4 “ 8 Hchſte Lans 8 f ——————— Heſſen⸗Darmſtaͤdtiſches allgemeines b Hoͤchſte Landesfuͤrſtliche Verordnung heraussegeben. 3 Im Verlag der Furſtlichen Invaliden⸗ und Soldaten Waiſen⸗Anſtalt. 5—— V Darmſtadt. —yj— Die Melodien ſind nach dem neuen Choralbuch kberſchrieben. 9 3 w lbetein ne ienſt Erſt. die hriſl. 1. Von Gott Chotal bu. 1. Allgemeine Lieder bey dem oͤffentlichen Gottes⸗ dienſte Seite 1 Erſte Abtheilung. Lie der uͤber die chriſtlichen Glaubenslehren. . Seite Seite 1. Von Gott 5) Von der Darſtel⸗ 2. Bon den Eigenſchaf⸗ lung Chriſti im ten Gottes. 9 Tempel 9³ 3. Von der heiligen 6) Vom Vorlaͤufer⸗ Dreyeinigkeit 27 amte Johannis des 4. Von der Schoͤpfung 32 Taͤuſers 91 5. Von der Vorſehung 35 13. Von dem Wandel 6. Von den Engeln. 44 Jeſu auf Erden 92 7. Von dem Menſchen 46/14. Bon dem Leideng Jeſ. 97 8. Von der Beſtimmut 115. Von der Auferſfeh. des? 49 Jeſu. 130 9. Von d 16. Von der Himmelf. dem Chriſti, oder ſeinem Mer 52 Sitzen zur Rechten 10. Vot Foites. 136 tes in Jef 17. Vom heiligen Geiſte 140 vder von der Erlö⸗ 18. Pom Worte Eott. 147 ſung des M Nenſchen. 5919. Von der chr. Kirche. 185 11. Pon Chriſto dem 20. Von der heiligen T. 160 iſer. 70 21. Von dem h. Abendm. 162 12. Bon der Menſch⸗ 22. Vem Tode. 17² werdung u. Geburt 23. Von der Auferſteh. Jeſu Chriſti 73 der Todten. 189 1) Adventslieder 73 24. Von dem juͤngſten 2) We eihnachtslieder 77 Gericht 194 395 Vom Namen Jeſu 87 25. Von der Ewi k. oder 4) Von der Erſchei⸗ dem ewizen leb. 199 nung Chriſti. 88 Zweyte Zweyte Abtheilung. I Lieder uͤber die chriſtliche Lebenspflichten. 1. Von der Buſſe und I12. Von der Sorge fr— Bekehrung 206 en Leib. 326 2. Vom Glauben an Je⸗ 18. Vom zeitl. Beruſe 329 ſum Chriſtun. 229 19. Von dem recht. Verh. 3. Von den Geſinungen in Abſicht der zeiit. gegen Jeſ. und der Guͤther. 332 laubigen Zueign.[20. Vom recht. u. weiſ. 6 eines Verdienſtes. 239 Gebrauch des Leb. 3360 9 4. Vom thaͤtigen Chri- 1. Von der Zufriedenh. 339 alge ſtenthum uͤberh. 248 22. Von der Geduld im 5. Von d. Erkaͤntn. Gott. 267 Leiden 342 4 6. Von der Furcht Goit. 270 23. Von der Liebegegen ian üffent 7. Von der Liebe geg. G. 272 d den Naͤchten. 360 8. Vom Gehorſ. geg. G. 275 24. Von derGerechtigk. 3636 9. Von der Freude in G. 277(25. Von der Dienſtfer⸗ 365 Ao den A 10. Vom Vertr. auf G. 279 iigk. u. Barmhzigk. 363 11. Vom Gebaͤte. 294 26. Von der Sanftm. u., WMWanm, heiger G 12. Von der Dankbark. Verſoͤhnlichkeit. 0 367 TNfl die heren gegen Gott. 304 27. Von der Wahrh. und„o MMlgen, Nnd ene 13. Vom Lobe Gottes. 311 Aufrichtigkeit. ,11 370 ihnen ds feuer eine 14. Von der Selbſterk. 28. Von der Gott gefaäl- han ehe, derdadar und Demuth. 319 ligen Kinderzucht. 37. bflün der zun 15. Von der Selbſtliebe. 321 29. Von der Gluckſe⸗ blerder axnwelt 16. Von der Sorge fuͤr ligkeit wahrer Chri⸗ tit, narikiit die Seele. 22] ſten. 325 Bant 3 Dritte Abtheilung. Stn s 3 der zeit Lieder bey beſondern Zeiten und Faͤllen. h den der 4 1. Morgenlieder. 381[10. Bey unfruchtbarer tenn näteh 2. Abendlieder. 387 irerun tern a11 e an 3. Neujahrslieder. 393 11. BeyDonnerwettern 411 M hel un nn 4. Aneinem Geburtst. 400 12. In Waſſersnoth. 414 gor, ur gout 5. Bey Einfuhr. eines 13. In Kriegszeiten. 416 Ac s Gotte oͤffentl. Lehrers und 14. In Theuerung 420 gfen attm Predigers. 400 15. Bey efährl. Seuch. 421 räni d thenn, 6. Bey der Confirmat. 401 16. JIn Krankheiten 427 elſen ai 7. Bey Trauungen. 403 17. In Todesnsthen. 4242 u 8. Bey der Erndte. 405 18. Bey Bogruͤbniſſen 432 ger beh 9. In allgemeiner Noth. 407 Allge⸗ n wireſü Uh g. Spflichten, Sorge fuͤr 3 ¾ I. Berufe 32 eecht. Perh. 39 t der zeitl, 32 ht. u. weiſ. 11 des Leb. 336 iheded. 339 Gedut ,377 icheggen armhſigk. 365 hanftm. u. chkeit. 367 gahth. und geeit. 370 Hott gefaͤl⸗ derzucht. 37² Gluͤckſe⸗ hrer Chri⸗ ng. Fäͤllen ruchtbarer g. 408 erwettern 411 tonoth. 414 zzeiten. 416 erung 4 ſI. Seuch. 421 heiten 4²2 Allgemeine Lieder bey dem ffentlichen Gotresdienſte. 1 X 442 6 4 6 8. 5 842&☛ρ 4 8 5 5 I. Bey dem Anfang des oͤffentlichen Gottesdienſtes. ſtaͤrk uns, und erhalt uns dir! mit deinem troſt, o Gott, verlaß uns nicht in unſrer letzten noth, erbarme dich Mel. Vom himmel kam *—‿ heil⸗ lge er Geiſt! laß 3. 9 uns dein Wi I fo 8 nd immerfort, daß Durc h deine lehr, und hoffnung 2*2 — 2* — — 1 18 8 4 18 —— 58 z(8 g † He, 2. Scoofer, Gott, Herr, gla ub, 5 —. der zeit und swig⸗ reichlic h mehr. e dich! — keit, Vater der barmherzig⸗ 2. Erleuchte un ns, du wah⸗ keit, aller welt erhalter und res licht lentzeuch uns deine 91¼ gnade nicht, ſey Unſer troſt ler welt licht, in aller no ch! ſaͤrk uns im unſer heil und tro oſt und zu⸗ ſeben und im tod! verſicht, du Gr Hottes ew'ger. Sohn, ach, unſ er r mittler vor II.: Vor der Predigt. des hoͤchſten thron, Heiland! Liebſter Jeſu! wir ſind brunſtig feufzen wir zu dir: 4. hier, dich und dein, erbarme d ich! wort anzuhoͤren: lenke ſinnen Geiſt, dich, und begier, auf die ſuͤſſen him⸗ veiit uns, A mels⸗ 2 Allgemeine Lieder. melslehren, daß die herzen von der erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Unſer wiſſen und ver⸗ ſtand, iſt mit finſterniß um⸗ huͤllet: wo nicht deines Gei⸗ ſtes hand, uns mit hellem licht erfuͤllet. Gutes denken, gutes dichten, muſt du ſelbſt in uns verrichten. 3. O du glanz der herrlich⸗ keit! licht vom licht aus Gott H gebohren: mach uns alleſamt bereit, oͤffne herzen, mund und ohren: unſer bitten, flehn und ſingen, laß Herr JESu wohl gelingen. Eerr Jeſu Chriſt, dich 5.—0 zu uns wend, dein'n heilgen Geiſt du zu uns ſend, mit huͤlf und gnad er uns re⸗ gier, und uns den weg zur wahrheit fuͤhr. 2. Thu auf den mund zum lobe dein, bereit das herz zur andacht fein, den glau⸗ ben mehr, ſtaͤrk den verſtand, daß uns dein nam werd wohl bekannt. 3. Bis wir ſingen mit Gottes heer: heilig, heilig, iſt Gott der Herr, und ſchauen dich von angeſicht, in ew'ger freud und ſelgem licht. 4. Ehr ſey dem Vater und dem Sohn, ſammt heil'’gen Geiſt in einem thron, der heiligen Dreyfaltigkeit ſey lob und preiß in ewigkeit Mel. Liebſter Jeſu wir 6 emuthsvoll komm ich * zu dir, dich im gei⸗ verleihe mir wahre andacht, mich recht ruͤhren, mich den weg zum himmel fuͤhren. 2. Ach gieb, daß dein theu⸗ res wort meine ſeele ganz durchdringe, und in mir, o err mein Hort, frucht zum ew'gen leben bringe; gieb, daß es mich maͤchtig ſtaͤrke zur vollbringung guter werke. 3. Laß es ſeyn mein troſt, mein licht, Herr auf allen meinen wegen; meine ſtarke zuverſicht, wann ſich zweifel in mir regen; meines herzens hoͤchſte freude, wann ich von der welt einſt ſcheide. 7 preis und ruhm mein herz ſey ganz dein eigen⸗ thum! laß mir den ſabbatz heilig ſeyn, u d gern ihn deinem dienſte weihn. 2. Gieb daß ich mein ge⸗ muth bewahr, wenn ich mit deiner chriſtenſchaar zu der nes Hauſes ſtaͤtte geh; daß ich mit ehrfurcht vor dir ſteh. 3. Erinnre ſelber meinen geiſt, daß du mir gegenwaͤr⸗ tig ſeyſt, damit ich deinet wortes lehr mit andacht und mit nutzen hoͤ ſte zu verehren, Vater! ach daß die lehren deiner weisheit Wel. Zerr Jeſu Chriſt w. Gott! du kiſt mein hoͤr. 4. Druck alles tief ins her hin⸗ ba daf — ſmnin, und laß nn ſos harer iin; ſir ſeine gnade den ie des wortes häter 5. Hilf, d 15 tuhetag zu meinem i en mag; hewahr hem geiſt der wellen zen tag verächtlich 6. doch laß mich! ſenbeſtehn, dich nun dath u afähn. Hen de ganelebenszeit ſeln ſienſt und tuhm gen. Mel. gerr Jeſu Che 8 Der du ſtets u 9*— flucht biſt, Nn deine, JeſuChr. un den geiſt, der Keet,und uns den! dähgeit füͤhrt. 2Erſrkt den wan⸗ riand, macht deir dns kennmt: er fam. fallniet uns an„e is de leens ahn. 33. hlelcja! einſt e, Get, heilig!“ feig di, und ſcau in dien liht, von ſchn engeſcht. - Ay den E de iſentchen( . Adienſtes. d Lebger Jeſu dcſ 9 9 trGott wi ta dn, daßt Liebſter Jed muthsvol iin zu dir, dich i erehren, Vm mir wahre uie ehren deiner m ht ruͤhren, mi mhimmel fähm h gieb, daß dent rt meine ſelt inge, und inm nein Hort, ftuth leben bringe mich maͤchtig iin ngung guterwei aß es ſeyn meint licht, Hert uſt g wegen; mäme icht, wann ſch regen; meinetſ freude, wann elt einſt ſchedde 1. Zerr Jeſuchti Gott! du i 9 preis und i herz ſey ganzden — laß mir dan g ſeyn, u d g im dienſte we Gieb daß ichm bewahr, wennt bey dem oͤffentlichen Gottesdienſte. 3 hinein, und laß mich nicht blos hoͤrer ſeyn; ſteh mir mit deiner gnade bey, daß ich des wortes thaͤter ſey. 5. Hilf, daß ich deinen ruhetag zu meinem ſegen fey⸗ ren mag; bewahr mich vor dem geiſt der welt, die dei⸗ nen tag veraͤchtlich haͤlt. 6. Doch laß mich nicht da⸗ bey beſtehn, dich nur am ſab⸗ bath zu erhoͤhn. Herr, mei⸗ ne ganze lebenszeit ſey deinem dienſt und ruhm geweiht. Mel. Zerr Jeſu Chriſt, d. 8 Der du ſtets unſre zu⸗ 0 flucht biſt, ſey mit den deinen, Jeſu Chriſt! ſend uns den geiſt, der uns re⸗ giert, und uns den weg zur wahrheit fuͤhrt.— 2. Er ſtaͤrkt den wankenden verſtand, macht deine lehre uns bekannt: er flammt zur heiligkeit uns an, er leitet uns des lebens ahn. 3. Halleluja! einſt ſingen wir, Gott, heilig! heilig! heilig! dir, und ſchauen dich in deinem licht, von ange⸗ ſicht zu angeſicht. dein wort gegeben: hilf uns ferner, daß auch wir nach demſelben heilig leben: Gieb dem glauben ſolche ſtaͤrke, daß er thaͤtig ſey im werke. 2. Uns, o Vater! lehreſt du, was wir thun und glau⸗ ben ſollen, ſchenk uns deine kraft dazu; gieb zum wiſſen auch das wollen, und zum wollen das vollbringen, ſo wird alles wohl gelingen. Nach voriger Mel. 10 un, Gottlob, es iſt . vollbracht, beten, ſingen, leſen, hoͤren, Gott hat alles wohl gemacht, drum laßt uns ſein lob vermehren, Unſer Gott ſey hoch gepreiſet, daß er uns ſo wohl geſpeiſet. 2. Weil der Gottesdienſt iſt aus, mitgetheilet auch der ſegen, ſo gehn wir mit fried nach haus, wandeln fein auf Gottes wegen. Gottes Geiſt uns ferner leite, und uns alle wohl bereite. er chriſtenſchan 111. Bey dem Schluß 3. Unſern ausgang ſegne Hauſes ſtaͤtte ge des oͤffentli Gott, unſern eingang glei⸗ ehrfurcht ve Fentüchen Got chermaſſen; ſegne unſer taͤg⸗ rrinnre tg Ebiene.. lich brod, ſegne unſer thun t, daß du nt Mel. Liebſter Jeſu! wir und laſſen, ſegne uns mit , dami m 9 ochſter Gott! wir dan⸗ ſelgem ſterben, und mach tes lehr mit ant.e ken dir, daß du uns uns zu himmels erben. 3 4 .Drucka A 2 Erſte — yo— 4 E G e Gee GEGo8 Ge8e ee W Erſte Abtheilung. Lieder die ehriſtlichen uͤber Glaubenslehren. —,— I. Von Gott. Mel. Eps iſt das heil 11 Der Herr iſt Gott * und keiner mehr: frolockt ihm alle frommen! wer iſt ihm gleich? wer iſt wie er, ſo herrlich, ſo voll⸗ kommen? der Herr iſt groß, ſein Nam iſt groß, er iſt un⸗ endlich, grenzenlos in ſei⸗ nem ganzen weſen. 2. Er ijſt, und bleibet, wie er iſt, wer ſtrebet nicht ver⸗ gebens ihn auszuſprechen? wer ermißt die dauer ſeines lebens? wir menſchen ſind von geſtern her! eh noch die erde war, war er, noch eher, als die himmel. 3. Um ſeinen thron her ſtroͤmt ein licht, das ihn vor uns verhuͤllet; ihn faſſen al⸗ le himmel nicht, wie weit er ſie erfuͤllet; er bleibet ewig, wie er war, verborgen und ke wundern. 4. Wo waͤren wir, wenn ſeine kraft uns nicht gebildet haͤtte? er kennt uns, kennet, auch offenbar in ſeiner wer⸗ was er ſchafft, der weſen gan⸗ ze kette; bey ihm iſt weisheit und verſtand, und kraft und ſtaͤrke; ſeine hand umſpannet erd und himmel. 5. Iſt er nicht nah? iſt er nicht fern? weis er nicht alle wege? wo iſt die nacht, da ſich dem Herrn ein menſch ver⸗ bergen moͤge? woͤlkt keine ſchatten um euch her; gedan⸗ ken ſelbſt erkennet er in ihrer erſten bildung. 6. Wer ſchuͤtzt den welt⸗ bau ohne dich, o Herr, vor ſeinem falle? allgegenwaͤrtig breitet ſich dein ſittig uͤber alle. Du biſt voll freundlich⸗ keit, voll huld, barmherzig, gnaͤdig, voll geduld, ein vater, ein verſchoner. 7. Unſtraͤflich biſt du, hei⸗ lig, gut, und reiner als die ſonne! wohl dem, der deinen willen thut, dem du vergiltt mit wonne! du haſt unſterb⸗ lichkeit allein, biſt ſelig, wirſt es ewig ſeyn, der ſelig⸗ keiten fuͤlle. 8. Du 7 Du uut vet nd dank dunur L thre. Komwt, wer 8 Glebgeſang ihr al 5 de der Her it t kiner mehr? wei gleich! wer iſt, n hertlich, ſo vollk m na wie chriſi b er iſt di I2. WEi Prpehnncht voll du⸗ t nir,d aßer, dich, nn en. Gott, ſin andenn nmen. 3 derſetne drm 1 9 de deinen 1 dn, die erd, o Kalſt,né weer, u duen lten; w. — —— — * 4—— —————————— 2—— ͤſ. ————,—— 1———————= 4————— —————— ·—————————— 6 I. Von Gott. was ſeyd ihr gegen ihn? mit aller eurer pracht, in eurem ſchoͤnſten lichte, vor ſeinem angeſichte, noch dunkler, als die nacht. 4. Wie ſoll ich, Gott dich nennen, dich, Vater der na⸗ tur? Was wiſſen wir? wir kennen der weſen flaͤche nur. Wie wandeln koͤrper ſich, ſelbſt bey dem ſchoͤnſten ſchim⸗ mer! Gott aber wechſelt nim⸗ mer, er iſt unkoͤrperlich. 5. Preißt unſern Herrn und meiſter, der ſelbſt uns unterweiſt: Er ſey der quell der geiſter, ganz geiſt, der hoͤchſte Geiſt; ſelbſtthaͤtigkeit und kraft, ganz weisheit, freyheit, leben! kommt laßt uns ihn erheben, daß er auch geiſter ſchafft. 6. Das preißt der engel: ſinge du, meine ſeel, ihm auch! auch du,(frolocke, ſin⸗ ge!) biſt ſeines odems hauch. Empfinds, verkenne do nicht deinen werth! verachte, was ſterblich iſt, und achte fuͤr fuͤnden dich zu hoch! 7. Im geiſte bet ihn, ſeele, und in der wahrheit an! lieb ich des Herrn befehle: wie ſe⸗ lig bin ich dann! er hat un⸗ ſterblichkeit und ſeligkeit und leben; das alles wird er geben dem, der ſich ganz ihm weiht. mMel. O Gott, du frommer 14.2 Gotr, mit ehr⸗ furcht ſtets zu nennen! du biſt unendlich mehr, als wir begreifen koͤnnen. O floͤſe mei⸗ nem geiſt die tiefſte demuth ein, und laß mich ſtets vor dir voll ehrerbietung ſeyn. 2. Du biſt das hoͤchſte gut; du weiſt von keinem leide; ſters ruhig in dir ſelbſt ſchmeckſt du vollkommne freu⸗ de; dein iſt die herrlichkeit; auch ohne kreatur biſt du dir ſelbſt genug, du ſchoͤpfer der natur.. 3. Du riefſt dem, das nicht war, um luſt und ſeligkeiten aufs mannigfaltigſte um dich her auszubreiten; die liebe biſt du ſelbſt; verſtand und rath ſind dein: und du ge⸗ brauchſt ſie gern, zu ſegnen, zu erfreun. 4. Du ſprichſt, und es ge⸗ ſchieht; auf dein allmaͤchtig: Werde! entſtand dein groſ⸗ wort traͤgſt du die ganze welt, was uns unmsglich faͤut. der erden majeſtaͤten ſind, Hoͤchſter, vor dir ſtaub; auch du erniedrigeſt, Gott, wer kann den erhoͤhn? wen du er⸗ hoͤhen willſt, deß hoheit muß nbetungswuͤrdger beſtehn. ſterblichken beſttzel, der leben giebt 5. Du biſt der herren Herr; 6. Du biſt es, der allein un⸗ 7 äzafe . — ſes werk, der himmel und die ch erde; mit deinem kraͤftgen und deine macht vollfuͤhrt, ⸗ geiſter kannſt du toͤdten; wen— — ſit und vimt, deſ im ſchuüßet: den e. Auns lebt, den he ton dit; wilſt du,ſ iiht doblbeſfü „ Ver hat dich ter kai in feiſcd ein ſterblich auge! den licheshoͤhen rol maſetät aufdeil⸗ (ithronſt unduntern F lhb der himmelsheeren 6. Pas wir, Unen⸗ von deinem weſen wiſſ⸗ Haſtduſelbſt zuvor un baren muſen: die ſch zugt von dir; und: Gahnes mund mac⸗ nſch deutlicher, Got ung kawen kund. 9 Doch hier erkenn dctoch gar unvollkor rid aber dermalein let ii gt ſer got, erh Nl. Jerzliebſter 1. iſtic nad ü6 Gott ha Vos haͤtr — zu nennen iſt das hochſtege on keinem led ig in dir fi vollkommneſth jdie herrlichn kreatur biſt duhe 9, du ſchoͤpferd efſt dem, das ni luſt und ſeligkein igfaltigſte unde vreiten; die li I. Von Gott. giebt und nimmt, der unſern odem ſchuͤtzet: den geiſt, der in uns lebt, den haben wir kein ſterblich auge reicht bis zu den lichteshoͤhen, wo du voll majeſtaͤt auf deinem ſtuh⸗ le thronſt, und unterm frohen lob der himmelsheere wohnſt. 8. Was wir, Unendlicher, von deinem weſen wiſſen, das haſt du ſelbſt zuvor uns offen⸗ baren muͤſſen: die ſchoͤpfung zeugt von dir; und deines Sohnes mund macht uns — der furcht und gram fuͤr waf⸗ fen? Gleich ſteuerloſen ſchif⸗ fen in den ſeen, wuͤrd ich vergehen. 2. Dann muͤßt ich unter mir das thier beneiden, und mir verſiegte jeder quell voll freuden; und jedes eden wuͤrde mir auf erden zur wuͤſten werden. 3. Waͤr ich nicht elend? waͤr ich nicht verlohren? Ach beſſer waͤrs, ich waͤre nie gebohren, als nichts in grauenvollen finſterniſſen, von Gott zu wiſſen. 4. Die menſchen haͤtten ſin⸗ ne, haͤtten ſeelen, in ſchwar⸗ zſt; verſtandn noch deutlicher, Gott, dei⸗ zen gruͤbeleyen ſich zu quaͤlen, dein: und da⸗ gern, zu ſegna prichſt, und sg if dein allmacht ntſtand dein a der himmel undd t deinem krüſth t du die ganzewi macht volffiht unmoͤglich fült ſt der herren ha majeſtaͤten ſi vor dir ſtaut; 0 nſt du toͤdten; rigeſt, Gott, rhoͤhn? wen ui lſt, deß hohein iſt es, der alli t beſthl/dat 1 g nen namen kund. 9. Doch hier erkennen wir dich noch gar unvollkommen; wird aber dermaleinſt der vorhang weggenommen, der jezt das heiligſte noch un⸗ ſerm blick verſchließt: dann ſehen wir dich, Gott, ſo herrlich, wie du biſt. jezt dein ruhm von uns be⸗ ſungen; verſchmaͤhe nicht ein lob von lallend ſchwachen zungen! Dort ſoll, wenn wir dereinſt vor dir verherrlicht ſtehn, ein lied im hoͤhern chor, dich, groſſer Gott, erhoͤhn. Mel. Herzliebſter Jeſu uͤßt ich nicht: Gott 15. Wißtichmt hat mich erſchaffen! Was haͤtt ich wi⸗ 10. Indeß ſey auch ſchon b umſonſt erſt ein unendlich gut zu ſuchen, ſich dan zu fluchen. 5. Wir floͤgen gleich dem ſtaub auf: ſaͤnken wieder, wie leicht verwehter ſtaub, zur er⸗ de nieder. Schoͤn iſt das la⸗ ſter, wenn ich Gott nicht ſin⸗ de; die tugend ſunde. 6. Flieht laͤſternde gedan⸗ ken; ihr beflecket von ferne ſchon die ſeele, die ihr ſchre⸗ cket! Flieht,(denn ich ken⸗ ne meine lebens⸗ quellez) zuruͤck zur hoͤlle. 7. Ich weiß, daß Gott iſt; weiß an wen ich glaube, weß hauch die ſeel iſt, wer den leib vom ſtaube ſo kuͤnſtlich baut, mich traͤgt, mich unter⸗ ſtuͤtzet, mich taͤglich ſchuͤtzet! 8. Ich weiß, auf welchen A 4 grund 8 I. Von Gott. grund mein gluͤck ich bauen, wen ich verehren muͤſſe, wem vertrauen. Ihm zu gefallen will ich mich nun uͤben; Ihn will ich lieben. rhabner Gott, was I 6. E reicht an deine groͤſ⸗ ſe? denk ich an dich, ſo fuͤhl ich meine bloͤſſe; ich fuͤhle, Herr, daß du unendlich biſt, und daß umſchraͤnkt mein for⸗ ſchend denken ſtt. 2. Du wohnſt im licht, dazu kein menſch kann kom⸗ men: was iſts, das wir von deinem ruhm vernommen? Ach nur ein theil von deiner majeſtaͤt, die uͤber alles dich, „ Gott, erhoͤht. 3. Dein ewges ſeyn, dein ganz vollkommnes weſen; das, was du wirkſt, und was dein rath erleſen, iſt viel zu hoch fuͤr menſchlichen ver⸗ ſtand; von engeln ſelbſt wirſt du nie ganz erkannt. 8 4. Wie ſollt ich denn, ich ſaub mich unterwinden, Un⸗ endlicher, dich voͤllig zu er⸗ gruͤnden? O mache mich von ſolchem dunkel frey, daß mir dein wort des glaubens richt⸗ ſchnur ſey 5. Mein eigner geiſt kann ſich leicht hintergehen; dein wort iſt wahr, es bleibet ewig ſtehen. Erförſch ich gleich dein goͤttlich weſen nicht; ſo gnuͤge mir davon dein unterricht. zu dir ſind alle daß ich dir mich ſelbſt zum opfer bringe. Begreif ichs nicht, wie du die welt re⸗ gierſt, ſo ſey mirs gnug, daß du mich ſelig fuͤhrſt. dinge: gieb, 7. Einſt wirſt du dich mir naͤher offenbaren; einſt werd ich mehr von deinem rath er⸗ fahren: wenn ich nur dem, was mich dein wort gelehrt, geglaubt, gefolgt, und treu dich hier verehrt. 8. Drum hilf, daß ich mit ehrfurcht vor dir wandle: in allem thun nach deinem willen handle; zufrieden ſey, wie du mich hier regierſt,bis du mich einſt zu deinem hifel fuͤhrſt. 9. Dann werd ich dich im hellern lichte ſehen, und, froh in dir, dein ewig lob erhoͤ⸗ hen: Herr! du biſt groß und zeigſt es mit der that, un⸗ endlich gros an huld, an macht und rath. 1 7(Izott iſt mein lied! er „A‿ iſt der Gott der ſtaͤrke; groß iſt ſein nam, und groß ſind ſeine werke und alle himmel ſein gebiet. 2. Er will und ſprichts; ſo ſind und leben welten. Und er gebeut; ſo fallen durch ſein ſchelten die himmel wie⸗ der in ihr nichts. 3. Licht iſt ſein kleid, und ſeine wahl die beſte; er 6. Von dir, durch dich, herrſcht als Gott, und ſeines ro⸗ — „ himmel, erd und a kennet Gott, verke feere ſiud ihm ofendar. 6 Er iſt um miet dyih ſicer ruhe; t das ich vor oder dhle, und er erſor und dig. Eriſ dir nah der geeſt: ob du u du gen hinmel ſi itter alenthalben d 14 Er kennt mes undalen tath der nei, wie oſt ich ind igle, und alt. dcuſehr. .9 Erwog mir da⸗ Knn geben wollte df fü„vwie Alte, dai tt nar. h — — — — 1 1 — — kigtt und Un dariclet Get 9 Liebſter Jeſt 1§. 3 3 „ Mi nnſcsne alle dinge, gii mich ſelbſt u ſe. Begreif ſ abaren; einſt u en deinem rauh enn ich nur di dein wort geleſt gefolgt, und n erehrt. mhilf, daß ichn or dir wandlen nach deinem uil ffrieden ſey, wie regierſt,bis du me inem hiſnel füht n werd ich di öte ſehen, und) ſ ein ewig lob en r! du biſt großn mit der that, ros an huld, drath. zott iſt meinliid iſt der Gott oß iſt ſein nan,n ſeine werke unde ſein gebit. will und ſyiitt nd leben welt⸗ ebeut; ſo ſallene lten dihimng 1 tnichts. 3 iſt ſein kleid ahl die boſte als Goid mng I. Von Gott. thrones veſte iſt wahrheit und gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein meer von ſeligkeiten, ohn anfang Gott, und Gott in ewgen zeiten! Herr aller welt, wer iſt dir gleich. 5. Was iſt und war im himmel, erd und meere, das kennet Gott, und ſeiner werke heere ſind ewig vor ihm offenbar. 6. Er iſt um mich, ſchafft, daß ich ſicher ruhe; er ſchafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforſchet mich und dich. 10. Nichts, nichts iſt mein, das Gott nicht angehore. Herr! immerdar ſoll deines namens ehre, dein lob in meinem munde ſeyn. 11. Wer kann die pracht von deinen mundern faſſen? Ein jeder ſtaub, den du haſt werden laſſen, verkuͤndigt ſeines ſchoͤpfers macht. 12. Der kleinſte halm iſt deiner weisheit ſpiegel. Du luft und meer, ihr auen, thal und huͤgel, ihr ſeyd ſein loblied und ſein pſalm. 13. Du traͤnkſt das land, fuͤhrſt uns auf gruͤne weiden; 7. Er iſt dir nah, du ſitzeſt und tag und nacht und korn oder geheſt: ob du ans meer, ob du gen himmel foͤheſt: ſo iſt er allenthalben da. 8. Er kennt mein flehn und allen rath der ſeele. Er weiß, wie oft ich gutes thu und fehle, und eilt mir gnaͤ⸗ dig beyzuſtehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, ſchrieb auf ſein buch, wie lang ich leben ſollte, da ich noch un⸗ bereitet war. und wein und freuden em⸗ pfangen wir aus deiner hand. 14. Kein ſperling faͤllt, Herr, ohne deinen willen; ſollt ich mein herz nicht mit dem troſte ſtillen, daß deine hand mein leben haͤlt. 15. Jſt Gott mein ſchutz, will Gott mein retter wer⸗ den: ſo frag ich nichts nach himmel und nach erden, und biete ſelbſt der hoͤlle trutz. II. Von den Eigenſchaften Gottes. Ewigkeit und Unveraͤn⸗ derlichkeit Gottes. Mel. Liebſter Jeſu, wir ott, du biſt von 18. ewigkeit, und dein herrlich groſſes weſen aͤndert b ſich zu keiner zeit, du bleibſt ſtets, was du geweſen; laß dies meinen geiſt beleben, ehrfurchtsvoll dich zu erheben! 2. Ewig und unwandelbar iſt, o Gott dein hohes wiſſen; was dir einmal wahrheit A 5 war, 10 II. Von den Eigenſchaften Gottes. war, wird es ewig bleiben muͤſſen; niemals kann dein ausſpruch fehlen; laß mich ihn zum leitſtern waͤhlen! 3. Herr, du biſt kein men⸗ ſchenkind, daß dich etwas reuen ſollte; immer bleibſt du gleich geſinnt; was dein rath⸗ ſchluß vormals wollte, willſt du noch; o hilf uns allen thun nach deinem wohlgefallen! 4. Immer bleibſt du, Gott, ein feind derer, die das un⸗ recht uͤben; immer bleibſt du, Gott, ein freund, derer, die das gute lieben: laß uns darinn ſchon auf erden deinem bilde aͤhnlich werden. 5. Deine worte truͤgen nicht; du biſt ewig der ge⸗ treue, der da haͤlt was er ver⸗ ſpricht: o daß dies mich ſtets erfreue! Laß nur deinen Geiſt mich treiben, dir, Herr, auch getreu zu bleiben. 6. Stets iſt wohlthun dei⸗ ne luſt; ewig waͤhret deine liebe: wohl mir, wenn ich auch mit luſt mich in deinem willen uͤbe! Dann, o Herr, wirds meiner ſeelen nie an wahrem wohlſeyn fehlen. 7. Erd und himmel wird vergehn; alle welt wird mich verlaſſen: nur durch dich kann ich beſtehn. Deine hand wird mich umfaſſen, wenn ich nun von hinnen ſcheide; du biſt ewig meine freudex⸗ 8. Laß mir doch zu jeder zeit, Herr des himmels und der erden! dieſe deine ewig⸗ keit einen ſtarken antrieb werden, dich zu lieben, dir zu trauen, und mein gluͤck auf dich zu bauen. Mel. Erhabner Gott. zeiten: denn du biſt Gott in allen Ewigkeiten; du warſt es ſchon, eh erd und himmel ward, eh noch dein arm ſich uns geoffenbart. 2. Was bin ich, Herr, und alle menſchenkinder? Staub ſind vor dir der heilige, der fuͤnder. Wie ſchnell entflieht das leben doch von mir! Du, Hoͤchſter, du nur bleibeſt fuͤr und fuͤr. 3. Du haſt vorhin die erde zubereitet; dein arm hat, Gott, den himmel ausge⸗ breitet: doch ſie vergehn, ver⸗ alten wie ein kleid; du aber bleibſt in alle ewigkeit. 4. Es werden noch die himmel und die erden wie ein gewand von dir verwan⸗ delt werden: du bleibeſt, wie du biſt; denn welche zeit umgraͤnzet wohl, Herr, die unendlichkeit? 5. Das iſt der troſt, die hoffnung deiner knechte: du ſchuͤtzeſt ſie mit deiner ſtarken rechte, du laͤßt ihr herz ſich ewig deiner freun, und bleibſt ihr Gott; denn ſie ſind ewig dein. 6. err Gott, du biſt 19. H die zuflucht aller II. Vont —— 6. Das ſey meis ilen trüen tund dode ſelbſt bleitt ei wunden: keintod treennt mic,d dir; mein fels, ſas hleibſt du ewe mel. Algegem wie 20. warſt Gott, the du vord hrongeſchufe, die ren,erieſtuſeyn, nach und gute zuen 2. Du wirſt auch, a du tit, wenn i dde nicht mehr iſe mnol ſcon ewigke tmyſerkinen, dier un deinen himmel ſ. „ Vun ewigkeit n et kan deines ſen ndligkei ſchſelbſt n geech werden: bede nie ſt glech zu ſ länne und der erde 14. Got, nit diru⸗ vrlich vird auch de dr nazrheit ſih be⸗ Pnd ahalten, vann a. Aerand beralten. 4 ſelen weichen c ürzen, Uoit erde we t, lleit deiner liel tet. 3c twig une 4 Das aat Rie mdn Gottes, b— des himmelg n dieſe deine e ſtarken antrie ich zu lieben,n und mein lit bauen. rhabner Gott. ſeir Gott, duit die zußlucht at an du biſt Goni gkeiten; du wn eh erd und hime noch dein armſt aan. 3 V bin ich, Herr,w henkinder? Eme dir der heilige,i Lie ſchnell entſit doch von mir! d du nur bleibeſti haſt vorhin dien ; dein arm hal den himmel aug⸗ och ſie vergehn m ein kleid; du a alle ewigkeit. werden noch und die erden i nd von dir werna den: du bleibeſn denn welche e et wohl, Her/ keit? z iſt der troſ, deiner knechte te mit deinerin zdu laͤßt ihr her er freun und 1 z denn ſeide II. Von den Eigenſchaften Gottes. 11 6. Das ſey mein troſt in allen truben ſtunden; vom tode ſelbſt bleibt er unuͤber⸗ wunden: kein tod, kein grab trennt mich, o Gott, von dir; mein fels, mein heil das bleibſt du ewig mir. Mel. Allgegenwaͤrtiger 20 6 wie du biſt, ſo — ô warſt du ſchon, Gott, ehe du von deinem thron geſchoͤpfe, die nicht wa⸗ ren, beriefſt zu ſeyn, um deine macht und guͤte zu erfahren! 2. Du wirſt auch ſeyn, ſo wie du biſt, wenn laͤngſt die erde nicht mehr iſt, wenn laͤngſt ſchon ewigkeiten uns kaͤmpfer kroͤnen, die wir hier um deinen himmel ſtreiten! 3. Von ewigkeit zu ewig⸗ keit kann deines ſeyns un⸗ endlichkeit ſich ſelbſt nicht un⸗ gleich werden: bedarf auch nie, ſich gleich zu ſeyn, der himmel und der erden. 4. Gott, mit dir unveraͤn⸗ derlich wird auch das wort der wahrheit ſich beſchuͤtzen und erhalten, wann alle wel⸗ ten, die du ſchufſt, wie ein gewand veralten. 5. Ob felſen weichen, berg ins thal ſich ſtuͤrzen, daß von ihrem fall die erde weit erzit⸗ tert, bleibt deiner liebe bund mit mir doch ewig unerſchuͤt⸗ tert. 6. Was zagt denn meine ſeel in mir? Was klag ich aͤngſtlich, daß ich hier kein daurend gut genieſſe, und daß in unbeſtaͤndigkeit dieß leben mir verflieſſe? 7. Was klag ich, der dein wort noch hat, den troſt, daß meine miſſethat mich einſt gewiß nicht richte, und daß mein erbtheil ewig ſey vor deinem angeſichte? 8. du mich doch mit aller deiner Was klag ich? liebeſt liebe noch, und willſt mich ewig lieben! Haſt ſelber mei⸗ nen namen dir in deine hand geſchrieben. 9. Ja, ich bin Gottes, Gott iſt mein; und ewig, ewig wird ers ſeyn: von ihm kann mich nichts ſcheiden. Die welt vergeht mit ihrer luſt: nicht Gott und ſeine freuden. Allgegenwart Gottes. Mel. uf.„ briſnn je biſt du, Hoͤchſter, 2 I. N von uns fern; du wirkſt an allen enden; wo ich nur bin, Herr aller herrn, bin ich in deinen haͤnden; durch dich nur leb und athme ich; den deine rechte ſchuͤtzet mich. 2. Was ich gedenke, weiſſeſt du; du pruͤfeſt meine ſeele; du ſiehſt es, wann ich gutes thu; du ſiehſt es, wann ich fehle; nichts, nichts kann dei⸗ nem aug entfliehn, und nichts mich deiner hand entziehn. 3. Wann ich in ſtiller eim⸗ A 6 3 ſam⸗ 12 II. Von den Eigenſchaften Gottes. ſamkeit mein herz an dich er⸗ gebe, und uͤber deine huld er⸗ freut, lobſingend dich erhebe; ſo hoͤrſt du es, und ſtehſt mir bey, daß ich dir immer treu⸗ er ſey. 4. Du merkſt es, wann des herzens rath verkehrte wege waͤhlet; und bleibt auch eine boͤſe that vor aller welt ver⸗ heelet; ſo weißt du ſie, und ſtrafeſt mich zu meiner beß⸗ rung vaͤterlich. 5. Du hoͤreſt meinen ſeuf⸗ zern zu, daß huͤlfe mir er⸗ ſcheine; voll mitleid, Vater! zaͤhleſt du die thraͤnen die ich weine; du ſiehſt und waͤgeſt meinen ſchmerz, und ſtaͤrkſt mit deinem troſt mein herz. 6. O druͤck, Allgegenwaͤrti⸗ ger! dies tief in meine ſeele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr! mein herz zur zuflucht waͤhle; daß ich dein heilig auge ſcheu, und dir zu dienen eifrig ſey. 7. Laß uberall gewiſſenhaft nach deinem wort mich han⸗ deln; und ſtaͤrke mich dann auch mit kraft, vor dir getroſt zu wandeln; daß du, o Gott! ſtets um mich ſeyſt; das troͤſt und beßre meinen geiſt. 7 llgegenwaͤrtiger! 22. Agpenezit nicht verborgen, wo ich bin, wollt auch auf ſchnellen ſchwingen mich an die fernſten meere hin die morgenroͤthe bringen. hoch empor, mich unter ſei⸗ nem ſternenchor im glanze zu verſtecken, ſo biſt du da, ziehſt mich hervor, und ſchande wird mich decken. 3. Steig ich vor deinem zorn hinab ins haus der fin⸗ ſterniß, das grab: du biſt auch da zugegen; auch da auf ſchauervollen wegen. 4. Der alles ſchuf, iſt uͤber⸗ ſchall in aller ſuͤnder ohren; ſie fuͤrchten keinen uͤberfall; nun zittern ſie, die thoren! iſt ſo nah; das heiligſte der weſen ſah, was wir im her⸗ zen dachten; was in geheimer nacht geſchah, wann wir und ſatan wachten! 6. Wir thoren haben wohl gedacht„ wacht um uns, er wacht mit allen ſeinen ſchrecken.. 7. Noch keines herzens boͤ⸗ ſchnoͤde that iſt ſeinem aug entronnen. Er kennet den geheimen pfad des ſtaubes und der ſonnen. 8. O gehe nicht, Herr, ins gericht, wann wider die ge⸗ lobte pflicht wir, deine knech⸗ te, handeln! Laß uns vor ehrfurcht wandeln. 2. Flieg ich zum himmel folgt mir dein richterſtab, all: o fuͤrchterlicher donner⸗ 5. Der Gott des himmels du wuͤrdeſt uns, o mitternacht, mit ſchwarzen fluͤgeln decken! Umſonſt! Gott ſer rath, ihr ſuͤnder, keine deinem angeſicht in frommer 5. n virh 3 II. Von asimi en ſtäht, nas wa undeinſt geſchieht, nh und ſreude E. d d alles weis undſe weit auch, nanni Alnact G Wel. Auf Lhriſ 4 Gerr, deine 3. 9 teicht ſo ſiltt den weſen richt it,, das dei dckeit und deinen geicket; e iſ kein Koß und ſchwer, de pun unmͤglich war 2 DM ſprigſt, ſein nächtigs wort ſedi au füſen; d danenanſleg for ſen ſinderniſen; de ſoſttetellnd da, ſuror kein auge ſah. 1 du haſ dein. ſtininne⸗wert al zudgefühket; es hle⸗ 4 alles ſchuf, jſ i ſchterlicer 15 aller fünder ohrn en keinen dtnd ſie, die thoren Gott des hinne ; das heilige „was wir im n; was in gehen dah, wann wirn hten! thoren haben me du wuͤrdeſt un acht, mit ſchwant ceen! Umſonſt G uns, er wacht en ſchrecken. —keines herzens! ihr ſuͤnder, i dat iſt ſeinem . Er kennet pfad des ſu onnen.. ehe nicht, Hethi vann wider di ͤt wir, deine n In! Laß untn geſicht in ſton⸗ wandeln. — 1 II. Von den Eigenſchaften Gottes. 13 — 9. Daß deinem blicke nichts entflieht, was war und iſt und einſt geſchieht, ſey meine ruh und freude! Ein Gott, der alles weis und ſieht, der weis auch, wann ich leide. Allmacht Gottes. Mel. Auf Chriſtenmenſch 2 Herr deine allmacht 3. reicht ſo weit, als ſelbſt dein weſen reichet; nichts iſt, das deiner herr⸗ lichkeit und deinen thaten gleichet; es iſt kein ding ſo groß und ſchwer, das dir zu thun unmoͤglich waͤr. 2. Du ſprichſt, und auf dein maͤchtigs wort faͤllt al⸗ les dir zu fuͤſſen; du fuͤhreſt deinen anſchlag fort, bey al⸗ len hinderniſſen; du winkſt, ſo ſtehet eilend da, was noch zuvor kein auge ſah. 3. Du haſt dein groſſes ſchoͤpfungs⸗werk allmaͤchtig ausgefuͤhret; es bleibet ſters dein augenmerk, und wird durch dich regieret: noch im⸗ merhin beſteht die welt, weil dein allmaͤchtig wort ſie haͤlt. 4. Die menge vieler wun⸗ der zeigt, daß, Schoͤpfer! dein vermoͤgen weit uͤber die geſetze ſteigt, die die natur bewegen: du bleibſt ihr Herr, und ihren lauf hebſt du nach weiſer willkuͤhr auf. 5. Wer deiner gnade folg⸗ ſam wird, ſein herz zum gu⸗ ten neiget; und wann er ſich von dir verirrt, vor dir ſich innig beuget: o dem vergiebſt du fuͤnd und ſchuld mit all⸗ machtsvoller gnad und huld. 6. Was fuͤr ein wunder deiner macht wird unſer aug einſt ſehen, wann nach der langen grabesnacht die tod⸗ ten auferſtehen; wann du von unſerm ſtaub den reſt zu neuen koͤrpern werden laͤßt. 7. Allmaͤchtger! mein er⸗ ſtaunter geiſt wirft ſich vor dir darnieder; die ohnmacht, wie du ſelber weiſt, umgiebet meine glieder; mach mich zum zeugen deiner kraft, die aus dem tode leben ſchafft. 8. O zuͤnd' in mir den glau⸗ ben an, der deine macht er⸗ greifet, der ſtark und maͤch⸗ tig werden kann, wann er auf dich ſich ſteifet! Gieb, daß ich traue deiner kraft, die alles kann und alles ſchafft. Allwiſſenheit Gottes. Mel. O Gott, du frommer 2 err, du erforſcheſt 4. mich, dir bin ich unverborgen; du kennſt mein ganzes thun und alle meine ſorgen; was meine ſeele denkt, war dir bereits be⸗ kannt, eh der gedanke noch in meiner ſeel entſtand. 2. Nie ſpricht mein mund ein wort, das du, o Herr, nicht wiſſe,; du ſchaffeſt, was A 7. ich ——==ͤͤͤͤͤͤͤͤſöſöoöoöoöoböbſſſſſſ —————ᷣ—ᷣᷣᷣO— õÿõõ—— ——————.—— —————-- ſo biſt du, H und dein iſt jedes land. iſt vor dir helles licht; die 14 II. Von den Eigenſchaften Gottes. ich thu; du ordneſt, du be⸗ ſchlieſſeſt, was mir begegnen ſoll. Erſtaunt ſeh ich auf dich: wie groß iſt dein verſtand! wie wunderbar fuͤr mich. 3. Wohin, wohin ſoll ich vor deinem Geiſte fliehen? Wo koͤnnt ich jemals wohl mich deinem äuf entziehen? Fuͤhr ich gen himmel auf, oͤchſter, da; fuͤhr ich zur tief hinab, auch hier biſt du mir nah. 4. Naͤhm ich auch, ſchnell zu fliehn, die fittige vom mor⸗ gen; ſelbſt an dem fernſten meer blieb ich dir nicht ver⸗ borgen: auch da umſchloͤſſe mich doch deine allmachts⸗ hand: denn du biſt uͤberall, ₰. Spraͤch ich zur finſter⸗ niß: ſey um mich, mich zu decken! ſo ſucht ich doch um⸗ ſonſt, vor dir mich zu verſte⸗ cken: denn auch die finſterniß nacht glaͤnzt wie der tag vor deinem angeſicht.. 6. Du warſt ſchon uͤber mir in meiner mutter leibe: du bildeteſt mein herz, Gott, deß ich bin und bleibe! J danke dir, daß du mich wun⸗ derbar gemacht, und meiner, eh ich war, ſchon vaͤterlich gedacht. 7. Du kanteſt mein gebein, eh ich aus licht gekommen, da ich im dunkeln erſt die bil⸗ —————— dung angenommen; dein ar⸗ ge ſah mich ſchon, eh ich be⸗ reitet war, und meiner tage lauf war dir ſchon offenbar. 8. Was fuͤr erkenntniſſe, fuͤr koͤſtliche gedanken! Un⸗ zaͤhlbar ſind ſie mir: denn ſie ſind ohne ſchranken. Mit ehr⸗ furcht will ich ſtets auf dich, mein Schoͤpfer! ſehn, dir fol⸗ gen, und dein lob, ſo gut ich kann, erhoͤhn, 9. Erforſche mich„ mein Gott, und pruͤfe, wie ichs meyne; ob ich rechtſchaffen bin, wie ich von auſſen ſchei⸗ ne. Sieh, ob mein fuß viel⸗ leicht auf falſchem wege geht, und leite mich den weg, der ſeiit geſprochen: We aact, die ſe verheel richter hatte ſe gezähl mſonſt, umſonſt 2 5. U verhuͤllſt du dich, mich zu dir erhoͤht. Mel. Schon iſt der tag v. mein herz, in finſterniſſe; was kann ich Gott verbergen, ich! das er nicht alles wiſſe? Sey, kannſt du, dunk⸗ ler als das grab; das auge Gottes ſchaut hinab, und kennet deine tiefen. 1 2. Wo iſt die nacht der ein⸗ ſamkeit, die mich vor ihm ver⸗ ch heele? Er ſieht euch ſchon, eh ihr noch ſeyd, gedanken mei⸗ ner ſeele! Eh ich euch ſelbſt empfinden fann, von eurer erſten bildung an, bis ihr euch ganz entfaltet. 3. Er kennet und erfor⸗ ſchet euch, wann hn eud ——'e— 55d weiſet S II. Von de nelk entiihet; be⸗ doc, wang ihr traen tnelt auſahrt, ſc ſichet; derge ent i ſterbt! wergeht! ruch! aufgeyeichntt all in einem buche. 4. Der Herr geden nich, fahrhunder ſchrinden; ſie leben ic traume doch: 9 ſud nicht ſünden. müͤſeen an das licht, Eoitkofit, daß er im de herzen rath enthü §. Dann wird das ſeinez huchs vor ale gtrochen; das urt detdienten fuchs ge kaͤnen ſerben laſen⸗ 6. Eeyd heilig, ſe Gott mrvol,gedanke nn eele dß, venne uſtden ol, kein inzig dläle Send heilig u fürcztet nichts vid am tge des a glach thetm euh beld Weisheit Gott Wel. Wer nur den! „Dallerdi d weiß, weiß, erkennt, ve ſchtzit ſogr, nigt N/ fuͤr erkenntiif 1 de gedanken! a ſie mir: denn chranken. Mth lich ſtets auf dit 5 1 4 rſche mich, m d pruͤfe, wieit falſchem wege gi mich den weg, r erhoͤht. 1 ,, in finſterniſ ich Gott verbetge er nicht alles wiſ annſt du, du as grab; dasw haut hinab, u ine tiefen. iſt die nachtdan die mich vor ißun⸗ ſieht euch ſchon eyd, gedankenn 1Eh ich euch n kann, von 0 ldung an, bii zentfaltet. kennet* nn iht! b, wann ſ 57 u weiſer Schoͤpfer 26. D aller dinge, der al⸗ II. Von den Eigenſchaften Gottes. 15 ſchnell entziehet; bemerkt euch, wann ihr ſtralen gleich, ſchnell aufſahrt, ſchnell ent⸗ fliehet; vergebens wunſch ich: ſterbt! vergeht! Ich haß euch! aufgezeichnet ſteht ihr all in ſeinem buche. 4. Der Herr gedenket ihrer H noch, jahrhunderte ver⸗ ſchwinden; ſie leben, und ich traͤume doch: gedanken ſind nicht ſuͤnden. Sie alle muͤſſen an das licht, wann Gott komt, daß er im gericht der herzen rath enthuͤllet. 5. Dann wird das ſiegel ſeines buchs vor aller welt gebrochen; das urtheil des verdienten fluchs gedanken ſelbſt geſprochen: Wo iſt die nacht, die ſie verheelt? Der richter hatte ſie gezaͤhlt, und keinen ſterben laſſen. 6. Seyd heilig, ſeyd von Gott nur voll, gedanken mei⸗ ner ſeele, daß, wenn gerichtet werden ſoll, kein einziger mich quaͤle! Seyd heilig! und dann fuͤrchtet nichts; Gott wird am tage des gerichts gleich thaten euch belohnen. Weisheit Gottes. Mel. Wer nur den lieben les weiß, erkennt, verſteht! ſchoͤpfe ganzem chor ſchreibſt du maaß, ziel und regeln vor. 2. Die vielen wundervollen werke, was unſern augen fern und nah,ſteht alles, wie durch deine ſtaͤrke, ſo auch durch dei⸗ ne weisheit da. Unendlich, err, iſt dein verſtand; der ganze weltbau machts bekant. 3. Mit eben dieſen meiſter⸗ haͤnden, mit welchen du die welt gemacht, regierſt du auch an allen enden, was dein verſtand hervorgebracht; du brauchſt, o unerſchaffnes licht! der menſchen rath und bey⸗ ſtand nicht. 4. Was du zu thun dir vorgenommen, kroͤnt auch, ſo bald du wilſt, die that; wenn tauſend hinderniſſe kommen, ſo triumphirt dein hoher rath; den beſten zweck waͤhlt dein verſtand: die mittel ſtehn in deiner hand. 5. Die menge ſo verſchied⸗ ner willen, wo jeder ſeinen weg erwaͤhlt, muß doch den deinen blos erfullen, der ſei⸗ nes zieles nie verfehlt, und aller feinden ſtolzer wahn als unvernunft beſchaͤmen kann. 6. Oweisheit! decke meiner ſeele die angebohrne thorheit auf, damit ſie dich zum leit⸗ ſtern waͤhle in ihrem ſonſt ver⸗ wirrten lauf; ich weiß den nichts iſt ſo groß, nichts ſo ge⸗ ordnung geht? Dann der ge⸗ ringe, das nicht nach deiner weg des friedens nicht; ach goͤnne mir dein ſichres licht. 7. Du haſt mich durch mein ganzes 16 II. Von den Eigenſchaften Gottes. panzes leben nach deinem lugen rath gefuͤhrt; mein eiſt muß dir die ehre geben, aß du aufs beſte mich regiert: o leite mich durch welt und zeit hinuͤber in die ewigkeit. Mel. Schwingt heilige g. 2 Tch lobe dich und 7. J preiſe dich, o mein Gott! allein! Wer iſt, wie du, ſo weiſe? verſtand und rath iſt dein! ach moͤchte, Herr, mein geiſt in allen deinen werken, auf deine weisheit merken, die, wer dich kennet, preißt. 2. Wohin mein augebliket, iſt alles harmonie, gut und zu⸗ gleich geſchmuͤcket; voll kunſt, voll pracht durch ſie; ſie ſchaf⸗ fet, ſie erhaͤlt, zu ſegnen, zu ergoͤtzen, nach herrlichen geſe⸗ ken, den weiten bau der welt. 3. Sie hing in lichten fer⸗ nen, hoch uͤber uns hinauf, die ſonne mit den ſternen, uns zu erleuchten, auf; da hanget ſie an nichts, von ihr nur unterſtuͤtzet, waͤrmt, ſchimmert und erhitzet; ein ſchatten deines lichts! 4. Wer haͤlt im gleichge⸗ wichte ſo groſſer koͤrper laſt? Wie ſchwimt die welt im lich⸗ te, daß du geſchaffen haſt! wer lenkt der ſtralen flug, daß ſie nur nuͤtzen koͤnnen, ſo wunderbar, ſo klug? 5. Wer rief, uns zu umge⸗ ben, der luft, die alles traͤgt? Durch ſie hat alles leben, und alles wird bewegt; da ſamm⸗ len duͤnſte ſich und werden thau und regen, und frucht⸗ barkeit und ſegen, fuͤr alle thier und mich. 6. Wer hat ſie ſo bereitet, daß ſie den blitz gebiert; daß ſie den wind verbreitet, den ſchall zum ohre fuͤhrt; den leichten vogel hebt; den ſchnellen ſiſch zum ſchwimen, und unſers mundes ſtimmen fuͤr deinen ruhm belebt. 7. Wer hob, o Gott, die erde aus deinem meer heraus, theilt, daß ſie fruchtbar wer⸗ de, ſogleich die waſſer aus? Wer ſammelt ſie? wer bricht die fluͤſſe, wann ſie ſchwellen? Spricht zu der meere wellen: hieher! und weiter nicht! 8. Wer hat den wald ge⸗ pflanzet? Wer ruft das gras herauf? Giebt korn und moſt und ſchanzet gebuͤrg und thaͤ⸗ ler auf? Wer ſchmuͤckt ſie uͤberall? Wer graͤbt dem feu⸗ er ſchluͤnde, legt in der tiefe gruͤnde den marmor, das metall. 9. Herr, deine weisheit ſchmuͤcket, bereichert und er⸗ haͤlt, naͤhrt, ſegnet, ſchuͤtzt, begluͤcket die lebensvolle eld. ſie rühmemein geſan! begeiſtern, nicht verbrennen, ich ſinge dir und preiſe dich, 3. V Gott, denn du biſt weiſe, di b r weih ich lob und dank. Heilig⸗ —————— II. Veon Fntä und Ge it Gottes Mal. Vommt laß 20 Gutt vord 28. G gn riner wandel git ſcht,aus deſſenlicht taſe wahtheit zum ts vamens heiligke dt von uns geſchen 1 kräftig drin der heitzung zu ring 5 Hällig iſt dein gtſen, und kein bo⸗ dr; ewig biſtdu ſo undſobleibſtdu für! has dein wille we thut, it unſtragich, At, und mit deine ſatke wirttt du ſtet ne wetke. 3*. Hett, du will relinder deinem il ſon; nie beſteht ve ſinder; denndubiſ en tein: du biſt fonmen fteund;i bſt du ſind; wer ſäinen ſäͤnden, kan nict gnade faden. 14 dſ t und en, was du un ach ſchefin un dherzenn tädtinnn dumacht denn wa ttevor dir? daun dir vir ſudued nir kann tählen,gr di oſtwir ſezlen ſeAns dun ünd i Gottez, luft, diealegd hat alles taen hat ſie ſo hen nblitz gebiert;) nd verbreitet, ohre fuͤhrt; bogel hebt; iſcch zum ſchwit rs mundes ſim n ruhm beleht r hob, 0 Gott, inem meer ſen aß ſie fruchtarn ich die waſtra nelt ſie? wer in nd weiter ni what den wadd Wer ruft das Giebt kornundn zet gebuͤrg undt Wer ſchmüct Wer graͤbt denſ de, legt in deſt den marmor, rt, ſegnet ſt 3 1 lebent rüͤhme mein i dir und preit denn du biſt n ich lob und d Heie II. Von den Eigenſchaften Gottes. 17 Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit Gottes. Mel. Kommit laßt euch 28. zrott vor deſſen an⸗ geſichte nur ein reiner wandel gilt; ewges licht, aus deſſen lichte ſtets die reinſte wahrheit quillt! Dei⸗ nes namens heiligkeit werde ſtets von uns geſcheut; laß ſie uns doch kraͤftig dringen, nach der heiligung zu ringen. 2. Heilig iſt dein ganzes weſen, und kein boͤſes iſt an dir; ewig biſt du ſo geweſen, und ſo bleibſt du fuͤr und fuͤr? was dein wille waͤhlt und thut, iſt unſtraͤflich, recht und gut, und mit deines armes ſtaͤrke wirkſt du ſtets vollkom⸗ ne werke. 3. Herr, du willſt, daß dei⸗ ne kinder deinem bilde aͤhnlich ſeyn; nie beſteht vor dir der ſunder; denn du biſt vollkom⸗ men rein: du biſt nur der frommen freund; uͤbelthaͤtern biſt du feind; wer beharrt in ſeinen fuͤnden, kann vor dir nicht gnade finden. 4. O ſo laß uns nicht ver⸗ ſcherzen, was du uns noch zu⸗ gedacht, ſchaff in uns ſtets rei⸗ ne herzen! toͤdt in uns der ſuͤn⸗ denmacht! denn was ſind wir ſen, gabſt du deinen Sohn da⸗ hin: o ſo reinige vom boͤſen durch ihn unſern ganzen ſinn; gieb uns wie du ſelbſt verheiſt, gieb uns, deinen guten geiſt, daß er unſern geiſt regiere, und zu allem guten fuͤhre. 6. Keiner fuͤndlichen be⸗ gierde bleibe unſer Herz ge⸗ weiht; unſers wandels groͤſte zierde ſey rechtſchaffne heilig⸗ keit: mach uns deinem bilde gleich: Denn zu deinem him⸗ melreich wirſt du Herr nur die erheben, die im glauben heilig leben. Schon iſt der tag von g. 29 zerechter Gott, vor dein gericht mu alle welt ſich ſtellen; du wirſt in ihrem angeſicht, auch mir mein urtheil faͤllen: o laß nich dein gericht ſtets ſcheun und hier mit ernſt befliſſen ſeyn, vor dir einſt zu beſtehen. 2. Dit ſtehſt von deinem fe⸗ ſten thron auf alle menſchen⸗ kinder; beſtimmteſt jedem ſei⸗ nen lohn, dem frommen und dem fuͤnder; nie ſiehſt du die perſonen an, allein auf das, was wir gethan, ſiehſt du als rechter richter. 2 3. Viel gutes und barmher⸗ zigkeit giebſt du ſchon hier den frommen! du ſchuͤtzeſt ſie vor Gott, vor dir? du biſt heilig, manchem leid, darein die ſuͤn⸗ aber wir ſind verderbt, und wer kann zaͤhlen, groſſer Gott wie oft wir fehlen? 9 der kommen. vor aller welt, daß dir der ei⸗ „ffer wohlgefaͤllt, den man der So zeigeſt du 5. Uns von ſuͤnden zu erloͤ⸗! tugend widmet. 18 II. Von den Eigenſchaften Gottes. 4. Ja, Herr, du liebſt, was recht und gut, und biſt ein freund der frommen; wer deinen willen gerne thut, wird von dir aufgenommen; ſein werk und dienſt gefaͤllt dir wohl, iſt er gleich nicht ſo, wie er ſoll, ganz rein von allen fehlern. 5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht ſcheut, dem fre⸗ velnden verbrecher, der dein geſetz und recht entweiht, biſt du ein ſtrenger raͤcher; ver⸗ achtung, elend, ſchmerz und hohn und tod iſt ſeiner bosheit lohn oft ſchon in dieſem leben. 6. Der unter ang der erſten welt, die aus der art geſchla⸗ gen; das feuer, das auf So⸗ dom faͤllt; Egyptens lange plagen, und andre wunder deiner macht, ſind zeugen, wann dein zorn erwacht, wie du den ſuͤnder lohneſt. 7. Bleibt hier viel boͤſes ungeſtraft, viel gutes unbe⸗ lohnet, ſo kommt ein tag der rechenſchaft, der keines fuͤn⸗ ders ſchonet; da ſtellſt du, Herr, ins hellſte licht, wie recht und billig dein gericht; dann triumphirt der frome. 8. Gerechter Gott, laß mich, wie du, das gute eifrig lieben; gib ſelber mir die kraft dazu; wirk inniges be⸗ truͤben, wann ſich die ſund in mir noch regt; dein herz, das lauter gutes hegt, ſey 9. Und weil vor dir, ge⸗ rechter Gott, nur die allein Mittlers tod bey ihrer reue ben eifrig ſuchen. Wahrhaftigkeit und Treue Gottes. Mel. Wer nur den lieben nie deinen bund, o Gott, ver⸗ lezt; du haͤltſt getreu, was du verſprochen; vollfuͤhrſt, was du dir vorgeſezt: wan erd und himmel auch vergehn, bleibt ewig doch dein wort beſtehn. 2. Du biſt kein menſch, daß dich gereue, was uns dein mund verheiſſen hat; nach deiner macht, nach deiner treue bringſt du, was du ver⸗ ſprichſt, zur that; ſcheint die erfuͤllung gleich noch weit, ſo kom̃t ſie doch zur rechten zeit. 3. Und wie du das unfehl⸗ bar giebeſt, was deine lieb uns zugedacht; ſo wird, wann du vergeltung uͤbeſt, dein drohwort auch gewiß voll⸗ bracht: wer dich, o Gott, beharrlich haßt, fuͤhlt deiner ſtrafe ſchwere laſt. 4. O druͤcke dies tief in mein herze, daß es vor deinem wort ſich ſcheut; gieb, daß ich nie — meines herzens muſter. leichtſinnig ſcherze mit deiner ſtraf⸗ beſtehen, die glaubig auf des och nie haſt du dein 30. N wort gebrochen, —— ſehen: ſo laß mich die gerech ſtigkeit, die mich von ſtraf und ſchuld befreyt, im glau⸗ — he und manſtat n erof. 3) 6 5 nir gewag dein befehl mit Unte . Doch laß wich fetem glauben der dener gnade trau kai den troſ uns ſe benden wir auf ſei hen baun? Du biſt hhndſärfin der ſich auf Go 1 Wie ſatk ſind ghubens⸗gründe! dan wort, das niema uid daß dies allnber de, haſtdu den eid figt. Wahrhaftgen den wund beſchwart liß mmeers glaubens 7(aß, ſfeale,aßt büſchinen; vertraue dir trn es meint; um nuſter anzunehm wahheit freund, der fennd; bereiſe dich knd, dem tre nihxgei heilig ſind. Nhl. Gott des gi 1 Meit, J1.W g und felſen ſur Gitte ten hat di ſeſol feſt und ewigſe den weltkre unte httes gnade muß b ². Gott hat wir e n Gottes. —— weil vor di ött, nur die an die glaubig auff tod bey ihter a aß mich diegan ie mich vonfe befreyt, im gla ſuchen. tigkeit und da Gottes. er nur den liebe och nie haſtduht wort gebrochen bund, o Gott/ tſt getreu, wazd ;; vollfuͤhrſt, ne geſezt: wan erdun c vergehn, lleh dein wort beſth ſt kein menſch a 1 2, was uns d ſt du, was du e⸗ ethat; ſcheinti leich noch weit ſch zur rechten ſi vie du das unſet , was deine li ht; ſo wird, win ung übeſt, Re nuch gewiß u er dich, o Ga daßt, fuͤhlt dem ve laſt. e dies tieſin mi vor deinem me gieb, dißſte ſcherze mit dem ſchen firi II. Von den Eigenſchaften Gottes. 19 ſtrafgerechtigkeit; nie werde das von mir gewagt, was dein befehl mir unterſagt. 5. Doch laß mich auch mit feſtem glauben dem worte deiner gnade traun: wer kañ den troſt uns jemals rau⸗ ben, den wir auf ſein verſpre⸗ chen baun? Du biſt ein fels, dein bund ſteht feſt; wohl dem, der ſich auf Gott verlaͤßt. 6. Wie ſtark ſind unſers laubens⸗gruͤnde! Hier iſt ein wort, das niemals truͤgt; und daß dies allen beyfall fin⸗ de, haſt du den eid hinzuge⸗ fuͤgt. Wahrhaftger! was dein mund beſchwoͤrt, iſt voͤl⸗ lig unſers glaubens werth. 7. Laß, ſeele, laß dich dies⸗ beſchaͤmen; vertraue Gott, der treu es meint; ſuch ihn zum muſter anzunehmen, der wahrheit freund, der luͤgen feind; beweiſe dich als Got⸗ tes kind, dem treu und wahrtzeit heilig ſind. Mel. Gott des Zimmels 3 1 Weicht, ihr berge, 34 ⸗ fallt, ihr huͤgel, berg und felſen ſtuͤrzet ein: Gottes treu hat dieſes ſieg l, ſie ſoll feſt und ewig ſeyn. Laßt den weltkreis untergehn, Gottes gnade muß beſtehn. 2. Gott hat mir ein wort geſprochen, ſeinen bund mit mir gemacht, der wird nim⸗ mermehr gedrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die I wahrheit, truͤget nicht: was er ſaget, das geſchicht. 3. Seine gnade ſoll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und faͤllt; ſie ſoll ihren zweck erreichen, den ſie ewig ſich geſtellt. Iſt die welt voll heucheley; Gott iſt fromm, gut und getreu. 4. Will die welt den frie⸗ den brechen, hat ſie krieg und ſtreit im ſinn: Gott haͤlt im⸗ mer ſein verſprechen, ihm vertraun iſt ſtets gewinn: denn er bleibet imerdar, was er iſt und was er war. 5. Laßt ſein antlitz ſich ver⸗ ſtellen; iſt ſein herz doch treu geſinnt, und bezeugt in allen fallen, ich ſey ſein geliebtes kind, dem er beide haͤnde reicht wan auch alle hofnung weicht. 6. Er will friede mit dir halten, wann ſich ſchon die welt empoͤrt; ihre liebe mag erkalten, ich bin ſeinem her⸗ zen werth; und wann höoͤll und abgrund bruͤllt, bleibt doch er mir ſonn und ſchild. 7. Er, der Herr, iſt mein erbarmer: ſo hat er ſich ſelbſt genen t; welch ein troſt! nun werd ich armer nimmermehr von ihm getrennt. Sein er⸗ barmen laͤßt nicht ihn ſich mir jemals ganz entziehn. 8. Nun ſo ſoll mein ganz vertrauen unbeweglich auf ihm ruhn; felſen will ich auf ihn bauen; was er ſagt, das wird 20 Il. Von den Eigenſchaften Gottes. wird er thun. Erd und him⸗ mel kann vergehn, doch ſein bund bleibt ewig ſtehn. Liebe, Guͤte und Barm⸗ herzigkeit Gottes. 32 Wis groß iſt des all⸗ maͤchtgen guͤte! nicht ruͤhrt? der mit verhaͤrte⸗ tem gemuͤthe den dank er⸗ ſtickt, der ihr gebuͤhrt? nein, ſeine liebe zu ermeſſen, ſey Iſt der ein menſch, den ſie 44„ 4 4* 1 ewig meine groͤſte pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ geſſen; vergiß, mein herz, auch ſeiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der mei⸗ ner nicht bedarf. Wer hat mit langmuth mich geleitet? Er, deſſen rath ich oft verwarf. Wer ſtaͤrkt den frieden im ge⸗ wiſſen? Wer giebt dem geiſte neue kraft? Wer laͤßt mich ſo viel gluͤck genieſſen? Iſts nicht der Herr, der alles ſchafft? 3. Schau, o mein geiſt! in jenes leben, zu welchem du erſchaffen biſt; wo du, mit herrlichkeit umgeben, Gott ewig ſehn wirſt, wie er iſt. Du haſt ein recht zu dieſen freuden; durch Gottes guͤte ſind ſie dein, ſieh, darum mußte Chriſtus leiden, damit du koͤnnteſt ſelig ſeyn. 4. Und dieſen Gott ſollt ich nicht ehren, und ſeine guͤte nicht verſtehn? Er ſollte ru⸗ 4 en, ich nicht hoͤren? den weg, en er mir zeigt, nicht gehn? Sein will iſt mir ins herz ge⸗ ſchrieben: ſein wort beſtaͤrkt 1 ihn ewiglich: Gott ſoll ich uͤber alles lieben und meinen naͤchſten gleich als mich. 5. Dies iſt mein dank, dies iſt ſein wille: ich ſoll vollkom⸗ men ſeyn wie er. So lang ich dies gebot erfuͤlle, ſtell ich ſein bildniß in mir her. Lebt ſeine lieb in meiner ſeele, ſo treibt ſie mich zu jeder pflicht; und ob ich ſchon aus ſchwachheit fehle, herrſcht doch in mir die ſuͤnde nicht. 6. O Gott! laß deine guͤt und liebe mir immerdar vor augen ſeyn. Sie ſtaͤrk in mir die guten triebe, mein ganzes leben dir zu weihn ſie troͤſte mich zur zeit der ſchmerzen; ſie leite mich zur zeit des 4 † 4 5 4 ½ 4 9½ gluͤcks; und ſie beſieg in mei⸗ nem herzen die furcht des letz⸗ ten augenblicks. Wel. Zerzliebſter Jeſu! 3 auchzt unſerm Gott! 3 3. ₰ er iſt von groſer guͤ⸗ te, barmherzig und von dul⸗ dendem gemuͤthe, er zuͤrnt — nicht ewig, will mit ſeinen knechten nicht ewig rechten. 2. Er handelt nicht mit uns nach unſern ſuͤnden, und laͤßt verſchonend uns das nicht em⸗ pfinden, was wir, weil wir ihm unſer herz nicht gaben, verſchuldet haben. 3 Hoch⸗ II. Ton „Hochitder hin ſeiter erde; ſo groß daſer gelibet wer huld des Heren, be diiihn liebenundgu 4. Wem leidt ſi winn ers ſucht, de ſoweitder ahend ſi von morgen, ent Gott der fünde ſch ſcwhetzen von unſer 5. So zärtlich icch ſäͤner kinder erbarm karnt ſch Gott der wen ſe von herzen ſe bkehren, ihm treueſ 6. Er ſchlägt un verwundet, laßt gen weiß der menſch iſt bkechlic weſen; erd Ih, daß das geſchöpf de bald aſche werde. 7. Wch er it lläͤßt, wie hlamen de vinde wehn darn zthlühen; Und ih nitd nach wenig nict nehr gefunden 4. Dun enigkeit kätennizttdie git ſden, dr hnehret. 88 zuch mich au Ne.. gpein Gont eunſichm 1 Alnäch Gottes dt keigt,„ Richt„ iſt mir be eich güemae iſt mein dank, u lle: ich ſoll roſee wie er. So la er rfüͤlle, ſtelig mir her. 1 äner ſeele, ſo ie jeder kftonn 3 aus diünu 1 errſcht doch in nicht. Bott! laß deine mir immerdar n. Sie ſaͤrk in triebe, mein gan zu weihn: ſem zeit der ſchnann mich zur zeit und ſeteieg inm en die furcht da ablicks. zerzliebſter N zauchzt unſerm oe unchun Igeoſen herzig un id von gemuthe, er i ig⸗ will mit ſei nicht ewig recnn handel tmcht min ern ſuͤnden undi end uns das ſich mas wir, weln er herz nicht G et haben. 3. N II. Von den Ei genſchaften Gottes. 21 3. Hoch iſt der himmel uber ſeiner erde; ſo groß iſt auch, datz er geliebet werde„ die huld des Herrn, bey denen, die ihn lieben n und gutes uͤben. 4. We:m bleibt ſein au itl, wann ers ſi ucht, ver ſo weit der abend ſich enter nt vom morgen, eutfernt auch Gott der ſuͤnde ſchuld und ſchmerzen von unſern herzen. 5. So zaͤrtlich ſich ein vater ſeiner kinder erbarmet, ſo er⸗ barmt ſich Gott der ſuͤnder, wen ſie von herzen ſich zu ihm Heuſrene ihm treue ſchwoͤren. 6. Er ſchlaͤgt uud theilt: verwundet, läßt geneſen; er weiß der menſch iſt ein zer⸗ hrechlich weſen; er denkt dar⸗ an, daß das geſchoͤpf aus er⸗ de bald aſche werde. 7. Ach! er iſt gras; er bluͤht„wie blumen bluͤhen;; die winde wehn daruͤber„ ſie verbluͤhen; und ihre ſtaͤtte wird nach wenig ſtunden nicht mehr gefunden. 8. Von ewigkeit zu ewig⸗ keiten waͤhret die guͤte Gaktes jedem, der ihn ehret. Ach!! te denn auch mich auf deinem pfade, du Gott der gnade? 9. So werd ich ewig d einer huld geni eſſen; ſo wirdmein leben fanft vor dir verfliefen; ſo w 649 ich dort mit allen en⸗ gelchoͤren dich froͤlich ehren. Mel. Nein Gott das h. gnaden menge denkt, womit du mich, mein Gott und Herr, ſo unverdient be⸗ ſchenkt. 2. Dann iſt mein herz ſo hoch erfreut, ganz deiner guͤ⸗ ſte voll, und weiß fuͤr heiſſer dankbarkeit nicht, wie es danken ſoll. 3. Als ich nochiin der mut⸗ terſchooß, in nacht verbor⸗ 4 Wennſtchmein geiſt, 4* 3* Allmaͤchtiger! der gen ſchli tef; zbeſtimmteſt du, 0 Herr, mein loos, das mich zum leben rief. 4. Du ſprichſt des ſterbli⸗ chen gechs eh er gebohren ; und ſo ward ich, Co welch ein gluͤck!) durch die geburt ein chriſt. 5. Schwuch an der bruſt, vernahmſt du ſchon, was kein gebet noch war, und neigteſt zu des weinens ton dein ohr gefaͤllig dar. 6. Wann ich als juͤngling von dem pfad der tugend nich verirrt; hat mich un⸗ ſichtbar„ Herr, dein rath 5 wieder drauf gefuͤhrt. .Du warſt mein ſchu tz und meine wehr, vor un⸗ gl luck und gefahr, und vor dem laſter, das noch mehr, wie ſie zu fuͤrchten war. 8. Ich ſah, Lorkruncheit bleich, durch di ich mein le⸗ ben hergeſteut; und deine gnade ſchmuͤckte mich, wann ſuͤnde mich entſtellt. 9. Von freudenſtrahlen glaͤnzt 22 II. Von den Eigenſchaften Gottes. glaͤnet mein blick, da du ſo hoch mich liebſt, und mir, in wahrer freundſchaft gluͤck, mehr, als ich wuͤnſchte, giebſt. 10. Und welche wohlthat, Herr, iſt nicht dies herz, das fuͤhlen kann! dies herz, ganz dein, das dankbar ſpricht, was du an mir gethan. 11. Kein tag ſoll wuͤrdger mir vergehn, als, Ewger, dir zum preis; ich will froh⸗ lockend dich erhoͤhn, als juͤng⸗ ling und als greis. 12. In ſchrecken, angſt, gefahr und noth, trau ich al⸗ lein auf dich; durch dich ge⸗ ſtaͤrkt, iſt ſelbſt der tod mir nicht mehr fuͤrchterlich. 13. Wann krachend jetzt der bau der welt ſich aus den angeln reißt, will ich den preiſen, der mich haͤlt, dich, der mich leben heiſt. Mel. Mein ganzer geiſt O Gott, des ſtarke 5. hand die welt er⸗ ſchaffen hat, und noch erhaͤlt! Ich ſpuͤre deine guͤte hier auf der welt an jedem ort. Sie hilft mir ſchwachen gnaͤdig fort; und wann ich mein ge⸗ muͤthe von hier zu dir, o Gott, wende, ſtreckſt du haͤnde voll erbarmen, und voll wohl⸗ thun, nach mir armen. 2. Seh ich den weiten him⸗ mel an, ſoviel ich davon ſe⸗ hen kann, ſo ſeh ich deine guͤ⸗ te. Der himmelskoͤrper lauf — und pracht, das ſternenheer, das du gemacht, erreget mein gemuͤthe, maͤchtig, freudig, dir zu ſingen, dir zu bringen ehr und ſtaͤrke. Gros ſind dei⸗ ner haͤnde werke. 3. So oft ich athme und den hauch der luͤfte fuͤhle, fuͤhl ich auch, Gott, deine groſe guͤte. Wind, waſſer, feuer, ſchnee und eis ſind dei⸗ nes wohlthuns lauter preiß, und ruͤhren mein gemuͤthe, taͤglich hier mich dein zu freu⸗ en, und von neuen, Herr! mein leben dir zum dienſte zu ergeben. 4 4. Die erd iſt deiner guͤte voll! In allem, was mich naͤh⸗ ren ſoll, ſchmeck ich, Gott, dei⸗ ne guͤte. Ich ſeh und hoͤr und fuͤhle ſie, in feld und wald, an thier und vieh. Dies drin⸗ get mein gemuͤthe, Herr, dich innig ohn aufhoͤren zu verehren. Hoch zu loben ſind, ja deiner guͤte proben. 5. Schau ich mich ſelber achtſam an, ſo viel ich mich beſchauen kann, ſo ſeh ich dei⸗ ne guͤte. Die zeiget mir ein jedes glied, ein jeder ſinn, ein jeder tritt, mein geiſt und mein gemuͤthe. Billig muß ich dir hinwieder meine glie⸗ der ganz ergeben, und nur dir zu ehren leben. 6. Herr! dazu, bitt ich, hilf du mir. Zeug immer naͤ⸗ her mich zu dir durch deine —.— —, groſſe *— b b II. Ven d rjſe gite. Oheilg rent pteiß wich gau⸗ ntalem feiß wich! urdank hütt, Labm ich bin, alangen; hangen hier auf ed nir widd der himmel mel. wer nur der 36 S weit, —0.O e him den reicht deine hult echalt: eh werden huͤgel weichen, al guade wankt und fäll nuͤchtigen gehürgen; häligkeit die lich er 2. Gott dir iſtkein tatboren, keins iſt gering geacht; durn feſs deiner ſorgen, alf ader wohl bedach menſchen bis auf jed dankt alls ſin hül 3., Mit heilig fe genüthe theb ich G „ grade, dih; wie t doch deine gite wie uns ſt viterlich! d an di furct un ſchatten dei 2 n deine „4. Mt welchem 9 uſe von guter dudein haus! du t len aum genuſſe, bi ſitigt werden aus mſt lehenéauell t der du das le 1 Vir, unerſcha 1, ſcauen in dein un das lict: entze b 4 der lufte fi auch, Gott, Re e. Wind, uiſe onee und eis ſind⸗ thuns lauterni ten mein gemutt er mich dein zufe von neuen, ha en dir zum dan n. erd iſt deiner allem,was mich chmeck ich, Gon Ich ſeh und hor „in feld und wu und vieh. Dies 1 ; gemuͤthe, ha ig ohn aufhoͤa . Hoch zu lobeni. r guͤte proben. cau ich michſt an, ſo viel ic kann, ſo ſeh i Die zeiget un jed, ein jederſ etritt, mein gait —— II. Von den Eigenſchaften Gottes 23 groſſe guͤte. O heilige zu dei⸗ nem preiß mich ganz, daß ich mit allem fleiß mich vor dem undank huͤte. Laß mich, was ich bitt, erlangen; dir an⸗ hangen hier auf erden, bis mir wird der himmel werden. Mel. Wer nur den lieben. 7 Zo weit, Herr, dei⸗ 3* ne himmel rei⸗ chen, reicht deine huld, die uns erhaͤlt: eh werden berg und huͤgel weichen, als deine gnade wankt und faͤllt; gleich maͤchtigen gebuͤrgen ſteht die heiligkeit, die dich erhoͤht. 2. Gott, dir iſt kein geſchoͤpf verborgen, keins iſt vor dir gering geacht; du wuͤrdigſt jedes deiner ſorgen, und biſt auf aller wohl bedacht; vom menſchen bis auf jedes thier dankt alles ſeine huͤlfe dir. 3., Mit heilig freudigem gemuͤthe erheb ich Gott, der gnade, dich; wie theuer iſt doch deine guͤte! wie liebſt du uns ſo vaͤterlich! daß men⸗ ſchen ohne furcht und graun im ſchatten deiner fluͤgel traun. 4. Mit welchem reichen uͤberfluſſe von guͤtern fuͤlleſt du dein haus! du theilſt ſie allen zum genuſſe, bis ſie ge⸗ ſaͤttigt werden, aus. Herr, unſers lebensauelle fließt aus dir, der du das leben biſt. 5. Wir, unerſchaffne ſon⸗ ne, ſchauen in deinem lichte nur das licht: entzeuch doch denen, die dir trauen, dein gnadenvolles antlitz nicht! Gott, deine huld ſey uͤber die, die dich verehren! ſchuͤtze ſie. Hen„wir ſingen dei⸗ 37. ner ehre; erbarm V dich unſer und erhoͤre, nimm gnaͤdig unſer loblied an! Herr, wir danken voll ent⸗ zuͤcken: wo iſt ein Gott, der ſo begluͤcken, ſo lieben und ſo ſegnen kan? Der Gott, den wir erhoͤhn, er, deſſen heil wir ſehn, iſt die liebe, ſchon vor der eit, in ewigkeit war Gott die liebe, wird ſie ſeyn. 2. Um zu dir uns zu erhe⸗ ben, hauchſt du in unſre bruſt das leben, und ſchenkeſt uns der erde gluͤck: um zu dir uns zu erheben, entziehſt du unſ⸗ rer bruſt das leben, und ſchenkeſt uns des himmels gluͤck. Du giebſt das leben, Gott, du ſendeſt uns den tod nur zum ſegen, biſt liebevoll! nur unſer wohl, nicht unſer elend ſchaffeſt du. plagen gequaͤlt in unſerm blute lagen, und nacht der hoͤllen uns umfing, fern von deiner wahrheit pfade; da war es, Gott, als deine gna⸗ de erbarmend vor uns uͤber⸗ gieng; da rief der liebe blick ins leben uns zuruͤck; von der fuͤnde, von ihrer nacht ſind wir erwacht, erwacht um V Gottes licht zu ſehn. 4. 3. Als wir von der ſünde 2⁴ 4. Preiſet ihn, ihr jubel⸗ liede er zur erde ſtieg ſein S 0 h n hernieder„ ward menſch und ſiarb der ſündeſi tod. Chriſtus h at den tod be⸗ zwungen; eit neue es lied werd ihm geſu! Er her uns, er, der liebe Gott. Wir ſind mit ihm verſol hnt; ihr lobgeſ ſaͤnge„45 ſt/ toͤnt zum † hit mmel! erſchall 1 Einſt knien wir an ſeinem thron und beten an. Mel. Es iſt das Zeil. 8. T W ie viele freuden 3 V dant ich dir, die du mir, Heri⸗ verliehen! und wie viel ſuͤnden haſt du mir aus gnaden nicht verzie⸗ hen, o Gott von langmut und geduld! noch taͤglich haͤuf ich meine ſchuld, und deine liebe waͤhret. 2. Bedenk ich, Schoͤpfer, deine Macht, blick ich in jene ferne, und uͤberſeh des hem⸗ mels pracht, und ſonne, e, mond und ſterne; ſo bet ich dich voll ehrfurcht an: was iſt ſe chot 1 hier— EreLe II. Von den Eigenſchaften Gottes. ———— ich dein, und wann ich ſchl a⸗ fen gehes denn du, mein Va⸗ 4 1 der, f kannſt verle Geduld Gottes⸗ Ein 1 aͤmmlein geht. Gade uer Gott, wie vie ged dul ld hewei Mel. 30 ha 1 6 4 5 8 egen; 3 und g Anem muhft rung zu bewegen. 2. Der menſchen elend jan⸗ ſuchſt d ver ſtocken/ ſo dir zu locken. Wie lange ſa und riefeſt du nucht ehmals der menſch, ruf ich alsdann, deinem volke zu, daß ſich ih daß du dich ſein erbarmeſt! (herz bekehrtel wie trugſt du 3. Dein auge ſchaut auf nicht mit guͤtigkeit die erſte ihn herab: ſo geht er nicht welt ſo lange zeit, eh ſie die verlohren; nicht fuͤr die welt, ut verheerte! nicht fuͤr das grab ſſeras in gebohren; die welt vergeht mit ihrer luſt; der du den willen Gottes thuſt, dein gluck ſoll ewig dauren. 4. Wann ich erwache, denk Noch immer giebſt du fünder nraum, der ſtrafe zu b von zeit zu zeit, verziehe ihn, um was ſtehe⸗ Drum ſeuß V und Languuth ter, ſuchſt du ihn la unhteuhe davon abzuziehn, zur beß⸗ merß dich; wenn ſie ſich g leich u ſie doch vaͤterlich durch 1 Il. Von! harnherzigkeit, ihn abzuzauen; d wart mit gkoſſer tteu, und dauſter fuchtn ſer uf,mn ihm zu bauer 4. k9 munan 3 huld be kauſtd 1 ſündern, und o nich ger geduld haſt dumit kinderg; ſeandn fiid dach t hiel häͤuig nehe ſe llt, ſo mattündtrige,ſie tra ſee vetgehen ſch, und ri wider dich,au ewihltem wege. 7 du mfeſt ihnen fahd, ſpoſt ſe irre, t iii hnen hand und der von funcenaußuſt ji 1 entgehen, du laͤßt den un⸗ fruchtbaren baum nicht ohne pflege ſtehen; du chonent ſein in der thum dei un du tngeſt ſe mit 1 geſt ſſe mit vater ni ire fünden Ghkitum zu verg 19 ihne neue glau kraſt, und nach vollor D. ein ewig heser reun unſer zutigkei de 9 d wann g n du, mein erleihn, un 1 ſlehe. Dr ützet, ſchenke „ 1 und Langma Hottes. Laͤmmlein g ettreuer Gott,n viel geduld ben armen! wir ſi unſre ſchude Erbarmen. W ſchen lebenelu derbt von ſuu deinem wink m gleichwohl, 4 di ihn langnit uziehn, zur h wegen. nenſchenelendie wenn ſi 3 „ o ſuch guͤtigkeit dirn nge zeit, eſ eerte! h immer gie aum, der ſtri du läͤßt di en baum nich hen; du ſaan it, verzle zeit, y r II. Von den Eigenſchaften Gottes. 25 barmherzigkeit, ihn gaͤnzlich abzuhauen; du warteſt ſein mit groſſer treu, und hoͤrſt, damit er fruchtbar ſey, nicht auf, an ihm zu bauen. 4. Langmuͤthigſter! ſo groſ⸗ ſe huld bezeugſt du frechen ſuͤndern; und ol nicht weni⸗ ger geduld haſt du mit deinen kindern; ſie werden ja, weil fleiſch und welt hier ihnen haͤufig netze ſtellt, ſo ſicher, matt und traͤge; ſie ſtraucheln, ſie vergehen ſich, und fehlen oftmals wider dich, auf falſch gewaͤhltem weggee. 5. Du rufeſt ihnen in ge⸗ fahr, ſo oft ſie irre gehen: reichſt ihnen hand und ſtaͤrke dar, von ſuͤnden aufzuſtehen; du traͤgeſt ſie mit vaterhuld, biſt willig ihre ſuͤndenſchuld durch Chriſtum zu vergeben; iebſt ihnen neue glaubens⸗ raft, und nach vollbrachter pilgrimſchaft ein ewig freu⸗ denleben. 6. Laß dieſe langmuth und geduld, Gott, unſer herze ruͤhren; nie muͤſſe deine va⸗ atel wie tragi terhuld zur ſicherheit uns fuͤh⸗ ren! Trag uns erbarmend fernerhin; doch gieb uns auch dabey den ſinn, daß wir die ſuͤnde haſſen, und uns noch in der gnadenzeit den reich⸗ thum deiner guͤtigkeit zur buſſe leiten laſſen. Mel. umenbander We numſchraͤnkte liebe 40. U goͤnne bloͤden au⸗ gen, die zum irdiſchen kaum taugen, daß ſie in die ſtrahlen deiner langmuth blicken, die den erdkreis huldreich ſchmu⸗ cken, und zugleich freuden⸗ reich, boͤſen und den deinen, wie die ſonne ſcheinen. 2. Waſſer, luft und erde, ja dein ganz gebiete iſt ein ſchau⸗ platz deiner guͤte. Deiner langmuth ehre wird durch neue proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit ſtreckt ſie ihre fluͤgel uͤber berg und huͤgel! 3. Was wir davon denken, was wir ſagen koͤnnen, iſt ein ſchatten nur zu nennen. Tag fuͤr tag zu ſchonen, tag fuͤr tag zu dulden, ſo viel milli⸗ onen ſchulden, und dazu oh⸗ ne ruh lieben, die dich haſſen, Herr, wer kann das faſſen? 4. Du vergiebeſt ſuͤnde, hoͤrſt der ſuͤnder flehen, wenn ſie weinend vor dir ſtehen. Deine rechte draͤuet, und er⸗ barmt ſich wieder, legt die pfeile gerne nieder: da man doch, wann du noch ſie kaum weggeleget, dich zum zorn beweget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, ſtatt der gnade, recht empfangen; wer zu deinen fuͤſſen ſich mit thraͤ⸗ nen ſenket, dem wird ſtraf und ſchuld geſchenket. Unſer ſchmerz ruͤhrt dein herz, und B du 26 II. Von den Liuench hen Gottes. du willſt der armen gnaͤ dich erbarmen. 6. Hoͤchſter! ſey geprieſen, aß du ſo verſchoneſt, und uns daht nach werfen lohneſt. Deiner Hand ſey ehre, die ſo wohl regieret„ und mit run den ſcepter fuͤhret! fahre fort, Zions hort! langmuth auszu⸗ uͤben, und die welt zu lieben. Mel. Jeſu mei tes lebens. 41. dwoßl hobe maͤchtiger Herr Zebaot! 5 Sende mir dazu von oben dei⸗ nes ge iſtes kraft nmie ein Gott! denn ich kann mit nichts er⸗ reichen deine gnad und lie⸗ beszeichen. Tauſend, tau⸗ ſendmal ſey dir, groſſer Koͤ⸗ nig„dank dafuͤr! Herr entzuͤnde mein Be⸗ inã he„daß ich deine wun macht, beine gnade, treu und guͤte ſtets erhebe tag und nacht: denn von deinen gna⸗ denguſſen leib und ſeele zeu⸗ gen muͤſſen. Tauſend„tau⸗ ſendmal zc. 3. Denk ich nur der ſuͤnden⸗ gaſſen, drauf ich haͤufte ſchuld mit ſchuld, ſo moͤcht ich vor ſchaam erblaſſen„ vor der langmuth und geduld, womit du, o Gott, mich armen haſt Lelzagenmite erbarmen. Tau⸗ ſend: 4. Ach ja! wenn ich uͤherle⸗ ge⸗ mit was lieb und guͤtigkeit du durch ſo viel wunderwege mit ſoll ich dich g mich gefuͤhrt die lebens zeit, ſo we ißi ich kein ziel zu finden, noch den grund hie zu ergruͤn⸗ den. Tauſend c. 5. Du, Herr„hiſt mir nach⸗ gelaufen, mic ch zu reiſſen aus der glut: denn da mit der fuͤnder haufen ich nur ſuchte irdiſch gut, hieſſeſt draufd 5 mich achten worne ach ma erſt ſoll trachten. Tauſe eud n. 6. O! wie haſt du mein eele t geſucht zu dir 9 ß ich aus der ſuͤnd zoͤgte zu den wund mich ausgeſoͤhne Habe undn mit fraft zum le⸗ ben diahen. Tauſend, ꝛc. 7. Ja, He err, lauter gnad und wahrheit ſind vor deinem angeſicht: du, du tritt vor in klarheit, in gerechtih keit, gericht: daß man ſe deinen werken deine allmacht merken. Tauſend, 8. Wie du ſetzeſt je dem du⸗ ge zeit, zahl/ eze gewicht und ziel, damit keinem zu gle ri ige moͤg geſchehen noch! l viel: ſo hab ich auf tauf ſen weiſen deine weisheit auch i preiſen. Tauſend, ꝛc. 9. Bald mit lieben, bal b mit leiden, kamſt du, Herr mein Gott, zu mir, nur mein herze zu bereiten, ſich ganz n ergeben d dir, daß mein gaͤnzi⸗ ces verlangen moͤgt an dir nem willen hangen. Tal⸗ ſend ꝛc. 4 9 4 2 gt ür m ond 10. 1. Von I Ln ¹c. Wie ein vater und zitbet, mnhnunt nüßiich iſt: ſo haſt auc geliebet, Hert bet Kſeder ſrſt, meiner angenommen 1 augi liich auſs hoch mei. Tauſend, c. 1I. Michhatduau fli inoft getragen in den thäͤlern/ aufden wunderbar errettet; wam ſchien alles 30 nen, ward doch dein ic innen, Taſend, 3 1 gielen tauſend: ſeitm, und zur rechte malmehr,lieſſet dum begleien durchder en⸗ MII. Von der 4 Arn Gott ih ſey eh un f fene de. nß nun und nimme nirihnm kann kein dn woßlgefalt 1) 8 dhn unterle vun ein 4— d 6 a lohen, preiſe 3 ih, fr delne ehr eis iten tuig lich reglerſt d anken, ganz unnng u nucn, ott gſſ i dh wl hat 1 di des feine N ZAſu g Ehn 4 en Gottes, ührt die lebeng kein ziel ue zrund hieiutn zuſend K. ¹ Herr, biſtwin „mich zu keiſe : denn da wi auſen ich nur it, hieſſeſt duann en, wornachme rachten. Tauſen wie haſt dn ts geſucht u Hich aus derſih ogte zu den wm eie mich aubgun und mit fraſt u n. Tauſend,a „Herr, laute rrheit ſind vor t: du, du nim larheit, in gen icht: daß manſe verken deinezn merken. Tauic ie du ſetzeſt jedm zahl, maaz/m „damit keinen ͤg geſchehen n hab ich aufne deine weisheitun Tauſend,* aald mit lielen, den, kamftd ott, zu mir/ bereiten, ſo dir, daß men rlangen mögte illen haugel. 4 III. Von der heiligen Dreyeinigkeit. 27, 10. Wie ein vater nimmt und giebet, nach dems kindern nutzlich iſt: ſo haſt du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder friſt, und dich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs hoͤchſte kom⸗ men. Tauſend, ꝛc. 11. Mich haſt du auf adlers fluͤgeln oft getragen vaͤterlich, in den thaͤlern, auf den huͤgeln wunderbar errettet mich; wann ſchien alles zu zerrin⸗ nen, ward doch deiner hulf ich innen, Tauſend, ꝛc. 12. Fielen tauſend mir zur ſeiten, und zur rechten zehn⸗ mal mehr, lieſſeſt du mich doch begleiten durch der engel ſtar⸗ kes heer, daß den noͤthen, die mich drangen, ich jedennoch bin entgangen. Tauſend, ꝛc. 13. Vater, du haſt mir er⸗ zeiget lauter gnad und guͤtig⸗ keit: und du haſt zu mir genei⸗ get, Jeſu, deine freundlich⸗ keit, und durch dich, o geiſt der gnaden, werd ich ſtets noch eingeladen. Tauſend, ꝛc. 14. Tauſendmal ſey dir ge⸗ ſungen, Herr, mein Gott! preiß lob und dank, daß es mir bisher gelungen: ach, laß meines lebens gang ferner doch durch Jeſum leiten, nur gehn in die ewigkeiten. Da will ich, Herr fuͤr und fuͤr ewig, ewig danken dir. III. Von der heili Illlein Gott in der 42. A hoͤh ſey ehr, und dank fuͤr ſeine gnade: darum, daß nun und nimmermehr uns ruͤhren kann kein ſchade. Ein wohlgefallen Gott an uns hat, nun iſt groß fried ohn unterlaß, all fehd hat nun ein ende. 2. Wir lohen, preiſen, an⸗ beten dich, fuͤr deine ehre, wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierſt ohn alles wanken; ganz unermeſſen iſt deine macht, fort g'ſchicht, was dein will hat bedacht, wohl uns des feinen Herren! 3. O Jeſu Chriſt: Sohn und bittern tod, wend⸗ all unſer jammer und noth, darzu wir uns verlaſſen. gen Dreyeinigkeit. eingebohrn deines himmli⸗ ſchen Vaters! Verſoͤhner de⸗ rer, die war'n verlohrn, du ſtiller alles haders! lamm Gottes, heiliger Herr und Gott! nimm an die bitt von unſrer noth, erbarm dich un⸗ ſer aller. 4. O heiliger Geiſt, du hoͤch⸗ ſtes gut, du allerheilſamſter Troͤſter! fuͤrs teufels g'walt fortan behuͤt, die Jeſus Chri⸗ ſtus erloͤſet durch groſe marter ab 43 zott der Vater, 9 wohn uns bey, B 2 und 28 III. Von der heiligen Dreyeinigkeit. und laß uns nicht verderben: mach uns aller ſuͤnden frey, und hilf uns ſelig ſterben. Fuͤr dem teufel uns bewahr, halt uns bey feſtem glauben, und auf dich laß uns bauen, aus herzensgrund vertrauen. Dir uns laſſen ganz und gar, mit allen rechten Chriſten ent⸗ fliehn des teufels liſten, mit waffen Gottes uns ruͤſten; amen, amen das ſey wahr, ſo ſingen wir Alleluja. Jeſus Chriſtus, wohn uns bey, und laß ꝛc. Heilger Geiſt, wohn uns bey, und laß ꝛe. Wir glauben all an 44. einen Gott, Va⸗ ter, Sohn und heilgen Geiſt, welchen der cherubinen chor, und die ſchaar der engel preißt: der durch ſeine groſſe teafr alles wuͤrket, thut und afft. 2. Wir glauben auch an Je⸗ ſum Chriſt, Gottes und Ma⸗ rien Sohn, der von dem him⸗ mel kommen iſt, und fuͤhrt uns ins himmelsthroͤn, der uns, durch ſein blut und tod, hat erloͤſt aus aller noth. 3. Wir glauben an den heil⸗ gen Geiſt, der von beyden ge⸗ het aus, der uns huͤlf, troſt und beyſtand leiſt, wider alle furcht und grauß. Heilige Dreyfaltigkeit, ſey gepreißt in ewigkeit. dinge gros und klein, den himmel und die erden, aus nichts hat laſſen werden: der auch mich ſelbſt aus lauter geben, ſinn und vernunft dar⸗ neben. Durch ſeine weisheit, macht und gut, all ſein geſcha⸗ pfe er behuͤt, er iſt mein vater und mein Gott, der mir z huͤlfe kommt in noth, mich ſchuͤtzet und ernaͤhret. 2. Ich glaube auch an Je⸗ ſum Chriſt, der Gott vom Va⸗ ter ewig iſt, und dann ein menſch geboren, daß ich nicht wuͤrdverlohren: der mir ſei⸗ n's Vaters huld erwarb, am — 2 ſtarb, fuhr zu der hoͤlle nie der, ſtund auf vom tode wie der. Und zu vollenden ſeinen lauf, fuhr er ins himmelz thron hinauf: von da er kom⸗ men wird einmal, daß er die menſchen richte all, die leben⸗ den und todten. 3. Ich glaub auch an den heiligen Geiſt, der gleich iſt wahrer Gott, und heißt eint lehrer unſrer ſinnen, der ewig ohn beginnen vom Vater und vom Sohn ausgeht, der den betruͤbten hier beyſteht, daß ſie vergebung finden all ihren ſchuld und ſuͤnden. Ich glau⸗ be, daß erhalten werd ein ale⸗ gemeine kirch auf erd, bey det rch glauban einen 45.J Gott allein, der alle ſtets bleib des geiſtes gab. Ich glaub, ÿ—————— gnad zu ſeinem dienſt erſchaf⸗ fen hat, mir leib und ſeel ge⸗ ſtamm des kreuzes fuͤr mich III. Von lauh/ daß diſes ſ ſnd wird auferſtehr en. Wel. Es wolluns 8 err,unſ 6. 1 weritd Du bit das hüchſe und och haſt du, teich uns dir zum di ſen. Gemeinſguſt nit dit, dulerhäöc ben wit deiem heil uns hier undewig ei ben duuelle ales ſ ² Virbeten dich, an; ſind wit gleic ſünder,ſonimmf dut unſcean, wieyaͤteri der. Duhaſt für uns⸗ ſer fuld ſelbſt deinen gegeben; dein herr uſeuidunhn und leben, daß vir d lich Vin⸗ 3. D Jeſus, ewger 3 b daruuft er urch di k Vatits 4 341 niechr ofen. Ans zu don fündund tod kan und uf eden. laßn K her und Gott, nn egens werden, in glauben dienen. ai dhelge Geiſt, Kchaben Rr ma denitrg dr ſande Kän bii und kraft! eyeinigkeit. ind die erden, laſſen werden, ſelbſt aus la einem dienſtaſt 4 mir leib und ſalt in und vernunitt durch ſeine wai dguͤt, all ſein e ut, er iſt mein n Gott, der we mmt in noth, ind ernaͤhret. hglaube auchm⸗ iſt, der Gott von z iſt, und daw⸗ geboren, daßich verlohren: der mi ters huld erwant des kreuzes fite fuhr zu der holl⸗ nd auf vom toden d zu vollenden t uhr er ins ſin. inauf: von da at rd einmal, dihn em richte all, del dtodten. ſcch glaub auchn n Geiſt, der Gott, und hnn unſrer ſinnen,I ginnen vom W Sohn ausgeht/ ten hier beyſec . N gebung üinden ne kirch aufe leid desget 46.. nes ſegens werden, und dir verderben! des mittlers tod hilf uns der 50 ſuͤnde ſterben! du giebſt zum III. Ven der heiligen Dreyeinigkeit. 29 Jlaud, daß dieſes ſſeiſch vom rab wird auferſtehn zum le⸗ en. Mel. Es woll uns Gott err, unſer Gott, wer iſt dir gleich? Du biſt das hoͤchſte weſen; und doch haſt du, an gnade reich, uns dir zum dienſt erle⸗ ſen. Gemeinſchaft ſollen wir mit dir, du Allerhoͤchſter, ha⸗ ben; mit deinem heil willſt du uns hier und ewig einſt bega⸗ ben, du quelle alles ſegens. 2. Wir beten dich, o Vater! an; ſind wir gleich vor dir ſuͤnder, ſo nimmſt du dich doch unſer an, wie vaͤter ihrer kin⸗ der. Du haſt fuͤr uns aus groſ⸗ ſer huld ſelbſt deinen Sohn gegeben; dein herz voll guͤte und geduld verleih uns troſt und leben, daß wir dich kind⸗ lich fuͤrchten. 3. O Jeſus, ewger Gottes⸗ ſohn! du heil, darauf wir hof⸗ fen, durch dich ſteht zu des Vaters thron der weg uns wieder offen. Uns zu befreyn von fuͤnd und tod kamſt du zu uns auf erden. O laß uns, un⸗ ſer Herr und Gott! froh dei⸗ in glauben dienen. 4. O heilger Geiſt, du Geiſt von Gort! wehr in uns dem Im glauben an guten luſt und kraft! Laß es uns ſtets erfahren; ſtaͤrk uns in unſrer pilgrimſchaft, be⸗ wahr uns vor gefahren, hilf uns dir willig folgen. 5. Laß, Gott, uns dein auf erden ſchon, als unſers Got⸗ tes freuen. Herr, ſegne uns von deinem thron, daß wir vor dir gedeihen! dein iſt das reich, die herrlichkeit, dir wol⸗ len wir hier leben; und du wirſt, nach vollbrachter zeit, uns einſt dahin erheben, wo wir dich ewig ſchauen. Mel. Allein Gott in der heiligſte Dreyei⸗ 47. nigkeit, nach wuͤr⸗ den dich zu ehren bemuͤht ſich deine chriſtenheit, dein lob laͤßt ſich ſtets hoͤren. Wie hoch biſt du, wie wunderſam! anbe⸗ tuͤngswuͤrdig iſt dein nam, dein weſen uner forſchlich! 2. Es zeigt die herrliche na⸗ tur, und zwar an jedem orte, des Allerhoͤchſten ſegensſpur; doch dank ſey ſeinem worte! Es zeigt uns ihn erſt recht, er heißt: Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt, der Gott ge⸗ beugter fuͤnder. 3. Es flieht vor dieſem lich⸗ te ſchnell der ſchnoͤde dienſt der goͤten; der finſtre welt⸗ kreis wird nun hell, und ſchau⸗ et mit entſetzen, in welcher tiefen nacht er lag, und freut ſich, daß ein neuer tag den weg zu dir laͤßt finden. 4. Ihm wird die Herrſchaft B 3 dei⸗ 30 III. Von der heiligen Dr eyeinigkeit. deines throns, dein weſen offenbarer. Du Vater deines eingen Sohns, du groſſer unſichtbarer! du, Vater, haſt vor aller zeit, in gren⸗ zenloſer ewigkeit, den Sohn, dein bild, gezeuget. 5. Du ſchufſt den weiten erdenkreis mit gnaͤdgem wohlgefallen. Du ſchufſt den menſchen: dank und preiß ſoll erſt durch ihn erſchallen. Du traͤgeſt durch dein maͤch⸗ tig wort, was du erſchaffen, immerfort, und herrſchſt mit ſer guͤte. bey! uns, deinen armen kin⸗ dern! wir fehlen oft noch, ach verzeih den undankbaren fuͤndern. O unſre noth iſt mannigfalt; errett uns, Herr, und hilf uns bald, zeig dich an uns als Vater. 7. Herr JEſu Chriſt, des ewgen Sohn, von ewigkeit geboren! du herrſchſt auf deines Vaters thron, zu un⸗ ſerm heil erkohren. Durch dich erſchuf er dieſe welt, du biſts, durch den er ſie erhaͤlt, o Gott, aus Gott geboren. 8. Du biſt des hoͤchſten ebenbild, wer dich ſieht, ſieht den Vater; ein menſch, nach⸗ dem die zeit erfuͤllt: ein hel⸗ fer, ein berather des men⸗ ſchen. Du erwarbſt ihm huld, bezahlteſt ſeine ſchwere ſchuld durch dein unſchuldig leiden. 9. Nun ſitzeſt du zur rech⸗ ten hand des Vaters hoch er⸗ hoben, beherrſchſt allmaͤchtig jedes land, und daͤmpfſt der feinde toben. bruder, unſer Gott, du biſts, auf den in noth und tod wir uns allein verlaſſen. 10. Von ewigkeit warſt du auch ſchon, o Geiſt, quell aller wahrheit! Gott mit dem Va⸗ ter und dem Sohn, erfuͤllt mit hoͤchſter klarheit. Vom Vater und vom Sohn geſandt, mach uns die Gottheit recht bekant und ihr zu dienen willig. 11. O heilger Geiſt, dy Geiſt des Herrn! durch der wir abba! ſchreien: nur du kannſt uns, und thuſt es gern, zu ſeinem bild erneu⸗ en. dein troſt noch kraͤftig. 12. Geiſt des gebetes, ſteh uns bey, daß wir in allen niͤ⸗ then, voll dankbarkeit mu wahrer reu, zu Gott im glau⸗ ben beten. Wann unſre ſtun⸗ de kommen iſt, ſo hilf, daß wir auf Jeſum Chriſt getroſt ſe und ſelig ſterben. 13. Gott Vater, Sohn und heilger Geiſt, wie groß iſt dei⸗ ne guͤte! ſey ewiglich dafuͤt gepreißt, mit freudigem ge⸗ muthe. Gott, heilig, heilig⸗ heilig iſt dein name, der duß warſt und biſt und ſeyn wirſt. Amen, amen! mel. Hilf, unſer Durch dich wird unſre hoffnung veſt, und wenn uns alle welt verlaͤßt, ſo bleibt IIl Von — mä. Erhalt uns Gommt, oyf 9,4 ſinget ru herm im hächten zun, dem Vater wott die welt aus ſcufend nocherhält 2. Praßt den, de ew'gen thron g herrſcht, den eingen der füruns wenſchn unsſtarb, und uns! keit erbzarb. 3 Beingt ehre G heihgen Geiſt, der; weg zum himmel we uns mit licht und ſomückt, und uns mi trot erzuickt. 4 Hochheilige Dr keitl er ſey hieniede zeit, noch heſſet ind keit, anbetung, pr Mäl. Vomm, heil. Hurrde fnbetung u 99. lrngenn unſer Gott und Vat d nuhm ſoll unter telen;ſaß unſer lt len! laßt, menſch ner lieb uns freu wg, ewig dankba llſgtihm, riſte iider, falt vor der dn liebe nieder, an 1— nd betet an. ¹. Er hat un M nd ſein, d 1g eheinigkei. riget dm des Vater 6 eherrſchſt alm 1 4 und dimgff ben. ilf,w nſer Goit, d n noth und ih 1 n verlaſſen. on ewigkeit wai „oGeiſt, zuele (Gott mit den em Sohn etfült larheit. be wohn geſande,n Bottheit egit u dienen rihh dellge Geif, Herrn! dur ſchreien: mn 13„ U nd tho ſeinem lild i arch dich wird u veſt, und wemn⸗ verlaͤßt, ſo t noch kraͤftg eiſt des gebent daß wir inaba oll dankbarke eu, zu Gott in . Wann 63 en iſt, ſo blhn Kins ſterbene, mit freudie Zott, heilige dein name/ biſt und ſehne zmen! p III Von der heiligen Dreieinigkeit. 31 Mel. Erhalt uns, Herr Kommt, opfert ehre, 48. K K ſinger ruhm dem Herrn im hoͤchſten heilig⸗ thum, dem Vater, deſſen wort die welt aus nichts er⸗ ſchuf und noch erhaͤlt 2. Preißt den, der— em ew'gen thron allmaͤchtig herrf ſcht, den eingen Sohn, der für uns menſch ward, fuͤr uns ſtarb, und uns die ſelig⸗ keit erwarb. 3. Bringt ehre Gott dem heil'gen Geiſt, der uns den weg zum himmel weißt, der uns mit licht und tugend ſchmuͤckt, und uns mit ſeinem troſt erquickt. 4. Hochheili ge 7 Dreyeit nig⸗ keit! r ſey hienieden in der zeit, noch beſſer in der ewig⸗ keit, anbetung, preiß und dank geweiht. Mel. Komm, heil. Geiſt, Zerre Gott. Inbetu ng und dank 49. bringen wir, Herr, unſer Gott und Vater, dir; dein ruhm ſoll unter uns er⸗ ſch llen; la aß unſer lob dir ge⸗ fallen! laßt, menſchen, ſei⸗ ner lieb uns freun, und ewig, ewig dankbar ſeyn! lobſtugt ihm, chriſten, unſre bruder, fallt vor dem Gott der liebe nieder, und betet an, und beter an. 2. Er hat uns gemacht; wir ſind ſein; du hiſt die lieb, und wir ſind dein; wie groß und viel ſind deiner werke, du Gott der macht und der ſtaͤrke! dein iſt der erdkreis, und in dir, o Hoͤchſter, ſind und leben wir; du ſchufet ſeraphim und thronen, und uns, die auf der erde wohnen, uns ſterb⸗ liche 7A uns ſterbliche. 3. Der Heilige ſchont un⸗ frer ſcht Ild/ und traͤgt uns fuͤnder mit geduld, auf ſeinen vaͤterlichen armen; mit liebe⸗ vollem erbarmen verkuͤrzt er unſrer pruͤfung zeit, und loh⸗ net uns mit ſeligkeit; er uͤber⸗ chuttet uns mit freuden, und ſchickt zu unſerm heil uns lei⸗ den, der gnedege, der gnaͤ⸗ dige. 4. Anbetung und dank Ehriſte, dir! verlohrne ſuͤn⸗ der waren wir: du biſt, ein fluch fur uns geſtorben, haſt ewig heil uns erworben: wer zu dir fliehet, an dich glaͤubt, und, lockt die ſuͤnd ihn, treu dir bleibt, der ſoll, befreyt vom fluch der ſuͤnden, erbarmung gnad end leben inden, in rt, in ewigkeit. Gelobet ſeyſt du, Geiſt des Herrn!! wir waren einſt von Chriſto fern, entfernt von dir und von dem leben, mit finſterniſſen umgeben, du haſt durch deines wortes macht auch uns zum licht aus Gott gebracht; du lehrſt uns leben, hilfſt uns ſterben, und weiheſ B 4 uns 32 IV. Von der Schoͤpfung. — uns zu himmelserben durch Chriſti tod, durch Chriſti tod! 6. Anbetung und dank, bringen wir, dreyeiniger Je⸗ hovah, dir! es muͤſſe jedes land der erden voll deiner herrlichkeit werden! wie ſe lig, wie begnadigt iſt ein volk, deß zuverſicht du biſt! Jeho⸗ vah, deinem groſſen namen ſey ewig ruhm und ehre, amen! Halleluja, Halleluja. IV. Von der Schoͤpfung. Mel. Allein Gott in der h. ann ich, o Schoͤ⸗ 50. Wann deine macht, die weisheit deiner wege, die liebe, die fuͤr alle wacht, anbe⸗ tend uͤberlege: ſo weiß ich, von bewundrung voll, nicht, wie ich dich erhehen ſoll, mein Gott, mein Hert und Vater! 2. Mein auge ſieht, wohin es blickt, die wunder deiner werke. Der himmel, praͤchtig ausgeſchmuͤckt, preißt dich, du Gott der ſtaͤrke! Wer hat die ſonn an ihm erhoͤht? Wer kleidet ſtie mit majeſtaͤt? Wer ruft dem heer der ſterne? 3. Wer mißt dem winde ſeinen lauf? Wer heißt die himmel regnen? Wer ſchließt den ſchooß der erde auf, mit vorrath uns zu ſegnen? O Gott der macht und herrlich⸗ keit, Gott, deine guͤte reicht ſo weit, ſo weit die wolken reichen! 4. Dich predigt ſonnen⸗ ſchein und ſturm, dich preißt der ſand am meere; bringt, ruft auch der geringſte wurm, bringt meinem Schoͤpfer ehre! mich ruft der baum in ſeiner pracht, mich, ruft die ſaat, hat Gott gemacht: bringt unſerm Schoͤpfer ehre! 5. Der menſch, ein leib, den deine hand ſo wunderbar be⸗ reitet; der menſch, ein geiſt, den ſein verſtand dich zu er⸗ kennen leitet; der menſch, der ſchoͤpfung ruhm und preiß⸗ iſt ſich ein taͤglicher beweis von deiner guͤt und groͤſſe. 6. Erheb ihn ewig, o mein geiſt, erhebe ſeinen namen! Gott, unſer Vater, ſey ge⸗ preißt, und alle welt ſag: Amen! Und alle welt fuͤrcht ihren Herrn, und hoff auf ihn und dien ihm gern! wer wollte Gott nicht dienen? 1 Di himmel ruhmen 5 I. D Gottes ehre, ihr ſchall pflanzt ſeinen namen fort. Ihn ruͤhmt der erdkreis: ihn die meere; vernimm, menſch, ihr goͤttlich wort! 2. Wer traͤgt die unzaͤhl⸗ baren ſterne? Wer fuͤhrt die ſonn aus ihrem zelt? ſie kommt und leuchtet uns von ferne, und laͤuft den weg, gleich als ein hell. 3. 5 88 WV. z Vernimme ui wänderwerke, die ditaufgeſelt! D wächeit, ordnung, nicht den Herrn/ der weltt 4. Kannſt du die ren heere der we⸗ wohl beſcheun? 2 iſtalles?gieb ihm riſt der Herr, ſol träun. 5. Miin ſind die min die erde; wätken kennſt du werde ſeyn, der ich de, dein Gott! eniglich. b. Ich bin dein, wätheit, guͤte, ein rötung und dei bins! nich lebed the,und nehman etheil. N. wernur den ) Gott! j 29 himnmele dirfont aler himm naß wir nur ſchöͤnes färm, har deine ae. Andeine an dein licht reig nelſchen denken nic Du biſts, der⸗ hft dnde V 9 ſchenkt, de 1 dede kleidet, und hum ſchnuck beye 3, der durch ſe — —— fung. dined tie adigt iſteinn ſicht du biſt 1 inem geſnmn Druhm und g dalleluja, Halcn — pfung. t der baum in wich, ruſt 8 gemacht: he Schoͤpfer ehre menſch, ein leih nd ſo wunderben er menſch, ein,, in taͤglicher la er gut und griſ heb ihn euihun hebe ſeinen nam nſer Vater, ſh und alle wat Und alle welt ſa errn, und hef dien ihm gerne ott nicht diene! Die himmel ni Gottes ehe, anzt ſeinen ſa ruͤhmt der nnh zeere; verning ihr goͤttlich nan traͤgt die uie ene? Wer füßn us ihrem zil nd leuchtet un nd läͤuft den ein hed. IV. Von der Schoͤpfung. 33 3. Vernimms und ſieh die dem fruͤhling neue anmuth wunderwerke, die die natur ſchaft dir aufgeſtellt! Verkuͤndigt weisheit, ordnung, ſtaͤrke dir nicht den Herrn, den Herrn der welt?— 4. Kannſt du die unzaͤhlba⸗ ren heere der weſen fuͤhllos wohl beſchaun? Durch wen iſt alles? gieb ihm ehre! mir, ruft der Herr, ſollſt du ver⸗ traun. 5. Mein ſind die himmel, mein die erde; an meinen werken kennſt du mich. Ich — werde ſeyn, der ich ſeyn wer⸗ de, dein Gott und Vater m ewiglich. 6. Ich bin dein Schoͤpfer, weisheit, guͤte, ein Gott der ordnung und dein heil; ich bins! mich liebe dein gemu⸗ the, und nehm an meiner gna⸗ de theil. M. Wer nur den lieben Gott! den alle 52.O himmel ehren, von dir komt aller himmel pracht; was wir nur ſchoͤnes ſehn und hoͤren, hat deine hand allein gemacht. An deine weisheit, an dein licht reicht keines menſchen denken nicht. 2. Du biſts, der die geſchoͤ⸗ pfe weidet, der ihnen ihre zierde ſchenkt; du biſt es, der die erde kleidet, und ſie mit gruͤnem ſchmuck behaͤngt; du biſt es, der durch ſeine kraft I 3. Daß kraut und pflanze⸗ ſich ver juͤngen, und alles neu⸗ es leben fuhlt; daß alle baͤu⸗ me bluͤthen bringen, das feld mit tauſend farben ſpielt, das fließt allein aus deiner guad, die unſre welt gezieret hat. 4. Wie viel vermag dein naͤchtig: werde! Erhabenſter Herr Zebaoth! dein lob ver⸗ kuͤndigt zwar die erde, doch herrlicher noch, reicher Gott! verkuͤndiget der himmelpracht die groͤſſe deiner ſchoͤpfers⸗ acht. 5. Aus dir, du quelle alles lichtes, ſließt auch der ſonne feurig meer. Ja, großer Schoͤ⸗ pfer des geſichtes, von dir kommt auch das wunder her, daß mir die ſchoͤnheit dieſer welt ſo ſtrahlend in die augen aͤllt. 6. Was zeugt das heer von tauſend ſternen, das ſelbſt die naͤchte reizend macht? von ih⸗ nen ſoll ich hier ſchon lernen, wie groß, o Schoͤpfer, deine als heiterkeit; nur licht und ſtrahlen ſind dein kleid. 7. Ach Schoͤpfer! heil'ge mein geſichte, wann ich ſo voll verwundrung ſteh, daß ich in dich, den urſprung, ſeh. Acht reinige ſelbſt meine bruſt von jeder ſchnoͤden erdenluſt. B 5 Mel. pracht! Gott, du biſt nichts deines geiſtes lichte allein auf be ee debetr, uien Enerr eer, 34 IV. Von der Schoͤpfung. Nel. Wer nur den lieb. Gott des himmels 5 3. und der erden, der du allgegenwaͤrtig biſt, von niemand kannſt begriffen wer⸗ den, vor dem kein ding ver⸗ borgen iſt: Ach! ziehe meinen ſinn zu dir, und offenbare dich in mir. 2. Wohin ich herz und au⸗ gen lenke, da find ich deiner Gottheit ſpur. Wann ich voll andacht uͤberdenke dein werk, die praͤchtige natur; ſo ruft mir alles, alles zu: wie groß iſt Gott, wie klein biſt du! 3. Uns zeigen alle elemente macht, gut und weisheit uͤber⸗ all! owenn das ſtumme reden koͤnnte, wie groß waͤr ſtets der jubelſchall: ruͤhmt, menſchen, Gottes guͤt und macht, der uns fuͤr euch hervorgebracht. 4. Herr Gott! wie groß iſt deine liebe! die erd iſt deiner guͤte voll. O gieb mir deines geiſtes triebe, daß ich dich preiſe, wie ich ſoll: nimm, was ich kann, und hab, und bin, zu deinem dienſt auf ewig hin. 5. Hilf, daß die guͤter dieſer erden mich zu dir locken, hoͤch⸗ ſtes gut! daß ſie mir nicht zum fallſtrick werden, der ſtatt des nutzens ſchaden thut; laß allen mißbrauch ferne ſeyn; mein ſchatz und ziel ſey du allein.. 6. Hier iſt mein leben eine reiſe, hier geht mein weg zur andern welt: drum mache du mich from und weiſe, daß ich hier thu, was dir gefaͤllt, und end ich dieſen kurzen lauf, ſo nimm in deine ruh mich auf. Uel. Es iſt das heil uns ˖ſ—hie herrlich biſt du! 5 4. ᷣA Gott, du hiſt un⸗ endlich gut, wir finden dich, der unendlich guͤtig iſt, wo wir nur ſind; empfinden, o herr⸗ ſcher, deine majeſtaͤt, daß erd und himmel dich erhoͤht, er⸗ fuͤllt von deiner guͤte. 2. Der juͤngling, Herr, ſchweigt von dir nicht, der oh⸗ ne dich nicht waͤre; der ſaͤug⸗ ling, groſer Schoͤpfer! ſpricht von deiner macht und ehre! von allem, was ich ſeh von mir, erſchallen lobeslieder dir, o Vater aller dinge. 3. Die himmel ſind von dei⸗ ner hand, die alles hat berei⸗ tet, weit, wie ein teppich, aus⸗ geſpannt, und dir zum ruhm verbreitet! du, der im hoͤch⸗ ſten himmel thront, du ſchufſt die ſterne, ſchufſt den mond, uns in der nacht zu leuchten. 4. Den menſchen haſt du, Herr, gemacht! von dir hat er ſein leben; du haſt durch deine guͤt und macht ihm, was er hat, gegeben; was iſt vor dir, o Gott, was iſt der menſch, daß du ſo gnaͤdig hiſt, ihn dei⸗ ner wuͤrdig achteſt? 5. Du haſt ihn mit verſtand ge⸗ 1 geückt/ indfreyheit ſhezihn hatdum gefchtt, um hinm jehe;eriſt ſowoh deirkind, als es d engalſind, du hebſt ein zater. 64 Stimmt,men geſänge an, das Go werde! Gott, der unterthan, wos iſt auf erde; wie viel V. V „ Inallen me 6. Jn laß Hiichſten rathen, kanzund hat: er mu dingen, olsanders lingen, ſelbſt gebeng und that. * Nichtz iſtes, ftüͤſe, um ale mein meir ſorgen iſt um⸗ nags mit meinen ſ einem willen machen in ſaine Vatergunſt. 3, Es kann mir! ſcehen, als was krſehen, und was! ſi V6 nehn es, wi det gasihm von wit diſte ſad ih auc 4 Ich traueſein de nich vor alen mnr llem üͤbel ſchüß nach ſeinen ſate ni riclz rerlezen fung. raeht menn et: drum mad vas dir geſilt iſen kurzen 4 1 s iſt dashein ie herrlich in Gott, dutzit t, wir indang ich gütig iſ wer empfinden, oſg ge fmajeſiten dit jel dich erhiht, deiner guͤte. fuͤngling, hr on dir nich, t, der cht waͤre; drſ er Schgpiel ſe 3 ſchallen lobeit ter aller dinge. immalſaduf die alles hathe vie ein teppich und dir zum i du, u in ſ 2 thront, duſtt ſchufſt den mai nacht zu lus menſchen hatt nacht! von di den; du haſt nd macht iſm geben; waziſ „was iſt derna naͤdig dit,i 1 achteſt! † ihn nnn V. Von der Vorſehung. 35 geziert und frenheit ihm ver⸗ und weſe 3 liehen; ihn haſt du in die welt gefuhrt, zum himmel ihn zu ziehen; er iſt ſowohl, o Herr! dein kind, als es die hoͤhern engel ſind, du liebſt ihn, wie ein vater 6. Stimmt, menſche n, lob⸗ geſaͤnge an, daß Gott erhoͤhet nerde Gott, der uns alles terthan, was iſt und lebt un erde; wie viel iſt hier, was uns erquickt! wie ſehr ſind wir durch dich begluͤckt! das kannſt du mehr uns ſchen⸗ en? 7. Wie herrlich biſt du Gott! du biſt unendlich aut, wir ſinden dich, der unendlich guͤtig iſt, wo wir nur ſind; empfinden, o Herrſcher! dei⸗ ne majeſtaͤt, daß erd und him⸗ mel dich erhoͤht, erfuͤllt von deiner gͤte. V. Von der In allen meinen tha⸗ 55. J ten laß ich den Hoͤchſten rathen, der alles kann und hat: er muß zu allen dingen, ſolls anders wohl ge⸗ lingen, ſelbſt geben guten rath und that. 2. Nichts iſt es, ſpat und frühe, um alle meine muͤhe, ein ſorgen iſt umſonſt: Er mant mit meinen ſachen nach ſeinem willen machen, ich ſtells in ſeine Vatergunſt. 3. Es kann mir nichts ge⸗ ſchehen, als was Gott aus⸗ erſehen, und was mir ſelig iſt: ich nehm es, wie ers gie⸗ bet, was ihm von mir geliebet, daſſelbe hab ich auch erkießt. 4. Ich traue ſeiner gnaden, die mich vor allem ſchaden, vor allem uͤbel ſchuͤtzt leb ich nach ſeinen ſaͤtzen, ſo wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nuͤtzt. bald er mir gebeut: heut oder morgen, dafuͤr laß Borſehnng. s. Hat Gott es dann be⸗ ſchioſfen, ſo will ich unver⸗ droſſen an mein verhaͤngniß gehn: kein unfall unter allen wird mir zu harte ſallen, ich will ihn maͤnnlich uͤberſtehn. 6. Ich hab mich ihm erge⸗ ben zu ſterben und zu leben, ſo es ſey ich ihn ſorgen, er weiß die al⸗ lerbeſte zeit. 7. So ſey nun, ſeele, dei⸗ ne, And truue dem alleine, der dich geſchaffen hat: es gehe, wie es gehe, dein vater in der Hihe der weiß zu allen ſachen rath. Mel. Ps iſt das heil uns 56. Dir⸗ unſer Gott, iſt niemand gleich im himmel und auf erden, du biſt der hoͤchſte und dein reich kann nie begriffen werden; unend⸗ lich iſ iſt die majeſtät„die uͤber alle 36 V. Von der Borſehung. alle dich erhoͤht, die kron und zepter tragen. 2. Wie weit erſtreckt ſich dein gebiet? Wo iſt der, der es meſſe? Wohin auch nur mein auge ſieht, da ſeh ich deine groͤſſe; weit, uͤber alle himmel weit, geht deines reiches herrlichkeit, du herr⸗ ſcheſt uͤber alles.— 3. Du herrſcheſt weislich, recht und gut, nach heiligen geſetzen; du willſt auch dei⸗ ner treuen hut das kleinſte wuͤrdig ſchaͤtzen: auf alles geht dein augenmerk, und immer iſts dein liebſtes werk, zu ſegnen, zu begluͤkken.; 4. Wie recht iſt, Hoͤchſter, dein gericht, der du die wahr⸗ heit liebeſt! wie richtig maaß haͤlt dein gewicht, wann du vergeltung uͤbeſt: du handelſt ſtets nach billigkeit in dieſer und der kuͤnft'gen zeit, beym ſtrafen und belohnen. 5. Wohl uns! daß du das regiment, Gott, uͤber alles fuͤhreſt; und wohl dem, der den zweck erkennt, dazu du uns regiereſt! ich, dein ge⸗ ringſter unterthan, Herr be⸗ te dich in demuth an: o ſieh auf mich in gnaden! 6. Ich bin verderbt und ſchuldenvoll; und auf dem tu⸗ gendwege nicht ſtets ſo eifrig, als ich foll; bin oft zum guten traͤge; doch du biſt gnaͤdig, reuenden die ſchuld; drum hoff ich auf vergebung. 7. Ich hoff es, weil mich der vertritt, den du fuͤr mich gegeben. Mein Ikſus, wel⸗ cher fuͤr mich litt, erwarb mir recht zum leben. macht mich vom zweifel frey, ob ich der gnade faͤhig ſey; auch mich hat er verſoͤhnet. 8. Herr! ewig will ich dei⸗ nen ruhm mit lob und dank erheben. Dir will ich, als dein eigenthum, mich ganz zum dienſt ergeben. Mit luſt will ich bis in den tod, nach deinem heiligen gebot, durch deinen beyſtand wandeln. vommt, kommt den 5 7. K Herrn zu preiſen, der groß von rath iſt, groß von that, den Guͤtigen, den Weiſen, der keinen, der ihm gleich ſey, hat! der Herr thut groſſe werke; wer hindert ſeine kraft? wer ſeines armes ſtaͤrke, die, was nur gut iſt, ſchaft? Er dehnet gleich ge⸗ zelten die weiten himmel aus; er ſpricht, ſo gehen welten aus ihrem nichts heraus. 2. Er will, und ſonnen flammen; auch draͤngt das waſſer, wann er ſpricht, in wolken ſich zuſammen, und ihre ſchlaͤuche reiſſen nicht; er ruft den ungewittern; das Sein tod meer wird ungeſtuͤm; des himmels ſaͤulen zittern: die und voll huld vergiebſt du erde bebt vor ihm. Er will, und 1. and blize unden ge ſe zergehn: er ſo tuſtden winden: ſch ſinhimmel ſchn. 3. Wer, wer ge wellen:hieher!mch legt euchhiel er le zuelen, ſie rieſelr ſegn nie. Erfüͤll ſtenigen wit ſeinen an;heißtthiere daſt wo niemand wohn Wet kann die ſterne Wet weiß, als er al himmel zu regieren wagſt ſtlzzu ſeyn⸗ 4. Kannſt du m finwe,oſtoher,dor Gott thut? Strau deinem grinme ve deiner blitze gut; walt, und ſeige dic wieder Herrzſchau zen, beuge, verfent tt. Was rihmten thotinmitihrerfir ſaubausſtaub geb bauſhn dic. 7. Detk, dein iſt Ind clehülfe, Gor das ſeiſen deine n dinerkraſt allein ſi nir aſc erfreun un ihr läh ſen unſee 9 Tutet,) tegierer n din güht ſeenichte u witkſtin allen,dir tanen wir Erhalt den ſalee mtieg Lanngen ung. if vergebunz. weil m t, den in Mein Iſtd,n iclitt,ernann leben. Scn; Hvom zmafllt „gnade ſahi hat er verſißn ewig wilg mit lob unde Dir will ic, thum, nige ergeben. Me is in den tod, eiligen gebet, yſtand wande Pponnms„komm Herrn zu pni von rath iſ, ſ den Gütnan der keinen, dai 6 erke; wer ſind 7? wer ſeinesan ie, was nur gut Er dehnet gleig weiten himwele , ſo gehen u n nichts hetnu will, und ſin ; auch drängt vann er ſorig ch zuſammen/! iche reiſſen ſi ungewitten; d ungeſin ſaͤulen zittern, vor ihm. d V. Von der Vorfehung. 37 und blitze zunden gebuͤrg an; ſie vergehn: er ſpricht und ruft den winden: ſchnell wird ſein himmel ſchoͤn. 3. Wer, wer gebeut den wellen: hieher! nicht weiter! legt euch hie? er legt in felſen quellen, ſie rieſeln und ver⸗ ſiegen nie. Er fuͤllt auch wuͤ⸗ ſteneyen mit ſeinen wundern an; heißt thiere da ſich freuen, wo niemand wohnen kann. Wer kann die ſterne fuͤhren? Wer weiß, als er allein, die himmel zu regieren? Und du wagſt, ſtolz zu ſeyn? 4. Kannſt du mit deiner ſtimme, o ſtolzer, donnern wie Gott thut? Streu aus von deinem grimme verderben, deiner blitze gut; leg an ge⸗ walt, und zeige dich maͤchtig, wie der Herr; ſchau an die ſtol⸗ zen, beuge, verſenke ſie, wie er. Was ruͤhmten denn die thoren mit ihrer ſtaͤrke ſich? O ſtaub aus ſtaub gebohren, nur Gottes ruͤhme dich.— 5. Herr, dein iſt alle ſtaͤrke und alle Huͤlfe, Gott iſt dein: das preiſen deine werke, die deiner kraft allein ſich freun: wir auch erfreun uns ihrer; ihr lob ſey unſre pflicht! O Vater, o regierer! wen haͤlt, wen ſchuͤtzt ſie nicht? Du lebſt, du wirkſt in allen, dir, dir ver⸗ trauen wir! Erhalter! wer kann fallen, getragen, Herr, von dir? Mel. Schwingt heilige g. 3 ott, der an allen 5 8. enden viel groſſe wunder thut, in deſſen treuen haͤnden mein ganzes leben ruht, der in der pruͤfungszeit mir jeden meiner tage, mein gluͤck und meine plage be⸗ ſtimmt von ewigkeit. 2. Da ich noch tief verbor⸗ gen im mutterleibe lag, wacht uͤber mich dein ſorgen, ach Vater, wie vermag mein duͤrf⸗ tiger verſtand das gute zu er⸗ heben, das du in meinem leben mir huldreich zugewandt. 3. Du faͤngſt uns an zu lie⸗ ben noch eh wir ſind, und haſt nie luſt uns zu betruͤben; doch ſchickſt du eine laſt, ſo bleibſt du mitleidsvoll; hilfſt lieb⸗ reich deinen kindern ſie tra⸗ gen und vermindern; befoͤr⸗ derſt ſtets ihr wohl. 4. Es hat in meinem leben mir dieſe zuverſicht ſtets neue kraft gegeben, und fehlt noch jetzo nicht. Wann ich bekuͤm⸗ mert war, ſo ſeufz ich, und war ſtille, und dein ſtets guter wille entriß mich der gefahr. 5. Dein name ſey geprie⸗ ſen, der jederzeit an mir ſo herrlich ſich erwieſen, mein herz und mund ſoll dir, du Retter aus gefahr! mein ſchuldig opfer bringen, von deiner guͤte ſingen, jetzund und immerdar. 6. Du haſt mir wohl gera⸗ B 27 then, 3⁸ V. Von der Vorſehung. then, und lauter guts gethan: daß deiner liebe thaten ich nicht gnug ruͤhmen kann. Hilf Vater, daß ich dort, verklaͤrt und ganz vollkommen, mit al⸗ len deinen frommen, dir dan⸗ ke fort und fort. Mel. Wer nur den lieben Fiprh„ du biſt, o 5 9 D Gott, verborgen! dein rath bleibt fuͤr uns wun⸗ derbar. Umſonſt ſind alle un⸗ ſre ſorgen; du ſorgteſt, eh die welt noch war, fuͤr unſer wohl ſchon vaͤterlich, dies ſey ge⸗ nug zum troſt fuͤr mich. 2. Dein weg iſt zwar in fin⸗ ſterniſſen vor unſern augen oft verſteckt: doch wann wir erſt den ausgang wiſſen, wird uns die urſach auch entdeckt, warum dein rath, der niemals fehlt, den uns ſo dunklen weg gewaͤhlt 3. Nie ſind die tiefen zu er⸗ gruͤnden von deiner weisheit, macht und guͤt, du kannſt viel tauſend wege finden, wo die vernunft nicht einen ſieht: aus finſterniß bringſt du das licht; du ſprichſt, o Gott, und es ge⸗ ſchicht 4. So weicht denn, aͤngſtli⸗ che gedanken! Gott kann weit mehr, als ihr verſteht. Bleib, ſeele! in der demuth ſchran⸗ ken; die demuth wird von Gott erhoͤht. Ja, Herr, du liebſt den, der dich liebt, und deiner fuͤhrung ſich ergiebt. V preiſen ſeine ſtaͤrte. 5. Drum will ich mich dir uͤberlaſſen mit allem was ich hab und bin; ich werfe, was ich nicht kan faſſen, auf deine macht und weisheit hin: der ausgang zeigt doch immerdar, daß ſtets dein rath voll guͤte war. 6. Gieb, daß dies mein ver⸗ trauen mehre in galuͤck und ungluͤck, freud und leid; ſchick alles, Herr, zu deiner ehre, und meiner ſeelen ſeligkeit: ſo preis ich einſt vollkomen dich, ſo freu ich dein auf ewig mich mel. Warum ſollt ich m. 60 Sev zufrieden, mein 4 gemuthe, Gott iſt gut, was er thut, iſt voll ließ und guͤte; ſchaue ſeine groſſe thaten, was die welt in ſich haͤlt, iſt ihm wohlgerathen. 2. Beydes erd und himmel preiſen ſeine macht; tag und nacht muͤſſen es beweiſen; ſoſ und mond ſind laute zeugen; was ſich regt und bewegt, kann es nicht verſchweigen. 3. Schau die werke ſeinet haͤnde; menſch und thier mel⸗ den dir ſeinen ruhm ohn ende. was wir noch ſo kleines nen⸗ nen, gras und laub, ſelbſt der V ſtaub giebt ihn zu erkennen. 4. Was auf bergen und in gruͤnden, in der hoͤh, in der ſee, oder ſonſt zu finden, ruͤhmt die weisheit ſeiner werke; ſe⸗ der wurm, wind und ſturm, * V. „Wiemußich ſi hehen!wie ſogar i gad er mir main let und leib iſt ſein geſch ich uicht ihm veryfle ic dies bedenten 6. Wie mich ſein ſorain ing und nach in acht, das zengt ſ gen ja kein augen ſchwindet, der mie Gont, mein licht! dank berdindet. 7. Deückten mich! zes Nagen: wann kaum geſaßt, half ttagin. War nicht duld vorhanden: ſe nt geſchaft, daß i anden. 8. Run, mein her, ſconlange Gott get eden, vid dir ſe ge, als wollt er dich Gnf a nſdi R) er kann di ſe. un dich 9. Dumergieb die dilen heiſe gut,wat twirds auch erfüll nth, fark von that nitde wohl machen. mel, Allein Got t 6. Lobſeygan⸗ ſt ung. mit allem u bin; ich werſ, kan faſſn, uin d weihen ſi zeigt doch inme dein rath voll b, daß dies mein iehre in glic freud undleiz err, zu deiner er ſeelenſälgin einſt vollkoneni Hdein auf enign Varum ſolttihr Zer zufrieden gemuthe,ga Zer thut, iſtwall ; ſchaue ſeme g was die welt n ihm wohlgernie des erd und ſiee eine macht; ugn ſſen es beweiſtn d ſind laute egt und bewegſſ erſchweigen. dau die werte ſ enſch und thien inen ruhm ßye noch ſo kleinezn und laub, ſil thn zu erkenne s auf bergen N euſt zu finden it ſeiner went 1, wind und ine ſtaͤrte. V. Von der Vorſehung. 39 5. Wie muß ich ſein lob er⸗ heben! wie ſogar wunderbar gab er mir mein leben! ſeel und leib iſt ſein geſchenke; bin ich nicht ihm verpflicht, wann ich dies bedenke? 6. Wie mich ſein getreues ſorgen tag und nacht nimmt in acht, das zengt jeder mor⸗ gen; ja kein augenblick ver⸗ ſchwindet, der mich nicht, Gott, mein licht! dir zum dank veroindet. 7. Druͤckten mich des kreu⸗ zes plagen: wann die laſt kaum gefaßt, half Gott ſelber tragen. War nicht mehr ge⸗ duld vorhanden: ſeine kraft hat geſchaft, daß ichs uͤber⸗ ſtanden. 8. Nun, mein herz, das hat ſchon lange Gott gethan, den⸗ ke dran, wird dir jemals ban⸗ ge, als wollt er dich ganz ver⸗ laſſen; es geſchicht warlich nucht; er kann dich nicht haſ⸗ en 9. Drum ergieb dich ſeinem willen, heiſſe gu t, was er thut, er wirds auch erfuͤllen: denn er iſt in allen ſachen groß von rath, ſtark von that; er, er wirds wohl machen. Mel. Allein Sott in der 6 I oh ſey Gott, der den fruͤhling ſchafft! Gott, der den erdkreis ſchmuͤ⸗ cket! preiß ſey ihm! ehre, ſtaͤrk und kraft! der, was er ſchuf, begluͤcket. Der Herr erfchafft, V der Herr erhaͤlt, er liebt und Faner ſine welt: lobſinget ihm geſchopfe! 2. 309 noch der menſch den Herrn verließ, in jenen ſelgen tagen, da war die erd ein pa⸗ radies, frey von der ſuͤnden piagen. Nun hat ſie ſuͤnd und ſtraf entſtellt; doch iſt ſie noch des Schoͤpfers welt! ein vor⸗ hof ſeines himmels. 3. Das land, das erſt erſtor⸗ ben lag, erwacht und lebt nun wieder! es ſtroͤmet jeden neu⸗ en tag ſein ſegen neu hernie⸗ der. Der wurm, der in dem ſtaube webt; der vogel, der in luͤften ſchwebt, erfreut ſich ſei⸗ nes lebens. 4 Der erden antlitz iſt ver⸗ juͤngt; erheitert glaͤnzt der Himmel; gebuͤrg und thal, und wald erklingt von freu⸗ digem getuͤmmel: und voll er⸗ barmen ſchaut herab, der allen ſeyn und leben gab, auf ſeiner ſchoͤpfung werke. 5. Doch fuͤhllos nur und unbeſeelt ſind auen und gefil⸗ de: auch haſt du nicht die thier erwaͤhlt zu deinem ebenbilde. Der menſch nur freuet deiner ſich, kennt, fuͤhlet, und em⸗ pfindet dich, und hofft ein ewig leben. 6. Lobſinget ihm! er iſt uns nah, ſingt alle ſeine heere! der Herr iſt allenthalven da, im himmel, erd und meere. Ich preiſe dich, ich ſinge dir; denn u 40 V. Von der Vorſehung. du biſt, wo ich bin, bey mir mit allmacht, lieb und gnade. 7. Du rufſt die wolken in das land, und ſtillſt den durſt der erde, daß mit den gaben deiner hand der menſch ge⸗ ſegnet werde: du macheſt ha⸗ gel, thau und wind, die dei⸗ ner allmacht boten ſind, zu unſrer freude quellen. 8. Selbſt, wann von don⸗ nerſturm bedraͤut, erſchrockne laͤnder zittern, ſtroͤmt ſtaͤrkung ſegen, fruchtbarkeit aus nacht und ungewittern. Dan bricht die ſonne neu hervor, und al⸗ les jauchzt zu dir empor, vor dem die wetter ſchweigen. o. Von dir kommt, was uns hier erfreut, du brunnquell aller gaben; dort wirſt du uns mit ſeligkeit in reichen ſtroͤ⸗ men laben. Wohl, wohl den menſchen, die ſchon hier ſich dir ergeben, und einſt dir in Chriſto freudig ſterben. Mel. Zerzliebſter Jeſu 62 Jein reich, o Gott, iſt 4. herrlich; ewig waͤhren dein reich und deine macht, die wir verehren, und ewig wird von aller voͤlker zungen dein lob beſungen. 2. Der Herr bewahret alle, welche fallen; der Hoͤchſte hilft den unterdruckten allen, und eilt, mit heil die, die um heil ihn bitten, zu uͤberſchuͤtten. 3. Nach dir, Gott, ſchauen aller weſen blicke, daß deine hand ſie vaͤterlich erquicke: de giebſt auch einem jeden ſeine peiſe„daß er dich preiſe. 4. Herr, du erhaͤlſt mit dei⸗ nem wohlgefallen, was lebt, thuſt deine hand auf, und giebſt allen, was ſie beduͤrfen keiner ſucht vergebens dich, quell des lebens. 5. Jn allen wegen Gottes ſtrahlet gnade, untadelhaft ſind alle ſeine pfade, und, was er thut, gereicht zu ſeinen preiſe, iſt gut und weiſe. 6. Der Herr iſt nahe denen, die ihn bitten, die ernſtlich ihn um ſeine huͤlfe bitten; er thut was die gerechten, die ihn eh⸗ ren, von ihm begehren 7. Der Herr behuͤtet alle, die ihn lieben; die aber, die ge⸗ walt und frevel uͤben, verfolgt er, daß er ſie zum fluche mache mit ſeiner rache. 8. Auf ewig will ich ſeinen namen loben; von allen men⸗ ſchen werde Gott erhoben! was lebet, muͤſſe, Herr, zual⸗ len zeiten dein lob verbreiten. Mel. Lobt Sott ihr chri. 6 Noch immer wechſeln 3. ordentlich des jah⸗ res zeiten ab; fruͤh ſtroͤmt und ſpaͤt ergieſet ſich dein regen/ Gott, herab. hand, Jehovah Zebaoth! du mit deinen guͤtern, Gott! 4 3. Von deinem himmel, Hoͤch⸗ tuns gethan 2. Du oͤffneſt deine milde lii „ k ſegneſt, du erfüllſt das land ſnargenrict 7. Häccker, räuft ged ftuchtbarkeit; die auf und bluͤßt undt ſittigt und erfreut 4. Von dirgeſeg der haum, wenn ein ten lucht, ihn unt zweige raum, er und auch feucht. 5. Weſſtilic li flur es fießt ſich im der ſteude gutll, natux iſt unerſchöyſt 6. Wem ſtrömt ſeni dit gfüll, lut und gen te Weriſtſogut ſo nild, ſovateriich, 7. Herr, ohned giengen wir, und; dientens auch; und lebeg wir in dir, durch deinen hauch. Ginenan e ter zuld; wem fraße dinlicht? mit welch nuth und geduld e winſer nicht? „ Ach betet, me getean, erwigts u kitrun: Vas hat nic nict noch thun e al. Ichkonmeve Ma auge 44„ Gott eenem thron nein ſei kanmtnur die die Getraſ, mein her ich preiſ. err, du erhaͤlſt 3 n allen wegen ⸗ gnade, untaht ſeine pfade,un „gereicht zu t ihm begehten gerechten, diein Herr 20 en; die aber,a⸗ frevel uͤben, we rſie zum flachen rrache. f ewig wilii bben; von i erde Gott erze t, muͤſſe, ha dein lob vertm obt Gott ihrh och immer ne ordentlichden ab; früͤh ſttim ſe ſich deinm h.. oͤffneſt deinen hovah Zehat ur erfült dat — nguͤtern, i V. Von der Vorſehung. 41 Hoͤchſter, traͤuft gedeihn und fruchtbarkeit; die ſaat geht auf und bluͤht und reift, und ſaͤttigt und erfreut. 4. Von dir geſegnet giebt der baum, wenn einer ſchat⸗ i ten ſucht, ihm unter ſeinem zweige raum und auch frucht „ erfriſchung 5. Wie froͤlich laͤchelt jede flur; es fließt ſich imer gleich der freude quell, und die natur iſt unerſchoͤpflich reich. 6. Wem ſtroͤmt ſie nicht, von dir erfullt, luſt und vergnuͤ⸗ gen zu? Wer iſt ſo gut, ſo treu, ſo mild, ſo vaͤterlich, wie du? 7. Herr, ohne dich ver⸗ giengen wir, und wir ver⸗ dientens auch; und dennoch leben wir in dir, beſeelt durch deinen hauch. 8. Nicht einer mangelt dei⸗ ner huld; wem ſtrahlet nicht dein licht? mit welcher lang⸗ muth und geduld verſchonſt du unſer nicht? 9. Ach betet, menſchen, betet an! erwaͤgts! und den⸗ ket nun: Was hat nicht Gott an uns gethan? Was will er nicht noch thun? Mel. Ich komme vor dein 64. M Gott, zu dir, von deinem throne hilf du mir; mein heil kommt nur von dei⸗ ner macht, die dieſe welt hervorgebracht. 2. Getroſt, mein herz! dein V 6 ein auge ſieht, o treuer hirt ſchaft, daß dein fuß nicht gleiten wird; der dich behuͤtet, ſchlumert nicht, in finſterniß iſt er dein licht. 3. Kein uͤbel ſey dir fuͤrch⸗ terlich; denn Gottes rechte ſchuͤtzet dich: durch ſeine treue vaterhand wird, was dir ſchadet, abgewandt. 4. Sein ſchutz gewaͤhrt dir ſicherheit; ſein troſt fuͤllt dich mit freudigkeit. Er leitet dich auf ebner bahn, und nimt dich einſt mit ehren an. s5. Herr! ſeane und behuͤte mich. Du biſt mein heil, ich hoff auf dich. Dein ſegen folg aus dieſer zeit mir bis in jene ewigkeit. Mel. Gott Vater an erb. 6 Zott, deine weiſe 5. macht erhaͤlt die ganze lebenvpolle welt: und aller augen freuen ſich, und warten hoffnungsvoll auf dich, auf dich, der du ſie al⸗ le liebſt, und allen ihre ſpeiſe giebſt. 2. Du oͤfneſt deine hand, ſo fließt herab, was jedem noͤthig iſt; mit wohlgefallen V ſaͤttigt ſie dein aufſehn, und verſaͤumt ſie nie. Nie ſind geſchoͤpfe deiner hand dir unwerth oder unbekannt. 3. Auch mir gabſt du, mein Gott und Heil, noch taͤglich mein beſcheiden theil; gabſt mirs mit huld und freundlich⸗ keit, ſo lang ich bin, zu rechter zeit. 4² V. Von der Vorſehung. zeit. Kein vater ſorgt ſo u. terlich fur ſeinen ſohn, als du fuͤr mich. Ich bins gewiß, du kanſt mach nicht verlaſſen, meine zuverſicht! ich bins gewiß, du thuſt mir wohl„ſo lang ich hier noch leben ſoll. Nicht uͤberfluß bitt ich von dir: was ich bedarf, das giebſt du mir. 5. Der vogel bauet nicht das land, du naͤhrſt ihn doch mit milder hand. Du ſchmuckſt die blume koͤniglich, bie nicht; zur arbeit eilt, als ich. Vergiß es, mei ne ſe ele nie: weit mehr bin ich vor Bott als ſie! 6.2 Mich ſch ufſt du nicht fuͤr dieſe zeit; mein ziel iſt in der ewigkeit; gabſt mir verauſeft und freyheit, Gott! fur mich gieng Jeſus in den tod. Nichts, was die erde zeugt und naͤhrt, gleicht mir an hoheit und 33 werth. 7. Von dir, der das an mir gethan, werd ich auch ſpeiß und 1 uk empfahn, ſelbſt dem, der dich mit ſunden ſchmaͤht„ giebſt d ſ ohne ſein gebet. Und fleht ich nicht darum zu dir, gewaͤhrteſt da ſie dennoch mir. 8. Laß du mich nur vergnuͤg⸗ ſam ſeyn, und deiner gaben mich erfreun; mehr aber dei⸗ ner, der du dich ſo freundlich zeigeſt gegen mich, der du des lebensquelle biſt, aus wel⸗ cher alle wohlthat fließt! 9. Bey deiner gaben aͤber⸗ V tigkeit vor ſchmach und unzu⸗ friedenheit! du naͤhrſt mich immer! preiß und dank bring fluß erhalt mich maͤßig im ge⸗ nuß: bewahr mich in der durf⸗ ich dir, Gott, mein lebenlang! 66. S agtige an b die deinen, ja ſelig, und do meiſtens wunderſich! 4 W koͤnnteſt du es kann ver wege ſind oft krumm un doch gerad, darauf du laͤ 1 die kinder zu dir gehn, dn pflegt es wunderſeltſam aus⸗ boͤſe mit uns meynen, da deine treu nicht rleugnen ſich? Die zuſehn; doch triumphirt zu⸗ lezt dein hoher rath. 2. Dein geiſt haͤngt nie an vernunft: und gute meynung ſtellt. Den zeifelsknoten kann dein ſchwerd verletzen und loͤſen auf, nachdem es dir gefaͤllt. Du reiſſeſt wohl die ſtaͤreſten band entzwey: was ſich entgegen ſezt, mu iß ſinken hin: ein wort bricht umwenge frey. 3. Was unſre klugheit will zuſammenfuͤgen, theilt dein verſtand in oſt und weſten aus: was mancher unter ſoch und laſt will diegen, ſezt dei⸗ ne hand frey an der ſternen ſt haus. Die welt zetreißt, uai menſchlichen Beſeßen, die, ſo oft den allerhaͤrtſten ſinn; dann gehr dein fuß auch durch * V. — du Vrknüſtt in k trict, du bauft; ſ teiſſſt ein; ihr g dir ein dunkler unſt Dein geiſt bey to und leben ſchat. 4. Wil die ver froam und ſelig! haſts duss ſchon a buch gethan: wem mand wil dies zen ſen; den führſt 8 ſelbſ himmelan. de phariſder laͤßt undſpeiſeſt mit den ſprichſt ſie ſrey: n tas oͤſters deine a Wer kann der tief heit abgrund ſehn „Wasalles iſt, in deinen augen;n iſt, haſt du, groſf 2 lieb. Der wo undruhm mag dir gen, du giebſt die fackdruk durch d d 8 werke bri kein Ilob, ſeſſind ver dlunſe geßt borbey, gen he., ſeßt ie 6 de tſch zOherſgeri Kaand der 4 zi 3 4 e meih dielen! hung. r ſchmachundan it du nähi preiß und danet okt, mein lebenle 1 So fuͤhrſt d 2 recht ſelig, 1, ja ſelig, und wunderlich! du es boſe mi da deine traun leugnen ſich 1. nd oft krumn. hoher rath. geiſt haͤngtm den geſetzen, d und gute meum den zweifelttne ſchwerd wen auf, nachdeu Du reiſettnt en band eutm ttgegen ſet, 1 : ein wort i allerhaͤrtſten ſi dein fuß auchie key. unſre klughen ugen, theit „ n oſt und ui mancher unte ldiegen, ſtn eeyy an der ſi weltenun 9 V. Von der Vorſehung. 43 du verknuͤpfſt in kraft, ſie bricht, du bauſt; ſie baut, du reiſſeſt ein; ihr glanz muß dir ein dunkler ſchatten ſeyn. Dein geiſt bey todten kraft und leben ſchaft. 4. Will die vernunft was fromm und ſelig preiſen, ſo haſts du's ſchon aus deinem buch gethan: wem aber nie⸗ mand will dies zeugniß wei⸗ ſen, den fuͤhrſt du in der ſtill ſelbſt himmelan. Den tiſch der phariſaͤer laͤßt du ſtehn, und ſpeiſeſt mit den ſuͤndern, ſprichſt ſie frey: wer weis, was oͤſters deine abſicht ſey? uns zu wohnen iſt dir lauter luſt, die reget ſich in deiner vater⸗bruſt, und gaͤngelt uns mit zartem kinder ſchritt. 7. Bald ſcheinſt du uns was harte anzugreifen, bald faͤh⸗ reſt du mit uns ganz ſaͤuber⸗ lich: geſchichts, daß unſer ſinn ſucht auszuſchweifen, ſo weißt die zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir dann mit bloͤden augen hin, du kuͤſſeſt uns; wir ſagen beßrung zu. Drauf ſchenkt dein geiſt dem herzen wieder ruh, und haͤlt im zaum den ausgeſchweiften ſinn. Wer kann der tiefſten weis⸗ heit abgrund ſehn? §. Was alles iſt, gilt nichts in deinen augen: was nichts iſt, haſt du, groſſer Herr, recht lieb. Der worte pracht und ruhm mag dir nicht tau⸗ gen, du giebſt die kraft und nachdruck durch den trieb. Die beſten werke bringen dir kein lob, ſie ſind verſteckt, der blinde geht vorbey, wer au⸗ gen hat, ſieht ſie doch nicht ſo frey. Die ſachen ſind zu klar, der ſinn zu grob. 6. O herrſcher! ſey von uns gebenedeiet, der du uns toͤd⸗ teſt und lebendig machſt. Wanñ uns dein geiſt der weis⸗ heit ſchatz verleihet, ſo ſehn wir erſt, wie wohl du fuͤr uns wachſt. Die weisheit ſpielt bey uns, wir ſpielen mit, bey V 8. Du kennſt, o Vater, wohl das ſchwache weſen, die ohnmacht und der ſinnen un⸗ verſtand: man kann uns faſt an unſrer ſtirn ableſen, wie es um ſchwache kinder ſey be⸗ wandt. Drum greifſt du zu, und haͤltſt und traͤgeſt ſie, brauchſt vater⸗recht und zei⸗ geſt mutter⸗treu: wo nie⸗ mand meynt, daß etwas dei⸗ ne ſey, da hegſt du ſelbſt dein ſchaͤfgen je und je. 9. Alſo gehſt du nicht die ge⸗ meinen wege, dein fuß wird ſelten oͤffentlich geſehn, damit du ſehſt, was ſich im herzen rege, wann du in dunkelheit mit uns willt gehn: das wie⸗ derſpiel legſt du vor augen dar vor dem, was du in deinem ſinne haſt. Wer meynt, er hab den vorſatz recht gefaßt, der wird 33 VI. Von den Engeln. wird am end ein anders oft gewahr. 10. O auge, das nicht trug noch heucheln leidet! gieb mir der klugheit ſcharfen unter⸗ ſcheid, dadurch natur von gna⸗ de wird entſcheidet, das eigne licht von deiner heiterkeit. Laß doch mein herz dich nie⸗ mals meiſtern nicht: brich ganz entzwey den willen, der ſich liebt: erweck die luſt, die ſich nur dir er⸗ giebt, und tadelt nie dein heimliches gericht. I1. Will etwa die vernunft dir widerſprechen, und ſchuͤt⸗ telt ihren kopf zu deinem weg, ſo willſt du die befeſtung wie⸗ der brechen, daß ihre hoͤh ſich nur beyzeiten leg! kein frem⸗ des feuer ſich in mir anzund, das ich vor dir in thorheit bringen moͤgt, und dir wohl und find. nach deinem willen, und trag und heg, und fuͤhr dein armes kind! dein innres zeugniß ſoll die frucht und luͤſte uͤberwind. Du biſt mein alles, denn dein Sohn iſt mein. Dein Geiſt mich deiner klarheit ſchein! 13. Drum muß die kreatur mir immer dienen, kein engel ſchaͤmt nun der gemeinſchaft V ſich: die geiſter, die vor dir vollendet gruͤnen, ſind meine bruͤder, und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen geiſt ein her;, das dich und wich und alle chriſten liebt! iſts betruͤbt? komm, freudenquelll gar ſo zu gefallen daͤcht!ach! weich ewig aller ſchmerz. ein VI. Von den Engeln. Mel. In allen meinen th. 6 Du Herr der Sera⸗ 7. phinen! dem tau⸗ ſend engel dienen, und zu ge⸗ bote ſtehn; Gott, aller weſen meiſter, und Vater aller gei⸗ ſter! mein mund ſoll deinen ruhm erhoͤhn. 2. Die maͤchte und die thro⸗ nen, die in dem himmel woh⸗ nen, giebſt du zu meiner V wachtz; ſie ſchaun in hellem lich⸗ nehmen ſie auch mich in acht. 3. Ich preiſe deine guͤte mit dankbarem gemuͤthe fuͤr dieſe wunderſchaar; das menſchli⸗ iche geſchlechte beſchuͤtzet deine rechte durch ihren beyſtand in cken, wann angſt und noth mich ſelig, wer dein licht ergreift V 12. So ziehe mich denn recht den zweifel ſtillen; dein geiſt reg ſich ganz kraͤftiglich in mir! ich brenne nun nach dir in liebsbegier. Wie oft erquickt moͤglich, daß mich etwas noch te dein herrlich angeſichte;doch 8 ‧ b do nem re ſhaara eilge eng efahr. 4 4. Laß ihren ſchutz mich de m. ni ſchecen, daß lid betribt; ich ſ nemleben vonihnen zeen, von ihlen geliibt. „Dochſolln ſie chen; ſo laß mich i chen an wahrer! wie ſee die kinder ſi wahte demuth uͤbe auch wich dazu ber 6. Sie thun jad len, den laß mich len; ſe leben heilig laß nich nicts beß wand wich ſchatter ſtets dieſe rein chelnn. 7 Hilf aug und men, kein aͤrgerni men lehr michlehu nie durch ein fündt dem nächten anſt denn diſes lür nneg 3. Vann ich dar ſteidyfüſremc kauf ihren hinde nerd chdih nſ l in den himmel dre nengeln ihn mel geſus meine initmo nct e geln. ziehe michdenn gem willen, unh und ſih deina I innres zeugyſ fel filen. 8 tund luͤſte ümm nein alles, dem mein. Deing anz kraͤftiglichin ie nun nach di ier. Wie oft e ner klarheit ſchen rum muß die k ter dienen, keina nun der gemein geiſter, die w gruͤnen, ſidn und erwarten ne erquicket meinene „das dich und chriſten liett! 6 — 1 — — daß michetwan komm, freudenn ig aller ſchmen. geln. ſchaun inhellnt rrlich angeſict ie auch michia preiſe deine gin m gemuͤthe ſir haar; das tu⸗ echte beſchütan rch ihren beyſ ihren ſchunmi inn angſt unr VI. Von den Engeln. 4 45 mich ſchrecken, daß mich kein leid betruͤbt; ich ſey in mei⸗ nem leben von ihnen ſtets um⸗ geben, von ihnen immerdar geliebt. 5. Doch ſollen ſie nicht wei⸗ chen; ſo laß mich ihnen glei⸗ chen an wahrer heiligkeit; wie ſie die kinder lieben, und wahre demuth uͤben, ſo mach auch mich dazu bereit. 6. Sie thun ja deinen wil⸗ len, den laß mich auch erfuͤl⸗ len; ſie leben heilig, rein: o laß mich nichts beflecken, auch wann mich ſchatten decken, ſtets dieſe reinen geiſter ſcheun. 7. Hilf aug und herz bezaͤh⸗ men, kein aͤrgerniß zu neh⸗ men, lehr mich behutſam ſeyn; nie durch ein ſuͤndhaft leben dem naͤchſten anſtoß geben, denn dieſes ſtuͤrzt in ewge pein. 8. Wann ich dann endlich ſcheide, ſo fuͤhre mich zur freu⸗ de auf ihren haͤnden ein: da werd ich dich erſt loben, und in dem himmel droben dir und den engeln aͤhnlich ſeyn. Mel. Jeſus meine zuverſ. 68 Heer⸗ du haſt in dei⸗ * nem reich groſe ſchaaren heilger engel! ihnen bin ich noch nicht gleich; denn ich bin noch voller maͤngel. Ach! wann werd ich auch ſo rein, als die guten geiſter ſeyn. 2. Mich beſchwert noch fleiſch und blut: ſtaͤrke mich bey der beſchwerde; ſtaͤrke mich mit kraft und muth, daß ich hier ſchon auf der erde, als dein erbe und dein kind, im⸗ mer himmliſch ſey geſinnt. 3. Gieb mir weisheit, gieb mir fleiß, dich, o Gott! recht zu erkennen! laß mich deines namens preiß gern auch vor der welt bekennen; daß ich darinn auf der erd, deinen engeln aͤhnlich werd. 4. Herr! dein wille ſoll ge⸗ ſchehn, wie im himmel, ſo auf erden; laß uns doch ſtets dar⸗ auf ſehn, daß wir dir gehor⸗ ſam werden; ſo in deinem willen ruhn, wie die reinen geiſter thun. 5. Unſre welt iſt voll gefahr: voll gefahr iſt unſer leben; ſende deiner engel ſchaar; daß ſie ſchuͤtend uns umgeben; wo wir ausgehn oder ein, laß ſie unſre waͤchter ſeyn. 6. Mach es wie mit Lazaro, wann ich kuͤnftig werde ſter⸗ ben; laß mich dann auch eben ſo deines himmels freuden erben; bringe durch der en⸗ gel hand mich hin in mein vaterland.. 7. Laß mich dann vor dei⸗ nem ſtuhl bey den auserwaͤhl⸗ ten ſtehen; wann die boͤſen in den pfuhl der verdammniß zit⸗ ternd gehen. Mache mich in deinem reich voͤllig deinen en⸗ geln gleich. Mel. 46 VII Von dem Menſchen. N. Aufo ſeele werdem. 69. Hos chſter, de ſſen ſtarke rechte zufit icht, ſchirm und ſchatten giebt; der ſchi menſchl iche geſchle ichte wie ein treuer vater liebt; der in dieſer groſſen welt alles, was er ſchuf, erhaͤlt; der als Herr uns in gefahren märhtig kann und will bewahren. 2. Viele taufend ſeraphinen jauchzen und lobſingen dir; dich zu loben, dir zu dienen, ſind ſie willig fuͤr und fur:aber auch auf uns zu ſehn, und uns ſchwachen beyzuſtehn„ſind ſie deinen wink gewaͤrtig, und dir zu gehorchen fertig. 3. Gott der engel, Herr der welten! ach was ſind wir men⸗ ſchen doch, daß wir ſo viel vor dir gelten! o wie haͤl und du uns ſo hoch! deine engel dienen ſen„ und ſind zeugen unſers thuns. Laß uns einſt 1n hear choͤren ewig dich im himmel ehren. VII. 70. D 5 jein bin ich, Gott; dein iſt mein le⸗ ben. Wie rſtlich iſt mein ur⸗ ſprung mir! du haf ſt den odem mir gegeben; mein ganzes weſen kommt von dir. Du, Vater, riefſt mich aus dem nichts ſun frohen anſchaun deines lichts. 2. Wie viel hab ich dir zu ver⸗ danken„Herr, der du mich be⸗ reitet haſt? als mich die engen ſi aſtern ſchranken des erſten duſehn⸗ nochumfaßt, da war ein auge uͤber mir, da lebt 6 Hoͤchſter, nur in dir. „Du gabſt mir die ver⸗ nüaſfta ge ſeele, die nur ſo lang im fleiſche lebt, bis ſie, daß ihr kein wohlſeyn fehle, dein ruf zum hoͤhern geiſt erhebt; du haſt mir ſinnen und ver⸗ ſtand, begierd und willen zu⸗ gewandt Von dem Menſchen. 4. Wann ich auf mei inen koͤrper ſehe, den du ſo kunſt⸗ voll ausgeb ldt, ſo wird, o Va⸗ ter in der hoͤhe: mein herz mit ehrfur cht ganz erfuͤllt: ein je⸗ mich zu d nem lobe bin⸗ 5. Duich deiner vorſicht gr udigs walte 3„die nuich von kindheit an umſieng, bin ich bis hieher noch erhalten, ſo, daß der tod voruͤber gienz. mich. Ich bin nicht werth der grofn guͤte, die du, mein Gott, au mnir gethan; beſchäm en mofnder mein gemuͤthe die ſchuld, die ich nicht leugnen kann. er ſchreckt„vielfaͤltig ſeel und ies befleckt. des glied„ ge n jeder ſinn rels Ich ſtehe noch, und preiſe dich, Herr, deine rechte ſchuͤtzet Ich habe, was mich ſehr VI. — „ N Hent ich! dliedit zu Kfinden gemact. Vor dir ane ber Hricht recht bed 9 rirfmich, Vater, dir! ſchaf ſelhſt 1 in mit. d. Hilf, daß ichd lebe, und redlich dich erireut, und leib And glieder ge 3 der gerechtigkeit bis ij den tod dir ſtets ein ſreund de ſey. ſih Fällt dieſes lei üdgr; vollend ich dan auf. Gott, du nich wieder ver aus dem ſtaube au ei ges leben ſey me ins ic ewig di In Hene 7 I. E⸗ werde 6 * intu 1 ns hauch, me 34 ſchnicht weinen! en jedes ſein nu wihn, der wi 4 bild zu ſeyu, u lhe ich zu ſteun? nel, den 1 nählt. 5 en thone e iher Whefühl Hab er d nſchen. uns zu ſehn,u beyzuſtehn ſ . 1 4 1 vink genin,e orchen ferng tt der engel,ha ich was mn 5, daß wir ſot lo wie haͤlt d deine engel ie dſind 8 n aß uns einſtin vig dich im ſi nſchen. unn ich auf n he, den duſohe ebildt, ſo widen hoͤhe: meinhenn ganz erfuͤlt i nein jeder ſinnn. einem lobehin. urch deiner vin valten, die mia an umfieng, h noch erhalten, tod voruͤber ſe och, und preſt eine rechte ſot bin nicht ve ute, die d t nir gethanzlet mein gemüſt ie ich nict i habe, wasne „vielfaltg kt. 1 VII. Von dem Menſchen. 47 7. Ja, Herr, ich habe meine glieder zu ſuͤndengliedern oft gemacht. Vor dir fall ich in demuth nieder; vergieb, was ich nicht recht bedacht! ver⸗ wirf mich, Vater, nicht von dir! ſchaff ſelbſt ein reines herz in mir. s. Hilf, daß ich dir zur ehre lebe, und redlich rhu, was dich ertreut, und geiſt, und leib und glieder gebe zu waf⸗ fen der gerechtigkeit; daß ich bis in den tod dir treu, und ſtets ein freund der tugend ey. 9. Faͤllt dieſes leibes huͤtte nieder; vollend ich dieſen le⸗ benslauf: e Gott, ſo richte du mich wieder verherrlicht aus dem ſtaube auf: dein ew'ges leben ſey mein theil, ſo preis ich ewig dich, mein heil! In voriger Mel. 71 Fs werde Gott von dir erhoben, du ſei⸗ nes odems hauch, mein geiſt! ſollt ich nicht meinen vater lo⸗ ben, den jedes ſeiner werke preißt: ihn, der mich ſchuf, ſein bild zu ſeyn, und ſeiner liebe mich zu freun? 2. Schoͤn iſt der ſonnenrei⸗ che himmel, den er zu ſeinem ſtuhle waͤhlt: doch iſt der ſon⸗ nenreiche himmel gedanken⸗ los und unbeſeelt: mir, mir, dem thone ſeiner hand, gab er gefuͤhl, gab er verſtand. V 3. Anmuthia, praͤchtig zum entzuͤcken iſt ſeine ganze koͤr⸗ perwelt. Wer zaͤhlt die reize, die ſie ſchmuͤcken? was ich nur ſehen kann, gefaͤllt; und den⸗ noch kann ſie nicht, wie ſchoͤn, wie wundervoll ſie ſey, ver⸗ ſtehn. 4. Fuͤr engel nur, und nur fuͤr ſeelen, die Gott zu ihrer wuͤrd erhob, ſind ſie ſo herr⸗ lich; ſie erzaͤhlen nur geiſtern mei es ſchoͤpfers lob. O ſeele, jauchze, daß der ruf der all⸗ macht dich zum geiſte ſchuf. 5. Ich, Gott! kann denken; ich gewinne, weil ich zu einem geiſte ward, durch die empfin⸗ dung meiner ſinne gedanken tauſendfacher art. Ach ſtrebt ich alle Gott zu weihn: wie ſe⸗ lig koͤnnt ich hier ſchon ſeyn! 6. Ich kan ſie ſammeln, ſie verbinden, ſie trennen, wie es mir gefaͤllt, die welt empfin⸗ den, mich empfinden, mich un⸗ terſcheiden von der welt! zu tauſend thaten hab ich kraft; die giebt mir Gott, der alles ſchafft. 7. Wie feurig duͤrſtet meine ſeele nach gluͤck und luſt und ſeligkeit! nar daß ich oft be⸗ trogen waͤhle, was mich nach dem genuſſe reut. Doch das iſt, Vater, meine ſchuld: du ſchaffeſt, was du ſchaffſt, aus huld. 8. Begabt mit wundervol⸗ len ſinnen, mit freyheit, mit ver⸗ 48 VII. Von dem Menſchen. vernunft von dir, ſollt ich nur dich, Gott, liebgewin⸗ nen, dich nur, und was ge⸗ braͤche mir? Ach moͤchte mei⸗ ne ſeele dein mit allen ihren kraͤften ſeyn! 9. Gott, meine luſt ſey, dich zu kennen, dich, urquell der d vollkommenheit; von deiner liebe ganz zu brennen, d das ſey mir ruhm und ſeligkeit! nimſt du zum erben, Gott, mich an; hab ich nur dich, was fehlt mir dann? 10. Es werde Gott von dir erhoben, du ſeines odems hauch, mein geiſt! ſollt ich nicht meinen Vater loben, den jedes ſeiner werke preiſt? ihn„ der mich ſchuf, ſein bild zu ſeyn, zu lieben ihn, mich ihm zu weihn. Mel. Allein Gott in der 72. ir, Gott, ſey preis und dank gebracht! dich ruͤhme harf, und pſalter! ich bin ein wunder deiner macht, mein ſchoͤpfer und er⸗ alter, mein ganzer leib er⸗ aut von dir, ſammt einem jeden ſinn an mir, beweiſet deine groͤſſe. 2. Haupt, aug und ohr, und mund, und hand, die ich zu dir erhebe; die haut, ſo kuͤnſt! ich ausgeſpannt, der nerven fein gewebe, und alle glieder ſa⸗ gen mir; ich ſey, o Gott, ein werk von dir, ein werk von deiner weisheit. 3. Ach, haͤtteſt du mein auge nicht ſo künſtlich zubereitet: was nützte mir der ſonnen licht, ihr glanz vor mir dr breitet? Dann ſaͤh ich nicht mit welcher pracht du, Herr, durch deine weiſe macht t was du erſchaffen, ſchmuͤckeſt. 4. Ich jauchze, daß ich ſehen kan, und hoͤren, und empfin⸗ den, und reden. Beten will ich an, Gott ſehen und em⸗ pfinden. Mein mund ſey volt von deinem dank, und deiner ſchoͤpfung lobgeſang ſey mein gehoͤr gewidmet. 5. Wer leitet meines hlutes laus? Wer lenkt des herzens und ſchwellt. ſie auf, damit ich leben nöge Gott iſt es, da dies alles thut. Schlag„herzl entflamme mich, o blut! 1 ich den hoͤchſten preiſe. 6. O pries ich, Hoͤchf ter, in⸗ mer dich, wenn ich die ſinn brauche, geh, lieg und ausruh⸗ des mich bewege, athme, hau⸗ l gieb, daß ich ewig dein hic freu! und daß mein leit ein tempel ſey, worinn dein geiſt ſtets wohne. M. Wer nur den lieben Wos iſt vor deinem 73 ngeſichte der menſch, Gott, daß du ſein ge⸗ deinem lichte, auf ihn, den ſchlaͤge? Wer regt die lun Ing denkſt, und einen ſtrahl von ſtaub hernieder ſenkſt! uis 9 V dnn. l. g d er, wit et noch ſog did fulna nde 2. AA ſaheſt ant ſceenkindern den fallver langer zeit noch haſt du dieſer aus gittlicher barm unzaͤhlig viel zu gut 4 viſß als jema anaeßasderlit aus erhe, dochwunde ſchon gebaut; daß er würdiz werde, ihm ſc ſinnen anvertraut. die züter dieſer welt! ſchen herrſchaft heim 4. du haſt ihm! mehr geſchenket; d 3 um heſſern hell le, wäche will und undigrhaſt dueinem noch che ſe nach dir in deizem worte zuge —— VII. Von der tnal. OGot, d Aae dic guug hane 1 Vanen velt 4 dft And lehen. W 5 die jeßt no⸗ 6 A chufe ſt, i Wußs dich 9 lu, zütgie ſchen. haͤtteſt du meina ünſtlich zuberg te mir der ſor glanz vor mi dann ſäh ic m er pracht du,ſ ne weiſe ma 1 fen, ſchmuͤtk auchze, daßicht ren, und ew Hreden. Beten. ott ſehen unde Mein mund ſhe em dank, und wn lobgeſang ſeſt vidmet. ſeitet meineshe er lenkt des hen Wer regt dien lt ſie auf, dam thut. Sähleg ne mich, oöhlan öchſten preiſ. ries ich, Hochſn ,wenn ich dieß geh, lieg undan be wege,athee H, daß ich img und daß man el ſey, wotim s wohne. der nur den lei “ — — 1 as iſt vordi 1 angeſcht Hott, dab duſt und einen leat lichte, auf i nieder ſant n VIII. Von der Beſtimmung des Menſchen. 49 er, waͤr es noch ſo groß? Ein bald erfallner erdenklos. 2. Du ſaheſt an den men⸗ ſchenkindern den ſchweren fall vor langer zeit; und den⸗ noch haſt du dieſen ſuͤndern aus goͤttlicher barmherzigkeit unzaͤhlig viel zu gut gethan, ja mehr, als jemand faſſen rann. 3. Du haſt den leib, ob ſchon aus erde, doch wunder ax und ſchoͤn gebaut; daß er der ſeele wuͤrdig werde, ihm ſprach und ſinnen anvertraut. Du haſt die guͤter dieſer welt des men⸗ ſchen herrſchaft heimgeſtellt. 4. Du ihm zum beſſern theil die ſee⸗ le, welche will und denket, und ihr haſt du ein ewigs heil, noch ehe ſie nach dir gefragt, in deinem worte zugeſagt. haſt ihm noch viel mehr geſchenket; du gabeſt 5. Drum laß es mich ſehr wohl bedenken, was du, Gott, an mir gethan; dir leib und ſeele wieder ſchenken, da ich dir ſonſt nichts ſchenken kann, damit ſie beyde nach der zeit dich preiſen in der ewigkeit. 6. Und nimm indeß ſie alle beyde, Allmaͤchtiger, in dei⸗ nen ſchutz: ſo bieten wir in al⸗ lem leide den ſtoͤhrern unſres gluckes trutz. Wann wir in deiner gnade ſtehn, ſo muß es uns ſtets wohlergehn. 7. Doch wann erhoͤhet von der erden, im himmel deiner ew'gen ſtadt, dich leib und ſee⸗ le ſchauen werden, von dei⸗ nem licht ſtets froh und ſatt; ſo ſollen ſie auch beyde dich bolltommen ruͤhmen ewig⸗ ich. VIII. Von der Beſtimmung des Menſchen. Mel. O Gott, du fr. 7 llmaͤchtig groſſer 4. Gonrt, wer kann dich gnug erheben? Du gabſt der ganzen welt bewegung, kraft und leben. Was geiſt und koͤrper heiſt, was erd und himmel hegt, hat deine huld Hebaut„ die jetzt noch alles raͤg 2. Du ſchufſt, ich dank es ſ dir, auch nich zu deiner ehre; und wollteſt, guͤtigſter! da ſelbſt dazu. 1 C ich dein bildniß waͤre. Darum haſt du den geiſt, der in mir lebt und denkt, mir zur un⸗ ſterhlichkeit aus deiner huld geſchenkt. 3. O welch ein groſſer zweck, dazu du, Gott, mich ſchufeſt, wie herrlich iſt das theil, dazu du mich berufeſt! dir, Hoͤch⸗ ſter aͤhnlich ſeyn, vollkommen eyn, wie du! o wohl mir, wenn ichs bin! hilf du mir 4* doch ſtets vor augen ſchweben; de⸗ dem wohlthun freude part, ſein leben ihm ver⸗ fuͤßt, und wo er helfen kann, zu helfen willig iſt. — zo VIII. Von der Beſtimmung des Menſchen. 4. Laß mir dies groſſe ziel mein allerſtaͤrkſter wunſch, mein eifrigſtes beſtreben in allem meinem thun ſey dies, o Gott, allein, daß ich auch ſo, wie du, geſinnet moͤge ſeyn. 5. Du biſt der wahrheit freund; laß mich auch wahr⸗ heit lieben, und mit ſtets munterm fleiß, in allem dem mich uͤben, was mich zur weis⸗ heit fuͤhrt, zur weisheit, die dich ehrt, und allem beyfall giebt, was du uns ſelbſt ge⸗ lehrt. 6. Laß deine heiligkeit mich ſtets zum muſter nehmen. Hilf mir die ſuͤnde fliehn, des fleiſches luͤſte zaͤhmen, nur das, was recht iſt, thun, des guten mich erfreun, und dem⸗ ders uͤben will, auch gern be⸗ huͤlflich ſeyn. 7. Gieb, daß ich, ſo wie du, ein freund der menſchen wer⸗ ſcht, der kummer und be⸗ werde dem naͤchſten gern g. Noch bin ich weit ent⸗ fernt, o Gott, von dieſem zie⸗ le; du weißt, was mir noch fehlt, und ich, ich ſelber fuͤhle, wie wenig ich dir noch im gu⸗ ten aͤhnlich bin. O bilde du mich ganz nach dir und dei⸗ wann ich dir imer mehr ſchon hier kann aͤhnlich werden. dir vereinigt ſeyn, und mich ohn unterlaß, Gott, deiner guͤte freun. 7 Sch bin, o Gott, dein 5. eigenthum. Dn ſchufſt mich dein zu ſeyn; mein ganzes leben dir zum ruhm, 2. Du gabſt mir den ver⸗ nuͤnft'gen geiſt, bewundernd einzuſehn, wie dich, Hen, deine ſchoͤpfung preiſt; mit iß dich zu erhoͤhn. 3. Was un mich iſt, verkün⸗ digt mir, Gott, deine herrlig⸗ keit; zu ihrem preiſe reitzt mic hier ſelbſt jede jahreszeit. 4. Und ich,ich ſollte fuͤhlle ſeyn? ich ruͤhmte dich, Hen, nicht? Ein herold deine 9. Begluͤckt iſt nur alsdann mein lebenslauf auf erden; Dann werd ich ewig auch mit Mel. ebt Gott ihr Chr. und deinem die iſt zu weihn. VIII. Vonde —— heil. Vohl dem de vilen thut! du biſt und thel. 3. Er wandelt hier ner bahn zund ſelbſt uigkeit ſcmecker, d ſer, zuzethan, in denheit. . NMach hier vol eufungszeit nimmt himmel ein. Herr! dieſer ſeligkeit mein, ſtreben ſeyn. e.Pemrde 2½ Nk du das 1 6,D mir geget preis ich dich,Gon, m tußgen dank di etheben, durch Ch. ſdenkteſt du es 1 lit,kein trst erfreut 5 ic nicht, Jeſu⸗ 2. Auf ungewiſen ffaden närdich 4 ddes ſen: mit fünden 8 ruhms zu ſeyn, bleibt mein groͤßte pflicht. 8 5. O mache dieſer pfiic mich treu, ſo treu, Herr, a ich ſoll. Mein herz, mei deiner ehre voll. ſam dir zu ſeyn. 7. Was du gebeutſt, iſt i nem ſinn. uns gut; du willſt un 15 1 mund, mein wandel ſey ſtel Ind fuch beladen, m des nnrerace b Kar tin tnſt in cteckte ſtundii uür tte tundlich Wie der vo 8 er verd Lnnſgadetde ber — 8 Menſthen VIII. Von der Beſtimmung des Menſchen. 51 icktiſt nura—— enslauf wi heil. Wohl dem, der deinen e willen thut! du biſt ſein troſt n ähnlch nn und theil. 4 3 859 wandele hieran eb⸗ ner bahn; und ſelbſt in trau⸗ duß ſen, undt rigkeit ſchmeckt er, dir, Hoͤch⸗ n. /Gat, ſter, zugethan, in dir zufrie⸗ . denheit. obt Gottihrt 9. Nach hier vollbrachter ch bin,o Gon prufungszeit nimmt ihn der eigenthun. himmel ein. Herr! laß nach ich deinzu ſeyn dieſer ſeligkeit mein ganz be⸗ eben dir zumg ſtreben ſeyn. enaiii 4 mel. wer dur den leben 1 gabſt mit lan Jer du das daſeyn en geiſt, bewund 76. D mir gegeben, wie n, wie dic preis ich dich, o Gott, dafuͤr! opfung prißßn nie kann mein dank dich znug rhoͤhn. erheben, durch Chriſtum as um michitn ſchenkteſt du es mir. Kein „Gott, deinehn licht, kein troſt erfreute mich, hrem oreiſen kennt ich nicht, Jeſu Chriſte, ſt jede jahreie dich. adich ich ſolni 2. Auf ungewiſſen finſtern c ruhmtedih,) pfaden wuͤrd ich ein raub des Ein herod todes ſeyn: mit ſuͤndenſchuld zu ſeyn, be und fluch beladen, mußt ich flicht. des richters rache ſcheun: ich jmache dei faͤnde keinen troſt in noth: eu, ſo tru,h mich ſchreckte ſtuͤndlich grab „ Miin jah und tod. mein wautlt 3. Wozu hat mich mein Gott ehre vol. erſchaffen? Was iſt auf erden dat, ihm telt mein geiſt im tod entſchlafen ber hni 1 und haͤlt Gott kuͤnftig ein ge⸗ kraft, geil richt? Wie werd ich im gericht ein ſepn. beſtehn? Wie der verdienten zu du gtban ſtrafentgehn? bd niltn 4. Entſcheidet die vernunft der dich van meine pflicht? Wird auch — 1 der die fragen durch ihrer einſicht ſchwaches licht? Hebt ſie die zweifel die mich plagen? und bleibt der troſt, den ſie ver⸗ ſpricht? Ach! ohne Chriſti licht und heil waͤr finſterniß und tod mein theil. 5. Ja, du haſt mich den fin⸗ ſterniſſen des irrthums und der ſuͤnde macht durch deine lehre, Herr, entriſſen; ihr licht zerſtreut des zweifels nacht; du zeigteſt mir des Hoͤchſten rath, und fuͤhrſt mich auf der wahrheit pfad. 6. Ich weiß, wozu mich Gott erſchaffen; ich kenne meine ganze pflicht; mein geiſt wird nicht im tod entſchlafen; wer an dich glanbt, wird im ge⸗ richt durch dich, o Heiland, wohl beſtehn, und dann ver⸗ klaͤrt dich ſelber ſehn. 7. O Jeſu, laß mich deiner lehre gehorchen mit ſtetz groͤß⸗ rer luſt, und keines ſpoͤtters wahn zerſtoͤre dein heiligihum in meiner bruſt. Mein ganze leben preiſe dich! dein ha erfreu im tode mich! Mel. Es iſt das heil 77. Weekichtigidoet 1⅞ der beruf, den uns der Herr gegeben! Gott, als uns deine liebe ſchuf, da ſchuf euns zum leben! zum leben, welches ewig waͤhrt, das we⸗ leid noch angſt beſchwert, willſt du uns hier erziehen. 2. Nicht hier iſt unſer vater⸗ C 2 land; ———ö— ———————— S 52 IX. Von der Suͤnde und dem Verderben des ꝛc. land; allein bey dir, Gott droben, da iſt der ort, wo dei⸗ ne hand das gluͤck uns aufge⸗ hoben, das nie ein traurig ende nimmt. Hier ſind wir nur von dir beſtimmt, uns dazu anzuſchicken. 3. O laß mir doch dies groſ⸗ ſe ziel durch nichts verrucket werden; was hilfts, wenn ich auch noch ſo viel von guͤtern dieſer erden, von ehre, geld und luſt gewinn, wenn ich dabey nicht tuͤchtig bin dein himmelreich zu erbe! 4. Dein pilgrim bin ich ja nur hier; laß mich dies nie vergeſſen! nur wenig tage haſt du mir zur wallkahrt zugemeſ⸗ ſen. Schnell, wie ein trraum, ſind ſie vollbracht, und dann wird dieſer erde pracht auf ewig mir vergehen. 2 herrlichkeit mich ſtets vor au⸗ gen haben. Laß mich, in mei⸗ ner pruͤfungszeit, um jene beßre gaben, die mir im tode nicht entfliehn, am erſten und mit ernſt bemuͤhn, damit ich nicht einſt darbe. 6. Ein herz, das dich, o Va⸗ ter! liebt, und deines ſohns ſich freuet; das in dem glau⸗ ben tugend ubt, und ſich wor ſuͤnden ſcheuet; ein ſolches herz das wird allein ſich ewig deiner guͤte freun, und eint dein antlitz ſchauen. 7. Und ſolch ein herz das wollſt du mir, Gott, aus er⸗ barmen geben, damit ich mi⸗ ge auch ſchon hier nach denge⸗ ſetzen leben, die ſelbſt im him⸗ mel guͤltig ſind; bis ich als dein bewaͤhrtes kind, zu der 5. Drum laß des himmels —y ner freude gehe. IX. Von der Suͤnde und dem Verderben des Menſchen. Mel. Auf meinen lieben O Su 78.D den menſchen gut: ſter! gabſt ihm kr ligen geſchaͤfte, in zu wandeln, ſtets rech zu handeln. 2. Wo iſt du„Huͤch aͤfte „der kein boͤſes thut! du ſchufſt zum ſe⸗ heiligkeit tvor dir der unſchuld ruhm? Ach! wir, dein eigen⸗ thum, wie tief ſind wir gefal⸗ ken! wo iſt jetzt unter allen regiere ein menſch ganz rein von ſun den, vor dir, o Gott, zu fii⸗ den. 3. Hier iſt kein unterſchied Dein auge, Hoͤchſter, ſieht au alle menſchenkinder, und fude ſie alle ſunder; da iſt vor dit/ Herr, keiner unſchuldig, auch nicht einer. 4. Verderbt iſt aller ſinn Die weisheit iſt dahin, dienn n ſollte, nur was dei 3 wille J0. Nemer 9 Diun X den der —— rile golle mitfe ie vihen uwih Aben. z, Kkeiſch ind wi tt. Uns tühten/ e die gucer dieſer etde vollkoramen werden die hoͤhern gaben, d ewig laben. 6. Dir folgen, d wang! Des böſen hang keißt uns mit triebe aſchnoder ſün und fihnen wir auch rie oft wir vor dir ſe 7. 9 Herr! wat brict, laß in der; lict ſoheilſom unze daß git in ernſt ent der fünzezuentſagen, tung nichzuſagen. § Wohl dem, de vinnt Gott!ſo verd ſnd fad, ſowilſtdu unst len, und friſte uns er ſon wiederum aufer gleich ginntzu werde „e Hr dieſe dei if und 8 licht freventlich verſch meteluſteherzen, niderſteben, d enig lgen. dan —— — mel. wer nur den if in aülihit, die eteit tn,rasgittigi d Ec) rderben da . Laß mic,n mdſ„im en, die wirim. liehn, am erſtn bemühn, dm darbe. herz, das dich , und deinezſ t; das in den⸗ nd uüͤbt, und ſcheuet; ein i wird alleinſc ute freun, und⸗ litz ſchauen. d ſolch ein ſe⸗ mir, Gott, geben, damitt chon hier nacw en, die ſelbſtin tig iind; bät vwaͤhrtes kind,) de gehe. ——— Verderben ſch ganz rein w dir, oGat, er iſt kein un ge, Hächte it ſchenkinder, under; daitm einer unſchldee zhettidine 1n ſollte, n winnt! Gott! ſo perderbt wir er menſch iſt, Gott Aün 79. D dazu geboren daß IX. Von der Suͤnde und dem Verderben des ꝛc. 43 wille wollte, mit freudenvol⸗ len trieben zu waͤhlen und zu uͤben. 5. Fleiſch ſind wir von na⸗ tur. Uns ruͤhren, leider! nur die guͤter dieſer erden, die nie vollkommen werden, mehr als die hoͤhern gaben, die uns auf ewig laben. 6. Dir folgen, duͤnkt uns zwang. Des boͤſen herzens hang reißt uns mit ſtarkem triebe zu ſchnoͤder ſuͤndenliebe; und foͤnnen wir auch zaͤhlen, wie oft wir vor dir ſehlen? 7. O Herr! was uns ge⸗ bricht, laß in der wahrheit licht ſo heilſam uns erkennen, daß wir in ernſt entbrennen, der fuͤnde zu entſagen, der beß⸗ rung nachzujagen. 8 ‧Wohl dem, der ſie ge⸗ ſind, ſo willſt du uns doch hei⸗ len, und kraͤfte uns ertheilen, ſchon wiederum auf erden dir gleich geſinnt zu werden. 9. Herr! dieſe deine huld laß uns durch unfre ſchuld nicht freventlich verſcherzen; erwecke unſre herzen, dir nicht zu widerſtreben, damit wir kohren, daß er dein bild und gleichniß ſey: wie wird die ehre gnug geprieſen, die dei⸗ ne guͤt an ihm bewieſen. 2. Kein adel glich der ſee⸗ len adel, kein glanz kam ihrer ſchoͤnheit bey; ſie war ganz rein und ohne tadel, von elend und von ſuͤnde frey; zu ihrem gluͤck konnt ihr nichts fehlen: du, Gott, warſt ſelbſt das licht der ſeelen. 3. Sie ſchoͤpfte ſtets aus ih⸗ rer quelle, aus welcher ſie ent⸗ ſprungen war; noch war die weisheit ihr geſelle, und leitete ſie immerdar; ſie hatte gluͤck und ruhm gefunden, weil du dich ſelbſt mit ihr verbunden. 4. Ihr leben war, dich ſtets zu lieben; ihr alles, ewig dein zu ſeyn. Waͤr ſie in deiner liebe ewig leben. Mel. Wer nur den lieben ihn„nas goͤttligh iſt, erfreu; du, Schoͤpfer, hatteſt ihn er⸗ blieben, ſo waͤr ſie frey von qual und pein: allein der feind hat ſie verderbet, und ſnd iſt allen angeerbet. 5. Dem irdiſchen nur ganz ergeben, liebt ſie die eitelkeit der welt, indem ein ſinnlich, fleiſchlich leben ſie ganz und gar gefeſſelt haͤlt; ſie ſuchet ruh in ſchnoͤden dingen, zu ſchwer zu Gott ſich aufzu⸗ ſchwingen. 6. Sie iſt in thorheit ganz verſunken, ſpielt ſorgenlos mit eitlem tand, vom taumel ſchnoͤder luſte trunken, ganz leer an weisheit und verſtand, ganz taub und blind in deinen C3 wer⸗ —————yõ—————— ——-———— y—— 8 54 IX. Von der Suͤnde und dem Verderben des n. werken, Gott, deine ſtarke hand zu merken. 7. Gott der du uns dein heil gegeben, du hilfſt der ſeele wieder auf! erwecke ſie zum neuen leben, und lenk zum himmel ihren lauf; laß mich die weisheit wieder finden, und neue liebe mich entzuͤn⸗ den. 8. Sey du mein himmel, meine ſonne, mein reichthum, meine herrlichkeit, mein ſchatz und theil, und meine wonne, mein leben hier ſchon in der zeit: ſo wird mein leben mir naͤchſten ſollt ihr lieben ſo wie Mon KWe 5. Aber, ach! . 3 kanns das herz voll haß ſich zeiget, was Gott befahl. 6. Jeſu, ach, ach! trag er⸗ lenarzt, der heilen kan. Zuͤn⸗ de bey uns allzuſammen reine an. err! du kennei auf erden, ein eingang zu dem kuͤnft'gen werden. 80 eſu, arzt todtkranker ſeelen! wills uns fehlen an erkenntniß eigner noth: ſo, daß wir die laſt der ſuͤnden nicht empfinden, ruhig bey dem nahen tod. 2. So erweck durch angſt und ſchmerzen, in dem her⸗ zen, das erſtorbene gefuͤhl. O wie finden ſich der ſchwaͤchen der gebrechen, ja der greu'l in uns ſo viel! 3. Unſrer ſuͤnden meng und groͤße, unſre bloͤſe, zeiget dein geſetz uns an; ſo, daß wir nach dir uns ſehnen, und mit thraͤnen zu dir arzt der ſeele, nahn. 4. Dein geſetz ſpricht: heil⸗ ge triebe, eine liebe, welcher richts an ſtaärke gleich, widmet Gott dem allerhoͤchſten: euren 5 8 1 2 H mein verderbey. Ach! es regt in meiner bruſ wie bey allen adamserben, ſch noch immer boͤſe luſt! die men verhelen? Nicht zu zaͤhlen iſt der thaten groſſe zahl, wo und uns neiget, das zu fliehn barmen mit uns armen, ſee flammen deiner lieb im herzen Wel. Zerr ich habe mißg. herz, Herr, von dir neige, 2. Wie verderbt ſind mem wege! wie verkehrt mein eig⸗ ner ſinn! ich empfind d, Gott! wie traͤge ich dir zu ge und viel boͤſe thaten zeuget. horchen bin. Ach! wer wi doch endlich ganz erloͤſen? 3. Hilf mir durch den gitt der gnaden von der angeet⸗ ten noth! heile meiner ſeelhn ſchaden durch des mittlet kreuzestod! tilge alle meine — de finden! 4. Deinen willen hier lu erden zu vollbringen, win mir ſchwer. Soll ich daß b tuͤchtig werden, mußt deei vom hang zum boͤſen mith fuͤnden! laß mich vor dir gut p Lnnder ro ohen her mit kraft berleihen, ſindhaft herzernen z. Schaffe denn ferze, Herk, dur auten geiſdaß ich heil vexſcherze. Laß lichen begier mich druck widerſtehen, deine fülfe ſehen. 6. Anter wachen tingen, hilf mir ſ ſeiſch nd blat unt wilen zwingen; d wille, Gott! iſt gu richt kaun dein reich 3 ſchon hier an n 7 Neize mich durch ne, di wit drobenb 5 1. 7 daß ich meiner nien ne wonn die fänd i tegt. Hilfmir ſelh fänpftn, all biſe. fen. 4. Eolt ich etwa⸗ gen, oſö hilf wir wie leßin deinerkraft mic ihichmeinen ebens dedei trelen häͤnd Ind eäg nige aden nnet Jeſl rztte ) Nolwasbin! 14 erderben d ſollt ihr litben mit und amma der heilen li. ns allzuſamn deiner libimg zerr ich halen err! det regt in meinan allen adamsene ner boͤſe lutt ie derr, von din lboͤſe thatmw ie verderbt ſi wie verkehrt we bin. Ach w ung zum de dlich ganzer Clf mir dorch den von der h heile meinen durch de tod! tilge a laß michte in! einen wilti zu vollönnz, wer. Elli werden/mhn — — η‿η — — — — — — — —=— 1 3 ¹ 1 IX. Von der Suͤnde und dem Verderben des ꝛc. 55 von oben her mir dazu die kraft verleihen, und mein ſuͤndhaft herz erneuen. 5. Schaffe denn ein reines herze, Herr, durch deinen guten geiſt, daß ich nicht mein heil verſcherze. Laß der ſuͤnd⸗ ichen begier mich mit nach⸗ druck widerſtehen, und auf deine huͤlfe ſehen. 6. Unter wachen, beten, ringen, hilf mir ſelbſt mein fleiſch und blut unter deinen willen zwingen; denn dein wille, Gott! iſt gut. Was nicht kann dein reich ererben, laß ſchon hier an mir erſter⸗ ben. 7. Reize mich durch jene kro⸗ ne, die mir droben beygelegt, daß ich meiner niemals ſcho⸗ ne, wann die ſuͤnd in mir ſich regt. Hilf mir ſelber muthig kaͤmpfen, alle boͤſe luͤſte daͤm⸗ pfen. 8. Sollt ich etwa unterlie⸗ gen, o ſo hilf mir wieder auf! laß in deiner kraft mich ſiegen, daß ich meinen lebenslauf un⸗ ter deinen treuen haͤnden gut und ſelig moͤge enden. Mel. Jeſu Arzt todtkr. 82 ſch! was bin ich, mein GO erretter und vertre⸗ ter, bey dem unſichtbaren licht! ſieh ich lieg in meinem blute, ja das gute, ſo ich will, das thu ich nicht. 2. Acht was bin ich, mein erloͤſer! taͤglich boͤſer find ich meiner ſeelen ſtand! Drum, mein helfer, nicht verweile, Jeſu, eile, komm und reiche mir die hand. 3. Von geburt bin ich ein ſuͤnder, und nicht minder ſtraͤf⸗ lich durch gehaͤufte ſchuld. Doch ich kenne dein erbar⸗ men, hilf mir armen, groß iſt deine gnad und huld. 4. Ach! wann wirſt du mich erheben zu dem leben, das erſt recht ein leben iſt? Demuth kann dich bald bewegen, daß dein ſegen ſich zu meinem heil ergießt. 5. Zuflucht der betruͤbten herzen! angſt zund ſchmerzen ſetzen meiner ſeelen zu. Sieh⸗ wie mich die ſuͤnden quaͤlen, arzt der ſeelen, ſchaffe meinem herzen ruh. 6. Herr, errette mich vom fluche, ſieh, ich ſuche dich von nun an demuthsvoll. Sprich zu mir, daß ich im ſterben nicht verderben⸗ ſondern ewig leben 0.l. Mel. Alle menſchen m. 83 Groſſer Gott, erhab⸗ . nes weſen, das voll ſegnender begier, menſchen dir zum dienſt erleſen! Ach! was iſt der menſch vor dir? Wann ich deine groͤß erwege, und was ich bin uͤberlege; o wie durf⸗ tig und wie klein muß ich mir nicht ſelber ſeyn. 2. Fluch und elend, tod und C 4 ſunde — 56 IX. Von der Suͤnde und dem Verd erben des ꝛc fuͤnde druͤcken leider! mein gemuͤth, machen mich zu ei⸗ nem kinde, das vor ſeinem va⸗ ter flieht. Tauſend maͤngel, tauſend flecken ſchaͤnden mich zu meinem ſchrecken, und in der verderbten bruſt regt ſich taͤglich boͤſe luſt. 3. Was ich gutes an mir ha⸗ he, iſt von deiner vaterhand. O wie manche gute gabe haſt du, Herr, mir zugewandt! ſelber auf dem ſuͤndenpfade mich ſchonend deine Trägt gnade. Naͤhmeſt du zuruͤck, was dein, ach, was wird mir uͤbrig ſeyn? 4. Doch die menge deiner gaben klagt nur meinen un⸗ dank an; weil ich ſie oft ganz vergraben, oft damit nur groß gethan! oft voll leichtſinn ſie verſchwendet, und zu ſuͤnden angewendet. O wie haͤuft ſich meine ſchuld durch verach⸗ tung deiner huld! 5. Sieh hier lieg ich in dem ſtaube tief vor dir, mein Gott, gebuͤckt, doch mein demuths⸗ voller glaube, der auf meinen Heiland blickt, hofft auf deine vaterguͤte, und mein tief be⸗ ſchaͤmt gemuͤthe, das den muth faſt ganz verlor, hebt ſich noch zu dir empor. 6. Ja die wunder deiner liebe ziehen ganz mein herz zu dir. Ach! erhalte ſelbſt die triebe treuer dankbarkeit in mir. Vater! laß das ſchwa⸗ che lallen meines lobes dirge⸗ fallen. genthum, ganz zu deines z⸗ mens ruhm. reit. Deinen willen thun und lei⸗ den, ſey die quelle meiner freuden. Gott und Herr dat ganzen welt! thu mit mir, was dir gefaͤllt. Mel. Auf meinen lieben ein Gott dir iſtbe⸗ wußt die innte boͤſe luſt! die quelle meiner ſuͤnden, die menſchen nicht er⸗ gruͤnden. O heile du aus gna⸗ den der ſeele tiefen ſchaden. 2. Des boͤſen herzens grund 4& und mein gewiſſen nagen. Herr, willſt du ſie beſtrafen, wer wird mir rettung ſchaf⸗ fen? naͤchſten und auch mich, viel⸗ faͤltig, Herr, gehandelt! ich menſchen von dir wendet, und ſich mit ſchrecken endet. 4. Ein jegliches gebot zeugt wider mich, und droht, weil ich,(dies ſchlaͤgt mich nieder⸗) nur gar zu oft darwieder ge⸗ dacht, gethan, geſprochen, von r; V 5. Verwirf mich nich und deinen bund gevrochen. wird oft durch thaten kund, die mich vor dir verklagen, 3. Ich habe wider dich, den Bilde mich, deinei⸗ 2. Meine kraͤfte, meine gli⸗ der ſind zu deinem dienſt be Herr, ich falle vor di nieder voller ehrerbietigkeit. — bin den weg gewandelt, der nic, ich werde d IX. Ponder dir; hilf, Her, e mit! ergeure meine ſenur gutes mihle. nich ſorſt vombüſen Herr erlöſen! 6. Drückt mich d ſoch gleich mächtig doch weit maͤcht“ gnade; wie 7 mein ſchade, ſo kann doch hellen, und leb theiln. 7, Hat ſonſt des macht in mir ihr m hracht! ſo gieb mir faärke, daß ich nur gu beſchlieſe und vo und ewg dir lobſinge mel. 8 bar 1 83. A erlöſter von giſeß der ſüͤnd kämuſe tglic wider kann nict uhervinde hah ihr ſoch, und trag 1 ſehſt ert,dem ich nie ungern ic es trag Wätmehr, mein henbt mich dies, a wethdererde, azichn ner nicht gewiß gen nan inn fäſc — 3 Doch 1— ehaan 8 4* d erhen desn meines olesd ilde mie du 1 gan d deins nekraͤfte, weinn u deinem dn rr, ich fallere, ler ehrerjit villen thun un die auellem dunndn „ thu mi Ral tw lufmeinenlite ein Gottdiſt wußt diei t die zuelle m ie wenſchenn O heileduan ele nefen ſchin boͤſen herzeng 1 vor dir hettun n gewiſſen m llſt du ſie bein mir rettung aabe wider di nd auch wih errr, gehandete eg gewandel von dir wendee hrecken enden jegliches gal hp, und draft, ſcläͤgtmihnt uoft darwide ethan, geſnt en bund geun vwirf mih u — IX. Von der Suͤnde und dem Verderben des ꝛc. 57 dir; hilf, Herr, erbarmend mir! erneure meine ſeele, daß ſie nur gutes waͤhle. Wer kañ mich ſonſt vom boͤſen, als du, o Herr, erloͤſen?. 6. Druͤckt mich der ſuͤnden joch gleich maͤchtig, ſo bleibt doch weit maͤcht'ger deine gnade; wie groß auch nur mein ſchade, ſo kannſt du ihn doch heilen, und leben mir er⸗ theilen. 7. Hat ſonſt des fleiſches macht in mir ihr werk voll⸗ bracht! ſo gieb mir luſt und ſtaͤrke, daß ich nur gute werke beſchlieſſe und vollbringe, und ewig dir lobſinge. Mel. Was Gott thut/, d. 8 D, Gott, wird dein 5. AI erlöͤſter nie frey vom geſetz der ſuͤnden! ich kaͤmpfe taͤglich wider ſie, und kann nicht uͤberwinden. Ich haß ihr joch, und trag es doch; du ſiehſt, Herr, dem ichs klage, wie ungern ich es trage! 2. Weit mehr, mein Gott, betruͤbt mich dies, als alle noth der erde, daß ich noch im⸗ mer nicht gewiß und feſt im guten werde! wie fuͤrcht ich mich, ich werde dich durch fleiſch und blut betruͤben, nicht treu, nicht ewig lieben! 3. Doch ich will ruhig ſeyn in dir, der du die herzen pruͤ⸗ feſt! du kenneſt uns; nur ſtaub ſind wir, die du ins leben rie⸗ dammt uns nicht, wenn wir nicht ſchon auf erden, wie en⸗ gel, heilig werden. 4. Wir gehn in unvollkom⸗ menheit auf dieſes lebens pfade: doch unſre ſchwache froͤmmigkeit belohnſt du auch mit gnade. Das herz ſoll rein von bosheit ſeyn: ſo willſt du die gebrechen der menſchlich⸗ keit nicht raͤchen. 5. Ich weiß, mein mittler Jeſus Chriſt hat meine ſchuld getragen. Weil er fuͤr mich geſtorben iſt, wie koͤnnt ich denn verzagen? Verdammte mich dein zorn, der ich zwar ſchwach bin, aber glaube, was nuͤtzte mir mein glaube? 6. Hilf du mir kaͤmpfen, daß ich, Herr, mich ſelber uͤberwinde: ſo werd ich taͤg⸗ lich heiliger und freyer von der ſuͤnde! dort, dort, wird ſie mich ewig nie von deiner feſt. Gott, dein gericht ver. ihm lob, ehr und ſtaͤrke. C 5 liebe trennen, mich nie ver⸗ fuͤhren koͤnnen. 8 6 Luſſet uns den Herren *&☛ preiſen, und ver⸗ mehren ſeinen ruhm; ſtimmet an die ſuͤſſen weiſen, die ihr ſeyd ſein eigenthum; ewig waͤhret ſein erbarmen, ewig will er uns umarmen, mit der füſſen liebes⸗huld, nicht ge⸗ denken unſrer ſchuld; preiſet ewig ſeinen namen, die ihr ſeyd von Abramsſaamen; ruͤh⸗ met ewig ſeine werke, gebet 2„ 58 IX. Von der Suͤnde und dem Verderben des c. 2. Ehe noch ein menſch ge⸗ bohren, hat er uns zuvor er⸗ kannt, und in Chriſto auser⸗ kohren, ſeine huld uns zuge⸗ wandt! ſelbſt der himel und die erden mulſſen uns z1 dien⸗ ſte werden, weil wir durch ſein liebſtes kind ſeine kinder wor⸗ den ſind: ewig ſolche gnade vaͤhret, die er uns in ihm be⸗ ſcheret; ewig wollen wir uns uben, uͤber alles ihn zu lieben. —— 3. Ja, wir wollen nur mit freuden zu dem lieben Vater gehn, uns in ſeiner fiehe wei⸗ de i, re die ihun ſo dor ihm ſte Heilig! hei lig! heit ig! ſingen, halleluja ſoll erklin⸗ gen unſerm Gotte und dem Lamm, huſer m holden Braͤu⸗ tigam: Laſſet ſeinen ruhm er⸗ ſchalle en, und er zaͤhlt ſein werk vor allen; daß er ewig uns er⸗ und zu ſeinem volk ehn 4 144 lle et, ület. 4. Le rnet euren⸗ Jeſum ken⸗ nen, der euch theur erkaufet hat! lernet ihn fein lieblich nennen euren bruder, freund und rath, euren ſtarken held im ſtreiten, eure luſt in froͤh ⸗ lichkeit e„euren troſt und eu er heil, uer allerbeſtes theil ewig ſol c guͤte waͤhr et, di euch durch ihn 8 jederfaͤhret; bwig ſoll. das lok erklingen, s wir ihm zu eh ren ſingen. 3:1 Tret et nur getroſt zum hron/ da den gnadenſtuhl zu — · * 4 2 ſehn; Es kann euch von Got⸗ tes Sohne nichts als lieb und huld geſchehn. Er erwartet mit verlangen, bis er koͤnne uns umfangen, und das al⸗ lerhoͤchſte gut uns mittheilen durch ſein blut; groſe gnad iſt da zu ſinden, er wil ſichmi uns verbinden; und ſoll nie⸗ mals etwas kor men uns von ſeiner liebe trennen. die fuͤlle ſeiner C Gott! beit uf gethan: und es iſt ſein ſter wille, daß nun nnneſ 3 dermann; keine er ſol ſich hie⸗ bey ſchaͤmen, ſondern gnad um gnade nehmen: wer ein hung frig herze hat, wirdd aus ſolch der fülle ſatt; ewig ſolche fuͤlle waͤhret, die un 4 luſt, die uns ewigz traͤnket, wird uns daraus eingeſchen⸗ ket. 1 V 7. Nun du liebſter! unſtt lallen, damit wir dir da pie bar ſeyn„ laß dir guz wohlgefallen, bis wir insgemein⸗ ewig deine tigkeiten mit ge ſammtem ausbreite n, da wir werde gloria ſingen und hallelu 1 preis, ehr, ruhm, vnne, macht und ſlaͤrke, und nd ruͤhmet ſeine werke, werde uns ihm zu ehren leben. X. Von 6. Er hat nunmehr ſalh unſerm Gott gegeben! ſe laßt d — X. Wyn der gnal der 7 Duun D gan nng ich natut un daſſelb gitiaufn ni wi dnicht kontn tac nes rof, dſt hat von dem gre 4„darin die ſchla bezwang, Gou'szot 1 Adere 2. Weil dann die Eha in hat bracht, gögefalen von Gatt welchs ſe verachtd in unz allen brach tod, ſowar je noth, 3 Gott ſollt geb lieben Sohn, den than,ſademnirn ſo viel guts beſcheret; wol⸗ ben. 3. Wie uns nun ftemde ſchuld ingdan höh! naedſ hat uns! 3 eh din hriſto al al Und wie wir, Wunsm udenit ſorhen, alſo hat Go dod verneuer, eEher uns dan hn hi Fſöntt, Kefendan war lvirh t in dart, des derbendesn niüazie der;e nhn den; und a 3 konnen m jtrennen. N zat runnet r einer Gotthe tien und es iſt ſi ſit daß nun k omm kenef en, ſonden, e nehmen: 1 her ze hat, n 1 fuͤlle ſatt; le waͤhret, del ts beſten uns ewiz ni daraus einaee ,, ewiß dn niit geſamana, n, da wir gen und bu r, k ruhm, d ſlͤrke, eine were Bott ghe ehren lche X. N. C(o) 59 X. Won der gnade Gottes in Chriſto Jeſu, oder von der Erloͤſung des Menſchen. Durch Adams fall iſt 87. 2 ganz verderbt menſchlich natur und weßen daſſelb gift iſt auf uns geerbt daß wir nicht kont'n geneſen,. ohn Gottes troſt, der uns er⸗ loͤſt hat von dem groſſen ſcha⸗ den„darin die ſchl ang Evam bezwang, Gotr's zorn auf ſich zu laden. 2. Weil dann die ſchlang Fya m hat bracht, daß ſie iſt bg fahen von Gottes wort, welchs ſte veracht, dadurch ſie in uns a llen bracht hat den tod, ſo war je noth, daß uns auch Gott ſollt geben ſein'n lieben Sohn, den gnaden thron, in dem wir moͤchten le⸗ ben. 3. Wie uns nun hat ein fremde ſchuld in Adam all ver⸗ hoͤhnet, alſo hat uns ein frem⸗ de huld in Chriſto all verſoͤh⸗ net. Und wie wir all durch Adams fal ſind ewig tods ge⸗ ſtorben, alſo hat Gott durch Chriſti tod verneuert/ das war verdorben. 4. So er uns dann ſein'n Sohn hat g'ſchenkt, da wir ſein feind noch waren, der fuͤr uns iſt ans kreuz gehenkt, ge⸗ toͤdt gen himm'l gefahren; dadurch wir ſe yn vom tod und pein erloͤſt, ſo wir vertrauen in dieſem hort, des Vaters wort, wem wollt vorm ſterben grauen? 5. Er iſt der weg, das licht die pfort, die wahrheit und das leben, des Vaters rath und ewigs wort, den er uns hat gegeben zu einem ſchuß, daß wir mit trutz an 93 feſt ſollen glauben, darum uns bald kein macht noch g'walt aus ſeiner hand wird rauben. 6. Der menſch iſt gottlos und verflucht, ſein heil iſt auch noch ferren, der troſt 8 ei⸗ nem menſchen ſi ucht, und nicht bey Gott dem Herren; denn, wer ihm will ein ander jiel ohn dieſen troͤſter ſtecken, den mag gar bald des teufels g'⸗ walt mit ſeiner liſt erſchre⸗ cken 7. Wer hofft in Gott und dem vertraut, der wird nim⸗ mer zu ſchanden, und wer auf dieſen felſen baut, ob ihm gleich geht zu handen viel un⸗ falls hie, hab ich doch nie den menſchen ſehen fallen, der ſich derlaͤßt auf Gottes troſt, er h iif ſein⸗ n glaub'gen allen. Ich bitt, o Herr. aus heuzend⸗ grund, du wollſt nicht — von mir nehmen dein heiligs wort aus meinem mund, ſo wird mich nicht beſchaͤmen mein ſuͤnd und ſchuld, denn in den huld ſetz ich all mein ver⸗ 60 X. Von der Gnade Gottes in Chriſto Jeſu, vertrauen, wer ſich nun feſt darauf verlaͤßt, der wird den tod nicht ſchauen. 9. Mein'n fuͤſſen iſt dein heiligs wort ein brennende lucerne, ein licht, das mir den weg weiſt fort, ſo dieſer mor⸗ genſterne in uns aufgeht, ſo⸗ bald verſteht der menſch die hohen gaben, die Gottes Geiſt den'n g'wiß verheißt, die hoff⸗ nung darein haben. 88 Nun freut euch, lie⸗ * ben ehriſten g'mein, und laßt uns froͤhlich ſpringen, daß wir getroſt und all in ein mit luſt und liebe ſingen, was Gott an uns ge⸗ wendet hat, und ſeine ſuͤſſe wunderthat, gar theuer hat ers erworben. 2. Dem teufel ich gefangen lag, im tod war ich verlohren, mein ſuͤnd mich quaͤlet nacht und tag, darinn ich war gebo⸗ ren. Ich fſiel auch immer tie⸗ fer drein, es war kein guts am leben mein, die ſuͤnd hat mich beſeſſen. 3. Mein gute werk die gal⸗ ten nicht, es war mit ihn'n verdorben: der frey will haſ⸗ ſet Gott's gericht, er war zum guten erſtorben; die angſt mich zu verzweifeln trieb, daß nichts dann ſterben bey mir blieb, zur hoͤllen mußt ich ſinken. 4. Da jammerts Gott in ewigkeit mein elend uͤber die maſſen: er dacht an ſeine barmherzigkeit, er wollt mir helfen laſſen. Er wandt zu mir ſein Vaterherz, es war bey ihm fuͤrwahr kein ſcherz, er ließ ſein beſtes foſten. 5. Er ſprach zu ſeinem lie⸗ ben Sohn diezeit iſt hie zu er in mein's her⸗ barmen: fahr zens werthe kron, und ſey das heil der armen. Und hilf ihwn aus der ſuͤndennoth, erwuͤrg fuͤr ſie den bittern tod, und laß ſie mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vatrge⸗ horſam ward, er kam zu mir auf erden: von einer jung⸗ frau rein und zart, er woll mein bruder werden Gar heimlich fuͤhrt er ſeine g'walt, er gieng in einer armen ge⸗ ſtalt, den teufel wollt er fan⸗ gen. 7. Er ſprach zu mir: halt dich an mich, es ſoll dir jett gelingen, ich geb mich ſelber ganz fuͤr dich, da will ich fur dich ringen. Denn ich bin dein und du biſt mein, und wo ich bin, da ſollſt du ſeyn, uns ſoll der tod nicht ſcheiden⸗ 8. Vergieſſen wird man mit mein blut, darzu mein leben rauben: das leid ich alles dit zu gut, das halt mit feſtem glauben. Den tod verſchlingt das leben mein, mein un⸗ ſchuld traͤgt die ſuͤnde dein, da biſt du ſelig worden. 9. Gen himwel zu den W dder bon — te nei ſahr ich leben/ dawwil ich ſe ger dein, den geiſ geben derdichint ſen ſol, und lehrs kennenwohh undi heit leiten. 10. Was ich geth gelehrt, das ſolltd ſehren damit das r werd Fmncht ul nen ehren; und hu der menſchen g'ſa verdirbt der edle ſaſ ich dir zuletzte. u.. Ehr ſey dem⸗ dem Sohn, und heilgen Geiſte als fang war und nun ſein gnade leite;daß deln in ſeinem pfad ſter ſeel die fünd ni ver daohegehrt, pr JIn voriger le 89 Nanf .A uns froh Gottdankund ehre! ſrikt wer ich tich todt kehr⸗ ſets ui mwenich,diemm aſtenzic ſ Briſo dn er dacht m igkeit, er nekt ſen. Er nan Vaterhen, fuͤrwahr ken n beſtes koſin prach zu ſeina, wnieſärii fahr hin wein he kron, undin rmen. Unditn ündennoth, m bittern tod n Jleben. Sohn dem Dan dard, er kanm a: von einei und zart, an der werdu fuͤhrt er ſeineg in einer aenn Kteufel welten ſprach zu nit. nich, es ſolöie ich geb nic dich, da wili een. Dennih. du biſt weit 1, da ſolltaͤ er tod nichtſt gieſſen witdmm t, darzu wän das leid ich a das halt wiſ Den tod rertt mein, nan ggt die ſünde ſelig worden. himmeluwm oder von der Erloͤſung des Menſchen. 61 ter mein fahr ich aus dieſem leben, da will ich ſeyn der mei⸗ ſter dein, den geiſt will ich dir geben, der dich in truͤbſal troͤ⸗ ſten ſoll, und lehren mich er⸗ kennen wohl, und in der wahr⸗ heit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das ſollt du thun und k lehren, damit das reich Gott's werd gemehrt zu lob und ſei⸗ nen ehren; und huͤt dich vor der menſchen g'ſatz, davon verdirbt der edle ſchatz, das laß ich dir zuletzte. 11. Ehr ſey dem Vater und dem Sohn, und auch dem heil'gen Geiſte: als es im an⸗ fang war und nun, der uns ſein gnade leiſte; daß wir wan⸗ deln in ſeinem pfad, daß un⸗ ſrer ſeel die ſuͤnd nicht ſchad; wer das begehrt, ſprech amen! In voriger Melodie. 89 Nuün chriſten, laßt * uns froͤhlich ſeyn, Gott dank und ehre bringen, von herzen ſeines heils uns freun, mit lieb und luſt ihm ſingen! wer faßt die groſe wunderthat: was Gott an uns gewendet hat: wie theur er uns erworben? 2. Vom teufel hart ver⸗ ſtrickt, war ich todt, elend und verlohren: ſtets quaͤlte meine fuͤnde mich, die mir war ange⸗ bohren; ich ſank auch immer tiefer drein, that niemals gu⸗ tes, war allein von ſuͤnden ganz beſeſſen. 3. Mein beſtes thun galt dennoch nicht, war durch und durch verdorben; ich haßte Gott und ſein gericht, zu ſei⸗ ner lieb erſtorben; die angſt wuchs zur verzweiflung an, daß ich ihr nirgendshin ent⸗ rann; zur hoͤlle mußt ich ſin⸗ en 4. Gott jammerte von ewigkeit mein elend ohne maſſen; er dachte der barm⸗ herzigkeit; mir wollt er helfen laſſen: zu mir wandt er ſein vaterherz; zu heilen meiner wunden ſchmerz, ließ er ſein beſtes koſten. 5. Er ſprach zu ſeinem lieben Sohn: die zeit kommt, zu erbarmen; eil, meines her⸗ zens werthe kron! ſey du das heil der armen; hilf ihnen aus der tiefen noth; fuͤr ſte ent⸗ waffne du den tod, und laß ſie mit dir leben. 6. Der Sohn, der ihm ge⸗ horſam war, kam ſelbſt zu uns auf erden, als eine jungfrau ihn gebahr; mein bruder wollt er werden, hielt heimlich ſei⸗ nes arm's gewalt, und gieng einher in knechtsgeſtalt, des ſatans reich zu ſtuͤrzen. 7. Er ſprach zu mir: halt dich an mich, es ſoll dir jetzt ge⸗ lingen; mich ſelber geb ich ganz fuͤr dich, will maͤchtig fuͤr dich ringen: denn ich bin dein, und du hiſt mein; auch du ſollſt C 7 wo 62 X. Von der Gnade Gottes in Chriſto Jeſu, wo ich bleibe, ſeyn; uns ſoll der tod nicht ſcheiden. 8. Vergieſſen wird man mir mein blut, voll grimms mein leben rauben; gern leid ich alles dir zu ſterblicher iſt mein, und mein verdienſt iſt, ſuͤnder, dein: ſo biſt da ſelig worden. Den himmel nehm ich wieder ein, und ſcheid aus die⸗ ſem leben. dein meiſter ſeyn, und meinen geiſt dir geben, der dir in truͤbſal troſt gewäͤhrt, dich, wenn er mich in dir verklaͤrt, in alle wahrheit leitet. 107 Was ich gethan, was ich gelehrt, das ſollſt du thunſi und lehre n! daß Gottesreich ſich ſtets vermehrt zu ſeines namens ehren; nur huͤte dich fuͤr menſchenwahn, der dir der ſchatz leicd: rauben kann, dieß ſey mein abſchiedsſegen. Mel. Es iſt das heil uns 90. Hel uns! aus unſrer ſuͤndennoth! iſtret tung une Lerworben. D Der Herr will nicht des ſunders tod. Was Adams fall verdorbe! N/ hat er aus gnaden uns er ſetzr. Wie n barmen? 2. Selbſt ſeinen eingebohr⸗ nen Sohn ſandt er zu uns auf erden, von dem verdienten fuͤndenlohn ein vetter uns zu ut; das halt mit feſtem glauben: Dein leben, nug zu thun, Da will ich ſtets werth ſind wir vor ihm geſchaͤtzt: wie groß iſt ſein er. werben. Er ke unſer heil: er gen leben theil erwe erben. 3. Wo iſt, o tod, dein ſta⸗ de⸗ nun? Hier iſt dein uͤber winder. Fuͤr unſre ſchuld ge⸗ „ſtarb er, das heil der ſunder. Wo iſt nun ſuͤn⸗ de deine kraft? Hier iſt der, der uns kraͤfte ſchafft, dein joch von uns zu werfen. 4. Gelobt ſey Gott! lg gelobt ſein Sohn, der retter unſter ſeelen! nun kann uns auch auf erden ſchon das wan gluͤck nicht fehlen, getroſt und froh in Gott zu ſeyn, wenn wir uns nur dem Heiland eihn, den Gott fuͤr uns ver⸗ Ree 5. Was er zum lelen und verſchaß fft/ das iſt in ſeinen haͤ den. Sein iſt das eene ſeim iſt die kraft, das heil und zuzuwenden, das er ſo lieh⸗ reich uns erwarb, als er fur uns am kreuze ſtarb. Woßhl allen, die ihm trauen. 6. O laßt uns ihm uns al⸗ n Lrtraun, huun niemals ſein s ſchaͤmen! auf ſeine mitt⸗ b ler huͤlfe baun, und ſein joch auf uns nehmen, das iſt 3 w⸗ ig zum ew'gen wohl; weg, auf dem man nahtzmn. auch ſchon auf erden wandelt. 7. Herr, laß uns dieſe ſel i9 keit doch uͤber alles ſchaͤtzen! nie koͤnnen guͤter Dageuu —— oder bon — den mangelund er ung dis griſe gu ein reines herz vol und t,Gon nun 8. lenkaufdi 1ds zer ſüeii hun. lücu ung rüͤck von ſchnoder 5 dehſmz han eil laß uns in wa dn ahn ſtets gewingen. Mel. Mein 4 ge edanke 9I. G ben 9 zun dich ganz dur A ſd hat Get die liebt, und ſeinen ſchenken. 2. Hoch über die 99 umringt n niſſen, fulſt du mei majeät, und fle wiſſen. 3. Jckann der ſ et nicht, noch ihre bhe doch ſonreli tundi tmpfnden. 4. So kanni Gottes rath mnß kin zelenden lhat, das ka unn mn e. mm mir den Jeſus 0 ſriſ 4 ſuld gan gen; dnd mein er erlg iſer 1 dangigul ggen. 6. M Enn 11 riſto Jein — kam, und ui er am, Ane eil uns diede 7o tod, din Diet iſt dein unſre ſcad, ſtard er, di 1 t ſey Gott aa „der retter lat in kann unzm ſchon das wu fehlen, getnain dtt zu ſeyn, un nur dem Hai Gott fur unen er zum lebenne das iſt in ſie zein iſt das e kraft, das heile n, das er ſo erwarb, albn euze ſtart. N ihm trauen. gt uns ihm ut und niemalt en! auf ſeinen aun, und ſin ehmen, dab w'gen wehl em man fri auf erden de „laß uns din her ales i Auter dul 1 guͤter 9 oder von der Erloͤſung des Menſchen. 63 den mangel uns erſetzen, wañ uns das groͤſte gut gebricht; ein reines herz voll zuverſicht zu dir, Gott, unſer Vater! 8. O lenk auf dies erhabne gluͤck der ſeele ſtaͤrkſte triebe! zeuch maͤchtig unſer herz zu⸗ ruͤck von ſchnoͤder ſundenliebe! an dem uns theu'r erworbnen heil laß uns in wahrem glau⸗ ben theil, ſtets ſuchen und gewinnen. Mel. Mein erſt geſchaͤft ſey 63 Gedanke, der uns le⸗ 9* ben giebt! Wer kann dich ganz durchdenken? Alſo hat Gott die welt ge⸗ liebt, uns ſeinen Sohn zu ſchenken. 2. Hoch uͤber die vernunft erhoͤht, umringt mit finſter⸗ niſſen, fuͤllſt du mein herz mit majeſtaͤt, und ſtilleſt mein ge. wiſſen. 3. Ich kann der ſonne wun⸗ der nicht, noch ihren bau er⸗ gruͤnden; und doch kann ich der ſonne licht und ihre waͤrm empfinden. 4. So kann ich auch nicht Gottes rath von Jeſu tod er⸗ gruͤnden; allein das goͤttliche der that, das kann mein herz empfinden. 5. Nimm mir den troſt, daß Jeſus Chriſt nicht meine ſchuld getragen; nicht Gott und mein erlsſer iſt, ſo werd ich angſtvoll zagen. 6. Iſt Chriſti wort nicht Gottes ſinn: ſo werd ich ir⸗ ren muͤſſen, un d wer Gott iſt, und was ich bin, und werden ſoll, nicht wiſſen. 7. Nein, dieſen troſt der chriſtenheit foll mir kein ſpoͤt⸗ ter rauben; ich fuͤhle ſeine goͤttlichkeit, und halte feſt am glauben. 8. Ich bin dein ewigs ei⸗ genthum, durch dich des him⸗ mels erbe; dies, Sohn des Hoͤchſten! iſt mein ruhm, auf den ich leb und ſterbe. 9. Du giebſt mie deinen geiſt, das pfand, im glauben mich zu ſtaͤrken, und bhildeſt mich durch deine hand zu allen gurss werken. 10 So lang ich deinen wil⸗ len gern mit reinem herzen thue; ſo fuhl ich eine kraft des Herrn, und ſchmecke fried und ruhe. 11. Und wann mich meine ſuͤnde kraͤnkt, und ich zu dir Herr, trete, weiß ich, daß dein herz mein gedenkt, und thut, warum ich bete. 12. Ich weiß, daß du, mein Heiland lebſt, und mich einſt aus der erde erweckſt und zu dem reich erhebſt, da ich dich ſchauen werde. 13. Kann unſre lieb im glauben hier fuͤr dich jemals erkalten? Dies iſt die lieb, o Herr, zu dir, dein wort von herzen halten. 14. Erfuͤlll mein herz mit dank⸗ ——. ——————————————— 4—————— .———-—————— —————————— 64 X. Von der Gnade Gottes in Chriſto Jeſu, dankbarkeit, ſo oft ich dich nur nenne: und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der welt bekenne. 15. Soll ich dereinſt noch wuͤrdig ſeyn, hier um di ſchmach zu leiden; ſo laß mich keine ſchmach und pein von deiner liebe ſcheiden. 16. Und ſoll ich, Gott, nicht fuͤr und fuͤr des glaubens freud empfinden, ſo wirk er doch ſein werk in mir, und rein'ge mich von ſuͤnden. 77. Hat Gott uns ſeinen Sohn geſchenkt,(laß mich noch ſterbend denken) wie ſolt uns der, der ihn ge⸗ ſchenkt, mit ihm nicht alles ſchenken? Mel. Zoiſtdae heitune 1 iebesglut, wie ſo 92.O ich dich zu preiſen je vergeſſen! in welch erſtau⸗ nen ſetzſt du mich! ower kann dich ermeſſen! es glaͤnzet Got⸗ tes herrlichkeit in lauter lieb von ewigkeit; bleibt noch mein herz erkaltet? 2. Iſt Gott nicht ſelig? nicht gerecht? und er das reinſte weſen, hat ſich das ſuͤndige geſchlecht zu lieben auserle⸗ ſen! hier ſchweig vernunft! gieb Gott die ehr! Gott wollt unendlich lieben, mehr, als du begreifen ſollteſt. 3. O liebe, die Gott ſeinen Sohn aus ſeinem ſchooß ge⸗ nommen! er iſt von ſeines va⸗ b ters thron zu uns herab ge⸗ Sein mangel, knechtsſtand, kreuz und grah gettagen. Mn mahlt uns mit ſtarken farben er mich mit dir, d ab, wie ſehr Gott lieben koͤne. kommen. 4. Was iſt die welt, die arge welt? Was ſind doch Adams kinder, daß ſie dein Sohn ſo theuer haͤlt? er rettet dieſe ſuͤnder? da du im zorne Be⸗ lial mit ſeinen engeln allzu⸗ mal zum finſtern abgrund ſtieſſeſt. 5. O welche tiefen ſeh ich hier! nie werd ich ſie ergruͤn⸗ den: doch ſeh ich gnug, um, Gott, mich dir aufs ſtaͤrkſte zu verbinden. Herr, dir ſey ganz mein herz gewaͤhrt; ein herz, das dir allein gehoͤrt, als ſchͤ⸗ pfer und erbarmer. 6. O liebſter vater, nimm es hin, gieb kraft, dich recht zu lieben; daß ſich darinnen herz und ſinn, will' und ver⸗ ſtand ſtets uͤben. Ach, daͤmpf das feuer boͤſer luſt! laß ewig nichts in dieſer bruſt, als dei⸗ ne liebe brennen. In voriger Mel. Gent haͤtte dein ge⸗ 9 3. liebter Sohn nicht mein waͤr er nicht von ſeinem thro zu uns ins fleiſch gekommen: ſich angenommen; und ſo muͤßt ich ewig elend ſeyn, gemartert in der ewgen pein um meiner ſuͤnde willen. 2. Doch der ſchaft dem ge⸗ wiſſen raſt. Ich darf 65 nic tzer bon terzagen. Fütmic indenlcſt deineig zettagen. Aukteu blut, damiterwitd erwuͤrbe. z. Wohl mit! ſchäpft neuenmuth, liches vertrauen. ein ewiggeltendble mein heil nun haue blut, das wich erka wäſcht nichvon mei that, daß ich ganz ſceeine. 4. Sein blut filt tierniß, und wand ſteuden. Ich ſuchte bin gewiß; nichts drwich ſcheiden. We mit der Hohn erwar in ſchmoch und mart kann ſatan mirnicht 5 Nicts hilſt hie ctigkete, die ſoh fehauet. Der ſt b hellnochweit der ſin ten trauet! er erndtet ſatt des ohns. Nu techigkeit des Sohn unsgerecht und ſelig .Auch wich ma raht, wellich ſie feſti detfaſe Ic veiß mücrſeni, weli irlaſeder reuerf 1 wetſeit, erält au ſeinen geit t ind gemeiſchaſt du, vater war riſto Jeſt — 1 und hena 4 diewelt, dien ſind doch Aen ſſie dein Co er rent du im zorn nen engeln a 1 finſtern alzee lche tiefen ſt erd ich ſie enhn h ich guug, n dir aufs ſr Herrdir ehgn ewaͤhrt; einße in gehort, ao barmer. bſter vatet, ni b kraft, dic u daß ſich darmm öſer luſt! ln eſer bruſt, ae nnen. origer Ml. ott, hätte dene liebter Sohni ngenommen; tvon lint eiſch gekone feſ lleyſe in der ega fünde willn der 8 1 7 Ich dar 3 oder von der Erloͤſung des Menſchen. 65 verzagen. Fuͤr mich hat meine fuͤndenlaſt dein eig'ner Sohn getragen. Am kreuz verſoͤhnt' er mich mit dir, da floß ſein blut, damit er mir die ſeligkeit erwuͤrbe. 3. Wohl mir! mein herz ſchoͤpft neuen muth, faßt kind⸗ liches vertrauen. Auf dies ſein ewig geltend blut, darf ich mein heil nun bauen. Sein blut, das mich erkaufet hat, waͤſcht mich von meiner miſſe⸗ that, daß ich ganz rein er⸗ ſcheine. 4. Sein blut ſtillt alle kuͤm⸗ merniß, und wandelt ſie in freuden. Ich ſuchte gnad und bin gewiß; nichts kann von dir mich ſcheiden. Was, vater, mir der Sohn erwarb, da er in ſchmach und marter ſtarb, kann ſatan mir nicht rauben. §. Nichts hilft hier die ge⸗ rechtigkeit, die ſtolz auf wer⸗ ke bauet. Der iſt von ſeinem heil noch weit, der ſeinen kraͤf⸗ ten trauet! er erndtet ſchande ſtatt des lohns. Nur die ge⸗ rechtigkeit des Sohns macht f. uns gerecht und ſelig. 6. Auch mich macht ſie ge⸗ recht, weil ich ſie feſt im glau⸗ ben faſſe. Ich weiß auch ſelig macht ſie mich, weil ich nie von ihr laſſe. Der treu erfuͤllt, was er verheißt, erhaͤlt auch mich durch ſeinen geiſt in ſeines ſohns gemeinſchaft. 7. Du, vater, warfeſt alle ſchuld auf deinen Sohn, als buͤrgen! du, Jeſu, lieſſeſt in geduld dich, als ein lamm, er⸗ wuͤrgen! du, geiſt, theilſt die⸗ ſes heil uns zu! von allen her⸗ zen ſeyſt drum du, Dreyeini⸗ ger, geprieſen. Mel. Schon iſt der tag 4 ich zu erzuͤrnen, 94. Gott, konnt ich mich, leider! ſelbſt erkuͤhnen. Doch, ach wie ſoll ich ſuͤnder dich, ich ſelber wie verſuͤhnen? Heil mir ich ſoll nicht troſtlos ſeyn. Dein Sohn von allen flecken rein, erbeut ſich mir zum mittler 2. Aus lieb iſt der von ſei⸗ nem thron zu mir herabge⸗ kommen. Mein fleiſch und blut hat er, dein ſohn, frey⸗ willig angenommen; daß er auf ſeinem blutaltar zum op⸗ fer das dir braͤchte dar, was dich zum zorn gereizet. 3. Dich hat ein menſch zum zorn entbrannt; dich mußt ein menſch verfuͤhnen; ein menſch, wie man ihn nirgends and, wie nur im Sohn er⸗ ſchienen; ein Heiland einer ganzen welt, ein Heiland⸗ deſſen loͤſegeld fuͤr alle zeiten gelte. 4. Er kam, und ward ein menſch, wie wir, und ſtarb fuͤr ſeine bruͤder, und ſetzt, als menſch, auch neben dir auf dei⸗ nen thron ſich nieder. Zu dei⸗ ner rechten zeigt er dir nun im⸗ Mr⸗ 66 X. Von der Gnade Gottes in Chriſto Jeſu, merdar, wie er mit mir ſo na⸗ he ſich befreunde het. 5. Auf ihn ſet ich mein ganz vertraun. Je 5 werde gnade finden. Gott, iſt dirs greu'l, mich aazuſchaun im ausſatz meiner ſüͤnden; ach! ſchau in deinem Sohn mich an. Der hat genug fuͤr mich gethan, di ganze ſch uld gebuſſet. Ach! ſchone, wann dein u entbrennt, in ihm des boͤſen knechtes. Dem, den er ſelber bruder nennt, giebg gna⸗ de ſtatt des rechtes. Der bur⸗ e hat fuͤr mich bezahlt. Aus hiden naͤgelmalen ſtrahlt zer⸗ knirſchten fuͤndern wonne. 7. Des Sohnes Gottes blut macht rein, macht rein von al⸗ len ſuͤnden. Heil mir! es ma⸗ chet mich auch rein von allen meinen ſuͤnden. Ja, das ge⸗ ſetz iſt ganz erfuͤllt, der fluch „gewandt, der zorn geſtillt. „Gott ſchaut in gnaden nieder. Mel. Es iſt das heil 9 ch preiſe dich, und 5. I ſinge dir, verſoͤh⸗ ner aller ſuͤnder! du, mein er⸗ barmer, halfſt auch mir, du to⸗ desuͤberwinder! ſchon jauchz⸗ te dein und unſer feind⸗ Gott ſey nicht mehr des menſchen freund; auch Adam ſey gefal⸗ n'ir waren unſers ruhms berat ibt, verwundet und voll beulen; ach, krank vom fuſſe bis aufs haupt, und waüfr konnt uns heilen; du kan und macheſt uns geſund; du, dir fre rohloce eherz und mund, dir ja ac hie der erlöſte. waßtig glic 9 4 fnceni ſen, haft mein em untekgange m mich, A A maͤc chtiger, entri ifen. Ihr heiligen, ſein eigenthum, erhebt, beſinget ſei die allmacht ſei ner ieher 4. Der Herr hatt' nen ruhm und den uns den tod gedroht; dochn wollt er auch vergehen; zgefallen hat er nict am kod; er hat nur luſt amle⸗ ben. Erſch recklich in der ot des Herrn: doch glaubet ur. er rettet gern, und ſeine gu iſt ewig. 3. Die ihr noch nicht getee ligt ſeyd, noch lieget im ver⸗ derben, entflieht der unge⸗ rechti gkeit! ach warum woll ihr ſterben? ſtunde des gerichts; T ſaget nicht: Es komon 9 b wir 1 du nichts, den tod nicht, nichtdit hoͤlle. 6. Wann euer eitles glüch entfle ucht;(ach was iſdieſe leben!) wann Gottes wott nich: mehr verzeucht: wie wet⸗ det ihr erbeben! daß ihr durch kein gefuͤhl noch wißt, wit furchtbar er den ſuͤndern it, das danketſeiner langmuth. 7. Gott iſt bereit, euch l verzeihn; nicht nach de auf erden! warum wollt iht verworfen ſeyn, und v kin dder bon — ertettet werden! ihm, eynochſein bey konimt; eh ſi ſich ewig von und 3. Ihykeiſe, T dieliebedein Eint fthre, komt ter, mich zur res thrones. ha nim nſothietm nie von deiner bah mich verirre. 9. Itgleichder fungs eit voll mu ſchwerden, wie ke nes gläubens ſtre nicht ſeig werden te meig ein himm du zeugſt mein ir miraus, undguͤrt freuden. 10, Einſt, wan ſiile nacht ich au mert habe, dan get durch deine mach tus meinem grabe, ich in de fmuiken, gnglickeit erneut ter, dich, verſö hner mel Ees woll u 96. VPeun 1 tettung herzan ſn iſ ſanfte laj tieler hetz v de nach jinen ann guͦ dz glaubens at man der hoͤ le fnhn neinem un nachtiger, and en, ſein eigente ſit nget ſeinenn ht ſeiner lihe Heer hatt un ht; doch ch wollten Jgefallen haten er hat nur luicn drecklich iiden n: doch glaubetn gern, und fin ihr nochniczte „noch liegetii entflieht dern it! ach warne en? Es konn. 6 gerichtzz n ht: wit fint en tod nicht n ann euer eitte, t;(achwat pand Gottt r verzeuchtn beben! dabit ühl noch ii Ber den ſünd etſeinerlang t iſt dm⸗ znicht mdh n! naruns D 4 ſeyn, M 9 r- 1 = — oder von der Erloͤſung des Menſchen. errettet werden! ach fleht ihm, eh noch ſein gericht her⸗ bey kommt; eh ſein angeſicht ſich ewig von uns kehret. 8. Ich preiſe, Vater Jeſu, dich, diellebe deinds Sohnes. Einſt fuͤhre, kommt der rich⸗ ter, mich zur rechten ſeines thrones. Hi er nimm dich mei⸗ ner ſchwachheit an, damit ich nie von deiner bahn zur ſuͤnde mich verirre. 9. Iſt gleich der kurzen pruͤ⸗ fungszeit voll muͤhe und be⸗ ſchwerden, wie kurz iſt mei⸗ nes glaubens ſtreit! ſoll ich nicht ſelig werden? Es war⸗ tet mein ein himm iſch. haus; du zeugſt mein irrdiſch kleid mir aus, und guͤrteſt hch mit freuden. 10. Einſt, wann des todes ſtille nacht ich ausgeſchlum⸗ mert habe, dan geh ich, Gott, durch deine macht verklaͤnt aus meinem grabe; dan ruͤhm ich in der ewigkeit, zur unver⸗ gaͤnglichkeit erneut, dich, Va⸗ ter, dich, verſoͤhner! Nel. Es woll uns Gott 96. W arum verſchmaͤhen menſchen doch die rettung ihrer ſeelen, und ſaͤu⸗ men, Chriſti ſanftes joch, die leichte laſt zu maͤhlen? So vieler herz verlanget nicht nach ſeinen edlen guͤtern, das gluͤck des glaubens und der pflicht iſt fleiſchlichen gemuͤ⸗ hhern ein ſchatz„den ſie nicht kennen. 2. Und doch hat, der im him⸗ melwohnt, zu ſeines Vaters rechte, ſelbſt ſeines lebens nicht verſchont, daß er ſie ret⸗ ten moͤchte! er ſelbſt hat uns mit Gott verſuͤhnt; hat uns nicht ſterben laſſen. Wir ſuͤn⸗ der hatten zorn verdient, doch wollt er uns nicht haſſen; er bat: laß, Gott, ſie leben. 3. Sohn, bitte, ſprach der Vater⸗ nimm die ſuͤnder an zum lerxen, nicht fuͤhlen ſol⸗ len zorn und grimm, die dir ihr herz ergeben: gieb allen fuͤndern, died die laſt der ſuͤn⸗ de druͤckt, erzuickung gieb allen muden fried und raſt, den treuen die entzuͤckung und wonne deines himmels. 4. So reizt doch nicht den zorn des Herrn aufs neu ihn zu entbrennen; dient Jeſu feinem Sohne, gern, lernt ſeine guͤte kennen, thut buſſe, glaubtzund heiligt euch, eh eu⸗ re zeit vergehet; kommt, ſuͤn⸗ der, weil euch in ſein reich der eingang offen ſtehet, der ein⸗ gang in den himmel! Mel. Schwingt heilige g. 97. Erhebt den Herrn, ihr frommen er haͤlt, was er verſpricht. Der Hei⸗ land iſt gekommen, der voͤl⸗ ker troſt und licht. Gott, der uns nicht verſtoͤßt, hat uns zum heil und leben, ſelbſt ſei⸗ nen 6, ———ÿ;ÿᷣ--ᷓ—— ————————— —— 88 8—*—— r ——————y——V— 68 X. Von der Gnade Gottes in Chriſto Jeſu, nen Sohn gegeben durch ihn ſind wir erroͤſt. 2. Erloͤſt! o welche gnade hat uns der Herr erzeigt! der uns betroffne ſchade, der uns ſo tief gebeugt, iſt nun nicht unheilbar: von ſuͤnden und verderben uns rettung zu er⸗ nerben Ja Gottes Sohn ſich ar. 3. Er kam zu uns auf erden in armer knechtsgeſtalt; voll muhe und beſchwerden war hier ſein aufenthalt; der ihm gegebnen macht enthielt er ſich mit freuden, bis er durchs todes leiden ſein groſſes werk vollbracht. 4. Er hats vollbracht! o hringet Gott euren lobge⸗ ſang! erloͤſte menſchen! ſin⸗ get dem Mittler ewig dank. Wonie nand helfen kann, da hilft er gern aus gnaden,heilt unſrer ſeele ſchaden. O nehmt ihn glaubig an! 5. Du Freund der menſchen⸗ kinder! verwirf uns, Jeſu, nicht. Dein name, heil der ſuͤnder! iſt unſre zuverſicht. Drum kommen wir zu dir. Hilf uns die macht der ſuͤnden noch gluͤcklich uͤberwinden! den dein, o Herr, ſind wir. 6. Bey dir ſteht unſer leben. Zu unſerm ew'gen heil haſt du dich hingegeben. Gieb uns am himmel theil! laß uns dir folgſam ſeyn! was wird uns, Herr, dann fehlen? Dann werden unſre ſeelen ſich Got⸗ tes ewig freun. Mel. Zerzliebſter Jeſu! w. 98 deinen Sohn ge⸗ ott, der du fuͤr unz geben! wer kann doch g'nug⸗ ſam deine huld erheben? Wie herrlich zeigſt du im erlsſungs werke der gnade ſtaͤrke! 2. Dein ew'ger Sohn ſelb ſtirbt fuͤr menſchenkinder; der heiligſte tritt an die ſtatt der fünder, der Seligſte begiett ſich ſeiner freuden, fuͤr uns u leiden. 3. Er wird das lamm, das aller ſuͤnden traͤget, drauf du die ſtrafe weislich ſelbſt gele⸗ get, daß du die ſchuld an den verlohrnen ſchaafen nicht duͤrfteſt ſtrafen? 4. Was iſt der menſch, daß du ſein ſo gedenkeſt, und dei⸗ nen Sohn ihm zum vertoͤhner ſchenkeſt? Was ſindeſt du an (mir und an uns allen fur wohlgefallen? 5. Verdient verachtung goͤttlicher geſetze; verdient verſchwendung unſchaͤtzbarer ſchaͤtze, verdient ein ſelbſtge⸗ machter boͤſer ſchade, des rich⸗ ters gnade? 6. O welche tiefe deinen menſchenliebe! wer faßt, 0 Gott, die groͤſſe ihrer triebe! du thuſt noch mehr zu unſerm wohlergehen, als wir verſte⸗ hen.. 7. Ach! lehre mich rechrde dder bon gehuld erkennen/) ſohtdich weien en, und zumm get mein ganzes lher geben. 8. Was mir dein erfüͤr mich geſtorde ner huld durch ſei worben, das wer meinem ew'gen auch zu theile! ⸗. Dän frieden in meinem herzen, mich heydesgewiſſe zen; dein geiſt ſey deinen zuten wille erfullen. mäneiſh 0 it 99. W denta Gott iſ für dich;we ferner kraͤnken? ſein Soßniſt d uns mit hm nicht ken? 2. Schlagt dir da Angſ uiföan 1 rdie ſüͤn Er, der dir a . VM gieh leeht, ne 3 d fandi ich hier noch de aihen laun riſh Iß, ſe ſeclenſgg reun. 1 zliebſter Jn⸗ ott, derd 1 deinen Een er kann doch⸗ huld eie igſt du in ali gnade ſite ew'ger Sezun nenſchentit ritt an dieſi er Seligſette freuden,ſem ird daslann) en traͤget, nni weislich ſäth d die ſchuld m n ſchaafen ni trafen? iſt der wenſo gedenkeſt, w ihm zum dan Was fedeid an uns ala len? lehre nin 1 1 b oder von der Erloͤſung des Menſchen. 69 ne huld erkennen, voll zuver b ſicht dich meinen Vater nen⸗ nen, und zum gehorſam dir mein ganzes leben willig er⸗ geben. 8. Was mir dein Sohn, da er fuͤr mich geſtorben, aus dei⸗ ner huld durch ſeinen tod er⸗ worben, das werde mir, zu meinem ew'gen heile, nun auch zu theile! 9. Dein friede wohne ſtets in meinem herzen, und troͤſte mich bey des gewiſſens ſchmer⸗ zen; dein geiſt ſey mit mir, Erſchreck nur nicht; Gott iſt dein licht: Er wird dir mit dem Sohn auch weisheit ſchenken. 5. Gebricht es dir bald da, bald hier; ſorgſt du, wer dich noch ſpeiſen wird und traͤn⸗ ken? o faſſe muth! das hoͤch⸗ ſte guth wird mit dem Sohn dir auch die nothdurft ſchn ken. 6. Wirf, bloͤder ſinn, die ſorgen hin, die dich ins meer der traurigkei verſenken! deinen guten willen treu zu erfuͤllen. Mel. Auf ſchicke dich irf, bloͤder ſinn, 99. W den kummer hin! Gott iſt fuͤr dich; was will dich ferner kraͤnken? Halleluja! ſein Sohn iſt da! wie ſollt er uns mit ihm nicht alles ſchen⸗ en? 2. Schlaͤgt dir das herz fuͤr angſt und ſchmerz, empfindeſt du, wie ſeh ken; dein heil iſt hier, wie ſoll⸗ te dir nicht Gott mit ihm auch gnad und friede ſchenken? 3. Iſt deine kraft zu man⸗ gelhaft, mußt du mit ſcham an deine ſchwaͤche denken? Er, der dir giebt das, was er liebt, wird dir mit ihm zur tugend kraͤfte ſchenken. 4. Fehlt weisheit dir, um Krücklich hier noch zu entgehn r die ſuͤnden kraͤn⸗ er bosheit ſchlauen raͤnken? Dein heil iſt da! Halleluja! wie ſollt uns Gott mit ihm nicht alles ſchenken. Mel. Auf o ſeele werde Fwy'ge liebe, mein 100. C gemuͤthe waget einen kuͤhnen blick in den ab⸗ grund deiner guͤte; ſend ihm einen blick zuruͤck; einen blick voll heiterkeit, die die finſter⸗ niß zerſtreut, die mein bloͤdes auge druͤcket, wann es nach dem lichte blicket. 2. Ich verehre dich, o liebe! daß du dich erbarmet haſt, und aus freyem edlen triebe den allweiſen rath gefaßt, der ver⸗ dammnißwerthen welt durch ein rheures loͤſegeld, durch des eig'nen Sohnes ſterben, gnad und freyheit zu erwerben. 3. O ein rathſchluß voll er⸗ barmen, voller huld und freundlichkeit! welcher uns zuͤlfloſen armen gnade, troſt und huͤlfe beut. Liebe, die des Sohns —————— ———————— —————õÿ— ——— ————— 5——— — 4————— —— 20 Xl. Von Chriſto dem Erlsſer. Sohns nicht ſchont, der in ihrem ſchooſe wohnt, um die ſuͤnder zu erretten aus den ſchweren ſuͤndenketten. 4. Doch, du haſt, o weiſe liebe! eine ordnung auch be⸗ ſtimmt: daß darinnen jeder bliebe, der am ſegen antheil nimmt: wer nur an den mitt⸗ ler glaͤubt, und ihm treu er⸗ geben bleibt; der ſoll nicht verlohren gehen, ſondern heil und leben ſehen. 5. Da du keinen zum ver⸗ derben ohne grund verbannet haſt; tragen ſuͤnder, wann ſie ſterben, ihrer eignen bosheit —.„ laſt. Wer nicht glaubt an nen Sohn, der hat fluch und tod zum lohn; ſein muthwil⸗ gruͤndet. 8937 Lel⸗ 7. Liebe, laß mich dahin zu ſeyn. ganzes leben ſo nach deinem willen ein, daß des glaubens frucht und kraft/ den dein geiſt in mir geſchaft, mir zum zeug⸗ dem rechten wege. ſchauen in dem buch des le⸗ bens ſtehn; alsdann werd ich ohne grauen ſelbſt dem uod lig widerſtreven ſchließt ihn entgegen gehn; keine kreatlt aus vom heil und leben. 6. Ewig ſey mit dank beſun⸗ beſchloſſen engel⸗ gen, was dein rath b wird mich, den du liebeſt, ewiglich deiner huld entrei⸗ ſen koͤnnen, noch von deiner liebe trennen. —— hat, mit uns preiſen Xl. Von Chriſto dem Erloͤſer. 101. L auserkohrner, zu herz ſich neigt; mit ihm einem weſen, ſtets wirkſam ſtets geweſen; ihm gleich an herrlichkeit. 2. 8 — Chriſte, einge⸗ bohrner, von ewigkeit gezeugt! des Vaters dem ſein mit ihm von Fur uns ein menſch ge⸗ bohren, der keuſchen jungfrau Sohn, wie Gottes eid ge⸗ ſchworen; erlittſt du qugal und hohn; ſtarbſt, daß wit leben moͤchten; erhubſt und zu gerechten, und erben dei⸗ nes reichs. 3. Laß uns ſtets mehr erken „Pnen, was du an uns gethan! V ſtets mehr in lieb entbrennen⸗ ſtets mehr zu dir uns nahn; dich uͤber alles ſchaͤtzen an di uns gern ergoͤtzen, ſtets dur⸗ ſtiger nach dir. V 4. Du Schoͤpfer allerde zungen dieſen weiſen heilgen rath, den der glaub in demuth ehrt, die vernunft erſtaunend hoͤrt, wo der engel tiefen fin⸗ det, die er niemals ganz er⸗ nis dienen moͤge: ich ſey auf 8. Laß mich meinen namen JI. TW des Vaters ewge k den ich nichts vollbr ales guteſchaftehil nichts verblende, ni hetz von dir wend dein herz mir entjie „ Laß vich, mit lſtreben, meiner wahl gewiß ben, mit hiranche Richte ſelbſt mein nit dit zut hö erha auf das eile ſehn; d und dich hören; nach hegehren zdein tod hend ſeyn.. 6. Dank, lobund thre ſey Gott in em ſoiche füſe lehre, uns erfreit. Sie wann wirleiden, ſe wann wir ſcheiden unz im getict. Mel. Vommt kor 102. 5 3 geßt über ale him wer ſſt, der ſie ern rarſben Gott pon dubiſtder gfigeboht lt ratur fanſtze derlohrnein meuſch turzdochin dermen dereltmitieg t ihrer 3 auch unſer mn ſchuf deine hand Erlaͤſer leſen weiſen e der glaubiin) hernunft erſan der engel tiſ er niemals m e, laß mih meiner waßlg Richte ſelin ben ſo mahi 1, daß des gh kraft, dendtne chaft mitzung n moͤge: ichhe en wege. mich meinam in dem buow n; alsdann eit den ſi n ehn; keine ke 4, den du lit deiner huld. en, noch bone nnen. ————— Erloͤſen en; ſtarbſt d öchten; aze dten, und ehn 5. uns ſtetomeet as du an unig jr in lied ene hr zu dir calles ſchihe ergoͤben/9 ich dir. Saijine 9 XI. Von Chriſto dem Erloͤſer. 71 des Vaters ewge kraft! ohn den ich nichts vollbringe! der alles gute ſchaft! hilf, daß mich nichts verblende, nichts mein herz von dir wende, nichts dein herz mir entzieh. 5.Laß mich, mit dir begra⸗ ben, mit dir auch auferſtehn! mit dir zur hoͤh erhaben, nicht auf das eitle ſehn; dich wiſſen und dich hoͤren; nach dir allein begehren; dein todt und le⸗ bend ſeyn. 6. Dank, lob und preiß und ehre ſey Gott in ewigkeit fuͤr ſolche ſuͤſſe lehre, mit der er uns erfrent. Sie troͤſt uns, wann wir leiden; ſie ſtaͤrk uns, wann wir ſcheiden; ſie ſchutz uns im gericht. Mel. Kommt kommt den ‚ GPein Heiland! 102. M groͤſſe geht uͤber alle himmel weit; wer iſt, der ſie ermeſſe? Du warſt bey Gott von ewigkeit; du biſt der erſtgebohrne vor al⸗ ler kreatur:kamſt zwar fuͤr uns verlohrne in menſchlicher na⸗ tur; doch in der menſchheit or⸗ den tratſt du erſt in der zeit; eh noch die welt geworden, hatt'ſt du ſchon herrlichkeit. 2. Der himmel und die er⸗ de ſind durch dein kraͤftigs wort gemacht; auf dein all⸗ maͤchtig: Werde! entſtand die welt mit ihrer pracht. Du biſt auch unſer meiſter; auch uns ſchuf deine hand, ſo, nde faͤllt. das heer der geiſter, das dich noch eh'r erkannt Ein erbe uͤber alles! das iſt dein ew'ger ruhm; drum jammert dich des falles von deinem eigenthum. 3. Du traͤgeſt alle dinge durch deiner allmacht ſtarkes wort! das groſe und geringe geht blos durch deinen willen fort. Sohn Gottes! du re⸗ giereſt den ganzen kreis der welt! weil du das ruder fuͤh⸗ reſt, geſchieht, was dir ge⸗ faͤllt. Bey dir ſteht tod und le⸗ ben! drum wird einſt jede gruft die todte wieder geben, wann deine ſtimme ruft. 4. Gott laͤßt dir ehr erzei⸗ gen, die keinem andern wie⸗ derfaͤhrt; dir ſoll ſich alles beugen: denn goͤttlich groß iſt, Herr, dein werth. Du biſt das heil der erden. Wer auf dein wort nicht hoͤrt, der kann nicht ſelig werden; wer aber dich verehrt, dem hilfſt du vom verderben, ſchafſt ihm zufriedenheit, und machſt ihn einſt zum erben vollkommner ſeligkeit.. 5. Wie herrlich iſt dein na⸗ me ſchon jetzt, o Herr! in aller welt; dich preißt der frommen ſaame, der glaubig dir zu fuſſe Dich preiſen ſeraphi⸗ nen, erhabner menſchenſohn! mit freuden dir zu dienen, ſtehn ſie vor deinem thron. Wer ſollte dein ſich ſchaͤmen? Werth biſt du preis und ruhm auch, ——— —————————— —¾—————————— er 8 272² XI. Von dem Erldſer. auch, Herr, von uns zu neh⸗ men, uns, deinem eigenthum. 6. Sohn Gottes! ich ver⸗ rehre und bete dich in demuth an. Beſchäͤme und bekehre die, die dir noch nicht zuge⸗ than! die deinem wort nicht glauben, und dir, der fuͤr ſie itt, die ſchuld'ge ehre rau⸗ ben! theil ihnen anade mit, dich glaubig zu erkennen. Laß nichts, die dich erkannt, von deiner liebe trennen. Dein ruhm fuͤll jedes land! Mel. Gelobet ſeyſt du J. 103 Der Herr iſt Gott, ☛ ſder Herr iſt Gott! Jeſu Chriſti mittler⸗ tod, der uns mit Gott verſoͤh⸗ net hat, war keines nur er⸗ ſchaffnen that, der Herr iſt Gott! 2. Der Herr iſt Gott, der Herr iſt Gott! er bezwang den ew'gen tod; er kam von ſeines himmels thron, als er, erniedriget, eis Sohn der menſchen warr. . Gott iſt der Herr, Gott der Herr! ewig, ewig iſt auch er. Der weſen weſen, licht vom licht, ſchau'n ihn, die vor dem angeſicht der Gottheit ſtehn. 4. Er ſprach; da kam die welt hervor; wonnevoll ſtieg ſie empor! noch ſpricht er, und ſie eilet fort auf ihrer bahn, durch ihn, das Wort! Halle⸗ luja! 104 Chriſti blut! blut! o heil! o auch mich! Halleluja! Mel. Es iſt das heil. Mein Jeſu, du hat unſre ſchuld mit ihrer ſtrafe plagen, oun⸗ erhoͤrte lieb und huld! fre⸗ willig wollen tragen; du, de Gerechte, lieſſeſt dich zur ſu⸗ de machen, daß ich mich in die gerecht kann nennen. 2. So heigeſt du nicht Jeſt nur: du biſt auch, was h heiſſeſt: da du die menſchlich natur aus allem jammer telt ſeſt. Die that ſtimmt mitden namen ein, du wollteſt, w du heiſſeſt, ſeyn, mein hell, mein Seligmacher. 3. In keinem andern itſ heil; kein nam' iſt uns gege⸗ ben, darinn wir koͤnnen n⸗ men theil an ſeligkeit undle⸗ ben: du biſts allein, der ſe⸗ dermann ein ewigs lelm ſchenken kann. Gelebet ſ dein name! me werde dochi 4. O na doch mir durch Gottes Geiſt ven — 3 — —— — fläres; das, was verbor d 6. Vor Gott! durch Chriſt FA33 du meines Mittlers heil! einſt ſchlunſt ich auch, und erbe dich einſt ruft mein Herr und Gon V 1 1 XII. Vonder Me⸗ .————4 5. Er ſpricht; und ſchaft ſſ indir, kein ſeſ zum heiligthum ſich erlzie nfäßret. Denndie ſeelen um die ſuͤnder, dieſth begraſtesnigtz ganz ihm weihn, ſind ohm geiſes gnadenliht fehl vor Gott, ſind rein durh anufgeſchloſſen. F.Laß uiich enpfin ktaft, von heiſer XII. Van der Adventslied mel. von Gottwi — — — 105,9 iternſ 10). M ſce das herzin euchbeſte wied das Hill der ſu wunderſtarte Held, aus gnad allein, der; licht und läben der 1 Gott dut. 6 heil! oRn „ und h mein Herru d! Halllu .Es iſt daiſt 8 dn A W unſt rſtrafe plahe lieb und hohe 6 vollen trazenz 1 / lieſſe d en, daß ihm kann nennan heiſfeſtdane u biſt auth ꝛda du diem aus allem ſn ie that ſüne ein, daui ſeſt, ſeyn,m Seligmach. in kenema kein nan e arinn wirit eil an t zeu biſts alu un ein en kann. b ame! O nanenn urch Getit 1 das, W b kommt Jeſus Chriſt. XII. Von der Menſchwerdung und Geburt Jeſu zc. 73 iſt in dir, kein fleiſchlich herz erfaͤhret. Denn die vernunft begreift es nicht; ohn deines geiſtes gnadenlicht blieb es unaufgeſchloſſen. 5.Laß mich empfinden deine kraft, von heiſſer lieb ent⸗ brennen, mich, was dein na⸗ me gutes ſchafft, ſtets aus er⸗ fahrung kennen: ſo wird der — fuͤndennoth gewehrt, in hoff⸗ nung meine furcht verkehrt, und ſeligkeit mein erbe.— XII. Von der Menſchwerdung und Geburt Jeſu — Chriſti. Adventslieder. Mel. Von Gott will ich n. 105.. it ernſt, o men⸗ .M ſchenkinder, das herz in euch beſtellt; bald wied das Heil der funder, der wunderſtarke Held, den Gott aus gnad allein, der welt zum licht und leben verſprochen hat zu geben, bey allen kehren ein. 2. Bereitet doch fein tuͤch⸗ tig den weg dem groſſen Gaſt: macht ſeine ſteige richtig, laßt alles, was er haßt; macht alle bahnen recht, die thal laßt ſeyn erhoͤhet, was niedrig, was hoch ſtehet, was krumm iſt, gleich und ſchlecht. 3. Ein herz, das demuth bey Gott am hoͤchſten liebet, ſteht; ein herz, das hochmuth me, das war Johannis lehr: Gott ſtrafet den mit grimme, der ihm nicht giebt gehoͤr. O Herr Gott, mach auch mich z deines kindes krippen, ſo ſol⸗ len meine lippen mit ruhm erheben dich. 1 Mel. Kommt, laßt euch d. 9 106. Wematiine hen, du geſegneter des Herrn? Laß dir, bey mir einzugehen, wohlgefallen, du mein ſtern; du, mein Jeſu, meine freud, helfer in der rechten zeit, hilf⸗ o Heiland, meinem herzen von den wunden, die mich ſchmer⸗ ☛ε 2 2. Meine wunden ſind r jammer, welchen oftmals kag und nacht des geſetzes ſtarker hammer mir mit ſeinem ſchre⸗ cken macht. O der ſchweren übet, mit angſt zu grunde donnerſtimm, die mir Gottes geht; ein herz, das richtig iſt, und folget Gottes leiten, das kann ſich recht bereiten, zu dem 4. Das war Johannis ſtim⸗ zorn und grimm alſo tief ins herze ſchlaͤget, daß ſich all mein blut beweget! .3. Darzu komt des teufels — luͤgen, der mir alle gnad ab⸗ D ſagt, 8* XII. Von der Menſchwerdung u. Geb. J. Chriſti. agt, als muͤßt ich nun ewig iegen in der hoͤllen, die ihn lagt: ja auch was noch aͤr⸗ ger iſt, ſo zermartert und zer⸗ frißt mich mein eigenes ge⸗ wiſſen, mit vergiften ſchlan⸗ genbiſſen. 4. Will ich denn mein elend lindern, und erleichtern mei⸗ ne noth, bey der welt und ih⸗ ren kindern, fall ich vollends in den koth: da iſt troſt, der mich betruͤbt, freude, die mein ungluͤck liebt, helfer⸗ die mir herzleid machen, gute freun⸗ de, die mein lachen. 5. In der welt iſt alles nich⸗ ——;ꝛ öffne dein gemuth und ſeelt, klag ihm, was dich druͤckt und quaͤle. 8. Was du boͤſes haſt began⸗ gen, das iſt alles abgeſchaßt⸗ Gottes liebe nimmt gefangen deiner ſunden macht un kraft: Chriſti ſieg behäͤlt das feld, und was ooͤſes in des welt, ſich will wider dich erre⸗ gen, wird zu lauter gluͤck und tig, nichts iſt, das nicht kraft⸗ los waͤr; hab ich hoheit, die iſt fluͤchtig, hab ich reichthum, was iſts mehr, als ein ſtuͤcklein arme erd? Hab ich luſt, was iſt ſie werth? Was iſt, das mich heut erfreuet, das mich mor⸗ gen nicht gereuet? 6. Aller troſt und alle freude ruht in dir, Herr Jeſu Chriſt⸗ dein erfreuen iſt die weide, da man ſich recht froͤhlich ißt. Leuchte mir, o freudenlicht, ehe mir mein herze rricht, laß mich, Herr, an dir erqui⸗ cken, Jeſu, erblicken. erhoͤret, jezo rer heiß ihn nur willommen 4„ſpl ſeyn, und bereite dich ihm zu, 3. Was haß du unterlaſte gieb dich ganz zu ſeiner ruh komm, laß dich 7. Freu dich, herz, du biſt . zeucht er bey dir ein; ſein gang iſt zu dir gekeh⸗ iſts gewiß und bleibt dabe 3 ven. 107 Wie ſoll ich dic * empfangen, und wie begegy' ich dir!? aller welt verlangen, ome⸗ ner ſeelen zier, o Jeſu⸗ Jeſi ſetze mir ſelbſt die fackel be damit, was dich ergetze, mit fund und wiſſend ſey. 2. Dein zion ſtreut dir yi men und gruͤne zweige hi und ich will dir in pſalment⸗ muntern meinen ſinn: nen herze ſoll dir gruͤnen in ſteum kob und preis, und deinem n men dienen, ſo gut es kann und weiß. zu weinem troſt und ſehn 3 d XII. Bender Ils leib und ſeele ſ ren groͤſten leid! teich genommen d fteude lacht, dal⸗ heil kommen, und froy gemacht. 4. Jch ſgg inſch den, du ommſt! nich los; ich ſtun und ſchanden, dut machſt mic groß, mich hoch zu eh⸗ ſchenkſt mir groſes ſih nicht lißt vetze itzend reihthum t z Nichts nicht getrieben u wir vo zelt, als das gelie damit du alle wel tauſend plagen, u ammer⸗lat, die k kann autſägen, ſe fangen haß. 6. Das ſcreit hetze, du ſn dh deinem gram 14 n e, de ii hanu Geb. à,G 1 — was dich dic du böſes afte iſt allezion ebe nimnt gein unden matt zriſti ſieg ehtt à was üiſes will wider di zu lauter giit 88 dient wh „ was dir 4 ſcheint, nil angenomna, ch mit di i deme wieden iß und hleittd mit den engi dort ewigwet ie ſolih 4 W enzi begegw ih lt verlangen zier, vo. ſelbſt deßt vas dich eeg dwiſſend 1 1 dit geinni prei,undhes enen/ ſo gi . 90 1 hrbu Mn” gem tto XII. Von der Menſchwerdung u. Geb. J. Chriſti. 75 als leib und ſeele ſaſſen in ih⸗ rem groͤſten leid! als mir das reich genommen, da fried und freude lacht, da biſt du mein heil kommen, und haſt mich froh gemacht. 4. Ich lag in ſchweren ban⸗ den, du kommſt und machſt mich los; ich ſtund in ſpott und ſchanden, du kommſt und machſt mich groß, und hebſt mich hoch zu ehren, und ſchenkſt mir groſſes gut, das ſich nicht laͤßt verzehren, wie irgend reichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom himels⸗ zelt, als das geliebte lieben, damit du alle welt in ihren tauſend plagen, und groſſen jammer⸗laſt, die kein mund kann ausſagen, ſo feſt um⸗ fangen haſt. 6. Das ſchreib dir in dein herze, du hochbetrubtes heer, bey deinem gram und ſchmer⸗ ze, der ſich haͤuft mehr und mehr. Senyd unverzagt, ihr habet die huͤlfe vor der thuͤr: der eure herzen labet und troͤ⸗ ſtet, ſteht allhier. 7. Ihr durft euch nicht be⸗ muͤhen, noch ſorgen tag und nacht, wie ihr ihn wollet zie⸗ hen, mit eures armes macht. Er kommt, er kommt, mit wil⸗ len, iſt voller lieb und luſt, all angſt und noth zu ſtillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch duͤrft ihr nicht er⸗ ſchrecken vor eurer ſuͤnden⸗ ſchuld; nein, Jeſus will ſie de⸗ cken mit ſeiner lieb und huld. Er kommt, er kommt den ſuͤn⸗ dern zu troſt und wahrem heil, ſchafft, daß bey Gottes kindern verbleib ihr erb und theil.. 9. Was frag ich nach dem ſchreyen der feind und ihrer tuͤck? Der Herr wird ſie zer⸗ ſtreuen, in einem augenblick. Er kommt, er kommt, ein koͤ⸗ nig, dem wahrlich alle feind auf erden viel zu wenig zum widerſtande ſeynd. 10. Er kommt zum weltge⸗ richte, zum fluch dem, der ihm flucht: mit gnad und ſuͤſſem lichte, dem, der ihn liebt und ſucht. Ach komm! ach komm, o ſonne! und hol uns allzu⸗ mal zum ewegen licht und wonne, in deinen freuden⸗ ſaal. NMel. GSott der du diem. 108 Jer du uns das * heil errungen, menſchgewordner Gottes⸗ Sohn! ewig ſey dir lob ge⸗ ſungen, daß du von des him⸗ mels thron, uns zu gut ins fleiſchgekommen; der du vol⸗ ler freundlichkeit, laͤngſtens ſchon vor meiner zeit, dich auch meiner angenommen, und mein bruder worden biſt! ſey gelobt, Herr Jeſu Chriſt! 2. Sey zelobt! denn dir ge⸗ hoͤret preis und dank und D 2 ruhm 76 XII. Von der Menſchwerdung ruhm mit recht. O wie hoch haſt du geehret unſer ſterbli⸗ ches geſchlecht! Herr, du haſt es ſelbſt vermaͤhlet mit der goͤttlichen natur, und vor al⸗ ler kreatur es zur luſt dir aus⸗ erwaͤhlet; ja in dir du Got⸗ tes⸗Sohn, ſitzt der menſch auf Gottes thron. 3. Du, du biſt der voͤlker ſe⸗ gen; kamſt, vom ſtuch uns zu befreyn; und wir koͤnnen dei⸗ netwegen nun noch kinder Gottes ſeyn. Hat die ſuͤnd uns gleich verdorben: o ſo haſt du neue kraft uns zur hei⸗ ligung verſchaft, und die tuchtigkeit erworben, einſt von ſuͤnden voͤllig rein, dei⸗ nem bilde gleich zu ſeyn. a. Du, du biſt der Mittler worden, der die welt mir Gott verſoͤhnt; haſt der ſchwachen menſchheit orden wieder mit dem recht belehnt, in den him⸗ mel einzugehen, und des Her⸗ ren herrlichkeit, nach voll⸗ brachter pruͤfungszeit, ewig einſt verklaͤrt zu ſehen. Nun hat meine zuverſicht einen anker, der nicht bricht. 5. Sollte Gott mich nun woht haſſen? Hier iſt ja Ima⸗ nuel. huͤlfe quell. mich anzufechten? Er, meinen jammer kennt, Sollt er mich wohl huͤlflos laſſen? Hier iſt ja der Was vermag der und mich ſeinen bruder nennt, ſitzt freund. guͤte! meine ſeele freut ſich dein. Laß doch ſtets mein gan ganz vertraun, freudig fal⸗ huld iſt unermeſſen: gieb, ewig dankbar ſey. Mel. Nun freut euch, l. 109. wer auf erden wohnet! ei ſchuf, er rettete die welt; et traͤgt, er ſegnet, er erhaͤlt die welt, die er beherrſchet. hoͤrt zum volke der erlöſten! Wer darf, 1 werth, ſich ſeiner herrſchaſt troͤſten? Der, der zu dir,“ Mittler, ſich bekehrt und nem Herrn erwaͤhlet. 3. Und wer in deinem blate rein, der unſchuld ſich hefleiſ ſet; wagt, ſich vom wahnenn befreyn, der nur den luͤſen gleiſſet; wer fromm iſt, wal⸗ delt, wie er glaubt/ miſſethat erlaubt, nie rict den bund der gnade. als Herr zu Gottes rechten; 2. Wer auf der erde, wer ge⸗ des hohen ſegens glaubig wird, und dich zu ſei⸗ „Wer auch umrinatmt 4 leiden, durch ihn bin ich Gott verein Gott iſt mein verſoͤhnter 6. Herr, wie groß iſt deine gemuͤthe voll von deinem ruß⸗ me ſeyn. Nimmer will ich den vergeſſen; dir will ich mih gen, auf dich baun. Deine daß ich fuͤr deine treu dir auf ie erd iſt Jeſu Chriſtiz ſein, wer auf der erde wohnet; dez muͤſſe ſich die erde freun, und ſich kant d 1 — leiden, gern uilt langen, der vir ſeines Hertn int empfangen, den ner herrſchaft dde ſein erbe. dergehe ke der erlöſten. z. Komuit,und in ſein rach, ma⸗ herzen thüren! en könig: er will euc nen, auch regiers fragt ihr, iſt der⸗ Sohn dir himmel ſein thron, derer fußbank. „5. Kontnt willi ſein reich! machtn jen thuͤren! empfe nig: er mill euchan auch regieten. Wer duir ing ſn der ſeinem bunde himmel giht den ſ Weihnachtsli 0 Gelhe C 1 aß 1 Nnſ n dun einer ſungftau waht, deß freuer geiſchaar, 2. Des eidgen? erdung ſt mein meiie tr, wie gruß neine ſeele ſin Pdoch ſetzmin voll bon deinen, Nimmermwili 3 dir 6. ih ſtraun, ftauge. f dich baun, „unermeſeen, ür deine tranſ nkbar ſey. Tun freut en ie etd i „DChriß der erde woſſe hdie erde ſtem⸗ erden wahen rrettete denh ſegnet, er ai eer beherrſce⸗ rauf der een rvolke der a f, des hoße ſich ſeiner ſei Der, derg rrnernähln dwer in denn r mann t, ſich vone n da wer ſtonsi e er geann t erlaubt, d der ae„ r3½ ſchooß, er iſt ein kindlein wor⸗ und Geburt Jeſu Chriſti. 77 leiden, gern erfuͤllet ſein ver⸗ langen, der wird den ſegen ſeines Herrn in vollem maaß empfangen, den macht er ſei⸗ ner herrſchaft werth; der iſt ſein erbe; der gehoͤrt zum vol⸗ ke der erloͤſten. 5. Kommt, ſuͤnder, kommet in ſein reich, macht weit der herzen thuͤren! empfangt den koͤnig: er will euch aurch ſeg⸗ nen, auch regieren. Wer, fragt ihr, iſt der Herr? Der Sohn! der himmel himniel iſt ſein thron, der erdkreis ſeine fußbank. 6. Kommt willig, will ig in ſein reich! macht weit del her⸗ zen thuͤren! empfangt den koͤ⸗ nig: er will euch auch ſeg nen, auch regieren. Wer, fragt ihr, dieſer koͤnig ſey? der Eöohn, der ſeinem bunde treu, den himmel giebt den ſeinen. Weihnachtslieder. 110 Gelobet ſeyſt du, —₰ Jeſu Chriſt, daß du menſch geboren biſt, von einer jungftau, das iſt wahr, deß freuet ſich der en⸗ geiſchaar, Halleluja. 2. Des elv'gen Vaters ei⸗ nias kind jetzt man in der krippe findt: in unſer armes fleiſch und blut verkleidet ſich das ew'ge gut, Halleluja. 3. Den aller weltkreis nie beſchloß, der liegt in Marien den klein, der alle ding erhaͤlt allein, Halleluja. 4. Das ewig licht geht da herein, giebt der welt ein'n neuen ſchein, es leucht't wohl mitten in der nacht, und uns des lichtes kinder macht, Hal⸗ eluja. 5. Der Sohn des Vaters⸗ Gott von art, ein gaſt in der welt er ward, und fuͤhrt uns aus dem jammerthal, er macht uns erben in ſein'm ſaal, Hal⸗ leluja. 6. Er iſt auf erden kommen arm, daß er unſer ſich erbarm, und in dem himmel mache reich, und ſeinen lieben en⸗ geln gleich, Halleluja. 7. Das hat er alles uns ge⸗ than, ſein groß lieb zu zeigen an, deß freut ſich alle chriſten⸗ heit, und dankt ihm deß in ewigkeit, Halleluja. II I. Lobt Gott,ihr chri⸗ 1*X ſten allzugleich, in ſeinem hoͤchſten thron, der heut aufſchleußt ſein himmel⸗ Bich„und ſchenkt uns ſeinen Sohn. 2. Er kommt aus ſeines Vaters ſchoos, und wird ein kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß, in ei⸗ nem krippelein. 3. Er aͤuſſert ſich all ſeiner g'walt, wird niedrig und ge⸗ ring, und nimmt an ſich ein's knechts geſtalt, der Schoͤpfer aller ding. dz 4. Er 78 XII. Von der Menſchwerdung 4. Er liegt an ſeiner mutter bruſt, ihr milch die iſt ſein ſpeis, an dem die engel ſehn lhr,luſt, denn er iſt Davids reiß,— s. Das aus ſein'm ſtamm entſprieſſen ſollt, in dieſer letzten zeit, durch welchen Gott aufrichten wollt ſein reich, die chriſtenheit. 6. Er wechſelt mit uns wunderlich, fleiſch und blut nimmt er an, und giebt uns in ſein's vaters reich die klare Gottheit dran. 7. Er wird ein knecht, und ich ein herr, das mag ein wech⸗ ſel ſeyn; wie koͤnnt es doch ſeyn freundlicher, das herze Jeſulein! 8. Heut ſchleußt er wieder auf die thuͤr zum ſchoͤnen pa⸗ radeiß, der Cherub ſteht nicht mehr dafuͤr, Gott ſey lob, ehr und preis. Lroͤlich ſoll mein 112. herze ſpringen, dieſer zeit, da fuͤr freud alle engel ſingen; hoͤrt, hoͤrt, wie mit vollen choren alle luft laute ruft: Chriſtus iſt ge⸗ bohren. 2. Heute geht aus ſeiner kammer Gottes held, der die welt reißt aus allem jammer. Gott wird menſch, dir menſch zu gute, Gottes kind, das ver⸗ bindt ſich mit unſerm blute. 3. Sollt uns Gott nun koͤn⸗ nen haſſen? Der uns giebt, was er liebt, uͤber alle maas ſen. Gott giebt, unſerm led zu wehren, ſeinen Sohn, ant dem thron, ſenner macht zueh⸗ ren. 4. Sollie von uns ſeyn ze⸗ kehret, der ſein reich, und u gleich ſich ſelbſt uns verehret ſollt und Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kommt, van uns nimmt, was uns wilthe truͤben? 5. Haͤtte fuͤr der menſchen orde n unſer heil einen greutz waͤr er nicht menſch worden haͤtt er luſt zu unſerm ſchaden ey ſo wird unſre buͤrd er nich auf ſich laden. 6. Er nimmt auf ſich, wai auf erden wir gethan, giett ſich un, unſer lam zu werden. unſet lamm, das fuͤr uns ſii⸗ bet, und bey Gott, fuͤr den iih gnad und fried erwirbet. 7. Nun er liegt in ſein krippen,⸗ ruft zu ſich michun dich, ſpricht mit ſuͤſſen lippen. laſſet fahr'n, o lieben bruͤda⸗ was euch quaͤlt, was alh fehlt, ich brang alles wieder. 8. Ey ſo kommt, und liſt uns laufen, ſtelet euch ein ail und klein, eilt mit gkoſſe haufen. Liebt den, der vor lie⸗ be brennet, ſchaut den fian der euch gern licht und lalſ goͤnnet.“ 9. Die ihr ſchwebt in groſn leiden, ſehet, hier iſt die t 7 zu den wahren freuden o un — dir wohl Er nitd ren an den ot dal kein kreuz wirdn 10.Wirſchüh in herzen werem ſünd undgewiſſer ſen gettod hiewit der ineil wachet giften wunden. 1I. Dee ihr ar klende, kowinthel frey eures glaube hier ſind zlle gute, das gold,daihr ſol nit laben. 12. Siſes hei umfanzen/ laß mi nezier, unberrückt du ditt raines let nun kannich mic wohl zuftieden ge 13,Nägeſchul nicht dräcken, de meine laſt allauf ken: kein ſeck iſt fuden, ih bin ga liaraber geiner ſ 14. Jc in rein willen„dubiſ gnu ſtmuck,richdarir ic will dich ins h n, owein ruhm, 8= laß dich kecht genie B5. Ich will die 1 kevahten ich wil ſer, dir will ich Nit dir wil ichend len tolle feld, d i nden ſhe 7 erdung — lle en des enrach 1b bein ttte für den iſer heil inag ncht wenſcit Iſtzuunſen rd unſre bundn aden. nimmtuff n wir gethen inſer au um — d fried erwiet un er liegt ii . ruſt uſta icht mit ſüſtae een, oliäat b zuält, ae de ntt ſo komat, n enjſätete in, eilt mi Liebt de vahten nur 4 ihn twohl, er an den ort, da hinf fort euch ben, voller freud, ohn dort im andern leben. und Geburt Jeſu Chriſti 79 vird euch füh⸗ kein kreuz wird ruͤhren. 10. Wer ſich fuͤhlt beſchwert im herzen, wer empfindt ſeine ſuͤnd und gew iſſensſchmerz ſey getroſt, hie wird gefu weaen⸗ der in eil mach et heit die ver⸗ giften wund en. 11. Die ihr arm ſeyd und ele ude, kommt Kbernoh„, fuͤllet fre eh eures glar ubens haͤ ande; hier ſind alle⸗ aute gaben, und gabe das gold, da ihr ſollt euer herz mit laben. 12. Suͤſſes heil, l ß dich umfangen, laß mich di ir, mei⸗ ne zier, unverrn uͤckt 4 nha gen: du biſt meines lebens leben, nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 13. Meine ſchuld kann mich nicht druͤcken, denn du haſt meine laſt all auf deinem ruͤ⸗ cken: kein fi ck iſt an mir zu finden, ich bin gar rein und klar aller meiner ſuͤnden. 14. Ich bin rein um dei nel 5 nilen, du biſt gung ehr ind ſchmuck, mich darin zu huͤll da ich will dich ins! he erze ſchli eſ⸗ ſen, omein ruhm, edle blum, laß dich recht genieß ſſen. 15. Ich will dich mit fl leiß bewahren, ich will dir leben hier, dir will ich abfahren. Mit dir will iche endlich— zeit/ dom himmel kam II3. der engel ſchaar, erſchien den hirten offenbar⸗ ſie ſagten ihn'n: ein kindlein zart, das liegt dort in der krip⸗ pen hart. 2. Zu Bethlehem, in Da⸗ vids ſtadt, wie Micha das ver⸗ kundigt hat: es iſt der Herre Jeſus Ehlik⸗ der euer aller Heplandig. 3. Deß ſollt ihr billig froͤh⸗ lich ſeyn, daß Gott mit euch iſt worden ein, zer iſt gebohrn eu'r fleiſch und blut, eu'r ruder iſt das ewig gut. 4. Was kann euch thun die ſund und tod, ihr habt mit euch den wahren Gott: laßt dür nen teufel und die bö, Gott's Sohn iſt worden eu⸗ r geſell. 5. Er will und kan euch laſ⸗ ſen nicht, ſetzt ihr auf ihn eu'r zuverſicht, es moͤgen euch viel ſechten an, dem ſey trotz, ders nicht maßſen kann. 6. Zuketzt muͤßt ihr doch ha⸗ ben recht, ihr ſeyd nun wor⸗ den Gott's geſchlecht; deß danket Gott in ewigkeit, ge⸗ duldig, froͤlich, allezeit. Mel. Keolich ſoll mein (22t uns unſerm I14. L. Gott lobſingen! dnkeer, laßt uns heut ihm verehru ing bringen! in des himme ls hohe choͤre ſtim met ein: Gott allein, unſerm Gott ſey ehre! 80 XII. Von der Menſchwerdung 2. Jeder, der ſich fuͤhlt ver⸗ lohren, freue ſich inniglich: Chriſtus iſt geboren! er, der Koͤnig aller weſen, ſteigt her⸗ ab bis ins grab, ſuͤnder zu er⸗ en. 54 Wer kann Gottes rath⸗ ſchluß faſſen, aber dies iſt ge⸗ wiß: Gott kan uns nicht haſ⸗ ſen! kommt der Sohn aus freyen trieben zu uns her: wie ſollt er nicht die menſchen lie⸗ ben? 4. Wann er uns verworfen haͤtte: naͤhm er dann menſch⸗ heit an? Er ſpricht: ich erret⸗ te! deß ſoll ſich der erdkreis freuen! zum gericht kommt er nicht, ſondern zum verzeihen. 5. Eilt im geiſt nach Beth⸗ lems huͤtten, ſeht, was dort ener Hort ſchon fuͤr euch erlit⸗ ten. Er wird niedrig eurent⸗ wegen. Welch ein freund! er erweint ſeinen feinden ſe⸗ gen. 6. Er, er will, fuͤr eure ſchul⸗ den, armuth, noth, ſchmach und tod, goͤttlich groß erdul⸗ den. Lernt den menſchen freund erkennen! gnadenreich will er euch ſeine bruͤder nen⸗ ne res ſehnen ſehen kann! betet an! opfert freudenthraͤnen! liebt ihn, der vor liebe bren⸗ net, traut dem Herrn, der zeuch gern ſeine bruͤder nen⸗ 1 ne 4 n. 7. Dankt ihm, der eu'r in⸗ ruh! er will ſie euch ſchenken. er ſpricht: ich will euch eraui⸗ ge! euren ſchmerz fuͤhlt ſen herz: kein erloͤſter zage. Bri⸗ get ihm an ſeinem feſte g⸗ traun her! wiſſet, er waͤhlt fuͤr euch das beſte. ſie gegen ew'ge freuden? meine buͤrde gern auf dihh daß auch ich frey und ſelg wuͤrde. Wer kann deine lie ergruͤnden? Ewig ſoll fre⸗ denvoll ſie mein herz empfn⸗ den. 12. Dir, mein goͤttlicherbe⸗ freier, folg ich nach, obwel ſchwach, doch um ſo viel tta⸗ er. Keine kreatur, kein la⸗ ſoll von dir mich ſcheiden. 13. Du kommſt einſt zun weltgerichte! dann werd ich, Richter, dich ſchaun von al⸗ haſſer beben! deiner mich freun, und ewi leben. mal den, keine noth, und keintnd geſichte. Gott, wie wird dein dann werd ich 8. Wann euch eure ſaͤnden kraͤnken, eilt herzu, ſuch Schaut auf ihn mit glaubens⸗ blicken; zittert nicht! denn cken. 9. Ihr erdulder ſchwerern 10. Er verlaͤßt euch nicht ihr ſchwachen! mehr als iht litt er hier, euch begluͤcktn machen. Eure kleine zeit der leiden und der muͤh: wasiſt 11. Gottmenſch! du nahmit 1 4 — mel. Jeſu mei Grn⸗ 115 konr ihm, ſeine fromt ihm, deß er kam! auferden, unſer den, ſeine wohnn menſch, wie wir, hier, der zur ſchoy. ktſtehe! der ei vergehe! 2. Laßt uns n danken, daß er al und bruderiſt! G. nen thrie, liebt Sohne, bruͤder J welch eig heil, e theil, theil durc kunſt gazen, an G en. z. Keihe macht fanavon hmung lleihtewig treu!d tom boſen ganzlich ſe hierſeßterun ſer ſteund, mit Go — — —— kann nicht ſeine b ſennoch ſehüſges 4. Wann wite den, führte. den, füͤhet er in des lne tudten rdung — n euch euneſe eilt herzu, vill ſie uchſten —— 3 6 uf ihn migen zittert niat „ich wil eug erdulderſtan n ſchna fit rerloͤſter age, an ſeinem ſi r' wiſſet, an das heſt. r verlaßt enh achen! 8 en? Ewig ſi ſie mein henm ine noth, undit dir mich ſcedt du kommi u iche! danne und Geburt Jeſu Chriſti. gI1 Mel. Jeſu meine freude. 115. Czottes Sohn iſt . kommen! dankt ihm, ſeine frommen, dankt ihm, daß er kam! daß er hier auf erden, unſer heil zu wer⸗ den, ſeine wohnung nahm! menſch, wie wir, erſchien er hier, der zur ſchoͤpfung ſprach, entſtehe! der einſt ſpricht: vergehe! 2. Laßt uns niederfallen, danken, daß er allen freund und bruder iſt! Gott, au ſei⸗ nem throne, liebt uns in dem Sohne, bruͤder Jeſu Chriſt! welch ein heil, am Sohne theil, theil durch ſeiner zu⸗ kunft gaben, an Gott ſelbſt zu haben. 3. Keine macht der leiden kann von ihm uns ſcheiden: er bleibt ewig treu! dort wird er vom boͤſen gaͤnzlich uns erloͤ⸗ ſen: hier ſteht er uns bey! un⸗ ſer freund, mit Gott vereint, kann nicht ſeine bruͤder haſ⸗ ſen, noch ſie huͤtflos laſſen. 4. Wann wir einſt ermuͤ⸗ den, fuhrt er uns im frieden in des grabes nacht. Unſre todten glieder giebt die erde wieder ihm, der ſie bewacht. Jeſus ruft uns aus der gruft, er, der ſelbſt den tod einſt ſchmeckte, den auch ſtaub be⸗ deckte. 5. Auf dem richterthrone werden wir im Sohne unſern bruder ſchaun. Heil und ewig leben wird er allen geben, die noch dañ ihm traun. Er ward hier verſucht, wie wir: uͤber⸗ ſchwenglich wird er lohnen, und die ſchwachheit ſchonen. 6. Eilet, eilt ihr fuͤnder! werdet Gottes kinder werdet ſeiner werth! eilet, eilt, ihr frommen! ſeyd, wie er, voll⸗ kommen! bleibet ſeiner werth! preiſet ihn, daß er er⸗ ſchien, daß er ſich fuͤr euch ge⸗ geben durch ein goͤttlich le⸗ ben. 116. Aſ0. feierlich, des Heilands feſt mit dan⸗ ken zu begehen! lieb iſt der dank, der lobgeſang, durch den wir ihn, den Gott der lieb, erhoͤhen. 2. Sprich dankbar froh: Al⸗ ſo, alſo hat Gott die welt in ſeinem Sohn geliebet! o wer bin ich, Herr, daß du mich ſo herrlich hoch in deinem Sohn geliebet? 3. Er, unſer freund, mit uns vereint, zur zeit, da wir noch ſeine feinde waren; er wird uns gleich, um Gottes reich und ſeine lieb im fleiſch zu of⸗ fenbaren. 4. An ihm nimm theil! er iſt das heil! thu taͤglich buß, und glaub an ſeinen namen! der 8 ihn nicht, wer Herr, Herr, ſpricht, und doch nicht ſucht, ſein beyſpiel nachzuah⸗ D 5 5. XII. Von der Menſchwerdung 5. Aus dank will ich in bruͤ⸗ dern dich, dich, Gottesſohn, bekleiden, ſpeiſen, traͤnken; der frommen herz in ihrem ſchmerz mit troſt erfreun, und dein dabey gedenke. 6. Rath, kraft und held, durch den die welt und alles iſt, im himmel und auf erden! die chriſtenheit preiſt dich er⸗ freut, und aller knie ſoll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn, er hilft uns gern, und wer ihn ſucht, den wird ſein name troͤ⸗ ſten. Halleluja! Halleluja: freut euch des Herrn, und jauchzt ihm, ihr erloͤſten. Mel. Ermuntre dich, m. 11 7 Golt⸗ deine gnade . ſey gepreiſt; ſie ſchuf uns heil und leben. Er⸗ muntre dich, mein traͤger geiſt; ihr wohlthun zu erheben; denk an die nacht, da auf der welt des Hoͤchſten Sohn ſich eingeſtellt, um ſein ſo theures leben fuͤr ſuͤnder hinzugeben. 2. O groſſe that! erwuͤnſch⸗ te nacht, von engeln ſelbſt be⸗ ſungen! du haſt den Mittler uns gebracht, der uns das heil errungen. In dir erſchien der ſtarke held, der alles ſchuf und alles haͤlt, der freund der men⸗ ſchenkinder, des todes uͤber⸗ winder. 3. Der du zu uns geſandt vom Herrn, aus deinem him⸗ mel kameſt, und unfſer fleiſch und blut ſo gern in demuthan dich nahmeſt! Sohn Gotteg, o wie haſt du dich ſo tief erne⸗ drigt auch fuͤr mich! wie arm biſt du erſchienen, um meinen heil zu dienen. 4. O lehre mich den groſn verth von deiner huld recht faſſen! was reizte dich, auf dieſer erd, dich ſo herab zu laſſen? hier warteten den nichts als noth, verachtung, kummer, ſchmerz und wd, und doch kamſt du auf erden, ein menſchenſohn zu werden. 5. Noch ſtaͤrker, Herr, alt ſchmerz und tod war dein menſchenliebe. Du ſaheſt un⸗ ſre fuͤndennoth mit mitleid⸗ vollem triebe. Du ſtimmteſt unſer heil zu ſeyn, in deines Vaters rathſchluß ein; ward menſch, und kamſt mit freu⸗ den, fuͤr uns den tod zu leiden. 6. Immanuel! dein frau ich mich. Du biſt auch mein erretter. Auch mir zum troſt ſandte dich der Herr, der Gott der goͤtter. Was mir ein wah⸗ res wohl verſchaft, erleuch⸗ tung, friede, beßrungskraft, und freuden, die ſtets waͤhren, willſt du auch mir gewaͤhren. 7. Was ſoll ich dir, mein groͤſter freund! fuͤr deine trele geben? Du biſts, der mich mit Gott vereint, du bringſt mit heil und leben. Herr wasig hab, und was ich bin, das gch ich dir zum dienſte hin. ze — m — rill dich ohn auf ſeid und geittvere 3. Zwar ſeh i ſeich nochnicht; d wieder kommen; ſchau'k dich von Herr, alle deine Daun werd auch deſu Chrit! dich ſerrlich als dubiſt du mich zum leben dir iſt, etheben. Mel. vomhim Siei — 19 D den nacht; ſiin werdi gedacht ihnpreiſ Jeſum Ghtiſt im zuf erdeniſ. 2. Die hölker geharrt, bis daß fälet watd; d ſe von ſeinenthron! welt, dich, ſeinen 3. Wann ich di faſen wil, ſo ſeßt bor ehrfuicht till und er ermißt, d lieb unenilich ig. 4, Dauit der ſi kthält, eeniedrig d de velt! ni an ker nenſchhe ſceint in fei ns heil. ſiſ 5 Dein kn; koumt u deng duce ſe bon mi din ales ni dung — fer indeme füͤr mic ne dienen,unde ien. jre wich deng n deiner gate as reizte di dier warte noth, vern 1 1 —— — 4 — — —n — — — — — — — — —— — —— — h ſtärker, ha und tod na liebe. Daßzhit ennoth witwa iebe. Duſim Il zu ſeyn, uw rathſchlußein und kanſtnit uns den todyte nmanuel! di . Du hiſ unt Auch mirzunr ich der hernii er. Wasmitint verſchäft, n jede, deßtund den, dieteit auchmirnt Du biſts der creint, duten 9 t nni d mat ic bh hh und Geburt Jeſu Chriſti. 83 dich ohn aufhoͤren mit 9. ſeh' ich dich im fleich noch nicht; doch du wirſt wieder kommen; und dann ſchau'n dich von angeſicht, Herr, alle deine frommen. Daun werd auch ich, Herr Jeſu Chriſt! dich ſchau'n, ſo herrlich als du biſt; dan wirſt du mich zum leben, das bey dir iſt, erheben. Mel. Vom himmel kam 1 18 ies iſt der tag, G. den Gott ge⸗ macht; ſein werd in aller welt gedacht! ihn preiſe was durch Jeſum Chriſt im himmel und uf erden iſt. 2. Die voͤlker haben dein geharrt, bis daß die zeit er⸗ fuͤllet ward; da ſandte Gott von ſeinem thron das heil der welt, dich, ſeinen Sohn. 3. Wann ich dies wunder faſſen will, ſo ſteht mein geiſt vor ehrfurcht ſiill; er betet an, und er ermißt, daß Gottes lieb unendlich iſt. 4. Damit der ſuͤnder gnad erhaͤlt, erniedrigſt du dich, Herr der welt! nimmſt ſelbſt an unſrer menſchheit theil, er⸗ ſcheinſt im fleiſch, und wirſt uns heil. 5. Dein koͤnig, Zion, kommt zu dir!„ich komm, im buche ſteht von mir; Gott, deinen willen thu ich gern.„„ Gelobt ſey, der da kammt im Herrn! 6. Herr, der du menſch ge⸗ bohren wirſt, Immanuel, du friede⸗fuͤrſt, auf den die vaͤ⸗ ter hoffend ſahn, dich, Gott Meſſias, bet ich an. 7. Du, unſer heil und hoͤch⸗ ſtes gut, vereineſt dich mit fleiſch und blut, wirſt unſer freund und bruder hier, und Gotteskinder werden wir. g8. Gedanke voller majeſtaͤt! du biſt es, der das herz erhoͤht. Gedanke voller ſeligkeit! du biſt es, der das herz erfreut. 9. Durch eines ſuͤnde ſiel die welt: Ein mittler iſts, der ſie erhaͤlt. Was zagt der menſch, wenn der ihn ſchuͤtzt, der in des Vaters ſchooße ſitzt. 10. Jauchzt, himel, die ihr ihn erfuhrt, den tag der hei⸗ ligſten geburt; und erde, die ihn heute ſieht, ſing ihm, dem Herrn, ein neues lied. 11. Dies iſt der tag, den Gott gemacht; ſein werd in aller welt gedacht! ihn preiſe, was durch Jeſum Chriſt im himmel und auf erden iſt! 119 ermuntre dich, *½ 7 nein ſchwacher geiſt, und trage groß verlan⸗ gen, ein kleines kind, das Vater heißt, mit freuden zu empfangen, dies iſt die nacht, darin er kam, und menſchlich weſen an ſich nahm, dadurch die welt mit treuen, als ſei⸗ ie braut zu freyen. 2. Willkomm, o ſuͤſſer D 6 braͤu⸗ 84 XII. Von der Menſchwerdung braͤutigant, du koͤnig aller ehren, willkomm, o Jeſu! Gottes lamm, ich will dein lob vermehren, ich will dir all mein lebenlang von herzen ſa⸗ gen preis und dank, daß du, da wir verlohren, fuͤr uns biſt menſch gebohren. 3. Ogroſſer Gott, wie kont es ſeyn, dein himmelreich zu laſſen, zu ſpringen in die welt hinein, da nichts dann neid und haſſen? Wie konnteſt du die groſſe macht, dein koͤnig⸗ reich, die freudenpracht, ja dein erwuͤnſchtes leben, fuͤr ſolche feind hingeben? 4. Iſt doch, Herr Jeſu, dei⸗ ne braut ganz arm und voller ſchanden, noch haſt du ſie dir ſelbſt vertraut, am kreuz in todesbanden! iſt ſie doch nichts als uͤberdruß, fluch, un⸗ flath, tod und ſisſternuß, noch darfſt du ihrentwegen den ſcepter von dir legen. 5. Du fuͤrſt und herrſcher dieſer welt, du friedens wie⸗ derbringer, du kluger rath, und tapfrer held, du ſtarker hoͤllenzwinger, wie iſt es moͤg⸗ lich, daß du dich erniedrigeſt ſo ſämmerlich, als waͤreſt du im orden der betiler menſch geworden. 6. O groſſes werk, o wun⸗ dernacht, dergleichen nie ge⸗ funden, du haſt den Heyland hergebracht, der alles uͤber⸗ wolken zwingen kann, wr dem die himmel zittern, unh alle berge ſchuͤttern. 7. O liebes kind, o ſüſſen knab', holdſelig von geher den. Mein bruder, den ih lieber hab', als alle ſchaͤtz af erden, komm, ſchoͤnſter, i mein herz hinein, komm e lend, laß's die krippe ſeyn, komm, komm, ich will bepzai⸗ ten dein lager dir bereiten. 8. Sag an, mein's herzen braͤutigam, mein hoffnung, freud und leben, mein edia zweig aus Jacobs ſtamm, mat ſoll ich dir doch geben? Ac, nimm von mir leib, ſeel und geiſt, ja alles, was menſchit und heiſt, ich will mich gan verſchreiben, dir ewig ira verbleiben. 9. Lob, preis und dank, Herr Jeſu Chriſt, ſey dir von mir geſungen, daß du mein bruder worden biſt, und haß die welt bezwungen; hilf, daß ich deine guͤtigkeit, ſtets preiſ in dieſer gnadenzeit, und mig hernach dort oben, in ewigke 56 ſtarken mann, der feu'r und dich loben. 120. err Chriſt, der einig' Gottes Sohn, Vaters in ewigkeit, aus ſeinem herzen entſproſe ſen, gleichwie geſchrieben ſteht: er iſt der morgenſterne, ſein'n glanz ſtreckt er ſo fernte wunden; du haſt gebracht den vor andern ſternen klar. 2 un — 2. Fur uns ein johten im ledten zät, der mutter u ihr jungfräͤulich den tod für uns den himpel auff das leben wieder 3 Laß uns in! und erkentniß n daß wir in glaube und dienen im gel wir hie moͤgen ſchn füſſigkeit im herzer ſten ſtets nach dir. 4. Du Schöpfer, du vaͤterüche kraf von end z ende eigner macht. De zu dir wende, und ſte ſinue, daß ſie von dir. §. Extidt und güte, erweck uns guad: den alten ktänke, daß er nag, woßlgie a ten; den inn und dn, und gedanke 4 n gf 4 2 in(hri Sohu der uns 1 hſiter vonfünd erl en heiligen Gei den, ſey yreiß und, in alle wigkeit 12I. Ertde 2l. C lelic; 53 e. rrau ſcherig, dung inn, der fa⸗ bnan kan, mmel zittern, ſinann ebes kind, oſ oldſelig dnng ein bruder, n alg all t wum, ſchögſet hinein, im ôs die kriyhene mm, ich wil ager dir herin gan, mein zien n, mein hefan leben, nan; Jacchs ſionga ir doch geben i mir leib, ſa alles, was man ich nit nt⸗ ben, dir imii n. b, pteis und ſu Chriſt, ſew angen, daß e vorden bit, n. bezwungen, b gutigkeit tb gnadenzeit,ne dort obenie en. nem herzen lit gleichwit dſte riſ dernatzn lanz ttreckte een ternenlhe und Geburt Jeſu Chriſti. 85 2. Fuͤr uns ein menſch ge⸗ bohren im letzten theil der zeit, der mutter unverlohren ihr jungfraͤulich keuſchheit! den tod fuͤr uns zerbrochen, den himmel aufgeſchloſſen, das leben wiederbracht. 3. Laß uns in deiner liebe und erkenntniß nehmen zu: daß wir im glauben bleiben, und dienen im geiſt ſo; daß wir hie moͤgen ſchmecken dein ſuͤſſigkeit im herzen, und duͤr⸗ ſten ſtets nach dir. 4. Du Schoͤpfer aller dinge, du vaͤterliche kraft! regierſt von end zu ende kraͤftig aus eigner macht. Das herz uns zu dir wende, und kehr ab un⸗ ſre ſinne, daß ſie nicht irr'n von dir. 5. Exrtoͤdt uns durch dein guͤte, erweck uns durch dein guad: den alten menſchen kraͤnke, daß er neu leben mag, wohl hie auf dieſer er⸗ den; den ſinn und all begier⸗ den⸗ und gedanken hab'n zu dir. 6. Lob, ehr ſey Gott dem Vater, in Chriſto ſeinem Sohn, der uns als ein wohl thaͤter von ſund erloͤſet ſchon; dem heiligen Geiſt mit zun⸗ gen, ſey preiß und ehr geſun⸗ gen in alle ewigkeit. (Ein kindelein ſo loͤ⸗ 121. E belich iſt uns ge⸗ bohren heute; von einer jungfrau ſaͤnberlich, zu troſt — 122. uns armen leuten. Waͤr uns das kindlein nicht gebohr'n ſo waͤr'n wir allzumal verloh⸗ r'n das heil iſt unſer aller. Ey du ſuſſer Jeſu Chriſt! der du menſch gebooren biſt, behuͤt uns fuͤr der hoͤlle. 2. Als die ſonn durchſcheint das glas, mit ihrem klaren ſcheine, und doch nicht vetſeh⸗ ret das, ſo merket allgemeine, zu gleicher weiſ' gebohren ward, von einer jungfrau rein und zart, Gottes Sohn der werthe, in ein kripp ward er gelegt, groſſe marter fuͤr uns traͤgt, allhie auf dieſer erde. 3. Die hirten auf dem felde warn, erfuhren neue maͤhre, von den engeliſchen ſchaarn, wie Chriſt gebohren waͤre, ein koͤnig uͤb'r alle koͤnige gros; Herodes die red' gar ſehr ver⸗ droß, ausſandt er ſeine boten. Ey! wie gar eine falſche liſt erdacht er wider Jeſum Chriſt, die kindlein ließ er toͤdten. liebe! die den himmel hat zer⸗ riſſen, die ſich zu mir ins elend niederließ: was fuͤr ein trieb hat dich bewegen muͤſſen, der dich zu mir ins jammerthal verwies? Die liebe hat es ſelbſt gethan, ſie ſchaut als mutter mich in meinem jam⸗ mer an. 2. Die liebe iſt ſo groß in deinem herzen, daß du fuͤr mich das groͤßte wunder thuſt; 7 die — “— —— 86 XII. Von der Menſchwerdung die liebe macht dir meinetwe⸗ gen ſchmerzen, daß mir zu gut du unter dornen ruhſt: o un⸗ erhoͤrter liebesgrad! der ſell t des Vaters wort ins ſleiſch ge⸗ ſendet hat. 3. Die li ebe iſt mein anver⸗ wandter worden, mein bru⸗ der iſt ſelbſt die barmherzig keit, der Gottheit quell lebt nun in meinem orden, die ewigkeit vermaͤhlt ſich mit der zeit: das leben ſelbſt iſt menſch gebohren, der glanz der herr⸗ lichkeit, das licht, das wir verlohren. 4. In ihm wird nun die menſchheit ausgeſoͤhnet, die reinigkeit der ſeelen wieder⸗ bracht, ſie wird als braut der gottheit nun gekroͤnet, da ſie der himel ſelbſt ſo angelacht: die menſchheit wird nun ganz erneut, und als ein reiner thron der gottheit einge⸗ weiht. ». Die weisheit ſpielt nun wieder auf der erden, dadurch das paradies im nenſchen gruͤnt; nun koͤnnen wir aus Gott gebohren werden, weil die geburt des Herren dazu dient; die wohlgebohrne r le ſpurt, daß ſie ein andrer geiſt aus ihrem urſprung ruͤhrt. 6. Kein elend kann nun un⸗ ſer herz beſiegen, Immanuel iſt bey uns in der noth; ich darf ja nur die gnadenquelle n, ſo dien it mir ſell ſt 9 ruͤge Kennd und d Ue et tod: der Fad ner bangt mir nur noch an 6 nir in Chriſto doch m dadd werden kann. 7. Die ſuͤnde kannm nich mehr verdamt men, weil ſie ſelbſt durch ihn dammet iſ 4; was ſchade 1 der ſeele n ihre flamme en, 6 Chriſti blut und waſſer in fließt? Immanuel loͤſcht 3 ren trieb, er laͤßt die ſeih nicht, er hat ſie viel zu lieb. 8. Ich habe nun ein ewg le eben funden„viel rei nna ehr und wolluſt ſchenkt kk mir; ich bin mit ihm, et iſ mit mir verdbunden, den ich mir mit lie beswüͤrkung ſvur Ich bin vergnugt und gan geſtillt, weil mich der juhm ſtrom aus ſeiner! lieb erf ullt. 9. Auf! auf mein gei i,m giß die trat uerlieder, erfreu dich in dieſer liebes⸗macht, es himmel 6 kraft und ghi deß hnn dich wieder, und der verluſt iſt voͤllig wiederbracht Olewig, ewig wohl iſt mir, daß ich in C Chriſtv nun ein wohlgefallen ſpuͤr. Mel. er Ga Irlſo hat Gott die 123. 8 DAſe hu gelieht, daß er aus er uai trieb unt ſeinen Soyn zum Heilamd giebt: wie hat uns Gott ſt lieb! 2. Was ſein erbarmuig — — wn vollet rath ſchoni fei zu unfern h ſnhat,vollfühtter 3„Er, aler mer ſas gut, der alleſe immt, wie die ki und hlut,dochoht 4. Ich ſteue l feil, indr; dun . ſche ſich: n eiſt Gottwit darrden 2 Du Sohn de 1 he rwitft auch ni 1 held wein in friedefürſt, palder teelt. 6. Waz wir zu gebricht, das, Her iu mir: gerſbhnu troſtund lich,das ah Ai 5 deiß nange gesthen; dein 2 leid;) duchden geſtalt, mein hei eni ichkeit dlolt ſeh Gr ein Sohn, uac erweiſt! lht, eng ſeinem thran! ethe mein geiſt! Lom Namen mel wer nurd 124.7 et he en de rmn 3 mir mr na Chriſtod dtn erden kann. inde kau ume urluun lbſt durch in 2. das ſzan ihre eniihin ehe t und daſeen mmanuel er laßt de hat ſie aitan hahe nan an den, vieln 1n wolluſt ſc bin mit ſ/ erbunden,d dai ltzrätn vergnugt m weil michd 1 ſeiner lieben 1 laufmeingiie rautrlüdn, d dieſer liebeen nels kraft! 1 dich witdenm — völlig wiäni ewig waſlit in Chrſ lu w allen ſoür Lobt Gottjill Ar dhat 6 weſt ſ 5 aus ſtehem ut Sohn; nu wie hai mit zas ſein tiu und Geburt Jeſu Chriſti. 8 ₰ voller rath ſchon in derewis⸗ und held, mein Vater und —=— keit zu unſerm heil beſchloſ⸗ ſen hat, vo lfüͤhrt er in der zeit. 3. Er, aller menſchen hoͤch⸗ ſtes gut, der alle ſegnen kann, nimmt, wie die kinder fleiſch und blut, doch ohne fuͤnde an. 4. Ich freue wenu mein heil, in dir; du nimmſt mein fieiſch an dich: was fehlt mir nun? iſt Gott mit mir, wer iſt dann wider mich? 2 5. Du Sohn des allerhoͤch⸗ ſten wirſt auch mir rath, kraft mein friedefuͤrſt, ſo wie das heil der welt. 6. Was mir zum ſeligſeyn gebricht, das, Herr, erwarbſt du mir: verſoͤhnung, leben, troſt und licht, das hab ich nun an Dit, Dein mangel wird mein reiches theil; dein leiden ſtillt n mein leid; durch deine knechts⸗ geſtalt, mein heil, gewinn ich herrlichkeit. 8. Gelobt ſey Gott: gelobt ſein Sohn, durch den er gnad erweiſt! lobt, engel, ihn vor ſeinem thron! erheb ihn auch, mein geiſt! Vom Namen Jeſu. Mel. Wer nur den lieben 1 2 4. eer beſte freund iſt in dem him⸗ mel, auf erden ſind die freun⸗ de rar! denn be T den falſchen welt⸗getuͤmmel iſt redlichkeit oft in gefahr; drum hab ichs immer ſo gemeint, mein Je⸗ ſus iſt der beſte freund. 2. Die menſchen ſind wie eine wiege: mein Jeſus ſtehet felſenfeſt, daß, wenn ich gleich darnieder liege, mich ſeine freundſchaft doch nicht laͤßt, Er iſts, der mit mir lacht und weint, r mein k. 3. Die welt verkaufet ihre liebe dem, der am meiſten nu⸗ tzen kann, und ſcheinet dann das gluͤcke truͤbe, ſo ſteht die freundſchaft hinten an; doch hier iſt es nicht ſo gemeint, ntin Jeſus ꝛc. „Er laͤßt ſich ſelber fuͤr m ich toͤdten, vergeußt fuͤr mich ſein eigen blut: er ſteht mir bey in allen noͤthen, er ſpricht fuͤr meine ſchulden gut: er hat mir niemals was verneint, mein Jeſus iſt ꝛc. s. Mein freund, der mir ſein herze giebet, mein freund, der mein, und ich bin ſein: ein freund der mich beſtaͤn⸗ dig liebet, mein freund bis in das grab hinein. Ach hab ichs nun nicht recht gemeint? mein Jeſus iſt ꝛc. 6. Behalte, welt, dir deine freunde, ſie ſind doch gar zu wandelbar, und haͤtt ich hun⸗ dert tauſend feinde, ſo kruͤm⸗ men ſie mir nicht ein haar. Hier immer freund und nim⸗ mer feind: mein Jeſus ꝛc. mel. 88 XII. Von der Menſchwerdung me kuͤndigt mir, hab ich des Mel. O Gott, du frommer 12 AAch Jeſu, deſſen 5. treu im himmel und auf erden durch keine zunge kann genug geprieſen werden; ich danke dir, daß du des zornes ſchwere laſt im fleiſch geoffenbart, von mir genommen haſt. 2. Wie leicht, wie bald wird nicht mein banges herz geſtillet, wann mich mit ſei⸗ nem troſt dein ſuͤſſer nam er⸗ fuͤllet. So lieblich iſt kein troſt, als den dein name giebt, der name deß, der uns bis in den tod geliebt. 3. O Jeſu, hoͤchſtes gut! nur du kanſt freude bringen: mir kann nichts lieblicher, als Jeſu name, klingen. Dein na⸗ traurens viel, in dir den Hei⸗ land an, der ſelig machen will 4. Will des geſetzes fluch, will tod und grab mich ſchre⸗ cken: ſo ſoll dein name, Herr, mich ſchuͤtzen und bedecken. Er ſey mir troſt und huͤlf in al⸗ ler angſt und noth; ſo bin ich unverzagt, im leben und im tod. 5. Er ſey mein licht, wann ich im finſtern thale walle; er ſey mein feſter ſtab, das ich nicht gleit' und falle; in hitz ein ſchatten mir; mein ſchirm vor ſatans wuth; mein reich⸗ tbum, ehr und ruhm; er ſey 6. Er ſey mir ſtets der weg, die wahrheit und das leben: er wolle mir zuletzt aus gna⸗ den dieſes geben, daß ich, a. ſcheinet nun auch mir mein ſterbenstag, mit groſſer freu digkeit in ihm entſchlafen mag. V 7. Bis dahin helf er mir, ſo lang ich hier noch wandle, daß ich in meinem thun, wie ſichs gebuͤhret, handle. Er ſteh auch immerdar mit ſeiner kraft mir bey, erhalt in mei nem amt und ſtande mich ge treu. 8. Dir leb ich, und in dir, in dir will ich auch ſterben: Herr! ſterben will ich dir, in dir will ich ererben das ewge himmelreich: denn das er⸗ warbſt du mir: von dir ver klaͤrt will ich dir danken fuͤt und fuͤr. Von der Erſcheinung Chriſti. Mel. Mun freut euch, l. (Dein heil hat heut 126. Deun heil gaune ſich zu naͤhern angefangen, ein helles licht iſt auch fuͤr dic dem erdkreis aufgegangel. Dies ſey dir ſtets ein freuden: tag. Die nacht, die auf den voͤlkern lag, durchbrach zuert ſein ſchimmer. 4 2. Kaum ſandte Gott mit ſeinem Sohn der erde groſt — mein hoͤchſtes gut. ſreuden; ſo ſammelt Kiſ ¹ ww — felber ſchon die d heiden. zu ihtem; len Hertn mußt detbarer ſtern aus den führen. 3. Der vor gen hriſten, doch. 9 erſchvunden. ihr, eh der Hert th ihr noch ihn Fragteuchnür ſelb tet ihr? Owetthe wecket dir dein: nicht grauen! 4. Einyolk, mit unbekannt, von entfernet, das von abgewandt, nur gelernetz das todte ſchnitzet holz, wo ſeine blindyeitſtol⸗ gätter thrte. 5. Du giengſtin laſter hin, 9 jed führte. Wann j erkehrten ſinn ei wiſſen rüßrte: ſo doch aus di mni, dur ſchon fündern nichts den ausweg 6. Beg üͤckter nacht der kaße et daran uns Gon get nacht ſein lich beſendet da Getn nanuel, iit den Iſtoel nun auch Rntten. 7 Nun pri dütes, dig, ha ᷓ erädung b fneſa he eit und di ir zalett a 8 en nun auch m tag, mit gti in ihm ehnc sdahmt H hier noch ae n meinem than bühret, ſende immerdat nit r bey, erzalt t und ſtandeme ir leb ich, ud nd will ich rud ſterben wilizt ich ererden da reich: denn u du mir: pond Aic dir dan V dergüin Chriſtt Nun fraua l . nil e ſpenn lne icht iſt auc i dkreis auſtes dir tets unte ie nacht, Ue lag durctnt mmer. aum ſandte e Soßn der a ; ſ inn = —— — und Geburt J Jeſu Ehrißt. 89 ſelber ſ chon die erſtlinge der heiden. Zu ihrem neugebohr⸗ nen Herrn mußt ſie ein wun⸗ erbären ſtern aus fernen lan⸗ den fuͤhren. 3. Der vor'gen zeit denkt, chriſten, doch. Heil euch, ſie iſt verſchwunden. Was wart ihr, eh der Herr euch noch, eh ihr noch ihn gefunden? Fragt euch nur ſelbſt, was wa⸗ ret ihr? O werthes volk, er⸗ wecket dir dein vorigs bild nicht grauen? 4. Ein vol f, mit Gott ganz unbekannt, von ſeinem bund entfernet, das von dem guten abgewandt, nur boͤſes thun gelernet; das todten ſtein, ge⸗ ſchnitzet holz, wohl gat auf ſeine blin dheit ſtolz, a als ſeine goͤtter ehrte. 5. Du giengſt ing ſchand und laſter hin, wie jede luſt dich fuͤhrte. Wann ja noch den verkehrten ſinn einſt das ge⸗ wiſſen ruͤhrte: ſo konnte da doch aus der noth, die die na⸗ tur ſchon ſuͤndern droht, dir nichts den ausweg zeigen. 6. Begluͤckter tag, der alle macht der finſterniß entwen⸗ det! daran geſendet! da Gott in dir, Im⸗ manuel, mit deinem wahren Iſrael nun auch die heiden dankten. Nün pruͤfe heut, volk Gottes„dich, vor ſeinem an⸗ uns Gott nach lan⸗ ger nacht ſein licht und heil geſichte. Beharrſt du unver⸗ aͤnderlich in ſeiner wahrheit lichte? Was helſen opfer des gebets zum wahren Gott, weñ du noch ſtets der welt abgoͤt⸗ tiſch dieneſt? 8. Was hilft es, daß du Gott erkennſt, und ſeinen ganzen willen, wenn du das thun und wiſſen trennſt, zu traͤg ihn zu erfuͤllen? Wenn du oft treu gelobſt und brichſt, zwar chriſtlich glaubſt, und chriſtlich ſprichſt, und doch wohl heidniſ ſchwandelſt? 9. Ach pruͤfe dich! Gott nimmt ſein licht, wenn man's nicht ſchaͤtzt, zuruͤcke. S Steh auf vom ſchlaf, damit er nicht ſein wort auch dir entruͤcke. Gott, hoͤruns nicht zu tragen auf, und foͤrdre deines wortes lauf noch zu den fernſten hei⸗ den. Mel. Schmuͤcke, dich, ol. 12 Szott, dein un⸗ 7. ſichtbares we⸗ ſen laͤßt ſich in dem lichte le⸗ ſen, das du uns, um dir zu leben, bey dem urſprung ſchon gegeben. Herr, ich muß aus deinen werken dein nothwen⸗ digs daſeyn merken; und die pflicht, dich zu verehren, kann mich meine ſchoͤpfung lehren. 2. Die vernunft zeigt deine groͤſſe, und entdeckt mir meine bloͤſſe, ruft, mit dir mich u verbinden; doch dies hindern meine fuͤnden, und ich, kann ſein hoff t XII. Von der Menſchwerdun verſuͤhnen? Meine kraft kann nichts verdienen. Ach vernunft dies iſt der ſcha⸗ de: aber wie find ich nun gna⸗ be „Hier erſcheint in groͤßrer lar 35 eit uns ein licht, das wort der wahrheit: dies ver⸗ ſpricht dene geiſtlich armen guͤ⸗ ter, friede und erbarmen; hier iſt hei ſuͤ r menſchenkin⸗ der; hier ein buͤrge fuͤr die fünder hier ſteht allen, die 1, un der weg zum him nle Nopen. 4 Lob und preis, und dank und ehre, Herr, ſey dir fuͤr t dieſe lehre, die dein Sohn, den du zum leben der verlohr⸗ nen welt gegeben, und den du zum licht erwecket, ne auf l eden ſelbſt entdecket! ihre wahrheit/ werth und gerke weg en ſeine groſſe werke. 5. Gott, wie reich an troſt und ſegen, und wie groß in deinen wegen lehrt dich uns dies wort vom glauben! wer will uns den himmel rauben, wenn wir auf dein zeugniß bauen, deiner vaterhuld ver⸗ rauen, unſern Mittler glau⸗ big kennen, und in deiner lie⸗ be bre ennen? 6. Aber iſts von uns geſche⸗ hen? Vater, trage das ver⸗ gehen, trag es noch nach dei⸗ ner treue: gieb uns glaut ben nach der reue: laß uns nichts von dir entfernen; ſtets ge⸗ 6 0 uns eit aſt, bewvährt d treu von—— 9 dre gen, in das reich des lichtes Von der Da arſtellung Chriſti. 29. ohlauf, mein erlaß ⸗ herz, verl die welt; dem, der fuͤrdi ich ic d argeſtelt, nun dich auch dar⸗ tellen! er iſt das dre im ſey gewiß⸗ er werd⸗ dein ne ſin ſterniß durch fnires herz denn Jeſus wohnt in Penen nicht, die noch der luͤße ſchonen. 3. Was nur dem ſeiſche wohlgefäͤllt das opfre die ber⸗ kehr tte we lt dem ſalan, ih hrem te. Sie en pe ſchaden fuͤr muͤh; fuͤr ihren ſun⸗ ienſt wird ſie einſt ewi⸗⸗ lich zu ſpotte 4. Doch ver begehrage tes Sohn, von n geiſt erweck, wie Simeon, zu ſeinem heil zu haben; Gott fuͤrchtet, ſch der welt entaahnt, aus iſ ſich nach dem himmel ſehntz der opfert rechie gaben. 5. Wer auf das wort dat 35 bant im W98 zuben ; di inen Heilan d 4 lland ſcha ein un — kann im friede i Heiland hält, w dricht. Er wind ſinem licht dort feubaren. 6. her mace und rein! Herr, voll glaubens ſeyn in geiſte ſeben! 1' nich, waaue dir friede wirtaus die . deine wonn. erhebe Vol Valliufer hann ieß des d Mel. OGottdu 20 l 129. Em un fuc beladen; teſt du, Gott, di ner gnaden. Dei ſcheint; du ſchickg denſt diedah der teiten in alt ſi un mn dün em iin Gott,ihaguc — deinen S Siin Vatar dun 1 erdung O b Jeſ lerna, „bewährta das reichda der Drrſa Chriſi. d! du ſolti ſeyn! e ſelh ſänden rizn d zu wohnen. herz! all denn Jeſus ue icch, die naz Bas nur di faͤllt, dasoyin velt de ſaan Sie ermie rmuͤh; firit ſt wird ſie ah ſpotte. doch werlegtt hn, vom gti zmmeon, zn ſe n; Gott fnt lt entoihne d dem hin ert rechte ber auf f eit baut,! Heäland te 4 9 1 8 3 1 und Geburt Jeſu Chriſti. 91 kann im friede fahren. Der Heiland haͤlt, was er ver⸗ ſpricht. Er wird ſich ihm in ſeinem licht dort herrlich of⸗ fenbaren. 6. Herr, mache mich gerecht und rein! Herr, laß mich ſtets voll glaubens ſeyn, mich ſtets⸗ im geiſte leben! bis du auch mich, wann'’s dir gefaͤllt, in friede wirſt aus dieſer welt in deine wonn erheben. Vom Vorlaͤuferamte Jo⸗ hannes des Taͤufers. Mel. O Gott du frommer ſ8s lag die ganze 129. E welt mit zorn und fluch beladen; da oͤffne⸗ teſt du, Gott, die fülle dei⸗ ner gnaden. Dein Sohn er⸗ ſcheint; du ſchickſt den, deſſen dienſt die bahn dem Herrn be⸗ reiten ſoll, als ſeinen knecht voran. 2. Gott, wer kann thun, wie du? Schon wohl betagt an jahren gebiert Eliſabeth. Der Sohn der unfruchtbaren, er, den Gott auch verhieß, iſts werth; er ſoll allein der He⸗ rold von dem Sohn der keu⸗ ſchen jung frau ſeyn. 3. Durch ihn willſt du die welt von deinem heil beleh⸗ ren. Gott, ihn auch ehreſt du, um deinen Sohn zu ehren. Sein Vater wird erſt ſtumm: der ſtumme ſchnell beredt, und weiſſagt, da auf ihn der Geiſt des Herrn geraͤth. 4. Das kind wird ſtark am geiſt, der gnade treuer lehrer, ein brennend ſcheinend licht, ein maͤchtiger bekehrer, ein heil'ger eiferer, der ohne ſcho⸗ nen ſtraft. Auf ſeiner ſeele ruht Eliaͤ geiſt und kraft. 5.O welch ein gnadenwort! o welche ſuͤſſe ſtimme, die in der wuͤſt erſchallt! Gott ſtraft nun nicht im grimme die ſuͤn⸗ denvolle welt. Sein himmel⸗ reich iſt nah; dann der die Melt mit Gott verſoͤhnen ſoll, iſt da. 6. Euch iſt ſolch heil bereit! ihr ſuͤnder, nehmts zu ohren! freut mit Jehanne euch! wie er, noch ungebohren, des Hei⸗ lands ſich erfreut, ſo freut er ſich auch nun, durch tauf und Nedigen ihn allen kund zu thun. 7. Allein zu Jeſu hin ver⸗ weißt er ſeine juͤnger; allein auf Jeſum zeigt ſein ausge⸗ ſtreckter ſinger. Seht! das iſt Gottes Lamm, das mit dem Auch belegt, fuͤr uns geſchlach⸗ tet wird, und alle ſuͤnden traͤgt! 8. Wohl dem, der dieſes Lamm, auf das Johannes weiſet, mit feſitem glauben faßt, und auch im leben prei⸗ ſet. Wer, ſeinem taufbund treu, ſich Jeſu ganz ergiebt, der iſt in ihm von Gott be⸗ gnadigt und beliebt. 9. 92 XIII. Vom Wandel Jeſu auf Erden. Das werd auch unſer thei! Johannis amt und leh⸗ Aer buſe thut, undg kaubt, hat troſt au re verherrliche noch ſtets, ſe thut, und glaubt, der bleitt Gott, deines namens ehre. in ewigkeit. —= XIII Vom Wandel Jeſu auf Erden. Nel. Sch nace, dich ol. eilan„ beine I 30. H menſchenliebe war die quelle jener triebe, die dein treues herz regieret, und dich ſelbſt dahin gefuͤhret, daß 8 du, unſer! m heil zu dienen, bit in nechrsg. O wer faßt ldie ſtarken triebe, dei des teeneumn enſchenliebe! 2. Ueber ſeine feinde wei⸗ nen, dernann mit huͤlf er⸗ ſcheinen, ſich der blinden, lah⸗ men, armen, mehr als vaͤter⸗ lich erbarmen, der betruͤbten klagen hoͤren, ſich in andrer dienſ verzehren: das ſind pro⸗ ben wahrer gutezund ſo, He err, var dein gemut he. 3. O du zuflu cht der elen⸗ den! wer hat nicht von deinen haͤnden ſegen, troſt und heil genommen, der gebeugt za dir gekommen? Wie iſt dir dein herz gebrochen, wenn dich kranke angeſprochen! und wie pflegteſt du zu eilen, das gebet ne mitzutheilen! a. Die betruͤbten zu erqui⸗ cken, ſie dem kummer zu ent⸗ ruͤcken, die unwiſſenden zu lehren, die verkehrten zu be⸗ kehren; ſuͤnder, die ſich ſelbſt b ſtalt erſchien een. baßnem herzen, dich verſtocken, langmuthsvoln dir zu locken: das war taͤglch . dein geſchaͤfte, ſelbſt mit auß wand deiner eifle 5. O wie hoch ſtieg deing barmen n;, Heila nd, da uns armen angſt und u hoͤrte ſchmerzen litteſtn nta n an dern ließt verhoͤhnen, und zum ſchimpf mit de orn en kte⸗ nen, ja, uns leben zu erwer⸗ ben, willig warſt, am kreuzzu ſterben. 6. Deine huld hat dich ge⸗ trieben, ſanftmuth und ge⸗ uld zu uͤben n; ohne ſchelten, he drohen klag 6/ ande kes ſchmach und laſt z Mtragen, len freundlich zu dauns fur die laͤſterung zu ſegnen, 1 deine feinde zu vertraien und fuͤr moͤrder felbſts u beten. 2. Aller elten Hert un Koͤnig! Sohn des Hichſt den! o wie wenig haſt duͦ je nach ruhm getrachtet, und auf menſchen lob geachten willig littſt du, um den willen dei⸗ nes Vaters zut erfullen, gk⸗ mnih und erniedrigungen: lob ſey dir dafur geſungen⸗ 4 err 8B 8. Laß mich, H I, ſun kel⸗ allezeit. Wer! b. XII N en ſegen, deiner off erwegen; z undbe uſnſchman t dein hul ldreich herz a zuch meine triebe ſtaffner menſchenl füt An raiſt And eich, biſt du ſow uns viich nnne mehr 9 deinem bi lde ahnlic M Mel 44 I. Gott Vater ein lehn — 131. Jeſu wort als that, der menſchen ſihrer r mauſde mein geiſt i ſo, Herr Jeſu!! lobet dich. 2. Du kaͤmſt zu Gott geſandt, und den wegbekann hefteyt voꝛ ſünd iihaftig werde 88 33 wig ſe und ruhm Changei lum Dan, z3. Du ſateſt in eit licht mit auf uxith wes nach ſen weiſem iath die enes at; d nuig Vuna u di un und di deher, khand ſndöin ic unt terpfand, 3 enn 1 rundg . Ne ſznih Ks b uf Erden. — thut, ma falle zeit. N döeun auf Erdu langnuß 1 en: das wat äfte, ſehim ner nen G M en un ann merzen littegm erzen, Uin 6t verhhh a, impf mit dnn „ uns leben ua lg warſt, ante eine huld erd „ ſanftmuth m uͤben; ohne 66 klogu 1 und laſt än undlich 1 dg laͤſterung uit einde zu vernn der flbtun ame lller welten ha Sun t wenig ha u getractet, N Slub eacwt d, um dnm aiers zu aſh und etniddeg dirdeir in Laß nic n, V lehrt. XIII Vom Wandel Jeſu au Erden. 93 chem ſegen, deinen wandel oft erwegen; und bey des ge⸗ wiſſensſchmerze troͤſte mich dein huldreich herze; heilige auch meine triebe zu recht⸗ ſchaffner menſchenliebe; laß mich immer mehr auf erden deinem bilde aͤhnlich werden. Mel. Gott Vater, an erb. 1 3 I ein lehrer iſt dir, 1*8 Jeſu, gleich. An weisheit und an liebe reich, biſt du ſowohl durch wort als that, der ſchwachen menſchen ſichrer rath. Es frbut mein geiſt im glauben ch, Herr Jeſu! dein, und ſce, d 2. Du kamſt zu uns von Gott geſandt, und machteſt uns den weg bekannt, wie wir befreyt von ſuͤndenſchuld, theilbaftig werden ſeiner huld. Auf ewig ſey dir dank und ruhm, Herr, fuͤr dein Evangelium. 3. Du ſaheſt in der Gott⸗ heit licht mit aufgeklaͤrtem angeſicht, was nach des Hoͤch⸗ ſten weiſem rath die welt noch zu gewarden hat; du machteſt ſelbſt durch deinen mund das kuͤnftige den menſchen kund. 4. Dies und die wunder deiner hand ſind uns ein goͤtt⸗ lich unterpfand, was man aus deinem mund gehoͤrt, ſey aptheit, die uns Gott ge⸗ Nie ſchwaͤche mir der frepler ſpott den glauben an dies wort von Gott! 5. Du lehreteſt durch wort und that: man trift der rein⸗ ſten tugend pfad in deinem heil'gen wandel an: gieb, Herr, daß ich auf dieſer bahn, Leſtarst von dir mirf ſteter treu dir nachzufolgen eifrig ſey. 6. Du biſt es, Herr, von dem das amt, das die verſoͤh⸗ nung predigt, ſtammt; du machſt durch treuer lehrer mund noch jetzt dein heil den menſchen kund. Begleite ſteis mit deiner kraft ihr amt, da⸗ mit es nutzen ſchaft! 7. Noch immer hilfſt du dei⸗ nem wort in ſeinen ſiegen maͤchtig fort; du ſendeſt, wie dein mund verheißt, noch im⸗ mer deinen guten geiſt, der dem, der wahrheit ſucht und liebt, zum glanben licht und kraͤfte giebt. 8. Mein Heiland! ſend ihn auch zu mir, daß er mich zu der wahrheit fuͤhr; vom ei⸗ genduͤnkel mich befrey, damit ich dir gehorſam ſey, bis mich bey dir in ewigkeit ein hellres licht dereinſt erfreut. mel. Wer nur den lieben ie goͤttlich ſind 1 32.2 doch Jeſu leh⸗ ren! wie uͤberzeugend ſeine macht/ wann wir nur von den thaten hoͤren, die er noch in dem fleiſch vuurache ſo im⸗ 94 XIII. Vom Wandel Jeſu auf Erden. Alll. Vo ſtimmet ihm der glaube bey, 7. Erfuͤll, o Herr, nur un Iuncdans md daß er der welt Erloͤſer ſey. ſre herzen mit ſeiner lehren wiütte ſch fi i 2. Die herrlichkeit war vol⸗ goͤnlichkeit! damit wir nicht nandonallm ſecen ler gnaden, die man aus ſei⸗ das heil verſcherzen, das uns encherinmerdn nen zeichen ſah. Er wirkte dein Sohn allein verleiht: nie aun ſcheihe auf nie zu ſemands ſchaden, wie und ſchaffe, daß ihm unfte ſinerbeldemnnr von propheten ſonſt geſchah; treu bis in den tod beſtaͤndig aufdas ſeit id raſten dis füͤnder nicht ſey. 3ent 9 d uherd urch tod und plage 3 ge⸗ 5.Stets doh er da richt. plagen vors ge⸗ Mel. Was Mein Getewi des tuhmènblieb ni Dommt, ie ihr gerin 3. Er ſchenkte das geſicht 133. K nicht gewohna enthums; der eth den blinden, den tauben gab ſeyd, daß ihr euch ſelbſt ens Aru datd er er das gehörz der ausſatz muß⸗ ſaget! die ihr nur ſtets nah dr rih jih 11 te vor ihm ſchwinden; der eitelkeit, ruhm, vortheil, rirden. Crifdde ſtumme ſang ihm dank und wolluſt, fraget! kommt, ſchau⸗ it das raſz dun ehr. Sein machtwort hieß die et Jeſu voͤrbild an! Diet, ſende bueh. lahmen gehn, und ſelbſt die dies muß euch beſchämen! 6. todten auferſtehn. kommt, lernt, geheilt von ihm ſchon ſchüer, 4. Er ſchalt des fatans legi⸗ eurem wahn, hinfort eu doch gt und ülig onen;(die legionen ſcheuten ſeloſt bezähmen. den trepfen dir ihn:) ſo mußten ſie die men⸗ 2. Gott war ſein alles: nnt aufuopfenn Gſ ſchen ſchonen, und ploͤtzlich in an dem hing ſeine ganze liſt zigter, diß ni den abgrund fliehn! berief er Dem dienen war ihm ange aich ur zr in ſeiner engel ſchaar, ſo ſtellten nehm; dem weiht er ſeineins vaid geholſa 68 ſie ſich dienſtbar dar. be. Wozu er ſtets ſich wiliz lit ger enum 3 5. Sein ſegen ſpeiſte ganze fand, war dies: den ganen 7. Von G 4 heere, da, wo es doch an brod willen des Vaterz, walcn gacſen gezen, gebrach: und kaum gebot er ihn geſandt, vollkommen u alls frard Wr wind und meere; ſo ließ ihr erfuͤllen. 1 th. G. ſturm gehorſam nach. So ſa⸗ 3. Hoch uͤber welt und ie nichts, alz dazaytt he man in allem thun auf ihm telkeit, ganz heilig, ganzGen nnga — der Gottheit fuͤlle ruhn eigen nie b theit füͤlle ruhn. ligen, vermied er nie als bild nach! Fr ha d 6. Wir danken„Höchſter! ſchuchternheit, ſich, mieg in. ee an— einer ſtaͤrke, die Jeſum vor war, zu zeigen! und wann a iitſconſchte 8 der welt verklaͤrt: der durch bosheit freveln ſah, watn Naßritns h,d ſo groſſe wunderwerke, als voll edler ſchmerzen; wn. Hiff mi dein geſandter ſich bewaͤhrt. aber Gottes wort geſchah, daß ig dir, hi Wir nehmen ſolchen glaubig quoll freud aus ſeinem herzel ll ung len an, und ſind ihm wiliig un⸗- 4. Die freude, die diem flich, verti. I 13 9 ertiſ terthan. verheißt, verlangt er 4 tedieer nan fErden. — A,d Hen m. mit ſeiter t! dawit nin erſcheren, R en allein de ſe, daß ihm in den tod li —— as mein Got ommt, N , ruhm, da fraget kommn vorhild anln uß euch he Hlernt, geſe wahn, hiuſe zähmen. tt war ſeitele hing ſeine ga dienen war iſt dem wähteſt Jozu er ſtts t war dies dn des Vatets, ſandt, vollon n. 3 6,9 och ütber nin /ganz heiliyn „vermied n tenzeit 1 zeigen! U 1 fada dh dler 1— ottes bil Gudant Die ftude ißt, virlah XIII. Vom A. Wandel Jeſu auf Erden. 95 zu ſchmecken; und rein be⸗ wahrte ſich ſein geiſt; ganz rein von allen flecken. Inal⸗ lem ſah er immerdar mit eifer, nie zum ſcheine, auf das, was ſeinen bruͤdern war, nichd aber auf das ſeine. 5. Stets floh er das geraͤuſch des ruhms, blieb niedrig und geringe, entſchlug ſich alles ei⸗ genthums; der erbe aller din⸗ ge. Arm ward er ſelber, daß wir reich aus ſeiner armuth wuͤrden. Er iſt der Herr; ſein iſt das reich; doch trug er fremde buͤrden. 6. War Gottes hand auf ihm ſchon ſchwer; er fo doch gut den tropfen blut war er de aufzuopfern willig. E zeigt er, daß ihn keine noth auch nur zur klage reize. Er ward gehorſam bis zum tod, ja bis zum kod am kreuze. 7. Von Gott verlaſſen, blieb ſein herz an ihm, trutz alles ſpottes. Sein ſehnen war, im baͤngſten ſchmerz, nichts, als das antlitz Gottes. Folgt, menſchen, ſeinem vor⸗ bild nach! Er hat fur euch ge⸗ litten. Er ſelbſt hat euch, ſeyd ihr ſchon ſchwach, die kraft da⸗ zu erſtritten. 8. Hilf meinem glauben, daß ich dir, mein Heiland, aͤhnlich werde. Bezaͤhm das fleiſch, vertilg in mir die lie⸗ be dieſer erde; daß ich dein Q — — Go groſſes beyſoiel mir ſtets als vor augen ſetze; des Vaters willen thun gleich dir, fuͤr freud und leben ſchaͤtze. Mel. Berr wir ſingen eil'gſter Jeſu! 1 34. H heiligungsquel⸗ le! mehr als cryſtall rein, klar und helle, du lauter ſtrom der heiligkeit! aller glanz der che⸗ rubinen, und heiligkeit der ſe⸗ raphinen, iſt gegen dir nur dunkelheit. Ein vorbild biſt du mir, ach! bilde mich nach dir; du mein alles! Jeſu! ey nu, hilf mir dazu, daß ich mag heilig ſeyn wie du! 2. O Killer Jeſu! wie dein wille dem willen deines va⸗ ters ſtille, und bis zum tod gehorſam war; alſo mach auch gleicher maaßen mein herz und willen dir gelaſſen: ach! ſtille meinen willen gar. Mach mich dir gleich geſinnt, wie ein gehorſam kind, ſtille, ſtille, Jeſu! ey nu, hilf mir dazu, daß ich fein ſtille ſey wie du. 3. Wachſamer Jeſu! ohne ſchlummer, in groͤſſer arbeit, muͤh und kummer biſt du ge⸗ weſen tag und nacht, du muß⸗ teſt taͤglich viel ausſtehen, des nachts lagſt du vor Gott mit flehen, und haſt gebetet und gewacht. Gieb mir auch wach⸗ ſamkeit, daß ich zu dir allzeit wach und bete: Jeſu! ey nu, hilf mir dazu, daß ich ſtets wachſam ſey wie du. 4. 95 XIII. Vom Wandel Jeſu auf Erden. 4. Guͤtigſter Jeſu! ach! wie gnaͤdig, wie liebreich, freund⸗ lich und gutthaͤtig biſt du doch gegen freund und feind! dein ſonnen⸗glanz der ſcheinet al⸗ len, dein regen muß auf alle fallen, ob ſie dir gleich un⸗ dankbar ſeynd. Mein Gott! ach lehre mich, damit hierin⸗ nen ich dir nacharte: Jeſu! ey nu, hilf mir dazu, daß ich auch guͤtig ſey wie du. 5. Du ſanfter Jeſu! unſchuldig, und litteſt alle ſchmach gedultig, vergabſt und ließ'ſt nicht rachgier aus; niemand kann deine ſanft⸗ muth meſſen, bey der kein ei⸗ fer dich gefreſſen, als den du hatt'ſt ums Vaters haus. Mein heiland! ach verleih mir ſanftmuth und dabey gu⸗ ten eifer: Jeſu! ey nu, hilf, mir dazu, daß ich ſanftmuͤthig ſey wie du. 6. Wuͤrdigſter Jeſul ehren⸗ koͤnig! du ſuchteſt deine ehre wenig, und wurdeſt niedrig und gering; du wandelt ſt ganz ertieft auf erden, in de⸗ muth und in knechtsgebehr⸗ den, erhubſt dich ſelbſt in kei⸗ nem ding. Herr, ſolche de⸗ muth lehr auch mich je mehr und mehr ſtetig uͤben: Jeſu! ey nu, hilf mir dazu, daß ich warſt 7. O keuſcher Jeſu! all dein weſen war zuͤchtig, keuſch und auserleſen, von tugendvoller ſittſamkeit; gedanken, reden, glieder, ſinnen, gebehrden, kleidung und beginnen, war voller lauter zuͤchtigkeit: o mein Immanuel! mach mit geiſt, leib und ſeel keuſch und zuchtig: Jeſu! ey nu, hilf mit dazu, auch keuſch und rein zu ſeyn wie du. 8. Maͤßiger Jeſu! deine weiſe, im trinken und genuß der ſpeiſe, lehrt uns die rechte maͤßigkeit: den durſt und hunger dir zu ſtillen, war ſtant der koſt des Vaters willen und werk vollenden dir bereit. Herr! hilf mir meinen leit ſtets zaͤhmen, daß ich bleib dir ſtets nuͤchtern: Jeſu! ey nu, hilf mir dazu, daß ich ſtetz nuͤchtern ſey wie du. 9. Nun, liebſter Jeſu! lieb⸗ ſtes leben, mach mich in allem dir recht eben, und deinen hei'lgen vorbild gleich: dein geiſt und kraft mich gar durch⸗ dringe, daß ich viel glaubens⸗ fruͤchte bringe, und tuͤcht werd zu deinem reich. Ach zeuch mich ganz zu dir, beßal mich fuͤr und fuͤr, treuer hei⸗ land! Jeſu! ey nu, laß mich wie du, und wo du biſt, einſt demuͤthig ſey wie du. finden ruh. XIV. W XIV. Voheteitung zu⸗ tung des Lei i. rnal Liebſter Je * qeine 135. mur Jeſ ſebe zu bedens ſein kreuz hin müſſ dein blickoll andach daß diin her dergro deine eſt ſic erfte 2. Hieh! der wa tesſohn iſ für dich gzeheftt! hier fͤr ſhwach und hohn, Lre ch, für dich mit — — — hwert! wo iſ gr üret 3. Du duſoltetg ſewig in der hölle leid ton Gattvergoſen ſe fer 1 allen freude rigt Jſasdeie ſün käanteſtgnade fin it Siinverdienſil de auf dich en ate. Ernh „gt gemachtde balüde mn Kathn an 3 Tchwiemaa endenſo 8 rin⸗ der ſo gard 3 ſin kin li bachſtdeng danidemg Re —— —— fErden. — ſcer Jeſ l züchtig, kaſte 7 pon tigene gedanken, h innen, gebeit und beginnen, und ſelkae eſ ey auſßt keuſchundm 1 biger Jſul Itrinken undge lehet uns den ¹: den dui ezu ſtillen, un 4 Vaters wilen lenden di ke ilf mir maina! en, daß ich ll dern: Jeſbl n dazu, daz ih ſey wie d. liebſter Fil 7 mach nich eben, un vorbild gla. kraft wicui aß ich rielghut ringe, und deinen ri. dganzzudi und füt, nan eſuley ru, und wodubi uh. 6 ſchwachen liedern XIV. Von dem Leiden Jeſu. — 97 XIV. Von dem Leiden Feſu. Vorbereitung zur Betrach⸗ tung des Leidens Jeſu. Mel. Keehſte Neſaſwir eine ſeel, er⸗ 1 3 5. M muntre dich, Jeſu liebe zu bedenken! Aaf ſein kreuz hin muͤſſe ſich jezt dein blick voll andacht lenken; daß dein herz der groſen treue deines Jeſu ſich erfreue. 2. Sieh! der wahre Got⸗ tesſohn iſt fuͤr dich ans holz geheftet! hier fuͤr dich voll ſchmach und hohn, blutig, ſchmerzenvoll, entkraͤftet! ach, fuͤr dich mit fluch be⸗ ſchweret! wo iſt groͤßre lieb erhoͤret?—. 3. Du, du ſollteſt groſe pein ewig in der hoͤlle leiden, und von Gott verſtoſſen ſeyn, ewig fern von allen freuden. Da traͤgt Jeſus deine ſuͤnden, daß du koͤnnteſt gnade finden. 4. Sein verdienſtlich leiden ſtillt die auf dich entbrannte rache. Er hat das geſetz er⸗ fuͤllt, aut gemacht die boͤſe ſa⸗ che; ſuͤnde, teufel, tod be⸗ zwungen, und das leben dir errungen. s. Ach wie mag mein volles herz dem ſich dankbar gnug be⸗ weiſen, der ſo gar durch blut und ſchmerz ſeine lieb an mir will preiſen! kann ich wohl in ihm ſo groſe lieh erwiedern? — . Ach ich ſchwacher! wie kann ich das geringſte nur vergelten? Wie ſo viel that er fuͤr mich! meine traͤgheit muß ich ſchelten: daß ich ihn 8 lau geliebet, ja durch ſuͤn⸗ en oft betruͤbet. 7. Was geſchehen iſt, das ſoll ferner nicht von mir ge⸗ ſchehen. Feſt entſchloſſen, ei⸗ fersvoll, einen andern weg zu gehen, will ich nun nur Jeſum ſuchen, und was ihn betruͤbt, veruchen. 8. Fern, ihr ſuͤnden! fern von mir! euch kann ich an mir nicht dulden. Welch ein ſchnoͤ⸗ der graͤu'l ſeyd ihr! mir gan untilgbare ſchulden! ach wa brachtet ihr dem herzen mei⸗ nes Jeſu nicht fuͤr ſchmerzen! 9. Dir, mein Jeſu, dir, mein heil, will ich ganz mich uͤber⸗ geben; als dein eigenthum und theil, dir zu ſterben, dir zu leben; dir zu reden, dir 3 leiden, dir zu ſchweigen, ir zu meiden. 10. Du, mein Jeſu, ſollſt es ſeyn, auf den ſtets mein auge blicket. Wie du mein biſt, bleib ich dein immer und ganz unverruͤcket. Was du liebſt, will ich auch lieben: was dich kraͤnkt, ſoll mich betruͤben. II1. Drohten mir ſogar um dich tod und martern, ſchmach und bande. Mich ſchreckt E nichts XIV. B ich dei⸗ 98 nichts; von dir hab nen geiſt zum theuren pfan⸗ de, daß ich ſoll den himmel erben. Darauf kann ich froͤ⸗ lich ſterben 12. Nun ſo nimm mich ganz dahin! nichts ſoll je von dir mich treiben. Wie ich ganz der deine bin, ſollſt du auch der meine bleiben. Ewig will ich dich umfaſſen. Ewig wirſt du mich nicht laſſen. 113. Iſt ſchon jetzo, iſt ſchon hier ſolche freud und ruh zu finden, wenn im glauben wir mit dir, uns, mein Jeſu, recht verbinden; ſchenkſt du ſchon ſo viel auf erden, wie weit mehr wird dort uns werden! 14. Was fuͤr wolluſt nach dem leid! nach dem elend was fuͤr ehre! was fuͤr ruhe nach dem ſtreit! was fuͤr frohe ju⸗ belchoͤre! ewig werd ich Gott dort loben, wann er mich zu ſich erhoben. 15. Taͤglich, taͤglich freu ich mich auf dies freudenvol⸗ le leben. Heiland, dir ſey dank; durch dich wird es mir on dem Leiden Jeſu. feinde zu IV. .——— bewog, von aller ſchuld des u zriiſen⸗ zuſchn, boͤſen uns zu erloͤſen. weän Gottuns gnar 2. Vereint mir Gott, ein dehmde ſigtt menſch gleich uns auf erden,„Soſey dauewie und bis zum tod am kreuz ge⸗ misgtyrieſen fürd horſam werden: an unſrer men, das dumitern ſtatt gemartert und zerſchla-⸗ dun wein heiland, gen, die ſuͤnde tragen. nicdeinleben ahin 3. Welch wundervoll hoch⸗ moaulihtefmie heiliges geſchaͤfte! ſinn ich vcmmräten, ihm nach, ſo zagen meine nitſſtelden deinen kraͤfte, mein her; erbebt; ich ſeh und ich empfinde den iten oguumdiſe b geſciſte, Herr, ſe fluch der ſuͤnde. i Ger Gottiſt gerecht, ent iſfe er alles boͤſen. Gott iſt die n lieb, und laͤßt die welt erloͤ⸗ hoglihe und d ſen. Dies kann mein geiſt Emwägung des ke mit ſchrecken und entzuͤcken am kreuz erblicken. 5. Es ſchlaͤgt den ſtolz und mein verdienſt darnieder. Es ſtuͤrzt mich tief und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein gluͤck, macht mich aus Gottes Gottes freunde. 6. O Herr, mein heil, an deſſen blut ich glaube, ich lie⸗ he hier vor dir gebuͤckt im ſtau⸗ e, verliere mich mit danken⸗ uf Aeia. Geſu! me 137. Jtnlc ſa! neines todes tod dich für mic gegeben reſt ſerlengoth, in ſerteverderben, nur rictmoͤchte ſerben: dereinſt gegeben! du, Herr, hilfſt, das hoft mein glaube, daß mir nichts die krone raube. Mel. Jerzliebſter Jeſu, w. 1 3 6. Heu⸗ ſtaͤrke mich, dein leiden zu bedenken, mich in das meer der liebe zu verſenken, die dich dem gemuͤthe in deine guͤte. t die 7. Sie uͤ berſteigt d menſchlichen gedanken; allein ſollt ich darum im glauben wanken? Ich bin ein in darf der ſich unterwinden, Gott zu ergruͤnden? 8. Das groͤßt in dnaß und lieb erweiſen; V ommt es zu, ſie demuth — i zvoll Uune Um z heile „ ndir Jeſu. — — don aller 6 à zu erläſen eint mir g 1 verden: ann artert und ſ⸗ ſunde tga lch wundernen ott iſt gerett Lboͤſen. gatt nd läßt die dies kann a tecken und a az erblicken. nch tief undet eder; lehenna nacht mich aul zu Gottesſtm as griſtun und lib nn tes uiſae ——— XIV. Von dem eeiden Jeſn. 99 zu preiſen, zu ſehn, wie hoch, wenn Gott uns gnad erzeiget, die gnade ſteiget. 9. So ſey dañ ewig auch von mir geprieſen fuͤr das erbar⸗ men, das du mir erwieſen, da du, mein Heiland, auch fuͤr mich dein leben dahin gegeben. 10. Du liebteſt mich; ich will dich wieder lieben, und ſtets mit freuden deinen willen uben! ogieb zu dieſem ſeligen geſchaͤfte, Herr, ſelbſt mir kraͤfte. Herzliche und dankbare Erwaͤgung des Leidens Jeſu. eſu! meines le⸗ 1 37. J bens leben, Je⸗ ſu! meines todes tod, der du dich fuͤr mich gegeben in die tiefſte ſeelennoth, in das aͤuſ⸗ ſerſte verderben, nur daß ich nicht moͤchte ſterben: tauſend tauſendmal ſey dir, liebſter Jeſu! dank dafuͤr. 2. Du, ach du haſt ausge⸗ ſtanden laͤſterreden, ſpott und hohn, ſpeichel, ſchlaͤge, ſtrick und banden, du gerechter Gottesſohn, nur mich armen zu erretten, von des teufels fuͤndenketten: tauſend tau⸗ ſendmal ſey dir, liebſter ꝛc. 3. Du haſt laſſen wunden ſchlagen, dich erbaͤrmlich rich⸗ ten zu, um zu heilen meine plagen, und zu ſetzen mich in b ruh; ach! du haſt, zu meinem ſegen, laſſen dich mit fluch be⸗ legen: tauſend, tauſendmal ſey dir, liebſter ꝛc. 4. Man hat dich ſehr hart verhoͤhnet, dich mit groſem ſchimpf belegt, ja mit dornen gar gekroͤnet: was hat dich dazu bewegt? daß du moͤch⸗ ſteſt mich ernoͤtzen, mir die eh⸗ renkron aufſetzen: tauſend, tauſendmale. 5. Du haſt wollen ſeyn ge⸗ ſchlagen, zu befreyen meine pein! faͤlſchlich laſſen dich an⸗ klagen, daß ich koͤnnte ſicher ſeyn, daß ich moͤchte troſtreich prangen, haſt du ſonder troſt gehangen: tauſend, tauſend⸗ mal ſey dir ꝛc. 6. Du haſt dich in noth ge⸗ ſtecket, haſt gelitten mit ge⸗ duld, gar den herben tod ge⸗ ſchmecket, um zu buͤſſen meine ſchuld, daß ich wuͤrde losge⸗ zaͤhlet, haſt du wollen ſeyn ge⸗ quaͤlet; tauſend ꝛc. 7. Deine demuth hat gebuͤſ⸗ ſet meinen ſtolz und uͤber⸗ muth, dein tod meinen tod verſuͤſſet, es kommt alles mir zu gut: dein verſpotten, dein verſpeyen muß zu ehren mir gedeihen: tauſendꝛc. 8. Nun, ich danke dir von herzen, Jeſu! fuͤr geſammte noth, fuͤr die wunden, fuͤr die ſchmerzen, für den herben bit⸗ tern tod, fuͤr dein zittern, fuͤr dein zagen, fuͤr dein tauſend⸗ E 2 faches 190 XIV. Von dem Leiden Jeſu. 8 — fuͤr dein ach faches plagen: fuͤr d will ich ewig und tiefe pein dankbar ſeyn. 138. Jeſun meiner ſee⸗ len licht; freude meiner freuden, meines le⸗ bens zuverſicht b nimm doch fuͤr dein leiden dieſen ſchlech⸗ ten dank hier an, ſo viel meine ſeele immermehr dir bringen kan, in der ſchwachheitshoͤhle. 2. Ich erwaͤg es hin und her, was dich doch bewogen, daß du ſo viel herzbeſchwer aſt auf dich gezogen; daß du ſchuld und miſſethat hat dich ſo verbuͤrget, bis ſie dich auch endlich hat unrecht hingewuͤr⸗ get. 6. Alle ſtrafe, der ich war tag und nacht verbunden, liegt auf dir nun ganz und gar, und durch deine wunden wird uns fried und heil ge⸗ bracht; drum will mir gezie⸗ men, deine ſtarke liebesmacht ewiglich zu ruͤhmen. 7. Laß doch dieſer ſicherheit gleichfalls mein gewiſſen, zwiſchen angſt und tod und ſtreit, kraͤftiglich genieſſen; 4 1 995 angſt,gewalt und neth⸗ ſchläͤg' und hohn in banden, laͤſte⸗ rung und kreuz und tod wil lig ausgeſtanden. 3. Gottes wohlgewogen⸗ heit, Vaters lieb und gute, deine herzensfreundlichkeit, und dein treu gemuͤthe, Jeſu! hat es ausgebracht, daß kein menſch verzagte funden meng un gewiſſen nagte. 4. O du den man nie ergr unerhörten that, gends findet! was der erdenkne verbrochen, der doch gerecht, durch gerochen. 5. Meine wilde ſchandbe gier hat dich ſo zerſchlagen dieſe kran — wird an „ wann der d macht die te wunderbarer rath! ündet, o der die man nir⸗ der menſch, cht, trotzig hat Gott, durch und kheit hab ich dir, Jeſu, aufgetragen: meine ach! ach meines herzens herz! wirf durch deine ſchmerzen meine ſchmerzen hinterwaͤrts,⸗ fern aus meinem herzen. 8. Und wie ſchnell mein herz erſchrickt uͤber ſtraf und fuͤn⸗ den, ſo ſchnell wird es gleich erquickt mit den gnaden win⸗ den; Jeſu! ſieh, ich falle dir, mit zerkniſchter buſſe, und mit beſſerungsbegier, glau⸗ bens⸗kuͤhn zu fuſſe. „9. Nun! ich weiß ich bau, und bey wem bleibe; welches vorſprach i mich trau, und an wen i glaͤ te pei tzet. „ 10. Ich will, weili dir frey, werd im himm ben, Herr! . 2 ⸗ — ch mit eler⸗ 0 treu 3 II reu’ leben undu bis man ſröͤlich ſt nach de todesand dein bräͤutgam und Aeſut, it vorhande ml. Pipina ron ſFrforſch 1 39. fahr und ſee Hett, wie nez ic denkan deine ſcmergandeine liet, ne. Dein kreuzſey mi drt ſwelchwunderd lheriizkeit hatduder wieſch! wann hab ich rug ldact, und dic ler reigermmacht gen geeieſen „ Nath, kraſt und iintund ſedd in ſe „worauf 1 1 n deinen armen 3 arfaler dunt gekletde, wirſ apferfür dienelt, un ſale leidet, du rin daglr und todes⸗not doſtdoch willg in d rli ſonder ende d altic detwenſchen nndgiebſt mi gättie uddichinder ünder Dütrugſäderm 1, und ſattſt nie I, der gerech nſowarzs hott 1 eer di lcich aller ſund las ſidehte — —— —— Aäſ. — 3 d niſetzete Zet, bib ſodt at unrecht üge leſtrafe, wi nacht vetze d durchdeinenn s fried und drum wil men ine ſtarke lehee zu rühmen, gdoch deſeſte lls mein ge angſt und ſ. kraͤftiglich ene Hmeinesſerze urch deint ſm chmerzen jitie 3 meinem ſena nd wie ſchnelna kt uͤber ſtaſ ſeſu ſieh, ünn rkniſchtet n ſerungsbenin kühn zu füß. Nun! ich wiie , und ba n welchet raße rau, und mn : Jeſa! u der mich ſühn veng gleicel uuf mihſſta Ich wil, 1 Herr indi nach den todesbanden: ſieh! ne; ich denk an deines leidens ne. Dein kreuz ſey mir gebene⸗ digt; du, der gerechte Got⸗ XIV Von dem Leiden Jeſu. 101 treu, leben und auch ſterben, bis man froͤlich ſagen wird, dein braͤutgam und dein hirt Jeſus, iſt vorhanden! mel. Ein eenleingehe 1 rforſche mich, er⸗ 1 3 9. E fahr' mein herz, und ſieh, Herr, wie ichs mey⸗ ſchmerz, an deine lieb, und wei⸗ deyt! welch wunder der barm⸗ herzigkeit haſt du der welt er⸗ wieſen! wann hab ich dies ge⸗ nug bedacht, und dich aus al⸗ ler meiner macht genug dafuͤr geprieſen?. 2. Rath, kraft und friede⸗ fuͤrſt und held! in fleiſch und blut gekleidet, wirſt du das — 6 opfer fuͤr die welt, und deine ſeele leidet; du ringſt mit angſt und todes⸗noth, und gehſt doch willig in den tod: o liebe ſonder ende! du nimſt auf dich der menſchen ſchuld, und giebſt mit goͤttlicher ge⸗ duld dich in der ſuͤnder haͤnde. 3. Du trugſt der miſſethaͤter lohn, und hatteſt nie geſuͤn⸗ tesſohn! ſo war's vorher ver⸗ kündigt. Der frechen ſchaar begehrt dein blut, du duldeſt goͤttlich groß, die wuth, um ſeelen zu erretten. Dein moͤr⸗ der, Jeſu, war auch ich; denn Gott warf aller ſuͤnd auf dich, damit wir friede haͤtten. V 4. Erniedrigt bis zur knechtsgeſtalt, und doch der groͤßt im herzen, ertraͤgſt du ſpott, ſchmach und gewalt voll krankheit und voll ſchmer⸗ zen. Wir ſahn dich, der ver⸗ heiſung ziel; doch da war nichts, das uns geſiel, und nicht geſtalt noch ſchoͤne. Vor dir, Herr, unſre zuverſicht, verbarg man ſelbſt das ange⸗ ſicht; dich ſchmaͤhn des bundes ſoͤhne. 5. Ein opfer nach dem ew'⸗ gen rath, belegt mit unſern plagen, um deines volkes miſſethat gemartert und ge⸗ ſchlagen, gehſt du den weg zum kreuzesſtamm, in un⸗ ſchuld ſtumm, gleich als ein lamm, das man zur ſchlacht⸗ bank fuͤhret. Freywillig, als der helden held, traͤgſt du⸗ aus liebe fuͤr die welt, den tod, der uns gebuͤhret. 6. Du neigſt dein haupt: Es iſt vollbracht. Du ſtirbſt 4 die erd erſchuͤttert. Die arbeit hab ich dir gemacht, Herr⸗ meine ſeele zittert. Was iſt der menſch, den du befreyt?. O waͤr ich doch ganz dankbar⸗ keit! Herr, laß mich gnade finden. Und deine Liebe drin⸗ ge mich, daß ich dich wieder lieb, und dich nie kreuzige mit fuͤnden. 3 7. Welch warten einer ew'⸗ gen pein fur die, die dich ver⸗ achten: die ſolcher gnade E 3 werth 1⁰02 XIV. Von dem Leiden Jeſu. werth zu ſeyn, nach keinem glauben trachten! fuͤr die, die dein verdienſt geſtehn, und dich durch ihre laſter ſchmaͤhn, als einen ſuͤndendiener! wer dich nicht liebt, kommt ins ge⸗ richt. Wer nicht dein wort haͤlt, liebt dich nicht; ihm biſt du kein verſuͤhner. 8. Du haſt's geſagt. Du wirſt die kraft zur heiligung mir ſchenken. Dein blut iſts, das mir troſt verſchaft, wann mich die ſuͤnden kraͤnken. Laß mich im eifer des gebets, laß mich in lieb und demuth ſtets vor dir erfunden werden. g Dein heil ſey mir der ſchirm in noth, mein ſtab im gluͤck, mein ſchild im tod, mein lezter troſt auf erden! Me.. Herzlieſtn Jeſu (Qaß deinen gei 140. L mich ſtets, mein Heiland, lehren, dein goͤttlich kreuz im glauben zu verehren, daß ich getreu in dem beru der liebe, mich chriſtlich uͤbe. 2. Das gute thun, das boͤſe fliehn und meiden, Herr, dieſe pflicht lehrt mich dein heilig leiden. Kann ich zugleich das boͤſe mir erlauben, und an dich glauben?„ 3. Da du dich ſelbſt fuͤr mich dahin gegeben, wie koͤnnt ich noch nach meinem willen le⸗ ben? und nicht vielmehr, weil ich dir angehoͤre, zu deiner eh⸗ 4. Ich ſollte nicht, wann leiden dieſer erden, wann kreuz mich trift, gelaßnes her⸗ zens werden, da du ſo viel fuͤr uns, die wir's verſchuldet, liebreich erduldet? 5. Fuͤr welche du dein leben ſelbſt gelaſſen, wie koͤnnt ich ſie, ſie meine bruͤder haſſen? und nicht wie du, wann ſee mich untertreten, fuͤr ſie noch beten? 6. Ich will nicht haß mit gleichem haß vergelten, wann man mich ſchilt, nicht raͤchend wieder ſchelten. Du, Heili⸗ ger! du Herr und haupt der glieder! ſchaltſt auch nicht wieder. deinem edlen herzen, dies iſt der dank fuͤr deines kreuzes ſchmerzen. Und Gott giebt men, dich nachzuahmen. fteſt uns zu gute. Ich bin ver⸗ ſoͤhnt in deinem theuren biu⸗ te. Du haſt mein heil, 5 du reuz fuͤr mich geſtorben, am erworben. 9. Sobin ich denn ſchon ſe⸗ lig hier im glauben? So wird mir nichts, nichts meine kro⸗ ne rauben? So werd ich dort von herrlichkeit umgeben, einſt ewig leben?„ 10. Ja, wenn ich ſtets der tugend pfad betrete, im glau⸗ ke? ben kaͤmpf, im glauben wa und 7. Ein reines herz, gleich uns die kraft in deinem na⸗ IV. und bete: ſo it n ſchin gewiß eſte gens lebet. 1 n. kocttöſelutt nitihre wie: ſo mi dein wor das kreuze und werdich lauſe autr werke ſe fux. 2 Eihih dein! klugendiſeerden e niß und inethorheit ſo kys doch wir, feehen ponte, die 8. Unendlich gluͤck! dulit. Rei leid nieftiedund ten? Got. 3. Gatt, eile nic dend w zerſchmett barne dic, Renn ei denſpätten ſch ſoät unddi, denee geſ ungadeſthet. Pan ndlich uwitleider ine welt mulant dalchen dehinzug z Kürvahr, durr irüündeſcutrzen eite den n? Da l tad an di 8 lu chaffn. Siſu. ſollte ritt,n 7 1 trift,gelang d 4 u ir⸗ her a rduldet! 9 welche d ds ſen, wiekte eine bruder i t wie d, da 1 ertreten, firie h will nicth haß vergeümnn t ſchilt,wicen celten. d Herr und ſen ſchaltſt aut in reines hen edlen herzen,N ik fuͤr deinen en. Und Ge e kraft in dun dich nachuahee nendlicgl 3u gute. ghi n deinem tſem u haft wein 4 ich geſtotten a ben. So ünnitdi rim lauben e ichts, nichtsdi en? Sonch herrlicket 1 wig lebent Ja, vemit dhſadlern vepf, in gldt jmpf/n XIV. Von dem Leiden Jeſu. 123 und bete: ſo iſt mein heil ſchon ſo gewiß erſtrebet, als Jeſus lebet. 11. Lockt boͤſe luſt mein herz git ihrem reize: ſo ſchrecke mich dein wort, das wort vom kreuze! und werd ich matt im laufe guter werke: ſo ſey mirs ſtaͤrke. 12. Seh ich dein kreuz den klugen dieſer erden ein aͤrger⸗ niß und eine thorheit werden: ſo ſey's doch mir, trotz alles frechen ſpottes, die weisheit Gottes. 13. Gott, eile nicht, ſie raͤ⸗ chend zu zerſchmettern; er⸗ barme dich, wenn einer von den ſpoͤttern ſich ſpaͤt bekehrt, und dich, den er geſchaͤhet, um gnade flehet. 14. Wann endlich, Herr, mich meine ſuͤnden kraͤnken; ſo laß dein kreuz mir wieder ruhe ſchenken; dein kreuz, dies ſey, wenn ich den tod einſt leide, mir fried und freude. In voriger Melodie. Sey hochgeprie⸗ 141. S ſen, Herr, fur deine liebe! ſie drang dich zu dem mitleidsvollen triebe, fuͤr eine welt voll ſuͤnder ſelbſt dein leben dahinzugeben. 2. Fuͤrwahr, du trugeſt un⸗ ſrer ſuͤnde ſchmerzen. O welch ein herz gleicht deinem edlen herzen? Du lieſſeſt unſre ſchuld an dir beſtrafen, uns heil zu ſchaffen. 3. O laß dies heil doch auch mein erbe werden! was hab ich ſonſt fuͤr ſichern troſt auf erden? Was giebt mir ſonſt wohl wahren grund zur freu⸗ de, wann ich einſt ſcheide? 4. Fuͤr mich, o Herr, biſt du ja auch geſtorben. Was du der welt durch deinen tod erwor⸗ ben, das haſt du ja, von groſer treu geleitet, auch mir berei⸗ tet. 5. Oſtaͤrke ſelbſt mein herz in dieſem glauben! Kein banger zweifel muͤſſe ihn mir rauben! er muͤſſe mich zum fleiß in gu⸗ ten werken beſtaͤndig ſtaͤrken. 6. Sollt ich mich nun noch frevelhaft erkuhnen, der ſuͤn⸗ de, die dich toͤdtete, zu dienen? d waͤr ich ja, o Herr! nicht ein erloͤſter: du nicht mein troͤſter. 7. Nein, dir allein, der durch deine wunden aufewig mich zu deinem dienſt verbun⸗ den; nur dir, mein Heiland du d ſey mein ganzes leben zum dienſt ergeben. 8. Nichts ſoll mich je von deiner liebe ſcheiden. Ich blei⸗ be dein, biß du mich dort wirſt weiden, wo deine liebe mit verklaͤrten zungen ſtets wird befungen. Mel. Jeſu, meiner ſeelen —„. Zein Erloͤſer! 142. N 1 dn Wohn, der du fuͤr mich litteſt; und E 4 auch 104 XIV. Von dem Leiden Jeſu. auch auf der himmmel thron zezt noch fuͤr mich bitteſt! wel⸗ che wohlthat iſt fuͤr mich dein verſoͤhnend leiden. O wie preis ich wuͤrdig dich, ur⸗ fprung meiner freuden. 2. Unermeßne herrlichkeit war dir, Herr, gegeben; und du konnteſt jederzeit voller freuden leben. Aber, o der Broſen huld! daß ich ſelig wuͤr⸗ de, ubernahmſt du in geduld ſchwerer leiden burde. 3. ‚Nun kann meine miſſe⸗ that noch vergebung finden; Denn du ſtarbſt, nach Gottes rath, auch fuͤr meine ſuͤnden. unſre ſtrafe trugeſt du, uns vom fluch zu retten, daß wir im gewiſſen ruh, mit Gott friede haͤtten. 4. Was uns luſt zur beſ⸗ rung ſchaft, was zur tugend leitet, dazu haſt du neue kraft durch dein kreuz bereitet. nicht vergebens darf ich nun mich um kraft bewerben, Got⸗ ꝛes willen noch zu thun, ſuͤn⸗ Dden abzuſterben. ;. Nun kann ich aufs todes⸗ thal noch mit freuden ſehen; und zu jener welt einmal ohne ſchrecken gehen. Du, Herr, haſt aus aller noth rettung mir errungen, und durch dei⸗ nen kreuzestod meinen tod bezwungen.. 6. Herr! was bin ich, daß du mein ſo dich angenommen? laß die ſrucht von deiner pein nun auch auf mich kommen! gieb mir weisheit, gieb mir kraft,(du haſt ſie in haͤnden) was du mir zum heil ver⸗ ſchaft, glaͤubig anzuwenden. 7. Laß das wort von deinen kreuz mich mit muth beleben, ſiegreich jedem ſuͤndenreiz hier zu widerſtreben. Treib mich maͤchtig dadurch an, Gottes zorn zu ſcheuen; was ich un⸗ recht je gethan, innig zu be⸗ reuen. 8. Druͤckt mich meine ſuͤn dennoth, ſtraft mich mein ge⸗ wiſſen: o dann laß aus deinem tod mich den troſt genieſſen: daß du auch fuͤr meine ſchuld buͤſſend biſt geſtorben, und vergebung, gnad und huld mir bey Gott erworben. 9. Staͤrke mich durch deinen tod auf die letzten ſtunden. Wie du deine todesnoth ſieg⸗ reich uͤberwunden: o ſo hilf da⸗ zu auch mir. Laß mich froͤlich ſcheiden! Herrlſo dank ich ewig dir fuͤr dein bittres leiden. Kraft und Troſt des Lei⸗ dens Jeſu. quaal und bittrer tod, geben mir zu allen ſtunden troſt in leibs⸗und ſeelennoth: fuͤllt mir etwas arges ein, denk ich bald an deine pein; die er⸗ lau⸗ —— 4 laubeimeinemzer funde nicht uſce 2. Wil ſic dan weiden meid ſeiſcz undblut; an dän leiden les wieder gut; ſatanund ſeht mi halt ich ihm für nd gnaden⸗zeie muß evon danne z. Wil die welt führch auf die bre⸗ hahn, da nichts iſt ten, aledang ſchau an daͤner marter er die drausgeſtanden kann ich in andach ile bie uitverwail 4. J für ales, ktinttt, geben dein kraſt wann meinhe ſch ſenket, kieg⸗ dtenzſaſt! Deines ſüſſcgkeit wend in 1 dütte leid; der du hellemorben, da da 7 1 iit geiorten. „Aufdichſetzi tunnen, uhch ſct dein tod hat Rthauen, dß eem üihten ſict: daß ic eſu! deine tieee 14 3. J lunden deine ſt the heil bringet ut und zeleöa anighen auſe ſarundezn bich dic Hah ich dich: ſen, d G Ach il n daßennald h wfim Jeſu. —— auf mitin weisheit, uhaß ſeirſe mir zun ſal zubig anune ückt mich uin⸗ „ſtraſt vicun odannlaßazhe Hden troſ gan auch für wem biſt geſtor 3, gnad u ott erwonn arfe michdau die letten ie deine todetan erwundeneai wir. kaßmiet „Herr ſodatt dein bitneli und Trat dens Jen (ſu d 3. Jung nd bittrer uh alen ſtunde und ſlnn 1 4 was argetei n deine it licht und leben. keit! ſo empfnd ich keine XIV. Von dem Leiden Jeſu. laubet meinem herzen, mit der ſuͤnde nicht zu ſcherzen. 2. Will ſich dann in wolluſt weiden mein verderbtes fleiſch und blut: ſo gedenk ich an dein leiden, bald wird al⸗ les wieder gut; kommt der ſatan, und ſetzt mir heftig zu, halt ich ihm fuͤr deine gnad und gnaden zeichen, bald muß er von dannen weichen. 3. Will die welt mein herze fuͤhren auf die breite wolluſt⸗ bahn, da nichts iſt als jubili⸗ ren, alsdann ſchau ich emſig an deiner marter centner⸗laſt, die du ausgeſtanden haſt: ſo kann ich in andacht bleiben, alle boͤſe luſt vertreiben. 4. Ja, fuͤr alles, das mich kraͤnket, geben deine wunden kraft: wann mein herz hinein ſich ſenket, krieg' ich neuen lebensſaft! Deines troſtes fuͤſſigkeit wend in mir das bittre leid; der du mir das heil erworben, da du fuͤr mich biſt geſtorben. 5. Auf dich ſetz ich mein ver⸗ trauen, du biſt meine zuver⸗ ſicht: dein tod hat den tod zerhauen, daß er mich kann toͤdten nicht: daß ich an dir habe theil, bringet mir troſt, ſchutz und heil: deine gnade wird mir geben auferſtehung, 6. Hab ich dich in meinem herzen, du brunn aller guͤtig⸗ ſchmerzen, auch im letzten kampf und ſtreit. Ich verber⸗ ge mich in dich, welch feind ann verletzen mich? Wer ſich legt in deine wunden, der hat gluͤcklich uͤberwunden. ann meine ſuͤnd 144. mich kraͤnken, o mein Herr Jeſu Chriſt! ſo laß mich wohl bedenken, wie du geſtorben biſt, und alle meine ſchuldenlaſt, am ſtamm des heil'gen kreuzes, auf dich genommen haſt. 2. O wunder ohne maaßen, wer es betrachtet recht, es har ſich martern laſſen der Herr fuͤr ſeine knecht; es hat ſich ſelbſt der wahre Gott für mich verlohrnen menſchen gegeben in den tͤood. 3. Was kann mir denn nu ſchaden der ſuͤnden groſſe zahl? Ich bin bey Gstt in gna⸗ den, die ſchuld iſt allzumal be⸗ zahlt durch Chriſti theures blut, daß ich nicht mehr darf fuͤrchten der hoͤlle quaal und ut. 4. Drum ſag ich dir von her⸗ zen, jezt und mein lebenlang, fuͤr ſolche pein und ſchmerzen o Jeſul lob und dank, fuͤr deine noth und angſt⸗geſchrey, fuͤr dein unſchuldig ſterben, fuͤr deine lieb und treu. z. Herr! laß dein bitter leiden mich rei en fuͤr und fuͤr, mit allem ernſt zu meiden die E5 ſuͤnd⸗ 105 — ————— ———— ———————— ——.— 185 XIV. Von dem Leiden Jeſu. fuͤndliche begier, daß mir nie komme aus dem ſinn, wie viel es dich gekoſtet, daß ich erloͤſet in. 6. Mein kreuz und, meine plagen, ſollts ſeyn auch ſchmach und ſpott, hilf mir geduldig tragen, gieb, o mein Herr und Gott! daß ich ver⸗ leugne dieſe welt, ond folge dem exempel, das du mir vor⸗ geſtellt. 7. Laß mich an andern uͤben, was du an mir gethan, und meinen naͤchſten lieben, gern dienen jedermann, ohn eigen⸗ nutz und heuchelſchein, und wie du mir erwieſen, aus rei ner lieb allein. g8. Laß endlich deine wun⸗ den michtroͤſten kraͤftiglichin meinen letzten ſtunden, und deß verſichern mich, weil ich auf dein verdienſt nur trau, du werdeſt mich annehmen, daß ich dich ewig ſchau. Mel. Kommt laßt euch! ey mir tauſend⸗ 145. Smal gegruſſet, der mich je und je geliebt, Je⸗ ſu! der du ſelbſt gebuͤſſet das, womit ich dich betruͤbt. Ach wie iſt mir doch ſo wohl, wann ich knien und liegen ſoll an em kreuze, da du ſtirbeſt, und um meine ſeele wirbeſt. 2. Ich umpfange, herz und kuͤſſe der gekraͤnkten wunden zahl, und die purpurrorhen füͤſſe, deine fuͤß und naͤgel⸗ mahl. O, wer kann doch, ſchoͤnſter Furſt! den ſo hoch nach uns gedürſt, deinen durſt und liebs⸗verlangen voͤllig faſ⸗ ſen und umfangen. 3. Heile mich, o Heil der ſeelen! wo ich krank und trau⸗ rig bin: nimm die ſchmerzen, die mich qnaͤlen, und den gan⸗ zen ſchaden hin, den mir Adams fall gebracht, und ich ſelbſten mir gemacht: wird o arzt! dein blut mich netzen; wird ſich all mein jamer ſetzen. 4. Schreibe deine blut'ge wunden mir, Herr! in das herz hinein; daß ſie moͤgen al⸗ le ſtunden bey mir unsergeſ⸗ ſen ſeyn: du biſt doch mein liebſtes gut, da mein ganzes herze ruht: laß mich hie zu deinen fuͤſſen deiner lieb und gunſt genieſſen. 5. Dieſe fuͤſſe will ich hal⸗ ten, ſo gut ich nur immer kan. Schaue meiner haͤnde falten, und mich ſelbſten freundlich an, von dem hohen kreuzes⸗ baum, und gieb meiner bitte raum; ſprich: laß all dein trauren ſchwinden, ich, ich tilg' all deine fünden. Mel. O Jeſn Chriſtee 3 err Jeſu Chriſt: 146. H daln theutes blut iſt meiner ſeelen hoͤchſtes gut, das ſtaͤrkt, das labt, das macht allein mein herz von al⸗ len ſunden rein. 2. Dein blut mein ſchmuck⸗ mein —— AlV. nein ehrenkled/ ſculd und ger nächt, dab ickan ckehn, und ude ftend einzehh. „. D Jeuhriſ Sühn’ wenn voſ mein gnadenthron rezblot,deinlebens nuir ſets neleleber 4. Herr Jeſ in nth, wannmich ſ fey höckund odſo. män labſal ſeyn. nict michvonſün Mal. Nun laßt! * Nee ſee 19. D heil ſiſ Gatterſezen ſeit lichnam, der verpundt, der mac un) 3 1 * Daz waſſer, n der ſeß de peers ſitn ſoh, as ſe ndal ein ut er her gen und muth Jder ſchweiß tnokſich aß m nentind knitt tdm kenn ind rule meme ſitfe 6d Pün Chte * 5³ ten noth 4„ undſe , mein Enn Neiu. —— wer ua Frſt 1 nfangen. e mich, H dich kr uea 3 nimm die aun W nälen, und da⸗ 1 den hin, dan d gebrach, ir genütten 1 ein blut nic n al mein jafte reibe deine 1 mir, Hen a 8 daß ſena. ba aran du biſt dn ut, denan Bt: laß mon ſſen demeiin geeſſen. iſe füſſe wil i t ich nur unei knahn 4 ſelbſten ſtan 8* ſan 3 ud gieh meinn 1 ſprich: s M hund den, O Jeuch ehr 4 Hr Juc dein te neanſett taͤrkte dan 1 ein meinhen eu tan. 2 an blutme diſte I — 1 XIV. Von dem L iden Jeſu. 107 mein ehrenkleid, dein un⸗ ſchuld und gerechtigkeit, macht, daß ich kann vor Gott beſtehn, und zu des himmels freud eingehn. 3. O Jeſn Chriſte, Gottes Sohn! mein troſt, mein heil, mein gnadenthron! dein theu⸗ res blut, dein lebensſaft, giebt mir ſtets neue lebenskraft. 4. Herr Jeſ in der letzten noth, wann mich ſchreckt teu⸗ fel, hoͤll und tod, ſo laß ja dies mein labſal ſeyn: dein blut macht mich von ſuͤnden rein. Mel. Nun laßt uns den ie ſeele Chriſti 147. D heil'ge mich, ſein Geiſt verſen mich in ſich, ſein leichnam, der fuͤr mich verwundt, der mach mir leib und ſeel geſund. 2. Das waſſer, welches auf den ſtoß des ſbeers aus ſeiner ſeiten floß, das ſey mein bad, und all ſein blut erquicke mir herz ſi ſi nn und muth. 3. Der ſchweiß von ſeinem angeſicht laß mich nicht kom⸗ men ins gerichr⸗ ſein ganzes leiden, kreuz und pein, das wolle meine ſtärke ſeyn. 4. O Jeſu Chriſt! erhoͤre mich, nimm und verbirg mich ganz in dich; ſchließ mich in deine wunden ein, daß ich vor'm feind kann ſicher ſeyn. 5. Ruf mir in meiner letz⸗ ten noth, und ſetz mich neben dich, mein Gott! daß ich mit deinen heil⸗ gen all'n, mach ewiglich dein lob erſchall'n. Gebet zu dem Verſ oͤhner. ₰ Lamm Gottes I. 48. unſchuldig! am 1¼ der kreuzes geſchlach⸗ tet; allzeit gefunden gedul⸗ dig, wiefdoh du war'ſt ver⸗ achtet. All ſuͤnd haſt du ge⸗ tragen, ſonſt muͤſten wir ver⸗ Bgen⸗ erbarm dich unſer, 0 Jeſu 2.O Lamm Gottes unſchul⸗ dig! am ſtamm ꝛc. Erbarm dich unſer, o Jeſu! 3.O Lamm Gottes unſchul⸗ dig! am ſtamm:c. Gieb uns deinen frieden, o Jeſu! riſte, du Lamm I 49. Chnftene lder du trag 4 die ſuͤnde der welt, er⸗ barm Sich unſer! Chriſte, du Lamm Got⸗ tes der du traͤgſt die ſuͤnde der welt, erbarm dich unſer! 3. Chriſte, du Lamm or. tes! der du traͤgſt die ſuͤnde der welt, gieb uns deinen frieden! Amen. Die Liebe Jeſu in dem Werke der Erloͤſung. Mel. Zerzlebſter Jeſu⸗ 8 grundlo 1I 50. Wi ſind die tiefen deiner liebe! wie heiß, wie zaͤrtlich, Jeſu, deine triebe! kein mutterherz gleicht dei⸗ E 6 nem 108 XIV. Von dem Leiden Jeſu. nem treuen herzen, du mann der ſchmerzen. 2. Was iſt der menſch, daß b du ſein ſo gedenkeſt? fuͤr ihn dich ſelbſt ſo tief ins elend ſen⸗ keſt! Fiel nicht ſchon Adam? und in ſeinem falle, mit ihm wir all? 3. Kaum reizet ihn der Va⸗ ter aller luͤgen: ſo wanket er, laͤßt willig ſich betruͤgen, und will, von ſtolz berauſcht, ſo gar in ſuͤnden die Gottheit finden. 4. Verdient verachtung goͤttlicher geſetze; verdient hen verſchwendung unſchaͤtzbarer ſchaͤtze, verdient ein ſelbſt ge⸗ machter boͤſer ſchade des rich⸗ ders gnade? 5. Was zieht dich denn, Er⸗ loͤſer, auf die erde? Was ſchadet dirs, wenn ich ver⸗ Dammet werde? Du bleibeſt doch, wenn ich gleich ſtrafe lei⸗ de, des Vaters freude. 6. Du herrſcheſt ja vergnuͤgt auf deinem ſtuhle, wann ſa⸗ rans ſchaaren ſchon im feuer⸗ piule durch neue ſchuld ſich neue ſtraf' erwerben, und ewig ſterben. 7. Verehrt beſchaͤmt den weiſen rath, ihr chriſten, den einzuſchaun die engel ſelbſt gelüſten! bewundert doch in den erloͤſungswerke der liebe aͤrke! 8. Der ewege koͤnig von der allmacht throne, der traͤgt zum ſchimpf nun eine dornen⸗kro⸗ ne. Der wird verlaͤſtert, den im himmel oben die engel lo⸗ en. 9. Des Hoͤchſten Sohn buͤßt fuͤr die menſchenkinder; der Heiligſte bezahlet fuͤr die ſuͤn⸗ der; des lebens furſt und aller bosheit raͤcher ſtirbt bey dem ſchaͤcher. 10. Kann dein verſtand ſo hohe gnadenzeichen, ſo groſe wunder ſeiner lieb erreichen? Thut er nicht mehr, uns erde zu erhoͤhen, als wir verſte⸗ 11. Herr lehre ſelbſt mich deine huld erkennen, in rech⸗ tem glauben meinen Herrn dich nennen! erbarme dich, und heile meinen ſchaden, du brunn der gnaden! 12. Ich bin verderbt vom fuſſe bis zum ſcheitel. Mein herz iſt trotzig, widerſpenſtig, eitel. Mein beſtes thun iſt mangelhaft und ſuͤndlich, ſo fehl ich ſtuͤndlich. 13. Ich flieh, o Herr, zu dei⸗ nen liebesarmen. Ich ſuch, und bitte nichts, als dein er⸗ barmen. Verſtoß den nicht, der ſeine ſunden haſſet, und dich umfaſſet.. 14. Was machſt du, feind, mir Chriſti huld verdaͤchtig? Schweig! ſeine kraft iſt in den ſchwachen maͤchtig. Er ſelbſt macht den gerecht, der an ihn glaͤubet, und in ihm bleibet. 1 AI- . guüch nich d lama zu deinem 1 nit dein blut die und reize/dich, den alltr guten gaben, iuu haben. i dir, Jiſl, dillich auch Kerhen juräict, den dur verderten! b hilfm in den letten kunde deite wunden! „r AYulict 17. licbe wülſchte eligeit!d aus hächtem mehe, ſan nerwall lid de den, mir u gute, ſchlchtſchaaf engeſt Azehlt mitdeinem! kiſahat der welt. 2 Liebe, die mit und friuen an der ſch lenrit, kiebe! llat end ſegen una feſt ſelett; giebe! len wilen Goutez tan de, rMeſtillen, hat dei jiggegt. ad z litel die mi ſenaleſtuag. gän kiebe! die und chmetzen, n tangte td tlandinte ärre kiae Anndathem end ilgend 15 und ſeele trennt. 4 Rer hi wit n Jeſt, b nidundd eaben deg Hͤchſien Ga nenſgenzat 9 bezgltſug lebens riun icher ſirt n ann dein tain denzeichen,’ ſeiner lit en nicht mer, en, als nir 1 (d erkennen,ie uben meinn r nen, erbetweit meinen ſcehn r gnaden. c bin verden zum ſcheitl. nichts, Aede Verfoß dat ſünden haßtn ſſet. ſchen michtg zt den gench, uben, udun 3 XIV. Von dem Leiden Jeſu. 109 15. Zeuch mich verwundtes lamm zu deinem kreuze, da⸗ mit dein blut die ſeele dring und reize, dich, den erwerber aller guten gaben, recht lieb zu haben. 156. Dir, Jeſu, leb ich, dir will ich auch ſterben! laß den nur nicht, den du verſoͤhnt, verderben! o hilf mir itzt und in den letzten ſtunden, durch deine wunden! du liebe meiner I 5 J. liebe! du er⸗ wuͤnſchte ſeligkeit! die du dich aus hoͤchſtem triebe, in das jammervolle leid deines lei⸗ dens, mir zu gute, als ein ſchlachtſchaaf eingeſtellt, und bezahlt mit deinem blute alle miſſethat der welt.. 2. Liebe, die mit ſchweiß und thraͤnen an dem oͤlberg ſich betruͤbt; Liebe! die mit blut und ſehnen unaufhoͤrlich feſt geliebt; Liebe! die mit allem willen Gottes zorn und eifer traͤgt; den, ſo niemand konnte ſtillen, hat dein ſterben hingelegt. 3. Liebe! die mit ſanftem herzen alle ſchmach und hohn gehoͤrt; Liebe! die mit angſt und ſchmerzen, nicht der ſtrengſte tod verſehrt; Liebe! die ſich liebend zeiget, als ſich kraft und athem end't; Liebe! die ſich liebend neiget, als ſich leib und ſeele trennt. 4. Liebe! die mit ihren ar⸗ men mich zuletzt umfangen wollt; Liebe! die aus liebser⸗ barmen, mich zuletzt in hoͤchſter huld, ihrem Vater uͤberlaſſen, die ſelbſt ſtarb und fuͤr mich bat, daß mich nicht der zorn ſollt faſſen, weil mich ihr verdienſt vertrat. 5. Liebe! die mit ſo viel wunden, gegen mich, als ſei⸗ ne braut, unaufhoͤrlich ſich verbunden, und auf ewig an⸗ vertraut: Liebe! laß auch meine ſchmerzen, meines le⸗ bens jammerpein, in dein'm blutverwundtem herzen, ſanft in dir geſtillet ſeyn. 6. Liebe! die fuͤr mich ge⸗ ſtorben, und ein immerwaͤh⸗ rend gut an des kreuzesholz erworben: ach! wie denk ich an dein blut; ach! wie dank ich deinen wunden, du ver⸗ wundte liebe du, wann ich in den letzten ſtunden ſanft in deiner ſeite ruh'. 7. Liebe! die ſich tod ge⸗ kraͤnket, und fuͤr mein erkalt'⸗ tes herz in ein kaltes grab ge⸗ ſenket, ach wie dank ich dei⸗ nem ſchmerz! habe dank, daß du geſtorben, daß ich ewig le⸗ ben kann, und der ſeelen heil erworben, nimm mich ewig liebend an. Die Thraͤnen Jeſu. Mel. Allein zu dir, Zerr 152 u neinef fuͤr Je⸗ 5 ᷑ fruſalem, Herr E7 Jeſu⸗ 110 XIV. Von dem Leiden Jeſu. Jeſu, heiſſe zaͤhren, bezeugſt, es ſey dir angenehm, wenn ſunder ſich bekehren. Wann ich vor dir mit buß erſchein, und uͤber meine ſuͤnden wein, ſo tilgeſt du aus lauter gnad die miſſethat, die mich bisher gequaͤlet hat. 2. Wann deines Vaters zorn entbrennt', von wegen meiner ſuͤnde, zu deinen thraͤ⸗ nen ich mich wend', da ich er⸗ quickung finde; vor Gott ſind ſie ſo hoch geſchaͤtzt, wer damit auserwaͤhlten hauf: dann will ſeine ſuͤnden netzt, den blickt Gott an mit autigkeit, zu je⸗ der zeit, und ſein betruͤbtes herz erfreut. 3. Hier muß ich auch im thraͤnen⸗haus vor groſſer angſt oft weinen, der welt aushalten manchen ſtraus; ſie martert ſtets die deinen; auf allen ſeiten, wo ſie kann, faͤngt ſie mit mir zu hadern an. Dies troͤſt t mich zu aller friſt, Herr Jeſu Chriſt, in noth du auch geweſen biſt. 4. Du merkſt, wie oft ich thraͤnen wein', ſie ſind von dir gezaͤhlet, und ob ſie nicht zu zaͤhlen ſeyn, dennoch dir keine fehlet. So oft vor dir ſie regen ſich, ſo oft ſie auch be⸗ wegen dich, daß du dich mein erbarmen mußt, wie dir be⸗ wußt, denn du mir allzeit huͤlfe thuſt. 5. Wer jetzund ſaͤet thraͤnen gus, haͤlt in geduld Gott ſil⸗ 153.E haus, da freude iſt die fälle. Ja, ſolche freude, die kein mann mit ſeiner zung aus⸗ ſprechen kann, und die da bleibt in ewigkeit: mein kreuz und leid wird werden dort zu lauter freud. 6. Fuͤr dieſe thraͤnen dank ich dir, daß du die freuden⸗ krone, Herr Chriſt, dadurch erworben mir bey dir im him⸗ mels⸗throne, wann du mich holen wirſt hinauf zu deinem ich recht lobſingen dir, o hoͤch⸗ ſte zier! fuͤr deine thraͤnen fuͤr nd fuͤr. Die Willigkeit Jeſu fuͤr uns zu leiden. laͤmmlein geht und traͤgt die ſchuld der welt und ihrer kin⸗ der: es geht und buſſet in ge⸗ duld die ſuͤnden aller ſuͤnder; es geht dahin, wird matt und krank, ergiebt ſich auf die wuͤr⸗ gebank, entzieht ſich allen freuden: es nimmet an ſchmach, hohn und ſpott, angſt, wunden, ſtriemen, kreuz und tod, und ſpricht: ich wills gern leiden. 2. Das laͤmmlein iſt der groſſe freund und Heilaud meiner ſeelen: den, den hat Gott zum ſuͤnden feind und ſoͤhner wollen waͤhlen: ge hin, mein kind! und nimm dich le, wird froͤlich ſeyn in deinen dic gethan, zur tal ruthen; die ſraf der zorn it gro: XIV. dic ander nder, zur raf! und ſolſt ſemachen ſetten und durd „.Ja, Vater! zensgrund, leg auf dirs tragen: mel haͤngt andemem nu dirien iſt dein ſgen derliebl o lehim kannſt, was nieke gedact, Gott ſeine abzmangen: O liebe du diſtſtark, du ſe. ins zrobund ſatg,do filſen ringen. 4. Du marterſt kreues gaum, mi und wit ſgieſen; d teſ italonie nn l her lad adern ſieſ herjsnitder zutzer derf wit dem edlen .— 7 em eigenrg Uhoeran — 4— da freude nnd dich an der kinder, die ich aus 1 eng 9 di ird werdn a dan ür dieſe teune j daß da deße Herr Chri en mir beyhit Drone, wann virſt hinaufuſe aͤhlten haufed b für deinethe Villigket In uns zu leide b in länuli - und t der welt and in Z geht und hißte e ſunden alſ dahin, witdme rgiebt ſccufſe , entzieht ſt en: es unt , hohn un wunden, ii ind tod, und Zgern leidel. das lämmln freund und ſeelen: den, im fünden⸗ſii wollen win ein kind uh, XIV. Von dem Leiden Jeſu. 111 6. Ich will von deiner lieb⸗ gethan, zur ſtraf und zornes lichkeit bey nacht und tage ruthen; die ſtraf iſt ſchwer, der zorn iſt groß: du kannſt und ſollſt ſie machen los, durch ſterben und durch bluten. 3. Ja, Vater! ja von her⸗ ensgrund, leg auf, ich will dirs tragen: mein wollen haͤngt an deinem mund, mein wirken iſt dein ſagen: o wun⸗ derlieb! o liebesmacht! du kannſt, was nie kein menſch gedacht, Gott ſeinen Sohn abzwingen: O Liebe! Liebe! du biſt ſtarß, du ſenkeſt den ins grab und ſarg, vor dem die felſen ſpringen. 4. Du marterſt ihn am kreuzes ſtamm, mit naͤgeln und mit ſpieſſen; du ſchlach⸗ teſt ihn als wie ein lam, machſt herz und adern flieſſen, das herze mit der ſeufzer kraft, die adern mit dem edlen ſaft des purpurrothen blutes; o ſuͤſ⸗ ſes Lamm! was ſoll ich dir er⸗ weiſen dafuͤr, daß du mir er⸗ zeigeſt ſo diel gutes? 5. Mein lebetage will ich dich aus meinem ſinn nicht laſſen; dich will ich ſtets, gleichwie du mich, mit liebes armen faſſen: du ſollſt ſeyn meines herzens licht, und wann mein herz zu ſtuͤcken bricht, ſollſt du mein herze bleiben: ich will mich dir, mein hoͤchſter ruhm! hiemit zu deinem eigenthum beſtaͤn⸗ diglich verſchreben. ſingen, mich ſelbſt auch dir nach moͤglichkeit, zum freu⸗ den⸗opfer bringen; mein bach des lebens ſoll ſich dir, und deinem namen fuͤr und fuͤr, in dankbarkeit ergieſſen: und was du mir zu gut gethan, das will ich ſtets, ſo tief ich kann, in mein gedaͤchtniß ſchlieſſen. 7. Erweitre dich, mein's herzens ſchrein! du ſollt ein ſchatzhaus werden der ſchaͤtze, die viel groͤſer ſeyn, als him⸗ mel, meer und erden; weg mit dem gold Arabia, weg calmus, myrrhen, caſta, ich hab ein beſſers funden; mein groſer ſchatz, Herr Jeſu Chriz! iſt dieſes, was gefloſſen iſt aus deines leibes wunden. 8. Das ſoll und will ich mir zu nutz zu allen zeiten machen; im ſtreite ſoll es ſeyn mein ſchutz, in traurigkeit mein lachen, in froͤhlichkeit mein ſaitenſpiel, und wann mir nichts mehr ſchmecken will, ſoll mich dies manna ſpeiſen: im durſt ſolls ſeyn mein waſ⸗ ſerquell, in einſamkeit mein ſprachgeſell, zu haus und auch auf reiſen. 9. Was ſchadet mir des to⸗ des gift? dein blut das iſt mein leben; wann mich der fonnen hitze trift, ſo kann mirs ſchatten geben: ſetzt mir der ſchwermaty umerje zu; 0 112 XIV. Von dem Leiden Jeſu. ſo find ich bey dir meine ruh, als auf dem bett ein kranker: und wann des kreuzes unge⸗ ſtum mein ſchiflein treibet um und uͤm, ſo biſt du dann mein anker. 10. Wann endlich ich ſoll treten ein in deines reiches freuden; ſo laß dies blut mein purpur ſeyn, ich will mich dar⸗ ein kleiden: es ſoll ſeyn mei⸗ nes hauptes kron, in welcher ich will vor den thron des hoͤchſten Vaters gehen, und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeſchmuͤckte braut, an deiner ſeite ſtehen. Das Leiden Jeſu am Oelberg. Mel. Jeſu meiner ſeelen err des himmels 1 54.— ſtarker Held! was wird mit dir werden? Warum liegſt du, blaß ent⸗ ſtellt, bebend auf der erden? blut im antlitz mußt du hier mit dem tode ringen; und dein jammer ſollte mir nicht zu herzen dringen? 2. Könnt ich doch mit dir zugleich hier im ſtaube zagen! Töͤnt ich doch mit dir zugleich deine buͤrde tragen! doch, ich leicht zertretner wurm, wie wollt ich es wagen, in des ei⸗ fers laͤngſtem ſturm Gottes zorn zu tragen? 3. Ach wir alle koͤnnten ja ſt dieſen kampf nicht kaͤmpfen. vor dir verdeckt: Wann Gott eifert, wer fann da ſeinen eiſer daͤmpfen? Welche ſtarke heldenkraft mag ſich das erkuͤhnen? Nur die kraft, die welten ſchafft, kann ſie auch verſuhnen. 4. Herr, daher, die ſo ſchwere buͤrde, die, ſelbſt engeln auch zu ſchwer, ſie vernichten wuͤrde. Und doch ſtaͤrkung muß ſogar dir ein engel geben; dir, der ſelbſt allmaͤchtig war, jede noth zu heben. 5. Vor dir liegt,(denn dir kann ja, Herr! ſich nichts ver⸗ hehlen,) eine welt voll ſuͤn⸗ den da; ol wer kann ſie zaͤh⸗ len? Niemand, als nur Gott lund du, kann die zahl ergruͤn⸗ den. Alle rechnet Gott dir zu. Nun ſind's deine ſuͤnden. 6. Liebe ſtralet dir ſonſt ſtets aus des Vaters blicken; und in ſtunden des gebets muß dich ſie erquicken. Da nun zorn im antlitz ſchreckt, da es mit gewittern furchtbar ſich follteſt du nicht zittern?. 7. Hier fuͤhl ich der ſuͤnden graͤu'l; ganz von angſt er⸗ ſchuͤttert. Auch fuͤr mich haſt du, mein heil, hier im ſtaub gezittert. Held, da fluch und zorngericht dich faſt nieder⸗ ſtuͤrzen: ſoll der graͤu'l der err, auf dich ſtuͤrzt ſſe AlV. —— , auch mit zu leſeſtdu allin auf! dud ſafe legen. dicdenachsvollin terz willn, was un retenſellſerbendzu „ Nah Herr, reſct hit du mer Adatin leiten kamdf angſt dethäle wile. 1 von angtbeklommen kine huülfeweiß, mie rakenren Ddi bejangenne . Nll pin nenes ke GliuChri 155 Süahe ledc uns ſunh het nirt d gebun derſkechemn gleich, deiſereindeganzet du ind veicſt nie gieht mit dlem he dichſn ire bende h Nehrals walf me demm deine hhrot ſaineswi na dinks; n, Kehn bere ſzen. gaten ſtleſtent, unde m Jeiu arke heldeline Ktiſmm 1 eltenſceß, rimie r, aufdich dis ſo ſcae öſt engen a fie verniztnn ſtärkung 1i ngel geben g maͤchtig we heben. or dirliezt,(an Herr ſchuch ) eine weltki ol wer kan iemand, aismt Ids deineſſ be ſtraletdir et Vaters bütn den des gehen erguicken. A antliz ſchuc vittern in verdeck dh 7 kht lewſti XIV. Von dem Leiden Jeſu. 113 denn, auch mir zum ſegen, lieſſeſt du allein auf dich fluch und ſtrafe legen. Du ergabſt dich demuthsvoll in des Va⸗ ters willen, was uns ſuͤnder retten ſoll,ſterbend zu erfuͤllen. 9. Nun, Herr, meine zu⸗ verſicht! hilf du meiner feele, daß im lezten kampf ſie nicht angſt der hoͤlle quaͤle. Ach laß deinen blut'gen ſchweiß, weñ, d von angſt beklommen, ich nun keine huͤlfe weiß, mir zu ſtat⸗ V ten kommen! Die Gefangennehmung Jeſu. Uel. Jeſu meines Lebens ſem werke geht geduld der Al⸗ macht vor. Spraͤchſt du nur; gleich Simſons ſchlingen wuͤrden deine bande ſpringen! und der feinde groſſe zahl ſtuͤrzte deiner gottheit ſtrahl. 4. Doch ſie ſchlagen hin zur erden, hingeſtuͤrzt durch dein Ich bins; daß ſie ſelber zeu⸗ gen werden deines edlen hel⸗ enſinns. Niemand nimmt von dir dein leben. Du wiliſt ſelbſt fuͤr uns es geben; du nicht ſchmach noch martern ſcheun, aus der hoͤll uns zu befreyn. 6. Treuer buͤrg', um unſert⸗ willen ſtreckſt du deine haͤnde dar; Gottes rathſchluß zu er⸗ fuͤllen, ſchoneſt du der frechen 1 5 5. Jel Chriſte, deſſen wunden heil und leben uns gebracht! hart wirſt du gebunden; ſchaar; wehrſt dem ſchwerdte ch wie deines freundes; heilſt die du wunden deines feindes; nimſt verbrechern gleich gemacht! die bande willig an, da dein deiner feinde ganze tucke keüſt du, und weichſt nie zuruͤcke; giebſt mit edlem heldenſinn dich in ihre bande hin. 2. Mehr als zwoͤlf der legi⸗ onen, die um deines Vaters thron ſeines winks zu warten wohnen, ſehn bereit, o men⸗ ſchenſohn! Nur ein wink, du biſt befreyet, und der feinde heer zerſtreuet. Doch wie viel ihr grimm verbricht; du winkſt deinen engeln nicht. 3. Du biſt ſelber reich an ſtaͤrke, die auch hier ſich nicht verlohr, Aber, Herr, in de arm ſich weigern kann. 6. Edel ſind ſie, deine bande, und erhoͤhung deines ruhms. Deinen richtern ſind ſie ſchan⸗ de; dir ein ſchmuck des prie⸗ ſterthums. Auf! die bande zu beſingen, die euch, chriſten, freyheit bringen. Singt und ruͤhmt ſie, denn ſie weihn Je⸗ ſum euch zum opfer ein. 7. Dank dir fuͤr ſo groſe guͤ⸗ te, zeige nun auch deine treu, und befreye mein gemuͤthe von der fuͤnden ſelaverey; daß mein fleiſch mich nie verſtricke, weltverfuͤhrung nie berücke, e 114 XIV. Von dem Leiden Jeſu. des verſuchers argliſt nie in ſein netz mich wieder zieh. 8. Und ſoll ich den ruhm er⸗ langen, daß ich, deines Gei⸗ ſtes voll, in bekenner feſſeln prangen, deinetwegen leiden ſoll: gieb dann mir in meinen banden reichen troſt aus dei⸗ nen banden, daß, gleich dir, ich ſie nicht ſcheu', ich, gleich dir, gelaſſen ſey. Jeſu Leiden die ihm ſeine Juͤnger verurſacht haben. Mel. Auf meinen lieben Hein Jeſu! fuͤr ein ſo herber ſchmerz! den du weit mehr empfunden, als ſtriemen, ſchlaͤg und wunden! die kleine zahl von freunden kraͤnkt dich, gleich deinen fein⸗ den. 2. Kaum naht ſich die ge⸗ fahr, ſo bebt der juͤnger ſchaar. Die erſt ſich hoch ver⸗ meſſen, eh ſie der treu vergeſ⸗ ſen, den tod auch vorzuziehen, verlaſſen dich und fliehen. 3. Der kuͤhn ſein ſchwerdt ezuͤckt, dein Petrus ſelbſt er⸗ ſchrickt: Er flieht, eh bande drohen; ſchaͤmt ich, daß er ge⸗ flohen; kehrt ein, und eilt ver⸗ wegen dem tiefen fall entge⸗ gen. 4. Wie iſt der menſch ſo ſchwach! So viel ſein muth dein herz, welch verſprach; doch liegt er da im ſtaube, erlsſchen is ſein glau⸗ be, ſein kuͤhner nuth gedaͤm⸗ pfet. Ach chriſten, wacht und kaͤmpfet! . Wo iſt nun Petri treu? der Jeſum vormals frey fur Gottes Sohn bekannte, fuͤr vor Jeſu ohren bald frechihn abgeſchworen. 6. Doch, Herr, dein liebes⸗ blick bringt ihn alsbald zu⸗ ruͤck. Er fuͤhlet ſein verbre⸗ chen, kann nun vor ſchmerz nicht ſprechen, und weint nur gnade ſehnen. 2. Er ſucht und findet ſie. Verzagt drum, ſuͤnder, nie! kleinmuth'ge zweifel, ſchwei⸗ get, die ſatans liſt erzeuget! ſo groß ſind keine fuͤnden, ſie konnen gnade ſinden. 8. Daß der verraͤther doch auch nach dem frevel noch, um gnad in reu geflehet, nicht Gottes huld verſchmaͤhet! in des verrathnen wunden haͤtt er auch heil gefunden. 9. Zwar ſchrecklich war dit that, daß der den untertrat, der ihn zum freunde waͤhlte, und zu den zwoͤlfen zaͤhlte; daß er, da Jeſus lockte, ſein reches herz verſtockte. 10. Doch fur die ganze welt welg koͤſtlich loͤſegeld! ſo wahr der lebt, der leben uns allen hat gegeben;(ſo ſchwoͤrt es h ged 3 feldſ zm. ſebt derriche) t firverbreche. I. Ach! Nrden ſad derſatan liß deſeritngſtund Aades ſne ſeele d frabltheten, glei Han’terrachen. ihn von eifer brannte, der hat 2. Eein Hetz ihm Der ſelter zur⸗ ernähſt e gleichde daewig u venwe er pemverderben,— bittre thraͤnen, die ſich nach hald u terben, 3 O ſcreckliche ontenſchen,daß euch ſatzts li zerücke, te einer ch! gieb deiker uühe,de ichi ſeſ. it. Teenntdenne lit, die ſitz geſc nith,Ni, von de laß dich mi perr ungnnd inderut Jdäeg etreten. Jültbidenüber Phel. Wann mei on 157,% 34 länet gennz d kagt ün ſei gen nentter däterlic; de ihm dein blach aſtßt udirung zutilg eiten 1 2 Die wucht! ſägen teſͤnd — erledona cenitſi Ädaer muth 9 grite n 0 iſt nan penid m vormalsf ohn hekannt, tifer branntee löhren balſi voren. ch, den, Rint ingt ihn ae Er fühlet ſing ann nun perſte ſechen, undem hränen, dieſß ehnen. rſuct und ſe drum, füde, th'ge waſcl eſatans lita ſind keine ünhe gnade finden ſaß der verrätn H dem ſteveln treu giſeſt huld verſchni rathnen wundn heil gefunden war ntltn aß der den uie zum freunden den zwälfe ſus 1 Doch fürdiezu ſtlich lſegede —, der lehen geben;(ſ 4 XIV. Von dem Leiden Jeſu. 115 ſelbſt der raͤcher) es gilt auch fuͤr verbrecher. 11. Ach! der den rath ihm gab, der ſatan laͤßt nicht ab, daß er ihn aͤngſt und quaͤle, bis Judas ſeine ſeele durch ſeine frevelthaten, gleich ſeinem Herrn verrathen. 12. Sein Herz zerfoltert ihn. Der folter zu entfliehn, erwaͤhlt er gleich den teufeln, auf ewig zu verzweifeln: zu ewigem verderben, von eigner hand zu ſterben. 13. O ſchreckliches gericht! omenſchen, daß euch nicht des ſatans liſt beruͤcke! Herr, weh⸗ re ſeiner tucke! gieb kraft aus deiner hoͤhe, das ich ihr wiber⸗ ſtehe. 14. Trennt dennoch ſatans liſt, die ſtets geſchaͤftig iſt, mich, Jeſu, von den deinen, laß mich mit Petro weinen, um gnad in demuth beten, nie Judaͤ weg betreten. Jeſu Leiden uͤber die Suͤn⸗ de Petri. Mel. Wann meine ſuͤnd 11 57 on furcht dahin geriſſen, ver⸗ laͤugnet Petrus dich. Bald ſtraft ihn ſein gewiſſen; da weint er bitterlich; tief drin⸗ get ihm deiu blick ins herz; er fleht zu dir um gnade, und du ſlillſt ſeinen ſchmerz. 2. Wie wuchs nan deines muth! furcht konnt ihn nicht mehr beugen: fuͤr dich, Herr, floß ſein blut! dich, ſeinen Herrn und ſeinen Gott, ver⸗ herrlichte ſein leben, verherr⸗ lichte ſein tod! 3. Betruͤht iſt meine ſeele, erfuͤllt mit reu und ſchmerz! was hilfts, daß ichs verhele? du ſchauſt mir ja ins herz! be⸗ kennen will ich es vor dir: Ich habe dich verlaͤugnet! ver⸗ gieb, vergieb es mir! 4. Wann deines namens haſſer dich ſchmaͤhten, wann ihr ſpott von ihrem mund als waſſer dahin floß wider Gott, dann ſchwieg ich furchtſam; ſchaͤmte mich, ein Chriſt zu ſeyn, und ſcheute mehr ihren ſpott als dich! s. O du, der du dein leben, du Herr der ewigkeit, ſo wil⸗ lig hingegeben fuͤr meine ſe⸗ ligkeit! wie undankbar, wie ſchwach war ich, daß ich den ſpott der ſuͤnder mehr fürchte⸗ te als dich. 6. Ach rechne nicht zur ſuͤn⸗ de mir dieſe ſchwachheit zu! den ſchmerz, den ich empfinde, Erloͤſer, ſiehe du! du ſchenkteſt Petro ſeine ſchuld: bedeck auch mein vergehen mit dei⸗ ner lieb und huld! 7. Laß dieſe meine reue mir unvergeßlich ſeyn! ich will zu ew'ger treue dir meine ſeele weihn! dich zu verlaͤugnen, zeugen beſtaͤndigkeit und Herr, mein Gott, das furch⸗ te 116 XIV. Von dem Leiden Jeſu. — te meine ſeele weit mehr als ſelbſt den tod! 8. Ich will dich frey beken⸗ nen! wann Gott gericht einſt haͤlt, wirſt du mich auch be⸗ kennen dem richter aller welt dein kreuz iſt meine zuverſicht! ſelbſt denen, die dich ſchmaͤhen, verheel ichs, Jeſu, nicht! 9. Bedeckt von deiner gna⸗ de, veracht ich ihren ſpott! wer iſt es, der mir ſchade? du hilfſt mir aus, mein Gott! von meinem haupte faͤllt kein haar, und drohten ſie mir alle die ſchrecklichſte gefahr! Die Leiden Jeſu vor dem geiſtlichen und weltli⸗ chen Gericht. Mel. Erhabner Gott 158. Vens vor den ſcheerer ſchweiget, das ſeinem volk in ſeinem bilde zeiget, wie ſanftmuthssoll, wie ſiille bey der pein ein chriſtlich herz in unſchuld ſolle ſeyn. 2. Dn haſt, was ich verſchul⸗ det, uͤbernommen, und biſt fuͤr mich vor manch gericht gekom⸗ men: da wollteſt du als buͤrge ſchweigend ſtehn, daß vors ge⸗ richt getroſt ich koͤnne gehn. 3. Ach hilf mir auch, wann ich verfolget werde, wann ſa⸗ tans heer, wann hoͤlle oder er⸗ de ſich wider mich aufmacht, pfand, ſo ihr euch nicht be⸗ kehrt [undan mich will, daß unter deinem ſchutz ich bleibe ſtill. 4. Komm, ſtilles Lamm! ſchließ meines mundes pfor⸗ ten, damit ich nie mit fluch und laͤſterworten dem tollen feind in ſeiner raſerey zu eig⸗ nem ſchimpf und ſchaben aͤhn⸗ ich ſey. 5. Auch muͤſſe nichts aus meinem munde gehen, als was vor dir, mein Heiland! kann beſtehen, kein ſchandbar wort, kein faul geſchwaͤtz der welt, kein ſoſcher ſcherz, der meinem Gott mißfaͤllt. 6. Dagegen gieb mir kraft, dich zu bekennen, mit herz und mund dich meinen Herrn zu nennen: richt' jedes wort zu deiner ehre ein, laß mich be⸗ redt in deinem lobe ſeyn. Mel. O Gott, du frommer eht, welch ein 4 59. S menſch! ach ſeht, mit ſchand iſt er bede⸗ cket, der glanz der herrlich⸗ keit! ſchaut, menſchen, und erſchrecket des Hoͤcſten Sohn habt ihr ſo tief herab gebracht⸗ ſo ſchwere muͤh hat ihm nur eure ſchuld gemacht! 2. Seht, welch ein menſch! weh' euch, wenn hier noch vor den fuͤnden nicht eurer ſetle graͤu'lt! ſein zorn wird ſich — ent uͤnden! dann fordert er die ſchmach, die er fuͤr euch em⸗ Ir. —— tehn, in zorn de nd. e velchein iht in heiligkeit Att, ſchaut, wie ei ühtl ſcaut, wieer itru nohleuch/ jſorcheuchſchmerze trütt afeutteuch das zieſeſchmacheug 4Siht,welchein hirr cht, verirece ebanden andem ſe ſelet ganzkeine ſch den! Dies ſeugniß etth dennwärern eity biekonnt er d ſan dchmag die lltſtdu tin könig derzdollöerdit 6 1 — einer raſetey e 1 ipf und ſche ehen, kiin teu n ſolcher ſger gegen giebwene kennen, nitzer ich meinen hm richt jedesm dre ein, baßn deinem lohe ſi »Gott du ſtene eht, u .O anſt it ſchand ite er glanz der i daut, menſin, let des Höaſtt ſo tief henabnin ere muͤh htig. uld gemach! tht welchänn d, wenn ſian⸗ den nicht en⸗ lſein zrn i den! dant ſie ncch dietri ſe ihr at⸗ XIV. Von dem Leiden Jeſu. kehrt, im zorn von eurer hand. 3. Seht, welch ein menſch! ddie ihr in heiligkeit ihm die⸗ net, ſchaut, wie er ſuͤnden hußt! ſchaut, wie er uns ver⸗ ſuͤhnet! wohl euch, daß ſeine ſchmach euch ſchmerzet und be⸗ truͤbt! erfreuet euch des heils, das dieſe ſchmach euch giebt! 4. Seht, welch ein menſch! hier ſteht, verbrechern gleich gebunden, an dem ſein richter ſelbſt ganz keine ſchuld gefun⸗ den! Dies zeugniß iſt mir werth! denn waͤr er nicht ganz rein, wie koͤnnt er da fuͤr uns ein guͤltigs opfer ſeyn? s. Seht, welch ein menſch! ach ſeht! wie iſt ſein leib zer⸗ riſſen! ſeht, was fuͤr ſtroͤme bluts aus ſeinen wunden flieſſen! Heilſame theure flut! aus dieſen wunden quillt, was unſre ſchaͤden heilt, und das gewiſſen ſtillt. 6. Seht, welch ein menſch! ach ſeht, ſchmerzhafte dornen kroͤnen ſein majeſtaͤtiſch haupt! doch mag die welt dich hoͤhnen, mein Jeſu! mir bleibſt du ein koͤnig auch noch ans kreuz gehenket, wirſt du hier; voll ehrerbietigkeit beug ich die knie vor dir. 7. Seht, welch ein menſch! ach ſeht! er muß, vom rohr . jerſchlagen, noch in der eignen hand des frevels werkzeug tragen! ach wißt, daß dieſe hand ein eiſern zepter traͤgt! ſorgt, frevler, daß ſie euch nicht einſt im zorn zerſchlaͤgt! 8. Seht, welch ein menſch! ſchaut hin! erblickt ihr nicht mit ſchrecken, wie ſchand und ſpeichel ihm ſein antlitz uͤber⸗ decken? Gott, wie viel ſchnoͤ⸗ um mich! mein dank ergießt 9. Seht, welch ein menſch! mein herz im leibe will mir brechen! ob dieſe leiden ſchon mir ew'gen troſt verſprechen. Herr, ich kann ihrer nie mich ohne wehmuth freun! Herr, noch ſchande ſcheun! Die Verurtheilung Jeſu. . erzliebſter Jeſu, 1 60. H was haſt du ver⸗ brochen, daß man ein ſolch ſcharf urtheil hat geſprochen? Was iſt die ſchuld? In was vor miſſethaten biſt du gerathen 3 2. Du wirſt verſpeyt, geſchla⸗ gen und verhoͤhnet, gegeiſſelt und mit dornen ſcharf gekroͤ⸗ net, mit eſſig, als man dich getraͤnket! 3. Was iſt die urſach aller ſolcher plagen? Ach meine ſuͤnden haben dich geſchlagen! ich, ach Herr Jeſu, habe dies verſchuldet, was du erduldet! 4. Wie wunderdarlich iſt doch dieſe ſtrafe, der gute bir⸗ 3 de ſchmach trift deinen Sohn vor dir in heiſſen thraͤnen ſich. laß mich ja fuͤr dich nie ſpott — —õyõ—yyy—— 1 ————————— 118 XIV. Vom dem Leiden Jeſ. NNI. ————— te leidet fuͤr die ſchaafe; die ſchuld bezahlt der Herre der gerechte, fuͤr ſeine knechte. kreuze die begierden anzuhef⸗ ten, ſo gieb mir deinen geiſt, ih der mich regiere, zum guten 1 5. Der fromme ſtirbt, der fuͤhre. ſehe ftevler, wab recht und richtig wandelt; der 12 Alsdan ſo werd ich deine Ri db ich nich in boͤſe lehi, der wider Gott miß⸗ huld betrachten, aus lieb an ihe geſus gab ſch handelt; der menſch verwirkt dech bie welt für nichtig ach⸗ nit ſo wird er mei den tod, und iſt entgangen, ten, ich werde mich bemuͤhen ſild alerauchmei Gott wird gefangen. deinen willen, ſtets zu erful⸗ Ud. Der am freuz 6. Ich war von fuß auf len. z. Dt an kreuz — voller ſchand und ſuͤnden, bis zu dem ſcheitel war nichts guts zu finden, da fuͤr haͤtt, ich dort in der hoͤlle muͤſſen ewiglich buͤſſen. 7. O groſſe lieb! olieb ohn alle maaßen, die dich gebracht auf dieſe marter⸗ſtraſſen! ich lebte mit der welt in luſt und freuden, und du mußt leiden! zu allen zeiten! wie kann ich gnugſam ſolche treu ausbrei⸗ ten? Kein menſchlich herze dir zu ſchenken. 9. Ich kanns mit meinen ſinnen nicht erreichen, mit was doch dein erbarmung zu ver⸗ gleichen; wie kann ich denn dir deine liebes⸗thaten im werf erſtatten? 10. Doch iſt noch etwas, das dir angenehme, wann ich 13. Ich werde dir zu ehren alles wagen, kein kreuz nicht achten, keine ſchmach noch plagen, nichts von verfol⸗ gung, nichts von todes chmer⸗ zen, nehmen zu herzen. 14. Dies alles, obs fuͤt ſchlecht zwar iſt zu ſchaͤtzen, wirſt du es doch nicht gar bey ſeite ſetzen, in gnaden wirſt du dies von mir annehmen, mich nicht beſchaͤmen. 15. Wann dort, Herr Je⸗ ſu, wird vor deinem throne, auf meinem haupte ſtehn ein ehren⸗krone, da will ich dir, wann alles wird wohl klin⸗ gen, lob und dank ſingen. Das Leiden Jeſu am Kreuze. mel. Auf, o ſeele, werde er am kreuz iſ des ſteiſches luͤſte daͤmpf und zaͤhme, daß ſie aufs neu mein 161. meine liebe, meine lieb iſt Jeſus Chriſt⸗ weg, ihr argen ſeelen⸗diebe, herze nicht enrzunden mit al⸗ ten ſuͤnden. 11. Weil aber dies nicht ſatan, welt und geiſches⸗liſt! 25— eure lieb iſt nicht von Gott, ſteht in eignen kraͤften, dem eure lieb iſt gor der zod: ven 1 fu 1 dan lträt ich nicht ſein Fht der im kreu Drran kreuzi lei, ſchdig, g ienand maßgt. G. ſäint lebes⸗tiehe nir on drhandſc (zal, nie ein hal dahlt! Gontes blu durhmahlt, Dera 3 Der an ireuz lich dun, tgrann n Jeſu. — e egierdah gieb mir dnn regiere, in Sdan ſo wenh rachten„ 2 welt für uin werde mic a willen, ſet ne Ichwerdedt ge gen, keie 4* „ keine ſäzuas. „nichts ti lichts vontada ehmen zu hern. dies alles, zwar iſt u6 1 8 doch niig den, in ga à von mt ante icht beſchäne Wann dot ſe ird dor deinent einen haupteit kro ne, d 1 1 und an 3 Leiden M Kreuhf Auf, oſfetn J. Du u 3 1 1. it 30 ihr aga 1 , weltin dns led ſſt lied ü9 XIV. Von dem Leiden Jeſu. m 119 am kreuz iſt mei ich mich im gla ne liebe, weil uben uͤbe. 2. Der am kr reuz iſt meine liebe„frevler was befremdet dich, daß ich mich im glauben übe:? Jeſus gab ſich ſelbſt für mich, ſo wird er mein friede⸗ ſchild, aber auch mein lebens⸗ bild. Der am kreuz iſt ꝛc. 3. Der am kreuz iſt meine liebe, ſünde, du verlierſt den ſturm: weh mir, wenn. ich den betruͤbe, der ſtatt mei⸗ ner ward ein wurm: kreu⸗ zigt, ich nicht Gottes Sohn? 7 traͤt' ich nicht ſein blut mit hohn? Der am kreuz iſt ꝛc. 4. Der am kreuz iſt meine liebe, ſchweig, gewiſſen! niemand mahnt. Gott preiſt ſeine liehes⸗ triebe, wenn n der handſchrift ahnt: Maun„ wie ein hals⸗buͤr 7 zahlt! Gottes blut hat ſi durchmahlt. Der amc. 5. Der am kreuz iſt meine liehe, drum, tyranne, foltre, ſtoß: hunger, bloͤſſe, henkers⸗ diebe, nichts macht mich von Jeſu los; nicht gewalt, nicht gold, nicht ruhm, engel nicht, kein fürf ſtenthum. Der am ꝛc. 6. Der am kreuz iſt meine liebe, kom m, tod, komm mein beſter freund, wann ich wie ein ſtaub zerſtiebe, wird mein Jeſus mir vereint; da, da ſchau ich Gottes lamm, mei⸗ r ſeelen braͤutigam: Der un freuz iſt meine liebe, weil ich mich im glauben uͤbe, Jwelt, ſieh hier 162. dein leben am ſtamm des kreuzes ſchweben, dein heil ſinkt in den tod: der groſe Fuͤrſt der ehren laͤßt wil⸗ lig ſich beſchweren mit ſchlaͤ⸗ gen, hohn und groſſem ſpott. 2. Tritt her, und ſchau mit fleiſſe, ſein leib iſt ganz mit ſchweiſſe des blutes uͤberfuͤllt; aus ſeinem edlen herzen fuͤr unerſchoͤpften ſchmerzen, ein ſeufzer nach dem ander quillt. 3. Wer hat dich ſo geſchla⸗ gen„mein heil, und dich mit plagen, ſo uͤbel zugericht? Du biſt ja nicht ein ſuͤnder, wie wir und unfre benderponn miſſe ethaten weißt du nicht, 4. Ich, ich und meine ſuͤn⸗ den, die ſl ch wie koͤrnlein fin⸗ den des ſandes an dem meer, e die haben dir erreget das elend das dich ſchlaͤget, und ds betrübte marterheer. Ich bins, ich ſollte buͤſ⸗ fen an haͤnden und an füͤſſen, gebunden in der hoͤll: die geiſſeln und die banden, und was du ausgeſtanden, das hat verdienet meine ſeel. 6. Du nimmſt auf deinen ruͤcken die laſten, die mich drucken, viel ſchwerer als ein ſtein. Du biſt ein fluch, dargegen verehrſt du mir den ſegen, dein ſchmerz der muß mein labſal ſeyn. 7. Du keees dich zum buͤr⸗ gen 120 XIV. Von dem Leiden Jeſu. gen, ja laſſeſt dich gar wuͤrgen fuͤr mich und meine ſchuld: mir laͤſſeſt du dich kroͤnen mit dornen, die dich hoͤhnen, und leideſt alles mit geduld. 8. Du ſpringſt ins todes ra⸗ chen, mich frey und los zu ma⸗ chen von ſolchem ungeheu'r: mein ſterben nimmſt du abe, vergraͤbſt es in dem grabe, o unerhoͤrtes liebesfeu'r! 9. Ich bin, mein heil, ver⸗ bunden, all' augenblick und Runden, dir uͤberhoch und ſehr, was leib und ſeel vermoͤ⸗ gen, das ſoll ich billig legen allzeit an deinen dienſt und ehr. 10. Nun kann ich nicht viel geben, in dieſem armen leben, eins aber will ich thun: es ſoll dein tod und leiden, bis leib und ſeele ſcheiden, mir ſtets in meinem herzen ruhn.⸗ 11. Ich wills vor augen ſe⸗ tzen, mich ſtets daran ergoͤtzen ich ſey auch, wo ich ſey; es ſoll mir ſeyn ein ſpiegel der un⸗ ſchuld, und ein ſiegel der lieb und unverfaͤlſchten treu. 12. Wie heftig unſre ſun⸗ den den frommen Gott ent⸗ zuͤnden, wie rach und eifer gehn, wie grauſam ſeine ru⸗ then, wie zornig ſeine fluthen, fehl ich aus dieſem leiden ehn. 13. Ich will daraus ſtudie⸗ ren, wie ich mein herz ſoll zie⸗ ren mit ſtillem ſanftem muth, und wie ich die ſoll lieben, die mich ſo ſehr betruͤben, mit werken, ſo die bosheit thut. 14. Wann doͤſe zungen ſte chen, mir glimpf und namen brechen, ſo will ich zaͤhmen mich; das unrecht wilt ich dulden, dem naͤchſten ſeine ſchulden verzeihen gern und williglich. 15. Ich will mich mir dir ldenitalts nan hab esſſelbſtverſchult ſchlagen ans kreuz, und dem abſagen, was meinem fleiſch geluͤſt: was deine augen haß ſen, das will ich fliehn und laſſen, ſo viel mir immer moͤg⸗ lich iſt thraͤnen, die dir geſloſſen zu⸗ die ſollen mich am ende, in dei⸗ nem ſchooß und haͤnde, beglei⸗ ten zu der ew'gen ruh. Mel. Befiehl du deine b 63 haupt voll blut 163. und wunden, voll ſchmerz, und voller hohn! ohaupt, zu ſpott gebunden, mit einer dornen⸗kron! ⁶ haupt, ſonſt ſchoͤn gezieret mit hoͤchſter ehr und zier, ſet aber hoch ſchimpfiret, gegraͤß⸗ ſet ſeyſt du mir! 2. Du edles angeſichte, da⸗ fuͤr ſonſt ſchrickt und ſcheut das groſe welt⸗gewichte! wie biſt du ſo zuſpeyt? wie biſt du ſo erbleichet? wer hat dein angeſicht, dem ſonft kein licht lel, g 1 Ranleben y nicht E mſcderſſ gnit gericht! —3, Ri ſatte de ges, Rerothen li iſ hin und ganz ve des bleſſen udesmae leshingenoſien,hat geraftunddaher it nen vün deinesleih 4 Nun,vasdu, zu getagenhaft. S hie ſich ich arwer, verdichkt hat, gieh wein erbarmer, der iſt. uan 16. Dein ſeufzen und dein Keinaghi 35 die viel tauſend„ EMnt nich, ſtoͤhnen, und die viel tauſend ker, hein hitte, ni an: ſon die, zet tet, ſtmi ti gute Dein mund hat mi 5. Erkenne wich, nit micc undſüſer Geiſthat mih begg uangir ſimmelsluſt 6. Jhwilhier be hen, ferahte mich do won ſir wil ich n wann dir dein dant dein her. 3 en nleztentdesſt ſanwill ich di nen cew und ſco E dientzumei Kn, und annt mi nſ venihind on mire ſchehe wir XIV. Von dem Leiden Jeſu. 2 12T deſſen ar betrida, nicht gleichet, ſo ſchaͤndlich zu⸗ die bosheitze gericht? an bhſe an.3⸗ Die farhe deiner wan⸗ aniienn gen, der rothen lippen pracht Vimgfünn iſt hin und ganz vergangen; 3 wil chn des blaſſen todesmacht hatal⸗ Sunraf n les hingenomen,hat alles hin⸗ dem naͤchſan. 6 mucſenm gerafft; und daher biſt du kom⸗ denzſſn uii men von deines leibes kraft. d ul n 4. Nun, was du, Herr, ge⸗ dwitr duldet, iſt alles meine laſt: ich „was natatt hab es ſelbſt verſchuldet, was was deine nnn J vil i fihne viel mirinana dein ſaſßenn d „und die uamt. Eelln n, didirgin ter, mein hirte, nimm mich aniteniu ter, iſt mir viel guts gethan. doßuneſnßt Dein mund hat mich gelabet der ngune mit milch und füſſer koſt, dein el. Beſiehldohe Geiſt hat mich begabet mit dana mancher himmelsluſt. 3. unt pen, verachte mich doch nicht, iner dorn⸗n an 1 „Duedle teu den, und kammt mir herzlich eu wohl, wenn ich in deinem lei⸗ roſe: erdleicet! ſeben, an deinem kreuze hier, eici/duſ 8. Ich danke dir von her⸗ zen, o Jeſu, liebſter freund, fuͤr deines todesſchmerzen, da du's ſo gut gemeynt! ach, gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner treu, und wann ich nun erkalte, in dir mein ende ſey. 1 9. Wann ich einmal ſoll ſcheiden, ſo ſcheide nicht von mir, wann ich den tod ſoll lei⸗ den, ſo tritt du dann herfuͤr: wann mir am allerbaͤngſten wird um das herze ſeyn, ſo (reiß mich aus den aͤngſten, kraft deiner angſt und pein. 10. Erſcheine mir zum ſchil⸗ de, zum troſt in meinem kod, und laß mich ſehn dein bilde in deiner kreuzesnoth, da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll, dich veſt an mein herz druͤcken; wer ſo ſtirbt, der ſtirbt wohl. mel. Meinen Jeſum laß ſchwing dich auf I 64. S gen Golgathal ſeel' an deines Heylands kreuze, nimm zu herzen, wie dich da ſeine pein zur buſſe rei⸗ ze. Haͤrter biſt du noch als ſtein, wenn du hier kannſt fuͤhllos ſeyn. 2. Schau, wie angſt ſein herz erfuͤllt, und doch ihm kein troſt ſich bietet! blut aus ſei⸗ nen wunden quillt, ſchmerzin jeder ader wuͤtet. Schau, ach wie 1 — ————=—— ſchau,(erſchrickſt du nicht?) 12² XIV. Von dem Leiden Jeſu. ——jjjj—O———. wie ſein ſterbend herz ihm als bey dir . finden. W flucht Es iſt vollbracht! brichtt 3. Heilig biſt du, Herr, und rein. Was dich ſchlug, hatt' ich verſchuldet; und du haſt ſo ſchwere pein blos aus frey⸗ er lieb erduldet. Aus des ew'gen feuers glut mich zu retten, fließt dein blut. 4. Du fuͤr uns erwürgtes Lamm! groß, ach groß iſt dei⸗ ne liebe! ſchau von deines krenzes ſtamm, wie ich mich un dich betruͤbe! ich bin ſchul⸗ dig, aller ſchmerz, der dich trifft, durchbohrt mein herz. 8. Herr, was kann ich dir dafuͤr, daß du mich ſo liebeſt⸗ eben? Nimm, was ich ver⸗ mag, von mir! dir, nur dir, gehoͤrt mein leben! wie du mein biſt, will ich dein, le⸗ bend, leidend, ſterbend ſeyn. 6. Nur bey dir allein ſuch ich huͤlf in meinen baͤngſten ſtunden! ſchmachtend, lech⸗ zend ſehn ich mich nach dem troſt aus deinen wunden, wie ein hirſch nach waſſer ſchreyt! bis er meine ſeel erfreut. 2. Neige du mein herz, daß ich willig deinen kreuzpfad gehe. Fuhrſt du ſchon, mein Heyland, mich wege, die ich nicht verſtehe; folg ich dennoch dir: d mich dem himmel zu. 8. Endlich enn du fuͤhreſt laß mich alle noth ,mein Heyland⸗ er nur dich zur zu. macht, ſpricht getroſt mel. Wann meine ſuͤnd 1 6 5 Hin an dein kreut 1. zu treten; in deinem leiden dich voll glas⸗ ben anzubeten, Verſoͤhner, ſtarke mich! laß mich mit jit⸗ tern und vertraun, wie du tod gabſt, ſchaun! 2. Wie iſt des beſten ſeele bis an den tod betruͤbt! ſo bruͤnſtig, meine ſeele, hat Jeſus dich geliebt; in heiſſen Angſten ſchwebt er da; mit unſrer ſchuld beladen, dem opfertode nah. 3. füͤnder! verhuͤllt das anze⸗ ſicht! jezt iſt fuͤr Adams kin⸗ der der mittler im gericht! en leidet unſers todes pein, fuͤhlt unnennbare quaalen, uns menſchen zu befreyn. 4. So liebt er uns verbre⸗ cher! ſo groß iſt unſre ſchuld Gott iſt der fuͤnden aͤcher! und Gott iſt We u der nicht haßt, haͤu V tag des zornes ſich ſelbſt des zornes laſt. 5. Hoͤrts! die ihr enke her⸗ zen noch ihrem dienſt ergebt Der preiß ſo vieler ſchegerzen iſt, daß ihr ewig lebt. O nebmt fuͤnden graͤul freudig ſterbend uͤberwinden. Nirgends muͤſſe mich der tod, an ſeiner gnade theil⸗ ku dich fuͤr die ſuͤnder hin in den Fallt nieder! bebt ihr gnad und huld. ft auf den geltet eern haſ feigden, die er vecgeht, und ſeg len, noch trinkt dezgenes volleſe unſee fünden la ſiſuns des tode unn ergreiſt den üſchterlicſte tod „) Trr ſeines tverlſgtder drenget Gottes ſdehendangeſcht! inde ndesnach dat, dihunſe iſt volbracht die leen Wo tnel wiewohl 106, Ba in fünemn 8 aufdeſen i das nieei itah— tkwag Jeſa. —— *, mein ha deina d, ſoticta Ubracht! Dann meineſt in an deut „e Wu trau iden dich del⸗ beten, Vat d! laß wicn vertraun, n die fünder a ſt, ſchaun ie iſt desdein den tod keri 3, weine ſec, dich geliebt, n ſchwebt era ſchuld beladn dde nah. gallt nieder verhült d ſegt itt für a unſers w unnennberr ai neuſchen u So kiebt d lie — des zornes ſh lat. 4 86 3 5 noch ihren N u3 ſoril 6 tiner gechet 1 b XIV. Von dem Leiden Jeſu. 123 net ſeine liebe, verwerft nicht euer heil. 6. Vernehmts auch ihr, o ſpoͤtter, die ihr den Mittler ſchmaͤht! er iſt auch euer ret⸗ ter! hoͤrt fuͤr euch ſein gebet: ſie wiſſens nicht, was ſie be⸗ gehn; vergieb, o Vater, ih⸗ nen, wen ſie einſt zu dir flehn! 7. Ihr, eurer bruder fein⸗ de, o ſchlagt an eure bruſt! ſeyd aller menſchen freunde! verdammt der rache luſt! ver⸗ geltet euern haſſern nie! den feinden, die euch fluchen, vergebt, und ſegnet ſie. 8. Noch waͤhren ſeine quaa⸗ len, noch trinkt er ohne raſt des zornes volle ſchaalen, traͤgt unſrer fuͤnden laſt, undfuͤhlt fuͤr uns des todesnoth: und nun ergreift den muͤden der fuͤrchterlichſte tod. 9. Vor ſeines todes ſchre⸗ cken verliſcht der ſonnen licht! die engel Gottes decken ihr bebend angeſicht! nun ſinkt er in die todesnacht! erbarm, o Gott, dich unſer! er ſtirbt! es iſt vollbracht! Die lezten Worte Jeſu. Mel. Wie wohl iſt mir, o Megleite mich, o 1 66. Beuleteun gehen zum ſchmerzenvollen Golga⸗ tha; auf deſſen fuͤrchterlichen hoͤhen, was nie ein engel faßt, geſchah! erwaͤg an dieſem heil'gen orte des ſterbenden Erloͤſers worte, und rufe Gott um glauben an! ſie koͤn⸗ nen dir den troſt im leben, und einſt den troſt im tode ge⸗ ben, wann hier dich nichts mehr troͤſten kann. 2. Schon zeigt der blutberg ſich von weiten; erſchrick und zittre, fromes herz! ſieh dei⸗ nen retter, ſieh ihn ſtreiten, und werde ganz gefuͤhl, ganz ſchmerz! hier hieng, den moͤr⸗ dern uͤbergeben, am holze Gottes Sohn, dein leben; hier trug er unſrer ſuͤnden⸗ ſchuld; empfand in jenen bangen ſtunden, was nie ein ſterblicher empfunden, und bracht uns wieder Gottes huld. 3. Geduldig bey den groͤ⸗ ſten ſchmerzen, nimmt er ſich ſeiner feinde an, er ruft mit ſanftmuthsvollem herzen: ſie wiſſen nicht was ſie gethan! der goͤttliche, der groͤßte be⸗ ter, fleht liebreich noch fuͤr miſſethaͤter, werkzeuge ſeiner pein und ſchmach! o menſch, den rach und zorn verfuͤhren, laß dich durch dieſes beyſpiel ruͤhren, und bete dem ver⸗ ſoͤhner nach! 4. Welch beyſpiel kindlich frommer triebe, als unter lei⸗ den ohne zahl, der Herr dem juͤnger ſeiner liebe die mut⸗ ter ſterbend anbefahl! ach wird mein aug einſt um die F 2 mei⸗ 124 XIV. Von dem Leiden Jeſu. neerr Hnnwenreee meinen in ſeiner letzten ſtun⸗ de weinen; ſo ſoll dies wort mir troſt verleihn! der, als der tod ſchon um ihn ſchwebte, die ſeinen noch zu ſchuͤtzen ſelra 7 wird auch der meinen pfleger ſeyn. s. Frohlockt, bußſertige verbrecher, wer glaubet, komt nicht ins gericht. Hoͤrt, was zu dem gebeugten ſchaͤ⸗ cher der mund der liebe ſter⸗ bend ſpricht: Du wirſt, ſo ruft er ihm entgegen, noch heute deines glaubens wegen, mit mir im paradieſe ſeyn. O Herr, laß an des todespforte einſt dieſe troſtesvollen worte auch meiner ſeele troſt ver⸗ leihn. 6. Wer kann die hohen lei⸗ den faſſen, als Chriſtus an dew kreuze rief: mein Gott; wie haſt du mich verlaſſen? Wie beuget ihn die laſt ſo tief, die unſre ſuͤnden auf ihn brachten! vor angſt und pein muͤßt er verſchmachten, waͤr Gott nicht ſeine zuverſicht. Herr, der fuͤr mich zum tod gegangen, fuͤr mich verlaſſen da gehangen, mein§ Gott, verlaß mich nicht! 7. Der fuͤrſt des himmels und der erde, von allem, was erauickt, entbloͤßt, wuͤnſcht, daß ſein durſt geſtillet werde. O wenſch, der dich ſo theuer erloͤſt, der Heyland rufet dir ◻ Herr und dir zur ſeite, die hunger, durſt und mangel druckt! o ſelig, wer den ruf erfuͤllet! denn wer den durſt des armen ſtil⸗ let, der hat den Heiland ſelbſt erquickt. 8. Nun enden ſich die ſchwe⸗ ren leiden; der Heyland ſpricht: Es iſt vollbracht. O wort des ſieges! wort der freuden! du nimmſt dem tode ſeine macht. Heil uns, wer darf es nun wohl wagen, uns, die erloͤſten, zu verklagen, da er fuͤr uns genug gethan? Gieb, daß am ende meiner ta⸗ ge auch ich, o Herr, mit freu⸗ den ſage: Vollbracht iſt nun des leidensbahn! 9. Das letzte wort aus dei⸗ nem munde, Verſoͤhner Got⸗ tes, ſey auch mein! laß esin meiner todesſtunde mir muth und zuverſicht verleihn! du rufeſt: Vater! ich befehle in deine haͤnde meine ſeele, die allen menſchen heil erwarb. Nun war das groſſe werk vol⸗ lendet, wozu der Vater ihn geſendet; da neigt er ſanft ſein haupt, und ſtarb. 10. Bewein ihn fromm mit ſtillen zaͤhren, o chriſt, du haſt ihn ſterben ſehn! bald wirſt du ihn durch freuden ehren, und jauchzend ſeinen ruhm erhoͤhn! den deine ſeufzer itzt beklagen, der wird als held, nach dreyen tagen, vom grabe noch heute aus tauſend armen ſiegreich auferſtehn! dei 35 —, loehiuſten ſ XI —— herotten hier⸗ wirſt du dortb zur rechten ſehn. Fürbitte Mel. Der de 167ln du, wein Heil— ault von frech te. Dirblutet hetz, wann di hahden ſchmerz! ſpotten. Du ſieh jolem blick, ve aufdenzuruck,d in dir entehrt; toerdundhimm gib,oGott! u ſieins gericht: tpun, verſehn à Ekſaunend hald. Viewite geguld, die wir gell ih, dieit dadehet fühle nnthſohen wen rihmheneget lanteute krighel erieht. Knd,aunſrerr undrergeungz Chriſt gelot nd dedu„al 34. /diehunge n (drücktſdſ uf erfültt rſt des arnai den Heilandi- ſieges! ne du nimmidm ht. Heil ni,r un wohl wagenn en,zu verklagn, ins genug gahe Zam endewam. ich, oHen,win Volbracht in ensbahn! as letzte wotta nde, Verſähre Hauch mein lit todesſtunderin — Vater! ich n haͤnde meinſt tenſchen hell in ar das griſt e „wezu der Dn et; da ſeizt nt upt, und ſtn Beweinihn en hren, ochi rden ſehn dü rdarg frahnt auchzend ſenn 1l den deineſeſ en, der wi th 1 XIV. Von dem Leiden Jeſu. 125 che rotten hier entehren, den wirſt du dort bey den verklaͤr⸗ ten zur rechten ſeines Vaters ſehn. Fuͤrbitte am Kreuz. NMel. Der du mich als ein 167 Um anade fuͤr die ſuͤnderwelt rufſt du, mein Heil, am kreuz ge⸗ quaͤlt von frecher ſuͤnder rot⸗ ten. Dir blutet das bedraͤngte herz, wann dich bey deinem herben ſchmerz die boͤfewichter ſpotten. Du ſiehſt, mit ſegens⸗ vollem blick, von ihnen weg, auf den zuruck, den dieſe ſchaar in dir entehrt; rufſt, daß es erd und himmel hoͤrt: Ver⸗ gieb, o Gott! und fuͤhre nicht ſie ins gericht: denn was ſie thun, verſtehn ſie nicht. 2. Erſtaunend ſeh ich dieſe huld. Wie mitleidsvoll iſt die geduld, die moͤrder ſo ertraͤ⸗ get! ihr, die ihr euren Hei⸗ land ehrt! fuͤhlt ſeiner gros⸗ muth hohen werth, und dan⸗ ket ihm beweget. Er hat durch ſegnendes gebet auch uns ein ewig heil erfleht. Er ſagt auch uns, zu unſrer ruh, erbarmen und vergebung zu. Herr Jeſu Chriſt! gelobt ſeyſt du fuͤr deinen tod! Gott iſt durch dich noch unſer Gott! 3. Daß Gott mit langmuth und geduld, auch ſelbſt bey ſehr gehaͤufter ſchuld, der ſuͤn⸗ b der dennoch ſchonet; daß er ſo liebreich ihrer denkt, und ihnen friſt zur buſe ſchenkt, eh⸗ nach verdienſt er lohnet; daß ich noch froͤhlich ſagen kann! auch mich, mich ſuͤnder, nimt Gott an: haſt du durch deines fuͤrſpruchskraft, mein treuer Heiland, mir verſchaft. O Jeſu Chriſt! mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! vertritt du mich bis an den tod! 4. Wird je mein herz von troſte leer, weil meiner ſuͤn⸗ den furchtbar heer aufs neue mich erſchrecket: o dann ver⸗’ ſichre mich aufs neu, du ſteheſt mir als Mittler bey, der meine ſchuld bedecket. Mein geiſt blickt glaubensvoll auf dich. Sey du mir nur nicht fuͤrch⸗ terlich! und ſchließt ſich meine pilgrimſchaft, ſo ſtaͤrke mich mit neuer kraft, Herr Jeſu Chriſt! der letzte kampf wird mir verſuͤßt, wenn du mein troſt im tode biſt. 5. Den ſanften liebesvollen ſinn, daf ich ein freund der feinde bin, floͤß, Herr, in meine ſeele; gieb, daß bey der verfolgung ſchmerz ich dir des feindes hartes herz und meine ſach empfehle. Beſaͤnf⸗ tige mein reges blut; und flammt des zornes wilde glut mein herz zur rachbegierde an: oſo erinnre mich daran, Herr Jeſu Chriſt! wie du am kreuz 3 durch ————— —— ———————D-—·nᷓÿ——ʒÿ——-—————õ;—— k 9eee——————— ——ee——— ——ÿ—x—xxxxx—⸗—⸗——P—P———— 126 XIV. Von dem Leiden Jeſu. durch dein gebet ſelbſt deinen moͤrdern gnad erfleht. 6. Mich troͤſte dein verſoͤh⸗ nungstod! Es bilde mich dein geiſt, mein Gott! daß ich dir aͤhnlich werde! o zeuch mich, du erhoͤhter held, zu dir hinauf vom dienſt der welt, zum himmel von der erde! du biſt der deinen ſchutzpanier. Zeuch dir uns nach, ſo laufen wir, ſo wollen wir uns deiner pein und deiner fuͤrbitt ewig freun. Herr JeſuChriſtlwie ſe⸗ lig iſt, wie ſelig iſt der menſch, dem du ein Heyland biſt! Ueber das Wort des ge⸗ kreuzigten Jeſu an den glaubigen Schaͤcher. Mel. Aufo ſeele werde m. eute, ſprach mein 168. Heyland, heute an ſein blutigs kreuz erhoͤht; als ein ſuͤnder, ihm zur ſeite, ſterbend noch um gnade fleht: Heute, ſo betheu'r ich dir! heute noch ſollſt du mit mir, in mein paradies erhaben, theil an meinem reiche daben. 2. Theures wort aus Jeſu munde! feſt verſtegelt durch ſein blut! in der finſtern to⸗ desſtunde giebſt du freudigkeit und muth. Wann der chriſt nun ſcheiden ſoll, bleibt er fe⸗ ſter hoffnung voll, ſieht die nacht in licht verwandelt, 3. Ohne zagen kann er ſter⸗ Ihr droht nicht nur kein ver⸗ derben, auch kein ſchlaf betaͤu⸗ bet ſie, wo ſie erſt aus langer nacht nach jahrhunderten er⸗ wacht. Nein, ſie ſoll zu neuem leben ſcheidend noch empor ſich heben. 4. Theures wort des ew⸗ gen lebens! troͤſte du mein brechend herz; und dann aͤng⸗ ſtet nur vergebens meinen geiſt der trennung ſchmerz. Er ſinkt nicht in finſterniß: denn wahrhaftig und gewiß iſt das wort des treuen zeu⸗ gen. Hier muß jeder zweifel ſchweigen. 5. Herr, nun fuͤhl ich ab⸗ zzuſcheiden eine heil'ge luſt in mir. Dort ſind unbefleckte freuden, aber muͤh und ſuͤnden hier. Kein auch noch ſo fruͤhes grab kuͤrzet je mein leben ab. Es ſoll nur, los von beſchwer⸗ den, zeitiger veredelt werden. 6. Selig, furchtlos, rein von maͤngeln, ja von nun an ſelig iſt, bruͤderlich begruͤßt von engeln, der im Herrn ent⸗ ſchlafne chriſt. Was ſein glaube je gethan, jedes gute werk folgt dann ſeiner ſeele von der erden hin vor Gott, ſein lohn zu werden. 7. Nun auch ich, o Herr be⸗ fehle, wann ich kaum noch lallen kann, die durch dich er⸗ weiß gewiß, wohin er wan⸗ delt. loͤſe ſeele, deinen treuen hin⸗ ben: Seine ſeel erſtirbt ja nie. XI — 86 der an. Und. fürſet mich, zu, daß ich no ic ſerbe, dei trerhe. . Ja, noch tage geh ich i ein, los von a plage, Herr, zn ſeyn. Hier nes lichts, bic weltgerichts al diewacht entwe ſelctkeit vollend Dar dud ml Dein ſin un 160.N. nen Jeſus ruft heacht! der neig nenſch, und kenirbt, das ert⸗ derditbt. ¹ Der, dem fer ſli der. lickeit ablecht der, daß die erd wett deck nacht ſe hervorgebra z. Das heil juſgedeckt; die ales ſchreckt. d kraur kagt ſ thodes herrſche 4 Hich! d da ſih! was nenſch, dasſch defals prteiß nct dunchdie i dh deni Jeſu. ſe zagen kannnſ ne ſeelerſittſe t nicht nur ien uch kein ſhlaftt do ſie erſ auiln Aalrheam ean, ie ſol una dedend 2 eures wort da ns! triſte un herz; und una rvergebenz u r trennung ſte t nicht in fiier ſahrhaftig undg wort des teui die muß ſederw. derr, nun ffld den eine heiltel Dort ſind unn haber mihunhit dein auchnochi ürzet je mein nur, los von itiger veredem Selig, furclle angeln, ſa nn t, brͤderich geln/ deriu n e chrit. A eſe gethan, ſi folgt dann ſin er erden ſeſe 5 auchitch „wann it ie kann, de dutt eele, denane XIV. Von dem Leiden Jeſu. 127 den an. Und du, Heyland, ſtaͤrkeſt mich, rufeſt mir auch zu, daß ich noch am tage, da ich ſterbe, deine herrlichkeit ererbe. s. Ja, noch an demſelben tage geh ich in den himmel biſt ein, los von aller furcht und plage, Herr, bey dir daheim zu ſeyn. Hier genieß ich dei⸗ nes lichts, bis der tag des weltgerichts auch dem grab die macht entwendet, ganz die ſeligkeit vollendet. Der Tod Jeſu. Mel. Dein ſind wir Gott 4 un iſt es alles 169. N wohl gemacht, mein Jeſus ruft: Es iſt voll⸗ bracht! der neigt ſein haupt, omenſch, und ſtirbt, der dir erwirbt, das erbe, welches nie verdirbt. 2. Der, dem an hoheit kei⸗ V ner gleicht, der Herr der herr⸗ lichkeit erbleicht. Was wun⸗ der, daß die erde kracht! die welt deckt nacht; er ſtirbt, der ſie hervorgebracht. 3. Das heiligthum ſteht aufgedeckt; die felſen berſten; alles ſchreckt. Die freudenloſe kreatur klagt jetzo nur den tod des herrſchers der natur. 4. Sieh! die natur entſe⸗ tzet ſich! was ſie ſchreckt, menſch, das ſchreck' auch dich! der fels zerreißt; und du wirſt §. Du ſelbſt,(haſt du es gnug bedacht?) du haſt den Herrn ans kreuz gebracht. Schau, was von dir geſuͤn⸗ digt iſt, hat er gebuͤßt. Weh dir, wenn du nicht dankbar 6. Schau hin, wie er zum loͤſegeld ſein leben nicht zu theuer haͤlt. Ihm, der fuͤr dich dein leben gab, folg in ſein grab, und ſtirb dem fuͤndengraͤuel ab. 7. Nun auf denn, daß d dankbar ſeyſt! begleit ihn in ſein grab, mein geiſt. Geden⸗ ke! du biſt nicht mehr dein. Du ſollſt ganz ſein, du ſollſt es tod und lebend ſeyn. 8. Verſenket nicht in ſchmach und hohn die ſuͤnde Gottes eig'nen Sohn? Ihm haͤuft quaal auf quaal, erhäͤht ihn an des kreuzes pfahl. 9. Und nun dient' ich der fuͤnde noch? wie druͤckt, wie beugt ihr ſchweres joch auf, Jeſu lebſt, nur Jeſu zu gefal⸗ len ſtrebſt.. 10. Toͤdt', Jeſu, ſelbſt in meiner bruſt, was ſich noch find't von boͤſer luſt! dein tod⸗ der mir das leben ſchaft, giebt mir auch kraft zu einer guten ritterſchaft.* 11, Ja, Herr, mein Gott, nicht durch dies gerickt bewe⸗ get, daß dein herz dir bricht? meinem vorſatz mich. Ich ſetze F 4 freu⸗ daß du ſchlaͤgt ſie wunden ohne ahl, els, daß du dich erhebſtenur ———————— ↄᷣ;——— —ÿ—ÿꝛ:O————.—yꝛ;ʒ————— ————— B— 1 8 2 —————— ——————— ich bau auf dich: du ſtaͤrkſtin —eeeeeeeeee— ——————— —— 2— . 4 128 XIV. Von dem Leiden Jeſu. freudig, auf dein wort, den kampf ſtets fort. Der reiche lohn erfolget dort. 3 12. Wie dank ich g'nug dir, Jeſu Chriſt, daß du fuͤr mich geſtorben biſt! dich preiſ' ich auch in angſt und leid; doch nach der zeit, noch wurd'ger in der ewigkeit. Mel. Wer nur den lieben 0 s iſt vollbracht! 17*ſo ruft am kreuze des ſterbenden Erloͤſers mund. O wort voll troſt und leben, reize zur freude meines herzens grund! das groſſe opfer iſt geſchehn, das Gott auch mir zum heil erſehn. 2. Mein Jeſus ſtirbt. Die felſen beben; der ſonneſchein verlieret ſich; in todte dringt ein neues leben, der heil'gen graͤber oͤffnen ſich; der vor⸗ ang reißt, die erde kracht; und die verſoͤhnung iſt voll⸗ „Wie viel, mein heil, haſt du vollendet, als dir das herz im tode brach; du haſt den kuua hinweggewendet, der auf er welt voll ſuͤnder lag; fuͤr uns haſt du genug gethan: Gott nimmt uns nun noch gnaͤdig an. 4. Dankvolle thraͤnen, netzt die wangen! mein glaube ſieht nun offenbar die hand⸗ ſchrift an dem kreuze hangen, die wider meine ſeele war; er, den mir Gott zum freund ge⸗ macht, rief auch fuͤr mich: es iſt vollbracht! 5. O Herr! laß mich nun auch vollbringen, was wahre dankbarkeit begehrt; laß nach der heiligung mich ringen, dazu dein tod mir kraft ge⸗ waͤhrt. O ſtaͤrke mich dazu mit macht, bis meine beßrung ganz vollbracht! 6. Du littſt ſo viel zu meinem leben; drum laß mich ſtets voll eifer ſeyn! mich dei⸗ nem dienſte zu ergeben; und keine ſchmach dabey zu ſcheun. Dein dienſt, mein Heiland! ſey mein ruhm, denn ich bin ganz dein eigenthum. 7. Soll ich, bey dir ergeb⸗ nem herzen, auch hier durch manche truͤbſal gehn, und hat mein Gott gehaͤufte ſchmerzen zu meiner pruͤfung auserſehn; ſo laß auch mich den troſt erfreun: es kommt das ende meiner pein. 8. Ja, fuhlt mein herz des todes ſchrecken, ſo ſtaͤrke mich in ſolcher laſt. Laß mich den troſt auch ſterbend ſchmecken, daß du ihn uͤberwunden haft. So trett auch ich ins todes nacht, mit dem triumph: Es iſt vollbracht. Das Begraͤbniß Jeſu. [=o ſchlumerſt du 17 I. S in ſtiller ruh! der du fuͤr uns geſtorben, uns am kreuz in ſchwerer muͤh ewig's heil erworben! 2 NI und haſt doch lehen. Gleic hält dich nane ba.. z. Doch heil dwillſthier; ſung ſehen; ſo eigner kraſt gehen. 4.Jcwei chensfürſt, n nich erwecken. miin glaubig gulſt erſchecker 5 hücr werd duerſcheinſt, ir detliegen. D nentod kann ic heſegen. 5 Jr,diedi hült, agt nur. 1 ic, ich iſ reinele 7. Rein! nic Sſbtdas, wa lih wird aufer finmels⸗glan den grabe gehe „8. So fuki leio, hinab. dum aicht k thland, wir den zud geder Nyorig 172.A er Lin he n Jeſu. — ief auchfure Herr laß ti. bringen, nan keit begehtt, 6 in tod mit tiſ O fͤrkemiht bis meine 1 brachtt! du littſt ſa leben; drun a leifer ſeyn, ne enſte zu erga unaddröogt tenſt, mein ha n ruhm, dennt in eigenthan. poll ich, bey din rzen, auch fiir . ein Gott ah. 1t¹ en zu meiter en thn; ſo laßut ſt erfreun: ai de weiner pen. a, füͤhlt meinte hrecken, ſoſüin eer laſt. Lom uch ſterbend ih ihn uüͤbernund ett auch ic inn mit dem dir vollbracht. Begribvißt d ſchlünt .G 19 füruns geietn reuz in ſchvent heil erworbe. XIV. Von dem Leiden Jeſu. 129 2. Du biſt erblaßt, o Herr, und haſt doch in dir ſelbſt das leben. Gleich als ſterbliche haͤlt dich nun ein grab umge⸗ en. 3. Doch heil ſey mir! Herr, du willſt hier nicht die verwe⸗ ſung ſehen; ſondern bald aus eig'ner kraft aus dem grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirſt, mein Lebensfuͤrſt, wie dich, auch mich erwecken. Sollte denn mein glaubig herz vor der gruft erſchrecken? 5. Hier werd ich einſt, bis du erſcheinſt, in ſanftem frie⸗ den liegen. Denn durch dei⸗ nen tod kann ich tod und grab beſiegen. 6. Ihr, die die welt gefeſſelt haͤlt, zagt nur vor der verwe⸗ ſung! ich, ich hoff in Chriſto einſt meines leibs erloͤſung. 7. Nein! nichts verdirbt. Selbſt das, was ſtirbt, der leib wird auferſtehen, und zu himmels⸗glanz verklaͤrt aus dem grabe gehen. 8. So ſink ins grab, mein leib, hinab! ich will mich drum nicht kraͤnken; theurer Heyland, mir zum troſt an dein grab gedenken. In voriger lel-,, 3 Ilm kreuz erblaßt; 172. A der marterlaſt, der todesguaalen muͤde, ſindet mein Erloͤſer erſt in dem gra⸗ be friede. 2, Ein heil'ger ſchmerz durchdringt mein herz, und Herr, was kann ich ſagen? Nur an meine bruſt kann ich tief geruͤhret ſchlagen. 3. Du ſchuͤtzeſt mich, und uͤber dich gehn aller trubſall wetter; ſterben wollteſt nu fuͤr mich, einziger erretter! 4. Du haſts gethan: dich bet ich an, du Koͤnig der erloͤſten; dein will ich im tode mich glaubensvoll getroͤſten. 5. Es iſt volloracht! riefſt du mit macht; du zeigſt, daß du dein leben, mein Verſoͤhner, duerlich frey habeſt hingege⸗ en 6. Hochheil'ge that! des Hoͤchſten rath will ich in de⸗ muth ehren: der erfinder mei⸗ nes heils wird mirs einſt er⸗ klaͤren. 7. Allmaͤchtig rief er, der entſchlief, den todten; ſie er⸗ ſtanden! leicht entſchwingt der Lebensfuͤrſt ſich des todes banden. 8. Das finſtre thal will ich einmal durchwandeln ohne grauen: denn durch dich, Er⸗ loͤſer, iſts mir der pfad zum ſchauen. 9. Ich preiſe dich, erforſche mich, und ſiehe, wie ichs mei⸗ ne; ja du ſiehſt es, wenn ich ſtill meinen dank dir weine. 10. Vergeß ich dein, ſo wer⸗ de mein in ewigkeit vergeſſen! Herr, ich will, ſo lang ich bin, deine ich ermeſſen. 5 5 130 XV. Von der Auferſtehung Jeſu. Mel. Jeſu meine feende⸗ Jun iſt auferſtan⸗ 17 3. Nen aus des to⸗ des banden, Gott und men⸗ ſchen Sohn: Jeſus hat geſie⸗ get, daß nun alles lieget un⸗ ter ſeinem thron. Alle feind', ſo viel ihr ſeynd, hat er auf de haupt geſchlagen, ja gar au getragen. 2. Daß er wollen ſterben, war uns zu erwerben heil und ſeligkeit: nachdem dies ge⸗ ſchehen, duͤrfen wir nun ſe⸗ hen, daß vor kurzer zeit, er zwar ſich wahrhaftiglich, in den tod, um unſer leben, hab dahingegeben.. 3. Niemand wird nun fin⸗ den, daß von unſern ſunden noch was uͤbrig ſey; weil der wiederkommen, der ſie uͤber⸗ nommen. Ja! indem er frey; ſo iſt nun genug zu thun, weil die zahlung juſt befunden, keiner mehr verbunden. den, weil wir zu genaden ſind einmal gebracht; will der teu⸗ fel draͤuen, duͤrfen wir nicht Hier iſt der, vor welchem er augenblicklich nuß erbeben, und hinweg ſich heben. s. Hoͤlle! willſt du pochen? Der dich hat zerbrochen, ſtellt ſich lebend dar: weil du nun gelaſſen, und nicht moͤchteſt — XV. Von der Auferſtehung Jeſu. faſſen den, der buͤrge war; ſo haſt du vor immerzu dei⸗ nes rechtes dich begeben, wi⸗ der unſer leben. 6. Laß die zaͤhne bloͤcken, und die haͤnd ausſtrecken wi⸗ der uns den tod; denn ſein pfeil und bogen finden ſich be⸗ trogen, es hat keine nath: ob er trifft, iſts drum kein gift; ſondern muß mit ſeinen pfei⸗ len er vielmehr uns heilen. 7. Darum mir nicht grauet, wann mein geiſt anſchauet, daß noch in das grab meine muͤden glieder werde legen nieder; weil ich dieſes hab, daß mein hort mir dieſen ort ſelbſt mit ſeinem leibe weihe, daß ich ihn nicht ſcheue. 8. So ſind all wir chriſten dir und deinen luͤſten tod, o 4. Was will uns nun ſcha. ſcheuen ſein verlohrne macht. eitelkeit! wie wir uns nun haben laſſen mit begraben, hier in dieſer zeit; ſo wird er, der groſſe Herr, uns hernach auch mit ſich füͤhren, und mit kronen zieren. 9. Dann dies ſicher ſtehet, weil das haupt nun gehet aus dem grab heraus; muſſen auch die glieder ſonder zweifel wieder aus dem todtenhaus, wann jetzund die liebe ſtund ihnen wieder giebt das leben⸗ zu ihm ſich begeben. 10. O der groſſen freude! wer wollt nun das lleide dir xY ſer frblichei äblegen? wei gen nach ſok Chriſt bereitet den wit der ſon melz⸗wonne. hr 174,p allei des ſole ſeyn, Chrittus ſeyn. Halleu 2 Wir ern ſo bar die we ſeit daßer erſtat den wir den. Chuiſt. Hallelu *. Hälleluja Halbelſa. Ern heiig Ehriſt, din töſter i. Mdel. Jeſusm „* Feſu 175.39G de ſud nun dei Ei, et lebt, u nih von den t ken. Er verklä liht; diez ſme 2. Jeſus let reich uͤber alle rit ihm werda reig ſerthen dearah nicht; dies 5 dd iſ 3. Jeſüs leht i, äſet h (hke. Gnade ih i ant ung Jeſu b 7 der bürge Se en 8 gehen n ie zhne bt ind ausgrt den tod; dmn dogen finden hat 45 iſts drum keng nuß mit ſeina hnnicht ſcheu. oſind all wie zi deinen luſenn à! wie wir un laſſen mit henn dieſer zeit; ſwi⸗ ſe Herr, untſen it ſich fina nen zieren. ann diez ſchnt s hauptnun zit ab herausz miſt eder ſondern aus de jetzund di le n Feuus 1 ich begebet. f guiſae oit nun ditg XV. Von der Auferſtehung Jeſfu. 131 ſer ſterblichkeit nicht getroſt ablegen? weil ja doch hinge⸗ gen, nach ſo kurzer zeit, Jeſus Chriſt bereitet iſt, ihn zu klei⸗ den mit der ſonne, in der him⸗ mels⸗wonne. hriſt iſt erſtanden 174.C von der marter alle; deß ſollen wir alle froh ſeyn, Chriſtus will unſer troſt ſeyn. Halleluja. 2. Waͤr er nicht erſtanden, ſo waͤr die welt vergangen; ſeit daß er erſtanden iſt, ſo lo⸗ ben wir den Herren Jeſum Chriſt. Halleluja. 3. Halleluja, Halleluia, Halleluja. Erſtanden iſt der heilig Chriſt, der aller welt ein troͤſter iſt. Halleluja. Mkel. Yeihrane nesudenſ geſus lebt, mit ihm 17 5. J auch ich. Tod, wo ſind nun deine ſchrecken? Er, er lebt, und wird auch mich von den todten auferwe⸗ cken. Er verklaͤrt mich in ſein licht; dies iſt meine zuverſicht. 2. Jeſus lebt; ihm iſt das reich uͤber alle welt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrſchen, ewig leben. Gott erfuͤllt, was er ver⸗ ſpricht; dies iſt meine zuver⸗ icht. 3. Jeſus lebt; wer nun ver⸗ zagt, laͤſtert ihn und Gottes ehre. Gnade hat er zugeſagt, daß der ſuͤnder ſich berehre. Gott verſtoͤßt in Chriſto nichl; dies iſt meine zuverſicht. 4. Jeſus lebt; ſein heil iſt mein! ſein ſey auch mein gan⸗ zes leben. Reines herzens will ich ſeyn, und den luͤſten wider⸗ ſtreben; er verlaͤßt den ſchwa⸗ chen nicht; dies iſt meine zu⸗ verſicht. 5. Jeſus lebt; ich bin gewiß⸗ nichts ſoll mich von Jeſu ſchei⸗ den, keine macht der ſinſternisß, keine herrlichkeit, kein leꝛuden. Er giebt kraft zu dieſer pflicht; dies iſt meine zuverſicht. 6. Jeſus lebt; nun iſt der tod mir der eingang in das le⸗ ben. Welchen troſt in todes⸗ noth wird er meiner ſeele ge⸗ ben, wann ſie glaubig zu ihm ſpricht: Herr, Herr, meine zuverſicht! Thriſt lag intodes⸗ I 7 6. C banden! fuͤr un⸗ ſre ſuͤnd' gegeben, der iſt wie⸗ der erſtanden, und hat uns bracht das leben; deß wir ſol⸗ len froͤhlich ſeyn, Gott loben und ihm dankbar ſeyn, und ſingen: Halleluja, Halleluja. 2. Den tod niemand be⸗ zwingen kont'’, bey allen men⸗ ſchenkindern, das machet al⸗ les unſre ſund, kein unſchuld war zu finden, davon kam der tod ſo bald, und nahm auch uͤber uns gewalt, hielt uns in leluja. 56 3. ſein'm reich gefangen, Halx XV. Von der Auferſtehung Jeſu. 3. Jeſus Chriſtus wahr'r Gottes Sohn, an unſrer ſtakt iſt kommen, und hat die ſuͤnde abgethan, damit dem tod ge⸗ nommen all ſein recht und ſein gewalt, da bleibet nichts denn tod'sgeſtalt, den ſtachel hat er verlohren, Halleluja. 4. Es war ein wunderlicher krieg, da tod und leben run⸗ gen, das leben das behielt den ſieg, es hat den tod verſchlun⸗ gen. Die ſchrift hat verkuͤn⸗ digt das, wie ein tod den an⸗ dern fraß, ein ſpott aus dem tod iſt worden, Halleluja. 5. Hier iſt das rechte oſter⸗ lamm, davon Gott hat gebo⸗ ten, das iſt hoch an des kreu⸗ zes ſtamm in heiſſer lieb' ge⸗ braten: des blut zeichnet un⸗ ſre thuͤr, das haͤlt der glaub dem tode fuͤr, der wuͤrger kan uns nicht ruͤhren, Halleluja. 6. So feiern wir das hohe feſt, mit herzens⸗freud und wonne, das uns der Herr er⸗ ſcheinen laͤßt; er iſt ſelber die ſonne, der durch ſeiner gna⸗ den glanz erleuchtet unſre herzen ganz, der ſuͤnden nacht iſt vergangen, Halleluja. 7. So eſſen wir und leben wohl in rechten oſterfladen, der alte ſauerteig nicht ſoll ſeyn bey dem wort der gna⸗ den. Chriſtus will die koſte ſeyn, und ſpeiſen unſre ſeel allein; der glaub will kein's Mel. Mein ganzer geiſt 177 Triunph triumoht (.˙£ und lob und dank, dem, der des todes macht bezwang, und uns, den ſtaub, erhoͤhte. Der hohe ſieger uͤber⸗ wand. Nacht war um ihn, un ſie verſchwand in helle mor⸗ genroͤthe. Bebet! gebet, ſtol⸗ ze ſpoͤtter, unſerm retter preis und ehre; glaubt an ihn und ſeine lehre. 2. Heil uns! triumph! das grab iſt leer. Feſt ſteht es, wie ein fels im meer, das wort, das er geſprochen. O ſelig, wer ſich ihm vertraut! er hat den tempel neu gebaut, den blinde wuth gebrochen. Hoͤl⸗ le! faͤlle nun den ſieger! Got⸗ tes krieger, der erſtanden, macht nun deinen ſtolz zu ſchanden. 3. Leer iſt die gruft, die ihn mgab. Sey mir gegruͤßt, mein kuͤnſtig grab, du woh⸗ nung ernſter ſtille. Nur wenig tage werdens ſeyn, o ſo em⸗ pfaͤngſt du mein gebein in dei⸗ ner ſchatten huͤlle. Ewig ſelig werden wieder dieſe glieder auferſtehen, werden die ver⸗ klaͤrung ſehen. Mel. C hriſt lag in todes. 1 8 ringt preis und 2* ruhm dem hey⸗ land dar! f olockt ihm, alle frommen! e, der fuͤr uns ge⸗ toͤbtet war, iſt dem gericht ent⸗ nommen. Se) gZelodt, Herr anhe n leben, Halleluja. V Jeſu — 8* Jeſuhritt d zeſtorben biſ, auferſtanden. 2 Dein lehe ſtüt befeſtigt m Werkaun, da erhcht, uns n grund rauben; heil volbracht, ew gen todes m der haſt erlöſet. 3 Gott ſelbſt gral entrüͤckt, du gilehret, der gel hſgedruͤckt; Sohg geehret. K hohcn werth hat lichſebewaͤhrt,d erwacket. Hallel 4 Erſandner. dit, daß du nun Du ſelſt und ſe auch mir das ew daß du me ſſt und reuekte ſihſt, mit freut dng. Haleluſ §⸗Man herr, fif wr dau, bon fänden. neim ſeler him Gott n — — — — — — — — — — — = 35 war m vand in e 8 n Vedet! gett unſerm utan 4 BLlaubt an ün uns! triunaſh er. Fität ttn m meer, dan n ſorochen. dſß hin vertrautt a del neu geönt n r) gebrochen, ſ nun den ſegenl. ger, der aſen un deinen ſeh dit degut Sey wir gant ſtig grab, du ter ſtille. Mm Hens ſeyn, vſs umeingebein ten hüͤlle. Erigt vieder dieſe gh n, werdendes ehen. hriſt lagint ringt ſuür nhu daß f olock ze le, derfäru tiſtdn atn Se) lius 1 Xv. Von der Auferſtehung Jeſu. 133 Jeſu Chriſt! d geſtorben biſt, und ſiegreich auferſtanden. Hallelnjg. 2. Dein leben in der maje⸗ ſtaͤt befeſtigt unſern glauben. Wer kann, da dich dein Gott erhoͤht, uns nun den troſt⸗ grund rauben; daß du unſer heil vo vo albracht, und von des ew'gen todes macht uns ſuͤn⸗ der haſt erloͤſet. Halleluja. 3. Gott ſelbſt, der dich dem grab entruͤckt, hat dem, was du gelehret, der wahrheit ſie⸗ gel aufgedruͤckt; und di ich als Sohn geehret. Deines opfers hohen werth hat er aufs herr⸗ lichſte bewaͤhrt, da er di h auf⸗ erwecket. Halleluja. 4. Erſtandner! ich frolocke dir/ daß du nun ewig lebeſt. Du lebſt und ſiegſt, daß du auch mir das ew'ge leben ge. ſt; daß du mein erretter eſr und neue kraͤfte mir ver⸗ ſeihſt, mit freuden Gott zu dienen. Halleluja. s. Mein Herr, mein Gott, hilf mir dazu, wefreye mich von ſuͤnden. Laß mich fuͤr meine ſeele ruhi im frieden mit Gott finden! pflanze deinen ſinn in mir, damit ich, Gott ergeben, hier als dein Alöſter wandle. Hallelu 6. Dein iſt das reich; dein iſt die macht, verſtorbne zu er⸗ wecken. Du rufſt einſt, und der graͤber nacht wird tode nicht mehr decken. Wie du b daß du fuͤr uns auch ich, Herr Jeſu Chriſt! Halleluja. 7. O laß mich„ weil ich hier pandeln„ und jederzeit nach einem ſinn rechtſchaffen ſeyn den handeln; daß ich, wann todes Sieger, ſeh', vor dir dañ nicht erſchrecke. Halleluja. 8. Da, wo du biſt, da ſoll auch einſt dein juͤnger mit dir leben. Du wirt i wann du nun erſcheinſt, zu deiner freud erheben. Laß dies auch mein erbtheil ſeyn; ſo werd ich ewig deß mich freun, daß du vom tod erſtanden. Halleluja. Mel. Jeſus meine zuverſ. 179. A emeirchenn de erren tag hat die nache der Paruen vertrie⸗ ben. Chriſtus, der im grabe 14 Jeſus hat die welt er⸗ oſt. 2. Er iſt Gottes ew'ger Sohn. Ewig ſey er auch ge⸗ prieſen! ſeiner feinde ſchaar zum hohn hat er ſichtbar es be⸗ wieſen. Er erfuͤllte durch die hat⸗ was ſein mund geredet hat. 3. Unſre ſchulden ſind zwar groß; doch y wir duͤrfen nicht verzagen; Gott laͤßt unſern bienen los, der ſie buͤſſend hat auferſtanden biſt, ſo werd; durch dich einſt auferſtehen. noch bin, im glauben an dich ich auferſteh', und dich, des lag, it im tode nicht geblie. ben. O wie hoch ſind wir ge⸗ ——— ————— 5 —--—— 84—————————— .— ͦ—————— —yyy———jÿixieeeeee eeeeeeee— d. XV. Von der Auferſtehung Jeſu. ——— 134 getragen. Jeſus iſt mit preis Peteönt„ und wir ſind mit ott verſoͤhnt. 4. Sterben war der ſuͤn⸗ den ſold; nun iſt Chriſtus unſer leben, der fuͤr unſre ſchuld nicht gold, nein, ſich ſelber hingegeben. Er hat aus des grabes nacht neues leben mitgebracht.. 5. Tod, wo iſt nun deine kraft? Grab, wo ſind nun deine ketten? Hier iſt Gott, der huͤlfe ſchafft. Hier iſt Je⸗ ſus, der kann retten, wenn gleich unſer fleiſch und bein wird in ſtaub verwandelt ſeyn. 6. Herr, dies glaub ich dir zum ruhm, und mein troſt iſt nicht vergebens; denn ich bin dein eigenthum, du die quelle meines lebens. Hocher⸗ freuet ſing ich dir jezt und ewig dank dafür. Mel. Vom himmel kam 180 Prinnre dich, mein geiſt, erfreut des hohen tass der herrlich⸗ keit; halt im gedaͤchtniß Je⸗ ſum Chriſt, der von dem tod erſtanden iſt! 12. Füͤhl alle dankbarkeit fur ihn, als ob er heute dir er⸗ ſchien, als ſpraͤch' er: friede ſey mit dir! ſo freue dich, mein geiſt, in mir. 3. Schau uͤber dich, und bet ihn an, er mißt den ſter⸗ nen ihre bahn; er lebt und b herrſcht mit Gott vereint, und iſt dein koͤnig und dein freund. 4. Macht, ruhm und ho⸗ heit immerdar, dem, der da iſt, und der da war! ſein na⸗ me ſey gebenedeyt, von nun an bis in ewigkeit. s5. O glaube, der das herz erhoͤht! was iſt der erde ma⸗ jeſtaͤt, wenn ſie mein geiſt mit der vergleicht, die ich durch Gottes Sohn erreicht? 6. Vor ſeinem thron in ſei⸗ nem reich, unſterblich, hei⸗ lig, engeln gleich, und ewig, ewig ſelig ſeyn; Herr, welche herrlichkeit iſt mein! 7. Mein herz erliegt froh unter ihr; lieb und verwun⸗ drung kaͤmpft in mir, und voll von ehrfurcht, dank und pflicht, fall ich, Gott, auf mein angeſicht. 8. Du, der du in den hem⸗ meln thronſt, ich ſoll da woh⸗ nen, wo du wohnſt? Und du erfuͤllſt einſt mein vertraun, in meinem fleiſche dich zu ſchaun? 9. Ich ſoll, wann du, des lebens fuͤrſt, in wolken goͤtt⸗ lich kommen wirſt, erweckt aus meinem grabe gehn, und rein zu deiner rechten ſtehn? 10. Mit engeln und wit ſeraphim, mit thronen und mit cherubim, mit allen frommen aller mich freu'n in ewigkeit 4½ — zeit ſoll ich * XV. — nI. gu welch zelchent ruhm nicht das chritt dir getreuzigt, ſind nit auch onl. m Nie komt meinemſinn, n heil, dir ſchuldie ich mich inliebe hem bilde ſtets 13. Er itts, ns ſchafft; ſein ſeis iſt diekraſt. dachtncß Jeſam on dentud erſe 181. A. den nium vaht, ſeicht wie tonn in leizen mune lit! Mein her ſelegt, do, wom Krigt, mann von Aiſt hengimmel ² Erward ins tt, der ſeind tre teh, eherz be aktt, iſ Chri fey, ind mi: augt ttha lin ſäfnleinal fd und mn z. Ter held Kit, na u de nd i 3 4 gift gallun heric, Änd hung Jeſa. —. mit Gm m. dein käng un Mein her eligt hr; lied undm käͤmpſt in un en ehrſarct,d / anih, Gen ungeſſch. du, derduinte thronf, ich de wo du wohni deinſt wein dan inen geiſce 1 Ich ſal, ung ffurſt, in valt zmmmen dift e einen gurdegtt Kdeiner nouut Mit engtnn im, mi hen herubim, n zen alln ni freu'n i 1 XV. Von der Auferſtehung Jeſu. 135 11. Zu welchem gluͤck, zu des ſiegers band ergeben fuß welchem ruhm erhebt un 8 dehſiegens 3 ſuß nicht das chriſtenthum! mit dir gekreuzigt, Gottesſohn ſind wir auch auferſtandeu ſchon. 12. Nie komm es mir aus meinem ſinn, was ich, mein heil, dir ſchuldig bin; damit ich mich, in liebe treu, zu dei⸗ nem bilde ſtets erneu. 13. Er iſts, der alles in uns ſchafft; ſein iſt das reich ſeie iſt die kraft. Halt im ge⸗ achtniß Jeſum Chriſt, der von dem tod erſtanden iſt. b Juf, auf, mein 181. A herz, mit freu⸗ den, nimm wayr, was heut ge⸗ ſchicht! wie kommt nach groſ⸗ ſem leiden nun ein ſo groſſes licht! Mein Heyland ward gelegt, da, wo man uns hin⸗ traͤgt, wann von uns unſer geiſt gen himmel iſt gereißt. 2. Er ward ins grab geſen⸗ ket, der feind treibt groß ge⸗ ſchrey, eh er's vermeynt und denket, iſt Chriſtus wieder frey, und ruſt: Victoria! ſchwingt froͤhlich hie und da ſein faͤhnlein als ein held, der feld und muth behaͤlt. 3. Der held ſteht auf dem grabe, und ſieht ſich munter um, der feind liegt, und legt abe, gift,gall, und ungeſtuͤm, er wirft zu Chriſti fuß ſein hoͤlenreich, und muß ſelbſt in bleibt ein todtes 4. Das iſt mir anzuſchauen ein rechtes freudenſpiel! nun darf mir nicht mehr grauen fuͤr allem, was mir will ent⸗ nehmen meinen muth, zu⸗ ſammt dem edlen gut, ſo mir durch Jeſum Chriſt aus lieb erworben iſt. 5. Die hoͤll und ihre rotten die kruͤmmen mir kein haar; der ſuͤnden kann ich ſpotten, bleib allzeit ohn' gefahr; der tod mit ſeiner macht wird nichts bey mir geacht, er ild, und waͤr' er noch ſo wild. 6. Die welt iſt mir ein la⸗ chen mit ihrem groſen zorn, ſie zuͤrnt und kann nichts ma⸗ chen: all' arbeit iſt verlohrn; die truͤbſal truͤbt mir nicht mein herz und angeſicht; das ungluͤck iſt mein gluͤck, die nacht mein ſonnenblick. 7. Ich hang' und bleib auch hangen an Chriſto, als ein glied: wo mein haupt durch iſt gangen, da nimmt es mich auch mit. Er reiſet durch den tod, durch welt, darch ſuͤnd und noth, er reiſet durch die hoͤll, ich bin ſtets ſein geſell. 3. Er dringt zum ſaal der ehren, ich folg ihm immer nach, und darf mich gar nicht kehren an einig ungemach. Es tobe, was da kann, mein haupt nimmt ſich mein an„ mein 136 XVI. Von der Himmelfahrt Chriſti mein Heiland iſt mein ſchild, der alles toben ſtillt.. 9. Er bringt uns an die pforten, die in den himmel fuͤhrt, daran mit guͤldnen worten der reim geleſen wird: Wer dort mit wird verhoͤhnt, wird hier auch mit gekront, wer dort mit ſterben geht, wird hier auch mit erhoͤht. XVI. Von der Himmelfahrt Chriſti und ſeinem Sitzen zur rechten Bottes. Mel. Chriſ iſt etanden (Thriſtus fuhr gen 182 C himmel, was ſandt' er uns hernieder? Den Troͤſter, den heiligen Geiſt, zu troſt der armen chriſten⸗ heit, Hallelujaä. 2. Waͤr er nicht hingangen, der Troͤſter waͤr nicht kommen, ſeit daß er hingangen iſt, ſo hab'n wir den Geiſt durch Je⸗ ſum Chriſt, Halleluſlg. 3. Halleluja, Halleluja, Halleluja, gen himel fuhr der heilige Chriſt, der aller welt ein troͤſter iſt. Halleluja. 4. Halleluja, Halleluja, Halleluja, deß ſoll'n wir alle frohe ſeyn, Chriſtus will un⸗ ſer troſt ſeyn, Halleluja. „ uf dieſen tag be⸗ 1 8 3. A denken wir, daß Chriſt gen himmel g'fahren, und danken Gott aus hoͤchſter b'gier, mit bitt, er woll be⸗ wahren uns arme ſuͤnder hie auf erd, die wir von wegen mancher g'faͤhrd, ohn hoff⸗ nung han kein troſte. Hal⸗ leluja, Halleluja. 2. Drum ſey Gott lob, der weg iſt g'macht, uns ſtehr der himmel offen: Chriſtus ſchleust auf mit groſſem pracht, vorhin war all's ver⸗ ſchloſſen: wers glaubt, deß herz iſt freudenvoll, dabey er ſich dann ruͤſten ſoll, dem Herren nachzufolgen, Halle⸗ luja, Halleluja. 3. Wer nicht folgt und ſei⸗ n'n willen thut, dem iſts nicht ernſt zum Herren, denn er wird auch vor fleiſch und blut ſein himmelreich verſperren. Am glauben liegts, ſoll der ſeyn recht, ſo wird auch g'wiß das leben ſchlecht, zu Gott im himm'lgerichtet. Halleluja. 4. Solch himmelfahrt faͤht in uns an, bis wir den Vater finden, und ſliehen ſtets der welte bahn, thun uns zu Got⸗ tes kindern: die ſehn hinauf, der Vater h'rab, an treu und lieb geht ihn'n nichts ab, bis ſie zuſammen kommen, Hal⸗ leluja, Halleluja. 5. Dann wird der tag erſt freudenreich, wann uns Gott zu ihm nehmen, und ſeinem Sohn wird machen gleich/ als wir dann jetzt bekennen. Da wird ſich finden freud und muth, in ewigkeit beym hoͤch⸗ ſten gut, Gort woll⸗ daß win .— 2e erlebm. Hal lelujd. 6. Ehr ſey der Chrit, der für ben, nd wiede iſt, des Vater ben. Daß wit Adatts fall un auch ſterben all, leben erben, 9 leluſg. 184M demſtugg ſnd war noch i und untervielge ſikt drum unſe hin. durch eſun vohit ans unf fühtet. 2, Das leben ͤnact. Und ͤofen, Jhnſe nit goſet prach adiwirhofen tudaaſa am er nicht, der des Heylan unneh uin 3.Werden ich rinmermehr dort ngian fugt, den wird in ham. lne wütſ 4 fahrt Ehiß der reim geleen rt mitnida ler auch mit tt mit ſenda er auch nta Ehriſti und i Jottes. t auf wit 3 vorhin whrg 1 1 nachzuſolgen Haleiun. Wer nicht folg len thut, deu zum Herren, h duch vor feiſ. immelreich ni lauben liegz, ſecht, ſowitd den ſchlecht, lgerichtet. Solch himn an, bis wirda —, und fiiehenie bahn, thunmen adern: dieſäſie ater hrab, um. eht ihnennictzt ammen konam, „Hallluin Dann wird dn enreich, namm 1 Dehn„u —— —— — — —— 6 1 — —— 6 1 1 — — * —— 4 3 — —— —— 8 — —— wird mahaſt ann jett beim ſic inden ſi „in ewigkeitn ut, Getthie und ſeinem Sitzen zur Rechten Gottes. 137 erleben. Halleluja, Hal⸗ leluja. 6. Ehr ſey dem Herren Jeſu Chriſt, der fuͤr uns all geſtor⸗ ben, und wieder auferſtanden iſt, des Vaters huld erwor⸗ ben. Daß wir nun nicht in Adams fall umkommen und auch ſterben all, ſondern das leben erben, Halleluja, Hal⸗ ⸗. leluja. MWel. Es iſt das heil uns 5 it lautem ſchall 184. M frolocken! wir: der Herr iſt aufgefahren, Wir ſind zwar noch im elend hier und unter viel gefahren. Doch ſinkt drum unſer muth nicht hin. Durch Jeſum wiſſen wir, wohin uns unſre wallfayrt fuͤhret. 2. Das leben iſt ans licht gebracht. Uns ſteht der him⸗ mel offen. Ihn ſchloß uns auf mit groſſer pracht der Herr, auf den wir hoffen. Begierig ſchaut der glaub empor; doch ſaͤumt er nicht, auch hier zu⸗ vor des Heylands pfad zu wandeln. 3. Wer den nicht geht, wird nimmermehr dort ſeines lichts genieſſen. Wer ihm nicht folgt, dem wird auch er den himmel einſt verſchlieſſen. Wer wuͤnſcht in himmel ein⸗ zugehn, der laͤßt in ſeinen thaten ſehn, ſein wandel ſey im himmel. wir der welt uns immermehr entwoͤhnen; ſtets ſorgen, was dem Herrn gefaͤllt; zu ihm hinauf uns ſehnen. Er aber ſieht auf uns herab. Von uns laͤßt ſeine treu nicht ab, bis wir zuſammen kommen. 5. Tag, noch an groͤſſern freuden reich! wann wirſt du uns erſcheinen? Gott macht uns dort dem Sohne gleich, und ſtillet leid und weinen. O wonne, wenn in ewigkeit uns nun das hoͤchſte gut er⸗ freut! O Gott! ſchenk uns ſolch leben! Mel. Kommt laßt euch 185 Gerr! du faͤhrſt 2 mit glanz und freuden auf zu deiner herr⸗ lichkeit: doch mich druͤcken noch die leiden dieſes lobens, dieſer zeit. Gieb mir, Jeſu! muth und kraft, daß ich meine pilgrimſchaft ſo in dir zuruͤ⸗ cke lege, daß ich ſtets dein bleiben moͤge. 2. Laß mir deinen geiſt zu⸗ ruͤcke, aber zeug mein herz nach dir: wann ich nach dem himmel blicke, o ſo oͤffn' ihn gnaͤdig mir! neige meinem flehn dein ohr, trag' es dei⸗ nem Vater vor, daß er mir die ſchuld vergebe, daß ich mich bekehr' und lebe. 3. Lehre mich die welt ver⸗ achten, und was in ihr eitles iſt, und nach dem, was dort iſt, 4. Uns treibt ſein Geiſt, daß 1 trachten, wo du, mein Eelz⸗ er 138 XVI. Von der Himmelfahrt Chriſti ſer, biſt. Wolluſt, ehrſucht und gewinn, ſoll mich dies zur erde ziehn, da ich henſeit uͤberem grabe eine groͤßre hoffnung habe? 4. Dieſe muͤſſe mir nichts rauben. Du erwarbſt ſie theu⸗ er mir; jetzund ſeh' ich ſie im Plauben dor en find ich ſie bey ir. vertrau'n deiner glaubigen durch ſchau'n, und verwan⸗ delſt ihre leiden in unendlich groſe freuden. 5. Dort bereit auch mir die ſtätte in des Vaters hauſe zu! rufſt du fruͤhe oder ſpaͤte mich zu meines grabes ruh. Leucht auch mir in dieſer nacht, durch die ſtaͤrke deiner macht, die des todes macht bezwungen, und fuͤr uns den ſieg errungen. 6. Kommſt du endlich glor⸗ reich wieder an dem ende die⸗ ſer zeit, o ſo ſammle meine glieder, die verweſung jezt zerſtreut; heil'ge und verklaͤr ſie ganz, daß der leib im him⸗ melsglanz, dann nicht mehr von ſtaub und erde, aͤhnlich deinem leibe werde. Mel. Alle menſchen m. 186. G den ſchuͤtzt: Dort belohnſt du das engel heer ſtets in demuth preis und ehr. 2. Dein geſchaͤft auf dieſer erden, wie es Gottes rath be⸗ dacht, daß es ſollt erfuͤllet wer⸗ den, Herr, dein opfer iſt voll⸗ bracht: Dann da du fuͤr uns eſtorben, iſt uns gnad und eil erworben, und dein ſieg⸗ reich auferſtehn laͤst uns einſt dem tod entgehn. 3. Nun iſt dieſes dein ge⸗ ſchaͤfte, in des himmels heilig⸗ thum, die erworbnen lebens⸗ kraͤfte durch dein evangelium allen denen mitzutheilen, die zum thron der gnaden eilen. Nun wird uns durch deine hand heil und ſegen zuge⸗ wandt. deinen, bleibeſt ihnen ewig treu, zaͤhlſt die thraͤnen, die ſie weinen, und ſtehſt ihnen maͤch⸗ tig bey. Du verſchaffſt, daß ihren glauben keine feinde ih⸗ nen vauben, und wirkſt in des Vaters haus ihnen eine woh⸗ nung aus⸗ 5. Die verdienſte deiner lei⸗ den ſtellſt du deinem Vatet dar, und vertrittſt mit macht roſſer Mittler! ) der zur rechten Gottes, ſeines Vaters, ſitzt, und die ſchaar von ſeinen knechten in dem reich der gna⸗ in der koͤniglichen krone prangſt du auf der Gott⸗ heit throne, dir bringt aller und freuden loͤſte ſchaar; bitteſt, daß er kraft und leben deinen freun⸗ den wolle geben, und ſie einſt nach dieſer zeit auch erhoͤhn zur herrlichkeit. 6. Doch vergißt du auch der armen, die der welt zachdie — 4. Du gedenkeſt ſtets der und ſei — nen licht; well aus krbarmen dlendbticht bit ihrer ſcone, da verkenlohne/ noch dich fiehn/ au dirziehn. 7. Groſer M reiſch dich, daß thum ſo viel t heweiſen; dirſe und iuhm. d laß uns vertreten uden Vater bet der tid die lipp ſvrich für uns Ejrit ma vom hin b 187. 1 heer ſthetaufzu triumphitt. Lo ltn etihm mit *, Gein werk, tollicht; zeſt vdeimact; er ni Gott verſthn. fat hanitgrei 3. Teit iber neit geht ſeine jheerlickeit, ihm deine theurer⸗ neſeuphim, nit ſch fümn. 4. Gein ſud di helt; er herrſch raßteer held; e deht. 3 in geſchäſt uſt diees Gotte des ſolt efäln rr, dein eyſeti Dann da duihn n, iſt uns an orhen, unddi ſerſtehn laztune tun iſ dieſem in des hinmatt die erwerdna Du gedenket i „ bleibett ihm aͤdlſt diethraue 1/ und ſtehſthken 6. Du verſchi llaubenkeiteſa ruͤben, undatit haus ihenit aus. de verdienſehe zeellſt du dän ind verteitttnt freuden diinh ſchaar; dini. und leben di olle geben/M dieſer zeit u— erihkit Doch betzüthe M/ die dern — und ſeinem Sitzen zur Rechten Gottes. 139 —— nen, nicht; weil dein herz dir aus erbarmen uber ihrem elend bricht! bitteſt, daß Gott ihrer ſchone, daß er nicht nach werken lohne, daß er die, die noch dich fliehn, kraͤftig wolle zu dir ziehn. 7. Groſer Mittler! o wir preiſen dich, daß du im heilig thum ſo viel treu uns willſt beweiſen; dir ſey ehre, dank und ruhm. Dein verdienſt laß uns vertreten, wann wir zu dem Vater beten. Wann der tod die lippen ſchließt, ſprich fuͤr uns noch, Jeſu Chriſt! 2 Mel. Vom himmel kam 1 8 uf! Juͤnger Jeſu! 7. freuet euch! der Herr faͤhrt auf zu ſeinem reich, er triumphirt. Lobſinget ihm! lobſinget ihm mit hoher ſtim! 2. Sein werk auf erden iſt vollbracht; zerſtoͤrt hat er des todesmacht: er hat die welt mit Gott verſoͤhnt, und Gott hat ihn mit preis gekroͤnt. 3. Weit uͤber alle himmel weit geht ſeine macht und herrlichkeit; ihm dienen ſelbſt die ſeraphim. Lobſinget ihm mit hoher ſtimm. 4. Sein ſind die voͤlker aller welt; er herrſcht als ſiegge⸗ wohnter held; er herrſcht, bis unter ſeinem fuß der feinde heer ſich beugen muß. 5. Er ſchuͤtzet ſeine chriſten⸗ heit, erhaͤlt ſie bis in ewigkeit. Er iſt ihr haupt. Lobſinget ihm! lobſinget ihm mit hoher ſtimm! 6. Ja, Heyland! wir erhe⸗ ben dich; und unſre herzen freuen ſich der herrlichkeit und majeſtaͤt, dazu dich Gott dein Gott erhoͤht. 7. Wohl nun auch uns, deñ, Herr, bey dir ſteht kraft und macht! und dein ſind wir. Nimmft du dich unſrer huͤlf⸗ reich an; was iſt, das uns ge⸗ brechen kann?— 8. In deiner hand iſt unſer heil. Wer an dich glaubt dem giebſt du theil am ſegen, den du uns erwarbſt, als du fuͤr uns am kreuze ſtarbſt. 9. Du haft die ſtaͤtte uns be⸗ reit't, bey dir zu ſeyn in ewig⸗ keit. Nach treu vollbrachtem glaubenslauf nimmſt du uns in den himmel auf. 10.O zeuch uns immer mehr zu dir; hilf uns mit eifrigſter begier nach dem nur trachten, was da iſt, wo du, verklaͤr⸗ ter Heyland, biſt. 11. Dein eingang in die herrlichkeit ſtaͤrk uns in unſrer pruͤfungszeit, nur dir zu le⸗ ben, dir zu trau'n, bis wir der⸗ einſt dein antlitz ſchau'n 12. Dann wird ſich voͤllig unſre ſeel in dir erfreun, Im⸗ manuel! dann ſingen wir von deinem ruhm ein neues lied im heiligthum. XVII. 145 XVII. Vom heiligen Geiſte. XVII. Vom heiligen Geiſte. omm, heiliger 188. K Geiſt, Herre Gott, erfuͤll mit deiner gnaden gut deiner glaubigen herz, muth und ſinn, dein bruͤnſtig lieb entzuͤnd; in ihn'n. O Herr, durch deines lichtes glanz, zu dem glauben per⸗ ſammlet haſt das volk aus gl⸗ ler welt zungen, das ſey dir, Herr, zu lob geſungen, Halle⸗ luja, Halleluja. 2. Du heiliges licht, edler hort, laß uns leuchten des le⸗ benswort, und lehr uns Gott recht erkennen, von herzen Vater ihn nennen. O Herr, behuͤt vor fremder lehr, daß wir nicht meiſter ſuchen mehr, denn JeſumChriſt mit rechtem glauben, und ihm aus ganzer macht vertrauen, Halleluja, Halleluja. 3. Du heilige brunſt, ſuͤſſer troſt, nun hilf uns, ſroͤhlich und getroſt in deinem dienſt beſtaͤndig bleiben, die truͤb⸗ ſal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein kraft uns bereit, und ſtaͤrk des fleiſches bloͤdigkeit, daß wir hie ritter⸗ lich ringen, durch tod und le⸗ ben zu dir dringen, Hallelu⸗ ja, Halleluja. ) un bitten wir 189. den heiligen Geiſt um den rechten glauben an unſerm ende, wann wir heimfahren aus dieſem elen⸗ de, Kyriel. 2. Du werthes licht, gieb uns deinen ſchein, lehr uns Jeſum Chriſtum erkennen al⸗ lein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zu dem rechten va⸗ terland, Kyriel. nem ſinne bleiben, Kyriel. fuͤrchten ſchand noch tod, daß in uns die ſinne nicht verza⸗ wird verklagen, Kyriel, Mel. Kommt laßt euchd. uns in lieb' und leide unbe⸗ ſuchet laͤſſeſt nicht, Hoͤchßen, hoͤchſter fuͤrt, du haͤltſt und halten wirſ, ohn aufhoͤren alle dinge, hi⸗ re, hoͤre, was ich ſinge. 2. Du biſt ja 1 die ein menſch nur nennen kann: wenn ich dich erwunſch und habe, gey ich alles wuͤn⸗ ſchen an; ach! ergieb dich, allermeiſt, daß er uns behuͤte esnm zu mir in mein 3. Du ſuͤſſe lieb', ſchenk uns deine gunſt, laß uns em⸗ pfinden der liebe brunſt, daß wir uns von herzen einander lieben, und im friede auf ei⸗ gen, wann der feind das leben erze/ hans INI dsdudir, dai gebohren, ſelht aurerkohren. 3. Du witſt a mels throne, w ausgeſchuttt, Paterund dem alz lauter ſegen m odu wetther gaſt gen, den duhaſt,u 4. Du hoͤchſter Troͤſter in aller noth, hilf, daß mir nicht du allerſuͤßte 1 190. O freude, o da jallerſchoͤnſtes licht! der du eiſt des li ſt, der heſt die beſte gabe, gach deinem wi anleibund ſeleſt 4. N bitt wei Gäſfe. „ 8. n Geiſe Ain ende, na 6 6 zer aud diſa ur werthes hi, nnen ſcein, — aß wiran ihni euen Heiland,n hat zu deu ncn , Korill. Du ſüſſe lch,g ine gun, azm. nder liebebrun as von henzen „und in frihee inne bleiben, gfa Du hichenr dn noth,hilf, Riwen ten ſchand nodt s die ſinne nih vann der feinddat verklagen, Fpeil 1. Bommt laßten d c 0. 9 frand, ſchoͤnſtes ligt d in lich und ki tlſſeſt nit, Ken, höchſerin ältſt und hatar aufhörenalenne öre, wabithſtt Du dit jadüti ein wenſch ut . wennihdün habe, gwihh lan; ac a u u uir un XVII. Vom heiligen Geiſte. 8 141 das du dir, da ich in die welt gebohren, ſelbſt zum tempel au erkohren. 3. Du wirſt aus des him⸗ mels throne, wie ein regen ausgeſchüutt't, bringſt vom Vater und dem Sohne nichts als lauter ſegen mit: laß doch, o du werther gaſt, Gottes ſe⸗ gen, den du haſt, und verwaltſt nach deinem willen, mich an leib und ſeele fuͤllen. 4. Du biſt weiſ' und voll verſtandes, was geheim iſt, iſt dir kund: zaͤhl’ſt den ſtaub des kleinen ſandes, gruͤnd'ſt des tiefen meeres grund; nun du weißt auch zweifelsfrey, wie verderbt und blind ich ſey: drum gieb weisheit, und fuͤr allen, wie ich moͤge Gott ge⸗ fallen. 5. Du biſt heilig, laͤßt dich finden, wo man rein und ſauber iſt; fleuchſt hingegen ſchand und ſunden, wie die tauben ſtank und miſt: mache mich, o gnadenquell, durch dein waſchen rein und hell; laß mich fliehen, was du flie⸗ heſt! gieb mir, was du gerne ſieheſt.. 6. Du biſt, wie ein ſchaͤflein pfleget, frommes herzens, ſanftes muths; bleibſt im lie⸗ ben unbeweget, thuſt uns boͤ⸗ ſen alles guts: Ach! verleih und gieb mir auch dieſen ed⸗ len ſinn und brauch; daß ich nen, den du liebſt. bo⸗ trůbe. 5 7. Mein hort! ich bin wohl zufrieden, wann du mich nur nicht verſtoͤßt: bleib ich von dir ungeſchieden, ey! ſo bin ich gnug getroͤſt. Laß mich ſeyn dein eigenthum; ich verſpre⸗ che wiederum, hier und dort all mein vermoͤgen, dir zu eh⸗ ren anzulegen. 8. Ich entſage alle deme, das dir deinen ruhm benimt; ich will, daß mein herz anneh⸗ me nur allein was von dir koͤmmt. Was der ſatan will und ſucht, will ich halten als verflucht: ich will ſeinen ſchnoͤ⸗ den wegen mich mit ernſt zu⸗ wider legen.. 9. Nur allein, daß du mich ſtaͤrkeſt, und mir treulich ſte⸗ heſt bey; hilf, mein helfer! wo du merkeſt, daß mir huͤlſe noͤthig ſey: brich des boͤfen fleiſches ſinn, nimm den alten willen hin; mach' ihn aller⸗ dinges neue, daß mein Gott ſich mein erfreue. 10. Sey mein retter, halt mich eben, wann ich ſinke, ſey mein ſtab; wann ich ſterbe, ſey mein leben, wann ich lie⸗ ge, ſey mein grab. Wann ich wieder auferſteh; ey! ſo hilf mir, daß ich geh hin, da du in ew'gen freuden wirſt dein' auserwaͤhlten weiden. freund und feinde liebe, kei⸗ domm, o komm, du 19 I. K Geiſt des bbenss 142 wahrer Gott von ewigkeit! deine kraft ſey nicht verge⸗ bens, ſie erfuͤll' uns jederzeit: ſo wird geiſt und licht und ſchein in den dunkeln herzen ſeyn. 2. Gieb in unſer herz und ſinnen, weisheit, rath, ver⸗ ſtand und zucht; daß wir an⸗ ders nichts beginnen, den was nur dein wille ſucht; dein er⸗ kenntniß werde gros, und mach uns von irrthum loß. 3. Zeige, Herr! die wohl⸗ fahrts⸗ſtege; dies was hin⸗ ter uns gethan, raͤume ferner aus dem wege, ſchlecht und recht ſey um uns an; wuͤrke reu an fuͤnde ſtatt, wann der fuß geſtrauchelt hat. 4. Laß uns ſtets dein zeug⸗ niß fuͤhlen, daß wie Gottes kinder ſind, die auf ihn allei⸗ ne zielen, wann ſich noth und drangſal find't; denn des Vaters liebesruth iſt uns al⸗ lewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten, frey mit aller freudigkeit: ſeufz' auch in uns, wann wir beten, und vertritt uns allezeit: ſo wird unſre bitt erhoͤrt, und die zuverſicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach tro⸗ ſte bange, daß das herz oft ru⸗ fen mus: ach! mein Gott! mein Gott! wie lange; ey! XVII. Vom heiligen Geiſte. ſo mach uns den beſchluß; und gieb muth, geduld und uh.. 7. O du geiſt der kraft und ſtärke! du gewiiſſer neuer Geiſt! foͤrdre in uns deine werke, wann uns ſatan wan⸗ ken heißt; ſchenk uns waffen in den krieg, und erhalt unz in dem ſieg. 8. Herr! bewahre auch un⸗ ſern glauben, daß kein teufel⸗ tod noch ſpott, uns den ſelben moͤgen rauben: du biſt unſer ſchutz und Gott; ſagt daß fleiſch gleich immer nein! laß dein wort gewiſſer ſeyn. 9. Wann wir endlich ſollen ſterben; ſo verſichre uns je mehr, als des himmelreiches erben, jener herrlichkeit und ehr, die uns unſer Gott er⸗ kießt, und nicht auszuſpre⸗ chen iſt. mel. Mein ganzer geiſt 192 heil ger Geiſt! 19 3 kehr bey uns ein, und laß uns deine woh⸗ nung ſeyn, okomm, du her⸗ zens ſonne! du himmelslicht! laß deinen ſchein bey uns und in uns kraͤftig ſeyn, zu ſtetet freud und wonne. Sonne, 4 du geben, wann wir beten; zu dir kommen wir getreten. 2. Du auell! draus alle weisheit fleußt, ch in fromme ſeelen geußt; laß dei⸗ nen troſt uns hoͤren: daß wir K ſprich der ſeelen troͤttlich zu, in glaubens⸗ einigkiit 4 4 ¹ 1 I — 4 fännat allerchtit pahros eugnit te, lehre zu gec and innen, die au lohundons z 3. Steh und deinem ruth, u ſelbſt denrechten. den neg nicht d uns ſetindigkeit getrel dir blei für, venn wir miſſen, Schaue, erriſten, undgef n ſchäuen, und roſt u hauen. V buiſ eunpfinde tittetſ 4. ah uns dei aſt dadur berdeg; alf daß dinenſchut, beg fände teut, mit Aterdi: laß dic uf unznieder, d der to enyfnder lück üherwinden wonne, himmliſch leben willt 5. O farke win 1 3 neleäſes wortin ten brennen: d nizen ninmerne nrweisheitreie ener jehe teenn güſſedingütein dß wir klagen b Heyland ten Du ſüſer 3 dic in tn llit, und ſc Geſſ. nuth,Pun. du geitdemn di gaßßi ſätde in nen wann uns ſitan It; ſcent unn jrieg, und aen Ir beteahteu den, daßkawe ſpott, vsdane ſkauben: duhin nd Gott; ſa Pleich imwerdent rort gewiſſerſn. ann wirenditie 1; ſo verſchna als des ſinnäte jener henühü ie uns unſer oi⸗ at. 7. Wein gan heitgeee 2. 9 d 1 inen ſchen da zkräftigſegt, und bohdee e, himulichli 66 1 Segt neſtelen u trotuns ſiie 1 aubenz⸗ 6 in 3 und vicht uh xyvll. — Vom heiligen Geiſte. — 4² koͤnnen aller chriſtenheit dein wahres zeugniß lehren. Hoͤ⸗ re, lehre, zu gewinnen, herz und ſinnen, dir ergeben: dir zu lob und uns zum leben. 3. Steh uns ſtets bey mit deinem rath, und fuͤhr' uns ſelbſt den rechten pfad, die wir den weg nicht wiſſen: gieb uns beſtaͤndigkeit, daß wir getreu dir bleiben fur und fuͤr, wenn wir uns leiden muͤſſen. Schaue, baue, was zerriſſen, und gefliſſen, dich zu ſchauen, und auf deinen troſt zu bauen. 4. Laß uns dein’ edle bal⸗ ſamkraft empfinden, und zur ritterſchaft dadurch geſtaͤrket werden; auf daß wir unter deinem ſchutz, begegnen aller feinde trutz, mit freudigen geberden: laß dich, reichlich, auf uns nieder, daß wir wie⸗ der troſt empfinden, alles un⸗ gluͤck uͤberwinden. 5. O fuarker fels und le⸗ bens⸗hort! laß uns dein him⸗ mel⸗fuͤſſes wort in unſern her⸗ zen brennen: daß wir uns moͤgen nimmermehr von dei⸗ ner weisheit reichen lehr' und deiner liebe trennen. Flieſſe, ieſſe deine guͤte ins gemuͤthe, aß wir koͤnnen Chriſtum un⸗ ſern Heyland nennen. 6. Du ſuͤſſer himmelsthau! laß dich in unſre herzen kraͤf⸗ tiglich, und ſcheuk' uns dei⸗ ne liebe, daß uaſer ſinn per⸗ bunden ſey dem naͤchſten ſtets mit liebestreu, und ſich barinnen uͤbe. Kein neid, kein ſtreit dich betruͤbe, fried und liebe muͤſſen ſchweben, fried' und freude wirſt du geben. 7. Hilf! daß in wahrer heiligkeit wir fuͤhren unſre lebenszeit, ſey unſers geiſtes ſtaͤrke; daß uns forthin ſey unbewußt die eitelkeit, des fleiſches luſt und ſeine todte werke! ruͤhre, fuͤhre unſre ſinnen und beginnen von der erden, daß wir himmels⸗er⸗ ben werden. 102 euch ein zu dei⸗ 1 9 3. 3 nen thoren, ſey meines herzens gaſt; der du, da ich gebohren, mich neu ge⸗ bohren haſt: o hochgeliebter Geiſt! des Vaters und des Sohnes, mit beyden gleiches thrones, mit beyden gleich gepreißt. 2. Zeuch ein, laß mich em⸗ pfinden, und ſchmecken deine kraft; die kraft, die uns von fuͤnden huͤlf' und errettung ſchaft. Entſuͤndge meinen ſinn; daß ich mit reinem gei⸗ ſte dir ehr und dienſte leiſte, die ich dir ſchuldig bin. 3. Ich war ein wilder reben, du haſt mich aut gemacht: der tod durchdrang mein le⸗ ben, du haft ihn umgebracht, und in der tauf erſtickt; als wie in einer flute, mit deſſen tod 144 XVII. Vom heiligen Geiſte. tod und blute, der uns im tod erquickt. 4. Du biſt das heil ge oͤle, dadurch geſalbet iſt mein leib und meine ſeele, dem Herren Jeſu Chriſt, zum wahren ei⸗ genthum; zum prieſter und propheten, zum koͤnig, den in noͤthen Gott ſchuͤtzt vom heiligthum. 5. Duͤ biſt ein Geiſt, der leh⸗ ret, wie man recht beten ſoll: dein beten wird erhoͤret, dein ſingen klinget wohl: es ſteigt zum himmel an, es ſteigt und laͤßt nicht abe, bis der gehol⸗ fen habe, der allein helfen kann. 6. Du biſt ein Geiſt der freuden, vom trauren haͤltſt du nicht; erleuchteſt uns im leiden, mit deines troſtes licht. Ach ja! wie manches⸗ mal haſt du mit ſüſſen worten mir aufgethan die pforten zum guͤldnen himmelsſaal. 7. Du biſt ein Geiſt der lie⸗ be, ein freund der freundlich⸗ keit; willſt nicht, daß uns be⸗ truͤbe zorn, zank, haß, neid und ſtreit. Der feindſchaft biſt du feind; willſt, daß dur den boͤſen geiſt, der fried' und liebesbanden: ver⸗ knuͤpf in allen landen, was ſich getrennet hat. 9. Erhebe dich, und ſteure dem herzleid auf der erd'; bring wieder, und erneure die wohlfahrt deiner heerd’ Laß bluͤhen wie zuvor, die laͤnder, ſo verheeret, die kirchen, ſo zerſtoͤret, durch krieg und feu⸗ ers zorn. 1 10. Beſchirm die polizey⸗ en, bau unſers Furſten thron; daß er und wir gedeihen: ſchmuͤck als mit einer kron, die alten mit verſtand, mit froͤmmigkeit die jugend, mit gottesfurcht und tugend, das volk im ganzen land'. 11. Erfuülle die gemuͤther mit reiner glaubenszier; die haͤuſer und die guͤther, mit ſe⸗ gen fuͤr und fuͤr. Vertreih⸗ dir ſich wi⸗ derſetzet, und was dein herz ergoͤtzet, aus unſerm herzen reißt. 44 12. Richt unſer ganzes le⸗ ben allzeit nach deinem ſinn; und wann wirs ſollen geben ins todesrachen hin, wann mit uns hie wird aus, ſo hilf uns froͤlich ſterben, und nach liebes⸗ſlammen, ſich wieder thun zuſammen, die voller zwietracht ſeynd 3 8. Du, Herr haͤnden die ganze weite welt; kannſt menſchen⸗ herzen wen⸗ den, wie es dir wohlgefaͤllt: 4 fhaſt ſelbſt in dem tod’ ererben des ewgen lebens⸗haus. Mel. Jeſu meine freude rO, Uſprung wahret 194. freuden, komm in meinem leiden, und erfteut ſo gieb doch deine gnad zum ai meine ſuͤnden/ 4 —— 9, t ich! du erͤftigli mir, o werthe goſſen, daß dei hier aus mag d 2. Laj licht in mir,ſondern nes Herien wort ergrundin, dies nich finden, hie oxt, wetthes lic gebricht, doch! neinen klagen 1 nicht vetzagen. 3. Aich wollt nich behotſam l wahrheitein, d tämpfen ritterlic hſen, waswir be nann die ſind,, ſchwind, ieen ſa ich ſäcke, daß 1 6 1 Werke. 4. Wann ich n den, undmein ſe den, daberlgß! lnitt mitan die das i6(ſtreite, gericht ſa ni nud ſämn ni leſem lehen g lc kchen. 3 el. Bonmt (Kreiſt feh& dehſt, Lht in thedur tte Geiſte — liedesanden allen landen,a e ſebe dich, undſ zleid auf 1 dder, undernant tt deiner heend eret, die kro 1it han „ durch kriegw zeſchirn die ſ runſers Fürſan und wit ge als mit enat en mit verſn gkeit diefuge rcht und tuge „ganzen land. xkrfülle die zat ner glaubeniin, und diegüthen „und für. M en geit derdeſ it, und was t, aus uniem 1 z Richt unſtene bzeit nach dim zoann wies ſlt desraſn je wirhie So ata, od ererben 33 5 haus. Jeſumen dl. N. tſgen 24. fean einem leiden 1 krſe n XVI I. Vom heiligen Geiſte. 145 doch, daß ich mag finden, daß du kraͤftiglich, dich in mir, o werthe zier, haſt er⸗ goſſen, daß dein lieben ich hier aus mag uͤben. 2. Laß nicht lieb erkalten in mir, ſondern halten mei⸗ nes Herren wort; lehre mich ergruͤnden, dies wort laßt mich finden, hien an meinem ort, werthes licht, was mir gebricht, doch laß mich in meinen klagen gleichwohl nicht verzagen. 3. Auch wollſt du in zeiten mich behutſam leiten, alle wahrheit ein, daß ich moͤge kaͤmpfen ritterlich, und daͤm⸗ pfen, was mir bringet pein: wann die fuͤnd, auf mich ge⸗ ſchwind, ihren ſtachel ſcheußt, mich ſtaͤrke, daß ich troſt ver⸗ merke.— 4. Wann ich nun ſoll ſter⸗ ben, und mein fleiſch verder⸗ ben, da verlaß mich nicht; tritt mir an die ſeite, hilf, daß ich ſo ſtreite, daß ich ins gericht ja nicht komm', o mache fromm mich, daß ich in dieſem leben blos moͤg' hier⸗ nach ſtreben. Mel. Kommt laßt euch den 195 Geiſ vom Vater 9 5. und vom Soh⸗ ne! dee du unſer troͤſter biſt, und von unſers Gottes thro⸗ ne huͤlfreich auf uns ſchwache ſiehſt. Stehe du mir maͤchtig bey, daß ich Gott ergeben ſey: o ſo wird mein herz auf erden ſcon ein tempel Gottes wer⸗ en. 2. Laß auf jedem meiner wege deine weisheit mit mir ſeyn; wann ich bange zweifel hege, deine wahrheit mich erfreun. Lenke kraͤftig mei⸗ nen ſinn auf mein wahres wohlſeyn hin. Lehrſt du mich, was recht iſt, waͤhlen, werd ich nie mein heil verfehlen. 3. Heilige des herzens trie⸗ be, daß meinen Gott und Vater lie⸗ be; daß mir nichts ſo wichtig ſey, als in ſeiner huld zu ſtehn. Seinen namen zu er⸗ hoͤhn: ſeinen willen zu voll⸗ bringen, muͤſſe mir durch dich gelingen.— 4. Staͤrke mich, wann wo zur ſuͤnde mein gemuͤth ver⸗ ſuchet wird, daß ſie mich nicht uͤberwinde. Hab' ich ir⸗ gend mich verirrt, o fo ſtrafe ſelbſt mein herz, daß ich un⸗ ter reu und ſchmerz mich vor Gott daruͤber beuge, und mein herz zur beßrung neige. 5. Reize mich mit flehn und beten, wenn mir hulfe noͤthig iſt, zu dem gnadenſtuhl zu tre⸗ ten. Gieb, daß ich auf Jeſum Chriſt, als auf meinen Mitt⸗ ler, ſchau, und auf ihn die hoff⸗ nung bau, gnad' um gnad' auf mein verlangen von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allem lei⸗ G den ich uͤber alles treu * 146 XVII. Vom heiligen Geiſte. den ſtets mit deinem troſte bey; daß ich auch alsdann mit freuden Gottes fuͤhrung folg⸗ ſam ſey. Gieb mir ein gelaſ⸗ ſen herz. Laß mich ſelbſt im todes⸗ ſchmerz, bis zum fro⸗ hen uͤberwinden, deines gei⸗ ſtes troſt empfinden. mel. Wer nur Cenirn, groſer Gott, du 19 6. O reines weſen! der du nur reine herzen dir zur ſteten wohnung auserle⸗ ſen! ach ſchaff ein reines herz in mir, ein herz, das von der argen welt ſich rein und unbe⸗ ſleckt erhaͤlt.. 2. Vor allem mache mein gemuͤthe durch ungefaͤrbte buſſe rein, und laß es, Herr! durch deine guͤte und Chriſti blut gewaſchen ſeyn. Dann mache mich zur reinigkeit des lebens fertig und bereit. 3. Regiere mich mit deinem eiſte, der mein getreuer bey⸗ and ſey, und mir erwuͤnſchte hulfe leiſte; Gott! ſtehe mir aus gnaden bey, und gieb mir einen ſolchen geiſt, der neu, gewiß und heilig heißt. 4. Do ſchwachheit e, m ter ſo verwirf mich nicht, za nicht von himmet gehn. ch, weil ich meine merke, mein Va⸗ und ſtoß mich wegen meiner werke deinem angeſicht. Laß hier mich in der gnade ſtehn, und dort in deinen Geiſt der liebe, doch nun und nimmermehr von mir. Ach! leite mich durch ſeine triebe, durch ſeinen beyſtand fuͤr und fuͤr; ja fuͤhre du mich durch de zeit hin zu der reinen ewigkeit. mMel. Kommt laßt euch d. 1 97 Jer du uns als . Vater liebeſt, treuer Gott, und deinen Geiſt denen, die dich bitten giebeſt, ja uns um ihn bitten heißt: de: muthsvoll fleh ich vor dir; Va⸗ ter! ſend' ihn auch zu mir, daß er meinen Geiſt erneue, und ihn dir zum tempel weihe. 2. Ohne ihn fehlt meinem wiſſen leben, kraft und frucht⸗ barkeit; und mein herz bleibt dir entriſſen, und dem dienſt der welt geweiht, wenn er nicht durch ſeine kraft die ge⸗ ſinnung in mir ſchaft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu deiner ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jeſu! noch mit ic⸗ ter treu meinen Gott und Herrn dich nennen, ſtehet mit dein Geiſt nicht bey. Drum ſo laß ihn kraͤftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubens⸗ voll als Mittler ehre, und auf deine ſtimme hoͤre.* 4. Ew'ge quelle heil ger gu⸗ ter, hochgelobter Gottesgeiſt! der du menſchliche gemuͤther beſſerſt und mit troſt erfreuſt; —x—xx— 1 —————— 5. Nimm deinen Geiſt, den nach dir, Herr, verlangt aue ch 6 Herr, mich; XY ni; ihenh Naemic ue ſelig andum) z. Füll mich tritbet, daß ic döcis gut, i ſieben, daß ich nuth ſeiner fteu, und wit desteu ſtets ve gen wandle, u fen denb und ha 6. Heiſt des der lichel bilden nem ſin, daß ſanftnuth ube b rechne zum gewi ſe ein friedenzb kann, wenn mei ttleichttung der kann dem nach ande 7. kehre mi kennen die 4 ſehn, ſevollden — vynI 98 elch'z du unz naß rdurn daln iichten le ſi wotden kund nund, undin nict durch dei ſilgn Geiſ, , Hies por iſorſten ſeh Heiſte 5— Liebe, dahmd ehr von nir, durc ſeie g Uen beyſtnd ite ahre du michimt der reinen tdihe Liommt laßtet (Dr dum * Wak dott, und deinat ediedichbinnze mihn bittenſete doll ehichrne Dihn auchur nien Geitt ernen, 7i zum tempelu hne ihn fezltm Jeben, kraſt udie 13 und wänſent eiſſen, und dan t geweiht, n aurch ſeine kii ig in mi ſtat ch ganz etzebern ehrelebe. luch dch iunt dien, Jellent Steu mänen de „dich umenſ Heiſt nict n ihn keäfig u diihnat ls Mrtlechn⸗ fimmeſin Er ge aucht ochgeledn e du nenſzie rſt undnin 1 dir, Hen Än ——— XVIII. Vom Worte Gottes. mich; ich ergebe mich an dich. Mache mich zu Gottes preiſe heilig und zum himmel weiſe. s. Fuͤlle mich mit heilgen trieben, daß ich Gott, mein hoͤchſtes gut, uͤber alles moͤge lieben, daß ich mit getroſtem muth ſeiner Vaterhuld mich freu, und mit wahrer kin⸗ destreu ſtets vor ſeinen au⸗ gen wandle, und rechtſchaf⸗ fen denk' und handle. 6. Geiſt des friedens und der liebe! bilde mich nach dei⸗ nem ſinn, daß ich lieb' und ſanftmuth uͤbe, und mir's rechne zum gewinn, wenn ich je ein friedensband knuͤpfen kann, wenn meine hand, zur erleichtrung der beſchwerden, kann dem naͤchſten nuͤtzlich werden.. 7. Lehre mich, mich ſelber kennen, die verborgnen fehler ſehn, ſie voll demuth Gott be⸗ 147 kennen, und ihn um verge⸗ bung flehn. Mache taͤglich ernſt und treu, ſie zu beſſern, — in mir neu; zu dem heili⸗ gungsgeſchaͤffte gieb mir im⸗ mer neue kraͤfte. 8. Wann der anblick mei⸗ ner ſunden mein gewiſſen niederſchlaͤgt; wann ſich in mir zweifel finden, die mit angſt mein herze hegt; wann mein aug in noͤthen weint, und Gott nicht zu hoͤren ſcheint: O dann laß es mei⸗ ner ſeelen nicht an troſt und ſtaͤrkung fehlen. „2. Was ſich gutes in mir findet, iſt dein gnadenwerk in mir: ſelbſt den trieb haſt du entzuͤndet, daß mich, Herr verlangt nach dir. O ſo ſetze durch dein wort deine gna⸗ denwirkung fort, bis ſie durch ein ſelig ende herrlich ſich an mir vollende. XVIII. Vom err Zebaoth, dein 198.H heiligs wort, welch's du uns haſt gegeben, daß wir darnach an allem ort, ſoll'n richten lehr und leben, iſt worden kund aus deinem mund, und in der ſchrift be⸗ ſchrieben, rein, ſchlecht und recht durch deine knecht vom heil'gen Geiſt getrieben. 2. Dies wort, welch's itzt in ſchriften ſteht, iſt feſt und Worte Gottes. unbeweglich, zwar himmel und die erd vergeht, Gott's wort bleibt aber ewig: kein hoͤll, kein plag, noch jung⸗ ſter tag, vermag es zu ver⸗ nichten, drum denen ſoll ſeyn ewig woͤhl, die ſich dar⸗ nach recht richten. 3. Es iſt vollkommen, hell und klar, die richtſchnur rei⸗ ner lehre, es zeigt uns auch Lan offenbar Gott, ſeinen G 2 dienſt — ———————— ——ſſſſͤſͤſ ————— —— 2——————— —n————————y—yʒ 2 ————— 3 7— 7 ———— 5—— ras XVIII. Pom Worte Gottes. dienſt und ehre und wie man ſoll hie leben wohl, glaub, liebe, hoffnung uͤben; drum fort und fort wir dieſes wort von herzen ſollen lieben. 4. Im kreuz giebts luft, in traurigkeit zeigt es die freu⸗ den⸗quelle. Den ſuͤnder, dem die ſund iſt leid, entfuͤhret es der hoͤlle. Giebt troſt an hand, macht uns bekannt, wie man ſoll willig ſterben, und wie zugleich das Himmelreich durch Chriſtum zu ererben. 5. Sieh, ſolcher nutz, ſo groſſe kraft, die nimmier iſt zu ſchaͤtzen, des Herrn wort in uns wirkt und ſchafft, dar⸗ um wir ſollen ſetzen zuruͤck old, geld, und was die welt onſt herrlich pflegt zu achten, und jederzeit, in lieb und leid, nach dieſer perle trachten. 6. Nun, Herr! erhalt dein heiligs wort; laß uns ſein kraft empfinden; den feinden ſteur an allem ort, zeuch uns zuruͤck von ſuͤnden. So wol⸗ len wir dir fuͤr und fuͤr von ganzem herzen danken. Herr, unſer Hort! laß uns dein wort feſt halten, und nicht wanken. 1 Is woll uns Gott 199. E genaͤdig ſeyn, und ſeinen ſegen geben, ſein antlitz uns mit hellem ſchein erleucht' zum ew'gen leben: daß wir erkennen ſeine werk, und was ihm lieb auf erden, und Jeſus Chriſtus heil und ſtaͤrk, bekannt den heiden werden, und ſie zu Gott be⸗ kehren. 2. So danken Gott, und loben dich die heiden uͤber al⸗ le, und alle welt die freue ſich, und ſing mit groſſem ſchalle: daß du auf erden richter biſt, und laͤßt die fuͤnd nicht walten, dein wort die hut und weide iſt, die alles volk erhalten, in rechter bahn zu wallen. 3. Es danke Gott, und lobe dich das volk in guten tha⸗ ten, das land bring' frucht und beſſre ſich, dein wart iſt wohl gerathen. Uns ſegne Vater und der Sohn, uns ſegne Gott der heilige Geiſt⸗ dem alle welt die ehre thut, fuͤr ihm ſich furchtet aller⸗ meiſt. Nun ſprecht von her⸗ zen: Amen. Mel. Wer nur den lieben 200 Dein wort, o Hoͤch⸗ ☚. ſter, iſt vollkom⸗ men: es lehrt uns unſre gan⸗ zepflicht; es giebt dem ſuͤnder und dem frommen zum leben ſichern unterricht. O ſelig, wer es acht ſam hoͤrt/ bewahrt und mit gehorſam ehrt. 2. Es leuchtet uns auf un⸗ ſern wegen, vertreibt des irr⸗ thums finſterniß; es ͤllt mit freuden, bringt uns ſegen⸗ und machet unſer herz gewiß. Es lehrt uns, Hoͤchſter udt — Rzich wich und XI —— du hit, uadne fällig it 3. Dein we dich w liehen; guts du denen, gebot nit fteut wie du vaͤterl Und was,oHe berſpticht, blei du luͤget nicht. 4. Gott, d find beſſer, und ſucht werth, al werth ikoslich Als alles noch Wer dis thut, gebeut demiltd hereit, 7. Drumloß luſt berachten, wort, byHchſe au daz wit geh dos es hon m. gehrt; ſößfieſen lentuß auch m worte ſ. Maj. Liebſte 5 1 2ot. H. d ih voll p neinen Gott un e. hächſter, auferden weiſe werdin. feſhn far ſi⸗ oft, 1 oide Chritas hn.. ekannt den ſ und ſieu gat, danken Gat d dieheiden 1 dalle welt den nd ſing ma gi daß da duf iſt, und aßtdi den alten, dein un weide it, d halten, in ie wallen. danke Got m A volk in goin às land bonh ſ ſre ſich, dein ten erathen. Une und der Geſt,n pott der heilic te welt die thet ſich fürtin e * Nun ſoreceat men. Wer nurdel ein wort 9. ter ſi XVIII. Vom Worte Gottes. 149 de. und was dir wohlge⸗ faͤlllg iſt 3. Dein wort ermuntert, dich zu lieben; lehrt, wie viel guts du denen giebſt, die dein gebot mit freuden uͤben, und wie du vaͤterlich uns liebſt. Und was, o Herr, dein mund verſpricht, bleibt ewig wahr; du luͤgeſt nicht. 4. Gott, deine zeugniſſe find beſſer, und mehr der ſehn⸗ ſucht werth, als gold. Ihr werth iſt koͤſtlicher und groͤſer, als alles noch ſo feine gold. Wer das thut, was dein wort gebeut, dem iſt dein ſegen ſtets bereit. 5. Drum laß auch mich mit luſt betrachten, was mich dein wort, o Hoͤchſter, lehrt, und auf das mit gehorſam achten, was es von mir zu thun be⸗ gehrt; ſo flieſſen troſt und ſee⸗ lenruh auch mir aus deinem worte zu. Mel. Liebſter Jeſu, wir 201 Herr, mein licht, * erleuchte mich, daß ich mich und dich erkenne; daß ich voll vertrauen dich, meinen Gott und Vater nen⸗ Hoͤchſter, laß mich doch auf erden weiſe zu dem himel werden. 2. Lauter wahrheit iſt dein wort. Lebre es mich recht ver⸗ ſtehen! hilf ſelbſt meinem forſchen fort, richtig daraus einzuſehen, was zu meinem heil mich fuͤhret, und mir, deinem knecht, gebuͤhret. 3. Aber laß mich nicht al⸗ lein richtig ſeinen ſinn verſte⸗ hen; laß mein herz auch folg⸗ ſam ſeyn„den erkannten weg zu gehen; Denn ſonſt wuͤrd ich bey dem wiſſen doppelt ſtreiche leiden muͤſſen. 4. Gieb, daß ich den unter⸗ richt deines wortes treu be⸗ wahre; daß ich, was es mir verſpricht, reichlich an mir ſelbſt erfahre. Ja es ſey in meinem leiden mir ein quell von troſt und freuden. s. Hilf daß ſich von zeit zu zeit meine kenntni ſſe vermeh⸗ ren! ſind ich manche dunkel⸗ heit bey geheimui ßbollen leh⸗ ren: laß mich zweifelſucht entfernen, und in demuth glauben lernen. 6. Laß mich, Herr, in dei⸗ nem licht immer ruͤhrender erkennen, jener herrlichkeit gewicht, und wie gluͤcklich der zu nennen, der darnach mit ei⸗ fer trachtet, und die luſt der welt verachtet. 7. O verleihe mir die kraft⸗ deinem wort gemaͤs zu han⸗ deln, und vor dir gewiſſen⸗ haft, als dein treues kind zau wandeln: ſo wird einſt in je⸗ nem leben mich ein hellres licht umgeben. Mel. O Gott d frommer oll dein verderb⸗ 202. G tes herz zur hei⸗ G 3 ligung 150 XVIII. Vom Worte Gottes. ligung geneſen, chriſt ſo ver⸗ ſaͤume nicht, das wort des Herrn zu leſen; bedenke, daß dies wort das heil der ganzen welt, den rath der ſeligkeit, den geiſt aus Gott enthaͤlt. 2. Merk auf, als ob dir Gott, dein Gott, gerufen haͤt⸗ te; merk auf, als ob er ſelbſt zu dir vom himmel redte! ſo lies! mit ehrfurcht lies, mit luſt und mit vertraun, und mit dem frommen ernſt, in Gott dich zu erbaun. 3. Sprich fromm: o Gott, vor dem ich meine haͤnde falte, gieb, daß ich dein gebot fuͤr dein wort ewig halte: und laß mich deinen rath empfin⸗ dungsvoll verſtehn, die wun⸗ der am geſetz, am wort vom kreuze ſehn! 4. Er, aller weisheit Gott, kann dich nicht irren laſſen. Lies, chriſt, ſein heilig buch, lies oft, du wirſt es faſſen, ſo viel dein heil verlangt. Gott iſt's, der weisheit giebt, wenn man ſie redlich ſucht, und aus gewiſſen lieht. b 5. Lies, frey von leiden⸗ ſchaft und ledig von geſchaͤf⸗ ten, und ſammle deinen geiſt mit allen ſeinen kraͤften. Der beſte theil des tags, des mor⸗ gens heiterkeit, und dann der tag des Herrn, der ſey der ſchrift geweiht. 6. Röuͤhrt dich ein ſtarker ſpruch: ſo ruf ihn dir zum gluͤ⸗ V cke, des tags oft in dein herz im ſtillen oft zuruͤcke; empfin⸗ de ſeinen geiſt, und ſtaͤrke dich durch ihn, zum wahren eder⸗ muth, das gute zu vollziehn. 7. Um tugendhaft zu ſeyn dazu ſind wir auf erden. Thu was die ſchrift gebeut; dann wirſt du inne werden, die leß⸗ re ſey von Gott, die dir ver⸗ kuͤndigt iſt, und dann das wort verſtehn, dem du gehor⸗ * ſam biſt. g8. Spricht ſie geheimniß⸗ voll; ſo laß dich dies nicht ſchrecken. Ein endlicher ver⸗ ſtand kann Gott nie ganzent⸗ decken; Gott bleibt unend⸗ lich hoch: wenn er ſich dir er⸗ klaͤrt, ſo glaube, was er ſpricht nicht was dein witz begehrt. 9. Sich ſeines ſchwachen lichts bey Gottes licht nicht ſchaͤmen, iſt ruhm; und die vernunft alsdann gefangen nehmen, wann Gott ſich of fenbahrt, iſt der geſchopfe pflicht; und weiſe demuth iſts⸗ das glauben, was Gott ſpricht. 10. Drum laß dich, frommer chriſt, durch keinen zweifel kraͤnken. Hier biſt du kind; doch dort wird Gott mehr licht dir ſchenken. Dort waͤchſt mit deinem gluͤck dein licht in ewigkeit; dort iſt die zeit des ſchau'ns, und hier des glaubens zeit. 11. Verehre ſtets die ſchriſt; und X und ſiehſt du ſo lab dich deine mehr alz du ſe forſchender der der ſihr ſt gewe fochtneg herz dunkeleit. nz. halt f wort, s iſ de den, und wird, it, dein gluͤcki den. Perachte des bihelfeinde lehte, die er ſa doch das wort a me.gund (el nes wortes leht tr, daß ich ſe ſeiſtg hare. d mein herz von rein, und laßde icct aufweinen 2 Laßmichim die waſtheit ni nd nie,was ch wahres heil er hichter! leite ſcenden verſan Aas du michleht Gottes. — iags oſein dnd oſt uricke, an Heiſt, und te n, zum waßtena gutezunuliit Lon Got, dahe ehn, danug pricht ſe gan e den 1. Eineetdlchn 2n Gon neegne 5 Gott bläiht i 1) wenn erſtin. a glaube,wasehhe Rusdein wizhat I ich ſeines ſtet rey Gottes lche al, iſ uhn m. aift alsdamn gie 2i, wann Geti et, iſt der n und weiſedeut auben, ui 2„„ „ yrum laß dicſſe — durch kein 21. Hiertn ort wird b dir ſtuin 2 mit danaſt „emigkeit; d 5 ſcau uhte nszeit. 3 Herehteſttad Derthre XVIII. Vom Worte Gottes. 151 und ſiehſt du dunkelheiten; ſo laß dich deinen freund, der mehr als du ſiehr, leiten. Ein forſchender verſtand, der ſich der ſchrift geweiht, ein ange⸗ fochtnes herz hebt manche dunkelheit. 12. Halt feſt an Gottes wort, es iſt dein gluͤck auf er⸗ den, und wird, ſo wahr Gott iſt, dein gluͤck im himmel wer⸗ den. Verachte chriſtlich gros des bibelfeindes ſpott; die lehre, die er ſchmaͤht, bleibt doch das wort aus Gott. Mel. Nun lubter le G. 5 Lelobt ſeyſt du, o 203. G Gott! fuͤr dei⸗ nes wortes lehre. Gieb Va⸗ ter! daß ich ſie mit andacht fleiſig hoͤre. O mache doch mein herz von vorurtheilen rein, und laß dein wort mein licht auf meinen wegen ſeyn. 2. Laß mich im forſchen doch die wahrheit nie verfehlen, und nie, was ſchaͤdlich iſt, fuͤr wahres heil erwaͤhlen. O Hoͤchſter! leite ſelbſt den for⸗ ſchenden verſtand, ſo wird, was du mich lehrſt, auch recht von mir erkannt. 3. Wie thoͤricht iſt es doch, blos andern menſchen glau⸗ ben! das heiſt ſich ſelbſt den grund zur ew'gen ruhe rau⸗ ben. Wer treulich hier dein wort zu ſeiner richtſchnur macht, dem giebt es licht und troſt auch in der todesnacht. V glaͤubig Abba ſagen. G 4 4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falſchen lehre! und hilf, daß ich dein wort mit fe⸗ ſtem glauben ehre. Gieb dei⸗ nenGeiſt ins herz, der luſt und kraͤfte giebt, daß man die wahrheit lernt, pruͤft, glaubt, erfaͤhrt und uͤbt.— Mel. Ach Sott und Zerr ott iſt mein Hort! 204. G und auf ſein wort ſoll meine ſeele trauen. Ich wandle hier, mein Gott, vor dir im glauben, nicht im ſchauen. 2. Dein wort iſt wahr; laß immerdar mich ſeine kraͤfte ſchmecken. Laß keinen ſpott⸗ o Herr mein Gott, mich von dem glauben ſchrecken. 3. Wo haͤtt ich licht, wofern mich nicht dein wort die wahr⸗ heit lehrte? Gott, ohne ſie verſtuͤnd' ich nie, wie ich dich wuͤrdig ehrte.. 4. Dein wort erklaͤrt der ſeele werth, unſterblichkeir und leben. Zur ewigkeit iſt dieſe zeit von dir mir uͤberge⸗ en. 5. Dein ew'ger rath, die miſſethat der ſuͤnder zu ver⸗ fuͤhnen; den kennt ich nicht⸗ waͤr' mir dies licht nicht durch dein wort erſchienen. 6. Nun darf mein herz in reu und ſchmerz der ſuͤnden nicht verzagen; nein du ver⸗ zeihſt, lehrſt meinen geiſt ein 2 152 XVIII. Vom Worte Gottes. 7. Mich zu erneu'n, mich dir zu weih'n, iſt meines heils geſchaͤfte. Durch meine muh vermag ich's nie; dein wort giebt mir die kraͤfte. 8. Herr, unſer Hort, laß uns dies wort; denn du haſts uns gegeben. Es ſey mein theil, es ſey mir heil, und kraft zum ew'gen leben. Mel. As iſt das heil Kzir menſchen 205 W ſind zu dem, o Gott! was geiſtlich iſt, un⸗ tuͤchtig: dein weſen, wille und gebot iſt viel zu hoch und wichtig, wir wiſſen und ver⸗ ſtehens nicht, wo uns dein gättlich wort und licht den weg zu dir nicht zeiget. 2. Drum haſt du ehmals ausgeſandt propheten, deine knechte, du machteſt uns durch ſie bekannt dein heil und dei⸗ ne rechte; zuletzt iſt ſelbſt dein eigner Sohn, o Vater! von des himmels thron gekom⸗ men, uns zu lehren. 3. Fur ſolches heil ſey, Herr! gepreiſt, laß uns dabey ver⸗ bleiben, und gieb uns deinen guten geiſt, daß wir dem wor⸗ te glaͤuben, daß wirs anneh⸗ men jederzeit, mit demuth, ehrfurcht, luſt und freud, als Gottes, nicht der menſchen. 4. Hilf, daß der frevler fre⸗ cher ſpott uns nicht vom wort abwende, denn du biſt ein ge⸗ rech ter Gott, und ſtrafſt gewis am ende. Gieb du ſelbſt deir nem donner kraft, und laß der wirkung, die er ſchaft, Wl 3⸗, uns niemals widerſtreben. 5. Ach oͤffne uns verſtand und herz, daß wir dein wort recht faſſen, in lieb' und lei in freud' und ſchmerz, es aus deracht nicht laſſen, daßwi nicht hoͤrer nur allein, nein, auch des wortes thaͤter ſeyn, frucht hundertfaͤltig bringen. 6. Der ſaam' am wege vitd ſo fort vom feinde wegge nommen: in fels und ſteinen kann das wort die wuzet licht bekommen: und wann der ſaam in dornen faͤllt, hat ſorg' und wolluſt dieſer wel bald ſeine kraft erſticket. 7. Ach hilf, Herr! deß wir werden gleich dem frucht⸗ barn guten lande, und ſeyn an guten werken reich in un ſerm amt und ſtande; viel fruͤchte bringen in geduld, bewahren deine lehr und huld in einem guten herzen. 8. Laß di leben hier, der fuͤnder weg vermeiden: gieb, daß wir gieb it ind klar halten feſt an dir in truͤbſal⸗ kampf und leiden: rott aus, was dir, Herr, nicht gefaͤllt, hilf uns die ſorgen dieſer welt und boͤſe luſte daͤmpfen. 9. Erhalt uns dein wort klar und rein, und laß esun⸗ ſern fuͤſſen zu jeder zeit die n, hilf, daß wir leuchte ſeyn, hilf, Daßn uns, dieweil wir kect drauz genieſ und troſt in wir im leben auf zeſtändi 1C. Laß ſ deiner ehr, ausbfeiten! uns deine moͤg und le Geißt! dein, in uns wirk geduſd, lie glauben. mdl. Jeſu 206. N Gott,zu dem den fein verſte ſprungalerdi heit kommt menſchenkind tet uns, wen licht nicht hit 1 6 datun ih füllen un dluͤſeſeßle ſand weicht lautetn wahr denkeſt das i z Lirf di ſtlect, den ſen! ſine wa t läſſet Wät echalt henn das de bar fteud dern, päſker, ht nch Vottes. —— Gieb d iid nner kraft, ua d und ſchmen, tnicht laſen f rer dur altn, es wortes hit hundertfältuthe der ſaam an ann — vom feinden den: in felzudir ddas wort Rn Pekommen uhr. w in dornanſet eund woluſt disr ine kraſt erikt Flch hilf, aerden gleicdat Iuten lande, n ten werken mi imt und nn, Ae bringen in z ren deiheli em guten ſ R kaß uns, A hier, de as iden: gi 1 ——— 1 — — 1 6 — — 1 1 — — — — —x — — — —— —— 3 — ——2 — —— —— ꝗ— —— — — —— — nnz di ſe nd döſelü Erhalt 9 1 = nd rein, u — üſſe un i e ſemn Ni — 4 —— — —— — — XVIII. Vom Worte Gottes. 183 draus genieſſen kraft, rath und troſt in aller noth, daß wir im leben und im tod hier⸗ auf beſtaͤndig trauen. 10. Laß ſich dein wort zu deiner ehr, o Gott! ſehr weit ausbreiten! hilf, Jeſu! daß uns deine lehr erleuchten moͤg' und leiten! o heilger Geiſt! dein goͤttlich wort laß in uns wirken fort und ſort geduld, lieb', hoffnung, glauben. Mel. Jemn meiner ſerlen b„Jer du ſelbſt die 206. D wahrhenn bdſ Gott, zu dem ich ſinge, Gott, den kein verſtand ermißt, ur⸗ ſprung aller dinge! alle weis⸗ heit kommt von dir zu den menſchenkindern; ſie erleuch⸗ tet uns, wenn wir ſelbſt ihr licht nicht hindern. 2. Vorurtheil und finſter⸗ niß fuͤllen unſre ſeelen; unſer blick iſt ungewiß, unſre ſchluͤſſe fehlen: aber dein ver⸗ ſtand weicht nicht von der lautern wahrheit. Was du denkeſt das iſt licht, richtig⸗ keit und klarheit. 3. Wirf dich, ſterbliches ge⸗ ſchlecht, dankbar ihm zu fuͤf⸗ verſpricht, wird und muß ge⸗ ſchehen; deine drohung kann auch nicht leer vorubergehen. Haben tauſende nicht ſchon, welche vor uns waren, deine ſtrafen, deinen lohn, dir zum ruhm erſahren? 5. Seele, wollteſt du nicht Gott zuverſichtlich glauben 2 Soll der leichtſinn, ſoll der ſpott deinen troſt dir rauben? Die die himmel aufgebaut, kann die wahrheit luͤgen 2 kann fie den, der ihr ver⸗ traut, heuchleriſch betruͤgen? 6. Stille die vernunft, die ſich wider Gott empoͤret, wi⸗ der ſeinen Geiſt, der dich ſein geheimniß lehret! lach' des ſpoͤtters, der ſich blaͤht, mehr als Gott zu wiſſen: er wird einſt, vielleicht zu ſpaͤt, Gott noch glauben muſſen. 7. Erd' und himmel wird vergehn: Gott, dein wort wird bleiben. Laſterhafte, die es ſchmaͤhn, werden's nicht vertreiben. Koͤnige ſind ſtaub vor dir, ſie mit ihren heeren. Du im himmel lacheſt ihr wann ſie ſich empoͤren. 8. Du biſt wahrheit! ewig ſoll mich von dir nichts tren⸗ ſen! ſeine wahrheit und ſein recht läͤſſet er dich wiſſen. Weit erſchallt das wort des Herrn, das die welt bekehret: glaubt es freudig, folgt ihm gern, voͤlker, die ihrs hoͤret! 4. Gott, was uns dein wort 1 nen, nicht die welt, von arg⸗ liſt voll, nicht erſchuͤttern koͤnnen. Muß ich hier gleich um dein wort ſchmach und truͤbſal leiden: ſo belohnſt du mir's doch dort, Gott mit ehr und freuden. G 5 Vem 1564 XVIII. Vom Worte Gottes. Vom Geſetze. Mel. Ich komme vor dein oͤrt an die heil'⸗ 207. gen zehn gebot, die uns gab der Herr Zebaoth. Aus finſtern wolken bracht er ſie herab vom berge Sinal. 2. Ich bin der Herr, ſonſt keiner mehr, mich und ſonſt keine Goͤtter ehr'. Mich fuͤrch⸗ te, mir vertraue dich. Nichts ſollſt du lieben ſo wie mich. 3. Du ſollſt nicht frevent⸗ lich entehr'n den namen Got⸗ tes deines Herrn. Mit tiefer ehrfurcht nenn ihn nur, und halte deines eides ſchwur. 4. Der ſabbath ſey ein tag der ruh, bring ihn in fromer andacht zu! komm dankend vor mein angeſicht, und ſtaͤrke dich in deiner pflicht. 5. Den vater und die mut⸗ ter ehr, gieb ihnen williges gehoͤr, ſey eifrig ihnen beyzu⸗ ſtehn; ſo wirſt du langes le⸗ ben ſehn. 6. Du ſollſt nicht toͤdten und dich ſcheun vor zorn und haß, nicht raͤcher ſeyn; belei⸗ digt zeige ſanften muth, der auch an feinden gutes thut. 2. Die eh ſollſt du bewahren rein, und auch dein herz ſoll heilig ſeyn; dein leib und geiſt ſey mir geweiht, dein ruhm ſey zucht und maͤſſig⸗ dein gut; verflucht iſt der, der unrecht thut. Betruͤge nie, und wuchre nicht, und wohl⸗ thun ſey dir freud und pflicht. 9. Du ſollſt kein falſcher zeuge ſeyn, verlaͤumdung, luͤ⸗ gen, ſchmaͤhſucht ſcheu'n. Des naͤchſten unſchuld rette du, und ſeine ſchande decke zu. 10. Des naͤchſten haus be⸗ gehre nie, auch nicht ſein weib, knecht, magd und vieh: goͤnn⸗ ihm ſein gluck, und flieh' den neid, wenn Gottes ſegen ihn erfreut. 11. Die heiligen gebote ſind gegeben, daß du deine ſuͤnd⸗ erkennen ſollſt, und lernen wohl, wie man vor Gott recht leben ſoll.. 12. Das hilf uns du, Herr Jeſu Chriſt! der du der mitt⸗ ler worden biſt, und ſtaͤrke uns mit deiner kraft, die in uns al⸗ les gute ſchaft. Vom Evangelium. Mel. Jeſu, meine freude 208 Worr aus Gottes munde! wort lium! bald da wir gefallen, ließ dich Gott erſchallen, du biſt unſer ruhm! Gottes kraft/ die glauben ſchaft! gute bot⸗ ſchaft, uns zum leben von Gott ſelbſt gegeben. 2. Was dein wohlgefallen vor der zeit uns allen, Gott, dunkle keit. . Mit unrecht mehre nicht d beltimumer hat; was ſon vom friedensbunde! exange⸗ dunkte ſchatt hatten, das tath. Daßd gereut, zeic Jeſu namen amen. 3. Mles iſt hatden geſen ſen mar. J ben wolle ſtellt ſich wir hat des höch vollbkacht un ach erwuͤnſchte 4. Daund was für ſtohe teichittihr mun füſſe, ihre Welcheinthen tes huld tilgt —— XI 209,E tort, und teu enird, die tum deinen wollen von ei 2. Beweiſ he jeſu C. eer aleer He tirn de dh hn 3' 1 troͤſter m he ulechetyſi Gotte⸗ zeagränd hut. Derin hrenict, un dir freud und l ſolſt kein in, verläundlng, nuhſuch ſgeune unſchutd un ſchande dectn Des näͤchſen ſat e,auch gicht ein⸗ ragdunddieh, luc nnd m denn Gottes egat hie heiligen ehent 2l, daß du daurii an ſollſt, und er vie man vor Gent⸗ zll. Das hilfunsde h hriſt! der duvr⸗ den bit und üie rner kraft dieum, eſchaft. om Evangein .. Jeſu, meintftt ortauitt N. dunde 1 tiedensbundel bald da wirzit ic Gott aſale ſer ruhm Gentt ruben ſcheſt! „ und a ege 4* 1 us den nühhe rzeit und tn met hat; 1 ſen war. XIX. Von der chriſtlichen Kirche. 155 dunkle ſchatten vorgebildet hatten, das vollfuͤhrt dein rath. Daß dein eid dich nicht gereut, zeigſt du nun; in Jeſu namen wird er ja und amen. 3. Alles iſt vollendet, Gott hat den geſendet, der verheiſ⸗ Jeſus, der ſein le⸗ ben wollte fuͤr uns geben, ſtellt ſich wirklich dar, ja er hat des hoͤchſten rath ganz vollbracht und lebt in ehre; ach erwuͤnſchte lehre! 4. Da uns ſtrafen drohten; was fuͤr frohe boten! troſt⸗ reich iſt ihr mund, lieblich ihre füſſe, ihre lehren ſuͤſſe. Welch ein theurer bund! Got⸗ tes huld tilgt unſre ſchuld, und wer ihn mit glauben eh⸗ ret, wird von ihm erhoͤret. 5. Auf! und wehrt den ſchmerzen, kommt ihr, deren herzen das geſetz zerſchlug; kommt zu deſſen gnaden, der fuͤr euch beladen alle ſchmer⸗ zen trug. Jeſu tod verſoͤhnt euch Gott, Gott, der euch als Vater liebet, und die ſchuld vergiebet. 6. Hierauf will ich baue, Chriſto mich vertrauen, und in ihm mich freun. Ihm nur will ich leben, ihm mich ganz ergeben, ewig treu ihm ſeyn, ſo werd ich auch einſt durch dich, o mein Heyland, ſe⸗ lig ſterben, und den himmel erben. XIX. Von der chriſtlichen Kirche. rhalt uns, Herr! 209. E bey dee eem wort, und ſteure deiner fein⸗ de mord, die Jeſum Chri⸗ ſtum deinen Sohn ſtuͤrzen wollen von ſeinem thron. 2. Beweiſ' dein' macht, Herr Jeſu Chriſt! der du err aller Herren biſt! be⸗ b ſchirm dein' arme chriſtenheit; daß ſie dich lob' in ewigkeit. 3. Gott heil'ger Geiſt, du troͤſter werth! gieb dein'm volk einerley ſinn auf erd; ſteh uns bey in der lezten noth, bring uns ins leben aus dem od. b 4. O Gott! laß dir befoh⸗ len ſeyn unſer Kirche die kin⸗ der dein; in wahrem glauben ſie erhalt, und rett' ſie von der feind' gewalt. 5. Ihr’ anſchlaͤg', Herr! zu⸗ nichte mach; laß ſie treffen die boͤſe ſach, und ſtuͤrz ſie in die grub hinein, die ſie ma⸗ chen den Chriſten dein. 6. So werden ſie erkennen doch, daß du unſ'r Herr Gott lebeſt noch, und hilfſt gewal⸗ tig deiner ſchaar, die ſich auf dich verlaſſen gurß 4— Pin' veſte burg i 210. E unſer Gott, ein 6 6 gute ————— —— 1 esoe eeee agen d ſbbbb—bdbſdſſſſ de 1—— ———õ— 2 5 4 —————,——————— —— ͦſ——ö——y— 2 2 186 XIX. Von der chriſtlichen Kirche. gute wehr und waffen; er hilft uns frey aus aller noth die uns jetzt hat betroffen. Der alte boͤſe feind mit ernſt ers jetzt meynt, groß' macht und viele liſt ſein grauſam ruͤſtung iſt; auf erd iſt nicht ſein's gleichen. 2. Mit unſrer macht iſt nichts gethan, wir ſind gar bald verlohren: es ſtreit fur uns der rechte mann, den Gott ſelbſt hat erkohren. Fragſt du, wer er iſt? Er heißt JeſusChriſt, der Herre Zeba⸗ oth, und iſt kein and'rer Gott; das feld muß er behalten. 3. Und wann die welt voll teufel waͤr, und wollt' uns gar verſchlingen; ſo fuͤrchten wir uns nicht ſo ſehr, es ſoll uns doch gelingen. Der fuͤrſt die⸗ ſer welt, wie ſau'r er ſich ſtellt, thut er uns doch nicht: das macht, er iſt gericht't, ein woͤrtlein kann ihn faͤllen. 4. Das wort ſie ſollen laſſen ſtahn, und kein'’n dank dazu haben: Er iſt bey uns wohl auf dem plan mit ſeinem Geiſt und gaben. Nehmen ſie uns den leid, gut, ehr, kind und weib; laß fahren dahin, ſie habens keinen gewinn, das reich muß uns doch bleiben. 5. Lob, ehr undpreis dem hoͤchſten Gott, dem Vater al⸗ ler gnaden: der uns aus lieb gegeben hat ſein'n Sohn fuͤr Unſern ſchaden; ſammt dem * heiligen Geiſt, ſein huͤlf er uns leiſt, von ſünden uns reißt; den weg zum himmel weiſt; der helf uns froͤhlich, amen. Mel. Chriſtus der iſt m. 211. 2Ac bleid mi de ner gnade bey uns, Herr Jeſu Chriſt! daß uns hinfort nicht ſchade des boͤſen feindes liſt. 2. Ach! bleib mit deinem worte bey uns, Erloͤſer werth. daß uns beyd hier und dorte ſey troſt und heil beſchert. 3. Ach! bleib mit deinem glanze bey uns, du werthes licht! dein wahrheit uns be⸗ ſchanze, damit wir irren nicht. 4. Ach! bleib mit deinem ſegen bey uns, o reicher Herr! dein gnad und all's vermoͤgen in uns reichlich vermehr. 5. Ach! bleib mit deinem ſchutze bey uns, du ſtarker held! daß uns der feind nicht trutze, und fäͤll' die boͤſe welt. 6. Ach! bleib mit deiner treue bey uns, mein Herr und Gott! beſtaͤndigkeit verleihe, hilf uns u aen noth. 4 eib bey uns, 212.24 err Jeſu Chriſtl weil es nun abend worden iſt; dein goͤtrlich wort, das helle licht, laß ja bey uns auslͤ⸗ ſchen nich t. 6 2. In dieſer ſehr betrüblen b zeit verleih uns, Herr! ſtaͤndigkeit; daß wort und ſacra XIX. bis an unſer: z. Herr I kirc tthalt, cher, aulund: und hiilzu dei mit e ſchalle 4. Erhalt u nem wort, teufelt trug u deinerkirchen, fried/ einigke gedul. „5. Ad Gott üͤbel u; auf keine duh; y viel ſchwaͤrme haufet komm' 6. Den ſic wehre doch, g'walt ethebe bringen fets zu fäͤlſchen dein „ dieſach Jeſu ghriſt! n dern ſ dein ſehe denen be dic vitlaſſen 8. Dein w herzentrußz,u he wahrer ſch u unt, dir pi z dt 1 9. Gith, d dumni der fahren fort ns den jamme denen hinm hen ben ſi aen deiſt d bleid n ner gn riie Ghrii fort nicht vfrec d ch! bleih nitte 19 und, Erlſſene deyd hier u ennd felte 1ah! bleib mit ue mbey uns, d r dein wahthetm a damit wirinan d ch! bleib mine 1er uns,oritat rad und al'sun ichthn ſch bleib n bey uns, Ai Chah unzder ſade 2 und fällde 1 29! li n ri a'purs, wein n ¹ beſtäindigkätte s aus inn dj 1.e 0 1 nuna nan Iznlich wort, N laß ja bau giicht. IIn deir ühi Irleih u rkeit; di2, XIX. Von der chriſtlichen Kirche. 157 wort und ſacrament behalten bis an unſer end. 3. Herr Jeſu! hilf, dein kirch erhalt, wir ſind gar ſi⸗ cher, fanl und kalt: gieb gluͤck und heil zu deinem wort; da⸗ mit es ſchall an allem ort. 4. Erhalt uns nur bey dei⸗ nem wort, und wehr des teufels trug und mord; gieb deiner kirchen gnad und huld, fried, einigkeit, muth und geduld „Ach Gott! es geht gar ubai zu; auf dieſer erd iſt keine ruh; viel ſekten und viel ſchwaͤrmerey auf einen haufen komm'n herbey. 6. Den ſtolzen geiſtern wehre doch, die ſich mit g'walt erheben hoch, und bringen ſtets was neues her, zu fa ſchen deine rechte lehr. Die ſach und ehr, Herr Jen Chriſt! nicht unſer, ſon⸗ dern ja dein iſt; darum ſo ſtehe denen bey, die ſich auf dich verlaſſen frey. 8. Dein wort iſt uͤnſers herzens trutz, und deiner kir⸗ che wahrer ſchutz; dabey er⸗ halt uns, lieber Herr! daß wir nichts anders ſuchen mehr. 9. Gieb, daß wir leb'n nach deinem wort, und darauf fer⸗ ner fahren fort, von hinnen aus dem jammerthal„ zu dir in deinen himmelsſaal. 213. O Mel. Zerr Jeſu Chriſt dich Jeſu Chriſte, wahres licht! erleuchte die dich keüen nicht, und bringe ſie zu deiner heerd, daß ihre ſeel auch ſelig werd. .Erfuͤll mit deinem gna⸗ denſchein die in irrthum ver⸗ fuͤhret ſeyn; auch die, ſo heimlich ſichtet an, in ihrem ſinn, ein falſcher wahn. 3. Und was ſich ſonſt ver⸗ laufen hat von dir, das ſuche du mit gnad: und ſein ver⸗ wundt gewiſſen heil, laß ſie am himmel haben theil. 4. Den tauben oͤfne das ge⸗ hoͤr, die ſtummen richtig re⸗ den lehr; die ſo bekennen wollen frey, was ihres 8 zens glauben ſey. Erleuchte, die da ſind verglerd t bring her die ſich von uns gewend't; verſamm⸗ le die zerſtreuet gehn, mach ſeſte, die im zweifel ſtehn. 6. So werden ſie mit uns zugleich, auf erden und im himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich fuͤr ſolche gna⸗ de preiſen dich. ſch Gott! vom 2 14.2 himmel ſieh dar⸗ ein, und laß dich das erbar⸗ men! wie wenig ſind der hei⸗ l'en dein, verlaſſen ſind wir armen: dein wort laͤßt man nicht haben wahr, der glaub⸗ iſt auch verloſchen gar bey vielen menſchenkindern. 6 7 3. 158 2. Sie lehren eitel falſche liſt, was eigenwitz erfindet; ihr herz nicht eines ſinnes iſt in Gottes wort gegruͤndet; der waͤhlet diß, der andre das, ſie trennen uns ohn alle maaß, und gleiſſen ſchoͤn von auſſen. 3. Gott woll ausrotten al⸗ le gar, die falſchen ſchein uns lehren: dazu ihr zung ſtolz offenbar, ſpricht: trotz! wer wills uns wehren? Wir haben recht und macht allein, was wir ſetzen, das gilt ge⸗ mein: wer iſt, der uns ſoll meiſtern? 4. Darum ſpricht Gott: ich muß auf ſeyn, die armen ſind zerſtoͤhret; ihr ſeufzen dringt zu mir herein, ich hab' ihr klag erhoͤret. Mein heilſam vort ſoll auf dem plan getroſt und friſch ſie greifen an, und ſeyn die kraft der armen. 5. Das ſilber durchs feu'r ſiebenmal bewaͤhrt, wird lau⸗ ter funden: an Gottes wort man halten ſoll dessleichen alle ſtunden. kreuz bewaͤhret ſeyn; da wird erkannt ſein kraft und ſchein, und leucht ſtark in die lande. 6. Das wollſt di, Gott, bewahren rein vor dieſem ar⸗ gen g'ſchlechte: un laͤß uns dir befohlen ſeyn, daß ſichs in uns nicht flepte. Der gottloſ hauf ſich umher find, wo dieſe loſe leute ſind in dei⸗ nem volk erhaben. Es will durchs XIX. Von der chriſtlichen Kirche. 7. Ehr ſey dem Vater und dem Sohn, und auch dem hei⸗ l'gen Geiſte ꝛc. Mel. Zerzliebſter Jeſu, w. den unter den ſuͤndern ausge⸗ breitet werden! ſchenke doch ihnen deiner leiden wegen, leben und ſegen. 2. Gieb ihnen gnade, dich recht zu erkennen, daß ſie dich glaͤubig ihren Herren nennen gieb ihnen eifer, deinen gu⸗ ten willen treu zu erfuͤllen. 3. Mit heil'ger achtung laß die ſchrift ſie ehren; denn ſie verkuͤndigt deines mun⸗ des lehren. Auſſer ihr ſuchen ſterbliche vergebens worte des lebens 4. Steure, Erbarmer dei⸗ ner feinde grimme. Warne die deinen vor des irrthums ſimme. Lehre ſie pruͤfen, daß ſie falſche freuden kluͤglich vermeiden. 5. Sey du ihr licht in ih⸗ ren ſinſterniſſen. Heile ſelbſt ihr verwundetes gewiſſen. Schlaͤgt oft ein kummer ihre herzen nieder; ſtaͤrke ſie wie⸗ er. 6. Schuͤtze uns maͤchtig mitten unter boͤſen, bis du von innen ganz uns wirſt er⸗ loͤſen; bis wir zum umgang der verklaͤrten frommen froh⸗ lockend kommen. In aß doch, o Jeſullaß 2 1 5 L dein reich aufer⸗ XN. — In voriger 216.G, dir ſich gennen, Jeſu, vor der kaß deinen hät eldſtverheiſſen keiſen. 2. Läß deine berkündigtwerl te ſiege herrlich Gieb nuth l denen, die ſie teich zumehren. 3. D haſt y Herr, dein wo Führe diedeine terſprochen, ft aus demkampf. ew gen frieden. 4. Ewig, o. dein nanethobe lockend muſfe di ddu beſchirmer hen heetde! itde. mel ein vef 7. ſtüt: ſomag n; er der zut t it, ſetk lieten. Eriemn nennergeteut, ſhüßet ſeinen ilt daz guſen ie hoͤle wu zeter, deher X ſchen girt b . Ehr ſeydan⸗ Sohn, und aug G eiſe uh unt Zerzliebſin 4 und ſegen, b Giedihnen m tau erkengen di big ihren henna inen eiſer, dm witten treugp i Mt heilgt die ſchift ſechn. Vaeindh danr lehren. Auſere Aiche vergebensmn ns Steure, Ettarn ſeinde grinme d Rinen vor dein me. Lehreſe pin alſche freuda in neiden Sey du ihelitt inſterniſſen. h verwundetes dr lägt oft einkann en nieder; täni Sctße un en z4n böſen innen gonznin „; bis wir wn eerklatten fomnt ind kommen. 1 XIX. Von der chriſtlichen Kirche. 159 Jr vor del Meladie, utze die dei⸗ 216. S nen, die nach dir ſich nennen, und dich, o Jeſu, vor der welt bekennen, Laß deinen haͤnden, wie du ſelbſt verheiſſen, nichts ſie ent⸗ reiſen. 2. Laß deine wahrheit rein verkuͤndigt werden. Mach ih⸗ re ſiege herrlicher auf erden. Gieb muth und weisheit denen, die ſie lehren, dein reich zu mehren.. 3. Du haſt noch niemals, Herr, dein wort gebrochen. Fuͤhre die deinen, wie du ſelbſt verſprochen, fuͤhre ſie endlich aus dem kampf hienieden zum ew'gen frieden. 4. Ewig, o Heyland, ſey dein nam erhoben. Ewig froh⸗ lockend muͤſſe dich einſt loben, o du beſchirmer deiner ſchwa⸗ chen heerde! himmel und erde. Mel. Kin peſte burg iſ 3 enn riſtu 217. W ſeine kirche ſchuͤtzt: ſo mag die hoͤlle wuͤ⸗ ten; er, der zur rechten Got⸗ tes ſitzt, hat macht ihr zu ge⸗ bieten. Er iſt mit huͤlfe nah; wenn er gebeut, ſtehts da. Er ſchuͤtzet ſeinen ruhm; und haͤlt das chriſtenthum; mag doch die hoͤlle wuͤten! 2. Gott ſieht wohl fuͤrſten auf dem thron ſich wider ihn ſeinen Sohn, den Herrn der welt nicht ehren. Sie ſchaͤmen ſich des worts des Heylands, unſers Horts; ſein kreuz iſt ſelbſt ihr ſpott; doch ihrer la⸗ chet Gott. Sie moͤgen ſich empoͤren!k 3. Der frevler mag die wahrheit ſchmaͤhn; uns kann er ſie nicht rauben. Der un⸗ chriſt mag ihr widerſtehn; wir halten feſt am glauben. Ge⸗ lobt ſey Jeſus Chriſt! wer hier ſein juͤnger iſt, ſein wort von herzen haͤlt, dem kann die ganze welt die ſeligkeit nicht rauben. 4. Auf, chriſten, die ihr ihm vertraut, laßt euch kein drohn erſchrecken! der Gott, der von dem himmel ſchaut, wird uns gewiß bedecken. Der Herr Herr Zebaoth haͤlt uͤber ſein gebot, giebt uns geduld in noth, und kraft und muth im tod! was will uns denn er⸗ ſchrecken? mel. Mun bitten wir den ir flehen wir, der 218. Di ezhei Genſ der du uns den weg zum leben weiſt, lehr jeden irrthum uns uͤberwinden, uns den weg zum Unendlichen finden, Geiſt der auserwaͤhlten! 2. Durch ihres gruͤbelns taͤuſcherey, als ob kein verſoͤh⸗ ner Gottes ſey, wollen ſie uns blenden, uns, unſern glauben empoͤren, die den Geſalbten, b Jeſum Chriſtum, den goͤttli⸗ chen, ₰ 160 XIX. Von der chriſtlichen Kirche. chen, rauben, Geiſt der kin⸗ der Gottes! 3. Sie leugnen ihn mit ſtolzer muͤh, deines wortes nie hoͤrer, thaͤter nie, wider Gott empoͤrer, dahingegeben, Herr, verachten ſie, ewig zu leben. Jeſus wird euch richten. a. Weit, maͤchtig wutet ihre peſt, doch nie mehr, als Gott ſie wuͤten laͤßt. Selber auser⸗ waͤhlte kann ſie entflammen, die erloͤſten gerechten verdam⸗ men, die zu ſicher ſchlummern. 5. Mit muthe laß uns wi⸗ derſtehn, ſtuͤrze, ſtuͤrze nieder alle hoͤh'n, welche ſich erheben, dein volk zu ſchrecken! maͤch⸗ tig wollſt du uns gegen ſie de⸗ cken; Geiſt der zeugen Jeſu! 6 Es iſt des lebens wahr⸗ ſte ruh, fuͤhrt uns einem ſanften tode zu, dein erkennt⸗ niß, Mittler! wie felſen ſte⸗ hen, ſteht's; wenn himmel und erde vergehen, bleibt's noch unſre wonne. 7. Wenn wir des Vaters willen thun, koͤnnen wir in ſicherm frieden ruhn, ſiill, unuͤberwindlich. Des Va⸗ ters willen lehr uns, goͤttl⸗ cher Troͤſter, erfuͤllen, lau⸗ ter und mit einfalt. 8. Den beter ſieht Gott gnaͤdig an, der aus ganzer ſeele beten kann. Hilf, o Geiſt der ſalbung! uns maͤc⸗ tig beten, hilf zum Vater! zum Vater! uns beten kind⸗ lich, unausſprechlich. 9. So trift des irrthums tauſcherey: als ob kein ver⸗ ſoͤhner Gottes ſey, niemals unſre ſeelen; ſo kann den glauben, Jeſum Chriſtumn, kein ſpoͤtter uns rauben, kei⸗ ne macht der hoͤlle. 10. Geiſt Gottes, die dir widerſtehn, laß ſie, ach nicht ewig untergehn, deinem to⸗ des urtheil ſie noch entrinnen. noch in's ew'ge leben entrin⸗ nen! Herr, erbarm dich ihrer. — XX. Von der heiligen Taufe. Mel. Wie Chriſtus ſelbſt as aug allein das 21 9D waſſer ſieht, wie menſchen waſſer gieſſen, der glaub' im geiſt die kraft ver⸗ ſteht, des blutes Jeſu Chriſti. Und iſt vor ihm ein' rothe fluth, von Chriſti blut gefaͤr⸗ bet, die allen ſchaden heilen V Chriſt, an dich der auch von uns ſelbſt begangen. err, ſchaff uns 220. Hewe bie kan kind, in unſchuld neu geboh⸗ ren, als wir getauft im waſſer ſind, zu deinem volk erkohren. Daß demnach ſich, Hert fͤndlich menſch thut, von Adam her geetbet, X etſch ergebe, eübe nich dir erſteh und Mel. Liebſten „ KAd 221,9 kaß dics kind, wen dir gefall und etzeige de daß esdein kit den, und im tein durch dei nen ſünden: Geiſt cknewn, nau verbinden den nawen ge in dein buch; 3. Hirteln lein ag; hau deinen gliede ihm deine bah ſen du ſein ſ laß es deinen immer tteu e 4. Aah uns als rechichaf den; aadlich geſällt, chriſ aufgeben„ U den ſemmen ten chtiſten k Mel. Wer 23 Gott Patet, gerGeſſti tenem ſaan di diſ ghe lchen Aen oh. Tm v wir ned n than, kuna im ſtieden nit derwi indlich. d d * lihr n, Trͤſtr, aftt ta und mit eiſi „Den beter ſe dig an, der un „beten kann. ſt der ſaldung m deten, hilf u Vater, nsi unadéſpretht. So tiiſt din cherey: a hin ſer Gottes ſe, n e ſeelen; ba ben, dir 1 ſpötter unem nacht der hille *. Geiſt Gottt nerſtehn, laßſſa ³r untergehn, e zurtheilſe rch 1 in's ew eläne 1 Herr, ebemie ——— Pigen Tuuſt at, von Adanae 2) von uns 4 20 „in 42 1 1 1 ſswir znußn „uu deinenuie 2 demnach ſt it, u de 1) XX. Von der heiligen Taufe. 161 menſch ergebe, daß er wohl ſterb, und nicht verderb, mit dir erſteh' und lebe. Mel. Liebſter Jeſ he Wir err! wir ſtehen 221. H hier vor dir: Laß dies kind auf unſern ar⸗ men dir gefallen, bitten wir, und erzeige dein erbarmen, daß es dein kind hier auf er⸗ den„ und im himmel moͤge erden. mk⸗ Waſch es, o Herr Jeſu! rein durch dein blut von ſei⸗ nen ſuͤnden: laß es deinen Geiſt erneu'n, und mit dir ge⸗ nau verbinden! da wir ihm den namen geben, ſchr ib es in dein buch zum leben! 3. Hirte! nimm dies ſchaͤf⸗ lein an; haupt! mach es zu deinem gliede; lehrer! zeig ihm deine bahn; friedefuͤrſt! ſey du ſein friede; Koͤnig! laß es deinen willen kuͤnftig immer treu erfullen. 4. Laß uns alle in der welt als rechtſchaffne chriſten le⸗ ben; endlich auch, wenn dirs gefaͤllt. riſtt ich unſern geiſt duigeben„ und im lmm arzn den frommen, zu den wah.⸗ ren chriſten kommen. Mel. Wer nur den lieben 222.(Xch bin getauft auf J deinen namen, Gott Bater, Sohn und heil'⸗ ger Geiſt! ich bin gezaͤhlt zu Heinem ſaamen, zum volt⸗ das dir geheiligt heißt. O mir zugewandt. welch ein gluͤck ward dadurch mein! laß, Herr, mich deſ⸗ ſen wuͤrdig ſeyn. 2. Du haſt mich fuͤr dein kind erklaͤret, mein Vater! und ein ſelig theil haſt du⸗ Sohn Gottes! mir gewaͤhret an dem von dir erworbnen heil, du willſt, mein leben Gott zu weihn, Geiſt Gottes ſelbſt mein beyſtand ſeyn. 3. Die liebe iſt nicht zu er⸗ meſſen, die du, mein Gott, O laß mMi ich nie die pflicht vergeſſen, dazu ich ſ lbſt mich dir verband, als du in deinen bund mich nahmſt, und mir mit heil entgegen kamſt. 4. Du biſt getreu; auf dei⸗ ner ſeite bleibt die gfer bund ſtets feſte ſtehn. Ja ſelbſt, wann ich ihn uͤberſchreite, läßt du dein Vaterherz mich ſehn. Du klopfſt an mein gewiſſen an, und lockſt mich auf die rechte bahn. 5. Ich gebe, omein Gott, aufs neue mich ganz zu dei⸗ new opfer hin. Erwecke mich zu neuer treue, und bilde mich nach deinem ſin n. Weich, eit⸗ le welt! o ſuͤ ndeweich! Gott hoͤrt es; jeht entſag ich euch. 6. Befeſtige dies mein ver⸗ ſprechen, mein Vater! und bewahre mich, daß ich es nie⸗ mals moͤge breches. Mein ganzes le ben preiſe dich! Gott meines heils! ſey ewig mein und 162 XXI. Von dem heiligen Abendmahle. und laß mich ſeyn. Mel. Liebſter Jeſu, wir Pein Erloͤſer! der 223. M du mich dir zum eigenthum erkaufet; als dein juͤnger bin auch ich vor⸗ mals auf dein wort getaufet. O erwecke mich zum fleiſe, recht zu ſeyn, das was ich heiſſe. 2. Laß mich oft mit achtſam⸗ keit meiner taufe bund be⸗ trachten; und nur das zu je⸗ derzeit fuͤr mein groͤſtes wohl⸗ ſeyn achten, daß ich, Jeſu, dei⸗ nen willen treulich ſuche zu erfullen. 3. Dieſer erde gut und dein auch ewig ruhm bleibt im tode doch zu⸗ ruͤcke. Nur ein wahres chri⸗ ſtenthum folgt uns nach zum ew'gen gluͤcke. Davon iſt auch nach dem ſterben ewig ſegen zu ererben. 4. Laß mich denn, wie dir's gefaͤllt, deinem dienſt, Herr, —jjjj ganz ergeben, und entfernt vom ſinn der welt, als dein treuer juͤnger leben; daß ich einſt auch, wann ich ſterbe, das verheißne leben erbe. ieChriſtus ſelbſt 224. W um jordan kam, und nach des Vaters willen die taufe von Johanes nahm, um alles zu erfuͤllen, was Gott heiſcht, ſo muß auch das bad, das er, um uns von fuͤnden zu waſchen, angeord⸗ net hat, vielmehr uns willig finden. Es bringt uns heil und leben!. 2. Hoͤrt, wie es zu den Juͤn⸗ gern heißt: geht, ſpricht er⸗ lehrt die voͤlker, und auf den Vater, Sohn und Geiſt, tauſt nunmehr alle voͤlker. Wer glaubet, und die tauf em⸗ pfaͤngt, wird ſelig; wer hin⸗ gegen unglaubig feſt am irr⸗ thum haͤngt, der fliehet vor dem ſegen, und muß verloh⸗ ren gehen. XXI. Von dem heiligen Abendmahle. Mel. O Gott, du frommer ir, Herr, gelob 225. D herd hin⸗ fort ein froͤmmers leben. Die ſchuld hab' ich bekannt, und du haſt ſie vergeben. War meine beichte ernſt, und iſt mein vorſatz rein: ſo wird dein abendmahl mir kraft und leben ſeyn. 2. Mein bloͤder geiſt ſoll ſich durch zweifel nicht verwirren. Dir, Jeſu, glaube ich, du ſprichſt und kannſt nicht irren: nehmt, eßt, das iſt mein leib; nehmt, trinkt, das iſt mein blut: erinnert meiner euch, ſo oft ihr ſolches thut. 3. Ich denk dein: denk du nicht der ſuͤnden meiner ſu⸗ gend⸗ Ml. dend; baemher ric und giebm gend; wietodbe um guten von n komw ttieb u wahren guten ni 4. Pürd ich iiſc, voichvoll ſezt fünden woß ich ſonſt oft beg ich heut ſo ſtark ſeib urd blat: iumer ſeyn, be und math. 5. Ac. dru dir, ſkann ic Setz ſändſchaf und meinen li kaß mich mitne dnennamng oi gegen dig, rtückwaͤrte ſehn 6. Ich bine Vielleicht emy dich, Hert, der d geht drum ſarneſt fünder, betu willig itderge ſeiſch it ſchwa 7. Wohlan, behutſan vor und, wann d dit vor dem do lug und ahl und zür kteibet nich ſldit zu ſder, mel. Nun 26. D 3 6 8 3 4 hee nnelkden rund vach 1 9 die trufe wag um alles u uiſt eit zeſtt ſing 98 el, u — — — — uimf dru 2ußt: gehte ſi nie riter,un 2 Sohna und Gei ehr alle vilkt St, und die w a, wird ſelg n 1 1 unglaubig iär jängt, der i nzen, und mite hen. e1 Abendma ſein blöder zuit S weiftl lege 2 Jeſu Albe- alen 1 17 t, if 8 9 trinkt/ da T eaun 8 rſolches h 2 nntda der ſündun 6 leib und blut: XXI. Von dem heiligen Abendmahle. 163 gend; barmherzig dent an mich, und gieb mir luſt zur tu⸗ gend; wie tod bin ich, wie tod zum guten von natur; von dir kommt trieb und kraft zum wahre guten nur. 4. Wurd' ich vor deinem tiſch, wo ich voll andacht ſtehe, jetzt ſunden wohl begehn, die ich ſonſt oft begehe? Ach bin ich heut ſo ſtark durch deinen ſo koͤnnt ichs immer ſeyn, behielt ich kraft und muth. 5. Ach! drum erhalt mich dir, ſo kann ich uͤberwinden. Setz' feindſchaft zwiſchen mir und meinen liebſten ſuͤnden. Laß mich mit neuem ernſt auf detnen wegen gehn; nie, treu⸗ los gegen dich, nach Sodom rücf värts ſehn. 6. Ich bin ein fallend laub. Vielleicht empfang ich heute dich, Herr, zum letztenmal. Der tod geht mir zur ſeite; drum warneſt du mich ſtets; o ſuͤnder, bet und wach; zwar willig iſt der geiſt; jedoch das fleiſch iſ ſch wach. 7. Wohlanl! ſo will ich denn behutſam vor dir wandeln, und, wann die ſuͤnde reizt, wie vor dem altar handeln: ſo luͤg und fluch it nie, ſo prahl und zuͤrn ich nicht; ſo treibet mich dein geiſt von ſelbſt zu jeder pflicht. Mel. Nun freut euch, l. u lebens brod 226. D Hir bed Chriſt! mag dich ein ſuͤnder haben, der nach dem himmel hungrig iſt, und ſich mit dir will laben, ſo bitt ich dich de⸗ muͤthiglich, du wolleſt recht bereiten mich, daß ich recht wuͤrdig werde. 2. Auf gruͤner auen wolleſt du mich dieſen tag, Herr, lei⸗ ten, dem friſchen waſſer fuͤh⸗ ren zu, den tiſch fuͤr mich be⸗ reiten. Ich bin zwar ſuͤndlich, matt und krank, doch laß mich deinen gnadentrank aus dei⸗ nem becher ſchmecken. 3. Du zuckerfuͤſſes himels⸗ brod, du wolleſt mir verlei⸗ hen, daß ich in meiner ſeelen⸗ noth zu dir mag kindlich ſchreyen; dein glaubensrock bedecke mich, auf daß ich moͤge purdiglich an deiner tafel 1 en. 4. Tilg allen haß und bit⸗ terkeit, o Herr, aus meinem herzen, laß mich die ſuͤnd in dieſer zeit bereuen ja mit ſchmerzen. Du heißgebratnes oſterlamm, du meiner ſeelen braͤutigam, laß mich dich recht genieſſen. 5. Zwar bin ich deiner gunſt nicht werth, als der ich itzt er⸗ ſcheine mit ſuͤnden allzuviel beſchwert, die ſchmerzlich ich beweine: in ſolcher truͤbſal troͤſtet mich, Herr Jeſu! l daß du gnaͤdiglich der fuͤnder dich erbarmeſt. 6. Ich bin ein menſch, krank 164 XXI. Von dem heiligen Abendmahle. von der ſuͤnd, laß deine hand mich heilen, erleuchte mich, denn ich bin blind, du kannſt mir gnad ertheilen. Ich bin verdammt, erbarme dich, ich bin verlohren, ſuche mich, und hilf aus lauter gnaden. 7. Mein braͤutigam komm her zu mir, und wohn in mei⸗ ner ſeelen, laß mich dich kuſſen fuͤr und fuͤr, und mich mit dir vermaͤhlen. Ach! laß doch deine ſuſſigkeit für meine ſeele ſeyn bereit, und ſtille meinen jammer. 8. Du lebensbrod, Herr Jeſu Chriſt, komm ſelbſt dich, mir zu ſchenken, vblut⸗ das mich zu traͤnken, ich bleib in dir⸗ und du in mir, drum, wirſt du, guldne himmels⸗ thuͤr, auch mich dort aufer⸗ wecken. Ein Laͤmmlein geht 22⸗ 7. Dud Herr haſt aus 222 barmherzigkeit, zum denkmal deiner gnaden, das Hanze volk der chriſtenheit wohlthaͤtig eingeladen. Du rufſt: muͤhſ⸗ 1ge, kommt zu mir. Du weltverſöhner! ja zu dir komm ich auch heut ein füunder. Verſtoß von deinem angeſicht, verſtoß mich, o mein Heyland! nicht, vom erbtheil deiner kinder. 2. Zwar meiner miſſethat iſt mehr, mehr als ich koͤnnte zaͤhlen. Sie druͤckt mich, ruh meiner ſeelen. T ter! ach! im zorne nicht, im ſchmachten. d. ver ſſen biſt, komm eiligſt — Herr, ich zittre ſehr, vor un⸗ Weltrich⸗ zorne geh nicht ins gericht mit mir, Gott, reich an guͤte! du kennſt, was ich Kuchn recht ge⸗ chan. Erbarmer, ſieh mein rz auch an, mein reuiges 85 uͤthe. 3. Es ſeufzt um troſt, und t ſich, gebuͤckt vord dir in aͤngſte adher Auf mein verdient nur, nur auf dich⸗ Erloͤſer, hoft Niein glaug Gebeugte willſt d nicht perſch maͤhn, verſpr ichſt den ſchwachen bey⸗ zuſtehn, die nach errettung Stets bleibſtda deinem worte treu⸗ und wirſt ein glaubig herz voll reu, auch meines, nicht veracht ten. 4. Mein Gott! regiere kuͤn nſtig mich, daß dh uhha tig handle, und heilig, voll vertraun auf dich, nach dei⸗ nem rathe wandle„ gieb, daß aus dank fur deine hal 1d, in lieb„im glauben, in g 1 ichdir auf erden lebe; ai elLen duld, dereinſt, in deinem reich, ber⸗ klaͤrt, unſterbl i, engelg gleich, dich ewig rein merhebe. Nel. Wer nur den ſeden ier bin ich, 228. H zu erfuͤll, u u in deicer! leidensnacht/ 15 deinem gnadevollen willen, zur pflicht und wohl⸗ that mir gemacht. Bei * b r V arin ur Tag gſer dinezgeites kra „,Es welde,h gewiſſen diin ah unterpfandalch Knägand ißt lſſe un ade zuetkaant weine feele ſe gi, und lobet 3. Bewunder die liebe, womit baach Wie fla. nitleids triebe, ne ktau zz zebrach einem ude na neirdruck „4. Laß Mich lunden ſcheuen, dch opfernd, ſondden mißbre weihen, wasß nir erwarbſt. J dor ſicherheit d mir dein tod pe 5. Ichuberg te de, ode, m Gott! tan di— t ufen e 1 Ahab mim ittrefg Dranan ch in pore 6 geünicti da ott, kei nah nn ae au tarne, tns an, nahn Es ſeufttun, rſc gaütmn k. Auf n nei n nar auf dic, vein glaute 6 du nicht vaſta richſt ſtdaſtna in, die mamr Schten. Statze “m worte treu, wh tuungkenahn h Hes, nicht veraai Mein Gett Lig mich, düi 1 andle, muh Saun auf dic, u Srathe uane Lant für 8 im glauben, 3 t aüfednſh ut, in deinem 4. unnig 1) dichewignuth Al. Wernurdat tertid 4 98. Hum jurit an deiner lns 1h deinen in „n, zut öüän 1 mit em. mitleid 3 rrisbe, di dich XXI. Von dem heiligen Abendmahle. zur dur übung dieſer pflicht mir deines geiſtes kraft und licht. 2. Es werde, Herr, fuͤr mein gewiſſen dein abendmahl ein unterpfand, a nch mir ſey dein verſoͤhnend büſſe u von deiner gnade zuerfkannt! ſo freuet meine ſeele ſich in deinem heil, und lobet dich. 3. Bewundernd denk ich an die iede,n womit du unſer heil bedacht. Wie ſtark ſind! deines bis an das kreuz gebracht! o gieb von deinem todes ſchmerz jetzt neuen eindruck in mein herz! 4. Laß mich mit ernſt die ſuͤnden ſcheuen, fuͤr welche du, dich opfernd, ſtarbſt; durch ſchnoͤden mißbrauch nie ent⸗ weihen„ was du ſo theuer mir erwarbſt. Nie fuͤhre mich zur ſicherheit der troſt, den mir dei n tod verleiht. Ich uͤbergebe mich aufs ne de, o du, mein Herr und Gott! an dich;; ich ſchwoͤre dir beſtaͤnd'ge treue vor dei⸗ nem liſ che feverlich; dein ei⸗ gen will ich ewig ſeyn. Du 14 8e fuͤr mich: drum bin dein. Nie will ich mich vor ſoſs er ſchaͤmen des dien⸗ ſtes, den man dir erweij mich nie zu einem ſchritt de quemen, den mein gewiſſen fündlich heißt. O fͤſſe mir den eifer ein, wie du, o Herr, geſinnt zu ſeyn. naͤchſten li⸗ ben„ und wenn er ſtrauchelnd was verſieht, ver⸗ ſoͤhnlichkeit und ſan ftmuth üben. dem gemuͤth„ welch ſchwer re ſchuldenl aſt du mir Z huld erlaſſen haſt. aus Esſtaͤrke ſich in mir der glaube, daß meine ſeele ewig lebt, und daß ei grabes ſtaube mich dein all⸗ maͤchtger ruf erhebt, wann du dich ch, groſſer lebensfs rſt! den voͤlkern ſichtbar zeigen wirſt. 9. Gebeugt lieg lich zu dei⸗ nen fuͤſſen mit dank und lob, gebet und ſehn. Laß auf mich neue gnade flieſſen! mein Heyland, laß es doch ge⸗ ſchehn„ daß mir zur ſtaͤrkung meiner treu dein abendmahl geſegnet ſey. Mel. Kin laͤmmlein geht 229.„ch komme, Herr, J und ſuͤche dich muͤhſelig und beladen. Gott, mein erbarmer, wuͤrd'ge mich des ſiegels deiner gnaden. Ich liege hier vor deinem thron, Sohn Gottes und des men⸗ mich deiner zu ſchen Sohn, getroͤſten, ich fuͤhle meiner fuͤnden muͤh; ich ſuche ruh, und finde ſie im glauden der erloͤſten. 2.„Dich bet ich zuverſichtlich an, du biſt das heil der ſuͤnder. Du haſt die handſchrift abge⸗ than,und wir ſind Gottes kin⸗ 165 7. Laß mich mit t ernſt den Nie komm es mir aus eine üſt aus des ———————— —.-—y——jjy— ————— ———— 166 XXI. Von dem heiligen Abendmahle. der. Ich denk an deines lei⸗ dens macht, und an dein wort, es iſt vollbracht: du haſt mein heil verdienet. Du haſt fuͤr mich dich dargeſtellt, Gott war in dir, und hat die welt in dir mit ſich verſoͤhnet. 3. So freue dich, mein herz in mir! er tilget deine ſuͤn⸗ den, und laͤßt an ſeiner tafel hier dich gnad' um gnade fin⸗ den. Du rufſt, und er erhoͤrt dich ſchon, ſpricht liebreich: ſey getroſt, mein ſohn!die ſchuld iſt dir vergeben. Du biſt in mei⸗ nen tod getauft, und du wirſt dem, der dich erkauft, von ganzem herzen leben. 4. Dein iſt das gluͤck der ſe⸗ ligkeit; bewahr es hier im glauben, und laß durch keine ſicherheit dir deine krone rau⸗ ben. Sieh ich vereine mich mir dir! ich bin der weinſtock, bleib an mir: ſo wirſt du fruͤchte bringen. Ich helfe dir, ich ſtaͤrke dich; und durch die liebe gegen mich wird dir der ſieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein gluͤck iſt dein gebot; ich will es treu er⸗ fuͤllen, und bitte dich durch deinen tod, um kraft zu mei⸗ nem willen. Laß mich von nun an wuͤrdig ſeyn, mein ganzes herz dir, Herr, zu weihn, und deinen tod zu preiſen. Laß mich den ernſt der heiligung durch eine wahre beſſerung Mir und der welt beweiſen. mel. Schon iſt der tag v. fuͤr deines todes leiden. Ha ich an ihren fruͤchten theil, was fehlt dann meinen freu⸗ den? du mardſt ein oöpfer auch fuͤr mich. O gieb, daß meine ſeele ſich deß ewig freu⸗ en moͤge. 2. Was kann mein geſt durch deinen tod nicht noch fir ſegen finden! erloͤſung au der todesnoth, vergebungal⸗ ler ſuͤnden, gewiſſensruh zun beßrung kraft, das haft d du am kreuze ſtarbeſt. 3. Dein mahl iſt mir ait unterpfand von dieſer groſen guͤte. Wie viel haſt du an mich gewandt! o ſtarke menn gemuͤthe zum glaubigen vir⸗ trau'n auf dich, daß ich, ſt lang ich lebe, mich an deine gnade halte.. 4. Ich fuͤhle, Herr, voll tl und ſchmerz, die laſt von ma⸗ nen fuͤnden. Laß mein vordi gebeugtes herz den groſu troſt empfinden, daß du, au Gottes Vaterhuld, buſſe haſt erworben. ſ Der troſt, den tod verſchaft, zum ſegen. Er wegen nur das zu thun, wa dir gefülke und alle furcun ui der ghlt iterwinden. ch preiſe di 230. J Hreiß ihn „ℳT 6 ih tzeigt, it garn fn. Omacheſe feneigt, ſi nimn in, daß ichaut treu, dirbiszut ſoy, und dir zur 7. Laß deine ſen zweck mir ſt ſehen, Nimma weg, dieehnebe de mir dein 231 95 ottder etelkel, weiſt, und diee ſen geitſu ein err auch mir verſchafft, d ni. g. zun ew dau dich für mie ben. Deinaben ke nich, witer ſreben. Herr, ugeſchickt, und der welt entruck d meinleben. Mel. Aiſu,de 4 ledinge diege auch mit hot vergebung meiner ſchuld auf 4 mir dein h wird ewig mit ſtaͤrke michmid neuer kraft, auf allen meinen 8 8n 1 4 Nißb dei bendma Fchonitdem „Kt mii eerweh es todes leiden. dren ſritin t dann meinn 4 n ſen, daß ich aus aͤchter gegen⸗ as kann ni Zinen ußn Zinden! ertiſ 2 snoth, verga Ien, gewiſeltet 8. kraſt, das ich wir erſte redhe ſtrdei j ein maßl ſn 1and von diehe XXI. Von dem heiligen Abendmahle. 167 luſt der welt ſtandhaft zu uͤberwinden. 6. Die liebe, die du mir erzeigt, iſt gar nicht zu ermeſ⸗ ſen. O mache ſelbſt mein herz geneigt, ſie nimmer zu vergeſ⸗ treu, dir bis zum tod ergeben ſey, und dir zur ehre lebe. 7. Laß deines leidens gro⸗ ſen zweck mir ſtets vor augen ſtehen. Nimm alle hinderniſſe weg, die ebne bahn zu gehen, die mir dein heilig vorbild weiſt, und die einſt den erloͤ⸗ ſten geiſt zu deiner freude fuͤh⸗ ret. 8. Zum ew'gen leben haſt du dich fuͤr mich dahin gege⸗ ben. Dein abendmahl erwe⸗ cke mich, mit ernſt darnach zu ſtreben. Herr, mache mich da zu geſchickt, und werd ich einſt der welt entruͤckt, ſo ſey dein tod mein leben. Mel. Jeſu, deine tiefe wic (Liebe ſeele! nun di 2 3 1 L ſchwinge von dem ort der eitelkeit, du mußt uͤber alle dinge die gedanken heben, heut anzuſchauen deinen Gott, deinen helfer in der noth: deinen braͤut'gam, der jetzt eben kommt, ſich ſelber dir zu geben. 2. Er will meine ſpeiſe wer⸗ den, von ihm ich geladen bin. Schwing dich, ſeele! von der erden, zu dem ſeelenſpeiſer hin. Ruͤſt' dein herz mit de⸗ muth aus, daß es werde Got⸗ tes haus, ein haus, das ihm wohlgefalle, das von meinem Jeſu lalle.. 3. Weg von mir, ihr weltge⸗ danken! hier iſt meiner ſeelen ſpeiſ', auf dein wort will ich nicht wanken, Jeſu! ehren dein geheiß, was du haſt ver⸗ ſprochen mir, kannſt du auch wohl geben hier. Du willſt deinen leib mir geben, und dein wahres blut darneben. 4. Nun empfang' mit hoͤch⸗ ſten freuden, ſeele, deinen braͤutigam, dann kanſt du mit ihm dich weiden, mit dem frommen Gotteslamm, auf der au des glaubens dein, wirſt du ſtetig bey ihm ſeyn, bis dir Gott wird recht zulaſ⸗ ſen, deinen Jeſum zu umfaſ⸗ ſen. 5. Nun hab ich den beſten orden: Gott in mir, und ich lin dir. Nun hiſt du mein bru⸗ der werden, o mein Jeſu! bleibe hier. Laß mich immer bleiben dein: du ſollſt ſtets mein eigen ſeyn. Dich ich, der mich liebet, liebe, und mich dir ganz eigen giebe. Mel. Herr Jeſu Chr. wahr Jeſu, du mein 232.O braͤutigam! der du aus lieb' an's kreuzesſtam fuͤr mich den tod gelitten haſt, genomen weg der ſuͤnden laſt, 2. Ich komm zu deinem abend⸗ 168 XXI. Von dem heiligen Abendmahle. bendmahf„verderbt durch manchen ſundenfall; ich bin krank, unrein, nackt und blos, blind und arm! ach! mich nicht verſtoß. 3. Du biſt der arzt, du biſt das licht; du biſt der Herr, dem nichts gebricht: der brunn der heiligkeit, du biſt das rechte hochzeitkleid. 4. Darum, Herr Jeſu! bitt ich dich, in meiner ſchwach⸗ heit heile mich: was unrein iſt, das mache rein, durch deinen hellen gnadenſchein. 5. Erleuchte mein verfin ſtert herz; zuͤnd' an die ſchöne 2. glaubenskerz: mein' armuth in reichthum verkehr, und meinem fleiſche ſteu'r und wehr. 6. Daß ich das rechte him⸗ melbrod, dich, Jeſu! wahrer menſch und Gott, mit hoͤch⸗ ſter chrerhtetung eß, und deiner liebe nie vergeß. 7. Loͤſch alle laſter aus in mir: mein herz mit lieb und glauben zier, und was ſonſt iſt von tugend mehr, das pflanz in mir zu deiner ehr. 8. Gieb, wds nuͤß iſt zu ſeel und leib: was ſchaͤdlich iſt, fern von mirrkeib. Komm in mein herz, laß mich mit dir vereinigt bleiben fuͤr und fuͤr. 9. Hilf, daß durch dieſer mahlzeit kraft das boͤſ in mir werd abge ſchaft; erlaſſen alle fuͤndenſchuld, erlangt des Vaters lieb und huld. du biſt mn dir halten. 10. Vertreibe alle meine feind', die ſich tbar und un⸗ ſichthar ſeynd: den guten fuͤr⸗ ſatz, den ich fü hr, durch dei⸗ hen Seiſt feſt mach in mir. Mein leben,; ſit: ten, ſü und pfich nach dei inem heil⸗ gen willen richt t’: ach! laß mich meine friede chriſtli ch bringen zu. 12. Bis du mich, o du ke⸗ bensfuͤrſt! zu dir in himmal tin gah. uſg nehmen wirſt, daß ich bey dir tag' in ruh und —— dor Tea,m an deiner tafel freue mich. 2 233 3. Ss herz, und gi eb mir einen neu⸗ chaffe in mir, Hott, ein reines b ſaden, das d en gewiſſen geiſt, veruf mich nicht von deinem ang ſicht, von deinem ung ſ und nimm deinen heiligen Geiſt nicht von mir. 2. Troͤſte mich wieder mit deiner hülf, und der freudi⸗ gegeiſt enthalte mich; waſche mich wohl, waſche mich wohl von meiner miſſethat, von meiner miſſethat, und reini⸗ ge mich von meiner ſuͤnde. muͤcke dich 234. Schmüche ſeele dig die dunfle ſuͤnden⸗ hoͤle; kon ans helle licht gegangen, fan⸗ ge herrlich an zu prangen: denn d r Herr von heil und gnaden will dich jetzt zu gaſte laden;; der den zuman l kann verwalten, will jetzt herberg 8 un 49— 2 Eil, wit pmn, däinem b egen; der da 43 hanmer k herzent⸗kamwe hbald dis geiſtes ihn an mit ſch komm, mein dich küſſen! la nicht mehr miſ 3. Zwar in 16 waaren pff vilſt fir 1 fuld kei geld vel lin allen be den keig ſolch taalen und kann ba ahle riah wie guit the,en nuch deite gi dfleg ich oſt ni 1 düſer ko ach! wa gfeee ſen nah dem bens. füſſen! daß mein gie Sutt me Get 5. Büͤdesle 9 liſſet vittern; das ſ peiſe und weiſe ma nerke, dahe ner werkz; it 94 iſch nd ümmat ſollt er Niiſze b düeaͤnag — Vertrete dh. „ die ſthtüb t ſeynd: denga den ichführ, h 4 4„A eiſt ſeſt nachinn Miln ſehen ſt ſtict nah denn willen richt: meine tag' inn echriſtlic drine, . Bit du nich A furſt! zu dir uß 8 nen wirſ, di ewiglich an de, mich. 33 Sei 1 D Ganeaa und gieb mitenn gewiſſen get n duicht von dirne t, von deremwe z nimm dairen e iſt micht don w. 2. Troſte vih we ner hülfe, une⸗ geiſt enthalteihn hwehl, vaſten meiner miſeht ner miſeetht,h. nich von mälei Stmi 34. hibeſt dunklle ſander heleelict geunne herrlid ak u m dir hat unt den vil dit walten dir dalte zderdnut witen, n XXI. Von dem heiligen Abendmahle. 169 2. Eile, wie verlobte pfle⸗ gen, deinem braͤutigam ent⸗ gegen; der da mit dem gna⸗ den⸗hammer klopft an deine herzens⸗kammer. Oeffn' ihm bald die geiſtes pforten, red' ihn an mit ſchoͤnen worten: komm, mein liebſter! laß dich kuͤſſen! laß mich deiner nicht mehr miſſen. 3. Zwar in kaufung theu⸗ rer waaren pflegt man ſonſt kein geld zu ſparen; aber du willſt fuͤr die gaben deiner huld kein geld nicht haben: weil in allen bergwerksgruͤn⸗ den kein ſolch kleinod iſt zu finden, das die blutgefuͤllte ſchaalen und dies manna kann bezahlen. 4. Ach! wie hungert mein gemuͤthe, menſchen⸗freund! nach deiner guͤte! ach! wie pieg ich oft mit thraͤnen mich nach dieſer koſt zu ſehnen! ach! wie pfleget mich zu duͤr⸗ ſten nach dem trank des le⸗ bens⸗fuͤrſten! wuͤnſche ſtets, daß mein gebeine ſich durch Gott mit Gott vereine. 5. Beides lachen und auch zittern laͤſſet ſich in mir jezt wittern: das geheimniß die⸗ ſer ſpeiſe und die unerſorſchte weiſe machet, daß ich fruͤh ver⸗ merke, Herr! die groͤſſe dei⸗ ner werke; iſt auch wohl ein menſch zu finden, der dein allmacht ſollt ergruͤnden? 6. Nein! vernunft die muß hie weichen, kann dies wun⸗ der nicht erreichen; daß dies brod nie wird verzehret ob es gleich viel tauſend naͤhret: und daß mit dem ſaft der re⸗ ben uns wird Chriſti blut ge⸗ geben. O der groſſen heim⸗ lichkeiten! die nur Gottes Geiſt kann deuten. 7. Jeſu meine lebensſon⸗ ne! Jeſu meine freud und wonne! Jeſu du mein ganz beginnen! lebens quell und licht der ſinnen, hier fall ich zu deinen fuͤſſen, laß mich wuͤrdiglich genieſſen dieſer deiner himmelsſpeiſe, mir zum heil und dir zum preiſe. 8. Herr les hat dein treues lieben dich vom himm'l herab getrieben; daß du willig haſt dein leben in den tod fuͤr uns gegeben; und darzu ganz un⸗ verdroſſen, Herr! dein blut fuͤr uns vergoſſen; das uns jezt kann kraͤftig traͤnken, deiner liebe zu gedenken. 9. Jeſu, wahres brod des lebens! hilf, daß ich doch nicht vergebens, oder mir vielleicht zum ſchaden ſey zu deinem tiſch geladen! laß mich durch dies ſeelen⸗ eſſen deine liebe recht ermeſſen; daß ich auch, wie jezt auf erden, moͤg ein gaſt im himmel werden. Mel. Jeſus meine zuverſ. 23 5 To*, den mir der 4 Herr gemacht; ſen geſegnet„tag der freude! 448 ——— du erhellſt des kumers n cht, und erquickeſt mich im leide; heil und leben ſchenkſt du mir. Gott, wie dank ich dir dafur! 2. Widerſpenſtig ſeinem ruf hab ich meinen Gott be⸗ truͤbet, ihn, der mich zum gluͤck erſchuf, und mich ſtets ſo treu geliebet; bin gewi⸗ chen von dem pfad, den ſein wort gezeichnet hat. 3. Der ich kuͤhn ſein recht entehrt, der ich ſeine macht verkennet, ach! ich bin es nicht mehr werth, daß er noch ſein kind mich nennet. Ich verdiene fluch und tod, wie ſein mund den ſuͤndern droht. 4. Dennoch nimmt der guͤt⸗ ge mich wieder auf zu ſeinem kinde. Heut vergißt er vaͤ⸗ terlich ſeines zorns und mei⸗ ner ſuͤnde; giebt durch ſeiner boten hand mir der gnade ſuͤſſes pfand. s5. Tag der wonne, hei⸗ ligs mahl, ewig will ich dein gedenken. Meines Jeſu to⸗ des quaal ſoll mir troſt im leiden ſchenken, und mein leben ſoll allein ſeinem ruhm gewidmet ſeyn. Mel. Zerr ich habe mißg. 36 Wohl mir Jeſus 30.&☛8 meine freude, ladet mich zu ſeinem mahl, auf, mein herz, und dich be⸗ reite, eile zu dem kirchen⸗ſaal; 170 XXI. Von dem heiligen Abendmahle. Jeſus will das nachtmahl halten.— 2. Auf, mein herzoin vol⸗ lem ſpringen, eile deinem fnden, bey des Herren nachtmahl finden. A2* cher macht, hat er dir den lieb bedacht, wie er ſich mit erben ſetzen. 4. Hier das leben, fronen leib, tod gegeben, daß er bleib dich nicht quaͤle. F. Siehſt du, was ka kommt gerunnen, wie mit rothem lebens ſaft flieſſen fünf frey offne brunnen; Je⸗ ſu! deiner liebe kraft allen ar⸗ men hierher winket, ſpricht: ihr lieben, alle trinket. 6. Hung'rig komm ichauch nach gnaden, gleichfalls bin geladen zu de liſch mana mich ergoet/ Je⸗ ſus blut die ſeel benetzet. 7. Gott geb, daß ich dieſes ſchenken Chriſti leibs un blurs allhier nehm laß den eifer nicht erkalten, 3. Ach! indem ſein herzbe⸗ ſtreitet noth und tod mit glei⸗ tiſch bereitet, und aus reiner dir moͤg letzen, dich zu einen haſt du das brod, hier haſt du den den er in den dir zu gut, auf deine koſt, und meine ſeele, ſeelen⸗hunget durſtig nach barmherzigkeit, der(die) ich lammes hochzeit⸗freud; him⸗ zu ſeinen ange⸗ Jeſu zu, auf! dir ſoll esjeſt gelingen, hier iſt wahre ſee⸗ lenruh: rahe ſoll ſie, frey ven Kagedimken, fit und fut, am kreaz entd blur nich hat 3. Nn wi und thren me ich bu, lieb vermchren. erheurter ſin ſch erftegen: zu gnad verle Nach dem h ma 237.6 deyet! der u ſpeiſet wit ſe mit ſänem! unt, der Kyrit eleiſor 2. Herk heitgin leic deinen mutte und ſas heit ns, herr/ Ahrie dleiſon 3. der hei für uns geg duß wir dade gräßre güte ſcenken, da len aaa „4. Hert! dic gegvung hlat an gas that„ und ſchald daß 1 ſ 3 Jattge 4 r bendmoht. —— Sl ds nacha f, wein henae ngen, ele w jmauf! dirſt I, hier iſtut 2 kehe ſolkſt ſn *, dey des gen⸗ eitet, undan dacht, wienſ K letzen, dca Aben. — jiet haſt u d en, hütr ſin —n keib, dnan geben, diug bleib danett ſeele, ſän — ct auile. — Siehſt du, 2s: gerunnen 5 i lebens o tey offue thune 2 ner liebeſtit sjerher winii 4 — — — — — — — —=— — — — — — — — — — — — — y— — —— —— —— —— — == ——— ——— — ——— ——— 4 — 5 — — —— == ——— —— —— — 6 1 — —— Gott git /1 — ken Chrin alhir ui — —— XXI. Von dem heiligen Abendmahle. 171 angedenken, und betrachte fuͤr und fuͤr, wie ſein leib am kreuz entbloͤſet, und ſein blut mich hat erloͤſer. 8. Nun will ich mit dank und ehren meines Jeſu, weil ich bin, lieb und lob mit lob vermehren. Mein durch ihn erneu'rter ſinn ſich erfreuen: Gott wird da⸗ zu gnad verleihen. Nach dem heiligen Abend⸗ mahle. ” Jott ſey gelobet 237. G und gebene⸗ deyet! der uns ſelber hat ge⸗ ſpeiſet mit ſeinem fleiſche und mit ſeinem blute; das gieb uns, Herr Gott! zu gute. Kyrie eleiſon. 2. Herr! durch deinen heil'gen leichnam, der von deiner mutter Maria kam, und das heil'ge blut, hilf uns, Herr, aus aller noth. Kyrie eleiſon. 3. Der heil'ge leichnam iſt für uns gegeben zum tod, daß wir dadurch leben: nicht groͤßre guͤte koͤnnte er uns ſchenken, dabey wir ſein ſol⸗ len gedenken. Kyrie eleiſon. 4. Herr! dein lieb ſo groß dich gezwungen hat, daß dein blut an uns groß wunder that, und bezahlet unſte ſchuld, daß uns Gott iſt wor⸗ den huld. Kyrie eleiſon. 5. Göott geb uns allen ſeine ſoll in Jeſu gnad und ſegen, daß wir gehn auf ſeinen wegen: in rechter lieb und bruͤderlicher treue, daß uns die ſpeis nicht ge⸗ reue. Kyrie eleiſon. 6. Herr, dein heil'ger Geiſt uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte maaß; daß deine arme chri⸗ ſtenheit leb' in fried und ei⸗ nigkeit. Kyrie eleyſon. Mel. Wer nur den lieben 2 38 Nun habe dank fuͤr . deine liebe, du groſſer Mittler Jeſu Chriſt! gieb, daß ich dich nicht mehr betruͤbe, der du fuͤr mich ge⸗ ſtorben biſt. Laß deines lei⸗ dens angſt und pein mir im⸗ merdar vor augen ſeyn. 2. Wie kann ich dich genug erheben? ich, der ich fluch und tod verdient; ich ſoll nicht ſterben, ſondern leben, weil du mich ſelbſt mit Gott ver⸗ ſuͤhnt. Ach! du ſein Sohn, du ſtarbſt fuͤr mich; wie preis ich, Herr, wie preis ich dich? 3. Heil mir! mir ward das brod gebrochen, ich trank, Herr, deines bundes wein! voll freude hab ich dir verſpro⸗ chen, dir, treuſter Jeſu, treu zu ſeyn. noch einmal dir; ſchenk du nur deine gnade mir. 4. Laß ſtets mich dankbar, Herr, ermeſſen, was du fuͤr mich gelitten haſt, und deine liebe nie vergeſſen, die ſo viel H 2 ſegen — — —-—ꝛꝛꝛꝛ;—-—— Ich ſchwoͤr es nun —————— 172 XXI. Von dem heiligen Abendmahle. ſegen in ſich faßt. Laß meinen glauben thaͤtig ſeyn, und mir zum guten kraft verleihn. 5. Im ſtreite hilf mir uͤber⸗ winden, und ſtaͤrke mich zu meiner pflicht; bewahre mich vor neuen ſuͤnden; verlaß mich in verſuchung nicht, und dein fuͤr mich vergoßnes blut ſchenk mir im todeskampfe muth. 6. Und euch! ihr ſeines leibes glieder, die Jeſu heil wie mich erfreut, euch lieb ich ſtets als ſeine bruͤder, als erben ſeiner herrlichkeit. Wir haben einen Herrn und Gott: uns ſpeiſ't und traͤnkt ein wein, ein brod. 7. Wie itzt in unſers Hei⸗ lands namen ſein volk vor ihm verſammelt war: ſo kom⸗ men wir noch einſt zuſammen vor ihm, mit ſeiner engel⸗ ſchaar; und preiſen, als ſein eigenthum, dann ewig ſei⸗ nes namens ruhm. 8. Hier will ich mich mit euch vereinen, die ihr ihn vewiglich erhoͤht, und wenn wir einſt vor ihm erſcheinen im glanze ſeiner majeſtaͤt, dann geh ich im triumph mit euch, ihr auserwaͤhlten, in ſein reich. noch leiden, noch ehre, freud und luſt der welt, mich, Herr, von deiner liebe ſchei⸗ den, die ſelbſt im tode mich erhaͤlt. Du biſt und bleibeſt ewig mein; o laß mich deiner wuͤrdig ſryn. Mel. Allein Safn in der h. eſu! dir ſey 239. O ewig dank fuͤr deine treu und gaben. Ach! laß durch dieſe ſpeis und trank auch mich das leben haben. Denn du giebſt mir des le⸗ bens brod; mein wird dein leiden, blut und tod: wie ſoll ich dir dank ſagen? 2. O Jeſu Chriſt, du kannſt allein mein herz beſtaͤndig la⸗ ben. Nun bin ich dein, und du biſt mein mit allen deinen gaben. Hier hab ich, was ich haben ſoll; dein gnaden⸗ brunnen iſt ſtets voll; hier find ich troſt und leben. 3. Laß mich auch ewig ſeyn in dir, laß dir allein mich leben, und bleib du ecig auch in mir. Mein Gott! du wirſt mir geben, daß ich, fraft dieſer ſpeis und trank, ſtark bleibe, wann ich ſchwach und krank; und fahr zu dir mit freuden. Mel. Befiehl du deine Medenke, menſch! 240. B das ende„be⸗ XXII. Vom Tode. denke deinen tod, der tod V kommt oft behende; der ha 9. So ſoll denn weder ſpott 1 1 Kuceiat en ende, bed es muͤßſen a ſus acgeſich ausgenomm ein jeder dee lohn iekomt hät gcthan. 3. Bedenl ende der leid, daß blende wit hier it ein dort zher en lich ſchmer ch, fäͤnder 4. Bedenk ende, hedent duß dih ſa bon ſener her tor Gottes t ditd very eg lebene krone heygelegt. z. Hur! denfen der; 5 0 nach ſein herze ſe nit en e deine 1 tichter Pen .9 ⁴ Ni 48 1 ewig du Seu und andd 1 deeſe peis mint h das le Pn al giebſt nir de d; mein win 2 blut und 85 der dank ſagent zeſu Cheit,ue 4 herz beente unhn ain tein mitalkniee 8 Hier hab ihen — n ſoll; dein wei⸗ 1 3 iſt ſtet e ral, 8 troſt und le jnitudn ui c laß ne han und bledh * Manon Jir geden, u A ſe ſpiünndt gk; und ſ ti oden. —— ode. einen i,— aon lehe 6 — XXII. Vom Tode. 173 te friſch undr roth, kann mor⸗ gen und geſchwinder hinweg geſtorben ſeyn: drum bilde dir, o funder, ein taͤglich ſterben ein. 2. Bedenke, menſch! das ende bedenke das gericht/ es muͤſſen alle ſtaͤnde vor Je⸗ ſus angeſicht; kein menſch iſt ausgenommen, hier muß ein jeder dran, und wird den lohn bekommen, nachdem er hat gethan. 3. Bedenke, menſch! das ende, der hoͤllen angſt und leid, daß dich nicht ſatan blende mit ſeiner eitelkeit! hier iſt ein kurzes freuen, dort aber ewiglich ein klaͤg⸗ lich ſchmerzens⸗ ſchreyen: ach, ſuͤnder huͤte dich! 4. Bedenke, menſch! das ende, bedenke ſtets die zeit, daß dich ja nichts abwende von jener herrlichkeit, damit vor Gottes throne die ſeele 9 wird verpflegt; dort iſt die lebens⸗krone den frommen beygelegt. 5. Herr! lehre mich be⸗ denken der zeiten lezte zeit, daß ſich nach dir zu lenken mein herze ſey bereit; laß mich den led betrachten, u nd deinen richterſtuhl; laß mich auch nicht verachtent der hoͤllen feue r⸗pfuhl. 6. Hilf, Gott! daß ich in zeiten auf meinen lezten tag mit buſſe mich bereiten, und taͤglich ſterben mag: im tod und vor gerichte ſteh mir, Je⸗ ſu! bey, daß ich im himmels⸗ lichte zu wohnen wurdig ſey. 2 1. Chritu der iſt 4 mein leben, ſter⸗ ben iſt mein gewinn; dem thu ich mich ergeben; mit freud fahr ich dahin. 2. Mit freud fahr ich von dannen zu Chriſt dem bruder mein, auf daß ich zu ihm komme, und ewig bey ihm ſey. 3. Nun hab ich uͤberwun⸗ den kreuz, leiden, angſt und noth, durch ſein heilig⸗ fuͤnf wunden bin ich verſoͤhnt mit Gott. 4. Wann meine augen bre⸗ chen, mein athem geht ſchwer aus, und kann kein wort mehr ſprechen; Herr! nimm mein feufz zen auf. 5. Wann mein herz und gedanken vergehn gleichwie ein licht, das hin und her thut wanken, wann ihm die flamm gebricht; 6. Alsdann fein ſanft und ſtille, Herr! laß mich ſchla⸗ fen ein, nach deinem rath und wille, wann kommt mein ſtuͤndelein; 7. Und laß mich an dir kle⸗ ben, gleichwie ein klett' am kleid. und ewig bey dir leben in ew'ger wonn und freud. s. Wohl in des himels thro⸗ ne ſing ich dir lob und preis, H 3 und 174 XXII. Vom Tode. und ewig bey dir wohne in der himmliſchen freud. ein ſind wir 242. D Gott! in ewig⸗ keit; in deiner hand ſteht un⸗ ſ'rezeit, du haſt der ganzen menſchenſchaar ihr todesjahr beſtimmt, als keine zeit noch war. 2. Wann nun auch unſer ende koͤmmt, und deine hand das leben hemmt; dann hilf uns in der todesnoth, Herr, unſer Gott! ein ſanſter ſchlaf werd uns der tod. 3. Nmm, nach vollbrach⸗ tem lebenslauf, in deine ew'ge ruh uns auf; verwirf, wann unſer herz uns bricht, verwirf uns nicht, Herr! Herr, von deinem angeſicht. 4. Druͤckt uns dann noch bey krankheit ſchmerz, ſo ſtaͤr⸗ ke das beklemmte herz, daß es auch in der ſchmerzenwuth, mit ſtarkem muth in deiner weiſen fuͤgung ruht. 5. Gieb hoffnung zu der ew'gen ruh. In unſern her⸗ zen wirke du, Geiſt Gottes, daß wir glaubend trau'n, und ohne grau'n hin in die nacht des todes ſchau'n. 6. Hilf unſ rer ſchwachheit, Geiſt des Herrn! zeig uns den himmel dann von fern! laß uns, wann wir zum Va⸗ ter flehn, getroͤſtet ſehn, wie der uns liebt, zu dem wir geh'n. fuͤr rech licht; ſo fehlt uns troſt im 7. Ach! gnad ergehe dann t: denn von dem menſchlichen geſchlecht iſt auch der heiligſte nicht rein. War kann wohl dein, Gott, ohne deine gnade ſeyn. 8. O ſey uns dann nict fuͤrchterlich! erbarme, Vater, unſer dich. Wenn unſer auge ſterbend bricht, leit uns dein tode nicht. Mel. Beſtehl du deinew. 243. I wallen, die ſterz⸗ lichen ſind ſtaub; ſie bluͤhen auf, und fallen, des todes ſich'rer raub; verborgen it ie ſtunde, da Gottes ſtimne ruft: doch jede, jede ſtunde bringt naͤher uns zur gruft. 2. Getroſt gehn Gottes kinder die ſchreckenvolle bahn, zu der verſtockte fünder verzweiflungsvoll ſich nahn: wo ſelbſt der freche ſpotter nicht mehr zu ſpotten wagt, und vor dir, ſeinem retter, erzittert und verzagt. 3. Wann, dieſe bahn äll gehen, dein will einſt mirge: beut; wann vor mir offn ſtehen gericht und ewigkeu; wann meine kraͤfte beben und wann mein herz ſchon brich: Herr, uͤber tod und leben! o dann perlak mich nicht. 4. Hilf, todes uͤberwinder! hilf dem in ſolcher angſ, füt den du, Heil der kunder ſai Nie auf der erde nit den to wenn de ke waltigsr ih 1 diß han ſen ha.. . Des hil freuden erm herz: otroſt für kuzen dem Sander ewig gteis ihm, her füt kelch ds tod 6. Heilder den ſich ſch weiy'n; die den, nit he freu'nl bere ben, wenn L heut, fießt ſihen hin zu Wel. Wer 44,H 244 T ſe! di weiß ſcwaches kit keim ig gliet Irrdiſch und; drum zied, jeit zu weine 2. Daß d meinen lehe korgncs ſiel daß de zot, hen, viellei ende nimmt die pushet mein pelbed 3. Har ha KRlerne, mei XXII. Vom Tode. 175 mit dem tode rangſt! und wenn des kampfes ende ge⸗ waltiger ihn faßt, nimm ihn in deine haͤnde, den du erloͤ⸗ ſet haſt. 5. Des himmels wonn und freuden ermißt kein ſterblich herz: otroſt fuͤr kurze leiden, für kurzen todes ſchmerz! dem Suͤndenuͤberwinder ſey ewig preis und dank! preis ihm, der fuͤr uns fuͤnder den kelch des todes trank. 6. Heil denen, die auf er⸗ den ſich ſchon dem himmel weihn; die aufgeloͤſt zu wer⸗ den, mit heil'ger furcht ſich freu'n! bereit, es ihm zu ge⸗ ben, wenn Gott, ihr Gott ge⸗ beut, fließt dies ihr ſterblich leben hin zur unſterblichkeit. Mel. Wer nur den lieben 24 4 T)u,Herr und Va⸗ ☛☛2☛☚ ter meiner ta⸗ ge! du weißt, daß ich, dein ſchwaches kind, des todes keim in gliedern trage, die irrdiſch und zerbrechlich ſind: drum gieb, daß ich zu jeder⸗ zeit zu meinem tode ſey bereit. 2. Daß du, o Hoͤchſter, meinem leben ein mir ver⸗ borgnes ziel beſtimmt: und daß die zeit, die mir gege⸗ ben, vielleicht gar bald ein ende nimmt: das floͤſſe mir die weisheit ein, ſtets auf mein heul bedacht zu ſeyn. 3. Hier hab ich lebenslang zu lernen, mein herz von fuͤn⸗ den abzuzieh'n, mich von der weltluſt zu entfernen, und um den himmel zu bemuͤh'n; o mache mich dazu geſchickt, eh mich der tod der welt entruckt. 4. Nicht auf der erde, nein, nur droben bey dir, Gott, meiner ſeele theil, iſt mir das beſte aufgehoben; dort iſt fuͤr mich vollkomm⸗ nes heil, da, wo mein ſchatz iſt, ſey mein herz! Herr, lenke ſelbſt es himmelwaͤrts. 5. Hier allen ſuͤnden abzu⸗ ſterben, zu leben der gerech⸗ tigkeit, um einſt dein himel⸗ reich zu erben! dazu laß mei⸗ ne ſterblichkeit mir ſtets mein Gott vor augen ſeyn, und deiner huͤlfe mich erfreu 6. Willſt du mich! eben laſſen, ſo laß e zum heil geſcheh'n: doch ich heute noch erblaſſen, ſo hoͤre, Vater, auf mein flehn! fey, wenn mein herz im tode bricht, mein troft und meine zuverſicht. 8 7. Dir will ich gaͤnzlich mich ergeben, dir, deſſen ei⸗ genthum ich bin; biſt du, mein Heiland, nur mein le⸗ ben, ſo bleibt ſelbſt ſterben mein gewinn. Ich lebe dir, ich ſterbe dir; ſey nur mein troſt, ſo gnuͤget mir. Igypten gute 245 E nacht! die dienſt⸗ ₰ — — .ᷣ 8⁸ er — S ——2 — σ —— * — barkeit iſt aus, mein Moſes ruͤckt 94 175 XXII. Vom Tode. ruͤckt herbey, der mich aus Goſen fuͤhrt, nunmehro bin ich frey von aller ſchweren laſt! die arbeit iſt vollbracht. Egypten, gute nacht! 2. Gomorra, gute nacht! und was wie Sodom lebt, der himmel thut ſich auf, und draͤut mit ſchwefel⸗glut; ich richte meinen lauf nach mei⸗ nem Zoar hin, da meine ruhe wacht. Gomorra, gute nacht! 3. O Babel, gute nacht! Iſeael zeucht zur ruh, die truͤbſal iſt gewandt, ich komm auf freyen fuß, und in mein vaterland. Die bande fallen weg, und werden ausgelacht. O Babel, gute nacht. 4. Du eitles, gute nacht! es iſt genug gekaͤmpft: mein geiſt eilt nun zur ruh, er fleugt mit frohem muth nach Zions huͤ⸗ geln zu, da wahre ruhe wohnt, und recht vergnuͤgen macht. Du eitles, gute nacht! s. Laß deinen diener fort, nun, Herr, wie du geſagt, mit frieden aus der welt; laß meinen abſchied ſeyn, wenn dirs, mein Gott! gefaͤllt, ſo ſpanne ſelig aus. Herr! ich trau auf dein wort; laß deinen diener fort. 6. Nun, alles! gute nacht, Egypten, gute nacht, mit deiner ſclaverey: Gomorra, gute nacht, von Babel bin ich frey: mein Jeſus, der mich liebt, hat mich nun te nacht.! Mel. Wer nur den lieben 246. fuͤhrt mich zum grabe; mich lehret jeder glo⸗ ckenſchlag, was ich dereinſt zu hoffen habe; den kommenden gewiſſen tag, der itzt ſchon ſeine ſchwingen regt, und wo man ſtaub zu ſtaube legt. 2. Er koͤmmt; und ſein be⸗ fehl iſt: toͤdtel ſchon geht ſein morgenroth mir auf. Heiland! ſeine morgenroͤthe geht mir erfreut, nicht blutig auf: alsdann, alsdann be⸗ fuͤrcht ich nichts am furcht⸗ barn tage des gerichts. 3. O lehre mich, daß ich bey zeiten mein haus und herz be⸗ ſtellen mag! o ſchaff am rand der ewigkeiten in meiner ſin⸗ ſtern ſeele tag; und fuͤhr an deiner rechten hand mich durch des todes oͤde land. 4. Wenn ich die letzten kraͤfte ſammle, und, weil der worte kraft gebricht, ohn⸗ maͤchtig matte ſeufzer ſtamm⸗ le; alsdann, ach dann! ver⸗ laß mich nicht; nimm jede thraͤne, welche fleußt, zum loblied an, das, Herr! dich preiſt... 5. Dort will ich wuͤrdiger dir lallen! laut ſollen meine jubel da ins chor der ſeraphi⸗ nen ſchallen. Preis, ehre, dank, halleluja! und heilig! heilig! frey gemacht von allem. Gu⸗ in jeder ſchritt heilig! ſi enzäln ind Wel, B 2471 verlaſſen, heſſern leber geſet. Wo betruͤbte? den, den noch ey ich 2. Er k. ſchwerſen u zu: kommt ſen, Wwir Dies port 3. Mit wie di aͤber lig j bezt 4. Der fre Ve fdef nich daßi meinz tode geich ihſte mein gewin ode, — macht 3 6 von aleg) „Wer nundatt in ſedee 8 Er kömmt, nſ ſt: toͤdtel ſtat torgenrolh nru nd! ſeine unge nir ernutndt alsdann, alüa tich nichts mi tage des geritt lehre wic dh mein haus unde Amag] oſctfme e rigkeiten uni rkele tag; udſh à rechten haudt g des todet ddeln = Wenn ich ueh rſammle, un c kraft gtbritt ig natte ſenſeit ⸗(dann, ach dn dich nicht; um⸗ —, wche ſa 1 3 1 dan, d/hi dort vil ij Ain haut ſelnt aa ins cor 1 . a und. d halleluſ XXII. Vom Tode. 177 —— heilig! ſtimm ich dann mit engzeln und erloͤſten an. Mel. Beſiehl du deine 247 Gern will ich mich 4 ☚ ergeben, dich zu verlaſſen, welt: ich geh zum beſſern leben, ſo bald es Gott gefaͤllt. Was waͤrs, das mich betruͤbte? dort ſchau ich ewig den, den meine ſeele liebte, noch eh' ich ihn geſehn. 2. Er ruft zur zeit der ſchmerzen uns voll erbarmen zu: kommt her, beladne her⸗ zen, zu mir, und ſindet ruh. Dies wort aus deinem mun⸗ de, laß, Herr, mich zu er⸗ freun, in meiner lezten ſtun⸗ de mir geiſt und leben ſeyn. 3. Mit dir muß es mir gluͤcken, den kampf zu uͤber⸗ ſtehn. Im glaubigen ent⸗ zuͤcken laß meine ſerle ſehn, wie im gericht fuͤr ſuͤnder, du mit dem tode rangſt, und wie du uͤberwinder allmaͤch⸗ tig ihn bezwangſt. 4. Der frohe ſiegsgedanke: Wo iſt dein ſtachel, tod? ſtaͤrk mich, daß ich nicht wanke in meiner todesnoth! ſo iſt, ob⸗ gleich ichſterbe, doch ſterben mein gewinn. Ich bin des himmels erbe; dein wort ſagt, daß ichs bin. 5. Du ſchriebſt ins buch des lebens auch meinen namen ein. Dein blut kann nicht ver⸗ gebens fuͤr mich vergoſſen ſeyn. Dir trauet meine ſeele, dich lobt, was in mir iſt, erloͤ⸗ ſer meiner ſeele, der du die liebe biſt. Mel. Zerr Jeſu Chriſt, w. 40 ie ſicher lebt der 248. W menſch; der ſtaub! ſein leben iſt ein fal⸗ lend laub; und dennoch ſchmeichelt er ſich gern, der tag des todes ſey noch fern. 2. Der juͤngling hofft des greiſes ziel, der mann noch ſeiner jahre viel, der greis zu vielen noch ein jahr, und kei⸗ ner nimmt den irrthum wahr.. 3 3. Sprich nicht: ich denf im gluͤck und noth im herzen oft an meinen tod. Der, den der tod nicht weiſer macht, hat nie mit ernſt an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur ewig⸗ keit, zu thun, was uns der Herr gebeut, und unſers le⸗ bens kleinſter theil iſt eine friſt zu unſerm heil. 5. Der tod ruͤckt ſeelen vor gericht; da bringt Gott alles an das licht, und macht, was hier verborgen war, den rath der herzen offenbar. 6. Drum da dein tod dir taͤglich draͤut, ſo ſey doch wa⸗ cker und bereit; pruͤf' deinen glauben als ein chriſt, ob er durch liebe thaͤtig iſt. 7. Ein ſeufzer in der letzten noth, ein wunſch durch des Er⸗ loͤſers tod vor Gottes thron Hs geerecht —-———ÿ— —— XXII. Vom Tode. gerecht zu ſeyn, dies macht dich nicht von ſuͤnden rein. 8. Ein herz, das Gottes ſtimme hoͤrt, ihr folgt und ſich vom boͤſen kehrt; ein glaubig herz von lieb erfuͤllt, dies iſt es, was in Chriſto gilt. 9. Die heiligung erfordert muh; du wirkſt ſie nicht, Gott wirket ſie. Du aber ringe ſtets nach ihr, als waͤre ſie ein werk von dir. 10. Der ruf des lebens, das du lebſt, dein hoͤchſtes ziel, nach dem du ſtrebſt, und dei⸗ ner tage rechenſchaft iſt tu⸗ gend in des glaubens kraft. weihn, heißt eingedenk des todes ſeyn; und wachſen in der heiligung, iſt wahre tods⸗ erinnerung. 12. Wie oft vergeß ich die ſe pflicht! Herr, geh mit mir nicht ins gericht; druͤck ſelbſt des todes bild in mich, daß ich dir wandle wuͤrdiglich; 13. Daß ich mein herz mit jedem tag vor dir, o Gott, er⸗ forſchen mag, ob liebe, de⸗ muth, fried und treu, die frucht des geiſtes in ihm ſey; 14. Daß ich zu dir um gna⸗ de fieh, ſtets meiner ſchwach⸗ heit widerſteh, und einſtens in des glaubens macht mit freu⸗ den ruf! es iſt vollbracht! 2 49 err Jeſu Chriſt —e wahl'r menſch und Gott, der du litt'ſt mar⸗ —— ter, angſt und ſpott, fuͤr mich am kreuz auch endlich ſtarb't, und mir dein's Vaters huld erwarb'ſt. 2. Ich bitt' durchs bitter leiden dein, du wollſt mir ſuͤn⸗ der gnaͤdig ſeyn, wann ich nun komm in ſterbensnoth, und ringen werde mit dem tod. 3. Wann mir vergeht all mein geſicht, und meine oh⸗ ren hoͤren nicht, wann meine zunge nicht mehr ſpricht, und mir vor angſt mein herz zer⸗ bricht. 4. Wann mein verſtand ſich d. ni ſi d mir al 11. Ihr alle ſeine tage mch beſinnt, und m menſchlich' huͤlf' zerrinnt; ſo komm, o Herr Chriſt! mir he⸗ hend zu hulf an meinem lez⸗ ten end. 1 s. Und fuͤhr' mich aus dem jammerthal, verkuͤrz’ mit auch des todes⸗quaal: die boͤſen geiſter von mir treib’, mit deinem Geiſt ſtets bey mir bleib'.. 6. Bis ſich die ſeel vom leid abwend't, ſo nimm ſie Herrin deine haͤnd', der leib hab in der erden ruh, bis ſich der juͤngſt tag nah't herzu. 2 gu froͤhlich auferſtehn verleih, am juͤngſten gericht mein fuͤrſprech'r ſey, und mei⸗ ner ſuͤnd nicht mehr gedenk, aus gnaden mir das leben ſchenk. 8. Wie du haſt zugeſaget mir in deinem wort, das ane ic dir; furg duch ſge ich hült, und g 9. Der n ins gericht/ ſchmcken ii gleich hie zu nichten er den 10. Soud ſtarker hand des todes ba nehwen inm er dann mit! Il. In ſrel lich, dazuhil lic! Achh unſte ſchald warten mit 12, Bis kommt herbe glaub ſtetsw wort zu tkaut wir entſclaf Mel. wer 250,8 ſelbt nah an ic dich; zun mir mein ler d mit, d Mein leben deihen, me dir heillg ſey 2. Gott, b und ſpon, ſ 1 1 „ d Dten 1 1 durchs 4 du natt 5 . 3 ſeyn, nannät 1 ſerdenza Sunde wit den ann mir tezt richt, und nnn n nicht, wmtn. * ct mehrſprih, ² angſt nan e 10 — unn mein veriut R eſinnt, und n lich huͤlf 3 1 2) Herr Ehrin ² hülf au nemnt —. nd führ nite A thal, ri es todes⸗all an eiſter von nin. nem Geſt ie b.. h s ſich dieſelmm. „ t, ſo uun änd, der 1 en ni/ i ag 1ah 4 1 — in fräßlihu 3 „ am jinn ee irſprech ehut d nich mt 1 aden nir R⸗ ie d pg dainem nare 3 3 XXII. Vom Tode. 179 ich dir; fuͤrwahr, fuͤrwahr, euch ſage ich, wer mein wort haͤl kt, und glaubt an mich, „Der wird nicht kommen ins ger icht, und den tob ewig ſchnie ecken nicht, und ob er gleich hie zeitlich ſtirbt, mit nichten er drum gar verdirbt. 10. Sondern ich will mit ſtarker hand ihn reiſſen aus des todes band, und zu mir nehmen in mein reich, da ſoll er dann mit mir zugleich 11. Jn freuden leben ewig⸗ lich, dazu hilf uns ja gnaͤdig⸗ lich! Ach Herr! 1 Ki,5 all unſre ſchul, hlf, daß wir warten mit geduld. 12. Bis unſer ſtuͤndlein kommt herbey, auch unſer glaub ſtets wacke er ſey, dein'm wort zu trauen feſtiglich, bis wir ent ſchlafen ſeliglich. Mel. Wer nur den lieben 2 50.2 2ch will dich noch im tod erheben, ſelbſt nah am grabe preiß ich dich: zum ſegen gabſt du mir mein leben: nimmſt du es mir, du ſegneſt mich. Mein leben ſucht' ich dir zu weih'n, mein tod auch ſoll dir heilig ſeyn. 2. Gott, welche feyerliche ſtunden, wann du mich nun der erd' entziehſt, auf mich, den du getreu befunden, voll ſchonender erbarmung ſieh'ſt! Al lmaͤchtiger„in dein gericht 3ea du mit mir erloͤſten 3. Der leib wird ſchwach,„ die ird'ſche huͤtte, in mein geiſt hier wohnt zer⸗ faͤllt! ſchon gehen meine muͤ⸗ den ſchritte den weg zu Gott aus dieſer welt. Ich bin ge⸗ troſt, und zage nicht, den Gott iſt ſelbſt mein heil und licht. 4. Wie ſollt ich vor dem tode beben, da du fuͤr mich, Erloͤſer, ſtarbſt? Eriſt durch dich der weg zum leben, das du am kreu ze mir erwarbſt. Wie du ihn ſah'ſt, will ich ihn ſeh'n, wie du, ſo werd ich auferſteyen 5. Laß quaal und leid mein grab umringen„ und mir die lezten ſchrecken draͤun; du halfſt mir, Herr, die welt be⸗ zwingen, den tod darf ich mit dir nicht ſcheu'n. So nah dem lohn, den Gott verſpricht, ſo nah am ziele ſink ich nicht. 6. Du wacheſt üuber meine ſeele, wann ihre ſtaͤrke ſich verliert, giebſt deinem engel ſchon befe ehle, der ſie zu dei⸗ nen freuden fuͤhrt, des todes nacht um mich verſcheucht, und mir des lebens krone reicht. 7. Ich will dich noch im tod erheben, ſelbſt nah am grabe preis ich dich; denn ewig werd ich vor d dir leben. Wie ſegnet dann dein antlitz mich! d tod, oſterben, mein gen winn! wo mir, daß ich elöſet bin H6 Mel der 180 —————— 8 XXII. Vom Tode⸗. Mel. Schon iſt der tag v. Domm, ſterbli⸗ 2⁹ I. F cher! betrachte mich, du lebſt, ich lebt' auf erden, was du jezt biſt, das war auch ich, was ich bin, wirſt eu werden. Du muſt hernach, ich bin vorhin, ge⸗ denke nicht in deinem ſinn, daß du nicht duͤrfeſt ſterben. 2. Bereite dich, ſtirb ab der welt, denk auf die lezten ſtun⸗ den! wenn man den tod ver⸗ aͤchtlich haͤlt, wirder ſehr oft gefunden. Es iſt die reihe heut an mir, wer weiß, viel⸗ leicht gilts morgen dir, ja wol noch dieſen abend. 3. Sprich nicht: ich bin noch gar zu jung, ich kann noch lan⸗ ge leben:ach nein, du biſt ſchon alt genung, den geiſt von vir zu geben. Es iſt gar bald um dich gethan, es ſteht der tod kein alter an; wie —— haſt darzu kaum einen tritt den tod traͤgſt du im buſen. 6. Sprich nicht: ich bin friſch und geſund, mir ſchmect auch noch das eſſen; ach! 6 wird wol jezt dieſe ſtund dein ſarg dir abgemeſſen, es ſchnei det dir der ſchnelle tod ja tag⸗ lich in die hand das brol⸗ Bereite dich zum ſterben. 7. Dein leben iſt ein rauch ein ſchaum, ein wachs, en ſchnee, ein ſchatten, ein thau, ein laub, ein leerer traum, ein gras auf duͤrren matten Wann mian's am wenigſtt gedacht, ſo heißt es wol: 1 guter nacht! ich bin nun hin geweſen. 8. Indem du lebeſt, lebeſt daß du kannſt ſelig ſterben du weiſt nicht wann, wie oder wo der tod um dich wird wer ben; ach denk, ach dent doch zuruͤck, ein zug, ein klei⸗ magſt du anders denken. 4. Ach ja, es iſt wohl kla⸗ gens werth, es iſt wohl zu be⸗ weinen, daß mancher nicht ſein heil begehrt, daß mancher menſch darf meynen, er ſterbe nicht in ſeiner bluͤth; da er doch viel exempel ſieht, daß zunge leute ſterben. 5. So oft du athmeſt, muß ein theil des lebens von dir wehen, und du verlach'ſt des todes pfeil, jezt wirſt du muſ⸗ ſen gehen. Du haͤltſt dein grab auf tauſend ſchritt, und bens ziel anbricht, es geht ner augenblick fuͤhrt dich ewigkeiten. 9. Du ſeyſt dann fertig oder nicht, ſo muſt du gleichwol wandern, mann deines le⸗ dir wie den andern: diun laß dir's eine warnung ſeyn. Dein auferſtehn wird uber ein mit deinem ſterben kom⸗ men. 10. Ach denke nicht: es hat nicht noth, ich will mich ſchon bekehren, wann nur die krank⸗ eit zeigt den tod, Gott wird zeig 8 — uih ſoa welß, koömwſtk ein ende n alsdand di II. zud den fraft hautt, der! herzigkeit trauet. D eh du üthſt nicht verdir die welt wi 12, Züm geſchickt: gen gen: erd gerüͤckt, ſol lingen? I zu grahe ge ſchjeztvor wird dein to 13. Sowi feldgeſchrey wird kommen hen frank in auſgeromme ruf daß deir deine pein wenſch! bed 252 9 dem lad um⸗ cennit, der dir gnad erl du, Hetr, a unſte miſet etr, erzürn dete Gott, Gutt heiig Halnd du 9hl jetdiee in 6 jabzemeſen, gt derſchnelledue . einlheün rum, ein uact ein ſchatten ant 6 4 b, ein letrtrn — 8, ſoheißt a n ¹ acht! ich lin ui 4. — Adem dalebei keannſtſeli iit eninicht wann/ in uod um dih ri ach denk, at Irück, ein un genblick ſühetae P iten. duſeyſtdannſeit — ſo nut a im, wann dun zeine verng n uufferſeßt un jdeinem ſtatne 1Ic denktni olh ic rint u, aenanne gt den tod, 1 XXII. Vom LTode. 181 mich ſchon erhoͤren. Wer weiß, ob du zur krankhei koͤmmſt? ob du nicht ſchnell ein ende nimmſt, wer hilft alsdann dir armen? 11. Zu dem wer ſich in fuͤn⸗ den freu't und auf genade auet, der wird mit unbarm⸗ herzigkeit der hoͤllen anver⸗ trauet. Drum lerne ſterben eh du ſtirbſt, damit du ewig nicht verdirbſt, wann Gott die welt wird richten. 12. Zum tode mache dich geſchickt: gedenk in allen din⸗ gen: werd ich hieruͤber hin⸗ geruͤckt, ſollt es mir auch ge⸗ lingen? Wie koͤnnt' ich jezt zu grabe gehn? Wie koͤnnt ich jezt vor Gott beſtehn? So wird dein tod zum leben. 13. So wirſt du, wann mit feldgeſchrey der groſſe Gott wird kommen, von allem ſter⸗ ben frank und frey ſeyn ewig aufgenommen. Bereite dich, auf daß dein tod beſchlieſſe deine pein und noth, o menſch! bedenk das ende! 5 gſ†ſhitten wir im le⸗ 25 2. M ben ſind mit dem tod umfangen, wen ſu⸗ ch'n wir, der huͤlfe thut, daß wir gnad erlangen; das biſt du, Herr, alleine. Uns reuet unſre miſſethat, die dich, err, erzuͤrnet hat: heiliger erre Gott! heiliger ſtarker Gott! heiliger barmherziger Heiland! du ewiger Gott! laß uns nicht verſinken in der bittern todes⸗noth, Kyrie eleiſon. 2. Mitten in dem tod an⸗ ſicht uns der hoͤllen rachen, wer will uns aus ſolcher noth frey und ledis machen? das thuſt du, Herr, alleine. Es jammert dein' barmherzigkeit unſre ſuͤnd und groſſes leid: heiliger Herre Gott! heiliger ſtarker Gott! heiliger barm⸗ herziger Heyland! du ewiger Gott! laß uns nicht verza⸗ gen vor der tiefen hoͤllenglut, Kyrie eleiſon. 3. Mitten in der hoͤllen⸗ angſt unſ're ſuͤnd uns trei⸗ ben, wo ſoll'n wir dann flie⸗ hen hin, da wir moͤgen blei⸗ ben? Zu dir, Herr Chriſt, alleine. Vergoſſen iſt dein theures blut, das g'nug fuür die ſuͤnde thut: heiliger Her⸗ re Gott heiliger ſtarker Gott! heiliger barmherziger Heiland! du ewiger Gott! laß uns nicht entfallen von des rechten glaubens troſt, Kyrie eleiſon. Mel. Jeſus keine zuwere „ heine lebens⸗zei 25 3. ‚verſtreicht, ſtuͤndlich eil' ich zu dem gra⸗ be. Und was iſt's, das ich vielleicht, das ich noch zu le⸗ ben habe, denk, omenſch, an deinen tod, ſaͤume nicht:: denn eins iſt noauih. 2. Lebe, wie du, wann du H§ 7 ſtirbſt, 182 XXII. Vom Tode. ſtirbſt, wuͤnſchen wirſt gelebt zu haben. Guͤter, die du hier erwirbſt; wuͤrden, die dir menſchen gaben; nichts wird dich im tod erſreu'n; dieſe gufter ſind nicht dein. 3. Nur ein herz das gutes liebt, nur ein ruhiges gewiſ⸗ ſen, das vor Gott dir zeug⸗ niß giebt, wird dir deinen tod verſuſſen; dieſes herz, vor Gott erneut, iſt des to⸗ des freudizkeit. 4. Wann in deiner letzten noth freunde huͤlflos um dich beben; dann wird uͤber welt und tod dich dies reine herz erheben; dann erſchreckt dich kein gericht! Gott iſt deine zuverſicht. 5. Daß du dieſes herz er⸗ wirbſt, fuͤrchte Gott, und bet'’ und wache. Sorge nicht, wie fruͤh du ſtirbſt; deine zeit iſt Gottes ſache. Lern nicht nur den tod nicht ſcheu'n, lern auch ſeiner dich erfreu'n. 6. Ueberwind' ihn durch vertrau'n, ſprich: ich weiß, an wen ich glaͤube, und ich weiß, ich werd ihn ſchau'n einſt in dieſem meinem leibe. Er, der rief: es iſt vollbracht! nahm dem tode ſeine macht. 7. Tritt im geiſt zum grab oft hin, ſiehe dein gebein verſenken; prich: Herr, daß ich erde bin, lehre du mich ſelbſt bedenken; lehre da mich's jeden tag, daß ich wei⸗ ſer werden mag. V Mel. Wer nur den lieben Hein Gott! ig 254. M weiß eufic daß ich ſterbe; ich bin ein menſch, der bald vergeht, und finde hier kein ſolches er⸗ be, das ewig dauert und be⸗ ſteht. Drum zeige mir in gnaden an, wie ich recht ſe⸗ lig ſterben kann.- 2. Mein Gott! ich weiß nicht, wann ich ſterbe, kein augenblick geht ſicher hin. Wie bald zerbricht doch eine ſcherbe! Die blumen muͤßen bald verbluͤhe'n. Drum ma⸗ che du mich ſters bereit hier in der zeit zur ewigkeit. 3. Mein Gott! ich weiß nicht, wie ich ſterbe, dieweil der tod viel wege haͤlt; dem einen wird das ſcheiden herbe, wann jenes ſanft und ruhig faͤllt. Doch, wie du wilſſt; gieb nur dabey, daß ich wohl zubereitet ſey. 4. Mein Gott! ich weiß nicht, wo ich ſterbe, und wel⸗ cher ſand mein grab bedeckt. Doch wenn ich nur das heil ererbe, daß mich dein wort zum leben weckt; ſo kann dies mir gleichguͤltig ſeyn, ie erd iſt allenthalben dein. 5. Nun, liebſter Vater! wann ich ſterbe, ſo nimm du meinen geiſt zu dir. Denn, bin ich nur dein kind und erbe, und hab ich Jeſum nur bey mir; ſo gilt mirs Aleic,un eht mirs w zmn wo ich A₰ 2558 mein heil, zuverſict, nur ein zaſt, ſehr der ſtind 2. J4* ſchwerereiſ liſch parad rechtes bote ein blat hat 3. Iit ke herz ſehr ma wenig kräͤfte ſeele ſchreyt hohl michhe 2 lezten todes⸗ ſchweißmich mach nich; hand und rit 5. Denn he uthen friſch, nen wir abw und ſ ktt, de las ſeya wein vonn. 6. Dein d trank mich 1 ſonſtkane ſar angtgeſchey! bevaßr mch it. 7. De heili dein 55 ſen, zaxeigi Tode l. Wernurdaid 4 Naße d, der baldin inde hit taait Das twig dauen m Drun ſien en an, ni t erden kann. Mein Gott! i ¹, wann ich ſer, uück geztt dald zerrihtdn Zhe! Die hluxan toerblüh'n. dml du mich ſerz he nt zeit zur ewiin. Mein Gonſiht , wie ich ſerde, 2 wird dasſchehne „ d. jenes ſanſt uhe 1 Doch, nide jur dabey, die Kaätet ſeyx. Mein Gatt i wo ich ſtete h and mein guhſ wenn ich krle de, daß nic u leben wect; jmir gleichzll Itd iſt allenzalc Nun, liebſtr ¹ e ich ſeerhe, ſlt zen geiſt uudie dnur dein in 3 hab ich Nün ſo gilt unt 6 1 XXII. Vom Tode. 183 ich ſterbe; 6 6 geht mirs wohl, wann, wie und wo ich ſterben ſoll. 255 O Jeſu Chriſtlmei⸗ 5 ec nes lebens licht, mein heil, mein troſt, mein zuverſicht, auf erden bin ich nur ein gaſt, und druͤckt mich ſehr der fuͤnden laſt. 2. Ich hab' vor mir ein ſchwere reiſ', zu dir ins him⸗ liſch' paradeis, da iſt mein rechtes vaterland, daran du dein blut haſt gewandt. 3. Zur reiſ' iſt mir mein herz ſehr matt, der leib gar wenig kraͤfte hat; allein mein' ſeele ſchreyt in mir; Herr, hohl mich heim, nimm mich zu dir. 4. Drum ſtaͤrk mich durch das leiden dein, in meiner lezten todes⸗pein, dein blut⸗ ſchweiß mich ſtaͤrk und erquick, mach mich frey durch dein band und ſtrick. 5. Dein backenſtreich und ruthen friſch, der fuͤnden ſtrie⸗ men mir abwiſch, dein hohn und ſpott, dein dornen' kron laß ſeyn mein ehre, freud und wonn. 6. Dein durſt und gallen⸗ trank mich lab', wann ich ſonſt keine ſtaͤrkung hab', dein angſtgeſchrey kom mir zu gut, keahr mich vor der hoͤllen glut. 7. Die heilige fuͤnf wunden dein laß mir rechte felslocher ſeyn, darein ich flieh' als eine werden taub', daß mich der hoͤlliſch' feind nicht raub'. 8. Wenn mein mund nicht kann reden frey, dein Geiſt in meinem herzen ſchrey: hilf, daß mein ſeel den him⸗ mel ſind, wann meine augen blind. 9. Dein letztes wort laß ſeyn mein licht, wann mir der tod das herz zerbricht, behuͤ⸗ te mich fuͤr ungeberd, wann ich mein haupt nun neigen werd. 10. Dein kreuz laß ſein mein wanderſtab, mein ruh, und raſt, dein heilig's grab, und die reinen grab⸗tuͤcher dein laß meine ſterbe kleider ſeyn. 11. Laß mich durch deine naͤgelmahl erblicken die gena⸗ denwahl, durch deine aufge⸗ ſpaltne ſeit' mein arme ſeele heim begleit'. 12. Auf deinen abſchied, Herr! ich trau, darauf mein lezte heimfahrt bau, thu mir die himmels⸗thuͤr weit auf, wann ich beſchließ mein's le⸗ bens lauf. 3. Am juͤngſten tag erweck mein'n leib, hilf, daß ich dir zur rechten bleib, daß mich nicht treffe dein gericht, welchs das erſchrecklich ur⸗ theil ſpricht 14 Alredann mein'n leib erneu're ganz, daß er leucht' wie der ſonnen glanz, und aͤhnlich ſey dein'm klaren leib, auch , XXII. Vom Tode. leich den lieben en⸗ geln ble 15. Wie werd ich denn ſo froͤhlich ſeyn, werd ſingen mit den engelein, und mit der auserwaͤhlten ſchaar ewig ſchauen dein antlitz klar. — alet will ich dir 25 6. B geben du arge falſche welt: dein ſuͤnblich boͤſes leben durchaus mir nicht gefaͤllt, im himmel iſt gut wohnen, hinauf ſteht mein begier, da wird Gott ewig lohnen dem, der ihm dient allhier. 2. Rath mir nach deinem herzen, o Jeſu, Gottesſohn! ſoll ich hie dulden ſchmerzen, hilf mir, Herr Chriſt, da⸗ von; verkuͤrz mir alles lei⸗ den, ſtaͤrk meinen bloͤden muth, laß mich ſelig abſchei⸗ den, ſetz mich in dein erbgut. 3. In meines herzens grun⸗ de, dein nam und kreuz al⸗ lein, funkelt all'zeit und ſtun⸗ de, drauf kann ich froͤhlich ſeyn; erſchein mir in dem bilde, zu troſt in meiner noth, wie du, Herr Chriſt, ſo milde, dich haſt geblut't zu todt. 4. Verbirg mein ſeel aus gnaden, in deine off ne ſeit; ruck ſie aus allem ſchaden, zu deiner herrlichkeit. Der iſt wohl hie geweſen, der kommt ins himmelſchloß: der iſt ewig geneſen, der bleibt in deinem ſchooß. ₰ Schreibm 5. G einen mamm A A aufs beſte ins buch des lebens ein: feſte der’r, die im himmel gruͤnen, und vor dir leben ſrey; ſ will ich ewig ruͤhmen, daß dein herz treue ſey. 6 2 5 7 an mein ſtund⸗ .Q 1 2 O lein vorhan⸗ den iſt, und ſoll hinfahr'n me⸗ ne ſtraſſe, ſo g'leit du mich, und bind mein' ſeel gar 4 Herr Jeſu Chriſt, mit huf mich nicht verlaſſe; mein’ ſel an meinem lezten end' befehl ich, Herr, in deine haͤnd', da wirſt ſie wohl bewahren. 2. Mein' fuͤnd' mich wer⸗ den kraͤnken ſehr, mein ge⸗ wiſſen wird mich nagen dann ihr'r ſind viel wie ſand am meer, doch will ich nicht ver⸗ zagen, gedenken will ich an dein'’n tod, Herr Jeſu, deine wunden roth, die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein glied an dei⸗ nem leib, deß troͤſt ich mich von herzen, von dir ich un⸗ geſchieden bleib in todesnoth und ſchmerzen: wen ich gleich ſterb', ſo ſterb' ich dir; ein ewig's leben haſt du mir mit deinem tod erworben. 4. Weil du vom tod erſan⸗ den biſt, werd' ich im grob⸗ nicht bleiben! mein hoͤchſter troſt dein auffahrt iſt, tod's⸗ furcht kann ſie vertreiben. Denn wo du hiſt, da kom lh ins ſchoͤne bundelein anheſtcht ſ genicht; ederlen m hin, daßi und bin; d wit freude 6. So fo Chriſt, me ausſtrecken und ruhe fe kann mich Jeſus Chrie der wird d aufthun, ew gen lebel Mel. Der 2581 zeit nun ga⸗ und der ſtre ausgeſtritten mein ſterb ſvricht; ach ſchweig dann legten bitten. du ſchweig'ſ inn fuͤnden ſeht. 2. Wann n ehr irſten nein hetz beb die uund in di ann des tod ergreifm,ſor ler ſprich: ni du! lelen ei Aut, und mir todes ſcrecke 3. Nictſer wid⸗ ewig rih da erz treut ſo 7 ü ni . lein 9 1Jeſu Chi n e dicht verlaſt u inem lemne err, in dein * ſie wohl kenagn = Mein ſind na ränken ſie, 8 wird mihman ind viel wiſa doch williht *; gedenken ui tod, Her ain roth, dien halten. = Jdhbin ein la id, dej mnt merzen, von w den bleih un — dwerzen: weit an, ſo ſtet it leben hei h an tod erwotzn Deil du von m 3, nap: leiben! nn ein ufi 1 * kann ſee n ¹ wo da bſ d ſſe, ſo plät XXII. Vom Tode. 185 hin, daß ich ſtets bey dir leb' und bin; drum fahr ich hin mit freuden. . So fahr ich hin zu Jeſu Chriſt, mein' arm' thu ich ausſtrecken: ich ſchlafe ein und ruhe fein, kein menſch kann mich aufwecken: denn Jeſus Chriſtus Gottesſohn, der wird die himmels⸗thuͤr aufthun, mich fuͤhr'n zum ew'gen leben. Mel. Der unſre menſchh. 2 8 Wann, Mittler, 5. meine pilger⸗ zeit nun ganz durchlebt iſt, und der ſtreit des glaubens ausgeſtritten; wann kaum mein ſterbend herz mehr ſpricht: ach Jeſu, komme! ſchweig dann nicht zu ſeinen lezten bitten; ach nicht wie du ſchweig'ſt, wann zu ſpaͤt ein fuͤnder um erbarmen fleh't. 2. Wann mich kein freund mehr troͤſten kann, und doch mein herz beb't; ſage dann: die ſuͤnd iſt dir vergeben! ach wann des todesſchrecken mich ßergreifen, ſprich dann, Mitt⸗ ler, ſprich: nicht ſterben ſollſt du! leben! ein wort von dir nur, und mir g'nugt: des todes ſchrecken ſind beſiegt. 3. Nicht ſey mir dann dein angeſicht wie's miſſethaͤtern iſt, gericht; erbarmen! nicht verderben! nicht ſterben laß mich, Herr, wie die, die dich verwarfen, die ſich nie berei⸗ teten 6 ſterben! was iſt ſo furchtbar als der tod, der ewige verwerfung droh't? 4. Ach ſterben, ſterben wird den tod, der ewige verwerſung droh't, wer, Herr, dein heil nicht achtet; wer nicht in dei⸗ nem blute rein ſich waͤſcht, ſich weigert dein zu ſeyn, unglau⸗ big dich verachtet; ach den er⸗ greift der tod, der tod, der lewige verwerfung droh't. 5. Er drohe! Jeſu, der iſt frey, wer dir geweiht iſt dir getreu, ihm iſt er keine ſtra⸗ fe. Gelohet ſey der Herr, mein licht in jener nacht; ſie ſchreckt mich nicht; mir wird der tod zum ſchlafe. Es iſt ein finſtrer weg; doch mir ein weg zum leben und zu dir. 6. Gelobet ſey der Herr, mein ſchild, der mich mit freudigkeit erfuͤllt, mit freu⸗ digkeit zu ſterben! ich glaub an ihn und bin gewiß, er fuͤhrt mich aus der finſter⸗ niß zu ſeiner freuden erben! o welchen jubel ſtimm ich dann dem todesuͤberwinder an. 6 7. Gieb deinen frommen, Jeſu, kraft, den ſchwerſten ſchritt der pilgerſchaft mit freudigkeit zu enden! ſprich zu den frommen ſeelen: ich bin euer Heyland! freu't euch! ſprich: ich will euch nun vol⸗ lenden! erquicke ſie, und nach dem ——ͤ—— —————— 18⁵ XXII. Vom Tode. dem ſtreit erhoͤhe ſie zur ſe⸗ ligkeit. Was ſorgſt du 259. W aͤngſtlich fuͤr dein leben? es Gott gelaſſen uͤbergeben, iſt wahre ruh und deine pflicht. Du ſollſt es lieben, weißlich nuͤtzen, es dankbar, als ein gluͤck, be⸗ ſitzen, verlieren, als ver⸗ lor'ſt du's nicht. 2. Der tod ſoll dich nicht traurig ſchrecken; doch dich zur weisheit zu erwecken, ſoll er dir ſtets vor augen ſeyn. Er ſoll den wunſch zu leben mindern, doch dich in deiner pflicht nicht hindern, viel⸗ mehr dir kraft dazu verleih'n. 3. Ermatteſt du in deinen pflichten: ſo laß den tod dich untereichten: wie wenig dei⸗ ner tage ſind. Sprich: ſollt ich gutes wohl verſchieben? nein, meine zeit, es auszu⸗ uͤben, iſt kurz, und ſie ver⸗ fliegt geſchwind. 4. Denk an den tod, wann boͤſe triebe, wann luſt der welt und ihre liebe dich rei⸗ zen; und erſticke ſie. Sprich: kann ich nicht noch heute ſter⸗ ben? Und koͤnnt' ich auch die welt ererben, begieng' ich doch ſolch uͤbel nie. 5z Denkan den tod, wann ruhm und ehren, wann dei⸗ ne ſchaͤtze ſich vermehren, daß du ſie nicht ſo heftig lieb'ſt. Denk an die eitelkeit der er⸗ riſſen werden, du dann dich nicht ſo ſehr betruͤb'ſt. 6. Denk an den tod bey fro⸗ hen tagen. Kann deine luſt ſein bild vertragen: ſo iſt ſie gut und unſchuldsvoll. Sprich, dein vergnuͤgen zu verfuͤſſen: welch gluͤck werd ich erſt dort genieſſen, wo ich unendlich leben ſoll. 7. Denk an den tod, wann deinem leben das fehlt, wor⸗ nach die reichen ſrreben; ſprich: bin ich hier, um reich zu ſeyn? heil mir! wann ich in Chriſto ſterbe, dann iſt ein unbeflecktes erbe, dann iſt des himmels reichthum mein. 8. Denk an den tod, wann leiden kommen; ſprich: alle truͤbſal eines frommen iſt zeitlich und im glauben leicht. Ich leide; doch von allem bo⸗ ſen wird mich der tod bald, bald erloͤſen; er iſt's, der mir die krone reicht. 9. Denk an den tod, wann freche rotten des glaubens und der tugend ſpotten, und laſter golz ihr haupt erhoͤh'n. Sprich bey dir ſelbſt: Gott traͤgt die frechen: doch end⸗ lich kommt er, ſich zu raͤchen⸗ und ploͤtzlich werden ſie ver⸗ gehn. 10. Denk an den tod zur zeit der ſchrecken, wann pfeie Gottes in dir ſtecken: da eufſt und er autwort t icht. Sprich: den, daß, wann ſie dir ent Sprich ſollt haſſen? err richt verlaſf mir ſein ang 1I. So ͤllen den te zuſtellen; ſo zitternd ſche dir ein troſt weiſer fteun ein ſchild i mel. Wer 260,2 ende? ſig kommt der: ſchwinde un kommez me nein Goft, meinem ende 2, E kanl Anders werde ſtühen worge itl tuf zi ih in ſieter nein Gott, Eriti blut, nanen ende 3. hetr, nein end' ann cheinn e ſel nge meine buß en, und ja 4 u mic ſusſejelen ih für urd iſch i alen Czendlich ſeben venehi mm leben das at, 8 die teichn aun unt heil mn 1 erinn, rnde 2 ſecktes erht, w 8 mmit richut Denka ndent mr 1— nt —al eines ſmn 2 ch und inglane eide; dochmate — vird mich deu d erlöſen; etitoh rone reicht. De enk ande ihh n da a der tugend ern „ r folz tz ihr haunt d 3 Ehn die ſtechen. dhden te, ſit k nid nm P5 datmun tecken, u 2 4 un di d t3 4 und tun XXII. Vom Tode. Sprich: ſollte Gott mich ewig haſſen? er wird mich ſterbend nicht verlaſſen„dann zeigt er nit fein daugeſcht. So ſuche dir in allen fäͤllen den tod oft lebhaft vor⸗ zuſtellen; ſo wirſt du ihn nicht zitternd ſcheu' n; ſo wird er dir ein troſt in klagen, ein weiſer freund in guten tagen, ein ſchild in der verſuchung ſeyn. Mel. Wer nur den lieben 260. Wer weiß, wie nahe mir mein ende? hingeht die zeit, her⸗ kommt der tod: ach wie ge⸗ ſchwinde und behende kann kommen meine todesnoth! mein Gott, ich bitt' durch Chriſti blut, machs nur mit meinem ende gut 2. Es kann vor nacht leicht anders werden, als es am fruͤhen morgen war, dieweil ich leb' auf dieſer erden, leb' ich in ſteter tods⸗gefahr; mein Gott, ich bitt' durch Chriſti blut, machs nur mit meinem en de gut. 3. Herr, lehr' mich ſtets mein end' bedenken, und wann ich einmal ſterben muß, die ſeel in Jeſu wunden ſen⸗ ken, und ja nicht ſparen meine buß. M. ein Gott ꝛc. 4. Laß mich bey zeit mein haus bakken daß ich bereit ſey fuͤr und fuͤr, und ſage friſch in allen faͤllen: Herr, wie du willſt, ſo ſchick's mit mir! mein Gott ee. s. Mach mir ſtets zucker⸗ ſuͤß den himmel, und gallen⸗ bitter dieſe welt: gieb, daß mir in dem welt⸗ getummel die ewigkeit ſey vorgeſtellt. Mein Gott ꝛc. 6. Ach Vater, deck all' meine ſuͤnden mit dem ver⸗ dienſte Jeſu zu, darein ich mich feſt glaubig winde, das giebt mir recht erwuͤnſchte ruh. Mein Gott ꝛc. 7. Ich weiß, in Jeſu blut und wunden hab ich mir recht und wohl geber't, da find ich troſt in todes ⸗ſtunden, und alles was ich gerne haͤtt'. Mein Gott ꝛc. 8. Nichts iſt, das mich von Jeſu ſcheide, nichts, es ſey leben oder tod: ich leg' die haͤnd in ſeine ſeite, und ſage: mein Herr und mein Gott! Mein Gott ꝛc. 9. Ich habe Jeſum ange⸗ ogen ſchon laͤngit in meiner heil'gen kauf, du biſt mir auch daher gewogen, haſt mich zum kind genommen auf. Mein Gott ze. 10. Ich habe Jeſu leib ge⸗ geſſen, ſein blut Shb⸗ ich ge⸗ trunken hier: nun kann er meiner nicht vergeſſen, ich Mein Gott ꝛc.. 11. Nun komm' mein end' heut oder morgen, ich weiß, daß 187 bleib in ihm, und er in mir. —44— —-——— ———— 188. Xxll. Vom Tode. daß mir's mit Jeſu gluͤckt, ich bin und bleib in deinen ſor⸗ gen, mit Jeſu blut ſchoͤn aus⸗ geſchmuckt. Mein Gott ꝛc. 12. Ich leb in Jeſu wohl vergnuͤget, und ſterb' ohn alle kummerniß: mir g'nu⸗ get, wie es mein Gott fuͤget, ich glaub und weiß es ganz geniß. Mein Gott, ich bitt“ durch Chriſti blut, mach's nur mit meinem ende gut. Mel. Ermuntre dich, m. ie ungewiß iſt, 26 I. W Herr, das ziel der wallfahrt auf der erde! ob ich noch wenig oder viel an tagen zaͤhlen werde, das weiß ich nicht: du weiſts allein. Ich kann vielleicht der naͤchſte ſeyn, vom abgekuͤrzten leben ein beyſpiel abzugeben. 2. Bin ich erbaut aus beſ⸗ ſerm zeug, als and're, die an jahren und munterkeit mir voͤllig gleich, des tobes beute waren? wie manchem ſtarrte ſchnell das herz, eh' weder krankheit oder ſchmerz, ihm, als des todesboten, ſein na⸗ hes ende droh'ten. 3. Wann ich die Gottes⸗ aͤcker ſeh', und alles koͤnnte le⸗ ſen, was der, auf deſſen grab ich geh', in ſeinem ſinn gewe⸗ ſen, und was bey ihm die todesnacht fuͤr hoffnungen zu nichts gemacht: ſo wuͤrd ich oft mit ſchrecken mein eigen herz entdecken. geſtellt, wie, wo, un 4. Mein Gott, befreye mich vom dunſt der irdiſchen beſchwerden, und lehre mich die groſſe kunſt, bey graͤbern klug zu werden. Nur der iſt weiſe, der bedenkt, wie viel von ſeinem tod abhaͤngt, und der dazu in zeiten ſem herz ſucht zu bereiten. 5. Erinn're mich ans gro⸗ ſeziel, dazu du mich geſchaf⸗ fen, damit ich mich nie in das ſpiel der weltluſt mag vergaf⸗ fen. Und ſleh't dein auge, daß mein ſchritt noch nicht den rechten weg betritt, ſo woll'ſt du, Herr; in zeiten auf ſolchen weg mich leiten. 6. Daß ich mich vor der kal⸗ ten hand des todes nicht ent⸗ faͤrbe; ſo mache mich mit ihm bekannt, vorher noch eh ich ſterde. Laß mir ſein bild vor augen ſeyn, damit ich lerne ſuͤnden ſcheu'n, die das ge⸗ wiſſen ſchrecken, und todes⸗ furcht erwecken. 7. Gieb, daß ich dich mit frohem muth, als meinen Bott betrachte, hingegen freunde, gluck und gutnicht als mein eigen achte, ſo wird/ wann mich die zeit wegnimt, die du zum abſchied mir be⸗ ſtimmt, nichts, was mit hier verliehen, mein herz zu⸗ ruͤcke ziehen. 8. Dir ſey es gaͤnzlich heim⸗ d wann ich ſcheide. Wer unter deinen flügenn — — ageln fällt, 1 1 XXII. allem leide. daß ich wohl! gen werde i alzu ſchwere die vernunſt. 9. Laßmie ſichkeit nit blicken„ und dunkelheit m erquicken. D nach voltzrac geiſt aus dieſe einſtim nich neugebauter Mel. Dein eeit! wieeile feit! wie we 8⸗ dieſtand pon ie ſchwagth mund! 2. Daz leb in traun, ei hher waſierſche henblick es bait ſigt beſtht, disſs täclich —, Wlll mhel. Auf, Ch du lelſt,chn awitſt mr, werſoriche 1 duſt geben. lunt not in ſalt name Tode. — Wan 1 5 )vom unſt den werden, und ſroſſe kunſt, d9 iu Re n. d deiſe, der han von ſeinen a t er dazn in e um ſſuchtzu betene Enn tenica tl, uant damit tic miänen lder weltiitne k n ſeßt da un ſtnt nt imauen deg hen lſt du, Henzug den weg nichlän .Daß ich wichte 1 1 des ndes i4 d'e; ſo mache win⸗ unnt, vorher na de. Laß wir ſit 1 en ſeyn, damta den ſcheun, dſ ſen ſchrecken, wh ht erwecken. 1 Gieb, di tn hem muth, d 4 betrac d8 me t litn nn mi d nta fda zum eöſhi irt, ngn ſeene ke zithen. „Dir ey ezu ellt, wie d/ 9,0 1 ſzeide Bem XXIII. Von der auferſtehung der Todten. 189 ,, luͤgeln faͤllt, wird frey von allem leide. Doch wuͤnſch ich, daß ich w vohl geſchickt von hin⸗ nen werde weggeruͤckt„ und allzu ſchweres koͤmpfen nicht dier vernu anft ma gdampfen. 9. Laß mich auf Jeſu herr⸗ lichkeit mit froher hoffnung blicken, und mitten in der dunkelheit mich ſein verdienſt erquicken. Dann nic. Herr, nach vollbrachtem lauf, den geiſt aus! ieſer huͤt tte auf, die einſt im reich der deinen wird neugebaut erſcheinen. Mel. Dein ſind wir daß ie fleucht da 4 262. W der menſch zeit! wie eilet man zur b9 keit, wie wenig denken an ie ſtund von herzens grund! 1 wie ſchweigt hievon der traͤge mund! 2. Das leben iſt gleichwie ein traum, ein nichtes wer⸗ ther waſſ ſerſchaum, im au⸗ genbli ck es bald vergeht, und nicht beſteht, gleichwie ihr 3. Nur du, Jehova, bleibeſt mir das, was du biſt, ich lrane dir, laß berg und huͤ⸗ gel fallen hin, mir iſt gewinn, wann ich allein bey Jeſu bin. 4. So lang ich in der huͤtte wohn', ey lehre mich, o Got⸗ tes Sohn! gieb, daß ich zaͤhle meine tag⸗„und munter wach, laß eh' ich ſterbe, ſterben mag. Was hilft die welt in leüer noth? luſt, ehr and reichthum in dem tod? o menſch, du lauf'ſt dem ſchat⸗ ten zu, bedenk es nu, du komm'ſt ſonſt nicht zur wah⸗ ren ruh. 6. Weg eitelkeit, der nar⸗ ren luſt, mir iſt das hoͤchſte gut bewußt, das ſuch ich nur, das bleibet mir, o mein be⸗ gier, Herr Jeſu, zeuch mein herz nach dir. 7. Was wird das ſeyn, wann ich dich ſeh und bald vor deinem throne ſteh! du unterdeſſen lehre mich, daß ſtetig dch mit klugem herzen dieſes taͤglich ſeh t. ſuche di XXIII. Von der Auferſtehung der Todten. mmel. S, Chriſtenmenſch. 2. Hier geh ich oftmals 263 Heir⸗ duc ei. Du lebſt ich werd auch leben. Du wirſt mir, was dein wort verſpricht„ unſterblichkeit einſt geben. Pein junger kommt nicht ins gericht: dies ſtaͤrket meine zuverſicht. weinend hin, den ſaamen auszuſtregen: dort wird der herrlichſte gewinn der erndte mich erfreuen. Ich leide, und verzage nacht denn du biſt meine zuverſicht. 3. Hier trag ich Ddeins ſanfte laſt. — 5—.— 3 ——————õÿ ————.———— 8 3 empfinden, den groſſen troſt, 190 XXIII. Von der Auferſtehung der Todten. — laſt. Wie gros iſt meine wuͤr⸗ de! jedoch die welt, die ſie nicht ſaßt, nennt's faͤlſchlich ſchwere burde. Einſt trift den ſpoͤtter dein gericht, und dann ſiegt meine zuverſicht. „Sink immerhin, mein leib, in ſtaub! Gott wird dich neu beleben. Hier werd ich nur des todes raub; dort werd ich ewig leben. Wie ſtark iſt dieſes troſt's gewicht! wie ſicher meine zuverſicht! 5. Herr, dieſen ſegen dank ich dir. Mich aus der gruft zu heben, gieng'ſt du aus deinem grab herfuͤr. Du lebſt, und ich ſoll leben. Ich glaub es dir, und zweifle nicht; dein wort iſt meine zuverſicht. 6. In dieſem glauben ſtaͤr⸗ ke mich. Laß mich den troſt daß ich durch dich den tod kann uͤberwinden. Grab und verweſung ſchreckt mich nicht; denn du bleibſt meine zuver⸗ ſicht. 26- Teſus meine zuver⸗ 4. J ſicht, und mein Heiland iſt im leben: dieſes weiß ich, ſollt ich nicht dar⸗ um mich zufrieden geben? Was die lange todesnacht mir auch fuͤr gedanken macht. 2. Jeſus, er mein Heiland, lebt, ich werd auch das leben ſchauen; ſeyn, wo mein Erloͤ⸗ ſer ſchhebt, warum follte mir haupt ſein glied, welches es nicht nach ſich zieh't? 3. Ich bin durch der hoff⸗ nung band zu genau mit ihm verbunden; meine ſtaerke glau⸗ 1* 8 1 5 1 AS bens⸗hand wird in ihn gelegt befunden; daß mich auch kein AASA Aa„MAiA odes bann ewig von ihm wird er mich erwecken aus der erden, daß ich in der herrlichkeit um ihn ſeyn mog allezeit. 5. Dann wird eben dieſe haut mich umgeben, wie ich glaͤube; Gott wird werden angeſchaut dann von mir in dieſem leibe, und in dieſem fleiſch werd ich Jeſum ſehen ewiglich. M 6. Dieſer meiner augen licht wird ihn, meinen Hei⸗ land, kennen; ich, ich ſelbſt⸗ kein fremder nicht, werd in ſeiner liebe brennen: nur die ſchwachheit um und an wird von mir ſeyn abgethan. 7. Was hie kraͤnket, ſeufft zu aſche und fleh't wird dort friſ und herrlich gehen: irrdiſ werd ic ausgeſä't, himm⸗ geh ich natuͤrlich ein; nagh⸗ mals werd ich geiſtlich ſeyn. g8. Seyd getroſt und hoch erfreut, Jeſus traͤgt euch/mei⸗ denn grauen? laͤſſet auch ein b ne glieder! gebt nicht 3 liſch werd ich auferſtehen, hir gligh, un tatt der trau XXII. — traurigkeit tus ruft ell die leit tre die auch d 8 9. el alop 5 Houe durch dieluſt zugeſellen:d heit und zerd eurem fuß. 10. Nr erhebt von d erden; Ind jezt ergeſt, fügt wolltwe herze da ſine vunſch't zu mel. was 26543 fich werd auf erd ich in; dic, Gött, ſehen. Dann ohert, darch etilitetftar Hlied auſgeno tuhe, lſtund 2. Ja . Ja, H. dHh eanſ ſeran 1 erlöſung: die fofen kann und genefung hin hit nanda 33. Der dud dus, 6. 3c weiß chung det dh ach ſch ſcht Ich him 1 1 dand zu genden undenznämrit shand dirdie den; dai nite es bann edig aneſt kann. 4. Ich din ſeſtu der auch anale tden; das eint id er wich unt terden, dß a rrlichkeit umizeg zzelt. 5. Dann wid i at mich ungea ube; Get wan geſchaut dan me eſem leibe, unu iſch werd ich diu aglich. 6. Dieſet wennt hi wird ihn, na ud, kennen; iti in fremder nic, iner liebebrenanen dwachheit un mi nwir ſeyt aſin „. Waz hiektütt d fieft nihu aad hertlich zin jerd id aligetn, ſc werd it unnt dd ich natiniü uls werd ih ni 4 g. Sen Ferai⸗ Srftrut, Jelän ge glieder g 6 1 XXIII. Von der Auferſtehung der Todten. 191 traurigkeit, ſterbt ihr, Chri⸗ us ruft euch wieder; wann die lezt' trompet' erklingt, die auch durch die graͤber dringt. 9. Lacht der finſtern erden⸗ gruft, lacht des todes und der hoͤllen; venn ihr ſollt euch durch die luft eurem Heyland zugeſellen: dan wird ſchwach⸗ heit und verdruß liegen unter eurem fuß. 10. Nur daß ihr den geiſt erhebt von den luͤſten dieſer erden; und euch dem ſchon jezt ergebt, dem ihr beyge⸗ fuͤgt wollt werden: ſchickt das herze da hinein, wo ihr ewig wuͤnſch't zu ſeyn. Mel. Was Gott thut, d. 26 ch freue mich der ).⸗J frohen zeit, da ich werd auferſtehen: dann werd ich in der herrlichkeit dich, Gott, mein Heiland, ſehen. Dann werd auch ich, o Herr, durch dich, ins reich verklaͤrter frommen, als mit⸗ glied aufgenommen. 2. Ja, Herr, du fuͤhrſt ſte einſt heran, die ſtunde der erloͤſung: die ſtunde, da ich hoffen kann troſt, freyheit und geneſung; da, engeln gleich, im himmelreich mich ruhe, luſt und leben in ewig⸗ keit umgeben. 3. Der du die auferſtehung biſt! du biſts, an den ich glaͤu⸗ be. Ich weiß, daß ich durch dich, Herr Chriſt, im tode nicht verbleibe. Und dein ge⸗ richt wird mich dann nicht mit truͤbſal, angſt und ſchrecken, ſo wie die heuchler, decken. 4. Ich hoffe dann, mit freu⸗ digkeit vor dir, mein haupt zu ſtehen, und mit dirin die herrlichkeit frohlockend ein⸗ zugehen. O hilf mir doch aus gnaden noch, zum gluͤck der ewigkeiten mich wuͤrdig zu bereiten. Mel. Es iſt das heil un⸗ d WBein Heilan 266. M fe2, und hat die macht des todes ganz be⸗ zwungen, und ſiegreich aus des grabes nacht zu Gott ſich aufgeſchwungen. Er iſt mein haupt; ſein ſieg iſt mein. Sein ſoll mein ganzes leben ſeyn, und ihm will ich auch ſterben. 2. Nicht ewig wird, wer dein wort haͤlt, den tod, o Je⸗ ſu, ſchauen. Das iſt's, was mich zufrieden ſtellt, ſelbſt bey der graͤber grauen. Ich bin getroſt und unverzagt, weil du den deinen zugeſagt: ich leb', und ihr ſollt leben. 3. Wird gleich mein leib des todes raub; er wird doch wieder leben, und einſt aus der verweſung ſtaub ſich neu gebild't erheben, wann du, o groſſer Lebensfuͤrſt! nun dei⸗ nen todten rufen wirſt, zum leben aufzuwachen. 4. Heyland, ſtehen! dann nimſt du mich mit ehren an; laͤßt in dein reich mich gehen. Fort⸗ hin von keiner laſt beſchwert, 3 k n leib und ſeele ganz ver⸗ laͤrt, leb ich bey dir dañ ewig. 5. O welch ein ſelig's theil iſt mir in jener welt bereitet! der freuden fuͤlle iſt bey dir. Von dir, o Herr, geleitet, werd ich in deinem himmel⸗ reich, unſterblich, deinen en⸗ 9 9 eln g enleſ ell. 6. Denn, wo du biſt, da ſol⸗ leich, vollkomm'ne luſt en len die, die dir hier folgen, leben, und ewig frey von ſchmerz und muͤh, von ſeligen umgeben, genieſſen deiner herrlichkeit. O was ſind lei⸗ * den dieſer zeit, Herr, gegen jene freuden! 7. Laß die zukuͤnft'ge herr⸗ lichkeit mir ſtets vor augen ſchweben; und oft in dieſer pruͤfungszeit, mein herz da⸗ hin erheben, wo kei ne ſchwach⸗ heit uns mehr druͤckt, wo wir, der ſterblichkeit entruͤckt, froh⸗ lockend vor dir wandeln. 8. Erwecke mich dadurch zum fleiß, der tugend nach⸗ zuſtreben, und als dein juͤn⸗ ger, dir zum preis, nach dei⸗ nem wort zu leben. Und fuhl ich hier noih ſchmerz: ſotroͤſte ſelbſt damit noch noth und mein herz: es kommt ein beß res leben. Mel. Jeſu meines lebens 267 Noch bin ich den * gaſt, o erde Gott mehr't meiner tag zahl, daß ich reif zum him⸗ mel werde, pruͤft er mich laͤßt mir die wahl, boͤſes oda gut's zu waͤhlen. Doch, neh ich viel jahre zaͤhlen? Ode, ruft ein naher tod mich banger ſterbensnoth? 2. Herr, du weiſt's, du hat die tage meines lebenslaußt gezaͤhlt. Ihre freuden, ihn plage ſah' dein auge, das nie fehlt, fruͤher noch, als du auf erden mich ließ'ſt eine pilgrimm werden. Da ſchon ſchrieb'ſt du meinen tod auf dein buch, o weiſer Gott. 3. Einſt, wenn es dein wille fordert, wird mein e⸗ ger leib zu ſtaub, und das feu'r, das in mir lodent, welken, wird mein leben auch wird des kalten todes raub. So wie fruͤhlings⸗blumen verwelken: kraft und odem nehmen ab, und den leich⸗ nam nimmt das grab. 4. Nimm ihn hin zu dei⸗ nem ſtaube, grab, verwand⸗ le ihn in erd'. Dennoch tii⸗ umphirt mein glaube; denn mein leib wird einſt verklart. Des verweſten koͤrpers truͤm⸗ mer bleiben warlich nicht aul immer der vermodyrung ſchnoͤder raub. Neu beſeit wird einſt mein ſtaub. 4 192 XXIII. Von der Auferſtehung der Todten.;xlll 4. Wie froh und herrlich werd ich dann vor dir, mein —— z. Durch wort: es t Herr, in m * 4 eben; niht — — — — 3— — — — ſchmuckſt en kraͤften; und ſterblichk dann defreyt 6. Hoͤt, b —— S= nah. Den de zwungen, ha errungen. 4 der ſterblichke uür ewigkeit. funde, Jeſu! farb'ſt, und, dn⸗hunde en trwarb ſt. Lat gab nicht ſche nehr mih de denn naq tee auf nimnft himmel alf. Wel. wer n Lheu Jeſu mennſg 97. Nn 2r wehrt rann. , daß ic rij a Jwerdt, wi mir dievahl, 2 d zu wiͤlen. d viel jire ühgt, ktein mher uh I ger ſierbenttoſſ „Her⸗,duniß 1 tage meineste e idlt. Ihrtſand tze ſah deir ennd nt, fräßer nhi „ erden nih rimm verden dud, unt .. Einſt, ne le ſordert, unr leid zu ſiud, er, das n ue d des kalte w wie ſtühſie ken, wid tit welken: kiu —— iner un noder taub. 1 d eini not — s. Durch dein ſchoͤpf'riſch wort: es werde, rufſt du Herr, in mein gehein neues leben; nicht mehr erde wird alsdann mein koͤrper ſeyn. Zu den himmliſchen geſchaͤf⸗ ten ſchmuͤckſt du ihn mit neu⸗ en kraͤften; und von ſchmerz und ſterblichkeit wird er ewig dann befreyt. 6. Hoͤr, o ſeele, einſt mit freuden jenen ruf: das grab iſt da; denn das ende deiner leiden iſt mit ihm zugleich dir nah. Der, der deinen tod be⸗ zwungen, hat das leben dir errungen. Durch den weg der ſterblichkeit fuͤhrt er dich zur ewigkeit. 7. Staͤrke mich auf dieſe ſtunde, Jeſu! der du fuͤr mich ſtarb'ſt, und an Gottes gna⸗ en⸗bunde ewig antheil mir erwarb'ſt. Laß mich tod und grab nicht ſcheuen; laß viel⸗ mehr mich darauf freuen. Denn nach treu vollbrachtem lauf nimmſt du mich zum himmel auf. Mel. Wer nur den lieben 8 O Warum erbebſt 268. W du, meine ſee⸗ le, bey dem gedanken an das grab? an einſtſ te ſinkt hinab. Sie ſchuf der n allmacht wink aus ſtaub, drum nicht dich umſchließt elne hole, nur deine huͤt⸗ wird ſie der verweſung raub. 2. Du, zur unſterblichkeit XXIII. Von der Auferſtehung der Todten. 193 zu Gottes licht, und ſchauſt den urſprung aller weſen von angeſicht zu angeſicht; bewun⸗ derſt deines Gottes macht in jener welten bau und pracht. 3. Dann, ſeele, wirſt du das verſtehen, was hier kein weiſer munderklaͤrt, was hier vollkommen einzuſehen, des wiſſens trieb umſonſt begehrt. Dann taͤuſcht dich wahn und irrthum nicht, und ſelbſt die finſterniß wird licht. 4. Dann wirſt du den, ach! den erblicken, den hier allein der glaube ſieht, den, der dich ewig zu begluͤcken, ein fluch gemacht, am kreuz verſchied. Dann jauchze, daß kein wahn, kein ſpott dich hier getrennt von deinem Gott. 5. Wenn nun der tag des Herrn erſcheinet, verlaͤßt dein leib der graͤber ruh. Zum zweytenmal mit dir vereinet, wird er unſterblich, ſo wie du. O ſeele, zittre laͤnger nicht, daß deiner huͤtte bau zerbricht. Mel. Jeſus meine zuverſ. elig, Jeſu! ſind 269. S die nun ſchon im friedenvollen grabe von des lebens arbeit ruͤh'n, und ſich deiner groͤſten gabe, eines ew'gen lebens freu'n. Moͤch⸗ ten wir es auch ſchon ſeyn. 2. Doch du willſt's, wir le⸗ ben noch muͤhſam hier in pil⸗ erleſen, ſchwingſt dich empor gerhuͤtten. Alle trugen einſt J des X nee kraft, wo dich flieheh/ſü thenſchafti ſiehen? wan dich erblict gerichte drüͤck ſie verſtumme 6. Und wa deinen uan m te zieket; u 194 XXIV. Von dem juͤngſten Gerichte. dies joch, die des lebens kron nuͤtzen, und beym ſchluß der erſtritten. Endlich aber fuͤhrt pilgrimſchaft wolleſt du uns der tod uns auch ſo, wie ſie, unterſtuͤtzen, laß auf dich uns zu Gott! freudig ſchau'n, dein begeh⸗ 3. Du, du ſelber lebteſt hier ren, dir vertrau'n. pormals auch in pilgerhuͤt: 6. Daß wir dein ſind, nicht ten. Noch unendlich mehr als der welt, daß du uns wirſt auf⸗ wir, haſt du, goͤttlicher, gelit⸗ erwecken, dieſe kraft der beſ⸗ ten. Standhaft laß im kampf ſern welt laß uns, wenn wit mich ſtehn, ſtets auf dich, vol⸗ ſterben, ſchmecken! fͤß uns lender, ſehn. ſiezt den muth ſchon ein, in wohl zu thun⸗ a. Was iſt dieſe lebenszeit? dem tod getroſt zu ſeyn. nelfubest, ach nur eine kurze ſtunde, ge⸗ 7. Und wann wir vom rilig oflban gen jene ewigkeit. Aber an kampfplatz nun zu den todten macht und 9 der kurzen ſtunde hangt(dies Gottes gehen, wellſt du meht danen züteg praͤge tief uns ein) ew'ge noch an uns thun, als wit„. Dußm wonn' und ew'ge pein. bitten und verſtehen. Auch PpſuEhrl. 5. Gieb uns weisheit, gieb fuͤr unſre todesnacht riefſt du ſir ichegzn uns kraft, dieſe ſtunde wohl zu einſt: Es iſt vollbracht! ich du auch biſ .— en ſehen. We XXIV. Von dem juͤngſten Gerichte. auuie —. 1 ure Mel. Es iſt das heil 3. Wann vor dir die natur zuche meine dann bebt, und unter deinen fuͤſſen, ſich alles, was dit widerſtrebt, wird voͤllig beu⸗ gen muͤſſen, wann alle engel vor dir ſtehn, dann werden aller augen ſehn, wie hoch 27 O. Er kommt, er komt L zum weltgericht, der Heyland, den wir ehren. O weigert euch, erloͤſte! nicht, jezt auf ſein wort zu hoͤren. Wer hier nicht ſeine ſtimme §. Daz ich en mag ſol 2n, Hghland ſen tg nit ſ ſcweben. Er nich zu weih hoͤrt, und ſie nicht mit ge⸗ horſam ehrt, wird nicht vor ihm beſtehen. 2. Herr, laß mich deiner majeſtaͤt mit wahrer freude dienen! wie herrlich dich dein Gott erhoͤht, iſt zwar noch nicht erſchienen. Doch, wa uns hier verborgen war, das wird dereinſt uns offenbar, wann du wirſt wiederkomen. 6 Jeſu Chriſt! daß du dich Gort erhoben. 4. Wann dann, o Herk, auf dein geheiß die todten wieder leben! dein feind mit furcht, dein freund mit prei⸗ ſich aus dem grab etheben; die auf⸗ Erſtehung biſt. mit leugnen koͤnnen? ei⸗ 5. Man ſpottet dann wer wird dann noch, Heit na frechhei dienſte treu eiſe teuz iih u vrlen AI. 1 uhr dim V Am,, kom 3 vieder. nne zukunſt lar ſerg 4 Ahernieder giien Geite —— den, udnſd zeimſchaft nlnd terſüten, dhan udig ſtaun, 1, dir vatman 6. Daß dirdenſ welt daßduun vecken, di tg in melt leßunt n erden, ſmecn jt den muth ia. m tod getrotgſ 7. Und umg impfplatnun wi Jottes gehen i voch an uns —=— —— zuͤn gſten da 3. Wanntuni e ann bett, unm Züſen, ſc u rdiderſträt, nit zen müſen, ua r or dir ſen, a ſ. zuͤller 9 6 ſich Gott ekhen 4 Wann dar auf dein gih 3 witder läen i — furct der iu 5 ſic aus dn 2(wer nid due — Jeſu dhrit,d ¹ erſtehung tr e bugmatimn h 3 3 1 1232* Mah hie — XXIV. Von dem juͤngſten Gerichte. 195 ner kraft, wann du, die hier dich fliehen, fuͤr ihre ſchuld zur rechenſchaft mit majeſtaͤt wirſt ziehen? wann nun ihr auge dich erblickt, und ſie dein ſtraf⸗ gerichte druͤckt, dann werden ſie verſtummen. 6. Und wann du dann die deinen nun mit preis und eh⸗ re ziereſt; und ihnen ewig wohl zu thun, ſie zu dem him⸗ mel fuͤhreſt, dann, Herr, wird voͤllig offenbar, daß dein die macht und gnade war, die deinen zu begluͤcken. 2. O laß mich dann, Herr Jeſu Chriſt! mit freuden vor dir ſtehen; und dir, ſo herr⸗ lich du auch biſt, getroſt entge⸗ en ſehen. Wann deiner fein⸗ e rotte zagt, von reu und angſt und furcht geplagt, dan jauchze meine ſeele. §. Daß ich dies gluͤck erle⸗ ben mag; ſo laß in dieſem le⸗ ben, v Heyland! deinen groſ⸗ ſen tag mir ſtets vor augen chweben. Er reize mich, dir mich zu weihn, in deinem dienſte treu zu ſeyn, und nie dich zu verleugnen. 1 g U r Jer unſre menſch⸗ 27 1.D heit an ſich nahm, als er uns zu verſoͤh⸗ nen kam, kommt einſt zu rich⸗ ten wieder. Nicht fern iſt ſeiner zukunft zeit! in aller ſeiner herrlichkeit ſteigt Jeſus dann hernieder. Vernimm's, owelt, und beß're dich! der tag des ſchreckens nahet ſich. 2. Warum verzeucht er? fragt der ſpott; wo bleibt der fuͤndenraͤcher, Gott? hoͤrt's, fuͤnder, hoͤrt's wir beben leuch, die ihr frech ihm widerſtreb't, und in der bosheit ſicher leb't, zur beßrung friſt zu geben. Doch bald iſt euer maaß er⸗ fullt; bald kommt der richter und vergilt. 3. Dann oͤffnet um euch her ſich weit der abgrund jener ewigkeit mit allen ſeinen ſchrecken! Dann wird euch,. wann der richter droh't, nicht berg, noch meer, nicht grab und tod vor ſeinem zorne de⸗ cken: Denn nun nicht mehr erbarmt er ſich: und ſein ge⸗ richt iſt fuͤrchterlich. 4. Wann furchbar ſeiner donnerſchall und toͤnender po⸗ ſaunenſchall der erde grund erſchuͤttern, und ploͤtzlich nun der bau der welt wankt, kra⸗ chend ſtuͤrzt, in truͤmmern faͤllt, wann ſelbſt die himmel zittern, und vor den richter hingeruͤckt, der ſpoͤtter glau⸗ bet und erſchrickt §. Dann iſt nicht mehr zur buſſe zeit; wo werdet ihr barmherzigkeit und gnad und rettung finden! die ihr der ſuͤnden maaß noch haͤuft, fuͤhlt, eh' euch dieſer tag er⸗ greiftdie laſten eurer ſuͤnden! daß ihr nicht ſelbſt euch einſt J 2 ver⸗ 196 XXIV. Von dem juͤngſten Gerichte. verflucht, und in verzweiflung lind'rung ſucht. 6. Mein herz erſchrickt! es bebt in mir mein innerſtes, o Gott, vor dir! ich bin ein miſ⸗ ſethaͤter. Begnadige, wann dein gericht auch mir mein ewig urtheil ſpricht, mich, Herr, den ubertreter. Du, der die ſuͤnder nicht verſtoͤßt, du Jeſu, haſt auch mich erloͤſt. 7. Tag Gottes! tag der ewigkeit! du predigſt uns den werth der zeit laut mit des donners ſtimme. Reizt men. ſchen, nicht durch eure ſchuld den Gott der langmuth und geduld, daß er nicht ſchnell er⸗ grimme. Denn ſchrecklich wird der ſuͤnder pein, und groß der frommen wonne ſeyn. In voriger Hlodee * erhoͤh'ter Jeſu 2 4 2. E Gottes Sohn! der du ſchon laͤngſt der himmel thron als herrſcher eingenom⸗ men, du wirſt dereinft zu rech⸗ ter zeit, in groſſer kraft und herrlichkeit, vom himmel wiederkommen. Gieb, daß auf lichten wolken einſt mit —— die ſich vor dir, Herr, beugen! dann ſieh't die welt die ma⸗ jeſtaͤt, dazu dich Gott, dein Gott erhoͤht. 3. Dann toͤnt d des grab mit allmachtsvoller kraft hinab; und ſchaßft ein neues leben. Auf deinen wink muß erd und meer das groſe unzaͤhlbare heer der tod⸗ bich in der hheilan däner 2738 .. ein ruf inje⸗ wandelt/ ſein! händen nimm hier gehandelt kommt des m er kommt, u ten wieder geben. Sie ſtehn durch dich Herr, neu beſeelt, 4. Du ſammleſt ſie vor der nem thron, um jedem denbe⸗ ſtimmten lohn nach ſeiner that zu geben. Dann tiiſt den boͤſen ſchmach und pein, den frommen aber führ'ſt d ein in das verheiß'ne leben, Wer leugnet dann noch, Jeſu Chriſt! daß du der erden richter biſt?. 5. O gieb, wann nun dein tag erſcheint, daß ich in die dann noch den freund um Heyland wieder finde; daß ic mit freuden vor dir ſteh Und mit dir in den himmel geh ganz frey vom fluchund funde Laß mich im glauben wacket ſeyn, und auch die kleinſte unde ſcheu'n. 6. dien name ſey mir ewig werth! und was dein wor von mir begehrt, das lah mig treulich uͤben. Niemalds ee⸗ muͤde hier mein geiſt, dih den ſchon jezt der himel yrei 4 jeben; aus aller kraft zu lie hut 2 eu beſeelt, nichten nun alle auf und keiner ſehlt. unter ein thron, d a. Hier al twigkeit, gier nen, die ſit derzeit, aufdie ten, nur de dekannt, unz⸗ neer der ſand tor dem richte z. Hier m. nahn der velt liegen. die wage nde ſiegen nicht mehr dicht mehr bet⸗ legilt keit ſal 4. Der riht umel ſchwei 5 hären e leſgele tit das rih ct er u aar. De 7⁸ 5 24 4 ſicht ne A* 1 ſl ſe — 7 ——— ——— —ꝗ — — — ½ — — — — ¼ — — — —— — — 8— — — — 8 XXIV. Vom dem fängſten Gerichte. 197 d 7 hab ich in der ewigkeit auch theil an deiner herrlichkeit. 273. Schon iſt der tag nann von Gott b ten ſtimmt, da, wer auf aden 1g wandelt, ſein loosaus Gottes 5 haͤnden nimmt, nachdem er hier gehandelt. S koußt,e kommt des menſchen Sohn Sohn um. un ſie ur tät, da ad ztt erhäht 13. wi grad mit nüa hhe vſe umat een er kommt, und wolken ſind ic dic he⸗ fein thron, der erdenkreis zu V n le umt ri hien. 9 Hier an dem rand der 4. Du ſanriin ewigkelt, hier ſtehn die millio m thton, wi nen, die ſeit dem eeen o maten laßr uſ der zeit, auf dieſer erden woh⸗ at zu ghn n nen, nur dem allwiſſenden mn doͤſen b bekannt, unzaͤhlbar, wie am un ſtonmnche meer der ſand; hier ſtehn ſie n in daz 2 vor dem ri richter. Felagu 911 oͤter bſ t, der ue 9 d 1 5. Oglt ut reche ie wage eer 25 iierſcen dit ne funde ſtegen. Heraf 31 3 ſinn buſſe nicht me hr friſt, hi zalenrunn nicht mehr betrug ünd Iin: jit freude Trert hiergilt! kein falt ſcher zeuge. = att dem aig 4. Der richter ſpricht, der azen hinmel ſchweigt, und alle völker hoͤren er wartungsvo oll und tiefgebeugt: Kommt, erbt das reich der ehren! ſo fericht er zu der frommen haar. Doch die, die wider⸗ rerth 3 penſtig war, heißt er nun von e uratäun— ſich wei ichen. reulih iln, 3. O Herr! mit welcher nide lnen majeſtaͤt: wirſt du das urtheil den ſtor un fällen 1 d je fuͤnder, die dich R aus aller ler inl — hier verſchmaͤh't, gehn dann gewiß zur hoͤllen. Hier trift ſie unausforſchte pein. Wer wird dan noch ihr retter ſeyn? ihr warten iſt verlohren. 6. Sie, die gerechten, leuch⸗ ten dann ſo, wie der glanz am himmel. Du ſelbſt nimmſt ſie zu ehren an. Owelch ein froh getuͤmmel! Nun ſeh'n ſie mit erſtauntem blick, daß glaub und lieb das hoͤchſte gluͤck aus Gottes gnad ererben. 7. Sie gehn nun in das ſel'ge reich, das Gott fuͤr ſie bereitet, und ſehn auf ewig, engeln gleich, ihr w ohlſeyn ausgebreitet. Das kuͤckwerk wird voleum menhefn kein kummer, keine traurigkeit ſäört ihre ew'ge freude. 8. 9 Mei n Heyland, laß mich dein g gericht oft und mit ernſt bedenken; es ſtaͤrke meine zu⸗ verſicht„ wann mich die lei⸗ den kraͤnken. Es reize mich gewi ſſenhaft, und eingedenk der rechenſchaft, nach deinem wort zu wandeln. mel. Straf mich michdin 2 err, ich bin dein 274. H eigent hum: dein iſt auch mein leben! mir zum heil und dir zum ruhm, haſt du mir's gegeben! vaͤter⸗ lich fuͤhrſt du mich auf des lebens weégen meinem ziel entgegen. 2. Bald kommſt du mit gro⸗ ſer Iraftaun gericht auf erden: 33 dann 198 XXIV. Von dem jaͤngſten Berichte. dann ſoll ich zur rechenſchaft dargeſtellet werden. Dein gericht ſchonet nicht, richter aller welten! denn du willſt vergelten. 3. Weh' dann mir in ewig⸗ keit, wann ich deine gabe, mein kraͤfte meine zeit hier gemißbraucht habe! weh⸗ dann mir, hab ich hier dein geſchenk verſchwendet, und nicht angewendet! 4. Moͤchte taͤglich dein ge⸗ richt mir vor augen ſchweben! moͤchte ich mich ſtets meiner pflicht treu zu ſeyn, beſtre⸗ ben! daß ich nie thyoͤricht ſie auſſer augen ſetzte noch mit fleiß verletzte.. 5. Lehre mich gewiſſenhaft meine tage zaͤhlen! jeden ſchritt der rechenſchaft mich mit vorſicht waͤhlen! gieb, daß ich ernſtlich mich jeden tag, auch heute, auf ſie zube⸗ reite. 6. Zeigt ſich erſt die ewigkeit furchtbar in der naͤhe, o dann iſt es nicht mehr zeit, daß um gnad ich flehe! wann der tod mir ſchon droht, kann ich deinen willen, Herr, nicht mehr erfuͤllen. 1 7. Mein gewiſſen ſtrafe mich gleich fur jede ſuͤnde, Mittler, daß ich bald durch dich gnade ſuch und finde! rufe du dann mir zu: alles iſt vergeben! ſuͤnder du ſollſt leben! — 8. Dann erſcheine zum ge⸗ richt! ich darf zu dir baͤten, mich verſtoͤßt dein Vater nicht du wirſt mich vertreten! ewig dein werd ich ſeyn, und mich, dich zu lieben, ewig, ewig 34 üben. Uel. Beſiehl du deine Ich denk an dein 27 5. J gerichte, du rich⸗ ter aller welt, der thor nennte ein gedichte, das ſchwachen nur gefaͤllt! mich ſoll ſein wahn nicht ſtoͤren, weil mih dein goͤttlich licht und men gewiſſen lehren, du halie einſt gericht. 2. Ich hoͤre die poſaunen, Herr, im geiſte ſchon; ich ſehe mit erſtaulnen dich auf dem richterthron, um den die hai l'ge menge erhab'ner engel ſteht. Welch herrliches ge⸗ praͤnge! welch hohe maſeſtät 3. Umſonſt ſucht nun der fuͤnder, vor deiner macht iu fliehn. Herr, alle menſchen⸗ kinder wirſt du zur rechnung ziehn. Du rufſt⸗ und ſie ei ſcheinen vor deinem richter⸗ thron. Den fuͤndern und den deinen gieb'ſt du gereh⸗ ten lohn. 4. Frohlockend ſehn die frommen dein goͤttlich ange⸗ ſicht. Schon hie dem fluch ent⸗ nommen, zagt ihre ſeele nicht Nun triumphirt ihr hoffen; erloͤſt von aller muͤh, thaſ 1 5 XXV.Se — 1 den himmel herr, ſegne 5 Wit ben, die hit höhn't, und lich leben de woͤhnt. D knechten ihn pein; urdf ten zu deinel 6. Lat,J mir ſtetz p und druͤkt mein gewiſe XXV. 276 ſes ſſeiſch w was da lebet, oll es ander dieſer lech der dann er and dudergriſen. dan froumen 2. Dum —— — = —— — —— — == ——. —— —— —— — — — — —— —— — — — — —= S — — — — — —Cù — — —— — 3. Jälusiſ dan, ünh ein 9, e1 .. Duneſe eeſch die t ich dufup an Heerr, ſegneſt S ralern d 9 gedicte, n r gefälte ai ahn nicht ftmht iin gonlih itt wiſſen lahtn, nſt dui b 2. Jd hiredn derr, im zſt n 1 dtfunn 1 ude rin 4 Tiehn. Dune atheinen vor du A hron. banan dnn gh en lo 1— 4. rrüets Jronnen 5. ict. Studi ommen/ unti — ddun runu —rs vonal im — — — XXV. V Von der Ewigk. oder dem ewigen Leben. 199 den himmel offen, und du, laß mich fromm wandeln, ſie. und hier zu aller zeit, ſo, 5. Wie angſtvoll aber be⸗ wie ein weiſer handeln, der ben, die hier dein wort ver⸗ hoͤhn't, und durch ein fleiſch⸗ lich leben das eitle herz ver⸗ woͤhnt. Du giebſt der ſuͤnde knechten ihr theil in ew' ger pein; und füͤhreſt die gerech⸗ ten Lzu deiner freude ein. 6. Laß, Jeſu, dein gerichte mir ſtets vor augen ſeyn, und druͤcke ſein gewichte in mein gewiſſen ein! vor dir ſeinen richter ſcheut. 7. Iſt dann dein tag vor⸗ handen; wird dieſe welt ver⸗ geh n. ſo hoff ich nicht mit ſchanden vor deinem thron zu ſtehn. Du ſtellſt mich dann zur rechten„ von aller ſchuld befreyt; fuͤhr'ſt mich mit deinen knechten in dei⸗ ne herrlichkeit. Von der Ewigkeit oder dem ewigen Leben. XXV. 6 9 lemenſ ſchen muͤſ⸗ 27. 1 ſen rben, gl⸗ les fleiſch venzeh. wie heu, was da lebet, mt uß verderben, ſoll es anders werden neu; dieſer leib der muß verweſen, wann er anders ſoll geneſen zu de er groſe nh herrlichkeit, die den frommen iſt bereit. 2. Drum ſo will ich dieſes leben, weil es meinem Gott beliebt, gern und will lig von mir geben, bin daruͤber nicht betruͤbt: denn in meines J Je⸗ ſu wunden hab ich nun erlsͤ⸗ ſung funden, und mein troſt in todesnoth iſt des Herren Jeſu tod. Jeſus iſt fuͤr mich geſtor⸗ i hen, und ſein tod iſt mein ge⸗ winn, er hat mir das heil er⸗ worben, drum fahr ich mit freuden hin, hin aus dieſem weltgetuͤmmel, in des groſen Gottes himmel, da ich werde allezeit ſchauen die Dreyei⸗ nigrei 4. Da wird ſeyn das freu⸗ den leben, da viel tauſend ſee⸗ len ſchon ſin ad mit himmels glanz umgeben, dienen Gott vor ſeinem thron, da die ſera⸗ phinen prangen, und das ho⸗ Helüed anfan ngen: Heilig, hei⸗ lig, heilig heißt Gott der Vater Sohn und Geiſt. 5. Da die patriarchen woh⸗ nen, die propheten allzumal, wo auf ihren ſhren⸗ sthronen ſitzet die gezwoͤlfte zahl, wo in ſo viel tauſend jahren alle fromme hingefahren, da wir, unſerm Gott zu ehren, ewig Halleluja hoͤren. J 4 6. 6. O Jeruſalem, du ſchoͤne, ach wie helle glaͤnzeſt du, ach wie lieblich lobgethoͤne hoͤrt man da in ſanfter ruh! o der groſſen freud und wonne! jetzund gehet auf die ſonne! jetzo gehet an der tag, der kein ende nehmen mag. 7. Ach ich habe ſchon erbli⸗ cket alle dieſe herrlichkeit, jetzo werd ich ſchoͤn geſchmuͤcket mit dem weiſſen himmels⸗kleid und der guͤld'nen ehren⸗kro⸗ ne, ſtehe da vor Gottes thro⸗ ne, ſchaue ſolche freude an, die ich nicht beſchreiben kann. 8. Hier will ich nun ewig wohnen, liebſtes herz, zu gu⸗ ter nacht, eure treu wird Gott belohnen, die ihr habt an mir verbracht; liebſte kinder und verwandten, ſchwaͤger, nach⸗ barn und bekannten, lebet wohl zu guter nacht. Gott ſey lob, es iſt vollbracht. Mel. Wann mein ſtuͤndl. 2— Ein pilgrim bin ich 7 7 L in der welt, und kurz ſind meine tage. So manche noth, die mich befaͤllt, reizt mich hier noch zur klage. Doch, Vater! deine ewigkeit verſuͤßt mir meine pilgrims⸗ zeit, und ſtaͤrkt mich ſelbſt im leiden. 2. Jezt, da die ſuͤnde mich noch druͤckt, ſeufzt meine ban⸗ ge ſeele. Wie bald iſt nicht mein herz beruͤckt! wer merkt, wie oft es fehle? Doch einſt b lichkeit, die alles uberſteiget. 200 XXV.Von der Ewigk. oder dem ewigen Leben, — werd ich vollkommen rein, ganz heilig und ganz ſelig ſeyn. Dies troͤſtet meine ſeele. 3. Vor meinen augen wal deln die, die dich, o Jeſß „. Jeſu ſchmaͤhen: ihr freches herz be⸗ thoͤret ſie, daß ſie dein hei nicht ſehen. Einſt bebt der ſpoͤtter heer vor dir; wann du als richter kommſt, und wit frohlockend dich erheben. 4. Jn ſtiller nacht wein ich oft, Herr, hinauf zu deine hoͤhe. Mein ſchwaches herz ſeufz't freudenleer, wannich den morgen ſehe. Ein hlich gen himmel troͤſtet mich, und meine thraͤnen ſtillen ſich einſ ganz in jenem leben. 5. Wann mich der zukunſt ſchickſal ſchreckt, die noth der fernen tage; wann ſie in mir die ſorg erweckt, ob ich ſe auch ertrage; ſo mildert mir die ewigkeit das kurze elend dieſer zeit, daß nicht mein herz verzage. 6. Wann einſt, der ſezt von ferne draͤut, der tod mir naͤher winket; wann nach der arbeit dieſer zeit, mein haupt zum ſchlummer ſinket: ſo ſterb' ich froh; die lwigeit zeigt mir des himmels herr⸗ — 7. Herr, dieſen troſt, det mich erfreut, vermayr in mel⸗ ne ewigkeit bey meiner wal⸗ g p fahrt xXW. fohrt ſchmel neinem ſes einſ meinl theil, wan wache. mel. we 5ℳ( 278. feden Gött wann er ſi banden, na einſt entreißt wehr ſo einge auf erden leb *. die h he kommm/ alle die! in aufgenomme dieſes lebzns, ſer aſt, dieſſe wig nunihr 3. Wiem tͤſten, o ſe denheit auch Kſgien, nac deüfungsſeit. tihnen ofe ſens deinefuh 4. da ſchw fagen, da de dgeſang, ſ geſtandnen p. felepeiz und 8 ſel er Her ha nacht. u Forthin, lden, kein nem herzen. Mich ſtaͤrke dei⸗ ſin c cachheit me⸗ ſeu zaltem 3 pt fteudenſer, morgen ſſe ¹ himmeltnſen ne thrnen ſi D hin jenem la 1.u 1 J fi ſchrect un Iin tage; vnie — ſorg errec,9 — ertrage; ſot — wigkeit dai r aet zeit, d 1” al verzage. Wann Ki — ferne nhe 1 mrir winket; dand am it dieſer jet n 31 ſaunm Ej' ichf ftoh; n ztmit der ſan eit„AMdi Herr, di d ſun mn erf ,n an herzen. R a digkeit h n Miin ſc ena XXV. Von der Ewigk. oder dem ewigen Leben. 201 fahri ſchmerzen. Sie ſey in meinem krod' mein heil und einſt mein laͤngſt gewuͤnſchtes theil, wann ich vom tod er⸗ wache. Mel. Werannr den ncen iſt noch eine ru 278. E vorhanden fuͤr jeden Gott ergeb'nen geiſt, wann er ſich dieſes koͤrpers banden, nach Gottes willen einſt entreißt, und nun nicht mehr ſo eingeſchraͤnkt, als hier auf erden lebt und denkt. 2. Die, Herr, zu dieſer ru⸗ he kon umen, wie ſelig ſind doch lle die! in deinen himmel aufgenommen, ruh'n ſie von dieſes lebens muß. Nachal⸗ ler laſt, die ſie gedruͤckt, wird Atig nun ihr herz erquis ct. Wie muͤtter ihre kin troͤſten, ſo ſegnet mit zuf frie⸗ denheit auch deine gnade die erloͤſten„ nach uͤber ſtan 1 D Rer pruͤfungszeit. Du ſelbſt ma⸗ ch'ſt ihnen offenbar! wie nut ſtets deine fuͤhrung war. 4. Da ſchweigen alle ihre klagen, da brin igt mit frohem lobgeſang, ſe lbſt fuͤr die aus⸗ geſtand'nen plagen dir ihre ſeele preis und dank. Nun jauchzen ſie! es iſt vollbracht! der heern hat alles wohl ge⸗ macht. 5. Forthin erwartet ſie kein leiden, kein ſchmerz und keine ſchwachheit mehr. Gott fuͤhrt ſie zu vollkomm nen freuden, und kroͤnet ſie mit preis und ehr. O unausſprechlich ſuͤſſe ruh! wie herrlich, Hoͤchſter, ſegneſt du 6. Wer kann hier deine gna⸗ de faſſen? du willſt den, der dich redlich liebt, nicht ewig in der unruh laſſen, die dieſes leben noch umgiebt. O mach auch mich hier in der zeit ge⸗ ſchickt zu dieſer ewigkeit. 7. Mein Heyland, der du ſelbſt auf erden der leiden joch getragen haſt! will ich des le⸗ bens muͤde werden, und fuͤhl' ich dieſer tage laſt: ſo ſtaͤrke maͤchtig meinen geiſt, daß er dem un dmuth ſich entreißt. 8. Gieb, daß in hoffnung jener ruhe„ die Gottes volk verheiſſen iſt ich gern des Va⸗ rters willen thue, wie du dar⸗ nn mein fuͤrbild biſt; ſo erndt' ich von der laſt der zeit einſt voͤllige zufriedenheit. Mel. Kommt asreuch den err, ich zaͤhle tag 4 79 H und ſtunden, und der jahre ſchnellenlauf. Achlwo ſind ſie hin verſchwun⸗ den? hoͤrt doch alles bey uns auf: geht doch alles endlich ein, doch es ſoll jezt alſo ſeyn, nach dem wandel hier auf er⸗ den, da werd ich erſt ewig werden. 2. Gott du urſprung aller dinge, der du wareſt, da nichts war: unſer alter iſt geringe: aber du leb'ſt alle jahr. Ewig J 5 wird 202 XXV. Von der Ewigk. oder dem ewigen Leben. wird dein reich beſteh'n, ewig dein befehl ergeh'n, und wan alles ſollte ſchweigen, werdens hoͤll und himmel zeugen. 3. Wohl demnach, uns, deinen freunden, wann wir werden ewig ruh'n; aber weh' auch deinen feinden, die beſtaͤndig boͤſes thun! Ihre wohlverdiente pein die wird unaufhoͤrlich ſeyn: und ſie werden alle muͤſſen ihre thor⸗ heit ewig buͤſſen. 4. Denkt ihr menſchen an die laͤnge, die niemand aus⸗ denken kann. Gebet acht auf eure gaͤnge, ſtellet alles chriſt⸗ lich an; denn in einem klei⸗ nen nu geht die gnadenthuͤre zu. Und darnach iſt nichts zu hoffen; jezt nur ſteht der himmel offen. 5. O wie wohl iſt uns ge⸗ ſchehen, daß ein chriſt das wiſſen kann. Eh' wir jene welt noch ſehen, hat es Gott uns kund gethan. Ihm ſey dank in dieſer zeit! ihm ſey dank in ewigkeit! ewig ſoll mein herz ihn ehren? ewig ſeinen ruhm vermehren. ¶Mein ganzer geiſt, 280.2 Gott, wird entzuͤckt, wann er nach jenem himmelblickt, den du fuͤr uns bereitet! wo deine milde va⸗ terhand aus neuen wundern wird erkannt, die du daſelbſt verbreitet. Maͤchtig fuͤhl ich mich erhoben, dich zu loben, mich will erheben. dieſer zeit, Herr, gegen jene auf erden zwar viel wunder deiner guͤte dar, zum froͤhli⸗ chen empfinden. Dort nur iſt vollkomm'nes leben. 3. Kein tod iſt da mehr und kein grab. Dort wiſcheſt du die thraͤnen ab von deiner kin⸗ der wangen. Da iſt kein leid mehr, kein geſchrey, denn du, ſind dort von gerechten Got⸗ tesknechten keine plagen mehr zur pruͤfung zu ertragen. 4. In unſers Gottes heilig⸗ thum ſchallt ſeines namens hoher ruhm von lauter fro⸗ hen zungen. Hier ſtrahlt die herrlichkeit des Herrn; hier ſchaut man ſie nicht mehr von ſungen. Voͤllig giebt ſich den erloͤſten, ſich zu troͤſten; der zu kennen, den ſie hier ſchon Vater nennen. 1 5. Vor ſeinem antlitz wan⸗ deln ſie, auf ewig frey von aller muͤh, und ſchmecken ſeine guͤte. Hier ſtoͤrt den frieden ihrer bruſt, und ihre tauſend⸗ fache luſt kein feindliches ge⸗ d muͤthe. fern; hier wird ſie ganz be⸗ der zum leben, das dort iſt, 2. Was ſind die freuden herrlichkeit, die dort bey dir zu finden? du ſtellſt uns hier den er Doch hier ſind wir bey den freuden noch mit leiden ſtets umgeben. o Herr machſt alles neu; das alte iſt vergangen. Hinfort IN — müthe. K. hemmt hie unter ſeele nicht mihr 6. Gött! dort betein die ich hier ich drobenn welt deme deine liebe Herr, alede werd ich f ſelbtmit en yflegen. O let ſeget. 7. Wiit hchſten Sot lieht? go g. in jenen him werd ich die Chriſt! ſymet als dubiſt, a ſehen. Dar on den ſreu ſteiden, die ten freunden belt, die Go borbehält! t ſterweben. Ar heriſiht ſitt auch mir nnt auch ere färig dargach lben auf der dort dein ere nel. wer BI. N emenet u — — — Kenn thia — grab. dun = hraͤnen h inh ſ dort von gntt A neckten käneit d prüfung an „In unſetsGete an ſchalt ſentn Anr ruhn waer unza harit A lichkeit da hn ut wan ſenchn —; hier widi ir. Nllzu ¹ hen, ſch un uner, daß er nennel. Vor 55 ſie, al dad 5 1 undſcr — hud ebeu„undihe i ſint = eutt kan muͤthe. Kein neid, kein ſtreit hemmt die triebe reiner liebe unter ſeelen, die hinfuͤhro nicht mehr fehlen. 6. Gott! welche ſchaar iſt dort vereint: die frommen, die ich hier beweint, die find ich droben wieder. Dort ſam⸗ melt deine Vaterhand, die deine liebe hier verband, Herr, alle deine glieder. Ewig werd ich frey von maͤngeln ſelbſt mit engeln freundſchaft pflegen. O ein umgang vol⸗ ler ſegen. 7. Wo iſt mein freund des hoͤchſten Sohn, der mich ge⸗ liebt? wo glaͤnzt ſein thron? in jenen himmelshoͤhen. Da werd ich dich, Herr Jeſu Chriſt! ſo menſchenfreundlich, als du biſt, auch mit entzuͤcken ſehen. Da wird, mein hirt! von den freuden nichts mich ſcheiden, die du droben dei⸗ nen freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich iſt die neue welt, die Gott den frommen vorbehaͤlt! kein menſch kann ſie erwerben. O Jeſu! Herr der herrlichkeit! du haſt die ſtaͤtt auch mir bereit, hilf ſie mir auch ererben. Laß mich eifrig darnach ſtreben, und ſo leben auf der erde, daß ich dort dein erbe werde. Mel. Wer nur den lieben ach einer pruͤ⸗ 28 I. N fung kurzer ta⸗ ge erwartet uns die ewigkeit. Dort, dort verwandelt ſich die klage in goͤttliche zufrie⸗ denheit. Hier uͤbt die tugend ihren fleiß; und jene welt reicht ihr den preiß. 2. Wahr iſt's, der fromme ſchmeckt auf erden ſchon man⸗ chen ſel'gen augenblick, doch alle freuden, die ihm werden, ſind ihm ein unvollkomm'nes gluͤck. Er bleibt ein menſch, und ſeine ruh nimmt in der ſeelen ab und zu. 3. Bald ſtoͤren ihn des koͤr⸗ pers ſchmerzen, bald das ge⸗ raͤuſche dieſer welt; bald kaͤmpft in ſeinem eignen her⸗ zen ein feind, der oͤft'rer ſiegt, als faͤllt: bald ſinkt er durch des naͤchſten ſchuld in kummer und in ungeduld. 4. Hier, wo die tugend oͤf⸗ ters leidet, das laſter oͤfters gluͤcklich iſt, wo man den gluͤcklichen beneidet, und des bekuͤmmerten vergißt; hier kann der menſch nie frey von pein, nie frey von eigner ſchwachheit ſeyn. 5. Hier ſuch ich's nur, dort werd ich's finden, dort werd ich heilig und verklaͤrt, der tu⸗ gend ganzen werth empfin⸗ den, den unausſprechlich gro⸗ ſen werth; den Gott der liebe werd ich ſehn, ihn lieben, ewig ihn erhoͤh'n. 6. Da wird der vorſicht hei⸗ bger wille mein will und mei⸗ ne wohlfahrt ſeyn; und lieb⸗ J 6 lich 204 XXV. Von der Ewigk. oder dem ewigen Leben. lich weſen, heil die fuͤlle, am throne Gottes mich erfreu'n. Dann laͤßt gewinn ſtets auf gewinn mich fuͤhlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im licht erkennen, was ich auf erden dunkel ſah; das wunderbar und heilig nennen, was un⸗ erforſchlich hier geſchah; da denkt mein geiſt, mit preis und dank, die ſchickung im zu⸗ ſammenhang. 8. Da werd ich zu dem thro⸗ ne dringen, wo Gott mein heil ſich offenbahrt! ein hei⸗ lig, heilig, heilig, ſingen dem Lamme, das erwuͤr⸗ et ward! und cherubim und ſeraphim und alle himmel jauchzen ihim. 9. Da werd ich in der engel ſchaaren mich ihnen gleich und heilig ſehn, das nie geſtoͤrte gluͤckerfahren, mit frommen ſtets fromm umzugehn; da wird durch jeden augenblick ihr heil mein heil, mein gluͤck ihr gluͤck. 10. Da werd ich dem den dank bezahlen, der Gottes weg mich gehen hieß, und ihn zu millionen malen noch ſeg⸗ nen, daß er mir ihn wies; da find ich in des hoͤchſten hand den freund, den ich auf erden fand.— 11. Da ruft, o moͤchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein ſel'ger zu: Heil ſey dir: denn du haſt mein leben, die ſeele, mir gerettet; du o Gott wie muß dies gluͤck erfreuen, der retter einer ſeele ſeyn! 12. Was ſeyd ihr leiden die⸗ ſer erden doch gegen jene herr⸗ lichkeit, die offenbahrt an uns ſoll werden, von ewigkeit zu ewigkeit? wie nichts, wie gar nichts gegen ſie, iſt doch ein augenblick voll muͤh! Mel. Alle menſchen muͤſſen 282 O wie unaus⸗ . ſprechlich ſelig werden wir im himmel ſeyn! da, da erndten wir unzaͤhlig unſers glaubens fruͤchte ein. Da wird ohne leid und zaͤh⸗ ren, unſer leben ewig waͤhren. Gott! zu welcher ſeligkeit fuͤhr'ſt du uns durch dieſe zeit. 2. Hier iſt zwar, was du den frommen dort fuͤr gluͤck berei⸗ tet haſt, noch in keines herz ge⸗ kommen. Welcher menſch auf erden faßt deines him⸗ mels groſſe freuden? doch nach dieſes lebens leiden wer⸗ den alle, die dir trau'n, mehr noch, als ſie hoffen, ſchau'n. 3. Neue wunder deiner gü⸗ te werden da ihr gluͤck er⸗ hoͤh'n. Mit erſtaunendem ge⸗ muͤthe wird dann unſer auge ſeh'n, deine huld ſey uͤber⸗ ſchwenglich, und die wohl⸗ fahrt unvergaͤnglich, die dem, der dich redlich liebt, deine va⸗ terhand dort giebt. 4. Dann wirſt du dc un⸗ XXV.I ern ſeelen diſt. Keil ſehlen, de i. Zu? keiten wird lor leiten/W erwarb, 4 uns ſtarb. 5. Datt menge ein! dienſt und ge dir, en reiyen; dir fein leben gegeben.? gröſten freu dann verein 6. Ower nen, aufzel vwo nach au nen ew geg⸗ wo ſich Unſe men, unſer men, Unſre kehrt, de wer ſtärt. 7. Wch iſt tden? cb0 wi gegnſt 4 enblick pol 6 =. 2euh — 2. 9 2 1 hen wir in 8 1 ¹ da erndt nen 63 2 d 4 ens ni — vitd ohte laa junſeltamn =—t! uu utei ſt du unsdat Hier ſtimna er imen ſß 2n af,, nochinkiite amen. Wälei rerden ſeßt du groſſe feah r dieſes leensl Kalle, die de dan /1 ls ſi dofen a Neue wundede n werden N ie a. Mittrtaune ſe rird denee 2 1, deine 5 engic, 1 4 tumninis omita and dort gitt Damn ri .— es ere,— XXV. Von der Ewigk oder dem ewigen Leben. 205 b ſern ſeelen offenbaren, wie du biſt. Keine wonne wird uns fehlen„ da, wo alles wonne iſt. Zu vollkomm'nen ſelig⸗ keiten wird uns dort der Mitt⸗ ler leiten, der uns dieſes gluck erwarb, als am kreuz er fuͤr uns ſtarb. 5. Da wird deiner fromen menge ein herz, eine ſeele ſeyn, dienſt und dank und lobgeſaͤn⸗ ge dir, erhabner Gott, zu reih n; dir und dem, der ſelbſt ſein leben willig fuͤr uns hin⸗ gegeben. Mit ihm, unſerm groͤſten freund ſind wir ewig dann vereint. 6. O wer ſollte ſich nicht ſeh⸗ nen, aufgeloͤſt und da zu ſeyn, wo nach ausgeweinten thraͤ⸗ nen ewge guͤter uns erfreu'n; wo ſich unſer kampf in pal⸗ men, unſer klagelied in pfal⸗ men, unſre angſt in luſt ver⸗ kehrt, die forthin kein kum⸗ mer ſtoͤrt. 7. Was iſt unſer loos auf erden? ob's auch noch ſo koͤſt⸗ lich ſey, iſt' 3doch nie ganz von von beſchwerden ,„ ſorgen, furcht und kummer frey. Schnell folgt hier auf luſt oft weinen: dort nur wird die zeit erſchei⸗ nen, wo kein weehſel 8 uns beugt, wo das gluͤck be⸗ ſtaͤndig ſteigt. 8. Sey, o ſeele, hoch er⸗ freuet uͤber das erhab'ne gluͤck, das dir einſt dein Gott verleihet! richte deines glau⸗ bens blick oft nach jener ſtadt der frommen, mit dem ernſt, dahin zu kommen. Trachte, weil du hier noch biſt, nur nach dem, was dben iſt. 9. Ohne heiligung wird kei⸗ ner, Herr in deinen himmel gehn; o ſo mache immer rei⸗ ner hier mein herz, dich einſt zu ſehn! hilf du ſelber meiner ſeele, daß ſie nicht den weg verfehle, der mich ſicher dahin kringt„wo man ewig dir lob⸗ ingt. d„ ꝗ2„ 206 I. Von der Buſſe und Bekehrung. AAARN:KAARAKN: KA KAKn:KAnt Zweyte Abtheilung. Lieder uͤber die chriſtlichen Lebens⸗Pflichten. I. Von der Buſſe und Bekehrung. Nllein zu dir, Herr 283.A Jeſu Chriſt! mein'’ hoffnung ſteht auf er⸗ den; ich weiß, daß du mein troͤſter biſt, kein troſt mag mir ſonſt werden. Von anbeginn iſt nichts erkohr'n, auf erden ward kein menſch gebor'n, der mir aus noͤthen helfen kann, dich ruf ich an, zu dem ich mein vertrauen han. 2. Mein⸗fuͤnd' ſind ſchwer und uͤbergroß und reuen mich von herzen; derſelben mach' mich quitt und los, durch dei⸗ nen tod und ſchmerzen; und zeig mich deinem Vater an, daß du haſt g'nug fuͤr mich ge⸗ than; ſo werd ich auitt der ſuͤnden laſt, Herr! halt mir feſt, weß du dich mir chen haſt. 3. Gieb mir nach dein'r barmherzigkeit den wahren chriſten⸗glauben, auf daß ich deine ſuͤſſigkeit moͤg' inniglich anſchauen. Fuͤr allen dingen lieben dich, und meinen naͤch⸗ verſpro⸗ ten end dein huͤlf mir ſend; damit behend des teufels liſt ſich von mir wend. 4. Ehr ſey Gott in dem hoͤchſten thron, dem Vater al⸗ ler guͤte; und Jeſu Chriſt, ſein'm lieben Sohn, der uns allzeit behüte; und Gott dem heiligen Geiſte, der uns ſein huͤlf allzeit leiſte: damit wir ihm gefaͤllig ſeyn, hier in die⸗ ſerzeit, und dort hernach in ewigkeit. Ach Gott und 284. Herr! wie gros und ſchwer ſind mein began⸗ g'ne ſuͤnden; da iſt niemand der helfen kann, in dieſer welt zu finden. 2. Lief ich gleich weit, zu dieſer zeit, bis an der welt ihr ende; und wollt los ſeyn des kreuzes mein, wuͤrd ich doch ſolch's nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, verſtoß mich nicht, wie ichs wol hab verdienet. Ach Gott! zurn ſten gleich als mich; am lez⸗ nicht; geh nicht ins g'richt; ct; geh nicht ins gic 1 1. 2 —— dir Sohu t Solt ſa nſund ein uſmn gen müſen; ſ undſchone dort jie bohl hüſen „Gieb, H wirqied dee ſc ein ghorſam mich nur nicht ſciht, wein verccherzen. 6. Handle m dirkädit, dur wilichs laiden nurgich, dorte dirſen hiſhe 3 nicbncht in n d ditn —1000, heilungſ n 4 4 =ns⸗Pſich — nd Veläüng A end dein ſin Siit behend 8 pon mir vea Ehr ſey gii A er mmn 3un und M mlieden Elhan iit behüte, u — ige Geiſte, n aallzei lite d z gefällig ſen i und dene — zkeit. —4. I r ſcwer ſad ne ſunden; dit i iniran 1 — ner s r n zit, ia Jnde; udn kreuzet nun ſſolch i 8 Zodr iän nict/ n6 wn V 1 h is I. Von der Buſſe und Bekehrung. 207 dein Sohn hat mich verſuͤh⸗ 4. Solls ja ſo ſeyn, daß ſtraf und pein auf ſuͤnden fol⸗ gen muͤſſen; ſo fahr hie fort, und ſchone dort, und laß mich i:m hie wohl buͤſſen. 5. Gieb, Herr! geduld, vergieb die ſchuld, verleih ein g'horſam's herze; laß mich nur nicht, wie's oft ge⸗ ſchicht, mein heil murrend verſcherzen. Handle mit mir wie's dunken dir, durch dein gnad' will ich's leiden; laß mich nur nicht, dort ewiglich, von dir ſeyn abgeſcheiden. Glei chwie ſich fein ein vzgelein in hohlen baum ver⸗ ſtecket, wann's truͤb hergeht, die luft unſtaͤt, menſchen und vieh erſchrecket. 8. Alſo, Hern Chriſt! mein zuflucht iſt die hoͤhle deiner wunden; wenn fuͤnd un id tod mich bracht in noth, hab ich mich drein gefunden. 9. Darinn ich bleib, ob hie der leib und ſeel von einan⸗ der ſche iden; ſo werd ich dort, bey dir mein Hort! ſeyn in ewigen freuden. 10. Ehre ſey nun, Gott Va⸗ ter und Sohn, auch heil'’gem Geiſt zuſammen: zweifle ãuch nicht, weil Chriſtus ſpricht: Wer glaubt, wird ſelig. Amen. Nel. oumf laßr euch 35 g! was hab i 28 5 2 angerichtet, ach! was hab ich doch gethan? Wer iſt, der die ſache ſchlichtet? mein gewiſſen klagt mich anun, ich bin ſelber wider mich; weil ich alſo freventlich mich mit laſterkoth beflecket, und des Hoͤchſten zorn erwecket. 2. Gott ich muß mit zit⸗ tern ſagen, daß ich ſey ein fuͤn⸗ den knecht, jetzo fuͤhl ich dei⸗ ne plagen, aber du, du biſt ge⸗ recht: mein verderbtes fleiſch und blut hat das rechte wah⸗ re gut durch des teufels trieb verachtet, und den luͤſten nachgetrachter Vorhin hab ich mich ge⸗ fran et meiner ſchweren ſuͤn⸗ den laſt, jetzo da mich ſolche reuet, hab ich weder ruh noch raſt. Ach, was mich vorhin ergoͤtzt, hat mich jezt in angſt geſetzt; was vorhin den leib erquicket I, iſt, das jezt die ſee⸗ le druͤcket.. 4. So viel jahr hab ich ge⸗ lauffen den verbott⸗ nen irre⸗ weg; und mit dem verruch⸗ ten haufen ausgeſetzt den gu⸗ ten ſteg, der zur himmels⸗ pforten fuͤhrt; nie, ach! nie hab ich geſpuͤrt eine reue mei⸗ ner fuͤnden, wo ſoll ich nun rettung finden? 5. Gott! ich ſollt gen him⸗ mel ſehen, aber ich ſah' unter mich; wie iſt mir mein Gott! ge⸗ BI 208 I. Von der Buſſe und Belehrung. geſchehen, daß ich ſo verlaſ⸗ ſen dich? ich bin werth, daß mich dein grimm, mit erzoͤrn⸗ ter donnerſtimm, moͤcht in tauſend truͤmmern ſchlagen, ja, zur hoͤllen ewig jagen. 6. Alle freude ſey verfluchet, ſo von ſuͤnden hergeruͤhrt; dieſe zeit, da ich geſuchet, was mir hoͤllen⸗angſt gebiert, was mir Gottes wort verbeut, ſey verflucht in ewigkeit: ewig ſey verſlucht die ſtunde, da ich fuͤnden⸗luſt empfunde. 7.O! wie biſt du ſuͤnde, ſuͤn⸗ de! eine laſt, die felſen ſchwer; an mir ich nichts reines finde, wie kraͤnkt mich doch das ſo ſehr: Gott! dein zorn hat mich erſchreckt? ach! wer iſt, der mich verſteckt? keine krea⸗ tur kann rathen meinen ſchwe⸗ ren miſſethaten. 8. Herr! es ſteht in deinen haͤnden; du alleine hilfſt aus noth, du kannſt meinen kum⸗ mer wenden, du kannſt retten aus dem tod. Es ſteht nur al⸗ lein bey dir; niemand kann ſonſt helfen mir; du kannſt gnaͤdig mich verneuen, und in ewigkeit erfreuen. 9. Ich verdamme ſeel und glieder; ſprich du ſie in gna den los: bittlich fall ich vor dir nieder; nimm du mich in deinen ſchooß. Staͤrk mich, der ich abgeſchwaͤcht, laß ge⸗ nade gehn fuͤr recht; wirſt du ins gerichte gehen, Herr, wer kann vor dir beſtehen? vormals, gehen, den eg 1 10. Deines Sohnes mar⸗ ter zeichen ſtell ich zwiſchen mir und dir; laß mich hiermit gnad erreichen. Seinen tod halt ich dir fuͤr; glaube ſteif und veſtiglich, daß mein Jeſus auch fuͤr mich hat gelitten, iſt geſtorben; ich auch ſoll ſeyn unverdorben. 11. Du haſt uns gewiß ver⸗ heiſſen herzliche barmherzig⸗ keit; dafur ſollen wir dich preiſen; denk an deinen theu⸗ ren eid, der den fuͤndern troſt verſpricht!du willſt ihren tod ja nicht! leben willſt du ihnen ſchenken, wenn ſte ſich nur zu dir lenken. 12. Herr! ſo ſey nun auch erhoͤret, bitt', ich der verlohr⸗ ne ſohn, der zu ſeinem Vater kehret, blicke von des himels thron: ich bring ein zerknirſch⸗ tes herz, voller reue, voller ſchmerz, das nach deiner gna⸗ de trachtet; ſolches haft du nie verachtet. d2. 13. Laß die engel froͤhlich werden, daß ein fuͤnder buſſe thut: weil ich lebe noch auf erden, will ich dies was ſleiſch und blut hat bisher ſo hoch ge⸗ acht, was mich faͤlſchlich ange⸗ lacht, haſſen, fiehen ernſtlich meiden, und mich gaͤnzlich dir vereyden. 14. Wirſt du mir zur ſeiten ſtehen, durch des guten Gei⸗ ſtes kraft; will ich nicht, wie 1. der zur höll kehte mich dich auch ich deinen ben, amel mel. Jeſt 286.1 len⸗ ruh z ganz ume tauſend ſ donner kha tan ſuͤrme iſt erwacht heſchirmen. 2, Achl ner hand, gehen? 8e und land, hen, deine allenthalbel Gott! icht forn vericht 3. Herr dir, wann gen, muäne mir. laß mi Gett lichon das jerkritf mich,Herr, nad und dütn —. Dan heicen — — — — — — —= — — — Z — = — = S* 4 au 1 erdorben, 1. Dazſtußge Zen herzlit— 8 dafür ſelnn Z ian; denken ee — eid, da i 6 a verſorichedana ia nict! loen unſchenken, mun zu dir iin * Herr! ſoſh =tt, bitt, dn in der uſtha u,” GEeunn arich beingenſe — ſer unn r —„ Jurz, daan uuh ſot arderachtt. z. kaß di mii mden, daßänſen 1: weitich lä — t, wilih iäne am llut hatbihet ’/ nat nic füſt „An haſen, ſtim 32 1n, und nitht Vunum nn/ durch dm = uſt wil litn ualz/ 1 1 — I. Von der Buſſe und Bekehrung. 209 der zur hoͤllen raft. Gott! ich kehre mich zu dir, kehre du dich auch zu mir; dafuͤr will ich deinen namen ewig lo⸗ ben, amen! amen. Wel. Jeſu he nen ele 15 wo flieh' i 286 A fuͤnder hin! ſes⸗ len⸗ ruh zu finden, weil ich ganz umringet bin mit viel tauſend ſuͤnden? des geſetzes donner kracht, hoͤll und ſa⸗ tan ſturmen ,mein gewiſſen iſt erwacht, wer will mich beſchirmen. 2. Ach! wie kann ich dei⸗ ner hand, groſſer Gott! ent⸗ gehen? Zoͤg ich uͤber meer und land, uͤber berg und hoͤ⸗ hen, deine rechte wuͤrde mich allenthalben finden, groſſer Gott! ich bitte dich, laß den zorn verſchwinden. 3. Herr! ich fliehe nur zu dir, wann mich ſuͤnden pla⸗ gen, meine ſeele ſchreyt in mir: lat mich nicht verzagen. Gott lich opfre dir mein herz, das zerknirſcht vom buͤſſen, laß mich, Herr, in meinem ſchmerz gnad und hulf genieſſen. 4. Gros iſt meine miſſe⸗ that, groͤſſer deine guͤte, was dein Sohn erlitten hat, troͤſtet mein gemuͤthe, ob die ſuͤnden bla troth ſeyn, die in mir erwachen, Jeſus blut, das ewig rein, kann ſie ſchneeweiß machen. 5. Haͤtt' ich aller meuſchen ſchuld ,aller welt verbrechen⸗ wuͤrde deine gnad und huld dennoch los mich ſprechen, wann ich mich auf den ver⸗ ließ, der am kreuz ſich neiget, und das off'ne paradies in en wunden zeiget. Nun, mein Gott, ich 5 dir auf den glaubens⸗ armen deinen ſohn am kreuze fuͤr, hilf durch dein erbar⸗ men! lebens⸗brunn! der ewig fleußt, waſche mich von fuͤnden! hilf mir, Herr! durch deinen Geiſt, ſelig uͤberwinden. Lus tiefer noth 287. ſchrey ich zu dir, Herr Gott! erh hoͤr mein rufen; dein gnaͤdig ohr neig her zu mir, undm iner biti⸗ ſie oͤfen: denn ſo du willſt das ſehen an, was fuͤnd und unrecht iſt gethan; wer kann, Herr! vor dir bleiben? 2. Bey dir giſt nicht 8, denn gnad und unſt, die ſuͤnde zu vergeben: es i it doch unſer thun umſonſt, auch in dem beſten leben. Vor dir niemand ſich ruͤhmen kann; des muß ſich fuͤrchten jeder⸗ Mana„ und deiner gnade le⸗ en. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, aufmein verdienſt nicht bauen; auf ihn mein herz ſoll laſſen ſich, und ſeiner gute trauen, die mir zuſagt ſein theures wort, das iſt hmmein tro — ——————————— ———————— 210 I. Von der Buſſe und Bekehrung. troſt und treuer hort; deß will ich allzeit harren. 4. Und ob es waͤhrt bis in die nacht, und wieder an den morgen: doch ſoll mein herz an Gottes macht verzweifeln nicht noch ſorgen. So thu Iſrael rechter art, der aus dem Geiſt erzeuget ward, und ſeines Gottes harrte. 5. Ob bey uns iſt der ſuͤnden viel, bey Gott iſt viel mehr gnade: ſein' hand zu helfen hat kein ziel, wie gros auch ſey der ſchade. Er iſt allein der gute hirt, der Ifrael erloͤſen wird aus ſeinen ſuͤnden allen. 6. Ehr ſey dem Vater und dem Sohn und auch dem hei⸗ 'gen Geiſte. Mel. Aufo ſeele werde m. 5 Ruf! mein geiſt, 288.20 du haſt Seſha en lang genug der ſuͤnden bahn, willſt du nicht zum teufels⸗ haufen, ſo ſchwing dich jezt himmel⸗an; Jeſus ladet in ſein haus, will da ſelbſten thei⸗ len aus heil, gnad, und was mehr erquicket, ſey nur recht dazu geſchicket. 2. Wohl! ich komm und fuͤhl den ſchaden, darein ich geſetzet bin; koͤnnt' ich nun in thraͤnen baden, ach! was gaͤb' ich nicht drum hin. Eit⸗ les weſen, ſey verflucht, das ich bisher ſehr geſucht, welt und luſt mit deinen ſchaͤtzen, meiner zu V ſtunden, die zur weg nur! du kannſt nicht er⸗ goͤzen. 3. Meiner ſuͤnden eentner⸗ plagen, wie der wellen tolle fluth mich zu tauſend trum⸗ mern ſchlagen, und ertoͤdten allen muth. Mein herz iſt gar ſehr bedraͤngt und in kummer eingezwaͤngt, ach! mein Je⸗ ſu zu mir kehre, eh' ich mich in angſt verzehre. 4. Denn vor dir fall ich jezt nieder, ſagend, daß ich ſey der knecht, welcher dir das pfund gab wieder, ohne wucher al zuſchlecht: willſt du ins ge⸗ richte gehn? wie wollt ich vor dir beſtehn? o ihr ber⸗ ge! mich bedecket, und ihr gruͤften, in euch ſtecket. 1 treue, nicht dem, welcher ohne ſchuld; ſondern denen, di mit reue ſuchen deiner gnaden huld, drum nicht ſtraf in deinem grimm, lenke ab die donner⸗ſtimm. Und um dei⸗ nes eydes willen thu' hinfort das zagen ſtillen. 6. Mag ein mutter⸗herz wohl haſſen, was den kindes⸗ namen hat? Wie wollſt du denn mich verlaſſen wegen meiner uͤbelthat? Nein, der⸗ ſelben ernſtes leid, machet daß du biſt bereit, mich ſchon wieder zu umarmen, und di frbarnen, un di ückſelig! denn di luciſ guß ſind an⸗ gewand't, 5. Gros biſt du von guͤt und 6 7. O g — gewand t verbunden tuheſtan. binentfih mehr geſp Bünde ner vorſatz ſt Wel. W 2o. thue, we ſtimme oo vor ſalſce herz ſichle d ſelbſtde und zut fuͤhreſt. 2. Du groſen zi gen fuͤnden du oftmal füͤhlen ſe Wohl dem hört, und bekehrt, 3. Dan verderben, gnaͤdig an. nem kind: ſtohlochen groß iſt E er tilgetme — 1 p r nur en. Ak 1 = bdadring ma Jezwängt, a. 4 u mir kehre,. ngſt verzeh * Denn vordin, der, cgend nn d. nn =* wieder, ihn 1 hlecht ru — ſte gehn! n — t. Gros bitdame ue, nicht dem ue Ald; ſondem me treue ſuchendine d, drun ut nem grimn, ſ mer⸗ſtimm. le in mich veltſt iter übeſtzti zen ernits du bitt betd der zu umerna iner zu eten 7. O glichi aden, di ſg I. Von der Buſſe und Bekehrung. 211 —— gewand't, neu an Jeſu mich verbunden, bringen mich in ruheſtand. Nun ich Sodom bin entfuͤhrt, ſoll nicht werden mehr geſpuͤrt irrdiſch leben, blinde werke. Jeſu, meinen vorſatz ſtaͤrke. Mel. Wer nur den lieben ir, 5 289. Geu⸗ hich buſſe thue, weil mich noch deine ſtimme lockt. Bewahre mich vor ſalſcher ruhe, dabey das her; ſich leicht verſtockt, wann du ſelbſt das gewiſſen ruͤhr’ſt, nde zum gefuͤhl der ſuͤnden hr⸗ ührſt. 2. Du willſt, nach deiner groſen guͤte, nicht eines ein'⸗ gen ſuͤnders tod: drum weck ſt du oftmals ſein gemuͤthe„ zu fuͤhlen ſeine ſuͤnden noth. Wohl dem, der deine ſtimme hoͤrt, und redlich ſich zu dir bekehrt. 3. Den retteſt du von dem verderben, nimmſt ſeine buſſe gnaͤdig an; machſt ihn zu dei⸗ nem kind und erben, daß er frohlockend ruͤhmen kann:wie groß iſt Gottes Vaterhuld: er tilget meine ſuͤnden ſchuld. 4. Sollt ich die guͤte denn verachten, die mir noch kraft zur beß'rung reicht? Vom troſte leer muß der ver⸗ ſchmachten, von dem, Gott, deine gnade weicht, ſie aber weicht von dem zulezt, der frevelhaft gering ſie ſchaͤtzt. 5. So gieb, daß deiner gna⸗ denlockung, o Gott! mein herz ſtets offen ſey; damit mich ja nicht die verſtockung, wenn ich mein leben ohne reu im fündendienſte zugebracht, zu deinen zorngefaͤſſe macht. 6. Sich beſſern iſt der weg zum leben: drum laß mich in der kurzen friſt, die du zum heile mir gegeben, und die fuͤr mich ſo wichtig iſt, nur dafuͤr ſorgen, daß mein geiſt dem fuͤndenelend ſich entreißt. 7. Verleihe mir dazu die Bunde, die uns vom fuͤnden⸗ jenſt befreyt, und leite mich ſelbſt auf dem pfade der chriſt⸗ lichen rechtſchaffenheit. Wie ſelig bin ich dann ſchon hier; wie gluͤcklich einſt, mein Gott, bey dir. Nel. Wie wohl iſt mir 290(zott, werd ich — ſtets von ſeuf⸗ zen muͤde, und nie von dir ge⸗ hoͤret ſeyn? fehlt meinem herzen ſtets der friede? Werd' ich dir nie ein danklied wei⸗ h'n? Wie lange willſt du den vergeſſen, der, durch ſein ſtol⸗ zes gluͤck vermeſſen, den reich⸗ thum deiner huld verſchmaͤh't; doch da ſein nebel ſich zer⸗ theilte, mit thraͤnen wieder zu dir eilte, mit thraͤnen noch um gnade fleht'. 2 Nein, gluͤck, ich kann bey meinem leiden, den wunſch nach dir mir nicht verzeih'n ver⸗ 212 I. Von der Buſſe und Bekehrung. verdienen deine leichte freu⸗ den mit dieſer angſt erkauft zu ſeyn? kannſt du, mit allen deinen ſchaͤtzen, des zweifels pein mir wol erſetzen, daß nun mein Gott mich nicht mehr liebt? ach haͤtt' ich deiner nie begehret; ſo haͤtt' ich nicht mein herz beſchweret, und meinen Gott nicht ſo betruͤbt. 3. Nun bin ich elend, und du miſſeſt fuͤr gluͤck mir angſt und ungluͤck zu. Zwar wem du ſelbſt ſein leid verfuͤſſeſt, dem raubt kein ungluͤck ſeine ruh; doch ich, der ich mich dir ntriſſen, wie ſoll wol ich nicht zagen muͤſſen, da deines zornes ſtund erſcheint? und doch werd ich mein ungluͤck ſegnen, ſo viel mir deſſen mag begegnen, wann es mich dir aufs neu vereint. 4. Ich flieh' zu deinen Va⸗ terarmen, und bey dir ſelber ſuch' ich rath; in Jeſu fleh' ich um erbarmen, der mich auch dir erkaufet hat. Ach meines Jeſu angedenken muß mich in neuen ſchmerz verſen⸗ ken; ach dies verdoppelt mei⸗ nereu! beym anblick ſeiner blut'gen leiden durft' ich mein herz in wolluſt weiden, und kreuzig't ihn mir oft aufs neu. 5. Den kreuzigt ich, der mir zu gute des martervollſten to⸗ des ſtarb, und der mit ſeinem eignen blute am kreuz um meine ſeele warb! fließt thraͤ⸗ nen! ſtroͤhmet hin, bezeuget, wie tief mich nun der freyel beuget, daß ich mich wider ihn erkuͤhnt; da ihn ſein mildes herz gedrungen, daß er ſogar beleidigungen, die ſelber ihm geſcheh'n, verſuͤhnt. 6. Gros, ach wie gros ſind meine ſchulden! Gott, geh mit mir nicht ins gericht! gern will ich deine ſchlaͤge dul⸗ den; nur, Herr mein Gott, verſtoß' mich nicht! ſoll ich denn deinen zorn empfinden? es iſt die laſt von meinen fuͤn⸗ den; nur daß mir's nicht an troſt gebricht! und ſoll ſie auch mich niederbeugen? ich will in meinem ſtaube ſchweigen; nur, Herr, mein Gott, ver⸗ ſtoß' mich nicht. 7. Ich ſeh', mein wunſch iſt eingetroffen; du giebſt mich nicht der ſuͤnde hin, ſelbſt deine zuͤchtigung laͤßt hoffen, daß ich nicht ganz verſtoſſen bin. Verſtcockte ſuͤnder laͤßt du ſchlafen; wen du zur beß'rung deiner ſtrafen noch wuͤrdigeſt, den liebſt du noch. Willſt du die huͤlf meinen zaͤhren auch noch ſ lange nicht gewaͤhren; erzuͤtn⸗ ter Gott, ſo hoff ich doch. 8. Laß mich nur deine gna⸗ de preiſen, daß ſie in Chriſto mir vergiebt. werd' ich's mir verweiſen, daß ich den Gutigſten betruͤbt dui Und oft noch oſt wird ein herber gen, daß mit der keine fie nicht/ ſh danken, n entfallt. Mel. W 291. ſchwinden ſtrohm ſ laſtern fuu den, dert ewigkeit ſer, bitt mich! let 2. Jht erde, nur grim hig; ſterben ve nicht beken Erlöſer hi mich! leke 3. Gch füſſen vor vorbey; ſo mein gavi ſclav derla Erlöſer, b kl mich 9 4. M. der ba demn dung ich fahre a hrocken 3 toh. i ich die bekeyre ni 1¹ Bä 8 3 ſat darbl deinen unan die lat innnn⸗ nür deßmit = hebricht mdii 1 n Niederbeuga l iu 8 — — en 179 nicht d n deine 8 I, dai 1 4 ſſen hin. R keih Ms an beß ufun toni vurdihe, M d Walt M 2n ü 4 z richt gewihe i „ oott, ſo hef it daß nic rund — uſen, 1 mraitt. d „ich wit 2 — roiiiiam I. Von der Buſſe und Bekehrung. 213 oft wird mit den lobgeſaͤngen ein herber ſeufzer ſich vermen⸗ gen, daß ich dir hohn ſprach mit der welt! dir werd' ich keine freude danken, daß nicht, ſelbſt mitten in dem danken, mir eine bange thraͤn entfaͤllt. Mel. Wer nur den lieben 29 1. Szott, wie die ta⸗ ge mir ver⸗ ſchwinden gleich einem ſtroh mM ſtuͤr 3 8 eine zeit, von laſtern faul un d truͤb von ſuͤn⸗ den 1 dorthin ins meer der ewigfeit. Drum, mein Erloͤ⸗ ſer, bitt' ich dich: be kehre mich! bekehre mich! 2. Ich uh ndle le, erde auf der r erde, nur als ein gaſt und pil⸗ grim hin; 9 weiß es, de aß i ich ſterben werd de, auch wann ich nicht bel kehret Darum, Erl. oͤſer, bit ic dich: bekehre mie 0. ee re mie b. 3. Geh ich mit zitterenden fuͤſſen vor ane er off nen gruft vorbey; ſo ſag zt mir donnernd mein gewiſt ſen, daß ich ein ſelay der laſter ſey. Darum, Erlöſer, bitt' ich dich; bekeh⸗ re mich! bekehre mich! 4. Mich duntt/ daß mir der ſchall der glocken mit je⸗ dem dumpfen ſchlage droh't; ich fahre auf, und ganz er⸗ ſchrocken fuͤhl' ich in jeder gder tod. Darum, Erloͤſer, bitt' ich dich: bekehre mich! bekehre mich! 5. Ich ſinke, wann man ei⸗ ne leiche vor meinem blick voruͤber traͤgt, zur erden nie⸗ der, wie die eiche, wann ſie der donner niederſchlaͤgt. Darum, Erloͤſer, bitt' ich dich: bekehre mich! bekehre mich! 6. Wie die verwilderte ge⸗ behrde des todtengraͤbers mich erſchreckt, wann er mit einer ſchaufel erde die baare eines freundes deckt! Dar⸗ um, Erloͤſer, bitt' ich dich: bekehre mich! bekehre mich! 7. Ein weiſſer ſchedel ohne augen, ein fauler ſarg, ein todtenbein, ein fleiſch, woran noch wuͤrmer ſaugen, kann etwas ſchauervoller ſeyn? Darum, Erloͤſer, bitt' ich dich: bekehre mich! bekehre mich! 8. Heult an der gruft, ge⸗ draͤngt vom ſchmerze, der traurende ſein leid heraus; ſo blutet mein beklemmtes herze verzweiflungsvolle thraͤ⸗ nen aus. Darum, Erloͤſer, bitt' ich dich: bekehre mich! bekehre mich! 9. Bin ich ein chriſt? die chriſten zittern doch ſonſten vor dem tode nicht; ſie ſter⸗ ben, ohne zu erſchuttern vor grab, verweſung und ge⸗ richt. Denn wer ſich vor dem tode ſcheut, iſt der wohl reif zur ewigkeit? 10. Ach Gott! die fuͤnden⸗ feſſeln ziehen mich ſelaven auf ie 214 I. Von der Buſſe und Bekehrung. die breite bahn; drum fleh' ich dich auf meinen knien um eine einz'ge thraͤne an; und dieſe thraͤne bittet dich: be⸗ kehre mich! bekehre mich! 11. Mein Vater! denn nun ſtellt der glaube dich nicht als meinen richter fuͤr, da lieg' ich ja, gekruͤmmt im ſtaube, wie ein getretner wurm vor dir. Auf meinem antlitz bitt ich dich: bekehre mich! bekehre mich! 12. Ich ſtehe! meine knie wanken nicht mehr, den je⸗ tzo fuͤhl' ich ihn, den wonne⸗ voll'ſten der gedanken, im tiefverwund'ten herzen gluͤh'n; er liſpelt, die empfin⸗ dung hoͤrt: ich bin bekehrt! ich bin bekehrt! 13. Da ſteh' ich! wie auf ei⸗ nem thurme, und ſehe in ge⸗ laß'ner ruh tief unter meinem fuß dem ſturme des todes und der hoͤlle zu. Sie haben ja mein lied gehoͤrt: ich bin be⸗ kehrt! ich bin bekehrt! 292 err, ich habe miß⸗ gehandelt, ja mich druͤckt der ſuͤnden laſt, ich bin nicht den weg gewan⸗ delt, den du mir gezeiget haſt, und jezt wollt' ich gern aus ſchrecken, mich vor deinem zorn verſtecken. 2. Doch, wie koͤnnt ich dir entfliehen? du wirſt allent⸗ halben ſeyn, wollt' ich uͤber ſee gleich ziehen, ſtieg' ich in die gruft hinein, haͤtt' ich fluͤgel gleich den winden, geichwol wuͤrdeſt du mic finden. 3. Drum ich muß es nur be⸗ kennen, Herr, ich habe miß⸗ gethan, darf mich nicht dein kind mehr nennen, ach nimm mich zu gnaden an! laß die menge meiner ſuͤnden deinen zorn nicht gar entzuͤnden. 4. Koͤnnt ein menſch den ſand gleich zaͤhlen an dem weiten mittel⸗meer, dannoch wuͤrd es ihm wohl fehlen, daz er meiner ſuͤnden⸗heer, daz er alle mein gebrechen ſollte wiſſen auszuſprechen 5. Wein, ach! wein! jet um die wette, meiner beyden augen bach, o daß ich genng Fud, binden, ſet, waſh fuͤnden, i als ſchner⸗ Geiſtmich hey dir zu mel. Zel 3939 haftes lbe licht und n angeſicht, erfreuen erneuen/ mit's nicht 2. Yitg den, und: ſaß allen: und hilfge te friedenn zähren haͤtte, zu betrauren meine ſach! o daß aus den thraͤnen⸗brunnen kaͤm ein ſtarker ſtrom geronnen! 6. Ach! daß doch die ſtrenge fluthen uͤberſchwemten mein geſicht, und die augen moͤch⸗ ten bluten, weil mir waſſet ſonſt gebricht: Ach! daß ſie⸗ wie meeres⸗wellen moͤchten in die hoͤhe ſchwellen. 7. Aber, Chriſtus, deine beulen, ja ein einzig troͤpflein blut, das kann meine wunden heilen, loͤſchen meiner ſunden glut, drum will ich, mein anaſt zu dilen„ mich in deine wunden huͤllen. 8. Dir will ich die i ruf nes herze erhoͤre mich 3. Vertr ſen den al und laß mi dug ich ni dnem die dir zu chre erlöſet bin. 4. Bſfhr niß in nir, und offne durch din danit h und in der unnupie 5. Traͤn en, aufd —n gleich ziſla —nn nittal wa a des ihn maiſt = einer ſündehn. = le mein ga n auszuſonzn Wein, a m. * iie wette, Nine am u hach, 1dii — u hitte, u me ſach! odi A³ nn dbrunua h * jer ſtrom zenm Ach!daßdwhü ken iherſcncn 7 Jdt, und deu uten, waln ₰ ebrict. A. meeres welter he ſralu Äber, Ofrtt ee, itein ungt r n Uſtenmn —* mn ui n erauge Dir wi — I. Von der Buſſe und Bekehrung. 215 binden, wirf ſie in die tiefe ſee, waſche mich von meinen ſuͤnden, waſche mich ſo weiß als ſchnee. Laß dein'n guten Geiſt mich treiben, einzig ſtets bey dir zu bleiben. d Mel. Herr Eheifrder eing, err Jeſu, gnaden⸗ 29 3. H ſonne! wahr⸗ haftes lebens⸗licht, laß leben licht und wonne, mein bloͤdes angeſicht, nach deiner gnad erfreuen, und meinen geiſt erneuen, mein Gott verſag mir's nicht. 2. Vergieb mir meine ſuͤn⸗ den, und wirf ſie hinter dich, laß allen zorn verſchwinden, und hilf genaͤdiglich, laß dei⸗ ne friedens⸗gaben mein ar⸗ mes herze laben, ach Herr! erhoͤre mich. 3. Vertreib aus meiner ſee⸗ len den alten Adams⸗ſinn, und laß mich dich erwaͤhlen, daß ich mich kuͤnftig hin zu deinem dienſt ergebe, und dir zu ehren lebe, weil ich erloͤſet bin. 4. Befoͤrdre dein erkennt⸗ niß in mir, mein ſeelen Hort, und oͤffne mein verſtaͤndniß durch dein geheilig't wort, damit ich an dich glaͤube und in der wahrheit bleibe, zu trutz der hoͤlllen pfort. 5. Traͤnk' mich an deinen bruͤſten, und kreuz'ge mein' begier, ſammt allen boͤſen lu⸗ ſten, auf daß ich fuͤr und fuͤr der ſuͤnden⸗welt abſterbe, und nach dem fleiſch verderbe, hin⸗ gegen leb' in dir. 6. Ach zunde deine liebe in meiner ſeelen an, daß ich aus innerm triebe dich ewig lieben kann, und dir zum wohlge⸗ fallen beſtaͤndig moͤge wallen auf rechter lebens⸗bahn. 7. Nun, Herr, verleih' mir ſtaͤrke, verleih' mir fraft und muth, dann das ſind gna⸗ denwerke, die dein Geiſt ſchafft und thut, hingegen meine ſin⸗ nen, mein laſſen und begin⸗ nen, iſt boͤſe und nicht gut. 8. Darum, du Gott der gnaden, du Vater aller treu, wend' allen ſeelen⸗ ſchaden, und mach' mich taͤglich neu, gieb, daß ich deinen willen ge⸗ denke zu erfuͤllen, und ſteh' mir kraͤftig bey. Mel. Jeſu, deine tiefe w. 29 Hichſter, denk' ich 4 ₰ an die guͤte, die du mir bisher erzeigt! o ſo wird mein ganz gemuͤthe zu der tiefſten ſchaam gebeugt, daß ich dich gering geſchaͤtzt, dein gebot hintangeſetzt, und dich, der du mich geliebet, mit vergehungen betruͤbet. 2. Alle meine ſeelen⸗kraͤfte, meine glieder ſind ja dein, und ſie ſollten zum geſchaͤfte dei⸗ nes dienſtes fertig ſeyn: O wie hab ich ſie entweih't! ach! zur ungerechtigkeit und zum ſchnoͤ⸗ 216 I. Von der Buſſe und Bekehrung. ſchnoͤden dienſt der ſuͤnden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine huld war jeden morgen uͤber mir, o Vater neu. Von wie manchen ſchwe⸗ ren ſorgen machteſt du mein erze frey! was mir nuͤtzte, gabſt du mir. Aber ach! wie dankt' ich dir? o wie hab ich ſo vermeſſen deines wohl⸗ thuns zweck vergeſſen! 4. Bey dem hellen licht der gnaden ſollt' ich ja die ſuͤnde flieh'n; und um rettung von dem ſchaden meiner ſeele mich bemuͤh'n. Deine guͤte lockte mich oft zur buſſe, aber ich floh vor ihrem ſanften locken, ſuchte mich ſelbſt zu verſto⸗ cken. 5. Ach, an dir hab ich ge⸗ ſuͤndig't, Gott, mein Vater, zuͤrne nicht! aufgekuͤndig't meine ſchuld'ge kindespflicht. Ach vergieb, was ich gethan! nimm mich doch erbarmend unt. fuͤhre mich vom fuͤndenpf de ſchnell zuruͤck durch dein Sad 6. Dir ergeb ich mich aufs neue; gieb, daß mein be⸗ ſchſperter. geiſt deiner vater⸗ huld ſich freue, die dein troͤ⸗ ſtend wort verheißt. Was dein Sohn auch mir erwarb, da er fuͤr die ſaͤnder ſtarb, fried und freude im gewiſſen, ach! das laß auch mich genieſſen. 7. Staͤrke ſelbſt in meiner ſeele den entſchluß, mich dir zu dir hab ich oft weih'n. Gieb, daß keine kraſt mir fehle folgſam deinen wort zu ſeyn. Stehe mir ſtets maͤchtig bey; mache du mich ſelbſt recht treu, di ch zu! ieben, Ewig will ich o Gott, er. dir zu leben. dich erheben. Mel. O Gott, du frommer 29 5. S err hoͤre mein ge⸗ ſeufzen ſtillen. Ach! geh' nicht ins gericht mit deiſen 5 neil din 4 ohne iel n V Nattn armen knecht! vor dir Herr, iſt ja kein ſterbliche zereche 2. Die groͤſe meiner ſchuld ſch 2 6 jied de Be⸗ ghiſt u Gannt munad. ich ſie; otegſe du mich wieder, daß mir der ſeele ſchmerz nicht alle kraft verzehrt. Wer it, der rauſſer dir mir wahre! Itroſt gewäͤhrt; 3. Zu dir, o tre eUer Gott! erheb ich herz und haͤnde. Mein heil ſteht nur ben dir. O daß ich hulfe faͤnde, fuͤr recht laß g gnad ergehn; ich hoffe, Herr, auf dich. Zeig mir den rechten weg! denn nac dir ſehn' ich mic. Ich will, o ſtaͤrke und ich wi die fuͤnde haſſen. I deine huͤlfe nur will ich nu Gott, verlaſſen. Nur da, was dir gefällt, werd auch von mir gethan. Fuͤhr mich durch deinen Geiſt auf die⸗ ſer ebnen bahn. 4 baͤt„ um deiner wahrheit willen! du biſt an ſeeh doch! gnade reich, und wirſt mein ſie doch! 4 1 dan nn3 Mite ines uff ſu ſtil liebe ſelbſt, lich. Dän 2964 du brunnal natt, nit laden; und hi Erbat ſolcher uf todes⸗ſchmel rict mitz 2nhen ſuͤnden zwiglich ber 3 Füraag koumet ein tag begange auf mein ſer lin mit fuſch ich weiß ne und muͤßte ehn, wanzi⸗ haͤtte. 4 Belinn —— 3)n. Shae mnn djgn euhe gdeh nac 1 1 Ses tnan 8 leben. erheben. bene 6 4 ' el. OGon oi — eerjäea. —)5 9 dit, m. — wheia änn ereich, undi un ſülla. 1 2 tinz gerict 1 en kuech a r, iſ a nn ch. . Die gröſene igt neine ſätn m utempfid hi an nich wied in ſchnen iihe a ehrt. Wriin α uir wazeen ei⸗ . eri à ic ſr 2 in dal ih ze — das d iſ m tt laß glad — e, Har, 1 = deu racen ddi ſin tu Ich wl iit ni 8 ſenagi zehülfent 1 n, vrlſin dir gefültet lmir zun 1 0 dainen d dnen doh I. Von der Buſſe und Bekehrung. 217 — 5. Beruhige mein herz um meines Mittlers willen. Laß ſeines opfers troſt auch mein gewiſſen ſtillen. Du biſt die liebe ſelbſt, ganz unveraͤnder⸗ lich. Dein will ich ewig ſeyn; o Gott, erhoͤre mich! err Jeſu Chriſt, 29 6.4 du hoͤchſtes gut! du trunnauell aller gnaden! ſieh' doch! wie ich in meinem muth, mit ſchmerzen bin be⸗ laden; und in mir hab' der pfeile viel, die im gewiſſen ohne ziel mich armen ſuͤnder druͤcken. 2. Erbarm' dich mein in ſolcher laſt, nimm ſie aus mei⸗ nem herzen; dieweil du ſie gebuͤſſet haſt, am holz mit todes⸗ſchmerzen: auf daß ich nicht mit groſem weh in mei⸗ nen ſuͤnden untergeh', noch ewiglich verzage. 3. Fuͤrwahr! wann mir das kommet ein, was ich mein tag begangen; ſo faͤllt mir auf mein herz ein ſtein, und bin mit fu rcht umpfangen zja! ich weiß weder aus noch ein, und muͤßte gar verlohren deun, wann ich dein wort nicht atte. 4. Aber dein heilſam wort, das macht mit ſeinem ſuͤſſen ſingen, daß mir das herze wie⸗ der lacht, und faſt beginnt zu ſpringen; dieweil es alle gnad' verheißt denen, die mit zerknirſchtem geiſt zu dir, Herr Jeſu! kommen. 5. Dieweil ich dann in mei⸗ nem ſinn, wie ich zuvor gekla⸗ get, auch ein betruͤbter ſuͤn⸗ der bin, den ſein gewiſſen naget, und gerne moͤcht im blute dein, von fuͤnden los⸗ geſprochen ſeyn, wie David und Manaſſe. 6. Alſo komm ich nun auch allhie, in meiner noth ge⸗ ſchritten, und thu dich mit ge⸗ beugtem knie, von ganzem herzen bitten: verzeihe mir doch gnaͤdiglich, was ich mein leb'tag wider dich auf erden hab' begangen. 7. O Herr! mein Gott! ver⸗ gieb mir's doch um deines na⸗ mens willen; und thu in mir das ſchwere joch der uͤbertret⸗ tung ſtillen: daß ſich mein herz zufrieden geb', und dir hinfort zu ehren leb' im kind⸗ lichen gehorſam. 8. Stäͤrf mich mit deinem freuden⸗geiſt, heil mich mit deinen wunden; waſch mich mit deinem todes⸗ſchweiß in meinen lezten ſtunden: und nimm mich einſt, wann dir's gefaͤllt, im wahren glauben von der welt, zu deinen aus⸗ erwaͤhlten. 9. Auf daß ich in der ew'gen freud mit ſing'n und jubili⸗ ren, preiſ'ewig deine herrlich⸗ keit, mit ſpring'n und trium⸗ phiren. Erhoͤr mein'’ bitt“ K nach 218 I. Von der Buſſe und Bekehrung. nach deinem wort, nimm auf dein kind, o treuer Hort! durch Jeſum Chriſtum, amen. mMel. Wer nur den lieben 2 7 ch armer menſch, 9 35 ich armer ſuͤn⸗ der! ſteh hier vor Gottes an⸗ geſicht. Ach Gott! ach Gott! verfahr' gelinder, und geh' nicht mit mir vor gericht. Erbarme dich! erbarme dich! Gott mein erbarmer uͤber mich. 2. Wie iſt mir doch ſo angſt und bange von wegen meiner groſſen fuͤnde! hilf! daß ich wieder gnad erlange, ich ar⸗ mes und verlohrnes kind. Erbarme dich! erbarme dich! Gott meinc. 3. Hoͤr! ach erhoͤr! mein ſeufzend ſchreyen, du aller⸗ liebſtes Vaterherz! wollſt alle ſuͤnde mir verzeihen, und lin⸗ dern meines herzens ſchmerz. Erbarme dich! erbarme dich! Gott mein c. 4. Wie lang' ſoll ich vergeb⸗ lich klagen? hoͤrſt du dann nicht? ach hoͤr'ſt du nicht? wie kannſt du das geſchrey vertragen? hoͤr', was der arme ſuͤnder ſpricht: erbarme dich! erbarme dich! Gott mein erbarmer uͤber mich. 5. Wahr iſt es, uͤbel ſteht der ſchade, den niemand hei⸗ let, auſſer du: ach! aber ach! — doch nicht eher ruh'. Erbar⸗ me dich! erbarme dich! Gott mein ꝛc. 1 6. Nicht, wie ich hab ver⸗ ſchuldet, lohne, und handle nicht nach meiner ſuͤnd; o kind. Erbarme dich! erbar⸗ me dich! Gott ꝛc. 7. Sprich nur ein wort, ſo werd' ich leben: ſag', daß der arme ſuͤnder hoͤr': geh⸗ nicht mehr. Erbarme dich! erbarme dich! Gottꝛc. 8. Ich zweifle nicht, ich bin erhoͤret, erhoͤret bin ich zwei⸗ fels frey; weil ſich der trot im herzen mehret, drum wil barme dich! erbarme dich! Gott mein erbarmer! uͤber mich! Mel. Jeſu meines lebens SXch erhebe mein 298. ₰ gemuͤthe, ſehn⸗ ſuchtsvoll, mein Gott, ſu 4 4 dir. Dann ich kenne deine guͤte. O wie theuer iſt ſie mir! Gott der liebe und des lebend! keiner harr't auf dich verge⸗ bens. Nur veraͤchter deiner huld ſtuͤrzet ihre eig'ne ſchuld. 2. Lehre mich, Herr, deine wege; zeige deinen willen mir! daß ich nicht verirren moͤge, fuͤhre du mich ſelbſt zu genad, genade! ich laß dir dir! Gott, du ſieheſt wen treuer Vater! ſchone, ſchone, erkenn mich wieder fuͤr dein hin, die fuͤnd iſt dir verge⸗ ben! hinfuͤhro ſuͤnd'ge nur ich enden mein geſchrey; et⸗ — vertrauen, auf dich bo tertreue iſt ſelbet biſt. 3. Ach! den meiner laß wich at Gott, vor Alee ſünden willſt du,T O ſo hoͤre meine ſeele 4 Goty) ders leben: werth. Gn vergeben, r hekehrt.„ ſündenwege ewiſſen reg der zu ſeiner den verwitff dan, deren ieit, die ſe nenden, zbe nütt. Friud dite dem zes 4 nacen t liehrei fat. — —;— —— — 6. Hert,; tüen da,! nt, ſeten nilſtleiten, 7 ——— enn' mich wn d. Eitrmh 'dich! Gott. 7. Epric mah werd ich lan. taarme ſande n, die ſütdi a! hinfühn ct mehr. Eim darme dich gi 8. JIchiwaſti höret, erzbeen⸗ ls frey; nalſit herzen wettt,) enden man rrme dich eim cctt mein ate ich! mel. Nun I ichtsrol, un rir. Dann itt üte. Owiethen⸗ Gott der laben finer herrt u — ege; zi n — 1d hn tige, uhnu⸗ — ir! Gen, 2. Lehremc 1 truͤbt. I. Von der Buſſe und Bekehrung. 219 vertrauen. Sicher kann ich auf dich bauen. Deine Va⸗ tertreue iſt ewig, wie du ſelber biſt. 3. Ach! gedenke an die ſuͤn⸗ den meiner jugendjahre nicht! laß mich armen gnade finden, Gott, vor deinem angeſicht. Alle fuͤnden, die uns reuen, willſt du, Vater, ja verzeihen. O ſo hoͤre denn auch mich; meine ſeele hofft auf dich. 4. Gott, du willſt des ſuͤn⸗ ders leben: ſeine ſeele iſt dir werth. Gnaͤdig willſt du ihm vergeben, wann er ſich zu dir bekehrt. Mitten auf dem fuͤndenwege machſt du ſein gewiſſen rege. Wohl dem, der zu ſeiner pflicht umkehrt den verwirfſt du nicht. 5. Du erquickeſt die elen⸗ den, deren herz ſich dir er⸗ giebt, die ſich flehend zu dir wenden, uͤber ihre ſchuld be⸗ the, welchem du die fuͤnden⸗ laſt liebreich abgenommen haſt. 6. Herr, zu was fuͤr ſelig⸗ keiten du, in jener beſſern welt, jeden frommen noch willſt leiten, der dirtreu und glauben haͤlt, offenbarſt du al⸗ len ſeelen, die zu ihrem theil dich waͤhlen; deinen ganzen gnadenbund mach'ſt da dei⸗ nen kindern kund. 7. Dir will ich mich denn er⸗ uͤbt. Freude ſchenket deine guͤte dem geaͤngſteten gemu⸗ geben! Gott, mein Gott! verlaß mich nicht. Laß mich immer heilig leben, Herr, vor deinem angeſicht. Keine ſchnoͤde luſt der ſuͤnden muͤſſe mich mehr uͤberwinden! ach! bewahr', ich bitte dich, mei⸗ nen geiſt, und ſtaͤrke mich. 299 eſus nimmt die 3 ₰ ſuͤnder an! drum ſo will ich nicht verza⸗ gen; wann mich meine miſ⸗ ſethat und die ſuͤnden heftig plagen: druͤcket das gewiſ⸗ ſen mich; ey! ſo denk ich nur daran, daß mir Gottes wort verſpricht: Jeſus nimmt die fuͤnder an! 2. Jeſus nimmt die ſuͤn⸗ der an; wann ſie ſich zu ihm bekehren; und vergebung ih⸗ rer fuͤnd' nur in wahrer buß begehren; ſuͤnden⸗luſt drum gute nacht! ich verlaſſe deine bahn; mich erfreuet, daß ich hoͤr’: Jeſus nimmt die ſuͤn⸗ der an! 3. Jeſus nimmt die ſuͤn⸗ der an! wehe dem! der dieſen glauben, dieſe veſte zuverſicht ſich vom ſatan laͤſſet rauben; daß er in der ſuͤnden⸗angſt nimmer froͤhlich ſagen kann; ich bin dennoch ganz gewiß, Jeſus nimmt die ſuͤnder an! 4. Jeſus nimmt die ſuͤnder an! bin ich gleich von ihm ge⸗ jrret;hat der ſatan ſchon mein herz oftermalen ſo verwirret, daß ich faſt verzweifelt waͤr'; K 2 ich 220 I. Von der Buſſe und Bekehrung. ich ſteh' nicht in bloßem wahn; ſondern glaube ve⸗ ſtiglich: Jeſus nimmt die ſuͤn⸗ der an. 5. Jeſus nimmt die ſuͤnder an! dieſes iſt's, was mich er⸗ goͤtzet; wann mich alle welt betruͤbt, und in lauter trau⸗ ren ſetzet: wann mich das ge⸗ wiſſen ſchreckt, und verfluchet zu dem bann; ſo ergaͤtzt mich dieſer troſt: Jeſus nimmt die ſuͤnder an! 6. Jeſus nimmt die ſuͤnder an! laß es alle welt verdrieſ⸗ ſen; laß den ſatan alle pfeil nur auf mein gewiſſen ſchieſ⸗ ſen. Phariſaͤer murret nur, trutz: wer unter allen kann dieſen troſt vertilgen mir: Je⸗ ſus nimmt die ſuͤnder an! 7. Jeſus nimmt die ſuͤnder an! dieſen troſt hab ich erkoh⸗ ren: hat ſich ſchon das ſchaaf verirrt, iſt der groſchen gleich verlohren: Gott hat ſchon ein licht bereit't, das erleuchtet jedermann: dieſes bringt mich auch zurecht! Jeſus nimmt die ſuͤnder an! 8. Jeſus nimmt die ſuͤnder an! dieſem theuren hirt der ſeelen will ich jezt und immer⸗ dar mich zu treuer hand em⸗ pfehlen; fuͤhre mich nach dei⸗ nem rath, daß ich endlich ruͤh⸗ men kann, wie du mich ver⸗ lohrnes ſchaaf, Jeſu, haſt genommen an. billig kommen muß. Mel. Alle menſchen m. 300 eſu der du mein . ſeele haſt dun deinen bittern tod aus des ſchweren ſuͤnden⸗noth kraf⸗ tiglich herausgeriſſen und mich ſolches laſſen wiſſen, durch dein angenehmes wor, ſey doch jezt, o Goti! mein Hort. 2. Treulich haſt du ja geſi⸗ chet die verlohrne ſchaͤfelein, als ſie liefen ganz verfluchet in der hoͤllen pfuhl hinein: ſo, du ſatans⸗uͤberwinder! hat die hochbetruͤbten ſunder ſe gerufen zu der buß, daß i 3. Ach ich bin ein kind der ſuͤnden; ach! ich irre wet und breit: es iſt nichts anmi zu finden, als nur ungerec⸗ tigkeit; all mein dichten, all mein trachten heiſſet unſern Gott verachten. Boslichlh ich ganz und gar, und ſeht gottlos immerdar. 4. Herr, ich muß es ja he⸗ wohn't in mir; das zwar,was wir wollen nennen, haltic meiner ſeelen fuͤr; aber ſiiſ und blut zu zwingen, und dai gute zu vollbringen, ſolge gar nicht, wie es foll; wabih nicht will, thu' ich wol. 5. Aber, Herr! ich kann nict wiſſen, wie viel meiner 4 b ler ſeyn: mein zanan n teufels finſtern hoͤhle und di kennen, daß nichts gutet zerriſen ſomerz unn hetziſ mat vergied m räche nicht dich, her 7 6. Jeſul men mein dein blut⸗ kommen gut: und ſchlagen, kreuz getre mich endli dein eigen 7. Wel crecken, grimmigkei — aufzuwecker in den ſtie nuß unten hilf, Hert du meine zu ſeverzagen 8 Deiner den, deim grah; den bunden, pe 46: deineg ſchwizen, claͤg'und dr, anzſtl Jeſul tedͤſe 9. Wann: treten, dar ſen kann: nich retten, n* an. aaſtes ſih da fuß dar — — lich ſenaazatf ch ſolces n Irc dein annen ndogſ ſegt, en. . Treulih gen et die verlſn ſie je leſen ra der höllnſte u gtunkun rie hochbenünt erufen u da h illg hnne 9 unden; aclt nd breit: bſ — — 1 nein nn Sume 1c ganz und i ¹hottlos inne 4 bm rkennen, din hria Swir wolen um meiner filain — undblutwuuns en hute zu e. dn gar nict ni ü lictnil net — F. Twer⸗al wiſn nt ler ſenn nn I. Von der Buſſe und Bekehrung. 221 zerriſſen durch der fuͤnden ſchmerz und pein, und mein herz iſt matt von ſorgen. Ach! vergieb mir das verborgen: raͤche nicht die miſſethat, die 6 dich, Herr, erzuͤrnet hat. 6. Jeſu du haſt weggenom⸗ men meine ſchulden durch dein blut; laß es, o Erloͤſer! kommen meiner ſeligkeit zu gut: und di eweil du ſo zu⸗ ſolagen, haſt die ſuͤnd am kreuz getragen; ey! ſo ſprich mich endlich frey, daß ich ganz dein eigen ſey. Weil mich auch der hoͤlle ſchecken„ und des ſatans grimmigkeit vielmal pflegen aufzuwecken, und zu fuͤhren in den ſtreit! daß ich ſchier muß unten liege en, 4ch. ſo hilf, Herr Jeſu! fiegen: 3 du meine zuverſicht! laß mich ja verzagen nicht. 8. Deiner othgefaͤrbte wun⸗ den, deine naͤgel, kron und grab; deine haͤnde veſt ge⸗ bunden, wenden alle plagen ab: deine pein und blutig's ſchwitzen, deine ſtriemen, ſchlaͤg und ritzen, deine mar⸗ 5 anzſt und ſtich, o Herr eſu! troͤſten mich. 9. Wann ich vor gericht ſoll treten, da man nicht entflie⸗ hen kann: ach! ſo wolleſt du mich retten, und dich meiner nehmen an. Du allein, Herr! kannſt es ſtoͤhren, daß ich nicht den guch darf hoͤren: ihr zu 2 meiner linken hand ſeyd von mir noch nie erkannt. 10. Du ergruͤndeſt meine ſchmerzen, du erkenneſt mei⸗ ne pein: es iſt nichts in mei⸗ nem herzen, als dein herber tod allein. Dieß mein herz mit leid vermenget, das dein theures blut beſprenget, ſo am kreuz vergoſſen iſt! geb ich dir, Herr Jeſu Chriſt! 11. Nun! ich weiß, du wirſt mir ſtillen mein gewiſſen, das mich plagt; es wird deine treu erfuͤllen„ was du ſelber haſt geſagt: daß auf dieſer weiten erden keiner nicht ver⸗ lohren werden, ſondern ewig leben ſoll: wenn er nur iſt glaubensvoll. 12. Herr! ich glaube, hilf mir ſchwachen, laß mich ja verderben nicht;; du, du kannſt mich ſtaͤrker machen, wann mich fuͤnd und tod an⸗ ſicht: deiner guͤte will ich trau⸗ en bis ich froͤhlich werde ſchau⸗ en, dich, Herr Jeſu, nach dem ſtreit in der ſuͤſſen ewigkeit. 301. ein Gott! das b herz ich brin⸗ ge dir, zur gabe und geſchenk; du forderſt dieſes ja von mir 3 deß bin ich eingedenk. „Gieb mir, mein ſohn! dein herz, ſprichſt du, das iſt mir lieb und werth; du fin⸗ deſt anderſt auch nicht ruh im bimmes ud auf erd. Nun, du mein Vater! 8 3 nimm 22² I. Ven der Buſſe und Bekehrung. nimm es an mein herz, ver⸗ acht es nicht! ich geb's, ſo gut ich's geben kann, kehr' zu mir dein geſicht. 4. Zwar iſt es voller ſuͤnden⸗ wuſt und voller eitelkeit, des guten aber unbewuſt, der wahren froͤmmigkeit. 5. Doch aber ſteht es nun in reu, erkennt ſein' ubel⸗ ſtand, und traͤget jetzo vor dem ſcheu, daran's zuvor luſt fand. 6. Hier faͤllt und lieget es zu fuß, und ſchreyt: nur ſchla⸗ ge zu! zerknirſch, o Vater, daß ich buß rechtſchaffen vor dir thu'. 7. Zermalm' mir meine haͤrtigkeit, mach muͤrbe mei⸗ nen ſinn; daß ich in ſeufzer reu und leid und thraͤnen ganz zerrinn. 8. Sodann nimm mich, mein Jeſu Chriſt; tauch mich tief in dein blut; ich glaub, daß du gekreuzigt biſt der welt und mir zu gut. 9. Staͤrk' mein ſonſt ſchwa⸗ che glaubens hand, zu faſſen auf dein blut; als der verge⸗ bung unterpfand, das alles machet gut. 10. Schenk mir nach deiner ſuͤnden rein, vor Gott beſte hen kann. 12. Gott heil'ger Geiſ! nimm du auch mich in diege meinſchaft ein; ergieß un Jeſu willen dich tief in mein herz hinein. 13. Dein asttlich licht ſchuͤtt' in mich aus, und brunſ der reinen lieb'; loͤſch iinſter nis, haß, falſchheit aus, ſchent . mir ſtets deinen trieb. 14. Hilf! daß ich ſey von herzen treu, im glauben mei nem Gott; daß mich im guten nicht mach ſcheu der welt liſt macht und ſpott. 15. Hilf! daß ich ſey von herzen feſt, im hoffen und ge duld; daß, wenn du nurmich nicht verlaͤßt, mich troͤſtet dir ne huld. 16. Hilf! daß ich ſey von herzen rein, im lieben, und erweiſ', daß mein thun nicht ſey augenſchein, durchs werk zu deinem preis. 17. Hilf! daß ich ſey ven herzen ſchlecht, aufrichtig, ohn betrug; daß meine wort und ſchelt' ohn' fug. b chelr Hilf! daß ich ſey von Jeſus huld, gerechtigkeit, und heil, und nimm auf dich mein; ſuͤnden⸗ſchuld, und meiner ſtrafe theil. II. In dir wollſt du mich kleiden ein, dein unſchuld zie⸗ aller weltlieb rein, vom fall aufſtehe bald. herzen klein, demuth und ſanftmuth halt'; daß ich von 19. Hilf! daß ich ſey von herzen fromm, ohn' alle heu⸗ hen an; daß ich von allen b cheley; damit mein ganzes ri⸗ werke recht, und niemand d —— hriſtenthu ſecy. 20. Nill emyel ein der zeit; wohnhaus keit. Al. Dir gen hin, gefällt! i deine bin, welt. 22. Dyl nimmerme auch nochſ dienen ihr. 23. Jl das nicht, braut! git lob, anſi ſchlangen⸗ 24. Wes dir geb' ic nur Jeſu di zugericht; fur. Mel. wer 302 fehe, erbal — ich! nach deiner hähe len llick a ich, urd. it, du täc 2. Wiko hergeben, ſicicden tt mach ſtan ict und ſohn. 1S. Hilil uit tzen feſt, in ern Id; daß, vemnn 1 Ittt verläßt, un huld. 16. Hilfl di tzen rein, init veiſ, daß wut ¹ augenſchein, deinem hri. 17. Hif dit tzen ſolecht un⸗ rug; daß nen rke rct, w elt ohn'fß. 18. Hilff di zen klein, um tmuth t; ld ſſtehe bal. feiu zen ftonn, 9 dey; dunt n J. Von der Buſſe und Bekehrung. 223 chriſtenthum dir wohlgefaͤllig ſey. 20. Nimm gar, o Gott! zum tempel ein mein herz hier in der zeit; ja! laß es auch dein Hohnhausd ſeyn in jener ewig⸗ eit. 21. Dir geb ichs ganz zu ei⸗ gen hin, brauch's wozu dir's gefaͤllt! ich weiß, daß ich der deine bin, der deine, nicht der welt. 22. Drum ſoll ſie nun und nimmermehr dies richten aus bey mir; ſie lock' und droh' auch noch dienen ihr. 23. In ewigkeit geſchicht das nicht, du falſche teufels⸗ braut! gar wenig mich, Gott lob, anſicht dein glaͤnzend ſchlangen⸗haut. 24. Weg welt! weg ſuͤnd', dir geb' ich nicht mein herz, nur Jeſu dir, iſt das geſchenke zugericht, behalt' es fuͤr und fur. Mel. Wer nur den lieben * ʒWPeinGott,zu dem 302. M ich weinend flehe, erbarme dich! erbarme dich! noch einmal ſieh' von deiner hoͤhe mit gnadenyol⸗ lem blick auf mich! erbarme dich, und geh' noch nicht mit mir, du raͤcher ins gericht. 2. Wie oft haſt du mir ſchon vergeben, wann um begna⸗ digung ich bat'! wie oft ver⸗ hieß ich dir mein leben, gerei⸗ ſo ſehr, daß ich ſoll' niget von miſſethat! wie fey⸗ erlich war dann mein eid des Nlanbens und der froͤmmig⸗ keit. 3. Ach aber bald ergriff mich wieder die ſuͤnd und ihre luſt mit ihr, riß meinen ganzen vorſatz nieder, und herrſch'te wie vorhin in mir! zum wi⸗ derſtande viel zu ſchwach floh’ ich nicht, ſondern gab ihr nach. 4. Wie viele ſündenvolle tage durchlebt' ich, Vater, als im traum, und ſammlete mir ſchmach und plage, und fuͤhlte dies mein elend kaum! ver⸗ wundet blutete mein herz: betruͤbt empfand ich keinen ſchmerz. 5. Nun bin ich nah' dem un⸗ tergange, den dein gereizter zorn mir droht. Um troſt wird meiner ſeele bange, um einen retter aus der noth. Mein richtendes gewiſſen wacht: und alles um mich her iſt nacht. 6. Zu wem, o Vater, ſoll ich fliehen? wo findet meine ſeele ruh? wer kann ſie aus dem abgrund ziehen, indem ſie ſeufzet, als nur du? mein ganz vertrau'n ſetz' ich auf dich: du freund des lebens, rette mich! 7. Fuͤr meine widerholten ſuͤnden floß auch des weltver⸗ ſoͤhners blut! noch einmal laß mich gnade ſinden, durch K 4 mei⸗ 224 I. Von der Buſſe und Bekehrung. meinen glauben an ſein blut! noch einmal, richter, ſage mir; auch dieſe ſchuld erlaß ich dir! 8. Gott! ſey mein zeuge, da ich ſchwoͤre: mein herz ſoll dir geopfert ſeyn; dir, deinem willen, deiner ehre, will ich mein ganzes leben weih'n! der fuͤnde will ich widerſteh'n, und ſtandhaft deine wege geh'n! 9. Vergiß nicht wieder mei⸗ ne ſeele, wie oft du ſchon ge⸗ fallen biſt: merk auf die hei⸗ ligen befehle des Gottes, der dein retter iſt! ruf ihn im glauben taͤglich an: erhalt' mich, Herr, auf ebner bahn! 10. Ja, ich bin ſchwach; du woll ſt mich ſtaͤrken, mein helfer in verſuchung ſeyn, zum glauben und zu guten werken mir kraft und freu⸗ digkeit verleih'n! ſo ſteh ich feſt und wanke nicht, und du bleibſt meine zuverſicht. Mel. Jeſu, deine tiem. chaffet affet 303. S menſchenkin⸗ der, ſchaffet eure ſeligkeit! bauet nicht, wie ſich're ſuͤnder, auf die ungewiſſe zeit; un⸗ verweilt bekehret euch, ringet nach dem himmelreich, und bemuͤh't euch, hier auf erden, heilig, ſelig dort zu werden. 2. Doch, ſoll dieſes recht geſchehen, o ſo muͤßt ihr fleiſch widerſtehen das hoͤchſte rem ſchwachen herzen freude bringen oder ſchmerzen. 3. Selig, wer im glauben kaͤmpfet! ſelig, wer im kamyf beſteht, wer des fleiſches luͤſte daͤmpfet, und den reiz der welt verſchmaͤh't! unter Chre⸗ ſti kreuzes ſchmach jaget man dem frieden nach; wer den himmel will ererben, muß erſ ſeinen ſuͤnden ſterben. bezwingen: wie kann euch der ſieg erfreu'n? ohne ia⸗ pfern ſtreit und krieg folge nie triumph und ſieg; nur den ſieger ſchmuͤckt zum lohne un⸗ verwelkt die himmelskrone. 5. Sich voll leichtſinn ſtets und welt uns heißt, und den kampf der luͤſte ſcheuen, iſt der welt, nicht Chriſti geiſt. Wer ihn wuͤnſcht zu haben, kann auf der tugend rauhen bahn nicht in ſicherm ſtolze leben, und den luͤſten ſich ergeben. 6. Bruͤnſtig baͤten, allzeit wachen, die verſuchung weis⸗ lich flieh'n, ſich die pfiicht zur freude machen, und mit ſorg⸗ falt ſich bemuͤh'n, ſelbſt zum ſpott und hohn der welt das und blut, welt und ſatan zu thun, was Gott Fefäln dieſe nur was Gott, gut, von euch for⸗ dert, muß allein eures leben⸗ richtſchnur ſeyn; es mag el⸗ 2—— dieſes woll gin, heiſſe tingen. 7. Drum laͤſten, die ſehd, und criſten, m dem ſtreit. ſenn neigun auch dieſch denb't oft dringet du 8. Zittet ſünde, und feſ'n, daß 4. Werdet ihr nicht ſtand⸗ anas haft ringen, ſondern traͤg und Na⸗ laͤſſig ſeyn, eure neigung u nicht mit ticht. Gieh waffen, 1 ſcaffen. 9. Gieb bolbringen, du dem ſir zerſtreuen, thun, was fleiſch nich ſelbſt gerleih beſt wir von dei erheiß'nen, ih vache, ſo zum hin mel. mac 3046 groſer Gott. laß mich zi 2 Heir mmelwil enar en ſünden in t. Werdetige tringen,ſoldet ſig ſeyn, em m wingen: dik ſieg eeſterni 1 1 — in ſtreit udi trirmyhundin ſer ſchmuckund welkt dieſſune Sichrell la treuen, thann dweltunspi apf derllſtſte t, nicht Cfeſin wünſcht zuſth der tugend u zt in ſchem ) den lüſen ſt z. Brünſiglin den, denelt liehn, ſcnnt de natg, 4 nu dieſes wollen und vollbrin⸗ gen, heiſſet nach dem himmel ringen. luͤſten, die ihr noch a ſeyd, und beweiſet euch als ei chriſten, muthig, ſtandhaft in dem ſtreit. Schon't der lieb⸗ a ſten neigung nicht, waͤr' es I. Von der Buſſe und Bekehrung. 225 7. Drum entreiſſet euch den efeſſett auch die ſchwerſte pflicht, und denk't oft an Chriſti worte: dringet durch die enge pforte. 8. Zittern will ich vor der ſuͤnde, und dabey auf Jeſum ſeh'n, daß ich ſeinen beyſtand finde, in der gnade zu beſteh'n. Ja, mein Heyland! ach! geh' nicht mit mir armen ins ge⸗ richt. Gieb mir deines Geiſtes waffen, meine ſeligkeit zu ſchaffen. 9. Gieb zum wollen das vollbringen, muth und kraͤfte zu dem ſtreit, lehre mich, mich ſelbſt bezwingen, und verleih' beſtaͤndigkeit. Zeige mir von deinem thron den verheiß'nen gnadenlohn, daß ich wache, baͤte, ringe, und alſo zum himmel dringe. Mel. Mache dich m 4* da traf mich nicht 304. S in deinem zorn, groſer Gott! verſchone; ach! laß mich nicht ſeyn verlohr'n, nach verdienſt nicht lohne hat die fuͤnd' dich entzuͤnd't, loͤſch' ab in dem lamme deines grimmes flamme. 2. Herr! wer denkt im to⸗ de dein? wer dankt in der huld„ hoͤllen: rette mich aus jener pein der verdammten ſeelen; daß ich dir, fuͤr und fuͤr, dort an jenem tage, hoͤchſter Gott! lobſage. 3. Zeig mir deines Vaters ſtark mit troſt mich ſchwachen: ach Herr! hab mit mir geduld, mein' gebei⸗ ne krachen; heil' die ſeel' mit dem oͤhl deiner groſſen gna⸗ den, wend ab allen ſchaden. 4. Ach! ſieh' mein gebeine an, wie ſie all erſtarren; mei⸗ ne ſeele gar nicht kann deiner huͤlfe harren: ich verſchmacht', tag und nacht muß mein la⸗ ger flieſſen von den thraͤnen⸗ guͤſſen. . Achl! ich bin ſo muͤd und matt von den ſchweren pla⸗ gen: mein herz iſt der ſeufzer ſatt, die nach huͤlfe fragene wie ſo lang' mach'ſt du bang meiner armen ſeele, in der ſchwermuths⸗hoͤhle? 6. Weicht ihr feindel weicht von mir, Gott erhoͤrt mein baͤten. Nunmehr darf ich mit begier vor ſein antlitz treten; teufel weich' hoͤlle fleuch! was mich vor gekraͤnket, hat mir Gott geſchenket. 7. Vater! dir ſey ewig preis hier und auch dort oben; wie auch Chriſto gleicher weis, der allzeit zu loben; heil'ger Geiſt! ſey gepreiſt, hochge⸗ ruͤhmt, geehret, daß du mich erhoͤret. K 5 305. 226 I. Von der Buſſe und Bekehrung. ruͤnder, willſt du 30 5 S ſicher ſeyn, und befreyt von furcht und pein: ſchaffe, daß du dich bekehreſt, da du Gottes ſtimme hoͤreſt. Auf! Gott rufet dich zu ſich: eile, und errette dich! 2. Eile! Sodom lehret dich, wie ſein zorn ſo fuͤrchter⸗ lich auf verſtockte ſuͤnder bli⸗ tzet: ſuch ein Zoar, das dich ſchuͤtzet. Auf! Gott rufet dich zu ſich: eile und errette dich! 3. Denke, daß es ſchaden bringt, wann dein ſchnoͤdes fleiſch dich zwingt, nur nach ſeiner luſt zu leben, weil ihm ſtets wird friſt gegeben. Auf! Gott rufet dich zu ſich: eile, und errette dich! 4. Die verſtoͤhrer deiner ruh', deine fuͤnden nehmen zu. Dein gewiſſen wird be⸗ ſchweret, und der ſtrafe maaß vermehret. Auf! Gott ruf't dich noch zu ſich: ei⸗ le, und errette dich! 5. Deines herzens haͤrtig⸗ keit ſteigt und waͤchſt von zeit zu zeit. Suͤnden, die dich jezt noch ſchrecken, wirſt du bald mit luſt vollſtrecken. Auf! Gott rufet dich zu ſich! eile, und errette dich! 6. Was du boͤſes an dir haſt, wird wie ein bejahrter aſt, deſſen kruͤmmen gleich zuzie⸗ hen, ſich viel' haͤnd' umſonſt bemuͤhen. Auf! Gott ruft dich noch zu ſich: eile, und 7 der tod: und wie gros wird dann die noth, wann man aus grund dich zu ſtoſſen. le, und errette dich! 9. Eile, du haſt viel her⸗ ſaͤumt; ach, die zeit, die de vertraͤumt, ſuche ſchleunig einzubringen, und mit ernſt hindurchzudringen! Auf! Gott ruft dich noch zu ſich: ei⸗ le, und errette dic! 10. Bater der barmherzig⸗ denzeit nicht von mir verſäu⸗ met werde: fuͤhr' mich ſelbſt te mich! Mel. Aus tiefer noth ſchr. 306 eh mir, daß ich ſo oft und viel/ gefuͤndig't ohne maaß und ziel, von Gott mich abgewen⸗ get: der mir doch nichts denn ſtets euwiifſen hat, in meinem ganzen leben. 2. Weh mir! daß ich vor errette dich! meinem Gott mein hen ſne 7. Eile! denn es komm der welt ſoll gehen, und vor Gott nicht kann beſtehen! Auf! Gott ruft dich noch u ſich: eile, und errette dich 8. Brauch, ach brauch die gnadenzeit! denn es kommt die ewigkeit wie ein ſchneller ſtrohm geſchoſſen, droht inch⸗ Auf! Gott ruft dich noch zu ſich; ei⸗ keit! gieb doch, daß die gna⸗ zu deiner heerde! Vater, ach! ich bitte dich eile, und erret⸗ als waͤr' ich gar verblendet, lauter gnad und wohlthat b perſchloſſe ſchutz in m verdroſſen ich drein! jezt wie! darinn des 3. Mit und ſinn, kennen, funder bit anders ne wit nichte kann: da mir helfen 4. Grad ſethat, d ſen; doch gnad, ni meſſen. Gott/ dur zu aller fi und guͤte. 5. Die verſagt, ſtanden; t und nichtv mermehr z bitd, ich! ich ruf wart'un) gnade i 16. Ich ji kind, daz det, und ni geſind ſir ſhwender; bens⸗rod, nübern ſij unnd dich uiſi tt ruſt dic hr, underrezeit 9. Eile, aſßi umt; ac, da rrräͤumt, ii azudringen, ur durchzudnnn ott ruſtdicane und errenede 10. Yaterdim it! gieb dt W nzeit nicht wam. — tt warde fitn deiner herrderd bitte dich! ahu nich! Uel. Aus iia hu 06.Wn z wär ich ge ſündig ühten — A, von Gotno t: derwiedahte ter guad 1! tz erwieſen in I. Von der Buſſe und Bekehrung. 227 verſchloſſen; darinnen er mein ſchutz in noth zu ſeyn war un⸗ verdroſſen! viel graͤuel hab ich drein gebracht, es ſtinkt jezt wie ein garſtig ſchacht, darinn der ſatan wohnet. 3. Mich uͤberzeuget herz und ſinn, ich muß es frey be⸗ kennen, daß ich der groͤßte ſuͤnder bin, darf mich nicht anders nennen: doch, wann ich dich, o Gott, ſchau an, mit nichten ich verzweifeln kann: du kannſt und willſt mir helfen. 4. Gros iſt zwar meine miſ⸗ ſethat, die mich bisher beſeſ⸗ ſen; doch iſt weit groͤſſer deine gnad, niemand kann ſie er⸗ meſſen. So gros, o groſer Gott! du biſt, ſo gros iſt auch zu aller friſt bey dir die gnad und guͤte. s5. Die haſt du keinem je verſaqt, weil dieſe welt ge⸗ ſtanden; wer dir vertrau't, und nicht verzagt, wird nim⸗ mermehr zu ſchanden. Ich bitt', ich fleh', ich ſchrey', ich ruf', auf deine gnad ich wart' und hoff'; ach laß mich gnade finden. 6. Ich bin das ungerath'ne kind, das ſich von dir gewen⸗ det, und mit dem frechen welt⸗ geſind ſein erbtheil hat ver⸗ ſchwendet; dich, als das le⸗ bens⸗brod, ohn ſcheu hintan⸗ geſetzt, und wie die ſaͤu mit traͤbern ſich gefullet. 7. Ich habe dir oft wider⸗ ſtreb't, gefolget meinen luͤ⸗ ſten, und den begierden nach⸗ gelebt„die, was recht iſt, verwuͤſten. Das hoͤchſte Gut hab ich veracht't, auf dies, was zeitlich iſt, gedacht, und in der welt hoch pranget. 8. Doch aber bitt' ich dich aus gnad, wollſt du nicht mehr gedenken: was ich geuͤbt fuͤr frevelthat, ins meer wollſt du ſie ſenken: die ſuͤnd erlaſſ', die ſtraf abfuͤhre, ein neues herze ſchaff in mir, um dei⸗ nes Sohnes willen. ie oft hab ich 307. W den bund ge⸗ brochen, den ich, o Gott, mit dir gemacht? wie oft getreu zu ſeyn verſprochen, und des verſprechens nicht gedacht! jezt nah' ich lebend mich aufs neue dir, Herr, vor dem ich ſtrafbar bin, und wein und ſinke vor dir hin, durchdrun⸗ gen von der wahrheit reue. 2. Schau! wie ich mich im ſtaube winde. Wie iſt dein zorn ſo fuͤrchterlich! wie ein ge⸗ birge liegt die fuͤnde auf mir und druͤckt und aͤnſtig't mich: die ganze reihe von verbre⸗ chen, die mich beflecken, zeigt ſich mir. Wohin entflieh ich, Gott, vor dir? wohin entflieh' ich? willſt du raͤchen? 3. Gros iſt die ſchuld, doch dein erbarmen iſt groͤſſer noch, als meine ſchuld. Den Sohn 14 6 gab ſt 228 I. Von der Buſſe und Bekehrung. gabſt du zum heil uns armen, und ihn ergreif ich, Gott der huld! Herr, nicht in meinem eig'nen namen fleh' ich: nim ſtraf und ſchuld von mir! ich fleh' um gnad und troſt zu dir, in deines eingebohrnen na⸗ men. 4. Heil mir! durch ihn wird mir vergeben; ſein blut tilgt allen meinen ſchmerz, und wonne, freude, neues leben durchſtroͤmen mein be⸗ klemmtes herz. Laß jubel ſtatt der klagen toͤnen, mein mund, da du erhoͤret biſt! ihr, die ihr jezt aus kummer fließt, ihr thraͤnen, werdet freudenthraͤnen. 5. Du, der durch ſeines wortes ſtaͤrke in ſuͤndern neue herzen ſchafft, ſie goͤttlich ſtaͤrkt, und gute werke ſelbſt in uns wirkt, o Geiſt der kraft! ſtaͤrk mich, das ſchwa⸗ che kind der erde, daß die em⸗ pfang'ne gnade nicht mir einſt ein ſtrengeres gericht durch neue uͤſbertretung werde. Mel. Wihuden liehen ietheuer, ott, 308. W iſt deine gute⸗ die alle miſſethat vergiebt, ſe⸗ bald ein reuendes gemuͤthe die fuͤnden, die es ſonſt ge⸗ liebt, erkennt, verdammt und ernſtlich haßt, und zuver⸗ ſicht zum Mittler faßt! 2. O! laß mich ja nicht ſicher werden, weil du ſo reich an gnade biſt. Wie kurz iſ meine zeit auf erden, die mir zum heil gegeb'ne friſt! gieb, daß ſie mir recht wichtig ſey; daß ich ſie meiner beßrung weih'. 3. Zwar, deine gnade zu verdienen, ſind reu und beß⸗ rung viel zu klein. Doch, darf ſich auch ein menſch erkuͤhnen zu glauben, dir verſoͤhnt zu ſeyn, wann er noch lieht, was dir mißfaͤllt, und nicht dein wort von herzen haͤlt? 4. Wie kannſt du dem die ſchuld erlaſſen, der frevelnd ſchuld auf ſchulden haͤuft?der kann kein herz zu Jeſu faſſen, der zwar auf ſein verdienſt ſich ſteift, doch in der ſuͤnde noch beharr't, dafuͤr er ſelbſt ein opfer ward. 5. Drum fall ich dir, mein Gott, zu fuͤſſen; vergieb mir * gnädig meine ſchuld, und hei⸗ e mein verwund't gewiſſen mit troſt an deiner Vater⸗ huld. Ich will mit ernſt die fuͤnden ſcheu'n, und willig dir gehorſam ſeyn. 6. Daß mit gerechtigkeit auch ſtaͤrke durch Chriſtum mir geſchenket ſey, will ich durc uͤbung guter werke beweiſen. Mache ſelbſt mich treu, Hetr, in der liebe gegen dich! ſie dringe ſtets, und leite mich! 7. Laß mich zu deiner ehre leben, der du die miſſe that vergiebſt! das haſen⸗ — was du lieben, Laß/ V — II 300. gnad un werk die ſie moͤge glaub' ſis an, der gethan; worden. 2. W boten hal konnt' ha und groſe nanmigſ wollt nic vom g'ſez es war mit tilen le ſpiegel zart die ſündis ſeiſch ver * Blem aden ie zei afnd „ hell aaai ic ſe na war d a jienen 6 5 ſie mir 1 B iic ſe din S lauben, di n ., nenne 9 . Wie kanai 3lh erlaſen 4 2 dd uf clldt . Drun fali *:, ufiſun m — diag neineſtun rein verwuni ran troſtan din geherſan ſin . DI ni ſtärke dargen henket ſey, nl dan a guter eni = cee ſelbit mim Ac lit aund rzac In, der ll uai 92 geſtetz nn II. Vom Glauben an Jeſum Chriſtum. 229 was du mir vergeben, das lieben, was du ſelber lieb'ſt. Laß, Vater, mein gewiſſen! rein, und heilig meinen wan⸗ del ſeyn. II. Vom Glauben s iſt das heil uns 309. E kommen her, von gnad und lauter guͤte: die werk die helfen nimmermehr, ſie moͤgen nicht behuͤten. Der glaub' ſteht Jeſum Chriſtum an, der hat g'nug fuͤr uns all gethan; er iſt der Mittler worden. 2. Was Gott im g'ſetz ge⸗ boten hat, da man es nicht konnt' halten: erhub ſich zorn und groſe noth vor Gott ſo mannigfalten. Vom fleiſch wollt' nicht heraus der geiſt, vom g'ſetz erfordert allermeiſt; es war mit uns verlohren. 3. Es war ein falſcher wahn dabey, Gott haͤtt' ſein g'ſetz drum geben! als ob wir moͤch⸗ ten ſelber frey nach ſeinem willen leben: ſo iſt es nur ein ſpiegel zart, der uns anzeigt' die ſuͤndig' art, in unſerm ſleiſch verborgen. 4. Nicht moͤglich war die⸗ ſelbig' art, aus eig'nen kraͤf⸗ ſuchet ward, noch mehrt' ſich fuͤnd' ohn maſſen: denn gleiß⸗ ners werk Gott hoch ver⸗ dammt, und jedem fleiſch der ſuͤndenſchand allzeit war angebohren. an Jeſum Chriſtum. „5. Noch muß das g'ſetz er⸗ fuͤllet ſeyn! ſonſt waͤr'n wir all' verdorben; darum ſchickt' Gott ſein'n Sohn herein, der ſelber menſch iſt worden, das ganz geſetz hat er erfuͤllt, da⸗ mit ſein's Vaters zorn ge⸗ ſtillt, der uͤber uns gieng alle. 6. Und wann es nun erfuͤl⸗ let iſt durch den, der es konnt⸗ halten; ſo lerne jezt ein from⸗ mer chriſt des glaubens recht geſtalten: nicht mehr, denn lieber Herre mein! dein tod wird mir das leben ſeyn; du haſt fur mich bezahler. 7. Daran ich keinen zweifel trag', dein wort kann nicht betruͤgen: nun ſagſt du, daß kein menſch verzag', das wirſt du nimmer luͤgen; wer glaubt an mich, und wird getauft, demſelben iſt der himm'l er⸗ kauft, daß er nicht werd' ver⸗ lohren. §. Der iſt gerecht vor Gott kraͤf⸗ allein, der dieſen glauben faſ⸗ ten laſſen; wiewol es oft ver⸗ ſet: der glaub' giebt uns von ihm den ſchein, ſo er die werk nicht laſſet. Mit Gott der glaub' iſt wohl daran, dem naͤchſten wird die lieb' gut's thun, biſt du aus Gott ge⸗ bohren.. K 7 9. 230 II. Vom Glauben an Jeſum Chriſtum. 9. Es wird die ſuͤnd durchs g'ſetz erkannt, und ſchlaͤgt das g'wiſſen nieder: das evange⸗ lium kommt zur hand, und ſtarkt den ſuͤnder wieder. Er ſpricht! nur kreuch zum kreuz herzu, im g'ſetz iſt weder raſt hoch ruh mit allen ſeinen wer⸗ en. 10. Die werk'’ kommen ge⸗ wißlich her aus einem rechten glauben; denn das nicht rech⸗ ter glaube waͤr, woll ſt ihn der werk' berauben; doch macht allein der glaub gerecht; die werke ſind des naͤchſten knecht', dabey wir den glau⸗ ben merken. 8. 11. Die hoffnung wart' der rechten zeit, was Gottes wort zuſaget: wann das geſchehen ſoll zur freud, ſetzt Gott kein' g'wiſſe tage. Er weiß wohl, wann's am beſten iſt, und braucht an uns keine arge liſt, deß ſoll'n wir ihm vertrauen. 12. Ob ſich's anließ, als wollt' er nicht, laß dich es nicht erſchrecken; denn wo er iſt am beſten mit, da will er's nicht entdecken; ſein wort laß dir gewiſſer ſeyn, und ob dein herz ſpraͤch' lauter nein; ſo laß dir doch nicht grauen. 13. Sey lob und ehr mit ho⸗ hem preis um dieſer gutthat willen, Gott Vater, Sohn und heil'gem Geiſt! der woll' mit gnaderfuͤllen, was er in uns ang fangen hat! zu ehren werd' ſein name. 14. Sein reich zukomm'; ſein will' auf erd' g'ſcheh' wie in's himmels throne: das taͤg⸗ lich' brod auch heut uns werd': woll'ſt unſre ſchuld verſchonen, als wir auch un⸗ ſern ſchuldigern thun: laß uns nicht in verſuchung ſtahn, loͤf uns vom uͤbel. Amen. Mel. Valet will ich dirg. 3 10 ſt Gott fuͤr mich/ . ₰ o trete gleich alles wider mich; ſo oft ich ruf' und baͤte, weicht alles hinter ſich: hab ich das haupt zum freunde, und bin geliebt bey Gott; was kann mirthun der feinde und widerſacher rott? 2. Nun weiß ich, und glaub' veſte, ich ruͤhm's auch ohne ſcheu, daß Gott der hoͤchſt und beſte mir gaͤnzlich günſtig ſey: und daß in allen faͤllen er mir zur rechten ſteh, und daͤmpfe ſturm und wel⸗ len, und was mir bringet weh. 3. Der grund, darauf ich gruͤnde, iſt Chriſtus und ſein blut; daß machet, daß ich ſin⸗ de das ewig wahre gut; an mir und meinem leben iſt nichts auf dieſer erd“: das Chriſtus mir gegeben, das iſ der liebe werrh 4. Mein Jeſus iſt mein eh⸗ eein glanz und ſchänes re, mein glanz und ſar ſeiner majeſtaͤt, daß g'heiligt mich fre denmutt ſcheuen, thut. 6. Ni verdamn mir mei ihreſlam ein ſcherz erſchrecke betruͤbt; geln deche mich liet 7. Sei im herzen, finn; wr ſchmerzen, hin: gicbt dem, was hilſt mird Aut allot n §. Und dete ſich fu indt; oſ vorte, de ind: mir nande, g. nlßt, der gtonde rfie A³ ſum Cjritn — mijelit,) 12 vider ni und bitt, ne r iic: ſohite ſreunde, unhe ='ott; matnn — feinde und me Nun beß * t'veſte, ihtt ſcheu, 1I. und beie u ig ſey uni —n er mirunt diimyfe tmr = und na n =. aſuns 1. a de, ithuie 12 1üran) hs u un — und melen ait uf diſt: = ius ir h lebe venh — Muzu muin gin ſein ua, II. Vom Glauben an Jeſum Chriſtum. 231 licht: wenn der nicht in mir waͤre, ſo duͤrft' und koͤnnt' ich nicht vor Gottes augen ſtehen, und vor dem ſternenſitz; ich muͤßte ſtracks vergehen, wie wachs in feuers hitz. 5. Der, der hat ausgeloͤ⸗ ſchet, was mit ſich fuͤhrt den bet tod; der iſt's, der mich rein waͤſchet, macht ſchneeweis, was iſt roth: in ihm kann ich mich freuen, hab' einen hel⸗ denmuth; darf kein gerichte ſcheuen„ wie ſonſt ein ſuͤnder thut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen! nichts nimmet mir mein herz! die hoͤll' und ihre flammen die ſind mir nur ein ſcherz: kein urtheil mich erſchrecket, kein unheil mich betruͤbt; weil mich mit fluͤ⸗ geln decket mein Heyland, der mich liebt. 7. Sein Geiſt wohnt mir im herzen, regiert mir meinen ſinn; vertreibet furcht und ſchmerzen, nimmt allen kumer hin: giebt ſegen und gedeyen dem, was er in mir ſchafft; hilft mir das abba ſchreyen, aus aller meiner kraft. 8. Und wann an meinem orte ſich furcht und ſchrecken find't; ſo ſeufzt und ſpricht er worte, die unausſprechlich ſind: mir zwar und meinem munde, Gott aber wohl be⸗ wußt, der an des herzens⸗ grunde erſiehet ſeine luſt. 9. Sein Geiſt ſpricht mei⸗ nem geiſte manch ſuͤſſes troſt⸗ wort zu; wie Gott dem huͤlfe leiſte, der bey ihm ſuchet ruh', und wie er hab' erbauet ein' edle neue ſtadt, da aug und herze ſchauet, was es geglau⸗ et hat. 10. Da iſt mein theil und erbe mir praͤchtig zugericht't; wann ich gleich fall' und ſter⸗ be, faͤllt doch mein himmel nicht: muß ich auch gleich hier feuchten mit thraͤnen meine zeit; mein Jeſus und ſein leiden durchſuͤſſet alles leid. I1. Wer ſich mit dem ver⸗ bindet, den ſatan fleucht und haßt; der wird verfolgt, und findet ein' hohe ſchwere laſt zu leiden und zu tragen, geraͤth in hohn und ſpott, das kreuz und alle plagen die ſind ſein taͤglich brod. 12. Das iſt mir unverbor⸗ gen, doch bin ich unverzagt; Gott will ich laſſen ſorgen, dem ich mich zugeſagt: es ko⸗ ſte leib und leben, und al⸗ les, was ich hab; an dir will ich feſt kleben, und nimmer laſſen ab. 13. Die welt die mag zer⸗ brechen; du ſteh'ſt mir ewig⸗ lich: kein brennen, hauen, ſtechen ſolltrennen mich und dich; kein hunger und kein duͤrſten, kein' armuth, keine pein, kein zorn des groſen fuͤr⸗ en 232 II. Vom Glauben an Jeſum Chriſtum. ſten ſoll mir ein' hind'rung ſeyn. 14. Kein engel, keine freu⸗ den, kein thron, kein' herr⸗ lichkeit; kein fliehen und kein leiden, kein' angſt und faͤhr⸗ lichkeit: was man nur kann erdenken, es ſey klein oder gros, der keines ſoll mich len⸗ ken aus deinem arm und ſchooß. 15. Mein herze geht in ſpringen, und kann nicht traurig ſeyn; iſt voller freud und ſingen, ſieht lauter ſon⸗ nenſchein: die ſonne, die mir lachet, iſt mein Herr Jeſus Chriſt; das, was mich ſin⸗ gend machet, iſt, was im himmel iſt. Mel. Wer au denliebhen habe nun den 3 II. J grund gefunden der meine hoffnung ewig haͤlt: wo anders, als in Jeſu wun⸗ den? da lag er vor der zeit der welt; ein grund, der un⸗ beweglich ſteht, wann erd und himmel untergeht. 2. Es iſt das ewige erbar⸗ men, das alles denken uͤber⸗ ſteigt: es ſind die off'nen lie⸗ bes⸗armen des, der ſich zu dem ſuͤnder neigt; er geht nicht mit uns ins gericht, und will den tod des ſuͤnders nicht. 3. Wir ſollen nicht verloh⸗ ren werden; Gott will, uns ſoll geholfen ſeyn; deswegen kam ſein Sohn auf erden, und nahm den himmel ſieg⸗ reich ein! nun ruft ſein wort und Geiſt uns zu: kommt her zu mir; bey mir iſt ruh. 4. O abgrund, welcher un⸗ ſ're ſuͤnden durch Chriſti tod verſchlungen hat! das heißt die wunden recht verbinden, da findet kein verdammen ſtatt; weil Chriſti blut beſtaͤn⸗ dig ſchreyt; barmherzigkeit! barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich glaͤubig ſenken, dem will ich mich getroſt vertrau'n; und wann mich meine ſuͤnden kraͤnken, nur bald nach Got⸗ tes herzen ſchau'n; da ſindet ſich zu aller zeit unendliche barmherzigkeit. 6. Wird alles and're mir entriſſen, was leib und ſeel erquicken kann; muß ich des lebens freuden miſſen, und nimmt kein freund ſich meiner an; ſcheint die rettung noch ſo weit: mir bleibet doch barmherzigkeit. 7. Muß ich ſelbſt an den beſten werken, die ich in die⸗ ſer welt gethan, viel unvoll⸗ kommenheit bemerken: dieß treib't mich zwar zur demuth an; doch iſt mir auch der troſt hereit: ich hoffe auf barm⸗ herzigkeit. 8. Es gehe nur nach deſſen willen, bey dem ſo viel erbar⸗ men iſt: es wird gewiß ſein „tuhtt in J wort erfuͤ nen nie: ſa in ewie barmherg 9. Auf ſtets bau⸗ auf erde Gottes w alles and ſing'iche d abgrut keit! Mel. 312 rauben. ſern welt, glauben. ichierge mir wein 2. Mei ſreit; la ges. Ich keit. Erg krieges! h nd eſchm ſhild werd aann mird Aanzer ruh 3. 9 9 dieſem lel mein igen RMir ergeben mir meint iie ich ihn riälhſmig. Kezüik n 4. Hert, unden ucm chregt; dunn m herjigkat Darein ul i I iig ſenken,at I getroſt venne = uich umi — a, uur anu =cezen ſceur i = alcr zit m iheriigkelt RKirdd eln a ſen, was lin ²₰ʒ ccœen kann; ni — ſteuden nſt e utkein ſtamit a ſcant diemm Sui: 7 be a iherzigkeit Mu ic int u erken, nin t zerhan, u renhen dant =¹ nit uri 11 dochiimkut wtt: ic ſißes dgkeit. 1 3 ——.— II. Vom Glauben an Jeſum Chriſtum. 233 wort erfuͤllen, er, der die ſei⸗ nen nie vergißt: ſie waͤhret ja in ewigkeit, die goͤttliche barmherzigkeit. 9. Auf dieſen grund will ich ſtets bauen, ſo lang ich hier auf erden bin: der gnade Gottes will ich trauen, faͤllt alles and're gleich dahin, ſo ſing'ich einſt nach dieſer zeit: d,jahgtund der barmherzig⸗ eit! Mel. Es iſt das heil uns 312(Xch weiß, an wen . 4 mein glaub' ſich haͤlt, kein feind ſoll mir ihn rauben. Als buͤrger einer beſ⸗ ſern welt, leb' ich hier nur im glauben. Dort ſchau ich, was ich hier geglaubt. Wer iſt, der mir mein erbtheil raubt? es ruh't in Jeſu haͤnden. 2. Mein leben iſt ein kurzer ſtreit; lang iſt der tag des ſie⸗ ges. Ich kaͤmpfe fuͤr die ewig⸗ keit. Erwuͤnſchter lohn des krieges! der du fuͤr mich den tod geſchmeckt! durch deinen ſchild werd ich bedeckt; was kann mir denn nun ſchaden? 3. O Herr! du biſt mein ganzer ruhm, mein troſt in dieſem leben, in jener welt mein eigentham; du haſt dich mir ergeben. Von fern lacht mir mein kleinod zu; drum eile ich ihm freudig zu. Du reich'ſt mir deine krone. 4. Herr, lenke meinen gei⸗ ſtes⸗blick von dieſer welt⸗ge⸗ tuͤmmel auf dich, auf meiner ſeele gluck, auf ewigkeit und himmel. Die welt mit ihrer herrlichkeit vergeht und waͤh⸗ r't nur kurze zeit. Im himel ſey mein wandel. beſchwert, iſt mir noch nicht erſchienen, was jene beß're welt gewaͤhrt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wann mein auge nicht mehr weint, und mein erloͤſungstag er⸗ ſcheint, dann werd' ich froh empfinden. 6. Im dunkeln ſeh ich hier mein heil; dort iſt mein ant⸗ litz heiter. Hier iſt die ſunde noch mein theil; dort iſt ſie es nicht weiter. Hier iſt mei werth mir noch verhuͤllt; dort wird er ſichtbar, wann dein bild mich, Gott, vollkommen ſchmuͤcket. 7. Zu dieſem gluͤck bin ich erkauft, o Herr! durch deine leiden. Auf deinen tod bin ich getauft: wer will mich von dir ſcheiden? du zeichneſt mich in deine hand; Herr, du biſt mir, ich dir bekannt. Mein ſind des himmels freuden. 8. Wie gros iſt meine herr⸗ lichkeit! empfinde ſie, o ſee⸗ le! vom tand der erde unent⸗ weih't, erhebe, Gott, o ſeele: der erde glaͤnzend nichts ver⸗ geht: nur des gerechten ruhm beſteht durch alle ewigkeiten. 313. s. Jezt, da mich dieſer leib — 234 II. Vom Glauben an Jeſum Chriſtum. 3 1 3 HPeinen Jeſum . 2 laß ich nicht, weil er ſich fuͤr mich gegeben: ſo erfordert meine pflicht, klet⸗ tenweis an ihm zu kleben. Er iſt meines lebens licht: mei⸗ nen Jeſum laß ich nicht. 2. Jeſum laß ich nimmer nicht; weil ich ſoll auf erden leben: ihm hab ich voll zuver⸗ ſicht, was ich bin und hab, er⸗ geben. Alles iſt auf ihn ge⸗ richt: meinen Jeſum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das geſicht, hoͤren, ſchmecken, fuͤhlen, wei⸗ chen: laß daß lezte tageslicht Mich auf dieſer welt erreichen: wann des lebens faden bricht! meinen Jeſum laß ich nicht. 4. Ich werd'’ ihn auch laſſen nicht, wann ich nun dahin ge⸗ langet, wo vor ſeinem ange⸗ ſicht frommer chriſten glaube pranget; mich erfrent ſein angeſicht: meinen Jeſum laß ich nicht. 5. Nicht nach welt, nach himmel nicht meine ſeele wunſcht und ſehnet: Jeſum wuͤnſcht ſie und ſein licht, der mich hat mit Gott verſoͤhnet; der mich freyet vom gericht: meinen Jeſum laß ich nicht. 6. Jeſum laß ich nicht von mir, geh' ihm ewig an der ſei⸗ ten: Chriſtus laͤßt mich fur und fuͤr zu dem lebens⸗baͤchlein leiten: ſelig, der mit mir ſo ſpricht: meinen Jeſum laß ich ni 2 Mel. O Gott, du frommer 314 O Vater; unſer * Gott, bey dem wir alle gaben, und was unz nuͤtzlich iſt, allein zu ſuchen haben, o ſieh' erbarmend mich in meiner ſchwachheit an, weil ich, ſo wie ich wil, dir nicht vertrauen kann. 2. Ich glaube zwar andich doch nur mit ſchwachem glal⸗ ben, oft will die zweifelſucht mir alle hoffnung rauben. Wer macht das herz gewiß all du, o Herr allein! laß deine huͤlfe doch von mir nicht fer ne ſeyn. 3. O reiche du mir ſelbſt aus gnaden deine haͤnde; hilf mei⸗ ner ſchwachheit auf, daß ſich mein kummer ende. Itt ſchon⸗ dem ſenfkorn gleich, mein glaube noch ſehr klein; ſo laß ihn doch bey mir im ſte⸗ ten wachsthum ſeyhn. 4. Gieb, daß die zuverſicht in meinem geiſt ſich mehte, daß du mein Vater ſeyſt, und ich dir angehoͤre, daß alle mei⸗ ne ſchuld von dir vergeben ſey, damit mein herz ſich dein⸗ als ſeines Gottes freu'. 5. Mach dieſe zuverſicht in mir, o Gott, ſo kraͤftig, daßi mein lebenlang in deinem dienſt geſchaͤftig, und ſiels beſliſſen ſey, zu thun, was dit gefaͤllt: ſo hab ich Gott, in dir den himmel auf der welt 6. Mein Heyland! derde einſ J — einſt fuür und, want Vater ſie 74 it heil un unterſtütz nen wegel bens ziel, erlange, ewigkeit. Mel. w mnuth auf Chriſti bl leben. G herzeih't, —Dö——* ur ſeligke gegeben. 1 2. Herr ſprechlich! her gnade himmel h durch den, liben und deines gei 3. Dein fligket, fiiedenheit lewahren troſt in e⸗ uns des lel Ans in gefe 4 Erhaltt ott, der — eſum Cizn = 4,0Gor ud nn a, 3 ich iſ, dleng 19 455 nennſs 3 ee dicht verttu at 1 Cnur ritſttn 0 oft willdeme 2₰ all huftun macttai —9 der ünt C doch won mn ᷣ hyn. Dreichedunit „ den deinehande = achhei ai tunae = ſafkunn gu n 1ien e noch fie 1ð Iin doch oyn Aedeteeſ Gieb, das d einen zati 1= du wein dan 1e irangehin,n 1r dubd don di 1— dun twini ine dz Gottſt Macdif b Gott, ſ tih 1 ledenlang u —= 7. 7 d II. Vom Glauben an Jeſum Chriſtum 235 einſt fuͤr deine juͤnger bateſt, und, wann ſie wanketen, beym Vater ſie vertrateſt; o unter⸗ ſtutz auch jezt mein ſehnliches gebaͤt, und ſchenke glaubens⸗ neßf. dem, der dich darum eh't. 7. In deiner Mittlers hand iſt heil und aller ſegen, Herr, unterſtuͤtze mich auf allen mei⸗ nen wegen, daß ich des glau⸗ bens ziel, der ſeelen ſeligkeit, erlange, und dich preiſ' in alle ewigkeit. Mel. Wohl Autfeinherz o hoff ich denn 31 5. S mit feſtem muth auf Gottes anad und Chriſti blut; ich hoff ein ewig leben. Gott iſt ein Vater, der verzeih't, hat mir das recht zur ſeligkeit in ſeinem Sohn gegeben, „Her r, welch ein unaus lich heil an dir, an dei⸗ ner gnade theil, theil an dem himmel haben;; im herzen durch den glauben rein, dich lieben und ve rſiche ert ſeyn von deines geiſtes gaben. 3. Dein wo ort, das wort der ſeli gkeit, wirkt goͤttlich e zu⸗ friedenheit, wenn wir es treu bewahren; es ſpricht uns troſt im elend zu, verſuͤſſe uns des lebens ruh, und ſtaͤrkt uns in gefahren. 4. Erhalte mir,»Herr,mein Hort, den glauben an dein ittlich wort, um deines na⸗ V ſpre ech mens willen; laß ihn mein licht auf erden ſeyn, ihn taͤg⸗ lich mehr mein herz erneu'n, und mich mit troſt erfuͤllen. Mel. Jeſu erie t, 3a weiget, an⸗ 3 316. S ge zweife ſchweiget! mein Prbaz mer 16 getreu: und ſein geiſt in mir bezeuget, daß ich ihm verſoͤh⸗ net ſey. Mir droh'n nicht der hoͤllen flammen; und will mich mein herz verdammen; den⸗ noch taͤuſcht mich nicht ſein ſchmerz. Gott iſt groͤſſer, als mein herz. 2. Er, der das verborg' ne kenn⸗ t, kennt auch mich, und weiß allein, wie dies herz von ſehnſucht brennet„ ganz ſich ſeinem dienſt zu weih'n; ſchaut den kummer meiner ſeele, der mich beugt ſo oft ich fehle; und nicht meiner zwei⸗ fel wahn, meinen glauben ſieh't er an. 3. Und wie nie ſein urtheil wanket, wankt auch nie ſein ew'ger rath. Ruͤhmet, chri⸗ ſten! danket! danket! gros iſt, was er an uns that. Uns den ſuͤndern, den verlohrnen, ab er ſeinen eingebohrnen. W Wahrlich! alles, alles giebt der, der ſeinen Sohn uns giebt. 4. Mir iſt auch ſein Sohn gegeben; durch den glauben iſt er mein. Ja ich weiß, ich werde leben, und in ihraſeinſt 13 II. Vom Glauben an Jeſum Chriſtum. ſelig ſeyn. Mich ſah' Gott von ſeinem throne; mich er⸗ waͤhlt' er in dem Sohne; eh⸗ noch ſeiner allmacht ruf mich und alle weſen ſchuf. s. Wer will den nun noch verklagen, den Gott ſelber auserwaͤhlt? Wer den zu ver⸗ dammen wagen, den er zu den ſeinen zaͤhlt? Hier iſt Gott, in deſſen ſchutze ich der macht der hoͤllen trutze. War ich ſchon ein ſuͤndenknecht: er, ein Gott, ſpricht mich erecht. 9 6. Theuer bin ich ihm er⸗ worben! Heil mir, hier iſt Jeſus Chriſt; er, der auch fuͤr mich geſtorben, auch fuͤr mich erſtanden iſt; nun zur rechten Gottes ſitzet, auf mich ſieht, ich maͤchtig ſchuͤtzet, mich vertritt't, mich nie verſtoͤßt, mich aus aller noth erloͤſt. 7. Trutz der welt und ihres ſpottes! trutz der hoͤll und ih⸗ rer wuth! mir bleibt doch die liebe Gottes, und haͤlt mich in treuer huth. Was will je von der mich ſcheiden? nein, ich werd in allen leiden, mehr als blos geduldig ſeyn; mich vor Gott auch ihrer freuun. 8. Lauren ſchon auf allen ſeiten ſtets verſuchungen auf michd⸗wechſelt ſchon der lauf der zeiten; aͤngſtet ſelbſt mein herze ſich; nicht des herzens bange zweifel, nicht verlaͤum⸗ Mel. Auf, Chriſtenmenſch glauben ſieget. welt. 2. Der glaube, den ſein wort erzeugt, muß auch die liebe zeigen. Je hoͤher dein erkenntniß ſteigt; je mehr wird dieſe ſteigen. Der glaut erleuchtet nicht allein; an ſtaͤrkt das herz und macht e rein. 3. Durch Jeſum rein von miſſethat, ſind wir nun Got⸗ tes kinder. Wer ſolche hof⸗ nung zu ihm hat, der fueht fden rath der ſuͤnder; folgt Chriſti beyſpiel als ein chri, und reinigt ſich, wie er ren it a. Alsdann bin ich Gottan⸗ — dung, hoͤll und teufel nicht der genehm, wann ich gehirſin 3 1 Wer Gottez nan 7. nicht haͤlt,und ſpricht: ich kenne Gott; de truͤget; in ſolchem iſt de wahrheit nicht, die durch den Wer aber ſein wort glaubt und haͤlt, der iſt von Gott, nicht von der ſeinem he mand the mel. J 318. mein lich du meine dir trauel auen, ul memals! und berut erzuickun 2. Der freu'ich: du willſt, mag ich, ſeligmach muth. J und fällt holle ſchre bedecken. 3. Jch gräͤber von Erliſerle ich glaube faaube m ſun Ghritun — 1 nher nd 2 vir 1en 2 t be fuwi An u,G tiieer = V n ic t a et; in ſün hai nit, üd dben ſieget — une al n Gott, iihr — Der glaute etzeugt, nit 1 zeigen. Ah Ir anntniß ea. (= deeetin 419 ür acchtet nans 1 tds han * Dun Jine a that, ſidin 2 14 iinder. 1 Nihm ht 1=un der ſiin — iiideyſilitt e reinigt i 1 42 Aldamtiit Soͤn, nunit II. Vom Glauben an Jeſum Chriſtum. 237 uͤbe. Wer die gebote haͤlt, in dem iſt wahrli ch Gottes liebe. Ein taͤglich thaͤtig Chriſten⸗ thum, das iſt des glaubens frucht und ru hm. s. Der bleibt in Gott, und Gott in ihm, wer in der liebe bleibet. Die lieb' iſt's, die die cherubim Gott zu gehorchen treibet. Gott iſt die lieb'; an ſeinem heil hat ohne liebe nie⸗ mand theil. Mel. 3S. meine fpeube. d ie getroſt un 318. W heiter, Herr, mein licht und leiter, machſt du meinen geiſt; der du, die dir trauen, fuͤhrſt zu gruͤnen auen, und ſo gern erfreu'ſt! niemals wird bey dir, o Hirt und beruhigern der ſeelen, mir erqt tickung fehlen. 2. Dein iem rath ergeben, freu' ich mmſch zu beten; was du willſt, iſt gut. Nichts ver⸗ mag ich, ſchwacher, du, mein ſeligmache 2T, ruͤſteſt mich mit muth. Wann die welt erbebt und faͤllt, wann gericht und hoͤlle ſchrecken, willſt du mich bedecken. 3. Ich kann ohne grauen graͤber vor mir ſchauen: mein Erloͤfer lebt! ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem ſtaube mich ſein arm erhebt. Todestag, dein ſchrecken mag eines frevlers herz erſchuͤt⸗ tern was brauch ich zu zit⸗ ern? 4. Auch in mir iſt ſuͤnde: doch ich uͤberwinde ſie, mein Hort, durch dich; ſink ich oft doch nieder: du erhebſt mich wieder, du Pegnadigſt mich. Deine huld tilgt meine ſchuld, nie entzieheſt du dei⸗ nem knechte der erloͤſten rech⸗ te. 5. Daß ich Gott erkenne und ihn Vater nenne, und mich ewig ſeyn; daß ich hier am grabe troſt und hoffnung habe; dank ich dir allein. Daß dein Geiſt mich unter⸗ weiſt, und mich fuͤhrt auf dei⸗ nem pfade; das iſt deine gna⸗ e. 6. Der du blut und leben hin fuͤr mich gegeben, daß in meiner noth ich nicht huͤlflos bliebe: gros iſt deine liebe! ſtaͤrker als der tod! Herr, und ich, ich ſollte mich deiner huld viche dankbar freuen? dir mein herz nicht weihen? 7. Wuͤrdig dir zu leben, dieß ſeh meenchenureün„mei⸗ ne luſt und pflicht! was die welt rndef, o mein heil, das g. auͤget meiner ſele nicht. Hab ich dich: wie gern will ich das, wornach die heiden trach⸗ ten, reich in dir, verachten! 8 Mache ein guth der erde, daß⸗ ich g zufr iedenheit? ꝛ ſind nicht auch die ehren, die die welt bethoͤ⸗ ren, traum und eitelkeit? du erfreu'ſt des menſchen geiſt, gluͤcklich werde, durch 238 II. Vom Glaube nan Jeſum Chriſtum. geiſt, Herr, du willſt, die dich verehren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen frieden, ſchmeck ich ſchon hienieden, und was hoff ich dort? unbe⸗ graͤnzte zeiten voller ſeligkei⸗ hoff ich auf dein wort; ſie ten ſind mein, durch dich allein. Bleib ich dir getreu im glau⸗ ben; wer kann ſie mir rau⸗ ben? 10. Voll von deiner guͤte frohlockt mein gemuͤthe, Gott, mein Heyland, dir. Dieſer Geiſt der freuden ſtaͤrke mich im leiden, weiche nie von mir! laß mich ſo beherzt und froh einſt durchs thal des todes dringen, dort dein lob zu ſin⸗ ger Jie wohl iſt mir, 3 1 9. W 5 freund der ſeelen, wann ich in deiner liebe ruh;. Ich ſteige aus der ſchwermuths⸗hoͤhlen, und ei⸗ le deinen armen zu; da muß die nacht des traurens ſchei⸗ den, wann mit ſo angeneh⸗ men freuden die liebe ſtrahlt aus deiner bruſt. Hier iſt mein hin mel ſchon auferden; wer wollte nicht vergnuget 4 werden, der in dir ſuchet ruh und luſt? 2. Die welt mag meine ſeindin heiſſen, es ſey alſo, ich trau ihr nicht, wann ſie mir gleich will lieb' erweiſen bey einem freundlichen geſicht. den ich erwaͤhle; du bli ſchaft weicht. Der welt fer reicht. fer druͤcken, blitzt auf mi des geſetzes weh, droht ſi und hoͤlle meinen ruͤcken, wunden; da hab ich ſchond ort gefunden, wo mich k fluchſtrahl treffen kann. Tit alles wider mich zuͤſammen, du biſt mein heil, wer u verdammen? Die liebe nin ſich meiner an. kreuzes wuͤſten, ich folg und lehne mich auf dich, du nahe aus den wolken⸗bruͤſten und labeſt aus dem felſen mih ich traue deiner wunder⸗me⸗ gen: ſie enden ſich in lieb und ſegen. Genug, wann ich dich bey mir hab. Ich weit⸗ und uͤber ſonn und ſerna fuͤhren, den fuͤhreſt du zuvor hinab. . Der tod mag andern d ſter ſcheinen; mir nicht, wei der du verlaͤſſeſt keinen, dal⸗ lerliebſtes leben! ruh t. Wen In dir vergnuͤgt ſich meine des weges end erſchte⸗ kann des weges Se ſeele, du biſt mein fraun mein freund, wann freun kann mich doch nicht faͤllen, weil in den ſtaͤrkſten unglu wellen mir deine treu denn 3. Will mich des Meſtt ſteig ich glaͤubig in die ſih und flieh' in deiner ſein 4. Fuͤhrſt du mich in de wen du willſt herrlich zieren, ſeele, herz und muth in dit/ III. — cken/ ſat len hecke ſicherheit ich auch n ſer ſinſter u deiner 6. Wi ſreund de wann ich mich kan —— III. V gl Jeſu, kom will binden hort. N den hab i Jeſus iſt! vermaͤhlt. 2, Trotz ket, daß ſei nun verſch dabey: ni ſcmerzen, hier; der ſen, ihm 3. O we . mein Jeſus ich ſum fren allein, ich er hat mich 7 wird er zeig iuft.* eſun üirſn Willwihnen * druͤcken, dnn ₰½ geſees na n 1A hoͤlle meinan 1 ich glaubig nd 1 fiieh) in dan rn dden; daut gefunden, ua ſrrahlrefunia. i vider mo ſi biſ mein ſel, r =amnen! Ddc 1 7 einer m. imnu ₰ hes oifen, i 5 Jericceufh da den nolku⸗i 1t aus da ſt * 4 * 1 raue deinene 1e’ſeenderſtit bey mirhe 3 — d rilknd (yal bii 81 iber ſonl W u, dr ühn - i. — Der tod unt ir „derz ud 1 p — —— —— — 1 1 — * 2 14 un. 1 4 1 giebt: ſo geb ich nun wieder, A„ III. Von den Geſinn ingen gegen Jeſum ꝛc. 239 cken, wann er aus moͤrdervol⸗ len hecken gelanget in die ſicherheit? mein licht! ſo will ich auch mit freuden aus die⸗ ſer finſtern wildniß ſcheiden, zu deiner ruh der ewigkeit. Wie iſt mir denn, o freund der ſeelen! ſo wohl, wann ich mich lehn auf dich! mich kann welt, noth und 8& tod nicht quaͤlen, weil du, mein Gott! vergnuͤgeſt mich. Laß ſolche ruh in dem gemuͤ⸗ the, nach deiner unumſchraͤnk⸗ ten guͤte, des himmels ſuͤſſen vorſchmack ſeyn. Weg, welt, mit allen ſchmeicheleien! nichts kann, als Jeſus, mich erfreuen, o reicher troſt! mein freund iſt mein. V — III. Von den Geſinnungen gegen Jeſum und der glaubigen Zueignung ſeines Verdienſtes. 320 Yſch laß dich jezt 328. A finden, komm, Jeſu, komm, fort, mein herze will binden dein herze, mein hort. Nach Jeſu ich ſchreye; o AaAk z 0 ½. 3 den hab ich erwaͤhlt; mein Jeſus iſt treue, ihm bin ich was Jeſus gebuͤhrt; leib, ſee⸗ le und glieder ihn nochmals verehrt. 5. Jal ja! ich bin ſeine, wir beyde ſind eins: ich bin nicht mehr meine, uns ſcheidet nun kein's: bleib ich gleich auf er⸗ vermaͤhlt. 2. Trotz dem! der nicht den⸗ ket, daß ſeine ich ſey; ich bin nun verſchenket, es bleibet dabey: nichts bringet mir ſchmerzen, weil Jeſus iſt hier; der traͤgt mich im her⸗ zen, ihm dank ich dafur. 3. O weichet, ihr feinde! mein Jeſus iſt mein; ihn hab ich zum freunde, ſein bin ich allein: ich bleibe ſein eigen, er hat mich erkauft: ſein blut wird er zeigen, damit ich ge⸗ tauft. 4. Auch kann ich ermeſſen, daß Jeſus mich liebt; weil er mir zu eſſen ſich ſelber dar⸗ den, ſo lange er will; ſo hab ich den werthen, dem halte ich ſtill. 6. Ihn kann mir nichts rauben, der ſtaͤrkſte der ſtegt; an den will ich glauben, am herzen mir liegt, im ſchlafen und wachen iſt Jeſus mir nah'; ey! ſollt' ich nicht lachen, daß Jeſus ſteht da. 7. An Jeſu ich klebe, in Je⸗ ſu ich ruh'; in Jeſu ich lebe, und ſterbe dazu. An Jeſu ich klebe, in Jeſu ich ruh'; in Je⸗ ſu ich lebe, und ſterbe darzu. 32 1 Ar Jeſum denken —T. oft und viel! bringt freud' und wonn' ohn maaß und ziel, recht aber ho⸗ nige 240 III. Von den Geſinnungen gegen Jeſum. nig ſuͤſſer art iſt ſeiner gna⸗ den gegenwart. 2. Nichts liebers meine zunge ſingt, nichts reiners meinen ohren klingt, nichts fuͤſſers meinem herzen iſt, als mein herzliebſter Jeſus Chriſt. 3. O Jeſu! herzens freund und wonn'! o lebens brunn, o wahre ſonn'! ohn'’ dich iſt alle freud unwerth, und was man auf der welt begehrt. 4. O Jeſu! deine lieb' iſt ſuͤß, wenn ich ſie tief ins herze ſchließ, erquicket ſie mich ohne zahl, viel tauſend, tauſend, tauſendmal. 5. Ach lieb't und lobet doch mit mir den, der uns liebet fuͤr und fuͤr! mit lieb beloh⸗ net lieb' allzeit, und hoͤrt nicht auf in ewigkeit. .6. Mein Jeſus ganz mir liegt im ſin, ich geh und fleh', und wo ich bin; wie froh und ſelig werd' ich ſeyn, wann er wird ſeyn und bleiben mein! 7. An dir mein herz hat ſei⸗ ne luſt, wie ſuͤß du ſey'ſt, iſt mir bewuſt; mein ruhm iſt all auf dich geſtellt, o Jeſu, Heyland aller welt!— 2505(EFins iſt noth! ach 322. E Herr! dieß eine lehre mich erkennen doch: al⸗ les andre, wie's auch ſcheine, iſt ja nur ein ſchweres joch, darunter das herze ſich naget und plaget, und dennoch kein wahres pergnuͤgen erjaget. langen, liebſter Jeſu, un wille fein in ſolche ſchranken Erlang ich dies eine, das a. les erſetzt, ſo werd' ich mie nem in allem ergoͤtzt. 2. Seele, willt du dien finden, ſuch's bey keiner ku⸗ tur, laß, was irrdiſch iſt, ie hinten, ſchwing dich uüber natur: wo Gott und) menſchheit in einem vereine wo alle vollkommene fuͤllen ſcheinet: da, da iſt das bei nothwendigſte theil, meinen und mein alles, mein ſeligſt eil. 3. Wie Maria war befiſſ auf des einigen genuͤß, daſt ſich zu Jeſu fuͤſſen voller an dacht niederließ. Ihr hen entbrannte dies einzig zu h⸗ ren, was Jeſus, ihr Heyland⸗ ſie wollte belehren; ihr alet war gaͤnzlich in Jeſum za⸗ ſenkt; und wurde ihr allesit einem geſchenkt. 4. Alſo iſt auch mein bet nach dir, laß mich treulit an dir hangen, ſchenke dich i eigen mir. Ob viel auch um⸗ kehrten zum groͤſſeſten hau⸗ fen, ſo will ich dir dennoch in liebe nachlaufen; demn dein wort, o Jeſu, iſt lelen und geiſt, was iſt wohl/ d man icht in Jeſu geneußt 5. Aller weisheit hohſteſi le in dir ja verborgen lig Gieb nur, daß ſich auch mei fuͤgt, worinnen die dnng u, der! — undeinfalt uder weis ſt, fuͤhret nur Jeſun weiß, ſoh pollkomme 6. Nich Gott ja be dich mein ſu, es n durch dein Die höͤch wir erwon am ſtamm ſtorben: de ich da habe nen mein, prangt. 7. Nun ſeele auch erwacht, d erwaͤhle, gemacht. gottlichen n ſin dir, nir alles g nich aller! dein leben anzig bewu 8. Drum dhene ſolt les ſeyn. Pt ic meyae elſchin: biſem, be und leite mi nul —— un it dean ſezr, tna m in allem trgi Selle, uind en, ſucebait uß, daind en, ſcong a nn: do Gat 2 ſſchheit in änn σ ale volkkona a hwendigſt he neinalles,w V .Wie Mram des einigen za zu Jeſu füſan dt niederlitz. brannte dien „was Jiſc de wollte balärn * ganzlic n kt; und wore em geſchet ¹³ Aſo ſtutn I en, lihtt. — MV 6 dwil ü ruthe 1 1 FAlrrüht indir une 3* dü inet: da, ui ſ u. der glaubigen Zueignung ſeines Verdienſtes. 2 3=1) und einfalt regieret, und mich zu der weisheit, die himmliſch iſt, füͤhret. Ach! wenn ich nur Jeſum recht kenne und weiß, ſo hab ich der weisheit vollkommenen preiß. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich mein hoͤchſtes Gut: Je⸗ u, es muß mir gelingen durch dein roſen⸗farbes biut. Die hoͤchſte gerechtigkeit iſt mir erworben: da du biſt am ſtamme des kreuzes ge⸗ ſtorben: die kleider des heils ich da habe erlangt, worin⸗ nen mein glaube in ewigkeit prangt. 7. Nun ſo gieb, daß meine ewigem wege: gieb, daß ich hier alles nur achte fuͤr koth, V herhens weide, Jeſu Mel. Jeſus meine zuverſ. 323 Gter hirte, willt du nicht deines ſchaͤfleins dich erbarmen, und nach deiner hirten⸗pflicht tra⸗ gen heim auf deinen armen? willt du mich nicht aus der 8 holen in den freuden⸗ gaal? 2 2. Schau, wie ich verirret bin auf der wuͤſten dieſer er⸗ den! komm, und bringe mich doch hin zu den ſchaafen dei⸗ ner heerden, fuͤhr mich in den ſchaafſtall ein, wo die heil'⸗ gen laͤmmer ſeyn. 3. Mich verlangt dich mit der ſchaar, die dich loben„ anzuſchauen: die da weiden ohn gefahr auf den fetten himmelsauen, die nicht mehr in furchten ſtehn, und nicht koͤnnen untergehn. 4. Denn hier bin ich ſehr bedraͤngt, muß in ſteten ſor⸗ gen leben, weil die feinde mich umſchraͤnkt, und mit liſt und macht umgeben, daß ſchaͤfelein keinen ich armes blick kann ſicher ſeyn. 5. O Herr Jeſu! laß mich nicht in der woͤlfe rachen kommen, hilf mir nach der hirten pflicht, daß ich ihnen werd'entnommen, hole mich, dein ſchaͤfelein, in den ew⸗ gen ſchaafſtall ein. eſu, meine freu⸗ 324. J de! meines meine zier! 242 III. Von den Geſinnungen gegen Jeſum ans licht. zier! ach wie lang, ach lan⸗ ge, iſt dem herzen bange, und verlangt nach dir!. Gottes lam, mein braͤutigam! auſſer dir ſoll mir auf erden nichts ſonſt liebers werden. 2. Unter deinen ſchirmen bin ich vor den ſtuͤrmen aller feinde frey; laß den ſatan wittern, laß den feind erbit⸗ tern, mir ſteht Jeſus bey: ob es jezt gleich kracht und blitzt, ob gleich ſuͤnd und hoͤlle ſchre⸗ cken; Jeſus will mich decken. 3. Trotz dem alten dra⸗ chen! trotz des todes rachen! trotz der furcht darzu! tobe, welt, und ſpeinge, ich ſteh' hier und ſinge in gar ſichrer ruh. Gottes macht haͤlt mich ich acht! erd und abgrund muß verſtummen, ob ſie noch ſo brummen. 4. Weg! mit allen ſchaͤ⸗ tzen, du biſt mein ergetzen, Jeſu, meine luſt! weg, ihr eitlen ehren! ich mag euch nicht hoͤren; bleibt mir un⸗ hewußt! elend, noth, kreuz, ſchmach und tod ſoll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jeſu ſcheiden. 5. Gute nacht, o weſen! das die welt erleſen, mir ge⸗ faͤllſt du nicht: gute nacht, ihr fuͤnden! hleibet weit da⸗ hinten, fkommt nicht mehr Gute nacht, du ſtolz und pracht! dir ſey ganz, du laſterleben, gute nacht gegeben. dein hoff die ſeligkeit zu er⸗ ben: 6. Weicht, ihr trauer ga⸗ ſter! denn mein freuden⸗mei ſter, Jeſus,tritt herein: de nen, die Gott lieben, muſ auch ihr betruͤben lauteru cker ſeyn. Duld' ich ſchn hier ſpott und hohn; dennag bleibſt du auch im leide, In meine freude. 325 eſu, Jeſu, dul 2eI mein, weil io ſoll auf erden wallen; la mich ganz dein eigen ſeyn, a mein leben dir gefallen. Die will ich mich ganz ergeben in dem tod und auch im leben, und vertraue dir allein, Jeſt⸗ Jeſu, du biſt mein. 2. Jeſu, Jeſu, du biſt mein! wann die ſchwere kreuhes⸗ buͤrde mich druͤckt haͤrteralt ein ſtein, halt' ich's fuͤr de chriſten wuͤrde: du haſt ſelhe kreuz getragen; warum ſol ich's dann abſchlagen, wam das kreuz bey mir kehrt ein! Jeſu, Jeſu! du biſt mein. 3. Jeſu, Jeſu, du biſt mein wann mich freund' und feind verlaſſen, und ich huͤlſios geſ allein, und weiß keinen truſ zu faſſen; ſo wollſt du dichzu mir wenden, und dein'n gl⸗ ten Geiſt mir ſenden, der mim Linen rroſ geuß ein. Jeſu⸗ eſu, du biſt mein. 5 4. Jeſu, Jeſu, du hiſt mein wann ich muß des todes ſier⸗ ben; weil ich durch das leiden u. d ben: wo leiden, und freu auaal un du biſt Mel. z26. ſas, ſ und mei ich ein i will, wa mein her. hat. J verhuͤllt wie du n 3. Sc wein gluͦ wider dit bald zurn das nüß mir, Hern mich dir, 4. Und willen, mir, mei len laß er ben, freu als dein wann, 1 5. Sey phieſen, ls darza, nit erwieſ ſgrene l eſ du auczinth fraud. —bs Jn 9 wen, * leuf erden ug * anzdeneia An leben di git ²8ẽỹid vich aua tod und aut *A vpertrauediri —, dubuüma — . Jeſa, Jeſede ☛ die ſcon 4 N de vic hitt 2m ſtein, halk i 2n ſten würder ᷣ H getragen, n un ͤdann üſchn * kreuz doh n — u, Niu ui .Jeſu, Jeinae un wich frun laſen, uditt 1 1 in, und nir aſſen; ſ n „wenden, u 3 u. der glaubigen Zueign. ſeines Verdienſtes. 243 ben: wo ſich enden wird mein leiden, und ſich finden fried und freuden; wo ohn' alle quaal und pein. Jeſu! Jeſu! „ du biſt mein. Mel. Sott des Zimmels eſus„ Jeſu 8„ 326. J nichts als Je⸗ ſus, ſoll mein wunſch ſeyn und mein ziel; jetzund mach ich ein verbündniß, daß ich will, was Jeſus will: denn mein herz mit ihm erfuͤllt, ru⸗ fet nur: Herr! wie du willt. 2. Einer iſt es dem ich le⸗ be, den ich liebe fruͤh und ſpat; Jeſus iſt es, dem ich gebe, was er mir gegeben hat. Ich bin in dein blut verhuͤllt, fuͤhre mich, Herr! wie du willt. 3. Scheinet was, es ſey mein gluͤcke, und iſt doch zu⸗ wider dir: ach! ſo nimm es bald zurucke, Jeſu! gieb, was nuͤtzet mir. Gieb dich mir, Herr Jeſu, mild! nimm mich dir, Herr! wie du willt. 4. Und vollbringe deinen illen, in, durch und an mir, mein Gott: deinen wil⸗ len laß erfuͤllen mich im le⸗ ben, freud und noth; ſterben als dein ebenbild, Herr! wann, wo und wie du willt. 5. Sey auch, Jeſu, ſtets ge⸗ prieſen, daß du dich, und al⸗ l's darzu, haſt geſchenkt und mir erwieſen, daß ich froͤhlich ſchreye! nu! es geſchehe mir mein ſchild, wie du willt, Herr! wie du willt!. mel. Auf, Chriſtenmenſch. Hir nach! ſpricht 327. M Chriſtus, un⸗ ſer held, mir nach! ihr chri⸗ ſten alle! verleugnet euch, verlaßt die welt, folgt meinem ruf und ſchalle: nehmt euer kreuz und ungemach auf euch, folgt meinem wandel nach. 2. Ich bin das licht, ich leucht' euch fuͤr mit heil'gem tugend⸗ leben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im finſtern ſchweben: ich bin der weg, ich weiſe wohl, wie man wahrhaftig wandeln ſoll. 3. Mein herz iſt voll demuͤ⸗ thigkeit, voll liebe meine ſee⸗ le! mein mund der fleußt zu jeder zeit von ſuͤſſem ſanft⸗ muths oͤle, mein geiſt, ge⸗ muͤthe, kraft und ſinn iſt Gott ergeben ſchau't auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was ſchaͤdlich iſt, zu fli hen und zu meiden, und euer herz von arger liſt zu rein'gen und zu ſcheiden. Ich bin der ſeelen fels und hort, und fuͤhr' euch zu der himmelspfort. 5. Faͤllt's euch zu ſchwer, ich geh' voran: ich ſteh' euch an der ſeite! ich kaͤmpfe ſelbſt, ich brech' die bahn, bin alles in dem ſtreite. Ein boͤſer knecht! der ſtill darf ſtehn, L 2 wenn 244 III. Bon den Geſinnungen gegen Jeſum, wenn er den feldherrn ſieh't angehn. 6. Wer ſeine ſeel zu finden meynt, wird ſie ohn' mich verlieren: wer ſie hier zu ver⸗ lieren ſcheint, wird ſie in Gott einfuͤhren. Wer nicht ſein kreuz nimmt und folgt mir, iſt mein nicht werth, und meine zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit leib und ſeel nachgehen, und wolgemuth, getroſt und gern bey ihm in leiden ſtehen: denn wer nicht kaͤmpft traͤgt auch die kron des ew'gen lebens nicht davon. (Aurſprung des le⸗ 328.O bens! o ewiges licht! da niemand vergebens ſucht, was ihm gebricht: le⸗ bendige quelle! ſo lauter und helle, ſich aus ſeinem heiligen tempel ergießt, und in die begierigen ſeelen einfließt. 2. Du ſprichſt: wer begeh⸗ ret zu trinken von mir, was ewiglich naͤhret, der komme, allhier ſind himmliſche gaben, die ſuͤſſiglich laben; er trete im glauben zur quelle heran, hier iſt, was ihn ewig beſeli⸗ gen kann. 3. Hier komm ich, mein Hirte! mich durſtet nach dir: o Liebſter! bewirthe dein ſchaͤflein allhier: du kannſt dein verſprechen mir armen nicht brechen, du ſieheſt, wie elend und duͤrftig ich biu⸗ N8 auch giebſt du die gaben aus gnaden nur hin. 4. Du ſuͤſſe fluth: labeſt geiſt, ſeele und muth, und wen du begabeſt, find't ewiges * guth. Wann man dich genieſ ſet; wird alles verſuͤſſet; es jauchzet, es ſinget, es ſprin⸗ get das herz, es weiche ruͤcke der traurige ſchmerz. 5. Drum gieb mir zu trin⸗ ken, wie's dein wort ver⸗ heißt, laß gaͤnzlich verſinken den ſehnenden geiſt, im meer deiner liebe; laß heilige trie⸗ be mich immerfort treihen zum himmliſchen hin, es werde mein herze ganz trun⸗ ken darinn. 6. Wann du auch vom lei⸗ den was ſchenkeſt mir ein, ſo gieb mir mit freuden gehor⸗ ſam zu ſeyn. Denn alle die, welche mit trinken vom kelche⸗ den du haſt getrunken im lei⸗ den allhier, die werden dort ewig ſich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch wer⸗ den, mein Jeſu! erquickt! da⸗ wo deine heerden kein leiden mehr druͤckt; wo freude die fuͤlle, wo liebliche ſtille, wo wolluſt, wo jauchzen, wo herr⸗ lichkeit wohnt, wo heiliges leben wird ewig belohnt. eelen⸗ braͤuti⸗ 329. O gam! Jeſu Gotteslamm! habe dank fuͤt deine liebe, die mich zieht aus reinem triebe von der ſin u. — den ſchl lamm. 2.8 muth freundl und an ckeſt, muth d 4. G Gott, du biſt ren, zl ren, d wahrer 4. N laß ver mich m hinfort loſche n 1A cht. williche loh vern und fuͤr 6,9. deine lie naͤhre un welt mic ſie wir. Davids/ 7. Gre haſt 3 menſchen dich ind du riefſt ſer ſtiede nen,diedi — eger Jin = n nhenn dn dn. Lu üſſe A 8 ſele halu * 3 begades ſuͤtn 1 Wann unndige a ird altz daſt a, es ſnne, herz, an ⁴ der trunnzeitn Drun g ung = wies dan ie ap laß ginlihle a hnenden gei Ar liebe; laßzl „ 7 1 Düch immerſen 11 à himuuiſcen me mein ſenſen. Sarinn. Wann du ute — us ſttenkeunei —ͤ mir nit ſeadan t 2u ſeyn. dmt 7 te mit trinkam [= u hat garuinn = ulhier, deni * ſcc freuen un 1 Drumlezmi 1n nein Jfüllenn 1= eine hendat [— drick; nſe ., wolihlien iſ vo auchn Aüt wehet, nf - airtd eri ü 1 u der glaubigen Zueign. ſeines Verdienſtes. 245 den ſchlamm, Jeſu, Gottes⸗ lamm.. 2. Deine liebes⸗glut ſtaͤrket muth und blut; wann du freundlich mich anblickeſt, und an deine bruſt mich druͤ⸗ ckeſt, macht mich wohlge⸗ muth deine liebes⸗glut. 3. Wahrer menſch und Gott, troſt in noth und tod du biſt wahrer menſch geboh⸗ ren, zu erſetzen, was verloh⸗ ren, durch ſein blut ſo roth, wahrer menſch und Gott. 4. Meines glaubens licht laß verloͤſchen nicht, ſalbe mich mit freuden⸗oͤle, daß hinfort in meiner ſeele ja ver⸗ laſche nicht meines glaubens icht. s. So werd'ich in dir blei⸗ ben fuͤr und fuͤr: deine liebe will ich ehren, und in dir dein lob vermehren, weil ich fuͤr und fuͤr bleiben werd' in dir. 6. Held aus Davids ſtam! deine liebes⸗flamm mich er⸗ naͤhre und verwehre, daß die welt mich nicht verſehre; ob ſie mir gleich gram, held aus Davids ſtamm. 7. Groſer friede⸗fuͤrſt! wie haſt du geduͤrſt't nach der menſchen heil und leben, und dich in den tod gegeben, da du riefſt: mich duͤrſt't, gro⸗ ſer friede⸗fuͤrſt! 8. Deinen frieden gieb, aus ſo reiner lieb, uns, den dei⸗ 4 nen, die dich kennen, und nach dir ſich chriſten nennen; de⸗ nen du biſt lieb, deinen frie⸗ den gieb. 9. Wer der welt abſtirbt emſig ſich bewirbt um den le⸗ bendigen glauben, der wird bald empfindlich ſchauen, daß niemand verdirbt, der der welt abſtirbt. 10. Nun ergreif' ich dich, du mein ganzes ich, ich will nimmermehr dich laſſen, ſon⸗ dern glaͤubig dich umfaſſen, weil im glauben ich nun er⸗ 11. Wann ich weinen muß, wird dein thraͤnen⸗fluß nun die meinen auch begleiten, und zu deinen wunden leiten daß mein thraͤnen⸗fluß ſich bald ſtillen muß. 12. Wann ich mich aufs neu' wiederum erfreu', freueſt du dich auch zugleiche, bis ich dort in deinem reiche ewiglich aufs neu' wiederum erfreu'. 13. Hier durch ſpott und hohn, dort die ehren⸗kron: hier im hoffen und im glau⸗ ben, dort im haben und im ſchauen: denn die ehren⸗kron folgt auf ſpott und hohn. 14. Jeſu, hilf, daß ich all⸗ hier ritterlich alles durch dich uͤberwinde, und in deinem ſieg empfinde, wie ſo ritter⸗ lich du gekaͤmpft fuͤr mich. 15. Du, mein preis und ruhm, werthe ſaronsblum! in mir ſoll nun nichts erſchal⸗ L 3 len, 246 III. Von den Geſinnungen gegen Jeſum len, als was dir nur kann ge⸗ fallen, werthe ſaronsblum, du mein preis und ruhm. Mel. Jeſu meiner ſeelen l. 0.( ollt ich jezt noch 33 8 da mir ſchon deine guͤt' erſchienen, dich verlaſfen, Gottesſohn, und der ſuͤnde dienen? mit den luͤſten dieſer zeit wieder mich befle⸗ cken, und nicht mehr die ſuͤſ⸗ ſigkeit deiner liebe ſchmecken? 2. Hab ich doch allein bey dir meine ruh gefunden! Mittler, heilteſt du doch mir alle meine wunden! und ich ſollte dein gebot wie die ſuͤn⸗ ſichre nun 11 und nicht mehr lachet? mich noch verfuͤhren Gottes huld genieſſe; weiß, auf weſſen wort ich d hoffnung gruͤnde, daß aug ich unfehlbar dort gnad un leben finde! „7. Nicht das leben, nict der tod, truͤbſal nicht nan den haſſen, und mein recht an deinen tod wieder fahren laſſen? 3. Nein ich bin und bleib' ein chriſt, halt auf deine leh⸗ ren, laſſe mir nicht macht noch liſt meinen glauben wehren! ſielen tauſend ab, nicht ich! mag's die welt verdrieſſen! ſie wird mein vertrau'n auf S dich mir doch goͤnnen muͤſſen! 4. Zeigt ſich mir ein heil, wie du? bringt ſie kraft den muͤden, den bedraͤngten troſt und ruh, ſuͤndern Gottes frieden? giebt ſie mir die zu⸗ verſicht, daß ich, trotz dem grabe, deiner ewigkeiten licht zu erwarten habe? 5Rettet ſie mich, wann vor Gott einſt die voͤlker ſtehen, und das leben und den tod be, alles uͤberwind ich wat Herr, durch deine liebe. Mel. Nun freut euch, l uch' wer da wil b 3 3 I G ein ander ziel, die ſeligkeit zu finden; mein herz allein bedacht ſoll ſeyn, auf Chriſtum ſich zu gruͤnden. ein wort iſt wahr, ſein werk' ſind klar; ſein heilger mund hat kraft und grund all' feind' zu uͤberwinden. 2 Such' wer da will, noth⸗ helfer viel, die uns doch nichts erworben, hie iſt der mann, der helfen kann, bey dem nie was verdorben. das heil durch ihn zu theil, uns macht gerecht der treue knecht, der fuͤr uns iſt ge⸗ ſtorben. Uns wird ihm zur ſeite ſehen; wann der b doch den, laßt 3. Ach iuch doch den zu ſpaͤt aus den ſchlaf erwachet, und der ſpöt⸗ ter, der hier ſchmaͤh't, glaatt 6. O wie thoͤricht wannit lieſe Jeſu, da ich ſchon durch dit daig freuden, mein Erloͤſer und mein Gott, ſoll von dir mih ſcheiden, welt und ſuͤnd un eitelkeit und des fleiſches nie U. — alles ſteh hegehret keiner m gewähre ſtund n ſuch't ihe wird ſeyn lich ehre 4. M mein fre Herr Je doch nie durch e bleib du wort mm mein' eh leht', glaͤuben. 3. W dein ang kreuz nic von mir. hilf mir hilf mir ſem leid, nach dief loh dort Mel. x 332. ben, der telkeit;; nach bet auch zreu nü uß S laſf ſcein der —uade 8 u ud — erurch, m erhirſtni 1A ict meßrlan dwietzäntte 1 — ddait ſtang es huld zuiſ. ui neſen net 1 aung gründe, ſ = nfehldiran 4 — inde. Nicht das(ä = od, nißſn Ahen, mein e n Gott, ſolumt 1 den, veitwic 1* kiit unddesiie 1= alls idemihe = durch deirls el. Vurſrue 11 aligkeit u n Ir Calein bedacht 1Ir aihrittum ſtae (ſ= j vott if 3 ſind klars in 1 ſtt futn at eind uüim dͤ Such nadn 4 cr vill, deune e arten, füin uin keut = perdordel, d —1 Sel dutin ur autt n 1 n, xm. . ic ütedi n woc miſn 1⸗—en S=I.6 u. der glaubigen Zueign. ſeines Verdienſtes. 247 alles ſtehn, die ihr das heil begehret! er iſt der Herr! und keiner mehr, der euch das heil gewaͤhret. Such't ihn all' ſtund' von herzens⸗grund, ſuch't ihn allein: denn wohl wird ſeyn dem, der ihn herz⸗ lich ehret. 4. Mein's herzens kron, mein frenden⸗ſonn, ſollt du, Herr Jeſu! bleiben: laß mich doch nicht von deinem licht durch eitelkeit vertreiben: bleib du mein preis, dein wort mich ſpeiſ'; bleib du mein ehr, dein wort mich lehr', an dich ſtets veſt zu glaͤuben. z5. Wend' von mir nicht dein angeſicht, laß mich im kreuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein'’ hoͤchſte zier, hilf mir mein leiden tragen. Hilf mir zur freud nach die⸗ ſem leid, hilf, daß ich mag nach dieſer klag, dir ewig lob dort ſagen. Mel. Wer nur den lieben 3 Ner ſeinen Jeſum 332.2 recht will lie⸗ ben, der achtet nicht der ei⸗ telkeit; ihn kann kein unge⸗ er bleib't mach betruͤben, auch treu bey rauher zeit: wer Jeſum hat, und Jeſum lieb't, der lieb't den, der den himmel giebt. 2. Wer Jeſum lieb't, muß alles laſſen, was falſchen ſchein der liebe macht: nur ſei⸗ nen Jeſum muß er faſſen, auf ihn alleine ſeyn bedacht: wer Jeſum ꝛc. 3. Wer Jeſum lieb't, ver⸗ langt den himmel, und ruh't an ſeines Jeſu bruſt; er laͤßt das boͤſe welt⸗getuͤmmel, und ſeufzet nach der himmels⸗luſt: wer Jeſum ꝛc. 4. Wer Jeſum lieb't, der kann nicht ſterben, er lebt auch in dem tode noch; ſein Jeſus laͤßt ihn nicht verder⸗ ben, ob ihn hier druͤckt der ſuͤnden joch: wer Jeſum ꝛc. 5. Wer Jeſum lieb't, kann ſich ergoͤtzen, wann ihn ſein liebſter Jeſus kuͤßt, wann er ins leben ihn wird ſetzen, und alles herzeleid verſuͤßt: wer Jeſum hat und Jeſum lieb't, der lieb't den ꝛc. Wel. Auf Chriſtenmenſch. 3 3 3 Welch hohes bey⸗ ‿☛ ſpiel gab'ſt du mir, mein Heyland, durch dein leben! ſollt' ich nicht gern und mit begier dir nachzuah⸗ men ſtreben? und nicht den weg, den du betrat'ſt, auch gehn, und das thun, was du that'ſt?. 2. Dein herz war voller hei⸗ ligkeit, ſo rein, wie deine lehre: dein thun, l.eb und rechtſchaffenheit, dein end⸗ zweck Gottes ehre, fuͤr uns allhier zufriedenheit, und dort einſt ew'ge ſeligkeit. 3. Darum entaͤuſſerteſt du L 4 dich, — S H 4* 248 IV. Dom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. dich, und ſtieg'ſt vom himmel fuͤr feinde; du ſtarb'ſt, gehon nieder, ward'ſt menſch, ein ſam bis zum tod, und ehrtez armer menſch, wie ich, und auch im tode Gott. T meiner ſchwachheit bruͤder, 6. Dies groſe beyſpiel hat der bosheit raub, der leute du mir zur richtſchnur hinte ſpott, in deinem wandel laſſen, daß ich geſinnet gleich wie Gott. 4. In knechtsgeſtalt erſchie⸗ laſſen. Komm, ſprichſt du,nin neſt du, um uns zu herr'n zu dein kreuz au machen: den kranken gabſt du troſt und ruh, und war'ſt ſtark 7. Ich komme, Herr gi in den ſchwachen: du trug'ſt kraft und licht, daß ich mei die leiden mit geduld, und trug'ſt ſie ſonder eigne ſchuld. 5. Ein opfer unſrer miſſe⸗ that, lieb'ſt du uns doch als freunde, erfuͤll'ſt fuͤr uns des Vaters rath, und bitteſt ſelbſt gleich dir in meinem thunm d 1 f dich, komm, folge mir, und thu wie ich. heil erkenne, dein wahte fuͤnger ſey, und nicht mih faͤlſchlich nur ſo nenne; de mit ich deinem beyſpiel trau auch andern ſelbſt ein heyſpie ſey. IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 334. Arze Pre auf! zum ſtreit! auf! auf! zum uͤberwinden; in dieſer welt, in dieſer zeit iſt keine ruh zu finden. Wer nicht will ſtreiten, traͤgt die kron des ew'gen lebens nicht davon. 2. Der teufel kommt mit ſeiner liſt; die welt mit pracht und prangen: das fleiſch mit wolluſt, wo du biſt, zu faͤllen dich und fangen: ſtreit'ſt du nicht wie ein tapfrer held: ſo biſt du hin und ſchon gefaͤllt. 3. Gedenke! daß du zu der fahn dein's feldherrn haſt ge⸗ — du als ein mann, zum ſrreit biſt auserkohren: ja denke, daß ohn' ſtreit und ſieg nie kei⸗ ner zum triumph aufſtieg. 4. Wie ſchmaͤhlich iſt/ wann ein ſoldat dem feindden ruͤcken kehret: wie ſchaͤndlich⸗ und ſich nicht wehret; nit ſpoͤttlich, wann er auch mit fleiß, aus zagheit wird dem feind zum preis. wann er ſeine ſtadt verlaͤßt/ §. Bind an! der teufel ſſ bald hin; die welt wird leicht verjaget, das ſleiſch muß end⸗ ſchworen; denk ferner„ daß b ich's immer plaget. Oew'ge dich's immer p geſchande! lich aus dem ſinn; wit ſehr W. ſende dieſen dr 6. We trigt den vermeßen dies vom bens eſſe den ſoll k ruͤhr'n it ſeinen l vollenden Herrals nes manl ben einen einen nel 8. We ſtern. 9. We ewig nich gehen; p ein englit ſäule ſteh tes unſers vor ihm 1o. We auf dem Niu ſiter ein Gott⸗ ſonne blit ſcen und merdar den II. So frat kec; (— zander ſihit 2 S 1= tenthum lhen 1 ld ein nam, & aueerkohre. 4— ohn ſtratumdſ * um trüumhoh „Bi ſtut 1 n nein ſolderda⸗ Me enkeßret vit 2 Uler ſiaſt 14 ſcch nict n 48 tlich, wamen 42 aus ag 4 9 dum nni ideu aget, dasſt iſt w 4 den ſi 3 iume 1 IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 249 ſchande! wann ein held vor dieſen dreyen feinden faͤllt. . Wer uͤberwind't, und traͤgt den raum der feinde die vermeßen; der wird im para⸗ dies vom baum des ew⸗ gen le⸗ bens eſſen: wer uͤberwind't, den ſoll kein leid noch tod be⸗ ruͤhr n in ewigkeit. Wer uͤberwind't„ und ſeinen lauf mit ehren kann vollenden, dem wird der Herr alsbald darauf verborg⸗ nes manna ſenden: Ihm ge⸗ ben einen weiſen ſtein, und einen neuen namen drein. 8. Wer herwind it, be⸗ kommt gewalt, wie Chriſtus zu regieren; mit macht die voͤlker mannigfalt in einer ſchnur zu fuͤhren! wer uͤber⸗ wind't, bekommt vom Herrn zum feld⸗panier den morgen⸗ ſtern. 9. Wer uͤberwind't, ſoll ewig nicht aus Gorne tempel gehen; vielmehr d'rinn wie ein engliſch licht und guͤld'ne ſaͤule ſtehen: der name Got⸗ tes unſers Herrn ſoll leuchten vor ihm weit und fern. 10. Wer uͤberwind't, ſoll auf dem thron mit Ehriſto Jeſu ſitzen; ſoll glaͤnzen wie ein Gottes bhn, und wie die ſonne blitzen: ja/ ewig herr⸗ ſchen und regier'n, und im⸗ merdar den himmel zier'n. I11. So ſtreit dann wohl, ſrrais keck und kuͤhn„ dau du moͤg'ſt uͤberwinden; ſtreng an die kraͤfte, muth und ſinn, daß du dies gut moͤg'ſt finden. Wer nicht will ſtreiten um die kron, bleibt ewiglich in ſpott und hohn. In voriger Melodie. 335. B es uden rſat wall ich noch hier auf erden, ich ſterblicher: doch dieſer ſtaub ſoll einſt unſterblich werden. Und dann, dann iſt mein ewig's theil, o Gott, verwerfung oder heil. 2. Mit furcht und zittern ſoll der chriſt nach ſeinem heile ringen; verachten, was auf erden iſt; hinauf zu Gott ſich ſchwingen; getroſt den pfad der truͤbſal gehn, und ſtand⸗ haf in n verſuchung ſtehn. Noch weiß ich, daß ich lanfen muß: noch bin ich in den ſchranken; noch nicht am ziele: doch mein fuß begin⸗ net oft zu wanken. Herr, ſtaͤr⸗ ke mich durch deine kraft auf dieſe er kurzen pilgerſchaft. 4. So lang ich noch, ein fremdling hier, in dieſem lei⸗ be walle, ſo ſchaff ein reines herz in mir, ein herz, das dir gefalle. Und leite mich auf ebner bahn durch deinen Geiſt zu dir hinan 5. Es ſey mein ruhm, dir werth zu ſeyn, was du gebeu⸗ teſt, zu uͤben; mein hoͤchſtes gut, mich dein zu freu'n, von L 5 herzen und himmel untergehn, 250 IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. W. herzen dich zu lieben; mein troſt, auf deinen ſchutz zu trau'n, und meine hoffnung, dich zu ſchau'n. 6. Die freche thorheit die⸗ ſer zeit ſoll nie mir meinen glauben, den ſuͤſſen troſt der ewigkeit, des himmels hoff⸗ nung rauben. Was lindert ſonſt des lebens noth? und mas verſuͤßt mir einſt der tod? 6. Verzagt und ſchwach ſind fleiſch und blut, und eitel un⸗ ſre werke, der glaub allein giebt kraft und muth; und nur durch Chriſti ſtaͤrke ſind wir in angſt und traurigkeit getroſt, und uͤberwinden weit. 8. Was iſt die truͤbſal die⸗ ſer zeit, und alles leid der er⸗ den, Gott, gegen deine herr⸗ lichkeit, die kund an uns ſoll werden? wie ſchnell flieh't dies mein leben hin! hin, wo ich ewig ſelig bin. 9. Heilmir! ich bin ſein ei⸗ genthum! nichts ſoll von ihm mich ſcheiden! nicht wolluſt, guͤter oder ruhm; nicht ſchmach, nicht tod noch lei⸗ den. Ich bin durch Jeſu blut erkauft; ich bin auf ſeinen tod getauft. 10. Der uns in Chriſto al⸗ les giebt, Gott wird mich nicht vernichten; der uns bis in den tod geliebt, der wird mich einſt nicht richten. Wann erd werd' ich zum leben aufer ſtehn. II. Nicht truͤbſal mehr nicht leid noch ſchmerz beiri⸗ bet dort die ſeinen, nicht iln⸗ nur freuden⸗thraͤnen weinen. er, der fuͤr uns ſein leben gah er trocknet unſre thraͤnen al. 12. Dort ſchauen wir, un baͤten an vor ſeinem angeſh⸗ te, und die wir hier im dan⸗ keln ſah'n, wir werden dar im lichte die wunder ſeinet liebe ſeh'n, des weiſen wege ganz verſteh'n. 13. Ihr, die ihr ihn erha⸗ b'ner preiſ't, ihr engel, ma⸗ b ne bruͤder, dann ſinget mein verklaͤrter geiſt in juͤbel 4 eure jubel⸗ lieder; und eurer hohen har⸗ fen klang ertoͤnt in meinen lobgeſang.“ 14. Du, der uns dieſes heil ſchen ſtarb, laß, Jeſu dir mich ſterben! gieb, daß ich dir in leben treu, getreu bis in den tod dir ſey. Mel. O Gott du frommer 3 Du ſagſt ich bin 3 5 6. ein chriſtt wohl⸗ an wann werk und leben dit deſſen, was du ſagſt, beweis gen mehr wird unſer her, erwarb, laß, Jeſu, micher. erben! da, der fuͤr ſeine men⸗ und zeugniß geben; ſo ſteht es wohl um dich: ich wunſche was du ſprichſt, zu werden alle tag', nemlich ein gutt Criſt. 24 du nicht duſag'ſt, z. Dl chrit! r laſſen, gut, m. ſen: der! der noch auch kein gleich der 4. Du criſ! d get mit: mit Chri ſa wohl, auch den Gott gen denſtund Stn hn 8* ich un d 1. R. t tü 8 tied 68 N dortdie ſina mehr wird 4 derfütneſin 1 lth enſett 122 ¹. Dettſtruan mnan enſin m und denrſtt 1 ſaͤn, 4 1* lichte die uh 2 eſehen, 1 z erdehn 3. I⸗ deis — dr preiſt, ina drüder, drni klärter giſtua eer; Und enmſ lang eim niſen⸗ 4. Du, der m aarb, laß Iü en! drii aſarb, l,M den! gic dit treu, gerai dir ſey. d l. oGetm⸗ 1 4 8 36 d — en, wisdilt —— —— - — — v — * freudenahtin. IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤbet aupt. 251 2. Du ſagſt, ich bin ein chriſt! der iſt's, der Jeſum kennet, und ſeinen Gott und Herrn ihn nicht alleine nenet; ſondern thut auch mit fleiß, was fodert ſein gebot: thuſt du nicht auch alſo, iſt, was du ſag'ſt, ein ſpott. 3. Du ſagſt: ich bin ein chriſt! wer ſichs will nennen laſſen, muß lieben, was iſt gut, mit ernſt das boͤſe haſ⸗ ſen: der liebet Chriſtum nicht, der noch die ſuͤnde liebt: iſt auch kein chriſt, ob er ſich gleich den namen giebt. 4. Du ſagſt: ich bin ein chriſt! d ma in ja beſpren⸗ get mit waſſer in dem wort, mit Chriſti blut vermenget; ja wohl, haſt aber du gehalten lac den bund, den du mit Gott gemacht in jener gna⸗ denft und? . Haſt du ihn nicht vor⸗ laͤngſt gar oft und viel gebro⸗ chen? haſt du als Gottes kind dich wie du haſt ve rſprochen in allem thun erzeig't, dem guten nachgeßtrebt? hat nicht der alte menſch in dir bisher gelebt? 2 6. Du ſagſt: ich bin ein chriſt! weil Gottes wr ort und lehre ohn' allen menſchentand ich fleiſſig leſ' und hoͤre; ja lieber! thuſ du auch, was dieſe z wort dich lehr't? nicht der's hoͤrt, ſon dern thut; der iſt hey Gott geehrt. 7. Du ſagſt: ich bin ein chriſt! ich beichte meine ſuͤn⸗ den, und laß beym beichtſtuhl mich auch oftermalen finden: indt aber ſich mein freund! ch bitte, ſag es mir, nach ab⸗ gelegrer beicht„die beſſerung auch bey dir? 8. Ach! du bleib' t nach wie vor, dein' wort' und werk' und ſinnen wird oftmals aͤr⸗ ger noch: dein vorſatz und be⸗ ginnen geht nach dem alten trieb; und was noch gut ſoll ſeyn, iſt, wann man's recht beſieh't, nur lauter heuchel⸗ ſchein. Du ſagſt: ich bin ein cri! laß ſpeiſen mich und traͤnken mit dem, was Chriſtus mir im abendmahl will ſchenken: wohl! aber zeige mir, ob Chriſti leib und blut in dir zur heiligung auch ſeine jwirkung thut. 10. Du ſagſt: ich bin ein chriſt! 8 baͤte, leſ' und ſinge; ich geh ins Gotteshaus, ſeynd das nicht gute dinge? ſie ſeynd es; aber wann ſie werden ſo verricht, daß Gott auch ſtets dabey ein reines herze ſieh't. I1. Du ſagſt: ich bin ein chriſt! ich kann dir's nicht gf⸗ ſtehen, es ſey denn, daß ich's werd' aus deinem wandel ſe⸗ hen: wer ſagt und ruͤhmet, daß er Chriſtum angehoͤr, und auch ſein juͤnger ſey, muß wandein, gleich wie er. 4 6 12. 12. Biſt du ein ſolcher chriſt! ſo muſt du ſeyn geſin⸗ net, wie Jeſus Chriſtus war, wann reine liebe rinnet, aus deines herzensquell: wann du demuͤthig biſt von herzen, wie der Herr; ſo ſag, du ſeyſt ein chriſt. 13. So lang ich aber noch an dir erſeh' und ſpuͤre, daß ſtolz und uͤbermuth dein'n ſinn und herz regiere; wann an der ſanftmuth ſtell ſich zei⸗ get haß und neid; ſo biſt du ganz gewiß vom Chriſten⸗ thum ſehr meit. 14. Sagſt du: ich bin ein chriſt! und ruͤhm'ſt dich deß mit freuden? thuſt aber du auch mehr als andre kluge heyden? ach! oͤfters nicht ſo viel, was gutes ſie gethan; ſie werden dorten dich gewiß⸗ lich klagen an. 17. Sag nicht: ich bin ein chriſt! bis daß dir werk und leben auch deſſen, was du ſagſt, beweiß und zeugniß ge⸗ ben; die wort' ſind nicht ge⸗ nug, ein chriſt muß ohne ſchein das, was er wird ge⸗ nannt, im weſen ſelbſten ſeyn. 16. Ach! mein Gott, gieb genad, mich ernſtlich zu be⸗ fleiſſen, zu ſeyn ein wahrer chriſt, und nicht nur ſo zu heiſ⸗ ſen! denn welcher nam'n und that nicht hat und fuͤhrt zugleich, der kommet nimmer⸗ mehr zu dir ins himmelreich. 337. Goꝛn dir geſß weſen; wer böoͤs iſt, bleibet nicht vor dir. Drum laß von ſuͤnden mich geneſen, un ſchaff ein reines herz in mi⸗ der welt entfernt, und unbe fleckt erhaͤlt. 2. Laß mich auf die began⸗ g'nen fuͤnden mit inniger he⸗ ſchaͤmung ſeh'n! durch Chn ſtum vor dir gnade finden, und auf den weg der wahrheit gehn. Ich will forthin das unrecht ſcheu'n, und deinen dienſt mein leben weih'n. 3. O ſtaͤrke mich in dem he⸗ danken! gieb meinem vorſat feſtigkeit; und will mein ſchwaches herz je wanken, ſi hilf der unentſchloſſenheit. Wie viel vermag ich, Gott, mit dir! nimm deinen Geiſ nur nicht von mir! 4. Gieb, daß er mir ſiete hulfe leiſte, und muth und kraͤfte mir verleih', daß ich mit kindlich treuem geiſte, dir bis zum tod ergeben ſey: ſ ſieg ich uͤber fleiſch und welt, und thue, was dir wohlge⸗ faͤllt.. 5. Wann ich indeß aus ſchwachheit fehle, mein Vaten ſo verwirf mich nicht. Verbirg nicht der betruͤbten ſeele, wan b5 , 554 und mache in bekuͤmmern ein Mel. Wer nur den lieben kein gottuz ein herz, das ſich vom ſin ſie dich ſucht, dein angeſicht; IV. ihe wiß. 6. Er, nen freuk ſes herz mich in ich mich, bis nach fungezei theil mi Wel. 338 ſen, ob ie du kennf fen: ach laß mich dir in öbich ree weil ich! 2. Eit aber nie ren wirkl das gute, keiner ſe⸗ dem gieb⸗ kechten n 3. Di vort geb erſüllen nigket dair geihe ſiehſ 1 Uns drin vollbring 4. Wi ſcwinden Ar dir; ſ 1 9 S hethun iate V Jel. Wernur * ſen; ner ii kt erhält * 2. kaß nitan en ſünden uün mung ſchald n vor dir g ld aufdenvant in. Ich vümm recht ſceun, aſt mein läan 3. Oſtiteui ſiken! githmunr igkei; mi waches her in f der unenſi ſie viel verung tdie! unana rnicht don 1. Gied, Rin ſe leiſt, uhr ſte wit nrih kindlichtrung zun tod tmin Lich üheritt thue, vud ſ „Wann ih rachhetfigen erwirnitut ztder deriin dichſch, N ) macht N IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 253 da 37. Ga 1 vor di d den mih ang if ein rang e derz, di in welt wuü 1 mein herz von deiner huld ge⸗ wiß. 6. Erquicke mich mit dei⸗ nen freuden; ſchaff ein getro⸗ ſtes herz in mir; und ſtaͤrke mich in allem leiden, ſo halt' ich mich, mein Gott, zu dir, bis nach vollbrachter pruͤ⸗ fungszeit, der deinen erb⸗ theil mich erfreut. Mel. Kommt laßt euch 338 Jott, ich will mich 8. ernſtlich pruͤ⸗ fen, ob ich redlich bin vor dir! du kennſt meines herzens tie⸗ fen: ach entdecke ſie auch mir! laß mich ſehen, ob ich treu dir in meinem wandel ſey; ob ich recht zu thun mich uͤbe, weil ich dich von herzen liebe? 2. Eitelkeit und eigenliebe ſind die goͤtter dieſer welt: aber nie ſind ſie die triebe, de⸗ ren wirkung dir gefaͤllt. Wer das gute, das er uͤbt, nicht mit reiner ſeele liebt, Richter, dem giebſt du die krone der ge⸗ rechten nicht zum lohne! 3. Die um deiner liebe willen wandeln, wie dein wort gebeut; dieſe, dieſe nur erfuͤllen das geſetz der froͤm⸗ migkeit. Nicht nur das, was wir gethan, auch die quelle ſiehſt du an! deine liebe ſoll uns dringen, gute werke zu vollbringen. 4. Wie ein nebel, ſo ver⸗ ſchwinden meine tugenden vor dir; faſt erkenn ich ſie vor ſuͤnden, denn ſie ſtammten nicht von dir. Deine liebe trieb mich nicht zur erfuͤllung meiner pflicht. Ohne ſelbſt an dich zu denken, ließ ich mich zum guten lenken. 5. Ich gehorchte deinem rechte, daß mir dieſe folg ſam⸗ keit huld und gunſt bey men⸗ ſchen braͤchte, und den ruhm der froͤmmigkeit, wann ihr beyfall mich erhob, o wie ſuͤß war mir das lob! dies allein ließ ich mich treiben, meiner tugend treu zu bleiben. 6. Ach wie konnt ich dich vergeſſen, dir, mein Gott, nicht dankbar ſeyn, deine liebe nicht ermeſſen! mich nicht deines beyfalls freun! meinen lohn hab ich dahin! eitler ruhm ward mein ge⸗ winn! und zu dir konnt ich mich ſchwingen, und ein ewig lob erringen. 7. Gott, der du in deinem Sohne reich biſt an barmher⸗ zigkeit! Gott, mein Vater, ach verſchone meiner falſchen froͤmmigkeit! ich bekenne meine ſchuld! ach, bedecke ſie mit huld! laß mich deine lie⸗ be ruͤhren, und mein ganzes herz regieren! 8. Gieb, daß alle meine werke fruͤchte deiner liebe ſeyn! ſie erfuͤlle mich mit ſtaͤr⸗ ke, ganz mein leben dir zu weih'n! ich bin Gottes eigen⸗ thum dies ſey mir der hoͤchſte 6 7 ruhm! ———y—y ——————y 1 4 6 5— —————————— 254 IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. ruhm! was iſt mir das lob der erde, wenn ich ſeiner wuͤrdig werde. Mel. OGott, du frommer 339. H ſchem munde geht. 2. Gieb, daß ich redlich mich Der laube, den du willſt, ſoll in jeder tugend uͤbe. ruchtbar durch die liebe in wahrer heiligkeit, in guten werken ſeyn; ich wills, ich will dir, Gott, mein ganzes leben weihn. 3. Doch taͤuſcht mein herz ſich oft, mir immer uner⸗ gruͤndlich; bleibt, nach der heiligung durch deinen Geiſt, noch ſuͤndlich; das wollen hab ich wol, zum thun auch licht und kraft: wie unvoll⸗ kommen bleibts dennoch, wie mangelhaft! 4. Du kennſt mich ganz: du kannſt mich reinigen und laͤutern, den geiſt, wann licht ihm fehlt, mit deinem licht erheitern; wann eine leidenſchaft erwachen will, kannſt du durch mein gewiſſen ihr gebieten, daß ſie ruh. 5. Ach! darum wolleſt du mich laͤutern, mich belehren, der traͤgheit des gemuͤths, der err, hoͤre mein ge⸗ baͤt, und laß es dir gefallen; es iſt mein gan⸗ zer ernſt, auf deiner bahn zu wallen; ergreife, leite, Herr, den ſchwachen, der dir fleht, weil ſeine bitte nicht aus fal⸗ luſt zur ſuͤnde wehren, mig, wo gefahren find, erſchrecken mich zum ſtreit ermuntern, wo dein wort zu ſtreiten mi gebeut. 6. Erhalte meinen gam deiner rechten mich, damit mein fuß nicht gleite, mein auge laß allein auf deine wege ſchaun: ſo hilf mir; denn di biſt mein Heyland, mein he⸗ traun. ihr beyſpiel koͤnnte leicht der tugend eifer mindern bewah⸗ auf deinem fußſteig; leitemn 7. Ich bin ein pilger hiet umringt non vielen fünden; re deinen knecht vor ihnen; die dir geweihte bruſt. verſtrickt von eitlen luͤſten ſih ihrer ſunden freun, mit ihren verkehrt, in trauren ſeinelut⸗ wann er ſich nicht bekehrt. 9. Ich aber werde, Gott, dir nicht umſonſt vertrauen, einſt, wenn ich treu dir bin/ dein ſelig antlitz ſchauen; und wenn mein ſtaub erwacht/ von deiner wonne ſatt froh⸗ locken, daß mein herz ſich dir geheiligt hat. Mel. Zerr ich habe mißg. . g 1 err, wie lange 340. H muß ich ringen, eh ich auf der ſteilen hahn dei⸗ nes rechts zum himmel drin⸗ gen, ihre luſt vergift, entweihenit 8. Bewahre mich, wennſe laſtern bruͤſten. Des ſunderz lachen wird in weinen eint ſpott kei werde,: ſen, Got unterſtü dann mi doch no⸗ mein kle 4. So kinde, h bey; He fünde, u treu, da wege n trauchel. 5. Da verfuhre ungetreu triumphe fallen ſey ter ſtege terliege. 6. De gewaͤyren ſchwachhe d du he nich darg iht, und drke, ſelagallin uſſe er ſünden fhat ern brüſten. di zen wird in du kehrt/ inuun un er ſic richit z. Id aberan nicht unſerte ſt, wennihm ſelig ennte wenn mein fmu deiner wonneſ en, d ral geheilgt h fncli unſs IV Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 255 b gen, und vom kampfe ruhen kann? werd ich meinen hang zu ſuͤnden endlich voͤllig uͤber⸗ winden? 2. Ach, wenn mich die luſt der erde, oder kuͤhner ſuͤnder ſpott reizet, daß ich traͤger werde, wirſt du mein vergeſ⸗ ſen, Gott? wirſt du mich zu unterſtuͤtzen eilen? wirſt du dann mich ſchuͤtzen? 3. Ach ich zitt're! Gott, wie lange ſoll ich kaͤmpfen? dieſer ſtreit meiner ſchwachheit macht mir bange, und der welt gefaͤhrlichkeit; daß ich doch noch unterliege, und mein kleinod nicht erſiege. 4. Schaue her zu deinem kinde, hoͤre mich und ſteh mir bey; Herr, bewahre mich vor ſünde, mache mich getroſt und treu, daß ich ſtandhaft deine wege wandeln und nicht ſtraucheln moͤge. 5., Daß die welt mich nicht verfuͤhre, daß ſie mich nicht ungetreu mach, und ſpottend triumphire, daß ich auch ge⸗ fallen ſey; daß ſie ſich nicht ih⸗ rer ſiege ruͤhme, weil ich un⸗ terliege. 6. Der du kraft und muth gewaͤhreſt, hilf des ſchwachen ſchwachheit auf! ja ich hoffe, daß du hoͤreſt, und ich freue mich darauf. Ruͤhmen will ichs, und dir ſingen, daß du ſtaͤrke giebſt zu ringen. (Mel. erzliebſter Jeſu w. ₰4 ch habe, Gott, mir 341. J ernſtlich vorge⸗ nommen, nie auf der uͤber⸗ treter pfad zu kommen: vor dir zu wandeln, dir mich und mein leben zu uͤbergeben. 2. Erforſche mich, ſieh', ob ich's redlich meyne: gieb, daß ich nicht blos, was ich ſeyn ſoll, ſcheine; mit allen kraͤf⸗ ten ſtrebe, deinen willen ganz zu erfuͤllen. 3. Wenn deine furcht mich uͤberall begleitet, und meinen gang, wo mich kein menſch ſieht, leitet; wie ſicher werd ich deine wege wallen! wie kann ich fallen! 4. Laß mich im dunkeln mich dein auge ſcheuen; ver⸗ ſchleuß mein ohr der ſuͤnde ſchmeicheleyen, als ob's des uͤbertuͤnchten laſters werke nicht ſeh' und merke. 5. Gieb eifer, kraft und muth zu meinen pflichten; ſo mag die welt, wie ihr's ge⸗ faͤllt, mich richten; ich, hab ich deinen beyfall, kann mit freuden verachtung leiden. 6. Du achteſt nicht das an⸗ ſeh'n der perſonen, wirſt al⸗ les billig richten und beloh⸗ nen, mit herrlichkeit und eh⸗ re deiner kinder, mit ſchmach die ſuͤnder. 7. Bald, bald vollend' ich meiner pruͤfung ſtunden. Werd' ich im tode nur be⸗ waͤhrt 256 IV. Bom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. waͤhrt erfunden: wie ſchoͤn verwandeln ſich dann meine leiden, und werden freuden. Mel. Mit ſeuſzen klag ih 7 ch bin ein chriſt! 342. J Gott iſt mein freund! in dieſer hohen wuͤr⸗ de ſteh' ich und fufrchte keinen feind, und lache jeder buͤrde. Der rang erfuͤllt mit muth und kraft mein herz in dieſer pilgrimſchaft des lebens und der leiden. 2. Mein glaube ſteht und wanket nicht; er iſt zu feſt ge gruͤndet. Er ſtuͤtzet ſich voll zuverſicht auf Jeſum Chriſt, und findet bey ihm allzeit troſt, heil und ruh: er eignet ſein verdienſt ſich zu, und trotzet welt und hoͤlle. 3 Sollt' ich um hoffart, ei⸗ telfeit und guͤter dieſer erden, aus wolluſt oder ſicherheit der tugend untreu werden? nein, auf die fuͤnde folgt der tod: allein die tugend ſegnet Gott mit leben und mit frieden. 4. Was ſind die leiden die⸗ ſer zeit mir gegen jene kro⸗ nen, womit Gott in der herr⸗ lichkeit die frommen will be⸗ lohnen? was dieſes lebens kurze friſt, Gott! gegen das, was ewig iſt? ſollt' ich nicht muthig kaͤmpfen? s. Ich füͤrchte nicht des to⸗ des macht mit alten ſeinen ſchrecken. Gott will mich aus des grabes nacht zum groſſen V 4 * — tag erwecken; ich fuͤrchte nig der hoͤlle glut, erkauft durc des erloͤſers blut zum eiga thum und erbe. 3 43 Xn dem leben hin 8 auf er den ſ doch nichts als eitelkeit, ois exempel, viel beſchwerden, plage, klage, muͤh und ſtreit kummer, ſorgen, angſt und noth, krankheit, und zul der tod. 2. O ſo denke d'raufim her lem fleiß; wie du ſolche notz und ſchmerzen brechen kannt als grundes⸗eis: laß aus de⸗ en Unterricht. ſtes gut; er iſt nah' und nict ſtarke hand gehet durch das ganze land.. 4. Augenluſt und ſchnade freude, uppigkeit als wuß und koth, vor den augen Got⸗ tes meide; willt du ſeyn be⸗ freyt vom tod; deinen lei 5. Nimm dir vor vor an⸗ dern allen, was du thuſt, nur Gott allein mit dem glauben zu gefallen; voller lieb, ohn argen ſchein; beichte deine fuͤnd und ſchuld, ſo bekommſt du Gottes huld. * nem herzen nicht dieſen tru⸗ n noth, zen, frommer chriſt! mit a⸗ 3. Habe deine luſt am Ha ren: laß ihn ſeyn dein hoch⸗ IWV. — 6. Nin handel, im thun: Herren w auch ſelig heit, recht Geiſtes re 7 Eitl achte, de drigkeit: ernſtlicht dig kreuz keinem ni er nut tra 8. Ste denke, u undtod; einſenke! ſen zeit, ligkeit. ſo ferne, einzuſprechen int und muth; ſeine gnad und ken, komn al, welch ken zu de ahl: die aben und kalreich: derr d R nund, gl kens⸗grund ſcddarneb leweil ſie das faß der ehr'n, ſollt du nimmermehr verſehr'n. 12. Selic beiſt; ruͤhr gepreiſt; ſi und f ſſtzl ehre Kgering zerwecken;i hoͤll gig, 43 J .-. ufn drictzaizut upel, rietet ge, klage, nihe umer, ſorg ſth, kanthet, d. ¹ 1. Oſo deriedne frowmerze lſfleiß; wie hit 11 ſonanan h 1 rundetett.. d derzen nitn untemat b 3. Habe deieli i: laß ihn gan aut; erituhn ferne, einuin d muth; ſäheg medde; uih zt von vd n ſaß der te nallen nasd altin nain 8 en ſceit; ſſ Gen u IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 257 6. Nimmer gehe falſch im handel, noch im reden, noch im thun: willſt du vor dem Herren wandeln, dermaleinſt auch ſelig ruhn; liebe wahr⸗ heit, recht und zucht, als des Geiſtes rechte frucht. 7. Eitle ehr und pracht ver⸗ achte, demuth lieb und nie⸗ drigkeit: nach dem himmel ernſtlich trachte, trag gedul⸗ dig kreuz und leid; Gott thut keinem nicht mehr an, als was er nur tragen kann. 8. Stets ans ende hier ge⸗ denke, und an Chriſti kreuz und tod; in ſein' wunden dich einſenke! alſo kommſt du aus der noth, von der pein und boͤ⸗ ſen zeit, zur gewuͤnſchten ſe⸗ . ligkeit. 3 Kommt! laßt euch 44. den Herren leh⸗ ren, kommt, und lernet allzu⸗ G mal, welche die ſind, die gehoͤ⸗ ren zu der rechten chriſten⸗ zahl: die bekennen mit dem mund, glauben veſt von her⸗ und bemuͤhen ſich darneben, fromm zu ſeyn, dieweil ſie leben. 2. Selig ſind, die demuth ermthenit haben und ſind immer arm im Nna nn geiſt; ruͤhmen ſich ganz keiner . gaben, daß Gott werdaltein gepreiſt; danken dem auch 9 Aua aul für und fuͤr; denn das him⸗ efälen un melreich iſt ihr; Gott wird * dort dund ſtal ſelbſt zu ehren ſetzen, die ſich gering hie ſchaͤtzen. 3. Selig ſind, die leide tra⸗ gen, da ſich goͤttlich trauren find; die beſeufzen und bekla⸗ gen ihr und andrer leute ſuͤnd, auch deshalben traurig gehn, oft vor Gott mit thraͤnen ſtehn; dieſe ſollen hie auf er⸗ den, und dann dort getroͤſtet werden. 4. Selig ſind die frommen herzen, da man ſanftmuth ſpuͤren kann; welche hohn und trutz verſchmerzen, weichen gerne jedermann: die nicht ſuchen eigne rach, und befeh⸗ len Gott die ſach; alle die will er ſo ſchuͤtzen, daß ſie noch das land beſitzen. 5. Selig ſind, die ſehnlich ſtreben nach gerechtigkeit und treu; daß an ihrem thun und leben kein gewalt noch un⸗ recht ſey: die da lieben gleich und recht, ſind aufrichtig, fromm und ſchlecht; geiz, be⸗ trug und unrecht haſſen; die wird Gott ſatt werden laſ⸗ ſen. 6. Selig ſind, die aus er⸗ barmen ſich annehmen frem⸗ der noth; ſind mitleidig mit den armen, ditten treulich für ſie Gott: die behuͤlflich ſind mit rath, auch, wo moͤg⸗ lich, mit der that; werden wieder huͤlf empfangen, und barmherzigkeit erlangan. 7. Selig ſind, die funden werden reines herzens jeder⸗ zeit; die im werk, wort und gebaͤr⸗ gebaͤrden lieben zucht und heiligkeit: nicht geraͤllt die unreine luſt der welt; ſondern ſie mit ernſt vermeiden, werden ſchauen Gott mit freuden. 8. Selig ſind, die friede machen, und drauf ſehn ohn unterlaß; daß man moͤg in al⸗ len ſachen fliehen hader, ſtreit und haß: die da ſtisten fried und ruh, helfen aller⸗ ſeits darzu, ſich auch friedens ſelbſt befleiſſen, werden Got⸗ tes kinder heiſſen. 9. Selig ſind, die muͤſſen dulden ſchmach, verfolgung, angſt und pein; da ſie es doch nicht verſchulden, und ge⸗ recht befunden ſeyn. Ob des kreuzes gleich iſt viel; ſetzet Gott doch maaß und ziel, und hernach wird ers belohnen, ewig mit der ehrenkronen. 10. Gieb, o Herr! zu allen zeiten, daß ich hie auf dieſer erd, aller ſolchen ſeligkeiten aus genaden faͤhig werd'. Hilf! daß ich mich acht ge⸗ ring, oft dir meine noth vor⸗ bring, auch am feinde ſanft⸗ muth uͤbe, die gerechtigkeit ſtets liebe. 11. Daß ich armen helf und diene, immer hab' ein reines herz; die im unfried ſtehn, verſoͤhne, dir anhang in freud und ſchmerz. Vater! hilf von deinem thron, daß ich glaub an deinen Sohn, und durch dieſe, welchen deines Geiſtes ſtaͤrk fleiſſe rechter werke. 3 45 Qaß mich, oHer allen dingen,a deinen willen ſehn, und ii i mich weihn; gieb ſelbſt de wollen und vollbringen, um laß mein herz dir ganz ge ligt ſeyn. Nimm meinen iii und geiſt zum opfer hin; den Herr, iſt alles, was ichſ und bin. 2. Gieb meinem glauten muth und ſtaͤrke, und lag inn in der liebe thaͤtig ſeyn, da man an ſeinen fruͤchten ke, er ſey kein eitler traug und falſcher ſchein. Er F 58 3 Hoh KAr⸗ ke mich in meiner pilgrim⸗ ſchaft, und gebe mir zu kampf und ſiege kraft. 1 bier Nir 3. Laß mich, ſo lang ich ſoll leben, in gut und böſen tagen ſeyn vergnuͤgt, und der⸗ nem willen mich ergeben, der mir zum beſten alles weislich fuuͤgt; gieb furcht und demut waen du mich begluͦckſt, ge duld und troſt, wann du mit truͤbſal ſchicktt. 4. Ach, hilf mir baͤten/ we⸗ chen, ringen, ſo will ich die wann ich den lauf vollbracht ſtets dank und ruhm und ehte bringen, dir, der dralest ſo wohl gemacht. Dann werd ich heilig, rein und unent⸗ weih't, dein lob verkuͤndi⸗ on in. gen in ewigkeit n. 258 IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤherhaupt. 1V. T —— e, michte mel. We 346. knnen der ſichten Ch Nch, wirk fuhm, meit te chriſtent 2. Hilf ergeben, den ſey; le und dir lel air, Hert dirk in mi mein Gott ſenthum! 3. Reiß dieſer erden unſterblich kid erneue gieb mir ian. Ach uem ruhm, nhee chrif 4 Negie ſele, damn lach, und ſcgerräͤhl hriſi ſchm ni zu dein Gott! das hum! 5. Gieb nuth unde dt rerhleibe Grſſikreu nir die wel IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 259 1 r ſetegindn mel. Wer nur den lieben 2 6. dein Gott! ach 4 9 1 4 llehre mich er⸗ 5 kennen den ſelbſtbetrug und inen nile heuchelſchein, daß tauſend, d weißn; die ſich chriſten nennen, mit dlen uadl t nichten Chriſti glieder ſeyn. zmein fend 6 Ach, wirk in mir zu deinem ztſeyn. R ruhm, mein Gott! das wah⸗ d geitanaſte chriſtenthum. err, iicn 2. Hilf, daß ich dir allein diin. ergeben, der ſuͤnde abgeſtor⸗ 2. Gich ni ben ſey; laß mich dir lerben rnhundit dund dir leon und mach in de litem ir, Herr, alles neu. Ach, „ tteitwirk in mir zu deinem ruhm, u tun nitt Gott! das wahre chri⸗ „er ſcyküaſtenthum! id ſalſcat 3. Reiß los mein herz von nich r udeer erden, laß mich, der ich alunſterblich bin, nach deinem faft, mrfrdiseännd erneuert werden, und 3. kaßmoingieb mir meines Heylands leben, uen inn. Ach wirk in mir, zu dei⸗ gen ſeynunm nein ruhm, mein Gott! das n nänas wahre criſtenthum! ir zum keim 4. Regiere du ſelbſt meine ur gamn ſecle, damit ich Chriſto folge andu nonach, und ſtets den ſchmalen ald undimhnſteg erwaͤhle, ja ehre ſuch in dubſalſciti Chriſti ſchmach. Ach, wirk in 4. Ac,ſünmir zu deinem ruhm, mein en,r daſchont das wahre chriſten⸗ 1 d um! 1 Sennitn 19 5. Gieb mir zum ſtreite 9 Jringen⸗de wmuth und kraͤfte; hilf, daß ich wohlgenet dir verbleibe treu, daß ich an fr— driig tin Chriſti kreuz mich hefte, und dd du mir die welt gekreuzigt ſey. nuA Ach, wirk in mir, zu deinem ruhm, mein Gott! das wah⸗ re chriſtenthum! 6. Laß in mir glauben, hoff⸗ nung, liebe, beſtaͤndig, ſeſt und thaͤtig ſeyn, daß ich bis an mein ende uͤbe das chriſten⸗ thum ohn heuchelſchein. Ach, wirk in mir, zu deinem ruhm, mein Gott! das wahre chri⸗ ſtenthum. 7. So hab ich ſchon auf die⸗ ſer erde, was mich beruhig't und er reu't: wann ich mit Gott verein ig't werde, ſchmeck ich des himmels ſeligkeit. Ach, wirk in mir, zu deinem ruhm, mein Gott! das wah⸗ re chriſtenthum. Mel. O Gott du frommer 3 7 Mein Schoͤpfer, 42 deſſen hauch mich⸗ todten ſtaub, beſeelte; ſinn und vernunft mir gab, in Chriſto mich erwaͤhlte, regiere ferner mich mit deinem guten Geiſt, daß jede handlung dich, Got 45 meinen Schoͤpfer eij pr 2. Laß, da du heilig biſt, mich alle luͤſte flehen, und mich nur um den ſchatz, der droden iſt, bemuͤhen; gieb ſtarke zu dem ſtreit, Herr, mit der welt und mir; und hoff⸗ nung zu dem ſieg! er kommt allein von dir. 3. Laß mich, ich bin ein chriſt, nach Chriſti lehre wan⸗ deln: mein ganzer gottes⸗ dienſt, ſey glaub und d richtis han⸗ 260 IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum ͤberhau IW. Lo handeln. Die luſt an dem ge⸗ ſetz iſt mehr als luſt der welt, die nur der frevler liebt, der thor fuͤr freude haͤlt. 4.“ Entzuͤnde du mein herz mit froͤmmigkeit und liebe; gieb, daß ich auch, wie mich, den aͤrmſten bruder liebe, und ſegne meinen feind! Herr! was ich hab, iſt dein: laß mich im ungluͤck gros, im gluͤck be⸗ ſcheiden ſeyn. 5. Dein himmel ſey mein gluͤck; das irrdiſche vergehet. weh jedem, deſſen herz mit ihm im bunde ſtehet! wohl dem, deß erſter wunſch, Gott! dein erkenntniß iſt! er hat zu⸗ friedenheit! wann er auch alles mißt. 6. Niuzm alle laſter weg, die der geſellſchaft ſchaden. Wir ſind ja, was wir ſind, aus unverdienten gnaden. Haß, Des —— befehl' ich dir. Mich füßtenndem nach ne hand durchs oͤde todezne ubermutt ins rechte vaterland. h ſcheit wduld in tr — 9 6. Nie mt 348. M 2 48. mein Gonz z ſeeiſches du in dieſem leben, zur an 8 du ih te meinem fuß, dein hein g und wort gegeben, regite inhaniat mein herz durch deinen a dten aut Geiſt, daß ich dem ſo beteyt. ein Vatern 4 219 ſey, was, Gott, deinne 33 7. Will mich Neißt. eier auf rau 1 N 95 133 5 45 ℳ giheer auf kal 2. ₰ erleih 7 daß 10 uatgnterſtutze 1 nach deinem reiche: he tritte al und kein vergaͤnglich zut aller not *. 9 nun 4 uͤbermaͤſſig achte. n, und dem ewigen mit kech len Vtterzeucht, zum lohn, was wahre ⸗ Erſöſe bringt. alen meine 7. 4,„. Ann h 5 Kat jet 3. Gieb, daß ich von ſtunde da welt mich unbefieckt erhaltzheiden, und daß in mir der trieh zu m/ wann m 298ʃ 5 44 falſchheit, heucheley, und ſtolz, und bruderneid ſind unſrer tage peſt; und kurz iſt unſre zeit. 7. Herr! meine burg, mein fels, mein ſchutz in allen noͤ⸗ then! fruͤh ſuch ich dich: des nachts will ich zu dir auch baͤ⸗ ten. Mein ſtand ſey dir ge⸗ weihet, bey meines amtes pflicht vergeſſe ja mein herz des chriſten pflichten nicht. 8. Zulezt erloͤſe mich von mir beſchiednen leiden; laß meinen geiſt voll troſt aus ſei⸗ ner huͤtte ſcheiden: Herr! ihn 4„ 1 guten nie erkalte. Hi da rch erben ich immer wach', im kan aſoher hoffn U 1 des glaubens treu, und i uu der hoffnung ſtark und ſiſ nel wer gegruͤndet ſey. 1340. N 4. Gieb, daß ich als r chriſt, mich Chriſto Kgalchine, dee 5 zeige, und achtſam mein eig ſchwach muͤth zu ſeiner lehre nei neſalbr Sein geiſt regiere mich, Gn unnnd aſt nicht der geiſt der welt, ſie uhn wandl' ich, Herr, vor dir, den 5 6 60 weg, der dir gefaͤlll. ſuli olg 5. Hilf, daß ich dich, mein 8 bin Gott, von ganzer ſeele liede a telnd g ald 1 1 8 und lieb und guͤtigkeit, us ernict e ifen — hun t9 hefehli IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 261 and durtz Snnd noraant ¹ regeduld in truͤben tagen ſeyn. 348 n 6. Nie muͤſſe ſich mein herz *„Mahes ſleiſches luſt ergehen, und h den nur ſen an Gat, itzechtem gut und ſtolzem ſinn ui duh. 1 Naia ier auf rauhe wege leiten: ſo h dena a nterſtuͤtze mich, wann mei⸗ = nit, mis erzeucht„ dir doch getroſt 4 Pnah i 8. Erläͤſe endlich mich von 1 3. Gi,N len meinen leiden; und iſt nei nitue ie, ſtunde da, aus dieſer welt — und de unu ſcheiden, o Vater, ſo ver⸗ 4— tu ment a⸗ wann meine huͤtte bricht, . uienmemnich ſterbenden mit troſt und =innam roher hoffnung nicht. n Di aß i0d 45 araa 349. Nict, daß ichs dt** 4 6'i,M. 4 n 3 orit, nichoch ſchwach; doch daß ich ſeele rette, jag nandl ich 2. So lang ich hier im leibe d veg/ zainfpalle, bin ich ein kind, das Mh rauchelnd geht. Der ſehe zu, — und lahmnſs 8 Gin aas er nicht falle, der, wann b ſein naͤchſter faͤllt, noch ſteht. Auch die bekaͤmpfte boͤſe luſt ſtirbt niemals ganz in unſrer bruſt. 3. Nicht jede beſſerung iſt tugend; oft iſt ſie nur das werk der zeit. Die wilde hitze roher jugend wird mit den jahren ſittſamkeit; und was natur und zeit gethan, ſieht unſer ſtolz fuͤr tugend an. 4. Oft iſt die aͤndrung dei⸗ ner ſeelen ein tauſch der triebe der natur. Du fuͤhlſt, wie ſtolz und ruhmſucht quaͤlen, und daͤmpfſt ſie; doch du wechſelſt nur; dein herz fuͤhlt einen andern reiz. Dein ſtolz wird wolluſt, oder geiz. 5. Oft iſt es kunſt und ei⸗ genliebe, was andern ſtren⸗ ge tugend ſcheint. Der trieb des neids, der ſchmaͤhſucht triebe erweckten dir ſo man⸗ chen feind; du wirſt behut⸗ ſam, ſchraͤnkſt dich ein, fliehſt nicht die ſchmaͤhſucht, nur den ſchein. 6. Du denkſt, weil dinge dich nicht ruͤhren, durch die der andern tugend faͤllt! ſo werde nichts dein herz verfuͤh⸗ ren; doch jedes herz hat ſeine welt. Den, welchen ſtand und gold nicht ruͤhrt, hat oft ein blick, ein wort verfuͤhrt. 7. Oft ſchlaͤft der trieb in deinem herzen. Du ſcheinſt von rachſucht dir befreyt; itzt ſollſt du eine ſchmach ver⸗ ſchmer⸗ 262 IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhau lV. T ſchmerzen, und ſieh, dein herz wallt auf und draͤut, und ſchilt ſo lieblos und ſo hart, als es zuerſt geſcholten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der ſtille pflegen, das herz im ſtillen tugendhaft. Kaum la⸗ chet uns die welt entgegen: ſo regt ſich unſre leidenſchaft. „ ir werden im geraͤuſche ſchwach, und geben endlich ſtrafbar nach. 9. Du opferſt Gott die leichten triebe durch einen ſtrengen lebenslauf; doch op⸗ ferſt du, wills ſeine liebe, ihm auch die liebſte neigung auf? dies iſt das auge, dies der fuß, die ſich der chriſt ent⸗ reiſſen muß. 10. Du fliehſt, geneigt zu ruh und ſtille, die welt, und liebſt die einſamkeit; doch biſt du, foderſt Gottes wille, auch dieſer zu entfliehn be⸗ reit? dein herz haßt habſucht, neid und zank; flieht's un⸗ muth auch und muſſiggang? 11. Du biſt gerecht; denn auch beſcheiden? liebſt maͤſ⸗ ſigkeit; denn auch geduld? du dieneſt gern, wann andre leiden; vergiebſt du feinden auch die ſchuld? von allen laſtern ſollſt du rein, zu aller tugend willig ſeyn. 12. Sey nicht vermeſſen! wach und frreite; denk' nicht, daß du ſchon genug gethan. Dein herz hat ſeine ſchwache ſeite, die greift der fein ichthum, wohlfahrt an. Die ſiche ſgiebauch droht dir den fall; dem von unrech che ſtets, wach uͤberall. unmnmen 3 50. Gott, du ſtn V 6. So mer Gon, brunnquell aller gaben u d den nichts iſt, was iſt, von wir alles haben: geſun leib gieb mir, und daßint 5 chem leib ein' unverlehe und rein gewiſſen bleid 2. Gieb, daß ich thun fleiß, was mir zu thun gehit ret: wozu mich dein beſhle meinem ſtande fuͤhret; zu daß ichs thue bald, zui zeit, da ich ſoll; und nn weng j ichs thu, ſo gieb, daßus han rathe wohl. eitan 3. Hilf! daß ich tede ten uag womit ich kann beſtehen,i nan zaudh kein unnutzes wort ausit beine nem munde gehen und umnj nen leid n in meinem amt ich reden ſſ ſzöan und muß; ſo gieb den wie gigltene kraft und nachdruck ohn me jan 4 prii 4* o. Got 4. Find't ſich gefährlichen den 9 ſo laß mi ch nicht vermhen den⸗ ieb einen heldenmuih, de dr nn breu hilf ſelber tragen. Gih geit! de daß ich meine feind 4 riht und ſanftmuth uͤberwind; u dreyeinge wann ich tarhrbedaf 7uud a un uten rath erfind'. 4 5. Laß mich mit ſedetmnn mel. de in fried und freundſcuin 351 8 ben; ſo weit als chritlich 19 willt du mir etwas ge p 40, de 7. Laßl auf Chriſte ſeele nimn deinen fre räumlein criſten gr 7 * △ be — ri- t alles fha. in iß, aswen einen fudich 6 ichs thar 1 it, da ich ſ P thu, ſgh the woßl 3. Hil düt omit ich kmt in unnüßem mndegte meinen ui ſa dns ſen 1 ai 5 und zachn. a0 z. Lmiu — 1 4 1 in, maie d rin geriſnt 2 Gitb, M „laß michn dd Lih üna ſin an= Auzhilfſäen IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 263 reichthum, guth und geld; ſo gieb auch dies darbey, daß von unrechtem guth nichts untermenget ſey. ae 6. Soll ich in dieſer welt Ru mein leben nnanedt alaſ durch manchen ſauern tritt nictzitne hindurch ins alter dringen: ſo gieb geduld, fuͤr fuͤnd und bgiebnt, u ſchanden mich bewahr; auf nleih eu daß ich tragen mag mit ehr hoͤher bringen: ein graues haar. 7. Laß mich an meinem end auf Chriſti tod abſcheiden; die t naunzi ſeele nimm zu dir hinauf zu deinen freuden! dem leib ein raͤumlein goͤnn' bey frommer chriſten grab; auf daß er ſei⸗ ne ruh an ihrer ſeiten hab. 8. Wann du die todten wirſt an jenem tag erwecken; ſo thu auch deine hand zu mei⸗ nem grab ausſtrecken; laß hoͤ⸗ ren deine ſtimm, und mei⸗ nen leib weck auf; und fuͤhr ihn ſchoͤn verklaͤrt zum auser⸗ waͤhlten hauf. 9. Gott Vater! dir ſey preis, hier und im himmel oben: Gott Sohn! Herr Jeſu Chriſt, dich will ich im⸗ mer loben: Gott heil'ger Geiſt! dein ruhm erſchalle mehr und mehr: o Herr, dreyein'ger Gott dir ſey lob, preis und ehr. Mel. Durch Adams Fall. Ift klagt dein 2 8 T 1 1 3 d. I. O herz, wie ſchwer un es ſey, den weg des Herrn zu — wandeln, und taͤglich ſeinem worte treu, zu denken und zu handeln. Wahr iſts, die tugend koſtet muh! ſie iſt dee ſieg der luͤſte; doch richte ſelbſt! was waͤre ſie, wenn ſie nicht kaͤmpfen muͤſte. 2. Die, die ſich ihrer laſter freun, trifft die kein ſchmerz hienieden? ſie ſind die ſcla⸗ ven eigner pein, und haben keinen frieden. Der fromme, der die luͤſte daͤmpft, hat oft auch ſeine leiden: allein der ſchmerz, mit dem er kaͤmpft, verwandelt ſich in freuden. 3. Des laſters bahn iſt an⸗ fangs zwar ein breiter weg durch auen; allein ſein fort⸗ gang wird gefahr, ſein ende nacht und grauen. Der tu⸗ gend pfad iſt anfangs ſteil, laͤßt nichts als muͤhe blicken; doch weiter fort fuͤhrt er zum heil, und endlich zum ent⸗ zuͤcken. 4. Nimm an, Gott haͤtt es uns vergoͤnnt, nach unſers fleiſches willen, wann wol⸗ luſt, neid und zorn entbrennt, die luͤſte frey zu ſtillen; nimm an, Gott ließ den undank zu, den frevel, dich zu kraͤnken, den menſchenhaß; was wuͤr⸗ deſt du von dieſem Gotte denken? 5. Gott will, wir ſollen gluͤcklich ſeyn, drum gab er uns geſetze. Sie ſind es, die das bel⸗ erfreun, ſie ſind des lebens ———.———x—————— —————iimi —————— —————— —. — 1 8*— —————— ——— 2 1 1 2———— —— 3— 26 IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupe lebens ſchaͤtze. Er red't in uns durch den verſtand, und ſpricht durch das gewiſſen, was wir, geſchoͤpfe ſeiner hand, fliehn oder waͤhlen muͤſſen. 6. Ihn fuͤrchten, das iſt weisheit nur, und frepheit iſts, ſie waͤhien. Ein thier folgt feſſeln der natur, ein menſch dem licht der ſeelen. Was iſt des geiſtes eigen⸗ thum? was ſein beruf auf er⸗ den? die tugend! was ihr lohn, ihr ruhm? Gott ewig aͤhnlich werden! 7. Lern' nur geſchmack am wort des Herrn und ſeiner gnade ſinden, und uͤbe dich getreu und gern, dein herz zu uͤberwinden. Wer kraͤfte hat, wird durch gebrauch von Gott noch mehr bekom⸗ men; wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er des frechen ruhm iſt ruhm bey Gott,u 10. Sey ſtark, ſey mäͤnnl allezeit, tritt oft an dein bahre; w H leudh ʃ 11. Und endlich, chr ſey unverzagt, wenn diß nicht immer gluͤcket; wan dich, ſo viel dein hern 9 1 drucket. Gott ſieht nichtan die that allein, er ſiiht n deinen willen. Ein göu⸗ muß dein herze ſtillen. Mel. Jeſu meiner ſeelen. hat, genommen. 8. Du ſtreiteſt nicht durch eigne kraft, drum muß es dir gelingen. Gott iſt es, welcher beydes ſchafft, das wollen und vollbringen. Wann gab ein vater einen ſtein dem ſohn, der brod begehrte? haͤt oft; Gott muͤßte Gott nicht ſeyn, wenn er dich nicht erhoͤrte. 9. Dich ſtaͤrket auf der tu⸗ gend pfad das beyſpiel ſel'ger geiſter; ihn zeigte dir, und ihn betrat ja ſelbſt dein Herr und meiſter. Dich muͤſſe nie 3 5 2 wie iſt der we . 4 E manche ruͤhret das verl 5 ſel'ger luſt, welche doch ni ter bruſt, in das reich de frommen. 2. Denn ſie ſcheuen gar i ſehr, rauhe ſtein und diemn und was andrer muͤhe meil⸗ die des hochmuths⸗hoͤrner bon den ſpott auf diein pfade hindern: der wan ſyiben. ncht bey menſchenkinden wagt, ſtets neue ſchwache ches verdienſt iſt dein! de ſo ſchmal, dr uns einig fuͤhret zu des le⸗ bens fuͤrſten ſaal, wie ſ tn, ſei s verlangel n, ſei kommen, wegen weltgeſinn⸗ ſich ſtoſſen: ja, man muß a a und ſtirne rizen, ohn vern b . e 1D ¹ 1V7* 6 — und verdt 3. Und klein, gehen,! klein mag ſen ſtehen verſchmaͤt 1 5 6 — d cken nich dreht ger Geiſt heiland! denn we licht! n auſſer die ſeiner ſtr taufte ha 6. Er dens⸗lich nicht la friede, ſ duld, U den, ſi uld, freuden. hr, tuſſe 1 wann man will erwerben, Je⸗ II. Und ena d Unverzagt, n ot inner ſt d, ſo villden agt, ſetsnu rcket. Gotitt e that allin, inen wilen. i es verdientüb uß dein herzit TPel. Neunm ) 52. 12 z einig füſtt Ins fürtn ſ Canterüßret Ieger lut, nit immen, degel 3 Kr beuſt vomnen. 2. Deng ſiſh 3 — — — ——=— IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt. 265 unnd verdruß, an viel ſtachel ſpitzen. 3. Und die himmels⸗pfort iſt klein, wer hindurch will gehen, und nicht gleichfals klein mag ſeyn, bleibet drauſ⸗ z ſen ſtehen, dieſes nadel oͤhr h verſchmaͤht den, der ſeinen ruͤ cken nicht darnach geſchicklich dreht, noch kann niedrig buͦcken. 4. Ach! wer hilft denn mir durchhin, der ich gleich kamee⸗ len von den laſtern hoͤckricht bin, wer hilft meiner ſeelen von der groſen hindrungs⸗ laſt, Jeſu, mein verlangen, daß ich als ein himmels⸗gaſt moͤge dich umpfangen? 5. Thut es nicht dein heil'⸗ ger Geiſt ja er iſt es eben: Heiland! der uns zu dir weiſt, denn wer kennt dich Leben? Licht! wer ſindet ſich zu dir, auſſer dieſen gaben, die von ſeiner ſtrahlen zier wir ge⸗ taufte haben. 6. Er muß uns des glau⸗ bens⸗licht zuͤnden und erhal⸗ ten, ſeine glut iſt, die uns nicht laͤßt in lieb erkalten! friede, ſanftmuth, troſt, ge⸗ duld, und ein muth im lei⸗ den, ſind geſchenke ſeiner huld, ſammt den herzens freuden.. 7. Dieſer muß erbeten ſeyn, —2 ſu, deiner krone ſchein, und mrecht ſelig ſterben; ſeine ſanf⸗ te wohnung kann, wenn wir ſteigend ſchwitzen, uns erqui⸗ cken auf der bahn, nach der freuden ſpitzen. 8. Ach! ſo ſend uns deinen Geiſt, laß ihn auf uns ſchwe⸗ ben, wie du deinen juͤngern haſt ihm zum troſt gegeben; komm, ach komm, du werther Geiſt, daß auch wir einſt kommen, da, wohin dein trieb uns weiſt, in das reich der frommen. Mel. Wer nur den lieben 3 Schon iſt die tu⸗ * 3. gend, mein ver⸗ langen, und meiner ganzen liebe werth; mit aller kraft ihr anzuhangen, hat meine ſeel auch oft begehrt. Ach koͤnnt ichs, wie wuͤrd ich mich freun! wer heilig iſt, muß ſelig ſeyn. 2. Gott iſt der ſeligkeiten fuͤlle von ewigkeit zu ewig⸗ keit. Denn ſein verſtand iſt licht; ſein wille iſt ordnung und vollkommenheit. Von ewigkeit her war er gut, und recht iſt immer, was er thut. 3. Wie ſchnell umhuͤllen finſterniſſe mich, wenn ich auch erleuchtet bin; dann ſtiehn die heiligſten entſchluͤſ⸗ ſe, den morgennebeln gleich dahin. dem Herrn gefaͤllt, bald wie⸗ der deinen dienſt, o welt. 4. Ich armer! darum komt kein friede M ſchmach⸗ .———————Ó—˖::n.n————⸗——C—QBQD—Q———⸗—⸗⸗————D—:’— 5—Q————————————————— Bald waͤhl ich, was in mein ver⸗ — 4——.— eeeeee —————yy————* 2—. ——— — 266 IV. Vom thaͤtigen Chriſtenthum uͤberhaupt dienſte, Gott, geweiht. 5. Unwandelbar iſt deine wahrheit, Herr, aller guten gaben quell. Sie leuchte mir in voller klarheit beſtaͤndig unbefleckt und hell, daß nie der ſunde taͤuſcherey, gefaͤhr⸗ lich deinem kinde ſey! 6. O bilde, Vater, meine ſeele; in deiner liebe mache mich, daß ich kein anders gut mir waͤhle, gewiß und unveraͤnderlich; denn bin ich erſt dein eigenthum: ſo bin ich ewig auch dein ruhm. Mel. Ein Bmmlein geht as hilft es mir, 354. W3 h ehr ⸗ ſeyn, wenn ich nicht chriſtlich lebe, und heilig, fromm, ge⸗ recht und rein zu wandeln, mich beſtrebe? wenn ich dem ſeligen beruf, zu welchem mich mein Gott erſchuf, nicht wuͤrdig mich beweiſe, und den der mich erloͤſet hat, in worten blos, nicht durch die that und gute werke preiſe? 2. Was hilft der glaub an Jeſum Chriſt, den ich im mun. de fuͤhre, wenn nicht mein herz rechtſchaffen iſt, und ich die furcht verliere: wenn mich die eitelkeit der welt mit ihrer luſt gefangen haͤlt, ich ihre ſchmachtetes gebein! wie bin ich dieſes wechſels muͤde! wann werd ich feſt im guten ſeyn? wann nicht mehr ſtrau⸗ cheln, allezeit nur deinem — feſſeln liebe, und fuͤhlbar it der ſuͤnde reiz, zorn, hoßan, und thaten uͤbe? 3. Weit ſtrafens wuͤrde bin ich dann, ich, der ich Chtn ſtum kenne, weiß, wasn einſt fuͤr mich gethan, i Herrn und Meiſter nenm fleiſches luͤſte, geis, in wer als der, der in der ſinſtern des irrthums tappt, nochin. gewiß, ob er auch nät wandle: drum ließ der Han ein vorbild hier in ſeinen weg und zeugniß mir, damt ich darnach handle. 4. Und ach! wo find i troſt und ruh, wann michde leiden druͤcken, und meine wiſſen tritt herzu, die ſchi mir vorzuruͤcken! wo findh troſt in jener noth, koͤnm hier der ſchauervolle tod nen grab mir aufzudecken, und meine ſuͤnden lagern ſicchun⸗ her, gewafnet wieder mih mit einer hoͤlle ſchrecken. 5. Weh mir! was hilt mir einſt dort, erweckt alt meinem grabe, daß ich i Chriſtum und ſein wort zun ſchein geglaubet habe: went keine fromme gute that wei leben hier bezeichnet hat, den glauben zu beſtarken? dem meine ganze ſeligkeit wuß glaube und rechtſchaffenhei der glaub in guten werken. 6. Gott, dieſer hoffung werth zu ſeyn, hilf, daßig criſt 8 4 hriſtlich lig, fror deln mie erkennt damit i⸗ blut im daß i, zeit de keit fuͤr Wel. 355 fe! du groſſer! gerecht wie wen weißt es weit e kommen zufinden ner hor übereiſe wann m ſatz nim. — N 4 J. 366 in ſiche auge dri Ung zun wort, hringt, ter, biſt din end 4 So Niß, o rah dr 2 und ungnin ea a arnachſan Und acl n 6 an tund uuh, umr d M endrick, uhr . ☛ en nitt her i d dorzuric a ☚ kin jentr u derſchauent nir ufh 3*☛ heſündanlen „gerefdan en ts einet fle e e Mähni,n ich um eint dor n 4 bem grabe,! „1 ſtum und inn d Nr in ellate 1m axhicrbenite 3à dbemd neit ri glaud inzunn — 1. Gett d V. th zu ſent 1 V. Von der Erkenntniß Gottes. 267 chriſtlich lebe, und vor dir hei⸗ lig, fromm und rein zu wan⸗ deln mich beſtrebe! gieb mir erkenntniß, kraft und muth, damit ich ſuͤnde„„ fleiſch und blut im glauben uͤberwinde: daß ich, nach wohl durchlebter zeit, den lohn in jener ewig⸗ keit fuͤr meine werke finde. Mel. Wer nur den lieen Jie ſelig, Herr, ₰ 5 5. W iſt der gerech⸗ te! du biſt ſein ſchild und groſſer lohn. Odaß ich ganz gerecht ſeyn moͤchte! doch ach! wie wenig bin ichs ſchon. Du weißt es, Gott, ich bin noch weit entfernt von der voll⸗ kommenheit. 2. Wie viel iſt noch an mir zu finden, das nicht mit dei⸗ ner vorſchrift ſtimmt! oft uͤbereilen mich noch ſuͤnden, wann mein herz beſſern vor⸗ ſatz nimmt. Ja oft verletz ich meine pflicht, mein Gott und weiß es ſelber nicht. 3. Wer kann, wie oft er fehlet merken? Nur du, du ſiehſt mich, wie ich bin; nur du kannſt mich im guten ſtaͤr⸗ ken: drum fall ich, Vater, vor dir hin. O mach, um hei⸗ lig ganz zu ſeyn, mich von verboranen fehlern rein. 4. Von aller eitlen eigen⸗ liebe befreye mich durch deine kraft. Erweck und mehr in mir die triebe, zu dem, was wahre beßrung ſchafft. Laß meinen fleiß geſegnet ſeyn, und meine heiligung gedeyn. 5. Du wirſt das demuths⸗ volle flehen des ſuͤnders, der dich ſcheut und ehrt, o Gott der gnade! nicht verſchmaͤ⸗ hen. Du biſt es, der gebaͤt er⸗ hoͤrt. Mein fels, mein heil, ich traue dir: das, was ich bitte, giebſt du mir. — V. Von der Erkenntniß Gottes. In voriget Mel. 356. M a⸗Gott adu im lichte, dahin kein ſterblich auge dringt; doch giebſt du uns zum unterrichte dein wort,, das uns erkenntniß bringt, was du, o Allerhoͤch⸗ ſter, biſt, und was mit uns dein endzweck iſt. 2. So gieb denn, daß ich darauf achte, als auf ein licht im dunkeln ort; und wann ich ernſtlich es betrachte, ſo hilf ſelbſt meinem forſchen fort. hellen ſchein mein aug und herz ſtets offen ſeyn.. 3. Dein wort ſey mir ein licht im glauben, das mich zur wahren weisheit fuͤhrt. Laß mir doch keinen irrthum rau⸗ M 2 ben, Laß fuͤr der wahrheit ———* e—— . 1.———-— 5— ——————— 268 V. Von der Erkenntniß Gottes. ben, was mir ein ewig heil gebirt. Kein ſpoͤtter⸗ geiſt verfuͤhre mich, kein zweiſei ſey mir hinderlich. 4. Dich kennen, iſt das ew'ge leben. Drum hilf mir, Vater, daß ich dich, und den, den du fuͤr uns gegeben, hier ſo erkenne, wie du mich in deinem wort es ſelbſt ge⸗ lehrt, bis einſt ſich meine einſicht mehrt. 5. Vor allem laß bey mir lebendig, o Hoͤchſter! dein erkenntniß ſeyn! laß mich dar⸗ nach dir auch beſtändig die groͤßte lieb und ehrfurcht weihn. Gieb, daß ich thu, mit allem fleiß, was ich von deinem willen weiß. 6. Was hilft das richtigſte erkenntniß, wenns nicht zu deiner liebe treibt? was nuͤtzt ein aufgeklaͤrt verſtaͤnd⸗ niß, wenn doch das herz noch boͤſe bleibt? drum hilf, daß. ich der wahrheit treu, und daß mein glaube thaͤtig ſey. 7. Laß dein erkenntniß mir im leiden ein brunquell wah⸗ res troſtes ſeyn. Laß mich, d wann leib und ſeele ſcheiden, dann noch im glauben deiner freun. Dort ſeh ich dich im hellen licht von angeſicht zu angeſicht. Mel. Lobt Gott ihr chri. 352. Weeſelig binich, geiſt hinauf zu Gott ſich — ſchwingt, und wenn er er ſii die jeit/ nen Schoͤpfer preißt, der a⸗ ſch völl gel werk vollbringt. 2 1 2. Wer gleicht ihm? 3 12 Gott ken ur licht: Er ig d Pſch ſchoͤnſte! wen entzüͤckt ds ren ſchnf en anblick nicht? ſt. W Ein voller ſtrom 11 e minn wonn iſt quillt aus ſeiner wi⸗ diot kei ſen chaft Denn er iſt ſelilz 2c⸗ dn erfuͤllt mit freuden, was er ſchafft. 4. Er g gieng aus ſeine ewigkeit heraus, um na allein, nicht blos fuͤt ſich, wie vor der zeit, der ſelge zu ſeyn. 5. Er ſpricht ein wort, ſchnell umringt den ſeligen ein heer, das ſelig iſt, und ihm lobſingt, das niemand zaͤhlt als er. 6. So will es der, der mich Aſchut⸗ auch ich ſollſei lig ſeyn. „ſeele, dir, dennden zeruf iſt, ſeiner di chzu freu enn. ünd 7. Schon ſieh'ſt d ein daͤmmern dli cht ausſprech! ichen! dort du ihn von angeſicht zu al⸗ geſichte ſehn! Mel. Wer nur„den lieben 2o find ich den/ einem i 35 8. Wnn neſe t, Gon le 2SEtaß lieben will; ui zir den ich zu meinem freunde edunfe waͤhle? ich ruf ihn, aber et i. I ſchweigt ſtill. Wann konm nenn de die uadira 1 — — — ᷣ ſe 1' ran. 1Schögf gfei 4 werk nm . Wer lich d Wgeſtrit he t und litt1g 5 zuſte! din en Pnſten an anblid 13 Ein ulei duanih du ſcheit derl d 9 aff. 4 ſe e gien jgkeit un lan, vict li evor der zi ſeyn. Js. Er ſbrichän nell umtingt u. heer, daſt wiug,a lt alzet. 5. So wil tuf use Lül, ſeele, uf iſt ſinen 4 . Sdet ſhi a ſ n 1 zel. wernen ur unas ih u mi hle? icmf rin weigt ſl. be =—Z V. Von der Erkenntniß Gottes. 269 die zeit, da er, mein freund, ſich voͤlliger mit mir vereint? 2. Wie wollt ich meinen Gott nicht preiſen, wenn ich ihn ſaͤhe, wie er iſt; zwar dei⸗ ne wunder, Herr, be eweiſen, wie unausſprechlich ſchoͤn du biſt. Wie ſchimmern ſie! doch zeigt ihr S z mir deine herr⸗ Peesrſithe ganz. 3. Ich ſehe Gott hier nur im ſoiege l, und baͤt ihn un⸗ vol ükommen an; ach haͤtte meine ſeele fluͤgel, ſich meinem Scho dpf r mehr zu nahn! wie wuͤrde ſie ſich ſeiner freun; wie ſelig, wie verherrlicht feyn! 2 hasas n ſen inen nengeln ihn ir macht uwaſ pre ke mehr, als ich , be kkal aut; es allmacht ſtaͤr⸗ und ſeinen weiſeſten ver⸗ kan 5 undgt An we die ſelbſt Dav ide lob zu ſchwach, n nie wuͤrdig? gnug erhob. 6. Auch ſprichſt du, wie mit einem kinde, in deinem wor⸗ te, Gott, mit mir. Wie gut! wie zaͤrtlich! doch die ſunde verdun kelt mir dies li 5 von dir. Was kann ich wiſſen, wenn dein Geiſt nicht ſelbſt von dir mich unterweiſt? Doch wenn in meinen finſternaſſen er auch mein bloͤ⸗ des aug erhellt; was lern ich, Gott, von dir? mein wiſſen bleibt immer ſtuͤckwerk in der welt. Ich ſuche dich und for⸗ ſche nach, und bleibe, dich zu ſehn, zu ſchwach. 8. Und hoͤrt ich nur auf dei⸗ ne ſtimme in deinem worte! hoͤrt ich nur, wie du verdie⸗ neſt, auf die ſtimme der dir lobſingenden natur! ſo lernt' ich hier ſchon, mich allein, Gott, deiner herrlichkeit zu freu en. 9. Wie bruͤnſtig wuͤrd' ich dann dich lieben! mit welchem eifer wuͤrd' ich mich, dir, Va⸗ ter, zu gefallen uͤben! wie ſe⸗ Slig waͤr ich blos durch dich! nun aber taͤuſchet meinen geiſt, gleich kindern, tand, wenn er nur gleißt 10. Welch tlend. Mater ich empfinde mein elend! zeuch mich, Herr, zu die,„ent⸗ kraͤfte ſelbſt die m acht der ſuͤn⸗ de; dein Geiſt der weisheit: wohn in mir, damit ich vor der taͤuſcherey der ſinnlichkeit genigere ſey! 11. Gieb, daß der ſtral von deiner wahrheit mein leben leite, bis ich dort dich naͤher ſeh’, und mit mehr klarheit, als hier an dieſem pruͤfungs⸗ ort. Ich, der ich hier kaum ſtameln kann, erhebe wuͤrdi⸗ ger dich dann. v 89 270 VI. Von der Mel. O groſſer Gott von 3 Erhabne Majeſtaͤt, 59. an macht un⸗ endlich reich! wer iſt dir auf der erd' und wer im himmel gleich? vor dir erbebet hoͤll und welt: end was dein arm umſchloſſen aͤlt, muß deinen zepter ſcheuen, und ſich mit zittern freuen. 2. Du haſt durch deine kraft den himel ausgeſtreckt; die erde feſt gegruͤnd't, der ſee ein ziel geſteckt. Dein wort bewegt der berge grund, und ſtuͤrzt ſie in des meeres ſchlund. Willſt du zur ſtrafe ziehen, ſo kann kein menſch entfliehen. 3. In deiner hand ſind wir wie thon ins toͤpfers hand. Leib, ſeele, gut und blut haſt du uns zugewandt. Du lehrſt das menſchliche geſchlecht durch die vernunft und ſchrift dein recht, willſt, daß wir thun und denken nach deiner vorſchrift lenken. 4. Erleuchte meinen geiſt, o Gott, mit deinem licht. Dich fürchten. fer mir ſtets Auſe⸗ igkeit, als pflicht. ilf, daß ich, als dein unterthan, der niemals dein entbehren kann, bemuͤth ſey, deinen willen gehorſam zu erfuͤllen. 5. Praͤg' deine gegenwart, — 8 —— Furcht Gottes. mich im dunkſen auch da helles auge ſcheun. Erinnn mich an deine macht, undje ne pein der langen nacht wenn ich es wollte wagen, 9e horſam zu verſagen. 6. Doch gieb, daß mein furcht vor dir nicht knechtiſt ſey; befreye mein gemutß von zwang und heucheley. Schenk einen kindlich freyen geiſt, der willig thut, wasi ihn heißt, und der aus reine liebe ſich im gehorſam uͤbe 7. Laß, Vater, deine furct des lebens leitſtern ſeyn, und mir zum guten kraft und eiſe ſtets verleihn. Sie Pache mich von heucheley von me⸗ ſchenfurcht und traͤgheit ſteß ſo werd ich im gewiſſen de ſuͤßte ruh genieſſen. V Mel. Wer nur den lieben ſcheuen, iſt unſre allergrſe pflicht. Kein menſch kann deiner huld ſich freuen, ſcheut die kindlich heißt. 2. In auchus ich thu und denke, laß, Herr, das meint weisheit ſeyn, daß ich mei herz zur ſorgfalt lenke! füt jeder fuͤnde mich Herr, den gedanken ein, laß V 6 Vor dir, o Gott, 3 O. 2 ſich kindlich er dein heilig auge nicht. Drum wirk in mir durch deie nen Geiſt die furcht vor di⸗ zu ſcheun. Denn wer noch luſt dirſn — =—2— — — —=————= ———.. 3— u zwang und tenk einan 6 it, der willgte Iheißt, udie⸗ be ſich in zhnt 7. Laß,Dan z lebens leitin rzum guterthi ts verleißn, 4 d von ſeutt enfurct und verd ic in m ſte ruh geniſt l. werw 60.N ſeuen, itunt in ſict. Kein u ſuur udſüim 3 dein ſeilg u di un vitkin m. deſ II Geit deimt ilt: kindlich hin d: Jrallm aa da ſi, uh,hme in ſithttſin 3 en ſa zur crgite at ſer ſünde 6 1. mranal VI. Von der Furcht Gottes. 271 hat, der fuͤrchtet dich nicht in der that. 3. Gieb, daß ich ſtets zu herzen nehme, daß du allge⸗ genwaͤrtig biſt, und das zu thun mich ernſtlich ſchaͤme, was dir, mein Gott, zuwider iſt Der beyfall einer ganzen welt hilft dem ja nichts, der dir mißfaͤllt. 4. Laß immer dein gericht mich ſcheuen, und wirke ſteten ernſt in mir, mein leben dei⸗ nem dienſt zu weihen, daß ich die gnade nicht verlier, die mich, bey aller miſſethat, ſo liebreich noch getragen hat. 5. Ja, Vater, laß mit furcht und zittern mich ſchaf⸗ fen meine ſeligkeit. Soll nichts mein ewig gluͤck er⸗ ſchuͤttern, ſo laß mich in der gnadenzeit mit vorſicht alles unrecht fliehn, mich nur um deine gunſt bemuͤhn. 6. Gieb, daß ich ſtets ein g ut gewiſſen vor dir zu haben ſorgſam ſey; und mache von den hinderniſſen der wahren tugend ſelbſt mich frey. Nie ſtoͤre furcht und luſt der welt mich, das zu thun, was dir 7. In deiner furcht laß mich ſtets wandeln, und uͤber⸗ all, auch wo ich ſey, nach dei⸗ ner vorſchrift redlich han⸗ deln. Du haſſeſt alle heuche⸗ ley. Wer dich von herzen ſcheut und ehrt, nur der iſt dir, o Vater, werth. 8. In deiner furcht laß mich einſt ſterben, ſo ſchreckt mich weder tod noch grab, ſo werd ich jenes leben erben, dazu dein Sohn ſich fuͤr mich gab. Gott! deine furcht bringt ſegen ein. Ihr lohn wird gros im himmel ſeyn. In voriger Mel. 61 illſt du der 3* weisheit quel⸗ le kennen? es iſt die furcht vor Gott dem Herrn. Nur der iſt weiſ' und klug zu nen⸗ nen, der alle ſeine pflichten gern, weil Gott ſie ihm ge⸗ beut vollbringt, wenn gleich dazu kein menſch ihn zwingt. 2. Lern Gottes groͤſſe recht empfnden, und fuͤhle deine nichtigkeit: ſo wirſt du nie dich unterwinden, mit thoͤ⸗ richter verwegenheit zu ta⸗ deln, was ſein rath beſchließt, der wunderbar, doch heilig, iſt. 3. Wirſt du den Hoͤchſten kindlich ſcheuen, ſo wird dir keine pflicht zur laſt: nur das wirſt du vor ihm bereuen, daß du ſie oft verſaͤumet haſt. Wer Gott als zeugen vor ſich hat, der freut ſich jeder guten that. 4. Wann nacht und dunkel⸗ heit dich decken, die dem ver⸗ brecher muth verleihn, wird dich die furcht des Herrn er⸗ wecken, auch dann was un⸗ recht iſt, zu ſcheun. Denk nur, M 4 vor . 3 2— oöoöoöoöoöoöoöoöoo— ————=———=———„—— —— 8— 1 272 VII. Von der Liebe gegen Gott. vor ſeinem angeſicht iſt finſter⸗ 7. Sich ſtets vor dem Al hi niß wie mittagslicht. maͤcht'gen ſcheuen, gieht hel⸗ 5. Den Höͤchſten oͤffentlich denmuth und tapſerkeit, ma d verehren, ſowol als in der uns der menſchenſtolzes dri⸗ einſamkeit: auf des gewiſſens en, was Gott mißfaͤllt, ſtimme hoͤren, und willig thun gebeut. Iſt Gott men thun, was er gebeut: auch ſchutz, mein heil, und licht. das lehrt dich die furcht des beb ich vor den menſchen errn; auch das thut, wer nicht. ihn fuͤrchtet, gern. 8. Laß deine furcht, Gah⸗ 6. Laͤßt dich die welt verach⸗ mich regieren; mich ſtets a tung merken, wann du dich dich, den Hoͤchſten, ſehn; M fromm von ihr entfernſt: die ſie mich zu der weisha furcht des Hoͤchſten wird dich fuͤhren! ſo werd ich nir ſtarken, daß du die welt ver⸗ mals irre gehn. Wohl de achten lernſt. Wer Gott dem V der dich ſtets kindlich ſche 3 8 ich Hoͤchſten wohlgefaͤllt iſt gluck⸗ —õ— VII. Von der Liebe gegen Gott. Mel. Von Sott will ich n. b 3. Mit froͤlichem gemuͤtſt dera dent ich an deine treu; denn, ui ₰ n dich, mein 362. A Gott, gedenken, Vater, deine guͤte iſt alle mor⸗ iſt pflicht und troſt fuͤr mich. gen neu. Seh ich nur ſteis Wann ſorg und gram mich auf dich, wird mir die arbeit kraͤnken, ſo ſieht mein aug ſuͤſſe, in der ich ſchweiß yer auf dich: dann mindert ſich gieſſe; du unterſtutzeſt mich. mein ſchmerz; dann fliehn die 4. Du gabſt mir aus erbar⸗ angen ſorgen, wie nebel men den Sohn, der fürmi vor dem morgen, und ruh ſtarb, und grosmuthsvoll mit erfuͤllt mein herz. armen dein kindſchafts⸗recht 22. Dentk ich an deine liebe, erwarb. In ihm, Gott, blſt wie werd ich dann erfreut! du mein: drum kann ich hoß⸗ wann alles um mich truͤbe, nung faſſen, du wirſt mich nie und mir ein wetter draͤut, iſt verlaſſen, nein, ſtets mein ſie mein ſonnenſchein. Mich helfer ſeyn. koͤnnen keine leiden von dei⸗ 5. Wie gut iſts, dein ge⸗ ner liebe ſcheiden, ſo gros ſie denten! die welt mag imue⸗ ſ. immer ſeyn. Doͤch dich fuͤrchten, Gott, iſtſelig 303 lich,ſelbſt beym ſpott der welt. Ifeit. und mic em rath kann. mich ſen die baht bergißt. noch mel erden ke wehr iſt. nich hey! kegiereſt und hiiſe auf. 9. 9 heſchloſſr ſegen brit ſu zeiten; ich denne dt ausg ach har daha, ni mtehren, 1 6 „ der menſchene 4 raeen 1 en 8 u — 1— meinzeiſ wLaß demeſan 48 dainnen 6 der hicin Lmich u me Stn ſo tn. er A irr zehn. d 9 5 diich 8 ln .* Furchten, u ☛ 4 1 = gegen i n. Mit ſtüüchnd ein ich an deinem en, ☛ deinezinit c.= ru. 5* nich. lich, wird ee dug 2 in derih te ſich; duunterti die: Du gebinn den Sohu w a und grä *=n dein kindi . Nin tImin: dauniani A iaſen, duriin 1i mn, ren,ſt ic M ſenn. Be zut in! fea Il dnah VII. Von der Liebe gegen Gott. 273 hin ihr herz aufs eitle lenken: wie ſchlecht iſt ihr gewinn! zu dir alt·ch mia, Gott! dies bringt, auch wann ich leide, dem herzen troſt und freude; die. ſtaͤrkt m ich einſt im tod. Drum will ich an dich desten ſo lang ich denken Wird man ins grab kann. mich ſenken, ſo geh ich zwar die bahn, da man die welt vergißt;; doch du, Herr, denkſt noch meiner, wann auch auf erden keiner mein eingedenk mehr iſt. 363. ein Vater liebſt, und mich mit wohlthun ganz uimgiebſi⸗ Gott, meiner ſee⸗ len freude! ich Kaibe dennoch ſtets 21 dir. Was iſt, mein Gott, das je mich hier von deiner liebe ſcheide? du machſt mir deinen weg bekannt, haͤltſt mich bey meiner rechten hand, regiereſt meinen lebenslauf, und hilfe ſt meine rſch D hachhei t auf. O dern mein Gott, du biſt mein licht,:,: ich folge dr⸗ ſo irr ich nicht. „Du leiteſt mich nach dei⸗ nem rath„ der an derſt nichts beſchloſſen hat, als was mir ſegen bringet. Gehts gleich zu zeiten wunderlich. ſo weiß ich dennoch, daß durch dich der ausgang wohl gelinget. Nach hartem tritt auf rauher bahn, nimmſt du mich dort it ehren an, wo mich vor dei⸗ er du mich als nem thron erfreut die krone der gerechtigkeit. Mein Herr, mein Gott! ach voll begier,;: wünſch ich zu ſeyn, mein heil, ey dir. 3. Mein ſiñ iſt ganz auf dich gericht. Hab ich nur dich, ſo frag ich 5 t nach himmel und nach erden: denn waͤr' der himmel ohne dich, ſo koͤnnte keine luſt für mich auch ſelbſt im himmel werden; waͤrſt du nicht ſchon auf erden mein, ſo moͤcht ich nicht auf erden ſeyn: denn nichts iſt in der ganzen welt, das min ſo ſehr, wie du gefaͤllt. Mein Herr und Gott! wo du nicht biſt,:/ iſt nichts, das mir erfreulich iſt. 4. Und ſollte mir durch kreuz und noth, durch marter, durch gewalt und tod auch ſeel und heis verſchmachten; dies al⸗ les wird, wanns auch noch mehr, ja gar wie eine hoͤlle waͤr, mein glaube doch nicht achten. Du biſt und bleibeſt doch mein heil, und meines herzens troſt und theil; denn warlich, nur durch dich allein kann leib und ſeele ſelig ſeyn. Heir⸗ meine hees ich hoffe feſt.:: daß deine kraft mich nicht verlaͤßt.. 5. Wer von dir weicht, und auf der welt dir nicht beharr⸗ lich glauben haͤlt, muß frey⸗ lich wohl verderben. Er kann, weil er die luſt und pracht der erden ſich zum himmel macht, M 5 nicht 274 VII. Von der diebe gegen Gott. nicht deinen himmel erben: denn wer dich hier nicht lieben lernt, und nicht ſein herz von dem entfernt, was dir, du Hei⸗ ligſter! mißfaͤllt, kommt nicht zu jener beſſern welt. Nur den, der hier ſein herz dir weiht/; nur den fuͤhrſt du zur herrlichkeit. 6. Drum halt ich mich ge⸗ troſt zu dir; du aber haͤltſt dich auch zu mir; und de iſt meine freude. Ich ſetze meine zuverſicht auf dich, mein fels, der nicht zerbricht, auch ſelbſt im tiefſten leide. Dein wort, o Hoͤchſter! ſoll allein mein troſt und meine richtſchnur ſeyn, bis ſich einſt in der ewigkeit mein herz vollkommen deiner freut. Gott meines heils! ich warte drauf,:,: nimm mich in deinen himmel auf. Mel. Wer nur den lieben 36 u Vater deiner 4. menſchenkin⸗ der, der du die liebe ſelber biſt! unnd deſſen herz auch gegen fuͤnder noch guͤtig und voll mitleid iſt! laß mich von gan⸗ zem herzen dein; laß michs mit allen kraͤften ſeyn. 2. Gieb, daß ich als dein kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebſt, und ſo ge⸗ finnt zu ſeyn mich uͤbe, wie du mir dazu vorſchrift giebſt. Was dir gefaͤllt, gefall auch mir. Nichts ſcheide mich, — ſollte ich die kreatur dir m. mir dein wort gebeut. ichs nicht, wie ich ſoll Vater! nicht zur ſchuld. noch mit freuden das thun vermeiden, gefiel es auc de ganzen welt. ihre laſt gern uͤbernimmt, ge duldig traͤgt, und weislich unterſtuͤtzt. ſterben: dann wird der tod ſelbſt mein gewinn: dann werd ich deinen himmel i⸗ ben, wo ich dir ewig nahe bin. Da lieb ich in vollkommen⸗ herzigkeit. mein Gott, von dir. 3. Vertilg in mir durch de⸗ ne liebe den hang zur lice dieſer welt; und gieh, daßig verleugnung uͤbe, wann n was eitles noch gefaͤllt. W ziehn, Schoͤpfer der naturt 4. Laß mich um deines ne mens willen gern thun, va l, erfi len, ſo ſieh auf meine wili⸗ keit, und rechne mir nachdie ner huld, die ſchwachhei, 5. Der liebt dich nicht, ia was dir, o Gott, mißfäll! Drum laß es mich mit ernt Die kleinſt ſunde ſelbſt zu ſcheun, laß, Vater, mich behutſam ſeng. 6. Aus liebe laß michsles leiden, was mir dein weiſe rath beſtimmt. Auchtrubſal fuͤhrt zu ew'gen frenden. Vr nuͤtzt, wird maͤchtig von dit 7. In deiner liebe laß mich heit dich, Vater der barm⸗ b — ¹ dn ee 9ſ ttt; uhe 3 Kitles ot 48 ie ich dieitan 1lIn, Scifen kaß mcm 4 ns wilen dentt rdein nan i 3 ict, wiit d ſo ſeehcuf 1, und rcuen „ duld, de h ter nictgmi a, ſſ. derli 1 e ih utt frunn. 96 dir, b äe6! un laß 6 1 unt maeiden, fit⸗ 'i peen wel. d mi de ſelbſt uße er, mich i . Aus lätelhe un hen, mr kut hheſimm. A di ttzuem anſe 334 rlattgenum 20 ⁵ dig nigt, m gat x ſt, nid nict uch rkiitt. .31 deine i dei r Rn: dan de al d t vein zan Am di une 48 veitt 1u 51 lidd ich un au dic, de X iqgken. vII. Von der Liebe gegen Gott. 275 In vor iger mei. 365. W W ie ſollt ich dich, mein Gott, nicht Dcer du haſt mich ja zuerſt geliebt, und von erbar⸗ men angetri eben, den Sohn geſchenkt, der leben ditbt Herr, dies geſchenk zeigt ruͤhrend an wie huldreich du n 3 igethan. Von ewigkeit t haſt du be⸗ ſcht offen, ich ſoll dein kind und erbe ſeyn; und wann iſt eine zeit verfl loſſen, da du, mein Gott, mich; uerfreun, mir nicht noch weit mehr guts ethan, als ich jemals aus⸗ ſr rechen kann. 3. Wie ſehr, Herr biſt du mir gewogen idu, liebteſt mich von an bea nn; und haſt z ezogen. Be⸗ mei nherzz r ſelbſ u h den ſinn, daß dir voll bruͤnſt'ger dank⸗ barkeit mein ganzes leben ſey geweiht. 4. O welch ein ſeliges ge⸗ ſchaͤfte, Herr, deinem dienſt ſein leben weihn! gieb du mir ſelber dazu kraͤfte, ſo wird mein fleiß geſegnet ſeyn. Iſt deine gnade nur mit mir, ſo bleib ich ſtets, mein Gott, an dir. 5. Fuͤhrſt du mich hrich auf rauhen wegen, ſo thuſt du es zu meinem heil; Auch unter harten kreuzesſchlaͤgen hab ich an deiner huld doch theil; und nach vollend'ter leidens⸗ bahn nimmſt du mich einſt mit ehren an. 6. Oreiche mir, auch wann ich ſterbe, Herr, deine Va⸗ terhaͤnde zu: dann troͤſte mich mein kuͤnft'ges erbe; dann fuͤhre mich in deine ruh. Mit voͤlliger zufriedenheit lieb ich dich dann in ewigkeit, —— VIII. In voriger Mel. ieb mir das wol⸗ 300 G len und voll⸗ eingen, o Vater aller guͤ⸗ tigkeit! und mache mich vor allen dit ngen durch deinen gu⸗ ten Geiſt bereit, daß meinem h rzen nur gefaͤllt, was mir de in wille vorg⸗ ſtellt. „Du haſt mir deinen gu⸗ ten wilten in deinem worte gnug erklaͤrt; ach koͤnnt' ich Vom Gehorſam gegen Gott. den nur recht erfuͤllen, ſo waͤr ich dir auch lieb und werth. R un aber fehlt mir noch gar viel, ich bin noch weit vom rechten ziel. 3. Mein eigenwille ſteht im wege, daß ich nicht will, was dir gefaͤllt; indem ich das zu wollen pflege, was welt und fleiſch fuͤr rathſam haͤlt. Des menſchen wille bleibt ver⸗ M 6 kehrt, 276 VIII. Vom Gehorſam gegen Gott. kehrt, der oft fuͤr ſegen fluch begehrt. 4. Dein wille, Vater! aber lenket mich allezeit zum guten hin. Denn wo der menſch nicht hingedenket, dahin lenkſt du doch unſern ſinn, und laͤſſeſt uns am ende ſehn, es ſey zu unſerm heil geſchehn. 5. Gieb, daß mein wille deinem willen ſich kindlich un⸗ terwerfen kann. Und kann ich alles nicht erfuͤllen, ſo nimm den guten willen an; und ha⸗ be du aus groſer huld mit mei⸗ ner ſchwachheit noch geduld. 6. Willſt du, daß mir die ſonne ſcheine, ſo laß mich dir auch dankbar ſeyn. Willſt du, daß ich am kreuze weine, ſo lenke mich gelaſſen drein. Soll ich zu meinem grabe gehn, ſo laß auch willig dies geſchehn. 7. Ich folge demnach dei⸗ im ſterben nach deines wil⸗ ſen troſt im glauben erben, dein wille werde feſte ſtehn: du willſt ja meine ſeligkeit, 1 mache mich darzu bereit. Mel. Was mein Gottw 32G Sev Gott getren, 36 4* halt ſeinn bund, o menſch, in deinen leben, leg dieſen ſtein zum er⸗ 9 1 „ deiner tauf, da er ſich ſchrieben, bey ſeinem eid, in lieben. nen wind des kreuzes dichal⸗ ſein kind, was willſt du meßt macht rechten muth, kann ſer⸗ ne huld dir werden, nicht beſſers iſt, mein liebe chriſ⸗ nem willen, der ſchatten folgt der ſonne nach. Willſt du mich nur mit kraft erfuͤllen; ſo folg ich dir, Gott! allge⸗ mach. Wer ſich nach deinem willen richt't, ſpuͤrt immer kraft und neues licht. 8. Mein Jeſus iſt mir vor⸗ gegangen, der deinen willen gerne that. Will ich nun mit dem namen prangen, den er mir ſelbſt gegeben hat: ſo muß ich auch darauf beruhn, und deinen willen willig thun. ». Laß mich im leben und 2 im himmel und auf erden. *A& be ſcheiden: ſein' alze krel wird taͤglich neu, ſein wort ſteht nicht auf ſchrauben, was er verſpricht, das bricht er nicht, das ſollt du kuͤhnlich glauben. 4. Sey Gott getreu in ei⸗ nem ſtand, darein er dich ge⸗ ſetzet, wann er dich haͤlt mit r wer iſt, der ſeiner hand, dic lens leitung gehn, und die ſten grund, bleib ihm allein 3 ergeben, denk an den kaufun dir ver ewigkeit, als Vater dichg 2. Sey Gott getreu,laß kei⸗ kehren: iſt er dein Vater, du begehren? dies hoͤchſte guth 3. Sey Gott getreu, von jugend auf laß dich kein lut noch leiden, in deinem gan⸗ zen lebenslauf, von ſeineklie⸗ fallgeſ tet: me hier war nich dur hier zam 1 ga —l wa na ſ. E — M n o, dnnſc, dit ScyGottzm dus d riind detenn 0= ny: iſerdaa ein. †.= ind, wesrai ade= ſten! diit dies m trachten nn A d dir rein da= if, neuit At ☚ nmel und eie du: Sey Gettg en a dauf la det ge= leiden, inua — rem X&„bensiauf Rnis mer= eiden: ſun t ctäglich na, or.= lict auf ſcm len? ſpricht, diſ nit* 3, das ſol di der d lem. au Sey Gottgm nd= kand, dauua „ wannit n hand, IX. Voun der Freude in Gott. 277 dich verletzet? wer ſeine gnad zur bruſtwehr hat, kein teufel kann ihm ſchaden: wo dies ſtaketh um einen ſteht, dem bleibet wohl gerathen. 5. Sey Gott getreu,ſein lie⸗ bes wort ſtandhaftig zu beken⸗ nen, ſteh veſt darauf an allem ort, laß dich davon nicht tren⸗ nen: was dieſe welt in armen haͤlt, muß alles noch vergehen, ſein liebes wort bleibt ewig fort ohn alles wanken ſtehen. 6. Sey Gott getreu, als welcher ſich laͤßt treu und gnaͤ⸗ dig finden; ſtreit unter ihm nur ritterlich, laß uͤber dich den ſuͤnden ja wider pflicht den zuͤgel nicht; waͤr' je der fall geſchehen, ſo ſey bereit, durch buß bey zeit nur wieder aufzuſtehen. 7. Sey Gott getreu bis in den tod, und laß dich nichts abwenden, er wird und kann ſtand ſenden: und kaͤm auch gleich das hoͤlliſch' reich mit aller macht gedrungen; wollt 8. Wirſt du, Gott, alſo bleiben treu; wird er ſich dir erweiſen, daß er dein lie⸗ hat verheiſſen; und eine kron zum gnadenlohn im himmel dir aufſetzen; da wirſt du dich, dort ewiglich, in ſei⸗ ner treu ergoͤtzen. 3 1X. Von der Freude in Gott. Mel. Schwing dich auf Jeines Gottes 368.D freue dich, dank ihm, meine ſeele! ſorget er nicht vaͤterlich, daß kein gut dir fehle* ſchuͤtzt dich ſeine vorſicht nicht, wann gefahren rauen? iſts nicht wolluſt, zu freuen? 2. Ja, mein Gott, ich hab in dir, was mein herz begeh⸗ ret: meinen Vater, der mich hier wartet und ernaͤhret; der mich durch ſein goͤttlich wort hier zum guten lenket, und iſts nicht pflicht, ſeiner dich em deiner guͤte! mit himmelswonne dort mei⸗ ne ſeele traͤnket. 3. Wann ich ernſtlich dein gebot und mit freuden uͤbe; wenn ich kindlich dich, mein Gott, fuͤrcht und ehr' und lie⸗ be: o wie iſt mir dañ ſo wohl! wie iſt mein gemuͤthe ſeliger empfindung voll, voll von 4. Dann darfich mit zuver⸗ ſicht nach dem himmel blicken. Meine leiden fuͤhl ich nicht, wie ſie mich auch druͤcken. Hoffnung und zufriedenheit wohnen mir im herzen, troͤ⸗ M 27 ſten in aller noth dir treuen bey⸗ auf dich zu, ſo glaube du, du bleibeſt unbezwungen. ber Vater ſey, wie er dir ——— —— ¹ IX. Von der 278 Freude in ſten und erhoͤhn mich weit uͤber alle ſchmerzen. 5. Du biſt mein! ich dann! wer iſt, der mir ſchade? heil mir, daß ichs ruͤhmen kann: mein iſt deine gnade! dir fahrt werth! du gabſt mir mein leben: wirſt auch, was mein leben naͤhrt und erfreut, mir geben! 6. Jeſus iſt nach deinem rath in die welt gekommen: alle meine miſſethat hat er weggenommen. Ihm vertrau, ihn baͤt ich an, glaub an ſeine leiden; und die ſmacht der ſuͤnde kann mich von dir nicht ſcheiden! 7. Dich, du troſt der ſterb⸗ lichkeit, heil des beſſern le⸗ bens, himmliſche vollkomen⸗ heit, ſuch ich nicht vergebens! wann mein lauf vollendet iſt, und vollbracht mein leiden, ruft mein Mittler Jeſus Lhriſ„ mich zu deinen freu⸗ en! 8. Meine freud in dir mein Gott, wird dann ewig waͤh⸗ ren; noch ſo furchtſam ſey der tod, er kann ſie nicht ſtoͤhren! willig werd ich mein gebein der verweſung geben: Herr dein tag bricht bald herein, mit ihm neues leben! 9. Gieh mir, Gott, ſo lang ich hier in der fremde walle, daß bewußtſeyn, daß ich dir ſo jauchz iſt meine wohl⸗ ruͦ und glauben! gi mir deinen Geiſt, der und mein thun regiere, ich mein vertraun au ewig nicht verliere! Mel. Jeſus meine zu 44 N — 9 wuͤnſchen kann. wer an, was das herz nur wuͤn⸗ ſchen kann. 3. Luſt an Gott erfuͤllt mit licht, wann man Eott im wor⸗ te kennet. Luſt an Gott ſtärkt uns zur pflicht, wann man in der liebe drennet. Solche luſt beut alles an, was das herz nur wuͤnſchen kann. 4. Wer die luſt am Herrn nur hat, hat auch luſt an ſei⸗ nem willen, ſuchet ihn durch wort und that unverdroſſen als dein kind gefalle! dieſe u erfuͤllen; und ſo trifft er 1 fülan⸗ ales — 33 ales! „„2 mwunſt 8 Bane 8 5. iton 4 fteude im hin nurw 2* 37 was ke fehlen und ich gelt m welt kinder die we meinm wich ni 3. 1 wit ged ſo mir aut ſch giehſt heil; d 4. 8 ſteund mir me nes gle bey un herg un — mel. 371 rhe c e freude ☛ be d.* 21 4. E9.hi de dn i inn cht r widd, m —] dir aug ue 7⸗ ſeden. Sint nn, vas bag „n.* chen kann. ai Laß der ua it,. dieimm :; ver dasſn. (=ät Gott ala * Srttt, dieſernt das hehe kann. dn kutan Gott d. K. rann nan der t. kuiatt n. muur pfüct, N din lam aer uut ales al, 1 u, unn Wer delin ang m tt, ſatat ullen, lütti dir den und thut 9 jeſe uültn; mf IX. Ven der Freude in Gott. 279 e. Nüumng alles an, was das herz nur wuͤnſchen kann. 5. Bleibſt du auch nicht oh⸗ ne laſt, trag geduldig die be⸗ ſchwerden: wenn du wohl ge⸗ litten haſt, wird dir ew'ge freude werden, und du triffſt im himmel an, was dein herz nur wuͤnſchen kann.. 370*ch freue mich, ₰ mein Gott, in dir! du biſt mein troſt! und was kann mir in deiner liebe fehlen? du, Herr, biſt mein, und ich bin dein! was man⸗ gelt meiner ſeelen? 2. Du haſt mich von der welt erwaͤhlt, und deinen kindern zugezaͤhlt, mag mich die welt doch haſſen Du liebſt mein wohl; wirſt gnadenvoll mich nimmermehr verlaſſen. 3. Du traͤgſt mich liebreich mit geduld, vergiebſt in Chri⸗ ſto mir die ſchuld, wann ich aus ſchwachheit fehle; du giebſt mir theil an ſeinem heil; dies troͤſtet meine ſeele. 4. Du biſt mir der bewehrte freund, der es aufs beſte mit mir meynt! wo find ich dei⸗ nes gleichen? du ſtehſt mir bey und bleibſt mir treu, wan berg und huͤgel weichen. 5. Du biſt mein leben, troſt und licht, mein fels, und heil! drum frag ich nicht nach himmel und nach erde. Herr, ohne dich iſt nichts fuͤr mich, das mir erfreulich werde. 6. Du biſt mein allerhoͤch⸗ ſtes gut, darauf mein wahres wohl beruht! in dir leb ich zu⸗ frieden. So dort als hier, Herr, bleiben wir in liebe ungeſchieden. 7. Du ſegneſt mich, wann man mir flucht, und wer hier mein verderben ſucht, dem wirds doch nicht gelingen. Mit deiner treu ſtehſt du mir bey, daß ich kann froͤhlich ſin⸗ gen. 8. Du laͤßt mirs ewig wohl ergehn. Einſt werd ich dich noch naͤher ſehn, du ur⸗ ſprung wahrer freuden! an dir wird ſich dann ewiglich mein ganzes herz, Herr, wei⸗ den. 9. Noch hats kein menſch⸗ lich ohr gehoͤrt, was uns dein himmel einſt gewaͤhrt; doch ſeh ichs ſchon im glauben. Vollkommnes heil iſt da mein theil; das wird mir nieman rauben. X. Vom Vertrauen auf Gott. Mel. was Gott thut, d. 371 uf Gott, und 4 nicht auf men⸗ erſchaffen hat, mit Lanzer ſchen rath, will ich mein gluͤ⸗ ckebauen, und dem, der mich le 280 X. Vom Vertrauen auf Gott. ſeele trauen. Er, der die welt allmaͤchtig haͤlt, wird mich in meinen tagen als Gott und Vater tragen. 2. Er ſah von aller ewig⸗ keit, wie viel mir nuͤtzen wuͤr⸗ de, beſtimmte meine lebens⸗ zeit, mein gluͤck und meine buͤrde. Was zagt mein herz? iſt auch ein ſchmerz, der zu des glaubens ehre nicht zu beſiegen waͤre? 3. Gott kennet, was mein herz begehrt, und haͤtte, was ich bitte, mir gnaͤdig, eh ichs bat, gewaͤhrt, wenns ſeine weisheit litte. Er ſorgt fuͤr mich ſtets vaͤterlich. Nicht, was ich mir erſehe, ſein wille der geſchehe. 4. Iſt nicht ein ungeſtoͤrtes gluͤck weit ſchwerer oft zu tra⸗ gen, als ſelbſt das widrige geſchick, bey deſſen laſt wir klagen? die groͤßte noth hebt doch der tod; und ehre, gluͤck und habe verlaͤßt mich doch im grabe. 5. An dem, was wahrhaft glucklich macht, laͤßt Gott es keinem fehlen; geſundheit, ehre, gluͤck und pracht ſind nicht das gluͤck der ſeelen. Wer Gottes rath vor augen hat, dem wird ein gut gewiſ⸗ ſen die truͤbſal auch verſuͤſſen. 6. Was iſt des lebens herr⸗ lichkeit? wie bald iſt ſie ver⸗ ſchwunden! was iſt das lei⸗ — ſeyd froͤhlich, ihr gerechten, der Herr hilft ſeinen knechten. 372 Sluf meinen lieben 4**ℳo) Gott trau ig in angſt und noth: er kamn mich allzeit retten aus truͤl⸗ ſal, angſt und noͤthen. Mein ungluͤck kann er wenden; es ſteht in ſeinen haͤnden. 2. Ob mich die ſuͤnd anſicht, verzag ich dennoch nicht. Au Chriſtum will ich bauen, ihm allein vertrauen; ihm bleib ich feſt ergeben im tod und auch im leben. 3. Nimmt mich der tod auch hin; ſterben iſt mein gewinn: denn Chriſtus iſt mein leben; dem hab ich mich ergeben. Ich ſterb heut oder morgen; die ſeel wird er verſorgen. 4. O mein Herr Jeſu Chriſt! der du ſo willig biſt fuͤr mich am kreuz geſtorben, mir haſt das heil erworben! fuͤhr' du mich aus den leiden zu ew'gen himmels⸗freuden. 3783 8²2 efiehl du deine 3 wege, und was dein herze kraͤnkt, der aleet⸗ treuſten pflege des, der den himmel lenkt, der wolken, luft und winden giebt wege, lauf und bahn: der wird auch wege finden, da dein fuß ge⸗ 2. Dem Herren mußt du den dieſer zeit? wie bald iſts trauen, wann dirs ſoll wohl ergehn; uͤberwunden! hofft auf den 3m Herrn! er hilft uns gern — ergehn du ſchat ſoll beſt mit gr eigner gät nie erbaͤten 3. 1 ganade, ſieht, dem ſte was da treibſt d hbringſt was dei liict: d mand hi kann nit was deit lic i, 5. Un dir wol wird doc ft euer äni 1 g ſen 9 iſi ra 2. Aünn„ .nſ und unr 8 fumae 3 undriten I* kann u n ſenentenn . D mic dieſn 2E Jichdeazan un villih en 2 lein vernun ic ſeſterag. [Auch in lä Aomt uite * ferenineg „1* Writusſim 4 · Vnzen aſeut eenn 1 1derberinn — O main ! ſ der duſn * ich am keu i aſt das hia „ du wich unh. en himmthi N Bänn 3. denhn — erze hau 1 3 e 6' K 1 . A lenkt, d h 1 9 en.. 1nd dan:den . S inden, uhui mmn n. d= den Hana / riui .= auf Gah .—. X. Vom Vertrauen auf Gott. 281 ergehn;; auf ſein werk mußt du ſchauen, wann dein werk ſoll beſtehn: mit ſorgen und mit graͤmen, und mit ſelbſt eigner pein, laͤßt Gott ihm gar, nichts nehmen; es muß erbaͤten ſeyn. 3. Dein ew'ge treu und gnade, o Vater! weiß und ſeht, was gut ſey oder ſchade dem ſterblichen gebluͤt: und was du denn erleſen, das treibſt du ſtarker held, 8* bringſt zu ſtand und weſen was deinem rath gefaͤllt. 4. Weg' haſt du allerwe⸗ gen, an 3 nrſen fehlt dirs nicht; dein thun iſt lauter ſegen, dein gang iſt lauter licht: dein werk kann nie⸗ mand hindern„ dein arbeit kann nicht ruhn; wenn du, was deinen kindern erſprieß⸗ lich iſt, willſt thun. 5. Und ob gleich alle teufel dir wollten widerſtehn; ſo wird doch ohnezweifel Gott nicht zuruͤcke gehn: was er ihm vorgenommen, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu ſeinem zweck und ziel 6. Hoff, o du arme ſeele! hoff, und ſey unverzagt! Gott wird dich aus der hoͤhle, da dich der kummer plagt, mit groſen gnaden ruͤcken: erwar⸗ te nur der zeit, ſo wirſt du ſchon erblicken die ſonn der u ſchoͤnſten freud. 7. Auf! auf! gieb deinem ſchmerze und ſorgen gute nacht: laß fahren, was das herze betruͤbt und traurig macht. Biſt du doch nicht regente, der alles fuͤhren ſoll: Gott ſitzt im regimente, und fuͤhret alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und walten, er iſt ein weiſer furſt, und wird ſich ſo welHaltend⸗ daß du dich wundern wirſt⸗ wann er wie ihm gebuͤhret, mit wunderbarem rath das werk hinaus geführe tt, das dich bekuͤmmert hat. 9. Er wird zwar eine weile mit ſeine em troſt ver ziehn, und thun an ſeinem theile, als haͤtt in ſeinem ſinn er deiner ſich b und ſollſt du fuͤr und fuͤr in angſt und noͤthen ſchweben n/ ſo frag; er nichts Ra ch dir. 10 W irds aber ſich befin⸗ den, daß du ihm reu ver⸗ hle ibſt; ſo wird er edich ent⸗ binde n, da du's am mind'ſten gla zubſt: er wird dein hers loͤſen von der ſo ſchweren laſt, die du zu keinem boͤſ⸗ en bisher getragen haſt 1. . Wohl dir! du kind der trei tel du haſt und traͤgſt dar⸗ von, mit ruhm und dankge⸗ ſchreye, den ſieg und ehren⸗ kron: Gott giebt dir ſelbſt die palmen in deine rechte hand nd ſingeſt freuden pſalmen bain, der dein leid gewandt. 12* e ge eben, 282 X. Vom Vertrauen auf Gott. 12. Mach end, o Herr! mach ende an aller unſ'rer noth; ſtaͤrk unſre fuͤß und haͤnde, und laß bis in den tod uns allzeit deiner pflege und treu empfohlen ſeyn, ſo gehen unſre wege gewiß zum himmel ein. Mel. Was Sott thur, d. Jer Herr iſt meine 374.1 zuverſicht, mein einz'ger troſt im leben. Dem fehlt es nie an troſt und licht, der ſich dem Herrn ergeben. Gott iſt ſein Gott. Auf ſein gebot wird ſeine ſeele ſtille e 2. H 2— rT Ihm gnugt des Vaters wille. vertraun? du biſt des ſchwa chen ſtarke. Die augen, welche auf dich ſchaun, ſehn deine 3 8 2 g wunderwerke. Herr, gros ſeele. ien elgt, wos m. 4 2 ⸗ 9 31 lucUch gehricht, w. h von rath und ſtark von that! nem gluck gebricht, wann ic mit gnadenvollen haͤnden wirſt du dein werk vollenden. 3. Noch nie hat ſich, wer dich geliebt, verlaſſen ſehen muͤſſen: du laͤßt ihn, wenn ihn noth umgiebt, doch dei⸗ i nen troſt genieſſen. Des frommen herz wird frey von ſchmerz. Der ſunder eitles dichten pflegſt du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff, o ſeele, hoff auf Gott. Der thoren troſt verſchwindet; wann der ge⸗ rechte in der noth das herz des Schoͤpfers ſinder. Wann je⸗ ner faͤllt, iſt er ein held; er herzen. 4,1₰4 9) verſicht. Au A ich ſorgen? er iſt mein Vater⸗ ich ſein kind. Er ſoumt 2— ſteht, wann jene zittern, a fels in ungewittern. g. Wirf nicht die groſeho nung hin, die dir dein gian be reichet. Verflucht ſind, zu menſchen fliehn; verfuc wer von Gott weichet! dan Heyland ſtarb: er, ererwah auf ſeinem todeshuͤgel, i deines glaubens ſiegel. 6. Sey unbewegt, wan um dich her ſich ungewitn ſammeln! Gott hilft, wan hriſten freudenleer zu uin „du biſt meit Herr / wollte ſich nicht ganz auf dic Allmaͤchtiger verlaſſen, und ſich im kummer faſſen? V 8. In deine hand heſehle ch mein wohlſeyn und mein eben. Mein hoffend auge blickt auf dich; dir will ic mich ergeben. Sey du mein Gott: und einſt im tod mein f dein antlitz ſchaue. els auf den ich traue, his ich Mel. Wer nur den lieben Izott ſorgt ſür mich, was will fͤr 7 f dich hofft meint veißt, waß mie Wer ⁸ een heut, ſ, daß wie Go verſorg ſorgt f 2. Gl will ich wiß/ N ich imm ſobald: ſpricht. ewialic Wi mein mnn ich wird fut 4 5 waͤh a ud Ungewit 3 1 Vrrfnanhe hin, den „7 chet. Pef rrie ½ enſchen üer * oan glän Aland fäth an It ſinnen ui — nes glaute: - Se uin dat dic ſer ſ cſ meln, geni de? ſſen ftuden ſei t Juade fendt fi aucal dr h 80 ter zan d nn viit h 2— en. 8 1 din ict. Aufdi aro 1 da dai, aE 2 gluck aeheit 3 41 12p ſein 1 2n eſic nictn. 1 nnt 24= lüchnger mn de E Iim kna rent. In deue ſa dei* vein vahlen! 1 del l. Meir hi * 4 6 d* 3 2 vot uf di h d n erpea 8 SDt: undenimt aufden itna 601* antliz ſcan 8*. wemm 04— /„ Ge d).U. bes— 4 ie e rgen Kin „0 din kn. d X. Vom Vertrauen auf Gott. 283 heut, er ſorgt fuͤr morgen; ſo, daß ich taͤglich ſpuren find, wie Gott die ſeinen vaͤterlich verſorgt und ſchuͤtzt, Gott ſorgt fuͤr mich. 2. Gott ſorgt fuͤr mich, ihm will ich trauen. Ich weiß ge⸗ wiß, was mir gebricht, werd ich in meinen haͤnden ſchauen, ſobald er nur ſein machtwort ſpricht. Drum bin ich jezt und ewiglich gar wohl verſorgt. Gott ſorgt fuͤr mich. 3. Gott ſorgt fuͤr mich an ſeel und leibe. Sein wort iſts, das die ſeele naͤhrt; und wañ ich mein berufswerk treibe, wird fuͤr den leib mir brod ge⸗ waͤhrt. Wohl dem, der ihm nur feſtiglich vertraut, und glaubt: Gott ſorgt fuͤr mich. 4. Gott ſorgt fuͤr mich und fuͤr die meinen, die mein an blut und glauben ſind. Er laͤßt uns ſeinen troſt erſchei⸗ nen, wenn alle hoffnung ſchon zerrinnt. Geht es den meinen kuͤmmerlich, und mir auch ſelbſt; Gott ſorgt fuͤr mich. s. Gott ſorgt fuͤr mich in meinem leiden: das kreuz, in das er mir auferlegt, verwech⸗ ſelt ſich gar bald in freuden. Und wenn Gott gleich die ſei⸗ nen ſchlaͤgt; ſo ſchlaͤgt er doch nur vaͤterlich zu unſerm wohl, und ſorgt fuͤr mich. 6. Gott ſorgt fuͤr mich in meinem alter; da hebt und traͤgt mich, der mich liebt. Denn immer bleibt er mein erhalter, der mir in ſchwach⸗ heit ſtaͤrke giebt. Wie er noch niemals von mir wich, weiß ich auch dann: Gott ſorgt fuͤr mich. 7. Gott ſorgt fuͤr mich auch in dem ſterben; der tod iſt mir ein fuͤſſer ſchlaf. In Chri⸗ ſto ſetzt er mich zum erben, da mich ſonſt fluch und rache traf. Drum nimmt er mei⸗ nen geiſt zu ſich in ſeine ruh: Gott ſorgt fuͤr mich. 8. Gott ſorgt fuͤr mich im kuͤhlen grabe, dem leibe goͤnt er da die ruh; und wann ich ausgeſchlafen habe, ſo fuͤhrt er mich dem himmel zu, wo ſeel und leib auf ewig ſich ver⸗ einigen! Gott ſorgt fuͤr mich. 376 CAab acht auf mich ₰60.— in aller noth, o groſſer Gott, Herr aller herren, wann ſatans wuth die hoͤllen⸗rott, den rachen ge⸗ gen mich aufſperren, wann ſie mich ſuchen zu verſchlingen und in die hoͤchſte noth zu bringen, ſo bitt ich dich herz⸗ nniglich, mein Vater, ſo hab acht auf mich. 2. Hab acht auf mich! wan mich die ſuͤnd' will von dem hoͤchſten guth abwenden, ſo halte mich, Herr, als dein kind, mit deinen treuen Va⸗ ters haͤnden; bleibſt du mir ſtets in den gedanken; laß mich 284 X. Vom Vertrauen auf Gott. mich von deinem wort nicht wanken; wann ſuͤnden in mir regen ſich, mein Vater, ſo hab acht auf mich.— 3. Habacht auf mich, wañs gehetwohl, wann mir die gluͤckes⸗ſonn' will ſcheinen, die meine ſeel macht freuden⸗ voll, daß ſie nichts wiſſen mag von weinen, daß ich dem blinden gluͤck nicht traue, vielmehr auf deine guͤte ſchaue: weil oft das gluͤcks⸗ rad wendet ſich, mein Vater, ſo hab acht auf mich. 4. Hab acht auf mich, und ſteh mir bey, wann mir das ungluͤck braußt entgegen, daß ich nicht zu verzaget ſey, und weichen moͤg' von wegen, die mir zu wan⸗ deln ſind befohlen; und wann mir auch des kreuzes⸗ kohlen, mein herze brennen bitterlich, mein Vater, ſo hab acht auf mich. s5. Hab acht auf mich, wann ich geſund, wann ich empfin⸗ de keine ſchmerzen; wann keine klag in meinem mund, noch trauren iſt in meinem herzen; damit ich bey geſun⸗ dem leibe dir dankbar und gehorſam bleibe; auf daß ich nie vergeſſe dich, mein Vater, ſo hab acht auf mich. 6. Hab acht auf mich, auch wann ich krank, wann die ge⸗ ſundheit will verſchwinden, dank annehm' die arzeuey der ſuͤnden; laß mich niht ungeduldig werden, und den⸗ ke daß ich ſtaub und erden: auch wann die ſchmerzen ma⸗ ren ſich, mein Vater, ſohaz acht auf mich. — uadt, wetter hat. E „ 3 F 2* hs 4 7. Hab endlich dann auh 3. 1 3 44. acht auf mich, wann ich de welt ralet ſoll geben, daß ih vB im glauben halte dich, bis ch komm in ein ander leben, d mir das frohe glaubens⸗ende 84 5115 5 G R 43 ertheilet werd in deine haͤnde. daß ich bey dir leb ewiglic, ., f AAK AA mein Vater, ſo hab acht auf mich. deinen daß ich geduldig und mit aus der acht, wann uns dein jungſter tag erſcheinet; der tag, da vor gericht wird hracht 4. 5 4 5 ℳ 5. auch das, ſo man hie nicht ge⸗ meynet; laß mich zu deiner A f os 30 Nd rechten ſtehn, und Lammes hochzeit gehn: man Jeſu, dann habacht auf mig, ſo will ich ewig preiſen dich. Mel. Jeſu Weines lehens 6=28= Gerr! dir trau ich 3 77.H auf der erde weiß ich keinen freund als dich. Damit ich nie ſchamroth werde, rette, du gerechter, mich! neige mir dein ohr, und eile ſchnell daher zu meinem heile, ſey mir, wann das un⸗ gluͤck draͤut, ſels und burg und ſicherheit. 2. Ja, du biſt mein ſels⸗ erretter, meine feſte ſichre ſtadt/ 8. Ach! laß mich doch nict le, dir übergeb bewahr Duͤbeſa trelle 56 ttzuckt güte, ge blick mich ve tauſend zuf! 5 1 mu en in der hand m neine m ic nicht te won weiten! he Nehe, nanit: den ſich Kng tyo aufét 1— nehn ſinda 7 t= ddondi 1 G 8 2 aß gseunn ien ſc der 1f a t den auf mic, da uu A kralttſilgtn ue ke larha a gun Amin änene. den— üilet wnna und ́II Vater, ſ T 1). u h unn und? Fderacht, um⸗ na e ie un dan* daporgech unt! 1 ui,ſans azei ret; ccf n 1 nn a in ſehl, w 4 * 4 1 dann zet ün 1 lich ewismn dar 1 8* Neſumau 5 1E7 1 u 99= ich ktüten n ſun⸗ Dantihhes und et, 2* h r nägewin ter 8 ſcrel dhen — ſ nir,u 1— dräͤut, ſen itetzt , vüit 1 t, niin — au ge⸗ en, nit — gen, mich zu fuͤhren, m gegen, reiß der feinde netz ics n das frozegle X. Vom Vertrauen auf Gott. 285 ſtadt, welche mich in jedem wetter liebreich dnfgenonnen hat. Eile dei nes namensn we⸗ rent⸗ ent; wey. fireez ey 3. Neine ſtaͤrke, dir befeh⸗ ſteh mir, meine le, dir in deine Vaterhand üäbergeb ich meine ſeele, zu bewahren, wie ein pfand. Du beſchirmſt mich, Gott der treue, und ich haſſe, Herr, und ſcheue jeden, der die luͤ⸗ gen! kleht„ eitelkeit und fre⸗ vel uͤbt 4. Dir vertrauet mein ge⸗ muͤthe, froͤhlich ſing ich und ennuckt auchz ich uͤber deine guͤte, duß auf mich dein au⸗ ge blickt; daß, wann alle mich verlaſſen, wann mich tauſend feinde haſſen, du auf meine ſchmerzen ſiehſt, du eni nicht verkennſt noch lie 5. Daß du ſtandhaft deinem f eunde, wann du, Pruͤfer, nich betruͤhſt, nicht gefeſſelt in der fei inde bosheitsvolle han id mich gie bſt; daß fuͤr meine muͤden fuͤſſe, damit ich nicht ſtrau⸗ 4 eln muͤſſe, dei⸗ ne w undervol le kraft einen weite nraum ver ſcha fft! 6. Prei ſey deiner huld und liebe, di 4 in einer feſten ſtadt damit ich beſchirmet bliebe treu ſich mir bewieſen hat! ſtvo mi eu angſtvoll nannt ich mich ver⸗ ſtoſſen, und dein auge mir verſchloſſen; doch, als meine ſtimme ſchrie, und dir rief, vernahmſt du ſie. mabe den Herrn, ihr ſei⸗ ne rin der! die ihm trau'n, bewahret Gott; ſchrecklich raͤcht er ſtolzer fuͤnder frechen uͤbermuth und ſpott. Keinem, der ihn liebt, wirds fehlen: darum ſtaͤrket eure ſeelen, und die ihrz ur zuverſich ihn er⸗ waͤhlt habt, zittert nicht. Mel. Wer nur den liebmne . err, mache mei⸗ 378. H ne ſeele ſtille! bey allem, was mich kraͤnkt und druͤckt, geſchieht doch ein⸗ zig nur dein wille, der nichts zu meinem ſchaden! ſchickt. Du biſts, der alles aͤndern kann: und was du thuſt⸗ iſt wohl ge⸗ 2. Auch au ff den allerrauſten we ger fuͤhrſt du uns zur gluͦ eligkeit. Selbſt truͤb⸗ ſal bringt den ew'gen ſegen, em, der ſein ganzes herz dir weiht; ihr a ausgangwi ird doch herrlich ſeyn, ſie hts gleich der bloͤde 8 iſt nicht ein. 3. Drum laß mie ch ſtille ſeyn und hoſten, ann du ſmin pruͤfungen beſtimmt. Dein vaterherz ſteht dem doch offen, der zu dir ſeine zuflt icht nimt. Wer ſtill in ſeiner fuͤg ung ruht, mit dem machſt du es immer gut.— 4. Uns bleibt oft, was uns nutzt, 286 X. Vom Vertrauen auf Gott. nuͤtzt, verborgen: wer hats je ganz genau erkannt? wie oft ſind unſre wuͤnſch' und ſorgen voll thorheit und voll unverſtand! wer kann, was ſeinem wohlergehn zum ſcha⸗ den dient, ganz uͤberſehn? 5. Nur du, du kennſt und waͤhlſt das beſte. O Vater, mache ſelbſt mein herz in die⸗ ſer uͤberzeugung feſte: ſo ehr ich auch im groͤßten ſchmerz, dich noch mit der gelaſſen⸗ heit: was mein Gott will, geſcheh allzeit! 6. Die ſtunde wird doch endlich kommen, da mich vollkommnes gluͤck erfreut. Denn einmal fuͤhrſt du doch die frommen zur voͤlligen zu⸗ friedenheit. Und dann wird jedem offenbar, daß, Gott, dein rath der beſte war. 7. Dann wird von allen meinen plagen der ew'ge nu⸗ tzen mich erfreun; dann wird mein herz, ſtatt aller klagen voll von dem dank und lobe ſeyn: der Herr, der fuͤr mein heil gewacht, hat alles mit mir wohl gemacht. Mel. Aus tiefer noth ſchr. 379 Her wie du (¶7. o) willſt, ſo ſchicks mit mir im leben und im ſter⸗ ben; mein herz verlangt al⸗ lein nach dir, entreiß mich dem verderben. Erhalte mich in deiner huld, ſonſt wie du willſt, gieb mir geduld nan du willſt, iſt das beſte. ſchon⸗ dir, Herr, boͤs iſt, ſcheun, in meinem ganzen leben. 3. Soll ich nach deinen weiſen rath, einſt von! welt abſcheiden, o ſo ver en mir deine gnad, daß es ge —— ſcheh' mit freuden. ſeel und leib befehl ich di gieb du ein ſeligs ende mu, durch Jeſum Chriſtum. Amen. 3 80 eine hoffnung ſtehet feſte, auf den lebendigen Gott; er iſt mir der allerbeſte, der mir 14686 8 — 52 ſ flut* A lich, w Und nuͤtz allen me nit der —— beyſteht in der noth. Erallein ſoll es ſeyn, den ich nur vun herzen meyn. 2. Sagt mir, wer kann doch vertrauen aufein ſchwa⸗ ches menſchenkind? wer kann feſte ſchloͤſſer bauen in dieluſt und in den wind? es vergeht, nichts beſteht, was ihr ie auf erden ſeht. 3. Aber Gottes guͤte wih⸗ ret immer un in ewigtt vieh und menſchen er ernaͤh⸗ biehdund erwuͤnſchte jahres⸗ zeit. Alles hat ſeine gnad dargereichet fruͤh und ſpat. 4. Giebet er niicht ale reichlich und mit groſeneht dich nur nur verte X. Vom Bertrauen auf Gott. 287 wr 6 aus 6? ſeine lieb iſt unbegreif⸗ d J; uth di lich, wie ein ſtarker waſſer⸗ 1½ 1 nit, 1n guß. Luft und erd uns er⸗ we I. gih ah naͤhrt, wann es Gottes gunſt , nat begehe aibe; chſe 1 Danket nun dem groſen a n ſeigſag an m Schoͤpfer, durch den wahren ter Hen, 1 denſchenſohn, der uns wie 14 a teinen aan da rat, 8 von that, iſt, der 4 7 Kn rha. ſen e üſtein, uns erhalten(geſpeiſet) hat. du dun 8 mel. mein freyer toͤpfer, hat gemacht t aus erd und thon. Gros von Wer nur den lieben. 1 381. ¶Pein Gott, du weißt am al⸗ lerbeſten das was mir gut allen menſchen⸗ feſten, weg Sc N mit dem eigenen gebaͤu. — ſendie 4 b der aderbeie, wehtin bnn 1 47 ſern, d 1 en meyn. dih Sagt ut, . 8— 21 uenſceniun neit— ſcliſtr ent mi e in den widi 2 itit/ N Arden ſeht. ſchx Abergete 4 immer undu dic 5. 8 freund, ders allzeit herzlich b 1ʃ4‿ 9 wanen m 5„ lic undnun Gieb, Herr, daß ich auf dich nur bau, und dir alleine nur vertrau. 2. Reiß alles aus aus mei⸗ nt ner ſeelen, was dich nicht ſuch und deine ehr,) ja wollte es ſic auch verheelen, ſo pruͤfe ſelbſt je mehr und mehr, mein inne⸗ re beſchaffenheit, und gieb mir herzens redlichkeit. 3. Daß ich koͤnn' in der wahrheit ſprechen: du biſt mein Vater„ licht und heil; du heileſt alle mein gebrechen,⸗ und ſchenkeſt mir an Chriſto theil: du biſt mein allerbeſter mit mir meynt. 4. Denn, kann ich dich nur vater nennen, o Wärund der barmherzigkeit! ſo muß mir und nuͤtzlich ſey; hinweg mit alles nutzen koͤnnen, was man ſonſt heiſſet kreuz und leid: denn auch das bittre ſuͤſſe iſt, wen du, o Gott! im herzen iſt. 5. Drum gieb, daß ich recht kindlich glaͤube, und nur fein friſch und unverzagt, jedoch in demuth, mir aichrebe. was dein ſo heiligs wort mir ſagt. Dein Geiſt erklaͤre meinem geiſt, was deine vatertreue heißt. 6. Du unerſchaffnes hoͤch⸗ ſtes weſen, haſt vor der welt an nuch gedacht, und da ich gar noch nicht geweſen, den liebesvollen ſchluß gemacht: daß ich in Chriſto dein ſoll ſeyn, und frey von aller hoͤl⸗ len⸗ pein. .Und weil ich auf ſo viele welſe, mein Vater bin dein eigenthum, ſo gieb, daß ich auch dir zum preiſe, und dei⸗ nes groſſen namens ruhm, ſtets diene in gerechtigkeit, un dir beliebter heiligkeit. Du muſt das gute ſelbſt zoliriagen in worten, wer⸗ ken und verſtand; drum rei⸗ che mir in allen dingen aus gnaden deine vaterhand: denn hier gilt nicht, wer rennen kann, blos kommts auf dein erbarmen an. 9. Nun amen! es ſey veſt geſchloſſen, nur daß des hei⸗ l'gen Geiſtes kraft bleib uͤber mir ſtets ausgegoſſe ſen als mel⸗ che ———— ———nõn— ͤͤͤͤ 8 8. † BAr Eee Se“— 5 3———— ———————————— ———————— ——— —— 800 288 X. Vom Vertrauen auf Gott. che alles gute ſchafft, ſo bleibts in ewigkeit Wnacr, daß du mein und ich deine ſey. In voriger Melodie. 382 /ein Hort iſt denor ihn laß ich walten; ich hoff auf ihn, er kennet mich. ſhm fehlts, die ſeinen zu erhalten, an mit⸗ teln nie, und ſein bin ich! ich gruͤnde meine zuverſicht, auf dieſen fels, und wanke nicht. 2. Was quaͤl ich mich? bin ich ein heide, der ohne Gott und hoffnung iſt? Herr, das iſt meines herzens freude, daß du mein Gott und helfer biſt. Hilf, mein erbarmer, ſtaͤrke mich„denn nichts vermag ich ohne dich. 3. Der Herr erzieht hier ſeine kinder zur ewigkeit mit weiſer huld; er ſchont, er zuͤchtigt viel gelinder, als wir verdient, und hat ge⸗ duld; er hat n licht luſ an un⸗ fermſſch dmerz; wir ſ ehn, ihm bricht ſein? Vate kann ich zagen? gab er fuͤr mi ich nich t Jeſ unm Cdr. ſt? was koͤnnte mir ein Gott verſa⸗ gen, der ſo o unendlich gütig iſt? erhabner troſt, der nim mer truͤgt„ und W uͤbe rwiegt! 5. Ich harre ſeiner, und bin ſtille. Wie bald ve erſtre eicht die brianagen dann nehm nicht, ſie al s dir be rfehle; ſorge, endliche zufriedenheit. Er wie er mir zuſaget hat. 383. orge, Val ſorge nu, ſorge heutn gen! ſ ſorge füͤr nich allezeit ſorge fuͤr das d du Allenne. endrich, fuͤr mein leib un ſeele; ſorge, daß ich niemand ge, lieber Gott jallhier, füur meine ſinne, ſorge, daß zuwider dir ich ja nichts be⸗ ginne. 3. Sorge doch, und! laßt auch dein wort bisat an. laß mir, Herr, den nas Sorge fuͤr die vor gket,d le⸗ ner deines wortes, und de und ortes. 4. Sorge, groſer? en freund, fuͤr uns, dein der; ſorge, Herr, fi iman und feind, ſorge fuͤru und ſk. ſunder: ſorge fuͤr mein ſü⸗ lein brod, ſorge doch fuͤr alle/ die da ſind mit ni, in noth; ann ich falle 5. Sorge, wann ſ ſic ſhliß ſen zu meine augen⸗lieden ge, wann ich bin züͤr ruh, ſorge, wan ich u und erwache wieder; fur ich dort aus ſeiner fülle un . Sorge, wann der ing leite mich nach ſeinemr rad, b ſorged du, ſorg fuͤr mein ſorge n; forge, Jeſtl eine: od 1 Gott der freundlichkeit, ſorge brauch deiner ſacrawente. l 1V dat⸗ zu fuͤr alle leut', jede es ſtands —————— ——; nerfort hdiſt mein . n auf Gi 4 iid n dorn lice ufna ; dort dus ſänn, = uid n 4. ☛ eemrpiat —= — — — — — — — — 2 a — — — — —— — ——— —— —— —: =— =— —— — VUIV 4 ——— ——2 — —— — —— — — — — eine. . Sarge, i —* niht, ſrn ſorge, dii m ſeals dett liedet Gauh 4 mei meſun, . 1 n. Sorze dah V 3 dein da ich den— „l ggeür detg :(in dänan ri S Hh N 8 ortes. Serst gt. 11 nd, fürm z ſorge hi feind, ſes der: 6 drod, ſote da ſind win he/ wanh 1 1 .Stte tun zu wilt 3 1 X. Vom Vertrauen auf Gott. 289 für mein amt und ſtand, wort, vernunft und dichten, fuͤr die arbeit meiner hand, a laſſen und verrichten. 6. Sorge fuͤr mein hab und zuth, ehr und guten namen! orge, wann mir leydes thut die welt und ihr ſaamen, ſ or⸗ ge, wann zur fuͤnd un id ſport 1 348 mein fleiſch will leiten: ſorge, wann ich mit dem tod ringen ſoll und ſcheiden. 7. Sorge, Herr! wan mich anficht ſatan auf der erde: ſorge, wann vor dein gericht ich gefordert werde: ſorge für mein grabſtaͤttlein, ſorge im⸗ merforten, ſorge fur mich, du nbiſt mein: ſorge aller orten. 384 Sollt ich meinem Gott nicht trau⸗ en, der mich liebt ſo vaͤter⸗ lich, der ſo herzlich ſorgt fuͤr mich? ſollt ich auf den fels 3 nicht dahnen„ der mir ewig bleibet veſt, der die ſeinen nicht verlaͤßt? 2. Er weiß alles, was mich druͤcket, mein anliegen, mei⸗ ne noth; er ſteht mir bey bis in tod; er weiß„ was mein herz erquicket: ſeine lieb' und vatertreu bleibt mir jezt und ewig neu. 3. Der die voͤgel all ernaͤh⸗ ret; 2 de er die blumen„ laub und gras kleidet ſchoͤn ohn unterlaß; der uns ſchen guts beſcheret, ſollte der verlaſſen — mich? nein, ich trau ihm ſicherlich h. 4. Dann nach ſeinem reich ſich trachte, wann ich durch gerechtigkeit finde meine him⸗ mels⸗freud; wenn ich geld und guth verachte, ſegnet Gott mir fruͤh und ſpat wort und werke, rath und that. 5. Ey, ſo mag der andre morgen blei iben, was noch kuͤnftig iſt; irrt mich nicht, ich bin ein chriſt; ich laß mei⸗ nen Gott verſorgen alles, weil doch aller zeit ihre ſorge ſchon bereit. 6. Gott dey lob, der mich erfreuet, daß ich glaube ve⸗ ſtiglich, Gott, mein Vater, ſorgt fuͤr mich; der mir die⸗ ſen troſt erneuet, daß ich weiß, Gott liebet mich, Gott verſorgt mich ewiglich. 38„Dan auf Gott in 5 allen ſachen, die dich jezo traurig machen: trau auf Gott in allen dingen, die dir zu dem herzen dringen. 2. Trau auf Gott in ſeelen⸗ plagen, wann dich deine ſuͤn⸗ den nagen: denn Gott iſt in ſolchen ſchmerzen ein recht pflaſter fuͤr die herzen. 3. Trau auf Gott, wann tod und hoͤlle, wann der teu⸗ fel iſt zur ſtelle, und dir von verdammen ſaget; Gott iſts, der ihn alsbald jaget. 4. Trau auf Goit in boͤſem gluͤcke, denn Gott iſt dir ei⸗ N ne —— —————————— — ööööoööoöoöoöoöoͤoſohſſſſ 2 — — ier ee meewixeee ee“ ——————ÿ— 290 X. Vom Vertrauen auf Gott. ne bruͤcke, drauf du ſichern ſtand kannſt haben, wann viel ungluͤck um dich traben. 5. Trau auf Gott, wann boͤſe ſeuchen in dem land her⸗ Emmer ſchleichen: denn er kann dich ſo bedecken, daß dich keine darf anſtecken. 6. Trau auf Gott in kriegs⸗ gefahren, denn er weiß dich zu bewahren, er kann ma⸗ chen, daß die feinde werden deine beſten freunde. 7. Trau auf Gott in hun⸗ gers noͤthen, dann wird dich kein hunger toͤdten; waͤchſet gleich kein korn auf erden, da wird brod aus ſteinen wer⸗ den. 8. Trau auf Gott in duͤrren zeiten, dann wird er vom immel leiten ſeines ſegens ſtroͤm' und quellen, die dein herz zufrieden ſtellen. 9. Trau auf Gott, wanns ſtuͤrmt und ſchneyet, wann die donner⸗wolke ſchreyet, wann dich trifft das boͤſe wetter, da iſt Gott auch dein erretter. 10. Trau auf Gott in allen ſachen, denn er kann die an⸗ ſchlaͤg machen: trau auf Gott in allen dingen, dann wirſt uein danklied ſingen. 386 Wen Gott will ich . nicht laſſen, den er laͤßt nicht von mir; fuͤhrt mich auf rechter ſtraſſen, da ich ſonſt irret ſehr, reichet mir ſeine hand; den ahend als den morgen kann er mich wohl verſorgen, ſey wo ich woll im land. 2. Wenn ſich der menſchen hulde und wohlthat all per⸗ kehrt, ſo find't ſich Gott gar balde, ſein macht und gnad bewaͤhrt. Und hilft aus al⸗ ler noth, errett't von ſuͤnd und ſchanden, von ketten und von banden, und wenns auch waͤr der tod. 3. Auf ihn will ich ver⸗ trauen in meiner ſchweren zeit; es kann mich nicht ge⸗ reuen, er wendet alles leid. Ihm ſey es heimgeſtellt, mein leib, mein ſeel, mein leben ſey Gott dem Herrn ergeben, er machs wie's ihm gefaͤlt. 4. Es kann ihm nichtsge⸗ fallen, denn was mir nuͤtlich iſt; er meynts gut mit uns allen, ſchenkt uns den Herren Chriſt, ſein allerliebſten Sohn⸗ durch ihn er uns beſcheret, was leib und ſeel ernaͤhret. Lobt ihn ins himmels⸗thron! s. Lobt ihn mit herz und munde, welch's er uns beſ⸗ des ſchenkt! das iſt ein ſelge ſtunde, darinn'n man ſeingte denkt. dird zeit, die wir zubring'n auf erden, wir ſollen ſelig wer⸗ den, und bleib'n in ewigkeit 6. Auch wenn die welt ber⸗ gehet, mit ihrer ſlolzen pracht wed'r ehr noch gut bsſtehe welch's vor war gros aur ——— Sonſt verdirbt ale ichs a kommt aller ft ohn ein 4 * Lhrüſit l, der ſein Se erworbe der heil uns reg himmel ehr und 10.7 oben, Sohn, den he ieſerle Und au ewig le banden 5 1 9 udn dun Auf ihn n⸗ un g. zen in mann, dic es kannni dſet d. an, er vaat 1 de ſcy eszeinit 30 nein ſal, n eote den hen inred r uct mit lun don Es kann in nf=, denn etin din. er weyans w 1 L ſomkun enn= ii ſinalettt an dit x ch ihn er mi wan ò liih und ſa „,d 86 Iihn ins hinn . Lobt in u alle ze, nätti * 1 tnt ni 1 1t/ Ninit 5 9 Sunt w. ,1 rie 4 2 x. Vom Vertrauen auf Gott. Wir werden nach dem tod tief in die erd' begraben, wann wir geſchlafen haben, will uns erwecken Gott. 7. Die ſeel bleibt unverloh⸗ ren, Leahre in Abrahams ſchvos, der leib wird neu ge⸗ bohren, von allen fünden los, ganz heilig, rein und zart, ein kind und erb des Herren, e daran muß uns nicht irren des teufels liſtig art. 8. Darum ob ich ſchon dul⸗ de hie widerwaͤrtigkeit, wie ich's auch wohl verſchulde, kommt doch die ewigke, iſt aller freuden voll, dieſelb' ohn einzigs ende, di eweil ich Chriſtum kenne, mir wider⸗ fahr en ſoll. 9. Das iſt des Vaters wil⸗ le, der uns erſchaffen hat: ſein Sohn hat guts die fuͤlle erworben und genad: Gott der heilige Geiſt im glauben uns regieret, zum reich der himm el führet; ihm ſey lob, ehr und Pr reis! 10. Den höͤchſten Gott dort d oben, ſe ammt Chriſto ſeinem Sohn, wollen wir alle loben, den heil'gen Geiſte fron zu dieſer letzten zeit; die wollen uns auch geben endlich das ewig leben mit hoͤchſter wonn und freud. me el. In allen meinen th. 60= 345 ſoll i 3604— W gſtlich kla⸗ gen, und in der a verza⸗ mich. Er ſorgt, daß meiner ſeele, kein wahres wohlſeyn fehle. Genug zum troſt, mein herz fuͤr dich 2. Was nuͤtzt es, heidniſch ſorgen, und jeden neuen mor⸗ gen mit neuem kummer ſehn? du, Vater meiner tagel weißt, und auch mein wohlergehn. 3. Auf deine hand zu ſchau⸗ en, dir kindlich zu vertrauen, das, Herr, iſt meine pflicht. Ich will ſie treulich uͤben, und dich mein Vater lieben; denn du verlaͤßt die deinen nicht. 4. Der du die blumen klei⸗ deſt, und alle thiere weideſt, du Schoͤpfer der natur! weißt alles, was mir kehlet. Drum, ſeele, war dich quaͤlet, befiehl dem Herrn, und glaube nur! 5. Herr, alle meine ſorgen, die noth, die mich verborgen, in meinem geiſte nagt, werf ich auf dich, den treuen; du weißt den zu erfreuen, der fromm nach deiner huͤlfe fragt. nen, und ſich nach huͤlfe ſeh⸗ nen, ſo klag ich dirs, dem Herrn. Dir, Vater, dir be⸗ fehle dich jeden wunſch der ſee⸗ le. Du hoͤrſt, du hilfſt, du ſegneſt gern. 7. Der du mir hier im leben ſchon groͤßres heil gegeben, und deinen Sohn geſchenkt! N 2 du 291 gen? der Hoͤchſte ſorgt fuür eh ich dirs noch ſage, mein leid 6. Wann meine augen thra⸗ —.—— —— 2— 4. ——— bairi3sfhntettR3rdeiraaenden — giert die welt; und der iſt ja 292 X. Vom Vertrauen auf Gott. du wirſt mir alles ſchenken, und mir zum beſten lenken, was mich zu ſorgen reizt und kraͤnkt. 8. Du fuͤhreſt, Herr, die deinen nie ſo, wie ſie es meynen; nein, nur nach dei⸗ nem rath. Ob ich mich auch betruͤbe, bleibt doch dein rath voll liebe: Das zeigt der ausgang mit der that. 9. Wann ich hier tiefen ſehe, und es nicht ganz verſte⸗ he, was du mit mir gethan: kann ich doch deß mich troͤſten; du nimmſt mich, mich erloͤſten, gewiß dereinſt zu ehren an. 10. Dort, bey der frommen ſchaaren, dort werd ich es er⸗ fahren, wie gut du mich ge⸗ fuͤhrt. Da ſing ich dir mit freuden, nach uͤberſtandnem leiden, den dank, der deiner huld gebuͤhrt. Mel. Was Gott thut, d. 388 Mas zagſt du? . Gott regeert die welt; und der iſt ja all maͤchtig. Den arm, der alles fleiſch erhaͤlt; was macht dir den verdaͤchtig? wenn mee⸗ resfluth, ſchwerdt, feuers⸗ gluth uns ſchon ereilet ha: ten; da kann doch er noch retten. 2. Was zagſt du? Gott re⸗ allwiſſend. Selbſt, was dein herz verborgen haͤlt, iſt den⸗ ein erbarmer. ihm dein ſchreyn verboren ſeyn? die bitte, die du ia⸗ teſt, wußt' er noch, eh bateſt. 1 3. Was zagſt du? Gott⸗ giert die welt; und er iſtda Allweiſe. Stets dient dae weg, der ihm gefaͤllt, zum ſel dir, ihm zum preiſe. Inſy⸗ 22 hellſte licht der freu 4. Was zagſt du? giert die welt! iſt ſters allg genwaͤrtig; wann ſich dan herz verlaſſen haͤlt, dir nah zu hellen fertig. Sein oden nur traͤgt die natur; tragt, allenthalben alle. res loͤſegeld: auch ſundern Auf! faßet muth! des Sohnes hlut ſagt's dir bey jedem harme, wie gern er ſich erbarme. 6. Was zagſt du? Gott auch geduldig. er 3 gericht uns ſtellt, ſin ſelber fromme ſchuldig. Doch ſein gericht trifft fromme nicht. Drum ſey gewiß/ et ſchone auch dein in ſeinen Sohne. 99 Nun Gott, da du die welt regierſt; wie duͤrft ic noch ihm wohl wiſſend. Sout aͤngſtlich zagen! ein lah 1 regiert die welt; und er it Zwar, wenn ſterniß fuͤhrt er gewiß, m faus der nacht der leiden, int 1 wo auch jeder walle, doh 5. Was zagſt du? Geitn⸗ giert die welr; und er iſt dein erbarmer; dir ſagt ein theu⸗ 4 f 8 1 1 — er—— 4 4 8—— 2*—— . 4— 8 —— == — — 8 3 39 4 Bafs 99 4 8 3 18 1 . 52 9 —— —— ‿ᷣ 2= ——— —ꝗ& —— 5 —— —,— —2 —2ꝑ 8 — 2—2 ll. 3. 7 ſicherl. wohlg du me und je reu, m leib un dies m wein 390 walten alezeit lic er und tr. „* . ihm un u fühtt ag tten i perläſe ſi. an.= len fat i umt mn rrigt dene ſebet dan auch ſedn n ic 3 ithalben. ir Was ugtä nonet tdeewanm deine rmer; ri hüſeged:a n,d.* adamma. ¹ dn h d 6 21— bnr ui 1al E gen n ſas rald Wa uit Or di e itt die rih nme 8= geduldg. ſeuer— geiite t i S Trfrumaiſe 1 N gr ott re le aich du riſ m. a8 dei 5 welches du mich fuͤhrſt, ſoll Inie mich niederſchlagen. Ich hoffauf dich. Du laͤſſeſt mich dir will ich vertrauen. 389.) gebaut im himmel und aufer⸗ n all⸗ hoffnung ich ganz feſt und X. Vom Vertrauen auf Gott. bald deine huͤlfe ſchauen. Dir, er Gott ver⸗ traut, hat wohl den; wer ſich verlaͤßt auf Je⸗ ſum Chriſt, dem maß der him⸗ mel werden: darum auf dich ſteif will ſetzen. Herr Jeſu Chriſt, mein troſt du biſt in todesnoth und ſchmerzen. 2. Und wenns gleich waͤr dem teufel ſehr, und aller welt zuwider; dennoch ſo biſt du, Jeſu Chriſt, der ſie all ſchlast darnieder. Und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geißt und gnaden, ſo dem allerhoͤchſten traut, der hat auf keinen ſand gebaut. 2. Was helfen uns die ſchwere ſorgen, was hilft uns unſer weh und ach? was hilft es, daß wir alle morgen be⸗ ſeufzen unſer ungemach? wir machen unſer kreuz und leyd nur groͤſſer durch die traurig⸗ 3. Man halte nur ein wenig ſtille, und ſey doch in ſich ſelbſt ver gnuͤgt, wie unſers Gottes gnadenwille, wie ſein alwiſ⸗ ſenheit es fuͤgt: Gott der uns ihm hat auserwaͤhlt, der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten freuden⸗ſtunden, er weiß wohl, wann es nuͤtzlich ſey. Wenn er uns nur hat treu er⸗ funden, und merket keine kann fuͤrwahr mir ganz und. gar kein tod noch teufel ſcha⸗ den. 3. Dein troͤſt ich mich ganz ſicherlich, denn du kannſt mir wohl geben, was mir iſt noth, du treuer Gott, in dieſem und jenem leben. Gieb wahre reu, mein herz erneu, errette eib und ſeele. Ach hoͤre, Herr! dies mein begehr, und laß mein bitt nicht fehlen. 20 Ner nur den lie⸗ 390. W ben Gott laͤßt walten, und hoͤffet auf ihn allezeit, den wird er wunder⸗ lich erhalten in allem kreuz und traurigkeit. Wer Gott heucheley; ſo kommt Gott, eh wirs uns verſehn, und laͤſſet uns viel guts geſchehn. 5. Denk' nicht in deiner drangſals hitze, daß du von Gott verlaſſen ſeyſt, und daß der Gott im ſchooſe ſitze, der ſich mit ſtetem gluͤcke ſpeißt: die folgezeit veraͤndert viel, und ſetzet jeglichem ſein ziel. 6. Es ſind ja Gott ſehr ſchlechte ſachen, und iſt dem hoͤchſten alles gleich, den rei⸗ chen klein und arm zu ma⸗ chen, den armen aber gros und reich: er iſt der rechte hoͤh'’n, bald ſtuͤrzen kann. 293 —— 3— ——— ᷣ⁴-i 4-äöü—— ——ÿõÿõÿõ ÿõÿõÿõÿÿÿõÿ wundermann, der bald er⸗ —— —— 294 XI. Vo m Gebhaͤte. 7. Sing', baͤt und geh auf Gottes wegen, verricht das deine nur getreu, und trau des himmels reichem ſegen, ſo nicht. Xl. Vo Mel. O Gott du frommer 39 1 Ach Gott! verlaß b mich nichtlreichſt du mir ſelbſt die haͤnde, daß ich die pilgrimſchaft des lebens wohl vollende; irr ich im fin⸗ ſtern thal, ſo ſey du ſelbſt mein licht, mein ſtab, mein hort, mein ſchutz. Ach Gott verlaß lich nicht! 2. Ach Gott! verlaß mich nicht! lehr' deinen weg mich wallen, und laß mich nimmer⸗ mehr in ſuͤnd und thorheit fal. len; gieb mir den guten Geiſt, des glaubens zuverſicht, und wann ich ſtraucheln will, Gott, ſo verlaß mich nicht! 3. Ach Gott! verlaß mich nicht in noͤthen und gefahren, und laß zur rechten zeit mir huͤlfe wiederfahren! iſt meine ſeel in angſt, ſchreckt mich dein ſtrafgericht, Gott! ſo —— m Gebaͤt. §. Ach Gott! nicht! hilf, daß ſey, recht glauben, leben und ſelig ſterben verlaß mich nicht! Mel. Wer nur den lie reinem auten herzen hat Gott dein Vater, nie verſchmaͤht. gehrt. geſichte mit dank, mit demut oft und gern, und pruͤfe dich in ſeinem lichte, und klage deine noth dem Herrn. Er verlaß mich auch mit deinem troſte nicht! 4. Ach Gott! verlaß mich nicht! gieb wollen und ver⸗ moͤgen; in allem meinen thun begleite mich mit ſegen; die werke meines amts, die werke meiner pflicht, laß Herr, vor dir gedeyn, ach, Gott! verlaß mich nicht. eilt, die ſeinen zu erfreun, un ſegnet ſie, wann ſie noch reyn. 3. Welch gluͤck, ſo hochge⸗ ehrt zu werden, und im ge⸗ baͤt vor Gott zu ſtehn! der Herr des himmels und der er⸗ den, bedarf der eines men⸗ ſchen flehn? iſts nicr bie wird er bey dir werden nen aute welcher ſeine zuverſic in hoil deben „ Din heil bclſt 392. nicht zu ver⸗ ſcherzen, ſey wach und nac⸗ tern zum gebaͤt! ein ſlehn als verlaß mich faaß ich, dir er⸗ geben, voll lied und hoffnung chriſtlich mag/ um dich von angeſicht zu an. geſicht zu ſchaun! Ach Got 5* n I6 Er iſt die liebe ſelbſt: er hin, was ſeiner kinder herz hie 2. Erſchein' vor ſeinem an zehate. 11 an 2 hebat. ne. Ach Get. 2 tt! hilf, R 1 1 en, düthn 33” J nect lache eden ſen mnſ 1 1 f dich von ghi 3 ſidt uſtau 2 1 laß wich ugt lſl. wermn ui G — 92 N V 5 ſaen, ſtt. aſd aungah 3 ſtem aunnſen „u u VPater, nin 1 i deeliedeſit dt s ſeiner bi u hi. „Erſchein wi qqte ndit neit! und gern, w mit ſeinem lchn, 11ſt meath e tinet?, die ſäinan ſegnet ſe u mi 4 ehn. 1 1.Walolt dine tuu vaman, 3en R urr h und gnade fleht, ſo hoͤre mich durch Je⸗ 8 XI. Vom Gebaͤte. 295 deine ſeligkeit, wenn er zu haͤten dir gebeut? 4. Sagt Gott nicht: bittet daß ihr nehmet? iſt des gebaͤ⸗ tes frucht nicht dein? wer ſich der pflicht zu baͤten ſchaͤmet, der ſchaͤmt ſich, Gottes freund zu ſeyn! undo welch ungluͤck traͤfe dich, ſchaͤmt einſtens Gott auch deiner ſich! 5. Sein gluͤck von ſeinem Hoͤchſten ſtaͤrken, in dem ver⸗ traun, daß Gott uns liebt, im fleiß zu allen quten werken, iſt ₰ dieſe pflicht fuͤr dich betruͤbt! ſo triffſt du nichts auf erden an, das deinen Geiſt erfreu⸗ en kann. 7. Gott! laß mich nicht mein heil verſcherzen. Gieb luſt und kraft mir zum gebaͤt. Und wann mein mund aus gutem herzen zu dir um huͤlf von deinem thron, ſum Chriſtum deinen Sohn. Ich komme vor 02 ch komme vo 3 93. ₰ dein angeſicht, verwirf, o Gott, mein flehen nicht; vergieb mir alle meine ſchuld, du Gott der gnaden und geduld. 2. Schaff' du ein reines herz in mir; ein herz voll lieb und furcht zu dir; ein herz voll demuth, preis und dank! ein ruhig herz mein leben⸗ ang. 3. Sey mein beſchuͤtzer in gefahr, ich harre deiner im⸗ merdar; iſt wohl ein uͤbel, das mich ſchreckt, wenn deine rechte mich bedeckt 4. Ich bin ja, Herr, in dei⸗ ner hand. Von dir empfing ich den verſtand; erhalt ihn air, Herr, mein hort, und ſtaͤrk ihn durch dein goͤttlich wort. s. Laß deines namens mich zu freun, ihn ſtets vor meinen augen ſeyn. Laß, meines glaubens mich zu freun, ihn ſtets durch liebe thaͤtig ſeyn. 6. Das iſt mein gluͤck, was du mich lehreſt. Das ſey mein gluͤck, daß ich zuerſt nach dei⸗ nem reiche tracht, und treu in allen meinen pflichten ſey! 7. Ich bin zu ſchwach aus eigner kraft zum ſiege meiner leidenſchaft; du aber ziehſt mit kraft mich an, daß ich den ſieg erlangen kann. 8. Gieb von den guͤtern die⸗ ſer welt, mir, Herr, ſo viel, als dir gefaͤllt; gieb deinem knecht ein maͤſſig theil; in ſei⸗ nem ſleeiſſe gluck und heil. 9. Schenkt deine hand mir uͤberfluß: ſo laß mich maͤſſig im genuß, und durft'ge bruͤder N 4 zu 296 XI. Vo m Gebaͤte. zu erfreun, mich einen hen geber ſeyn. 10. Gieb mir geſundheit, und verleih', daß ich ſie nuͤtz, und dankbar ſey, und nie aus liebe gegen ſie, mich zaghaft einer pflicht entzieh. 11. Erwecke mir ſtets ei⸗ nen freund, ders treu mit meiner wohlfahrt meynt, mit mir in deiner furcht ſich uͤbt, mir rath, und troſt, und beyſpiel giebt. 12. Beſtimmt du mir ein laͤng'res ziel; und werden meiner tage viel; ſo laß, Gott meine zuverſicht, verlaß mich auch im alter nicht. 13. Und wird ſich einſt fro⸗ mein ende nahn; ſo nimm dich meiner herzlich an, und ſey durch Chriſtum deinen ohn, mein ſchirm, mein ſchild, mein groſſer lohn. Mel. Wer nur den lieben 3 Komm betend oft 94 und mit vergnuͤ⸗ gen, o chriſt, vor Gottes angeſicht! nie muͤſſe traͤgheit ſeinen Sohn ruͤhrt ihn, nich leerer worte ton. 3. Wer das, was uns zun frieden dienet; von herzer ſucht, der ehret Gott. Wer das zu bitten Gott. die er Gott ſchwur, der ſpottet ſeiner nur. 4. 4 4½ freundlich er, dein Vater in leid verſuͤßt. und kraft. gemuͤthe, ſchau dich an ſeine wundern ſatt. Schau auf den irrteſt du: er trug geduld; erkenn und preiſe ſeine huld. frohem muthe die herzliche barmherzigkeit des, der mi ſeinem theuren blute die fün⸗ derwelt vom fluch befreyt: dich beſiegen in der erfuͤllung dieſer pflicht. O ube ſie zu Gottes preis und deinem heil, mit treuem ſleis. 1 2. Baͤt oft in einfalt deiner ſeelen; Gott ſieht auf's herz, Gott iſt ein Geiſt! Wie koͤn⸗ nen dir die worte fehlen, wo⸗ fern dein herz dich baͤten heißt? der glaub an Gott und und eigne dir, zu deiner nuh und heiligung, ſein opferzu⸗ 7. Baͤt oft, Gott wohntan jeder ſtaͤtte; in keiner mindet oder mehr. Denk nicht wenn ich mit vielen baͤte, ſo ind ich eh' bey Gott gehoͤr. nur dein wunſch gerecht und gut, ſo ſey gewiß, daß Gott ihn thut. 9. ſich erkuͤhnet, was er ſich wuͤnſcht, enteht Wer ſchnell die mn, vergiß, Baͤt oft zu Gott, und ſchmeck in freuden, wie Bat oft zu Gott, und fühlin leiden, wie goͤttlich er dat Gott hoͤrbs, Gott iſt's, der hulfe ſchaft. Er giebt den muͤden inſ 5. Baͤt oft und heiter in ernſt, ſchan auf die guͤte, o⸗ mit er dich geleitet hat. Oſt 6. Baͤt oft, durchſchau mit 5 8.1 geme anzuf mit d brude frig n übung nebrü als i ſind, glie ſeind. aus li der ſel glaube und de und ei teich a Denn ſeelenr. den, II. 1 utrete mit wo veine wolſtd ſehn; rechten ſprach Mel. 395 zu dir niema. heilet. ſehr gt ſünden d, ſ 1N Wanm al 11r she, ſzeudt tu Get,u 1, bie ita 4 Bit eſt uit 6' A ern ſatt Etar am ſchen aufttg i ic zeleini da: erm und riüiu a* Sit oſt,un 6.n authe d a er igkeit de X il theurentlant a t vom fuh T r 9nedr, am E riligung, ſae = toſt,Gn * cäinte; intinn chr. deint t vielen in, chey bt 3 an runſo A dſeyges, . XI. Vom Gebaͤte. 297 8. Doch ſaͤume nicht, in den gemeinen auch oͤffentlich Gott anzuflehn, und ſeinen namen mit den ſeinen, mit deinen bruͤdern zu erhoͤhn. Wie ei⸗ frig war der Heyland nicht in uͤbung dieſer ſel'gen pßicht! 9. Baͤt oft zu Gott fuͤr dei⸗ ne bruͤder, fuͤr alle menſchen, als ihr freund: denn wir ſind eines leibes glieder; kein glied davon iſt auch dein feind. Solch bitten, das aus liebe fließt, ehrt Gott, der ſelbſt die liebe iſt. 10. Baͤt oft, ſo wirſt du glauben halten, dich pruͤfen und das boͤſe ſcheun, an lieb und eifer nicht erkalten, und reich an guten werken ſeyn. Denn muth und kraft und ſeelenruh ſagſt du, Gott, dem, der bittet, zu. 11. Dies reize mich vor dich zu treten mit lob und dank, mit wunſch und flehn. Doch meine feyler bey dem baͤten wollſt du, mein Vater, uͤber⸗ ſehn; weil mich, der dir zur rechten ſitzt, durch ſeine fuͤr⸗ ſprach unterſtutzt. Mel. Sorge, Vater, ſorge 39 5. L delr ndkom zu dir geeilet, weil ich ſonſten niemand find, der mich armen heilet. Meine wunden ſind ſehr gros, gros ſind meine fuͤnden, mache mich derſelben los, laß mich gnade finden. 2. Fuͤhrſt du vaͤterlichs ge⸗ ſchlecht, und haſt vaterſitten, ey ſo hab ich kindesrecht, und darf kindlich bitten: denn den kindern ſteht es frey, vaͤ⸗ ter anzuflehen, Vater! deine gnad und treu laß mich armen ſehen. 3. Liebſter Vater, willt du dich vater laſſen nennen; ey! ſo wirſt du laſſen mich vaters⸗ ſinn erkennen; denn das waͤr' ja viel zu ſchlecht, blos den namen fuͤhren, und nicht thun nach vatersrecht, wie ſichs will gebuͤhren. 4. Haſt du doch in deinem wort gnade mir verſprochen: laß mich an der gnaden⸗pfort' nicht vergeblich pochen! laß der matten ſeufzer ſtaͤrk' durch die wolken dringen, und von deinem himmelsberg mir ge⸗ nade bringen. 5. Ich laß dich nicht eher ab, bis du mir gewaͤhret gna⸗ de, die ich von dir hab innig⸗ lich begehret: ſegne mich, ſonſt laß ich dich eher nicht: ich hange wie ein' klett am kleid', bis ich gnad' von dir erlange. 6. Du biſt Gott, und heiſ⸗ ſeſt gut, weil du gutthat uͤbeſt, und gleichwie ein va⸗ ter thut, deine kinder liebeſt. Dieſer gutthat laß mich auch, Vaterherz genieſſen; laß auf mich, nach deinem brauch, deine gnade ſieſſen. N 5 7. 1½ 298 Vom Gebaͤte. 7. Ach! verzeih mir, ach! vergieb, was ich mißgehan⸗ delt, weil ich nach der ſuͤnden trieb oftermals gewandelt. Ach ſehr gros iſt meine ſchuld, gros ſind meine ſuͤnden, decke mich mit deiner huld, laß mich gnade finden. 8. Nun ſo nimm dich mei⸗ ner an, wie die vaͤter pflegen! meine buß und thraͤnen⸗bahn laß dich doch bewegen, meine ſuͤnden bringen ſchmerz, die ich hab begangen: ach! du liebes vaterherz, laß mich gnad erlangen. 9. Klagt mich mein gewiſ⸗ ſen an, und will mich verdam⸗ men; will der ſchwarze hoͤl⸗ len⸗mann dich zur rach an flammen: ey! ſo denke mit gebuld, daß ich ſtaub und aſchen, und daß mich vo meiner ſchuld hab' dein blut gewaſchen. Mel. Wer nur den lieben 3 9 6 kein beſter troſt ben iſt ein gebaͤt zu meinem Gott. Dies kann mir kraft in ſchwachheit geben, geduld und muth in jeder noth; bey jedem gram, bey jedem ſchmerz ein ruhiges, zufried⸗ nes herz. 2. Wie kann ich troſt und in dieſem le⸗ zagt? Nichts troͤſtet mehr a ein gebaͤt, das bey dem Hern um ſchonung fleht. 3. Muß ich um meiner i gend willen ein ſpott der la⸗ Gott; er hoͤrt mein ſche * nimmt vaͤterlich ſich! tugend bahnn. 4. Ich will mich nie zun⸗ chen ſuchen, wann mich an chen, der mir aus unverſtand geflucht. Nein meine m gnade fuͤr ihn fleht. mand entdecken kann, dann ruf ich Gott, der micherhoͤrtt, um troſt in dieſem kummen an. Ich weiß, wer ihm mit zuverſicht ſein leid klagt, den verwirft er nicht. 6. Ruf ich ihn an bey dem geſchaͤfte des amtes, dase mir verlieh; ſo fleh ich nie umſonſt um kraͤfte; der Gott der ſtaͤrke giebt mir ſier er gielt aus vaͤterlicher huld mir ſe⸗ gen, klugheit und geduld. 7. Wann eine doͤſe luſt zu ſterhaften ſeyn; ſo däͤt ichde muthsvoll im ſtille zu meigen an, und ſtaͤrkt mich auf da feind zu kraͤnken ſucht, und nie will ich dem wieder fu⸗ ſey ein gebaͤt, das Gott um 5. Und wann ein kummet mich verzehret, den ich ni⸗ b zuflucht ſinden, wann mein gewiſſen mi hverklagt, wann bey der menge meiner fuͤnden mein herz vor ſeinem richter daͤmpfen mir wille, muth und kraft gebricht; dann bitt ich Gott; er hilft mir kaͤmpfen; er giebt mir muth zu jeder pflicht, und ſchenkt nixil — bäten, ner ſu zu dir lieber wahr meine 3. 1 Gott nicht r ten of bleibt Träg muth, feeiſch muhſc 3. entſch ihren; 4 e Pralntun tz er hin un 3— nt lian A gen und ſt 4. 4 bett nem de. di ſa ſuchen, 3 d ukauree— nid e will ich dn ne rd aahn mwiſt Act. Nann dan= in edät, de eu re für ifn it an ueu B it dan verzehre, 1 und nandeentdecken im 20un—t Gott dan Nutt ant im 5 *: Jc wei m enAiſct fnnat ea 1 4 uſt um kttin dal aiit giimi 1 ⁸ anlon nede* kuushen me Puann ent dund fen wini tbritt; vein!— 8 XI. Vom Gebäte, 299 ligkeit und kraft zum ſiege meiner leidenſchaft. — Wann ich im letzten kampf des lebens bey nie⸗ mand hulfe finden kann; ſo ruf ich Gort doch nicht verge⸗ bens um ſeinen troſt und bey⸗ ſtand an, der, wann die ſpra⸗ che mir vergeht, doch meine ſeufzer noch verſteht. Mel. Zerr Jeſu Chriſt du Fp;jit ſeufzen klag' 397. M ich dir, mein Gott! gern wollt ich eifrig baͤten, und, druͤckt mich mei⸗ ner fünde noth, voll glauben zu dir treten; gern braͤcht ich, lieber Vater! dir im geiſt und wahrheit mit begier die opfer meiner lippen. 1 2. Allein mein herz, ach Gott und Herr! kann ſich nicht recht erheben. ten oft zu kalt und ſchwer leibt es am eitlen kleben. Traͤg iſt oft leider ſinn und muth, und oft muß ich mein fleiſch und blut zur andacht muͤhſam zwingen. 3. Umſon uſ faß ich oft den entſchluß: die welt ſammt ihren kindern ſucht, meinem herzen zum verdruß, am baͤ⸗ ten mich zu hindern. Und fleht mein ſeufzend herz zu dir, bringt ſie zu meiner kraͤnkung mir viel eitles ins gemuͤthe 4. Dies, Herr, mein Gott, dies kraͤnkt mich ſehr, und ich ret. Zum gu⸗ denk oft mit ſchmerzen, als Ha waͤr dein guter geiſt nicht mehr in meinem traͤgen her⸗ zen, das dich ſo oft beleidigt hat; weil luſt und andacht keine ſtatt in meiner ſeele fin⸗ det. 5. Ach, leider! Vater, hab ich dich nicht allezeit gehoͤret, wann du in deinem worte mich erweckt, geruͤhrt, geleh⸗ Doch ſchone jezt, ver⸗ zeihe mir, wehmuͤthig fleh ich Gott, zu dir; vergilt nicht nach verdienſte. 6. Ich will hinfort nachlaͤſ⸗ ſigkeit und alle traͤgheit mei⸗ den. O mache du mein herz bereit vom eitlen mich zu ſcheiden. Laß es dich hoͤren und allein aufs himliſche ge⸗ richtet ſeyn. Gieb du mir kraft und ſtaͤrke. Gott laß den eifer des gebaͤts ja nicht in mir erkal⸗ den! der andacht feuer wollſt du ſtets durch deine kraft er⸗ halten. Den hinderniſſen wehre du, und ſetze meine ſeel in ruh, ſich frey empor zu ſchwingen. ieh! hie bin ich 398. Ehren⸗koͤnig! lege mich vor deinen thron, ſchwache thraͤnen, dendlich ſehnen, bring ich dir, Menſchenſohn, laß dich fi⸗ den:,: von mir, der ich aſch und thon. 2. Sieh doch auf mich, Herr ich bitt⸗ dich, wlente 300 XI. Vo m Gebaͤte. mich nach deinem ſinn: dich alleine ich nur meyne, dein ich bin: laß dich gieb dich mir, und erkaufter erb finden* nimm mich h 78 in. 3. Ich zegebre Herre! gnad, die du giebeſt, den du liebeſt, und der dich liebt in der that; laß dich finden nichts, o . . „ der hat alles, wer dich hat. 4. Himmelsſonne, ſeelen⸗ wonne, unbeflecktes Gottes. Lamm! in der hoͤhle meine ſtele ſuchet dich, o Braͤuti⸗ gam! laß dich finden:,: ſtar⸗ ker held, aus Davids ſtamm. 5. Hoͤr', wie klaͤglich, wie beweglich, dir die treue ſeele ſingt! wie demuthig und weh⸗ muͤthig deines kindes ſtimme klingt! laß dich finden:,: den mein herze zu dir dringt. 6. Dieſer zeiten eitelkeiten, reichthum, wolluſt, ehr und freud, ſeynd nur ſchmerzen meinem herzen, welches ſucht die ewigkeit; laß dich finden:,: groſſer Gott! ich bin bereit. Mel. Wer nur den lieben 99 on dir kom̃t je⸗ 3 ⸗ de gute gabe; nur du, mein Gott, kannſt mich allein mit allem, was ich noͤthig habe, zu meinem wah⸗ ren wohl erfreun. Mein le⸗ ben und mein gluͤck beruht al⸗ lein auf dir, du hoͤchſtes gut. 2. Umſonſt iſt alle meine als nur deine frepe (Herr, nicht kroͤnt. Wasſf auch noch ſo aͤngſtlich ſihe wird doch von mir nicht abge Mio 3. e von dir bitten dir, o Gott, ſein herz aus ſchuͤtten, wann noth and kummer uns beſchwer„M ſanftigt unſrer ſeele ſchmen, ruhm fuͤr uns ſeligkeit, und ſit nem dienſte treu zu ſeyn. 5. Du hoͤrſt es, Gott, nit wohlgefallen, wann deine kinder zu dir ſlehn; verſchmi⸗ heſt nicht ihr ſchwaches lalen wann ſie lobſingend dich er⸗ hoͤhn. Du ehrſt den wieder, der dich ehrt, und hoͤreſt den⸗ der dich, Gott, hoͤrt. 6. Mit ſegen uns zu üͤher⸗ ſchuͤtten, biſt du, o Vater, ſtets bereit. Was wir nach deinem willen bitten, gittſ du uns aus barmherzigkeit: und wer dir dankt, dem ſtri⸗ meſt du beſtaͤndig neuen ſe⸗ gen zu. muͤhe, wenn ſie dein ſegen, 1 7. So will ich denn zu dei⸗ S. So c nem uns neuen eifer ein, in da⸗ lehnt, wenn vor dem uhn das mich ſchreckt, dein mac⸗ t ger ſchutz mich nicht bedett ſollt ich denn nict n, was meina ſeele wunſch begehrt? Pu — und oͤffnet deinem troſt au 4 4 Sollt ich nicht dankud dir bringen, want mich ein wahres gluͤck freut? dir, Allerhöchta dir, lobſingen, iſt gut, i 4. weine deinet fteudi ten! dir de ich die ces f 3. G deinen kinde kannf weil! VPero meine 2 4 2 * 4 n, nd Tſchuß nig ua Mioſ 1g 1 t dir hiten,n E ahn dat.** ,0Gott, fan tlen E ue en t mer und be rein ſtigtunſter e aun üfnet dean äun 2 . Solkihrt = ein uiha e dt, M un“ lobſinoe, ig „d un flgtte „Maan neuen eifttn, 3. 34* dienſte tra +— du ſärt 6 1n eam lgefalln, m keic X er aa dixſehe uch narir tet den.ſ da m ſe lihſben tn r. Dathin bben f dich ehtt, mt fn i A ic, den aade At ſenn fann 3 teen, hi w asid F bertt. it na n rilen tnn tin!e nt du 1n btal a ber nir 3 4 Tgut unn du heftndt gein ☛ u. 14. w der andacht opfer gnaͤdig an. Dein Geiſt regiere meinen mka ſa dir drin Xl. Vom Gebaͤte. 301 nem throne oft im gebaͤt mich kindlich nahn. Nimm, Va⸗ ter, nimm in deinem Sohne geiſt, daß er dich baͤtend wuͤr⸗ dig preit. In voriger Mel. 00 Ner kann, Gott, 4 je was gutes haben, das nicht von dir den urſprung hat? du biſt der ge⸗ ber aller gaben, und immer gros an rath und that. Du willſt, daß mit gebaͤt und flehn wir ſtets auf deine huͤlfe ſehn. 1 2. Drum komm ich auch mit V meinem baͤten, o Gott, vor deinem heil'gen thron. Wie freudig kann ich vor dich tre⸗ ten! denn mich vertritt bey dir dein Sohn. In ihm hab ich die zuverſicht: mein ſchwa⸗ ches flehn verwirfſt du nicht. 3. So gieb mir denn nach deinem willen, was deinem kinde heilſam iſt. Du nur kannſt meinen mangel ſtillen, weil du des ſegens quelle biſt. Vor allen dingen ſorge du fuͤr meines geiſtes wahre ruh. 4. Gieb mir beſtaͤndigkeit im glauben; laß meine liebe bruͤnſiig ſeyn. Will etwas mir dies kleinod rauben, ſo ſchraͤnke die verſuchung ein, und ſtaͤrke mich mit heil'gem muth; ſo ſieg ich uͤber fleiſch und blut. 5. Bewahr in mir ein gut gewiſſen, ein herz zu dir voll freudigkeit; ein herz, aufs zute ſtets befliſſen, das ſich vor deinem auge ſcheut. Und fehl ich, Gott, ſo ſtrafe mich, zu meiner warnung, vaͤterlich 6. Ein herz, das in begluͤck⸗ ten tagen, o Vater, deiner nie vergißt; ein herz, das un⸗ ter noth und plagen vor dir ſtilt und demuͤthig iſt; ein herz voll zuver ſicht zu dir, und voll geduld, verleihe mir. 7. Das andrealles wirſt du fuͤgen, du weißt am beſten, was mir nuͤtzt. An deiner huld laß ich mir gnuͤgen, die ſchwache maͤchtig unterſtuͤtzt. Zufrieden, Vater, folg ich dir. Befeßt'ge dieſen ſinn in mir. 8. Soll ich auf erden laͤn⸗ ger leben, ſo wirk, daß ich dir leben mag. Laß mir den tod vor augen ſchweben. Und kommt dereinſt mein ſterbe⸗ tag, ſo ſey mein ausgang aus der zeit ein eingang in die herrlichkeit. Gebaͤt des Herrn. Kott, Vater, an 40 1 G erbarm en reich: der du in eintracht uns zu⸗ gleich als bruͤder heiſeſt zu dir nahn; wir rufen auf dein wort dich an; laut ſinget vor N 7 dir XI. Vom Gebaͤte. dir unſer mund; hilf, geh' von herzensgrund. 2. Dein na lig ſeyn; und keh 4 33. Dein reich erſchein in dieſer zeit, und vollends in der ewigkeit. 1 Steh uns mit dei⸗ ey; mach uns von fremder knechtſchaft frey: zerbrich des ſatans macht und wuth, nimm deine nem Geiſte b deine hut. 4. Dein will' erden ſchon, wie er geſchieht vor deinem thron. o Gott, in freud und leid, zu dem, was dir gefaͤllt, bereit. Wehr auch des fleiſches uͤber⸗ muth, das wider deinen wil⸗ len thut. 5. Gieb uns lich brod; du k unſre noth. chen, duͤrr' u Laß be bluͤhn, und la ſorgen fliehn. ſ're ſchuld auch allen un denn du au heut unſer taͤg⸗ ennſt am beſten Hilf uns! ent⸗ ferne krieg und ſtreit, peſt, ſeu⸗ nd theure zeit. y uns heil und friede ß uns geiz und 6. Vergieb uns gnaͤdig un⸗ l und mit uns geduld. erweckt, verzeihn ſern ſculdigern; ch thuſt barmyer⸗ b me muß uns hei⸗ erhalte dein wort bey uns rein, damit, wie du ſelbſt heilig biſt, auch heilig ſey ein jeder chriſt. uns, Herr, vor falſch kirch in geſcheh auf Mach uns, daß es Behuͤt er lehr, die verfuͤhret ſind, be⸗ gnade ruhm erhoͤhn. los. Ach unſre ſchwachheitit ſehr gros! erloͤs uns vonden ew'gen tod; hilf auch in unfrer ſterbensnoth; und en⸗ de gluͤcklich unſern lauf. nimm uns in deinen himmal auf. 9. Herr, dem geſchieht, was er gebeut! dein iſt reich, kraſt und herrlichkeit, und bleiht dein ewig's eigenthum; gebit erhoͤren iſt dein ruhm, im na⸗ men Jeſu ſlehn wir nun; du kannſt, du wiliſt, du wirſt es thun! 10. Herr! Amen! ja, es werde wahr! ſtark unſern glauben immerdar, daß wir nicht zweiſten, unſer ſehn durch deine gnad erfuͤlt zu ſehn. Ein freudig amen ſpre⸗ trage, Herr Durch dich wir gern chen wir, o Vater, auf das wort von dir. Fuͤrbitte fuͤr die Obrigkeit. mel. Es iſt das heil uns —0(Frhalt uns, Herr! 402. E hr unne he, durch —— zigkeit an dem, der gern, ue du, verzeiht. 7. Herr, in verſuchung fuͤhr uns nicht. Und wann im kampf an kraft gebricht hilf du mit deiner ſatken hand; durch dich nur thunmi widerſtand; laß uns zulege als ſieger ſtehn, und deine 8. Mach uns von allem uͤbel ne durch Wim ſeg laß de und kraft, heitun gets 4 2, ¹b färku reichli hulde gerech ara 43 1 6 N. oDn halt ſie 3. 1 ken: de bechach ten, keit die m dein 4.9 nen ſch gonnen und tru „ herr,Nngiit ut! diiin errlickei, 3 t Ivig eizentm Ar 5 ſehnar duuühir : thebte zn inmerde 4 nin 1 m,»Dam 1itteefirded = Siſdeii im ſegen und zufriedenheit; laß deinen Geiſt ſie treiben, und ſtaͤrke ſie durch deine kraft, damit, was wahres heil uns ſchaft, durch ſie werd' im ſtets erreichet. 2. Gieb ihr' geſundheit, ſtaͤrk und muth; und laß ſie reichlich ſpuͤren, was deine huld an denen thut, die hier gerecht regieren; ja, kroͤne ſie mit gluͤck und heil, ſey ſelbſt ihr Vater, ſchutz und theil, halt ſie in deiner gnade. 3. Laß unter ihrer hut und macht uns ſteten frieden ſpuͤ⸗ ren: daß wir durch ihren ſchutz bewacht, ein ſtilles leben fuͤh ren, und ruhig in gottſelig⸗ keit die tugend uͤben jederzeit, zu deines namens ehre. 4. Beſchirme ſie durch dei⸗ nen ſchutz, daß, die ihr uͤbels goͤnnen, mit aller liſt, gewalt XI. Vom Gebaͤte. ,8—— durch die wir ſicher bleiben, 303 gieren, in deiner furcht mit ſanftem muth, ſtets ihre herr⸗ ſchaft zieren. Gieb ihnen weisheit und geduld, daß ſie durch macht, doch mehr durch huld, flor, heil und ruh be⸗ foͤrdern. 7. Laß uns dein volk und erbe ſeyn: und hilf vor allen dingen, daß haupt und glie⸗ der insgemein dir lob und eh⸗ re bringen. Fuͤhr beyde, Herr! nach dieſer zeit, in jenes reich der herrlichkeit, wo wir dich ewig preiſen. — Allgemeine Fuͤrbitte. Mel. Was mein Sott will Zzott, deſſen nam' undtrutz ihr niemals ſchaden koͤnnen. Was ihrem amt ent⸗ gegen iſt, der feinde trug, der bosheit liſt, laß, Herr! zu ſchanden werden. 5. Gieb deinen eifer, fleiß und treu, die ihr ſind unterge ben, daß jedermann begierig ſey, nach ſeiner pflicht zu le⸗ ben. Laß uns das haupt, den hoͤchſten ſtand, und alle, die von ihm geſandt, in hohen ehren halten. 6. Verleih uns, Herr! dies groſe gut, daß die, ſo uns re⸗ V Ephraim beweinet, womit es Adam ſtammt, zum wahren gluͤck iſt, wie dein —— ———— — ñ Zoa XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. luͤck und leben; willſt allen reich beſtreiten, und ſeing glu⸗ b auch, von lieb entflammt, die ſchall ſich uberall zu deinan ſeligkeit gern geben. Erleuch⸗ ruhm verbreiten. te doch, die jetzo noch bey di⸗ 7. Gieh„ daß ſich ehn, cken finſterniſſen ſich ſelbſt all⸗ recht und treu im ganzen la⸗ hier den weg zu dir durch de küſſe: daß jeder ftong menſchen⸗wahn verſchlieſſen. und heilig ſey, und richtee 4. Erweiche der verſtock⸗ des fuͤſſe vom laſterweg zun ten herz, bekehre die verfuͤhr⸗ himmelsſteg; daß deinesn ten. Ach! daß ſie doch der mens ehre, Herr! durchen fuͤnden ſchmerz und deine wort ſich fort und fort zan gnade ſpuͤrten, und keiner allen menſchen wehre. nicht in dein gericht und 8. Gieb armen, daß ſie in⸗ ſirenges urtheil fiele! ach merzu ſich ihrer arben nii⸗ treibe ſie doch ſpat und fruͤh ren; den kranken wolſ dy zum vorgeſteckten ziele! ſanfte ruh, betruͤbten inaß 5. Erhalte, die im glau⸗ gewaͤhren. Wer dich per ben ſtehn und dich als kinder ehrt, ſich redlich naͤhrt, den ehren, daß ſie ſters weiter ſchenke gluͤck und ſegen; und vor ſich gehn, und deinen bey gefahr laß ſich die ſchagr preis vermehren. Hilf ihnen der engel um ihn legen. auf in ihren lauf, wann ih⸗ 9. Wir alle ſchrezen; wit re fuͤße gleiten, und lehre ſie ſind ja ein werk von deinen des lebens muͤh in deiner haͤnden! laß nie, in ang kraft beſtreiten. und truͤbſal da, dein hetz 6. Hilf, daß die ganze chri⸗ ſich von uns wenden. Duliſ ſtenheit dich recht und heilig ja der, dem nichts zu ſchwer; ehre, daß weder hochmuth, drum ſprich, durch Jeſu na⸗ haß noch neid dein heilig wort men, zu deren flehn, die vor verkehre. Laß ſeine macht des dir ſtehn, Gott, dein al⸗ irrthums nacht, der ſunde maͤchtig amen. — — XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. Mel. So Keehenunſre. f 9. Wann eugſ und a u biſts, dem ſich mir genaht; ehör 404. D ehr und ruhm Gott mein ſlehn, und ließ zebuͤhrt; und das, Herr, durch ſeinen gnaͤd'gen rath bring ich dir! mein ſchickſal darin mich nicht vergehn. haſt du ſtets regiert, und 3. Wann ich in ſchmerzan ſtets warſt du mit mir. krank⸗ 83 veln — krankh Herr, nir deit 9.D die nat mich er ſeder t ſreundl 10. nen S der ſta onaden erwart II. iathun 4 b 1 t beſtreinn 1 1 d ſic ihe 39 1 n etn . ſed, R da 83 tudra eſſet 6 kr . 1* dellig, u ag en füſſe wnläh deun ☛ 1 kan fort un 6 denvi .g fan zu ſich iee ihnet engel un ihi mid Witall te dreſt T je ein un dein KA den! ſchi rüſi n, — nuth ſotich, dt. wer*n, zu dererft di detiehn, Sott ſünd mm ttig anen. ——— r Da Sbii gegae rer. Wann wil den un mir ge, nßn: niin fan! h ſänen hnat vic litn 31 Aumihaß dn dickſal und 4 1 krankheit ſank und rief: Heerr, rette mich! ſo halfmir 1 mein Gott, erheb ich dich? des haß: ſo klagt ich Gott den ſchmerz; er half mir, daß ich ihn vergaß, und gab geduld ins herz. XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 305 Gott; mit welchem dank, 4. Betruͤbte mich des fein⸗ 5. Wann ich den richt'gen pfad verlohr, und mich ver⸗ ſchuldet ſah; rief ich zu dir, mein Gott, empor, und gna⸗ de war mir nan. 6. Oft, wann nach troſt die ſeele rang, Gott ſich von mir gewandt, rief ich voll ſehnſuͤcht: Herr, wie lang'! und mich hielt ſeine hand. 7. Er half; noch hilft er ſteis, der Herr: denn er iſt fromm und gut. Aus der ver⸗ ſuchung rettet er, und giebt zur tugend muth. 8. Herr, fuͤr die leiden dank ich dir, dadurch du mich geuͤbt; und fuͤr die freuden, welche mir dein milder ſegen giebt. 9. Dir dank ich, Herr, daß die natur mich naͤhrt un d mich erfreut. Ich ſchmeck in jeder kreatur, Gott, deine freundlichkeit. 10. Ich danke dir fuͤr dei⸗ nen Sohn! der fuͤr mich ſuͤn⸗ der ſtarb, und der zu deinem gnadenthron den zugang mir erwarb. I1. Lobt Gott in ſeinem hei⸗ ligthum! erheb ihn, volk des Herrn! die erd iſt voll von ſeinem ruhm: er hilft, und rettet gern. 12. Er hilft, und laͤßt die traurigkeit bald vor uns uͤber⸗ gehn; will uns nach kurzer pruͤfungszeit, zum ew'gen gluͤck erhoͤhn. 13. Vergiß nicht, ſeele, dei⸗ nen Gott, was er an dir ge⸗ than. Verehr und halte ſein gebot, und baͤt ihn ewig an. Mel. Nun danket be „—s(urch dich, o 405* O groſſer Gott! durch dich bin ich vorhanden; die himmel, und ihr heer ſind durch dein wort entſtan⸗ den; denn, wenn du ſprichſt, geſchichtſt; wenn du gebeu⸗ t'ſt, ſtehts da. Mit all⸗ macht biſt du mir, und auch mit guͤte nah. 2. Du biſt der Gott der kraft; dich preiſen erd und meere, und himmel predi⸗ gen die wunder deiner ehre. Dich baͤt ich dankend an. Mein heil kommt von dem Herrn. Du hoͤrſt der men⸗ ſchen flehn, und du erretteſt gern. 3. Und wenn ich deiner huld, o Gott! gewuͤrdigt wer⸗ de: Was frag ich, auſſer dir, nach himmel und nach erde? im himmel donnerſt du, und ſchrecken fuͤllt das land; noch fuͤrcht ich nichts; denn du S. haͤlſt mich bey meiner hand. 4.— 306 XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 4. Wann ich die himmel ſeh, die du Herr, ausgebrei⸗ tet, der ſonne majeſtaͤt, den mond, den du bereitet! ſo ſprech ich: was iſt doch der menſch, daß du ſein denkſt? und daß du taͤglich uns un⸗ zaͤhlig gutes ſchenkſt. 5. Als ſchaafe laͤßt du uns auf gruͤnen auen weiden, naͤhrſt uns mit ſpeis und trank, und fuͤllſt das herz mit freuden. Du ſahſt mich, eh der grund der welt gele⸗ get war, zogſt mich aus mutterleib, als mich ihr ſchoos gebahr. 6. Du wogſt mein gluͤck mir ab, und leiden, die mich uͤben: und meiner tage zahl war auf dein buch geſchrieben. Du hiſt der frommen ſchutz; du biſt der muͤden ruh; ein Gott, der gern verzeiht. Wie gnaͤdig, Gott, biſt du! 7. Wem ſoll ich ſonſt ver⸗ traun, als dir, du Gott der goͤtter 2 wen ehren, als nur die, mein ſchutz und mein er⸗ retter? wie ſanft in dein be⸗ ſehl! gieb mir dein herz, mein ſohn, und wandle mei nen wag; icgch bin dein ſchild und lohn. 8. Herr dein gebot iſt heil, dein weg iſt fried und leben; wie koͤnnt ich einem Gott der liebe wiederſtreben? umſonſt lockt mich das gluck, indem das laſter bluht; ich haſſe ſei⸗ — nen weg, weil mich dein au Uge ſieht. 6 9. Auch wann kein wenſt mich ſieht, will ich die ſuͤnde fliehen; ten 2 nein, Herr, wenn dh A ör 164 mich ehrſt, mag mich de welt verachten. Du hiſt ei, dem zum dienſt ich leib und ſeele weih. Gieb, daß man wandel ſtets voll deines m⸗ mes ſey! Mel. Kommt laßt euch den 406. zott, mein W⸗ ter, deine lie⸗ be reicht, ſo weit der hin⸗ mel iſt. Dei⸗ lthuns arke triebe ſind ſo ewig, als Deines wohlthuns du biſt. Deiner huld unend⸗ lichkeit, Gort, erſchöpfet keine zeit; und wer kann die vielen proben deiner gi⸗ te wuͤrdig loben? 2. Als ich noch, der welt verborgen, in dem ſchoos der mutter lag, wachteſt du für much zu ſorgen, uͤber mich ſchon jeden tag. Durch den beyſtand deiner macht hin ich an das licht gebracht, und was hat mein ganzes leben gutes, das du ncht den u enket me 4 3. Nie gede niri troͤſten. 4. I6 jahren! dens ſtah ins grab⸗ hest; ei nir nutze nich ſchu 5. Go uns ſtets ſhen unl züte iſtt knaſt, dich te gleich wie der dennoch loben dei ethoben. 14.50 lebe, He 1 A die triebe in mir. ſdigen ſen wohlthur mir aufd vahreſt 7. Ja ben recht mühn; n habe en; demd nfi e 1; dm dn 4 n. Iun mn. 18, zenic nan ſey! 4 G 34 d. Jommtlit neden— dan 4—6. 6 n 9„ Rricht, i n kezendt ldu* iſt. Deinn A erf ess e miede ſahhe at ver* Liſt. Deinath dett det en eit, Gat als nat*.* zeit; un zein er t icles pröbin ein del un aürdig eben her As icut. le mei orgen, Mnm ſchit ua der uag, nt it beil 2 jeden ug. ledenEee and deud d ant del de 1n daslüt Inſan we hat nün inden ☛ butnin aſſe ſei Nee gedn 4 re re. nelae ſeßt, ulih XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 307 muͤthe„ohne bruͤnſt'ge dank⸗ begier, jeder unverdienten guͤte, da du durch die taufe nir das erhab'ne recht ge⸗ waͤhrt, daß ich, fuͤr dein kind erklaͤrt, mich des ſegens der erloͤßten voller zuverſicht darf troͤſten. 4. In den zarten jugend⸗ jahren warſt du meines le⸗ bens ſtab; mein beſchirmer in efahren. An dir hab ich bis ins grab einen Vater, der mich lieöt; einen Vater, der mir giebt, was zum wahren wohl mir nutzet; einen Vater, der mich ſchuͤtzet. 5. Gott, du mach'ſts mit uns ſtets beſſer, als wir wuͤn⸗ ſchen und verſtehn. Deine hüt iſt viel groͤſer, als die raft, dich zu erhoͤhn. Schall⸗ te gleich ſo hoch mein dank, wie der ſeraphim geſang: dennoch wuͤrde durch mein loben deine huld nicht g'nug erhoben. 6. O ſo zeuch durch deine liebe, Herr, mein ganzes herz zu dir. Staͤrk und mehre ſelbft die triebe wahrer dankbarkeit in mir. Laß mich gan dein eigen ſeyn; ſo mich deines wohlthuns freun, daß auch mir auf dieſer erde wohlthun wahre freude werde. 7. Ja, laß jede deiner ga⸗ ben recht zu vrauchen mich be⸗ muͤhn; ſtets den zw ck vor au⸗ gen haben, dazu du ſie mir verliehn. Deine guͤte reize mich, daß ich immer bruͤnſt'⸗ ger dich lieb, und deinen hei⸗ Pgen willen freudig ſuche zu erfuͤllen. Mel. Lobt Gott, ihr Chr. , Iech ſinge dir mit 407.J herz und mund, Herr! meines herzens luſt: ich ſing und mach auf erden kund, was mir von dir be⸗ wußt. 2. Ich weiß, daß du der brunn der gnad und ew'ge quelle biſt, daraus uns allen fruͤh und ſpat viel heil und gutes fließt. 3. Was ſind wir doch? was haben wir auf dieſer ganzen erd', das uns, o Vater! nicht von dir allein gegeben werd'? 4. Wer hat das ſchoͤne him⸗ mels zelt hoch uͤber uns ge⸗ ſetzt? weriſt es, der uns un⸗ ſer feld mit thau und regen netzt? 5. Wer waͤrmet uns in kaͤlt und froſ? wer ſchuͤtzt uns vor dem wind? wer machtes, daß man oͤl und moſt, zu ſei⸗ nen zeiten find? 6. Wer giebt uns leben und gebluͤt? wer haͤlt mit ſeiner hand, den guͤldnen, werthen ien fried„in unſerm vater⸗ land! 7. Ach! Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles thun, du haͤltſt die wacht —— e————— 4. —————ÿyé— —— — —]——)ÿyĩäqÿꝰÿñÿ, —————y——— —— —— — 2 — — — 308 XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott, wacht an unſrer thuͤr, und laͤßt uns ſſcher ruhn. 8. Du naͤhreſt uns von jahr zu jahr, bleibſt immer from und treu, und ſtehſt uns, wann wir in gefahr gera⸗ then, treulich bey. 9. Du ſtrafſt uns ſuͤnder mit geduld, und ſchlaͤgſt nicht allzuſehr, ja endlich nimmſt du unſre ſchuld, und wirfſt ſie in das meer. 10. Wan unſer herre ſeufzt und ſchreyt, wirſt du gar leicht erweicht, und giedſt uns, was uns hoch erfreut, und dir zu ehren reicht. 11. Du zaͤhlſt, wie oft ein chriſte wein, und was ſein kummer ſey; kein zaͤhr und thraͤnlein iſt ſo klein, du hebſt und legſt es bey. 12. Du fullſt des lebens mangel aus mit dem, was ewig ſteht, und fuͤhrſt uns in das himmels haus, wann uns die erd entgeht. 13. Wohl auf, mein herze, ſing und ſpring, und habe guten muth, denn Gott, der urſprung aller ding, iſt ſelbſt und bleibt dein guth. 14. Er iſt dein ſchatz, dein erb und theil, dein glanz und freuden licht, dein ſairm und ſchild, dein hulf, und heil, ſchafft rath, und laͤßt dich nicht. 15. Was kraͤnkſt du dich in deinem ſinn, und graͤmſt dich ruͤck gekehrt. OThein herz, ermun⸗ 408 M tre dich zum — tag und nacht? nimm deie ſorg, und wirf ſie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht dan jugend auf verſorget und e⸗ naͤhrt? wie manchen ſche ren ungluͤcks⸗lauf hat er u 17. Er hat noch niemalz . was verſehn inem! ment: nein, was er tha, 2* 18. Ey nun ſo laß ihn fer⸗ ner thun, und red ihm m. darein, ſo wirſt du hier in friede ruhn, und ewig frih⸗ lich ſeyn. Mel. Wer nur den lieben preiſe des Gottes, der dein Vater iſt! bedenke, au⸗ de viel weiſe du ihm zum dank verpflichtet biſt. Bring ihm⸗ der ſtets dein helfer war, mit freuden ruhm und ehre dar. 2. Herr, deine hand iſtin⸗ mer offen, zu geben, was mir oft ſchwach im hoffen, auf dich, der du die liebe biſ. Mein Gott wie wenig hin ichs werth, daß mir noch hü⸗ fe widerfaͤhrt! 3. Unendlich gros iſt dein erbarmen; nur wohl zu than biſt du gewohnt. Drum witd auch mir, mein Gott, mir är⸗ 2 8 on dir nicht nach ver⸗ en, 5 dienſt in ſeinem reg⸗ und laͤßt geſchehn, das niit ein gutes end. aützlich iſt. Und dechbinih vom vert 6. Du ganz gen muhms, 9 köngt doch ſoe doch mei dahn: d wie ſan⸗ 7. U tauſend deines würdig, gen, au ten fleiß. als ich deine d 8. J. rohlgt herzeng reſt ſelb erdein tt, der ſelbſt dein glanz ſrirm f und d läͤßt ſeufßt [. wemw * a des Gette 2*it! bdan 2= eiſe duihre 2 aichtetiſt. R * Stts deinſſtn n ruhu me he ui w rffen/ zugtn. d it. Uud * wac in ſi ai der du u Gott vin erth, düwe derfähtt. Auaendlch t nen; ur — enoht an une, nen ich i. tid * dun drit XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. 309 dienſt gelohnt. Noch immer ſteht mir deine treu mit ſegen, troſt und huͤlfe bey. nen ſorgen mit rettung mir entgegen eilt; und wann ſie noch fuͤr mich verborgen, nach meinem wahn zu lang verweilt, ſo kommſt du, eh ichs mich verſehn, und hilfſt mir, und erhoͤrſt mein flehn. 5. Du waͤhlſt und wirkeſt elend ganz ergreift, ſo legt ſich dein erbarmen drein, mich vom verderben zu befreyn. 6. Du biſt mein heil: mein ganz gemuͤthe iſt deines ruhms, mein retter! voll. O koͤnnt ich deine groſſe guͤte doch ſo erheben, wie ich ſoll! doch meine kraft reicht nicht dahin: du weißt es, Gott, wie ſchwach ich bin. 7. Und haͤtt ich auch viel tauſend zungen, ſo wuͤrde deines wohlthuns preis nie wuͤrdig g'nug von mir beſun⸗ gen, auch bey dem aliergroͤß⸗ ten fleiß. Denn mehr, Herr, als ich ruͤhmen kann, hat deine huld an mir gethan. 8. Jedoch du ſiehſt mit wohlgefallen auch auf des herzens redlichkeit; und hoͤ⸗ reſt ſelbſt das ſchwache lallen der deinen mit zufriedenheit; 410. du hoͤrſt es, wie ein Vater pflegt, der ſeiner kinder zulfe ſſchwachheit traͤgt. 4. Du biſt es, der in mei⸗ 9. Drum ſoll mir deine huld und guͤte beſtaͤndig, Gott, vor augen ſeyn. Ich will mit red⸗ lichem gemuͤthe mein leben deinem lobe weihn, bis ich volkkommner deinen ruhm erheb im hoͤhern heiligthunn. 4— Jun danket alle 409. N Gott mit her⸗ zen, mund und haͤnden, der groſſe dinge thut, an uns und allen enden, der uns von mutterleib und kindesbeinen an unzaͤhlig viel zu gut und jetzo noch gethan. 2. Der ewig reiche Gott woll uns bey unſerm leben ein immer froͤhlich herz und edlen frieden geben, und uns in ſeiner gnad erhalten fort und ſort, und uns aus aller noth erloͤſen hie und dort. 3. Lob, ehr und preis ſey Gort, dem Vater und dem Sohne„und dem, der beyden gleich, im hoͤchſten himmels⸗ throne, dem dreyeinigen Gott, als er urſprunglich war, und iſt und bleiben wird jetzund und immerdar. ſel. Cobt Sott, ihr chr. un danket all⸗ Lund bringet ehr, ihr menſchen in der welt, dem, deſſen lob der engel heer im himmel ſtets vermeldt. 2. Ermuntert euch, und ſingt 310 XII. Von der Dankbarkeit gegen Gott. ſingt mit ſchall Gott unſerm hoͤchſten gut, der ſeine wun⸗ der uͤberall und groſe dinge thut. 3. Der uns von mutterlei⸗ be an friſch und geſund erhaͤlt, und wo kein menſch nicht hel⸗ fen kann, ſich ſelbſt zum hel⸗ fer ſellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betruͤt, doch bleiben gu⸗ tes muths, die ſtraf erlaͤßt, die chuld vergiebt, und thut uns alles guts. 5 Er gebe uns ein froͤhlichs hecz, erfriſche geiſt und ſinn, und werf all' angſt, furcht, ſorg und ſchmerz ins meeres tiefe hin. 6. Er laſſe ſeinen frieden ruhn in Iſraelis land, er gehe gluͤck zu unſerm thun, und heil zu allem ſtand. „2. Er laſſe ſeine lieb und guͤt um, bey und mit uns gehn, was aber aͤngſtet und bemuͤht, gar ferne von uns ſtehn. 8. So lange dieſes leben waͤhrt, ſey er ſtets unſer heil und wann wir ſcheiden von der erd, verbleib er unſer eil. 9. Er druͤcke, wann das herze bricht, uns unſre augen zu, und zeig uns drauf ſein angeſicht dort in der ewgen ruhe Regenten. Mel. Zerr Gott, dich lob. I. halter! unſer Gott! † Herr, Herr, unſer Gott/ Ne hova Zebaoth! zwar hſt du hier noch nicht gericht, be⸗ lohneſt, Vater, hier noch nicht: doch deiner oberhert⸗ ſchaftmacht, die alles wider⸗ ſtrezens lacht de kund gethan; die baͤtena⸗ le voͤlker an. Tyrannen, richter, ſendeſt da zu. Du ſiehſt: ſo ſeyes gut⸗ und fullſt dein maas, und herrſcheſt wie du willſt. 2. Aufs lieblichſte ſielunſer loos, wir ruhn in eines füͤr⸗ ſten⸗ſchoos, der unſer freund und va ter iſt, weil du ſein Gott und Vater biſt. Achelaß ihn lange leben, Gott! der enkel erſt ſeh inen tod. Noch lein lange 411 Der welten hett⸗ 4 ‿ ſcher, dir, di r danken wir! es ſchu z dor H 5t dA Fahng und all ihr weh dem andern Danklied fuͤr die Oötig keit, fuͤr einen guten 4 4 f t auch unſt ſerntron 2 1.7 haſt du derek⸗: ha — lange ſe thun, nt keit. E 7 heit ihn; ijn fliehn der herr he⸗ g Koll wie ſtell 44 ſcon. Er auch: nch ht, die? Gerꝛ chte bett ſcher, Gott, giebſt du deni⸗ nen volk, und full und kuh⸗ egenthum hr ym di ſteuden d tuhm erz 2. Err ſie kamen, neue bahr het ſie mi erſtaunt! feine or. die wer und.. nächt gen Alwiſfn 8 d füͤr dann, Inan I. 1 mu. d ß A A.I Ldh— er danken 9 — den deh 45 dehenrct d a duuc hrſe 1 land, alm lnt erlaßt 1 3 Lerhand. dn e 1 dihut /·— agſt du, 3 zd0.„der Mlag M nis=— yfa⸗ uujn e inn unſer ba ⸗ Dauni nen 1. Zebdaoth a 14 temuong 1 1 t, du zurcht d: doch daukt than tmact, dai 8—at act ſein r dgethan h und e lkeran— 1 und Gon, git het und a polk, 4* on 7= unen, utm a al ihr weh z leben Du ſeft de ſer deilt A fülli dnn 2n vod cſcei vit eun unſet Aufsläulit , veaen an dat.— rauged& hpate uf n— undrri ange ec, aaa 2 5 d bar 1 1 XIII. Vom Lobe Gottes. 311 —. alli Gſep Ier ſlange ſey gerechtigkeit ſein theil im himmel einſt am ew'⸗ an lohnſt du ganz), in einer beſ⸗ thun, noch lange menſchlich⸗ keit. Erhalt in deiner weis⸗ heit ihn; zu deiner huͤlfe laß; ihn fliehn, wenn er ſie fuͤhlt der herrſchaft laſt, mit der du ihn begnadigt haſt 3 Einſt leucht er(dort be⸗ ſern krone glanz! wie ſchmal, wie ſteil ſein weg auch ſey! bleibt er dir, Oberherrſcher, treu!! er habe„Gott, er habe! gen heil. 4. Wir laſſen, unſer Gott, dich nicht; du giebſt uns denn die zuverſicht: daß unſer in⸗ niges gebaͤt fuͤr ihn, fuͤr ihn! umſoaſ nicht fleht! Gott ſeg⸗ e, Gott be huͤte dich! mit ſei⸗ negnat umſtrahl er d dich der ewig iſt, des an jeſich umleuch⸗ te dich mit einem licht! dir geb er frieden, frieden hier in jenem leben frieden dir! — XIIII. Mel. Wie Hras ſtdes erſchallt, ihr choͤre, 4 2. E Gott zu loben! ſolch lob iſt lieblich, es iſt ſchoͤn. Er wird von der natur erhoben; drum muͤſſet ihr auch ihn erhoͤhn. Vor allen ihr, die er aus heiden zum eigenthume ſich erwaͤhlt, daß ihr ihm dient, und ſtets mit freuden dem erdkreis ſeinen ruhm erzaͤhlt. 2. Er rief den ſternen einſt ſie kamen, und wandelten die neue bahn. Er kennt ſie, nen⸗ net ſie mit namen; erſtaunt, erſtat unt und baͤtet an. Ruͤhmt ſeine 2 groſen wun derwerke, die werke ſeiner ſchoͤpfers hand. Wer baſfe des Au. maͤchr gen ſtaͤrke und des lwiſſenden verſtand? 2 3. Toͤnt, harfen, in die fro⸗ Vom Lobe Gottes. hen lieder! dank ſchalle hoch zu ihm hinauf! brin giebt den wolken ihren lauf. den lenz ter dereide wieder, und Er iſt es, der durch milden re⸗ gen ein durſtiges gefiid er⸗ quickt„die aͤcker ganz erfuͤllt mit ſegen, mit gras die hohen berge ſchmuͤckt. 4. Er ſchenkt der erde ſelbſt die gaben, durch die ſie die ge⸗ ſchoͤpfe naͤhrt; hoͤrt das ge⸗ ſchrey der jungen raben, und giebt, was ihr geſchrey be⸗ gehet⸗ Nicht ſtarke ſinds, die ihm gefallen⸗ noch ſtolzer hel⸗ den ungeſtuͤmm; nur die, die ſeine wege wallen, und ihm vertraun gefallen ihm. 5. Dann jauchz ihm du in deinem flore, ſtadt, die du rch ihn gluͤcklich biſt! wer Rarke die riegel deiner thore, 1 — 1 en 8 —— ———— — — — 31² XIII. Vom Lobe Gottes. als, er, der dein beſchirmer iſt? er ſegnet in dir deine buͤrger, und ſaͤttigt ſie mit uͤberfluß. Er ſchuͤtzt dich vor dem ſchwerdt der wuͤrger, und friede ſichert den genuß. 6. Er ſendet aus ſein wort: es hoͤret die ſchoͤpfung achtſan drauf und gern. Es eilet ſchnell dahin; gleich ehret die ſchoͤpfung folgſam ihren Herrn. Damit uns ſeine groͤſſ erſcheine, ſtreut er her⸗ ab aus ſeiner hoͤh die ſchloſ⸗ ſen weit umher, wie ſteine, wie aſche reif, wie wolle ſchnee. 7. Sein froſt erſchreckt; er ruft den winden, ſchnell ſchmilzt das eis, der winter flieht. Er haucht, und berg und thal empfinden den fruͤh⸗ ling, der auf ihnen bluͤht. Er lehrt ſein wort und ſein geſe⸗ tze vor allen uns; o dankt dem Herrn! uns oͤffnet er der weisheit ſchaͤtze; lobſinget ihm, lobſingt dem Herrn! Gerr Gott, dich lo⸗ 413. Herrbmie, Herr Gott, wir danken dir! Jeho⸗ vah iſt von ewigkeit! er ſchuf die welt, das werk der zeit! die ganze weite ſchoͤpfung preiſt, GottVater! dich, dich Sohn! dich Geiſt! die cerubim, die ſeraphim, die himmel alle ſin⸗ gen ihm: heilig iſt unſer Gott! heilig iſt unſer Gott! heilig iſt unſer Gott! Jeho⸗ vah Zebgoth! weit uͤber — macht und herrlichkeit! ſie, die den erdkreis wunderba bekehrten, deiner boten ſchaar, der lehre Jeſu mäͤrt⸗ rer, die preiſen ewig dich, Herr! am grabe noch, noc in der zeit preiſt dich auch der ne chriſtenheit! W 3*½ 1 * 3 Vaters M 5 alle himmel weit geh i wort un. iſt ein n wer ihm digt nich und es b larmherz full, He ſo we d ater, thum! mel. 4 deweſat irlobſin reich uns Gotrt zu weihn, erniede⸗ get, ein menſch zu ſeyn!de tode nahmſt du ſeine macht 5 ʃ de 1 4 kannihn, kann mit reben, zum himmel haſt du uns c eanun 4 S„„ ei 1 dracht 1 zur rechten Gollesſ⸗ Gott erar 4 3½ 34 8 35 Vene tzeſt du! mit deinem Yatt a ⸗ herrſcheſt du! o der fuͤr unt arde d 3„ AA A n. aUeſt geblutet hai/ erwurgt für ui⸗ aeden g. fre miſſethat, im grabe laſet du uns nicht: du kommſt, d kommſt und haͤltſt gericht 3. Einſt ſey im himme unſer theil dein groſſer lohn, dein ewigs heil! hilf deinem volke, Jeſu Chriſt, undſig⸗ ne, was dein erbtheil iſ leit uns, durch unſre piu⸗ fungszeit, den weg zur ſte⸗ hen ewigkeit! do voll werk 4. Wit alt,ie die grot it Den, bie , daß nerde, d 5. De tuhm un 4. Die erd iſt auch deinhi⸗ ligthum! auch ſie erfuͤll ſtett dein ruhm! in dieſer unſter 1 1 err, dein pilgerſchaft iſt/ H 8 b welt von dethalle, dähe hu Ris dir 1 die mmnnd 99.. am ar 7 9 71 er zeit Be 6 ₰ kriſt ſenhetR — ſanlt — u Chri, N ean= u dh undi, het ☚ wunderknaſt 4 1 1 ſol 0 Aüüen deß he 78p. Du hn Tna hhet do 8 d dergeht! 9 ſcnel. Gautz dat⸗ wud nangs ad derſ nahe dſe nfrug s himma hainn 8 G=n zurntr un geſg. dul um dand A⁴ ſcett dultt tter da untſa,mi 1 diing t uſeannn dern! us ich: A dic—△ nid ſti 194 ni ht 3 1 2 rtheil de ein. f er ſod ewiss l atd A 1, Jfldh g preiſ hit dn m Sedt u un, dutn e zezeit, n 41 kuuin da Dicdi um 1Seh A lruhn ii 3 ntii i XIII. nne Lobe Gottes. 313 ia wort uns licht und kraft! an iſt ein reines, helles bipes dn wer ihm gehorcht, der ſuͤn⸗ digt nicht; und wer noch fäͤllt und es bereut, der findet da barmherzigkeit. Die erd er⸗ fuͤll, Herr, ſtets dein ruhm, ſo wie des himmels heilig⸗ thum! amen. mel. Zerzliebſter Jeſu. 1 Jch will, mein 414.J Gott, du Koͤnig, dir lobſingen, und ewig ehre deinem namen bringen; ſey taͤglich, ewig ſey von mir er⸗ hoben! dich will ich loben. 2. Der Herr iſt gros; wer kann ihn g'nug erheben? wer kann mit ſeinem feurigſten 45 ſtreben, wie gros er iſt„be⸗ greifen und empfin nden? wer Gott ergruͤnden? 3. Von unſern vaͤtern wurdeſt du erhoben; dich werden unſre kindes kinder loben, und deine macht be⸗ Iſingen, deiner ſtaͤrke preis⸗ volle werke. 4. Wie herrlich biſt du Gott, wie ſchoͤn und praͤchtig, wie gros in deinen wu undern, Hert/ wie maͤchtig, das preis ich 6 daß dein nam erhoben werde, der ganzen erde. 8 D aß deiner wunder ruhm umher erſchalle, die welt von deinen thaten wie⸗ derhalle, und deine wahrheit, deine huld, beſinge, und preis dir bringe. 6. Der Herr iſt mild, von duldendem gemuͤthe, barm⸗ herzig, gnaͤdig, und von groſſer guͤte: erbarmt ſich ſeiner werke, hat an allen ſein wohlgefallen. 7. Jehova, alle deine werke ſollen dir jauchzend danken; deine frommen wollen aus allen ihren kraͤften ſich be⸗ ſtreben„dich zu erheben. 8. Ja, ewig will ich dei⸗ nen namen loben! von allen men, ſchen werde Gott erho⸗ ben! was lebet, muͤſſe, Herr, zu allen zeiten dein lob ver⸗ breiten. 5. Lobet den Herren, den maͤchtigen 415 der ehren! laßt uns der welten beherrſcher in de⸗ muth verehren! tretet heran; ſtimmet ein freudenlied an! des Hoͤchſten lob zu vermeh⸗ ren. 2. Lobet den Herren, der ſinn und gedanken regieret, daß man die kraͤfte der himm⸗ liſchen weisheit verſpuͤhret, die uns erhaͤlt in der gefaͤhr⸗ lichen welt, daß uns kein böſes verfuͤhret. .Lobet den Herren, der un ſein wort reichlich ge⸗ ſchenket, der, wann uns un⸗ gluch verfolget und herzeleid kraͤnket, unſer gemuth aus uͤberſchwenglicher guͤtt, zu einen troͤſtungen lenket. .Lobet den Herren⸗ der groſſe gethan; wie er uns huldreich 314 XIII. Vom Lobe Gottes. groſe barmherzigkeit uͤbet, der, wann wir menſchen mit ſuͤnden ihn heftig betruͤbet, in gnad und huld, wenn wir be⸗ reuen die ſchuld, willig und gerne vergiebet! 5. Lobet den Herren, der nahrung dem leibe beſcheret, der uns geſundheit, ſchutz, beyſtand und huͤlfe gewaͤhret; ja viel gefahr, eh wir es werden gewahr, von uns in gnaden abkehret! 6. Lobet den Herren, der unſer thun ſichtbar geſegnet, auf uns vom himmel mit ſtroͤ⸗ men der guͤte geregnet; den⸗ ket daran, was er uns gutes begegnet! 7. Lobet den Herren, der wann wir im glauben einſt ſterben, und aus beſtaͤndiger liebe nicht laͤſſet verderben, und nach dem tod, als ein grundguͤtiger Gott, macht zu des himmelreichs erben! 8. Lobet den Herren und ſeinen hochheiligen namen; alles, was odem hat, muͤſſe mit Abrahams ſaamen, das hoͤchſte gut, herzlich, mit froͤ⸗ lichem muth, preiſen ohn“ unterlaß; amen. nel. Allein Sott in der ſten Gut! dem Vater aller gu⸗ te! dem Gott, der alle wun⸗ helſen kann, die nur die 5 —.— gemuͤthe mit ſeinem nag⸗ troſt erfuͤllt! dem Got,i allen jammer ſillt! geh ſerm Gott die ehre! 2. Es danken dir dießn melsheer, beherrſcher au thronen! und die auf luft und meer in de Le n Us nes ſchoͤpfers macht! dem und ſie hervorgebracht! unſerm Gott die ehre⸗ 3. Was unſer C fen hat, das will era ten; daruͤber wird des ue⸗ ſen rath, des Vaters an walten. In ſeinem gan koͤnigreich iſt alles re bt, it les gleich; gebt unſerm Gu die ehre! 4. Ich rief zum Hermit 4 2* 6 4 434½ 9. meiner noth: ach Gott! ne⸗ „ 54 18 5 95 4 5 484 1 91 f nimm mein weinen, da ha r a. h 3 mein helfer mie vom kod, un danke, Goit, ich dankedi ach, danket, danker Gottit mir! geht unſerm Gaitit ehre! ließ mir troſt erſcheinen! h 5. Gott iſt uns nah und 4 6. Wenn huͤlfe nicht meßt 4 der thut! dem Gott, der mein erzeiget, ſo hilſt/ der enif mals nicht von ſeinem balt geſchieden! er, er iſtihte n⸗ verſicht, ihr ſegen, hen und frieden. Mit ſriuer almact leitet er ſein volk durce u⸗ — er und durchs weer. Ge Aob r, und er und durchs meer 41 6. L dee s her und unſerm Gott die ehre! 1 — fen kan und ne Kles woh kecht und to, wi nie herr ſadae, à Die be Gettz —— üde * ſtefältl ing * n ſamwerfil en 389 dein— 1 Jhen, bern „r enen! und ders Kundweri üna dait wohnen, den adteſt ſchäpf eam 1 nr ſſe Ferexn un in erm Pen Wazmite „ dA hu dinim egnet; drüte itt ttr rath, d d den e n. Pin 4 uut Peſta dreu 1 gläc 3u 4, ,A. 6 nifm n ein um net rogje 1 4 ꝗ u nin ran derbin z ahelfernine als 3 ᷑ uir wſ nüe nact. ke, Geu ie an! durkä,nt 1 ren! 1 zeht wine namen=! 4 nüſ Gettiu B 4, 6— ei u —= dr,— m 8 b XIII. Vom Lobe Gottes. 315 fen kann, der Schoͤpfer ſelbſt, und neiget ſein huldreich an⸗ geſicht uns zu: denn auſſer ihm iſt keine ruh. Gebt un⸗ ſerm Gott die ehre! Ich will mein ganzes le⸗ denlan ig, o Gott, dich f reu⸗ ig ehren man ſoll, Herr, meinen lobgeſang an allen orten hoͤren! mein geiſt, o Gott, erhebe dich! mein gan⸗ zes herz erfreue ſich! gebt un⸗ ſer u Gott die ehre! 8. Ihr, dieihr Chriſti na⸗ nenneunt⸗ gebt unſern Hort die ehre! ihr, d ee ihr ſeine macht erkennt, gebt unſerm Gott die ehre! die falſchen goͤtzen macht zu ſpott! der Herr iſt Gott! der Herr iſt Gott! gebt unſerm Go tt die ehre!. 9. K 1s vor ſein ange reud und zittern di hlet die gelobte p nd laßt uns kroͤhlich ſ er Herr hat alles n wot„ und alles bed. nd* ut genacht! gebt FAIH ann, der aller dinge wer nu ir jauch zen f S ch dpf⸗ 2 gros, wie ſchöͤ n8iſt ſein erants wie he erlid h, wie untadelhaft KInd alle ſeine werke! 2. Die himmel, ſo 10 voll licht pfung ſchmuͤckte, 2 zzauchz 197, in wirf auf die ſchoͤpfung deinen un und pracht, ſammt allem ih⸗ rem heere, wie wuͤrdig ſind ſie ſeiner macht!! verkuͤnd'gen ſeiner ehre. Das augerſteht ſich nimmer ſatt; wie viel es dug geſehen hat, ſieht doch ſtets neue wunder. 3. Wo iſt ein gras, wo nur ein blatt, ein ſtaͤublein auf der erde, wodurch, o menſch, nicht Gottes rath und kraft verklaͤ⸗ ret werde? o wie iſt ſeine macht ſo rei ich! was aber dei⸗ ner traͤgheit gleich, daß du's nicht! ſiehſt, nicht fuͤhleſt? 4. Gab ſeine macht, die ſhopferin der ſchoͤnheit und des lebens, dir deinen geiſt, ſo manchen ſi ſinn, ſo viel ge⸗ fuͤhl vergebens? fuͤr wen, fu wen, als dich, erſchafft, erhalt und ſchmuͤcket ſeine kraft ſo vieler weſen arten? 5. Dein Gott be darf nichts; ſeine hand, die ſeine ſchoͤ⸗ gab dir em⸗ pfindung und ver ſtand, da⸗ mit er dich begluͤckte. Willſt du, o menſch nicht gluͤcklich ſun⸗? will ſich nicht deine ſee⸗ le lefr reun, nich immer froher erden? 35 O warum ſu heſt du dein gluͤck in eitlen phantaſeyen? blick, da will er dich erfreuen. Geneuß! dein Vater ſieht es gern; geneuß die freuden dei⸗ nes Herrn; nur ihr genuß reut immer. 9 316 XIII. Vom Lobe Gottes. 7. Er ſelbſt entflammt in deiner bruſt, die ſehnſucht nach vergnuͤgen. Er ſchuf auch altellen, die voll luſt ſtets rin⸗ nen, nie verſtegen. Gieb ur auf ſeine wunder acht; wohlt haͤtig iſt des Schoͤpfers macht; kann dirs an freuden mangeln? 8. Dir wohlzuthun, das iſt ihr ziel zum dank dich zu ent⸗ zuͤnden. Ach haͤtt ich nur ge⸗ nug gefuͤhl, die guͤte zu em⸗ yfinden! iſt ſeiner wohnung vorhof ſchon ſo ſchoͤn: wie wird mich einſt ſein thron, wie wird er ſelbſt entzuͤcken! 9. Lobſinget Gott, und baͤ⸗ tet an! es dank, es ruͤhm, es ſinge, es jauchze, wer nur jauchzen kann, dem Schoͤpfer aller dinge! wie gros, wie ſchoͤn iſt ſeine kraft! wie herr⸗ lich, wie untadelhaft ſind al⸗ le ſeine werke! Mel. Jeſus, meines l. 18 Soopfer der er⸗ 4 0 ſchaffnen heere, freudig ruͤhm ich deine macht, daß du mich zu deiner ehre, haſt ans licht der welt ge⸗ bracht! ſinne, leib und ſeel und leben hat mir deine huld egeben. Holder Schoͤpfer! nimm dafuͤr ewig dank und lob von mir. 2. Wunderbar bin ich berei⸗ tet; Unverletzt ans licht ge⸗ fuͤhrt; wunderbar durch dich geziert. Fuͤr die allertrat pflege, fuͤr die guͤte dem wege, wunderbarer Gon⸗ ſey dir ewig dank und von mir. 3. Weislich haſt du onm zeiten fuͤr mein daſeyn alen ſehn; was geſchah, iſt dar⸗ dein leiten, mir zum banu ſtets geſchehn. Niemals h [du mein vergeſſen, heilm immer zugemeſſen. Wain Gott! ich bringe dir en preis und dank dafuͤr. 5 4. Herr, du zaͤhlteſt ne⸗ ne thraͤnen; ehe ich ſahſt du ſie; hoͤrteſt mein ge heimes ſehnen, pftgi mich in ſorg und muͤh, un an jedem leidenstage linder teſt du meine plage. Träſ Gott! dir ſey dafür en froher dank von mir. 5. Hatt' ich, Heiligſtert mit ſuͤnden deinen ruhm und mich befleckt: lieſſeſt du mi gnade finden, wurd ich nur zur buß erweckt. Mit in⸗ endlichem erbarmen, Het, ergreifſt du mich, micha⸗ men! ewig, ewig nimm di⸗ fuͤr im Verſoͤhner dank den mir. 6. Was bin ich, der menſc von erde, daß du mein im 3 ſten denkſt; und mir himme, meer und erde zum gebrun V und nutzen ſchenkſt? daß 1 V ſegen deiner gaben michnun geleitet, und mit kraͤften aus⸗ b iel j ben? guta ſo viel jahre la Goit b — Gott! wohlth 7. L kraften neigt: 14. weicht. palmba menſch di fe ſen Md hl 4 erſtgebe nes au dann,. 1* 5 Iuſg fär Mel. 419 led an the, es Nkaun ek mach noth; lobet E hem na nan erh⸗ len nan 3.(0 1 aſuch 3 gärd 4 ſ 8, 3 3 3 3 2 dir dndetan it ewig 8 wir ni a Vauitzet . fM ( S uegit 1 ileiten, win dasi vk; Menſt seſchehn, Ae Lenſ nen umeſ nur 3 r zer zugeneſ u en e ttl ic bn * 3 nd duiii 1. 4 roa. Ht, M dn* Näͤnen; gi undd AR ſe i üdn t uss ſähtit, ver ad Hil enmt Sdaof? ſeden laädeg 2deo du manepth , al hi 5 5 zer dant dann eiadg.. Hur ie I ſſäͤnden daue mesl. d Miect. M der* defuda, endert duß erut e vach? Kchem atam ger ehn? vift u u wet C 1 ewig, und in Naſie as eBäut dant ut ierde„dur 1 daß 6 5 bert! ſa und en 94. ſuuten te urch 4 en deiner; dedad f ſ. an firnndi XIII. Vom Lobe Goites. 317 Gott! ich danke dir fuͤr dein wohlthun fuͤr und fuͤr. 7. Staäͤrke mich mit neuen kraͤften, bis der lebenstag ſich neigt: daß mir zu berufsge⸗ ſchaͤften keine faͤhigkeit ent⸗ weicht! laß mich wie den palmbaum gruͤnen, Gott und menſchen treu zu dienen, Herr! daß ich als greiß, noch dir feurig danke, hilf du 8. Treu im glauben laß mich enden meinen lezten le⸗ benstag, daß ich meinen lauf vollenden, und die kron erlan⸗ gen mag! mit des himmels erſtgebohrnen, mit des lam mes auserkohrnen jauchz ich dann, Jehovah, dir: Halle⸗ luja fuͤr und fuͤr. Mel. Allein Gott in der A ſtimmt unſerm 9 it Rlſelet 19. G Gott ein lob⸗ da kann er macht uns frey von aller noth; drum lobet ihn, drum lobet Gott, und danket ſei⸗ nem namen. 2. Lobt Gott, und ruͤhmet allezeit werke, die majeſtaͤt und herr⸗ lichkeit, die weisheit, kraft und ſtaͤrke, die er beweiſt an aller welt, die er erſt ſchuf und un erhaͤlt: drum danket ſei⸗ nem namen. 3. Lobt Gott! der uns er⸗ „den geber aller guͤte! ed an mit freudigem gemu⸗ es ruͤhm und preiſe, wer die groſen wunder⸗ 3 ſchaffen hat, der ſeele, leib und leben aus vaͤterlicher huld und gnad uns allen hat gegeben; der uns durch ſei⸗ nen engel ſchuͤtzt: der taͤglich darreicht, was uns nutzt: drum danket ſeinem namen. 4. Lobt Gott! er gab uns ſeinen Sohn, daß er uns heil erwuͤrbe, fuͤr uns ertruͤge ſchmach und hohn, ſein blut vergoͤß und ſterbe. Der fried iſt nun mit Gott gemacht und des Erbarmers rath voll⸗ bracht: drum danket ſeinem namen. 5. Lobt Gott! der in uns durch den geiſt den glauben angezuͤndet, und ſeinen bey⸗ fland uns verheißt, wenn er uns treu erſindet; der uns ſtets durch ſein wort regiert, und auf den weg des lebens fuͤhrt: drum danket ſeinem namen. 6. Lobt Gott! er hat dies gute werk ſelbſt in uns ange⸗ fangen, ollbringt es auch, giebt kraft und ſtaͤrk, das kleinod zu erlangen, das von ihm allen dargeſtellt, dem werden ſoll, der glauben haͤlt: drum danket ſeinem namen. 7. Lobt Gott! ihr ſtarken ſeraphim, ihr engel und ihr thronen! es loben Gott mit heller ſtimm', die hier auf er⸗ den wohnen! lobt Gott, und eiſt ihn fruͤh und ſpat; ja O 3 alles, ☛ 4 ⅓ 44 1— 319 XIII. Vom Lobe Gottes. alles, was nur od danke ſeinem namen. ſer Herr 420 l'r Köt allerhoͤchſtes gut, h dein groſer name, weil er wunderthaten thut, zͤblich, nah und auch von fernen, von der erd bis an die ſternen. 2. Wenig ſind zu dieſen zei⸗ . 4““ as von uns allen, ten, welche dich von herzens grund lieben, ſuchen und be⸗ gehren: aus der + 88 3 19 laß die zunge ſingen, ſahn mund haſt du dir ein lob be⸗ reitet, welches deine macht ausbreitet. 8 ſtimme klingen. 3. Es iſt leider zu bek ja wem br icht das herze n *. — wann man ſiehet ſo viel tau⸗ ſend fallen an dem hellen licht. Ach! wie ſicher ſchlaͤft der ſuͤnder! iſt es nicht ein groſes wunder? ZA, groſes licht der ſe rund bemahlen, lol mond und ſtern ſeyd berein ehren einen ſolchen Her 4. Unterdeſſen, Herr, mein Herrſcher, will ich treulich lie⸗ ben dich, denn ich weiß, du treuer Vater, daß du heimlich liebeſt mich: zeuch mi tig von der erden, d herz mag himmliſch 3. O du meine ſeele froͤhlich, ſinge, glaubens⸗lied darnieder! er iſt oth, er iſt nur zu —„ —, d—— —= ——-————— ——— ——— 5. Herr, dein nam' geruͤhmet, und in und ewig droben. V 4. Halleluja! bringe, wei dekannt, wo die warmen ſon⸗ nenſtrahlen nur erleuchten ei⸗ nig land, da ruft himmel, da ruft erde: vah werde. en kennet, wer da Herren Jeſum liebet: hall⸗ luja ſinge, welche Chriſtun nennet, ſich von herzen ha ergiebet, o wohl dir, glaube hochgelobt Jeho⸗ 6. Herr, mein herrſcher, o wie herrlich iſt dein name mir, endlich wirſt du droben ohne ſuͤnd ihn loben. 310 XIV. Von der Selbſterkenntniß und Demuth. mel. Jeſus meine zuverſ. olgt mir, wollt ihr J chriſten ſeyn, ruft der Herr in ſeinem worte; auf dem krenzweg geht herein, und ringt nach der engen pforte, laßt euch keinen eit⸗ oder weltbrauch n. nnzala, nd ba* ſcon dan i linged! und voch ½ 1 2. 4 ½ ver ro ſet ſchickt uch lo bel n ie zunge ſn Unverdroſſen ſchickt euch Ng 18 5841 H 44½ ☛☚ 4 Jeſu joch auf euch zu nehmen, ſeinen willen gern ☛ di nicht abzuſtatten el un 4lchtdr 734. Mel. In allen weren Th. (ieb, Gott, wenn 423. ich dir diene, daß ich mich nie erkuͤhne, dar⸗ uͤber ſtolz zu ſeyn! wer kann bey ſeinen werken, wie oft er fehlet, merken? wer iſt von maͤngeln voͤllig rein? 2. Such ich ſtets deinen willen ſo eifrig zu erfuͤllen, als es dein wort gebeut? trag ich der tugend buͤrde, aus kenntniß ihrer wuͤrde, auch immer mit zufriedenheit? 3. Entzieh ich mich den ſüͤn⸗ den auch ſtets aus rechten der gruͤnden? aus wahrer froͤm⸗ hellen= eftrhle alchlia ich, ſim i deiß, d T'ens⸗be. ſeunlic R d helet, ja ic krit M e, vitfdt as veit an cieder! Kiit derden. er ittnth. Piſhoch* ig draie. 4. Aller kummer, der euch 5. auf 9 Sr. 4 8 3 9 1 ſtus hat ſo trifft ſie alle dein gericht. el⸗ 2 ☛ 2 ne ſorgen, weil er gen will, ach! ſo ſeyt nen ſon an herrn ſcten i Ktn Jeſun. migkeit? oft ſind die guten triebe nicht fruͤchte deiner lie⸗ be, nur fruͤchte der natur und zeit. 4. Der ſuͤnden meiner ju⸗ gend, der maͤngel meiner tu⸗ gend, o Herr! gedenke nicht! willſt du mit deinen knechten, wie ſie’s verdienen, rechten 5. Doch, wenn auch, dir zur ehre, rein meine tugend waͤ⸗ 1re; weß iſt dies eigenthum? wer ließ mich unterrichten? t wer ließ in meinen pflichten u⸗ mein gluͤck mich ſehn und mei⸗ it, nen ruhm? fnung 6. Wer gab mir, dich zu lie⸗ her⸗ ben, und dein gebot zu uͤben, „ in vergnugter zensruh, nehme ſie beſtaͤndis dig die luſt und freudigkeit? wer ſtaͤrkte meine kraͤfte im heili⸗ 9 4 gungs⸗ — gungs⸗geſchaͤfte? wer gab mir muth und kraft im ſtreit? 7. Du ſchaffſt, daß ich dich waͤhle; du rufſt mich, wann ich fehle, auf rechten weg zu⸗ ruͤck; du ziehſt mich ab von fuͤnden, und laͤßt mich gnade finden, und giebſt zu meiner beßrung gluk. 8. Sollt ich mich deß erh ben, was du mir, Herr, geg ben? hab ich zum ſtolz ein recht? koͤnnt ich auch alles uͤben, was du mir vorgeſchrie⸗ ben; wer bin ich? ein unnu⸗ tzer knecht. Mel. O Gott du frommer 11 err, der du alles 424. H giebſt, von dem ich alles habe, was iſt mein ſtand, mein gluͤck und jede gu⸗ te gabe? Es iſt nicht mein, es iſt ein unverdientes gut; dar⸗ um bewahre mich vor ſtolz und uͤbermuth. 2. Wenn ich vielleicht der welt mehr, als mein naͤchſter nuͤtze, und wenn ich mehr ver⸗ ſtand als er beſitzt, beſitze; bin ich drum mehr als er? o nein! wer ſchenkte mir ver⸗ ſtand und tuͤchtigkeit? ach al⸗ les kommt von dir. 3. Wenn mir ein groͤſer gluͤck nach deinem rath begeg⸗ net, und deine guͤtigkeit mich mehr, als andre ſegnet: giebt dieſe deine huld mir wohl zum ſtolz ein recht? bin * — = ich darum nicht auch, A oft viel wuͤ ſprichſt: 425. der weisheit 2. Ich bin nen haͤnden Doch led' ich mas andre ſind, dein knecht. 4. Wenn i groß in hohen und andre unter mir in klein⸗ rem gluͤcke ſehe: wer machtt icht mein rdiger, als ig! was ich beſitz', iſt dein; d ſo bin ich leben; d ſprichſt: ſo bin ich nichts. Da dir kommt das gedeihn. Deun laß mich ewig fern vom ſioh und hochmuth ſeyn. Mel. Wer nur den lieben che wichtze frage! Gott, lehre ſie mih recht verſtehn. ich mir die wahrheit ſagt, um mich, ſo wie ich bin, ſehn. Wer ſich nicht ſellt recht kennen lernt, bleidt von Gieb, doß weit entfernt. ein werk von dei⸗ Du ſchufſt mic, Gott, zu deinem preis. de zu mein leben anzuwenden, das iſt dein vaͤterlich gefeit. als dein eigen⸗ thum, auch wie ich ſol, uU deinem ruhm: 3. Ich bin ein chriſt, nach dem beteunazi Doch, lin ichs, err, au 3 h Hbr mir wein verſtind⸗ nis, recht einzuſehn, obich den pfad, den Jeſus urge in der that! 5. Wie koͤnnt ich mich, Gott! des guten üͤberhebent 5 320 XIV. Von der Selbſterkennkniß und Demai, d geehn un wuͤrden ſtehe, ſie gering, und wer ersiin mich? iſt n naͤchir ergtuͤn nich ol oh ich⸗ ſingt. ſcen kluͤgſte Angeyf jen ein 2. G ud daß indig tri ſc llbeinc farct u 3e F hſ. ſoni 1 R umna 4 oundasea 4— rilc exizin mnau hocnuhſn nner ⁵† l. Wermm en alet=„ Aht wa de. 14 t wein Get, li egu verdt 1 nan, Wür di deh 8; 5 an iich, ſi nen. i s Aaß nnnenlemn itt der= eisheit nie nächter Ich hi enn the der⸗= änden Dci deſtze;*& zu deinmm er züu(äden ua tir der e* dein 1 40h ale Clc ihhh c, aud vi grä& du nhr er do in n üngkat kumi ſegnet:„alh lun wanan tf din nct tunte „ das t. A/ u XV. Von der Selbſtliebe. b 321 wieſen, geh! und ob ich auch im glauben ſteh! 4. Du kenneſt unſers her⸗ zens tiefen, die uns ſelbſt un⸗ ergruͤndlich ſind. Drum laß mich oft und ernſtlich pruͤfen, ob ich⸗ny Chriſto gleich ge ſinnt. Befreye mich vom fal⸗ ſchen wahn, der auch den kluͤgſten taͤuſchen kann. 5. Wer alles weiß, und doch verborgen und unbekannt ſich ſelbſt noch bleibt: wie will der fuͤr ſein beſtes ſorgen? was iſt, das den zur beß'rung treibt? ſich ſelbſt recht kennen, iſt verſtand. Drum mache mich mit mir bekannt. 6 Was mir zu meinem heil noch fehlet, mein Vater, das entdecke mir. Hab ich der gieb, daß ich ihn nicht verlier. Ach! leite mich mit deinem fuͤhrer nicht. 7. Bin ich noch fern vom rechten ſtege, Der mich zum ew'gen leben fuͤhrt; ſo bringe mich zuruͤck vom wege, der ins verderben ſich verliert. Gieb mir zur beßrung luſt und kraft. Du biſts, der beydes in uns ſchafft. 8. Ich muß es einmal doch erfahren, was ich hier war, und hier gethan. O laß michs nicht bis dahin ſparen, wo reue nichts mehr helfen kann. Hier mache mich zum himmel klug und frey vom ſchnoͤden ſelbſtbetrug. XV. Von der Selbſtliebe. Mel. o Gott du frommer 26 Din wille iſts, o 4 9. Gott! ich ſoll mich ſelber lieben. O laß mich dieſe pflicht nach deiner vor⸗ ſchrift uͤben, und ſchraͤnke ſelbſt den trieb froh und be⸗ gluͤckt zu ſeyn, den du mir eingepflanzt, in heilge graͤn⸗ zen ein! 2. Gieb, daß mein ganzes herz ſich deiner liebe weihe; und daß in allen ich dein auge kindlich ſcheue. Wer als ein chriſt ſich liebt, der ſlieht auch, als ein chriſt, was wider deine furcht und menſchenliebe iſt. 3. Kein ſchnoͤder eigennutz beherrſche meine ſeele! und wann zu meinem gluͤck ich weg und mittel waͤhle, ſo laß mich ſtets dabey auf recht und wahrheit ſchaun; auch nie mein wohlergehn auf and'rer elend baun. gluͤck, dabey die tugend lei⸗ det, dabey der, der es ſucht, Wer unrecht liebt und thut, Nie treffe mich, o Gott, dies ſchreckliche gericht! b 1Os 54 wahrheit weg erwaͤhlet, ſo licht; ſo taͤuſchen mich ver⸗ 4. Dein fluch trifft jedes Gott, deine wege meidet. erbt deinen himmel nicht. — 322 XVI. Von der Sorge fuͤr die Seele. s. Nie blende mein gemuͤth der eitelkeiten ſchimmer. Die welt mit ihrer luſt vergeht doch einſt auf immer. Was hilft uns kurze luſt? was hilft uns eitle pracht? nicht ein vergaͤnglich gut iſts, was uns gluͤcklich macht. 6. Ein Gott ergeb'nes herz, ein unverletzt gewiſſen, nur das kann uns allein des le⸗ bens laſt verſuͤſſen; das bleibt uns auch im tod, und folgt uns aus der zeit, zum groſen Pgen nach, bis in die ewig⸗ eit. heil'gem eifer trachtet, und fuͤr ſein groͤßtes gluck, Gon deine gnade achtet. Da liebt allein ſich recht, der ſn. det ruh ſchon hier, dort aher ſeligkeit ohn alles maas e dir. 3. Dies ſey auch mir mein ziel. O laß es mir gelingen des herzens wahres gluck nag wunſche zu erringen. N. wahre mich dabey, Herr, un dem lauf der welt. Gih, daß ich ſo mich lieb, wie du es wohlgefaͤllt. XVI. mMel. Wohlauf mein herz. 27 Herr⸗ meiner ſee⸗ 4 le groſen werth, den mir dein theures wort er⸗ klaͤrt, laß mich mit ernſt be⸗ denken; und auf die ſorge fuͤr ihr wohl ſo unermuͤdet, als ich ſoll, den groͤßten eifer lenken. 2. Wie hoch iſt ſie von dir geacht! welch gluͤck haſt du ihr zugedacht! wie viel an ſie gewendet! du ſchufſt ſie, Gott, dein bild zu ſeyn, und haſt vom fluch ſie zu befreyn, ſelbſt deinen Sohn geſendet. 3. Zu gros fuͤr dieſe kurze zeit beſtimmt zum gluͤck der ewigkeit, lebt ſie im fleiſch auf erden durch glauben und gottſeligkeit, zu groͤſerer poll⸗ Von der Sorge fuͤr die Seele. kommenheit im himmel rei zu werden. 3 4. Mit groſer treue wiſt ſte, ſelbſt durch des lebens ku⸗ ze muͤh, zu dieſem ziele führen O laß mich nicht durch eigne ſchuld, das heil, das deinen⸗ terhuld ihr zugedacht, verli⸗ ren. 5. Mit dir, o Gott, vereint zu ſeyn, mich ewig deiner zul zu freun, und dich zum irot zu waͤhlen; das ſey mein fleiß und hoͤchſter zweck! la mich dazu den rechten weg haus leichtſinn nie verfehlen. 6. Wer doſe iſt, bleibt nic vor dir. Drum ſchaff ſelbſ, o Gott, in mir ein herz, das ſuͤnden haſſet; das ſein ſchuld vor dir bereut, un 7. O ſelig! wer darnachmi f das md Cheiſtun 7. 6 ganz er im ſleiſ in glat Sohn ſo hoch weltger an das glauben lieh de Ius 2. O ßemn ei*(erjand nan „ 3n au enam folgt ric dih, riſet* lauf dir u ewig, d chſo mo h ⁴ hhgül der(an fir Rl aderz. iandeit iͤſe iner ſet en. nderd, Mtcgroſtnen dort er* illbſtdurcda ert de= h zndeſna ſergefit znihnim dddi, als H. dasßel ten efet= dihr wyde eren die NMidihtgt 1 3 d w nichem gelen ſit 4. enn, uhne g 1A dhlet; A leiden dieſer welt wie nichts dann mein herz ſich freun, in XVI. Von der Sorge fuͤr die Seele. 323 das zu deiner guͤtigkeit durch Chriſtum hoffnung faſſet. 7. Gieb, daß ich dir mi ganz ergeb'; und was ich hier im fleiſch noch leb', laß mich im glauben leben an dich, Sohn Gottes, der du mich ſo hoch geliebt haſt, daß du dich fuͤr mich dahin gegeben. 8. In meiner ganzen pil⸗ grimſchaft laß mich, geſtaͤrkt durch deine kraft, nach jenem kleinod trachten, das mir dein ruf vor augen ſtellt, und alle dagegen achten. 9. Wie ſelig werd ich dann nicht ſyn! ſchon hier wird dir, Gott, ruhig leben; und du wirſt nach vollbrachter zeit, auch mich gewiß zur herrlich⸗ keit in deinem reich erheben. mel. Gott Vater an erb. 28 Sier iſt noch unſ re †=O prufungszeit; hier ſind wir immerdar im ſtreit; hier, wo uns irrthum leicht beruͤckt; das ſchwache herz ſich bald verſtrickt; die ſinne jedes blendwerk ruͤhrt; luch boͤſes beyſpiel oft ver⸗ fuͤhrt. 2. Oft nehmen laſter uͤber⸗ hand, und ſtroͤmen uͤbers gan⸗ ze land. Drum huͤte dich! das weltgericht brinst alle ſuͤnden an das licht. Chriſt, ſey im glauben ſtets bereit, und 3. Mein vorſa iſt, ich will ihn ſliehn. Doch wie gelingt ch mir mein bemuͤhn? gefahr nehm ich hier bey gefahr, ein netze bey dem andern wahr. Wie ſo viel netze drohen mir! ich, ſchwacher, wie entrinn ich hier!. 4. Die welt huͤllt in der tu⸗ gend ſchein oft ihre laſter kuͤnſtlich ein; preiſt den ge⸗ nuß des lebens an: ſchilt froͤmmigkeit fuͤr finſtern wahn. Ihr weg iſt luſtig, breit und voll; ſie windt mir, daß ich folgen ſoll. 5. Du, Jeſu! mußt das beſte thun. Mein hoffen ſoll auf dir beruhn. Ach durch dein blut bin ich ja dein; dein ei⸗ genthum, dein fleiſch und bein. Mein Gott, mein Gott, laß nicht von mir, damit auch ich nicht laßz' von dir. 6. Der fundendienſt ſcheint zu erfreun, und endigt ſich in hoͤllenpein: Drum ſteh dein guter Geiſt mir bey, daß ich kein knecht der ſuͤnde ſey. Ge⸗ ſtatte dem verſucher nie, daß er mich deiner hand entzieh. 72. Zwar iſt mein glaube klein! doch du, du ſtarker Held, ſagſt huͤlfe zu. Mein ganzes herz ergiebt ſich dir. Ich weiß, durch dich gelingt es mir. Auf dich verlaͤßt in aller noth mein herz ſich feſt bis in den tod. ſieh den ſchlaf der ſicherheit. b 8. Wenn ſchon die truͤbſal auf 324 XVI. Von der Sorge fuͤr die Seele. . 8* auf mich dringt, unduͤberall ſam darauf ſchauen, ihre hof⸗ denker mich angſt umringt; bleib ich nung dar auf gruͤnden, wer. ger ſi ſddoch ſets in deiner hand. Ich den heil und leben ſinden nung halt in jeder pruͤfung ſtand. 3. Weisheit iſt es, darnah ſele! Du, du biſt durch den glau⸗ trachten, recht mit ſich be unver ben mein: nun muß mir al⸗ kannt zu ſeyn: ſich nicht ſen patert les heilſam ſeyn. W vollkommen achten, und den ſierde 9. Mit dir, o Herr, kann eigenduͤnkel ſcheun; gernanf hen let ich beſtehn; ſollt auch der ſeine fehler ſehn; reuig ſe g. weltkreis untergehn. Es vor Gott geſtehn; eifrig ſith arden fuͤrchte ſich der heuchelchriſt, nach beßrung ſtreben, und theil und wer ein ſelav der laſter doch nie ſich ſtolz erheben. perde iſt. Ich will nicht zagen; 4. Weisheit iſt es hr⸗ und ins gericht kommt ja, wer ſtum ehren, ſeiner witia f an dich glaubet, nicht. huld vertrau'n; ſo auf ſein ſe ſe 10. Du biſt es auch, dem ſtimme hoͤren, und auf ſeing a al ich vertrau, ſo lang ich noch wandel ſchau'n, daß n des fr das elend bau; bis dort, wo⸗ falſche wege flieht, und wit b ſi mein herz ſich ſehnt, die eifer ſich bemuͤht, ſeinem lit 4 ³% 4 ieger preis und ehre kroͤnt. de hier auf erden immer äß⸗ ff 1 . dach Herr! ſteh in jedem ſtreit licher zu werden. 9 uihe mir bey, daß ich durch dich 5. Weisheit iſt es, alle ſeßt! ein ſieger ſey. meiden, was mit reu das het tans! a 12 Mel. Kommt laßt euch den beſchwert, und ſich huͤtenmt un, ehre mich, Herr! den freuden, die der funden. 27 429. recht bedenken, dienſt gewaͤhrt; eitlen ruhn, d was wahrhafte weisheit ſey. der bald verblüͤhr, luſt, de Meinen fleiß darauf zu len⸗ im genuß noch ießt, nne lange ken, ſteh mir ſelbſt mit gna⸗ wahre wohlfahrt ach dadtn. ſaum. de bey. Denn die klugheit, nach beſſern gutern trachte, finde ſo die welt ohn grund fuͤr 6. Weisheit iſt es⸗ Geottes 4.5 weisheit haͤlt, foͤrdert nicht gnade ſich zu ſeinem zielet: dih ni mein wohlergehen, und wird ſehn, und auf ſeiner waht. un;n nie vor dir beſtehen. heit pfade dieſem gluͤck egt⸗ licht 2. Weisheit iſts, wenn un⸗ gegen gehn; gern auch Got: denne ſre ſeelen ſich, Herr, deines tes willen thun; froh in ſi⸗ ſeiner wortes licht nur allein zum ner fuͤgung ruhn, und wann augen leitſtern waͤhlen, und mit fe⸗ leiden uns beſchweren, ſie⸗ 4. ſter zuverſicht dieſem licht ſich fend mit geduld ihn ehren. lit ni anvertrau'n; denn die folg⸗ I 7. Weisheit ſtet, fhaxl⸗ veil e / und für ert ncht und wird k venn In⸗ deines dem um d unt ſe⸗ licht ſd dit ſelg⸗ Maähet i — ſin hertaud, 7u 2 S ⸗ an l ſceun 2 A ns j banät in kaufer 1155 u dedha. Vaithet i n/ nas nin N ert, nſt euden, diee — mann i — Idperblu, — 8 rus noc fet — à wehffrtt 8a eſern vum Deitheitit d 1 ſc uſm * z ade diint anae Ane len th 4 — ung ui 4 15 7 it zdudit und ufſin — deünnie 1 XVI. Von der S orge fuͤr die Seele. 325 denken, daß wir hier nur pil⸗ ger ſind; wunſch und hoff⸗ nung dahin lenken, wo die ſeele ruhe findt; ſeine augen unverwandt nach dem ewigen an vaterland richten, und ſich hier beſtreben, wie man dro⸗ dinioe t, zu leben. 8. Dieſe weisheit iſt auf erden, Hoͤchſter, unſer beſtes theil; die von ihr geleitet werden, deren weg iſt licht und heil. Solche weisheit kommt von dir, Gott verlei⸗ he ſie auch mir! laß ſie mich zu allen zeiten auf den weg des friedens leiten. 430. Mac⸗ gei dich mein V wache, fleh und baͤte! daß d dich nicht die boͤſe zeit unver⸗ hofft betrete: denn es iſt ſa⸗ tans liſt, uͤber viele from⸗ men, zur verſuchung komen. Aber wache erſt recht auf von⸗ dem fuͤnden ſchlafe! denn es folget ſo onſt darauf eine lange ſtrafe; und die noth ſammt dem tod moͤchte dich in ſuͤnden unvermuthet finden. 3. Wache auf! ſonſt kann dich nicht unſer Herr er leuch⸗ ten; wache, ſon ſten wird dein licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will, fuͤr die fuͤll ſeiner gnadengaben, offne 4. Wache! daß dich ſatans liſt nicht im ſchlaf antreffe! augen haben. weil er ſonſt behende iſt, daß er dich beaͤffe: und Gott giebt, die er Eot, oft in ſeine ſtra⸗ fen, wann ſie ſicher ſchlafen. 5. Wache! daß dich nicht die welt, durch gewalt be⸗ zwinge, oder wann ſie ſich verſtellt, wieder an ſich brin⸗ ge. Wach und ſieh! damit nie viel von falſchen bruͤdern unter deinen gliedern. 6. Wache darzu auch fuͤr dich, fuͤr dein fleiſch und her⸗ ze, damit es nicht liederlich Gottes gnad' verſcherze: denn es iſt voller nit, und kann ſich bald heucheln, und in hoffart ſchmeie cheln. . Baͤte aber auch darbey mitte min dem wachen! denn der Herre muß dich frey von dem allen machen, was dich ruͤckt und beſtrickt, daß du icfrig bleibeſt, und ſein werk nicht treibeſt. 8. Ja er will gebeten ſevn⸗ wann er was ſoll geben: — erlanget unſer ſchrey' n, veif 8 wollen den„ und durch ihnun aſern ſinn, feind, welt, fleiſch und fuͤnden kraͤftig uͤber winden. 9. Doch wohl gut es muß uns ſun alles glucklich ge⸗ hen, wenn wir ihn durch ſei⸗ nen Sohn im gebaͤt anflehen; denn er will uns mit fuͤll ſei⸗ ner gunſ beſchuͤtten, wann wir glaubend bitten. 10. Drum ſo laßt uns im⸗ 9 7 — õ·õ·———— ——õyy———öööö .. merdar wachen n, liehen 1.rel —— 326 XVII. Von der Sorge fuͤr den Leib. weil die angſt, noth und ge⸗ fahr immer naͤher treten! denn die zeit iſt nicht weit, da uns Gott wird richten, und die welt vernichten. Mel. Herr ich habe mißg. 31 Wes mit alem, 43 I. W mas da ſceei⸗ net irrdiſch klug in dieſer welt: was mich nicht mit dem vereinet, dem der kinder herz gefaͤllt, welcher iſt ein Gott von machten, undegreiflich zu betrachten. 2. Was mich, ſag ich, nicht hinfuͤyret zu dem allerhoͤchſten Gott, das iſt nichts, ja mir gebuͤhret dies zu nennen lau⸗ ter koth: es ſind and're wiſ⸗ ſenſchaften, die mit Jeſu mich verhaften. 3. Fragſt du, worinn' dies V beſtehet, daß mein herz ſo ſeht begehrt? wann ein menſchin 8 ℳ 4 8. 2 furchten gehet, und den gu⸗ ſen Schoͤpfer ehrt. Das jſ weisheit, das ſind gaben, Fn die nur himmels⸗ buͤrger ha⸗ ben. 4. Boͤſes meiden, ſuchen, jagen nach gottſelig⸗ 4 ͤ keit, alle luſt der welt verza⸗ 6 ʃ38 gules chen, ſo verſchwindet mitder zeit, das heißt recht verſtand zu haben, welcher leib und ſeel' kann laben. 5. Willt du dieſes jezt nicht glauben? o du falſchberuͤhn⸗ te kunſt! warlich, du wut doch verſtauben, und do bleibt dann menſchengunft! ach! wie bald, wie bald ver⸗ ſchwindet, was ſich nicht auf Chriſtum gruͤndet. XVII. Mel. Wer nur den lieben 63(es leibes war⸗ 432. O ten und ihn naͤhren, das iſt, o Schoͤpfer! meine pflicht. Muthwillig ſeinen bau verſehren, verbie⸗ tet mir dein unterricht. O ſte⸗ he mir mit weisheit bey, daß dieſe pflicht mir heilig ſey. 2. Soltt ich mit vorſaß das verletzen, was deine hand mir anvertraut? ſollt ich ge⸗ ring ein kunſtſtuͤck ſchaͤtzen, das du, als Schoͤpfer, ſelbſt erbaut? Weß iſt mein leib? Von der Sorge fuͤr den Leib. er iſt ja dein. Sollt ich denn ſein zerſtoͤhrer ſeyn? 3. Ihn zu erhalten, zu be⸗ ſchuͤtzen, giebſt du mit wilder vaterhand die mittel, die dazu uns nuͤtzen, und zum gebrauch giedſt du verand. Dir iſt die ſorge nicht zu klein. Wie? ſolte ſie denn mir es ſeyn? 4. Geſunde glieder, mun⸗ tre kraͤfte, o Gott! wie viel ſind die nicht werth! wer taugt zu des berufs geſchäͤftt, wann krankheit Fäinen i —2— ———— —=——— —— *—³ʃ r * 2 üͤbertre bes pfle ſenen dein des ks lin ſörge ſ 9. 9 53. uhi 4 himwa⸗ 1 1 Biſes mein , ſagen dah an ale luſ 8 o eſßrid — das feiſt . den, wici ann(aie. — Viltdu d en“ oda f I verſtauben n e dann vaie M biie badd, ue ddet, na Aun ründe — — fir dali dein. Ed e.. A rrſtihrer ſin In we n, zictter D a ſand R t ſis m uns nitn „nud giti Citt de en Wi b 3 asſeyn! Heſtnde 9 XVII. Von der Sorge fuͤr den Leib. 32⁷ beſchwert? iſt nicht der erde groͤßtes gut geſundheit und ein heitrer muth? 5. So laß mich denn mit ſorgfalt meiden, was meines koͤrpers wohlſeyn ſtoͤrt, daß nicht, wann meine kraͤfte lei⸗ den, mein geiſt den innern vorwurf hoͤrt: du ſelbſt biſt ſtoͤrer deiner ruh; du zogſt dir ſelbſt dein uͤbel zu. 6. Laß jeden ſinn und alle glieder mich zu bewahren achtſam ſeyn! druͤckt mich die laſt der krankheit nieder; ſo fioͤſe ſelbſt geduld mir ein. Gieb heitern muth, und dann verleih, daß auch des arztes rath gedeih. 7. Doch gieb, daß ich nicht uͤbertreibe, was auf des lei⸗ bes pflege zielt; nein ſtets in jenen ſchranken bleibe, die dein geſetz mir anbeſiehlt. des koͤrpers wohl laß nie al⸗ lein den endzweck meiner ſorge ſeyn. V 14 8. Mein groͤßter fleiß auf dieſer erde ſey ſtets auf mei⸗ nen geiſt gericht't, daß er zum himmel tuchtig werde eh dieſes leibes huͤtte bricht; dazu, Herr, ſegne meinen fleiß, ſo leb ich hier zu dei⸗ nem preis. In voriger Mel. —(Der wolluſt reiz zu 43 3. D widerſtreben, laß„Hoͤchſter! meine weis⸗ heit ſeyn, Sie iſt ein gift fuͤr unſer leben, und ihre freuden werden pein. Drum fleh ich demuthsvoll zu dir, o ſchaff ein reines herz in mir. 2. Die wolluſt kurzet unſ're tage; ſie raubt dem koͤrper ſeine kraft; und armuth, ſeu⸗ chen, ſchmerz und plage ſind fruͤchte ihrer leidenſchaft. Der haßt ſich ſelber, der ſie uͤbt, und ſich in ihre feſſeln giebt. 3. Sie raubt dem herzen murh und ſtaͤrke, ſchwaͤcht den verſtand, der ſeele licht; ſie raubt den eifer edler werke, und ernſt und luſt zu jeder pflicht. Sie fuͤhrt reu und gewiſſensſchmerz in das ihr hingegeb'ne herz. 4. Der menſch ſinkt unter ihrer buͤrde zur niedriskeit des thiers herab; er ſchaͤndet und entehrt die wuͤrde, die ihm ſein weiſer Schoͤpfer gab; vergißt den zweck dazu er lebt, weil er nach niedern luͤſten ſtrebt. s. So ſchimpflich ſind der wolluſt bande! ſchon vor der welt ſind ſie ein ſpott. Sie ſind vor dem gewiſſen ſchande, und noch weit mehr vor dir, d Gott! wer ſich in ihre knecht⸗ ſchaft giebt, wird nie vor dir, o Gott, geliebt. 6. Du wirſt den wiederu verderben, der deinen tempel hier verdirbt. Dein himmel⸗ reich wird niemand erben, in dem die boͤſe luſt nicht ſtirbt. Drum ſtuͤrzet, 328 XVII. Von der — —2 Sorge fuͤr den Leib. Drum laß mich ihre reizung fliehn; und keuſch zu ſeyn, mich ſtets bemuhn. 7. Gied, daß ich allen boͤ⸗ ſen luͤſten mit muth und nach druck widerſteh, und ſtets, dawider mich zu ruͤſten, auf dich, Allgegenwaͤrt'ger, ſeh.! Wer dich, o Gott, vor augen flieht auch verborgne hat, miſſethat. Mel. In allen meinen th. 4 NMaas iſt mein zeit⸗ 434. lich leben, das du mir, Gott gegeben? ein unſchaͤzbares gut. Du gabſt mirs, hier auf erden zum him⸗ mel reif zu werden, worauf V mein wahres gluͤck beruht. 2. Hier wird die ſaat ge⸗ ſtreuet, dort, wenn ſie wohl gedeihet, wird reich die ernd⸗ te ſeyn. Je laͤnger ich hier lebe, und gut zu handeln ſtrebe, je groͤſſer wird mein gluͤck dort ſeyn. 3. Sollt ich dies gluck mir rauben? o Herr! laß mir im glauben der kuͤnft'gen erndte⸗ zeit, mein leben auf der er⸗ den, ſo werth und wichtig werden, als es mir ſelbe dein wort gebeut. zu wagen, Gott, fuͤr ſie perliehn. und meiner tage lauf! En mein ganzes leben dir hiet zum dienſt ergeben: Hilf du 7. Was nuͤtztt ein langes leben, wenn man niicht Get — ſtrebt? wer Gott ſchen liebet, und ſich im ben uͤbet, nur der hat lans und wohl gelebt. Mel. Wer nur den lieben ben, wodurch uns, Herr, dein wohlthun naͤhrt, und die geiſt als leib zu laben, ung taͤglich deine hand gewaͤhrt aulch das, was unſer mundze⸗ nießt, zeigt uns, wie freund⸗ lich, Gott, du biſt. 2. Doch laß dee kraft/ und zu vergnugen, die du in ſpei und trank gelegt, mich nit9 Hoͤchſter! ſo beſtegen, daß ſi 4. Mir ſelbſt es zu verkuͤr⸗ zen, mich in den tod zu ſtuͤr⸗ zen, iſt wieder meine pflicht; ein redliches gemuthe lohnt nie mit undank guͤte, verlaßt auch ſeinen poſten nicht. 5. Was leicht in krankheit das leben leicht ver⸗ zum ſchwelgen mich bewez. 9 Las, deiner gaben mic 3 freun, mich maͤßig im geuuſe 1 n. durch wird das, was unser⸗ naͤhren/ nuͤr ſelbſt der ſchwachheit auſ 5 We mannigfe⸗ 2. tig ſind die ga⸗ kürzet„ laß mich mit ſorgfat 1 fliehn; doch auch nicht aͤngt lich zagen, fuͤr meine pficht was du, mir er⁵uisereen naͤhren zuicken die ader heit, ir eugt. 6. In deine vaterhändehe .* 4 6 fehl ich, Herr, mein endt, 4,⁷ uns die uns die trage untücht erweckt 3 und zak ergeben nach wahrer tugend und met Gott ſch ſerm na , 3. aß willi 2. In buͤrden: — —. — —— öömö—⸗—— luc nir nirin 1 erndie der er⸗ vichtig t ſelbt — — — as nißt a 1— wennnut ½˙ nach dahten 8☛ wer Gent m Mebt, nhihe 1 aurted mntht 1A leib lbn * iine ſan vatwin *T ſiigt u ni — ℳ lcj d 6 * cuten,deni ckkaelent,n tl bteſtg telgen udt ante zua r uich niszit i ſpei un darru, de hra gin, = id, XVIII. Vom zeitlichen Berufe. 3²³⁹ naͤhren, und unſern geiſt er⸗ quicken kann, ein gift, das in die adern ſchleicht, und krank⸗ heit, ſchmerz und tod er⸗ zeugt. 4. Die ſchwelgerey raubt uns die kraͤfte zu dem, was uns die pflicht gebeut; macht untüchtig zur gottſeligkeit; erweckt unordnung, ſtreit und zank, und hindert den Gott ſchuld'gen dank. 5. Wer ſich den bauch zum gott erkohren, unmäaͤßig deine traͤge zum berufsgeſchaͤfte; gaben braucht, der iſt fuͤrs himmelreich verlohren, zu dem kein knecht der luͤſte taugt. Gott! laß mich ja dies laſter ſcheun, und maͤßig ſtots uns nuͤchtern ſeyn. 6. So oft ich ſpeis und trank genieſſe, ſo laß es mit vernunft geſchehn, und, daß ich beydes mir verſuͤſſe, mit dank auf dich, den geber, ſehn; auf dich, der du uns zaͤrtlich liebſt, und nahrung und er⸗ quickung giebſt. XVIII. Vom ze Mel. O Gott, du frommer 2G u haſt uns, Hert, 436.4 die pflicht zur arbeit auferleget, und fleiß in dem beruf uns ernſtlich einge⸗ praͤget: der traͤge muͤſſiggang iſt dir, o Gott, verhaßt, fuͤr uns der laſter netz, und un⸗ ſerm naͤchſten laſt. 2. In deine ordnung, Herr, laß willig mich beauemen, die burden des berufs getroſt auf mich zu nehmen. Wird gleich mein angeſicht mit ſaurem ſchweiß benetzt; genug, daß du mich ſelbſt in den beruf geſetzt. 3. Bewahre nur mein herz vor eitlen nahrungsſorgen. Gieb mir mein taͤglich brod, und forge ſelbſt fuͤr morgen. Laß mich an meinem theil das itlichen Berufe. meine fleiſſig thun, und dann mit zuverſicht in deiner fuͤ⸗ gung ruhn. 4. Ach foͤrd're, groſer Gott, die werke meiner haͤnde; hilf, mir, bey meinem thun, im anfang und am ende. Laß mich, bey meiner laſt, auf jenen ſabbath ſehn, da wir, nach treuem fleiß, in deine ruhe gehn. Mel. O Jeſu Chriſt. Kott, deſſen hand 437. G die welt er⸗ naͤhrt, und jedermann ſein theil gewaͤhrt: laß deinen ſe⸗ gen auf mir ruhn, und mich mein werk mit freuden thun. 2 Du ſorgſt fur mich, doch ſo, daß ich auch ſorgen ſoll, zu thun, was mich dein offenbar⸗ ter 330 XVIII. Vom zeit lichen Berufe. ter wille heißt; mir deinen geiſt. Hilf, daß i ich ſen welt ſo lebe, wie g faͤllt, laß mein erſte ſorge d ſeyn, mich von der ſuͤnde zu befreyn. 4. Stehts erſt mit m ſeele wohl, dann lehre m auch, wie ich foll dem thun, wie ihm foip den t daß er nicht ſtaͤrk und muth ver⸗ liert. 5. Und weil du froͤmmigkeit ſo Rebſ⸗ daß du den frommen ſegen giebſt; bgieb, baß ich in heifg der ſchel Feche frbn und rech anet ſey dasn verleih n der boͤ⸗ es dir ge⸗ ne ich ein „† M leib r de vohl ordr' ich nich jendn: uns du willſt geben, gieb du mir. 7. Mit baͤten geh ich an mein werk, debzude em leibe tfich⸗ an 1 verlaß 4 in. Achen wuͤßt ich nur nac einem ſin nn, ſo lang ich nag auf erden bin, mit de igen ga⸗ ben umz igehn; T. wuͤrd es da ma mm 8 8t„wi ich 1* ol— 5 ge ht mirs w ohl. kraft, und laͤßt ſie . Wes man mit ihm un nternimmt, wird, wenne iit ſe inem willen ſtimt, nict hne fortgang bleiben. 2. Wer ſichs zur erſten nſorge uns geli⸗ n⸗ 6 1 kraſt: und ſtaͤrk; ich fang mit dir die arbeit an, durch den ich ſte evollenden kann. 8. E rleicht re mir der arbeit laſt, laß mi d, wie du befoh⸗ len haß K, daß thun was mei⸗ nes amtes iſt; ich weiß, daß di mein helfer biſt 9. Ich trau auf dich mit zu⸗ ven ſicht, du werdeſt, treuer ſe Vate er nicht auf mein ze arbeit und bemuhn den n nahrungs⸗ ſegen mir entziehn. 10. Du machſt die d ürren berge naß„ du keide ſtl lilien, 1 vdor ihm gerecht 1 macht vor werden 1 und eri nachſen 4 eich vom 8 der h. and, ſo auch auf erden ſchen, mit mil viel, beym fleiß in ſeinen ſtand, als ihm wahrhaftig nutz Zet. 3. Gott iſt der frommen ild un 1 lohn 1. Und kroͤnt iit gnaden, mas ſol denn der fe inde hohn und mißgunſt ihnen ſo ſchaden! mit ſeinem ſchutz bedeckt er ſie, hſegnet, 1 des lebens . muh ₰ 35„„ laub und ge a8, die voͤgel ſe⸗ utn eſichen 1s, d der das — uuh it fuͤr deine ſarg A 4*½ 2 8 gie mulh und — foff Anun 8 — ð&æ — ent ale — — — — — — — 2 ——— * ſtr. eomw Aa 1nes kr. 8 du d. ät en ea inde ſang nit urch de du heſed⸗ eſt lalien, — sll waleß A2ᷣnr' attei m Schwide (Frtti dernagg . a * undliitim . eran * urt, wi 4 ren tllnät 2 2 ntangdla . twſihur der inp 8, d5 1 3 edn m ☛ wit wideg l enn ſlii & alz ih 1 2„'ott it P Au 1 at ſnd gerechtig dan XVIII. Vom zeitlichen Berufe. 331 muͤh ihr herz mit troſt und hoffnung. 4. Drum gieb, o Gott⸗ daß ich auf dich bey meiner arbeit ſehe. Mit licht und weisheit ſegne mich, daß ich nie wege he, die mir dein heilig wort Lehened Nachd eines reichs gkeit laß mich vor al⸗ lem trachten. 5. Laß muͤſſigg traͤg 93 gheit mich, als dir Keseir lig„ m leide 1⸗ und hilf, daß i, geſtaͤrkt durch dich/ vol zuth, mit luſt und frel den, in meinem ſtand geſe haͤftig ſey! dein, ſes en kroͤne meine treu, daß ich auch andern Zu deines groſen preis, daß mir die frucht meine inem ſleiß in jene es leben dl 2 He err, auf erden. Ur .Zn zum muͤſſi ggang aßn lich doch mein tle⸗ Drun 5 heit; werden. ſand, und luſt Giee d ge⸗ ſchickt, getreu, gewi iſeenhaft, mein amt hier zu verwalten. 2. H aſt du ein amt, ſo war⸗ te Kin;z das iſt, o Gott, dein wille. Oſtoͤſſe ſelbſt den trieb arbe eit, nicht. mir ein, daß ich ihn treu er⸗ fuͤlle. Hilf, daß ich ſtets an willigkeit, an einſicht und an fertigkeit zu meinem amte wachſe. O Herr! fuͤr rraͤger weich⸗ lichkeit wollſt du mein herz! be⸗ wahren! ſo werd ich aus ge⸗ maͤchlichkeit nie meine kraͤfte ſparer. Erholen werd ich mich nur d nn, wann ich von kraft erſchoͤp oft, mich kann zu neuer arbeit ſtaͤrken. 4. Mit wahrer vorſicht laß mich nicht die zeit mit neben⸗ dingen, die weit entfernt von meiner pflic tt, verſchwende⸗ riſch verbringen. Das muͤſſe mein vergnuͤgen ſeyn, mich den geſchaf ten gaunz zu weihn, die du mir auferleget. 5. Ein heil'ge er trieb belebe mich, o Hoͤchſter! meine pflich⸗ ten in deiner fun rcht geſ ſaͤrkt dich, mit freuden zu vemſehren. Ein herz, das ſich des guten freut, giebt zu der arbeit munterkeit. verfuͤßt 7,5 ihre. laſten. 6. Laß mich vor dir, Herr, mnve truͤck kt mit einem herzen wandeln, das geiz und ehr⸗ ſucht nie beſtrickt. Gewiſſen⸗ haft zu handeln; mein leben deinem dienſt zu weihn; ſo nuͤtzlich als ich kann, zu ſe yn; das ſey mir ehr und reich⸗ thum. 7. Mir ſey bey allem, was ich thu, mein ziel dein wohl⸗ 4 efal⸗ 332 XIX. Von dem rechten Verhalten gefallen, ſo werd ich zur ge⸗ wiſſensruh auf eb'nem wege wallen. Denn wer dir, Heili⸗ ger, mißfaͤllt, was nuͤtzet dem die ganze welt mit allen ihren ſchaͤtzen. 8. Laß mir den zeitlichen beruf, dazu mich, Herr,af auf erden dein weiſes all lunde wort erſchuf, doch eine leit we Tden worauf it enſ m 4 Kweit, die zhöhenen XIX. Von dem rechten Verhalten in Abſicht der zeitlichen Guͤter In veriger le. err! laß mi 440. H doch ger Lah nch haft mein zeitlich gut verwal⸗ ten. Gieb ſe lbſt mir weisheit, gieb mir kraft, d damit ſo haus⸗ zuhalten, wie es mir nuͤtz und dir gefaͤllt; damit ich lichtlin jen 3 welt an ew'gen güͤtern darb 2. Mein hab und gut k ja von dir und deinem miſden ſegen. Nicht mir zum fallſtrick gabſt d du mir mein zeitliches vermoͤgen. Du gabſt es mir zum wahren wohl. Drum gied, Herr, daß ich's, wie ich foll, nach deiner vorſchrift wrauche. 3. Was iſt das mir geſchenk⸗ te Zut 2 vergaͤnglich und von erde. Hilf, daß ich nie aus uͤbermuth dadurch vereitelt werde! nie reiß ein irrdiſcher gewinn mein herz ſo weit zu⸗ m kitlen hin„ daß ich mein heil vengeſfe Was huͤlfe mir die ganze wenden. gehrt, t gewaͤhrt; n wie ich hande In!. Mein groͤßtes trachte feyal Uhierr nach deines Geizes gaben. ie reich! bin ich, Gott! in 4 wann ich nu dich lamn zahen habich: nun, Hoͤchſter, deine h Uld, bin ih voll glauben und geduld was fehlt dann meiner feie 6. Den geiz laß ferne von mir ſeyn, die wurzel al lei ſen. Bon unruh und gewiſ⸗ ſenspein kann reichthum na erlöſen. Er hilli in todek⸗ ſtunden nichts, und ni nichs am tage des gerichts. Da ſchuͤtzt er keinen ſuͤnder. 7. Laß mich in weiſer ſpar⸗ ſamkeit die guͤter nie 3 ſchwenden, die du mir gabeſt, in die er zeit ſie nutzlich antl⸗ Gieb mir die klug⸗ heit, daß ich hier dndurch emn weit mit allen ihren ſchaͤtzen? —- 1 —* 82& —— ᷣ —— ——— —= = —. — — 2 Ir unz mit ich dew zen antkont 1rilden ſatiric eitliches des nir Drun „wie a * erſchrift geſchenk. und von erhalte uni id ter, ſer miu l mc iu ſerzls ſmn nane ſaln 6 12. undmirtha at, Zhtt; wi b 8⸗— 1 6 udelg! Mein gihn ☛ hier nacden . Wienih * lin die, zu mn heder ſ à cter, den we : aladen w tthlt dam daf * dua auh li im nn, dem K=z Von wudr. iin kautmen 1. E ſiii nicht, 3 hme eue pereiteit erdiſcher weit un 3 gein heilſ r ie gane ſccäden: 1n. GCdn ue in Abſicht der zeitlichen Guͤter. 338 rechenſchaft: das laß mich Uberfluß doch die zufrieden⸗ naͤchſten, ſo, wie mir, des le⸗ bens muͤh erleicht're. 8. Es kommt ein tag der ſters bedenken, und mein ge⸗ muͤth gewiſſenhaft zur treu im irrd'ſchen lenken; daß ſelbſt von guͤtern dieſer zeit ich einſt noch in der ewigkeit den reichſten ſegen erndte. Mel. O Gotr 5 frommer 44r1(Laß mich doch nicht, 4 41.L o Gott! den ſchaͤ⸗ tzen dieſer erden ſo meine nei⸗ gung weihn, daß ſie mein abgott werden! oft fehlr bey heit. Und was iſt ohne ſie des lebens herrlichkeit? b 2. Kann ein vergaͤnglich gut auch unſre wuͤnſche ſtil⸗ en? Es ſteht ja ſein beſitz nicht ſtets in unſerm willen; nicht ſtets wirds dem zu theil, der aͤngſtlich darnach ringt; und ſchnell verliert's oft der, dem der beſitz gelingt. 3. Ein gut, das unſern geiſt wahrhaftig ſoll begluͤcken, muß nicht vergaͤnglich ſeyn, und fuͤr den geiſt ſich ſchicken. Der thor hat geld und gut; er hats, und wuͤnſcht noch mehr; noch immer bleibt ſein herz von wahrer ruhe leer. 4. O Gott, ſo wehre doch den ungerechten trieben, und heilige mein herz, die guͤter nicht zu lieben, die man mit muͤh gewinnt, hald praſſend ſte verzehrt, bald geizig ſie bewacht, und bald mit fluch vermehrt.— 5. Ein weiſes frommes herz, das ſey mein ſchatz auf erden. Sonſt alles, nur nicht dies, kann mir entriſſen wer⸗ den. Dies bleibt im tod auch mein, dies folgt mir aus der zeit zum ſeligſten gewinn, bis in die ewigkeit. 6. Was ſind, wenn dieſes fehlt, die herrlichſten vergnuͤ⸗ gen? nur ſuͤſſe traͤume ſinds, die unſern geiſt betruͤgen. Drum lenke, Gott, den wunſch, vom irrdiſchen ge⸗ winn, durch deines Geiſtes kraft, zu ew'gen gutern hin. Mel. Wer nur den lieben 4(Xch bin der reichſte 442.J menſch auf er⸗ den, ich habe g'nug und habe viel! ein and'rer mache ſich beſchwerden, wie er den mam⸗ mon finden will: wer mehr nicht ſucht, als Gott beſchert⸗ dem iſt der groͤßte ſchatz ge⸗ waͤhrt., 2. Der reichthum lieget in gemuͤthern; wer ſich ver⸗ gnuͤgt, iſt nimmer leer: viel bleiben arm bey groſſen guͤ⸗ tern, das macht, ſie wollen immer mehr; und wer ſich ſelbſten nicht beſizt, hat ei⸗ * nen ſchatz, der niemand nuͤtzt. 3. Ein geizhals hat bey ſei⸗ nem graͤmen nicht eine ſtunde froͤh⸗ 334 XIX. Von dem rechten Verhalten froͤhl ichkeit: er hat und darf ſich doch! nichts nehmen, weil er ſichs immer ſelbſt verbeut: ſo wird er von ſich ſelbſt ver⸗ fehrt, u„und iſt nicht einen tha⸗ erth. 4. Wi ie fröhl ich aber kann vernugung 2- hers dop eke gung ſeyn der himmel einen bild' ich mir gros reichthe ein, und denke Goti ghehn einen tag meh ſerthum ver: nag. 5. Hab ic die nothdurft meinem keib., mein brod und auch mein ſalz darzu, ſo nehm ichs mit der üuberbleibe, und brauch es ſo in ſtiller ruh, Gott leiher mir ſein eigenthum, zu 1 uel nutz und ſeinem Uhm. 6. Das iſt mein wucher in gedanken, der mich nicht leich betruͤgen kann; und d iht die verg gnaͤgung wanken, ſo ſchte bich dieſe loſang an: es gilt em Hoͤchſten alles gleich, ein chriſte ſey ar moderr 7. Ein geizhals verderben, dern und gut geit. kann mit fe b n wer O Gott du frommer 4 43. s frag ich nach n ich mich nur a an n dir, 96 er. ge ſu! kann erg ötzen) 5 ich einzig mir zurt wo Sedeln 8ie du welt 2 8 85 he enet dran, wie bald doch! ten; d das aber r, was mein her⸗ vor A andern vi alt Jeſus nur al ein; ich nach d der weit 4. Die gut, und ſten, Md ap e der an zup or de mammon in dem kaſten: ic weiß ein beſſer qut, wornach mein herze ſtellt: iſt Jeſis nur mein ſchatz, was fra ic nach der e 7 5. Die welt bekuͤmmett ſch im fall ſi ie wird verachtet, al wenn n nan ihr mit liſt nachij⸗ re n ehren trachtet: ich trage Ehr iſti ſch. nach, ſo lang 6 ihm gefaͤllt! wenn mich me din Heylande hrt, was fragi nach der welt? der welt und 6. Die welt kanni 68 luſ allen ihren ſchaͤtzen? wan 1 — — — = —* 2— *½ wehrt * Maien -— dr dnd ſtiben 4 nuran d, Setliaa 9 derlunte * ſ =n od und='eaitt dnednt= be ſceha 1, und ind denang. ad,Bott t iehl ddh am, zu nazaber, nan ſinem mum 4 ur alln ucher in nn 4 jie rekuh zatdemanae 2w eehadedue n nuui gleld, † an beſergu 1 a ere e ur det zunZaſcch, 4 1 8ʃ 5 k n ic aber derden ewirstat e un heniit en mal. ſcmt, iu denas de ſell eh Get ommer gich nach delt und dahn, 1 welt! b 8* 11 3 in Abſicht der zeitlichen Guͤter 335 nicht hoch ge nu gerheben, ſie darf noch wohl darzu den himt mel daf uͤr geben: ein an⸗ d'res halt 8 m nit ihr, der von ſich ſell bſt n icht 8 haͤlt, ich lie⸗ be meinen Gott, was frag ich nach der welt? 7. Was frag ich nach der welt? im huy muß ſie ver⸗ ſcwinden, ihr uneh kann urchaus den blaſſen tod nicht dhrchau die guͤter muͤſſen fort, und alle luſt verfaͤ llt, bleibt Jeſus nur bey mir, was frag ich nach der welt? 8. Was frag ich nach der welt? mein 3eus iſt mein le⸗ ber„mein ſchatz, mein eigen⸗ thum, d dem ich mich ganz er⸗ geben/ mein gan zzes himmel⸗ rei und was mir ſonſt ge⸗ naich, d drum ſag ich noch ein ma lle was frag ich nach der welt?*½ Mel. Mir nach, ſprich onl dem, der 4 beß re ſchaͤtze liebt t/ als ſchaͤ Be die ſer erde en! wohl dem, der ſi 9 mit eifer uͤbt, an tugend reich zu wer⸗ den, and in dem 5 aude e, deß lebt, ich uͤber velt er⸗ het bt. 2. Wahr„Gott ver⸗ wehrt uns iſtes⸗ hier guter zu be eſitzen, Er gab ſie uns, u ind nch die pflicht 4 mit weisheit ſie zu nützen. Sie duͤrfen un⸗ ſer herz erfreun und unſers ſeeiſſes antrieb ſeyn. 3. Doch nach den Zutern dieſer zeit mit ganzer ſeele ſchmachten„ nicht erſt nach der gerechtigken und Gottes re che trachten; iſt dieſes ei⸗ nes menſchen ruf, den Bott zur 1* eit e rſchuf? Der zeiz erniet drigt un⸗ fer herz;; erſtickt die ehlern triebe. Die liebe fuͤr ein ſchim⸗ mernd erz, verdraͤngt der tu⸗ gend liebe, und machet, der vernunft zum ſpoit, ein elend gold zu deinem Gott. 5. Der geiz, ſo viel er an ſich reißt, laͤßt dich kein gut genieſſen; er quaͤlt durch habſucht deinen geiſt, und toͤdtet dein ge wiſſen„ und nei t durch ſchmei ichelnd en ge⸗ winn dich blind zu jedem fre⸗ vr el hin. 6. Um wenig vortheil wird er ſchon aus dir mit meyneid ſprechen; dich zwingen, der arbeiter lohn unmenſchlich abzubrecen; er wird in dir der wittwen ſtehn, der way⸗ ſen thraͤnen widerſtehn. 7. Wie koͤnnt ein herz vom geize hart, der wohlthat freuden ſchmecken, und in des ungluͤcks gegenwart den ruf zur huif entde cken? und wo iſt eines ſtandes pficht, die nicht der geiz entehrt und bricht? 8. Du biſt ein Vater; und aus geiz entziehſt du dich den kindern, und luflen dich 29 336 XX. Vom rechten und weiſen goldes reiz, ihr herz zu bil⸗ den, hindern; und glaubſt, du habſt ſie wohl bedacht, wann du ſie reich, wie dich gemacht. 9. Du haſt ein richterliches amt; und du wirſt dich erfre⸗ chen, die ſache, die das recht verdammt, aus habſucht recht zu ſprechen; und ſelbſt der tugend groͤßter feind erkauft an dir ſich einen freund. 10. Gewinnſucht raubt dir muth und geiſt, die wahrheit frey zu lehren; du ſchweigſt, wann ſie dich reden heißt, ehrſt, wo du nicht ſollſt eh⸗ ren, und wirſt um ein ver⸗ aͤchtlich geld ein ſchmeichler, und die peſt der welt. 11. Exrhalte mich, o Gott, dabey, daß ich mir gnugen laſſe; geiz ewig als abgoͤtte⸗ rey von mir entfern und haſ⸗ ſe. Ein weiſes herz und gu⸗ ter muth, ſey hier mein theil, mein beſtes gut! XX. Vom rechten und weiſen Gebrauch bes Lebens. Nel. Wer nur den lieben 4 45 Du sabſt mir, Ew'⸗ * ger, dieſes le⸗ ben nicht fuͤr den augenblick der zeit: nein, was du mir davon gegeben, gabſt du mir fuͤr die ewigkeit. Hier iſt al⸗ lein der pruͤfungsort: beſtra⸗ fung und belohnung dort. 2. Du ſchenkteſt mir ver⸗ ſtand und willen; die wahr⸗ heit zu erkennen, licht; kraft, deine vorſchrift zu erfuͤllen, und eine richtſchnur meiner pflicht: der tugend inneres ge⸗ fuͤhl, und freyheit, wie ich waͤhlen will. 3. Du ſchmuͤckteſt durch dein maͤchtigs: Werde! mit reiz und pracht mein irrdiſch haus, und goſſeſt uͤber dieſe erde die wunder aller ſchoͤnheit aus; du ſchuſſt mir feine ſinnen an, daß ich ſie auch empfin⸗ den kann.. 4. Und dennoch laͤſſeſt du mich wiſſen, daß dies mein irrdiſch haus zerbricht. Ich ſoll zwar dieſe welt genieſſen, doch als genoͤß ich ihrer nicht; ich ſoll der ſinne luͤſte fliehn, wann ſie mich zu der erde iehn. 9 Der freude ſoll ich oft nicht achten, die ſonſt ſo leicht die ſinne reizt; nach wolluſt, ehr und gold nicht trachten, wornach das fleiſch ſo luͤſtern geizt; nicht fliehen, was das herz oft ſcheut, ja waͤhlen, trutz der bitterkeit. 6. Die pruͤfung, Gott, war nicht vergebens; du wollteſt bich dir treu, in der ſeb, ab ih dirrgenem —— — gemetſche dir zt no ”b ic, vo 33 en fähig waͤr⸗ 7. Woh unthiz wa aung vert ſe kurze p und der weihn? h den pfad um beſſer 8. Wohl ana zur feiſches un Kockung ul ein herz wech hier ſieger —— —— kein, a ſſicht g t dend ſi b=Enn viies 1 duitdin nth, ftan nürgett* beſts g⸗ ——·· dund.— hebrauch al Lln■ hins nir ie nr,Ew⸗— ma ſtat. dan le un. ugendlck Uud dn a viſſe, i nid:=ſch haus nie rar dieſ am alzzenijihir i lder pu g do d. un 2 1* ſe no die die dahe* tt kf 1 mrülen* ar meinet umta. „bie! dr ftub I achten, 1 ane reit;! 1 ind god ie c ii T — d 5 der dun— un c die 1 Gebrauch des Lebens. 337 gemeinſchaft jenes lebens mit dir zu wohnen, wurdig ſey; ob ich, vom tand des eitlen leer, einſt hoͤh'rer freuden faͤhig waͤr'. 7. Wohl mir! wann ich es mürtis wage, der groſen hoff⸗ ung werth zu ſeyn, und die⸗ 4 ſe kurze pruͤfungstage Gott und der tugend blos zu weihn? wann nie mein fuß den pfad verliert, der mich zum beſſern leben fuͤhrt. 8. Wohl mir wann ich den hang zur ſuͤnde, die luſt des fleiſches und der welt, und jede leſche uͤberwinde, die noch mein herz gefeſſelt haͤlt, und Co welch glänzender gewin)! hier ſteger, dort gekroͤnet bin! 9. O Gott! gieb deines Geiſtes ſtaͤrke, der du in ſchwachen maͤchtig biſt, dem, der zu dieſem groſen werke zu klein, zu ſchwach, zu ſinnlich iſt: lehr mich das irrdiſche verſchmaͤhn, und ſets nach meinem ziele ſehn. 10. Laß mich oft in geſun⸗ den agen mein grab mir in ged baun, und bey des Pe 3 freud und plagen auf dich und auf das kuͤnft'ge ſchaun; damit ich meiner pflicht getreu, des hoͤhern le⸗ bens ſähig ſey. In voriger Mel. 446. Es eilt der letzte von den tagen, die du hier lebeſt, menſch, herbey. Erkauf die zeit! und, ſtatt zu klagen, ſie ſey zu kurz, gebrauch ſie treu! nimm mit erkenntlichem gemuͤth der na⸗ hen ſtunde wahr: ſie flieht! 2 Getaͤuſcht von eitlen klei⸗ nigkeiten, verlierſt du dei⸗ s lebens zweck, verſchiebſt dei in heil auf ferne zeiten, und wirfſt ſo ſich're jahre wegl biſt du, zu kuͤhner ſerblicher! des naͤchſten augenblickes herr? 3. Einſt ewigkeiten zu beſi⸗ tzen, ſollſt du des kurzen le⸗ dens zeit als deine ſaatzeit weislich nuͤtzen, und thun, was dir der Herr gebeut. Er ruft dir mer ichen ren undlich zu: ſiey eins iſ noth! was faͤumeſt du? 4. Drum eil, errette deine ſeele, und denke nicht: ein adermal ſey wacker, baͤt und uͤberzaͤhle der menſchen⸗ tage kleine zahl. Geſetzt, dein ende waͤr auch fern: ſey from und wandle vor dem Herrn! 5. Mit jedem neugeſchenk⸗ ten morgen erwecke dich zu dieſer pflicht. Sprich, dir, o Gott! iſt nichts verborgen: ich bin vor deinem angeſicht, und will, mich deiner huld zu freun, mein leben gern der tugend weihn. 6. Erleucht und ſtaͤrke mei⸗ ne ſeele, weil ohne dich ich nichts vermag. Du goͤnnſt, daß ich mein heil erwaͤhle, aus gnaden mir noch dieſen P tag. 338 XX. Vom rechten und weiſen Gebrauch des ꝛc. tag. Was iſt nicht eine ſtun de werth, die deine langmuth mir gewaͤhrt! 7. Wohl mir! wenn ich aus allen kraͤften nach Gottes reiche hier geſtrebt, in Gott gefaͤlligen geſchaͤften die pil gertage durchgelebt, und einſt im glauben ſagen kann: nimmſt mich, Herr, zu ehren n! 8. Mein ſprachlos flehn bey meinem ende vernimmſt du, Herzenskuͤndiger! In deine treue vaterhaͤnde befehl ich meinen geiſt, o Herr! er ſchwingt ſich uͤber grab und welt zu dir, wann ſeine huͤtte faͤllt. In voriger Mel. e eilt ihr hin, 447. ihr lebens ſtun⸗ den? Zeit, edle zeit! wo fleuchſt du hin? wie mancher tag iſt ſchon verſchwunden, ſeit dem ich leb und ſterblich bin! der groͤßte theil von meiner zeit iſt ſchon im meer der ewigkeit. 2. Ermuntre dich aus dei⸗ nem ſchlummer, auf, meine 8 e 13 die 3 19 1 5* 2... ſeel! ermuntere dich; d S ſey zig, ſo leb, als criſt, ich i⸗ dein gram, dies ſey dein kum⸗ mer, daß mancher tag um ſonſt verſtrich: der leer geblie b'ne augenblick iſt ſtrafbar, und kommt nie zuruͤck. 3. Der thor durchlebet ſeine jahre, eher des lebens werth verſteht: er nahet fruͤher zu E der bahre, als er den weg zur tugend geht. Was iſt ein menſchlichs leben werth, das ungenuͤtzt voruͤber faͤhrt? 4. Menſch ſey ein menſch, fang an zu leben, fang an ein glied der welt zu ſeyn; ſang an dem guten nachzuſtreben, bring' das verſaͤumte zwiefach ein; daß, wann man deinen leib begraͤbt, dein werk und dein gedaͤchtniß lebt. 5. Sey nicht den kleinſten zeitpunkt muͤßig, da du nicht deine pflicht erfuͤllſt; du haſt den tag nicht uͤberfluͤßig, den du ſo frech verſchwenden willſt; dies iſt der wichtigſte verluſt, wenn du die zeit be⸗ dauren mußt. 6. Thu' bald von jedem dei⸗ ner tage vor dem gewiſſen re⸗ chenſchaft; durchdenk ihn, leg ihn auf die wage; voll⸗ brachteſt du ihn tugendhaft? ſchwungſt du dein herz zum Herrn empor? kam Gott dir ſtets als heilig vor. 7. Herr meines lebens! ſey doch künftig mein heil un meines lebens kraft: ſo wan⸗ d'le ich, als menſch, vernunſ⸗ gendhaft; ſo dank ich in der ewigkeit dir fuͤr den beſten ſchatz, die zeit. mel. Dein ſind wir Gott. Mie fleucht dahin 448. W zeit! wie eilet man zur eig. keit! der menſchen keit! wet ſene tund kaum pii mund. 2 Dab traum; ſe ſerſcaun feit ſolze ſtht, un denkt, ve 3. Nu du bleibe biß/ icht len berg lleibt mai ic bey I 4. D et, Gott fommſt d lohn. A 9 Mel. T 439. ſöwerden. du dürftig ——— Ackliche d evih ſrels. ce — — — — c.— — ——„ — — uhe der 9 git keit! wer denkt doch wohl an Ant. 1 Aielheng, wen in enüht min Rne n Daſß 4 4—* anzulien, n!— it nattui en dem Auttn me enn: ☛ g dasmaſm 1hct— dh, wnt hantt, i 4 141E Wgedituiit mnni d. Senrtm 5 1 unüt niſg Rſedl ☛ efüttai den! ſagnicr h —, 99 me.— nuſt. dt ſit. Thr ſahne lämsin a ngemu ega 1 ſceſt; de nenant! 1 hn uf Mn ſedande beid in tdal mamit n 11 als heühm. „ huni ₰ künſii u 2 ſela 4 ic, n d ſleh gt *. uihen baza 8 ſu M Ke 3* t.denin rchlehetet U. 4 detſtüher G eich ens d auf, Mes 1 —. kaum ſpricht davon der traͤge u ſerſchaum, der, wann er ſich ſteht, und, eh man es noch du bleibeſt mir das, was du biſt, ich traue dir; und fal⸗ len berg und huͤgel hin, ſo ich bey Jeſu bin. kommſt du, und mit dir dein XXI. Von der Zufriedenheit. 339 jene ſtund von herzensgrund? und.. 2. Das leben iſt ein eitler traum; ſo nichtig als ein waſ jezt ſtolz erhoͤht, gar nicht be⸗ denkt, vergeht. 1 3. Nur du, mein Gott! bleibt mein ſinn getroſt, wenn 4. Du kommſt, Weltrich⸗ ter, Gottes Sohn! bald jeden tag bereiten mag auf jenen letzten glockenſchlag. 5. Was hilft die welt in je⸗ ner noth, luſt, ehre, reichthum in dem tod? omenſch, das al⸗ les merkeſt du; ſieh denn wohl zu! ſonſt kommſt du nicht zur wahren ruh. 6. Weg, eitelkeit! der tho⸗ ren ſpiel. Das hoͤchſte gut ſey ſtets mein ziel! was ewig bleibet, ſinden wir gewiß nicht hier, wir finden’s, Je⸗ ſu, nur bey dir. 7. Damit ich dich verklaͤrt einſt ſeh, und froh vor deinem throne ſteh; ſo lehre du, mein Heyland, mich, und gieb, . lohn. Ach! gieb, daß ich mich daß ich nichts ſo begierig ſuch als dich. XXI. Von der Mel. Wie gros iſt des 4 Ju klagſt und 449. D fähien die be⸗ ſchwerden des ſtand's, in dem du duͤrftig lebſt! du ſtrebeſt gluͤcklicher zu werden, und ſiehſt, daß du vergebens ſtrebſt. Ja, klage! Gott er laubt die zaͤhren: doch denk im klagen auch zuruͤck. Iſt denn das gluͤck, das wir be gehren fuͤr uns auch ſtets ein wahres gluͤck. 2. Nie ſchenkt der ſtand nie ſchenken guͤter dem menſchen die zufriedenheit. Die wahre ruhe der gemuther iſt tugend Zufriedenheit. und genuͤgſamkeit. Genieſſe, was dir Gott beſchieden, ent⸗ behre gern, was zu nicht haſt. Ein jeder ſtand hat ſeinen frieden, ein jeder ſtand auch ſeine laſt. 3. Gott iſt der Herr, und ſeinen ſegen vertheilt er ſtets mit weiſer hand; nicht ſo, wie wir's zu wuͤnſchen pflegen, doch ſo, wie ers uns heilſam fand. Willſt du zu denken dich erkuͤhnen, daß ſeine liebe dich vergißt? er giebt uns mehr als wir verdienen, und nie⸗ mals, was uns ſchaͤdlich iſt. 4. Verzehre nicht des le⸗ P 2 bens⸗ 1 340 XXI. Von der Zufriedenheit. benskraͤfte in traͤger unzufrie denheit; beſorge deine ſtands geſchaͤfte, und nuͤtze deine le. benszeit. Bey pflicht und fleiß ſich Gott ergeben, ein ewig gluͤck in hofnung ſehn, dies iſ der weg zur ruh und leben. Herr, lehre dieſen weg mich gehn! In Weiger 9 ,—(Fntehre nicht, mein 450. E herz! mit kla⸗ gen den Gott, der dich zum glück erſchuf. Die muͤh des lebens zu ertragen, und froh zu ſeyn, iſt dein beruf. Der chriſt murrt nicht bey den be⸗ ſchwerden von dieſer kurzen lebensbahn; er ſucht, daß ſie ihm nuͤtzlich werden, und baͤ tet Gottes willen an. 2. Gott ſelbſt hat dir dein loos beſchieden. Nims dank⸗ bar aus der vorſicht hand. Er⸗ fuͤlle jede pflicht zufrieden, die ſie mit dieſem loos verband. Sie giebt dir munterkeit und kraͤfte, und naͤhrt und ſtaͤrkt ſie vaͤterlich. Sie brauchen, dies iſt dein geſchaͤfte, und ihr gebrauch iſt ruhm fuͤr dich. 3. Zwar jenen hat des him⸗ mels ſegen mehr guͤter anver⸗ traut, als dir: doch ſoll dies deinen neid erregen? Denk': wer iſt Gott, und wer ſind wir? weiß er nicht beſſer, was dir nuͤtzet, und was dem naͤchſten nuͤtzt, als du? wenn er dich fuͤhrt, regiert und ſchu⸗ guͤte ſich zu freun; dich fuͤrch⸗ tzet, was fehlet noch wohl deiner ruh? 4. Du prangeſt nicht mit hohen wuͤrden? beneide nicht der groſen gluͤck: ſie ſeufzen unter ſchweren buͤrden, und oft ſtuͤrzt ſie ein augenblick. Dir ward kein uͤberfluß ge⸗ währet? ihn wuͤnſchen, das iſt ſelbſtbetrug. Wer gern, was er nicht braucht, entbeh⸗ ret, der iſt begluͤckt und reich genug. 5. Herr, der du mir zum fro⸗ hen leben, ſo viel ich brauch und mehr verliehn, laß täͤg⸗ lich ſich mein herz beſtreben, den ſorgenvollen gram zu fliehn. In demuth laß mein herz ſich uͤben, Gott, deiner fen, dir vertrauen, dich lie⸗ ben, muſſ ewig meine wolluſt ſeyn. miel. Wer nur den lieben bin in meinem 45 I. J Gan zufrieden, ₰ e ſcheien lic ſeiger dann ig tr eym ichte et itn thut, Rir ght. 454 4 vi wirdft ſerzunyfn denn erlat anfall Keg auch nach krlaͤßt mi und willm us die en hin, wſ eiren, u da ſchin M weiſen de lid und nenzet ſ mit dem, was er zu meinem nitnird theil an gluck und ungluͤck mir undiht i beſchieden. Sein weiſer rath undtiſt ſucht ſtets mein heil; ob er liden, V mir gleich oft widrig ſcheint/ Froden, doch weiß ich, daß ers treulich rnggügt meynt. ſteimr 2. Er weiß allein, wodurch veiman, auf erden ſein groſer name für vieder und fur muß herrlich und ge⸗ 3. Gor prieſen werden; erreicht er nidd mig dieſen zweck an mir, ſe bin ſengani V ich ruhig und vergnuͤgt, u nil: d 8 ☛ 1 t ſet 1 11-— nad in ò nt; ünr mal. üitbetru. nicht, n tr rict nt detiſ t 8-Pnnn eer/der w und 8 lon, 4hd ruf. D* Nehr kanih den den h 2ich veiſa iſer kur ſorgennin, [1 Irda 1, undA ſt ün k aa. BE ſcch ufen at dir dd? 1 Dr ntnn Nüsden ½ niſſ muu t hend. gan. dl. ven derdam: 4 d4 terkeitut) 19 8 und ſät* den, nui drauceſ ur len glät m⸗ te, und R ſidden. enn r dic. tint nu atdet hit en geechlſtn äter ano weißig, ch ſol di deu f. wit rdich h XXI. Von der Zufriedenheik. 341 8 Tni allem, fugt. 1 wie ers mit mir ſtaͤndig ohne maſſen, ſein herz ſt ja ſtets von erbarmung gt. 3 Muß mir die freudenſon⸗ oll; ob gleich nichts als be⸗ nehm ichs auch an mit geduld. A din ne ſcheinen: ſo dank ich froͤh⸗ ſchwerden ſich finden hier auf lich ſeiner huld, und muß ich erden, dann in truͤbſal. weinen: ſo mich nicht. Gott kein unfall mir kann doch unterdruͤckts Denn ohn von Es iſt, was ſeine weisheit werden, ja nicht ein haar von thut, mir alles ewig nuͤtz und gut. 2 oh bin vergnuͤgt/ 45 5 wies Gott mit mir wird fugen; ihm ſoll mein herz und ſinn ganz eigen ſeyn; denn er laͤßt mich nicht ſtets in unfall liegen, er goͤnnt mir auch nach regen ſonnenſchein; er laͤßt mich freude ſpuͤren, und will mich einſtens fuͤhren, aus dieſem jammerthal, da⸗ hin, wo ſchon die engel muſi⸗ eiren, den ſchoͤnſten freuden⸗ſaal. 2. Muß ich auch gleich zu⸗ weilen wechſel fuͤhlen, lid und freud' mit unter⸗ menget iſt; ja will das gluck mit mir den ballen ſpielen, und uͤbt an mir auch 1 und liſt: So bin ich doch im leiden, bei g freuden, in meinem Gott vergnuͤgt. Man kann nicht ſtets im roſen⸗garten weyden, weilman auf ſonn auch regen wieder kriegt. 3. Gott iſt mein troſt, der wird mich nicht verlaſſen; ich hang an ihm, mir ſey weh oder 5 8 ꝙ wohl: denn er liebt mich be⸗ a Laig *. 4 4 1831 eine lu und wo man ſchaut meinem haupt gebricht. 4. Ich bin vergnügt, und trau in allen ſachen dem Gott von macht, der mich erſchaf⸗ fen hat: denn wie ers will doch endlich mit mir machen⸗ das werd ich ſchon erfahren in der that. Ich laſſe mir in allen ja herzlich wohl gefallen, wie er es haben will. Er iſt mein Gott, zu ihm geſchicht mein lallen, und mein gebaͤt geht ich jedoch ſtets einen friſchen hab ein gut gewiſſen, e* 9 3 4— ſuche zu genieſſen, was mei⸗ ne ſeele liebt, und kann auch als wie bei groſen einſt das ſternen⸗chor genieſ⸗ ſen, wo mir mein Gott erſt recht vergnuͤgen giebt. 6. Nun ſey, o ſeel, in dei⸗ nem Gott zufrieden, ob er dich ſchon zuweilen traurig macht; er hat dir ſchon die freuden⸗ ſtund beſchieden, laß nur vorbey die ſchwarze trau⸗ er⸗nacht; laß welt und fein⸗ 1P 3 ſde 342 XXI. Von der Zufriedenheit. de koben, gedenke, was dort oben dein Jeſus dir beſtellt, wohin du ſelbſt zur freude wirſt erhoben, zum thron der gnad ins ſchoͤne himmels⸗zelt. Nel. Aufo ſeele werdem. ey zufrieden, 45 3. mein gemuͤthe, nimm dich keines kummers an. Schaue nur auf Gottes guͤte, was Gott thut, iſt wohl⸗ gethan. Ihm ſey alles heim⸗ geſtellt. Mir beliebt, was ihm gefaͤllt: alſo ſprech ich, Got⸗ tes füͤgen bleibt im leben mein vergnuͤgen. 2. Ziar ich haͤtte viel zu fklagen, aber doch, was hilft mir dies? denn das klagen meiner plagen mehrt nur die bekuͤmmerniß. Lieber hoff ich in geduld auf des lieben Got⸗ tes huld: alſo bleibet Gottes fügen auch im kreuze mein vergnuͤgen. 3. Will es noch zur zeit ver⸗ ziehen, was mein ſehnend herze ſucht? wird doch mit der zeit noch bluͤhen weiner wuͤnſche ſuͤſſe frucht; dies gar nicht ſallen laͤßt: denn es dleibet Gottes jugen in der hoffnung mein verg uͤgen. 4. Schreibet ſich gleich mein vermoͤgen nicht zu tonnen gol⸗ des an, dennoch hab ich Gor⸗ tes ſegen, dem kein reichthum gleichen kann. Gott und al⸗ ls g'nug iſt mein, kann ein ſc atz wohl groͤſer ſeyn? ja, ſo bleibet Gottes fuͤgen, auch wo nichts iſt, mein vergnuü⸗ en. 5. Weicht, ihr ſorgen, aus der ſeelen, weil ſie Gottzur wohnung nimmt: ich will das zur luſt erwaͤhlen, was er mir zum troſt beſtimmt. Stellt ſichs heute noch nicht ein, ey, ſo kanns wohl morgen ſeyn, und indeß iſt Gottes fuͤgen, ſtatt der ſorgen, mein vergnuͤgen. 6. Bin ich auch des lebens muͤde, ſo beſtellt er mir die ruh, denn da druſcket er im friede mir die augen ſelig zu. Wann und wo es ihm gefaͤllt, geb ich gute nacht der weli; alſo bleibet Gottes fuͤgen, auch im ſterben, mein ver⸗ gnuͤgen. 2 vertrauen ſtehet feſt, das mich XXII. Von der Geduld im Leiden. A*s der tiefen ru⸗ 454. fe ich, Herr! zu dir, erhoͤre mich, deine ohren gnaͤdig neig, merk die fle⸗ hend' ſtimm' zugleich. 2. Aus der tiefen rufe ich! fuͤnden gehen uͤber mich! willt du rechnen, Herr! mit mir⸗ ſo beſteh ich nicht bey dir. 3. Aus der tiefen ufeſc 8 4. A il denn ich zEyſe u wirtſad 4. Nus! ich ſemnl kanzund! Feſas nich 3. Asd barum, Heſus an gleichn dochdeter 7. An Jeſus nitd ſus mache vonglen 8. Nul tuft, Jiſt nir luſt. dich in di elt: ahe 3 455 derd ich ſeyn? u ich wante 8 wir Gon reifel i kufes men dunkeln, 2 Di ſele ſage düt ſiß onn wich ſeglas 1 Lnt ſfanzt at dot deſtelt ict falal ſteud um(una nei l nasidn d, Eot— u lede 4 rinn. mn ut ane e viel t Zir u das dilſ= et ſce hn 44 2 a i ſo innia n ur dit ☚ und imdzit ardef ich: 1, ſatdein iden Get* üͤgen. er Gotte; Fn ihu ahe mein, ſe bict i dan wn reit der. à nir iun ſehnend udwal dech 2 2] gpt ut a veiner llütt ga dt; dies min fatan das ni Kl. 9 —— 1 Weiht iein — Sild in ¹ lusde tit ghaien nen, M 8 ⁸% = ai an der tieſen m⸗ ua f die fie⸗ ch. dlen, nit XXII. Von der Geduld im geiden. 343 — will denn niemand hoͤren blumicht, nicht ſo breit ſey der mich? Ey ſo hoͤr,o Jeſu du wirſt ja der helfer ſeyn. 4. Aus der tiefen ruſe ich! ach ſchon lang erbaͤrmiglich! kreuz und leiden halten 38, Jeſus mich erretten kann. 5. Aus der tiefen rufe ich warum, Jeſu, laͤßt du mich? f ich harr, warte, ſeußze ach bis zur andern morgenwac. 6. Aus der tiefen ruſe ich! 7. Aus der tiefen ruſe ich! Jeſus wird erloͤſen mich; Je⸗ ſus machet das ich rein werd' von allen ſunden ſeyn. 8. Nunmehr hab ich ausge⸗ ruft, Jeſus kommt und macht mir luft. Seele ſchwing' dich in die hoͤh, ſage zu der welt: ade! Mel. Kommt laßt euch den. Iſch die zweifeln 455.2 den gedanken; werd ich treu und ſtandhaf! ſeyn? werd ich ſiegen? werd ich wanken? wank ich, wird mir Gott verzeihn? dieſer zweifel ſind ſo viel; dieſe ſu chen, Gott, das ziel deines rufes meinen blicken zu ver⸗ dunkeln, zu entruͤcken. 2. Die verſucher meiner ſcele ſagen: fruchtlos, thoͤ⸗ richt ſeys, daß ich fromm zu ſeyn mich quaͤle, allzuhoch des glaubens preis. Nicht ſo mein, weg der heiligkeit, ebne weg der luͤſte; wie der ſey ein dornpfad in der wuſte. 3. Aber du haſt auch gelit⸗ ten, Jeſu Chriſte, nicht fuͤr dich einen harten kampf ge⸗ ſtritten; der verſuchung kampf 5 Meine huͤlſe ſey le ruh. haſſen; Jeſus gnade troͤſtet mich; ob mich verlaſſen? es gleich mir gehet hart, ich doch der erloſung wart'. 4. Meine ſeele baͤtet: ſtaͤrke mich, o Mittler, und du hoͤrſt; ruhe giebſt du; denn ich mer⸗ ke, daß du kraft und muth ge⸗ waͤhrſt. Sey der luͤſte weg doch breit, ſchmal der weg der heiligkeit; froͤhlich ſey dort das getuͤmmel: dieſe ſtille fuͤhrt zum himmel. 5. Weicht ihr zweifelnden gedanken: werd ich treu und tandhaft ſeyn? werd ich ſie⸗ gen? werd ich wanken! wank ch, wird mir Gott verzeihn? ſmein verſuchter Mittler giebt huͤlfe jedem, der ihn liebt; giebi mir heilige ge⸗ danken, muth und treue, nicht zu wanken. mel. mit ſeufzen klag ich 4 21z0 æ M;ch Gott! wie man⸗ 45 6A 9 cher kummer macht, daßich mich herzlich kraͤnke. Wann ich bey man⸗ cher truͤben nacht an tauſend dinge denke, ſo gehn die ſeuf⸗ zer zu dir auf, ach lieber Gott/ 4 auch 344 XXII. Von der Geduld im Leiden. auch merke drauf, und troͤſte mein gemuͤthe. 2. Solls ſeyn, daß iſt mein bißgen brod mit thraͤnen noch muß eſſen; ſo wirſt du doch in keiner noth mich, als dein kind, vergeſſen, dein kind, das du von kindheit an auf mancher dorn⸗ und roſen⸗ bahn recht wunderſich gefuͤh⸗ ret. 3. Mein herze ſorgt zwar fruͤh und ſpat, wie dies und das mird kommen; und wans nun alle ſorgen hat recht aͤngſtlich durchgenommen, ſo hat es doch nichts ausgericht: drum will ich meine zuverſicht 833 dich, und ſonſt nichts ſtel⸗ 4. Gieb mir geduld, damit ich ſtets die ſorgen uͤberwinde, Und ſich der anker des gebäts auf deine ſorgen gruͤnde. Der geiſt iſt willig, aber doch das ſjeiſch fuͤhlt ſeine ſchwachheit noch: drum ſey du meine ſtaͤr⸗ 5. Hab ich nur dich, ſo hats nicht noth mit mir und mit den meinen; ſo muß durch le⸗ ben und durch tod die gnaden⸗ ſonne ſcheinen; ſo ſtreicht der kummer gaͤnzlich hin, zufrie⸗ den, unvergnuͤgter ſinn, den Goͤtt bleibt mein vergnuͤgen. Mel. O Jeſu Chriſt meins. 4 A, Gott! wie 457. manches ſchwere leid begegnet mir hier in der zeit: der weg iſt ſchmal und truͤbſal voll, den ich auf erden wandeln ſoll. 2. Wie widerſtrebt nicht fleiſch und blut ihm, unſerm wahren hoͤchſten gut! du, Je⸗ ſu! Mittler! du allein mußt unßrer ſchwachheit ſtaͤrke ſeyn. 3. Bey dir fand ich zu jeder zeit, in ungluͤck rath, und troſt im leid, und wann ich ſchon am abgrund ſtand, et⸗ hielt mich deine ſtarke hand. 4. Du, Gottes eingebohr⸗ ner Sohn, ſtiegſt von der ewigkeiten thron, und nahmſt der ſuͤnder fluch auf dich, ward meuſch fuͤr uns, ein menſch, wie ich. 5. Du litteſt in des lebens thal, o Gott menſch! leiden ohne zahl; du ſtarbſt fuͤr mich den kreuzestod, und riſſeſt nich aus aller noth. 6. Ich folge dir als jünger nach; ſollt ich, druͤckt mich tein ungemach, verzweiſeln? ohne hoffnung ſeyn? nein, du biſt mein, und ich bin dein. 2. Mit leib und ſeele bin ich dein, und wollten hoͤll und tod mir draͤun, ſo trau ich dei⸗ 4 ſtarken hand, die tod und hoͤlle uͤberwand. — 8. Verſchmachtet ſelbſt mein geiſt in mir: ſo laß ich den⸗ noch nicht von dir: ich ſing und baͤte fromm, und ſchnell wirdezede finſterniß mir heh. 9— 5 2 9. Dac. hierin her ner hertlic weg wird alten ſeige 10. M teriicht be fürcht iſnn mich, R nt ſtärt u II. Fr rein! p allein, ia dieſer zeit fechtigkiit Wel. i 48 ſeelen cl gelt! a ale aͤhle gefangen wich und denn icht 4 alhuſthr, in ſimne nergeht — mejamn s Rach ſorer, a inmel n der ad triſe— Rnein nen noc udochin als dein an kind, 4 an auſſ8 d vſer⸗ ic zefüh⸗ dat zwar dies und und wane dat recht amen, ſo aaericht: zuderſicht nichts ſtel⸗ ald, damit derwinde, des gedäts nde. Der doch das dwacdeit neine ttär. 2 d,ſo hats und mit ſ darch le⸗ ne graden⸗ Kracht der in, zuftie⸗ ſtan, den r)nühen. iſt meins. Hott! wie des ſchwert Rπ■ = zoyd fene A ungütm 5 leid, n =— m dhgrd X ic 1 16 4 bun bhn, fie 5 tn tena uder jut * menic ſa ☛„ hie ic. = teſ ui Gon nan r a thl; wiaiit XJ enzsstad n alten —₰ id ſalzebuas · ſolt c n 41 zenic,n Ken Fffuns a ein w lukönt und kate. Sedriun, in K iberxan. 8 rrorriti ur., ict ra u rte ſrann, ar dier n i fdeie tta ien,i XXII. Bou der Geduld im Leiden. 345 9. Dann ſchmeck ich ſchon hier in der zeit die freuden je⸗ ner herrlichkeit; mein dornen⸗ weg wird mir nicht mehr mit allen ſeinen leiden ſchwer. 10. JIn dieſer glaubens⸗zu⸗ verſicht betret' ich ihn, und fuͤrcht ihn nicht: bereite du mich, Herr, dazu: denn mei⸗ ne ſtaärk und kraft biſt du. 11. Erhalte meine ſeele rein! ſo leb und ſterb ich dir allein, und ſchaue dann nach dieſer zeit dein antlitz in ge⸗ rechtigkeit. Bel, Wer nur den lieben 39 5„ 7 n 4 92.2 9 wie betru 91 A ſind fromme ſeelen allhier in dieſer jamer⸗ welt! wer kann ihr leiden alle zäͤhlen, daß ſie gar wie gefangen haͤlt? es quaͤlet mich und kraͤnket ſehr, ach wenn ich nur im himmel waͤr! 2. Ich mag mich, wo ich will, hinwenden, ſo ſeh ich nichts als tauſend noth; ein jeder hat ſein kreuz in haͤn⸗ den, nnd ſein beſcheiden thraͤ⸗ nen⸗brod. Ich bin betrubet allzuſehr, ach wenn ich nur 8 himmel waͤr! lebt Hier 1 2 ſtets Jamt ait jam kommt die abendruh, mit jam mer geht er aus der kammer, mit jammer bringt er alles zu. das macht das leden freylich ſchwer, ach wenn ich nur im himmel waͤr! Hi der menſch ja im jammer, mit jammer 4. Hier kann das gluͤcke zwar was machen, doch kommt's nicht jedem in das haus; dem einen bringt es ſtets zu lachen, dem andern preßt es thraͤnen aus: ich bin betruͤbet allzuſehr, ach wenn ich nur im himmel waͤr!— s5. Im himmel wird das kreuz der erden, und was mich hier zu boden druͤckt, zu lauter guͤldnen kronen wer⸗ den, ach waͤr ich doch ſchon hingeruͤckt: ich bin betruͤbet allzuſehr, ach wenn ich nur im himmel waͤr! 6. Ey du, mein liebſter Je⸗ ſu, fuͤhre, ey fuͤhre mich doch aus der welt: ſchleuß auf die guͤldne himmelsthuͤre, worauf mein herz am meiſten haͤlt. Ich achte nun die welt nicht mehr, ach wenn ich nur im himmel waͤr! mel. Alle menſchen muͤſſen Fumaee herz ſey 459.) unbetruͤbet, und vertraue deinem Gott; halte ſtill dem, der dich liebet, der abzaͤhlet deine noth. Laß du deinen Vater walten, der ſo lange hausgehalten: er iſt deine zuverſicht, er verlaͤßt die ſeinen nicht. 2. Muß du gleich viel leid erfahren, wundre dich des⸗ 3 wegen nicht. Schaue nur vor alten jahren aller heiligen ge⸗ ſchicht': iſt auch jemand ohne keiden kommen in den ſaal der 5 freu⸗ 346 XXII. Von der Geduld im Leiden. freuden? nein ſie haben alle hel⸗ ſo am kreuze, wie am eil. 3. Nimm vor dich in allen ſtuͤcken deines Jeſu lebens⸗ lauf: nimm ſein kreuz auf deinen ruͤcken, nimm es doch nur willig auf. Gott wird dir in jenem leben ſeligkeit und himmel geben; denn da wird auch aller hohn dir zu einer ehrenkron. 4. Jeſus iſt durch ſchweres leiden gangen ein zur herr⸗ lichkeit, und du wollteſt nur in freuden hier zubringen deine zeit? wahrlich, du muß: hier mit weinen, wenn dir dort das licht ſoll ſcheinen: wenn der knecht iſt wie ſein herr, was will denn der kaecht ſonſt mehr? 5. Und was ſieheſt du zuruͤ⸗ cke auf das thun der argen welt? was ſiehſt du auf ihre tuͤcke, auf das netz, das ſie dir ſtellt? ſchaue nur auf dei⸗ nen Schoͤpfer, und gedenk, es ſey der toͤpfer, der bereitet dir die kron, ſolchen topf aus ſolchem thon. 7. Aber dich wird er erheͤ⸗ hen, wenn du treu verblei⸗ ben wirſt; du wirſt in die freud eingehen, wann dein weh voruͤber iſt; du wirſt in dem freuden⸗ſaale ſitzen bey dem abendmahle, mit der pa⸗ triarchen ſchaar, wann das heil wird offenbar. 8. Drum laß ſie das maas der ſuͤnden nach geluͤſten ma⸗ chen voll: laß die kneuel ſie vollwinden, weil es ja ſo ge⸗ hen ſoll: laß ſie nur ſo ferne machen, und zu ihrem un⸗ gluͤck wachen: Gott weiß ſchon maas, zeit und ziel, und wud kommen, wann er will. 9. Aber harre du indeſſen, leid und traue deinem Gott: der wird deiner nicht vergeſ⸗ ſen, wird in hunger geben brod; er wird dich von allem boͤſen mit gar ſtarkem arm er⸗ loͤſen, daß kein unfall ewig⸗ lich ſtuͤrz und uͤberwinde dich. 10. Du vielmehr wirſt uͤberwinden, weil dein Jeſus dich erhaͤlt: du wirſt bey Golt gnade finden, weil dein me⸗ ſen ihm gefaͤllt: er wird hier in allen noͤthen als dein helſet 6. Laß den alten drachen wüten, laß ihn toben, wei er kann, laß ihn ſeine frucht ausbruten, daß ſein ziel bald nah' heran; Gott wird ſeine zeit ſchon ſinen, ihn mit ket⸗ ten anzubinden, dann wird er ihn von dem ſtuhl ſtoſſen in den feuer⸗pfuhl. — zu dir treten, und dort in der alles leid. mMel. Wer nur den lieben ott, wan erquickt 460 G den ſer ge de dies herz, das keinen frie⸗ herrlichkeit, wohl belohnen den har? ich netze, ganz boll 8”. ſeuf⸗ — — — ſeufzern meine las Here und heile heinl. 2. Die bergeſn. ic verſch ich wein! ſeht von dir laſenhiit geüfunge 3. N. lng llic Höchſten des men eine ſpan ſein zorn blick! zm gluc. 4 NA. dis erſc ihn vir nuram nen, de Mo.geg unſerm macht m 5 forten dus walt thräͤnen, ſchanen: vie ſein der loect 3 duzurü⸗ der argen 1auf ihre , tet ſie rauf dei⸗ gedenk, db reuct Rtopf aus a deacher den, neil eine ſtuct in ziel balt nidd ſeint da Ä1 fen dann wird l ſtoſſen m in, vannen 3 lher ſern di — d nauean — m deme ird in za 1De riddün 8 dit grr ai d kin ui A. h undihme an Du kni 1 duenhe iirden, ni i gffält na der iünſel n ma, m t akei/ nit gluͤck. XXII. Von der Geduld im Leiden. 347 meine lageeſtatt, ſeufzern muͤde, mit thraͤnen leichte ſoreu verwehn: dann und baͤte: werden meine falſchen freun⸗ Herr! vernimm mein ſchreyn, de, die Hiobstroͤſter, ſchaam⸗ und heile mein verdoret ge roth ſtehn! ihr mund iſt glatt, bein. ihr ſinn iſt ſtreit, und heuch⸗ 2. Wie lange willſt du mein len ihre freundlichkeit. vergeſſen? du ſchlägſt, und ich verſchmachte ſchier. Soll ich mein brod in trubſal eſſen? es ſey? auch rrubſal kommt von dir. Nur lehre mich ge⸗ laſſenheit auch in der laͤngſten pruͤfungszeit 3. Was hilft es, daß ich aͤngſtlich klage! blieb je des Hoͤchſten huͤlfe fern? ſind nicht des menſchen laͤngſte tage nur eine ſpanne vor dem Herrn? ſein zorn waͤhlt einen augen⸗ blick! und ewig, ewig unſer — 4. Dies gluͤck wird dem ge⸗ wiß erſcheinen, der kindlich ihm vertrauen kann; denn nur am abend waͤhrt das wei⸗ nen, die freude bricht am mo gen an, an jenem morgen unſerm freund, wo keine nacht uns mehr erſcheint. 5. Wo ſich des unmuths pforten ſchlieſſen; und troſt das welke herz erfriſcht; und thraͤnen, die mir hier vergieſ⸗ ſen, Gott ſelbſt von unſern wangen wiſcht: wo die, die ſich des unrechts freun, um⸗ ſonſt: deckt uns, ihr huͤgel! ſchreyn. 6. Dann wird das ſoolze gluck der feinde ſo ſchnell wie 7. Was hilft es, herz, daß du dich quaͤleſt; ſey ruhig, harr auf deinen Gott! bey truͤbſalsſtunden, die du zaͤh⸗ leſt, zaͤhl auch das ende deiner noth, und halte dem in de⸗ muth ſtill, der dich durch bey⸗ des pruͤfen will. In voae Melodie. iat 41 in vergnuͤg 461. J und halte ſtille ob mich ſchon manche truͤbſal druͤckt, und denke, daß es Gottes wille, der mir das kreuze zugeſchickt, und hat er es mir zugefuͤgt, ſo traͤgt ers mit; ich bin vergnugt.. 2. Jch bin vergnuͤgt in mei⸗ nem hoffen: denn, hilf Gott nicht gleich wie ich will, ſo hat er doch den ſchluß getrof⸗ fen, er weis die beſte zeit und ziel: ich harr auf ihn; denn ſo betrugt die hoffnung nicht; ich bin vergnügt. 3. Ich bin vergnuͤgt in al⸗ lem leiden, dieweil es doch nicht ewig waͤhrt; es ſoll mich nichts von Jeſu ſcheiden, weil leid in freuden wird verkehrt: mein Heyland hat die angſt bbeſiegt, die ganze welt; ich bin vergnuͤgt. 3 4. Ich bin vergnuͤgt, die⸗ + 6 weil 348 XXII. Von der Geduld im Leiden. weil ich lebe; hab' ich nicht viel und mancherley, ſo glaub ich, daß mir alles gebe, der da mein Gott und Vater ſey: ob gleich der arme unten liegt, ſo heißt es doch: ich bin ver⸗ gnuͤgt. 5. Ich bin vergnuͤgt, wann meiner ſpotten der ſatan und die falſche welt; was ſchaden mir die argen rotten? ein frommer chriſt behaͤlt das feld, wenn er ſich nur gedultig ſchmiegt, und demuth liebt; ich bin vergnuügt. 6. Ich bin vergnuͤgt auch in dem ſterben, wann nun der geiſt vom koͤrper eilt; ich weiß, daß wir die kron erer ben, die uns vorlaͤngſtens zu⸗ getheilt, weil Gott in ſeinem wort nicht luͤgt, drum ſag ich noch: ich bin vergnugt. 7. Ich bin vergnuͤgt in Je⸗ ſfu armen, und ruhe ſanft in ſeinen ſchoos; er nimmt mich an blos aus erbarmen, und machet meine ſeufzer los, ſo habe i die welt beſiegt, und bleibt dabey: ich bin vergnuͤzt. Mel. In Ahe) meinen Th. — ch had in guten 462. J nhnden des ie hens gluͤck empfunden, und freuden ohne zahl: ſo will ich denn gelaſſen mich auch im leiden faſſen; welch leben hat nicht ſeine quaal? der, und ſtets ſrrafſt du gelin⸗ der, als es der menſch ver⸗ dient. Will ich, beſchwert mit ſchulden, kein zeitlich weh erdulden, das doch zu meinem beſten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine ruh, mein leben, mehr lieben, als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen, und nicht auf menſchen bau⸗ en; du hilfſt und du erretteſt gern. 4. Laß du mich gnade ſin⸗ den, mich alle meine fuͤnden erkennen und bereu'n; ſezt hat mein geiſt noch kraͤfte; ſein heil laß mein geſchaͤfte, dein wort mir troſt und leben ſeyn. 5. Wann ich in Chriſto ſter⸗ be, bin ich des himmels erbe. Was ſcdreckt mich grab und tod? auch auf des todes pfa⸗ de vertrau ich deiner gnade; du„Peer, biſt bey mir in der noth. 6. Ich will den kummer wehren, Gott durch geduld verehren, im glauben zu ihm flehn. Ich will den tod beden⸗ ken. Der Herr wird alles len⸗ ken: und was mir gut iſt/ wird geſchehn. Mel. Ich freue mich mein In truͤbſal, Chriſt, 463. J ſey unverzagt, wann ſchwermuth an dein herz ſich wagt; erheit're dein 2. Ja, Herr, ich bin ein ſuͤn gemuͤthe! du weißt auch dich lneh: lubt viter güte. 2, Keit öhngeüühr dir 1 3, ſinen we rath, ds teich auge z. Ne liebt, ſ durch kre tt heil de daß niczt luſt unde 4. N und ube wolluſt r gewalt d das herz dein mit 3. A in gedut von mächtizt im verk auf du 6. De ſammt inbrunct läcgtert ninder. dir dein 1„ 1 d dci t —. dn—— ſe glaut— und ſe na 1. Bln u dn dn der— daea ddir wilihn 8, 3. ihnae Snun ¹A nane ui, 3 n. dleh, hd dn e Gan nldn 2n lüct auf ung 1 an daß dnig .—₰ ich alera zt auchit † nen and b dun d n eingeit nſs eilt; d ah nein t trnn trir*r mir teofiuhih ntenszu: Wannicug riſeinet V in it Riſe un ſaz itt ̃.X ſcrict n. nugt. 8 aad uf azt in Ah Kiraric den d ſanft 1 8.2 her,, hitha r ninn n tharuen! Jt di h. uſzer 1os* een, Hetu 2 2ᷣ — — — — — — =udmaneg men Th. nns 1 in auten 1 ih uni ig ein än e the. ſuni⸗ 8 liebt vaͤterlich der Vater aller XXII. Von der Geduld im Leiden. 349 guͤte. 2. Kein leiden kommt von ohngefaͤhr. Dein Gott ſchickt dir es zu, und er zeigt ſich in ſeinen wegen ſo gros von ewig waͤh ein ohn uͤberdruß, wie ihn der geiſt begehret. genblick der zeit; doch ewig, 9 ret dort ein genuß 9. Auch bleibet ſtets dein Gott getreu; ſteht dir, als rath, als gros von that, und Vater, liebreich bey, ſorgt, reich an guad und ſegen. 3. Der dich in Jeſu herzlich liebt, ſucht, wann er dich durch kreuz betruͤbt, das wah re heil der ſeele! weckt dich, daß nicht zu deiner pflicht dir luſt und eifer fehle. 4. Das kreuz beugt ſtolz und uͤbermuth; erſtickt der wolluſt wilde glut; brich die gewalt der ſinne; erweicht das herz, daß fremder ſchmerz dein mitleid leicht gewinne. s. Auch uͤht das kreuz dich in geduld; erhoͤrt den werth von Gottes huld; ſtaͤrkt mäͤchtig dein vertrauen; lehrt im verluſt dich nun mit luſt d auf's unſichtbare ſchauen. 6. Des Leidens hitz ent⸗ flammt dich ſters zu großrer inbrunſt des gebaͤts, und laͤutert deinen glauben. Weit 4½l 6 Nihts +. minder kann verfuͤhrung dan dir deine krone rauben. 7. Zwar ſtöoört das leiden deine ruh. Mit dangen thraͤ⸗ nen ſaͤeſt du, und unter viel beſchwerden. Chriſt, hoff⸗ doch! es wird dir noch zur reichen erndte werden. 8 Verſchmerzt iſt leicht ein daß er dich erguſcke. Er ſchafft dir raſt, daß deine laſt dich nie ganz unterdruͤcke. 10. Verburg' er auch ſein angeſicht; dies raube deinen muth dir nicht! Goit kann ſein kind nicht haſſen. Wer ihn nur liebt, ihm ſich ergiebt, den wird er nicht verlaſſen. 11. Durch truͤbſal ſind zu aller zeit die frommen in die herrlichkeit, gleich Jeſu, ein⸗ gegangen. Denkſt denn nur du, in traͤger ruh die krone zu erlangen? 1². Demuͤthige dich, gleich als ſie! gleich ihnen baͤt'’, und zage nie! denn Gott erhoͤrt dein ſlehen. Bald weicht dein leid. Zu ſeiner zeit wird dich dein Gott erhoͤhen. Mel. Kommt laßt euch iſt auf erden, nichts kann ſo zu herzen gehn, als wann arme wittwen wer⸗ den, wann verlaßne waiſen flehn ohne vater, ohne muth, ohne freunde, ohne guth. Wittwen ſind verlaßne frau⸗ en, wer wird auf die waiſen ſchauen? 2. Wo die zaͤune ſind zerluͤ⸗ P 7 cker, ——. 350 XLXlII. Von der Geduld im Leiden. cket, jederman hinuͤberſteigt, auch ein kind die fruchte pflu⸗ cket, da die aͤſte ſind gebeugt. Wo die mauren ſind zerſpal t't, da find't ſich der feind gar bald; wem der ſchirm und ſchatten weichet, den die hitz bald erreichet. 2 3. Alſo muͤſſen ſtets die ar⸗ men leiden alles ungemach; wenig ihrer ſich erbarmen; wittwen ſchreyen weh und ach uͤber den, der ſie ſo preßt, und in noͤthen ſtecken laͤßt: waiſen muͤſſen ſich nur ſchmiegen, un⸗ ter andrer fuͤſſen liegen. 4. Alſo muß es hier erge hen in der welt auch mir und dir, waiſen muſſen rraurig ſtehen, wittwen muſſen leiden hier! denn wie koͤnnte Gott dann mein und der meinen Bater ſeyn? ſonſten waͤr⸗ Gott nicht richter, und der waiſen ſachen ſchlichter. 5. Zwar der armen wittwen zaͤhren flieſſen auf die backen los, abenihre ſeufzer kehren ſich zu Gottes ſternen⸗ſchloß: ſchreyen uͤber dieſen mann, der die wittwen aͤngſten kann; bis der hoͤchſte Gott das ende und den wittwen huͤlfe ſende. 6. Wittwen ſind in Gottes armen, waiſen ſind in Got⸗ tes ſchoos; ihrer will er ſich erbarmen waͤr' die noth noch eins ſo gros. Ein ſolch unge „rechter mann taſtet Gortes auge aͤn, der die armen wai ſen zwicket, und herzen drücket. 7. Wenn ſie bleiben in den ſchrancken, darein ſie Gott hat geſtellt, und von ihme nicht abwanken, weil er ſich zu ihnen haͤlt, ſollen ſie im himmels⸗ſchloß werden alles kummers los: da ſoll nicht mehr, wie auf erden, witt⸗ wen noth gehoͤret werden. Mel. O Jeſu Chriſt meins 465. Olüſſes worn d Jeſus ſpricht zur armen wittwen: weine nict! es kommt mir nie aus mei⸗ nem ſinn, zumal wann ich der wittwen betruͤbet bin. 2. Es wird geredt nicht in ein ohr, leis, ſondern unterm freyen thor, laut, daß es hoͤret jedermann, und ſich hieruͤber freuen kann. 3. Er redets aber zu der zeit, da tod und leben war im treit, drum ſoll es auch erqui⸗ cken mich in tod und leben kraͤftiglich. 4. Wenn noth und armuth mich anſicht, ſpricht doch mein Jeſus: weine nicht! Goit iſt dein Vater, trau nur ihm, erhoͤrt er doch der rabhen ſtimm. 5. Bin ich ſehr kraftlos, krank und ſchwach, und iſt nichts da, als weh und ach! ſo troͤſt't mich Jeſus noch, und ſpricht: ich bin dein arzt, drum weine nicht! — 2. 2 — 6. Nal nein guth nuß fotti Jeſus vie S ta eſchicht. h Vnt flgers keinen ke eſus in 3 2 pricht veine nic 6. Wa ttt ſeynd, falſche i veine kie ne richt! giebt, 4 un Nain 10. M II. O teine ni un meinen ſes traur A betru legt dat ſtderma uaictd ngemac — 4 Nüuch deßt„Un . daiſen— ezen, u gen. ſier erge nir un n traurig ſſen leiden ante Gott er meigen ten vär⸗ und dar ker. witt ren die hacken er kehren en ſchloß: a mann, dten kann, das ende alft ſeade. in Gotte di bat pil er ſich . 058. 11 wth gehrrane — in ' n 1 8 4 umt urr hen m inn, uair et hi. = k h mn leiz ſah. 1 ther laud e Lann, undj A. kann. — k ndei a todunltee = duum ſulda m ic in h Z iid. 8= Denn raht 1 nn Sit den de a p, eiſint Dlun. = du id ſhe anud ſtua ₰ * roth nec olch unge t Gettes ruen nii trit it : ich nM u runen 6. Raubt mir der mein guth und haab, 4, dn muß fort mit einem ſtab’, ſagt Jeſus wieder: weine nicht, 1 denk, was dem frommen Job und geſchi ſpricht: dein iſ der himmel, XXII. Von der Geduld im Leiden. 351 cht 7. Vertrei mfolgers hand, und goͤnnt mir und bange? keinen im land: ſchreyn Jeſus in mein herz, un weine nicht. 8. Wann ketten mir berei⸗ tet ſeynd, ich habe feind und falſche freund, ſpricht Jeſus: weine nicht! und glaub, dir kann nicht ſchaden aſch und ſtaub. 9. Reißt mir der tod das liebſte hin, ſagt Jeſus: wei⸗ ne nicht! ich bin, ders wieder giebt, gedenke dran, was ich feind durch ſein daß ich troſt, den erworben, daͤmpfen. ſchlange! bt mich des ver⸗ deinen ſtich, machſt mir angſt d durchs leiden kaͤmpfen deinen Jeſus Chriſt dir 2. Schuͤtt'le deinen kopf ſprich: fleuch du alte was erneuſt du iſt dir doch der und ich bin meines Hey⸗ lands dir entruͤckt in den ſaal der freuden.. 3. Hab ich was nicht recht gethan, iſt mir's leid von herzen: da hingegen nehm ich an Chriſti blut und ſchmer⸗ zen; denn das iſt die ranzion weiner miſſethaten, bring⸗ ich das vor Gontes thron, iſt mir wohl gerathen. 4. Stuͤrme teufel und du tod, was koͤnnt ihr mir ſchaden? kopf zerknickt, zu Nain hab' gethan. 10. Muß ich ſelbſt ringen mit dem tod, iſt Jeſus da, ruft in der noth: ich bin das le⸗ ben, weine nicht! wer an mich glaubt, wird nicht ge⸗ richt't. 11. O ſuͤſſes wort, das Je⸗ ſus ſpricht, in allen noͤthen: weine nicht! ach! klinge ſtets in meinem ſinn, ſo faͤhret al⸗ les trauren hin.. [ chwing' dich auf 46 6. S zu deinem Gott, du betruͤbte ſeele: warum hegſt du Gott zu ſpott in der ſchwermuthhoͤhle? merkſt du nicht des ſatans liſt? er will deckt mich doch in meiner noth Gott mit ſeinen gnaden, der Goött, der mir ſeinen Sohn ſelbſt verehrt aus liebe, daß der ew'ge ſpott und hohn mich dort nicht betruͤbe. 5. Schreye, tolle welt, es ſey mir Gott nicht gewogen: es iſt lauter taͤuſcherey, und im grund erlogen. Waͤre Gott mir gram und feind, wuͤrd' er ſeine gaben, die mein eigen worden ſeynd, wohl behalten haben. 6. Denn was iſt im him⸗ melszelt? was im tiefen mee⸗ re? was iſt gutes in der weit, das nicht mir gut waͤre? wem brennt — 352 XXII. Von der Geduld im Leiden. brennt denn das ſternenlicht? la wozu iſt gegeben luft und waſſer? dient es nicht mir und meinem leben? 7. Ich bin Gottes, Gott iſt mein; wer iſt, der uns ſchei⸗ de? dringt das liebe kreuz herein mit dem bittern leide, laß es dringen, kommt es doch von geliebten haͤnden, bricht und kriegt geſchwind ein loch, wann es Gott will enden. Kinder, die der vater ſoe zieh'n zu allem guten, die gerathen ſelten wohl, ohne zucht und ruthen; bin ich denn nun Go ottes kind, war⸗ um will ich giehen, wann er mich von meiner ſuͤnd auf was guts will ziehen? 9. Es iſt herzlich gut ge⸗ meynt mit der chriſten plagen: wer hie zeitlich wohl gewe eint, darf nicht ewig klagen; ſon⸗ dern hat vollkommne luſt dor in Chriſti garten, dem er ei nis recht bewußt, endlich zu warten. gdes troſtes kerzen dich ent⸗ anden mehr und mehr: gieb dem groſſen namen deines Gottes preis und ehr: er wird helfen, amen. Mel. Ich freue mich mein 46(Sey, ſeele! ſtark 4 7. und unverzagt, wenn irgend dich ein kum ner plagt: beſtehl Gott deine chen. In aller pein vertran au allein auf ihn! er wird's woht machen. 2. Kein ohng⸗ faͤhr; leiden kommt vot die hand des Hoͤchſten ſchickt es her; ſein rath hat's ſo erſehen. Drum ſey nur ſtill! was bein Gott vill„laß immer gern geſche⸗ hen. 3. Erweckt dir gleich das keiten pein, ſo ſolls dir doch nicht ſchaͤdlich ſeyn: Gott kan ſein kind nicht haſſen. Wer hn nur liebt ſich ihm ergiebt⸗ den wird er nicht verlaſſen. 4. Wie lange waͤhrt der ftommen leid? nicht ewig, 5 Herr! nur kurze zeit. Nach 8 Gottes kinder ſaͤe zwar traurig und mie the ra⸗“ nen; aber endlich bringt das ja hr, vornach ſie ſich ſehnen: denn es kommi die erndrezeit da ſie garben machen; da wird all ihr gram und leid laultet treud und lachen. . Ey! ſo fa a5, o chriſten alle deine ſchme erzen: wirfſ ſie froͤt i hinterwaͤrts, ſberſtand dnem leide erquickeſt du ihr her Pmit ruh, und einſt mi t em ger freude. 5. Dr n dab', o ſeele! gi ten 1 5 berte aue Gott! es wird no⸗ dgut nach aller ir. uͤh⸗ ſt werden. Er ziehet dich urch's kreuz du ſich, zum him⸗ mel von der erden. 6. Gott iſt dein Gott; er iſt getreu, und ſtehet dir als Vaͤter Nattt h Aden. 2 ka riſten pe 77. Est diehellige oſtmals Parump ruh, vnd wiſſen? 8. H nen Golt und 4 gehen. halte ma tinſt erhe 9. Dit ſtes biſt trautigi empfinde liebſ und unmuth. dn der( — zenlict luft und ncht nir 4 6† 4 Gon der dater 1 it s m ſcei⸗ ² lede kreu. anleide, tomut t danden,] geſchwind Gott will K toſesand „nehr an E nae m fiha an 51ſ ten, die dl, ohne in ich ad, war⸗ vann er Dauf va: d zat ge den plagen. Agewein! 4gen; ſon * N 1 eintdor dem ru tadlich;. [r nwe haren der ſie, wit then dringt da: ich ſehaen: erndtezelt n; dawetd dchriſten chmerzen:— terwärts/ 4 1 en, ſfn idlchſen nd uicthen liedt it un —r dee nigruni — ie lante ni Aled i. * * Duer lig N er othe * et ftuh. ru dah! hl vrru — kreih dſc h 1 1 in kahn — 1 xXxII. Von der Gebuld im Leiden. 353 erden. Der leiden heer wird nie zu ſchwer durch ihn dem empfinden. Vater bey in allem kreuz auf chriſten werden. 7. Es haben ja zu aller zeit, lergroͤßten, er iſt gegen mich, ſein kind, mehr als vaͤterlich geſinnt. 5. Trotz dem teufel, trotz dem drachen, ich kann ihre die heiligen in traurigkeit hier oftmals wandeln Warum willſt du hier nur von ruh, und nichts von truͤbſal wiſſen? b 8. O bäaͤt, und ſieh auf dei⸗ nen Gott, in aller deiner angſt und noth! laß, wie er will, es gehen. Sein will iſt gut; be⸗ halte muth; Gott wird dich einſt erhoͤhen. 9. Der du ein Gott des tro⸗ ſtes biſt: laß jeden, der hier traurig iſt, doch deinen troſt Hilf, den du liebſt und pruͤfend uͤbſt, den unmuth uͤberwinden. 68 Selt es gleich bis⸗ 4 1 weilen ſcheinen, als ob Gott verließ die ſeinen, ey! ſo weiß und glaub ich dies, Gott hilft endlich doch gewiß. 2. Huͤlfe, die er aufgeſcho⸗ ben, hat er doch nicht aufge⸗ hoben; hilft er nicht zu jeder friſt, hilf er doch, wanns noͤthig iſt. 3. Gleichwie vaͤter nicht bald geben, wornach ihre kinder ſtreben, ſo haͤlt Gott auch maaß und ziel, er giebt, wie und wann er will. 3. Seiner kann ich mich ge⸗ troͤſten, wann die noth am al⸗ müſſen macht verlachen, trotz des ſchweren kreuzes joch! Gott mein Vater lebet noch. 6. Trotz des bittern todes zaͤhnen, trotz der welt und allen denen, die mir ſind ohn urſach feind! Gott im him⸗ mel iſt mein freund. 7. Laß die welt nur immer neiden; will ſie mich nicht laͤnger leiden, ey! ſo frag ich nichts darnach; Gott iſt rich⸗ ter meiner ſach, 8. Will ſie mich gleich von ſich treiben, muß mir doch der himmel bleiben; wenn ich nur den himmel krieg', hab ich alles zur genuͤg'. 9. Welt, ich will dich gerne laſſen, was du liebeſt, will ich haſſen: liebe du den erden⸗ koth, und laß mir nur meinen Gott. 4 10. Ach Herr! wenn ich dich nur habe, ſag ich allen andern abe, legt man mich gleich in das grab, ach Herr! wenn ich dich nur hab'. Larum ſoll ich 469. W mich denn graͤmen? hab ich doch Chri⸗ ſtum noch, wer will mir den nehmen? wer will mir den den mir ſchon himmel rauben, 354 XXII. Von der Geduld im Leiden. ſchon Gottes S * im glauben? 2. Nackend lag ich auf dem ohn beigelegt 8. Kann uns doch kein tod nicht toͤdten, ſondern reißt unſern geiſt aus viel tauſend boden, da ich kam, da ich noͤthen, ſchleußt das thor des nahm meinen erſten odem, nackend werd ich auch hinzie⸗ den, wann ich werd' von der erd als ein ſchatten fliehen. 4. Guth und blut, leib, ſeel und leben iſt nicht mein, Gott addein iſt es, ders gegeben; will er's wieder zu ſich keh⸗ ren, nehm er's hin, ich will ihn dennoch froͤlich ehren. 4. Schickt er mir ein kreuz zu tragen, dringt herein angſt und pein, ſollt ich drum ver⸗ zagen? der es ſchickt, der wird es wenden, er weiß wohl, wie er ſoll all mein un⸗ gluͤck enden. 5. Gott hat mich bey guten tagen oft ergoͤtzt, ſollt ich jezt auch nicht eiwas tragen? fromm iſt Gott, und ſchaͤrt mit maſſen ſein gericht, fann mich nicht ganz und gar ver⸗ laſſen. 6. Satan, welt und ihre rotten koͤnen mir nichts mehr hier thun, als meiner ſpot⸗ ten: laß ſie ſpotten, laß ſie lachen, Gott, mein heil, wird in eil ſie zu ſchanden machen. 7. Unverzagt und ohne grauen ſoll ein chriſt, wo er iſt, ſtets ſich laſſen ſchauen. Wollt ihn auch der tod auf⸗ reiben, ſell der muth dennoch gut und ſein ſtillie bleiben. hittern leiden, und magt bahn, daß man kann gehn zur himmelsfreuden. 9. Allda will in fuͤſſen ſchaͤ⸗ zen ich mein herz auf den ſchmerz ewiglich ergoͤtzen: hie iſt kein recht gut zu finden: was die welt in ſich haͤlt, muß im huy verſchwinden. 10. Was ſind dieſes lebens guͤter; eine hand voller ſand, kummer der gemuther: dort, dort ſind die edlen gaben, da mein hirt, Chriſtus, wird mich ohn ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn ſaller freuden, du biſt mein, ich bin dein, niemand kann uns ſcheiden; ich bin dein, weil du dein leben und dein lut mir zu gut in den tod ge⸗ geben.. 12. Du biſt mein, weilich dich faſſe, und dich nicht, o mein licht, aus dem herzen laſſe laß mich, laß mich hin⸗ gelangen, da du mich und ich dich ewig werd umpfangen. as Gott thut, 470. W das iſt wohl gethan, es bleidt gerecht ſein wille: wie er faͤngt meine ſa⸗ cen an, will ich ihm halten ſtille; er iſt mein Gott, der in der noth mich wohl meiß zu dt) 9 erhal⸗ nich begn undhabe ungluck! ſeinen h 3. N wohl gen vehl bed rzt und Kuir nicht atzeney: dum w nnd ſeine eulich 5. dohl ge⸗ kelc g bitter iſt laß ich m kn nen aazt n Arhen, ſtwerzen 6. Wa uuhl ge nehleiben detauhe taad irei — ᷣ˙g — — n nct aut —— ie welti ſt erſonan = Wazſode = eine fenda Aerder girutt nd da ddla 5= jir, Ehren 4 Iide lahen. A hen veiuſa kauda, in dein, ma ſB— deiden; a 1 dein leben a m räugut u 88 Du hiſ ne. ſſ, hnd ,ict, ut lehmic, h [m, Redor iig werdumn — W amn i, ti bleine 8 vie er ſing X△ 1, vil ici . er iſ wiins —th nitn erhalten, drum laß ich ihn nur walten. auf rechter bahn, ſo laß ich XXII. Von der Geduld im Leiden. 355 2. Was Gott thut, das iſt wohl gethan, er wird mich nicht betruͤgen: er fuͤhret mich mich begnuͤgen an ſeiner huld, und hab geduld; er wird mein ungluͤck wenden, es ſteht in ſeinen haͤnden. 3. Was Gott thut, das iſt wohl gethan, er wird mich wohl bedenken; er, als mein arzt und wundermann, wird mir nicht gift einſchenken fuͤr arzeney: Gott iſt getreu, drum will ich auf ihn bauen, und ſeiner guͤte trauen. 4. Was Gott thut, das iſt wohlgethan, er iſt mein licht und leben: der mir nichts boͤ⸗ ſes goͤnnen kann, ich will mich ihm ergeben, in freud und leid, es kommt die zeit, da oͤffentlich erſcheinet, wie treulich er es meynet. 5. Was Gott thut, das iſt wohl gethan, muß ich den kelch gleich ſchmecken, der bitter iſt nach meinem wahn mich, ganz vaͤterlich in ſeinem ſchutz erhalten, drum laß ich ihn nur walten. b 1 Ws mein Gott 471. Wwil, geſcheh allzeit, ſein will iſt ſtets der beſte! zu helfen iſt er dem be⸗ reit, der an ihn glaubet feſte. Der treue Gott hilft in der noth, und zuͤchtiget mit maſ⸗ ſen. Wer ihm vertraut, ſeſt auf ihn baut, den wird er me verlaſſen. 2. Er iſt mir troſt und zu⸗ verſicht, ruh, hoffnung, freude, leben: drum, was er will, dem will ich nicht un⸗ dankbar widerſtreben. Sein wort iſt wahr; bis auf mein haar hat er mir zugezaͤhlet: des Hoͤchſten macht, die fuͤr mich wacht, giebt mir ſtets was mir fehlet. 3. Wann es ſein wille mir gebeut, das leben zu verlaſ⸗ ſen, ſo will ich vok ergeben⸗ heit in ſeinem rath mich faſ⸗ ſen. Dir Gott, befehl ich mei⸗ ne ſeel in meinen letzten ſtun⸗ den: dein Sohn, o Gott, hat hoͤll und tod laß ich mich doch nicht ſchre⸗ cken: meil doch zuletzt ich werd ergoͤtzt mit fuͤſſem troſt im herzen, da weichen alle ſchmerzen. 6. Was Gott thut, krohl gethan, dabey will ich die rauhe bahn noth, elend treiben; ſo uͤberwunden. fuͤr mich auch Mel. Wer nur den lieben MNas iſt mein le⸗ das iſt 472. W ben auf der er⸗ 3 de? ein wechſel iſts von luſt verbleiben: es mag mich auf und leid. Hier ſtoͤrt oft un⸗ tod und fruh und beſchwerde die ſanfte⸗ wird Gotr ſte zufriedenheit. Hier wohn ich 356 XXII. Von der Geduld im Leiden. ich noch in einer welt, die kein Dies ſtaͤrke meine vollkommnes gluͤck enrhaͤlt. 2. Weß ſoll ich mich,v Herr! denn troͤſten? nur deiner huld du biſt mein heil, und bleibſt, wenn auch die noth am groſten, doch meines her zens troſt und theil, und ſtehſt, nach deiner vatertren, mir ſtets mit rath und hulfe bey. 3. Du ſtaͤrkſ mir, unter al ler plage, o Gott, aufmein gehaͤt den muth, daß ich ge⸗ laſſen ſie ertrage, und machſt zuletzt doch alles gut. Auf kummer folgt zufried'ner dank; auf klagen folget lob gefang. 4. Zu ungeſtörten ſicherhei⸗ ten frickt ſich gewiß kein pru⸗ fungsſlang. Wie wuͤrde, druͤckt uns nicht zu zeiten ein leiden, unfre treu erkannt? vollkomm'ne ruh und ſicher heit iſt nur ein gluͤck der ewig⸗ keit. 5. Was biſt du denn, o mei⸗ ne ſeele! in deiner noth ſo kummeryoll? Vertraue Gott! nur ihn erwaͤhle zu deinem troſt: er ſchuͤtzt dein wohl. Einſt dankſt du ihm nach der gefahr, das er dein Gott und retter war. 6. Er wird es ſeyn; ruf' in gefahren ihn als den einz'gen helfer an. Er weiß dich maͤch⸗ tig zu bewahren, und da, we niemand helfen kann, ſehlt ſicht⸗ 7. Beſiehl ihm alle deine wege; auf ihn, auf ihn, hoff allezeit. 18 Auch auf dem aller⸗ rauhſten ſtege, ſieh froͤlich hin zur ewigkeit. Da ſamm⸗ leſt du von aller pein den ſe⸗ gen mit vergnuͤgen ein. 8. O ſieh dahin zu allen zeiten, in eigner und gemei⸗ ner noth, im gluͤck, und auch, wann noch von weiten ein fingres wetter dich bedroht. Nichts gieb uns troſt zu ſol⸗ cher zeit, als Gott, und jene herrlichkeit. 9. So laß mich, Gott, ſtets dahin ſchauen, und dann mit ſtarkem muth auf dich, auch ihm die kraft zu helfen nicht. . in der gröſten noth vertrau⸗ en. Du hiſt bey mit, das ſaͤr⸗ ke mich! wer deſßſen ſters ver⸗ ſichert iſt, der lebt und getroſt als chriſt. gtirbt In voriger Mel. 47 2. War it das leben 473. 2Wier auferdenz wo iſt hier die vollkommen⸗ heit? wer lebt hier frey von den beſchwerden der trubſal und muͤhſeligkeit? Du legſt in unſerm lebenslauf, o Gott. uns manches leiden auf. 2. Doch das ſind treu ge⸗ meynte ſchlaͤge der vater⸗ huld, die fuͤr uns wacht. Wie haſt du doch durch leidens⸗ wege ſo manchen ſchon zu dir gebracht: denn irrbiſchunge⸗ ſtoͤrtes zuver⸗ lͤöõ—qͤh—Zö—ö förtes 9 dir, 0 6 6. W noth erw des him te/ wehl te, die verſpri keinelaſt *Gott 4. 31 tuf der Lheiſti ſchwer! laden!i ſehr vera dies alle folge mi 5. B nicht kaͤg gehen hi heid pen ſprechen. doch nic lit er m trage me 6. Lo hens ler tung fer zudes hi dieſer en ditd me⸗ wein gli yn. 7. dD kroſt mic nach kur da alee Neichme 3 a Solh, imglut 61☛:noch un dr aes wett da luft 3is gied untm. netn cäit, als Gih ad= ichkeit. So laſ ni zei= iſchauen, w m mäh aff d Mr groſen uie 6 Dubittbeyn ſi Sch! wer bſ ,= tiſ, derlat 1= als ti Im vorigan ni:o Mai r 3·Da aid ſt hiet d aci wer leti ehl beſchnenda — d müdſelgi 10 am nſerm let a mancts id Doch d 1 1 XXII. Von der Geduld im Leiden. 357 ſtoͤrtes gluͤck haͤlt leicht von dir, o Gott, zuruͤck. 3. Wenn uns die welt nicht noth erweckte, begehrten wir des himmels nicht. Wer ſuch⸗ te, wenn ihn nichts erſchreck⸗ te, die huͤlfe, die dein wort verſpricht? Wer fuͤhlt, wenn keine laſt ihn druͤckt, wie ſanft, do Gott, dein troſt erquickt? 4. Zum dulden fuͤhrt dein ruf der gnaden, der uns zu Chriſti gliedern macht. Wie ſchwer war der nicht hier be⸗ laden! wie hart verfolgt! wie ſehr veracdt! und doch trug er dies alles gern. Gieb, daß ich folge meinem Herrn!— 5. Beleidigt wollt er ſich nicht raͤchen; verhoͤhnt nicht geben hohn fuͤr hohn; aus neid verdamm: nicht wieder⸗ ſprechen; und viel gemartert doch nicht drohn. Unſchuldi litt er mit geduld. Ich aber 6. Laß Gott, nur dieſes le⸗ bens leiden zu meiner beß⸗ rung fruchtbar ſeyn: ſo geh ich zu des himmels freuden, durch dieſer erde truͤbſal ein. wird mein leben ohne pein, mein gluͤck ſtets ohne wechſel ſeyn. 7. Drum laß durch dieſen troſt mich ſiegen; Gott gieb nach kurzer pruͤfungs⸗zeit, das allerſeligſte vergnuͤgen in jenem reich der herrlichkeit. Verſchmachte, leib, ſtirb und Dort vergeh! ich weiß, daß ich einſt auferſteh. el. In allen meinen Th. M. 47. 4. Wn, daßeh harr' ſeiner, meine ſeele, harr' und ſey unverzagt! du weißt nicht, was dir nuͤtzet! Gott weiß es, und Gott ſchu⸗ zet; er ſchuͤtzet den, der nach ihm fragt. 2. Er zaͤhlte meine tage, mein gluck und meine plage, eh ich die welt noch ſah. Eh ich mich ſelbſt noch kannte, eh ich ihn vater nannte, war er mir ſchon mit huͤlfe nah. 3. Die kleinſte meiner ſor⸗ gen iſt dem Goit nicht verhor⸗ gen, der alles ſieht und haͤlt; und was er mir beſchieden, das dient zu meinem frieden, waͤr's auch die groͤßte laſt der welt. 4. Ich lebe nicht auf erden, dum gluͤcklich hier zu werden; die luſt der weit vergeht. Ich lebe hier, im ſegen den grund zum gluͤck zu legen, das ewig, wie mein geiſt, beſteht. 5. Was dieſes glück ver⸗ mehret, ſey mir ven dir ge⸗ waͤhret! Gott du gewaͤhrſt es gern. Was dieſes gluͤck ver⸗ letzet, wenn's alle welt auch ſchaͤtzet, ſey, Herr mein Gott, mir ewig fern. 6. Sind auch der krankheit plagen, der mangel ſchwer zu tragen, noch ſchwerer b9 und 358 XXII. Von der Geduld im Leiden. und ſpott; ſo harr ich, und bin ſtille zu Gott; denn nicht dein wille nur mein wiſle, geſcheh', o Gott! 7. Du biſt der muͤden ſtaͤrke, und aller deiner werke er⸗ barmſt du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn Gott mich will bewahren? und er, mein Gott, bewahret mich. Mel. Nun freuet euch l. 1 3enn gleich aus 47 5 W tiefer mitter nacht gewitter um mich bliz zen, ſo zag ich nicht; mein Vater wacht, er wacht, mich zu beſchützen. Die guͤte, die mich werden hieß, die den be⸗ draͤngten nie verließ, die wird mich nie verlaſſen. 2. Sein auge ſchaut auf meinen ſchmerz, und ſein blicke zaͤhlen die ſorgen, die mein armes herz mit angſt und kammer quaͤlen. ſandte mir das leiden zu, daß — nicht mein herz in ſtolzer ruh des ewigen vergeſſe. 3. Geſegnet ſind die leiden mir, die mich der welt entzie hen; mich lehren, Gott, al⸗ lein zu dir nachtroſt und huͤl fe fliehen. Ich weiß, dunkel mir verhuͤllet. 4. Wie will ich dann, vom ſchmerz befreyt, Herr, deine huld erheben? wie freudig dir ſelbſt fur das leid kod, preis und ehre geben! wohl denen, die dem Herrn ver⸗ ihn baun! ſchanden. Mel. In allen meinen th. einſt bringſt du meinem blick der ſonne ſanſtes licht zuruͤck, das traun, die ihre hoffnung auf nie werden ſie zu lebens laſt ermuͤden, ſo ſtaͤrke meinen geiſt! wann mich die leiden kraͤnken, ſo laß mich wohl bedenken: auch das ſey gut, was truͤhſal heißt. 2. Nicht ewig ſoll ſie waͤh⸗ ren; oft werden unſere zaͤhren ſchnell von dir abgewiſcht; und ſeufzen wir: wie lange iſt meiner ſeelen bange? ſo wird mit troſt das herz erfriſcht. 3. Die laſten, die uns preſ⸗ ſen, haſt du, Herr, abgemel⸗ ſen, ſo gros ſie immer ſeyn. Du hilfſt ſie ſelbſt uns tragen, und richteſt unſ're plagen nach unſern kraͤften weirlich ein. 4. Ja, wenn ichs recht er⸗ waͤge, ſo ſinds nur liebes⸗ ſchlaͤge, womit du uns belegſtz nicht ſchwerdter ſinds, nur ruthen, womit du, blos zum auten, ns Water⸗ deine kinder ſchlaͤgſt.. 5. Dein döterlich bemühen will uns hier auferziehen, zu thun, was dir gefäͤllt; willſt die luͤſte ſchwaͤchen⸗ den eignen willen brechen, ver⸗ gaͤllen ons die luſt der wen. —— wi bettubef gückſel Mel. 4 jen,Jion dieer tna deerihr brichtſe nmich ver und ſah greſen, Kergeſſen 4 6 [R= Nich maſh iſt werdenune 1e„pon direhyn ar wir. n ſeelen beua Ir ioſt das hehi = die laſten,an a aſß du, hem = ſo gros ſi n — lſſtſieſetther 1 T ricdt ſt u 1* anſfern kian 1 1 Ja, venni 1, ſiwl den e,wonin nieſ. ſchwerdn l* an, waai hil ☛/ als Du in at ſcüüßt det Dein in dal er ind hürrain XXII. Von der Geduld im Leiden. 359 ſcheiden von dir und j freuden, die du fuͤr uns er neſen; zen, auch unter ſorg' und 6. Du willſt den eifer meh⸗ ren, gehorſam dich zu ehren mit glauben und geduld: daß wir in unſern noͤthen, auch wann du uns molltſt toͤdten, doch trau'n auf deine vater⸗ ld. u h 7. Was will uns, Herr auch . jenen ſehn? man lebe oder ſterbe, ſo wird des himmels erbe doch deinen kindern nicht ent gehn. b 8. Zu jenem beſſern leben willſt du auch mich erheben. Der tod iſt mein gewinn. Muß gleich mein leib verwe⸗ ſen, wird doch mein geiſt ge⸗ er eilt zu ſeligkeiten hin. 9. ₰ 2— ! druͤcke meinem her⸗ ſchmerzen, dies doch auf s tief⸗ ſte ein. Der, den du, Vater, liebeſt, kann, wenn du ihn betruͤbeſt; doch niemals un⸗ gluͤckſelig ſeyn. verſprochen ſeinen beyſtand in dem leid, laͤßt mich nun ver⸗ geblich pochen an der thuͤr der gnadenzeit. Ach! will er den fuͤr und fuͤr grauſam zuͤrnen uͤber mir? kann und will er ſich der armen jetzund nicht wie vor erbarmen? 3. Zion, o du vielgeliebte! „ ſproch zu ihr des Herren mund„: du biſt jetzund die betruͤbte, geiſt und ſeel iſt dir verwundt: doch ſtell alles rauren ein, wo mag ine mut⸗ ter ſeyn, die ihr eigen kind kann haſſen, und aus ihrer ſorge laſſen. 4. Ja, wenn man auch ſoll⸗ te finden einen ſolchen mut⸗ terſinn, da die liebe moͤcht' verſchwinden, ſo bleib ich doch wer ich bin: meine treu bleibt gegen dir, Zion, o du meine zier! mein herz haſt du mir he⸗ ſeſſen, deiner kann ich nicht vergeſſen. 5. Laß dich nicht den ſatan blenden, der ſonſt nichts als ſchrecken kann, ſchau doch hier in meinen haͤnden hab ich dich geſchrieben an: wie kann es vergeſſen. 3 will ich bauen denn anders ſeyn, ich muß ja gedenke dein, deine mauren und dich fort und fort anſchauen. 6. Du biſt mir ſtets vor den augen, du liegſt mir in mei⸗ nem ſchoos, wie die kindlein 2. Gott, der mir feſt hat die noch ſaugen; meine gnad zu dir iſt gros. Dich und, mich d o 360 XXIII. Von der Liebe gegen den Nächſten. 4 ſoll keine zeit, keine noth, ge⸗ ſelbſt nicht, ſcheiden, bleibge fahr und ſtreit, ja die hoͤlle treu in allem leiden. XXIII. Von der Liebe gegen den Naͤchſten. Mel. Jeſus meine zuverſ. 8 Alen chriſten und 47 auch mir hat der Herr dies vorgeſchrieben; eu⸗ ren naͤchſten ſollet ihr als euch ſelbſt von herzen lieben; wer ihn haſſet, ſchlaͤgt ihn tod, und die moͤrder haſſet Gott. 2. Wir ſind burger einer welt, kinder eines Vaters, bruͤder: wer ſie ſchmaͤht und unwerth haͤlt, wuͤtet gegen ſeine glieder: denn wir ſind ein leib: Gott ſchuf uns zu einerley beruf. 3. Eine ſterbliche natur, ein gebrechlich's kurzes leben, ei⸗ ne hoffnung hat uns nur Gott ohn unterſchied gegeben: eine ſtraf und ſeligkeit wartet un⸗ Prer nach der zeit. 4. Ehre, reichthum, wuͤrde, ſtand, kraft der ſeele, leibes⸗ gaben, und was wir aus Gottes hand ſonſt füͤr einen vorzug haben: alles dies be⸗ freyt uns nicht von der men⸗ ſchenlieve pflicht. 5. Nein, der gaben unter⸗ ſchied knuͤpft das groſe band auf erden: ſeder, wenn er ſich bemuͤht, kann dem andern nuͤtzlich werden: den, der dir hier dienen muß, naͤhrt mit recht dein uͤberfluß. 6. Nach dem dir vertrauten pfand meſſen ſich auch deine pflichten: gab Gott viel in deine hand, ſo haſt du viel zu entrichten. Dies beſtimmt den lohn: dein knecht hat dort mit dir gleiches recht. 7. Dein Erloͤſer ſagt es dir. wer hier der geringſten einen pflegt, der thut es ſelber mir: denn ihr alle ſeyd die meinen. Mancher, den die welt ver⸗ ſchmaͤht, iſt in Gottes aug erhoͤht. 8. Darum, Gott gieb mir ein herz, das von menſchen⸗ liebe brennet; auch in nie⸗ drigkeit und ſchmerz ſeinen naͤchſten nicht verkennet: nie voll eitlen wahns vergißt, daß ein menſch, wie ich, er iſt. 9. Ja gieb, groſer Men⸗ ſchenfreund, Jeſu, daß ich auf der erde allem ſtolz und h neide feind, dir an demuth aͤhnlich werde: um der hoff⸗ nung mich zu freun, einſtens gros vor dir zu ſeyn. 7 Miel. Wie gros iſt des Alm. n ſprichſt in dei⸗ 4 & IU 479. D glauben: ich trage ſanftes joch, und bin nem ſoolzen „ kein teind kann mir ihn mauben, Chriſti i 1 XX — des himm nit nach abertrete meine l mainn gla ei himm 1. Go voll erba was kan! gieb dei men art ſchat im ſcweigſt hlicke no elt zuge an d des himn 4. d, ict bet ol ſtolz und üͤheſ löhren, igſie geb duftdosn alderle deſſt ei Mens prag himmel li al ſmn n jderthatch und en raleſgi gen he, daihn ſind cht, iſ un be u.. danun ön ein n, d mn „0= tenna at Honn e it und ſim eine d in nict teim t eitlen nahnn 8 XXIII. Von der Liebe gegen den Naͤchſten. 361 des himmels kind? was fehlt mir nach? ward ein gebot uͤbertreten iſt ſein geſetz nich meine luſt? ich zen himmel in der bruſt. 2. So geh, voll himmel, voll erbarmen, und gieb, was kann ihn mehr erfreun, gieb deinen reichthum from⸗ z men armen, ſo ſchatz im himmel ſe ſei ſchweigſt, und hefteſt deine blicke noch auf die luſt der dn. welt zu gern, und biſt geket⸗ tet an das gluͤcke, noch von des himmels gluͤcke fern. 3. O, laß dein herz dich nicht bethoͤren; du ſprichſt voll ſtolz: ich liebe Gott: und uͤbeſt nicht der Gortheit lehren, und brichſt das wich⸗ tigſte gebot. Wer nicht, ſo ruft das wort des lebens, die bruderliebe kennt und uͤbt, fuͤhle durch mein glaͤubig baͤten den gan⸗ gabe auf Gottes Altar opfern willſt, daß du von deiner milden habe zuvor des bru⸗ ders elend ſtillſt: verdrehe nicht der wittwen ſache, und beug' das recht des armen nicht; denn Gott iſt auch ein Gott der rache, und fordert einſt dich vor gericht. 6. Herr, der du mir ein e 1 wird dein herz gegeben„das willig dei⸗ du ine rechte haͤlt, es ſey mein glaube, wie mein leben durch diebe thaͤtig unverſtellt, und huͤlfreich, wann den bloͤden armen der ſtolze reiche mehr betruͤbt: denn, Herr! du willſt dich des erbarmen, der hier barmherzigkeit geuͤbt. Mel. C Feir dn Feneener 4 ieb mir, o ott, 480. G ein herz, das V jeden menſchen liebet, bey Kinem wohl ſich freut, bey ſeiner noth betruͤbet; ein herz, das eigennutz, und neid, und haͤrte flieht, und ſich um andrer gluͤck, als um ſein gluͤck bemuͤht. 2. Seh ich den duͤrftigen, amaſc un der iſt ein luͤgner und verge⸗ rde, 2 heus Prahlt er„ daß er den — Na aies, enh mel liebt.. de Eu 49. Was iſt dein glaube nes rede ust Londer werke? ein baum, der 1 fand nt keine fruͤchte trägt. Sanft be u iſt das joch, und leickt die nen T uinns ſtärke der laſt, die Chriſtus rdrain auferlegt: weh jedem, den wenmie der Goitheit liebe zur bruder⸗ 11 s n ean rird liebe nicht entflammt: hat auch bey dem ſtaͤrkſten m triebe zur tugend, das geſetz m verdammt. ihn 5. Geh, eh du deine frome ſo laß mich guͤtig eilen, von dem, was du mir giebſt, ihm hulfreich mitzutheilen. Laß mich gern dienen, nicht, gros vor der welt zu ſeyn, und mich verehrt zu ſehn; nein, menſchen zu erfreun. 3. Dies ſey mein Gottes⸗ dienſt. Auch unbemerkt von ihnen, muß andern ſtets mein O herz 4 362 XXIII. Von der Liebe gegen den Naͤchſten. XXII .— herz mit rath und huͤlfe die⸗ wankt, im glauben zu beſtäͤr⸗ H nen. Mich treibe nicht erſt ken; den, der nens ſae iſ u 8 dank zu milder wohlthat an; bey ſeinen ſleiſcheswerken, ſur dest nein, was ich bruͤdern thu, von der verkehrten hahn des und bleil das ſey dir, Gott, gethan![laſters abzuziehn, dazu ver. dan thal 4. Ein trunk, mit dem leih mir kraft, und ſegne unantt mein dienſt dem durſtigen be⸗ mein bemuhn. tgaſen gegnet, ein blick voll troſt, 9. O heilige du ſelbſt,Hein, gn. mit dem mein herz bedrängte meiner ſeelen triebe, durh 5 de ſegnet; ein rath, mit dem deine lieb und furcht, u ie mein mund in kummer and're wahrer menſchenlieb?. Wer muſ ſtarkt; nichts bleibt, ſo kiein nicht den naͤchſten liebt, geht in es iſt, von dir, Herr, un⸗ icht zum himmel ein. Laß iner bemerkt. dieſe wahrheit, Gott, mir felbſten 5. Eilt wo ein boshaft ſtets vor augen ſeyn. llu herz unfrieden anzurichten, Mel. Von Gott will ich g. ſſeln, ſo laß mich ſorgſam ſeyn, der 81 Zzott iſt ein Gott 6. W bruͤder zwiſt zu ſchlichten. 4* der liebe, ein ie der Aus ſchmaͤhſucht kraͤnke nie freund der einigkeit; er will, dane mein mund des näͤchſten ruh; daß man ſich uͤbe in dem was und ch er ruͤhme ſein verdienſt; deck wurket freud und fried in eie ict ſeine fehler zu. nem ſinn, der zwiſtigkeit abs ſit hab 6. Die rach iſt dein, o Gott, ſage, ſich bruͤderlich vertra⸗ u gehes du ſprichſt: ich will vergelten. immerhin. vannsi ge, in ſanftmuth Drum laß mich ſtille ſeyn, g25 2. Der ſatan dieſer ſoͤhrer 7. O wann menſchen auf mich des friedens hat bedacht, daz anen ſchelten. Gieb, daß ich dem ja des wortes hoͤrer, ganz utt verzeih, der mir zu ſchaden laſſen aus der acht, was wi⸗ tezorn ſucht, den liebe, der mich der haß und neid der Hey⸗ dieder haßt, den ſegne, der mir land treulich lehret; und wie aie ucht. von Gott abkehret die unver⸗ fihtan 7. Doch laß mich nicht al⸗ ſoͤhnlichkeit. h. lein auf zeitlich wohlerge. 3. Wer hier den frieden 6 hi hen mit eingeſchraͤnktem blick liebet in wahrheit ohn ver⸗ die eiui bey meinem naͤchſten ſehen. druß, dem naͤchſten ſich ergie⸗ ber un Noch ſtärker muſſe mich ſein bet ohn abſicht auf genuß, enal ewig gluͤck erfreun; noch der hat am himmel iheil, da deiſt u mehr ſein ſeelen⸗heil mir fried und leben wohnet, da atnag angelegen ſeyn. friede wird belohnet; uind na 8. Den, der im glauben iſt und bleiht ſein heil.. den gen * 4. — nich ni elienſh err 1 Maſcenlas, 1 icähh 0 m n hinwe. aft t auzen ſi von Gotvl Aderun ſcelen trit f — ahrheit, 3 U h in ader däno 3 ufchühe na 1 meei bettes ſin 1 tükezead A uii lon“ XXIII. Von der Liebe gegen den Naͤchſten. 363 4. Hergegen wer beladen mit bittern haß und zorn, der hat des groſen ſchaden, er iſt und bleibt verlohrn; es komt das theure blut, ſo Chriſtus unverdroſſen aus liebe hat vergoſſen, ihm nimmermehr! zu gut. 5. Wer ſeinen naͤchſten haſ⸗ ſet, der haſſet ſelbſten Gott; drauf Gottes zorn ihn faſſet, und ſtuͤrzt in ſolche noth, darinnen er verdirbt, wo⸗ ſelbſten kein erretten: der hoͤllen band und ketten ihn feſſeln, wann er ſtirbt. 6. Wer dieſes recht beden⸗ ket, der wird der ſonnen licht, wann er zur erd ſich lenket, und eh der glanz gebricht, nicht laſſen untergehn, bevor ſich hab geleget der zorn, den er geheget; wohl! wohl! wanns iſt geſchehn. 7. O Chriſte, ſteur' und wende des ſatans bitterkeit, damit er nicht behende erwe⸗ cke zorn und ſtreit bey denen, die der Geiſt des friedens ſoll regieren, und in der ſtille fuühren zu dem, was lieblich heißt. s. Hilf uns ja fleißig halten die einigkeit im Geiſt, daß aͤber uns moͤg' walten dein ſegen allermeiſt; nach deinem Geiſt und ſinn einander uns vertragen in freundſchaft, und nachjagen dem t‚oͤſtli⸗ chen gewinn. Mel. Auf! Chriſtenmenſch! 48 2 Spic lue uah⸗ und haßt doch ſeine bruͤder, der treibt mit Gottes wahr⸗ heit ſpott, und handelt ganz dawider. Gott iſt die lieb, und will, daß ich den naͤchſten iebe, gleich als mich. 2. Wir haben einen Gott und Herrn, ſind eines leibes glieder; drum diene deinem haͤchſten gern; denn wir ſind alle bruͤder. Gott ſchuf die welt nicht blos fuͤr mich; mein naͤchſtor iſt ſein kind wie ich. 3. Sein heil iſt unſer aller gut. Ich ſollte bruder haſſen, die Gott durch ſeines Sohnes blut ſo hoch erkaufen laſſen? daß Gott mich ſchuf, und mich verſuhnt', hab ich dies mehr, als ſie, verdient?; 4. Du ſchenkſt mir taͤglich ſo viel ſchuld, du Herr von meinen tagen! ich aber ſollte nicht geduld mit meinen bruͤ⸗ dern tragen? dem nicht ver⸗ zeihn, dem du vergiebſt? und den nicht lieben, den du liebſt?. 5. Was ich den frommen hier gethan, den kleinſten auch von dieſen, das ſiehſt du, mein Erloͤſer, an, als haͤtt ichs dir erwieſen. Und ich, ich ſollt ein menſch noch ſeyn, und dich in bruͤder nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges ge⸗ richt wird uͤber den ergehen ⸗ 9 2 der 364 XXIV. Von der Gerechtigkeit, der nicht barmherzig iſt, und nicht die rettet, die ihn fle⸗ hen. Drum gieb mir, Gott, das dich durch liebe preißt. XXIV. Von der Gerechtigkeit. Mel. wohl auf mein herz. 8 uliebſt, o Gott, 4 3. gerechtigkeit, und haſſeſt den, der ſie ent⸗ weiht, am naͤchſten unrecht uͤbet. Du biſts, der jedem ſeinen lohn ohn alles anſehn der perſon, nach ſeinen wer⸗ ken giebet. 2. Gerechter Gott! laß dei⸗ nen Geiſt zu dem, was recht und billig heißt, ſtets meine ſeele lenken. Nie komm es mir doch in den ſinn, aus ſchnoͤder habſucht, um gewin, des naͤchſten recht zu kraͤnken. 3. Pflanz redlichkeit in meiner bruſt, und laß mich ſtets mit wahrer luſt der liebe pflichten uͤben. Ein herz, das nur auf unrecht denkt, nur ſchaden ſucht und andere kraͤnkt, wie kann das bruͤder lieben? 4. Nie ſeufze jemand wider mich: mein ganzes herz be⸗ ſtrebe ſich, dem naͤchſten gern zu geben, was er mit recht verlangen kann und immer⸗ fort mit jedermann in einig⸗ keit zu leben. 5. Laß mich beſtaͤndig dahin ſehn, mit jeglichem ſo umzu⸗ gehn, wie ichs von ihm be⸗ gehre; damit ich keines men⸗ ſchen herz durch meine haͤrte je mit ſchmerz und kuͤmmer⸗ nis beſchwere. 6. Herr! mit dem maags, damit ich hier dem naͤchſten meſſe, wirſt du mir dereinſt auch wieder meſſen. Dies rei⸗ ze mich zur billigkeit, und laſſe mich zu keiner zeit der liebe pflicht vergeſſen. Mel. Jeſu Meii udesſiht vchlecht und re 484. S behuͤte mich, ſo bin ich ſehr wohl behuͤtet, und kann ruhen ſuſſiglich, da hingegen ſchmerzlich wuthet, das unruhig boͤſ geſchlecht, ſo nichts haͤlt auf ſchlecht und recht. 2. Ich will meinen Gott und Herrn, der mich ihm hat auserſehen, treulich und von herzen gern dienend unter augen gehen; iſt mein thun vor ihm gleich ſchlecht/ dan⸗ noch ſpricht er mich gerecht. 3. Gott, der Hoͤchſte, liebt das recht, pflegt es auch mit ernſt zu hegen, dem verboß⸗ ten ſchalkes knecht ſeine ſtra⸗ fen aufzulegen, ich bin Got⸗ tes kind und freund, drum bin ich dem unrecht teind d durch deinen Geiſt, ein hern, ———————— kann ur geht ſclecht, noch rec — XXV. mel.. * 485 du guti lem wirhier läßt du hiſts, d 2.Dl dern du indern freun;; nd ſtert eig de v——— inm il 4. Gi he, wic dn kii 6 d hich darg lh lan et — — ,— 1 1 erectizi t, in n ver⸗ rieder eufn m = m 48 8 3 „ 1 21 dns 16 ken, ſan aan ulſer i in uam gen ſcen⸗ n wich intuhig difte lebe zts nr das xecht. nur JIc vil un dere! er,denti der iehen, m 1 gerd di ider de⸗*etm gliih tt gern de eprict Kad 3 hot, drn ner⸗ 3 ot, wege iig⸗ t hezu u ar alkes extte äulegen, i 2 24 und 5 din l- al 1 E nh gehen,— XXV. Von der Dienſtfertigkeit ꝛc. b 365 4. Nun, ihr frommen, thut nun recht, ihr duͤrft euch vor niemand ſcheuen„ troͤſtet euch des rechts, und ſprecht: wer kann uns was boͤſes zeihen? geh'ts euch ſchon daruber 5. Unrecht muß zu grunde gehn, recht nuß, bect und ewig bleiben: e ſo dies recht verſtehn, Wa ſich hier unterſchreiben. Jeder ſpreche nun von ſich: ſchlecht ſchlecht, ey, ſo habt ihr den⸗ noch und recht behuͤte mich. recht. XXV. Von der Dienſtfertigkeit und Barmherzigkeit. Mel. In allen meinen Th. 85. Du 0 Aller men⸗ 4 n Vater!— du gütigſter ſcn in al⸗ lem, was uns druͤckt! was wir hier gut's genieſſen, das laͤßt du uns zuflieſſen, du du mir gut's gethan, ſo laß um deinetwillen mich and'rer nothdurft ſtillen, ſo oft ich ſie nur ſtillen kann. 6. Zum fle iß in guten wer⸗ ken laß mich! die hoffnung ſtaͤr⸗ fen: vor dir, dem Herrn der biſts, der un nſer herz eran uickt. 2. Du laͤßt dich bey uns fuͤn⸗ dern durch undank nicht ver bindern, uns ſegnend zu er freun; zu ew'gen ſeligkeiten, uns ſterbliche; zu leiten, wird ewig dein vergnuͤgen ſeyn. 33 Wie gros iſt deine mil⸗ e! barmher iger Vater! bil⸗ de mein her nach deinem ſin, baß ich der norh der armen; mich willig moͤg erbarmen: imm alle haͤrte von mir hin. 4. Gieb, daß ich willig ge⸗ be, mich vohtzuthun beſtre⸗ be ſo, wie mein Heyland that, der goͤttliche Erbarmer, den kein bedraͤngter armer vergebens je um huͤlfe bat. 2 8 — 486. welt, der frohe geber liebet, ſey, was man willig giebet, ein opfer, das dir wohlgefaͤllt. 7. Laß mich hier reichlich aen: denn n, Here/ was hier geſchehen„folgt uns in jene zeit. Wer hier gern hilft und giebet, und ſich im wohl⸗ thun uͤbet, der erndtet dort die herrlichkeit. Mel. Auf, Chriſtenmenſch. er dieſer erden guͤter hat, und ſieht den naͤchſten leiden, und macht den zungrigen nicht ſatt, laͤßt nackende nicht klei⸗ den, der iſt ein feind der er⸗ ſten pflicht, und liebt dich, Gott der liehe! nicht. 5. Erhalt in mmir die triebe der mittleidsvol 2. Wer ſeines naͤchſten ehre len liebe. Wie ſctmäͤht⸗ und gern ſeſchma⸗ 366 XXV. Von der Dienſtfertigkeit ꝛc. hen hoͤrer, ſich freut, wann ſich ſein feind vergeht, und nichts zum beſten kehret; nicht dem verlaͤumder wider⸗ ſpricht, der liebet ſeinen naͤchſten nic„khh.. 3. Wer zwar mit rath, mit troſt und ſchutz den naͤchſten unterſtuͤtzet, doch nur aus ſtolz, aus eigennutz, aus weichlichkeit ihm nuͤtzet; nicht aus gehorſam, nicht aus pflicht; auch der liebt ſei⸗ nen naͤchſten nicht. 4. Wer harret, bis ihn an⸗ uflehn, ein duͤrft'ger erſt er⸗ ſcheinet, nicht eilt, dem from men beyzuſtehn, der im ver⸗ borg'nen weinet: nicht guͤtig forſcht, obs ihm gebricht; der liebt auch ſeinen naͤchſten nicht. 5. Wer andre, wann er ſie beſchirmt, mit haͤrt und vor⸗ wuͤrf quaͤlet, und ohne nach⸗ ſicht ſtraft und ſtuͤrmt, ſobald ſein naͤchſter fehlet; wie bleibt bey ſeinem ungeſtuͤm, Gott, deine liebe wohl bey ihm? 6. Wer fuͤr der armen heil und zucht mit rath und that nicht wachet, dem uͤbel nicht zu wehren ſucht, das ſie oft duͤrftig machet; nur ſorglos ihnen gaben giebt, der hat ſie wenig noch geliebt. 7. Zwar du, mein geiſt! vermagſt es nicht, ſtets dur die that zu lieben. Doch bif du nur geneigt, die pflicht ge⸗ treulich auszuuben, und wuͤn⸗ ſcheſt dir die kraft dazu, und ſorgſt dafuͤr: ſo liebeſt du. „8. Ermattet dieſer tried in dir; ſo ſuch ihn zu beleben! denk oft: Gott iſt die lieb, und mir hat er ſein bild gegeben. Ja, Hoͤchſter! was ich hab it dein; ſollt ich, wie du, nicht guͤtig ſeyn? Mel. O Gott) du ſrommer 87 Mie ſelig lebt ein 4¼.‿ menſch, der dienſtbegierde kennet, und hre pflicht zu thun aus men⸗ ſchenliebe brennet! der, wenn ihn auch kein eid zum dienſt der welt verbindt, beruf end eid und amt ſchon in ſich ſelber find't! 2. Dir 7 Hoͤchſter, ahmt er nach, dir als dein bild zu gleichen; durch dienſtbeftiſe ſenheit ſucht er dies zu errei⸗ chen; er haͤlt fuͤr eignes wohl ſich nicht allein gemacht; er haͤlt ſich fuͤr die welt von dir hervorgebracht. 3. Die welt, denkt er, hat recht auf meinen dienſt und kraͤfte, ihr nuͤtzen, iſt für mich ein ſeliges g. Als glieder ſchuf uns Gott, als buͤrger einer welt, in der des einen hand die hand b des andern haͤlt. 4. So denkt der menſchen⸗ freund; und das iſt ſein be⸗ ſtreben, ſo treu, als er ſich lebt, zum wohl der welt u le⸗ n. geſchäͤfte. erffeu 6. 1 heiſcht XXV 1 48 beſt, kecht, übeſt ſclech beleber a ſa auialhd = 18 iir die ke in * .. u cierhe kan 2— 1 du thena — 1. eana ich kein ei a el derüidi = uda Sindt. = dir, häi ☛), diala .: 1; dunj 1 Kn ſuct aden A eet hilt irhe 144 alei 4 2s 1 t— zebr jie welt auf wenendr 2, lie1n dr ein 15 6 Si re xxvI. Von der Sanftm. und Berſöhnlichkeit 367 traͤf' ihn ſelbſt der ſtreich. ben. Ihm wird des naͤchſten heil ſein eig'nes himmelreich; er fuͤhlet fremde noth, als 5. Er eilt, dem, der's be⸗ darf, mit huͤlfe beyzuſtehen; ſein anſehn und ſein freund, ſein ſtand, ſein wohlergehen, ſind mittel, die er braucht, be, auch ohne ruhm und lohn, zu wahrer menſchenliebe. Kein ſtolz, noch eigennutz wirkt ſeine guͤtigkeit. Er ſieht auf ſeinen Gott, der liebe ihm gebeut. 7. So laß mich auch geſint, mein Gott! durch Chriſtum werden. Voll regen eifers ſey behuͤlflich gern zu ſeyn, und einen leidenden mit troſte zu erfreun. 6. Was andrer nothdurft heiſcht, das reizet ſeine trie⸗ mein leben hier auf erden, ſo nutzlich, als ich kann, dem naͤchſten ſtets zu ſeyn. Dann ge ich einſt, o Gott, ins reich der liebe ein. XXVI. 88. Gett/ der du die 4 menſchen lie⸗ beſt, der du nicht ein ſtrenges recht, ſondern lauter gnade uͤheſt a1 dem fuͤndlichen ge⸗ ſchlecht! laß mich deinen Geiſt beleben, daß ich, Vater, als dein kind, liebreich ſey wie du geſinnt. Herr, du wollſt den ſinn mir geben, der bey fehlern nachſicht zeigt; und mit lanfkmurh ſpricht und ſchweig 2 Lag mich meines naͤchſten ſchonen, willig tragen ſine laſt! und ſo lang ich hier ſo wohnen, bleibe zankſticht 5 r verh 4 denn das iſt, o Gott, dein wille, und die eintracht liebeſt du: o ſo hilf auch mir dazu gieb ein herz mir, das die ſtille rache ſanftmuth uͤbt. und den frieden ſucht und liebt, das ſtatt Von der Sanftmuth und Verſoͤhnlichkeit. 3. O wie wird das herz be⸗ ſchweret durch des zornes lei⸗ denſchaft! zankſucht und der haß verzehret nach und nach des koͤrpers kraft, hemmt den lauf von unſern jahren, macht zum himel ungeſchickt. Herr, der auf mich ſchwa⸗ chen blickt! ach! du wolleſt mich bewahren, daß des jaͤh⸗ zorns raſerey nie des herzens meiſter ſey. 4. Wer mir ſlucht, den will ich ſegnen, ſo wie mein Erloͤ⸗ ſer that, und dem nachſichts⸗ lvoll begegnen, der zum zan⸗ ken neigung hat. Fuͤr die feinde will ich baͤten, und vor dich, du Friedensfuͤrſt, wann du menſchen richten wirſt, ausgeſoͤhnt mit ihnen treten. Gott des friedens! ſegne du mich mit deiner kraft dazu. 4„e 368 XXVI. Von der Sanftm. und Verſoͤhnlichkeit 5. Ewig heil iſt dem beſchie⸗ den, der nach frommer ein⸗ tracht ſtrebt. Hoͤchſter! gieb mir deinen frieden, der zur ſanſtmuth uns erhebt. Er re⸗ giere herz und ſinnen; denn, wen er das herz regiert, wird, was zu der zwietracht fuͤhrt, niemals uͤbermacht gewin⸗ nen; biſt einſt in der herrlich⸗ keit ewiger friede uns erfreut. Mel. Zerzliebſter Jeſu, w. 89 F. err! deine ſanft⸗ 4. 9 muth iſt nicht zu ermeſſen! wie viel haſt du vergeben und vergeſſen! ach! fuͤhre mir doch deine groſſe gute recht zu gemuͤthe. 2. Du ſegneteſt, die dei⸗ nem namen fluchten; und heilteſt die, die dich zu fangen ſuchten; und zeigteſt unter deiner feinde toben der lang⸗ muth proben. 3. Ach! glich ich dir! o Heiland! ich bekunne, daß ich noch oft von ſchnellem zern entbrenne, und mich vor dir ſtag vergilt nach ſtrengen rechte dem harten knechte. 6. So hilf mir denn die wilde glut erſticken! laß ſich dein bild in meine ſeele druͤ⸗ cken! ſo werd ich mich ver⸗ ſoͤhnlich ſinden laſſen, den feind nicht haſſen. 7. Flucht mir die welt, ſo laß mich, Herr, ſie ſegnen; und ihrem grimm mit freund⸗ lichkeit begegnen; daß mich das boͤſe, das ich dann em⸗ pfinde, nicht uͤberwinde. 8. Verleih mir das, um dei⸗ ner ſanftmuth willen; ſo erb ich auch, im lande deiner ſtil⸗ len, die ſeligkeit, wozu ſie je⸗ nes leben einſt wird erheben. In voriger Mel. 8 err, mein Ver⸗ 9. ſoͤhner! der du fuͤr mich litteſt, und noch zur rechten Gottes fuͤr mich bit⸗ teſt, erweck in mir, du mu⸗ ſter wahrer liebe! der ſanſt⸗ muth triebe. 2. Wann haſt du jemals has gar leicht durch eigne rache, fmit haß vergolten? du ſchaltſt verwerflich mache. nicht wieder, als man dich 4. Ich muß es wehmuths⸗ geſcholten. Du ſegneteſt mit voll vor dir, Herr, klagen; wohlthun nicht blos freunde; mein ſtolzes herz kann, leider! nein, ſelbſt auch feinde. wenig tragen; und ſchwerlich 3. Und ich, Herr, ſollte weiß ich, wann mich andre mich den deinen nennen, und haſſen, mein herz zu faſſen. doch von rachgier gegen 5. Vergieh mir, Herr, und andre brennen? ich ſollte je⸗ wende mein verderben: bey mals haß mit haß vergelten, zorn und haß laͤßt ſich dein und wieder ſchelten? reich nicht erben; und jener 1 4. Wie kann ich: Vater⸗ in v bung f nur, und fe 6. E ſeelen! durch d liebe: u dein ſaamen 7.2 worin wich il laß mie empfin gedenke 8.E! meinen das ge zen, di ten lei empfur 9. 1 weinen der wir wie du te geg ſen, u 10. nich di burd i gläck e lah me tui dich vorige er, dn =*h ſten (r liteet, ma 1 Gotts rn t. vpetk in i ſen er lihe h. 1 K iiche. un hatrjal de, kerzol dt M ieder, il ui 8., g n. DAſtu 1; ¼ In nict liſe er ¹— löſ auc ſin dic, da XXVI. Von der Sanftm. und Verſoͤhnlichkeit. 369 dem Hoͤchſten ſagen: und groll im herzen gegen bruͤder tragen? wie kann ich zu ihm ſlehn, mir zu verzeihen, und rache ſchreien? 5. Wer nicht vergiebt, der wird fuͤr ſeine ſunden auch nicht bey dir, o Herr, verge⸗ bung finden; dein juͤnger iſt nur, der, wie du vergiebet, und feinde liebet. 6. So heilige denn meiner ſeelen triebe, mein Heiland! durch den Geiſt der wahren liebe: vertilge durch die luſt zu deinem namen der rachgier ſaagmen. 7. Wann bruͤder ſich worinn vergehen, ſo lehre mich ihr unrecht uͤberſehen: laß mich, wenn ſie mich auch empfindlich kraͤnken, an dich gedenken. 8. Erwecke denn, o Herr, in meinem herzen, aufs neu das gedaͤchtnß jener ſchmer⸗ zen, die du in deinen ſchwe⸗ ren leidensſtunden fuͤr mich empfunden. 9. Laß mich mit ſanftmuth meinem feind begegnen, den, der mir flucht, voll grosmuth, wie du, ſegnen. Herr, ma⸗ che gegen alle, die mich haſ⸗ ſen, mein herz gelaſſen. 10. Will zu der rachſucht mich die furcht verfuͤhren, als wuͤrd ich ſonſt mein ganzes gluͤck verlieren: o Herr, ſo laß mich ihr zu widerſtehen, σ an mir geh 11. Du ſchuͤtzeſt den, der redlich vor dir wandelt, und uͤberall nach deinem vorbild handelt: drum laß in allem mich ſchon hier auf erden dir aͤhnlich werden. Mel. Ach bleib mit dein. Pie will ich wieder 49 I N fluchen, wenn mir mein haſſer flucht; nie dem zu ſchaden ſuchen, der mir zu ſchaden ſucht. 2. Ich will ihm hold be⸗ gegnen, nicht drohen, wenn er droht, ſchilt er, ſo will ich ſegnen; dies iſt des Herrn 38 ot. 3. Mein Jeſus, der Gerech⸗ te, vergalt die ſchmach mit huld: die wuth grimmg knechte ertrug er mit geduld. 4 Will ich denn wieder ſchelten, da er nicht wieder ſchalt? nicht ſo den haß ver⸗ gelten, wie er den haß ver⸗ galt? 5. Verlaͤumdung dulden muͤſſen, iſt ſchwer, doch dieſe pflicht wird leicht wen das ge⸗ wiſſen zu meiner ehre ſpricht. 6. Dies will ich treu be⸗ wahren; ſo beſſert mich mein feind, und lehrt mich klug verfahren, indem ers boͤſe meynt. 7. Ich will die fehler mei⸗ den, die er von mir erſann: auch die will ich beſtreiten, auf dich dann ſehen. 1 die er nicht wiſſen kann. Q 5 G8. 370 XXVII. Von der Wahrheit und Aufeichtigkeit. 3. Durch huld will ich mich raͤchen, an ihm das gute ſehn, zu dienſt en willig ſeyn. und gutes von ihm ſprechen: 10. Wann, mich zu unter⸗ wie koͤnnt er laͤnger ſchmaͤhn? treten, ihn guͤte mehr erhitt: 9. Im haß ihn zu ermuͤden ſo will ich fuͤr ihn haͤten und will ich ihm gern verzeihn, Gott vertraun; Gott ſchuͤtzt. XXVII. Von der Wahrheit und Aufrichtigkeit. Mel. Alle Menſchenm. mich flill erdulden. Einſt 5 Laß mich, Hoͤchſter, wird doch die wahrheit kund. 492 darnach ſtreben, Darf ich ja nicht läͤnger ſtets der wahrheit freund zu ſchweigen meine unſchuld zu ſeyn! jenes freudenvolle le⸗ bezeugen, o ſo gieb, daß ſteis ben nimmt nicht freche lugner dabey herz und muth voll ein. Denn vor deinem ange⸗ ſanftmuth ſey. ſichte werden ſie beſchaͤmt zu 5. Daß du, Herr, an jedem nichte, ſo wie ſatans trug und orte zeuge meines wandels liſt, der der lugner vater iſt. biſt, daß kein einz'ges meiner 2. Andern zu gefallen lu⸗worte deinem ohr verborgen gen, leeren ſchwatzern gleich iſt, das ſey ſtets mir im gemu⸗ zu ſeyn, heuchelnd bruͤder zu the, daß ich mich fuͤr luͤgen betrugen, Herr! das falle hute: denn du liebſt den mir nicht ein! wahrheit leit wahrheitsfreund, und biſt an allen orten mich in werken falſchen herzen feind. und 3 warren. Nedlich e Nie Beßeht dn deine es herzens grund, redli zohl dem, ſprech auch ſters der mund. 49 3. W richtig wan⸗ 3. Die der falſchheit ſich er⸗ delt, der, als ein wahrheits⸗ geben, ſind vor dir, o Gott, freund, in wort und werken ein graͤu't; und ein ungluck⸗ handelt, und das iſt, was er ſeligſt lehen bleibt gewiß ihr ſcheint; der recht und treue kunft'ges theil. Hier ſchon liebet, und von dem ſinn der trifft verdiente ſchande ſie bey welt, die trug und falſchheit redlichen im lande. Denn ein uͤbet, ſich unbefleckt erhaͤlt. jeder menſchenfreund iſt der 2. Wohl dem, der lugen falſchheit raͤnken feind. haſſet, und der, ſo oſt er 4. Schmaͤht mich, ohne mein ſpricht, ſo ſeine reden faſſet verſchulden, der verlaͤumder daß er die wahrheit nicht mit und als ein chriſt zum frieden, iiſeremund: Herr, ſo laß vorbedach verlebet, und der dab ich der luͦ innere m. erken ſe dlich d cer. Hont, gluck⸗ cihr ſcen ud duffit A fil edahn ſter, r z och die nt. er oc diemit *= ich i n. * cgen men daß käin ine 211 C. deinem ir c 1 ſe fewma — daß id nii n dean k † Peitsfreund, n herzen in 9☛. Befuhlde dſeh A der, alb aun *.=), in wenu m t, und hi n d der nat , und wnn ede* die ww 1 1 XXVIII. Von der Gottgefaͤlligen Kinderpucht, 3 71 zeuge ninbt an jedem ort ſich dies vor au⸗ gen ſetzet; Gott merkt auf je⸗ des wort. 3. Wohl ihm: daß ſein ge⸗ muͤthe, Herr! deine rechte uͤbt. Ihn leitet deine guͤte, er wird von dir geliebt. Du wirſt ihn einſt erhoͤhen, wann in der wahrheit licht, beſchaͤmt die falſchen ſtehen, geſchreckt durch dein gericht. 4. Herr, laß mich deine ra⸗ che mit ganzem ernſte ſcheun, daß ichs zur pflicht mir mache, der luͤgen feind zu ſeyn. Er⸗ innere mein gewiſſen, du haſſeſt heucheley, damit ich ſtets befliſſen der treu und wahrheit ſey. 5. Laß niemals mich ver⸗ ſprechen, was ich nicht halten kann, auch nie zuſagen bre⸗ chen, die ich einmal gethan; als wahrheit auszubreiten, was ich doch ſelbſt erdacht. 6. Doch laß zu allen zeiten auch deiner weisheit licht, Herr, meine ſeele leiten, da⸗ mit ich meine pflicht mit klug⸗ heit uͤb' und wiſſe, wann ich fuͤr andrer wohl und fuͤr mich reden muͤſſe, und wann ich ſchweigen ſoll.. 7. Wenn je um mich zu druͤcken, des feindes anſchlag gilt, der ſich, bey boͤſen tu⸗ cken, in guten ſchein verhuͤllt; ſo ſtaͤrke meine ſeele, daß ſie nicht unterliegt, und alles dir befehle, durch den die unſchuld ſiegt. 8. Ein herz voll treu und glauben, das, Gott, zu dir ſich haͤlt, das ſoll mir niemand rauben; ſo kann ich aus der welt einſt mit der hoffnung gehen: ich werde, als dein nie mich den ſtolz verleiten, und nie des beyſpiels macht, kind, dich mit den frommen ſehen, die reines herzens ſind. XXVIII. Von der Go Mel. An Jeſum denken oft 494 Hiit Gett⸗ daß ja o die kinderzucht, geſchehe ſtets mit nutz und 6 frucht. Daß aus der kinder mund dir werd ein lob berei⸗ tet auf der erd. 2. Laß ſie den eltern insge⸗ mein, den obern auch gehor⸗ ſam ſeyn, und meiden all ihn lebenlang den eigenſinn und muͤſſiggang. tt gefaͤlligen Kinderzucht. 13. Gieb ja, daß ihnen man⸗ g'le nicht heilfame lehr und unterricht, damit aus deinem wort und mund, ihr glaub' moͤg' haben veſten grund. 4. Darinnen laß ſie ſeyn ge⸗ wiß, auch fliehen ſchand und ärgerniß, daß man daſelbſten ge nicht find, wo ſich ver⸗ ſammelt boͤs geſinnd. 5. Durch deine weirheit, b L 6 macht 372 XXVIII. Von der Gott gefaͤlligen Kinderzucht. macht und guͤt, fuͤr allem un⸗ fall ſie behuͤt’! fuͤhr du ſie ſelbſt auf rechter bahn, damit ihr fuß nicht gleiten kann. 6. Hilf, daß ſie dich, Gott, uͤberall, vor augen haben all⸗ zumal, und ſich befleiſſen je⸗ derzeit der tugend, zucht und ehrbarfeit. 7. Wo ſie ausgehen oder ein, da laß du ſie geſegnet ſeyn, daß ſie die lebens zeit und jahr, zubringen chriſtlich immerdar. 8. Wann ſie dann enden ih⸗ ren lauf, ſo nimm ſie, Herr, zu dir hinauf, auf daß ſamt ihnen wir zugleich dich prei⸗ ſen dort in deinem reich. 9. Gott Vater, Sohn und heil'ger Geiſt, von dem uns alle guad herfleußt, wir loben dich, wir danken dir, mit un⸗ fern kindern fuͤr und fuͤr. Mel. Auf, o Seele werde 495. Serse du fuͤr meine kinder, der mit ewiger gnade kroͤnt! zwar auch ſie ſind vor dir ſuͤn⸗ der: doch durch Jeſum dir verſoͤhnt; und wie jezt mein mund noch preißt, dir Gott, Vater, Sohn und Geiſt, dein zu ſeyn und dir zu leben, durch den taufbund uͤberge⸗ en. 2. Ihr gelall' haſt du erhoͤ⸗ ret, ihre ſchwachheit unter⸗ Kutzt, ſie erhalten, ſie ernaͤh⸗ ſchuͤtzt. Die ſich deines an⸗ ſchauns freun, achtens nicht fuͤr fich zu klein, unbemerkt oft vor gefahren dieſe kleinen zu bewahren. 3. Sollt ich fuͤr ſo reiche guͤte dir nicht herzlich dank⸗ bar ſeyn? mit frohlockendem gemuͤthe, nicht vor dir mich ihrer freun? O wie theuer ſind ſie mir! denn ein ſegen, Gott von dir ſind ſie ſelbſt; und wie viel ſegen ſchenkſt du mir blos ihrentwegen! 4. Du, mein Schopfer und Erhalter, biſt von kindheit auf mein Gott, und mein Gott noch einſt im alter: ſey auch meiner kinder Gott. Segne und behuͤte ſie! deine furcht erfuͤll ſie fruͤh, daß ſie, dir zum wohlgefallen, jung ſchon deine wege wallen. 5. Wie viele lockende ge⸗ fahren, warten ihrer in der welt! ihr verſtand iſt uner⸗ fahren, welttand ſchimmert und gefaͤllt; auch ihr herz iſt bald erweicht: boͤſes beyſpiel haftet leicht; frevel ſpottet der furcht Gottes: gros iſt die gewalt des ſpottes. 6. Gott, daß ſie dir treulich dienen, iſt nur dein werk, ach nimm nie deinen heil'gen Geiſt von ihnen, daß ihr fuß ſtets laſter flieh, und ich einſt⸗ voll zuverſicht, daß das gift des laſters nicht ihr unſchu ret, und durch engel ſie be⸗ ——— den ſin ſcaͤden Rahm herzt. Gotty wacht! 9,6 fet, w idacht ſtmme hiwmel kann ei ihr rei allen ih luſt der uns den Lun. für der, nt! ſün. dir nein ott, dein en 1 rgeſ — Be juch uh jerſcht Kbie riel len , varn de lihr verſtnd , velttend ir Wäͤlt; auc veict lit . laict; fua t Gortt. * aalt des en „ cott,daß ſeͤhe a'itrur dinns * nie deun ir in ihnen, jericct, un & u nict d luſt der ſeel erſetzen. XXVIII. Von der Gott g efaͤlligen Kinderzucht. 373 dig herz verderbe, froh ſie ſegne, wann ich ſterbe. 7. Nicht bitt ich, daß du mit leiden ihre herzen ganz ver⸗ ſchonſt; nicht, daß du mit ſteten freuden ihre tugend hier ſchon lohnſt; nicht, daß du ſie hoch erhebſt, ihnen groſſen reichthum gebſt, jeden an⸗ ſchlag gleich erfuͤlleſt, jeden ihrer wuͤnſche ſtilleſt. 8. Kreuz iſt oft fur unſere ſe⸗ len wohlthat; wirket es ſchon graun. Ungluͤck iſts oft, was wir waͤhlen, wenn wir blos den ſinnen traun. Oft heilt⸗ ſchaͤden, was doch ſchmerzt. Rah macht weich: gefahr be⸗ herzt. Reichthum lehrt leicht Gott vergeſſen. Groſſes gluck macht leicht vermeſſen. 9. Gieb du ihnen, o Allwei⸗ ſer, wie es längſt dein rath bedacht, das nur, was ſie frommer, weiſer, und zum himmel reifer macht. Nie kann eine ganze welt, wenn ihr reiz die ſeele faͤllt, nie mit allen ihren ſchaͤtzen, den ver⸗ 10. Doch die bitte, die ich wage, ſind ein gnaͤdiges ge⸗ hoör! kann es ſeyn: laß ihre tage doch nicht ganz an freu⸗ den leer. Werden ſie gepruͤft durch dich; o ſo ſey es vaͤten lich! und dann laß es ihren ſeelen nicht an reichem troſte fehlen. 11, Keines auch aus allen werde, das, das bitt' ich, Herr, mein Gott, je den freunden zur beſchwerde, noch den feinden je zum ſpott. Nutzbar laß der welt ſie ſeyn, deihn, harten mangels ſtets erwehren, ihres fleiſſes red⸗ lich naͤhren. 12. Der triumphtag der ge⸗ rechten ſey auch mir ein freu⸗ dentag. Hilf, daß zu des Richters rechten ihres keines fehlen mag. Dann frohlock lich: Richter, ſieh! hier bin ich, hier ſind auch die, die dein Vater mir verliehen, ſie dem himmel zu erziehen. 13. Nichts kann unſer gluͤck dann mindern, wann du ſtets mit wonn uns labſt; und mit allen meinen kindern dank ich, daß du mir ſie gabſt. Dann druͤckt ferner keine noth, dann trennt ferner uns kein tod. Dann erhoͤhn wir, rein von maͤngeln, ewig dich mit deinen engeln. Mel. Jeſus meine zuverſ. 6„ott, mein Va⸗ 49. ter: dank ſey dir: du haſt gutes, leib und leben, durch die hand der el⸗ tern mir, ohne mein ver⸗ dienſt gegeben. Mir begluͤckſt du ihre muh, und auch mir erhaͤltſt du ſie. 2. Oft hab ich ſie zwar be⸗ truͤbt, ſie, die von den erſten 1 tagen doch ſo zaͤrtlich mich ge⸗ 922 liebt, daß ſie ſich, durch dein ge⸗ liebt, mich mit viel geduld getragen. Gott, dadurch kraͤnft ich auch dich! o wie beugt mein undank mich! 3. Was ich ihnen ſchuldig bin, haftet tief in meinem herzen. Laß mich ja durch ei⸗ genſinn niemals ihre gunſt verſcherzen. Gieb, daß meine dankbarkeit, mein geherſam ſie erfreut. G 4. Laß mich, Gott, wie du verlangſt, jede kindspflicht gern erfuͤllen! denn wie oft hat ſorg und angſt ſie be⸗ ſchwert um meinetwillen? haben ſie nicht manche nacht, wann ich ſchlief, fuͤr mich durchwacht? 5. Jeſus ſtelle ſich mir dar; er, das beyſpiel aller kinder, der der Herr vom himel war, Gottes Sohn, das heil der fuͤnder, er ward doch von kind⸗ heit an ſeinen eltern unter⸗ than. 6. Ihren willen thun, ſey mir meine luſt; denn das iſt billig; auch gefaͤllig, Gott, vor dir; dazu mache ſelbſt mich willig. Wohl mir dann! dann wird auch mein, dein verheiſſ'ner ſegen ſeyn. 7Laß auf ihre wuͤnſche mic kindlich und mit ſorgfalt ach ten; und den wuͤnſchen em⸗ ſiglich noch zuvor zu kommen trachten: nicht ſur ſie be⸗ ſchwerden ſcheun, und ihr 8. Ehrerbietig laß mein herz wirklich ſeyn und nicht blos ſcheinen. Laß mich auch, trifft ſie ein ſchmerz, zu dir heiſſe rhraͤnen weinen; ihnen deine hulf erflehn, nach der huͤlfe dich erhoͤhn. 9. Meiner eltern ſchutz ſey du! ihrer wallfahrtszeit auf terden lege viele jahre zu; laß ſie alt in ſegen werden! und erhoͤr auch ihr gebaͤt, das für mich um weisheit fleht. 10. Alles kreuz mach ihnen ber tragen, und wann ſie ihr ziel erreicht, nach den ſau'ren lebenstagen, ſo gieb du vor deinem thron ihnen frommer eltern kohn. Mel. Warum ſollt ich m. 497 abe deine luſt, o zngene, unnes gern, an dem Herrn, und dem preis der tugend. Was dein ſchwaches herz begehret⸗ dein verſtand, nicht erfand, wird dir dann gewaͤhret. 2. Schnell muß nicht vor⸗ über rauſchen dieſe luſt! dei⸗ ne bruſt muß ſie nicht vertau⸗ ſchen gegen luͤſte dieſer erden⸗ die dein herz voller ſchmerz bald vergiſten werden. 3. Nicht erſt, wann des al⸗ ters ſorgen dich zerſtreun; zu⸗ gend, nein! ſchon am fruͤhen morgen, in der bluͤte deines gluͤck mir freude ſeyn. I le jen' ihm gern und 1 bens die h 9 den leicht; hilf es, Vater! ſel⸗ 374 XXVIII. Von der Gott gefaͤlligen Kinderzucht. XAl — nen 9 1 4— 1 an den hm mn rais der uan „t icracts in 5r jerfand, Ji „=Z ir denn ga 1= Scnel uin = uſſchen datt 1 ſt nuß ſetn — ſegenlute her, uun rgiſtennat ächtai m S tzen dit at 1„ teein! ſtena m, in at = din in XXIX. Von der Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. 375 4⁰8,C dem Herrn dienſt du nie ver⸗ mehr, wenn dirs nuͤtzt, ge⸗ wahren. 5. Auch in den geſuanden 4. Gluͤck, geſundheit, lan⸗ tagen laß nicht ab in das grab ges leben wird dafur willig einen blick zu wagen. Suche, dir dein Erſchaffer geben. fern von dem verderben, ſee⸗ Weisheit ſey nur dein begeh⸗ lenruh; dann wirſt du him⸗ ren, dann wird er dir ſchonimels⸗ſegen erben. XXIX. Von der Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. Nel. Berr ich habe mißg. y was frag ich nach der erden! wann Jehovah bey mir iſt; es muß mir der himmel werden, trotz der welt und teufels liſt! o Herr Jeſu, meine krone, komm, in meinem herzen wohne! 2. Ey was frag ich nach du⸗ katen! reich genug, wer Gott nur hat. Ich verachte ehren⸗ ſtaaten, droben iſt die ehren⸗ ſtatt. Omein Schoͤpfer! hilf doch glauben deiner bloͤden turtel⸗tauben. 3. Ey was frag ich nach dem himmel! himmels g'nug, wer Jeſum liebt; pfuy du ſchnoͤ⸗ des welt⸗getuͤmmel, ach wie haſt du mich betruͤbt! nun will ich mich erſt ergoͤtzen in den unſichtdaren ſchaͤtzen. 4. Ey was frag ich nach dem ſchmaͤhen? wann ich meide boͤſe that, wie Gott will, ſo muß es gehen, o der luͤgen wird wohl rath! endlich wird der wahrheit leben hellen mit⸗ tags⸗glanz doch geben. 5. Ey was frag ich nach dem loben? darum bin ich froͤm⸗ wer nicht, wahres lob kommt nur von oben, von dem, der ins herze ſicht, ſo viel wird der menſch nur taugen, als er gilt in Gottes augen. 6. Ey was frag ich nach euch allen, himmel, erde, geld und ehr? wenn ich kann nur Gott gefallen, ey! was will, was will ich mehr! Gott allein will ich betrachten, wann mir leib und ſeel verſchmachten. mel. Wie gros iſt des entfernet euch, un⸗ 499. ſel'ge ſpoͤtter! ihr zittert, wo der fromme glaubt: mein herz hat einen Gott zum retter, und eine hoffnung, die nichts raubt. Ich ſehe meinen Heyland le⸗ ben; ich weiß, daß ich nicht ſterben kann; ich weiß, mit dieſem fleiſch umgeben, ſchau ich den Gott der himmel an. 2. Was ſeyd ihr, ſtolze welt⸗ bezwinger, wenn euch die praͤcht'ge hoffnung fehlt? 8 Gott 376 XXIX. Von der Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten⸗ Gott acdtet eure macht ge⸗ lebens, die du den chriſten ringer, als ihr den ſclaven, — den ihr quaͤlt. Wie kurze zeit, auf dich vergebens; ich thu, mit viel ſorgen genießt ihr eurer ehrſucht raub! ihr ſie get heut, man haßt euch mor gen; ihr waret goͤtter, und ſeyd ſtaub. 3. Was ſind, weltmen⸗ ſchen, eure freuden? die wolluſt, die euch trunken macht? ein chriſt ſoll euer gluͤck beneiden? folgt es euch in des grabes nacht hr rech⸗ net mit erhitztem blute des fernern tages wolluſt aus; die nahe ſchreckliche minute tilgt euer gluͤck auf ewig aus. 4. Ihr ſeyd dahin: chriſten groͤſſe geht auf, be⸗ ſiegt die kurze nacht, am ra⸗ ge, da Gott eure blöſe zum ſchauſpiel aller augen macht. Der tag macht koͤnige den knechten und bettler den mo⸗ narchen gleich: der tag giebt adel dem gerechten, und macht des chriſten ſeele reich. 5. Ein blick in meine zu⸗ kunft treibet verdruß und des was deiner wuͤrdig iſt. Du lehrſt mein leben mich genieſ⸗ ſen; du biſt mein lohn aus Gotteshand, Wie fanſt wird ſich mein auge ſchlieſſen? mein geiſt erblickt ſein vaterland. Mel. In allen meinen Th. 00 Ein ruhiges gewiſ⸗ 5*S= ſen, laß, Herr, mich ſtets genieſſen; denn hab ich dieſes nur, ſo iſt fuͤr mich in tagen, wann andre aͤngſtlich zagen, nichts ſchreck⸗ liches in der natur. 2. Wenn meine ſuͤnde ſchweiget, und mir dein Geiſt sezeuget, daß ich begnadigt bin: wenn mich dein troſt er⸗ quicket, ſo oft mich truͤbſaal druͤcket: wie unſchaͤtzbar iſt mein gewinn!— 3. Sollt ich ſolch ruhig le⸗ ben fuͤr luſt der ſinne geben; und dann die inn're pein, mich ſelber zu verklagen, in meinem buſen tragen? gros wuͤrde meine thorheit ſeyn. angſt aus meiner Bruſt; ein herz, das nicht auf erden blei⸗ bet, iſt ſich des himmels ſtets bewußt: kein ungluͤck kann mich nie derſchlagen, ich weiß, mein gluͤck entgeh! mernie; ich darf vor feinden nicht verzagen, ich weiß, mein tod entwaffnet ſie.— 4. Senn eignes herz bekaͤm⸗ pfen und ſeine neigung daͤm⸗ pfen, iſt freylich ſchwere pflicht: doch wenn wir uns beſiegen, welch ſeliges ver⸗ znugen gewaͤhrt der pficcht vollbringung nicht? 5. Nichts kann im wohler⸗ gehen ſo unſer gluͤck erhoͤhen 6. Du letzte ſtunde meines ls ein geruhigs herz; das als ein geruhig hezaffn heilig biſt! ich warte nicht IXIX — ſdaſet in den ſtiltt in ſchmer n 1 wornac ten, k muth? kinder ſänder „ Re 1 ſten le„ ꝶ Ialma ) Enn 1 dt.*= ſtets geriſe des— dieſes nun u; ngen/ drut& d agenath aut.: Lin der un Denn ma ..= et, undw — t, daßit Arc t t, daß ic dur=" ſ lfrn d: wie u 1 ewinn! oolt ichſn t t uſt derſnn und ann die in ic. ider zu ut e zu⸗trmt buſen mn und* eine tha en— en eigteiſe blei⸗ ¹ und ſeinelu riſt ftult d wem zenn wihdn XXIX. Von der Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. 377 ſchaffet inn're freuden, ſelbſt in den groͤßten leiden, und ſtillt im ſchmerzen ſelbſt den ſchmerz. 6. Die guͤter zu verachten, wornach die thoren ſchmach⸗ ten, was giebt uns darzu muth? was troͤſtet Gottes kinder beym ſpotte frecher fuͤnder? ein ruhigs herz, dies groͤßte gut. S 7. Zu dir gen himmel ſchau⸗ en, o Gott, und mit vertrau⸗ en ſich ruͤhmen: ich bin dein; gezaͤhlt zu den erloͤſten, darf ich mich deiner troͤſten; welch gluͤck, mein Gott, groͤſſer ſeyn? 8. Laͤßt du mich im gewiſ⸗ ſen einſt dieſen troſt genieſſen, wann alles von mir weicht; wann ich den lauf vollendet und ſich mein leben endet; ſo wird mir ſelbſt das ſterben leicht. 9. O laß zu allen zeiten mich deine weisheit leiten, und mache ſelbſt mich treu! zum fleiß in guten werken, laß mich die hoffnung ſtaͤrken, daß nichts verdammlichs an mir ſey. Mel. Schon iſt der Tag. 501 O welch ein un⸗ 3. 2 ſchaͤtzbares gut kann in iſt, Herr, ein gut gewiſſen! wer dieſes hat, der hat auch muth, wann andre zagen Sein ruhig herz er⸗ muͤſſen. zunert nict; ihn ſchreckkein tod und kein gericht; denn mit dir hat er friede. 2. Sich deines beyfads, Gott, bewußt, ruht er in deiner gnade. Dein friede wohnt in ſeiner bruſt; und wer iſt, der ihm ſchade? auf dich ſieht er in aller noth, wo⸗ mit die zukunft ihn bedroht. Ihn troͤſtet deine vorſicht. 3. Trift ihn auch hier zu⸗ weilen noch das gift der laͤ⸗ ſterungen; wird ſeines her⸗ zens ruhe doch dadurch nicht ganz bezwungen. Genug, er weiß davon ſich rein, und flieht auch ſorgſam boͤſen ſchein. Gott wird die un⸗ ſchuld retten. 4. Sein Geiſt ſieht mit zu⸗ friedenheit der kuͤnftgen welt entgegen. Die giebt ihm muth und freudigkeit auf allen ſei⸗ nen wegen. Denn dort macht ſelbſt, o Herr, dein mund den wahren werth der men⸗ ſchen kund; da wird der fromme ſiegen. V 5. So hilf denn, daß ich, mir zum heil, ein unverletzt gewiſſen, des lebens allerbe⸗ ſten theil, zu haben ſey befliſ⸗ Mit dir, Gott, ausge⸗ ſoͤhnt zu ſeyn; dein heilig recht nicht zu entweihn, das ſey mein groͤßter eifer. 6. Gieb, daß ich des gewiſ⸗ ſensſpruch, als deine ſtimme 6 ehre; und immer aufmerk⸗ or 15 ſam genug auf ſeine warnung G hoͤre 2 328 XXIX. Von der Gluͤckſeligkeit wahrer Chriſten — hoͤre. Erinnerts mich an mei⸗ unter keiner plage ſinken, umd ne ſchuld, ſo laß mich, Va⸗ den kelch der leiden trinken, ter, deine huld, voll reu und glauben ſuchen. 7. Mit deiner gnade troͤſte mich, und ſtaͤrke meine ſeele, daß ſie fuͤr fuͤnden huͤte ſich, und nie aus vorſatz fehle. Denn, wer nur reines her⸗ zens iſt, hat immer dich, durch Jeſum Chriſt, Allwiſ⸗ ſender! zum troſte. Mel. Schmuͤcke dich, ol. Jom geraͤnſch der 502. V welt geſchieden, ſchmick ich des Erloͤſers frie⸗ den, und die freude ſchon auf erden mit dir, Gott, vereint zu werden. Ich ſeh dieſe welt der ſunden unter meinem fuß verſchwinden, und das gluͤck von jenem leben den entzuͤck⸗ ten geiſt umgeben. 2. Gott! was bhleibt der reiz von luͤſten uͤber ſie erha⸗ b'nen chriſten? was der glanz der eiteln freuden? was des lebens kurze leiden, wenn ſie deinen lohn erblicken, der ſie ewig wird begluͤcken, und des kranzes werth empfinden, den dort engel fuͤr ſie winden. 3. Nun mag elend auf mich ſturmen, Gottes troſt wird mich beſchirmen. Kurz ſind dieſes elends pfade, ewig währt der lohn der gnade. Mit des dankes ſtillen zaͤhren iſchen plagen, Heyland, val geduld ertragen, mit den ſchwerſte tod geſtritten, tau⸗ ſendfach mein leid geüitten! laß mich deine kraft beleben, wann die matten haͤnde he⸗ ben! laß ſie mir den ſieg ge⸗ waͤhren! meine zehren! Mel. Wer nur den lieben 503. W ſo hab ich groſe ſeligkeit! es hoͤchſte gluͤck in dieſer zeit; in die wahre ruh der ſeele mir. zeugniß meinem leben, daß des goͤttlichen berufes werth⸗ lehrt. 3. Getroſt wag ich's vor glaubens freudigkeit als mei⸗ nen Vater anzubaͤten, der, was ich habe, mir verleiht: zund jedem heil und ſegen giebt, der ihn von grund des herzens liebt. 4. Mit muth trag ich des ke⸗ bens leiden, ſie ſind ein her⸗ ber augenblick, und des ge⸗ will ich Gottes rath verehren, wiſſens innre freuden ſind 1 4. Du haſt ſelbfl der men⸗ trockne, trockne enn ich ein zut gewiſſen habe, iſt des himmels beſte gabe, das freud und leiden giebt es hier 2. Ich bebe nicht, wann ſuͤn⸗ der beben, daß Gott gerecht und heilig iſt. Mein herz giebt ich gewandelt als ein chriſt, der mich im himmel wandeln Gott zu treten, und ihn vol —— —— —— — . dt der erba⸗ ꝛglanz icgnſeſt ich in ſiaut 48 ds un ſe der 5 an 8 . Getroſt dwi 4 1 4 ſat ſt; XXIX. Von derGluͤckſeligkeit wahrer Chriſten. 379 fuͤſſer als der erde gluͤck: und was kann hoͤhern troſt ver⸗ leihn, als ohne ſchuld im leiden ſeyn. 5. Die froͤhlichkeit in mei⸗ nem herzen verbreitet ſich auf mein geſicht: ſie iſt mein lab⸗ ſal in den ſchmerzen und in der finſterniß mein licht. Sie macht getroſt, wann eine welt erzittert und in truͤmmern faͤllt. 6. Der bangen todesfurcht entwoͤhnet eil ich der letzten ſtunde zu: dem leibe, der nach raſt ſich ſehnet, zeigt ſich im grabe ſanfte ruh: indem mein Geiſt, der Gott gelebt, zu ſeinem urſprung ſich er⸗ ebt. 7. Und droht mir ja noch ei⸗ n'ge ſuͤnde, mein Heyland, giebt mir troſt und muth, ich weiß, daß ich ſtets ruhe ſinde in der verſoͤhnung durch ſein blut, er, der fuͤr mich gebuͤſ ſet hat, tilgt alle meine miſ⸗ ſethat. 8. O ſeele! darum ſey be⸗ fliſſen, daß froͤmmigkeit und heiligkeit dir immerdar ein gut gewiſſen und glaubens⸗ zuverſicht verleiht. Und du, mein Gott, regiere mich! denn, o was koͤnnt ich ohne dich? mel. Zerzliebſter Jeſu 504. W en wird,o Gott, * die wonne der kurzem kampfe troͤſten? wen ſchmuͤckt im himmel einſt vor deinem throne des Mittlers krone? 2. Wer heilig wird; wer abgewandt vom boͤſen ſich von der ſuͤnde herrſchaft laͤßt erloͤſen; wer an den Sohn glaubt, ſeinen Herrn ihn nennet, ihn frey bekennet. 3. Wer deine wahrheit un⸗ ter Adams kinder verbreitet, ſie erleuchtet, und die fuͤnder durch thaten reizt, mit einem beſſern leben dich zu erheben. 4. Wer, was er glaubt, ge⸗ wiſſenhaft auch uͤbet, die men⸗ ſchen all als ſeine bruͤder lie⸗ het, nicht laͤſtert, ſie nicht fraͤnkt, nicht ſtolz ſich blaͤhet⸗ und keinen ſchmaͤhet. 5. Wer ſuͤnder haſſet, und doch mit den fuͤndern mitlei⸗ den fuͤhlet, und an deinen kindern die gottesfurcht und ihre gaben ehret; haͤlt, was er ſchwoͤret. 6. Wer nicht der bruͤder ruhm und gluͤck beneidet, ſelbſt reich die armen ſpeißt, die nackten kleidet, froh oh⸗ ne wucher auch mit milden gaben, genuͤtzt zu haben. 7. Wer zuͤchtig in gedan⸗ ken, keuſch auch lebet; wer ſeiner hoheit ſich nie uͤberhe⸗ bet; im gluͤcke maͤſſig, guͤtig und beſcheiden, getroſt im eiden. — erloͤſten nach dieſes lebens s. Den, den wird, Gott⸗, die 4 380 XXIX. Von der Gluͤchſeligkeit wahrer Chriſten — die wonne der erloͤſten, nach zu, ſchenkſt unſern ſeelen wah⸗ dieſes lebens kurzem kampfe re ruh, und ſtaͤrkeſt uns mit troͤſen; den ſchmuͤckt im him⸗ freude. Dein Sohn iſt unſer meleinſt, vor deinem throne, haupt und ruhm; wir ſein des Mittlers krone. erkauftes eigenthum, und ſchaafe ſeiner weide. Gutes Mel. Mein ganzer geiſt. muthes ſind auf erden, in he⸗ 0 Wie gros iſt unſ'⸗ ſchwerden, unfre ſeelen. Herr, 8 5. re ſeligkeit, o was kann bey dir uns fehlen! Gott, ſchon in der pruͤfungs⸗ 4. Es bleibet zwar der ho⸗ zeit, ſelbſt unter viel beſchwer⸗ he werth der gnade, die uns den, wenn unſer herz ſich dir wiederfaͤhrt, verborgen hier ergiebt, und treu in Jeſu auf erden. Doch wann der dienſt ſich uͤbt! wie gros wird Herr vor aller welt in maje⸗ ſie einſt werden; wann ſich ſtaͤt gericht einſt haͤlt, dann herrlich jenes leben wird an⸗ wird er ſichtbar werden. Als⸗ heben, wo man freuden ernd⸗ dann ſieht man, ihn mit kro⸗ tet von der ſaat der leiden. nen uns belohnen, als die ſei⸗ 2. O wie erhaben iſt das nen, ewig uns mit ihm ver⸗ recht, das du uns giebeſt, einen. dein geſchlecht und bundes⸗: 5. Wie gluͤcklich, Gott, volk zu heiſſen! bey dir iſt un⸗ ſind chriſten dann! wie viel ſer vaterland; und wer will haſt du an uns gethan! olaß deiner ſtarken hand, Allmaͤch⸗ uns unſre wuͤrde vor augen t'ger! uns entreiſſen? wenn haben jederzeit: ſo tragen wir gleich hier muͤſſen ſtrei⸗ wir mit willigkeit der kurzen ten, und zu zeiten ſchwach leiden buͤrde. Herr, gieb uns finden, hilfſt du uns den trieb in die ſeelen, dich doch überwinden. zu waͤhlen, und das leden 3⸗Du deckeſt unſre ſchulden ganz zu Jeſu dienſt zu geben. 2 Dritte ℳ be J. ſo licht, un gfücht, gen. daneber darmer uth as— die gic, Aiſcn du an undgee ſte vin ² jederzeit. rwilligket uͤrde. I d in de i Aeien, undW „Jeſu dui — —ͤͤͤ— beſondern Zeiten und &)o& — 2 b 381 Oo00oe Dritte Abtheilung. Lie der bey Faͤllen. —j=-— I. Morgenlieder. In voriger Mel. 06 Dic ſeh ich wie⸗ 5* der, morgen⸗ licht, und freue mich der edlen pflicht, dem Hoͤchſten lobzufin⸗ gen. Ich will entbrannt von dankbegier, o mildeſter Er⸗ barmer, dir mit heil'gem muth lobſingen. neue mein gemuͤthe. Froh empfind ich deine gute. 2. Du warſt auch dieſe nacht um mich. Was waͤr ich? haͤtteſt du nicht dich ſo huͤlf⸗ reich mir bewieſen! zu mei⸗ nem leben ſetzeſt du, itzt ei⸗ nen neuen tag hinzu; ſey hoch dafuͤr geprieſen: durch dich bin ich! und ich merke neue ſtaͤrke. Dich erhebe meine zunge, weil ich lebe. 3. Verleih, o Gott der lieb und macht, daß fuͤnd und gram, wie dieſe nacht, auf ewig von mir fliehe, daß ich die kurze lebenszeit, in chriſt⸗ licher zufriedenheit, zu nuͤ⸗ b Schoͤpfer. Vater, deine treue ruͤhrt aufs tzen mich bemuͤhe. Pruͤfe, ſie⸗ he, wie ichs meyne. Dir iſt keine meiner ſorgen, auch die kleinſte nicht, verborgen. 4. Ich bin ein chriſt: o Herr, verleih, daß ich des namens wuͤrdig ſey! mein ruhm iſt deine gnade. Denn, ach was bin ich ohne dich? ein irrend ſchaaf. Erhalte mich, mein Hirt, auf dei⸗ nem pfade. Staͤrk mich, daß ich ſtets mich uͤbe, deine liebe, zu betrachten, uͤber alles dich zu achten. 5. Auch im geraͤuſch der welt ſoll mich der heilige gedank⸗ an dich oft ſtill zu dir erhe⸗ ben. Im dunkeln thale wall ich hier, einſt nimmſt du mich hinauf zu dir, zum licht und hoͤhern leben. Auf dich hoff ich! Herr, ich werde mich der erde gern entſchwingen, dir dort ewig lob zu ſingen. Mel. Wach auf, mein herz. rwache, mein ge⸗ 507. E muͤthe; bemun⸗ re — 382 I. Morgenlieder. d're Gottes gute, preis ihn mit frohem triebe fuͤr ſeine huͤlf und liebe. 2. Schwing dich zu ſeinem throne, dand ihm in ſeinem Sohne, dank ihm in Chriſti blute fuͤr das empfangne gute. 3. Gott, du haſt mir das leben, eh ich dich bat, gege⸗ ben: daß ich es itzt noch ha⸗ be, iſt deine gnadengabe. 4. Ein jeder meiner tage har ſeine eigne plage; doch ſchickſt du alle tage mir meh⸗ rern troſt als plage. 5. 3u jeglichem geſchaͤfte giebſt du mir neue kraͤfte, auf des berufes wegen begleiten mich dein ſegen. 6. Du lehrſt mich kluͤglich handeln, du hilfſt mir red⸗ lich wandeln; du, Gott, hilfſt mir die pflichten des chriſtenthums verrichten. 7. Wann ich die augen ſchlieſſe, ſo wird der ſchlaf mir ſuͤſſe! du treuer Men⸗ ſchenhuter, bewachſt ſeel, leib und guter. 8. Ich kann, o welch ver⸗ nuͤgen! in deinem ſchooſe iegen; geſchwacht leg ich mich nieder, geſtaͤrkt erwach gen, daß, wann nun dein ich wieder. 9. Gott, meine huͤlf und ſtaͤrke, wie gros ſind deine werke! wie treu iſt dein ge⸗ muͤthe! wie theu'r iſt deine guͤte! 10. Herr, durch dich ſelbſt erhoben, will ich, um dich zu loben, die knie des mor⸗ gens beugen, und auch des nachts nicht ſchweigen. I1. Laß deinen Geiſt mich leiten, daß ich zu allen zeiten mich dir zum opfer gehe, und heilig, dankbar lebe. ott des himmels 508. G und der erden, Vater, Sohn und heil ger Geiſt! der es tag und nacht laͤßt werden, ſonn und mond uns ſcheinen heißt, deſſen ſttarke hand die welt, und was drinnen iſt, erhaͤlt. 2. Gott! ich danke dir von herzen, daß du mich in dieſer nacht, vor gefahr, angſt, noth und ſchmerzen, haſt behuͤtet und bewacht, daß des boͤſen feindes liſt mein nicht maͤchtig worden iſt. ner fuͤnden, jezt mit dieſer nacht vergehn; o Herr Jeſu! laß mich ſinden, deine wun⸗ den offen ſtehn, da alleine huͤlf und rath iſt fuͤr meine miſſethat.. 4. Hilf, daß ich andſeßen morgen geiſtlich auferſtehen mag, und fur meine ſeele ſor⸗ fuͤngſter tag uns erſcheint/ und ſchrecke nicht. 5. Fuͤhre mich, o Herr! nich auf 3. Laß die nacht auch mei⸗ und leite, meinen gang nach deinem Aru dinem d du auch! ter und als von! recht ber 6. Me terle, ſa vertand, dir beſch ke hand. wein eh A△△ 7. 8 ſende, mat/! ir wen anter ach tich zu dem hiw 3. 9 ¹ legehre, heileger. nich,„ ſelbſt dil ich henlich, Mel. ⸗ 509 ſendet n bann w ſhlumm r uns nd unſe r die dein gericht, ich dafuͤr er⸗ ugen ch af Ren⸗ „laud drer dooſe 3 it f und deine in ge⸗ dan 2 S und E dankhar le th — tda 1 1 aien udke Sehn m der uou einn e. land 4 —= zacht, Ni 5* — 3 1 nt † den, un * Crgehn 1 1 fnden, 2n ſeeßs,n —2 rath th 4 ihe n geitlc 9 I. Morgenlieder. 383 48 deinem wort, ſey und bleibe du auch heute, mein beſchuͤ⸗ n tzer und mein hert: nirgends, als von dir allein, kann ich recht bewahret ſeyn. 6. Meinen leib und meine ſeele, ſammt den ſinnen und verſand, groſer Gott! ich efehle, unter deine ſtar⸗ ke khand. Herr! mein ſchild, mein ehr und ruhm, nimm mich auf, dein eigenthum. 7. Deinen engel zu mir ſende, der des hoͤſen feindes macht, liſt und anſchlaͤg' von mir wende, und mich halt in guter acht, der auch endlich 6 mich zur ruh, fuͤhre nach dem himmel zu. 8. Hoͤre, Gott! was ich begehre„Vater, Sohn und heil⸗ ger Geiſt, meiner bitt ich, Herr! gewi hre, der du ſelbſt tmich bitten heißt, ſo will ich dich hier und dort herzlich preiſen fort und fort. Nel. Beſt⸗ chl dudeine m. 50 9. L ſey Got der den morgen uns ſendet nach der nacht; der, wann wi 5 oh ne ſorgen ent⸗ ſhtumm iern, fur uns wacht; er uns im ſchlaf erquͤicket, und unſre kraft erneut; Got 1 der die erde ſchmuͦ⸗ fet, und, was er ſchuf, erfreut 2. Der engel heil'ge heere erhoͤhn ihn mit geſang: auf! fingt in ihre choͤre, in ihrer Erdner⸗ urf uube flang! raphim! und pfalter, ins lied der Se⸗ dem Schoͤpfer, dem Erhalter ertoͤnt! lob⸗ ſinget ihm! 1 3. Von dir iſt mie gegeben, Herr, was ich hab und bin: und dies mein irrdiſch leben flieht ſchnell zum tode hin. Bald iſt ſie ganz verſchwun⸗ den, der wallfahrt kurze zeit: doch haͤngt an ihren ſtunden das heil der ewigkeit. 4. O fuͤſſer, hoher glaube: nicht ewig zu vergehn! es ſoll der menſch vom Naube einſt wieder auferſtehn. Ach, laß mich's nie refennen, der hei⸗ l'gen hoffnung voll laß taͤg⸗ lich mich ermeſſen, was einſt ich werden ſoll. 5. Sollt ich nach reichthum trachten? nie komm es in mein herz! nach ehr und wol⸗ luſt ſchmachten? ihr lohn iſt reu und ſchmerz. Hienieden ſchon auf erden ſoll meine ſeele rein, ein tempel Got⸗ tes werden, ganz ihm gehei⸗ igt ſeyn. 6. Zwar dieſes lebens freu⸗ den ſind nicht der chriſten loos: doch iſt in ihrem leiden des Herrn erbarmung gros: wir leiden nicht vergebens, und ſchau'n von ferne ſchon, die wonne jenes lebens, der uͤberwinder lohn. 7. Getroſt, mein Geiſt! ermuͤde in deinem kampfe — nicht: dich ſtaͤrket Gottes hin⸗ S e 384 I. Morgenlieder. de mit kraft und zuverſicht. Ermuntre dich und ſtreite: des ſieges lohn iſt nah! ge⸗ troſt! vielleicht iſt heute des kampfes ende da. 1 Hein erſt ge⸗ 5 IO. M ſaaft ſey preiß und danf; erhebe Gott, d ſeele! der Herr hoͤrt deinen lobgeſang: lobſing ihm, menne ſeele! 2. Mich ſelbſt zu ſchuͤtzen, ohne macht, lag ich und ſchlief in frieden. Wer ſchafft die ſicherheit der nacht, und ruhe fuͤr die muͤden: 3. Wer wachr, wann ich von mir nichts weiß, mein le⸗ ben zu bewahren? wer ſtaͤrkt mein blut in ſeinem fleiß, und ſchuͤtzt mich vor gefahren? 4. Wer lehrt das auge ſeine pflicht, ſich ſicher zu bedecken? wer ruft dem tags und ſeinem licht, die ſeele zu erwecken? 5. Du biſt es, Herr und Gort der welt, und dein iſt unſer leben. Du biſt es, der es uns erhaͤlt, und mir jezt neu gegehen⸗ 6. Gelebet ſeyſt du, Gott der macht, gelobt ſey deine treue! daß ich nach einer ſanften nacht mich dieſes ta⸗ gs freue. 7. Laß deinen ſegen auf mir ruhn, mich deine wege wallen; und lehre du mich ſelber thun nach deinem wohlgefallen. d8. Nimm meines lebens iſt aus: der gnaͤdig wahr; auf dich hoft meine ſeele. Sey mir ein ret⸗ ter in gefahr, ein Vater, wann ich fehle. 9. Gieb mir ein herz vol zuverſicht, erfull mit lieb und ruhe, ein weiſes herz, das ſei⸗ ne pflicht erkenn' und willig thue. knecht nach deinem reiche ſtre⸗ 10. Daß ich als ein getreuer be, gottſelig, zuchtig und ge⸗ recht durch deine gnade lebe. 11. Daß ich dem naͤchſten beyzuſtehn, nie fleiß und ar⸗ beit ſcheue, mich gern an andrer wohlergehn und ihrer tugend freue. 12. Daß ich das gluͤck det d lebenszeit in deiner furcht e⸗ nieſſe, und meinen lauf mit freudigkeit, wann du ge⸗ beutſt, beſchlieſſe. Mel. Wer nur den lieben 3 11 J ein Gott, nun .& iſt es wieder morgen, die nacht vollendet ihren lauf: nun wachen alle meine ſorgen mit meinen pflichten wieder auf: die ruh ſchlaf dahin, und ich ſih wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch iumer auf der erde, wo jeder tag ſein elend hat; und wo ich immer aͤlter werde, bey ſtets verneu ter miſſethat; o Gott! der nich beſchuͤtzt und naͤhrt/ war ich doch deiner liebe werth! 3. Gieb, daß ich dir, Hert/ aufer⸗ kaſten Gohn, ſ. kathen, ſteunde, duwir ſ gieb nuth: d glück erf drch di wel. ſer Hon, ¹cct erkene e m. fean u dn, iden d und durc ſcafft „und an ich tin ſe ſter — 5, und ten! e ſein ſcken fen! r und enn iſt e 1 z n vetztſn daß it ddötne * monnn Ktſli ſütne die ¹ SDcz ic in kehn, efii . dheue, ut ahlnxeaa d ſteut. 1 Dc itug hiit in dinnie und nuua 21* äkeit, na ☛ wermm (acht 8 l. S 1 n, dee nact , kauf: un n ir jeſt= ſoran m „Geot deine einer eſes u. uf ui palen; er tha len. leder Iin wiedral, jdritaht 1☛ 8 ch — iehdi 1 id at ng wieder apracht, ich falle vor ihm nie⸗ I. Morgenlieder. 385 auferſtehe, dir einzig lebe, nicht der welt! es gehe mir ſonſt, wie es gehe, thu ich nur, was dir wohlgefallt: ſchließ mich in deine vorſicht ein, ſo bin ich tod und lebend dein. 4. Vergieb mir, Vater, alle ſuͤnden, dir ich vor dir jemals gethan, und daß ich gnade moͤge finden, ſo ſiehe meinen Mittler an! in deſſen namen fleh ich dich; er iſt dein Sohn, er ſtarb fuͤr mich. 5. Hilf du in allen ſachen rathen, denn, wo waͤr ich mir ſelbſt genug? behuͤte mich vor miſſethaten, vor boͤſer menſchenliſt und trug: fuͤhr' du mich ſelbſt auf eb'ner bahn, und was ich thu, ſey wohlge⸗ 1 an. 6. Bewahre mir leib, ſeel und leben, verwand'te, freunde, haab und gut! willſt du mir kreuz zu tragen geben: ſo gieb dabey mir troſt und muth: doch ſoll mich auch ein gluͤck erfreun, ſo laß es mir durch dich gedeihn. mel. Chriſtus d iſ m. hoch laͤßt der 5 12. N Herr mich le⸗ ben! mit froͤhlichem gemuͤth eil ich, ihn zu erheben: er aun hoͤrt mein fruͤhes lied. 2. Zu ihm entzuͤckt mich der morgenſonne der, der ſie und mich gemacht. 3. Du, Herrſcher, aller wel⸗ ten, nimmſt dich auch meiner an, wie ſoll ich dir vergelten, was du an mir gethan? 4. Wirſt du nach opfern ſchauen? ſie gelten nichts vor dir; du forderſt nur vertrau⸗ en, nur liebe, Gott! von mir. 5. So will ich dir lobſingen, mich deines namens freun, nach deiner gnade ringen, mein ganzes herz dir weihn. 6. O tilge meine ſuͤnden, mein Mittler, Jeſu Chriſt, laß mich den troſt empfinden, daß du mir gnaͤdig biſt. 7. Dir hab ich mich erge⸗ ben; ich freue mich in dir, erfreuender als leben iſt dei⸗ ne guͤte mir.. 8. So fuͤhre mich auch heute auf deiner tugend pfad. Du Ewigweiſer, leite mich ſelbſt nach deinem rath. 9. Nur eins laß mich erfle⸗ hen; das chriſtlich weiſe herz; auf dich ſtets aufzuſehen, in freuden, wie im ſchmerz. 10. Daß ich am erſten trach⸗ te, nach dem, was dir ge⸗ faͤllt, mehr deinen beyfall ach⸗ te, als allen ruhm der welt. 11. Daß ich, dir innig trauend, das gute ſtandhaft thu, und froh, gen himmel ſchauend, denk: Herr, mich ſieheſt du. r12. Bereit, den lauf zu ſchlieſſen auf deinen wink, o Gott, und lauter im gewiſſen: ſo finde mich der tod. R Mel. 386 I. Morg eulieder. Mel. O Gott, du frommer Jeſu! ſuͤſſes 513. O dcht. nun iſt die nacht vergangen, nun hat dein gnadenglanz aufs neue mich umpfangen, nun iſt, was an mir iſt, vom ſchlafe aufgeweckt, und hat nun in bes erd zu dir ſich ausge⸗ reckt. 2. Was ſoll ich dir deñ nun, mein Gott! fuͤr opfer ſchen⸗ fen? ich will mich ganz und gar in deine gnad einſenken, mit leib, mit ſeel, mit geiſt, heut dieſen ganzen tag, das ſoll mein opfer ſeyn, weil ich ſonſt nichts vermag. 3. Drum ſiehe da, mein Gott! da haſt du meine ſeele, ſie ſey dein eigenthum, mit ihr dich heut vermaͤhle; in rei⸗ ner liebes kraft, da haſt du meinen geiſt; darinnen wollſt du dich verklaͤren allermeiſt. 4. Da ſey denn auch mein leib, zum tempel dir ergeben, zur wohnung und zum haus, ach! allerliebſtes leben! ach! wohn, ach! leb in mir, beweg und rege mich, ſo hat geiſt, ſeel und leib mit dir vereinigt 5. Dem leibe hab ich jezt die kleider angeleget, latz meiner ſeele ſeyn dein bildniß einge⸗ praͤget, in guͤldnem glaubens⸗ ſchmuck, in der gerechtigkeit ſo allen ſeelen iſt das rechte ehrenkleid. 6. Mein Jeſu! ſchmuͤcke mich, mit weisheit und mit liebe, mit keuſchheit, mit ge⸗ duld, durch deines Geiſtet triebe, auch mit der demutz mich vor allem kleide an, ſo bin ich wohl geſchmuͤckt, und koͤſtlich angethan. 7. Laß mir doch dieſen tag ſtets vor den augen ſchweben, daß dein' allgegenwart mich wie die luft umgeben, auf daß mein ganzes thun durch herz, durch ſinn und mund, dich lobe inniglich, mein Gott! zu aller ſtund. 8. Ach! ſegne was ich thu, ja rede und gedenke; durch deines Geiſtes fraft, es alſo fuͤhr und lenke, daß alles nur geſcheh, zu deines namens ruhm, und daß ich unverruͤckt verbleib dein eigenthum. ach auf, mein 5 14. W herz und ſinge dem Schoͤpfer aller dinge, dem Geber aller guͤther, dem frommen Menſchenhuter. 2. Heint, als die dunkle ſchatten mich ganz umgeben hatten, hat ſatan mein begeh⸗ ret, Gott aber hats gewehret. 3. Ja, 2 daß er mich freſſen moͤchte, war ich in deinem ſchooſe, dein flugel mich beſchloſe. 4. Du ſprachſt: mein kind, nun liege, trotz dem, der dich betruͤge, ſchlaf wohl,laß dir nicht grauen, du ſollſt die ſon⸗ ne ſchauen.. euen wort das iſt geſche⸗ Vater, als er ſuchte/ anzes 1 urc ſim wit de innuli d† anualkr ian =— t(egneta 1 und gaa * heiſtes ea 1= dlentke, We 4) l dinaa 1 und dejichm. „11eA deinihate G I A. 4. ochipſet eln arher allegitt n Menſäni eint, ash dunnd funden dar. Wie iſt ihre zahl II. Abendlieder. 387 n hen, ich kann das licht noch ſehen, von noth bin ich befrey⸗ et, dein ſchutz hat mich ver⸗ neuet. 6. Du willſt ein opfer ha⸗ ben, hier bring ich meine ga⸗ ben: mein weyrauch, und i mein widder ſind mein gebaͤt und lieder. 7. Die wirſt du nicht ver⸗ n ſchmaͤhen, du kannſt ins herze ſehen, und weißt wohl, daß zur gabe ich ja nichts beſſers habe. 8. So wollſt du nun vollen⸗ den dein werk an mir, und ſenden, der mich an dieſem tage auf ſeinen haͤnden trage. 9. Sprich ja, zu meinen thaten, hilf ſelbſt das beſte rathen, den anfang, mittel und ende, ach Herr, zum be⸗ ſten wende.. 10. Mit ſegen mich beſchuͤt⸗ te, mein herz ſey deine huͤtte, dein wort ſey meine ſpeiſe, bis ich gen himmel reiſe. II. — uf, o ſeele! werde 51 5. A munter! lob iſt immer deine pflicht; denn die ſonne geht zwar unter! aber Gottes gute nicht. Heut auch hat ſie mich genaͤhrt; heut auch freud und troſt gewaͤhrt, vor gefahren mich geſchuͤtzet; mei⸗ ne ſchwachheit unterſtuͤtzet. 2. Stets gefuͤrchtet, hochge⸗ prieſen ſey, mein treuer Gott, von mir! was du gutes mir erwieſen, dankt mein ganzes leben dir. Du haſt, war ichs ſchon nicht werth, dennoch mein gebaͤt erhoͤrt, das ich heut, als ich erwachte, dir in Jeſu glaubig brachte. 3. Gott, da ich voll danfs erzaͤhle, wie ſo gros dein wohlthun warzſtellen ſich auch meiner ſeele die begang'nen ſo gros! denn, Gott, nicht nach thaten blos, auch nach Abendlieder. ihres herzens dichten, wirſt du einſt die menſchen richten. 4. Doch von ernſter reu durchdrungen wag ichs, Gott, mich dir zu nahn. Sieh nicht die beleidigungen, ſieh das blut des Mittlers an! ich ver⸗ laͤugne nicht die ſchuld; doch weiß ich, daß deine huld groͤ⸗ ſer ſey, als unſre ſünden, auch wo ihrer viel ſich ſinden. 5. Gieb nun bis zum frohen morgen meinem leibe ſanfte ruh. Durch dich ſchlaf ich oh⸗ ne ſorgen. Wann ich ſchlafe, wacheſt du. Seel und leib be⸗ fehl ich dir. Walt' allmaͤch⸗ tig uͤber mir. Sey auch du der Gott der meinen, zaͤhl ſie alle zu den deinen. .6. Ach, laß uns kein banges ſchrecken, raͤuber nicht, nicht feuersglut, ploͤtzlich aus dem ſchlafe wecken. Halt uns feſt in deiner hut. Hilf, wann R 2 krank⸗ Abendlieder. verderben. 7. Hoͤre, Vater! ach! er⸗ hoͤre, was jezt mein gebaͤt be⸗ gehrt. O Sohn Gottes! dir zur ehre wird es mir in dir ge⸗ haͤ waͤhrt. Heiliger Geiſt, laß mit vertraun auf des Mittlers blut mich baun. Hoͤr', Drey⸗ einiger! mein flehen. Amen! ja! es wird geſchehen. Mel. In allen meinen The er tag hat ſie 5 16. D geneiget, der hohe himmel zeiget die herr⸗ lichkeit der nacht; in jenen grauen fernen auf unzaͤhlsa⸗ ren ſternen des Schoͤpfers majeſtaͤt und pracht. 2. Auch hier in meiner ſtil le wohnt Gott mit ſel'ger fuͤlle der gnaden gegenwart; er fuͤhret meine ſache, ich ſchlafe oder wache, nach ſei⸗ ner huld und vaterart. 3. Mein Gott von groſſer treue! wenn ich dich kindlich ſcheue, wird mir die nacht ein licht; ich lege meine glie⸗ der in Jeſu namen nieder, mein herz erſchrickt und ſor⸗ get nicht. 4. Gedenke nicht der ju⸗ gend, wann ſie, ſtatt bey der tugend, fand. Durch deine macht und gnade iſt dieſes irrthums bey fehlern ehre ſchade in wahrer buſe abge⸗ bonn „5. Will fleiſch und blut in er uͤnden geſchmack und reizunz der we finden, ſo zeig mir, wiedie dienſ welt mit ihrer luſt vergehet, Herrg wie glaub und lieb' beſtehet, meuſce 45 meine hoffnung untet: 4. 7 I. moin ei 6. Ich kann geruhig ſchla⸗ mchn fen; denn von der ſuͤnden Fott⸗ ſtrafen hat mich mein Gott nigd befreyt. Auch bey gefahr ſehn b und ſtuͤrmen wird er mich im het wohl beſchirmen; ſein arm ſerz ze⸗ ſetzt mich in ſicherheit. 5,8 7. Soll mir der ſchlaf zum ergut leben vermehrte kraͤfte geben, Alniͤc ſo ſchlaf ich ruhig ein; ſoll er ndun mein leben enden, ſo wird hi im Gott mich vollenden, mein ſieha Gott im ſchlaf und tode ſeyn. git dan Mel. O Gott, du tramwe dnd r er tag ſt wie⸗ ) 17. D der hiun und 5 1 dieſen theil des lebens, wie dat f hab ich ihn verbracht? ver⸗ ſhaſt ſtrich er mir vergebens? hab ſ ang ich mit allem ernſt dem guten man en nachgeſtrebt? hab ich viel⸗ ſtez leicht uur nir., nicht meinet und a⸗ icht gelebt? pfüich Wars in der furcht des tea Herrn, daß ich ihn angefan⸗ e gen? mit dank und mit ge⸗ n 3 bät, mit eiſrigem verlän. ſe gen, als ein geſchoͤf von Gott nu der tugend mich zu weihn, unin und zuͦchtig und gerecht, und un h Gottes freund zu ſeyn; älc⸗ 3. Hab ich in dem berufe den une rn 1 A. S üͤl ſeſt uht 5 Iſanan vehh öſig n, 1 2 tihrer l . duh und 1 am dufna enn don h renahneiing ſih nhaen aähl'a zdohfers ger ſil ſerger arart; 4 ic ah ſei⸗ 1 ſ geſr adlich 55 ineglie⸗ weder, und ſor⸗ ſi aitha 9 u dich alam, m ei ſchaſmndee —₰ U bot /u 1 E! 1Nai — wi theil desle = in etut it nir begie * alln antie K= itrcht! i Sum nit da feltbtt 4 ien diij 65 64. II. Abendlieder. 389 Gott mir angewieſen„ durch eifer und durch fleiß ihn, die⸗ en Gott, geprieſen; mir und er welt genuͤtzt, und jeden dienſt gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht weil mich menſchen ſahn? 4. Wie hab ich dieſen tag mein eigen herz regieret? hat mich im ſtillen oft ein blick auf Gott geruͤhret? erfreut ich mich des Herrn, der unſer flehn bemerkt? und hab ich im vertraun auf ihn mein herz geſtaͤrkt? 5. Dacht! ich bey dem genuß der guter dieſer erden an den Allmaͤchtigen, durch den ſie ſind u und werden? verehrt' ich ihn im ſtaub? empfand ich ſeine huld? dtrug ich das gluͤck 1 nif dank ‚„den unfall mit ge⸗ uld 6. kund wie genoß mein herz des! ugangs fuͤſſe ſtun⸗ den? fuͤhlt ich der freund⸗ ſchaft gluͤck, ſprach ich, was ich eupfunden? war auch mein ernſt noch ſanft, mein ſcherz noch unſchuldsvoll? und hab ich ni ichts geredt, das ich bereuen ſoll? 7. Hab ich die meinigen durch ſorgfalt mir verpflt e. tet, ſie durch mein beyſpiel ſtill zum guten unterrichtet? war zu des mitleids pflicht mein herz nicht zu bequem? ein gluck, das andre traf, war dies mir angenehm? 8. War mir der fehltritt leid, ſo bald ich ihn begangen? beſtritt ich auch in mir ein un⸗ erlaubt verlangen? und wen in dieſer nacht Gott uͤber mich deu„bin ich, vor ihm zu ſtehn, auch willig und bereit? 9. Gott, der du alles weißt, was koͤnnt ich dir verheelen? ich fuͤhle taͤglich noch die ſchwachheit meiner ſeelen: vergieb durch Chriſti blut mir die verletzte pflicht; vergieb, und gehe du nicht mit mir ins gericht. 10. Ja, du verzeiheſt dem, den ſeine ſuͤnden kraͤnken; du liebſt barmherzigkeit, und wirſt auch mir ſie ſchenken: auch dieſe nacht biſt du der waͤchter uͤber mir: leb ich, ſo leb ich dir, ſterb ich, ſo ſterb ich dir. Mel. Befiehl du deine w. — rmudet von den 518. E ſorgen, und der che. laſt, die du mir je⸗ den morgen hier auferleget haſt, eilt, Herr, nach deinem willen der koͤrper itzt zur ruh, weint dir vorher im ſtillen dank meine ſeele zu. „Du gabſt verſtand und kräfte zu allem, was ich that; gabſt ſegen dem geſchaͤfte, fuͤr das ich ſegen bat; du wand⸗ teſt allen ſchaden, warſt mir vertraun und licht, und uͤber⸗ gabſt aus gnaden mich dem verderben nicht. 3. Vergiß es nicht, o ſeele R 3 was II. Ab endlieder. was er an dir gethan! wie er, ſo oſt ich fehle, mich fuͤhrt auf eb'ne bahn; wie er von ſei⸗ nem ſitze gern auf mein flehen hoͤrt, und auch der laſt und hitze der kreuzestage wehrt. 4. Mit deinem fluͤgel decke dein kind auch dieſe nacht; auf daß mich nichts erſchrecke; auf daß, wann ich erwacht, und durch den ſchlaf erquicket, mein geiſt, befreyt von gram froh nach den bergen blicket, von welchen huͤlfe kam. 5. Die meinen, weib und kinder, und freund, und haab und gut, auch meinen feind nicht minder nim, Herr, in deine hut. Nie wird dein auge muͤde, nie, Huͤter, ſchlummerſt du! gieb unſerm lande friede, gieb jedem glück und ruh! 6. Verſag; auch dieſe bitte mir, mein Erbarmer, nicht: wann dieſe morſche huͤtte des leibes einſt zerbricht; ſo nimm mich, deinen erben, ins himmels⸗wohnung ein, und laß, v Gott, mein ſterben, dem ſchlummer aͤhnlich ſeyn. Mel. Ich freue mich Pei Aur alle guͤte ſey ge⸗ 5 19. F preiſt, Gott, Va⸗ ter, Sohn und heil'ger Geiſt! ihr bin ich zu geringe; ver⸗ nimm den dank, den lobge. ſang„den ich dir kindlich ſin⸗ ge. 2. Du nahmſt dich meiner an mir gethan, mir mein ge⸗ baͤt gewaͤhret; haſt vaͤterlich mein haus und mich beſchu⸗ tzet und genaͤhret. dem ich dein gedenk, ein ruhi⸗ guͤte. 4. Sey auch, nach deiner und ſchirm in dieſer nacht; vergieb mir meine ſuͤnden; und koͤmmt mein tod, Herr 4 finden. Mel. In allen meinen th. 20 err, der du mir 5* das leben bis geringe der treue, die ich ſin⸗ ge, und die du heut an mir gethan.. 2. Mit dankendem gemu⸗ the freu ich mich deiner guͤte; ich freue mich in dir; du giebſt ein reines herz in mir. befeh⸗ len, nach deines worts ; auf len einher im leben gehn deine guͤte hoffen, im den himmel den preis des glaubens ſehn 4. Ich weiß, an wen glaube, und nahe mich im ſtaube zu dir, o Gott, mein herzlich an, haſt groſes heut heil; ich bin der ſchuld entla⸗ 3. Herr, was ich bin, it dein geſchenk; der Geiſt, mit ges gemuͤthe; was ich vermag bis dieſen tag, iſt alles deine lieb und macht, mein ſchußz Zebaoth, ſo laß mich gnade dieſen tag gegeben, dich lit ich kindlich an! ich bin vielzu mir kraft und ſtaͤrke, gedeyn zu meinem werke, und ſchaßſt 3. Gott, welche ruh der ſee⸗ b — den, geiſt offen, und dort — den/ meint 54* gen dein ne leben u in dein ter, ue aglüc ſehitte nat dune ta — Na [—Ja gatit . lichan, ſ 12 Ar tmu,i „d die lſen An dekean tic uthn Veuchu it Sſt undfüt rrm nen 3 * ttſer un. zott, rchnt d dinaee ſwirtzat 4. mmin n ihr ſollt beginnen, was eurem Schoͤpfer wohlgefaͤllt, II. Abendlieder. 391 den, ich bin bey dir in gna⸗ den, und in dem himmel iſt mein thil. 5. Bedeckt mit deinem ſee⸗ gen, eil ich der ruh entgegen; dein name ſey gepreiſt! mein leben und mein ende iſt dein; in deine haͤnde befehl ich, Va⸗ ter, meinen geiſt. In voriger rer 1 un ruhen alle 521. N waͤlder, vieh, menſchen, ſtaͤdt' und felder es ſchlaͤft die ganze welt: ihr aber, meine ſinnen, auf! auf! 2. Wo biſt du, ſonne, blie⸗ ben? die nacht hat dich ver⸗ trieben, die nacht, des tages feind! fahr hin, ein' and' re ſonne mein Jeſus, meine wonne, gar hell in meinem herzen ſcheint. 3. Der tag iſt nun vergan gen, die guͤld'ne ſterne pran⸗ gen am blauen himmelsſaal: alſo werd ich auch ſtehen, wen mich wird heiſſen gehen mein Gott aus dieſem jammerthal. 4. Der leib eilt nun zur ru⸗ he, legt ab das kleid und ſchu⸗ he, das bild der ſterblichkeit, die zieh ich aus; dargegen wirdChriſtus mir anlegen den rock der ehr und herrlichkeit. s. Das haupt, die fuͤß und haͤnde ſind froh, daß nun zum ende die arbeit kommen ſey: herz, freu dich, du ſollt wer⸗ den vom elend dieſer erden und von der ſuͤnden arbeit frey.. 6. Nun geht, ihr matten glieder, geht hin, und legt euch nieder, der betten ihr be⸗ gehrt: es kommen ſtund und zeiten, da man euch wird be⸗ reiten zur ruh ein bettlein in der erd. droſſen im huy ſind ſie ge⸗ ſchloſſen, wo bleibt denn leib und ſeel? nimm ſie zu deinen Luaden„ ſey gut fuͤr allen ſchaden, du aug und waͤch⸗ ter Iſrael! 8. Breit' aus die fluͤgel bey⸗ de, o Jeſu, meine freude, und nimm dein kuͤchlein ein. Will ſatan mich verſchlingen, ſo laß die engel ſingen: dies kind ſoll unverletzet ſeyn. 9. Auch euch ihr meine lie⸗ ben, ſoll heinte nicht betruͤ⸗ den, ein unfall noch gefahr; Gott laß euch ſelig ſchlafen, um's bett, und ſeiner engel ſchaar. Vo fliehen unſre 522. Saee hin, auch dieſer iſt nicht mehr. Die nacht, der muͤden troͤſterin, eilt wieder zu uns her. 2. Herr! du nur bleibeſt, wie du biſt; du ſchlaͤfſt und ſchlummerſt nicht; die finſter⸗ nis, die uns umſchließt, iſt deinem auge licht. R 4 7. Mein’' augen ſtehn ver⸗ ſtell' euch die guͤldne waffen 39² II. Abendlieder. 3. Dir uͤbergeb ich voll vertraun mich auch in dieſer nacht. Und wofuͤr ſollte mir denn graun? mich ſchuͤtzet deine macht. 4. Hab' ich an deiner gnade nur noch theil, Herr Zeba⸗ oth: ſo fuͤrcht ich keine krea⸗ tur, und ſcheue nicht den tod. 5. Zwar ich erkenne meine ſchuld, mit reue fuͤhl ich ſie. Doch mein Verſoͤhner, deine huld, wie troſtvoll iſt mir die! .6. Ich eil im glauben zu dir hin, und weiß, wie ſicher ich im ſchatten deiner fluͤgel bin. Dein ſchutz bedecker mich. 7. Flieht, finſt're ſorgen, weit von mir! Herr Jeſu, du allein ſey mein gedank“, o weih' dir mein herz zum tempel ein! 8. Vielleicht iſt dies die lez⸗ te nacht in meiner pruͤfungs zeit; dann fuͤhre mich durch deine macht zum licht der ewigkeit. 9. Ich lebe dir, ich ſterbe dir, ja dein bin ich auch todt! du, mein erretter, biſt bey mir, und hilfſt aus aller noth. Mel. Auf o ſeele werdem. 523 Sink in einſt in Ljenen ſchlumer, aus dem keiner mehr erwacht, aus des lebens muͤh und kum mer, todesruh! in deine lich, hier auch litten. zuwachen noch fuͤr zage die ſer zeit. Stets muß ich mic ſtig ſey, wacker, leicht, he⸗ dieſer erde, wann ich nun dunſterblich werde. freyheit giebt; wenn, mit unerhoͤrtem flehen, um mich weinet, wer mich liebt. Staͤrker, als mein freunt im ſchmerz, ſey mein gott⸗ verlangend herz, daß ich ihn gen himmel weiſe, voll von deines namens preiſe. In voriger Mel. 5 24. u nßen ndnenan ſen ſich jezt ſchläͤfrig zu, und ſen ſchon die abendruh, denn die dunkle ſinſtre nacht hat des hellen tages pracht in der tiefen ſee verdecket, und die ſterne aufgedecket. 2. Ach! bedenk! ſchlafen, du, o meines lebens gaſt, ob du den, der dich er⸗ ſchaffen, heute nicht erzurnet haſt? Thu, ach thu bey zei⸗ ten buß, geh und fall ihm daß er aus gnaden dich der nacht; o dann ſchlaf ich an⸗ ders ein. Weg aus dieſes le⸗ 1 3 ntladen.. ſtrafe woll e dir il benspein, wall ich zu der ſel⸗ 3. Sprich: Herr/ reit und frey von den buͤrden des leibes matte glieder gruͤſ gen huͤtten, die, nun gluͤck. 2. Jezt entſchlaf ich, auf fertig machen, Vaier, zu der ewigkeit, daß ich, pilger, ⸗ 3. Gern laß dann den iag mich ſehen, der mir raſt und eh du gehſt unyert 1ag vo mirbe etrac und; deinen wein gefolg 4.7 erlang diente huldu hen lie genug den bu nich en tt hat 3.) ſer, daß d denſte ſtesg auch zu fuß, und bitt ihn, ſorgen, eſu, du i, o un diele ſungs durc dde ere dndt aiſ bey r netd. ☚ dem. antt in Kucher, fugelſ a 4. edeckelr er, ſgne Kſnn E unlnii 1 damen ei ſn voiiag IMI. Neujahrslieder. .39⁸ unverholen, daß ich dieſen i tag vollbracht anders, als du mir befohlen, ja, ich habe nicht betracht meines amtes ziel und zweck, habe gleichfals deinen weg, ſchaͤndlich, o mein Gott, verlaſſen, bin gefolgt der wolluſt ſtraſſen. 4. Ach, Herr! laß mich gnad erlangen, gieb mir, nicht ver⸗ dienten lohn, laß mich deine huld umpfangen, ſieh' an dei⸗ nen lieben Sohn, der fuͤr mich genug gethan. Vater, nimm den buͤrgen an, dieſer hat fuͤr mich erduldet, was mein' un⸗ art hat verſchuldet. 5. Oeffne deiner guͤte fen⸗ ſter, ſende deine wacht herab, daß die ſchwarzen nachtge⸗ ſpenſter, daß des todes fin ſtres grab, daß das uͤbel, ſo bey nacht unſern leib zu faͤllen tracht't, mich nicht mit dem netz umdecke, noch ein boͤſer traum erſchrecke. 6. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken, in dir ſchlaf ich ſanft und wohl: gieb mir heilige gedanken, und bin ich gleich ſchlafensvoll, fo laß doch den geiſt in mir zu dir wachen fuͤr und fuͤr, bis die morgenroͤth' angehet, und man von dem bett aufſtehet. 2. Vater, droben in der hoͤ⸗ he, deſſen nam uns theu'r und werth: dein reich komm, dein will' geſchehe, unſer brod werd' uns beſchert. Und ver⸗ gieb uns unſer ſchuld, ſchenk uns deine gnad und huld, laß uns nicht verſuchung toͤdten: hilf uns, Herr, aus allen noͤ⸗ then. III. mel. Wer nu den lieben 525 T es neuen jahres ₰ ⸗ erſter morgen bricht, meine ſeele! fuͤr dich an, ermuntre dich zu edlen ſorgen, und wand'le auf der tugenddahn. Bleibſt du ihr treu, folgſt du ihr nach, ſo weckt dich einſt ein ſchoͤn'rer 2. Was iſt es anders denn als gnade, daß Gott dir dieſes jahr noch ſchenkt, und dich ſo gern auf ſeine pfade mit treu en vaterhaͤnden lenkt! was Neujahrslieder. iſt es anders als geduld, al nachſicht gegen deine ſchuld? 3. So nutz auch dieſes jah⸗ res tage, als tage deiner pruͤ⸗ fungszeit, daß keiner dich vor Gott verklage, daß keiner dich im tode reut: Gott for⸗ dert, dem denk immer nach! einſt rechenſchaft von jedem tag. 4. Ermuntre dich zu deinen pflichten, ſey zu den ſchwer⸗ ſten auch gefaßt, ſie gern und willig zu verrichten, ſuch dir den muth, beſieg die laſt. R 5 3 Schnell 394 III. Neujahrslieder. Schnell fliehen deine tage hin; ach! unbenutzt laß ſie nicht fliehn! 5 Gebrauch, ochriſt! diet pilgerleben, wozu dirs Gont, dein Gott verliehn; zu tu⸗ gend hat ers dir gegeben, ſo girb's denn auch der tugend in. Sie reichet dir nach kur⸗ zer zeit das ſchoͤnſte loos der ewiakeit. 6. Weih' jede ſtunde dem beſtreben fuͤr dein und deiner hruͤder gluͤck, ſo ſiehſt du einſt auf dieſes leben mit ruhig hei⸗ term blick zuruͤck, und kannſt, o gluͤck! noch ſagen dann: mein werk hier war in Gott gethan. 7. Und ſegneſt noch an Got⸗ tes throne dies jahr als eine zeit der ſaat, empfaͤngſt aus Goties hand die krone, die er fuͤr dich bereitet hat. Drum, chrift halt an in deinem ſtreit, und kaͤmpfe fuͤr die ewigkeit! Mel. Es iſt das heil uns 526 u, Gott, du biſt *. der Herr der zeit und auch der ewigkeiten! laß mich auch jetzt mit freudig⸗ keit dein hoyes lob verbreiten. Ein jahr iſt abermal dahin. Wem dark ich's, Gott, daß ich noch bin? nur deiner gnad und gute. 2. Dich, Ewiger, dich baͤt ich an, unwandelbares weſen! dich, den kein wechſel treffen kann. Wir werden, ſind ge⸗ gehn durch bich; nur du biſ und biſt und bleibeſt. ſegnen. floſſen waͤre. nen jahr, mich vaͤterlich gelei⸗ tet; und wann mein herz voll ſorgen war, mir huͤlf und Von ganzer ſeele preis ich dich: aufs neue uͤbergeb ich mich, Gort, dei⸗ un troſt bereitet. ner weiſen fuͤhrung. tagen! und laß mich deine vaterhuld in Chriſto ferner tragen. Laß mich in deiner gnade ruhn, und lehre le⸗ benslang mich thun nach dei⸗ nem wohlgefallen! 6. Gieb neue luſt und neue kraft vor dir gerecht zu wan⸗ deln. Laß mich, Herr, ſiets gewiſſenhaft mit mir und andern handeln. Dein Geiſt belebe herz und muth, dich, o du allerhoͤchſtes gut, und nicht die welt zu leben. 7. Die welt vergeht; dies reize mich die luſt der welt zu fliehen. lre fr muͤſſe ſich mein geiſt mit ernſt weſen, wir bluͤhen und ver⸗ ich verwandt; im himmel i unveraͤnderlich; du warſt, 3. Herr, ewig waͤhret deine treu, mit huld uns zu begeg⸗ nen; und jeden morgen wird ſie neu, mit wohlthun unszu Ich kenne keinen au⸗ genblick, da nicht von ihr ſteis neues gluͤck, mir zuge⸗ 4. Du haſt auch im verſoſſ⸗ 5. Vergieb mir die gehaͤuf⸗ te ſchuld von den verſtoſſnen bemuͤhen. Der ewigkeit bi Um beſſ're freuden ————-—— meiny laß mi 8.1 zeit k fen. ewigke laufen. Iremi bey d Kohre Mel 52 mond; ſheilen man ſt die zei ektheil da war ungen toſßne nrdit — uühaſteuc 1 X, watin :drann uut [ ur, un teitet. dig =ut dt iic nit, a ¹ K jißen, zicrun nn nihth 1 nuhlaefälet . Siah keue hiu. 1 1 in it muug mn. da A* madt; ſe 527. III. Nenjahrslieder. 395 mein vaterland; dahin, Herr, laß mich trachten. 8. O lehre ſelbſt mich meine zeit recht weislich auszukau⸗ fen. Laß mich die bahn der ewigkeit mit heil'ger vorſicht laufen. Der tage laſt erleich⸗ t're mir, bis meine ruhe einſt bey dir kein wechſel weiter oͤhret. Mel. Allein Gott in der. ott ruft der ſonn und ſchafft den mond, das jahr darnach zu theilen. Er ſchafft es, daß man ſicher wohnt, und heißt die zeiten eilen. Er ordnet jahre, tag und nacht. Auf! laßt uns ihm, dem Gott der macht, ruhm, preis und ehr ertheilen. 2. Herr, der da iſt, und der da war! von dankerfuͤllten zungen ſey dir, fuͤr das ver⸗ ſtoſſ'ne jahr, ein heilig lied geſungen; fuͤr leben, wohl fahrt, troſt und rath, fuͤr fried und ruh, fuͤr jede that, die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies jahr ge⸗ ſegnet ſeyn, das du uns neu gegeben. Verleih uns kraft die fraft iſt dein, in de ner furcht zu leben. Du ſchuͤtzeſt uns, und du vermehrſt der menſchen gluͤck, wenn ſie zu⸗ erſt nach deinem reiche ſtreben. 4. Gieb mir, wofern es dir faͤllt, des lebensruh und heinlen Doch ſchadet mir das gluͤck der welt; ſo gieb mir kreuz und leiden. Nur ſtaͤrke mit geduld mein herz, und laß mich nicht in noth und ſchmerz die gluͤcklichern beneiden. 5. Hilf deinem volke vaͤter⸗ lich in dieſem jahre wieder. Erbarme der verlaß'nen dich, und der bedraͤngten glieder. Gieb gluͤck zu jeder guten that, und laß dich, Gott, mit heil und rath auf unſern Fuͤr⸗ ſten nieder. 6. Daß weisheit und ge⸗ rechtigkeit auf ſeinem ſtuhle throne; daß tugend und zu⸗ friedenheit in unſerm lande wohne: daß treu und liebe bey uns ſey; dies, lieber Va⸗ ter, dies verleih in Chriſto, deinem Sohne! O(ott lobl ein ſchritt 528. G zur ewigkeit, iſt abermals vollendet; zu dir im fortgang dieſer zeit mein herz ſich ſehnlich wendet. O quell! daraus mein leben ſteußt, und alle gnade ſich er⸗ geuß in meine ſeel zum le⸗ en. 2. Ich zaͤhle ſtunden, tag und jahr, und wird mir allzu⸗ lange, bis es erſcheine, daß ich gar, oleben! dich umpfan⸗ ge, damit, was ſterblich iſt in mir, verſchlungen werde ganz in dir, und ich unſterblich werde. 3. Vom feuer deiner liebe R 6 gluth ſchicke; komm doch in deiner ſchreyet uͤberlaut: bald, ach Jeſu, komme! ſo daß dirs gefaͤllt, daß ich mit geendet, und alſo auch von hurtig weiter fort, bis ich 396 III. Neuj ahrslieder. gluͤht mein herz, das ſich ent⸗ zundet, was in mir iſt, und mein gemuͤth, ſich ſo mit dir verbindet, daß du in mir, und ich in dir, und ich doch, immer noch allhier, will naͤher in dich dringen. 4. O! daß du ſelber kaͤmeſt bald, ich zaͤhl die augenblicke; ach fomm! eh mir das her erkalt, und ſich zum ſterben herrlichkeit, ſchau, deine braut hat ſich bereit, die len⸗ den ſind umguͤrtet. 5. Komm! iſt die ſtimme deiner braut, komm! rufet deine fromme, ſie ruft und komm komme dann, mein Braͤuti⸗ gem, du kenneſt mich, o Got⸗ tes Lamm! daß ich dir bin vertrauet. 6. Doch ſey dir ganz anheim geſtellt, die rechte zeit und ſtunde; wiewohl ich weiß, herz und munde, dich komen heiſſe, und darauf, von nun an richte meinen lauf, daß ich dir komm entgegen. 7. Drum preis ich dich aus dank barkeit, daß ſich das jahr dieſer zeit, ein ſchritt noch⸗ mals vollendet, und ſchreit⸗ gelange an die pfort Jeruſa⸗ lems dort oben. 529 err, den die ſon⸗ * nen und dieer⸗ den durch ihren bau volh pracht erhoͤhn! durch deſſe erhob! der engel choͤre nac⸗ zuahmen lallt unſre freude mund erfuͤlll dein lob. 2. Wie, Gott, dein arg die welt bewahre, verkuͤndize der tag der nacht; ein jahr er zaͤhlt dem naͤchſten jahre die groſſen wunder deiner macht. Dein ſtuhl, o Gott, bleibt ewig ſtehen; du bleibſt derſelbez wit vergehen. Wie ſchnell verſir⸗ met unſre zeit; ſchon wieder iſt ein jahr vom leben, das uns dein gnadenrath gegeben, im abgrund der vergaͤnglichkeit. mundes ſtim' unverſtellt das herz auch bey! o land![ſtadt!, gelobe, Gott zu dienen! und du wirſt, wie ein garten gru⸗ nen, den er ſich ſelbſt gepfian⸗ zet hat. Ach, laßt uns nur auf dann uns ſeine gute ſatt. 4. Ja ſchaue, Gott, aus dei⸗ machtwort welten werden, und welten wieder unter⸗ gehn: Herr, den durch laute lobgeſaͤnge der kreaturen gan⸗ ze menge und aller zeiten laut 1 ſeinen wegen ſtets wandeln; und mit ihrem ſegen macht Mel. Wie wohliſt mir,o deinen namen, und unſern 3. Kommt! dies ſey uns ein tag des bundes! dem frommen bunde bleibet treu! und den geliebten unſ res n du. Chtiſt deinen ſattige du zut denne thron holder heit, füͤrſte z. M ſeite/ ften ſ gluck ker w wasd ſie mi nen hoͤhen auf unſer land, daß — — — n adicke) A ingederin 1 der 1 Afd terden deiner deine die len⸗ ſimm 1 ui uft und kon ne! ſo Bräͤuri⸗ „e Get⸗ dir din zanhein git un 3 relß, zich mit d korꝛen den aun a dich ens das jahr nc ren ant noch⸗ dſcnu⸗ dit Jeruſc hen da ge und dla lttrnthent 1 * punde dk = uh ommt . zau tleüite ²z en. Wi ſtale * ſſee zi in. 2e uhr voa and † nadena e. der danist — oum n m g ds da n bundeli T en glüt. a kiü unt =* dden w 12 den unn * it, dein rr enerſc 4 e,m an vegl it Krit in 8 ſir e 2 aat⸗ Mü dias III. Neujahrslieder. 397 du es liebſt; erhoͤre, die in Chriſto ftehen! gieb wie 8 deinen kindern giebſt! Gott, ſaͤttige mit langem leben, den du zum Vater uns gegeben: denn er beſtieg durch dich den thron; drum ſegn' ihn du mit holden blicken! gieb weis⸗ heit, laͤnder zu begluͤcken, dem fuͤrſten, und des furſten ſohn. 5. Tritt den gewaltigen zur ſeite, die um den ſtuhl des fuͤr⸗ ſten ſtehn; daß ihren anſchlag gluck begleite, und ſie der voͤl⸗ ker wohl erhoͤhn; auf alles, was den ſtaat kann bauen, laß ſie mit wahrer ſorgfalt ſchau⸗ en, ſie, die des fuͤrſten auge ſind: der unſchuld flehn, des lands begehren, laß ſie mit wacher ſorgfalt hoͤren, ſie, die das ohr des furſten ſind. 6. Erfuüͤll' mit eifer Zions waͤchter fuͤr deines glaubens lauterkeit, daß noch die ſpaͤ⸗ teſten geſchlechter die predigt deines worts erfreut; den leh rern hilf, daß ihre lehren nie leer an fruͤchten wiederkeh⸗ ren; wir ganz der gottes⸗ furcht uns weihn; laß deinen ſegen auf uns flieſſen; denn, Herr, ſie pflanzen und begieſ⸗ ſen; von dir koͤmmt aber das gedeyn. 7. Den obrigkeiten dieſes landes gieb liebe zur gerech⸗ tigkeit, daß uns die wohl⸗ fahrt jedes ſtandes und unſres flriſſes frucht erfreut. Bild gend! gieb, daß nebſt weis⸗ heit aͤchte tugend in allen un⸗ ſern ſchulen bluͤht! des lan⸗ des hoffnung laß gerathen; da, wo man huͤrger fuͤr die ſtaaten, und deinem himmel chriſten zieht. 8. Ach keinen laß ſein heil verſcherzen, und mache du die thoren klug. Gieb ſuͤſſen troſt bedraͤngten herzen, und un⸗ ſern armen brods genug. Dies unſer flehn ſey ja und amen in Jeſu; denn in Jeſu namen giebſt du, was unſer herz be⸗ gehrt. Gott, unſer Vater, dir zum preiſe ſegn uns auch die⸗ ſes jahr; beweiſe, du ſeyſt es, der gebaͤt erhoͤrt. Mel. Kommt laßt euch hilf, das neue jahr geht an; laß es neue kraͤfte bringen, daß aufs neu ich wandeln kann: laß mich dir befohlen ſeyn, auch darneben all das mein. Neues gluͤck und neues leben pollſt du mir aus gnaden ge⸗ en. 2. Laß dies ſeyn ein jahr der gnaden, laß mich buͤſſen meine fuͤnd, hilf, daß ſie mir nim⸗ mer ſchaden, ſondern bald ver⸗ zeihung find; auch durch dei⸗ ne gnad verleih, daß ich herz⸗ lich ſie bereu, Herr! in dir, denn du mein leben, kannſt die ſuͤnde mir vergeben. auch das herz der zarten ju⸗ 3. Troͤſte mich mit deiner R 7 liebe, — ilf, Herr Jeſu, 530. H laß gelingen, 3 398 III. Neujahrslieder. liebe, nimm, o Gott! mein flehen hin, weil ich mich ſo ſehr betruͤbe, und voll angf und zagen bin. Wenn ich leich ſchlaf oder wach, ſteh br. Herr, auf meine ſacht, ſtaͤrke mich in meinen noͤthen, daß mich ſuͤnd und tod nicht toͤdten. 4. Herr, du wolleſt gnade geben, daß dies jahr mir heilig ſey, und ich chriſtlich koͤnne leben, ohne trug und heuche⸗ ley: ich auch meinen naͤchſten lieb, und denſelben nicht be⸗ truͤb, damit ich allhier auf erden fromm und werden. ſelig moͤge 5. Jeſu, laß mich froͤhlich 4. Auſch auf ſtunden haben acht! wirket gutes, denn die heran, wo man nicht mehr wirken kann. 5. Jezt noch waͤhrt der tag des heils. Trefft die wahl des welt nicht gleich! ſeyd an gu⸗ ten werken reich. 6. Die ihr eure zeit ver⸗ traͤumt, ſie in traͤger ruh ver⸗ ſaͤumt; ſie in eitlem tand ver⸗ wann ihr ſterbt! pflicht ſolgt im goͤttlichen ge⸗ gerafft, eine ſtrenge rechen⸗ enden dieſes angefang'ne jahr, trage mich auf deinen haͤnden, halte bey mir in ge⸗ fahr: ſteh mir bey in aller noth, auch verlaß mich nicht im td, freudig will ich dich umfaſſen, wann ich ſoll die welt verlaſſen. 1 53I. Menſchen unſer Ohne raſt und unverweilt eilt ſchaft. 8. Aber ſo iſt nicht der chriſt, der es in der wahrheit iſt. Ein⸗ gedenk der ewigkeit, kauft er ſorgſam ſeine zeit. g. Jede ſtunde, da ſein geiſt ſich der erde mehr ent⸗ reißt, bleibet, flieht ſie ſchon dahin, ihm ein ewiger gewin. 10. Jede ſtunde, wo er nuͤtz⸗ wayſen beyſpringt, wittwen ſie hin, die kurze zeit, hin, ins meer der ewigkeit. 2. Wellenreich, und ohne ruh ſturzt ein ſtrohm dem mee⸗ re zu; ſchau, wie keine welle bleibt, eine ſtets die andre 3. So vertreibet immerdar dieſes jahr das naͤchſte jahr, und das letzte rauſcht herbey, eh man merkt, wie nah es ſey. ſchuͤtzt, arme peißt; die dau⸗ ert dort ſtets in ihrem lohne fort. u 11. Wohl dem, der an Je⸗ ſum glaͤubt, maͤnnlich kaͤmpſt, ſein fleiſch betaͤsdt, ſeine zeit zu nuͤtzen ſtrebt, Gott und ſei⸗ nem naͤchſten lebt. 12. Wann nun ſeine ſtunde koͤmmt, wird er nicht von angſt beklemmt, daß er nicht ſein nacht kommt, und ruͤcket ſcho beſten theils! ſtellt euch dieſer derot; weh alsdann euch, 7. Der verſaͤumniß eurer richt, wann der tod euch hin⸗ — heil bed vohl! 3 in Het laſen, in dein dein an mel. 53 ten t ten zul hen hit 2. 2 andel andern deyen neuen. 1.1 hlagen au; groſe ſ edecke 4 Kütter. arn di 1 3, ein rint = ſe ineitt * neh dlm. =ir ferne der eurſimz ſelgt i ite ann deina 1 behl den, i 11=, ainn in 11 en=r ſoiſnteh Ader naßehait der ewigti rſärezan. . Aſede ſtunde, F ich der whn T bleibet, iti t cihmeintrun = he ierteei a berſtrirn n 1 une ge us un ältt, rärsiz 1ſd deut,5 tttte Las ten E darn mnint l anitderiitn Sn, nes III. Neujahrslieder. 399 im un leſſen, gern, und ſchaut, Gott! in deinem licht, ewig dort dein angeſicht. heil bedacht; und ſein lauf iſt wohl vollbracht. 13. Wohl ihm er entſchlaͤft Herrn, ſtirbt getroſt, ge⸗ mel. Wach auf mein herz 532. Nuue 1 hid de mten mit ſingen und mit be⸗ ten zum Herrn, der unſerm le⸗ ben bis hieher kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem jahr zum andern: wir leben und ge⸗ deyen neuen. 3. Durch ſo viel angſt und plagen, durch zittern und durch zagen, durch krieg und groſe ſchrecken, die alle welt bedecken.. 4. Denn, wie von treuen muͤttern in ſchweren ungewit⸗ tern die kindlein hier auf er⸗ den mit fleiß bewahret wer⸗ den: 5. Alſo auch, und nicht min⸗ der, laͤßt Gott ihm ſeine kin⸗ der, wann noth und truͤdſal blitzen, in ſeinem ſchooſe ſitzen.. 6. Ach Huͤter unſers lebens! fuͤrwahr, es iſt vergebens mit unſerm thun und machen, wo nicht dein' augen wachen. vom alten bis zum 7. Gelobt ſey deine treue, die alle morgen neue; lob ſey den ſtarken haͤnden, die alles herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater! und bleib mitten in unſerm kreuz und leiden ein brunnen unſrer freuden. 9. Gieb mir und allen de⸗ nen, die ſich von herzen ſehnen nach dir und deiner hulde, ein herz, das ſich gedulde. 10. Schleuß zu die jammer⸗ pforten, und laß an allen or⸗ ten auf ſo viel blut vergieſſen die freuden⸗ſtroͤme flieſſen. 11. Sprich deinen milden ſegen zu allen unſern wegen, laß groſen und auch kleinen die gnaden⸗ſonn erſcheinen. 1². Sey der verlaſſ'nen Vater, der irrenden berather, der unverſorgten gabe, der ar⸗ men gut und haabe. 13. Hilf gnaͤdig allen kran⸗ ken, gieb froͤhliche gedanken den hochbetruͤbten ſeelen, die ſich mit ſchwermuth quaͤlen. 14. Und endlich, was das meiſte, fuͤll uns mit deinem Geiſte, der uns hier herrlich ziere, und dort zum himmel fuͤhre. 15. Das alles wollſt du ge⸗ ben, o meines lebens leben, mir und der chriſten ſchaare zum ſel'gen neuen jahre. IV. — 400 LV. An einem Mel. Was ſorgſt du aͤngſtl. 533 Di dank ich heute Ule fuͤr mein leben; am tag, da du mirs gegeben, dank ich dir Gort, mein Gott dafuͤr. Durch freye gnad al⸗ lein bewogen, haſt du mich aus dem nichts gezogen; durch deine guͤte bin ich hier. 2. Du haſt mich wunderbar bereitet, an deiner rechte mich geleitet, bis an den jez'gen augenblick. Du gabſt mir tau⸗ ſend frohe tage, verwandel⸗ teſt ſelbſt meine klage und meine leiden in mein gluͤck. 3. Ich bin der treue zu ge⸗ ringe, mit der du, Herrſcher aller dinge, ſtets uͤber mich, dein kind gewacht. O Gott, damit ich gluͤcklich werde, haſt du an mich, mich ſtaub und erde, von ewigkeit her ſchon gedacht. 4. Du ſahſt und hoͤrteſt ſchon mein ſehnen, und zaͤhl teſt alle meine thraͤnen, ſchon ehe ich bereiter war; und wogſt, eh ich zu ſeyn begonn⸗ te, eh ich zu dir noch rufen konnte, mir mein beſcheiden theil ſchon dar. — Geburtstage. meine ſuͤnden vorher ewigkeit. 1alen zeiht. treue, fuͤr alles, deſſen ih iſts, daß ich darch ihn heute preiſt. gefriſtet, mit ſtaͤrk und kraſt mich ausgeruſtet, dies, lieher Vater, dank ich dir; daß du mit deinem Geiſte mich ki⸗ gieret, dies alles; Vater, dank ich dir. 8. Soll ich, o Gott, noch laͤnger leben: ſo wirſt du⸗ as mir gut iſt, geben; du aiebſt es mir, ich hoff auf dich. Dir, Gott, befehl ig leid und ſeele; der Herk, Herr, dem ich ſie befehie, der ſegne und behute mich. V. Bey Einfuͤhrung e und Predigers. oͤſer! f 5 34. Erloſer delehdan auf hirten und der herde glhie⸗ 6. Fuͤr alle wunder deiner — anſtel wohla 5. Du ließt mich gnade vor dir finden; und ſahſt dochale von Ale O welche liehe, welch erbarmen! der Herr der welt ſorgt fuͤr die armen, und iſt ein Vater, der ver⸗ mich freue, lobſingt, lobſinget dir mein geiſt. Er ſelder iſt dein groͤßt geſchenke; dein ich denke, und dein, daß er dich 7. Daß du mein leben mit mich wunderbar gefuͤhret/ ines oͤffentlichen Lehrers der, die wir vereinigt zu dr ſchreyn; und unſre bitten, unſte 18:n. ad al. 2 ein dat, u nich r nich, OGeut, werdt, ch daud 8 kait her ˖buned und aͤdl g, ſcon ; Und Agenn. dd mfen eſcaden n de nn due, liſagh ni 1 oht gſten 1oß ic duti = nnd den A reit. ꝓ una *, ni ſita 1 —m☚ꝗ dies ala E leben: ſirt rant i na A rir, ihſ an biitlut der he n 8r eithſe, N c. — — drung ei und Pr ſed uf runder, 12 S ſauit k * rde glue unſre lieder, laß Herr, di wohlgefaͤllig ſeyn! b VI. Bey der Confirmation. 401 t 2. O ſelig, welchen du er⸗ aen waͤhlet, und deinen boten zu⸗ gezaͤhlet! wenn er dein wort aufrichtig lehrt! und wo er fehlt, aus ſchwachheit fehlet, und ſelbſt thut, was man von ihm hoͤrt. 3. So ſelig ſey auch der zu halten, fuͤr den wir jezt die fur alls, haͤnde falten, da er ſich dei⸗ nem dienſt geweiht, und ſol⸗ chen wuͤrdig zu verwalten, ſich binden will mit wort und eid. a. Du ſelbſt mußt ihm ver⸗ moͤgen geben; mit licht und kraft den geiſt beleben, ihn leiten, als an deiner hand: dann macht ſein eifer, ſein beſtreben erſt dich und dei⸗ nen ruhm bekannt. 5. O laß ihn, Herr, durch thums wahn bethoͤret, die wahrheit ſelbſt geruͤhret ſehn; und, wie ſich auch das fleiſch empoͤret, doch ihre ſtege rich⸗ tig gehn. 6. Gieb gnade, daß zu rech⸗ ter ſtunde, dein ſtreng geſetz, aus ſeinem munde, den fuͤn⸗ der wecke; doch dabey des le⸗ bens wort vom gnadenbunde fuͤr ſchuͤchterne gewiſſen ſey. 7. Ach! laß ihn ſeiner arbeit fruͤchte, mit unbeſchaͤmtem angeſichte, nach weiſem fleiſſe reifen ſehn, und bey dem druͤ⸗ ckenden gewichte des amts, die kraft von dir erflehn. 8. Erhalt ihn in den rech⸗ ten ſchranken, in wort, in wandel und gedanken; gieb hm, nur deinen Geiſt zu ſſcheun; von ſeinem vorſatz nicht zu wanken, und bis dich belehret, durch keines irr⸗ ans ende treu zu ſeyn. VI. Bey der Mel. s iſt das heil. 5 3 5 D hier vor dei⸗ 392* nem antlitz ſtehn, ſind, Jeſu, deine glie⸗ der. Blick, wenn vereint wir fur ſie flehn, erbarmend auf ſie nieder! gieb ihnen Herr, — durch deinen Geiſt das gute, das dein wort verheißt, im le⸗ ben und im ſterben. 2. Sie kennen dich, o Got⸗ tes Sohn! und deine heil'ge lehren. mn deinem thron, wann ſuͤnder Iſt freude dort vor Confirmation. ſich bekehren; ſo laß auch heute freude ſeyn, da dieſe kinder dir ſich weihn, und ihren bund erneuern. 3. O laß ſie gnad', und nicht gericht, in dieſer ſtund empfahen, wenn ſie mit giaub und zuverſicht zu dei⸗ nem tiſche nahen. Es ſtaͤrke ſte dies lebensbrod, damit ſie, Jeſu, deinen tod ver⸗ kuͤnd'gen durch ihr leben. 4. Lacht ihnen bey dem ed⸗ len lauf die falſche welt ent⸗ 402 VI. Bey der Conſirmation, gegen, ſo hilfdu hrer ſchwac⸗ heit auf; und wann ſich luͤſte g regen, ſo laß ſie glaubig auf dich ſehn, die welt mit ihrer luſt verſchmaͤhn, und muthig uͤberwinden, z. Zeig Herr, den lohn der ewigkeit von fern den theuren ſeelen, die jezt auf ihre le⸗ benszeit ſich hier mit dir ver⸗ maͤhlen, ſich dir, o Gott Ver⸗ ſoͤhner! weihn; und ſchreib ins buch des lebens ein die namen dieſer chriſten. Mel. Mitten wir im leben 5 36. ſtaͤrke ſie, deine theu'r erloͤſten! laß ſie ihr vertraun auf dich una ſprechlich troͤſten! wach uͤber ihre ſeelen! ſie ſtehn und ſchwoͤren alle dir; Herr! dein eigenthum ſind wir! Heili⸗ ger, Schoͤpfer, Gott! Heili ger, Mittler, Gott! Heili⸗ ger, Gott, Lehrer und Troͤſter! dreyeiniger Gott! laß ſie ni⸗ vergeſſen ihren theuren, gro⸗ ſen eid bey deinem namen! 2. Ach! wie viele ſchwuren auch, feſt an dir zu halten: aber treulos lieſſen ſie ihre lieb erkalten. Verderben ward ihr ende! beſtaͤndig laß dir dieſe ſeyn, die ſich jezt dir ſchwoͤrend weihn! Heiliger, Schoͤpfer, Gott! Heiliger,⸗ Mitiler, Gott! Heiliger, Gott, Lehre „ r und Troͤſter! dreyeiniger Gott! ſtaͤrke ſie, rtaͤrke, Mittler, unagus⸗ zuverſicht„und wahrer t⸗ end! 3. Locken wird ſie nun die welt, Herr, zu ihren luͤſten; ach, du wolleſt ſie mit krat aus der hoͤhe ruſten, laß ſtre⸗ ten ſie und ſiegen! die triebe zu verbot'ner lu fruͤh in ihrer braſt Schoͤpfer, Gott! Heilige, Mittler, Gott! Heiliger, Gort, Lehrer und Troͤſter dreyeiniger Gott! laß ſie ihre weit uͤberwinden! mit uns zugleich in dein un⸗ Mittier, Gott! Heiliger, Gott⸗ Lehrer und Troͤſter! dreyeini⸗ ger Gott? laß ſie nie vergeſ⸗ fen ihren theuren, groſen eid bey deinem namen! Mel. Kommt laßt euch den 5 37 Sey getreu in dei⸗ 2. Sey getreu in deiner lie⸗ die deinen, in des glaubens be gegen Gott, Er dich ge⸗ 4. In der todesnoth laß ſie deine theu'r erloͤſten, daß ihr glaube ſtandhaft blieb, unaus⸗ „prechlich troͤſten! zaͤhl ſie zu deinen todten! einſt fuͤhre ſe ſt daͤmpfe Heiliger, feinde, alle haſſer ihres heils, nged iig traͤg vergänglich reich! Heiliger, Schoͤpfer, Gott! Heiliget/ nem glauben; laß dir deſſen feſten grund ja nicht aus dem herzen rauben: halte treulich deinen bund, den dein herz durchs waſſer⸗ bad feſt mit Gott geſchloſſen hat. Denn wie leicht geht der verfohren, der ihm treulos hat geſchworen. — ſiebt; ſten ube öſt bett Heplan feindel Gott he und lie 3. L ſeiden, gewach ſcheide und ac deine ſo ungede auferle 4*4 4 D ianit ot dwat dlu dig au E 2 kon did, 1 natſe 1 An ihrer t dir der 0 d 1 R. A n, Gent en— he 1 ger Gen 1 eleiſaſ nledenni dernda Ruutler,= Indertath , deine dheutatin ſe 4 uahene nac ider: R thdta 1 eha und † 3 uglag n er dein † glih nit 1 Hrie= fer, Gen ¹ Hali aeh ii ali udenir dT öder t. li ſeu ſeß ſen a n theutn en, grn⸗ un ſam anen! Jomntichn ſceuren* Sm Ihalten: 7 t ſe un yſen feiun Jerderden„ usden ſeat t Itrulic Run 1 der ut St zi on A ens vitlitt am, dein 2 drotn. a ereuit glauhent fn n VII. Bey Trauungen. 57 403 a ſiebt; auch die lieb am naͤch⸗ ſten uͤbe, wenn er dich gleich 9 benübe, jee,wie de — eyland that, als er für die 4 arhiſenin feinde bat. Du mußt, ſoll dir an ungeduld. Selig iſt, wer bil⸗ Denke, wie dein Gott vergeben, auch verzeihn und liebreich leben. 3. Sey getreu in deinem leiden, und laß dich kein un⸗ gemach, keine noth von Jeſu ſcheiden; murre nicht in weh und ach. deine ſchuld groͤſer durch die lig traͤget, was ſein Gott ihm auferleget. b 4. Hat dich kreuz und noth Denn du macheſt betroffen, und Gott hilft nicht alſo fort; bleibe treu in deinem hoffen, halte dich an Gottes wort. lich, ſein herz bricht ihm gegen dich, ſeine huͤlf iſt ſchon vor⸗ handen: wer ſo hofft wird nie zu ſchanden. Hoff auf Jeſum feſtig⸗ 5. Sey getreu bis an das ende! daß dich keine quaal und noth je von deinem Jeſu wende! ſey ihm treu bis in den tod! ach! das leiden die⸗ ſer zeit iſt nicht werth der herrlichkeit, die dein Jeſus dir will geben dort in ſeinem freudenleben. VII. Mel. vom himmel kam m 8 Jott, Schoͤpfer! 53 Stifter heil'ger eh! ſchau auf dies paar aus deiner hoͤh, das vor dir ſteht⸗ den feſten bund hier vor dir ſchließt mit herz und mund. 2. Mit gnade ſchau auf ſie herab, daß ſie zuſammen bis Bey Trauungen. 5. Was ihnen ihr beruf ge⸗ beut, laß ſie mit luſt und heiter⸗ keit in dir, Herr, thun; und dann verleih, daß auch in dir ihr werk gedeih. 6. Und wann des lebens laſt und muͤh auch ſie beſchwert; Gott, lenke ſie, daß jeder dann des andern laſt auf ſeine ins grab vertraͤglich, freund⸗ lich, gleich geſinnt, vor allem gottesfuͤrchtig ſind. 3. Laß ſie einander inniglich ſtets lieben; doch nie mehr als dich. Von untreu auch im herzen rein, keuſch, auch in wort und blicken, ſeyn. 4. Zuſammen laß ſie dir vertraun; zuſammen ibre ſeel erbsun; zuſammen deine huͤlf ſchulter huͤlfreich faßt. 7. Willſt du durch kinder ſie erfreun; ſo gieb zu ihrer zucht gedeihn, daß an den pfaͤndern ihrer eh ihr herz nie gram und jammer ſeh. 8. Herr, leibes frucht iſt dein geſchenk. Laß ſie, ſtets deſſen eingedenk, mit ſorgfalt aͤrger⸗ niſſe fliehn, dem himmel erben auferziehn. erflehn; zuſammen auch dein lob erhoͤhn. 9. Wenn kreuz nach deinem rath ſie druckt: laß ſie darinn 4⁰4 VII. Bey Trauungen. nicht unerquickt tage nach dem leid es fuͤr die ewigkeit. ; gieb heit'r 10. Und einſt(doch unſre bitte fleht, das, Vater, das ge⸗ ſchehe ſpaͤt)! wann ſie der tod trennt; ach! alsdann ſchau beyder thraͤnen an. 1I. Gieß reichen troſt in ihr du, Gott, 7 gemuth; und ſie vereine, der ſie ſchied, der tod, vor deinem f ewig dort in angeſicht au deinem licht. Mel. Mein ganzer geiſt. Szott, Schoͤpfer, deſſen weiſer 539. G rath den ehſtand ſelbſt geord net hat! der du an adam dach⸗ teſt, und eine tugendvolle braut, die du aus ſeiner ripp erbaut, ihm zur gehuͤlfin brachteſt: Stifter! Stifter! dich erhoͤhen, die in ehen dein ſich freuen, durch dich bluͤhen und gedeihen. 2. Wie gluͤcklich lebt ein frommer mann, wann die ſein herz ihm abgewann, die ihm Gott auserſehen! wie gluͤck⸗ lich lebt an ſeiner hand die fromme, die ihm Gott ver⸗ band, ihm hulfreich beyzuſte⸗ hen! heil euch! heil euch! fromme gatten! in dem ſchat⸗ ten ſeiner güte jauchzt mit froͤhlichem gemuͤthe! 3. Ihr ſeyd geſegnete des Herrn. Von euch fliehn haß und argwohn fern. Um euch id! und ſegn eſſchon die laſt ihr traget lich, daß ſie Flehet! fle hoͤren; ſtuͤrmen ſchmerzen lindern; und des kreuzes buͤrde mindern. 4. So das haus ein rehenvolht weinſtock aus; ſo bluͤhn ang ehgenoſſen. euch nicht ermuͤde froͤhlich, munter, ſriſch; wie lunge fruͤhlingsſproſſen, ihr muͤtter! ſorg und muh iſt hier nicht bitter. fehle. lich, treu und zaͤrtlich ſeyn; ein herz und eine ſeele. Hei⸗ Uge, heil'ge, Geiſt der liebe, ihre liebe, trutz des ſpottes, den die welt wagt, mit furcht Gottes. 6. Lenk ab ihr herz von uͤy⸗ pigkeit auf freuden, die man nie bereut, auf freuden ach⸗ hes alter ſey von drückenden beſchwerden frey, noch mun⸗ ter, gleich der jugend. Segne, ſegne, Herr Gott, Vater! Naͤhrer! Rather! Schutz der ehen! gatten die auf dich nut , glaͤnzt holder friede. Haͤuft ſehen. VII. des kreuzes ſic ſie gemeinſchaft het! Gott wirh wehren; ſtrecket weit ſichum en. Rings um um⸗ pflanzen ihren tiſch die kinder Sorgt nicht! ſorgt nicht die viel baͤter zaͤhlt ihr vaͤter aͤhlt 5. Dein rath hat alles wohl bedacht. Nun hab auf ſich auch jeder acht, daß ihm kein ſegen m Laß gatten nicht den bund entweihn, keuſch, fried⸗ ter tugend; und ſelbſt ihr ho⸗ , Vey 340 hartſa ß dad den, d ſär de denk u 12 5 und au zeugt b — 405 1 dättr ih t 1 1 Lritt hite. * 1 treu und un 1 S a und euuſat ledt eit* häilge, diih die ſeit iebe, mah die 4 jie welt ugr ie glich=t. und di kankebißeſan dott ver I it alfſtamn derzufe 1* unt, uſſu dl euc* S gend; ui en ſchat e ſter ey unn cha ni † S erden ſuge liic diunn gett det. s, Hen Gl ein daſ Sc. Juſ Un end Jatan dic *7 8 1 Z eſen. dant ſ M utterl ſoga ſch VIII. Bey reicher Erndte. V Mel. Unſer Zerrſcher unſ. Kott im himmel und auf erden, di chen ſegen erblickt. guͤte dir genug verdanken kann? nimm ein dankbares 9 mit wohlgefallen. 6. Lehr uns auch wohl an⸗ gemuͤthe für die groſſe wohl⸗ that an! unſer mund ſoll ſtets erſchallen: Gott macht ſatt Von der Erndte. zuwenden, was uns deine huld gewaͤhrt; nie zur ſuͤnd es zu verſchwenden, daß es nicht der fluch verzehrt. Uep⸗ pig ſeiner luͤſte pflegen, das beraubt leicht deinen ſegen. 7. Schenk uns auch ver⸗ gnuͤgte herzen; ſtolz und geiz laß ferne ſeyn; laß es keinen neidiſch ſchmerzen, ob auch andre mehr gedeihn. Willig laß mit deinen gaben uns die duͤrftigen auch laben. g. Laß es deinem wort ge⸗ lingen, daß auch wir zu dei⸗ ner ehr, hier ſchon reichlich fruͤchte bringen. Staͤrke du uns immermehr. Schenk uns auch, nach allem leide, dro⸗ ben mehr als erndte⸗freude. mel. Wer nur den lieben 1 ir, dir, du Ge⸗ 54. ber aller gaben, dir, dir gebuͤhret aller dank; du hoͤrſt das ſchrey'n der jun⸗ gen raben, du liebſt der lerche lobgeſang: o neig' auch jezt dein ohr zu mir: du for⸗ derſt dank; ich danke dir. 2. Die kleinſte deiner krea⸗ turen macht deine weisheit offenbar: man ſiehet deiner liebe ſpuren und deine macht von jahr zu jahr; ein jedes gras belehret mich: Gott ſchuf die welt; Gott liebet dich. 3. Du ſorgeſt vaͤterlicher weiſe, Herr, fuͤr die menſchen und fuͤrs vieh; du giebeſt al⸗ 406 VIII. Von der Erndte. lem fleiſche ſpeiſe, du ſorgſt und ſegneſt ſpat und fruh. Auch boͤſen wirfſt du gutes zu; wo iſt ein ſolcher Gott, wie du? 4. Was duͤrr iſt, feuchteſt du mit regen, was kalt iſt, waͤrmt dein ſonnenſchein. Du theilſt die zeiten, wie den ſen, zu unſerm beſten weislich ein. Bey waͤrme, hitze, kaͤlt und froſt gruͤnt, waͤchſt und rei⸗ fet unſre koſt. 5. Kommt, laßt uns bey den vollen ſcheuern, dem Herrn der erndte dankbar ſeyn! laßt uns den bund mit ihm erneu⸗ ern, laßt uns ihm, was er uns gab, weihn. Kommt! laßt uns ſeinen ruhm erhoͤhn. Der Herr iſt gut; ſein lob iſt ſchoͤn. 6. Gieb, Vater, daß uns deine liebe, zu deiner eig'nen freud, erfreut; dein ſegen mehr in uns die triebe zur demuth und zur dankbarkeit. Du haſt uns gnaͤdig guts ge⸗ than; treih uns zur pflicht des guten. 7. Gieb denen herzliches er⸗ barmen, die deine hand mit guͤtern fuͤllt; damit ihr uͤber⸗ fluß der armen bekuͤmmerniß und hunger ſtillt. Herr, der du aller Vater biſt, gieb jedem, was ihm nuͤtzlich iſt. 8. Thu fernerhin auch deine haͤnde, die milden vaterhaͤnde auf. Regier und beſſ're bis ans ende mein herz und gan⸗ zen lebenslauf. Mach in dem ...—— kleinen mich dir treu, daß ih gihn! zum groͤſſern tuͤchtig ſey. ſſad me „9. Beſchutze die geſchenkin fann be guͤter; laß uns die gaben woßl werden gedeyn: laß theure zeit unn z. 2 ungewitter entſernt von un gohlger ſern graͤnzen ſeyn. Verhuͤte turtg krieg und hungersnoth, und toſaln gieb uns unſer taͤglich brod. ien ihn erſe Bey ſparſamer Erndte. 2 ae 542. W 9 gethan; ſo denken Gottes). kinder. Wenn man nigt ind gn reichlich erndten kann; licht ſinder, er uns doch nicht minder. Er neih! zieht das herz doch himmel⸗ in v wärts, ob wir gleich oft zuf nig ia erden bey mangel trautig zu uns 1 werden. 2. Was Gott thut, das iſ wohlgethan: im nehmen und im geben ſind wir bey ihn ſtets wohl daran, und koͤnnen ruhig leben. Er nimmt und giebt, weil er uns liebt, und ſeine haͤnde muͤſſen wir ſtett ne haͤnde: in demuth kuͤſſen.. 3. Was Gott thut, das iſ wohlgethan. Er zeigt uns dſt den ſegen, und ehe man ihn erndten kann, muß ſich di hoffnung legen; weil er allein der ſchatz will ſeyn, er andre Futar, und beſſert die gemuͤther.. 43 Was Gott thut, das it wohlgethan; es geh nach ſ nem willen. Und laͤßt ſch 2 auch zum hunger an; ſo we ſo nimmt i ſerm thl 2.,Ot illſtd keyler —— olſtd miſerm 40 anase dnde, IX. In allg emeiner Noth. 407 5 wichdenh—— er on zu ſilen. Obgleich das deds feld nicht viel enthaͤlt; man eu kann bey wenig drocken, ſatt nennt uns Gottes erben; wie koͤnnen wir verderben? 6. Was Gott thut, das iſt wohlgethan: ſo wollen wir ſtets ſchlieſſen. Iſt gleich bey uns kein Canaan, wo milch und honig flieſſen; doch haben an n aunz unſera ireſ auf ſeiner bahn, und wol⸗ wir genng allhier, wenn Gott das wen'ge ſegnet, und uns lät 1— ſpeſnn verſchafft uns lebenskraft: es mit huld begegnet. 1X. In allge dder der„*Wih a an; ſ a. groſer Gott von n A, bu 543.0 macht! an huld an! laß iich mͤi und gnade reichl ach, ſtrafſt du nernel am eonan fünder, Herr, und heilige zu⸗ ater 3 a das ſen u gleich? es moͤchten einige doch ut! laß es, arg rein vor dir, wie menſchen iha. D 1,umſ rein ſind, ſeyn; drum wollſt d Miin en Idu uns verſchonen! nach un⸗ de mn Bagutn ſerm thun nicht lohnen! 7=S ehe 2u 2. O der du uns erſchufſt! ſo aag neit 4 man paͤltſt du nicht gericht! nur dn ſegeſ err tüm ſinf frevler triffts, Herr, Herr! nede zu ae deldnnn und deine kinder nicht! es albarkeit ejläm m moͤchten ihrer funfzig rein auts g r 1, welant und unentweiht von ſuͤnden ar pfich es hinde nigt ſeyn; drum wollſt du uns ver⸗ſch uuhtſt ſchenen! nach unſerm thun giczesetke. Wabutz nicht lohnen! r ahu 3. O der du ewig biſt! laß, cdgen, nn laß barmherzigkeit ergehen, a kan u und halt inn mit der gerech⸗ unglea n tigkeit! es moͤchten fünf und 1 hainlin vierzig rein, durch fünden guch.* dr an nicht enheiligt ſeyn; drum „, wollſt du uns verſchonen! nach es ber auc dei unſerm thun nicht lohnen. afn B 4. O du Allmaͤchtiger! ſchau h an das arme land, und wende, meiner Noth. te handl es moͤchten ihrer vier⸗ zig rein und unbefleckt von fuͤnden ſeyn; drum wollſt du uns verſchonen! nach unſerm thun nicht lohnen! 5. Ach! unſer Vater Gott! erbarm', erbarme dich! dein ſchnellerwachter zorn trifft uns zu fuͤrchterlich! es moͤch⸗ ten dennoch dreyſig rein und nicht enrſtellt von ſuͤnden ſeyn; drum wollſt du uns ver⸗ ſchonen! nach unſerm thun nicht lohnen! 6. Weltrichter! Schreckli⸗ er! hoͤr unſer jammernd flehn! laß uns nicht ganz vor dir, du Heiliger! vergehn! es moͤchten etwa zwanzig rein, von ſchulden nicht bela⸗ ſtet ſeyn; drum wollſt du uns verſchonen! nach unſerm thun nicht lohnen!. 7. Der uns ſonſt gnaͤdig war! noch immer liegen wir gebuͤckt im ſtaube, flehn und weinen, Gott, vor dir! es moͤchten, ach! doch zehne rein, ſanna wende, Gott, die ausgeſtreck⸗ sund nicht des todes wuͤrdig “—— 1 ÿÿ— 408 X. Bey unfruchtbarer Witterung. ſeyn; drum wollſt du uns ver⸗ ſchonen! nach unſerm thun nicht lohnen. 8. O du Unendlicher! halt hier noch nicht gericht! ver⸗ wirf uns, ach! nicht ganz von deinem angeſicht! es moͤchten unſre kinder rein und dir ihr ſtammeln heilig ſeyn! drum wollſt du uns verſchonen! nach unſerm thun nicht lohnen! 9. Herr, Herr, Gerechte⸗ ſter! weil vor dir keiner iſt, der dich verſoͤhnen kann, als dein Sohn, Jeſus Chriſt; ſo ſchau, ſchau auf ſein blut her⸗ ab! auf ſeinen tod und auf ſein grab! er ſtarb! drum wollſt du ſchonen! nach un⸗ ſerm thun nicht lohnen! 54 Wenn wir in hoͤch⸗ 4. ſten noͤthen ſeyn, und wiſſen nicht wo aus noch ein, und finden weder huͤlf noch rath, ob wir gleich ſorgen fruͤh und ſpat. 2. So iſt das unſer troſt allein, daß wir zuſammen insgemein, dich anrufen, o treuer Gott! um rettung aus der angſt und noth. 31., Und heben unſer augt und herz, zu dir in wahre der fuͤnden vergebung, und aller ſtrafen linderung. diglich allen, die darum hi⸗ ten dich, im namen deines Sohns Jeſu Chriſt, der un⸗ ſer heil und fuͤrſprech'r it. 5. Drum kommen wir, Herre Gott! und klagen dit all unſre noth, weil wir jezt ſtehn verlaſſen gar, in groſet de gros, ſprich uns derſelhn aus gnaden los, ſteh uns in unſerm elend bey, mach uns von allen plagen frey. 7. Auf daß von herzen koͤn⸗ den danken dir, gehorſam ſeyn nach deinem wort, dich allzeit preiſen hier und dort. 8. Ehr ſey dem Vater und dem Sohn, ſammt heil gem Geiſt in einem thron, welch's ihm auch alſo ſey bereit, von nun an bis in ewigkeit. X. Bey unfrucht Gebaͤtlied um Regen. In voriger Mel. Exn groſſem elend 5 45 J kommen wir ge⸗ beugt, doch voll vertraun, zu dir; wir ſuchen dich in unſrer noth, ach! laß dich finden, treuer Gott! barer Witterung. 2. Verwirf uns, ach, het⸗ wirf uns nicht, Herr, Herr. non deinem angeſicht; ſchau gnaͤdig unſern jammer an, dem deine macht nur ſteuten kann. 9 3. Das duͤrre, das zerriſnt lland, von langer hide fgt reu und ſchmerz, und ſuchh 4. Die du verheiſſeſt gni⸗ k truͤbſal, angſt und gefahr. 6. Sieh nicht an unſre ſuͤn⸗ nen wir, nachmals mit freu⸗ . „. berdra ret im Lattwo ll. d— —Dtemx — une 5 drin 4 indäfante Und her nd hei 1 rinn — ke Gott uh unſee nath, t Auperlaſen a 8 ſa„angi —o Sieh nittau 9n ins pndu du e gnaden a, n an ern elend ie, „. alcn glan Aufdajnage dal wi,, mutuhn „d= deanken de lei uc denan 3 iit räſn t. Err cda n Seßu, ſam a, 50 ſiin einen tha Sai in auchalſt ſi n an dis in tit d Ater Vittem en. Deratfuht n uuns iich„n 6— deireu angit S daue ig unſen ju dein wucm 41 V dm dir . Das di— 1 1 ret immer mehr; es duͤrſtet, hand nur ſtaub und aſche auf das land; die erde, die uns ſonſt genaͤhrt, haſt du, o inh himmel auf, beſtimm den wolken ihren lauf, daß ſieſte nach unſrer gegend hin mit das land erfreut, der die zer⸗ X. Bey unfruchtbarer Witterung. 409 verbrannt, ſieh! es verdor⸗ ach, es duͤrſtet ſeerr. 4. Fuͤr regen ſtreuet deine Gott, in erz verkehrt. 5. Gebeugt und mit ver⸗ huͤlltem haupt, der hoffnung und des troſt's beraubt, ſchaun wir die flur und ſind betruͤbt, weil ſie uns ihr ge⸗ waͤchs nicht giedt.. 6. Die ſaaten ſtehn entkraͤf tet da, dem gaͤnzlichen verder⸗ ben nah: bald iſt ihr glanz, ihr friſches gruͤn, ihr ſaft, ihr wachsthum ganz dahin. 7. Wir alle ſchreyn aus tie⸗ fer noth, nimm uns nicht unſer taͤglich brod; hilf uns deinen Sohn, der mit dir herrſcht auf deinem thron; er iſts, der liebreich fuͤr uns ſpricht, drum wende, wende dein gericht. 12. Wir wollen nicht mehr fünder ſeyn, und dir nur unſer leben weihn. Troͤſt uns, o Herr, verlaß uns nicht, und ſtaͤrk uns ſelbſt in jeder pflicht. Dauklied nach dem Regen. Mel. Zerzliebſter Jeſu, w. 5 46 Bereit mein herz .‿o Gott! mit al⸗ len kraͤften, entzeuch den ſinn der irrdiſchen geſchaͤften; auf daß mein lied, das ich dir dankbar bringe, zu dir, Herr! ringe. im elend! du allein kannſt helfer und erretter ſeyn. 8. Thu den verſchloſſ'nen ſegensvollem ſchooſe ziehn. 9. Ja gieb uns noch, zu rechter zeit, den regen, der lechzte erde traͤnkt und ſich in ihre tiefen ſenkt. 10. Straf unſre ſuͤnden nicht, o Gott, mit theurung und mit hungersnoth; vergieb uns gnaͤdig uUnſre ſchuld, du Gott voll liebe, voll von huld. 11. Sey gnaͤdig uns durch 2. Erhebe ſelbſt in andacht meine ſeele; ſo preis ich dich, mein Vater! und erzaͤhle: vie in der noth du unſer flehn erförten⸗ und huͤlf gewaͤhr⸗ 3. Wir ſeufzeten um einen gnaͤd'gen regen, fuͤr ein ver⸗ ſchmachtend land um deinen ſegen: und du erquickſt mit regen unſre ſaaten, daß ſie gerathen. 4. Wir waren undankbar und unſre ſuͤnden, Herr, kon⸗ ten deinen ſtrengen zorn ent⸗ e. zunden, doch willſt du noch nicht nach verdienſten u lohnen ns noch verſchonen. damit §. Du ſegneſt uns, dam S wir aro X. Bey unfruchtbarer Witterung. wir uns bekehren, zu dir und deinen rechten wiederkehren Du hilfſt uns noch von dei⸗ nem gnadenthrone in deinem Sohne. 4 6. Gebeut noch ferner dei⸗ nem reichen ſegen, gieb un⸗ ſern feldern ſonnenſchein und regen, uns ein mit dank und 1e5 erfuͤllt gemuͤthe fuͤr deine guͤte. Gebaͤtlied um Sonnen⸗ ſchein. Gott, du kannſt 547 ☛‿ den himel ganz mit ſchwarzen wolken decken; du kannſt den heitern ſonnen glanz auch wieder bald erwe⸗ cken; halt, ſo du willſt, den regen ein, und gieb uns wie der ſonnenſchein, daß unſer land ſich freue! 1. 2. Die felder trauren weit und breit, die fruͤchte leiden ſchaden; ſie ſind von vieler feuchtigkeit und naͤſſe gan beladen. Dein ſegen, den du uns gezeigt, der ſich betrutt zur erde neigt, ſcheint leider! zu verderben. 4 3. Herr! unſre groſe miſſe⸗ that hat diefes wohl verdie net; jedoch erzeig' uns deine gnad, weil uns dein Sohn verſuͤhnet. Wir kommen, wir erkennen’s nun, wir wollen ernſtlich buße thun, und un⸗ ſer leben beſſen. 1. 4. Gedenk, o Gott! an dei⸗ flehen! freundlichkeit doch nicht ben unſer Vater. Zebaoth! das licht der hei⸗ jezt nach deiner treu, daß auß⸗ ſer dir kein ſegen ſey im him⸗ mel und auf erden. Danklied nach dem Son⸗ nenſchein. Mel. Mun danker alle G. 8 Mein Gott! da 548* biſt gerecht, und bleibſt doch lauter liebe: ſtehts mit uns armen gleich oft fuͤmmerlich und trübe: ſcheints gleich, als daͤchteſt du, bey uͤberhaͤufter ſchuld, nicht meyr an deine treu und raͤterliche hald. 2. Wir menſchen reizen dich mit uͤberhaͤuften ſuünden; und leichwohl laͤſſeſt du uns buld und gnabde finden: wenn du den arm auch ſchon zu ſtra⸗ fen ausgeſtreckt, und der ge⸗ drohte ſchlag der fuͤnder her erſchreckkt. 1 3. Herr! dein erbarmen kañ kein menſchenſinn erreichen; wer iſt dir, Höchſter! gleich; wenn berg und ieſer truͤben zeit! du biſt ne treu, und laß uns huͤlſe t hen! mach deine gnade beh uns neu, um die wir kindlich entzeuch uns deine 5. Gieb uns, o Herr Gott tern ſonne, und uͤberſchutt uns nach der noth mit freude, luſt und wonne: entdeck unz huͤgel wel⸗ chen/ undſca 2 ent 4 ichken n rrüben ei g nd dean Ned uns, ohn und chl das 6 ane. ll wonne, me arein M käinſegn ſii ar: A daufeidn. den e lic uk nen nenſchen de— dedahs en agt wie—. whig nſer= iiſ dhln Sri mm veitt unei m. den= gleit, eler— e iüttün dan Mtehr andeinn nduſ 2 te hul 3 rittſ= hirmanſtan der a erdiuſtiin ahl liſt * Igntlim uc Nn ren kindern ſelbſt donner XI. Bey Donnerwettern. arT chen, wenn erde, ſonn und mond aus ihrem laufe gehn; bleibt deine gnade doch ſtets unbeweglich ſtehn. 4. Wir haben, dir zum preis, nur dies von jahr zu jahren, mein Gott! ohn unterlaß, und jetzo noch erfahren, da du des eifers fluth, nach fuͤndli⸗ chem verdienſt, in ſtetem re⸗ genguß auf uns zu ſchuͤtten ſchienſt. 5. Die wolken mußten ſtets das ſonnenlicht bedecken: wind, regenwetter, ſturm er⸗ fuͤllten uns mit ſchrecken, weil man nur dunkelheit und finſtre nebel ſah; und unſers landes ſaat war dem verder⸗ en nah. 3 5. Doch, Herr! auf deinen wink erſchien die ſonne wie⸗ der; wir ſingen freudenlie⸗ der, und preiſen deine huld, die auch auf unſer flehn bey unſrer kuͤmmerniß ſo gnaden⸗ reich geſehn. 7. Ja, Herr! wir preiſen dich, mit freudigem gemuͤthe. Verſorg uns fernerhin nach baͤterlicher guͤte; gieb uns zu rechter zeit thau, regen, ſon⸗ nenſchein: wir wollen dir dafuͤr von herzen dankbar ſeyn. XI Mel. Wie gros iſt des er maͤchtige, der 549. D Herr der goͤtter, vor dem der engel niederfaͤllt. Gott redet donnernd aus dem wetter, und ruft voll maje ſtaͤt der welt. Anbetend ſinkt der erdkreis nieder; der wald ertoͤnt; es bebt die flur; und blitze ſagens blitzen wieder: Wolf iſt der Herrſcher der na⸗ tur 2. Laß dich auch ſeine ſtim⸗ me ruͤhren, ſey ganz empfin dung, o mein herz! den dank, das lob, die ihm gebuͤhren, entweihe kein unheil’ ger ſcherz. Es rufen Gottes wah⸗ Bey Donnerwettern. gnad und ſegen zu; ſie rufen ſchonend ſichern ſuͤndern: und ihren ruf verſtehſt auch du. 3. Verſtumme, freches heer der ſpoͤtter, furcht und ver⸗ weiflung warten dein. Der Herr iſt Gott! es ſagts das wetter. Die welt, die ganze welt iſt ſein. Ihr bebt, elen⸗ de! wollt ihr fliehen? kein ort ſchuͤtzt euch und euren ſpott. Nichts kann dem Maͤch⸗ l'gen euch entziehen. Er keut, er ſtraft euch, er iſt Gott. Mel. Da danket al aed ⸗ Es donnert menſch, 550. L wer donnert? wer blitzt aus dem wolken⸗ 6 zelt? ſchau auf, ſuͤnder⸗ S 2 wer* 41² XI. Bey Donnerwettern. wer? der Herr, der groſſe Herr der welt. 2. In ſeiner ausgeſtreckten hand liegt ſchweigend die na tur; und erd und himmel iſt im brand, iſt nicht mehr, ſpricht er nur.. 3. Es donnert, Gott, wie ſchrecklich iſt des himels wet⸗ ternacht! es blitzt! es don⸗ nert! Gott, du biſt, und gros iſt deine macht! 4. Gott donnert in des fuͤn⸗ ders ohr; der ſuͤnder hoͤrts und zagt; hebt zitternd kaum ſein aug empor, wann das gewiſſen ſagt: 5. Den, der dich ſchuf, er⸗ nährt und ſchuͤtzt, dich vaͤ⸗ terlich umpſieng, den Gott, der nun am himmel blitzt, den hielteſt du gering. 6. Gott kennt dein herz, und weiß dein thun, er, der die menſchen waͤgt: was biſt du, wann ſein donner nun dich ſchnell zu boden ſchlaͤgt! 7. Verſchone, Herr, ver⸗ ſchone noch der ſuͤnder nur diesmal; barmherzig biſt du, geht, 2 ſchießt! erſchreckt, ſo wiſſ', daß Gott dich vor dem blitz, und ſeinem donner deckt! 11. Der pfeil des Herrn will, und kruͤmmt kein haat, wenn Gott ihm ruft: per⸗ ſchon. 12. Sprich, wann dein iſt ſein gericht! er iſt der Herr! ich halte ſtill! und laͤß im tod ihn nichtt. 13. Des donners koͤnig iſt mein freund; wann er mich ſchnell entruͤckt, ſo weiß ich, daß ers gnaͤdig meynt, und ewig mich entzuckt. 14. Wer himmel ehrt, ſing ihm ein frohes lied; wann er auf ſchwarzen wolken faͤhrt; ſteht/ wann der fuͤnder flieht. mel. O Gott, du frommer Vater doch! zu gros iſt ihre zahl! 8. Bekehre noch ihr boͤſes herz, und tilge ihre ſchuld: erfuͤlle ſie mit reu und guͤte Herr, ſchmerz, und trage noch ge⸗ 9. Vor deines Gottes ma⸗ jeſtaͤt erzittre nicht, o chriſt; wann er in donnerwolken d kraft luft, meer und erde traͤget; der erde, luft und meer wink beweget! auch deine 5 51 O Hichfer⸗ eſſen macht, obſchon bey dei⸗ donner ckend kracht... 2. Denn ob daruͤber gleich luft, meer und erd erſchütte 1 und um ſich blithe 10. Und waß ſein donnem, des geſchutz den freyler tief faͤhrt wunderbar von ſeinen wolkenthron; trifft, wennet Gott dich toͤdten will; gerecht Gott bey ſtilln 2— ☛ —— 2.—— =— — — —— — — — — —— — — * Der jſal h — 1 underhar nn ¹ithron; trſß aitzant — ott ihn m. = Sprich, un (= orduam [3 eriht n 1— ic ſelte i (i aud ijn ii e des donnenst 1ann reund; dan kentrüͤckt, oaf anaͤdiß um (Sich entzuct = Wer Got ki * ———y— an neer duhl e hemehet! 4 d n ehrt, fn . lied; dan en wolk i ma er ſünde h — Gott,dſtn — O ſan —-3³ kailh Ice triget; — — m, reitit an tt, uiſnd Diß de dan 1 ſo darf ein frommes herz doch XI. Bey Donnerwettern. 413 darum nicht erzittern: Schreckt dich des Schoͤpfers macht; ſo denke doch dadey, daß er zu deinem ſchutz nicht minder maͤchtig ſey. 3. Nein, chriſt, du ehrt ihn nicht, wann du zu knech tiſch bebeſt, bey jedem donner⸗ ſchlag in aͤngſten muthlos ſchwebeſt. Sieh deinen ſtar⸗ ken Gott doch nicht ſo macht⸗ los an, daß er im wetter dich nicht auch koſchirmen kann. 4. Gott fuͤhret vaͤterlie der ſaat zum reichen ſegen, der wolken waſſerſchatz, den oft erbaͤt'nen regen, durch wind und wetter her; macht durch der blitze brand nicht nur die luͤſte rein, traͤnkt auch das duͤrre land. 5. Sollt auch des wetters ſturm dir ſchaden drohn, ja bringen; ſo ſuche chriſtlich ſtark, den unmuth zu bezwin⸗ gen. Ohn ihn kann nichts ge⸗ ſchehn, und was durch ihn ge⸗ ſchicht iſt alles nuͤtz und gut; begreifſt du es ſchon nicht. 6. Was iſt, das dir dein nichts mehr fuͤhlbar machen koͤnnte, o menſch, als dieſer grimm empoͤrter elemente? er predigt, ſchwach geſchoͤpf, das doch ſo trotzig iſt, mit lau⸗ ter ſtimme dir, wie klein, wie ſchwach du biſt. 7. Ach, laß in der gefahr, uns deine lieb und macht, o Vater, ſtets beſchirmen! vor allem gieb, daß auch, geh die qefahr vorbey, fuͤr ſegen wie ür ſchut, dir jeder dankbar ſey. Nach dem Gewitter. Mel. Wer nur den lieben es doners ſchre⸗ 95 2. D ckendes gebruͤl⸗ le wird ſchwaͤcher und die bli⸗ tze fliehn; bald ſchmuͤckt bey angenehmer ſtille, der ſonne glanz das feuchte gruͤn. Herz! heiſchet dies nicht deinen dank? heiſcht dies nicht dei⸗ nen lobgeſang? 2. Die frohe heerde bloͤckt ſchon wieder! ein chor der voͤ⸗ gel ſchwirrt und ſingt nur von dem Herrn verſtand'’ne lie⸗ der. Ihr munterer geſang durchdringt der ungemeſſnen luͤfte kreis, dem ſegensgott zum ruhm und preis. 3. O ſeele: preiſe den Er⸗ retter, der ſeine groſſe kraft bewies; den ſtarken Gott, der ſich im wetter, ſo majeſtaͤ⸗ tiſch hoͤren lies, der ſelbſt des blitzes ſtrahlen lenkt und auch im zorn der gnade denkt. 4. Drum auf! und des Allmaͤcht'gen guͤte nim ſelbſt im ungewitter wahr. Dem frohen forſchenden gemuͤthe ſtollt ſich ein groſſer ſchauplatz bey donner, blitz und ſtuͤrmen, 1 dar von ungezaͤhlter ſegens⸗ S 3 ſpur, XII In Waſſersnoth. 414 ſpur, zum labſal aller krea⸗ 7. Gott! wie bringt unsſß haht tur.„eiche ſegen der blitz herab aus hil⸗ 5. Wann bey erhitzter duͤn⸗ deiner hand! er bahnt den 1. ſte gluͤhen, ſowohl die men⸗ weg wohlthaͤt'gem regen, und and ſchen als das vieh den odem fruchtbarkeit ſtroͤmt auf daz blut matt und keuchend ziehen; land. Dir werde, wo der Uns wie froh, wie munter werden frevler zagt, vom chriſen lu ſte, wenn in die aͤngſtlich freudig dank geſagt. uſte ſchwuͤle luft der donner kuͤhl! 8. Sprichſt du, o Gott, nicht. winde ruft: mehr aus wettern; dein zotn feht 6. Wie lieblich hebt ſich das bleibt ſchrecklich füͤr und füt. ſehn getreide, getraͤnket durch den Droht nun kein blitz uns zu de regenguß; und wie vergnuͤgt zerſchmettern; ſo bleibet doch doc⸗ betritt die weide der neube⸗ die furcht vor dir. Biſt du, ſilat lebten thiere fuß! der mun Herr, meine zuverſicht, ſo me tern voͤgel lautes heer ſingt ſchreckt mich nichts, ſo zng„ froher des Erhalters ehr. ich nicht. 94 — duae nen XII In Waſſersnoth. b 6 Mel. Auf meinen lieben daß unfre ſtaͤdt' und ſecken nict 553 Die waſſereznorh voll angt dafür erſchrecken. nn 3 iſt groß! ach 4. Vergieb uns unſte ANiui Goit! wir flehen blos zu dir ſchuld, und hab' o Herr ge⸗ duch und deiner guͤte, daß ſie uns duld, laß Chriſti blut verſuüh⸗ 2. jezt behuͤte; da alles ſich er⸗ nen, was wir mit recht ver⸗ nne gieſſet und ſchrecklich auf uns dienen; befrey uns, deine aſee ſlieſſet.— ſſchaafe, von der verdienten dein 2. Das waſſer, wie ein ſtrafe. und meer, rauſcht ungeſtum da⸗ 5. Herr! deines zorns ge⸗ der her; wird alles uͤberſchwem⸗ walt verdirbt uns allzubald: luft men; wer will die fluthen ach, laß, um Jeſu willen, ſich tozen hemmen? was kann davor ſtärm ind wellen ſtillen! Hilf, zaler beſtehen? Herr, hilf uns Vater! hilf uns allen; laß enoe wir vergehen! das gewaͤſſer fallen!. 3. Bald raubt die wilde! 6. O Gott! ſieh an die delde fluth uns leben, haab und noth! das elend und den tod; ſiwie gut, wir ſehen ſtroͤhme ſlieſ⸗ den wir vor augen ſehen⸗ laß iict ſen, die ſich ſo ſehr ergieſſen, dir zu herzen gehen 3 10 ia d ◻ z 2 Nacchſt du 4 tz wanrn 4 ,— tnciginn een mn kai ü agi ettern; ſäß de dtmre un. 12 und ſay fen lß Ehrlbe at wirnüm ; beſtey m. , dun mm 11 err dinan Aerdttt XII. In Waſſersnoth. 415 nah ſind wir dem ſterben hilf⸗ Anhi hilf, eh wir verderben! 7. Du lieſſeſt, Gottes lamn! an deinem kreuzes ſtam, dein blut fuͤr fuͤnder flieſſen; laß uns itzt des genieſſen! aus goͤttlichem erbarmen eil’ bey. zuſtehn uns armen! 8. Ach, guter Geiſt! wir mehn, laß deine huld uns ſehn! mach unſrer angſt ein ende, und rette uns behende! do⸗, ſollen wir verderben, ſo laß uns ſelig ſterben! Mel. Was mein Gott will 4 NMair ſtehn in noth; 55 4. laß uns, o Gott! die fluth nicht uͤberſchwem⸗ men? niſ und in acht, wehr ihrer macht; du kannſt ſie leichte hemmen; verbhirg jezt nicht dein angeſicht, gedenk an uns in gnaden Die tiefe draͤut uns allbereit mit ein⸗ bruch, noth und ſchaden. 2. Zwar machen wir durch unrecht hier, das land dem waſſer offen; drum rauſcht dein grimm mit ungeſtuͤm, und angſt hat uns betroffen; der ſuͤnden hauf erh ot den lauf des ſtroms, der ſchnellen wogen: allein verzeih, aus vatertreu, die ſich uns nie entzogen. 3. Sey unſer Hort, nach deinem wort, um Jeſu Chri⸗ ſti willen; wenn der uns itzt nicht ſelbſt beſchuͤtzt, wird nichts die wellen ſillen. Du mußt allein der ſchutzherr ſeyn fuͤr unſer gut und leben; wir wollen dir, o Herr, dafuͤr dank, preis und ehre geben. Nach uͤberſtandener Waſſersnoth. Mel. Nun danket alle S. *„Lob, ahr und dank 555.» ſey dir, ogroſer Gott! geſungen, daß du durch deine macht die wilde fluth bezwungen. Es tobete der wind, das waſſer ſchreckte ſehr, die wellen rauſchten ſchon faſt uͤber uns daher. 2. Doch mitten in dem zorn beweiſeſt du erbarmen, es brach dein vaterberz; duzeig⸗ teſt an uns armen, daß du vön herzen doch die menſchen nie betruͤhſt, und im berruͤben auch ſie, als ein vater, liebſt. 3. Dein Sohn war unſer fels, auf den ſich unſer hoffen ganz ſicher gruͤndete, drum iſts auch eingetroffen: der ſturm erſchuͤtterte, doch fiel das haus nicht gar; weil es auf dieſen fels des heils ge⸗ gruͤndet war. 4. Nun iſt der ſturm vor⸗ bey, die fluth hoͤrt auf zu to⸗ ben. Gott, du haſt ſie bedroht, mit ſtarker hand von oben. Die waſſer laufen ab, der menſch wird wieder froh, der voll von furcht und angſt, zu hohen orten floh. 8 g5. So ſey denn nun ge⸗ S 4 preiſt, 416 XII. In Kriegszeiten. preiſt, o Vater aller guͤte! nimm an, was wir dir itzt aus dankbarem gemuͤthe fuͤr dei⸗ ne groſe treu zum op er brin⸗ gen dar: ſelbſt unſer herz ſoll ſeyn der lob⸗ und dankaltar. 6. Wir ruͤhmen deine macht; denn die gebot den wellen, daß ſie ſich legeten, und uns nicht konnten faͤl⸗ len; du ſpracheſt nur ein wort: bis hieher ſollt ihr gehn! da konnten wir uns gleich frey und errettet ſehn. 7. Dies hat der Herr ge⸗ than, der fluthen auch gebie⸗ en und ſie bezwingen kann, mann ſie aufs ſtaͤrkſte wuthen. Nun wiſſen wir gewiß: er iſt der Herr und Gott, der wind und meer beherrſcht, der Herr Gott Zebaoth. 8. Es ſoll, Herr! deine ſen, von uns nicht nur anſen, ſchall ſo lang wir ſind; a und kindeskind. allein zur ehre leben, und ſtrafen ein, und laß in da⸗ ner hand uns eingezeichnen ſeyn. treuem dienſt; gieb neue fruchtbarkeit, und ſchenk auf dieſe fluth uns ſegensvolt zeit. — XIII. In Kriegszeiten. Mel. Ach Gort vom Z. . 5 5 6 AG Gott! wir tre⸗ *oten hier vor dich mit traurigem gemuͤthe: wir bitten dich demuthiglich, rett uns durch deine guͤte. Schau, wie die groſe kriegsgefahr ſich zu uns naht, und wie ſie gar uns zu verderben draͤuet. 2. Gedenke, Vater, jezt nicht mehr, daß wirs verdie⸗ net haben. Gedenke nicht, daß wir ſo ſehr die uns ver⸗ ſo lange zeit zur wolluſt, pracht Und uͤppigkeit undank⸗ barlich misbrauchet. 3. Wie oͤfters iſt der neben⸗ chriſt Zedruͤcket und betrosen/ durch ſchein des rechts, ge⸗ walt und liſt das ſeine ihn entzogen! darum iſt nun dein zorn entbrannt, die uͤnde, die wir nicht erkannt wird oͤffentlich vergolten. that um Jeſu Chriſti willen, lieh'ne gaben geſchaͤndet und auch kuͤnftig ſeyn geprieſen. Der ruhm von dieſer huͤlf et daure immerfort, bey kind 9. Wir wollen dir hinfon nicht mehr, wie bisher, mt ſunde widerſtreben; ſo halt denn ferner auch mit deinen 10. Erfreue nun das land, das du bisher betruͤber; erqui⸗ cke, Herr! dein volk, das ſich dir ganz ergieber zu enig huͤlſ', die du uns jezt erwie. 4. Verzeih uns ſolche miſſ⸗ e ar uns gelitten hat, r, der fuͤr uns g dn — 9, dew un Wir volen 1 en uur ehn mehe, nii t? ferna uan un Am en, mh di a dund un ih 1 2 hen un 2. Du hisßerennt, V 1 herr deuuie triſr ganz at rin anz zm dient; 8 d— tharkeit, mce c funh us ſe in* —— — . agszeite 6. inge zei ut rt ur t Und üyigtät n ch misbraug Wie iſtersſti — * — — an — ——. —= — —— — dſih: Aund l 688 s 7 We n derirt. zu jederzeit mit dankbarkeit XIII. In Kriegszeiten. 417 kann deinen zorn nur ſtillen. Das Lamm, das unſre ſuͤnde traͤgt, die du ihm ſelbſt haſt auferlegt, hat ſie ja, Gott, verſoͤhnet. 5. Um ſeinetwillen ſchone du; erhoͤre unſre klagen. Verleih uns wieder fried und ruh, und wehre allen plagen. Erbarm, o Herr, erbarme dich, und rett' uns alle gnaͤ⸗ diglich von krieg und kriegs⸗ beſchwerden. 6. O Gott! du kannſt der fuͤrſten herz wie waſſerbaͤche lenken. Ach laß ſie einſt der voͤlker ſchmerz recht vaͤterlich bedenken! ſprich du ſelbſt ih⸗ nen mäͤchtig zu, daß ſie auf ih⸗ re laͤnder ruh und wohlfaͤhrt ernſtlich denken. 7. O Herr, wir fallen dir zu ſuß, du wolleſt uns erhoͤ ren: gieb, daß wir uns mit wahrer buß in ernſt zu dir be⸗ kehren, damit wir nicht an unſerm theil ſelbſt unſer eig⸗ nes gluͤck und heil, den theu ren frieden, ſtoͤhren. 8. Breit wieder aus um un⸗ um Jeſu Chriſti willen! denn dein, o Herr, iſt allezeit, von ewigkeit zu ewigkeit, das reich, die macht und ehre! Mel. Wer nur den lieben Es zieht, o Gott, 5 57. ein kriegsgewit⸗ ter jezt uͤber unſer haupt ein⸗ her. Biſt du, Herr, hier nicht unſer retter, ſo iſts fuͤr unſer land zu ſchwer. Sieh! wie die fuͤrſten ſich entzwey'n, und ſich zu unterdruͤcken draͤu'un. 2. O laß mich hier allein, o Vater, auf dich und deine vorſicht ſchaun; auf dich, den maͤchtigſten Berather, und nicht auf menſchen huͤlfe baun, die ohne dich uns gar nichts nuͤtzt, die nur durch dich uns kraͤftig ſchutzt. 3. Kein blinder Zufall herrſcht auf erden; du biſt es, der die welt regiert. Laß uns der feinde ſpott nicht werden, die ſtolz und neid zu uns gefuͤhrt. Seid boͤſe, voͤlker, ruͤſtet euch! ſey du fuͤr uns, ſo fehlt ihr ſtreich. 4. Die allerfeinſten krieges⸗ ſer land die fuͤgel deiner gna⸗ den. Beſchutz und ſegne je⸗ den ſtand. Laß nichts uns weiter ſchaden. Wir wollen ſolche guͤtigkeit und vatertreu erheben. 9. Dies ades, Varer, werde wahr: du wolleſt es erfullen. erhoͤr und hilf uns immerdar liſten vereitelt leicht dein wei⸗ ſer rath. Nie wird der feind das land verwuͤſten, das dich, Gott zum beſchuͤtzer hat. Durch dich hat oft die kleinſte macht ein groſes heer zur flucht gebracht. 5. Was hilft der feinde gro⸗ ſe menge? was hilft dem rie⸗ ſen groſe macht? der roß und S wagen 418 XIII. In Kriegszeiten. wagen ſtark gedraͤnge iſts nicht, was ſieg und heil ver⸗ ſchafft. Der menſch vertraut darauf zwar gern; jedoch der ſieg kommt nur vom Herrn. 6. Drum werf ich mich in deine arme, du Vater der harmherzigkeit! und flehr voll vertrau'n! erbarme dich üͤber uns zur ſchweren zeit. Laß gnade doch fuͤr recht er⸗ gehn: ſo bleiben wir noch aufrecht ſtehn. 7. Doch ſindet, Herr, dein weiſer wille noch ferner zuͤch⸗ tigungen gut; wohlan, ſo ſchweig ich und bin ſtille bey dem, was deine vorſicht thut. Ich, dein geſchoͤpf und auch dein kind, weiß, daß es va⸗ terſchlaͤge ſind. 8. Die kleine einſicht mei ner ſeele, Allweiſer, ſchreibe dir nie vor. Hilf, daß ich nie ſo gröblich fehle; ſo groͤblich fehlet nur ein thor. Itt gleich, was deine weishen thut, mir oft ein raͤtzel, iſts doch gut.. 9. Nicht grimmig, ſondern nur mit maaßen, ſind deine ſtrafen eingericht. Du wirſt uns nicht verinlgen laſſen! nein, Vater, nein, das thuſt du nicht! wir ſollen nur durch angſt und pein gelaͤutert, nicht verdorben ſeyn. 10. Zuletzt wird jeder ſa⸗ gen muſſen: das hat Gott, unſer Gott, gethan, ſo hrach das vaterland. Mel. Wann mein ſtuͤndl. o Herr, vor uns verdorgen! nicht? weißt du nicht unſre du uns ganz verderben? fuͤllte. Ach, aller herz iſ freudenleer, und keine ruß erquickt uns mehr! ſie iſt von ins gewichen. 3. Gefahr umgiebt uns in der nacht, und waͤchſt mit ſe⸗ dem tage; ſind wir vom kur⸗ zen ſchlaf erwacht, ſo macht auch unſre plage. Der har⸗ ten kriege wilde wuth dioht uns mit feuer und mit blut, zen. 3. Du kannſt es, oHerr ze⸗ den, uns zu erretten, unſre noth zu unſerm den. allmäͤchtig ſteuern. 4 ——* und niemand kann uns ſchu⸗ er, nach verborgnen ſchlu ſen, zum beſſern ziele leich die bahn! zuletzt errettet dei ne hand, barmherz'ger Gott 558.H Pan anaaſtn vernimmſt du unſre ſeufzer ſorgen? Ach iſt durch unſte ſuͤndenmacht dein fuͤrchter⸗ lichſter zorn erwacht? wilt 2. Der krieg im blutigen gewand verheeret die gefllde; die haͤrtſte armuth druͤckt das land, das ſonſt dein ſegen ——— baeh! es ſteht in deinen hän⸗ gluͤck zu wen⸗ Du kannſt dem elend, das uns druͤckt, das dein ge⸗ richt uns zugeſchickt, allein ern au teadeta — r kritg inſt *—, lerzenndi ſe anaußni t, ung a leer, unie uns mife i arichen. . fadr uwiite ¹ i, und ritir mnt; ſind virte aſ erwat, iſte hlae 1. dr fantat „1 ns une ege viden fuuer ndnt mnd kan ai 1 b rkanni. M ats fegein iu m enn, *. uim lt I drich don * a V gebeut, ſo rede doch! was du verſchwinden. XIII. In Kriegszeiten. 419 5. Es haben lanzen, ſpies und ſchwerdt, womit de feind uns drohte, ſchon oft in ſicheln ſich verkehrt, ſo baid dein wink gebote; allmaͤchtig biſt du immer noch, ach, ſo ſprichſt, muß geſchehen. 6. Vergieb uns gnaͤdig un⸗ ſre ſchuld, vertilge unſre ſuͤn den; trag uns mit langmuth und geduld, laß allen zorn Ach daͤmpfe unſrer feinde wuth, loͤſch aus des krieges wilde glut, eh ſie uns ganz verzehret. 7. Gieb deiner gnade theu⸗ res pfand, gieb uns den frie den wieder. Errette das bedraͤngte land, erhalt und unſre guter, damit wir dir, von augſt befreyt, die opfer unſrer dankbarkeit in ſichern tempeln bringen. 8. Regiere du ſelbſt unſern finn,, daß wir uns dir erge⸗ ben, der laſter bahn bedacht⸗ ſam fliehn, und ſtets nach zu⸗ uns allen ein feurig lied er⸗ der ſchallen, der unſer wohl be⸗ denket, und uns den frieden ſchenker. Wie ſchreckte Gottes 2. ſo hand das werthe vaterland! der krieg hat es verheeret, und bis aufs mark verzehret, doch Gott hat es gewendet, Gott, der den frieden ſendet. 3. Dankt jezt und immer⸗ dar, ihr, welche die gefahr des krieges hart geplaget, zerſtreuet und verjaget! um frieden euch zu ſchaffen, zer⸗ brach Gott ſelbſt die waffen. 4. Lobſingt Gott Zebaoth! loyſinget unſerm Gott! das rachſchwerdt legt er nieder; fuͤhrt uns den frieden wieder, und nebſt ihm heil und ſegen, mit neuer huld entzegen. 5. Nun, Gott! wir loben dich, und danken ewiglich, daß du, auf unſer flehen, uns huldreich angeſehen, und uns den edlen frieden zu un⸗ ſerm theil beſchieden. gend ſtreben. Wir laſſen dich, Erbarner, nicht, bis uns dein huldreich angeſicht zum ſegen wieder ſtrahlet. Nach wieder erlangtem Frieden. Mel. Auf meinen lieben 3 3 59. Lofng⸗ Hant Ze⸗ baoth, lobſinget unſerm Gott! dem muſſe von 6. O, mache du ihn feſt, Gott, der und nicht verlaͤßt, und tra auch mit verſchonen, daß wir hier ſicher wohnen, und, als des himmels erben, auch einſt in frieden ſterben. 7. Dein geiſt mach uns be⸗ relt, daß wir zu keiner zeit in deinem dienſt erkalten, dein wort beſtaͤndig halten, und nicht mit neuen ſuͤnden des krieges wuth entzuͤnden. S 6 8. 420 XIV. In Theurung. „. O Herr, Gott Zebaorh ſaͤberfiüßig haben, Nis dh. 9 Herr, du unſer Gott, laß wir dich dort oben in vollen fen, deine friedensgaben, uns ffrieden loben. fen. ſen, red.. XIV. In Theurung.— Mel. Schwingt heilige g.(5. Gott, unſer heil! ach 560 Du beſter troſt der wende der zeiten ſchmerm Me * armen! Gott![lauf! thu deine milden haͤnde 56 Schoͤpfer aller welt, du Va den ſchatz der allmacht, auf.) ter voll erbarmen, der ewig Was nur ein leben hat, naͤhe lict. glauben haͤlt! du, du erhoͤrſt du mit wohlgefallen. Nahr ſch! gebaͤt. Hoͤr' dann, was unſer uns auch; ſchaff uns allen ten. glaube zu dir itzt aus dem bey unſerm mangel rath. al ſtaube in unſern noͤthen fleht. 6. Herr, der du uns auch nache 2. Uns bringen unſre ſun⸗ ſchufeſt, hoͤr unſer angſige⸗: 2 den itzt angſt und herzeleid. ſchrep! Allmaͤchtiger, du ru⸗ ſeuch Gott, Richter! wir empfin⸗feſt dem nichts auch, daß es der! den, was uns dein wort ge⸗ ſey. Uns helſen iſt dir leicht. ſchon draͤut. Im fruchtbar'n lande Du kannſt dem mangel weh⸗ ſehel ſoll die ſaat nicht denen rei ren, in uͤberfluß ihn kehren, di fen, die ſuͤnd auf ſuͤnden haͤn⸗ wanns uns unmsͤglich 3. ſen, und unſer maas iſt voll. deucht. ſarng 3. Ach, unſer ſundhaft le. 7. Laß alle frucht gerathen, nit ben verklagt vor dir uns hart. und bald un s hulfe ſehn; er: uund Doch ſchonen und vergeben, quicke du die aaten, die eizit 0ge iſt ja der vater art. Und, ſo traurig ſtehn. Herr, haut daß rechter Vater! du biſt gut ſelbſt das land; traͤnk es mit 4 vor allen vaͤtern, und neigſt thau und regen, und fuͤlles aur ſelbſt uͤbertretern dein herz an mit ſegen aus deiner mil⸗ auch bald wieder zu. den hand. 3 dun .4. Wenn ſie mit ernſter 8. Erhoͤr uns kroͤne! kroͤn fur keue zu dir um huͤlfe ſchreyn: ne das jahr mit deinem gut! ſon ſo willſt du bald aufs neue ihr und unſer herz gewoͤhne, daß 3 Gott in Chriſto ſeyn. Herr, es in dir ganz ruht; ſich deins nſ unſre zuverſicht! zu dem wir wohlthuns freut, dich ſirebt ſein alle ſtehen! auf den wir alle zum Gott zu haben; gern aler ſehen! hilf uns! verlaß uns mittheilt; deine gaben durch unr nicht! b mißbrauch nie eniweit. ſa 4 1 9 Zzett, unſe 1 t zeiten ¹ a huliate 11 ² n de i r iherfß it Imn uns un Felle ſtrttan * Ju züljſ 1 r 1 diß ans * 1 ſits. han T land; tüte diſth yzgen, mi 20* r en aus dii. A der* ieun line n.nt e ahr wit dinn tr a her ſerihn 2 ſen n ſth ne licht! du biſt allein die zuver⸗ ſicht von uns huͤlfloſen ſchwa⸗ als verderben? Es muͤſten da XV. Bey gefaͤhrlichen Seuchen. 421 . Herr, deine tritte trie⸗ fen, wann du erſcheinſt von ſett. Die aͤngſtlich; hebt, du machſt, trutz unſers ſt von ſorgens, des abends, wie des dir rie⸗ morgens, doch froͤhlich, was fen, macht bald dein lob be⸗ da lebt. redt. Du, der den mangel XV. Bey gefährlichen Seuchen. Mel. Ich freue mich mein 5 6 I Jott, unſers le bens kraft und chen. Wir bitten dich demü⸗ thiglich, auch uͤber uns zu wachen. 2. Uns ſchrecket, daß der ſeuche gift ſchon hin und wie⸗ der manchen trifft: ſie hebt ſchon an zu wuͤthen. Drum flehen wir; wir ſchreyn zu dir; du wolleſt uns behuten. 3. Gott, furchtbar iſt dein zerngericht. Uns treff es nicht! Uns wuͤrge nicht die moͤrderiſche ſeuche! hilf uns, o Gott! du Schutz in noth! daß ſie uns nicht erreiche. 4. Zwar wuͤrde, ſpraͤchſt du nur ein wort, auch unſer land, auch dieſen ort, der ſeuche wuth verheeren. Dein zorn, ſtuͤrzt er ergrimt daher, kann ſchnell ein volk verzehren. 5. Und, ſtrenger Richter, maͤſſeſt du uns lohn uach un⸗ ſern thaten zu, was maͤr er, wir alle ja des ew'gen tobes ſterben. 6. Oft haben wir dir wider⸗ ſtrebt, den luͤſten mehr, als dir, gelebt, was du verbeutſt, veruͤbet; wann du gelockt, uns doch verſtockt, durch un⸗ dank dich betruͤbet. 7. Doch handle nicht, Herr Zebaoth; ach handle nicht Niebreicher Gott, mit uns nach unſern fuͤnden! barmherzig⸗ keit, barmherzigkeit, die laß bey dir uns finden. 8. Schau en der herzen traurigkeit! ſchau, wie uns unſre ſchuld gereut! erlaß ſie! ſchone! ſchone! ach gieb uns nicht tod und gericht, zum viel verwirkten lohne. 9. Sind wirs nicht werth, ſo ſchone doch der zarten kin⸗ der, die jezt noch nichts von verbrechen wiſſen. Herr ſchau auf die! laß doch nicht ſie der vaͤter frevel buſſen. 10. Unſchuldiger zwar wohl, als wir; ſind doch auch ſie nicht rein vor dir, ach, um des Mittlers willen, der fuͤr uns ſtarb, uns gnad erwarb, laß deinen zorn ſich ſtillen. 11. Streck aus, Herr, deine ſtarke hand! deck unſern ort, S7 ſchut 4²2 XVI. In Krankheiten. ſchuͤtz unſer land, ſamt allem, was wir haben! hoͤr unſer flehn, laß huͤlf uns ſehn, und reichen troſt uns laben. 12. So ſtimmen wir dein ———— lob, Herr, an, und wollen nan dich nicht blos dann, wam truͤbſal da iſt, ſuchen dir gan uns weihn, ſtets dankbar ſen und aller ſuͤnde fluchen. XVI. Mel. Zerr Jeſu Chriſt du 62 A*⁴, frommer 5* Gott! dir ſey geklagt, was mich in meinem herzen fuͤr angſt und elend druckt und plagt: wie gros ſind meine ſchmerzen! ich bin mit krankheit hart beſchwert, und meine kraft iſt faſt ver⸗ zehrt von deinem zorn und draͤuen. 2. Ich werde fuͤr die miſſe⸗ that mit recht alſo gequaͤler, daß mir dein troſt, dein treuer rath, und deine huͤlfe fehlet. Ich liege da ganz ohne ruh, die ſchwachheit nimmt beſtaͤn⸗ dig zu, daß ich den tod be⸗ ſorge. Doch haſt du dich voll 1d ertlaͤrt, und vaͤterlich verheiſſen, den, der dich ſuchet 4 2* ½ xr In Krankheiten. — nen geiſt, nimm weg, nan noth und krankheit heißt und tilge meine ſchmerzen 5. Erfreue mich mit deine huld, erhalte mich in gnaden, verleihe chriſtliche geduld, was aber mir kann ſchaden, (laß, liebſter Gort! entfernn ſeyn, und ſoͤß mir troſt und leben ein, durch deines Gei ſtes gaben. 6. O Jeſu! der du ſa der hort der kranken ſonſt gene⸗ ſen, ſprich auch zu mit en gnadenwort; ſo werd ich bald geneſen. Denn was du prichſt, Herr, das geſchicht. Ich hoff auf dich! du witſ mich nicht in meiner angt ver aſſen. traue dir: weil du mich ſelbſt und begehrt, aus ſeiner norh zu reiſſen. Drum ſieh ich auch, o Herr! zu dir: ach, beſter Vater! hilf du mir, und wende meine plage. 4. Du biſt allein der ſtarke held, der tod und leben zwin⸗ get, ein treuer arzt fuͤr alle welt, dem alles wohl gelin⸗ get, drum eil und ſtaͤrke mei * geſchlagen, ſo werd deine liebe mir die ſchwachheit hel fen tragen, daß mich der ſchmerzen ſchwere laſt, die du mir aufgeleg t haſt, nicht gaͤnzlich auterdruͤcke. 8. Soll aber ich in dieſer noth ermattet unterliegen; ſo laß mich uüber meinen tod in b wahrem glauhen ſiegen 59 1 7. Ja, treuer Gott! ih d — ic dur id, lichkeit dringe Wel. — 663 kannt drucke von d pugeſe du pri richt ſigune zher! hertra löſter ſchau⸗ mitte XVI. In Krankheiten. 4²³ ha voll trlich ucet aorh L an, — arke win⸗ alle klia⸗ gei iſe=d J un ſins a — — mn he hräli het un ieh er gan und li 1 1 an, durc ua ²₰ ben Ar kraai gi a Pnc mg t a wott, n *. ſen. dun 1*= her, ue f auf aa d cht in um. u. = h, nan h 4 4: nal wa en, m A Ir die ſcr hen, d n un es ſcret aia 3 1 a) unt thlit’ lan n 8 ruttt unnin iher nun 8 glauten 4 „h, und— ſos dan ich durch jammer, kreuz und leid, zu dir in deine herr⸗ lichkeit getroſt und froͤhlich dringe. Mel. Was Gott thut, d. ch, Herr, mein Gott! dir iſt be⸗ druͤcket. Ich weiß, ſie kommt von deiner hand: du haſt ſie zugeſchicket. Das glaube ich: du pruͤfeſt mich, und kannſts nicht boͤſe meynen in zuͤch tigung der deinen. 2. Wo wend ich mich nun aber hin? wem ſoll ich mich vertrauen; ich, der ich ein er loͤſter bin, ich will auf Jeſum ſchauen! er hat der welt ſich dargeſtellt zum arzt an leib und ſeele; der iſt es, den ich waͤhle. 3. Mein Jeſu! heile doch dein kind zufoͤrderſt an der ſeele! du Helfer! wo ich mittel ünd', die ich vor al⸗ len wahle: ich ruf zu dir, ſchenk ſolche mir! laß mich doch meiner ſuͤnden verge⸗ bung bey dir finden! 4. Befriedige du mir das herz, und troͤſte das gewiſſen: ſo wird des kranken leibes ſchmerz dem troſte weichen müſſen. Dein gnadenbund, den mir dein mund geſchwo⸗ ren, wird mich ſtaͤrken: das laß mich glaubig merken. 5. Zwar brauch ich auch des arztes rath: jedoch an deinem ſegen, Herr! der du gros von rath und that, iſt alles hie gelegen. Drum hilf mir auch bey dem gebrauch er⸗ waͤhlter arzeneyen, und laß ſie wohl gedeyen. 6. Wenn man ſonſt nur ein einzig wort aus deinem mun⸗ de hoͤrte, ſo wich ſo ſchmerz als krankheit fort, daß man mit dank dich ehrte. Sprich auch zu mir: ich helfe dir! ſo wird mein ganzes weſen ſich ſtaͤrken und geneſen. 7. Du kannſt es auch anjetzo thun, da du im himmel woh⸗ neſt: ich ſchrey zu dir und will nicht ruhn, bis du, Herr! meiner ſchoneſt. Ich weiß, du wirſt mein Lebensfürſt! in gnaden an mich denken, und mir das beſte ſchenken. 8. Sey du der Arzt und helfersmann, um deines na⸗ mens willen. Wenn niemand ſonſt mehr helfen kann, kannſt du die krankheit ſtillen. Ich liege hier, und fleh' zu dir: Herr! hilf mir armen kran⸗ ken! ich will dir ewig danken. 6 Jott, den ich als 5 4. liebe kenne, der du krankheit auf mich legſt, und des leidens ſtam erregſt, daß ich davon hitz und brenne: brenne doch das boͤſe ab, das den geiſt bisher gehindert, das der liebe regung mindert, die ich oͤfters von dir hab. 2 In der ſchwachheit ſey du kraͤftig, 424 XVI. In Krankheiten. kraͤftig, in den ſchmerzen ſey mir ſus ſchaffe„ daß ich dich genieß, wann die krankheit ſtreng und heftig; denn was itzt den leib bewegt, was mein fleiſch und mark verzeh⸗ ret, was den koͤrper itzt be⸗ ſchweret, hat die liebe ſelbſt erregt. 3. Leiden iſt itzt mein ge⸗ ſchaͤfte, anders kann ich itzt nichts thun, als nur in dem leiden ruhn, leiden muͤſſen meine kraͤfte, leiden iſt itzt mein gewinn; das iſt itzt des Vaters wille, den verehr ich ſanft und ſtille; leiden iſt mein gottesdienſt. 4. Gott, ich nehms aus dei nen haͤnden als ein liebeszei⸗ chen an! denn in ſolcher lei⸗ densbahn, willſt du meinen geiſt vollenden: auch die la⸗ bunz, die man mir zu des lei⸗ bes ſtaͤrkung giebet, kommt von dir, der mich gellebet, alles koͤmmt, mein Gott, von dir. 3. Laß nur nickt den geiſt er⸗ muͤden bey des leibes mattig. keit, daß er ſich zu aller zeit in dich ſenk in lieb und frieden; las des leibes angſt und ſchmerz nicht der ſeelen auf⸗ fahrt hindern, und die ruhe in dir mindern, unterſtuͤtze du das herz. 6. Hilf mir, daß ich ganz beſcheiden, ganz in ruh mit friedenheit moͤg' auf meinen bette leiden Denn wer hin am ſleiſche leid't wird errenn von den ſuͤnden, ſo den kir per oft entzuͤnden, und ſeinem geiſt erneut. 7. Dir empfehl ich mn mein leben, und dem krau meinen leib; gieb, daß i mit freuden bleib' an dich nil lig uͤbergeben; denn ſo nai ich feſtiglich, ich mag lebe oder ſterben, daß ich nict mehr fann verderben, den die liebe reinigt mich. Mel. wWohlauf mein herz 6 bin der Hen, 5 5.33 dein arzt ſorcht du, und rufeſt den muͤhſel gen zu: kommt, daß ich euch e⸗ quicke! auf dies wort, Je komm auch ich: mein art, mein Heiland, ſegne mih mit einem gnadenblicke! 2. Nicdt kraut noch pflaſte macht geſund, mich heilt ein wort aus deinem mund: ach, laß dies wort mich doͤren und ch es mein gebein erneut/ ſa mich dich dur gelaſfenhei, geduld und boffnung ehren. Mel. Sollt ich wemnenihn aurum flieh 566. Wefamte ſcl mer einen thraͤnenvollen blick? ſcheut er, wie das fol ſche gluͤck, jedes bette, ul der kummer, wo die nothe wo krankheit liegt⸗ da voruͤber ſriegt? freund lichkeit, ſanfte, mit zu. weil ek 2. N. 3 1 ſche ſtei das nich ſamſchla ol wein Go und 6 wälzen her; 0 truͤmwer vogel ſch einſamt zer wim graueng die nach 5. R herſunke glut? weinem runken. eſ 7. J den ſchl ſte waͤc ffen ind Kle fra. biinen ¹alch ih n zwmt? Nitieut tbet,* geſand, an hott,— l denenm rortuc er.: ten gttän m 5 1 Ach dr g eitin*☛*ÄHId hefeugt den Soltihmm 2 tani auf⸗-.3D litt rude Ns eien 6 Küte ſchata ne wic, ide ama, wi S thei un hrr iu gan ni du T lieder, ſinkt er nicht, der fal⸗ nt ſche freund. Au i das nicht weint, laͤßt der bal⸗ waͤlzen ſich im beite hin und XVI. In Krankheiten. 2. Ja, auf meine augen⸗ Auf ein auge ſamſchlaf ſich nieder. Ach! ſo ſoll mein aug allein thraͤnen⸗ voll und offen ſeyn? z. Meine muͤden glieder her; auf dem herzen liegen ſchwer ſchmerz und todes angſt, wie felſen. O wie iſt mein bette ſo hart und ſte⸗ cender als ſtroh! 4. Wie aus alter ſchloͤſſer truͤmmern ein verſcheuchter vogel ſchreyt: o! ſo hoͤrt die einſamkeit meine bange ſeuf⸗ zer wimmern. Schweigend, grauenvoll und ſtumm liegt die nacht um mich herum. 5. Richter, bin ich ſchon * verſunken in die unloͤſchbare glut? ſind nicht ſchon von meinem blut alle deine pfeile trunken? dennoch druͤckſt du dein geſchoß immer auf das neue los. 6. Wie durch alle meine glieder ein verzehrend feuer brauſt! Raͤcher, deine harte fauſt ſchlage mich nicht ganz darnieder. Sprich nicht, daß verzweiflungsvoll ich mein leben ſchlieſſen ſoll! 7. Wann die ſpaͤten ſtun⸗ den ſchlagen, wann der heiſ⸗ ſere waͤchter ruft; o ſo kaͤm⸗ pfen in die luft dieſe jammer⸗ 42 nacht ſchier hin? Huͤter, iſt die nacht ſchier hin? 1 g. Himmel, ſchenke mir das gluſcke, daß ich ruhig baͤ⸗ ten kann; ſchaue doch mein elend an mit erbarmungsvol⸗ lem blicke. Ach, ich bin ja— doch ein chriſt, deſſen Mitt⸗ ler Jeſus iſt. 9. Klagte nicht des Soh⸗ nes ſtimme einſtens in Geth⸗ ſemane, als der groſſe Zur⸗ nende vor ihn trat in ſeinem grimme? Und wie blutend ieng er da auf dem weiſſen Golgatha!— 10. Nun ſo will ich alles leiden; wuͤthet, ſchmerzen! wuͤthet fort! denn ich weiß ein groſſes wort: nichts ſoll mich von Jeſu ſcheiden, nicht das ſchwerdt, nicht ſchmerz und noth, krankheit nicht, auch nicht der tod. 11. Mache, Gott, aus mei⸗ nem berte, wo ich wenig ſchla⸗ ſen kann, einen weg nach Canaan, eines chriſten ſie⸗ gesſtaͤtte, wo er, von der welt entfernt, baͤten und ge⸗ duld gelernt. Nach uͤberſtandener Krankheit. mel. Schnm hetlige S. hpreiſe dichlun 567.J ſinge, Herr⸗ dei⸗ ner liebe rath, die mir ſo volle fragen: Huͤter, iſt die — groſe dinge bisher erwisſen hat XVII. In Todesnoͤthen. hat. Dich preiſen iſt mir Ich will mein neues leben dir ganzzu eigen geben; pflicht. mehr hab, und kann ich nicht. 2. Wie ſchmerzvoll war ich armer! du hoͤrteſt mein ge⸗ ſchrey. Du wareſt mein Er⸗ barmer, und ſtundſt mir troſt mir bey. An mir auch thatſt du kund, du koͤnneſt uns das leben leicht nehmen, leicht auch geben; und machteſt mich geſund. 4 3. Dein zorn hat bald ein ende, dein herz iſt voller huld. Du reichſt uns und zuchtigſt mit Dich jammert unſer ſchna Vergeht die nacht in weine fruͤh muß die ſonne ſcheinen und freud ergs gedah. 4. Des todes angedenie haſt du mir erſt erneut, du geiſt auf dich zu lenken; un mich nit huͤlßerfreut. Han zie vergeß ich dein. Ich wit in graſt und plagen vor nicht froſtlos zagen, im gut mich deiner freun. XVII. In Todesnoͤthen. Wel. Lobt Gott, ihr chr. Alne 5 40 B 9 w fOſ. O.: und ſchmerzen ab, und dieſen pruͤfungs⸗ ſtand; die erde nehme, was ſie gab; ich ruh in Gottes hand. 2. Ich geh den weg zum ew'gen licht, er mag mir dun⸗ kel ſeyn; den todesſchlaf ſtort plage nicht; erwacht werd ich mich freun. 3. Ich werde durch des to⸗ des nacht zum aufe ſtehn be⸗ reit; die unerforſchte weiſe macht fuͤhrt mich zur ſelig⸗ eit. mel. In allen meinenth. 5 69 b Gen lob die ſtund iſt kommen, da ich werd aufgenommen ins ſchoͤne paradeiß: ihr freunde R dorft nicht klagen, mit fra⸗ den ſollt ihr ſagen: dem hi⸗ ſten ſey los, ehr ünd preis. 8 v 2. Wie kanns Gott beſet machen? er reißt mich aus dem rachen des teufels und der welt: die jezt wie lowen bröllen, ihr grimm itt nicht zu ſtillen, bis alles uͤbern hau⸗ fen faͤllt: 3. Dies ſind die letzten in ge, da nichts als angſt und plage mit haufen bricht her⸗ ein: mich nimmt nun Gott von hinnen, und läͤſeet mich trinnen der uͤberhaͤuſten noth und pein. 15 Kur⸗ iſt mein irrdiſchle⸗ — 2 vaterhaͤnde mein lebe reud. .Got gen, läßt hen in Uickt das het,(in ſcne ſi ſcnel des ſcon gal. 6. Wi ret ein n ſpühret wigkeik. und tücke ſeich 6; t zeit — den Chn is ſclot heit. ben; ein beſſers wird mirge⸗ ben, Gott in der ewigkeit. 1f Da werd ich nicht mehr ſter: in, in ben, in keiner noth verderben mein ſnden nd — 1 4 1 trag XVII. In Todesnoͤthen. 427 einerſau — — aznd tn 2 4 tann, — ktiir ogar 5 wau e ker an amu heit. ¹=ten d w i: dewa X, ihr tini 8* u, Hateth rlt. ☛⸗ Ws ſi— 4 richas * 1 Ri hawia tich ninnr e. ann, w n u hn d hein. Wn taut n eſen iin dae rett i Mh ic nict 3 munin 8 3 gotr eilet mit den ſei⸗ ³ 1 ung zucke, legt heimlich ihre nein leben wird ſein lauter nen„läßt ſie nicht lange wei⸗ in dieſem thraͤnenthal. n ſchnell und ſelig ſterben 3 Vchnell und gluͤcklich erben des ſchoͤnen himmels ehren⸗ ſaa aal. 6. Wie oͤfters wird verfuͤh⸗ rer ein menſch, an dem man ſſouhret rechtſchaffne froͤm⸗ migkeit. Die welt vol liſt ſtricke, bey tag und nacht zu jeder zeit. 7. Ihr netze mag ſie ſtellen; mich wird ſie nun nicht faͤllen, ſie wird mir thun kein leid: denn wer kann den verletzen, den Chriſtus jezt wird ſetzen haͤnden, und mit pſalmen des Herren ruhm und lob er⸗ ☚ — 2n. Da werdet ihr euch freuen, es wird euch herzlich reuen, daß ihr euch ſo betrubt. Wohl dem! der Gottes wil⸗ len gedenket zu erfuͤllen, und ihm ſich in geduld ergiebt. 12. Ade! nun ſeyd geſeg⸗ net, was jetzund euch beges⸗ net, iſt andern auch geſch viel muͤſſens noch ge cheyen. Nun, Gott woll euch bewah⸗ ree; dort wollen wir uns wieder ſehn. Mel. mir Seefn ss. ier fall ich dir, 570. H mein Herr und Ant⸗ mit thraͤnen zu den fuͤſ⸗ ins ſchloß vollkommner ſicher. 8. Zuvor bracht ich euch freude; jezt da 14 von euch ſcheide, betruͤbt ſich euer herz: doch wenn ihrs recht betrach⸗ tet, und was Gott thut, hoch achtet, euer ſchmerz. 9. Gott zaͤhlet alle ſtunden; er ſchlaͤgt und heilet wunden er kennet jedermann. nicht vor geſehen; all's was er thut, iſt wohl gethan. 10. Wann ihr mich werdet finden fuͤr Gott frey aller ſuͤn⸗ den, in weiſſer ſeiden ſtehn; und tragen ſieges⸗palmen in wird ſich bald lindern Nichts iſt jemals geſchehen, das er ſen; donn ach! mich. cke t das gebot, daß me enſchen ſer⸗ ben muͤſſen. Drum hoͤre den, der gan verwirrt, am grab, wie eine ſchwalbe giert, und wie ein kranich winfe lt. 2. O Gott dort iſt ein of⸗ nes grab, und meinem leibe grauet; ach! ſchaue doch auf ihn herab, du haſt ihn ja ge⸗ bauet; und ſie, die denkt und ſchließt in mir, die ſeele, jenen hauch von dir bewahr' in dei⸗ nem ſchooße. 3. Gott! Mittler! ſtamm⸗ lend bitt ich dich,(denn muth und kraͤfte ſchwinden), wirf einen gnadenblick auf mich, den ſelaven ſeiner fuͤnden. Doch deine ſtimme wandelt ja 42⁸ XVII. In Todesnothen. ja vom ſchaͤdelvollen Golga⸗ tha: ich habe dich erloͤſet. 4. Geiſt Gottes, wann der ſeele graut vor angſt und todesſchmerzen; ſo ſprich du ſelbſt das abba laut im freu⸗ denleeren herzen. Dann wuͤrge, tod! verſchlinge, grab! hier iſt mein ſtecken und mein ſtaab durch finſtre thal des todes. 5. Mein Schoͤpfer, nun empfehl' ich mich in deine va⸗ terhaͤnde; und dich, Erloͤſer. bitte ich um troſt an meinem ende. Du Geiſt der gnaden! licht von licht! ſey du, wann mir das auge bricht, die leuchte meiner fuͤſſe. 71 C?ch eile meiver 5 1. J heimath zu, zum ſtillen paradies der freuden, zum hochzeit ſaal, zum ort der ruh, zum vollen meer der ſe⸗ ligkeiten, zum Vaters haus um Lammes thron, zur quell es troſts, zum groſen lohn, der von ihm treu gefund'nen knechten, zum heer vollende ter gerechten: mein auz, das vor mit thraͤnen rañ, ſchwing: ſich im glauben dahin an. 2. Sollt ich mein abgezehrt geſicht nur ſters auf meine funden lenken, daran der Va⸗ ter ſelber nicht, um ſeines Sohnes blut will denken, ſo kriegt ich keine freudigkeit, und weder kraft noch muth ſfet! nun, willer nicht furcht und zagen, zu meine Heilands unehr plagen nein! davon hinauf wo mir mein He baut. 3. Der Vater ſchuf mit ja dazu, der Sohn hat mi dazu erkaufet, und ſchie mich in das buch der ruh, aß mich ſein Geiſt darauf geuan iland huͤn zuri cke gehn, ſein bund und 1” gel bleibt mir ſtehn, wem gleich der ganze ſchwarm de höͤllen mit ungeſtumm darze gen bellen; ſo bleibts doh ewig feſt dabey, daß ich ein erbe Gottes ſey. bricht, und kommt gebeut zu dir gekrochen, der mir zu qut den tod geſchmeckt, hier wird der ſchade zugedeckt, in ihm der gnaden⸗bund ernel⸗ et, und ich von aller ſhut befreyet, Gott nimmet mih ſo gnaͤdig an, als hatt ich keinen fall gethan. 19 3. Ich lebe auch noch auf der welt, und trag mich mit dem leid der fuͤnden, der mig mit ſo viel noth verſtellt, an dem ſich ſo viel maͤngel finden, ich fühl den alten menſchen wohl, und kann nicht, wieic will und ſoll, dem frommen im ſtreit, ich muͤßte mich mit V koͤnig fruͤchte tragen; doc oͤnig fruͤchte Ze zam — int terum ſol At ig hullen geſchauz denn bin; gein. 6. Geſe wei wach ken bange, ns Müͤtle reich wein der mich d wird auch wein trͤſ heiſſen, iften eiſ dnn dieſ tlig in — gegen eil talen the fer drau komm, kängt, ſiwmel lärteng itmaine er wic — XVII. In Todesnoͤthen. 4²29 kannt, biet mir frohlockend mund und hand! 9. Hier lieg ich wie gebun⸗ den da, dort werd ich jauch⸗ zend ewig ſpringen, und ein erquickend gloria, und hei⸗ lig, heilig, heilig ſingen, angſt, klagen, jammer, noth und leid verwandeln ſich in ich hulle mich in Jeſum ein; A nan haſa denn bin ich auch von ſuͤnden I rein. d.. drr Vata 6. Geſetzt, die letzte todes ana auu, de et noth macht meiner bloͤden ſee⸗ ie Aulen bange, ich trau auf mei⸗ 5 Mnes Mittlers tod, der ſieg⸗ reich meinen tod verſchlange, an der mich im leben ſeine hieß, n m wird auch in dieſer finſterniß inen tes dleibt ar a mein troͤſter, licht und fuͤhrer iſe. h dar tan heiſſen, und mich aus allen ens esm utmz kuften reiſſen. Druͤckt er mir aden helln; h 6 denn die augen zu, ſo bin ich uas= ſfiſ a,E voͤllig in der ruh. mein den ni ,.—hnt iha hes uden? es nic, 1ar, und iun der e r geinnc ht aus* rn todgett rauel?*r der ſereu lohn der gnadard daet And ic mut nde= et, Gut um nicht raſt, und manche pfeile auf mich ſchicket, ſo iſt da eben dies der pfad, den Got tes Sohn betreten hat, als er zu ſeinem Vater gangen, je naͤher wir zur ſtadt gelan⸗ gen, je ſtaͤrker ſich das kreuze mehrt, je naͤher Chriſtus zu uns kehrt. ruh und freud; die thraͤnen, die ſich hier ergieſſen, die werden dort wie perlen flieſ⸗ ſen; in meines frommen Va⸗ ters haus wird lauter gold und perlen draus 10. Und was am meiſten mich erfreut, iſt dies, das al⸗ le meine ſuͤnden, und alle laſt der ſterblichkeit, wie rauch im ſtarken wind verſchwinden, und kurz, hie hab ichs ewig gut, ich ſchwimm in einer gnadenfluth, was Vater, Sohn und Geiſt genieſſen, ſoll ewig ſtrohmweiß auf mich flieſſen, ich ſoll, und nicht zum bloſen ſchein, bey Gott nun ewig ſelig ſeyn. 11. Auf! auf! mein geiſt, udig u, u vina:= fl gahn 1. Je leat aede*=lt, undmmn nen äüid der ſirda V. iel notmn din d Sch obilwin 8. Da ſeh ich dann den Got⸗ tes Sohn holdſelig mir ent⸗ gegen eilen, um ſeinen glorie vollen thron mit mir, als ſei⸗ ner braut, zu theilen: will⸗ komm, willfommen hier er⸗ klingt, das durch den ganzen , 6 Mhl dan an himmel dringt, von den ver⸗ f dit Een und kemnt klaͤrten geiſter ehoͤren, da werd an. 1dul ing ich meinen namen hoͤren, und Sni m frücht mm 8 wer mich hier im Herrn ge⸗ ermuntre dich bey allen dei⸗ nen ſchweren leiden, oglaube Jeſu ſicherlich, dies iſt der naͤchſte weg zur freuden, er⸗ gieb in kindlicher geduld, dich deines Vaters lieb und huld, er wird in ſeinen treuen haͤn⸗ den dich unaus ſprechlict ſchoͤn vollenden, und ehe du dichs wirſt verſehn, wirſt du ver⸗ klaͤrt dort oben ſtehn. Mel. 430 XVII. In Todesnoͤthen. Mel. Wer 155 den lieben werſe mich in 572. J deine haͤnde, ach! treuer Vater, halt mich feſt; verlaß den nicht an ſeinem ende, der ewig ſich auf dich verlaͤßt; du biſt mein Gort von jugend auf, beſchleuß auch meinen lebenslauf! 2. Du haſt nach deiner va⸗ terguͤte beſtaͤndig wohl an mir gethan; erhoͤr auch meine letzte bitte! nimm Gott, mich dort zu ehren an! ach, Vater, ach! noch eins iſt noth! ein guter ſchluß, ein ſel'ger tod. 3. Du haſt mich je und je geliebet, verſorgt, geſtaͤrft, geſchuͤtzt, regiert, mit luſt er⸗ quickt, mit kreuz geuͤbet, oft wunderlich ſteis wohl ge⸗ fuͤhrt. Wohin ich gieng, wo⸗ hin ich ſah, giengſt du mit mir, warſt du mir nah. 4. Auch jezt auf meinem ſterbebette, ſieh meine noth mit mittleid an! verbinde, lindere, errette! nur du biſts, der mir helfen kann. Beſchuͤ⸗ tze den, der an dich glaͤubt, daß er im tode treu verbleibt. 5. Komm, Heiland, treib die furcht zuruͤcke, beſtege meinen letzten feind; lenk auch im ſterben meine blick⸗ auf dein verdienſt, o Seelen⸗ freund! ſprich mir troſt, muth und freude zu, mach ende, bringe mich zur ruh. 6. Ihr todten guͤter dieſer erden, i nicht ſchwer; zuruͤck werd ich ſelig werden, brauch und acht euch m nicht mehr; du biſts, wan alles eitle weicht, der mire lebens krone reicht. 7. Ich uͤbergebe dir diemg nen, du Vater der barnze⸗ zigkeit; laß ihnen ſtets den troſtlicht ſcheinen und blat ihr Gott zu aller zeit. Beh⸗ te ſie fuͤr ungemach, und een ge ſie mir ſelig nach. mel. Seelenbraͤutigan. 73 Schrecklic iſ de 5 tod, der der ſuͤnder droht! ein verzweiſ lungsvolles ſterben, ein ve ſinken ins verderben, in hen pfuhl der noth, iſt des ſin ders tod. 2. Doch, des chriſten id weiß von keiner noth. Lieb⸗ lich laͤcheln ſeine mienen; in⸗ gelwonne ſtrahlt aus ihnen Schoͤn, wie abendroth, iſ p des chriſten tod. 3. Ihn, den menſchenfeind nennt er ſeinen freund, ſeinn wunſch und ſein verlangen. denn er trocknet von den waln⸗ gen zaͤhren, die wan wein er, der menſchenfeind. — ihr machet mir den gerjäͤhrter ditbt der⸗ 5, e rann ihr ſe ſchauee troßt au ken, auf ihr augeh 6. Fre des chriſt welevolle riede nac iis 6 1 ſen tod. 7. Sar iines müͤd jenem tod duf deine feit zu, 4 — — 4. Freudig ſtirbt der guit der verſoͤhnet iſt. Jeſus⸗ die himmel loben, hat 1 laͤngſtens aufgehoben d Il. To dſeame 3 , nnad — ona di 1 d lüt m iit. it 1 8 d „nid Dater 5 — S3en E. 38 ſun 48 zzvolle m r 1g, u 4 dne reict dl. 4 7. XVII. In — Todesnoͤthen. 431 — zwiſt. ſtirbt der chriſt. 5, Helden zittern nicht. wann ihr auge bricht. Denn ſie ſchanen, und entzuͤcken ttrahlt aus ihren ſonnenbli⸗ icken, auf zu jenem licht und mühr, auge richr Freudig Sanfter ſchlummer, du, eines muͤden ruh, komm von jenem todeshuͤgel, trage mir auf deinem fluͤgel, ew'ge frey⸗ he zu, ſanfter ſchlummer 8. Stuͤrme der natur, brau⸗ 6 g. durch die flur; wuͤthet zu des fuͤnders ſtrafe; wann ich in der erden ſchlafe; ol ſo päthe nur, ſtuͤrme der na⸗ a.„bein gericht. 9. Alsdenn hoͤr’ ich nicht Siehſt du ſchon die hoͤlle fammen, die Jhn,d rrui Kr ter eännfun mich ewig ſoll verdammen: was der haſſer ſpricht, hoͤren todte nicht. 10. Todtenvolles land, de⸗ 4 cke mich mit ſand? freund ſaſt, ſpahre deine zäͤhre, zan e mir die letzte ehre, fuͤlle deine hand, decke mich mit ſand. 11. Tod, etloͤſe mich! denn ich ſegne dich. Maͤhe nur dieſs morſchen glieder mit der krummen ſichel nieder! chri⸗ ſten freuen ſich. Tod, erloͤſe mich! 12. Freunde, weinet nicht! ſehet, mein geſicht heftet ſich an jene hoͤhen, wo ſich freun⸗ de wiederſehen, dort in jenem licht. Freunde, weinet nicht! 13. Seele, fliege auf! denn „mein lebenslauf iſt vollendet, dund ich werde aufgenommen „von der erde nach vollbrach⸗ tem lauf, Seele, fliege auf! Sprache des guten Ge⸗ wiſſens im Tode. Mel. Warum ſollt ich m. 57 4. oll ich vor dem tode zittern 2 ſoll gericht heute nicht mein gebein erſchuͤttern? ſoll mein antlitz ſich entfärben, wann der tod donnernd droht; heu⸗ te mußt du ſterben? 2. Nein, wie helden, uner⸗ ſchrocken wart' ich hier, bis in mir alle faͤfte ſtocken. Ich will mich zum kampfe ruͤſten; denn im fun wallet muth, helden⸗ muth des Priften. 3. Soll die ſeele, die im le⸗ ben wahrheit liebt, tugend uͤbt, vor dem tode beben? re⸗ de, zaͤrtliches gewiſſen, hab ich mich ritterlich laſtern nicht entriſſen? 4. Gieng ich dann der tu⸗ gendſtei ge oft vorbeg, rede d/ 43² XVII. In Todesnoͤthen. frey, innerlicher zeuge! ſtuͤrmt ich nicht, gleich einem krie⸗ ger, auf der bahn kuͤhn hin⸗ an, zu dem preis der ſieger? 5. Wann ich oft in ſtillen ſtunden Gott gedacht; ſeine macht, ſeine groͤs empfun⸗ den; ſeine liebe gegen bruͤder: floſſen nicht vom geſicht freu⸗ denthraͤnen nieder?. 6. Und wie gluͤthen meine wangen, wann ich ſah, Gol⸗ gatha, deinen todten han gen! ſchauer fuhr in die ge⸗ beine! und ich ſank voller ch dank, ſchweigend auf die ſteine.. 7. Sah' ich meine bruͤder leiden! o ſo both ich der noth ſpeiſ' und dank mit freuden. Feinden hab ich gern verzie hen, und wie ſie konnt' ich nie rachevoll ente üdep. 8. Zwar vor Gott bin ich ein ſuͤnder; aber ich zaͤhle mich unter ſeine kinder, die in einfalt zu ihm treten, und zu Gott in der noth um er⸗ barmung baͤten. 9. Floſſen nicht im kelch' und bade(ſeele ſprich)! auch fuͤr dich ſtroͤhme ſeiner gnade? nun, was kann dich jezt ver. dammen? hoͤllenglut? Chri⸗ ſti blut loͤſchet dieſe flammen. 10. Iſt das grab weit auf⸗ eriſſen! weine bruſt(welche uſt)! kaͤhlt ein gut gewiſſen. Sauft, wie meine triebe wa⸗ ren, ſchlaſ' ich ein! mein ge Fuͤrbitte eines Sterben⸗ bein wird der ren.. „I11. Sunder, fluchet eung luͤſten; kommet doch heut noch zu dem grab des ehriſten. Laſſet thraͤnen ſtroͤme ſtieſſen, bittet Gott einſt im tod in ein gut gewiſſen. 12. Hat der klaͤger, euc zur ſtrafe, ſich verſteckt; ſo erweckt euren feind von ſchlafe. Soll er erſt am hi⸗ lenrachen mit gericht, imge⸗ ſicht, wie ein rieſ' erwa en Herr benaz⸗ 13. Vater, mit gebeugten fuͤſſen lieg' ich hier, ſchenke mir ruhe im gewiſſen. Als⸗ dann mag der moͤrder wuͤ⸗ then! denn er flieht, wenner ſieht, dieſen groſſen frieden. den. Mel. Dein ſind wir Gott. Nu wollſt ethoͤ⸗ 57 5. ren, Gott ſein (ihr) flehn! nicht ins ge⸗ richte mit ihm gehn, der ſetze deiner ewigken ſich naht, befeeht nun bald von dieſer eitelkeit. 2. Des lebens und des to⸗ des Herr! nun iſt fuͤr ihn die zeit nicht mehr! du haſt ge⸗ zaͤhlet all ſein haar, ſein o⸗ der lahr beſtimmt, als keine zeit noch war.. 3. Erfuͤllt iſt ſeiner leiden zahl; eryitreeee ahl; et temal; des noth iin ſchlar d! „Vo ſauf, n ftieden dann ſe verlatit vit dein im zu g einen m. 6. In tuh, in ſ Heiſt Go hend re chaun) tndes gra — Mel. J3 776. die tran natod, l ponh. 2. Da fe. fel enieden iiem ic zu —— —— — — — X* * . Sus I XVIII. Bey Begraͤbniſſen. 4³³ 8 1 id a. 8 .Si dn; bea undag tahl; er leidet heut das letz⸗ temal; ach! ſey in ſeiner to⸗ des noth ſein helfer, Gott! 8 ſchlummer ſey fuͤr ihn der 9 tod: Vollende, Vater! ſeinen 1 lauf, nimm ihn zu deinem frieden auf! verlaß ihn, wann ſein herz nun bricht, den verlaß ihn nicht, Herr! Herr! ti mit deinem na denlichr 5. Erleicht're ihm den letz⸗ ten ſchmerz! von dir erqui⸗ cket, ruh ſein herz! durch Je 5 todesſchweiß un blut, 5 ihm zu gut ver offen, ſtaͤrke uha ih ſa ſeinen muth! 4 1nu anhe inaaſt 6. In ihm vermehre deine nde— mag 8 un ruh, in ſeinem herzen baͤte du, 5 mdanaaßan Geiſt Gottes! laß ihn glau⸗ n dieſen geaſ dend traun, auf Jeſum . ſchaun, und ſo entgehn des Ritte einn z todes graun! 4 8 1 6 1 2 u 9 iſa 1 ln n wer kann wohl dein, 7. Baͤt unausſprechlich, Geiſt des Herrn! zeig ihm den gnadenlohn von fern; laß ihn den himmel offen ſehn, und Jeſum ſtehn, bereit, ihn gnaͤ⸗ d zu erhoͤhn. 8. Ach! gnade„gnad er⸗ geh fuͤr 8 denn von dem menſchlichen geſchlecht iſt ſelbſt der heiligſte nicht rein! Gott! ohne deine gnade ſeyn? 9. Sey, Richter, ihm nicht fuͤrchterlich; erbarme ſeiner ſeele dich! auch aus der tiefe rufet ſie; erhoͤre ſie! erloͤſe, Gott! erloͤſe ſie! 10. Behuͤte ihn in ſeinem tod; ihn ſegne, ſegne, ſegne Gott! wann nun ſein auge Perbend bricht, leit ihn dein licht; troͤſt ihn mit deinem angeſicht! 44 den . XVIII Bey Begraͤbniſſen. v— Mel. Jeſus meine zuverſ.[leid nun weggerafft, iſt mir 25.D 5 6. 8 greunde, ſtellt das ſuͤſſe ruh geſchafft. - 1 ſitt 57 U weinen ein, wiſcht 3. Aus dem kerker geh ich tic ntt hwan die thränen von den wangen, aus, aus der augſt und aus lauc— emgict’ was oül doch das klagen ſeyn, 4—n nun hadm daß 10 von euch weggegan⸗ 2 it. gen 2 tral uret nich t um m 1 5 de lhe an nen tod, ich bin frey von al 5 err. 1 r umen der ungin det noth tauf 5 icht 5 8 4 Da mein leib darnier eic ⁵ 4 4 fitzl, ſel: ſel auch mit mein feind nſis Sr n darnieder, meiner ſeelen drd 10ch n fler de 2 Aa iſch zuwider, weil Kein ken doͤchſtem ziel ware ſe mein n. dem jammer, bis mich Gott ins himmels⸗ haus ruft aus meiner erden kammer. Was klast ihr den tod ſo an? der nichts arges mir Jethan. 4 Gae, as dieſes leben ſeh, iſt es nich: ein weg zu ns inen, der von dernen nie⸗ 6 frey? alle muͤſſer ihr be⸗ 2: kennen, daß mein ſchoe T dange 434 XVIII. Bey gang vollbracht, da ich gebe gute nacht.. 5. Was fuͤr elend und fuͤr leid muͤßt ihr taͤglich noch er⸗ fahren, die ihr auf der erden ſeyd? wie koͤnn't ihr euch ginug verwahren? der nur leibet unverſehrt, der ins ſichre grab gekehrt.. 6. Bin ich tod, was iſt es mehr? ich bin auf die welt ge⸗ kommen, klaget ihr denn nun ſo ſehr, daß ich bin hin⸗ weggenommen? man kommt in der welt ihr haus, daß man wieder geh hinaus. 7. Ferner hat mein Jeſus mir dort die ſeligkeit erwor⸗ ben, geh ich ein zur grabes⸗ thuͤr? ich bin dennoch unver⸗ dorben. Durch des Herren auferſtehn werd ich in den himmel gehn. 8. Seht mit munterm an geſicht, wie ich werd ins grab geſenket, denn es iſt mein le⸗ ben nicht ewig von mir abge⸗ lenket: es ſoll mir in jener welt ſchoͤner werden zuge⸗ ſtellt. 9. Stirbt ein chriſt, ſo ſtirbt ſein leid, auch ſein tod ſtirbt mit Sons nur die freud, die ich ewig werd ererben. Zeitlichkeit fahr immer hin, weil ich jezt verswigt bin. 10. Freunde, ſtellt das wei⸗ nen ein, wiſcht die thraͤnen ſterben ich erwarte Begraͤbniſſen. doch das klagen ſeyn, daß ret nicht um meinen tod, ig bin frey von aller noth. 577. N. daran wir kein'n zweifel ha⸗ ben, er wird am juͤngſten iag aufſtehn, und unverweßlich hervor gehn. 2. Erd iſt er und von der erden, wird auch zur erd⸗ wieder werden, und von der erd' wieder aufſtehn, wann Gottes poſaun' wird angehn. 3. Sein' ſeele lebt em Gott, der ſie allhier aus n laßt uns den erlöſet hat. 2 ben, und lebt doch noch 5. Die ſeele lebt o klag; der leib ſchlaͤ ren. ſen, de in ewiger fr leuchten wie ne... 2. Nun loſſen wir ihn ſchlaſen, und gehn a unſer ſtraſſen; die helle ſon von den wangen, was ſoll 3 von euch weggegangen 7 trau leib begraben; ih all⸗ ter gnad von aller ſuͤnd und miſſethat, durch ſeinen Sohn 4. Sein jammer, trühſa und elend iſt kommen zu ke⸗ nem ſel'gen end: er hal ge⸗ tragen Chriſti joch; iſt geſtot⸗ hn alle ft ſin ſjuͤngſten tag; an welchen Gott ihn verklaͤren, un ſew'ger freud wird gewah⸗ 6. Hier iſt er in angſt gewe ort aber wird er geneſen end und wonne hit l hein icken unl ſci auch — uuch wit der tod vei. 8. Da unſer tro blut hat „walt u th l8d, dein. Mel. 78 7 4 5* wit guͦlt kan, heu güther, n. de ſolz zer llcf⸗ 2. N linem be in ein th Enakz n 4. N betrubte Aumer lagt ein ſe und enſch and 1 = Sein ſale R heſtalies 4¹—n uulk 2 jhat, durzſin 1t. 3= Sei inm † rend iſ hun 7 an M-Algen and. 7 3n8 i Eheifi eteit in le⸗ e adlatham ahge die ſelt tt 6 ſener and der liü ſ uaze an ien tg; u2 m ihn netiu firtt t ſtuuh n. titt e rertz hieitnun twi xu nttaber uide 7 zigr ſtey 1) land we he 1,¹ 578. mit guͤld'nen banden feſſeln kan, heut' ſchau ich alle deine XVIII. Bey Begraͤbniſſen. 435 auch wit ganzem fleiß, denn der tod kommt uns gleicher weiß. g. Das helf uns Chriſtus unſer troſt, der uns darch ſein Ih blut hat erloßt von's teufels g'walt und ewiger pein, ihm ſey lob, preis und ehr al⸗ lein. b Mel. Wer nur den lieben welt, die irrdi⸗ ſche gemuͤther guͤther, aufeiner andern ſeite an. Dein auth iſt ſtaub! dein ſolz zerfaͤllt! tand zt dein glück! arme welt! 2. Mein glaub⸗ ſteht auf einem berge, und ſchaut, wie in ein thah hinab; die kinder Enaks werden zwerge, und jeder huͤgel wird ein grab. Gott! welch ein zug! erſt gram und noth, furcht, hoff⸗ nung, und zuletzt der tod. 3. O welche ausſicht in die weite! Die unſchuld guckt durch einen flor; die tugend heht im trauerkleide, und lagen wimmern laut empor; die ſeuchen liegen auf der luft, und uͤberall iſt eine gruft. 3 b 4. Welch ein getuͤmmel von betruͤbten! und Gott! wie jammern ſie ſo laut! dort klagt ein weib um den gelieb⸗ ten, und hier ein juͤngling um die braut. Ein David ſeufzt um ſeinen freund; die wittwe heult! Jairus weint! 5. Wie hier ein junges chor von waiſen ins grab nach ſei⸗ nem vater ſchreyt, und dort das grabmal eines greiſen der mann mit blumen uͤberſtreut. Von jedem huͤgel jammert Inoth, und hier iſt tod, und da iſt tod. 6. Ich kann nicht mehr! mit ſchwachen fuͤſſen eil' ich von meinem berg hinab; es klopft mein herz und thraͤnen ſieſ⸗ ſen, wohin ſie gieſſen, iſt ein grab. Ich ſtehe! wand'le Ku⸗ ke hin! und grab iſt alles, wo ich bin. 7. Tod und verweſung und verderben beſchlieſſen unſern lebenslauf; denn: alle men⸗ ſchen muͤſſen ſterben, toͤnt ja von jedem ſarge auf. So ſterb guch ich?— ich? ſterben? wie? Ja du! du biſt ein meuſch, wie ſie. 8. Das bin ich! doch von dir erſchaffen, mein Gott; noch mehr! ich bin ein chriſt! kann den des Vaters zorn be⸗ ſtrafen, der durch den Sohn erloͤſet iſt? o nein! mein hel⸗ denglaube ſpricht: das kann er nicht! das kann er nicht! 9. Nun ich entfliehe mit den fremmen dir, welt! und al⸗ ler deiner pracht. ſeyd mir jezt willkommen tod, ſarg und grab und mitter⸗ . nacht. T 2 Ihr aber 436 XVIII. Bey Begraͤbniſſen. nacht. Hier ſteht ein wort in meiner bruſt! gedenke, daß du ſterben mußt. Mel. Herr ich habe mißg. Ruhen wohl, ihr 579 todtenbeine, in der ſtillen einſamkeit; ruhet, bis das end erſcheine, da der Herr euch zu der freud rufen wird aus euren gruͤften zu den frohen himmels luͤften. 2. Nur getroſt, ihr werdet leben; weil das leben, euer Hort, die verheiſſung hat ge⸗ geben durch ſein theuer wer thes wort; die in ſeinem na⸗ men ſterben, ſollen nimmer⸗ mehr verderben. b 3. Und wie ſollt' im grabe bleiben, der ein tempel Got⸗ tes war, den der Herr ließ feinverleiben ſeiner auser⸗ mit blut und ſterben hat ge⸗ macht zu himmelserben? 4. Nein! die kann der n nicht halten, die des Herne glieder ſind; muß der leih in als aſche findt, wird doe Gott, was vor geweſen, nie der neu zuſammen leſen. 1. 5. Ja, er will, wie er an tanden, ſelber mit poſaunen⸗ ſchall, ſeine treue reichsber⸗ wandten fuͤhren zu dem hog⸗ zeitmal, zu dem ſuͤſſen hin⸗ melsfrieden, den er ſeinat braut beſchieden. 6. Ruht demnach, ihr tod⸗ ſtenbeine, ungeſtoͤrt in eurer gruft. Ruht, dis daß der tag erſcheine, da des Richter ſtimm euch ruft; da ſollt ihr mit vollen freuden vor des waͤhlten ſchaar, die er ſelbſt Lammes throne weiden, Regiſter. — grab erkalten, da man nictz A Ach ſron AGe Ach Gol Ach G. Ach Got Ach Gott Ac Gott Ao hert Ac herr Nc Jeſt Ach la Ac we Aclna Ach Si Ach! wo Alein .— blut udnd . Nein! de b 8 daltn, u derkalten,R eſte jn, 1 ſäheag iwal, zu lfriedn, u dut beſcin. Nuht dru heine, rngeit. Tiſt. Raht⸗bade deine„d 1” im euch ui n vollen ftruha unes threnrah — ct m nnee Regiſter. Seite ei V chbleib bey uns, Herr 2A e h uns, H Ach bleib mit deiner g. Ach die zweifelnden ged. Ac frommer Gott, dir *Ach Gott u. Herr, wie Ach Gott, verlaß michn. Ach Gott, vom himmel Ach Gott! wie mancher Ach Gott! wie nanches Ach Gort! wird dein erl. Ach Herrl wirtretenh. Ach Herr, mein Gott. Ach Jeſu, deſſen treu im »Ach! laß dich jezt finden Ach! was bin ich, mein Ach! was hab ich anger. Ach! wie betruͤbt ſind Ach! wo flieh ich ſuͤnd. *Allein Gott in der hoͤh. *Allein zu dir, Herr J. *Alle menſchen muͤſſen All naͤ Srig geoſer Gott, Alſo hat Gott die welt Am kreuz erblaßt, der 156 156 343 4²² 206 294 157 343 344 57 416 4²³ 88 239 55 207 345 209 27 206 199 Allen chriſten u. auch mir. 360 »Allzegenwaͤrtiger! ich 12 42 86 129 Anbaͤtungswuͤrd'ger Gott 6 Anbaͤtung u. dank bringen 31 An dich, nein Gott, g. »An Jeſun denken oft *Auf! auf, mein herz *Auf chriſtenmenſch, *Auf dieſen tag bedenk. Auf Gott und nicht auf Auf! Jeſu juͤnger, fr. *Auf meinen lieben G. 272 239 135 248 136 279 139 280 Seite Auf! mein Geiſt, du haft 4n Auf! mein herz, des 133 „Auf! gſeele, werde m. 387 „Auf ſchicke dich, recht 81 Aus der tiefe rufe ich zu 342 Aus tiefer noth ſchrey 209 Dald leg ich ſorg und 426 Bald oder ſpaͤt des tod. 249 Bedenke, menſch, das 172 „Befiehl du deine wege 280 Begleite mich, o Chriſt 123 Bereit mein herz, o G. 409 Beingt preiß und ruhm 132 *Shriſte, du Lamm G. 107 Cheiſtus fuhr gen himel 136 *Chriſt iſt erſtanden 131 *Cheiſt lag in todesband. 131 *Chriſtus der iſt mein l. 173 as aug allein das 160 Dein bin ich, Gott, 46 Deines Gottes freue 277 Dein heil hat heut, volk 88 Dein heil, o chriſt nicht 294 Dein reich, o Gott, iſt 40 *Dein ſind wie Gott in 174 Dein wille iſts, o Gott, 321 Dein wort, o Hoͤchſter, 148 Demuthsvoll komm ich 2 Der am kreuz iſt meine 118 Der beſte freund iſt in 87 Der du das daſeyn mir 31 *Der du mich als ein V. 273 Der du ſelbſt die wahrh. 153 Der du ſtets unſre zuſl. 3 T 3 Der 3 8 8 * . Regiſter. Da Der du uns als Vater Der du uns das heil err. Der Herr iſt Gott, der Der iſt G Der Herr iſt meine zuv. Der maͤchtige, der Herr Der menſch iſt Gott, da Der tag hat ſich geneiget Der tag iſt wieder hin »Der unſre menſchheit Der welten Herrſcher dir Der wolluſt reiz zu wid. Des donners ſchreckend Des leibes warten und 326 146 75 72 Herr iſt Gott und 4 Du aller menſchen Vat. 365 Du beſter troſt der arm. Du biſts, dem ehr und Dn, der kein boͤſes thut, Du gabſt nir ewiger Du, Gott, du biſt der Du haſt uns, Herr, die Du Du Du Herr und Vater Henr der ſeraphin. err haſt aus barmh. 164 17 klagſt und fuhleſt die 339 Erſchallt ihr choͤre, G. Es iſ noch eine ruh v. Du lebensbrod, Herr Du liebſt, o Gott, ger. Du ſagſt, ich bin ein Du ſprichſt in deinem ſt. *Durch Adams fall iſt Durch dich, o groſer G. 30 Du Vater deiner men. 273 Du weineſt fur jeruſal. Du weiſer Schoͤpfer 6 Du wollſt erhoͤren, G. „E opten, gute nacht 15 Ein jeder ſchritt fuͤhrt 1 *Ein Kindelein ſo loͤblich 3 Des neuen jahres erſter 393»Ein Laͤmmtein geht und uo Dich ſeh ich wieder m. 381 Ein pilgrim 13 in 200 Dich zu erzuͤrnen, G 65 Ein ruhiges gewiſſen, 76 Die auf der erde wallen 174 Eins iſt noth, ach Herr, 20 Die erd iſt Jeſu Chriſti 76*Eine veſte burg iſt unſer Die hier vor deinem a. 401 Entehre nicht, mein h. 340 Die himmel ruͤhmen G. 32 Entfernet euch, unſel. 35 Dies iſt der tag, den G. 83(Erforſche mich, erfahr ol Die ſeele Chriſti heil. m. 107 Exhab'ne majeſtäͤt, an m. 276 Die waſſersnoth iſt gros 414 E hHabner Gott, was Dir dank ich heute für 400*Erhalt uns Herr, bey 13 Dir, dir du Geber aller g. 405 Erhalt uns Herr, die v. 202 Die flehen wir der w. 159(Erhebt den Herrn, ihr 6 Dir Gott, ſey preis und 48 Echöhrer Jeſu, Gottes n6 ir, Herr, gelob ich 162 Erinn're dich, meing. 134 Dir, unſer Gott, iſt 35 Er kommt, er komnmt 19% »Erlöſer, ſieh auf uns 400 (Ermudet von den ſorz. 487 83 311 Erwache, mein gemuͤthe 38r Es donnert, menſch, 41 Es eilt der letzte von den 337 *Es iſt das heil uns kom. 29 Es iſt volldracht! ſo ruften Ermuntre dich, mein — Enlag! Es wer „En w Es zieh Ewael Ey! wa Fn Freund Fraͤhl Fromn Fuͤr all Furwal G Geiſ y „Gelob Geiobt Gerech Gernt Getreu Gieb, Gitb w Giebm Gott, d Gott de Gott, d „Oott, Gat, „Gott Gott, Gott Gontt Hon, Gon, Gott, Gott, Gottes Gatt, Gon, Gont i Zopten, au arn Surandt 1Länmleiat yl 4 hie ruhiges geſe ns iſ dus 4* — te veſtehmn i —. ehre aicht, di ſernet euch n — erſce wi — ab'ne maicihn — hadner Geen — 4 Hite alt unt han = ebt den n ihrer Jeu Ge edic,un unt, bn V oſer, feh us ³ Guddet tol aat unr dic hult ir tin⸗ ache, Naun dan onaert nant = u der eär n * ſit daspelent krochennt = irulhuch — Gottes Sohn iſt kommen 81 Regiſter. Es lag die ganze welt 91*Gott im him. u. auf erd. 405 Es werde Gott von dir 47 Gott iſt ein Gott derl. 362 „Es woll uns Gott g. 148 Gott iſt mein hort und 151 Es zieht, o Gort, ein 417„Gott iſt mein lied! er iſt 8 Ew'ge liebe, mein gem. 60 Gott iſts, der daß verm. 330 Ey! was frag ich nach 375 Gott lob! die ſtund 426 „Gott lob ein ſchritt zur 395 olgt mir, wollt ihr 319 Freunde ſtellt das wein. 433 »Froͤhlich ſoll mein herze 78 Frommes herz ſey unbe. 345 Fur alle guͤte ſey gepreiſt 390 Furwahr du biſt, o G. 38 Ganke, der uns leben 63 Geiſt vom Vater und 145 »Gelobet ſeyſt du Jeſu 77 Gelobt ſepſt du, o Gott 181 Gerechter Gott, vor 17 Gern will ich mich erg. 177 Getreuer Gott, wie viel 24 Gieb, Gott, wenn ich d. 319 Gieb mir das wollen und 275 Gieb mir, o Gott, ein 361 Gott, deine gnade ſey g. Gott deine weiſe macht 41 Gott, dein unſichtbares 839 Gott, den ich als liebe 423 Gott, der an allen end. 37 Gott, der du die menſch. 367 Gott, der du fuͤr uns »Gott der Vater wohn Golt des himels u. der Goit, deſſen hand die w. Golt, deſſen nam' iſt wie Gott, dir gefaͤllt kein Gott, du biſt von ewigk. 9 Gott, baͤtte dein geliebter 64 Heil uns, aus unſrer 2 Herr, der du ahes giebſt Gott, mein Vater dank. Gott, mein Vat, deine l. Gott ruft der ſonn und 395 Gott Schoͤpfer deſſen w. 404 Gott Schoͤpfer, Stifter 403 Gott ſep gelobet u. geb. 171 Gott ſorgt fuͤr mich, w. 282 Gott unſers lebens kraft 421 *Gott Vat. an erb. reich 301 Gott, vor deſſen angeſicht 17 Gott, wann erquickt dein 346 Gott, werd ich ſtets von ſ. 211 Goit wie die tage mir 213 Groſer Gott, erhab. w. 55 Groſer Mittler, der zur 138 Guter hirte, willſt dun. 241 373 306 Ha acht auf mich in 283 Habe deine luſt am Herrn 278 Habe deine luſt o jug. 374 Haſt du denn ganz dein 418 „Heyland deine wenſchenl. 92 Heiligſter J ſu, heilig. 95 62 „Herr Chriſt der einig G. 84 Herr, deine almacht 13 Herr deine ſanftmuth iſt 368 Herr, der du mir das keb. 5. Rrtr, den die ſonnen u. Herr, des hichels Karker 112 390 496, Gort, hilſt mir, doß ich b. 211 Gont ich will mich ernſtl. 253 Herr, dir trau ich, auf 284 T 4 Herr 320 Ubo Re Herr, du biſt. 9 ſt e r Herr du aſarfchne hene 189 0 5. Herr, du farſcheſtmich 13 Hcher hatteme— Herr, du haſt in it glanz 13 der eoe, wirdanhe Herr, du k in deinem heil'gen zehn 14 Jeſt/ *H /du kenneſt m 2 45 J hn 154 Aeſus *Herr Gott, di ein Jauchzt eie, deeee zaaan 1 SNcheamenaaae d err, hare mein die zußt. 10 Jch binen menſch, ich en„Veluh wuentbie uft.12173 din ein chriſt, ich d ei Herr hoͤre mei gebaͤt u Ich bin der iſt, Got 1elust hoͤre mein gebaͤ Ler6Ic bin her He ott 25t ale err, ich bin gebaͤt u 5 b Herr, dei 26 „Herr, i in dein eigent 254 Ich bin der reichſte—in u In da ich hab gent. 1 Ich bin 6 5 tg ſtem. an aroſ Herr Je(m geh. 274 Sch b. getauft auf dein. 1 e Jeſu Chri geh. 21. Ich bin inn ft auf dein. 1 d egh eraisten dch en Aezereenn n derr Jeſu chri zu 2 35 bin oti dein eig. 30 5 *Hei chriſt d 2*ᷣ vergn 4 19. 50 1 8 bri 17 in vere nn. 34 1 ein Heur daſt, Eheit wahr r 178 Ich dent ver Anbar. wies 4 Mau Herr⸗ laß Ach dec rw. 215—* eile an den aericht 188 Fom Perr⸗ ich zaͤhle der 33² 3c erhebe leiner heinath 4 8 Kannh der. nidemeneta, 2u; Ia rentze autt in da Herr„meiner ſeele? e 285*5⁵ freue mich troh. 191 Long, Heremelntia lerußt, 155„3 andanelnen Gen 8 boan Heer nen De ehnerd le 149 35 habe, aen u 2 Aunn, Herr, ſchaff uns wie di 335 Ich habe nand 35 Komt Herr, ſchaffune miedie 368 Sch had in in den grund 3 hunj Ber unfigen en 3 SS he, err,.ig, 3 L r, wie du will dr. 25 6 Ich kote hor dein uche 165 Adude Here, wis da win, ſo 239 Ich lobe dicpa demads 1) dine Herr, wir ſingen ich 25 Ich prei dich, eiſe d. 16 us ni Her, wer nine P deiner 24 S33e sdee Heur 166 dhn 3 ebaoth, dein vor Ich preiſe di„ſagedir 6 *— 015, d 161[☛ iſe dich.. 3 Laß m erzliebſter J dein h. 14 Ich ſin di du. ſinge 9 4² 8 n eute, ſpre Jeſu, w. 47 Jch we e dir mit her 5 Aaſſt Hin bi ſprach mein Heil 112 33 ers an we de 30 Laßi u . ich di 1 74 I. 164** 1 dich 4 30 eie⸗ Hier iſtn r, mein Ichw Hnoch im tod deſe ochun H. 427 will, mein 179 lhſe H f G unſre pruͤf 427 1Jeſn, argr tod Gott, d üehſe 5 ff Gott, daßj tüͤf. 323 ₰ eſu, aezt todtk t, du 313 ſ Aasenetenane 22 Vitbee herme ſas Hoͤchſter denk fr. 122*₰„der d ele, 05, th Hoͤchſter d 3 cch an die 215 Jeſu⸗ E Au meine ſetle n0 1, 1 “ eſten ſtarke rech zu;:JJel.danet biſt mein 242 8 ch. 46*Jeſu,) ine freude, m. 241 ¹ ſu, meiner ſeelen licht 160 büſng Seſa 4 ing ate er. iegadd Tan die kehs delta echit unſeng, — tun 1n nn ein heit 4 in er her,h nn der tajhi — getauſteui min maneag in Gen di = Aerznüzt E din dergnen ni an dangnt ilbe meinerſern * hede ninga — euenit af eue vic an aubantinnge = dbe, Ger w H=ddhe nundmm d in zuren ia * Re, Herr,uſ = kome tor ena mun Maſe 1c, 1 eiſedeu lhn ſeu i edir mi in eiß an deima rferioun X Uic nut ut — wen Gen atſt üttruhn 5 dit aſin „ dein nſtea . ä 9 ä S dddudiunt 2 veine ted— —. nuanf — ehre mich, Herr, recht b. 324 Lob, ehr und dank ſey LCob, ehr und preis dem h. 314,0 Regiſter. L A *Jeſu, meines lebens leb. 99 Jeſus, Jeſus nichts als 243 Jeſus lebt, mit ihm auch 131 Jeſus, meine zuver ſicht 190 *Jeſus nimmt die ſuͤnder 2109 *In allen meinen thaten 35 *In dem leben hier auf 256 In groſem elend komm 408 In träbſal, chriſt, ſey 348 Iſt Gott fuͤr uns, ſo trete 230. ein lehrer iſt dir, Jeſu 93 Komm baͤtend oft u. mit 295 »Komm, heil. Geiſt, erfuͤll 1 *Kom h. Geiſt Herre G. 140 »Kom, o kom, du Geiſt d. 141 Komm, ſterblicher betr. 180 Kommt, die ihr nicht gew. 94 *Komt, kemt, den Herrn zu 36 Konmat, laßt euch den 7. 257 Kommt, opfert ehre, ſing. 31 2 La deinen Geiſt, mich 102 Laß doch, o Jeſu! laß 158 Laß mich doch nicht, o G. 333 Laßmich, Hoͤchſter darn. 370 Laßt uns unſerm Gott 7 Liebe ſeele, nun d. ſchw. 167 „Liebſter Jeſu, wir ſind hier 1 Liebſter Vater, ich dein 297 Lobet den Herren den 313 415 Lob ſey Gott, der den fruͤhl 30 Lob ſey Gott der den m. 383 Lobſinget Gott und bäͤtet 315 Lohſingt Gort Zebaoth! 419 *Laß mich, v Herr, in all. 258 *Laſſet uns den Herrn pr. 57 Maae dich, meing. 325 Mein auze ſieht, o Gott, 42 Mein beſter troſt in dieſ. 298 Meine lebenszeit verſtr. 181 *Meinen Jeſum laß ich n. 234 Mein Erlöſer, der du m. 162 Mein Erloͤſer, Gottesſ. 103 *Mein erft geſchaͤft ſey pr. 384 Meine ſeel, ermuntre d. 97 *Mein ganzer geiſt, G. 202 Mein Gott, ach lehre 259 Mein Gott, das herz ich 221 Mein Gott, dir iſt bew. 56 Mein Gott, du biſt ger. 410 Mein Gott, du weißt am 287 Mein Gott, du wohneſt 267 Mein Gott, ich weiß 182 Mein Gott, nun iſt es w. 384 Mein Gott, zu dem ic 223 Mein Heiland deine groͤſe 71 Nein Heiland lebt und 194 Mein herz ermuntre d. 308 *Meine hoffunng ſtehet 286 Mein Hsortt iſt Gott, ihn 288 Mein Jeſu, du haſt unſre 72 Mein Ven fuͤr dein 114 Mein Schoͤpfer, deſſen 259 Mein Bater a mein G. 260 Menſcden unſer leb. eil. 393 Mir nach, ſprich: Chriſt. 243 Miternſt, omenſchenk. 73 Mit lautem ſchall frohl. 137 *Mitten wir im leben 181 *Mit ſeufzen klag ich dir, 299 Nag einer pruͤfung 203 Nicht daß ichs ſchon Nichts betruͤbters iſt auf 340 *Fobt Gott, ihr chriſten 77 Nie biſt du Hoͤchſter von 11 T5 9 Nie 261*— —₰ 17 37* Nun bhriſten laßt uns Regiſter. „ Nie will ich wieder fluch. 369 Noch bin ich dein gaſt, 102 Noch immer wechſeln ord. 40 Noch laͤßt der Herr nich 485 Noch nie haſt du dein w. 18 *Nun bitt. wir den h. G. 130 I * Nun danket alle Gott, 300 Nan danket all u. bring. 300 *Nun freut euch lieb chr. 66 Nun Gott lob, es iſt vollbr. 3 Nun habe dank fuͤr deine 171 Nun iſt es alles wohlgem. 127 Nun iſt auferſtanden v. 130 * Nun laßt uns den keib 434 Nun laßt uns gehn und 399 Nun ruhen alle waͤlder., 391 O Chriſte eingebohrn. 70 O du aller ſuͤßte freude, 140 *H du liebe neiner liebe 109 Ott klagt dein herz, wie 263 O Gott, den alle himmel 33 O Bott des him nels und 34 O Hott, deß ſtarke hband 22 O Gott, du biſt mein pr. 2 Gott du fromer Gott, 262 Gott, du kanſt den h. 410 groſer Gott, du rein. 146 *O groſer Gatt v. macht 407 O haupt voll blut un w. 120 O heil Geiſt kehr bey uns 142 O heiliger Geiſt, laß uns 1 O heiligſte Drepeini keit 20 938 Hoͤchſter, deſſen kraft 412 *O Irſu Chriſt, neins 183 O Jeſu Chriſte wahres 157 O Jeſ dir ſey ewig d. 172 O Jeſu, du mein braͤut. 167 H J„, ſuſſes licht, 386 *O Lamm Gottes unſch. 107 — *O liebe, die den himm. O liebes gluth, wie ſoll O ſuͤſſes wort, das Jeſ. 39 *OQurſprung des lebens, — ²4 O Vater, unſer Gon, 2 O welch ein unſchätzbar gf O welt, die i rdiſche g. 439 *O welt, ſieh hier dein I. In 9 O wie iſt der weg ſo ℳ O wie unausſprechlich u uhet wohl, ihr todt. 36 — *Schaffein mir, Gott, 16 —Ü Sa affet⸗ ſchaffet Me ſch. a 1.*† A 4 Scoplecht und recht behut. 38 Schmücke dich, v liebe ſ. 166 coͤn iſt die tugen) 26 chopfer der erſchaffnen zu Schöpfer, Gott, Herr der! * * Schrecklich iſt der tod, 330 Schuͤtze die deinen, die 159 Scdweiget dange zweif. 3f Sch ning dich auf gen G. un »Schwing dich auf zu 36l *Sch wingt heilige ged. Seht, welch ein menſch! II *˖ Seelenhraͤntigam, Jeſ. 244 Selig, Jeſu, ſind die nun 1¹0 Sey getreu in deinen Sey hochgeprieſen Heer 103 Sey mir tauſendnal 106 Sey, ſeele, ſtark und uny 352 Sey zufrieden mein gem. 34 Sey zufrieden mein Ge⸗ muͤthe, nimm »Sieh! hier bin ich, ehr. Sink ich einſt in jenen. 1 29) Schon iſt der iag von G. 19 401 Sey Gott getreu, halt 276 424 Veuft 391 ˖— Eo ſi „So ſuͦ So hof So jem Soll der Sollich „Soller Solltic *Seht nicht Seo ſo So we go wie Sorge Sorze Starke, —— — derdi u dp = herij ihn = iifu ſehn — tt undut ückedit =i diuun iyferdu ge ** Fſiyſer, Gate —. onit dergu 5=Allich ita. 3= ie die dean = niiget zunte 1³ ing diceim =wing dihu 11= hpinzt ſelan (☚ò velt enu =cieabräͤunaus⸗ [= n, Niu⸗ſunda = araiun = Gott gemm = h tiehnu nir uifnn ſeele, fartae — faba tunt = uftrdnu inhe, ninmn — 1 bierau S lic entu — 1 veſenu Regiſter. nicht trauen *So ſchlummerſt du in So weit, Herr, deine h. So wie du biſt, ſo warſt Sorge du fuͤr meine kind *Sorge, Vater, ſorge Staͤrke, Mittler, ſtaͤrke Stimmt unſerm Gott Straf mich nicht in dein. Such', wer da will, ein *Suͤnder, willſt du ſicher ag den mir der Herr m gnade fuͤr die ſuͤnd. Umſonſt, umſonſt verh. U ſre muͤden augenlied. *Unſer Herrſcher, unſer Unumſchraͤnkte liebe, Urſprung wahrer freude Waaet will ich dir geb. Verſtummtes Lamm, Vem geraͤuſch der welt *Vom himmel kam der Von dir kommt jede gute Von furcht dahin geriſſ. *Ven Gott will ich nicht Vor dir, o Gott ſich kindl. 279 35 363 149 431 353 246 289 128 23 11 ₰ 42 288 40² 317 22 246 226 16 Wag auf! mein herz »Wann meine ſund mich * Wann mein ſtuͤndlein Warum erbebſt du, m. Warum ſlieht der leichte *Warum ſollt ich mich d. Warum verſchmaͤhen m. Warum willſt du drauſſ. Was frag ich nach der w. *Was Gott thut, das iſt wohlzethan, ez Was Gott thut, das iſt wohlgethan, ſo Was hilft es mir ein chr. Wos iſ das leben hier au Was iſt mein leben auf Was iſt mein zeitlich leb. Was iſts, daß ich mich g. Was iſt vor deinem ang. (Gotti 2*Was mein Gott wi Trau auf Gott in allen ſ. 89 3aenein Gott will Triumph! Triumph und 132 Was ſoll ich aͤngſtl klag. *Was ſorgſt du aͤngſtlich fuͤr dein leben? 125 14 392 318 25 144 184 116 378 79 300 115 290 Waszagſt du? Gott reg. Weg mit allem, was da Weh mir, daß ich ſo oft Weicht ihr berge, fallt Welch hohes beyſyiel g. Wenn Chriſtus ſeine k. Wenn gleich aus tiefer Wenn ich ein aut gewiſſ. Wenn ich, o Schoͤpfer Wenn, Mittler, meine Wenn ſich mein geiſt, *Wenn mir in hoͤchſen Wenn wird, o Gott, die Wer bin ich? welche w. Wer dieſer erden guͤther Wer dieſer erden g hen 386 105 184 193 424 353 67 73 334 er du Regiſter. »Wer Gott vertraut, hat Wer Gottes wort nicht Wer iſt dir gleich, du Wer kann, Gott, je was *Wer nur den lieben G. Wer ſeinen Jeſum recht Wer weiß, wie nahe mir *Wie Chriſtus ſelbſt zum Wie fleucht dahin der m. Wie fleucht dahin der Wie getroſt und heiter, Wie goͤttlich ſind doch *Wi gros iſt des Allm. Wie gros iſt unſr ſeligk. Wie grundlos ſind die Wie herrlich biſt du, G. Wie mannigſaltig ſind *Wie oöft hab ich den b. Wie ſelig bin ich, wenn Wie ſelig, Herr, iſt der Wie ſelig ledt ein menſch Wie ſicher lebt der m. 293 236 5 301 293 247 187 162 189 338 237 93 20 380 107 34 328 227 268 267 366 177 *Wie ſoll ich dich empfang. 74 Wie ſollt ich dich, mein Wie theuer, Gott, iſt d. 275 228 Wie ungewiß iſt, Wie viele freuden dant a Wie wichtig iſt doch der Wie wohl iſt mir, s fr. 29 Will mich, o Gott, hien. z9 Willſt du der Weisheit 27 Wirf, bloͤder ſinn, den 9 *Wir glauben all an einen a3 Wir ſtehn in noth, laß Wir menſchen ſind zu In Wo find ich den, der ½ Wo eilt ihr hin, ihr leb. 355 *Wohl auf! mein her,, Wohl dem, der beſſ're Wohl dem, der richtig Wohl mir, Jeſus meine no Wo nit ſoll ich dich wohl 2 90 33 19 4 4 Wort aus Gottes nund. 14 * Wunderbarer Koͤnig. zuß Wuͤßt ich nicht, Gott iſt, Z u4 ein zu deinen th. 1 Zion klagt mit angſt und 39 Zur arbeit nicht zum m. 331 Die mit einem* bezeichnete Lieder haben ihre eigene M⸗ lodie, wornach die udrige geſungen werden. Herr, I 415 uf En liebet; nigfalt in der däterli inſonde heiligen hat uns foͤrdern unſerer geheil ihana Heili anzum mir de Geſun herrlie lunge died im Ge kennen ſand. ek. Uuderhare gin tich nict En dutein udein klazt mianin, arbeit lictunn — whaten innl ſeſtngen dans — —————— gewiß iſ vielt 8 w wi frade 1 1 Gebaäaͤte zur Hausandacht. Morgengebaͤt am Sonntage. (t roſſer und heiliger Gott! du Schoͤpfer und Herr des Himmels und der Erden! bey dir iſt Allmacht, Weis⸗ heit und Guͤte, und du biſt wuͤrdig, von allem, was auf Erden und im Himmel iſt, verehret, gefuͤrchtet und ge⸗ liebet zu werden! Dich preiſet meine Seele fuͤr deinen man⸗ nigfaltigen Segen, den du uͤber mich und die Meinigen auch in der zurückgelegten Woche ausgebreitet haſt, fuͤr deinen vaͤterlichen Schutz uͤber uns in der abgewichenen Nacht, und inſonderheit für die groſſen Wohlthaten, die du an dieſem heiligen Tage erneuern wirſt. Deine Weisheit und Gnade hat uns denſelben zu deiner feierlichen Verehrung, zur Be⸗ foͤrderung unſerer Ruhe in dir dem lebendigen Gott, und zu unſerer naͤhern Vorbereitung zu deiner ewigen Gemeinſchaft geheiliget. O wie geſegnet wird er auch mir ſeyn, wenn ich ihn nach dieſer deiner liebreichen Abſicht, zur Erquickung und Heiligung meiner Seele, durch dein ſeligmachendes Wort anzuwenden ſuche! Dein groſſer Name ſey gelobet, daß du mir die öffentliche Feyer dieſes heiligen und frohen Tages in Geſundheit, Ruhe und Gewiſſensfreyheit verleiheſt. Ver⸗ herrliche dich heute, o Gott! in den oͤffentlichen Verſamm⸗ lungen durch einen allgemeinen Segen. Heilige du ſelbſt die Opfer unſers Gebaͤts und unſerer Lieder, das wir dich im Geiſte und in der Wahrheit anbaͤten. Allwiſſender! du kenneſt inſonderheit meinen und der Meinigen Seelenzu⸗ ſtand. Ach laß uns auch heute die goͤttliche Kraft deines a Wortes 2 Abendgebaͤt am Sonntage. Wortes alſo an unſern Seelen erfahren, daß wir nach unß. rer Beſchaffenheit dadurch wahrhaftig gebeſſert, im Glau⸗ ben und allen dir wohlgefaͤlligen Tugenden geſtaͤrket, dung deine Troͤſtungen beruhiget, und in deiner Gnade zum em⸗ gen Leben befeſtiget werden. Laß uns nicht nur in deine Heiligthume deine wohlthaͤtigen Abſichten erfuͤllen, ſonden auch in unſerm ganzen Verhalten uns befleißigen, daß mie dir geheiligt werden. Die Ruhe, die du uns heute von n⸗ ſern leiblichen Geſchaͤften verſtatteſt, werde doch inſonder⸗ heit zur wahren Erhohlung unſerer Kraͤfte, zur Sammlang des Gemuͤths, und zu deſſen Richtung auf unſer ewiges Heit angewandt. Bewahre uns, guͤtiger Gott! daß wir nit durch unnoͤthige Geſchaͤfte und unnuͤtze Zerſtreuungen den Tehe dieſes Tages und deines Wortes an uns vereiteln. Unſer ganzer Wandel müuſſe dich verherrlichen, und es he⸗ weiſen, daß wir dir dienen. Inſonderheit laß uns hiſes alsdenn beweiſen, wenn a un Gelegenheit giebſt, unſert Liebe zu dir, durch eine thaͤtige Liebe gegen unſern Naͤchſen an den Tag zu legen. Heilige, o Gott! auch alle unſert Vergnuͤgungen an dieſem heiligen Tage. Laß uns nichts ver⸗ gnügen, als was mit Verſicherung deiner Gnade genoſſen werden kann. Laß uns durch die Freuden, die uns dein Freundlichkeit auch im Leiblichen ſchenket, immer mehr u dir, der Quelle aller Freuden, geführet werden, damit alſt dein Tag uns in allem eine wahre Vorbereitung zu deiner ewigen Anbaͤtung, und zu der ewigen Ruhe und Seligkeit ſeyn moͤge, die du den Deinen verheiſſen haſt. Sesgneſt du, Herr! deinen Tag zum ewigen Heil un⸗ ſerer Seele, ſo wirſt du uns auch im Leiblichen nicht verlaß ſen. Du, mein himmliſcher Vater! weiſſeſt, was wir e⸗ därfen. Dir ſey unſer Leben und unſere ganze Wohlfahtt auch heute, auch auf dieſe Woche, und auf die ganze Zeit un ſerer hieſigen Wanderſchaft empfohlen. Leite du und nach deinem Raͤth, und nimm uns endlich zu Ehren an, um Jefl Chriſti willen, Amen. Abendgebaͤt am Sonntage. Gidiger und liebreicher Gott! dein Name iſt herrlichin allem, was auf Erden iſt, und dein Ruhm hoͤher, denn die Himmel. Dank ſey dir fuͤr die erneuerten Gelegenfe⸗ — ten, di aczubät vereinie durch! hriſtlic daß ich! i un meiner ſetagei hafter, alich! lange i nachjag wählet, dern le den 1 1 n der a deſeſue 1 beßzeizige 92 die du mnſan niſſe di zerrüchn, tnen. ſen dderheitlißt adu. Paenzegi eddig un gegen win en„Hott] dit n en heil kaßenzie Derſic un deintr gritg durch A teuden, au keiblit m ſenktt, umnn reuden,†= retwerda,u tine=n gortertiung duu de m Naheud deinen Mſenſei. r! deiſ zun mia uunsa: ckeilin liſcer*. veiſtt r rleden S2 ſet zurd dS daß ha chaſt 4Am. kann nunsſ LuEhrmcs Abendgebaͤt am Sonntage. ——— u ten, die ich dieſen tag gehabt habe, dich in deinem Hauſe anzubaͤten, mich mit andern Chriſten zu deinem Dienſte zu vereinigen, die Erklaͤrung deines Wortes zu hoͤren, und da⸗ mdurch unterrichtet, geſtaͤrket und auf die Wege der wahren Oriſtlichen Tugend geleitet zu werden. Gieb mir, o Gott! daß ich nun auch die Vortheile, die du mir verſchafft, gehoͤ⸗ ficrnuͤden moͤge, und es nicht blos bey dem Hoͤren bewenden laſ iſſe, ſondern durch die That beweiſe, daß ich ſie zu den Ab⸗ ſichten, zu denen ſie gegeben ſind, anwende. Mache mich dn geſchickt, daß ich meinem hohen Berufe gemaͤs lebe, gemaͤs n den Pflichten, die mir auferleget ſind, und gemaͤs den Ver⸗ heiſſungen, die ich zu gewarten habe. Vergieb mir, guͤtiger Vater! die Unvollkommenhei⸗ ten, die meine Andacht heute noch begleitet haben. Vergieb die Traͤgheit und Unthaͤtigkeit meiner Empfindungen, die Zerſtreuung meiner Gedanken, die wenige Aufmerkſamkeit meiner Seele auf deine Gebote. O gieb, daß ich deine Ri⸗ hetage immer heiliger zubringen, immer weiſer und ernſt⸗ hafter, andaͤchtiger und himmliſch geſinnter werden moͤge⸗ als ich bisher geweſen bin. Erhebe mich uͤber dieſe Welt, ſo lange ich in ihr lebe. Laß mich nicht den irdiſchen Dingen ſo nachjagen, als ob ich dieſe Welt blos zu meinem Antheil er⸗ waͤhlet, und auf kein ſchoͤner Erbtheil die Ausſicht haͤtte: ſon⸗ dern lehre mich erkennen, daß hier nicht meine bleibende Staͤtte ſey, ſondern daß mir eine feſtgegruͤndete ewige Woh⸗ nung vorbehalten werde. Gieb, daß ich mich hier als einen Pilger und Fremdling anſehe, und als ein Buͤrger des Him⸗ mels lebe. Ja mache mich durch deine Kraft, o guͤtiger Gott! geſchickt, alle Schwierigkeiten, Beſchwerniſſe, Gefahren und Verſuchungen zu uͤberwinden, die mir auf meinem Wezge zum Himmel aufſtoſſen, und laß mich durch einen taͤglichen Zuwachs an Heiligkeit und Tugend immer des glorreichen Erbtheils faͤhiger werden, das deiner Heiligen im Lichte wartet.. Gelobet ſey dein Name, o liebreicher Gott! der du mich bis auf dieſen Tag mit ſo vielen und großen Wohlthaten an eeib und Seele begnadiget haſt! O laß die Empfindung dei⸗ ner unverdienten Guͤte ſtets mein Herz ruͤhren, und gieb, daß ich dich nicht nur durch meine Worte, ſondern auch 3 durch mein Leben preiſen moͤge. Und nun, o Gott, nimm Morgengebaͤt am Montage. mich auch dieſe Nacht unter deine gnaͤdige Aufſicht! Beſchuhe mich vor allem Uebel, und erquicke mich durch eine ſanſt und ſtaͤrkende Ruhe. Deiner liebreichen Furſorge empfeſt ich alle die Meinigen. Thue ihnen gutes und ſegne ſie mi allen ſolchen geiſtlichen und leiblichen Guͤtern, von denenn weißt, daß ſie derſelben am meiſten beduͤrfen. Stehe in Ungluͤcklichen bey. Breite deine wohlthaͤtige Barmherze keit uͤber das ganze menſch 4 liche Geſchlecht aus. Erhoͤre, guͤtiger Vater! dies mein unvollkommens Gebät, und laß dir mein demuͤthiges Lob und Flehen i Gnaden gefallen. Erhalte mich mein kurzes und ungeniſte Leben hindurch in der Liebe zu dir. Troͤſte und ſtaͤrke michin meinen letzten Augenblicken, und nach dem Tode ſey da mein Theil und groſſer Lohn, durch Jeſum Chriſtum, deinen lieben Sohn! Dir, mein himmliſcher Vater! ſey Lo, Preis und 1M Ehre, jetzt und immerdar! Amen. Morgengebaͤt am Montage. O Herr! durch deine groſſe Barmherzigkeit fange ich mi dieſem Morgen meine Wochenarbeit von neuem ah. Deine ewige Liebe und Treue, die mit deinem Segen nih und die Meinigen bisher uͤberſchuͤttet hat, gehe denn alch heute mir von neuem auf, wie die Morgenroͤthe! Werhn ich, o Gott! daß du mich bis hieher gebracht haſt! Ichli dem es an a llem Ruhme ja leider! noch immer ein Suͤnder, mangelt, den er vor dir haben ſollte. immer, noch voͤll Ich ti bald verzagt. ja nicht an, wiel hue leider nit loſ oͤllig, was ich thun ſollte. Meine Gedanken ſind eitel; mein de iſt bald trotzig, ſiehe denn, mein ott! mich auch heute ſan an mir ſelbſt von Natur und in meinen Suͤnden bin. Ge⸗ denke aber, lieber Vater! an deines Sohnes Gehytin und Gerech tigkeit, daß ich durch ihn vor dir gerecht, un m dir geſegnet ſey. Verlaß mich nicht, und thue nichtdie Hin von mir ab, Gott mein Heil! Lehre mich auch heutenn ganze Woche thun nach deinem Wohlgefallen; dein gun Geiſt füͤhre mich auf ebener Bahn. Ich weiß nicht⸗ wasm in dieſer angefangenen Woche begegnen wird, bei 1 mich aber vor allem Uebel, behute meine Seele, behütem nen Leib, behüte meinen Eingang und Ausgang. Wehren lem Boͤſen, welches mir das Ziel meines Chriſtenthunf 4 i — rücken k und dad u meine muͤthe Sorgfal Exhalte gfen. nir We dabey ei erfahre hat, un zeigeih wartet, Nahrun der dabe vor dir auf, un n und Kleine! leben, bitte wi — lebre Gut dag erſ gebrach Und mi dmein de te me dih weinen 3 Nweuſc inen 2 1 mich der* 9* hen Färſg Jutes und tin w Wnd 1 88 lectin. ³ nan unne es Lob ud Lohn, mein 1 und imt Ama. gebät an Nontux. ae groſſ ne herzutttin nene tatteit n d Treu f mit denmen der id tt hn, tie auf, runte nich 4 r gelracti ein Si= dem esmneln. ir daben.) Jhtheli ꝛes ich altte. Minh ſſtbald En, baldrmag tl nich der ute jigicte ur und r nen Sinnn zater! es Schdes zich dut † dcor dirſe daf mid n heil ach deit 3 en Wo* 3 1 1e undthue-it 12 nich achu hlgeſader, erfahren, eeige ihnen dein Heil. lles auf dich wartet, ſo ſegne auch heute und in dieſer Woche alle gute Nahrung und dir wohlgefaͤllige Arbeit, und gieb, daß ein je⸗ Abendgebaͤt am Montage. 5 ruͤcken koͤnnte. Laß mich leben im Glauben deines Sohnes, und dadurch alles, was ich thue, in dir gethan ſeyn. Gieb zu meiner Arbeit dem Leibe Kraft und Geſundheit, dem Ge⸗ muͤthe Ruhe und Freudigkeit, bey einer gewiſſenhaften Sorgfalt, und erfrene mich mit deinem goͤttlichen Gedeyen. Erhalte mir den Segen, den du mir bisher haſt zufließen laſſen. Ernaͤhre mich, verſorge mich, beſchirme mich. Gieb mir Weisheit, meine Zeit wohl anzuwenden. dabey eine Laſt auf, ſo hilf mir auch, und laß mich allezeit daß du der ſeyſt, der uns von allem Uebel erloͤſet hat, und noch ferner erloͤſen wird. Segne die Meinigen, und Und wie alles auf dich, mein Gott! der dabey ſich redlich naͤhre, und mit allem guten Gewiſſen vor dir wandle. Ja, thue deine milde Hand allenthalben auf, und erfuͤlle alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Denke an uns alle und ſegne uns, ſegne die dich fuͤrchten, beyde Kleine und Große, ſegne uns je mehr und mehr, um deines lieben Sohnes Jeſu Chriſti, und um ſeiner kraͤftigen Fuͤr⸗ bitte willen, Amen. 1 Abendgebaͤt am Montage. Liebreicher Gott! ich danke dir, und beie deine Macht und Guͤte an, die ich und die Meinigen auch dieſen heutigen Tag erfahren haben. Was bin ich, daß du mich bis hieher gebracht, beym Leben erhalten, mir ſo viel Gutes gethan, und mich ſo reichlich geſegnet haſt. Von deiner Gnade, o mein Gott! bin auch ich, was ich bin, und deine Gna⸗ de iſt nicht von mir gewichen. Alſo haſt du auch heu⸗ te meiner armen Seele und meines ſterblichen Leibes dich herzlich angenommen; meine Arbeit geſegnet, meinen Unterhalt mir verſchaffet; alle meine geiſtliche und leibliche Nothdurft in gnaden angeſehen: ja, uͤberhaupt meiner Schwachheit mit deiner Kraft mäͤchtig geholfen. Wer iſt, o Herr! wie du, der du dich ſo hoch geſetzet haſt, und doch auf das Niedrige ſo gnaͤdig ſieheſt? Nun, omein Gott! da du nicht nur wohneft in der Hoͤhe und im Heilig⸗ thum, ſondern auch bey denen, die zerbrochenes und zer⸗ ſchlagenes Geiſtes ſind, auf daß du erquickeſt den Leſ der ã 3 Sede⸗ Legeſt du mir 8 5 Morgengebäͤt am Dienſtage. Gedemuͤthigten und das Herz der Zerſchlagenen: ſo diiß ich dich demuthig, tilge alle noch an mir befindliche Siin denflecken durch das Blut deines lieben Sohnes Jeſu Chißi Du biſt der Herr, nach deſſen Worte alles geſchehen, ann dem alles dienen ſollte; wie finde ich hingegen meinen Wi⸗ — len deinem heiligen Willen oft ſo ſehr zuwider, und mau bid Herz ſo kalt gegen das Andenken deiner Gnadengegenwen Um Chriſti willen, ſchone meiner! vergieb mir alle, auch meine verborgene Fehler! erfuͤlle ferner an mir deine aun denreiche Verheiſſung: ich will dich nicht verlaſſen, noch verſaͤumen. Du biſt ja nicht ein Gott, der ferne ſey, du er⸗ fuͤlleſt vielmehr Himmel und Erde, und umgiebeſt auch mig, wo ich ſitze, oder liege. So ſey demnach auch in dieſer Ragt nicht ferne von mir, eile auch mir beyzuſtehen, Gott, meine Huͤlfe! Beweiſe auch in mir deine große Gnade, du Ho⸗ land derer, die auf dich hoffen. Beſchirme mich und alle was du mir verliehen haſt, unter den Schatten deiner Fli⸗ gel. Sey du fuͤr mich, ſo wird nichts wider mich ſeyn. In ater! wie du deines geliebten Sohnes nicht verſchoftt ſondern ihn fuͤr uns alle, und auch fuͤr mich dahin gegeben haſt, ſo ſchenke mir und allen, die ihn angenommen hahen, heute und allezeit mit demſelben alles andere, was witag Leib und Seele beduͤrfen. Amen, um Jeſu willen, Awen. Morgengebaͤt am Dienſtage. ott! deine Guͤte iſt alle Morgen neu, und deine Treur die du an mir beweiſeſt, iſt ſehr groß Ein Tag ſagt ei dem andern, und eine Nacht thut e kund der andern, wit geſchaͤftig du, Herr! in jedem Augenblicke meines Daſeynt, zu meiner Erhaltung, zu meiner Freude und Gluͤckſeligkei biſt: du ſchaffeſt es, daß ich ſicher ruhe. Wann Finſternißdi Erde bedeckt, und wann ich ſelbſt von mir nichts weiß, dang wacheſt du, mein Leben zu bewahren: aber auch du biſt t, Herr und Gott der Welt, der an jeglichem Morgen, den Tage und ſeinem Lichte wieder ruft, die Seele zu erweckin; du macheſt es, daß ich nach einer ſanften Nacht, mich wieder eines neuen Tages erfreuen kann. Was iſt denn biliiger, was iſt eines vernuͤnftigen Geſchoͤpfes, welches dich zu kt: kennen faͤhig iſt, wuͤrdiger, als dir, dem Gott und Vuir meines Lebens, aus deſſen Hand ich es auch jezt nieder m / 4 neu, empfangen habe, un 4 zu preiſen? Dieß ſey denn auch jetzt, in dieſer fruhen Mor⸗ Uahn genſtunde, mein erſtes Geſchaͤfte! tn den Abendgebaͤt am Dienſtage. dafuͤr zu danken, und deinen Namen Meine Seele lobe dich, Herrn, und alles was in mir iſt, deinen heiligen Namen! uma Meine Seele lobe dich, und vergeſſe des Guten nie, das du⸗ bis dieſen Augenblick an mir gethan haſt! daß ich ſicher und 4 ain ruhig geſchlafen habe, daß kein Unfall mich in dieſer Nacht ¹1mScanaie 1 1r znder miin gelich roßnes nin m e, un fürnihdin dallen: chu argammn demſel es andete, u en. An Fünka gebàt njienſu tale 1 na, mha eiſeſt, 1 ſus E Nacht* 1. kundderun in jeden a yblick wenen „u me=ude undgh 44 Vamct mich ſel ur mirnict n zu bei„: gher et delt, R a glchem Vunt te wiedeſ F die Seleum nach ein en Nact, 19 ffrenen VWas h dn. igen G rc, wiltes 1 diger, den Goteh eſen H d Sauhjän A n wieder erblicke, als ich es geſtern verloͤſe nicht nur meine Glieder zu den Geſchaͤften dieſes Tages wie⸗ der brauchen, ſondern auch mit erneuerten an und was noch mehr iſt, von den ſaͤmtlichen Kraͤften meiner Seele betroſfen hat, daß ich das Licht dieſes Tages eben ſo geſund en ſahe, daß ich G en Kraͤften brauchen, daß ich vernuͤnftig denken, und zeelen einen ſolchen Ge⸗ brauch machen kann, der einem vernuͤnftigen Weſen anſtaͤn⸗ dig iſt; das alles, o Gott! habe ich deiner Guͤte und Treue u danken. Verleihe mir nur auch die Gnade, daß ich den 5 der Guͤther, die deine Hand mir an dieſem Morgen, gleichſam von neuem geſchenket hat, erkennen und ſchaͤtzen und daß ich ſie zu der Abſicht anwenden moͤge, zu welcher du ſie mir gegeben haſt. Gieb, daß ich heute, in allem, was ich beginne, in meinen Geſchaͤften, in meinen Vergnuͤgungen, in allen Umſtaͤnden und Verbindungen, worein ich kommen kann, dich vor Augen und im Herzen habe, und an deine Ge⸗ rechtigkeit, an dein heiliges Gebot, und an meine zukuͤnfti⸗ ge Rechenſchaft vor dir, dem Allwiſſenden, fleißig denken moͤge. Dadurch werde ich am ſicherſten hewahret werden, daß ich in keine Suͤnde willige, noch irgend etmas mit Vor⸗ ſatz thue, was wider dein Gebot iſt. Erhalte mein Herz auch an dieſem Tage bey dem einigen, daß ich deinen Namen fuͤrchte; denn die dich, Herr! fuͤrchten, haben keinen Man⸗ gelan irgend einem Guthe, das wahrhaftig gluͤcklich macht! Erhoͤre mich um des Mittlers Willen, in deſſen Namen ich zu dir baͤte. Amen. 8 Abendgebaͤt am Dienſtage. Ccch freue mich deiner Guͤte, o Gott! und komme mit Danken vor dein Angeſicht; jeder Tag, jede Stunde, jeder Augenblick meines Lebens giebt mir neue Beweiſe von deiner vaͤterlichen Huld und Gnade, und legt mir neue Ver zum Gehoͤrſam gegen dic mei⸗ und pflichtungen zur Dankbarkeit 4 4 8 Abendgebaͤt am Dienſtage. meinen Vater und Wohlthaͤter auf. an mir Unwuͤrdigen nicht unbezeugt gelaſſen. Auch heut haſt du mir in allen Abſichten viel Gutes gethan. Wie hit bekannte und unbekannte Gefahren und Uebel haſt du dug deine gnaͤdige Vorſehung von mir abgewandt! Wie vitt geiſtliche und leibliche Wohlthaten habe ich aus deiner ſn gebigen Hand empfangen! Wie kann ich dir, dem Hern, meine Dankbarkeit genug ſam beweiſen? nimm meinen la V Sie ſind dein, und dei nem Dienſte, deiner Verherrlichung ſollen ſie auf ewig Moͤchte nur mein Eifer, dir zu Gefallen, ne und meine Seele zum Opfer hin. heiliget ſeyn! kaͤndiger, moͤchte der Gehorſam, den ich dir leiſte, reiner um vollkommner ſeyn! Aber, o mein Gott! wie weit hin ic noch von dem Ziele der chriſtlichen Vollkommenheit entfernt. Wie vieler Nachlaͤßigkeit und Traͤgheit im Guten, wie yie⸗ ler Vergehungen und Fehler muß ich mich taͤglich vor deinen Angeſichte beſchuldigen! Wie beſchaͤmt bin ich, wenn ich an meine Suͤnde gedenke! A ganzem Herzen. Uebel meide und fliehe. ſich zu unſrer Wohnung nahe. Schenke mir einen ſanſten und erquickenden Schlaf. Laß mich morgen, wenn es dir gefällt, mit neuen Kraͤften wieder aufwachen, und gieb dau ich ſie nach deinem Willen und zu deiner Ehre anwende. Troͤſte, barmherziger Gott! troͤſte alle Elenden, die in die ſer Nacht durch Schmerzen und Krankheit, oder andert Truͤbſal, der ſuͤſſen Ruhe beraubet ſind. Erbarme dich aller Menſchen. Dir, Herr mein Gott, ubergebe ich meinen Leib und meine Seele. Leite mich nach driuen ucs Auch heute haſt dudi Ach Herr! ich bereue ſie an Ich entſchlieſſe mich, in deiner Furcht mich immer mehr von allen Befleckungen des Fleiſches und da Geiſtes zu reinigen, und meine Heiligung zu vollenden. Staͤrke mich ſelbſt, o Gott! in dieſem guten Vorſatze. Et. he mir in der Ausfuͤhrung deſſelben maͤchtig bey. Gieb, daſ ich alles, was dir zuwider iſt, haſſe, und als das groͤßte Gieb, daß ich alles, was dein heil⸗ ger Wille von mir fordert, aufrichtig und mit Freuden thue. Laß mir den morgenden Tag heiliger ſeyn als den heutigen: laß mich täglich an Weisheit und Tugend wachſen und in⸗ mer mehr nach deinem Ebendbilde erneuert werden. Dein maͤchtiger Schutz bedecke mich und die Meinigen auch indit ſer Nacht, damit uns kein Ungluͤck begegne, und keine Plage Morgengebaͤt am Dienſtage. 9 ſen Rath und nimm mich endlich in deine Herrlichk eit auf. Ich bitte dich um dieſes alles in dem Namen, und als ein Fünger Jeſu Chriſti unſers Mittlers und Seligmachers! men. Morgengebaͤt am Mittwochen. Nhh. 4 Gott, Schoͤpfer und Herr des Himmels und der Erden, barmherziger Wohlthaͤter und Vater der Menſchen! Dich bete ich als den Urheber und Erhalter meines Lebens, als den Gott meines Heils, als die ewige und unerſchoͤpf⸗ liche Quelle meiner Gluͤckſeligkeit demuͤthigſt an. Dir danke ich mit Freuden füͤr mein Leben, fuͤr meine Geſundheit, fur meine Kraͤfte, fuͤr alle geiſtliche und leibliche Vortheile ⸗ die ich beſitze. Dir danke ich insbeſondere dafuͤr, daß du mich in dieſer Nacht mit deinen maͤchtigen Schutze bedecket, daß du alle Gefahren, die mir droheten, von mir abgewandt, daß du meinen Leib durch einen ſanften Schlaf erquicket, und mir neue Kraft und neues Leben eingefloͤſet haſt. Wer aan g bin ich, o Gott, wer bin ich, daß du dich meiner ſo vaͤterlich um en. annimmſt? Ich bin ein Suͤnder, der deine heilige Geſetze ubertreten, der deine Wohlthaten oͤfters gemißbraucht, der ſich des ſchaͤndlichen Undanks gegen dich ſchuldig gemacht und als ein ſolcher nichts als Ungnade und Strafe verdienet hat. Aber du handelſt nicht mit uns nach unſern Suͤnden, und vergiltſt uns nicht nach unſern Miſſethaten. Noch ſcho⸗ neſt du meiner, wie ein Vater ſeines Sohnes ſchonet. * Wnanert want Noch fͤhreſt du fort, mich zu ſegnen, und mir Gutes zu thun. Meinignaii Noch willſt du mich durch Guͤte zur Buſſe leiten. Wie reuet in Un e geae, mt es mich, o Gott! daß ich dich, meinen Vater und Wohlthaͤ⸗ nadt e ente mi änt ter, ſo oft beleidiget, und dir den ſchuldigen Gehorſam ver⸗ af. A ren(Horgen, nn weigert habe! Ach, ſtrafe mich nicht, wie ich es verdienet ſten wi rache ugh habe. Sey mir gnaͤdig in Chriſto, deinem Sohne, und ver⸗ Diuen d. daner efteu zeihe mir um ſeinetwillen alle meine Sunden. Siehe, ich Ge! le Eladm t heilige mich dir ganz und gar. Ich verabſcheue das Boͤſe, das reren Cankheit 11 ich bisher gethan habe. Ich erneuere hiemit in deiner Ge⸗ Fude ſud.(tan genwart,° Gott] den aufrichtigen Vorſatz, alle unordent⸗ , Het er Gou, lüc liche Begierden, die in mir aufſteigen, zu unterdruͤcken, al⸗ Saie 2 nich nacdeun le boͤſe Gewohnheiten, die ich noch an mir habe, zu beſtrei⸗ 1 ten, und mich in meinem ganzen Verhalten, nicht nach dem 4 5 8 1 10 Abendgebaͤt am Mittwochen. Willen meines Fleiſches, oder nach dem Beyſpiel der Laſter⸗ haften, ſondern allein nach deinen guten und heiligen Ge⸗ boten zu richten. Ach Herr! ſtehe mir ſelber mit deiner Gna⸗ de bey, dieſen guten Vorſatz mit Treue zu erfuͤllen; denn ohne dich vermag ich nichts. Bewahre mich auch heute dor allen Verſuchungen zur Suͤnde, und wenn ich verſuchet wer⸗ de, ſo laß mich nicht fallen. Laß mich oft an den Tod, an das Gericht und an die Ewigkeit gedenken, und dadurch weiſe werden zur ewigen Seligkeit. Verleihe mir Geſundheit und Kraͤfte zu meinen Berufsgeſchaͤften, und begleite ſie mit deinem Segen. Dir und deiner Gnade, o Gott, empfehle ich alle Menſchen. Segne inſonderheit diejenigen, die du durch die Bande des Blutes und der Freundſchaft mit mir verbunden haſt. Gieb, daß wir alle die Pflichten unſers Be⸗ rufs treulich erfuͤllen, und deine Ehre und das Heil unſerer unſterblichen Seele zum letzten Endzweck aller Unſerer Be⸗ muͤhungen machen. Erhoͤre mich, Vater der Barmherjzig⸗ keit, und ſey mir gnaͤdig, um Jeſu willen. Amen. Abendgebaͤt am Mittwochen. Barmherziger Gott! nach deiner Verordnung bedecket jetzt wiederum Finſterniß unſer Erdreich: bey dir aber, du Vater des Lichts! muß auch die Finſterniß Licht ſeyn. Auch dieſen Tag lege ich unter deinem gnaͤdigen Schutze zuruͤck, und preiſe deinen heiligen Namen, fuͤr alle deine gute und vollkommene Gaben, die mir deine Gnade heute geſchenket oder erhalten hat. Ich danke dir nicht nur, daß du mir das Licht meiner leiblichen Augen verliehen und bisher bewah⸗ ret haſt, ſondern auch und vornehmlich, daß du dein heil⸗ ges Wort noch immerfort meiner Seelen leuchten laͤſſeſt, als ein Licht auf meinen Wegen. Zwar muß ich, omein Gott! auch heute vor dir bekennen, daß ich nicht ſtets nach dieſem heiligen Lichte gewandelt habe; ſtelle aber meine heutige mir bewußte Uebertretung nicht im Zorne vor dich, noch meine un⸗ erkannte Suͤnden ins Licht vor deinem Angeſichte; ſondern wirf ſie hinter dich zuruͤck, und ſey mir um Chriſti willen gnaͤdig. Bleibe du nun ferner bey mir, mein Gott! da es jetzt Abend worden iſt. Biſt du mein Licht und mein Heil, vor wem ſollte ich mich fuͤrchten? Biſt du neintes käben kaft/ — Kraſt, ſchoſt meine ter dei 9 für! barme ihnen, ihnent nen, nachd mich! Guͤter gütige die Zei vergieb ſäumt te Ve illen ſeligm ter! d Gii m Lag a und kie pindur deyde wachte Daß: 1 ne ſs iſt dasich mein 35 ger, Gott. wohl! dir al lleibe 2 8 — ach dei E Taßi detg mn un zäa =— u der dan „ den un Je ran. dun am as poche ach deint rnungö unſer 4— müen uc die n iß licten deinen Ren Calie Namen e älle denemn mir ri de heure gat anke dir&ur, döum agen verſ* Lund hiie d vornet—n dasdu daſ weiner&* A eucten iſt ee. 39 dm ich, onmldt inn, daß Wizt ſets whſ habe; ſ* armeineſ tim Zot urs ich,wochnn trdor da Wn gheſcht f, undx uu Grä ferner N r mäitga Sädamn'und niil ürcten u weini 4 4 8 4 * — — ucha Morgengebaͤt am Donnerſtage. 11 Kraft, vor wem ſollte mir grauen? Wenn meine Augen ge⸗ ſchloſſen ſind, ſo laß deine Augen uͤber mir offen ſtehen. Laß meine Seele und meinen Leib und alles, was ich habe, un⸗ ter deiner liebesvollen Vorſorge wohl verwahret ſeyn. Sor⸗ ge für mich und die Meinigen: ſorge fuͤr alle Menſchen! er⸗ barme dich aller Armen, aller Kranken und Elenden! hilf ihnen, und lindere ihren Schmerz und ihren Kummer! gieb ihnen troͤſtliche Gedanken, die ſie aufrichten und ſtaͤrken koͤn⸗ nen, und laß ſie deine Macht und Liebe empfinden. Sollich nach deinem gnaͤdigen Willen noch laͤnger hier leben, ſo laß mich morgen mit einer dankbaren Empfindung von deiner Guͤte erwachen, und mich den Tag zu der Erfuͤllung deiner gütigen Abſichten anwenden. Sollte aber in dieſer Nacht⸗ ie Zeit meiner Vorbereitung zur Ewigkeit aufhoͤren: ol ſo vergieb mir, was ich von dieſem groſen Endzwecke ver⸗ ſaͤumt habe, um Jeſu Chriſti willen, und erfuͤlle deine theu⸗ re Verheiſſung, daß du mich um ſeiner groſſen Erloͤſung illen, als vollig begnadigt annehmen, und bey dir ewig klig machen wolleſt. Erhoͤre mich, mein Gott! mein Va⸗ ter! durch Jeſum Chriſtum. Amen.— Morgengebaͤt am Donnerſtage. zott! Quelle meines Lebens und deſſelben. Erhalter! mein Gott, durch deſſen Guͤte ich von neuem einen Tag anfange! ſey du mein erſter Gedanke! Dankbarkeit und Liebe gegen dich muͤſſen die erſten meiner heutigen Em⸗ pfindungen ſeyn! Noch ſind Leben und Geſundheit mein; beyde haſt du mir auch in dieſer Nacht erhalten; deine Guͤte wachte uͤber mich, daß kein Ungluͤck ſich zu mir nahen durfte. Daß ich heute von neuem thaͤtig in meinen Geſchaͤften, und u meinem und meines Naͤchſten Nutzen wuͤrkſam ſeyn kann, as iſt dein Geſchenk und kommt nur von dir. Was habe ich, das ich nicht von dir empfangen haͤtte? Wer iſt mein Vater, mein Wohlthaͤter, mein Freund, wenn du es nicht biſt? Wer iſt mehr als du, meine ſicherſte Zuſlucht 2 Du Allmaͤch⸗ tiger, Allweiſer, Guͤtigſter! du biſt mein Schoͤpfer, mein Gott, mein Vater. Wie gluͤcklich bin ich? Koͤnnte ich es wohl mehr ſeyn, ais ich es dadurch bin, daß ichvon dir, von dir allein abhaͤnge? Dein bin ich, und dein will ich ewig hleiben; dir ſey mein Schickſal gaͤnzlich heimgeſtellt; regie⸗ a rt 12 Abendgebaͤt am Donnerſtage. re du es nach deinem Wohlgefallen; dein Wille iſt auf ale Weiſe der beſte; dein Wille geſchehe! Fuͤhre mich immer nach deinem Rath; dein Rath iſt Seligkeit fuͤr mich; ic kenne kein ſeliger Gluͤck, als das, dir zu gehorchen; dein Wille allein ſey mein Geſetz! ſey du allein der Herr meinen Herzens! Herrſche du uͤber ſeine Geſinnungen, uͤber ſeine Neigungen, uͤber ſeine Wuͤnſche; verſtatte nicht, daß ir⸗ gend etwas, das dir zuwider iſt, ſich in daſſelbe einzuſchle⸗ chen ſuche! Fehle ich, ſo lehre mich meine Fehler erfennen und verbeſſern. Dir zu gefallen iſt mein erſter Wunſch; langeich denken kann, will ich ſo denken. Ich empfehle mich und die Meinigen auch an dieſem Tage deinem mäͤchtigen Schutze Laß deine Huld mich auch heute begleiten, auch Menſchen Beſchuͤtzer! Sollen meiner Tage noch mehr wer⸗ den, ſo ſeyen ſie dir alle geheiliget! Laß mich keinen, und auch dieſen nicht verleben, ohne daß ich beſſer werde. Gott, deine Guͤte muͤſſe ſich mit jedem Tage uͤber mich erneuern: aber auch mit jedem Tage laß mich deiner Liebe und Guͤte wuͤrdiger werden! Erhore mich, und erfuͤlle meine dr wohlgefäaͤllige Wuͤnſche, wie du es mir und allen, die nach deinem Willen bitten, durch Chriſtum verheiſſen haſt. Die ſey Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Abendgebaͤt am Donnerſtage. bermal iſt von der mir beſtimmten Lebenszeit ein Tag vorbey. Dir, guͤtigſter Vater, deſſen Geſchenk er war, dir muͤſſen auch noch ſeine letzten Augenblicke geweihet, dit muͤſſen die letzten meiner heutigen Empfindungen heilig ſeyn! Nur deiner Huld allein, unendlich guͤtiger Gott! ha be ich es zu danken, daß du mir bis hieher geholfen haſt! al⸗ les, was ich bin, und was ich habe, bin ich, und habe ich nur allein von dir. Wie viel Gutes haſt du mir heute erwie⸗ ſen! Wie viel Boͤſes hat dein gnaͤdiger Schutz von mirah⸗ gewendet! Du biſt doch nur allein mein wahres und auch mein hoͤchſtes Guth; du wirſt es ewig ſeyn. Da ich dich ha⸗ be, was ſind mir Himmel und Erde? Deine Huld verwan⸗ delt das Misvergnuͤgen meiner Tage in Heil, und erhoͤhet das Vergnuͤgen meines Lebens, zu Seligkeit. Dieſe Welt, ſo weit entfernt von deinem Himmel, iſt doch ſo voll Wn ⸗ — ner Guͤt vor dein ten itt Stande nich wu nehmen ſeyn, t den Bi mer rein Herr, den Re nlr/ 1 ſins Unbern heute uͤber alle meine Schritte wachen; ſey mein, ſey allet deines ze wah⸗ mich de Hauſe, wieder ich ind wie du auf der be! ſo Gebote Unſtert ne gefall p 3 dillic.☛ —. Jennſte 4 Mage 4 Wa 1 heutetegtin tte d iz ſeynan Sollen 12 Taze ma. l gehei †= laß nic iin, 1, ohn an hheſerneh. it am nerſt. rir bell*a n Lebenzet igſter W S eſen Giſtenn mne leßte mblickeſena ner dei 8en Enpfndana allein, dr iich gütigedt du wir W hergehlint vas i 1 iinich, uhit deviel E*e atdumirpenn at dein* rScahmmn d rur 4 W ttn wagtegn nir tnn. 8 nket. Ais luci 2* deines Geiſtes. Abendgebaͤt am Donnerſtage. 13 ner Guͤte! Was wird denn jene ſeyn, wo der Freuden Fuͤlle nich Bü 9u w 3 1 vor deinem Angeſichte, und volle Seliskeit zu deiner Rech⸗ ten iſt! Welche Gluͤckſeligkeit wartet denn auf mich in dem Stande neiner Vollendung! O, wann wirſt du, Vater! mich wuͤrdig ſinden, mich unter deine Hausgenoſſen aufzu⸗ nehmen? Koͤnnte doch nur mein Leben dir immer angenehm ſeyn, und mein Wandel dir immer gefallen 1 Mit allſehen⸗ den Blicken erforſcheſt du mein Herz. O, moͤchte es doch im⸗ mer rein, doch immer rechtſchaffen vor dir erfunden werden! Herr, ich gelobe es dir, und will es auch halten, daß ich nach den Rechten deiner Gerechtigkeit leben will. Hilf du mir nur, bey meiner natürlichen Schwachheit, und erſetze mein Unvermoͤgen durch den kraͤftigen Einfluß der guten Triebe Auf dich verlaſſe ich mich in allem, was mei⸗ ne wahre Gluͤckſeligkeit befoͤrdern kann. Jetzt uͤberlaſſe ich mich der Ruhe; laß mir, laß den Meinigen, laß dieſem Hauſe, laß allen Menſchen deine maͤchtige Beſchirmung wiederfahren: verhuͤte gnaͤdig Ungluͤck und Schaden! Soll ich in dieſer Welt wieder erwachen, ſo ſey ferner mein Gott, wie du es bisher geweſen biſt! ſo fuͤhre mich an deiner Hand, auf dem Wege, den ich noch durch dieſe Welt zu gehen ha⸗ be! ſo laß dein Auge mich leiten, daß ich nicht von deinen Geboten abweiche! ſo regiere mich, daß ich als ein Erbe der Unſterblichkeit, mich immer wuͤrdig meinem Berufe betra⸗ ge und ſchon auf Erden mein Wandel im Himmel ſey! men. Morgengebaͤt am Freytage. eiland der Welt! Treueſter Mittler! du biſt darum fuͤr alle geſtorben, auf daß die, ſo da leben, hinfort nicht ihnen ſelbſt leben, ſondern dir, der du für ſie geſtorben und auferſtanden biſt. Dir widme ich heute mein Leben und Den⸗ ken von neuem, da ich mich erinnere, daß du an einem Frey⸗ tage dein theures Leben aus Liebe fuͤr mich gelaſſen haſt. Ach, laß mich nie vergeſſen, wie viel Muͤhe und Arbeit dir meine Suͤnden gemacht haben, damit ich keine derſelbe gering ach⸗ te. In deinem Leiden laß mich die Guͤte und den Ernſt Got⸗ tes ſchauen. Gieb, daß ich mich dieſer Guͤte im Glauben freue, und dich, o Gottes Sohn! lebenslang fuͤr meinen hoͤchſten und beſten Freund halte, indem ja niemand grißere 7 Liebe 14 Morgengebaͤt am Freytage. mich verlaſſen? Ach! bitte deinen himmliſchen Vater ſi mich, daß er weder heute nach jemals mich verlaſſe noch har⸗ ſaͤume. Du trugeſt dein Kreuz ſelbſt zu deinem Tode, und Anterwarfeſ deinen Willen dem Willen deines himmliſchen aters. me, und dir auf allen Wegen deiner Tugenden beſtaͤndig nachfolge. Und wie du mitten in deiner Pein der Deintt nicht vergaſſeſt, ſondern auch auf deren leibliche Wohlfahet und Erhaltung dachteſt, ſo laß mich auch heute dieſer deiner treuen Vorſorge ebenfalls genießen. Wende dadurch alles Uebel von mir ab, und alles noͤthige Gute mir zu. Bewahre mich und die Meinigen vor Krankheiten und Schmerzen; oder wenn wir ja an unſerm Fleiſche leiden ſollten, ſo gieh, daß wir uns mit demſelbigen Sinne gegen alle Ungeduld waffnen, mit welchem du gelitten haſt. O Herr Jeſul du ſede uble: ten Reig nein Ver heberzeuc biſt am Kreuze ein Fluch fuͤr uns werden, auf daß alle Vil⸗ ker in dir geſegnet wuͤrden; laß auch mir deinen reichen Se⸗ gen an Seele und Leib, und zu allen guten Verrichtungen zuflieſſen. Bilde mich nach deinem Sinn; und wie du ſozat fuͤr deine Feinde, die dich gekreuziget haben, voll Sanſt⸗ muth bateſt, ſo gieb auch mir ſtandhafte Sanftmuth bey äl⸗ len unangenehmen Vorfaͤllen, die mir etwa heute durch Menſchen begegnen moͤchten. Ja, du Lamm Gottes, das der ganzen Welt Suͤnde getragen hat! erbarme dich aller, un bekehre alle, die dich noch nicht kennen; die nicht wiſſen, was ſie thun, wenn ſie dich verwerfen und durch vorſetliche Suͤnden beleidigen. Laß das Wort von deinem Kreuze in⸗ mer mehrere goͤttliche Kraft und goͤttliche Weisheit werden. Gedenke an mich und an alle die Meinen, Herr! der du im Reiche deiner Herrlichkeit herrſcheſt, und kaß uns dereinſt mit dir im Parat ieſe ſeyn. In deine Haͤnde beſehle ich heune und allezeit meinen und ihren Geiſt; du haſt uns erlöſtt, Herr! du getreuer Gott! Amen. Abend⸗ 8 —— Liebe hat, als die, daß er ſein Leben laͤſſet fur ſeine Freunde Und da ich in deinem Leiden, meine Burge! ſehe, wie erni lich Gott die Suͤnde haſſe und ſtrafe, ſo gieb mir Gmatt, ſolche auch ernſtlich zu haſſen und zu vermeiden. Du rieſet an deinem Kreuze: Mein Gott, mein Gott! warum haſtin nic⸗ 6 tichtiges! Gott 7 dank uerfäller eder Ver s iſt wei Gieb, daß auch ich mich dieſem heiligen Willenn kindlichem Gehorſam unterwerfe, mein Kreuz auf mich neh vermeide dir wohlo Kütliches t des? ſceu ſeyn tor deine neine Ge ich nien 3 eine lichen S Sunden aß mich Gnade ſer des Geiſt ſchtig au⸗ denken, d iyre Her Freuden. vandeln iher mich 16 Morgengebaͤt am Sonnabend. loͤſeten da ſeyn ſollen, wo er iſt. Gefäͤllt es aber dann Weisheit und Guͤte, daß ich hier noch laͤnger leben ſoll, laß mich die noch uͤbrige Zeit dieſes fluͤchtigen Lebens zue nem Lobe, und zum dankbarem Gehorſam gegen die Ahft ten, wozu du deinen Menſchen Leben und Kraͤfte giebſt, ui redlicher Sorgfalt anwenden. Ich rufe dich hierun u durch Jeſ m Chriſtum, deinen ewigen und eingebohezen Sohn, um deſſen willen du auch mich zu lieben und zutz ren verheiſſen haſt. Amen. Morgengebaͤt am Sonnabend. 4 Almaächtiger, barmherziger Gott! ich erkenne in dußt Morgenſtunde deine vaͤterliche Gnade und Huld, de durch du mir von meiner Geburt an, bis auf dieſe Stund ſo viel Gutes an Leib und Seele erwieſen haſt. Auch dan letzten Tag dieſer Woche habe ich durch deine Guͤte erlebe. Ich preiſe dich, o Vater! fuͤr ſolche unzaͤhlige Wohlthaten und bitte dich herzlich, gieb, daß ich deiner großen Gnadt nimmermehr vergeſſe, ſondern dich mit ſtetem Danke daſir ehre. ELaß mich ſtets vor dir, o allwiſſender und allgegen⸗ waͤrtiger Gott! wandeln und fromm ſeyn. Laß mich immer wohl bedenken, daß du mein ſteter und genauer Aufſeſet ſeyſt, alle meine Worte hoͤreſt, alle meine Werke ſchauet, alle meine Gedanken bemerkeſt, und alle meine Wegeerfot⸗ ſcheſt. Laß auch heute alles mein Thun geſegnet ſeyn. N einem Namen fange ich es an. Sey mir mir, und laßesn deiner Ehre, und meinem und anderer Nutzen wohl gett⸗ then. Laß mich, o HERR! auch in dem aͤuſſerlichen Vett⸗ fe, darin ich nach deiner Regierung mich beſinde, treue und kleißig ſeyn, und dabey nicht blos auf Menſchen, ſonden auf dich, den Richter aller meiner Gedanken und Handlun⸗ gen, ſehen. Verleihe, daß ich mich oft erinnere, wieſch nicht blos Menſchen diene, ſondern dein Knecht ſey, der einem jeglichen vergelten wirſt, was er Gutes oder Viſtt gethan hat. Laß mich aus Liebe zu dir auch meine weltiche Geſchaͤfte ſo verrichten, daß ich dir zu gefallen ſuche,. lich dabey handle, und deinen Willen nicht allein mit Dien vor Augen, ſondern von Herzen und mit gutem Wilin thue. Segne meine Arbeit, und was mir dene hund 8 ben hat, daß ich fur mich und die Meinigen die taͤg ichen — durft he ſem Tas ſo reig ſaͤrke m barmed die dich Verlaſſe Rath ur thret; 60¾8 und all empfeh HEN Errette Gott! ſeen erſelbe Freude dungen aus. tin, w Urhebe Güt. einen Umac ſeziges meink deiner ſals, das, nen.; Woche — u, dei m len dua Amen. Schit eanu atemd Stl ig ntem eine 33 J Gmd I eundh dner Ge n, bi an d, gieb,. g h dein ge 4 1⸗ tH diine ges dor di ene ſoört e maieBent dewerkeſ hale 1ns itt alles 1 En hun geſerg eihese* nirni, n neinen em erer Nuſan HERR! dem iiſten aner R:g vichlefene n andey nicht e.= uf Meſch raller a:= edanka uni = durft haben moͤge. 17 Sokl ich nach deinem Willen, an die⸗ 6 ſem Tage, oder ſonſt mit Truͤbſal und Noth beleget werden; ſo reiche mir Schwachen deine Hand, daß ich nicht verzage; Abendgebaͤt am Sonnabend. daß ich Geduld habe, und auf dich hoffe. Er⸗ deiner unendlichen Gufte, aller Menſchen, die dich ſuchen und lieben. Laß aller Nothleidenden und Verlaſſenen Gebaͤt von dir erhoͤret ſeyn, und ſchaffe ihnen Nath und Troſt. Inſonderheit gieb mir ein Herz, das dich ehret, liebet und dir vertrauet. Verlaß mich nicht, mein GOTT! denn ich hoffe auf dich. Meinen Leib und Seele, und alle die Meinigen, meine Ehre und alles was ich habe, empfehle ich jezt und allezeit in deine maͤchtige Obhut. Ach HERR! ſey mein Schutz und mein Heil, mein Helfer und Erretter heute und ſo lange ich hie bin. Erhoͤre mich, mein Gott! um Jeſu Chriſti willen. Amen. Abendgebaͤt am Sonnabend. Dirch deine Guͤte, o Gott! Schoͤpfer und Erhalter mei⸗ nes Lebens! habe ich nun von neuem eine Woche ver⸗ lebet; um einen betraͤchtlichen Theil bin ich nun auf dem Wege dieſes Lebens, dem erſten Augenblicke naͤher gekom⸗ men, der alle mein Wochen und Tage endigen wird. Wie ſchnell ſind mir auch diejenigen entflohen, welche die vergan⸗ hene Woche ausmachten! Wie geſchwind habe ich das Ende erſelben wieder erreichet! Vergnuͤgen und Mißvergnuͤgen, Freude und Kummer, Zufriedenheit und Unruhe, Empfin⸗ dungen von verſchiedener Natur, machten ihren Inhalt aus. Gott, Vater der Zeit und Ewigkeit! wie wenig wich⸗ tig, wie gar nichts wuͤrde mir mein Leben ohne dich ſeyn! Urheber meines Daſeyns, und meines Daſeyns hoͤchſtes Gut! Nur deine Guͤte giebt den Augenblicken meiner Tage einen Werth! du lieſſeſt mich werden, um mich gluͤcklich zu machen! du laͤſſeſt meiner Tage mehr werden, um mein jetziges Gluͤck zu verlaͤngern, und mir Zeit zu geben, fuͤr mein kuͤnftiges wirkſam ſeyn zu koͤnnen. Unter der Leitung deiner gnaͤdigen Vorſehung ſind alle Theile meines Schick⸗ ſals, Mittel zu meiner Seligkeit, und muß alles, ſelbſt das, was mir boͤſe ſcheint, zu meinem wahren Beſten die⸗ nen. Wie voll von Spuren deiner Huld iſt die zuruͤckgelegte ſtaͤrke mich„ barme dich, nach Woche geweſen! In wie vielen Fallen habe ich in derſeiten 1 en 18 Gebaͤtum wahre Erkaͤnntniß u. Bereuung i. den Segen deiner weiſen Fuͤhrung empfunden, Dant if dir dafuͤr, ewig gutiger und liebreicher himmliſcher Vates wie ſoll ich deine Wohlthaten vergelten? wie deine Git wuͤrdig genug preiſen? Ich will dich lieben, dir vertranen dir gehorchen; dieſe ſollen mir die heiligſten meiner Paichtn ſeyn; ſchon hier will ich nach meinem beſten Vermoͤgen dein Gebote erfuͤllen; bey dir in der Ewigkeit werde ich es einſ n vollkommner thun koͤnnen. Deine Abſichten ſind auch de meinigen; dein Wille iſt mein Geſetz. Vergieb guzhit nach deiner unendlichen Barmherzigkeit und Gute, die di in deinem Sohne Jeſu Chriſto offenbaret haſt, wenn ich de⸗ wider gehandelt habe. Laß dir meine au frichtige Reue dar⸗ über wohlgefallen. Staͤrke mich in der Ausfüͤhrung gun Vorſatze und Entſchlieſſungen, die ich gefaſſet habe, mich zu beſſern, und verhuͤte, daß ich nicht in die vorigen Sün⸗ den zuruͤckfalle, oder neue Suͤnden degehe. Sey in dieſer Nacht mein Schutz! deiner gnaͤdigen Obhut empfehle ic mich, und alle, die mir angehoͤren, Bekannte und Unhe⸗ kannte, Freunde und Feinde! Laß mich den morgenden heil⸗ gen Tag zu deinem Preiſe erwachen, und gieb, daß ich ihn ſo degee wie es dir angenehm und meiner Seele heilſam iſt. Erhoͤre mich, mein Gott! um meines theureſten Erli⸗ ſers Jeſu Chriſti willen. Amen. — 814 Gebaͤt um wahre Erkaͤnntniß und Bereuung der Suͤnden. heiliger und gerechter Gott, barmherziger Vater! Ich bekenne und klage dir meine angebohrne Blindheit, daß ich meine Suͤnden nicht ſo vollkommen erkenne, noch herzlich bereue, als es wohl ſeyn ſollte. Allwiſſender Gott du ſtelleſt auch unſere unerkannte Sunden ins Licht vor der nem Angeſichte. Ach gieb mir die Groͤſe, Abſcheulichket und Mannigfaltigkeit meiner Suͤnden recht zu erkennen, und ſtelle ſie mir in dieſem Leben unter die Augen, auf di ſie mir nicht am juͤngſten Tage unter die Augen geſtellet, un ich dadurch vor Engeln und Menſchen zu ſchanden werden moͤge. Ruͤhre und erweiche mein hartes Herz kraͤftiges Wort, daß ich meine Suͤnden recht durch dein ernſtlich bde⸗ reue. deiner, tes Leit du deir 4 4 Gebaͤt um Ve . d—; 3 3 4—— ang reue. Eine jede Suͤnde verdienet ja den Fluch: denn du ſagſt ſelbſt: verflucht iſt, wer nicht alle Worte dieſes Geſetzes er⸗ dun füllt, daß er darnach thue; und wer auch nur an einem Ge⸗ bote ſuͤndiget, Fluch ſchon da, wenn nur ein Gebot uͤbertreten wird, ach! ſo habe ich unzaͤhligen Fluch verdienet, weil ich unzaͤhlig⸗ mal geſuͤndiget, und deine Gebote uͤbertreten habe. laß mich doch, o gerechter Gott! lehendig erkennen, und deiner 17 dihe 34 „ 1 8———— Erkäͤng und dana 11 ter Gott therige de ze dir u—e ügebehmne d nich ſot M nen eimn, voh ſcg. Alnſſit werkaun= den inl gieb ul 8 Stiſe, eut neiger mn n net t iſen Leh en kdie Auen, r 21lgengettn a und I f an uſcenda weice. rti he ch ue m nh 7 8 19 rgebung der Suͤnden. der iſt das ganze Geſetz ſchuldig. Iſt der Dieß zugleich den Reichthum deiner Guͤte recht bedenken, die du an mir Unwuͤrdigen mit ſo vaͤterlicher Langmuth bisher be⸗ wieſen haſt, um mich dadurch zur Buſſe zu leiten; die ich Undankbarer aber oft ſo gering geſchaͤtzet, und wohl gar ge⸗ mißbrauchet und verachtet habe. O Herr Jeſu! der du dein heiliges Blut am Stamme des Kreuzes um meiner Suͤnden willen vergoſſen haſt! laß mich aus dieſer theuern Erloͤſung lebendig erkennen, wie ſchwer die Schuld meiner Suͤnden ſey, da es dich ſo viel ekoſtet hat, ſie zu bezahlen, auf daß ich ſo muͤhſelig und beladen zu dir kommen moͤge, daß i deiner Erquickung faͤhig, und dein heiliges Blut und theu⸗ res Leiden an mir nicht verlohren ſey. O heiliger Geiſt! der du dein Gnadenwerk in der Seele mit einer kraͤftigen Ueber⸗ zeugung von der Suͤnde anfuͤngſt, erleuchte auch mein Herz, ds ich das groſe Elend deſſelben aufrichtig erkenne, meine Suͤnden herzlich bereue, und ſo zu Jeſu, meinem Erloͤſer, in wahrem Glauben fliehe, daß er auch mir zur Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlöͤſung gemacht werde. Erhoͤre mich, o Gott! der du nicht willſt en Tod des Suͤn⸗ ders, fondern daß er ſich bekehre und lebe. Amen. Gebaͤt um Vergebung der Suͤnden. Heert du haſt liebreich geſprochen: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaus ſtoſſen. Verheiſſung komme ich zu dir, und glaube feſt, ich werde nicht hinausgeſtoſſen werden. Ich komme aber als ein Muͤh⸗ ſeliger und Beladener.„Es druͤcket und beſchweret mich der Sundenlaſt. Ach Vater! vor dir habe ich geſuͤndiget, und bin nicht werth, daß ich dein Kind heiſſe. Wie oft habe ich unvollkommen iſt die Beobachtung meiner dich beleidiget! Wie Auf ſolche deine meiner Pflicht bisher geweſen! ligen und guten Willen entgegen gehandelt! Gedanken, Worten und Werken, auch gefuͤndiget! und wie wenig geneigt und atur zu allem geiſtlichen Guten. durch mich ſelbſt, deiner Gnade Suͤnden gaͤnzlich unwuͤrdig bin. tuͤchtig bin ich Ich erkenne Aber, o Gott! 4 4— wie oft habe ich deinem hei Wie oſtig noch unwiſſentlich de und der Vergebung meing der du auch wiſen gegen den Undankbaren barmherzig biſt, und ihm gernall ſeine Uebertretungen vergiebſt! wenn er mit busfertigem und glaubigem Herzen, in Chriſto deine Gnade ſucht: ſiehe auch meine aufrichtige Reue und Betruͤbniß mit vaͤterlichem Erbarmen an, und ſey auch mir um Jeſu Chriſti willen gna⸗ dig! Ich ſetze in voͤlliger Ueberzeugung von meiner Unwr⸗ digkeit und Verwerflichkeit, allein auf deine freye Erbat⸗ mun in Chriſto Jeſu, welche den Sunder, ohne ſein Ver⸗ dienſt gerecht ſpricht, mein inniges und ganzes Vertrauen, und habe keine andere Gerechtigkeit, als die durch den Glauben an Jeſum Chriſtum kommt. Vergieb mir um ſei⸗ nes theuren Leidens, und um deiner erbarmungsvollen Gi⸗ te willen, alle meine Suͤnden; und befeſtige meinen guten Vorſatz, dir kuͤnftig mit mehrerer Treue und Sorgfalt ge⸗ horſam zu ſeyn. Erleuchte meinen Verſtand, deinen Wir⸗ len zu erkennen, und heilige meinen Willen nach deinem Wohlgefallen zu thun, damit ich in deiner Gnade bleiben, und dadurch endlich zum Genuß der vollkommenſten Guter gelangen moͤge. Erhoͤre mein demuͤthiges Gebaͤt, nach dei⸗ ner großen Barmherzigkeit, um Jeſu Chriſti, meines then⸗ reſten Erloͤſers willen! Amen. Gebaͤt vor dem Genuß des heiligen Abendmahls. Giittlicher Erloͤſer! Herr Jeſu! du haſt ein Gedachtniß der Wunder deiner Liebe geſtiftet. Nur wenige Stun⸗ den vor deinem Leiden ſetzteſt du das heilige Abendmahl, zum Troſte deiner Verehrer, und zur Staͤrkung ihres Glau⸗ bens ein, und du laͤſſeſt mich noch jezt zu dieſer Gnadentafel einladen, wo ich deines fuͤr mich geopferten Leibes, und dei⸗ nes fuͤr mich vergoſſenen Blutes, der Siegel und unde pfaͤnder meines Heils, theilhaftig werden ſoll. aeie 20 Gebaͤt vor dem Genuß des heiligen Abendmahls. Ge — —‿5—— —=— —— ₰η— . — —— —2— — mit die der ar URi des Le geweſe——. d ent 1 oſt hatt W n lich bin ich, o Herr! daß ich dich, den einzigen und voll⸗ kommnen Mittler zwiſchen Gott und den Meuſchen, daß ich deine Lehre und dein Heil kenne, daß ich dich meinen Herrn und Gott nennen, mich deiner ſeligen Gemeinſchaft ruͤh⸗ n men, und zu deinen Erloͤſten und Freunden zaͤhlen darf! o wie viel habe ich dir, meinem Heilande, zu danken! wie un⸗ in wiſſend, wie verderbt, wie troſtlos, wie elend wuͤrde ich 8 rr J E i hat en hi 8 M. 61 ſesteftſ? us heilie Uas rer, u Stärkungihne ohne dich und deine Gnade ſeyn? Wie unertraͤglich wuͤrde mir die Laſt meiner Suͤnden, wie fuͤrchterlich die Erwartung der damit verdienten Strafen, wie ſchrecklich der Anblick des Todes und des Grabes ſeyn, wenn du uns nicht ſelbſt den gnaͤdigen Willen Gottes bekannt gemacht, wenn du dich nicht zum Opfer fuͤr unſere Suͤnden dahin gegeben, und uns durch deinen Tod Gnade, Leben und ewige Seligkeit erwor⸗ ben haͤtteſt. Ja, alles Licht, das mich erleuchtet, aller Troſt, der mich erquicket, alle Hoffnung, die mich belebet, ſind Geſchenke deiner unverdienten Liebe. Wie theuer ſoll mir dann nicht dein Gedaͤchtniß ſeyn! Wuͤrde ich nicht der undankbarſte, der niedertraͤchtigſte unter allen Sterblichen ſeyn, wenn ich dein vergaͤße, wenn ich mit Kaltſinnigkeit und Gleichguͤltigkeit an dich gedaͤchte: wenn ich mich wei⸗ gerte, dir die Ehre und den Dank zu geben, die dir gebuͤh⸗ ren? Nein, goͤttlicher Erloͤſer, ich folge deiner liebreichen Einladung mit Begierde und Freude. Ich komme, mich oͤf⸗ fentlich fuͤr deinen Funger und Verehrer zu bekennen. Ich komme, als ein muͤhſeliger und beladener Suͤnder, Nuhe fuͤr meine Seele zu ſuchen, und ergreife mit bußfertigem Glauben die Gnade, die du mir anbieteſt, und das große Heil, das du geſtiftet haſt. Ich komme, dir fuͤr dein Leiden und Sterben, feyerlich zu danken, mich dir zum Eigenthum aufzuopfern, und den heiligen Vorſatz zu erneuern, nicht mehr mir ſelber, ſondern nur dir zu leben, der du fuͤr mich geſtorben und auferſtanden biſt. Ich komme, meine Gemein⸗ ſchaft mit allen Glaubigen zu unterhalten, und mich aufs neue zu einer aufrichtigen Liebe gegen ſie zu verpflichten. O Herr, laß mein Vorhaben geſegnet ſeyn. Gieb nicht zu, daß ich blos mit den Lippen zu dir nahe, aber mit dem Herzen ferne von dir ſey. Sende mir dein Licht und deinen Geiſt, und laß den Gedanken, daß du Herz und Nieren pruͤfeſt, alle Falſchheit und Verſtellung aus meiner Seele vertreiben. 4. mi X 22 Nach dem Genuß des Heil. Abendmahls. — mich die Wunder deiner Barmherzigkeit ſo bedenken, daß Glauben, Liebe und Hoffnung dadurch in mir geſtärken, und ich auf das kraͤftigſte bewogen werde, die Verſprechun⸗ gen, die ich dir thue, mit unverbruͤchlicher Treue zu halten. Erhoͤre mich, mein Heiland! um deiner ewigen Liebe wit len! Amen. —— — Nach dem Genuß des heiligen Abendmahls. Zuͤtiger Gott und Vater! ich preiſe dich, daß du anch mich ſuͤndhaften Menſchen nicht verworfen, ſonden deingn Sohn, Jeſum Chriſtum auch zu meinem Mittler und Seligmacher verordnet haſt. Wenn ich ſeinem göttli⸗ chen Worte glaube und darnach lebe, ſo bin ich gewiß mit dir verſoͤhnet, voͤllig von dir begnadiget. Deſſen träßſte ch mich mit ſendigen Vertranen„durch das heilige Abend⸗ mahl meines Erloͤſers Jeſu Chriſti, durch welches ich jetz die Verſicherung davon empfangen habe, da ich mir inmei⸗ nem Gewiſſen bewuſt bin, daß ich alle Vergehungen und Fehltritte meines bisherigen Lebens ſchmerzlich vor dir be⸗ reue, und den aufrichtigen Vorſatz der Beſſerung bey mie he⸗ ze⸗ Ach! wie ſoll ich dir fuͤr deine unverdiente Barmheriig⸗ keit genugſam danken? Nimm das ſchwache Lobopfer mei⸗ nes geruͤhrten Herzens gnaͤdig an, bis mein kuͤnftiges keben bewveiſet, daß ich ganz von deiner Vaterhuld durchdrunge bin. Ich will deine Gnade nicht vergeblich empfahen. Sit ſoll einen bleibenden Eindruck auf mein Gemuͤth machen, meine Geſinnungen regieren, und meinen Wandel leiten. O Herr! ſegne den Genuß des heiligen Abendmahls ſo an meiner Seele, daß ich dadurch kraͤftig angetrieben werde, der Suͤnde zu widerſtehen, und mich aller chriftlichen di⸗ genden zu befleißigen. Und da ich jezt den redlichen Vorſat mich deinem Dienſte nach Jeſu Lehre zu widmen, an ſeinet Enadentafel erneuret habe; ſo bitte ich in Demuth! hilfdu ſelbſt, der du alles Gute in uns ſchaffeſt, mir ihn treulic vollbringen. Laß mich durch das Andenken des Todet de nes Sohnes, die Suͤnden in mir toͤdten, damit, ſo lange ich noch in der Welr lebe, ich im Glauben an dieſen deinn Sohn lebe, der auch mich geliebet, und ſich ſelbſt ſiden — aegeben ſees e ſeben, heydir, deiner Gemeinſe 1 △ — dein Sol nich/ 6 herzigkei mei & nes daß du a hen, und ic Fried de. Du Todes e herrlich hergelte trtt, da zeſtorben ſm der eni Di ſes Leben ſorchen, den Mer erweiter nel geſe mein y. Seligk Vorſaß Ende! — G5 Wandn 1 4. 8 — Gebaͤt in Noth und Truͤbſal. 23 egeben hat. Gieb mir Kraft, dich auch in den Truͤbſalen deses Lebens mit Geduld und Vertrauen zu ehren, und im Leben, Leiden und Sterben meine künft he Verherrlichung bey dir, in voͤlliger Gewißheit zu hoffen: bis ich endlieh zu deiner vollkommenen Anbetung und zu der himmliſchen Gemeinſchaft mit dir in der Ewigkeit gelange, wozu mich dein Sohn, mein theureſter Heiland, erloͤſet hat. Erhore mich, Gott, mein verſoͤhnter Vater! um deiner Barm⸗ herzigkeit willen. Amen. „* 9*„* O mein Heiland! du haſt mich abermal in dem Genuß dei⸗ nes heiligen Abendmahls auf das kraͤftigſte verſichert, d bin ih 1 daß du auch fuͤr mich deinen heiligen Leib in den Tod gege⸗ un ich Friede mit Gott, und einen freyen Zutritt zu ſeiner Gug dae de. Durch dich bin ich von der Gewalt der Suͤnde und des nben, und dein theures Blut vergoſſen haſt. Durch dich habe LTodes erloͤſet, und darf mich der Hoffnung der zukuͤnftigen Denaa Herrlichkeit ruͤhmen. Wie kann ich dir deine Liebe jemals ieren, Seinen Uuit auß de—m hen Abendna d dadurn ig angetitar tden, u da alergeſtin Undda u den neütad, ac Jeſu m 9 vergelten! Ich will dich ewig lieben, denn du haſt mich zu⸗ erſt, du haſt mich bis in den Tod geliebet. Du biſt für mich geſtorben. Du haſt dich ſelbſt für mich geopfert. Ich will anz der Deinige ſeyn. Dir will ich leben, dir will ich ſter⸗ en! Dir ſey mein Leib und meine Seele, dir ſey mein gan⸗ zes Leben heilig! Dich zu kennen, dich zu lieben, dir zu ge⸗ horchen, deinem Beyſpiele zu folgen, deinen Namen unter den Menſchen zu verkuͤndigen, dein Reich hier auf Erden zu erweitern, und mich zu deiner naͤhern Gemeinſchaft im Him⸗ mel geſchickt zu machen, dieß ſoll meine Ehre, mein Ruͤhm, mein vornehmſtes und beſtaͤndiges Geſchaͤfte, meine ganze Seligkeit ſeyn! Staͤrke mich, o Herr! in dieſan heiligen Vorſatze, und erhalte mich in deiner Treue, bis an mein Ende! Amen. Gebaͤt in Noth und Truͤbſal. Großer und heiliger Gott, der du die ganze Welt mit hoͤchſter Weisheit regierſt! ich glaube deine allgeneine r⸗ — 24 Gebaͤt in Noth und Truͤbſal. —— Vorſehung: ich glaube von Herzen, daß alles, was uſ und die Umſtaͤnde meines Lebens betrift, durch deine weiſe, heilige und guͤtige Veranſtaltung ſo eingerichtet ſey, wien iſt, daß mir ohne deinen Willen nichts begegnen kann, un beydes mein Gluͤck und mein Ungluͤck aus deiner Ham kommt. Wie oft, mein Gott! habe ich geſprochen: Dan Wille geſchehe! Und nun wird mir dein Wille ſchwer und faſt unertraͤglich! Soll ich denn nan widerrufen, was men Mund ſo oft wiederholet hat? Das ſey ferne! viel ſieben will ich mich in tiefſter Demuth vor dir niederwerfen, und deine heilige Regierung verehren. O Herr! du biſt gerecht in allen deinen Wegen! daß ich alles, was ich leide, und noch weit mehr verdienet habe. Blos Guͤte iſt es, wenn es nicht gar mit mir ausiſ unverdiente Gute iſt es, wenn du mich, wesgen meiner Suͤnden, mit zeitlichen Plagen, und nicht mit dem ewigen Verderben heimſucheſt. Gerechter Richter! ich unterweiſt mich deinem Willen. Aber auch in deinem Ernſt verehreich dich als meinen barmherzigen, als meinen in Chriſto Jeſt verſoͤhnten Vater. Ich weiß, daß deine heilige Abſcchten allein auf meine wahre Gluͤckſeligkeit abzielen. Auch meine gegenwaͤrtige Truͤbſal ſoll zu meinem Beſten dienen. CEit ſoll mich die Folgen meiner Vergehungen empfinden laſen, ſie ſoll die Liebe der Welt und ihrer Eitelkeit in meinem He⸗ zen vermindern; ſie ſoll mich antreiben, dich, meinen Golt, zu ſuchen; dich zu lieben, dich zu fuͤrchten, dir zu vertrauen, und mein ganzes Leben zu meiner wahren Seligkeit, nn nach deinem Willen einzurichten. O Herr! laß dieſe geſc nete Endzwecke an mir erreichet werden, und erfreue nih wieder, zu rechter Zeit, mit deiner gnaͤdigen Huͤlfe! A erhoͤreſt, du retteſt alle, die dich in kindlichem Vertrauenm der Noth anrufen. Du wirſt auch mir helfen, wenn deine Stunde kommt. Dieſe will ich in Demuth und Gelaſſenhen von deiner Weisheit erwarten. Laß unterdeſſen deine Ku in meiner Schwachheit maͤchtig ſeyn! Unter deinem Schui mit Huͤlfe deiner goͤttlichen Liebe kann ich alles ertrazen Ich will auch gerne alles ertragen, alles ausſtehen und den, was du mir auflegeſt. Staͤrke du nur meine d duld und meine Hoffnung auf deine gnaͤdige Huͤlfe! C Tage meiner Truͤbſal werden ein Ende haben! Ja, Ich bekenne vor deinem Angeſicht, — vird die mein K da ich a heit de Dann m ewige un Was bei kuhig in danken, mein Ge Herr, 29 Erd andern dir gef gegnet, tungen: ſe mitz moge. von der kann. litte die te Schn it, bald Gnade, ſollte, dery ſe daß ich bey dieß teichet; li ſe ih nich kekenne ter He 5 33 gefa deſen 26 Gebät bey heftiger und anhaltender Krankh. —— 8—.— ner vorigen Geſundheit und Staͤrke wieder, und die Gnaze ſie auch alsdenn zu dieſem Endzweck anzuwenden. Sollaha der Tod das Ende meiner gegenwaͤrtigen Krankheit ſeyn, pieb⸗ daß ich dieſe Welt, als ein rechtſchaffener Chriſt ve. laſſen moͤge! Gieb, daß ich ſie verlaſſen moͤge mit einerm daß geheuchelten Bereuung aller meiner Vergehungen unn Sunden, mit einem feſten Vertrauen auf meinen gaͤttliche Erloͤſer Jeſum Chriſtum, mit einer freudigen Erwartung der mir durch ihn erworbenen ewigen Seligkeit, und mite⸗ ner willigen Ergebung meiner Seele in deine Haͤnde, alz in die treuen Haͤnde meines Schoͤpfers, und barmheriigtn himmliſchen Vaters! Erhoͤre mich, o Gott! um Ghiſt willen! Amen. Gebaͤt bey heftiger und anhaltender Krankheit. Ceiliger, aber auch barmherziger Gott! der du die Men⸗ ſchen nicht von Herzen plageſt, auch verheiſſen haſt⸗ die zu erretten, welche dich in ihrer Noth anrufen: ich kom⸗ me jezt, da deine Hand ſchwer auf mir liegt, und deine Pfeile tief in mich gedrungen ſind, mit meinem Gebaͤtyor dich, und bitte dich demuͤthiglich, verſage mir in dieſer hef⸗ tigen und anhaltenden Krankheit, deine Huͤlfe und deinen Beyſtand nicht! Sey mir gnaͤdig, o Gott, denn ich bin ſchwach, heile mich, denn meine Gebeine ſind erſchrocken/ hilf mir um deiner Guͤte willen! Siehe an meinen Jamme, und laß dir mein Elend zu Herzen gehen! Von dir allein muß meine Huͤlfe kommen; wenn du willſt, kannſt du mi wohl helfen, meine Schmerzen lindern, und mich wiede geſund machen. Ich bekenne zwar, daß ich noch wenigerli⸗ de, als ich verdient habe, und daß ich es deiner Güte allen zu danken habe, wenn es noch nicht gar aus mit mir iſt. Ic weigere mich auch deiner Zuͤchtigung nicht, und bin nichtun⸗ geduldig uͤber deine Strafe; denn ich weiß, daß du meint Beſſerung und Heiligung darbey zur Abſicht haſt. Indeſen wage ich es dennoch, deine Barmherzigkeit anzuflehen, d du nicht nach meinen Uebertretungen und Suͤnden, ſondern nach deiner großen Guͤte mit mir handeln, und mich nichtn deinem Zorn, ſondern mit Maaße zuͦchtigen wolleſt. Seya 6 — ich, we ünzliche Pertraus deſt, un les regie Krankhe Gieb, d ge erfun Jfahe 1 vaͤhre m. ſuChriſte Gebe ott, O alle iigner E de dich Nothzu dir von gen Her den Hert der mein deund Wohlah une ſo den Ta liner tre Verherr Nichte ticht w viderfe Jveelchen auf mem ig vern pfahe, —— Maltender ta * Gott. derui 22 t, auch veßti 6 *), nit meinee —n verſage mitnit ² deine hülfeu *, o Golt, Am e Hebeine ſindetn T iehe an weinnge — gehen! Lun du wilſt, im an ndern, und ni⸗ = d icucm R ich eo deine gar aus nitntt Szrict, undian = iich weiß, di —— en deſt, unterwerfe. les regierende Vorſehung, Krankheit darzu dienen, n Gieb, ſu Chriſti, meines Heilands willen (Szott, von unendlicher Erbarmung, Gebaͤt, nach der Geneſung von einer Krankh. 27 ung mich, wenn es deiner Weisheit gemaͤß iſt, bald wieder von allen meinen Schmerzen, jetzo Segne diejenigen Mittel, welche ich in dieſer Abſicht gebrau⸗ die ich jetzo ſo empfindlich leide. A mche. In allem aber, was du auch uͤber mich beſchloſſen haſt, gib, n daß ich mich deinem heiligen und weiſen Willen, mit einer ſehange Känglichen Ergebung in denſelben, und mit einem voͤlligen ertrauen, daß du, Herr, alles wohl mit mir machen wer⸗ Erhalte mir den Glauben an deine all⸗ und laß auch dieſe ſchmerzhafte mich in demſelben zu ſtaͤrken! daß ich auch in dieſer Anfechtung bewaͤhrt von dir moͤ⸗ ge erfunden werden, damit ich die Krone des Lebens em⸗ die du verheiſſen haſt denen, die dich lieb haben! Ge⸗ waͤhre mir meine demuͤthige Bitte z 19 flehe darum, um Je⸗ ! Amen. —— Gebaͤt, nach der Geneſung von einer Krankheit. der du gnaͤdig biſt allen, die auf dich trauen! Auch ich weiß es jetzt aus eigner Erfahrung, daß du mit deiner Huͤlfe nahe biſt denen⸗ die dich mit Ernſt darum anrufen; denn da ich in meiner Noth zu dir rief, da erhoͤrteſt du mich, und halfeſt mir wie⸗ der von meiner Krankheit, ſo, daß ich dich jezt mit froͤhli⸗ chem Herzen dafuͤr preiſen kann. Lobe denn, meine Seele, den Herrn, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der mein Leben vom Tod errettet, und mich kroͤnet mit Gna⸗ de und Barmherzigkeit! O daß mein Herz durch dieſe neue Wohlthat ſo geruͤhret würde, daß ich es nie wieder wagte, eine ſo auſſerordentliche Guͤte zu mißbrauchen, ſondern je⸗ den Tag, den du, Gott, zu meinem Leben hinzuthuſt, zu einer treuen Beobachtung deiner Geſetze, und zu deiner Verherrlichung anwendete! Ich bin nun wieder geneſen. Moͤchte ich mich doch auch von nun an fleißig huten, daß ich nicht wider dich ſuͤndige, damit mir nicht noch etwas aͤrgers n widerfahre! Laß die oͤftere Erinnerung der Umſtaͤnde, in welchen ich mich befunden habe, einen u auf mein Gemuͤth machen, daß ich alles li tig vermeide, was mich von heun auf 4 2 ſo ſtarken Eindruck dasjenige ſorgfaͤl⸗ das Krankenbette werfen, 28 Gebaͤt eines Sterbenden. werfen, und in Gefahr des Todes bringen konnte. Gich, daß ich in Erfuͤllung aller meiner Pflichten emſig und treuſey⸗ und mit allem Ernſt fur meine Seele ſorge. Du ſchenkeſ mi nun Zeit zur Beſſerung; gieb ſich zu beſſern bemuͤhet ſey. nicht nur ſterben muß, ſondern auch ploͤtzlich ſterben kann, den ein ſterbend wuͤnſche gethan zu haben. Laß mich herrſchen, keine Verſuchung mich uͤberwinden, oder mich auf die theuren Pflichten, die ich dir und meinem Erll⸗ ſer ſchuldig bin, unachtſam machen. Wirke in mir nicht um das Wollen, ſondern auch das Vollbringen des Guten, nach deinem Wohlgefallen. 1 nem ewigen himmliſchen Reiche geſchickter, und wenn du mich endlich von dem Leibe dieſes Todes erloͤſen wirſ ſ fuͤhre meine Seele in das beſſere Leben ein, wo kein Schmer und kein Tod mehr ſeyn wird! Amen. 1 Gebaͤt eines Sterbenden. naͤdiger und barmherziger Gott! da es Herrn uͤber Leben und Tod, gefaͤllig zu ſeyn mich aus dieſer Welt abzufordern; ſo danke ich dir in der tie⸗ ſten Demuth meines Herzens, fuͤr deine unzaͤhlige geiſlich und leibliche Wohlthaten, die du mir in meinem gaſen le⸗ ben ſo vaͤterlich erzeiget haſt, und bitte dich inbruͤnſtig, du wolleſt mich auch bey meinem Uebergange in die Ewigket nicht verlaſſen, noch verſaͤumen. Wende dich, o Vattr mit deiner Barmherzigkeit zu mir! Siehe an meinen Jam⸗ mer und meine Noth, unrd vergieb mir alle meine Sin⸗ den! Erleichtere mir mein Leiden, und verkuͤrze mir die Schmerzen des Todes! Erhalte mich bey dem wahren he⸗ ſtaͤndigen Vertrauen auf das blutige Verdienſt deines liete Sohnes, meines goͤttlichen Mittlers, Jeſu Chriſtil ka deinen freudigen Geiſt, den rechten Troͤſter, in meinen Heerzen bleiben, daß er alle Furcht, immen duld, Seelenangſt und Anfechtung von mir treibe/ undn Ende macht, damtt ich bey Zeiten das thue, wasch Laß keine Suͤnde uͤher Mache mich mit jedem Tage zu dei Bekuͤmmerniß, Ungk⸗ dmit mir denn auch ein Herz, da Lehre mich bedenken, daß ich dir, als den ſeyn ſcheinet, Ge — das Zer ſtehe u ſelig be du haſ ſu! au mich al und daß, wenn es nicht dieſe Krankheit geweſen, es biß⸗ lein hat leicht eine andere ſeyn wird, die meinem Leben hier auf Er Durch gewiß, Hilf m davore dir in haßt. ſetzten nich mi land in Schaue und Se get haß glaubig in Frie exwecke keben, ln. Ar teu, woftien chenden. = da es ,4 efällig znin ddanke ichdaan dn eine unolh mair in meinm n R itte dich inri 1 7. inus Wende dic/ — Siehe an van b mirr ale un «. und vertiret — c bey dem n 8 Verdrenſt dnn 28, Jell et n Vin 5 = Bekümmeng, 'on wirtbe Gebaͤt der Umſtehenden fuͤr einen Sterbenden. 29 das Zeug niß gebe, daß ich um Chriſti willen in deiner Gnade ſtehe und vor nichts erſchrecken duͤrſe! Laß mich mein Leben ſelig beſchlieſſen! In deine Haͤnde befehl ich meinen Geiſt; du haſt ihn erloͤſet, Herr, du treuer Gott! Ach, Herr Je⸗ ſu! auf dich gruͤndet ſich mein ganzes Vertrauen. Du wirſt mich auch in meiner Todesſtunde nicht verlaſſen. In dir al⸗ lein habe ich die Gerechtigkeit gefunden, die vor Gott gilt. Durch dein Blut bin ich rein von allen Suͤnden, und voͤllig gewiß, daß auch der Tod mich nicht von dir ſcheiden wird. Hilf mir durch deine Gnade, wenn meine ſchwache Natur dasvor erzittern will, und gieb mir Luſt abzuſcheiden und bey dir in der Seligkeit zu ſeyn, die du mir ſo theuer erworben haſt. Ach, Gott heiliger Geiſt! verlaß mich nicht in dieſer letzten Noth. Hilf meiner Schwachheit auf, und vertritt mich mit unausſprechlichen Seufzern. Verklaͤre meinen Hey⸗ land in meiner Seele, und bringe mich vom Glauben zum Schauen. Dreyeiniger Gott! dir befehle ich mich mit Leib und Seele, die du erſchaffen, die du erloͤſet, die du geheili⸗ get haſt, und die alſo dir allein zugehoͤren, demuͤthig und glaubig. Herr! laß mich deinen Diener(deine Dienerin) in Friede fahren; nimm meinen Geiſt in deine Haͤnde, und erwecke und verklaͤre dereinſt auch meinen Leib zum ewigen keben 4 wie du verheiſſen haſt. Erhoͤre mich um Chriſti wil⸗ n. men.— 3 Gebaͤt der Umſtehenden fuͤr einen Sterbenden. Barmherziger Gott und Vater! der du den Tod und Leben in deinen Haͤnden haſt! Du willſt, daß wir dich in der Noth anrufen und verheiſſeſt uns Erhoͤrung und Gnade. Darum treten wir auch jezt in tiefſter Demuth vor dein hei⸗ ligſtes Angeſicht, und bitten dich fuͤr dieſe kranke Perſon, die in ihrer aͤuſſerſten Schwachheit und Noth, aufſer dir, ih⸗ rem maͤchtigen Schoͤpfer, niemand hat, der ihr helfen kann: Wir bitten dich in dem Namen Jeſu Chriſti, in wahrem Glauben auf ſeine theure Verheiſſung: Sey ihr um Chriſti willen gnaͤdig und barmherzig! Vergieb ihr alle begangene Sunden! Heilige und ſtaͤrke ſie mit der Kraft deines heili⸗ gen Geiſtes! Laß ſie nicht uler ihr Vermoͤgen verſucht wer⸗ . 3 en⸗ 30 Gebaͤt der Umſtehenden fuͤr einen Sterbenden. —— Ende gewinnen! Sey du durch deine Kraft in ihten Schwachheit maͤchtig! Lindere und verkuͤrze ihre Angſt und Schmerzen! Troͤſte ſie, du kraͤftiger Troͤſter! Hilf ihr, h ſtarker Nothhelfer! Beruhige ihre Seele, und erquickeſt mit der gewiſſen Hoffnung der ewigen Seligkeit. Gätte. cher Erloͤſer, Herr Jeſu! wir bitten dich um deiner ewign Liebe, und um deines bittern Leidens und Sterbens witen, erbarme dich auch jetzt uͤber dieſe ſterbende Perſon! wie da ſie in ihrem Leben, durch die kraͤftige Wirkung deines Ge⸗ ſtes zu dir gezogen, und ihr Herz nach dir und deinem Hel gelenket haſt; ſo ziehe nun auch ihre Seele aus der einſal⸗ lenden Huͤtte ihres Leibes zu dir, daß ſie bald mit Freuden von der Erde in den Himme, von der Suͤnde zur Gerec⸗ tigkeit, aus der Unruhe zu der Ruhe, aus der Finſterniß in das Licht, aus allem Jammer in die Herrlichkeit, ja aut dem Tode in das Leben komme. Wenn ihre Augen finſte worden ſind, ſo erhalte in ihrem Herzen das Licht des ſelig⸗ machenden Glaubens, damit ihre Seele dich anſchauen, und in dir ſich erfreuen moͤge. Wenn ihre Ohren verſchloſſen find, daß ſie nichts mehr hoͤret, ſo erquicke und troͤſte ſt durch das innerliche Zuſprechen des heiligen Geiſtes. Wenn ihr Mund nicht mehr reden kann, ſo ſey, Herr Jeſu, ißt den, ſondern laß auch dieſe ihre letzte Leiden ein gnadiges Fuͤrſprecher bey deinem und ihrem Vater, und laß auchdei nen Geiſt in ihr mit unausſprechlichen Seufzern fuͤr ſie bit ten. Nimm, treuer Heiland! nimm ihren Geiſt, wenn et ſich nun vom Leibe ſcheidet, zu dir auf, und laß ihn bey di einer ewigen und vollkommenen Ruhe genieſſen. Erhünt uns, o Herr! und erfuͤlle unſere demuͤthige Bitte, um de⸗ ner allerhoͤchſten Liebe willen! Amen! — 0— 8 0. Ihr wi Nenſch kreutzig G 4 lehrten denn ſe Ja nich ſn Vol Und tonis, tt ein waſſer: Haupt wurde Unratf hnder nen g werket bekum gethar wollt licht ſe die = ihte Ohtunmi erauicke u — eiligen Geſte ſoſey, hnns ater, undlät 2 2 Saufen i a ißten gei n n iif, und liid he geniſa. ₰ ithige Rin A! R) Oo(X☛ Herrn Jeſu Chriſti, nach den vier Evangeliſten. —ä— I. war aber nahe das Feſt der ſuͤſſen Brode, das da 5 E Oſtern heiſſet. Und Jeſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Ihr wiſſet, daß nach zween Tagen Oſtern wird, und des Menſchen Sohn wird uͤberantwortet werden, daß er ge⸗ kreutziget werde. b. Da verſammleten ſich die Hohenprieſter und Schriftge⸗ lehrten und die Aelteſten im Volk, in dem Pallaſt des Hohenprieſters, der da heiſſet Caiphas, und hielten ei⸗ nen Rath, wie ſie Jeſum mit Liſt griffen und toͤdteten; denn ſie furchten ſich fuͤr dem Volke. Sie ſprachen aber: Ja Vic auf das Feſt, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volk. 2. Und da nun Jeſus war zu Bethanien im Hauſe Si⸗ monis, des Auſſätzigen, trat zu ihm ein Weih, das hat⸗ te ein Glas mit unverfaͤlſchtem und koͤſtlichem Narden⸗ waſſer; und ſie zerbrach das Glas, und goß es auf ſein Haupt, da er zu Tiſche ſaß. Da das die Juͤnger ſahen, nurden ſe unwillig und ſprachen: Was ſoll doch dieſer nrath! hundert Groſchen verkauft haben, und daſſelbige den Ar⸗ men geben; und ſie murreten uͤber ſie. Da das Jeſus merkete, ſprach er zu ihnen: Laſſet ſie zufrieden, was, bekuͤmmert ihr das Weib, ſie hat ein gut Werk an mir gethan. Ihr habt allezeit Arme bey euch! und wenn ihr wollt, koͤnnet ihr ihnen Gutes thun; nicht allezeit, ſie hat gethan, was ſie konnte. Denn daß ſie dies Waſſer auf nennen. Leib gegoſſen, damit iſt ſte 4 v zuvor V 31 SSSSSSSSSSS:SSSSSSSEZE Das Leiden und Sterben unſers Man koͤnnte das Waſſer mehr, denn um drey⸗ mich aber habt ihr . Hiſtorie vom Leiden Chriſti. zuvor kommen, meinen Leichnam zu ſalben, zu meinen Begraͤbniß. Wahrlich, ich ſage euch, wo dies Eyange⸗ lium gepredigt wirdin aller Welt, da wird man auch ſauit zu ihrem Gedaͤchtniß, was ſie itzt gethan hat. Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, e nannt Iſcharioth, der da war aus der Zahl der Zwölſan, und er gieng hin und redete mit den Hohenprieſtern und mit den Hauptleuten, daß er ihn verrieth, und ſpracht Was wollt ihr mir geben? ich will ihn euch verrathen. Da ſie das hoͤreten, wurden ſie froh, und boten ihm dreyfg Silberlinge, und er verſprach ſich. Und von dem u ſuchte er Gelegenheit, daß er ihn uͤberantwortete zhus Rumor * 3. Aber am erſten Tage der ſuͤſſen Brode, auf welchen man mußte opfern das Oſterlamm, traten die Juͤnger zu Jeſu, und ſprachen zu ihm: Wo willt du, daß wir hi⸗ gehen, und dir bereiten das Oſterlamm zu eſſen? und er ſandte Petrum und Johannem und ſprach: gehet hin, i ie Stadt, ſehet, wenn ihr hinein kommt, wird euch ein Menſch begegnen, der traͤgt einen Waſſer⸗krug; folget ihm nach in das Haus, da er hinein gehet, und ſaget u dem Hauswirth: Der Meiſter laͤßt dir ſagen: Meine zei iſt herbey kommen: ich will bey dir die Oſtern halten. Wo iſt das Gaſthaus, darinn ich das Oſterlamm eſſen mige mit meinen Jungern? Uund er wird euch einen groſen gepflaſterten Saal zeigen, daſelbſt bereitet es. Sie gien⸗ gen hin, und funden, wie er ihnen geſagt hatte, und beni⸗ teten das Oſterlamm. Und am Abend kam er, und ſatzte ſich zu Tiſche mit den zwoͤlf Apoſteln. Und er ſprach zu ihnen:Mich hat herzlich Terlangen das Oſterlamm mit euch zu eſſen, ehe denn ic ſeide. — eſ —— Denn ich ſage euch, daß ich hinfort nicht mehr dauen eeſſen werde, bis daß erfüllet werde im Reich Gottes. nnd er nahm den Kelch, dankete, und ſprach: Meau — —— — — —— — — — —— —— —=— — — — — — — — — * Und won widderantnag * Brade, uf 1 — unre de u Axpilt du, 1 Anm zu(ſent ſorac gh a ommt, na Paſer⸗ nn gehet, mi Air ſagen / iie Oſteru ſaln. 1 Hſterlanw nt ¹dd euch äm A ereitet es.&i = ſagt hatte n 4½ u Ticr Wne far 3 eſen, ten dnt nit nt Aᷣk im Ä 6 Hiſtorie vom Leiden Chriſtt. 33 denſelben, und theilet ihn unter euch: Denn ich ſage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewaͤchs des Weinſtocks, bis das Reich Gottes komme, bis an den Tag, da ichs neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reiche. 4. Und indem ſie aſſen in der Nacht, da er verrathen ward, nahm der Herr Jeſus das Brod, dankete, und brachs⸗ und gabs den Jungern, und ſprach: Nehmet, eſſet, das iſt mein Leib, der fuͤr euch gegeben wird, ſolches thut zu mei⸗ nem Gedaͤchtniß. Deſſelbigen gleichen nahm er auch den Kelch, nach dem Abendmahl, dankete, gab ihnen den, und ſprach: Trin⸗ ket alle daraus, dieſer Kelch iſt das neue Teſtament in mei⸗ nem Blut, das fuͤr euch und fuͤr viele vergoſſen wird zur Vergebung der Suͤnden. Solches thut, ſo oft ihrs trid⸗ kei zu meinem Gedaͤchtniß. Und ſie trunken alle bare aus. S. Vor dem Feſte aber der Oſtern, das iſt auf denſelbigen Abend, da Jeſus erkennete, daß ſeine Zeit kommen war, daß er aus dieſer Welt gienge zum Vater; wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, ſo liebete er ſie bis ans Ende. Und nach dem Abendeſſen, da ſchon der Teufel hatte dem Juda Simonis Iſcharioth ins Herz Zegeben, daß er ihn verrieth, wuſte Jeſus, daß ihm der Vater hatte alles in ſeine Haͤnde gegeben, und daß er von Gott kommen war, und zu Gott gieng! ſtund er vom Abendmahl auf, legte ſeine Kleider ab, und nahm einen Schurz, und um⸗ guͤrtete ſich; darnach goß er Waſſer in einen Becken, hub an den Juͤngern die Fuſſe zu waſchen, und trucknete ſiemtit dem Schurz, damit er umguͤrtet wer. 3 b Da Hiſtorie vom Leiden Chriſti. —, Da kam er zu Simon Petro, und derſelbe ſprach 1 ihm: Herr, ſollteſt du mir die Fuͤſſe waſchen? Jeſus ant⸗ wortete, und ſprach zu ihm: was ich thue, das weiſet j du itzt nicht: du wirſts aber hernach erfahren. Da ſprach Petrus zu ihm: nimmermehr ſollt du wir de Fuͤſſe waſchen, Jeſus antwortete ihm: Werde ich dich nict waſchen, ſo haſt du keinen Theil mit mir. Spricht zu ihn Simon Petrus: Herr, nicht die Fuͤſſe allein, ſondenn auch die Haͤnde und das Haupt! Spricht Jeſus zu ihm. Wer gewaſchen iſt, der darf nicht denn die Fuͤſſe waſchen, ſondern er iſt ganz rein; und ihr ſeyd rein, aber nicht alle. Denn er wuſte ſeinen Verraͤther wohl; darum ſprach er: ihr ſeyd nicht alle rein. 6. Da er nun ihre Fuͤſſe gewaſchen hatte, nahm er ſeine Kleider, und ſetzte ſich wieder nieder, und ſprach aber⸗ mal zu ihnen: Wiſſet ihr, was ich euch gethan habe? qhr heiſſet mich Meiſter und Herr; und ſaget recht daran, denn ich bins auch. So ich nun, euer Meiſter und Her, euch die Fuͤße gewaſchen habe, ſollt ihr euch auch unter⸗ einander die Fuͤſſe waſchen. Ein Beyſpiel habe ich euch he eben, das ihr thut, wie ich euch gethan habe. Wahr⸗ ich, wahrlich, ich ſage euch: Der Knecht iſt nicht groß ſer, denn ſein Herr, noch der Apoſtel groͤſſer, denn der hr eſandr hat. So ihr ſolches wiſſet, ſelig ſeyd ihr, ſo ihrs thut. Nichts ſage ich von allen: Ich weiß, welche ich erwß⸗ let habe, ſondern daß die Schrift erfuͤllet werde. Der mein Brod iſſet, der tritt mich mit Fuͤſſen: itzt ſage ichs euch: ehe dann es geſchicht, auf daß, wenn es geſchehen iſt, ihr glaubet, daß ichs bin. Wahrlich, wahrlich ich ſage euch: Wer aufnimmt, ſo ich jemand ſenden werde, der nimmt mich auf. Wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich geſandt hat. Da Jeſus ſolches geſagt hatte, ward er betruͤbt im Gei⸗ e, und zeugete, und ſprach: wahrlich, wahrlag, aſ — — e ne el : Vedei 4 n, unn r, und ſan 2 uha d ſwet nat = r Mäitem ² ihr euc ahn reyſpiel ſalete ¹ a tethan fate d * Krect lel groſer, n. *a, ſalig hy 2i, wächeiten * ifileet um. azüſſen: itc *, venn , vahelchu u ſenden und 2 immt, mu erhetrit u 2 wahtlch, 1 1 üät Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 35 ge euch, einer unter euch, der mit mir iſſet, der wird mich verrathen. iſt mit mir»ber Tiſche. die Hand meines Verraͤthers t mi Und die Juͤnger wurden ſehr traurig, ſaher ſich unter einander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete. Und ſie fiengen an zu fragen unter ſich ſelbſt: welcher es doch waͤre unter ihnen, der das thun wuͤrde? und ſagten zu ihm einer nach dem andern: Herr, bin ichs? und der andere, bin ichs? er Siehe, antwortete und ſprach; Einer aus den zwoͤlfen, der mit mir in die Schuſſel tauchet, der wird mich verrathen. Des Menſchen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm be⸗ ſchloſſen und geſchrieben iſt; doch wehe dem Menſchen, durch welchen des Menſchenſohn verrathen wird: Es waͤre ihm beſſer, daß derſelbige Menſch noch nie gebohren waͤre. Da antwortete Judas, der ihn verrieth, und ſprach: Bin ichs, Rabbi! er ſprach zu ihm: Du ſagſts. Es war aber einer unter ſeinen Juͤngern, der zu Tiſche ſaß, an der Bruſt Jeſu, welchen Jeſus lieb hatte, dem winkete Simon Petrus, daß er forſchen ſollte, wer es waͤ⸗ re, von dem er ſagte? denn derſelbige lag an der Bruſt Jeſu, und ſprach zu ihm: Herr wer iſts? Jeſus antwortete: Der iſts, dem ich den Biſſen eintauche, und gebe. Und er tauchete den Biſſen ein, und gab ihn Juda Simonis Iſcharioth. Und nach dem Biſſen fuhr der Satan in ihn. Da ſprach Jeſus zu ihm: Was du thuſt, das thue bald. Daſſelbige aber wuſte niemand uͤber Tiſche, wozu ers ihm ſagte. Etliche meineten, dieweil Judas den Beutel haͤtte, Jeſus ſpraͤche zu ihm: Kaufe, was uns noth iſt aufs Feſt: oder daß er den Armen etwas gaͤbe. Da er nun den Biſſen henumen hatte, gieng er alsbald hinaus, und es ward 8. Da aber Judas hinausgegangen war, erhub ſich ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen ſollte fuͤr den groͤſſe⸗ ſten gehalten werden. Er aber ſprach zu ihnen: Die welt⸗ lichen Koͤnige herrſchen, und die Gewaltigen heiſſet man b 6 gnaͤdige 36 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. gnädige Herren: Ihr aber nicht alſo: Sondern der Gfiſß ſte, unter euch, ſoll ſeyn wie der Juͤngſte, und der gin. nehmſte wie ein Diener. Denn welcher iſt der Groͤſſeſt au Tiſche ſitzet, oder der da dienet? ſei e, der Iſts nicht alſo, daß e zu Tiſche ſitzet? Ich bin aber mitten unter euch wie an Diener. Ihr aber ſeyds, die ihr bey mir beharret habt meinen Anfechtungen: und ich will euch das aene dan den, wie mirs mein Vater beſchieden hat, daß ihr eſſen und trinken ſollt uͤber meinem Tiſche, in meinem elne und ſgen auf Stuͤhlen, und richten die zwoͤlf Geſchleche Iſrael. b Da ſprach Jeſus: Nun iſt des Menſchen Sohn verklaten und Gott iſt verklaͤret in ihm: Iſt Suſo eehr vertan wird ihn Gott auch verklaͤren in ihm ſelbſt, und wird ihn bald verklaͤren. Lieben Kindelein, ich bin noch eine kleine Weile bey euch: Ihr werdet mich ſuchen, und wie ich zu den Juͤden 66 wo ich hingehe, da koͤnnet ihr nicht hinkommen. Und ſage euch nun, ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch unter einander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf daß auch ihr einander lieb habet. Dabey wird jedermann erkennen, het. 9. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo geheſt du him Jeſus antwortete: Da ich hingehe Herran d6 hen diesmal nicht folgen, aber du wirſt mir hernachmals folgen. Petuns ſpricht zu ihm: folgen? tete ihm: Sollteſt du dein Leben bey mir laſſen? Simon, Simon, ſiehe der Satanas hat euer begehret, daß er euch Herr, warum kann ich dir auf diesmal nicht moͤchte ſichten, wie den Weizen, ich aber habe fuͤr dich gebt ten, daß dein Glaube nicht aufhoͤre, und wenn du dich der⸗ malein 3 bekehreſt, ſo ſtaͤrke deine Bruͤder. Er aber ſprach zu Tod zu gehen, daß ihr meine Junger ſeyd, ſo ihr Liebe untereinander hu ich will mein Leben bey dir laſſen. Jeſus antmol⸗ err, ich bin bereit, mit dir ins Gefaͤngniß und inden — Er der H augne Und Beute Mang kkleine Bälhe 1 u den Jädan inkonnn. l -9, daß irant 1lt habe, ui = jedermanan a. icbe unteränat rerr, wo getn 1annſt dunine — hmals ſolgen dir auf diösei in ſen. Jelle 2. nir laſen! En. egeßret, di eer habefirtt = nd wenn ui Sa. Erannin 4 i efingnſuyi 6 8 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 37 „Er aber fprach: Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir, Perre,⸗ der Hahn wird heute nicht kraͤhen, ehe denn du dreymal ver⸗ laͤugnet haſt, daß du mich kenneſt.. Und er ſprach zu ihnen: So oft ich euch gefandt habe ohne Bentel, ohne Taſchen, und ohne Schuh, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie ſprachen: nie keinen. Da ſprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, deſſelbigen gleichen auch die Taſche. Wer aber nicht hat, der verkaufe ſein Kleid, und kaufe ein Schwerdt. Denn ich ſage euch: Es muß das auch vollendet werden an mir, das geſchrieben ſtehet: Er iſt unter die Uebelthaͤter Ge. rechnet. Denn was von mir geſchrieben iſt, das hat ein En⸗ de. Sie ſprachen aber: Herr, ſiehe, hier ſind zwei Schwerd⸗ ter. Er aber ſprach zu ihnen: Es iſt genug. 10. Und da ſie den Lobgeſang geſprochen hatten, gieng Jeſus hinaus, nach ſeiner Gewohnheit uͤber den Bach Kidron, an den Oelberg. Es folgeten ihm aber ſeine Junger nach. Da ſprach er zu ihnen: In dieſer Nacht werdet ihr euch alle an mir aͤrgern. Denn es ſtehet geſchrieben: Ich werde den Hirten ſchlagen, und die Schafe der Heerden werden ſich zerſtreuen. Wenn ich aber aufſtehe, will ich fuͤr euch hin⸗ gehen in Galilaͤam. Petrus aber antwortete, und ſprach zu ihm: Wenn ſie ſich auch alle an dir aͤrgern, ſo will ich mich doch nimmermehr an dir aͤrgern. Jeſus ſprach zu ihm: Wahrlich, ich ſage dir! Heute in dieſer Nacht, ehe der Hahn zweimal kraͤhet, wirſt du mich dreymal verleugnen. r redete aber noch weiter: Ja wenn ich mit dir ſterben muͤßte, wollt ich dich nicht verleugnen. Deſſelvigen glei⸗ chen ſagten auch alle Juͤnger. Da kam Jeſus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethſe⸗ mane, da war ein Garten, darein gieng Jeſus und ſeine Jüͤnger; Judas aber, der ihn verrieth, wuſte den Ort auch; denn Jeſus verſammlete ſich oft daſelbſt mit ſeinen Juͤngern. Da ſprach Jeſus zu ihnen: Setzet euch hie, auf daß ich dort hingehe und daͤte, Und er nahm zu ſich Petrum und Jaco⸗ 7 um 38 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. bum, und Johannem, die zween Soͤhne Zebedai, und ſen an zu trauren, und zu zittern, und zu zagen, und ſprach ihnen: Meine Seele iſt betruͤbt bis an den Tod; bleibethie wachtt mit mir und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung allet. b II. Und er riß ſich von ihnen bey einem Steinwurf, und knie te nieder, ſiel auf ſein Angeſicht auf die Erde und bete⸗ daß, ſo es moͤglich waͤre, die Stunde voruͤber gienge, und ſprach: Abba! mein Vater! Es iſt dir alles moͤglich, uͤbe⸗ zu ihne ſchlafet und des hände. verräth hebe mich dieſes Kelchs! doch nicht, was ich will, ſonden was du willt. Und er kam zu ſeinen Juͤngern, und fand ſie ſchlafend, und er ſprach zu Petro: Simon ſchlaͤfeſt du! vermäͤchteſt de nicht eine Stunde mit mir zu wachen? Wachet und betet⸗ daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geiſt iſt willig, aher das Fleiſch iſt ſchwach. Zum andernmal gieng er aber hin, betete und ſptach: Mein Vater! iſts nicht moͤglich, daß dieſer Kelch von mit ehe, ich trinke ihn denn; ſo geſchehe dein Wille. Und e am, und fand ſie abermal ſchlafend, und ihre Augen wa⸗ ren voll Schlafs, und wuſten nicht, was ſie ihm antwot. ten. Und er ließ ſie, und gieng aber hin und betete un drittenmale dieſelbigen Worte, und ſprach: Vater, willt teten. du, ſo nimm dieſen Kelch von mir; doch nicht mein Wilt ſondern dein Wille geſcheee. e „Es erſchien ihm aber ein Engel vom Himmel, und ſtäͤrket ihn. Und esk tiger. Es war aber ein Schweis wie Blutstropfen len auf die Erde. c 3 12. und er ſtundauf von dem Gebet, und fam zu eints R gern, und fand ſie ſchlafend vor Traurigkeit, und ſe tung fa Und einer, Diener Schrit dahin Stang⸗ Der; eſagt: am, daß er mit dem Tode rang, undbentiſe führet — — —2 — — — let wuͦ 1 rreltznalt mtun t h, hetet u Jdieſer Kahn dein Pileh * 2, und ihnr han i, was ſeihre er hin und kin⸗ a ſorach Dane an doc rictvind hinmai, ni — enng,undien Altttryſe warum biſt du kommen? Sohn mit einem Kuß? Da dim ai verraͤth, iſt nahe. in uuti, n) Hiſtorie vom Leiden Chriffi. 39 zu ihnen: Ach! wollt ihr nun ſchlafen und ruhen? Was ſchlafet ihr? Es iſt genug. Sehet die Stunde iſt kommen, und des Menſchen Sohn wird uͤberantwortet in der Suͤnder Haͤnde. Stehet auf, und laßt uns gehen; ſiehe, der mich tung fallet. Und alsbald, da er noch redete, ſiehe, Judas, der Zwoͤlfen einer, da er nun zu ſich hatte genommen die Schaar und die Diener der Hohenprieſter und Phariſaͤer, der Aelteſten und Schriftgelehrten, gieng er zuvor der Schaar, und kommt dahin mit Fackeln, Lampen, und Schwerdtern und mit tangen. Der Verraͤther aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben, und geſagt: Welchen ich kuͤſſen werde, der iſts, den greifet und fuͤhret ihn gewiß. Als nun Jeſus wuſte alles, was ihm begegnen ſollte; ging er hinaus, und ſprach zu ihnen: Wen ſuchet ihr? Sie ant⸗ worteten ihm: Jeſum von Nazareth. Jeſus ſprach zu ih⸗ nen: Ich bins. Judas aber, der ihn verrieth, ſtund auch bey ihnen. Als nun Jeſus zu ihnen ſprach: Ich bins; wichen ſie zuruͤcke, und fielen zu Boden. Da fragte er ſie abermal: wen ſu⸗ chet ihr? Sie aber ſprachen: Jeſum von Nazareth. Jeſus antwortete: Ich habs euch geſagt, daß ichs ſey. Suchet ihr denn mich, ſo laſſet dieſe gehen: Auf daß das Wort erfuͤl⸗ let wuͤrde, welches er ſagte! ich habe der keinen verlohren, die du mir gegeben haſt. 13. Und Judas nahete ſich zu Jeſu, ihn zu kuͤſſen: Und als⸗ bald trat er zu ihm, und ſprach: Gegruͤſſeſt ſeyſt du, Rabbi! und kuͤſſete ihn. Jeſus aber ſprach zu ihm: Mein Freund„ Juda, verraͤtheſt du des Menſchen Sohn traten ſie hinzu, und legten die Haͤnde an Jeſum, und griffen ihn. 3 da Betet aber, auf daß ihr nicht in Anfech⸗ 40 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. Da aber ſahen, die um ihn waren, was da werden nol⸗ te, ſprachen ſie zu ihm: 9⁹ und hieb ihm ſein recht Ohr ab. in die Scheide: nicht koͤnnte meinen Vater bitten, daß er mir zuſchickte neht den zwoͤlf Legion Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Wie murde aber die Schrift erfuͤllet? Es muß alſo geſchehen. Und er ruͤhree ſein Ohr an und heilete ihn. 14. Zu der Stunde ſprach Jeſus zu den Hohenpri Hauptleuten des Tempels, und den Aelteſten, kommen waren: Ihr ſeyd, a Schwerdtern und mit Stangen ausge hen; bin ich doch taͤglich geſeſſen bey eu ret im Tempel, und ihr habt keine Ha Aber dies iſt eure Stunde, und die Macht daß die Schrift erfuͤllet werde. Das iſt a auf daß erfuͤllet wuͤrde die Schrift der Prop lieſſen ihn alle Juͤnger und flohen. Undes war ein Juͤngling, der folgete ihm n mit Leinwand bekleidet auf der bloſen Haut, u linge griffen ihn: Er aber ließ den Leinwand fahren/ un flohe blos von ihnen. eſtern, und die uͤber hn nd an mich gelegt. der Finſterniß/ auf 15e Die Schaar aber und der Oberhauptma ner der Juͤden, nahmen Jeſum, und bun reten ihn aufs erſte zu Hannas, der war der, welcher des Jahrs Hoherprieſter war. und die dis hn, und füh⸗ Schwi⸗ nn, deni Caiphas 1 1 Herr, ſollen wir mit dem Schwem drein ſchlagen? Da hatte Simon Petrus ein Schwetdt, und zog es aus, und ſchlug nach des Hohenprieſters Knech ſt Und der Knecht hies Ma chus. Jeſus aber antwortete, und ſprach: Laſſet ſie doh ſo ferne machen. Und ſprach zu Petro: Stecke dein Schwent — Denn wer das Schwerdt nimmt, der ſol durchs Schwerdt umkommen: Oder meineſt du, daß ſch is zu einem Moͤrder, mit gangen, mich zu ſ⸗ ch, und habe geleh⸗ ber alles geſchehen ⸗ heten. Da var ach, dermat nd die Jung: f — Laiphe wurde Junger Jungen draußß Da kannt hret Es Kohlſe war ko und n Die nicht; Es war abe Cgiphas, B ehen. Undte 1 Hehenni ☛△ Pllrier,t einem Min a zeganzen, ui n Hand an nhn Z acht der Fiien iſ aber alesſie r Proyhetn d — ette ihm ug 1 2⁴ Haut, udi * einwandſäha AA ttmans, w . bundeniinn an war buen „ pgr. 9 d n, Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 41 Caiphas, der den Juͤden rieth: Es waͤre gut, daß ein Menſch 8— wurde umbracht fuͤr das Volk. Und ſie fuͤhreten ihn zu dem Hohenprieſter Caiphas,(das iſt zum Fuͤrſten der Prieſter,) dahin alle Hoheprieſter und Schriftgelehrten und Aelteſten ſich verſammlet hatten. Si⸗ mon Petrus aber folgete Jeſu von ferne, und ein anderer Juͤnger, bis an den Pallaſt des Hohenprieſters. Derſelbige Juͤnger war dem Hohenprieſter bekannt, und gieng mit Je⸗ ſuh nein in des Hohenprieſters Pallaſt: Petrus aber ſtund drauſſen vor der Thuͤr. Da gieng der andere Juͤnger, der den Hohenprieſter be⸗ kannt war, hinaus, und redete mit der Thuͤrhuterin, und fuͤhrete Petrum hinein. Es ſtunden aber die Knechte und Diener, und hatten ein Kohlfeuer gemacht, danieden mitten im Pallaſt: denn es war kalt, und waͤrmeten ſich. Petrus aber ſtund bei ihnen, und waͤrmete ſich, auf daß er ſaͤhe, wo es hinaus wollte. Die Magd aber des Hohenprieſters, die Thuͤrhuͤterin, ſahe Petrum bey dem Lichte, da er ſich waͤrmete, und ſahe eben auf ihn, und ſprach: Und du warſt auch mit dem Jeſu von Gallilaͤa; Biſt du nicht auch dieſes Menſchen Juͤnger einer? Er laͤugnete aber vor allem, und ſprach: Weib, ich bins liche; ich kenne ſein nicht: ich weiß auch nicht, was du ageſt. 16. Aber der Hoheprieſter fragte Jeſum um ſeine Juͤnger, und um ſeine Lehre. Jeſus antwortete: ich habe frey oͤf⸗ fentlich geredt vor der Welt; ich habe allezeit gelehret in der Schule, und in dem Tempel, da alle Juden zuſam⸗ men kommen, und habe nicht im Winkel geredt. Was frageſt du mich darum? Frage die darum, die gehoͤret haben, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, dieſelbige wiſſen, was ich geſagt habe. Als er aber ſolches redete, gab der Diener einer, die dabey ſtunden, Jeſu einen Backenſtreich, und ſprach: Sollteſt du dem Hohenprieſter alſo antworten? Jeſus antwortete: Habe ich uͤbel geredt, ſo beweiſe 35 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. daß es unrecht ſey: Habe ich aber recht geredt, was ſchlaͤgt du mich? Und Hannas hatte ihn gebunden geſandt zu den Hohenprieſter Caiphas. 17. Simon Petrus aber ſtund und waͤrmete ſich. Und uͤhen eine kleine Weile, nach eine andere Magd ſahe ihn, und hub abermal denen, die dabey ſtunden: Dieſer war auch mit dem Jeſt von Nazareth. Da ſprachen ſie zu ihm: Biſt du nicht ſer⸗ ner Juͤnger einer? Und ein anderer ſprach: Du biſt auch der einer. Und er laͤugnete abermal, und ſchwur dazu und ſprach: Menſch, ich bins nicht, und kenne auch des Men⸗ ſchen nicht. Und uͤber eine kleine Weile, bei einer Stunde bekraͤfti⸗ 3s ein anderer mit denen, die da ſtunden, und ſprach: Wahrlich, du biſt auch der einer, denn du biſt ein Galillaer, denn deine Sprache verraͤth dich. Spricht des Hohenprieſters Knecht, ein Gefreundter des, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten ben ihm? Da ſieng er an ſich zu verßuchen, Hnd zchwlren; Ich kenne des Menſchen nicht, von dem ihr ſaget. Und alsbald, da er noch redete, kraͤhete der Hahn zum andernmal. Und der Herr wandte ſich, und ſahe Petrum an. Da gedachte Petrus an die Worte Jeſu, als erzu ihm heſan hatte: Ehe der Hahn zweimal kraͤhet, wirſt du mich deinalverlaugnen„ und gieng hinaus und weinete bitter 18. Die Hohenprieſter aber, und die Aelteſten, und der ganze Rath ſuchten falſche Zeugniſſe wider Jeſum, auf 4 ſie ihm zum Tode huͤlfen, und funden keines, wiewol hit falſcher Zeugen herzutraten, denn ihre Zeugniſſe ſtinman dem erſten Verlaͤugnen, als a hinaus gieng nach dem Vorhof, kraͤhete der Hahn, und an zu ſagen nicht i falſche ſrache rill ab nachti en, de ſimme Und ſam, wider teren Da ihm: beſchn 6b du ſagt, ſehend und ke Hohen feert, ſeine ber! ſchuld — = — S — ute ig n n iner Etuntet S unden, u hubittgt at, ei gin hate eiſt an ſich uis ſchen nic ai — ihete drrhie *, Andſaheie *. Jeſu, abn ihet, niiit V 1—is und vena V Nelteſtt, 1 M irn E huneſe 1 * zannſß Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 43 nicht uͤberein. Zuletzt ſtunden auf, und traten herzu zween falſche Zeugen, und gaben falſch Zeugniß wieder ihn, und ſprachen: Wir haben gehoͤret, daß er ſagte: Ich kann und will abbrechen den Tempel Gottes, der mit Haͤnden ge⸗ macht iſt, und in dreyen Tagen will ich einen andern bau⸗ en, der nicht mit Haͤnden gemacht iſt. Und ihr Zeugniß ſtimmete noch nicht uͤberein. Und der Hoheprieſter ſtund auf unter ſie, und fragte Je⸗ ſum, und ſprach: Antworteſt du nichts zu dem, das dieſe wider dich zeugen? Jeſus aber ſchwieg ſtille, und antwor⸗ tete nichts. 1 Da fragte ihn der Hoheprieſter abermal, und ſprach zu ihm: Biſt du Chriſtus, der Sohn des Hochgelobten? Ich beſchwoͤre dich bey dem lebendigen Gott, daß du uns ſageſt, ob du ſeyſt Chriſtus, der Sohn Gottes? Jeſus ſprach: Du ſagſt, ich bins. Doch ich ſage euch: Von nun an werdet ihr ſehen des Menſchen Sohn ſitzen zur rechten Hand der Kraft, und kommen in den Wolken des Himmels. Da zerriß der Hoheprieſter ſeine Kleider, und ſprach: Er hat Gott gelaͤ⸗ ſtert, was duͤrfen wir weiter Zeugniß? Siehe itzt haben wir ſeine Gotteslaͤſterung gehoͤret: was duͤnket euch: Sie aber verdammten ihn alle, und ſprachen: Er iſt des Todes ſchuldig. 2 19. Die Maͤnner aber, die Jeſum hielten, verſpotteten ihn und ſchlugen ihn mit Faͤuſten. Etliche aber verdeckten ihn, und ſchlugen ihn ins Angeſicht, beſonders die Knechte, und ſprachen: Weiſſage uns, Chriſte, wer iſts, der dich ſchlug? und viel andere Laͤſterung ſagten ſie wider ihn. Des Morgens aber verſammleten ſich alle Hohenprieſter, Schriftgelehrten, und die Aelteſten des Volks, und der ganze Rath, und hielten Rath uͤber Jeſum, daß ſie ihm zum Tode huͤlfen, und fuͤhreten ihn hinauf vor ihren Rath, und ſprachen: biſt du Chriſtus? ſags uns. Er aber ſprach zu ihnen: Sage ichs euch, ſo glaubet ihr nicht: Frage ich aber, ſo antwortet ihr nicht, und laſſet mich dennot⸗ dicht 8 9 2 44 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. los. Darum von nun an wird des Menſchen Sohn ißen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da ſprachen ſie allt: Biſt du denn Gottes Sohn? Er ſprach zu ihnen: Ihr ſ Sie aber ſprachen: was duͤrfen wir ſeuch ich gets: denn ich bins. ben: weiter Zeugniß? wir habens ſelbſt gehoͤrt aus ſeinen 20. keum ihn dem Landpfleger Pontio Pilato, und es war noch ruͤhe. Aelteſten, und ſprach: ich hab uͤbel gethan, daß ich unſchul⸗ dig Blut verrathen habe. Sie ſprachen aber: Was gehet uns das an? da ſiehe du zu. Und er warf die Silberlingein den Tempel, hub ſich davon, und erhenketeſſich ſelbſt, und * mitten entzwei geborſten, und ſein Eingeweide ausge⸗ uttet. Aber die Hohenprieſter nahmen die Silberlinge, und ſprachen: Es taugt nicht, daß wir ſie in den Gotteskaſten legen; denn es iſt Blutgeld. Sie hielten aber einen Rath, und kauften um die Silber⸗ linge, un den Lohn der Ung rechtigkeit, eines Toͤpfers Acker m Begraͤbniß der Pilger. Und es iſt kund worden allen, ie zu Jeruſalem wohneten, alſo, daß derſelbigt Acker g nennet wird auf ihre Sprache Akeldama, das jſt, ein Blatacker, bis auf den heutigen Tag. Da iſt erfuͤllet, das geſagt iſt urch den Propheten Jeremiam, da er ſpricht: Sie haben g nommen dreysig Silberlinge, damit bezahlet ward der Verkaufte, welchen ſie kauften von den Kindern Iſra.l; und habe ſie gegeben um eines Toͤpfers Acker, als mir der Herr befohlen hat. Die Da git 61kA geltht „ ieten ⸗ lebelte —. ſorach Und der ganze Haufe ſtund auf und bunden Jeſum, füße at ihe reten ihn von Caipha vor das Richthaus, und uͤberantwor⸗ Wir! Vort er ſter Da das Judas ſahe, der ihn verrathen hatte, daß erer⸗ dammt war zum Tode, gereuete es ihn, und brachte her⸗ wieder die dreyßig Silberlinge den Hohenprieſtern und den 5 3 4 und üinn dato, undezen 5 b dbunden Jin, Am aber. W * arf die Eihi enkeraſic eih er Eizzenate ie Silberitg, = in den Geuaih m arften mie A keit, ein e ' iſ imm lſo, da dn Aeldam, u * 1¹g. Daiſtht —8 wiam, Rer „Inge, damde W en von da l Tiärfets Nin 211 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 45 21. Die Juͤden aber giengen nicht in das Richthaus, auf daß ſie nicht unrein wuͤrden, ſondern die Oſtern eſſen moͤchten. Da gieng Pilatus zu ihnen heraus, und ſprach: Was brin⸗ get ihr fuͤr eine Klage wider dieſen Menſchen? Sie antwor⸗ teten aber, und ſprachen zu ihm: Waͤre dieſer nicht ein Uebelthaͤter, wir haͤtten dir ihn nicht uͤberantwortet. Da ſprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin, und rich⸗ tet ihn nach eurem Geſetz. Da ſprachen die Juͤden zu ihm: Wir duͤrfen niemand toͤdten. Auf daß erfuͤllet wuͤrde das Wort Jeſu, welches er ſagte, da er dentete, welches Todes er ſterben wuͤrde. 232. Da fiengen an die Hohenprieſter und die Aelteſten ihn hart zu verklagen, und ſprachen: Dieſen finden wir, daß er das Volk abwendet, und verbeut den Schoß dem Kaiſer zu ge⸗ ben, und ſpricht: Er ſey Chriſtus, ein Koͤnig. Da gieng Pilatus wieder hinein in das Richthaus, und rief Jeſu, un fragte ihn, und ſprach: Biſt du der Juͤden Koͤnig? Jeſus ſtund vor ihm, und antwortete: Redeſt du das von dir ſelbſt, oder habens dir andre von mir geſaget? Pilatus antworte⸗ te: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenprieſter haben dich mir uͤberantwortet; was haſt du gethan? Jeſus antwortete: Mein Reich iſt nicht von dieſer Welt; waͤre mein Reich von dieſer Welt, meine Diener wuͤrden drob kaͤmpfen, daß ich den Juͤden nicht uͤberantwortet wuͤrde. Da ſprach Pilatus zu ihm: So biſt du dennoch ein Koͤnig? Jeſus antwortete, du ſagſts. Ich bin je ein Koͤnig: ich bin dazu gebohren, und in die Welt kommen, daß ich die Wahrheit zeugen ſoll. Wer aus der Wahrheit iſt, der hoͤret meime Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was iſt Wahr⸗ heit? Und da er das gefagt, gieng er wieder heraus zu den Juͤ⸗ den, und ſpricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und da er verklaget ward von den Hohenprieſtern, und Aelteſten, antwortete er nichts. Pilatus aber fragte ihn Aber⸗ 46 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. abermal, und ſprach: ihm nicht auf ein Wort mehr, alſo, daß ſich auch der Land⸗ pfleger ſehr verwunderte. Sie aber hielten an, und ſprachen: Er hat das Volk a⸗ reget, damit, daß er gelehret hat hin und her im gaman juͤdiſchen Lande, und hat in Galilaͤg angefangen bis hieher. Da aber Pilatus Galilaͤam hoͤrete, fragte er, ob er aus Galilaͤam waͤre? und als er vernahm, daß er unter Herodes Obrigkeit war, uͤberſandte er ihn zu Herodes, weicher in denſelbigen Tagen auch zu Jeruſalem war. 23. Da aber Herodes Jeſum ſahe, ward er ſehr froh, demn er haͤtte ihn laͤngſt gerne geſehen; denn er hatte viel von ihm gehoͤret, und hoffete, er wuͤrde ein Zeichen von ihm ſehen. Und er fragte ihn mancherley; Er antwortete ihm aber nichts. Die Hohenprieſter aber und Schriftgelehrten ſtun⸗ den und verklagten ihn hart. Aber Herodes mit ſeinem Hofgeſinde verlachte und verſpottete ihn, legte ihm ein weiſ ſes Kleid an, und ſandte ihn wieder zu Pilato. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde miteinander; denn zuvor waren ſie einander feind. 2a. Pilatus aber rief die Hohenprieſter, und die Oberſten, und das Volk zuſammen, und ſprach zu ihnen: Ihr habt dieſen Menſchen zu mir bracht, als der das Volk abwende; und ſehet, ich habe ihn vor euch verhoͤret, und ſinde an den Menſchen der Sache keine, der ihr ihn beſchuldiget, Her⸗ des auch nicht: Denn ich habe euch zu ihm geſandt, undſe⸗ het, man hat nichts auf ihn bracht, das des Todes werth ſey; darum will ich ihn zuͤchtigen, und los geben. Auf das Feſt aber mußte der Landpfleger nach Gewohnhei dem Volke kinenhefangenen los geben, welchen ſie ten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, Antworteſt du nichts? Siehe, an hart ſie dich verklagen: hoͤreſt du nicht? Und er antworzete hieß d. begefr. der wat faſt — nttic niß ger ſcah, hinauf, fammle Gewohl volt it den Kd0 düßte, hanten. Und ihm„ 1 dieſem Traum Aber reizeten Jeſum und ſpt amd her in Aneugn ₰ fragte e 9 —2 dinung 6 ander et ſeh, 2* weian A eichen wa ii Aantnortet g. Scriſtzethna⸗ Herodes n lmn jm, ltgtäſann = u Plan d Ereunde uiar 4 *=, und tahh — M ihmn. N ³ rdas Vülin —zu,, ud ſan Ze n geſerden 4 dA in 112 pxtben. V e ger nach Ge 2 welce ec Priagun Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 47 5 faſt ruͤchtig, nehmlich einen Uebelthaͤter und Moͤrder, der n hieß Barrabas, der mit den Aufruͤhriſchen war ins Gefaͤng⸗ niß geworfen, welcher im Aufruhr, der in der Stadt ge⸗ ſchah, einen Mord begangen hatte. Und das Volk gieng hinauf, und bat, daß er thaͤt, wie er pflegte. Und da ſie ver⸗ ſammlet waren, antwortete ihnen Pilatus, ihr habt eine Gewohnheit, daß ich euch einen los gede auf Oſtern: Welchen wollt ihr, daß ich euch los gebe? Barrabam, oder Jeſum den Koͤnig der Juͤden, den man nennet Chriſtum? Denn er Se„ daß ihn die Hohenprieſter aus Neid uͤberantwortet 25. Und da er auf dem Richtſtuhl ſaß, ſchickte ſein Weib zu ihm, und ließ ihm ſagen: Habe du nichts zu ſchaffen mit dieſem Gerechten, denn ich habe heute viel erlitten im Traum von ſeinetwegen. Aber die Hohenprieſter und die Aelteſten uͤberredeten und reizeten das Volk, daß ſie um Barrabam bitten ſollten und Jeſum umbraͤchten. Da antwortete nun der Landpfleger, und ſprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter dieſen zweyen, den ich euch ſoll los geben? Da ſchrie der ganze Haufe, und ſprach: Hinweg mit dieſem, und gieb uns Barrabam los. Da rief Pilatus abermal zu ihnen, und wollte Jeſum los laſſen, und ſprach: Was ſoll ich denn machen mit Jeſu, den man Chriſtum nennet? Sie ſchrien abermal: Kreuzige, kreuzige ihn. Er aber ſprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat er denn Uebels gethan? Ich finde keine Urſache des Todes an ihm, darum will ich ihn zuͤchtigen und los laſſen. Aber ſie ſchrien noch vielmehr, und ſprachen: Kreuzige ihn⸗ Und ſie lagen ihm an mit groſſem Geſchrey, und forderten, daß er gekreuziget wuͤrde; und ihr und der Hohenprieſter Geſchrey nahm uͤberhand. 26. Da nahm Pilatus Jeſum und geiſſelte ihn. Die Kriegs⸗ knechte aber des Landpflegers fuͤhreten ihn hinein in das Richthaus, und riefen zuſammen die ganze Rotte, und zo⸗ gen 48 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 27⸗ ch zu ihnen. wieder heraus, und ſprach en Da gieng hälatha. heraus zu euch, daß ihr ekene Sebenne Schuld an ihm finde. Alſo gieng Jeſus heraus⸗ „ 4 prach i und trug eine Dornenkrone und Purpurkleid. Under ſpras Da ihn die Hohen⸗ garde zu ihnen: Sehet, welch ein Menſch! Da ihn die Hohen⸗ g iene ien ſie, und ſprachen: haten, prieſter und die Diener ſahen, ſchrien ſie, eh din⸗ ziget ihn, denn ich finde keine tihr ihr und kreuziget ihn, den 2 Wir ſahen Met ihr ih hin Die Juden autorteten ihm Wir ſein Schaldan und nach dem Geſetze ſoll er ſterben, 19 ſpricht zu ihnen: Neh⸗ uzige i Pilatus ſpricht zu ihn Kreuzige, kreuzige ihn. † ſich ſelbſt zu Gottes Sohn gemacht. örete, f ich noch mehr, Lilatus das Wort hoͤrete, furchte er ſich d nah Da Piatuerde hinein in das Richihans, und ſprih 9 und i es wannen biſt du? Aber Jeſus gab ihr keine Sn den 3 1 rach Pilatus zu ihm: Redeſt du nich ninin Weißr dunege das ich Macht habe, dich zu kreuzig Seiß 11c 1 5,. us ant ort V 4 4 13 di los; u eben* 4 4 3. 8 9 he . 3 8 tet. der V n: Darum, der mich dir uberantwor 3 Werasgegſben Satum Von dem an trachtete Pilatus, 1 er ihn loslieſſe.. eIfn u u Die Juͤden aber ſchrien, und ſprachen 8 iſſet nun 1 6, ſobiſt du des Kaiſers Freund nicht: De Koͤnige macht, der iſt wider den Kaiſer. 28. ahrete eraus, Da Pilatus das Wort hoͤrete, fuͤhrete er Jeſum h Es”s ie da heiß ae und ſatzte ſich auf den Richtſtuhl, an der Staͤtte, die e tſäter Da tenihn Und in der vor vom Fe den zw. ds Kr G Weibe teſichl weinet Iber e in wel und d die me zu der am gr. ——— A₰ und ſrncg . ¹ daßihr Akemn 4 dgieng Jei e 22 kte 11! Da ihr de 42 d Icp Mnd tten ihn Ue t iietzen, in *. hte er ſoh uon [= tthaus, wie us zab in an del da nir dich zukrg T antrorneel ir ict nina r iberanmen trachtete Nien Cen: kiſttn : denn un . — er Iün 2 trStütu,nn Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 40 ochpflaſter, auf hebraͤiſch aber Gabbatha. Es war aber der Ruͤſttag in den Oſtern, um die ſechſte Stunde„ und er ſet ſprach zu den Inden: Sehet, das iſt euer Koͤnig. Sie ſchrien aber: Weg, weg, mit dem! kreutzige ihn. Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren Koͤnig kreuzigen? Die Hohenprieſter antworteten: Wir haben keinen Koͤnig, denn den Kaiſer. Da aber Pilatus ſahe, daß er nichts ſchaffete, ſondern daß viel ein groͤſſer Getümmel ward, gedachte er dem Volk gnag zu thun, und urtheilete, daß ihre Bitte geſchaͤhe, nahm Waſſer und wuſch die Haͤnde vor dem Volk, und ſprach: Ich bin unſchuldig an dem Blute dieſes Gerechten, ſehet ihr zu. Da antwortete das ganze Volk, und ſprach: Sein Blut ſey uͤber uns und unſere Kinder. Da gab er ihnen Barrabam los, der um Aufruhrs und Mords willen war ins Gefaͤngniß geworfen, um welchen ſie baten, Jeſum aber gegeiſſelt und verſpottet, uͤbergab er ihrem Willen, daß er gekreuziget wuͤrde. 4 29. Da nahmen die Kriegsknechte Jeſum, zogen ihm den Mantel aus, und zozen ihm ſeine Kleider an, und fuͤhre⸗ ten ihn hin, daß ſie ihn kreuzigten. Under trug ſein Kreuz. Und indem ſie hinaus giengen, fanden ſie einen Menſchen, der vorüber gieng, von Cyrene, mit Namen Simon, der vom Felde kam, der ein Vater war Alexandri und Rufti, den zwungen ſie, daß er ihm ſein Kreuz truͤge, und legten das Kreuz auf ihn, daß ers Jeſu nachtruge. V Volks und Es folgten ihm aber nach ein groſſer Haufe Weiber, die klagten und beweinten ihn. Jeſus aber wand⸗ te ſich um zu ihnen, und ſprach: Ihr Toͤchter von Jeruſalem, weinet nicht uͤber mich, ſondern weinet uͤber euch ſelbſt, und uͤber eure Kinder. Denn ſehet, es wird die Zeit konmen, in welcher man ſagen wird: Selig ſind die Unfruchtbaren, und die Leiber, die nicht gebohren haben, und die Bruͤſte, die nicht geſaͤuget haben denn werden ſie anfahen zu ſagen zu den Bergen: Fallet uͤber uns! Denn ſo man das thut am grunen Holze, was will am duͤrren werden.— Es wurden aber auch hingefuͤhret zween andere Uebel⸗ thaͤter, daß ſie mit ihm abgethan wuͤrden. G 30. Und S Hiſtorie vom Leiden Chriſti.) — 30. Und ſie brachten ihn an die Staͤtte, die da heiſſet auf en⸗ 6 S „ 9 iſch Golgatha, das iſt verdolmetſchet, Schaͤdelſtäͤtte, un ſie gaben ihm Eßig und Wein, mit Myrrhen und Galzi vermiſchet, zu trinken, und da ers ſchmeckte, wollt erzmigt trinken. Und ſie kreuzigten ihn an der Staͤtte Golgatha, und zwen Uebelthaͤter mit ihm, einen zur rechten den andern zur lin ken Hand, Jeſum aber mitten inne. Und die Schriſt ſt erfuͤllet, die da ſaget: Er iſt unter die Uebelthater gereche net. Und es war die dritte Stunde, da ſie ihn kreuzigten. Jeſus aber ſprach: Vater, vergieb ihnen, denn ſie wiſen nicht, was ſie thun. 31. Pilatus aber ſchrieb eine Ueberſchrift, geſchrieben, was man ihm Schuld gab, die Urſache ſeines Todes, und ſette ſe auf das Kreuz oben zu ſeinem Haupte. Es war aber geſchrie⸗ ben: Jeſus von Nazareth, der Juͤden Koͤnig. Dieſe Ueberſchrift laſen viele Juͤden, denn die Staͤtte, da Jeſus gekreuziget iſt, war nahe bey der Stadt. Und es war ge⸗ ſchrieben auf ebraͤiſche, griechiſche und lateiniſche Sptache. — Da ſprachen die Hohenprieſter der Juden zu Pilato: Schrei⸗ daß er geſagt habe Ich be nicht der Juͤden Koͤnig, ſondern, 7„ Was ic ge bin der Juͤden Koͤnig. Pilatus antwortete: ſchrieben habe das habe ich geſchrieben. Die Kriegsknechte, da ſie Jeſum gekreuziget hatten, nahmen ſeine Kleider, und machten vier Theile, einen jeglichen Kriegsknecht ein Theil, darzu auch den Aoc⸗ Der Rock aber war ungenaͤhet, von oben an gewurket durc und durch. Da ſprachen ſie unter einander: Laſſet und dean nicht theilen, ſondern darum looſen, weß er ſeyn ſoll. Auf daß erfuͤllet wuͤrde die Schrift, die da ſager: Sie haben me⸗ ne Kleider unter ſich getheilet, und haben uber meinen R das Loos geworfen. Und ſie ſaſſen allda und huͤteten ſin Sulches thaͤten die Kriegsknechte, und das Volk ſtund un 32. G 8 — Grſſi —. * dird heiſ — ea heigetan 1 A 1 Golgntha m b den anden 6 *1 Und de en ie Uehelhite 4 1 a ſeiihn 1 e ihnen, denn ſ e zeſchrben ²☚ Todes, un E mrr i ͤden üinh m die Stanſ 1 ddt. Undan den zu Piane a daßer geſeni dm vortete. Wh . Hekreuigt A vier Tal darzu aud m. a chen an genitt ander: liſte rejerſan aagtt: Sini 1 1 bel ihtr nen ae ͤda und ſhe d ü deki 2d lateiviſceen ſterniß uͤber das ganze Land, bis um die neunte Stunde, und 432 1 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 31 — 32. Es ſtund aber bey dem Kreuz Jeſu ſeine Mutter, und ſeiner Mutter Schweſter, Marig, Cleophas Weib, und Marig Magdalena. Da nun Jeſus ſeine Mutter ſahe, und den Juͤnger dabey ſtehen, den er lieb hatte, ſprach er zu ſei⸗ ner Mutter: Weib, ſiehe, das iſt dein Sohn. Darnach ſpricht er zu dem Junger: Siehe, das iſt deine Mutter. Und von der Stund an nahm ſie der Juͤnger zu ſich. 1 Die aber fuͤruͤber giengen, laͤſterten ihn„ und ſchuͤttelten die Koͤpfe, und ſprachen: Pfui dich! wie fein zerbrichſt du den Tempel, und baueſt ihn in dreyen Tagen: Hilf dir ſel⸗ ber. Biſt du Gottes Sohn, ſo ſteig herab vom Kreuze. Desgleichen auch die Hohenprieſter verſpotteten ihn unter⸗ einander, mit den Schriftgelehrten und Aelteſten ſamt dem Volfe, und ſprachen: Er hat andern geholfen, und kann ihm ſelber nicht helfen. Iſt er Chriſt, der Koͤnig von Iſra⸗ el, der Auserwaͤhlte Gottes, ſo helfe er ihm ſelber, und ſteige nun vom Kreuz, auf daß wir ſehen, und glauben ihm. Er hat Gott vertrauet, der erloͤſe ihn nun„ luͤſtet ihn, denn er hat geſaget: Ich bin Gottes Sohn. Daſſelbige ruͤckten ihm auch die Moͤrder vor, die mit ihm gekreuziget waren, und ſchmaͤheten ihn. Es verſpotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm, und brachten ihm Eßig, und ſprachen: Biſt du der Juͤden Koͤnig, ſo hilf dir ſelber. 33. Aber der Uebelthaͤter einer, die da gehenkt waren, laͤ⸗ ſterte ihn, und ſprach: Biſt du Chriſtus, ſo hilf dir ſelbſt und uns. Da antwortete der andere, ſtrafte ihn, und ſprach: Und du fuͤrchteſt dich auch nicht fuür Gott, der du doch in gleicher Verdammniß biſt; und zwar mir ſind billig drinnen, denn wir empfahen, was unſre Thaten werth ſind: Dieſer aber hat nichts Ungeſchicktes gehandelt, und ſprach zu Jeſu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommeſt. Und Jeſus ſprach zu ihm: Wahrlich, ich ſage dir: Heute wirſt du mit mir im Paradies ſeyn. 34· Und da es um die ſechſte Stunde kam, ward eine Fin⸗ die 52 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. V 1 —— 2 die Sonne verlohr ihren Schein. Und um die neunt Stunde rief Jeſus laut, und ſprach! Eli! Eli! lama gſal⸗ 6 ſt M. thani! Das iſt verdolmetſchet: Mein Gott! mein 6 warum haſt du mich verlaſſen? Etliche aber, die da ſtunden, da ſie das hoͤreten, ſprachen ſie: Er rufet dem Elias. Darnach, als Jeſus wußte, daß ſchon alles vollbratt war, daß die Schrift erfuͤllet wuͤrde, ſprach er: Mich dur ſtet. Da ſtund ein Gefaͤß mit Eßig, und bald liefeiner i⸗ ter ihnen hin, nahm einen Schwamm, und fuͤllete ihn ii Eßig und Pſopen, und ſteckte ihn auf ein Rohr, und hieitz 4 83 *N ihm dar zum Munde, und traͤnkete ihn, und ſprach mit du 9 andern: Halt, laßt ſehen, ob Elias komme, und ihn hert 6 nehme? Da nun Jeſus den Eßig genommen hatte, ſprach er: E iſt vollbracht. Und abermal rief er laut, und ſprach: Ve⸗ ter, ich befehle meinen Geiſt in deine Haͤnde. Und alser das geſagt, neigte er das Haupt, und gab ſeinen Geiſt auf⸗ Und ſiehe da! der Vorhang im Tempel zerriß in zwey 2 Stuͤcke, von oben an bis unten aus, und die Erde erbehete, und die Felſen zerriſſen, und die Graͤber thaten ſich auf und ſtunden auf viele Leiber der Heiligen, die da ſchliefen, und iengen aus den Graͤbern, nach ſeiner Auferſtehung, und amen in die heilige Stadt, und erſchienen vielen. Aber der Hauptmann, der dabey ſtund gegen ihm üͤber, und die bey ihm waren, und bewahreten Jeſum, da ſie ſa⸗ —— hen, daß er mit ſolchem Geſchrey verſchied, und ſahen das Erdbeben, und was da geſchah, erſchracken ſie ſehr, und preiſeten Gott, und ſprachen: Wahrlich, dieſer iſt ein ſtom⸗ mer Menſch geweſen, und Gottes Sohn. Und alles Vol, das dabey war, und zuſahe, da ſie ſahen, was da geſchah, ſchlugen ſie an ihre Bruſt, und wandten wieder um. Es ſtunden aber alle ſeine Verwandten von ferne, und viel Weiber, die ihm aus Galilaͤa waren nachgefolget, und ſahen das alles, unter welchen Maria Magdalena, und Ma⸗ ig des kleinen Jacobs und Joſes Mutter, und Salone⸗ die Muter der Kinder Zebedai, welche ihm nachgefolge waren, da er in Galilaͤg war, und gedienet hatren una b andere, — ain dun un 1n, und ſerbn bne,m ke utt, und ſi 1= nnd en 1 Snn bei 1 Wne 1 1 9” 1 b 2 hatte, ſi Tna b 1 1 1 3 ie kund gega int de eeten Jeſun,N 1 Kchied, undla cracken ſ ic, deeir du⸗ V Ihn. la e hen, weshi „ en wieder le a dten von im ten natgi . Mazdalena,g un, 1nds lce in un dienu han 2 — e Hiſtorie vom Leiden Chriſti. 53 andere, die mit ihm hinauf gen Jeruſalem gegangen waren. 35. Die Juͤden aber, dieweil es der Ruͤſttag war, daß nicht die Leichname am Kreuze blieben am Sa abbath,(denn deſſel⸗ ben Sabbathstag war groß) baten ſie Pilatum, daß ihre Beine gebrochen, und abgenommen wuͤrden. Da kamen die Kriegsknechte, und brachen dem erſten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekren ziget war; als ſie aber zu Jeſu kamen, da ſie ſahen, daß er ſchon geſtorben war, bra⸗ 3 den ſie ihm die Beine nicht, ſon 18 der Kriegsknechte ei⸗ ner oͤffnete ſeine Seite mit einem Sperr und alsbald gieng Blut und Waſſer heraus. Und der das geſehen hat, der hat es bezeuget und ſein Zeugniß iſt wahr, und derſelbige weiß, daß er die Wa ahrheit ſa get, auf daß auch ihr glaubet. Denn ſolches ſt ge ſchehen, daß die Schrift erfüͤllet wuͤrde: Ihr ſolt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal ſpricht ei⸗ ne andere Schrift: Sie werden ſehen, in welchen ſie geſto⸗ chen ha aben. Darnach am Abend, dieweil es der Rüſttag war, welcher iſt der Vorſabbath, kam Joſeph von Arimathia, der Stadt der Juͤden, ein reicher Mann, ein Rathsherr, ein guter fro⸗ mmner; Mann, der hatte nicht gewilliget in ihren Rath und Handel, welcher au if das Reich Gottes wartete, denn er war ein Juͤnger Jeſu, doch heimlich, aus Furcht fuͤr den Juden, der wagets, und gieng hinein zu Pilato, und bat, daß er moͤchte abnehmen den Leichnam Jeſu. Pilatus aber verwunderte ſich, daß er ſchon tod war, und rief den Hauptmann, und fragte ihn, ob er laͤngſt geſtorben waͤre? Und als er es erkundiget von dem Hauptmann, gab er Joſeph den Leichnan n Jeſu, und befahl, man ſollte ihn ihm geben. Und Joſeph kau ifre ein Leinmand. Es kam aber auch Nicodemus, der vor mals! dey der Nacht zu Jeſu kom⸗ men war, und brachte N Myrrhen und Aloen untereinan ner, bey hundert Pfunden. Da nahmen ſie den Leichnam Jeſu, der abgenommen war, und mickeſt en ihn in ein rein Lein⸗ e 3 wand, 54 Hiſtorie vom Leiden Chriſti. wand, und bunden ihn in leinene Tuͤcher, mit Specat⸗ en, wie die Juden pflegten zu begraben. Es war aber an der Staͤtte, da er gekreuziget war, ain Garten, und im Garten ein neu Grab, das war Joſeyhe welches er hatte laſſen hauen in einen Fels, in welches nie⸗ mand je geleget war: daſelbſt hin legten ſie Jeſum, um des Ruͤſttags willen der Juͤden, daß der Sabbath anbrach, und das Grab nahe war. Und waͤltten einen Stein vor die des Grabes, und giengen davon. Es war aber allda ria Magdalena, und Maria Joſes, die ſatzten ſich das Grab, auch andere Weiber, die da Jeſu auch waren nachgefpldet von Galilaͤg, beſchaueten, wohin, und wie ſein Leib geleget war. Sie kehreten aber um, und bereite⸗ ten die Sp cereyen und Salben, und den Sabbath ubet waren ſie ſtille nach dem Geſetz. Des andern Tages, der da folget nach dem Ruͤſttage, kamen die Hohenprieſter und Pharifaͤer ſaͤmmtlich zu Pilaio und ſprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieſer Ver⸗ fuͤhrer ſprach, da er noch lebete: Ich will nach dreyen Tagen auferſtehen. Darum beſiehl, daß man das Grab vemah⸗ re bis an den dritten Tag, auf daß nicht ſeine Juͤnger kom⸗ men und ſtehlen ihn, und ſagen zum Volke: Er iſt aufer⸗ ſtanden von den Todten, und werde der letzte Betrug är⸗ ger, denn der erſte. Pilatus ſprach zu ihnen: Da habt iht die Huͤter, gehet hin, und verwahrets, wie ihr wiſſet. Sie giengen hin, und verwahrten das Grab mit Hutern, und 2 verſiegelten den Stein. — 4 rä. 1 n, nit E 1 V 111 6 euige — — —C == — = —— — —— 2 Aohath andte Stein borde — — 6 5 9 — —— — — — — — .— —2— —: — 2— —— —.— — —— —— — — — 1a, voßn, 1en er un, ma 1d dan Sii 5 ¹ 9 — 4 4 1 nach deu ai ü faͤmmtiit a = t, daf den üill nachdra in dus gan =tt ſeine zimn d a Volke: Ei 1 1 4 1, vieienſe * ad mithum — — — —— g 5 AAANAES LNONS KAKAKAKA Epiſteln b und b Evangelia auf alle Sonntage und hohe Feſte. Am I. Sonntage des Advents. b Epiſtel, Roͤm. 13. v. 11⸗14. Lieben Bruͤder, weil wir ſolches wiſſen, nemlich die & Zeit, daß die Stunde da iſt, aufzuſtehen vom Schlaf, (ſintemal unſer Heil jezt naͤher iſt, denn da wirs glaub⸗ ten,) die Nacht iſt vergangen, der Tag aber herbey kom⸗ men. So laſſet uns ablegen die Werke der Finſterniß, und anlegen die Waffen des Lichts. Laſſet uns erbarlich wandeln als am Tage, nicht in Freſſen und Sauffen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid: Sondern ziehet an den Herrn Jeſum Chriſt, und wartet des Leibes, doch alſo, daß er nicht geil werde. Evangelium, Matth. 21. v. 1⸗9. a ſie nun nahe bey Jeruſalem kamen, gen Bethphage D an den Oelberg, ſandte Jeſus ſeiner Juͤnger zween, und ſprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eſelin finden ange⸗ bunden, und ein Fuͤllen bey ihr, loͤſet ſie auf, und fuͤh⸗ ret ſie zu mir. Und ſo euch jemand etwas wird ſagen, ſo c 4 ſprecht: Epiſteln precht: der Herr bedarf ihr, ſo bald wird er ſie euch 3 er ſie euch li⸗ ſen. Das gefchah aber alles, auf daß erfullet wuͤrde, de geſagt iſt durch den Propheten, der da ſpricht: Saget de⸗ Tochter Zion, ſiehe, dein Koͤnig kommt zu dir ſanftmn⸗ thig, und reitet auf einem Eſel, und auf einem Ful o 2 3 p 3 4—̃ͥꝙ ᷣ* 4 Füllen der laſtbaren Eſelin. Die Juͤnger giengen hin, und tha⸗ 1 39 ½ A ornEI* 8 11NA hA A, ten, wie ihnen Jeſus befohlen hatte. Und brachten die Efelin und das Fullen, und legten ihre Kleider daraug, 1 ½ 87* ind reite 6. Hoſtanna, dem Sohn David. Gelobet ſey, der da Uei kommt in dem Namen des Herrn! Hoſianna in der Hohe. —— —— Am II. Sonntage des Advents. Epiſtel, Roͤm. 15. v. 4⸗13. L eben Brüder, was aber zuvor geſchrieben iſt, das it ¾ uns zur Lehre geſchrieben, auf daß wir durch Geduld und Troſt der Schrift Hoffnung haben. Gott aber der Geduld und des Troſtes gebe euch, daß ihr einerley ge⸗ innet ſeyd unter einander nach Jeſu Chriſto, auf daß ihr einmuthiglich mit einem Munde lobet Gott, und den Va⸗ ter unſers Herrn Jeſu Chriſti. Darum nehmet euch un⸗ ter einander auf, gleichwie euch Chriſtus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich ſage aber, daß Jeſus Chrißtet ſey ein Diener geweſen der Beſchneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu beſtaͤtigen die Verheiſſung, den Vi⸗ tern geſchehen. Daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geſchrieben ſtehet: Datun will ich dich loben unter den Heiden, und deinen Namen ſingen. Und abermal ſpricht er: Freuet euch ihr Heiden mit ſeinem Volk. Und abermal: Lobet den Heern all Heiden, und preiſet ihn alle Voͤlker. Und abermal ſpricht Elaias: Es wird ſeyn die Wurzel Jeſſe, und de 3 — eh — — —— — — SS= —— 69—2 6☛ —— —— —j 3 — 3 1 1 ——. Advents — 41. chriehen i, m aß wir dnt. 2 ben. Gutg. ³ daſ ihr ewn. (Chriſo, un **Gott, undi⸗ um neimea Sus hat aufßae mdaß Jeü de a ig un da Ui — erheiſſuns, a a ber Gott lig 8 ieben ſehen:d 8 und daua Auet euch ir — —* Und aberuil 1Seſſe, unddee 3465mnn b . hbet den Hi und Evangelia. 57 ſtehen wird zu herrſchen uͤber die Heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfulle euch mit aller Freude und Friede im Glauben, daß ihr voͤllige Hoffnung habt durch die Kraft des heiligen Geiſtes. Evangelium, Lucaͤ 21. v. 25⸗36. Eeſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Es werden Zeichen 35 geſchehen an der Sonnen und Mond, und Sternen, und auf Erden wird den Leuten bange ſeyn, und werden zagen, und das Meer, und die Waſſerwogen werden brauſen, und die Menſchen werden verſchmachten fuͤr Furcht und fuͤr Warten der Dinge, die da kommen ſollen auf Erden: Denn auch der Himmel Kraͤfte ſich bewegen werden. Und alsdann werden ſie ſehen des Menſchen Sohn kommen in den Wolken, mit groſſer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieſes anfaͤhet zu geſchehen, ſo ſehet auf, und hebet eure Haͤupter auf, darum, daß ſich eure Erloͤſung nahet. Und er ſagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Feigenbaum, und alle Baͤume, wenn ſie jetzt ausſchlagen, ſo ſehet ihrs an ihnen, und merket, daß jezt der Sommer nahe iſt. Alſo auch ihr, wenn ihr dieß alles ſehet angehen, ſo wiſſet, daß das Reich Gottes na⸗ he iſt. Wahrlich, ich ſage euch: Dies Geſchlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geſchehe. Himmel und Erden werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht. Aber huͤtet euch, daß eure Herzen nicht beſchweret werden mit Freſſen und Sauffen, und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieſer Tag ſchnell uͤber euch. Denn wie ein Fallſtrick wird er kommen uͤber alle, die auf Er⸗ den wohnen. So ſeyd nun wacker allezeit, und betet, daß ihr wuͤrdig werden moͤget zu entfliehen dieſem allen, das geſchehen ſoll, und zu ſtehen vor des Menſchen Sohn. Am III. Sonntage des Advents. Epiſtel, 1. TCor. 4. v. 1⸗5. Deür halte uns jedermann, nemlich fur Chr ſti Diener 7und Haushalter uüͤber Gottes Geheimniſſe. Nun ſhe .5 e Epiſteln chet man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß ſi ts ein geringes, daß 8 treu erfunden werden. Mir aber iſ ich von euch gerichtet werde, oder von einem menſchlichen Tage, auch richte ich mich ſelbſt nicht. Ich bin mir wohl nichts bewußt, aber darinnen bin ich nicht gerechtfertigen Der Herr aber iſts, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finſtern verborgen iſt, und den Rath der Herzen offenbaren, alsdann wird einem ſeali⸗ chen von Gott Lob widerfahren. Evangelium, Matth. I11I. v. 2⸗1o. 1 D aber Johannes im Gefaͤngniß die Werke Chrißi hi⸗ rete, ſandte er ſeiner Juͤnger zween, und ließ Ihm ſagen: Biſt du, der da kommen ſoll, oder ſollen wir eines andern warten? Jeſus antwortete und ſprach zu ihnen: Gehet hin, und ſaͤget Johanni wieder, was ihr ſehet und hoͤret. Die Blinden ſehen, die Lahmen gehen, die Aus⸗ ſatzigen werden rein, und die Tauben hoͤren, die Todten ſtehen auf, und den Armen wird das Evangelium gepre⸗ diget. Und ſelig iſt, der ſich nicht an mir argert. Da ſie hingiengen, ſieng Jeſus an zu reden zu dem Volk von Johanne: Was ſeyd ihr hinaus gegangen in die Wi⸗ ſten zu ſehen? Wollet ihr ein Rohr ſehen, das der Wind hin und her wehet? Oder, was ſeyd ihr hinaus gegangen zu ſehen? Wollet ihr einen Menſchen in reichen Klei⸗ dern ſehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, ſind in der Koͤnige Haͤuſer. Oder, was ſeyd ihr hinausgegangen zu ſehen? Wollet ihr einen Propheten ſehen? Ja, ich ſage euch, der auch mehr iſt denn ein Prophet. Denn dieſer iſts, von dem geſchrieben ſtehet: Siehe, ich ſende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten ſoll — Am IV. Sonntage des Advents. Epiſtel, Philipp. 4. v. 4⸗7. ieben Bruͤder! Freuet euch in dem Herru allewege, und & abermal ſage ich: * — Freuet euch. Eure Lin disen laf — 4 — — 84 —— 2 — — —2 — —— ——— B— ——= =2 ———ę rgen ü, n witd ena 1 —— 6,1 b. 2:10, F. Werit Si en, undi 11 3 der ſ ſolle enokte d ſgac an „ ſra ihe fſth n athen,) 3 hüreu, Rah — Eerngeim, h 4 1 „ t d4 m nir ann A ieden u ing àn= gangen ih NA. aen, das md 4 ☛ hr hinaus ang ri meni a ider tragen. at hr ſunn h 1n kun 1 1 3 uhhe d Nu = k, id ſadm 1 D r drrkrnut 1—— e* .4⸗7. rrn alleven,! ldvenl e lil 5 1 1“ dieß iſt das und Evangelia. 59 ſet kund ſeyn allen Menſchen. Der Herr iſt nahe. Sor⸗ get nichts, ſondern in allen Dingen laſſet eure Bitte im Gebaͤt und Flehen mit Dankſagung vor Gott kund wer⸗ den. Und der Friede Gottes, welcher hoͤher iſt, denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Ehriſts Jeſu. Evangelium, Joh. 1. v. 19⸗28. Zeugniß Johannis, da die Juͤden ſand⸗ ten von Jeruſalem Prieſter und Leviten„ daß ſie ihn fragten: wer biſt du? Und er bekannte und laͤugnete nicht. Und er bekannte: Ich bin nicht Chriſtus. Und ſie fragten ihn: Was denn? Biſt du Elias? Er ſprach: Ich bins nicht. Biſt du ein Prophet? Und er antwortete: Nein. Da ſprachen ſie zu ihm: Was biſt du denn? daßs wir Antwort geben denen, die uns geſandt haben, was ſageſt du von dir ſelbſt? Er ſprach: Ich bin eine Stim⸗ me eines Predigers in der Wuͤſten, richtet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jeſaias geſagt hat. Und die ge⸗ ſandt waren, die waren von den Phariſaͤern, und fragten ihn, und ſprachen zu ihm: Warum taufeſt du denn, ſo du nicht Chriſtus biſt, noch Elias, noch ein Prophet 2 Johannes antwortete ihnen, und ſprach: Ich taufe niit Waſſe er, aber er iſt mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der iſts, der nach mir kommen wird, wel⸗ cher vor mir geweſen iſt, deß ich nicht werth bin, daß ich ſeine Schuhriemen auflöſe. Dies geſchah zu Bethabara, jenſeit des Jordans, da Johannes taufete. Am heiligen Chriſttage. Epiſtel, Titum 2. v. 11⸗14. E iſ iſt erſchienen die heilſame Gnade Gottes allen Men ſchen, und zuͤchtiget uns, daß wir ſollen verlaͤugne das zerläche Weſen, und die weltlichen Luſte, Guud zuͤchtig, gerecht und gottſelig leben in dieſer Welt, und warten auf die ſelige Hoffnung eund Erſcheinung der Herr⸗ keit 60 Epiſteln lichkeit des groſſen Gottes, und unſers Heilandes Jeſn Chriſti. Der ſich ſelbſt fuͤr uns gegeben hat, auf daß en uns erloͤſete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm Pelken Volk zum Eigenthum, das ſieißig waͤre zu gute erken. gute „ * Evangelium, Luca 2. v. 1⸗14. E begab ſich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Ka⸗ ſer Auguſto ausgieng, daß alle Welt geſchäßet wär⸗ de. Und dieſe Schatzung war die allererſte, und geſchah zur Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war, und jedermann gieng, daß er ſich ſchaͤtzen lieſſe, ein jegliche in ſeine Stadt. Da machte ſich auch auf Joſeph aus Ga⸗ widerfahren wird. Denn euch iſt heute der Heiland geboh⸗ Am —— —— — —.— 2 &ꝙρ— — — 2=e—r A — 1par. denn, 1 1ͤ— mi I* zeg 4 ¼ 1 zu 21 ½ † und r*n, t a ner 'tt/ ſſers Heilede 5 bn auf 1, t 1³⁴ feüjig rin s juͤdiſce 4n, 1n em, dann 1 ten Weit, 1 r ihren erine *. e ihn inne 1 1 1 Mengede 8 d Aefdie kan i 8 6 1 de he nd zufſe : Nachu e ihan,n, ſe irte Furchtetuon die iln 12 eder heitne i der Supa 1 nade ſan Knopante Und ſh er de uf ene⸗ — und Evangelia. 61 Am Tage St. Stephani, des erſten Maͤrtirers Neuen Teſtaments. Epiſtel. Ap. Geſch. 6. und 7Cap. Stephanus aber voll Glaubens und Kraͤften, thaͤt Wun⸗ — der und groſſe Zeichen unter dem Volk. Da ſtun⸗ den etliche auf von der Schule, die da heiſſet der Liber⸗ tiner, und der Cyrener, und der Alexanderer, und derer, die aus Cilicia und Aſia waren, und befragten ſich mit Stephans. Und ſie vermochten nicht widerzuſtehen der Weisheit, und dem Geiſte, der da redete. Da richteten ſie zu etliche Maͤnner, die ſprachen: Wir haben ihn ge⸗ hoͤret Laͤſterworte reden wider Moſen und wider Gott. Und bewegten das Volk, und die Aelteſten, und die Schriftgelehrten, und traten herzu, und riſſen ihn hin, und fuͤhreten ihn vor den Rath, und ſtelleten falſche Zeugen dar, die ſprachen: Dieſer Menſch hoͤret nicht auf zu reden Laͤſterworte wider dieſe heilige Staͤtte und das Geſetz. Denn wir haben ihn hören ſagen: Jeſus von Nazareth wird dieſe Statte zerſtoͤren, und aͤndern die 4*½ Sitten, die uns Moſis gegeben hat. Und ſie ſahen auf ihn alle, die im Rath ſaſſen, und ſahen ſein Angeſicht, wie eines Enzels Angeſicht. Als er aber voll heiliges Geiſtes war, ſahe er auf gen Himmel, und ſahe die Herr⸗ lichkeit Gottes, und Jeſum neben zur Rechten Gottes, und ſprach: Siehe, ich ſehe den Himmel offen, und des Menſchen Sohn zur Rechten Gottes ſtehen. Sie ſchrien aber laut, und hielten ihre Ohren zu, und ſtuͤrmeten einmuthiglich zu ihm ein, und ſtieſſen ihn zur Stadt hin⸗ aus, und ſteinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fußen eines Juͤnglings, der hieß Saulus, und ſteinigten Stephanum, der anrief und ſprach: Herr Jeſu, nimm meinen Geiſt auf! Er kniete aber nieder, und ſchrie laut: Herr, behalte ihnen dieſe Suͤnde nicht. Und als er das geſagt, entſchlief er. Evangelium, Matth. 23. v. 34 ⸗39. Jer Herr ſprach zu den Phariſaͤern und Schrifgelehr⸗ O ten, und Oberſten der Juͤden: Siehe, ich ſende zu euch Propheten ugd Weiſen, und Schriigelehrten und c 7 derſel⸗ 62 Epiſteln derſelbigen werdet ihr etliche toͤdten und kreuzigen, und etliche werder ihr geiſſeln in euren Schulen, und werben ſie verfolgen von einer Stadt zu der andern. Auf daß über euch komme alle das gerechte Blut, das vergoſen iſt auf Erden, von dem Biut an des gerechten Abels, bis auf das Blut Zacharias, Barachiaͤ Sohn, welchen ihr ge⸗ toͤdtet habt zwiſchen dem Tempel und Altar. Warlich, ich ſage euch, daß ſolches alles wird uͤber dies Geſchlecht kommen. Jeruſalem, Jeruſalem, die du toͤdteſt die Pre⸗ pheten, und ſteinigeſt die zu dir geſandt ſind, wie oft ha⸗ be ich deine Kinder verſammeln wollen, wie eine Henne verſammlet ihre Kuchlein unter ihre Fluͤgel, und ihr habt nicht gewollt? Sehet, euer Haus ſoll euch wuͤſte gelaſſen werden. Denn ich ſage euch: Ihr werdet mich von jezt an nicht ſehen, bis ihr ſprecht: Gelobet ſey, der da kommt in dem Namen des Herrn. Am Tage St. Johannis des Apoſtels und Evangeliſten. Epiſtel, Sirach 15. v. 1⸗8. Selches thut niemand, denn der den Herrn fuͤrchtet, und wer ſich an Gottes Wort haͤlt, der findet ſee. Und ſie wird ihm begegnen, wie eine Mutter, und wird ihn empfahen, wie eine junge Braut. Sie wird ihn ſpeiſen mit Brod des Verſtandes, und wird ihn traͤnken mit Waſſer der Weisheit. Dadurch wird er ſtark werden. daß er veſt ſtehen kann, und wird ſich an ſie halten, daß er nicht zu Schanden wird. Sie wird ihn erhoͤhen uher ſei⸗ nen Naͤchſten, und wird ihm ſeinen Mund aufthun in der Gemeine. Sie wird ihn kroͤnen mit Freude und Wonne, und mit ewigem Namen begaben Aber die Narren fin⸗ den ſie nicht, und die Gottloſen koͤnnen ſie nicht erſehen. Denn ſie iſt ferne von den Hoffaͤrtigen, und die Heuchler wiſſen nichts von ihr. Evangelium, Joh. 21. 15⸗24. ſe nun das Mahl gehalten hatten, ſpricht Jeſus z Simon Petro: Simon Johanna, haſt du nige le 3 1 leuch viſ det m n. (r ſcy, drgh ———. is Apeſts, ,t A). urh * aen Hent Ax, dar fau wi Mutte, un ng=t. Eie ni nd d wird ihrtt ad eidd erſim 1 an ſeſenn Sis ihnerhiſene ſe e und auftene en iteude und de ber? de Nani 2n 1 ſe nitt f, und Rhe h. † 15²³4 el a/ fuü 8 1 und Esangelia. 63 ber, denn mich dieſe haben? Er ſpricht zu ihm: Ja, Herr, du weiſſeſt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Laͤmmer. Spricht er zum andernmal zu ihm: Simon Johanna, haſt du mich lieb? Er ſpricht zu ihm: Ja Herr, du weiſſeſt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Schaafe. Spricht er zum drit⸗ tenmal zu ihm: Simon Johanna, Haſt du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm ſa⸗ get: Haſt du mich lieb? und ſprach zu ihm: Herr, du weiſſeſt alle Dinge, du weiſſeſt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jeſus zu ihm: Weide meine Schaafe. Warlich, warlich, ich ſage dir, da du juͤnger wareſt, guͤrteteſt du dich ſelbſt, und wandelteſt, wohin du wollteſt. Wenn du aber alt wirſt, wirſt du deine Haͤnde ausſtrecken, und ein anderer wird dich guͤrten, und fuͤhren, wo du nicht hinwillt. Das ſagte er aber zu deuten, mit welchem Tode er Gott preiſen wuͤrde. Da er aber das geſagt, ſpricht er zu ihm: Folge mir nach. Petrus aber waͤndte ſich um, und ſahe den Juͤnger folgen, welchen Jeſus lieb hatte, der auch an ſeiner Bruſt am Abendeſſen gelegenwar, und geſagt hatte: Herr, wer iſts, der dich verraͤth? da Petrus dieſen ſahe, ſpricht er zu Jeſu: Herr, was ſoll aber dieſer? Jeſus ſpricht zu ihm: So ich will, daßz er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Folge du mir nach. Da gieng eine Rede aus unter den Bruͤdern: Dieſer Juͤnger ſtirbt nicht. Und Jeſus ſprach nicht zu ihm: Er ſtirbt nicht; ſondern: ſo ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Dies iſt der Juͤnger, der von dieſen Dingen zeuget, und hat dies geſchrieben, und wir wiſſen, daß ſein Zeugniß wahrhaftig iſt. ———— Am Sonntage nach dem Chriſttage. Epiſtel, Galat. 4. v. 1⸗7. Jo ſage aber, ſo lange der Erbe ein Kind iſt, ſo iſt un⸗ ter ihm und einem Knechte kein Unterſchied, ob er wohl ein Herr iſt aller Guͤter: Sondern er iſt unter den Vormuͤndern und Pflegern, bis auf die beſtimmte Zeit vom 4 64 Epiſteln vom Vater. Alſo auch wir, da wir Kinder waren, un ren wir gefangen unter den aͤuſſerlichen Satzungen. dr aber die Zeit erfuͤllet ward, ſandte Gott ſeinen Sohn, ae bohren von einem Weibe, und unter das Geſetz gethan, auf daß er die, ſo unter dem Geſetz waren, erlsſeten dan wir die Kindſchaft empfingen. Weil ihr denn Kinden ſeyd, hat Gott geſandt den Geiſt ſeines 1 Herzen, der ſchreyet: Abha, lieber Vater. Alſo iſt nun hie kein Knecht mehr, ſondern eitel Kinder: Sinds aber Kinder, ſo ſinds auch Erben Gottes durch Chriſtum. 8 ᷣ 34 8 A Sohns, ine — Evangelium, Luca 2. v. 33⸗4o. Und ſein Vater und Mutter verwunderten ſich deß, das von Jeſu geredet ward. Und Simeon ſegnete ſe, und ſprach zu Maria ſeiner Mutter: Siehe, die er wird geſetzt zu einem Fall, und Auferſtehen vieler in If und zu einem Zeichen, dem widerſprochen wird. Und e wird ein Schwerdt durch deine Seele dringen, auf daß vieler Herzen Gedanken offenbat werden. Und es wat eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuel, vom Ge⸗ ſchlecht Aſſer, die war wohl betaget, und hatte gelehet ſieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauſchaft. Und war nun eine Wittwe bey vier und achtzig Jahren, die kam nimmer vom Tempel, dienete Gott mit Faſten und Beten Tag und Nacht. Dieſelbige trat auch hinzu, zu derſelbigen Stunde, und preiſete den Herrn, und kt⸗ dete von ihm zu allen die auf die Erloͤſung zu Jeruſalem warteten. Und da ſie alles vollendet hatten, nach dem Geſetze des Herrn, kehreten ſie wieder in Galilaam, uu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs, und ward der hin Geiſt, voller Weisheit, und Gottes Gnade war hihm. 1) jal 31 4 9 2 9 —-ℳ-õ N⁸ Am neuen Jahrstage. Epiſtel, Galater 3. 23⸗29. Ebe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem — Geſet verwahret, und verſchloſfen auf den Glauin, S=S==d = — — —= — A4‿ =— — — — — — — — — — ꝛ—— — 33;: 8 m d — e wn. = dringe, 3 1 dden. le b 1 Phanul, w , un fen⸗ 1 d rer un dd ach 4 tte Gat mi ge tut un M den Hem 1 oſung; 1 P * en hatzen 1 ik 1 in ä 1☛ ruce, n a 12 Gottes 1 9 129 11 8 den. rit zuju und Evangelia. 6 5 der e ſollte offenbaret werden. Ucht la —— ——— ——— iſt kein Knecht noch Freyer, Alſo iſt das Geſetz unſer meiſter geweſen auf Chriſtum, daß wir durch den uben gerecht wuͤrden. Nun aber der Glaube kommen iſt, ſind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeiſter. Denn ihr ſeyd alle Gottes Kinder„durch den Glauben an Chriſto Jeſu. Denn wie viel euer getauft ſind, die haben Chriſtum angezogen. Hie iſt kein Jude noch Grieche, hie hie iſt kein Mann noch Weib; denn ihr ſeyd allzumal einer in Chriſto Jeſu. Seyd ihr aber Chriſ ſi⸗ ſo ſeyd ihr ja Abrahams Saamen, und nach der Verhei ſſung Erben. Evangelium, Lucaͤ. 2. 21. nd da acht Tage um waren, daß das Kind beſchnitten wuͤrde, da ward ſein Name genennet Jeſus, welcher genennet war von dem Engel, Behe denn er in Mutter⸗ leibe empfangen ward. Am Sonntage nach dem neuen Jahre. Epiſtel, Titum 3. v. 4⸗7. a aber erſchien die Freundlichkeit und Leutſeligkeit Gottes, unſers Heilandes. Nichi um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten; ſondern nach ſeiner Barmherz igkeit, machte er uns ſelig„ durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geiſtes, we chen er ausgegoſſen hat, uber uns reichlich, durch Jeſum Chriſtum, unſern Heiland, auf daß wir durch deſſelbigen Gnade g gerecht, und Erben ſeyn des ewigen Lo⸗ bens, nach der Hoffnung, das iſt gewißlich wahr. Evangelium, Matth. 2. 13⸗15. Ja die Weiſen aus Morgenland hinweg gezogen waren, ſiehe, da erſchien der Engel des Herrn dem Joſeph im Traum, und ſprach: Stehe auf, und nimm das Kind⸗ lein und ſeine Mutter zu dir, und fleuch in Egyptenland, und bleib allda„dis ich dir ſage. Denn es iſt ürhänden. a m. 66 Epiſteln daß Herodes das Kindlein ſuche, daſſelbe umzubringen Und er ſtund auf, und nahm das Kindlein und ſeine Mat⸗ ter zu ſich bey der Nacht, und entwich in Egyptenland, und blieb allda bis nach dem Tode Herodis. Auf daß er⸗ G 4 geſagt fullet wuͤrde, das der Herr durch den Propheten hat, der da ſpricht: Aus Egypten habe ich meinen Soßn gerufen. b Am Feſt Epiphaniaͤ oder der Erſcheinung Chriſi⸗ Epiſtel, Jeſaiaͤ 60. v. 1⸗6. Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn gehet auf uͤber dir⸗ Denn ſiehe, Finſterniß bedecket das Erdreich, und Dun⸗ kel die Voͤlker. Aber uber dir gehet auf der Herr, und ſeine Herrlichkeit erſcheinet uͤber dir. Und die Heiden werden in deinem Licht wandeln, und die Koͤnige im Glanz, der uͤber dir aufgehet. Hebe deine Augen auf und ſiehe umher, dieſe alle verſammlet kommen zu dir. Deine Soͤhne werden von ferne kommen, und deine Tich⸗ ter zur Seiten erzogen werden. Denn wirſt du deint Luſt ſehen und ausbrechen, und dein Herz wird ſich wun⸗ dern und ausbreiten, wenn ſich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Cameele wird dich bedecken, die Laͤufer aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba ale kommen, Gold und Weyrauch bringen, und des Herr Lob verkuͤndigen. Evangelium, Matth. 2. v. 1⸗12. De Jeſus gebohren war zu Bethlehem, im juͤdiſchen Lande, zur Zeit des Königes Herodis: Siehe, da kamen die Weiſen vom Morgenkande gen Jeruſalem, und ſprachen: wo iſt der neugebohrne Koͤnig der Juden? Wir haben ſeinen Stern geſehen im Morgenlande, und ſind kommen ihn anzubaͤten. Da das der Koͤnig Herodes hi⸗ rete, erſchrack er, und mit ihm das ganze Jeruſalem, und ließ verſammlen alle Hoheprieſtes und Schriftgeleht⸗ ten unter dem Volk, und erforſchete von ihne lus 4 — —— ——— „— g 24—————— — ———— ————————y— ſbenm 1—.. 126. 1 nernn, und da th.—. I:I 11Aen, init nig. ddi, en en Jenſſie en à 3 der Jua n Alandt, 1 de S clüng and iht* ganie dm hen ud* . nn ihmn⸗ 1 R2 n eh und Evangelia. 67 Chriſtus ſollte gebohren werden. Und ſie ſagten ihm: Zu Bethlehem im judiſchen Lande. Denn alſo ſtehet geſchrie⸗ ben durch den Propheten: Und du Bethlehem im juͤdi⸗ in. Aſchen Lande, biſt mit nichten die Kleinſte unter den Fuͤr⸗ ſten Juda, denn aus dir ſoll mir kommen der Herzog, der uͤber mein Volk Iſrael ein Herr ſey. Da berief Hero⸗ des die Weiſen heimlich, und erlernete mit Fleiß von ih⸗ nen, wenn der Stern erſchienen waͤre. Und weiſete ſie gen Bethlehem, und ſprach: Ziehet hin, und forſchet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihrs findet, ſo ſaget mirs ieder, daß ich auch komme, und es anbete. Als ſie nun den Koͤnig gehoͤret hatten, zogen ſie hin. Und ſiehe, der Stern, den ſie im Morgenlande geſehen hatten, gieng vor ihnen hin, bis daß er kam, und ſtund oben uͤber, da das Kindlein war. Da ſie den Stern ſahen, wurden ſie hoch erfreuet; und giengen in das Haus, und ſunden das Kind⸗ lein mit Maria, ſeiner Mutter, und ſielen nieder, und be⸗ teten es an, und thaͤten ihre Schaͤtze auf, und ſchenkten ihm Gold, Weyrauch und Myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß ſie ſich nicht ſollten wieder zu Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. — Am I. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Epiſtel, Roͤm. 12. v. 1⸗6. ch ermahne euch, lieben Bruͤder, durch die Barmherzig⸗ keit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer das da lebendig, heilig, und Gott wohlgefallig ſey, welches ſey euer vernuͤnftiger Gottesdienſt. Und ſtellet euch nicht dieſer Welt gleich: ſondern veraͤndert euch durch Verneue⸗ rung eures Sinnes, auf daß ihr pruͤfen moͤget, welches da ſey der gute, der wohlgefaͤllige, und der vollkommene Got⸗ tes Wille. Denn ich ſage durch die Gnade, die mir gege⸗ ben iſt, jedermann unter euch, daß niemand weiter von ihm halte, denn ſichs gebuͤhret zu halten, ſondern daß er von ihm maͤßiglich halte, ein jeglicher, nachdem Gott ausge⸗ theilet hat das Maaß des Glaubens. Denn gleicher Weiſe, als wir in einem Leibe viele Glieder haben, aber alle Glie⸗ der nicht einerlei Geſchaͤfte haben: Alſo ſind wir viel ein Leib in 68 Epiſteln — .. 8e..——— in Chriſto, aber untereinander iſt einer des andern Glied. Und haben mancherley Gaben nach der Gnade, die uns ge⸗ geben iſt. 2 Evangelium, Lucaͤ 2. 42⸗52. D. Jeſus zwoͤlf Jahr alt war, giengen ſie hinauf ruſalem, nach Gewohnheit des Feſtes. Undd Tage vollendet waren, und ſie wieder zu Hauſe giengen blieb das Kind Jeſus zu Jeruſalem, und ſeine Elte 5 ⸗ den, giengen ſie wiederum gen Jeruſalem, und ſuchten ihn. Und es begab ſich nach dreyen Tagen, funden ſie ihn im Tempel ſitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zu⸗ wunderten ſich ſeines Verſtandes und ſeiner Antwort. Und da ſie ihn ſahen, entſatzten ſie ſich. Und ſeine Mutter ſprach meines Baters iſt? Und ſie verſtunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er gieng mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und ſeine Mutter behielt alle dieſe Worte in ihrem Herzen. Und Je⸗ his nahm zu an Weisheit, Alter und Guade bey Gott und en Menſchen. — Am II. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Epiſtel, Roͤm. 12. v. 6⸗16. Lieben Bruͤder! Wir haben mancherley Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben iſt. Hat jemand Weiſſagung⸗ ſo ſey ſie dem Glauben aͤhnlich. Hat Jemand ein Amt, ſo warte er des Amts. Lehret ſemand, ſo warte er der Lihre. Ermahnet jemand, ſo warte er des Ermahnens. Gießt je⸗ mand, ſo Zeor er einfaͤltiglich. Regieret jemand, ſo ſeyet ſorgfaͤltig; ubet jemand Barmherzigkeit, ſo thue ani Liſl. ſeine Nunng 8e uns 3 tun Vanii giel da ihnen ſin, dnt r nhan. lon. eid& Herzer. 10 7 dr iiade ey e 1 1 der ſeinun oi n 7 716. mat* 3 Grben,n and Viſt — nnd en in. nan arreeru des r hens. 0 X n fenand, 9 7d 7b th 3 „ 4 ehe — ſetds ua u du gite nnd ſne ge 417 rire unta d )ſahten zen * N ſee inn lem, udit —— * en, fuadai d 7 da hna⸗ 1 m atnns rndn d. 1 1 dar 1 ne Junger wurden auch auf die Hochzeit geladen. und Evangelia. 69 Luſt. Die Liebe ſey nicht falſch. Haſſet das Arge, hanget dem Guten an. Die bruͤderliche Liebe untereinander ſey herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zu⸗ vor. Seyd nicht traͤge, was ihr thun ſollt. Seyd bruͤnſtig im Geiſt. Schicket euch in die Zeit. Seyd froͤhlich in Hoff⸗ nung, geduldig in Truͤbſal. Haltet an am Gebaͤt. Neh⸗ met euch der Heiligen Nothdurft an. Herberget gerne. Seg⸗ net, die euch verfolgen, ſegnet und fluchet nicht. Freuet euch mit den Froͤlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, ſondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Evangelium, Joh 2. v. 1⸗11. 1 nd am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Cana in Gali⸗ laͤg, und die Mutter Jeſu war da. Jeſus aber und ſei⸗ Und da es am Wein gebrach, ſpricht die Mutter Jeſu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jeſus ſpricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu ſchaffen? Meine Stunde iſt noch nicht kom⸗ men. Seine Mutter ſpricht zu den Dienern; Waser euch ſaget, das thut. Es waren aber allda ſechs ſteinerne Waſ⸗ ſerkruͤge geſetzt nach der Weiſe der judiſchen Reinigung, und giengen je in einem zwey oder drey Maas. Jeſus ſpricht zu ihnen: Fuͤllet die Waſſerkruͤge mit Waſſer. Und ſie fuͤlleten ſie bis oben an. Und er ſpricht zu ihnen: Schoͤpfet nun, und bringets dem Speiſemeiſter, und ſie brachtens. Als aber der Speiſemeiſter koſtete den Wein, der Waſſer gewe⸗ ſen war, und wuſte nicht, von wannen er kam, die Diener aber wuſtens, die das Waſſer geſchoͤpfet hatten, rufet der Speiſemeiſter dem Braͤutigam, und ſpricht zu ihm: Jeder⸗ mann giebt zum erſten guten Wein, und wenn ſie trunken worden ſind, alsdann den geringern, du haſt den guten Wein bisher behalten. Das iſt das erſte Zeichen, das Jeſus that, geſchehen zu Cana in Galilaͤa, und offenbarete ſeine Herrlichkeit, und ſeine Juͤnger glaubten an ihn. 70 EGgpopiſteln Am III. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti⸗ Epiſtel, Roͤm. 12. v. 17.⸗ 21. ieben Bruͤder! Haltet euch nicht ſelbſt für klug. Ver⸗ geltet niemand Boͤſes mit Boͤſem, fleißiger euch der Ehr⸗ barkeit gegen jedermann. Iſt es moͤglich, ſo viel an euch iſt, ſo habt mit allen Menſchen Friede. Raͤchet euch ſelber nicht, meine Liebſten, ſondern gebet Raum dem Zorn(Got⸗ tes.) Denn es ſtehet geſchrieben: Die Rache iſt mein, ich will vergelten, ſpricht der Herr. So nun deinen Feind hungert, ſo ſpeiſe ihn, duͤrſtet ihn, ſo traͤnke ihn; wenn du das thuſt, ſo wirſt du feurige Kohlen auf ſein Haugt ſammlen. Laß dich nicht das Boͤſe uüberwinden, ſondern uͤberwinde das Boͤſe mit Gutem. Evangelium, Matth. g. v. 1⸗ 13. D. Jeſus vom Berge herab gieng, folgete ihm viel Volks nach. Und ſiehe, ein Auſſaͤtziger kam, und betet ihn an, und ſprach: Herr, ſo du willſt, kannſt du mich wohl reinigen. Und Jeſus ſtreckte ſeine Hand aus, und ruͤhrete ihn an, und ſprach zu ihm: Ich wills thun, ſey gereiniget. Und alsbald ward er von ſeinem Ausſatz rein. Und Jeſus ſprach zu ihm: Siehe zu, ſags niemand, ſondern gehe hin, und zeige dich dem Prieſter und opfere die Gabe, die Moſes befohlen hat zu einem Zeugniß uͤber ſie. Da aber Jeſus eingieng zu Capernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn, und ſprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hauſe, und iſt gichtbruͤchtig, und hat groſſe Qual. Jeſus ſprach zu ihm: Ich will kommen, und ihn geſund machen. Der Hauptmann antwortete, und ſprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach geheſt; ſondern ſprich nur ein Wort, ſo wird mein Knecht geſund. Denn ich bin ein Menſch, dazu der Obrigkeit unterthan, und habe unter mir Kriegsknechte, noch wenn ich ſage zu einem: Gehe hin, ſo gehet er, und zum andern: Komm her, ſo kommt er, und zu meinem Knechte: Thue das, ſo thut ers. Da das Jeſus hoͤrete, verwunderte er ſich, und ſprach zu denen, die ihm nachfolgeten: Warlich, ich ſage euch, ſolchen Glau⸗ ben habe ich in Iſrael nicht funden. Aber ich ſag ent —— —=== ,f == S —— 2— — — — ——— 4 7 1 tt So. 1283 78, ſilzen n T iſſzigern t u nüt, 1 Jo vitst * einem ui em aß iber ſi R. ul Aroſed nen a ihn geſtytn „1 d: yn 344½ eit e an, mihit nig e leinen:. 6, uh ſtn un. 2 Tter ic 5 trinkeze hlen alf ſin [Tn her, ſ im Athut en 0 und Evangelia. —— Viel werden kommen vom Morgen und vom Abend, und mit Abraham und Iſaac und Jacob im H Aber die Kinder des Reichs werden ausgeſtoſſen in die aͤuſ⸗ ſerſte Finſterniß hinaus, da wird ſeyn Heulen und Zaͤhnklap⸗ Und Jeſus ſprach zu dem Hauptmann: Gehe h dir geſchehe, wie du geglaubet haſt. Und ſein Knecht ward geſund zu derſelbigen Stunde. pen. immelreich ſitzen. Am IV. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Epiſtel, Roͤm. 13. v. 8⸗10. Seyd niemand nichts ſchuldig, denn daß ihr euch unter Denn wer den andern liebet, der Denn das da geſagt iſt: Du ſollt nicht ehebrechen: Du ſollt nicht toͤdten: Du ſollt nicht ſteh⸗ len: Du ſollt nicht falſch Zeugniß geben: Dich ſoll nichts geluͤſten; und ſo ein ander Gebot mehr iſt, das wird in dieſem Wort verfaſſet: Du ſollt deinen Naͤchſten lieben Die Liebe thut dem Naͤchſten nichts Boͤ⸗ ſes. So iſt nun die Liebe des Geſetzes Erfuͤllung. einander liebet. hat das Geſetz erfullet. als dich ſelbſt. Evangelium, Matth. 3. v. 23⸗27. eſus trat in das Schiff, und ſeine Juͤnger folgeten ihm. Und ſiehe, da erhub ſich ein groß Ungeſtuͤm im Meer, alſo, daß auch das Schiflein mit ward, und er ſchlief. verderben. Die Menſchen aber verwunderten ſich, und ſprachen: Was iſt das vor ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorſam iſt? Und die Junger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und ſprachen: Herr, hilfuns, wir Da ſagte er zu ihnen: ihr Kleinglaubigen, warum ſeyd ihr ſo furchtſam? Und ſtund auf, und bedro⸗ hete den Wind und das Meer, da ward es ganz ſtille. 72 Epiſteln ,———-;— Am V. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſ Epiſtel, Coloſſer z. v. 12⸗17. So ziehet nun an, als die Auserwaͤhlten Gottes, Har ligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freund⸗ lichkeit, Demuth, Sanftmuth und Geduld. Und perteg 3g einer den ſandern, und vergebet euch unterein ander, ſ jemand Klage hat wider den andern, gleichwie Ehr. uus euch vergeben hat, alſo auch ihr. u ber alles aber nicht an die Liebe, die da it das Band der Vollkomm nhei. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu wei⸗ -chem ihr auch berufen ſeyd in einem Leibe, und ſey pd dank⸗ bar. Laſſet das Wort Chriſti unter euch reichlich woh⸗ 12 nen, in aller Weishe eit. Lehret und vermahnet euch ſe bſtk mit Pfalmen und Lobgeſaͤngen und geiſtl ichen! leblichen Liedern, und ſinget dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr thut mit Worten oder mit Werken, das thut alles in dem Namen des Herrn Jeſu, und danket ₰ Gott und dem Vater durch ihn. Evangelium, Matth. 13. v. 24.⸗ 30. Jeſus legte ihnen ein ander Gle eichniß fuͤr, und ſprach: Das Himmelreich iſt gleich einem Men nſchen, der gu⸗ dn Saamen auf ſeinen Acker ſäet. Da aber die Leute ſchliefen, kam der Feind und ſzete Unkraut zwiſchen den Weitzen, und gieng davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand ſich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater, und ſprachen: Herr, haſt du nicht guten Sae amen auf deinen Acker ge⸗ ſaͤet? Wohe hit er denn das u kra it? Er ſorach zu ih⸗ nen: Das hat der Feind gethan. Da ſorachen die Klech⸗ te: Willt du, daß wir Whingehen, und es ausgaͤten? Er ſprach: Nein, auf daß ihr nicht zugleich den Wei⸗ zen mit ausraufet, ſo ihr das Unkraut ausgaͤtet. Laſſet beydes mit einander wachſen, bis zu der Erndte, und un die Erndrezeit will ich zu de en Schnittern ſogen Sammlet zuvor das Unkraut, und bindet es in Vünd lein, daß man es verbrenne, aber den Weizen ſamm let mir in meine Scheuren 1. Am -——== — — — 1 17 —. NYad ſe 4 tetrta 1 limg 11 der ltt th. 12 deien, 1 r, me 3* kuch naglt. he in hermahrt u ge geſtlchn den ten Henn. dor mit San d5en Säh, Me ihe th. d ſt das Uutm er, und uuf deinad. 1tk Er ſ. ſſprachen . Und esn 2 tiulit a ut ausgin * der Ern „☛ Scunn d bindet er S den Vaiui 173 Am VI. Sonntage nach der Erſcheinung Chriſti. Epiſtel, 2. Petri 1. v. 16⸗21. und Evangelia. Wir haben nicht den klugen Fabeln gefolget, da wir euch kund gethan haben die Kraft und Zukunft un⸗ ſers Herrn Jeſu Chriſti; ſondern wir haben ſeine Herr⸗ lichkeit ſelber geſehen, da er empfieng von Gott dem Va⸗ ter Ehre und Preiß, durch eine Stimme, die zu ihm ge⸗ ſchahe von der großen Herrlichkeit, dermaſſen: Dies iſt mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und dieſe Stimme haben wir gehoͤret vom Himmel gebracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Wir ha⸗ ben ein feſtes prophetiſches Wort, und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da ſcheinet in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche, und der Morgenſtern aufgehe in eurem Herzen. Und das ſollt ihr fuͤr das erſte wiſſen, daß keine Weiſſagung in der Schrift geſchicht aus eigner Auslegung. Denn es iſt noch nie keine Weiſſagung aus menſchlichem Willen hervor gebracht; ſondern die heiligen Menſchen Gottes haben geredet, getrio⸗ ben von dem heiligen Geiſt. Evangelium, Matth. 17. v. 1⸗9. 5 nach ſechs Tagen nahm Jeſus zu ſich Petrum und Jacobum, und Johannem ſeinen Bruder, und fuͤh⸗ rete ſie beyſeits auf einen hohen Berg, und ward verklaͤ⸗ ret vor ihnen. Und ſein Angeſicht leuchtete wie die Son⸗ ne, und ſeine Kleider wurden weis als ein Licht. Und ſiehe, da erſchien ihnen Moſes und Elias, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete, und ſprach zu Jeſu: Herr! hie iſt gut ſeyn, willſt du, ſo wollen wir hie drey Huͤtten machen. Dir eine, Moſt eine, und Elia eine. Da er noch alſo redete, ſiehe, da uͤherſchattete ſie eine lichte Wolke, und ſiehe, eine Stimme aus den Wolken ſprach: Dies iſt mein lieber Sohn, an welchem ich Wohl⸗ gefallen habe, den ſollt ihr hoͤren. Da das die Juͤnger hoͤreten, ſielen ſie auf ihr Angeſicht, und erſchracken ſehr. Jeſus aber trat zu ihnen, ruͤhrete ſie an, und ſprach: Ste⸗ hbet auf, und fuͤrchtet euch nicht. Da ſie aber ihre Ruden auf⸗ 74 Epiſteln Lufhuben, ſahen ſie niemand, denn Jeſum alleine. Und da ſie vom Berge herab giengen, gebot ihnen Jeſus, und ſprach: Ihr ſollt dies Geſicht niemand ſagen, bis des Menſchen Sohn von den Todten auferſtanden iſt. 4 Am Sonntage Septuageſima genannt. Epiſtel, 1. Cor. 9⸗24 und 10 Cap. 1⸗5. Wiſet ihr nicht, daß die, ſo in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod. Laufet nun alſo, daß ihrs ergreifet. Ein jeglicher abet, der da kaͤmpfet, enthaͤlt ſich alles Dinges, jene alſo, daz ſie eine vergaͤngliche Krone empfahen, wir aber eine un⸗ vergaͤngliche. Ich laufe aber alſo, nicht als aufs unge⸗ wiſſe. Ich ſechte alſo, nicht als der in der Luft ſtrei⸗ chet, ſondern ich betaͤube meinen Leib, und zaͤhme ihn, daß ich nicht andern predige, und ſelbſt verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Bruͤder, nicht verhalten, daß unſere Vaͤter ſind alle unter der Wolken geweſen, und ſind alle durchs Meer gegangen, und ſind alle unter Mo⸗ fen getauft mit der Wolken, und mit dem Meer, und haben alle einerley geiſtliche Speiſe gegeſſen, und haben alle einerley geiſtlichen Trank getrunken, ſie trunken aber von dem geiſtlichen Fels, der mit folgete, welcher war Chriſtus. Aber an ihrer vielen hatte Gott keinen Woßl⸗ gefallen, denn ſie ſind niedergeſchlagen in der Wuͤſten. Evangelium, Matth. 20. v. 12156. Geſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Das Himmelreich iſ ₰ gleich einem Hausvater, der am Morgen ausgieng, Arbeiter zu miethen in ſeinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groſchen zum Tage⸗ lohn, ſandte er ſie in ſeinen Weinberg. Und giene aus um die dritte Stunde, und ſahe andere an dem Markt den Weinberg, ich will euch geben, was recht iſt, un ſie giengen hin. Abermal gieng er aus um die ſechſt und neunte Stunde, und thaͤt gleich alſo. Um die eilfte müſſig ſtehen, und ſprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin 3 Stunde aber gieng er aus, und fand andere nuͤhif 3 —— —————,— 12 81 0Cap.13, ranStruka 4 largt i 1 57 Ein ſolite bt ages, jne 4 ntetnn ALicht als uit icht 8 I er in da lh mei Mib, und aa. 471= hſ berneri Sri nict tetelk, erſ alken geein ngeſr hſind alt her n. Mnit den ha. deſ wiolgete, u iel K e Gott känt rge a In in derbi⸗ at.. t. llt in— Das hmt 1,* u Mergat 1 erg. n un Griſta n⸗ en* Herg. Uht nd Adere en ut =dander di „ nd andut und Evangelia. 75 hen, und ſprach zu ihnen: Was ſtehet ihr hie den gan⸗ zen Tag muͤſſig? Sie ſprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinger Er ſprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den einberg, und was recht ſeyn wird, ſoll euch werden. da es nun Abend war, ſprach der Herr des Weinberges zu ſeinem Schaffner: Rufe den Arbeitern, und gieb ihnen den Lohn, und hebe an, an den Letzten bis zu den Er⸗ ſten. Da kamen die um die eilfte Stunde gedinget waren, und empfieng ein jeglicher ſeinen Groſchen. Da⸗ aber die Erſten kamen, meineten ſie, ſie wuͤrden mehr em⸗ pfangen, und ſie empfiengen auch ein jeglicher ſeinen Gro⸗ ſchen. Und da ſie den empfienzen, murreten ſie wider den Hausvater, und ſprachen: Dieſe Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du haſt ſie uns gleich ge⸗ macht, die wir des Tages Laſt und Hitze getragen haben. Er antwortete aber, und ſagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht unrecht, biſt du nicht mit mir eins worden um einen Groſchen? Nimm was dein iſt, und gehe hin. Ich will aber dieſen Letzten geben, gleich wie dir. Oder, habe ich nicht Macht zu thun, was ich will mit dem Meinen? Sieheſt du darum ſcheel, daß ich ſo guͤtig bin? Alſo werden die Letzten die Erſten, und die Erſten die Letzten ſeyn. Denn viele ſind berufen, aber wenige auserwaͤhlet. Am Sonntage Sexageſima genannt. Epiſtel, 2. Cor. 11, 19⸗33. und 12, 1⸗9. ieben Bruͤder! Ihr vertraget gern die Narren, dieweil ihr klug ſeyd. Ihr vertraget, ſo euch jemand zu Knech⸗ ten macht, ſo euch jemand ſchindet, ſo euch jemand nimmt, ſo esch jemand trotzet, ſo euch jemand ins Angeſicht ſtreichet. Das ſage ich nach der Unehre, als waͤren wir ſchwach wor⸗ den. Worauf nun jemand kuͤhne iſt,(ich rede in Thorheit) darauf bin ich auch kuͤhne. Sie ſind Hebraͤer, ich auch; ſie ſigd Iſraeliten, ich auch; ſie ſind Abrahams Saamen, ich auch. Sie ſind Diener Chriſti,(ich rede thoͤricht) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeiter, ich habe mehr Schlaͤ⸗ ge erlitten, ich binoͤfter gefangen, oft in Todesndt en ge⸗ 2 weſt. 76 Epiſteln weſt. Von den Juͤden habe ich fuͤnfmal empfangen vierzg Streiche, weniger eins. Ich bin dreymal geſtaͤupet, ein⸗ mal geſteiniget, dreymal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe des Meers. Jc habe oft gereiſet, ich bin in Faͤhrlichkeit geweſen zu Waßer, in Faͤhrlichkeit unter den Moͤrdern, in Faͤhrlichkeit unter den Juͤden, in Faͤhrlichkeit unter den Heiden, in Fäͤhrlich⸗ keit in Staͤdten, in Faͤhrlichkeit in der Wuͤſten, in Fährlich⸗ keit auf dem Meer, in Faͤhrlichkeit unter den falſchen Prü⸗ dern. In Muͤhe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunzer und Durſt, in viel Faſten, in Froſt und Bloͤſſe; ohne was ſich ſonſt zutraͤget, nemlich daß ich taͤglich werde angelaußen, und trage Sorge fuͤr alle Gemeinen. Wer iſt ſchwach, und ich werde nicht ſchwach? Wer wird geaͤrgert, und ich brenne nicht? So ich mich je ruͤhmen ſoll, will ich mich meiner Schwachheit ruhmen. Gott und der Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, welcher ſey gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht luge. Zu Damaſco der Landpfleger des Konige Areta verwahrete die Stadt der Damaſcer, und wollte mich greifen, und ich ward in einem Korbe zum Fenſter aus durch die Mauern niedergelaſſen, und entrann aus ſeinen an⸗ den. Es iſt mir ja das Ruͤhmen nichts nütze, doch will ich kommen auf die Geſichte und Offenbarungen des Herrn. 3 kenne einen Menſchen in Chriſto vor vierzehen Jahren,(iſt er in dem Leibe geweſen, ſo weiß ichs nicht, oder iſt er auſſe dem Leibe geweſen, ſo weiß ichs auch nicht, Gott weiß es) derſelbige ward entzuͤckt bis in den dritten Himmel. Undich kenne denſelbigen Menſchen.(Ob er in dem Leibe oder au⸗ ſer dem Leibe geweſen iſt, meiß ich nicht, Gott weiß es.) Er ward entzuͤckt in das Paradies, und hoͤrete unausſotech⸗ liche Worte, welche kein Menſch ſagen kann. Davon wil ich mich ruͤhmen, von mir ſelbſt aber will ich mich nichts rih: men, ohne meiner Schwachheit. Und ſo ich mich ruͤhmen wollte, thaͤt ich darum nicht thoͤricht, denn ich wollte di Wahrheit ſagen. Ich enthalte mich aber des, auf daß nict jemand mich hoͤher achte, denn er an mir ſiehet, oder von mir hoͤret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenhe rung uͤberhebe, iſt mir gegeben ein Pfahl ins Fleiſch, nem lich des Satans Engel, der mich mit Faͤuſten ſchlage, auf daß ich mich nicht uͤberhebe. Dafuͤr ich dreymal den 3 . 3 umal geſ — uch einn, u efe des M 1 R3 iena uc el Fähtitti 1n dn lch ül,nis 1,₰ Knden ſſze icht à vücht, Geun nd Cen Himnl ( in demkalthne rei eect, omn radi a d höreteme den 7 n kann. dat 2lb il ic nituc dbei: doo ih niu 4& dem iom ite K er des, uh eng d wir ſttt, ünr lun P hl ins bei ben kn gin drermalda und Evangelia. 27 geflehet habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir ge⸗ ſagt: Laß dir an meiner Gnade genuͤgen: Denn meine Kraft iſt in den Schwachen maͤchtig. Darum will ich mich am allerliebſten ruͤhmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Chriſti in mir wohne. Evangelium, Luca g. v. 4⸗15. a nun viel Volks beyeinander war, und aus den Staͤd⸗ ten zu Jeſu eileten, ſprach er durch ein Gleichniß: Es gieng ein Saͤemann aus zu ſaͤen ſeinen Saamen, und indem er ſaͤete, ſiel etliches an den Weg, und ward vertreten, und die Voͤgel unter dem Himmel fraſſens auf. Und etliches ſiel auf den Fels, und da es aufgieng, verdorrete es, darum⸗ daß es nicht Saft hatte. Und etliches ſiel mitten unter die Dornen, und die Dornen giengen mit auf und erſticktens. Und etliches ſiel auf ein gut Land, und es gieng auf, und trug hundertfaͤltige Frucht. Da er das ſagte, rief er: Wer Ohren hat zu hoͤren, der hoͤre. Es fragten ihn aber ſeine Juͤnger, und ſprachen: Was dieſes Gleichniß waͤre? Er aber ſprach: Euch iſt gegeben zu wiſſen das Geheimniß des Reichs Gottes, den andern aber in Gleichniſſen, daß ſie es nicht ſehen, ob ſie es ſchon ſehen, und nicht verſtehen, ob ſie es ſchon hoͤren. Das iſt aber das Gleichniß: Der Saame iſt das Wort Gottes; die aber an dem Wege ſind, das ſind, die es hoͤren, darnach kommt der Teufel, und nimmt das Wort von ihren Herzen, auf daß ſie nicht glauben und ſelig werden. Die aber auf dem Fels, ſind die, wann ſie es hoͤ⸗ ren, nehmen ſie das Wort mit Freuden an, und die haben nicht Wurzel; eine zeitlang glauben ſie, und zur Zeit der Anfechtung fallen ſie ab. Das aber unter die Dornen ſiel, ſind die, ſo es hoͤren, und gehen hin unter den Sorgen, Reichthum und Wolluſt dieſes Lebens, und erſtickens, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, ſind, die das Wort hoͤren und behalten in einem feinen guten Her⸗ zen, und bringen Frucht in Geduld. d 3 Am —. — 5— 8½ 8— — .———— ———y—— ———— — 2 4—— 8 78 Epiſteln Am Faſtnacht Sonntage, Eſto Mihi genannt. Epiſtel, 1 Cor. 13. v. 1⸗13. ieben Bruͤder! Wenn ich mit Menſchen und mit Engel⸗ &☛ zungen redete, und haͤtte der Liebe nicht, ſo waͤre ich ein toͤnend Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weiſſagen könnte, und wuͤßte alle Geheimniſſe, und alle Er⸗ kenntniß, und haͤtte allen Glauben, alſo, daß ich Bergever⸗ ſetzte, und haͤtte der Liebe nicht, ſo waͤre ich nichts. Und wenn ich all meine Haabe den Armen gaͤbe, und lieſſe meinen Leib brennen, und haͤtte der Liebe nicht, ſo waͤre mirs nichts nütze. Die Liebe iſt langmuͤthig und freundlich, die Liebe ei⸗ fert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, ſie blaͤhet ſich nicht, ſie ſtellt ſich nicht ungebaͤrtig, ſie ſuchet nicht das Ih⸗ re, ſie laͤſſet ſich nicht erbittern, ſie trachtet nicht nach Scha⸗ den. Sie freuet ſich nicht der Ungerechtigkeit, ſie freuet ſich aber der Wahrheit, ſie vertraͤget alles, ſie glaubet alles, ſie hoffet alles, ſie duldet alles. Die Liebe wird nicht muͤde. Es muͤſſen aufhoͤren die Weiſſagungen und aufhoͤren die Sprachen, und das Erkenntniß wird auch aufhoͤren. Denn unſer Wiſſen iſt Stuͤckwerk, und unſer Weiſſagen iſt S tuͤckwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, ſo wird das Stuͤckwerk aufhoͤren. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindiſche Anſchlaͤge. Da ich aber ein Mann mard, thaͤt ich ab, was kindiſch war. Wir ſehen jetzt durch ei⸗ nen Spiegel in einem dunkeln Wort, dann aber von Ange⸗ ſicht zu Angeſicht. Jetzt erkenne ichs ſtuͤckweiſe, dann aber werde ichs erkennen, gleichwie ich erkennet bin. Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, dieſe drey; aber die Liebe iſt die groͤßeſte unter ihnen. Evangelium, Luca 18. v. 31⸗43. heſus nahm zu ſich die Zwoͤlfe, und ſprach zu ihnen: J Sehet, wir gehen hinauf gen Jeruſalem, und es wird alles vollendet werden, das geſchrieben iſt durch die Prophe⸗ ten von des Menſchen Sohn. Denn er wird überaninoent ☚ nird uitt Weiſ 1 2un und tiſee kennt D ird auc uſt iwertx unſer leſa nme e das Valkmnr tren.—/ den zim ndn jwieen gan daſ: er ein Mun var. ⁵. ſchen ſit m In W. 2 ann berm henne ckweiſt,dnt wie A net bi. aue 1 1 itſe dez nen. 1 4 us 2 —— —— alem, und — —. — — — — ſnah u und Evangelia. 79 werden den Heiden, und er wird verſpottet, und geſchmaͤ⸗ het, und verſpeyet werden. Und ſie werden ihn geiſſeln und tödten, und am dritten Tage wird er wieder auferſtehen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wuſten nicht, was das geſaget war. geſchah aber, da er nahe zu Jericho kam, ſaß ein Blinder am Weg, und bettelte. Da er aber hoͤrete das Volk, das durchhin gieng, forſchete er, was das waͤre? Da verkuͤn⸗ digten ſie ihm, Jeſus von Nazareth gienge voruͤber. Und er rief, und ſprach: Jeſu, du Sohn David„erbarme dich mein! Die aber vorne an giengen, bedroheten ihn, er ſollte ſchweigen. Er aber ſchrie vielmehr: Du Sohn David, er⸗ barme dich mein. Jeſus aber ſtund ſtille, und hieß ihn zu ſich fuhren. Da ſie ihn aber nahe bey ihn brachten, fragte er ihn, und ſprach: Was willt du, daß ich dir thun ſoll? Er ſprach: Herr, daß ich ſehen moͤge. Und Jeſus ſprach zu ihm: Sey ſehend, dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er ſehend, und folgete ihm nach, und preeiſete Gott, und alles Volk, das ſolches ſahe, lobete Gott. ——— Am I. Sonntage in der Faſten, Invocavit genannt. Epiſtel„ 2. Cor. 6. v. 1⸗10. Lieben Bruͤder, wir ermahnen euch als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfahet. Denn er ſpricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit er⸗ hoͤret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt iſt die angenehme Zeit, jetzt iſt der Ta des Heils. Laſſet uns aber niemand irgend ein Aergerniß geben, auf daß unſer Amt nicht verlaͤſtert werde, ſondern in aken Dingen laſſet uns beweiſen, als die Diener Gottes, in groſſer Geduld, in Truͤbſal, in Noͤthen, in Aengſten, in Schlaͤgen, in Gefaͤngniſſen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Faſten, in Keuſchheit, in Erkenntniß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geiſt, in ungefaͤrbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit, zur Rech⸗ ten und zur Linken, durch ohrs und Schande, durch 4 d 80 Epiſteln boͤſe Geruͤchte und gute Geruͤchte. Als die Verfuͤhrer, und doch wahrhaftig. Als die Unbekannten, und doch bekannt. Als die Sterbenden, und ſiehe, wir leben. Als die Gezuchtigten, und doch nich ertoͤdtet. Als die Traurigen, aber allezeit froͤlich. Als die Armen, abe die doch viel reich machen, als die nichts inne haben, und doch alles haben. Evangelium, Matth. 4. v. 1⸗II. De ward Jeſus vom Geiſt in die Wuͤſten gefuͤhret, auf D daß er vom Teufel verſucht wurde. Und da er vier⸗ zig Tage, und vierzig Naͤchte gefaſtet hatte, hungerte ihn. Und der Verſucher trat zu ihm, und ſprach: Biſt du Gottes Sohn, ſo ſprich, daß dieſe Steine Brod wer⸗ den. Und er antwortete und ſprach: Es ſtehet geſchrie⸗ ben: Der Menſch lebet nicht von Brod allein, ſondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet. Da fuͤhrete ihn der Teufel mit ſich in die heilige Stadt, und ſtellete ihn auf die Zinne des Tempels, und ſprach zu ihm: Biſt du Gottes Sohn, ſo laß dich hinab, denn es ſtehet geſchrieben: Er wird ſeinen Engeln uber dir Befehl thun, und ſie werden dich auf den Haͤnden tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein ſtͤſ⸗ ſeſt. Da ſprach Jeſus zu ihm: Wiederum ſtehet auch ge⸗ ſchrieben: Du ſoͤllt Gott deinen Herrn nicht verſuchen. Wiederum fuͤhrete ihn der Teufel mit ſich auf einen ſehr hohen Berg, und zeigete ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und ſprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, ſo du niederfaͤlleſt und mich anbeteſt. Da ſprach Jeſus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan, denn es ſtehet geſchrieben: Du ſollt anbaͤten Gott deinen Herrn, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der Teufel, und ſiehe, da traten die Engel zu ihm, und dieneten ihm. Am 4 t hat d , nd ſea. 2* e Steine de 1e Es ſtht Aotr arod dlein, „ h den Mat r Sitt ſch ihn [die m des dmt ottes, ſo tzät E ſäinen d. wer ach uf m duß m einn g 4 m erun fißte dein m ſ eiche der Ut ch ⸗ Des tlin tund* ibeteſt. A weg rr, Sata,R mant e jott deine à. de an der kan gihn zitnetn in 6 6 und Evangelia. 81 —— — Am II. Sonntage in der Faſten, Reminiſcere genannt. Epiſtel, 1. Theſſ. 4. v. 1⸗7. eiter, lieben Bruͤder, bitten wir euch, und ermah⸗ nen in dem Herrn Jeſu, nachdem ihr von uns empfan⸗ en habt, wie ihr ſollet wandeln, und Gott gefallen, daß ihr immer voͤlliger werdet. Denn ihr wiſſet, welch Gebot wir euch gegeben haben, durch den Herrn Jeſum. Denn das iſt der Wille Gottes eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerey, und ein jeglicher unter euch wiſſe ſein Faß zu be⸗ halten in Heiligung und Ehren, nicht in der Luſtſeuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wiſſen. Und daß niemand zu weit greife, noch vervortheile ſeinen Bruder im Handel, denn der Herr iſt Raͤcher uͤber das alles, wie wir euch zuvor geſagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht beru⸗ fen zur Unreinigkeit, ſondern zur Heiligung. Evangelium, Matth. 15, v. 21⸗28. ½ Jeſus gieng aus von dannen, und entwich in die Ge⸗ gend Tyro und Sidon, Und ſiehe, ein Cananaͤiſch Weib gieng aus derſelbigen Graͤnze, und ſchrie ihm nach, und ſprach: Ach Herr, du Sohn David! erbarme dich mein, meine Tochter wird vom Teufel uͤbel geplaget. Und er ant⸗ wortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm ſeine Juͤnger, ba⸗ ten ihn, und ſprachen: Laß ſie doch von dir, denn ſie ſchreyet uns nach. Er antwortete aber und ſprach: Ich bin nicht ge⸗ ſandt, denn nur zu den verlohrnen Schaafen, von dem Hauſe Iſrael. Sie kam aber, und ſiel vor ihm nieder, und ſprach: Herr, hilf mir. Aber er antwortete und ſprach: Es iſt nicht fein, daß man den Kindern ihr Brod neh⸗ me, und werfe es fuͤr die Hunde. Sie ſprach: Ja, Herr, aber doch eſſen die Huͤndlein von den Brodſamen, die von ihrer Herren Tiſche fallen. Da antwortete Jeſus, und ſprach zu ihr: O Weib, dein Glaube iſt groß! dir geſchehe, wie du willſt. Und ihre Tochter ward geſund zu derſelbigen Stunde. d 3 8 Gottes zu euch. 32 Epiſteln Am III. Sonntage in der Faſten, Oculi genannt. Epiſtel, Epheſ. 5. v. 1⸗9. Se ſeyd nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kinder, und wandelt in der Liebe, gleichwie Chriſtus uns ge⸗ liebet hat, und ſich ſelbſt dargegeben fur uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem ſuͤſſen Geruch. Hurerey aber, und alle Unreinigkeit, oder Geiz laſſet nicht von euch geſagt werden, wie den Heiligen zuſtehet. Auch ſchandbare Wor⸗ te und Narrentheidigungen, oder Scherz, welche euch nicht ziemen, ſondern vielmehr Dankſagung. Denn das ſollt ihr wiſſen, daß kein Hurer, oder Unreiner, oder Geitziger welcher iſt ein Goͤtzendiener) Erbe hat an dem Reich Chei⸗ ſti und Gottes. Laſſet euch niemand verfuͤhren mit vergeh⸗ lichen Worten, denn um dieſer Willen kommt der Zorn Got⸗ tes uͤber die Kinder des Unglaubens. Darum ſeyd nicht ihre Mitgenoſſen. Denn ihr waret weyland Finſterniß, nun aber ſeyd ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kin⸗ der des Lichts. Die Frucht des Geiſtes iſt allerley Guͤtigkeit und Gerechtigkeit, und Wahrheit. Evangelium, Lucaͤ II. v. 14⸗28. eſus trieb einen Teufel aus, der war ſtumm, undes ge⸗ ₰ ſchah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte ſich. Etliche aber unter ih⸗ nen ſprachen: Er treibet die Teufel aus durch Beelzebub, den Oberſten der Teufel. Die andern aber verſuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm, vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken, und ſprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, ſo es mit ihm ſelbſt uneins wird, das wird wuͤſte, und ein Haus faͤllet uͤber das andere. Iſt denn der Satanas zuch mit ihm ſelbſt uneins, wie will ſein Reich beſtehen? Dieweil ihr ſaget: Ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So ich aber die Teufel durch Beel⸗ ebub austreibe, durch wen treiben ſie eure Kinder aus! arum werden ſie eure Richter ſeyn. So ich aber durch oites Finger die Teufel austreibe, ſo kommt je das Reich Wenn em ſtarter Gewapneter Jeune 8 d„ , die lieben„ 1 1 ean 3 V hurat 19 ih i wr ahg 6 cc ſdandnd Da n, neſceatn 1 41 dan g E 4— ſer, derg . 4 an dan gi 1 crfühenmm * unt hez d 2 annſazttt 2 2 Fakeni, 1 ds G Fitallrladhie an Relagt lcd— 14:³%, 8,1* ſuun, u ſuht e edere ir em ſich R iche aber un ¹* S durd Bua die d acber veruon. don mr von Hunn. n, ach zu iprar ſelh mts wird, den t i andere. M ſell es, wie vi rſaſ: h wuie d d ch Dufa unt trei eune inr duer c o it tn tri nm T a ſ e Remaylt der ſal mͤnnn und Evangelia. 83 Pallaſt bewahret, ſo bleibet das Seine mit Frieden: Wenn aber ein Staͤrkerer uͤber ihn kommt, und uͤberwindet ihn⸗ ſo nimmt er ihm ſeinen Harniſch, darauf er ſich verließ, und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir iſt, der iſt wider mich, und wer nicht mit mir ſammlet, der zer⸗ ſtreuet. Wenn der unſaubere Geiſt von dem Menſchen ausfaͤhret, ſo durchwandelt er duͤrre Staͤtte, ſuchet Ru⸗ he, und findet ſie nicht. So ſpricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wann er kommt, ſo findet ers mit Beſemen gekehret und geſchmuͤcket. Dann gehet er hin, und nimmt ſieben Gei⸗ ſter zu ſich, die aͤrger ſind denn er ſelbſt. Und wenn ſie hinein kommen, wohnen ſie da, und wird hernach mit dem⸗ ſelben Menſchen aͤrger, denn vorhin. Und es begab ſich, da er ſolches redete, erhub ein Weib im Volk die Stim⸗ me, und ſprach zu ihm: Selig iſt der Leib, der dich ge⸗ tragen hat, und die Bruͤſte, die du geſogen haſt. Eraber ſrachr Ja, ſelig ſind, die Gottes Wort hoͤren und be⸗ wahren. — Am IV. Sonntage in der Faſten, Laͤtare genannt. Epiſtel, Galater 4. v. 21⸗31. Sezet mir, die ihr unter dem Geſetz ſeyn wollt, habt G ihr das Geſetz nicht gehoͤret? Denn es ſtehet ge⸗ ſchrieben: Daß Abraham zween Soͤhne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freyen. Aber der von der Magd war, iſt nach dem Fleiſch gebohren, der aber von der Freyen, iſt durch die Verheiſſung gebohren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das ſind die zwey Teſta⸗ mente, eines von dem Berg Sina, das zur Knechtſchaft gebieret, welches iſt die Agar. Denn Agar heißt in Ara⸗ bia der Berg Sina, und langet bis gen Jeruſalem, das zu dieſer Zeit iſt, und iſt dienſtbar mit ſeinen Kindern. Aber das Jeruſalem, das droben iſt, das iſt die Freye⸗ die iſt unſer aller Mutter. Denn es ſtehet geſchrieben: Sey froͤlich du Unfruchtbare, die du nicht gebiereſt, und brich herfuͤr, und rufe, die du nicht ſchwanger biſt, denn die Einſame hat viel mehr Kinder„ dann die den Mom Epiſteln hat. Wir aber, lieben Bruͤder, ſind Iſaacs nach da Verheiſſung Kinder. Aber gleich wie zu der Zeit, der nach dem Fleiſch gebohren war, verfolgete den, der nach dem Geiſt gebohren war, alſo gehet es jetzt auch. Aber was ſpricht die Schrift? Stoſſe die Magd hinaus mit ihrem Sohn, denn der Magd Sohn ſoll nicht erben mit dem Sohn der Freyen. So ſind wir nun, lieben Bruͤder, nicht der Magd Kinder, ſondern der Freyen. Evangelium, Joh. 6. v. 1⸗15, Demach fuhr Jeſus weg uͤber das Meer, an der Stadt Tyberias in Galilaͤg, und es zog ihm viel Voltks nach, darum, daß ſie die Zeichen ſahen, die er an den Kranken thaͤt. Jeſus aber gieng hinauf auf einen Berg, und ſatzte ſich daſelbſt mit ſeinen Juͤngern. Es war aber nahe die Oſtern der Juͤden Feſt. Da hub Jeſus ſeine Au⸗ gen auf, und ſiehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und ſpricht zu Philippo: Wo kaufen wir Brod, daß dieſe ef⸗ ſen?(das ſagte er aber ihn zu verſuchen, denn er wuſte wohl, was er thun wollte.) Philippus antwortete ihm: Zweyhundert Pfennige werth Brods iſt nicht genug unter ſie, daß ein jeder unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer ſeiner Junger, Andraͤas, der Bruder Si⸗ monis Petri: Es iſt ein Knabe hie, der hat funf Gerſten⸗ brod, und zween Fiſche, aber was iſt das unter ſo viele? Jeſus aber ſprach: Schaffet, daß ſich das Volk lagere. En war aber viel Gras an dem Ort, da lagerten ſich bey fuͤnf tauſend Mann. Jeſus aber nahm die Brode, dankete, und gab ſie den Juͤngern, die Juͤnger aber denen, die ſich gelagert hatten. Deſſelbigen gleichen auch von den Fiſchen, wie viel er wollte. Da ſie aber ſatt waren, ſprach er zu ſeinen Juͤngern: Sammlet die uͤbrigen Brocken, daß nichts umkomme. Da ſammleten ſie, und fuͤlleten zwoͤlf Koͤrbe mit Brocken, von den funf Gerſtenbroden, die überblieben denen, die geſpeiſet worden. Da nun die Menſchen das Zeichen ſahen, das Jeſus thaͤt, ſprachen ſite: Das iſt wahrlich der Prophet, der in die Welt kom⸗ men ſoll. Da Jeſus nun merkete, daß ſie komnedewe, Fſ— Pälleſe dul; den en er, nade hte ber „ daß 131 Dda die ge Prop nerket = ihn kan rod, u n, dut eu s annenn * Irict aan nhan. 2, di du rhat in ce L auhm 1. ſatt wann, 1 Äuhraa und Evangelia. 85 f den, und ihn haſchen, daß ſie ihn zum Koͤnige machten, entwich er abermal auf den Berg, er ſelbſt allein. — —— Am V. Sonntage in der Faſten, Judica genannt. Epiſtel, Ebraͤer 9. v. 11⸗15. Chriſtus aber iſt kommen, daß er ſey ein Hoherprieſter der zukuͤnftigen Guter, durch eine groͤſſere und voll⸗ kommenere Huͤtte, die nicht mit der Hand gemacht iſt, das iſt, die nicht alſo gebauet iſt: Auch nicht durch der Boͤcke, oder Kaͤlber Blut, ſondern er iſt durch ſein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen, und hat eine ewige Erloͤſung erfunden. Denn ſo der Ochſen und der Boͤcke Blut, und die Aſche von der Kuh geſprenget, hei⸗ liget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit. Wie viel⸗ mehr wird das Blut Chriſti, der ſich ſelbſt ohn allen Wan⸗ del durch den heiligen Geiſt, Gott geopfert hat, unſere Gewiſſen reinigen von den todten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott? Und darum iſt er auch ein Mitt⸗ ler des Neuen Teſtaments, auf daß durch den Tod, ſo geſchehen iſt zur Erloͤſung von den Uebertretungen(die unter dem erſten Teſtament waren) die ſo berufen ſind, das verheiſſene ewige Erbe empfahen. 3 Evangelium, Joh. 8. v. 46⸗59. eſus ſprach zu den Juͤden: Welcher unter euch kann J auich einer Suͤnde zeihen? So ich euch aber die Wahr⸗ heit ſage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott iſt, der hoͤret Goites Worte. Darum hoͤret ihr nicht, denn ihr ſeyd nicht von Gott. Da antworteten die Ju⸗ den, und ſprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter biſt, und haſt den Teufel? Jeſus ant⸗ wortete: Ich habe keinen Teufel, ſondern ich ehre mei⸗ nen Vater, und ihr unehret mich. Ich ſuche nicht mei⸗ ne Ehre, es iſt aber einer, der ſie ſuchet und richtet. Warlich, warlich, ich ſage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht ſehen ewialch⸗ 3 a ₰ — —— 2—— ———— —— — —— e 36 Epiſteln Da ſprachen die Juͤden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel haſt. Abraham iſt geſtorben, und die Propheten, und du ſprichſt: So jemand mein Wort haͤlt, der wird den Tod nicht ſchmecken ewiglich, Biſt du mehr, denn unſer Vater Abrgham, welcher ge⸗ ſtorben iſt, und die Propheten ſind geſtorben, was machſt du aus dir ſelbſt? Jeſus antwortete: So ich mich ſelber ehre, ſo iſt meine Ehre nichts. Es iſt aber mein Vater, der mich ehret, welchen ihr ſprechet, er ſey euer Gott, und kennet ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und ſo ich wuͤrde ſagen: Ich kenne ſein nicht, ſo wuͤrde ich ein Luͤg⸗ ner, gleich wie ihr ſeyd. Aber ich kenne ihn, und halte ſein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag ſehen ſollte, und er ſahe ihn, und freuete ſich. Da ſprachen die Juͤden zu ihm: Du hiſt noch nicht fuͤnfzig Jahr alt, und haſt Abraham geſehen. Jeſus ſprach uihnen: Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch: Ehe denn braham ward, bin ich. Da huben ſie Steine auf, daß ſie auf ihn wuͤrfen. Aber Jeſus verbarg ſich, und gieng zum Tempel hinaus. Am VI. Sonntage in der Faſten, Palmarum genannt, Epiſtel, Phil. 2. v. 5⸗ II1. Ein jeglicher ſey geſinnet, wie Jeſus Chriſtus auch war. Welcher, ob er wohl in goͤtilicher Geſtalt war, hielt ers nicht fur einen Raub, Gott gleich ſeyn, ſondern auſſerte ſich ſelbſt, und nahm Knechts⸗Geſtalt an, ward gleich wie ein ander Menſch, und an Geberden als ein Menſch erfunden. Er erniedrigte ſich ſelbſt, und ward gehorſam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Dar⸗ um hat ihn auch Gott erhohet, und hat ihm einen Namen egeben der über alle Namen iſt: Daß in dem Namen Jeſu ſich beugen ſollen alle derer Knie, die im Himmel und auf Ereen, und unter der Erde ſind; und alle Zungeene — ich, cze a Sr d 1 euht an ſc, ma ——— Faſte— lmanm en l. 14 5 II, — rie 2 hrikt uhn got„heſalt au,9 8 c ſen h n KI E cheia n,n un Heterdn e drint wfäbht, uhn um en im An 9 „un K hw eunn u en t? Pin d gu deein hinni: 7. hah Jur und Evangelia. 37 kennen ſollen, daß Jefus Chriſtus der Herr ſey, zur Ehre Gottes des Vaters. Evangelium, ſuche am erſten Sonntage des Advents. Matth. 21. v. 1⸗9. 24 Am heiligen Oſtertage. Epiſtel, I. Cor. 7. v. 6 ⸗ 8. uer Ruhm iſt nicht fein. Wiſſet ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig verſaͤuert? Dar⸗ um feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neu⸗ er Teig ſeyd, gleich wie ihr ungeſaͤuert ſeyd. Denn wir haben auch ein Oſterlamm, das iſt Chriſtus, fuͤr uns geopfert. Darum laſſet uns Oſtern halten, nicht in dem alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, ſondern in dem Suͤßteig der Lauterkeit und der Wahrheit. Evangelium, Marc. 16. v. 1⸗8. nd da der Sabbath vergangen war, kauften Maria Magdalena, und Maria Jacobi und Salome, Spe⸗ eerey, auf daß ſie kaͤmen, und Jeſum ſalbeten, und ſie kamen zum Grabe, an einem Sabbather ſehr fruͤhe, da die Sonne aufgieng. Und ſi ſprachen untereinander: Wer waͤlzet uns den Stein von des Grabes Thuͤr? Und ſie ſahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewaͤl et war, denn er war ſehr groß. Und ſie giengen hinein in das Grab, und ſahen einen Juͤngling zur rechten Hand ſitzen, der hatte ein lang meis Kleid an, und ſie entſatzten ſich. Er aber ſprach zu ihnen: Entſetzer euch nicht. Ihr ſu⸗ chet Jeſum von Nazareth den Gekreuzigten, er iſt aufer⸗ ſtanden, und iſt nicht hie. Siehe da die Staͤtte, dn ſie ihn ————————B—B—:———————————y———— ——— — —— 2 ———————— —““ 2—— —— ——— 88 Epiſteln ihn hinlegten. Gehet aber hin, und ſaget es ſeinen Jun gern und Petro, das er fuͤr euch hingehen wird in Ga⸗ lilaͤam, da werdet ihr ihn ſehen, wie er euch geſagt hat. Und ſie giengen ſchnell heraus, und ſlohen von dem Grabe, denn es war ſie Zittern und Entſetzen an⸗ kommen, und ſagten niemand nichts, denn ſie furg⸗ ten ſich. Am Oſtermontage. Epiſtel, Apoſtelgeſch. 10. v. 34⸗ 41. Ihetrus aber thaͤt ſeinen Mund auf, und ſprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, das Gott die Perſon nicht anſiehet, ſondern in allerley Volk, wer ihn fuͤrchtet und recht thut, der iſt ihm angenehm. Ihr wiſſet wohl vonder Predigt, die Gott zu den Kindern Iſrael geſandt hat, und verkundigen laſſen den Frieden durch Jeſum Chriſtum,(wel⸗ cher iſt ein Herr uͤber alles,) die durchs ganze juͤdiſche Land geſchehen iſt, und angegangen in Galilaͤa, nach der Taufe, die Johannes predigte, wie Gott denſelbigen Jeſum von Nazareth geſalbet hat mit dem heiligen Geiſt und Kraſt, der umher gezogen iſt, und hat wohl gethan, und geſund gemacht alle, die vom Teufel uͤberwaͤltiget waren, denn Gott war mit ihm. Und wir ſind Zeugen alles deß, daser gethan hat im juͤdiſchen Lande, und zu Jeruſalem. Den haben ſie getoͤdtet, und an ein Holz gehangen. Denſel⸗ bigen hat Gott auferwecket am dritten Tage, und ihn laſſen offenbar werden, nicht allem Volk, ſondern uns den vor⸗ erwaͤhlten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegeſen und getrunken haben, nachdem er auferſtanden iſt von den Todten. Evangelium, Lucaͤ 24½. v. 13⸗35 d ſiehe, zween aus den Juͤngern des Herrn, giengen an demſelbigen Tage in einen Flecken, der tin am lert z9e, geſch Spv. 34:9, b Nun an un ſat, Sahech as Gänh lerlet en merhf ſt enedd niſtmen dinde— elein den d. Cun Eyria die er gante idie gen it r iln, nahmä die G ſelbig Jian dem M n Geiſtw dat& azethen, nnn ſel u tiget mn, tir ſin en 3n ales d inde 1K r 1 Jeruſi. 1 en eehansn, di am dr m ige, wthü m D dem un wer tt, r mt iſr den 1e aanden ſin uuca 1 3 5 13˙35 1 und Evangelia. 89 nh Jeruſalem ſechzig Feldweges weit, des Name heiſſet Em⸗ mahus, und ſie redeten mit einander von allen dieſen Ge⸗ ſchichten. Und es geſchahe, da ſie ſo redeten, und befrag⸗ ten ſich mit einander, nahete Jeſus zu ihnen, und wandel⸗ te mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß ſie ihn nicht kannten. Er aber ſprach zu ihnen: Was ſind das fuͤr Reden, die ihr zwiſchen euch handelt unterweges, und ſeyd traurig? Da antwortete einer, mit Namen Cleo⸗ phas, und ſprach zu ihm: Biſt du allein unter den Fremd⸗ lingen zu Jeruſalem, der nicht wiſſe, was in dieſen Tagen drinnen geſchehen iſt? Und er ſprach zu ihnen: Welches? Sie aber ſprachen zu ihm: Das von Jeſu von Nazareth, welcher war ein Prophet, maͤchtig von Thaten und Wor⸗ ten, vor Gott und allem Volk; wie ihn unſere Hoheprie⸗ ſter und Oberſten uͤberantwortet haben zum Verdammniß des Todes, und gekreuziget. Wir aber hoffeten, er ſollte Iſrael erloͤſen. Und uͤber das alles iſt heute der dritte Tag, daß ſol⸗ ches geſchehen iſt. Auch haben uns erſchreckt etliche Weiber der Unſern, die ſind fruͤhe bey dem Grabe geweſen, haben ſeinen Leib nicht funden, kommen und ſagen: Sie haben ein Geſichte der Engel geſehen, welche ſagen, er lebe. Und etliche unter uns giengen hin zum Grabe, und fundens alſo, wie die Weiber ſagten, aber ihn funden ſie nicht. Und er ſprach zu ihnen: O ihr Thoren und traͤges Herzens, zu glau⸗ ben alle dem, das die Propheten geredet haben. Muſte nicht Chriſtus ſolches leiden, und zu ſeiner Herrlichkeit eingehen? Und ſieng an von Moſe und allen Propheten, und legte ihnen alle Schrift aus, die von ihm geſagt war. Und ſie kamen nahe zum Flecken, da ſie hingiengen, und er ſtellese ſich, als wollte er fuͤrter gehen. Und ſie noͤthigten ihn, und ſprachen: Bleibe bey uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat ſich geneiget. Und er gieng hinein, bey ihnen zu bleiben. Und es geſchah, da er mit ihnen zu Tiſche ſaß, nahm er das Brod, dankete, brachs, und gabs ihnen. Da wurden ihre Augen geoͤffnet, und erkenneten ihn, und er verſchwand fuͤr ihnen. Und ſie ſprachen untereinander: Brannte nicht unſer Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schriftoͤffnete? Und ſie ſtunden auf zu derſelbigen Stunde, kehreten wieder gen Jeruſalem, und funden die Eilfe verſammlet, und die bey ihnen hoern, weliche 90 Epiſteln welche ſprachen: Der Herr iſt wahrhaftig auferſtanden, und Simoni erſchienen. Und ſie erzaͤhleten ihnen, was auf dem Wege geſchehen war, und wie er von ihnen erkannt waͤrean dem, da er das Brod brach. Am Oſterdienſtage. Epiſtel, Apoſtelgeſch. 13. v. 26⸗ 33. hr Maͤnner, lieben Bruͤder, ihr Kinder des Geſchlechts Abraham, und die unter euch Gott fuͤrchten, euch iſt das Wort dieſes Heils geſandt. Denn die zu Jeruſalem wohnen, und ihre Oberſten, dieweil ſie dieſen nicht erken⸗ neten, noch die Stimme der Propheten, welche auf alle Sabbather geleſen merden, haben ſie dieſelben mit ihren Urtheilen erfuͤllet. Und wiewohl ſie keine Urſach des Todes an ihm funden, baten ſie doch Pilatum, ihn zu toͤdten. Und als ſie alles vollendet hatten, was von ihm geſchrieben iſt, nahmen ſie ihn von dem Holz, und legten ihn in ein Grab. Aber Gott hat ihn auferwecket von den Todten, und er iſt erſchienen viel Tage denen, die mit ihm hinauf von Galilaͤg gen Jeruſalem gegangen waren, welche ſind ſeine Zeugen an das Volk. Und wir auch verkundigen euch die Verheiſſung, die zu unſern Vaͤtern geſchehen iſt, daß die⸗ ſelbige Gott uns, ihren Kindern erfuͤllet hat, indem, daß er Jeſum auferwecket hat. Evangelium, Luca 24. v. 36⸗47. a ſie aber davon redeten, trat er ſelbſt Jeſus, mitten ₰ unter ſie, und ſprach zu ihnen: Friede ſey mich euch. Sie erſchracken aber, und furchteten ſich, meineten, ſeeſi⸗ hen einen Geiſt. Und er ſprach zu ihnen: Was ſeyd ihr ſo erſchrocken, und warum kommen ſolche Gedanken in eure Herzen? Sehet meine Haͤnde und meine Fuͤße, ich bins ſel⸗ ber, fuhlet mich, und ſehet, denn ein Geiſt hat nicht Fleiſch und Bein, wie ihr ſehet, daß ich habe. Und da er disſag 7 3 ndt. diew dnn u, uicea dech* u, ina aten—n hang ngſt 7 H dlegtm art aſere dm dom der des V d rfann dieſehn in e Urac dad — denen it ijn ſann gangen—, waleſin 1 adern s hat, Ueſt rt 6:9 n, 4 erſſ gu d ic 4, 2 de ent 1 ſer. Denn Gottes Zeugniß iſt das, daß er gezeuget hat 91 und Evangelia. er zu ihnen: te, zeigete er ihnen Haͤnde und Fuͤße. Da ſie aber noch nicht glaubeten vor Freuden, und ſich verwunderten, ſprach Habt ihr hie etwas zu eſſen? Und ſie legten ihm vor ein Stuͤck vom gebratenen Fiſch und Honigsſeims, und er nahms und aß vor ihnen. Er aber ſprach zu ihnen: Das ſind die Reden, die ich zu euch ſagte, da ich noch bey euch war: denn es muß alles erfuͤllet werden, was von mir ge⸗ ſchrieben iſt im Geſetz Moſis, in den Propheten und in den Pſalmen. Da oͤffnete er ihnen das Verſtaͤndniß, daß ſie die Schrift verſtunden. Und er ſprach zu ihnen: Alſo iſts ge⸗ ſchrieben, und alſo mußte Chriſtus leiden, und auferſtehen von den Todten am dritten Tage, und predigen laſſen in ſeinem Namen Buſſe und Vergebung der Sunden unter al⸗ len Voͤlkern, und anheben zu Jeruſalem. — Am 1. Sonntage nach Oſtern, Quaſimodogeniti genannt. Epiſtel, 1. Joh. 5. v. 4⸗10. Irlles, was von Gotf geboheen iſt, uͤberwindet die Welt, und unſer Glaube iſt der Sieg, der die Welt uͤberwun⸗ den hat. Wer iſt aber, der die Welt uͤberwindet, ohne der da glaubet, daß Jeſus Gottes Sohn iſt? Dieſer iſts, der da kommt mit Waſſer und Blut, Jeſus Chriſtus, nicht mit Waſſer allein, ſondern mit Waſſer und Blut. Und der Geiſt iſts, der da zeuget, daß Geiſt Wahrheit iſt. Denn drey ſind, die da zeugen im Himmel: Der Vater, das Wort und der heilige Geiſt, und dieſe drey ſind, eins. Und drey ſind die da zeugen auf Erden: Der Geiſt, und das Waſſer, und das Blut, und die drey ſind beyſammen. So wir der Menſchen Zeugniß annehmen, ſo iſt Gottes Zeugniß groͤſ⸗ von ſeinem Sohn. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat ſolches Zeugniß bey ibm. Evan⸗ Epiſteln —— 1 Evangelinm, Joh. 20. v. 19⸗23. An Abend aber deſſelbigen Sabbaths, da die Jufnger ver⸗ ſammlet, und die Thuͤren verſchloſſen waren, aus Fu rcht fuͤr den Juͤden, kam Jeſus und trat mitten ein, und ſpricht zu ihnen: Friede ſey mit euch. Und als er das ſagte, zeigete er ihnen ſeine Haͤnde und ſeine Seite. Da wurden die Juͤnger froh, daß ſie den Herrn ſahen. Da ſprach Je⸗ ſus abermal zu ihnen: Friede ſey mit euch. Gleichwie mich mein Vater geſandt hat, alſo ſende ich euch. Und da er das ſagte, blies er ſie an, und ſpricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geiſt, welchen ihr die Suͤnde erlaſſet, denen ſind ereraſſen und welchen ihr ſie behaltet, denen ſind ſie be⸗ en. 6 Am II. Sonntage nach Oſtern, Miſſericordias Domini genannt. Epiſtel, 1. Petri 2. v. 21⸗25. enn dazu ſeyd ihr berufen, ſintemal auch Chriſtus gelit⸗ ten hat fuͤr uns, und uns ein Vorbild gelaſſen, daß ihr ſollt nachfolgen ſeinen Fußſtapfen. Welcher keine Suͤn⸗ de gethan hat, iſt auch kein Betrug in ſeinem Munde erfun⸗ den. Welcher nicht wiederſchalt, da er geſcholten ward, nicht drohete, da er litte; er ſtellete es aber dem heim, der da recht richtet. Welcher unſere Suͤnden ſelbſt geopfert hat an ſeinem Leibe auf dem Holz, auf daß wir der Suͤnde abgeſtorben der Gerechtigkeit leben: durch welches Wun⸗ den ihr ſeyd heil worden. Denn ihr waret wie die irrende Schaafe, aber ihr ſeyd nun bekehret zu dem Hirten und Bi⸗ ſchofe eurer Seeleell. Evangelium, Matth. 10. v. 12⸗16. Sxch bin ein guter Hirte, ein guter Hirt laͤſſet ſein Leben 3 fuͤr die Schaafe. Ein Mietling aber, der nicht Hirte iſt, deß die Schaafe nicht eigen ſind, ſiehet den Wolf kom⸗ men, und verlaͤſſet die Schaafe, und fleucht, und der Wolf erhaſchet und zerſtreuet die Schaafe. Der Mietling aber fleucht, denn er iſt ein Mietling, undachtet der Schaa⸗ fe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Meinen⸗ un dietehent de d dih kenne Echt. Und tazsdeſen S ſewenden mei wa hitt wern ſn M Sennta eyiſ di Riidr, K fänn ſn, wice vider ten Wandel unt rrden, ats vo I got heſen, denduanenhen a rilen, 6 ſey den — —y—y—y— —=—— —— —.— — — — — — —— —= —. ——— 4 dann me etreiche däſi ttdalde 1 Evan ln in lein —— — 1 wa 9 t a alſt, m i. t, duaſi — 1 2, Man M etriz,u b e,* auch aie d in kußſig Wältnitee Ben t ſeinen he ſchalt r geſcemn ie=e aberdat unſ den ſa n Hol a. daß wrſade tit le= urch be dent 2 S anttnüſems hekehh&. dem hima S Rulh lſttſatt Mit S, dr na igen ſ ehet denbi caaf? futt/ 1 et die Eſt. Däll Nietll= dacin Hiru e tamdn datt ein 1 93 und bin bekannt den Meinen. Wie mich mein Vater ken⸗ net, und ich kenne den Vater, und ich laſſe mein Leben fuͤr die Schaafe. Und ich habe noch andere Schaafe, die ſind nicht aus dieſem Stalle, und dieſelben muß ich herfuͤhren, und ſie werden meine Stimme hoͤren, und wird eine Heerde und ein Hirte werden. und Evangelia. Am III. Sonntage nach Oſtern, Jubilate genannt. Epiſtel, 1. Petri 2. v. 11⸗20. QLüeben Bruͤder, ich ermahne euch, als die Fremdlingen & und Pilgrimme, enthaltet euch von den fleiſchlichen Luͤ⸗ ſten, welche wider die Seele ſtreiten. Und fuͤhret einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, ſo von euch afterreden, als von Uebelthaͤtern, eure gute Werke ſehen, und Gott preiſen, wenns nun an den Tag kommen wird. Seyd unterthan aller menſchlichen Ordnung, um des Herrn willen, es ſey dem Koͤnige, als dem Oberſten, oder den Haupleuten, als den Geſandten von ihm, zur Rache uͤber die Uebelthaͤter, und zu Lobe den Frommen. Denn das iſt der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun verſtopfet die Un⸗ wiſſenheit der thoͤrichten Menſchen. Als die Freyen, und nicht als haͤttet ihr die Freyheit zum Deckel der Bosheit, ſon⸗ dern als die Knechte Gottes. Thut Ehre jedermann. Habt die Bruͤder lieb. Fuͤrchtet Gott. Ehret den Koͤnig. Ihr Knechte ſeyd unterthan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den guͤtigen und gelinden, ſondern auch den wunder⸗ lichen. Denn das iſt die Gnade, ſo jemand um des Gewiſ⸗ ſens willen zu Gott das Uebel vertraͤgt und leidet das Un⸗ recht. Denn was iſt das fuͤr ein Ruhm, ſo ihr um Miſſethat willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohlthat willen leidet und erduldet, das iſt Gnade bey Gott. Evangelium, Joh. 16. v. 16⸗23. eber ein kleines, ſo werdet ihr mich nicht ſehen, und aber uͤber ein kleines, ſo werdet ihr mich ſehen, denn ich gehe zum Vater. Da ſprachen etliche unter ſeinen Juͤn⸗ gern untereinander: Was iſt das, das er ſaget zu uns: uͤber „ ein kleines, ſo werdet ihr mich nicht ſehen, und aber uͤber ein 34 Epiſteln ein kleines, ſo werdet ihr mich ſehen, und daß ich zum Va⸗ ter gehe? Da ſprachen ſie: Was iſt das, das er ſaget, uͤber ein kleines? Wir wiſſen nicht, was er redet. Da merkte Jeſus, daß ſis ihn fragen wollten, und ſprach zu ihnen: Davon fraget ihr untereinander, daß ich geſagt habe, uͤber ein kleines, ſo werdet ihr mich nicht ſehen, und aber uͤber ein kleines, ſo werdet ihr mich ſehen. ich ſage euch: ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird ſich freuen. Ihr aber werdet traurig ſeyn, doch eure Traurigkeit ſoll in Freude verkehret werden. Ein Weib, wann ſie gebieret, ſo hat ſie Traurigkeit, denn ihre Stun⸗ de iſt kommen. Wann ſie aber das Kind gebohren hat, den⸗ ket ſie nicht mehr an die Angſt, um der Freude willen, daß der Menſch zur Welt gebohren iſt. Und ihr habt auch nun Traurigkeit, aber ich will euch wieder ſehen, und euer Herz ſoll ſich freuen, und eure Freude ſoll Niemand von euch neh⸗ nen. Und an demſelbigen Tage werdet ihr mich nichts ragen. Am IV. Sonntage nach Oſtern, Cantate genannt. Epiſtel, Jacobi 1. v. 1721. 2 lle gute Gabe, und alle vollkommene Gabe kommt von 1 oben herab von dem Vater des Lichts, bey welchem iſt keine Veraͤnderung noch Wechſel des Lichts und Finſterniß. Er hat uns gezeuget nach ſeinem Willen, durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waͤren Erſtlinge ſeiner Creatu⸗ ren. Darum, lieben Bruͤder, ein jeglicher Menſch ſey ſchnell zu hoͤren, langſam aber zu reden, und langſam zum Zorn. Denn des Menſchen Zorn thut nicht, was vor Gott recht iſt. Darum, ſo leget ab alle Unſauberkeit und alle Bosheit, und nehmet das Wort an mit Sanftmuth, das in uc gepflanzet iſt, welches kann eure Seelen ſelig machen. Evangelium, Joh. 16. v. 5⸗15. Nunaber gehe ich hin zu dem, der mich geſandt hat, und niemand unter euch fraget mich⸗, wo geheſt du hin? Sondern, dieweil ich ſolches zu euch geredt habe, Naruet Wahrlich, wahrlich, derdl Tmuren . Giteuch auche,ſekomm euahe, nlich! runt drnitd! ſegeriäkeit, giſe 6— 1 m gter 96G iche, d tacrot ie mn. Pennaber) d, dervid u teviihm ebe tderden, un f gen. Derſlbig 1 ſeinet widens ns de Duurr he Evirdsw dhen. ———. in f. Em ——— ——— —— —— —— —— —— —˖— —— —— ——— — — — — — — — —— — — — — — = — häter, —— ——* ——— — — — — — — — — — — — —— —— — — — ——— ——— ———— = g=== ———— ———— —— — ·—— — b di Ennt an dbi d⸗A. adt es e Galbetm er s, tnan dſel Adts und fn iem a T, dut il rir inge ſinrir er, 1 3zlicer Mh rzu, und laß Zert eücht, da 45 a ſanberterw Bor mitt Saufmc des e enre Eulli ch. 11 na gtin Sa häbe, 18 1 . erond Herz voll Traurens worden. Aber ich ſage euch die Wahr⸗ dn. d heit: kommt, der wird die 1 und Evangelium. 95 Es iſt euch gut, daß ich hingehe. Denn ſo ich nicht hingehe, ſo tamm der Träſter lücht zu geuche S inh aber, hingehe, will ich ihn zu euch ſenden. Und wenn derſelbige 32 Welt ſtrafen um die Suͤnde, und um die Gerechtigkeit, und um das Gerichte. Um die Suͤnde, daß ſie nicht glauben an mich. Um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich fort nicht ſehet. Um das Gerichte, daß der Fuͤrſt dieſer Welt gerichtet iſt. Ich habe euch noch viel zu ſagen, aber ihr koͤnnets jezt nicht tra⸗ gen. Wennaber jener, der Geiſt der Wahrheit kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm ſelber reden, ſondern was er hoͤren wird, das wird er reden, und was zukuͤnftig iſt, wird er euch verkuͤn⸗ digen. Derſelbige wird mich verklaͤren, denn von dem Meinen wird ers nehmen, und euch verkuͤndigen. Alles, was der Vater hat, das iſt mein, darum habe ich ge⸗ ſagt„er wirds von dem Meinen nehmen, und euch verkuͤn⸗ igen. Am V. Sonntage nach Oſtern, Rogate genannt. Epiſtel, Jacobi 1. v. 22⸗ 27. Seydaber Thaͤter des Worts, und nicht Hoͤrer allein, da⸗ mit ihr euch ſelbſt betruͤget. Denn ſo jemand iſt ein Hoͤrer des Worts, und nicht ein Thater, der iſt gleich einem Manne, der ſein leiblich Angeſicht im Spiegel beſchauet. Denn nachdem er ſich beſchauet hat, gehet er von Stund an davon, und vergiſſet, wie er geſtaltet war. Wer aber durchſchauet in das vollkommene Geſetz der Freyheit, und darinnen beharret, und iſt nicht ein vergeßlicher Hoͤrer, ſon⸗ dern ein Thaͤter, derſelbige wird ſelig ſeyn in ſeiner That. So aber ſich jemand unter euch laͤſſet dunken, er diene Gott, und haͤlt ſeine Zunge nicht im Zaum, ſondern verfuͤhret ſein Herz, deß Gottesdienſt iſt eitel. Ein reiner und unbe⸗ fleckter Gottesdienſt vor Gott dem Vater iſt der, die Wai⸗ ſen und Wittwen in ihrer Truͤbſal beſuchen, und ſich von der Welt unbefleckt behalten. Evan⸗ 96 Epiſteln —— ͦy—ͤ Evangelium, Joh. 16. v. 23⸗30. Wohrlich wahrlich, ich ſage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, ſo wird ers euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Na⸗ men. Bittet, ſo werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen ſey.. Solches habe ich zu euch durch Spruͤch⸗ wort geredt, es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Spruͤchwort mit euch reden werde, ſondern euch frey heraus verkuͤndigen von meinem Vater. An demſelbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich ſage euch nicht, daß ich den Vater fuͤr euch bitten will. Denn er ſelbſt, der Vater hat euch lieb, darum, daß ihr mich liebet, und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen, und kommen in die Welt; wie⸗ derum verlaſſe ich die Welt, und gehe zum Vater. Spre⸗ chen zu ihm ſeine Juͤnger: Siehe nun redeſt du frey heraus, und ſageſt kein Spruͤchwort. Nun wiſſen wir, daß du alle Dinge weiſſeſt, und bedarfſt nicht, daß dich jemand frage: Darum glauben wir, daß du von Gott ausge⸗ gangen biſt. —— Am Tage der Himmelfahrt Chriſti. Epiſtel, Ap. Geſch. 1. v. 1⸗11 Die erſte Rede habe ich zwar gethan, lieber Theophile, von allem dem, das Jeſus anſieng, beyde zu thun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem Er den Apoſteln(welche er hat erwaͤhlet) durch den Heil. Geiſt Befehl gethan hatte. Welchen er ſich nach ſeinem Leiden lebendig erzeiget hatte, durch mancherley Er⸗ weiſungen, und ließ ſich ſehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er ſie ver⸗ ſammelt hatte, befahl er ihnen, daß ſie nicht von Jeruſa⸗ lem wichen, ſondern warteten auf die Verheiſſung des Va⸗ ters, welche ihr habt gehoͤret(ſprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Waſſer getauft, ihr aber ſollt mit dem hei⸗ ligen Geiſt getauft werden, nicht lange nach dieſen Tagen. Die aber, ſo zuſammen kommen waren, fragten Phnenand zncen Herr 1 ſtel? E Kttn’ wiſen 3 Fattyotzehalte Liſtezenpfa udawene Jeue mSedeia, u iihesgtſagt, w dnahgihaaufve ſbencen hinmel Rienceinweiſen tvonGelläa w Jeit vuite nnd iſmnen, w onnge dtechenber dn, ſd di. 4 4 deſt dufe ſe G ſtih a J iſa wr i f 1 , X u wun dt im N t Guh Geſ. J.Ien 1 ee, läber de Jeſut an 1ng, de a,*&☛ genennadi wilt e at ene drhh S urcnu d nun Rnitrzgdu nen e knik n und Cvangelia. 97 ——— ſporachen: Herr wirſt du auf dieſe Zeit wieder aufrichten das Neich Iſrael? Er ſprach aber zu ihnen: Es gebuͤhret euch nicht zu wiſſen Zeit und Stunde, welche der Vater ſeiner Macht vorbehalten hat. Sondern ihr werdet die Kraft des H. Geiſtes empfahen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen ſeyn zu Jeruſalem, und in ganz Judaͤa und Samaria, und bis an das Ende der Erden, Und da er ſolches geſagt, ward er aufgehoben zuſehens, und eine Wol⸗ ke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als ſie ihm nach⸗ ſahen gen Himmel fahren, ſiehe, da ſtunden bey ihnen zween Maͤnner in weiſſen Kleidern, welche auch ſagten: Ihr Maͤn⸗ ner von Galilaͤg, was ſtehet ihr hie und ſehet gen Himmel? Die⸗ ſer Jeſus, welcher von euch iſt aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr Ihn geſehen habt gen Himmel fahren. Evangelium, Marci 16. v. 14⸗20. Julest, da die Eilfe zu Tiſche ſaſſen, offenbarte ſich der Herr, und ſchalt ihren Unglauben und ihres Herzens Haͤrtigkeit, daß ſie nicht geglaubet hatten denen, die ihn eſehen hatten auferſtehen. Und er ſprach zu ihnen: Gehet in in alle Welt, und prediget das Evangelium aller Crea⸗ tur: Wer da glaubet und getauft wird, der wird ſelig wer⸗ den, wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glau⸗ ben, ſind die: In meinem Namen werden ſie Teufel aus⸗ treiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und ſo ſie etwas Toͤdtliches trinken, wirds ihnen nicht ſcha⸗ den. Auf die Kranken werden ſie die Haͤnde legen, ſo wirds beſſer mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, warder aufgehaben gen Himmel, und ſitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber giengen aus, und predigten an allen Orten, und der Herr wirkete mit ihnen, und bekraͤftigte das Wort durch mit folgende Zeichen. Am VI. Sonntage nach Oſtern, Exaudi genannt. Epiſtel, 1. Petri. 4. v. 8⸗11. So ſeyd nun maͤßig und nuͤchtern zum Gebaͤt. Vor allen Dingen aber habt untereinander eine brünſtige kiebe, e enn 98 b Epiſteln denn die Liebe decket auch der Suͤnden Menge. Seyd gaſt⸗ frey untereinander ohne Murmeln. Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherley Gnade Gottes. So je⸗ mand redet, daß ers rede, als Gottes Wort. So jemand ein Amt hat, daß ers thue, als aus dem Vermoͤgen, das Gott darreichet, auf daß in allen Dingen Gott gepreiſet werde durch Jeſum Chriſt, welchem ſey Ehre und Gewalt, von Ewizkeit zu Ewigkeit, Amen. Evangelium, Joh. 15. und 16. Cap. Nzenn aber der Troͤſter kommen wird, welchen ich euch ſenden werde vom Vater, der Geiſt der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen, denn ihr ſeyd von Anfang bey mir geweſen. Solches habe ich zu euch geredt, daß ihr euch nicht aͤrgert. Sie werden euch in den Bann thun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch toͤdtet, wird meinen, er thue Gott einen Dienſt daran. euch darum thun, daß ſie weder meinen Vater, noch mich erkennen. Aber ſolches habe ich zu euch geredt, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ichs euch geſagt habe. Solches aber habe ich euch von An⸗ fang nicht geſagt, denn ich war bey euch. Am heiligen Pfingſttage. Epiſtel, Ap. Geſch. 2. v. 1⸗13. nd als der Tag der Pfingſten erfuͤllet war, waren ſie alle . einmuͤthig bey einander. Und es geſchah ſchuell ein Brauſen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfüullete das ganze Haus, da ſie ſaſſen. Und man ſahe an ihnen die Zungen zertheilet, als waren ſie feurig, und er ſatzte ſich auf einen jeglichen unter ihnen, und wurden alle voll des Heil. Geiſtes und ſiengen an zu predigen mit andern Zungen, nachdem der Geiſt ihnen gab auszuſprechen. Es waren aber Juden zu Jeruſalem wohnend, die waren got⸗ tesfurchtige Maͤnner, aus allerley Volk, das unter dem Himmel iſt. Da nun die Stimme geſchah, kam die Mene Und ſolches werden ſie —— ruimnen 1 ſeer, daß ſien ſhaber alle, d de. Hütſe, ſir a Weßhre⸗ anenwirgebohl men, und Aus e, Prter und nd ſcragen; ſe (Aom Icr nich li 8 mein Da in konnen un nich ſict lede 141 de 1d Wn Gun u1 Ejte m M 1 dſolct 6 nef= du nins dder 3 Dn, mn des 2 — u ſttage 4 da enn gtat 1 t Geſ X Ll; hen 2 bar, Ergit b eſcit bun eine ügen Wahe 8 Und m ei ſeſurg,n V 4 1i u, und ih gent X redigen nice wäßlſptete und Evangelia. 99 ezuſammen, und wurden verſtuͤrzt; denn es hoͤrete ein jeg⸗ — icher, daß ſie mit ſeiner Sprache redeten. Sie entſatzten ſich aber alle, verwunderten ſich, und ſprachen untereinan⸗ der: Siehe, ſind nicht dieſe alle, die da reden, aus Gali⸗ laͤa? Wie hoͤren wir denn ein jeglicher ſeine Sprache, dar⸗ innen wir gebohren ſind? Parther und Meder, und Elami⸗ ter, und die wir wohnen in Meſopotamig, und in Judaͤa, und Cappadoeia, Ponto und Aſig, Phrygia, und Pam⸗ philia, Egypten, und an den Enden der Lybien bey Cy⸗ renen, und Auslaͤnder von Rom, Juͤden und Juͤdengenoſ⸗ ſen, Creter und Araber. Wir hoͤren ſie mit unſern Zungen die groſen Thaten Gottes reden. Sie entſatzten ſich aber al⸗ le und wurden irre, und ſprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Die andern aber hattens ihren Spott, und ſprachen: ſie ſind voll ſuͤſſes Weins. Evangelium, Joh. 14. v. 23⸗31. zer mich liebet, der wird mein Wort halten, und 6 mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bey ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der haͤlt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hoͤret, iſt nicht mein, ſondern des Va⸗ ters, der mich geſandt hat. Solches habe ich zu euch ge⸗ redt, weil ich bey euch geweſen bin. Aber der Troͤſter, der H. Geiſt, welchen mein Vater ſenden wird in mei⸗ nem Namen, derſelbe wirds euch alles lehren, und euch erinnern alles des, das ich euch geſagt habe. Den Frie⸗ den laſſe ich euch, meinen Frieden geb ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt giebt. Euer Herz erſchrecke nicht, und fuͤrchte ſich nicht. Ihr habt gehoͤrt, daß ich euch geſagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Haͤttet ihr mich lieb, ſo wuͤrdet ihr euch freuen, daß ich geſagt habe: Ich gehe zum Vater, denn der Vater iſt groͤſſer denn ich, und nun hab ichs euch geſagt, ehe denn es geſchicht, auf daß wenn es nun geſchehen wird⸗ daß ihr glaubet. Ich werde fort mehr nicht viel mit euch reden, denn es kommt der Fuͤrſt dieſer Welt, und hat nichte an mir. Aber, auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich alſo thue, wie mir der Vater geboten hat. Stehet auf und laſſet uns von hinnen gehen. e 2 Epiſteln Am Pfingſtmontage, Epiſtel, Apoſt. Geſch. 10. v. 42⸗48. er Herr hat uns geboten zu predigen dem Volk, und zu zeu⸗ gen, daß er iſt verordnet von Gott, ein Richter der Le⸗ bendigen und der Todten. Von dieſem zeugen alle Prophe⸗ ten, daß durch ſeinen Namen alle, die an ihn glauben, Ver⸗ gebung der Suͤnden empfahen ſollen. 1 Worte redete, ſiel der H. Geiſt auf alle, die dem Worte zu⸗ hoͤreten. Und die Glaubigen aus der Beſchzeidung, die mit Petro kommen waren, entſatzten ſich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geiſtes ausgegoſſen ward. Denn ſie hoͤreten, daß ſie mit Zungen redeten, und Gott hoch preiſeten. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Waſſer wehren, daß dieſe nicht getauft werden, die den hei⸗ igen Geiſt empfangen haben, gleichwie auch wir? Und be⸗ fahl ſie zu taufen in dem Namen des Herrn. Evangelium, Joh. 3. v. 16⸗21. Geſus ſprach zu Nicodemo: Alſo hat Gott die Welt gelie⸗ J bet, daß er ſeinen eingebohrnen Sohn gab, auf daß al⸗ le, die an ihn glauben, nicht verlohren werden, ſondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat ſeinen Sohn nicht feſandt in die Welt, daß er die Welt richte, ſondern daß die elt durch ihn ſelig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet, wer aber nicht glaubet, der iſt ſchon gerich⸗ tet, denn er glanbet nicht an den Namen des eingebohrnen Sohns Gottes. Das iſt aber das Gericht, daß das Licht in die Welt kommen iſt, und die Menſchen liebten die Finſter⸗ niß mehr, denn das Licht, denn ihre Werke waren boͤſe. Wer Arges thut, der haſſet das Licht, und kommt nicht an das Licht, auf daß ſeine Werke nicht geſtrafet werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß ſeine Werke offenbar werden, denn ſie ſind in Gott gethan. Am Da Petrus noch dieſe Eri FAcber die; u ds V wißäen Petra dimeg, heteten wofthgen. O Rrn prret alle R lten ſied Haüzen Geſt. eſtah de euch: Schaafſale, ſ SDdund en? ne ij en hit füteraf, un fnuc ſndern en 99 Dſet daß er ieg. L 1 dt G herden, w 1 dehng 1 auc w 9 — — gch. lönl. al An Att ohrſ; ahn gab, uigs dt wethn, t an t ſineneßeit ie A te, ſerdmdie der glauhe, un t 9 1 der i ſtutn⸗ V cht, dättlal den X Verkenmn asſ T ond kumuit ni e dſetwann. on en aas lict,Wn i. Gott gahn. 101 und Evangelia. Am Pfingſtdienſttage. Epiſtel, Apoſt. Geſch. 8. v. 14⸗17. De aber die Apoſtel hoͤreten zu Jeruſalem, daß Sama⸗ ria das Wort Gottes angenommen hatte, ſandten ſie zu ihnen Petrum und Johannem, welche, da ſie hinab kamen, beteten ſie uͤber ſie, daß ſie den heiligen Geiſt empfiengen. Denn er war noch auf keinen gefallen, ſon⸗ dern waren allein getauft in dem Namen Chriſti Jeſu. Da legten ſie die Haͤnde auf ſie, und ſie empfiengen den Heiligen Geiſt. Evangelium, Joh. 10. v. 1⸗11I. Geſus ſprach zu den Juͤden: Wahrlich, wahrlich, ich ſa⸗ ge euch: Wer nicht zur Thuͤr hinein gehet in den Schaafſtall, ſondern ſteiget anderswo hinein, der iſt ein Dieb und ein Moͤrder. Der aber zur Thuͤr hinein gehet, der iſt ein Hirte der Schafe. Demſelben thut der Thuͤr⸗ huͤter auf, und die Schafe hoͤren ſeine Stimme, und er rufet ſeinen Schafen mit Namen, und fuͤhret ſie aus. Und wenn er ſeine Schafe hat ausgelaſſen, gehet er vor ihnen hin, und die Schaſe folgen ihm nach, denn ſie ken⸗ nen ſeine Stimme. Einem Fremden aber folgen ſie nicht nach, ſondern fliehen von ihm, denn ſie kennen der Freni⸗ den Stimme nicht. Dieſen Spruch ſagte Jeſus zu ihnen, ſie vernahmen aber nicht, was es war, daß er zu ihnen ſagte. Da ſprach Jeſus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch: Ich bin die Thuͤr zu den Scha⸗ fen. Alle, die vor mir kommen ſind, die ſind Diebe und Moͤrder geweſen, aber die Schafe haben ihnen nicht ge⸗ horchet. Ich bin die Thuͤr, ſo jemand durch mich einge⸗ het, der wird ſelig werden, und wird ein⸗ und ausge⸗ hen, und Weyde finden. Ein Dieb kommt nicht, denn daß er ſtehle, wuͤrge und umbringe. Ich bin kommen, daß ſie das Leben und volle Gnuͤge haben ſollen. e 3 Am Epiſteln Am Sonntage Trinitatis. Epiſtel, Roͤm. 11. v. 33⸗ 36. O welch eine Tiefe des Reichthums, beyde der Weis⸗ heit und Erkenntniß Gottes! wie gar unbegreiflich ſind ſeine Gerichte, und unerforſchlich ſeine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder ,„ wer iſt ſein Rathgeber geweſen? Oder wer hat ihm etwas zuvor ge⸗ geben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm, und durch ihn, und in ihm ſind alle Dinge. Ihm ſey Ehre in Ewigkeit, Amen. Evangelium, Joh. 3. v. 1⸗15. s war aber ein Menſch unter den Pharifaͤern, mit Na⸗ men Nicodemus, ein Oberſter unter den Juͤden, der kam zu Jeſu bey der Nacht, und ſprach zu ihm: Mei⸗ ſter wir wiſſen, daß du biſt ein Lehrer von Gott kommen, denn niemand kann die Zeichen thun, die du thuſt, es ſey denn Gott mit ihm. Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Wahelich, wahrlich, ich ſage dir: Es ſey denn, daß jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht ſehen. Nicsdemus ſpricht zu ihm: Wie kann ein Menſch geboren werden, wenn er alt iſt? Kann er auch wiederum in ſeiner Mutterleib gehen, und geboren werden? Jeſus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir: Es ſey denn, daß jemand geboren werde aus dem Waſſer und Geiſt, ſo kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleiſch geboren wird, das iſt Fleiſch, und was vom Geiſt geboren wird, das iſt Geiſt. Laß dichs nicht wundern, daß ich dir geſagt habe: Ihr muͤſſet von neuem geboren werden. Der Wind blaͤſet wo er will, und du hoͤreſt ſein Sauſen wohl, aber du weiſſeſt nicht, von wannen er kommit und wohin er faͤhret. Alſo iſt ein jeglicher, der aus dem Geiſt geboren iſt. Niesde⸗ mus antwortete und ſprach zu ihm: Wie mag ſolches zuge⸗ hen? Jeſus antwortete und ſprach zu ihm: Biſt du ei⸗ Mei⸗ ſter in Ifrael, und weiſſeſt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir: Wir reden, das wir wiſſen, und zeugen, das wir geſehen haben, und ihr nehmet unſer zeuuſß ni 6 dartin — — — — — ⁴= 8 ———— — 5 8 = — — — — — In! zoſt ſt de hleiet i ihe tlln be in Dged tie Ndeſr den de vali Futcht hat ge lig in det Lie ttt gelithet haſetſeigen Bruder wicht den, henern d, ner Go e und köſt ich indm nen ſazarus . ind bggehrne ds Rche ſecter 5 b Anme ſab, hamsScho graben. A dub er feie — — — — — —— ——— ——— — — — — —— dd t habe: Jye auſ e l, aterni em J oren ſ. W9 pra dn n: Aifdut as ſen, und ſ und Evangelia. 103 nicht an? Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdiſchen Dingen ſage; wie wuͤrdet ihr glauben, wenn ich euch von himmliſchen Dingen ſagen wuͤrde? Und niemand faͤhret gen Himmel, denn der vom Himmel hernieder kommen iſt, nemlich des Menſchen Sohn, der im Himmel iſt. Und wie Moſes in der Wuͤſten eine Schlange erhoͤhet hat: alſo muß des Menſchen Sohn erhoͤhet werden, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, ſondern das ewige Leben haben. — Am I. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1. Joh. 4. v. 16⸗21. ott iſt die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott in ihm. Daran iſt die Liebe voͤllig bey uns, auf daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts: denn gleichwie er iſt, ſo ſind auch wir in dieſer Welt. Furcht iſt nicht in der Liebe, ſon⸗ dern die voͤllige Liebe treibet die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein, wer ſich aber fuͤrchtet, der iſt nicht voͤl⸗ lig in der Liebe. Laſſet uns ihn lieben, denn er hat uns erſt geliebet. So jemand ſpricht: Ich kiebe Gott, und haſſet ſeinen Bruder, der iſt ein Luͤgner: denn wer ſeinen Bruder nicht liebet, den er ſiehet, wie kann er Gott lie⸗ ben, den er nicht ſiehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet, daß der auch ſeinen Bruder liebe. Evangelium, Lucaͤ 16. v. 19⸗31. E war ein reicher Mann, der kleidete ſich mit Purpur und koͤſtlichem Leinwand, und lebte alle Tage herr⸗ lich und in Freuden. Es war aber ein armer, mit Na⸗ men Lazarus, der lag vor ſeiner Thuͤr voller Schwaͤren. Und begehrte ſich zu ſaͤttigen von den Broſamen, die von des Reichen Tiſche fielen. Doch kamen die Hunde, und leckten ihm ſeine Schwaͤren. Es begab ſich aber, daß der Arme ſtarb, und ward getragen, von den Engeln in Abra⸗ hams Schoos. Der Reiche aber ſtarb auch, und ward be⸗ graben. Als er nun in der Hoͤlle und in der Quaal war, hub er ſeine Augen auf, und ſahe Abraham von derde⸗ e 4 un ———— Epiſteln und Lazarum in ſeinem Schoos, rief und ſprach: Vater Abraham, erbarme dich mein, und ſende Lazarum, daß er das Aeuſſerſte ſeines Fingers ins Waſſer tauche, und kuͤhle meine Zunge, denn ich leide Pein in dieſer Flam⸗ me. Abraham aber ſprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen haſt in deinem Leben„ und Laza⸗ rus dagegen hat Boͤſes empfangen, nun aber wird er ge⸗ troͤſtet, und du wirſt gepeinigt. Und uber das alles iſt wiſchen uns und euch eine groſſe Kluft befeſtiget, daß ie da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, koͤnnen nicht, und auch nicht von dannen zu uns heruͤber fahren. Da ſprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn ſen⸗ deſt in meines Vaters Haus. Denn ich habe noch fuͤnf Bruͤder, daß er ihnen bezeuge, auf daß ſie nicht auch kommen an dieſen Ort der Quaal. Abraham ſprach zu ihm: Sie haben Moſen und die Propheten, laß ſie die⸗ ſelbigen hoͤren. Er aber ſprach: Nein, Vater Abraham, ſondern, wenn einer von den Todten zu ihnen gienge, ſo wuͤrden ſie Buſſe thun. Er aber ſprach zu ihm: Hoͤ⸗ ren ſie Moſen und die Propheten nicht, ſo werden ſie auch nicht glauben, ob jemand von den Todten auferſtuͤnde. 104 Am II. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1. Joh. 3. v. 13⸗18. erwundert euch nicht, meine Bruder, ob euch die Welt haſſet. Wir wiſſen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen ſind, denn wir lieben die Bruͤder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer ſeinen Bruder haſſet, der iſt ein Todtſchlaͤger, und ihr wiſſet, daß ein Todtſchlaͤger nicht hat das ewige Leben bey ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er ſein Leben fuͤr uns gelaſſen hat, und wir ſolten auch das Leben fuͤr die Bruder laſſen. Wenn aber je⸗ mand dieſer Welt Guter hat, und ſiehet ſeinen Bruder darben, und ſchleußt ſein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bey ihm? Meine Kindlein; laſſet uns nicht liehen mit Worten, noch mit der Zungen, ſondern mit der That und mit der Wahrheit. Eban⸗ — Ev⸗ zwhr ein und lud A dr Etuni n: Fovme ane nach e iſm: Ich us geben un nich Undd eiauſt, und dic atſch de en Weib, „Und der Knech da patd der Kneht. Ge Staſt, und nen, und Hert, eiſt noch Naum Gehe als a üthge ſſe werde. Ich teladen ſind ans herufe Iäün, drſe 1ö nein And ſp na ſende E8 8r ang 3 1: S an in dieſn, 4 22,& ſe ni — — —— — — w 48 ——— ——— — ù—— 8 ——— ——=—— ——————O —— ÿ——— — —— —— — — — — — — ͦ———— ——: —— —ö— 6 —— —= — — — == — 9— — *-— ge** Trunah —h z., — — — — — — — — er „IB Ai dn t er aat das mu id e. Pen an. t, † Krhet ſanen de er Sm au, wi Ndlen; lſta d angen, iad 123 — 2— 4 — und Evangelia. 105 — Evangelium, Lucaͤ 14. v. 16⸗24. Es war ein Menſch, der machte ein groß Abendmahl, „ und lud viel dazu. Und ſandte ſeinen Knecht aus zu der Stunde des Abendmahls, zu ſagen den Gelade⸗ nen: Kommet, denn es iſt alles bereit. Und ſie fiengen an alle nach einander ſich zu entſchuldigen; der erſte ſprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hin⸗ aus gehen und ihn beſehen, ich bitte dich, entſchuldige mich. Und der andere ſprach: Ich habe fuͤnf Joch Ochſen hekauft⸗ und ich gehe jetzt hin, ſie zu beſehen, ich bitte ich, entſchuldige mich. Und der dritte ſprach: Ich ha⸗ be ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und ſagte das ſeinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig, und ſprach zu ſeinem Knecht: Gehe aus bald auf die Straſſen und Gaſſen der Stadt, und fuͤhre die Armen, und Kruͤppel, und Lah⸗ men, und Blinden herein. Und der Knecht ſprach: Herr, es iſt geſchehen, was du befohlen haſt, es iſt aber noch Raum da. Und der Herr ſprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landſtraſſen und an die Zaͤune, und noͤthige ſie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich ſage euch aber, daß der Maͤnner keiner, die geladen ſind, mein Abendmahl ſchmecken wird. Am III. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1. Petri 5. v. 6⸗11. So demuͤthiget euch nun unter die gewaltige Hand Got⸗ tes, daß er euch erhoͤhe zu ſeiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er ſorget fur euch. Seyd nuͤchtern und wachet, denn euer Widerſacher der Teufel gehet umher wie ein bruͤllender Loͤwe, und ſuchet, wel⸗ chen er verſchlinge. Dem widerſtehet veſt im Glauben, und wiſſet, daß eben dieſelbigen Leiden uͤber eure Bruͤ⸗ der in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu ſeiner ewigen Herrlichkeit, in Chriſto Jeſu, derſelbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit züde„ e5 vollbe⸗ Epiſteln vollbereiten, ſtaͤrken, kräͤftigen und gruͤnden. Demſelben , ſtark igen gruͤnden. Demſelben ſey Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Evangelium, Lucaͤ 1§. v. 1⸗10. Es naheten aber zu Jeſu allerley Zoͤllner und Suͤnder, * daß ſie ihn hoͤreten. Und die Phariſäͤer und Schrift⸗ gelehrten murreten, und ſprachen: Dieſer nimmt die Suͤnder an und iſſet mit ihnen. Er ſagte aber zu ihnen dies Gleichniß, und ſprach: welcher Menſch iſt unter euch, der hundert Schafe hat, und ſo er der eines verleuret, der nicht laſſe die neun und neunzig in der Wuͤſten, und hingehe nach dem Verlornen, bis das ers ſinde? Und wenn ers funden hat, ſo leget ers auf ſeine Achſeln mit Freuden. Und wenn er heim kommt, ruft er ſeinen Freunden und Nachbarn, und ſpricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf funden, das ver⸗ loren war. Ich ſage euch: Aiſo wird auch Freude ſeyn im Himmel uͤber einen Suͤnder, der Buſſe thut, fuͤr neun und neunzig Gerechten, die der Buſſe nicht bedurfen. Oder, welch Weib iſt, die zehen Groſchen hat, ſo ſie der einen verleuret, die nicht ein Licht anzunde, und kehre das Haus, und ſuche mit Fleiß, bis daß ſie ihn ſinde? Und wenn ſie ihn funden hat, rufet ſie ihren Freundinnen und Nachbarinnen, und ſpricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groſchen funden, den ich verloren hatte. Alſo auch ſage ich euch, wird Freude ſeyn vor den Engeln Gottes uͤber einen Sunder, der Buſſe thut. uidnwi 1iA Am IV. Sonntage nach Trinitalis. Epiſtel, Roͤm 8. v. 18⸗23. Denn ich halte es dafür, daß dieſer Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht werth ſey, die an uns ſoll offen⸗ daret werden. Denn das aͤngſtliche Harren der Creatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sinte⸗ mal die Creatur unterworfen iſt der Eitelken ohne ihren Willen, ſondern um deswillen, der ſie unterworfen hat auf Hoffnung. Denn auch die Creatur frey werden wird von — phn decm Dien ta hexheitd draur ſchnet m. Nict a ti ſcten dee un ebt nac füeEräſun 65 enm ſehd igi. iichtt. Vard damnet. Ve wirdluch zege tit den M eſſeg. Und in Ilader nich all deg iber ſeinen? it, ſtit Epliter in dineu Aug dger a nil ſen Ep ſeße ſemn, tehet „. 1 4 tt, aihren we net uc nu — kne euch er Frae hin en S* der dſeh. — 1* ige u Lrinitnit n„. „R N Fii Aie h ſeis an uns ült 9 eren der — len, F 3 nermunte 3 und Evangelia. 107 von dem Dienſt des vergaͤnglichen Weſens, zu der herrli⸗ chen Freyheit der Kinder Gottes. Denn wir wiſſen, daß alle Creatur ſehnet ſich mit uns, und aͤngſtet ſich noch immer⸗ dar. Nicht allein aber ſie, ſondern auch wir ſelbſt, die wir haben des Geiſtes Erſtlinge, ſehnen uns auch bey uns ſelbſt nach der Kindſchaft, und warten auf unſers Leibes Erloͤſung. lalt, G Evangelium, Luc 6. v. 36⸗46. arum ſeyd barmherzig, wie auch euer Vater barmher⸗ zig iſt. Richtet nicht, ſo werdet ihr auch nicht ge⸗ richtet. Verdammet nicht, ſo werdet ihr auch nicht ver⸗ dammet. Vergebet, ſo wird euch vergeben. Gebet, ſo wird euch gegeben. Ein voll gedruͤckt, geruͤttelt und uber⸗ fluͤßig Maaß wird man in euren Schooß geben: denn eben nit dem Maaß da ihr meſſet, wird man euch wieder meſſen. Und er ſagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weiſen? Werden ſie nicht alle beyde in die Grube fallen? Der Juͤnger iſt nicht uͤber ſeinen Meiſter, wenn der Juͤnger iſt wie ſein Mei⸗ ſter, ſo iſt er vollkommen. Was ſieheſt du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balken in deinem Auge wirſt du nicht gewahr? Oder, wie kannſt du ſagen zu deinem Bruder: Halt ſtill, Bruder! Ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du ſie⸗ heſt ſelbſt nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuch⸗ ler! zeuch zuvor den Balken aus deinem Auge, und be⸗ ſieze denn, daß du den Splitter aus deines Bruders Ange zieheſt. Am V. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Petri 3. v. 8⸗15. ndlich aber ſeyd alleſammt gleich geſinnet, mitleidit, bruͤderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Boͤſes mit Boͤſem, oder Scheltworte mit Scheltworte: ſondern dagegen ſegnet, und wiſſe„ daß ihr dazu kerufen e ſeyd, Epiſteln ſeyd, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben will. und gute Tage ſehen, der ſchweige ſeine Zunge, daß ſie nichts Boͤfes rede, und ſeine Lippen, daß ſie nicht trugen. Er wende ſich vom Boͤſen, und thue Gutes, er ſuche Friede, und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn ſehen auf die Gerechten, und ſeine Ohren auf ihr Gebaͤt. Das Angeſicht aber des Herrn ſiehet auf die, ſo da Boͤſes thun. Und wer iſt, der euch ſchaden koͤnnte, ſo ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, ſo ſeyd ihr doch ſelig. Furch⸗ tet euch aber vor ihrem Trotzen nicht, und erſchrecket nicht. Heiliget aber Gott den Herrn in euren Herzen. Evangelium, Lucaͤ z. v 1⸗11. E begab ſich aber, daß ſich das Volk zu Jeſu drang, zu hoͤren das Wort Gottes, und er ſtund am See Genezareth. Und ſahe zwey Schiffe am See ſtehen, die Fiſcher aber waren ausgetreten und wuſchen ihre Netze. Da trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, das ers ein wenig vom Lande fuͤhrete. Und er ſatzte ſich, und lehrete das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehoͤret zu reden, ſprach er zu Si⸗ mon: Fahre auf die Hoͤhe, und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug thut. Und Simon antwortete, und ſprach zu ihm: Meiſter, wir haben die ganze Nacht ge⸗ arbeitet, und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da ſie das thaͤten, beſchloſ⸗ ſen ſie eine groſſe Menge Fiſche, und ihr Netz zerriß. Und ſie winkten ihren Geſellen, die im andern Schiffe waren, daß ſie kaͤmen, und huͤlfen ihnen ziehen. Und ſte kamen und fuͤlleten beyde Schiffe voll, daß ſie ſunken. Da das Simon Petrus ſahe, ſiel er Jeſu zu den Kni⸗ en, und ſprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein ſuͤndiger Menſch. Denn es war ihn ein Schrecken an⸗ kommen, und alle, die mit ihm waren, uͤber dieſen Fiſch⸗ zug, den ſie mit einander gethan hatten. Deſſelbigen leichen auch Jacooum und Johannem, die Soͤhne Ze⸗ edai. Simonis Geſellen. Und Jeſus ſprach zu Si⸗ mon: Fuͤrchte dich nicht, denn von nun an wirſt du — Menſchen — haen foher h uetkeſſen e m Fſtt ihr ni WMuuitt ſ nd pirſe wit an d, gliic tn, durgh di air im einem ha zeſanet der ſuſerdehe Inſefalter M gadich lit dienmn. den von der. Sun lſe gfanben n Uudſſſen, — —— — — — und h e Sc he, de von wa er get 5 Je 8 = — — = ¹ aun Ne da thitn, 1 Fiſde ⸗ ſſellen ei Hans Und ar d. een, he nd da † Cr anden d iaus, it ——— ———.— ————=— — — — ihr N 1 = — — — Kr ten jitha. ſen M — ſſt 1 kſu u wa — — — ee Sch „ 1 — — — 9 — — —— ihn*iherdüſi und Evangelia. 109 Menſchen fahen. Und ſie fuͤhreten die Schiffe zu Lande, und verlieſſen alles, und folgten ihm nach. Am VI. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Roͤm. 6. v. 3⸗II. Wiiſſet ihr nicht, daß alle, die wir in Jeſum Chriſt ge⸗ — taufet ſind, die ſind in ſeinen Tod getauft? So ſind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Chriſtus iſt auferwecket von den Tod⸗ ten, durch die Herrlichkeit des Vaters, alſo ſollen auch wir in einem nellen Leben wandeln. So wir aber ſamt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, ſo werden wir auch der Auferſtehung gleich ſeyn. Dieweil wir wiſſen, daß unſer alter Menſch ſamt ihm gekreuziget iſt, auf daß der ſuͤndliche Leib aufhoͤre, daß wir hinfort der Suͤnde nicht dienen. Denn, wer geſtorben iſt, der iſt gerechtfertiget von der Suͤnde. Sind wir aber mit Chriſto geſtorben, ſo glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden. Und wiſſen, daß Chriſtus, von den Todten erwecket, hin⸗ fort nicht ſtirbet, der Tod wird hinfort uͤber ihn nicht herrſchen. Denn, daß er geſtorben iſt, das iſt er der Sunde geſtorben, zu einem mal; daß er aber lebet, das lebet er Gott. Alſo auch ihr, haltet euch dafuͤr, daß ihr der Suͤnde geſtorben ſeyd, und lebet Gott in Chriſto Je⸗ ſu unſerm Herrn. Evangelinm, Matth. 5. v. 20⸗26. Dern ich ſage euch: Es ſey denn eure Gerechtigkeit beſ⸗ ſer denn der Schriftgelehrten und Phariſaͤern, ſo werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehoret, daß zu den Alten geſagt iſt: Du ſollt nicht toͤd⸗ ten, wer aber toͤdtet, der ſoll des Gerichts ſchuldig ſeyn. Ich aber ſage euch: Wer mit ſeinem Bruder zurnet, der iſt des Gerichts ſchuldig, wer aber zu ſeinem Bruder ſagt, Racha, der iſt des Raths ſchuldig. Wer aber ſagt: du Narr, der iſt des hoͤlliſchen Feuers ſchuldig. Darum, e 7 wenn Epiſteln wenn du deine Gahe auf dem Altar opferſt, und wirſt allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, ſo laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin und verſoͤhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm, und opfere deine Gabe. Sey willfertig deinem Widerſacher bald, dieweil du noch bey ihm auf dem We⸗ ge biſt, auf daß dich der Widerſacher nicht dermaleins überantwortet dem Richter, und der Richter uͤberantwor⸗ tet dich dem Diener, und werdeſt in den Kerker gewor⸗ fen. Ich ſage dir, wahrlich, du wirſt nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahleſt. 410 Am VII. Sonntage nach Trinitatis. ch muß menſchlich davon reden, um der Schwachheit willen eures Fleiſches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Dienſt der Unreinigkeit, und von einer Ungerechtigkeit zu der andern: alſo begebet auch nun eure Glieder zum Dienſt der Gerechtigkeit, daß ſie heilig wer⸗ den. Denn da ihr der Suͤnde Knechte waret, da waret ihr frey von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun za der Zeit fuͤr Frucht? welcher ihr euch jetzt ſchaͤmet. Denn das Ende derſelbigen iſt der Tod. Nun ihr aber ſeyd von der Suͤnde frey, und Gottes Knechte worden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet; das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod iſt der Sunden Sold, aber die Gabe Gottes iſt das ewige Leben, in Chriſto Jeſu, unſerm Herrn. Evangelium, Marci 8. v. I⸗9. Ou der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu eſſen, rief Jeſus ſeine Juͤnger zu ſich, und ſprach zu ihnen: Mich jammert des Volks, denn ſie haben nun drey Tage bey mir verharret, und haben nichts zu eſſen, und wenn ich ſie ungegeſſen von mir heim lieſſe gehen, wuͤr⸗ den ſie guf pem Wege verſchmachten, denn etliche waren — 8 4 1 1 ta ſärge kom thergehmen ſna Und tnatm Sitb dd Edde la dken,und ſt dicſedigen deilcgt aüch ſe ſaevon ſc — ihraberduech dilr lben ſed Getns. Heiſt enpfan dan r e da f uf Aeit eugn Siw ni d Lauch En lnden,uf V 6* du 8 Scaa ſere ſende Lang man Len von der get gue zn d un zdernai der dn * nan e don dhh d ies hele na ge trinitaz m. Lun. red An de 85* 3 het Gänee 9— ihr enr ei eci A i ſe en nde Wereh gkeit. R. hatuthu r ihr= tt ſcin a Tod yyrur an tss K vonden, a g we: 1 us En àdiſt unda en nige= in ynh Mare I*9. dn n a S eſſegte, m hmach*. 00 dun 1 1 — — ᷣ-—— — 111 und Evangelia. — von ferne kommen. Seine Junger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod hie in der Wuſten, daß wir ſie ſättigen? Und er fragte ſie, wie viel habt ihr Brod? Sie ſprahen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß ſie ſich auf die Erde lagerten. Und er nahm die ſieben Brod und dankete, und brach ſie, und gab ſie ſeinen Juͤngern, daß ſie dieſelbigen vorlegten. Und ſie legten dem Volke vor. Und harten ein wenig Fiſchlein, und er dankete, und hieß dieſelbige auch vortragen. Sie aſſen aber, und wurden ſatt, und huben die uͤbrig Brocken auf, ſieben Koͤrbe. Und ihrer waren bey vier tauſend, die da geſſen hatten. Und er ließ ſie von ſich. Am VIII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Roͤm 8. v. 12⸗17. o ſind wir nun, lieben Bruder, Schuldner, nicht dem Denn wo G 1. b S 9 Fleiſch, daß wir nach dem Fleiſch leben. ihr nach dem Fleiſch lebet, ſo werdet ihr ſterben muͤſſen. Wo ihr aber durch den Geiſt des Fleiſches Geſchaͤfte toͤdtet, ſo wer⸗ der ihr leben. Denn welche der Geiſt Gottes treibet, die ſind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtiſchen Geiſt empfangen, daß ihr euch abermal furchten muͤſſet, ſon⸗ dern ihr eeeeinen kindlichen Geiſt empfangen, durch wel⸗ chen wir rufen: Abba! lieber Vater. Derſelbige Geiſt giebt Zeugniß unſerm Geiſt, daß wir Gotteskinder ſind. Sind wir denn Kinder, ſo ſind wir auch Erben, nemlich Gottes Erben, und Miterben Chriſti; ſo wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhaben werden. Evangelium, Matth. 7. v. 15⸗23. Sehrt euch vor, vor den falſchen Propheten, die in Schaafekleidern zu euch kommen, inwendig aber ſind ſie reiſſende Woͤlfe, an ihren Fruͤchten ſollt ihr ſie erkennen. Kann man auch Trauben leſen von den Dornen; oder Fei⸗ gen von den Diſteln? Alſo ein jeglicher guter Baum brin⸗ 3 gei gute Fruͤchte; aber ein fauler Baum bringet arge Fruͤch⸗ te. Ein guter Baum tann nicht arge Fruſchte bringen, und ein Epiſteln ein fauler Baum kann nicht gue Fruͤchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Fruͤchte bringet, wird ab⸗ gehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Fruͤch⸗ ten ſollt ihr ſie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir ſagen: Herr! Herr! in das Himmelreich kommen, ſondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es wer⸗ den viel zu mir ſagen an jenem Tage: Herr! Herr! haben wir nicht in deinem Namen geweiſſaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in dei⸗ nem Namen viel Thaten gethan? Dann werde ich ihnen be⸗ kennen: Ich habe euch noch nie erkannt, weichet alle von mir, ihr Uebelthaͤter. — Am IX. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1 Cor. 10. v. 6⸗ 13. as iſt aber uns zum Vorbilde geſchehen, daß wir uns nicht geluͤſten laſſen des Boͤſen, gleichwie jene geluͤ⸗ ſtet hat. Werdet auch nicht Abgoͤttiſche, gleichwie jener et⸗ liche wurden, als geſchrieben ſtehet: Das Volk ſatzte ſich nieder zu eſſen und zu trinken, und ſtund auf zu ſpielen. Auch laſſet uns nicht Hurerey treiben, wie etliche unter je⸗ nen Hurerey trieben, und ſielen auf einen Tag drey und wanzig tauſend. Laſſet uns aber auch Chriſtam nicht ver⸗ ſuchen, wie etliche von jenen ihn verſuchten, und wurden von der Schlangen umbracht. Murret auch nicht, gleich⸗ wie jener etliche murreten, und wurden umbracht durch den Verderber. Solches alles widerfuhr ihnen zum Vor⸗ bilde: es iſt aber geſchrieben uns zur Warnung, auf wel⸗ che das Ende der Welt kommen iſt. Darum, wer ſich laͤſſet dunken, er ſtehe, mag wohl zuſehen, daß er nicht falle.„Es hat euch noch keine denn menſchliche Verſuchung betreten. Aber Gott iſt getreu, der euch nicht laͤßt verſu⸗ chen uͤber euer Vermoͤgen, ſondern machet, daß die Verſu⸗ chung ſo ein Ende gewinne, daß ihrs koͤnnet ertragen. Evangelium, Lucaͤ 16. v. 1⸗9. 8 war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm beruchtiget, als haͤtte er ihm heine Gr ſgrichdae von demn du t Hauthalte 5 Nein Rertnim ſtäntic mi ril, denn üc nic iaihte hi nerſeites Herr du weien hei das. Under dc, gnd ſte tder: Da⸗ hundett Mat digen Prief Ingerichen denn ſieginde hotsnihren tuch Feünden hhr aun darbe —.— mn Nen denge dr, nit een ed, ir geührer. nand zeſum und nemand Niheſigen an Geiſ. † K Hrr. gut, derd wonn ſchdie ſem nadgeg da aden. Käildigen ein Einen —— 2— 9 rinitan Cor. F 13. orbilt. epe, h 4 1 d= ͤtr, um t Aog en ſte ken, und a at rey wie eun. ſelen Nun duhu s abeſ a Hfriter un in ion re hten, Md t t. 1* au nat, h und ra ch Antaten les r iſam gae 2 un e arnung, air amen idatun, wn u e den zEr hlihe nite eu,*) iict lätbi inder nt, daßdedh afiht tantragm. uc e, 8 man helthet gu, wünſiu 11 und Evangelia. 113 ter umbracht. Und er forderte ihn, und ſprach zu ihm: Wie hoͤre ich das von dir? Thue Rechnung von deinem Haushal⸗ ten, denn du kannſt hinfort nicht mehr Haushalter ſeyn. Der Haushalter ſprach bey ſich ſeibſt: Was ſoll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir. Graben mag ich nicht, ſo ſchaͤme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amt geſetzet werde, daß ſie mich in ihre Haͤuſer nehmen. Und er rief zu ſich alle Schuld⸗ ner ſeines Herrn, und ſprach zu dem erſten: Wie viel biſt du meinem Herrn ſchuldig? Er ſprach: Hundert Tonnen Oels. Und er ſprach zu ihm: Nimm deinen Brief, ſetze dich, und ſchreibe flugs fuͤnfzig. Darnach ſprach er zu dem andern: Du aber, vie viel biſt du ſchuldig? Er ſprach: Hundert Malter Waizen. Und er ſprach zu ihm: Nimm deinen Brief und ſchreibe achtzig. Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, daß er kluglich gethan hatte. Denn die Kinder dieſer Welt ſind kluͤger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geſchlechte. Und ich ſage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, ſie euch aufnehmen in die ewige Hutten. Am X. Sonntage nach Trinitatis Epiſtel, 1. Cor. 12. v. 1⸗11. Ven den geiſtlichn Gaben aber will ich euch, lieben Bruͤ⸗ der, nicht verhalten. Ihr wiſſet, daß ihr Heiden ge⸗ weſen ſeyd, und hingegangen zu den ſtummen Goͤtzen, wie ihr gefuͤhrer wurdet. Darum thue ich euch kund, daß nie⸗ mand Jeſum verfluchet, der durch den Geiſt Gottes redet. Und niemand kann Jeſum einen Herrn heiſſen, ohne durch den heiligen Geiſt. Undes ſind mancherley Gaben, aber es iſt ein Geiſt. Und es ſind mancherley Aemter, aber es iſt ein Herr. Und es ſind mancherley Kraͤfte, aber es iſt ein Gott, der da wirket alles in allem. In einem jeglichen er⸗ zeigen ſich die Gaben des Geiſtes zum gemeinen Nutzen. Ei⸗ nem wird gegeben durch den Geiſt zu reden von der Weisheit. Dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach dem felbigen Geiſt. Einem andern der Glaube in demſelbigen Geiſt. Einem andern die Gabe geſund zu machen, in pemſel igen 114 Epiſteln bigen Geiſt. Einem andern Wunder zu thun. Einem andern Weiſſagung. Einem andernGeiſter zu unterſcheiden. Einem andern mancherley Sprachen. Einem andern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wuͤrket derſelbige einige Geiſt, und theilet einem jeglichen ſeines zu, nachdem er will. Evangelium, Luca 19. v. 41⸗49. Udals er, der Herr Jeſus, nahe hinzu kam, ſahe er die Stadt an, und weinete uͤber ſie. Und ſprach: Wenn du es wuͤſteſt, ſo wuͤrdeſt du auch bedenken zu dieſer deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet! Aber nun iſt es vor dei⸗ nen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit uͤber dich kom⸗ men, daß deine Feinde werden um dich, und deine Kinder mit dir, eine Wagenburg ſchlagen, dich belagern, und an al⸗ len Orten aͤngſten. Und werden dich ſchleifen, und keinen Stein auf dem andern laſſen, darum, daß du nicht er⸗ kennet haſt die Zeit, darinnen du heimgeſucht biſt. Und er gieng in den Tempel, und ſieng an auszutreiben, die dar⸗ innen verkauften und kauften. Und ſprach zu ihnen: Es ſtehet geſchrieben: Mein Haus iſt ein Bethaus, ihr aber habts gemacht zur Moͤrdergrube. Und er lehrere taͤglich im Tempel. Aber die Hohenprieſter und Schriftgelehrten, und die Vornehmſten im Volk, trachteten ihm nach, daß ſie ihn umbraͤchten. Und funden nicht, wie ſie ihm thun ſollten, denn alles Volk hieng ihm an, und hoͤrete ihn. Am XI. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1. Cor. 15. v. I⸗ 10. ch erinnere euch aber, lieben Bruͤder, des Evangelii, das ich euch verkundige habe, welches ihr auch ange⸗ nommen habt, in welchem ihr auch ſtehet, durch welches ihr auch ſelig werdet, welchergeſtalt ich es euch verkundiget habe, ſo ihrs behalten habt, es waͤre denn, daß ihrs um⸗ ſonſt geglaubet haͤttet. Denn ich habe euch zuvoͤrderſt gege⸗ ben, welches ich auch empfangen habe, daß Chriſtus geſtor⸗ ben ſey fuͤr unſere Suͤnde, nach der Schrift. Und daß erbe⸗ graben ſey, und daß er auferſtanden ſey am dritten Tage, nach der Schrift. Und daß er geſehen worden iſt zen, F 4 — fi utnac rraetn ne wrerwo wille trglſten we ſen. Anlette Anzeiigen Gebt g unterder iheinwohel. terfoget ſabe hm, Idſtine! ſiden it ſeh eri/ ſnder h d' ttr ſ ſerſtonm ſach Plcn dem elzu bete ie. dag 3c Nake di, Väuſce, nag Jälnm. 3c hendin don on ferne w el, ſnder nit Günder keg ſettiget ittt, der minnget, —— endie en na du. henenl uc— 41 .. 16 kan, itt uan Snd ingr a maädes 2e er nun itge 1 gen, an ten E laßn, a nen dau diea Weüteſt en. 7 4 kac u in dus* dann dube. Inrr leßtek uriſ 43 Cara Lole, 2e rten zu u fande †, wieſe atg ug h E ud age 1 S anih Cor. † lo. lieden k, ds Eeht br au en 1, daroriten tgeſaſ dn eug mit ,, s en ann, diiths an ich A nvätden ngen weuf Chritheg 1n Sen ih . ljch kerſal r an 4 1 89* Mn pbhas, darnach von den Zwoͤlfen. Darnach iſt er geſehen worden von mehr denn fuͤnf hundert Bruͤdern auf einmal, ——=——— ——— und Evangelia. 115 derer noch viel leben, etliche aber ſind entſchlafen. Darnach iſt er geſehen weeden von Jacobo, darnach von allen Apo⸗ ſteln. Am letzten nach allen iſt er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, geſehen worden. Denn ich bin der ge⸗ ringſte unter den Apoſteln, als der ich nicht werthbin, daß ich ein Apoſtel heiſſe, darum, daß ich die Gemeine Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnaden bin ich das ich bin, und ſeine Gnade an mir iſt nicht vergeblich geweſen, ſondern ich habe vielmehr gearbeitet denn ſie alle, nicht aber ich, ſondern Gottes Gnade, die mit mir iſt. Evangelium, Lucaͤ 18. v. 9⸗ 14. Der Herr ſagte zu etlichen, die ſich ſelbſt vermaſſen, daß ſie fromm waͤren, und verachteten die andern, ein ſolch Gleichniß: Es giengen zween Menſchen hinauf in den Tempel zu beten, einer ein Phariſaͤer, der andere ein Zoͤll⸗ ner. Der Phariſaͤer ſtund, und betete bey ſich ſelbſt alſo: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Raͤuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie die ſer Zoͤllner. Ich faſte zwier in der Wochen, und gebe den Ze⸗ henden von allem, was ich habe. Und der Zoͤllner ſtund von ferne, wollte auch ſeine Augen nicht aufheben gen Him⸗ mel, ſondern ſchlug an ſeine Bruſt, und ſprach: Gott ſey mir Sunder gnaͤdig. Ich ſage euch: Dieſer gieng hinab ge⸗ rechtfertiget in ſein Haus vor jenem. Denn wer ſich ſelbſt erhoͤhet, der wird erniedriget werden, und wer ſich ſelbſt erniedriget, der wird erhoͤhet werden. es Am XII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 2. Cor. 3. v. 4⸗9. Ein ſolch Vertrauen aber haben wir durch Chriſtum zu Gott. Nicht, daß wir tuͤchtig ſind von uns ſelber etwas zu denken, als von uns ſelber, ſondern, daß wir tuͤchtig ſind, iſt von Gott. Welcher uns auch tuͤchtig gemacht hat, das Amt zu fuͤhren des Neuen Teſtaments, nicht des Buch⸗ ſtabens, ſondern des Geiſtes. Denn der Buchſtabe radter, 116 Epiſteln aber der Geiſt machet lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchſtaben toͤdtet, und in die Steine iſt gebildet, Klarheit hatte, alſo, daß die Kinder Iſrael nicht konnten anſehen das Angeſicht Moſis, um der Klarheit willen ſeines Angeſichts, die doch aufhoͤret: Wie ſollte nicht vielmehr das Amt, das den Geiſt giebt, Klarheit haben? Denn ſo das Ar nt, das die Verdammniß prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget uͤberſchwengliche Klarheit. Evangelium, Marc. 7. o. 31⸗37. nd da der Herr Jeſus wieder ausgieng von den Graͤnzen Tyri und Sidon, kam er an das Galilaͤiſche Meer. mitten unter die Graͤnze der zehen Staͤdte. Und ſie brachten zu ihm einen Tauben, der ſtumm war, und ſie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legete. Und er nahm ihn von dem Volk beſonders, und legte ihm die Finger in die Ohren, und ſpuͤtzete, und ruͤhrete ſeine Zunge, und ſahe auf gen Him⸗ mel, ſeufzete und ſprach zu ihm: Hephata, das iſt: thue dich auf. Und alſobald thaͤten ſich ſeine Ohren auf, und das — Band ſeiner Zunge ward los, und eedete recht. Und er ver⸗ bot ihnen, ſie ſolltens niemand ſagen. Je mehr er aber verbot, je mehr ſie es ausbreiteten. Und wunderten ſich uͤber die Maſſe, und ſprachen: er hat alles wohl gemacht, die Tauben macht er hoͤrend, und die Sprachloſen redend. Am XIII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Gal. 3. v. 15 22. Lieben Bruͤder, ich will nach menſchlicher Weiſe reden. Verachtet man doch eines Menſchen Teſtament nicht, „wenn es beſtaͤtiget iſt) und hut auch nichts darzu. Nun iſt je die Verheiſſung Abrahaͤ und ſeinem Saamen zugeſagt. Er ſpricht nicht: Durch die Saamen, als durch viele, ſon⸗ dern als durch einen; durch deinen Saamen, welcher iſt Chriſtus. Ich ſage aber davon: Das Teſtament„ das von Gott zuvor beſtaͤtiget iſt auf Chriſtum, wird nicht aufgeha⸗ ben, dah die Verheiſſung ſollte durchs Geſetz aufhoͤren, wel⸗ ges gegeben iſt vier hundert und dreyßig Jahr hernach. Denn ſo das Erbe durch das Geſetz erworben wurde, ſo nüt e — 5— — — 3 — 3 — 4 eu tdund dtrafan duch dU dena dn e rüln, bödes ſe it undiſt di Müt s der, Gättaber! gttes Pahüſ ſägegchanin de Fechühie thittgtate ſeiſung kmed ſen demn, ded Bm ——=— ——— —— 4 — — — — — ==== —— ==— —— —— == — ÿ=—— ————— ———=— —— — —— ſſrael nie 12 ſarhe b eni 4d .— ———— —= —— 92 8 — == — —— — — — — 29 △ ——— S =—= —— —— — ͦ —. —: — — — — é=.— —— —— — ᷣ—— — — — —2 — — = — —— — * mfl gnt ſloſen ma ——-— ge= Triniuih al. 3. M. a. nach N r ter Wünk es N 8 Tetanm hut at Ner 8 Neu. hi und*= Saamar an Sac 1 aunt d deit ma, nicii von:¼ S iament, nn Chriſ vitd rituit tte duſ d uffen et un Weiig Jeir hem geſeg mmuſ ateten er ha und di deig e Küctreine Knrſudgt ler, Gott aber iſt einig. 2 Gottes Verheiſſung? Das ſey ſerne. — — nen de es nicht durch die Verheiſſung gegeben. Gott aber hats und Evangelia. 117 Abraham durch die Verheiſſung frey geſchenket. Was ſoll denn das Geſetz? Es iſt darzu kommen um der Sunde willen, bis der Saame kaͤme, dem die Verheiſfung geſche⸗ hen iſt, und iſt geſtellet von den Engeln, durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber iſt nicht eines einigen Mitt⸗ ſ Wie? Iſt denn das Geſetz wider Wenn aber ein Ge⸗ ſetzgegeben waͤre, das da koͤnnte lebendig machen, ſo kaͤme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Geſetz. Aber die Schrift hat es beſchloſſen unter die Suͤnde, auf daß die Ver⸗ heiſſung kaͤme durch den Glauben an Jeſum Chriſtum, gege⸗ ben denen, die da glauben. Evangelinm, Luc. 10. v. 23⸗37. Eeſus wandte ſich zu ſeinen Juͤngern, und ſprach inſonder⸗ 3J heit: Selig ſind die Augen, die da ſehen, das ihr ſe⸗ het. Denn ich ſage euch: Viel Propheten und Koͤnige woll⸗ ten ſehen, das ihr ſehet, und habens nicht geſehen, und hoͤren, das ihr hoͤret, und habens nicht gehoͤret. Und ſie⸗ he, da ſtund ein Schriftgelehrter auf, verſuchte ihn, und ſprach: Meiſter, was muß ich thun, daß ich das ewige Le⸗ ben ererbe? Er aber ſprach zu ihm: Wie ſtehet im Geſetz ge⸗ ſchrieben? Wie lieſeſt du? Er antwortete, und ſprach: Du ſollt Gott deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kraͤften, und von ganzem Gemuͤ⸗ the; und deinen Naͤchſten als dich ſelbſt. Er aber ſprach zu ihm: Du haſt recht geantwortet; thue das, ſo wirſt du le⸗ ben. Er aber wollte ſich ſelbſt rechtfertigen, und ſprach zu Jeſu: Wer iſt denn mein Naͤchſter? Da antwortete Jeſus, und ſprach: Es war ein Menſch, der gieng von Jeruſalem hinab gen Jericho, und ſiel unter die Moͤrder, die zogen ihn aus, und ſchlugen ihn, und giengen davon, und lieſ⸗ ſen ihn halb todt liegen. Es begab ſich aber ohngefaͤhr, daß ein Prieſter dieſelbige Straſe hinab zog, und da er ihn ſahe, gieng er voruͤber. Deſſelbigen gleichen auch ein Levit, da 9 7 2 er kam bey die Staͤtte, und ſahe ihn, gieng er voruͤber. Ein Samariter aber reiſete, und kam dahin, und da er ihn ihm, verband ihm ſeine Wein, und hub ihn auf ſein ſahe, jammerte ihn ſein, gieng zu Wunden, und goß darein Oel und 213 Epiſteln ſein Thier, und fuͤhrete ihn in die Herberge, und pfegete ſein. Des andern Tages reiſete er, und zog heraus zween Groſchen, und gab ſie dem Wirth, und ſprach zu ihm: Pflege ſein, und ſo du was mehr wirſt darthun, will ich dirs bezahlen, wenn ich wieder komme. Welcher duͤnket dich, der un⸗ ter dieſen der Naͤchſte ſey geweſen dem, der unter die Moͤrder gefallen war? Er ſprach: Der die Barmherzigkeit an ihm thaͤt. Da ſprach Jeſus zu ihm: So gehe hin, und thue desgleichen. Am XIV. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Gal. 5. v. 16⸗24. Lieben Bruͤder, wandelt im Geiſt, ſo werdet ihr die Luͤ⸗ ſte des Fleiſches nicht vollbringen. Denn das Fleiſch ge⸗ lüſtet wider den Geiſt, und den Geiſt wider das Fleiſch. Die⸗ ſelbige ſind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wol⸗ let. Regieret euch aber der Geiſt, ſo ſeyd ihr nicht unter dem Geſetz. Offenbar ſind aber die Werke des Fleiſches, als da ſind: Ehebruch, Hurerey, Unreinigkeit, Unzucht, Ab⸗ Lötterey, Zauberey, Feindſchaft, Hader, Neid, Zorn, Zank⸗ Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Freſſen, Sauffen, und dergleichen. Von welchen ich euch habe zuvorgeſagt, und ſage noch zuvor, daß, die ſolches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geiſtes iſt Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gutigkeit, Glaube, Sanftmuth, Keuſchheit. Wider ſolche iſt das Geſetz nicht. Welche aber Chriſto angehoͤren, die kreuzi⸗ gen ihr Fleiſch ſamt den Luͤſten und Begierden. Evangelium, Luca 17. v. 11⸗19. Und es begab ſich, da Jeſus reiſete gen Jeruſalem, zog er * mitten durch Samariam und Galilaͤam. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehen ausſaͤtzige Maͤn⸗ ner, die ſtunden von ferne, und erhuben ihre Stimme und ſprachen: Jeſu, lieber Meiſter, erbarme dich unſer! Und da er ſie ſahe, ſprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den Prieſtern. Undes geſchah, da ſie hingiengen, wurden ſie rein. Einer aber unter ihnen, da er ſahe, daß er ge⸗ ſund worden war, kehrete er um, und preiſete Gott mit aul⸗ — duter nme in, unddanke ſe cher antvo rinworden!2 Enden, derwi ſeſer Frandün eßin, den G. — Im X b Tovrin⸗ 5 dehh. Ae rnanderzuentr uitnnn dieder areche 3 und 1 nedeſt. Eine deſtz Chritie ſeh etbas, en ſeglicher ab dan ihin ſelb dann ein ſegli ictet nird mi eihn untern MWMandtn . ſanen anhan agr etdien en riäaket nin and tmdan * 1 4 h, m. hd 1 tt 3 1uſ 1e ißee Stannu ee dic unſe duen: umd tgt an ſah 1 min ke eeinander zu entruſten und zu haſſen. werdeſt. 119 und Evangelia. auter Stimme. Und fiel auf ſein Anzeſicht zu ſeinen Fuͤſ⸗ ſen, und dankete ihm. Und das war ein Samariter. Je⸗ ſus aber antwortete, und ſprach: Sind ihrer nicht zehen rein worden? Wo ſind aber die neune? Hat ſich ſonſt keiner funden, der wieder umkehre, und gebe Gott die Ehre, denn dieſer Fremdlinger? Und er ſprach zu ihm: Stehe auf, ge⸗ he hin, dein Glaube hat dir geholfen. — Am XV. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Gal. 6. v. 1⸗10. owir im Geiſt leben, ſo laſſet uns auch im Geiſt wan⸗ deln. Laſſet uns nicht eitler Ehre geitzig ſeyn, unter⸗ Lieben Bruͤder, ſo ein denſch etwa von einem Fehl ubereilet wurde, ſo helfet ihm wieder zurechte mit ſanftmuͤthigem Geiſt, die ihr geiſtlich ſetes und ſiehe auf dich ſelbſt, daß du nicht auch verſuchet Einer trage des andern Laſt, ſo werdet ihr das Geſetz Chriſti erfuͤllen. So aber ſich jemand laͤſſet duͤnken, er ſey etwas, ſo er doch nichts iſt, der betruͤget ſich ſelbſt. Ein jeglicher aber pruͤfe ſein ſelbſt Werk, und alsdenn wird er an ihm ſelber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird ſeine Laſt tragen. Der aber unter⸗ richtet wird mit dem Wort, der theile mit allerley gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, Gott laͤſſet ſich nicht ſpotten. Denn was der Menſch ſaͤet, das wird er erndten. Wer auf ſein Fleiſch ſaͤet, der wird von dem Fleiſch das Ver⸗ derben erndten. Wer aber auf den Geiſt ſaͤet, der wird von dem Geiſt das ewige Leben erndten. Laſſet uns aber Gutes thun und nicht muͤde werden, denn zu ſeiner Zeit werden wir auch erndten ohne Aufhoͤren. Als wir denn nun Zeit haben, ſo laſſet uns gutes thun an jedermann, allermeiſt aber an den Glaubensgenoſſen. Evangelium, Matth. 6. v. 24⸗34. ijemand kann zweien Herren dienen, entweder, er wird einen haſſen, und den andern lieben, oder er wird einem anhangen, und den andern verachten. Ihr koͤnnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum ſage ich euch: or⸗ Epiſteln Sorget nicht fuͤr euer Leben, was ihr eſſen und trinken werdet, auch nicht fuͤr euren Leib, was ihr anziehen werdet. Iſt nicht das Leben mehr, denn die Speiſe? Und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Voͤgel unter dem Himmel an. Sie ſaͤen nicht, ſie erndten nicht, ſie ſammeln nicht in die Scheunen, und euer himmliſcher Vater naͤhret ſie doch. Seyd ihr denn nicht vielmehr denn ſie? Wer iſt unter euch, der ſeiner Laͤnge eine Elle zuſetzen moͤge, ob er gleich darum ſor⸗ get? Und warum ſorget ihr fuͤr die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie ſie wachſen, ſie arbeiten nicht, auch ſpinnen ſie nicht. Ich ſage euch, daß auch Salomo in aller ſeiner Herrlichkeit nicht bekleidet geweſen iſt, als der⸗ ſelben eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde alſo kleidete, das doch heute ſtehet, und morgen in den Ofen ge⸗ worfen wird, ſollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleinglaͤubigen! Darum ſollt ihr nicht ſorgen und ſagen: Was werden wir eſſen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach ſolchem allen trachtesie Heiden: den euer himmliſcher Vater weiß, das ihr des alles beduͤrfet. Trachtet am erſten nach dem Reich Gottes, und nach ſeiner Gerechtigkeit, ſo wird euch ſolches alles zu⸗ fallen. Darum ſorget nicht fuͤr den andern Morgen, denn der morgende Tag wird fur das ſeine ſorgen. Es iſt genug, daß ein jeglicher Tag ſeine eigen? Plage habe. 120 Am XVI. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſer 3. v. 13⸗21. (Qieben Bruͤder, darum bitte ich, daß ihr nicht muͤde wer⸗ &☛ det um meiner Truͤbſal willen, die ich fuͤr euch leide, wel⸗ che euch eine Ehre ſind. Derhalben beuge ich meine Knie ge⸗ gen den Vater unſers Herrn Jeſu Chriſti, der der rechte Vater iſt uͤber alles, was da Kinder heiſſet im Himmel und auf Erden. Daß er euch Kraft gebe, nach dem Reichthum ſeiner Herrlichkeit, ſtark zu werden durch ſeinen Geiſt an dem inwendigen Menſchen, und Chriſtum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe einge⸗ wurzelt und gegruͤndet werden; auf daß ihr begreifen moͤget 6l mit allen Heiligen, welches da ſey die Breite und die Lin⸗ ge/ —q Fu bm lih. dj iht erfüle dht, der über ſiten oder ver tt, dem ſey t, zu ällr 6 ind öbegd Numen nit ihn, und thor kam, ſi iin ein gerEe te, und tiel ſe der hertſe iht. Weinen in, und die ic ſagedit, feng arut im ſiealle Eitenare ſgt ſein Bo in das zan — ir das Leigenz ntage de Tinit Erbeſce H⸗. ditte it E ihr fittw lwile E icfikaudihe derha an geichman M w iſtt m hmnt Kraſt nachden J uwerd ₰ hſeinen Geüe und †f 2 dtzan erzen nl uns den ſa fihr beguſe erde d mi und Evangelia. 12 1 ge, und die Tiefe, und die Hoͤhe; auch erkennen, daß Chriſtum lieb haben, viel beſſer iſt, denn alles wiſſen, auf daß ihr erfüllet werdet mit allerley Gottes Fuͤlle. Dem aber, der uͤberſchwenglich thun kann uͤber alles, das wir bitten oder verſtehen, nach der Kraft, die da in uns wuͤr⸗ ket, dem ſey Ehre in der Gemeine, die in Chriſto Jeſu iſt, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Evangelium, Lucaͤ 7. v. 1, 17. Udes begab ſich darnach, daß Jeſus in eine Stadt, mit Namen Nain, gieng, und ſeiner Juͤnger giengen viel mit ihm, und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadt⸗ thor kam, ſiehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einiger Sohn war ſeiner Mutter, und ſie war eine Witt⸗ we, und viel Volks aus der Stadt gieng mit ihr. Und da ſie der Herr ſahe, jammerte ihn derſelbigen, und ſprach zu ihr: Weine nicht. Und trat hinzu, und ruͤhrete den Sarg an, und die Traͤger ſtunden. Und er ſprach: Juͤngling, ich ſage dir, ſtehe auf. Und der Todte richtete ſich auf, und fieng an zu reden. Und er gab ihn ſeiner Mutter. Und es kam ſie alle eine Furcht an, und preiſeten Gott, und ſprachen: Es iſt ein groſſer Prophet unter uns auferſtanden, und Gott hat ſein Volk heimgeſucht. Und dieſe Rede von ihm erſchall in das ganze juͤdiſche Land, und in alle umliegende Laͤnder. Am XVII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſer 4. v. 1⸗6. So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie ſichs gebuͤhret eurem Beruf, darinn ihr berufen ſeyd, mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe. Und ſeyd fleißig zu halten die Einigkeit im Geiſt, durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geiſt, wie ihr auch berufen ſeyd, aufeinerley Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater(unſer) aller, der da iſt uͤber euch alle, und durch euch alle, und in euch allen. f Evan⸗ Epiſteln Evangelium, Luca 14. v. 1⸗11. nd es begab ſich, daß er kam in ein Haus eines Oberſten, der Phariſaͤer, auf einen Sabbath das Brod zu eſſen, und ſie hielten auf ihn. Und ſiehe, da war ein Menſch vor ihm, der war waſſerſuͤchtig. Und Jeſus antwortete, und ſagte zu den Schriftgeſehrten und Pharifaͤern, und ſprach: Iſts auch recht auf den Sabhath heilen? Sie aber ſchwiegen ſtille. Und er griff ihn an, und heilete ihn, und ließ ihn gehen. Und antwortete, und ſprach zu ihnen: welcher iſt unter euch, dem ſein Ochs oder Eſel in den Brunnen faͤllet, und er nicht alſobald ihn heraus zeucht am Sabbathtage? Und ſie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er ſagte aber ein Gleichniß zu den Gaͤſten, da er merkete, wie ſie erwaͤhlten oben an zu ſitzen, und ſprach zu ihnen: Wenn du von jemand geladen wirſt, zur Hochzeit, ſo ſetze dich nicht oben an, daß nicht etwa ein ehrlicher, denn du, von ihm geladen ſey, und ſo denn kommt, der dich und ihn ge⸗ laden hat, ſpreche zu dir: Weiche dieſem, und du muͤſſeſt denn mit Schaam unten an ſitzen: Sondern, wenn du ge⸗ laden wirſt, ſo gehe hin, und ſetze dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, und ſpreche zu dir: Freund, ruͤcke hinauf: denn wirſt du Ehre haben vor de⸗ nen, die mit dir zu Tiſche ſitzen. Denn wer ſich ſelbſt erhoͤ⸗ het, der ſoll erniedriget werden, und wer ſich ſelbſt ernie⸗ driget, der ſoll erhoͤhet werden. —, Am XVIII. Sonntage nach Trinitatis. ch danke meinem Gott allezeit eurenthalben fuͤr die Gna⸗ ₰ de Gottes, die euch gegeben iſt in Chriſto Jeſu. Daß ihr ſeyd durch ihn in allen Stuͤcken reich gemacht, an al⸗ ler Lehre und in aller Erkenntniß. Wie denn die Pre⸗ digt von Chriſto in euch kraͤftig worden iſt: alſo, daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unſers Herrn Jeſu Chriſti. Wel⸗ cher auch euch wird veſt behalten bis ans Ende, daß ihr unſtraͤllich ſeyd auf den Tag unſers Herrn Jeſu Chriſi —— dan Gott iſt rumſcaft ſet oan D'an di cern d innetwſte u ſeich Duſo ſeſen zwehen uan. ſagte ſe Ie n deß drach zu ihe ſen Heern! herrn: E neine Feind iin einen tiemand ko nemand vo Rnne ni Snne ni licht Rau ¹. 1” b er rach zu ihn 1 16 dd Fatlicher, deme uſi= zondern, vm un ich untena,a gel Kes t, und ſytt den r u Ehte pian 3 Hvenn wer ſchih. der Aͤdd wer ſi ſtin rdei utt: aich Tiinitn 14 vh. 4⸗9. 3 enthalben ſit gei in Ohriſ n 73 zmn nich umt an E 6 1 1 3 3. Herm r. und Evangelia. 123 ſich. ni E er Antwan Denn Gott iſt treu, durch welchen ihr berufen ſeyd zur Ge⸗ meinſchaft ſeines Sohnes Jeſu Chriſti, unſers Herrn. Evangelium, Matth. 10. v. 34⸗46. D- aber die Phariſaͤer hoͤreten, daß Jeſus den Saddu⸗ caͤern das Maul geſtopfet hatte, verſammleten ſie Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, ver⸗ ſuchte ihn, und ſprach: Meiſter, welches iſt das fuͤrnehm⸗ ſte Gebot im Geſetz? Jeſus aber ſprach zu ihm: Du ſollt lieben Gott deinen Herrn, von ganzem Herzen, von gan⸗ zer Seelen, und von ganzem Gemuͤthe. Dies iſt das fuͤrnehmſte und groͤſte Gebot. Das andere aber iſt dem gleich: Du ſollt deinen Naͤchſten lieben als dich ſelbſt: In dieſen zweyen Geboten hanget das ganze Geſetz und die Propheten. Da nun die Phariſaͤer bey einander waren, fragte ſie Jeſus, und ſprach: Wie duͤnket euch um Chri⸗ ſto? Weß Sohn iſt er? Sie ſprachen: Davids. Er ſprach zu ihnen: Wie nennet ihr denn David im Geiſt ei⸗ nen Herrn? Da er ſagt: Der Herr hat geſagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege meine Feinde zum Schemel deiner Fuͤße. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie iſt er denn ſein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. — Am XIX. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſ. 4. v. 22⸗28. So leget nun Lon euch ab, nach dem vorigen Wandel, den alten Menſchen, der durch Luͤſte in Irrthum ſich verderbet. Erneuert euch aber im Geiſt eures Gemuths, und ziehet den neuen Menſchen an, der⸗nach Gott geſchaf⸗ fen iſt, in rechtſchaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Lugen ab, und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit ſeinem Naͤchſten, ſintemal wir unter einan⸗ der Glieder ſind. Zuͤrnet und ſuͤndiget nicht, laſſet die Sonne nicht uͤber eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Laͤſterer. BWer geſtohlen hat, der eh⸗ 2 124 Epiſteln le nicht mehr, ſondern arbeite, und ſchaffe mit den Haͤn⸗ den etwas gutes, auf daß er habe zu geben dem Duͤrſtigen. Evangelium, Matth. 9. v. 1⸗8. D' trat er, der Herr Jeſus, in das Schiff, und fuhr wieder heruͤber und kam in ſeine Stadt. Und ſiehe, da brachten ſie zu ihm einen Gichtbruͤchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jeſus ihren Glauben ſahe, ſprach er zu dem Gichtbruͤchigen: Sey getroſt, mein Sohn! deine Suͤnden ſind dir vergeben. Und ſiehe, etliche unter den Schriftgelehrten ſprachen bey ſich ſelbſt: Dieſer laͤſtert Gott. Da aber Jeſus ihre Gedanken ſahe, ſprach er: Warum denket ihr ſo arges in euren Herzen? welches iſt leichter zu ſagen: dir ſind deine Suͤnden vergeben; oder zu ſagen: Stehe auf, und wandele? Auf daß ihr aber wiſſet, daß des Menſchen Sohn Macht habe auf Erden, die Sunde zu vergeben, ſprach er zu dem Gichtbruͤchigen: Stehe auf, hebe dein Bette auf, und gehe heim. Under ſtund auf, und gieng heim. Da das Volk das ſahe, verwunderte es ſich, und preiſete Gott, der ſolche Macht den Menſchen gegeben hat. Am XX. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſer 5. v. 15⸗ 21. —o ſehet nun zu, wie ihr vorſichtiglich wandelt, nicht als die Unweiſen, ſondern als die Weiſen. Und ſchi⸗ cket euch in die Zeit, denn es iſt boͤſe Zeit, darum werdet nicht unverſtaͤndig, ſondern verſtaͤndig, was da ſey des Herrn Wille. Und ſaufet euch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Weſen folgt, ſondern werder voll Geiſtes. Und redet untereinander von Pſalmen und Lobgeſaͤngen, und geiſtlichen Liedern, ſinget und ſpielet dem Herrn in eu⸗ rem Herzen. Und ſaget Dank allezeit fuͤr alles. Gott und dem Bater, in dem Namen unſers Herrn Jeſu Chriſti. Und ſeyd untereinander unterthan in der Furcht Gottes. Evangelium, Matth. 22. v. 1⸗I4. Das Himmelreich iſt gleich einem Koͤnige, der ſeinem Sohn Hochzeit machte. Und ſandte ſeine Knechte au dis ie —— ſe den Gaſte hmmen. Ab Ecget den G reine Oohſen jeteit, komm gengen in, handtſſerune lnd tüdteten nig, und ſci m, und zür nechten: D tarensnicht ldet zu ho gen auz auf funden, böſe da giehg der IUda enen d nd ſorachzu fot ken och rachder Ke füſſe, und unitd ſeyn ſen, aberr — — 4 —— ——— —— — — —— — — — — —— —2 —ł —— — — — ——— — dein den vengtan aſ Z ſEder 3e n(.ücigen St esſt. vunderai act! ſcen ghinu age de Trint pdeſe 1.F⸗ I. ihr ter glich wand ndert* le Weiſe. l 66 8 c Zeit, dnun ern d e iig, dal R teud* voll Vin, igt, 1en werderulgt don ern und kögin aget Welet den hennn unſe auiu ttt Gonts 1r b. l⸗. 49 d. tedefünn Kredt 125 und Evangelia. ſie den Gaͤſten zur Hochzeit rufeten, und ſie wollten nicht kommen. Abermal ſandte er andere Knechte aus, und ſprach⸗ Saget den Gaͤſten: Siehe meine Mahlzeit habe ich bereitet⸗ meine Ochſen und mein Maſtvieh iſt geſchlachtet, und alles bereit; kommt zur Hochzeit. Aber ſie verachteten das, und giengen hin, einer auf ſeinen Acker, der andere zu ſeiner Handthierung. Etliche aber grifen ſeine Knechte, hoͤneten und toͤdteten ſie. Da das der Koͤnig hoͤrete, ward er zor⸗ nig, und ſchickte ſeine Heere aus, und brachte dieſe Moͤrder um, und zuͤndete ihre Stadt an. Da ſprach er zu ſeinen Knechten: Die Hochzeit iſt zwar bereitet, aber die Gaͤſte warens nicht werth. Darum gehet hin auf die Straſſen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gien⸗ gen aus auf die Straſſen, und brachten zuſammen, wen ſie funden, boͤſe und gute, und die Tiſche wurden alle voll. Da gieng der Koͤnig hinein, die Gaͤſte zu beſehen, und ſahe allda einen Menſchen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an. Und ſprach zu ihm: Freund, wie biſt du herein kommen, und haſt kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verſtummete. Da ſprach der Koͤnig zu ſeinen Dienern: Bindet ihm Haͤnde und Fuſſe, und werſet ihn in das zuſſerſte Finſterniß hinaus, da wird ſe yn Heulen und Zaͤhnklappen. Denn viel ſind be⸗ rufen, aber wenig ſind auserwaͤhlet. dank„füralet den — r Jüni: Am XXI. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſ. 6. v. 10⸗17. Julett⸗ meine Bruͤder, ſeyd ſtark in dem Herrn, und in ₰ der Macht ſeiner Staͤrke. Ziehet an den Harniſch Got⸗ tes, daß ihr beſtehen koͤnnet, gegen die luͤſtige Anlaͤufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleiſch und Blut zu kaͤmpfen, ſondern mit Fuͤrſten und Gewaltigen, nemlich mit den Herren der Welt, die in der Finſterniß dieſer Welt herrſchen, mit den boͤſen Geiſtern unter dem Himmel. Um deswillen ſo ergreifet den Harniſch Gottes, auf daß ihr 6 wenn das boͤſe Stuͤndlein kommt, Widerſtand thun, un alles wohl ausrichten, und das Feld behalten moͤget. So ſtehet nun, umguͤrtet eure Lenden mit Wahrheit, und ange⸗ zogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit, und an Veinen ge⸗ 3 je⸗ 126 Epiſteln ſtiefelt, als fertig zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet ſeyd. Vor allen Dingen aber ergreiſet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr ausloͤſchen koͤn⸗ net, alle feurige Pfeile des Boͤſewichts. Und nehmet den Helm des Heils, und das Schwerdt des Geiſtes, welches iſt das Wort Gottes. Evangelium, Joh. 4. v. 47⸗54. 1 nd es war ein Koͤnigiſcher, deß Sohn lag krank zu Caper⸗ naum. Dieſer hoͤrete, daß Jeſus kam aus Indaͤa in Galilaͤam, und gieng hin zu ihm, und bat ihn, daß er hin⸗ ab kaͤme, und huͤlfe ſeinem Sohn, denn er war todtkrank. Und Jeſus ſprach zu ihm: Wennihr nicht Zeichen und Wun⸗ der ſehet, ſo glaubet ihr nicht. Der Koͤnigiſche ſprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind ſtirbet. Je⸗ ſus ſpricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Menſch laubete dem Wort, das Jeſus zu ihm ſagte, und gieng in. Und indem er hinab gieng, begegneten ihm ſeine Knechte, verkuͤndigten ihm, und ſprachen: Dein Kind le⸗ bet. Da forſchete er von ihnen die Stunde, in welcher es beſſer mit ihm worden war. Und ſie ſprachen zu ihm: Ge⸗ ſtern um die ſiebende Stunde verließ ihn das Fieber. Da zuerkete der Vater, daß es um die Stunde waͤre, in welcher Jeſus zu ihm geſagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glau⸗ bete mit ſeinem ganzen Hauſe. Das iſt nun das andere Zei⸗ chen, das Jeſus thaͤt, da er aus Judaͤg in Galilaͤam kam. Am XXII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Phil. 1. v. 3⸗II. ch danke meinem Gott, ſo oft ich eurer gedenke. Wel⸗ ches ich allezeit thue in allem meinem Gebet, fuͤr euch al⸗ le, und thue das Gebet mit Freuden. Ueber eure Gemein⸗ ſchaft am Evangelio, vom erſten Tage an bis hieher. Und bin deſſelbigen in guter Zuverſicht, daß, der in euch angefan⸗ gen hat das hute Werk, der wirds auch vollfuͤhren, bis an d den Tag Jeſu Chriſti. Wie es denn mir billig iſt, daß ich dermaſſen von euch allen halte, darum, daß ich euch in mei⸗ nem Herzen habe, in dieſem meinem Gefaͤngniß, darinnen 8 — ih das Eva ilemitmir zeuge, wie grunde, in dute Liebe ſißund Er et auf daß ghfeiſti. Er ſum Chriſt dey Kneche habe Gedt zammerte los, und! üige Knech der war ih an, und nir ſchuld ihn, und ezahlen. nd warfi etr ſchulſi⸗ durden ſie er aus& rin Gallimſu ntage e. Tiiitth „dſH trer ſeͤen d ällem a z Gelet fir und Evangelia. 127 ich das Evangelium verantworte und bekraͤftige, als die ihr alle mit mir der Gnade theilhaftig ſey. Denn Gott iſt mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von Herzens⸗ grunde, in Chriſto Jeſu. Und daſelbſt um bete ich, daß eure Liebe jemehr und mehr reich werde, in allerley Erkennt⸗ niß und Erfahrung. Daß ihr pruͤfen moͤget, was das Beſte ſey, auf daß ihr ſeyd lauter und unanſtoͤßig, bis auf den Tag Chriſti. Erfuͤllet mit Fruͤchten der Gerechtigkeit, die durch Je⸗ ſum Chriſtum geſchehen(in euch) zur Ehre und Lobe Gottes. Eoangelium, Matth. 18. v. 23⸗35. Das Himmelreich iſt gleich einem Koͤnige, der mit ſei⸗ nen Knechten rechnen wollte. Und als er anſieng zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehen tauſend Pfund ſchuldig. Da ers nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn, und ſein Weib, und ſeint Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da ſiel der Knecht nieder, und betete ihn an, und ſprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Da jammerte den Herrn deſſelbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da gieng derſel⸗ bige Knecht hinaus, und fand einen ſeiner Mitknechte, der war ihm hundert Groſchen ſchuldig, und er griff ihn an, und wuͤrgete ihn, und ſprach: Bezahle mir, was du mir ſchuldig biſt. Da ſiel ſein Mitknecht nieder, und bat ihn, und ſprach: Habe Geduld mit mir, ich will dirs alles bezahlen. Er wollte aber nicht, ſondern gieng hin, und warf ihn ins Gefaͤngniß, bis daß er bezahlete, was er ſchuldig war. Da aber ſeine Mitknechte ſolches ſahen⸗ wurden ſie ſehr betruͤbt, und kamen, und brachten vor ihren Herrn alles, was ſich begeben hatte. Da forderte ihn ſein Herr vor ſich, und ſprach zu ihm: Du Schalks⸗ knecht, alle dieſe Schuld habe ich dir erlaſſen, dieweil du mich bateſt. Sollteſt du denn dich nicht auch erbarmen uͤber deinen Mitknecht, wie ich mich uͤber dich erbarmet habe? Und ſein Herr ward zornig, und uͤberantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlete alles, was er ihm ſchuldig war. Alſo wird euch mein himmliſcher Vater auch thun, ſo ihr nicht vergebet von Herzen, ein jegli⸗ cher ſeinem Bruder ſeine Fehle. f 4 Am Epiſteln Am XXIII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Philipp. 3. v. 17-21. Folgen mir, lieben Bruͤder, und ſehet auf die, die alſo wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn vie⸗ le wandeln, von welchen ich euch oft geſagt habe, nun aber ſage ich auch mit Weinen, die Feinde des Creuzes Chriſti, welcher Ende iſt das Verdammniß, welchen der Bauch ihr Gott iſt, und ihre Ehre zu Schanden wird, de⸗ rer, die irrdiſch geſinnet ſind. Unſer Wandel aber iſt im Hiunet⸗ von dannen wir auch warten des Heilandes Je⸗ Iu Chriſti, des Herrn, welcher unſern nichtigen Leih ver⸗ klaͤren wird, daß er aͤhnlich werde ſeinem verklaͤrten Lei⸗ be, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthaͤnig machen. Evangelium, Matth. 22. v. 15⸗ 22. SNa giengen die Phariſaͤer hin und hielten einen Rath, wie ſie Jeſum fiengen in ſeiner Rede. Und ſandten zu ihm ihre Junger, ſamt Herodis Dienern und ſprachen: Meiſter, wir wiſſen, daß du wahrhaftig biſt, und lehreſt den Weg Gottes recht, und frageſt nach niemand, denn — du achteſt nicht das Anſehen der Menſchen. Darum ſage uns, was duͤnket dich? Iſts recht, daß man dem Kaiſer Zins gebe, oder nicht? Da nun Jeſus merkete ihre Schalkheit, ſprach er: Ihr Heuchler, was verſuchet ihr mich? Weiſet mir die Zinsmuͤnze; und ſie reichten ihm einen Groſchen dar. Und er ſprach zu ihnen: Weß iſt das Bild und die Ueberſchrift: Sie ſprachen zu ihm: des Kaiſers. Da ſprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt, und Gott, was Gottes iſt, Da ſie das hoͤreten, verwun⸗ derten ſie ſich, und lieſſen ihn, und giengen davon. — Am XXIV. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Coloſſer 1. v. 9⸗14. Derhalben auch wir, von dem Tage an, da wirs gehoͤ⸗ ret haben, hoͤren wir nicht auf fuͤr euch zu beten; und zu bitten, daß ihr erfuͤllet werdet mit Erkenntniß 1e ne des Willent fand: Da hefallen, u zachſct ind nit alletler. Geduld und git den Va heil der 9 der Dhrigte Reich kines ſung darch E 8 dei Nerſ Herr, mai lege deine ſus ſtund ünd ſahe habt, krat Saum an. ſein Kleid ſich Jeis neine Tog Wilb nar des Okerſt Getüm gel dann dis? ſe verlach ſin 83 das Mädi deganzekeo —.— Um A ven ng ſeßd, 4 1 - Sun Vn a; 9 iem rein n. un auch aud datth. ,151 ¹ der ſſ* zjieltn in et a in Rede. Uii the nern uhs du N. ig bit, Mg nuf„= uach nieman a den E ſchen. Am No. m uß man m nun I ktteißtezai nen:* ſt hi om uiit F Kaiftz di en 1 Ams der faſti NN hrremn, rihn eriengen den —— ntag aen Wiiitin b uleſ.ld. 1 n f as ae ſuun Zu ditan 1 8 129 8, in allerley geiſtlicher Weisheit und Ver⸗ ſtand: Daß ihr wandelt wuͤrdiglich dem Heern zu allem 9„* und Evangelia. nes Willens, Gefallen, und fruchtbar ſeyd in allen guten B erken. Und wachſet in der Erkenntniß Gottes, und geſtärket werdet mit allerley Kraft, nach ſeiner herrlichen Macht, in aller Geduld und Langmuthigkeit mit Freuden. Und dankſa⸗ get dem Vater, der uns tuͤchtig gemacht hat zu dem Erb⸗ theil der Heiligen im Licht; welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finſterniß, und hat uns verſetzet in das Reich ſeines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erloͤ⸗ ſung durch ſein Blut, nemlich, die Vergebung der Suͤnden. Evangelinm, Matth. 9. v. 18⸗26. D. Jeſus ſolches mit ihnen redete, ſiehe, da kam der Hberſten einer, und ſiel vor ihm nieder, und ſprach: Herr, meine Tochter iſt jetzt geſtorben; aber komm, und lege deine Hand auf ſie, ſo wird ſie lebendig. Und Je⸗ ſus ſtund auf, und folgete ihm nach, und ſeine Juͤnger. Und ſiehe, ein Weib, das zwoͤlf Jahr den Blutgang ge⸗ habt, trat von hinten zu ihm, und ruͤhrete ſeines Kleides Saum an. Denn ſie ſprach bey ihr ſelbſt: Moͤchte ich nur ſein Kleid anruͤhren, ſo wuͤrde ich geſund. Da wendete ſich Jeſus um, und ſahe ſie, und ſprach: Sey getroſt⸗ meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward geſund zu derſelbigen Stunde. Und als er in des Oberſten Haus kam, und ſahe die Pfeiffer und das Getuͤmmel des Volks, ſprach er zu ihnen: Weichet! denn das Maͤgdlein iſt nicht todt, ſondern es ſchlaͤft. Und ſie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war zieng er hinein, und ergriff ſie bey der Hand; da ſtund as Maͤgdlein auf. Und dies Geruͤcht erſchall in daſſelbi⸗ ge ganze Land. Am XXV. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 1. Theſ. 4. v. 13⸗18. Wir wollen euch aber, lieben Bruͤder, nicht verhalten 3 von denen, die da ſchlafen, auf daß ihr nicht trau⸗ rig ſeyd, wie die andern, die keine Hoffuung haben. f 5 Denn 130 Epiſteln Denn ſo wir glauben, daß Jeſus geſtorben und auferſtan⸗ den iſt; alſo wird Gott auch, die da entſchlafen ſind durch Jeſum, mit ihm fuͤhren. Denn das ſagen wir euch, als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und uͤber⸗ bleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da ſchlafen. Denn er ſelbſt, der Herr, wird mit einem Feldgeſchrey, und Stimme des Erzengels, und mit der Poſaune Gottes hernieder kommen vom Him⸗ mel, und die Todten in Chriſto werden auferſtehen zu⸗ erſt. Darnach wir, die wir leben und uͤberbleiben, wer⸗ den zugleich mit denſelbigen hingeruͤckt werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden alſo bey dem Herrn ſeyn allezeit. So troͤſtet euch nun mit dieſen Worten untereinander. Evangelium, Matth. 24. v. 15⸗28. enn ihr nun ſehen werdet den Greuel der Verwuͤ⸗ ſtung, davon geſagt iſt durch den Propheten Da⸗ niel, daß er ſteher an der heilige Stätte,(wer das lie⸗ ſet, der merke drauf!) Alsdann fliehe auf die Berge, wer im juͤdiſchen Lande iſt, und wer auf dem Dache iſt, der ſteige nicht hernieder, etwas aus ſeinem Hauſe zu ho⸗ len. Und wer auf dem Felde iſt, der kehre nicht um, ſeine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Saͤugern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geſchehe im Winter, oder am Sabbath. Denn es wird alsdann eine groſſe Truͤbſal ſeyn, als nie geweſen iſt, von Anfang der Welt bisher, und als auch nie werden wird. Und wo dieſe Tage nicht wuͤrden verkuͤrzet, ſo wuͤr⸗ de kein Menſch ſelig, Aber um der Auserwaͤhlten willen werden die Tage verkurzet. So alsdann jemand zu euch wird ſagen: Siehe, hie iſt Chriſtus, oder da, ſo ſollt ihrs nicht glauben. Denn es werden falſche Chriſti, und fal⸗ ſche Propheten aufſtehen und groſſe Zeichen und Wunder thun, daß verfuͤhret werden in den Irrthum(wo es moͤg⸗ lich waͤre) auch die Auserwaͤhlten. Siehe, ich habs euch zuvor geſagt. Darum, wenn ſie zu euch ſagen werden: Siehe, er iſt in der Wuͤſten, ſo gehet nicht hinaus. Sie⸗ he! er iſt in der Kammer, ſo glaubets nicht. Denn gleich wie der Blitz ausgehet vom Aufgang, und ſcheinet Kazum ⸗ — Riedergang Sohnz. ſehr und u gegevein ter den Ge Glauben, die ihr dul wird, und welchen it zu verzelte Euch aber, nun der H ſaumt den Nache u; iber de, herrn Je ewige Ver ſeiner herr herrlich er allen Geaut 1 1 werdun ſer(udh unn adet reul w dm 9 ¹ Luuhn 2 8 ke,(ner ua lede k auf di am. „unb e f den dei 4 pem ha at dei 4 kehre 1 Bhes* Sqhauuandi ttt alſ! ſaune üch an G.. Dan a m al ſepd? ie gerein i der, 1I auch nie dan nicht 2 Crrkünt hit er un ervitln a t. So ienand aat Chriſt„ da, ſäfkt terden* hriſi,wie — — 9-— ——— — — —— — — ũ 3 7 — — — — — — — — — — 1 — — 84 ht. Denkg 3 ſha 9 . 8 — — — 1 Sohns. lſt, uh un 131 Niedergang: alſo wird auch ſeyn die Zukunft des Menſchen und Evangelia. Woaber ein Aas iſt, da ſammlen ſich die Adler. — Am XXVI. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 2. Cheſſ. 1. v. 3⸗10. ir ſollen Gott danken allezeit um euch, lieben Bruͤ⸗ der, wie es billig iſt. Denn euer Glaube waͤchſet ſehr, und die Liebe eines jeglichen unter euch allen nimmt zu gegeneinander. Alſo, daß wir uns euer ruͤhmen un⸗ ter den Gemeinen Gottes, von wegen eurer Geduld und Glauben, in allen euren Verfolgungen und Truͤbſalen, die ihr duldet. Welches anzeiget, daß Gott recht richten wird, und ihr wuͤrdig werdet zum Reiche Gottes, uͤber welchem ihr auch leidet. Nachdem es recht iſt bey Gott,⸗ zu vergelten Truͤbſal denen, die euch Truͤbſal anlegen. Euch aber, die ihr Truͤbſal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr Jeſus wird offenbaret werden vom Himmel, ſammt den Engeln ſeiner Kraft, und mit Feuerſflammen, Rache zu geben uͤber die, ſo Gott nicht erkennen, und uͤber die, ſo nicht gehorſam ſind dem Evangelio unſers Herrn Jeſu Chriſti. Welche werden Pein leiden, das ewige Verderben vor dem Angeſichte des Herrn, und von ſeiner herrlichen Macht; wenn er kommen wird, daß er herrlich erſcheine mit ſeinen Heiligen, und wunderbar mit allen Glaubigen. Evangelium, Matth. 25. v. 31⸗46. Wenn aber des Menſchen Sohn kommen wird in ſeiner Herrlichkeit und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er ſitzen auf dem Stuhl ſeiner Herrlichkeit. Und werden vor ihm alle Voͤlker verſammlet werden. Und er wird ſie von einander ſcheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Boͤcken ſcheidet. Und wird die Schafe zu ſeiner Rechten ſtellen, und die Boͤcke zur Linken. Da wird denn der Koͤnig ſagen zu denen ſeiner Rechten: Kom⸗ met her, ihr Geſegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet iſt von Anbeginn der Welt. Denn ich bin hungrig geweſen, und ihr habt mich geſpeiſet. Ich 132 Epiſteln bin durſtig geweſen, und ihr habt mich getraͤnket. Ich bin ein Gaſt geweſen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nackend geweſen, und ihr habt mich bekleidet. 3 bin krank geweſen, und ihr habt mich beſuchet. Ich din gefangen geweſen, und ihr ſeyd zu mir kommen. Denn werden ihm die Gerechten autworten und ſagen: Herr, wenn haben wir dich hungrig geſehen, und haben dich ge⸗ ſpeiſet? Oder durſtig, und haben dich getraͤnket? Wenn haben wir dich einen Gaſt geſehen, und beherberget? oder nackend, und haben dich bekleidet? Wenn haben wir dich krank oder gefangen geſehen, und ſind zu dir kommen? Und der Koͤnig wird antworten, und ſagen zu ihnen: Wahrlich, ich ſage euch: Was ihr gethan habt ei⸗ nem unter dieſen meinen geringſten Bruͤdern, das habt ihr mir gethan. Denn wird er auch ſagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet iſt dem Teufel und ſeinen Engein. Ich bin hungrig geweſen, und ihr habt mich nicht geſpei⸗ ſet. Ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich nicht getraͤnket. Ich bin ein Gaſt geweſen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nackend geweſen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewe⸗ ſen, und ihr habt mich nicht beſuchet. Denn werden ſie ihm auch antworten und ſagen: Herr, wenn haben wir dich geſehen hungrig oder durſtig, oder einen Gaſt, oder na⸗ ckend, oder krank, oder geſangen, und haben dir nicht gedienet? Denn wird er ihnen antworten und ſagen: Wahrlich, ich ſage euch: Was ihr nicht gethan habt ei⸗ nem unter dieſen Geringſten, das habt ihr mir auch nicht gethan. Und ſie werden in die ewige Pein gehen; aber die Gerechten in das ewige Leben. Am XXVII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, 2. Petri z. v. 3⸗13. Lieben Bruͤder, wiſſer das aufs erſte, daß in den letz⸗ T ten Tagen kommen werden Spoͤtter, die nach ihren eig⸗ nen Luͤſten wandeln. Und ſagen: Wo iſt die Verheiſſung ſeiner Zukunft? Denn nachdem die Vaͤter entſchaftn ind, ſid 7 lleit geweſen iſt deg dei. aus Waſſe Vort. D flbigen n Himmel ſparet, d Gerichts, nes aber fir dem wie ein T wie es el Geduld m werde, ſo wird ahen Nacht, ſem Kra⸗ ſcmelzen ſnd, ne hen, wi del undg der Zuku mel vom ſchmelzen wels, un velchen byange⸗ ihr ½3— d*ic dnnd) ihr Ain.. de s 41— dr ſch a,n * — — ——=Z — ——=— —— —— =—— — ———— — — — — — — —ũꝙ — — = — —=— — — — — —— —— — S — — — — + — — —— — — — — — — ₰ν* —— — S' — —— +— K .——— — —— —— — — = — — * — — — *— — — 2— —— —— —— — —— — — — — — —— — — daſt 94 5 ½ und ißr ſa⸗ laci g fſen, uh en ga 1 dan 9 :E renn hxta a ſn, 3 en Gaſ, ar deſan wind hah ien 3* worren unh — — 4 — — 6 — „ Wa den, 1i tiiht meaudet in d wer Lein gehen e kebe 4 u Viuii pe 1 213. dſage e ng 1 Därer enſche und Evangelia. 133 — —=— geweſen iſt. daß der Himmel vor Zeiten auch war, ſind, bleibet es alles, wie es von Anfang der Creagtur Aber Muthwillens wollen ſie nichts wiſſen, dazu die Erde aus Waſſer, und im Waſſer beſtanden durch Gortes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch die⸗ ſelbigen mit der Suͤndfluth verderbet. Alſo auch der immel jetzund und die Erde werden durch ſein Wort ge⸗ Hiwin daß ſie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts, und Verdammniß der gottloſen Menſchen. Ei⸗ nes aber ſey euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag fuͤr dem Herrn iſt wie tauſend Jahr, und tauſend Jahr wie ein Tag. Der Herr verzeucht nicht die Verheiſſung, wie es etliche fuͤr einen Verzug achten, ſondern er hat Geduld mit uns, und mill nicht, daß jemand verlohren werde, ſondern daß ſich jedermann zur Buſſe bekehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel vergehen werden mit groſ⸗ ſem Krachen, die Elemente aber werden fuͤr Hitze zer⸗ ſchmelzen, und die Erde, und die Werke, die drinnen ſind, werden verbrennen. So nun das alles ſoll zerge⸗ hen, wie ſollt ihr dann geſchickt ſeyn mit heiligem Wan⸗ del und gottſeligem Weſen? Daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchen die Him⸗ mel vom Feuer zergehen, und die Elemente fuͤr Hitze zer⸗ ſchmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Him⸗ mels, und einer neuen Erde, nach ſeiner Verheiſſung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. —— f.2 Evangelium. Suche am VI. Sonntage nach Ep u. Epiſteln Epiſteln und Evangelia auf die Feyertage. — — Am Tage St. Andreaͤ. Epiſtel, Roͤm. 10. v. 10⸗18. So man von Herzen glaubet, ſo wird man gerecht, und ſo man mit dem Munde bekennet, ſo wird man ſe⸗ lig. Denn die Schrift ſpricht: Wer an ihn glaubet, wird nicht zu Schanden werden. Es iſt hie kein Unterſcheid unter Juͤden und Griechen, es iſt aber allzumal ein Herr, reich uͤber alle, die ihn anrufen. Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, ſoll ſelig werden. Wie ſollen ſie aber anrufen, an den ſie nicht glauben? Wie ſollen ſie aber glauben, von dem ſie nichts gehoͤret haben? Wie ſollen ſie aber hoͤren ohne Prediger? Wie ſollen ſie aber predigen, wo ſie nicht geſandt werden? Wie denn geſchrie⸗ ben ſtehet: Wie lieblich ſind die Fuͤſſe derer, die den Frie⸗ den verkuͤndigen, die das Gute verkuͤndigen. Aber ſie ſind nicht alle dem Evangelio gehorſam. Denn Jeſaias ſpricht: Herr, wer glaubet unſern Predigen? So konmmt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Ich ſage aber: Haben ſie es nicht gehoͤ⸗ ret? Zwar es iſt je in alle Lande ausgegangen ihr Schall, und in alle Welt ihre Worte. Evangelium, Matth. 4. v. 18⸗22. Ans nun Jeſus an dem Galilaͤiſchen Meere gieng, ſahe er zween Bruͤder, Simon, der da heiſſet Petrus, und Andream, ſeinen Bruder, die wurfen ihre Netze ins Meer, denn ſie waren Fiſcher. Und er ſprach zu ihnen: Folget mir nach, ich will euch zu Menſchenfiſcher Pad. —— zald verlieſf N er von dal der, Jatobn hruder, im ſeze fikete Scif und: — Geldet 1 Cheiſt Segen in h uns denn e Gtund gele fräͤftich vor ſhaft gegen fallen ſeines welche er un 6 Tyonat ling, ten die ſen. Et ſeinen Hir unger in. Heite, mi in aberma len. Kon und tritt Darnach ſo nd ſehe lege ſie in ern glaum ein Her Dieweil d. Selig ſid Et. ubet, unde b. nicht: en. En an gel . — d1, ſo widmj * 2 ihn glauin a 1 Ae kan lurse⸗ 7,& grufen. „ſell ſe: ſſe ni n ſien Predi andt we A. alhumal ei za 8 ver der lin Iden. Ui i D hen? Waſ S uret hän h * Wie ſoln ie ind die Matth. 154. läiſ Er ten 4 †. 1 SS ige 1X izen! El kar aan a heiſet Tan 1 e 3 45 Hgg un & ſth nett 96 Aldre m. 10 ,„.. Gelobet ſey Gott und der Vater unſers Herrn Jeſu mn man gett. und Evangelia. 135 8 Bald verlieſſen ſie ihre Netze, und folgeren ihm nach. Und da er von dannen fuͤrbaß gieng, ſahe er zween andere Bruͤ⸗ der, Jacobum, den Sohn Zebedaͤi und Johannem ſeinen Bruder, im Schiff, mit ihrem Vater Zebedaͤo, daß ſie ihre Netze flicketen, und er rief ihnen. Bald verlieſſen ſie das Schiff und ihren Vater, und folgeten ihm nach. Am Tage St. Thomaͤ. Epiſtel, Eph. 1. v. 3⸗6. Chriſti, der uns geſegnet hat mit allerley geiſtlichem Segen in himmliſchen Guͤtern, durch Chriſtum. Wie er uns denn erwaͤhlet hat durch denſelbigen, ehe der Welt Grund geleget war, daß wir ſollten ſeyn heilig und un⸗ ſtraͤflich vor ihm in derLiebe. Und hat uns verordnet zur Kind⸗ ſchaft gegen ihm ſelbſt durch Jeſum Chiſtum, nach dem Wohlge⸗ fallen ſeines Willens: Zu Lobe ſeiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten. Evangelium, Joh. 20. v. 24⸗29. Thomas aber der Zwoͤlfen einer, der da heiſſet Zwil⸗ ling, war nicht hey ihnen, da Jeſus kam. Da ſag⸗ ten die andern Juͤnger zu ihm: Wir haben den Herrn ge⸗ ſehen. Er aber ſprach zu ihnen: Es ſey denn, daß ich in ſeinen Haͤnden ſehe die Naͤgelmahl, und lege meinen Finger in die Naͤgelmahl, und lege meine Hand in ſeine Seite, will ichs nicht glauben. Und uͤber acht Tage wa⸗ ren abermal ſeine Juͤnger brinnen, und Thomas mit ih⸗ nen. Kommt Jeſus, da die Thuͤren verſchloſſen waren, und tritt mitten ein, und ſpricht: Friede ſey mit euch. Darnach ſpricht er zu Thoma: Reiche deinen Finger her, und ſiehe meine Haͤnde, und reiche deine Hand her, und lege ſie in meine Seite, und ſey nicht unglaubig, ſon⸗ dern glaubig. Thomas antwortete und ſprach zu ihm: Mein Herr, und mein Gott. Spricht Jeſus zu ihm: Dieweil du mich geſehen haſt, Thoma, ſo glaubeſt du. Selig ſind, die nicht ſehen, und doch glauben. Am Epiſteln Am Tage Pauli Bekehrung. Epiſtel, Ap. Geſch. 9. v. 122. Saulus aber ſchnaubete noch mit Draͤuen und Morden wider die Juͤnger des Herrn, und gieng zum Ho⸗ henprieſter und bat ihn um Briefe gen Damaſcon an die Schulen, auf daß, ſo er etliche dieſes Weges fuͤnde, Maͤn⸗ ner und Weiber, er ſie gebunden fuhrete gen Jeruſalem. Und da er auf dem Wege war, und nahe bey Damaſcon kam, umleuchtete ihn ploͤtzlich ein Licht vom Himmel, und er ſiel auf die Erde, und hoͤrete eine Stimme, die ſprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgeſt du mich? Er aber ſprach: Herr, wer biſt du? Der Herr ſprach: Ich bin Jeſas, den du verfolgeſt. Es wird dir ſchwer wer⸗ den wider den Stachel lecken. Und er ſprach mit Zit⸗ tern und Zagen: Herr, was willt du, daß ich thun ſoll? Der Herr ſprach zu ihm: Stehe auf, und gehe in die Stadt, da wird man dir ſagen, was du thun ſollt. Die Maͤnner aber, die ſeine Gefaͤhrden waren, ſtunden und waren erſtarret, denn ſie hoͤreten eine Stimme, und ſa⸗ hen niemand. Saulus aber richtete ſich auf von der Er⸗ de, und als er ſeine Augen aufthaͤt, ſahe er niemand. Sie nahmen ihn aber bey der Hand, und fuͤhreten ihn gen Damaſcon, und war drey Tage nicht ſehend, und aß nicht, und trank nicht. Es war aber ein Juͤnger zu Da⸗ maſco, mit Namen Ananias, zu dem ſprach der Herr im Geſichte: Anania. Und er ſprach: Hie bin ich, Herr. Der Herr ſprach zu ihm: Stehe auf, und gehe hin in die Gaſſe, die da heiſſet die Richtige, und frage in dem Hauſe Juda nach Saulo, mit Namen von Tharſen, denn lehe, er betet. Und hat geſehen im Geſichte einen Mann mit Namen Ananias, zu ihm hinein kommen, und die Hand auf ihn legen, daß er wieder ſehend werde. Ana⸗ nias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehoͤret von dieſem Manne, wie viel Uebels er deinen Heiligen gethan hat zu Jeruſalem, und er hat allhier Macht von den Hohenprieſtern, zu binden alle, die deinen Namen anrufen. Der Herr ſprach zu ihm: Gehe hin, denn die⸗ ſer iſt mir ein auserwaͤhlter Ruͤſtzeug, daß er meinen Na⸗ men trage vor den Heiden, und vor den Aöͤnigen 386 136 ter den Ki rieler leide tins gieng Hände alf herr hat t Pege, d dem heilige zon ſeinen ſhend, un enm ſich u dley den J griſtum ſch. Sie prachen: ie dieſen) gebundenf nehr kraft wohneten, E Fdeſus äb 5 ge eu fommen. tin Kame her ins9 teten, ent kann denn prach zti dey Got krus„ hn werlaſſen, ufüͤr? ic ſage e in der T ſthen aus ſten aui te Iſtae. Saweſter Ainder, undo han 1 ſi 9 drey Te aht ſehen, m — —z — ——= die d S mi fa —— t zeſehe r tſch in a ihm* Abnneg, jer al end wen —,— ———— und Evangelia.. 137 vor den Kindern von Iſrael. Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muß um meines Namens Willen. Und Ana⸗ nias gieng hin, und kam in das Haus, und legte die Haͤnde auf ihn, und ſprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich geſandt,(der dir erſchienen iſt auf dem Wege, da du herkameſt, daß du wieder ſehend, und mit dem heiligen Geiſt erfuͤllet werdeſt. Und alſobald fiel es von ſeinen Augen wie Sehuppen, und er ward wieder ſehend, und ſtund auf, ließ ſich taufen, und nahm Spei⸗ ſe zu ſich und ſtaͤrkete ſich. Saulus aber war etliche Tage bey den Juͤngern zu Damaſed. Und alsbald predigte er Chriſtum in den Schulen, daß derſelbige Gottes Sohn ſey. Sie entſatzten ſich aber alle, die es hoͤreten, und ſprachen: Iſt das nicht, der zu Jeruſalem verſtoͤhrete alle, die dieſen Namen anrufen, und darum herkommen, daß er ſie gebunden fuͤhre zu den Hohenprieſtern? Saulus aber ward je mehr kraͤftiger, und krieb die Juͤden ein, die zu Damaſeo wohneten, und bewaͤhrte es, daß dieſer iſt der Chriſt. Evangelium, Matth. 19. v. 23⸗30. Teſus aber ſprach zu ſeinen Juͤngern: Wahrlich, ich ſa⸗ ₰ ge euch, ein Reicher wird ſchwerlich ins Jenmelreich foömmen. Und weiter ſage ich euch: Es iſt leichter, daß ein Kamel durch ein Nadeloͤhr gehe, denn daß ein Rei⸗ cher ins Reich Gottes komme. Da das ſeine Juͤnger hoͤ⸗ reten, entſatzten ſie ſich ſehr, und ſprachen: Ey! wer kann denn ſelig werden? Jeſus aber ſahe ſie an, und ſprach zu ihnen: Bey den Menſchen iſts unmoͤglich, aber bey Gon ſind alle Dinge moͤglich. Da antwortete Pe⸗ trus, und ſprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlaſſen, und ſind dir nachgefolget, was wird uns dafür? Jeſus aber ſprach zu ihnen: Wahrlich, ich ſage euch, daß ihr, die ihr mir ſeyd nachgefolget, in der Wiedergeburt, da des Menſchen Sohn wird ſitzen auf dem Stuhl ſeiner Herrlichkeit, werdet ihr auch ſitzen auf zwoͤlf Stuhlen, und richten die zwoͤlf Geſchlech⸗ te Iſrael. Und wer verlaͤſſet Haͤuſer, oder Bruͤder, oder Schhweſtern, oder Vater, oder Mutter, oder Weih, oder Kinder, oder Aecker um meines Namens willen, der wiros hundertfaͤltig nehmen, und das ewige Leben erer⸗ den 138 Epiſteln ben. Aber viel, die da ſind die Erſten, werden die Letz⸗ ten, und die Letzten werden die erſten ſeyn. Am Tage Mariaͤ Reinigung. Epiſtel, Maleachi z. v. 1⸗4. Siehe, ich will meinen Engel ſenden, der vor mir her den Weg bereiten ſoll. Und bald wird kommen zu ſeinem Tempel der Herr, den ihr ſuchet, und der Engel des Bundes, den ihr begehret. Siehe, er kommt, ſpricht der Herr Zebaoth. Wer wird aber den Taz ſeiner Zu⸗ kunft erleiden moͤgen? Und wer wird beſtehen, wenn er wird erſcheinen. Denn er iſt wie das Feuer eines Gold⸗ ſchmiedes, und wie die Seife der Waͤſcher. Er wird ſitzen und ſchmelzen, und das Silber reinigen; Er wird die Kinder Levi reinigen, und laͤutern wie Gold und Sil⸗ ber, denn werden ſie dem Herrn Speißopfer bringen, in Ge⸗ rechtigkeit, und wird dem Herrn wohl gefallen das Speißopfer Inda und Jeruſalem, wie vorhin und vor langen Jahren. Evangelium, Lucaͤ 2. v. 22⸗32. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Geſetz Mo⸗ ſis kamen, brachten ſie das Kind Jeſum gen Jeruſa⸗ lem, auf daß ſie ihn darſtelleten dem Herrn.(Wie denn geſchrieben ſtehet in dem Geſetz des Herrn: Allerley Maͤnn⸗ lein, das zum erſten die Mutter bricht, ſoll dem Herrn geheiliget heiſſen.) Und daß ſie gaͤben das Opfer, nach⸗ dem geſagt iſt im Geſetz des Herrn, ein paar Turteltau⸗ ben, oder zwo junge Tauben. Und ſiehe, ein Menſch war zu Jeruſalem mit Namen Simeon; und derſelbige Menſch war fromm und gottesfuͤrchtig, und wartete auf den Troſt Iſrael, und der heilige Geiſt war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem heiligen Geiſt, er ſollte den Tod nicht ſehen, er haͤtte denn zuvor den Chriſt des errn geſehen, und kam aus Anregen des G iſtes in den empel. Und da die Eltern das Kind Jeſum in den Tem⸗ pel brachten, daß ſie fuͤr ihn thaͤten, wie man pfleget nach dem Geſetz, da nahm er ihn auf ſeine Arme, und lobete Gott, und ſprach: Herr, nun laͤſſeſt du deinen Diene n Frieden, ſen haben ſat vor al den, und lle in d und ſp haufe den hrüder, dor geſagt pon Judz, gen. Dern uns uüberkt ungerechte ſwey gehe Und es iſ glſo, daß he: Hake het geſchi ſe werden ſein Bist unter dißſ hanze Zait ind eingeg den Tag, puferſteßu goſeph 79 Matthian gundiger ſen weien unt, dave fudn. d auf N Noneln en, w * —— — — —— — — =—Z D lerrzetin per lange zie T iſerbtinan e vorhitd „Luca Neinig ſie das teleten ra er.(W Geſetz d en: Aleii Nrutet, ſal hm def ſie&. das Ohſe, de her n mar du uben. 1 c kin Mun Simtot 43 derſetige rceg, u En et auf d. — — —— —— — — 1 —— —— —— — ——— — —— 6 m, 1 1 e des Gi een das Frir 1 ha thätt* nan ſſ rihn 7 Han 1 1! im Frieden fahren, wie du geſagt den, und zum Preiß deines Volks 2 pruer äns. d 12 ſie Golhu und Evangelia. 139 haſt. Denn meine Au⸗ gen haben deinen Heiland geſehen, welchen du bereitet haſt vor allen Voͤlkern, ein Licht 39 erleuchten die Hei⸗ Iſrael. Am Tage Matthiaͤ. Epiſtel, Apoſt. Geſch. 1. v. 15⸗26. nd in den Tagen trat auf Petrus unter die Juͤnger, und ſprach: Es war aber die Schaar der Namen zu Haufe vey hundert und zwanzig) Ihr Maͤnner und Bruͤder, es muſte die Schrift erfuͤllet werden, welche zu⸗ vor geſagt hat der heilige Geiſt, durch den Mund David, von Juda, der ein Vorgaͤnger war derer, die Jeſum ſien⸗ gen. Denn er war mit uns gezaͤhlet, und hatte dies Amt mit uns uͤberkommen. Dieſer het erworben den Acker um den ungerechten Lohn, und ſich erhenket, und iſt mitten ent⸗ zwey geborſten, und alle ſein Eingeweide ausgeſchuͤttet. Und es iſt kund worden allen, die zu Jeruſalem wohnen, alſo, daß derſelbige Acker genennet wird auf ihre Spra⸗ che: Hakeldama, das iſt, ein Blutacker. Denn es ſte⸗ het geſchrieben im Pſalmbuch: Ihre Behauſung muͤſſe wu⸗ ſte werden, und ſey niemand, der darinnen wohne. Und ſein Bisthum empfahe ein ander. So muß nun einer unter dieſen Maͤnnern, die bey uns geweſen ſind, die ganze Zeit üͤber, welche der Herr Jeſus unter uns iſt aus und eingegangen, von der Taufe Johannis an, bis auf den Tag, da er von uns genommen iſt, ein Zeuge ſeiner Auferſtehung mit uns werden. Und ſie ſtelleten zween, Joſeph, genannt Barſabas, mit dem Zunamen Juſt, und Matthiam, beteten und ſprachen: Herr! aller Herzen Kundiger, zeige an, welchen du erwaͤhlet haſt unter die⸗ ſen zweien, daß einer empfahe dieſen Dienſt und Apoſtel⸗ amt, davon Judas abgewichen iſt, daß er hingienge an ſein Ort. Und ſie wurfen das Loos uͤber ſie; und das Loos 4 auf Matthiam, und er ward zugeordnet zu den eilf „oſteln. Evan⸗ 140 —— Evangelium, Matth. I1I. v. 25⸗ 30. Z“ derſelbigen Zeit antwortete Jeſus, und ſprach: Ich preiſe dich, Vater, und Hery Himmels und der Er⸗ den, daß du ſolches den Weiſen und Klugen verborgen haſt, und haſt es den Unmundigen offenbaret. Ja Va⸗ ter, denn es iſt alſo wohlgefaͤllig geweſen vor dir. Alle Dinge ſind mir uͤbergeben von meinem Vater. Und nie⸗ mand kennet den Sohn, denn nur der Vater; und nie⸗ mand kennet den Vater, denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir alle, die ihr muͤhſelig und beladen ſeyd, ich will euch erqui⸗ cken. Nehmet auf euch mein Joch, und lernet von mir, denn ich bin ſanftmuͤthig, und von Herzen demuͤthig, ſo werdet ihr Ruhe finden fuͤr eure Seelen. Denn mein Joch iſt ſanft, und meine Laſt iſt leicht. Am Tage der Verluͤndigung Mariaͤ. Epiſtel, Jeſaia 7. v. 10⸗19. 11“d der Herr redete abermal zu Ahas, und ſprach: For⸗ 14*⁵ dere dir ein Zeichen von dem Herrn deinem Gott, es ſey unten in der Hoͤlle, oder droben in der Hoͤhe. Aber Ahas ſproch, ich wills niſht fordern, daß ich den Herrn nicht verſuche. Da ſprach er: wohlan, ſo hoͤret, ihr vom Hauſe David: Iſts euch zu nenig, daß ihr die Leute be⸗ leidiget, ihr muͤſſet auch meinen Godtt beleidigen? Dar⸗ um ſo wird euch der Herr ſelbſt ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau iſt ſchwanger, und wird einen Sohn ge⸗ baͤhren, den wird ſie heiſſen Imanuel. Butter und Ho⸗ nig wird er eſſen, daß er wiſſe, Boͤſes zu verwerfen, und Gutes zu erwaͤhlen. Denn ehe der Knabe lernet Boͤſes verwerfen, und Gutes erwaͤhlen, wird das Land, davor dir grauet, verlaſſen ſeyn von ſeinen zween Koͤnigen. Evangelium, Lucaͤ. 1. v. 26⸗38. 1 im ſechſten Mond ward der Engel Gabriel geſandt von Gott, in eine Stadt in Galllaͤa, die heiſſet Na⸗ zareih, zu einer Jungfrauen, die vertrauet war einem Manne, mit Namen Joſeph, vom Hauſe David Junddie Jung⸗ — — ameſrau hi nd ſptag: iit dir, d iir ihn ſch ſt. Fürch ſinden. S und einen ſaiſen. D ennet wer ſines Vat ſon uͤber d nichs wird engel, wie Manne wei der 9 de Hoͤch ige, das ennet wet ſt auch ſi gehet jetzt unfruchtbe Marig abe geſchehe, detbe B linge, Hausgeno Aropheten der ganze gen Lempe t werdet Keſus 4 di 11 Dalin Nun Jeſala:19. ermal zu a e und ſirh don deu dene 94 der di en der Hih. N nit feg da dai w m da: 1e ſ it Rn 7i nen.„f ihr delan) 4 S heleidaat d ſelbt ei en gön 64 nger, u* deine ei iſen Iu** Autee wne er riſe ⁵ s au berwein 7. Den S der Funde e autes es n wied dsla ſeyn u 7 I en uit duci. dard der dtadt in auen, Trauet ear tna 1, N- 1 3 und Evangelilia. 141 Jungfrau hieß Marig. und ſpra„ de mit dir, du Gebenedeyete unter den Weibern. n aber ihn ſahe, erſchrack ſie uͤber ſeine Rede, und gedach⸗ up te, welch ein Gruß iſt das? i funden. Siehe, du wirſt 1 ſeyn uͤber das Und der Engel kam zu ihr hinein, ch: Gegruͤſſet ſeyſt du Holdſelige, der Herr iſt Da ſie b Und der Engel ſprach zu ihr: Fuͤrchte dich nicht, Maria, du haſt Gnade bey Gott ſchwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebaͤhren, des Namen ſollt du Jeſus heiſſen. Der wird groß und ein Sohn des Hoͤchſten ge⸗ nennet werden. Und Gott der Herr wird ihm den Stuhl ſeines Vaters David geben. Und er wird ein Koͤnig Haus Jacob ewiglich, und ſeines Koͤnig⸗ reichs wird kein Ende ſeyn. Da ſprach Maria zu dem Engel, wie ſoll das zugehen? Sintemal ich von keinem Manne weiß. Der Engel antwortete, und ſprach zu ihr: Der heilige Geiſt wird uͤber dich kommen, und die Kraft des Hoͤchſten wird dich uͤberſchatten, darum auch das Hei⸗ lige, das von dir gebohren wird, wird Gottes Sohn ge⸗ nennet werden. Und ſiehe, Eliſabeth, deine Gefreundin. iſt auch ſchwanger mit einem Sohn in ihrem Alter, und gehet jetzt im ſechſten Mond, die im Geſchrey iſt, daß ſie unfruchtbar ſey. Denn bey Gott iſt kein Ding unmoͤglich. Maria aber ſprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geſchehe, wie du geſagt haſt. Und der Engel ſchied von ihr. 3— Am Tage Philippi und Jacobi. Epiſtel, Epheſ. 2. v. 19⸗22. dieben Bruͤden, ſo ſeyd ihr nun nicht mehr Gaͤſte und Fremd⸗ linge, ſondern Buͤrger mit den Heiligen, und Gottes Hausgenoſſen, erbauet auf den Grund der Apoſtel und Propheten, da Jeſus Chriſtus der Eckſtein iſt, auf melchem der ganze Bau in einander gefuͤget, waͤchſet zu einem heili⸗ gen Tempel in dem Herrn. Auf welchem auch ihr mit erbau⸗ et werdet, zu einer Behauſung Gottes im Geiſt. Evangelium, Joh 14. v. 1⸗14. eſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Euer Herz erſchrecke nicht. Glaubet ihr an Gott, ſo glaubet ihr auch an mich. In b meines 6 J 14² Epiſteln meines Vaters Hauſe ſind viel Wohnungen. Wenns nicht ſo waͤre, ſo wollt ich zu euch ſagen: Ich gehe hin, euch die Staͤtte zu bereiten. Und ob ich hingienge, euch die Staͤtte zu bereiten, will ich doch wieder kommen, und euch zu mir nehmen, auf daß ihr ſeyd, wo ich bin. Und wo ich hin. gehe, das wiſſet ihr, und den Weg wiſſet ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wiſſen nicht, wo du hingeheſt, und wi koͤnnen wir den Weg wiſſen? Jeſus ſpricht zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Wenn ihr mich ken⸗ netet, ſo kennetet ihr auch meinen Vater, und von nun an kennet ihr ihn, und habt ihn geſehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, ſo genuͤget uns. Jeſus ſpricht zu ihm: So lange bin ich bey euch, und du kenneſt mich nicht? Philippi, wer mich ſiehet, der ſiehet den Vater. Wie ſprichſt du denn, Zeige uns den Vater? Glaubeſt du nicht, daß ich im Bater, und der Vater in mir iſt? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir ſelbſt. Der Vater aber, der in mir wohnet, der⸗ ſelbige thut die Werke. Glaubet mir, daß ich im Vater, und der Vater in mir iſt, wo nicht, ſo glaubet mir doch um der Werke Willen. Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch: Wer an mich giaubet, der wird die Werke auch thun, die ich thue, und wird groͤſſere denn dieſe thun, denn ich gehe zum Vater. Und was ihrbitten werdet in meinem Namen, das will ichthun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohn. Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun. Am Tage Johannis des Taͤufers. Epiſtel, Jeſais 40. v. 1⸗5. Truſtet, troͤtet, mein Volk, ſpricht euer Gott. Redet mit Jeruſalem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Ritterſchaft ein Ende hat, denn ihre Miſſethat iſt vergeben; denn ſie hat zweyfaͤltiges empfangen von der Hand des Herrn, um alle ihre Suͤnde. Es iſt eine Stimme eines Predigers in der Wuͤſten; bereitet dem Herrn den Weg, machet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unſerm Gott. Alle Thale ſollen erhoͤhet werden, und alle Berge und Huͤgel ſollen geniedriget werden, und was ungleich iſt, ſoll eben, und Has hege icht ſt, hern ſollf 64 rind ſehen E lhd Elſſat ſie geba teundten hä or gethan! gab ſich am indlein,! Wber ſeine ondern er It doch nie nd ſie win laſen? un Er heiſſet Uöbald war ſdete, und le Nachban den ganzen lahmens zu us dem K dar mit ihr den Geiſtes herr, der( fin Volk. dem Hau ſendt hat d iiß er uns hand all, ſägete un und Evangelia. 143 Van richt iſt, ſoll ſchlecht werden. Denn die Herrlichkeit des — — — — — 3 6 Lehen. Nn n na, unan 3 r. Snita aun Se e ſe hmh 1 ie r hbey eic, m. eei, 1 ½ d ſeſet,) du deg ge unſan ich in und de du 1ih u c, dewin anrr odet umir rhr Glaud m daß ihin „do nid. llauder g dahrich em liich, j der nir as ſerke autt ſereden Hr han, dmf nten.= weiem en er Dater werde idn meinem te 1, Rä uli Johanni Tufak — 1:5. — — 1 —— 3 — — — — — — — — ——— = — 8* 8 P, N Herrn ſoll offenbaret werden, und alles Fleiſch mit einander wird ſehen, daß des Herrn Mund redet. Evangelium, Lucaͤ I. v. 57⸗80. nd Eliſabeth kam ihre Zeit, daß ſie gebaͤhren ſollte, und ſie gebahr einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Ge⸗ freundten hoͤreten, daß der Herr groſſe Barmherzigkeit an ihr gethan hatte, und freueten ſich mit ihr. Und es be⸗ gab ſich am achten Tage, kamen ſie zu beſchneiden das Kindlein, und hieſſen ihn nach ſeinem Vater Zacharias. Aber ſeine Mutter antwortete, und ſprach: Mit nichten, ſondern er ſoll Johannes heiſſen. Und ſie ſprachen zu ihr: Iſt doch niemand in deiner Freundſchaft, der alſo heiſſe. Und ſie winketen ſeinem Vater, wie er ihn woltte heiſſen laſſen? Und er forderte ein Taͤſtein, ſchrieb und ſprach: Er heiſſet Johannes. Und ſie verwunderten ſich alle. Und alsbald ward ſein Mund und ſeine Zunge aufgethan, und redete, und lobete Gott. Und es kam eine Furcht uͤber alle Nachbarn, und dies Geſchicht ward alles ruchtbar auf dem ganzen Juͤdiſchen Gebirge. Und alle, die es hoͤreten, nahmens zu Herzen, und ſprachen: Was meineſt du, will aus dem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Und ſein Vater Zacharias ward des heili⸗ gen Geiſtes voll, weiſſagete, und ſprach: Gelobet ſey der Herr, der Gott Iſrael, denn er hat beſuchet und erloͤſet ſein Volk. Und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils, in dem Hauſe ſeines Dieners Davids. Als er vor Zeiten geredt hat durch den Mund ſeiner heiligen Propheten, daß er uns errette von unſern Feinden, und von der Hand aller, die uns haſſen; und die Barmherzigkeit er⸗ zeigete unſern Vaͤtern, und gedachte an ſeinen heiligen Bund; und an den Eid, den er geſchworen hat unſerm Bater Abraham, uns zu geben; daß wir erloͤſet aus der Hand unſerer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unſer Le⸗ benlang, in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefaͤl⸗ lig iſt. Und du, Kindlein, wirſt ein Prophet des Hoͤch⸗ ſten heiſſen, du wirſt vor dem Herrn hergehen, daß du ſeinen Weg bereiteſt; und Erkenntniß des Heils gebeſt ſeinem Volk, die da iſt in Vergebung ihrer Sündan ur ͤͤͤͤ —— —— — öä Epiſteln ————— durch die herzliche Barmherzigkeit unſers Gottes, durch welche uns beſucht hat der Aufgang aus der Hoͤhe; auf daß er erſcheine denen, die da ſitzen in Finſterniß und Schatten des Todes, und richte unſere Fuͤſſe auf den We des Friedens. Und das Kindlein wuchs, und ward ſtar im Geiſt, und war in der Wuͤſten, bis daß er ſollte her⸗ vor treten, vor das Volk Iſrael. Am Tage Petri und Panli. Epiſtel, Ap. Geſch. 12. v. 1⸗11. un dieſelbige Zeit legte der Koͤnig Herodes die Haͤnde an etliche von der Gemeine, zu peinigen. Er toͤdtete aber Jacobum, Johannis Bruder, mit dem Schwerdt. Und da er ſahe, daß es den Juͤden geſiel, fuhr er fort, und ſieng Petrum auch. Es waren aber eben die Tage der ſuͤſſen Brode. Da er ihn nun griff, legte er ihn ins Gefaͤngniß, und uͤberantwortete ihn vierviertheilen Kriegs⸗ knechten, ihn zu bewahren, und gedachte ihn nach den Oſtern dem Volk vorzuſtellen. Und Petrus ward zwar im Gefaͤnzniß gehalten, aber die Gemeine betete ohne Auf⸗ hoͤren fuͤr ihn zu Gott. Und da ihn Herodes wollte vdr⸗ ſtellen, in derſelbigen Nacht ſchlief Petrus zwiſchen zween Kriegsknechten, gebunden mit zwo Ketten, und die Huͤter vor der Thuͤr huͤteten des Gefaͤngniſſes. Und ſehe, der Engel des Herrn kam daher, und ein Licht ſchien in dem Gemach, und ſchlug Petrum an die Seite, und weckete ihn auf, und ſprach: Siche behends auf. Und die Ketten ſielen ihm von ſeinen Haͤnden. Und der Engel ſprach zu ihm: Guͤrte dich, und thue dei⸗ ne Schuh an. Und er thaͤt alſo. Und er ſprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um dich, und ſolge mir nach. Und er gieng hinaus und folgete ihm, und wuſte nicht, daß ihm wahrhaftig ſolches geſchaͤhe durch den Engel; ſondern es tauchte ihn, er ſaͤhe ein Geſichte. Sie giengen aber durch die erſte und andere Hut, und kamen zu der eiſern Thuͤr, welche zur Stadt fuͤhret die thaͤt ſich ihnen von ihr ſelber auf. Und traten hinaus, und giengen hin eine Gaſſe lang, und alſobald ſchied der Engel von ihm. Und dachetrn au — ſr ſelber ka⸗ ſtherr ſein er hand dolkt. 1 die Leu lliche ſag⸗ helſen wil der Hoͤllen himwelre linden wi llles, wa nel los ſe — ie Liel nenden. Radrigen 1 B. Netriſ a paul h. Geſch— v. 1n, te der Kherodes et herodes de 5 1 en ihr, it den ein ſpra de J oefel, ſi ſ ander then heh tr ihn 1 F, legte gin nwortet aarvienthellngg „ 9 iren, Ldachte ihn telen. e der die ane bettteont H u binden wirſt, ſoll auch im 9 etrus wind ſ . Und ſiin herodes nehh en Nat i ef Petns ſ gedun— it zwo Sta, it däteſ † Geſingſt Harn siher, U „und ſ † eetrm aveen Srtfe ha en ihn wiunen Hndal! na ic/ Änd t n: e tt.Rer ſit und ſot 4 . 1 — n hm ſelber kam„ſprach er: Nun weiß der Herr ſeinen Engel geſandt hat, und mich errettet aus der Hand Herodis, und von allem Warten des juͤdiſchen 1 und Evangelia. 145 ich wahrhaftig, daßz Evangelium, Matth. 16. v. 13⸗ 19. a kam Jeſus in die Gegend der Stadt Caͤſarea Philip⸗ i, und fragte ſeine Juͤnger, und ſprach: Wer ſa⸗ D Ran die Leute, daß des Menſchen Sohn ſey? Sie ſyrachen: Eiliche ſagen, du ſeyeſt Johannes, der Taͤufer. dern, du ſepeſt der Propheten einer. Er ſprach zu ihnen: . Die an⸗ ſt Elias: Etliche, du ſepeſt Jeremias, oder Wer ſaget denn daß ich ſey? Da antwortete Simon Petrus? und ch: Du biſt Chriſtus, des lebendigen Gottes Sohn⸗ Und Jeſus antwortete, und ſprach zu ihm: Selig biſt du, Simon, Jonas Sohn, denn Fleiſch und Blut hat dir das nicht offenbaret, ſondern mein Vater im Himmel. Und ich ſage dir auch: Du biſt Petrus, und auf dieſen Felſen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hoͤllen ſollen ſie nicht uͤberwaͤltigen. Und will dir des jimmelreichs Schluͤſſel geben. Alles, was du auf Erden immel gebunden ſeyn, und alles, was du auf Erden loͤſen wirſt, ſoll auch im Him⸗ mel los ſeyn. Am Tage Maria Heimſuchung. Epiſtel, Roͤm. 12. v. 9⸗ 18. Die Liebe ſey nicht falſch. Haſſet das Arge, hanget dem Guten an. Die brüͤderlche Liebe untereinander ſey herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zu⸗ vor. Seyd nicht traͤge, was ihr thun ſollt. Seyd bruͤnſtig im Geiſt. Schicket euch in die Zeit. Seyd froͤlich in Hoff⸗ nung, geduldig in Truͤbſal. Haltet an am Gebet. Neh⸗ met euch der Heiligen Nothdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen: ſegnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Frolichen, und weinet mit den Wei⸗ nenden. Habt eineriei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, ſondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Haltet euch nicht ſeldſt fuͤr klug. Vergeltet 9 Kie⸗ 146 ESpiſteln ..*.* 1— 4— niemand Boͤſes mit Boͤſem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit derſelbige gegen jedermann. Iſt es moͤglich, ſo viel an euch iſt, ſo ihter aber habet mit allen Menſchen Friede. nutan eer aber Evangelium, Luc. 1. v. 39⸗36.. W Moria aber ſtund auf in den Tagen, und gieng auf das z, wer me Gebirge Endelich zu der Stadt Juda. Und kam in das öohnes! Haus Zacharias, und gräſſete Eliſabeth. Und es begab ſich, dahinges als Eliſabeth den Gruß Maria hoͤrete, huͤpfete das Kind in iinten? W ihrem Leibe. Und Eliſabeth mard des heiligen Geiſtes voll, tiſ hie, und rief laut, und ſprach: Gebenedeyet biſt du unter den zizus iſt Weibern, und gebenedeyet iſt die Frucht deines Leibes. Und irwecketi woher kommt mir das, daß die Mutter meines Herrn zu t uns. mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Gruſſes höͤ⸗ ſubſal, dt rete, hupfete mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und ſer Blößt, o ſelig biſt du, die du geglaubet haſt, denn es wird vollen⸗ ſrieben ſii det werden, was dir geſagt iſt von dem Herrn. Und Ma⸗ azen Taz ria ſprach: Meine Seele erhebet den Herrn, und mein demallen Geiſt freuet ſich Gottes, meines Heilandes. Denn er hat ſiebet hat. die Niedrigkeit ſeiner Magd angeſehen. Siehe von nun n, weden an werden mich ſelig preiſen alle Kindeskind. Denn er genwäͤrt hat groſſe Dinge an mir gethan, der da maͤchtig iſt, und noch ke des Name heilig iſt. Und ſeine Varuferſüfeit waͤhret ihe Gotte immer fuͤr und fuͤr, bey denen, die ihn fuͤrchten. Er üͤbet Gewalt mit ſeinem Arm, und zerſtreuet die hoffartig Eoa ſind in ihres Herzens Sinn. Er ſtoͤſſet die Gewaltigen vom Stuhl, und erhebet die Elenden. Die Hungrigen d. trat erfuͤllet er mit Guͤtern, und laͤſſet die Reichen leer. Er d ren G denket der Barmherzigkeit, und hilft ſeinem Diener Iſrael k. Und auf. Wie er geredet hat unſern Vaͤtern, Abraham und 8 Laß d ſeinem Saamen ewiglich. Und Maria blieb bey ihr drey ue ede Monden, darnach kehrete ſie wiederum heim.— ittet —— ade, und Am Tage St. Jacobi. uit vende Epiſtel, Röͤm. 8. v. 28⸗ 39. uünm.2 Wir wiſten aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge dufe d zum beſten dienen, die nach dein Vorſat berufen ſind. ſa 48 Denn welche er zuvor berufen hat, die hat er auch derordnet, a riieni daß ſie gleich ſeyn ſollen dem Ebenbilde ſeines Sohnd, zuf ſa. G. Epiſteln Am Tage Bartholomaͤi. Epiſtel, 2. Cor. 4. v. 10. Wirhaben aber ſolchen Schatz in irrdiſchen Gefaͤſſen, auf ?2 daß die uͤberſchwengliche Kraft ſey Gottes, und nicht von uns. Wir haben allenthalben Truͤbſal, aber wir aͤng⸗ ſten uns nicht. Uns iſt bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlaſſen. Wir werden untergedruͤckt, aber wir kommen nicht um. Und tragen um allezeit das Sterben des Herrn Jeſu an unſerm Leibe, auf daß auch das Leben des Herrn Jeſu an unſerm Leibe offenbar werde. Evangelium, Lucaͤ 22. E erhub ſich auch ein Zank unter den Juͤngern, welcher 8 unter ihnen ſollte fuͤr den Groͤſſeſten gehalten werden? Er aber ſprach zu ihnen: Die weltlichen Koͤnige herrſchen, und die Gewaltigen heiſſet man gnaͤdige Herren. Ihr aber nicht glſo: Sondern der Groͤßeſte unter euch ſoll ſeyn wie der Juͤngſte, und der Fuͤrnehmſte wie ein Diener. Denn welcher iſt der Groͤſſeſte, der zu Tiſche ſitzet, oder der da die⸗ net? Iſts nicht alſo, daß der zu Tiſche ſitzet? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr aber ſeyds, die ihr behar⸗ ret habt bey mir in meinen Anfechtungen. Und ich will euch das Reich beſcheiden, wie mirs mein Vater beſchieden hat, daß ihr eſſen und trinken ſollt uͤber meinem Tiſch in meinem Reich, und ſitzen auf Stuͤhlen, und richten die zwoͤlf Geſchlechte Iſrael. Am Tage St. Matthaͤi. Epiſtel, 1. Cor. 12. v. 4⸗1I1. Esſind mancherley Gaben, aber es iſt ein Geiſt. Und es ſind mancherley Aemter, aber es iſt ein Herr. Und es ſind mancherley Kraͤfte, aber es iſt ein Gott, der da wirket alles in allem. In einem jeglichen erzeigen ſich die Gaben des Geiſtes, zum gemeinen Nutzen. Einem wird gege⸗ ben durch den Geiſt zu reden von der Weisheit: dem an⸗ dern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach dem⸗ ſelbigen Geiſt. Einem andern der Glaube in demſelbigen Geiſt. Einem andern die Gabe geſund zu machen in deu⸗ 148 H4 4† 30 — flligen G undern B den. Ei den die ſelbige ein gachdem! nd da am g golge mit hegab ſich viet Zoll und ſeine ſie zu ſeit göllnern ihnen: 1 die Kran Ich habe Opfer. und nicht ſeitt und Sraͤtte n geworfen ſet der Te und warz den auch he, die Kraſt, u nes Chrif derworfen Und ſieh und durg nict geli Hiamej, — Sterdet errn Jeſt un dden S ann S 4 — , Luc 24: b Zank u Jüngen, u 7 1 n 4 dn Srn Gaa Die aen Kige er Griß. Fürnehdh e u. N A ſedds, Räie neinen 1 amgen. 14 en, vie t— tein Vaſeten fen en, utea und Evangelia. ſelbigen Geiſt. Einem andern Wunder zu thun. Einem andern Weiſſagung. Einem andern Geiſter zu unterſchei⸗ den. Einem andern mancherley Sprachen. Einem an⸗ dern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wuͤrket der⸗ ſelbige einige Geiſt, und theilet einem jeglichen Seines zu, nachdem er will. Evangelium, Matth. 9. v. 9⸗ 13. und da Jeſus von dannen gieng, ſahe er einen Menſchen am Zoll ſitzen, der hieß Matthaͤus, und ſprach zu ihm: Folge mir. Und er ſtund auf, und folgete ihm. Und es begab ſich, da er zu Tiſche ſaß im Hauſe, ſiehe, da kamen viel Zoͤllner und Suͤnder? und ſaſſen zu Tiſche mit Jeſu und ſeinen Juͤngern. Da das die Phariſaͤer ſahen, ſprachen ſie zu ſeinen Juͤngern: Warum iſſet euer Meiſter mit den Zoͤllnern und Suͤndern? da das Jeſus hoͤrete, ſprach er zu ihnen: Die Starken beduͤrfen des Arztes nicht, ſondern die Kranken. Gehet aber hin, und lernet, was das ſey: Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit, und nicht am Dpfer. Ich bin kommen, die Suͤnder zur Buſſe zu rufen, und nicht die Frommen. Am Tage St. Michaelis. Epiſtel, Offenbar. Joh. 12. v. 7. 12. Ud es erhub ſich ein Streit im Himmel: Michael und ſei⸗ ne Engel ſtritten mit dem Drachen, und der Draͤche ſtritt und ſeine Engel, und ſiegeten nicht, auch ward ihrer Staͤtte nicht mehr funden im Himmel. Und es ward aus⸗ geworfen der groſſe Drach, die alte Schlange, die da heiſ⸗ ſet der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet, und ward geworfen auf die Erde, und ſeine Engel wur⸗ den auch dahin geworfen. Und ich hoͤ ete eine groſſe Stim⸗ me, die ſprach im Himmel: Nun iſt das Heil, und die Kraft, und das Reich, und die Macht unſere Gottes ſei⸗ nes Chriſtus worden, weil der Verklaͤger unſerer Bruͤder verworfen iſt, der ſie verklaget Tag und Nacht vor Gott. Und ſie haben ihn uͤberwunden, durch des Lammes Blut, und durch das Wort ihrer Zeugniß, und haben ihr Leben nicht geliebet, bis an den Tod. Darum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen. Evan⸗ 142 Epiſteln Evangelium, Matth. 18 v. 1⸗ Io. 3“⁰ derſelbigen Stunde traten die Junger zu Jeſu, und 8 ſprachen: Wer iſt der Groͤſſeſte im Himmelreich? Je⸗ ſus rief ein Kind zu ſich, und ſtellete es mitten unter ſſe, und ſprach: Wahrlich, ich ſage euch, es ſey denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, ſo werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer ſich nun ſelbſt er⸗ niedriget wie das Kind, der iſt der Groͤſſeſte im Himmel⸗ reich. Und wer ein ſolches Kind aufnimmt in meinem Na⸗ men, der nimmt mich auf. Wer aber aͤrgert dieſer Ge⸗ ringſten einer, die an mi d glauben, dem waͤre beſſer, daß ein Muͤhlſtein an ſeinen Hals gehaͤnget wuͤrde, und er er⸗ faͤufet wuͤrde im Meer, da es am tiefſten iſt. Wehe der Welt der Aergerniß halben! Es muß ja Aergerniß kommen. Doch wehe dem Menſchen, durch welchen Aergerniß kommt. So aber deine Hand oder dein Fuß dich aͤrgert, ſo haue ibn ab, und wirf ihn von dir: es iſt dir beſſer, daß du zum Leben lahm, oder ein Kruͤppel eingeheſt, denn daß du zwo Haͤnde oder zween Fuͤſſe habeſt, und werdeſt in das ewige Feuer geworfen. Und ſo dich dein Auge aͤrgert, reiſſe es aus, und wirf es von dir, es iſt dir beſſer, daß du einaͤu⸗ gig zum Leben eingeheſt, denn daß du zwey Augen habeſt und werdeſt in das hoͤlliſche Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von dieſen Kleinen verachtet; denn ich ſage euch: Ihre Engel im Himmel ſehen allezeit das An⸗ geſicht meines Vaters im Himmel. Am Tage Simonis und Judaͤ. Epiſtel, 1. Petri 1. v. 3⸗9 Gelodet ſey Gott und der Vater unſers Herrn Jeſu Chri⸗ ² ſti, der uns nach ſeiner groſſen Barmherzigkeit wieder gebohren hat zu einer lebendisen Hoffnung, durch die Auf⸗ erſtebung Jeſu Chriſti von den Todten; zu einem unvergaͤng⸗ lichen und unbefl ckten und unverwelklichen Erbe, das be⸗ halten wird im Himmel: Euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben be wahret werdet zur Seligfeit, welche zubereitet iſt, daß ſie offenbar werde zu der letzten Zeit, in welcher ihr euch freuen werdet, die ir jetzt eine kleine Zeit (wo es ſepn ſoll) traurig ſeyd in mancherley Anfechtungen: — auf das e den werde btwäͤhret ofenbaret und dech ihr ihn n ſprechlich Glaudent Neſusſ idt und Evangelili. 151 .Aaf daß euer Glaube rechtſchaffen und viel köſtlicher erfun⸗ 8 A 1 imeni JAudi⸗ 1. pe— 3: 1 4 1 ₰ denn deſug 2 den werde, denn das vergaͤngliche Gold, das durchs Feuer bewaͤhret wird, zu Lobe, Preis und Ehren, wenn nun offenbaret wird Jeſus Chriſtus. Welchen ihr nicht geſehen, und doch liob habet, und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht ſehet: ſo werdet ihr euch freuen mit unaus⸗ ſprechlicher und herrlicher Freude. Und dar Ende eures Glaubens davon bringen, nemlich der Seelen Seligkeit. Evangelium, Joh. 15. v. 17⸗ 26. Ceſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Das gebiete ich euch, daß 5§ ihr euch unter einander liebet. So euch die Welt haſ⸗ ſet, ſo wiſſet, daß ſie mich vor auch gehaſſet hat. Wäret ihr von der Welt, ſo haͤtte die Welt das ihre lieb. Dieweil ihr aber nicht von der Welt ſeyd, ſondern ich habe euch von der Welt erwaͤhlet, darum haſſet euch die Welt. Gedenket an mein Wort, das ich euch geſagt habe: Der Knecht iſt nicht groͤſſer, denn ſein Herr. Haben ſie mich verfolget, ſie werden euch auch verfolgen. Haben ſie mein Wort ge⸗ halten, ſo werden ſie eures auch halten. Aber das alles werden ſie euch thun um meines Namens millen: denn ſie kennen den nicht, der mich geſandt hat. Wenn ich nicht kommen waͤre, und haͤtte es ihnen geſagt, ſo haͤtten ſie keine Suͤnde; nun aber koͤnnen ſie nichts vorwenden, ihre Suͤn⸗ de zu entſchuldigen. Wer mich haſſet, der haſſet auch mei⸗ nen Vater. Haͤtte ich nicht die Werke derhan unter ihnen, die kein ander gethan hat, ſo haͤtten ſie keine Sunde. Nun aber haben ſie es geſehen, und haſſen doch beyde, mich und meinen Vater. Doch daß erfuͤllet werde der Spruch in ih⸗ rem Geſetz geſchrieben: Sie haſſen mich ohne Urſach. Am Tage der Kirchweihung. Epiſtel, Offenb. Joh. 21. v. 2⸗5. uUnd ich Johannes ſahe die heilige Stadt, das neue Jeru⸗ ſalem, von Gott aus dem Himmel herab fahren, zu⸗ bereitet als eine geſchmuͤckts Braut ihrem Manne. Und dorete kine groſſe Stimme von dem Stuhl, die ſorach: Sie⸗ he da, eine Huͤtte Gottes bey den Menſchen, und er ird bey ihnen wohnen, und ſie werden ſein Volk ſeyn, und er ſelbn Gott mit ihnen, wird ihr Gott ſeyn. Und Gett aird 152 EGgpiſteln und Evangella. abwiſchen alle Thraͤnen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr ſeyn, noch Leid, noch Geſchrey, noch Schwerzen wird mehr ſeyn: Denn das Erſte iſt vergangen. Und der auf dem Stuhl ſaß, ſprach: Siehe, ich mache alles neu. Evangelium, Lucä 19. v. I⸗ Io. un Jeſus zog hinein, und gieng durch Jericho. Und ſie⸗ he, da war ein Mann, genannt Zachaͤus, der war ein Oberſter der Zollner, und war reich. Und begehrte Jeſum zu ſehen, wer er waͤre, und konnte nicht vor dem Volk, denn er war klein von Perſon. Und er lief vorhin, und ſtieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn ſaͤhe: denn allda ſollte er durchkommen. Und als Jeſus kam an die⸗ ſelbige Staͤtte, ſahe er auf, und ward ſein gewahr, und ſprach zu ihm: Zachaͤe, ſteig eilend hernieder, denn ich muß heute in deinem Hauſe einkehren. Und er ſtieg eilend hernieder, und nahm ihn auf mit Freuden. Da ſie das ſahen, murreten ſie alle, daß er bey einem Suͤnder einkeh⸗ rete. Zachaͤus aber trat dar, und prach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Helfte meiner Guͤter gebe ich den Armen, und ſo ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfaͤltig wieder. Jeſus aber ſprach zu ihm: Heute iſt deinem Hauſe Heil wiederfahren, ſintemal er auch Abrahams Sohn iſt. Denn des Menſchen Sohn iſt kommen zu ſuchen und ſelig zu machen, das verlohren iſt. dee'md giun. aran 8 Led in 4 aans dn — 3 — — — — —r —= ——— inem Sindtas haac zu dn ſe * der gehe ic deninn 2 as geheich tiit an huteitdeiner 69 e ANuhans Gtt n u ſucher unt. — —— — ——— — — * —————— 8——