtage? Und ſie konnten ihn darauf nicht wieder Antwort geben. Er ſagte aber ein Gleichniß zu den Gäſten, da er merkte, wie ſie erwähl⸗ ten oben an zu ſitzen, und ſprach zu ihnen: Wenn du von Jemand gela⸗ den wirſt zur Hochzeit, ſo ſetze dich nicht oben an, daß nicht etwa ain Ehrlicherer, denn du, von ihm gela⸗ den ſei, und ſo dann kommt, der dich und ihn geladen hat, ſpreche zu dir: Weiche dieſem, und du miſſett dann mit Scham unten an ſitzen Sondern, wenn du geladen wirſt, o hat, ſpreche zu dir: Freund, rücke hinauf; dann wirſt du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tiſche ſitzen. Denn wer ſich ſelbſt erhöht, der ſoll erniedrigt werden, und wer ſich ſelbſt erniedrigt, der ſoll erhöht werden. Gebet. Pen Gott, himmliſcher Vater! Wir bitten dich, du wolleſt durch⸗ deinen heiligen Geiſt uns alſo regie⸗ ren und führen, daß wir in deiner Furcht uns halten und nicht hof⸗ färtig werden, ſondern mit ganzem 3 Herzen dein Wort hören und an⸗ a nehmen, und den Sabbath recht hei⸗ 5 ligen, auf daß durch dein Wort wir auch geheiligt werden alſo, daß wir auf deinen Sohn Jeſum Chriſtum alles unſer Vertrauen und Hoffnung ſetzen, daß er allein ſei unſere Ge⸗ rechtigkeit und Erlöſung; und wir unſer Leben nach deinem Wort auch 8 beſſern und vor allem Aergerniß uns hüten, bis wir durch deine Gnade in Chriſto ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am XVIII. Sonntage nach Trinitatis. 1. Cor. 1, v. 4— 9. 3 danke meinem Gott allzeit eurethalben für die Gnade Got⸗ Hdi di 1 diii 1 n I win aler eredigt i zewolden nxe ſ m barkt nſers Hert ac auch wenden d un Tag u dm Gchti naien ſid atnes def gehe hin und ſetze dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich geladnn Mat Nabed T Jeſuz de kiopft ha iod Cine! hrter v aſter, we koot in ihm. d den, von — — G am 8 * 4 1 — 1 2 1 . E S=S — — 5 — — — 8 . 2 * — Z 5 A —— u 189555 ees S E 3** 43 5—— 1 5 S 5 = 5 — . 3 — Gedudd, ſic ſeh adigt, R ader in baden. u halten 2s Band PerNänmmlſſet mnd En 4 der da fitig 1 man nehmen e den Sclhrin ligen, a durh dn 3 uuch ge vedd ii 1 Nenſch dſen tüaung „ Ud büten,! uui m 1 iu den Chrüio 14 an und E 76a eunij en ftl. Epittl an ll t 8. Eriteſ n imm 8 ant⸗ 1 11, u9 Gebet. b Bätr J wnn it dder Jö d— ir d b 1r Jen s KEs und Evangelien. 207 tes, die euch gegeben iſt in Chriſto Jeſu, daß ihr ſeid durch ihn in allen Stücken reich gemacht an aller Lehre und in aller Erkenntniß. Wie denn die Predigt von Chriſto in euch kräf⸗ tig geworden iſt alſo, daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unſers Herrn Jeſu Chriſti, welcher euch auch wird feſt behalten bis an das Ende, daß ihr unſträflich ſeid auf den Tag unſers Herrn Jeſu Chriſti. b Denn Gott iſt treu, durch welchen ihr berufen ſeid zur Gemeinſchaft ſeines Sohnes Jeſu Chriſti, unſers Herrn. Evangelium Matth. 22, v. 34—46. Da aber die Phariſäer hörten, daß Jeſus den Sadducäern das Maul geſtopft hatte, verſammelten ſie ſich, und Einer unter ihnen, ein Schrift⸗ gelehrter, verſuchte ihn und ſprach: Meiſter, welches iſt das vornehmſte Gebot im Geſetz? Jeſus aber ſprach zu ihm: Du ſollſt lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von gan⸗ zer Seele, von ganzem Gemuthe. Dieß iſt das vornehmſte und größte Gebot. Das andere aber iſt dem gleich: Du ſollſt deinen Nächſten lie⸗ ben als dich ſelbſt. In dieſen zween Geboten hanget das ganze Geſetz und die Propheten. Da nun die Phari⸗ ſäer bei einander waren, fragte ſie Jeſus und ſprach: Wie dünket euch um Chriſto? Weß Sohn iſt er? Sie ſprachen: Davids. Er ſprach zu ihnen; Wie nennt ihn denn David im Geiſte einen Herrn, da er ſagt: Der Herr hat geſagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel dei⸗ ner Füße? So nun David ihn einen Herrn nennt, wie iſt er denn ſein ohn? Und Niemand konnte ihm ein Wort antworten und durfte auch Nie⸗ mand von dem Tage an hinfort ihn fragen. Gebet. Her Gott, himmliſcher Vater! Wir ) ſind arme, elende Sünder, deinen Willen wiſſen wir, aber wir ſind zu ſchwach, wir können ihn nicht er⸗ füllen, Fleiſch und Blut iſt in uns ſo ſtark, ſo läßt der leidige Feind, der Teufel, uns auch nicht zufrieden: darum bitten wir dich, du wolleſt deinen heiligen Geiſt in unſre Herzen ausgießen, daß wir mit feſtem Glau⸗ en uns an deinen Sohn Jeſum Chri⸗ ſtum halten, ſeines Todes uns trö⸗ ſten und volle Vergebung aller Sün⸗ den durch ihn glauben, und alſo hier auf Erden in deinem Willen und Ge⸗ horſam heilig leben und auf deine Gnade durch Jeſum Chriſtum ſelig ſterben mögen! Amen! Epiſtel am XIX. Sonntage nach Trinitatis. Epheſ. 4, v. 22— 28. H* legt nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menſchen, der dutch Lüſte in Irr⸗ thum ſich verderbet. Erneuert euch aber im Geiſte eures Gemüths und zieht den neuen Menſchen an, der nach Gott geſchaffen iſt in recht⸗ ſchaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum legt die Lügen ab und re⸗ det die Wahrheit, ein Jeglicher mit ſeinem Nächſten, ſintemal wir unter einander Glieder ſind. Zürnt und ſündigt nicht. Laßt die Sonne nicht über eurem Zorne untergehn. Gebt auch nicht Raum dem Läſterer. Wer geſtohlen hat, der ſtehle nicht mehr, ſondern arbeite und ſchaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürftigen. Evangelium. Matth. 9, v. 1—8. a trat Jeſus in das Schiſf und fuhr wieder herüber und kam in ſeine Stadt. Und ſiehe, da brachten ſie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der ͤ — 5 4 1 ——— * — eb ereßn hbeeseeeneere e ewereert oe 14 19 ℳ6e eneeade eeee e eee 8.“- — 208 lag auf einem Bette. Da nun Je⸗ ſus ihren Glauben ſahe, ſprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getroſt, mein Sohn, deine Sünden ſind dir vergeben. Und ſiehe, etliche unter den Schriftgelehrten ſprachen bei ſich ſelbſt: Dieſer läſtert Gott. Da aber Jeſus ihre Gedanken ſahe, ſprach er: Jarum denkt ihr ſo Arges in euren Herzen? Welches iſt leichter zu ſagen: Dir ſind deine Sünden vergeben, oder zu ſagen: Stehe auf und wandle? Auf daß ihr aber wißt, daß des Menſchen Sohn Macht habe auf Er⸗ den die Sünden zu vergeben, ſprach er zu dem Gichtbrüchigen: Stehe auf, hebe dein Bett auf und gehe heim. Und er ſtand auf und ging heim. Da das Volk das ſahe, verwunderte es ſich und pries Gott, der ſolche Macht den Menſchen gegeben hat. Gebet. Almächtiget⸗ ewiger Gott! Der du △έ‿ι durch deinen Sohn Jeſum Chri⸗ ſtum dem gichtbrüchigen Menſchen an Leib und Seele haſt gnädig helfen laſſen: wir bitten deine grundloſe Barmherzigkeit, ſei uns auch gnädig und vergib alle unſre Sünde, ſtärke unſern Glauben durch dein Wort und heiligen Geiſt und leite uns alſo, daß wir nicht durch Sünde zu Krankheit und andrem Unglück Ur⸗ ſach geben, ſondern in deiner Furcht uns halten und alſo vom zeitlichen und ewigen Zorne und Strafe frei werden! Amen! Epiſtel am XX. Sonntage nach Trinitatis. Epheſ. 1, v. 15— 25. Mo ſeht nun zu, wie ihr vorſich⸗ tiglich wandelt, nicht als die Un⸗ weiſen, ſondern als die Weiſen. Und ſchickt euch in die Zeit, denn es iſt böſe Zeit. Darum werdet nicht un⸗ verſtändig, ſondern verſtändig, was da ſei des Herrn Wille. Und ſauft Epiſteln euch nicht voll Weins, daraus ein unordentliches Weſen folgt, ſondern werdet voll Geiſtes und redet unter einander von Pſalmen und Lobge⸗ ſängen und geiſtlichen Liedern, ſingt und ſpielt dem Herrn in eurem her⸗ zen; und ſagt Dank allezeit für Al⸗ les Gott und dem Vater, in dem Namen unſers Herrn Jeſu Chriſti, und ſeid unter einander unterthan in der Furcht Gottes. Evangelinm. Matth. 22, v. 1—14. Der Herr Jeſus antwortete und I redete abermal durch Gleichniſe zu ihnen und ſprach: Das Himmelu Jien, über per bet danten Karnherzi ums z1 rröhlice reich iſt gleich einem Könige, der ſei e. nem Sohne Hochzeit machte, und ſandte ſeine Knechte aus, daß ſie die Gäſte zur Hochzeit riefen; und ſie wollten nichtkommen. Abermal ſandte er andre Knechte aus und ſprach: Sagt den Gäſten: Siehe meine Och⸗ ſen und mein Maſtvieh iſt geſchlach⸗ del tet und Alles bereit, kommt zur Hoch⸗ zeit. Aber ſie verachteten das und gingen hin, Einer auf ſeinen Acer, der Andere zu einer Handthierung; Etliche aber griffen ſeine Knechte, Da das a der König hörte, ward er zornig und ſchickte ſeine Heere aus und brachte dieſe Mörder um und zündete ihre Stadt an. Da ſprach er zu ſeinen Knechten: Die Hochzeit iſt zwar be reitet, aber die Gäſte waren es nich werth. Darum geht hin auf de höhnten und tödteten ſie. Straßen und ladet zur Hochzeit, wen ihr ſindet. Gute. Und die Tiſche wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäſte zu beſehen, und ſahe all⸗ da einen Menſchen, der hatte kein hochzeitliches Kleid an und ſprach zu ihm: Freund, wie du biſt herein ge⸗ kommen und haſt doch kein hochzeit⸗ liches Kleid an? Er aber verſtummte. Und die Knechte gingen n aus auf die Straßen und brachten ui zuſammen, wen ſie fanden, Böſe und i 4 den runderte r ſolche 1 — Der du m Ghri⸗ denſchen hecfen tdundloſe mädig ſtärte Vert te uns inde zu dt Ur⸗ urcht ſtlichen afe frei mnelium. 2., v. 1- us antut mal durh Ge uün a ſprah dr änem ſöni um K ee(Hochzet mute —— — — udte„ Nneche als dfne Gäſte ſ* hrit rifm, vollten; e and umen. Abenlſat 2 te aus m n Sagt 1d ken: Sithu ſen un d Maſvwichizäbe tt und M Jereit, Vraa eit. 1 ☚ verachten um ginen R iner anf mh der Au einer DMüimn Gtücte F S grifm ſweh döhntel e üdddeen ſe A der Kö d, vnd amt ſcicte mrere dls h deſe 1 A um und fi Stadt. N ſrrch 1n 5⁵ Hochxet ſt witet, A*? Gäft rokn vett.=em gt n 3 t date 1 ———— * 1 Da ſprach der König zu ſeinen Die⸗ nern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in die äußerſte Fin⸗ ſterniß hinaus, da wird ſein Heulen und Zähneklappen. Denn Viele ſind be⸗ rufen, aber Wenige ſind auserwählt. Gebet. Her Gott, himmliſcher Vater! Wir 9 danken dir für deine große Barmherzigkeit und Gütigkeit, daß du uns zu deinem lieben Wort auf die fröhliche Hochzeit kommen laſſen und durch deinen Sohn alle unſre Sünde vergeben haſt. Weil aber der täglichen Anfechtung, Aergerniß und Gefahr ſo viel iſt, und wir für uns ſelbſt ſehr ſchwach und zur Sünde geneigt ſind, bitten wir dich, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt uns vor allem Fall gnädig behüten; uns aber, wo wir fallen, und alſo das Kleid, welches uns dein lieber Sohn Jeſus Chriſtus angezogen hat, beſudeln, gnädig wieder aufhelfen h und uns ſ rechter Buße und wah⸗ rem Glauben auf deine Barmherzig⸗ keit leiten und in Ewigkeit nicht ſinken 8 laſſen! Amen! Epiſtel am XXI. Sonntage nach Trinitatis. Epheſ. 6, v. 10— 17. Z'lebt. meine Brüder, ſeid ſtark in ₰ dem Herrn und in der Macht ſeiner Stärke. Zieht an den Harniſch Gottes, daß ihr beſtehen könnt gegen die liſtigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleiſch und Blut zu kämpfen, ſondern mit Fürſten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finſterniß dieſer Welt herrſchen, mit den böſen Geiſtern unter dem Himmel. Um deßwillen ſo ergreift den Harniſch Gottes, auf daß ihr, wenn das böſe Stündlein kommt, Widerſtand thun und Alles wohl ausrichten und das Feld be⸗ halten mögt. So ſteht nun, um⸗ und Evangelien. gürtet eure Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Krebs der Gerech⸗ tigkeit und an Beinen geſtiefelt, als fertig zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet ſeid. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit welchem ihr aus⸗ löſchen könnt alle feurigen Pfeile des Böſewichts, und nehmt den Helm des Heils und das Schwerdt des Geiſtes, welches iſt das Wort Gottes. Evangelium. Joh. 4, v. 47— 54. nd es war ein Königiſcher, deß Sohn lag krank zu Capernaum. Dieſer hörte, daß Jeſus kam aus Judäa in Galiläa, und ging zu ihm und bat ihn, daß er hinab käme und hälfe ſeinem Sohne, denn er war todtkrank. Und Jeſus ſprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder ſeht, ſo glaubt ihr nicht. Der Kö⸗ nigiſche ſprach zu ihm: Herr, komme inab, ehe denn mein Kind ſtirbt. Jeſus ſprach zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt. Der Menſch glaubte dem Worte, das Jeſus zu ihm ſagte, und ging hin. Und indem er hinab ging, begegneten ihm ſeine Knechte, ver⸗ kündigten ihm und ſprachen: Dein Kind lebt. Da forſchte er von ihnen die Stunde, in welcher es beſſer mit ihm geworden war. Und ſie ſprachen zu ihm: Geſtern um die ſiebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jeſus zu ihm geſagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit ſeinem ganzen Hauſe. Dieß iſt nun das andere Zeichen, das Jeſus that, da er aus Judäa in Galiläa kam. Gebet. Umächtiger, ewiger Gott! Der du 4 mäch deinen Sohn Vergebung unſerer Sünde, Gerechtigkeit und ewi⸗ ges Leben uns haſt verheißen: wir bitten dich, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt unfre Herzen alſo führen 210 und erwecken daß wir ſolche Hilfe durch tüglihe⸗ Gebet und ſonderlich Anfechtungen bei ihm ſuchen der Knecht nieder und betete ihn an in allen Anfe hm ſi und durch einen rechten feſten Glau⸗ ben auf deine Zuſage und Wort ge⸗ und ſprach: He mir, ich will dir Alles bezahlen. Da wiß finden und erlangen und end⸗ lich durch ihn ſelig werden! Amen! Trinitatis. Phil. 3, v. 1—11. Alle, und thue das Gebet mit Freu⸗ den, über eurer Gemeinſchaft am her; und bin deſſelbigen in guter Zuverſicht, daß, der in euch angefan⸗ gen hat das gute Werk, der wird es auch vollführen bis an den Tag Jeſu Chriſti. Wie es denn mir billig iſt, daß ich dermaßen von euch Allen halte darum, daß ich euch in meinem Herzen habe, in dieſem meinem Ge⸗ fängniß, darinnen ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr Alle mit mir der Gnade theil⸗ haftig ſeid. Denn Gott iſt mein Zeuge, wie mich nach euch Allen verlangt von Herzensgrund in Jeſu Chriſto. allerlei Erkenntniß und Erfahrung, daß ihr prüfen mögt, was das Beſte ſei, auf daß ihr ſeid lauter und unan⸗ ſtößig bis auf den Tag Chriſti, erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jeſum Chriſtum geſchehen (in euch) zu Ehre und Lobe Gottes. Evangelium. Matth. 18, v. 23.—35. D Himmelreich iſt gleich einem * Könige, der mit ſeinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntauſend Pfund ſchuldig. △. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, Epiſteln hieß der Herr verkaufen ihn und ſein Weib und ſeine Kinder und Alls, was er hatte, und bezahlen. Da fiel und ſprach: Herr, habe Geduld mit — jammerte den Herrn deſſelbigen Knechts und ließ ihn los und die Schuld . erließ er ihm auch. Da ging derſel⸗ Epiſtel am XXII. Sonntage nach bige Knecht hinaus und fand einen ſeiner Mitknechte, der war ihm hun⸗ dert Groſchen ſchuldig; und er griff 1 5 Iihn an und würgte ihn und ſprach. J danke meinem Gott, ſo oft ich gie d polc ₰ euer gedenke, welches ich allezeit thue in allem meinem Gebet für euch und bat ihn und ſprach: Habe Ge⸗ dld mit mir, ich will dir Alles be⸗ 1 en am zahlen. Er wollte aber nicht, ſondern Evangelio vom erſten Tage an bis⸗ Ain an Bezahle mir, was du mir ſchuldig biſt. Da fiel ſein Mitknecht nieder ging hin und warf ihn in das Gefäng⸗ niß, bis daß er bezahlte, was a ſchuldig war. Da aber ſeine Mit⸗ knechte ſolches ſahen, wurden ſie ſehr betrübt und kamen und brachten vor — ihren Herrn Alles, was ſich begeben hatte. Da forderte ihn ſein Herr vor ſich und ſprach zu ihm: Du Schalts⸗ knecht, alle dieſe Schuld habe ich dir . erlaſſen, dieweil du mich bateſt;, ſollteſt du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknocht, wie ich mich über dich erbarmt habe? Und ſein Herr ward zornig und üherantwoxtete fi d “ 4„2 S EAS— 5 e. 1 aſto. Peinigern, bis daß er bezahlte Alles Und darum bete ich, daß eure Liebe Weinigern p 84 je mehr und mehr reich werde in was er ihm ſchuldig war. Alſo wird euch mein himmliſcher Vater auch thun, ſogihr nicht vergebet von euren Herzen, ein Jeglicher ſeinem Bruder ſeine Fehler. Gebet. A llmächtiger, ewiger Gott! Wir er⸗ kennen, daß wir arme Sünder und tief verſchuldet ſind. Wir dan⸗ ken dir aber von Herzen daß du ſoſche Schuld von uns genommen, auf dei⸗ nen lieben Sohn Jeſum Chriſtum gelegt und ihn für uns haſt bezahlen aſſen, und bitten dich auch, du wol⸗ leſt in ſolchem Glauben uns gnädig erhalten und durch deinen heiligen Geiſt hier auf Erden alſo leiten und 5 45 ammnit, dll iſt, I. ad derer * „ — ds n ſiha dua nier we n an mn älhshn und lif ewitad le 1 1 „ebde ſener N 90. mdg an 1 32 enind ſo ef mum 1 Tir ac it Sri Atagn nt her un dn en ſrr 3 daft mn dud nit eih wi R an bis Kühlen. r kalernit ſ n aus ainſ cffininut 4 an nn, bis ar be eam ſtubig.adr e neekun arlſen, e b rantwotte Chritto. Peinggern † Caß erbg 1 e Lede pas er i Ki ve. N de was er b 5 34 ſe Herze,— ebtt. lns„ vige d 1 it, die 3 wir um 1 ſceden Schu 1 8 en teſt acten, vmabs führen, daß wir deinem Willen nach⸗ leben und unſerm Nächſten alle Liebe, Dienſt und Hilfe gern bewahren, wie⸗ derum allen Zorn und Ungeduld und Rachgier fahren laſſen, auf daß wir deinen Zorn wider uns nicht erregen, ſondern immerdar einen gnädigen Vater durch Jeſum Chriſtum an dir haben, der mit dir und dem heiligen Geiſte lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Epiſtel am XXIII. Sonntage nach Trinitatis. Phil. 3, v. 17— 21. Felat mir, lieben Brüder, und ſeht auf die, die alſo wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbild. Denn Viele wandeln, von welchen ich euch geſagt habe, nun aber ſage ich euch mit Weinen, die Feinde des Kreuzes Chriſti, welcher Ende iſt die Ver⸗ dammniß, welchen der Bauch ihr Gott iſt, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdiſch geſinnt ſind. Unſer Wandel aber iſt im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jeſu Chriſti, des Herrn, welcher unſern nichtigen Leib ver⸗ klären wird, daß er ähnlich werde ſeinem verklärten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthänig machen. Evangelium. Matth. 22, v. 15— 22. D gingen die Phariſäer hin und hielten einen Rath, wie ſie Je⸗ ſum fingen in ſeiner Rede; und ſandten zu ihm ihre Jünger ſammt Herodis Dienern und ſprachen: Mei⸗ ſter, wir wiſſen, daß du wahrhaftig biſt und lehrſt den Weg Gottes recht, und du fragſt nach Niemand, denn du achteſt nicht das Anſehn der enſchen; darum ſage uns, was dünkt dich? Iſt es Recht, daß man dem Kaiſer Zins gebe, oder nicht? und Evangelien. 211 heit, ſprach er: Ihr Heuchler, was verſucht ihr mich? Weiſet mir die Zinsmünze. Und ſie reichten ihm einen Groſchen dar. Und er ſprach zu ihnen: Weß iſt das Bild und die Ueberſchrift? Sie ſprachen zu ihm; Des Kaiſers. Da ſprach er zu ihnen: So gebt dem Kaiſer, was des Kai⸗ ſers iſt, und Gott, was Gottes iſt. Da ſie das hörten, verwunderten ſie ſich und ließen ihn und gingen davon. Gebet. Her Gott, himmliſcher Vater! Wir 9) danken dir, daß du bisher gnä⸗ digen Frieden gegeben und vor Krieg und fremder Herrſchaft uns väterlich behütet haſt. Wir bitten dich, gib deine Gnade ferner, daß wir in dei⸗ ner Furcht und nach deinem Willen leben, durch Sünde nicht Urſach zu Krieg und andern dergleichen Stra⸗ fen geben. Regiere und führe unſre Obrigkeit alſo, daß ſie deinen Gehor⸗ ſam nicht hindere, ſondern fördre und wir deſte mehr Segen und Glück un⸗ ter ihrem Regimente haben mögen! Amen! Epiſtel am XXIV. Sonntage nach Trinitatis. Col. 1, v. 9— 14. Derohalben auch wir von dem —₰ Tage an, da wir es gehört ha⸗ ben, hören wir nicht auf für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit Erkenntniß ſeines Willens in allerlei geiſtlicher Weisheit und Verſtand, daß ihr wandelt würdig⸗ lich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar ſeid in allen guten Werken uud wachſet in der Erkennt⸗ niß Gottes und geſtärkt werdet mit aller Kraft nach ſeiner herrlichen Macht, in aller Geduld und Lang⸗ müthigkeit mit Freuden, und dank⸗ ſagt dem Vater, der uns tüchtig ge⸗ macht hat zu dem Erbtheil der Hei⸗ Da nun Jeſus merkte ihre Schalk⸗ ligen im Lichte, welcher uns errettet u-——△.ͤͤͤé“ 889— Be . 4 8 5 Jünger. Und ſiehe, ein Weib, das 21¹² hat von der Obrigkeit der Finſterniß und hat uns verſetzt in das Rei ſeines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlöſung durch ſein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden. Evangelium. Matth. 9 v. 18— 26. a er ſolches mit ihnen redete, ſiehe, da kam der Oberſten einer und ſiel vor ihm nieder und ſprach: Herr, meine Tochter iſt jetzt geſtorben; aber komme und lege deine Hand auf ſie, ſo wird ſie lebendig. Jeſus ſtand auf und folgte ihm nach und ſeine zwölf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und rührte ſeines Kleides Saum an. Denn ſie ſprach bei ſich ſelbſt: Möchte ich nur ſein Kleid anrühren, ſo würde ich geſund. Da wandte ſich Jeſus um und ſahe ſie und ſprach: Sei getroſt, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward geſund zu derſelbigen Stunde. Und als er in des Oberſten Haus kam und ſahe die Pfeifer und das Getümmel des Volks, ſprach er zu ihnen: Weicht, denn das Mägdlein iſt nicht todt, ſon⸗ dern es ſchläft. Und ſie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff ſie bei der Hand; da ſtand das Mägd⸗ lein auf. Und dieß Gerücht erſcholl in daſſelbige ganze Land. Gebet. Almächtige⸗ ewiger Gott! Der du durch deinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung von dem ewigen Tode uns haſt zugeſagt: wir bitten dich, ſtärke uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir in ſolchem Vertrauen auf deine Gnade durch Chriſtum täglich zunehmen und die F Hoffnung feſt und gewiß behalten, daß wir nicht ſterben, ſondern ſanft entſchlafen und durch deinen Sohn Epiſteln ch erwecket werden! Amen! zum ewigen Leben wieder ſollen auf⸗ Trinitatis. 1. Theſſ. 4, v. 13— 18. wWi wollen euch aber, lieben Bru⸗ der, nicht verhalten von denen, traurig ſeid, wie die Andern, die auferſtanden iſt, alſo wird Gott auch, die da entſchlafen ſind durch Jeſum, mit ihm führen. Denn das ſagen wir euch als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und über⸗ bleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da ſchlafen. Denn er ſelbſt, der Herr, wird mit einem Feld⸗Geſchrei und Epiſtel am XXV. Sonntage nach 6 die da ſchlafen, auf daß ihr nicht ll keine Hoffnung haben. Denn ſo wir it glauben, daß Jeſus geſtorben und erden i ih wäre eiehe, ic Ddarum dn: Si eit nich er Kan denn g. Stimme des Erz⸗Engels und mit der Poſaune Gottes hernieder kom⸗ men vom Himmel, und die Todten in Chriſto werden auferſtehen zuerſt, darnach wir, die wir leben und üher⸗ bleiben, werden zugleich mit denſelhi⸗ gen hingerückt werden in den Wolken dem Herrn entgegen in der Luft, und werden alſo bei dem Herrn ſein alle⸗ zeit. So tröſtet euch nun mit dieſen Worten unter einander. Evangelium. Matth. 24, v. 15— 28. davon geſagt iſt durch den Propheten Daniel, daß er ſteht an der heiligen Stätte,(wer das lieſt, der merke da⸗ rauf!) alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdiſchen Lande iſt; und wer auf dem Dache iſt, der ſteige nicht hernieder, Etwas aus ſeinem Hauſe zu holen; und wer auf dem elde iſt, ſeine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und den Säugern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Jeſum Chriſtum am jüngſten Tage — Der Herr Jeſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Wenn ihr nun ſehen werdet den Gräuel der Verwüſtung, i daß ndantbar der kehre nicht um, ſi Flucht nicht geſchehe im Winter, oder V um Auf iderga ulunft dber ein ie Adler ſfe G. 0 dank ütn, od dar es m n, unee nd alles; annde un atnes) V d de gert vo⸗ der 1 pürde ich Jefus un mnel des Weict, dodt, ſon⸗ t. nen W e mel, mih T ien ind uta da ſchle. Fenn erſähhde d m Fedſn (Simn ErrOwe ni der Po re. Jottes hmnd in Chrſ. den auſtan darnac cie wir bauie bleiben enzugleit gen hit t= werdeni den de 8 egen ind eae en i den ym Vortel da eingde. uugtlim. nit ihn Mrn Dem 1 et euch umm am Sabbath. Denn es wird alsdann eine große Trübſal ſein, als nicht geweſen iſt vom Anfang der Welt deaher, und als auch nicht werden wird. Und wo dieſe Tage nicht wür⸗ den verkürzt, ſo würde kein Menſch ſelig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt. So alsdann Jemand zu euch wird ſagen: Siehe hier iſt Chriſtus, oder da, ſo ſollt ihr es nicht glauben. Denn es werden falſche Chriſti und falſche Pro⸗ pheten aufſtehen und große Zeichen und Wunder thun, daß verführt werden in den Irrthum(wo es mög⸗ lich wäre) auch die Auserwählten. Siehe, ich habe es euch zuvor geſagt. Darum wenn ſie zu euch ſagen wer⸗ den: Siehe, er iſt in der Wüſte, ſo geht nicht hinaus; ſiehe, er iſt in der Kammer, ſo glaubt nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgeht vom Aufgang und ſcheint bis zum Niedergang, alſo wird auch ſein die Zukunft des Menſchen⸗Sohnes. Wo aber ein Aas iſt, da ſammeln ſich die Adler. Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir herzlich, daß du uns aus dem ſchädlichen Irrthume des Papſtthums durch dein Wort geführt und zum rechten Licht deiner Gnaden gebracht haſt und bitten dich, du wolleſt in ſolchem Lichte uns gnädig erhalten, vor allem Irrthum und Ketzerei bewahren und davor behü⸗ ten, daß wir nicht wie die Juden, die undankbar geworden, dein Wort ver⸗ achten, oder verfolgen, ſondern daß wir es mit ganzem Herzen anneh⸗ men, unſer Leben darnach beſſern, und alles Vertrauen allein auß deine Gnade und Verdienſt deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti ſetzen, der mit dir und dem heiligen Geiſte lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. und Evangelien. 213 Epiſtel am XXVI. Sonntage) nach Trinitatis. 2. Petri 3, v. 3—13. Ihr Lieben! Wißt das aufs Erſte, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eige⸗ nen Lüſten wandeln und ſagen: Wo iſt die Verheißung ſeiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entſchlafen ſind, bleibt es Alles, wie es von An⸗ fang der Creatur geweſen iſt. Aber muthwillens wollen ſie nicht wiſſen, daß der Himmel vor Zeiten auch war, dazu die Erde aus Waſſer und im Waſſer beſtanden durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieſelbigen mit der Sündfluth verderbt. Alſo auch der Himmel jetzund und die Erde werden durch ſein Wort geſpart, daß ſie zum Feuer behalten werden am Tage des Ge⸗ richts und Verdammniß der gott⸗ loſen Menſchen. Eins aber ſei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn iſt wie tauſend Jahre, und tauſend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es Etliche für einen Verzug ach⸗ ten, ſondern er hat Geduld mit uns und will nicht, daß Jemand verloren werde, ſondern daß ſich Jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herren Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze ſchmelzen, und die Erde und die Werke, die darinnen ſind, werden verbrennen. So nun dies Alles ſoll zergehen, wie ſollt ihr denn geſchickt ſein mit heiligem Wandel und gott⸗ ſeligem Weſen, daß ihr wartet und eilt zu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerſchmelzen werden! Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde, nach ſeiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt. eeieeneee. g nre— Evangelium. Matth. 25, v. 31— 46. Wenn aber des Menſchen Sohn kommen wird in ſeiner Herr⸗ lichkeit und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er ſitzen auf dem Stuhle ſeiner Herrlichkeit, und wer⸗ den vor ihm alle Völker verſammelt werden, und er wird ſie von einan⸗ der ſcheiden, gleichwie ein Hirt die Schafe von den Böcken ſcheidet, und wird die Schafe zu ſeiner Rechten ſtellen und die Böcke zur Linken. Da wird der König ſagen zu denen zu ſeiner Rechten. Kommt her, ihr Geſegneten meines Baters, ererbt das Reich, das euch bereitet iſt von Anbeginn der Welt; denn ich bin hungrig geweſen, und ihr habt mich geſpeiſt. Ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin ein Gaſt geweſen, und ihr habt mich beherbergt. Ich bin nackend geweſen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank geweſen, und ihr habt mich beſucht. Ich bin gefangen ge⸗ weſen, und ihr ſeid zu mir gekom⸗ men. Dann werden ihm die Gerech⸗ ten antworten und ſagen: Herr, wann haben wir dich hungrig geſehen und haben dich geſpeiſt? Oder dur⸗ ſtig und haben dich getränkt? Wann haben wir dich einen Gaſt geſehen und beherbergt? Oder nackend und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen geſehen und ſind zu dir gekommen? Und der König wird antworten und ſagen zu ihnen: Wahrlich ich ſage euch: Was ihr gethan habt Einem unter dieſen meinen geringſten Brüdern, das habt ihr mir gethan. Dann wird er auch ſagen zu denen zur Linken: Geht hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet iſt dem Teufel und ſeinen Engeln. Ich bin hungrig geweſen, und ihr habt mich nicht geſpeiſt. Ich bin durſtig ge⸗ weſen, und ihr habt mich nicht ge⸗ tränkt. Ich bin ein Gaſt geweſen, Epiſteln und ihr habt mich nicht beherber Ich bin nackend geweſen, und d. habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen geweſen, und ihr habt mich nicht beſucht. Da werden ſie ihm auch antworten und ſagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durſtig, oder einen Gaſt, oder nackend, oder krank, oder gefangen geſehen und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und ſagen: Waͤhrlich ich ſage euch: Was ihr nicht gethan habt Einem unter dieſen Geringſten, das habt ihr mir auch nicht gethan. Und ſie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben. Gebet. Herr Gott, himmliſcher Vater! Es befiehlt uns dein lieber Sohn, unſer Herr Jeſus Chriſtus, wir ſol⸗ len den Hungrigen ſpeiſen, den Du⸗ ſtigen tränken, den Nackenden klei⸗ den, den Kranken beſuchen, und alſo alle Liebe und Treue an unſerm Nächſten beweiſen. Du weißt aber auch, lieber Vater, wie kalt, träge und faul, leider, unſere Herzen von Natur zu ſolchem Allem ſind und wie heftig der Teufel die Liebe in uns hindert: bitten dich demnach von Herzen, du wolleſt uns verzeihen und vergeben Alles, damit wir bisher die⸗ ſem guten und heilſamen Befehle zu⸗ wider gehandelt haben, und durch deinen heiligen Geiſt uns regieren, auf daß wir in brüderlicher Liebe täglich zunehmen und darinnen bis an das Ende verharren, auch endlich mit allen Heiligen eingehen in dein Reich, das iſt, in die ewige Freude und Seligkeit! Amen! Epiſtel am XXVII. Sonntage nach Trinitatis. 2. Cor. 5, v. 1—10. Wi wiſſen aber, ſo unſer irdiſches Haus dieſer Hütte zerbrochen i, dan et erb änden nmal e wir ing, die eangt, reden ſt iiht blo⸗ deweil w ur uns huir wol andern: 1ue Ste un dem Mo pius n — — E = —— —— nicht blos erfunden werden. — —— 5 —— — —— ha ür in de& Fen Gabe , eddt Gerechtz r ip ewige hn et in von t ich din Gebet. dadt nih), himnüſta meweſen, D E 8.F uns den äes at. Io mfe ß dr dadt len den zen ſpeſſg a nackend ſügen den NMatus detleidet. den, den eren beuhn ür dadt alle Lit Teue un agen ge⸗ Nächſteg ſen. Dumt rgetom⸗ auch, ater, viüm Gercch⸗ und ſat X r nneer han : Herr, Natur † hem Nſh geſehen wie hefſ? Vufel Ni der dur⸗ uns bin: A tten dihdeu BWann Herzen, † leſt neraiin geſehen vergeben T. damit ritih nd und ſem gutt. † heiſſener bi a daden wider rt haben m gſeden deinen 32 Geit ve un der an daſ eaii brdaitn s an das ahmm, 1 dejen nit alls pn ie ſe n* p 3 as hadt Rech, J m h. in da I Seurty 1 el 1„ i dn Enite pim ‿ di 1-10 t mich 17 ng ge⸗ ir t be vait 5 zeit und wiſſen, daß, dieweil wir im Leibe wohnen, ſo wallen wir dem d us Chris mi delt hat bei Leibes Leben, es ſei gut täglich 1 4 und dim und S— Ama . ging, und ſie achteten es nicht, bis wird, daß wir einen Bau haben von Gott erbaut, ein Haus nicht mit Händen gemacht, das ewig iſt im Himmel. nen wir uns nach unſerer Behau⸗ ſung, die vom Himmel iſt, und uns E verlangt, daß wir damit überkleidet werden ſo doch, wo wir bekleidet und Denn dieweil wir in der Hütte ſind, ſehnen wir uns und ſind beſchwert, ſintemal wir wollten lieber nicht entkleidet, ſondern überkleidet werden, auf da das Sterbliche würde verſchlungen von dem Leben. Der uns aber zu demſelben bereitet, das iſt Gott, k der uns das Pfand, den Geiſt, gege⸗ ben hat. Wir ſind aber getroſt alle⸗ Herrn; denn wir wandeln im Glau⸗ ben und nicht im Schauen. Wir ſind aber getroſt und haben vielmehr Luſt, außer dem Leibe zu wallen und daheim zu ſein bei dem Herrn. Darum befleißigen wir uns auch, wir ſind daheim, oder wallen, daß wir ihm wohlgefallen. Denn wir müſſen alle offenbar werden vor dem Richterſtuhle Chriſti, auf daß ein Jeg⸗ licher empfange, nachdem er gehan⸗ oder böſe. Das Evangelium am XXVII. Sonn⸗ tage nach Trinitatis von der Ver⸗ klärung Chriſti, Matth. 17, v. 1— 9, ſuche am 6. Sonnt nach Epiphanias. Matth. 24, v. 37— 51. Jeſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Gleichwie es zur Zeit Noä war, aſſo wird auch ſein die Zukunft des Menſchen⸗Sohnes. Denn gleichwie ſie waren in den Tagen vor der Sündfluth, ſie aßen, ſie tranken, ſie freiten und ließen ſich freien, bis an den Tag, da Noa zu der Arche ein⸗ die Sündfluth kam und nahm ſie und Evangelien. Und über demſelbigen ſeh⸗ d die Zukunft des Menſchen⸗Sohnes. Dann werden Zwei auf dem Felde ſein! Einer wird angenommen und er andere wird verlaſſen werden. Zwei werden mahlen auf der Mühle; une wird angenommen und die Andere wird verlaſſen werden. Darum wacht; denn ihr wißt nicht, welche Stunde euer Herr kommen wird. Das ſollt ihr aber wiſſen: Wenn ein Hausvater wüßte, welche Stunde der Dieb kommen wollte, ſo würde er ja ß wachen und nicht in ſein Haus bre⸗ chen laſſen. Darum ſeid ihr auch be⸗ reit; denn des Menſchen Sohn wird ommen zu einer Stunde, da ihr es nicht meint. Welcher iſt aber nun ein kluger und treuer Knecht, den der Herr geſetzet hat über ſein Geſinde, aß er ihnen zu rechter Zeit Speiſe gebe? Selig iſt der Knecht, wenn ſein Herr kommt und findet ihn alſo thun. Wahrlich, ich ſage euch, er wird ihn über alle ſeine Güter ſetzen. So aber jener, der böſe Knecht, wird in ſeinem Herzen ſagen: Mein Herr kommt noch lange nicht; und fängt an zu ſchlagen ſeine Mitknechte, ißt und trinkt mit den Trunkenen, ſo wird der Herr deſſelbigen Knechtes kommen an dem Tage, deß er ſich nicht verſieht, und zu der Stunde, die er nicht meint, und wird ihn zer⸗ ſcheitern und wird ihm ſeinen Lohn geben mit den Heuchlern. Da wird ſein Heulen und Zähneklappen. Ein anderes Evangelium. Matth. 25, v. 1—13. Dann wird das Himmelreich gleich ₰ ſein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren thöricht und fünf waren klug. Die thörichten nahmen ihre Lampen, aber ſie nahmen nicht Oel mit ſich; die klugen aber nah⸗ men Oel in ihren Gefäßen ſammt ihren Lampen. Da nun der Bräu⸗ lle dahin: alſo wird auch ſein tigam verzog, wurden ſie alle ſchläf⸗ p .“ ſͤſſſſ““ ͤ———— e ſſſſ 216 rig und entſchliefen. Zur Mitter⸗ nacht aber ward ein Geſchrei: Siehe, der Bräutigam kommt, geht aus, ihm entgegen! Da ſtanden die Jung⸗ frauen alle auf und ſchmückten ihre Lampen. Die thörichten aber ſprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Oel, denn unſere Lampen verlöſchen. Da antworten die klugen und ſpra⸗ chen: Nicht alſo, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krämern und kauft für euch ſelbſt. Und da 3 hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Thür ward verſchloſſen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und ſprachen: Herr, Herr, thue uns auf! Er ant⸗ wortete aber und ſprach: Wahrlich ich ſage euch, ich kenne euch nicht. — Epiſteln Darum wacht; denn ihr wißt weder Tag no Menſchen Sohn kommen wird. Herr Chriſtus am jüngf derkommen ch Stunde, in welcher des Gebet. Hen Gott, himmliſcher Vater! Wir dein Wort und Evangelium noch für und für alle Menſchen zur Hochzeit deines Sohnes berufen läſſeſt und bitten dich: Regiere unſere Herzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir danken dir herzlich, daß du durch allezeit Oel in unſern Lampen haben, das iſt: Glauben und gut Gewiſſen bewahren, auch bis ans Ende wachen und munter ſein, auf daß, wenn der himmliſche Bräutigam, ‿ und aus Gnaden ſelig werden! Amen! Epiſteln und Evangelien, ſo auf die vornehmſten Feſte durch das ganze Jahr in der Kirche geleſen werden. Nichts gehört haben? Wie ſollen ſie am St. Andreas⸗Tage. Röm. 10, 8—18. Leben Brüder! Dieß iſt das Wort vom Glauben, das wir predigen. Denn ſo du mit deinem Munde be⸗ kennſt Jeſum, daß er der Herr ſei, und glaubſt in deinem Herzen, da ihn Gott von den Todten auferweckt hat, ſo wirſt du ſelig. Denn ſo man von Herzen glaubt, ſo wird man ge⸗ recht, und ſo man mit dem Munde bekennt, ſo wird man ſelig; denn die Schrift Epiſtel aber hören ohne 2 len ſie aber predi geſandt w Es iſt hier kein Unterſchied unter Juden und Griechen, es iſt Aller zumal Ein Herr, reich über Alle, die ihn anrufen. Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, ſoll ſelig wer⸗ den. Wie ſollen ſie aber anrufen, an den ſie nicht glauben? Wie ſol⸗ len ſie aber glauben, von . ſchrift ſpricht: Wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden. dem ſie — derer, die den Frieden die das Gute verkündigen. ß ſind nicht alle dem Evangelio gehor⸗ enn Eſaias ſpricht: Herr, am. D 2 Sr thite wer glaubt unſerm Predigen? So kommt der Glaube aus Prediger? Wie ſol⸗ en, wo ſie niht erden? Wie denn geſchrie⸗ en ſteht: Wie lieblich ſind die Füße das Predigen aber durch das Wort Gottes. Ich ſage aber: Haben ſie es nicht gehört? Zwar es iſt je in alle Lande ausgegangen ihr Schal und in alle Welt ihre Worte. Evangelium. Matth. 4, v. 18—22. A¹ nun Jeſus an dem galilii ſchen Meere ging, ſah er zwel heißt Pe⸗ Brüder, Simon, der da unſer lieber . ten Tage wie wird, wir mit ihm zur Hochzeit des ewigen Lebens eingehen 3 aligen Apo verkündigen, Aber ſie der Predigt, f und der ganze in. Wirb iert und ediget. a Erkammt enen heii en An en läſen en Ding aid deines luſſen u ade verhan ſe Amer e obt ſe ſ dii 1 32 = 2—: E I28. Irin! Sen Ba — 1* geleſen derden. V üs hm Ba Tage. aber a ite Präͤin ln ſie d Sreden, ni nai z Vert geſandt=? M — 13 on dat da 1 dunde dee ihn men des und Evangelien. trus, und Andreas, ſeinen Bruder, die warfen ihre Netze ins Meer; denn ſie waren Fiſcher. Und er ſprach zu ihnen: Folgt mir nach, ich will euch zu Menſchen⸗Fiſchern machen. Bald verließen ſie ihre Netze und folgten ihm nach. Und da er von dannen ſirdaß ging, ſahe er zwei andere rüder, Jacobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, ſeinen Bruder, im Schiffe mit ihrem Vater Zebedäus, daß ſie ihre Netze flickten; und er rief ſie. Alsbald verließen ſie das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach. Gebet. Pjen Jeſu Chriſte, du Sohn des lebendigen Gottes! Wir danken dir von Herzen, das du durch deine heiligen Apoſtel deine chriſtliche Kirche beſtellt und das liebe Evangelium in der ganzen Welt haſt predigen laſ⸗ ſen. Wir bitten dich, gib uns auch hinfort und bis ans Ende getreue Prediger. Stärke uns auch in dei⸗ ner Erkenntniß und Glauben durch deinen heiligen Geiſt, auf daß wir dein Wort uns nicht vergebens pre⸗ digen laſſen, ſondern demſelben in allen Dingen folgen und um dein und deines Wortes willen Alles gern verlaſſen und alſo bei dir bis ans Ende verharren und ewig ſelig wer⸗ den! Amen! Epiſtel am St. Thomas⸗Tage. Epheſ. 1, v. 3— 6. Gelobt ſei Gott und der Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, der uns geſegnet hat mit allerlei geiſt⸗ lichem Segen in himmliſchen Gütern durch Chriſtum! Wie er uns denn erwählt hat durch denſelben, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir ſollten ſein heilig und unſträflich vor ihm in der Liebe, und hat uns verordnet zur Kindſchaft gegen ihn ſelbſt durch Jeſum Chriſtum, nach dem Wohlgefallen ſeines Willens, zu Lobe ſeiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten. Das Evangelium am Sanct Tho⸗ mas⸗Tage ſuche am erſten Sonn⸗ tage nach Oſtern Joh. 20, v. 24 bis 31. Gebet. Her Gott, himmliſcher Vater! Der du durch deinen lieben Sohn uns armen Sündern Rath und Hilfe haſt ſchaffen wollen, ſei uns gnädig und hilf, daß wir des Unglaubens uns erwehren und mit ganzem Ver⸗ trauen auf dein Wort begeben mö⸗ gen. Und, o du Sohn Gottes, der du den ungläubigen Thomas in ſol⸗ cher Sünde nicht haſt ſtecken laſſen, ſondern ihm gnädiglich geholfen, gib deinen heiligen Geiſt auch in mein Herz, daß ich an deiner Gnade nim⸗ mermehr zweifle, ſondern durch feſten Glauben auf deine Barmherzigkeit ewig ſelig werde! Amen! Epiſtel am Tage St. Pauli Bekehrung. Apoſt.⸗Geſch. 9, v. 1— 22. aulus aber ſchnaubte noch mit Drohen und Morden wider die Jünger des Herrn und ging zum Hohenprieſter und bat ihn um Briefe gen Damascus an die Schulen, auf daß, ſo er Etliche dieſes Weges fände, Männer und Weiber, er ſie gebun⸗ den führte gen Jeruſalem. Und da er auf dem Wege war und nahe bei Damascus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die ſprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgſt du mich? Er aber ſprach: Herr, wer biſt Du? Der Herr ſprach: Ich bin Jeſus, den du verfolgſt. Es wird dir ſchwer wer⸗ den, wider den Stachel’ zu löcken. Und er ſprach mit Zittern und Za⸗ p — 8———“ ͤ 3rens 8 8 36“ 1“ A 3 8— 4 4 — 3eee —— 9 ——— ² — 4 3 Herr, ich habe von 218 gen: Herr, was willſt du, das ich thun ſoll? Der Herr ſprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt, da wird man dir ſagen, was du thun ſollſt. Die Männer aber, die ſeine Gefährten waren, ſtanden und waren erſtarrt; denn ſie hörten eine Stimme und ſahen Niemand. Saulus aber richtete ſich auf von der Erde, und als er ſeine Augen aufthat, ſahe er Niemand. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn gen Da⸗ mascus, und war drei Tage nicht ſehend und aß nicht und trank nicht. Es war aber ein Jünger zu Damas⸗ cus, mit Namen Ananias, zu dem ſprach der Herr im Geſichte: Ana⸗ nias! Und er ſprach: Hier bin ich, Herr! Der Herr ſprach zu ihm: Stehe auf und gehe hin in die Gaſſe, die da heißt die richtige, und frage in dem Hauſe Juda nach Saulus mit Namen, von Tarſen; denn ſiehe, er betet und hat geſehen im Geſichte einen Mann, mit Namen Ananias, zu ihm hinein kommen und die Hand auf ihn legen, daß er wieder ſehend werde. Ananias aber antwortete: von dieſem Manne, wie viel Uebels er deinen Heiligen gethan hat zu Fer ruſalem; und er hat allhier M Alle, die deinen 0 vor den Heiden und vor den Köni⸗ en und vor den Kindern von Iſrael. ch will ihm zeigen, wie viel er lei⸗ * den muß um meines Namens willen Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hände auf ihn und ſprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich geſandt, der dir erſchienen iſt auf dem Wege, da du herkamſt, daß du wieder ſehend und mit dem heiligen Geiſte erfüllt Und alsbald fiel es von Augen wie Schuppen, und Deiße daß wir uns davon keine Trüb⸗ werdeſt. ſeinen ward wieder ſehend und ſtand auf Epiſteln Vielen gehört acht von den Hohenprieſtern, zu binden Namen anrufen. Der Herr ſprach zu ihm; Gehe hin, denn dieſer iſt mir ein auserwähltes Rüſtzeug, daß er meinen Namen trage und ließ ſich taufen, und nahm Speiſe zu ſich und ſtärkte ſich. Saulus aber war etliche Tage bei den Jüngern zu Damascus. Und alsbald predigte er Chriſtus in den Schulen, daß derſelbige Gottes Sohn ſei. Sie ent⸗ ſetzten ſich aber Alle, die es hörten, und ſprachen: Iſt das nicht, der zu Jeruſalem verſtörte Alle, die dieſen Namen anrufen, und darum herge⸗ kommen, daß er ſie gebunden führe zu den Hohenprieſtern? Saulus aber ward je mehr kräftiger und trieb die Juden ein, die zu Damascus wohn⸗ ten und bewährte es, daß dieſer iſt der Chriſt. Evangelium. Matth. 19, v. 27— 30. etrus antwortete und ſprach zu — dem Herrn: Siehe, wir haben Alles verlaſſen und ſind dir nach⸗ folgt, was wird uns dafür? Je⸗ ſus aber ſprach zu ihnen: Wahrlich ich ſage euch, daß ihr, die ihr mir ſeid nachgefolgt, in der Widergeburt, auf dem Stuhle ſeiner Herrlicheit, werdet ihr auch ſitzen auf zwölf Stüh⸗ len und richten die zwölf Geſchlech⸗ ter Iſraels. Und wer verläßt Häu⸗ ſer, oder Brüder, oder Schweſtern, oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Kinder, oder Aecker um meines Namens willen, der wird es hundert⸗ fältig nehmen und das ewige Leben ererben; aber Viele, die da ſind die Erſten, werden Letzten werden die Erſten ſein. Gebet. Werr Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir herzlich, daß du uns durch dein heiliges Wort zur Erkennt⸗ niß deines Sohnes, unſers Herrn Jeſu Chriſti, ſo gnädig berufen haſt und bitten dich, erhalte uns in ſol⸗ chem bis an unſer Ende und ſte unſre Herzen durch deinen heiligen ſal laſſen abwenden, ſondern um dei⸗ da des Menſchen Sohn wird ſiten die Letzten und die 4 Namens 4 4 ee Llen nſtun, der pnenl — dan er if ͤſchmid Wäſche gnelzen u vird di 4 ſtärke dyf ern ir ottete md 9 dus m iat ſehen, wann er wird erſcheinen? ih ſags d daß ihr, in ſed na F st,in der um da dsen Sohn auf d= lle ſin — 2— . nes Namens willen Vater, Mutter, Brüder, Schweſtern, Kinder, Häuſer, Aecker und Alles, was wir haben, ern verlaſſen, dort aber Hundert⸗ fältiges dafür empfangen und das ewige Leben ererben durch Jeſum (bhriſtum, deinen Sohn, unſern Herrn! Amen! Epiſtel am Tage der Reinigung Mariä. Maleachi, 3, v. 1—4. Hiche, ich will meinen Engel ſen⸗ den, der vor mir her den Weg bereiten ſoll. Und bald wird kom⸗ mmen zu ſeinem Tempel der Herr, den ihr ſucht, und der Engel des Bun⸗ des, deß ihr begehrt. Siehe, er kommt, ſpricht der Herr Zebaoth. Wer wird aber den Tag ſeiner Zukunft erleiden mögen, und wer wird be⸗ Denn er iſt wie das Feuer eines Goldſchmiedes und wie die Seife der Wäſcher. Er wird ſitzen und ſchmelzen und das Silber reinigen Er wird die Kinder Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden ſie dem Herrn Speis⸗ ofer bringen der Gerechtigkeit, und t wird dem Herrn wohlgefallen das Speisopfer Juda und Jeruſalems, wie vorhin und vor langen Jahren. Evangelium. Luc. 2, v. 22— 32. AInd da die Tage der Reinigung Mariä nach dem Geſetze Moſis kamen, brachten ſie das Kindlein Je⸗ ſus gen Jeruſalem, auf daß ſie ihn darſtellten dem Herrn, wie denn ge⸗ ſchrieben ſteht im Geſeße des Herrn: Allerlei Männlein, das zum Erſten die Mntter bricht, ſoll dem Herrn geheiligt heißen, und daß ſie gäben das Qpfer, nach dem geſagt iſt im Geſetze des Herrn, ein Paar Tur⸗ tel⸗Tauben, oder zwei junge Tauben. Und ſiehe, ein Menſch war zu Je⸗ und Evangelien. ruſalem mit Namen Simeon, und derſelbe Menſch war fromm und got⸗ tesfürchtig und wartete auf den Troſt Iſraels, und der heilige Geiſt war in ihm; und ihm war eine Antwort geworden von dem heiligen Geiſte, er ſollte den Tod nicht ſehen, er hätte denn zuvor den Chriſt des Herrn ge⸗ ſehen. Und kam aus Anregung des Geiſtes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jeſus in den Tem⸗ pel brachten, daß ſie für ihn thäten, wie man pflegt nach dem Geſetz, da nahm er ihn auf ſeine Arme und lobte Gott und ſprach; Herr, nun läſſeſt du deinen Diener im Frie⸗ den fahren, wie du geſagt haſt: denn meine Augen haben deinen Heiland geſehen, welchen du bereitet haſt vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuch⸗ ten die Heiden und zum Preiſe dei⸗ nes Volkes Iſrael. Gebet. err Gott, himmliſcher Vater! Der du deinen Sohn uns zum Hei⸗ land bereitet haſt, daß er der Heiden Licht und der Juden Preis ſoll ſein: wir bitten dich, erleuchte unſre Her⸗ zen, daß wir deine Gnade und väter⸗ lichen Willen gegen uns in ihm er⸗ kennen und Hilfe und Schutz wider die Sünde, Verdammniß und den Satan an ihm haben und durch ihn ſelig werden! Amen! Epiſtel am St. Matthias⸗Tage. Apoſt.⸗Geſch. 1, v. 15— 26. AInd in den Tagen trat auf Petrus unter die Jünger und ſprach: (es war aber die Schaar der Namen zu Hauf bei hundert und zwanzig) Ihr Männer und Brüder, es mußte die Schrift erfüllt werden, welche zu⸗ vor geſagt hat der heilige Geiſt durch den Mund Davids von Juda, der ein Vorgänger war derer, die Jeſum fingen; denn er war mit uns gezählt und hatte dieß Amt mit uns —— — ſ“ 5 — ſſſ“ — —, — 220 üͤberkommen. Dieſer hat erworben den Acker um den ungerechten Lohn, und ſich erhenkt und iſt mitten ent⸗ zwei geborſten und alle ſeine Einge⸗ weide ausgeſchüttet, und es iſt kund, geworden Allen, die zu Jeruſalem wohnen, alſo, daß derſelbige Acker enannt wird auf ihre Sprache Ha⸗ eldama, das iſt ein Blut⸗Acker. Denn es ſteht geſchrieben im Pſalm⸗ Buche, ihre Behauſung müſſe wüſt werden und ſei Niemand, der darin wohne, und ſein Bisthum empfange ein Anderer. So muß nun einer unter dieſen Männern, die bei uns geweſen ſind die ganze Zeit über, welche der Herr Jeſus unter uns iſt aus⸗ und eingegangen von der Taufe Johannis an bis auf den Tag, da er von uns genommen iſt, ein Zeuge ſiner Auferſtehung mit uns werden. nd ſie ſtellten zween, Joſeph, ge⸗ nannt Barſabas, mit dem Zunamen Juſt, und Matthias, beteten und ſprachen: Herr, aller Herzen Kündi⸗ ger, zeige an, welchen du erwählt haſt unter dieſen Zweien, daß Einer empſange dieſen Dienſt und Apoſtel⸗ Amt, davon Judas abgewichen iſt, daß er hinginge an ſeinen Ort. Und ſie warfen das Loos über ſie, und das Loos fiel auf Matthias, und er ward zugeordnet zu den eilf Apoſteln. Evangelium. Matth. 11, v. 25— 30. 3¹ derſelbigen Zeit antwortete Je⸗ ſus und ſprach: Ich preiſe dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du ſolches den Weiſen und Klugen verborgen haſt und haſt es den Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn es iſt alſo wohlgefällig geweſen vor dir. Alle Dinge ſind mir übergeben von meinem Vater. Und Niemand kennt den Sohn, denn nur der Vater, und Niemand kennt den Vater, denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren. Kommt her zu mir Alle, die ihr Epiſteln euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin ſanftmüthig und von Herzen demüthig, ſo werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Jo iſt ſanft und meine Laſt iſt leicht. Gebet. Per Gott, himmliſcher Vater! Der du durch deinen lieben Sohn Jeſum Chriſtum dich uns haſt geoffen⸗ art: wir bitten dich, erhalte uns bei deinem ſeligen Worte bis an das Ende, daß wir der Weiſen und Ver⸗ ſtändigen in der Welt ärgerlichem Bei⸗ ſpiele nicht folgen, ſondern in allerlei Chriſtum, ſtärken und tröſten wolleſt! Amen! Epiſtel am Tage der Verkündigung Mariä. Eſ. 7, v. 10—16. Ich will es nicht fordern, daß ich den Herrn nicht verſuche. Da ſprach Davids; Iſt es euch zu wenig, daß gebären, den wird ſie heißen Imma⸗ nuel. Butter und Honig wird er eſſen, daß er wiſſe Böſes zu verwer⸗ fen und Gutes zu erwählen. Denn ehe der Knabe lernt Böſes verwer⸗ fen und Gutes erwählen, wird das Land, davor dir graut, verlaſſen mühſelig und beladen ſeid, ich will ſein von ſeinen zween Königen. Kreuz und Leiden, ſo uns wegen dei nes Wortes zuſteht, uns feſt an den. Fi Troſt halten, daß du uns Jeſu deinen Sohn, geſchenit m und zu eigen gegeben, uns auch zu deinen Kindern angenommen haſt und ewig ſelig machen, auch hier durh den heiligen Geiſt und dein liebes Wort I der Herr redete abermals zu Ahas und ſprach: Fordre dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott, es ſei unten in der Hölle, oder dro⸗ luit ben in der Höhe. Aber Ahas ſprach: i bon er: Wohlan, ſo hört ihr vom Hauſe he ihr die Leute beleidigt, müßt ihr if auch meinen Gott beleidigen? Darum ſo wird euch der Herr ſelbſt ein Zei⸗ chen geben: Siehe, eine Jungfrau iſch iſt ſchwanger und wird einen Sohn 24 — s ₰ 3 3 * * F 1 Fr A 1 ünde, — 28 18‿1 5 eit üder, hepd. ge⸗ 1 2 unamen udewi P ucten, aiſag dm un daheil d ſ udes a Kündi⸗ ſürten— cſten wolii 1 exwäht aß Einr Edittl eu der tt lwoſtel- mii. ihen itt r. Und Ia t ndete äimi ie, und U Aht ſma. 5 und er ein geich 1 hern dint Apoſteln.& ſei Aei der hll⸗ 3 den in R.*. Waür 3c vil= tt fuden, d. ſen her ie verlt. d neete Je⸗ er: Wc n hött ir we iſe dich, Dawds ☛ ach z 4 ie= beldit und der ihr die rngr 3 4 her ihte kl. Na. den gel aefälig itt ſäͤw aee ſind gebären= abaren. fen Un de ir das Lal E. imn h ul ſen vof ene 11 dn und ehe der— inn 4„Petänitet du wirſt ſchwanger werden im Leibe 1 v. 10--1 Evangelium. Luc. 1, v. 26— 38. Alnd im ſechsten Monat ward der Engel Gabriel geſandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne, mit Namen Foſonh vom Hauſe Davids, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und ſprach: Gegrüßt ſeiſt du, Holdſelige, der Herr iſt mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern. Da ſie ihn aber ſahe, erſchrack ſie über ſeine Rede und hedachte, welch ein Gruß iſt das? Und der Engel ſprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du haſt Gnade bei Gott gefunden. Siehe, und einen Sohn gebären, deß Name ſollſt du Jeſus heißen. Der wird groß und ein Sohn des Höchſten genannt werden, und Gott, der Herr, wird ihm den Stuhl ſeines Vaters Davids geben, und er wird ein Kö⸗ nig ſein über das Haus Jacobs ewiglich und ſeines Königreichs wird kein Ende ſein. Da ſprach Maria zu dem Engel: Wie ſoll das zugehen ſintemal ich von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und ſprach zu ihr: Der heilige Geiſt wird über dich kommen und die Kraft des Höch⸗ ſten wird dich überſchatten; darum auch das Heilige, das von dir gebo⸗ ren wird, wird Gottes Sohn genannt werden. Und ſiehe, Eliſabeth, deine Gefreundte, iſt auch ſchwanger mit einem Sohne in ihrem Alter und geht jetzt im ſechsten Mond, die im Geſchrei iſt, daß ſie unfruchtbar ſei. Denn bei Gott iſt kein Ding un⸗ möglich Maria aber ſprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geſchehe, wie du geſagt haſt. Und der Engel ſchied von ihr. Gebet. und Evangelien. 221 ſprechliche Gnade, daß du uns arme Sünder bedacht und deinen Sohn in unſer Fleiſch geſchickt und um un⸗ ſertwillen haſt laſſen Weauſch werden, und bitten dich, du wolleſt durch dei⸗ nen heiligen Geiſt unſere Herzen alſo erleuchten, daß wir uns ſeiner Menſchwerdung, Leidens und Ster⸗ bens tröſten, ihn für unſern Herrn und ewigen König erkennen und an⸗ nehmen und durch ihn, mit dir und dem heiligen Geiſte ewig leben und ſelig werden! Amen! Epiſtel am Tage Philippi und Jacobi. Epheſ. 2, v. 19— 22. Ho ſeid ihr nun nicht mehr Gäſte und Fremdlinge, ſondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Haus⸗ genoſſen, erbauet auf den Grund der Apoſtel und Propheten, da Jeſus Chriſtus der Eckſtein iſt, auf welchem der ganze Bau in einander gefügt wächſt zu einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchem auch ihr mit erbauet werdet zu einer Behau⸗ ſung Gottes im Geiſte. Evangelinm. Joh. 14, v. 1— 14. Der Herr Jeſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Euer Herz erſchrecke nicht. Glaubt ihr an Gott, ſo glaubt ihr auch an mich. In meines Va⸗ ters Hauſe ſind viel Wohnungen. Wenn es nicht ſo wäre, ſo wollte ich zu euch ſagen: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. Und ob ich hinginge, euch die Stätte zu bereiten, will ich doch wieder kommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr ſeid, wo ich bin. Und wo ich hin⸗ gehe, das wißt ihr, und den Weg wißt ihr auch. Spricht zu ihm Tho⸗ mas: Herr, wir wiſſen nicht, wo du hingehſt, und wie können wir den Her Gott, himmliſcher Vater! Wir danken dir für deine unaus⸗ Weg wiſſen? Jeſus ſpricht zu ihm: 5 222 Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; Niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Wenn ihr mich kenntet, ſo kenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn geſehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, ſo genüget uns. Jeſus ſpricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennſt mich nicht? Philippus, wer mich ſieht, der ſieht den Vater; wie ſprichſt du denn: Zeige uns den Vater? Glaubſt du nicht, daß ich im Vater und der Vater in mir iſt? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir ſelbſt. Der Vater aber, der in mir wohnt, derſelbige thut die Werke. Glaubt mir, daß ich im Vater und der Vater in mir iſt; wo nicht, ſo glaubt mir doch um der Werke willen. Wahrlich, wahrlich ich ſage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch thun, die ich thue, und wird größere, denn dieſe thun, denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun, auf daß der Vater geehrt werde in dem Sohne. Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun. Gebet. Zerr Gott, himmliſcher Vater! Wir T) danken dir, daß du deinen gnä⸗ digen Willen und treues Herz uns in deinem Sohne Jeſu Chriſto ſo deutlich kund gethan haſt, und bitten dich, du wolleſt uns in ſolcher Er⸗ kenntniß von Tag zu Tage laſſen wach⸗ ſen, auf daß wir in allerlei Anfech⸗ tung uns damit tröſten und durch ſolche Hoffnung Alles überwinden und endlich ſelig werden! Amen! Epiſtel am Tage Johannis des Taͤufers. Eſ. 40, v. 1—5. Fröſtet, tröſtet mein Volk, ſpricht D euer Gott, redet mit Jeruſalem Epiſteln freundlich und predigt ihr, daß i Ritterſchaft ein Ende hat; dun br Miſſethat iſt vergeben, denn ſie hat Zwiefältiges empfangen von der Hand des Herrn um alle ihr Sünde. Cs iſt eine Stimme eines Predigers in der Wüſte: Bereitet dem Herrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unſerm Gott. Alle Thäler ſollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel ſol⸗ len geniedrigt werden, und was un⸗ den iſt, ſoll eben und was höckricht iſ, ſoll ſchlecht werden; denn die Herrlich⸗ keit des Herrn ſoll geoffenbart werden, und alles Fleiſch mit einander wird ſehen, daß des Herrn Mund redet. Evangelium. Luc. 1, v. 57— 80. And Eliſabeth kam ihre Zeit, daß ſie gebären ſollte, und ſie gebar einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Gefreundeten hörten, daß der Herr große Barmherzigkeit an ihr gethan hatte, und freuten ſich mit ihr. Und es begab ſich am achten Tage, kamen ſie zu beſchneiden das Kindlein und hießen ihn nach ſeinem Vater Zacha⸗ rias. Aber ſeine Mutter antwortete und ſprach: Mit Nichten, ſondern er ſoll Johannes heißen! Und ſie ſprachen u ihr: Iſt doch Niemand in deiner Freundſchaft, der alſo hieße. Und ſie winkten ſeinem Vater, wie er ihn wollte heißen laſſen. Under forderteein Täflein, ſchrieb und ſprach: Er heißt Jo⸗ hannes. Und ſie verwunderten ſich Alle. Und alsbald ward ſein Mund und ſeine Zunge aufgethan und redete und lobte Gott. Und es kam eine Furcht über alle Nachbarn, und dieſe Geſchichte ward alle ruchtbar auf dem ganzen jüdiſchen Gebirge. Und Alle, die es hörten, nahmen es zu Herzen und ſprachen: Was meinſt du, will aus dem Kind⸗ lein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Und ſein Va⸗ ter Zacharias ward des heiligen Gei⸗ ſtes voll, weiſſagte und ſprach: Ge⸗ lobt ſei der Herr, der Gott Iſraels, denn er hat beſucht und erlöſt ſein i hen Bund ſan, uns dakund h. in des) iners Da det ha äyen Pre nie von eönd Parrh tern und 1 exiwode a der Ha anten ohn helügli an gefälig ſtein Ir virſt vo ſeinen i des R at hat de uj daß r den in Fi ddes, und d des F. achs und r in der enor trit 8 P V gelinn. b. 57—8. kam ihre t, z ollte, unſowr ˖Kihre Nachluntn tten, daß w er gkeit an ir gha ſich mit ir. achten Tay, hn. das Kabki einem Var gahe Mutter atwate Nichten, oodn e en! Und ſeſtraten Niemand i wner alſo hiße ſin Vater, wieg i leee ſprach. Etet ⸗ Puzraßſe ein Auduſ ind redeudeli ine Furhtütrdle ſe Geſtüeten m ganzenite l, die e t zen und ſrahen ſl aus dm id und ſprach e⸗ er Golt irl⸗ t und ef dn Horn des Heils in dem Hauſe ſeines Dieners Davids, als er vor Zeiten ſende hat durch den Mund ſeiner eiligen Propheten, daß er uns er⸗ rettete von unſern Feinden und von der Hand Aller, die uns haſſen, und die Barmherzigkeit erzeigte unſern Vätern und gedächte an ſeinen hei⸗ ligen Bund und an den Eid, den er geſchworen hat unſerm Vater Abra⸗ ham, uns zu geben, daß wir, erlöſt aus der Hand unſerer Feinde, ihm dienten ohne Furcht unſer Lebenlang in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig iſt. Und du, Kindlein, wirſt ein Prophet des Höchſten heißen, du wirſt vor dem Herrn hergehn, daß du ſeinen Weg bereiteſt und Erkennt⸗ niß des Heils gebeſt ſeinem Volke, die da iſt in Vergebung ihrer Sün⸗ den, durch die herzliche Barmherzigkeit unſers Gottes, durch welche uns be⸗ ſucht hat der Aufgang aus der Höhe, auf daß er erſcheine denen, die da itzen in Finſterniß und Schatten des Lodes, und richte unſere Füße auf den Weg des Friedens. Und das Kindlein wuchs und ward ſtark im Geiſte, und war in der Wüſte, bis daß er ſollte hervor treten vor das Volk Iſrael. Gebet. Pjernott himmliſcher Vater! Wir 9 danken dir von Herzen für deine gooße Gnade, daß du uns bei der Geſetz⸗Predigt nicht haſt laſſen blei⸗ den, ſondern den heiligen Johannes geſchickt, daß er auf Chriſtum mit ſei⸗ 4 nem Finger weiſen und Vergebung der Sünde, Heiligkeit und Gerechtig⸗ keitt durch ihn uns verheißen ſollte. Wir bitten dich aber auch, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt unſere Herzen erleuchten, daß wir ſolche Gna⸗ den⸗Predigt des heiligen Johannes mit rechtem Glauben annehmen und dir ohne Furcht in Heiligkeit und herechtigkeit dienen unſer Lebenlang! Amen! und Evangelien. ir Volk und hat uns aufgerichtet ein 223 Epiſtel am Tage Petri und Pauli. Apoſt.⸗Geſch. 12, v. 1—11. m dieſelbige Zeit legte der König ² Herodes die Hände an Etliche von der Gemeine, zu peinigen. Er tödtete aber Jacobus, Johannis Bru⸗ der, mit dem Schwerdt. Und da er ſahe, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort und fing Petrus auch. Es waren aber eben die Tage der ſüßen Brodte. Da er ihn nun griff, legte er ihn in das Gefängniß und über⸗ antwortete ihn vier Viertheilen Kriegs⸗ knechten, ihn zu bewahren, und ge⸗ dachte ihn nach den Oſtern dem Volke vorzuſtellen. Und Petrus ward zwar im Gefängniß gehalten; aber die Ge⸗ meine betete ohne Aufhören für ihn zu Gott. Und da ihn Herodes wollte vorſtellen, in derſelbigen Nacht ſchlief Petrus zwiſchen zween Kriegs⸗Knech⸗ ten, gebunden mit zwei Ketten, und die Hüter vor der Thür hüteten des Gefängniſſes. Und ſiehe, der Engel des Herrn kam daher, und ein Licht ſchien in dem Gemach und ſchlug Petrus an die Seite und weckte ihn auf und ſprach: Stehe behende auf. Und die Ketten fielen ihm von ſeinen Händen. Und der Engel ſprach zu ihm: Gürte dich und thue deine Schuhe an. Und er that alſo. Und er ſprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um dich nnd folge mir nach. Und er ging hinaus und folgte ihm und wußte nicht, daß ihm wahrhaftig ſolches geſchähe durch den Engel, ſondern es däuchte ihn, er ſähe ein Geſicht. Sie gingen aber durch die erſte und andere Hut und kamen zu der eiſernen Thür, welche zu der Stadt führt, die that ſich ihnen von ihr ſelbſt auf, und traten hinaus und gingen hin eine Gaſſe lang; und alsbald ſchied der Engel von ihm. Und da Petrus zu ſich ſelber kam, ſprach er: Nun weiß ich wahr⸗ haftig, daß der Herr ſeinen Engel geſandt hat, und mich errettet aus der Hand Herodis und von allem Warten des jüdiſchen Volks. — 8 ſͤſͤſſſſ 2* —2 5— — 8 v““ — — — 224 Epiſteln Evangelinm Matth. 16, v. 13. Zwei . 16, v. 13— 20 g aus ſeiner Ba Cum Jeſus in die Gegend d gen; auf dener uehe Frucht brin: ur Wanm fragte ſeine iſaran Phliddi, aans Weiſtder Derun, der Baſlhen der ſn ſil 6 ſagen die Leute er und ſprach: Wer des R es Verſtandes, der deis ie ibt Ee Sohn ſei? Sieſp daß des Menſchen der Alaths und der Stärke, der Se i zuſta Sohnſei ieſdedchenee Wücheſeüe der rtenntniß un der Sader det unn dun deiſt du ſeiſt der Täufer; die in der und ſein Riechen wird des uitiſen ſeiſt Jeremias eiſt Elias; Etliche, du ni r Furcht des Herrn. E ſein iidigen. ,„oder der P 3 nicht richten, nach. Er wird u Glten einer. Er ſprach zui ropheten ſehen, n ch dem ſeine Au uW denn ihr, daß ich ihnen: Wer ſagt Ohrer och ſtrafen, nach dem den en. Simon Perrus ſei? Da antwortete Ohren aöre ſondern wird mit Ge n hift Chriſtus, des! id ſprach: Du biſt Gent eit richten die Armen, und 6⸗ ite&r g Und Jeſus antwortete und und wird mit d im Lande, f. Und ihm: Selig biſt d ſprach zu des die E em Stabe ſeines M. Sohn; denn Fl iſh Simon, Jonas Ode ie Erde ſchlagen und mit Kuir riMorge dir das nicht eiſch und Blut hat töd m ſeiner Lippen den G em um her ht geoffenbart ödten. Gerechtigkeit wirt ottloſen mein Vater im ,ſondern ſeiner L ig eit wird der G ſage dir auch: Hinml Und ich d enden ſein und der Gl uat : Du b er Gurt ſein er Glaube Perr G. erhe hcenehis eeann ri n meine, und die.. 6 Perts Raene denstendile e dee* ich will dir des Hi. igen. Und Luc. 1, v. 39— 56 geben. Alles iunmlreichs Schlüſſel aria ab 56. e und binden wirſt, ſoll au 5 uuf Erden M gen wer ſtand auf in den Ta⸗ 69 4 3 3 n löſen wi; du in das 2 Juda, undim Fenal darſenn mich ſerban et e eheeh' nd dchseeechs ee ſollten Aere daß ſie Niemand ſa i⸗ Eliſabeth den Gruß ſich als ffen ſcl „daß er, Jeſus, der Chriſt dagen hünfte 5 Rind i Lhgen bnne b uns c iſabeth ward des heili eibe. i und alnnachiger en ͤ Errdanedir vepider wnottan r Gebenedeitt biſt du ut und ſpaich. dei untniß deines li zu der dern un geb ir dig ⸗ ͤr dure laſſen tiß deines lieben Sohnes haſt deines We nd i hir Frucht euu ihe ene afehe Sahede de edaz giune n t und enwider Herrn zu mir 2 Sie uns begehrt o ſalher Ekenufnie bie Stimme denunt JSiehe d ih dnh danen helgen dennwolleſ vüpfte mit Freuden das Rindin due Ees eiriee keit n wierhrizdit ee 4 bleiben und ſelig Her rkenntniß feſt lendet werden was dir es wird vol⸗ ſum Chriſtum, dein rden durch Je— dem Herrn. Und Mari r geſagt iſtvon ſche unſern Herrn! Amen! lieben Sohn, Seile erhebt den r aſnrich Mein ſäbüch Epiſtel am Tage der Hei Geiſt ſrenet ſich Gottes, meines He⸗ 8 herſ e. Meeit nrjuchung aide hrannargeſeteni Terii unn 11, v. 1 nun geſehen. Siehe, von ueid Alnd es wird eine deuth Kind an werden mich ſelig preiſen alle d n mir gethan, der da mäch⸗ ſthan tei von dem Stamme und 1 1 ig i „ſendem Un ich 2ss, nd nen meine der hölle m. Und Schlüſſel Himmel pas du — auch im et erſei⸗ nd ſagen iſtt wäre. cch, weil enwider kenntniz wolleſt uns n⸗ bis an k unnß feſt rch N⸗ſS 1 5* 8=—— 8 2 — x — —— Andef zachen Dinge e mitſ feIn E 2 TE 9,13,. 3 8 4 8 2 ſenr i ſein ud da g Verr Gott, himmliſcher Vater! Wir de 46 1 Meren angelinn. 1,v. h Sthlüfel pa d ſind ure ſ Erden b e m ing aufe nit 2 Em hn m das ue Zacharicinh Eiſte des dut Elſſadt Grlß Nuh hüpfte& ünd in im Un G A van ſän mit d Herrn mt n die Str. deines bmt dipfte N jadndut 38 ⁵ — = — — = = — — G — Z = iſt1 ⸗ ſeine Barmherzigkeit währt immer für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit ſeinem Arme und zerſtreuet, die hoffärtig ſind in ihres Herzens Sinn. Er ſtößt die Ge⸗ waltigen vom Stuhle und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und läßt die Reichen leer. Er denkt der Barmherzigkeit und hilft ſeinem Diener Iſrael auf, wie er geredet hat unſern Vätern, Abraham und ſeinem Samen ewig⸗ lich. Und Maria blieb bei ihr bei drei Monden, darnach kehrte ſie wie⸗ derum heim. Gebet. danken dir für alle deine Wohl⸗ thaten, leiblich und geiſtlich, die du ſo reichlich uns haſt widerfahren laſ⸗ ſen, und bitten dich, behüte uns vor Hoffart und Sicherheit, daß wir nicht in Ungnad und Sünde gerathen und deine Hilfe verlieren, wie die liebe Pungfrau Maria droht, daß weder Weisheit, Gewalt, noch Geld denen helfen ſoll, die dich nicht fürchten; ſch gib uns aber ein ſolches Herz, das für und für in deiner Furcht bleibe und an deinem Worte hange, auf daß dein Segen bei uns bleibe und wir durch deine Gnade ewig ſelig werden! Amen! Epiſtel am Tage Mariä Magdalenä. Sprüchw. 31, v. 10—32. em ein tugendſames Weib be⸗ I ſchert iſt, die iſt viel edler, denn die köſtlichſten Perlen. Ihres Man⸗ nes Herz darf ſich auf ſie verlaſſen, und die Nahrung wird ihm nicht Mangeln. Sie thut ihm Liebes und kein Leides ſein Lebenlang. Sie geht mit Wolle und Flachs um und ar⸗ beitet gern mit ihren Händen. Sie iſt wie ein Kaufmanns⸗Schiff, das ſeine Nahrung von ferne bringt. und Evangelien. Sie ſteht des Nacht auf und gibt Vutter ihrem Hauſe und Eſſen ihren irnen. Sie denkt nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Wein⸗ berg von den Früchten ihrer Hände. Sie gürtet ihre Lenden feſt und ſtärkt ihre Arme. Sie merkt, wie ihr Handel Frommen bringt; ihre Leuchte verlöſcht des Nachts nicht. Sie ſtreckt ihre Hand nach dem Rocken und ihre Finger faſſen die Spindel. Sie breitet ihre Hände aus zu den Ar⸗ men und reicht ihre Hand dem Dürf⸗ tigen. Sie fürchtet ihres Hauſes nicht vor dem Schnee: denn ihr gan⸗ zes Haus hat zwiefache Kleider. Sie macht ſich ſelbſt Decken; weiße Seide und Purpur iſt ihr Kleid, Ihr Mann iſt berühmt in den Tho⸗ ren, wenn er ſitzt bei den Aelteſten des Landes. Sie macht einen Rock und verkauft ihn; einen Gürtel gibt ſie dem Krämer. Ihr Schmuck iſt, daß ſie reinlich und fleißig iſt; und wird hernach lachen. Sie thut ihren Mund auf mit Weisheit und auf ihrer Zunge iſt holdſelige Lehre. Sie hauet, wie es in ihrem Hauſe zu⸗ geht, und ißt ihr Brodt nicht mit Faulheit. Ihre Söhne kommen auf und preiſen ſie ſelig, ihr Mann lobt ſie. Viele Töchter bringen Reich⸗ thum; du aber übertriffſt ſie Alle. Lieblich und ſchön ſein iſt Nichts; ein Weib, das den Herrn fürchtet, ſoll man loben. Sie wird gerühmt werden von den Früchten ihrer Hände und ihre Werke werden ſie loben in den Thoren. Eine andere Epiſtel an dieſem Tage. 1. Tim. 1, v. 15 u. 16. as iſt je gewißlich wahr und ein ½. theuer werthes Wort, daß Chriſtus Jeſus gekommen iſt in die Welt, die ünder ſelig zu machen, unter welchen ich der vornehmſte bin. Aber darum iſt mir Barmherzigkeit widerfahren, 226 auf daß an mir vornehmlich Jeſus Chriſtus erzeigte alle Geduld zum Exempel denen, die an ihn glauben ſollten zum ewigen Leben. Evangelinm. Luc. 7, v. 36—50. Es bat ihn aber der Phariſäer einer, daß er mit ihm äße. Und er ging hinein in des Phariſäers Haus und ſetzte ſich zu Tiſche. Und ſiehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Sünderin. Da die vernahm, daß er zu Tiſche ſaß in des Phariſäers Hauſe, brachte ſie ein Glas mit Sal⸗ ben und trat hinten zu ſeinen Füßen und weinte, und fing an ſeine Füße zu netzen mit Thränen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küßte ſeine Füße und ſalbte ſie mit Salben. Da aber das der Pha⸗ riſäer ſahe, der ihn geladen hatte, ſprach er bei ſich ſelbſt und ſagte: enn dieſer ein Prophet wäre, ſo wüßte er, wer und welch ein Weib das iſt, die ihn anrührt; denn ſie iſt eine Sünderin. Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Simon, ich habe dir Etwas zu ſagen. Er aber ſprach: Meiſter, ſage an. Es hatte ein Wu⸗ cherer zween Schuldner. Einer war ſchuldig fünfhundert Groſchen, der andere fünſzig. Da ſie aber nicht hatten zu bezahlen, ſchenkte er es Beiden. Sage an, welcher unter de⸗ nen wird ihn am meiſten lieben? Si⸗ mon antwortete und ſprach: Ich achte, dem er am meiſten geſchenkt hat. Er aber ſprach zu ihm: Du haſt recht gerichtet. Und er wandte ſich zu dem Weibe und ſprach zu Simon: Siehſt du dieß Weib? Ich bin ge⸗ kommen in dein Haus, du haſt mir nicht Waſſer gegeben zu meinen Fü⸗ ßen; dieſe aber hat meine Füße mit Thränen genetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet. Du haſt mir keinen Kuß gegeben; dieſe aber, nachdem ſie herein gekommen iſt, hat ſie nicht abgelaſſen meine Füße zu küſſen. Du haſt mein Haupt nicht Epiſteln mit Oel geſalbt; ſie aber hat meine Füße mit Salben geſalbt. Derohalben ſage ich dir: Ihr ſind viel Sünden ver⸗ geben, denn ſie hatviel geliebt, welchem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Und er ſprach zu ihr: Dir ſind deine Sünden vergeben. Da fingen an, die mit ihm zu Tiſche ſaßen, und ſprachen bei ſich ſelbſt: Wer iſt dieſer, der auch die Sünden vergibt? Er aber ſprach zum Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen, gehe hin in Frieden! Gebet. 9 Herr Jeſu Chriſte! Hilf, daß unſre Herzen jederzeit in rechtſchaffener Buße ſich vor dir demüthigen, alle Heuchelei und Hochmuth meiden, mit gläubiger Zuneigung die ſo unſchätz⸗ bare und erworbene Gnade dankbar⸗ lich erkennen, und uns alſo nicht von deiner Liebe ſcheiden laſſen hier zeit⸗ lich und dort ewiglich! Amen! Epiſtel am St. Jacobi⸗Tage. Röm. 8, v. 28— 39. Tinben Brüder! Wir wiſſen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Beſten dienen, die nach dem Vorſatz berufen ſind. Denn welche er zuvor berufen hat, die hat er auch verordnet, daß ſie gleich ſein ſollten dem Ebenbilde ſeines Sohnes, auf daß derſelbe der Erſtgeborne ſei un⸗ ter vielen Brüdern. Welche er aber verordnet hat, die hat er auch beru⸗ fen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; welche er aber gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir denn weiter ſagen? Iſt Gott für uns, wer mag wider uns ſein? Wel⸗ cher auch ſeines eigenen Sohnes nicht hat verſchont, ſondern hat ihn für uns Alle dahingegeben, wie ſollte er uns mit ihm nicht Alles ſchenken? Wer will die Auserwählten Gottes beſchuldigen? Gott iſt hier, der da gerecht macht. Wer will verdammen? Chriſtus iſt hier, der geſtorben iſt⸗ ja 4 t ade eürendt?. in deinetn mn ganzen 1 Schlach len überp alen, det hbin gep dten, weder ih Gewit ac Zukün iffes, noch ſcheider 1 ein bhrſt 4 5 — deiner eit un . 3 8 mgsr. S =äÖq= — ——— —= = S — * e itdiße iehe 1 1 Rüa de un gaelſe X. 1n⸗Dlbe un d eha 9 eir in Fuin hadas⸗ ſebtt. mnSa. Hden e fxite bün n ſützen* Derg 8 d ſei in wäßſhn ene zie uhe ſ di derthm nit da dat 8 ſabte ſie dee en hatte, deiner I aidan laſa ne d ſagte: üch ud t aiiglchl Am väre, ſo— 1 m Weid m ſee iſt enn. m t. Jatoit nete und hade dir fide Wir m prach: 2 denen cottlieben Bi ein Wu⸗ zum 3 rmnen, die mi ner war Verſat er nicht verordnet dr eſe glech finſ a s dem Ebe A ſeins Siht d de. daß dert ² Erſtybwm ter de daß derſt ſin 3 n Si⸗ ter viele †m. Hachte, verordne r ie lit 5 dh dat. fen; well. du daſt dat er d. In die ſic er aber d 1 gemach, 4 1 d. 4 r un 1 aaſt mir uns, wer M ur ein ai n S uf i Mmnddn mit dat verſt r. Aden n 9 Huum un Als N r e du haſt uns 5 tdn Wer wil †᷑ CWMeelan, A e aber, Wer e ott it de R. dat beſchuddi 5 r lma nn aeraht Mad riusſ8 b 1 ochruuth b dochen, auung dn — 1 v. AA 2 ſid. dun en, der er zuvor 1 ht delt vielmehr, der auch auferweckt iſt, welcher iſt zur Rechten Gottes und vertritt uns. Wer will uns ſcheiden von der Liebe Gottes? Trübſal, oder Angſt, oder Verfolgung, oder Hunger, oder Blöße, oder Fährlichkeit, oder Schwerdt? Wie geſchrieben ſteht: Um deinetwillen werden wir getödtet den ganzen Tag, wir ſind geachtet wie Schlacht⸗Schafe. Aber in dem Allen überwinden wir weit um des⸗ willen, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel, noch Fürſtenthum, noch Gewalt, weder Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, weder Hohes, noch Tiefes, noch keine andere Creatur mag uns ſcheiden von der Liebe Gottes, 3 jo in C eiſt ☛ 1„. unl z derenen die in Chriſto Jeſu iſt, unſerm Herrn de Phe. Üh 5— d us dio Evangelium. Matth. 20, v. 20— 23. D trat zu dem Herrn Jeſus die Mutter der Kinder Zebedäi mit ihren Söhnen fiel vor ihm nieder und bat Etwas von ihm. Und er ſprach zu ihr: Was willſt du? Sie ſprach zu ihm: Laß dieſe meine zween Söhne ſitzen in deinem Reiche, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. Jeſus aber ant⸗ wortete und ſprach: Ihr wißt nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde und euch taufen laſſen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie ſprachen zu ihm: Ja wohl. Und er ſprach zu ihnen: Meinen Kelch ſollt ihr zwar trinken und mit der Taufe, da ich mit getauft werde, ſollt ihr getauft werden; aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben ſteht mir nicht zu, ſondern denen es bereitet iſt von meinem Vater. 1 Gebet. Per Gott, himmliſcher Vater! Es thut uns das Kreuz ſehr wehe, und wollten ſein gern überhoben ſein, aber du haſt deines eingebornen Soh⸗ nes ſelbſt nicht verſchont, der hat und Evangelien. durch Kreuz und Leiden zu ſeiner Herrlichkeit müſſen kommen, und willſt, daß wir Chriſten alle ſolchem Herzoge nachgehen und ihm gleich ſollen wer⸗ den: darum bitten wir deine grund⸗ loſe Barmherzigkeit, verleihe durch deinen heiligen Geiſt, daß wir im Leiden nicht kleinmüthig, noch unge⸗ duldig werden, ſondern durch die Hoffnung der künftigen Herrlichkeit alles Unglück mit ſtarken Glauben überwinden! Amen! Epiſtel am Tage St. Lanrentii. 2. Cor. 9, v. 6—11. Ih. meine aber das: Wer da kärg⸗ lich ſäet, der wird auch kärglich ernten; und wer da ſäet im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein Jeglicher nach ſeiner Willkühr, nicht mit Unwillen, oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, daß allerlei Gnade unter euch reichlich ſei, daß ihr in allen Dingen volle Genüge habt, und reich ſeid zu allerlei guten Werken. Wie geſchrieben ſteht: Er hat ausgeſtreuet und gegeben den Armen, ſeine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit. Der aber Samen reicht dem Säemann, der wird je auch das Brodt reichen zur Speiſe, und wird vermehren euren Samen und wach⸗ ſen laſſen das Gewächs eurer Ge⸗ rechtigkeit, daß ihr reich ſeid in allen Dingen mit aller Einfältigkeit, welche wirkt durch uns Dankſagung Gott. Evangelinm. Joh. 12, v. 15—24. Wobrlich, wahrlich ich ſage euch: Es ſei denn, daß das Weizen⸗ Korn in die Erde falle und erſterbe, ſo bleibt es allein; wo es aber erſtirbt, ſo bringt es viel Früchte. Wer ſein Leben lieb hat, der wir es verlieren; und wer ſein Leben auf dieſer Welt haßt, der wird es erhalten zum ewi⸗ gen Leben. Wer mir dienen will, —“— 1*— 228 der folge mir nach, und wo ich bin, da Tuman Diener auch ſein. Und wer mir dienen will, den wird mein Vater ehren. Gebet. armherziger gnädiger Gott und B Wnher Wir danken dir, daß du deinen Sohn Jeſum Chriſtum um unſrer Sünde willen in den Tod ge⸗ eben und wie ein fruchtbares Weizen⸗ orn in die Erde geworfen, auch uns zur Gerechtigkeit wiederum auferweckt haſt, und bitten dich, ſtärke unſern Glauben durch deinen heiligen Geiſt, daß wir uns ſeines Todes in allen Anfechtungen tröſten, und mit der Loffnung des künftigen Lebens alle rübſal und endlich auch den Tod überwinden, gern Alles verlaſſen und deinem Sohne als treue Diener nach⸗ folgen aus dieſem Jammerthal in die ewige Freude und Seligkeit! Amen! Epiſtel am St. Bartholomäus⸗ Dage. 2. Cor. 4, v. 7— 10. Wir haben aber ſolchen Schatz in irdiſchen Gefäßen, auf daß die überſchwänkliche Kraft ſei Gottes und nicht von uns. Wir haben allent⸗ halben Trübſal, aber wir ängſtigen uns nicht. Uns iſt bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfol⸗ gung, aber wir werden nicht verlaſſen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um und tragen um allezeit das Sterben des Herrn Jeſu an unſerm Leibe, auf daß auch das Leben des Herrn Jeſu an unſerm Leibe offenbar werde. Evangelium. Luc. 22, v. 24—30. E⸗ erhob ſich auch ein Zank unter ihnen(den Jüngern), welcher unter ihnen ſollte für den Größeſten gehalten werden. Er aber ſprach zu ihnen: Die weltlichen Könige herr⸗ Epiſteln ſchen, und die Gewaltigen heißt man nädige Herrn. Ihr aber nicht alſo. ondern der Größeſte unter euch ſoll ſein wie der Jängſte und der Vor⸗ nehmſte wie ein Diener. Denn wel⸗ cher iſt der Groͤßeſte? Der zu Tiſche ſitzt, oder der da dient? Iſt es nicht alſo, daß der zu Tiſche ſitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Die⸗ ner. Ibr aber ſeid es, die ihr be⸗ harrt habt bei mir in meinen An⸗ fechtungen. Und ich will euch das Reich beſcheiden, wie mirs mein Vater beſchieden hat; daß ihr eſſen und trinken ſollt über meinem Tiſche in meinem Reiche uud ſitzen auf Stüh⸗ len und richten die zwölf Geſchlech⸗ ter Iſraels. Gebet. Per Gott, himmliſcher Vater! Du haſt deine Kirche mit treuen Dienern beſetzt, daß ſie dein Wort führen und Jedermann durch ihren Dienſt ſollen dahin bringen, daß ſie dich erkennen, in deiner Furcht wan⸗ deln und durch Chriſtum ſelig wer⸗ den, Wir bitten dich, du wolleſt mit deinem heiligen Geiſte alle ſolche Kirchendiener regieren, daß ſie ihres Dienſtes treulich warten und durch Geiz, Hoffart, oder Anderes vom Sa⸗ tan nicht bethört, noch in ihrem Dienſte laß und faul werden, auf daß dein Reich gemehrt und des Sa⸗ tans Reich zerſtört werde! Amen! Epiſtel am St Matthäus⸗Tage. Epeſ. 4, v. 7—14. Einem Jeglichen unter uns iſt ge⸗ geben die Gnade nach dem Maß der Gabe Chriſti. Darum ſpricht er: Er iſt aufgefahren in die Höhe und hat das Gefängniß gefangen geführt und hat dem Menſchen Gaben ge⸗ geben. Daß er aber aufgefahren iſt, was iſt es, denn daß er zuvor iſt hinunter gefahren in die unterſten Oerter der Erde? Der hinun⸗ Ale hi ruben un Gottes, Jonn werd ſze des äriſi, cu it ſein um mn laſſen ere dirt nd Täuſch een zu zer 5 N alnd da ſahe er zen, derh lihm: F uf und ſo 1 da er cte, da ünder u imn de Phariſ ſinen Jün Neiſer mi ſem? Da ſei. 3 a is Arzites F 3* 1 2* 8 TIAEEE 1 te 8 2 * — 1 1 Æ= * 8 2 E IAa FEs 11 * EI 58 A erlaffen. der wir gm um Epiſtt m Nu uch das hat das kamter und deß geben. eien was iſt e de Oerter 1 —— = S — = E — mrahzu hinuntet* = ꝑ ˙E S a E — t=!*† Nuttun — 4, v. 7—-1 b m d Am und Evangelien. ten gefahren iſt, das iſt derſelbe, der aufgefahren iſt über über alle Himmel, auf daß er Alles erfüllte. Und er hat Etliche zu Apoſteln geſetzt, Etliche aber zu Propheten, Etliche zu Evan⸗ geliſten, Etliche zu Hirten und Lehrern, daß die Heiligen 2hugerichtei werden zum Werke des Amts, dadurch der Leib Chriſti erbauet werde, bis daß wir Alle hinan kommen zu Einerlei Glauben und Erkenntniß des Soh⸗ nes Gottes, und ein vollkommener Mann werden, der da ſei in der Maße des vollkommenen Alters Chriſti, auf daß wir nicht mehr Kin⸗ der ſein und uns wägen und wie⸗ gen laſſen von allerlei Wind der ehre, durch Schalkheit der Menſchen und Täuſcherei, damit ſie uns erſchlei⸗ (chhen zu verführen. Evangelium. Matth. 9, v. 9—13. nd da Jeſus von dannen ging, ſahe er einen Menſchen am Zoll ſitzen, der hieß Matthäus, und ſprach zu ihm: Folge mir! Und er ſtand auf und folgte ihm! Und es begab ſich, da er zu Tiſche ſaß im Hauſe, ſiehe, da kamen viel Zöllner und Sünder und ſaßen zu Tiſche mit Jeſu und ſeinen Jüngern. Da das die Phariſäer ſahen, ſprachen ſie zu ſeinen Jüngern: Warum ißt euer Meiſter mit den Zöllnern und Sün⸗ dern? Da das Jeſus hörte, ſprach er zu ihnen: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, ſondern die Kran⸗ ken. Geht aber hin und lernt, was das ſei: Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Frommen. Gebet. I'n Gott, himmliſcher Vater! Du haſt uns durch dein liebes Wort zu deinem Reiche berufen, da Ver⸗ gebung der Sünden und alle Gnade und Barmherzigkeit inne iſt: wir bit⸗ ten dich, du wolleſt durch deinen hei⸗ 229 ligen Geiſt unſre Herzen erwecken und erleuchten, daß wir, wie Matthäus der Zöllner, ſolchen Beruf annehmen, von Sünden ablaſſen und uns beſ⸗ ſern und aller Gnade durch deinen Sohn Jeſum Chriſtum uns zu dir verſehen und alſo endlich ſelig wer⸗ den! Amen! Epiſtel am St. Michaelis⸗Tage. Offenb. Joh. 12, v. 7—12. nd es erhob ſich ein Streit im Himmel: Michael und ſeine Engel ſtritten mit dem Drachen, und der Drache ſtritt und ſeine Engel, und ſiegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde und ſeine Engel wur⸗ den auch dahin geworfen, Und ich hörte eine große Stimme, die ſprach im Himmel: Nun iſt das Heil und die Kraft und das Reich und die Macht unſers Gottes, ſeines Chriſtus, heworden, weil der Verkläger unſerer rüder verworfen iſt, der ſie verklagt Tag und Nacht vor Gott. Und ſie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut, und durch das Wort ihres Zeugniſſes, und haben ihr Le⸗ ben nicht geliebt bis an den Tod. Darum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen. Evangelium. Matth. 1, v. 1—11. 3“* derſelbigen Stunde traten die Jünger zu Jeſu und ſprachen: Wer iſt doch der Größeſte im Him⸗ melreiche? Jeſus rief ein Kind zu ſich und ſtellte es mitten unter ſie und ſprach; Wahrlich ich ſage euch, es ſei denn, daß ihr euch umkehrt und werdet wie die Kinder, ſo wer⸗ det ihr nicht in das Himmelreich kom⸗ men. Wer ſich nun ſelbſt erniedrigt „ 3— 3 — ſ 2 86 “—*** — 2 3 84 3 48—. —— au„ 1 4 ——— 1 8*— ——————. ſſͤſͤͤ— 5 —*— e .—— 2 —— g————— 1 — ——— —ͤͤ — — 230 wie dieß Kind, der iſt der Größeſte im Himmelreiche; und wer ein ſol⸗ ches Kind aufnimmt in meinem Na⸗ men, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieſer Geringſten Einen, die an mich glauben, dem wäre beſſer, daß ein Mühlſtein an ſeinen Hals gehängt würde, und er erſäuft würde im Meere, da es am tiefſten iſt. Wehe der Welt der Aergerniſſe halber! Es muß ja Aergerniß kommen; doch Wehe dem Menſchen, durch welchen Aer⸗ gerniß kommt! So aber deine Hand, oder dein Fuß dich ärgert, ſo haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es iſt dir beſſer, daß du zum Leben lahm, oder ein Krüppel eingehſt, denn daß du zwei Hände oder zween Füße ha⸗ beſt und werdeſt in das ewige Feuer geworfen. Und ſo dich dein Auge ärgert, reiß es aus und wirf es von dir. Es iſt dir beſſer, daß du ein⸗ äugig zum Leben eingehſt, denn daß du zwei Augen habeſt und werdeſt in das hölliſche Feuer geworfen. Seht zu, daß ihr nicht Jemand von die⸗ ſen Kleinen verachtet. Denn ich ſage euch, ihre Engel im Himmel ſehen allezeit das Angeſicht meines Vaters im Himmel. Denn des Menſchen Sohn iſt gekommen ſelig zu machen, das verloren iſt. 1 Gebet. H'n Gott, himmliſcher Vater! Wir ) danken dir für deine väterliche Barmherzigkeit, daß du deine lieben Engel dazu verordnet haſt, daß ſie auf uns ſehen und wider des Sa⸗ tans Vornehmen uns ſchützen ſollen, und bitten dich, regiere und führe unſre Herzen und Sinne durch deinen heiligen Geiſt alſo, daß wir in dei⸗ ner Furcht uns halten und wider deinen Willen nicht thun, und alſo in allerlei Nöthen die Zuverſicht mö⸗ gen behalten, daß deine lieben Engel werden um uns und Alles, was wir haben, einen ſtarken, feſten Zaun machen, daß weder der Satan, noch die arge Welt einbrechen und Scha⸗ Epiſteln den möge thun, auf daß, gleichwi durch deinen lebeuf Saß, Chrchnie Jeſum uns unſre Sünde vergeben und das ewige Leben verſprochen iſt alſo durch den Schutz deiner lieben Engel Leib, Leben und Alles, was wir auf Erden haben, möge erhalten werden! Amen! Epiſtel am Tage Simonis und Indä. 1. Petri 1, v. 3— 9. Gelobt ſei Gott und der Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, der uns nach ſeiner großen Barmherzig⸗ keit wiedergeboren hat zu einer leben⸗ digen Hoffnung durch die Auferſtehung Jeſu Chriſti von den Todten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, welche zubereitet iſt, daß ſie offenbar werde zu der letzten Zeit, in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit(wo es ſein ſoll) trauri ſeid in mancherlei Anfechtungen, u daß euer Glaube rechtſchaffen und viel köſtlicher erfunden werde, denn Feuer bewährt wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn nun geoffenbut wird Jeſus Chriſtus, welchen ihr nicht geſehen und doch lieb habt, und nun an ihn glaubt, wiewohl ihr ihn nicht ſehet, ſo werdet ihr euch freuen mit unausſprechlicher und herrlicher Freude und das Ende eures Glaubens da⸗ vonbringen, nämlich der Seelen Seligkeit. Evangelium. Joh. 15, v. 17—21. Der Herr Jeſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Das gebiete ich euch, daß ihr euch unter einander liebt. So euch die Welt haßt, ſo wiſſet, daß ſie mich vor euch gehaßt hat, das vergängliche Gold, das durch en um n ſan ſie be andt hu Sfr it du di iſttum Je ten dich, unſre H aitliche Ae ar Alle der der Ke ten unz b ir- ſſten a ein Auge Nn C e den ir ge es ven urezi= undmmbeſches unverdd Grbe, di t du ein denn daß verdeſt a. Seht von die ich ſage d ſehen Vaterz Renſchen machen, euer be ſollen, fübre demen in der vider ad alſo a geſeben 1 Hlib hit m an in 1 irol Brin 1 id in reil euc, R Gettes te durh d dewahrtſ= zur Seiftte ubereitet. Jiß ſie dfen u der I= et, in uh duch freu. det, di intn teine 34 K.) s ſen ſim ſed n u Prftzwnt daß eue Ssbe rechſtlfa! diel köſtl funden vi das verg 1e e God, W d vird, au ei in nun qüft vird Jeſt= ins netit und das vondring Seligkeit uelin. 4 v.-. 1 Wäret ihr von der Welt, ſo hätte die Welt das Ihre lieb; dieweil ihr ſ aber nicht von der Welt ſeid, ſon⸗ dern ich habe euch von der Welt erwählt, darum haßt euch die Welt. Gedenkt an mein Wort, das ich eu geſagt habe; Der Knecht iſt nicht größer, denn ſein Herr. Haben ſie mich verfolgt, ſie werden euch auch verfolgen; haben ſie mein Wort ge⸗ halten, ſo werden ſie eures auch hal⸗ ten. Aber das Alles werden ſie euch thun um meines Namens willen; denn ſie kennen den nicht, der mich geſandt hat. Gebet. Her Gott, himmliſcher Vater! Der du dich durch deinen Sohn Chriſtum Jeſum haſt offenbart, wir bitten dich, gib deinen heiligen Geiſt in unſre Herzen, daß er die rechte chriſtliche Liebe in uns anzünde, und vor Alle dem behüte und bewahre, das der Liebe entgegen iſt, und da⸗ neben uns auch tröſte und ſtärke in aller Widerwärtigkeit, ſo deines Worts halben uns begegnet, daß wir uns an deine Gnade und Wort feſt hal⸗ ten und der Welt und des Teufels Zorn verachten mögen! Amen! Epiſtel am Tage der Kirchweihung. Offenb. Joh. 21, v. 1— 5. . AUlnd ich ſah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erſte Himmel und die erſte Erde ver⸗ ging und das Meer iſt nicht mehr. Und ich Johannes ſah die heilige Stadt, das neue Jeruſalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren zube⸗ reitet als eine geſchmückte Braut ihrem Manne. Und hörte eine große Stimme von dem Stuhle, die ſprach: Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menſchen; und er wird bei ihnen wohnen, und ſie werden ſein Volk ſein und er ſelbſt, Gott mit ihnen, wird ihr Gott ſein; und Gott wird abwiſchen alle Thränen von ihren und Evangelien. 231 Augen, und der Tod wird nicht mehr ein, noch Leid, noch Geſchrei, noch Schmerzen wird mehr ſein, denn das Erſte iſt vergangen. Und der auf dem Stuhle ſaß, ſprach: Siehe, ich ch mache Alles neu. Und er ſpricht zu mir: Schreibe, denn dieſe Worte ſind wahrhaftig und gewiß. Evangelium. Luc. 19, v. 1— 10. Ind Jeſus zog hinein und gin Al durch Jericho. Und ſiehe, de war ein Mann, der hieß Zachäus, der war ein Oberſter der Zöllner und war reich, und begehrte Jeſum zu ſehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk, denn er war klein von Perſon. Und er lief vorhin und ſtieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn ſähe, denn alda ſollte er durchkommen. Und als Jeſus kam an dieſelbe Städte, ſah er auf und ward ſein gewahr und ſprach zu ihm: Zachäe, ſteige eilend her⸗ nieder; denn ich muß heute zu dei⸗ nem Hauſe einkehren, Und er ſtieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden. Da ſie das ſahen, murrten ſie Alle, daß er bei einem Sünder einkehrte. Zachäus aber trat dar und ſprach zu dem Herrn: Siehe Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und ſo ich Jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. Jeſus aber ſprach zu ihm: Heute iſt dieſem Hauſe Heil wider⸗ fahren, ſintemal er auch Abrahams Sohn iſt; denn des Menſchen Sohn iſt gekommen, zu ſuchen und ſelig zu machen, das verloren iſt. Gebet. Wi hören heute, himmliſcher Vater, wie tröſtlich dein lieber Sohn Jeſus Chriſtus von ſeinem Gnaden⸗ amte gepredigt und daß er auch ſol⸗ ches ſobald an dem armen Sünder Zachäus vollzogen habe, bitten dich darum, regiere unſre Herzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir feſtig⸗ 3' 232 Paſſion. lich glauben, dein lieber Sohn ſei dieſem Gotteshauſe großes Heil haſt darum in die Welt gekommen, daß widerfaheen laſſen; du wolleſt auch er ſuchen und ſelig mache ſolle, was hinfort unter uns wohnen, deine in Sünden verloren iſt, und in ſol⸗ Lehre erhalten und Gedeihen dazu chem Glauben bis an unſer Ende gben⸗ damit viel arme Sünder, wie verharren. Wir danken dir auch hier Zachäus, zu dir bekehrt und in heute von Herzen, daß du mit dei⸗ Chriſto Jeſu, deinem lieben Sohne, nem Worte bei uns eingekehrt und ewig ſelig werden! Amen! Die Geſchichte des Leidens und Sterbens unſers Herrn Jeſu Chriſti nach den vier Evangeliſten. Matth. 26. 27. Marc. 14. 15. Luc. 22. 23. Joh. 18. 19. In fünf Stücke abgetheilt. Das erſte Stück. Armen geben, und murrten über ſie Von der ZubereitungdesOſter⸗Lammes. Es war aber nahe das Feſt der kümmert ihr das Weib? Sie hat ein E ſüßen Brodte, daß da Oſtern gutes Werk an mir gethan. Ihr haht heißt, und Jeſus ſprach zu ſeinen allezeit Arme bei euch, und wenn ihr Jüngern. Ihr wißt, daß nach zwei wollt, könnt ihr ihnen Gutes thun⸗ Tagen Oſtern wird und des Men⸗ mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie ſchen Sohn wird überantwortet wer⸗ hat gethan, was ſie gekonnt. Denn den, daß er gekreuzigt werde. daß ſie dieß Waſſer hat auf meinen Da verſammelten ſich die Hohen⸗ Leib gegoſſen, damit iſt ſie zuvorgekom⸗ prieſter und Schriftgelehrten und die men, meinen Leichnam zu ſalben zu Aelteſten im Volke in dem Palaſte des meinem Begräbniß. Wahrlich ich Hohenprieſters, der da hieß Caiphas, ſage euch, wo das Evangelium gepre⸗ und hielten Rath, wie ſie Jeſum mit digt wird in der Welt, da wird man Liſt griffen und tödteten. Denn ſie auch das ſagen zu ihrem Gedächt⸗ fürchteten ſich vor dem Volke. Sie niß, was ſie jetzt gethan hat. Fprachen aber: Ja nicht auf das Feſt, Es war aber der Satan gefahren auf daß nicht ein Aufruhr werde im in den Judas, genannt Iſcharioth, Volke. der da war aus der Zahl der Zwölf⸗ Und da nun Jeſus war zu Betha⸗ und er ging hin und redete mit den nien im Hauſe Simons, des Aus⸗ Hohenprieſtern und mit den Haupt⸗ ſätzigen, trat zu ihm ein Weib, das leuten, daß er ihn verrieth und ſprach: hatte ein Glas mit unverfälſchtem Was wollt ihr mir geben? Ich wi köſtlichen Narden⸗Waſſer und ſie zer⸗ ihn euch verrathen. Da ſie das hör⸗ brach das Glas und goß es auf ſein ten, wurden ſie froh und ſie boten Haupt, da er zu Tiſche ſaß. Da das ihm dreißig Silberlinge, und er ver⸗ die Jünger ſahen, wurden ſie unwillig ſprach ſich. Und von dem an ſuchte und ſprachen: Was ſoll doch dieſer er Gelegenheit, daß er ihn überant⸗ Unrath? Man könnte das Waſſer wortete ohne Rumor(Auflauf). mehr, denn um dreihundert Groſchen Aber am erſten Tage der ſüßen verkauft haben und daſſelbe den Brodte, auf welchen man mußte tffern da aünger z o vilſt dirbereite lud erſe nd ſpra⸗ fct, we⸗ ah ein; inen I in das 9 iut zu d üüßt dir Fiomme alten, r iih das! meinen. enen gr gen, daſe gen hin diagt ha Lamm. Und ſch zu T und er ferzlich nit euch Denn ic davon daß erfü und er rach: in unte oc wer⸗ a Sehn e a e—. nen, ddj din S ſe doßes häm ale, das hinr Ir. d nlin an in ſib dehre„ ee s Uhen, h nier Ende geden, d Sund Gahag du ag he za e emeöner nit Nr(hriſ E i bäta in w azſc Fon den — V 1 iden n Aere ſerz hem uch in iin Eu A n. dn 16 M Lur. 2 A K finj Stitt ugt= 1 er Lammes. 4 Fett der da Oſem n ſeuxn nach zwei des Mu⸗ verttt der⸗ de. die Hehen⸗ mn und die Jalaſte des 3Cappdas, Jium mit Den ſie Belle. Sie un, da Feſt,. t perde m 15 1 LA Da dod dieſer e e wden alde da Urueind mon da da 17 merckte, ſut idnen:. uüme linmet=s Webe 5 zuts It nir gehe llexit I5 i elch am velt, h Z ihnen ett nich abe d K ihr vitt dat geth.8 ſie gt daß ſe Saſeer ſcun Leidgegt mummtiſ feun men, me lächnm meinem& äibnz Att — — — —=— —— — — — — =— — =— —— —=— = —₰ — S — S =—— — —— — = Vndte, 2 8 Paſſion. opfern das Oſter⸗Lamm, traten die Jünger zu Jeſu und ſprachen zu ihm: Wo willſt du, daß wir hingehen und dir bereiten das Oſter⸗Lamm zu eſſen? Und er ſandte Petrus und Johannes und ſprach: Geht bin in die Stadt, ſeht, wenn ihr hinein kommt, wird euch ein Menſch begegnen, der trägt einen Waſſerkrug, folgt ihm nach in das Haus, da er hinein geht und ſagt zu dem Hauswirth: Der Meiſter läßt dir ſagen, meine Zeit iſt herbei gekommen, ich will bei dir Oſtern alten, wo iſt das Gaſthaus, darin ich das Oſter⸗Lamm eſſen möge mit meinen Jüngern? Und er wird euch einen großen gepflaſterten Saal zei⸗ gen, daſelbſt bereitet es. Sie gin⸗ gen hin und fanden, wie er ihnen geſagt hatte, und bereiteten das Oſter⸗ Lamm. Und am Abend kam er und ſetzte ſich zu Tiſche mit den zwölf Apoſteln und er ſprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, das Oſter⸗Lamm mit euch zu eſſen, ehe denn ich leide. Denn ich ſage euch, daß ich hinfort davon nicht mehr eſſen werde, bis daß erfüllt werde im Reiche Gottes. Und er nahm den Kelch, dankte und ſprach: Nehmt denſelben und theilt ihn unter euch; denn ich ſage euch: Ich werde nicht trinken von dem Ge⸗ wächs des Weinſtocks bis an den Tag, da ich es neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. Und indem ſie ſaßen in der Nacht, da er verrathen ward, nahm der Herr Jeſus das Brodt, dankte und brach es und gab es den Jüngern und ſprach: Nehmt, eßt, das iſt mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches thut zu meinem Gedächtniß. Deſſelbigen gleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, gab ihnen den und ſprach: Trinkt Alle daraus, dieſer Kelch iſt das neue Teſtament in meinem Blute, das für euch und für Viele vergoſſen wird zur Vergebung der Sünden. Solches thut, ſo oft ihr es trinkt, 233 zu meinem Gedächtniß. Und ſie tran⸗ ken Alle daraus. Vor dem Feſte aber der Oſtern, das iſt auf demſelbigen Abend, da Jeſus erkannte, daß ſeine Zeit gekom⸗ men war, daß er aus dieſer Welt ginge zum Vater, wie er hatte geliebt die Seinen, die in der Welt waren, ſo liebte er ſie bis an das Ende. Und nach dem Abend⸗Eſſen, da ſchon der Teufel hatte dem Judas Simonis Iſcharioth ins Herz gegeben daß er ihn verrieth, wußte Jeſus, daß ihm der Vater hatte Alles in ſeine Hände gegeben, und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging, ſtand er vom Abendmahl auf, legte ſeine Kleider ab, nahm einen Schurz und umgürtete ſich. Darnach goß er Waſſer in ein Becken, hob an den Jüngern die Füße zu waſchen und trocknete ſie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus, und derſelbe ſprach zu ihm: Herr, ſollteſt du mir die Füße waſchen? Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Was ich thue, das weißt du jetzt nicht, du wirſt es hernach erfahren. Da ſprach Petrus zu ihm: Nim⸗ mermehr ſollſt du mir die Füße wa⸗ ſchen. Jeſus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waſchen, ſo haſt du kein Theil an mir. Spricht zu ihm Si⸗ mon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, ſondern auch die Hände und das Haupt. Spricht Jeſus zu ihm: Wer gewaſchen iſt, der darf nicht, denn die Füße waſchen, ſondern er iſt ganz rein. Und ihr ſeid rein, aber nicht Alle. Denn er wußte ſei⸗ nen Verräther wohl, darum ſprach er: Ihr ſeid nicht Alle rein. Da er nun ihre Füße gewaſchen hatte, nahm er ſeine Kleider und ſetzte ſich wieder nieder und ſprach aber⸗ mals zu ihnen: Wißt ihr, was ich euch gethan habe? Ihr heißt mich Meiſter und Herr und thut recht daran, denn ich bin es auch. So nun ich, euer Meiſter und Herr, euch q* 234 Paſſion. die Füße gewaſchen habe, ſo ſollt ihr auch euch unter einander die Füße waſchen. Ein Beiſpiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich eu gethan habe. Wahrlich, wahrlich ich ſage euch: Der Knecht iſt nicht größer, denn ſein Herr, noch der Apoſtel größer, denn der ihn geſandt hat. So ihr ſolches wißt, ſelig ſeid ihr, ſo ihr es thut. Nicht ſage ich von euch Allen, ich weiß, welche ich er⸗ wählt habe, ſondern daß die Schrift erfüllt würde: Der mein Brodt ißt, der tritt mich mit Füßen. Jetzt ſage ich es euch, ehe denn es geſchieht, auf daß, wenn es geſchehen iſt, ihr glaubt, daß ich es bin. Wahrlich, wahrlich ich ſage euch: Wer auf⸗ nimmt, ſo ich Jemand ſenden werde, der nimmt mich auf, wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der, mich geſandt hat. Da Jeſus ſolches geſagt hatte, ward er betrübt im Geiſte und zeugte und ſprach: Wahrlich, wahrlich ich ſage euch: Einer unter euch, der mit mir ißt, wird mich verrathen. Siehe, die Hand meines Verräthers iſt mit mir über Tiſche. Und die Jünger wurden ſehr traurig, ſahen ſich un⸗ ter einander an und ward ihnen bange, von welchem er redete. Und ſie fingen an zu fragen unter ſich ſelbſt, welcher es doch wäre unter ihnen, der das thun würde, und ſag⸗ ten zu ihm, Einer nach dem Andern: Herr, bin ichs? Und der Andere: Bin ichs? Er antwortete und ſprach: Einer aus den Zwölfen, der mit mir in die Schüſſel taucht, der wird mich verrathen. Des Menſchen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm beſchloſſen und geſchrieben iſt; doch Wehe dem Menſchen, durch welchen des Men⸗ ſchen Sohn verrathen wird! Es wäre ihm beſſer, daß derſelbige Menſch noch nie geboren wäre. Da antwor⸗ tete Judas, der ihn verrieth, und ſprach; Bin ichs, Rabbi? Er ſprach üngern, der zu Tiſche ſaß, an de Dün Jeſu, welchen Jeſus lieb hatte Dem winkte Simon Petrus, daß er ch erforſchen ſollte, wer es wäre, von dem er ſagte. Denn derſelbige lag an der Bruſt Jeſu und ſprach zu ihm; Herr, wer iſts? Jeſus antwor⸗ tete: Der iſts, dem ich den Biſſen eintauche und gebe. Und er tauchte den Biſſen ein und gab ihn Judas Simonis Iſcharioth. Und nach dem Biſſen fuhr der Satan in ihn. Da ſprach Jeſus zu ihm: Was du thuſt, das thue bald. Daſſelbige aber wußte Niemand über dem Tiſche, wozu er es ihm ſagte. Etliche mein⸗ ten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jeſus ſpräche zu ihm: Kaufe, was uns Noth iſt auf das Feſt; oder, daß er den Armen Etwas gäbe. Da er nun den Biſſen genommen hatte, ging er ſobald hinaus, und es war Nacht. Da aber Judas hinaus gegangen war, erhob ſich ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen ſollte für den Größeſten gehalten werden? Er aher ſprach zu ihnen: Die weltlichen Kö⸗ nige herrſchen und die Gewaltigen heißt man gnädige Herren, ihr aber nicht alſo, ſondern der Größeſte unter euch ſoll ſein wie der Jüngſte und aber ſeid es, die ihr beharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen, und ich will euch das Reich beſchei⸗ den, wie mir es mein Vater beſchie⸗ den hat, daß ihr eſſen und trinken ſollt über meinem Tiſche in meinem Reiche und ſitzen auf Stühlen und richten die zwölf Geſchlechter Nrarh Da ſpricht aber Jeſus: Nun iſ des Menſchen Sohn verklärt und Gott iſt verklärt in ihm. 3 Gott verklärt in ihm, ſo wird ihn Gott auch verklären in ihm ſelbſt und zu ihm: Du ſagſt es. Es war aber Einer unter ſeinen wird ihn bald verklären. =— = 1 —=— —— 4 ==—Z— — — — 8—— — der Vornehmſte wie ein Diener. Denn welcher iſt der Größeſte, der zu Tiſche ſitzt, oder der da dient? Iſt es nicht lu alſo, der zu Tiſche ſitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr — — — — — — ih meine 3 nit fit er du wfr herus ſpfß emnichdit 8 will hus antt in Leben ömon, ſ ggehrt, d te den I ih gebete icht aufhe emaleinf ider. den, ich! a d euch ne Taſe n auch achen: ihnen: enat, d lachen ar ith har 4 t uße ein nwerder dt. Er nthnet. iden K — 8 3 —— * en genonm e inaus, wen ich ſage var, erh f nit mir welche= huen ſlti Siehe, Großeſtet en wedait 3 it nit ſerah 3 c: Die wih Amm ſuie hen ſich un heißt ma t. ünen nict aſſc om dr Gihfir r i ie der hu e neeen Iin valcer iſ echſeſt, Nl e mit mit bei mir — Dar un Jus ſ Er hm. iu uf das g ken Etwas ſi und die bi ige demnni dient 6 ale, del riſce ſt “ Paſſion. Liebe Kindlein! Ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich ſuchen, und wie ich zu den Ju⸗ den ſagte: Wo ich hingehe da könnt ihr nicht hinkommen. Und ich ſage euch nun: Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch unter einander liebt, wie ich euch geliebt habe, auf daß auch ihr einander lieb habet. Dabei wird Jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger ſeid, ſo ihr Lieb unter einander habt. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehſt du hin? Jeſus ant⸗ D wortete ihm: Da ich hingehe, kannſt du mir für dieſes Mal nicht folgen, aber du wirſt mir hernachmals folgen. Petrus ſpricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir für dieſes Mal nicht folgen? S will mein Leben bei dir laſſen. eeſus antwortete ihm: Sollteſt du dein Leben bei mir laſſen? Simon, Simon, ſiehe, der Satan hat euer begehrt, daß er euch möchte ſichten wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, auf daß dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dich dermaleinſt bekehrſt, ſo ſtärke deine Brüder. Er aber ſprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir in das Gefängniß und in den Tod zu gehen. Er aber ſprach: Wahrlich, wahr⸗ lich, Petrus, ich ſage dir: Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe denn du dreimal verleugnet haſt, daß du mich kennſt. Und er ſprach zu ihnen: So oft ich euch geſandt habe ohne Beutel, ohne Taſche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie ſprachen: Nie keinen. Da ſprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beu⸗ tel hat, der nehme ihn, deſſelbigen gleichen auch die Taſche. Wer aber nicht hat, der verkaufe ſein Kleid und kaufe ein Schwerdt. Denn ich ſage euch: Es muß noch das auch vollen⸗ det werden an mir, das geſchrieben ſteht: Er iſt unter die Uebelthäter erechnet. Denn was von mir ge⸗ hrieden ſteht, das hat ein Ende. 235 Sie ſprachen aber: Herr, fiehe, hier ſind zwei Schwerdter. Er aber ſprach zu ihnen: Es iſt genug. Das andere Stück der Paſſion. Von dem geiſtlichen Leiden des Herrn Chriſti am Oelberge. LECTIO IJ. AInd da ſie den Lobgeſang geſpro⸗ chen hatten, ging Jeſus hinaus nach ſeiner Gewohnheit über den Bach Kidron an den Oelberg. Es folgten ihm aber ſeine Jünger nach. a ſprach er zu ihnen: In dieſer Nacht werdet ihr euch Alle an mir ärgern. Denn es ſteht geſchrieben: Ich werde den Hirten ſchlagen und die Schafe der Heerde werden ſich zerſtreuen. Wenn ich aber auferſtehe, will ich vor euch hingehen in Gali⸗ läa. Petrus aber antwortete und ſprach zu ihm: Wenn ſie ſich auch Alle an dir ärgerten, ſo will ich mich doch nimmermehr ärgern. Jeſus ſprach zu ihm; Wahrlich ich ſage dir: Heute in dieſer Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirſt du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir ſterben müßte, wollte ich dich nicht verleugnen. Deſſelbigen gleichen ſag⸗ ten auch alle Jünger. Il. Da kam Jeſus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethſemane. Da war ein Garten, darein ging Jeſus und ſeine Jünger. Judas aber, der ihn verrieth, wußte den Ort auch; denn Jeſus verſammelte ſich oft daſelbſt mit ſeinen Jüngern. Da ſprach Je⸗ ſus zu ihnen: Setzt euch hier, bis daß ich dorthin gehe und bete. Und er nahm zu ſich Petrus und Jaco⸗ bus und Johannes, die zween Söhne Zebedäi, und fing an zu trauern und zu zittern und zu zagen. Und ſprach zu ihnen: Meine Seele iſt be⸗ trübt bis in den Tod, bleibt hier und wacht mit mir; betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! dſfdꝛlꝛrꝛrdͤ⅜⅞⅜ͤ d “ 5 23 —— 8“ 8 236 Und er riß ſich von ihnen bei einem Steinwurf und kniete nieder, fiel auf ſein Angeſicht auf die Erde und be⸗ tete, daß, ſo es möglich wäre, die Stunde vorüber ginge, und ſprach: Abba, mein Vater, es iſt dir Alles möglich; überhebe mich dieſes Kelches; doch nicht, was ich will, ſondern was du willſt! Und er kam zu ſeinen Jüngern und fand ſie ſchlafend und ſprach zu Petrus: Simon, ſchläfſt du? Vermagſt du nicht Eine Stunde mit mir zu wachen? Wacht und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geiſt iſt willig; aber das Fleiſch iſt ſchwach. Zum andern Male aber ging er hin, betete und ſprach; Mein Vater, iſt es nicht möglich, daß dieſer Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn, ſo ge⸗ ſchehe dein Wille! Und er kam und fand ſie abermals ſchlafend und ihre Augen waren voll Schlafs und wuß⸗ ten nicht, was ſie ihm antworteten. Und er ließ ſie und ging abermals hin und betete zum dritten Male die⸗ ſelben Worte und ſprach: Vater, willſt du, ſo nimm dieſen Kelch von mir; doch nicht mein, ſondern dein Wille geſchehe. Es erſchien ihm aber ein Engel vom Himmel und ſtärkte ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang und betete heftiger. Es war aber ſein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er ſtand auf von dem Gebet und kam zu ſeinen Jüngern und fand ſie ſchlafend vor Traurigkeit, und ſprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun ſchlafen und ruhen? Was ſchlaft ihr? Es iſt genug. Seht, die Stunde iſt gekommen und des Menſchen Sohn wird überantwortet in der Sünder Hände. Steht auf und laßt uns gehen; ſiehe, der mich verräth, iſt nahe. Betet aber, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! In Und alsbald, da er noch redete, Paſſion. er nun zu ſich hatte genommen die Schaar und Diener der Hohenprieſter und Phariſäer, der Aelteſten und Schriftgelehrten, ging er zuvor der Schaar und kommt dahin mit Fak⸗ keln, Lampen, Schwerdtern und Stangen. „Der Verräther aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben und geſagt: Welchen ich küſſen werde, der iſt es, den greift und führt ihn gewiß. Als nun Jeſus wußte Alles, was ihm begegnen ſollte, ging er hinaus und ſprach zu ihnen: Wen ſucht ihr? Sie antworteten ihm: Jeſus von Na⸗ zuteih. Jeſus ſprach zu ihnen: Ich ins. Judas aber, der ihn verrieth, ſtand auch bei ihnen. Als nun Jeſus zu ihnen ſprach: Ich bins, wichen ſie urück und fielen zu Boden. Da ſuagte er ſie abermals: Wen ſucht ihr? Sie aber ſprachen: Jeſus von Nazareth. Jeſus antwortete: Ich habe es euch geſagt, daß ichs ſei. Sucht ihr denn mich, ſo laßt dieſe gehen; auf daß das Wort erfullt würde, welches er ſagte: Ich habe deren Keinen verloren, die du mir ge⸗ geben haſt?(Joh. 17.) Und Judas nahte ſich zu Jeſu, ihn zu küſſen, und alsbald trat er zu ihm und ſprach: Gegrüßt ſeiſt du, Rabbi, und küßte ihn. Jeſus aber ſprach zu ihm: Mein Freund, warum hiſt du gekommen? Judas, verräthſt du des Menſchen Sohn mit einem Kuß? Da traten ſie hinzu und legten die Hände an Jeſum und griffen ihn. IV. Da aber ſahen, die um ihn wa⸗ ren, was da werden wollte, ſprachen ſie zu ihm: Herr, ſollen wir mit dem Schwerdte drein ſchlagen? Da hatte Simon Petrus ein Schwerdt, und zog es aus und ſchlug nach des Ho⸗ henprieſters Knecht und hieb ihm ſin rechtes Ohr ab, und der Knecht Malchus. ſiehe, Judas, der Zwölfen Einer, da jeß lu Jeſus aber antwortete und ſprach: gt ſie rachzu. reech inmt, ummen. ſicht kör uber m ggionen uicht trie geeben schrift 41 3 Zu de bohenp Tempel im geko enem? Stange in ich und ha iihr hab Aber d Nacht Schrift Alles g de Sch leßen i Und im na hekleide de Jü leß die oß da ——=——. Nas in Nathe 3 4 ſch 4 2 ehin, bns. Kelch 3 8 2* 8 n a bei„ 15 Vorteten. ddernals Rale die Vater, lelch von ] 11 dem — p a. Und de rang ar ader fen, die n Gebet mn ſnd mrigteit, pollt idr a ſchlaft 5 d9 Stunde en Sernſt. Sünder n. ſo ger ihnen for ür. 8 Apprachen. un Nazrreth S antwet. dde e Sſagt, dt Suct ih=— nich, ichw pden; 4. das M würde, er ſagte. derm Kei! loren, denug geden ha Und J E Aihte ſchuxh Au h. 17) 5 z kſſen da lebad tteni und ſera d. rißt ſe u und küß zu ihm: Jenus de * Fraund, um du gekom e Juda tenit des Men S lhn mitenm da nat e inu ud Hände a ☛ t und rechtes Malchuz Jeſus W. = Nen vilk, trtttu 1 gifai un i 1 und habe gelehrt im Tempel, und Laßt ſie doch ferner machen! Und ſprach zu Petrus: Stecke dein Schwerdt in die Scheide; denn wer das Schwerdt nimmt, der ſoll durchs Schwerdt um⸗ kommen. Oder meineſt du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuſchickte mehr, denn zwölf Legionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Wie würde aber die Schrift erfüllt? Es muß alſo geſche⸗ hen. Und er rührte ſein Ohr an und heilte ihn. V Zu der Stunde ſprach Jeſus zu den Hohenprieſtern und Hauptleuten des Tempels und den Aelteſten, die über ihn gekommen waren: Ihr ſeid als zu einem Mörder mit Schwerdtern und Stangen ausgegangen, mich zu fangen; bin ich doch täglich geſeſſen bei euch ihr habt keine Hand an mich gelegt. Aber dieß iſt eure Stunde und die Macht der Finſterniß, auf daß die Schrift erfüllt würde. Dieß iſt aber Alles geſchehen, auf daß erfüllt würde die Schrift der Propheten. Da ver⸗ ließen ihn alle Jünger und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut; und die Jünglinge griffen ihn; er aber ließ die Leinwand fahren und floh bloß davon. 1 Das dritte Stück. Was in Caiphas Hofe vor dem hohen Rathe mit Chriſto vorgegangen. VI. Die Schaar aber und der Ober⸗ ₰ Hauptmann und die Diener der Juden nahmen Jeſum und banden ihn, führten ihn aufs Erſte zu Han⸗ nas, der war Caiphas Schwäher, welcher das Jahr Hoherprieſter war. Es war aber Caiphas, der den Juden rieth, es wäre gut, daß Ein Menſch würde umgebracht für das Volk. Paſſion. 237 prieſter Caiphas, das iſt, zum Für⸗ ſten der Prieſter, dahin alle Hohen⸗ prieſter und Schriftgelehrten und Aelteſten ſich verſammelt hatten. VII. Simon Petrus aber folgte Jeſu von ferne und ein anderer Jünger bis an den Palaſt des Hohenprieſters. Derſelbige Jünger war dem Hohen⸗ prieſter bekannt und ging mit Jeſn hinein in des Hohenprieſters Palaſt. Petrus aber ſtand draußen vor der Thür. Da ging der andre Jünger, der dem Hohenprieſter bekannt war, hin⸗ aus und redete mit der Thürhüterin und führte Petrus hinein. Es ſtanden aber die Knechte und Diener und hatten ein Kohlfeuer ge⸗ macht mitten im Palaſte und wärm⸗ ten ſich. Petrus aber ſtand auch bei ihnen und wärmete ſich, auf daß er ſähe, wo es hinaus wollte, Die Magd aber des Hohenprieſters, die Thürhüterin, ſahe Petrus bei dem Lichte, da er ſich wärmte, und ſahe eben auf ihn und ſprach: Und du warſt auch mit dem Jeſu von Nazareth aus Galiläa. Biſt du nicht auch dieſes Menſchen Jünger einer? Er leugnete aber vor Allen und ſprach: Weib, ich bins nicht. Ich kenne ſein nicht, ich weiß auch nicht, was du ſagſt. VIII. Aber der Hoheprieſter fragte Jeſum um ſeine Jünger und um ſeine Lehre. Jeſus antwortete: Ich habefrei öffent⸗ lich geredet vor der Welt. Ich habe allezeit gelehrt in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zuſam⸗ men kommen, und habe Nichts im Winkel geredet. Was fragſt du mich darum? Frage die darum, die es gehört haben, was ich geredet habe: ſiehe, dieſelben wiſſen, was ich geſagt habe. Und als er ſolches redete, gab der Diener einer, die dabei ſtanden, Jeſu einen Backenſtreich und ſprach: Und ſie führten ihn zu dem Hohen⸗ Sollteſt du dem Hohenprieſter alſo 238 Paſſion. antworten? Jeſus antwortete: Habe ich übel geredet, ſo beweiſe es, daß es unrecht ſei; habe ich aber recht geredet, was ſchlägſt du mich? Und Hannas hatte ihn gebunden geſandt zu dem Hohenprieſter Caiphas. (Nachfolgendes von Simon Petrus an bis: weinte bitterlich, gehört zur ſiebenten Lection.) Simon Petrus aber ſtand und wärmte ſich. Und über eine kleine Weile nach dem erſten Verleugnen, als er hinaus ging nach dem Vorhofe, krähte der waßn. Und eine andere Magd ſahe ihn und hob abermals an zu ſagen zu denen, die dabei ſtan⸗ den: Dicher war auch mit Jeſu von Nazareth. Da ſprachen ſie zu ihm: Biſt du nicht ſeiner Jünger einer? Und ein Andrer ſprach: Du biſt auch deren einer. Under leugnete abermals und ſchwor dazu und ſprach: Menſch ich bin es nicht und ich kenne auch den Menſchen nicht. Und über eine kleine Weile, bei einer Stunde, bekräftigte ein Anderer mit denen, die da ſtanden, und ſprach: Wahrlich, du biſt auch deren einer; denn du biſt auch ein Galiläer, denn deine Sprache verräth dich. Spricht des Hohenprieſters Knecht, ein Gefreundeter deß, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sahe ich dich nicht im Garten bei ihm? Da fing er an ſich zu verfluchen und zu ſchwören: Ich kenne den Menſchen nicht, von dem ihr ſagt. Und alsbald, da er noch redete, krähete der Hahn zum andern Male. Und der Herr wandte ſich und ſahe Petrus an. Da gedachte Petrus an das Wort Jeſu, als er zu ihm geſagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirſt du mich dreimal verleugnen, und ging hinaus und weinte bit⸗ terlich. IX. Die Hohenprieſter aber und die Aelteſten und der ganze Rath ſuch⸗ ten falſches Zeugniß wider Jeſus, auf daß ſie ihm zum Tode hälfen, und fanden keins, wiewohl viel falſche Zeugen herzu traten; denn ihre Zeug⸗ niſſe ſtimmten nicht überein. Zuletzt ſtanden auf und traten herzu zwei falſche Zeugen und gaben falſches Zeugniß wider ihn und ſprachen: Wir haben es gehört, daß er geſagt: Ich kann und will abbrechen den empel Gottes, der mit Händen ge⸗ macht iſt, und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht iſt. Und ihre Zeugniſſe ſtimm⸗ ten noch nicht überein. Und der Hoheprieſter ſtand auf unter ſie, fragte Jeſum und ſprach: Antwor⸗ teſt du Nichts zu dem, das dieſe wi⸗ der dich zeugen? Jeſus aber ſchwieg ſtill und antwortete Nichts. X. Da fragte ihn der Hoheprieſteraber⸗ mals und ſprach zu ihm: Biſt du Chriſtus, der Sohn des Hochgelobten? Ich beſchwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns ſagſt, ob du ſeiſt Chriſtus, der Sohn Gottes? Jeſus ſprach: Du ſagſt es; ich bins! Doch ſage ich euch: Von nun an werdet ihr ſehen des Menſchen Sohn ſitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen in den Wolken des Himmels. Da zerriß der Hoheprieſter ſeine Klei⸗ der und ſprach: Er hat Gott gelä⸗ ſtert. Was bedürfen wir weiter Zeug⸗ niß? Siehe, jetzt habt ihr ſeine Got⸗ tesläſterung gehört. Was dünkt euch? Sie aber verdammten ihn Alle und ſprachen: Er iſt des Todes ſchuldig. Die Männer aber, die Jeſum hiel⸗ ten, verſpotteten ihn und ſpieen aus in ſein Angeſicht und ſchlugen ihn mit Fäuſten. Etliche aber verdeckten ihn und ſchlugen ihn ins Angeſicht. beſonders die Knechte und ſprachen. Weiſſage uns, Chriſte, wer iſts, der 1 dich ſchlug? Und viele andere Läſte⸗ rungen ſagten ſie wider ihn. XI. Des Morgens aber verſammelten ſich alle Hohenprieſter, Schriftgelehrte — a wird inrrechten du ſprach oites St hr ſagt er ſprach en Zeugr hört au 4 3 las vor? ichen O nd de und on Caipl berantw. F 2 dahe d 18, dd ſe 1 Tae en aae i0: Ud mfen pr dni 1 1 Nan Sm 1 n 4½ 4 and md bean ütta ine llie nact in wr d hänn nenae, adem! wrn Vn dairſ, gnatt. ht n 2 ader in nch dan in ddemns Ui reſerin Nn m ri du Ln den, win 1. dih 2 Jiſs diſg tnuri fil und n bitt auch 4 ane auh nas en) zi in hf Ceridd ahn desiah „Id beich ra ich bei den aun de dat, R e ſut . 1 tes, itn dnen ſage ih Abon un: d, demn ür ſchen e lenſchn ehſ bect nch nnd de t mache, un Kühnne Herrus Da zerriß r= oheptiſte ine he ic d in=. Kr hit(et denſchen teläſtert e rt. Buut Sie adet annten in ndet, ſgraen= de Tſ le. De A nhr, wha 7d verſ d 4 ihn n p Pn tn e um un erus an in ſein* ur a bäht, ihn und uult ihn ie umnen, heſonder* d feh w dafn deheßgrn Paſſion. und die Aelteſten des Volks, dazu der ganze Rath, und hielten einen Rath über Jeſus, daß ſie ihm zum Tode hälfen, und führten ihn hinauf vor ihren Rath und ſprachen: Biſt du Chriſtus? ſage es uns! Er aber ſprach zu ihnen: Sage ichs euch, ſo glaubt ihr nicht; frage ich euch aber, ſo antwortet ihr nicht und laßt mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des Menſchen Sohn ſitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da ſprachen ſie Alle: Biſt du denn Gottes Sohn? Er ſprach zu ihnen: Ihr ſagt es; denn ich bin es. Sie aber ſprachen: Was bedürfen wir wei⸗ ter Zeugniß? Wir haben es ſelbſt gehört aus ſeinem Munde. Das vierte Stück. Was vor Pontio Pilato, als der welt⸗ lichen Obrigkeit, mit Chriſto vor⸗ gegangen. nd der ganze Haufe ſtand auf und banden Jeſum, führten ihn von Caiphas vor das Richthaus und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus, und es war noch früh. XII. Da das Judas ſahe, der ihn ver⸗ rathen hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereute es ihn und brachte wieder die dreißig Silberlinge den Hohenprieſtern und Aelteſten und ſprach: Ich habe Uebel gethan, das ich unſchuldiges Blut vergoſſen habe. Sie ſprachen: Was geht uns das an? Da ſiehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hob ſich davon und erhenkte ſich ſelbſt, und iſt mitten entzwei geborſten und ſein Eingeweide ausgeſchüttet. Aber die Hohenprieſter nahmen die Silberlinge und ſprachen: Es taugt nicht, daß wir ſie in den Got⸗ earaſten legen; denn es iſt Blut⸗ Geld. „Sie hielten aber einen Rath und kauften um die Silberlinge, um den 239 Lohn der Ungerechtigkeit, einen Tö⸗ pfers⸗Acker zum Begräbniß der Pil⸗ ger. Und es iſt kund geworden Allen, die zu Jeruſalem mohnon, alſo, daß derſelbe Acker genannt wird auf ihre Sprache Hakeldama, das iſt ein Blut⸗Acker, bis auf den heutigen Tag. Da iſt erfüllt, das geſagt iſt durch den Propheten Jeremia, der da ſpricht: Sie haben genommen dreißig Silber⸗ linge, damit bezahlt ward der Ver⸗ kaufte, welchen ſie kauften von den Kindern Iſrael, und haben ſie gege⸗ geben um einen Töpfersacker, als mir der Herr befohlen hat. XIII. Die Füden gingen aber nicht in das Richthaus, auf daß ſie nicht un⸗ rein würden, ſondern die Oſtern eſſen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus und ſprach: Was bringt ihr für eine Klage wider dieſen Men⸗ ſchen? Sie antworteten und ſprachen zu ihm: Wäre dieſer nicht ein Uebel⸗ thäter, wir hätten ihn dir nicht überant⸗ wortet. Da ſprach Pilatus zu ihnen: So nehmt ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Geſetz. Da ſprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen Nie⸗ mand tödten, auf daß erfüllt würde das Wort Jeſu, welches er ſagte, da er deutete, welches Todes er ſterben würde. XIV. Da fingen an die Hohenprieſter und Aelteſten ihn hart zu verklagen und ſprachen: Dieſen finden wir, daß er das Volk abwendet und ver⸗ bietet den Schoß dem Kaiſer zu geben und ſpricht: Er ſei Chriſtus, ein König. Da ging Pilatus wieder hinein in das Richthaus und rief Jeſu und fragte ihn und ſprach: Biſt du der Juden König? Jeſus ſtand vor ihm und antwortete: Redeſt du das von dir ſelbſt, oder habens dir Andere von mir geſagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenprieſter haben dich mir über⸗ antwortet. Was haſt du gethan? 2— —“ 8 8—— * 5 ͤſſͤſſͤſſööö 3* 8— — v“. 2— 4— —— 8 —— , en 4 4“ 240 Jeſus antwortete: Mein Reich iſt nicht von dieſer Welt, wäre mein Reich von dieſer Welt, meine Diener wuͤrden darob kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde. Aber nun iſt mein Reich nicht von dannen. Da ſprach Pilatus zu ihm: So biſt du dennoch ein König? Je⸗ ſus antwortete: Du ſagſt es. Ich bin ein König. Ich bin dazu gebo⸗ ren und in die Welt gekommen, da ich die Wahrheit zeugen ſoll. Wer aus der Wahrheit iſt, der höret meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was iſt Wahrheit? Und da er das geſagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und ſprach zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und da er verklagt ward von den Hohenprieſtern und Aelteſten, antwortete er Nichts. Pi⸗ latus aber fragte ihn abermals und ſprach: Antworteſt du Nichts? Siehe wie hart ſie dich verklagen! Hörſt du nicht? Und er antwortete ihm nicht auf Ein Wort mehr alſo, daß ſich auch der Landpfleger ſehr ver⸗ wunderte. Sie aber hielten an und ſprachen: Er hat das Volk erregt damit, daß er gelehrt hat hin und her im gan⸗ zen jüdiſchen Lande, und hat in Ga⸗ liläa angefangen bis hierher. XV. Da aber Pilatus Galiläa hörte, fragte er, ob er aus Galiläa wäre? Und als er vernahm, daß er unter Herodis Obrigkeit war, überſandte er ihn zu Herodes, welcher in denſelben Tagen auch zu Jeruſalem war. Da aber Herodes Jeſum ſahe, ward er ſehr froh, denn er hätte ihn längſt gern geſehen; denn er hoffte, er würde ein Zeichen von ihm ſehen. Und er fragte ihn Mancherlei; er ant⸗ wortete ihm aber Nichts. Die Ho⸗ henprieſter aber und Schriftgelehr⸗ ten ſtanden und verklagten ihn hart. Aber Herodes mit ſeinem Hofgeſinde verlachte und verſpottete ihn, legte Paſſion. ihm ein weißes Kleid an und ſandte ihn wieder zu Pilatus. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde mit einander; denn zuvor waren ſie einander Feinde. XVI. Pilatus aber rief die Hohenprieſter und Oberſten und das Volk zuſam⸗ men und ſprach zu ihnen: Ihr habt ß dieſen Menſchen zu mir gebracht, als er das Volk abwende, und ſeht, ich habe ihn vor euch verhört und finde an dem Menſchen der Sachen keine, deren ihr ihn beſchuldigt; Herodes auch nicht, denn ich habe euch zu ihm geſandt, und ſeht, man hat Nichts auf ihn gebracht, das des Todes werth ſei. Darum will ich ihn züch⸗ tigen und los geben. pfleger nach Gewohnheit dem Volke einen Gefangenen los geben, welchen ſie begehrten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, der war faſt rüchtig, nämlich einen Uebelthäter und Mörder, der hieß Barrabas der mit den Aufrühreriſchen war in das Gefängniß geworfen, welcher in dem Aufruhre, der in der Stadt geſchah⸗ einen Mord begangen hatte. Und das Volk ging hinauf und bat, daß verſammelt waren, antwortete ihnen Pilatus: Ihr habt eine Gewohnheit, daß ich euch Einen los gebe auf Oſtern. Welchen wollt ihr, das ich euch los⸗ e. gebe, Barrabas, oder Jeſus, den König der Juden, den man nennt Chriſtus? Denn er wußte wohl, daß u ihn die Hohenprieſter aus Neid über⸗ antwortet hatten. Und da er auf dem Richtſtuhle ſaß, ſchickte ſein Weib zu ihm und ließ ihm ſagen: Habe du Nichts zu ſchaffen mit dieſem Ge⸗ rechten; denn ich habe heute viel er⸗ litten im Traume von ſeinetwegen. teſten überredeten und reizten das Volk, daß ſie um Barrbarras bitten ſollten und Jeſus umbrächten. Da Auf das Feſt aber mußte der Land⸗ er thäte, wie er pflegte. Und da ſie Aber die Hohenprieſter und Ael⸗ tee awortete 5 ſu zur dieſer ben. 3 prach t uns irus abe 1 1† feum los lich den dumn Chrif dnmalz. vaber ſ tren: We len Ich üdes an ichtigen rieen no ruuzige i iit großen ite ihn. s Land. udas R un die zas und anntel a⸗ an Dorr Gerupt ur ine recht niee vor —·— 1 B. S 5 = — ün en an da Bzaa n munder r düda wmi 4 nihn. 4 * Plan I 2 kief d 8 8 en e men nen un e a ünr naen aeh Seh mf une och er udſt Ain mdm Tam weunn den ih Witzäudig ſe Fag er auch ni den ud in geca ſetwmir ade keine auf ihn d u9 8 Siehe emen G men los ii 2l Hörſt ſie begel er Er hattern nete üm Zeit enn ugenen umt alſo, daß chtia, Kh einn bt ehr der⸗ und N K er hitßtmtn mit den auhreriſceni prachen: Gefängt. nfen, uniſ iit, daß Aufrubt in der Enng in gan einen 1 lσ☚ anyn t. in Ga⸗ das Vol t— hinauf m ier thäte erpflgt. Ud verſamm! ren Mtnrtti 6 1 Pilatus habt eine Genn dorte, daß ich d en los gtewi das ic a päre? Welchen ihr, unter gebe, J= t, der e undie er König„ mielden Chritus. 1 emit . ihn die unaan de, ward is ti inaſt dem Ri alüngt arn chin uhn ffte, er z ihn fon nit 1 ſeden. Nichts 1 habe 3 b ter ante racten, r m die Ho⸗ litten in*ne dſtr w 2”. 3 gelehr⸗ Aber 4— 2 an dart teſten d er en u zueirde Volk. de n n dn 4 ante ſollten u 1 ean ict 3 Paſſion. 241 antwortete nun der Landpfleger und ſprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter dieſen Zweien, den ich euch ſoll los geben. Da ſchrie der ganze Haufe und ſprach: Hinweg mit Reßan und ib uns Barrabas los! Da rief Pilatus abermals zu ihnen und wollte Jeſum los laſſen und ſprach: Was ſoll ich denn machen mit Jeſu, den man Chriſtus nennt? Sie ſchrieen abermals: Kreuzige, kreuzige ihn! Er aber ſprach zum dritten Male zu ihnen: Was hat er denn Uebels ge⸗ than? Ich finde keine Urſache des Todes an ihm, darum will ich ihn züchtigen und los laſſen. Aber ſie ſchrieen noch viel mehr und ſprachen: Kreuzige ihn! Und ſie lagen ihm an mit großem Geſchrei und forderten, daß er gekreuzigt würde. Und ihr und der Hohenprieſter Geſchrei nahm überhand. XVII. Da nahm Pilatus Jeſum und gei⸗ ßelte ihn. ie Kriegsknechte aber des Landpflegers führten ihn hinein in das Richthaus und riefen zuſam⸗ men die ganze Rotte, und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpur⸗ mantel an und flochten eine Krone von Dornen und ſetzten ſie auf ſein Haupt und gaben ihm ein Rohr in ſeine rechte Hand, und beugten die Kniee vor ihm und ſpotteten ihn und fingen an ihn zu grüßen und ſpra⸗ chen: Gegrüßt ſeiſt du, König der Juden. Und ſchlugen ihn ins An⸗ geſicht und ſpieen ihn an, und nah⸗ men das Rohr und ſchlugen damit ſein Haupt und fielen auf die Kniee und beteten ihn an. Da ging Pilatus wieder heraus und ſprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennt, daß ich keine Schuld an ihm finde. Alſo ging Jeſus heraus und trug eine Dornen⸗Krone und Purpur⸗Kleid. Und er ſprach zu ihnen: Seht, welch ein Menſch! Da ihn die Hohenprieſter und die Diener ſahen, ſchrieen ſie und ſprachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus ſprach zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt hin: denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Ju⸗ den antworteten ihm: Wir haben ein Geſetz und nach dem Geſetz ſoll er ſterben; denn er hat ſich ſelbſt zu Gottes Sohn gemacht. Da Pilatus das Wort hörte, fürch⸗ tete er ſich noch mehr und ging wie⸗ der hinein in das Richthaus und ſpricht zu Jeſu: Von wannen biſt du? Aber Jeſus gab ihm keine Antwort. Da ſprach Pilatus zu ihm: Redeſt du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe dich zu kreuzigen, und Macht habe dich los zu geben? Jeſus antwortete: Du hätteſt keine Kacht über mich, wenn ſie dir nicht wäre von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet, hat es größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn los ließe. Die Juden aber ſchrieen und ſprachen: läßt du dieſen los, ſo biſt du des Kaiſers Freund nicht! Denn wer ſich zum König macht, der iſt wider den Kaiſer. Da Pilatus das Wort hörte, führte er Jeſum heraus und ſetzte ſich auf den Richtſtuhl, an der Stätte, die da heißt Hochpflaſter, auf Hebräiſch aber Gabbatha. Es war aber der Rüſttag in den Oſtern, um die ſechſte Stunde. Und er ſpricht zu den Juden: Seht, das iſt euer König! Sie ſchrieen aber: Weg, weg mit dem, kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohen⸗ prieſter antworteten: Wir haben kei⸗ nen König, denn den Kaiſer. XVIII. Da aber Pilatus ſahe, daß er Nichts ſchaffte, ſondern daß ein viel größer Getümmel ward, gedachte er dem Volke genug zu thun und urtheilte, daß ihre Bitte geſchähe, nahm Waſſer, und wuſch die Hände vor dem Volke, und ſprach: Ich bin unſchuldig an dem Blute dieſes Gerechten; ſeht ihr —— 8 4————2. 4 3“ 5——— . 4 4—* 3 4 — — —— 1 “ 3 8 8 3 8 4 4 1 5 4 6 1 4 3 1 5 6 8 2 4 1 s i * 4 1 ½ 55 3 4 1 8 1* 1 1* 4 4 4 1 8 3 1 1 2½ * 1 4 4 4 4* 3 4 1 5 1 3 8 8 4 1 3 8 3 6 1 4 * 3 4 8 f 4 1 ¹— 8 3 1 3 1 — 1 3 8 3 4 1 4 1 1 4 3 3 1 3 4 4 4 7 3 4 4 4* 1 6 5 8 1 9 4 8 — 1 8 v“ 4 4 3 8 4 4 1 4 4 1 1 5 1 ——— 242 Paſſion. zul Da antwortete das ganze Volk und ſprach: Sein Blut komme über uns und unſere Kinder! Da gab er ihnen Barrabas los, der um Aufruhrs und Mordes willen war in das Gefängniß geworfen, um welchen ſie baten; Jeſus aber, ge⸗ geißelt und verſpottet, übergab er ihrem Willen, daß er gekreuzigt würde. Das fünfte Stück. Von der Ausführung und Kreuzigung des Herrn Chriſti. De nahmen die Kriegsknechte Jeſum, zogen ihm den Mantel aus und zogen ihm ſeine Kleider an und führ⸗ ten ihn hin, daß ſie ihn kreuzigten. Und er trug ſein Kreuz. Und indem ſie hinaus gingen, fanden ſie einen Menſchen, der vorüber ging, von Cy⸗ rene, mit Namen Simon, der von dem Felde kam, der ein Vater war Alexandri und Rufi; den zwangen ſie, daß er ihm ſein Kreuz trüge, und legten das Kreuz auf ihn, daß er es Jeſu nachtrüge. XIX. Es folgte ihm aber nach ein gro⸗ ßer Haufe Volks und Weiber, die klagten und beweinten ihn. Jeſus aber wandte ſich um zu ihnen und ſprach: Ihr Töchter von Jeruſalem, weint nicht über mich, ſondern weint über euch ſelbſt und über eure Kinder. Denn ſeht, es wird die Zeit kommen, in welcher man ſagen wird! Selig ſind die Unfruchtbaren und die Lei⸗ ber, die nicht geboren haben, und die Brüſte, die nicht geſäugt haben! ann werden ſie anfangen zu ſagen 8 den Bergen: Fallt über uns! nd zu den Hügeln: Bedeckt uns! Denn ſo man das thut am grünen Holz, was will am dürren werden? Es wurden aber auch hingeführt zween andre Uebelthäter, daß ſie mit ihm abgethan würden. XX. Und ſie brachten ihn an die Stätte, die da heißt auf Hebräiſch Golgatha, das iſt verdolmetſchet, Schädehſtate⸗ Und ſie gaben ihm Eſſig und ver⸗ myrrheten Wein zu trinken mit Galle vermiſcht; und da er es ſchmeckhte, wollte ers nicht trinken. Und ſi kreuzigten ihn an der Stätte Golgatha und zween Uebelthäter mit ihm, einen zur rechten und einen zur linken Hand, Jeſum aber mitten inne. Und die Schrift iſt erfüllt, die da ſagt: Er iſt unter die Uebelthäter gerechnet. Und es war die dritte Stunde, da ſie ihn kreuzigten. Jeſus aber ſprach:(1) Vater, vergib ihnen, denn ſie wiſſen nicht, was ſie thunl XXI. Pilatus aber ſchrieb eine Ueber⸗ ſchrift, geſchrieben, was man ihm Schuld gab, die Urſache ſeines Todes, und ſetzke ſie auf das Kreuz, oben zu ſeinem Haupte. Es war aber ge⸗ ſchrieben: Jeſus von Nazareth, der Juden König. Dieſe Ueberſchrift laſen viel Juden; denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da Jeſus gekreuzigt iſt. Und es war geſchrieben auf hebräiſche, griechiſche und lateiniſche Sprache. Da ſprachen die Hohen⸗ prieſter der Juden zu Pilatus. Schreibe nicht: Der Juden König, ſondern daß er geſagt habe: Ich bin der Duden König. Pilatus antwortete: as ich geſchrieben habe, das habe ich geſchrieben. Die Kriegsknechte, da ſie Jeſum gekreuzigt hatten, nahmen ſie ſeine 8 Kleider und machten vier Theile, einem jeglichen Kriegsknechte ein Theil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenäht, von oben an gewir durch und durch. Da ſprachen ſie unter einander: Laßt uns den nicht zertheilen, ſondern darum looſen, weß er ſein ſoll, auf daß erfüllt wurde iskn kt Kchten du ſelber die Schrift, die da ſagt: Sie haben meine Kleider unter ſich getheilt und i über meinen Rock haben ſie das Loos tenms ſit. G ſe H fitt vsi ae un ſhrit, g tenen, was m dei de Arda Ner it. Unt=har geſtei debrüſche I T iſce md Sprache. Cprachen N peius niht: I u a Seüg gteuigl r eworfen, Und ſie ſaßen allda und üteten ſein. Solches thaten die Kriegknechte und das Volk ſtand und ſahe zu. XXII. Es ſtand aber bei dem Kreuze Jeſu ſeine Mutter und ſeiner Mutter Schweſter, Maria, Cleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun 4 Jeſus ſeine Mutter ſahe und den Jünger dabei ſtehen, den er lieb hatte, ſpricht er zu ſeiner Mutter:(2) Weib, ſiehe, das iſt din Sohn! Darnachſpricht er zu dem Jünger: Siehe, das iſt deine Mutter! Und von Stund an nahm ſie der Jünger zu ſich. XXIII. Die aber vorüber gingen, läſter⸗ ten ihn und ſchüttelten die Köpfe und ſprachen: Pfui dich! Wie fein zerbrichſt du den Tempel und baueſt ihn in drei Tagen! Hilf dir ſelber. Biſt du Gottes Sohn, ſo ſteige herab vom Kreuz. Dergleichen auch die Hohenprieſter verſpotteten ihn unter einander mit den Schriftge⸗ lehrten und Aelteſten ſammt dem Volke und ſprachen: Er hat Andern eholfen und kann ſich ſelber nicht helfen. Iſt er Chriſtus, der König von Iſrael, der Auserwählte Gottes, ſo helfe er ihm ſelber und ſteige nun vom Kreuz, auf daß wir es ſehen, und glauben an ihn. Er hat Gott vertraut, der erlöſe ihn nun, lüſtet es ihn; denn er hat geſagt: J bin Gottes Sohn. Daſſelbe rückten ihm auch auf die Mörder, die mit ihm gekreuzigt waren, und ſchmäh⸗ ten ihn. Es ſpotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm und brachten ihm Eſſig und ſprachen: Biſt du der Juden König, ſo hilf dir ſelber. XXIV. Aber der Uebelthäter einer, die da gehenkt waren, läſterte ihn und ſprach: Biſt du Chriſtus, ſo hilf dir ſelbſt und uns. Da antwortete der Paſſion. 243 andere, ſtrafte ihn und ſprach: Und du fürchteſt dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammniß biſt? Und zwar wir ſind billig darin, denn wir empfangen, was unſere Thaten werth ſind; dieſer aber hat nichts Ungeſchicktes gehandelt. Und ſprach zu Jeſn: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommſt. Und Jeſus ſprach zu ihm:(3) Wahr⸗ lich ich ſage dir, heute wirſt du mit mir im Paradieſe ſein! XXV. Und da es um die ſechſte Stunde kam, ward eine Finſterniß über das ganze Land bis um die neunte Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Je⸗ ſus laut und ſprach: Eli, Eli, lama aſabthani? Das iſt verdolmetſcht: (4) Mein Gott, mein Gott, warum haſt du mich verlaſſen? Etliche aber die da ſtanden, da ſie das hörten, ſprachen ſie: Er ruft den Elias. XXVI. Darnach, als Jeſus wußte, daß ſchon Alles vollbracht war, daß die Schrift erſüllt würde, ſpricht er:(5) Mich dürſtet. Da ſtand ein Gefäß mit Eſſig, und bald lief Einer unter ihnen hin, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Eſſig und YRſopen und ſteckte ihn auf ein Rohr und hielt es ihm dar zum Munde und tränkte ihn. Die Andern aber ſpra⸗ Ich chen: Halt, laßt ſehen, ob Elias komme und ihn herab nehme. Da nun Jeſus den Eſſig genommen hatte, ſprach er:(6) Es iſt vollbracht! Und zabermals rief er laut und ſprach: (7) Vater, ich befehle meinen Geiſt in deine Hände! Und als er das geſagt, neigte er das Haupt und gab ſeinen Geiſt auf und verſchied. XXVII. Und ſiehe da, der Vorhang im Tempel riß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus, und die Erde er⸗ bebte und die Felſen zerriſſen und “ 244 die Gräber thaten ſich auf und ſtan⸗ den auf viele Leiber der Heiligen, die da ſchliefen, und gingen aus den Gräbern nach ſeiner Auferſtehung, und kamen in die heilige Stadt und erſchienen Vielen. XXVIII.. Aber der Hauptmann, der dabei ſtand ihm gegenüber, und die bei ihm waren und bewahrten Jeſum, da ſie ſahen, daß er mit ſolchem Ge⸗ ſchrei verſchied, und ſahen das Erd⸗ beben und was da geſchah, erſchra⸗ ken ſie ſehr und prieſen Gott und ſprachen: Wahrlich dieſer iſt ein frommer Menſch und Gottes Sohn geweſen. Und alles Volk, das bei ihm war und zuſahe, da ſie ſahen, was da geſchah, ſchlugen ſie an ihre Bruſt und wandten wieder um. Es ſtanden aber alle ſeine Ver⸗ wandten von ferne und viele Weiber, die ihm waren aus Galiläa nachge⸗ folgt und ſahen das Alles, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, des kleinen Jacobs und Jo⸗ ſes Mutter, und Salome, die Mutter der Kinder Zebedäi, welche ihm nach⸗ gefolgt waren, da er in Galiläa war, und gedient hatten; und viele Andere, die mit ihm hinauf gen Je⸗ ruſalem gegangen waren. XXIX. Die Juden aber, dieweil es der Rüſttag war, daß nicht die Leichname auf dem Kreuze blieben am Sabbath, (denn deſſelbigen Sabbathstag war groß), baten ſie Pilatus, daß ihre Gebeine Bürochen und abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem Erſten die Beine und dem Andern, der mit ihm ge⸗ kreuzigt war. Als ſie aber zu Jeſu kamen und ſahen, daß er ſchon ge⸗ ſtorben war, brachen ſie ihm die Beine nicht, ſondern der Kriegsknechte einer öffnete ſeine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Waſſer heraus. Und der das geſehen hat, der hat es bezeugt, und ſein Paſſion. Zeugniß iſt wahr und derſelbige weiß, daß er die Wahrheit du 4 dß auch ihr rclaubt. 2 iſt geſchehen, daß die Schrift erfüll würde: Ihr ſollt ihm kein ufi brechen. Und abermals ſpricht eine andere Schrift: Sie werden ſehen, in welchen ſie geſtochen haben. XXX. Darnach am Abend, dieweil es der ſabbath, kam Joſeph von Arimathia, ein Rathsherr, ein guter frommer Mann; der hatte nicht gewilligt in ihren Rath und Handel, welcher auf das Reich Gottes wartete, denn er war ein Jünger Jeſu, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden. Der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jeſu. Denn ſolches Rüſttag war, welches iſt der Vor⸗ der Stadt der Juden, einreicher Mann, Des De nach der arei un uuth ük heſet. grieſter ilatus Pilatus aber verwunderte ſich, daß mann und fragte ihn, ob er längſt geſtorben wäre? Und als er es er⸗ fahl, man ſollte ihm denſelben geben. Und Joſeph kaufte eine Leinwand. vormals bei der Nacht zu den ge⸗ kommen war, und brachte Myrrhen und Aloe unter einander bei hundert Pfunden. Da nahmen ſie den Leich⸗ Tücher mit Specereien, wie die Ju⸗ den pflegen zu begraben. er gekreuzigt ward, ein Garten, und war Joſephs, welches er hatte laſſen der Juden, da der Sabbath anbrach und das Grab nahe war. Und wälz⸗ kundet von dem Hauptmann, gaher Joſeph den Leichnam Jeſu und be⸗ Es kam aber auch Nicodemus, der nam Jeſu, der abgenommen wak und wickelten ihn in eine reine Lein⸗ wand und banden ihn in leinene XLXXI. b Es war aber an der Städte, du und im Garten ein neues Grab das hauen in einen Fels, in welches Nis⸗ mand je gelegt ward. Daſelbſt hin leg⸗ ten ſie Jeſum, um des Rüſttags willen er ſchon todt war, und rief den Haupt⸗ und tru dätet he Und bſirn. un im zni t Heil üe Jeugniſ ff 5 aus e 4 2 na mn pertedm luutt Stadt ud virde⸗ de der aabe u geiota i un Yhn . 4 1 d 1 1 1 das En⸗ de Ier Jeiu, M dalena und mam= uht ihn ah 8 und Jr⸗ geſterhſ f e? Und ei erommen den p. begruben — e müne as Jor 2 egsbechte IIII de Beine e m M t ihm ge⸗ C. d Om Jeuſu gh e jond 429 on ge⸗ und in* Suags rit. m die war 8 5 in u. „„ hauen 8 6 1u Phrtr umn Ee ſeen n ſte(. un d 109” Geſchichte von der Auferſtehung und Himmelfahrt Jeſu Chriſti. 245 ten einen großen Stein vor die Thür des Grabes und gingen davon. Es war aber allda Maria Magdalena und Maria Joſes, die ſetzten ſich gegen das Grab. Auch andere Weiber, die da Jeſus waren nachgefolgt von Galiläa, beſchauten, wohin und wie ſein Leib gelegt ward. Sie kehrten aber um und bereiteten die Spe⸗ cerei und Salben. Und den Sab⸗ bath über waren ſie ſtill nach dem Geſetz. XXXII. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rüſttage, kamen die Hohen⸗ prieſter und Phariſäer ſämmtlich zu Pilatus und ſprachen: Herr, wir haben * gedacht, daß dieſer Verführer ſprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferſtehen. Darum befiehl, daß man das Grab bewahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht ſeine Jünger kommen und ſtehlen ihn und ſagen zu dem Volk: Er iſt auferſtanden von den Todten; und werde der letzte Betrug ärger, denn der erſte. Pilatus ſprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter, geht hin und verwahrt es, wie ihr wißt. Sie gingen hin und verwahrten das Grab mit Hütern und verſiegelten den Stein. (Ende der Geſchichte des Leidens und Sterbens Jeſu Chriſti.) Die Geſchichte von der Auferſtehung und Himmelfahrt Chriſti aus den vier Epvangeliſten. Da der Sabbath vergangen war, ☛☚ kam Maria Magdalena und die andere Maria, welche genannt wird Jacobi, und Salome und Johanna und Andere mit ihnen, die mit Jeſu gekommen waren aus Galiläa, kauften und bereiteten Specerei, daß ſie kämen und ſalbten Jeſum, denn den Sabbath über waren ſie ſtill nach dem Geſetz. Am Abend aber des Sabbaths, welcher anbricht am Morgen des erſten Tages der Sabbather ſehr früh, da es noch finſter war, kamen ſie zu dem Grabe, da die Sonne aufging, und trugen die Specerei, die ſie be⸗ reitet hatten. 1 Und ſiehe, da geſchah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn ſtieg vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Thür und ſetzte ſich darauf. Und ſeine Geſtalt war wie der Blitz und ſein Kleid weiß wie der Schnee. Die Hüter aber erſchracken vor Furcht und wurden, als wären ſie todt. Die Weiber aber ſprachen unter einander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Thür? Denn er war ſehr groß. Und ſie ſahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abge⸗ wälzt war vom Grabe. Und ſie ingen hinein in das Grab und anden den Leib des Herrn Jeſu nicht, da läuft Maria Magdalena hinweg, ſolches anzuſagen. Und da die Wei⸗ ber darum bekümmert waren, daß der Leib Jeſu nicht da war, ſiehe, da traten zu ihnen zween Männer mit glänzenden Kleidern. Und ſie er⸗ ſchracken und ſchlugen ihr Angeſicht nieder zu der Erde, Da ſprachen ſie zu ihnen: Was ſucht ihr den Leben⸗ digen bei den Todten? Er iſt nicht hier, er iſt auferſtanden. Gedenkt daran, wie er euch geſagt, da er noch in Galiläa war und ſprach: Des Menſchen Sohn muß überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage anferſtehn. Und ſie gedachten an ſein Wort und gingen vom Grabe 246 und verkündeten das hernach den Elfen und ſagten ſolches den Apoſteln. Und es dauchten ſie ihre Worte eben, als wären es Mährlein, und glaub⸗ ten ihnen nicht. Da aber Maria Magdalena alſo läuft,(wie geſagt) kommt ſie zu Si⸗ mon Petrus und zu dem andern Jün⸗ ger, welchen Jeſus lieb hatte, und ſpricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grabe und wir wiſſen nicht, wo ſie ihn hin⸗ gelegt haben. Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grabe. Es liefen aber die zween zugleich, und der andere Jünger lief zuvor ſchneller, denn Petrus, und kam am erſten zum Grabe, guckt hinein und ſieht die Leinen gelegt. Er ging aber nicht hinein. a kommt Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und ſieht die Leinen gelegt und das Schweiß⸗Tuch, das Jeſu um das Haupt gebunden war, nicht bei den Leinen gelegt, ſondern beiſeits eingewickelt an einem beſonderen Orte. Da ging auch der andere Jünger hinein, der am erſten zum Grabe kam und ſah und glaubte es. Denn ſie wußten die Schrift noch nicht, daß er von den Todten auferſtehen müßte. H Da gingen die Jünger wieder zu⸗ ſammen, und Petrus verwunderte ſich, wie es zuginge. Maria aber ſtand vor dem Grabe und weinte draußen. Als ſie nun weinte, guckte ſie in das Grab und ſieht zween Engel in weißen Klei⸗ dern ſitzen, einen zu Häupten und den andern zu Füßen, da ſie den Leichnam Jeſu hingelegt hatten. Und dieſelbigen ſprachen zu ihr: Weib, was weinſt du? Sie ſpricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenom⸗ men und ich weiß nicht, wo ſie ihn hingelegt haben. Und als ſie das ſagte, wandte ſie ſich zurück und ſieht Jeſum ſtehen und weiß nicht, daß es Jeſus iſt. Spricht Jeſus zu ihr: Weib, was weinſt du? Wen ſuchſt Geſchichte von der Auferſtehung du? Sie meinte, es ſei der Gärtner und ſpricht zu ihm: Herr, haſt du ihn weggetragen, haſt du ihn hingelegt? So will ich ihn holen. Spricht Jeſus zu ihr: Maria! Da wandte ſie ſich um und ſpricht zu ihm: Rabbuni, das heißt Meiſter! Spricht Jeſus zu ihr! Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und ſage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Dieſe iſt die Maria Magdalena, von welcher Jeſus austrieb ſieben Teufel, welcher er am erſten erſchie⸗ nen, da er auferſtanden war früh am erſten Tage der Sabbather. Und ſie ging hin und verkündigte es denen, die mit ihr geweſen waren, die da Leid trugen und weinten, daß ſie den Herrn geſehen hätten und ſolches hätte er zu ihr geſagt. Und dieſelbigen. da ſie hörten, daß er lebte, und wäre ihr erſchienen, glaubten ſie nicht. Die Weiber aber gingen hinein in das Grab und ſahen einen Jüngling zur rechten Hand ſitzen, der hatte ein langes weißes Kleid an, und ſie entſetz⸗ ten ſich. Es war aber ein Engel des ſetzt euch nicht: Ich weiß, ihr ſucht Jeſum von Nazareth, den Gekreuzig⸗ ten. Er iſt nicht hier; er iſt aufer⸗ ſtanden, wie er geſagt hat. Kommt her und ſeht die Stätte, da der Herr gelegen hat, und geht ſchnell hin und ſagt es ſeinen Jüngern und Petrus, daß er auferſtanden ſei von den Todten. Und ſiehe, er wird vor euch hingehen in Galiläa, da werdet ihr ihn ſehen, wie er euch geſagt hat. Siehe, ich habe es euch geſagt. Und ſie gingen ſchnell zum Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, daß ſie es ſeinen Jüngern verkündigten. Denn es war ſie Zit⸗ tern und Entſetzen angekommen und ſagten Niemand Nichts, denn ſie fürch⸗ teten ſich. ſo ſage mir, vwo errn. Und er ſprach zu ihnen: Ent⸗ da ſie amen etl diadt un rieſtern nd ſie lelteſten und gabe genug un ünger in ihn, wo es landpfle und ſchat ie nahl wie ſie Rede iſ zuden! Und en an giecken, zeldweg mmau ander v Und es uund befr 18 * 2 2 5 2 12 1 s as. F L1 1 E — deſſets väreihr Me, glauttin Ddie 1 8 cber gingai e Junger das Gra T ſahen einn m Grade zur reht l ſiten, Ri 8. Denn langes i leid an witt dcht, daß ken ſih. tr aber änd mäßte. Hern.] S ſprahzin dder zu⸗ ſezt eich de 1 Jth ni t dunderte Num h ie nun her und t cad und gelegen ud g— een Keei⸗ und ſag 1 und Himmelfahrt Chriſti. Und da ſie gingen, es ſeinen Jün⸗ gern zu verkündigen, ſiehe, da begegnet ihnen Jeſus und ſprach: Seid ge⸗ grüßt. Und ſie traten zu ihm, geſſe an ſeine Füße und fielen vor ihm nieder. Da ſprach Jeſus zu ihnen: Fürchtet euch nicht; geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, daß ſie gehen in Galiläa, daſelbſt werden ſie mich ſehen. Da ſie aber hingingen, ſiehe, da kamen etliche von den Hütern in die Stadt und verkündigten den Hohen⸗ prieſtern Alles, was geſchehen war. Und ſie kamen zuſammen mit den Aelteſten und hielten einen Rath. und gaben den Kriegsknechten Geldf eine des Nachts und ſtah⸗ dieweil wir ſchliefen. Und wo es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn ſtillen und ſchaffen, daß ihr ſicher ſeid. Und nahmen das Geld und thaten, Und ſolche Rede iſt ruchtbar geworden bei den genug und ſprachen: Sagt, Jünger kamen len ihn, ſie wie ſie gelehrt waren. Juden bis auf den heutigen Tag. Und ſiehe, Zween aus ihnen gin⸗ demſelbigen Tage in einen Jeruſalem ſechzig heißt Und ſie redeten mit ein⸗ ander von allen dieſen Geſchichten. Und es geſchah, da ſie ſo redeten und befragten ſich mit einander, nahte gen an Flecken, der war von Feldweges weit, de Emmaus. Name Jeſus zu ihnen. er ihnen. Er Was ſind das für Reden, nicht wiſſe, was drinnen geſchehen iſt? zu ihnen: zu ihm: reth, welcher war ein Prophet, ihnen und wandelte mit Aber ihre Augen wurden gehalten, daß ſie ihn nicht kannten; denn in einer andern Geſtalt erſchien ſprach aber zu ihnen: die ihr zwiſchen euch handelt unterweges und ſeid traurig? Da antwortete Einer, mit Namen Cleophas, und ſprach zu ihm: Biſt du allein unter den Fremdlingen zu Jeruſalem, der in dieſen Tagen Und ſprach Welches? Sie aber ſprachen Das von Jeſu von Naza⸗ 247 tig von Thaten und Worten vor Gott und allem Volk. Wie ihn unſre Hohenprieſter und Oberſten überant⸗ wortet haben zur Verdammniß des Todes und gekreuzigt. Wir aber hofften, er ſollte Iſrael erlöſen. Und über das Alles iſt heute der dritte Tag, daß ſolches geſchehen iſt. Auch haben uns erſchreckt etliche Weiber der Unſern, die ſind bei dem Grabe geweſen, haben ſeinen Leib nicht ge⸗ funden, kommen und ſagen: Sie haben ein Geſicht der Engel geſehen, welche ſagen: Er lebe. Und Etliche unter uns gingen hin zu dem Grabe und fanden es alſo, wie die Weiber ſag⸗ ten; aber ihn fanden ſie nicht. Und er ſprach zu ihnen: O ihr Thoren und träges Herzens, zu glauben Alle dem, das die Propheten geredet haben! Mußte nicht Chriſtus ſolches leiden und zu ſeiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Moſe und allen Propheten und legte ihnen alle Schrift aus, die von ihm geſagt war. Und ſie kamen nahe zu dem Flecken, da ſie hingingen, und er ſtellte ſich, als wollte er fürder gehen. Und ſie nöthig⸗ ten ihn und ſprachen: Bleibe bei uns: denn es will Abend werden und der Tag hat ſich geneigt. Und er ging hinein bei ihnen zu bleiben. Und es geſchah, da er mit ihnen zu Tiſche ſaß, nahm er das Brodt, dankte, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet und erkannten ihn. Und er verſchwand vor ihnen. Und ſie ſprachen unter einander: Brannte nicht unſer Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und ſie ſtanden auf zu derſelben Stunde, kehrten wieder gen Jeruſalem und fanden die Eilf verſammelt und die bei ihnen waren, welche ſprachen: Der Herr iſt wahrhaftig auferſtanden und Simoni erſchienen. Und ſie erzähl⸗ ten ihnen, was auf dem Wege geſchehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brodt brach. mäch⸗ Und denen glaubten ſie auch nicht. 4 4 ͤ“ 4 3 3“ ſſſſböſſbͤböZöoſ— 15* ͤ)ͤ“ͤſ“— “ —— —— ——- 3“ “ — e 8— 8— ee“ 8 õññ-N BZ-êõõõõõõ-õ—ñ..— ͤ“ 248 Geſchichte von Es war aber am Abend deſſelben Sabbaths und die Thüren waren verſchloſſen, da die Jünger verſammelt waren, aus Furcht vor den Juden. Da ſie aber davon redeten, kam Jeſus ſelbſt, da ſie zu Tiſche ſaßen, und trat mitten ein und ſpricht zu ihnen: Friede ſei mit euch! Und ſchalt ihren Unglauben und ihres Herzens Här⸗ tigkeit, daß ſie nicht geglaubt hatten denen, die ihn geſehen hatten aufer⸗ ſtanden. Sie erſchraken aber und fürchteten ſich, meinten, ſie ſähen einen Geiſt. Und er ſpricht zu ihnen: Was ſeid ihr ſo erſchrocken? Und warum kommen ſolche Gedanken in eure Herzen? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin es ſelber: Fühlt mich und ſeht; denn ein Geiſt hat nicht Fleiſch und Bein, wie ihr ſeht, das ich habe. Und da er das ſagte, zeigte er ihnen Hände und Füße und ſeine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß ſie den Herrn ſahen. Da ſie aber noch nicht glaub⸗ ten vor Freuden und ſich verwunder⸗ ten, ſprach er zu ihnen: Habt ihr Etwas zu eſſen? Und ſie legten ihm vor ein Stück von gebratenem Fiſch und Honigſeim. Und er nahm es und aß vor ihnen. Er aber ſprach zu ihnen: Das ſind die Reden, die ich zu euch geſagt, da ich noch bei euch war. Denn es muß Alles erfüllt werden, was von mir geſchrieben iſt im Geſetze Moſis, in den Propheten und in den Pſalmen. Da Vffnete er ihnen das Verſtändniß, daß ſie die Schrift verſtanden. Und er ſprach zu ihnen: Alſo iſt es geſchrieben und alſo mußte Chriſtus leiden und auf⸗ erſtehen von den Todten am dritten Tage, und predigen laſſen in ſeinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern und an⸗ heben zu Jeruſalem. Ihr aber ſeid deß Alles Zeugen. Und abermals ſprach er zu ihnen: Friede ſei mit euch! Gleichwie mich mein Vater geſendet hat, alſo ſende ich euch. Und da er das ſagte, blies der Auferſtehung er ſie an und ſprach zu ihnen: Ne hin den heiligen Geiſt; wicnehmt die Sünden erlaſſet, denen ſind ſie erlaſſen, und welchen ihr ſie behaltet, denen ſind ſie behalten. Das andere Hauptſtück. Was ſich zwiſchen dem Oſtertage und der Himmelfahrt Chriſti zugetragen. Thomas aber, der Zwölfen Einer, F der da heißt Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jeſus kam. Da ſagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn geſehen. Er aber ſprach zu ihnen: Es ſei denn, daß ich in hinen Händen ſehe die Nägel⸗ maale und lege meinen Finger in die Nägelmaale und lege meine Hand in ſeine Seite, will ich es nicht glauben. Und über acht Tage waren aber⸗ mals ſeine Jünger drinnen und Tho⸗ mas mit ihnen. Kommt Jeſus, da die Thüren verſchloſſen waren, und tritt mitten ein und ſpricht: Friede ſei mit euch! Darnach ſpricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und ſiehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege ſie in meine Seite und ſei nicht ungläubig, ſon⸗ dern gläubig. Thomas antwortete und ſprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht deſu⸗ u ihm: Dieweil du mich geſehen haßt Tho⸗ mas, ſo glaubſt du. Selig ſind, die nicht ſehen und doch glauben. Darnach in Galiläa offenbarte ſich Jeſus abermals an dem Meere Ti⸗ berias. Er offenbarte ſich aber alſo: Es waren bei einander Simon Petrus und Thomas, der da heißt Zwilling, und Nathanael von Cana in Gali⸗ läa und die Söhne Zebedäi und andre zween ſeiner Fündger Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fiſchen gehen. Sie ſprachen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alſobald, und in derſelben Nacht fingen ſie Nichts. Daes abe Wjus am ußten es. pticht Jeſt ir lichts ſ im. Nein. — — Perfet dos Shiffes, p verfen ſie iihen vord rricht der eb hatte, 3 DaSimon herr war, ich, denn ich in das kamen au waren nik ſondern b gen das ie nune ſahen ſie darauf ur inen: B die ihr je petrus ſti auf das zundert 1 wiewohl doch das Kihnen „ MNiemand durfte ih Denn ſie var. De das Brod üigen gle ſt nun d mhun ens di. 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Da warfen ſie und konntens nicht mehr ziehen vor der Menge der Fiſche. Da ſpricht der Jünger, wel pon Jeſus lieb hatte, zu Petrus: Es iſt der Herr. Da Simon Petrus hörte, daß es der Herr war, gürtete er das Hemd um ſich, denn er war nackend, und warf ſich in das Meer. Die andern Jünger kamen aus dem Schiffe, denn ſie waren nicht fern von dem Lande, ſondern bei zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fiſchen. Als 6 5 nun austraten auf das Land, ſahen ſie Kohlen gelegt und Fiſche darauf und Brodt. Spricht Jeſus zu ihnen: Bringt her von den Fiſchen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon Petrus ſtieg hinein und zog das Netz auf das Land, voll großer Fiſche, hundert und drei und fünfzig. Und wiewohl ihrer ſo viel waren, zerriß doch das Netz nicht. Spricht Jeſus u ihnen: Kommt, haltet das Mahl. Niemand aber unter den Jüngern durfte ihn fragen: Wer biſt du? Denn ſie wußten, daß es der Herr war. Da kommt Jeſus und nimmt das Brodt und gibt es ihnen, deſſel⸗ bigen gleichen auch die Fiſche. Das iſt nun das dritte Mal, daß Jeſus offenbart iſt ſeinen Jüngern, nach⸗ dem er von den Todten auferſtan⸗ den iſt. Da ſie nun das Mal gehalten hat⸗ ten, ſpricht Jeſus zu Simon Petrus, Simon Johanna, haſt du mich lieher, denn mich dieſe haben? Er ſpricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer. Spricht er Zum andern Male zu ihm: Simon Jo⸗ hanna, haſt du mich lieb? Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. und Himmelfahrt Chriſti. 249 Spricht er zu ihm: Weide meine Schafe. Spricht er zum dritten Male zu ihm: Simon Johanna, haſt du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum dritten Male zuihm ſagte: Haſt du mich lieb? Und ſprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jeſus zu ihm: Weide meine Schafe. Wahr⸗ lich, wahrlich ich ſage dir: Da du jünger warſt, gürteteſt du dich ſelbſt und wandelteſt, wohin du wollteſt; wenn du aber alt wirſt, wirſt du deine Hände ausſtrecken, und ein An⸗ derer wird dich gürten und führen, wo du nicht hin willſt. Das ſagte er aber zu deuten, mit welchem Tode er Gott preiſen würde. Da er aber das geſagt, ſpricht er zu ihm: Folge mir nach. Petrus wandte ſich um und ſahe den Jün⸗ ger folgen, welchen Jeſus lieb hatte, der auch an ſeiner Bruſt am Abend⸗ eſſen gelegen war und geſagt hatte: Herr, wer iſt es, der dich verräth? Da Petrus dieſen ſah, ſpricht er zu Jeſu: Herr, was ſoll aber dieſer? Jeſus ſpricht zu ihm: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach. a ging eine Rede aus unter den Brüdern: Dieſer Jünger ſtirbt nicht. Und Jeſus ſprach nicht zu ihm: Er ſtirbt nicht, ſondern: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Dieß iſt der Jün⸗ ger, der von dieſen Dingen zeugt, und hat dieß geſchrieben. Und wir wiſſen, daß ſein Zeugniß wahrhaf⸗ tig iſt. 92 er die eilf Jünger gingen in Galiläa auf einen Berg, dahin ſie Jeſus beſchieden hatte. Und da iſt er geſehen worden von mehr, denn fünfhundert Brüdern auf einmal, deren noch vieie leben, etliche aber ſind entſchlafen. Und daſie ihn ſahen, fielen ſie vor ihm nieder. Etliche aber zweifelten. Und Jeſus trat zu ihnen, redete mit ihnen und ſprach: Mir iſt gegeben alle Gewalt im Himmel 4 4—⁹-—“—— 5 ““ 4. e dee eeeeee 1“““ ‧ſſͤ —.—— 3 aen 8 3 4 5 4—— 8. ees ———- 4“*. 3 4* ————““— 5 1— 3— 1—— ——— 4 5 5“ 8 1* w—*„.————— 5 —————————— 3.————— 4 und auf Erden. Darum geht hin in alle Welt und predigt das Evan⸗ gelium aller Creatur, und lehrt alle Völker und tauft ſie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geiſtes und lehrt ſie halten Alles, was ich euch befohlen habe. Wer da glaubt und getauft wird, der wird ſelig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, ſind die: In meinem Namen wer⸗ den ſie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und ſo ſie etwas Tödtliches trinken, wird es ihnen nicht ſchaden; auf die Kranken werden ſie die Hände legen, ſo wird es beſſer mit ihnen werden. Und ſiehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Darnach iſt er geſehen worden von Jacobus. 1. Cor. 15 Alſo ehe er zum Himmel vor ihren Augen aufgenommen ward, erzeigte er ſich lebendig ſeinen Apoſteln nach ſeinem Leiden, und daſſelbige durch mancherlei Erweiſungen, und ließ ſich ſehen vierzig Tage lang und redete mit ihnen von dem Reiche Gottes, eröffnete ihnen das Verſtändniß, daß ſie die Schrift verſtanden. Das dritte Hauptſtück. Was ſich auf den vierzigſten Tag nach Chriſti Auferſtehung zugetragen. nd als er ſie verſammelt hatte, befahl er ihnen, daß ſie nicht von Jeruſalem wichen, ſondern war⸗ teten auf die Verheißung des Vaters, und ſprach: Siehe, ich will auf euch ſenden die Verheißung des Vaters, welche ihr habt gehört von mir. Ihr aber ſollt in der Stadt Jeruſalem bleiben, bis daß ihr angethan wer⸗ det mit Kraft aus der Höhe. Denn Johannes hat mit Waſſer getauft; ihr aber ſollt mit dem heiligen Geiſte Geſchichte von der Auferſtehung getauft werden, nicht lange nach die⸗ ſen Tagen. Die aber, ſo zuſanamen gekommen waren, fragten ihn und ſprachen: Herr, wirſt du auf dieſe Zeit wieder aufrichten das Reich Iſrael? Er ſprach zu ihnen: Es gebührt euch nicht zu wiſſen Zeit oder Stunde, welche der Vater ſeiner Macht vor⸗ behalten hat, ſondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geiſtes empfan⸗ gen, welcher auf eüch kommen wird, und werdet meine Zeugen ſein zu Feruſalem und in ganz Judäa und amaria und bis an das Ende der Erde. Er führte ſie aber hinaus bis gen Bethanien und hob die Hände auf und ſegnete ſie. Und es geſchah, da er ſie ſegnete, nachdem er nun ge⸗ nugſam mit ihnen geredet hatte nach ſeiner Auferſtehung, ſchied er von ihnen und ward aufgehoben zuſehends und fuhr auf gen Himmel, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen, und ſitzt zur rechten Hand Gottes. Und als ſie ihm nachſahen gen Him⸗ mel fahren, ſiehe, da ſtanden bei ihnen zween Männer in weißen Kleidern, welche auch ſagten: Ihr Männer von Galiläa, was ſteht ihr und ſeht gen Himmel? Dieſer Jeſus, wel⸗ cher von euch iſt aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn geſehen habt gen Himmel fahren. Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jeruſalem mit großer Freude von dem Berge, der da heißt der Oelberg, welcher iſt nahe bei Jeruſalem und liegt einen Sab⸗ bather⸗Weg davon. Und als ſie hinein kamen, ſtiegen ſie auf den Söller, darin ſich aufhielten Petrus und Jacobus und Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Ja⸗ cobus, Alphäi Sohn, und Simon Aülotes und Judas Jacobi. Dieſe Alle waren ſtets mit einander ein⸗ müthig mit Beten und Flehen ſammt den Weibern und Maria, der Mut⸗ een, denn und hat die nen. Diſſ und den un eerhenkt un borſten, un ausgeſchütt vorden All nen, alſo, wird auf das iſt ei d den und wohne, un iin Ander So mu Männern, die ganze unter uns on der d dieſen Ta⸗ nen iſt, ein nit uns Sween, nit dem hias, bet b ⸗ — 925 34* II — — 8Ia 12 E 3* 8 2 — 5 ſin nundſ— rgehobenwie mr irm und füͤr his rreigte Wolle nah uf vorihmte din nach un ſot z en Hamie durch Und 9 nachſahenan leß ſich melſahren en ſtandaen d nedete zween Nä.* weißen n Gettes, welche au en. In Wm uß, daß von Gallll ſteht irm gen Himm Hiiſſer Jewu ſcher von e Cugann Oimme, aman weht .echen ha i Himme T9 Se ader e ihn mudt a veder geſ E= ſalm ntn — 8 — ₰ 8 — ii gerdete (reude vof= here M der delbe Hn Nn. hatte. Jeruſalem †wrlegt elnel a ea on. Und m var dinein kmf Hegen ſe 4 = = —y — —— 3 — atoch un R per Zelotes um 1 dem Alle waren s xtui Jvütbig mitk 4* 1 Peng a Geite dn Weiden da Marlg, Fe ter Jeſu, und ſeinen Brüdern, und waren dülerwene im Tempel, lobten und prieſen Gott. Und in den Tagen trat auf Petrus unter die Jünger und ſprach:(es war aber die Schaar der Namen zu Hauf bei hundert und zwanzig) Ihr Männer und Brüder, es mändts die Schrift erfüllt werden, welche zuvor eſagt hat der heilige Geiſt durch den und Davids von Juda, der ein Vorgänger war derer, die Jeſum fin⸗ gen, denn er war mit uns gezählt und hat dieß Amt mit uns überkom⸗ men. Dieſer hat erworben den Acker und den ungerechten Lohn und ſich erhenkt und iſt mitten entzwei ge⸗ borſten, und all ſein Eingeweide ausgeſchüttet. Und es iſt kund ge⸗ worden Allen, die zu Jeruſalem woh⸗ nen, alſo, daß derſelbe Acker genannt wird auf ihre Sprache Hakeldama, das iſt ein Blut⸗Acker; denn es ſteht geſchrieben im Pſalm⸗Buche: Ihre Behauſung müſſe wüſte wer⸗ den und ſei Niemand, der darin wohne, und ſein Bisthum empfange ein Anderer. So muß nun einer unter dieſen Männern, die bei uns geweſen ſind die ganze Zeit über, in welcher Jeſus unter uns iſt aus⸗ und eingegangen, von der Taufe Johannis an bis auf dieſen Tag, da er von uns genom⸗ men iſt, ein Zeuge ſeiner Auferſtehung mit uns werden. Und ſie ſtellten Zween, Joſeph, genannt Barſabas mit dem Zunamen Juſt, und Mat⸗ thias, beteten und ſprachen: Herr, und Himmelfahrt Chriſti. 251 aller Herzen Kündiger, zeige an, wel⸗ chen du erwählt haſt unter dieſen Zweien, daß einer empfange dieſen Dienſt und Apoſtel⸗Amt, davon Ju⸗ das abgewichen iſt, daß er hinging an ſeinen Ort. Und ſie warfen das Loos über ſie, und das Loos fiel auf Matthias, und er ward zugeordnet zu den eilf Apoſteln. Und als der Tag der Pfingſten erfüllt war, wa⸗ ren ſie Alle einmüthig bei einander. Und es geſchah ſchnell ein Brauſen vom Himmel als eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da ſie ſaßen. Und man ſahe an ihnen die Zungen zertheilt, als wären ſie feurig. Und er ſetzte ſich auf einen Jeglichen unter ihnen, und wurden Alle voll des heiligen Geiſtes und fingen an zu predigen mit andern Zungen, nachdem der Geiſt ihnen gab auszuſprechen. Es waren aber Juden zu Jeru⸗ ſalem wohnend, die waren gottesſürch⸗ tige Männer, aus allerlei Volk, das unter dem Himmel iſt. Da nun die Stimme geſchah, kam die Menge zu⸗ ſammen und wurden beſtürzt, denn es hörte ein Jeglicher, daß ſie mit ſeiner Sprache redeten ꝛc.(Lies fort, Act. 2. die Lection des heil. Pfingſt⸗ Tages.) Sie aber gingen aus und predigten an allen Orten, und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. V V Chriſtus lebt ein König V ewiglich. Amen! — R 1— 8— neede e 8 8 Geſchichte der Zerſtörung Jeruſalems nach Joſephus, Hegeſippus und anderen Geſchichtſchreibern. ls Gott ſeinen angedrohten Zorn über Jeruſalem und das jüdi⸗ ſche Volk wollte ergehen laſſen, wie die Propheten und der Herr Jeſus ihnen geweiſſagt hatten, ſind folgende Zeichen vorhergegangen. Am Himmel erſchien ein Comet in Geſtalt eines Schwerdtes und war über der Stadt ein ganzes Jahr Jeder⸗ mann ſichtbar. Desgleichen in den Tagen der ungeſäuerten Brodte am 8ten April 9 Uhr Nachts erſchien bei dem Altar im Tempel ein ſo glänzendes Licht, daß Jeder meinte, es ſei Tag.— Ferner that ſich ein großes, dhernes Thor am inneren Tempel, das mit ſtarken, eiſernen Schlöſſern und Riegeln verwahrt war und nur von 20 Männern geöffnet werden konnte, Nachts 6 Uhr von ſelbſt auf.— So ſahe man auch am 12ten Bun am Himmel vieler Orten einen Wagen und Reiter, die mit Gepraſſel zuſammenſchlugen.— Des⸗ gleichen ließ ſich vordem Pfingſt⸗Tage, als die Prieſter im Tempel das Feſt zubereiten wollten, ein großes Ge⸗ räuſch und laute Stimmen hören, welche rief: Laßt uns von hinnen ziehen!—(Einige aber ſagen, dieß ſei in der Todesſtunde Chriſti ge⸗ ſchehen, als der Vorhang im Tem⸗ pel zerriß.) So war auch ein Menſch, Namens Jeſus, eines gewiſſen Ana⸗ nias Sohn, der, als er zum Laub⸗ hüttenfeſte nach Jeruſalem gekommen, aus beſonderem Geiſtesdrange heftig geſchrien:„O ein Geſchrei von Mor⸗ gen, von Abend, von den vier Win⸗ den, über ganz Jeruſalem und den Tempel! Eine elende Klage über Braut und Bräutigam! Ein Geſchrei über alles Volk!“ Und dieß klägliche Schreien trieb er Tag und Nacht und lief raſend in der Stadt umher. Und obgleich ihn Etliche mit Geißeln und Ruthen hieben, die dieſe Worte als eine böſe Deutung für die Stadt nicht gern hörten, hörte er doch nicht auf. Und als man ihn vor den röniiſchen Landpfleger gebracht hatte, der ihn auch blutig geißeln ließ, flehte er weder um Gnade, noch weinte er, ſondern ſchrie unabläſſig:„Wehe, — Wehe,— Wehe dir, du armes Jeruſalem!“— Der Richter Albinius verachtete ihn als einen Thoren; die⸗ ſer Menſch aber verhielt ſich ſieben Jahre als ein Tiefſinniger, mied allen Umgang mit Anderen und rief unabläſſig! Wehe,— Wehe,— Wehe dir, du armes Jeruſalem! ohne zu ermüden. Als aber die Stadt von den Römern belagert wurde, ging er auf den Mauern umher und ſchrie: „Wehe über den Tempel und das ganze Volk!“„Wehe auch mir!“ und bei dieſen Worten tödtete ihn ein feindliches Geſchoß. Dieſe und an⸗ dere Zeichen gingen der Zerſtörung Jeruſalems voran. Nun wollen wir die Zerſtörung Jeruſalems kürzlich berichten. Da die Juden, wie Stephanus ſagt, Jeſum Chriſtum, den Gerechten und Unſchuldigen als einen Mör⸗ dr und Le oltde es m geiche in d t. Die be ni wider d nden ande nnd Neid, 1 enig und b nd gerrüttt ten Zw dalten erze alerlei Ung nnd außer! atten, und 7 lche Regin Dazu kam, Norus in und als die Geiz, Stol erjagten: in der Se rütheten derhängni mern und über Nero glavius Ve ſius in wie Tranc und Gerü ſer Zeit G men würd aller Welt wohl das Chriſti al⸗ (hriſti du eli in haben es Leſpaſian über bezoe ic. Und in geſieg nachten d ie Stadt nurden ir de, ihre deloren Hierauf ds Kaife hes Land lles, un dens und ein ſe Ldpflege nict hate nn mente, auch buſ e eln liß it ſih ein weder um †m“, noch dn ciſernen— Wehe, 1 art var Jernſalem— er Rütheln wrfnet verachtete i ir ven ſer Nenſh vettil ſhſt ach an Nabre als Fr diſſ —des Bchedu, der und Verräther getödtet hatten, wurde es mit dem ganzen jüdiſchen Reiche in allen Ständen immer är⸗ ger. Die Hohenprieſter übten Tyran⸗ nei wider die andern Prieſter; un⸗ ter den andern Gewaltigen war Haß und Neid, das Regiment wurde un⸗ einig und bereitete große Umwälzung und Zerrüttung des Reiches vor. Aus ſolchem Zwieſpalt und Haß der Ge⸗ walten erzeugten ſich Rotten, die allerlei Unglück, Raub und Mord in und außerhalb Jeruſalem zur Folge hatten, und das geiſtliche und welt⸗ liche Regiment ging zu Trümmern. Dazu kam, daß Kaiſer Nero den Ceſtius Flrus in das jüdiſche Land ſchickte, und als dieſer die Juden hart drängte, Geiz, Stolz und Muthwillen übte, ſo verjagten ihn die Juden, und verlor in der Schlacht 5000 Mann. Alſo wütheten die Juden durch Gottes Verhängniß, widerſetzten ſich den Rö⸗ mern und fielen von ihnen ab. Als aber Nero dieß erfuhr, ſchickte er den Naviun⸗ Veſpaſianus mit ſeinem Sohne itus in Syrien.— Damals Ling, wie Tranquillus ſchreibt, eine Sage und Gerücht im Orient, daß zu die⸗ ſer Zeit Etliche, die aus Judäg kom⸗ men würden, groß und mächtig in aller Welt werden ſollten. Und wie⸗ wohl das an dem geiſtlichen Reiche Chriſti alſo wahr ward, da der Name Chriſti durch die Predigt des Evan⸗ gelii in aller Welt groß ward, ſo haben es doch einige von den beiden Veſpaſianen verſtanden, die Juden aber bezogen dieſe Vorherſagung auf ſich. Und als ſie in mehreren Schlach⸗ ten geſiegt hatten, wurden ſie ſtolz, machten drei Hauptleute und griffen die Stadt Askalon mit Gewalt an, wurden in zwei Schlachten überwun⸗ den, ihre Hauptleute kamen um, und verloren an 20,000 Mnnn. Hierauf zog Veſpaſian auf Befehl des Kaiſers in Galiläa, ein volkrei⸗ ches Land, verwüſtete und verheerte Alles, und war des Mordens, Rau⸗ bens und Brennens kein Ende. Viele Geſchichte von der Zerſtörung der Stadt Jeruſalem. 253 tauſend Juden wurden erſchlagen, egen 50,000 wehrhafte Männer, Weiber und Kinder nicht mitgerech⸗ net. Das Kriegs⸗Volk ſchonte damals weder Jung noch Alt, weder Schwan⸗ gere, noch Kinder in der Wiege. 6000 junge Leute ſchickte Veſpaſian als Leibeigene an den Iſthmus in Achaja auf Schanz⸗Arbeit. 30,000 jüdiſche Krieger wurden damals als Leibeigene verkauft und 5000 ſtürz⸗ ten ſich in der Verzweiflung von einem hohen Felſen herab. „Damals lebte Joſephus, ein treff⸗ licher gelehrter Weiſer und Prieſter unter den Juden und einer ihrer Oberſten im Kriege. Dieſer floh im erſten Schreck mit Wenigen in eine Höhle bei der Stadt Galiläa, Jota⸗ pata genannt, ward ergriffen und zu Veſpaſian geführt. Als Joſephus aber dieſem prophezeite, er würde noch Kaiſer werden, ſchenkte er ihm das Leben.— Als dieſes in Galiläa geſchah, kam ein frecher, räuberiſcher Haufe Volks nach Jeruſalem, ange⸗ feuert von einem Mächtigen, Namens Johannes, und bemächtige ſich durch dieſe Rotte der Regierung. Da ge⸗ ſchah wiederum viel heimlicher Mord und Räuberei in Jeruſalem, über⸗ haupt wurde die Stadt hart ge⸗ peinigt und geängſtigt, mehrere Hohen⸗ prieſter wurden erſchlagen und viel Blut ſelbſt in dem Tempel vergoſſen. Joſephus ſchreibt, daß 12,000 der edelſten Juden bei dieſem Aufruhr umgekommen ſind und ihre Häuſer und Güter ihren Knechten gegeben wurden zur Plünderung. Einige meinen, die Römer haben dieß liſti⸗ ger Weiſe angeſtiftet.— Damals war, ehe das rechte Trübſals⸗Wetter über Jeruſalem hereinbrach, die Stadt mit dreifachem Unglück geplagt, mit dem Kriege der Römer, mit Aufruhr und Meuterei in der Stadt und mit den Tyrannen, die ſich durch Partei⸗ eiſt einer nach dem andern aufwar⸗ hn und viel Blut der Herrſchaft willen vergoſſen.— Als ſich nun * 254 damals die Gadarener den Römern widerſetzten, mußte ſich Veſpaſian eiligſt aus dem Winterquartiere be⸗ geben, nahm die Stadt Gadara ein und ſchlug durch ſeinen Hauptmann Placidus an 30,000 Bürger in die lucht und 2000 nahm er gefangen. er flüchtige Haufe ſtürzte ſich in den Jordan und ihre todten Leiber ſchwammen bis an das todte Meer. Jenſeits des Jordans bis Macharon wurden alle Juden von den Römern heifallen und in großen Schrecken geſetzt. Als nun bei Beginn des Früh⸗ lings Veſpaſian Neros Tod erfuhr, lag er zu Cäſarea, brach eiligſt auf und nahm alle Städte der Juden und Idumäer ein, wenige Schlöſſer ausgenommen, die fremde Krieger inne hatten. In alle Städte hatte er römiſches Kriegsvolk gelegt, um Jeruſalem, das allein übrig geblie⸗ den war, um ſo leichter ſtürmen und einnehmen zu können. Damals wurde auch Veſpaſian von ſeinem Kriegs⸗ volke zum Kaiſer ausgerufen. Als⸗ dann zog er nach Aegypten, von dort wollte er nach Italien und übergab dem Titus das Regiment über die Juden. Als aber Titus auf Kundſchaft nahe bei Jeruſalem war, entging er mit Noth der jüdi⸗ ſchen Gekangenſchaft, ſchlug ſein La⸗ ger bei Skopos auf, eine Viertel⸗ meile von der Stadt, und umringte Jeruſalem aller Orten mit ſeinem Kriegsvolke. Inzwiſchen war ein großes mäch⸗ tiges Volk von allen Orten und Städten auf das Oſterfeſt nach Je⸗ Iiſalein gekommen; auch war viel geſammelte Habe und viel verwege⸗ nes, aus Galiläa vertriebenes Volk in der Stadt, das, in drei Parteien getheilt, die Einigkeit und das Re⸗ giment je länger je mehr zerriſſen. Eine Partei hatte den Tempel inne. Unter dieſen war Eleazarus, Simo⸗ nis Sohn, bei welchem die Zeloten, ein böſes heuchleriſches Volk, waren, Geſchichte von der Zerſtörung der Stadt Jeruſalem. das den Bürgern ſehr feind war. Den untern Theil der Stadt hatte Johannes inne und den obern Si⸗ mon mit 20,000 Idumäern, die er⸗ fordert waren, die Stadt vor den Muthwillen nnd der Grauſamkeit der Zeloten zu ſchützen; und obgleich man ſie gern los geweſen wäre, war es doch nicht möglich. Als nun Titus merkte, daß die Stadt mit ſo viel Volk überladen war, rüſtete und verſtärkte er ſich in größeſter Eile, belagerte die Stadt und ſchlug eine Wagenburg um ſie, nach des Herrn Wort, ängſtigte und pei⸗ nigte ſie. Da das die Juden ſahen, verſuchten ſie das Aeußerſte, dem Elend und Verderben zu wehren. Aber ihre Anſchläge wurden vereitelt. Uneinigkeit nahm unter ihnen über⸗ hand und in einem Aufruhr wurde eine große Menge in der Nähe des Tempels erſchlagen. Jeruſalem war ſehr feſt mit drei⸗ fachen Mauern umgeben, die Römer aber legten ſich mit ganzer Nacht hinan, die Stadt zu Hauanen und eroberten mit größter Anſtrengung die zwiefältige Mauer und naßme ſie ein. Zu dieſer Zeit kamen Viele vor Hunger um, wie Joſephus be⸗ richtet. Um ein wenig Brodt ſchlu⸗ en und verwundeten ſich ſelbſt mit affen oft die beſten Freunde, Kin⸗ der riſſen den Aeltern die Speiſe aus dem Munde, auch die Schweſter dem Bruder und umgekehrt. Ein Schef⸗ fel Korn galt viele Gulden. Kuh⸗ miſt, Riemen von den Sätteln und das Leder von den Schilden aß man aus Hunger. Auch fand man noch Heu in dem Munde der Verſtorbe⸗ nen, Andere verzehrten aus Noth die Excremente, die ſie aus den ge⸗ heimen Orten hervorholten. Ueber⸗ haupt ſtarben ſo Viele vor Hunger, daß Ananias, Eleazars Sohn, der während der Belagerung zu Titus ge⸗ flohen war, berichtet, 115,000 Leichen ſeien in der Stadt gefunden und be⸗ graben worden. Hegeſipp ſchreibt, ſömer das der Trompete nder Bug! een, einige d en wurden, Mauer herc wenige nurb aiadt eutka ahm ſich d mme hatten, zollte des T honen; ab ſeſchloſſen. ind heftig datet, und dohen, noc raren, die f nerkte das H — — 2 — η — —= — S —— = — 8 —— — —‿‿ — ☛ V 1 bedürfe Da fü d verſtärte a Kigs⸗ ader leg m. A. hnm,. ut a ten, un en 1 ien und die hwieſ. b Regiment ſie en. uſer Ri un Viertel der rifen a⸗ umngte dem Muj— ſeinem Bmder 1 6 mäch mit. R am var viel Heu n verwege nen, Am ues Voll die Erer n daß allein zu einer Pforte ſo viel tauſend Leichen herausgetragen wur⸗ den und gegen 600,000 Menſchen während der Belagerung ihren Tod fanden.— Die Juden hatten die Burg Antonia inne, eine ſtarke Feſtung; ſo auch den Tempel, von dem eine Brücke in die Stadt führte. Die Er⸗ oberung dieſer Feſtung koſtete viel. — Titus aber, obgleich er wohl wußte, daß der Hunger die Belagerten auf⸗ reiben müßte, hielt an und ermahnte das Kriegsvolk, die Feſtung mit Ge⸗ walt zu ſtürmen. Trotz der großen Gefahr ſiegten doch die Römer über die Juden, von denen überhaupt das Glück gewichen war.— Als nun die Römer das Schloß inne hatten, gab der Trompeter ein Zeichen, worauf alle in der Burg befindlichen Juden erſchla⸗ gen, einige von den Mauern gewor⸗ fen wurden, andre ſich ſelbſt von der Mauer herabſtürzten und ſtarben, wenige nur bei der Nacht eiligſt in die Stadt entkamen. Das Kriegsvolk nahm ſich derer, die den Tempel inne hatten, ernſtlich an. Auch Titus wollte des Tempels, als der Religion, ſchonen; aber Gott hatte es anders beſchloſſen. Denn als man lange und heftig geſtritten hatte und gear⸗ beitet, und die Juden weder mit Drohen, noch Ermahnen zu bewegen waren, die feſten Orte zu übergeben, merkte das Kriegsvolk, daß nur Hun⸗ er oder Feuer ſie zwingen könnte. Darum warfen einige feindliche Sol⸗ daten Feuer in den Tempel und ſteckten das herrliche, köſtliche und weit berühmte Gebäude in Brand und legten es in Aſche. Die Juden, die den obern Theil inne hatten, flohen zum Theil in die Stadt, die meiſten aber kamen durch Feuer oder Schwerdt um. Flehent⸗ lich baten die Prieſter ihr Leben zu frieſten, aber die Gnade bei Gott und den Menſchen war aus. Titus ant⸗ wortete, wie Hegeſipp ſchreibt: So ihr Tempel und Gottesdienſt dahin ſei, bedürfe man auch dieſer Prieſter Geſchichte von der Zerſtörung der Stadt Jeruſalem. 255 nicht.— Am 10. Auguſt ward der Tempel zerſtört, an demſelben Tage, an welchem der erſte Tempel von dem Könige zu Babylon verbrannt wurde. So war dieſer Tag für den Tempel ein beſonderer Unglücks⸗Tag. Von dem erſten Tempel aber, den Salomo erbaute, bis auf das andere Jahr Veſpaſians, der ihn zerſtörte, ſind 1101 Jahr verſtrichen, Von der Zeit aber, wo man den zweiten Tempel zu bauen anfing, welches im zweiten Jahre des Königs Cyrus geſchah, verfloſſen 569 Jahre.— Da nun die Juden ohne Hoffnung auf Rettung ſo geängſtigt wurden, ſtarben mehrere Tauſend vor Hunger, die übrigen aber verharrten auf ihrem Vornehmen. Jeſephus berichtete von dieſer Zeit ein furchtbares, kaum glaubliches Er⸗ eigniß. Eine reiche Frau, angeſehenen Geſchlechts, jenſeits des Jordans, floh aus Furcht mit Andern gen Jeruſalem. Als nun die Stadt vor Hunger ſo geängſtigt und gepeinigt ward, ſchlach⸗ teten ſie(mit welchem Jammer und Schmerz, iſt wohl zu denken), ihr zartes Kind in der Wiege, briet und verzehrte es zur Hälfte, und ſetzte die andere Hälfte den Kriegsknechten vor, die ängſtlich Speiſe ſuchten. Die Kriegsknechte aber entſetzten ſich vor dem furchtbaren Anblick, erbarmten ſich des armen Weibes und offen⸗ barten ihren Jammer den Mächtigen zu Jeruſalem. Dieß chauderhafte Er⸗ eigniß bewog ſie alsbald ſich zu er⸗ eben und mit Titus zu unterhandeln. Weil ſie aber mit den Unterhand⸗ lungen ſo lange gezögert hatten und nur durch furchtbaren Hunger und Noth gedrängt um Friede und Frei⸗ heit baten, ſo wird Nichts daraus und die Stadt hielt ſich noch küm⸗ merlich wenige Tage. Inzwiſchen lief viel Volks in größeſter Angſt und Noth aus der Stadt in das Lager der Feinde und ergaben ſich und wurden von den Feinden um geringen Preis verkauft.— Die Kriegsknechte be⸗ merkten, wie ein Jude Gold, das er 8—— 8 “—— 4 — 3 8 3 256 verſchluckt hatte, aus ſeinen Excre⸗ menten las; daher ging bald ein Ge⸗ rücht durch das ganze Lager der Feinde: Die Juden, welche in das Lager ge⸗ flohen wären, hätten Gold verſchluckt, weil ſie es ſonſt nicht auf andere Weiſe hätten retten können. In der Meinung aber, daß man bei allen Juden Gold finden würde, ſchnitten die Feinde in einer Nacht mehr, als 2000 Juden auf. Es wären aber noch mehrere umgekommen, hätte Titus ſolche Grauſamkeit nicht ernſt⸗ lich unterſagt. Endlich ward die Stadt erobert und weder Jung noch Alt geſchont, die Elenden und Wehrloſen ausgenom⸗ men. Ganz Jeruſalem wurde von dem Feinde furchtbar geplündert, ver⸗ brannt und verwüſtet, ſo daß nur wenig Gebäude und Thürme übrig blieben, in welchen die Römer Be⸗ ſatzung zurücklaſſen konnten und zum Zeichen, daß hier eine Stadt geſtan⸗ den habe. So ward Jeruſalem nach fünfmonatlicher Belagerungvon Grund aus verwüſtet am 8. September. 17,000 Gefangene ſchickte Titus, und war nur junge, ſtarke Leute nach lexandria, wo ſie als leibeigene Knechte Steine tragen und Sklaven⸗ dienſte thun mußten. Viele wurden um geringeren Preis, als das Vieh verkauft, 2000 hin und her durch das römiſche Reich vertheilt, um Gepränge mit ihnen zu treiben und bei den öffentlichen Spielen von den wilden Thieren zerreißen zu laſſen. 97,000 wurden lebendig gefangen, aber bei dem Beginn der Belagerung waren zehnmal Hunderttauſend in der Stadt, meiſt Fremde, aber Alle von jüdiſchem Geſchichte von der Zerſtörung der Stadt Jeruſalem. Stamme und Geblüt.— Als Titus nun Jeruſalem gewaltſam eingenom⸗ men, verbrannt und verwüſtet hatte, beſetzte er das Land der umliegenden Länder willen und rückte bis an den Euphrat vor, denn ſo weit ging da⸗ mals das römiſche Reich. Im Jahre 4034 nach Erſchaffung der Welt und 823 nach der Erbauung Roms, 40 Jahre nach Chriſti Tode wurde die ewultige berühmte, heilige Stadt eruſalem zerſtört und nahm ein ſchauderhaftes Ende. Alſo hat Gott die Verachtung und Verfolgung des Evangelii beſtraſt, aller Welt zum warnenden Beiſpiel, ſie zu ermahnen, Gottes Strafgericht zu fürchten und ſich zu ihm und ſeinem eingeborenen Sohne zu be⸗ kehren. Denn ſo Gott dieſes Volk nicht verſchonet hat, dem er ſo herr⸗ liche Verheißung gegeben, in welchem ſo viel heilige Patriarchen und Pro⸗ pheten geweſen, aus welchem ſelbſt nach dem Fleiſche Jeſus Chriſtus, der eingeborne Sohn Gottes, ſtammt, um wie viel ſtrenger wird er andere Vöͤl⸗ ker ſtrafen, die der Gnade des Evan⸗ elii theilhaftig undankbar es von ſich Roten den rechten Gottesdienſt und Gottes⸗Erkenntniß verachten, ja hals⸗ ſtarrig und grauſam verfolgen? Solche undankbare Stadt oder Land wirddas Elend auch ereilen, wie veruſolen Das mögen wir ernſtlich betrachten und zu Herzen nehmen, daß wir uns beſſern und ernſt zu dem Herrn, der unſere Gerechtigkeit iſt, bekehren. Dazu helfe uns Gott, der Vater, um Jeſu⸗ Chriſti willen durch des heiligen Gei⸗ ſtes Kraft aus Gnaden! Amen! Die d n erſte S iuliche 9 h glaube 1 allmächti im der Erd und an gen Sol fungen iſ oren von itten unte i geſtorbe ahren zud e uife igefahren ten Got sss, von de iten die Le Sch glauk zee heilige eine der§ aünden, Ar ad ein ewi das ande icäniſche h glaube tigen G inmels un bar und und an e in Chriſtun vom Vo zen Welt n Licht, äthaftigen iffen, mit ghen, durch velcher un teer Selie ummen iſt heil d Maria für uns fuv, gelite ditten I Schrift, amel und das und ichkeit z — 4 3 —— —— dden En R e n Salt— an 2 wiſm n rerciu dſete Beah an 3 ud Ter ricten duun — AIE varnendan ge ae ſe u enh Snrin u fürc ich u in det de ſimm rmman 11 „doß un keen. er ſo Got de rne üdig nict der ohat, den ayß „I S dee Peunn üam Prn 4— tomer de üche d 1e S gegeben, Vn 2und zun ſo dil h. atriarhang dt geſten⸗ pheten ☛, aus wa, dien nach nac dem e 8 eenGond eingdort= Gotteznn eptemder. wie dielſ at wird Aleh tns, und ker ſtrafe mℳ der Gnadedd eute nach geli theil imdanäbmemt lideigene firßen, d ben Gattiit Sllaven⸗ Gottes⸗G mriß vemten vurden ſtariig un e anveffete das Vied undantbg= dtder um guch das Elend àt l, 3 du Zerränge Das mi Frr ernfllch bis 28 8 und zu elhmen dim a vüden beſſern I k zu ] 7,5. 27,000 unſereG Mät ſſ däim ader dei delfe un d dr bnnn g varen(hritt n walrch des ſn 1Stadt, ſes Kraſ wrHnnder Wn 4 udiſchem b 257 Die drei Haupt-Symbola des chriſtlichen Glaubens. Das erſte Symbolum, oder Apo⸗ ſtoliſche Glaubens⸗Bekenntniß. 3 glaube an Gott, den Vater, —₰ allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. Und an Jeſum Chriſtum, ſeinen einigen Sohn, unſern Herrn, der empfangen iſt von dem heiligen Geiſt, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreu⸗ zigt, geſtorben und begraben, nieder⸗ gefahren zu der Hölle, am dritten Tage wieder auferſtanden von den Todten, aufgefahren gen Himmel, ſitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Va⸗ ters, von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Todten. Ich glaube an den heiligen Geiſt, eine heilige chriſtliche Kirche, die Ge⸗ meine der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferſtehung des Fleiſches und ein ewiges Leben. Amen! Das andere Symbolum, oder Nicäniſche Glaubens⸗Bekenntniß. Jch glaube, an einen einigen allmäch⸗ tigen Gott, den Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, Alles, das ſichtbar und unſichtbar iſt. Und an einen einigen Herrn he ohn, ſum Chriſtum, Gottes einigen S der vom Vater geboren iſt vor der ganzen Welt, Gott von Gott, Licht von Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht ge⸗ ſchaffen, mit dem Vater in einerlei Weſen, durch welchen Alles geſchaffen iſt, welcher um uns Menſchen und um unſerer Seligkeit willen vom Himmel gekommen iſt und Fleiſch geworden durch den heiligen Geiſt von der Jung⸗ frau Maria und Menſch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontio Pilato, gelitten und begraben; und am dritten Tage auferſtanden nach der Schrift, und iſt aufgefahren gen Himmel und ſitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit 2 Herrlichkeit zu richten die Lebendigen und die Todten, deſſen Rei in Eme paben wird. j ch ken Und an den Herrn, den heiligen Geiſt, der da lebendig macht, der vom Vater und dem Sohne aus⸗ geht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zu⸗ gleich geehrt wird, der durch die Propheten geredet hat und eine einige heilige, chriſtliche, apoſtoliſche Kirche. Ich bekenne eine einige Taufe zur zergebung der Sünden, und warte auf die Auferſtehung der Todten und ein Leben der zukünftigen Welt. Amen! Das dritte Symbolum, oder St. Athanaſii Glaubens⸗Bekenntniß. Wer da will ſelig werden, der muß un vor allen Dingen den rechten chriſtlichen Glauben haben. Wer denſelbigen nicht ganz und rein hält, der wird ohne Zweifel ewig verloren ſein. Dieß aber iſt der rechte chriſtliche Glaube, daß wir einen einigen Gott in drei Perſonen und drei Peerſonen in Einer Gottheit ehren. Und nicht die Perſonen in einan⸗ der mengen, noch das göttliche We⸗ ſen zertrennen. Eine andere Perſon iſt der Vater, eine andere der Sohn, eine andere der heilige Geiſt. Aber der Vater und Sohn und heiliger Geiſt iſt ein einiger Gott, gleich in der Herrlichkeit, gleich in ewiger Majeſtät.. elcherlei iſt der Vater, ſolcherlei iſt der Sohn, ſolcherlei iſt der heilige Geiſt. Der Vater iſt nicht geſchaffen, der Sohn iſt nicht geſchaffen, der heilige Geiſt iſt nicht geſchaffen. Der Vater iſt unermeßlich, der Sohn iſt unermeßlich, der heilige Geiſt iſt unermeßlich. Der Vater iſt ewig, der Sohn iſt ewig, der heilige Geiſt iſt ewig, und⸗ ſind doch nicht drei Ewige, ſondern es iſt Ein Ewiger. 1 1 “ Bee ——-— ———ℳ-— 5 5 dese in— e 3 e——— 4 1 5—,—— 25 ——ͤ-ͤͤͤͤſͤſ““ 8 3 4—* 8 1 8— 3 8—— hhh—o—ſſ— 4—“— 8 2 8 ͤ 8 8* 258 Die drei Haupt⸗Symbola Gleichwie auch nicht drei Uner⸗ ſchaffene, noch drei Unermeßliche, ſon⸗ dern es iſt Ein Unerſchaffener und Unermeßlicher.. 1 Alſo auch der Vater iſt allmächtig, der Sohn iſt allmächtig, der heilige Geiſt iſt allmächtig. 1 Und ſind doch nicht drei Allmäch⸗ tige, ſondern iſt ein Allmächtiger. Alſo der Vater iſt Gott, der Sohn iſt Gott, der heilige Geiſt iſt Gott. Und ſind doch nicht drei Götter, ſondern es iſt Ein Gott. Alſo der Vater iſt ein Herr, der Sohn iſt der Herr, der heilige Geiſt iſt der Herr.. Und ſind doch nicht drei Herrn, ſondern es iſt Ein Herr. Denn gleichwie wir müſſen nach chriſtlicher Wahrheit eine jegliche Per⸗ ſon für ſich Gott und Herrn bekennen: Alſo können wir im chriſtlichen Glauben nicht drei Götter, oder drei Herren nennen. Der Vater iſt von Niemand weder gemacht, noch geſchaffen, noch geboren. „Der Sohn iſt allein vom Vater nicht gemacht, nicht geſchaffen, ſon⸗ dern geboren. Der heilige Geiſt iſt vom Vater und Sohne nicht gemacht, nicht geſchaffen, nicht geboren, ſondern ausgehend. So iſt nun Ein Vater, nicht drei Väter, Ein Sohn, nicht drei Söhne, Ci heiiger Geiſt, nicht drei heilige eiſter. „Und unter dieſen drei Perſonen iſt keine die erſte, keine die letzte, keine die größeſte, keine die kleinſte; Sondern alle drei Perſonen ſind mit einander ſwich ewig, gleich groß. „Auf daß alſo, wie geſagt iſt, drei Perſonenen in einer Gottheit und Ein Gott in drei Perſonen geehrt werden. Wer nun will ſelig werden, der muß alſo von den drei Perſonen in Gott halten. „Es iſt aber auch nöthig zur ewigen Seligkeit, daß man treulich glaube, des chriſtlichen Glaubens. daß Jeſus Chriſtus, unſer Her, ſi wahrhaftiger Menſch. So iſt nun dieſes der rechte Glaube, ſo wir glauben und bekennen, daß unſer Herr Jeſus Chriſtus Gottez Sohn, Gott und Menſch iſt. Gott iſt er aus des Vaters Natur vor der Welt geboren, Menſch iſt er aus der Mutter Natur in der Welt geboren. kl Ein vollkommener Gott, ein volr⸗ kommener Menſch mit vernünftiger Seele und menchlichem Leibe. Gleich iſt er dem Vater nach der Gottheit, kleiner iſt er, denn der Vater, nach der Menſchheit. Und wiewohl er Gott und Menſch iſt, ſo iſt er doch nicht zwei, ſondem Ein Chriſtus. Einer, nicht daß die Gottheit in die Menſchheit verfallen ſei, ſondern daß die Gottheit hat Menſchen an ſich genommen. Ja, Einer iſt er, nicht, daß dier zwei Naturen vermengt ſind, ſondern daß er eine einige Perſon iſt. Denn gleichwie Leib und Seele Ein Menſch iſt, ſo iſt Gott und Menſch Ein Chriſtus. Welcher gelitten hat um unſerer Seligkeit willen, zur Holl gefahren, am dritten Tage auferſtanden von den Todten, 1. Aufgefahren gen Himmel ſitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters,. Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. Und bei ſeiner Zukunft müſſen alle Menſchen auferſtehen mit ihren eige⸗ nen Leibern, Und müſſen Rechenſchaft geben, was ſie gethan haben, Und welche Guts gethan haben, werden in das ewige Leben gehen; Welche aber Böſes gethan haben, in das ewige Feuer Das iſt der rechte chriſtliche Glaube, Wer denſelben nicht feſt und treulich glaubt, der kann nicht ſelig werden. HDas et ie heilit eſie ein H dde einfäͤlt Das 1 ſollſt nit neben mi Was iſt bir ſollen ten, liebe Das! du ſollſt de üicht unn wird den ſeinen Na bas iſt dt ſollen; daß wir i, ſchwi Aöthen danken. in n i deüig d Sat— 4 lmn darr S Jltzi 2 Wiſt et, 44 mand peder zwei N 8 Jermengte nchgedoren. daß er: Düge Pelzi dem Bater Denn site Leibmah difen, ſen⸗ Menſch iſt Gotun En Chin. Vater und Wal teen hat ur geichaffen, Seligkeiſ c zur a an drit: ge aulfetma ucht drei den To en Sähne, Auge Er ge im erii delige Rechten& d8, de Vaters, baſonen Ven s— de lezte, richten d— haun 1 leinſte. Und k uns genen ſmd Menſche r a ſtehen dihet und was ſie haben, e 3 zris en geehrt Und eaiſ din 3n 8& 19 ehr den, der B 5 3 1 5 3 Gus 9 Der kleine Katechismus Herrn Dr. Martin Luthers, nebſt beigeſugten Frageſtücken und Haus⸗Caſel. Das erſte Hauptſtück. Die heiligen zehn Gebote. Wie ſie ein Haus⸗Vater ſeinem Ge⸗ ſinde einfältiglichſt vorhalten ſoll. Das erſte Gebot. D“ ſollſt nicht andere Götter haben neben mir. Was iſt das? Antwort: Wir ſollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen. Das andere Gebot. Du ſollſt den Namen deines Got⸗ tes nicht unnützlich führen; denn der Herr wird den nicht ungeſtraft laſſen, der ſeinen Namen mißbraucht. Was iſt das? Antwort? Wir ſollen Gott fürchten und lie⸗ ben, daß wir bei ſeinem Namen nicht uchen, ſchwören, zaubern, lügen oder trügen, ſondern denſelben in allen Nöthen anrufen, beten, loben und danken. Das dritte Gebot. Du ſollſt den Feiertag heiligen. Was iſt das? Antwort: Wir ſollen Gott fürchten und lie⸗ ben, daß wir die Predigt und ſein Wort nicht verachten, ſondern das⸗ ſelbe heilig halten, gern hören und lernen. Das vierte Gebot. Du ſollſt deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dirs wohl gehe und du lange lebeſt auf Erden. Was iſt das? Antwort: Wir ſollen Gott fürchten und lie⸗ ben, daß wir unſere Eltern und Herren nicht verachten, noch erzür⸗ nen, ſondern ſie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, ſie lieb und werth haben. Das fünfte Gebot. Du ſollſt nicht tödten. Was iſt das? Antwort: Wir ſollen Gott fürchten und lie⸗ “ 1 8 — — 8 4 3“ —— —— — 260 ben, daß wir unſerm Nächſten an Das erſte finem Leibe keinen Schaden noch Leid thun, ſondern ihm helfen und fördern in allen Leibes⸗Nöthen. Das ſechſte Gebot. Du ſollſt nicht ehebrechen. Was iſt das? Antwort: Wir ſollen Gott fürchten und lie⸗ ben, daß wir eu ſch und züchtig leben in Worten und Unden und ein Jeg⸗ licher ſein Gemahl liebe und ehre. Das ſiebente Gebot. Du ſollſt nicht ſtehlen. Was iſt das? Antwort: Wir dollen Gott ſüenchton und lie⸗ ben. da wir Das achte Gebot. Du ſollſt nicht falſch Zeugniß re⸗ I den wider deinen Nächſten. Was iſt das? Antwort: Wir 8 llen Gott fürchten und lie⸗ fälſ ſchlich belügen, verrathen after⸗ reden oder böſen Leumund machen, ſondern ihn entf ſchuldigen, Gutes von ihm reden un Alles zum Beſten kehren. b Das neunte Gebot. Du ſollſt nicht begehren deines Nächſten Haus. Was iſt das? Antwort: Wir ſollen Gott fürchten und lie⸗ ben, daß wir unſern Nächſten nicht mit Liſt nach ſeinem Erbe oder Hauſe ſtehen, noch dienſtlich ſein. Du ſollſt nicht dgehren machen, dieſe Gebote übertreten; mit einem Schein des Roöten an uns bringen, ſondern ihm daſſelbe zu behalten förderlich und und der Erde. Haupiſtück. Das zehnte Gebot. de Nächſten Weib, Knecht, M d Vß, oder dlns was ſein iſt.— Was iſt das? Antwort. Wir ſollen Gott fürchten und lie⸗ ben, daß wir unſers Nächſten Weib, Geſinde oder Vieh nicht ab⸗ ſpannen, abdringen, oder abwendig ſondern dieſelben anhalten, daß ſie bleiben und thun, was ſie ſchuldig ſind. Was ſagt nun Gott von dieſen Geboten allen? Antwort: Er ſagt alſo: Ich, der Herr, dein Gott, bin ein ſtarfer eifriger Gott, der über die, ſo mich haſſen, die Sünde der Väter 1 inta an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied; aber denen, ſo mich lieben und meine Gebote d ſalan ſendſte Glied. thue ich wohl bis ins tau⸗ Was iſt das? Antwort: Gott dräuet zu ſtrafen Alle, die darum ſol⸗ len wir uns fürchten vor ſeinem Zorn und nicht wider ſolche Gebote ben, daß wir unſern Mäͤcſten nicht thun. Er verheißt aber Gnade und alles Gute Allen, die ſolche Gebote halten; denn darum ſollen wir auch lieben und vertrauen und gern thun nach ſeinen Geboten. Das andere Hauptſtück. Der Glaube. Wie ein Hausvater denſelben ſeinen Geſinde einfältiglichſt vorhal⸗ ten ſoll. Der erſte Artikel. Von der Schopfung J) glaube an Gott, den Vater, 1 8 y allmächtigen Schöpfer Himmels Kas iſt gaube 5 hat ſamt t und 86 leder, ghben hat 4 der und n, Haus U ſr Vie ſot ihdurft u ind Lebens dagt, wider and vor all aahrt: und iter göttlich t, ohne würdigkeit anken und zen und g tin. Das Der Vor Und an ingebornen er empfan dei ſte, ge Naria, gel reuzigt, dergefal ditten Tag 4 Todten itt zur Re teen Vater ard zu ri de Todten Was Ich ſl 3 5 tig 5 eit 1 ———— — =, — Se at Zeugmß re . wort: 2 und lee⸗hun. i fßt abe iu chſten nicht ales G! cen, de flt den aſter halten; twrrun ſllan ad machen, am Beſten ot. gen deines terer 5. Gott, N d e nit An Sinent diniud t ren Kindati dite u te Glid, ie do nich i und ma halte, zauch wohl ſedſte A* has? Aen Gott tu zu ſtial deſe G ra ertreten, an len wi r A fürchen ue wott. und le⸗ dſten nicht Ader Hauſe R Sam des * mmda J40 Per Sunf und der Jern u dpdda ſi lieben 1 rauen und on nach ſei! P boken. r— — Nd t jaſtt êliubt. 34,i r den 3 Wie 1 i Cnater mibt Ge 1b 7 ſol. Hit Anit. in Gott 1 fättgichtn Was iſt das? Antwort: Ich glaube, daß mich Gott geſchaf⸗ Wfeen hat ſammt allen Creaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuhe, Eſſen und Trin⸗ ken, Haus und Hof, Weib und Kind Acker, Vieh und alle Güter, mit aller Nothdurft und Nahrung des Leibes und Lebens reichlich und täglich ver⸗ ſorgt, wider alle Fährlichkeit beſchirmt und vor allem Uebel behütet und be⸗ wahrt: und das Alles aus lauter väter⸗ licher göttlicher Güte und Barmherzig⸗ keit, ohne alles mein Verdienſt und Würdigkeit; das Alles ich ihm zu danken und zu loben und dafür zu die⸗ nen und gehorſam zu ſein ſchuldig bin. Das iſt gewißlich wahr. Der andere Artikel. Von der Erlöſung. Und an Jeſum Chriſtum, ſeinen eingebornen Sohn, unſern Herrn, der empfangen iſt von dem heiligen Geiſte, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuzigt, geſtorben und begraben, niedergefahren zur Hölle und am dritten Tage wieder auferſtanden von den Todten, aufgefahren gen Himmel ſitzt zur Rechten Gottes, des allmäch⸗ tigen Vaters, von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Todten. Was iſt das? Antwort: Ich glaube, daß Jeſus Chriſtus, pohrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahr⸗ haftiger Menſch von der Jungfrau Maria geboren, ſei mein Herr, der mich verlorenen und verdammten Menſchen erlöſt hat, erworben, ge⸗ wonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teu⸗ fels nicht mit Gold oder Silber, ſon⸗ dern mit ſeinem heiligen theuren Blute und mit ſeinem unſchuldigen Leiden und Sterben, auf daß ich ſein Das andere Hauptſtück. 261 eigen ſei und in ſeinem Reiche unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unſchuld und Seligkeit, gleichwie er iſt auferſtanden vom Tode, lebt und regiert in Ewigkeit. Daus iſt gewißlich wahr: Der dritte Artikel. Von der Heiligung. Ich glaube an den heiligen Geiſt, eine heilige chriſtliche Kirche, die Ge⸗ meine der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferſtehung des Fleiſches und ein ewiges Leben. Amen! Was iſt das? Antwort: Ich glaube, daß ich nicht aus eige⸗ ner Vernunft noch Kraft an Jeſum Chriſtum, meinen Herrn, glauben, oder zu ihm kommen kann, ſondern der heilige Geiſt hat mich durch das Evangelium berufen, mit ſeinen Ga⸗ ben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten, gleichwie er die ganze Chriſtenheit auß Erden be⸗ ruft, ſammelt, erleuchtet, heiligt und bei Jeſu Chriſto erhält im rechten einigen Glauben, in welcher Chriſten⸗ heit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergibt, und am jüngſten Tage mich und alle Todten auferwecken und mir ſammt allen Gläubigen in Chriſto ein ewiges Leben geben wird. Das iſt gewißlich wahr. Das dritte Hauptſtück. Das Vater⸗Unſer. Wie ein Hausvater daſſelbige ſeinem Geſinde einfältiglichſt vorhal⸗ ten ſoll. Pater unſer, der du biſt im Himmel. Was iſt das? Antwort: Gott will uns damit locken, daß wir glauben ſollen, er ſei unſer rech⸗ ter Vater und wir ſeine rechten Kin⸗ der, auf daß wir getroſt und mit aller —- 262 Das dritte Zuverſicht ihn bitten ſollen, wie die lieben Kinder ihren lieben Vater bitten. Die Erſte Bitte. Geheiligt werde dein Name. Was iſt das? Antwort: Gottes Name iſt zwar an ihm ſelbſt heilig; aber wir bitten in dieſem Ge⸗ bet, daß er auch bei uns beilig werde. Wie geſchieht das? Antwort: Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehrt wird 6 und wir qucch hei⸗ lig als die Kinder Gottes leben, das hilf uns lieber Vater im Himmel! Wer aber anders lehrt und lebt, als das Wort Gottes le hrt, entheiligt unter uns den Namen Gottes Davor behüte uns, lieber himmliſcher Vater! Die andere Bitte. Dein Reich komme. Was iſt das: Antwort? Gottes Reich kommt wohl ohne un ſer Gebet von ihm ſelbſt. aber wir bitten in dieſem Gebet, auch zu uns komme. Wie geſchieht das? Antwort: Wenn der himmliſche Vater uns ſeinen heiligen Geiſt gibt, oaß wir ſeinem heiligen Worte durch ſeine Gnade glauben bier zeitlich und dort ewiglich. Die dritte Bitte. Dein Wille ge ſchehe, wie im Him⸗ mel, alſo auch auf Erden. Was iſt das? Antwort: Gottes gutter gnädiger Wille ge ſchieht wohl vhne unſer Gebet; aber wir bitten in ieſen Gebet daß er auch bei uns geſcheh Wie geſchieht d⸗ Antwort: Wenn Gott allen voſen Rath und 10 uns 6 Willen bricht und hindert, We elt und unſers Fleiſches ſondern ſt in ſeinem Wort und Glauben bis an dar nach daß es 1 Geſ jundhei getreue und gottlich eben we olle Hauptſtück. den Namen Gottes nicht heili igen und ſein Reich nicht kommen laßen und e als da iſt des Teufels, der Wille; ſtärkt und behält uns feſt unſer Ende: das iſt und guter Wille ſein gnädiger Die vierte Bitte. Unſer täglich Brodt gib uns heute. Was iſt das? Antwort: Gott gibt täglich Brodt, a llch wohl ohne unſere Bitte, allen boſer. Men⸗ ſchen aber wir bitten in dieſem Ge⸗ daß er es uns erke Anen 94 be wir mit Dankſagun,g en mpfaben unſer täglich Brodt. Was heißt denn cäglich Brodt? . 3 Aut aort- Alles, was zur Leides 5 Nal vru und Nolhde. at gebe zort, Ader. 1 Pch, Geld, Gut, mabl, fromme Kinder froma ſind e fromme und getr eue Ober⸗Herren, Hr dt Regin nent, dut Wetter, Fi , Zucht, t Chre, gute i relunt. Nachb arn und dese Die bünite Bitte. Und vergib fre Schuld, als wir vergeben u ſchuld ldigern. Was iſt das? Antwort: an ſe hen der Vater im Him nel nicht unſre Suünde und um derſet ben willen ſolche Bitte ulcht vel rſagen; denn wir ſind der Keins werth, das wir bitten, haben es auch nicht p erdient; ſondern er woll uns All les aus Gnaden geben; kg 1 dien fundigen und wo eitel So wollen wir Wir bi tten in dieſem Gebet, daß in wir uir ſwioderum auch herzlich verge⸗ ben und gern wohlthun denen, die ſich an uns verſündigen. Di 5 nd führ Was 1 gett vert e bitt 2 eur bitten Was he I ch Daß ich Das Das S3 8 No hände eln 8 das ift JeT Lauf 3 Waß iſſer Slehrt de d, daß Lkau din. lumn lUljat Htedt gü 3. 3 an: at? Ainke, 12. Scubeie hhl ehn Aer, d due ſdſt: aber t. daß es Genund R Lehees twort; ſgetteue und 18 d us uit in daß pit Undd Ains vſreh urt n wir verg iſern Stde auch keden ach Die ſechste Bitte. Und führe uns nicht in Verſu⸗ chung. Was iſt das? Antwort: Gott verſucht zwar Niemand; aber wir bitten in dieſem Gebet, daß uns Gott wolle behüten und erhalten, auf daß uns der Teufel, die Welt und unſer Fleiſch nicht betrüge, noch verführe in Mißglauben, Verzweif⸗ lung und andre große Schande und Laſter; und ob wir damit angefoch⸗ ten würden, daß wir doch endlich ge⸗ winnen und den Sieg behalten. Die ſiebente Bitte. Sondern erlöſe uns von dem Uebel. Was iſt das? Antwort: Wir bitten in dieſem Gebet, als in der Summa, daß uns der Vater im Himmel von allerlei Uebel Leibes und der Seele, Gutes und Ehre er⸗ löſe und zuletzt, wenn unſer Stünd⸗ lein kommt, ein ſeliges Ende beſchere und mit Gnaden aus dieſem Jam⸗ merthale zu ſich nehme in den Him⸗ mel. Amen! dAd Aeg te: gut Ven Was heiß Amen? Antwort: Daß ich ſoll gewiß ſein, ſolche Bit⸗ ten ſind dem Vater im Himmel an⸗ genehm und erhört; denn er ſelbſt hat uns geboten alſo zu beten und verheißen, daß er uns wolle erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, Ja, es ſoll alſo geſchehen! Das vierte Hauptſtück. Das Sacrament der heiligen Taufe. Wie ein Hausvater daſſelbige ſeinem 1 Geſinde einfältiglichſt vorhalten ſoll. Zum Erſten. Was iſt die Taufe? Antwort: ie Taufe iſt nicht allein ſchlecht ‿ Waſſer, ſondern ſie iſt das Waſſer Das vierte Hauptſtück. 263 in Gottes Gebot gefaßt und mit Gottes Wort verbunden. Welches iſt denn ſolch Wort Gottes? Antwort: Da unſer Herr Chriſtus ſpricht Matthäi am letzten: Geht hin in alle Welt und lehrt alle Heiden und tauft ſie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geiſtes. Zum Andern. Was gibt oder nützt die Taufe? Antwort: Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöſt vom Tode und Teufel und gibt die ewige Seligkeit Allen, die es glauben, wie die Worte und Verhei⸗ ßungen Gottes lauten. Welches ſind ſolche Worte und Verheißungen Gottes? Antwort: Da unſer Herr Chriſtus ſpricht Marci am letzten: Wer da glaubt und getauft wird, der wird ſelig werden: wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Zum Dritten. Wie kann Waſſer ſolche große Dinge thun? Antwort: Waſſer thuts freilich nicht, ſondern das Wort Gottes, ſo mit und bei dem Waſſer iſt, und der Glaube, ſo ſolchem Worte Gottes im Waſſer trauet. Denn ohne Gottes Wort iſt das Waſſer ſchlecht Waſſer und keine Taufe; aber mit dem Worte Gottes iſt es eine Taufe, das iſt ein gnaden⸗ reich Waſſer des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geiſte, wie St. Paulus ſagt zum Titus am dritten Capitel: Durch das Bad der Wiedergeburtund Erneuerung — Das des heiligen Geiſtes, welchen er aus⸗ gegoſſen hat liber 1 1 us reichlich durch Heiland, 1 d. auf daß wir durch deſſelbigen Gnade 3 gerecht und Erben ſein des ewigen Johannes am 20. Cap. Das ger an und hin den heiligen Geiſt, die Sünden erlaſſ ſe e, erlaſſen, und welch Was bedeutet denn ſolch Waſſer⸗ el ſſen, Jeſum Chriſtum, unſern ehents nach der ſt gewißlich wahr. Hoffnung. Zum Vierten. taufen? Antwort: Es bedeutet, daß der alte Adam ſoll erſäuft werden und ſterben mit allen Sünden und böſen Luſten, und wiederum täglich heraus kommen und auferſtehen ein neuer Menſch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit vor Gott ewiglich lebe. Wo ſteht das geſchrieben? Antwort: 6. ſpricht: dur die Taufe begraben in den Tod, daß, gleichwie Chriſtus iſt von den V Todten auferweckt durch die Herrlich⸗ keit des Vaters, alſo ſollen wir auch in einem neuen Leden wandeln. Das fünfle Haupiſtück. Vom Beruf und Amt der Schlüſſel? Wie ein Hausvater daſſelbige ſeinem Geſinde einfältiglichſt vor chalten ſoll. 80 Was iſt das Amt der Schlüſſel? Antwort: Das Amt der Schluſſe el i d derbare Kirchen Chriſtus ſe iner ürche gegeben, den dußfertigen Sündern die Sünde zu vergeben; den Unbuß⸗ fertigen aber die Sünde zu be ehalten, ſo lange ſie nicht Buße thun. iſt die ſon⸗ Gewalt, die b auf Erden hat erkennen, thun; aber vor Was glaubſt du bei dieſen Worten? in uns durch tägliche Reue und Buße 7. s binden, da Sanet Paulus zu den Römern am en, daß e Wir ſind jamant Chriſto ſich: eines, tiger empfahe, als und j ja nicht daran zweifle, vergeben vor Gott in Was iſt die Beichte? wir allein d wir wiſſen und füh fünfte Hauptſtück. Vo ſteht das geſchrieben? Antwort: 24 P So ſchreibt der heilige Evangeliſt 4 fir Jün⸗ bn, untreu, ſprach zu ihnen: Nehmt dM Jeman welchen i ihr pert tenoder 3 , denen ſid 1 ſräumt, ver en ihr ſte beha th haſt. denen ſind ſie behalten. 5 Der Herr Jeſus blies ſeine 4 A utwo rt.. ſs M dn Ich glaube, was die berufenen ur wel 11 Diener Chriſti aus ſeinem göttlichen 1 Befehle mit uns handeln, ſonderiich vttes wenn ſie fertigen Sünder von der chri Gemeine ausſchließen, und die, ſot die öffentlichen und unbuß⸗ iſtlichen ihre Sünd den be kennen, bereuen und armer ſich beſſern wollen, wie derum ent⸗ ſver Got 8 O f 1 alſo kräfti ig und ge⸗ dald ig, inſo s, daß ich Sh, Chriſus 5 t wiß ſei auch im Himmel, als han⸗ delte es unſer lieber Herr mit uns ſelber. Wie man die Einfältigen ſoll lehren hſun 1. h * 8 1 e beichten. een ber wer Antwort: ſ 4 den laſß . e.=ee. Vorten 1 Die Beichte begreift zwei Stückem ſagen, hal daß man die Sünde be⸗ arnt, wid huna das andere, daß man die e gefl Abſolution oder Vergebung vom Beiche te n von Gott ſelbſt, ſondern feſt glaube, die Sünden ſeien didu ich 1 Himmel. Welche Sünden ſoll man denn beichten? Antwort: V Vor Gott ſoll man ſich aller Sün⸗ Verken den ſchuldig geben, auch die wir nicht d Schade wie 4 im Vater⸗Unſer i zu dden em Beichtiger ſollen ſi aut M die Sunde bekennen, die nchr wid len im Herzen. efinen 3 ⁴ 1 ic Beſer. elifſen art. denen 1 Aten. — det Beehle teden! ſih beſt nt Chrlte d s nit m m den 10d, t den den iedani n Einfältigenſt n vir auch dein. Bas i Beiht’ t die begreit wis z man di d ſich: ein! tn. n 3u E. kenne, diden, dj Abſolut r Verjämas ach zu ihen. dn F lI Geſt, m Sun aſſet, dan uf elchen itrſ than aieber, ſtelle mir eine kurze Weiſe zu ehalten. utwort. eichten. — n A wiedai inden, alſo biiſtzan Kenana Th 5*„ 1 unmm v ſi.n Hinm rlieber H i bin. Aber ich diene leider untreulich 3 geſtritn jn Sthüſſel? tiger en e als vn N und ja Schlüſſel? Saliſe gelt= ſp it die ſen⸗ P— valt, die 1 I rran zveit den ſol⸗ 1 12 Artu oll man ſit 3 ben, adc J zige ſeinem„[a Sünden ſint ** el ſ e St in ön Inſonderheit bekenne ich vor euch, Welche ſind die? Antwort: Da ſiehe deinen Stand an nach den zehn Geboten, ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Herr, Frau, Knecht, Magd ſeiſt, ob du ungehor⸗ e ſam, untreu, unfleißig geweſen ſeiſt, ob du Jemand Leid gethan haſt mit Worten oder Werken, ob du geſtohlen, haſt. beichten. Antwort: eo ſollſt du zum Beichtiger ſprechen: me md I vas die k mmen ind 8„ en 1 den n aus ſeinen — 2 ss handeln, i pan ſu Wifentüichen wa riyen Ar von R Genein 2 A hließen, m idre Si r sekennen,! Würdiger, lieber Herr, ich bitte euch, ihr wollt meine Beichte hören und mir die Vergebung ſprechen um Gottes willen. Sage an! Ich armer Sünder bekenne mich ◻☛ vor Gott aller meiner Sünden ſchuldig, inſonderheit bekenne ich vor feuch, daß ich ein Knecht(Magd ec.) meinem Herrn; denn da und da habe ich nicht gethan, was ſie mich geheißen, habe ſie erzürnt und zu fluchen bewegt, habe verſäumt und Schaden laſſen geſchehen, bin auch in Worten und Werken ſchandbar gezürnt, wider meine Frau gemurrt und geflucht. Das Alles iſt mir leid, bitte um Gnade und will mich beſſern. Ein Herr oder Frau ſage alſo: — daß ich mein Weib, Kind und Geſinde nicht treulich erzogen habe zu Gottes Ehre. Ich habe geflucht, böſe Exempel mit unzüchtigen Worten und Werken gegeben, meinen Nach⸗ baren Schaden gethan, übel nachge⸗ redet, zu theuer verkauft, falſche und nicht gute Waare gegeben. Und was je er mehr wider die Gebote Gottes und ſeinen Stand gethan. Das fünfte Hauptſtück. geweſen, habe mit meines Gleichen 265 (Wenn aber Jemand ſich nicht be⸗ ſchwert befindet mit ſolchen oder größeren Sünden, der ſoll nicht ſorgen oder weitere Sünde ſuchen, noch erdichten und damit eine Mar⸗ ter aus der Beichte machen, ſon⸗ dern erzähle eine oder zwei, die du weißt, alſo:) Inſonderheit bekenne ich, daß ich einmal geflucht, item, einmal un⸗ hübſch in Worten geweſt, einmal dieß N. verſäumt habe, ꝛc. alſo laß es genug ſein. (Weißt du aber gar keine,(welches doch nicht wohl ſollte möglich ſein), ſo ſage auch keine inſonderheit, ſondern nimm die Vergebung auf die gemeine Beichte, ſo du vor Gott thuſt gegen den Beichtiger.) Darauf ſoll der Beichtiger ſagen: Gott ſei dir gnädig und ſtärke dei⸗ nen Glauben! Amen! Weiter: Glaubſt du auch, daß meine Vergebung Gottes Vergebung ſei? Antwort: Ja, lieber Herr! Darauf ſpreche er: Wie du glaubſt, ſo geſchehe dir. Und ich aus dem Befehl unſers Herrn Jeſu Chriſti vergebe dir deine Sünde im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geiſtes. Amen! Gehe hin in Frieden! (Welche aber große Beſchwerung des Gewiſſens haben, oder betrübt und angefochten find, die wird ein Beicht⸗ vater wohlwiſſen mit mehr Sprüchen zu tröſten und zum Glauben zu reizen. Das ſoll allein eine gemeine Weiſe oder Beichte ſein für die Einfältigen.) ſ* 1 3.— 1“ 8 8. ——— d—— “„ ²“ 1 8 1ee“ “ 5 Das ſechſte Eine andere kurze Weiſe zu beichten für die Einfältigen. Würdiger, lieber Herr, ich bitte euch um Gottes willen, gebt mir guten Rath, meiner Seele zu Troſt. Was begehrſt du deun? Antwort: J armer Sünder bekenne und klage euch vor Gott, meinem Herrn, daß ich ein ſündiger, gebrech⸗ licher Menſch bin, ich halte nicht die Gebote Gottes und glaube nicht wohl dem Evangelio, ich thue Nichts, ich kann nicht Viel leiden, inſ ſonderheit habe ich gethan, N. und das, welches mich im Gewiſſen drückt, darum bitte ich euche ihr wollt mir an Gottes Statt Vergebung ſprechen. Eine andere Bekenntniß de Beichte. 4 ſch bekenne mich vor Gott und euch 4 als ein armer Sünder und voll Iller Sünden des Unglaubens und Läſterung Gottes; ich fühle auch, daß Gottes Wort nicht in euch Frucht bringt, ich höre es und nehme es nicht an mit Ernſt ꝛc. Ich erzeige 3 Nehmt hin und eßt, das ii man meinem Nächſten nicht die Werke der Liebe, ich bin zornig, häſſig, neidiſch lber ihn, ich bin un ngeduldig, Leizig und geneigt 311 allem Argen. Dero⸗ den delch nach dem Abendmat hl, halben iſt mein Herz und Gewiſſen beſchwert, und wäre der Sünden gern los, bitte, ihr wollt meinen kleinen Glauben ſtärken und mein ſchwach Gewiſſen tröſten durch das gottliche Wort und Zuſagung. Warum willſt du zum Sacrament gehen? Antwort: Darum daß ich meine Seele mit Gottes Wort und Zeichen ſtärken und Gnade erlangen will. Hauptſtuck. Haſt du denn in der Beichte Ver⸗ gebung der Süuden? Antwort: Was denn, ich will das Zeichen Gottes auch habe en zu dem Wort. und Gottes Wort vielmal hören, ſt deſto beſſer Das Sacrament des Altars. Wie ein Hausvater daſſelbige ſeinem Geſinde einfältiglichſt vorhalten ſel. Was iſt das Sacrament des Altarst Ann wo rt.: — iltns Herrn dem Brodt und 1 ein hriſten zu eſſen und zu wnion von Chriſto ſelbſt eingeſetzt. Wo ſteht das geſchrieben? Antwort: So ſchreiben die heiligen Evange⸗ liſten: Matthäus, Marcus, Lucas und St. Paulus. Unſer Herr Jeſus Chriſtus in der Nacht, da er verrathen ward, nadn n er das Brodt, dankte und brachs und gabs ſeinen Jüngern und ſprach. Leib, der für euch gegeben Solche thut zu meinem Gedä chtniß. eſ ſſelbigen elcäon nahm er auch dent. und gab thnen den und ſpr ract Nehmt hin und trinkt Alle daraus. dieſer Kelch iſt das neue Teſtamtent in meinem Blute, daß für euch ver⸗ß Hoffen wird zur Vergebung d er Sün⸗ pale. arauf knlee ben und magſt ſrechen: 4 danke Vater, den liebe dd olleſt 1 den. Solches thut, ſo oft ihrs keinde 4 dh zu meinem Ged dächtniß. Was nützt deun ſolch Eſſeu and Trinken? Antwort⸗ Das zeigen uns dieſe Worte. Jur euch gegeben und vergoſſen zur Ver⸗ 5 an in Alsdann * 1 Leͤa deine 84 b V d ditte ah Gettes Ruir gu un ee Aoſt. Neito bef 1 1 1 Antant. ttenn ud dee unt de Wonderdeit ds, pelches darun ditte mrich vill da 4 das dent des Aw 8, nemen Die ein ater daſfel „. 1 der, gedrech Keinde[— 3 lichſt vorzat . 5. rahl Was in rament dh Nht. twort. s i ₰ ahre Lii 9 ung e m Jeſu Gr in Gettes dem Brd. Wein ue 4 u ſſen chſt in Sa das geſtun I nz der udens und 4 4 N K a, u nuch Frucht G trinten wii — twort. ab Sd ſch die heiinn d vol Uüen. N 1., Mareu ien St. Pau—. Unſer=n feſus Ghrri Nacht, I krathen vu er das 1e dante M hmo 98 5. r— gehme es und gab T j Jüngermi G ch erzel 3 p hm — 1 dehmt Verke der ag. widdiſch dig, geiig an. Dero menen. ud mem durch das un gerument A eK 3 Sal u 8 die 6 — 4 4 36 5 vergoſe 2 e ai nus Sr Da e Leid, der=h geeda 3 dut zu rr Gedähhnt Deſſell ur skeichen whn an den Kel oo — diſm dantte ul d T nen den un uen Nehmt J r den Abe ¹ trint Aer gebung der Sünden: nämlich, daß uns im Sacrament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch ſolche Worte gegeben wird; denn wo Vergebung der Sünden iſt, da iſt auch Leben und Seligkeit. Wie kann leiblich Eſſen und Trinken ſolche große Dinge thun? Antwort: Eſſen und Trinken thuts freilich nicht, ſondern die Worte, ſo da ſtehen: dr euch vergeben und vergoſſen zur ergebung der Sünden. Welche Worte ſind neben dem leiblichen Eſſen und Trinken als das Haupt⸗ ſtück im Sakrament. Und wer den⸗ Morgen⸗ und Abend⸗Segen. 267 ſelben Worten glaubt, der hat, was ſie ſagen und wie ſie lauten, näm⸗ lich Vergebung der Sünden. Wer empfähet denn ſolch Sacrament würdiglich? Antwort? „Faſten und leiblich ſich bereiten iſt wohl eine feine äußerliche Zucht. Aber der iſt recht würdig und wohl⸗ geſchickt, der den Glauben hat an dieſe Worte: Für euch gegeben und vergoſſen zur Vergebung der Sün⸗ den. Wer aber dieſen Worten nicht glaubt oder zweifelt, der iſt un⸗ würdig und ungeſchickt; denn das Wort: für euch, fordert eitel gläubige Herzen. Wie ein Haus⸗Vater ſeinem Geſinde vorhalten ſoll, ſich Morgens und Abends zu ſegnen. Des Morgens, wenn du aus dem Bette fährſt, ſollt du dich ſegnen mit dem heil. Kreuze und ſagen: Das walt Gott Vater, Sohn und heil. Geiſt! Amen! Darauf knieend oder ſtehend den Glau⸗ ben und Vater⸗-Unſer. Willſt du, ſo magſt du dieß Gebetlein dazu ſprechen: Jch danke dir, mein himmliſcher * Vater, durch Jeſum Chriſtum,⸗ deinen lieben Sohn, daß du mich dieſe Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet haſt und bitte dich, du wolleſt mich dieſen Tag auch be⸗ hüten vor Sünden und allem Uebel, daß dir all mein Thun und Leben gefalle. nen Leib und Seele und Alles in deine Hände. Dein heiliger Engel ſei mit mir, daß der böſe Feind keine Macht an mir finde! Amen! Und alsdann mit Freuden an dein Werk gegangen und etwa ein Lied geſungen, als die zehn Gebot, oder was deine Andacht gibt. Denn ich befehle mich, mei⸗ Des Abends, wenn du zu Bette gehſt, ſollſt du dich ſegnen mit dem heil. Kreuze und ſagen: Das walt Gott Vater, Sohn und heil. Geiſt! Amen! Darauf knieend oder ſtehend den Glauben und Vater⸗Unſer. Willſt du, ſo magſt du dieß Gebetlein dazu ſprechen. Jch danke dir, mein himmliſcher Vater, durch Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohn, daß du mich dieſen Tag gnädiglich behütet haſt, und bitte dich, du wolleſt mir verge⸗ ben alle meine Sünde, wo ich Un⸗ recht gethan habe, und mich dieſe Nacht auch ſo gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und Alles in deine Hände. Dein heiliger Engel ſei mit mir, daß der böſe Feind keine Macht an mir ſinde! Amen! Und alsdann flugs und fröhlich ge⸗ ſchlafen. Wie ein Haus⸗Vater ſein Geſinde ſoll lehren das Benedicte und Gratias ſprechen. Das Benedicte. Die Kinder und Geſinde ſollen mit gefalteten Händen und züchtig vor den Tiſch treten und ſprechen: ller Augen warten auf dich, Herr, A und du gibſt ihnen ihre Speiſe zu ſeiner Zeit, du thuſt deine Wniſde Hand auf und ſättigſt Alles, was d lebt, mit Wohlgefallen. Darnach das Vater⸗Unſer und dieß folgende Gebet: Haus⸗Tafel. Alſo auch nach Ven Gott, himmliſcher Vater, ſegne 9 uns und dieſe deine Gaben, die wir von deiner milden Güte nen lieben Sohn, Amen! unſern zu uns nehmen, durch Jeſum Chriſtum, dei⸗ Herrn! that, Das Gratias. dem Eſſen ſollen ſie gleicher Weiſe thun, züchtig und mit gefalteten Händen ſprechen: (Jankt dem Herrn; denn er iſt freundlich und ſeine Güte währt ewi iglich, der eenan Fleiſche Speiſe gibt, d der dem Vieh ſein Futter giht den jungen Raben, die ihn anrufen, Er hat nicht Luſt an der Stärke des Roſſes, noch Gefallen an Jemandes Beinen. Der Herr hat Gefallen an 2 denen, die Don fürchten und auf ſeine Güte warten. Darnach das Vater⸗Unſer und dieß folgende Gebet: Mir danken dir, Herr Gott, himm⸗ liſcher Vater, durch Jeſum Chri⸗ deinen lieben Sohn, unſern ſtum, Herrn, für alle deine Gabe und Wohl⸗ der du lebſt und regierſt in Ewigkeit! Amen! Bie Haus-Tafel allerlei heilige O durch eigne für als Lection erden und ihres Amtes und Dienſtes zu etlicher Sprüche Stände, dadurch dieſelben vermahnen. Den Biſchöfen, Pfarrherren und Predigern. Ein Biſchof ſoll unſträflich ſein, Eines Weibes Mann, nüchtern, ſittig, mäßig, gaſtfrei, lehrhaftig, nicht ein Weinſäufer, dern gelinde, nicht haderh haftig, nicht geizig, der ſeinem eigenen habe, mit aller Ehrbarkeit, nicht ein Neuling, der ob dem Worte halte, das gewiß iſt, und lehren kann, auf daß er mächtig ſei zu ermahnen durch die heilige Lehre und zu ſtrafen die Widerſprecher. 1. Tim. 3, Tit. 1. nicht beißig, nicht unehrliche Handthierung treiben, ſon⸗ Hauſe wohl vorſtehe, der gehorſame Kinder Was die Zuhörer ihren Lehrern und Seelſorgern zu tbun ſchnldig ſein. Eßt und trinkt, denn ein Arbeiter iſt werth. Luc. 10. Der Herr hat befohlen, ſo das Evangelium verkündigen, ſo was ſie haben, ſeinds Lohnes daß die le, ſollen ſich vom Evangelio nähren. 1. Cor. 9. Der unterrichtet wird mit dem Worte der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn uirrerrlyfet denn euch nicht, Gott läßt ſich nicht ſpot⸗ ten. Galat. 6. Die Aelteſten, die nicht wohl vor⸗ ſtehen, die halte man zwiefacher Ehren arbinde en. er9 ſond r duut die däſen, der vhnes we Wir bi Iis ihr er un und er und euch leber um ſd friedſe Me berd Po aber fot Debl Obri gottes treben, enpfa dihen Schwerdt Dien 698 85 'trafe ü Du ſo und ſollſt ch Geſe chenke m der ke deen Das gen. w e un diß Damah= ater⸗Uuſt u felge t. A „ lit Eer dud bite uuns ſun, Tr bben Eh ean, dei Hem il T eine Gabeni een Herm! thct, da E cebſt ud Ewigkei.. »-Tafel etliiht prüct Owen und Stäß: durch iie gectien ihres Am ad Daſ dermahnen. erten und Was 1 ittr ihm” m e zu tm — und 8 ſein. Leter ſegm Ihe et errGi Gaden, die 5 8 empfahen. werth, ſonderlich die da arbeiten im Worte und in der Lehre; denn es ſpricht die Schrift: Du ſollſt dem Ochſen, der da driſcht, nicht das Maul verbinden. Und ein Arbeiter iſt ſeines Lohnes werth. 1. Tim. 5. Wir bitten euch, lieben Brüder, daß ihr erkennet, die an euch arbei⸗ ten und euch vorſtehen in dem Herrn und euch ermahnen. Habt ſie deſto lieber um ihres Werkes willen und ſeid friedſam mit ihnen. 1. Teſſ. 5. Gehorcht euren Lehrern und fol⸗ get ihnen; denn ſie wachen über eure Seelen, als die da Rechenſchaft dafür eben ſollen, auf daß ſie das mit Peuden thun und nicht mit Seuf⸗ zen; denn das iſt euch nicht gut. Ebr. 13. Von weltlicher Obrigkeit. Jedermann ſei unterthan der Obrig⸗ keit, die Gewalt über ihn hat; denn es iſt keine Obrigkeit ohne von Gott. Wo aber Obrigkeit iſt, die iſt von Gott geordnet. Wer ſich nun wider die Obrigkeit ſetzt, der widerſtrebt Gottes Ordnung; die aber wider⸗ ſtreben, werden über ſich ein Urtheil Denn ſie trägt das Schwerdt nicht umſonſt, ſie iſt Got⸗ tes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über den, der Böſes thut. Röm. 13. Du ſollſt das Recht nicht beugen und ſollſt auch keine Perſon anſehen, noch Geſchenk nehmen, denn die Ge⸗ ſchenke machen die Weiſen blind und verkehren die Sachen der Gerechten. Was Recht iſt, dem ſollſt du nach⸗ jagen. Im 5. B. M. 16. Von den Unterthanen. Gebt dem Kaiſer, was des Kai⸗ ſers iſt, und Gott, was Gottes iſt. Matth. 22. So ſeid nun aus Noth unterthan, nicht allein um der Strafe willen, Haus⸗ Tafel. 269 ſondern auch um des Geſetzes willen. Derhalben müßt ihr ihnen auch Schoß geben, denn ſie ſind Gottes Diener, die ſolchen Schutz ſollen hand⸗ haben. So gebt nun Jedermann, was ihr ſchuldig ſeid: Schoß, dem der Schoß gebührt, Zoll, dem der Zoll gebührt, Ehre, dem die Ehre gebührt. Röm. 13. So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerſt thue Bitte, Gebet, Fürbitte und Dankſagung für alle Menſchen, für die Könige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein geruhiges und ſtilles Leben füh⸗ ren mögen in aller Gottſeligkeit und Ehrbarkeit; denn ſolches iſt gut, da⸗ zu auch angenehm vor Gott, unſerm Heilande. 1. Tim. 2. Erinnere ſie, daß ſie dem Fürſten gehorſam ſein. Tit. 3. Seid unterthan aller menſchlichen Ordnung um des Herrn willen: Es ſei dem Könige, als dem Oberſten, oder den Hauptleuten, als den Ge⸗ ſandten von ihm zur Rache über die Uebelthäter und zu Lobe den Frommen. 1. Petri 2. Den Ehemännern. Ihr Männer, wohnt bei euren Weibern mit Vernunft und gebt dem weiblichen, als dem ſchwächſten Werkzeuge, ſeine Ehre, als Miterben der Gnade des Lebens, auf daß euer Gebet nicht verhindert werde. 1. Petri 3, 7. Ihr Männer, liebt eure Weiber und ſeid nicht bitter gegen ſie. Col. 3. Den Ehefrauen. Die Weiber ſeien unterthan ihren Männern, als dem Herrn, wie Sara Abraham gehorſam war und hieß ihn Herr; welcher Töchter ihr gewor⸗ den ſeid, ſo ihr wohl thut und nicht ſchüchtern ſeid. 1. Petri 3. und der Obrigkeit unterthan und eerwekeedlteeen ee ewea. e ö“ — 8 85— . Herrn und Ehriſtliche Den Eltern. Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht daß ſie nicht ſcheu wer⸗ den, ſondern zieht ſie auf in der wißt, Himmel habt, und Anſehn der Perſon. zum Zorn, Zucht und Vermahnung zum Herrn. Fpheſ. 6. Den Kindern. Ihr Kinder, ſeid gehorſam euren Eltern in dem Herrn; denn das iſt billig. iſt das erſte Gebot, das Verl heißung hat, nämlich, daß dirs wohl gehe und du lange lebeſt auf Erden. Epheſ. 6. Den Knechten und Mägden, Tage⸗ löhnern und Arbeitern. Ihr Knechte, ſeid gehorſam euren leidlichen Herenn Zittern, in Einfältigkeit eures Her⸗ zens, als Chriſto, gefallen, ſonden als die Chriſti, daß ihr ſolchen Willen Got⸗ tes thut von bean mit gutem Wil⸗ len. Laßt euch dünken, daß ihr dem nicht den Menf chen dient was ein Jeglicher Gutes v und wißt, thut, das wird pfangen, Freier. er vom Herrn em⸗ Epheſ. 6. Col. 3. Ehre Vater und Mutter, das mit Furcht und nicht mit Dienſt allein vor Augen, als Menſchen zu Knechte V er ſei ein Knecht oder ein Frageſtü cke. Den Haus⸗Herren und Hans⸗ Frauen. Ihr Herren, thut auch daſſelbige gegen ſie und laßt euer Dräuen und daß ihr auch einen Herrn im iſt bei ihm kein Eohef ſ. 6. Der gemeinen Iungend. Ihr Jungen, ſeid den Alten unter⸗ than und beweiſet darinnen die De⸗ muth; denn Gott widerſteht den Hoffärtigen, aber den Demüthigen gibt er Gnade. So demüthigt duch nun unter die gewaltige Hand Get⸗ tes, daß er euch erhöhe Fu ſeiner Zeit. 1. Herrt 5. Den Wittwen. Welche eine rechte Wittwe und ein⸗ ſam iſt, die ſtellt ihre Hoffnung auf Gott und bleibt am Gebet Tag und Nacht, welche aber in Wel llüß ſten lebt, die iſt lebendig todt. 1. Tim. 5 Der Gemeine. Liebe deinen Nächſten als dich ſelbſt. In dem Worte ſind alle die hrn erfaßt. Röm. 13. Und haltet a mit Beten für alle Menſchen. 1. Tim.? 2. V Ein Jeder lern ſein Lection, So wird es wohl im Hauſe ſtohn. Chriſtliche Frag ſtücke, durch Dr. Martin Luthern denni Für die, ſo zum Sacrament gehen wollen, mit ihren Antworten. ach gethaner Beichte und Unter⸗ I richt von den zehn Geboten, Glau⸗ ben, Vater⸗Unſer, von den Worten der Taufe und Sacrament, ſo mag der Beichtvater oder Einer ſichſ Abſtfrazent 1. Glaubſt du, daß du ein Sünder ſeiſt? Antwort: Ja, ich glaube es, ich bin ein Suͤnder. 2. Woher weißt du das? Autwort: Aus den zehn Geboten, ich nicht gehalten. 3. Sind dir deine Sünden auch leid? Antwort: Ja, es iſt mir leid, daß ich wider Gott geſündigt habe. 4 Was zünder Seinen nden Tod Köm. am Hoffſt Ja, ich 6. Weß Meines 7. Wer Gottes Menſch. 8. düi t wahren die habe iir mich ir mich 1II. Wie Aus de dus den ind bei dacramen 12. A Unſer K ſacht, da d das T nd gabs ſ Komt 1 na ih ü5 u in de aen e Thut auh m un dem. dn ½ ⁸ ue Inn ich äina 8ee n. ham un de nun Jögen un de i M du griid den Aln. dunn de tan md. enr darinna i dageg u. vde G 4 ede m defftrig D (Sdel. git e 3 den, Tanr⸗ 88s, diß ur n 1 Peti 1. ran enen n bittwen. untt und Dte t ſte Wimn. eanes Her⸗ ſan it, N a ihre Hefm nit Dert Gett ud E am Gedede rin Woliit knicen zu Nact ve e Kuechte die it ld. F dt. 1. 8 allen Get⸗ aum Wi⸗ Dſemtin. 8 ihr dem ete de michſten as cen dient I dem 1 ind allwii der Gutes verſaßt. 1.3. UM t = Nenſche. ſein Lerin derm em⸗ mit Beten eder ein Em Je t dLüi Se wid hl in huit lidt Ftagtt dt⸗ D. Rutin kuthem ge. ment gehen velen ee hren lir 9 M. 1 2. 8 ALott. en. Gau „Perten Aus def 31 1 b „man der ich nicht 4 dagen. 3 ein V Ganf ein b b autwont n eun Ja, es i mmed einn. Kt xfün tee n 8 altige wh au ſin dr Chriſtliche Frageſtücke. 4. Was haſt du mit deinen Sünden bei Gott verdient? Antwort: Seinen Zorn und Ungnade, zeit⸗ lichen Tod und ewige Verdammniß. Röm. am 6. 5. Hoffſt du auch ſelig zu werden? Antwort: Ja, ich hoffe es. 6. Weß tröſtet du dich denn? Antwort: Meines lieben Herrn Jeſu Chriſti. 7. Wer iſt Chriſtus? Antwort: Gottes Sohn, wahrer Gott und Menſch. 8. Wie viel Götter ſind? Antw.: Nur Einer, aber drei Perſonen: Gott Vater, Sohn und heiliger Geiſt. 9. Was hat denn Chriſtus für dich gethan, daß du dich ſeiner tröſteſt? Antwort: Er iſt für mich geſtorben und hat ſein Blut am Kreuze für mich ver⸗ goſſen zur Vergebung der Sünden. 10. Iſt der Vater auch für dich geſtorben? Antwort. Nein; denn der Vater iſt nur Gott, der heilige Geiſt auch! aber der Sohn iſt wahrer Gott und wahrer Menſch, für mich geſtorben und hat ſein Blut. für mich vergoſſen. 11. Wie weißt du das? Antw. Aus dem heiligen Evangelio und aus den Worten vom Sacrament, und bei ſeinem Leib und Blut im Sacrament mir zum Pfande gegeben. 12. Wie lauten die Worte? Antwort: Unſer Herr Jeſus Chriſtus in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brod, dankte und brachs und gabs ſeinen Jüngern und ſprach: Nehmt hin und eßt, das iſt mein 271 Leib, der für euch gegeben wird. Sol⸗ ches thut zu meinem Gedächtniß. Deſſelben gleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und ſprach: Nehmt hin und trinkt Alle daraus, dieſer Kelch iſt das neue Teſtament in meinem Blute, das für euch ver⸗ goſſen wird zur Vergebung der Sün⸗ den. Solches thut, ſo oft ihrs trinkt, zu meinem Gedächtniß. 13. So glaubſt du, daß im Sa⸗ crament der wahre Leib und Blut Chriſti ſei? Antwort: Ja, ich glaube es. 14. Was bewegt dich, das zu glanben? Antwort: Das Wort Chriſti: Nehmt hin, eßt, das iſt mein Leib; Trinkt Alle da⸗ raus, das iſt mein Blut. 15. Was ſollen wir thun, wenn wir ſeinen Leib eſſen und ſein Blut trinken und das Pfand alſo nehmen? Antwort: Seinen Tod und Blutvergießen ver⸗ kündigen und gedenken, wie er uns gelehrt hat: Solches thut, ſo oft ihrs thut, zu meinem Gedächtniß. 16. Warnm ſollen wir ſeines Todes gedenken und denſelben verkündigen? Antwort: Daß wir lernen glauben, daß keine Creatur hat können genug thun für unſere Sünde, denn Chriſtus, wahrer Gott und Menſch, und daß wir lernen erſchrecken vor unſern Sünden und dieſelben lernen groß achten, und uns ſein allein freuen und tröſten und alſo durch denſelben Glauben ſelig werden. 17. Was hat ihn denn bewegt, für deine Sünde zu ſterben und genug zu thun? Antwort? Die große Liebe zu meinem Vater, zu mir und zu andern Sündern, wie eſchrieben ſteht Joh. 14. Röm. 5, alat. 2. Epheſ. 5. 8 — 3 e e 4 4“ ———. — — 5— ———-—— 1 8 8 5 5—— 2 —. ““— eeee* 1 2*.“ ——— ⅓..8ä“ l 8 8 8— 8 1 ö 272 18. Endlich aber, warum willſt du zum Sacrament gehen? Antwort: Auf daß ich lerne glauben, daß Chriſtus um meiner Sünde willen aus großer Liebe geſtorben ſei, wie geſagt, und darnach auch von ihm lerne Gott und meinen Nächſten lieben. mahnen und reizen, das Sacrament des Altars zu empfahen? Antw.: Vpon Gottes wegen ſoll ihn Beides, des Herrn Chriſti Gebot und Verhei⸗ hun darnach auch ſeine eigene Noth, ſo ihm auf dem Halſe liegt, treiben, um welcher willen ſolch Gebieten, Locken und Verheißung geſchieht. thun, wenn er ſolche Noth nicht füh⸗ len kaun, oder keinen Hunger noch Durſt des Sacraments empfindet? Antwort: Dem kann nicht beſſer gerathen werden, denn daß er erſtlich in ſeinen Buſen greife und fühle, ob er auch Chriſtliche Frageſtücke. noch Fleiſch und Blut habe, und glaube doch der Schrift, was ſie davon ſagt Galat. 5. Röm. 7. Zum Andern, daß er um ſich ſehe, ob er auch noch in der Welt ſei und denke, daß es an Sünden und Noth nicht fehlen werde, wie die Schrift ſagt Joh. 15 u. 16. 1. Joh. 2 u. 5. 1* W ol. 11 Chriſten 2 A.. 19. Was ſoll einen Chriſten ver den Teufel um ſich haben, der ihm mit Lügen und Morden das Nacht keinen Frieden innerlich Zum Dritten, ſo wird er ja auch und . 1 und äußerlich laſſen wird, wie ihn die Schrift abmalt Joh. Su. 16. 1. Petridb. Epheſ. 6. 2. Tim. 2. Nota. Dieſe Frageſtücke und Antwort ſind 20. Wie ſoll ihm aber ein Menſch kein Kinderſpiel, ſondern von dem ehrwürdigen und frommen Dr. Lu⸗ ther für die Jungen und Alten aus einem großen Ernſte vorge⸗ ſchrieben. Ein Jeder ſehe ſich wohl vor und laſſe es ihm auch einen rechten Ernſt ſein. Denn St. Pau⸗ lus zum Galat. 6 ſpricht: Irrt euch nicht; Gott läßt ſich nicht ſpotten! Die Augsburgiſche Confeſſion, Glaubens⸗Bekenntniß, wie ſolche Anno 1530 IE 4 rIE in m rchten busn Kaiſerlicher Majeſtät F — zu Augsburg übergeben worden. Mlerdur und der o leiß ann nung zwiſc 0 er waͤgen ſund zu va — e aß wir, uuch C F Ew. ſaſſer erl en 1 Glaub⸗ eran K . V. l Iglich 9 d dn dbo dend üide da ehaltenem arg getragen ig ſe E w. 8 anag, üh Vorrede. Allerdurchlauchtigſter, Großmächtigſter, Unüberwindlichſter Kaiſer, Allergnädigſter Herr! Als Ew. Kaiſerliche Majeſtät kurz verſchiener Zeit einen gemeinen Reichs⸗ » Tag allhier gen Augsburg gnädiglich ausgeſchrieben, mit Anzeig und ernſtem Begehr, von Sachen, unſern und des chriſtlichen Namens Erb⸗Feind, den Türken, betreffend, und wie demſelben mit beharrlicher Hilfe ſtattlich widerſtanden, auch wie der Zwieſpalten halben in dem heiligen Glauben und der chriſtlichen Religion gehandelt möge werden, zu rathſchlagen und Fleiß anzukehren, Alle, eines Jeglichen Gutbedünken, Opinion und Mei⸗ nung zwiſchen uns ſelbſt in Liebe und Gütigkeit zu hören, zu erſehen und zu erwägen und dieſelben zu einer einigen chriſtlichen Wahrheit zu bringen und zu vergleichen, Alles, ſo zu beiden Theilen nicht recht ausgelegt oder ehandelt wäre, abzuthun und durch uns Alle eine einige und wahre Religion anzunehmen und zu halten und, wie wir Alle unter Einem Chriſto ſind und ſtreiten, alſo auch Alle in Einer Gemeinſchaft, Kirche und Einigkeit zu leben. Und wir, die unten benannten Chur⸗Fürſt und Fürſten ſammt unſern Verwandten, gleich andern Chur⸗Fürſten, Fürſten und Ständen dazu erfordert: ſo haben wir uns darauf dermaßen erhoben, daß wir, ſonder Ruhm, mit den erſten hierher gekommen. Und alsdann auch Ew. Kaiſerl. Majeſtät in unterthänigſter Folgthuung, berührtes Ew. Kaiſerl. Majeſtät Ausſchreibens, und demſelben gemäß, dieſer Sachen halben, den Glauben berührend, von Chur⸗Fürſten, Fürſten und Ständen ins⸗ gemein, gnädiglich, auch mit höchſtem Fleiße und ernſtlich begehrt, daß ein Jeglicher, vermöge vorgemeldtes Ew. Kaiſerl. Majeſtät Ausſchreibens, ſein Gutbedünken, Opinion und Meinung derſelben Irrungen, Zwieſpalte und Mißbräuche halben ꝛc. ꝛc. zu Deutſch und Latein in Schriften ſtellen und überantworten ſollten. Darauf denn nach genommenem Bedacht und gehaltenem Rath Ew. Kaiſerl. Majeſtät an vergangener Mittwoche iſt voorgetragen worden, als wollten wir auf unſerm Theil das Unſere, ver⸗ möge Ew. Kaiſerl. Majeſtät Vortrags, in Deutſch und Latein auf heute, Freitag, übergeben. Hierum, und Ew. Kaiſerl. Majeſtät zu unterthänigſtem 276 Vorrede. Gehorſam, überreichen und übergeben wir unſerer Pfarrherren, Prediger und ihrer Lehren auch unſeres Glaubens Bekenntniß, was und welcher Geſtalt ſie aus Grund göttlicher heiliger Schrift in unſern Landen, Fürſtenthümern, Herrſchaften, Städten und Gebieten predigen, lehren, halten und Unterricht thun. Und ſind gegen Ew. Kaiſ. Majeſtät, unſern allergnädigſten Herrn, wie in aller Unterthänigkeit erbötig, ſo die andern Chur⸗Fürſten, Fuͤrſten und Stände dergleichen gezwiefachte ſchriftliche Uebergebung ihrer Meinung und Opinion in Latein und Deutſch jetzt auch thun werden, daß wir uns mit ihrem Liebden und ihnen gern von bequemen, gleichmäßigen Wegen unterreden und derſelbigen, ſo viel der Gleichheit nach immer möglich, vereinigen wollen, damit unſer beiderſeits, als Parten, ſchriftlich Vorbringen und Gebrechen zwiſchen uns ſelbſt in Lieb und Gütigkeit gehandelt, und dieſelben Zwieſpalten zu einer einigen wahren Religion, wie wir alle unter Einem Chriſto ſind und ſtreiten und Chriſtum bekennen ſollen, Alles nach laut abgemeldetes Ew. Kaiſerl. Majeſtät Ausſchreibens und nach göttlicher Wahrheit geführt mögen wer⸗ den: Als wir denn auch Gott, den Allmächtigen, mit höchſter Demuth an⸗ rufen und bitten wollen, ſeine göttliche Gnade dazu zu verleihen. Amen! Wo aber bei unſern Herren, Freunden und beſonders den Chur⸗ Fürſten, Fürſten und Ständen des maßen, wie Ew. Kaiſerl. Majeſtät Ausſchreiben vermag, unter uns ſelbſt nicht verfahen, noch erſprieß⸗ in Liebe und Gütigkeit bequeme Handlungen das mit Gott und Gewiſſen lich ſein wollte, als doch an uns in Keinem, wiſſen zu chriſtlicher Einigkeit dienſtlich ſein kann oder mag, erwinden ſoll, wie Ew. Kaiſerl. Majeſtät auch gemeldete unſere Freunde, die Chur⸗Fürſten, Fürſten, Stände und ein jeder Liebhaber chriſtlicher Religion, dem dieſe Sachen vorkommen, aus nachfolgenden unſer und der Unſern Bekennt⸗ niſſen gnädiglich, freundlich und genugſam werden zu vernehmen haben. Nachdem denn Ew. Kaiſerl. Majeſtät vormals Chur⸗Fürſten, Fürſten und Ständen des Reichs gnädiglich zu verſtehen gegeben, und ſonderlich durch eine öffentliche verleſene Inſtruction auf dem Reichs⸗Tage, ſo im Jahre der mindern Zahl 26 zu Speier gehalten, daß Ew. Kaiſerl. Majeſtät in Sachen, unſern heiligen Glauben belangend, zu ſchließen laſſen, aus Urſachen, ſo dabei gemeldet, nicht gemeint, ſondern bei dem Papſt um ein Concilium fleißigen und Anhaltung thun wollten, und vor einem Jahre auf dem letzten Reichs⸗Tage zu Speier, vermöge einer ſchriftlichen ſteueijon, Chur⸗Fürſten, Fürſten und Ständen des Reichs, durch Ew. aiſerl. Mejeſtät Statthalter im Reiche, Königl. Würden zu Hungarn und Böhmen ꝛc. ꝛc. ſammt Ew. Kaiſerl. Majeſtät Oratoren und verordneten Commiſſarien, dieß unter Andern haben vortragen und anzeigen laſſen, daß Ew. Kaiſerl. Majeſtät derſelben Statthalter, Amts⸗Verwalter und Räthen des Kaiſerl. Regiments, auch der abweſenden Chur⸗Fürſten, Fürſten und Ständen Botſchaften, ſo auf dem Reichstage zu Regensburg verſam⸗ melt geweſen, Gutbedünken, das General⸗Concilium belangend, nachgedacht, und ſolches anzuſetzen auch für fruchtbar erkannt. Und weil ſich aber dieſe Sachen zwiſchen Ew. Haiſerlichen Majeſtät und dem Papſte zu gutem chriſtlichen Verſtand ſchicken, daß Ew. Kaiſerliche Majeſtät gewiß wäre, daß durch den Papſt das General⸗Concilium zu halten nicht geweigert, ſo wäre Ew. Kaiſerl. Majeſtät gnädiges Erbietens, zu fordern und zu handeln, doaß der Papft ſolch General⸗Concilium neben Ew. Kaiſerl. Majeſtät zum CErſten auszuſchreiben bewilligen und daran kein Mangel erſcheinen ſollte. andern Theils die Handlungen der⸗ er erbieten änigkeit u 85 9, aiſerl. Ma⸗ Fürſten, Füt cloſſen, an wegen dieſe verchiedener mnhängig verden denn ſmut Gw. K Neiner ch vird hierme der Unſern 1. Artit b d Erſtich * undg⸗ ſes Concil göttlich W vwird und und ſind! eelben einig gewaltig, Golt Sol ſalle drei ohne Stück Macht, We lfer und E unſichtbare ſett habe ulten. It zunomiani eüm del ſo nu inn dieſen 4 Geiſt miass gahdi 8 3 ütllthe deü. G — dnee unſen a n Ud im een 8 e Wga h de n aller. Majeſtt 1 nd Stände 9 2 ſt di nn ee ad e Wdun n 1de s n 8 und Dauf 2 Degen mtennden in 1 ihnen g noglch, dreinigen igen, ſo 1' 2e. mwanlgen volle. de Lrdrmn ud Gehn t unſer beden „Fardten und Stände— Reichs, dut er in Reiche, Königl; 9. Kaiſerl. Majeſtät J * Andem haben vor ſe auf dem Racei 4 ngend, nch Conciln. 1 i 81 4 „ das Genera 2 8 — —. A. — Die Augsburgiſche Confeſſion. 277 So erbieten gegen Ew. Kaiſerl. Majeſtät wir uns hiermit in aller Unter⸗ thänigkeit und zum Ueberfluß in berührtem Fall ferner auch ein ſolch gemein, frei, chriſtlich Concilium, darauf auf a— Kaiſerl. Majeſtät bei ihrer Regierung im Reiche gehalten, durch Chur⸗ en Reichs⸗Tagen, ſo Ew. na Fürſten, Fürſten und Stände, aus hohen und tapferen Bewegungen ge⸗ ug ſchloſſen, an welches auch zuſammt Ew. Kaiſerl. Majeſtät wir uns von woeegen dieſer großwichtigſten Sachen in rechtlicher Weiſe und Form zu verſchiedener Zeit berufen und appellirt haben, der wir hiermit nochmals anhängig bleiben, und uns durch dieſe oder nachfolgende Handlung(es werden denn dieſe zwieſpaltigen Sachen endlich in Liebe und Gütigkeit, laut Ew. Kaiſerl. Majeſtät Ausſchreibens, gehört, erwogen, beigelegt und zu einer chriſtlichen Einigkeit vergleicht,, nicht zu begeben wiſſen. Davon wird hiermit öffentlich bezeugen und proteſtiren. Und ſind das unſere und der Unſern Bekenntniß, wie ſelbige von Artikel zu Artikeln hernach folgt. 1. Artikel des Glaubens und der Lehre. Der 1. Artikel. Von Gott. Erſtlich wird einträchtlich gelehrt und gehalten, laut des Beſchluſ⸗ ſes Concilii Nicäni, daß ein einig göttlich Weſen ſei, welches genannt wird und wahrhaftiglich iſt Gott, und ſind doch drei Perſonen in dem⸗ ſelben einigen göttlichen Weſen, gleich gewaltig, gleich ewig, Gott Vater, Golt Sohn, GottheiligerGeiſt, alle drei Ein göttlich Weſen, ewig, ohne Stück, ohne Ende, unermeßlicher Macht, Weisheit und Güte, ein Schö⸗ pfer und Erhalter aller ſichtbaren und unſichtbaren Dinge. Und wird durch das Wort Perſonen nicht verſtanden ein Stück, nicht eine Eigenſchaft in einem Andern, ſondern das ſelbſt be⸗ uſteht, wie denn die Väter in dieſer Sache dieß Wort gebraucht haben. Derhalben werden verworfen alle Ketzereien, die dieſem Artikel zuwider ſind, als Manichäi, die zween Götter ſgeſetzt haben, einen böſen und einen guten. Item ValentinianiAriani, CEunomiani, Mahometiſten und alle u dergleichen, auch Samotaſeni, alt und umneu, ſo nur Eine Perſon ſetzen und waun von dieſen zweien, Wort und heili⸗ gem Geiſt, Sophiſterei machen und ſagen, daß es nicht unterſchiedene Perſonen ſein, ſondern Wort bedeute leiblich Wort oder Stimme, und der heilige Geiſt ſei erſchaffene Regung in Creaturen. Der 2. Artikel. Von der Erb⸗Sünde. 3—9 eiter wird bei uns gelehrt, daß W nach Adams Fall alle Menſchen, ſo natürlich geboren werden, in Sün⸗ den empfangen und geboren werden, das iſt, daß ſie alle von Mutter⸗ leibe an voller böſer Luſt und Nei⸗ gung ſind und keine wahre Gottes⸗ Furcht, keinen wahren Glauben an Gott von Natur haben können; daß auch dieſelbige angeborene Seuche und Erb⸗Sünde wahrhaftiglich Sünde ſei, und verdamme Alle die unter den ewigen Gottes⸗Zorn, ſo nicht durch die Taufe und heiligen Geiſt wiederum neu geboren werden.. Hierneben werden verworfen die Pelagianer und Andere, ſo die Erb⸗ Sünde nicht für Sünde halten, damit ſie die Natur fromm machen durch natürliche Kräfte zur Schmach dem Leiden und Verdienſt Chriſti. Der 3. Artikel. Von dem Sohne Gottes. Atem, es wird gelehrt, daß Gott 3 der Sohn ſei Menſch geworden, eboren aus der reinen Jungfrau Maria, und daß die zwei Naturen, göttliche und menſchliche, in einer Perſon, alſo unzertrennlich vereinigt, Ein Chriſtus ſind, welcher wahrer Gott und Menſch iſt, wahrhaftig ge⸗ boren, gelitten, gekreuzigt, geſtorben und begraben, daß er ein pfer wäre nicht allein für die Erb⸗Sünde, ſondern auch für alle andere Sünde und Gottes Zorn verſöhnte. Item, daß derſelbige Chriſtus ſei abgeſtiegen zur Hölle, wahrhaftig am dritten Tage von den Todten auferſtanden, aufgefahren gen Him⸗ mel, ſitze zur Rechten Gottes, daß er ewig herrſche über alle Creaturen und regiere; daß er Alle, ſo an ihn glauben, durch den heiligen Geiſt heilige, reinige, ſtärke und tröſte, ihnen auch Leben und allerlei Gaben und Güter austheile, und wider den Teu⸗ fel und wider die Sünde ſchütze und beſchirme. Item, daß derſelbige Herr Chriſtus endlich wird öffentlich kommen, zu richten die Lebendigen und die Tod⸗ ten ꝛc. laut des Symboli Apoſtolorum. Der 4. Artikel. Von der Rechtfertigung. Zeiter wird gelehrt, daß wir . Vergebung der Sünden und Gerechtigkeit vor Gott nicht erlangen mögen durch unſer Verdienſt, Werk und Genugthun, ſondern daß wir Vergebung der Sünden bekommen und vor Gott gerecht werden aus Gnade um Chriſtus willen durch den Glauben, ſo wir glauben, daß Chriſtus für uns gelitten hat, und daß uns um ſeinetwillen die Sünde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Leben geſchenkt wird. Denn dieſen Glauben will Gott für Gerechtigkeit vor ihm halten und zurechnen, wie St. Paulus ſagt zu den Römern am 3. und 4. Die Augsburgiſche Confeſſion. olchen Glauben zu erlangen, hat —₰ Gott das Predigtamt eingeſetzt, Evangelium und Sacrament gegeben, wir ohne das äußerliche Wort des Evangelii den heiligen Geiſt durch eigene Bereitung, Gedanken und Gott geboten hat um Gottes willen, durch den Glauben ohne Verdienſt h gs wird auch gelehrt, daß allezeit müſſe eine heilige chriſtliche Kirche ſein und bleiben, welche iſt die Ver⸗ ſammlung aller Gläubigen, bei we Der 5. Artikel. Vom Predigtamt. dadurch er als durch Mittel den hei⸗ ute fein ligen Geiſt gibt, welcher den Glau⸗ ufen⸗ nicht ben, wo und wann er will, in denen, lſo, ſo daß Evangelium hoͤren, wirkt, ihet die welches da lehrt, daß wir durch eißt Glau Chriſti Verdienſt, nicht durch unſer en, das Verdienſt einen gnädigen Gott haben, t ten haben ſo wir ſolches glauben. lauben g Und werden verdammt die Wieder⸗ lauben ſe⸗ täufer und Andere, ſo lehren, daß ſwiſſen, ſon 7 Schrift ver Werke erlangen. uverſicht; ouberſtcht; Der 6. Artikel. mädig ſei Von dem neuen Gehorſam. ſche bin Auch wird gelehrt, daß ſolcher Ferner Glaube gute Früchte und gute PPerke ſoll icht daßm damit zur ies willen Glaube er Vergebung urch den helen w eſchickt, g uvorn, die it. iſt es deufels Ge liche Natun die wir ſ Der 7. Artikel. Von der Kirche. 6 ſie gute ⸗ ſemehr 3 rA . „ J 3 0 len 41 . e SS * a aunz. „ N 4 8 ₰ und A ammn dt erlangen 1 u Werk n wir 1 wi Moßf detemmen Nan s perden au* 1 tNr † “ * a lihe ‿n gu erleng dnen Dat el 3 4(Werie b d ſo zu müſſe at ie thun altt doch nich E rolche Wehyf 2 Auiut 4 redigtant nd adammt dn z tiuſer u nr ſo leh Edmgei S jellgen Gei dgene g, Gederi 4 r. Aritet. Ben mrnen Gehore Aut elehrt, da AGla e 8— 9 und de Geit ged mitt un Gottezet rauen, Gnade vontet verdienen— wir empiie gedung I 8 de und Gat durch del lben an G wie Chriſ= hſt ſpri So ihr elles gt ſolt ir=t Wir ſide lge Kns allſo legra a Väter. F.* Anbroſius Alio iſt † 1 ſen be ner an Lm glutt und nich Deri,ehn durh S bben n Vergebut l Sünden hat 151. Artikel — att Kirtt gelebtt M Chriſtum hat, kennt alſo Gott, ruft ihn an und iſt nicht ohne Gott, wie die Heiden. Denn der Teufel und Gottloſe glauben dieſen Artikel, Ver⸗ gebung der Sünden nicht, darum ſind 6 ſe Gott feind, können ihn nicht an⸗ a da rufen, nichts Gutes von ihm hoffen. d Und alſo, wie jetzt angezeigt iſt, au eedet die Schrift vom Glauben und 3 ur. heißt Glauben nicht ein ſolches Wiſ⸗ ſeen, das Teufel und gottloſe Men⸗ a ſchen haben. Denn alſo wird vom Glauben gelehrt Hebr. am 11: Daß Glauben ſei, nicht allein die Hiſtorien wiſſen, ſondern Zuverſicht haben zu Gott, ſeine Zuſage zu empfahen. Und Auguſtinus erinnert uns auch, daß wir das Wort(Glauben) in der Schrift verſtehen ſollen, daß es heiße, Zuverſicht zu Gott haben, daß er uns gnädig ſei, und heiße nicht allein, ſolche Hiſtorien wiſſen, wie auch die Teufel wiſſen. Ferner wird gelehrt, daß gute Werke ſollen und müſſen geſchehen, nicht daß man darauf vertraue, Gnade damit zu verdienen, ſondern um Got⸗ tes willen und Gott zu Lob. Der Glaube ergreift allezeit Gnade und Vergebung der Sünde. Und dieweil durch den Glauben der heilige Geiſt gegeben wird, ſo wird auch das Herz geſchick, gute Werke zu thun. Denn zuvorn, dieweil es ohne den heil. Geiſt iſt, ſo iſt es zu ſchwach, dazu iſt es ins Teufels Gewalt, der die arme menſch⸗ liche Natur zu ſo viel Sünden treibt, wie wir ſehen in den Philoſophen, welche ſich unterſtanden, ehrlich und unſträflich zu leben, haben aberdennoch ſolches nicht ausgerichtet, ſondern ſind in viel große öffentliche Sünden gefallen. Alſo geht es mit dem Menſchen, ſo er außer dem rechten Glauben, ohne den heiligen Geiſt iſt, und ſich allein durch eigene menſch⸗ liche Kräfte regiert. Derhalben iſt die Lehre vom Glauben nicht zuſchelten daß ſie gute Werke verbiete, ſondern vielmehr zu rühmen, daß ſie lehre, Die Augsburgiſche Confeſſion. ſdaß er einen gnädigen Gott durch pute Werke zu thun, und Hilfe an⸗ iete, wie man zu guten Werken kommen möge. Denn außer dem Glauben und außerhalb Chriſto iſt menſchliche Natur und Vermögen viel zu ſchwach, gute Werke zu thun, Gott anzurufen, Geduld zu haben im Leiden, den Nächſten zu lieben, be⸗ fohlene Aemter fleißig auszurichten, gehorſam zu ſein, böſe Lüſte zu mei⸗ den. Solche hohe und rechte Werke mögen nicht geſchehen ohne die Hilfe Chriſti, wie er ſelbſt ſpricht Joh. 15: Ohne mich könnt ihr nichts thun ꝛc. Der 21. Artikel. Vom Dienſt der Heiligen. Pom Heiligen⸗Dienſt wird von den Unſern alſo gelehrt, daß man der Heiligen gedenken ſoll, auf daß wir unſern Glauben ſtärken, ſo wir ſehen, wie ihnen Gnade widerfahren, auch wie ihnen durch Glauben ge⸗ holfen iſt; dazu, daß man Exempel nehme von ihren guten Werken, ein Jeder nach ſeinem Berufe, gleichwie die kaiſerliche Majeſtät ſeliglich und göttlich dem Exempel Davids folgen mag, Kriege wider den Türken zu führen, denn Beide ſind ſie im königli⸗ chen Amte, welches Schutz und Schirm ihrer Unterthanen fordert. Durch Schrift aber mag man nicht beweiſen daß man die Heiligen anrufen oder Hilfe bei ihnen ſuchen ſoll. Denn es iſt allein ein einziger Verſohner und Mittler geſetzt zwiſchen Gott und den Menſchen, Jeſus Chriſtus, 1. Tim. 2, welcher iſt der einige Hei⸗ land, der einige oberſte Prieſter, Gna⸗ den⸗Stuhl und Fürſprecher vor Gott, Röm. 8. Und der hat allein zuge⸗ ſagt, daß er unſer Gebet erhören wolle. Das iſt auch der höchſte Got⸗ tesdienſt nach der Schrift, daß man denſelbigen Jeſum Chriſtum in allen Nöthen und Anliegen von Herzen ſuche und anrufe. 1. Joh. 2,1: So Je⸗ mand ſündigt, ſo haben wir einen Für⸗ ſprecher bei Gott, der gerechtiſt, Jeſum. 283 5 C=ö— 4 8—“ 2 8 1 8 284 Dieß iſt faſt die Summe der Lehre, welche in unſern Kirchen zu rechtem chriſtlichen Unterricht und Troſt der Gewiſſen, auch zur Beſſerung der — Gläubigen gepredigt und gelehrt iſt. Wie wir denn unſere eigene Seele und Gewiſſen je nicht gerne wollten vor Gott mit Mißbrauch göttlichen Worts in die höchſte und größeſte Gefahr ſetzen, oder auf unſere Kinder Die Augsburgiſche Confeſſion. hierin unchriſtlich oder und Nachkommen eine andere Lehre, denn die, ſo dem rein göttlichen Worte und chriſtlicher Wahrheit gemäß fäl⸗ len oder erben. So denn dieſelbige in heiliger Schrift klar Hegrühnde und riſtlichen, ja dazu auch gemeiner römiſcher Kirchen, ſo viel aus der Väter Schrift zu vermerken, nicht zu⸗ wider noch entgegen iſt, ſo achten wir auch, unſere Widerſacher können in obenangezeigten Artikeln nicht uneinig mit uns ſein. Derſelben handeln die⸗ jenigen ganz unfreundlich, geſchwind und wider alle chriſtliche Einigkeit und Liebe, ſo die Unſern derhalben als Ketzer abzuſondern, zu verwerfen und zu meiden, ihnen ſelbſt ohne einigen beſtändigen Grund göttlicher Gebote oder Schrift vornehmen. Denn die Irrung und Zank iſt vornehmlich über etlichen Traditionen und Mißbräuchen. So denn nun an den Haupt⸗Artikeln kein befindlicher Ungrund oder Man⸗ gel und dieß unſer Bekenntniß gött⸗ lich und chriſtlich iſt, ſollten ſich billig die Biſchöſe, wenn ſchon bei uns der Tradition halben ein Mangel wäre, elinder erzeigen, wiewohl wir ver⸗ offen, beſtändigen Grund und Ur⸗ ſachen darzuthun, warum bei uns etliche Traditiones und Mißbräuche geändert ſind. II. Artikel, von welchem Zwieſpalt iſt, da erzählt werden die Miß⸗ bräuche, ſo geändert ſind. o nun von den Artikeln des Glau⸗ ₰ bens in unſern Kirchen nicht ge⸗ beweiſen kann. ändert ſind, welche zum Theil mit der V des ſelbſt eingeriſſen, zum Theil mit ewalt aufgerichtet, ſondern unſere Nothdurft, dieſelben zu erzählen, und Urſache darzuthun, warum hierin Aenderung geduldet iſt, damit kaiſerl. Majeſtät erkennen möge, daß nicht 6 Freventlch ge⸗ handelt, ſondern, daß wir durch Got⸗ tes Gebot, welches billig höher zu achten, denn alle Gewohnheit, ge⸗ drungen ſein, ſolche Aenderung zu geſtatten. Der 22. Artikel. Von beider Geſtalt des Sacraments. Den Laien wird bei uns beide Ge⸗ ſtalt des Sacraments gereicht aus dieſer Urſache, daß dieß iſt ein klarer Befehl und Gebot Chriſti Matth. 26: Trinkt Alle daraus. Da gebeut Chriſtus mit klaren Worten von dem Kelche, daß ſie alle daraus trinken ſollen. Und damit Niemand dieſe Worte anfechten und gloſſiren könne, abs gehöre es allein den Prieſtern zu, ſo zeigt Paulus 1. Cor. am 11. an, daß die ganze Verſammlung der Corinther⸗ , Kirchen beide Geſtalt gebraucht hat. Und dieſer Brauch iſt lange Zeit in der Kirche geblieben, wie man durch die Hiſtorien und der Väter Schriften Cyprianus gedenit an vielen Orten, daß den Laien der len ſoll, distinct. 2. de consecr. 6. comperimus. — auch Niemand wiſſen, wann oder lehrt wird zuwider der heiligen Schrift, oder gemeiner chriſtlichen Kirchen ſon⸗ dern allein etliche Mißbräuche ge⸗ Geſtalt zu nehmen, eingeführt iſt⸗ Kelch zu der Zeit gereicht ſei. So ſpricht St. Hieronymus, daß die Prie⸗ ſter, ſo das Sacrament reichen, den Volke das Blut Chriſti austheilen. So gebeut Gelaſius, der Papſt ſelbſt. daß man das Sacrament nicht thei Man findet auch nir⸗ M gends keinen Canon, der dagebiete, al⸗ lein Eine Geſtalt zu nehmen. Es kann bo durch welche dieſe Gewohnheit, Ene(ob wiewohl der Cardinal Cuſanus ge⸗ ſ denkt, wann dieſe Weiſe approbirt a entgege ie gewöhl acramen Vom E⸗ iſt b niede mächtige von großer ſen und L vermochte! war auchj tern aufs häßlichs zund ande haben ſich helichen fü nu in gedru ““ 1 ch zoher No die Schri Stand ſei geſetzt, 1 21 — 2 1* 12* 3 1 1* 4 enn deiabin eränder md xntüichen dul an dn dun 6 deseima ter nit h. acten dir er konen in richt uneinig dandenn die Natth. A= kt Alle dan t. geichwind gedat Ch ta mmit klarn Gnigteit und von den H daß ſiee aled chalden als ninte ſo rperfen und Und dat emand dit hne einigen anfechten Süiloſſiren un dder Gedote gehöre 5n den Prieſen en ſich dlig dei u dr angel Päre, Rl vit der 38 md Ur⸗ um de uns Mihbrauche So dat e e Zwieſpalt compert „ Mit⸗ gends kin ne Nif⸗ n öne funema Und dieſe Sich iſt lng oder Man⸗ der 4 mntniß goͤtt = 1F a Liſ er bi m h tat= dactamenz ka kend Geh — —] Keich zu it rrict St iimbs, din ſer, ſo d= ament räte ie d. Chrſt u 11. hn fndit on, der dn a ciſen, 1 e, daß d ſei, Nun iſts öffentlich, daß ſolche Gewohnheit, wider Gottes Gebot, auch wider die alten Canones eingeführt, Unrecht iſt. Derhalben hat ſich nicht ebührt, derjenigen Gewiſſen, ſo das heuige Sacrament nach Chriſti Ein⸗ ſetzung zu gebrauchen begehrt haben, zu beſchweren und zu zwingen, wider unſeres Herrn Chriſti Ordnung zu handeln. Und dieweil die Theilung des Sacraments der Einſezung Ehriſt zu entgegen iſt, wird auch bei uns die gewöhnliche Prozeſſion mit dem Sacrament unterlaſſen. Der 23. Artikel. Vom Eheſtand der Prieſter. s iſt bei Jedermann, hohes und nieders Standes, eine große mächtige Klage in der Welt geweſen von großer Unzucht und wildem We⸗ ſen und Leben der Prieſter, ſo nicht vermochten Keuſchheit zu halten, und war auch je mit ſolchen gräulichen La⸗ ſtern aufs Höchſte gekommen, So viel häßlichs groß Aergerniß, Ehebruch und andere Unzucht zu vermeiden, haben ſich etliche Prieſter bei uns in ehelichen Stand begeben. Dieſelbigen eigen nun die Urſachen, daß ſie da⸗ hin gedrungen und bewegt ſind aus hoher Noth ihrer Gewiſſen, nachdem die Schrift klar meldet, der eheliche Stand ſei von Gott, dem Herrn, ein⸗ geſetzt, Unzucht zu vermeiden, wie Paulus ſagt: Die Unzucht zu ver⸗ meiden, habe ein Jeglicher ſein eigen Ehe⸗Weib. Item: Es iſt beſſer, ehlich werden, denn brennen. Und nach⸗ dem Chriſtus ſagt: Sie faſſen nicht Alle das Wort, da zeigt Chriſtus an, (welcher wohl gewußt hat, was am Menſchen ſei,) daß wenig Leute die Gabe, keuſch zu leben, haben. Denn Gott hat den Menſchen, Männlein und Fräulein geſchaffen, Geneſ. 1. Ob es nun in menſchlicher Macht oder Vermögen ſei, ohne ſonderliche Gabe und Gnade Gottes, durch eigen Vornehmen oder Gelübde, Gottes, der Die Augsburgiſche Confeſſion. ruhe und Qual 285 hohen Majeſtät, Geſchöpfe beſſer zu machen oder nn ändern, hgt die Er⸗ fahrung allzu klar gegeben. Denn was gutes, was ehrbar züchtiges Leben, was chriſtliches, ehrliches, oder red⸗ liches Wandels an Vielen daraus erfolgt wie gräulich ſchreckliche Un⸗ lhrer Gewiſſen Viel an ihrem letzten Ende derhalben ge⸗ hah iſt am Tage, und ihrer Viel aben es ſelbſt bekannt. So denn Gottes Wort und Gebet durch keine menſchliche Gelübde und Geſetz mag geändert werden, haben aus dieſer und andern Urſachen und Gründen die Prieſter und andere Geiſtliche Ehe⸗Weiber genommen. So iſt es auch in den Hiſtorien und der Väter Schriften zu beweiſen, daß in der chriſtlichen Kirche vor Alters der Brauch geweſen, daß die Prieſter und Diacon Ehe⸗Weiber ge⸗ habt. Darum ſagt Paulus 1. Tim. 3: Es ſoll ein Biſchof unſträflich ſein, Eines Weibes Mann. Es ſind auch in Deutſchland erſt vor vierhundert gahren die Prieſter zum Gelübde der Keuſchheit vom Eheſtande mit Gewalt abgedrungen, welche ſich dagegen ſämmtlich, auch ſo ganz ernſtlich und hart geſetzt haben, daß ein Erz⸗Bi⸗ ſchof zu Mainz, welcher das päpſt⸗ liche neue Edict deshalben verkündigt, gar nahe in einer Empörung der ganzen Prieſterſchaft in einem Ge⸗ dränge wäre umgebracht. Und das⸗ ſelbige Verbot iſt bald im Anfange ſo ge⸗ ſchwind und unſchicklichvorgenommen, daß der Papſt zu der Zeit nicht allein die künftige Ehe den Prieſtern ver⸗ boten, ſondern auch derjenigen Ehen, zerriſſen, welches doch nicht allein ſo ſchon in dem Stande lange geweſen, wider alle göttliche, natürliche und weltliche Rechte, ſondern auch den Canonibus(ſo die Päpſte ſelbſt ge⸗ macht) und den berühmteſten Con⸗ ciliis entgegen und zuwider iſt. Auch iſt bei vielen hohen, gottes⸗ fürchtigen, verſtändigen Leuten der⸗ gleichen Rede und Bedenken oft ge⸗ hört, daß ſolcher gedrungner Cölibat und Beraubung des Eheſtands,(wel⸗ chen Gott ſelbſt eingeſetzt und frei gelaſſen, nie kein Gutes, ſondern viel größere böſer Laſter und viel Arges eingeführt habe. Es hat auch einer von den Päpſten, Pius der an⸗ zeigt, dieſe Worte oft geredet und von ſich ſchreiben laſſen: Es mögen wohl Etliche Urſachen haben, warum den Geiſtlichen die Ehe verboten ſei; es ſind aber viel höhere, größere und wichtigere Urſachen, warum man ihnen die Ehe ſoll wieder frei laſſen. Un⸗ gezweifelt, es hat Papſt Pius als ein verſtändiger weiſer Mann dieß Wort aus großem Bedenken geredet. Derhalben wollen wir uns in Un⸗ terthänigkeit zu kaiſerl. Majeſtät ver⸗ tröſten, daß Ew. Majeſtät als ein chriſtlicher, hochlöblicher Kaiſer gnä⸗ diglich beherzigen werde, daß jetzund in den letzten Zeiten und Tagen, von licher und ſchwächer werden. Derholben wohl hochnöthig, nütz⸗ je und Rer ßige geweſen, hoch gelobt. Allein dieſer lich und chriſtlich iſt, dieſe fleißige Einſehung zu thun, damit, wo der ſchuldig, allein um der Ehe willen, zu martern, und dazu Prieſter, derer man vor andern ſchonen ſollte, und geſchieht nicht allein wider göttücche Eheſtand verboten, nicht ärgere und ſchändlichere Unzucht und Laſter in deutſchen Landen möchten einreißen. Es wird dieſe Sachen Niemand weis⸗ licher oder beſſer ändern oder machen können, denn Gott ſelbſt, welcher den eingeſetzt hat. So ſagen die alten Canones auch, man müſſe zu Zeiten die Schärfe und Rigorem lindern wohl zuſ un 3 lich Teufels⸗Lehren ſeinen müſſen, die 2 nachlaſſen und um menſchlicher Schwachheit willen und Aergeres zu verhüten und zu meiden. Nun wäre das in dieſem Falle auch wohl chriſtlich und ganz hoch vonnöthen. Was kann auch der Prieſter und der Geiſtlichen Cheſtand Die Augsburgiſche Confeſſion. gemeiner chriſtlicher Kirchen nach⸗ theilig ſein, ſonderlich der Pfarrherrn und Anderer, die der Kirche dienen Gottes Gebot ändern. ollen? Es würde wohl künftig an rieſtern und Pfarrherrn mangeln, ſo dieß harte Verbot des Eheſtandes länger währen ſollte. So nun dieſes, nämlich, daß die Prieſter und Geiſtlichen mögen ehe⸗ 8 d lich werden, gegründet iſt auf das dere ſelbſt, wie ſeine Hiſtorie an gt Hiſtorien beweiſen, daß die Prieſter tliche Wort und Gebot, dazu die ehelich geweſen, ſo auch das Gelubde der Keuſchheit ſo viel häßliche un⸗ chriſtliche Aergerniß, ſo viel Ehebruch, ſchreckliche unerhörte Unzucht und gräuliche Laſter hat angerichtet, daß auch etliche unter Thum⸗Herren, Curtiſan zu Rom, ſolches oft ſelbſt bekennt und kläglich angezogen, wie ſolche Laſter im Clero zu graͤulich und übermacht, dadurch Gottes Zorn würde erregt werden, ſo iſts ſe er⸗ bärmlich daß man den chriſtlichen Eheſtand nicht allein verboten, ſon⸗ dern an etlichen Orten aufs Geſchwin⸗ deſte, wie man ſolche Uebelthat zu welchen die Schrift meldet, die Welt ſt immer ärger und die Menſchen gebrech⸗ ſerlichen Rechten und in allen No⸗ ſtrafen, ſich unterſtanden hat. So iſt auch der Eheſtand in kai⸗ „ narchien, wo je Geſetz und Recht Zeit beginnt man die Leute un⸗ Rechte, ſondern auch wider die Ca⸗ nones. Paulus, der Apoſtel, 1. Tim. 4. Eheſtand, menſchlicher Gebrechlichkeit zu helfen und Unzucht zu wehren, ſelbſt Joh. 8: Mörder von Anbeginn, welches denn nennt die Lehre, ſo die Ehe verbietet, Teufels⸗Lehre. So ſagt Chriſtus Der Teufel ſei em wohl zuſammen ſtimmt, daß es frei⸗ Ehe verbieten und ſich unterſtehen, ſolche Lehre mit Blutvergießen zu erhalten.. Wie aber kein menſchlich Geſetz Gottes Gebot kann wegthun oder ändern, alſo kann auch kein Gelübde Gel Darum giht auch St. Cyprianus den Rath, daß die Weiber, ſo die gelobte Keuſchheit ißt halten, nd ſagt L. uurh ihre alen ſich r drüdern un erniß anr! Zudem zones gröf muität gege gend Gelül ter und J In der Ju Unwiſſenhe A“ 3 rech * follen abg it öffentlt Ruhm zu Andacht 1 denn bei werden ar Fleiß zum vom heilig geſetzt und als naͤmlie damit zu zur Comn wird. Da⸗ wider an Sacramen lichen Cer merkliche daß an et ange,(da zu Üüben) Rfungen monien ſollen, da was ihm Nachder derlei Wo traucht wo len Jahrn — — * 4 7 5—— ——— △ — —,— — — — 3 1 2 8 g Fe = 2 11 1 3 4 ine ſrin. d erunt i ergeres zu Ehe der eem Falle erhalten. aanz doch he * indern, 48 0 auh in N 5 38 4 woadern. — u 8 olle⸗ nus den ferdem e gebbi 1 4. 1 m⸗ e c Erän f a hug debem 1 KÜüch angezpyn dn zeredet. ſolche 8 4 2 1 3 1 5 Se ſerüchen 4 thig, nüß⸗ narchien,& Ce Geſet m t dd ſeinen mi wamd ſic un ſolche Lht t Bürtaſe b t d Die Augsburgiſche Confeſſion. nicht halten, ſollen ehelich werden, und ſagt L. 1. Epiſtel 11. alſo: So ſie aber Keuſchheit nicht halten wollen, oder nicht vermögen, ſo iſts beſſer, daß ſie ehelich werden, denn daß ſie durch ihre Luſt ins Feuer fallen, und ſollen ſich wohl vorſehen, daß ſie den Brüdern und Schweſtern kein Aer⸗ gerniß anrichten. Zudem ſo brauchen auch alle Ca⸗ nones größere Gelindigkeit und Ae⸗ quität gegen diejenigen, ſo in der Ju⸗ gend Gelübde gethan, wie denn Prie⸗ ſter und Mönche des mehrern Theils in der Jugend in ſolchen Stand aus Unwiſſenheit gekommen ſind. Der 24. Artikel. Von der Meſſe. lan legt den Unſrigen mit Un⸗ 2 recht auf, daß ſie die Meſſe ſollen abgethan haben. Denn das iſt öffentlich, daß die Meſſe, ohne Ruhm zu reden, bei uns mit größerer Andacht und Ernſt gehalten wird, denn bei den Widerſachern. So werden auch die Leute mit höchſtem Fleiß zum öftern Male unterrichtet vom heiligen Sacrament, wozu es ein⸗ geſetzt und wie es zu gebrauchen ſei, als nämlich, die erſchrockenen Gewiſſen damit zu tröſten, dadurch das Volk zur Communion und Meſſe gezogen wird. Dabei geſchieht auch Unterricht wider andere unrechte Lehre vom Sacrament. So iſt auch in den öffent⸗ lichen Ceremonien der Meſſe keine merkliche Aenderung geſchehen, denn daß an etlichen Orten deutſche Ge⸗ ſänge,(das Volk damit zu lehren und zu üben) neben lateiniſchem Geſang geſungen werden, ſintemal alle Cere⸗ monien vornehmlich dazu dienen ſollen, daß das Volk daran lerne, was ihm zu wiſſen von Chriſto Noth iſt. Nachdem aber die Meſſe auf man⸗ cherlei Weiſe vor dieſer Zeit miß⸗ braucht worden, wie am Tage iſt, daß ein Jahrmarkt daraus gemacht, daß 287 man ſie gekauft und verkauft hat, und das mehrer Theil in allen Kirchen um Geldes willen gehalten worden, iſt ſolcher Mißbrauch zu mehr Malen auch vor dieſer Zeit von gelehrten und frommen Leuten geſtraft worden. Als nun die Prediger bei uns da⸗ von gepredigt und die Prieſter erin⸗ nert ſind der ſchrecklichen Bedräuung, ſo denn billig einen jeden Chriſten bewegen ſoll, daß, wer das Sacra⸗ ment unwürdig braucht, der ſei ſchul⸗ dig am Leibe und Blute Chriſti, da⸗ rauf ſind ſolche Kauf⸗Meſſen und Winkelmeſſen(welche bis anher aus Zwang um Geldes und der Präben⸗ den willen gehalten worden) in unſern Kirchen gefallen. Dabei iſt auch der gräuliche Irr⸗ thum geſtraft, daß man gelehrt hat, unſer Herr Chriſtus habe durch ſei⸗ nen Tod allein für die Erb⸗Sünde genug gethan und die Meſſe einge⸗ ſetzt zu einem Opfer für die andern Sünden, und alſo die Meſſe zu einem Opfer gemacht für die Lebendigen und die Todten, dadurch die Sünde weg⸗ zunehmen und Gott zu verſöhnen. Daraus iſt weiter gefolgt, daß man disputirt hat, ob eine Meſſe für Viele gehalten, alſo viel verdiene, als ſo man für einen Jeglichen eine ſonderliche hielte? Daher iſt die große unzählige Menge der Meſſen ge⸗ kommen, daß man mit dieſem Werke hat wollen bei Gott Alles erlangen, das man bedurft hat, und iſt daneben des Glaubens an Chriſtum und rech⸗ ten Gottesdienſtes vergeſſen worden. Darum iſt davon Unterricht ge⸗ ſchehen, wie ohne Zweifel die Noth gefordert, daß man wüßte, wie das Sacrament recht zu gebrauchen wäre. Und erſtlich, daß kein Opfer für die Erb⸗Sünde und andere Sünde ſei, denn der einige Tod Chriſti, zeigt die Schrift an vielen Orten an. Denn alſo ſteht geſchrieben Hebr. Cap. 9, daß ſich Chriſtus Einmal geopfert hat und dadurch für alle Sünde genug gethan. Es iſt eine uncr⸗ n 1 . 3 1ͤͤ 288 hörte Neuigkeit, in der Kirche lehren, daß Chriſti Tod ſolle allein für die Erb⸗Sünde und ſonſt nicht auch für andere Sünden genug gethan haben. Derhalben zu hoffen, daß männiglich verſtehe, daß ſolcher Irrthum nicht unbillig geſtraft ſei. Zum Andern, ſo lehrt St. Pau⸗ lus, daß wir vor Gott Gnade erlan⸗ gen durch Glauben und nicht durch S T b die in der Kirche vor Alters nicht geweſen, vorgenommen hat und in Werke. Dagwider iſt öffentlich dieſer Mißbrauch der Meſſe, ſo man ver⸗ meint, durch dieſes Werk Gnade zu erlangen. Wie man denn weiß, daß man die Meſſe dazu gebraucht, da⸗ durch Sünde abzulegen und Gnade und alle Güter bei Gott zu erlangen, nicht allein der Prieſter für ſich ſon⸗ dern auch für die ganze Welt und für andre Lebendige und Todte. Zum Dritten, ſo iſt das heilige Sacrament eingeſetzt, nicht damit für die Sünde ein Opfer anzurichten (denn das Opfer iſt zuvor geſchehen), ſondern daß unſer Glaube dadurch erweckt und die Gewiſſen getröſtet werden, welche durchs Sacrament er⸗ innert werden, daß ihnen Gnade und Vergebung der Sünden von Chriſto zugeſagt iſt. Derhalben fordert dieß Glauben vergeblich gebraucht. Dieweil nun die Meſſe nicht ein Opfer iſt für Andere, Lebendige oder Todte, ihre Sünde wegzunehmen, ſondern ſoll eine Communion ſein, da der Prieſter und Andere das Sa⸗ erament empfahen für ſich, ſo wird dieſe Weiſe bei uns gehalten, daß man an Feiertagen(auch ſonſt, ſo Communikanten da ſind) Meſſe hält und Etliche, ſo das begehren, com⸗ municirt. Alſo bleibt die Meſſe bei uns in ihrem rechten Brauch, wie ſie vor Zeiten in der Kirche gehalten, wie man beweiſen mag aus St. Paulo 1. Cor. 11, dazu auch aus vieler Väter Schriften. Denn Chry⸗ ſoſtomus ſpricht, wie der Prieſter täg⸗ lich ſtehe und fordere Etliche zur Communion, Etlichen verbiete er Die Augsburgiſche Confeſſion. — hinzu zu treten. Auch zeigen die al⸗ ten Canones an, daß Einer das Amt gehalten hat und die andern Prieſter und Diacon communicirt. Denn alſo lauten die Worte im Ca⸗ none Nicäno: crament empfahen von dem Biſchof oder Prieſter. So man nun keine Neuigkeit hierin, den öffentlichen Ceremonien der Meſſe keine merkliche Aenderung geſchehen iſt, allein, daß die andern unnöthi⸗ gen Meſſen, etwa durch einen Miß⸗ brauch gehalten, neben der Pfarr⸗ Meſſe gefallen ſind, ſoll billig dieſe Weiſe, Meſſe zu halten, nicht für ketzeriſch und unchriſtlich verdammt werden. Denn man hat vor Zeiten auch in den großen Kirchen, da viel Volks geweſen, auch auf die Tage, ſo das Volk zuſammen kam, nicht täglich Meſſe gehalten, wie tripar⸗ tita historia lib. 9. anzeigt, daß man zu Alexandria am Mittwoch und Freitage die Schrift geleſen und aus⸗ gelegt habe, und ſonſt alle Gottes⸗ zug G dienſte gehalten ohne die Meſſe. Sacrament Glauben und wird ohne Der 25. Artikel. Von der Beichte. ie Beichte iſt durch die Prediger dieſes Theils nicht abgethan. Denn dieſe Gewohnheit wird bei uns gehalten, das Sacrament nicht zu reichen denen, ſo nicht zuvor ver⸗ hört und abſolvirt ſind. Dabei wird das Volk fleißig unterrichtet, wie tröſtlich das Wort der Abſolution ſei wie hoch und theuer die Abſol⸗ tion zu achten; denn es ſei nicht des gegenwärtigen Menſchen Stimme oder Wort, ſondern Gottes Wort, der da die Sünde vergibt; denn ſie wird an Gottes Statt und aus Got⸗ Von dieſem tes Befehl geſprochen. Befehl und Gewalt der Schlüſſel, wie nöthig ſie ſei den erſchrockenen Ge⸗ ic: Die Diacon ſollen nach den Prieſtern ordentlich das Sa⸗ als we Knumnel erſ icch wöſten! her, dden erlange Süden ha diger, ſo N lten, n htG dern alleit mit langer — fahrten u unſerer B daß dieſer licher Buß in langer handelt ſei Und w gelehrt, de ooll, die d jen; denn der Pſah Miſſethat Des Men man es elende me tief in 8 nicht alle und ſollter ſowwirt we wäre unz ben iſt ni gen, die len. Alſo halten, r de poeni- foſtimi an nicht, daß üch dargzt dich ſelbt geden, ſon ten, velche Herrn dai halben bei vahrhaftig ebete, ni der Zunge uiſen. 9 1 2 wen e 4 1 une n wem r eunma dun 1„S eremonieng de ſijt allei die unnen 9 I ſammen in dadurch täglih 1 ² ſhalten, we geröſtet titn list 1A 9. anzeigt, N. nent er 3 2 maye Leicte men, Nie 3 ac durch deh Rin. die äs ucht ih 8 Sa Denn— zewohnheit w vud uns geh 1das Saerann nn m reichs n ſo nich 9 t. ſo hen unt Mart ſind. da 8 niſtich Sott der Apſebn ge dei wie hos a theuer de 1 wie ſie te dalten. des ge 5 St. oder Wo n 4— erai d aus e ems d 4 Alr anc am Mittwtee. 55. Artikel wiſſen, wird mit großem Fleiße ge⸗ lehrt, dazu wie Gott fordert, dieſer Abſolution zu glauben nicht weni⸗ ger, als wenn Gottes Stimme vom Himmel erſchalle, und uns dero fröh⸗ lich tröſten und wiſſen, daß wir durch ſolchen Glauben Vergebung der Sün⸗ den erlangen. Von dieſen nöthigen Stücken haben vor Zeiten die Pre⸗ diger, ſo von der Beichte Viel lehr⸗ teſi, nicht Ein Wörtlein berührt, ſon⸗ dern allein die Gewiſſen gemartert mit langer Erzählung der Sünden, mit Genugthun, mit Ablaß, mit Wall⸗ fahrten und dergleichen; und viele unſerer Widerſacher bekennen ſelbſt, daß dieſer Theil von rechter chriſt⸗ licher Buße ſchicklicher, denn zuvor in langer Zeit, geſchrieben und ge⸗ handelt ſei. Und wird von der Beichte alſo gelehrt, daß man Niemand dringen ſoll, die Sünde nahmhaft zu erzäh⸗ len; denn ſolches iſt unmöglich, wie der Pſalm ſpricht: Wer kennt die Miſſethat? Und Jeremias ſpricht: Des Menſchen Herz iſt ſo arg, daß man es nicht auslernen kann. Die elende menſchliche Natur ſteckt alſo tief in Sünden, daß ſie dieſelben nicht alle ſehen oder kennen kann, und ſollten wir allein von denen ab⸗ ſ ſolvirt werden, die wir zählen können, wäre uns wenig geholfen. Derhal⸗ ben iſt nicht Noth, die Leute zu drin⸗ gen, die Sünde nahmhaft zu erzäh⸗ en. Alſo haben auch die Väter ge⸗ halten, wie man findet distinct I. de poenitentia, da die Worte Chry⸗ ſoſtimi angezogen werden: Ich ſage nicht, daß du dich ſelbſt ſoluſ öffent⸗ lich dargeben, noch bei einem Andern dich ſelbſt verklagen oder ſchuldig geben, ſondern gehorche dem Prophe⸗ ten, welcher ſpricht: Offenbare dem Herrn deine Wege, Pſ. 37. Der⸗ halben beichte Gott, dem Herrn, dem wahrhaftigen Richter, neben deinem Gebete, nicht ſage deine Sünde mit der Zunge ſondern in deinem Ge⸗ wiſſen. Hier ſieht man klar, daß Die Augsburgiſche Confeſſion. Chryſoſtomus nicht zwingt die Sünde nahmhaft zu erzählen. So lehrt auch die glossa in decretis, de poe- nitentia, distinct. 5. daß die Beichte nicht durch die Schrift geboten, ſondern durch die Kirche eingeſetzt ſei. Doch fleißig gelehrt, daß die Beichte von we⸗ gen der Abſolution, welche daß Haupt⸗ ſtück und das Vornehmſte darinnen iſt, zu Troſt der erſchrockenen Gewiſſen, dazu um etlicher anderer Urſachen willen zu erhalten ſei. Der 26. Artikel. Vom Unterſchied der Speiſe. Per Zeiten hat man alſo gelehrt, gepredigt und geſchrieben, daß Unterſchied der Speiſe und derglei⸗ chen Tradition, von Menſchen einge⸗ ſetzt, dazu dienen, daß man dadurch Gnade verdiene und für die Sünde genug thue. Aus dieſem Grunde hat man täglich neue Faſten, neue Ceremonien, neue Orden und der⸗ gleichen erdacht und auf ſolches hef⸗ tig und hart getrieben, als ſeien ſolche Dinge nöthige Gottesdienſte, dadurch man Gnade verdiene, ſo mans halte, und große Sünde ge⸗ chehe, ſo mans nicht halte. Daraus ſind viele ſchädliche Irrthümer in der Kirche erfolgt. Erſtlich iſt dadurch die Gnade Chriſti und die Lehre vom Glauben verdun⸗ kelt, welche uns das Exangelium mit großem Ernſt vorhält und treibt hart darauf, daß man das Verdienſt Chriſti hoch und theuer achte und wiſſe, daß Glauben an Chriſtum hoch und weit über alle Werke zu ſetzen ſei. Derhalben hat St. Paulus hef⸗ tig wider das Geſetz Moſis und menſchliche Traditionen gefochten, daß wir lernen ſollen, daß wir vor Gott nicht fromm werden aus unſern Wer⸗ ken, ſondern allein durch den Glau⸗ ben an Chriſtum, daß wir Gnade erlangen um Chriſti willen. Solche Lehre iſt ſchier ganz verloſchen da⸗ 289 wird durch die Prediger dieſes Theils — — ——.— ———— — 2 e— ——— — 3 Gottesdienſt. 8 290 Die Augsburgiſche Confeſſion. durch, das man gelehrt, Gnade zu verdienen mit Geſetzen, Faſten, Unter⸗ ſchied der Speiſe, Kleidern ec. Zum Andern haben auch ſolche Traditiones Gottes Gebot verdunkelt; denn man ſetzt dieſe Traditiones weit über Gottes Gebot. Dieß hielt man allein für chriſtlich Leben, wer die Feier alſo hielt, alſo betete, alſo faſtete, alſo gekleidet war, das nannte man geiſtlich, chriſtlich leben. aneben hielt man andere nöthige gute Werke für ein weltlich ungeiſt⸗ ich Weſen, nämlich dieſe, ſo Jeder nach ſeinem Berufe zu thun ſchuldig iſt, als daß der Hausvater arbeitet, Weib und Kind zu ernähren und zur * Gottesfurcht aufzuziehen, die Haus⸗ Mutter Kinder gebiert und wartet ihr, ein Fürſt und Obrigkeit Land und Leute regiert ꝛc. Solche Woͤrke, von Gott geboten, mußten ein welt⸗ lich und unvollkommen Weſen ſein, oder die Traditiones mußten den präch⸗ tigen Namen haben, daß ſie allein heilige vollkommene Werke hießen. erhalben war kein Maß noch Ende, ſolche Traditiones zu machen. Zum Dritten, ſolche Traditiones ſind zu hoher Beſchwerung der Ge⸗ wiſſen gerathen. Denn es war nicht möglich, alle Traditiones zu halten, und waren doch die Leute in der Meinung, als wäre ſolches ein nöthi⸗ Und ſchreibt Ger⸗ on, daß viele hiermit in Verzweif⸗ lung gefallen, Etliche haben ſich auch ſelbſt umgebracht derhalben, weil ſie - keinen Troſt von der Gnade Chriſti gehört haben. Denn man ſieht bei den Summiſten und Theologen, wie ſie die Gewiſſen verwirrt, welche ſich unterſtanden haben, die Traditiones zuſammen zu ziehen, und enueirsics geſucht, daß ſie den Gewiſſen hälfen, dabei ſo viel damit zu thun gehabt, daß dieweil alle heilſame chriſtliche Lehre von nöthigern Sachen, als vom Glauben, vom Troſte in hohen An⸗ fechtungen, und dergleichen danieder gelegen iſt. Darüber haben auch viel fromme Leute vor dieſer Zeit ſeht es Spruc geklagt, daß ſolche Traditiones 1 nicht Zank in der Kirche anrichten un allein ſei, wi daß fromme Leute damit verhinden hülfn macher zu rechtem Erkenntniß Chriſti nicht Was mag kommen möchten. Gerſon und Etiich bringen, me mehr haben heftig darüber geklagt und Pfücht, Ja es hat auch Auguſtino mißfallen nuhe es au daß man die Gewiſſen mit ſo vieſnag mand Traditionibus beſchwert, derhalben zaß Gottes er dabei Unterricht gibt, daß mang uerde. De nicht für nöthige Dinge halten ſol belübde cuih Darum haben die Unſern nich nbündigſtt aus Frevel oder Verachtung geiſtlichen j denn bi Gewalt von dieſen Sachen gelehrt, pen wider ſondern es hat die hohe Noth geſor Wo die dert, Unterricht zu thun, von oban ⸗andere Ulſe gezeigten Irrthümern welche aus Miß⸗ en aufgche verſtand der Tradition gewachſen ſind Fäpſte auc Denn das Evangelium zwingt, daß der erlaut man die Lehre vom Glauben ſolle Menſchen, und müſſe in Kirchen treiben, welche zen Rechte doch nicht mag verſtanden werden, Harum ha ſo man vermeint, durch eigene er⸗ dacht, dazi wählte Werke Gnade zu verdienen, iit ſoll zel Und iſt alſo davon gelehrt, daß man n öſte durch Haltung gedachter menſchlicher nen Kön Tradition nicht kann Gnade verdie ſen Andern nen oder Gott verſöhnen, oder für haltung z die Sünde genug thun, und ſoll der⸗ ſat, ſoll v halben kein nöthiger Gottesdienſt den um R daraus gemacht werden. Dazu wird Folgerde Urſache aus der Schrift angezogen. enthell ſo Chriſtus, Matth. 15. entſchuldigt die ubde halt Apoſtel, da ſie gewöhnliche Traditio⸗ vor an. nes nicht gehalten haben, und ſpricht habe Je dabei: Sie ehren mich vergeblich mit näglihen: Menſchen⸗Geboten. So er nun dieß wwungen ſe einen vergeblichen Dienſt nennt, deuſchheit muß er nicht nöthig ſein. Und bald und Vern hernach: Was zum Munde eingeht, Auch ſinz verunreinigt den Menſchen nicht. und Wehs Item Paulus ſpricht Röm. 14:. Das ſädſt wili Himmelreich ſteht nicht in Speiſe Koſer Gel oder Trank. Col. 2, 16: Niemiand ſſie zun rt ſoll euch richten in Speiſe, Trank, lberredetn Sabbath ꝛc. Act. 15. ſpricht Petrus: zuweilen Warum verſucht ihr Gott mit Auf⸗ wungen legung des Jochs auf der Jünger ſaj — Hälſe, welches weder unſere Väter,. ni noch wir haben mögen tragen? Son⸗ autie b 7 mm 3 Daus. d dartet R Land e Werke. em welt⸗ gen ſen, de praͤch⸗ ſe allem dießen. och Ende, 4 itones der Ge⸗ aar nicht halten, m der m nötht⸗ idt Ger⸗ er;weij is auc dabei: Sit G mich vergett peil ſie 1 . 1 Apoſtel, d nes nicht i haben, u dieſes Spruchs Gottes ſelbſt Gen. 2: Es iſt nicht gut, daß der Menſch allein ſei, wir wollen ihm eine Ge⸗ u ue ma mutze es auf, ſo hoch man kann, ſo mag man dennoch nicht erzwingen, gibt, din daß Gottes Gebot dadurch aufgehoben e Dmge ni werde. Die Doctores ſagen, daß die n an die Un Gelübde auch wider des Papſtes Recht . an dn cheruthugpes unbündig ſind, wieviel weniger ſollen tt, ſenden q die dohe haben wider Gottes Gebot. ſen Sah 8 ſie denn binden, Statt und Kraft dert, Unt eu thun mn Wo die Pflicht der Gelübde keine eeigten] Anern velden andere Urſache hätten, daß ſie möch⸗ derſtand d Tition genat ten aufgehoben werden, ſo hätten die Denn das galuun iwn Päpſte auch nicht dawider dispenſirt nan die„d vom C oder erlaubt, denn es gebührt keinem und müſſe vrchen wiin 9 Menſchen, die Pflicht, ſo aus göttli⸗. u i de 1 chen Rechten erwächſt, zu zerreißen. d um Ur nt, dur Darum haben die Päpſte wohl be⸗ väte A mde 9 dacht, daß in dieſer Pflicht eine Aequi⸗ ln it d d mee 4 1 tät ſoll gebraucht werden, und haben u dal Se 5 nnts zum öfter Male dispenſirt, als mit . dachter mint einem Könige von Aragon und vie⸗ ation iam Gune len Andern. So man nun zur Er⸗ uan oder A ecſöhnen, ie haltung zeitlicher Dinge dispenſirt die Sünds er athun udi hat, ſoll viel billiger dispenſirt wer⸗ dalden kt thiger Gate den um Nothdurft willen der Seelen. daraus ge kerwerden i Folgends, warum treibt der Ge⸗ lrſache aht Schiſtu gentheil ſo hart, daß man die Ge⸗ Ghiſts, tn l anſ lübde halten muß, und ſieht nicht a wohnlichen zuvor an, ob das Gelübde ſeine Art habe? Denn das Gelübde ſoll in möglichen Sachen willig und unge⸗ Wie aber die ewige So er w Menſchen 2G. zwungen ſein. anen vet Kom Diunſ Keuſchheit in des Menſchen Gewalt muß er ni ir jig ſem. 6 und Vermögen ſtehe, weiß man wohl. nach: Ien Nunde Auch ſind wenig Beides, Mannes⸗ derunreinig& Nenſcn und Weibsperſonen, die von ihnen Pal aicht un ſelbſt willig und wohl bedacht das dr melreich nicht in Kloſter⸗Gelübde gethan haben. Ehe Dmme 2, 16: Met ſie zum rechten Verſtande kommen, ſo 4 ſe überredet man ſie zum Kloſter⸗Gelübde. at Zuweilen werden ſie auch dazu ge⸗ zwungen und gedrungen. Darum iſt es je nicht billig, daß manſo geſchwind aet und hart von der Gelübde⸗Pflicht Die Augsburgiſche Confeſſion. 293 kennen, daß ſolches wieder die Natur und die Art des Gelübdes iſt, daß es nicht williglich und mit gutem Rathe und Bedacht gelobt wird. Etliche Canones und päpſtliche Rechte zerreißen die Gelübde, die unter fünfzehn Jahren geſchehen ſind. Denn ſie haltens dafür, daß man vor der⸗ ſelben Zeit ſo viel Verſtandes nicht hat, daß man die Ordnung des gan⸗ zen Lebens, wie daſſelbige anzuſtellen, beſchließen könne. 8 Ein anderer Canon gibt der menſch⸗ lichen Schwachheit noch mehr Jahre zu, denn er verbeut, das Kloſter⸗Ge⸗ lübde unter achtzehn Jahren zu thun, Daraus hat der meiſte Theil Ent⸗ ſchuldigungen und Urſachen, aus den Klöſtern zu gehen, denn ſie des meh⸗ reren Theils in der Kindheit vor die⸗ ſen Jahren in Klöſter gekommen ſind. Endlich, wenn gleich die Verbrechung des Kloſter⸗Gelübdes möchte getadelt werden, ſo könnte aber dennoch nicht daraus erfolgen, daß man derſelben CEhe zerreißen ſollte. Denn Sanct Auguſtinus ſagt 27. qu. 1. cap. Nuptiarum, daß man ſolche Ehe nicht zerreißen ſoll. Nun iſt ja St. Au⸗ guſtin in nicht geringem Anſehen in der chriſtlichen Kirche, obgleich Etliche hernach anders gehalten. dem Eheſtande ihrer ſehr Viel vom Kloſter⸗Gelübde frei und ledig gemacht, ſo wenden doch die Unſern noch mehr Urſachen vor, daß das Kloſter⸗Gelübde nichtig und unbündig ſei. Denn aller Gottesdienſt von den Menſchen, ohne Gottes Gebot und Befehl eingeſetzt und erwählt, Gerechtigkeit und Got⸗ tes Gnade zu erlangen, ſei wider Gott und dem Evangelio und Got⸗ tes Befehl entgegen, wie denn Chriſtus ſelbſt ſagt Matth. 15: Sie dienen mir vergebens mit Menſchen Geboten. So lehrets auch St. Paulus überall, daß man Gerechtigkeit nicht ſoll ſuchen aus unſern Geboten und Gottes⸗ dienſten, ſo von Menſchen erdichtet ddiſputire, angeſehen daß ſie Alle be⸗ ſind, ſondern daß Gerechtigkeit und Wiewohl nun Gottes Gebot von edeche esede g e ene u eeeee ͤqq 4 — 4 8* e6“ 9 4““ e““ 4 2—.* 8 294 ömmigkeit vor Gott kommt aus dem lauben und Vertrauen, daß wir glauben, daß uns Gott um ſeines einigen Sohnes Chriſtus willen aus Gnaden annimmt. Nun iſt es je am Tage, daß die Mönche gelehrt und epredigt haben, daß die erdachte eiſtlichkeit genug thuefür die Sünde und Gottes Gnade und Gerechtigkeit erlange. Was iſt nun dies anders, denn die Herrlichkeit und Preis der Gnade Chriſti vermindern und die Gerechtigkeit des Glaubens verleug⸗ nen? Darum folgt aus dem, da ſolche gewöhnliche Gelübde unrechte falſche Gottesdienſte geweſen. Derhal⸗ ben ſind ſie auch unbündig. Denn ein gottlos Gelübde, und das wider Gottes Gebot geſchehen, iſt unbündig und nichtig, wie auch die Canones lehren, daß der Eid nicht ſoll ein Band zur Sünde ſein. St. Paulus ſagt zu den Gal. am 5: Ihr ſeid ab von Chriſto, die ihr durch das Geſetz gerechtfertigt wer⸗ den wollt und habt der Gnade ge⸗ fehlt. Derhalben auch die, ſo durch Gelübde wollen gerechtfertigt werden, ſind von Chriſto ab und fehlen der Gnade Gottes. Denn dieſelben rau⸗ ben Chriſto ſeine Ehre, der allein gerecht macht, und geben ſolche Ehre ihren Gelübden und Kloſter⸗Leben. Man kann auch nicht leugnen, daß die Mönche gelehrt und gepre⸗ digt haben, daß ſie durch ihre Ge⸗ lübde und Kloſter⸗Weſen und Weiſe Perecht werden und Vergebung der Ünden verdienen, ja ſie haben noch wohl ungeſchickter Dinge erdichtet und eſagt, daß ſie ihre guten Werke den ſ indern mittheilen. Wenn nun einer dieſes Alles unglimpflich wollte trei⸗ ben und aufmutzen, wie viel Stücke könnte er zuſammen bringen, deren ſich die Mönche jetzt ſelbſt ſchämen und nicht wollen gethan haben? Ueber das Alles haben ſie auch die Leute überredet, daß die erdichtete geiſtliche Ordens⸗Stände ſind chriſtliche Voll⸗ kommenheit. Dieß iſt ja die Werke Die Augsburgiſche Confeſſion. rühmen, daß man dadurch gerecht werde. Nun iſt es nicht ein geringe Aergerniß in der chriſtlichen Kirche daß man dem Volke einen ſolchen Gottesdienſt vorträgt, denn die Men⸗ ſchen ohne Gottes Gebot erdichtet haben, und lehren, daß ein ſolcher Gottesdienſt die Menſchen vor Gott fromm und gerecht macht. Denn Gerechtigkeit des Glaubens, die man am meiſten in den Kirchen treiben ſoll, wird verdunkelt, wenn den Leu⸗ ten die Augen aufgeſperrt werden ß mit dieſer ſeltſamen Engels⸗Geiſtlich⸗ keit und falſchem Vorgeben der Ar⸗ muth, Demuth und Keuſchheit. Ueber das werden auch die Gebote Gottes und der rechte und wahre Gottesdienſt dadurch verdunkelt, wenn die Leute hören, daß allein die Mönche im Stande der Vollkommenheit ſein ſollten. Denn die chriſtliche Vol⸗ kommenheit iſt, daß man Gott von Herzen und mit Ernſt fürchtet und doch auch eine herzliche Zuverſicht und Glauben, auch Vertrauen faßt, daß wir um Chriſtus willen einen gnädigen barmherzigen Gott haben, daß wir mögen und ſollen von Gott bitten und begehren, was uns Noth iſt, und Hilfe von ihm in allen Trüb⸗ ſalen gewißlich nach eines Jeden Be⸗ ruf und Stand gewarten. Daß wir auch indeß ſollen äußerlich mit Fleiß gute Werke thun und unſers Berufes warten. Darin ſteht die rechte Voll⸗ kommenheit und der rechte Gottes⸗ dienſt, nicht im Betteln oder in einer ſchwarzen und grauen Kappen l. Aber das gemeine Volk faßte viel chädlicher Meinung aus falſchem Lob des Kloſter⸗Lebens. So ſie es hö⸗ Kath nich Elliche ver außerhal ötliche me haben ſie fliehen un das Gott dern Lebe können w ſoll in de hat, und von Men ja das er Stand d Gebot fü gefährlich Gottes( Von ſ geweſen, zu thun. orzeiten von der; zeucht an, ſes eine das Kloſt kommenh loſer Me in den K ten rechtz machen, kommenh mit Beid und Gebe Uebermaf nicht ſchu Diewei ren, das man den ledigen Stand eitel und ohn alle Maß lobt, folgt, daß es mit beſchwertem Gewiſſen im Che⸗ auch die unbündig ſtande iſt. Denn daraus, ſo der ge⸗ meine Mann hört, daß die Bettler allein ſollen vollkommen ſein, kann er nicht wiſſen, daß er ohne Sünde Güter haben und handthieren möge. So das Volk hört, es ſei nur ein 4 Von on der Zeiten DTahal⸗ nuth, De 1 Dam Uede as wide Gottes 1 m meiſt F a en Kirhen 1 ſoll 5=⸗ el, 8 8 2T aufgeſpertt w rlien Engels⸗Geſt Vorgeden de And Keuſchhet. den auch dee rechte und ne unduündig Gottesdis 4&. irch verdunen 5 SS Lannes † 4— i † fan Ln em m Stand 9 die Leuteſ rSaß allein dec 1 bollkommenzet. ſolten. mr die hriftlihe A aMo. t de ihr bommenb † Herze u t doch auch.F herzliche de. und Glat mruch Vertrau 1 daß man Oat Ernſt fürd e durch daß wir Mrhriſtus wilte den, gnädigen ar erzigen Gotti dlen der daß wir ☛2 und ſollen w br de Edre 8„don K euanen, grre⸗ 9(o⸗ en. 2 de warte Weye der en voch dtet und dienſt, niͦt ſhwarzen rigkallen Aber das en wobt, folt, du, bitte un Sſren, vns m iin itt und nnihm. in alal 1 ſalen gen de d ach eines M ruf und ſ gewartn. di auch ind ait äußerlch ni Mor aut Wer 14 4 1 2 enſſteht dn vumenbe ur der rechte 5 8n Betteln oderie und unſers M Kapm 8 et: M handthian At, 8 ſ Der 28. Artikel. Von der Biſchöfe Gewalt. Den der Biſchöfe Gewalt iſt vor Die Augsburgiſche Confeſſion. 295 ſchrieben und haben Etliche unge⸗ ſchicklich die Gewalt der Biſchöfe und das weltliche Schwerdt unter einan⸗ der gemengt, und ſind aus dieſem unordentlichen Gemenge ſehr große Kriege, Aufruhr und Empörung er⸗ folgt, aus dem, daß die Biſchöfe im Scheine ihrer Gewalt, die ihnen von Chriſto gegeben, nicht allein neue Got⸗ tesdienſte angerichtet haben und mit Vorbehaltung etlicher Fälle und mit gewaltſamen Bann die Gewiſſen be⸗ ſchwert, ſondern auch ſich unterwun⸗ den, Kaiſer und Könige zu ſetzen und entſetzen ihres Gefallens. Welchen Frevel auch lange Zeit zuvor gelehrte und gottesfürchtige Leute in der Chri⸗ ſtenheit geſtraft haben. Derhalben die Unſern zu Troſt der Gewiſſen gezwungen ſind worden, den Unter⸗ ſchied des geiſtlichen und weltlichen Gewalts, Schwerdts und Regiments anzuzeigen, und haben gelehrt, daß man Beide, Regiment und Gewalt, um Gottes Gebots willen mit aller Andacht ehren und wohl halten ſoll als zwo höchſte Gaben Gottes auf Erden. Nun lehren die Unſern alſo, daß die Gewalt der Schlüſſel, oder der Biſchöfe ſei laut des Evangeliums eine Gewalt und Befehl Gottes, das Evangelium zu predigen, die Sünde zu vergeben und zu behalten, und die Sacramente zu reichen und zu handeln. Denn Chriſtus hat die Apoſtel mit dem Befehle ausgeſandt⸗ Gleich wie mich mein Vater Hemdt hat, alſo ſende ich euch auch Nehmt hin den heiligen Geiſt, welchen ihr die Sünden erlaſſen werdet, denen ſollen ſie erlaſſen ſein, und denen ihr ſie vorbehalten werdet, denen ſollen ſie vorbehalten ſein. Die⸗ ſelbe Gewalt der Schlüſſel oder Biſchöfe übt und treibt man allein mit der Lehre und Predigt Gottes Worts und mit Handreichung der (Sacramente gegen viele oder einzelne Perſonen, darnach der Beruf iſt. Zeiten Viel und Mancherlei ge⸗ Denn damit werden gegeben nicht S. * —— — 4— —— 2 5— 3 ——yUUU——— . 8— ———— 296 leibliche, ſondern ewige Dinge und Güter, als nämlich ewige Gerechtig⸗ keit, der heilige Geiſt und das ewige Leben. Dieſe Güter kann man an⸗ ders nicht erlangen, denn durch das Amt der Predigt und durch die Hand⸗ reichung der heiligen Sacramente. Denn St. Paulus ſpricht: Das Evan⸗ gelium iſt eine Kraft Gottes, ſelig zu machen Alle, die daran glauben. Dieweil nun dieſe Gewalt der Kir⸗ chen oder Biſchöfe ewige Güter gibt und allein durch das Predigt⸗Amt thei gelio entgegen, verwerfen und die geübt und getrieben wird, ſo hindert ſie die Polizei und das weltliche Re⸗ giment Nichts überall. Denn das weltliche Regiment geht mit viel an⸗ dern Sachen um, denn das Evange⸗ lium, welche Gewalt ſchützt nicht die Seelen, ſondern Leib und Gut wider äußerliche Gewalt mit dem Schwerdt und leiblichen Poenen. Darum ſoll man die zwei Regi⸗ mente, das geiſtliche und weltliche, nicht in einander mengen und wer⸗ fen. Denn der geiſtlich Gewalt hat ſeinen Befehl, das Evangelium zu predigen und die Sacramente zu reichen, ſoll aber nicht in ein fremd Amt fallen, ſoll nicht Könige ſetzen, oder entſetzen, ſoll weltlich Geſetz und C d Evangelium predigen würde, denn Gehorſam der Obrigkeit nicht aufheben oder zerrütten, ſoll weltlicher Gewalt nicht Geſetz machen und ſtellen von weltlichen Händeln. Wie denn auch Chriſtus ſelbſt geſagt hat: Mein Reich iſt nicht von dieſer Welt. Item: Wer hat mich zu einem Richter zwi⸗ ſchen euch geſetzt? Und St. Paulus zu den Thilippern am 3: Unſere Bürgerſchaft iſt im Himmel Und in 2. Cor. am 40. Die Waffen un⸗ ſerer Ritterſchaft ſind nicht fleiſchlich, ſondern mächtig vor Gott, zu zer⸗ ſtören die Anſchläge und alle Höhe, die ſich erhebt wider die Erienntniß Gottes. Dieſer Geſtalt unterſcheiden die Unſern beide, Regiment⸗ und Ge⸗ wait⸗Amt, und heißen ſie beide als die höchſte Gabe Gottes auf Erden Die Augsburgiſche in Ehren halten. ſollen gehorſam ſein. th. 7: Seht euch vor, vor den falſchen Confeſſton. Wo aber die Bi⸗ ſchöfe weltlich Regiment und Schwerdt haben, ſo haben ſie dieſelben nicht als Biſchöfe aus göttlichen Rechten, ſon⸗ dern aus menſchlichen Kgiſerlichen Rechten, geſchenkt von Kaiſern und Königen zu weltlicher Verwaltung ihrer Güter und geht das Amt des Evangeliums gar Nichts an. Der⸗ halben iſt das biſchöfliche Amt nach göttlichen Rechten, das Evangelium predigen, Sünde vergeben, Lehre ur⸗ theilen und die Lehre, ſo dem Evan⸗ Gottloſen, dero gottloſes Weſen offen⸗ bar iſt, aus chriſtlicher Gemeine aus⸗ ſchließen ohne menſchliche Gewalt, ſondern allein durch Gottes Wort. Und desfalls ſind die Pfarr⸗Leute und Kirchen ſchuldig, den Biſchoͤfen gehorſam zu ſein, laut des Spruches Chriſti Luc. am 10: Wer euch hört, der hört mich. Wo ſie aber etwas dem Evangelio entgegen lehren, ſetzen oder aufrichten, haben wir Gottes Befehl in ſolchem Fall, daß wir nicht Matth. am Propheten, Und St. Paulus zu den Galat. am 1: So auch wir, oder ein Engel vom Himmel euch ein ander das wir euch gepredigt haben, der ſei verflucht. Und in der 2. Cpiſtel zu den Corinth. am 13: Wir haben keine Macht wider die Wahrheit, ſondern für die Wahrheit. Item: Nach der Macht, welche mir der Herr zu beſſern und nicht zu verderben gegeben hat. Alſo gebeut auch das geiſtliche Recht L. 2. q. 7. in cap. Sacerdotes, und cap. Oves. Und St. Auguſtinus ſchreibt in der Cyi⸗ ſtel wider Petilianus: Man ſoll auch den Biſchöfen, ſo ordentlich erwählt, nicht folgen, wo ſie irren, oder Ct⸗ was wider die heilige göttliche Schrift lehren oder ordnen. Daß aber die Biſchöfe ſonſt Ge⸗ walt und Gerichts⸗Zwang haben in etlichen Sachen, als nämlich Ehe⸗ in Frieda „ Verhütt 1 2ö= —— 12ͤ= — — Ich habe ar aber —— 2 —— kommen n Wahrheit auch das! ſie Blut ur So zeucht Sabbath worden w für ſie Erempel gezogen, Sabbatbs, ten, daß d ſei, diewei dispenſitt dert hat. Aber d Frage aſſo Nacht habe gelium zu wie denn! eeiſtlichen eunte Die deſes öffer und Wott, machen dd adurch f und Gnade 3 de Chre de atungen eadienen. adſi ehrm um a⸗ Re e edieſelben ni danc des dan d lichen Reth de hand. etten hlicen Kaſat nnnene nnen, ett von Kaiſene as Edm in 9 lücher Veruus Rſa. eon geht das An it= 2 aatth 5 dun in tchn Kt, das Suun d e erenigen, ſa vergeben, Eh n theiln in bmdm Reid entt m verwerfen m dliche Re Gettdſen, Mttloſes Weſate Denn das dar it, à e tcher Gemin Arm ſdüezen* nnenſchliche ga Eanhe ſonden a mrurch Gottss tuictdie Und desſ aw die Par⸗ zu pida und Kich f ldig, den Ie Stwent gehorſam and wer ſoder auft ☚ 1 haben wirk ewalt hat Beſehl in d. In Fall, daßwe elium zu ſellen ge? F ſein. Mm mente zu 7: Seht tu, vor den ein frand Prophetei. 1 St. Paulusi dae ſeßen, Galat. M. I5o auch wir eez und Engel vo ümel euch an audeden Evangelitt digen wünden Gewalt das wir Mepredigt hin duen dan ſei verfuu d in da 3 dm as den Cnr am 13: M 4. welche mirda ſe irren, en e ben 1 nah und a dBs t Satzungen unterwinden Gnade z verdienen. Es iſt auch am Tage, Die Augsburgiſche Confefſton. Sachen, oder Zehnten, dieſelben haben ſie aus Kraft menſchlicher Rechte. Wo aber die Ordinarien nachläßig in ſolchem Amte, ſo ſind die Fürſten ſchuldig, ſie thuns auch gern oder ungern, hierin ihren Unterthanen um Friedens willen Recht zu ſprechen, zu Verhütung Unfriedens und großer Unruhe in Ländern. Weiter disputirt man, ob auch Biſchöfe Macht haben, Ceremonien G in den Kirchen aufzurichten, des⸗ gleichen Satzungen von Speiſe, Feien tagen, von unterſchiedlichen Orden der Kirchen⸗Diener. Denn die den Biſchöfen die Gewalt geben, ziehen dieſen Spruch Chriſti an Joh. 16: Ich habe euch noch Viel zu ſagen, ihr aber könnets jetzt nicht tragen; wenn aber der Geiſt der Wahrheit kbommen wird, der wird euch in alle Wahrheit führen. Dazu führen ſie auch das Exempel Actor am 15. da ſie Blut und Erſticktes verboten haben. So zeucht man auch das an, daß der Sabbath in Sonntag verwandelt iſt worden wider die zehn Gebote, da⸗ für ſie es achten, und wird kein Exempel ſo hoch getrieben und an⸗ gezogen, als die Verwandlung des Sabbaths, und wollen damit erhal⸗ ten, daß die Gewalt der Kirchen groß ſei, dieweil ſie mit den zehn Geboten dispenſirt und Etwas daran verän⸗ dert hat. Aber die Unſern lehren in dieſer Frage alſo, daß die Biſchöſe nicht Macht haben, Etwas wider das Evan⸗ gelium zu ſetzen und aufzurichten, wie denn oben angezeigt iſt, und die geiſtlichen Rechte durch die ganze neunte Diſtinction lehren. Nun iſt dieſes öffentlich wider Gottes Befehl und Wort, der Meinung Geſetze zu machen, oder zu gebieten, daß man dadurch für die Sünde genug thue R und Gnade erlange. Denn es wird die Ehre des Verdienſtes Chriſti ver⸗ läſtert, wenn wir uns mit ſolchen 4 297 daß um dieſer Meinung willen in der Chriſtenheit menſchliche Auf⸗ ſatzungen unzählig überhand genom⸗ men haben, und indeß die Lehre vom Glauben und die Gerechtigkeit des Glaubens gar iſt unterdrückt geweſen. Man hat täglich neue Feiertage, neue Faſten geboten, neue Ceremonien und neue Ehrerbietungen der Hei⸗ ligen eingeſetzt, mit ſolchen Werken nade und alles Gute bei Gott zu verdienen. Item, die menſchliche Satzungen aufrichten, thun auch da⸗ mit wider Gottes Gebot, daß ſie Sünde ſetzen in der Speiſe, in Ta⸗ en und dergleichen Dingen und be⸗ waren alſo die Chriſtenheit mit der Knechtſchaft des Geſetzes, eben als müßte bei den Chriſten ein ſolcher Gottesdienſt ſein, Gottes Gnade zu verdienen, der gleich wäre dem levi⸗ tiſchen Gottesdienſte, welchen Gott ſollte den Apoſteln und Biſchöfen be⸗ fohlen haben aufzurichten, wie denn Etliche davon ſchreiben. Steht auch wohl zu glauben, daß etliche Biſchöfe mit dem Exempel des Geſetzes Moſis ſind betrogen worden, daher ſo un⸗ zählige Satzungen gekommen ſind, daß eine Tod⸗Sünde ſein ſoll, wenn man an Feiertagen eine Hand⸗Arbeit thue, auch ohne Aergerniß der Andern, daß eine Tod⸗Sünde ſei, wenn man die Sieben⸗Zeit nachläßt, daß etliche Speiſe das Gewiſſen verunreinige, das Faſten ein ſolch Werk ſei, damit man Gott verſöhne, daß die Sünde in einem vorbehaltenen Falle verde nicht vergeben, man erſuche venn zu⸗ vor den Vorbehalter des Zälls, unan⸗ geſehen, daß die gaſtlichen Rechte nicht von Vorbeh⸗tkung der Schuld, ſondern von Vorbehaltung der Kir⸗ 2 reden. chen⸗Poen haben denn die Biſchöfe echt und Macht, ſolche Aufſätze der Ghriſtenheit aufzulegen, die Gewiſſn zu veyſtricken? Denn St. Peter ver⸗ beut in den Geſchichten der Apoſtel u am 15. das Joch auf der günger Hälſe zu legen, und St. Panus ſagt ux* * auf Menſchen⸗ Gebot treiben: Die Augsburgiſche Confeſſio zu den Corinthern, daß ihnen die! Derhalben, dieweil ſolche Ndans Hewalt zu beſſern und nicht zu ver⸗ gen als nöthig aufgerichtet, damit derben nedan ſei. Warum mehren Gott zu verſöhnen und Gnade zu ſie denn die S Sünde mit ſolchen Auf⸗ verdienen, dem Evangelio entgegen ſätzen? Doch hat man helle Sprüche ſind, ſo ziemt ſich keineswegs den der göttlichen Schrift, die da ver⸗ Biſchöfen, ſolche Gottesdienſte zu er⸗ bieten, ſolche Aufſätze aufzurichten, 3 zwingen; denn man muß in der damit zu verdienen Thrik ſtenheit die Lehre von der chriſt⸗ die Gnade Gottes lichen Freiheit behalten, als namiſh oder als ſollten ſie vonnöthen zur Seligkeit ſein. So ſagt St. Paulus daß die Knechtſchaft des Geſetzes nicht zu den adoff. 2: So laßt nun Nie⸗ nöthig iſt zur Rechtfertig ung. Wie Paulus zu den Galatern ſchreibt am 5: So be ſteht nun in 13 Freiheit, damit uns Chriſtus be freiet hat, und laß zt uns nicht wiederi in das knechtiſche Joch verknüpfen. Denn mand euch Gewifſen machen über denn St. Speiſe oder über Trank, oder über beſtimmten Tagen, nämlich den Feier⸗ tagen, oder neuen Monden, oder Sabbathen, welches iſt der Schatten von dem, das zukünftig war; aber es muß je der vornehmſte Ariidlde der Körper ſelbſt iſt in Chrif ſto. Item: Cvangeliums erhalten werden, daß So ihr denn geſtorben ſeid mit. priſto wir die Gmade Gottes da rch den von den weltlichen Satzungen, was Glauben an Chriſtum ohne unſer laßt ihr euch denn fangen mit Verdie enſt erlangen und nicht durch Satzungen, als wärt ihr lebendig, Dienſt, von Menſchen eingeſetzt, ver⸗ die da ſagen: Du ſollſt das nicht dienen. anrühren, du llſ das nicht eſſen I Was ſoll man denn halten vom 4 Sonntage und dergleichen tandern K u noch trinken, du ſollſt das nicht an⸗ chen⸗O drdnungen und Ceremonien legen, welches ſic doch Allles unter Händen verzehrt, und ſind Menſchen Dazu geben die Unſern dieſe Ant⸗ Gebot und Lehre, und haben einen wort, daß die Biſchöfe oder Pfarr Schein der Wahrheit. Item St. Pau⸗ berren mögen Ordnung machen, da⸗ lus zum Tiiue am 1. verbeut öffent⸗ mit es ordentlich in den Kirchen zu lich, man ſoll nicht achten auf jüdiſche gebe, nicht damit Gottes Gnade z Fabeln 9* Men chen⸗Gebote, welche erlangen, audh nicht damit für 9 Sünde genug zu thun, oder die Ge⸗ wiſſen damit zu verbinden, ſolches für nöthigen Gottesdienſt zu halten und es dafür zu achten, daß ſie Sünde thäten, wenn ſie ohne Aer gerniß die⸗ ſelben brechen. Alſo hat St. Paulus die Wahrheit abwenden, So redet auch Chriſtus ſelbſt Matth. am 15, 14. von denen, ſo die Leute Laßt fahren, ſie ſind der Blinden blinde Und verwirft ſolchen Gottes⸗ dienſt d mein bimt lagt⸗ Me Pflanzen, die zu den Cerinthern vererdnet daß die 1. 1 pflanzt hat, d her Vatet nicht ge⸗ Weiber in der Verſe ammlung ihr 3„ Da erden aus Zgereutet. Haupt ſo ollen deden. Item, daß die So nun die Biſesf M „— die Kirchen mit unzid ach haden n 311 beſchweren und dien wiſſ jou en perſtricken, warum verbent Veun die V 3 Prediger in der Verſammlung nicht zugleich alle reden, ſondern ordentlict einer Mached em andern, 1 4 Solche Ordnung gebührt der priſt Serilc 3 boit 4 dfta die ai lichen Verſammlung um der Liebe boen? Warum nennt ſie* u und Friedens willen zu halton und Teuels⸗ Lehren? ollte 8 Beſelbenden Biſchöfen und Pfarrherren in heilig Geiſt ſo Ueee lhls e denn der dwen Fälen gehorſam zu ſein, und weilig Geiſt ſolches Alles vergebrch dieſenen ſofern zu halten, daß Einer verwart haben? verwadt haben? den Andern nicht ärgere, damit in nöthig a Denn d Sabhatt alle Cer nach G. mögen n noch, w ein en ger daß das ſammen liche Kir ordnet deſto m gehabt, hätten de man wüß Sabbatbe vonnöther n ſind 1 der 8 den ſtaments Sabbatbs ths ſind aus dung, als ter nheit e daben, der dnat s ſollte: bätsfen Wunan 3 dig wir 8. ſic irn n, da Naudens f — d 4. 3 ‿ d n 3 fnd de un nehren 6 ähe nn b nne dh nn. errüche find, m Comgii 1 ane eerrrichten a 1 he Gottei 3 e ie nnachen n en ie Lhn mit 9 Nien 1 8t Nau e a 3 en ie nh Rttetg — zde ür ſhreih r hs zu den kenich dm Fän d A S zner ditn — hue tha freli n msc rer e laßtuns nihn es it de Sähenen 5 datn das n Joc verinipin 8— rvornehmſtet 4 Glut ad mgen ud nh emn eandt, dieſ ſn ſerſtzen äigi dn rlt das utt denen uun das uidt eſen Ba F um dem id uln dus nict en Semn S dergleiben on d mnd Als mter cherd gmie und(em und iind Reichen Dazu 8& die Unſern de und haden einen vert, †† ee Bichöfe ddt int Jan St Dar derren en Oddnung mi n l. nebeut äffent mit e Kertüch in den äi tatem aif füdiſche gehe, Kamit Gotts G den Gedete, veiche erlang*. hh vich damt den Sünd re zu thun, oef riſtus ſeht Natth. wiſen* zu verbinder, denen, ſo de Aue det waden Laßt der Nuden dinde dirft ſol den Hottes I Pfrpm. de 2 Dec ucht g und rrate ne däten* C ſie ohne Aergen en Te ma An 4 nden fir M Gottesdient a Die Augsburg der Kirche keine Unordnung oder wüſtes Weſen ſei. Doch alſo, daß die Gewiſſen nicht beſchwert werden, daß man es für ſolche Dinge halte, die Noth ſein ſollten zur Seligkeit, und es dafür achte, daß ſie Sünde thäten, wenn ſie dieſelben ohne der Andern Aergerniß brechen, wie denn Niemand ſagt, daß das Weib Sünde thut, die mit bloßem Haupte ohne Aergerniß der Leute ausgeht. Alſo iſt die Ord⸗ nung vom Sonntage, von der Oſter⸗ Feier, von den Pfingſten und der⸗ gleichen Feier und Weiſe. Denn die es dafür achten, daß die Ordnung vom Sonntage für den Sabbath als nöthig aufgerichtet ſei, die irren ſehr: Denn die heilige Schrift hat den Sabhath abgethan und lehrt, daß alle Ceremonien des alten Geſetzes, nach Eröffnung des Evangeliums, mögen nachgelaſſen werden, und den⸗ nh. weil von Nöthen geweſen iſt, einen gewiſſen Tag zu verordnen, auf daß das Volk wüßte, wenn es zu⸗ ſammen kommen ſollte, hat die chriſt⸗ liche Kirche den Sonntag dazu ver⸗ ordnet und zu dieſer Veränderung deſto mehr Gefallens und Willens gehabt, damit die Leute ein Exempel hätten der chriſtlichen Freiheit, daß man wüßte, daß weder die Haltung des Sabbaths noch eines andern Tages vonnöthen ſei. Es ſind viel unrichtige Disputation von der Verwandlung des Geſetzes, von den Ceremonien des neuen Te⸗ ſtaments, von der Veränderung des Sabbaths, welche alle entſprungen ſind aus falſcher und irriger Mei⸗ nung, als müßte man in der Chri⸗ ſtenheit einen ſolchen Gottesdienſt haben, der dem levitiſchen oder jüdi⸗ ſchen Gottesdienſte gemäß wäre, und als ſollte Chriſtus den Apoſteln und Biſchöfen befohlen haben, neue Cere⸗ monien zu erdenken, die zur Seligkeit nöthig wären. Dieſelben Irrthümer haben ſich in der Chriſtenheit einge⸗ flochten, da man die Gerechtigkeit des — Glaubens nicht lauter und rein ge⸗ iſche Confeſſion. 299 lehrt und gepredigt hat. Etliche disputiren alſo vom Sonntage, daß man ihn halten müſſe, wiewohl nicht aus göttlichen Rechten, ſtellen Form und Maß, wiefern man am Feier⸗ Tage arbeiten mag. Was ſind aber ſolche Disputationes anders, denn Fallſtricke des Gewiſſens? Denn wie⸗ wohl ſie ſich unterſtehen, menſch⸗ liche Aufſätze zu lindern und nach⸗ zugeben, ſo kann man doch keine eniiνεααν oder Linderung treffen, ſo lange die Meinung ſteht und bleibt, als ſollten ſie vonnöthen ſein. Nun muß dieſelbige Meinung bleiben, wenn man Nichts weiß von der Ge⸗ rechtigkeit des Glaubens und von der chriſtlichen Freiheit. Die Apoſtel ten des Bluts und Erſtickten. Wer hälts aber jetzo? Aber dennoch thun die keine Sünde, die es nicht halten. lang verboten. hoben wird. Man hält ſchier keine alten Cano⸗ nes, wie ſie lauten; es fallen auch auch bei denen, die ſolche Aufſätze allerfleißigſt halten. Da kann man fen, wo dieſe Linderung nicht gehat⸗ ſätze alſo zu halten, daß mans nicht dafür halte, daß ſie nöthig ſein, daß auch den Gewiſſen unſchädlich ſei, obgleich ſolche Aufſätze fallen. Es würden aber die Biſchöfe leichtlich den Gehorſam erhalten, wo ſie nicht zu halten, ſo doch ohne Sünde nicht mögen gehalten werden. Jetzo aber beide Geſtalt des heiligen Sacra⸗ ments, item den Geiſtlichen der haben geheißen, man ſoll ſich enthal⸗ 8 darauf drängen, diejenigen Satzungen Denn die Apoſtel haben auch ſelbſt die Gewiſſen nicht wollen beſcheren mit ſolcher Knechtſchaft, ſondern ha⸗ bens um Aergerniß willen eine Zeit Denn man mu Achtung haben in dieſer Satzung au dieſes Hauptſtück chriſtlicher Lehre das durch dieſes Decret nicht aufge⸗ derſelben Satzung täglich viel weg, ten wird, daß wir wiſſen ſolche Auf⸗ thun ſie ein Ding und verbieten dem Gewiſſen nicht rathen noch hel⸗ 300 Die Augsburgi Eheſtand, nehmen Niemand auf, ehe denn er zuvor einen Eid gethan habe, er wolle dieſe Lehre, ſo doch ohne Zweifel dem heitigen Evangelio ge⸗ mäß iſt, nicht predigen. Unſere Kirchen begehren nicht, daß die Biſchöfe mit Nachtheil ihrer Chre und Würden wiederum Friede und Einigkeit machen, wiewohl ſolches den Biſchöfen in der gebührt. Allein ſie bitten darum, daß die Biſchöfe etliche unbillige Be⸗ ſchwerungen nachlaſſen, die doch vor Zeiten auch in der Kirchen nicht ge⸗ weſen und angenommen ſein, wider den Gebrauch der chriſtlichen gemei⸗ nen Kirchen, welche vielleicht im An⸗ heben etliche Urſachen gehabt, aber ſie reimen ſich nicht zu unſern Zei⸗ ten. So iſt es auch unleugbar, da eetliche Satzungen aus Unverſtand angenommen ſind. Darum ſollten die Biſchöfe der Gütigkeit ſein, die⸗ ſelben Satzungen zu mildern, ſinte⸗ mal eine ſolche Aenderung nicht ſcha⸗ det, die Einigkeit chriſtlicher Kirche i erhalten. Denn viel Satzungen, kon den Menſchen aufgekommen, ſind mit der Zeit ſelbſt gefallen, und nicht usthig zu halten, wie die päpſtlichen Rechte ſelbſt zeugen. Kanns aber je nicht ſein, es auch bei ihnen nicht zu erhalten, daß man ſolche menſch⸗ liche Satzungen mäßige und abthue, welche man ohne Sünde nicht kann halten, ſo müſſen wir der Apoſtel Regel folgen, die uns gebeut: Wir ſollen Gott mehr gehorſam ſein, denn den Menſchen. St. Petrus verbeut den Biſchöfen die Herrſchaft, als hätten ſie Gewalt, — die Kirchen, wozu ſie wollten, zu zwingen. Jetzt geht man viel da⸗ mit um, wie man den Biſchöfen ihre ondern man bittet ⸗ Gewalt nehme, e und begehrt, ſie wollten die Gewiſſen 1 Wenn ſie aber ſolches nicht thun werden und dieſe Bitte verachten, ſo mögen nicht zu Sünden zwingen. — ſie gedenken, wie ſie werden deshal — — hen Gott Antwort geben müſſen, die Noth auch zu thun ſche Confeſſton. weil ſie mit ſolcher ihrner Härtigkeit Urſache geben zu Spaltung und Schisma, das ſie doch billig ſollen verhüten helfen. Beſchluß. Dieß ſind die vornehmſten Artikel die für ſtreitig geachtet werden. Denn wiewohl man vielmehr Mißbräuche und Unrichtigkeit hätte angiehen kön⸗ nen, ſo haben wir doch die Weit⸗ läufigkeit und Länge zu verhüten allein die vornehmſten gemeldet, da⸗ raus die andern leichtlich zu ermeſ⸗ ſen. Denn man in Vorzeiten ſehr geklagt über den Ablaß, über Wall⸗ fahrten, über Mißbrauch des Ban⸗ nes. Es hatten auch die Pfarrer von wegen des Beicht⸗Hörens, des Begräbhniſſes, der Leich⸗Predigten und unzähliger anderer Stücke mehr. Solches Alles haben wir am beſten und um Glimpfs willen übergangen, damit man die vornehmſten Stücce in dieſer Sachen deſto eher vermerken möchte. Dafür ſoll es auch nicht ge⸗ halten werden, daß in dem Jemand Etwas zu Haß, zuwider, oder Unglimpf geredt oder angezogen ſei, ſondern wir haben allein die Stücke erzählt, die wir für nöthig anzuziehen und zu vermeiden geacht haben, damit man daraus deſto baß zu vernehmen habe daß bei uns Nichts, weder mit zehre, noch mit Ceremonien an⸗ genommen iſt, das entweder der heiligen Schrift, oder gemeiner chriſt⸗ lichen Kirchen entgegen wäre. Denn es iſt ja am Tage und öffentlich, daß wir mit allem Fleiß, mit Gottes Hilfe(ohne Ruhm zu reden), verhütet haben, damit je keine neue und gott⸗ loſe Lehre ſich in unſern Kirchen einflechte, nehme. = Die obge eem Ausf wollen, zu unendlich Gezänk mit den Mönchen! gekenntniß E einreiße und überhand e a Prsdn t ehne Shemn d pahng n klo ge. dehütn G. at nlhſi ddt, daß de Ehre dde um ldes der a thun 6 59 Siuß. 5 de dis iih= mehmſen dan der de für treit e ſt werden. da uct piewohl m r nehr ßoräug d. nda un Unrig t iitte angehen td t doch di Ah n gmmeie uen ſe ha tin ingkät u gee zu veit dt, ahn alln die v ſſen gemadet,n ſan Jei us die ai r vecchtlich zu en dar, daß ſen. Denn Win Vorzetten werſtand gelagt üben t Slblaß, über NM n ſollten fahrten, üh brauch des M ein, die nes. Es G= auch die Pie n, fite mendich C i imit den Münt aitt ſcha von wegen Sächt⸗Hötens, er Kürche Begräbniſſg 5 ceich⸗Predigten ungen, mählger fann(üück n den. ſind Solches Al! en wir am unn nict und un Gl ff Wrilen ibergn rſtlchen danit nmn 85 ctnehmſtn(i as aber in dieſer I Moeſt eher vam nen nicht möchte. Da 211 8 auch nich 1 e andt odet arrogen ſei ſn d n an daben Side Stlce eni dn die wit f r ganuihe ſam ſen, zu vermeid ct haben, Hochdfen dabe, daß 1 ie Gewalt, Lehre, wollen, zu einer Anzeigung unſer V ferner Bet mit Grund göttlich Bekenntniß und der Unſern Lehre. — * 4— 8 8 Die Augsburgiſche Conon. Die obgemeldten Artikel haben wir Und obzmand befunden würde, m Ausſchreiben nach übergeben der dararangel hätte, dem iſt ma⸗ heiliger Eift zu thun erbötig. Eurer Kaiſerl. Majeſtät unterthänigſte Johannes, Herzog zu Sachſen, Chfürſt. Georg, Markgraf zu Brandenburg. Ernſt, Herzog zu Lüneburg. Philipp, Landgraf zu Heſſen. 2* Johann Friedrich, Herzog zu Sachſe Franciscus, Herzog zu Lüneburg. Wolfgang, Fürſt zu Anhalt. Ddie Stadt Nürnberg. Die Stadt Reutlingen. ENDE. Gott ſei der Ruhm, Preis und Ehre! Balleluja! 301 — — 5 1 . 1 4 9 1 8 6 1 68 1 6 1 3 “ “ — 1 2 5 n. — N “ ““ ““ 8 . “ 8““ ſſ“ — 3— 8“ — — 53 “ “ 88 . e iNm eehn — Le eRee eeen “ ——* 83 8 8 8 8“ Se “ S 1 KeN. N.— . 8— 4 —— “ 88 SMn he 3 8 e ere — 3 —— 6 2 een e “ s e 8 eeher 8 8 8 2 5— ede— 4 ee*“ 8.““ ““ 5 ö“ “ er“ “ 8 8 12 * 3 Ee 5 7. 8 — 4 85 e S. i 2 ¹“ 8 3 5 ihier 8“ — 8 lrrſhene r * Br. e 9 —* 1 2 63, 8 8 . 8 8 “ — e 8 * 98 9 * “ “ 9 5 “ 81 A514: 8 5 A 5 5 8 8 1 * 4 1 e 8 * 89 r 5 „ srea eres ““ S dres 4 5 1e * * — 8 * e 8 8 4 8 * 8 3 “ 8 e 8 — — 8 — “ “ 8 8 8 3 8 8 Seere 8 — ss 8 5. ————““ — n 1e“— 53 8 8 RereeeeeeRenn 5 ““— “ * 4“ 3* “ 8 88 “ Farbkarte 13 1